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Ein Interview in der «Weltwoche» mit dem amerikanischen Anthropologen Gregory Cochran verletzt nach Meinung des Presserats nicht das Diskriminierungsverbot.
Der Beschwerdeführer beanstandete, dass das Interview unter dem Titel «Ja, sie sind klüger» in der «Weltwoche»-Ausgabe 44/2007 die Ziffer 8 (Diskriminierungsverbot) der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletze. Schon im ersten Satz würden Juden als die «Fremden» innerhalb der westlichen Kultur ausgegrenzt.
Weiter würden Juden mit Begriffen wie «natürliche Selektion» und «spezieller Genpool» als biologisch-genetische «Rasse» definiert. Deren anscheinend spezifischen Eigenschaften – die hohe Intelligenz – würden gleichzeitig für ihre spezifische Degeneration verantwortlich gemacht.
Doch das «Weltwoche»-Interview mit Gregory Cochran setzt nach Auffassung des Presserats die Angehörigen des jüdischen Glaubens nicht kollektiv herab. Zudem weise der Text darauf hin, dass die Forschungstätigkeit von Gregory Cochran politisch umstritten sei. Die Beschwerde gegen die «Weltwoche» wurde vom Presserat deshalb abgewiesen. (pv.ch)
Der ‹Economist› nennt Gregory Cochran einen ‹wissenschaftlichen Bilderstürmer›. Ein Harvard-Professor klagt: ‹man kann nicht überbetonen, wie politisch unkorrekt Cochrans Arbeit ist›.
(Bild: www.edge.org)