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Die Wahl Vucics wurde bei den Protestmärschen in der Hauptstadt Belgrad, den beiden nächstgrösseren Städten Nis und Novi Sad sowie in weiteren Orten als manipuliert kritisiert. Die Studenten und Schüler hatten sich über die sozialen Netzwerke verabredet und wollten sich keiner der vielen Oppositionsparteien zuordnen lassen.
Bereits am Montagabend hatte es in Serbien Kundgebungen gegen Vucic gegeben. Bei der Demonstration in Belgrad riefen Teilnehmer: «Vucic Dieb!» und «Du bist nicht mein Präsident».
Vucic hatte die Abstimmung mit 55 Prozent triumphal gewonnen. Die zerstrittene Opposition mit ihren zehn Kandidaten spielte keine grössere Rolle.
In seiner Siegesrede am Montag in Belgrad bedankte sich Vucic für das «überwältigende Vertrauen» der Wählerschaft. Die «grosse Mehrheit der Bürger Serbiens» wolle «den Weg der Reformen fortsetzen», sagte der 47-Jährige.
Vucic gehört der konservativ-wirtschaftsliberalen Serbischen Fortschrittspartei (SNS) an und steht seit 2014 an der Spitze der Regierung. Er will Serbien in die EU führen und zugleich gute Beziehungen zu Russland unterhalten.
(SDA)