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Während wir heute darum kämpfen, menschengemachte Katastrophen zu vermeiden, müssen wir uns gleichzeitig auf die ebenso verheerende Möglichkeit eines Asteroiden Einschlags auf die Erde vorbereiten. Die periodische Dezimierung des Lebens auf unserem Planet geht vermutlich auf direkte Kollision von Asteroiden von mehreren Kilometer Durchmessern oder noch grösser zurück. Aus Fossildaten lässt sich die Anzahl der Arten abschätzen, welche während verschiedenen Perioden der Erdgeschichte lebten.
Ein 2012 entdeckter Asteroid mit Namen 2012-DA14 schrammte am 15.2.2013 haarscharf an unserer Erde vorbei und gleichentags war auch am Ural ein Meteoritenregen mit grossem Sachschaden und etwa 1‘500 Verletzten zu verzeichnen. Glücklicherweise hält unsere Atmosphäre sämtliche Gesteinstrümmer von früheren Kollisionen mit Meteoriten von uns fern, denn selbst der etwa 1 Meter im Durchmesser anfliegende Meteorit vom 15.2.2013 hätte noch weit grösseren Schaden anrichten können wäre er nicht beim Auftreffen in die Atmosphäre explodiert.
Der Asteroid 2012-DA14 mit etwa 50 Metern Durchmesser – hätte bei der Kollision mit der Erde durchaus eine Millionenstadt wie London vernichten können. Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Flugzeugabsturz zu sterben etwa gleich gross wie die Kollision eines mehrere Kilometer grossen Asteroiden welcher im Mittel etwa alle fünf Millionen Jahre mit der Erde kollidiert. Das Risiko, bei einem einzelnen, einstündigen Flug zu sterben liegt bei 1 zu 1‘000‘000. Wenn sie mehrmals mit dem Flugzeug jährlich unterwegs sind erhöht sich die Wahrscheinlichkeit und ist etwa gleich gross wie wenn ein Asteroid von mehreren Kilometer Durchmessern auf die Erde trifft und damit eine Katastrophe ähnlich der Signatur des KT-Ereignisses (KT = Kreide-Tertiär-Grenze) einleitet. Es ist ja bekannt, dass sich dieses Sedimentgestein zur gleichen Zeit abgelagert hatte als es zum letzten Massenaussterben kam.
Astronomen können heute lediglich rund 80% der Asteroiden die grösser als einen Kilometer sind aufspüren. In ein bis zwei Jahrzehnten sind wir vielleicht in der Lage alle grösseren Asteroiden auf zu spüren welche auf Kollisionskurs mit der Erde sind. Vielleicht gelingt es uns noch rechtzeitig eine dieser Kollisionsbahnen zu korrigieren oder mittels Atombomben das Objekt zu zerstören. Eine Explosion in der Nähe würde aber möglicherweise einen riesigen Geröllhaufen hinterlassen der uns immer noch gefährlich werden Könnte.
Seit 1993 als sich der Komet „Shomaker-Levi“ auf Kollisionskurs mit Jupiter befand und von sämtlichen wichtigen Teleskopen und Satelliten beobachtet wurde traf Jupiter mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde. Der Komet zerbrach aber durch das Gravitationsfeld unseres grössten Planeten noch kurz vor dem Aufprall in mindesten 20 Teile und trotzdem erreichte sein „Feuerball“ mit einer Temperatur von 24‘000 Grad Celsius noch eine Höhe von etwa dreitausend Kilometern. Für den Menschen auf der Erde wäre dies das vorzeitige Ende gewesen.
Weil unsere Sonne derzeit immer wärmer wird, müssen wir die Erde buchstäblich in eine neue Umlaufbahn bringen. Den Abstand zur sich entwickelnden Sonne grösser zu machen wäre möglich, ist doch die Orbitalenergie der Erde ausreichend um dies zu schaffen. Um die Erde das 1.5-Fache ihres gegenwärtigen Abstandes zu vergrössern wird rund ein Drittel dieser Energie-Menge benötigt. Wissenschaftler wie Don Koryvanski, Greg Laughin und Fred Adams haben bereits Pläne entwickelt welche nach dem Prinzip von Newtons drittem Gesetz – von Aktion und Reaktion – auch zur Beschleunigung von Raumsonden auf hohe Geschwindigkeit in unserem Sonnensystem eingesetzt wird könnte uns helfen. Eine solche Schwerkraftumlenkung nennt man auch den Gravity-Assist. Uebrigens; Voyager 1, 1977 gestartet hält immer noch den Geschwindigkeitsrekord mit sagenhaften sechzigtausend Kilometern pro Sekunde.
Trodzdem müssen wir irgendwann einmal unseren Planeten verlassen weil die Sonne nach etwa 7,6 Milliarden Jahren die höchste Leuchtkraft erreichen wird. Dann strahlt sie etwa zweitausend mal heller als heute und in seinem Innern herrschen Temperaturen von enormen 100 Millionen Kelvin.
Falls es uns auf wundersame Weise gelingen sollte, neue Weltkriege zu vermeiden, die Klimaerwärmung zu verhindern sowie der Auslöschung durch riesige Himmelskörper zu entgehen kann das Leben auf diesem Planeten weiterbestehen. Hätten wir statt Aufmerksamkeit, Zeit und Geld auf Kriege zu verschwenden unsere Ressourcen in den Erwerb von Wissen gesteckt hätte unsere Spezies unsere Galaxie schon seit langem mit Leben füllen können.Im Laufe der letzten dreihundert Millionen Jahre gab es fünf Ereignissse, bei denen rund die Hälfte aller damals lebenden Arten ausstarben. Sollte dafür ein Asteroid die Ursache sein, dann tritt etwa alle 50 Millionen Jahre ein solches Ereignis ein. Der letzte derartige Einschlag war vor 65 Millionen Jahre und daher ist die nächste Kollision heute bereits überfällig.
Erst in etwa 50‘000 Jahren wird sich unser Sternenbild derart bewegt haben, dass das bekannte Sternenbild kaum noch erkennbar wird. Noch länger dauert es, bis geologische Veränderungen auf der Erde deutlich werden. Die Kontinente bewegen sich langsam und treiben auf geschmolzenen Steinen welche unter ihnen herumwirbeln langsam aber stetig in die gleiche Richtung. Europa wird dann vollständig mit Afrika verbunden sein und unser Mittelmeer wird nicht mehr existieren.