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Was tut sich nicht alles in der Birkenallee, einer ruhigen Berner Quartierstrasse! Ein älteres Ehepaar sucht sein Verhältnis neu zu bestimmen; die Frau ist besorgt, weil ihr Mann zunehmend Wahnideen verfällt und überall ausländische Terroristen sieht - dabei haben beide ihre kleine Enkeltochter aufzuziehen. Deren Mutter, allein lebend, versucht sich ziemlich erfolglos als Geschäftsfrau. Um sie wirbt ein verkannter junger Künstler, von Beruf Koch, dem seine Ex-Partnerin den gemeinsamen dreijährigen Sohn zuschiebt. Ausserdem hat sich noch eine Schriftstellerin in die Strasse verirrt, die gute Gründe hat zu hoffen, dass sie dort unerkannt bleibt. Sie alle schlagen sich schlecht und recht durchs Leben, haben oder bekommen es miteinander zu tun - und merken nicht, wie sich in ihrer kleinen Welt ein Drama anbahnt. Ist es unausweichlich oder liesse es sich verhindern? Könnte jemand die Zeichen verstehen, die es ankündigen? Hannelore Dietrichs leiser, aber aufwühlender Roman erzählt in einer prägnanten Sprache und auf empathische Art von Menschen, die nach ihrer Identität, nach Erfolg und Liebe suchen, aber auch von den Hindernissen auf ihrem Weg und ihrer Blindheit gegenüber dem Geschehen um sie herum. Im Mikrokosmos der Quartierstrasse, in der sie alle leben, spiegeln sich grundlegende Probleme unserer Zeit.
Hannelore Dietrich, geboren 1945 in Welver (BRD), lebt seit langem in der Schweiz. Sie studierte Deutsch und Religion, unterrichtete Kinder und Erwachsene und gibt heute Kurse in Literatur und kreativem Schreiben. Sie zog drei eigene Kinder auf. Seit einiger Zeit schreibt sie Prosa und Gedichte ('Der Satz ins Weiter', Zürich 2009).