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Die zehnte Nightsession an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro lieferte das Highlight ganz zum Schluss: Topfavorit Renaud Lavillenie wurde im Stabhochsprung völlig überraschend vom Brasilianer Thiago Braz da Silva überflügelt. Der 22-Jährige übersprang 6,03 m und toppte damit Lavillenies Marke um fünf Zentimeter.
Über 800 m sicherte sich David Rudisha wie vor vier Jahren in London den Olympiasieg. Der Kenianer triumphierte in 1:42,15 Minuten souverän vor dem Algerier Taoufik Makhloufi. Bei den Frauen gewann Allyson Felix ihre siebte Olympiamedaille, verpasste es aber, als erste Leichtathletin fünfmal Gold zu holen. Die Amerikanerin wurde von der 22-jährigen Shaunae Miller von den Bahamas, die sich mit letzter Kraft ins Ziel warf, knapp geschlagen.
Für Lea Sprunger und Kariem Hussein wären die Vorläufe über 400 m Hürden in Normalform keine zu grosse Hürde gewesen. Für beide waren die Spiele aber, wie auch erwartungsgemäss für Petra Fontanive, nach einem einzigen Auftritt vorbei. Sprunger, die sich einiges ausgerechnet hatte, lief “das schlechteste Rennen meines Lebens”. In 56,58 Sekunden blieb die 26-jährige Waadtländerin mehr als 1,5 Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.
Husseins schnelles Aus hatte sich angedeutet. Der Thurgauer erholte sich von einer Mitte Juni erlittenen Verletzung im Fussgelenk knapp so weit, dass ein Start überhaupt möglich war. Mit der Zeit von 49,80 war der Europameister von 2014 chancenlos. Mujinga Kambundji erreichte wie über 100 m auch über 200 m die Halbfinals, die in der Nacht auf Mittwoch im Programm stehen. Die Bernerin lief mit 22,78 Sekunden ihre zweitbeste Zeit über die halbe Bahnrunde.
Simone Biles musste sich am zweiten Tag der Gerätefinals ein erstes Mal geschlagen geben. Die 19-jährige Texanerin belegte am Schwebebalken nach Gold mit dem Team, im Mehrkampf und am Sprung Platz 3. Gold ging an Sanne Wevers aus den Niederlanden.
(SDA)