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Nord- und Südkorea wollen Industriezone wieder öffnen
- Sonntag, 7. Juli 2013, 5:30 Uhr
Die beiden Länder haben beschlossen, den Industriepark Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen.
Grundsätzlich haben sich Süd- und Nordkorea auf die Wiederinbetriebnahme des Industrieparks in Kaesong geeinigt. Dieser ist seit drei Monaten geschlossen. Nordkorea zog im April seine 53‘000 Arbeiter ab und hinderte Südkoreaner an der Einreise.
Nordkorea hat zugestimmt, über weitere Massnahmen zu reden. Die Gespräche sollen verhindern, dass der Industriepark erneut geschlossen werden soll. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.
Ab Mittwoch können die südkoreanischen Unternehmer nach Kaesong reisen, um ihre Fabriken zu prüfen. Nordkorea hatte den Industriepark im April infolge vermehrter Spannungen beider Länder geschlossen.
Lange Verhandlungen gingen voraus
Schon vor ein paar Wochen haben die Gespräche begonnen. Radio SRF berichtete damals vom Auftakt der Verhandlungen. Der wieder geöffnete Industriepark ist das erste Ergebnis aus den Treffen. Die Länder verhandelten aber auch über die Aktivierung von Touristengebieten in Nordkorea und über Wiedersehenstreffen von koreanischen Familien, die durch den Krieg getrennt wurden. Über diese Themen wurde heute nichts publik.
Der Industriepark
Die Industrieregion Kaesŏng ist eine Sonderwirtschaftszone in Nordkorea. Im dortigen Industriepark stellten südkoreanische Firmen Billigprodukte mit nordkoreanischen Arbeitern her. 2012 wurden Waren im Wert von 470 Millionen Dollar angefertigt. Produziert wurden unter anderem Textilien, Kleidung, Haushaltsgeräte und Autoteile.