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Die wilde Brancla stürzt durch das Val Chöglias und Val Sinestra hinab durch eine spektakuläre Landschaft mit Wald- und Felsschluchten, Auenlandschaften und sogar Erdpyramiden.
Die Brancla hat sich tief in das Gestein eingegraben und so den Charakter dieser Landschaft geprägt. Nach starken Regenfällen wälzen sich riesige Schlamm- und Geröllmassen durch die Schlucht. Das geröllhaltige Bachbett und die Uferbereiche verändern sich dadurch ständig. Durch die starke Erosion entstanden seitlich auch markante Erdpyramiden (Rätoromanisch Cluchers). Diese Dynamik und Wildnis ist für die Brancla und ihre Seitengewässer prägend.
Ein Fluss (noch) ohne Wasserkraft
Die Brancla gehört zu den wenigen Zuflüssen des Inns, die nicht für Strom genutzt werden. Das Kleinkraftwerk beim Hotel Sinestra wurde Mitte des letzten Jahrhunderts stillgelegt und im Jahr 1999 von einer Lawine weggerissen. Ein konkretes Projekt für ein neues Kleinkraftwerk wurde bis heute glücklicherweise nicht realisiert.
Ausgezeichnete Landschaft
Das Val Sinestra wurde 2011 von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz als Landschaft des Jahres ausgezeichnet. Im Zentrum der Auszeichnung stehen die Kulturlandschaft mit dem Dorf Vnà - ein Ortsbild von nationaler Bedeutung in einer Hangterrasse - das geschichtsträchtige Kurhotel Val Sinestra und Zuort mit der Kappele. Ausgezeichnet wurden auch die weitgehend intakte Naturlandschaft mit der Val Laver, Val Chöglias und den Erdpyramiden sowie das einzigartige Pflanzen- und Orchideenreichtum im Val Sinestra.