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M Ö B E L
B O U T I Q U E
Geschichte
Am 1. Dezember 1923 eröffneten Ulrich und Anna Messmer-Damman an der alten Steig 13 eine Bäckerei, deren Backstube aus einem Raum mit Holzofen bestand. Maschinen waren Luxus-Handarbeit war Trumpf. Der Eröffnungstag verlief wenig verheissungsvoll, denn nur je ein Drei-sowie Fünfpfünder wurden verkauft, und acht Fünfpfünder blieben übrig. Glücklicherweise hatte der Verwalter des Bürgerheims Mitleid mit den enttäuschten Jungunternehmern, und übernahm die restlichen Brote.
Auch der Weihnachtsverkauf der Appenzeller Biber verlief sehr harzig. Von den 13 hergestellten Messmer-Spezialitäten fanden nur acht Stück einen Abnehmer. Doch dies war weiter nicht verwunderlich, gab es doch 1923 noch 45 Bäckereien in Herisau. Damals wurden die Gebäcke vorwiegend durch Hausieren an die Leute gebracht. So trugen die Krenzen tragenden, wandernden oder radelden Bäcker in und um Herisau zu einem belebten Dorfbild bei.
Qualität setzte sich schon Früher durch. So konnte der älteste der vier Kinder, Werner,zusammen mit seiner Gemahlin Maria Messmer-Stark 1949 ein florierendes Geschäft übernehmen. Gleichzeitig zogen die Geschäftsgründer an die Gossauerstrasse 68, wo zudem eine Filiale eröffnet wurde. Diese führte dann ab 1963 bis zur altershalben Schliessung im Jahre 2003 Luzia Rusch-Messmer in Eigenregie.
Nach dem plötzlichen Hinschied von Werner Messmer (auch bekannt als sehr guter Armbrustschütze) übernahmen 1982 Werner jun. und Verena Messmer-Küng als dritte Generation den Betrieb. Zur Enttäuschung vieler treuen Kunden stellte man 1986 die "normalen Bäckereiprodukte" ein. Da die Nachfrage nach den feinen Appenzeller Biber immer grösser wurde, beschloss man, nur noch Appenzeller- Spezialitäten herzustellen.
1999 erfolgte der Umzug an die Kasernenstrasse 68. Die stetig wachsende Produktion der feinen Appenzeller Biber verlangte nach grösseren Räumlichkeiten.
Am ersten Januar 2005 übernahmen dann Andreas und Lea Messmer-Preisig die Biber-Bäckerei. Nach wie vor wird die Mandelfüllung der Appenzeller Biber selbst hergestellt, und auf den Gebrauch von Halbfabrikaten wird konsequent verzichtet. So hält auch die vierte Generation die Qualität der Produkte hoch... Ob es wohl noch eine fünfte Generation Biber-Bäcker gibt?