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a respektive b) inside/im Liegen (so dass genug Sauerstoff, Muskeln/schwache Hals u. Brustmuskeln entspannt)
b respektive a) balcon/outdoor, dramatischer Versuch (ohhh ist schwierig für einen Nichtschauspieler, bin nicht zufrieden mit diesem Ohhh, falsches Ohhh, bin ja nicht Performerkünstlerin, sondern Dichterin, aber Schauspielkunst hat mich immer irgendwie fasziniert. Ich merke auf alle Fälle, wenn mir der Inhalt aus dem Körper verloren geht an diesem kleinen energetischen Faden, an dem ich mich connected halten versuche. Stelle mir vor, dass Dorothy Parker ihr Gedicht witzig wiedergeben würde und verschmitzt, lakonisch, vielleicht ….) Das Gehör, das mir beim Schreiben mithört, geht beim Lautlesen respektive Lesen anderer Texte verloren respektive nein, beim Schreiben ist das Ohr ja irgendwie „inkarniert“, beim Deklamieren/technisch Lesen/Vortragen kommt das Gehör erst dazu und man hat es mit zwei fremden Elementen zu tun: der fremden, eigenen Stimme und ihren technischen (begrenzten) wie stimmlichen/körperlichen Möglichkeiten sowie dem textlichen Inhalt, dem man nun lauschen (muss) wie fremdes Ohr. Ich verstehe schon, warum, man mir beim Deklamieren oft „Fake“ vorwarf (in der Schule, später bei einem Schauspielkurs. Es war mir ja nicht möglich, mehr als einmal den Text zu „verkörpern“, weil ich ihn bereits beim zweiten Versuch nicht mehr spürte. Muss da gerade an Sybil Vane, die Geliebte von Dorian Gray denken. Sobald sie sich unsterblich in ihn verliebt hatte, war sie nicht mehr fähig die Balkonszene (Romeo und Julia) überzeugend zu spielen. Genaugenommen spielte sie nur noch grotesk und aufgesetzt. Dorian, der mit Lord Watson im Theatersaal hockte, entliebte sich darauf in der Stelle von ihr. In der Garderobe erklärte er ihr, wie sehr sie ihn lächerlich gemacht habe vor seinen Freunden mit ihrem schlechten Theaterspiel. Sie strahlte nur, und erklärte ihm, wieso. Später nahm sie Gift, weil sie keinen Geschmack mehr fand am Theaterspielen ….Oscar Wildes Dorian Gray ist ja wie ein Drama aufgebaut) Obwohl mein „Ohhhhhh“ im ersten(Nachmittagsversuch, Balkon) in Pornogestöhnfake ausuferte, stelle ich fest, dass ich dabei, also nach dem dämlichen Ohhh, das ich nicht auf die Reihe kriegte, tiefer im Gefühl war, weil ich es zum 1.mal deklamierte, als der zweite, leisere Versuch, der weniger fake klingt. Fazit: fühlt man sich authentisch, ist man es offenbar nach Aussen hin nicht u umgekehrt usf. Das könnte einem ja dazu verleiten, zu behaupten, dass ein technisch vollkommener Schauspieler, der einen zum Heulen bringt mit seiner Kunst, nebenbei auch ein absolut hohler Mensch sein könnte, übertrieben gesagt … Aber es gibt in der Kunst offenbar so etwas wie Routine, ich denke, dass ich selbst irgendwo längst damit in Berührung gekommen bin, obschon ich immer nur „écriture automatique“ machen wollte ….und also etwas machen, bei dem es nicht um das Resultat geht, sondern bei dem man auch den „Weg“ sieht usw. Kann nur wiederholen, dass es mir selbst nur um diesen „Weg“ ging, gehen kann/konnte … und ich technisch/handwerklich nicht unbedingt belehrbar bin. Ich grüble nun eine Weile darüber nach, warum ich gleichwohl denke, dass ich Dichterin bin, obschon ich damit insgesamt vielleicht 2000franken verdient habe in den letzten 20 Jahren. Das heisst, neinneinein, ich muss das zurücknehmen, das heisst, ich hab schon die Antwort: ich FÜHLE mich nur so, als wäre ich Dichterin, ich bin es nicht…..so einfach ist das(mjs universe) es wäre ein höllischer Druck gewesen, für mich, irgend etwas sein zu müssen nach Aussen hin u damit Geld verdienen. Und ehrlich gesagt: ich komme viel lieber selber zur Erkenntnis, dass ich etwas schlecht mache, als wenn man es mir sagt, auch wenn das ev ein viel langwierigerer Prozess ist/war bei mir, als bei einem blitzbegabten Schüler von Kunstfachhochschule…. ich weiss nicht, wenn ich schon mal bei diesem Thema bin, ich weiss nicht, ob ich überhaupt jemals noch Geld nehmen könnte für Kunst….ich würde mich schämen, so, wie ich mich auch für meine Kunst schäme, ohne, dass ich damit Geld verdient habe. Ich weiss es, dass sie schlecht ist, auf jeden Fall massive Schlenker hat, und dass es absurd wäre, mich damit verdient machen zu wollen/können, trotzdem kann ich es nicht sein lassen, mich über das, was ich tue zu definieren, das ist wie eingebrannt, wie ein Stempel od Glaubensatz, dass das, wozu ich getrieben bin, auch das ist, was mein Leben bestimmte. Ich würde es nun im Nachhinein Irrtum nennen.
Vielleicht werde ich an diesem „Ohhhhh“ noch üben. Es ist verdammt ärgerlich, dass ich es so nicht stehen lassen kann. Ausser ich vergesse es. Was gut möglich ist.