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Die Ölpreise sind am Montag nach einem Rückgang der Bohrlöcher in den USA und mit der Sorge vor einer weiteren Eskalation der Lage im Mittleren Osten gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 48,79 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 64 Cent auf 46,18 Dollar.
Am Markt wurden die steigenden Preise unter anderem mit Zahlen aus den USA erklärt. Der Dienstleister Baker Hughes hatte am späten Freitagabend einen abermaligen Rückgang an US-Bohrlöchern gemeldet. Dies spricht für eine fallende Ölproduktion. Allerdings liegen die amerikanischen Rohölvorräte nach wie vor ungewöhnlich hoch, was für sich genommen Druck auf die Ölpreise ausübt.
Russland treibt Ölpreise
Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die steigenden Ölpreise ausserdem mit dem militärischen Vorgehen Russlands in Syrien. Am Markt gibt es die Sorge einer weiteren Eskalation der Lage im ölreichen Mittleren Osten.
Zuletzt war es zu einem Zwischenfall im türkischen Luftraum gekommen, wobei türkische Kampfflugzeuge einen russischen Militärjet abgedrängt hatten.
Spekulation um Kürzung der Fördermengen
Ausserdem hätten Meldungen die Ölpreise gestützt, nach denen Russland angeblich zu Gesprächen mit der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) über mögliche Kürzungen der Fördermenge bereit sei, hiess es weiter bei der Commerzbank. Allerdings schätzen die Commerzbank-Experten die Wahrscheinlichkeit, dass Russland die Ölproduktion freiwillig kürzen könnte, als gering ein.
Der Preis für Opec-Rohöl ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Freitag bei 44,00 Dollar pro Barrel gelegen habe. Das waren 66 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.
(awp/ise/hon)