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Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz
Kontakt
Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz / Mahmud Moschee
Forchstrasse 323, 8008 Zürich-Balgrist
Telefon 044 381 55 70
Mail: <email-pii>
www.ahmadiyya.ch
Geschichte
Selbstdarstellung:
«Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908), der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde), stammte aus einer noblen Familie aus Qadian in Indien. Er war ein frommer Mann, der aufgrund göttlicher Offenbarung im Jahre 1891 verkündete, daß er der Verheissene Messias und Mahdi sei, dessen Ankunft vom Heiligen Propheten Mohammad (…) und in anderen Schriften vorausgesagt worden war. Sein Anspruch bildet die Grundlage der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Seine Anhänger glauben, dass so, wie die Ankunft des Elias durch die Person Johannes des Täufers erfüllt wurde, in spiritueller Hinsicht die Wiederkunft von Jesus Christus durch die Ankunft von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad erfolgte.»
1889 gilt als offizielles Gründungsdatum der Ahmadiyya Muslim Jamaat.
1908 wurde nach dem Tode von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, Hazrat Maulana Hakeem Nur-ud-Din, zu seinem Nachfolger (Khalifa) gewählt. Damit begann das Kalifat, dessen 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2008 weltweit gefeiert wurde.
Nach dessen Tod, im Jahre 1914, folgte ihm Hazrat Mirza Bashir-ud-Din Ahmad.
Der dritte Nachfolger war Hazrat Mirza Nasir Ahmad, Erziehungswissenschaftler.
Im Juni 1982 wurde Hazrat Mirza Tahir Ahmad zum vierten Nachfolger gewählt.
Unter seiner Leitung feierte die Gemeinde ihr 100jähriges Bestehen seit der Gründung im Jahre 1889 mit der Veröffentlichung von Übersetzungen des Heiligen Qur-ân in 56 Sprachen. Hazrat Mirza Tahir Ahmad starb am 19. April 2003.
Etwa 110 Delegierte wählten drei Tage später Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, den Urenkel des Gründers der Gemeinschaft, zum «Khalifatul Maaysih V».
In den über 100 Jahren des Bestehens hat sich die Gemeinschaft über die ganze Welt verbreitet.
1949 wurde die Zeitschrift «Der Islam» zum ersten Mal publiziert.
1955 erschien die erste Koranübersetzung in deutscher Sprache.
Seit 1946 gibt es in der Schweiz eine Mission, die 1963 durch die feierliche Eröffnung der Mahmud Moschee an der Forchstrasse 323 in Zürich einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. In den folgenden Jahren wurden in den meisten Kantonen Gruppen gegründet.
2005 wurde in Wigoltingen TG die Nuur-Moschee eröffnet.
2013 wurde in Zürich «50 Jahre Moschee» gefeiert.
Etwa 850 Menschen gehören zur Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz.
Es gibt in der Schweiz 14 Jamaat (Lokalgemeinden): Aarau, Altstätten, Basel, Bern, Genf, Graubünden, Jona, Luzern, Neuchâtel, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Winterthur, Zürich (2).
Lehre und Ziele
Auszug aus dem Eintrag im Handelsregister:
«Bezweckt die Lehren des Islams im Lichte der Ahmadiyya-Bewegung des Islams überall bekannt zu machen, das Studium der Religion im allgemeinen und das des Islams im besonderen zu fördern…»
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad glaubte an die Wahrheit aller Religionen in ihrem Ursprung und bestätigte die Rechtschaffenheit Buddhas, Konfuzius', Krischnas und Zoroastras als Gesandte Gottes, jedoch nicht als Verkörperung Gottes. Er glaubte, der von den verschiedenen Religionen verheissene Reformer zu sein. Er wollte weder eine neue Religion verkünden, noch irgendeine theologische Neuerung einführen.
Selbstdarstellung:
«Die zentrale Aussage seiner Sendung war die Wiedererweckung und Wiederbelebung des Islam. Seine Lehren repräsentieren die Essenz des Islam, frei von allen Verkrustungen, die durch Jahrhunderte hindurch die Reinheit des Islam in seiner Herkunft verfälscht hatten. Zu einer Zeit, in der Fanatismus und Obskurantismus die Haupteigenschaften heutigen religiösen Denkens in der Welt bilden, präsentierte er eine neue Auffassung bezüglich der Weisheit und Philosophie islamischer Lehren. Seine Darlegungen gründeten sich ausschließlich auf den Heiligen Qur-ân sowie die Aussprüche (Hadith) und die Praxis des Heiligen Propheten (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm).
