Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/1175

Ueli Steck, geb. 1976 in Langnau im Emmental, war einer der weltbesten Bergsteiger. Vor allem bekannt gemacht haben ihn seine Solo- und Speedgänge. Bereits als Achtzehnjähriger durchstieg der gelernte Zimmermann die Eigernordwand, an welcher er im Jahr 2015 den bis jetzt ungebrochenen Geschwindigkeitsrekord aufstellte. Schon 2005 wurde er vom Klettermagazin »Climb!« zu einem der drei besten Alpinisten Europas gewählt – dies für seinen sogenannten Khumbu-Express. Dabei handelte es sich um die ersten Solodurchsteigungen der Nordwand des Cholatse und der Ostwand des Tawoche. Ein Jahr zuvor kletterte er die Route Excalibur an den Wendenstöcken free solo. Seinen ersten Achttausender, den Gasherbrum II, bestieg Ueli Steck 2009, drei Jahre später war er am Mount Everest erfolgreich. Das Ausnahmetalent wurde – zusammen mit Simon Anthamatten – 2009 mit dem »Oscar des Bergsteigens«, dem Piolet d’Or ausgezeichnet. Dies für die gemeinsame Erstbegehung der Tengkampoche-Nordwand im Alpinstil. 2014 erhielt er den Piolet d’Or nochmals – für die Erstbegehung der Annapurna Südwand. Im Jahr 2015 rannte er in einer Rekordzeit von 2 Stunden 22 Minuten förmlich die Eigernordwand hoch und bestieg alle 82 Viertausender der Alpen in nur 61 Tagen. Und dann – im Frühling 2017 – reiste er ins Basislager des Mount Everest, wo er die Everest-Lhotse Überschreitung realisieren wollte. Zu seinem Vorhaben zitierte er auf seiner Homepage Albert Einstein: »Learn from yesterday, live for today, hope for tomorrow«. Am 30. April 2017stürzte Ueli Steck während einer Akklimatisationstour am Nuptse unweit des Everests in den Tod.