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Das Nationalstrassennetz zählt 1790 km mit 220 Tunnels und 220 Tunnelkilometer. Für die Nationalstrassen standen im Jahre 2009 CHF 1.4 Mia. zur Verfügung, während die Autobahnvignette nur CHF 321 Mio. einbrachte.
Würde die Finanzierung des Nationalstrassennetzes nur über die Autobahnvignette laufen, so müsste die Vignette rund CHF 175.- kosten. Das erscheint zwar teuer zu sein - dafür kann man jedoch die Autobahnen während einem Jahr benutzen. Andere Erträge wie die Mineralölsteuer könnten vollumfänglich für den Unterhalt der anderen Strassen verwendet werden. Dies ist sicher fairer als das heutige System, wo die fahrende Allgemeinheit die Benutzung der Autobahn quersubventioniert.
Eine andere Lösung bestünde in der Erstellung einer Autobahnmaut bei einer Privatisierung der Autobahnen. Dies entspräche sogar noch mehr dem reinen Verursacherprinzip. Die Vorteile sind klar ersichtlich:
nur die Autobahnbenützer bezahlen
der europäische Durchgangsverkehr dürfte abnehmen
der Pauschalpreis der Autobahnvignette fällt weg.
Anders als bei der Autobahnvignette müsste jedoch die Bundesverfassung geändert werden, welche momentan keine Strassenzölle erlaubt.
So oder so - die Autobahnfinanzierung muss schnell angepasst werden, denn weitere kostspiegelige Investitionen stehen bevor.