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Der Kaffee ist praktisch nicht aus einem Lehrerzimmer wegzudenken. Mit den digitalen Hilfsmitteln und den Schulzimmern ist es (leider (aus meiner Sicht)) noch nicht ganz so weit.
Doch bleiben wir für den Moment noch beim Kaffee. Gäbe es diesen nicht mehr in der Tasse, sondern im Pappbecher mit dem Aufdruck einer grossen amerikanischen Kaffeekette und wäre plötzlich doppelt so teuer, der Aufschrei wäre gross. Der Aufpreis könnte nur akzeptiert werden, wenn der Kaffee aus einer erlesenen Kaffeesorte, mit einem exotischen Süssstoff versehen, mit Rahm überhäuft und mit Schokopulver dekoriert wäre.
Ähnlich sollte es sich mit digitalen Werkzeugen verhalten. Diese können herkömmliche Werkzeuge (wie beispielsweise Papier und Stift) nahezu 1:1 ersetzen (Substitution). Doch rechtfertigt dies den Mehraufwand und die höheren Kosten? Eine Steigerung wäre es bereits, wenn die digitale Medien eine funktionale Verbesserung bringen, indem beispielsweise multimediale Inhalte verwendet werden können. Oft kann das volle Potenzial der digitalen Medien aber nur ausgeschöpft werden, wenn die dazugehörigen Lernaufgaben komplett neu gestaltet werden oder gar eine Neudefinition davon stattfindet.
Daher ist es aus meiner Sicht wichtig, dass man nicht bei den ersten beiden Stufen, die als Einstieg in den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht sicher sinnvoll sind, stehen bleibt, sondern seinen Unterricht kontinuierlich weiterentwickelt und an den Potenzialen der zur Verfügung stehenden Technologie orientiert.
SAMR-Modell
Der obenstehenden Überlegung liegt das SAMR-Modell zugrunde, welches ich hier kurz vorstellen möchte. Dieses besteht aus den untenstehenden vier Stufen der didaktischen Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Werkzeugen. (Bei den Beispielen vergleiche ich immer mit der Möglichkeit von herkömmlichen Werkzeugen: Der Text wird in ein Heft geschrieben.)
Substitution (Ersetzen)
Digitale Medien als Ersatz für Lernwerkzeuge, ohne funktionelle Änderungen
Bsp.: Der Text wird auf dem Laptop geschrieben.
Augmentation (Steigerung)
Digitale Medien als Ersatz für Lernwerkzeuge, mit funktionellen Verbesserungen
Bsp.: In den Text werden Videos und Bilder eingebunden.
Modification (Anpassung)
Digitale Medien ermöglichen eine Neugestaltung von Lernaufgaben
Bsp.: Die Schülerinnen und Schüler geben sich immer wieder gegenseitig Feedback zu den Textentwürfen.
Redefinition (Neudefinition)
Digitale Medien ermöglichen Lernaufgaben die vorher in dieser Form nicht möglichen waren
Bsp.: Es wird gemeinsam an einem Text geschrieben.