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4 Meeresvögel Südgeorgiens:
Braune Skua - Catharacta antarctica
© 2013 Markus Kappeler
Dominikanermöwe - Larus dominicanus
Antipodenseeschwalbe - Sterna vittata
Blauaugenscharbe - Phalacrocorax atriceps
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)
Südgeorgien, im Grenzbereich von Südatlantik und Südpolarmeer gelegen, weist bei einer Länge von 160 Kilometern und einer maximalen Breite von 30 Kilometern eine Fläche von 3753 Quadratkilometern auf. Es ist damit die grösste Insel des sogenannten «Südantillenrückens». Dieses untermeerische Gebirge stellt gewissermassen die südliche Verlängerung der Anden dar und verläuft von Feuerland in einer grossen Schleife zur Antarktischen Halbinsel. Grösstenteils befindet es sich unter der Meeresoberfläche; an vier Stellen ragen jedoch seine höchsten Gipfel aus den Fluten auf und bilden die Insel Südgeorgien sowie die Südsandwich-, Südorkney- und Südshetland-Inseln.
1300 Kilometer liegt Südgeorgien von den Falklandinseln entfernt und etwa ebenso weit von der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel. Es hat ein kaltes Klima: Die durchschnittliche Jahrestemperatur der Luft liegt bei 1,8 Grad Celsius. Selbst im Februar und März, den wärmsten Monaten des Jahres, fällt die Temperatur nachts regelmässig unter den Gefrierpunkt. So kommt es, dass Südgeorgien, dessen höchster Gipfel 2934 Meter über die Meeresoberfläche aufragt, zu rund sechzig Prozent unter ewigem Eis begraben ist und dass auch die restlichen vierzig Prozent der Insel während eines Grossteils des Jahres von Schnee bedeckt sind.
Dem frostigen Klima zum Trotz finden sich auf Südgeorgien und seinen vorgelagerten «Trabanten», darunter Bird Island, Willis Island und Copper Island, einige der grössten Robbenfortpflanzungs- und Vogelbrutstätten der Welt. Unter anderem haben mehrere Millionen Antarktische Seebären (Arctocephalus gazella) und mehrere hunderttausend Südliche See-Elefanten (Mirounga leonina) hier ihren Stützpunkt. Die Zahl der auf Südgeorgien brütenden Pinguin-, Albatros-, Sturmvogel- und anderen Meeresvogelpaare wird auf über dreissig Millionen geschätzt.
Die enorme Grösse der bei Südgeorgien vorkommenden Meeressäuger- und Meeresvogelbestände erklärt sich durch den enormen Reichtum der marinen Organismenbestände in den umliegenden Gewässern. Dass dieselben von Lebewesen aller Art förmlich überquellen, hat mit der sogenannten «Antarktischen Konvergenz» zu tun, welche nur wenig nördlich von Südgeorgien verläuft. Es handelt sich um einen rund fünfzig Kilometer breiten Meeressaum, an welchem nordwärts strömendes kaltes antarktisches Wasser auf südwärts strömendes wärmeres südatlantisches Wasser trifft. Diese Zone ist von mächtigen Turbulenzen geprägt, welche unter anderem bewirken, dass nährstoffreiches Tiefenwasser an die Meeresoberfläche gespült wird.
Es ist dieser Nährstoffreichtum, welcher enormen Beständen von frei schwebenden pflanzlichen und tierlichen Kleinstorganismen eine üppige Lebensgrundlage bietet. Von diesem massenhaft gedeihenden «Phytoplankton» und «Zooplankton» vermag sich eine immense Zahl wenig grösserer tierlicher Geschöpfe zu ernähren. Zu nennen ist vor allem der Krill (Euphausia superba), ein garnelenartiges, frei schwimmendes, nur ein bis zwei Gramm schweres Krebschen aus der Ordnung der Leuchtkrebse (Euphausiacea), das oft in riesigen, wolkenartigen Schwärmen auftritt. Alle diese Kleintiere bilden eine ideale Nahrungsquelle für unzählige Fische und Tintenfische, aber auch für Meeresvögel, Robben und Wale. Und diese wiederum bilden eine reiche Nahrungsgrundlage für ein breites Spektrum kräftigerer Beutegreifer unter den Fischen, Vögeln und Meeressäugern bis hin zum mächtigen Schwertwal (Orcinus orca). Im Bereich der Antarktischen Konvergenz - und mithin im Bereich Südgeorgiens - existiert ein sehr reichhaltiges und höchst komplexes marines Nahrungsnetz.
