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Glutenhaltiges Getreide bildet heute den wichtigsten Grundbestandteil der menschlichen Ernährung. Gluten ist unter anderem in Weizen, Gerste und Roggen enthalten. Die Aufnahme von Gluten wird nicht nur mit der Entstehung von Zöliakie in Verbindung gebracht, sondern auch mit verwandten Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Depression und Schizophrenie.
Allerdings muss die Aufnahme von Gluten nicht immer zu sichtbaren Symptomen führen. Leo Pruimboom: „Bislang herrscht keinen Konsens über die möglichen negativen Auswirkungen von Glutenaufnahme auf die Gesundheit. Der eigentliche Grund dafür besteht nun eben darin, dass die Symptome häufig nicht erkennbar zutage treten, und dies sogar bei Menschen, die nachweislich unter Zöliakie leiden.“
Asymptomatische Zöliakie tritt bei der Mehrheit der unter Zöliakie leidenden Menschen auf und ist durch das Fehlen der klassischen Symptome von Glutenunverträglichkeit wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen gekennzeichnet. Dennoch entwickeln die Betroffenen mit überdurchschnittlicher Häufigkeit Krankheiten, die im Zusammenhang mit Glutenaufnahme stehen. Wie kann das sein?
„Gluten kann in verschiedene morphinähnliche Substanzen, die als Glutenexorphine bezeichnet werden, aufgespalten werden. Diese Substanzen zeigen nachweislich opioide Wirkungen und können die schädliche Wirkung von Glutenprotein auf die Darmwand und auf die Darmfunktion maskieren“, erläutert Leo Pruimboom.
Im wissenschaftlichen Artikel wird der Wirkmechanismus, der hinter der asymptomatischen Zöliakie steht, genauer beschrieben. Den vollständigen Artikel können Sie kostenlos auf BioMed Central (in englischer Sprache) lesen.