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Brockhaus-Commonsense-Konsorten bezeichnen mit Institution eine (gesellschaftliche, staatliche) "Einrichtung", in der bestimmte Aufgaben wahrgenommen werden. Das gilt allenfalls sehr vage für die Organisation, die so von der Institution nicht unterschieden werden kann.
Als Institution bezeichne ich das - begriffliche - Produkt einer Institutionalisierung, in welcher durch Typisierung ein Deutungszusammenhang hervorgebracht wird.
Beispiel:
Das Brautpaar ist eine Institution, in welcher bestimmte Verhaltensweisen typisch sind. Das Brautpaar kann heiraten, also ein Ehe schliessen und eine Familie gründen. Wenn ich von einem Brautpaar spreche, bezeichne ich bestimmte zugerechnete Verhaltensweisen. Das Brautpaar kann auch wandern oder - getrennt - den Zahnarzt besuchen. Solche Verhalten sind mit Brautpaar nicht bezeichnet.
Die Institution Brautpaar verfestigt sich durch die Verlobung, in welcher sich das Brautpaar als solches bezeichnet, was aber im Normalfall keine weiteren Folgen hat.
Ich unterscheide Institutionen, die sich in Organisationen hypostasieren und solche - die konventionell durch sprachlich Illokation existieren
Beispiele:
das Brautpaar, die Ehe, die Familie, das Recht, das Strassenverkehrsamt.
Brautpaar ist ein Begriff, der konventionelles Verhalten zu einem Verhaltenstypus macht. Ehe bezeichnet einen Vertrag, in welchem eine Institution rechtlich fixiert wird. Familie ist - in unserem Rechtssystem - das Produkt einer Ehe, sie ist aber als Institution das, was durch die Ehe rechtlich besiegelt wird.
Das Strassenverkehrsamtdie Institution Schule besteht im Gegenstand des Begriffes "Disziplinierung, Prüfung, Selektion usw. Die Organisation Schule ist die Schule ... ======
A. Gehlen misst den Institutionen „eine geradezu fundamentale Bedeutung“ für das menschliche Handeln bei.[7] Sie versteht Institutionen als Instinktersatz und Kompensation für die instinktreduzierte Ausstattung des Menschen; durch sie werden die „quasiautomatischen Gewohnheiten des Denkens, Fühlens, Wertens und Handelns“ habitualisiert und damit stabilisiert.[8] Institutionen gehen nach Gehlen aus dem „Denken und Handeln“ der Menschen untereinander hervor und „verselbständigen sich ihnen zu einer Macht, die ihre eigenen Gesetze bis in ihr Herz hinein geltend macht“.[7]
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