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Die Präsidenten der beiden Teile Zyperns haben sich nicht auf einen Neustart der Gespräche zur Wiedervereinigung der Insel einigen können.
Bei einem Treffen am Montagabend unter Uno-Vermittlung habe es keine Annäherung gegeben, sagte der Präsident der griechisch geprägten Republik Zypern, Nicos Anastasiades. «Beide Seiten sind bei ihren Positionen geblieben.»
Erwogen werde nun, dass die Uno einen Vermittler entsende, der Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der Vereinigungsgespräche prüft. In einer Uno-kontrollierten Pufferzone der Hauptstadt Nikosia hatte sich Anastasiades mit dem Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, getroffen.
Von Uno-Seite hiess es lediglich, dass es einen «offenen und freimütigen Meinungsaustausch» zwischen Anastasiades und Akinci gegeben habe. Die letzte Runde der Wiedervereinigungsgespräche unter Vermittlung der Vereinten Nationen war im vergangenen Juli in der Schweiz ergebnislos zu Ende gegangen.
Norden nur von Zypern anerkannt
Zypern ist geteilt, seitdem die türkische Armee 1974 in Reaktion auf einen von der griechischen Militärjunta unterstützten Putsch den Nordteil der Insel besetzt hatte. Die Türkische Republik Nordzypern wird bis heute nur von der Türkei anerkannt.
Aus Sicht der internationalen Staatengemeinschaft umfasst die Republik Zypern, die Mitglied der EU ist, das gesamte Gebiet der Insel. Die Uno möchte als Vermittlerin erreichen, dass sich beide Teile zu einer Föderation zusammenschliessen.
Besonders belastet wurden die Gespräche zuletzt von einem Streit mit der Türkei um die Erdgasförderung vor der zyprischen Küste. Die Republik Zypern will die Gasförderung ausdehnen, die Türkei ist dagegen. Kürzlich stoppte die türkische Marine ein italienisches Bohrschiff, das vor Zypern nach Gas suchen wollte.
Anastasiades hatte bereits klar gemacht, dass die Wiedervereingungsgespräche nur fortgesetzt werden könnten, wenn sich die Türkei nicht mehr der Gasförderung in den Weg stellt. Die EU hat sich im Gasstreit an die Seite der Republik Zypern gestellt und das Vorgehen der Türkei verurteilt. (sda/afp)