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Wenige Romane sind so erfolgreich gewesen wie "Der Graf von Monte Christo": Erstmalig als Fortsetzungsroman von 1844-1846 in Frankreich erschienen, war das Buch lange ein Bestseller; es folgten Theateraufführungen und etliche Verfilmungen.
Die Geschichte des jungen Edmond Dantès, der einer Intrige zum Opfer fällt, eingekerkert wird und sich nach seiner Flucht als Graf von Monte Christo an den Verantwortlichen rächt, gehört zur Weltliteratur – auch wenn der Roman u. a. aufgrund seiner idealisierten, eher holzschnittartigen Charaktere eher zur Unterhaltungsliteratur zählt. Selbst beim titelgebenden Protagonisten macht Dumas keine Ausnahme – im Gegenteil, der Autor verleiht ihm sogar übernatürliche Kräfte. Trotzdem lohnt sich die Lektüre, hat der Stoff doch kaum etwas von seiner Faszination eingebüßt.
Inzwischen erhält man für wenig mehr als die Versandkosten deutsche Ausgaben des "Grafen von Monte Christo" auf dem antiquarischen Online-Buchmarkt. Doch Vorsicht: In den allermeisten Fällen handelt es sich um stark gekürzte Ausgaben, in denen gar nicht angegeben wird, dass überhaupt gekürzt worden ist. Ganze Kapitel und Nebenstränge der Handlung fehlen dementsprechend. Im dtv ist eine ungekürzte Ausgabe erhältlich, die laut Verlag eine gründliche Revision und Ergänzung der Erstausgabe ist. Die alte Übersetzung von August Zoller aus dem Jahr 1846 ist dabei an die Gegenwartssprache angeglichen worden, ohne unpassend oder unangemessen zu wirken.