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Früher bestand das Standardverfahren zur Steuerung der Feuchtigkeit darin, die Luft in einem Schwimmbad durch Frischluft von aussen zu ersetzen. Aussenluft trägt erheblich zum Komfort bei, doch das Erwärmen der Frischluft ist aufgrund des Energieaufwands kostenintensiv. Wie entscheidet man, was zu tun ist?
Früher bestand das Standardverfahren zur Steuerung der Feuchtigkeit darin, die Luft in einem Schwimmbad durch Frischluft von aussen zu ersetzen. Aussenluft trägt erheblich zum Komfort bei, doch das Erwärmen der Frischluft ist aufgrund des Energieaufwands kostenintensiv.
Steigende Energiepreise und ein erhöhtes Bewusstsein für den Energieverbrauch haben zu einem stärkeren Fokus auf die Einsparung von Energie geführt, auch im Hinblick auf Entfeuchtung. Entsprechend liegt der Schwerpunkt heutzutage darauf, so viel Luft wie möglich umzuwälzen oder die Wärme über Wärmetauscher zurückzugewinnen.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um ein Schwimmbad zu entfeuchten: durch Kondensationsentfeuchter oder durch Ventilationsentfeuchter.
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Entfeuchtung durch Kondensationsentfeuchter
Für kleine Schwimmbäder in Privathäusern, Hotels oder in Wellness-Zentren werden häufig Entfeuchter verwendet, die die Luft umwälzen und das Wasser über ein Verdampferregister kondensieren. Diese Art von Entfeuchter wird Kondensationsentfeuchter genannt.
Ein Kondensationsentfeuchter besteht aus einem Ventilator, einer Kühleinheit und, falls erforderlich, einem Aussenlufteinlass.
Die Kühleinheit besteht aus einem Verdampfer, einem Kondensator und einem Kompressor.
Wie arbeitet ein Kondensationsentfeuchter?
In einem Kondensationsentfeuchter wird die feuchte Luft über ein Kühlregister (der Verdampfer in der Kühleinheit) geleitet und der Wasserdampf in der Luft kondensiert in Form von Wasser.
Die Kühleinheit funktioniert folgendermassen: Ein Kältemittel wird bei niedrigem Druck und geringer Temperatur im Verdampfer verdampft und anschliessend bei hohem Druck und hoher Temperatur im Kondensator auf der anderen Seite des Kompressors kondensiert.
Bei einigen Arten von Kondensationsentfeuchtern besteht ebenfalls die Möglichkeit, trockene Aussenluft zu einem gewissen Mass einzusaugen – bis zu 30 % – wenn die Luftqualität und der Komfort berücksichtigt werden müssen oder dies gemäss dem Entfeuchtungsbedarf erforderlich ist.
Ein Kondensationsentfeuchter erzeugt durch den Kondensationsprozess und die Stromversorgung des Kompressors und des Ventilators Energie. Der thermische Beitrag eines Kondensationsentfeuchters ist erheblich und sollte in die Gesamtberechnung des Wärmeverlusts mit einfliessen.
Vor- und Nachteile des Kondensationsentfeuchters
Ein Kondensationsentfeuchter ist einfach zu installieren und zu verwenden, und die Investition ist relativ gering. Er erzeugt jedoch Wärme und kann nur eine begrenzte Menge Aussenluft aufnehmen.
Entfeuchtung durch Ventilation
Bei kleinen Schwimmbädern mit hohem Komfortstandard oder bei grösseren öffentlichen Schwimmhallen, ist es häufig erforderlich, einen Grossteil der Luft aus Gründen des Komforts und der Hygiene auszutauschen. In diesen Fällen ist eine Ventilationslösung die bessere Wahl.
Woraus besteht ein Ventilationsgerät?
Ein Ventilationsgerät besteht aus einem Ventilator, einer Wärmerückgewinnungseinheit, einer Mischklappe und, falls notwendig, einer Wärmepumpe.
Bei einer Ventilationslösung wird die Luft teilweise oder komplett ausgetauscht. Es kann sinnvoll sein, einen Teil des Luftstroms umzuwälzen, sodass entsprechend den Anforderungen ein beliebiger Teil zwischen 0 % und 100 % der Luft umgewälzt wird. Die Luftströme werden in der Mischklappe des Entfeuchters gemischt.
Wie arbeitet ein Ventilationsgerät?
Bei einer Ventilationslösung wird die feuchte Luft aus dem Schwimmbad abgesaugt und durch trockene Aussenluft ersetzt. Die Energie der warmen, feuchten Schwimmbadluft wird in der Wärmerückgewinnungseinheit zurückgewonnen, in der Regel in einem Plattenwärmetauscher.
Bei einem Ventilationsgerät, der mit einer Wärmepumpe ausgestattet ist, fungiert die Wärmepumpe sowohl als Entfeuchter als auch als dezidierte Wärmepumpe. Diese Lösung bietet eine höhere Wärmerückgewinnung und minimiert die notwendige Aussenluftaufnahme. Die Wärmepumpe erwärmt die Luft und kann sie auch in der Nacht entfeuchten, sollte dies notwendig sein.
Vor- und Nachteile eines Ventilationsgeräts
Ein Ventilationsgerät bietet viele Vorteile. Es regelt Feuchtigkeit und Temperatur optimal und ermöglicht es, bis zu 100 % der Luft gegen Aussenluft auszutauschen.
Ausserdem bietet das Gerät freie Kühlung und optionale aktive Kühlung.
Nachteile sind die grössere Investition im Vergleich zu Kondensationsentfeuchtern sowie der grössere Platzbedarf. Ein Ventilationsgerät kann nicht verwendet werden, wenn die Aussenluft feuchter ist als die Raumluft.
Welche Lösung sollten Sie wählen?
Kleinere Schwimmbäder und Wellness-Bereiche
Hier besteht selten die Notwendigkeit grosser Mengen Aussenluft. Daher fällt hier die Wahl häufig auf einen Kondensationsentfeuchter, da die Investition überschaubar und das Gerät einfach zu verwenden ist.
Mittelgrosse Schwimmbäder, private Schwimmbäder oder Hotels
Hier können, abhängig von verschiedenen Faktoren, Kondensationsentfeuchter oder Ventilationsgeräte die richtige Wahl sein:
Anforderungen an die Menge an Aussenluft
Komfortanforderungen
Budget
Falls hohe Anforderungen hinsichtlich der Menge an Aussenluft und des Komforts bestehen und das Budget ausreicht, fällt die Wahl tendenziell eher auf ein Ventilationsgerät.
Grosse Schwimmbäder
Aufgrund des erforderlichen Volumens an Aussenluft, das sich durch die Zahl der Nutzer bedingt, sind Ventilationsgeräte hier häufig die richtige Wahl.
Doch wenn die Aussenluft über längere Zeiträume feuchter ist als die Raumluft, fällt die Wahl natürlich auf einen Kondensationsentfeuchter.