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Vorsorge und Versicherung
Informieren Sie sich zu Altersvorsorge, Kranken- und Unfallversicherung, berufliche Vorsorge, AHV/IV oder Arbeitslosenversicherung bei Ihrer Auswanderung nach Thailand.
Informieren Sie sich zu Altersvorsorge, Kranken- und Unfallversicherung, berufliche Vorsorge, AHV/IV oder Arbeitslosenversicherung bei Ihrer Auswanderung nach Thailand.
Die Leistungen des Sozialversicherungssystems (Social Security Fund SSF) in Thailand sind ausserordentlich tief und daher für ausländische Personen für die Lebensplanung in Thailand nicht relevant. Da der Schutz der Sozialversicherung nur Mindeststandards erfüllt, empfiehlt sich eine zusätzliche berufliche Vorsorge und Versicherung gegen Krankheit sowie Unfall.
Die Leistungen der staatlichen thailändischen Sozialversicherung garantieren den thailändischen Arbeitnehmenden einen Mindeststandard an sozialer Sicherheit, der für Ausländerinnen und Ausländer jedoch kaum ausreicht. Es empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung. Die Prämien (bei vergleichbarer Deckung) sind meistens erheblich höher als in der Schweiz, da weder die Spitäler noch die Versicherungen durch das staatliche Sozialwesen quersubventioniert sind. Zudem steigen sie im Alter progressiv. Bei thailändischen Versicherungen ist eine lebenslange Versicherungsgarantie oft nicht gewährt. Auf jeden Fall mit der Kündigung einer bestehenden Zusatzversicherung in der Schweiz zuwarten, bis eine vorbehaltslose Aufnahme vom internationalen Versicherer vorliegt.
Die Leistungen der staatlichen thailändischen Sozialversicherung sollten den thailändischen Arbeitnehmenden einen Mindeststandard an sozialer Sicherheit garantieren. Ausländische Personen haben im Prinzip keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Verliert eine ausländische Person ihre Stelle (unabhängig vom Grund), verfällt gleichentags ihr Non-Immigrant Visum (d.h. sie muss das Land am selben Tag verlassen oder eine Visaverlängerung von maximal 7 Tagen beantragen).
Ordentliche AHV- und IV-Renten (mit Ausnahme der IV-Viertelsrente) für schweizerische Staatsangehörige können an jeden beliebigen Wohnort überwiesen werden. Die Auszahlung erfolgt direkt durch die schweizerische Ausgleichskasse in der Regel in der Währung des Wohnsitzstaates. Die anspruchsberechtigte Person kann ihre Rente auch auf ein persönliches Postcheck- oder Bankkonto in der Schweiz auszahlen lassen. Hilflosenentschädigungen und Ergänzungsleistungen werden nur bei Wohnsitz in der Schweiz ausbezahlt.
Der freiwilligen AHV/IV können schweizerische Staatsangehörige beitreten, die nicht in einem Mitgliedstaat der EU/EFTA leben, falls sie unmittelbar vor ihrem Wegzug während mindestens fünf aufeinanderfolgenden Jahren obligatorisch versichert waren. Die Mitgliedschaft in der freiwilligen AHV/IV entbindet die Betroffenen nicht von einer allfälligen Versicherungspflicht im Wohn- bzw. Erwerbsland. Der Beitragssatz für Erwerbstätige beläuft sich auf 10,1% des massgebenden Einkommens. Der jährliche Mindestbeitrag liegt bei 950 CHF. Die freiwillige AHV/IV bietet insbesondere nichterwerbstätigen Personen, die in ausländischen Sozialversicherungssystemen oft keine Versicherungsmöglichkeit haben, einen Schutz für die Risiken Alter, Invalidität und Tod.
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Ausland wohnen, dort für einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz tätig sind und von ihm entlohnt werden, sowie ihre nichterwerbstätigen Ehegattinnen und Ehegatten, die sie ins Ausland begleiten, gelten besondere Bestimmungen. Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Ausgleichskasse.
Stellen Sie sicher, dass die Überweisung von Renten aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), der Pensionskasse oder sonstigen Versicherungen funktioniert. Domizilwechsel müssen unbedingt der AHV-Ausgleichskasse, der zuständigen Pensionskasse und dem Versicherungsträger mitgeteilt werden. Die Schweizerische Ausgleichskasse SAK sendet allen Personen, die Leistungen beziehen, jährlich eine Lebens- und Zivilstandsbescheinigung. Damit die Rente ohne Unterbruch bezahlt wird, muss das Formular ausgefüllt und durch eine Amtsbehörde attestiert innerhalb von 90 Tagen zurückgeschickt werden.
Auf Pensionskassenrenten erhebt die Schweiz in der Regel eine Quellensteuer, wenn der Rentenbezüger oder die Rentenbezügerin im Ausland wohnt. Doppelbesteuerungsabkommen können vorsehen, dass die Quellensteuer entfällt oder vom Rentenbezüger oder der Rentenbezügerin im Wohnsitzland zurückgefordert werden kann.
Der Dienst Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und -schweizer (SAS) des EDA gewährt unter gewissen Voraussetzungen bedürftigen Auslandschweizerinnen und -schweizern Sozialhilfe. Gerät jemand in eine Notlage, so sind zunächst die eigenen Mittel auszuschöpfen, um die Situation zu überwinden. Stellt sich damit keine Verbesserung der Notlage ein, ist zu klären, inwiefern die Verwandtschaft oder Bekannte helfen können. Es ist auch abzuklären, welche Leistungen und Unterstützung von Seiten des Aufenthaltsstaates möglich sind. Zuletzt können die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Bundesstelle Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (SAS) abgeklärt werden.
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