Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03438.jsonl.gz/1186

Bevölkerung nach Migrationsstatus
In der internationalen Diskussion um Migration und Integration wird immer häufiger der Begriff bzw. das Konzept der Bevölkerung mit Migrationshintergrund verwendet. Dieses Konzept ersetzt zunehmend die Unterscheidung zwischen in- und ausländischen Staatsangehörigen, die einzig auf der aktuellen Staatsangehörigkeit einer Person beruht und keinen Aufschluss darüber gibt, ob eine Person selbst eingewandert ist oder ob ein indirekter Migrationsbezug aufgrund der Migrationserfahrung ihrer Eltern besteht.
Zur vom BFS definierten Gruppe der «Bevölkerung mit Migrationshintergrund» gehören Personen ausländischer Staatsangehörigkeit und eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer – mit Ausnahme der in der Schweiz Geborenen mit Eltern, die beide in der Schweiz geboren wurden – sowie die gebürtigen Schweizerinnen und Schweizer mit Eltern, die beide im Ausland geboren wurden.
In der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) kann der Migrationsstatus einer Person ermittelt und damit die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ausgewiesen und untergliedert werden.
Im Jahr 2017 hatten 2 647 000 Personen bzw. 37,2% der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Etwas mehr als ein Drittel dieser Bevölkerungsgruppe (958 000 Personen) besass die Schweizer Staatsangehörigkeit. Vier Fünftel der Personen mit Migrationshintergrund (2 134 000 Personen) gehören zur ersten Generation (d.h. sie sind selbst Migrantinnen und Migranten), während ein Fünftel (513 000 Personen) in der Schweiz geboren wurde (dabei handelt es sich um Ausländerinnen und Ausländer der zweiten Generation sowie gebürtige und eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer).
Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund setzt sich hauptsächlich aus gebürtigen schweizerischen Staatsangehörigen zusammen (beinahe 100% dieser Bevölkerungsgruppe), umfasst aber auch einige eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer (0,5%) sowie die Ausländerinnen und Ausländer der dritten oder höheren Generation (0,1%).
Mit Ausnahme der gebürtigen Schweizerinnen und Schweizer mit mindestens einem in der Schweiz geborenen Elternteil zählt jede im Ausland geborene Person zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation (mehr als 2,1 Millionen Personen ab 15 Jahren im Jahr 2016). Diese Bevölkerungsgruppe umfasst somit:
- die im Ausland geborenen Ausländerinnen und Ausländer (sie machen etwas mehr als 70% dieser Gruppe aus, d.h. 1 522 000 Personen);
- die im Ausland geborenen gebürtigen Schweizerinnen und Schweizer, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden (21 000 Personen);
- die im Ausland geborenen eingebürgerten Schweizer Staatsangehörigen (591 000 Personen).
Die zweite Generation, d.h. die in der Schweiz geborene Bevölkerung mit Migrationshintergrund (513 000 Personen), setzt sich zusammen aus eingebürgerten Schweizer Staatsangehörigen (mit 53% machen sie mehr als die Hälfte dieser Gruppe aus), den Ausländerinnen und Ausländern mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil (32%) sowie den gebürtigen Schweizerinnen und Schweizern, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden (15%).
Der Migrationsstatus von Kindern unter 15 Jahren lässt sich anhand der im BFS verfügbaren Daten nicht bestimmen. Allerdings sind Informationen zum Geburtsort und zur Staatsangehörigkeit vorhanden.
Nahe zu drei Viertel der ständigen Wohnbevölkerung unter 15 Jahren besitzen die Schweizer Staatsangehörigkeit und sind in der Schweiz geboren. Das verbleibende Viertel ist entweder im Ausland (10,0%, davon 8,2% ausländische und 1,9% schweizerische Staatsangehörige) bzw. in der Schweiz geboren und im Besitz eines ausländischen Passes (18,6%).