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Diego Simeone schaffte mit Atlético Madrid, was seit einer gefühlten Unendlichkeit niemandem mehr gelang: Ein Sieg an der Anfield Road. Neben riesiger Freude bleibt beim Spanier aber auch ein fahles Gefühl zurück – er empfindet den Sieg als «unfair».
In einer irren Verlängerung schiesst Atlético Madrid in Anfield drei Tore und wirft den Champions-League-Sieger von 2019 damit aus dem Turnier. Es war der erste Sieg einer Gastmannschaft im europäischen Wettbewerb an der Anfield Road seit sechs Jahren. Und obwohl sich Atlético-Trainer Diego Simeone unglaublich über den Sieg seiner Mannschaft freut, empfindet er das Resultat als «unfair».
30 Minuten mehr Zeit als Liverpool
«Heute war ungerecht, weil wir 30 Minuten zusätzlich Zeit hatten, um drei Auswärtstore zu erzielen. Liverpool hatte das nie», so der 49-Jährige nach der Partie. «Das werde ich beim nächsten Trainer-Meeting mit der UEFA ansprechen. Das ist nicht fair.»
Atlético qualifizierte sich zwar letztlich gar nicht dank der Auswärtstorregel, allerdings sah sich Liverpool nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Marcos Llorente in der 97. Minute gezwungen, alles nach vorne zu werfen. Zu diesem Zeitpunkt wären die Spanier dank des Auswärtstores eine Runde weiter gewesen.
«Heute wurden wir durch diese Regel bevorzugt, aber das nächste Mal ist sie vielleicht gegen uns. Liverpool hatte 30 Minuten weniger Zeit, um Auswärtstore zu erzielen. Das ist nicht richtig.»