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Unser Dorf
Das Dorf Hallwil, von dem sowohl das im 10. Jahrhundert erbaute (1113 erstmals urkundlich erwähnte) Wasserschloss wie auch der See ihren Namen erhalten haben dürften, ist von der ursprünglichen Anlage her ein typisches Strassendorf. Entlang des in Längsachse des Tales verlaufenden Strassenzuges, der sich wegen der noch bis ins 20. Jahrhundert hinein versumpften Talsohle auf einer von eiszeitlichen Moränen gebildeten Terrasse zwischen den Hügeln dahinschlängelt, reihte sich allmählich Haus um Haus.
In jüngster Zeit gesellen sich zu den wenigen kleinen Industrie- und Gewerbebetriebe eine stattliche Zahl von Kleinunternehmungen des Dienstleistungssektors. Diese profitieren vom Umstand, dass die gute Verkehrslage sowie moderne Kommunikationssysteme eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze in diesem Sektor gestatten. Möglicherweise zeichnet sich hier eine Trendwende ab, vielleicht wird Hallwil wieder vermehrt auch Arbeitsplatz.
Im 18. und 19. Jahrhundert war neben der Landwirtschaft auch die Heimarbeit für die Seidenband- und Leinenweberei verbreitet. 1864 wurde die erste Zigarrenfabrik gegründet. Am 15. Oktober 1883 erhielt die Gemeinde einen Anschluss ans Eisenbahnnetz, als der Abschnitt Lenzburg–Beinwil am See der Seetalbahn eröffnet wurde. Der letzte Vertreter der Tabakindustrie schloss im Jahr 1971 seine Tore.
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