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Die Neigung der Erdachse verursacht die Jahreszeiten und sie bewirkt, dass am 21. Juni am nördlichen Polarkreis die Sonne nicht mehr untergeht.
Deshalb wird dieses Phänomen als Mitternachtssonne bezeichnet. Das gleiche Phänomen kann auch beim Mond beobachtet werden – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Wenn bei uns der Wintervollmond am höchsten steht, geht er im hohen Norden gar nicht mehr unter. Auf dem Bild wurden im Abstand von fünf Minuten die Vollmonde auf das gleiche Foto belichtet. Dadurch wird die Mondbahn des Wintervollmondes am Mittag in Lakselvbukt (Nordnorwegen, 69,5 Grad nördlicher Breite) sichtbar.
In solch hohen Breitengraden geht die Sonne im Dezember gar nicht mehr auf, da diese Gebiete im Bereich der Polarnacht liegen. Fast den ganzen Tag ist es dunkel. Am späten Vormittag beginnt es zu dämmern und am Mittag ist es etwa so hell, wie bei uns eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang. Dann beginnt bereits wieder die Dämmerung und am Nachmittag ist es wieder dunkel.
Foto: Andreas Walker