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Das Stück: Der grüne Kakadu
Zu Beginn der Französischen Revolution befinden wir uns in einer Spelunke im Zentrum von Paris. Sie wird geführt von Prospère, einem ehemaligen Theaterdirektor. Dieser beschäftigt und bewirtet dort einige wenig erfolgreiche Schauspieler und Schauspielerinnen aus seiner Zeit am Theater. Besucht wird die Spelunke gerne von Adeligen, die sich hier für einmal in die Nähe von „echtem Gesindel“ wagen möchten. Um sie bei Laune zu halten, lässt Prospère seine Schauspieltruppe Gauner und Verbrecher spielen. Die Anwesenheit von echten Gaunern macht es jedoch hin und wieder für alle schwierig Realität und Schauspiel zu unterscheiden.
An diesem Abend, dem 14. Juli 1789, spitzt sich die Situation auf den Strassen von Paris zu: Die Bastille wird gestürmt und die Revolution macht auch vor Prospère’s Wirtschaft „Zum grünen Kakadu“ und dessen Gästen keinen Halt.
Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, sind eingeladen sich unter die Gäste zu mischen und den geschichtsträchtigen Abend mitzuerleben. Lassen sie sich nicht verwirren: Es wird echte Revolutionäre und gespielet Gauner geben, echte Gauner und gespielte Revolutionäre, erfundene Geschichten werden geglaubt und Wahrheit manchmal für Lüge gehalten…
Der Autor: Arthur Schnitzler
geboren am 15. Mai 1862, gestorben am 21. Oktober 1931
Der große österreichische Dramatiker Arthur Schnitzler wurde 1862 in Wien als Sohn eines Arztes geboren. Die literarische Tätigkeit spielte bereits seit 1880 eine Rolle in seinem Leben. Vor allem seine Dramen, in denen er mit großer Sensibilität die psychische Befindlichkeit seiner Figuren porträtiert und damit indirekt den Blick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen lenkt, trugen zu seiner Berühmtheit bei.
Zu den bekanntesten seiner Bühnenstücke, die auch heute noch häufig auf europäischen Bühnen aufgeführt werden, gehören »Liebelei« (1895), »Reigen« (1896/97) und »Professor Bernhardi« (1912). Auch seine Erzählungen und Novellen zählen zur Weltliteratur und zeichnen sich durch innovative Darstellungsformen wie den inneren Monolog (»Leutnant Gustl«, 1900) aus. Seine »Traumnovelle« (1925) wurde 1999 zur Grundlage von Stanley Kubricks Kinofilm »Eyes Wide Shut«.
Die Regisseurin: Marie-Louise Lienhard Ullrich
Schauspielerin, Bewegungs- und Theaterpädagogin.
Sie lebt im Arlesheim und St.Ursanne und hatte schon verschiedene Engagements in Deutschland und der Schweiz. In Basel unter anderem am jungen Theater Basel, an der Bühne des Goetheanums und vielen weiteren Orten.
Seit über 30 Jahren arbeitet die siebenfache Mutter mit Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Gymnasien und Steinerschulen der Region und führt an der Heimschule Avrona ein sozial-theaterpädagogisches Gesamtprojekt. 2013 gründete sie mit der reformierten Kirche Arlesheimdas „Jugendtheater Arlesheim“, welches sie siet 2016 selbständig führt.
„Der grüne Kakadu“ von Schnitzler ist bereits ihre dritte Produktion in Münchenstein.