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Rezidivrisiko nach Thromboembolie stark abhängig vom Auslöser
In einer systematischen Review haben die Studienautoren das Risiko für ein Rezidiv nach symptomatischer venöser Thromboembolie (VTE) je nach Risikofaktor, welcher als Ursache für die Thromboembolie ermittelt wurde, untersucht.
Die Autoren durchsuchten die medizinischen Datenbanken Medline, Embase und Chochrane Library nach randomisierten Studien und prospektiven Kohortenstudien, in welchen Patienten mit einer erstmalig aufgetretenen symptomatischen VTE für mindestens 3 Monate behandelt wurden. Die Daten zu VTE-Rezidiven innerhalb von 1 bis 2 Jahren sowie die auslösenden Risikofaktoren der initialen VTE wurden identifiziert. Schliesslich berechneten die Studienautoren das Rezidivrisiko je nach Ursache der ersten VTE.
In 11 Studien mit 2268 Patienten betrug die Rezidivrate bei allen Patienten mit einem transienten Risikofaktor insgesamt 3.3% pro Patientenjahr. Bei chirurgisch bedingter Risikoerhöhung betrug das Rezidivrisiko 0.7% und bei nicht chirurgisch bedingter transienter Risikoerhöhung 4.2% pro Patientenjahr. In denselben Studien betrug das Rezidivrisiko nach unprovozierter VTE 7.4% pro Patientenjahr. Die Rate Ratio für ein Rezidiv nach 2 Jahren betrug 3.0 für den Vergleich zwischen nichtchirurgischem und chirurgischem transientem Risikofaktor und 1.8 für den Vergleich zwischen unprovozierter Thrombose und nichtchirurgischem Risikofaktor.
Konklusion der Autoren: Das Rezidivrisiko ist nach chirurgisch provozierter VTE gering, nach nichtchirurgisch transienter Risikoerhöhung schon wesentlich höher und nach unprovozierter Thrombose hoch. Diese Risiken sollten berücksichtigt werden, wenn es um die Frage nach der Dauer der Behandlung geht.
Link zur Studie
Arch Intern Med 2010;170:1710-1716 - Iorio A et al
27.10.2010 - dde