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Der
Vordergrund des Thälchens ist durchschluchtet. Die vordere Hälfte trägt
Wald und sehr wenig Weideland
(Zernez gehörend);
die obere Hälfte erhebt sich in 3 kurzen felsigen Stufen, auf welche aus dem
Hintergrund kleine Eisfelder
des
Piz d'Esenstockes und
Piz Quater Vals herabschauen. Der Bach des Val Tantermozza ist sehr wild, liefert grosse Geschiebemassen
und fliesst durch seinen Geröllschuttkegel ungeordnet in den
Inn. Am Thalausgang stehen Gneis und granatenführender Hornblendeschiefer,
Serizit- und Talkquarzitschiefer an, worauf Verrucano, alpiner Muschelkalk, Arlbergdolomit, obere Rauhwacke
und Hauptdolomit mit aufgesetzten Liaskalken (Steinsbergkalk), Kössenermergeln und Liasschiefern folgen. Die Juraschichten
sind im ganzen obersten Thalteil und auf der linken
Seite bis über den
MuotSainza Bön herab entwickelt.
Beverinkette der Adulaalpen, zwischen dem Bruschghorn (3044 m) und dem Piz Beverin (3000 m), sowie 2,4 km sw. dieses letztern
entfernt. Im S. liegt das Hochthälchen Annarosa im Schams, und im NW. nimmt das in den Safierrhein (Rabiusa) ausmündende Carnusathälchen
seinen Ursprung. 300 m n. des nach 3 Seiten in einer Felsenstufe abfallenden und nach SO. hin bald sanft
geneigten Gipfels liegt der kleine Schottensee, an dessen O.-Seite in 2603 m Höhe ein Pass nach Carnusa und SafienPlatz hinüberführt.
Der Piz Tarantschun wird, wie der w. von ihm ragende Piz Tuff (2834 m), wenig genannt;
beide können von Zillis
aus in etwa 6 Stunden erstiegen werden.
Gesteine sind Rötidolomit, der Trias und grauer Bündnerschiefer (eozäner Flysch?),
welch letzterer, NO. streichend und SO. fallend, den Gipfel bildet.