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Im
Zentrum des Übens stehen meistens eine oder mehrere sogenannte Formen, klar umschriebene Abläufe aufeinander folgender, meist fließend ineinander übergehender Bewegungen. Die grundlegenden Formen
sind Einzelformen, bei denen jeder Übende die Bewegungen für sich ausführt. Die Formen stellen dabei oft den Kampf gegen einen imaginären Gegner dar, daher stammt auch die inzwischen selten
verwendete Bezeichnung chinesisches Schattenboxen für das Taijiquan (quan bedeutet Faust). Überwiegend wird die Form synchron in der Gruppe geübt.
Eine Form setzt sich aus mehreren „Bildern“
(Einzelbewegungen) zusammen, die in ihrer Abfolge festgelegt sind. Die Bilder tragen sehr unterschiedliche Namen, die die Anwendung der Bewegung betonen (beispielsweise „Fersenkick rechts“, die
den Charakter der Bewegung beschreiben (beispielsweise „einfache Peitsche“;oder die eher poetisch zu lesen sind (beispielsweise „Der weiße
Kranich breitet seine Flügel aus“, oder „Die Mähne des Wildpferdes schütteln („teilen").
Viele Formen werden nach der Anzahl ihrer Bilder benannt,
so zum Beispiel die 24-Bilder-Form („Pekingform“). Obwohl Taijiquan-Formen meistens langsam und ruhig ausgeführt werden, gibt es je nach Stil, Form und Erfahrung des Übenden große
Unterschiede.