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Nachdem der schweizerische Luxusgüterkonzern Richemont seine Jahresergebnisse bekannt gegeben hat, verbunden mit einem düsteren Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung, informierte Richemont gleichzeitig, dass man über die Platzierung einer Bond-Emission über drei Tranchen insgesamt zwei Milliarden € am Finanzmarkt mit Laufzeiten bis 2028, 2032 und 2040 aufgenommen habe.
Richemont beantragt den Handel der Anleihen an der Luxembourg Stock Exchange. Das eingenommene Geld soll die langfristige Entwicklung der Marken und den Geschäfts unterstützen, hieß es weiter.
Der Kupon reicht von 0,75% für die 8-Jahres-Anleihe bis 1,625% für die 20-Jahres-Anleihe. Die Anleiheplatzierung stärkt die robuste Bilanz der Schweizer Luxusgruppe, die zum 31. März 2020 eine Brutto-Cash-Position von 6,34 Mrd. € und eine Netto-Cash-Position von 2,40 Mrd. € aufwies.
Die Schuldverschreibungen erhielten von der Ratingagentur S & P ein A + -Rating, wodurch auch der Ausblick für Richemont von stabil auf negativ gesenkt wurde, „unter Berufung auf die Möglichkeit einer Herabstufung, wenn die Coronavirus-Pandemie zu einer Verschlechterung der Kreditkennzahlen des Unternehmens führt“.
Johann Rupert ist als versierter Investor in der internationalen Geschäftswelt bekannt, der das Tabak- und Bankimperium seiner Familie in ein globales Luxuskonglomerat für Uhren und Schmuck umbaute. Ruperts Glaube an die Schwere der durch Pandemien ausgelösten Rezession ist offensichtlich. Das wiederum ist kein gutes Zeichen für das Luxusuhrengeschäft. Richemonts erfolgreichste Luxusmarke ist Cartier – die Schmucksparte macht die Hälfte des Umsatzes der Gruppe aus – desweiteren besitzt er weitere Luxusuhrenmarken, darunter A. Lange & Söhne, IWC und Panerai, die rund 20% des Umsatzes ausmachen.
Während der Telefonkonferenz mit Richemont am 15. Mai erklärte Rupert gegenüber TICK-TALK.CH die Anleihe-Emission folgendermassen: “We have always believed in protecting our balance sheet… For years, a lot of investment banks questioned us about that it’s a lazy balance sheet. But having been through this in ’87 and in ’99, 2000 and in 2008… it’s just being in the position… where we’re in charge of our own destiny… we are in a secure cash position to ride out even if this COVID-19 tragedy extends for longer than we hope.”