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Der Bezirk Albula
hat eine Gesamtfläche von ungefähr 68620 ha; davon sind 18600 ha unproduktiv, meist
Gletscher,
Schutt und Geröllhalden. Von dem produktiven Areal, der rund 50020 ha umfasst, nimmt der
Wald eine Fläche von 12170 ha ein,
die
Weiden eine solche von 27770 ha (davon 26260 ha Alpweiden), die
Wiesen 9690 ha, das Ackerland 378 ha, das Gartenland 8 ha.
An verschiedenen Orten wurden früher Bergwerke betrieben; das Eisenbergwerk
Bellaluna bei
Filisur war
noch bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Betrieb, jetzt ist es gleich den Bergwerken im Landwasserthale, wo auf Fahlerz
gebaut wurde, gänzlich verlassen.
Seit Eröffnung dieser Bahnlinie haben die
«Obere Strasse» und die Albulastrasse an Verkehr bedeutend
eingebüsst, das nämliche Schicksal ist auch der Landwasserstrasse widerfahren, seit der 1909 erfolgten Eröffnung der Bahnlinie
Davos-Filisur, durch welche die
Davoser- und die Albulalinie miteinander verbunden werden. Bei der Volkszählung von 1900 wurden 7841 Ew.
gezählt und zwar 1347 Reform., 6488 Kathol. und 6 Andere; 1331 Deutsche, 13 Franzosen, 1638 Italiener, 4855 Romanische
und 4 Andere.
Die Zunahme seit 1888 um mehr als 1500 Kathol. und Italiener erklärt sich durch den 1900 im Bau begriffenen Albulatunnel.
Zweifelsohne werden die Resultate einer folgenden Volkszählung sich denen von 1888 wieder sehr nähern.
Deutsch wird gesprochen in
Mutten im Kreis
Alvaschein, in
Schmitten im Kreis
Belfort und in
Wiesen, im Kreis
Bergün, italienisch
in den Gemeinden
Stalla und
Marmels im
Oberhalbstein, romanisch in allen andern Gemeinden. Protestantisch sind im Kreis
Alvaschein
die Gemeinden
Mutten, der gesamte Kreis
Bergün und teilweise die Gemeinde
Stalla im
Oberhalbstein, die Bevölkerung
aller andern Gemeinden des Bezirkes ist katholisch.
Der früher in einzelnen Teilen des Bezirkes betriebene Ackerbau ist stark zurück gegangen und hat dem Wiesenbau und der
Viehzucht
Platz gemacht, die zwar nicht durch einen grossen, wohl aber durch einen bessern Viehbestand, zum Ausdruck gelangt.
Die Viehzählungen ergaben: