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Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit)
Die intestinale Fruktoseintoleranz tritt unter der Bevölkerung Mitteleuropas mit einer Häufigkeit von fünf bis sieben Prozent auf. Aufgrund eines Gendefekts ist der Transportmechanismus durch die Darmwand gestört: Der Fruchtzucker wird vom Dünndarm nicht ausreichend aufgenommen und teilweise in den Dickdarm weitertransportiert, wo er durch die dort ansässige Darmflora abgebaut wird. Die dabei entstehenden Abbauprodukte verursachen typische Beschwerden im Magendarmtrakt.
Symptome
Primäre Symptome sind Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und Koliken, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, breiiger Stuhl, Heisshunger auf Süsses und teilweise Depressionen. Als sekundäres Symptom – eine Folge der Resorptionsstörung im Dünn- und Dickdarm – kann ein Mangel an Aminosäuren, Folsäure und Zink auftauchen, der sich in Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit äussert. Die Bedeutung der intestinalen Fruktoseintoleranz ist in den vergangenen Jahren massiv angestiegen, da sich in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln immer mehr Fruchtzucker findet.
Diagnose
Die Selbstdiagnose einer Fruktoseintoleranz gestaltet sich oft schwierig, da Fruchtzucker nicht nur in Obst, sondern auch in Gemüse und Getreide – und eben auch in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln – vorkommt. Bei erwachsenen Patienten wird in der Regel ein H2-Atemtest vorgenommen, um eine Fruktoseintoleranz zu diagnostizieren oder auszuschliessen.