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Kennzahlen
Allgemeines
Der Rotsee ist eine stadtnahe Oase und wichtig für Erholungssuchende, ist aber auch bekannt als "Göttersee" der Ruderer. Der See und seine Ufer stehen unter Naturschutz. Das Abstimmen der Schutz- und Nutzungsanliegen gerade mit den internationalen Ruderwettkämpfen bleibt eine Herausforderung.
Ruderwelt Luzern
Die Ufer- und Gewässerpflege sowie die Vergabe von Fischerpatenten erfolgt durch den Quartierverein Maihof.
Fischerpatente
Wasserqualität
Früher war der See durch die Einleitung von Siedlungsabwässern stark beeinträchtigt, es herrschten teilweise gravierende Zustände (Gestank, Algenblüten). Auch die Zufuhr von Wasser aus der Reuss (Reuss-Rotseekanal ab 1922) brachte keine nachhaltige Verbesserung. Erst mit der konsequenten Abwassersammlung und –reinigung ab den frühen 1970er Jahren verbesserte sich die Wasserqualität des Rotsees merklich.
Phosphorkonzentration im Rotsee
Lebensraum
Untersuchungen des Sediments haben gezeigt, dass der Rotsee bereits zur Römerzeit ein recht nährstoffreiches Gewässer mit nur geringer Wasserumwälzung war. Das Wasser ist deshalb oft trüb und "wolkig". Zudem verfärbt sich das Seewasser je nach vorherrschender Algenart grün bis rot.
Algen und Moostierchen
Seit 2007 treten im Rotsee vermehrt Algenblüten auf, verursacht durch eine aus Nordamerika eingeschleppte Blaualge (Lyngbia birgei). Beim Zerfall der Algen kommt es zu einem starken unangenehmen Fäulnisgeruch. Giftige Stoffe wurden bei dieser Art bisher nicht nachgewiesen, auch Gesundheitsrisiken sind keine bekannt. Es ist davon auszugehen, dass bei einer weiteren Abnahme der Nährstoffe im Seewasser die heutige Dominanz der Alge wieder verschwinden wird.
Eine Gefährdung der Gesundheit durch den Badebetrieb oder durch das Einatmen der unangenehmen Gerüche besteht nicht. Wir empfehlen dennoch, die allgemeinen Hygienemassnahmen nach dem Baden einzuhalten (sich duschen und gut abtrocknen).
Gutachten der Eawag zu Algenblüten (9.6 MB)
Im September 2011 konnten im Rotsee gallertartige Klumpen beobachtet werden. Es handelte sich dabei um Kolonien des Schwammartigen Moostierchens (Pectinatella magnifica).
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