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Das Weltraumteleskop «Kepler» muss seine Suche nach erdähnlichen Planeten wegen eines technischen Defekts beenden. Weil das Problem auch nach mehreren Anläufen nicht behoben werden konnte, kündigte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Einstellung der Mission an.
Zwei der vier sogenannten Reaktionsräder waren nicht mehr in Gang zu bringen. Sie sollten das Teleskop in Position halten.
Eine Galaxie voller Planeten
Mit Hilfe von «Kepler» entdeckte die Nase Hunderte erdähnlicher Planeten. «Zu Beginn unserer Mission wusste niemand, ob Planeten von der Grösse der Erde in unserer Galaxie häufig oder selten sind», sagte der leitende «Kepler»-Wissenschaftler William Borucki.
Das Teleskop habe gezeigt, dass unsere Galaxie, die Milchstrasse, davon «bis zum Rand voll» sei. Unter den vielen erdähnlichen Planeten, die «Kepler» entdeckt hatte, seien aber nur wenige ihren Sternen nah genug, um Leben zu beheimaten.
«Kepler» war im März 2009 auf die Suche nach einer «zweiten Erde» gestartet und hatte seitdem bereits mehr als 3500 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt. Das Programm kostete insgesamt etwa 600 Millionen Dollar.