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Ein Frachtflugzeug mit insgesamt 51 Tonnen an lebenswichtigen Hilfsgütern traf am Dienstagabend in der Hauptstadt Maputo ein.
22.03.2019
Nach dem verheerenden Zyklon „Idai“ über Südostafrika beteiligen wir uns intensiv an den Hilfsmaßnahmen für die hunderttausenden Betroffenen in Mosambik. Ein Frachtflugzeug mit insgesamt 51 Tonnen an lebenswichtigen Hilfsgütern traf am Dienstagabend in der Hauptstadt Maputo ein. An Bord waren 8400 Zeltplanen, 3500 Wasserkanister, 2500 Eimer und 20 Zelte. Unser Mitarbeitenden vor Ort haben begonnen, die Hilfsgüter in die Stadt Chimoio im Westen des Landes zu bringen, wo der Sturm und die Überschwemmungen besonders große Schäden angerichtet haben. Dort haben viele Menschen alles verloren.
„Eine Familie musste mit ansehen, wie ihr Steinhaus weggespült wurde. Und als sie in ein anderes Haus floh, stürzte das Dach ein“, sagt Machiel Pouw, Leiter des Nothilfeeinsatzes von Save the Children in Mosambik. „Eine andere Familie rettete sich auf einen Baum. Es gibt unzählige herzzerreißende Geschichten wie diese.“
Viele Gebiete schwer zu erreichen
Der Transport der Hilfsgüter erfolgt unter erschwerten Bedingungen. Der Landweg zur verwüsteten Hafenstadt Beira ist wegen einer eingestürzten Brücke unpassierbar, zudem ist der Hafen noch nicht wieder in Betrieb. Somit ist der Luftweg die einzige Möglichkeit, Hilfsgüter von Chimoio in die 600.000-Einwohner-Stadt Beira zu bringen. Erste Maschinen mit Hilfsgütern, darunter Zelte von Save the Children, sind in Beira angekommen. Die Flüge sollen in den kommenden Tagen deutlich aufgestockt werden. Save the Children gehört zusammen mit Oxfam und CARE zum Hilfskonsortium COSACA und leitet die Maßnahmen, um Chimoio in ein Logistikzentrum für den Nothilfeeinsatz zu verwandeln.
„Während wir uns nach und nach in weitere Landesteile vorkämpfen, steigt der Bedarf an Hilfe rasant“, sagt Machiel Pouw. Die ersten Hilfsgüter dienen dazu, die Familie vor den anhaltenden Regen zu schützen und vor Krankheiten zu bewahren, etwa, indem sie sauberes Trinkwasser abfüllen können. „Es ist sehr schwer, die Betroffenen zu erreichen, die wegen der Katastrophe von der Außenwelt abgeschnitten sind. Aber wir arbeiten rund um die Uhr, um zu den Kindern zu gelangen, die unsere Hilfe brauchen.“
„Dank der unglaublichen Unterstützung der Menschen in der Schweiz und weltweit können wir den Menschen in ihrer großen Not helfen“, sagt Machiel Pouw. „Aber wir wissen leider, dass dies nur der Anfang ist. Alle in Mosambik versuchen unter erschwerten Bedingungen, Menschenleben zu retten. Wir versuchen pausenlos, die unzähligen Kinder zu erreichen, deren Zukunft auf dem Spiel steht.“