Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163278

<h2>SubmittedText<h2><p>Mit der Globalisierung hat auch die Zahl der invasiven Tiere massiv zugenommen, so z. B. in unseren Süsswassern. Gerade mit Schiffen transportierte aquatische Arten können für folgenreiche Beeinträchtigungen der Ökosysteme und für ökonomische Schäden sorgen.</p><p>- Welche Massnahmen zur Vorsorge gegen diese invasiven Neozoen sind möglich, erfolgversprechend und zusammen mit den Kantonen vorgesehen?</p><p>Der Entwurf zur Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten vom 14. August 2015 spricht nur von der Sorgfaltspflicht der Kantone.</p><p>- Welche Vorgaben macht der Bund?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Problematik invasiver gebietsfremder Arten bewusst. Im Rahmen der Erfüllung des Postulates Vogler 13.3636 ist eine Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten in Erarbeitung. Darin wird ein Paket von Massnahmen in den Bereichen Grundlagen, Prävention und Bekämpfung vorgeschlagen sowie der erforderliche Anpassungsbedarf der rechtlichen Grundlagen aufgezeigt. Invasive gebietsfremde Fische und Krebse sind im Anhang 3 der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei aufgeführt. Die Kantone sind verpflichtet, die Verbreitung dieser Arten einzudämmen und diese so weit wie möglich aus den betroffenen Gewässern zu entfernen. Eine finanzielle Unterstützung für Massnahmen zur Bekämpfung dieser Arten ist durch die Bundesgesetzgebung über die Fischerei möglich.</p><p>Bund und Kantone führen seit Jahren regelmässig Monitoringprogramme in Bezug auf invasive gebietsfremde Fischarten durch und haben ein mehrjähriges Forschungsprojekt gestartet, um die Entwicklung besser zu verstehen und Präventionsmassnahmen zu entwickeln. Um die Weiterverbreitung invasiver gebietsfremder Krebse einzudämmen, wurden diverse Bekämpfungs- und Bewirtschaftungsmassnahmen im Rahmen des Aktionsplans Flusskrebse Schweiz entwickelt.</p>