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Der Zoo Zürich leistet wesentliche Beiträge an die Ausrüstung und Löhne der Wildhüter von Lewa Wildlife Conservancy, einem Reservat, das seit 2013 zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Er hat zum Beispiel das Umrüsten eines Helikopters finanziert, damit dieser auch nachts fliegen kann. Es werden zudem Projekte zur Minderung des Mensch-Wildtier-Konfliktes unterstützt. Dazu werden Schutzzäune errichtet, die das Vieh der umliegenden Gemeinden schützen, aber die wandernden Wildtiere nicht beeinträchtigen. In Lewa vermehren sich die Spitzmaulnashörner so gut, dass 20 Tiere in die beiden neu geschaffenen Schutzgebiete von Borana und Sera umgesiedelt werden konnten. Der Zoo Zürich finanzierte die Umsiedlungen mit Stiftungsgeldern. Weitere Partner des Zoos vor Ort sind der Mount Kenya Nationalpark, Bill Woodley Mt. Kenya Trust sowie der Northern Rangelands Trust.
Lewa Wildlife Conservancy verdankt seinen Erfolg der engen Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. So gehört es heutzutage zum grössten Arbeitgeber in der Region. Nebst dem Schutz bedrohter Tierarten werden mehrere Schulen und Kliniken betrieben sowie Frischwasserprojekte unterstützt.
Lewa Wildlife Conservancy ist ein 251 Quadratkilometer grosses Reservat in Kenia. Es gehört seit 2013 zum UNESCO Weltnaturerbe des Mount Kenya Nationalparks und beheimatet nebst den bedrohten Nashörnern und Elefanten auch das seltene Grevyzebra. Die Wilderei sowie die Zerstörung des Lebensraumes bedrohen Afrikas Nashörner und Elefanten stark. Asiatische Abnehmer zahlen viel Geld für die illegalen Produkte aus Horn und Elfenbein. Nebst dem Breitmaulnashorn gilt vor allem das Spitzmaulnashorn als bedroht. Gemäss der Roten Liste der bedrohten Tierarten der Internationalen Welt-Naturschutzunion IUCN ist das Spitzmaulnashorn vom Aussterben bedroht. In den 1990er Jahren zählte man lediglich noch 2500 Tiere in ganz Afrika – 400 davon in Kenia. Dank intensiven Schutzbemühungen und einem effizienten Populationsmanagement erholt sich der Bestand langsam. Heute leben über 600 Spitzmaulnashörner in Kenia.
Der Elefanten-Korridor, ein 14 Kilometer langer eingezäunter Geländestreifen entlang eines Bachlaufs, stellt die historischen Elefantenwanderungen zwischen dem Mount Kenya Nationalpark und dem im Norden gelegenen Reservaten wie dem Lewa Wildlife Conservancy wieder her. Einerseits ermöglicht der Korridor den genetischen Austausch zwischen den zusehends isolierten Herden. Andererseits hilft er mit, den Konflikt zwischen Kleinbauern und Elefanten zu entschärfen, die die Felder der Bauern plünderten. Die Elefanten und viele andere Wildtiere haben den Korridor, der sie auch sicher unter einer Nationalstrasse hindurchführt, schnell angenommen.
Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen und unermüdlicher Anstrengungen der Ranger des Lewa Wildlife Conservancy besteht die Gefahr, dass Nashörner oder Elefanten Wilderern zum Opfer fallen – vornehmlich nachts. Deshalb wurde der Helikopter so ausgerüstet, dass er auch nachts fliegen kann. So können die gefährdeten Tiere rund um die Uhr überwacht werden und bei einem Angriff von Wilderern schnell eine Verstärkung der bewaffneten Sicherheitsteams überall im Park abgesetzt werden. Der Helikopter wird auch benutzt, um verletzte Nashörner aufzufinden und das Veterinärteam einzusetzen.
Im Kampf gegen die Wilderei sind in Lewa auch Tiere im Einsatz. Die Spürhunde, sogenannte Tracker Dogs, sind mit ihren Hundeführern Teil der bewaffneten Anti-Wilderer-Einheit. Die Hunde sind in der Lage, Spuren von Wilderern und Viehdieben über grosse Distanzen zu verfolgen und können auch nach langer Zeit Geruchsspuren vom Tatort zu einem Wilderer finden. Deshalb kommen die Hunde auch bei der Beweisführung vor Gericht zum Einsatz. Der Zoo Zürich hat Stiftungsgelder generiert, die die Ausbildung von drei zusätzlichen Spürhunden ermöglicht haben.
Dank unermüdlicher Schutzbemühungen ist im Lewa Wildlife Conservancy seit 2013 kein Nashorn der Wilderei zum Opfer gefallen, im Borana Conservancy 2015 ein einziges.
Die Umsiedlung von Spitzmaulnashörnern hat zwei Vorteile. Einerseits werden neue Schutzgebiete für diese Tiere geschaffen, in denen sie geeignete und sichere Habitate mit dichtem Buschwerk vorfinden. Andererseits kann die hohe Wachstumsrate dieser Tiere sichergestellt werden, weil sich heute die Tiere im Kampf um gute Territorien gegenseitig konkurrenzieren. Das Lewa Wildlife Conservancy hat die Zäune zum angrenzenden Nachbarn Borana Conservancy für die Nashörner und andere Wildtiere geöffnet. Heute beherbergen sie zusammen über 150 Nashörner. Mehrere Tiere konnten bereits in Reservate des Northern Rangelands Trust umgesiedelt werden.
Tour virtuale attraverso la Wildlife Conservancy di Lewa con Google Streetview: