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Noch 93 Sekunden sind in Bern zu spielen. Die Lions machen Druck und schiessen den Puck aufs SCB-Tor. Leonardo Genoni kann parieren, doch die Scheibe kullert in Richtung Torlinie.
Dort eilt Gaëtan Haas seinem Torhüter zu Hilfe. Der Center packt die Scheibe, wischt sie von der Linie und verhindert den Ausgleich zum 4:4. Doch die Aktion hat einen Makel. Im Regelbuch des internationalen Eishockeyverbandes heisst es nämlich:
Wenn ein Feldspieler den Puck innerhalb des dreidimensionalen Bereiches seines Torraumes vom Eis mit der Hand aufhebt oder ihn zudeckt oder mit der Hand abdeckt, während sein Torhüter auf dem Eis ist, wird dem gegnerischen Team ein Penaltyschuss zugesprochen.
Die Schiedsrichter schauen sich die Szene zwar im Videostudium noch einmal an und entscheiden auf «kein Tor». Doch was ist mit dem fälligen Penalty?
Regelbuch gibt Schiedsrichtern recht
Auch da liegen die Unparteiischen richtig. Schliesslich legt das Regelbuch fest, was sie im Video ahnden dürfen:
- Ist die Zeit abgelaufen, bevor die Scheibe die Linie überquert hat?
- Hat der Puck die Linie in vollem Umfang überquert?
- Wurde der Goalie behindert?
Alle anderen Aktionen müssen sie ignorieren, sofern sie sie nicht vorher bemerkt haben.