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Jacques Necker stammte aus bescheidenen Verhätnissen und begann seine Karriere als Angestellter der Bank des Genfers Isaac Vernet in Paris. Er gewann das Vertrauen von Vernet und wurde zu dessen Geschäftspartner. Nach Vernet’s Tod erbte er sein Vermögen und konnte gemeinsam mit George Tobie Thellusson, die Bank „Thellusson &Necker“ (1756-1770), wo er in wenigen Jahren ein grosses Vermögen erwarb. Diese Bank war zwar hauptsächlich aktiv in der Getreidespekulation und der Vergabe von Darlehen an die französische Staatskasse, gewährte jedoch auch Kredite für Geschäfte des Dreieckshandels. Auch hatte er wichtige Verbindungen nach Nordamerika. So besass er Land am Ontariosee und hatte Aktien an der New Yorker Bank Le Roy, Bayard & co. Necker wurde Verwaltungsrat der französischen „Compagnie des Indes“ und später königlicher Schatzmeister, dann Finanzminister von Frankreich. Als er in Ungnade fiel, zog er sich 1790 auf sein Schloss in Coppet VD, dass er 1784 gekauft hatte, zurück.
Bodmer Walter, Die Entwicklung der schweizerischen Textilwirtschaft im Rahmen der übrigen Industrien und Wirtschaftszweige, Zürich 1960, S. 248.
Mottet Louis H. (Hg.), Geschichte der Schweizer Banken. Bankier-Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten, Zürich 1987, S. 61-65.
Veyrassat Béatrice. Réseaux d’affaires internationaux, émigrations et exportations en Amérique Latine au XIXe siècle: Le commerce suisse aux Ameriques. Geneve 1993. S. 65