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Inhalt
Arbeit- und Stellensuche
- wo Sie am besten Stellenangebote suchen
- wie eine schriftliche Bewerbung aussehen sollte
- wie Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten können
- wo Sie Unterstützung bei der Arbeitssuche erhalten.
FAQs
|Frage|

Haben Sie Ihre Schulzeit und Ausbildung im Ausland verbracht und suchen nun in der Schweiz Arbeit? Oder möchten Sie sich in der Schweiz weiterbilden?
„Verstehen Sie Deutsch?“ „Parlez-vous français?“ „Parla italiano?“
Egal, ob Sie eine Arbeit suchen oder noch eine Ausbildung machen möchten: eine der wichtigsten Voraussetzungen dazu sind Kenntnisse in der lokalen Amtssprache (im Kanton St. Gallen - Deutsch).
Für eine Hilfsarbeit kann es genügen, wenn Sie die jeweilige Sprache verstehen und ein wenig sprechen können. Immer mehr wird aber auch bei Hilfsarbeiten erwartet, dass Sie ein wenig lesen und schreiben können und für anspruchsvollere Arbeiten sollten Sie schon deutlich bessere Sprachkenntnisse mitbringen. Für eine Weiterbildung oder gar ein Studium hingegen müssen Sie komplizierte Texte lesen und verstehen und selber Texte schreiben können: Je nach Ihrem Ziel müssen Sie also ein anderes Sprachniveau erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich informieren, welche Sprachkurse für Ihr Ziel nötig sind. Hier finden Sie eine Liste der Deutschkurse.

Der Weg zu einem bestimmten Beruf kann in der Schweiz ganz anders aussehen als in Ihrem Herkunftsland. Haben Sie in Ihrem Herkunftsland eine Ausbildung abgeschlossen und/oder ein Diplom, ein Abschlusszeugnis oder sonst ein Zertifikat erworben?
Sie können diese Ausweise/Diplome prüfen lassen und erfahren, welchen „Wert“ sie in der Schweiz haben. So erfahren Sie zum Beispiel, ob Ihr Diplom mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis gleichwertig ist?
Und vielleicht können Sie hier in der Schweiz noch eine Weiterbildung machen?

Umfragen zeigen, dass viele Stellen durch persönliche Beziehungen besetzt werden.
Erzählen Sie Ihren Verwandten, Freunden und Bekannten, dass Sie Arbeit suchen. Vielleicht gibt es in deren Firma plötzlich eine freie Stelle? Oder diese Freunde kennen jemanden, der von einer freien Stelle weiss?
Viele Stellen werden auch ausgeschrieben. Man findet sie in Tageszeitungen (Beilage Stellenanzeiger) oder in Fachzeitschriften (Inserate). Falls Sie selber keine Tageszeitungen abonniert haben, dann suchen Sie grössere Bibliotheken auf mit einer Sammlung von Zeitungen. Manchmal liegen auch in Cafés Zeitungen auf.
Das Internet ist als Stellenmarkt sehr wichtig. Die Website von Comparis bietet einen Überblick über einige Online-Stellenmärkte.
Dann gibt es auch noch „Self Service Terminals“. Das sind Suchportale auf Computern, die Sie zum Beispiel bei der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) finden. Firmen melden dort ihre freien Stellen an.
Hier finden Sie die Adresse der zuständigen RAV-Stelle. In den Räumen der Arbeitsvermittlung werden ausserdem Meldungen über offene Stellen veröffentlicht und alle Stellensuchenden haben das Recht auf ein Beratungsgespräch. Mehr Infos dazu in der mehrsprachigen RAV-Broschüre.
Nutzen Sie jede passende Gelegenheit, in der Schweiz Arbeitserfahrungen zu sammeln: zum Beispiel Kurs- und Programmangebote für Arbeitslose, Praktika oder aber durch eine Erstarbeit, für die Sie vielleicht zu gut ausgebildet sind. Möglicherweise bietet sich dadurch eine Einstiegsmöglichkeit für eine besser qualifizierte Arbeit in der gleichen Firma oder Sie erhalten ein gutes Arbeitszeugnis, mit dem Sie bei späteren Bewerbungen bessere Chancen haben!

