Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/113493

<h2>SubmittedText<h2><p>2009 wurden Rekruten ausgehoben mit der Zuteilung Füsilier DD/GWK. Den jungen Männern wurde versprochen, dass sie als Durchdiener neben dem Militärdienst eine Zusatzausbildung zum Grenzwächter absolvieren könnten. Davon ist heute nicht mehr die Rede.</p><p>- Warum?</p><p>- Wann wurde dies den Betroffenen kommuniziert?</p><p>- Wie wurde dies den Betroffenen kommuniziert?</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat dieses Brechen eines Versprechens bzw. die Nichteinhaltung einer Zusicherung im Lichte der Glaubwürdigkeit unserer Armee und der Transparenz?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der gesamte Prozess von der Aushebung durch die Armee bis zur Ausbildung durch das Grenzwachtkorps zum Grenzwächter dauert rund eineinhalb Jahre. Im konkreten Fall geht es um Rekruten, die 2009 ausgehoben wurden, 2010 die Zulassungsprüfung zur Grenzwachtausbildung zu absolvieren hatten und Anfang 2011 die Grenzwachtausbildung hätten beginnen können.</p><p>Aufgrund der 2010 vom Parlament beschlossenen Sparmassnahmen im personellen Bereich sowie des vorübergehenden Überbestands im Grenzwachtkorps und im zivilen Zoll musste die Oberzolldirektion die ursprünglich geplante Ausbildung von deutschsprachigen Aspiranten für das Grenzwachtkorps für 2011 streichen. Davon waren entsprechend auch die dafür ausgehobenen Durchdiener betroffen. Zurzeit läuft lediglich die Ausbildung einer französischsprachigen Klasse, für die auch ein Durchdiener von der Armee rekrutiert wurde. Die betroffenen Rekruten wurden durch die Eidgenössische Zollverwaltung im September 2010 schriftlich über diese Situation informiert.</p><p>Der Bundesrat bedauert diese Situation, konnte jedoch nicht eine einzelne Organisationseinheit von den vom Parlament beschlossenen Sparmassnahmen ausnehmen. Für die Rekrutenschule 2012 können aber wieder ordentlich auch Durchdiener rekrutiert werden.</p><p>Vor diesem Hintergrund ist der Bundesrat der Ansicht, dass die nötige Transparenz gegeben war und die Glaubwürdigkeit der Armee nicht darunter leiden wird.</p>  Antwort des Bundesrates.