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An der Gemeindeversammlung von Gurmels informierte der Gemeinderat über den schlechten Zustand der Abwasserkanalisationen beim Schulhausareal in Cordast.
Von einem «dringenden Sanierungsbedarf» sprach der Gurmelser Gemeinderat Pascal Aeby an der Gemeindeversammlung am Montagabend. Untersuchungen hätten den sehr schlechten Zustand der Abwasserkanalisationen im Bereich des Schulhausareals in Cordast bestätigt. Die Leitungen weisen bauliche Schäden auf und seien teilweise bis zur Hälfte des Rohrquerschnitts mit verhärteten Kalkablagerungen verschlossen. Das reduziere die Abflusskapazität. «Es besteht die Gefahr eines Rückstaus. Mit verheerenden Schäden ist zu rechnen, falls das Wasser in das Schulgebäude fliesst», warnte der Gemeinderat und stellte das Sanierungsprojekt vor.
Ein Teil der Leitungen beim Schulhaus soll ersetzt werden. Auch ist der Einsatz eines speziellen Roboters vorgesehen, der die Kalkablagerungen ausfräsen wird. Aufgrund des Schulbetriebs sollen die Bauarbeiten während den Sommerferien stattfinden. Für die Sanierung der Abwasserkanalisationen beantragte der Gemeinderat einen Objektkredit von 250’000 Franken. Die 76 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bewilligten den Kredit einstimmig.
Jahresrechnung mit einem Plus
Auch die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen. Sie weist einen Ertragsüberschuss von fast 10’000 Franken aus, nach zusätzlichen Abschreibungen von 1,42 Millionen Franken. Gemeindepräsident Daniel Riedo bezeichnete das Ergebnis als sehr gut. Die Steuereinnahmen seien höher ausgefallen als budgetiert.
Gleichzeitig seien einige Ausgaben pandemiebedingt geringer gewesen. Der Gemeindepräsident erwähnte diesbezüglich unter anderem die Schullager. Die Kosten dafür seien zum grössten Teil ausgefallen. Auch im Bereich Kultur und Freizeit wurde weniger Geld ausgegeben, zum Beispiel weil die Kosten der Bundesfeier wegfielen. Weil weniger Feuerwehrübungen stattfanden, habe es auch weniger Soldkosten für Übungen und Einsätze gegeben. Die Nettoschuld von Gurmels betrage elf Millionen Franken oder pro Kopf 2500 Franken, so Daniel Riedo. Er sowie seine Gemeinderatskollegen Jean-Marc Sciboz und Manfred Bäriswyl wurden am Ende der Versammlung feierlich verabschiedet.