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Horsham - In Australien ist kein Ende der Hochwasserkatastrophe in Sicht. Nach den schweren Überschwemmungen in Queensland an der Nordostküste, die als die schlimmste Naturkatastrophe in Australiens Geschichte gelten, steigt das Wasser jetzt im Südosten.
Mehr als 50 Ortschaften sind im Bundesstaat Victoria bedroht. Am Dienstag stand zuerst die Innenstadt der 14'000-Einwohner-Stadt Horsham einen Meter unter Wasser. Der Bürgermeister sprach von der schlimmsten Katastrophe in der Region seit 200 Jahren.
In der Nacht zum Dienstag gab es drei Hochwasserwarnungen für die betroffenen Bewohner. Um fünf Uhr morgens hätten die Beamten bereits durch ihre Megafone gerufen, erzählte ein Bürger.
Als das Wasser in Horsham langsam zurückging, meldete Warracknabeal im Nordwesten des Bundesstaates, gut 300 Kilometer nordwestlich von Melbourne, Flutalarm. Die Behörden drängten die 2500 Einwohner, ihre Häuser zu verlassen. Der Fluss Yarriambiack war bedrohlich angeschwollen.
Auch in Quantong und Jeparit drohten Überschwemmungen. In Kerang mit fast 4000 Einwohnern war das Elektrizitätswerk in Gefahr. Der Fluss Loddon drohte den Ort von der Aussenwelt abzuschneiden.
Erstes Todesopfer in SüdaustralienAm Dienstag fanden Taucher die Leiche eines achtjährigen Kindes. Der Knabe war am Montag in der Nähe der Stadt Shepparton in einem Wasserloch verschwunden. Das Kind ist das erste Todesopfer im Bundesstaat Victoria.
Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe vergangene Woche in Queensland sind bereits 30 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen, zehn Menschen werden immer noch vermisst.
Im Nordosten setzten die Einwohner die Aufräumarbeiten fort, nachdem die Fluten abgeschwollen waren. In der Region südlich der Millionenmetropole Brisbane drohten allerdings neue Regenfälle, starke Winde und sogar Hagel.
Gillard ruft zu Spenden aufPremierministerin Julia Gillard rief die Wirtschaft zu weiteren Spenden auf. Sie gab die Gründung einer Arbeitsgruppe mit führenden Wirtschaftsbossen bekannt, darunter die Chefs der Handelskette Woolworths und des Telekom-Konzerns Telstra.
Diese sollten Spenden sammeln. Spekulationen über die Einführung einer "Überschwemmungs-Abgabe" wies sie als "unverantwortlich" zurück.
SDA-ATS