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Entwicklung der Infrastruktur
In der zweiten Phase des schweizerischen Eisenbahnfiebers baute die damalige Schweizerische Nordostbahn im Jahre 1875 die linksufrige Zürichseebahn oder die Zürich-March-Glarus-Bahn. Die Strecke von Zürich über Thalwil nach Ziegelbrücke wurde schon damals als Schnellzugsstrecke bestimmt, was sie heute noch ist. 1927 ist die Linie von Richterswil bis Sargans elektrifiziert und nach 1939 nach und nach mit einer Doppelspur versehen worden. Schon 1902 ging die Nordostbahn an die Bundesbahn über.
1849 bekam Lachen eine Poststelle der "Eidgenössischen Post", später die PTT. An sechs verschiedenen Standorten im Dorf war sie zu Hause. Die damals noch selbständige Schweizerische Telegraphenverwaltung, der auch das Telefon unterstand, führte in Lachen 1894 mit sechs Teilnehmern das Telefon ein. Zugleich wurde auch der Telegraphendienst besorgt.
1902 fasste die Gemeinde den Beschluss, ein Wasserleitungsnetz zu erstellen, denn die Dorfbrunnen vermochten den nun 1850 Einwohnern nicht mehr zu genügen. Das im Gebiet des Altendörfner Vorderbergs gefasste Quellwasser wurde in ein 400 m3 Reservoir auf den Burghügel St. Johann gepumpt und nachher über das Pumpwerk Auhof den Hauptleitungen im Dorf zugeführt. 1958 baute Lachen ein erstes Seewasserwerk. An dessen Stelle entstand 1983 ein neues, modernes Seewasserwerk. Schon 1972/73 wurde auf dem Burghügel St. Johann ein neues Zweikammer-Reservoir mit einem Nutzinhalt von 2.800 m3 in Betrieb genommen.
Den elektrischen Strom kennen die Lachner seit 1906. Zunächst wurde nur die Strassenbeleuchtung geschaffen. Nach und nach kamen private Abonnenten dazu. Der erste Strombezug erfolgte ab dem Löntschwerk in Netstal. Heute wird die Gemeinde durch die NOK ab Unterwerk Grinau beliefert.
Die Entsorgung des Abwassers erfolgt in Lachen durch die ARA Untermarch. Diese erstellte 1966 eine zentrale mechanisch-biologische Abwasser-Reinigungs-Anlage im Gebiet Ennet-Aa. Das Klärwerk konnte 1973 in Betrieb genommen werdnen, nachdem auch der kanalisationstechnische Zusammenschluss der an der ARA-Untermarch beteiligten Gemeinden erfolgt war.
Die Kehrrichtfrage ist in Lachen früher in einer Art und Weise gelöst worden, die heute gar nicht mehr denkbar ist. Die Gemeinde baute 1929 vom Hafen eine Seemauer bis zum heutigen Strandbad und füllte das ganz Gebiet mit Hauskehrricht, sonstigem Abfall und Aushub auf. Darauf entstanden die Seeanlagen, das Sekundarschulhaus, der Sportplatz Seefeld, die Doppelturnhalle Seefeld und das Strandbad. 1972 trat Lachen dem Kehrrichtverband vom Linthgebiet bei und befördert seither den Kehrricht in die Verbrennungsanstalt in Niederurnen. Daneben hat das Dorf eine eigene Sammelstelle für Glas, Altöl, Batterien, elektronische Geräte, Aluminium etc. und führt monatlich Altpapiersammlungen durch.
Lachen ist auch mit dem Schiff an den fahrplanmässigen Schiffsverkehr auf dem Zürichsee angebunden, allerdings nur im Sommer. Werktags kommt um 13:00 Uhr jeweils ein Zürichseeschiff für eine Oberseefahrt nach Schmerikon und zurück nach Rapperswil und Sonntags um 15:30 Uhr ein grösseres Schiff, ebenfalls für eine Oberseefahrt und für eine Fahrt zurück nach Rapperswil.
Seit 1949 besitzt der Flugplatz Wangen-Lachen eine Eidgenössische Konzession. Die 1963 gegründete Ausserschwyzerische Fluggemeinschaft ASFG betreibt seither diesen Privatflugplatz, der 1967 über eine asphaltierte Piste von 600m Länge verfügt. Die ASFG organisiert die Pilotenschulung und bietet vorab auch Rundflüge an. Der Flugplatz wird auch von der Patrouille Suisse für Übungen benützt.
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