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Petra Kvitova feiert in Paris ein märchenhaftes Comeback. Sie gewinnt fünf Monate, nachdem ein Einbrecher beinahe ihre Karriere beendet hat.
Als sich die Tschechin im Dezember gegen einen Einbrecher in ihre Wohnung in Prostejov wehrte, erlitt Kvitova schwere Schnittverletzungen an den Fingern, Bändern, Sehnen und Nerven ihrer linken Schlaghand. "Nicht mancher dachte, dass ich wieder Tennis spielen würde", erinnert sich die ehemalige Weltnummer 2 und zweifache Wimbledonsiegerin.
Und dann ging sie am Sonntag in Paris auf den Platz und gewann ihre Erstrundenpartie gegen die - zugegebenermassen eher bescheidene - Amerikanerin Julia Boserup (WTA 85) in weniger als eineinviertel Stunden 6:3, 6:2. "Ich hatte bereits vor dem Spiel meinen grössten Kampf gewonnen", erklärte Kvitova freudestrahlend. "Das ist wie ein zweiter Sieg." Sie habe dem Doktor versprochen, sofort zu stoppen, wenn sie Schmerzen verspüren würde. "Ich bin sehr froh, dass ich keine hatte." Zunächst seien die Narben sehr hart und angespannt gewesen und die Finger im Training schnell angeschwollen. "Nach 15 Minuten musste ich das Training abbrechen. Jetzt habe ich aber seit einem Monat keine Schmerzen mehr."
Noch ist die linke Hand nicht wieder gleich stark wie vor der Verletzung. Gemäss Arzt soll dies erst in sechs Monaten wieder soweit sein. Kvitova ist aber froh, dass sie ihr viel beachtetes Comeback nun hinter sich hat. "Ich werde nun bei den nächsten Turnieren viel relaxter sein", denkt die aktuelle Nummer 16 der Welt. Sand war sowieso noch nie ihre bevorzugte Unterlage. Die folgt in einigen Wochen mit Rasen.
Nummer 1 Kerber bereits out
Bereits ausgeschieden ist hingegen die Weltnummer 1 Angelique Kerber. Die Deutsche fand auch in Paris nicht aus der Krise und unterlag in der 1. Runde der Russin Jekaterina Makarowa (WTA 40) klar 2:6, 2:6.
SDA-ATS