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Mit dem neu lancierten Nescafé Plan 2030 will Nestlé den Kaffeeanbau nachhaltiger machen. Kaffeebauern werden dabei unterstützt, auf regenerative Landwirtschaft umzustellen, wie Nestlé in einer Mitteilung schreibt. Bis 2030 soll eine Milliarde Franken investiert werden, um das Ziel zu erreichen, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Der Fokus liegt auf den Ländern Brasilien, Vietnam, Mexiko, Kolumbien, Elfenbeinküste, Indonesien und Honduras, die 90% des Kaffees für Nescafé liefern. Ziel des Nescafé Plans 2030 ist, bis 2025 100% Kaffee aus verantwortungsvoller Herkunft zu beziehen und 20% des Kaffees aus regenerativen Anbaumethoden zu beziehen. Bis 2030 sollen es 30% des Kaffees sein.
Aufbauend auf der zehnjährigen Erfahrung mit dem Nescafé Plan beschleunige man die Arbeit, um den Klimawandel zu bekämpfen und soziale und wirtschaftliche Herausforderungen in den Wertschöpfungsketten zu bewältigen, wird David Rennie, Head of Nestlé Coffee Brands, zitiert.
Es bestehe Handlungsbedarf, um den Kaffeeanbau langfristig zu gewährleisten, heisst es weiter. Bis 2050 würden steigende Temperaturen die Fläche für Kaffeeanbau um bis zur Hälfte reduzieren. Gleichzeitig seien 125 Millionen Menschen für ihren Lebensunterhalt auf Kaffee angewiesen. Davon lebten bereits heute rund 80% an oder unter der Armutsgrenze. «Wir möchten, dass es den Kaffeebauern gut geht und wir möchten, dass Kaffee einen positiven Einfluss auf die Umwelt hat», wird Philipp Navratil, Head of Coffee Strategic Business Unit bei Nestlé, zitiert.
Das Ziel der regenerativen Landwirtschaft ist, die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens zu verbessern und die Ressourcen und die biologische Vielfalt zu schützen. Gesündere Böden sind widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und können die Erträge steigern. Nestlé unterstützt die Kaffeebauern bei der Umstellung auf regenerative Kaffeeanbaumethoden mit Schulungen und technischer Hilfe. Zu den Methoden gehören etwa das Pflanzen von Deckfrüchten, die Verwendung von organischen Düngern, Agroforst und das Beschneiden und Ersetzen von Kaffeebäumen.
Ferner wird den Kaffeebauern geholfen mit Wetterversicherungen für den Einkommensschutz und mit Zugang zu Krediten.