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Cédric Moret, CEO, ElcaUhr
Cédric Moret studierte an der HEC in Lausanne und hält einen MBA der Harvard Business School. Nach Stationen bei Procter & Gamble und McKinsey & Company übernahm er 2015 die Verantwortung für Elca. Er hat zwei Kinder und lebt am Genfer See.
Wenn Sie mit jemandem tauschen könnten, wer wäre das?
Ich bin schon ziemlich glücklich darüber, wo und wer ich bin, aber ich bin auch sehr neugierig auf diese Welt. Ich würde wahrscheinlich nur tauschen, wenn es ein wirklich herausforderndes privates Projekt gäbe. Zum Beispiel das Meeressanierungsprojekt, ein weltumspannendes wie das Ernährungsprojekt "abalimi" oder vielleicht die Organisation einer Grossveranstaltung wie der Olympischen Spiele.
Was war das bisher schönste Erlebnis Ihrer Karriere?
Ich hatte Glück und durfte viele tolle Erfahrungen machen. Für mich ist es wichtig, mit talentierten und ehrlichen Menschen zusammenarbeiten zu können. Dann macht die tägliche Arbeit umso mehr Spass. Derzeit zum Aufbau eines grossen digitalen Unternehmens meinen Beitrag zu leisten, ist sicherlich spannend. Aber ich blicke auch gern auf die Expansion einer grossen Kartoffelchipmarke in Südafrika und den Turnaround eines berühmten internationalen Kosmetikunternehmens zurück; beides waren grossartige menschliche Erfahrungen.
Was essen oder kochen Sie gerne?
Ich bin neugierig und probiere auf Reisen immer die lokale Küche. Aber am Ende ist ein einfaches Fondue, Raclette oder "Brisolée" mit einem guten Wein die Mahlzeit, die ich immer geniessen werde.
Auf welche Website (ausser der eigenen) würden Sie nicht verzichten wollen?
Ich mag Musik und möchte mich informieren, daher nutze ich täglich Spotify und die Website der "New York Times".
Was würde Ihr 10-jähriges Ich zu Ihnen heute sagen?
Meine Vorfahren waren alle Bauern, und auch ich wuchs auf einem kleinen Bauernhof auf. Das Kind, das ich einmal war, wäre ziemlich überrascht über meinen bisherigen Weg.
Gibt es ein Land, das Sie noch bereisen möchten?
Ich würde gerne Nepal und Burma besuchen oder einfach nach New York und Kapstadt zurückkehren. Diese beiden Orte geben mir viel Energie.
Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht oder sich geärgert?
Heute soll ja alles "plug-and-play" sein. Ich habe kürzlich eine Drohne für meine Tochter gekauft. Als sie nach ein paar Stunden immer noch nicht funktionierte, wurde ich ziemlich hässig. Letztlich hat sich natürlich herausgestellt, dass der Fehler bei uns lag. So etwas zeigt, wie wichtig "we make it work" ist. Es geht oft nicht nur um eine technische Lösung, sondern um die richtige Lösung für ein bestimmtes Unternehmen. Es muss jedes Mal für alle funktionieren. Heute lache ich über diese Erfahrung und über mich. Damals habe ich mich wahnsinnig geärgert – am meisten über mich selbst.
Warum kommen Sie morgens gerne ins Büro?
Um zu sehen, wie unsere Kunden mit unserer Hilfe ihre Geschäftsziele erreichen. Ich möchte bei Elca einen Ort schaffen, an dem sich die Kollegen durch einen starken unternehmerischen Ansatz motiviert fühlen. Elca basiert auf einer "Can do"-Attitude, intensiver Zusammenarbeit und starker Expertise – mich spornt diese Atmosphäre sehr an.
Wie würden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben?
Am besten fragen Sie sie selbst! Vor Kurzem sagten mir aber unabhängig von einander sowohl ein Kollege als auch ein Kunde, dass sie gerne mit mir zusammenarbeiten, weil ich nicht nur sage, was ich tun werde, sondern es auch umsetze. Ich bin immer bestrebt, Möglichkeiten auszumachen, die unseren Mitarbeitern bei ihrer Entwicklung helfen können. Und ich versuche, immer ehrlich zu sein und zu meinem Wort zu stehen – auch in schwierigen Situationen. Ich hoffe und wünsche mir, dass es das ist, was sie sehen.
Welchen persönlichen Herausforderungen möchten Sie sich noch stellen?
Elca feierte in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Für mich ist es Herausforderung und Verpflichtung zugleich, dieses Unternehmen an der Spitze der Technologie zu halten. Aus privater Sicht möchte ich meine Kinder dazu erziehen, ehrliche, fürsorgliche Erwachsene zu werden, die es wagen, ihre Träume zu leben.
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Als CEO der Elca-Gruppe; einer Unternehmensgruppe, die für Innovation in der Digitalisierung steht und die führende Technologien und Lösungen entwickelt. Einer Unternehmensgruppe, in der sich die besten Talente zuhause fühlen und ihre Expertise gern einbringen.