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Einkommensungleichheit
Der materielle Wohlstand zeigt sich unter anderem in der Höhe des Einkommens, über das die Haushalte verfügen. Unterschiede des materiellen Wohlstands gehen in der Regel mit ungleich verteilten Lebenschancen einher. Wenn Ungleichheiten als ungerecht empfunden werden, können sie den sozialen Zusammenhalt gefährden.
Beobachtete Entwicklung

Der Gini-Koeffizient, mit dem die Einkommensverteilung gemessen wird, liegt für das frei verfügbare Äquivalenzeinkommen im Jahr 2015 bei 0,421 auf einer Skala von 0 (totale Gleichverteilung) bis 1 (totale Ungleichverteilung). Das bedeutet, dass nach Einbezug von staatlichen Transferleistungen und von gebunden Ausgaben die Einkommen im Kanton Luzern weder gleich noch sehr ungleich verteilt sind. Wird der Durchschnitt der drei jüngsten Datenjahre (2013-2015) mit dem Durchschnitt der drei ersten Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich keine wesentliche Veränderung der Einkommensungleichheit.
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Gemäss Bundesverfassung sorgt die Eidgenossenschaft für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern. In der Luzerner Kantonsverfassung ist festgehalten, dass Kanton und Gemeinden den Grundsatz der Solidarität beachten. Sie setzen sich für den Ausgleich in der Gesellschaft und zwischen den Kantonsteilen ein. Wer Ausgleichsleistungen in Anspruch nehmen will, hat selbst alles Zumutbare zu unternehmen, um seine Lage zu verbessern.
Wünschenswert ist entsprechend aus sozialer Perspektive eine rückläufige Entwicklung des Gini-Koeffizienten.
Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Es ist weder eine Zu- noch eine Abnahme zu beobachten. Erwünscht wäre eine Abnahme.
Definition
Die Ungleichheit der Haushaltseinkommen wird durch den Gini-Koeffizienten abgebildet, der Werte zwischen 0 (totale Gleichverteilung) und 1 (totale Ungleichverteilung) annimmt. Für seine Berechnung wird das frei verfügbare Äquivalenzeinkommen der Privathaushalte verwendet. Dadurch werden sämtliche Einnahmen (inkl. bedarfsabhängige Sozialleistungen) eines Haushalts berücksichtigt unter Abzug der gebunden Ausgaben (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Krankheitskosten und Wohnkosten). Die Anwendung der Äquivalenzskala macht unterschiedlich grosse Haushalte miteinander vergleichbar.
Daten
Luzern:
Schweiz:
International:
Analysen