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Um sich im Terminal schnell mal den Inhalt einer Textdatei anzeigen zu lassen, verwendet man in der Regel den Befehl cat. Die Ausgabe wird nicht formatiert, was oft zu einer unleserlichen Darstellung des Dateiinhalts führt. Besser macht das der Befehl bat.
Links: cat, Rechts: bat
Das Programm kann auf die übliche Art installiert werden, also bei Debian-basierten Distribution mit dem Kommando: sudo apt install bat. Bei eben diesem Beispiel kommt es jedoch zu einem Namenskonflikt mit einem anderen Paket, sodass der Aufruf von bat gar nichts macht. Tatsächlich führt der Aufruf von batcat zum Erfolg. Auf der Projektseite werden verschiedene Möglichkeiten beschrieben, wie man dies ändert. Eine einfache Variante ist, einen Alias-Eintrag in die Datei .bashrc einzutragen: alias bat='batcat $1'.
Wie man im Screenshot sieht, unterstützt bat Syntaxhervorhebung und Zeilennummerierung. Ausserdem kann die Anwendung nicht-druckbare Zeichen darstellen und Paginierung. Standardmässig wird die Ausgabe seitenweise angezeigt (wie less), kann aber mit der Option paging=never zur Fliessausgabe (wie bei cat) veranlasst werden.
SiFive ist der grosse Spezialist auf dem Gebiet der RISC-V CPU-Architektur. Das 2015 gegründete Unternehmen ist unter anderem verantwortlich für das HiFive Unmatched Mainboard mit dem aktuell leistungsfähigsten verfügbaren RISC-V Chip, das gleichzeitig auch das einzige ist, das man mit einer Grafikkarte verbinden und somit als vollwertigen Computer nutzen kann.
Intel soll laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg über 2 Milliarden US-Dollar für den Konkurrenten bieten. Neben Intel gibt es noch zahlreiche weitere Interessenten, die nicht näher beschrieben werden. Die Gespräche befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt noch in einer frühen Phase und SiFive könnte auch entscheiden, unabhängig zu bleiben.
Das neueste Update der beliebten GNOME-Shell-Erweiterung führt volle Unterstützung für den überarbeiteten GNOME-40-Desktop ein. Ich habe die Version auf einer Fedora-Installation ausprobiert. Die meisten Einstellungen von Dash-to-Panel sind auch in GNOME 40 vorhanden und funktionieren. Dazu gehören Intellihide, konfigurierbare Panel-Farbe und -Transparenz sowie die Vorschau von Fenstern beim Überfahren.
Obwohl die Standardkonfiguration einwandfrei funktioniert, ist mir aufgefallen, dass das Anpassen bestimmter Einstellungen ein paar kleinere Fehler oder Inkonsistenzen mit sich bringt. Wenn ich beispielsweise die benutzerdefinierte Deckkraft aktiviere (für den Transparenzeffekt), stottert die Animation zum Verlassen des Arbeitsbereich-Umschalters und des Anwendungsrasters. Von diesen kleinen Problemen gibt es weitere, was dem Projektteam jedoch bewusst ist. Man hat sich dafür entschieden, die Erweiterung möglichst rasch zu veröffentlichen, um eine zeitige Unterstützung der GNOME 40 Shell zu bieten. Die jetzt bekannten Fehler werden in der nächsten Version v44 behoben sein.
Einige von euch kennen vielleicht noch das Nokia N900, auch bekannt als «Der Ziegelstein». Dabei handelt es sich um ein vollwertiges Linux-Smartphone mit Schiebetastatur und kapazitiven Touchscreen mit Stifteingabe. Insbesondere in der Geek-Szene erfreute sich das Gerät einer grossen Beliebtheit und einige treue Nutzer hüten es weiterhin wie einen Schatz.
Um die Softwareunterstützung war es allerdings nach der Übernahme von Nokias Smartphone-Sparte durch Microsoft eher schlecht bestellt. Zwar bot die Community lange Zeit über eigene Repositories Apps und Aktualisierungen an, die Basis des Systems blieb allerdings weitestgehend unverändert.
