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Quellnachweis Foto: Maya Pfeiffer-Schlatter © 27.08.2016
Liebe Leserinnen – Liebe Leser
Theosophie oder - wörtlich aus dem Griechischen übersetzt – »Göttliche Weisheit« wird gar nicht selten als Religion angesehen und verstanden. Somit könne beispielsweise ein Christ oder ein Buddhist nicht der theosophischen Gemeinschaft zugehören und dürfte ihre Lehren nicht anerkennen.
Um nun Angehörige von Religionsgemeinschaften nicht in Gewissenskonflikte zu stürzen, stelle ich Ihnen zu Beginn dieses dritten Bandes, der den Untertitel Religion, Ethik und Kunst trägt, die Ziele der Theosophischen Gesellschaft und ihr Verhältnis zu den Religionen dar.
I. Die Ziele der Theosophischen Gesellschaft:
Die Theosophische Gesellschaft verfolgt folgende Ziele:
II. Die Gedankenfreiheit des einzelnen:
Eine Resolution des Generalrates der Theosophischen Gesellschaft (Adyar) aus dem Jahre 1924 besagt:
Da die Theosophische Gesellschaft sich weit über die gesamte zivilisierte Welt ausgebreitet hat und Angehörige aller Religionen sich als Mitglieder angeschlossen haben, ohne deshalb die Lehren und Anschauungen ihrer besonderen Religionen aufzugeben, ist es wünschenswert, die Tatsache zu betonen, dass die Mitglieder der Gesellschaft an keine Lehrmeinung oder Anschauung, von wem immer sie auch stammen mag, in irgendeiner Weise gebunden sind. Sie sind völlig frei, eine jede anzunehmen oder zurückzuweisen.
Die Anerkennung der drei Ziele der Gesellschaft ist die einzige Bedingung für die Mitgliedschaft... Kein Vortragender und kein Schriftsteller, von H. P. Blavatsky angefangen, hat irgendeine Autorität, seine Lehren und Anschauungen anderen Mitgliedern aufzudrängen. Jedes Mitglied hat volles Recht, sich beliebigen Lehrern und beliebigen Schulen des Denkens nach freier Wahl anzuschließen, aber es hat kein Recht, anderen Mitgliedern seine Wahl aufzuzwingen. Weder die Kandidaten für die Ämter der Gesellschaft noch ihre Wähler dürfen wegen der Anschauungen, die sie vertreten, oder wegen ihrer Zugehörigkeit zu irgendeiner Schule des Geistes vom aktiven oder passiven Wahlrecht ausgeschlossen werden.
Die besonderen Glaubensmeinungen der einzelnen Mitglieder gewähren diesen weder Vorrechte, noch bewirken sie Zurücksetzungen. Der Generalrat der Theosophischen Gesellschaft fordert alle Mitglieder ernstlich auf, diese Grundsätze der Theosophischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten, zu verteidigen und nach ihnen zu handeln sowie auch ohne jede Furcht ihr Recht auf freies Denken und freie Meinungsäußerung auszuüben und sich dabei nur jene Schranken aufzuerlegen, welche Höflichkeit und Achtung vor den anderen bedingen.
Ihr Verleger
Quellnachweis:
Das Theosophische Weltbild Band 3 von Beatrice Fleming
3. Auflage 2005 Aquamarin Verlag GmbH
Lizenzausgabe mit freundlicher Genehmigung des F. Hirthammer Verlages, München © 1997