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Bis zum 6. Januar machen viele Betriebe Ferien, und an ernsthafte Arbeit denkt eh kaum einer. Der saisonale Ausnahmezustand ist ein später Nachhall der zwölf Rauhnächte vom 24. Dezember bis um Mitternacht des 5. Januar, der «Perchtennacht». In dieser Zeit liess man schon bei den Kelten die Arbeit ruhen und feierte mit der Familie und dem Clan.
Man blieb in seiner Behausung, die Zeit war für schamanische Prozeduren reserviert. Für die Alten war jede dieser Rauhnächte ein Orakel für den entsprechenden Monat im folgenden Jahr. Um die Zukunft zu deuten, beobachteten sie das Wetter, wie das Essen geschmeckt hatte, ob es Streit gab oder ob ein Tier krank wurde. Alles hatte eine Bedeutung, denn es konnte ein Zeichen für die Zukunft sein. Am 5. Januar, der Wintergöttin Percht geweiht, wurden zur spirituellen Reinigung Haus und Ställe ausgeräuchert.