Mit Maemo Leste wurde vor einiger Zeit ein Projekt gestartet, welches die legitime Nachfolge antreten möchte. Ziel dabei ist es, den Grundsätzen von Maemo 5, welches auch als Fremantle bekannt ist, zu folgen.
Neben dem N900 stellt das Projekt auch Abbilder für andere Geräte wie dem PinePhone zur Verfügung.
Die Installation erfolgt bei einem N900 auf ein externes Speichermedium. Dazu wird zunächst das Abbild bezogen und mittels dd (oder Anwendungen wie Etcher) auf eine SD-Karte geschrieben und daraufhin in das Smartphone eingelegt.
Zusätzlich werden das Flashtool 0xFFFF und der Bootloader u-boot benötigt, welche als Binaries von der Projektseite bezogen werden können.
Nachdem 0xFFFF als ausführbar markiert wurde, muss das N900 ausgeschaltet werden und der folgende Befehl auf dem Computer ausgeführt werden:
sudo ./0xFFFF -m u-boot-2013.04-2.bin -l
Daraufhin kann das Smartphone mit dem PC verbunden werden und die Tastatur des Nokia Handys ausgeklappt werden. Das N900 startet man mit gedrückter U Taste und auf dem Computer sollte der zuvor ausgeführte und als Schleife laufende Befehl das Gerät erkennen.
Sofern dies der Fall ist, kann der Bootloader auf das Gerät geflashed werden.
Hinweis: eine mögliche zuvor vorhandene Fremantle Installation lässt sich nach der Installation von u-boot nicht mehr ohne weiteres starten. Bei Bedarf sollte zuvor eine Sicherung erstellt werden.
sudo ./0xFFFF -m u-boot-2013.04-2.bin -f
Mit etwas Glück wird so der Bootloader auf das Gerät geschrieben und sollte beim nächsten Start des Smartphones automatisch geladen werden.
Der Bootloader fällt möglicherweise in eine Fehlermeldung, dass kein Kernel gefunden werden konnte. Lösen lässt sich dies durch die Eingabe des folgenden Befehls auf der Tastatur des N900:
run sdboot
Sofern das Gerät mit ausgeklappter Tastatur gestartet wird, stellt u-boot ein Menü dar, in dem die SD-Karte als Startmedium ausgewählt werden kann.
Nach einiger Zeit startet daraufhin die Oberfläche von Maemo Leste, welche der von Maemo 5 gleicht. Über die integrierte Programmverwaltung lassen sich weitere Anwendungen installieren. Die Auswahl ist bisher allerdings beschränkt.
Auch funktioniert zwar WLAN auf dem Gerät mit Maemo Leste, Mobile Daten und Telefonie allerdings nicht.
Das Projekt wird aktiv weiterentwickelt und die Lösung richtet sich an Technik-Interessierte die eine neue Verwendung für ein altes Gerät wie das N900 suchen. Dabei ist viel Eigenengagement gefragt, denn Dokumentation ist kaum vorhanden. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte einen Blick auf Maemo Leste werfen.
Er erinnert optisch fast ein bisschen an eine alte Version des Internet Explorers und doch ist er technisch auf dem neuesten Stand: Der Kristall Browser zeigt Webseiten im modernen Gemini Netzwerk auf traditionelle Art und Weise an. Daneben unterstützt er auch die Protokolle Gopher, Finger und HTTP(S).
Das Gemini Protokoll, das erst vor ziemlich genau zwei Jahren gestartet wurde, haben wir diesen März vorgestellt. Sein Ziel sind einfache Webseiten mit Text, ohne Medien und mit wenigen Formatierungen. Und die zeigt Kristall im Stil einer schlichten 90er-Jahre Webseite übersichtlich an.
Die Sonne scheint, die Blumen blühen und die Pandemie klingt langsam ab. Da lohnt sich ein Blick auf die Veranstaltungen der kommenden Monate. Trotz der Lockerungen bei den erlaubten Besucherzahlen, finden alle vorgestellten Events online statt.
Es wird erwartet, dass die Konferenz Hunderte von Teilnehmern aus der weltweiten KDE-Gemeinschaft anziehen wird. Die Teilnehmer werden die Zukunft der Gemeinschaft und ihrer Technologie präsentieren, diskutieren und planen. Mitglieder aus der breiteren Freien und Open-Source-Software-Gemeinschaft, lokale Organisationen und Software-Unternehmen werden ebenfalls teilnehmen.
