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Ein "Leveraged-Buy-Out" von Dell und damit das "Going Private" des Unternehmens scheint immer realistischer zu werden. Eine offizielle Bestätigung von Verhandlungen steht zwar weiterhin aus, aber laut 'Bloomberg' ist zumindest die Investmentfirma Silver Lake Management daran interessiert, den Deal durchzuziehen. Silver Lake sei auch nahe daran, das benötigte Geld aufzutreiben.
Silver Lake müsste dazu laut der Schätzung von Analysten etwas über 20 Milliarden Dollar zusammenbringen. Etwa fünf bis sieben Milliarden Dollar könnte die Investmentfirma aus eigenen Mitteln beisteuern. Ziemlich sicher würde zudem CEO Michael Dell sein Aktienpaket im Wert von etwa 3,7 Milliarden Dollar einbringen und so zum Mitbesitzer des neuen Unternehmens werden. Möglicherweise würden auch andere Grossaktionäre dasselbe tun. Der Rest müsste von Dritten als Überbrückungskredit beigesteuert werden - das wäre dann eben der "leveraged"-Aspekt des Buy-Outs. Schon heute, so schreibt Bloomberg gestützt auf Aussagen einer Insiderquelle, könnten am Deal beteiligte Banken, welche diese Schuldscheine ausgeben würden - darunter auch die Credit Suisse - interessierten Investoren die genauen Bedingungen mitteilen.
Wieviel Geld Silver Lake für den Deal leihen müsste, hängt vom Verhalten der bisherigen Grossaktionäre ab. Viele haben die Aktien zu einem wesentlich höheren Preis gekauft, als sie jetzt dafür erhalten würden, und könnten deshalb versucht sein, auf einem höheren Angebot zu bestehen. Eine Möglichkeit wäre es aber auch, sich wie Michael Dell mit ihren Aktien am Buyout zu beteiligen. Damit wären sie weiter beteiligt und hätten eine Chance, irgendwann doch noch Gewinn zumachen, falls Silver Lake und Michael Dell das Unternehmen wieder auf Vordermann bringen können, erklärt 'Bloomberg'.
Die Höhe des Kredits, den Silber Lake aufnehmen müsste, und damit die Zinslast, dürfte wiederum einen Einfluss darauf haben, wie hoch der Druck auf Dell wäre, möglichst schnelle und einschneidende Massnahmen vorzunehmen. (Hans Jörg Maron)