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Friedrich Wilhelm Raiffeisen
Wer war Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) ?
Kurzer Lebenslauf von Friedrich Wilhelm Raiffeisen
Friedrich Wilhelm Raiffeisen lebte in Deutschland. Er war Bürgermeister und Gründer einer ländlichen Genossenschaft (= heute Raiffeisenbank).
Vorgeschichte
Im Jahre 1846 gab es in ganz Deutschland Hungersnot. Der Mangel an Lebensmitteln führte zur Teuerung (=alles wurde teurer). Die Bauern hatten kein Geld mehr. Auf dem Land gab es keine Bank. Viele Bauern gingen zu privaten ‹Geld-Händlern›. Die Zinsen waren aber sehr hoch. Dadurch waren die Bauer noch mehr verschuldet. Raiffeisen war Bürgermeister und sah die Not in seiner Gemeinde. Er sah, dass die Händler ein grosses Geschäft machten. Sie nutzten die Not der Bauern aus und wurden reich. Deshalb gründete Raiffeisen landwirtschaftliche Hilfsvereine für die Unterstützung armer Bauern. Der Verein lieh Geld gegen wenig Zins und lange Rückzahlungstermine. Raiffeisen rettete viele Bauern vor der Armut.
Entstehung der Raiffeisenbank
Die Hilfsvereine gaben den Grundstein. Im Jahre 1862 gründete Raiffeisen die ersten Darlehenskassen-Vereine. Raiffeisen hielt viele Vorträge und erklärte die Ziele des Vereins:
- Echte Selbsthilfe = alle helfen einander gegenseitig
- Gemeinsame Verantwortung
- Gemeinsame Haftung
- Nächstenliebe
- Christenpflicht
Raiffeisen vor hundert Jahre und heute
Vor 1900 gab es in 18 europäischen Ländern Raiffeisen-Genossenschaften.
Heute ist die Raiffeisenbank in über 100 Ländern vertreten mit 350 Millionen Genossenschafts-Mitgliedern.
Beispiel des Aufbaus einer Genossenschaft in der heutigen Zeit
Fischer in Bangladesh. Grosse Überschwemmungen hatten viel Schaden angerichtet. Boote, Netze und Werkzeuge mussten neu angeschafft werden. Genug Geld hatte niemand. Die Fischer legten die kleinen Beiträge in die gemeinsame Kasse. Das reichte, um einen neuen Anfang zu machen.