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Nierenfunktion im Ultramarathon
Geschrieben von VgJxDUum 27.02.2020 14:13 ( 391 x gelesen )
Ultramarathon and Renal Function: Does Exercise-Induced Acute Kidney Injury Really Exist in Common Conditions?Die Studie verwendete Daten, die von Ultra-Marathonläufern gesammelt wurden, die die Ausgabe 2017 des 120 km langen „Infernal Trail“ absolvierten. Die Proben wurden innerhalb von 2 Stunden vor dem Rennen (Start) und unmittelbar nach dem Rennen (Ziel) gesammelt. Die Messungen von Serumkreatinin, Cystatin C, Kreatinkinase und Urinalbumin wurden durchgeführt. Akute Nierenschädigungen wurden gemäß den RIFLE-Kriterien eingeteilt. Das "Schädigungsrisiko" wurde definiert als Anstieg des Serumkreatinins oder Abnahme der glomerulären Filtrationsrate von über 25%. Die Nierenschädigung wurde als 2 × Serumkreatinin oder Abnahme der glomerulären Filtrationsrate > 50% definiert. Diese beiden Kategorien von Nierenschädigung wurden kombiniert, um die Gesamtinzidenz im Ziel zu berechnen. Die glomerulären Filtrationsrate wurde durch zwei Methoden geschätzt, wobei das Maß für Serumkreatinin und das Maß für Cystatin C verwendet wurden. Zur Definition der Nierenschädigung wurden auch Urinbiomarker [Neutrophilen-Gelatinase-assoziiertes Lipocalin (NGAL)] verwendet. Eine Stichprobe von 24 eingeschlossenen Finishern ohne Verwendung von nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln wurde untersucht. Abhängig von der zur Berechnung der glomerulären Filtrationsrate verwendeten Methode wurde eine Prävalenz von Nierenschädigungen von 0 bis 12,5% beobachtet. Die Biomarker für Nierenschäden im Urin waren nach dem Rennen erhöht, jedoch ohne signifikante Abnahme der glomerulären Filtrationsrate. Unsere Studie zeigte eine sehr niedrige Prävalenz von Nierenschädigungen und keine Hinweise darauf, dass Ultralaufen bei gut hydrierten Probanden ohne Verwendung von NSAIDs keine wichtige Nierenschäden verursachen kann. Ob die Zunahme der Biomarker für Nierenschäden im Urin nach dem Rennen eine strukturelle Nierenverletzung oder eine einfache metabolische Anpassung an anstrengende Belastungen widerspiegelt, muss in weiteren Studien geklärt werden. Die ganze Studie ist zu finden unter www.frontiersin.org/articles/10.3389/fspor.2019.00071/full
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