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um ca. 1949
In Winterthur aufgewachsen, studierte Theodor von Lerber an der ETH Forstwirtschaft. Seiner starken zeichnerischen Begabung folgend eröffnete er 1935 in Kirchlindach ein Büro für dokumentarische
Zeichnungen und graphische Entwürfe. Für eine Anzahl von bernischen Gemeinden schuf er die «Heimatalben», große Bände, in denen er die alten Gebäude, die Kirche, Schulhäuser und Bauernhöfe mit
Stöckli und Speicher in architektonisch genauen Zeichnungen und photographischen Detailaufnahmen und Beschreibungen darstellte. Im Berner Heimatschutz war Herr v. Lerber eine Zeit lang im
Vorstand tätig.
Die Baugeschichte der Höfe brachte ihn auf die Familiengeschichte ihrer Bewohner. Für viele Berner Geschlechter entwarf und zeichnete Th. v. Lerber die schönen bildgeschmückten und übersichtlichen Stammbäume. Bei der Erforschung der Grundlagen war er gewissenhaft und lieferte keine Tafel ab, ehe er nicht den Entwurf den Angehörigen der einzelnen Zweige zur «Familienkontrolle» vorgelegt hatte.
Nach der Übersiedelung in seine Heimatstadt Bern trat Herr v. Lerber 1941 der SGFF bei und leitete von 1947—1954 als Obmann die Berner Ortsgruppe. An seinem Lichtbildervortrag über «Stammhöfe und Familienforschung » im Januar 1959 war es für die Teilnehmer beglückend zu erfahren mit welcher Liebe er an seinem Bernerland hing und wie viel er vom Werden und Wachsen der Bauerngeschlechter wusste. Seine letzte Arbeit war die Neubearbeitung der Tafel der Zunftgenossen zu Webern für die Zunftstube. Der Vielbeschäftigte war immer bereit zu helfen und hatte sich für die Vorbereitung der kommenden Tagung der SGFF eingesetzt. Am letzten Sonntag im Januar brach er an einem Herzinfarkt zusammen und verschied in den ersten Stunden des Februars.