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Die Schweizerische Nationalbibliothek sammelt Musikdrucke, Veröffentlichungen zur Schweizer Musikgeschichte und zu Schweizer Komponisten, sowie Periodika des Schweizer Musikwesens. Die Notendrucke werden jährlich im Heft 16 der Nationalbibliographie „Das Schweizer Buch" verzeichnet. Diese Sammeltätigkeit wird von der SUISA insofern unterstützt, dass die Nationalbibliothek von sämtlichen Werken des SUISA-Archivs jeweils eine Kopie zur Aufbewahrung erhält.
Die Schwerpunkte des Archivbestandes liegen bei den Musikdrucken des 18. Jahrhunderts, gedruckten deutschsprachigen Gesangbüchern und Musiknachlässen. Diese bieten einen Ausblick auf das breite Spektrum des Musiklebens in der Schweiz des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts. Neben bekannten Schweizer Komponisten (Raffaele D'Alessandro, Reinhold Laquai, Louis Piantoni) finden sich hier auch einige Vertreter des Berner Musiklebens (Ernst Graf, Carl Hess, Eugen Huber, Albert Nef). Einen weiteren Teil dieses Bestandes bilden die Arbeitsunterlagen der wissenschaftlichen Tätigkeiten von Hans Kayser, Arnold Geering und Edgar Refardt. Der Nachlass des Berner Orgel- und Glockenexperten, sowie Akustikers Ernst Schiess ist hier besonders hervorzuheben. Die wissenschaftliche und musikalische Auseinandersetzung mit der Schweizer Volksmusik spiegelt sich in den Nachlässen von Arthur Rossat, Eugen Huber und Albert Stern wieder. Von grosser Bedeutung sind die Dokumente aus den Sammlungen von Josef Liebeskind (u.a. Abschriften der Werke von Gluck und Dittersdorf, Musikdrucke des 18. Jhs, dabei einige Unika), Josef Häfliger-Gasser (Autographe Schweizer Literaten und Komponisten) und Max Zulauf (Musikdrucke des früheren 19. Jhs.).
In den Beständen der Nationalbibliothek befindet sich ebenfalls das Autograph des Schweizerpsalms, des Offertoriums Diligam te, Domine, komponiert 1835 von Alberich Zwyssig und umtextiert 1841 zu Trittst im Morgenrot daher von Leonhard Widmer.
Ein Teil des musikalischen Archivbestandes der Nationalbibliothek ist seit dem 11. Januar 1991 in das Schweizerische Literatur Archiv (SLA) integriert und wird seit 2001 von der Arbeitsstelle Schweiz des RISM betreut. Die Benutzung erfolgt im Lesesaal des SLA. Der übrige Bestand kann im allgemeinen Lesesaal der Nationalbibliothek eingesehen werden.
Letzte Änderung 12.03.2014
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