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Der Zürcher Unternehmer und Sportmäzen Andy Rihs ist tot. Er starb am Mittwochabend mit 75 Jahren nach einer schweren Krankheit, wie der Fussballclub BSC Young Boys am Donnerstag mitteilte.
"Andy Rihs war nicht nur Teilhaber und Aktionär des BSC Young Boys und des Stade de Suisse Wankdorf, sondern auch ein Freund, der grosse Freude am Leben hatte und diese Freude gerne teilte. Mit ihm ist ein beispielhafter Visionär, ein begeisterter Fussballfan, passionierter Radfahrer und grosser Sportförderer von uns gegangen", schreibt der Verein in der Mitteilung.
Andy und in Bruder Hansueli hatten das Schweizer Fussballgeschäft aufgemischt, als sie um die Jahrhundertwende Besitzer des neuen Stade de Suisse in Bern und des Fussballklubs BSC Young Boys wurden.
Als Velofan finanzierte Andy Rihs 2000 bis 2006 das Radsportteam Phonak. Nach einem Doping-Skandal entschloss sich der menschlich schwer enttäuschte Rihs zum Ausstieg. Später fand er mit dem BMC Racing Team zum Profi-Radsport zurück.
Rihs wurde am 2. November 1942 in Stuttgart geboren. Nach der Schule liess er sich zum Kaufmann ausbilden. 1966 übernahm er zusammen mit einem befreundeten Techniker die konkursite Hörgeräte-Firma seines Vaters. Etwas später stiess Bruder Hansueli dazu. Die drei verwandelten Phonak in den nächsten Jahrzehnten zu einem der grössten Hörgerätefirmen der Welt.
Andy Rihs führte das Unternehmen lange Zeit als oberster Firmenchef und zugleich als Verwaltungsratspräsident. Seit 2007 befinden sich Phonak und andere Kernmarken unter dem Dach der Sonova Holding AG, die mehr als zwei Milliarden Franken Umsatz pro Jahr macht.