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Martin Fuchs verpasst mit dem Team die angestrebte Medaille
Die Schweizer Springreiter haben an den Olympischen Spielen im Team-Wettkampf den Sprung aufs Podest nicht geschafft. Martin Fuchs, Bryan Balsiger und Steve Guerdat wurden Fünfte.
Wie schon in der Einzel-Konkurrenz enttäuschten die Schweizer auch mit der Mannschaft. Nach dem souveränen Final-Einzug am Vortag brachte das Schweizer Trio mit dem Bietenholzer Martin Fuchs in der Entscheidung nicht mehr dieselben Leistungen.
Mit ihren total 28 Strafpunkten hatte die Equipe keine Chance im Kampf um die Medaillenvergabe. Damit gehen die Springreiter in Tokio wie bereits vor fünf Jahren in Rio de Janeiro leer aus.
Der Wettkampf hatte aus Schweizer Sicht bereits schlecht begonnen. Martin Fuchs und sein Schimmel Clooney, die am Freitag einzig einen Zeitfehler einstecken mussten, leisteten sich früh im Parcours einen Abwurf und patzten zudem am Wassergraben.
Rookie Bryan Balsiger, der im Einzel nicht im Aufgebot gestanden hatte und erstmals an einem Grossanlass dabei ist, startete zusammen mit seinem Pferd Twentytwo des Biches zwar gut, sammelte aber in der zweiten Hälfte seines Ritts noch 16 Punkte. In der Qualifikation hatte der Shooting-Star im Schweizer Reitsport noch mit einem Blankoritt überzeugt.
Nach zwei von drei Reitern lagen die Medaillen realistischerweise bereits ausser Reichweite – auch weil es mit dem neuen Format kein Streichresultat mehr gab. Auch Steve Guerdat konnte die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen, obwohl dem zweifachen Olympia-Medaillengewinner mit Venard de Cerisy (4 Strafpunkte) der beste Ritt in Tokio gelang. Im Einzel hatte Guerdat als 33. schwer enttäuscht.
Die nächste Enttäuschung
Die Schweizer waren mit dem Anspruch angetreten, in mindestens einem der Wettkämpfe eine Medaille zu gewinnen. Die hohen Zielsetzungen wichen der Ernüchterung. Nach dem 16. Rang von Martin Fuchs im Einzel folgte nun die nächste Enttäuschung.
Allerdings bekundeten nicht nur die Schweizer Probleme. So beendeten Grossbritannien, Deutschland und Frankreich den Wettkampf nicht, weil jeweils ein Pferd verweigerte. Das war besonders bitter im Fall der Franzosen, die auf Goldkurs lagen, ehe Schlussreiterin Penelope Leprevost nach der zweiten Verweigerung eliminiert wurde.
Die Goldmedaille sicherte sich Schweden gegen die USA im Stechen. Für die Schweden, die bereits im Einzel überzeugt hatten und deshalb favorisiert waren, ist es im Teamwettkampf der erste Olympiasieg seit 1924 und der insgesamt vierte. Bronze gewann Belgien.