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Schon als Teenager baute der heute 48-jährige Marcel Brunner seine ersten Snowboards. Es habe aber einige Zeit gedauert, bis er den Dreh raus hatte. Sein Label «Oxess» gründete der Zürcher 1993, zu Beginn verkaufte er seine Snowboards allerdings nur an Bekannte und Verwandte.
Sein Hobby zum Beruf machte Marcel Brunner 2009, als einer seiner Kunden, der Österreicher Markus Schairer, Weltmeister wurde. Danach erhielt er so viele Anfragen, dass er seinen zweiten Job aufgeben konnte.
In seiner Werkstatt in Bubikon arbeiten neben Marcel Brunner mittlerweile vier Angestellte. Die Werkstatt liegt versteckt in einem unauffälligen Gebäude im Industriegebiet. Auf Laufkundschaft sei er nicht angewiesen, so Brunner: «Ich bin froh, wenn sich die Kunden anmelden und ich mir dann Zeit nehmen kann für sie.»
Die Faszination für seinen Beruf führte dazu, dass Marcel Brunner immer erfolgreicher wurde. Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea holten «seine» Athleten neun Medaillen.
Jede einzelne Medaille habe er gefeiert, so Brunner: «Eigentlich wollte ich nicht in der Nacht aufstehen, um die Rennen live zu verfolgen. Ich konnte es dann aber doch nicht lassen.» Athleten aus China, Weissrussland, Italien und der Schweiz sind bei den Olympischen Winterspielen mit Oxess Snowboards gefahren.
Über die Goldmedaille von Nevin Galmarini freute sich Marcel Brunner besonders. Wenn ein Schweizer auf einem seiner Snowboards zuoberst auf dem Podest stehe, sei das natürlich besonders schön.