31 Vogelarten sind als Brutvögel auf Südgeorgien verzeichnet. Davon ist 1 Art ein echter - und zudem endemischer - Landvogel, nämlich der Riesenpieper (Anthus antarcticus) aus der Singvogelfamilie der Stelzen und Pieper (Motacillidae). Die restlichen 30 Arten sind Wasservögel oder Meeresvögel, haben also allesamt Schwimmhäute zwischen ihren Zehen. Vier von ihnen sollen hier vorgestellt werden: die Braune Skua (Catharacta antarctica), die Dominikanermöwe (Larus dominicanus), die Antipodenseeschwalbe (Sterna vittata) und die Blauaugenscharbe (Phalacrocorax atriceps).
Die Braune Skua
Die Braune Skua ist eine von nur sieben Arten in der Familie der Raubmöwen (Stercorariidae). Diese gehört innerhalb der Klasse der Vögel (Aves) zur Ordnung der Wat- und Möwenvögel (Charadriiformes), einer vielgestaltigen Vogelsippe von mehrheitlich küstenlebenden Vögeln. Mit einer Gesamtlänge von 50 bis 65 Zentimetern, einer Flügelspannweite von 1,3 bis 1,6 Metern und einem Gewicht von bis über 2 Kilogramm ist die Braune Skua nicht nur das grösste Mitglied der Raubmöwenfamilie, sondern auch eines der schwersten Mitglieder der ganzen Wat- und Möwenvögelordnung.
Die Braune Skua kommt im Bereich der Subantarktis weit verstreut vor. Sie schreitet auf den meisten subantarktischen Inseln des Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozeans zur Brut, in geringer Zahl aber auch auf der Antarktischen Halbinsel sowie im südlichsten Bereich des südamerikanischen Kontinents. Etwa 1000 Paare brüten auf Südgeorgien und den benachbarten Inselchen. Weltweit wird der Brutbestand auf 13000 bis 14000 Paare geschätzt.
Fast ausnahmslos brütet die Braune Skua in der unmittelbaren Nähe von Brutkolonien anderer Meeresvögel, insbesondere solchen, die in Erdlöchern brüten, denn diese bilden ihre Hauptnahrungsquelle. Auf Südgeorgien und den benachbarten Inselchen brüten mehrere solche Meeresvogelarten. Der weitaus häufigste ist aber mit mehreren Millionen Paaren der Antarktis-Walvogel (Pachyptila desolata) aus der Familie der Sturmvögel (Procellariidae). Wie die meisten Meeresvögel, welche in Erdlöchern brüten, besuchen bzw. verlassen die Antarktis-Walvögel ihr Nest immer nur im Schutz der nächtlichen Dunkelheit. Dies schützt sie allerdings nicht vor der Braunen Skua, die ihnen nachts gezielt auflauert: Sie überfällt die zarten Walvögel, nachdem sie gelandet sind und auf ihren schwachen Beinen die letzten Meter zu ihren Erdhöhlen zurücklegen.
Ansonsten erweist sich die Braune Skua beim Nahrungserwerb als sehr flexibel: Häufig raubt sie die unbeaufsichtigten Eier und Nestlinge anderer Meeresvögel. Gelegentlich ernährt sie sich von toten Robben und anderen Tierleichen. Manchmal sucht sie auf dem Meer nach essbarem Treibgut oder erbeutet dort oberflächennah schwimmende Fische, Tintenfische und Krebstiere. Nicht selten begleitet sie ferner Schiffe und Fischerboote und hält nach Abfällen Ausschau.
