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Burgdorf–Thun
|Kürzel||BTB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1899-07-21|
|Mutiert||Ab 1942-01-01 Emmental–Burgdorf–Thun|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1899 eröffnete und von Anfang an elektrisch betriebene BTB gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie gilt mit einer Länge von über 40 Kilometern als erste elektrifizierte (Drehstrom, 750 Volt; eine höhere Spannung untersagte das Eisenbahndepartement) Vollbahn Europas, wobei für den Personenverkehr Triebwagen, für den Güterverkehr Lokomotiven eingesetzt wurden. Letztere – die ersten überhaupt in der Schweiz gebauten E-Loks – lieferte die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Gemeinschaft mit der Brown, Boveri & Cie. (BBC) in Baden. Der Betriebsdienst der BTB oblag der Emmentalbahn (EB). Die beiden Unternehmen fusionierten 1942 zur Emmental–Burgdorf–Thun-Bahn (EBT).
Der Geschäftsgang der BTB entwickelte sich kontinuierlich aufwärts, wozu vorab der Gütertransport beitrug. Die Betriebsergebnisse lagen stets im positiven Bereich. Passivsaldi musste die BTB keine vortragen. 1911 konnte sie erstmals eine Dividende ausrichten. Von der Krise des Ersten Weltkriegs war die BTB nicht betroffen. Im Gegenteil verdreifachten sich von 1914 bis 1920 die Erträge sowohl aus dem Personen- wie aus dem Güterverkehr. Analog nahmen die Dividendenzahlungen zu, die in den Spitzenjahren 1919 und 1920 auf 5 Prozent des Aktienkapitalwerts anstiegen. Es handelte sich dabei aber um zwei Ausnahmejahre, die danach in vergleichbarer Form nicht mehr vorkamen.
Bei den Rückstellungen respektive Reserven im Jahr 1899 handelte es sich um Zinsguthaben vom Baukonto, welche die BTB 1900 auflöste. Bezüglich der Rollmaterialkosten wurde der Posten «Elektrische Einrichtungen», den die Statistik erst ab 1903 enthielt, zuvor offensichtlich den Aufwendungen für das Rollmaterial zugeschlagen. Entsprechend verminderten sich diese 1903.