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Steinbach,
Emil, österreich. Finanzminister, geb. zu Wien als Sohn eines jüdischen Juweliers, studierte in Wien [* 2] die Rechtswissenschaft, erwarb sich die Doktorwürde, wurde Advokaturkonzipient und Dozent an der Handelsakademie und, nachdem er 1873 die Advokaturprüfung bestanden hatte und gleichzeitig zur römisch-katholischen Kirche übergetreten war, vom Justizminister Glaser in das Justizministerium berufen und 1874 zum Ministerialvizesekretär ernannt. 1886 wurde er zum Sektionschef befördert. Er arbeitete die meisten sozialpolitischen Vorlagen, wie Gewerbegesetz, Wuchergesetz, Exekutionsnovelle, Höferecht, Unfall- und Krankenversicherungsentwürfe, aus, vertrat sie im Parlament und hielt über diese Fragen viele Vorträge im Wissenschaftlichen Klub. Auch gab er mehrere dieser Gesetze heraus. Er näherte sich in seinen Anschauungen vielfach denen der Sozialreformer. Gleichzeitig war er Professor an der orientalischen und der Handelsakademie und Vizepräsident der Staatsprüfungskommission. Im Februar 1891 wurde er an Stelle Dunajewskis zum österreichischen Finanzminister ernannt.