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Die Massage gilt sicher als eine der ältesten Heilkunst der Menschheit und kann als Urform der Behandlung verschiedenster Krankheiten gesehen werden.
Die meisten alten Kulturen praktizierten ihre eigenen Arten von Massage. So beschrieben bereits die Griechen 500 v. Chr., aber auch Japaner, Ägypter, Perser, Römer und weitere alte Völker massage-ähnliche Techniken.
Die ältesten Wurzeln reichen nach China. Dort wurde die Massage bereits im Jahr 2700 v.Chr. als eine der vier klassischen medizinischen Behandlungsformen in der Chinesischen Medizin beschrieben.
Im Nordwesten Indiens trat die Massage im Jahr 1800 v. Chr. als Bestandteil der Ayurvedischen Heilkunst auf.
Schliesslich beschrieb auch der „Vater der modernen Medizin“, der griechische Arzt Hippokrates (460 – 377 v. Chr.) die Massage als Kunst des Streichens, welche jeder Arzt beherrschen muss.
Nach den Römern, welche die Massage erfolgreich zur Behandlung von Kopfschmerzen und Neuralgien einsetzten, verschwand die Massage in der dunklen Zeit des Mittelalters. Erst im 16. Jahrhundert wiedererlangte die Massage Anerkennung durch den französischen Chirurgen Ambroise Paré (1517 – 1590). Er wendete verschiedene Massagetechniken nach Operationen an, um eine bessere Wundheilung zu erzielen. Er schien ziemlich erfolgreich gewesen zu sein…
In der neueren Zeit erreichte der schwedische Gymnastiklehrer Per Henrik Ling (1776 – 1839) die Anerkennung der Massage durch die Schulmedizin. Unter Einbezug gymnastischer Übungen schuf er die sogenannte Schwedische Massage, deren Grundtechniken noch heute Gültigkeit besitzen. Mit der Gründung des „Zentralinstituts für Gymnastik“ in Stockholm (1813) wurde Schweden Vorreiter für die Ausbildung therapeutischer Massagetechniken.
Zur gleichen Zeit begannen die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Wirkprinzipien der Massage.
Anfangs des 20. Jahrhunderts begann man, die Massage nicht nur als eine blosse Behandlungstechnik anzusehen, sondern sie zu einer medizinischen Spezialwissenschaft zu erklären.
Es entstanden Spezialmassagemethoden und es bildeten sich verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Methoden und Techniken. So entwickelte zum Beispiel Elisabeth Dick, eine deutsche Physiotherapeutin, in Zusammenarbeit mit H. Teirich-Leube die Bindegewebsmassage. Der Däne Emil Vodder und seine Frau arbeiteten ungefähr zur gleichen Zeit an einer neuen Technik, welche eine leichte Massage entlang der oberflächlichen Lymphwege darstellte. Die manuelle Lymphdrainage wird noch heute praktiziert.