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Aphantasie beschreibt, wie manche Menschen Vorstellung erleben. Es ist kein Symptom einer bestimmten Erkrankung und keine klinische Diagnose, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Menschen. Manche Menschen sind von Geburt an AphantasikerInnen, andere berichten zum Beispiel nach einer Hirnverletzung, dass sie sich keine Bilder mehr vorsellen können.
Wir interessieren uns für die Pupillengrösse während der Vorstellung. Bisherige Forschung hat gezeigt, dass sich die Pupille zusammenzieht, wenn man sich geistig anstrengt, was während der Vorstellung der Fall ist. Aphantasiker*innen berichten, dass sie keine oder nur schwache "innere Bilder" erleben. Sie können aber zum Beispiel räumliche Aufgaben gleich gut lösen wie andere auch. Die Pupillengrösse könnte nun Aufschluss darüber geben, ob sich Aphantasiker*innen "gleich fest anstrengen", dies aber anders erleben, oder ob diese Personen andere Strategien anwenden oder visuelle Information anders repräsentieren.
Darum untersuchen wir am Institut für Psychologie in Bern die Pupillengrösse von Teilnehmenden, während diese sich ein zuvor gesehenes Bild vorstellen sollen.
Dazu verwenden wir eine spezielle Infrarot-Kamera, welche die Pupillengrösse genau messen kann. Damit der Computer Kopfbewegungen nicht mit Augenbewegungen verwechselt, stützen Sie dabei Ihr Kinn auf eine Unterlage. Mit diesem Experiment konnten wir in früheren Studien bereits spannende neue Erkenntnisse gewinnen. Besonders interessant ist es nun, die Pupillengrössen von Aphantasiker*innen mit denen von Nicht-Aphantasiker*innen zu vergleichen. Dazu suchen wir Sie:
Wenn Sie das Gefühl haben, Sie hätten schwache oder gar keine inneren Vorstellungsbilder, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie zu uns ins Institut kommen würden.
Wir messen Ihre Pupillengrösse, während Sie sich Bilder anschauen und sich diese dann vorstellen. Am Ende folgen zwei Fragebögen. Die ganze Studie dauert etwa zwei Stunden und findet am Institut für Psychologie in Bern statt. **Alle Studienleitenden sind vollständig gegen Corona geimpft und die Schutzmassnahmen (Masken, Händedesinfektion, Lüftung des Eye-Tracking-Raums, Abstand) werden zu jeder Zeit eingehalten. Die Studie ist von der Ethikkomission der philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät bewilligt.**
Für Ihre Teilnahme bieten wir Ihnen eine Aufwandsentschädigung von CHF 80.-.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sie erreichen uns per Mail an: <email-pii>