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Hand aufs Herz – kennen Sie Jack Hirschman? Hirschman ist im deutschen Sprachraum eine Entdeckung für alle, die Poesie lieben. Ernest Hemingway, Allen Ginsberg, Pier Paolo Pasolini und Bob Kaufman schätzten seine Werke, ja verehrten sie. An Hirschman (1933 in New York geboren, lebt heute in San Francisco) ist wirklich was dran. Er hat aus sieben Sprachen ins US-Amerikanische übersetzt, wirkt als Assistant Editor beim Magazin «Left Curve» und bei der Revolutionary Poets Brigade mit und hat zahlreiche Gedichtbände sowie ästhetisch avantgardistische und politisch linksradikale Essays geschrieben.
Seine erste Gedichtsammlung veröffentlichte er 1960; seither sind rund 50 Bände mit Gedichten und Essays erschienen. Seit Jahrzehnten verfolgt er das poetische Projekt der «Arcanes». Arkanum bezeichnet im wortmagischen Sinn jene mystische Essenz, welche die Natur (Wirklichkeit) zu transformieren vermag, und die liegt «just unter der Oberfläche von Dingen, / dieses planetarische Alles in dir, konstruiert / aus Holocausts und Ekstasen, der Schnecke Gang / und der Arbeiter Stahl, Demonstrationen / und Monotonien, Golem und Roboter».
Fünf Arkana finden sich auch in Hirschmans erstem Gedichtband, der auf Deutsch übersetzt wurde: «Wer trägt Sorge». Jürgen Schneider hat ihn griffig ins Deutsche übertragen; die Originale werden mitgeliefert. Der Band birgt neben einigen Short Cuts viele Langgedichte. Als aktuelle Dreingabe erweist sich Hirschmans Bericht «Das Internationale Al-Marbid-Poesiefestival» (in Basra, 2010), an dem er selbst auftrat: «Am 25. März wurden die Lesungen in der Al-Shuhada (Märtyrer) Halle fortgesetzt, und bei der Schlussveranstaltung am Abend, die erneut im Petroleum-Kulturzentrum stattfand, war die Zeitung der Irakischen Kommunistischen Partei (die bei den letzten Wahlen vier Sitze errungen hatte) zur Hand – die ‹Strasse des Volkes›. Ich war überwältigt, als ich ein grosses Foto von mir neben – wie mir Sabah sagte – einem Bericht über das Festival sah.»