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Von Marco Stocker
Nachdem der mittlerweile 17-jährige Ryan Wyss bereits im Vorjahr an den European Youth Olympic Games in der georgischen Hauptstadt Tiflis antreten durfte, konnte er sich der Athlet des TV Muttenz athletics in diesem Jahr für die U18-Europameisterschaften der Leichtathleten an derselben Stätte qualifizieren.
Nachdem Wyss im Winter zwar den Schweizer Rekord der U18 über 400m in der Halle an sich gerissen hatte, lief es ihm bisher während der Outdoor-Saison noch nicht ganz so optimal. Nach dem Trainingslager in St. Moritz war man sich im Trainingsteam jedoch sicher, dass zum Saisonhöhepunkt die Form eigentlich stimmen sollte.
Wyss profitierte zudem davon, dass er im Vorjahr erste Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln konnte; wenn auch eher unangenehme. Er hatte sich damals nämlich wahrscheinlich aufgrund des ungewohnten Essens kurz vor dem Wettkampf eine schlimme Magenverstimmung zugezogen. Etwas, das ihm kein zweites Mal passieren sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Athletinnen und Athleten wie sich zeigen sollte.
Wyss trat mit einer Saisonbestzeit von 49,58 über die Bahnrunde an und war damit von der Papierform her eher einer der schwächeren Athleten bei diesen Titelkämpfen. Dennoch zeigte er in Tiflis ein mutiges Rennen, lief sehr schnell an und kam mit den ersten Läufern auf die Zielgeraden. Dort biss er sich bis auf dem dritten Rang fest und verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 49,09. Hauchdünn verpasste er damit als Neunter die Finalqualifikation, durfte sich aber über einen gelungenen Auftritt freuen.
Dank seiner guten Leistung wurde Ryan Wyss vom Nationaltrainer am folgenden Tag für die Medley-Staffel (400m/ 300m/ 200m/ 100m) aufgeboten, wo er auf der längsten und wichtigsten Strecke ebenfalls eine gute Leistung abrufen konnte. Leider missriet der eine Wechsel seiner Mannschaftskollegen, so dass es auch hier nicht ganz klappte mit dem Finaleinzug.
Daniela Wydler an der Schweizer Meisterschaft im Einsatz
Am Wochenende war auch Wyss‘ Trainingskollegin Daniela Wydler im Einsatz. Sie startete als einzige Muttenzerin an der Schweizer Meisterschaft der Aktiven in Genf. Über 400m gelang ihr ein sehr ansprechendes Rennen. Mit 59,01 steigerte auch sie sich zum Saisonhöhepunkt, lief ihre schnellste Zeit des Jahres. Als Vierte ihrer Serie blieb sie allerdings erwartungsgemäss im Halbfinal hängen. Über 200m sollte es dann leider nicht mehr ganz so gut laufen. 26.63 waren eher eine Enttäuschung für die routinierteste Muttenzer Athletin.