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Was verbindet KomponistInnen wie den Belgier Guillaume Lekeu, die Französin Lili Boulanger, den Tschechen Gideon Klein, den Österreicher Hans Rott und die aus Mähren stammende Vítězslava Kaprálová? Mit Bestimmtheit ihre sich schon in der Jugend manifestierende musikalische Begabung, ein erfolgreiches Studium und frühe Erfolge, aber – last but not least – vor allem ihr unbegreiflich früher Tod, der alle in sie gesetzten Hoffnungen zunichte machte. Die Tschechin Kaprálová, am 24. Januar 1915 in Brünn geboren, starb mit 25 Jahren am 16. Juni 1940 in Montpellier, vermutlich an damals unheilbarer Miliartuberkulose.
Hier können Sie die Gesamtfassung des Werks Dubnová preludia herunterladen.
«Die Kelly Family, Elton John und Richard Wagner sind meine grossen Vorbilder», erzählt die 23-jährige Alice Baumgartner. Bereits in der Sekundarschule packte die gebürtige St. Gallerin als Kelly-Fan die Faszination für die Musik. Im Alter von sechs Jahren nahm sie ihre ersten Klavierstunden und sang mit im Kinderchor der Musikschule St. Gallen. Ein Kurzauftritt in La Bohème, ihrer Lieblingsoper, am dortigen Stadttheater ermöglichte ihr, erstmals Bühnenluft zu schnuppern und in die Theateratmosphäre einzutauchen. Bald darauf wagte sie den ersten Schritt auf das Kompositionsterrain.
Was ist Popmusik? Mit dieser Frage beginnt ein Beitrag im Sammelband Musik und Popularität. Diese Frage könnte aber ebenso, wenn auch in leicht abgeänderter Form – Was ist populäre Musik? – für den gesamten Band stehen.
La cheffe d’orchestre suisse Hedy Salquin (*1928) obtenait un premier prix au Conservatoire de Paris en 1952 et en 1978, la Grisonne Sylvia Caduff (*1937) fut la première femme à diriger l’Orchestre philharmonique de Berlin. La différence avec la Française Claire Gibault (*1946) ? C’est que la première, après avoir tenté d’exercer sa profession pendant plus de dix ans, a dû se rendre à l’évidence que ni le public et encore moins le milieu musical n’étaient prêts à voir et entendre une œuvre orchestrale dirigée par une femme…
Australien, Japan, Schweiz, Italien, Rumänien, da kommen die Komponistinnen her, die auf Women Composers I des Ensembles für Neue Musik Zürich (Hans-Peter Frehner, Manfred Spitaler, Lorenz Haas, Viktor Müller, Urs Bumbacher, Nicola Romano; www.ensemble.ch) zusammentreffen.
«Transhumance» ist das französische Wort für Herdenwandern, in unserem Land idealtypisch verkörpert durch die Alpsömmerung und den durch sie in Gang gesetzten Alpauf- und -abzug. Im übertragenen Sinn hat sich auch die Genfer Schlagzeugerin Béatrice Graf auf Wanderschaft begeben. Mit ihren Drums im Gepäck zog sie im Verlauf von anderthalb Jahren immer wieder an die unterschiedlichsten Orte der Schweiz, wo sie, meist unter freiem Himmel, mit wechselnden Partnern Duokonzerte gab.
Die Biographie der 1877 geborenen Luxemburgerin Helen Buchholtz liest sich als eindrücklicher Lebensweg einer Komponistin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch eine Firmenbeteiligung finanziell abgesichert, widmete sie sich hauptsächlich dem Komponieren. ...
…Die Musik war bei Margrit Zimmermann immer präsent, ja, sie ging so weit zu sagen: «Ich empfinde in Musik.» Hört man ihre kraftstrotzende, prägnante Musiksprache, dann erhält man einen Eindruck vom Energiepotenzial dieser Komponistin, von ihrem inneren Drang zum eigenen musikalischen Schaffen als ein eruptives Müssen; Nacht für Nacht…
Hier können Sie die Gesamtfassung des Werks Suoni per viola e pianoforte herunterladen.
