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Mineralstoff auf der Alp - Ist das wirklich nötig?
Im Jahr 1994 wurde ein Versuch durchgeführt, in dessen Rahmen die Bedeutung der Spurenelemente für extensiv gehaltene Weiderinder untersucht wurde. Die Folgerung daraus war, dass die Tiere den Bedarf an den Spurenelementen Kupfer, Mangan, Zink und Kobalt aus dem Weidefutter nicht decken können (Anke et al., 1994). Eine weitere wichtige Bedeutung hat das Selen. Ein gestörtes Nachgeburtsverhalten ist ein deutliches Zeichen für Selenmangel. Bei einer Unterversorgung wird jedoch nicht nur die Gesundheit der Kuh beeinträchtigt, auch die Selenversorgung des ungeborenen
Kalbes über die Plazenta und die des geborenen Kalbes über die Milch ist ungenügend.Folgen davon können Aborteund Totgeburten oder geschwächte Kälber sein. Laut weiteren Untersuchungen sind auf den Schweizer Alpweiden über 47% derRinder mit Selen unterversorgt (Müller et al., 2013). Ein Grund dafür sind die selenarmen Böden, die wir im Alpenraum vorfinden. Zusätzlich erreicht der Selengehalt der Pflanzen während den Sommermonaten einen Tiefpunkt. Der pH-Wert des Bodens hat einen weiteren grossen Einfluss darauf, wieviel Selen von der Pflanze über die Wurzeln aus dem Boden aufgenommen werden kann. Durch den meist tiefen pH-Wert der Böden auf den Alpweiden wird die Aufnahme von Selen weiter erschwert.
Während der Weidesaison auf dem Heimbetrieb und der Stallfütterung im Winter hat sichdie Mineralstofffütterung bewährt und wird auf fast jedem Betrieb in irgendeiner Form praktiziert. Auf der Weide kann der Mineralstoff in Form von Leckmassen, im Stall als Pulver über die Totalmischration, als Würfel über den Futterautomaten oder direkt an der Krippe verabreicht werden. In Form von Leckblöcken kann das Mineralfutter zusätzlich zur freien Verfügung angeboten werden. Eine weitere Möglichkeit, die Tiere mit Spurenelementen und Vitaminen zu versorgen, sind Boli, die über eine längere Zeitdauer im Pansen der Tiere aufgelöst werden und die Inhaltstoffe kontinuierlich abgeben. An den Möglichkeiten zur Verabreichung kann die Mineralstofffütterung auf der Weide somit nicht scheitern. KRONI hat verschiedene Produkte im Angebot, die speziell für die Gegebenheiten der Alpweiden entwickelt wurden und sich in der Praxis bewährt haben.
Leckmassen für die Weidesaison
In Form einer Leckmasse kann der Mineralstoff zur freien Verfügung angeboten werden. In steilem Gelände ist darauf zu achten, einen geeigneten Platz zu finden und die Leckmassen zu befestigen. Beispielsweise kann ein alter Autopneu der Leckschale den benötigten Halt geben.
KRONI 380 L-Phosmag Natura
Die phosphorreiche Leckmasse in Bio-Qualität enthält viel Magnesium und Selen in anorganischer Form und als Selenhefe.
KRONI 808/810 Phosphor/Selen
Die hohen Gehalte an Spurenelementen decken den Bedarf der Tiere optimal ab.
Während der Alpzeit sind die Folgen eines Mangels in den seltensten Fällen bemerkbar. Die meisten Nachwirkungen bekommt man erst später auf dem Heimbetrieb zu spüren. Selten denkt man daran, dass die Ursache des Problems bereits ein paar Wochen zurück liegen könnte.
Bolus für die Weidesaison
Mittels Boli können einem Tier individuell Spurenelemente und Vitamine über eine längere Zeit verabreicht werden. Insbesondere auf Gemeinschaftsalpen, wo sich die Ansichten über die Mineralstofffütterung oft teilen, kann dies eine gute Möglichkeit zur Bedarfsdeckung sein.
KRONI 665 Selen Boli
Der Bolus gibt während 6 Monaten regelmässig Selen ab. Dieser Boli eignet sich optimal für Selen-Mangelgebiete.
KRONI 678 Galt Boli
Der Bolus gibt während 70 Tagen regelmässig Spurenelemente und Vitamine ab und dient so der langfristigen Versorgung von Weidetieren.
KRONI 680 Selen-Biotin Boli
Dieser Bolus enthält neben viel Selen zusätzlich Biotin zur Unterstützung der Klauenqualität und hat eine Wirkungsdauer von 120 Tagen.
KRONI 687 Selen-Vitamin Boli
Dieser Bolus weist eine Freisetzung über eine Zeitdauer von acht Monaten auf. Somit kann er über die gesamte Weidesaison eingesetzt werden.