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Referendum gegen «Ehe für alle» zustande gekommen
Das Referendum gegen die «Ehe für alle» ist zustande gekommen. Das hat die Bundeskanzlei am 27. April formell festgestellt, nachdem drei Referendumskomitees am 12. April insgesamt 69’392 Unterschriften gegen die unter diesem Titel stehende Änderung des Zivilgesetzbuches eingereicht hatten. Die Überprüfung der 62’241 bereits beglaubigt eingereichten Unterschriften habe ergeben, dass davon 61’027 gültig sind, schreibt die Bundeskanzlei. Für das Zustandekommen eines Referendums sind die gültigen Unterschriften von 50’000 Stimmberechtigten nötig.
Die eidgenössischen Räte hatten die Vorlage «Ehe für alle» im Dezember 2020 verabschiedet. Das vor sieben Jahren von den Grünliberalen angestossene Geschäft öffnet die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, und mit ihm erhalten lesbische Ehepaare Zugang zur Samenspende. Das Referendum wurde von verschiedenen Seiten ergriffen: Unter anderem von einem Komitee, dem Parlamentarier aus SVP, EDU und CVP angehören, aber auch von christlichen Organisationen, etwa der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und der katholischen Lebensschutzorganisation Human Life International (HLI-Schweiz).
Die Schweizer Bischöfe sind gegen die «Ehe für alle». Der Schweizerische Katholische Frauenbund spricht sich seit 2001 für eine zivile und kirchliche Ehe für alle aus, sagte die SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli vor einem Jahr gegenüber kath.ch. Den Zeitpunkt der eidgenössischen Volksabstimmung hat der Bundesrat noch nicht festgelegt. Nächster möglicher Termin wäre der 26. September.
kath.ch/kh