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Der Nutzen der Pässe und die Gefährdung der Seelen
Spanien, Mailand und der Kampf ums Veltlin (1620-1641)
Herausgegeben vom Verein für Bündner Kulturforschung
Die wechselhaften Kämpfe um die Kontrolle des strategisch ausserordentlich bedeutsamen Veltlins waren eine Auseinandersetzung, in der ganz Europa Partei nahm. Während die Eidgenossenschaft von den Schrecken des Dreissigjährigen Krieges grösstenteils verschont blieb, wurden die Drei Bünde und ihre Veltliner Untertanenlande schon sehr früh zu einem der Schlachtfelder, auf denen der Machtkampf zwischen Habsburg und Bourbon ausgetragen wurde.
Der Autor macht deutlich, dass es den Kontrahenten nicht nur um die Kontrolle militärisch wichtiger Pässe ging, sondern auch um die Sicherung eines konfessionellen «cordon sanitaire» für das katholische «Bollwerk» Italien. Religion und Politik waren dabei eng miteinander verknüpft. In einer Epoche, in der die konfessionellen Grenzen zwischen dem «neuen» und dem «alten» Glauben in Westeuropa noch nicht festgelegt waren, konzentrierten sich die Auseinandersetzungen nicht zuletzt auf Regionen wie die Drei Bünde und das Veltlin, in denen die rivalisierenden Bekenntnisse aufeinanderstiessen.
Das Buch ermöglicht überraschende Einblicke in einen der aufregendsten Abschnitte der Bündner Geschichte.
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