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Product-Owner oder Projektleiter?
In der agilen Software-Entwicklung Methode SCRUM (www.scrum.org), ist die Rolle des Projektleiters nicht mehr vorgesehen. Ein Grund dafür ist, dass die Entwicklung in kurzen, regelmässigen Zyklen (Iterationen) stattfindet. Der tatsächlich erreichte Fortschritt wird so laufend überprüft. Das Projekt kann flexibler auf Änderungen des Markts reagieren.
Der Product-Owner definiert die Arbeitspakete (User Stories) mit Prioritäten für das Entwicklungsteam. In diesem Sinn ersetzt der Product-Owner den Projektleiter.
Um ein Projekt zu starten, benötigen die Stakeholder immer noch einen Business Plan mit Kosten und Terminen sowie, im Verlauf des Projekts, eine regelmässige Berichterstattung.
Zudem bedarf die Koordination der Arbeit vor und während der Iterationen viele Projektmanagement-Kompetenzen, wie z.B. Stakeholder- und Risikomanagement, Führung, Teamarbeit. Letztere werden im SCRUM teilweise bei der Product-Owner Rolle subsumiert.
Damit ergibt sich, dass gewisse Projektmanagement-Aufgaben für den Product-Owner unabdingbar sind.
Auf der Seite des «klassischen» Projektmanagements ist die Projektleiter-Rolle vorgesehen, die oft Aufgaben und Kompetenzen, die im SCRUM dem Product-Owner zugewiesen werden, beinhaltet. Der Projektleiter muss sich z.B. um die Anliegen des Business kümmern, die Arbeitspakete definieren und diese priorisieren.
Letztendlich entscheidend für den Erfolg eines Projekts ist jene Person, die die leitende Funktion übernimmt. Sie sollte sich leidenschaftlich für das Projekt und / oder das Produkt engagieren und gegenüber den Stakeholdern die volle Verantwortung übernehmen. Sie sollte sich auf die Projekt- und / oder Produkt-Vision konzentrieren und das Team sowie die Projektstakeholder immer wieder inspirieren.