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64 Millionen leere Wohnungen mit tieferem bis mittlerem westlichem Standard soll es in China geben, schätzt der Immobilien-Analyst Gillem Tulloch in einer NBC-Sendung über die chinesische Wachstumspolitik. Es drohe eine Blase zu platzen, die weit grösser sei als die jüngste in den USA.
Die Bauwirtschaft hat in den letzten zehn Jahren eine jährliche Wachstumnsrate von zehn Prozent erreicht. Eine solche Wachstumsrate heisst konkret, dass sich die Zahl der Hochhäuser und Strassen in nur sieben Jahren verdoppelt, in 14 Jahren vervierfacht. Nach Angaben der NBC sind in den letzten Jahren jedes Jahr zehn neue Städte errichtet worden.
Dazu beigetragen hat eine forcierte Wachstumspolitik der Regierung und eine lockere Geldpolitik. Einige Investoren bleiben jetzt allerdings auf ihren Luxus-Wohnungen, die umgerechnet durchschnittlich 70’000 bis 120’000 Franken kosten, sitzen. Nach Angaben unseres Peking-Korrespondenten Peter Achten kostet eine einfachere 80 Quadratmeter-Wohnung in einem Wohn-Hochhaus in Peking rund 30’000 Franken und in einer Provinzhauptstadt wie Lanzhou weniger als 4000 Franken. Nach Angaben der Uno verfügt ein Drittel der Bevölkerung nur rund 60 Franken zum Leben. In den grossen Städten erreicht das Durchschnittseinkommen nach amtlichen Angaben 200 bis bis 700 Franken.
In China sind 70 Prozent der Bevölkerung Besitzer einer Wohnung und nur 30 Prozent Mieter. Finanziert werden Wohnungen meist von den Eltern und Verwandten, dann stottern die Kinder ihre Wohnung dreissig Jahre lang ab.
Der unvorstellbare Bauboom hat dazu geführt, dass es heute mehrere neue Städte praktisch menschenleer sind. Die NBC hat zwei solcher Städte vor einem Jahr gefilmt. Unterdessen hat sich das Problem eher noch verschärft.
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keine