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Mit dem Bau der Strasse Bern–Lenzburg durch den Sonnenplatz von Herzogenbuchsee und der Verbindung Herzogenbuchsee–Wiedlisbach–Balsthal–Basel wird Herzogenbuchsee ab 1742 einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Mittellland. 1824 wird Albert Bitzius, oder Jeremias Gotthelf, so sein späterer Künstlername, Vikar in Herzogenbuchsee. Noch ist er kein Schriftsteller. Er mischt aber in der lokalen Bildungspolitik mit und überwirft sich mit dem Wangener Oberamtmann. 1829 muss er deswegen Buchsi verlassen. 1827 hat sich die Tochter seines vorgesetzten Pfarrers, Marie Sophie Hemmann, unglücklich in Gotthelf verliebt. Die depressive, kränkliche Sophie starb drei Jahre nach Gotthelfs Wegzug.
Bei der Volkszählung von 1850 lebten exakt 1525 Menschen im florierenden Bauerndorf. 1857 wurde in Herzogenbuchsee der erste Bahnhof auf Berner Boden eröffnet und so – mit dem aufstrebenden Käsehandel – die künftige Industrialisierung eingeleitet. Die Hauptstrasse verband Herzogenbuchsee mit den nationalen Zentren Bern und Zürich. So wuchs das Dorf während der einsetzenden Industrialisierung um jeweils 200 bis 300 Personen pro Jahrzehnt weiter und es wurde zu einem der wichtigsten Schuhproduzenten der Schweiz. So richtig zu florieren begann Herzogenbuchsee erneut in den 1960er Jahren mit einem starken Bevölkerungs-wachstum von deutlich unter 4000 auf rund 5000 Einwohner. Durch die Fusion mit dem kleineren Nachbarn Oberönz ist die Einwohner-zahl im Jahr 2008 sprunghaft um fast 1000 Personen angestiegen. Am 1. Januar 2017 lebten 7312 Personen im Dorf.