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Als erster Verarbeitungsschritt beim Verwertungsbetrieb müssen die Ballen wieder geöffnet und vereinzelt werden. Danach sind für Kunststoff-Flaschen und Getränkekartons unterschiedliche Arbeitsschritte notwendig.
Die Kunststoff-Flaschen, welche in sortenreiner Qualität vom Sortierwerk angeliefert wurden, werden zuerst zu «Flakes» geschreddert (klein geschnitten), dann gewaschen und in einem speziellen «Flake-Sorter» nochmals nachsortiert. Daraufhin folgt der Granulierungsprozess, bei welchem die Kunststoff-Flakes eingeschmolzen und zu gleichmässig grossen Kügelchen, dem «Granulat» bzw. «Regranulat» (weil aus rezykliertem Material), verarbeitet werden. Dieser Prozess ist unter anderem dafür notwendig, um eine sehr homogene Grundmasse für die Weiterverarbeitung zu erhalten (etwa punkto Materialbeschaffenheit oder Farbe).
Bei den Getränkekartons erfolgt die Aufbereitung sehr ähnlich wie die bestehende Verwertung von Altpapier oder Altkarton. Die Verpackungen werden als Ganzes in einem Wasserbad, dem Pulper, während rund zehn Minuten unter kräftigem Rühren und ohne chemische Zusätze aufgeweicht. Dabei trennen sich die einzelnen Komponenten der Verbundverpackung (Karton, Kunststoff- und Aluminiumfolie) voneinander. Die Kartonfasern (Cellulose) reichern sich im Wasser an und können so aus dem Pulper ausgetragen, bzw. separiert werden.
Die übrigbleibenden Verpackungskomponenten Polyethylen (Folie und Verschlüsse) und Aluminium (Folie), «Reject» genannt, werden ebenfalls aus dem Pulper entfernt und lassen sich später thermisch verwerten. Grundsätzlich gibt es Verfahren, auch den Reject stofflich zu verwerten, diese werden in der Schweiz jedoch noch nicht eingesetzt.