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|Vorname||Hedy|
|Nachname||Schmalz|
|Geburtstag||01.06.1895|
|Todestag||22.04.1976|
|Personennummer||S021|
Hedy Schmalz-Maurer war eine gute musikalische Begabung in die Wiege gelegt worden, was später der Komponistengemeinschaft Oskar Friedrich und Hedy Schmalz zugutekommen sollte.
Hedy Schmalz wurde in der Papiermühle in Bern, in der Region Wankdorf, geboren. Sie ist in der Stadt aufgewachsen und zur Schule gegangen. Schon während der Schulzeit bekam sie Klavierunterricht. Nach dem Schulabgang verbrachte sie ein Jahr in einem Töchtern-Institut in Cortaillod NE, um die französische Sprache zu erlernen. Als Oskar Schmalz begann, alte Lieder „auszugraben“ und ihnen Jodel anzuhängen, hatte er jemanden gesucht, der diese aufschreiben konnte. Im Jahre 1913 hat er diese Person in Hedy, der Tochter seines Freundes Maurer, gefunden. Die Zusammenarbeit mit Hedy hat sich bewährt, und wie konnte es anders kommen, wenn man diese flotten und hübschen Personen nebeneinander sah, dass sie sich nicht nur in der Musik zusammenfanden. Im Jahre 1915 heirateten die beiden. Ein reichhaltiges Leben und eine fruchtbare Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Jodelliedes begann.
Auch ein glückliches Familienleben hatte das Paar. In den Jahren 1917, 1918 und 1920 wurden den beiden zuerst zwei Knaben, Emil und Hans-Ruedi, und danach ein Mädchen, Käthi, geschenkt.
Als Ruedi Krenger 1925 gestorben war, musste sich Oskar Schmalz nach einem neuen Mitarbeiter umsehen, der seine musikalischen Einfälle aufschrieb. In der Zwischenzeit hatten diese Aufgabe musikalische Setzer wie Ernst Pfister, Theo Wyttenbach und W. Rennefahrt übernommen. Aber bald war die Rede von Hedy Schmalz, welche nochmals in die Schulbank sass und am Konservatorium bei Professor Rennefahrt Harmonielehre studierte. Von nun an schrieb Hedy die Lieder von Oskar Schmalz. Beim Erfinden neuer Melodien half Hedy mit, was aber mit zusätzlicher Arbeit verbunden war. Oskar hat Hedy oft mitten in der Nacht geweckt, damit sie seinen Einfall aufschrieb, dass er nicht vergessen wurde.
Hedy hat aber auch Lieder gedichtet und sie Oskar zum Komponieren weitergegeben. Einen Teil dieser Texte wurde im Bändli „Es Chörbli Bärnerrose“ zusammengefasst und ist im Verlag Fischer in Münsingen erschienen.
Ein schwerer Schlag für Hedy war der Tod ihres Gatten am 8. Januar 1960. All die Arbeit und Sorge gingen bei ihr nicht spurlos vorbei, und so erlitt sie im Jahr 1963 einen Herzinfarkt. Sie ist von ihrer Tochter Käthi bis zum Spitalaufenthalt 1968 in Oberdiessbach treu gepflegt worden. Auch hier hatte Hedy ihre Hände nicht in den Schoss gelegt. Manch schönes Gedicht ist hier entstanden. Hier hatte sie sich auch ein Klavier gewünscht, welches sie auch oft brauchte, bis ihre Augen das Notenschreiben immer mehr einschränkten.
Bei vielen Vereinen und Verbänden wurde Hedy zum Ehrenmitglied ernannt, so im BKJV, EJV und in der AKV.
Ein reichhaltiges Leben fand am 22. April 1976 seinen Abschluss. Obwohl sich Hedy nur eine stille und einfache Beerdigung gewünscht hat, stand eine grosse Trauergemeinde an ihrem Grab.
(Zum musikalischen Schaffen von Oskar Friedrich und Hedy Schmalz siehe im Lebenslauf von O.F.Schmalz).
Quelle: Spezialnummer „Bärgblueme“ No.1-2/69-70 von 1973, JZ 2.12.81, TA/BVA, Stand 10.6.07