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Umweltbelastung der Milchproduktion
Klimabelastung
Der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie Ralf Conrad sagt zum Problem der Klimaerwärmung:
«Kurz gesagt könnte die Parole lauten: Keine Rinder mehr essen, auf Milchprodukte verzichten.»
Der Grund:
Eine Milchkuh produziert jährlich 75 kg Methan, was über 1,5 Tonnen Kohlendioxid entspricht.
Eine Tonne Methan, das wichtigste Treibhausgas in der Landwirtschaft, hat denselben Effekt auf die globale Klimaerwärmung wie 23 Tonnen Kohlendioxid (CO2).
CO2-Ausstoss bei der Produktion von jeweils 1 kg Nahrungsmittel:
Wasserverbrauch
Die Produktion von Milch (und Rindfleisch) benötigt enorm viel Wasser.
Zur Produktion von 1 kg Käse werden 5000 Liter Wasser benötigt.
Antibiotikaeinsatz
Allein für die Euterbehandlung der Schweizer Milchkühe werden jährlich 3,2 Tonnen Antibiotikawirkstoff verwendet (2015). Daraus ergeben sich ca. 87'000 Tonnen antibiotikakontaminierte Milch pro Jahr (Schätzung von Schällibaum, ALP). Selbst über 20 % der Bio-Milchkühe bekommen wegen Euterentzündung eine Antibiotikabehandlung, da die auf Milchleistung hochgezüchteten Kühe sehr anfällig für Krankheiten sind.
Futterimporte
Die die Schweizer Milchkühe auf Hochleistung gezüchtet wurden, benötigen sie immer mehr Kraftfutter. Längst reicht das Gras der Weiden nicht mehr aus, um die riesigen Mengen an Milch zu produzieren.
Jährlich importiert die Schweiz 1 Million Tonnen Futtermittel.
Davon sind 300 000 Tonnen Soja, welche zu 90–95% aus den (ehem.) Regenwaldgebieten Brasiliens stammen. 40% davon gehen an die Schweizer Rinder.