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Der dritte Lauf der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und des Porsche Sports Cup Suisse fand vom 6. bis 8. Juli auf dem „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola statt. An den freien Trainings am Freitag und Samstag gingen über 100 Teilnehmer bei meist trockenen und sommerlichen Bedingungen an den Start. Bei Temperaturen um 32 Grad Celsius starteten über 70 Fahrer am Sonntag im Sprint- und Endurance-Rennen sowie in der Porsche Driver´s Challenge.
Das Sprintrennen der GT3 Cup Challenge entschied Andreas Corradina vor Josef Stengel und Ernst Keller für sich. Jean-Paul von Burg gewann das Endurance-Rennen im Gesamtfeld als auch in der GT3 Cup Challenge. Benoit Bitschnau wurde Zweiter und das Fahrerduo Paul Kasper mit Profifahrer Klaus Bachler sicherte sich den dritten Rang. In der Gruppe der Cayman GT4 Clubsport, die im Rahmen des Porsche Sports Cup fahren, gewann Matteo Arrigosi vor Martin Koch und Thomas Brauch das Sprintrennen. Im Langstreckenrennen gewann in dieser Gruppe Laurent Misbach vor den beiden Fahrerduos Franceschetti/Metzger und Riva/Arrigosi. Peter Hagmann entschied auf 911 GT2 RS das Gleichmässigkeitsrennen Porsche Driver’s Challenge für sich.
Im Qualifying des Sprintrennens sicherte sich Andreas Corradina mit einer Bestzeit von 1:45.664 Minuten die Pole und fuhr im Rennen einen Start-Ziel-Sieg ein. Josef Stengel ging in Startreihe eins von zweiter Position ins Rennen und fuhr die schnellste Rennrunde mit 1:47.161 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 164.914 Kilometern pro Stunde. Er schaffte es nicht Corradina zu überholen und wurde Zweiter. Manuel Nicolaidis ging vor Jean-Paul von Burg von Rang drei ins Rennen. Beide Fahrer konnte ihre Position nicht halten. Nicolaidis wurde Vierter, von Burg schloss auf dem siebten Rang ab. Davon profitierte Ernst Keller, der im Qualifying auf Rang zwei gefahren war, aber von fünfter Position startete. Er musste aufgrund eines Reifenschadens Joker-Reifen verwenden und wurde dadurch drei Startpositionen zurückgestuft. Keller sicherte sich dennoch den dritten Platz.
Für das Endurance-Rennen waren die Karten neu gemischt: Im Langstreckenrennen wird nicht nach dem Ergebnis des Sprints gestartet, sondern es wird ein eigenes Qualifying zusammen mit den Startern des Porsche Sports Cup gefahren. Das Qualifying entwickelte sich zum Reifenpoker, denn am Anfang starteten die Teilnehmer im Regen bis die Strecke zum Ende des Qualifyings wieder trocken war. Dadurch waren manche Fahrer zu Anfang oder Ende mit den falschen Reifen auf der Strecke.
Im Feld der GT3 Cup Challenge startete Manuel Nicolaidis von der Pole, gefolgt von Thomas Winkler und dem Fahrerduo Andreas Corradina mit Giuliano Longa. Das Feld durchmischte sich durch mehrere Unfälle und darauffolgender langer Safety-Car-Phasen. Jean-Paul von Burg war von siebter Position des GT3 Cup Challenge Feldes und damit vom 23. Rang des gesamten Feldes gestartet. Er fuhr als Erster des Gesamtfeldes über die Ziellinie und sicherte sich den Sieg der GT3 Cup Challenge im Endurance Rennen. Benoit Bitschnau wurde in der GT3 Cup Challenge Wertung Zweiter. Das Fahrerduo Paul Kasper mit Profifahrer Klaus Bachler holte sich den dritten Platz.
„In der Qualifikation war die halbe Strecke nass aber gut mit Slicks zu fahren. Der Letzte der rauskam, ist daher die beste Zeit gefahren. Ich bin vom Platz 23 gestartet, aber das war super interessant. Im Sprint habe ich einfach einen Fehler gemacht, das war ärgerlich,“ fasste Jean-Paul von Burg die beiden Rennen zusammen.
Die Fahrer auf Cayman GT4 Clubsport dominierten erneut das Feld des Porsche Sports Cup. In diesem Feld (Gruppe 3b) holte sich Matteo Arrigosi im Qualifying die Pole Position mit einer schnellsten Runde von 1:53.716 Minuten. Thomas Brauch startete von Rang zwei, gefolgt von Laurent Misbach auf Rang Drei. Im Rennen blieb Arrigosi unter anderem mit seiner schnellsten Rennrunde von 1:55.159 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 153.5460 Kilometern pro Stunde führend und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Thomas Brauch, der seine Position nicht beibehalten konnte, fuhr als Dritter über die Ziellinie. Martin Koch startete vom siebten Platz und konnte während des Rennens fünf Ränge gut machen. Er wurde Zweiter hinter Arrigosi. Brauch fuhr die schnellste Rennrunde mit 1:54.997 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 153.677 Kilometern pro Stunde, wurde dennoch vom zweiten auf den dritten Rang verwiesen.
Das Qualifying des Endurance-Rennens entschied in der Gruppe 3b der GT4 Clubsport Fahrer das Duo Baccani/Di Bona für sich. Der von Position zwei startende Stephan Heim konnte seine Führung nicht behaupten. Laurent Misbach und das Duo Franceschetti mit Profifahrer Manuel Metzger belegten beim Start die hinteren Ränge, holten im Rennen jedoch auf: Misbach entschied das Rennen für sich, Franceschetti/Metzger wurden Zweiter. Das Duo Giacomo Riva und Matt Arrigosi, vom dritten Rang ins Rennen gegangen, konnte die Position behalten und sicherte sich den dritten Platz.
Peter Hagmann sicherte sich mit 4315 Strafpunkten auf 991 GT2 RS den ersten Platz der Porsche Driver’s Challenge. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Peter Gafner auf 991 GT3 sicherte sich in Le Castellet den ersten Rang und wurde in Imola mit 4413 Strafpunkten Zweiter. Dritter wurde Peter Meister auf 991 GT3 mit 4551 Strafpunkten.
Xavier Penalba vom Verband Schweizer Porsche Clubs fasste zusammen: „Auf der doch kurzen Strecke in Imola mit einem Feld von mehr als 50 Fahrern im Endurance-Rennen zu starten, verspricht an sich ein tolles Rennen. Und das war es auch! Als Nächstes freuen wir uns auf die kommenden Rennen in Dijon Mitte August.“
Der nächste Lauf findet vom 16. bis 18. August in Dijon statt. Dort werden zwei Sprintrennen gefahren.