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Die Geburt eines Menschen ist wegen der Kopfgrösse des Fötus vergleichsweise schwierig. Aus evolutionärer Sicht stellt sich daher die Frage nach Vorteilen eines engen Geburtskanals, wenn er für Mutter und Kind eine potenzielle Gefahr darstellt. Wiener Forscher veröffentlichten nun im Fachblatt „PNAS“ eine neue Erklärung dafür: Ein grösserer Beckenkanal vermindert die Fähigkeit des Beckenbodens, den Fötus und die inneren Organe zu tragen und erhöht die Gefahr für Inkontinenz.
In der aktuell veröffentlichten Lancet-Studie «Lives saved tool modelling study», die ein Beispiel ist für den diesjährigen Slogan des Internationalen Hebammentages, wurden anhand fiktiver Berechnungen die Auswirkungen verschiedener Interventionen im Rahmen professioneller Hebammenversorgung auf die Vermeidung und Senkung mütterlicher und kindlicher Sterbefälle sowie Fehlgeburten untersucht. Darüber wurde die Anzahl an Todesfällen geschätzt, die jährlich bis 2035 abgewendet werden könnten.
Erstmals konnte nachgewiesen werden, dass die Mutter keinem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist, wenn Antibiotika nach der Abnabelung statt vor dem Kaiserschnitt verabreicht werden. Für das Neugeborene entsteht damit ein erheblicher Vorteil.
In der Schweiz erlebt jede vierte Frau bei der Geburt informellen Zwang, wird also beispielsweise einseitig informiert oder eingeschüchtert. Das hat eine Online-Befragung von über 6000 Müttern ergeben.
Geburten finden auch während der Corona-Krise statt. Die Väter dürfen dabei sein, müssen das Spital nach der Geburt aber wieder verlassen. In den Kliniken stellt sich dadurch eine besondere Stimmung ein.
Schwangere sind wegen der Corona-Pandemie verunsichert. Manche fürchten den Gang ins Spital. Das spüren die Hebammen, insbesondere jene, die Hausgeburten anbieten.