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Dieser Überblick zeigt die Baselbieter Geschichte und die Entwicklung des Kantons etappenweise von der Eisenzeit, über die Römerzeit bis ins Mittelalter, die frühe Neuzeit und bis zur Gegenwart.
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Das Baselbiet im Zeitraffer6.-1.Jh. v. Chr. Die Rauriker, ein Keltenstamm, lassen sich im Baselbiet nieder.
58 v. Chr. Auswanderung der Rauriker mit den Helvetiern nach Südfrankreich. Niederlage bei Bibrakte. Rückkehr in ihre Heimat.
44 v. Chr. Munatius Plancus gründet die römische Kolonie Augusta Raurica.
Um 260 Raubzüge der Alemannen über den Rhein. Zerstörung Augusta Rauricas.
290-300 Bau neuer römischer Festungen in Augst und Basel.
Um 400 Abzug der römischen Truppen nach Italien. Das Ende der römischen Herrschaft wird damit eingeleitet.
Um 620 Ragnacharius wird Bischof von Basel und Augst und damit Herrscher über das Gebiet.
999 König Rudolf III. von Burgund schenkt dem Bischof von Basel die Abtei Moutier-Grandval mit ihren Besitzungen. Damit beginnt der Aufbau der weltlichen Herrschaft der Bischöfe von Basel ausserhalb der Stadt.
1356, 28. Oktober Das stärkste bekannte Erdbeben in der Basler Gegend richtet grosse Zerstörungen an.
1400 Bischof Humbert von Neuenburg, der sich in Geldnöten befindet, verkauft der Stadt, unter Vorbehalt des Rückkaufsrechts, die Ämter Liestal, Waldenburg und Homburg. Basel sichert sich so den Übergang über die beiden Hauensteine.
1444 Die Eidgenossen belagern die Farnsburg. Sie ziehen von dort gegen Basel und unterliegen mit 200 Baselbietern in der Schlacht bei St. Jakob an der Birs den Armagnaken. Die Leute des Bischofs von Basel und die Herren von Ramstein sind am Blauen auf der Wacht, um die Armagnaken vom Einmarsch ins Laufental abzuhalten.
1490-92 In der «Kappeler Fehde» und im 1499 Schwabenkrieg leidet die Bevölkerung unter Solothurn, das dem Bischof die Herrschaft im Laufental streitig macht.
1502 13.N/1 Die Stadt und die Landschaft Basel werden als ii.Ort in den Bund der Eidgenossen aufgenommen.
1525 Bauern plündern den Olsbergerhof in Liestal sowie die Klöster Engental und Rothaus bei Muttenz und Schönthal bei Langenbruck.
1529 Basel tritt zum reformierten Glauben über.
1585/1589 Nach dem Verzicht Basels auf das 1525 geschlossene Burgrecht kehren die Vogteien Zwingen, Birseck und Pfeffingen zur katholischen Konfession zurück.
1594 Aufstand der Baselbieter wegen Erhöhung der Steuern. Der so genannte Rappenkrieg wird von Andreas Ryff gütlich beigelegt.
1618-1648 Im Dreissigjährigen Krieg werden die Grenzgebiete und das Birstal durch die Streifzüge kaiserlicher und schwedischer Truppen in Mitleidenschaft gezogen.
1653 Die Bauern der Landschaft und mit ihnen auch die Liestaler nehmen am schweizerischen Bauernkrieg teil. Die Bauern unterliegen, aber das geistige Oberhaupt der Bauernschaft, Isaak Bowe, kann fliehen. Sieben weitere Anführer werden in Basel hingerichtet. Die Stadt Liestal verliert ihre Vorrechte.
1730-1740 Die Untertanen im Laufental erheben sich während der «Troubles» gegen den Landesherrn. Die durch den Fürstbischof gerufenen Soldaten Ludwigs XV. schlagen im Frühjahr 1740 den Aufstand nieder. Der Anführer der Aufständischen aus dem Laufental, Hans Tschäni, wird zum Tode verurteilt, später aber begnadigt.
1750-1770 Erster Höhepunkt der Baselbieter Posamenterei.
1767-1780 Auf Anordnung des Fürstbischofs wird die Herrschaft Zwingen mit ihren neun Gemeinden vermessen. Es entstehen die «Brunnerschen Pläne».
1790 Der Grosse Rat von Basel hebt die Leibeigenschaft auf.
1792 Französische Truppen besetzen das Birseck sowie die Herrschaften Burg, Pfeffingen und Zwingen. Zunächst wird eine Raurachische Republik ausgerufen. Nach drei Monaten wird das Gebiet durch Annexion zum französischen Departement Mont-Terrible.
1798 Die Französische Revolution erfasst das Baselbiet.
1800 Das Birseck wird dem Departement Haut-Rhin zugeschlagen.
1803 Napoleon auferlegt der Schweiz die Mediationsverfassung. Im neuen Grossen Rat bilden die Baselbieter nun zwar die Mehrheit, allerdings entspricht ihre Vertretung nicht ihrem Bevölkerungsanteil.
1814, 4.März Der Grosse Rat genehmigt eine neue Verfassung. Die Baselbieter Vertretung im Grossen Rat wird prozentual verkleinert.
1815 Der Wiener Kongress teilt das Gebiet des ehemaligen Fürstbistums der Eidgenossenschaft zu. Neun Gemeinden im Birseck werden Basel zugeordnet.