Die Dominikanermöwe
Die Dominikanermöwe gehört innerhalb der Ordnung der Wat- und Möwenvögel (Charadriiformes) zur Familie der Möwen (Laridae), welche rund 100 Arten von Möwen und Seeschwalben umfasst. Mit einer Gesamtlänge von 55 bis 65 Zentimetern, einer Flügelspannweite von 1,3 bis 1,4 Metern und einem Gewicht um 1 Kilogramm ist sie ein recht grosses Mitglied ihrer Familie. Sie hat ein sehr weites Verbreitungsgebiet, das sich über die Festland- und Inselküsten in weiten Bereichen der südlichen Erdhalbkugel erstreckt - von der Antarktischen Halbinsel über diverse subantarktische Inseln nordwärts bis Südafrika, Neuseeland und zu den Galapagosinseln. Auf Südgeorgien ist sie mit einem Brutbestand von ungefähr 2000 Paaren zwar etwas zahlreicher als die Braune Skua, gehört aber ebenfalls zu den lokal weniger häufigen Meeresvogelarten.
Wie die meisten anderen Möwenarten ist die Dominikanermöwe eine anpassungsfähige Allesesserin, die sich je nach Gelegenheit eine vielfältige Kost zusammenstellt. Insgesamt überwiegen aber tierliche Bissen. Oft kann man die Dominikanermöwe in der Nähe von Fischerbooten oder Siedlungen sehen, wo sie sich von Abfällen aller Art ernährt. Sehr geschickt vermag sie im Vorbeiflug Fische und andere Nahrungsdinge von der Wasseroberfläche aufzupicken. Sie plündert auch gern die unbeaufsichtigten Nester anderer Meeresvögel, und oft sucht sie die Küste nach kleinen wirbellosen Tieren wie Krabben und Schnecken ab.
Die Dominikanermöwen führen ein monogames Leben; einmal gebildete Paare halten also im Allgemeinen bis zum Tod des einen oder anderen Partners zusammen. Meistens brüten sie in lockeren Kolonien. Darin beansprucht jedes Paar ein klar definiertes Territorium, aus dem sie Eindringlinge aller Art, selbst Menschen, mit Luftangriffen fernzuhalten versuchen.
Auf Südgeorgien erfolgt der Nestbau im Oktober oder November, also im südlichen Frühling. Beim Nest handelt sich um eine in den Boden gescharrte, häufig am Fuss eines Felsstücks befindliche Mulde, die mit Gräsern, Zweigen, Tang, Federn, Muschelschalen und kleinen Steinen ausgekleidet wird. Das Gelege umfasst gewöhnlich zwei oder drei gesprenkelte Eier. Diese werden von beiden Altvögeln abwechslungsweise während vier Wochen bebrütet. Die Jungen können zwar von Anfang an laufen und schwimmen und verlassen das Nest schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen. Sie sind aber erst mit sieben bis acht Wochen flugfähig. Von der Zufütterung durch ihre Eltern bleiben sie abhängig, bis sie etwa drei Monate alt sind. In der Folge machen sie sich selbstständig und ziehen weit umher, kehren aber nach etwa einem Jahr zu ihrem Geburtsort zurück. Wie viele andere Meeresvögel schreiten sie erst relativ spät, im Alter von drei bis vier Jahren, wenn sie voll ausgefärbt sind, zur Brut. Möwen können etwa dreissig Jahre alt werden.
Die Antipodenseeschwalbe
Die Antipodenseeschwalbe wird innerhalb der Ordnung der Wat- und Möwenvögel (Charadriiformes) wie die Dominikanermöwe in die Familie der Möwen (Laridae) gestellt. Mit einer Länge von 35 bis 40 Zentimetern, einer Flügelspannweite von ungefähr 75 Zentimetern und einem Gewicht um 170 Gramm gehört sie unter den weltweit etwa 45 Seeschwalbenarten zur «Mittelklasse», ist aber im Vergleich zur Dominikanermöwe und zur Braunen Skua ein zierlicher Vogel.
