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Optimierungen der Primarschulanlagen
Stand heute verfügt die Gemeinde Oberengstringen über drei Schulanlagen für ungefähr 630 Schüler. Zwei dieser Anlagen, links und rechts der Zürcherstrasse sind durch die Primarschule genutzt, das Schulhaus Allmend wiederum für die Oberstufe. Wir sind der Meinung, dass insbesondere die räumliche Ausdehnung der Schulen optimierungsbedürftig ist. So könnte insbesondere die Anlage GSHL mindestens teilweise anderen Verwendungen zugeführt werden. Wir erachten den Standort Rebberg-Gubrist für eine grössere Schulanlage als massiv geeigneter, da dort eine optimalere Fläche für die Gebäude, aber auch einen genügend grossen Pausenplatz vorhanden ist.
Daher fordern wir, dass die Primarschulanlagen Schritt für Schritt konsolidiert werden. Das Schulhaus Gubrist muss innerhalb der nächsten Jahre entweder grundlegend saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden. Diese Situation könnte genutzt werden, um eine erste Stufe dieser Optimierung zu realisieren und die Grösse des allfällig neuen Gebäudes so zu planen, einen Teil der GSHL-Schüler aufzunehmen. Eine beispielsweise komplette Konsolidierung hätte mehrere Vorteile: So könnten betriebliche Synergien erzeugt werden und der Austausch unter den Schülern bleibt auch bei Klassenwechseln weiter bestehen.
Das freiwerdende Land soll nach uns jedoch nicht direkt veräussert werden, sofern die wirtschaftliche Situation dies zulässt. Vielmehr soll es dazu dienen, andere Bauten der Gemeinde, z.B. ein Jugend- oder Gemeinschaftszentrum (vgl. Kapitel 3.2) oder eine Alterssiedlung, zu realisieren. Sollte seitens der Gemeinde kein Bedarf vorhanden sein, könnte es z.B. im Baurecht abgegeben werden. Sollte die Gemeinde zur Einsicht gelangen, dass eine Zusammenlegung auf andere Landflächen (z.B. Konsolidierung auf der Anlage GSHL) mehr Sinn machen würde, dann würden wir dies ebenfalls begrüssen.
Frühe Integration für eine höhere Bildungsqualität
Dass eine gute Sprachkenntnisse der Schlüssel zu einer gelungenen Integration sind, ist wahrlich keine neue Erkenntnis. In Oberengstringen bekommen wir das zu spüren: Durch die Bevölkerungsstruktur besuchen viele Kinder und Jugendliche die Schule, welche Deutsch nicht als Muttersprache erlernt haben und erst mit Eintritt in den Kindergarten beginnen die Sprache zu lernen. Das ist sowohl für diese Kinder als auch für die späteren Klassenkameraden ein Handicap. Die Schule Oberengstringen ist daher auch bereits im Programm «QUIMS».
Wir fordern daher, dass bereits früh der Fokus auf eine gute sprachliche Integration gelegt wird, um einen guten Einstieg in das Schulleben zu ermöglichen. Ein Ansatz könnte dabei z.B. das Programm «Spielgruppe plus» bieten, welches wiederum mit den kommunalen Richtlinien im Bezug auf die Subvention von Fremdbetreuungsplätze verknüpft werden könnte. Auch sonst soll besonders bei den jungen Jahrgängen (Kindergarten, 1. + 2. Klasse) das Angebot für Sprachförderung ausgebaut werden. Nur so kann unserer Meinung nach sichergestellt werden, dass sprachliche Defizite einiger Kinder nicht früher oder später dazu führen, dass das Lernniveau der gesamten Klasse darunter leidet.
Eine höhere Integration der Kinder kann aber nicht nur mit der schulischen Sprachförderung erreicht werden. Auch die Eltern müssen hierzu stärker integriert werden, beispielsweise mit aktiven Informationen zu bestehenden Integrations- und Deutschkursen beim Zuzug von Personen, welche die Sprache noch nicht gut beherrschen.
Jugend
Jugendliche beanspruchen den öffentlichen Raum – das ist richtig und auch wichtig. Niemand will, dass sich die junge Generation nur noch über digitale Kanäle austauscht. Doch im öffentlichen Raum gelten die Verhaltensregeln für alle, auch für die Jugend.
Aus diesem Grund hat Oberengstringen bereits heute eine starke Jugendarbeit, welche jene Fälle im öffentlichen Raum mittels der aufsuchenden Jugendarbeit angeht und Beziehungsarbeit leistet. Die aufsuchende Jugendarbeit arbeitet entsprechend auf der Ebene der Prävention. Auch die Förderung und Hilfe zur Entfaltung der Jugendlichen befürworten wir.
Leider zeigt sich aber, dass Prävention und Goodwill nicht immer zum Ziel führen. Die SVP fordert daher, dass in solchen Fällen stärker von Ordnungsdiensten durchgegriffen wird. Es darf nicht sein, dass teilweise der Eindruck eines rechtsfreien Raumes entsteht. An besonders problematischen Stellen soll auch vermehrt auf Kameras gesetzt werden, um den Strafverfolgungsbehörden mehr Hinweise liefern zu können.