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Als sein Friseurladen von der Gemeinde abgerissen wird, muss Romeo einen anderen Ort für sein Handwerk finden. Er begnügt sich zunächst mit einer Bruchbude, träumt aber davon, eines Tages einen Laden zu besitzen, der wie ein echtes Friseurgeschäft aussehen wird. An seinem neuen Arbeitsplatz scheint sich das Leben wie immer dahinzuschleppen und obwohl er nicht viel tun kann, ist Romeo es leid, zu warten. Michaël Andrianaly beobachtet den Alltag in Madagaskar aus nächster Nähe und schafft es, zunächst unsichtbare Nuancen eines Mannes einzufangen, der um seine Würde kämpft. Ein neorealistisches Gedicht, das sich auf die Lektion von Vittorio De Sica beruft und etwas Neues daraus macht. Die vielen Details von Romeos Alltag vereinen sich zu Elementen eines dokumentarischen Mosaiks. Auf der winzigen offenen Fläche auf der Strasse hallen die Geräusche und der Lärm von aussen wider: Die täglichen Nachrichten, die Hoffnungen und Ängste der Bevölkerung in einem Land der Armut und Korruption. In diesem Kontext wird Romeo fast unfreiwillig zum Symbol eines Kampfes, der so schnell kein Ende haben wird. «Film um Film», so der Regisseur, «wird meine Arbeit zu meiner Art, mich zu engagieren. Es ist meine Art, mich zu wehren».