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Aqua-Fitness ist ein Ganzkörpertraining, welches im Flachwasser in Brusthöhe oder im Tiefwasser mit und ohne Gerät wie Schwimmnudel, Disc, Gürtel, Hanteln, Kick-Box-Handschuhen etc. angeboten wird. Dabei werden Arme, Beine, Gesäss, Rumpf und das Herzkreislauf-System trainiert. Vor allem der Wasserwiderstand ermöglicht ein sehr effizientes Training der Muskelkraft und des Herzkreislauf-Systems, während der Wasserauftrieb die Gelenke, Sehnen und Bänder entlastet.
Grundlagen
Bei Aqua-Fitness werden die positiven physikalischen Eigenschaften des Wassers genutzt. Im Wasser ergeben sich Unterschiede zum Land hinsichtlich Temperatur, Druck, Auftrieb und Widerstand. Diese Eigenschaften haben folgende Wirkungen auf den Körper:
- Entlastung des Bewegungsapparates (Gelenke, Sehnen, Bänder etc. )
- Sensomotorisches Training (Gleichgewicht, Koordination, Kognition usw.)
- Förderung von Muskelkraft und Ausdauer
- Positiver Einfluss auf die Organe
- Massagewirkung für Haut und Bindegewebe
Herkunft
Aqua-Fitness wurde in den 1960er Jahren in den USA begründet. Einige Trainer/innen, die sich auf medizinische/therapeutische Wassergymnastik spezialisiert hatten, boten ihre Programme auch ausserhalb ihres klinischen Wirkungskreises, z.B. bei Vereinen, an und brachten damit eine ganze Bewegung ins Rollen. Ab den 1970er Jahren formierte sich eine neue Garde der „Aquafitness-Pioniere“. Diese Trainer entfernten sich von der ursprünglich therapeutischen Ausrichtung und kamen eher aus Sportarten wie Schwimmen, Tanz oder Aerobic. John Glenn McWaters, ein amerikanischer Offizier der US-Marine, experimentierte mit Trainingshilfen, die das Laufen im tiefen Wasser möglich machen. Heraus kam die sogenannte „Wet Vest“, eine Weste aus Neopren. Leichtathletiktrainer McWaters erkannte früh die Vorzüge des Aquajogging und versuchte das zu nutzen, um seine Soldaten in einen soliden Fitnesszustand zu bringen. In Deutschland gilt die Bewegungstherapeutin Margot Zeitvogel-Schönthier als Pionierin des Aqua-Trainings. Sie betreut und berät seit vielen Jahren vor allem Wintersportler – unter anderem Athleten des Deutschen, Schwedischen und Kanadischen Skiverbands. Auch im Tennis, Handball, Fußball und Klettersport hat die Autorin zahlreicher Fachbücher verschiedene Methoden des Trainings im Wasser etabliert – darunter auch Aquajogging.
Zielgruppe
Aqua-Fitness-Angebote sind geeignet für Personen mit und ohne körperliche Einschränkungen. Die Übungen sind sehr gut differenzierbar und erlauben es, trainierte und weniger gut trainierte Personen in einer Klasse zu unterrichten. Speziell geeignet auch für Personen mit Übergewicht.
Weitere Kursbezeichnungen
- Aquafit/Aqua-Fit (Tiefwasser)
- Aquagym/Aqua-Gym (Flachwasser)
- Aqua-Kickboxing, Aquapilates
- Aquapower, Aqua-Zumba®
- Wassergymnastik
- Aqua-Aerobic etc.
Umfang / Abschluss
- Präsenz 70h
- Selbststudium 120h
- Berufspraxis 50h
Anerkannte Ausbildungen
- AFI – Aqua-Fitness Instruktoren® swimsports
- API – Aqua-Power Instruktoren® Aquademie
Zusätzliche Anforderungen
- BLS-AED-SRC-KOMPLETT
- SRLG Brevet Basis Pool (bis 1.60m Wassertiefe)
- SRLG Brevet Plus Pool / Pool-Safety (ab 1.60m Wassertiefe)
*Alle Ausbildungen müssen abgeschlossen sein und die Weiterbildungspflicht erfüllt. Zwei Weiterbildungstage pro 2-Jahreszertifizierungszyklus. BLS-AED sowie Wassersicherheitsausbildungen nicht älter als 2 resp 4 Jahre.
Krankenversicherungen
Folgende Krankenversicherungen unterstützen die Methode «Aqua-Fitness» mit einem finanziellen Beitrag.
Informationen zu den Gesundheitsförderungsbeiträgen der Krankenversicherer finden Sie hier.