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Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 46,66 Dollar je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 44,17 Dollar bis zu 1,6 Prozent mehr.
Enttäuschende US-Einzelhandelsdaten setzten den Dollar unter Druck. Das verbilligt Rohöl für Anleger außerhalb des Dollarraums und heizt die Nachfrage an.
Bereits am Vortag hatte der Ölpreis um mehr als vier Prozent zugelegt. Aussagen des saudi-arabischen Ölministers hatten Spekulationen über eine mögliche Fördergrenze laut werden lassen. Saudi-Arabien, einer der größten Ölproduzenten der Welt, werde den Ölmarkt beobachten und wenn nötig mit anderen Erdöl exportierenden Ländern Maßnahmen ergreifen, um die Märkte zu stabilisieren. "Gestern gab es eine große Reaktion darauf und heute eine weiter Aufwertung. Aber diese Kommentare sind wahrscheinlich nicht ausreichend, um eine nachhaltige Rally auszulösen", sagte Experte Olivier Jakob von der Beratungsfirma Petromax aus der Schweiz.
Auch die Aussicht auf eine anziehende Nachfrage hatte die Preise am Donnerstag angetrieben. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostizierte für das dritte Quartal zum ersten Mal seit zwei Jahren einen Rückgang der Ölreserven.
Im Sommer 2014 hatte ein Fass Nordseeöl noch mehr als 100 Dollar gekostet. Danach waren die Preise wegen eines weltweiten Überangebotes massiv gefallen - bis auf weniger als 30 Dollar je Fass im Januar dieses Jahres.
(Reuters)