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Dazwischenvon Vittoria Burgunder Barbara Honigmanns Buch «Georg» erzählt die Geschichte ihres Vaters. Im Haus der Religionen stellt sie es vor. Nachdem die Schriftstellerin Barbara Honigmann in «Ein Kapitel aus meinem Leben» ein Buch über ihre Mutter verfasst hat, konzentriert sie sich in ihrem neuen Werk «Georg» auf ihren Vater, einen «charmanten, unwiderstehlichen Misanthropen». Georg verlor im Ersten Weltkrieg den Bruder, während dem Nationalsozialismus lebte der Jude zuerst noch in London, wurde vom MI5 wegen seiner kommunistischen Orientierung beschattet und wurde mit Geflüchteten in ein Lager nach Kanada verfrachtet. Nach Kriegsende lebte er in der sowjetisch kontrollierten Zone Deutschlands. Er war viermal verheiratet und hatte zwei Töchter mit gleichem Namen.
Widersprüchliches Leben
Honigmann gelingt es, das Wesen ihres Vaters mit der Weltgeschichte zu verknüpfen und zeichnet dabei ein berührendes Porträt. Ehrlich beschreibt sie Georgs Zwist. Den Zwist zwischen einem Deutschen und einem Juden zur Nazizeit einerseits und eines Kommunisten, der «nie Bekanntschaft mit einem Arbeiter gemacht hatte» andererseits. Die Zuneigung der Autorin zu diesem widersprüchlichen Mann ist stets spürbar.