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Nach dem Coming-Out von Apple-Chef Tim Cook wurde in Sankt Petersburg ein zwei Meter grosses iPhone, das an Vorgänger Steve Jobs erinnern sollte, von einem Uni-Campus entfernt. ZEFS, ein Zusammenschluss aus russischen Unternehmen, berief sich dabei gemäss Reuters auf das «Gesetz gegen homosexuelle Propaganda».
«Nachdem Apples CEO Tim Cook öffentlich zur Sodomie aufrief, wurde die Statue entsprechend des Gesetztes entfernt, das Kinder vor Informationen beschützt, die traditionelle Familienwerte verleugnen», hiess es im Statement von ZEFS.
Aufgerufen hatte der Apple-Chef jedoch zu gar nichts. Im Wirtschaftsmagazin Businessweek schrieb er: «Ich bin stolz, schwul zu sein. Und ich denke, dass Schwulsein eines der grössten Geschenke ist, die mir Gott gegeben hat.»
Nach Coming-Out verlangte ein konservativer Parlamentarier von St. Petersburg gar ein Einreiseverbot für Tim Cook, schreibt die Washington Post. Er könnte «Ebola, AIDS oder Gonorrhö» nach Russland bringen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Jahr 2013 ein Gesetz unterzeichnet, das «homosexuelle Propaganda» verbietet, um Minderjährige vor nicht-traditionellen sexuellen Werten zu schützen. Es stellt jegliche positive Äusserung über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder in der Öffentlichkeit unter Strafe. (rey)