Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/2899

Roboter erobern die IndustrieUhr
Die International Federation of Robotics hat ihren Bericht zum globalen Roboter-Markt vorgelegt. Die Verbreitung in der Industrie nimmt zu, wenn auch nicht überall. Die Schweiz ist schwächer automatisiert als ihre Nachbarländer.
Die International Federation of Robotics (IFR) hat ihren "World Robotics Report" vorgelegt. Er blickt auf die Entwicklung des Markts in den vergangenen Jahren zurück, verrät Zahlen zur aktuellen Situation und wagt eine Prognose für die Zukunft. Das sind laut einer Mitteilung die wichtigsten Ergebnisse:
Der weltweite Absatz von Industrierobotern erreichte 2017 einen neuen Rekord von 381'000 ausgelieferten Einheiten. Das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stieg der Jahresabsatz von Industrierobotern in den vergangenen fünf Jahren um 114 Prozent.
(Source: IFR)
Der Verkaufswert kletterte um 21 Prozent auf einen neuen Höchststand von 16,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2016.
Die jährliche Anzahl der Industrieroboter, die an die Fabriken der Welt ausgeliefert werden, soll im Jahr 2021 rund 630'000 Einheiten erreichen.
73 Prozent des Gesamtumsatzes mit Industrierobotern entfallen 2017 auf die fünf Hauptmärkte China, Japan, Südkorea, USA und Deutschland. China hat seine führende Position mit einem Marktanteil von 36 Prozent der weltweiten Lieferungen 2017 deutlich ausgebaut. Mit einem Absatz von rund 138'000 Industrie-Robotern lag das Absatzvolumen des Landes über dem Gesamtabsatz von Europa und Amerika zusammen.
Japan ist das in der Fertigung von Industrie-Robotern weltweit führende Land. Nippons Hersteller lieferten 2017 einen Anteil von 56 Prozent des globalen Lieferumfangs.
Weltweit ist der Durchschnitt der globalen Roboterdichte in der Fertigungsindustrie auf 85 Einheiten je 10'000 Beschäftigten gestiegen (2016: 74 Einheiten). Nach Regionen aufgeschlüsselt, beträgt die durchschnittliche Roboterdichte in Europa 106 Einheiten, in Amerika 91 und in Asien 75 Einheiten.
(Source: IFR)
Die Fertigungsindustrie Südkoreas verzeichnet die mit Abstand höchste Roboterdichte der Welt - mehr als das Achtfache des globalen Durchschnitts. Im Jahr 2017 sank der Roboterabsatz hier jedoch um 4 Prozent auf 39'732 Einheiten.
In der Schweiz liegt die Roboterdichte mit 129 Einheiten knapp über dem weltweiten Durchschnitt.
(Source: IFR)
Aus der Automobilindustrie kommt mit einem Marktanteil von 33 Prozent an den gesamten Lieferungen im Jahr 2017 weltweit nach wie vor die größte Roboternachfrage. Der Absatz stieg um 22 Prozent.
Die Elektro-/Elektronikindustrie hat aufgeholt. Der Absatz stieg hier um 33 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 121'300 Einheiten. Das entspricht einem Anteil von 32 Prozent am Gesamtangebot im Jahr 2017. Hinter dem Anstieg steht eine steigende Nachfrage nach Elektronik-Produkten und der anziehende Bedarf an Batterien, Chips und Displays.
Die Metallindustrie (einschliesslich Industriemaschinen, Metallprodukten und Basismetallindustrie) befindet sich im Aufschwung. Der Marktanteil erreichte 10 Prozent des weltweiten Absatzvolumens an Industrierobotern mit einem Absatzwachstum von 55 Prozent im Jahr 2017.
(Source: IFR)
Der IFR-Bericht enthält gemäss Mitteilung Statistiken über Industrieroboter aus rund 40 Ländern, aufgeschlüsselt nach Anwendungsbereichen, Industriesektoren, Roboterarten und anderen technischen und wirtschaftlichen Aspekten. Weitere Informationen und Daten sind online erhältlich.