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Tepco hat am 18. und 19. Juli probeweise unbenutzte Brennstäbe aus dem Kühlbecken des Blocks 4 im AKW Fukushima I herausgenommen. Der Reaktor 4 war zur Zeit des Erdbebens vom 11. März 2011 wegen einer Revision vom Netz und die gesamten Brennstäbe befanden sich im Kühlbecken. 204 von insgesamt 1’535 Stäben waren unbenutzt.
Das Gebäude des Rektors 4 wurde durch eine Wasserstoffexplosion zum grossen Teil beschädigt. Für die Operation waren strengere Schutzmassnahmen nötig, weil die herausgenommenen zwei Brennstäben bei der Arbeit der freien Luft ausgesetzt wurden. Tepco verzichtete zuvor deshalb auf jegliche Angabe zur Operation.
Laut Kahoku-Shinpo, einer Regionalzeitung vom Nordjapan, kritisierte die Behörde der Präfektur Fukushima die Informationspolitik der Betreiberfirma des havarierten AKWs und sagte: „Diese erste Operation hat Aufmerksamkeit der japanischen Bevölkerung auf sich gezogen. Die Regierung und Tepco sollten daher erklären, dass der Arbeitsplan tiefstem Geheimnis bezüglich Schutz von nukleares Materials gehört, und dass sie nicht die Absicht haben, die Operation insgeheim durchzuführen.“
Barrikade in Iitate
Die Gemeinde Iitate von der Präfektur Fukushima wurde neu nach Strahlendosis in drei Zone geteilt. In nördlichen vier Bezirken wird für die in zwei Jahren geplante Rückkehr vorbereitet. Der grösste Teil der Gemeinde wurde zur beschränkten Wohnzone erklärt, wo man ohne Bewilligung eine kurze Zeit weilen kann.
Die Einwohner des im Süden liegenden Bezirks Nagadoro sind aber enttäuscht und verunsichert. An den Grenzen zum Bezirk wurde eine Barrikade errichtet, damit man nicht einfach hineinschlüpfen kann. Aber bis dahin hatten die Einwohner freien Zugang zu ihrem Heimatort.
Deshalb empört sich ein 50-Jähriger Mann aus Nagadoro: „Jetzt braucht man also die Barrikade? Was bedeuten dann bisherige ein Jahr und vier Monate (nach dem Atomunfall)?“, sagt er gegenüber der Asahi-Zeitung. Unmittelbar nach dem Unfall ist er mit seiner achtköpfigen Familie aus der Präfektur geflüchtet. Sein Dorf wurde danach offiziell nicht zur Evakuierungszone erklärt und sie kamen wieder nach Hause zurück. Aber 16 Monate später hat man sein Dorf doch zur Evakuierungszone erklärt. Und nun zu solch einer Zone, in die man mindestens fünf Jahre nicht zurückkehren kann.