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Hunde können die Bindungsstörung von Kindern heilen
Ein Hund kann Kindern, die unter einer Bindungsstörung leiden, helfen, Vertrauen zu gewinnen. Das hat laut NZZ am Sonntag ein europäisches Forscherteam in einer Studie festgestellt.
Manchen Kindern fällt es schwer, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Grund dafür kann sein, dass die Verbindung zu ihren Bezugspersonen, wie Vater und Mutter, gestört ist. Zum Beispiel, weil ein Elternteil gewalttätig oder drogensüchtig ist. Sie haben gelernt, dass sie Eltern nicht trauen können und übertragen diese Erfahrungen auf andere Personen.
Die Wissenschaftler untersuchten das Stressempfinden bei 31 Kindern aus Pflegeheimen, die zwischen 7 und 12 Jahre alt waren. Die Teilnehmer sollten in Anwesenheit von zwei Fremden eine Geschichte erzählen. Kinder, die einen Hund dabei hatten, waren weniger gestresst als diejenigen, die einen Stoffhund oder einen Erwachsenen zur Seite hatten.
«Kinder übertragen die schlechten Erfahrungen nicht auf ein Tier», sagte Mitautor Kurt Kotrschal der NZZ am Sonntag. Der Hund wirke als Türöffner für menschliche Bezugspersonen. Ist ein Hund anwesend, braucht ein Therapeut nur zwei bis drei Monate statt ein Jahr, um das Vertrauen eines Kindes zu gewinnen.