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Die VW-Tochter Porsche steht kurz vor einem Einstieg in die Formel 1. Die Pläne von Audi dagegen sind noch nicht so weit fortgeschritten, wie VW-Chef Herbert Diess am Montag erzählte.
Die Pläne von Porsche seien «sehr konkret», sagte Diess während einer Bürgerversammlung in Wolfsburg. Weitere Details nannte er nicht, aber der Hersteller des ikonischen 911er-Sportwagens soll mit Red Bull Racing Gespräche über eine Partnerschaft geführt haben.
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Der Plan der Schwestermarke Audi für die Formel 1, der auch Gespräche mit dem britischen Sportwagenhersteller McLaren Group umfasst, sei noch nicht so weit gediehen, dass Entscheidungen über die Parameter für ein solches Unternehmen oder das Team, dem man sich anschliessen möchte, getroffen worden seien, sagte er.
Wert von Audi und Porsche steigern
«Für beide Premiummarken ist die Formel 1 der wichtigste Hebel, um den Markenwert zu steigern», sagte Diess. «Mit den Plänen für eine stärkere Präsenz in China und den USA wird die Anziehungskraft als grösstes Motorsport-Spektakel nur noch grösser werden.»
Der VW-Aufsichtsrat unterstützte im vergangenen Monat den Vorstoss, dass die Luxusauto-Marken möglicherweise schon 2026 in den Wettbewerb einsteigen könnten. Die Formel 1 will ab demselben Jahr auf synthetische Kraftstoffe umsteigen, um bis zum Ende des Jahrzehnts kohlenstoffneutral zu werden. Der Technologiewandel ist eine einmalige Gelegenheit, in der bisher von Mercedes dominierten Rennserie mitzumischen.
Motoren für die Formel 1
«Es gibt jetzt ein technologisches Zeitfenster, in dem wir ein Teil davon werden können», sagte Diess. «Ansonsten ist die nächste Option wahrscheinlich ein Jahrzehnt entfernt.»
Sowohl Porsche als auch Audi hätten mit der Arbeit an F1-Motoren begonnen, sagte er und fügte hinzu, dass die Entscheidung des Vorstands, formelle Gespräche zu führen, nicht einstimmig gefallen sei. VW verfolgt die grösste Einführung von Elektroautos in der Branche, einschliesslich eines Plans von Audi, ab 2026 nur noch neue batteriebetriebene Modelle zu entwickeln.
Den Marken sei es gelungen, einen «positiven Business Case» für den Einstieg in den Sport zu präsentieren, nämlich dass «wir mit der Formel 1 mehr Geld aus Stuttgart und Ingolstadt herausholen als ohne die Formel 1», sagte Diess und bezog sich dabei auf die jeweiligen Hauptsitze von Porsche und Audi. (bloomberg/ise)