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Japan: Monju endgültig stillgelegt
Die japanische Regierung beschloss im Dezember 2016, den natriumgekühlten Schnellen Brüter Monju in der Präfektur Fukui stillzulegen. Mit dem von der JAEA eingereichten Stilllegungsantrag wurde der Reaktorblock nun in den Status «stillgelegt» überführt. Gemäss Stilllegungsplan soll der Brennstoff bis zum Fiskaljahr 2022 (April 2022 bis März 2023) entfernt werden. Die Anlage soll bis 2047 rückgebaut sein. Die Kosten für die Stilllegung und den Rückbau beziffert die Regierung mit JPY 375 Mrd. (CHF 3,3 Mrd.).
Die Bauarbeiten für Monju wurden im Oktober 1985 aufgenommen. Die damalige Betreiberin, die Power Reactor and Nuclear Fuel Development Corporation (PNC), fuhr den Pilotreaktor im April 1994 erstmals kritisch. Die erste Netzsynchronisation erfolgte im August 1995. Der Reaktor wurde am 8. Dezember gleichen Jahres wieder abgeschaltet, nachdem wegen eines Lecks in einem nicht radioaktiven Sekundärkreislauf flüssiges Natrium ausgetreten war.
1998 übernahm das Japan Nuclear Cycle Development Institute (JNC) im Rahmen einer Umorganisation die Leitung des Betriebs von Monju. 2001 entschied die japanische Regierung, das JNC mit dem Japan Atomic Energy Research Institute (Jaeri) zusammenzulegen. So wurde im Oktober 2005 die Japan Atomic Energy Agency (JAEA) gegründet. Die JAEA plante, den Schnellen Brüter wieder in Betrieb zu nehmen. Monju kam aber über den Testbetrieb, der im Mai 2010 aufgenommen wurde, nicht hinaus, bis die Regierung 2016 beschloss, die Anlage endgültig stillzulegen.