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Hermann Burger, geboren 1942 in Aarau, gestorben 1989 auf Schloss Brunegg, ist eine der schillerndsten Figuren der Schweizer Literatur im ausgehenden 20. Jahrhundert und gehört zu den ersten Namen der deutschen Literatur. Er wurde unter anderem mit dem Friedrich Hölderlin-Preis (1983) und dem Ingeborg Bachmann-Preis (1985) ausgezeichnet.
Einem abgebrochenen Studium der Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) liess er 1965 den Wechsel an die Universität Zürich folgen, wo er Germanistik studierte. Nach dem Lizentiat (1972) promovierte er bei Emil Staiger über Paul Celan und habilitierte sich anschliessend mit einer Studie über zeitgenössische Schweizer Literatur. Kurz darauf gelang dem frischgebackenen Privatdozenten mit seinem ersten Roman " Schilten. Schulbericht zuhanden der Inspektorenkonferenz" (1976) auch als Schriftsteller der Durchbruch.
Immer häufiger auftretende Depressionen erschwerten ihm zunehmend das Leben, das kurz vor dem Erscheinen des ersten Bandes der geplanten "Brenner"-Tetralogie durch eine Überdosis Medikamente sein jähes Ende fand.
Eine Ausstellung im Museum Strauhof in Zürich (14.1. bis 1.3.2009) unternimmt es, Hermann Burger anlässlich seines 20. Todestages wieder in Erinnerung zu rufen. Gezeigt werden vorwiegend Materialien aus seinem Nachlass, der zum Bestand des Schweizerischen Literaturarchivs, Bern, zählt. Dargeboten werden diese Materialien anhand thematischer Schwerpunkte, die das Leben und Werk dieses Autors bestimmt haben und deren Inszenierung in Atmosphären erfolgt, die durch seine literarischen Welten inspiriert sind.
"Drei hohe Cs bestimmten mein Leben, das nun mit sechsundvierzig Jahren der infausten Diagnose wegen zur Engführung wird, das Cimiterische, das Cigarristische und das Circensische."
Hermann Burger, "Brenner I: Brunsleben" (1989)