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Wie steht es eigentlich um die Gesundheit der Mäusemutter?
Die Forschungsgruppe wird eine umfassende Bewertung des Wohlergehens von Muttertieren durchführen, inklusive Analyse des Verhaltens, des Stoffwechsels, der Ernährung.
Projektbeschrieb
In der Schweiz sind 62 Prozent der Versuchstiere Mäuse, das entspricht etwa 350 000 Mäusen. Die Forschungsteams gehen davon aus, dass diese Tiere von gesunden Mäusemüttern abstammen, aber stimmt das wirklich? «Die Muttertiere sind die Basis unzähliger Tierversuche, aber über die Gesundheit dieser Tiere wissen wir relativ wenig», so Christina Boyle von der Universität Zürich, die das entsprechende NFP-Projekt leitet. Die Zuchtpraktiken seien auf maximale Produktivität ausgelegt, nicht auf die Gesundheit der Muttertiere.
Wie wirken sich diese Praktiken auf die Mutter und die Nachkommen aus? Welche Faktoren sind entscheidend: die Ernährung, die Wurfgrösse, das Säugen von Jungtieren? Wenn Mäusezuchtpaare dauerhaft zusammen untergebracht sind, wird das Weibchen oft schon Stunden nach der Geburt erneut befruchtet. Welche Auswirkungen hat dies auf die Nachkommen im ersten Wurf – und welche auf die Nachkommen im vierten Wurf?
«Diese und weitere Fragen wollen in unserem Projekt beantworten. Unseres Wissens sind wir die ersten, die diesen Fragen nachgehen», so Boyle. Die Forschungsgruppe wird eine umfassende Bewertung des Wohlergehens von Muttertieren durchführen, inklusive Analyse des Verhaltens, des Stoffwechsels, der Ernährung und diese Daten mit weiblichen Mäusen vergleichen, die keine Zuchttiere sind.
Das Ziel besteht darin, Empfehlungen zu erarbeiten, zum Beispiel, ob es Sinn macht, den Muttertieren zwischen den Zyklen eine Erholungszeit einzuräumen. Oder wie lange die Weibchen in der Zucht gehalten werden sollen.
Originaltitel
Impact of current breeding practices on the health and wellbeing of the breeding mouse dam