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Kirche Rüegsbach
Die Kirche in Rüegsbach gehört zum ehemaligen Frauenkloster Rüegsau aus dem 12. Jh. Dieselbe Kapelle ist während katholischer Zeiten oft besuchter Wallfahrtsort - da dem Heiligen St.Blasius geweiht und von den Gläubigen vor allem bei Halsleiden aufgesucht.
1778 erhält die Kapelle, gleichzeitig mit Rüegsau, eine Orgel, die zuerst von der Empore oben ertönt. Später wird das Orgelstück, erbaut von Caspar Bärtschi, Sumiswald, nach unten in die Nähe des Kachelofens verlegt.
Renovationen erfolgen um 1789/90 und 1872. Es wird beschrieben, dass die Kapelle lange Zeit nüchtern wirkt ‘bis in die hinterste Ecke’.
Nachdem 1934 eine gründliche Renovation vorgenommen wird, ‘ist das heimelige Kirchlein nun eine Zier, nicht nur würdig des Gottesdienstes, sondern auch einladend zu einem Besuch in traulicher Stille’.
Bei der Restauration von 1989/90 werden durch die Erneuerung der Fassade im Mauerwerk des Schiffes und des Chors zugemauerte, romanische und spätgotische Fenster sichtbar. Es werden schöne Grisaillemalereien freigelegt.
2005 wird eine grössere Innenrenovation vollzogen: Die Wände werden weiss gestrichen und der Holzboden neu versiegelt. Der unter dem Chorbogen stehende Taufstein und die steinerne Kanzel kommen dadurch gut zur Geltung. Nebst der Wiederherstellung des beschädigten Kanzelsockels kommt eine neue Beleuchtung samt weiteren technischen Einrichtungen dazu.
800-jährige Glocken
Eine Besonderheit stellen die Glocken aus dem 12./13. Jh. dar, welche zu den ältesten Glocken der Schweiz gehören. Die ältere, kleinere Glocke hat eine sogenannte Zuckerhutform und ist mit 6 Doppellinien verziert.
Bis ins Jahr 1990 wurden die Glocken täglich um 11 Uhr von Hand geläutet, was jetzt elektrisch geschieht.