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Über den Manail-Leh-Highway erreichte ich Anfang Juli 2016 die weitgehend hochgebirgige Region Ladakh.
Bürokratie
Für viele Gebiete in Ladakh benötigt man als Ausländer eine Genehmigung, einige Teile sind für Ausländer offiziell sogar völlig unzugänglich. In Leh kann man problemlos ein „Protected Area Permit“ durch einen der vielen Travelagents beantragen. Ein solches Permit ist nur eine Woche lang gültig. Jedoch kann man danach sofort wieder ein neues Permit in Leh beantragen. Da ich die beiden Seen „Tso Moriri“ und „Pangong Tso“ besichtigen sowie auch noch einige hohe Pässe befahren wollte, war für mich ein Permit für eine Woche nicht ausreichend. Im langsamen Internet fand ich heraus, dass es einen Agenten gibt, bei dem man zwei aufeinanderfolgende Permits erhalten kann und somit die Möglichkeit hat, zwei Wochen durch Ladakh zu reisen, ohne nach der ersten Woche wieder in Leh ein neues Permit einholen zu müssen. Offiziell darf man zwar als Ausländer dort gar nicht alleine reisen: Um ein Permit zu beantragen, muss man mindestens in einer Zweiergruppe unterwegs sein – bei den Checkposts unterwegs wird jedoch anscheinend nicht mehr kontrolliert, ob man in einer/dieser Gruppe unterwegs ist. Für meine erste Woche konnte mich der Agent einfach zu zwei Südkoreanern hinzufügen, welche ich gar nie zu Gesicht bekam. Da es jedoch sehr selten ist, dass jemand sein Permit eine Woche zum Voraus beantragt, wurde bei meinem zweiten Permit einer dieser Südkoreaner einfach auch wieder aufgeschrieben – vermutlich wusste der gar nichts davon. Um meine beiden Permits zu erhalten, benötigte der Agent leider zwei Arbeitstage, vermutlich, weil es offiziell wohl auch nicht erlaubt ist, Permits so ausstellen zu lassen bzw. weil einfach pro Person pro Tag ein Permit ausgestellt werden kann. Ich fragte den Agenten noch, ob es irgendwo eine offizielle Karte gebe, auf welcher klar ersichtlich sei, wo ich mich aufhalten dürfe. Wenn man sich als Ausländer nur in gewissen Teilen von Ladakh aufhalten darf, dann sollten ja irgendwo auch die genauen Regelungen einsehbar sein. Nicht so in Indien. Als „offizielle Auskunft“ verwies mich der Agent auf himalayabybike.com. Diese Webseite kannte ich schon, die ist ganz und gar nicht offiziell, und deshalb vor allem auch nicht zwingend aktuell. Am 6. Juli 2016 konnte ich meine beiden Permits endlich abholen, wobei mein Permit für die zweite Woche leider nur noch für die Regionen „Nubra Valley“ und „Pangong Tso“ gültig war, was bedeutete, dass ich das Gebiet beim Tso Moriri nur während der ersten Woche besichtigen durfte.
Namshang La
Das erste Ziel meiner Rundfahrt in Ladakh war der See „Tso Moriri“, welcher sich knapp 200 Kilometer entfernt befindet. Meine Fahrt führte mich als erstes wieder auf dem Manali-Leh-Highway nach Upshi. In Upshi gibt es einen Checkpoint. Auf dem Weg nach Leh wurden damals nur einige Daten aus meinem Pass in ein Buch abgeschrieben. Diesmal musste ich eine Kopie des Permits abgeben, da ich sagte, dass ich zum Tso Moriri will. Der Beamte fragte mich relativ streng, wo denn die beiden Südkoreaner, deren Namen auch auf dem Permit abgedruckt waren, seien. „They will come later“, log ich ihn an und erhielt die Erlaubnis, weiterzufahren. Dieser Checkpoint war aber sowieso, wie so vieles in Indien, ein Witz: der Checkpoint befindet sich etwa 100 Meter vor der Abzweigung nach „Mahe“ (welche auf meinem Weg zum Tso Moriri lag). Wenn ich dem Beamten gesagt hätte, dass ich auf dem Manali-Leh-Highway weiterfahren würde, dann hätte ich kein Permit benötigt. Ich nehme nicht an, dass der Beamte sehen kann, ob man abbiegt oder nicht, weil es an der Strasse einige Restaurants gab und es somit relativ unübersichtlich war.
