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Nachdem Napoleon 1812 mit seinem Feldzug gegen Russland gescheitert war, drängte das russische Heer gemeinsam mit seinen Verbündeten Napeolons Armee bis an den Rhein zurück. Bei Basel wollten sie den Fluss überqueren und durch das Gebiet der Eidgenossenschaft nach Frankreich stossen.
Ende Dezember 1813 marschierten die Truppen in Basel ein. Die Oberbefehlshaber und Kommandanten kamen in der Stadt unter, mehrere tausend Soldaten verteilten sich auch auf die umliegenden Landgemeinden. Im damals rund tausend Einwohner starken Riehen mussten über dreitausend österreichische und russische Soldaten untergebracht und versorgt werden. Dabei sollen die Soldaten die ansässigen Bauern bedroht und sich an deren Vorräten bedient haben. Auch die Besitzer von Basler Landgütern wurden in Mitleidenschaft gezogen. Es dauerte bis in den Frühling 1814, bis die letzten Soldaten weitergezogen waren.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 7.1.2023
Wirz, Eduard: Als die Russen nach Riehen kamen. In: Jahrbuch z’Rieche 1970. S. 59–63.
Iselin, Ludwig Emil: Geschichte des Dorfes Riehen. Festschrift zur Jubiläumsfeier der 400-jährigen Zugehörigkeit Riehens zu Basel 1522–1922. Basel 1923. S. 216–218.
Kaspar, Albin: Der malträtierte helvetische Oberst. In: ders. et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV: Das Mitteldorf. Riehen 2022. S. 44f.
Vögelin, Hans Adolf: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (1798–1970). In: Bruckner, Albert et al.: Riehen – Geschichte eines Dorfes. Riehen 1972. S. 319–410, hier S. 326.