Freiwilligenarbeit ist ein gesellschaftlicher Beitrag an Mitmenschen und die Gesellschaft. Sie wird unentgeltlich und zeitlich befristet geleistet. Freiwilligenarbeit ergänzt und bereichert die bezahlte Arbeit, tritt aber nicht in Konkurrenz zu ihr.
Mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz engagiert sich freiwillig. Freiwilligenarbeit ist sehr vielfältig: Nicht nur die Mitarbeit in karitativen, sozialen und kirchlichen Organisationen gehört dazu, sondern ebenso das Engagement in Sport, Kultur, in Interessengemeinschaften und Umweltorganisationen. Diese Einsätze sind ein Beitrag für das Gemeinwohl, die Nachbarschaftshilfe oder ein Engagement in Behörden und politischen Gremien.
Auch Freiwilligenarbeit kann eine gute Gelegenheit sein, Arbeitserfahrungen zu sammeln und dabei Leute kennen zu lernen, die Ihnen bei der Stellensuche weiterhelfen können. BENEVOL Schweiz ist die Dachorganisation der Fach- und Vermittlungsstellen für Freiwilligenarbeit in der Deutschschweiz.
www.freiwilligenjob.ch ist die Schweizer Jobbörse für freiwillige und ehrenamtliche Arbeiten. Unter Stellenmarkt finden Sie vielfältige Angebote an Freiwilligenstellen. Sie sind nach Region und Tätigkeiten geordnet.
In der Zeitbörse Benevol St.Gallen wird Arbeit mit Zeit und nicht mit Geld bezahlt. Jede Tätigkeit ist gleichwertig. Sie bieten Ihre Dienste an und profitieren von den Leistungen anderer. Ein Beziehungsnetz entsteht. Mitmachen können alle, die etwas Zeit haben und aktiv tauschen wollen, die Freude an sozialen Kontakten haben und denen Solidarität ein Anliegen ist. Aus dem Internet oder der Marktzeitung wählen Sie Ihre gewünschte Dienstleistung. Anschliessend kontaktieren Sie die Anbietende oder den Anbietenden und vereinbaren Ort und Zeit für die Ausführung der Arbeit. Es besteht eine Regionalgruppe in Rapperswil-Jona.
Das Dossier freiwillig engagiert ist das Nachweisinstrument, um Freiwilligenarbeit sichtbar zu machen und ihr die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdient. Vorgesetzte und Verantwortliche der Freiwilligenarbeit können hier in Absprache mit den Freiwilligen eine Einsatzbestätigung oder ein Tätigkeits- respektive einen Kompetenznachweis für deren geleisteten Einsatz ausstellen.
Auch freiwillig geleistete Arbeit qualifiziert! Freiwilligenarbeit mobilisiert zusätzliche persönliche Ressourcen, ermöglicht zahlreiche Lernerfahrungen und bringt neue Fähigkeiten hervor.

Für die Arbeitssuche ist wichtig, welchen Aufenthaltsausweis Sie haben: je nach Ausweis muss ein Arbeitgeber, der eine Arbeitsbewilligung für Sie beantragen will, zuerst beweisen, dass er für diese Stelle keine andere Person finden konnte.
Es gibt in der Schweiz grundsätzlich zwei Prinzipien: Arbeitnehmende aus EU-/EFTA-Staaten haben einfachen Zutritt zum Arbeitsmarkt (Norwegen und Island gehören zur EFTA). Das verdanken sie dem Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU. Die Qualifikation, also der Grad der Ausbildung, ist weniger zentral.
Für Personen aus allen anderen Staaten (den so genannten "Drittstaaten") gibt es nur Zulassungen, wenn sie als dringend benötigte und gut qualifizierte Arbeitskräfte gelten. Warum diese Einschränkung? Der Schweizer Staat geht davon aus, dass solche Arbeitnehmende langfristig bessere berufliche und soziale Integrationschancen haben. Zudem entspricht das auch dem wirtschaftlichen Trend: weniger Massenverarbeitung, spezialisierte Industrie, mehr Dienstleistungen, mehr Expertenwissen.
Weitere Informationen finden sich auf der Website des Staatssekretariats für Migration. Dort können Sie auch die Voraussetzungen nachlesen, die es für eine Bewilligung braucht.
Personen mit Status F („Vorläufig Aufgenommene“) haben seit Anfang 2006 vollständigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Das heisst, dass auch die Arbeitsintegration für Personen aus dem Asylbereich offen ist. Es gibt schweizweit spezielle Angebote, die sich um ihre Situation kümmern. Erkundigen Sie sich bei den Hilfswerken oder bei der kantonalen Asylkoordination.
Der Kanton, in dem Sie wohnen, entscheidet nach den oben genannten Kriterien darüber, ob Sie eine Arbeitsbewilligung erhalten. Mehr Informationen erhalten Sie im Kanton St. Gallen beim Migrationsamt.

