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Getrübter Fortschritt?
Die ethischen Aspekte der Nanotechnologien beschäftigen sich unter anderem damit, welchen ungeplanten und versehentlichen Schaden man mit dieser neuen Technologie anrichten kann.
Das Entstehen einer neuen Industrie führt nicht selten dazu, dass eine ältere, überholte Branche ausstirbt. Ein Beispiel: Es wird angenommen, dass die Solarbranche die Energietechnologie der Zukunft ist. Die Förderung der Steinkohle stirbt hingegen langsam aus. So könnten auch die Nanotechnologien durch ihre technischen Vorzüge andere Techniken verdrängen. Die sozialen Folgen bestehen in drohender Arbeitslosigkeit. Beschäftigte in "aussterbenden" Branchen werden gekündigt und finden keine neue Arbeit. Generell sind neue Technologien weniger arbeitsintensiv. Durch ausgereiftere Technik, Maschinen und Roboter werden weniger Menschen benötigt. Dadurch kann die Arbeitslosigkeit noch vergrössert werden.
Obwohl die Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologien in der Entwicklungshilfe zeigen, dass diese gerade auch für schwächere Länder äusserst wünschenswerte Anwendungen bieten, könnte es sein, dass die Nanotechnologien erst gar nicht in diese Länder gelangen. Die Ungleichheit zwischen der entwickelten Welt und den Drittweltländern führt dazu, dass technische Errungschaften der Dritten Welt vorenthalten bleiben. Dies hat zur Folge, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter vergrössert. Diesem Trend ist nur Einhalt zu gebieten, wenn die Drittweltländer am Innovationsprozess teilhaben können.