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Hintergrund:
Das Montreal Cognitive Assessment (MoCA) wird verwendet um eine Vielzahl an kognitiven Bereichen bei älteren Personen zu untersuchen. Der MoCA wird durch demographische Charakteristika beeinflusst, was im Original nicht adäquat berücksichtigt wird.
Ziel:
Ziel der Studie war es, den Einfluss von Alter, Ausbildung und Geschlecht auf den MoCA Totalscore zu untersuchen und entsprechend demographisch-korrigierte Normwerte für die deutschsprachige Bevölkerung zu entwickeln.
Methode:
Die Studienteilnehmer wurden aus dem Register für forschungsinteressierte Personen der Memory Clinic Basel rekrutiert. Die kognitive Gesundheit der Teilnehmer wurde anhand des Mini-Mental-Status (Score ≥ 27/30 Punkte) sowie dem Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease - Neuropsychological Assessment Battery (Totalscore ≥ 85.9 Punkte) sichergestellt. Alle Probanden wurden mit der deutschsprachigen Version des MoCAs untersucht. Die Normwerte basieren auf Regressionsanalysen, die Auswahl der Kovariablen auf der PRESS (Prediction Resiudal Sums of Squares)-Statistik.
Resultate:
Die finale Stichprobe bestand aus 283 kognitiv gesunden älteren Personen (155 Frauen, 128 Männer; Alter (Mittelwert± SD) = 73.8 ± 5.2 Jahre; Ausbildung (Mittelwert± SD) = 13.6 ± 2.9 Jahre). 31% der Teilnehmer erzielten einen MoCA Totalscore unterhalb des im Original vorgeschlagenen Cut-offs (< 26/30 Punkte). Die besten Voraussagen zum MoCA Totalscore wurden durch ein Regressionsmodell mit den Kovariablen Alter, Ausbildung und Geschlecht erzielt. Dabei zeigte sich, dass höheres Alter, eine kürzer dauernde Ausbildung sowie das männliche Geschlecht mit einem tieferen MoCA Totalscore assoziiert waren (p < 0.001).
Schlussfolgerung:
Wir entwickelten eine Formel zur Berechnung von demographisch-korrigierten Standartwerten für den deutschsprachigen MoCA. Die erstellte Regressionsformel zur Berechnung eines Standardcodes erlaubt die Berücksichtigung dieser demographischen Einflüsse und dadurch eine angemessene Interpretation der kognitiven Leistung eines Individuums. In einem Vergleich mit anderen Normierungsstudien zum MoCA zeigten sich bedeutende Unterschiede bezüglich Auswahl der Studienteilnehmer sowie der verwendeten Methodik zur Erstellung der Normwerte.