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Josef Ferdinand Norbert Seger (1716–1782) war ein böhmischer Organist und Komponist. Er besuchte das Jesuitengymnasium und sang in dieser Zeit als Altist in der Prager St.-Jacobi-Kirche. Seger war vermutlich Schüler von Bohuslav Černohorský. Vor seinem Amtsantritt in der Teynkirche wirkte er als Sänger und Violinist in der St.-Martin-Kirche. 1741 wurde er Organist an der Teynkirche und 1745 an der Kreuzherrenkirche. In dieser Zeit unterrichtete er u. a. den jungen Studenten Jan Křtitel Kuchař. 1782 wollte ihm Kaiser Joseph II. die Stelle als Hoforganist in Wien anbieten, Seger starb aber vor dem Erhalt des Angebots.
Josef Seger war einer der fruchtbarsten Orgelkomponisten seiner Zeit. Seine Werke gerieten aber in Vergessenheit und wurden erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.
Orgelwerke von Josef Seger
Josef Seger schrieb mehrere hundert Orgelstücke (Präludien, Toccaten und Fugen), Messen, Motetten, Psalmen und Litaneien. In der Reihe Musica Antiqua Bohemica erschien 1961 ein Band mit 36 Präludien, Toccaten und Fugen I-XXXIV (Bärenreiter). Eine Auswahl von acht Toccaten und Fugen sind in verscheidenen Ausgaben erhältlich.
Das Bild zeigt die Teynkirche in Prag, Druck aus dem 19. Jh.