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Jean-Paul Belmondo sei am Montag in seinem Zuhause in Paris gestorben. «Er war schon länger sehr müde. Er ist friedlich gegangen», teilte sein Anwalt mit.
Belmondo war einer der grössten Stars des französischen und europäischen Kinos. Mitte der 1960er-Jahre spielte er in verschiedenen Komödien und Actionfilmen. Seinen Durchbruch hatte der charismatische Schauspieler Ende der 1950er-Jahre als Darsteller der Nouvelle Vague, unter anderem stand er mehrmals für den Schweiz-Franzosen Jean-Luc Godard vor der Kamera.
Durchbruch mit Jean-Luc Godard
Zu den berühmtesten Filmen dieser Zeit gelten «Ausser Atem» («À bout de souffle») und «Elf Uhr nachts» («Pierrot le fou»). 1989 erhielt Belmondo den César als Bester Hauptdarsteller in «Der Löwe», später folgten unter anderem die Goldene Palme und der Goldene Löwe für sein Lebenswerk.
Belmondo trat in über 60 Filmen auf. Seine Lippen und das verführerische Lächeln machten ihn zu einem Frauenschwarm, er wurde zum Markenzeichen des französischen Films. Er engagierte sich stark für die Gewerkschaften und wurde deshalb auch zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen.
Der Mann für alle Rollen
Belmondo wollte ursprünglich nicht Schauspieler, sondern Boxer werden. Doch schon früh wurde sein Talent entdeckt, bereits mit 20 Jahren liess er sich am Pariser Konservatorium ausbilden. Es folgten Rollen im Theater und erste Filmengagements.
Godard machte Belmondo dann zum Star – und Belmondo konnte sich auch kleinere und schrägere Rollen leisten. Er drehte in den 1960er-Jahren ohne Unterbruch, nahm praktisch jede Anfrage an. Richtig grosse Flops gab es in seiner Karriere nie, oder zumindest schadeten sie Belmondo nie. Der Franzose blieb dem Kino und dem Theater bis ins hohe Alter treu.
Belmondo hatte mit seiner ersten Frau Elodie Constant drei Kinder, mit seiner zweiten Frau Natty Belmondo noch ein weiteres. Seine zweite Ehe hielt bis 2008.
(red.)