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Swissgrid hat an der Südgrenze einen für die Netzsicherheit wichtigen Meilenstein erreicht. Die Übertragungsnetzbetreiber und die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden der Kapazitätsberechnungsregion Italy North haben Ende 2021 einen privatrechtlichen Vertrag mit Swissgrid unterzeichnet. Swissgrid wird vollständig in die grenzüberschreitenden Kapazitätsberechnungsmethoden, ebenso in die Redispatch- sowie in die Sicherheitskoordinationsprozesse miteinbezogen.
Das ist ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit des Übertragungsnetzes in der Schweiz, die Probleme sind aber nicht langfristig gelöst. Nach 12 Monaten müssen die Regulierungsbehörden der involvierten EU-Übertragungsnetzbetreiber den Vertrag erneut genehmigen. Zudem soll künftig Italy North mit der Kapazitätsberechnungsregion CORE zusammengelegt werden, was neue Verträge bedingen wird.
Notwendig sind diese Verträge, da die Schweiz aufgrund des fehlenden Stromabkommens mit der Europäischen Union nicht Teil der Kapazitätsberechnungsregionen sowie der gekoppelten Strommärkte ist. Die Schweizer Netzelemente werden somit in der Berechnung der Kapazitäten für den grenzüberschreitenden Stromhandel nicht ausreichend berücksichtigt. Dies erhöht das Risiko von ungeplanten Stromflüssen und beeinträchtigt somit die Netzsicherheit. Mit vorliegendem Vertrag ist die Situation an der Schweizer Südgrenze vorläufig entschärft, für die Nordgrenze sind die Arbeiten mit CORE noch am Laufen.
Die Kapazitätsberechnungsregion Italy North umfasst die Grenzkapazitäten zwischen Italien, Österreich, Slowenien und Frankreich. Zu CORE gehören Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Kroatien und Rumänien.