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In Zürich (Stadt) ist jede 5. Person mehrsprachig.
Bei Jugendlichen kommt Mehrsprachigkeit am häufigsten vor.
Viele Zugezogene und Ausländer besuchen Sprachkurse. Allein in 12 Monaten lernten über 13.300 Neu-„Zürcher“ freiwillig Deutsch in Sprachkursen, der Schule, in Nachhilfe-Kursen etc.
Auch im Umfeld der zunehmenden Internationalisierung haben immer noch vier von fünf Zürchern Deutsch als Hauptsprache.
Deutsch zu lernen ist auch in der heutigen internationalen Welt wichtig, wer in Zürich arbeiten möchte. In der Arbeitswelt wird jedoch zur Verständigung oft Englisch benutzt, wenn Deutschkenntnisse fehlen.
Aktuell leben in Zürich Menschen aus 170 verschiedenen Nationen. Eine Analyse von Statistik Stadt Zürich untersucht, in welchen Sprachen diese Personen in welchem Kontext miteinander kommunizieren:
Die Internationalisierung macht sich auch in der Arbeitswelt bemerkbar:
Wer bei der Arbeit kein Deutsch beherrscht oder Schweizerdeutsch (81 Prozent) oder Hochdeutsch (56 Prozent), der weicht oft auf Englisch (37 Prozent) als Arbeitssprache aus; Französisch (11 Prozent) und Italienisch (8 Prozent) werden als Landessprachen sogar seltener verwendet als Englisch.
Jugendliche beherrschen mehr Sprachen, knapp ein Drittel hat mehrere Hauptsprachen
In der Stadt Zürich hat fast jede fünfte Person 2 Hauptsprachen, jede dreißigste sogar 3 oder mehr.
Von den 0- bis 14-Jährigen haben fast dreißig Prozent (27 %) mehr als eine Hauptsprache.
Bei den 15- bis 24-Jährigen ist Mehrsprachigkeit mit 29 Prozent noch häufiger, weil in diesem Altersbereich vor allem bei fremdsprachig Aufgewachsenen sowohl der Einfluß des Elternhauses als auch der Ausbildungs- oder Arbeitsumgebung die Sprache prägen.
So lernen Jugendliche in der Schule natürlich, auch, wenn das Elternhaus eine anderen Hauptsprache als Deutsch hat. Und auch Sprachkurse oder Vorbereitungskurse für Schulprüfungen (Gymikurse z. B.) werden von Jugendlichen selbstredend häufiger besucht als von Erwachsenen.
Mit höherem Alter kommt Mehrsprachigkeit seltener vor. So sind von den 75-Jährigen und Älteren bloß 12 Prozent mehrsprachig.
Deutsch als Hauptsprache bei Niedrig- und Hochgebildeten seltener
Nach Bildungsniveau haben in Zürich zwei Personengruppen besonders häufig nicht Deutsch als Hauptsprache:
Einerseits sind es Menschen mit niedrigem, anderseits solche mit hohem Bildungsabschluß.
Das erscheint auf den ersten Blick erstaunlich, ist es aber nicht:
Also etwa der hochbezahlte Investmentbänker, der nur Englisch kann und noch kein Deutsch gelernt hat, obwohl er in Zürich lebt. Oder der Bauarbeiter, der in Zürich arbeitet und lebt aber sich auf der Baustelle mit Handzeichen und Sprachfetzen verständigt oder mittels mehrsprachigem Kauderwelch, wie es auf Baustellen häufig anzutreffen ist. Diese Gruppen sind offenbar die Personen, welche weniger für Sprachkurse bzw. Sprachen-lernen offen sind.
Umgekehrt kommt bei Personen mit mittlerem Bildungsstand Deutsch überdurchschnittlich oft als Hauptsprache vor. Dieses Muster ist bei Menschen aus Italien, Portugal, Spanien, Serbien, Griechenland und der Türkei besonders ausgeprägt.
Anzahlmäßig sind bei den Portugiesen ohne Deutsch als Hauptsprache diejenigen mit geringem Bildungsstand in Zürich klar häufiger als die mit höherer Bildung. Bei Menschen mit spanischer oder französischer Nationalität sieht es anders aus: Von denjenigen ohne Hauptsprache Deutsch sind solche mit Tertiärbildung anzahlmäßig am stärksten vertreten.
Wieviele Ausländer in Zürich lernen die Sprache Deutsch mit längerem Aufenthalt?
Gibt es Unterschiede bezüglich Deutsch als Hauptsprache je nach Aufenthaltsdauer der Menschen in der Schweiz?
Die Zusammenhänge sind nach Altersklasse verschieden: Bei den 15- bis 24-Jährigen sinken die Anteile derjenigen, deren Hauptsprache nicht Deutsch ist, von 58 Prozent (höchstens ein Jahr in der Schweiz) auf 32 (fünf bis neun Jahre in der Schweiz) sowie 7 Prozent (zehn bis vierzehn Jahre in der Schweiz; steile «Lernkurve»).
Das heißt, Sprachenlernen ob in der Schule, z. B. um eine Schulabschlußprüfung zu erreichen (Gymiprüfung oder andere Abschlüsse), motivieren viele Zugezogene und Ausländer, besser Deutsch zu lernen.
Um das 45. Altersjahr gibt es einen Bruchpunkt:
Ab diesem Alter ist der Anteil mit Hauptsprache Deutsch kaum von der Aufenthaltsdauer in der Schweiz abhängig.
Viele Ältere wohnen bereits länger in der Schweiz, haben jedoch nicht häufiger Hauptsprache Deutsch als die erst vor Kurzem Zugezogenen (flache «Lernkurve»).
12 % sprechen keine Landessprache oder Englisch als Hauptsprache, 3 % können weder eine Landesprache noch Englisch
Trotz großem Angebot an Sprachkursen und Nachhilfe sowie schul-nahen Angeboten wie Gymivorbereitung / Gymikurse etc:
Von den „Zürchern“ bzw. den in Zürich lebenden Personen haben 21 Prozent nicht Deutsch und 12 Prozent weder eine Landessprache noch Englisch als Hauptsprache.
8 Prozent benutzen in ihrem Umfeld nicht Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch (25 600 Personen) und knapp 3 Prozent weder eine Landessprache noch Englisch.
Der letztgenannte Anteil entspricht etwa 8500 Personen. Davon leben ungefähr 2800 Menschen zwanzig Jahre oder länger in der Schweiz.
Viele Zugezogene und Ausländer lernen Deutsch: 13.300 „Zürcher“ nahmen freiwillig Sprachkurse, Nachhilfe etc.
Diesen gegenüber stehen diejenigen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern: Innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten lernten 13 300 „Zürcher“ freiwillig Deutsch.
Großes Angebot in Zürich: Sprachkurse, Gymikurse, Nachhilfe etc.
Im international geprägten Zürich ist denn auch die Anzahl an Anbietern für Sprachkurse, Gymikurse (Gymivorbereitung) und Nachhilfe sehr groß.