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Rektumpolyp vs. Mastdarmprolaps
Links im Bild: Bei diesem 3 1/2jährigen Mädchen liegt ein gestielter Rektumpolyp vor, der vom Operateur vor den Anus gezogen wird, was im Bild unten gezeigt wird; die Ränder des klaffenden Anus sind klar erkennbar. Rechts im Bild: Bei diesem 1 Monate alten Mädchen handelt es sich um einen Mastdarmprolaps ersten Grades (Analprolaps bzw. Mukosaprolaps); beim Mastdarm- oder Rektumprolaps zweiten Grades sieht man die zirkulären Schleimhautfalten deutlicher als beim Analprolaps, was aus der Abbildung unten eines anderen Patienten ersichtlich ist. Der Mastdarmprolaps wird wegen prädisponierenden anatomischen Begebenheiten vorallem in den ersten Lebensjahren beobachtet, wenn sich dazu noch eine auslösende Pathologie wie z. B. eine chronische Obstipation, zystische Fibrose u.a. finden. Oft veranlasst nicht der Blutabgang aus dem Anus sondern der intermittierend oder dauernd sichtbare Lokalbefund eine Arztkonsultation.
Bei beiden Kindern kann in der Anamnese ein Schleim- und Blutabgang aus dem Anus angegeben werden. Links im Bild: Die Analöffnung ist von einer schleimhautartigen Masse ausgefüllt. Rechts im Bild: Die Analöffnung ist nicht erkennbar.