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Séverine Pont-Combe, Laëtitia Roux und Maude Mathys schafften die 53 Kilometer und 4000 Meter Höhenunterschied mit ihren Ski in sieben Stunden und 27 Minuten und unterboten damit den Rekord aus dem Jahr 2010 um 14 Minuten. Die drei Frauen schwebten nach dem Zieleinlauf auf Wolke sieben. «Das oberste Ziel war durchzuhalten», so Roux. Die Idee, den Rekord zu brechen, sei erst unterwegs gekommen.
Beste Freiburger Vierte
Bei den Männern wurde die Rekordzeit von 5:52 Stunden nicht erreicht, obwohl die italienische Patrouille mit Damiano Lenzi, Matteo Eydallin und Michele Boscacci das Rennen dominierte und mit über 20 Minuten Vorsprung für sich entschied. «Dieser Sieg fehlte noch in meinem Palmarès», erklärte Eydallin gegenüber Canal 9. 2010 hatte das Team den zweiten Rang belegt. Dieses Jahr hätten sie sich besser vorbereitet, und sie seien hoch motiviert an den Start gegangen. Ob er das Rennen nochmals in Angriff nehmen werde, wisse er nicht, erklärte Eydallin. «Es ist zu lang, es ist zu hart.»
Die beste Schweizer Patrouille wurde Dritte. Die Grenzwächter Marcel Marti, Alan Tissières und Werner Marti erreichten nach sechs Stunden und 27 Minuten das Ziel in Verbier. Bereits auf Rang vier folgte ein Trio mit zwei Freiburgern. Steven Girard (Estavannens), Vincent Mabboux (Charmey) und Marcel Theux (Orsières) absolvierten die Strecke in gut sechseinhalb Stunden. «Wer sagt, die Patrouille des Glaciers sei einfach…», fragte Mabboux im Ziel und hob drohend die Hand. Obwohl sie das Podest knapp verpassten, waren die drei mit der Klassierung zufrieden. Auf Rang sechs folgten weitere Freiburger. Didier Moret, 2008 Patrouillen-Gewinner und Freiburger Sportler des Jahres, benötigte mit seinen Partnern Cédric Raemy (Charmey) und Alexander Hug (Sargans) 6:54 Stunden.
Bürgisser musste aufgeben
Nicht beendet hat das Rennen Nicole Bürgisser, die im Vorfeld des Rennens in den FN porträtiert worden war (siehe FN vom 26. April). Sie musste nach 30 Kilometern in Arolla aufgeben. «Ich war völlig unterkühlt, konnte nicht reden und nicht essen», sagt die 31-jährige Düdingerin. Warum genau, könne sie sich selbst nicht erklären. «Wir sind ziemlich schnell gestartet, und ich habe geschwitzt.» Die Probleme begannen bereits auf der Tête Blanche, wo Temperaturen von minus 20 Grad vorherrschten und ein eisiger Wind wehte. «Mein Körper konnte sich nicht mehr erholen. Deshalb gab ich in Arolla auf. Die dort anwesenden Ärzte hätten mich auch gar nicht weitermachen lassen.»
Eigentlich hatte Bürgisser nicht vorgehabt, noch einmal an der Patrouille mitzumachen. Doch nun hat sie sich fest vorgenommen, in zwei Jahren wieder zu starten. Und zwar mit ihrem ursprünglichen Team. Marc Berger und Thomas Rindlisbacher, die das Rennen zu zweit beendeten, waren nämlich nur Ersatzleute für Bürgissers eigentliche Partner, die wegen einer Hirnerschütterungung beziehungsweise einer Herzmuskelentzündung passen mussten. «Die Wechsel waren nicht leicht. Da wir uns kaum kannten, war es schwierig, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Und das Umfeld muss definitiv stimmen, um dieses Rennen durchzustehen.» Si/fm/ja/Lib.
Legende Bild ???