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Landschaft: Die Camargue, das Mündungsgebiet der Rhône, entstand aus dem Zusammentreffen von Fluss und Meer. Der Fluss bildet durch seine Ablagerungen Schwemmlandstreifen. Das Meer hat nacheinander mehrere Mündungen geformt und auf diese Weise schmale Küstenstreifen geschaffen, hinter denen sich Lagunen bilden. Daraus ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume, die in vieler Hinsicht die Einmaligkeit des Deltas bedingen. Das Wasser und das Salz, die völlig flache Landschaft und der Wind sind dabei bestimmende Faktoren.
Wenn man vom Meer landeinwärts fährt, trifft man nacheinander auf die folgenden Lebensräume:
1. Grosser Strand und Küstendünen
2. Salzhaltige Seen (Teiche)
3. Brackwasserseen und Salzlagunen
Das ist die sogenannte Camargue laguno-marine, d.h. es ist ein Gebiet, in dem der Einfluss des Meeres und folglich auch des Salzes vorherrschend ist. Der Hauptteil dieses Gebietes wird vom Etang de Vaccarès und seinen südlichen Nebenseen, die zu Naturschutzgebieten erklärt wurden gebildet.
Die Fluss- und Seen-Camargue (Camargue fluvio-lacustre) kennt drei charakteristische Lebensräume, die unter dem Einfluss des Süsswassers entstanden sind:
1. Die Süsswassersümpfe
2. Die Sansouire, höher gelegene Gebiete
3. Das Schwemmland der Rhône mit Wäldchen, Anbauflächen, den Flussuferzonen
Süsswassersümpfe:
Hier wächst Schilf, in dem zahlreiche Vogelarten ihre Nester bauen, darunter zum Beispiel die Reiher, Wasserhühner, Enten, Blässhühner. Auch Säugetiere sind hier anzutreffen, wie zum Beispiel das Wildschwein.
Die Sansouire:
Auf den höher gelegenen Gebieten bilden salzunempfindliche Gräser zähe Büschel. Diese werden im Winter bisweilen überschwemmt und dienen den Stieren und Pferden als Sommerweide. Auch hier sind allerhand Tiere zuhause.
Das Schwemmland:
Hier sind richtige Wäldchen entstanden, in denen Falken, der Wiedehopf, Käuze nisten. Hier liegen auch die vom Menschen genutzten landwirtschaftlichen Anbauflächen. Die heutigen Rhôneufer sind umsäumt von einem schmalen Wald, wo vielfältiges Leben zuhause ist. Darüber jedoch auf einer anderen Seite mehr.
(Quelle Texte: Prospekt des Parc Naturel Régional de Camargue)