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Die Herrenbahn übernimmt die Volksbahn
In den 1870er Jahren wurde ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen den Privaten Eisenbahngesellschaften ausgefochten. Die Demokratische Bewegung die im Kanton Zürich die Macht von den Liberalen an sich zogen und die Innerkantonale Rivalität von Zürich und Winterthur entstand die Nationalbahn. Die Nationalbahn hatte das Ziel eine Eisenbahnlinie vom Bodensee bis zum Genfersee zu bauen, die erste Linie dem Gemeinwohl dient und nicht den Ausländischen Geldgeber. Die Finanzierung der Eisenbahn durch ländliches Gebiet, erschwerte die Finanzierung stark, so dass sich nur sehr wenige Private Geldgeber fanden. Die Eisenbahn wurde hauptsächlich durch die Gemeinden und Staats-Subventionen des Kanton Zürich finanziert. Die Nationalbahn konnte mit sach und krach gerade mal die Strecke von Konstanz- / Singen- Winterthur-Wettingen-Zofingen/ -Aarau fertigstellen. Nach nur wenigen Monaten in betrieb des ganzen Streckennetzes wurde vom Schweizer Bundesgericht die Liquidation der Nationalbahn verhängt.
Der vom Bundesgericht eingesetzte Sachwalter liess die Nationalbahn während der Liquidation mit einem reduzierten Fahrplan weiterfahren. Es war kein leichtes Unterfangen die Nationalbahn-Strecken an den Meistbietenden zu verkaufen. Erst bei der zweiten Versteigerung 1880 wurden Käufer gefunden.
Die Herrenbahn übernimmt die Konkursmasse
Die Schweizerische Nordostbahn, die einst als Herrenbahn abgestempelt wurde, ersteigerte die Westsektion Winterthur-Zofingen und erwarb von der eidgenössischen Bank die Ostsektion Winterthur-Konstanz. Die beiden Linien konnte die NOB zu einem Bruchteil übernehmen, was die Strecken eigentlich gekostet hatten.
Es ist erstaunlich das die Nordostbahn unrentable Bahnlinien kauft, obwohl die NOB selbst in argen finanziellen Schwierigkeiten steckten. Für die Gesellschaft machte es sin die Nationalbahnstrecken zu übernehmen, so konnte die Nordostbahn ihr Monopol in der Nordostschweiz wieder herstellen. Um Vollständigkeitshalber noch zu erwähnen ist, dass die Nordostbahn ein Teil der Westsektion an die Schweizerische Centralbahn abgetreten hat.
Bildquellen
- Nationalbahn Nebelspalter 1876: wikimedia.org
- SBB-Historic Krokodil: wikimedia.org
- Winterthur-Koblenz Tössbrücke: Bildarchiv ETH / Wikimedia.org
- JS Plakat Genf-Basel: Wikimedia.org
- Leuchtturm Lindau: © Felix Meier
- Gruendung der SBB-Plakat: Foto: Wikimedia.org
- DVZO: © Felix Meier
- alter Bahnhof Matzingen Frauenfeld-Wil-Bahn: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Baumann, Heinz | CC BY-SA 4.0 International
- AB Tram: Olga P Galkina/Shutterstock.com
- Gornergradbahn: shutterstock.com