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- Fred Kerley wird seiner Favoritenrolle im 100-m-Final hauchdünn gerecht. In 9,86 s verweist er seine Landsleute Marvin Bracy und Trayvon Bromell auf die weiteren Podestplätze.
- Für Kerley, der erst während der Corona-Pandemie auf die 100 m umsattelte, ist es in dieser Disziplin die Gold-Premiere an einer WM.
- Titelverteidiger Christian Coleman muss mit Platz 6 vorliebnehmen.
Topfavorit Fred Kerley musste kämpfen, doch er brachte die Goldmedaille ins Trockene. Vor dem begeisterten Heimpublikum war der konstanteste 100-m-Läufer der bisherigen Saison zwar nicht ganz so schnell wie im Vorlauf, doch 9,86 s und ein starker Endspurt reichten für den ersten Weltmeistertitel des 27-jährigen Texaners.
Den totalen US-Triumph machten Kerleys Landsleute Marvin Bracy und Trayvon Bromell perfekt, die jeweils mit 9,88 Sekunden gestoppt wurden. Bracy bekam Silber, Bromell Bronze.
Krönung von Kerleys Vielseitigkeit
Das Podest war damit genau das gleiche wie bei den US-Trials an selber Stätte vor knapp einem Monat, als Kerley seine Jahresweltbestzeit von 9,76 s aufstellte. Der neue Weltmeister hatte im Vorfeld des Finals angekündigt, Geschichte schreiben zu wollen.
Nach der Bronzemedaille über 400 m und Gold in der 4x400-m-Staffel vor drei Jahren in Doha hat Kerley bewiesen, dass er auch über die kurze Sprintdistanz zu den ganz Grossen gehört. Den Entscheid, sein Glück über 100 m zu versuchen, hatte er während der schwierigsten Phase der Corona-Pandemie gefasst. Er ist neben Michael Norman und Wade van Niekerk einer von nur drei Männern, die über 400 m unter 44, über 200 m unter 20 und über 100 m unter 10 Sekunden geblieben sind.
Jacobs muss verletzt passen
Olympiasieger Marcell Jacobs aus Italien war schon im Halbfinal aufgrund einer neuerlichen Verletzung nicht mehr angetreten. Titelverteidiger Christian Coleman belegte mit 10,01 Sekunden Rang 6. Für die Musik im Achter-Finalfeld sorgten diesmal aber drei andere Amerikaner. Kerleys Sieg war der 11. WM-Titel für die USA über die 100 m der Männer.