1830 An zwei Volksversammlungen beim Bad Bubendorf wird eine beförderliche Revision der Staatsverfassung verlangt.
1832 Da die Verfassungsrevision nur schleppend vorwärts geht, beschliesst eine Volksversammlung in Liestal
die Ernennung einer provisorischen Regierung.
1832, 22.Februar Der Grosse Rat beschliesst, den 46 Gemeinden, die sich im November 1831 nicht ausdrücklich gegen die Trennung ausgesprochen hatten, die Verwaltung auf den 15.März zu entziehen.
1832, 27.März Die Ausschüsse der aus dem Staatsverband ausgestossenen Gemeinden beschliessen die Gründung eines Kantons Basel-Landschaft und die Wahl eines Verfassungsrates.
1833, 3. August Die Basler rücken aus, um den noch stadttreuen Gemeinden um Gelterkinden und im Reigoldswilertal Hilfe zu leisten. Nach einem kurzen, aber heftigen Gefecht bei der Hülftenschanze zwischen Pratteln und Frenkendorf ziehen sie sich geschlagen zurück.
1833, 26.August Die Tagsatzung beschliesst die Totaltrennung des Kantons Basel unter Vorbehalt einer freiwilligen Wiedervereinigung.
1835 Der Landrat erlässt Gesetze über die Organisation des Schulwesens.
1836 Die vier Bezirksschulen werden eröffnet. Im gleichen Jahr werden die Salzlager bei der Schweizerhalle
entdeckt.
1836 Nach dem Ausbruch religiöser Unruhen wird der Nordjura mit zwölf Bataillonen besetzt. Auch das Laufental erhält «Exekutionstruppen».
1838 Die Verfassung von 1832 wird revidiert.
1846 Die zwölf Laufentaler Gemeinden werden vom Bezirk Delemont abgetrennt und bilden fortan einen eigenen Amtsbezirk.
1850 Mit der neuen Verfassung wird das Direktorialsystem eingeführt. Alle fünf Regierungsräte sind nun vollamtlich
tätig.
1855/1858 Die Linie der Schweizerischen Centralbahn von Basel über Sissach und Läufelfingen nach Olten wird in Betrieb genommen.
1863 Die von Christoph Rolle durchgesetzte Verfassungsrevision bringt die Einführung der direkten Demokratie
mit der Volkswahl der Regierungsräte und dem obligatorischen Gesetzesreferendum.
1864 Die Basellandschaftliche Kantonalbank wird gegründet.
1875 Die Jura-Bahn von Basel nach Delemont wird in Betrieb genommen.
1890 Emil Frey-Kloss (1832-1922) wird zum ersten Baselbieter Bundesrat gewählt.
1892 Die Verfassung von 1892 enthält in den Übergangsbestimmungen die Grundlagen für eine geordnete Steuergesetzgebung.
1914-1918 Grenzbesetzung im Ersten Weltkrieg. Baugrosser Befestigungen am Hauenstein und im Birstal.
1919 Im neuen Wahlgesetz wird die Verwendung von Stimmurnen obligatorisch erklärt. Für die Landratswahlen wird das Proportionalwahlverfahren eingeführt.
1926 Die Verfassung von 1892 wird erstmals teilweise revidiert.
1932 Volk und Behörden feiern das hundertjährige Bestehen des Kantons.
1936 Die 1933 eingereichte Wiedervereinigungsinitiative wird in beiden Halbkantonen angenommen.
1939-1945 Grenzbesetzung während des Zweiten Weltkriegs.
1947 Die «Affaire Möckli» führt im Jura zu einer neuen Separationsbewegung.
1948 Die Eidgenössischen Räte verweigern der Verfassungsrevision (Wiedervereinigung) die Gewährleitung.
1958 Eine neue Wiedervereinigungsinitiative wird vom Volk angenommen.
1960-1969 Ein Verfassungsrat beider Basel arbeitet die Verfassung für einen Kanton Basel aus.
1967/1968 Die Frauen werden in kantonalen Angelegenheiten stimm- und wahlberechtigt.
1969 Die Verfassung für den Kanton Basel (Wiedervereinigung) wird deutlich abgelehnt.
1978 Die Laufentaler stimmen mit Zweidrittelmehrheit für die Einleitung des Anschlusses an einen Nachbarkanton.
1980, 16.März Die Laufentaler sprechen sich mit grossem Mehr für Anschlussverhandlungen mit dem Kanton Basel-Landschaft aus.
1982/1983 Der Kanton Basel-Landschaft wird 150-jährig.
1983 Der Vertrag für die Aufnahme des Laufentals in den Kanton Basel-Landschaft wird im September von den Laufentalern abgelehnt, im Baselbiet aber mit grosser Mehrheit gutgeheissen.
1988 Das Bundesgericht erklärt die Abstimmung über das Laufental von 1983 für ungültig.
1989, 11. November Eine Mehrheit der Laufentalerinnen und Laufentaler spricht sich für den Anschluss ans Baselbiet aus.
1994,1. Januar Das Laufental wird fünfter Bezirk des Kantons Basel-Landschaft.
2001, 13.Juli Feier zur Aufnahme von Basel als 11.Ort in den Bund der Eidgenossenschaft vor 500 Jahren.
(Quelle: s Baselbiet, Friedrich Reinhardt Verlag, 2003)