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Laut einer Studie der jungen Politologin Lisa Schädel halten linke Politiker der SP und der Grünen mehr Wahlversprechen ein als Politiker der bürgerlichen Parteien. Die junge Wissenschaftlerin verglich Fragebögen, die von Politikern vor den eidgenössischen Wahlen 2003 und 2007 auf Smartvote.ch ausgefüllt worden waren mit dem Stimmverhalten der Politiker im Parlament. Dabei verglich sie 34 Vorlagen. Ich bin hinsichtlich dieser Methode skeptisch. Zweckmässiger wäre meiner Ansicht nach ein Vergleich zwischen dem Stimmverhalten einzelner Politiker und den Positionspapieren ihrer Parteien. Bei Wahlen, insbesondere bei Proporzwahlen, dürften die Positionen der Parteien eine grössere Rolle spielen als die Köpfe von weniger bekannten Politikern. Die Newcomer werden dank guter Listenplätze gewählt. Wahlversprechen haben in der Schweiz anders als in Ländern wie Deutschland zudem eine untergeordnete Rolle, da das Volk pro Jahr 3-4 mal an Volksabstimmungen teilnehmen und somit ein Wörtchen mitreden kann.
Ein weiteres Fragezeichen habe ich hinsichtlich der Neutralität von Lisa Schädel. Sie hat 2006 für die JUSO Limmattal kandidiert und stand auf der Liste 2 der SP-Dietikon. (Quelle)
Die folgende Abbildung zeigt die Parteien mit dem Prozentsatz der eingehaltenen Wahlversprechen ihrer Politiker. Gefälligkeitsstudie?