Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/812

Nachdem die globalen CO2-Emissionen zu Beginn der Coronavirus-Krise stark zurückgegangen waren, lag sie zum Jahresende bereits über dem Niveau von 2019. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im Dezember 2% mehr CO2 ausgestoßen als im gleichen Monat des Vorjahres. Laut der Organisation ist dies auf die wirtschaftliche Erholung in großen Volkswirtschaften zurückzuführen, aber auch auf den Mangel an politischen Maßnahmen zur Förderung der Nutzung sauberer Energie.
Laut IEA-Direktor Fatih Birol ist der Anstieg der CO2-Emissionen während des Coronavirus-Jahres „eine Warnung, dass weltweit nicht genug getan wird, um den Übergang zu sauberer Energie zu beschleunigen“. „Wenn die Regierungen nicht mit der richtigen Energiepolitik vorankommen, kann die historische Chance, 2019 zum Spitzenjahr in Bezug auf die Treibhausgasemissionen zu machen, verschwendet werden.“Birol weist darauf hin, dass 2020 zunächst Hoffnung bot, aber nach seinen Angaben zeigen die Emissionszahlen jetzt, dass sich alle wieder normalisieren.
Zum Beispiel emittierte China im vergangenen Jahr 0.8 Prozent mehr CO2 als 2019 und Indien emittierte ab September mehr CO2 als ein Jahr zuvor. In Brasilien geschah dies im Schlussquartal. Die CO2-Emissionen in den USA sanken aufgrund der Coronavirus-Krise um 10 Prozent, näherten sich jedoch im Dezember dem Niveau eines Jahres zuvor. Auch in der Europäischen Union gingen die CO2-Emissionen um etwa ein Zehntel zurück.
Im Jahr 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr jährlich rund 2 Milliarden Tonnen CO2 emittiert. Etwa die Hälfte davon wurde durch weniger Verkehr auf den Straßen und weniger Luftfahrt verursacht. Die IEA erwartet daher, dass die Emissionen nach Ablauf der schlimmsten Coronavirus-Beschränkungen wieder schnell ansteigen werden. Der Rekordanstieg der Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Straße reicht nicht aus, um dies auszugleichen.