Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03205.jsonl.gz/1451

Hockeygott
in der retrospektive kann man diese faktoren problemlos eigenhändig und nüchtern überprüfen und man wird sehr schnell feststellen, dass die einzige wirkliche korrelation bzw. sogar eindeutige kausalität zwischen testvolumen und positiven fallzahlen besteht.
Es gibt keine wirkliche Korrelation zwischen Testvolumen und Fallzahlen.
Gäbe es eine perfekte Korrelation zwischen der Anzahl Tests und der Anzahl positiver Fälle, wäre die Positivrate immer gleichbleibend.
Das ist sie aber nicht annähernd. Am Höhepunkt der 2. Welle lag sie bei 27.4 %, zuletzt lag sie bei 1.6 %.
Seit der Welle im letzten Herbst ist die Anzahl täglich durchgeführter Tests mehr oder weniger stagniert, die Anzahl der positiven Fälle ist hingegen sehr stark gesunken. Schaut man sich die entsprechenden Graphen an, wird schnell klar, dass es nur eine sehr tiefe Korrelation zwischen dem Testvolumen und den positiven Fallzahlen gibt.
Wirkliche Zusammenhänge gibt es hingegen zwischen den Neuinfektionen und den Hospitalisierten sowie den Todesfällen.
Steigen die positiven Fälle, steigen mit kleiner zeitlichen Verzögerung auch die Zahlen der neu hospitalisierten und der Todesfälle. Sinken die Neuinfektionen, sinken kurz darauf auch die Hospitalisierungen und die Todesfälle. Das sieht man sofort, wenn man sich die Graphen anschaut.
Die Zahl der Neuinfektion ist daher durchaus ein gut geeignetes Mittel um den Ernst der Lage zu beurteilen.