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* 14.02.1758 in Waldenburg
– † 04.05.1838 in Basel
Beruf: Jurist, Stadtschreiber Liestal
Amt: Bürgermeister von Basel
Voller Name: Johann Heinrich Wieland
Konfession: reformiert
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Sohn des Johann Heinrich Wieland (Prediger) und der Dorothea, geborene Buxtorf. Erste Heirat 1786 mit Valeria Weiss (gestorben 1788). Zweite Heirat 1790 mit Maria Magdalena Schweighauser. Drei Söhne, zwei Töchter.
Johann Heinrich Wieland wurde als Sohn eines Predigers in Waldenburg geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er ab 1770 an der Universität Basel Rechtswissenschaften und erwarb dort das Lizenziat. Danach setzte er das Studium in Genf, Colmar und Göttingen fort. In Colmar arbeitete er zudem als Privatsekretär an Gottlieb Konrad Pfeffels Kriegsschule. Zurück in Basel, begann Wieland seine politische Karriere und arbeitete zunächst als Kanzlist. 1786 erlangte er seinen Doktorgrad und wurde zum Schultheissen des Gerichts ernannt. Ab 1795 amtete er als Stadtschreiber von Liestal. 1798 folgte die Wahl zum Mitglied der Basler Nationalversammlung und im selben Jahr begann sein Dienst als Präsident der Basler Verwaltungskammer. Diesem Dienst ging er nach bis zu seiner Ernennung zum Regierungsstatthalter des Kantons Basel 1801, wofür er nach Bern umziehen musste. Ab 1802 war er auch helvetischer Finanzminister. 1803 kehrte er nach Basel zurück und übernahm das Amt des Staatsschreibers, das er bis 1812 bekleidete. 1812 wurde Wieland zum Bürgermeister von Basel gewählt. Er hatte dieses Amt bis 1832 inne. In dieser Zeit vertrat er alle zwei Jahre den Kanton Basel an der Tagsatzung. Kurz nach seiner Wahl reiste er als Mitglied der Gesandtschaft nach Paris, die bei Napoleon die schweizerischen Neutralitäts-Interessen vertrat. 1814 nahm er am Wiener Kongress teil, um dort erneut für die Schweizer Neutralität einzutreten. Den Forderungen der Landschaft Basel nach politischer Gleichberechtigung konnte er nicht gerecht werden, weshalb er 1832 im Zuge der Wirren um die Kantonstrennung von seinen Ämtern zurücktrat.
Autor: Roman Seifert
Burckhardt-Finsler, Albert: Wieland, Johann Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Leipzig 1898, S. 785–792. URL: www.deutsche-biographie.de/sfz85424.html, Zugriff: 07.08.2014.
Wichers, Hermann: Wieland, Johann Heinrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz. URL: www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7190.php, Zugriff: 07.08.2014.