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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, ein Führungsteam zu schaffen, das bei sportlichen Anliegen von nationaler oder internationaler Bedeutung sportpolitische Führungsverantwortung übernehmen kann. Das Team setzt sich für eine gesamtschweizerisch vertretbare Lösung im Interesse des Schweizer Sportes ein.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Sportlandschaft Schweiz existiert bereits heute eine beachtliche Anzahl einflussreicher Leitungsgremien auf nationaler Stufe, so z. B. die Eidgenössische Sportkommission, der Exekutivrat von Swiss Olympic, die parlamentarische Gruppe Sport, der Stiftungsrat der Schweizer Sporthilfe und die Konferenz der kantonalen Sportbeauftragten.</p><p>Bei den in unterschiedlichen Phasen gescheiterten Olympiaprojekten Sion 2002, Sion 2006, Bern 2010 und Zürich 2014 hatte letzten Endes der olympische Gedanke in der Schweiz nicht Fuss gefasst. Die Probleme sind aber erkannt und werden angegangen. Federführend in diesem Bereich ist Swiss Olympic.</p><p>Beim Fussballstadion Hardturm sind die Stadt Zürich, die private Bauherrin und der Schweizerische Fussballverband als Ausrichter der Fussball-Europameisterschaft Uefa-Euro 2008 massgebend. Ob in diesem Fall ein nationales Gremium den lokalen Widerstand, der den termingerechten Neubau des Stadions schliesslich verhinderte, zu einem Einlenken hätte bewegen können, ist fraglich.</p><p>Neben diesen für den Schweizer Sport unbestreitbar ungünstigen Fällen möchte der Bundesrat aber auch auf die Erfolge hinweisen, die der Schweizer Sport in Bezug auf Grossanlässe aufzuweisen hat:</p><p>So hat die Schweiz zusammen mit Österreich das Rennen um die Ausrichtung der Uefa-Euro 2008 gewonnen. Der Bundesrat ist davon überzeugt, dass dieser Anlass trotz aller Hürden erfolgreich sein wird. Dass die Schweiz und der Schweizerische Fussballverband das können, hat sich bei der Ausrichtung der Junioren-Fussball-Europameisterschaften gezeigt - 2002 die Uefa-Euro U-21, 2004 die Uefa-Euro U-19.</p><p>Wie im Fussball hat sich die Schweiz auch im Skirennsport gegen namhafte Kandidaten durchgesetzt und die Ski-WM 2003 in St. Moritz erfolgreich organisiert. Auch in anderen Sportarten hat die Schweiz bewiesen, dass sie Grossanlässe erstens ins Land holen und zweitens auch ausgezeichnet organisieren kann: Die OL-WM 2003 in Rapperswil, die Mountainbike-WM 2003 am Monte Tamaro, Eishockey-Weltmeisterschaften - die letzte 1998, die nächste 2009 - sind nur einige Beispiele. Im Januar 2005 findet bereits der nächste internationale Grossanlass statt: das Festival Olympique de la Jeunesse européenne in Monthey.</p><p>Der Bundesrat ist somit der Meinung, dass die Schaffung eines Führungsteams im Sinne der Motion nicht zielführend ist. Das VBS ist jedoch mit Swiss Olympic in Diskussion, die Schaffung eines Gremiums "Sport Schweiz 2010", insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Führung des gesamten Schweizer Sports, zu prüfen. Dieses Gremium, dem Vertreter der obersten Sportbehörden des Schweizer Sports angehören sollen, könnte allenfalls die vom Motionär gewünschte Funktion übernehmen, insbesondere wenn es fallweise durch Exponenten aus Wirtschaft und Wissenschaft ergänzt würde.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.