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Basel, um 1545
Sandstein mit farbiger Fassung
H. 497 cm
Inv. 1910.132.
Dem um die gleiche Zeit entstandenen Pfeiferbrunnen in Bem verwandt, einem Werk des Bildhauers Hans Gieng, entstand um 1545 der Brunnenstock des Basler Renaissancebrunnens, der auch als Sackpfeiferbrunnen bekannt ist. Die beiden populären Bezeichnungen verdankt das Werk seinem figürlichen Programm: Der unbekannte Künstler setzte kleinformatige Bilderfindungen zweier mit Basel verbundener Maler und Zeichner, die bereits damals beide zu Ruhm gelangt waren, mit wörtlicher Genauigkeit in sein monumen- tales Bildwerk um. Der ausgelassene Tanz der drei um die Säulentrommel rotierenden Bauernpaare hat den Bauerntanz auf Hans Holbeins d.J. Titelblatt von 1523 zum Vorbild, der bekrönende, 91 cm grosse Dudelsackbläser auf dem korinthischen Kapitell der Balustersäule entstand nach Dürers Kupferstich von 1514. Der Brunnen hatte seinen Platz ursprünglich am Spalen-Schwibbogen und seit 1839 an dem heute in der Spalenvorstadt von einer Kopie eingenommenen Platz.