Schwerbeladen mit Proviant für mehr als eine Woche folgte ich der Strasse, welche dem Indus entlang führt, bis „Mahe“, wo ich auf den nächsten Checkpoint stiess. Der Beamte dort fragte jedoch nicht, wo die anderen beiden meiner Gruppe seien. Um zum Tso Moriri zu gelangen, musste ich als nächstes über den 4960 Meter hohen Namshang La fahren.
Nach der Passhöhe wurde ich mit einer schönen Abfahrt belohnt. Beim See „Kyagar Tso“ campierte ich und genoss eine ruhige Nacht. Am Abend hatte ich einen Schluck des Seewassers getrunken und freute mich darüber, dass es nicht salzig war. Erst am nächsten Morgen auf dem Velo, als ich einen grossen Schluck (gefiltertes) Seewasser aus meiner Flasche trank, stellte ich fest, dass es eben doch leicht salzig war – der Geschmack des Wassers war fürchterlich!
Tso Moriri
Die Fahrt in Richtung Tso Moriri, einem 4500 Meter hoch gelegenen Salzsee, wurde ziemlich holprig als der Asphalt aufhörte. Auf der westlichen Seeseite führt eine Strasse bis zum Dorf Karzok, jedoch endet dort die Strasse. Einige Kilometer vor dem Dorf bog eine (asphaltierte!) Strasse nach links ab, welche an der östlichen Seeseite entlang in Richtung „Chumur“ führt. Auf dieser Strasse konnte ich 15 Kilometer weiterfahren, bis ich zu einem weiteren Checkpoint kam. Dort erklärte man mir, dass keine Zivilisten weiterreisen dürfen. Während einer halben Stunde versuchte ich, die Beamten zu überzeugen, mich durchzulassen, doch leider war nichts zu machen. Ich musste – wie ich auch erwartet hatte – auf demselben Weg zurück nach Mahe gelangen.
Über den Kaksang La in ein militärisches Sperrgebiet
Der Polizist beim Checkpoint in Mahe erkannte mich wieder und begrüsste mich mit „hello my friend“. In seinem Buch musste ich meinen Eintrag vom Vortag heraussuchen, damit er dahinter vermerken konnte, dass ich nun in Richtung Nyoma unterwegs sein würde. Laut meinem Permit durfte ich bis „loma bend“ fahren. Aufgrund der Informationen, welche ich bei meiner Vorbereitung im Internet gefunden hatte, musste ich davon ausgehen, dass ich in Loma umdrehen und denselben Weg wieder zurück fahren müsste. In Mahe zweigt jedoch eine Strasse in Richtung Norden ab, welche über den Pass „Kaksang La“ in die Ortschaft „Chushul“ führt. Einige Fahrradfahrer fuhren schon auf diesen 5438 Meter hohen Pass hinauf, jedoch kehrten sie auf dem Top wieder um, da Chushul aufgrund seiner Nähe zu Tibet als „sehr heikel“ gilt. Laut den Informationen auf mehreren indischen Motorradfahrer-Webseiten können Ausländer gar keine Erlaubnis erhalten um diese Ortschaft zu besuchen. Sogar Inder müssen ein Permit beantragen und teilweise wurden ihre Anträge abgelehnt bzw. mussten sie umkehren, obwohl sie im Besitz eines Permits waren. Da ich keine Lust hatte, dieselbe Strecke wieder zurück nach Mahe zu fahren und von dort die auch schon bekannte Strecke nach Upshi ein weiteres Mal zurück zu legen. Ich begann eine Konversation mit dem Polizisten. Jedoch sprach ich absichtlich in sehr schlechtem Englisch, damit ich später die Ausrede verwenden könnte, es handle sich um ein Missverständnis, falls ich an einem verbotenen Ort erwischt werden würde. Der Polizist erkundigte sich auch noch bei einem Kollegen und ich hörte immer wieder „Hanle“, den Namen einer Ortschaft, die gar nicht auf meiner geplanten Route lag und von welcher ich ebenfalls wusste, dass Ausländer sich dort nicht aufhalten dürfen. Mit einem „no Hanle, only Loma bend to Tangtse“ unterbrach ich die beiden. Sie besprachen wieder etwas. Daraufhin sagte ich „Kaksang La to Tangtse, ok?.“ Der Polizist besprach die Angelegenheit mit seinem Kollegen und sagte mir daraufhin „ok, there is no checkpoint, you can go.“ Er fügte noch an, dass es unterwegs keine Restaurants oder Hotels gäbe und dass ich „nomadisch“ übernachten müsse. Ich sagte den beiden, dass ich Zelt und Essen dabei habe, dann hörte ich vom Polizisten noch „ok, no problem, so you can go there“, dann verschwand ich.