Begleitbrief: Er erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren.
Lebenslauf: Er gibt den Arbeitgebenden Informationen über persönliche Verhältnisse, Ausbildungen, Berufserfahrungen und Sprachkenntnisse.
Aktuelles Foto
Kopien der Arbeitszeugnisse
Kopien der Diplome und Fachausweise
Referenzliste
Weitere Unterlagen: Beispielsweise Zertifikate von Weiterbildungen und Kursen, Handschriftprobe (wenn verlangt), Arbeitsproben.
Bei umfangreichen Bewerbungsmappen ist ein Inhaltsverzeichnis von Vorteil. Achten Sie darauf, dass die Unterlagen vollständig sind und der Reihenfolge entsprechen!
Auf dem Internet finden Sie gute Tipps für alle Berufsgruppen: vom Hilfsarbeiter über den Handwerker bis zu den gut qualifizierten Führungskräften.
www.treffpunkt-arbeit.ch/jobsuche/bewerbungstipps/ (Bewerbungstipps)
Broschüre mit Bewerbungstipps des Staatssekretariats für Wirtschaft
www.be-werbung.ch (Be-Werben)
Sollten Sie eine persönliche Beratung für die Bewerbung wünschen, so dürfen Sie beim RAV einen Termin vereinbaren. Melden Sie sich dazu beim betreuten Bewerbungsbüro unter
058 229 76 56. Bitte bringen Sie Ihren Lebenslauf, ein Farbfoto, Arbeitszeugnisse, die Aufenthaltsbewilligung und einen USB-Stick zum Treffen mit. Für eine bereits bekannte Stelle ausserdem das Stelleninserat.
Einige Firmen bevorzugen eine elektronische Bewerbung. Dafür sollten Sie das gesamte Bewerbungsdossier (die Zeugnisse und Diplome müssen Sie einscannen) in ein "Pdf"-Format umwandeln. Bewerbungen per Internet können per E-Mail oder online (Eingabeformular der Firma) erfolgen.
Hilfe bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs (CV) erhalten Sie auch beim Lebenslaufgenerator.

Wenn Sie sich für bestimmte Firmen interessieren, können Sie sich auch „blind“ oder „spontan“ bewerben. Das heisst, dass Sie Ihre Bewerbung an eine Firma senden, obwohl keine Stelle ausgeschrieben ist. Man nennt das heute auch „Initiativ-Bewerbung“.
Am besten orientieren Sie sich im Voraus über die Adresse der/des Personalverantwortlichen. Einige Personalverantwortliche sammeln diese Bewerbungen. Wenn eine Stelle frei wird, studieren sie zuerst diese Bewerbungsmappen.
Auf dem Internet finden Sie gute Tipps zur Blindbewerbung.

