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Menschen aus aller Welt sind seit Jahrhunderten vom Tarot de Marseille, welches zum Kartenlegen benutzt wird, beeindruckt. Die Ursprünge der Karten werden im alten Florenz, in den Lehren Platons und in der Kunst Botticellis vermutet. Das Kartenspiel wird als Vermittler von esoterischen Weisheiten aus der Antike angesehen.
✬ Felicitas Holland* ✬
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Die mysteriös wirkenden 22 Trumpfkarten, welche dem Tarot de Marseille angehören, verfügen über allegorische Darstellungen und werden gerne fürs Kartenlegen genutzt. Wer hat die Karten entworfen und aus welchem Grund? Was ist deren genaue Bedeutung? Ein Werk des Renaissancemalers Botticelli, welches im Schloss Esztergom in Ungarn gefunden wurde, weist eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Karte der Mäßigkeit im Tarot de Marseille auf. Wie ist dieser Umstand jedoch zu erklären? Das Bild des bekannten Malers zeigt Luzifer in Dantes „Inferno“. Wie jedoch kommen die Gemeinsamkeiten zustande? Ist der Maler einer der Erfinder der Spielkarten oder hat er sie gar entworfen?
Die Entstehung der Tarotkarte des Wagens wurde aufgrund neuer Beweisstücke aufgedeckt. Die Spur führt nach Florenz, welche auch die Heimatstadt des Künstlers darstellt
Als Beweis dienen Texte und Grafiken von Marsilio Ficino, welcher ein bekannter Humanist war und von Lorenzo I. de´Medici unterstützt wurde. Marsilio Ficino übersetzte zudem die Werke Platons.
Gleichzeitig war er als Astrologe, Zauberer und Priester aktiv. Im Zusammensein mit seinen Schülern, welche von ihm als Akademiker bezeichnet wurden, arbeitete Ficiono eine Lehre von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele aus, welche er anschließend mit anderen Menschen teilte.
Sein Denken beeinflusste die Kunst der damaligen Zeit enorm. Auch das Werk Botticellis wurde hierdurch verändert. Die Dokumentation trägt unzählige Anhaltspunkte zusammen, welche alle zu dem weltbekannten Gelehrten führen. Die Quintessenz ist also, dass die Karten als Vermittler der esoterischen Lehre Marsilio Ficinos dienen.
Marseille Tarotkarte – Pure Faszination
Marseille Tarotkarten werden mit Vorliebe zum Kartenlegen verwendet. Die Verbindung der Großen und der Kleinen Arkana erlauben eine Deutung zwischen Tiefenpsychologie und Blick in die Zukunft. Marseille Tarotkarten zu legen ist viel mehr, als nur ein paar Bildchen auszubreiten. Wenn Sie sich die Karten legen lassen, erhalten Sie Einblicke in Ihr Inneres und Antworten auf zuvor gestellte Fragen. Man nennt die Karten nicht umsonst „Spiegelbild der Seele“.