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Was ist Homöopathie?
Das Ziel der Homöopathie besteht darin, die körpereigenen Abwehrmechanismen und die Selbstheilung in Gang zu bringen oder zu verstärken. Dabei kann Homöopathie sowohl am Mensch, wie auch am Tier angewendet werden. Als Vorreiter der Homöopathie gilt der deutsche Arzt Dr. Samuel Hahnemann, welcher erstmals den Begriff „homöopathisch“ oder „Homöopathie“ verwendet hat. Im Gegensatz zu allopathischen Arzneimitteln wirkt die Homöopathie nicht dank Einnahme einer bestimmten Menge Arzneisubstanz, sondern durch die immateriellen Reize. Dies bringt folgende Vorteile mit sich:
- keine schädlichen Nebenwirkungen oder Interaktionen mit anderen Arzneimitteln
- gute Verträglichkeit
- Keine Gefahr durch Überdosierung
- Symptome werden nicht unterdrückt
- Kein Suchtpotential
Dank dieser Vorteile eignen sich homöopathische Arzneimittel für die Behandlung von Säuglingen, Kindern, Schwangeren und arzneimittelempfindlichen Personen.
Krankheitssymptome
Aus Sicht der Homöopathie werden die Krankheitszeichen (Symptome) nicht als die eigentliche Krankheit angesehen. Vielmehr werdendarin die Heilungsbemühungen und Abwehrmechanismen des Körpers auf die Erkrankung gesehen. Das Ziel der homöopathischen Heilung besteht nun darin, mittels eines Arzneimittelreizes die vorhandenen Symptome zu verstärken, damit dies zur (rascheren) Genesung führt, weil die körpereigenen Heilungsmassnahmen verstärkt werden.
Causa
Die Beschwerden sind oft auf eine klare Causa (Ursache) zurückzuführen. Eine eindeutige Zuteilung einer Causa zu einer Beschwerde ist in der Homöopathie als Indikator für die Arzneimittelwahl sehr wichtig.
Grundlagen
Die homöopathische Heilmethode basiert auf:
a) Ähnlichkeitsprinzip
b) Potenzierung
c) Arzneimittelbild
Ähnlichkeitsprinzip
„Similia similibus curantur“ („Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“) ist das Kernprinzip der Heilung der Homöopathie. Dasselbe Mittel, welche bestimmte Symptome auslöst oder verstärkt, trägt zur Heilung derselben oder ähnlichen Symptome bei.
Potenzierung
Der Gründer der Homöopathie „Dr. Samuel Hahnemann“ hat in seinen Anfangszeiten grosse Mengen an Arzneigrundstoffen eingenommen und beobachtet wie diese auf seinen Organismus wirken. Dabei hat er schnell festgestellt, dass viel Stoffe für den Menschen zu aggressiv sind und darum verdünnt werden müssen. Ihm fiel auf, dass durch blosse Verdünnung die Wirkung mit Zunahme des Verdünnungsgrades abnahm, bis sie vollständig verschwand. Diese Tatsache brachte ihn auf die sehr bedeutungsvolle Idee:
a) die Arzneigrundstoffe stufenweise zur verdünnen
b) die Verdünnung bei jeder Verdünnungsstufe kräftig zu schütteln oder zu verreiben
Dieser Vorgang hat er als Dynamisierung bezeichnet, welche heute unter dem Begriff „Potenzierung“ bekannt ist. Durch das Potenzieren eines Arzneigrundstoffes wird die Heilkraft verstärkt. Der Potenzierungsvorgang bei der Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln beinhaltet also gleichzeitig die Verdünnung des Arzneistoffes und die Verstärkung der Heilwirkung.
Arzneimittelbild
Die Arzneimittelbilder beschreiben wie der Organismus auf homöopathische Arzneimittel reagieren kann. Die Arzneimittelbilder dienen dem Homöopathen als Arbeitsgrundlage für die Verordnung oder Zusammenstellung eines homöopathischen Mittels.