Wie die drei anderen hier vorgestellten Meeresvogelarten kommt die Antipodenseeschwalbe ausschliesslich auf der südlichen Erdhalbkugel vor, wo sie auf zahlreichen subantarktischen Inseln rund um den Erdball herum sowie auf der Antarktischen Halbinsel zur Brut schreitet. Im Bereich von Südgeorgien brüten schätzungsweise 10000 Paare. Sie tun dies fast ausschliesslich auf den vorgelagerten Inselchen und Felseilanden. Auf der Hauptinsel selbst scheint ihr Brutbestand praktisch ausgelöscht zu sein, und zwar durch die eingeschleppte Wanderratte (Rattus norvegicus), eine gewiefte Nesträuberin, welche vor allem für die kleineren Brutvögel Südgeorgiens eine grosse Gefahr darstellt.
Die Antipodenseeschwalbe ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen, die sie durch präzises Stosstauchen aus einer Flughöhe von etwa zehn Metern erbeutet. Auf dieselbe Weise erjagt sie zudem Krill und weitere kleine, frei schwimmende Krebstiere. Manchmal fliegt sie auch der Küste entlang und nimmt im Gezeitenbereich kleine Krabben, Vielborstenwürmer, Schnecken und dergleichen zu sich.
Ausserhalb der Brutsaison bewegen sich die Antipodenseeschwalben gewöhnlich weit von ihren Brutplätzen entfernt umher. Manche Bestände ziehen zu den Küsten des südlichen Südamerikas oder des südlichen Afrikas. Andere bleiben auf hoher See und ruhen oft in grosser Zahl auf Eisschollen und Eisbergen. Gewöhnlich gegen Ende Oktober treffen die brutwilligen Individuen an ihren traditionellen Brutplätzen ein.
Die Blauaugenscharbe
Die Blauaugenscharbe ist nicht näher mit den drei anderen hier vorgestellten Arten verwandt. Sie gehört zur gut vierzig Arten umfassenden Familie der Kormorane (Phalacrocoracidae), welche früher gewöhnlich in die Ordnung der Pelikanvögel (Pelecaniformes) gestellt wurde, neuerdings aber der neu geschaffenen Ordnung der Tölpelvögel (Suliformes) zugerechnet wird, zusammen mit den Tölpeln, den Fregattvögeln und den Schlangenhalsvögeln.
Die Blauaugenscharbe ist eines der stattlicheren Mitglieder der Kormoranfamilie: Sie erreicht eine Gesamtlänge von 70 bis 75 Zentimetern, eine Flügelspannweite um 110 Zentimeter und ein Gewicht von 1,8 bis 3,5 Kilogramm, wobei die Männchen im Durchschnitt etwas grösser und schwerer sind als die Weibchen. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr ausgedehnt: Sie brütet auf vielen subantarktischen Inseln sowie auf der Antarktischen Halbinsel, zudem aber auch vielerorts entlang der Küsten des südlichen Südamerikas, vom zentralen Chile auf der pazifischen Seite bis zum zentralen Argentinien auf der atlantischen Seite. Der Brutbestand auf Südgeorgien wird auf 7000 bis 8000 Paare geschätzt.
Wie alle Mitglieder der Kormoranfamilie sind die Blauaugenscharben tüchtige Taucher und gehen hauptsächlich unter Wasser auf Beutefang. Sie können in Tiefen von mehr als fünfzig Metern abtauchen, begnügen sich aber typischerweise mit Tiefen von 5 bis 25 Metern. Ihre Nahrung besteht vor allem aus kleinen Fischen aller Art, umfasst aber auch marine Wirbellose wie Krebstiere, Tintenfische, Schnecken und Würmer, die sie teils im freien Wasser, teils am Meeresgrund erbeuten.
Südgeorgien bald rattenfrei?
