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Vietnamsikahirsch (Cervus nippon pseudaxis)
Der reinblütige Vietnamsikahirsch ist sehr selten. Er ist eine von 15 Unterarten des Sikawildes. Zerstreute, mit anderen Hirscharten bestardierte Vorkommen von Sikawild gibt es in ganz Mitteleuropa, auch im Randen im Nordteil des Kantons Schaffhausen. Sie gehen auf Ausbrüche aus Gattern zurück.
- Im Wildpark Bruderhaus seit 1991
- Grösse: Schulterhöhe 70 - 80 cm / Körperlänge 150 -180 cm
- Gewicht: 30 - 60 kg
- Geburt Jungtiere: April - Mai
- Lebenserwartung: bis 25 Jahre (in Gefangenschaft)
- Nahrung: Gräser, Kräuter, junge Triebe und Wurzeln
- Lebensweise/Lebensraum: Weibchen und Jungtiere leben in Mutterfamilien mit zwei bis zehn Tieren zusammen. Ausgewachsene Männchen sind hingegen für die meiste Zeit des Jahres Einzelgänger. In der Brunftzeit im Frühherbst werden die Männchen territorial und scharen einen Harem von durchschnittlich zwölf Weibchen um sich. Die Revierabgrenzung erfolgt mit der Abgabe von Duftstoffen aus der Fersendrüse. Fremde Männchen werden im Revier nicht geduldet und bekämpft.
Der Vietnamsikahirsch bevorzugt Laubwälder mit dichtem Unterholz. Er besiedelt aber auch lichte Wälder und voralpine Gebirge.
- Verbreitung: Ursprünglich war der Vietnamsikahirsch in Südost-China und Nordvietnam verbreitet. Seit Anfang der Sechzigerjahre gilt er im Freiland als ausgestorben. Von der reinblütigen Urform des Vietnamsikahirsches leben nur noch etwa 150 Tiere in europäischen Zoos. Ihre Nachzucht wird im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm koordiniert, bei dem sich auch der Wildpark Bruderhaus beteiligt.