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Herausgegeben von Caroline Arni, Susanna Burghartz, Lucas Burkart u.a.
162 Stephan Winkler
Die Schweiz und das geteilte Italien
Bilaterale Beziehungen in einer Umbruchphase 1943-1945
Italien erlebte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs einen tiefgreifenden Wandel, der vom Sturz Mussolinis über die Besetzung durch das Dritte Reich und die Alliierten bis hinzur Errichtung der neofaschistischen Repùbblica Sociale Italiana reichte. Der Autor stellt dar, wie sich dieser Machtschwund Italiens auf die politischen und diplomatischen Beziehungen zur Schweiz auswirkte.
Die Ereignisse im Sommer 1943 zeigten, dass die Achsenpolitik Roms politisch und militärisch gescheitert war. Nach dem Sturz Mussolinis suchte die neue Militärregierung, über den Bundesrat mit den Westmächten in Kontakt zu treten. Um einen Sonderfrieden mit den Alliierten zu verhindern, besetzte das Dritte Reich Italien und errichtete unter der Führung des Duce die neofaschistische Repùbblica Sociale Italiana. In ihrer Isolation waren der Regierung Mussolinis eigene Kontakte zum Ausland willkommen. Als die Regierung die «Sozialisierung» der Industrien ankündigte, schienen die schweizerischen Investitionen in Norditalien gefährdet. Aus diesem Grund nahm der Bundesrat inoffizielle Beziehungen zur Repùbblica Sociale auf.
Der Autor untersucht anhand z.T. unbekannter Dokumente das bilaterale Verhältnis zwischen Italien und der Schweiz. Er verfolgt die Entscheidungsprozesse in den politischen und diplomatischen Beziehungen und veranschaulicht den Einfluss der Kriegs- und Bürgerkriegssituation auf die schwierige Arbeit der Diplomaten.
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Bibliographische Angaben
|Reihe||Titel der Reihe - Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft|
|Seitenanzahl||650 arabisch|
|Bindung||Buch, Broschiert|
|ISBN||978-3-7965-1125-7|
|Erscheinungsdatum:||01.01.1992|