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«Ich war so bewegt, ich konnte nicht mehr atmen» – so eine Hörerin nach Antheils erster Violinsonate, dem Kernstück dieses Programms. Die Konzerte mit Antheils Musik führten so oft zu Tumulten, dass dieser am Ende nicht mehr ans Klavier kam, ohne einen Revolver neben sich zu legen. Nichts für zartbesaitete Naturen also. Ein Solo für Metallperkussion lässt den Konzerttitel «Rostfreier Stahl» klanglich Realität werden. Auf ähnlicher Linie liegt «In the factory» von Erich Zeisl – eine pianistische Reflektion über eine Fabrik mit ihren Geräuschen. Rostfreier Stahl im Dienst des Staates, der Kunst und des Wohlbefindens. Wenn nur da die Frage nach der Seele nicht wäre, die nur wenige Jahre vor Antheil von Ravel noch besungen wurde. Dessen berühmte «Ma mère l’oye» führt durch das Programm bis hin zum Schlusspunkt: der Uraufführung der Komposition «Herakles» von Steffen Schleiermacher. Der Deus ex Machina erscheint darin akustisch: Athene gab Herakles eine mechanische Klapper, die einen solchen Lärm machte, dass der Held damit die «schrecklichen stymphalischen Vögel», die eiserne Schnäbel, Klauen und Flügel hatten, vertreiben konnte – ein grosser Kontrast zu einem weiteren, sehr klangschönen Hauptwerk des Programms: dem Sextett von Penderecki.