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Tausende südafrikanische Studenten haben am Donnerstag vor dem Sitz der Regierungspartei ANC in Johannesburg gegen die Erhöhung der Studiengebühren demonstriert. Die Teilnehmer zogen friedlich durch die Innenstadt zum Sitz des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC).
Dort übergaben sie deren Generalsekretär Gwede Mantashe ein Schreiben mit ihren Forderungen. Einige Stunden zuvor hatte die Polizei versucht, Demonstranten am Zugang zum Universitätsgelände von Johannesburg zu hindern. Sie setzte Tränengas ein, doch schafften es die Demonstranten, auf den Campus zu gelangen.
Die Universität von Johannesburg gehört zu den Zentren der Proteste gegen die Erhöhung der Studiengebühren. Auch die ebenfalls in Johannesburg ansässige Universität Witwatersrand sowie die Hochschulen in Pretoria und Kapstadt zählen dazu.
Die Universität von Kapstadt sagte am Donnerstag die am 27. Oktober beginnenden Abschlussexamina ab. Ein neuer Termin werde in Abstimmung mit den Studenten und der Verwaltung festgelegt.
Am Mittwoch hatten mehrere hundert Studenten versucht, das Parlament in Kapstadt zu stürmen. Es kam zu Zusammenstössen mit Sicherheitskräften, die Blendgranaten abfeuerten. 29 Studenten wurden festgenommen, darunter sechs wegen des illegalen Eindringens auf das Parlamentsgelände.
Die Protestbewegung wirft der Regierung vor, mit der geplanten Erhöhung der Studiengebühren vor allem die ärmeren Studenten zu belasten. Am Freitag ist ein Treffen von Präsident Jacob Zuma mit Studenten- und Universitätsvertretern geplant. (sda/afp)