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Ferdinand Hodler, verkannt, umstritten, gefeiert, schliesslich außerhalb der Schweiz wieder fast vergessen, ist heute als einer der großen Maler dieses Jahrhunderts anerkannt. Auch sein Lebensweg führte durch Höhen und Tiefen.
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1853 als Sohn armer Handwerker geboren, kolorierte Ferdinand Hodler als Malergeselle Landschaftsbilder für Touristen, bemalte, weil kein anderer den Mut hatte, Zifferblätter und riss schließlich aus, weil ihm eine Fahnenbemalung misslang. In Genf kopierte er auf eigene Faust im Museum und wurde schließlich der Meisterschüler von Barthélemy Menn. Auf erste Anerkennungen folgten äußere und innere Krisen: Während zweier Jahrzehnte lebte er im Genfer Elendsviertel in äußerster Armut, porträtierte die Gescheiterten und Gestrandeten seiner Umgebung, tauschte Bilder gegen warme Mahlzeiten. Allmählich setzte er sich durch. Eines seiner Hauptwerke, »Die Nacht«, von den Genfer Behörden »aus sittlichen Gründen« von der Kunstausstellung ausgeschlossen, wurde in paris mit Begeisterung aufgenommen. Die hymnischen, vom Jugendstil geprägten Figurenbilder feierten in berlin und Wien Triumphe. Seine monumentalen Historienbilder für das Schweizerische Landesmuseum weckten einen leidenschaftlichen Kunststreit, der in der Presse und in den Parlamenten ausgefochten wurde und mit Hodlers Sieg endete. Schließlich mehrfacher Millionär, arriviert, wurde er doch nie heimisch in dem großbürgerlichen Milieu, das ihn nun feierte.