Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/2393

Die Bisse de Baar fasst ihr Wasser unterhalb des Château de Brignon auf 840 m. Sie wird noch heute zur Bewässerung der Wiesen und Anbauflächen von Baar, Salins und Sitten (Maragnenaz) genutzt und ist insbesondere für die Aprikosenbäume sehr wichtig.
Die 6 Kilometer lange Suone durchquert nach dem Dorf Brignon karge Rebberge, artenreiche Trockenwiese und üppige Aprikosenhaine.
Mit ziemlicher Sicherheit wurde die Suone bereits vor 1456 erbaut. Aus diesem Jahr stammt nämlich ein Dokument, das von den Leuten von Arvillard und Turin, begleitet von einem Vertreter des Bischofs von Sitten und den Leuten der Meierei von Brignon und Baar unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen erlaubte es dem Bischof und seinem Gefolge, Wasser aus dem bestehenden Kanal zu entnehmen, wofür sie im Gegenzug höhere Wasserzinsen bezahlten.
WAS SIND SUONEN?
Suonen sind Bewässerungskanäle, die das Wasser der Gletscherbäche zu den Weiden und Anbauflächen leiteten und diese dann bewässerten. Die ältesten Suonen reichen bis ins Mittelalter zurück und zeugen vom unermüdlichen Kampf der Walliser Bauern gegen die Trockenheit. Was die Suonen so besonders macht, ist ihre Bauweise: Die Kanäle mussten an die verschiedenen Reliefs und Umgebungen angepasst werden, wobei eindrückliche Bauwerke entstanden sind – umso mehr, wenn man bedenkt, welche Mittel den Arbeitern früher zur Verfügung standen. Die Suonen der Gemeinde fassen ihr Wasser aus der Printse, dem Bergbach, der durch das ganze Tal fliesst. Von den acht Suonen rund um Nendaz führen sechs noch immer Wasser und werden auch heute noch zur Bewässerung der Wiesen und Felder benötigt.
- Sommer, Herbst, Frühling
- Panorama / Belvedere