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Voraussetzungen der Marktwirtschaft
Privateigentum
Vertragsfreiheit und Rechtssicherheit
Freier Marktzutritt
Sicherstellung des Wettbewerbs
Unsichtbare Hand
Um einen optimalen Gewinn zu erzielen, bietet jeder Produzent das an, was der Konsument kaufen will. Durch den Kauf bzw. Verkauf steigert der Konsument als auch der Produzent seinen Nutzen. Die Maximierung des EIgennutzens maximiert so auch das gesellschaftliche Wohl, welches eine unbeabsichtigte Folge der individuellen Handlungen ist, durch den Markt- Preismechanismus - die unsichtbare Hand - aufeinander abgestimmt werden.
Bedeutung und Beispiele von Marktversagen
Die Koordination und Allokation des Marktmechanismus ist unvollkommen und führt deshalb zu unerwünschten gesellschaftlichen Auswirkungen
Bei Wettbewerbsbeschränkungen, bei öffentlichen Gütern, bei externen Effekten und bei asymmetrischer Informationsverteilung (adverse selection, moral hazard)
Gründe für Staatsversagen
Politisch motivierte Entscheidungen
Regulierungskosten und eine Verzerrung der Allokationseffizienz
Abweichungen von der Marktwirtschaft
Erhaltung und Förderung gefährdeter Wirtschaftszweige
Schutz wirtschaftlich bedrohter Landesteile
Preisüberwachung
Mieterschutz
usw.
Versagt die Marktwirtschaft im Umwelt- und Klimabereich?
Nein, im Gegenteil: der Klimaschutz ist vielmehr mit liberalen Mitteln durchzusetzen. Eine konsequente Durchsetzung der Kostenwahrheit statt Verboten wäre ökologisch nachhaltiger. Damit bekämen klimabelastende Tätigkeiten ein Preisticket.
Die drei Seiten des BIP
Produktionsseite
Verteilungsseite
Verwendungsseite
Zusammenhang der drei Seiten des BIP
Bei Herstellung von Gütern und Dienstleistungen (Produktionsseite) entstehen Einkommen für die Produktionsfaktoren (Verteilungsseite), welche für den Kauf von Gütern und Dienstleistungen verwendet werden (Verwendungsseite)
Institutionelle Sektoren
Unternehmungen (unterteilt in: Nichtfinanzielle Unternehmungen, Finaninstitute und Versicherung)
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbscharakter (POoE)
Öffentliche Haushalte
Sozialversicherungen
übrige Welt
Quoten der Verwendungsseite
Investitionsquote
Konsumquote
Exportquote
Importquote
Sparen und Investieren
Ersparnisse werden an diehenigen ausgeliehen, die zu wenig eigene Mittel erarbeitet haben, um ihre Investitionen zu finanzieren.
Gesamtwirtschaftlich sind Sparen und Investieren - rückblickend - immer ausgeglichen.
(Falls die inländischen Ersparnisse grösser sind als die inländischen Investitionen, werden diese "überflüssigen" Ersparnisse im Ausland investiert.)
Kritikpunkte an der Volkswirtschaftlichen Gesamtechnung
Unzureichende Datenerfassung (z.B.: Schwarzarbeit und Drogenhandel, Hausarbeit, Digitalisierung usw.)
Vernachlässigung der externen Kosten;
"Richtige" Bewertung der Leistungen (z.B. werden die staatlichen Leistungen mit ihren Kosten bewertet)
Indikaoren für die Wohlfahrt
z.B. Ausbildung
Umweltqualität
Anteil erneuerbarer Energien
Armutsquote
Untersschätzung des BIP "gratis Dienstleistung"
Scheinbar kostenlose Dienstleistungen stellen die Wirtschaftsstatistiken nicht auf den Kopf.
Zwar kostet eine Google-Suchanfrage scheinbar nichts, doch das Unternehmen generiert Umsätze, z.B. in dem es anzeigen schaltet. Diese Wertschöpfung kann gemessen werden
Konjunkturzyklus - Beschreibung
Hochkonjunktur - Boom
steigender Konsum, Exporte und Investitionen, so dass die Kapazitätsauslastung über dem Normalniveau zu liegen kommt. Als deren Folge kommt es zu Preiserhöhungen, steigende Zinsen und einem Mangel an Arbeitskräften
Abschwung:
Rückläufige Zuwachsraten beom Konsum, den Exporten und den Investitionen. Abnehmende, aber über dem Durchschnitt liegende Kapazitätsauslastung.
Rezession:
Kapazitätsauslastung kommt unter die Normalauslastung zu liegen.
Gängige Definition: Abnehmendes BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen. Bei besonders intensivem Rückgang des BIP spricht man von einer Depression
Aufschwung:
Aufhellende Zukunftserwartungen, Anstieg der Konsumentenstimmung, Wende bei der Arbeitslosigkeit. Kapazitätsauslastung liegt unter dem Durchschnitt.
