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Als ich den Artikel «Die Macht des Ökofimmels in der EU» in der «Schweizerzeit» Nr. 10 gelesen hatte, musste ich lachen …
Vor vielen Jahren haben wir als junge Ingenieure in Bern eine grosse Kläranlage besichtigt. Das war just zu der Zeit, als der Wassersparfimmel angefangen hat. Wir standen da staunend vor einem grossen Klärbecken, es war das erste in der Linie, darin sprudelte so eine dicke braune Suppe. Am oberen Ende des Beckens mündete ein etwa dreissig Zentimeter dickes Rohr, aus welchem glasklares Wasser mit einem Riesenstrahl in die Suppe geleitet wurde. Auf eine schüchterne Frage, was das soll, erklärte uns der Arbeiter, dies sei reinstes Trinkwasser. Weil immer weniger Spülwasser komme, werde die Kläranlage mit der Sch… nicht mehr fertig. Sie müsse mit Trinkwasser verdünnt werden.
Ich habe zu Hause dasselbe Problem. Als mein Vater das Haus baute, hat ein kluger Handwerker am entferntesten Punkt der ARA-Leitung einen Dachablauf in den Schacht geleitet. Das Abwasser ist immer gut abgeflossen, es hat Probleme aufgrund von Verstopfung gegeben – und damit war aber nicht das Verdauungssystem gemeint.
Nun, ich habe Jahre später umgebaut, habe alles moderne Spülwasser-Spar-Toiletten eingebaut. Die Regenwasserzuleitung musste ich entfernen. Nun muss ich alle ein bis zwei Wochen den schweren Schachtdeckel abheben und zehn bis zwanzig Kessel Brunnenwasser hinunterkippen, damit die Sch… abfliesst. Zum Glück habe ich einen Brunnen, sonst käme mich die Brunnenwasser-Kessel-Übung teuer zu stehen.
Walter Müller,
Rohrbach