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«Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.»
- frei nach Henry Ford, Automobilhersteller -
Seit Darwin mit seiner Evolutionstheorie die damalige Weltsicht revolutionierte wird die Frage diskutiert, ob der Mensch sich aufgrund seiner biologischen Natur oder aufgrund der Kultur, in der er sozialisiert wurde, weiterentwickelt. Diese Frage ist in der Geschichte unterschiedlich und kontrovers beantwortet worden. Heute ist man der Auffassung, dass es beide Faktoren sind, die uns als Individuum bestimmen, wobei die Wechselwirkung zwischen Kultur und Natur bis heute ein ungelöstes Rätsel geblieben ist.
Es gilt allerdings als erwiesen, dass Menschen und soziale Systeme (also auch Organisationen) Entwicklungsstufen durchlaufen. In jeder Stufe glauben sie an bestimmte Werte und verfügen über bestimmte kollektive Fähigkeiten (vgl. Bäer-Sieber, Krumm, Wiehle, «Change-Prozesse sind doch anders» Kapitel 4). Einzelne Stufen können nicht übersprungen werden, aber einzelne Menschen oder soziale Systeme können sich auf verschiedenen Entwicklungsstufen befinden. Verknüpft man diese Feststellungen mit der allgegenwärtigen Diskussion über New Work und agile, evolutionäre oder selbst-organisierte Organisationsformen, kann man eher verstehen, warum in dem einen Unternehmen eine Transformation erfolgreich ist und in einem anderen ein ähnliches Vorhaben scheitert. Die entscheidende Frage ist immer, auf welcher Entwicklungsstufe die Menschen oder das soziale System stehen und ob das jeweilige Transformationsvorhaben der nächsten Entwicklungsstufe entspricht oder nicht. Im letzteren Fall ist ein Erfolg eher unwahrscheinlich.
Die neue Generation von Unternehmen, die von Frederic Laloux eindrücklich beschrieben wird, existiert schon (vgl. Laloux «Die Strukturen, Praktiken und Kulturen evolutionärer Organisationen», Kapitel 2). Deren Mitarbeiter sind mutige Pioniere, die sich nicht nur rein ökonomischen Grundsätzen, sondern ganzheitlichen Ansätzen folgen. Sie sind sinnorientiert, kommen ohne Hierarchien aus und wirken in einer Organisationsform, die einem lebendigen System gleicht. Diese Unternehmen und ihre Menschen haben die nächste Entwicklungsstufe erreicht. Laloux nennt sie evolutionäre Organisationen.
In der folgenden Infografik werden die aus meiner Sicht wichtigsten Grundannahmen der neuen Generation von Organisationen visualisiert und zusammengefasst. Die Thesen sollen verdeutlichen, worum es bei evolutionären Organisationen geht, Denkanstösse geben oder auch einfach nur dazu anregen, das eigene Weltbild über das Wirtschaftsleben zu hinterfragen.
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Einen Link zum PDF-Download der Infografik findest du unten unter "Zugehörige Dateien".