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Mann O Mann
Mann O Mann Die Sprachwissenschaft drückt «mannomann» als einen plötzlichen Eindruck oder ein tiefgehendes Gefühl aus, wie beispielsweise Erstaunen, Überraschung, Schmerz, Ärger usw. Sie dient auch dazu, sich an den Gesprächspartner zu wenden oder als Grussformel,
Mann O Mann
Die Sprachwissenschaft drückt «mannomann» als einen plötzlichen Eindruck oder ein tiefgehendes Gefühl aus, wie beispielsweise Erstaunen, Überraschung, Schmerz, Ärger usw. Sie dient auch dazu, sich an den Gesprächspartner zu wenden oder als Grussformel, oder zum Abschied, um Zustimmung auszudrücken usw. In der HEILKUNDE betrachten wir jedoch mit Mann O Mann das Thema der Männergesundheit und Männergesundheit geht über den kleinen Zipfel in der Mitte des Mannes weit hinaus.
Sie befasst sich mit der körperlichen und psychischen Gesundheit von Jungen und Männern. So verhalten sich Männer oft weniger gesundheitsbewusst als Frauen. Welche medizinischen Probleme sonst noch spezifisch Männer betreffen und worauf Männer jeden Alters achten sollten, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
Denn Männer nehmen weniger an Vorsorgeuntersuchungen teil und konsultieren bis ins höhere Alter seltener einen Arzt oder eine Ärztin. Viele Männer sind noch erzogen worden mit den Worten «Probleme allein lösen, selbständig sein, Schmerzen aushalten». Auch ernähren sich Männer in der Regel eher schlechter als Frauen. Und Krebserkrankungen treten bei ihnen häufiger auf und sind tödlicher, verglichen mit Frauen. Einen der Gründe dafür besang schon Herbert Grönemeyer: Männer werden «als Kind schon auf Mann geeicht». Zum Selbstbild gehört für viele, stark und unabhängig zu sein und keine Schwäche zu zeigen. Krankheit aber wird oft als Schwäche empfunden. So kommt es, dass viele Männer zwar Warnzeichen wahrnehmen, aber keine Fachperson konsultieren.
Auch auf die Frage «Wie gehts?» antworten Männer in vielen Bereichen öfter mit «gut», verglichen mit Frauen. In Befragungen berichten Männer zum Beispiel von weniger Schlafstörungen, weniger Nervosität, weniger Schwächegefühl und mehr Energie als Frauen. Ob es den Männern aber wirklich besser geht, bezweifle ich sehr. Denn wenn der Arzt oder Therapeut nachfragt, mit welchen Herausforderungen der Mann gerade konfrontiert ist, dann kommen oft Dinge zur Sprache, die ihn stark beschäftigen. Es braucht immer zwei, damit ein Mann etwas von sich preisgibt, und dazu gehört eben eine Vertrauensperson, die nachfragt, ohne dabei die Männlichkeit in Frage zu stellen. Denn Männer sprechen schon über sich. Aber sie brauchen bedeutend mehr Zeit, um die Dinge, die sie innerlich bewegen, zur Sprache zu bringen, als Frauen.
Und «Männer weinen heimlich» sang Herbert Grönemeyer, und da ist auch was dran.