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Genf - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat am Mittwoch die sexuelle Gewalt an Frauen in der Demokratischen Republik Kongo angeprangert. Die Massenvergewaltigung in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu habe einmal mehr an die traurige Realität erinnert, sagte Calmy-Rey in Genf.
Die Bemühungen, gegen die Gewalt im Kongo anzukämpfen, müssten noch stärker werden, sagte die Vorsteherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bei der Eröffnung einer Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen der UNO-Sicherheitsresolution 1325 zu "Frauen, Frieden, Sicherheit".
Mindestens 179 Frauen wurden bei einem Angriff von Rebellen auf die Stadt Luvungi zwischen dem 30. Juli und dem 3. August vergewaltigt. Bisher würden aber nur 30 Fälle juristisch bearbeitet, sagte Calmy-Rey. Es gebe nur 18 Urteile, während Zivilverbrechen weit häufiger geahndet würden.
In der Schweiz gibt es für die Umsetzung der Resolution 1325 einen Aktionsplan, dessen Vollzug vom EDA überprüft wird. Darin geht es unter anderem um frauenspezifische Projekte in der Friedensförderung.
Die Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 vom UNO-Sicherheitsrat einstimmig verabschiedet. Konfliktparteien sind damit aufgerufen, die Rechte von Frauen zu schützen und der Gleichberechtigung Rechnung zu tragen.
SDA-ATS