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„Revolutionen werden nicht gemacht. Sie entstehen mit dem unbefriedigten Bedürfnis nach Gerechtigkeit.“ Nicole Biermaier (*1971) verwendet in einer raumgreifenden Installation in der Kunstétage gesprochenen Text, um die ihrer Arbeit übergeordneten Themen Macht, Gewalt und Manipulation darzustellen.
Das selbst geführte Interview mit einer Palästinenserin hat die Künstlerin neu interpretiert. Sie gibt ihre Erinnerung an die Erzählung der Frau, welche versucht hat, in das Herkunftsland ihrer Eltern einzureisen, wieder.
Im Audiotext dient ein Haus als Projektionsfläche für ein universales Thema. Losgelöst aus dem Kontext des Palästinakonfliktes, steht es allgemein für Herkunft oder Zugehörigkeit eines Individuums. Die detaillierten Beschreibungen über die Geborgenheit des Zuhauses funktionieren als Kontraste zur bedrückten Grundstimmung des Gesprächs. Aber genau diese beiden Gegenpole definieren das Bedürfnis und die damit einhergehende Suche nach Heimat.
Dieses Ausstellungsprojekt ist die erste der beiden letzten Subjektiven Utopien in der Kunstétage. Die Besucherin oder der Besucher befindet sich in einer Bühnenbild-ähnlichen Installation. Dabei funktioniert die Kunstétage als Raum, der nicht genau verortet ist. Ein Raum, der sich irgendwo befinden könnte, und in welchem sich die Form eines Verhörs mit der Inszenierung einer inneren Welt vermischt.
"kunstetage" / Sihlquai 55 / 8005 Zürich