Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/1836

Netzwerk Kinderrechte
Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Kinder
Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (UN-Ausschuss) äussert Besorgnis über die Situation von Kindern weltweit, insbesondere solcher Kinder, die sich aufgrund der Auswirkungen der COVID-19- Pandemie in vulnerablen Lebenslagen befinden. Der Ausschuss fordert die Staaten nachdrücklich dazu auf, die Rechte des Kindes zu achten, wenn Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie ergriffen werden. Er fordert unter anderem:
- die gesundheitlichen, sozialen, bildungsbezogenen, wirtschaftlichen und freizeitbezogenen Auswirkungen der Pandemie auf die Rechte des Kindes zu berücksichtigen.
- alternative und kreative Lösungsansätze für Kinder zur Wahrnehmung ihres Rechts auf Ruhe, Freizeit, Erholung und kulturelle und künstlerische Aktivitäten zu sondieren.
- sicherzustellen, dass Online-Unterricht bestehende Ungleichheiten nicht verstärkt oder die Interaktion zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen ersetzt.
- die Angebote des Kinderschutzes als systemrelevant einzustufen und sicherzustellen, dass diese funktionieren und verfügbar sind, einschließlich Hausbesuche bei Bedarf sowie eine professionelle psychische Gesundheitsversorgung für Kinder.
- Kinder zu schützen, deren vulnerable Lebenslage durch die außergewöhnlichen Umstände aufgrund der Pandemie weiter erhöht wird. Dies betrifft Kinder mit Behinderungen, Kinder, die in Armut leben, Asylsuchende, Geflüchtete, Kinder, die in Pflegeeinrichtungen, Abschiebehafteinrichtungen oder Unterkünften für schutzsuchende Migrantinnen eingesperrt sind sowie Kinder, die in Einrichtungen leben.
- Möglichkeiten zu bieten, um die Meinungen von Kindern anzuhören und diese bei Entscheidungsprozessen zur Pandemie zu berücksichtigen.
Weitere Informationen