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Champions Hockey League - Unterschiedliche Ausgangslage
Bild: twitter
Drei der vier Schweizer Klubs befanden sich nach zwei Runden an der Spitze ihrer Gruppe und starteten als die Gejagten in die dritte und vierte Runde der Champions Hockey League 2018/19. Wie es Zürich, Zug, Bern und Lugano ergangen ist, lest ihr hier:
ZSC Lions - Eine enge Angelegenheit
Vor einer Woche starteten die ZSC Lions mit Siegen nach Verlängerung respektive Penaltyschiessen in die Gruppenphase. In der dritten Runde trat man zum Rückspiel in Schweden gegen die Frölunda Indians an. Die Indians führten bis kurz vor Schluss mit 3:1, ehe Pius Suter das Anschlusstor gelang und die Hoffnung bei den Zürchern nochmals aufkam. Doch es kam wie es kommen musste und die Schweden besiegelten mit dem Treffer ins leere Tor den 4:2 Sieg. Die zweite Auswärtspartie des Wochenendes fand in Dänemark statt. Die Zürcher besiegten die Aalborg Pirates nur knapp mit 1:2 in der regulären Spielzeit. Zwischenzeitlich lag man mit 0:1 in Rücklage, konnte aber durch zwei schnelle Tore im zweiten Drittel das Spielresultat drehen. Danach gelang es den Lions nicht, weitere Tore zu schiessen.
Die Zwischentabelle der Gruppe A ist nach vier Runden sehr ausgeglichen: Die Lions, Frölunda und die Vienna Capitals haben jeweils sieben Punkte auf ihrem Konto. Aufgrund der Tordifferenz liegt die Mannschaft von Serge Aubin zurzeit auf dem zweiten Zwischenrang.
Über einen Monat müssen die Mannschaften nun warten, bis die letzten beiden Runden der Gruppenphase ausgetragen werden. Am 9. Oktober (19:45) treten die Lions gegen die Vienna Capitals, das Ex-Team von Trainer Serge Aubin, zum Spitzenspiel an. Am 16. Oktober (19:30) folgt dann das Rückspiel gegen den derzeitigen Gruppenersten. Wollen die Zürcher die Qualifikation fürs Achtelfinale erreichen, müssen sie in den Partien gegen die Capitals wahrscheinlich mehr Punkte holen als der Gegner. Denn die Indians bestreiten noch zwei Spiele gegen das Schlusslicht aus Dänemark.
EV Zug - Achtelfinalqualifikation verschoben
Der EV Zug war die einzige Schweizer Mannschaft, die ohne Punktverlust aus den ersten beiden Partien hervorging. In der dritten Runde trafen die Innerschweizer im ersten Heimspiel der Gruppenphase auf die Eisbären Berlin. Die nördliche Konkurrenz hatte jedoch keinen Stich und wurden gleich mit 6:1 abgefertigt. Massgeblich am Sieg beteiligt war Viktor Stalberg mit einem Treffer und zwei Assists.
In der vierten Runde hätten sich die Zuger bereits vorzeitig das Achtelfinalticket sichern können, verloren jedoch gegen den weissrussischen Meister Neman Grodno unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung. Mit einem Schussverhältnis von 41:19 Schüssen wäre der Sieg sicherlich verdient gewesen.
Trotzdem führen die Zuger nach vier Runden die Gruppe D mit zehn Punkten an. In den letzten beiden Spielen trifft das Team von Neu-Trainer Dan Tangnes auf den Gruppenzweiten Kometa Brno. Am 10. Oktober (18:00) findet das Auswärtsspiel gegen den tschechischen Meister statt. Am 16. Oktober (19:45) folgt das Rückspiel in der Bossard Arena.
SC Bern - Bereits qualifiziert
Der SC Bern ist eines von insgesamt drei Teams, die sich bereits nach vier Runden für den Achtelfinal qualifiziert haben. Grund dafür sind die beiden Siege nach 60 Minuten in der PostFinance Arena. Am Donnerstag besiegte man die Växjö Lakers knapp mit 4:3. Bis zum letzten Drittel führten die Berner mit 3:1, ehe die Schweden nochmals ausgleichen konnten. Durch ein wunderschönes Zusammenspiel des neuen Ausländers Jan Mursak mit Simon Moser gelang kurz vor Schluss der Lucky Punch zum 4:3.
Am Samstag folgte dann die Bestätigung gegen die Cardiff Devils. Ebenfalls nur mit einem Tor Vorsprung schlug man den britischen Meister aus Cardiff mit 3:2. Im Gegensatz zum Spiel gegen Växjö lag man vor den letzten 20 Minuten mit 1:2 in Rückstand, konnte das Spiel aber noch wenden.
Falls die Berner den Gruppensieg haben wollen, können sie sich aber keinesfalls zurücklehnen. In den letzten beiden Spielen trifft man auf den ersten Verfolger aus Salzburg. Am 10. Oktober (19:45) bestreiten die Berner zuerst das Heimspiel gegen Red Bull Salzburg, während am 17. Oktober (19:30) das letzte Spiel der Gruppenphase gegen den gleichen Gegner folgt.
HC Lugano - Kurz vor dem Ausscheiden
Für den HC Lugano waren in der dritten und vierten Runde zwei Siege Pflicht, verloren die Tessiner doch schon die ersten beiden Spiele. Im dritten Spiel konnte dann endlich der erste Sieg eingefahren werden. Mit einem 4:1 gegen den slowakischen Meister HC '05 Banská Bystrica gelang die Revanche für die Hinspielniederlage. Lugano hatte deutlich mehr Spielanteile und konnte erneut auf einen starken Elvis Merzlikins zählen.
Das zweite Spiel des Wochenendes verloren die Tessiner gegen den HC Pilsen knapp mit 2:3. Die Tschechen gewannen bisher alle Spiele und qualifizierten sich wie Bern bereits zwei Runden vor Schluss souverän für den Achtelfinal. Das Spiel gegen Lugano gestaltete sich am Ende aber schwerer als gedacht. Die Luganesi, die zwischenzeitlich mit 0:3 im Rückstand lagen, zeigten eine starke Moral und waren am Ende der Partie drückend überlegen. Schlussendlich reichte es aber nicht mehr für den Ausgleich.
Somit stehen die Tessiner mit dem Rücken zur Wand. In den letzten beiden Spielen trifft man auf Champions Hockey League-Vorjahressieger JYP Jyväskylä. Am 9. Oktober (19:45) wird zuerst das Heimspiel ausgetragen. Am 16. Oktober (18:00) ist man dann zu Gast in Finnland. Für das Weiterkommen müssen beide Spiele gewonnen werden, mindestens eines nach 60 Minuten.