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Zeitungsbericht von Franz Stohler, 1973
Die „Gass“ hat durch den Abbruch des Nebengebäudes (Holz- und Wagenschopf) durch eine Luftschutztruppe im vergangenen Frühling „im Ansehen“ gewonnen. Dieses Nebengebäude hat übrigens eine recht interessante Geschichte, auf die wir kurz etwas näher eingehen möchten. Im Jahre 1874 stellte Karl Matt, Schreiner, ein Gesuch für die Errichtung einer Ziegelhütte. Ob er dabei ein bereits bestehendes Gebäude erweitern wollte oder ein neues bauen, geht aus den Akten nicht genau hervor. Zur Verwirklichung dieser Ziegelbrennerei bewilligte die Gemeindeversammlung: „Auf der Hell Letten zu graben, Steine zum Bauen und Steine zum Kalkbrennen“.
Das benötigte Wasser wurde vermutlich dem damals noch offen geflossenen „Gassbächlein“ entnommen. Dieses Gewerbe hatte offenbar keinen langen Bestand, denn sein Nachfolger Hans Heinrich Tschopp (Stuhlschreiner) lies 1885 den Brennofen bereits wieder abbrechen. An dessen Stelle erstellte er eine „Dampfmaschine“ zum antreiben seiner Werkstatt-Einrichtungen. Tschopp baute ganze Webstühle von A – Z und hat auch sämtliche dazu nötigen Schlosserarbeiten selber ausgeführt. 1895 ging die Liegenschaft dann an den Posamenter- und Bauer Eduard Furler-Tschopp, den Grossvater des heutigen Besitzers Rudolf Furler-Schneider, über. 1902 wurde der elektrische Strom eingeführt.