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Was ist eigentlich ein Q-Grader?
Mit dem Q-Grading Programm hat die Kaffeewelt einen Standard definiert, der festlegt, wie die Qualität von Arabica-Kaffee beurteilt wird. Q-Grader und Q-Graderinnen sind Personen, welche sich intensiv mit diesem Verfahren befasst und in 22 Prüfungen bewiesen haben, dass sie einen Kaffee nach diesem Standard beurteilen können.
Was wird dabei gemacht? Ein Q-Grader zählt einerseits die Anzahl Defekte im Rohkaffee, röstet den Kaffee und giesst diesen schliesslich auf, um die sensorischen Attribute zu bewerten. Dabei verwendet er ein standardisiertes Formular. Das Resultat dieser Arbeit ist eine Punktzahl, welche maximal 100 erreichen kann. Kaffees, die über 80 Punkte erreichen, erhalten das Attribut «sehr gut» und können sich Spezialitätenkaffee nennen.
Du fragst dich vielleicht, ob eine sensorische Analyse nicht immer subjektiv ist – bis zu einem gewissen Punkt hast du selbstverständlich recht. Durch die gemeinsame Sprache und regelmässige Kalibrierungen untereinander, ist die Wahrnehmung von Qualität unter den Q-Graderinnen und Q-Gradern jedoch sehr ähnlich und wir können davon ausgehen, dass die Abweichung minimal ist.
Heisst das nun, dass du Kaffee mit hohen Punktzahlen lieber magst? Nein. Am Ende des Tages, haben wir alle persönliche Präferenzen. Indem wir aber möglichst viele verschiedene Kaffees probieren, entwickeln wir ein eigenes Gefühl für Qualität.
Was ist Q-Grading nicht? Der Standard sagt nichts darüber aus, wie ein Kaffee angebaut wurde. Egal ob grosse oder kleine Farm, Kenia oder Honduras, die Kaffees werden immer blind getestet, sodass die persönlichen Präferenzen der testenden Person möglichst keine Rolle spielen.
Willst du mehr erfahren? Auf der Seite des Coffee Quality Institute findest du spannendes Material und Details zum Prozess. Unter dem folgendem Link kriegst du einen guten Einblick in die ViCAFE Rösterei und die Arbeit unseres Q-Graders Fabian.