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Die Bochumer Polizei bestätigte am Donnerstagmorgen den Tod des ehemaligen Trainers von Bayer Leverkusen, der zuletzt beim Zweitligisten Union Berlin tätig war. Die Todesumstände waren zunächst unklar. Nach Informationen der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Die Staatsanwaltschaft Bochum beantragte eine Obduktion der Leiche beim Amtsgericht der Stadt.
Lewandowski hatte im September 2015 den Posten als Cheftrainer bei Union angetreten. Dort liess er sich Mitte Februar 2016 zunächst krankschreiben. Im März entschied er sich auf Anraten seiner Ärzte und in Abstimmung mit dem Verein wegen eines akuten Burnout-Syndroms zur Auflösung des Vertrages. Lewandowski erklärte damals: “Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient.”
In der Saison 2012/2013 führte Lewandowski gemeinsam mit dem späteren FCZ-Coach Sami Hyypiä, der nicht über die nötige Trainerlizenz verfügte, die erste Mannschaft von Bayer Leverkusen, ehe er Nachwuchs-Cheftrainer beim Werksverein wurde. Im Duo mit dem stoischen Hyypiä war Lewandowski derjenige, der im Training den Ton und die Strategie vorgab. Nach der Entlassung Hyypiäs in Leverkusen fungierte Lewandowski nochmals als Interims-Chef.
Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler erreichte die Nachricht vom Tod Lewandowskis in Australien. “Es ist für uns alle kaum vorstellbar, dass Sascha tot ist. Er war ein toller Mensch, der all seine Kraft und Leidenschaft in seine Arbeit einbrachte”, wurde Völler auf der Bayer-Homepage zitiert. Er hatte Lewandowski vom Jugend- zum Bundesliga-Coach befördert.
(SDA)