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Während der Kolonialsierung beschränkte sich das Alkoholangebot in den Vereinigten Staaten auf einige einheimische Whiskeys. Deren harter und hochprozentiger Charakter war jedoch nicht jedermanns Sache. Um den Whiskey geniessbarer zu machen, süsste man ihn mit Zucker und Honig oder mischte ihn mit aromatischen Ingredienzen und Früchten. Mit der Industrialisierung kamen neue Spirituosen und Liköre auf den Markt. Teils einheimisch aus den USA, teils auch aus Old Europe importiert. Das neue vielseitige Angebot sorgte dafür, dass die American Bar und damit auch der Cocktail einen festen Platz im amerikanischen Gesellschaftsleben einnahmen. Seinen Siegeszug in Europa feierte der Drink dennoch erst in den 1970er Jahren. Vorerst nur in Hotelbars erhältlich, findet man ihn schon bald auf der Getränkekarte von fast jedem Gastronomie-Unternehmen.
Woher der Name Cocktail kommt? Ganz einfach: Vom Hintern des Hahns. In den USA wurden zu Unterhaltungszwecken über lange Zeit hinweg Hahnenkämpfe veranstaltet. Der Besitzer des Siegervogels hatte das Recht, dem Verlierertier die Schwanzfedern auszureissen und sie als Trophäe zu behalten. Oft ging man nach erfolgreichem Kampf noch in eine lokale Bar und genehmigte sich einen Drink „on the Cock’s tail“, also, zu Ehren des Hahnenschwanzes. So wurden die nach dem Kampf gereichten Getränke schon bald Cocktails genannt. Und obwohl Hahnenkämpfe mittlerweile in weiten Teilen der Welt verboten sind, kennt man den Begriff noch heute.