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Das Licht der Welt erblickte Johns Hopkins 1795 in Maryland als zweites von elf Kindern. Er wuchs in einer Quäkerfamilie auf. Das Quäkertum ist eine religiöse Gruppe mit christlichen Wurzeln. Seine Familie besass eine Tabakplantage, auf der Johns und sein Bruder 1807 zu arbeiten anfingen, nachdem seine Eltern ihre Sklaven freiliessen. Fünf Jahre später, im Alter von 17, arbeitete er bei seinem Onkel in Baltimore, wo er sich in seine Cousine Elisabeth verliebte. Zu einer Heirat kam es jedoch nie, da unter Quäkern starke Vorurteile gegen eine Heirat unter Cousins und Cousinen herrschten.
Geschäftsmann und Abolitionist
Mit einem anderen Quäker, Jonathan Moore, gründete Hopkins eine Firma. Nachdem Moore die Partnerschaft verliess, weil Hopkins «das Geld zu sehr liebte», tat er sich mit seinen drei Brüdern zusammen und benannte das Unternehmen zu Hopkins & Brothers um. Sie verkauften verschiedene Waren aus Planwagen im Tausch gegen Mais-Whiskey, den sie dann in Baltimore als «Hopkins’ Best» verkauften. Später investierte er viel Kapital in die Baltimore und Ohio-Eisenbahngesellschaft und wurde dadurch sehr vermögend.
Hopkins war schon früh als Gegner der Sklaverei bekannt. Dass seine Eltern ihre Sklaven schon früh befreiten, prägte seine Sichtweise. Er arbeitete eng mit einigen von Amerikas einflussreichsten Abolitionisten, die Sklaverei grundsätzlich ablehnten, zusammen und war während des amerikanischen Bürgerkriegs ein Unterstützer von Abraham Lincoln.
Philanthropisches Vermächtnis
Während seiner Zeit in Baltimore machte Hopkins viele Bekanntschaften. So auch mit George Peabody, der sich sehr für soziale Gerechtigkeit einsetzte. Manche denken, er war es der Hopkins davon überzeugte, seinen grossen Reichtum für das Allgemeinwohl einzusetzen.
Nachdem der Bürgerkrieg, das Gelbfieber und wiederholte Cholera Epidemien Baltimore nicht im besten Zustand hinterliessen, war Hopkins nur zu gut bewusst, was die Stadt benötigte. So setzte er 1870 ein Testament auf, indem er sieben Millionen Dollar für die Gründung eines kostenlosen Krankenhauses, einem Ausbildungszentrum für Ärzte und Krankenschwestern, einem Waisenhaus für farbige Kinder und der Johns-Hopkins-Universität bereitstellte. Dazu kamen unzählige andere Spenden für Stipendien und Waisenhäuser. Er verstarb 1873 ohne Erben zu hinterlassen. Dies war vermutlich das bis anhin grösste wohltätige Vermächtnis.