Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/117702

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundesamt für Energie hat gemäss Faktenblatt "Energieperspektiven 2050" das Potenzial auch für Grosswasserkraft abgeschätzt. Analog zum Vorgehen bei den Energieperspektiven 2035 stützt sich die Schätzung auf die 40 Projekte umfassende Projektliste von Broggi und Reith aus dem Jahr 1984. Unter Berücksichtigung bereits realisierter Werke, neuer Planungen und dem Einbezug von Realisierungswahrscheinlichkeiten wird ein Potenzial für Grosswasserkraftwerke von 2,4 Terawattstunden ausgewiesen. </p><p>Welche Projekte tragen konkret zur anvisierten Leistung bei?</p><p>Zur Verifizierung der Projekte sind Gewässernamen, Standortgemeinden, Produktion und Leistung sowie der aktuelle gewässerökologische Zustand zu benennen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat am 25. Mai 2011 beschlossen, dass die bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer stillgelegt und nicht durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden sollen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, setzt der Bundesrat im Rahmen der neuen Energiestrategie 2050 auf verstärkte Einsparungen (Energieeffizienz), den Ausbau der Wasserkraft und der neuen erneuerbaren Energien sowie wenn nötig auf fossile Stromproduktion (Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlagen, Gaskombikraftwerke) und Importe. Zudem sollen die Stromnetze rasch ausgebaut und soll die Energieforschung verstärkt werden.</p><p>Die Wasserkraftnutzung trägt heute rund 56 Prozent zur einheimischen Stromproduktion bei. Mit der Neuausrichtung der Energiepolitik soll dieser Anteil ausgebaut werden. Im Zusammenhang mit der Überprüfung der bundesrätlichen Energiestrategie nach der Reaktorkatastrophe in Japan wurde das Potenzial der Wasserkraft unter veränderten Rahmenbedingungen neu eingeschätzt. Grundlage für die Potenzialabschätzungen bildeten Dokumente, welche im Rahmen der Energieperspektiven 2035 erarbeitet und verwendet wurden.</p><p>In der ersten Phase der Energieperspektiven ging es darum, aufzuzeigen, wie der bisherige Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten ersetzt werden kann. Dazu mussten alle Potenziale bei der Effizienz, der Windenergie, der Solarenergie und auch bei der Wasserkraft ausgelotet werden. Bei den Annahmen und Abschätzungen handelt es sich um eine Diskussionsgrundlage, welche in den nächsten Monaten mit den Kantonen und den Stromunternehmen plausibilisiert wird. Dabei sollen auch neue Projektideen aufgenommen und beurteilt werden. Bisher standen konkrete Projekte sowie die konkreten Auswirkungen der Umsetzung der Strategie nicht im Zentrum. Im Rahmen der Erarbeitung der notwendigen Massnahmen, welche der Ausstieg aus der Kernenergie erfordert, müssen Interessenkonflikte zwischen Klima-, Gewässer- und Landschaftsschutz sowie Raumplanung konstruktiv gelöst werden.</p>  Antwort des Bundesrates.