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Binge Eating ist – wie Bulimie und Magersucht – eine Störung des Essverhaltens. Typisch sind wiederholte Heisshungeranfälle und nicht beherrschbare Nahrungsaufnahme, die nicht in Gesellschaft stattfindet. Das englische Wort „Binge“ wird in den Wörterbüchern grob mit „Fress- oder Saufgelage“ übersetzt. Im Gegensatz zur Bulimie bleibt das anschliessende Erbrechen jedoch aus und es besteht kein Missbrauch von Abführmitteln. Da nicht regelmässig Massnahmen zu deutlicher Gewichtsreduktion ergriffen werden, sind Betroffene oft übergewichtig. Die Essanfälle sind häufig Folge persönlicher Stresssituationen, sie lösen Schuldgefühle aus, auch wegen des Kontrollverlustes während der Essattacken.
Binge Drinking – das Kampftrinken oder Komatrinken – findet demgegenüber im Kreise von Gleichgesinnten statt.
Die Gründe dieser Essstörung sind noch nicht geklärt, es werden verschiedene Faktoren diskutiert:
Die Erkenntnis der eigenen Situation und des gestörten Essverhaltens bilden die Grundlage für eine Heilung. Der erste Schritt ist eingeleitet, wenn sich Betroffene nach aussen öffnen, wenn die Hintergründe aufgedeckt sind und sich Möglichkeiten zeigen, die Ursachen zu beeinflussen.
Eine Ernährungsberatung ist entscheidend, daneben psychologische Hilfe (Verhaltens-, Psychotherapie). Folgeschäden erfordern eine ärztliche Beurteilung.