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Für die Anwendung von Paraquat gibt es verschiedene, unterschiedlich stark einschränkende Gesetzgebungen, freiwillige Firmenstandards und internationale Abkommen.
Gesetzliche Regelungen
Paraquatverbot
Einige Länder haben die Zulassung von Paraquat für den Verkauf verweigert, zurückgezogen, aufgehoben oder nicht mehr erneuert. Die meisten Länder begründen diese Massnahmen mit den toxikologischen Eigenschaften von Paraquat (akut toxisch, verzögerte Auswirkungen sowie Abwesenheit eines Gegenmittels bei Vergiftungen) und dem hohen Risiko für exponierte Arbeiter und Arbeiterinnen.
Auf der Karte unten finden sie diese Länder rot markiert.
Paraquatgebrauch eingeschränkt
In anderen Ländern existieren gesetzliche Regelungen, die die Anwendungsart von Paraquat aus den oben genannten Gründen beschränken. Länder, die die Anwendungsart beschränkt haben, finden sie auf der Karte unten gelb markiert.
Freiwillige Firmenstandards
Zahlreiche Organisationen haben Labels und Zertifikate entwickelt, um eine nachhaltigere Landwirtschaft zu fördern. Diese freiwilligen Standards enthalten oft bestimmte Anforderungen für Pestizide, die in den meisten Fällen auf ein Verbot der Anwendung von Paraquat hinauslaufen. Verschiedene Produzenten (z.B. Chiquita) haben sich in den letzten Jahren durch eines der Label zertifizieren lassen:
- 25.10.2006: International Organisation for Biological and Integrated Control of Noxious Animals and Plants International ( IOBC) (PDF, 57 KB)
- 15.09.2005: Fairtrade Labelling Organizations (FLO) (PDF, 50 KB)
- 15.09.2005: The Common Code for the Coffee Community (PDF, 52 KB)
- 13.09.2005: The World Bank (PDF, 48 KB)
- 13.09.2005: Forest Stewardship Council (FSC) (PDF, 43 KB)
Internationale Regelungen und Empfehlungen
Für den Vertrieb und die Anwendung von Pestiziden existieren internationale Empfehlungen und Abkommen.
Empfehlungen
Zu Vertrieb und Anwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft hat die Welternährungsorganisation (FAO) in einem Verhaltenskodex (International Code of Conduct (PDF, 38 KB)) sehr umfassende Empfehlungen abgegeben. Sie sollen als Grundlage für freiwillige Standards zum Anwenderschutz vor allem in Ländern mit unzureichenden gesetzlichen Bestimmungen bzw. Kontrollen dienen und insbesondere durch Produzenten landwirtschaftlicher Güter, Pestizidhändler und die Pestizidindustrie übernommen werden. Hochgiftige Pestizide, wie Paraquat sollte dem Codex zufolge nicht in Länder verkauft werden, in denen eine sichere Anwendung nicht realistisch ist. Spezifische Empfehlungen zur Anwendung von Paraquat und anderen Pestiziden gibt auch das International Programme on Chemical Safety (IPCS) (PDF, 38 KB) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (PDF, 36 KB).
Abkommen
Das Rotterdam-Abkommen (PDF, 37 KB) regelt den Informationsaustausch vor dem internationalen Handel mit ausgewählten giftigen Chemikalien. Regierungen haben damit die Möglichkeit einen Import ggf. abzulehnen. Die Aufnahme von Paraquat ins Abkommen scheiterte 2013 vorläufig noch am Widerstand von Indien und Guatemala.