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Sumpfgebiet am Glaubenberg
Welch seltsame, noch alpinen anmutende Landschaft! Fast glaubt man sich irgendwo in den Westen Schottlands oder Irlands versetzt, in die feuchtesten Gebiete an der Atlantikküste. Dort lassen die vom Westwind zugetriebenen Luftmassen ungeheure Regenmengen fallen, weshalb die Geländemulden fast durchwegs vermoort sind. Die Innerschweiz wird gern als „Schüttstein der Schweiz“ bezeichnet, weil auch hier die Luft am Gebirgswall aufsteigt und dabei einen grossen Teil ihrer Feuchtigkeit ausscheiden muss. Wenn dann noch, wie an den Hängen des Bergzuges, der sich vom Pilatus gegen den Brienzergrat erstreckt, wasserundurchlässiges Gestein – hier mergeliger Flysch – zutage tritt, entstehen in den Talmulden zwangsläufig recht ausgedehnte Sumpfflächen. Auf diesen mageren und meist sauren Böden lockert sich der Wald auf. Nur noch Tannen und Bergföhren finden sich in lichten Beständen zusammen. Zwischen den Stämmen aber weben Sumpfgräser und Sumpfkräuter, Moose und andere Moorpflanzen einen weichen Teppich.
Fotogalerie: Glaubenberg