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Dass Parlamentarier zurücktreten ist nichts Aussergewöhnliches. Dass sie erschöpft sind, müde und ab und zu auch überlastet, ebenfalls nicht. Jedenfalls nicht so aussergewöhnlich, dass man deswegen gleich ein Berufsparlament einrichten muss. Wer sagt denn, dass es nicht auch ausgebrannte deutsche Abgeordnete gibt, italienische oder französische? Wer beweist, dass der dopplete Verdienst derselben auch den doppelten Output hergibt? Wer möchte ernsthaft behaupten, die fast dreifache Anzahl an Volksvertetern ergäbe eine dreimal so grosse Effizienz in der Bewältigung der gesetzgeberischen Tätigkeit? Und wer bürgt für die gleiche Volksnähe, wenn die Ausübung der parlamentarischen Tätigkeit zum Beruf wird und der Arbeitsplatz im Reichtagsgebäude, im Palazzo Montecitorio oder im Palais du Louxembourg?
Dass schweizerische Parlamentarier viel zu tun haben, weil sie daneben auch noch anderen Tätigkeiten nachgehen, kann man wohl nicht von der Hand weisen, doch die Steuerung dessen, was sie tun und wieviel, ist ihnen selbst überlassen. Ebenso die Organisation der Arbeit. Ein bestimmter Anteil des Einkommens ist ja denn auch für einen persönlichen Mitarbeiter vorgesehen. Ich wäre beispielsweise dafür, dass man diesen Anteil am Salär verdoppelt, wird er jedoch nicht gebraucht, verfällt er.