Keine der vier vorgestellten Meeresvogelarten wird gegenwärtig als in ihrem Fortbestand gefährdet eingestuft, denn einerseits kommen sie allesamt weit verbreitet und relativ häufig vor, andererseits sind ihre Brutbestände vielerorts gut geschützt. Dies ist auch im Bereich von Südgeorgien der Fall. Unter anderem ist hier der Zugang zu den wichtigsten Vogelbrutplätzen wie demjenigen auf Bird Island nur mit einer Spezialbewilligung erlaubt und wird strikt überwacht, um insbesondere die Gefahr des Einschleppens von Krankheiten und Raubsäugern auf ein Minimum zu beschränken.
Auf der Hauptinsel stellt die Wanderratte seit langer Zeit eine gefährliche Widersacherin der Brutvögel dar. Dies könnte sich aber bald ändern, denn sie bildet gegenwärtig das Ziel eines der umfangreichsten Ausrottungsprogramme, die jemals unternommen worden sind. Letztlich soll ganz Südgeorgien rattenfrei sein. Mit der Umsetzung des Programms wurde 2011 begonnen, und bereits ist es gelungen, den Inselbereich beim King Edward Point an der nordöstlichen Küste von sämtlichen Ratten zu befreien. Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass in absehbarer Zukunft auch die zierlicheren unter den südgeorgischen Meeresvögeln wieder Fuss auf der Hauptinsel fassen und dadurch ihre örtlichen Brutbestände massiv erweitern können.
Legenden
Die Braune Skua (Catharacta antarctica), eine Raubmöwe, gehört mit einer Länge von 50 bis 65 Zentimetern, einer Flügelspannweite von 1,3 bis 1,6 Metern und einem Gewicht von bis über 2 Kilogramm zu den grössten Mitgliedern der Wat- und Möwenvögelordnung (Charadriiformes). Die Jungen tragen nach dem Schlüpfen ein dichtes hellbraunes Daunenkleid. Sie können von Anfang an laufen und verlassen ihr Nest schon am ersten oder zweiten Tag. Flügge sind sie jedoch erst mit sechs bis sieben Wochen.
Die Braune Skua wird auch als Subantarktisskua bezeichnet, da sie vornehmlich auf den subantarktischen Inseln im Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozean zur Brut schreitet. Weltweit wird ihr Brutbestand auf 13000 bis 14000 Paare geschätzt. Auf Südgeorgien, wo dieses Bild aufgenommen wurde, brüten etwa 1000 Paare.
Die Dominikanermöwe (Larus dominicanus) ist mit einer Gesamtlänge von 55 bis 65 Zentimetern, einer Flügelspannweite von 1,3 bis 1,4 Metern und einem Gewicht um 1 Kilogramm ebenfalls ein stattliches Mitglied der Wat- und Möwenvögelsippe. Wie die meisten Möwen ist sie eine anpassungsfähige Allesesserin, die sich bei der Nahrungssuche im Küstenbereich einfach nach dem jeweiligen Angebot richtet. Insgesamt überwiegen tierliche Bissen aller Art.
Die Antipodenseeschwalbe (Sterna vittata) gehört mit einer Länge von 35 bis 40 Zentimetern, einer Flügelspannweite von ungefähr 75 Zentimetern und einem Gewicht um 170 Gramm unter den weltweit etwa 45 Seeschwalbenarten zur «Mittelklasse». Ihr Gelege besteht aus ein oder zwei Eiern. Die beiden Altvögel wechseln sich während der 23- bis 25-tägigen Brutzeit regelmässig ab und beteiligen sich hernach auch partnerschaftlich am Füttern des Nachwuchses.
Die Blauaugenscharbe (Phalacrocorax atriceps) gehört zu den grossgewachsenen Mitgliedern der Kormoranfamilie: Sie erreicht eine Gesamtlänge von 70 bis 75 Zentimetern, eine Flügelspannweite um 110 Zentimeter und ein Gewicht von 1,8 bis 3,5 Kilogramm. Wie alle Kormorane und Scharben ist sie eine tüchtige Taucherin, welche mehrere Meter unter der Wasseroberfläche auf Beutefang geht und dabei vor allem kleine Fische, aber auch Krebstiere, Tintenfische und weitere marine Wirbellose erlegt.
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