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So viel Gelächter dank den Olympischen Spielen
- Freitag, 5. August 2016, 17:12 Uhr
Falls du zu jener Kategorie Mensch gehörst, der die Olympischen Spiele langweiliger findet als einen Infotag über einen Sack Reis, müssen wir dich in den folgenden Zeilen des Besseren belehren: Die Olympischen Spiele sorgen seit jeher auch abseits des eigentlichen Sports für exzellente Unterhaltung.
Nordkorea ist beleidigt und haut ab
Das nordkoreanische Frauenfussballteam wollte im Jahre 2012 eigentlich nur gegen die kolumbianische Mannschaft antreten, verliess dann aber beleidigt den Platz: Anstelle der nordkoreanischen Flagge wurde im Stadion von London diejenige von Südkorea neben den Spielernamen eingeblendet. Schikane oder Verwechslung? Schlussendlich enthalten beide Flaggen die Farben blau, weiss und rot...
Ein Japaner spielt lieber Pokémon Go
«Er sah wirklich tot aus am Mannschaftsessen», meint ein Teamkollege kürzlich über den 27-jährigen Japaner und Geräteturner Kohei Uchimura. Der mehrfache Weltmeister spielte nach seiner Ankunft in Brasilien nämlich ununterbrochen Pokémon Go und erhielt aufgrund der hohen Roaming-Gebühren eine satte Rechnung von knapp 5000 Franken! Seine Telefongesellschaft zeigte allerdings Nachsicht und bot ihm stattdessen eine Flatrate von ca. 30 Franken täglich an. Nochmals Glück gehabt.
Ein Schütze hat das «Pech-Syndrom»
Das ist wirklich zum Schiessen: Kurz vor den Olympischen Spielen in Athen wurde dem amerikanischen Sportschützen Matthew Emmons im Jahre 2004 das Gewehr mit einem Schraubenzieher sabotiert. Doch damit ist seine Pechsträhne längst nicht vorbei:
An den anschliessenden Olympischen Spielen hat der damals 23-Jährige beim Dreistellungsmatch die Nase deutlich vorn, schiesst dann aber in der letzten Runde den Vogel beziehungsweise die falsche Zielscheibe ab! Er fällt vom ersten auf den letzten Platz zurück.
Neue Spiele, neues Glück: Im Jahre 2008 tritt Matthew Emmons in Peking an. Erneut liegt er in der letzten Runde in Führung, schiesst dann aber im wahrsten Sinne des Wortes über das Ziel hinaus! Sein Finger zuckt, der Schuss löst sich und Emmons fällt zurück auf den vierten Platz...
Amateur-Schwimmer versagt gänzlich
Wir schreiben das Jahr 2000: In Sydney finden die Olympischen Spiele statt und der Freistilschwimmer Éric Moussambani Malonga kommt tatsächlich ins Schwimmen:
Mit einer Zeit von 1:52.72 benötigt der Mann aus Äquatorialguinea mehr als doppelt so lange im 100 Meter Freistil als der spätere Weltrekordträger Pieter van den Hoogenband! Mit dieser Zeit schwamm Moussambani sogar länger als der Weltrekordträger im 200 Meter Freistil...
Eigentlich wenig verwunderlich: Moussambani durfte nur mittels «Wildcard» an den Olympischen Spielen teilnehmen und lernte erst acht Monate zuvor Schwimmen - und dann erst noch in einem 20-Meter-Becken. Ein 50-Meter-Becken habe er bis zu seinem Auftritt an den Olympischen Spielen noch nie gesehen.