Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/2550

Eine Privatschule ist eine Schule ausserhalb der Trägerschaft der öffentlichen Hand (Staat). Die Träger können kirchliche Organisationen, Vereine, Privatpersonen und sonstige Gesellschaften sein. Gründe für die Bildung von Privatschulen sind religiöse Konzepte, andere erzieherische Konzepte oder die Ergänzung des staatlichen Schulsystems.
Vergeben Privatschulen anerkannte Abschlüsse und / oder wird durch ihren Besuch die Schulpflicht erfüllt, ersetzt deren Besuch den Besuch einer entsprechenden staatlichen Schule. Diese Privatschulen sind einer staatlichen Kontrolle und einer Genehmigungspflicht unterworfen.
In der Schweiz liegt die Bildungshoheit bei den Kantonen. Gemäss Art. 3 der Bundesverfassung sind die Kantone souverän, soweit ihre Souveränität nicht durch die Bundesverfassung beschränkt ist.
Die Errichtung von privaten Schulen im Kanton Appenzell Ausserrhoden bedarf einer Bewilligung durch das Departement Bildung AR. Das Gesetz über Schule und Bildung (Schulgesetz) des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 24. September 2000 „regelt die Schulung, Ausbildung und Erziehung an allen Schulen und Bildungseinrichtungen öffentlicher und privater Träger im Kanton“ und definiert den Begriff der Privatschulen in Abgrenzung von dem der öffentlichen Schulen, die von Gemeinden, Gemeindeverbänden, vom Kanton oder aufgrund interkantonaler Vereinbarungen geführt werden, als alle nicht-öffentliche Schulen. Jeder Person steht es frei, entweder die öffentlichen und die von der öffentlichen Hand unterstützten Schulen oder auf eigene Kosten Privatschulen zu besuchen. (Schulgesetz 2000, S. 1f)
Die Verordnung zum Gesetz über Schule und Bildung (Schulverordnung) des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 26. März 2001 schreibt in Art. 3 vor, „Erziehungsberechtigte, welche ihre schulpflichtigen Kinder an einer privaten Schule unterrichten lassen, haben dies der Schulleitung an ihrem Wohnsitz zu melden und nach Abschluss jedes Schuljahres einen entsprechenden Nachweis zu erbringen“. (Schulverordnung 2001, S. 2)