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Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ist am Mittwoch bekannt geworden, dass einer Ex-Freundin für ein Medieninterview Geld gezahlt wurde. Danach erhielt eine frühere Freundin des Angeklagten 50'000 Euro von der Illustrierten "Bunte".
Die Frau, die in Hamburg lebt, hatte sich in dem Interview ausführlich über ihre langjährige Beziehung zu dem 52-jährigen Schweizer geäussert. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn sprach von einer "Rekordsumme" und warf die Frage auf, welche Gegenleistungen die Zeugin neben dem Interview noch erbracht habe.
Erst nach Erscheinen der Titelgeschichte sagte sie als Zeugin vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. In ihrer Aussage ging es auch um Details aus dem Intimleben. Auch andere Frauen hatten sich in diversen Medien geäussert.
Das Gespräch enthalte keine Aussagen, "die (nach unserer Kenntnis) nicht auch schon zuvor von der Polizei zu Protokoll genommen wurden. Es enthält ebenfalls keinerlei Aussagen, die den Angeklagten juristisch belasten", teilte der Burda-Verlag mit, der die "Bunte" herausgibt.
Am Mittwoch, dem 33. Verhandlungstag, vernahm das Gericht einen Kriminalbeamten, der bei der Festnahme Kachelmanns am Frankfurter Flughafen am 20. März 2010 dabei war. Der Schweizer habe gefasst gewirkt, sagte der Polizist.
Kachelmann steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung seit Anfang September in Mannheim vor Gericht. Seine 38 Jahre alte Ex-Geliebte aus Schwetzingen (Baden-Württemberg) hatte ihn angezeigt. Der Moderator bestreitet die Vorwürfe.
Der Prozess wird an diesem Freitag fortgesetzt. Dann soll noch einmal das mutmassliche Vergewaltigungsopfer vernommen werden. Kachelmanns Anwalt will die 38-Jährige mit den bisherigen Ergebnissen der Beweisaufnahme konfrontieren.
SDA-ATS