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Roger Federers startet heute (18.30 Uhr) gegen den Kanadier Peter Polansky zum Masters-1000-Turnier in Montreal. Er stapelt bewusst tief.
Federer zeigte sich nach seiner Ankunft in Québec betont zurückhaltend: "Ich komme nicht hierher und sage, ich muss das Turnier unbedingt gewinnen." Er müsse schauen, ob er "den Motor wieder anwerfen" könne. Montreal sei ein Turnier, um herauszufinden, wo er stehe, erklärte er gegenüber dem Fernsehen SRF. "Ich schaue mal, wie es läuft. Wenn es gut läuft, super. Falls nicht, ist es auch kein Problem." Dann gehe es in Cincinnati weiter.
Ähnlich war die Ausgangslage zu Beginn der Rasensaison. Da verlor Federer gleich zum Auftakt in Stuttgart gegen Tommy Haas, die Nummer 302 der Welt, spielte sich aber eine Woche später mit dem Sieg in Halle in die richtige Form für Wimbledon. Dennoch wäre eine Niederlage am Mittwochabend Schweizer Zeit gegen Polansky, die Nummer 116 der Welt, eine viel grössere Überraschung als gegen Haas.
Das bisher einzige Duell gewann der Basler, der am Dienstag seinen 36. Geburtstag feierte, vor drei Jahren in Toronto in der 2. Runde in nur 52 Minuten 6:2, 6:0. Polansky bestätigte aber seine gute Form der letzten Wochen, in denen er bei drei Challenger-Turnieren in Kanada den Final und beim ATP-Turnier im mexikanischen Los Cabos die 2. Runde erreicht hatte. Gegen Pospisil gewann er vom 2:5 im ersten Satz bis zum 4:0 im zweiten sieben Games in Folge.
Bis am Mittwoch dürfte Federer auch seinen Rhythmus gefunden haben. Am Samstag stellte er noch fest, dass es mit Jetlag und viel Wind im Training noch nicht optimal gelaufen sei.
Nadal gegen einen "Angstgegner"
Rafael Nadal, der mit der Halbfinalqualifikation die neue Nummer 1 werden würde, startet nach einem Freilos in der Nacht auf Donnerstag gegen den Kroaten Borna Coric. Die Nummer 55 der Welt ist erstaunlicherweise einer der wenigen Spieler mit einer positiven Bilanz gegen Nadal. Coric gewann zwei von drei Begegnungen, 2014 an den Swiss Indoors in Basel und vor einem Jahr in Cincinnati.
SDA-ATS