Für die Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat ist es verpflichtend, in ihrem täglichen Leben die sozialen, moralischen und spirituellen Werte, die der Islam einschärft, zu verwirklichen. Weiterhin ist es für sie bindend, Freundschaft, gutes Miteinanderauskommen und Rechtschaffenheit nicht nur unter sich selbst zu fördern, sondern genauso unter anderen Nationen und Gemeinschaften. … Die Gemeinde hat sich aktiver Wohlfahrtspflege verpflichtet, wie auch den Notwendigkeiten der Erziehung nicht nur ihrer eigenen Mitglieder, sondern ebenfalls derer anderer Gemeinden, unter denen sie leben.»
«Liebe für alle, Hass für keinen»
Dieser Leitspruch ist die Basis der Arbeit der «Ahmadiyya Muslim Jamaat». Islam sei eine Religion des Friedens und nicht des Terrors. Diese weltweite Bewegung wehrt sich gegen die Gewalt von extremistischen Muslimen.
→ Die Reformer der Muslime (ORF Bericht 23.4.2017)
→ Andersgläubige aus der Sichtweise des Islams
Zusammenarbeit
- Ökumene
Mehrmals im Jahr lädt die Mahmud Moschee in Zürich zum «Tag der offenen Moschee» ein.
Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung auch an anderen Terminen möglich.
Der Imam stellt sich auch unentgeltlich zur Verfügung, um in der ganzen Deutschschweiz Schulen und Organisationen zu besuchen und über den Islam zu informieren.
Des weiteren nimmt der Verein an der «Woche der Religionen» teil.
Organisation, Finanzen
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz ist ein Verein nach ZGB mit den üblichen Strukturen.
- Unterorganisationen
Die Ahmadiyya Gemeinde hat Unterorganisationen sowohl unter den Männern, als auch bei den Frauen. Diese sind:
-- Bei den Männern:
- Atfal-ul-Ahmadiyya (7-15 jährige)
- Khuddam-ul-Ahmadiyya (16-40 jährige)
- Ansar-Ullah (ab dem 41. Lebensjahr)
-- Bei den Frauen:
- Nasirat-ul-Ahmadiyya (7-15 jährige)
- Lajna Imaillah (ab 16. Lebensjahr)
Die Mitglieder bezahlen einen Beitrag nach ihren finanziellen Möglichkeiten, wenn möglich 6.25%.
Das Geld wird zentral in Zürich verwaltet.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Für alle Gruppen in der Schweiz ist die Mahmud-Moschee in Zürich der zentrale Ort, wo auch nationale Treffen, Feste und Seminare stattfinden.
→ «Kuppel – Tempel – Minarett»: Mahmud-Moschee
In Wigoltingen TG ist die Nuur-Moschee. Hier ist jeweils auch die «Jalsa Salana», die Jahresversammlung.
In allen Jamaat (Lokalgemeinden) wird normalerweise das Freitagsgebet am Freitag über Mittag gehalten.
In der Mahmud Moschee in Zürich finden täglich 5 Gebete und besonders das Freitagsgebet am Freitag über Mittag statt.
Ausserdem werden regelmässig interne Seminare zu Fragen der Religion, Bildung, Erziehung und Integration etc. angeboten.
Die internen Anlässe sind nach Geschlechtern getrennt in verschiedenen Räumen.
Ausserdem finden regelmässig Informationsanlässe für Schulen und andere Interessierte statt.
Die Mitglieder helfen sich spontan.
Die Gemeinde beteiligt sich an verschiedenen Hilfsprogrammen innerhalb der Schweiz und im Ausland.
Der Imam ist für die Seelsorge zuständig.
Die meisten Jamaat (Lokalgemeinden) haben von März bis November einmal monatlich jeweils an einem Samstag einen Bücherstand. Ahmadis informieren und geben gratis Broschüren und andere Kleinschriften in verschiedenen Sprachen ab.
Literatur, Zeitschrift
Der Heilige Qur'an. Arabisch und Deutsch. Mit Einführung und Kommentar. Hrsg. unter der Leitung von Hazrat Mirza Nasir Ahmad, Imam und Oberhaupt der Ahmadiyya-Bewegung des Islams. 1980. (653 S.)
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad: Unsere Lehre. Ahmadiyya Mission des Islam, Zürich. 1989. (20 S.) Broch
Hazrat Mirza Baschir-ud-Din Mahmud Ahmad: What is Ahmadiyyat ? Question answered by Hazrat Mirza Bashir-ud-Din Mahmud Ahmad, Khalifatul Masih II, Head of the Ahmadiyya Movement in Islam. Rabah, Pakistan 1961. (89 S.)
Islam im Brennpunkt. Feb. 2004. Sonderheft zum Thema Kopftuch. Hrsg.: Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland e.V., Frankfurt a.M. 2004. (Br., 42 S.)
→ «Unsere aktuellen Bücher»
→ «Unsere aktuellen Broschüren»
Weitere Links
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Eigene Seiten
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«The Official Website of the Ahmadiyya Muslim Communitiy»
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«Der Heilige Koran - Das offenbarte Wort Gottes»