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Musik am Zentrum für Afrikastudien Basel
Ort:
Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel | Vortragssaal | Petersgraben 27 | 4051 Basel
Veranstalter:
Schweizerische Musikforschende Gesellschaft | Musikwissenschaftliches Seminar und Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel
Lena van der Hoven: "South African Opera Discourses of Heritage and History"
Lena van der Hoven stellt einen Teil ihres aktuellen Forschungsprojektes zur Oper in Südafrika nach der Apartheid vor.
Im September 2022 wurde Hendrik Hofmeyrs Oper Sara Baartman in Kapstadt uraufgeführt, die eine umstrittene Interpretation ihres eigenen Handelns in ihrem Leben enthält, obwohl Sarah Baartmans Ausbeutung als "Hottentotten-Venus" im Europa des 19. Jahrhunderts in Bezug auf Rasse, Geschlecht, Sklaverei und Kolonialismus wissenschaftlich breit diskutiert wurde (Pumla Dineo Gqola 2018, Yvette Abrahams 2000, David Johnson 2007). Nach der Wiedererlangung ihrer sterblichen Überreste im Jahr 2002 wurde ihre Grabstätte zum nationalen Kulturerbe erklärt und der damalige Präsident Thabo Mbeki wies auf die Zusammenhänge der rassistischen Aufklärungsprojekte hin, die der weißen Vorherrschaft zu jener Zeit zugrunde lagen. Lena van der Hoven wird erörtern, wie diese neueste südafrikanische Opernkomposition an diesen Quellen des südafrikanischen Erbes und der Geschichte teilnimmt und wie die Opernproduktion in einem Kanon neuer Opernkompositionen zu sehen ist, die sich seit der Demokratisierung im Jahr 1994 maßgeblich mit historischen und politischen Figuren Südafrikas auseinandersetzen.
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