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Im Verlaufe des 15. Jahrhunderts schlossen sich die Geteilschaften und die Geschnitte im Natischerberg zusammen zur Gumperschaft (Gemeinde) Rischinen. Diese umfasste die Weiler oberhalb der Hegdorner Wasserleitung. Da diese kleinen Weiler eine eigene Gemeinde bildeten, ist davon auszugehen, dass sie ganzjährig bewohnt waren.
Rischinen war das politische und Blatten das kirchliche Zentrum der Gumperschaft. Am Anfang des 17. Jahrhunderts schlossen sich die Gumperschaften Naters und Rischinen zusammen.
Häusergruppe mit Brunnen
Einen typischen Platz im alten Blatten stellt die Häusergruppe am Kapellenweg dar. Diese Häuser wurden im 17. Jahrhundert aus Lärchenholz gebaut.
Theoduls-Kapelle
Die Theoduls-Kapelle wurde 1480 erstmals erwähnt und Blatten wurde zum kirchlichen Zentrum des Natischerbergs. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die ehemals Nord-Süd ausgerichtete Kapelle nach Osten gewendet (wie eigentlich alle katholischen Kirchen undKapellen) und vergrössert.
Kaplaneihaus
Das Kaplaneihaus, das ebenfalls am malerischen Kapellenplatz steht, wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von Kaplan Berchtold erbaut und der Kaplanei Naters geschenkt.
Backhaus Wichje
Früher wurde im ganzen Natischerberg Getreide angepflanzt, meist Roggen.. Das Backhaus Wichje in Blatten wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und bis in die 50er Jahre rege genutzt. Aufgrund gesellschaftlicher und technischer Entwicklungen verringerte sich die Nachfrage drastisch und der Betrieb wurde eingestellt. 1989 kaufte die Gemeinde ein Backhaus und gründete die Genossenschaft „Bachhüs Wichje“. Für Interessierte werden Führungen und Backtage angeboten.
Grösster Speicher in Blatten
Der grösste Speicher in Blatten steht im „Ännerblatt“. Die Speicher dienten als Vorratsräume und wurden auf Säulen mit runden Platten gebaut, damit die Vorräte nicht vom Ungeziefer gefressen wurden.