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Scholtz,
Julius, Historienmaler, geb. zu Breslau, widmete sich auf den Rat von König, Konservator der dortigen städtischen Gallerie, der Malerei, bezog 1844 die Akademie in Dresden, wurde Schüler von Jul. Hübner und erhielt schon damals so viele Aufträge, daß er später Studienreisen machen konnte, die ihn nach Belgien und Frankreich führten. Das nach einigen Genrebildern, z. B. der Chorknabe, die Offizierswitwe im Gebet und Uhlands «Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein», ihn zuerst bekannt machende größere Bild war das Gastmahl der Generale Wallensteins (1861), das die vom Verein für historische Kunst ausgeschriebene Konkurrenz gewann und wenigstens wegen seiner Technik überall Beifall fand.
Bald nachher folgte für das Museum in Breslau die Musterung der Freiwilligen vor Friedrich Wilhelm III. in Breslau, die er in größerm Maßstab 1872 für die Nationalgallerie wiederholte. In dieser Thätigkeit auf dem historischen Gebiet wäre er fortgefahren, wenn nicht massenhafte Porträtaufträge, die ihn auch auf ein halbes Jahr nach Petersburg riefen, ihn anderweitig in Anspruch genommen hätten. Nach Beendigung derselben führte er einen Cyklus von acht Wandgemälden aus dem Leben des Herzogs Albrecht in der Albrechtsburg zu Meißen aus. Er ist Professor an der Akademie in Dresden und Mitglied der Akademie in Berlin.