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Dann fragte Esau: „Hast du denn für mich keinen Segen zurückbehalten?“ Da antwortete Isaak dem Esau mit den Worten: „Ich habe ihn nun einmal zum Herrn über dich gesetzt und alle seine Brüder ihm zu Knechten gegeben; mit Korn und Wein habe ich ihn versorgt! Was könnte ich also nun noch für dich tun, mein Sohn?“1Mo 27:36b-37
Jakob hatte das Erstgeburtsrecht von Esau gekauft, für ein Linsengericht. Esau hat sein Erbe gering geachtet. Als der Schreiber des Hebräerbriefs ein Beispiel suchte, um einen gottlosen Menschen zu beschreiben, nahm er Esau.
… oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.Heb 12:16
Nach der Sintflut hatte Gott Ausschau gehalten nach einem Mann des Glaubens. In Abram wurde er fündig, auch wenn viel Arbeit nötig war, bis aus Abram Abraham wurde, und noch einmal bis die Prophetie der Namensänderung – Vater vieler Völker – auch tatsächlich zum Tragen kam in Isak. Und sie kam erst zum Tragen, nachdem Abraham von einem Höhergestellten, einem Vater im Glauben gesegnet wurde. Seinen Segen gab er an seinen Sohn Isak weiter. Dieser wollte ihn seinem Erstgeborenen weitergeben. Aber Esau hat nicht begriffen, dass Erstgeburtsrecht und Segen zusammengehören.
Da sprach Esau: „Er heißt mit Recht Jakob; denn er hat mich nun zweimal überlistet! Mein Erstgeburtsrecht hat er weggenommen, und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen!“1Mo 27:36a
Es gehört alles zusammen: der Erstgeborene erbt den väterlichen Segen und vom Gut des Vaters den doppelten Anteil. Das ist sein biblisches Recht. Wenn wir den Segen betrachten, den Isak für Esau übrig hat, ist es nicht viel. Das soll jetzt nicht heissen, dass ein Zweit- oder Drittgeborener mit einem Fluch entlassen wird. Wer aber sein Erstgeburtsrecht, sein Erbe und den väterlichen Segen verachtet, sehr wohl.
Als Gott Abraham gefunden hatte und mit ihm die Heilsgeschichte fortsetzen konnte, hat er uns wichtige Prinzipien mit auf den Weg gegeben. Eines davon ist der Segen der Väter.
Abraham ist der Vater des Glaubens. In ihm hat Gott alle Nationen gesegnet. Gehörst Du zu einer Nation? Dann bist Du durch Abraham gesegnet. Nimmst Du dieses Erbe, diesen Segen an oder verachtest Du ihn? Dadurch, dass wir die Tat Jesu am Kreuz für uns beanspruchen und glauben, dass er gelebt hat, gestorben ist an meiner Stelle, auferstanden ist und lebt, dadurch, dass wir erkennen, dass wir getrennt sind vom Vater durch die Sünde und nur durch Jesus zu ihm kommen können, dadurch werden wir zu Kindern Gottes, aber auch zu Kindern Abrahams. Wie das?
Jesus nannte sich selbst gerne „den Menschensohn“. Er war Jude – im strengen Sinne des Wortes, ein Nachkomme Judah – und aus königlichem Stamm. Er war also ein Nachkomme von Adam, Abraham, Isak, Jakob, Judah und David. Merk Dir das, das ist wichtig. Jesus wird auch „Ewig-Vater“ genannt.
Indem wir Jesus als Erlöser annehmen, wird er unser Vater im Geist. Genauso, wie er der Vater der 12 war. Er hat sie in die Reife gebracht, erzogen, ermutigt, ermahnt. Was Väter halt so tun. Er hat den Segen, den er hatte, an die 12 weitergegeben, genau so, wie Abraham seinen Segen an Isak und der an Jakob weitergegeben hat. Und er hat uns nicht nur seinen Segen weitergegeben: er hat den Segen
- Adams – seid fruchtbar und macht Euch die Erde untertan
- Abrahams – Nachkommenschaft wie der Sand am Meer und die Sterne im Himmel, das Land, oder besser übersetzt die Erde, und Versorgung
- Davids – auf dem Thron in alle Ewigkeit
weitergegeben.
Hinzu kam der Segen seines Vater im Himmel – dies ist mein Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Hört auf ihn.
Ich bin überzeugt, dass der grösste Teil des Segens, den wir von Gott erhalten, durch Väter weitergegeben wird. Wenn wir das Erbe der Väter, den Segen, den sie für uns bereit haben, missachten, sind wir wie Esau. Und was sagt der Hebräerbrief über Esau? Gottlos. Ein hartes Urteil.
Was ist der Segen des Vaters? Ein Vater vererbt irdischen Wohlstand und Autorität. Er setzt seine Söhne frei, das zu werden, was Gott mit ihnen vor hat, bringt sie zur Reife.
Ich rate Dir, mal die Segnungen der Väter in der Bibel zu studieren. Was sagt Jakob zu seinen Söhnen? Warum z.B. hat Ruben als Erstgeborener nicht den herausragenden Segen bekommen, sondern Judah? Ruben hat das Ehebett seines Vaters entweiht, also den Vater verachtet. Judah hingegen hat sich für Josef, einen Erben Jakobs, stark gemacht und ihn vom Tod gerettet.
Wenn Du keinen Segen möchtest, hier die Anleitung dazu:
- Lehne Jesus ab. Los, verkaufe Dein Erstgeburtsrecht. Denn er ist der Erstgeborene, und wir mit ihm, solange wir in ihm sind. Er der Kopf und wir der Leib.
- Gib keinen Zehnten. Denn dann bestiehlst Du Gott, und mit Dieben hat Gott nichts zu tun.
- Sei vaterlos. Sei unabhängig, springe von Gemeinde zu Gemeinde, lass Dir von niemandem etwas sagen. Verachte Dein Erbe. Nur ein Sohn kann durch den Vater gesegnet werden.
Tue das Gegenteil, und Du wirst gesegnet sein. Jedes dieser Prinzipien birgt einen Segen. Den vollen Segen erhältst Du, wenn Du alle drei beachtest:
- Den Segen Jesu – ewiges Leben
- Den Segen des Zehnten – Versorgung
- Den Segen der Väter – Wohlstand, Autorität und Reife
Hast Du Erfahrungen damit? Oder Fragen? Hinterlasse doch einen Kommentar.