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Tätliche Übergriffe französischer Militärangehöriger auf die Zivilbevölkerung von Bern 1798-1803
Beinahe während der gesamten Helvetischen Republik waren französischen Truppen im Kanton Bern stationiert. Obwohl das Gebiet von eigentlichen Kriegshandlungen verschont blieb, hatte es unter den Durchmärschen, Einquartierungen und Requisitionen zu leiden. Zudem kam es immer wieder zu Übergriffen auf die Bevölkerung. Bereits von Anfang an hatten sich daher die neu geschaffenen helvetischen Behörden mit Beschwerdeschriften der Bevölkerung auseinanderzusetzen. Aufgrund fehlender Erfahrung konnten die Behörden auf keinen Verhaltenskatalog zurückgreifen, der den Umgang mit den Klagen über mutmassliche Übergriffe der französischen Soldaten regelte. Diese normativen Vorgaben mussten von der helvetischen Regierung zuerst geschaffen werden. Anhand von Bittschriften und Behördenschriftverkehr werden gewaltsame Konflikte zwischen französischen Militärangehörigen und bernischen Zivilpersonen exemplarisch geschildert. Dabei soll nicht nur der Konflikthergang rekonstruiert werden, sondern auch der Gang der Geschäfte durch die Instanzen verfolgt werden. Was für Übergriffe ereigneten sich? Welche Personen und Behörden waren für die Bearbeitung der Klagen zuständig und auf welche Weise wurden sie behandelt? Waren die Bürger und Bürgerinnen mit ihren Bittschriften erfolgreich?