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Beim WTT-Youth Contendor Lignano (ITA) zeigte Mauro Schärrer ein tolles Turnier in der Kategorie U19 und marschierte durch bis ins Halbfinale.
In seiner Gruppe wurde er Zweiter nach einem 3:1-Sieg gegen Marc Segawe (AUT) und einer unnötigen 1:3-Niederlage gegen Patrick Skarsholm (DEN). So qualifizierte er sich für das 1/16-Final und gewann anschliessend zweimal 3:0. Zuerst im 1/16-Finale gegen Benjamin Piggott aus (ENG), dann im 1/8-Finale gegen Liu Zhenlong, einen österreichischen Spieler chinesischer Herkunft. In diesem Match lag Schärrer im ersten Satz 8:10 und im zweiten 9:10 zurück. Jedes Mal konnte Schärrer den Satz «wenden» und bewies dabei grosse mentale Stärke. Im ¼-Finale hatte er gegen den Nigerianer Taiwo Mati nach gutem Start plötzlich einen schweren Stand. Nach einer 2:0-Satz und 10:6-Punkte-Führung im dritten Satz vergab er gegen den Linkshänder vier Matchbälle in Folge und einen weiteren in der Verlängerung bei der 11:10-Führung. Stattdessen verlor er 11:13. Anstelle von einem klaren 3:0-Sieg sah er sich ein paar Minuten später bereits im fünften Satz und hatte seinen Vorteil nach einer 2:11-Niederlage im vierten Satz verspielt. Im fünften Satz fand er nach der Satzpause und dem Coaching von Pedro Pelz wieder zurück zu seinem sicheren und sehr schnellen Spiel am Tisch. Er siegte mit 11:4 klar und zog erstmals an einem WTT-Turnier in den ½-Final ein. «Als ich realisierte, dass ich erstmals in einen ½-Final einziehen konnte, habe ich die Konzentration verloren. Nach der Satzpause habe ich mich im fünften Satz wieder auf mein Spiel fokussiert und konnte mein Spiel durchziehen» so der zufriedene 18-jährige Neuhauser.
Im Halbfinale kam dann das aus gegen das israelische Talent Tal Israeli. Mauro verlor 0:3(6:11, 10:12 und 5:11). Ein besseres Ergebnis vergab er vor allem im zweiten Satz als er eine 9:4-Führung nicht zum Satzausgleich nutzen konnte.
Aber was für ein Lauf! Herzlichen Glückwunsch an ihn! Interessant ist auch, dass Skarsholm (DEN) im Final Israeli 3:1 besiegte und das Turnier für sich entschied. Somit verlor Mauro an diesem Turniner nur gegen die beiden Finalistenund reiste mit einer 4:2-Bilanz nach Hause.
Am Rande sei vermerkt, dass Mauro diesen Erfolg nicht
mit seiner eigenen Ausrüstung erzielte. Weil sich auf der Hinreise bei einem WC-Stopp in Italien unbekannte Langfinger seiner Sporttasche bedienten, waren seine ganzen Tischtennis-Utensilien vor dem Turnier weg! Mit dem von anderen Spielern ausgeliehenen Tischtennismaterial kam er dann aber sehr gut zu Recht…
Quelle: Swiss Table Tennis