Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03286.jsonl.gz/2263

Vielschichtigkeit in der Gesichtsrekonstruktion
Ein Schädelfund aus Kuba wirft Fragen auf. Bekannt ist, dass er aus der präkolumbischen Zeit stammt und einer Person aus dem indigenen Volk der Arawak zugeordnet werden kann. Wie mag sie ausgesehen haben?
Die Zusammenarbeit mit der Anthropologin Dr. Gizeh Rangel-de Lazaro ermöglichte es mir, eine Gesichtsrekonstruktion auf Basis des gefundenen Schädels zu erstellen. Eine Animation veranschaulicht die wichtigsten Schritte des Rekonstruktionsvorgangs für einen Ausstellungskontext und erläutert das Vorgehen. Die Betrachter:innen bekommen eine Idee davon, welche Rolle dabei die Eigeninterpretation spielt und wie gross dieser Spielraum selbst bei der Anwendung von wissenschaftlich erprobten Methoden bleibt.
Die Publikation der fertigen Rekonstruktion in einem Wissenschaftsmagazin wirft ein Licht auf die wertvollen Funde des kubanischen Museums Montané in Havanna. Gleichzeitig bringt sie die unterrepräsentierte Kultur der Arawak einem breiten Publikum näher. Es ist von grösster Bedeutung, dass das rekonstruierte Gesicht einer Person in einem respektvollen und kulturell angemessenen Kontext dargestellt wird. Eine sorgfältige Recherche und der kontinuierliche Austausch mit Expert:innen gewährleisten dies.
Ethical clarification
We complied with the requirements established by the cultural heritage laws in Cuba. We have the consent of the institution safeguarding this osteological collection to digitize the pre-Columbian intentionally modified crania used for this project.