Ein paar Kilometer hinter dem Checkpoint befindet sich das eigentliche, kleine Dorf Mahe. Ein Wegweiser zeigte sogar den Weg zum Kaksang La. Die gut asphaltierte Strasse führte als erstes auf den 4936 Meter hohen Hor La, einen Pass, welcher lediglich ein kleiner Bruder des Kaksang La auf dem Weg nach Chushul ist. Bald nach dem Hor La, von welchem aus ich eine tolle Aussicht auf den See „Yaye Tso“ hatte, hörte der Asphalt auf und ich fuhr auf einer Naturstrasse gut hundert Höhenmeter bergab, bevor es wieder bergauf zum Kaksang La weiterging.
Die Strasse wurde immer schlechter und die Luft natürlich dünner, was das Erklimmen des Passes immer schwieriger werden liess. Insbesondere die letzten Kilometer auf den Pass waren aufgrund der schlechten Strasse sehr anstrengend, am Schluss musste ich mein Velo mehrmals schieben, was aber aufgrund des Gewichtes von 60 Kilogramm und der dünnen Luft gar nicht so einfach war. Ich war froh, als ich den Pass endlich erreichte. Es gab zwar auf der Passhöhe weder ein Schild noch eine Höhenangabe, noch gab es Gebetsflaggen. Trotzdem knipste ich ein paar Fotos und machte mich bereit für die Abfahrt. Die Strasse auf der Nordseite des Passes war am Anfang (zumindest für ein beladenes Fahrrad) in noch viel schlechterem Zustand als die Südseite, weshalb ich teilweise auf der Wiese und nicht auf der Strasse fuhr.
Unterwegs sah ich, wie schon während dem Aufstieg, mehrere wilde Pferde und auch ein paar Hasen. Obwohl ich einige Tiere sah, gelang es mir nicht, Wasser zu finden. Als ich den See „Mitpal Tso“ erblickte, welcher zwar in der Nähe, jedoch vermutlich auch über hundert Höhenmeter unter der Strasse lag, hoffte ich die ganze Zeit, auf einen Bach zu stossen. Doch ich wurde nicht fündig. Nachdem ich einige Zeit in der Dunkelheit weitergefahren war ohne Wasser zu finden, entschied ich mich, mein Zelt direkt neben der Strasse aufzustellen und die Nacht mit wenig Wasser zu verbringen. Glücklicherweise hatte ich noch genug Essen dabei, welches ich nicht kochen musste und somit konnte ich meinen bescheidenen Wasservorrat vollständig als Trinkwasser verwenden und kam gut durch die Nacht.
