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Liselotte Pulver
Liselotte Pulver kam am 11.10.1929 als Tochter eines Kulturingenieurs in Bern zur Welt. 1945-48 besuchte sie die Töchterhandelsschule in Bern. Am Konservatorium in Bern unterrichtete Margarethe Schell sie in der Schauspielkunst. Auch Paul Kalbeck unterstützte sie dabei, ihr Talent zu entfalten. 1948 spielte sie ihr Debüt am Stadttheater Bern.
1949-51 spielte sie am Schauspielhaus Zürich und interpretierte bis an das Ende der 1980er Jahre zahlreiche Bühnenrollen im In- und Ausland. Ihre erste Filmrolle spielte sie 1949 in Leopold Lindtbergs «Swiss Tour». Grosse Bekanntheit als Filmschauspielerin erreichte sie als Vreneli in «Uli der Knecht» (1954) und «Uli der Pächter» (1955).
Ihr Durchbruch zur internationalen Filmkarriere gelang 1955 mit der deutschen Produktion «Ich denke oft an Piroschka» ihres Förderers Kurt Hoffmann. Ab den 1960er Jahren spielte sie Charakterrollen in französischen und vereinzelt auch in amerikanischen Produktionen, unter anderen unter der Regie von Jacques Rivette und Billy Wilder. Seit der Mitte der 1970er Jahre spielte sie vornehmlich in Fernsehserien. Sie gewann 1980 den Deutschen Bundesfilmpreis, 1986 das Bundesverdienstkreuz und 2005 den Prix Fondation Armin Ziegler. Heute lebt sie zurückgezogen am Genfersee.
Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz