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"Grüner" Strom, billiger als Strom aus Kohlekraftwerken: Kann Google schaffen, woran die traditionellen Energieproduzenten noch scheitern?
Google bricht an vielen Fronten aus seinem traditionellen Geschäftsrevier im Internet aus und scheint sich teilweise auf dem Weg zu einem Mischkonzern zu befinden. Gestern hat Google nicht nur seinen Online-Speicher angekündigt
, sondern auch einen Plan, der die Welt tiefgründiger verändern könnte: Der Internet-Riese wird in den nächsten Jahren die Forschung und Entwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen fördern.
Im Rahmen der Initiative "RE
Das Kürzel "RE
Kohle ist vielerorts die günstigste Möglichkeit, Strom zu erzeugen. Gemäss Google stammt gegenwärtig noch etwa 40 Prozent des weltweit hergestellten Stroms aus Kohleenergie.
Krasse Selbstüberschätzung? Oder könnte Google wirklich schneller diesen "heiligen Gral" der umweltfreundlichen Stromerzeugung finden, als die weltweite Energiewirtschaft, die ingesamt deutlich mehr Geld in die Entwicklung von Stromerzeugungstechnologien steckt? Als völliger "Aussenseiter" scheint Google zumindest unbelastet von Bestrebungen, Umsätze mit klassischen Energieformen zu schützen. In einem Kommentar von Dr. Larry Brilliant (der heisst wirklich so), dem Chef von Googles "philantropischer" Abteilung, wird zumindest leise Kritik laut: "Eine Menge von Teams leisten grossartige Arbeit, um billige erneuerbare Energieformen zu entwickeln. Wir wollen dazu etwas beitragen, welches diese Arbeiten in Richtung von billigen Technologien ein bisschen schneller vorantreibt. Die üblichen Investitionskriterien könnten nicht ausreichen, um rechtzeitig sehr günstige und saubere Energieformen anbieten zu können und so die schlimmsten Folgen des globalen Klimaweandels zu vermeiden." (Hans Jörg Maron)