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Lexikon
L-Carnitin
Vor allem in Muskelfleisch enthalten
Der Begriff Carnitin ist von der lateinischen Bezeichnung Carnis (Fleisch) abgeleitet. Es handelt sich um eine schwefelhaltige Aminosäure, welche primär in Fleisch und anderen Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorkommt. Fleisch, Geflügel, Fisch und Milchprodukte sind sicher die reichsten Quellen, in Obst, Gemüse oder Getreide ist nur relativ wenig davon enthalten. Durchschnittlich stammt rund 75% des im menschlichen Körper vorhandenen L-Carnitins aus der Nahrung, der Körper kann L-Carnitin jedoch auch selbst aus den Aminosäuren L-Lysin und L-Methionin bilden. Nötige Cofaktoren sind dabei die Vitamine C und B6, sowie Niacin und Eisen.
Wichtig im Energiestoffwechsel
L-Carnitin spielt eine essenzielle Rolle im Energiestoffwechsel. Damit der Körper aus Fetten Energie gewinnen kann, müssen die Fettsäuren in die Mitochondrien, in die winzigen Kraftwerke in den Zellen, transportiert werden. In den Mitochondrien werden die Fettsäuren verbrannt, wobei Energie entsteht. Die langkettigen Fettsäuren können aber die Mitochondrien-Membran nicht allein durchdringen. Hier kommt das L-Carnitin als Träger zum Zug; es heftet sich an die Fettsäuren und schleust sie so in die Mitochondrien und ist somit eine Schlüsselsubstanz für die Fettverbrennung. In Verbindung mit körperlicher Betätigung kann eine erhöhte Fettverbrennung festgestellt werden, angestautes Körperfett kann so mithilfe von L-Carnitin in Energie umgewandelt werden.
Unterstützend beim Abnehmen
Gebildet wird das L-Carnitin vorwiegendin der Leber und der Niere, gespeichert wird es hingegen in der Skelettmuskulatur. Im Zusammenhang mit einer geeigneten Diät und sportlicher Betätigung, kann die Zufuhr von L-Carnitin bei der Reduktion des Körpergewichts helfen, indem es die Erhaltung der Muskulatur unterstützt und gleichzeitig den Abbau von Fettreserven fördert.