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In der heutigen Ausgabe der NZZ steht ein interessanter Artikel zum Thema Jobsharing. Das ist so ähnlich wie Teilzeit, nur dass dieselbe Stelle auf mehrere Personen aufgeteilt wird, also z.B. zwei Personen teilen sich eine Führungsposition mit 40%/60%.
Bereits 2004 hatte die NZZ einen ähnlichen Artikel zu solchen Jobmodellen online: Teamwork an der Spitze.
Im heutigen Artikel finde ich ja folgende Aussage zwar richtig, aber wohl nicht grundlegend für das stärker verbreitete Jobsharing auf höheren Hierarchieebenen:
Es fällt zudem auf, dass mit steigender Hierarchiestufe der Anteil der Jobsharing-Beschäftigten im Vergleich zu allen Teilzeitarbeitenden wächst. Dies lässt trotz geringen Fallzahlen vermuten, dass die Vorteile des Modells gerade auf den oberen Hierarchieebenen erkannt wurden. Etwa, dass die volle Ansprechbarkeit während der gesamten Arbeitszeit gewährleistet ist. Auch müssen Chefs mit einem Teilzeitpensum mit einem stockenderen Informationsfluss leben als solche in einem Jobsharing-Verhältnis.
Schon mal drüber nachgedacht, dass mit steigender Hierarchieebene meist auch das Einkommen steigt? Jemand, der mit seinem Job nur 70’000 Franken im Jahr verdient (und vielleicht noch Familie hat), kann sich schlecht seinen Job mit jemandem teilen und z.B. nur noch 40’000 Fr. im Jahr verdienen. Jemand, der dagegen auf eine Vollzeitstelle 140’000 Franken im Jahr verdient, kann viel leichter seine Arbeitszeit auf 57% reduzieren und dann immer noch 80’000 im Jahr verdienen. Auch wenn da steht: im Verhältnis zu allen Teilzeitarbeitenden [auf der Hierarchieebene], würde ich eher sagen, dass es am tendenziell höheren Einkommen liegt. Jobsharing mit 80/20% wird wohl eher weniger funktionieren als Jobsharing mit 50/50% oder 60/40% — und für letzteres dürften eben auf unteren Ebenen die Lohneinbussen einfach zu hoch sein. Jetzt müsste man mal Zahlen haben, um das zu verifizieren.
Teilzeit ist aber generell sehr zu empfehlen, tausche Arbeitszeit gegen Lebenszeit. Bin froh, dass das hier so einfach ist 🙂