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Schostakowitschs berühmter Walzer Nr. 2
Eine gut spielbare Bearbeitung dieses schwungvollen und populären Stücks für vier-, allenfalls dreiköpfiges Gitarrenensemble.
Mit weit geschlossenen Augen zurücklehnen, in der Musik schwelgen, das bietet sich an bei Dmitri Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester aus den Fünfzigerjahren. Eyes Wide Shut heisst auch Stanley Kubricks Film, der dieser Melodie vor zwanzig Jahren zu noch mehr Popularität verholfen hat.
In der Bearbeitung für vier Gitarren von Michel Démarez ist jeder Stimme eine Funktion zugeordnet, die sie während des ganzen Stücks beibehält. Die erste übernimmt die Führung und spielt die Melodie. Die zweite bewegt sich dazu in parallelen Sexten, dann in Terzen oder auch in Oktaven. Nur gegen Ende des zweiten Teils schwirrt sie mit virtuosen Achteln als selbständige Mittelstimme durch den Gesamtklang. Die dritte Stimme ist für das harmonische Gerüst zuständig. Sie ist meist, aber nicht immer sehr leicht zu spielen. Wo die Akkorde etwas schwieriger zu greifen sind, liessen sich diese aber – etwa im Rahmen einer Aufführung an einer Musikschule – problemlos vereinfachen. In der vierten Stimme werden, bis auf zwei kurze Passagen, nur die Basstöne der dritten verdoppelt; sie könnte allenfalls weggelassen und das Stück als Trio gespielt werden. Fazit: Eine schwungvolle Erweiterung des Repertoires an gut spielbarer Literatur für Gitarrenensemble.
Dmitri Schostakowitsch: Walzer Nr. 2 aus «Suite für Varieté-Orchester», für vier Gitarren bearbeitet von Michel Démarez, UE 36748, € 14.95, Universal Edition, Wien