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Ein neues „wahres Märchen“:
Es war einmal ein Mann namens Arthur. Dieser kommt am 22. Mai 1859 in Edinburgh zur Welt. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums arbeitet er zunächst als Schiffsarzt, dann eröffnet er in Portsmouth eine Praxis. Dort beginnt Arthur erste Erzählungen zu schreiben. 1886 schlägt dann die Stunde von Arthurs Beitrag zur Kulturgeschichte: Er schreibt eine Kriminalgeschichte und erfindet hierzu ein Duo. Da ist ein exzentrischer, völlig gefühlskalter Detektiv, eine „Logikmaschine“ mit der Fähigkeit, aus winzigen Beobachtungen umfangreiche Schlüsse zu ziehen. Und ein „Normalverbraucher“, der stellvertretend für das Publikum den Detektiv bei der Arbeit beobachtet. Der Erfolg ist riesig, doch je mehr der Detektiv an Popularität gewinnt, desto lästiger wird er seinem Autor. Dieser hält nämlich seine historischen Romane und sonstigen „seriösen“ Werke für viel bedeutender, doch es hilft nichts. 1893 unternimmt Arthur einen spektakulären Versuch, seinen Detektiv loszuwerden – umsonst; unter massivem Druck des Publikums (und um Geld zu verdienen) muss die ungeliebte Figur wieder auftauchen. Arthur ist jetzt reich und berühmt (so reich, dass er seine Tätigkeit als Arzt aufgeben kann), aber den Ritterschlag erhält er 1902 nicht für seine Schriftstellerei, sondern für seine Tätigkeit im Burenkrieg. Bereits in jungen Jahren wendet Arthur sich von der christlichen Kirche ab; im Spiritismus findet er eine neue geistige Heimat und wird einer seiner prominentesten Anhänger. Übrigens befasst er sich auch mit realen Kriminalfällen und nutzt dabei das Renommee, das er seinem Detektiv verdankt. Arthur stirbt am 7. Juli 1930. Bei seiner Beerdigung wird für ihn, den Spiritisten, extra ein Platz freigehalten.
Fast sein gesamtes Werk ist in Vergessenheit geraten. Doch etwas von ihm, Arthur Conan Doyle, bleibt: Sherlock Holmes, der berühmteste Detektiv aller Zeiten. Daniel Stashower erzählt in seinem Buch Sir Arthur Conan Doyle (Conan ist ein Teil des Nachnamens) die Geschichte dieses Mannes, der sich auch um den Tourismus in der Schweiz Verdienste erworben hat.