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Das Murgtal ist eines jener Gebiete in meiner Umgebung, die ich bis anhin kaum besucht hatte. Konkret begann es das einzige Mal, als ich da war, gleich zu regnen an und wir konnten nicht lange bouldern. Deswegen freute ich mich, zusammen mit Dave und Michi am späteren Sonntagnachmittag diese Felsen aus der Nähe anzuschauen. Wir steuerten mit einigen kleinen Umwegen den grossen Block an, wo "Fred's Shield" und "Happy Housewives" zu finden sind. Da wir nichts zum Aufwärmen kannten, entschieden wir uns, direkt an ersterem zu starten. Die Leisten sahen recht schlecht aus und unaufgewärmt sowie unfokussiert rutschte ich beinahe aus den Startgriffen. Die nächste Sequenz fühlte sich schon wieder leichter an. Schliesslich konnte ich mich an den guten Henkel retten und mich über mein schwerstes Flash-Warm-Up bis zu diesem Tag freuen. Den tieferen Start mit dem Sprung probierte ich nur kurz und halbherzig, da ich dachte, dass ich mir hier schnell einen Cut holen könnte. Stattdessen machte ich einige Fotos.
Nach einiger Zeit konnte ich die anderen für "Happy Housewives" auf der anderen Seite des Blocks begeistern. Im ersten Versuch erwischte ich die Leiste links oben nicht sauber, da ich den Zug ohne Hook probiert hatte. In kurzer Zeit konnte ich eine gute Beta für mich finden und die schönen, homogenen Züge gleich aneinanderhängen. "Poseidon" gleich daneben musste ich natürlich auch versuchen. Diese Linie wurde erst in dieser Saison von Ronny Birchler erstbegangen. Die Züge gefielen mir ziemlich gut, doch als ich bei einem Versuch unangenehm aus dem leicht feuchten Riss abrutschte, beschloss ich den Boulder ein anderes Mal zu probieren. Inzwischen war noch Lukas mit seiner Freundin eingetroffen und er probierte den tiefen Start von "Fred's Shield". Er zeigte mir die Griffe, die er für den Dyno benutzte. Mir wurde klar, dass ich eine super positive Leiste übersehen hatte. Mit Luki's Lösung konnte ich direkt den "Henkel" anspringen. Mit dieser Beta ist es auch nicht so wichtig, ob die Füsse stehen bleiben oder nicht. Kurze Zeit später blieb ich am guten Griff hängen und auf den letzten Zügen bis zum Top liess ich mich nicht mehr abschütteln. Michi kämpfte sich seriös durch den Stehstart und kletterte seinen bis anhin schwierigsten Boulder, gratuliere! Den ganz tiefen Sitzstart probierte ich anschliessend auch noch. Von hier muss zuerst in die Dyno-Position geklettert werden, was zwar nicht schwierig ist, aber doch ein wenig Kraft wegsaugt. Schlussendlich war ich schon zu müde und mittlerweile war es auch dunkel geworden. Danke für die super Session!