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In Bulgarien hat eine vorgezogene Parlamentswahl begonnen - die dritte seit Mai 2013. Etwa 6.8 Millionen Wähler sind aufgerufen, 240 Parlamentarier in Sofia zu bestimmen.
Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden grossen Parteien ab - der alten bürgerlichen Regierungspartei GERB und den Sozialisten (Ex-KP). Beiden Parteien werden in Umfragen etwa 30 Prozent der Stimmen eingeräumt.
In dem EU-Land treten 20 Parteien und Bündnisse sowie 9 Unabhängige an. Bis zu fünf kleinere Parteien oder Bündnisse könnten den Umfragen zufolge die Vier-Prozent-Hürde für das Parlament schaffen. Darunter sind die Nationalisten und die Türkenpartei DPS. Die erste Prognose wird nach 19.00 Uhr, nach Schliessung der Wahllokale, erwartet.
Die Neuwahl war nach dem Rücktritt der Mitte-Rechts-Regierung im November 2016 nach deren Niederlage bei der Präsidentenwahl notwendig geworden. In Bulgarien regiert seit Januar ein von dem neuen, russlandfreundlichen Präsidenten Rumen Radew ernanntes Interimskabinett. Das Balkanland übernimmt in der ersten Jahreshälfte 2018 den EU-Ratsvorsitz. (sda/dpa)