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Vom Handel mit Elfenbein zum Kakaoproduzenten
Das für afrikanische Verhältnisse kleine Land Elfenbeinküste ist der Kakaoriese schlechthin und hat auch sprachlich einiges auf Lager. Neben dem amtlich verordneten Französisch werden dort fast achtzig weitere Sprachen und Idiome gezählt. Umgangssprache in der früheren Hauptstadt Abidjan ist Nouchi, das auf dem Französischen basiert, sich aber mit andern Dialekten gemischt und sich zu einer Kreolsprache weiterentwickelt hat. Rund zwei Millionen Menschen verständigen sich hauptsächlich auf Dioula und in geringerem Masse auf Baule (auch Baoulé). Wenn es mit der gegenseitigen Verständigung nicht klappt, wenden auch die Ivorerinnen und Ivorer die universellste Sprache überhaupt an: jene mit Händen und Füssen.
Von A wie Akan bis Z wie Zarma
Ebenso wie im Nachbarland Elfenbeinküste lässt einen die Sprachenvielfalt in Ghana staunen. Könnte man die Menschen in den verschiedenen Landesteilen verstehen, würde man Dutzende von Sprachen heraushören. Birifor ist breit anzutreffen, während beispielsweise Tampulma, Gikyode oder auch Dagaare gefährdet sind und Nchumbulu ganz zu verschwinden droht. Die Amtssprache Englisch steht in Ghana klar an erster Stelle, doch kommunizieren mehr als acht Millionen auf Akan. Zarma – traditionell auch Djerma – ist eine weitverbreitete Sprache, in diesem westafrikanischen Land aber nicht mehr stark vertreten. Übrigens: Ghanaerinnen und Ghanaer beherrschen oftmals drei bis fünf Sprachen fliessend.
Deutsch in Afrika?
Offiziell wird in Kamerun Französisch und Englisch gesprochen. Doch im Dezember 2015 listete die Datenbank Ethnologue allein in diesem Land 285 Sprachen und Idiome auf. Da kommt einem unweigerlich die babylonische Sprachenverwirrung in den Sinn. Wahrscheinlich ist, dass in der Zwischenzeit die eine und andere Sprache verschwunden ist, dennoch ist die Menge enorm. Unterschieden wird zwischen afroasiatischen, nilosaharanischen und Niger-Kongo-Sprachen. Ein Unikum: Gemäss Goethe-Institut, das über eine Niederlassung in Yaoundé verfügt, büffeln etwa 230 000 Schülerinnen und Schüler Deutsch. Somit dürften ihnen «österliche» Wörter wie Hase, Nest und Ei durchaus vertraut sein.
Das Beste am Schoggihasen ist das «Nti»
Mit über fünfhundert Sprachen und Idiomen ist es nur verständlich, dass die Bevölkerung Nigerias auf Englisch zurückgreift, wobei sich bereits früh eine auf dem Englischen basierende Pidginsprache entwickelt hat. Im nigerianischen Fernsehen dagegen wird strikt britisches Englisch gesprochen, was in der Bevölkerung oftmals mit Spott quittiert wird. Für alle, die bei Osterhasen am liebsten die knackigen Ohren mögen, hier die Wörter für Ohr in den – neben Englisch – drei weiteren nigerianischen Amtssprachen Yoruba, Igbo und Hausa: Etí, Nti und Kunne.
Das sprachliche Erbe der Inkas
Am meisten importiert die Schweiz Kakao aus Ghana, gefolgt von Ecuador. In dem südamerikanischen Land ist Spanisch die Idioma oficial. Als «Cooficiales» werden vor allem zwei weitere Sprachen bezeichnet. Zum einen Kichwa, das der Quechua-Sprachfamilie zugeordnet und vor allem in der Sierra gesprochen wird. Die Sprache beruht auf der Lingua Franca, die von den Inkas im 15. Jahrhundert eingeführt worden ist. Zum anderen Shuar, das zur Jívaro-Sprachfamilie gehört. Shuar ist zugleich die Bezeichnung für ein indigenes Volk und bedeutet so viel wie Mensch. (Gemäss KI lauten die Übersetzungen für Schokolade und Hase auf Shuar «Tsukulat und Tsuktsuk», was auffallend ähnlich klingt.) Insgesamt verzeichnet Ecuador gut ein Dutzend Sprachen. Für ein Land mit geschätzten knapp 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist das eine ziemliche Menge.
Zum Essen gern
Natürlich machen Kakaobohnen noch keinen Osterhasen. Da braucht es schon Schweizer Know-how. In der Verarbeitung des Rohstoffes steht die Schweiz weltweit an der Spitze. Und weil die Maîtres Chocolatiers Suisses ihr Handwerk verstehen, belegen wir auch beim Konsum Platz eins.
In diesem Sinne wünschen wir allen frohe und genussreiche Schoggi-Ostern.
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