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Verbreitung & Habitat
Ursprünglich vom Atlantik bis zum Pazifik, vom Himalaya bis zur nördlichen Waldgrenze verbreitet, fehlt der Luchs heute in Europa in den entwaldeten Agrarlandschaften. Der Luchs ist ein Waldbewohner: Seine Jagdweise setzt einen deckungsreichen Lebensraum voraus. Lediglich in Zentralasien, am Westrand der Wüste Gobi und im Himalaya tritt er auch ausserhalb der Zone geschlossener Wälder auf. In Europa besiedelte er von den mediterranen Hartlaubwäldern bis zu den borealen Nadelwäldern alle Klimazonen von der Meereshöhe bis zur Waldgrenze im Gebirge. Dabei ist die Art keineswegs an Gebirge gebunden. Im Schweizer Mittelland fehlt sie nicht, weil ihr Flachland nicht behagt, sondern weil dieser Teil des Landes zu stark entwaldet und zu dicht besiedelt ist.
Verbreitung des Eurasischen Luchses in der Schweiz
SCALP Kategorien (Status and Conservation of the Alpine Lynx Population)
Die Verantwortlichen für das Monitoring des Luchses in allen sieben Alpenstaaten haben sich auf eine gemeinsame Darstellung und Interpretation der erhobenen Daten geeinigt. Diese Standardisierung erlaubt einen Vergleich der Monitoringdaten im ganzen Alpenraum. Die erhobenen Daten werden nach ihrer Aussagekraft und Überprüfbarkeit in drei Kategorien eingeteilt:
- Kategorie 1 (K1, rot): „Hard facts“ wie tot gefundene Luchse, Beobachtungen mit fotografischem Beleg, eingefangene (Jung)tiere und genetische Nachweise.
- Kategorie 2 (K2, blau): Von ausgebildeten Personen bestätigte Meldungen wie Risse (Nutz- und Wildtiere), Spuren und Kotfunde.
- Kategorie 3 (K3, grün): Nicht überprüfte Riss-, Spuren- und Kotfunde, und alle nicht überprüfbaren Hinweise wie Lautäusserungen und Sichtbeobachtungen.