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Vor 33 Jahren hat sich der Zürcher zum Ziel gesetzt, Reggae Musik mit all seinen unterschiedlichen Stilrichtungen in Mitteleuropa bekannter zu machen. Nach einigen Parties in verschiedenen Orten, entstand die erste deutschsprachige Reggae-Zeitung "I-tal Muzik" (Patois für natürliche Musik), Reggae Workshops wurden organisiert, Radiosendungen, Vorträge und Seminare wurden unter anderem am Völkerkunde-Institut der Universität Zürich gehalten. Vor 28 Jahren wurde zusammen mit Rastas nach jamaikanischer Manier ein Sound System gebaut, also eine riesige mobile Disco, die speziell für Reggae Musik konzipiert wurde. Einerseits sein technisches know how, andererseits seine zahlreichen Kontakte zur Londoner Reggae Szene, sowie enge Beziehungen zu einigen Sound Systems und Aufnahme-Studios Jamaicas, haben sich zu einem auf dem Kontinent nie dagewesenen Sound vereint.
Seiner Zeit einige Jahrzehnte voraus, hat der Roots Operator hunderte Sessions gemacht, und dabei Tausende mit dem sehr ansteckenden "Reggae-Virus" infiziert. Reggae Sessions wurden in Deutschland, in England, in Italien (unvergessliche Nächte unter offenem Himmel) und natürlich in der ganzen Schweiz gemacht. Oft wurden speziell Sänger oder Deejays aus Jamaica oder England eingeflogen.
Sound System Sessions sind wie "live" weil der Sound Operator den Ton so speziell abmischt und mit Effektgeräten verändert, dass der Plattenspieler zu einem Instrument wird, wie auch das Mischpult, wo mittels Dub-Techniken kreativ neue Versionen entstehen. Ausserdem werden exklusive Studio-Aufnahmen, sogenannte Dub Plates und Specials gespielt, die nie veröffentlicht werden. Zusätzlich "rappen" die Deejays (früher "Toasters" genannt) live zur Musik. Die Deejays sind die sprechenden Zeitungen der Unterdrückten, sie nehmen kein Blatt vor den Mund und prangern Misstände an. Die manchmal sehr engagierten Texte richten sich gegen Rassismus, Unterdrückung und Ausnützung; sie setzen sich ein für eine gerechtere Verteilung, mehr Freiheit und "Peace and Love" im wahrsten Sinne des Wortes.
Monatlich kommen die heissesten Scheiben aus Kingston frisch auf den Plattenteller, wobei gezielt eben auch die weniger bekannten Sänger aus den Ghettos der Hauptstadt eine Ebene erhalten, wo sie ihre Meinung kundtun können. Roots Reggae, Dub und Lovers, bis hin zum modernsten Dancehall und Raggamuffin Style werden vom Roots Operator live abgemischt zu einem einmaligen Musikerlebnis. Begleitet wird Roots Operator durch eine Schar wechselnder lokaler Selectors (Plattenaufleger) und Jamaikanischer Sänger und Deejays.
Die
Roots Operator Reggae Sessions sind historisch, nicht nur für die Schweiz,
sondern für ganz Europa. Kein anderes Sound System hat ununterbrochen 32
Jahre live gespielt.