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Jede fünfte Person in der Schweiz gehört keiner Kirche an. Zu diesem Resultat kommt das Bundesamt für Statistik nach einer Auswertung der Strukturerhebung 2010, der grössten statistischen Erhebung zur Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur der Schweiz. Demnach waren in der Schweiz Ende 2010 mit 20.1 Prozent der über 15-Jährigen beinahe doppelt so viele konfessionslos wie vor zehn Jahren, deren Anteil im Jahr 2000 noch bei ca. 12 Prozent lag. Die Konfessionslosen sind am stärksten im Vergleich zu den anderen Gruppen in den Kantonen Basel-Stadt und Neuenburg, wo sie 2010 einen Anteil von 42.2 Prozent respektive 37 Prozent ausmachten. Die römisch-katholische Kirche bildete Ende 2010 weiterhin mit rund 2.5 Millionen Mitgliedern die grösste Konfessionsgruppe der Schweiz. An zweiter Stelle folgt die evangelisch-reformierte Kirche mit rund 2 Millionen Personen. Beide grossen Landeskirchen verloren in den letzten zehn Jahren rund sieben Prozent der Mitglieder. Zugleich ist der Anteil der islamischen Glaubensgemeinschaften um 0.9 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der jüdischen Gemeinde ist in den zehn Jahren mit 0.2 Prozent stabil geblieben.