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Trotz der Vielfalt von Gottes Formen heisst es in den Schriften: "Gott ist eins" (eka brahma dvitiya-nasti). Diese Aussage widerspricht der weit verbreiteten Ansicht, die indische Religion sei ein Vielgötterglaube. In Anbetracht der komplizierten, vielschichtigen Tradition – insbesondere was Krishna und die Unzahl Seiner Erweiterungen und Inkarnationen betrifft – ist es zwar nicht schwer zu verstehen, wie eine solch grob vereinfachte Vorstellung entstanden ist; doch eine eingehendere Untersuchung der Schriften bringt das ausgesprochen monotheistische Wesen der Tradition klar zum Vorschein.
Krishna ist Bhagavan (Gott), der Ursprung aller Realität, aber von Ihm gehen zahlreiche Erweiterungen und Inkarnationen aus. Diese Formen sind den Gefühls-regungen Seiner jeweiligen Geweihten angepasst. Während Krishna die Liebe personifiziert, ist Vishnu (Narayana) der Inbegriff von Macht und Herrschaft. Vishnu wiederum erweitert sich in die so genannten Avatars ("Inkarnationen"), wie Nrisimha, Vamana, Varaha und Rama.
Um zu beweisen, dass der Höchste Herr überall gegenwärtig ist, selbst in der Säule einer Versammlungshalle -, zeigte die Höchste Persönlichkeit Gottes, Hari, eine wunderbare Form, die nie zuvor von jemandem gesehen worden war. Die Form war weder die eines Menschen noch die eines Löwen. Auf diese Weise erschien der Herr in Seiner wunderbaren Gestalt in der Versammlungshalle." (SB Canto7, Kap.8, Vers 17)