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1411 Erstmalige Erwähnung einer Mühle. Heini Trottmann im Unterdorf muss drei Schilling Steuer bezahlen. Aus einem Kaufbrief von 1624 ist überliefert, dass die Mühle weder einem geistlichen noch weltlichen Herrn grundzinspflichtig ist – es handelt sich demnach nicht um Lehen.
1609 Rudolf Siegfried von Ludretikon erwirbt die Mühle um 1609 von Hans Brändli. Er möchte sein Mühlegewerbe nach Ludretikon verlegen, was ihm der Rat von Zürich versagt. Eine Mühle ist ein ehehaftes Gewerbe – das Recht, eine Mühle zu betreiben, ist demnach an die Liegenschaft gebunden. Eine Verlegung, Neuerteilung oder Aufhebung stand in der Zuständigkeit der Obrigkeit. Die Ablehnung seines Gesuches ist wohl der Grund, dass Siegfried seine Mühle am selben Jahr an Hans Müller veräussert.
Der offenbar schlechte bauliche Zustand zwingt Müller zum Abbruch und Bau des heutigen Mühlegebäudes. Er lässt sich durch sein Familienwappen am Türsturz verewigen.
1623 Der Sohn von Rudolf Müller, Rudolf jun., wird vom Müller Rudolf Schwarzenbach von Gattikon, den beiden Horgener Müllern Hans Rudolf Nägeli und Hans Conrad Müller sowie Georg Müller von Thalwil verklagt. Er soll bei seiner Säge einen neuen Mahlgang errichtet haben, obwohl er nur eine Reibe hätte bauen dürfen. Rudolf Müller argumentiert mit den Kosten des Neubaus durch seinen Vater und dass es früher ein weiteres Mühlerad gegeben hätte. Der Zürcher Rat gibt den Klägern Recht und verordnet die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes.
1624 Die Mühle befindet sich im Besitz von Hans Bernhard Müller aus Langnau. Er veräussert sie am 27. Dezember an Jakob Landolt-Wälti von Thalwil. Laut Kaufbrief besteht sie aus Haus und Hofstatt samt Mühle, einer Säge, einer Reibe und einer Stampfe.
Bis um 1700 wechselt die Mühle noch drei Mal die Hände (Jakob Landolt-Biber, Säckelmeister und Kirchmeier Heinrich Kölliker-Hotz, Landrichter und Geschworener Hans Heinrich Syfrig-Kölliker).
Um 1700 Die Mühle gelangt ins Eigentum von Leutnant und Säckelmeister Georg Kölliker-Hotz und verbleibt bis 1914 in Familienbesitz (Hans Heinrich Kölliker-Schwarzenbach, Kirchmeier Jakob Kölliker-Tuggener, Hans Jakob Kölliker-Kölliker-Ulmer, Gemeinderat Hans Jakob Kölliker-Schmid, Hans Jakob Kölliker-Metzger).
1867 Nach dem Tod von Hans Jakob Kölliker-Metzger sehen sich seine noch zu jungen Nachkommen gezwungen, den Mühlebtrieb einzustellen; die Familie betreibt aber die Sägerei und den Fuhrbetrieb weiter.
1912 Die Gemeinde erwirbt den Mühleweiher im Lingg und deckt ihn später zusammen mit dem Mühlebach zu.
1914 Die Mühle gelangt ins Eigentum der Familie Rüttimann.
1920/1922 Umfangreiche Renovierung und Errichtung des Anbaus über dem Bachbett