Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/241221

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die erforderlichen Schritte einzuleiten, damit die Übersetzung von Sachliteratur aus den Landessprachen und in die Landesprachen wieder finanziell unterstützt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie in der Beitragsverordnung der Stiftung Pro Helvetia vom 22. Oktober 2020 (SR 442.132.2) festgehalten, konzentriert sich die Stiftung bei ihrer projektbezogenen Fördertätigkeit auf Vorhaben des professionellen zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffens. Die dementsprechende Eingrenzung im Bereich der Übersetzungsförderung auf literarische Werke entspricht diesem Grundsatz der Fokussierung auf das professionelle zeitgenössische Kunstschaffen und erfolgte im Rahmen einer Portfoliobereinigung von Pro Helvetia für die neue Kulturbotschaft 2021-24 (BBl 2020 3131).</p><p>Gleichwohl gilt es zu betonen, dass weiterhin Sachbücher mit direkter Verbindung zu den inhaltlichen Zuständigkeiten (Kunstsparten) der Stiftung gefördert werden können, sofern sich diese Projekte (inkl. Übersetzungen) in kritischer und zeitgenössischer Perspektive mit übergreifenden Aspekten des aktuellen Schweizer Kunst- und Kulturschaffens auseinandersetzen und eine schweizweite Relevanz haben.</p><p>Folgerichtig werden Übersetzungen historischer, philosophischer oder soziologischer Sachbücher ohne ausdrückliche und direkte Verbindung zu den inhaltlichen Förderschwerpunkten der Stiftung nicht mehr unterstützt.</p><p>Der Bundesrat erachtet diese Schwerpunktausrichtung von Pro Helvetia als sachgerecht und zielführend für die Erfüllung des gesetzlichen Leistungsauftrags. Er ist der Ansicht, dass die Unterstützung von Publikationen und Übersetzungen für historische, philosophische oder soziologische etc. Werke nicht im Auftrag und innerhalb der Kriterien der Kulturförderung der Stiftung platziert sein sollte.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.