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Zurzeit ist der Anteil an bewässerten Obstkulturen in der Schweiz relativ hoch. Rund 60 % der Apfelkulturen, die drei Viertel der Obstfläche ausmachen, wird bewässert. Dabei sind grosse Unterschiede zwischen den Gebieten zu beobachten (Thurgau 5-10%, Wallis und Genferseegebiet >90 %). Es kann davon ausgegangen werden, dass in Zukunft die Bewässerung sich in den Obstkulturen weiter ausweitet, Gründe dafür sind die immer höheren Qualitätsanforderungen des Marktes für Obst (Größe, Qualität), die es nicht mehr erlauben, dass die Bäume zu hohem Trockenheitsstress ausgesetzt sind. Weiter steht die Zunahme der Bewässerung auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die Ausweitung der bewässerten Flächen erfolgt im generellen in Gebieten, in denen die Verfügbarkeit von Wasser schon begrenzt ist und dementsprechend der Wasserpreis hoch ist. Weiter nimmt die Bewässerung auch aufgrund von Änderungen in der Anbautechnik (Abdeckungen z.B. in Kirschenkulturen) zu.
Die Entwicklung von Entscheidungshilfen für die Bewässerung ist von grosser Bedeutung für eine rationelle und nachhaltige Nutzung des Wassers und das Image der Landwirtschaft. In Gebieten mit Trockenheitsrisiko und Wasserknappheit, haben sich die Produzenten oft für die Tröpfchenbewässerung entschieden. Mit der Entwicklung und Umsetzung von effizienten Entscheidungshilfen für die Bewässerung, verbesserten Kenntnissen betreffend dem Wasserbedarf der Kulturen und Tests betreffend der Toleranz von Sorten gegenüber leichtem Trockenheitsstress, können bedeutende Einsparungen im Wasserverbrauch der Obstkulturen erzielt werden.
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