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Noch heute leisten sich die neuntausend Einwohner des Arantals den Luxus einer eigenen Amtssprache - das Aranesische wird noch vor Katalanisch und Spanisch in der Schule gelehrt. Mit dem selben Selbstbewusstsein verteidigt die kleine Gebirgswelt ihre Autonomie in Sachen Kultur und Bildung. Die geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als sich das Val d'Aran bei einem Referendum statt zu Frankreich zur katalanisch-aragonesischen Krone bekannte. Dabei passt das Tal geografisch eher zu Frankreich. Wer von Süden kommend über den Bonaigua-Pass fährt, gelangt von der mediterranen in die atlantische Klimazone und damit in eine Gegend, die wasserreicher und grüner ist als das restliche Spanien.