Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/292

Der provisorische Standplatz Murtenstrasse in Bern, vor 1998
Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende
Die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende wurde 1997 vom Bund gegründet. Sie hat den Auftrag, die Lebensbedingungen der Fahrenden in der Schweiz zu sichern und zu verbessern, und zu diesem Zweck die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden zu fördern. Zudem soll sie dazu beitragen, dass die auch in der Schweiz während langer Zeit diskriminierte und verfolgte Minderheit ihr kulturelles Selbstverständnis wahren kann. Heute sind die Fahrenden eine vom Bund anerkannte nationale Minderheit.
Der Stiftungsrat besteht aus elf Mitgliedern. Je zwei Mitglieder vertreten Bund, Kantone und Gemeinden. Fünf Mitglieder wirken als Vertreter der Fahrenden mit. Das Ziel ihrer Zusammenarbeit ist es, breit abgestützte Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Die Stiftung leistet fachliche, juristische und politische Unterstützung für Anliegen der Minderheit der Fahrenden.
Den Schwerpunkt der Stiftungstätigkeiten bildet die Errichtung und Erhaltung von Stand- und Durchgangsplätzen in genügender Zahl und mit ausreichender Infrastruktur. Zu diesem Zweck erarbeitet die Stiftung Grundlagen, berät Behörden, organisiert Tagungen und gibt Medien Auskunft. Sie leistet bescheidene finanzielle Beiträge für die Schaffung neuer Plätze sowie für Projekte, die der Erfüllung des Stiftungszwecks dienen. Darüber hinaus ist sie bestrebt, Lösungen zu finden für die spezifischen Bedürfnisse bezüglich der Ausbildung jenischer Kinder und Jugendlicher.
Die Stiftung setzt sich dafür ein, Diskriminierungen von Fahrenden in der Schweiz zu verhindern und zu beseitigen. Sie trug massgeblich zur Einführung eines neuen Reisendengewerbegesetzes (2001, in Kraft seit 2003) bei.