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Arbeit und Infrastruktur
Der Arbeitsalltag in China kehrt nur langsam wieder zurück, nur eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitenden geht physisch ins Büro.
In den Büros in China gibt es Einschränkungen wie Gesundheitschecks bei Eintreffen oder beim Verlassen des Arbeitsplatzes. Es bestehen keine Möglichkeiten zur Nutzung öffentlicher Infrastruktur wie Lebensmittelkauf, Toiletten etc. Klimaanlagen sind abgeschaltet.
Es fehlt in hohem Masse an LKW-Fahrern. Nur ca. 30% der Fahrer sind im Einsatz.
Die Infrastruktur der meisten Häfen (wie z.B. Shanghai) sind für Sendungen aus dem chinesischen Festland de facto gesperrt. Zwar werden Sendungen entgegengenommen, aber sogleich in eine 14-tägige Quarantäne gestellt.
Die meisten Fluggesellschaften haben bereits die Stilllegung von Flügen von und nach China verlängert. So fliegt z.B. British Airways nicht vor Ende April 2020 wieder nach China, Lufthansa und Swiss nicht vor Ende März 2020.
Exporte aus China
Die Produktion ist beinahe stillgelegt. Und selbst wenn gewisse Mengen an Industrie- und Konsumgütern hergestellt werden, können sie nicht aus China exportiert werden.
Inlandverbindungen bis zu den Seehäfen sind nur sehr eingeschränkt verfügbar.
In den Seehäfen selbst gibt es strenge Sicherheitsmassnahmen, die wiederum zu sofortigen Verzögerungen führen.
Importe nach China
Importe nach China können beim Eintritt in China nur dann passieren, wenn sie für Gebiete vorgesehen sind, die für das Coronavirus als unkritisch gelten. Auch dann werden solche Sendungen aber nur mit massiven Verzögerungen abgewickelt
In für das Coronavirus kritische Gebiete finden überhaupt keine Transporte statt. Dies schon deshalb nicht, weil es LKW-Fahrern untersagt ist, solche anzufahren.
Ausrüstung ("Equipment") und Kapazitätssituation
Es wird ein besorgniserregender Mangel an Ausrüstung (Containerequipment) in Europa erwartet. Kühlcontainer ("Reefer") sind in Europa bereits mehrheitlich ausgebucht und die gleiche Tendenz wird bei Standardcontainern ("GP", General Purpose) festgestellt.
Die Fluggesellschaften "verwalten" ihre Kapazität mit Flügen ohne Ausnutzung der Frachtkapazitäten (also cargomässige "Leerflüge"), die beide Richtungen betreffen (nach und nach China).
Reedereien raten im übrigen zwingend zur Einhaltung einiger neu entstandener Quarantänebestimmungen. Diese werden von Aufsichtsbehörden Schiffen auferlegt, welche kürzlich in China waren.