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Bemerkenswert ist der offene
Dachstuhl des Kirchenschiffes, eine mächtige Holzkonstruktion, deren gefaste
Balken in unterschiedlicher Krümmung Konsolen und Rippen ausbilden. Diese
sogenannte Sprengwerkkonstruktion war ebenfalls eine vorwiegend englische Sitte,
die vom Architekten Alexander Koch in der Schweiz erfolgreich propagiert wurde.
Die Eingangsempore vervollständigt das den Innenraum dominierende, dekorative
Gesamtbild der aufwändigen Zimmermannskonstruktionen. Möglicherweise wurde
deren Formgebung einer etwas früher entstandenen Konstruktion in der Aula der
Kantonsschule Aarau von Karl Moser (1894/96) abgelauscht.
Der offene Dachstuhl des Kirchenschiffes
Im Chor hingegen wird die für die sakrale Gotik gewohnte Eindeckung durch ein Sterngewölbe wiederaufgenommen.
Das Sterngewölbe des Chores
Die farblich grau gehaltenen, fächerartig verlaufenden Rippen heben sich von den weiss getünchten Gewölbekappen und den Wänden ab, zudem sind die Rippenprofile – sogenannte Birnstäbe – ähnlich wie die Kanten der Dachstuhlbalken mit blauen und roten Filetmalereien geschmückt, wobei am Chorgewölbe auch die Farbe Gold hinzutritt.
Bereits seit der Renovation der 1960er-Jahre befindet sich das liturgische Zentrum mit Abendmahlstisch und auch mit der zum Lesepult umfunktionierten Kanzel wieder im mittigen Chorbereich. Die originalen Sitzbänke wurden flexibleren, wenn auch weniger passenden Stühlen geopfert, und neue Pendelleuchten mit zylindrischen Leuchtkörpern erhellen den Raum.
Die breiten spitzbogigen Fenster stammen
dagegen noch aus der Bauzeit. Die Glasmalereien (Eichenlaub, Rose, Reben) aus dem 19. Jahrhundert schuf
das Glasmaleratelier Jakob Kuhn in Basel.
Eines der farbigen Fenster
OrgelDie erste Orgel lieferte vermutlich die Firma Th. Kuhn in Männedorf 1899. Das heutige Instrument wurde 1963 von der Firma Metzler AG in Dietikon geliefert. Es handelt sich um eine übliche Schleifladenorgel mit mechanischer Traktur und Registratur, die zwei Manuale und 11 Register enthält.