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Wie die internationale Rheinregulierung mitteilt, starteten letzte Woche auf den Dämmen der Rheinvorstreckung Bauarbeiten, die eine längere Sperrung der Fusswege dort nötig machen. Die Sperrung dauert zunächst bis in den Frühling. Weil die Bauarbeiten im nächsten Winter fortgesetzt werden, wird dann eine erneute mehrmonatige Sperrung der Fusswege nötig sein.
Mit den Arbeiten werden die Dämme im Bereich, wo das Flussbett in den See hinaus verlängert wurde, für den Fall eines grösseren Hochwasser verbessert.
Der Rhein transportiert jedes Jahr gewaltige Schwebstofffrachten in den Bodensee. Die Vorstreckungsdämme stellen sicher, dass sich die Sedimente in tieferen Gewässern weiter draussen im See ablagern. Dies verhindert eine Verlandung der Harder und der Fussacher Bucht. Seit den 1970er Jahren wird an der Vorstreckung gebaut.
Tieferer Damm für besseren Hochwasserschutz
Heute liegt der rechtsseitige Damm im Bereich der Lagerplätze der internationalen Rheinregulierung und der Firma Zech Kies GmbH tiefer als im Projekt aus den Jahren 1972 bis 1979 geplant. Würde der Damm in diesem Bereich erhöht, hätte dies im Hochwasserfall ungünstige Auswirkungen: Der Rhein könnte an jener Stelle nicht mehr direkt in den See entlasten – es käme zu einem Rückstau in der Vorstreckung und rheinaufwärts. Ein unkontrolliertes Überströmen der Vorstreckungsdämme könnte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.
Auf Basis einer hydraulischen Untersuchung hat die Rheinregulierung daher entschieden, den Damm in diesem Bereich teilweise tief zu halten und überströmbar zu machen.
So wird erreicht, dass der Wasserspiegel rheinaufwärts auch bei Hochwasser stabil bleibt und die Vorstreckungsdämme vor unkontrollierten Überströmungen, welche zu Dammbrüchen führen können, gesichert sind.
Zwei Kilometer lange Baustelle
Um diese Ziele zu erreichen, wird der rechte Vorstreckungsdamm im Bereich Hard-Schleienlöcher auf einer Länge von ca. 800 Metern um maximal einen Meter erhöht.
Auf den anschliessenden 800 Metern wird der Damm tief gehalten und überströmsicher ausgebaut. Eine Verkleidung mit Wasserbausteinen verhindert Schäden, wenn das Wasser wie vorgesehen an dieser Stelle über den Damm in den Bodensee strömt.
Auf den nächsten 400 Metern wird der Damm um maximal 0.2 Meter erhöht und baulich auf den neuesten Stand gebracht. Die Höhen beider Vorstreckungsdämme werden geprüft und bei Bedarf an die Projektvorgaben angepasst.
Abschliessende gestalterische Massnahmen sollen naturnahe und strukturreiche Lebensräume schaffen.
Es wird mit Gesamtkosten von rund sechs Millionen Euro gerechnet, die von der Rheinregulierung – also von der der Schweiz und von Österreich – getragen werden.