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Masein
Zu Zeiten der Römer dürfte Masein direkt an der Verkehrsachse Chur-Chiavenna gelegen sein. Heute liegt es an der Strasse zum inneren Heinzenberg. Ein Wasserrad gilt als eine der Hauptattraktionen des Ortes.
Masein war bis im Jahr 2004 in der glücklichen Lage, eine Dorfsäge zu besitzen, die zwar nicht mehr mit Wasserkraft angetrieben wurde, zumindest aber über ein recht gut funktionierendes hölzernes Wasserrad aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs verfügte. Obwohl die Sägerei defizitär war, wollte man den Sägereibetrieb weiterhin aufrecht erhalten, nicht zuletzt auch, um das Gebäude und somit auch das nostalgische Wasserrad vor dem Zerfall zu bewahren. An einer Gemeindeversammlung im Frühjahr 2005 wurde der einstimmige Beschluss gefasst, dass das Wahrzeichen von Masein keinesfalls aus dem Dorfbild verschwinden dürfe und dass man das Wasserrad originalgetreu rekonstruieren wolle. Um die recht aufwändige Finanzierung zu gewährleisten, wollte man die Dorfbevölkerung mit einbeziehen, mit anderen Worten, die 38 Schaufeln des Rades wurden zum Kaufe angeboten. Die ungewöhnlichen Kaufobjekte gingen weg wie frische Semmeln und waren schon bald ausverkauft.
Etwa ein Kilometer nordöstlich von Masein, hart an der Gemeindegrenze zu Cazis wurde eine bedeutende geschichtliche Siedlung entdeckt, die mit grosser Wahrscheinlichkeit von der mittleren Bronzezeit bis in die Römerzeit hinein bewohnt war. Diese in einen tiefen Einschnitt des nussgipfelartigen Hügelzugs von Cresta im Norden des Hofs Schreiber hineingebaute und heute auf Cazner Gemeindegebiet gelegene Siedlung bestand aus einer Reihe kleiner aneinandergebauter Häuser. Neben ausgegrabenen Topfscherben, Knochen von Schafen, Ziegen, Rindern und Schweinen erinnern Funde von Feuerstellen und Herdplatten an die Wichtigkeit des Feuers, das den Dorfbewohnern verschiedentlich aber auch zum Verhängnis wurde. Verschiedene Bauhorizonte lassen nämlich darauf schliessen, dass die Siedlung mehrmals abgebrannt war und wieder aufgebaut wurde.