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Beim Brand in einem Einkaufszentrum in Sibirien sind am Sonntag 37 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 weitere Personen wurden nach Behördenangaben schwer verletzt.
Zuvor hatten die Behörden von fünf Todesopfern und rund 30 Verletzten in der Industriestadt Kemerowo gesprochen. Mehr als 500 Helfer waren mit den Löscharbeiten beschäftigt, sie bekamen das Feuer erst nach Stunden unter Kontrolle, wie der Katastrophenschutz am Montagmorgen (Ortszeit) russischen Medien zufolge mitteilte.
Ersten Ermittlungen zufolge brach das Feuer in der Nähe eines Kinosaals im vierten Stock aus und erfasste mehr als tausend Quadratmeter des Einkaufszentrums, in dem sich mehrere Kinosäle, eine Bowlingbahn, eine Sauna und Restaurants befinden. Russische Medien berichteten, mehr als 200 Menschen seien aus dem gut besuchten Shoppingcenter gebracht worden.
Unter den Toten waren auch zahlreiche Kinder, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in einer Spielecke aufgehalten haben sollen. Zahlreiche Menschen sollen aus einem Fenster gesprungen sein. Die genaue Brandursache war zunächst nicht bekannt. Ermittler gingen zunächst von einem defekten Kabel aus.
Das Einkaufszentrum war erst im Jahr 2013 eröffnet worden. Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Seinem Sprecher zufolge habe er noch am Sonntag angeordnet, Einsatzkräfte mit Spezialausrüstung aus Moskau nach Kemerowo zu schicken.
Kemerowo liegt in Westsibirien, rund 3000 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt. Mehr als 500'000 Menschen leben in der Industriestadt, die im Kusbass liegt, Russlands grössten Kohlerevier. (sda/afp/reu/dpa)