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1982
Zum 80. Geburtstag
... und zur Abdankung 1999
Zu Eugen Laubacher /Charles Weltis 80. Geburtstag schrieb Nationalrat Paul Eisenring unter dem Titel "Ein grosses Lebenswerk"1:
" [...] Zum 50jährigen Bestehen der SAEG wie der Südelectra 1978 verfasste der Jubilar je eine Gedenkschrift, in denen die Kühnheit der schweizerischen Initiativen zur Elektrifizierung dieser Länder, aber auch deren Rückschläge und Enttäuschungen [...] nachzulesen sind. [...] Seine Verlässlichkeit und Freundschaft und seine von sozialem Verantwortungsbewusstsein getragene Gesinnung haben Eugen Laubacher [...] immer wieder zu jener Persönlichkeit gemacht, bei der Menschen aller Schichten Zuflucht, Verständnis und vor allem auch tätige Hilfe haben finden dürfen."
Erst mit 80 verriet er uns sein Geheimnis
Eugen Laubacher war berühmt, von Charles Welti allerdings wusste niemand. Es war der Name eines Mieters im Hause Laubacher, Vogelsangstrasse 11, Zürich-Oberstrass. Und so blieb es bis ins hohe und höchste Alter.
Nach seinem 80. Geburtstag bestellte er Röbi Rapp und mich (Ernst Ostertag) in sein Haus. Er zog viele Stücke aus seiner Sammlung hervor, Gemälde, Zeichnungen, Fotos, Bücher und übergab sie uns, "damit sie einmal nicht in falsche Hände geraten." Dabei gingen wir auch in die unteren Stockwerke. Wir zögerten und fragten: "Ist dieser Herr in den Ferien?" Schmunzelnd meinte er:
"Das ist nur meine andere Existenz. Eugen Laubacher bin ich. Zeit, dass ihr das einmal wisst."
Ich erinnere mich an jene Würdigung in der NZZ, Dezember 1972, die leider nur aus Text ohne Bild bestand. Sie lag auf dem Pult meines Vaters, denn er hatte Verbindungen zur Elektroindustrie. Er erzählte mir von diesem Direktor Laubacher, den er von einer Tagung kenne, und ich ergänzte, dass ich vermutlich wisse, wo er wohne. Von der Übereinstimmung mit Charles Welti hatte ich keine Ahnung.
Bei der Abdankung am 28. Mai 1999 trafen Röbi und ich auf viele unbekannte Menschen aus der Banken- und Industriewelt, mit denen wir nachher noch zusammensassen. Es war die Abdankung Eugen Laubachers. Der dabei vorgetragene Lebenslauf schilderte Stationen und Beziehungen eines Mannes, der uns fast gänzlich fremd war. Charles Welti blieb unerwähnt. Zu den Angehörigen aus jener anderen Existenz gehörten ausser uns beiden nur der Kreis-Fotograf Jim, also Karlheinz Weinberger, und Giuseppe Caffagnini, den wir als Fahrer und Altersfreund von Charles kannten. Was hätten wir den anderen Leuten auch erklären sollen - wem und wozu?
Ernst Ostertag, Januar 2005
Weiterführende Links intern
Quellenverweise
- 1
Dr. Paul Eisenring, Nationalrat: Schweizerische Handelszeitung, vom 16.12.1982, "Ein grosses Lebenswerk", zum 80. Geburtstag von Eugen Laubacher