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Meghan ist in den USA aufgewachsen, Harry in London. In Kanada scheinen sich die beiden aber wahnsinnig wohl zu fühlen, was sicher auch daran liegt, dass die ehemalige Schauspielerin sieben Jahre hier gelebt hat. Für das britische Königshaus ist das Land das kleinste Übel, denn immerhin ist Kanada Teil des Commonwealth. Sprich, Meghan und Harry leben immer noch unter der Krone von Oma Elizabeth II., 93.
Aber, die Flucht aus England scheint sich auch aus einem anderen Grund gelohnt zu haben, denn in Kanada ist einfach alles etwas lustiger, netter und herziger. Seht selbst.
Der Staat weiss, was wirklich wichtig ist
Das Verbrechen, das in Kanada in die Geschichte einging, ist der «Ahornsirup-Raub». Fünf Männer stahlen zwischen 2011 und 2012 über 3'000 Tonnen der klebrigen Delikatesse aus dem staatlichen Notvorrat. In den Katakomben der FPAQ, der Föderation der Ahornsirup-Produzenten in Quebec, lagern tausende Fässer mit dem klebrigen Saft. Diese werden nur einmal im Jahr kontrolliert.
Während 12 Monaten fuhren die Diebe regelmässig mit LKWs in den Sirup-Keller, stahlen die Fässer, kippten den Inhalt um, füllten die Fässer mit Wasser und brachten sie wieder zurück. Den Ahornsirup verkauften sie, in ganz normalen Flaschen an Grossverteiler, die keine Ahnung hatten, woher dieser wirklich kam. Bei der nächsten Inspektion fiel auf, dass etwa ein Drittel der Fässer leer war. Der zuckersüsse Raub brachte den fünf Männern rund 18 Millionen kanadische Doller (14 Millionen Franken) ein.
Jetzt lassen wir uns die Details dieser Geschichte mal auf der Zunge zergehen.
1. Kanada hat einen staatlichen Vorrat an Ahornsirup. Besser noch, einen Notvorrat.
2. Die gestohlenen 3'000 Tonnen machten nur ein Drittel des Gesamtvolumens aus, den Kanada für Notfälle lagert.
3. An dem Fall arbeiteten 225 Polizisten über mehrere Monate.
4. Kein Verbrechen wurde von Medien so breit abgedeckt wie der «Marple-Syrup-Heist».
Die Postboten sind richtig «badass»
In der Schweiz sind wir ja echt verwöhnt, was die Zulieferung von Briefen und Paketen angeht. Da muss schon ein ausgewachsener Berner Sennenhund zähnefletschend im Garten stehen, dass der Postbote die Abgabe verweigert.
Anders in Kanada. Wenn Harry und Meghan bei Zalando eine Trainerhose oder neue Finken bestellen wollen, dann hält den Lieferanten also wirklich nur eines ab... ein Bär.
Meghan ist mir all ihren Haustieren willkommen ... fast allen
Meghan liebt Tiere. Die Herzogin besitzt zwei Hunde und war todtraurig, als sie ihren Senior-Beagle, wegen ihres Umzuges nach England, in Kanada zurücklassen musste. In ihrer neuen, alten Heimat ist zumindest eines sicher: In gewissen Hotels sind alle Tiere, die sich Meghan noch anschaffen will, willkommen. Fast alle...
«Dieses Hotel beherbergt auch Tiere. Ausser Bären. Diesen Fehler machen wir nicht noch einmal»
Wer braucht schon Scotland Yard ...
... wenn er kanadische Polizisten hat.
Kanadische Ärzte sind die besseren Ärzte
Ob sie jetzt wirklich besser behandeln, sei mal dahingestellt. Aber für ihr Anliegen und Streben nach sozialer Gerechtigkeit sind Meghan und Harry in Kanada sicher am richtigen Ort.
2018 unterzeichneten 700 Mediziner und Medizinstudenten eine Petition, die die Gehälter von Ärzten nicht mehr vor gesetzlichen Kürzungen schützen soll. Sie gingen für ihr Anliegen nach weniger Lohn sogar auf die Strasse. «Das einzige, das immun gegen die Streichungen der öffentlichen Hand zu sein scheint, sind unsere millionenschweren Gehälter», war in der Forderung zu lesen. Die Demonstranten forderten das die Gelder für die medizinische Versorgung von sozial Schwachen eingesetzt wird.
Nachbarschaft ist wichtig
Meghan und Harrys Nachbarn rund um das Frogmore Cottage in Windsor wollten das Paar am liebsten weg haben. Sie unterzeichneten sogar ein Papier, dass die beiden aus dem Örtchen nahe Windsor verjagen sollte. Ein toller Anfang für eine friedliche Nachbarschaft.
In Kanada sieht das anders aus. Man sagt lieb «Bitte bring mir meine Schubkarre wieder zurück», was der «Dieb» natürlich sofort macht. Und damit alles freundlich und korrekt verläuft, sagt man dann natürlich auch anständig mit einem Schild «Danke, dass du meine Schubkarre wieder zurückgebracht hast». Ach, Kanda!
Meghan könnte einen Job bei der Polizei annehmen
Die Herzogin ist Yoga-Fan und hätte die Ausbildung zur Yogalehrerin sicher schnell in der Tasche. Ausserdem soll sie sich durch Archies Geburt meditiert haben.
Damit die Polizisten in Kanada mindestens genauso «Zen» sind, wird vor der Arbeit meditiert. Genauergesagt, bietet das Sicherheitsdepartment der kanadischen Regierung Polizisten «Mindfulness»-Kurse an, damit die Beamten in ihrer Arbeit mit der Bevölkerung gelassener reagieren.
Eine gute Möglichkeit für Meghan, ihre Bewerbung einzuschicken.
Zu guter Letzt: Wer hätte nicht gerne einen Pool - mit Haustier
Geniesst es, Meghan und Harry!