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Meret Oppenheim, Künstlerin
1913-1985, geboren in Berlin, gestorben in Basel
1913-1985, geboren in Berlin, gestorben in Basel
Tochter von Eva Wenger, Tochter von Lisa Wenger und des deutschen Arztes Erich Oppenheim. Sie wurde nach Gottfried Kellers "Mertlein" aus dem "Grünen Heinrich" benannt. Meret verbrachte ihre Jugend im Berner Jura, in Süddeutschland und in Basel, wo ihre Grossmutter mütterlicherseits, die Schriftstellerin Lisa Wenger lebte. Lisa Wengers zweite Tochter Ruth war für kurze Zeit mit Herrmann Hesse (1924-1927) verheiratet. Während des Ersten Weltkriegs lebte Oppenheim mit ihrer Mutter im Haus der Wengers in Carona. 1932 kam sie als 18jährige nach Paris, machte mit Hans Arp und Alberto Giacometti Bekanntschaft und schloss sich dem Surrealistenkreis an. 1934 verliebte sie sich in Ascona in Max Ernst und verbrachte mit ihm einige Tage in der "Barca" der Rosenbaums, in Comologno, hauptsächlich "hinter verschossenen Türen". 1938 zog sie nach Basel, Kontakte zur antifaschistischen „Gruppe 33“, deren Mitglied sie war, und Besuch der Gewerbeschule, später nach Bern, von wo aus sie immer wieder nach Paris pendelte. Sie schuf verschiedene Werke, von denen auch heute noch einige umstritten sind. 1949 Heirat mit dem Balser Kaufmann Wolfgang La Roche. 1983: "Den Berner Brunnen empfinde ich als romantisch. Als man mir sagte, auf den unteren Waisenhausplatz müsse ein Brunnen zu stehen kommen, schaute ich mir den Platz vom Käfigturm her an, und ich sagte mir: Das ist kein Platz, das ist eine Autowüste. Hier einen Brunnen hinzustellen, gäbe noch mehr Unordnung! Sofort war mir klar: hier kommt nur ein Turm, ein ringsum von Wasser umringter Turm in Frage." Sie wurde in Carona beerdigt, schräg gegenüber des Grabs von Lisa und Theo Wenger, ihren Grosseltern. In Basel wurde ein Strasse nach ihr benannt.