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- Veröffentlicht am Donnerstag, 09 Dezember 2010 14:46
Leider wissen nur sehr wenige Schweizer, welche Institutionen/Personen die Aktien der Schweizerischen Nationalbank (SNB) halten. Deswegen wird mit diesem Artikel wieder in Erinnerung gerufen, dass die SNB ebensowenig schweizerisch-national wie die Federal Reserve Bank federal bzw. bundesstaatlich ist.
Theo Siegert ist Wirtschaftsprofessor in München. Er hält 4,8 Prozent der Aktien der Schweizerischen Nationalbank. Nur die Kantone Zürich und Bern besitzen grössere Beteiligungen. Ein deutscher Professor ist grösster Privataktionär der Schweizerischen Nationalbank (SNB): Theo Siegert hielt per Ende letzten Jahres 4850 SNB-Aktien. Siegert ist Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Schwerpunkt Finanzanalyse und Unternehmensführung. Er sitzt auch im Verwaltungsrat des Handelsriesen DKSH und ist Mitglied in den Aufsichtsräten und vergleichbaren Aufsichtsgremien der folgenden Firmen (Stand April 2009, Auswahl): Deutsche Bank AG, ERGO AG, Merck KGaA, DKSH Holding Ltd., E. Merck KG, Henkel AG & Co. KGaA., E.ON AG.
Die Namenaktien der Nationalbank werden an der Börse gehandelt. Kantone und Kantonalbanken halten 53,5% der Aktien. Die übrigen Aktien befinden sich hauptsächlich im Besitz von natürlichen Personen. Grösste Aktionäre waren Ende 2008 mit 6,6% der Kanton Bern (6630 Aktien), mit 5,2% der Kanton Zürich (5200 Aktien), mit 4,8% Herr Prof. Dr. Theo Siegert, Düsseldorf (4850 Aktien), mit 3,4% der Kanton Waadt (3401 Aktien) und mit 3,0% (3002 Aktien) der Kanton St. Gallen. Der Bund ist nicht Aktionär der
Nationalbank.
(Quelle: Tagesanzeiger, Handelszeitung, SWX Offenlegung, finance news)
Kommentar: Wie bereits erwähnt, das Problem ist nicht, dass ein Deutscher der grösste Privataktionär der SNB ist, sondern dass die Nationalbank nicht im Interesse der Nation und deren Bürger handelt. Die SNB untersteht nicht primär dem Aktionärsrecht, sondern dem Nationalbankgesetz. Dieses sieht insbesondere vor, dass die Nationalbank unabhängig sein muss. Das heisst sie darf gar keine Weisungen weder vom Bundesrat noch von der Bundesversammlung entgegennehmen. Sie hat gemäss Nationalbankgesetz eine monetäre Konjunkturpolitik zu machen, welche im Interesse der Wirtschaft besteht. Per Gesetz ist die SNB verpflichtet die Öffentlichkeit regelmässig über die Geld- und Währungspolitik zu orientieren und ihre geldpolitischen Absichten bekannt zu geben.
Fraktionale Geldschöpfung: Durch die Dollar-Milliardenkäufe tendiert die SNB zur monetären Planwirtschaft. Hinzu kommt die fraktionale Geldschöpfung der Geschäftsbanken, sichere Zinseinnahmen mittels Staatsschulden und der Zinses-Zins durch Rettung von bankrotten Firmen oder Lobbyismus, so wird das Ganze zwangsläufig zu einem Neo-Feudalen System etabliert.
"Die Geldentstehung ist ein mieser Kartenspielertrick, mit dem wir an der Nase herumgeführt werden. Dies ist klar am Beispiel des fraktionalen Reservesystems nachvollziehbar."
Oliver Janich, freier Journalist*
*Oliver Janich ist freier Journalist und hatte eine regelmässige Kolumne in FOCUS MONEY. Er schrieb u.a. bei Financial Times Deutschland, Süddeutsche Zeitung und Euro am Sonntag. Als einer der ersten Journalisten veröffentlichte er, dass durch den Lissabon-Vertrag bei Aufruhr das Töten von Menschen und die Wiedereinführung der Todesstrafe erlaubt ist. Im Januar 2010 erregte seine Titelgeschichte über Widersprüche in der offiziellen Theorie zu 9/11 grosses Aufsehen.
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