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Das Schweizer MS Register hat erstmals das Ernährungsverhalten von MS-Betroffenen in der Schweiz unter die Lupe genommen. Die kürzlich durchgeführte Ernährungsstudie war ein grosser Erfolg und verzeichnete mit über 1'000 vollständig retournierten Fragebögen einen neuen Rekord bei der Umfragebeteiligung.
Mit der ersten Monatsgrafik dieses Jahres werden erste Ergebnisse aus dieser Umfrage zum Thema «Essensrhythmus von MS-Betroffenen» veröffentlicht. Das Thema der sogenannten «Chrononutrition», also der Erforschung von Mahlzeitenmuster und Schlafrhythmen ist seit kurzem ein neues Thema in der Ernährungsforschung, auch im Zusammenhang mit MS.
Die Registerteilnehmenden wurden in der aktuellen Umfrage gefragt, wie ihr persönlicher Mahlzeiten- und Schlafrhythmus aussieht. Dabei wurden die Hauptmahlzeiten wie Frühstück, Mittagessen und Abendessen thematisiert, sowie auch nach Snacks respektive Zwischenmahlzeiten gefragt. Wie man der Grafik entnehmen kann, verzehren mehr als die Hälfte von insgesamt 1’077 Teilnehmenden täglich ein Frühstück (54%). Beim Abendessen sind es sogar drei Viertel der Teilnehmenden, welche jeden Tag ein Abendessen zu sich nehmen. Beim Mittagessen gab knapp die Hälfte (48%) der Personen an, täglich eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und ein Viertel aller Teilnehmenden konsumiert täglich mindestens 1 Zwischenmahlzeit / Snack.
Bei der Frage, ob sich die Zeiten der Mahlzeiteneinnahme zwischen Wochentagen und Wochenendtagen unterscheiden, gab es folgende Nennungen: Mit 73% gaben die Teilnehmenden am häufigsten einen Unterschied beim Abendessen an, gefolgt vom Mittagessen mit 71%, Frühstück mit 60% und bei den Zwischenmahlzeiten gaben nur 6% an, dass sich die Zeiten unterscheiden (88% haben hier keine Angabe gemacht).
Die genannten Gründe für die zeitlichen Differenzen waren am häufigsten «Wechsel zwischen Arbeitstagen und Wochenendtagen», gefolgt von «Schichtarbeit oder unregelmässige Arbeitszeiten», sowie «Aktivitäten wie Sport / Verein».
Diese Daten zeigen, dass das Thema «Mahlzeitenrhythmus» zu Zeiten von Corona insofern von Bedeutung ist, als dass viele Teilnehmende trotz veränderter Alltagsaktivtäten und Einschränkungen im Privat- und / oder Berufsleben ein relativ konstantes Muster bei der Mahlzeiteneinnahme haben. Eine regelmässige Mahlzeitenaufnahme ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährungsweise und hat einen positiven Effekt auf das persönliche Wohlbefinden sowie die Lebensqualität.
In den nächsten Monaten wird das Schweizer MS Register noch weitere spannende Erkenntnisse aus der Ernährungsstudie veröffentlichen, wie beispielsweise detailliertere Ergebnisse zum Ernährungsverhalten, zum Schlafrhythmus oder auch speziell zum Thema Zusammenhänge zwischen Ernährungsmuster und der Fatigue.
Weitere spannende Informationen zum Thema Ernährung und MS finden Sie regelmässig auf den Informationskanälen der Schweiz. MS-Gesellschaft.
Beispielsweise das Video zum Thema «Antientzündliche Küche». Es bietet die Zusammenfassung eines Webinars mit der Ernährungsberaterin des Universitätsspital Zürich, Frau Lumnije Jusufi, über die wichtigsten Bestandteile der antientzündlichen Ernährung. Mit Schwerpunkt auf der mediterranen Küche.