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Die Freundschaft als junger Student zur Basler Fotografin Gret Widmann und die tiefe innere Beziehung zu seinem jüngsten Sohn und Berufsfotografen Martin Hesse, belegt in hunderten von Briefen, sind lebendiger Ausdruck dieser Verbundenheit. Noch in seinem letzten Schreiben vor seinem Tod im August 1962 an den «lieben Brüdi!», wie Hesse seinen Sohn im Briefwechsel meist nannte, sorgte sich Hermann um den Verbleib eines Film-Negativs, das scheinbar im Atelier von Martin verloren gegangen war: Ein Portrait, das Hermann Hesse mit Strohhut und Overall in seinem Tessiner Garten zeigt und in Assoziation zu «Josef Knechts Lebensläufe» den familieninternen Bildtitel «der Regenmacher» erhalten hat. In dieser Hesse-Erzählung steht die Figur Josef Knecht an der Eliteschule in Kastalien vor der Aufgabe, für sich selbst hypothetische Lebensläufe zu entwickeln, sich also in eine andere Person, in andere Lebensumstände, in eine andere Zeit, hineinzudenken. Er imaginiert drei Lebensgeschichten – in einer davon sieht er sich als ein in einem Matriarchat lebender Regenmacher. Als Martin zurückschreibt, dass das Negativ wieder zum Vorschein gekommen sei, ahnt er noch nicht, dass sein Vater in dieser Nacht verstorben ist.