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Liezen-
Mayer,
Alexander, Historien- und Porträtmaler, geb. zu Raab in Ungarn, war Schüler der Akademien von Wien und von München und trat 1862 in das Atelier Karl v. Pilotys. Seine ersten größern Arbeiten: Krönung Karls von Durazzo im Dom zu Stuhlweißenburg (1862) und Heiligsprechung Elisabeths von Thüringen, die ihn zwar als tüchtigen Koloristen zeigten, machten noch kein sonderliches Glück;
erst 1867 hatte sein Bild: Maria Theresia ein armes Kind stillend einen durchschlagenden Erfolg und fand nicht nur wegen seiner Technik, sondern auch wegen der tiefen Empfindung große Anerkennung.
Nachdem er dann eine Anzahl von Illustrationen zu Schiller und Goethe gebracht und mehrere Porträte gemalt hatte, nahm er 1870 einen Aufenthalt ¶
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in Wien, wo er unter andern Personen auch den Kaiser porträtierte, kehrte aber bald nach München zurück, malte einige Scenen aus Dichtern, z. B. aus Shakespeares «Cymbeline», aus Goethes «Faust» und außerdem Elisabeth das Todesurteil der Maria Stuart unterzeichnend, worauf dann Illustrationen zu Scheffels «Ekkehard» und 50 Kartons zu Goethes «Faust» sowie neuerdings 32 Kompositionen zum Lied von der Glocke folgten. 1880 folgte er einem Ruf als Direktor der Kunstschule nach Stuttgart.