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Peak Oil ist erreicht
- Da unsere Öl-Nachfrage steigt, müsste die Öl-Förderung mitsteigen. Tut sie aber nicht mehr.
- Der Peak Oil der USA wurde bereits 1971 erreicht.
- Peak Oil ist eine der grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Die Ölförderung steigt nicht mehr weiter: Die entscheidende Frage ist nicht, wie viel Öl noch im Erdinneren lagert. Entscheidend ist der Zeitpunkt, ab dem sich die Ölproduktion, also die Förderrate, nicht mehr steigern lässt. Es gilt folgende Regel: Die Ölförderung steigt auf ein Maximum an, verharrt eine gewisse Zeit auf diesem Niveau und fällt dann ab, sie folgt also der Form einer Glockenkurve. Der Punkt der maximalen Ölförderung heisst Peak Oil. Wann es so weit ist, ist umstritten: ExpertInnen der ASPO (Association for the Study of Peak Oil) gehen davon aus, dass der globale Peak Oil beim konventionellen Erdöl ungefähr im Jahr 2005 erreicht wurde. Das wurde unterdessen auch von der IEA bestätigt. Wann der Peak Oil für alle Formen von Erdöl erreicht werden wird, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Sicher ist: Peak Oil ist der Beginn des Endes des Ölzeitalters.
Die Glockenkurve der Ölförderung: Sie spiegelt den Idealtyp der Produktion eines nicht-erneuerbaren Rohstoffs wider. Die Fläche unter der Kurve entspricht dem Volumen des insgesamt vorhandenen Rohstoffs, der Kurvenverlauf mit einem exponentiellen Anstieg und Abfall wird unterbrochen durch eine Phase maximaler Förderung, dem Peak Oil. Der Peak Oil in den Vereinigten Staaten wurde von Hubbert bereits 1956 richtig für das Jahr 1971 vorausgesagt. Daher der Begriff HUBBERT-Glockenkurve.
Peak Oil ist eine grosse Herausforderung des 21. Jahrhunderts: Peak Oil bedeutet nicht zwingend, dass das Öl sofort ausgeht. Es wird nach wie vor viel Erdöl gefördert, aber ab dem Peak Oil-Zeitpunkt wird es Jahr für Jahr schwieriger, Öl zu finden und zu fördern. Mit der Fracking-Fördertechnik wird dieser Prozess etwas verzögert, aber nicht entscheidend verlängert. Es ist deshalb Zeit für einen grundlegenden Umbau unserer Energieversorgung.