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Gastroösophagealer Reflux durch Hormon-Ersatztherapie (HRT)
Bereits frühere Studien hatten darauf hingewiesen, dass erhöhte Estrogen- und Progesteronspiegel - sei es aus endogener oder exogener Quelle - einen gastroösophagealen Reflux begünstigen würden.
51'637 postmenopausale Frauen, die an der Nurses’ Health Study teilnahmen, wurden in die prospektive Kohortenstudie eingeschlossen. Seit 1976 wurden die Teilnehmerinnen alle zwei Jahre zur HRT-Einnahme befragt. 2002 wurden auch Daten zu GERD-Symptomen erhoben.
12'018 Frauen (23%) gaben GERD-Symptome an. Im Vergleich zu Frauen, die niemals eine HRT hatten, betrug die Odds Ratio (OR) für GERD-Symptome bei früherer HRT 1.46, bei aktueller HRT mit nur Östrogen 1.66 und bei aktueller kombinierter HRT (Östrogen plus Progesteron) 1.41. Das Risiko für gastroösophageale Reflux-Beschwerden stieg signifikant mit steigender Östrogendosis (p<0.001) und Dauer der Östrogeneinnahme (p<0.001). Bei Frauen mit aktueller Einnahme selektiver Östrogenrezeptormodulatoren betrug die OR für GERD-Symptome 1.39, in der Gruppe mit rezeptfreien Hormonpräparaten lag diese bei 1.37.
Konklusion der Autoren: Eine postmenopausale Hormonersatztherapie ist mit einem erhöhten GERD-Risiko assoziiert. Dies bestätigt die Annahme, einer hormonellen Komponente bei der Pathophysiologie von GERD.
Link zur Studie
Arch Intern Med 2008;168:1798-1804 - Jacobson BC et al
16.09.2008 - gem