Am nächsten Morgen fuhr ich auf einer Höhe von ungefähr 5000 Metern weiter, bis ich den 5065 Meter hohen Satatho La, einen weiterer kleinen Bruder des Hauptpasses erreichte. Nach diesem dritten „Pass“ führte die Strasse bergab in Richtung Chushul. Zuerst unasphaltiert, aber relativ gut befahrbar, später sogar asphaltiert. Doch irgendeinmal war die asphaltierte Strasse vollständig von Steinen übersät und so wurde die Abfahrt ein weiteres Mal zu einer Tortur. Unten im Tal angekommen führt die Strasse etwa hundert Meter neben einer Militäranlage vorbei. Jedoch interessierte sich niemand für mich. Ich fuhr westwärts weiter in Richtung Tangtse, wobei mich die Strasse über einen weiteren 5000 Meter hohen Pass führte. Wie schon bei der Fahrt über den Kaksang La gab es auf der Strecke von Chushul nach Tangtse kaum Verkehr. An einem wunderschönen Platz direkt am Fluss verbrachte ich die Nacht und fuhr am nächsen Tag, dem letzten meines ersten Permits, weiter in Richtung Tangtse.
Unterwegs kam ich in „Parma“ vorbei, welches wohl ein Checkpoint ist. Jedoch war die Barriere offen und ich fuhr ja von der potentiell verbotenen Zone in vermutlich erlaubtes Gebiet, deshalb hielt ich nicht an und fuhr einfach reaktionslos weiter. Keiner der dort Anwesenden rief mir nach oder versuchte mich zu stoppen. So hatte ich also den Kaksang La sowie weitere Pässe straffrei überqueren können.
Pangong Tso – Chang La – Wari La
Meine Tour in Ladakh führte mich als nächstes zum Pangong Tso, einem schönen See auf ungefähr 4300 Metern Höhe. Der 134 Kilometer lange See liegt nur zu etwa 40% in Ladakh, die restlichen 60% liegen in Tibet. Für Ausländer ist die Fahrt zum Pangong Tso eine Sackgasse, deshalb musste ich nach Tangtse zurückfahren.
Von Tangtse führte meine Reise über den 5360 Meter hohen Chang La, welcher die Hauptverbindung von Leh zum beliebten Pangong Tso darstellt und deshalb leider von vielen Touristen mit dem Auto befahren wird. Nach dem Chang La überquerte ich mit den 5312 Meter hohen Wari La einen weiteren Pass. Nach der Abfahrt führte mich die Strasse dem Shyok Fluss entlang nach Khalsar.
Khardung La – die nur scheinbar höchste Strasse der Welt
Von Khalsar aus wollte ich über den Khardung La nach Leh, dem Ausgangspunkt meiner zweiwöchigen Rundfahrt, zurückkehren. Der Khardung La wird oft als „world’s highest motorable road“ bezeichnet. Das ist schlicht und einfach falsch: Der Pass ist erstens nicht wie auf dem Passschild behauptet 5602 Meter hoch. Und zweitens gibt es einige Strassen, welche oberhalb von 5602 Meter verlaufen.
Am 18. Juli 2016 machte ich mich an die Arbeit, den Anfang des 5359 Meter hohen Khardung La zu bezwingen. Mir war klar, dass ich die über 2000 zu bewältigenden Höhenmeter nicht an einem Tag zurücklegen konnte. Kurz nach dem Mittag fing es an zu regnen, doch zu diesem Zeitpunkt erreichte ich gerade das Dorf Khardung, welches der Namensgeber des Passes ist. Mein Magen freute sich über ein sehr leckeres Mittagessen und mein Portmonee beschwerte sich auch nicht, als danach 80 Rupien (1.20 CHF) weniger in ihm waren. Nach dieser Essenspause hatte sich der Regen mehrheitlich verzogen und ich fuhr weiter. Gegen 18 Uhr erreichte ich „North Pullu“, eine Militärbasis mit einem Checkpoint. Die Barriere war offen, doch ich hörte einige Männer rufen. Ich parkte mein Velo und ging mit einer Kopie des Permits sowie meinem Pass zu den Beamten. „You can not continue“, meinte der eine von ihnen. Verwundert fragte ich, weshalb ich nicht weiterfahren könne. „There is minus on the pass“, war die Antwort. „So what?“, war meine Reaktion. „You are late. You have to go back to Khardung“, meinte der Polizist darauf hin. „Nah, i won’t go back“, lautete meine Antwort.
