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Olympische Spiele ohne NHL-Stars?
Die Zeichen verdichten sich, dass auch die Olympischen Winterspiele in Peking ohne NHL-Spieler stattfinden werden.
NHL-Boss Gary Bettman äusserte sich knapp sieben Monate vor dem Beginn des olympischen Turniers in Chinas Hauptstadt skeptisch. In den Verhandlungen zwischen der NHL, der Spielergewerkschaft NHLPA, dem Internationalen Eishockey-Verbands IIHF und dem IOC laufe die Zeit davon. «Wir haben echte Bedenken, ob eine Teilnahme Sinn macht», sagte Bettmann auf seiner jährlichen Pressekonferenz vor dem Stanley-Cup-Final.
Man sei schon hinter dem Zeitplan, zu dem man die Verhandlungen eigentlich habe abschliessen wollen. Die NHL plant, ihren Spielplan für die kommende Saison - mit oder ohne Olympia-Pause - vor dem NHL-Draft am 23. Juli zu veröffentlichen. Die Hauptpunkte, die es zu klären gilt, sind laut Bettman Versicherungs- und Reisefragen, auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. NHL-Vertreter verwiesen ausserdem auf die für den amerikanischen TV-Markt ungünstige Zeitverschiebung nach China mit Spielen am Morgen in den USA.
IIHF-Präsident René Fasel hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. «Die Dinge gehen hin und her, aber kein Stress. Wir werden sehen», sagte der 71-jährige Freiburger gegenüber der Nachrichtenagentur AP. «Ich kann nicht für die NHL sprechen und ich hoffe nur, dass sie sagen, dass sie kommen werden.»
Bereits vor den Spielen 2018 in Pyeongchang scheiterten die Verhandlungen und die Schweizer Nationalmannschaft musste ohne Roman Josi und Co. auskommen.