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Depression lässt sich in kurzer Zeit ohne Medikamente mildern und auflösen.
Obwohl in der Schweiz jährlich 5,2 % der Bevölkerung an einer Depression leiden, begeben sich nur wenige Betroffene in Behandlung. Sie haben selten bis nie die Hoffnung, dass ihnen etwas helfen könnte. Zu Unrecht!
Symptome
Nebst der mittleren bis schweren Depression sind weitere beschrieben, nämlich
- die reaktive (als Reaktion auf äussere Umstände, zB. bei Todesfällen, Schwangerschaftsdepression, Wochenbettdepression, Winterdepression)
- die larvierte (nur Körpersymptome, v.a. bei Burnout, Psychosomatik)
- Burnout
- Manisch depressive Krankheit oder bipolare Störung (braucht Medikamente und ist psychiatrisch zu behandeln)
- Borderline Syndrom (psychiatrisch zu behandeln).
Die nachfolgenden Symptome sind vor allem bei schwerer Depression die häufigsten und kommen in verschieddenen Kombinationen vor. Wenn fünf davon zutreffen, handelt es sich um Depression.
- Traurigkeit, gedrückte Stimmungung
- Interesselosigkeit, innere Leere
- Antriebslosigkeit, Energielosigkeit
- Resignation
- Schlafstörungen, meist übermässiges Schlafbedürfnis, Schlaflosigkeit häufig mit Rumination (Gedankendrehen)
- Ängste, z.T. sehr quälende (in fast 70% der Fälle)
- Rumination (Gedankendrehen, Grübeln)
- Hilflosigkeit
- Hoffnungslosigkeit
- Entscheidungsschwierigkeiten
- Konzentrationsprobleme
- sozialer Rückzug
- Schuldgefühle
- Ernährungs- und Sexualprobleme
- Körpersymptome bei larvierter Depression (ein Teil psychosomatischer Beschwerden)
Ursachen
Ursachen sind manchmal, wenn auch selten, organischen Ursprungs. Eine sorgfältige medizinische Abklärung sollte unbedingt erfolgen. Ergibt sich kein organischer Auslöser, so steht eines oder mehrere der nachfolgenden, klassischenVerhalten als Auslöser im Vordergrund:
- Kontrollzwang
- Perfektionismus
- unrealistische Erwartungen
- Rumination (Gedankendrehen, v.a. nachts)
- Rigidität, Starrsinn
- globales Denken (immer, nie, man muss, etc.)
- Ambiguität, d.h. Ungewissheit über Bedeutungen, und dadurch
Entscheidungsschwierigkeiten, Unvermögen zu urteilen, zu bewerten und zu gewichten
- Beziehungsprobleme
- Opferhaltung
Behandlung
Depression verschwindet im Allgemeinen anhaltend, wenn die oben beschriebenen Ursachen behoben oder abgeschwächt sind. Hypnose ist dabei zur Unterstützung sehr wirkungsvoll, obwohl sie an sich ist keine Therapiemethode ist. Näheres im Artikel Depression und Hypnose. Sie wird sehr wirkungsvoll angewendet als Verstärker von verschiedenen Therapien. Kognitive Verhaltenstherapie und hypnosystemische Therapie stehen dabei im Vordergrund. Seit einigen Jahren hat sich die Erkenntniss durchgesetzt, dass Hypnose entgegen früherer Meinungen nicht mehr kontraindiziert ist. Sie wird im Gegenteil sehr erfolgreich für eine rasche Besserung eingesetzt. Dabei werden die oben erwähnten Ursachen positiv verändert, wodurch die Depression sich rasch abschwächt und dann auflöst. Medikamente können dies natürlich niemandem beibringen, und ohne diese Verhaltensänderungen sind Rückfälle garantiert.
Aufgrund des hohen Rückfallrisikos sollten daher auch bei einem üblicherweise raschen Rückgang der Symptome jene Fähigkeiten weiterhin eintrainiert werden, welche diese Rückfallgefahr auffangen. Der Erfolg ist mit fünf bis zehn Sitzungen erreichbar. In Familien mit einem depressiven Mitglied ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch jemand weiterer an Depression erkranken wird, oder schon erkrankt ist, massiv erhöht. Sie wirkt wie ansteckend. Eine Weiterführung der Betreuung unter Einbezug der andern Familienmitglieder ist dann empfehlenswert.
Medikamentöse Behandlung
Medikamente bringen Erleichterung, v.a. bei schwerer Depression. Sie können sogar Leben retten, und sind in solchen Fällen zu empfehlen. Zeitlich begrenzte Depression kann gut mit Medikamenten erträglich gemacht werden. Die Winterdepression geht auch wieder einmal vorbei.
Depression ist auch sehr zugänglich für Placebowirkung, die nicht zu vernachlässigen ist und einen sehr positiven Einfluss hat. Man möchte jedoch eine Depression innert nützlicher Frist ganz auflösen und die Rückfallgefahr minimieren. Dazu hat sich das Erlernen der Fähigkeit zur Behebung der Ursachen als effizientester Weg erwiesen. Eine unbestrittene Schwäche von Medikamenten ist die, dass sie niemals in der Lage sind, jemandem etwas beizubringen.
Oft ist noch immer eine medikamentöse Behandlung die gängige medizinische Empfehlung, obwohl die Forschung längst ein anderes Bild zeigt.
Eine Metastudie an mehr als 100’000 Patienten, die im Auftrag der amerikanischen Regierung, die während der Dauer von 15 Jahren durchgeführt wurde, vergleicht medikamentöse Behandlung mit Psychotherapie. Sie ergab ein klares Bild darüber, welche Behandlung am erfolgreichsten ist.
Wenn man weiss, dass Antidepressiva eigentlich nur die Symptome der Depression behandeln und nicht ihre Ursachen selbst, so beginnt man einige Schlüsselfaktoren bezüglich Antidepressiva zu verstehen, welche aus dieser Forschung hervorgegangen sind, vor allem:
- Warum Antidepressiva nur bei etwa einem Drittel der Fälle Wirkung zeigen. Bei einem weiteren Drittel wirken sie nur teilweise. Das letzte Drittel gewinnt aus der Anwendung von Antidepressiva überhaupt keine Vorteile.
- Warum die Rückfallgefahr so hoch ist, wenn Depression einzig medikamentös behandelt wird.
- Dass viele Patienten derart starke Nebenwirkungen erleiden, dass sie die Medikamente wieder absetzen.
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