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Ab dem 4. November 1678 war die später zum Tod verurteilte Chlyn-Anna Heiderin im Wellenberg in Zürich inhaftiert.

Vom Ehebruch zum Todesurteil
Chlyn-Anna Heiderin, durch Heirat zur Langnauerin, wurde 1678 zum Tode verurteilt. Sie hatte Ehebruch begangen. Aus heutiger Sicht ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar. Man erkennt aber dahinter die damaligen patriarchalischen Moralvorstellungen.
Autor Bernhard Fuchs verbrachte für die Titelgeschichte der Langnauerpost 118 Dutzende Stunden im Staatsarchiv und konnte anhand der Akten diese doch sehr spezielle Geschichte minutiös nachstellen. Chlyn-Anna Heiderin wurde 1645 in Neschwil im Zürcher Oberland geboren; heute gehört es als Aussenwacht zur Gemeinde Weisslingen. Sie war eines von 13 Kindern, eine damals nicht unüblich grosse Zahl.
1677 bat sie mit mit ihrem späteren Langnauer Ehegatten Hans Frymann den dafür zuständigen Thalwiler Pfarrer Johan Hegi, an ihrem Wohnort Neschwil heiraten zu dürfen. Am 12. Juni 1677 fand die Vermählung statt. Die Glückseligkeit dauerte jedoch nur kurz. Bereits im Jahr darauf erstattete eine Verwandter des Ehemannes Anzeige beim Stillstand (Kirchenpfege): Chlyn-Anna Heiderin habe Ehebruch begangen.
Die Vernehmungen in Zürich
Notspital Schulhaus Wolfgraben
Auch die Schweiz, auch Langnau blieb nicht verschont. Landesweit kam es zu rund 25'000 Todesfällen, im Dorf zu deren sieben. Im November 1818 wurde das Schulhaus Wolfgraben zum Notspital umfunktioniert. Erst am 16. April 1919 konnte man das Spital wieder schliessen. (rr)
Werner Zuber, Redaktionsleiter