«Das Auge entscheidet oft anders als das Ohr.» Charlotte Hug, die das schreibt, kennt beide Perspektiven. Die Züricherin konzertiert mit der Bratsche und ihrer Stimme, sie komponiert und ist eine Spezialistin für Neue Musik. Doch neben der musikalischen hat sie eine weitere künstlerische Seite. In ihrer Heimatstadt studierte sie einst nicht nur Viola, sondern auch Bildende Kunst. Ein unvereinbarer Gegensatz? «Irgendwann», so erzählt sie, «sollte ich mich entscheiden zwischen der Kunst und der Musik. Doch das konnte und wollte ich nicht.»…
Die Autorin und Musikerin Iris Gerber erzählt von einer Frau, die zwischen Genialität und Jähzorn, Verwirrung und Liebe Grosses schafft. Die Berner Komponistin Margrit Zimmermann führt ein Leben, das prädestiniert ist für ein Opernlibretto.
Die Musikwissenschaftlerin und Pianistin Andrea Wiesli wirft einen neuen Blick auf die spärlich dokumentierte Basler Musikgeschichte. Sie beleuchtet einen reichhaltigen Quellenfundus aus dem Basler Staatsarchiv unter dem Aspekt der Rolle von LaienmusikerInnen im Musikleben der Stadt…
Der dritte Band des Jahrbuchs Musik und Gender dokumentiert eine Diskussion zum Thema Gender Studies in der Musikwissenschaft, die am 29. und 30. Oktober 2009 am Forschungszentrum Musik und Gender an der Hochschule für Musik und Theater Hannover geführt wurde. Die Festschrift ist der Musikwissenschaftlerin Eva Rieger zum 70. Geburtstag gewidmet.
In der Reihe «Litauische Kammermusik» der Litauischen Musik- und Theaterakademie ist 2009 ihr Werk Winterserenade für Flöte, Violine und Viola erschienen. Dieses Stück ist eine Hommage à Schubert und basiert auf dem Lied Gute Nacht aus der Winterreise. Wer allenfalls denkt, dass sich hier eine Komponistin mit fremden Federn schmücken will, wird schnell eines Besseren belehrt.…
Das Oeuvre der 1956 geborenen Engländerin Sally Beamish ist hierzulande vergleichsweise unbekannt, obwohl sie sich besonders in Grossbritannien, aber auch in Skandinavien und den USA grosser Wertschätzung erfreut. Das schwedische Label BIS hat bisher nicht weniger als fünf CDs mit ihrer Musik aufgenommen, darunter Streichquartette, Werke für Cello und Klavier und Konzerte für Bratsche, Cello und Oboe.
La claveciniste et compositrice Elisabeth Jacquet de la Guerre fut la seule femme dont le talent reconnu par Louis XIV fit d’elle une professionnelle, attachée à la cour, au service de Mme de Montespan. Reçue et jouée pour le plaisir du Roi dans l’intimité du « petit couvert », elle est également la seule femme à qui le Roi s’adressa en particulier pour lui exprimer sa satisfaction.
In der Rubrik Internationale Highlights werden die Komponistinnen Rita Ueda, Evdokija Danajloska und Grazyna Bacewicz vorgestellt.
Waren die Perspektiven für die Erneuerung und die Weiterführung des Engagements des FMF bis vor kurzem noch gut (s. SMZ 3/2011, S. 64), bläst dem Verein seit Anfang April ein eiskalter Wind entgegen. Anlässlich der jährlichen Anhörung durch das Bundesamt für Kultur (BAK) wurde dem FMF eröffnet, dass unser Verein ab 2012 höchstwahrscheinlich aufgrund veränderter Richtlinien nicht mehr subventionstauglich sein wird; dies sei in erster Linie auf das vielseitige Profil des Vereins zurückzuführen (Berufsverband, genderdifferenzierte Kulturförderung, Bereitstellung von Aufführungs- und Forschungsgrundlagen). In anderen Worten: Der Verein verliert seine wichtigste Geldgeberin und somit auch seine materielle Existenzgrundlage.
Anlässlich der ausserordentlichen Sitzung vom 11. April 2011 beschloss der Vorstand des FMF, der Mitgliederversammlung vom 28. Mai 2011 in Bern vorzuschlagen, die Errungenschaften und Anliegen des FMF in bestehende Institutionen oder in neu zu gründende Sektionen solcher Institutionen überzuführen.
