Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/531

Obwohl die krebserzeugende Wirkung von Asbest seit langem bekannt ist, wurden die vielseitig einsetzbaren faserförmigen Mineralien bis Anfang der 1990er Jahre in der Schweiz vor allem als Baumaterial häufig verwendet. Im Jahr 1991 wurde ein Verbot erlassen, seither dürfen asbesthaltige Erzeugnisse nicht mehr eingeführt und verwendet werden.
Heute gelangen die Fasern vor allem bei Renovationen sowie bei Umbau- und Abbrucharbeiten durch mechanische Einwirkung in die Umwelt. Asbestfasern können aber auch durch Vibrationen, Luftströmungen oder Temperaturwechsel in die Luft gelangen. Bereits geringe Mengen eingeatmeter Asbestfasern können zu Erkrankungen führen.
Asbest erkennen
Asbest ist in Gebäuden mit Baujahr vor 1990 nach wie vor häufig anzutreffen.
Beispielsweise in:
- Fassaden
- Wellplatten
- Blumenkisten
- Isolationsmaterialien
- Beschichtungen von BodenbelägenSchnüren
- Textilien
- Füllstoffen
Asbestbedingte Krankheiten
Asbestfasern in der Lunge können vom Organismus nur teilweise abgebaut oder ausgeschieden werden, und es können Schäden an Gewebe und am Erbmaterial von Zellen entstehen. Einen Hinweis auf eine Asbestexposition geben sogenannte Pleuraplaques. Das sind gutartige und in der Regel wenig beeinträchtigende Veränderungen des Brustfells. Durch das Einatmen grosser Mengen an Asbeststaub können eine Asbeststaublunge (Asbestose) oder ein Lungenkrebs entstehen.
Bereits geringe Konzentrationen von Asbestfasern in der Luft können allerdings das Risiko der Entstehung eines Mesothelioms (Tumor des Brust- oder Bauchfells) fördern. Vom Einatmen bis zum Ausbruch der Krankheit können 40 Jahre und mehr vergehen.