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Herzkatheter und Koronarangiografie im linken Herzen mit oder ohne Dilatation und Einsetzen von Stents
Diese Untersuchung wird mittels einer Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiografie bei starkem Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung oder zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung durchgeführt. Über eine Hand- oder Leistenarterie wird ein dünner Schlauch bis zum Herzen vorgeführt. Durch diesen Schlauch wird Kontrastmittel in die Herzkranzgefässe appliziert, um einen Innenausguss der Herzkranzgefässe im Röntgen sehen zu können. Hierdurch können Engstellen dargestellt werden. Häufig können in der gleichen Sitzung werden, falls notwendig, diese Engstellen auch durch den Einsatz eines Ballonkatheters beseitigt. Eventuell muss zur Sicherung des Ergebnisses ein Stent implantiert werden. Die Aufenthaltsdauer im Spital beträgt ca. 6 bis 24 Stunden.
Druckmessung mittels Herzkatheter im rechten Herzen
Eine Herzkatheteruntersuchung des rechten Herzens wird zur Beurteilung des Drucks in der Lungenstrombahn durchgeführt. Über eine Arm-, Hals- oder Leistenvene wird ein dünner Schlauch durch das rechte Herz bis in die Gefässe der Lunge vorgeführt, um dort den Druck zu messen. Hiermit können Kurzschlussverbindungen des Herzens, die Auswirkungen von Herzklappenfehlern oder eine Herzschwäche sehr genau beurteilt werden.
Das Verschliessen des Vorhofohres mittels eines Okkluders ist eine Massnahme zur Vorbeugung eines Schlaganfalles bei Patienten mit Vorhofflimmern. Die meisten Patienten, die unter Vorhofflimmern leiden, haben ein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden und müssen zu dessen Vermeidung eine Medikation zur Gerinnungshemmung des Blutes einnehmen. Einige Patienten vertragen diese Medikamente jedoch nicht. Der interventionelle Vorhofohr-Verschluss bietet solchen Patienten eine Alternative. Das Vorhofohr ist ein Teil des linken Herzvorhofes, in dem sich besonders häufig Blutgerinnsel bilden. 90% der Gerinnsel, die zu einem Schlaganfall führen können, befinden sich dort. Mittels eines kleinen Schirms (durch Herzkatheter) wird das Vorhofohr minimalinvasiv verschlossen. Die Einnahme einer intensiven Gerinnungshemmung ist dann nicht mehr notwendig.
Eine aufgrund Verkalkung, Verengung oder Undichtigkeit defekte Aortenklappe kann zu Schwächung des Herzens und der Ausbildung von Symptomen führen. Ist dies der Fall, sollte die Aortenklappe ersetzt werden. Dieser Eingriff kann heute minimalinvasiv mittels Herzkatheter durchgeführt werden, was besonders für Patienten wertvoll ist, die nicht offen operiert werden können. Nach Punktion der Leistenarterie wird der Herzkatheter mit der darauf aufgesetzten Klappenprothese zum Herzen vorgeführt und eröffnet. Der Eingriff kann bei den meisten Patienten ohne Vollnarkose durchgeführt werden und ist mit ca. 5 Tagen Spitalaufenthalt verbunden. Dieses Verfahren ist dem chirurgischen Herzklappenersatz gleichwertig – bei vielen Patienten sogar überlegen. Im Ärzteteam wird beraten und entschieden, welches Verfahren das geeignetste für den jeweiligen Patienten ist.
Die Mitralklappe ist eine Art Ventil zwischen dem Vorhof und der Kammer im linken Herzen. Ist die Mitralklappe nicht dicht, fliesst Blut zurück in Richtung der Lunge, was in der Regel zu ausgeprägten Symptomen und Herzschwäche führen kann. Typische Symptome sind Leistungsschwäche und Luftprobleme. Unter Vollnarkose und Ultraschallkontrolle wird ein Clip bis zur undichten Herzklappe geführt und die Segel der Herzklappe an der Stelle der Undichtigkeit durch einen Clip verbunden. Hierdurch wird die Klappenundichtigkeit reduziert oder im besten Fall komplett beseitigt. Dieses minimal-invasive Verfahren kommt für Patienten infrage, die für eine Operation am offenen Herzen nicht geeignet sind.