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Der Basler Pharmakonzern Roche ist offenbar in Gesprächen mit dem indischen Generika-Hersteller Cipla bezüglich des Lungenkrebsmedikamentes Tarceva (Erlotinib). Nach einem langen und bitteren Patentstreit hätten die beiden Parteien Gespräche mit Hilfe eines Mediators aufgenommen, um die Sache auf eine «für beide Seiten annehmbare Weise» zu lösen, schreibt die indische «Economic Times».
Roche bestätigte gegenüber AWP, dass die im indischen Blatt erwähnten Verhandlungen zu Tarceva laufen, wollte darüber hinaus aber keine Angaben machen.
Vorgeschichte ab 2008
Die Geschichte geht laut dem Blatt auf das Jahr 2008 zurück, als Roche Cipla kurz nach deren Ankündigung zur Lancierung einer Generika-Version von Erlotinib auf Patentverletzung verklagte. Ein Jahr davor hatte Roche in Indien ein Patent auf dem Medikament garantiert erhalten.
Cipla argumentierte damals allerdings, das Patent sei ungültig und die eigene Generikaversion verletze das Patent des Erfinders nicht. 2012 kam der Fall dann vor ein indisches Gericht, wobei Cipla Recht erhielt und Roche darauf gegen den Entscheid appellierte.
(awp/vst/sim)