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Der vierjährige Boxer Gaya ist ein munterer und fröhlicher Hund. Eines Tages bemerkte seine Besitzerin bei ihm eine Schwellung im Kiefer, die dazu führte, dass die Unterlippe hervorragte. Obwohl Gaya normal fraß und sich nicht daran störte, beschloss die Besitzerin, den Tierarzt aufzusuchen und sie untersuchen zu lassen.
Beim Tierarzt wurde Gaya sediert, damit man Röntgenbilder und Biopsien machen konnte. Dabei wurde ein großer infizierter Hohlraum in ihrem rechten Unterkiefer gefunden, der zu lockeren Zähnen führte. Da dies ein eher ungewöhnlicher Zustand ist, wurde Gaya für eine Expertenmeinung an einen Zahnspezialisten überwiesen.
Eine Untersuchung des Maules bei einem wachen Hund kann eine Herausforderung sein, besonders bei einem aktiven und zappeligen Boxer wie Gaya. Bei einem wachen Tier besteht die Gefahr, dass man statt des Gesamtbilds nur einen Bruchteil des wirklichen Problems sieht. Um Gayas Maul ausreichend untersuchen zu können, wurde Gaya daher narkotisiert.
Der Tier-Zahnarzt stellte fest, dass ein sehr kleiner Zahn in der Zahnreihe fehlte. Dass ein Zahn fehlt, kann entweder daran liegen, dass er sich nicht gebildet hat oder dass der Hund ihn verloren hat. Es kann auch sein, dass der Zahn zwar im Kiefer sitzt, aber nicht durch das Zahnfleisch gebrochen ist. Zähne, die nicht durchbrechen, können jahrelang problemlos im Inneren bleiben, aber sie können bei einigen Hunden auch ernsthafte Probleme verursachen.
Eine Zyste, d. h. eine von einer Kapsel umgebene Flüssigkeitshöhle, kann sich um den Zahn herum bilden. Diese Zyste wächst weiter und schädigt alle Strukturen im Kiefer, die ihr im Wege sind, wie z. B. Backenzähne und Kieferknochen. Im schlimmsten Fall kann dies sogar zu einer Kieferfraktur führen. Da es schwer zu erkennen ist, ob ein Hund unter Schmerzen im Mund leidet, ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig. Je früher die Ursache gefunden wird, desto besser.
Die Testergebnisse zeigten, dass Gaya einen verborgenen Zahn in ihrem rechten Unterkiefer hatte, was eine Schwellung und einen großen Hohlraum zur Folge hatte, der um diesen Zahn herum entstanden war und von den Schneidezähnen bis zum dritten Backenzahn reichte. Aber die Röntgenaufnahmen zeigten auch noch etwas Auffälliges am linken Unterkiefer. Derselbe kleine Backenzahn schien dort zu fehlen, und es stellte sich heraus, dass sich auf der linken Seite ein noch größerer Hohlraum gebildet hatte. Eine sehr unangenehme Überraschung für alle Beteiligten.
Der Tierarzt beschloss, ein CT anzufertigen, um die Tiefe der Hohlräume in 3-D zu beurteilen.
Für Gaya bedeutete dies mehrere Operationen zur Entfernung der Zysten. Während der Operationen musste das Operationsteam zwei Eckzähne und sechs Schneidezähne entfernen. Um die massiven Zysten vollständig zu entfernen, waren umfangreiche Eingriffe erforderlich.
Trotz der vielen Operationen und harten Zeiten bewahrte Gaya ihre fröhliche und energische Stimmung. Die Wundheilung verlief zwar etwas langsam, aber ohne Komplikationen. Heute ist ihr Kiefer vollständig verheilt, und Gaya macht alles, was sie früher konnte, ohne Probleme oder Schmerzen.
Saubere Zähne sind wichtig
In dieser Lebensphase Ihres Hundes sollten Sie auch mit dem Zähneputzen beginnen. Wenn sich Ihr Welpe erst einmal daran gewöhnt hat, dass Sie ihn anfassen, die Zähne kontrollieren und ihm die Zähne putzen, wird es zunehmend einfacher. Beginnen Sie langsam und mit gelöster Stimmung. Durch regelmäßige Zahnpflege halten Sie nicht nur den Mund Ihres Hundes sauber, sondern können auch Veränderungen, Zahnstein oder Zahnfleischbluten frühzeitig erkennen.
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