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Charakteristik
Es handelt sich um eine statische Betrachtung, bei der zu einem bestimmten Zeitpunkt die Situation der Zielgruppe mit der Situation der Kontrollgruppe verglichen wird.
Beispiel
Die Privatkonkurse sind in der Region x im vergangenen Jahr um 10% zurückgegangen. In der Vergleichsregion y sind die Privatkonkurse nur um 5% zurückgegangen.
|Vorteile||Nachteile|
|Es kann plausibel gemacht werden, ob eine Intervention einen Beitrag zur angestrebten Wirkung geleistet hat oder nicht.||Es gibt keinen Bezug zur Ausgangslage: Man weiss nicht, ob und wie sich die Situation der Ziel- und der Vergleichsgruppe seit dem Beginn der Intervention verändert hat.|
|Falls anfänglich identische Vergleichsgruppen vorhanden sind, können Aussagen zur Wirkung der Dienstleistung oder des Projekts bei der Zielgruppe gemacht werden.||Identische Gruppen fehlen oft, methodisches Know-how ist erforderlich, wenn Vergleichsgruppen konstruiert werden müssen. Die Wahl der Vergleichsgruppe ist nicht trivial.|
|Der Aufwand für die Datenerhebung (2 Messungen) ist oft noch vertretbar.||Es gibt keinen Bezug zu den gesetzten Zielen: Man weiss nicht, ob und inwieweit die Organisation ihre Ziel erreicht hat.|
|Es sind keine Aussagen zur Nachhaltigkeit möglich.|
Eignung
Durch seine erhöhte Aussagekraft ist ein Vergleich mit Vergleichsgruppe für Legitimationszwecke geeignet, sofern geeignete Vergleichsgruppen vorhanden sind oder konstruiert werden können und es keine ethischen Bedenken gibt. Er wird dann angewandt, wenn Daten zur Ausgangslage fehlen oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand beschafft werden können.