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Das Lausanne von 1900
Die Chauderon-Brücke
Die Chauderon-Montbenon-Brücke ist die zweite der drei grossen Lausanner Brücken, die über das Vallée du Flon führen. Sie bildet eine Verbindung zu den Quartieren im Westen der Stadt sowie zwischen der zum Bahnhof steil abfallenden Avenue de Beaulieu und der Avenue Louis-Ruchonnet.
Die Konzeption der Brücke ging aus einer Ausschreibung hervor, welche die Stadt Lausanne im Jahr 1901 durchführte. Dabei setzten sich die Architekten Alphonse Laverrière und Eugène Monod durch, die mit den Ingenieuren Louis de Vallières und Albert Simon zusammengearbeitet hatten. Da in diesem Team mehrere Fachrichtungen vertreten waren, zeichnete sich das Projekt durch eine Kombination von technischer Brillanz und gepflegter Ästhetik aus.
Die 250 Meter lange Brücke wurde in den Jahren 1904 und 1905 erbaut. Sie besteht aus sechs in Beton gegossenen Metallbögen. Zwei Paare von monumentalen Steinpfeilern markieren die beiden Brückenköpfe und sorgen für die ästhetische Integration ins Stadtbild. Dasselbe gilt für die Beleuchtungskörper, die für eine rhythmische Gestaltung der Brücke sorgen: Sie sind in einem geometrischen Jugendstil gehalten.