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Schemacha,
Kreisstadt im russ. Gouvernement Baku in Kaukasien, in einiger Entfernung vom rechten Ufer des Pisargat, 680 m ü. M. gelegen, mit (1884) 28,812 Einw. Die Stadt wird schon von Ptolemäos als Samekhia erwähnt, sie wurde später Hauptstadt der tatarischen Chane, aber 1734 gänzlich zerstört von Nadir Schah, der in geringer Entfernung am Aksu eine neue Stadt, Jenghi-Schamaki (Neu-S.), erbauen ließ. Doch wurde die alte Stadt bald darauf von einem Tatarenhäuptling wieder aufgebaut, und seitdem war bald die eine, bald die andre Stadt die volkreichere und bedeutendere. Unter den Russen wurde S. indes in seine alten Rechte eingesetzt, und Neu-S. sank zu einem bloßen Dorf herab. Infolge eines Erdbebens 1858, welches S. fast gänzlich zerstörte, wurde die Regierung nach Baku verlegt, dennoch ist S. bedeutend gewachsen.