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Die ausgeprägten Defizite in den 1990er-Jahren führten zu einem spektakulären Anstieg des öffentlichen Schuldenstandes. Dieser verdoppelte sich innert eines Jahrzehnts und erreichte Ende 2004 mit 245,9 Mrd. Fr. einen Höchstwert (52,8% des BIP). Die Schuldenquote erreichte ihr Maximum von 53,4% bereits im Vorjahr, nachdem sie 1990 noch 30,9% betragen hatte.
Sowohl der Bund als auch die Kantone und Gemeinden trugen zum Anstieg der Verschuldung bei. Am stärksten war jedoch der Anstieg beim Bund, dessen Bruttoschuld von 38,1 Mrd. Fr. (1990) auf 130,4 Mrd. Fr. im Jahr 2005 kletterte.
Dank der konjunkturellen Erholung und der Ausschüttung der überschüssigen Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank vermochten die öffentlichen Haushalte seit 2005 ihre Bruttoschulden auf 206,3 Mrd. Fr. im Jahr 2011 zu reduzieren, was einer Schuldenquote von 35,0% entspricht.
Gemäss den Konvergenzkriterien der EU darf der gesamte Bruttoschuldenstand des Staates 60% des BIP nicht überschreiten. Die Gesamtschuld der öffentlichen Haushalte der Schweiz hat diesen Wert noch nie erreicht. Verglichen mit dem Durchschnitt der EU-Länder von 88,1% im Jahre 2011 liegt die Schuldenquote der Schweiz markant tiefer.