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Durchführung
- Setz dich zunächst in einen aufrechten und bequemen Sitz, in dem du deine Wirbelsäule aufrichten kannst und deine Knie unterhalb deiner Hüften liegen.
- Hauche mit offenem Mund gegen deine Hand, als wolltest du Glas beschlagen. Dabei wird deine Stimmritze verengt. Behalte das Gefühl im Hals bei und atme nun so mit geschlossenem Mund durch die Nase aus.
- Behalte deine Stimmritze jetzt auch bei der Einatmung so. Es entsteht ein gleichmäßiges Rauschen, das deinen Atem leicht hörbar macht. Das Geräusch erinnert ein bisschen an die Wellen des Ozeans.
- Beginne nun Ein- und Ausatmung gleich lang und gleich stark werden zu lassen. Meistens atmen wir nämlich zu heftig ein und viel langsamer aus. Es hilft, im Kopf dabei zu zählen: ein, 2, 3, 4, aus, 2, 3, 4, ein….
- Lasse nun auch keine Pausen mehr zwischen den Atemzügen, sondern atme gleichmäßig nur ein oder aus. Der Fluss der Atmung ist so besonders intensiv.
- Ujjayi soll sanft, leise und gleichmäßig sein. Niemals ein lautes Rasseln oder Keuchen.
Wirkung
Der Begriff Ujjayi bedeutet „siegreich“ (von Jaya = Sieg). Deshalb wird die Ujjayi-Atmung auch als die „siegreiche Atmung“ bezeichnet. Durch das Zusammenziehen der Stimmritze wird der Atem kontrolliert. Das Prana – die Lebenskraft – wird über den Atem im Körper verteilt.
Das bedeutet, wer die Ujjayi-Atmung beherrscht, der kontrolliert, beruhigt, stärkt und harmonisiert seine Lebensenergie im Körper.
Der Ujjayi-Atmung werden in der Yogalehre zahlreiche Wirkungen zugeschrieben. Sie soll den Kopf frei machen und den Geist beruhigen. Ujjayi Pranayama soll auch das Lungenvolumen erhöhen und kann sich positiv bei Asthma, Lungenkrankheiten und Verdauungsbeschwerden auswirken.
Geschichte
Die Devas (Götter) und Asuras (Dämonen) beschlossen, den Ozean durchzuquirlen, um seine Schätze aus der Tiefe an die Oberfläche zu befördern. Sie benutzten den Berg Mandakini als Rührstab und die Weltenschlange Vasuki als Seil. Die Götter fassten die Schlange am Schwanz, und die Dämonen hielten ihren Kopf.
Verschiedene Schätze tauchten aus dem Ozean auf. Als erstes erschien die Göttin Lakshmi. Zuletzt stieg Amrita, der Nektar der Unsterblichkeit, in einem goldenen Gefäß an die Oberfläche. Zugleich mit dem Nektar kam jedoch auch tödliches Gift herauf. Götter und Dämonen waren ratlos, wie das Gift, das stark genug war, das ganze Universum zu vernichten, unschädlich gemacht werden könnte.
In ihrer Not wandten sie sich an Gott Shiva um Hilfe. Shiva trank das Gift, schluckte es jedoch nicht hinunter, sondern hielt es mit seiner Yogakraft im Vishuddhi Chakra fest und reinigte es mittels Ujjayi Pranayama und Jalandhara Bandha. Auf diese Weise rettete und befreite er die Welt von der tödlichen Gefahr. Seine Kehle aber färbte sich dabei dunkelblau und seither trägt Shiva den Beinamen Nilkantha (=blauer Hals).
Diese Internet Seite ist nicht dazu gedacht, die Übung zu unterrichten. Sie soll viel mehr Gedächtnisstütze für diejenigen sein, die diese Übung bei mir gelernt haben.