Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/437

Basaliom
Basaliome wachsen in der Regel sehr langsam über einige Jahre. Dies macht sie differentialdiagnostisch sehr gut unterscheidbar zum innerhalb von Wochen entstehenden und reizlos abheilenden Keratoakanthom. Den Beginn stellt meist ein kleiner, harter Knoten („Basaliomperle“) oder eine umschriebene Verhärtung (Induration) dar. Oft finden sich am Rand der Läsion sehr feine neu gebildete Blutgefäße, die zart durch die Haut schimmern, die sogenannten Teleangiektasien, sowie perlschnurartige Verdickungen am Rand des Tumors. Die das Basaliom bedeckende Epithelschicht schimmert perlmuttartig und ist ein weiterer wichtiger differentialdiagnostischer Aspekt. Lange Zeit findet das Wachstum in horizontaler und vertikaler Richtung statt. Geschwüre (Ulcerationen) und zerstörerisches Wachstum (Destruktionen) kommen in späteren Stadien vor und sind je nach klinischer Form unterschiedlich stark ausgeprägt. Basaliome finden sich fast ausschliesslich im Gesicht.
Spinaliom
Zunächst wird beim Spinaliom eine kleine Rötung mit einer bräunlichen Hornschicht festgestellt. Wenn man kratzt, kann eine blutende Wunde entstehen. Später kann sich ein blumenkohlartiger Tumor, der nach aussen wächst, entwickeln. Der Tumor kann in diesem Stadium geschwürig zerfallen.
Befallen werden vor allem sonnenexponierte Stellen wie Gesicht, Ohren, Handrücken und Unterarme. Aber auch an schleimhautnahen Stellen wie Unterlippe, Mund, Zunge oder im Genitalbereich können sich Spinaliome bilden.
Melanom
Die Erscheinungsformen des schwarzen Hautkrebses sind zum Teil äusserst unterschiedlich. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen einer sich überwiegend oberflächlich ausbreitenden Form und einer sich überwiegend vertikal ausbreitenden knotigen Form. Ein Melanom entwickelt sich in verschiedenen Etappen. Erst bildet sich ein kleines, bräunlich-schwarzes Mal. Dieses Mal nimmt an Grösse zu und verändert sich in der Oberfläche, die rötlich-schwarz erscheint. Im späteren Stadium kann die rötlich-schwarze Oberfläche unregelmässig oder höckerig erscheinen. Die Umrandung ist häufig unscharf und fransig. Der schwarze Hautkrebs kann bei Verletzungen leicht zu bluten beginnen.
Hilfreich ist die ABCDE-Regel, mit deren Hilfe verdächtige Male untersucht werden können:
A - Asymmetrie: Was völlig rund ist, ist eher nicht bösartig.
B - Begrenzung: Was unscharf oder fransig begrenzt ist, ist verdächtig.
C - Color (Farbe): Verschiedene Farbtöne gleichzeitig sind verdächtig.
D - Durchmesser: Was grösser als 0.5 Zentimeter ist oder an Grösse zunimmt, ist verdächtig.
E - Erhabenheit: Hat das Mal eine höckerige Oberfläche?
Alle verdächtigen Hautveränderungen sollten durch einen Dermatologen beurteilt werden. Zur Absicherung der Diagnosestellung kann eine Gewebeprobe entnommen werden. Vor allem Personen mit erhöhtem Risiko an Hautkrebs zu erkranken sollten regelmässig von einem Hautarzt untersucht werden.