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| Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben

Zweite Rede
4.
Davon sollten dich schon die Geschöpfe überzeugen, deren Gebrauch du kennst. So bist du z. B. nicht imstande, die Quelle zu erklären, und doch unterlässest du es nicht, von ihr zu trinken. Dadurch aber, daß du von ihr getrunken hast, glaubst du noch nicht, sie begriffen zu haben. Auch für die Sonne bist du unzureichend, und doch entziehst du dich ihrem Lichte nicht. Deshalb aber, weil sie zu dir herabsteigt [durch ihre Lichtstrahlen], wagst du es doch nicht, zu ihrer Höhe emporzusteigen. Die Luft ist zu groß für dich, und doch erhält der Hauch von ihr dein Leben. Ihr Unterpfand [der Hauch] ist bei dir; aber wie groß ihr Maß ist, erkennst du nicht.