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Oboe

David Walter
Der 1958 in Paris geborene David Walter verfolgt eine einzigartige Karriere: Nachdem er den Ersten Preis für Oboe und Kammermusik am Conservatoire national supérieur de musique de Paris erhalten hatte, erlangte er schnell Anerkennung ausserhalb Frankreichs, indem er nacheinander fünf internationale Preise gewann – in Ancona, Prag, München, Belgrad und Genf. Seine kammermusikalische Tätigkeit umfasst in erster Linie die Zusammenarbeit mit dem "Quintette Moragues" und vielen anderen Partnern.
David Walter war erst 29 Jahre alt, als er aufgrund seines Enthusiasmus und seines pädagogischen Engagements zum jüngsten Oboen- und Kammermusikprofessor am renommierten Pariser Conservatoire ernannt wurde.
Um das relativ begrenzte Oboenrepertoire zu bereichern, hat sich Herr Walter als unermüdlicher und massgeblicher Transkribent erwiesen: bis heute hat er mehr als 1000 Werke bearbeitet und auch selber komponiert (bis heute 35 Werke). Im Dezember 2016 dirigierte er seine Oper "La jeune fille sans mains" in Paris mit dem Orchestre National de l'Ile de France in der Philharmonie de Paris.

Jean-Louis Capezzali
hat am Conservatoire de Versailles studiert, wo er die Goldmedaille und den Ehrenpreis gewann. Er ist Preisträger der internationalen Wettbewerbe in Genf (1982) und Prag (1986). 1988 wurde er Professor für Oboe am Conservatoire National Supérieur de Paris und Erste Oboe und Solist des Orchestre Philharmonique de Radio France; 1998 Solist und Professor für Oboe am Conservatoire National Supérieur de Lyon sowie seit 2009 am Conservatoire de Lausanne. Neben seiner internationalen Solistenkarriere lehrt er in regelmässigen Meisterkursen in China, Skandinavien und vielen anderen Ländern die französische Schule des Oboenspiels.
Gregor Witt
In Dresden geboren, studierte Gregor Witt von 1985-89 Oboe bei Prof. Gerd Albrecht Kleinfeld an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Nach ersten Engagements als Solooboist der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin und der Komischen Oper Berlin engagierte ihn 1993 Daniel Barenboim in gleicher Position an die Staatskapelle/Staatsoper Berlin.
Seit 2015 ist Gregor Witt neben seiner Tätigkeit an der Berliner Staatsoper ordentlicher Professor für Oboe und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, an der er bereits seit 2004 erfolgreich unterrichtet. Viele seiner ehemaligen Studenten sind Solo-Oboisten grosser Orchester und Preisträger internationaler Wettbewerbe.
Gregor Witt gastiert als Solist im In-und Ausland und ist Mitglied zahlreicher Kammermusikensembles, darunter des Bläserquintetts der Staatskapelle, mit denen er zahlreiche Aufnahmen für CD und Rundfunk einspielte. Gastspiele führten ihn in fast alle wichtigen Musikzentren Europas, nach Japan, Taiwan, Nord- und Südamerika und Israel. Als Kammermusikpartner musizierte er mit Daniel Barenboim, David Geringas, Julia Fischer, Klaus Thunemann, Marie Luise Neunecker und v.a. Als Solo-Oboist spielte er in vielen grossen Orchestern Deutschlands, so u.a. bei den Berliner Philharmonikern, dem NDR-Sinfonie-Orchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und den Münchner Philharmonikern.
Auch an namhaften Festivals nahm er teil, so war er Gast beim internationalen Kammermu-sikfest Lockenhaus und beim Jerusalem Chamber Music Festival, mit dem er auch in der New Yorker Carnegie Hall gastierte. Darüber hinaus gibt Gregor Witt regelmässig internationale Meisterkurse - so in den USA u.a. an der Juilliard School in New York, in Norwegen, Finnland, Japan, Russland und Polen.
Als Dirigent arbeitet er mit verschiedenen Kammerorchestern und leitet seit 2006 die von ihm mitbegründete Mecklenburgische Bläserakademie. 2015 erschien seine erste Solo-CD "my oboe", auf der er für den Rundfunk Berlin-Brandenburg u.a. mit Daniel Barenboim Robert Schumanns "Romanzen für Oboe und Klavier" einspielte.

