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Zwischen Pilatusfuss und Sonnenberg gelegen, kannte Kriens zwischen 1850 und 1970 eine Verstädterung, die wesentlich auf der industriellen Entwicklung beruhte. Aus der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und dem Ersten Weltkrieg stammt die Alte Ziegelei. Der Umbau des Fabrikgebäudes zu Wohnungen fiel 1925 in die vom Mangel an günstigem Wohnraum gekennzeichnete Zwischenkriegszeit. Vor dem Hintergrund der denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen wird der viergeschossige Hauptbau der Alten Ziegelei erhalten und von seinen verschiedenen Anbauten befreit. Die Umgebung der alten Ziegelei erhält durch die Freispielung des Kernvolumens viel neue freie Fläche und atmet auf. Innerhalb des Gebäudes führt die bestehende, kaskadenartige Erschliessung in den stimmungsvollen Innenhof und über diesen in die einzelnen Wohnungen. Die räumlich mit den Essküchen verbunden Wohnbereiche führen zu den jeweiligen Seitenfasseden im Osten und Westen und verbinden diese mit den grosszügigen vorgestellten Lauben und somit zu den Aussensitzplätzen. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Hauses, dem baulichen Zustand der einzelnen Elemente, den bauphysikalischen Anforderungen und den Zielen die Wohnqualität betreffend wird die Fassade der Alten Ziegelei neu entworfen. Ohne historisierend zu verfahren versucht der Entwurf den in vieler Hinsicht zeugenhaften Bau zu stärken. Eine Strategie die das Wesen des Hauses bewahrt und seine Identifikationskraft zugunsten des Quartiers und der Bewohner fördert.
Bauart: Umbau, Sanierung
Nutzung: Wohnen, 18 Einheiten, Atelier, Gewerbe
Standort: Schachenstrasse, Kriens
Begleitetes Projektverfahren: 2019, 2. Rang
Bauherrschaft: Schmid Immobilien AG, Ebikon