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Die Militärversicherung hatte im Jahr 2007 8,7 Prozent weniger ordentliche Krankheitsfälle zu verzeichnen als im Vorjahr. Die Zahl der ordentlichen Unfälle sank um 1,5 Prozent und war somit erstmals seit drei Jahren wieder rückläufig. Insgesamt wurden 205 Millionen Franken für Versicherungsleistungen aufgewendet.
Wie die von der Suva herausgegebene Statistik der Militärversicherung zeigt, ist die Zahl der neu registrierten Fälle 2007 im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf rund 32500 Fälle zurückgegangen. 57 Prozent davon waren so genannte Bagatellfälle von Milizangehörigen. Das sind Unfälle und Krankheitsfälle, die noch während der Dienstzeit abgeschlossen werden können und lediglich Heilkosten verursachen.
Die Zahl der anerkannten ordentlichen Fälle – alle Fälle abzüglich der Bagatellfälle - ist um 6,4 Prozent auf rund 12200 zurückgegangen, wobei die Zahl der versicherten Tage gleichzeitig um rund 3 Prozent zugenommen hat (Grafik 1). Der Rückgang der Fallzahlen ist hauptsächlich auf die Krankheitsfälle zurückzuführen (-8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Erstmals seit drei Jahren ist auch die Zahl der Unfälle wieder rückläufig (-1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen hat vorerst keinen unmittelbaren Einfluss auf die Kosten. Von den rund 205 Millionen Franken (Vorjahr 206 Millionen), die für Versicherungsleistungen aufgewendet wurden, gehen nämlich über zwei Drittel auf das Konto von Fällen, die vor fünf oder mehr Jahren registriert worden sind.
Über 60 Prozent der Leistungen der Militärversicherung werden in Form von Renten ausgerichtet. Im Jahr 2007 waren dies rund 125 von 205 Millionen Franken. 52 Millionen Franken entfallen auf Heilkosten und 28 Millionen Franken auf Taggelder (Grafik 2).
Der Kostenrückgang von 2,1 Millionen Franken bei den Rentenleistungen (-1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) ist zum einen auf gewisse Anpassungen im Rentenbereich zurückzuführen. Der grösste Teil geht allerdings auf die sinkende Zahl von Rentenbezügern zurück. Auf Grund der Altersstruktur des Rentnerbestandes ist die Zahl der Invalidenrentner, die durch Tod ausscheiden, seit einiger Zeit grösser als die Zahl der neuen Rentenbezüger. Mittelfristig wird dieser Trend anhalten. Die Entwicklung des Bestandes der Hinterlassenenrenten verläuft ähnlich wie bei den Invalidenrenten.
Seit dem 1. Juli 2005 führt die Suva die Militärversicherung. Auf die Versicherungsleistungen hatte dieser Wechsel keine Auswirkungen. Die Militärversicherung bildet weiterhin einen eigenen Sozialversicherungszweig, dessen Aufgaben gesetzlich festgelegt sind.
Die Militärversicherung versichert Personen, welche im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten des Bundes Einsätze leisten. Zur Hauptsache sind dies Milizangehörige von Armee, Zivildienst und Zivilschutz. Auch Teilnehmer an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes und Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sind versichert. Des Weiteren gehören beruflich Versicherte (Berufsmilitärs, Zeitmilitär usw.) zum Versichertenbestand. Nach ihrer Pensionierung können Berufsmilitärs die prämienpflichtige obligatorische Krankenversicherung bei der Militärversicherung weiterführen. Gegenstand der Militärversicherung sind alle Schädigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten, die während der Dienste und Einsätze auftreten, unabhängig davon, ob die Schäden durch Krankheit oder Unfall hervorgerufen worden sind.
Erich Wiederkehr, Suva, Unternehmenskommunikation, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Tel. 041 419 56 23, <email-pii>
Alois Fässler, Suva, Bereich Statistik, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Tel. 041 419 56 98, <email-pii>
Die Ausgabe 2008 der Statistik der Militärversicherung ist in Deutsch und Französisch erhältlich und kann gratis bestellt und heruntergeladen werden unter: www.suva.ch/waswo, Bestellnummer 4514.d(08).
Weitere Informationen: www.suva.ch/militaerversicherung
Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.
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