Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/1808

entspringt am
N.-Hang des
Schneidehorns in etwa 2400 m, durchfliesst das
Iffigenthal in nö. Richtung, biegt nach N. ab und stürzt sich mit schönem Fall über eine Felswand ins
kleine Thal von
Pöschenried, um nach 9,5 km langem
Lauf 1,5 km sö. der
Lenk in 1100 m von links in die
Simme zu münden.
Unmittelbar s. über dem
Iffigensee,
von wo aus er in einer Stunde leicht bestiegen werden kann.
Schöne Aussicht. Um den
Iffigensee, am Iffigenhorn und dem ihm
benachbarten Wiesenhorn entfaltet sich eine sehr abwechslungsreiche Flora, so dass man hier im Juli mit
Leichtigkeit 150 verschiedene alpine Pflanzenarten sammeln kann.
Die interessantesten davon sind Hypochoeris uniflora, Saxifragacaesia, Androsace pubescens, Bupleurum ranunculoides, Arabis coerulea, A. pumila und A. bellidifolia, Artemisia spicata,Crepis pygmaea, Saussurea depressa, Pedicularis Barrelieri, Lycopodium alpinum etc. Besonders pflanzenreich sind die Hänge
direkt über demIffigensee.
1122 m. Gem. und Pfarrdorf, auf einer Terrasse etwa 200 m über dem linken
Ufer des
Glenner, am O.-Fuss des
Piz Sez Ner oder Sezzner, am Eingang ins
Lugnez und 10,5 km ssw. der Station
Ilanz der Linie
Chur-Ilanz.
Postablage. Gemeinde, mit
Rumein und
Vattiz: 42
Häuser, 214 kathol. Ew. romanischer Zunge;
Daneben eine im 15. Jahrhundert nach einer
Pestepidemie erbaute
Kapelle. In der Nähe Reste der ehemaligen Burg Solair und auf einer Anhöhe am
Glenner die Burgruine
Blumenthal, deren Mauern zum grossen Teil vom
Glenner weggerissen worden sind.
Einstiger Sitz des Edelgeschlechtes derer von
Blumenthal, von denen ein Christ Peter von Blumenthal 1273 urkundlich genannt wird.
Spätere Angehörige
dieses Geschlechtes finden wir als Landammänner des
Lugnez und des Bezirkes der vier Dörfer,
Statthalter im Veltlin, Podestaten
in Bormio, Morbegno und Plurs, Vögte von
Maienfeld, Landschreiber des
Grauen Bundes, französische Dolmetscher, Offiziere
in fremden Diensten (besonders in Frankreich) und endlich als Domherren in
Chur.
Der Vogt und Podestat
Johann
Ulrich von
Blumenstein erhielt von Kaiser Karl VI. 1721 die erbliche Würde eines Reichsfreiherren.