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Freiburg Der Gemeinderat der Stadt Freiburg lehnt es ab, dem Generalrat neue Reglemente jeweils auf Französisch und Deutsch vorzulegen. Er hält an der bisherigen Praxis fest, nach der städtische Reglemente auf Französisch verfasst und verabschiedet und erst später auf Deutsch übersetzt werden. Dies schreibt er in einer Antwort auf einen Vorstoss der grünen Generalräte Rainer Weibel und Oliver Collaud. Müssten die Reglemente in beiden Sprachen vorgelegt werden, werde die Prozedur zu langwierig und zu teuer, argumentiert der Gemeinderat.
«Kritische Masse»
Zudem sei die Stadt Freiburg im Gegensatz zum Kanton offiziell nicht zweisprachig. Und «die kritische Masse der deutschsprachigen Bevölkerung» für eine solche Massnahme sei nicht erreicht, schreibt der Gemeinderat weiter. Rainer Weibel war mit dieser Antwort «nicht ganz zufrieden», wie er am Montagabend im Rat sagte. «Ich entschuldige mich dafür, dass wir uns nicht genügend fortpflanzen und die kritische Masse nicht erreichen», sagte er ironisch. In der Kantonsverfassung stehe aber nichts von «kritischer Masse»; die Verfassung spreche von einer «bedeutenden sprachlichen angestammten Minderheit». Ein Viertel der Stadtbevölkerung spreche Deutsch, «das scheint mir genügend».njb