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Moderator: Lüscher
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S009167491100426X
Ein standardisierter Gräserpollenextrakt wurde bei Probanden mit bekannter Gräserpollenallergie appliziert und danach wurde gemessen, wie lange es dauert, bis die nasale Durchgängigkeit zu 90% des Ausgangswertes wieder hergestellt war. Es zeigte sich, dass die Vergleichssubstanz Desloratadine (Aerius(R)) in dieser Versuchsanordnung nicht besser abschnitt als Placebo. Im Gegensatz dazu zeigte der Pestwurzextrakt eine deutlich schnellere Wiederherstellung des Luftflusses durch die Nase.
Die Studie zeigt schön auf, dass die Antihistaminika nur die Frühphase der allergischen Reaktion, nicht jedoch die spätere Gewebekongestion beeinflussen können. Wer also während der Pollensaison nicht primär Probleme mit laufender Nase und Niesen, sondern mehr obstruktive Symptome hat, braucht eine Therapie mit nasalen Steroiden oder eben mit Pestwurzextrakt. Nicht getestet wurde in dieser Studie, die ja ausserhalb der Pollensaison durchgeführt worden war, wie viel das Spülen mit sal anticatharrhale nützt (z.B. Emser Salz).
Wer die Originalpublikation will, kann diese bei mir bestellen.