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Mitte der 1970er Jahre. Als der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos sechzehn war, hörte er im Radio den Song einer unbekannten Band aus New York, «Television». Die Musik war die erste, die ihn erkennen liess, dass in der Kunst Dinge kombiniert werden können, von denen er geglaubt hatte, sie passten nicht zusammen: Coolness, Nerven, Transzendenz. «Die dünnen Götter» (Hanser 2024) ist Fioretos’ verspäteter Dank an die Band – ein Künstlerroman, der zeigt, was alles passieren könnte, wenn ein Dasein der Kunst untergeordnet wird. Ist Einsamkeit der Preis für Unabhängigkeit? Ist es in einer Gattung, die die Jugend feiert, möglich zu altern? Der Roman ist ein Porträt der 1960er Jahre – vom Vynil bis zu den Streamingdiensten von heute, von den Gegenkulturen der Sechziger bis zur Flüchtlingskrise unserer Zeit.