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Beschreibung
Die Geschichte des Weinguts beginnt im Jahr 1592, als Léonard de Suduiraut, Mitglied des Parlement von Bordeaux Nicole d’Allard heiratet. Nicole war Alleinerbin der Ländereien, auf denen das heutige Gut errichtet wurde. Während fast 50 Jahren konnte die Familie de Suduiraut das Gut ungestört entwickeln. Zur Zeit der Fronde überwarf sich die Familie jedoch mit dem königstreuen Bernard de Nogaret de La Valette d’Épernon. In der Folge wurde das Gut zwischen 1648 und 1649 geplündert und gebranntschatzt. Léonards Enkel, der Graf Blaise de Suduiraut errichtete zwischen 1665 und 1675 eines der herrschaftlichsten Gutshäuser des Bordeaux und liess die Gartenanlage von André Le Nôtre anlegen.
Nach dem Tod von Blaise de Suduiraut, der mit Gabrielle Angélique de Pontac verheiratet war, ging das Anwesen zuerst an seine Tochter Marie-Anne und später an den Neffen von Marie-Anne, Joseph du Roy (Sohn von Cathérine de Suduiraut und Jean du Roy). Joseph benannte das Gut in Ancien Cru du Roy um.
Nach dem Tod von Joseph ging der Besitz erst an seinen Sohn Jean und später an Louis-Guillaume du Roy. Dessen Nachname auch häufig Duroi oder Duroy geschrieben wurde. Seine Ehe mit Marie-Rose blieb offensichtlich kinderlos, den sie vermachte das Gut nach dem Tod von Louis-Guillaume an den Angestellten Nicolas Edme Guillot. Unter seinem Wirken nahm das Gut einen großen Aufschwung. In den Familienarchiven der Familie Guillot de Suduiraut ist noch die Korrespondenz von Nicolas mit seinem Neffen Dominique Doutreleau erhalten, der sich als Weinhändler auf Guadeloupe niederließ und die Weine von Suduiraut importierte. Nicolas Edme Guillot kaufte im Jahr 1831 das nachbarschaftliche Gut von Castelnau und weitete seinen Besitz damit erheblich aus. Der Name des Zweitweins des Guts erinnert an diese Zeit.
Als im Jahr 1855 die Klassifikation der Weingüter von Bordeaux veröffentlicht wurde, oblag die Leitung des Guts den Söhnen von Nicolas Edme. Im Jahr 1875 verkauften sie das Gut an den Industriellen Henri-Ferdinand Rabourdin (1812–1898), der sein Vermögen in der Papierindustrie gemacht hatte. Kaum 4 Jahre später vermachte er jedoch das Gut an seine Tochter Lucie, die mit Charles Émile Antoine Petit de Forest verheiratet war.