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Electrabel, die Besitzerin der 4 Doel- und 3 Tihange-Blöcke (total 5713 MW), die in Belgien 57% des Strombedarfs generieren, betont weiter, dass ihre KKW zu den sichersten und effizientesten der Welt gehören. Zudem werden mit der nuklear erzeugten Energie 25% der belgischen CO2-Emissionen eingespart.
Die belgische Regierungskoalition hatte im Jahre 1999 einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Die Koalition will die Lebensdauer der in Betrieb stehenden 7 Kernkraftwerkseinheiten auf 40 Jahre begrenzen und den Bau neuer Einheiten untersagen. Der Premierminister Belgiens, Guy Verhofstadt, teilte nun am 9. Oktober 2001 mit, das Parlament werde in den kommenden Monaten das Gesetz zur Stilllegung der Kernkraftwerke, die älter als 40 Jahre sind, verabschieden.
Im scharfen Kontrast dazu empfiehlt der im Dezember 2000 vorgelegte Bericht der Ampère-Kommission über die Zukunft der belgischen Landesversorgung mit Strom, der Kernenergie eine Schlüsselrolle zuzuweisen - die Option müsse auf jeden Fall offen bleiben. Die internationale Energie-Agentur (IEA) stellte am 3. Oktober 2001 gemeinsam mit dem belgischen Energieminister, Olivier Deleuze, die Resultate ihrer Überprüfung der belgischen Energiepolitik vor. Sie stellte fest, dass es nicht einfach sein wird, die effiziente und saubere Kernenergie durch eine passende Alternativenergie zu ersetzen. Die IEA empfiehlt daher ebenfalls, die Option Kernenergie in Belgien bis auf weiteres offen zu halten.
Quelle
D.S. nach Pressemitteilungen IEA vom 3. Oktober, Electrabel vom 11. Oktober und NucNet vom 25. Oktober 2001