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14.06.2018
(freshplaza.de) - Anfang dieser Woche kümmerte sich die Europäische Kommission um einen Antrag der empfiehlt das Protokoll I und IV des Association Agreements zwischen der EU und Marokko zu verändern. Das würde eine Erweiterung der Konzessionen für Produkte mit Herkunftsland Marokko zu Ländern der okzidentalen Sahara zur Folge haben. Laut FEPEX soll das den status quo erhalten, da die Produkte des Association Agreements mit Marokko, nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshof im Dezember 2016 der diesen Zusatz bereits bestimmte, sowieso schon für Produkte aus der Sahara genutzt worden war.
Laut des Antrags haben die EU und das Königreich Marokko zugestimmt eine gemeinsame Deklaration für die Anwendung des Protokolls I und IV des Association Agreements einzufügen, sodass "Produkte die aus Westsahara kommen unter der Kontrolle der marokkanischen Zollbehörden liegen und von den gleichen Handelsvorteilen profitieren wie jene, die bereits von der EU im Association Agreement festgelegt und bewilligt wurden."
Die Europäische Kommission erklärte, der Antrag würde "zur wirtschaftlichen Entwicklung von Westsahara beitragen, indem Exporte von Produkten in die EU garantiert werden und die Handelsvorteile genießen." Um den Antrag zu rechtfertigen veröffentlichten sie außerdem ein 41-seitiges Dokument welches die Vorteile der Erweiterung auf die Tarifkonzessionen für die Produkte und die Region beleuchtet.
Mit diesem Antrag reagiert die EU-Kommission auf die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshof vom Dezember 2016, in welcher etabliert wurde, dass das Association Agreement mit Marokko nicht für Westsahara gelte, da das Territorium als dritte Partei gelte. Seitdem hatten Brüssel und Marokko verhandelt um das Abkommen anzugleichen. Marokko zeigt großes Interesse an der Gemüse- und Obstproduktion in der Sahara, welche in den vergangenen Jahren stark angewachsen ist.
FEPEX beobachtet das Verhalten von Obst- und Gemüseimporten aus Marokko, sowohl nach Spanien wie auch in den Rest der EU, wegen Überschneidungen von Produkten und Zeitplänen. In 2017 importierte die EU 1,2 Millionen Tonnen Obst und Gemüse aus Marokko - das sind 12% mehr im Volumen und 18% mehr beim Wert als noch 2016. Die Einnahmen lagen laut Daten von Eurostat bei 1,631 Milliarden Euro. Den gleichen Trend kann man in Spanien beobachten, wo die Exporte aus Marokko in 2017 um 31% höher waren als im Vorjahr, und 555,5 Millionen Euro erbrachten. Das machte Marokko zum führenden Lieferanten auf dem spanischen Importmarkt. Laut Daten der Zoll-Generaldirektion gab es auch im ersten Quartal 2018 ein Wachstum bei den Importen aus Marokko zu verzeichnen. In dieser Zeit wurden 123,718 Tonnen importiert, 12% mehr als zur gleichen Zeit in 2017, der Umsatz lag dabei bei 253 Millionen Euro (+11%).