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Im Jahr 1918 landet Roald Amundsen, unterwegs zum Nordpol, vor der tschuktschischen Küste. Im Schamanen Kagot findet er einen Bruder, mit dem er den Forschergeist teilt aber auch eine tiefe Schuld. Aus einer Episode der Wissenschaftsgeschichte macht Juri Rytchëu ein fesselndes Epos über die Begegnung von zwei Zivilisationen.
»In eindringlichen Szenen entwirft Rytchëu ein Lebensbild des Schamanen Kagot: seine Lehrzeit bei dem greisen Amos; die verzweifelte Beschwörung der 'äußeren Kräfte' beim Tod seiner Frau; die manische Suche nach der 'letzten Zahl', die magische Kräfte entwickeln soll.«
Vorwort
»Eine poetische Saga. Die Spannung ist enorm.« Süddeutsche Zeitung
Autorentext
Juri Rytchëu, geboren 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uëlen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens, war der erste Schriftsteller dieses nur zwölftausend Menschen zählenden Volkes. Mit seinen Romanen und Erzählungen wurde er zu einem berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur. Juri Rytchëu starb 2008 in St. Petersburg.