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von Thierry Meyssan
Überall auf der Welt sehen wir eine Vielzahl von Medien, aber keinen Pluralismus bei ihnen. Alle beziehen sich auf die gleichen Quellen, die das gleiche Bild der Fakten vermitteln. Wir alle wissen doch, dass Fakten einen einzigartigen Charakter haben, aber die Art und Weise, wie wir sie wahrnehmen, vielfältig ist. Bereits in den 80er-Jahren hatte die UNESCO den „Informationsimperialismus“ angeprangert: die Art, eine einzige Wahrnehmung aufzuzwingen und alle anderen zu leugnen. Heute zeigt sich diese Vorherrschaft bei den News Checkern. Der einzige Weg, sich von diesem System zu befreien, besteht nicht darin, neue Medien zu schaffen, sondern neue Nachrichtenagenturen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das moderne Völkerrecht mit der Idee geschaffen, der „Kriegspropaganda“ entgegenzuwirken (Resolution 110 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 3. November 1947 [1] und Resolution 381 vom 17. November 1950 [2]). Bald einigten sich internationale Gesetzgeber, d.h. souveräne Staaten, darauf, dass Krieg nur durch die Gewährleistung des „freien Gedankenflusses“ verhindert werden kann (Resolution 819 vom 11. Dezember 1954 [3]).
Aber in den letzten Jahren haben wir einen außergewöhnlichen Rückschlag erlebt, der uns die Gedanken anderer vorenthält, uns der Kriegspropaganda aussetzt und uns letztendlich in einen globalen Konflikt stürzt.
Dieses Phänomen begann mit der privaten Zensur des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten in den sozialen Medien und setzte sich dann mit der