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Sankt
Scholastica (Kt. St. Gallen,
Bez. Rorschach,
Gem.
Tübach). 474 m.
Frauenkloster vom reform. Orden des h. Franziskus; 1,8 km nw. der Station
Goldach der Linie St.
Gallen-Rorschach und 1,5 km s. der Station
Horn der Linie
Rorschach-Romanshorn. Entstand 1616 in
Rorschach aus der Verschmelzung der beiden kleinen
Klöster von Hundtobel und Steinertobel, deren erstes schon 1411 genannt
wird, während das letztere 1430 gestiftet worden war und von sehr armen Schwestern bewohnt wurde, die 1608 nach
Rorschach
übersiedelten und sich dort in einem verlassenen alten
Steinbruch häuslich einrichteten.
Ihnen gesellten sich dann bald auch die Nonnen von Hundtobel zu. So entstand 1616 das Kloster von
Rorschach, das der h.
Scholastica
(† um 542 auf
Monte
Cassino) geweiht wurde und dessen Schwestern
die Regel des h. Franziskus von Assisi annahmen. Die erste
Oberin war Klara Studer aus
Winkelbach. 1770 führte man
im Kloster die ewige Anbetung ein. Das ungünstig
gelegene Kloster wurde 1904/1905 von
Rorschach nach
Tübach verlegt, wo sich das neue Gebäude auf einer aussichtsreichen Anhöhe
erhebt. Das von einer
Mauer eingefasste Klostergut hat eine Fläche von 16,6 ha, wovon 4 auf
Wald entfallen. Die Schwestern
beschäftigen sich neben der Bewirtschaftung des
Gutes auch noch mit der Herstellung von feinen Stickereien, die sich eines
gewissen
Rufes erfreuen.