Einteilung der Bedürfnisse
Nach der Maslow Pyramida
Grundberdürfnisse
Sicherheitsbedürfnisse
soziale Bedürfnisse
Wertschätzungsbedürfnisse
Selbstverwirklichungsbedürfnisse
Einteilung der Güter
Wirtschaftliche Güter und freie Güter
Wirtschaftliche Güter - Sachgüter und Immaterielle Güter
Konsumgüter
Investitionsgüter
Dienstleistungen
Güterrechte
Freie Güter: Aus der Natur zur "Verfügung" gestellt. In ausreichender Menge, dass sie gratis sind
Funktionen des Geldes
Zahlungsmittel
Recheneinheit
Wertaufbewahrungsmittel
Opportunitätskosten
Werden auch Alternativ- oder Verzichtkosten genannt.
Als Opportunitätskosten bezeichnet man einfach gesagt den entgangenen Nutzen einer nicht gewählten oder nicht realisierbaren Handlungsalternative.
Aufgaben der VWL
Beschreiben von wirtschaftlichen Vorgängen
Erklären von wirtschaftlichen Vorgängen
Prognostizieren des zukünftigen Ablaufs des Wirtschaftsgeschehens
Beeinflussung der wirtschaftlichen Entwicklung in Richtung bestimmter Ziele
Magisches Sechseck und seine Ziele
Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht und die Ziele der Wirtschaftspolitik
Vollbeschäftigung
sozialer Ausgleich
Preisstabilität
Umweltqualität
aussenwirtschaftkiches Gleichgewicht
Wirtschaftswachstum
Zielkonkurrenz (Sechseck)
Preisstabilität und Vollbeschäftigung
Worauf ist beim Einsatz wirtschaftspolitischer Massnahmen zu achten?
Wirtschaftspolitik aufgepasst:
Der Mensch ist keine Maschine, nicht so leicht in die gwünschte Richtung steuerbar.
Handlungsmöglichkeiten sind kaum von erfassbarer Vielfalt, rugaltorische Eingriffe führen oft zu unerwünschten oder gar kontraproduktiven Nebenfolgen.
Der Mensch ist ausserordentlich erfinderisch, weicht Hindernissen aus und sucht den kürzesten Weg zum Ziel.
Ziel der Verhaltensökonomie
Wirtschaftliche Entscheide und deren Folgen besser zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen
In der Volkswirtschaftslehre werden wir mit einer Vielzahl von Meldungen konftrontiert:
Beispiel:
Hypothekarzinsen sinken
Arbeitslosigkeit steigt
Gewerkschaften verlangen höhere Löhne und drohen mit Streik
Börse boomt
Staatsdefizit wächst
Nationalbank erhöt Zinsen
Inflation steigt
Baubranche kriselt
Landwirte demonstrieren gegen sinkende Milchpreise
Computerpreise fallen
Unternehmen verlagern ihre Produktion ins Ausland
Schweiz verliert an Wettbewerbsfähigkeit
Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren
Arbeit - Menschliche Arbeitskraft
Boden - Das Land "Boden" was gebraucht wird, Rohstoffe, Fläche
Kapital - Investitionsgüter (Zb. Stühle, Beamer, Tische bei NBW)
Wissen - Managementprozess
Dilemma der Knappheit
Knappheit
Güter sind endlich
Bedürfnisse sind unendlich
Allokation von Mitteln
Wie werden die begrenzten Produktionsfaktoren verwendet?
Welche Güter sollen hergestellt werden?
Verteilung der Güter
Wie werden Güter gerecht verteilt?
Ökonomisches Prinzip
Minimalprinzip:
Vorgegebenes Ziel soll mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht werden
Ziel ist fix vorgegeben
Maximalprinzip:
Mit vorgegebenen Mitteleinsatz soll ein grösstmögliches Ziel erreicht werden.
Mittel sind fix vorgegeben.
Wovon hängt es ab, wie viel von einem bestimmten Gut nachgefragt wird?
Von der Nutzenvorstellung
Vom Preis des Gutes
Vom Preis anderer Güter
von den Preiserwartungen
Vom Einkommen (bzw. Vermögen)
Wieso verlöuft de Nachfragekurve im Normalfall von Links oben nach Rechts unten?
Abnehmender Grenznutzen mit steigender Menge und damit einhergehend sinkender Kaufbereitschaft
Preissenkungen führen zu höheren Realeinkommen und damit zur Möglichkeit des höheren Konsums
Preissenkung für ein Gut bedeutet gleichzeitig relativ teurer werdende andere Güter. Der Grenznutzen pro Franken für das im Jahr sinkende Gut steigt, deshalb wird mehr nachgefragt