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Anna Caterina Antonacci, die aus Ferrara in der Emilia Romagna stammt, absolvierte ihr Gesangsstudium in Bologna. 1988 ging sie als Preisträgerin aus dem «Concorso Internazionale Voci Verdiane», dem «Grand Prix Maria Callas» und dem Pavarotti-Wettbewerb hervor; 1990 und 2005 erhielt sie den «Premio Abbiati» der italienischen Kritikervereinigung. Am Anfang ihrer Karriere sang Anna Caterina Antonacci sowohl Mezzo- als auch Sopranpartien und widmete sich dabei vor allem dem Opernschaffen Gioachino Rossinis, doch seit gut zehn Jahren konzentriert sie sich auf das Repertoire eines dramatischen Soprans. Für Aufsehen sorgten ihre Interpretationen der Opernheldinnen Christoph Willibald Glucks, etwa der Armide, mit der sie 1996 unter Leitung von Riccardo Muti die Saison an der Mailänder Scala eröffnete, der Alceste, die sie bei den Salzburger Festspielen präsentierte, oder der taurischen Iphigenie, die sie im Frühjahr 2015 am Grand Théâtre de Genève verkörperte. Eine ihrer Paraderollen ist die Cassandre aus Berlioz’ Les Troyens, die sie 2003 unter John Eliot Gardiner am Pariser Théâtre du Châtelet gestaltete und seither noch am Londoner Royal Opera House, an der Mailänder Scala und zuletzt, im Juni dieses Jahres, an der San Francisco Opera übernommen hat. Auch als Bizets Carmen, als Titelheldin in Halévys La Juive oder Cherubinis Médée ist sie erfolgreich. Anna Caterina Antonacci tritt ausserdem in Monteverdis Opern (Poppea an der Bayerischen Staatsoper und Nero an der Opéra National de Paris) und als Händel-Heroine auf, so in Agrippina und in Rodelinda. Überdies widmet sie sich in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Donald Sulzen dem Liedgesang, wobei die Mélodies von Gabriel Fauré, Claude Debussy und Reynaldo Hahn im Zentrum ihrer Rezitale stehen.
Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL (IMF): am 5. September 1997 mit Pergolesis Stabat Mater unter der Leitung von Riccardo Muti.
August 2015