Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03421.jsonl.gz/2655

Es gibt verschiedene Kommunikations-Modelle u.a. das 4 Seiten (Ohren) -Modell, Gewaltfreie Kommunikation, Eisbergmodell, 5-Axiome Modell etc. Doch eins haben alle gemeinsam:
Wir denken, fühlen und kommunizieren, was wir in Worte fassen können. Doch was das Gegenüber wirklich versteht und wahrnimmt, kann sehr different sein, von dem was wir gesagt und gemeint haben. Deshalb können Missverständnisse und Konflikte entstehen.
Paul Wazlawik hat einmal gesagt: "Man kann nicht nicht kommunizieren".
Ziel der verschiedenen Modelle ist es, das eigene Kommunikationsverhalten zu verbessern, um Missverständnisse möglichst zu vermeiden. In angespannten Situationen, sei es im Privaten wie auch beruflichen Bereich, sind wir schnell einmal hilflos.
Kennst du das?
Du wolltest jemanden etwas Freundliches sagen und bekommst eine unangenehme Antwort? Du möchtest ein kleines Gespräch führen und schnell wir daraus ein "Ich weiss es besser"? Du möchtest bei deiner Arbeit eine Idee einbringen und sprichst deine Kollegin freundlich an - und hörst eine Verteidigung oder einen Gegenangriff? ...
Bestimmt sind solche Missverständnisse / Konflikte unabsichtlich. Kaum jemand möchte ärgern oder provozieren.
Hier geht es nicht darum, sofort mit verschiedenen Kommunikationsmodellen umgehen zu können, das dauert. Und es empfiehlt sich, sich für ein Modell zu entscheiden. Wie wäre es, wenn du in der Zwischenzeit, beim nächsten Gespräch in der Familie, Partnerschaft, im Beruf als erstes einer der folgenden Punkte anzuwenden:
- Zuhören
- Was könnte das Gegenüber für eine Botschaft haben?
- Wie könnte sich das Gegenüber fühlen?
- Welches Bedürfnis könnte das Gegenüber haben?
- Wie hören sich die Worte an? (laut, hektisch, (un) ruhig ...)
- Rückfragen
- Wie meinst du das?
- Ich nehme dich (traurig, unsicher, ängstlich, wütend ...) wahr.
- Habe ich ... richtig verstanden?
- Wie kann ich dich unterstützen?
- Was benötigst du gerade?
Präsent sein, ohne alles gleich persönlich zu nehmen. Zuhören und wahrnehmen, welche Botschaft der andere haben könnte und Rückfragen, ob der Eindruck stimmt. Dieser Moment bringt Ruhe und Empathie ist spürbar. Danach sind Reflektion und das äussern der eigenen Meinung, tendenziell entspannter und weniger konfliktgeladen.
Teil 2: Wie bringe ich mich in ein herausforderndes Gespräch ein?