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Die Orang Utan Dame Maia sei eine besonders vorsichtige Mutter, sagt der Tierpfleger Patrick Wyser, der die Tiere täglich beobachtet. Das mache sich etwa bemerkbar, wenn sie zu ihm herunterklettert. Eigentlich sind Orang Utans sehr geschickte Kletterer. Maia aber nimmt sich, seit die kleine Padma auf der Welt ist, mehr Zeit. «Da merkt man, dass sie der Tod ihres ersten Kindes geprägt hat», sagt Wyser. Damals ist Maia in der Nacht mit ihrem Neugeborenen ins Aussengehege gegangen. Am Morgen haben die Tierpfleger sie dann mit dem toten Jungen in den Armen gefunden. Wahrscheinlich ist es erfroren.
Enge Mutter-Tochter-Bindung
Seither konnte Maia bei ihrer Schwester Kila abschauen, wie sie sich um ihren Nachwuchs kümmern muss. In der Natur lernen das Orang Utan Weibchen normalerweise von ihrern Müttern. Zwar sind die Affen, die in den Wäldern auf Borneo und Sumatra leben, Einzelgänger und deshalb auch alleinerziehende Mütter. Doch Tochter und Mutter haben sieben bis acht Jahre ein enges Verhältnis zueinander. So sind die Töchter meist noch in der Nähe, wenn ihre Mutter bereits den nächsten Nachwuchs bekommt.
Auch Padma und Maia sind fürs erste unzertrennlich. Das Orang Utan Weibchen wird ihre Tochter die nächsten zwei Jahre beinahe die ganze Zeit an ihrer Brust herumtragen. Erst mit der Zeit wird sie Padma erlauben, erste Schritte alleine zu unternehmen. Bis dahin beobachtet Padma ihre Umgebung und die Zoobesucher lieber aus sicherer Entfernung vom Schoss ihrer Mutter aus.