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Am 12. Juli 1865 kommt der Engländer Edward Whymper nach Zermatt, er ist erzürnt: Mit seinem italienischen Freund und Bergführer Jean-Antoine Carell wollte er zum achten Mal das Matterhorn von der italienischen Seite her zu bezwingen versuchen. Doch Carell ist mitten in der Nacht bereits gestartet, ohne Whymper. Dieser will sich nun rächen, sofort muss eine Seilschaft her! Er reist nach Zermatt und schliesst sich als Gast einer bereits bestehenden Seilschaft an. Diese setzt sich aus dem französischen Bergführer Michel Crox, den Alpinisten Lord Francis Douglas, Reverend Charles Hudson und dessen Protégé Robert Hadow zusammen. Als einzige einheimische Bergführer haben sie für dieses Unterfangen Vater und Sohn Taugwalder gewinnen können.
Die Erstbesteigung gelingt tatsächlich – doch am nächsten Morgen kehren nur drei der sieben Männer zurück: Edward Whymper, der schwerverletzte Peter Taugwalder und sein Sohn. Später werden drei der vier tödlich verunglückten Männer geborgen. Vom jungen Lord Francis Douglas fehlt bis heute jede Spur.
Verleumdungen, Mutmassungen und Beschuldigungen folgen und es entsteht gar das Gerücht, Vater Taugwalder habe das Seil durchgeschnitten. Whymper dagegen behält eine saubere Weste, während Taugwalders Version im Tumult untergeht: Whymper habe 200 Meter vor dem Ziel das Seil durchtrennt und sei davon gerannt, um als erster oben zu sein. Deshalb habe man beim Abstieg nur noch ein dünnes Reserveseil gehabt, das gerissen sei. Niemand wurde verurteilt, die Akte geschlossen und 55 Jahre lang unter Verschluss gehalten. Peter Taugwalder, der einfache Bergler, konnte sich in der Öffentlichkeit gegen den angesehenen Whymper nicht wehren. Er brach unter dessen Verleumdungen zusammen und wanderte nach Amerika aus.
Gesprochene Sprachen im Stück: Walliserdeutsch/Deutsch/Englisch (Schriftlicher Szenenbeschrieb in französisch, portugiesisch, japanisch sowie koreanisch erhältlich)