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Gelungener Auftakt in die Hallen-Saison
Mit einem 600-Meter-Lauf in Magglingen eröffnete Selina ihre diesjährige Hallen-Saison. Es folgten zwei Starts über 800 Meter. Höhepunkt der diesjährigen Indoor-Saison bilden die Hallen-Europameisterschaften, die vom 1. bis 3. März in Glasgow stattfinden.
Der Saisoneinstieg über die in der Halle selten gelaufene 600-Meter-Distanz war für Selina ein voller Erfolg. Gut 300 Meter lang lief sie hinter der Littauerin Egle Balciunaite, mit der sie in Potchefstrom trainiert hatte. In der Folge konnte sie das Rennen von der Spitze aus regelmässig fertig laufen und wurde mit einer Zeit von 1:27.08 Minuten belohnt. Damit verbesserte sie die bisherige Schweizer Allzeitbestleistung um 2.72 Sekunden.
Drittbeste Karrierezeit in Torun
Am Hallenmeeting der IAAF World Indoor Tour in Torun (Polen) startete Selina dann erstmals über 800 Meter. Die Toggenburgerin reihte sich nach dem Start im hinteren Teil des Weltklassefeldes auf der Innenbahn ein und arbeitete sich im Laufe des Rennens akribisch nach vorne. In 2:00.98 Minuten erreichte sie das Ziel als Viertplatzierte und drittbeste Europäerin. Erst zweimal - beim Gewinn des EM-Titels im Jahr 2017 mit 2:00.38 sowie anlässlich der Hallen-WM in Sopot im Jahr 2014, wo sie eine Zeit von 2:00.93 lief- hat sie die vier Bahnrunden in der Halle schneller absolviert. Die Limite für die Hallen-EM von 2:05 Minuten unterbot die 27-Jährie, die seit Herbst von Louis Heyer trainiert wird, dabei um mehr als vier Sekunden.
Couragiertes Rennen wird (noch) nicht belohnt
Weniger schön sieht auf den ersten Blick das Ergebnis des 800-Meter-Laufes anlässlich des Meetings in Liévin (Frankreich) aus. In 2:03.65 Minuten wurde Selina "nur" Sechste. Dabei zeigte sie ein sehr couragiertes Rennen und lag auf Position zwei liegend bis zur 700-Meter-Marke auf Kurs für eine Zeit unter zwei Minuten. Dannach brach sie jedoch ein und musste mehrere Läuferinnen vorbeiziehen lassen. Die ersten dichten Rennen mit viel taktischem Gerangel haben gezeigt, dass der Weg Richtung Saisonhöhepunkt stimmt. «Ich bin sehr zufrieden mit den ersten Wettkämpfen und hatte extrem Freude zu laufen. Den 600-Meter-Lauf sowie das Rennen in Torun bin ich sehr deffensiv gelaufen und hatte dementsprechend das Gefühl, dass noch mehr möglich ist. In Liévin war ich viel aktiver und habe mehr riskiert. Vieles war gut, darauf kann ich aufbauen.»
Schweizermeisterschaften in St. Gallen
Am kommenden Wochenende finden in St. Gallen die nationalen Titelkämpfe in der Halle statt. Selina wird dabei zum letzten Mal vor der Hallen-EM über 800 Meter antreten, wo sie unter anderem auf Delia Sclabas und Lore Hoffmann trifft. Die beiden Läuferinnen planen ebenfalls mit einem Hallen-EM-Start. Der Vorlauf findet am Samstag um 17.45 statt, das Finale am Sonntag um 13.15 Uhr.