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Die letzten Jahrzente ab 1964
|Die moderne Enge entsteht (1964)|

Eine zweite Welle von öffentlichen Bauten erfasst die Enge in der ersten Hälfte der sechziger Jahre des 20. Jahrhundert. In dieser Zeit entstehen die Neubauten des städischen Schulamtes (am Parkring), das Kreisgebäude 2 und das Postgebäude an der Bederstrasse sowie das Hochhaus zur Palme, das von der damaligen Kreditanstalt (heute Credit Suisse) erstellt wurde. Aus dieser Zeit stammt auch das "Providurium" Parkdeck Escherwiese, das erst im Hinblick auf den Bau eines Hotels auf dem Areal ab 2001 abgerissen wurde.
|Von Tunnels und Autobahnen (1968/1974)|
|Der nach der Trasseeverlegung 1927 stillgelegte Eisenbahntunnel unter dem Parkring erhält 1968 eine neue Bestimmung und wird für den Motorfahrzeugverkehr ausgebaut, was die Verbindungen zwischen Wiedikon und Enge wesentlich verbessert. Diese Kapazitätserweiterung ist auch bedingt durch die sechs Jahre später erfolgende Eröffnung der Sihlhochstrasse, über welche die Autobahn A3 den Verkehr aus dem Raum linkes Zürichseeufer und Sihltal nach Wiedikon in die Stadt führt.|
|Mineralwasser aus der Enge (1976)|
|Auf dem Areal der Brauerei Hürlimann stösst man bei einer Tiefenbohrung auf eine Quelle, die sich als ausserordentlich mineralhaltig erweist. Die intiativen Brauerei lancieren flugs das erste Zürcher Mineralwasser namens Aqui. Der Bevölkerung wird überdies mit dem Aqui-Brunnen an der Brandschenkestrasse das Wasser in Kleinmengen kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Brunnen ist auch nach der Einstellung des Brauereibetriebes in Betrieb.|
|Gesundheit! (1986)|
|1986 eröffnet die Firma American Medical International (AMI) zwischen See- und Bellariastrasse ein privates Akutspital, das teilweise in bestehenden Villen, teilweise in Neubauteilen untergebracht ist. Vier Jahre später wird das im Belegarzt-System geführte Betrieb in die Hirslanden-Gruppe integriert. Aus der "AMI-Klinik" wird definitiv die Klinik im Park.|
|Das Bier ist alle! (2000)|

Die im 19. Jahrhundert gegründete Brauerei Hürlimann, die einige Jahre zuvor vom Konkurrenten Feldschlösschen übernommen worden war, stellt die Bierproduktion ein und wird zu einer reinen Immobiliengesellschaft. Auf dem Areal entstehen ab 2003 zahlreiche Wohnungen und Arbeitsplätze für Dienstleistungsbetriebe und Gewerbe.
|Flanierfreuden in der Enge (2003)|

Zwei Zeugen aus der Belle-Epoque und der Hochblüte der Gartenkultur in der Enge sind saniert: der Garten der Villa Schönberg und der General-Guisan-Quai. Die Sanierung des Quais orientiert sich am historischen Zustand, lässt in Form eines Kunstobjektes dennoch etwas Neues zu. Die Skulptur von Christoph Haerle ist ein kräftiger Akzent, strahlt aber gleichzeitig Ruhe aus und nimmt das Motiv der Wasserstadt Zürich auf.