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Auslastung Tragkraft %
|Masseinheit||Prozent|
|Rubrik||Güterverkehr|
|Bahntyp||Lokomotivbahn|
Daten
Kommentar
Die durchschnittliche Auslastung der Güterwagen basiert auf folgender Formel: Die beförderten Tonnagen pro Güterwagenachsen-Kilometer multipliziert mit 100 und dividiert durch die Ladekapazität pro Güterwagenachse. Ein konkretes Beispiel: Wenn die zurückgelegten Achsenkilometer sinken, also das Angebot an Zugsleistungen vermindert wird, die Menge der beförderten Güter sowie die vorhandene Ladekapazität aber konstant bleiben, steigt der Auslastungsgrad. Eine Auslastung von 100 Prozent würde bedeuten, dass jede Achse (bzw. die Ladefläche über ihnen) jedes Güterwagens auf jedem zurückgelegten Kilometer stets voll beladen gewesen wäre. Obwohl es für die Bahnen natürlich im Prinzip sinnvoll ist, eine möglichst gute Auslastung ihres Rollmaterials zu erzielen, ist diese Variable nicht immer einfach zu interpretieren. Auch Veränderungen, die auf Prosperität hindeuten, etwa die Vermehrungen des Rollmaterials oder der Fahrleistungen, können sich (vorübergehend) negativ auf den Auslastungsgrad auswirken. Umgekehrt erreichte dieser beispielsweise bei den SBB Ende des Ersten Weltkriegs Rekordwerte, weil das Transportangebot drastisch vermindert wurde.
Die Statistik zeigte den ausgerechneten Wert in der Rubrik «Leistungen des Rollmaterials» unter «Durchschnitte» ab 1874. Für frühere Zeiträume haben wir ihn aus den vorhandenen Angaben auf oben genannter Basis ermittelt, sofern die Bahnen die entsprechenden Daten lieferten, was nicht bei allen der Fall war.
Einzelne kleinere Bahnen wiesen einen übermässig hohen Auslastungsgrad auf. Dies ist meist der Fall, wenn Lokomotiven und insbesondere Triebwagen über Laderaum für Güter (vor allem Gepäck und Post) verfügten. Mitunter setzten diese Bahnen gar keine eigentlichen Güterwagen ein.