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Le Marche zwischen Apennin und Adria
Le Marche (auf Deutsch Marken) liegen in der Mitte Italiens, das heisst zwischen Apennin und Adria. Nördlich davon befindet sich die Emiglia Romagna. Anschliessend folgt die kleine Republik San Marino. Südlich sind die Abruzzen, im Westen befindet sich die Toskana, Umbrien und Latium (Roma). Dieser Landesteil hat eine Fläche von fast 10'000 km2 und über 1,5 Millionen Einwohner. Die sanft gewellte Hügellandschaft schützt gegen den Meerwind. Die Gegend ist vom Sonnenlicht und der Wärme begünstigt und deshalb besonders geeignet für den Weinanbau. Regierungssitz ist Ancona. Der Handel beschränkt sich vor allem auf die Landwirtschaft mit Rebbau auf ca 20'000 Hektar Fläche. Diese erstreckt sich auf die Hänge mit Boden aus Sand, Lehm oder Ton. Schon die Kelten und die Etrusker pflanzten hier Reben an.
Azienda Agricola Vicari Morro d'Alba, Via Pozzo Buono
Folgende bekannte Weine werden dort verarbeitet: Trebbiano, Pecorino, Verdicchio, Pinot Bianco und Pinot Grigio sowie Malvasia was die Weissen betrifft. Rotweinarten sind Sangiovese, Montepulciano, Lacrima di Morro und Vernaccia di Serrapetrona. Aus dieser Region stammen die berühmten Winzergeschlechter mit den Namen Gallo und Mondavi (heute in Kalifornien). Die Azienda Agricola Vicari kommt aus Morro d’Alba, Via Pozzo Buono. Diese Strasse wurde schon im Altertum von den Einwohnern des Dorfes benutzt um das Trinkwasser vom grossen Brunnen (Italienisch Pozzo) zu holen. Deshalb wird auch der Wein so benannt, Dal Pozzo Buono. Die Familie achtet sehr darauf, Qualität zu erzeugen. Bewusst werden Trauben herausgeschnitten um die Erträge niedrig zu halten. Ein Dokument beweist, dass bereits im Jahre 1720 eine Familie dieses Namens dort gelebt hat. Im Moment ist bereits die neunte Generation als Winzer tätig. Der Betrieb, ein kleines Familienunternehmen mit Nazzareno (Vater) und den Kindern Vico und Valentina. Das Logo der Azienda stellt etwas vereinfacht den Grossen Brunnen dar.
Valentina Vicari
Heute Abend hatten die Weinfreunde Gelegenheit, die Tochter des Winzers, Valentina Vicari im Ristorante La Vinoteca in Schönried begrüssen zu dürfen. Sie führte uns durch den ganzen Abend und erklärte sämtliche mitgebrachten Weine. Diese werden wie üblich am Schluss des Berichtes separat beschrieben. Martin Riedi übersetzte vom Italienisch ins Deutsche. Herzlichen Dank. Es war ein gelungener Abend. Total -40- Weinfreunde wollten diesmal die vorgestellten, edlen Tropfen aus den Marken degustieren.
Zu den präsentierten Weinen kosteten die Weinfreunde wie immer diverse Spezialitäten aus der besprochenen Region, d.h. „Le Marche“ oder den Marken. Das Menu und die dazu passenden Weine sahen wie folgt aus:
Verdicchio dei Castelli di Jesi, Jahrgang 2014, einer der berühmtesten Weine aus den „Marche“ .
Der Wein: Insolito (ungewöhnlich), Verdicchio Superiore, 2013..
Mille foglie al tartufo bianco delle Marche. In einer anderen Gegend nennt man sie einfach „Lasagne“. Die Pasta war selbstgemacht, mit frischen Trüffeln, herzhafter Geschmack sowie sehr hohe Qualität der verwendeten Produkte. Dazu ein
Lacrime di Morro d’Alba Da Sempre (Lacrime=Tränen), Jahrgang 2014.
dazu einen Rosso Piceno del Pozzo Buono, 2014. (Piceno : Rotwein aus Marken, bestehend aus ca. 60 % Sangiovese und 40 % Montepulciano). .
Lacrima di Morro Superiore, Jahrgang 2013 serviert.
Lacrima di Morro Passito (Beerenauslese) 2013.
mit einer eindrucksvollen Spezialität der Firma Vicari, einem Vino di Visciole (Kirschwein), Jahrgang 2013.
Spirituose, diesmal nicht ein Grappa, aber ein sogenanntes Aquavite di Visciole (Weinbrand, aus dem Trester von Sauerkirschen destilliert).
Herzlichen Dank gebührt der Familie Riedi für die jahrelange Gastfreundschaft
Hiermit möchten wir Herrn und Frau Riedi für den wunderschönen Abend, der Winzerin für die gelungene Präsentation sämtlicher Weine, und den hervorragenden Mitarbeitern herzlichen Dank für ihre enorme Gastlichkeit aussprechen. Das Essen war vorzüglich, die Spezialitäten wurden von den Weinfreunden überaus geschätzt. Das Ristorante „La Vinoteca“ hat uns heute nochmals gewaltig hingerissen, fasziniert und begeistert.
Leider hört die Familie Riedi auf Ende der Wintersaison auf, so dass wir uns neuen Standort für unseren Anlass suchen müssen.
Martin Riedi wird aber weiterhin für die Weinfreunde tätig sein, er organisiert uns auch in Zukunft so charmante Winzer respektive Winzerinnen wie an diesem Abend.
In der Zwischenzeit möchten wir unseren Lesern das Lokal nochmals nahelegen. Machen sie zusätzlich einen privaten Abstecher und lassen sie sich von der
ausgezeichneten Küche verwöhnen. Es wird sich auf jeden Fall lohnen.
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