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Südkoreanische Regierung für mehr Kernkraft
Laut der südkoreanischen Yonhap News Agency plant die Regierung im Rahmen des sogenannten Basisplans zur Stromversorgung den Bau von zwei zusätzlichen Kernkraftwerkseinheiten bis 2029. Der Stromverbrauch werde in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich jährlich um 2,2% steigen und somit 2029 einen Höchstwert von 656’883 GWh erreichen, lautet die Begründung. Die Spitzennachfrage werde von 80’154 MW im vergangenen Jahr auf geschätzte 111’929 MW steigen. In diesen Berechnungen seien Massnahmen bereits berücksichtigt, die den jährlichen Stromverbrauch gegenüber einem ungebremsten Wachstum um 14,3% und die jährliche Spitzennachfrage um 12% zu verringerten. Das anspruchsvolle Ziel sei es, in den nächsten 15 Jahren die Zunahme der Spitzennachfrage jährlich um 1000 MW zu senken. Sonst würde sie bis 2029 auf 127’299 MW steigen.
Zudem sollen die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum «Business as usual»-Szenario bis 2029 um 37% gesenkt werden. Zu diesem Zweck würde auf den Bau von vier Kohlekraftwerken verzichtet. Dadurch werde der Anteil aller fossilen Energieträger von 34,7% unter dem letzten Stromversorgungsplan bis 2029 auf 32,3% verringert. Der Atomstromanteil werde hingegen von 27,4% auf 28,2% steigen. Der Beitrag erneuerbarer Energiequellen vergrössert sich laut dem neuen Basisplan von 4,5% auf 4,6%.