Irène Minder-Jeanneret
Die rumänische Komponistin Myriam Marbe wurde am 9. April 1931 in Bukarest als Tochter des jüdischen Arztes Maximilian Marbe geboren. Zunächst war sie Schülerin ihrer Mutter, der Pianistin und Klavierpädagogin Angela Marbe. Später studierte sie an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt. Bei Leon Klepper und Mihail Jora studierte sie Komposition. Gleichzeitig nahm sie an der Folkloreforschung ihres Landes (Sabin Drăgoi, Emilia Comisel) aktiven Anteil, aus der ihr Schaffen prägende Impulse schöpfte…
Link zum Sophie Drinker Institut: Internet-Editon des Nachlasses von Myriam Marbe
Ihre Musik hat einen eigenen Tonfall, sie ist direkt und zugänglich, aber nie auf anbiedernde Weise. Maria Porten hat ein Gespür für Dramatik: «Werke wie die ‹Tierlieder› (Bertolt Brecht) oder lebelight (Ivar Breitenmoser) haben gar etwas Opernhaftes. Ihre Musik berührt unmittelbar [...]»…
Ein Sammelband zu zwanzig Jahren Forschungsschwerpunkt «Frau und Musik» an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Herausgegeben von Sarah Chaker und Ann-Kathrin Erdélyi.
Elle dominait les virtuoses du clavier de son temps, elle était dédicataire de concerti pour piano de Johann Baptist Cramer et de Jan Ladislav Dussek, elle était l’amie de Viotti et de Mme de Staël, et pourtant, l’estrade était sans intérêt pour elle : la musique était l’objet d’une quête intérieure bien davantage qu’un moyen d’épater.
The Singing Rooms
The Singing Rooms fur Violine, Chor und Orchester ist eine Reise durch verschiedene Raume des Lebens. Die amerikanische Komponistin Jennifer Higdon (*1962) durchmisst in diesem Werk insgesamt sieben Erfahrungsraume, denen spirituell angehauchte Gedichte von Jeanne Minahan zugrunde liegen…
Water Chute
…Auf Manuela Kellers Album Water Chute, auf dem mit dem E-Bassisten Jan Schlegel und dem Drummer Marco Kappeli zwei szenenbekannte Jazzer mit von der Partie sind, die mit dem Posaunisten Nick Gutersohn und Manuela Keller selbst am Piano das Quartett idee manu bilden, sind Olivier Messiaen und Erik Satie zu Ehren gekommen…
Tidal Affairs ist nach dem Erstlingswerk von 2007 die zweite CD-Produktion des Duos Voices & Tides. Franziska Baumann und Matthias Ziegler gelingen auch in Tidal Affairs bestechende Verbindungen von akustischen Klangen und Elektronik, die gleichberechtigt, harmonisch ineinander greifen.
Internationale Highlights
In der Rubrik Internationale Highlights werden die Komponistinnen Marta Ptaszyńska, Agata Zubel und Johanna Doderer vorgestellt.
Neuorientierung FMF
Bitte mischen Sie mit!
2012 feiert das FMF sein 30-jähriges Jubiläum. Runde Zahlen laden ein, Bilanz zu ziehen sowie Aufgaben und Tätigkeiten den aktuellen Erfordernissen anzupassen. An einer eintägigen Retraite hat der Vorstand des FMF im November 2010 diese Fragen reflektiert. Er stellt namentlich in folgenden Bereichen Handlungsbedarf fest: Definierung von Prioritäten und gleichzeitig Fundraising angesichts der stark gekürzten finanziellen Mittel; bessere Nutzung der elektronischen Medien (Website) zur Verbreitung von Noten; offensive Strategien zur Sensibilisierung für die Thematik Frau und Musik. Am Namen FrauenMusikForum wird zurzeit – trotz Orientierung am Prinzip der Chancengleichheit für beide Geschlechter – aus historischen Gründen festgehalten. Die Umsetzung der Neuerungen läuft insbesondere über die Entflechtung von konzeptionellen und operationellen Bestimmungen in den Statuten und dem Transfer der operationellen Bestimmungen in ein Leitbild. Im Hinblick auf die Jahresversammlung 2011 schlägt der Vorstand eine Statutenänderung vor, über die er rechtzeitig informieren und dokumentieren wird. Er freut sich, wenn möglichst viele Mitglieder mitwirken.
Irène Minder-Jeanneret
Das neue Printmedium des FrauenMusikForums «Bulletin» ist im Oktober 2010 erstmals erschienen. In der Null-Nummer wird die Suite für Cornett in B oder Trompete und Klavier der dänischen Komponistin Hilda Sehested vorgestellt.