Die OpenStreetMap-Community hat ein spannendes Programm erstellt. Die Konferenz wird auf der virtuellen Plattform venueless stattfinden. Während der gesamten Dauer der Konferenz wird es einen Video-Stream von Vorträgen, Panels, Lightning Talks und Q&A-Sessions geben. Zusätzlich wird es Chat-Räume für Diskussionen und virtuelle Sponsorenstände geben, sowie interaktive Breakout-Sessions, die von Gruppen bei gegenseitigem Interesse gebucht oder ohne vorherige Planung genutzt werden können
Die GUADEC ist die grösste Konferenz der GNOME-Gemeinschaft und bringt Hunderte von Anwendern, Mitwirkenden, Mitgliedern der Gemeinschaft und begeisterten Unterstützern für eine Woche voller Vorträge und Workshops zusammen.
Jedes Jahr im Spätsommer veranstaltet der Fachbereich Informatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mithilfe des FrOSCon e.V. ein spannendes Programm mit Vorträgen und Workshops für Besucher aller Altersklassen, die Freie Software nutzen, kennenlernen wollen oder selbst entwickeln.
DebConf ist die jährliche Konferenz für Debian-Beitragende und -Benutzer, die an der Verbesserung von Debian interessiert sind. Frühere Debian-Konferenzen haben Redner und Teilnehmer aus der ganzen Welt angezogen. DebConf19 fand in Curitiba, Brasilien statt und wurde von 382 Teilnehmern aus 50 Ländern besucht.
Erst vor wenigen Tagen haben wir über KDE Plasma 5.22 berichtet, da sind schon erste Bilder der Nachfolgeversion KDE Plasma 5.23 aufgetaucht. Nate Graham, einer der bedeutendsten Entwickler im KDE Projekt, gewährt auf seinem privaten Blog einen ersten Eindruck vom neuen Breeze Theme. Das Standardtheme des Plasma Desktops soll demnach an einigen Stellen modifiziert werden.
Ein besonderer Hingucker dabei sind die neuen Steuerelemente wie Buttons, Checkboxen, Auswahlbuttons, Menüeinträge und Schieberegler. Wie einige Leser in den Kommentaren auf Grahams Blog anmerken, hat man sich dabei wohl das Design von Mac OS X zum Vorbild genommen.
Wie diverse Tech-Medien berichten, wird der Quellcode des World Wide Web beim Auktionshaus Sotheby's als Non-Fungible Token versteigert. Die Auktion für das digitale Echtheitszertifikat (NFT) beginnt mit dem Mindestgebot von 1000 Dollar und findet vom 23. bis 30. Juni statt.1989 hatte Tim Berners-Lee die Idee des Hypertexts entwickelt, aus dem das World Wide Web hervorging. Er arbeitete damals bei der Kernforschungsorganisation CERN in Genf.
Tim Berners-Lee wird fälschlicherweise oft als Erfinder des Internets bezeichnet. Tatsächlich entstand das Internet als dezentrales Netzwerk von Computern bereits im Oktober 1969 unter dem Namen Arpanet. Als 1981 die Protokolle TCP und IP spezifiziert wurden, verschwand der Name Arpanet allmählich und wurde durch das Internet Protokoll abgelöst.
Die Erfindung des WWW wurde durch unterschiedliche Netzwerk-Infrastrukturen zwischen den CERN-Gebäuden initiiert, da diese teils in der Schweiz und, teils in Frankreich liegen. 1989 schlug Berners-Lee seinem Arbeitgeber ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Und hier ist dieser Vorschlag.
Über Sinn und Unsinn solcher NFT-Auktionen kann man trefflich streiten. Viel interessanter finde ich, was Berners-Lee damals wirklich erfunden hat. Dazu finden sich im Archiv des W3-Konsortiums einige Dokumente, wie zum Beispiel oben genannter Vorschlag, die Liste der beteiligten Personen, die Software-Produkte, sowie viele technische Hintergrundinformationen. Viel Spass beim Schmökern.