„This is the worlds highest motorable road. You are late. You can not continue!“ – Indischer Beamter
Ich wollte sowieso lediglich einige Zeit weiterfahren und dann mein Zelt auf etwa 4800 Metern Höhe aufschlagen. Der Beamte wollte aber mein Permit nicht annehmen. Ich legte es auf einen Tisch, beschwerte es mit einem Stein und ging dann zurück zum Velo. Der Polizist versperrte mir den Weg, da kamen gerade drei junge Soldaten vorbei und der Polizist bat sie um Unterstützung. Der eine sprach gut Englisch und erklärte mir noch einmal die „Gefahren“, also die „kalte Temperatur“ von ungefähr 0 Grad und die „extreme Höhe“. Ich schmunzelte und machte ihm klar, dass ich in China bei -10 Grad unterwegs gewesen war und in manchen Nächten Temperaturen unter -15 Grad im Zelt gehabt hatte. Ich fügte an, dass ich mit dem Chang La und dem Kaksang La zwei Pässe, welche höher sind als der Khardung La, in den letzen Tagen erfolgreich bezwungen hatte und somit gut akklimatisiert sei. Da ich nicht bereit war, zurück ins Dorf Khardung zu fahren, schlug ich den Jungs vor, dass ich nur ein paar hundert Meter weiter zum Fluss fahre, dort übernachte und dass es somit keinen Grund zur Sorge gäbe. Der Polizist fragte mich darauf hin, ob ich Sauerstoff dabei habe. Ich musste laut loslachen. Wir befanden uns auf lediglich 4600 Metern Höhe, und ich hatte in den letzten Wochen mehrmals auf 4800 Metern und einmal auf ungefähr 5000 Metern Höhe übernachtet – ohne Probleme! Dann brachte der Polizist den Einwand, dass ich ja etwas essen müsse. Lächelnd machte ich ihm klar, dass ich Essen dabei habe und dass ich genau wisse, was ich mache. Die drei Jungs überzeugten zum Glück den Polizisten, dass er mich gehen lassen soll. Da die ganze Diskussion einige Zeit in Anspruch genommen hatte, entschied ich mich, tatsächlich kurz hinter der Militärstation mein Zelt aufzuschlagen, obwohl ich ursprünglich vorhatte, noch ungefähr 200 Höhenmeter weiter hochzufahren. Als mein Zelt aufgestellt war, kamen schon die ersten Armeeangehörigen und schauten sich das Ganze an. Ich filterte noch das Wasser aus dem Bach, verkroch mich in mein Zelt und schloss mit einem „good night“ den Eingang. Nach einer erholsamen Nacht ging die Fahrt auf einer relativ schlechten Strasse weiter bergauf. Es gab einige Bäche zu durchqueren. Da ich in Indien die ganze Zeit in Flipflops unterwegs war, stellten die Bachdurchquerungen für mich kein grosses Hindernis dar.
Kurz nach dem Mittag erreichte ich den Khardung La. Auf der Passhöhe standen einige Autos und noch viel mehr Motorradfahrer, welche sich stolz vor dem Schild des Khardung La, welches fälschlicherweise besagt, der Khardung La sei die höchste Strasse der Welt, fotografieren liessen. Ich frage mich, weshalb man sich vor einem solchen Schild ablichten lässt, wenn man mit einem Motorrad oder noch schlimmer (als Beifahrer) in einem Auto dort hochgefahren ist. Ich machte mich schnell ready für die Abfahrt und kontrollierte meine Bremsen. Während dem wurde ich von einem Inder angesprochen, damit er mir voller Stolz erzählen konnte, dass er mit seinem (natürlich unbeladenen) Mountainbike von Manali via Leh auf den Khardung La gefahren sei. Ein „ah, okay“ war meine Reaktion, denn ich wollte nur noch weg von diesen Menschen. Die Abfahrt nach Leh war am Anfang leider nicht asphaltiert, dafür wurde ich dort mit einem schönen Blick auf die Bergkette südlich von Leh belohnt. Sobald die Strassenoberfläche wieder asphaltiert war, konnte ich die Abfahrt voll und ganz geniessen.