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Ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter des Milliarden-Gamblers Kweku Adoboli hat anscheinend von dessen unautorisiertem Handel gewusst.
Darren Bailey hat bisher bestritten, dass er über die Machenschaften von Kweku Adoboli Bescheid wusste. Dieser benutzte Schirmkonten, um seinen unautorisierten Handel und das Überziehen seiner Handelslimite zu verheimlichen.
Bailey wird von Adoboli vorgeworfen, er habe auch ein solches Schirmkonto betrieben, das Adoboli als Vorlage gedient habe, schreibt die Nachrichtenagentur «Reuters».
Umstände unklar
Vor Gericht wurde sodann auch eine Aufzeichnung eines Gruppenchats vorgetragen. Darin diskutieren Adoboli und Bailey die Handelsgeschehnisse der Woche. Adoboli bezeichnet diesen als «emotional», worauf Bailey ihn fragte: «Hast du das Schlamm-Konto benutzt?», berichtet «Reuters».
Mit dem Chat-Inhalt konfrontiert zeigte sich Bailey erstaunt. «Ich bin wahrhaft schockiert darüber. Ich weiss nicht, was der Kontext davon gewesen sein könnte», kommentiert er.
Keine weisse Weste
Derzeit ist Bailey noch bei der UBS angestellt. In einer früheren Anhörung gab er zu Protokoll, dass er einmal von der UBS verwarnt wurde und drei Monate lang keine Futures handeln durfte, weil er für Adoboli einen so genannten «Warehouse»-Trade durchführte, schreibt die Nachrichtenagentur «Bloomberg». Dabei buchte er einen Trade für Adoboli und liess diesen über Nacht in seinen eigenen Büchern.