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Grappa wird im Jahre 1451 erstmals namentlich erwähnt: Ein piemontesischer Notar vermachte seinen Nachfahren seinen Keller mit einer Destillationsanlage und grösseren Mengen an aquavit bzw. grape. Der Name kommt von Grappolo, Traube. Der Grappa ist ein Tresterbrand. Der Ausdruck darf nur im italienischen Sprachraum, das heisst in Italien, im Tessin und in den italienisch sprechenden Tälern Südbündens angewandt werden. Wenn der Wein gepresst ist, bleibt die Maische, oder der Trester übrig. Grappa muss mittels direkter Destillation der Traubentrester gewonnen werden. Die Lagerung der Grappa ist für die Entwicklung der Aromen und Geschmacksunterschiede Voraussetzung. Nach der Destillation hat man im Allgemeinen ein farbloses Destillat. Wird Grappa im Glas- oder Stahlbehälter gelagert, kann man keine farblichen Veränderungen feststellen. Besonders beliebt sind beim Grappa-Kenner Grappas aus dem Holzfass. Durch die Lagerung in kleinen oder gro en Holzfässern über eine bestimmte Zeit wird das Aromaprofil der Grappa entscheidend geprägt. Hier ist es notwendig, dass eine perfekte Harmonie zwischen bestehenden fruchtigen Aromen und den Aromen des Holzes entsteht.