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Der Verwaltungsrat des HC Sierre hat am Montagabend den Aktionären mitgeteilt, dass er die Bilanz des Klubs deponieren und eine Nachlassstundung beantragen werde.
Eine Million Schulden
Sierre soll angeblich auf einem Schuldenberg von gegen einer Million Schweizer Franken sitzen. Weil der aussergerichtliche Weg zur Sanierung keinen Erfolg brachte, hoffen die Verantwortlichen nun auf einen Konkursaufschub durch den Richter. Wird die Nachlassstundung gewährt, kann während ihrer Dauer keine neue Betreibung eingeleitet werden.
Neue Forderungen eingegangen
Sierre hatte bereits die Lizenz für die aktuelle Saison nur unter strengen Auflagen erhalten. Gemäss einer Mitteilung des Schweizerischen Eishockey-Verbandes am Montagnachmittag seien bei den Wallisern nun aber weitere Forderungen im «mittleren sechsstelligen Bereich» eingegangen, was die Lage des Klubs drastisch verschlechtert habe.
Meisterschafts-Ausschluss droht
Der Verband schliesst nicht aus, dass Sierre sogar die Lizenz entzogen werden muss und der Verein aus der laufenden Meisterschaft ausgeschlossen wird.
Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport beim Verband, zeigte sich besorgt über die aktuelle Entwicklung bei den Wallisern. «Wir bedauern diese dramatische Entwicklung sehr, handelt es sich beim HC Sierre doch um einen sehr traditionsreichen Klub.» Der 1933 gegründete HC Sierre wurde 1973 Vizemeister. Seit dem Aufstieg aus der 1. Liga 1997 spielt er in der NLB.