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Wasserfledermäuse jagen, darum ihr Name, meist knapp über der Wasseroberfläche nach Mücken und anderen schwärmenden Insekten. Alle vier Sekunden attackiert eine Wasserfledermaus eine Beute, 900 mal pro Stunde, 4'500 mal pro Nacht - eine Kolonie von 50 Wasserfledermäusen frisst in einem Sommer mehr als 30 Millionen Mücken!
Wasserfledermäuse jagen über dem Rumensee, über dem Schübelweiher und in grosser Zahl über dem Zürichsee. Sie verstecken sich tagsüber oft weit vom Wasser weg in Baumhöhlen. Solche «Wasserfledermausbäume» stehen beispielsweise im Wald beiderseitig der Limbergstrasse, die von Küsnacht in die Forch hinaufführt. Hier haben in diesem Sommer in der Spechthöhle einer mächtigen Buche etwa 50 Weibchen je ein Junges aufgezogen.
Wasserfledermäuse fliegen gegen Ende der Dämmerung aus und legen die Flugstrecke zwischen Tagesschlafversteck und Jagdgebiet im Tiefflug entlang der Waldränder, entlang von Hecken und dem Lauf des Dorf- und des Heslibaches folgend zurück. Sie benutzen Nacht für Nacht dieselben «Flugstrassen» und sie unterqueren sogar die Seestrasse im schützenden Bachbett. In nur sechs Minuten haben sie vom Waldrand kommend das Seeufer erreicht, die gut 2.5 Kilometer also mit einer mittleren Fluggeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern zurückgelegt.
Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) © SSF - Stiftung zum Schutze unserer Fledermäuse in der Schweiz, Quelle: www.fledermausschutz.ch
In der Spechthöhle einer mächtigen Buche im Wald an der Limbergstrasse haben in diesem Sommer etwa fünfzig Wasserfledermausweibchen im Juni je ein Junges geboren und bis zum Flüggewerden im August gesäugt.
[Foto: SSF - Stiftung zum Schutze unserer Fledermäuse in der Schweiz www.fledermausschutz.ch]