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Im Anschluss an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zur Coronavirus-Epidemie in der Schweiz hat das lokale Organisationskomitee des FIS Telemark-Weltcupfinals 2019/20 gestern Abend beschlossen, die Wettkämpfe, die vom 19. bis 21. März in Thyon (VS) stattfinden sollten, abzusagen. Der Kanton Wallis hatte zuvor eine provisorische Erlaubnis erteilt aber die Organisatoren zogen es vor, kein Risiko einzugehen – und zwar für die Gesundheit aller, insbesondere der gefährdeten Personen. Die neun Mitglieder des OKs beabsichtigen, dem Internationalen Skiverband (FIS), eine Kandidatur zur Ausrichtung des Weltcupfinals für die nächste Saison einzureichen.
Mit grosser Emotion und Enttäuschung hat das Organisationskomitee für das Telemark-Weltcupfinale 2019/20 gestern Abend die schwierige Entscheidung getroffen, die Wettkämpfe in Thyon abzusagen. «Ich bin wirklich enttäuscht, dass ich diese Rennen nicht bis zum Ende durchziehen kann. Trotz der vom Kanton erhaltenen provisorischen Erlaubnis beschloss das OK, zum Schutz der Risikopersonen, die Rennen abzusagen. Wir wollten auch keine Rennen mit Teilausschluss der Öffentlichkeit organisieren. Was der Charme des Weltcupschauplatzes in Thyon ausmacht, ist die Atmosphäre und Geselligkeit, die dort herrscht. Und um den sanitären Anforderungen gerecht zu werden, hätten wir die Festwirtschaft und auch die Abschlussparty weglassen müssen. Wir ziehen es vor, unsere Energie und Ressourcen aufzusparen, um im nächsten Winter im Idealfall schöne und echte Rennen organisieren zu können», sagte Françoise Besse, die Präsidentin des Organisationskomitees. Die Organisatoren hoffen, das Weltcupfinale im nächsten Winter organisieren zu dürfen. Ein entsprechendes Gesuch wird beim Internationalen Skiverband eingereicht.
Das Finale in einigen Zahlen
Der Skiort Thyon bereitete sich vom 19. bis 21. März vor, im Rhythmus des Telemarks zu leben. Mehr als 120 Freiwillige hatten dem Organisationskomitee bereits zugesagt, bei dieser internationalen Veranstaltung, die fast 80 Läufer aus der ganzen Welt zusammenbringen sollte, mitzuhelfen. Auch der Zivilschutz sollte mit etwa 20 mobilisierten Zivilschützern zum guten Gelingen mithelfen. Im Jahr 2017, während des ersten Weltcupfinals im Telemark, der in Thyon ausgetragen wurde, nahmen Hunderte von Menschen an den Rennen teil und unterstützten die einheimischen Athleten, darunter die mehrfache Weltmeisterin Amélie Wenger-Reymond. «Es betrifft auch die Sponsoren, Dienstleister, Medien und eine ganze Organisation, die sich seit Monaten für den Anlass einsetzen. Viel Freizeit und Ferien wurden zugunsten einer Veranstaltung investiert, die letztlich nicht stattfinden wird», bedauert Françoise Besse zutiefst.
Das Organisationskomitee bedankt sich herzlich bei allen Menschen, die diese Veranstaltung von nah und fern unterstützt haben, und wird im nächsten Winter alle Telemark-Liebhaber zu neuen internationalen Wettkämpfen auf den Hängen von Thyon begrüssen.
Sieben Kristallkugeln für das Schweizer Team
Die Absage des Weltcupfinals bedeutet das vorzeitige Saisonende – und somit die definitiven Weltcup-Schlusswertungen. Die erfreulichen Resultate in den Einzelwertungen – das Schweizer Telemark Team feierte 2019/20 insgesamt 29 Weltcup-Podestplätze davon 13 Siege – führen zu einem Schlussresultat in der Teamwertung, das sich sehen lassen kann: Die Swiss-Ski Athletinnen und Athleten gewannen zum fünften Mal in Folge die Nationenwertung.
Neben der Kristallkugel in der Nationenwertung kommen sechs weitere Kristallkugeln in den Einzelwertungen hinzu:
Overall Männer: 1. Stefan Matter, 2. Bastien Dayer
Overall Frauen: 1. Amélie Wenger-Reymond
Classic Männer: 1. Stefan Matter, 3. Nicolas Michel
Classic Frauen: 1. Amélie Wenger-Reymond
Sprint Männer: 1. Bastien Dayer, 2. Nicolas Michel, 3. Stefan Matter
Sprint Frauen: 1. Amélie Wenger-Reymond
Parallel Sprint Frauen: 1. Amélie Wenger-Reymond, 2. Beatrice Zimmermann (keine Kugelvergabe)