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Zwei Millionen für die Erforschung von Prostatakrebs
Der SPORE Grant, einer der wichtigsten nationalen Grants der USA, wurde an die Cornell University (NY) verliehen und fördert auch das beteiligte Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern. Mit über zwei Millionen Franken wird ein Berner Projekt unterstützt, das die Resistenz von Krebszellen bei Prostatakrebs erforscht und zu besseren Behandlungsmöglichkeiten beitragen könnte.
Für eine Laufzeit von fünf Jahren wird der SPORE Grant (Specialized Programs of Research Excellence) des amerikanischen National Cancer Institute mit über 11.3 Millionen USD die Forschung zu Prostatakrebs am Weill Cornell Medicine College der Cornell University als auch am Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern fördern. Ziel des ausgezeichneten Programms ist es, die Entdeckung, Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs zu verbessern. Prostatakrebs ist bei Männern der häufigste bösartige Tumor, und ein Viertel aller Krebs-Neuerkrankungen bei Männern in Europa betreffen die Prostata. Leiter des Forschungsprogramms ist Mark Rubin, Gründer des Englander Institute for Precision Medicine an der Cornell University und Direktor des Department for BioMedical Research (vorher Departement Klinische Forschung DKF) der Universität Bern. Rubin koordiniert von Bern aus das Programm, das mit einem Schweizerischen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) vergleichbar ist, und leitet selber eines von vier innovativen Projekten. Dieses Projekt, das sich mit einer besonders aggressiven und therapieresistenten Form von Prostatakrebs beschäftigt, wird mit umgerechnet über zwei Millionen Franken gefördert. «Wir erforschen, warum einige Patienten diese therapieresistente Form entwickeln», sagt Mark Rubin. Dazu wird seine Forschungsgruppe Patientenproben sammeln, in einer Datenbank erfassen und aufbereiten sowie mittels DNA-Sequenzierung analysieren. «Dies wird uns ermöglichen, die molekularen Treiber zu finden, die zu dieser tödlichen Form von Prostatakrebs führen», erläutert Rubin. Diese Treiber könnten als Biomarker eingesetzt werden, um eine frühere Diagnose zu ermöglichen und so eine Überbehandlung sowie Therapieresistenzen zu verhindern.
11.09.2017