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Pfarrkirche St.Joahnnes Nepomuk und Pfarrhaus nach dem Umbau 1963/1964.
Kirche St.Nepomuk
Bevor Maseltrangen eine eigene Kirchgemeinde wurde, musste es einige Hürden meistern. Vom 8. bis zum 15. Jahrhundert gehörte Maseltrangen kirchenrechtlich zur Pfarrei Benken. Um das Jahr 1500 fordert die Gemeinde, besser gestellt zu werden. Für die Gläubigen ist der Gang zur Kirche in Benken gefährlich, da zu dieser Zeit das Riet häufig überschwemmt wird. Auch die Seelsorge leidet unter dem weiten Weg, da es wegen des vielen Wassers schwierig ist, die Gläubigen zu besuchen. Mit Rufi zusammen will Maseltrangen 1738 eine Pfarrei gründen. Doch Rufi will Teil der Pfarrei Schänis bleiben. Schliesslich wird 1522 eine Kapellgenossenschaft gegründet, die nach dem Bildersturm im Februar 1529 wieder aufgelöst wird. Am 4. Juni 1789 ist es dann doch so weit. Mit dem Segen der Kirche wird Maseltrangen eine eigenständige Pfarrei. Zu diesem Zeitpunkt hat sie jedoch weder Kirche noch Pfarrhaus. Sofort machen sich die Einwohnerinnen und Einwohner an den Bau der Kirche – mit grosszügiger Unterstützung des Landammans Johannes Zweifel, der einen grossen Teil seines Vermögens spendet. Der Kapellkassier Franz Josef Jud schenkt den Boden für die Kirche, den Friedhof und den Garten.
Die Geschichte des Namensgebers Nepomuk
Die Kirche wird nach dem Heiligen Johannes Nepomuk benannt. Der Schutzpatron der Schiffer, Flösser und Müller findet sich sonst eher auf Brücken. Wie hat es ausgerechnet diesen Schutzheiligen nach Maseltrangen verschlagen? Johannes Nepomuk wird um 1350 geboren und stammt ursprünglich aus Pilsen in Tschechien. Er arbeitet zuerst in der Kanzlei des Erzbistums und wird später zum Priester geweiht. Auf der kirchlichen Karriereleiter steigt er bis zum Generalvikar auf. In dieser Zeit herrschen zahlreiche Konflikte. Der König versucht die Macht des Erzbischofs von Prag einzuschränken, indem er das Bistum in zwei Bistümer aufteilen will. Doch die Mönche machen ihm einen Strich durch die Rechnung und wählen nicht den vom König vorgeschlagenen Kandidaten. Der Erzbischof befiehlt in der Folge dem Generalvikar Johannes Nepomuk, die Wahl so rasch wie möglich zu bestätigen. Nepomuk, der dem Erzbischof treu ergeben ist, tut wie ihn geheissen. Aus Wut lässt der König Johannes Nepomuk von der Karlsbrücke in Prag stürzen. Die sterblichen Überreste sollen gemäss Überlieferung von fünf Flammen umgeben in der Moldau getrieben sein. 1792 wird er heilig gesprochen, wobei er vor allem für seine Geradlinigkeit und seine Verpflichtung Gott gegenüber verehrt wird. In der Chronik «200 Jahre Katholische Kirchgemeinde Maseltrangen» steht, dass Johannes Zweifel als Stifter der Kirche darauf bestand, die Kirche nach seinem Namensvetter Johannes Nepomuk zu benennen.
Die weiteren Jahre der Kirche St.Nepomuk
20 Jahre nach dem Bau der Kirche wird das Pfarrhaus gebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wächst Maseltrangen und damit auch die Zahl der Kirchgänger. So wird die Kirche mehrmals renoviert und erweitert. 1963 erhält sie ein zusätzliches Joch. Am 1. Januar 2014 wird die Vereinigung mit einer anderen Kirchgemeinde doch noch wahr: Seither sind Schänis und Maseltrangen in der Kirchgemeinde Schänis-Maseltrangen vereint.
Die Kirche vor dem Umbau.