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Autor: walter buchs
Das Kollegium Gambach ist eine zweisprachige, vom Staat geführte Mittelschule für Mädchen und Knaben in der Stadt Freiburg. Es ist derzeit in Gebäuden untergebracht, die der Kongregation der Ursulinenschwestern gehören, welche die Institution 1905 als «Höhere Mädchenhandelsschule» gegründet hatte.
Rasante Entwicklung
Nachdem die genannte Schule sich ab Mitte der 1950er-Jahre stark entwickelte, wurden zwischen 1962 und 1964 mehrere Neubauten erstellt. Eine weitere Zunahme zwang die Verantwortlichen des Kollegiums, in der nahegelegenen FOS Räume für 17 Klassenzimmer zu mieten. Ende der 1970er-Jahre wurde im Garten des Areals ein Pavillon für weitere drei Klassenzimmer erstellt.
«Schon seit etlichen Jahren sind die Kapazitäten mit 670 Schülern voll ausgeschöpft. Trotz steigender Schülerzahlen können wir keine weiteren aufnehmen», stellte Rektor Jean-Pierre Bugnon am Freitag vor den Medien fest, denen das Projekt vorgestellt wurde, das am 1. Juni dem Freiburger Stimmvolk zur Annahme unterbreitet wird. Nationalrätin Thérèse Meyer-Kaelin, Präsidentin eines Unterstützungskomitees, ergänzte, dass die Baubewilligung seit vergangenen Herbst bereits vorliege.
Um- und Neubauten
Eine erste Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Kollegiums Gambach geht auf das Jahr 1999 zurück. Nachdem der Staatsrat im Mai 2005 dem Raumprogramm zugestimmt hatte, wurde ein Projektwettbewerb durchgeführt. Dieser wurde vom Architekturbüro Aeby-Aumann-Emery gewonnen.
Ihr Programm sieht die Renovation und den Umbau des Hauptgebäudes aus dem Jahre 1912 sowie den Bau von drei neuen, unabhängigen Gebäuden vor. Dies bedingt gleichzeitig den Abbruch der Anfang der 1960er-Jahre erstellten Bauten. Nach Meinung der Architekten ist es aufgrund deren Gebäudedimension und Struktur nicht möglich, sie den künftigen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
Alle Schüler wieder am gleichen Ort
Gemäss Nationalrätin Meyer-Kaelin, die die Schule in den 1960er-Jahren selber besucht hatte, werden es die vorgesehenen neuen Klassen- und Gruppenzimmer, die Gemeinschafts- und Spezialräume mit zwei Sporthallen erlauben, dass wieder alle Schüler im gleichen Gesamtkomplex unterrichtet werden können. Insgesamt werde das «Neue Kollegium Gambach» 850 Schülerinnen und Schüler aufnehmen können.
Gemäss Architekt Stéphane Emery werden die Arbeiten rund dreieinhalb Jahre dauern. Die Inbetriebnahme ist somit für Herbst 2012 vorgesehen. Am Samstag, 17. Mai, (10-16 Uhr) und am Sonntag, 18. Mai, (15-18 Uhr) wird das Projekt am Kollegium Gambach (Weck-Reynold 9, Freiburg) öffentlich vorgestellt. Die Ausstellung ist für alle offen.