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Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund übernimmt ab 2019 die Aufgaben des Vereins «Protestantische Solidarität Schweiz PSS», des Dachverbandes der kantonalen protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine. Der Verein PSS löst sich auf und es wird neu die Konferenz des Kirchenbundes PSS eingesetzt. An einer Informationsveranstaltung am 3. September 2018 in Bern wurde die künftige inhaltliche Ausrichtung diskutiert.
Die Konferenz PSS setzt sich für zwischenkirchliche Hilfe ein. In Zusammenarbeit mit den kantonalen Hilfsvereinen und den Mitgliedkirchen des Kirchenbundes unterstützt sie Kirchen in der Diaspora oder Kirchen in Minderheitssituationen im In- und Ausland bei der Realisierung von nachhaltigen Projekten.
Unter anderem wird die Konferenz PSS Trägerin der jährlichen Reformationskollekte. Damit werden finanziell schwache Kirchen bei einem für das kirchliche Leben wichtigen Projekt unterstützt. Die Reformationskollekte ist die älteste und einzige in allen evangelisch-reformierten Landeskirchen der Schweiz gleichzeitig erhobene Kollekte. Sie ist ein wichtiges Zeichen protestantischer Solidarität.
Ausserdem trägt die PSS die Konfirmandengabe, mit der das solidarische Handeln der Konfirmandinnen und Konfirmanden gefördert wird. Mit ihr werden Jugendprojekte im europäischen Raum unterstützt.
Die PSS wurde 1842 von Guillaume Le Grand in Basel als «Protestantisch-kirchlicher Hülfsverein» gegründet. Seit 1897 wird die jährliche Reformationskollekte am Reformationssonntag gesammelt. In den siebziger Jahren gründete der damalige Kirchenbundspräsident Walter Sigrist den Dachverband «Vereinigung der protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine». 2007 wurde der Verein in die Protestantische Solidarität Schweiz umbenannt.