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Basel, um 1700
Nussbaumholz, geschnitzt
H. 96,8/97,2 cm
B. 46,5 cm
T. 54 /50 cm
Inv. 2005.7.1.-2.
Das Historische Museum Basel erwarb 2005 zwei sehr ähnlich aussehende, jedoch nicht identische Stabellen mit reich geschnitzten Rückenlehnen. Auf der Vorderseite prangt jeweils ein grosser Baselstab, der bei dem einen Stuhl in mehr, beim anderen in weniger perspektivisch gezeichneter Form erscheint. Auf der Rückseite ist je ein geflügeltes pausbackiges Köpfchen geschnitzt, das eine mit Fransen in der Stirn. Die Umrissform der Lehne mit Handloch und die Binnenornamentik verweisen die Herstellung der Stabellen in die Zeit um 1700. Der Aufbau dieses Sitzmöbels entspricht dem gängigen Typus der Stabellen: eine viereckige ungepolsterte Sitzfläche, in die vier gerade, nach unten sich verjüngende kannelierte Beine schräg eingezapft sind; das Ungewöhnliche ist nur die beidseitig ausgeführte aufwendige Schnitzarbeit der Rückenlehne und das selten gewählte Motiv. Das Historische Museum Basel besass bisher nur eine Stabelle mit Baselstab nebst mehreren mit Zunftwappen oder rein ornamentaler Verzierung. Möglicherweise gehörten die zwei neu erworbenen Stabellen zum Mobiliar einer städtischen Verwaltungsstelle. Zu denken ist vielleicht auch an ein Pfarrhaus oder an eine Landvogtei. Der Baselstab visualisierte die Präsenz der Obrigkeit.