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Er solle seinen Namen ändern, riet Michael Jackson seinem einstigen Konkurrenten, als dessen Karriere beendet schien. Im Gespräch mit der New York Post berichtet Donny Osmond von seiner Freundschaft mit Michael Jackson: Wie sie einst verkleidet ins Kino gingen, dass sie zusammen ein Duett aufnehmen wollten, und vom letzten Telefonat mit ihm.
Donny Osmond und Michael Jackson trafen 1971 aufeinander, als sie in Toronto auftraten.
„Ich erinnere mich, wie Michael während der Show von der Seite aus dem Vorhang schaute und mich beobachtete. Im Nachhinein war das ein ziemlich erstaunlicher Moment, aber in dem Moment dachte ich: ‚Da ist mein Kumpel, der mich von der Bühne aus ansieht'“, erinnerte sich Osmond. Hinter der Bühne hätten sie damals wie normale 13-Jährige gespielt. „Es ist wirklich schwierig, über… diese beiden kleinen Teenager zu sprechen, die unglaubliche Mengen an Platten verkaufen und Nr. 1 -Platten haben und sehr mächtige Künstler sind, und alles, was sie tun wollen, ist einfach nur Kinder zu sein. Dies waren die unschuldigen, wunderbaren Momente bevor das Leben schwierig und kompliziert wurde.“
Rund zehn Jahre später hätten sie sich gemeinsam den Film „The Dark Crystal“ im Kino angesehen und Michael habe darauf bestanden, dass sie eine Verkleidung trugen. „Wir versuchten einfach normal zu sein.“
Im selben Jahr erschien Michael Jacksons Thriller (November 1982), doch Donny Osmonds eigene Karriere war am Boden. „Ich konnte keinen Plattenvertrag kriegen, und ich konnte nicht verhaftet werden“, sagt Donny Osmond in Anspielung auf einen halbernst gemeinten Ratschlag seines Managers, er soll sich wegen Drogenbesitzes festnehmen lassen und so Aufmerksamkeit erreichen und sein Image als Kinderstar hinter sich lassen, stattdessen als erwachsener echter Rock n Roller wahrgenommen werden.
Michael Jacksons Ratschlag sah anders aus.
„Ich sagte: „Mike, wie komme ich zurück in die Charts? Wie komme ich wieder da raus?‘ Und er sagte: ‚Nun, du musst deinen Namen ändern. Dein Name ist Gift!'“
„Und das war ziemlich beleidigend“, gibt Osmond zu. „Aber interessant ist, dass er mir das ’83 sagte, und es war nicht bis 1989, dass ‚Soldier of Love‘ ein Hit ohne meinen Namen wurde. Michael hatte also recht.“
(Die Radio-DJs spielten lange nichts von Donny Osmond, doch dieser Song schien ihnen zu gefallen und so spielten sie ihn ohne zu sagen, wer der Sänger war – bis er ein Hit wurde.)
Ein geplantes Duett
Donny Osmond behauptet im Gespräch zudem, dass er und Michael Jackson geplant hätten, Stevie Wonders „I Wish“ als Duett aufzunehmen. Doch Michael habe einen Rückzieher gemacht, da er sich mit Kindsmissbrauch-Anschuldigungen konfrontiert sah.
Das letzte Telefonat
Etwa ein Jahr vor Michael Jacksons tragischem Tod hätten sie ein letztes Mal miteinander telefoniert, sagt Donny Osmond. „Ich fragte: „Mike, wo bist du?“ Er sagte: „Das kann ich dir nicht sagen. Ich sagte: ‚Mike, komm schon. Du redest doch mit mir. Wo bist du?‘ Er sagte: ‚Bitte sag es niemandem, aber ich bin in Phoenix. Ich habe einen Tourbus gemietet und meine Kinder geholt und wir sind nach Phoenix gefahren und ich bin gerade untergetaucht.“
„Ich sagte: ‚Es ist eine neunstündige Fahrt zu mir nach Hause in Utah. Ich möchte, dass deine Kinder mit meinen Kindern schwimmen gehen. Sie werden eine wunderbare Unterhaltung mit meiner Frau und mir führen. Und ich werde etwas Normalität in dein Leben bringen.‘ Und er sagte: ‚Das brauche ich jetzt wirklich.‘ Aber er hat mich nie beim Wort genommen.“
Osmdons Gedanken zu Michaels Tod
„Wir haben ein Genie verloren, und zwar nicht nur durch seinen Tod, sondern auch durch die Veränderungen in seinem Leben. Es sind diese Wege, auf denen die Menschen dich halten – sie zwingen dich, jemand zu sein, der du in Wirklichkeit nicht bist. Aber der Mike, an den ich mich erinnere, ist der Junge, den ich in Toronto getroffen habe.“
„Sein Leben war am Ende so verstörend … mit dem Druck, all die Shows zu machen, für die er sich nicht hätte verpflichten sollen“, sagt Osmond. Aber er könne den Leistungsdruck nachvollziehen.
„Es ist nicht nur so, dass man nicht nein sagen kann, sondern man hat hunderte Investoren und Abermillionen Dollar im Nacken. Und die sagen: ‚Du kannst nicht nein sagen, weil wir dir sagen, was du tun sollst, weil es unser Geld ist.'“
Der Artikel von Page Six hier.
Quelle: jackson.ch, pagesix.com