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Die 88-jährige Queen ist äusserst gerissen, wenn es darum geht, mediale Aufmerksamkeit zu schaffen und diese auch noch zu multiplizieren. Und sie weiss exakt, wie man sich eine jüngere Fanbase sichert. Schon im Juni sorgte sie für masslose Begeisterung, als sie bei einem Besuch in Belfast den Drehort der HBO-Serie «Game of Thrones» besuchte und sich (leider nicht) auf den Iron Throne setzte. In ihrer Weihnachtsrede an die Nation am 25. Dezember, die unter dem Motto «Reconciliation», also Versöhnung, stand, schaffte sie es, das T-Wort exakt in der Rede-Mitte zu platzieren.
Sie sagte: «The benefits of reconciliation were clear to see when I visited Belfast in June. While my tour of the set of ‹Game Of Thrones› may have gained most attention, my visit to the Crumlin Road Gaol will remain vividly in my mind.» Sie meinte es beinah ein bisschen böse – zuviel Medienaufmerksamkeit auf der blöden Serie –, richtete damit aber natürlich gut berechnet eine Twitter-Welle der Begeisterung aus. Nachzulesen unter dem Hashtag #QueensSpeech, auf Buzzfeed et cetera.
«Schon wieder!», muss sich die Queen in Anbetracht der Fahnenflucht ihres Enkels Harry und seiner Gattin Meghan denken und sich ungut erinnert fühlen an «that woman», für die Edward VIII. vor 84 Jahren die Krone niederlegte – und damit erst ihren Vater und danach sie selbst auf den Thron zwang.
Als Edward Albert Christian George Andrew Patrick David, der Prinz von Wales, 1936 zum britischen König erklärt wurde, stand sie neben ihm am Fenster.
Doch dass sie je die Königin jenes weltumspannenden Imperiums werden würde, war vollkommen ausgeschlossen.
Wallis Simpson war eine in zweiter Ehe verheiratete Amerikanerin. Eine Bürgerliche, deren erster Vorname eigentlich Bessie war. Doch weil so viele Kühe so heissen würden, sagte sie, legte sie ihn ab. Ebenso wie sie ihren ersten Ehemann …