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- In Venezuela ist es zu einem weitreichenden Stromausfall gekommen. Das öffentliche Leben ist an vielen Orten zum Erliegen gekommen.
- Schüler und Arbeitnehmer bleiben zu Hause. Damit sollen Reparaturarbeiten vereinfacht werden.
- Präsident Nicolás Maduro sowie der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó beschuldigen sich gegenseitig.
Die weitreichenden Stromausfälle betrafen neben der Hauptstadt Caracas 15 der insgesamt 23 Bundesstaaten des Landes, wie aus örtlichen Medienberichten und Kommentaren auf Twitter hervorging.
Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte gegenüber dem Fernsehsender Telesur, dass öffentlich und privat Beschäftigte nicht an ihren Arbeitsstellen erscheinen müssten. Auch Schüler könnten zu Hause bleiben, um die Reparaturarbeiten zu vereinfachen.
Gegenseitige Schuldzuweisung
In Venezuela tobt derzeit ein Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó, der sich Mitte Januar zum Interimspräsidenten ausgerufen hatte.
Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und beschuldigte Feinde der sozialistischen Regierung Maduros. Maduro selbst sprach auf Twitter von einem «Stromkrieg vonseiten des US-Imperialismus, der scheitern wird.»
Guaidó hingegen machte Maduros Regierung für den Stromausfall in dem krisengebeutelten Land verantwortlich. «Das Volk weiss, dass das Licht kommt, wenn die unrechtmässige Machtübernahme endet», schrieb er auf den sozialen Medien.
Marode Energie-Infrastruktur
In Venezuela kommt es regelmässig zu Unterbrechungen in der Energieversorgung. Maduros Regierung gibt dafür politischen Gegnern die Schuld, die diese Probleme willentlich herbeiführten. Kritiker Maduros hingegen sehen in Korruption und mangelnden Investitionen in das Stromnetz die Gründe für die Ausfälle.