Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03576.jsonl.gz/2856

Der Turm Rore - die «Burg in der Stadt» - war ursprünglich ein Lehen der Grafen von Kyburg. Ab 1515 wurde die kleine Burg kontinuierlich zum Rathaus umgebaut und seither um ein Mehrfaches erweitert. Sie ist heute noch Sitz der Stadtverwaltung. An der Ecke zum Zollrain befindet sich die Bronzeplastik «Fährmann» (1955) von Alexander Zschokke.
Steuerfreiheit
Der Roreturm war nach der Gründung der Stadt kein Teil dieser, denn der Turm und seine Bewohner waren von den Stadtsteuern befreit. Dies gab mehrmals Anlass zu Klagen. Der Turm galt ausserdem als Freihof, aus dem normale Verbrecher nicht herausgezogen werden durften; gemeine Verbrecher konnten sich nicht auf diese Weise ihrer Strafe entziehen. 1515 erwarb die Stadt den Turm. Auf Anfrage der Stadt, die nun zum Berner Aargau gehörte, hob Bern 1517 das Freihofrecht auf. Die Burg wurde anschliessend zum Rathaus umgebaut.