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Quelle : Buch / BalanceAkt -in dubio pro equo- von Dr. med. Vet. Gerd Heuschmann
Zwichen dem Hinterhauptsbein des Schädels, dem ersten und zweiten Halswirbel, gibt es ein Muskelsystem, die sogenannten Kurzen Kopf-/Halsmuskeln, die für die Bewegung des Kopfes und des Halses in den ersten beiden Gelenken der Halswirbelsäule verantwochrlich sind. Ein hergegebenes Genick zeichent sich durch vollkommene Entspannung dieses Muskelsystems aus. Alle Widerstände, die eine Anlehnung im reiterlichen Sinne schwierig machen könnten, sind überwunden. Das Pferd lässt sich willig in beide Richtungn stellen und tritt entspannt, mit rundem Genick, an die gefühltvolle Reiterhand heran.
An dieser Stelle wird sicher klar, dass eine Absenkung des Kopfes gegen den Widerstand der verspannten Oberhals- und Kurzen Kopf-Hals-Muskeln niemals zu einem entspannten Genick führen kann. Ein zwanghafter Zug gegen eine oder mehrere Muskelgruppen kann nur zu deren vollständiger Verkrampfung führen. Das hat natürlich zur Folge, dass sich auch der Rücken verspannt. Umgekehrt ist die Verpannung des Genicks immer die Folge eines verspannten Rückens, denn das eine bedingt zwangsläufig das andere. Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist klar: Es können nur beide Systeme gemeinsam zur Entspannung gebracht werden.