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In Indien sind Millionen Mädchen von Geburt an benachteiligt. Ihre Eltern kämpfen oft ums tägliche Überleben, können im Haus und auf dem Feld jede helfende Hand gebrauchen und versuchen die Töchter möglichst schnell zu verheiraten. Im besonders stark betroffenen Bundesstaat Bihar setzt sich UNICEF dafür ein, dass die Schulbildung von Mädchen verbessert wird, indem sie mit digitalen und analogen bildungsrelevanten Kompetenzen ausgestattet werden.
Die Situation
Das indische Gesetz verbietet es Mädchen unter 18 Jahren, zu heiraten. Dennoch waren 27 Prozent der heute 20- bis 24-jährigen Frauen an ihrem 18. Geburtstag bereits Ehefrau. Die allzu frühe Heirat verstösst nicht nur gegen geltendes Recht, sondern führt für die jungen Frauen auch in vielen Fällen zu schweren gesundheitlichen und emotionalen Problemen. Hinzu kommt, dass die meisten von ihnen die Schule abbrechen und keinen Beruf erlernen. Die Covid-19-Pandemie hat bestehende Ungleichheiten im Bildungsbereich weiter verschärft und hat insbesondere eine digitale Kluft in ländlichen Gebieten zum Vorschein gebracht. Im Staat Bihar sind Mädchen, insbesondere diejenigen, die der untersten Kaste angehören, besonders benachteiligt hinsichtlich des Zugangs und der Qualität zu Schulbildung. Viele Mädchen müssen im Haushalt helfen oder auf Geschwister aufpassen und werden früh verheiratet. Dabei wäre Bildung der Schlüssel für einen Ausweg aus der Armut und ein Leben in Freiheit und Unabhängigkeit.
Mädchenbildung in Indien
So hilft UNICEF
Chancengleichheit und Integration sind für UNICEF die wichtigsten Ziele im Bereich der Mädchenbildung. Das Kinderhilfswerk berät das indische Erziehungs- und Bildungsministerium seit mehr als zwanzig Jahren und unterstützt den Staat dabei, entsprechende Strategien auszuarbeiten und umzusetzen.
Dank eines mobilen Lernzentrums, einem «Bus des Wissens», bringt UNICEF Bücher und Computer zu benachteiligten Mädchen und sensibilisiert Eltern für die Wichtigkeit von Schulbildung. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Mädchen Zugang zu digitalem Lernen erhalten und durch die Vermittlung von digitalen Kompetenzen eine sowohl qualitativ gute Schulbildung erhalten, als auch auf den modernen Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Investitionen in eine solide Bildung der Mädchen zahlen sich aus: Mädchen, die zur Schule gehen, werden tendenziell seltener in die Frühheirat gedrängt, bekommen später eigene Kinder, erleiden weniger Gewalt und Ausbeutung und entkommen viel eher der Armutsfalle.
Helfen auch Sie!
Mit einer Projektpatenschaft helfen Sie mit, indischen Mädchen eine Schulbildung und damit ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wir danken Ihnen von Herzen.