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Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.
Ende des 19. Jahrhunderts feierte das moderne Bildplakat in Frankreich erste Höhepunkte. Als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit reflektierte es par excellence das Lebensgefühl einer innerlich aufgewühlten und zerrissenen Nation, die sich selbst im Hedonimsus zelebrierte. Die Frau als Werbeträgerin und Objekt der Begierde spielt im Plakat der Epoche eine bedeutende Rolle. Als Bild für „das Andere“ wurde sie entweder zur Allegorie überhöht oder auf erotische Männerphantasien reduziert. Jane Avril, Loïe Fuller, Sarah Bernhard oder Eleonora Duse waren sowohl die Göttinnen auf den Brettern der Bühne als auch die Musen und Modelle der Künstler jener Zeit. Trotz erster emanzipatorischer Bestrebungen, die sich in Auseinandersetzungen um Rechte und berufliche Verwirklichung der Frau zeigten, erhielten sie vor allem populäre Berühmtheit durch ihre Verewigung in Plakaten von Alfons Mucha, Jules Chéret, Eugène Grasset, Henri de Toulouse-Lautrec oder Théophile-Alexandre Steinlen.
Eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der
Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.