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Seit dem Jahr 2004 sind am Rychenbach vermehrt grössere Hochwasserereignisse aufgetreten. Im Talboden führten vor allem der Rückstau aus der Aare und Geschiebeablagerungen im Gerinne immer wieder zu Problemen. Zudem ist die bestehende Ufer- und Sohlensicherung sanierungsbedürftig.
Erste Abklärungen im Sommer 2015 ergaben, dass neben den oben genannten Defiziten am Unterlauf des Rychenbachs auch ein erhebliches Potential für Revitalisierungen vorhanden ist. Die Schwellenkorporation Schattenhalb hat deshalb im August 2015 die Planung für die Revitalisierung und den Hochwasserschutz am Unterlauf ausgelöst.
Das Gesamtprojekt betrifft den untersten Abschnitt des Rychenbachs und reicht vom Rychenbachfall bis zur Kantonsstrassenbrücke. Auf einer Gesamtlänge von 450 m sollen im Wesentlichen folgende Massnahmen umgesetzt werden:
• neues, naturnahes Gerinne mit variabler Sohlenbreite und Flachufern
• Vergrösserung des Geschiebesammlers Badmatte
• Umlegung der Erschliessungsstrasse Badmatte
• Rückbau der Badlibrücke und Ersatz durch eine Brücke mit grösserer Spannweite
• Anpassungen an bestehenden Infrastrukturen und Werkleitungen
Die Bauarbeiten werden in zwei Etappen ausgeführt. Das Baulos 1 befindet sich aktuell in der Ausführungsphase und umfasst den Gerinneabschnitt von der Kantonsstrasse bis zur Badstrasse. Das Baulos 2 beinhaltet den Ersatz der Badlibrücke und den Gerinneabschnitt von der Badstrasse bis zum Geschiebesammler Badmatte. Die Ausführung von Los 2 ist im Winterhalbjahr 2019/20 vorgesehen.
Die Kosten von rund 3.9 Mio. Franken werden von Bund, Kanton, dem Renaturierungsfonds des Kantons Bern und der Schwellenkorporation Schattenhalb getragen.
Interlaken, Februar 2019
Titelfoto, Foto Nr. 1 und 7: David Birri, Meiringen
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