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Am Sternenhimmel im Dezember 2020
Meteorologisch beginnt der Winter bereits am 1.12., real astronomisch am 21.12. um 11:03 Uhr. Die Sonne erreicht am Mittag dieses Tages den tiefsten Sonnenstand über dem Horizont. Der späteste Sonnenaufgang findet erst am 1.1.21 um 8:12 Uhr statt, der früheste Sonnenuntergang bereits am 10.12. um 16:37 Uhr.
Die Erdachse neigt sich im Spiel der Jahreszeiten bis zum 21.12. noch weiter von der Sonne ab, so dass die Tageslänge bis zum 21.12. um 17m von 8h 48m auf 8h 31m abnimmt. Danach beginnt sich die Erdachse zur Sonne zuzuneigen, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 4m von 8h 31m auf 8h 34m zunimmt
Die Sonne durchläuft bis zum 18.12. das Sternbild des Schlangenträgers, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Schützen fortzusetzen.
Merkur bewegt sich den ganzen Monat über scheinbar an der Sonne vorbei und kann daher nicht gesehen werden. Merkur steht am 20.12. in oberer Konjunktion zur Sonne.
Venus nähert sich weiter scheinbar der Sonne zu und kann nun den ganzen Monat über nur noch tief über dem flachen östlichen Horizont als prächtiger Morgenstern gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat weiter das Sternbild der Fische und kann am Abend bis in die zweite Nachthälfte gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft bis zum 18.12. das Sternbild Schützen, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Steinbocks fortzusetzen. Jupiter kann den ganzen Monat über am frühen Abend scheinbar vor Saturn laufend nun tief über dem flachen südwestlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft bis zum 16.12. das Sternbild Schützen, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Steinbocks fortzusetzen. Saturn kann den ganzen Monat über am frühen Abend scheinbar hinter Jupiter laufend ebenfalls über dem südwestlichen Horizont gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 8.12. um 1:36 Uhr
Neumond am 14.12. um 17:17 Uhr
Erstes Viertel am 22.12. um 0:41 Uhr
Vollmond am 30.12. um 4:27 Uhr
In den frühen Nachtstunden im Dezember zeigt sich weit im Nordwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Hauptsternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans). Im hohen Süden, fast schon im Zenit, dominiert nun das Sternbild der Andromeda. Begleitet wird es auf der rechten westlichen Seite vom Sternbild des Pegasus und auf der linken östlichen Seite vom Stern-bild des Perseus. Nur wenig unterhalb des Zenits ist die von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie in der Andromeda (Messier 31) zu finden.
Im Südosten zeigt sich in guter Lage nun das Sternbild des Stiers mit seinem prächtigen rötlichen Hauptstern Aldebaran. Gleich oberhalb ist das hübsch zu schauende Siebengestirn der Plejaden leicht zu finden. Tief darunter erhebt sich das erst am späteren Abend vollständig zu sehende Sternbild des Orion. Der hoch drüber, nur wenig weiter im Osten thronende helle Hauptstern Capella des Sternbilds Fuhrmann macht keinen Zweifel, dass mit fortschreitender Nacht das Wintersechseck nun seine dominierende Stellung am Himmel einnehmen wird. Hierzu gehören auch die weiter gegen Osten bereits am Abend zu sehenden hellen Hauptsterne Castor und Pollux im Sternbild der Zwillinge.
Der Winterhimmel bietet neben den aktuell zu sehenden Planeten auch einen faszinierenden Einblick in das Leben der Sterne von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod. Hunderte von Milliarden solcher Sterne vereinen sich zu Galaxien dessen Licht erst nach einer Reise von Millionen von Jahren unsere Teleskope erreicht. Wahrlich, ein Blick in die Tiefen des Universums bietet sich uns da an!
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!