Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/3156

Name: Mak Kandelaki Permalink: http://tierrechtsforen.de/1/7406/9542

Datum: 15.07.11 15:38
Dieser Beitrag wurde 2437 mal gelesen
Lieber Martin,
es ging um die Empfindungsfähigkeit eines Embryo und für mich (sowie auch für diesen Azt) ist dieses Video ein Beweis dafür, daß es während der Abtreibung sehr wohl empfindungsfähig ist. Wenn für dich es nur die Bewegungen darstellt, die keine Bewegungsgründe (wie z.B. Schmerz) offenbaren, lassen wir das so stehen.
Zitat:
Warum überschätze ich die Objektivität der Wissenschaft mit dem Hinweis, dass man keine offensichtlich unwissenschaftlichen Quellen benutzen sollte?
Erstens, verstehe ich nicht, was an diesem Video "offensichtlich unwissenschaftlich" sein soll.
Ansonsten, wie gesagt, habe ich Eindruck, daß für dich "wissenschaftlich" gleich "hochstmögliche Objektivität" bedeutet (kann sein ich irre mich) und mit vorherigen Beitrag wollte ich meinen diesbezüglichen Zweifel ausdrück geben.
Dein Argument (von britischen RCOG) erinnert mich an Grauzone Organspende: da hat z.B. ARD im jahr 1999 einen Film über Organspende1 ausgestrahlt, darin wurde unter anderem berichtet, daß hirntote Organspender während der Explantation Abwehrbewegungen mit den Armen und Beinen machen, daß der Blutdruck in die Höhe schnellt und die Herzkurven signifikante Ausschläge zeigen. Auf die Frage nach Anästhesie bei Organentnahmen erklärte Prof. Angstwurm, daß Organspender zur Unterdrückung solcher „Rückenmarkreflexe“ zwar Muskelrelaxanzien bekommen, aber keine Narkose. Sie seien hirntot und könnten daher keine Schmerzen mehr verspüren.Also, man schneidet einen Menschen und der schwitzt, hat Herzklopfen und macht Abwehrbewgungen- für mich ist das ein Zeichen, daß er die Schmerzen wahrnimmt/empfindet. Trotzt der Beteuerung des Prof. Angstwurm. Ich bin nicht überzeugt, daß eder Gehirn dafür genügend erforscht ist ( der Entwicklung der Messgeräte!) und daß er für die Schmerzempfindlichkeit das einzig Entscheidende ist.
Ich würde- trotzt der nicht nachweisbare Schmerzempfindlichkeit - meiner Wahrnehmung trauen...
Zitat:
Dazu ist es auch gut zu wissen, dass der Zeitraum von drei Monaten kein wissenschaftliche, sondern in erster Linie eine praktische/pragmatische Grenzziehung ist. Daher sollte man hiermit nicht gegen "die Wissenschaft" argumentieren.
Ich wollte nicht gegen Wissenschft argumentieren, sondern eben auf ihre praktisch/pragmatische Einstellung hinweisen, die nichts mit Ethik zu tun hat (soll auch nicht, ist nicht ihre Aufgabe). Aber ethische Fragen sollte man genau deswegen nicht ausschließich mit wissenschaftlicher Einstellung bewegen.