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Das Rennen um die US-Präsidentschaft ist in vollem Gange. Am Dienstag wurden bei einer «Town Hall» von CNN in Las Vegas die Kandidaten der Demokraten unter die Lupe genommen. Als nächstes stehen die Vorwahlen im Bundesstaat Nevada an.
Für die Headline des Abends sorgte Pete Buttigieg, der bei den Vorwahlen in Iowa und New Hampshire überraschend gut abschnitt.
Der konservative Radio-Moderator Rush Limbaugh, der von Donald Trump kürzlich die Freiheitsmedaille erhielt, attestierte Buttigieg dennoch wenig Chancen für das Präsidentschaftsrennen. Limbaugh sagte, die USA seien noch nicht bereit für einen schwulen Mann, der seinen Ehemann auf der Bühne küsse. Pete Buttigieg ist seit 2018 mit Chasten Buttigieg verheiratet.
Donald Trump habe ihm darauf gesagt, er solle sich für die Aussagen zu Buttigiegs Sexualität «nie entschuldigen», so Limbaugh. Ob der Präsident das wirklich zu Limbaugh gesagt hat, ist nicht gesichert. Vergangene Woche meinte Trump jedenfalls, er würde für einen schwulen Kandidaten stimmen.
CNN-Moderatorin Erin Burnett wollte am Dienstag von Buttigieg wissen, was er von der Angelegenheit halte. Dieser findet es offenbar ziemlich lächerlich, dass ausgerechnet Trump oder Limbaugh den Leuten etwas über Familienwerte erzählen. Buttigieg:
Buttigieg meinte darauf: «Sie wollen Familienwerte diskutieren? Dann lass uns Familienwerte diskutieren. Ich bin bereit dafür!»
Zur Erinnerung: Donald Trump bezahlte der Pornodarstellerin Stormy Daniels 130'000 Dollar Schweigegeld, damit ihre angebliche Affäre kurz vor der Wahl 2016 nicht an die Öffentlichkeit gelangte.
Es ist nicht das erste Mal, dass Buttigieg der aktuellen Regierung die Stormy-Daniels-Affäre um die Ohren haut. So bezeichnete er den ultrakonservativen Vizepräsidenten Mike Pence im März als den «Cheerleader der Pornostar-Präsidentschaft». (cma)