Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/3289

Reto Berra ist in der neuen Saison der neue Nummer-1-Goalie von Fribourg-Gottéron. Die Romands bestätigen am Montag den Wechsel. Offen ist, ob Larry Huras Trainer von Gottéron bleibt.
Goalie Reto Berra soll bei Gottéron das Goalie-Problem mittelfristig lösen. Der 30-jährige Zürcher, derzeit in der NHL bei den Florida Panthers unter Vertrag, unterschrieb für drei Jahre. Er besitzt nur eine Ausstiegsklausel bis Juli.
Der an Ajoie ausgeliehene Goalie Ludovic Waeber kehrt derweil zu Gottéron zurück. Berra/Waeber werden demzufolge das neue Goalie-Duo bilden. Mit dem bisherigen Nummer-1-Keeper Benjamin Conz, der noch einen Vertrag über eine Saison verfügt, sucht man noch eine Lösung.
Cervenka und Birner bleiben
Daneben erhielten die jeweils 31-jährigen tschechischen Stürmer Roman Cervenka und Michal Birner neue Einjahresverträge bei Gottéron. Die Romands hatten die Saison im vorletzten Rang abgeschlossen und sich erst im Playout gegen den Letzten Ambri-Piotta den Ligaerhalt gesichert. Gleichzeitig verblüffte Gottéron in der Champions League mit dem Vorstoss in die Halbfinals.
Der neue Freiburger Keeper Reto Berra war an den letzten beiden Weltmeisterschaften der Schweizer Nummer-1-Keeper. In der laufenden Saison bestritt Berra bislang sechs NHL-Spiele für die Florida Panthers, ansonsten wurde er im AHL-Farmteam Springfield Thunderbirds eingesetzt.
Der Meister mit Davos (2009) sowie WM-Silbermedaillengewinner mit der Schweiz (2013) brachte es vor seinem Wechsel zu Florida im letzten Sommer auf bis dahin 64 NHL-Spiele für Colorado Avalanche und die Calgary Flames.
Berra war aus der Organisation der ZSC Lions hervorgegangen. Er hatte sich unter anderem mit starken Leistungen in Biel (zwei aufeinanderfolgende Playoff-Teilnahmen 2012 und 2013) für den Wechsel nach Nordamerika empfohlen. Der Olympia-Teilnehmer von 2014 war in den letzten Wochen in der NLA auch mit einem Engagement bei Lausanne in Verbindung gebracht worden.
Zenhäusern nachträglich in der Kritik
Gottéron kam in einer Saison-Analyse zum Schluss, dass mehrere Faktoren zum schwachen Saisonabschneiden führten - einer davon war der freiwillige Rücktritt von Gerd Zenhäusern als Headcoach im September, der auf den Posten des Ausbildungschefs wechselte. Der Entscheid sei für die Spieler der ersten Mannschaft "völlig unerwartet" gekommen.
Die unter Trainer-Nachfolger Larry Huras vorgenommene Neuorientierung habe Zeit benötigt. Trotz zahlreicher Niederlagen habe sich Huras "gut in die Mannschaft integriert und mit den Spielern ein von Respekt geprägtes Vertrauensverhältnis aufgebaut".
Die über die ganze Saison schwächelnde Verteidigung - Torhüter inbegriffen (Benjamin Conz beziehungsweise der zu Kloten ziehende Dennis Saikkonen) - sei ein weiterer Grund für das schlechte Abschneiden der ersten Mannschaft gewesen. Als zusätzliche "Störfaktoren" erwiesen sich die Abgänge des Kanadiers Marc-Antoine Pouliot (zu Biel abgeschoben) sowie der Schweden Anton Gustafsson (Färjestad) und Mattias Ritola (Leksand). Auf das Leistungsvermögen des Teams wirkte sich auch die Hirnerschütterung von Andrej Bykow aus, der seit Anfang Januar fehlte.
Dubé im Amt bestätigt
Die Vereinsleitung von Gottéron sucht nun nach einem weiteren ausländischen Stürmer sowie einem ausländischen Verteidiger. Mit dem Coaching-Staff um Larry Huras werden demnächst Gespräche über eine eventuelle künftige Zusammenarbeit geführt. In den nächsten zwei Wochen soll ein Entscheid fallen. Ein Verbleib von Huras käme wohl eher überraschend, zumal der Kanadier am Montag bei der Medienorientierung nicht präsent war. Die Vereinsverantwortlichen bestätigen indes Sportchef Christian Dubé in seinem Amt.
SDA-ATS