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Prävalenz bei Menschen mit einem Downsyndrom
Alternde Menschen mit einem Downsyndrom haben ein erhöhtes Risiko, demenzielle Erkrankungen zu entwickeln. So sind etwa ab dem 30. Lebensjahr bis zum 40. Lebensjahr bei der Mehrzahl von Menschen mit dem Downsyndrom pathologische Veränderungen im Gehirn nachweisbar, welche auch bei an Alzheimerdemenz erkrankten Personen festgestellt werden können, ohne dass zu diesem Zeitpunkt Demenzsymptome auftreten. Im Vergleich der verschiedenen Altersgruppen ist das Risiko bei Menschen mit Downsyndrom zweifelsfrei stark erhöht. So wurde in einer niederländischen Langzeitstudie (Maaskant et al. 1994, nach Havemann, Altern 1997, 31 ff.) eine Demenz bei 42 Prozent der über 50-Jährigen und bei 56 Prozent der über 60-Jährigen mit Downsyndrom ermittelt. Aktuelle Studien bestätigen diese Angabe und belegen einen weitaus früheren Krankheitsbeginn als bei Menschen mit einer anderen geistigen Behinderung.
Zudem wird bei diesen Personen oft ein rapider Verlauf der Erkrankung berichtet. So wurden in verschiedenen Studien Verlaufszeiträume zwischen lediglich drei bis fünf Jahren beschrieben. Als Grund für dieses hohe Demenzrisiko wird das dreifache Vorhandensein des Chromosoms 21 angeführt.
Weiterführende Literatur
Lubitz, H. (2014). «Das ist wie Gewitter im Kopf!» – Erleben und Bewältigung demenzieller Prozesse bei kognitiver Behinderung. Bildungs- und Unterstützungsarbeit mit Beschäftigten und Mitbewohner/Innen von Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz. Bad Heilbrunn.
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