Hier steht Ihnen die Partitur zum Download zur Verfügung.
Die Komponistin Hilda Sehested (1958-1936) wurde in Broholm auf Fünen geboren. Als Tochter eines Gutsbesitzers und Archäologen wuchs sie mit 13 Geschwistern in einer privilegierten Umgebung auf, wo man sich für Musik interessierte und selber Kammermusik spielte. Von C.F.E. Horneman, einem bekannten dänischen Komponisten, wurde sie im Klavierspiel unterrichtet. 1883 studierte sie in Paris bei der Pianistin Louise Aglaé Massart, der Nachfolgerin von Louise Farrenc, am Pariser Conservatoire. [...]
Das Bulletin wurde mit der dritten Ausgabe (Oktober 2011) eingestellt.
Die Publikation ist einmalig und gibt eine Übersicht zu zahlreichen Orchesterwerken von Komponistinnen, welche in diversen Schweizer Bibliotheken bzw. verschiedenen Musikverlagen erhältlich sind. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Schweizer Komponistinnen gelegt. Sie sind jeweils mit dem Kürzel «CH» vermerkt. Bei Interesse und/oder weiterem Auskunftsbedarf wenden Sie sich an FrauenMusikForum Schweiz.
Der Nachfrage von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern folgend hat das FMF die Zürcher Organistin Susanne Philipp beauftragt, in Schweizer Bibliotheken und verschiedenen Katalogen Werke herauszusuchen, die sich für den Gebrauch im Gottesdienst eignen. Denn gerade 12 Melodien aus dem reformierten Kirchengesangbuch und 3 im Psautier romand sind aus der Feder einer Komponistin.
Das Resultat lässt sich sehen: eine repräsentative Auswahl von mehr als 700 Werke ist im Katalog aufgenommen. Das Zielpublikum (OrganistInnen, LeiterInnen von Kirchenchören, aber auch weitere Interessierte) findet Musik aus allen Epochen und Stilrichtungen, für Orgel, ein- oder mehrstimmigen Chor mit oder ohne Orgelbegleitung, sowie einige Werke mit kleiner Instrumentalbesetzung. Von besonderem Interesse sind die meist unveröffentlichten Werke von Ordensschwestern aus Schweizer Klöstern.
Sämtliche Stücke werden durch ihren Standort in einer Bibliothek und/oder durch die Erhältlichkeit im Musikhandel gekennzeichnet. Um die Suche zu erleichtern wird der gedruckte Katalog durch eine Diskette im Excel-Format ergänzt.
Susanne Philipp / Irène Minder-Jeanneret / Hrsg., Musik von Komponistinnen für den Gottesdienst. FrauenMusikForum Schweiz FMF, Bern 2001. 25 Seiten, Fr. 18.-.
Schweizer Komponistinnen der Gegenwart / Hrsg. FrauenMusikForum Schweiz FMF, Bern 2001. Edition Hug 11338, Zürich 1985.
Femmes musiciennes en Suisse romande / Edition Cabédita, Yens 1995.
Kataloge mit Werken von Komponistinnen in den Bibliotheken von Bern, Lausanne, Genf und Luzern. Hrsg. FrauenMusikForum Schweiz FMF, Bern 2001.
Ein informativer Leitfaden für Studierende und Lehrpersonen zur Bekämpfung der sexuellen Belästigung im Musikunterricht. (Das Projekt wurde unterstützt vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann; Druckkostenbeitrag des Schweizerischen Nationalfonds).
Broschüre "Frau und Musik Initiativen, Perspektiven und Vernetzungen.
(Texte auf Deutsch, Französisch, Englisch; Abstracts in allen drei Sprachen). Mit den Referaten von Patricia Schulz (EBG, CH), Beatrix Borchard (D), Odile Bourin (F), Freia Hoffmann (D), Verena Naegele (CH), Elena Ostleitner (A), Eva Rieger (D/FL), Angela Willes (GB). 28 Seiten.
Aufnahmen mit Werken von Komponistinnen, mit namhaften Schweizer Interpretinnen. Interviews von Komponistinnen und Interpretinnen. Von ca. 1950 bis heute. Entstanden in Zusammenarbeit mit der Haute École de Gestion Genf, Abt. Information et documentation. 220 S.. Fr. 24.-.