Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03414.jsonl.gz/1028

Wasser - die Quelle des Lebens
Die Erde ist vom Weltall aus betrachtet ein blauer Planet. Es ist die Farbe des Wassers, das fast drei Viertel der Erdoberfläche bedeckt. Erst das Vorhandensein von Wasser ermöglicht Leben. Aus diesem Grund suchen Raumsonden auf anderen Planeten nach Wasser – ohne Wasser werden dort mit Sicherheit keine Lebewesen gefunden.
Die chemische Formel von Wasser, H2O, ist wahrscheinlich die bekannteste der Welt. Trotzdem überrascht Wasser die Chemiker bis heute immer wieder. In vielen Punkten ist Wasser nämlich nicht “normal”. So hat Wasser für ein Molekül seiner Größe eigentlich einen viel zu hohen Schmelzpunkt (0 °C) und verdampft erst bei 100 °C. Nur darum gibt es überhaupt Flüsse und Seen auf der Erde. “Normalerweise” werden Stoffe immer dichter, je kälter sie werden. Beim Wasser ist das anders. Darum schwimmt beispielsweise Eis auf dem Wasser und dabei können Lebewesen unter der Eisdecke überleben. Auch die Wärmespeicherkapazität von Wasser ist viel größer, als es einem Molekül seiner Größe zukommt. Aus diesem Grund können Meeresströmungen das Klima in Europa so angenehm machen. Der Grund für diese "Anomalien" liegt in der Struktur des Wassermoleküls. Es besitzt eine negativ und eine positiv geladene Seite. Das Wasser-Molekül ist aufgebaut wie ein V (1. Abbildung). Auf einer Seite sitzt das Sauerstoff-Atom (- negativ geladen), auf der anderen die beiden Wasserstoff-Atome (+ positiv geladen). So können sich die Wasserstoff-Atome eines Wasser-Moleküls über eine sogenannte Wasserstoffbrücken-Bindung (2. Abbildung) an die Sauerstoff-Atome anderer Wasser-Moleküle anlagern. So bilden sie Verbände die größer sind und andere Eigenschaften haben als das eigentliche Wasser-Molekül. Inzwischen kennen Forscher über 70 "Anomalien" des Wassers. Diese geben mitunter Anlass für esoterische Spekulationen, die zumeist Beispiele für irregeleitete Extrapolationen sind. Wissenschaftlich gesehen sind viele Auswirkungen (noch) umstritten.
Eines ist unbestritten...
Seine Eigenschaften machen Wasser zu einem zentralen Element des Lebens! Einerseits kann es durch seine polare Struktur viele Stoffe lösen und ist dadurch das universale Lösemittel (u.a. für Mineralstoffe und Spurenelemente) des Lebens, andererseits kann es durch seine stabile Struktur auch andere Stoffe stabilisieren, etwa Eiweiße oder die Erbsubstanz DNA. Wie wichtig Wasser ist, mag der hohe Wasseranteil von rund 90% in unserem Blut verdeutlichen.
Und darum stellt sich die Frage...
...welche Eigenschaften das natürliche Trinkwasser der Menschheit vor der Industrialisierung vor 100 - 130 Jahren hatte? Es handelte sich um Wasser aus Quellen, Flüssen und teilweise Seen. Also Regen- und Schmelzwasser, das meist gering mineralisiert und somit sehr weich war. Der Geschmack war neutral bis leicht säuerlich. Gemäss einer zwölfjährigen Studie von Dr. Louis Claude Vincent (Universität Paris) mit einer Teilnahme von 400'000 Menschen, erfüllen gerade diese Eigenschaften die Hauptaufgaben von Wasser im Organismus des menschlichen Körpers optimal. Nämlich das Auflösen von Mineral- und Nährstoffen und deren Transport in die Körperzellen und den Abtransport von Giftstoffen und Stoffwechsel-Endprodukten über die Nieren aus unserem Körper.