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Ian Paisley ist tot
- Freitag, 12. September 2014, 15:03 Uhr
Der 88-Jährige war eine umstrittene Figur im Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Irland. Er verbot den Protestanten, sich den Katholiken anzunähern. Später aber bildete er mit seinen Erzfeinden eine Regierung.
Ian Paisley, protestantischer Scharfmacher und Schlüsselfigur im Nordirland-Konflikt, ist tot. Der Geistliche und probritische Politiker starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Witwe am Freitag mitteilte.
«Mein geliebter Ehemann Ian ist an diesem Morgen in die ewige Ruhe eingetreten», heisst es in einem Statement von Eileen Paisley. Ian Paisley war seit längerer Zeit schwer krank und hatte die letzten Jahren zurückgezogen gelebt.
Die Kehrtwende
Der Geistliche galt als eine der Schlüsselfiguren im Nordirland-Konflikt. Seine Kritiker bezeichneten ihn als Scharfmacher, weil er als protestantischer Pfarrer von der Kanzel gegen die Aussöhnung mit den Katholiken Stimmung machte.
Paisley hat aber später auch im Friedensprozess mitgewirkt und als erster Ministerpräsident Nordirlands eine gemeinsame Regierung mit seinem langjährigen Intimfeind, dem pro-irischen Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness gebildet.
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