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Zum Abnehmen
Übergewicht, Cholesterin, Verdauungsbeschwerden, Depressionen (leichte), Müdigkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Migräne, Infekte (grippale), Alkoholgenuss (übermässigem), Leberstoffwechsel (fördert)
Leichte Derpression
Immer wieder werde ich nach Pflanzen gefragt, die bei Übergewicht helfen würden. Es ist eine Tatsache, dass grundsätzlich beim Essen Kalorien reduziert, oder der Kalorienverbrauch im Körper erhöht werden müssen. Andere Möglichkeiten sind, mit Enzymen die Verdauung anzuregen(*), mit einem Quellstoff den Hunger zu stillen und gleichzeitig den Zuckerspiegel im Blut auszugleichen(**), oder die Schilddrüse leicht anzuregen, um damit den Stoffwechsel zu beschleunigen(+).
Da es trotzdem vielen Menschen nicht gelingt, ihr Gewicht zu kontrollieren, suchen sie nach einer anderen Möglichkeit, um ihr Idealgewicht zu halten oder zu bekommen. Pu-Erh bringt meist eine solche Lösung. Pu-Erh ist eine chinesische Camellien-Art, d.h. eine Grüntee-Art, die speziell in der Provinz Yunnan wächst. Er ist ein typisches Erzeugnis jener Hochlandregion, die etwa 10 mal so gross wie die Schweiz ist. Yunnan wird auch als Region des ewigen Frühlings bezeichnet, weil sie über alle Klimazonen verfügt, von tropischen Gebieten bis zum 6000 Meter hohen Gebirge. Yunnan gehört mit seiner reichen, vielfältigen Flora, zu den schönsten Landschaften der Erde, wo viele der traditionellen chinesischen Heilkräuter wachsen. Weder Industrie noch Umweltbelastung beeinträchtigen die guten und wirksamen Heilkräuter.
Im gemässigten Hochland von Yunnan wächst ein mindestens 800 Jahre alter und 30 Meter hoher Qingmao-Teebaum, der als Vater des Pu-Erh verehrt wird. Der Qingmao-Teebaum wächst vor allem bis etwa auf 2000 m.ü.M in den gemässigten frostfreien, niederschlagsreichen Gebirgszonen. Seit Jahrzehnten wird Pu-Erh in den Forschungsinstituten der Hauptstadt von Yunnan wissenschaftlich ergründet und bewiesen, dass er cholesterinsenkend wirkt. In China wird Pu-Erh als Gesundheitstee schlechthin bezeichnet. Er fördert die Lebensenergie Qi (tschi gesprochen) und bringt den Körper ins energetische Gleichgewicht. Es gibt Hinweise, dass manche Sorten so gelagert werden, dass sie einen dünnen Belag von Edelschimmel bilden (zu vergleichen mit den Trauben, deren Belag Hefen und Schimmelpilze enthalten, damit der edle Traubensaft sich in wohlschmeckenden Wein verwandelt). Vielleicht lassen sich damit einige Wirkungen dieser speziellen Art Grüntee, auch Roter-Tee genannt, erklären.
Pu-Erh wird durch ein traditionelles und ganz eigenständiges Verfahren produziert, das nicht in das Schema der heutigen Teeherstellung passt. Die grossen grünen Blätter werden zu Kuchen gepresst und so lange fermentiert, bis sie eine rotbraune Farbe angenommen haben. Bis heute wird um die traditionelle Herstellung ein Geheimnis gemacht, das bei uns noch nicht ganz gelüftet wurde. Ähnlich wie beim Wein durchläuft die Fermentierung durch eine spezielle Lagerung eine Nachfermentierung, in der spezielle Bakterienstämme die Gelegenheit bekommen, den wertvollen Grüntee in Pu-Erh zu verwandeln. Man sagt, dass man die Blätter des so gesunden Grüntees ursprünglich konservieren wollte, um eine Lagerung zu ermöglichen. Der wertvolle Tee sollte auch den Transport zu den Kaisern ohne Qualitätsverlust überstehen. Folglich wurde er in den Höhlen des Yunnan-Gebirges auf komplizierte und geheimnisvolle Art gelagert. Der Reifungsgrad (wie beim Wein) gibt ihm den einzigartigen Geschmack und seine Heilwirkungen. Seine Wirksamkeit steigert sich mit der Dauer der Lagerung, daher auch die verschiedenen Qualitäten und Preise.
Die kostbarsten Pu-Erh-Tees lagern bis zu 60 Jahre. Es braucht viel Vertrauen zum Lieferanten, um eine gute Qualität zu bekommen. Am sichersten fahren Sie, wenn Sie Originalabfüllungen aus China beziehen, denn China wacht streng über deren Exportqualität. Pu-Erh wird in China bei Verdauungsbeschwerden, leicht depressiven Zuständen, nach übermässigem Alkoholgenuss, gegen Müdigkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt. Durch klinische Tests wurde bewiesen, dass Pu-Erh den Alkoholabbau in der Leber verdoppeln kann, dass er fettabbauend wirkt, übermässiges Fett im Körper verbrennt und bei der Verdauung übermässig fetter Speisen hilft. Nebenbei bemerkt werden bei der Fettverbrennung und Energiegewinnung aus Fettpolstern Ketone hinterlassen, die zu einer Übersäuerung des Körpergewebes führen und Rheuma- oder Gichtanfälle auslösen könnten. Ketone werden nur unter Einsatz von Kohlenhydraten vollständig verbrannt. Achten Sie daher auf eine ausreichende Zufuhr vollwertiger Kohlenhydrate, z. B. Weizen, Dinkel, Reis usw. Zhao Xuemin, ein chinesischer Arzt aus dem 18. und 19. Jahrhundert schrieb: "Wenn ein Mensch regelmässig Pu-Erh trinkt, wird er ein langes und gesundes Leben führen". Er wurde tatsächlich 102 Jahre alt, denn er trank täglich Pu-Erh. Dies ist ein Indiz für einen gesunden Leberstoffwechsel, denn auch Dr. h.c. Alfred Vogel bemerkte in seinem Buch, dass:"Eine gesunde Leber das Leben und die Gesundheit um viele Jahre verlängern wird".
Pu-Erh wirkt auf den ganzen Körper harmonisierend und gleichzeitig stärkt er die Verdauung, belebt die Nerven, das Gehirn und die Psyche. In China gilt der Grundsatz: Lebensmittel = Heilmittel. Daher wird der Heiltee auch mit viel Sorgfalt und Zeremonie hergestellt und getrunken. Bei uns im Westen erwartet man von den Heilpflanzen im allgemeinen, dass sie, wie die chemischen Medikamente, sofort wirken müssen. In den Heilkräutern sollten wir aber Lebensmittel sehen, die zur Lebenserhaltung und Verbesserung unserer Lebensqualität führen, obwohl meist langsamer, dafür aber mit viel weniger Nebenwirkungen einhergehen. Auch hier gilt selbstverständlich der Grundsatz: Mehr ist nicht immer besser, auf die Dosierung kommt es an.
(*) siehe auch Ananas, Papaya, Feigenbaum
(**) siehe auch Johannisbrotwachs, Guar, Ispaghul
(+) siehe auch Blasentang, Laminarien, Chlorella
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Literaturnachweis: naturheilkunde - kurz und bündig / Verlag: www.sanat.tv / ISBN 3-9521098-4-3
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