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Dazu dienen stets zwei Bewegungen: eine, welche die eigentliche Arbeit, z. B. Abnehmen eines Spans, verrichtet
(Arbeitsbewegung),
und eine zweite, welche dem Werkzeug neue Angriffsflächen zuführt (Schaltbewegung, Fortrückungsbewegung). Beide Bewegungen
können auf das Werkstück und Werkzeug verteilt sein (wie bei der Sägemaschine) oder auch einem der beiden
allein zufallen, wie bei den Bohrmaschinen,
[* 9] wo der Bohrer die drehende Arbeits- und die in der Achsenrichtung notwendige Schaltbewegung
gleichzeitig ausführt.
Beide Bewegungen sind ferner periodisch wiederkehrende (Hobelmaschine) oder ununterbrochene (Drehbank) oder in der Weise angeordnet,
daß eine periodisch und die andre stetig vor sich geht (Sägegatter mit kontinuierlichem Vorschub des
Werkstücks). Da die periodischen Bewegungen einen Zeitverlust während der Arbeit bedingen, so werden die stetigen immer vorgezogen,
wie unter andern die fortwährend zunehmende Verwendung der Fräsmaschinen anstatt der Feilmaschine beweist.
Dem entsprechend blieben bis in die neueste Zeit die englischen Ausführungen typisch und wurden namentlich
in Deutschland
[* 14] vielfach nachgebildet. Die Werkzeugmaschinen in Amerika
[* 15] zeichnen sich durch eine überaus praktische Anordnung der einzelnen
Teile, Originalität und Zweckmäßigkeit der Formen, geringen Kraftverbrauch und Anpassen an den beabsichtigten Zweck, namentlich
durch eine weitgehende Ausbildung von Spezialmaschinen für Massenerzeugung (z. B. Blechbüchsen)
[* 16] aus und werden in Europa
[* 17] mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und zum Vorbild genommen.