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Was für ein Chaos bei der Champions-League-Auslosung! Erst im zweiten Anlauf wurden die Achtelfinal-Partien ordnungsgemäss ausgelost. Beim ersten Anlauf, der um 12 Uhr startete, wurde eine «unerlaubte Partie» gezogen, weshalb das Prozedere um 15 Uhr wiederholt werden musste.
Nun, das Ganze scheint auf den ersten Blick etwas kompliziert. Ist es aber eigentlich gar nicht, wenn man sich folgenden Regeln für die Auslosung der Achtelfinals bewusst ist. Diese wären:
Schon bei der Auslosung der zweiten Paarung kam es zu einem Fehler. UEFA-Generalsekretär Giorgio Marchetti zog den FC Villarreal aus dem Topf der Zweitplatzierten. Wettbewerbsdirektor Michael Heselschwerdt legte danach die Kugel von Manchester United in den Lostopf. Dabei waren die «Red Devils» bereits ein Gruppengegner der Spanier. Manchester wurde dann auch tatsächlich dem FC Villarreal zugelost, was dann aber wieder korrigiert wurde.
Damit nicht genug. Die zweite Panne folgte auf dem Fuss. Als nächstes Team aus dem Topf der Gruppenzweiten wurde Atlético Madrid gelost. In der Anzeige der UEFA stand fälschlicherweise, dass Manchester United als Gegner nicht möglich ist. Marchetti bestätigte dies, weshalb Heselschwerdt United bei den möglichen Gegnern für Atlético ausliess. Dafür landete Liverpool im Topf, dabei waren die «Reds» schon in der Gruppe ein Kontrahent der Madrilenen.
Atlético Madrid bekam in der Folge Bayern München als Gegner zugelost. Die Spanier baten darauf die UEFA in einem offiziellen Statement um Klärung. Als die Beschwerden immer mehr und die Fehler immer offensichtlicher wurden, kündigte die UEFA schliesslich eine erneute Ziehung für 15 Uhr an. Grund für die Panne sei ein «technisches Problem mit der Software eines externen Anbieters» gewesen, schrieb sie auf Twitter.
Following a technical problem with the software of an external service provider that instructs the officials as to which teams are eligible to play each other, a material error occurred in the draw for the UEFA Champions League Round of 16.— UEFA Champions League (@ChampionsLeague) December 13, 2021
Bei der zweiten Auslosung lief dann alles richtig ab, wobei folgende Paarungen gezogen wurden:
Und so wurde übrigens in der ersten (irregulären) Runde gezogen:
Nach dem Faux-pas hagelte es natürlich viel Spott und Häme in Richtung UEFA. Doch es gab auch diejenigen, die einfach nur entsetzt waren. Zum Beispiel dieser Twitter-User hier, der bereits ein Flugticket nach Mailand gebucht hatte. Bei der ersten Auslosung wäre Ajax auf Inter getroffen, nun kommt es zum Duell zwischen Benfica Lissabon und den Niederländern.
Man kann davon ausgehen, dass der Ajax-Fan nicht der einzige ist, der jetzt auf einem faulen Flug-Ticket sitzt.
Nicht wenige waren zunächst überrascht, als Bayern mit Atlético eine harte Nuss zugelost bekam. Ist der FC Hollywood doch für sein Losglück bekannt. Aber eben ... es kam dann doch noch, wie es musste und die Truppe von Julian Nagelsmann bekam mit dem FC Salzburg eine absolut machbare Aufgabe zugelost.
Bayern-Gegner zu stark: Champions-League-Auslosung wird wiederholt.— Thomas Nowag (@Dagobert95) December 13, 2021
Nicht sonderlich gefreut über die erneute Auslosung hatte man sich wahrscheinlich auch bei Chelsea, Manchester City, Liverpool und Real Madrid. Alle vier Topvereine hatten zunächst leichte Gegner.
Das Losglück definitiv gepachtet hatte der FC Chelsea, welcher in der zweiten Runde erneut Lille zugeteilt bekam.
Inter bekommt es neu mit Liverpool zu tun, vermutlich ist die Chance für einen Ausrutscher für die Italiener da etwas grösser.
Die Pariser treffen neu auf Real Madrid.
Viele Twitter-User machten sich einen Spass daraus, der UEFA Betrug zu unterstellen.
Diese Vorwürfe sind natürlich unbegründet ...
... aber wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Derweil fuhr die Social-Media-Abteilung von Fortuna Düsseldorf schnell Photoshop hoch und sorgte für einen Lacher bei seinen Fans.
Der berühmte Fussball-Journalist Henry Winter konnte der Erklärung der UEFA nicht allzu viel abgewinnen.
Vielleicht war es auch gar kein «Software-Problem», sondern ganz einfach Lionel Messi, der nicht gegen Cristiano Ronaldo spielen wollte.
Beschwerde reichte angeblich auch der FC Barcelona ein, da ihre Kugel gänzlich bei der Auslosung fehlte. Gnihihihi.
(cma/zap)