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In Kolumbien wird bäuerliches Saatgut kriminalisiert. Es soll dem industriellen Saatgut der Agrochemie-Konzerne Platz machen, die dank dem Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA freie Bahn haben. Die Regierung hat Tausende Tonnen Saatgut zerstört, das die Bauern aus ihren Ernten gewonnen haben. Die Proteste der Bauern werden brutal unterdrückt.
Eine kolumbianische Delegation reist gegenwärtig durch Europa und auch durch die Schweiz, um über die Situation in ihrem Land zu informieren – die zeigt, was sich auch andernorts abspielt oder bald abspielen wird. Sie wird über den Widerstand der kolumbianischen Bauern sprechen, über die Auswirkungen der neuen Saatgutgesetze, die Kolumbien aufgezwungen wurden, über die Aneignung des lokalen Saatguts durch die multinationalen Konzerne und über biologische Vielfalt und die Ernährungssouveränität der kolumbianischen Bevölkerung.
Die kolumbianische Delegation macht (unter anderem) halt
- von Freitag 14. bis Sonntag 16. März in Zürich, Shedhalle in der Roten Fabrik im Rahmen der Ausstellung 40 Jahre Longo maï - Diskussion mit der Delegation aus Kolumbien am Freitag um 19 Uhr, öffentliche Saatguttausch-Aktion am Samstag von 10 bis 19 Uhr.
- am Montag, 17. März, um 19 Uhr in Basel im Unternehmen Mitte
- am Dienstag, 18. März, um 19 Uhr in Genf, Ecurie de l’Ilot 13, 24, rue de Montbrillant
für eine Diskussion mit den Mitgliedern des Netzwerks für freies Saatgut in Kolumbien zum Thema: «Kampf der Bauern gegen das Diktat der Saatgutkonzerne in Kolumbien – wie gelingt der Widerstand».
SWISSAID engagiert sich in dieser Problematik, unterstützt die Kampagne «Semillas de Identidad» (spanisch) und ist Mitunterzeichnerin des Manifests «Position der sozialen Organisationen zum Saatgut».
Photo: DR/UITA