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Im Final der Synchron-Springerinnen belegten Jacqueline Schneider und ihre Partnerin Catherine Maliev-Aviolat den letzten Platz. Die beiden Schweizerinnen hatten bei der Olympia-Premiere vom 3-m-Brett keine Chance gegen die starke Konkurrenz.Dieser Inhalt wurde am 23. September 2000 - 07:55 publiziert
Gewonnen wurde die technisch hoch stehende Konkurrenz vom überlegenen russischen Paar Vera Ilina/Julia Pachalina. Die Europameisterinnen von Helsinki setzten sich mit elf Punkten Reserve gegen das chinesische Team Fu/Guo durch.
Im Verlauf der fünf Sprünge erhielten die Russinnen mehrfach die Traumnote 10 zugesprochen. "Sie waren wieder einmal eine Klasse für sich", lobte auch Schneiders Coach Roland Schuler.
Die Frauen setzen ihr Programm am kommenden Mittwoch (27.09.) mit der Qualifikation vom 3-m-Brett fort. Schneider und Maliev-Aviolat gehören ebenso zum 44-köpfigen Teilnehmerinnenfeld und werden versuchen, die Halbfinals der besten 18 zu erreichen; angesichts des hochklassigen Feldes eine fast unlösbare Aufgabe.
Nur einmal besser gesprungen
Aus Schweizer Sicht verlief der Synchron-Wettkampf nicht schlecht, eine bessere Klassierung wäre nach ansprechendem Pflichtteil aber gewiss im Bereich des Möglichen gelegen. In der Kür missriet den beiden jedoch der zweite von insgesamt drei Sprüngen. Beim Auerbachsalto überdrehten sie, verpassten ein optimales Eintauchen und hinterliessen dabei einen nicht allzu synchronen Eindruck. Die Benotung der neun Punktrichter fiel dementsprechend tief aus, womit die Chancen auf ein besseres Abschneiden dahin waren.
Weder Schneider noch Maliev-Aviolat zeigten sich nach Abschluss der Prüfung aber enttäuscht. "Für mich ist auch der achte Rang ein sehr positives Resultat und gibt mir Selbstvertrauen fürs Solo", befand Maliev-Aviolat. Nicht anders beurteilte die Zürcher Unterländerin Schneider ihre Leistung in der Nachbetrachtung: "Wir haben die zweithöchste Wertung erreicht. Nur in der Qualifikation Ende Januar waren wir vier Punkte besser."
Der erste Synchron-Auftritt bei Olympischen Spielen war allerdings zugleich der letzte in der Ära Schneider/Maliev-Aviolat. Die 28-jährige Welsche wird sich nach Abschluss des Solo-Springens vom Spitzensport zurückziehen. "Es ist schon sehr schade, dass Catherine aufhört. Wir haben perfekt harmoniert und Supererfolge feiern können", bedauert Schneider die Auflösung des erfolgreichen Duetts. Sie werde sich künftig auf die Einzelstarts konzentrieren müssen, da keine Nachfolgerin für Catherine in Sicht sei.
swissinfo und Agenturen
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