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Brynjulf, norweg. Bildhauer, geb. 1830 zu
Voß bei
Bergen, war anfangs bei einem Optikus in
Bergen, dann bei
einem Goldschmied in Christiania in der Lehre, wo er infolge seiner geschickten Gravierarbeiten ein Reisestipendium erhielt,
so daß er die Bildhauerkunst in Kopenhagen auf der Akademie erlernte und von 1861 an Schüler von
Bissen
und später von
Jerichau war. Nachdem er die ihm aufgetragene Vollendung der von Thorwaldsen hinterlassenen Figuren
des Vulkan, Mars mit Amor und Jason ausgeführt hatte, hielt er sich eine Zeitlang in Rom auf, konnte aber nach seiner Rückkehr
in Christiania anfangs nicht emporkommen, bis er 1868 den Auftrag auf eine große eherne Reiterstatue
(errichtet 1875) des
Königs Karl Johann für den dortigen Schloßplatz erhielt. Als ein Werk von sehr charaktervoller Auffassung
und edler, plastischer Würde verschaffte sie ihm einen ehrenvollen Namen.
Brynjulf, norweg. Bildbauer, geb. in
Voß bei Bergen
[* 3] als Sohn eines Bauern, trat in das AtelierJerichaus in Kopenhagen
[* 4] und arbeitete dann unter der Leitung H. W.
Bissens, der ihm die Ausführung mehrerer Marmorarbeiten für das Thorwaldsenmuseum übertrug. Einen Aufenthalt in Rom
[* 5] 1864-65
ausgenommen, lebte Bergslien seit 1861 hauptsächlich in Kristiania.
[* 6] 1868 schuf er die Reiterstatue
des Königs KarlJohann (Bernadotte) auf dem Schloßplatz zu Kristiania, die enthüllt wurde. Weniger gelungen ist
die Statue des Dichters Wergeland daselbst. Ferner lieferte er eine Reihe vortrefflicher Porträtbüsten berühmter Norweger.
Sein Bruder Knut Bergslien, geb. bildete sich in Düsseldorf
[* 7] als Genremaler aus und lebt jetzt ebenfalls
in Kristiania.