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«Ich möchte im Puppenwagen fahren», rief manchmal eines von den zahmen Hühnern. Dann hob Paula das Huhn auf, setzte es in den Puppenwagen und spazierte mit ihm über den Hofplatz. «Ich will auch mit dem Puppenwagen fahren», rief dann die getigerte Katze. Und Paula hob sie auf, legte sie in den Wagen und fuhr mit ihr rund um das Haus herum. «Bau uns ein schönes Haus», piepsten die Mäuse im Garten. Und Paula holte ihre bunten Bauklötzchen und baute ein schönes kleines Schloss für die Mäuse. Und wenn ihr Bruder Alfred aus der Schule kam, spielte sie gerne Verstecken mit ihm. Paula war ein glückliches kleines Mädchen.
Aber sie wünschte sich ganz fest einen eigenen kleinen Hund. Denn Mama wollte nicht, dass sie mit dem grossen Karo spielte, der den Bauernhof bewachen musste. «Hier hast du dein Hündchen», sagte Mama an Paulas vierten Geburtstag. Auf dem Tisch stand ein kleiner weisser Hund, mit braunen Ohren. Das Stummelschwänzchen war auch braun, und das Fell sah aus wie gekrauste Wolle. «Aber der kann gar nicht herumspringen», jammerte Paula. Sie war sehr enttäuscht. Doch Mama und Papa sagten: «Du bist noch zu klein für einen richtigen Hund.» Paula nahm ihn dann doch mit ins Bett. Und als er sich in ihren Arm kuschelte, sagte er leise: «Ich freue mich, bei dir zu sein.» Und seine schwarzen Augen glänzten dabei. Von da an liebte Paula ihren Foxi. Beim Essen sass er neben ihr auf dem Stuhl. Sie zeigte ihm auch die Kühe im Kuhstall, die Pferde im Pferdestall, die Ziegen und Schafe auf der grossen Wiese. «Dem grossen Karo dürfen wir nicht zu nahe kommen», sagte Paula zu Foxi, «er könnte dich vielleicht beissen.»
So ging es ein ganzes Jahr lang. Paula und Foxi waren unzertrennlich, aber er sah nicht mehr so schön aus wie am Anfang. «Mama, kannst du Foxi mal waschen?», fragte Paula. Und Mama steckte Foxi in die Waschmaschine, bis er wieder weiss war. «Mama, Foxis Ohren sind ausgefranst, kannst du sie ganz machen?», frage Paula ein anderes Mal. Und Mama nahm die Nähnadel und braunen Faden und flickte die braunen Ohren von Foxi. Aber dann passierte etwas ganz Schreckliches, zwei Tage vor Paulas fünftem Geburtstag. «Wo hast du denn Foxi?», fragte Mama beim Abendessen. «Ich habe ihn auf dem Brunnenrand vergessen», erinnerte sich Paula. Aber Foxi lag nicht mehr auf dem Brunnenrand, nur ein paar Fetzchen aus weisser Wolle lagen neben dem Brunnen. Und der arme Foxi lag in der Nähe von Karos Hütte auf dem Boden. «Oh, wie schaust du denn aus?», schluchzte Paula. «Was hast du gemacht?», schrie sie den grossen Karo an, der aus seiner Hütte herausschaute. Und Karo zog rasch seinen Kopf zurück. Foxi sah schlimm aus. Am Bauch hatte er einen grossen Riss, ein Ohr und eine Pfote waren abgebissen, und das Schwänzchen fehlte auch. «Mama, kannst du ihn wieder ganz machen?», fragte Paula und wischte sich die Tränen weg. «Ach, Paula», sagte Mama traurig, «ich glaube, diesmal kann ich deinen Foxi nicht wieder ganz machen. Aber wenn du ganz fest daran glaubst, bringt dir vielleicht die gute Fee einen neuen kleinen Hund. Du hast doch übermorgen Geburtstag.»
Als Paula an ihrem Geburtstag am Morgen erwachte, stand eine grosse Schachtel mit einer breiten roten Schleife darum mitten in ihrem Zimmer. «Mama, Papa!», schrie Paula, «die gute Fee war da!» Sie sprang aus dem Bett und öffnete die Schachtel. Und ein kleiner weisser Hund sprang heraus, der sah fast genauso aus wie Foxi, und seine schwarzen Augen glänzten. Paula jauchzte vor Freude, als der kleine weisse Hund im Zimmer herumrannte. Und dann umarmte sie Mama und Papa ganz fest. Bald sassen alle fröhlich beim Frühstück. Und Fixi, so hiess Paulas neuer Freund, wackelte unter dem Tisch von einem zum andern und liess sich streicheln.
Es wurde ein wunderschöner Geburtstag für Paula.