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Ich habe Ihren Bericht über die Kinderversicherungen gelesen (CASH vom 31. August 2006). Sie haben nur über die Angebote der Lebensversicherer, nicht aber über diejenigen der Krankenversicherer geschrieben. Ich habe für meine drei Kinder bei der Krankenkasse eine Zusatzversicherung gegen Invalidität abgeschlossen. Genügt das? K.F. in O.
Die Zusatzversicherung, die Sie bei der Krankenkasse für Ihre Kinder abgeschlossen haben, ist besser als nichts. Doch die im CASH vorgestellten Kinderversicherungen der Lebensversicherer gehen viel weiter. Der grosse Unterschied: Die Kinderversicherungen von Mobiliar, Bâloise und Zürich sind Rentenversicherungen. Sie aber haben bei der Krankenkasse eine Kapitalversicherung abgeschlossen. Bei einer Invalidität Ihres Kindes erhält dieses also nicht eine jährliche Rente bis Alter 65. Stattdessen erhalten Sie ein Kapital ausbezahlt, welches in Ihrem Fall 300'000 Franken beträgt. Das ist natürlich weniger, als wenn Sie für Ihr Kind eine Jahresrente von zum Beispiel 24'000 Franken versichert hätten. Wobei sich die unterschiedliche Leistung natürlich auch in der Höhe der Prämie niederschlägt.
Die versicherten 300'000 Franken sind wie gesagt besser als nichts. Dennoch muss ich Sie auf einen Makel aufmerksam machen: Mit einer Zusatzversicherung der Krankenkasse haben Sie bloss das Risiko Unfall versichert, nicht aber das Risiko Krankheit. Sie haben eine sogenannte UTI-Versicherung abgeschlossen (Unfall/Tod/Invalidität).
Möchten Sie zusätzlich noch die krankheitsbedingte Invalidität versichern, müssten Sie nicht nur tiefer in die Tasche greifen, Sie müssten auch den Krankenversicherer wechseln. Kapitalversicherungen, die nicht nur Unfälle, sondern auch Krankheiten versichern, sind auf dem Markt noch dünn gesät.
Erschienen im CASH am 14. September 2006