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13. Juli 2020:
Ken Frazier (CEO von Merck & Co.):
„Es nimmt viel Zeit in Anspruch. Der Rekord für den schnellsten Impfstoff, der jemals auf den Markt gebracht wurde, war der Mumps-Impfstoff von Merck.
Es dauerte etwa 4 Jahre. Unser jüngster Impfstoff gegen Ebola dauerte 5½ Jahre.
Was mich am meisten beunruhigt ist, dass die Öffentlichkeit so hungrig ist und so verzweifelt versucht zur Normalität zurück zu kehren, dass sie uns drängt die Dinge immer schneller voran zu treiben.
Aber letztlich, wenn man einen Impfstoff bei Milliarden von Menschen einsetzen will, sollte man besser wissen, was dieser Impfstoff bewirkt.
Es gibt in der Vergangenheit viele Beispiele für Impfstoffe, die das Immunsystem stimuliert haben aber letztlich keinen Schutz boten. Und leider gibt es einige Fälle in denen er das Immunsystem stimuliert hat und nicht nur keinen Schutz bot, sondern dem Virus sogar half in die Zelle einzudringen, weil er im Bezug auf seine immunogenen Eigenschaften unvollständig war.
Wir müssen sehr vorsichtig sein.
Im letzten Vierteljahrhundert gab es nur 7 wirklich neue Impfstoffe, die weltweit in die klinische Praxis eingeführt wurden.
Wenn ich neu sage bedeutet das, dass sie gegen einen Erreger wirksam waren, gegen den es zuvor keinen Impfstoff gab.
Seit den 80er Jahren haben wir versucht einen HIV-Impfstoff zu bekommen und wir waren erfolglos.
Lassen sie mich damit beginnen, dass ich glaube, wenn man der Öffentlichkeit sagt, dass es beispielweise bis Ende 2020 einen Impfstoff geben wird, dann erweist man der Öffentlichkeit einen schweren Bärendienst. Ich denke letztlich wollen wir den Impfstoff nicht überstürzen,
bevor wir nicht strenge, wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt haben.“

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Hinweis
In diesem Blog werden verschiedene Publikationen wiedergegeben zum Thema Covid.