Vorbereitung
Sich vorstellen heisst, einen möglichen Vertragspartner und dessen Arbeitsangebot kennen zu lernen und sich selber sowie seine Kompetenzen und Ressourcen zu präsentieren. Man gewinnt gegenseitig erste Eindrücke und prüft sich mit wohlwollend kritischer Haltung. Es gibt keine pfannenfertigen Rezepte, aber Regeln, die je nach Fall und Situation zu beachten und den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzuwenden sind. Ein absolutes MUSS, ohne wenn und aber, ist trotzdem zu erwähnen: Mobiltelefon ausschalten – schon vor dem Gespräch!
Kleidung
Es geht nicht um Kleiderregeln, eher um eine flexible Richtschnur: Ziehen Sie sich so «normal» wie möglich an, so «normal», wie Sie auf den Arbeitsweg gehen würden. Denken Sie einfach, Sie würden als Freischaffender ein Gespräch mit einem wichtigen neuen Kunden führen. Sauber und gepflegt kann man in unterschiedlichen Kleidungen wirken. Wichtig ist aber auch, dass es Ihnen wohl ist dabei und dass Sie sich sicher fühlen in Ihrer Textilhaut.
Zwei Fragen stehen im Vordergrund, nämlich:
• Besuchte Schulen, Berufserfahrungen
• Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf (abgebrochene Ausbildungen, Beschäftigungspausen, häufige Stellenwechsel)
• Gründe für Stellenwechsel
• Besondere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
• Berufliche Ziele und Zukunftsvorstellungen
• Interesse und Pläne für Weiterbildungen
• Besondere Leistungen und Erfolge an der letzten Stelle
• Teamfähigkeit
• Ihre Erwartungen an die neue Stelle, an Vorgesetzte und Arbeitskolleginnen und -kollegen
• Spezielle Eigenschaften, die Sie für diese Stelle mitbringen (Warum soll der Arbeitgeber Sie auswählen?)
Nicht in ein Bewerbungsgespräch gehören Fragen wie:
• Vereinszugehörigkeiten (ausser bei politischen Mandaten sowie in wichtigen PR-Funktionen, falls dadurch Widersprüche auftauchen könnten)
• politische Überzeugung (ausser bei politischen Mandaten oder Stellen in einem Parteienbüro, bei Lobbyisten und dergleichen)
• Religion (ausser es spielt bei der Stelle eine Rolle, also in einer Kirche, einer Partei, etc.)
• Zivilstand
• Familiensituation (ausser die Information hat direkt einen Einfluss darauf, ob Sie sich für eine Stelle eignen)
• mögliche oder geplante Schwangerschaft bei Frauen
Auch auf dem Internet finden Sie gute Tipps:
http://www.treffpunkt-arbeit.ch/publikationen/broschueren/
www.be-werbung.ch

Sie können bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) Ihrer Region nachfragen:
Regionales Arbeitsvermittlungszentrum Rapperswil-Jona
Neue Jonastrasse 59
8640 Rapperswil
Tel.: 058 229 76 56
Konsultieren Sie auch die mehrsprachigen Broschüren.
Wenn Sie nicht sicher sind, was sie suchen sollen, kann Ihnen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St. Gallen helfen. Die Berufsberatung vermittelt keine Arbeitsstellen, aber Sie können in der Beratung mit einer Fachperson berufliche Möglichkeiten besprechen oder neue Ideen suchen oder Sie können zusammen mit der Fachperson Ihren Weg zu einer passenden Arbeit oder Ausbildung planen.
Berufs- Studien- und Laufbahnberatung See-Gaster
Bahnhofstrasse 18
8730 Uznach
Tel./Fax: 055 229 05 40 / 055 229 05 41

Überlegen Sie sich genau, aus welchen Gründen Sie mit Ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind:
Sprechen Sie mit Kollegen und Kolleginnen darüber. Da finden Sie bestimmt Freunde und Tipps, die Ihnen weiterhelfen können.
Am besten machen Sie sich Notizen über einzelne Vorgänge und sorgen auch dafür, dass Sie Zeugen haben (Arbeitskollegen oder -kolleginnen).
Sie können bei einer Rechtsberatung, bei Gewerkschaften oder Hilfswerken Erkundigungen einholen. Die Adressen finden Sie im lokalen Amtsblatt, beim RAV, auf dem Amt für Arbeit oder auf der Integrationsfachstelle. Manchmal kann es auch hilfreich sein, interkulturelle Vermittlerinnen und Vermittler beizuziehen.
Bei Fragen aus dem Arbeitsvertragsrecht können Sie sich beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) beraten lassen.
Bei Arbeitskonflikten können Sie sich zudem an eine Schlichtungsstelle wenden. Eine Übersicht finden Sie unter: Arbeitskonflikte: Kontaktstellen
Für Jugendliche gibt es zum Beispiel das Programm Fairness des National Coalition Building Institut.