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Das cortische Organ – anatomisches Meisterwerk der Sinneswahrnehmung
Das cortische Organ ist ein Teil des Gehörgangs im Innenohr von Säugetieren, Menschen und Vögeln. Es ist nach seinem Entdecker, dem italienischen Anatomieprofessor Alfonso Giacomo Gaspare Corti de Marchese benannt. Der Pionier der mikroskopischen Anatomie beschrieb den Aufbau des Organs erstmals 1854.
Die Anatomie des cortischen Organs
Das cortische Organ trägt die Hörrezeptoren in der Hörschnecke. Die Hörschnecke ist der wichtigste Teil des Innenohrs. Sie ist von sehr harten Knochen umgeben und wird von mit Flüssigkeit gefüllten Räumen durchzogen. Zwei dieser Räume, die Scala Media und die Scala Vestibuli, werden durch die Basilarmembran getrennt, die an ihrer Basis lediglich 0,04 mm breit ist und sich am oberen Ende bis zu einem halben Millimeter verstärkt. Diese Membran ist Träger des eigentlichen Gehörssinns, des cortischen Organs. Für sein Funktionieren sind die feinen Haarzellen und die Tektorialmembran wesentlich. Die eigentlichen Sensoren des Gehörs sind die Haarzellen. Ihr Name leitet sich von den Sinneshärchen, die in Bündeln auftreten, ab. Am oberen Ende ragen sie in die Scala Media hinein. Die Haarzellen sind in Reihen angeordnet und haben je nach ihrer Lage unterschiedliche Aufgaben. Die längsten dieser Sinneshärchen (Stereozilien) berühren die Tektorialmembran, die genau über der Basialmembran liegt und die sich gegeneinander bewegen.
Das geschieht im cortischen Organ
Die Haarzellen reagieren auf mechanische Reize, die durch Schwingungen der Membran ausgelöst werden. Die Druckwellen im Innenohr, erzeugt durch den Schall, lösen Schwingungen der Basialmembran, ähnlich einer Wanderwelle, aus. Durch die Schwingungen wird das cortische Organ in Bewegung versetzt. Basilarmembran und Tektorialmembran werden gegeneinander verschoben und die Haarzellen in eine bestimmte Richtung gelenkt. Das erzeugt die Ausschüttung von Botenstoffen an den Nervenfasern der Haarzellen. Erst dieses Signal wird an den zentralen Gehörsinn weitergeleitet. Wie Lenkbewegungen sind minimal. Bereits Bewegungen vom Durchmesser eines Wasserstoffatoms können akustische Sinneswahrnehmungen auslösen. Das macht annähernd deutlich, welch komplizierte Vorgang das Hören ist.
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