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In der Branche für die Blockchain und Kryptowährungen gibt es wenig Frauen, die zur Programmentwicklung beitragen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Journalist Corin Faife. Dafür analysierte er eine Million Beiträge der Top 100 Blockchainprojekte auf Github. Bei Github handelt es sich um eine quelloffene Plattform für Entwickler.
Weniger Frauen programmieren Blockchainprojekte
Das Ergebnis dieser Studie ist, dass nur 4,64 Prozent der Beiträge auf der Plattform von Frauen programmiert wurden. Konkret heißt das, dass 691.134 Beiträge von Männern geschrieben wurden, während 47.678 von Frauen entwickelt wurden. 287.992 Beiträge wurden von einem anonymen Programmierer verfasst. Bei diesen war es nicht möglich, das Geschlecht zu ermitteln.
Es gibt deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Projekten. Bei Dentacoin und Verge (XVG) wurden weniger als zehn Code-Beiträge von Frauen verfasst. Während Männer Tausende von Code-Stücken für die Firmen geschrieben haben. VeChain dagegen hat mehr Beiträge von Programmiererinnen veröffentlicht. Dies ist auch bei NEO der Fall. Dort wurden Programme von mehr Frauen als Männern geschrieben.
Ergebnisse eventuell verfälscht
Eventuell sind die Ergebnisse der Studie etwas verfälscht. Corin Faife hat seine Untersuchung nämlich mit einem Computerprogramm durchgeführt. Dieses analysierte die Namen der Entwickler und kategorisierte diese in männlich und weiblich.
Da manchen Namen im Englischen, wie zum Beispiel Robin, sowohl Männer- und Frauennamen sein können, kann es sein, dass die Zahl ein wenig verfälscht wurde. Ohne das Computerprogramm hätte die Analyse jedoch mehr Zeit in Anspruch genommen.
Eines der Ergebnisse ist, dass die Blockchain- und Krypto-Branche noch immer eine Männerdomäne ist. Dies ist jedoch nicht überall der Fall. Bei einigen Projekten ist die Verteilung von Männern und Frauen praktisch gleich. In einzelnen Fällen arbeiten sogar mehr Frauen als Männer am Code. Hier können Sie die Ergebnisse der Studie lesen.
Es wurden Initiativen gestartet, um Frauen in diese Branche einzubeziehen. So wird zum Beispiel jedes Jahr die Konferenz Women in Blockchain organisiert.
Image via Unsplash
Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.
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