Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03303.jsonl.gz/508

Das Gesetz gilt im Cross Country, der Königsklasse der Mountainbiker, auch nach der 4. Weltcup-Station in Lenzerheide. Unterwegs zu seinem zweiten Heimsieg nach jenem im Vorjahr überwand Schurter, der in Chur wohnhafte Lokalmatador, alle möglichen Stolpersteine.
Erst schüttelte er den niederländischen Youngster Mathieu van der Poel (22) ab, der ihm in den ersten Runden angriffslustig die Stirn bot. Später wies er den am Ende viertplatzierten Franzosen Maxime Marotte in die Schranken, der nun mit dem Spanier David Valero Serrano der einzige noch verbliebene Konkurrent im Kampf um den Sieg im Gesamtweltcup ist, aber wie Valero Serrano nur noch theoretische Chancen hat. Und zuletzt parierte er auch die finale Attacke des wiedererstarkten Tschechen Jaroslav Kulhavy, der in der zweiten Rennhälfte von ausserhalb der Top 10 zu Aufholjagd ansetzte und Schurter bei der Zieleinfahrt den vorzeitigen Siegesjubel für einen Moment verzögern liess.
Auch das Gewitter, das vor dem Start über das Gelände zog und Teile der Strecke in eine schlammig-glitschige Rutschbahn verwandelte, vermochte Schurter nicht zu stoppen. Pünktlich zu seinem Start kam die Sonne und das Rennen nahm seinen gewohnten Lauf.
Nach dem 24. Weltcupsieg ist Schurter der fünfte Gewinn des Gesamtweltcups nach 2010, 2012, 2013 und 2015 kaum mehr zu nehmen. Der Bündner kann von Marotte und Valero Serrano in den letzten beiden Rennen im August in Mont-Sainte-Anne und Val di Sole praktisch nur noch in der Theorie überholt werden. Beide müssten die letzten beiden Rennen gewinnen und Schurter dürfte kaum mehr punkten.
Die weiteren Schweizer verpassten die Top 10. Lukas Flückiger wurde Zwölfter, sein jüngerer Bruder Mathias Flückiger, vor einer Woche in noch Zweiter in Vallnord, 15.
(SDA)