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Brustkrebsmonat
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Obwohl er am häufigsten vorkommt, ist Brustkrebs in der Regel nicht die gefährlichste Krebsart. Wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird, sind die meisten Krebsarten heilbar.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Obwohl er am häufigsten vorkommt, ist Brustkrebs in der Regel nicht die gefährlichste Krebsart. Wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird, sind die meisten Krebsarten heilbar.
Bis zum Alter von 85 Jahren erkrankt 1 von 8 Frauen an Brustkrebs.
Auch wenn die Zahl der Todesfälle abnimmt, ist die Häufigkeit von Brustkrebs nicht zurückgegangen, sondern hat in den westlichen Industrieländern möglicherweise sogar zugenommen. Heute kann Brustkrebs mit gezielteren und oft weniger belastenden Methoden erfolgreicher behandelt werden. Die Heilungsrate hängt vor allem vom Stadium ab, in dem der Krebs entdeckt wird, und von der Aggressivität der Zellen. Durch die verbesserte Früherkennung, die verschiedenen Therapieformen und die interdisziplinäre Betreuung sind die Heilungschancen in den letzten Jahren jedoch stark gestiegen.
Brustkrebs – Ursachen und Risikofaktoren
Wie bei den meisten Krebsarten sind die tatsächlichen Ursachen von Brustkrebs nicht bekannt. Einige Risikofaktoren sind jedoch bekannt. Die wichtigsten sind:
- Situationen mit hormonellem Ungleichgewicht oder Hormontherapie
- hohe Drüssendichte
- Nahrungszusammensetzung/ fettreiche Ernährung
- Vererbung
- nicht stillende Brust
- Alkoholkonsum
- Übergewicht und Diabetes Typ II
- geringe körperliche Aktivität
- Starker, langfristiger Nikotinmissbrauch
- Bestrahlung des Brustkorbs in der Kindheit/ Lymphom
Lebensstil
Eine Analyse von 954 Studien durch den World Cancer Research Fund hat ergeben, dass das Brustkrebsrisiko durch eine gesunde Lebensweise um 25-30 % gesenkt werden kann.
Geringe körperliche Aktivität und Fettleibigkeit sind wichtige Risikofaktoren für Brustkrebs.
Die Sexualhormone Östrogen und Gestagen korrelieren mit dem Brustkrebsrisiko. Wir können den Hormonspiegel durch unseren Lebensstil günstig beeinflussen. Insbesondere besteht ein Zusammenhang zwischen einer fettreichen Ernährung, dem Körperfettanteil und der Östradiol Konzentration im Serum.
Eine “hormonfreundliche” Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie einem reduzierten Fleischkonsum kann die Hormonproduktion beeinflussen und damit das Brustkrebsrisiko senken.
Übergewicht und Fettleibigkeit stehen ebenfalls in einem starken Zusammenhang mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Entsprechend den beeinflussbaren Risikofaktoren kann ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und körperlicher Betätigung zu einer Verringerung des individuellen Brustkrebsrisikos beitragen.
Signifikanter Brustkrebs
Etwa fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Wenn in einer Familie Brust- und Eierstockkrebs gehäuft auftritt, kann eine genetische Beratung in einer speziellen Sprechstunde das familiäre Brust- und Eierstockkrebsrisiko abklären. In solchen seltenen Fällen wird eine Veränderung (Mutation) in den Genen BRCA-1 und BRCA-2 gefunden, die für das stark erhöhte Risiko verantwortlich ist. Auch andere “Brustkrebs Gene” werden mit einer familiären Belastung durch Brustkrebs in Verbindung gebracht. Eine ausführliche Anamnese und mögliche Gentests ermöglichen eine individuelle Risikoberechnung. Im Hinblick auf das Ergebnis des Gentests können intensivierte Programme zur Früherkennung von Brustkrebs angeboten werden.
Brustkrebs – Früherkennung
Selbstuntersuchung der Brust
Die Selbstuntersuchung führt zu einer besseren Wahrnehmung von Veränderungen am eigenen Körper. Aus diesem Grund empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe einmal im Monat eine Brustselbstuntersuchung durchzuführen. Diese besteht aus einem regelmässigen Abtasten der Brust, das jede Frau im Stehen und im Liegen vor einem Spiegel durchführen sollte. Wie man die Brust richtig und vollständig untersucht, erfahren die Patientinnen ihres Arztes.
In Kombination mit bildgebenden Verfahren kann dies auch die Wirksamkeit der Selbstuntersuchung erhöhen.
Mammographie
Unter Mammographie-Screening versteht man in der Schweiz systematische, regelmässige Röntgenuntersuchungen der Brust bei Frauen, die zwischen 50 und 69 Jahre alt sind und sich gesund fühlen, d.h. keine Veränderungen oder Beschwerden an der Brust haben.
Ziel des Mammographie-Screenings ist die Entdeckung kleinerer Brustkarzinome, die bei frühzeitiger Behandlung bessere Heilungschancen haben, was langfristig zu einer Verringerung der Brustkrebssterblichkeit führt.
In den letzten Jahren wurden in verschiedenen Ländern der Welt systematische Screening-Programme eingeführt.
In der Schweiz gibt es in etwa der Hälfte der Kantone solche Programme zur Brustkrebsfrüherkennung. Die Kosten werden von der obligatorischen Krankenkasse (Grundversicherung) übernommen, unabhängig von der gewählten Franchise.
In den Kantonen ohne Screening-Programm wird die Mammographie in Absprache mit dem Arzt durchgeführt.
Wenn kein systematisches Mammographie-Screening angeboten wird, können Frauen von einem opportunistischen Mammographie-Screening profitieren, das auf die Patientin und ihre Risiken ausgerichtet ist.
Neben der Senkung der brustkrebsbedingten Sterblichkeit durch das Mammographie-Screening hat die Früherkennung von Brustkrebs noch einen weiteren sehr wichtigen Vorteil. Die Diagnose von Brustkrebs in einem frühen Stadium ermöglicht weniger belastende Therapien. So kann z. B. ein brusterhaltender chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, und je nach Situation kann auf eine Chemotherapie verzichtet werden.
Brust-Ultraschall
Die Sonographie kann die Mammographie bei der Brustkrebsdiagnose nicht ersetzen. Sie kann jedoch die Diagnose ergänzen, insbesondere bei Frauen vor der Menopause.
Wann sollte der Brustultraschall eingesetzt werden?
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe: Dazu gehören vor allem jüngere Frauen, aber auch Frauen über 50, insbesondere wenn sie Hormonpräparate gegen Wechseljahren Beschwerden einnehmen. Dichtes Brustgewebe ist auf einer Mammographie weniger gut zu beurteilen. Zeigt die Ultraschalluntersuchung einen eindeutig gutartigen Befund, ist eine Mammographie nicht notwendig.
Bei unklarem Mammographie Befund: Zeigt die Mammographie einen unklaren Befund, sollte die Untersuchung zur weiteren Abklärung durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt werden.
Gibt es neue Veränderungen oder tastbare Befunde in der Brust, ist ein Brust Ultraschall angezeigt. Mit ihrer Hilfe lassen sich feste Knoten leicht von einfachen Zysten unterscheiden.
Bei Frauen mit Brustimplantaten oder Brustrekonstruktion: Bei Frauen mit Brustimplantaten ist die Mammografie nicht so einfach durchzuführen und zu beurteilen. Dann kann zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, kann minimiert werden: Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Arzt.
Quelle:
Bundesamt für Statistik
Dr. Alessandra Moscaroli, Frauenärztin mit Master in Senologie