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So hätten die Orangenproduzenten mitunter Ertragseinbussen von mehr als 60% hinnehmen müssen. Die halbstaatliche Absatzförderungsorganisation für Zitrusfrüchte - das Florida Department of Citrus - hatte vor der Naturkatastrophe für 2018 eine Ernte von rund 3,1 Mio. t Organgen prognostiziert. Florida ist der grösste Lieferant von Saftorangen in den USA. Entsprechend verteuerten sich die Futures auf Orangensaft am Warenterminmarkt in New York.
Wie Floridas Bauernverband weiter ausführte, rechnen die Anbauer von Herbstgemüse wegen des Sturms mit einem Totalverlust. Erhebliche Schäden seien auch im Zierpflanzenanbau zu beklagen. Unterdessen hätten die Farmer auf der gesamten Halbinsel mit überschwemmten Flächen und Stromausfall zu kämpfen. Der Zugang zu den Ackerflächen und Rinderweiden sei vielfach nicht möglich. In zahlreichen Betrieben stünden nun Wiederaufbauarbeiten und Neuaussaaten an. Derweil zeigte sich US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue bestürzt über das Ausmass der Sturmschäden in dem südwestlichen Bundesstaat und stellte den Landwirten unbürokratische Nothilfen in Aussicht.
Unterdessen prognostizierten Wissenschaftler vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn mit Verweis auf Ergebnisse eines gemeinsamen Projektes mit zwei Universitäten in den USA, dass die Zahl der Überschwemmungen an der Ostküste der Vereinigten Staaten wegen des steigenden Meeresspiegels als Folge der Klimaerwärmung und wegen der absinkenden Küstengebiete weiter steigen dürfte. Entsprechend sei mit deutlich zunehmenden Kosten für die Behebung der dadurch verursachten Schäden zu rechnen.