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Faszinierende Meerestiere
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Faszinierende Meerestiere
quelle: www.imago-images.de / imago images
«Die Menschheit stirbt aus, weil wir zu dumm zum Daten sind»
Video: watson
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Lange galt es als ausgemacht, dass Pottwale stumm sind. Diese Giganten, die grössten Predatoren des Planeten, wurden so gnadenlos gejagt – in den 1960er und 1970er Jahren fielen jährlich mehr als 20'000 Pottwale dem industriellen Walfang zum Opfer –, dass sie heute noch als gefährdete Art gelten. Doch 1957 wurde die Annahme, Pottwale seien stumm, endgültig widerlegt. Damals nahmen zwei Wissenschaftler der Woods Oceanographic Institution vor der Küste des US-Bundesstaats North Carolina Geräusche auf, die von einer Schule von Pottwalen stammten.
Wir werden das Pariser Klimaziel verpassen. Die Erde wird sich mehr als nur 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmen: «Das bedeutet, dass es nur noch mit enormen Anstrengungen möglich sein wird, die Erwärmung unter der 2-Grad-Grenze zu halten», erklärt Jochem Marotzke. Wenn es jemand beurteilen kann, dann Marotze. Er ist Direktor für Meteorologie am renommierten Max-Planck-Institut. Aktuell sei man eher auf dem Weg in eine 3-Grad-Welt bis Ende des Jahrhunderts.
Mit diesem ernüchterndem Statement wurde gestern der 13. Extremwetterkongress in Hamburg eingeläutet. Doch was bedeutet der Unterschied einer Erwärmung von 1,5 Grad auf 2 Grad? Mehr, als es die 0,5 Grad Celsius erahnen liessen. Es folgen sechs ausgewählte Beispiele.
Mehr und längere Dürren
Folgen der 2023er-Dürre im Bundesstaat Amazonas, Brasilien.Bild: keystone
Laut einer chinesischen Studie nimmt bei steigender Erderwärmung nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Dauer von Dürren zu.
Der Unterschied beträgt 26 Prozentpunkte. Überdurchschnittlich betroffen sind nicht bereits existierende Trockengebiete, sondern Feuchtgebiete. Als potenzielle Gebiete für Dürreherde nennt die Studie Gebiete in Nordamerika, Südamerika, dem südlichen Afrika, Australien und Europa. Eine weitere chinesische Studie aus demselben Jahr präzisiert diese Hotspot-Regionen (Amazonasgebiet, Nordostbrasilien, südliches Afrika und Mitteleuropa). Dort soll es zu durchschnittlichen Dürreperioden kommen, die statt 2,9 Monate (bei 1,5 Grad Erwärmung) auf 3,2 Monate (bei 2 Grad) ausgedehnt werden.
Weniger Ernte
Zerstörtes Maisfeld nach einer Überschwemmung in Vermont, USA.Bild: keystone
Laut dem IPCC (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change / Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) vergrössert sich das Risiko für Hungersnöte signifikant. Dies lässt sich am Beispiel der Maisernte quantifizieren.
Das komplette Aussterben von Korallenriffs
Eine Koralle im Januar 2023 (l.) und ausgebleicht im Juli 2023 (r.) vor Miami. Bild: keystone
Konkret: Korallenriffs würden weltweit ausgerottet. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel bei 2 Grad um mehr als 10 Meter an – über welchen Zeitraum, ist allerdings unklar. Die Rede ist von Hunderten von Jahren.
Die Zunahme von extremen Hitzewellen
Ein Junge vergnügt sich während einer Hitzewelle im September am Strand, in Kent, England.Bild: keystone
Eisfreies Polarmeer alle 10 Jahre
Ein Eisbär springt von einer Scholle zur nächsten, Spitzbergen, Norwegen.Bild: REX DUKAS
Damit nimmt der Albedo-Effekt der Erdkugel ab. Albedo ist ein Mass für die Rückstrahlfähigkeit eines Körpers. Je heller ein Körper ist, desto grösser seine Albedo. Der Verlust von weissem Eis macht die Welt weniger hell, weniger Sonnenlicht wird rückgestrahlt.
Auftauender Permafrost
Auftauender Permafrostboden auf Barter-Island, Alaska.Bild: USGS
Dies – kombiniert mit der Verringerung des Albedo-Effekts, könnte dazu führen, dass ein Kipppunkt erreicht wird und aus zwei Grad automatisch drei Grad werden. Selbstredend würde dies zu noch verheerenderen Folgen führen.
Schwarzbär crasht Geburtstagsessen in Mexiko
Video: watson/lucas zollinger