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Schmelzen
Das Schmelzen der Erze zu Rohmetall erfolgte zu Agricolas Zeiten in gemauerten Schachtöfen, die etwa 2 m hoch waren. Mehrere solcher Öfen standen nebeneinander in einer Hütte, deren Dach als Rauchabzug diente; daher die Begriffe "Schmelzhütte" und "Verhüttung". Je nach Metall kamen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung. Geheizt wurde mit Holzkohle. Um die Schmelztemperatur zu erreichen, war eine ständige Luftzufuhr über Blasebälge mit Hand-, Fuss- oder Wasserradantrieb notwendig. Moderne Hochöfen für die Eisenproduktion sind 30 bis 40 m hoch, verfügen über ein Stahlgerüst und komplexe technische Einrichtungen. Bezüglich Umweltverträglichkeit und Effizienz sind sie Welten von den bei Agricola beschriebenen Schmelzöfen entfernt.