Fagott
Carlo Colombo
stammt aus Padua, Italien. Studium bei E. Dall’Oca in Mailand, bei R. Birnstingl in Genf und bei B. Pollard in Amsterdam. Seit Gründung des Lyon National Opera Orchesters im Jahr 1983 ist er dort Erster Fagottist. 1978 bis 1981 war er Erster Fagottist des Ensembles „I Solisti Veneti". Carlo Colombo tritt mit führenden europäischen Orchestern unter der Leitung berühmter Dirigenten auf, wie z. B. R. Muti, R. Chailly, A. Dorati, P. Herrewege, Sir N. Marriner, etc. Sein Interesse gilt den Originalinstrumenten, was ihn dazu bewegte, mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von Sir J. E. Gardiner aufzutreten. C. Colombo ist Mitglied des Bläser Ensembles „Maurice Bourgue" und lehrt seit 2001 am Conservatoire National Superieur de Musique de Lyon sowie seit 2005 am Conservatoire de Lausanne. Er war Gastprofessor an der Indiana University und am Oberlin Conservatory und gibt vernachlässigte Fagott-Werke für Billaudot und Accolade heraus.

Stefano Canuti
lernte zunächst klassische Gitarre und wechselte siebzehnjährig zum Fagott. Sein Lehrer war Ovidio Danzi. Er wurde zunächst Erster Fagottist des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und wechselte dann zum RAI-Orchester in Turin. Er trat als Solist und Kammermusiker in vielen Städten Europas, in Nord- und Südamerika und China auf und spielte ein Dutzend Soloalben ein. Zum 25. Jahrestag der International Double Reed Society spielte er mit Sergio Azzolini François René Gebauers Sechs Arien aus "Der Barbier von Sevilla" von Gioacchino Rossini für zwei Fagotte ein. In sinfonischen Werken trat er u.a. mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado und der Symphonica Toscanini unter Lorin Maazel auf. Canuti unterrichtet Fagott am Conservatorio de Música Lucio Campiani in Mantua. 2003 lud ihn José Antonio Abreu als Professor für Fagott an die Fundación del Estado para el Sistema Nacional de Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela ein. Seit 2006 ist er Professor am Royal Northern College of Music in Manchester.
|Matthias Rácz |
wurde 1980 in Berlin geboren und begann im Alter von sechs Jahren seine musikalische Ausbildung zunächst auf dem Klavier und mit 10 Jahren auch auf dem Fagott. In seiner Schulzeit am musischen Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium in Berlin wurde er von Prof. Fritz Finsch unterrichtet. Während des Studiums war er Schüler von Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Schon früh begann er sehr erfolgreich an Wett-bewerben teilzunehmen. Er erspielte sich zahlreiche erste Bundespreise beim Wettbewerb "Jugend musiziert" in Solo- sowie Kammermusikwertungen. Während seiner musikalischen Ausbildung wurde er mit verschiedenen Förderungen ausgezeichnet, so als Stipendiat der Jürgen Ponto Stiftung, der Villa Musica, des PE-Förderkreises für Studierende der Musik und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Beim Internationalen Bayreuther Musikwettbewerb "Pacem in terris" 2000 erhielt er den 3. Preis in der Gesamtwertung aller Holzblasinstrumente. Im Jahr 2002 folgte der 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb "Prager Frühling" und noch im selben Jahr gewann er den Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Schon im Alter von 15 Jahren gab er sein Debüt als Solist mit dem Kölner Kammerorchester in der Fernsehproduktion "Junge Künstler auf dem Podium". Weitere Konzerte folgten mit dem Interlochen-World-Youth-Symphony Orchestra (Michigan/USA), dem Ensemble Resonanz, der Norddeutschen Philharmonie, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Tonhalle Or-chester Zürich um nur einige zu nennen. Er war Gastsolist bei vielen Musikfestivals wie dem Mozartfest Schwetzingen, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musikfestival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Seine CD-Produktionen – unter anderem zuletzt mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und den vier Grossen-Fagottkonzerten, seine Konzertmitschnitte verschiedener Rundfunkan-stalten sowie Fernseh- und Radioproduktionen – dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.
Ungeachtet seines jungen Alters wurde Matthias Rácz 2003 von Seiji Ozawa als Dozent zum Ongaku-juku Opera Project nach Japan eingeladen. Im Alter von 24 Jahren gab er seinen ersten internationalen Meisterkurs für Fagott und seither führen ihn viele Meisterkurse rund um den Globus. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter für Fagott vom "The Muri Competition" in Muri AG/Schweiz.
Mit 21 Jahren war er bereits Solofagottist im Gürzenich Orchester Kölner Philharmoniker und seit 2003 ist er in gleicher Position im Tonhalle-Orchester Zürich tätig. Ausserdem ist er Solofagottist im Lucerne Festival Orchestra unter Riccardo Chailly. An der Zürcher Hoch-schule der Künste hat er die Professur für Fagott inne.
Als offizieller "Fox Artist" ist Matthias Rácz Markenbotschafter des führenden US-amerikanischen Fagott-Herstellers "Fox Products Corporation".