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Staustunden
Auf den Bestandsstrecken (ohne NEB-Strecken) wurden im Jahr 2021 auf dem Nationalstrassennetz 28'329 Staustunden erfasst. Gegenüber dem Vorjahr (19'852 Staustunden) entspricht dies einer Zunahme um +42.7 %. Damit wurde der pandemiebedingte Rückgang aus dem Jahr 2020 zu einem erheblichen Teil kompensiert; im 2021 lag die Anzahl der Staustunden auf dem Bestandsnetz noch 6.7 % unter dem Wert des Jahres 2019 (30’230 Staustunden). Im gesamten Nationalstrassennetz (mit NEB-Strecken) wurden im Jahr 2021 insgesamt 32'481 Staustunden erfasst. Gegenüber dem Vorjahr (22'575 Staustunden) entspricht dies einer Zunahme um +43.9 %. Die Staustunden auf den NEB-Strecken nahmen seit der erstmaligen Erfassung im Jahr 2020 von 2'719 auf 4'152 Stunden um +52.8 % zu. Der Anteil der auf den NEB-Strecken erfassten Staustunden ist von 12.0 % im Jahr 2020 auf 12.7 % im Jahr 2021 angewachsen. Die Abbildung 20 zeigt, dass die Anzahl der Staustunden auf dem Nationalstrassennetz seit ihrer Erfassung kontinuierlich zugenommen hat. Auch wenn die Methoden zur Erfassung der Staustunden in den letzten 10 Jahren schrittweise verbessert wurden und Stauerscheinungen heute verlässlicher erkannt werden können, zeigt dieser Trend, dass das Nationalstrassennetz in den stauempfindlichsten Regionen zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen stösst. Gestützt wird diese These durch den Umstand, dass die Anzahl der Staustunden bislang immer deutlich stärker angestiegen ist als die Fahrleistung: Zwischen 2010 und 2019 hat sich die Anzahl der registrierten Staustunden auf den Nationalstrassen in etwa verdoppelt. Im selben Zeitraum hat die Fahrleistung auf dem Bestandsnetz um «lediglich» +17 % zugenommen. Im Jahr 2020 wurde Pandemie-bedingt ein umgekehrter Effekt festgestellt; die Fahrleistungen auf den Nationalstrassen (ohne NEB-Strecken) nahmen um -17.6 % und die Staustunden um -34,3 % ab. Im 2021 nahmen die Staustunden auf dem Bestandsnetz wieder deutlich stärker zu als die Verkehrsleistung und haben wieder das Niveau der Jahre 2017 und 2018 erreicht.
Die täglichen Verkehrsüberlastungen und chronischen Staus führen zu Produktivitätsverlusten und erhöhten Kostenbelastungen.