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«Der Frieden in Kolumbien ist nah und wir werden ihn erreichen», sagte der Staatschef nach dem Treffen mit seinen Vorgängern. Zusammen mit dem Nein-Lager werde nun daran gearbeitet, einzelne Punkte des Abkommens zu konkretisieren und Unsicherheiten zu beseitigen.
Die Gegner des Friedensabkommens stammen vor allem aus dem Umfeld des Oppositionspolitikers Uribes. Sie kritisieren, dass Guerillakämpfer gemäss dem Vertrag straflos ausgehen könnten und die Umwandlung der FARC in eine legale politische Partei dieser zu viel Einfluss verschaffen könnte.
Uribe erklärte nach dem Treffen mit Santos, «ein Frieden für alle» sei besser als «ein schwaches Abkommen für die Hälfte der Bevölkerung». Er habe dem Präsidenten eine Liste mit «Vorschlägen und Anpassungen» zur Überarbeitung des Vertragstextes überreicht.
Santos entsandte bereits seinen Chefunterhändler zurück nach Kuba, um die Bereitschaft der FARC-Rebellen zu Nachverhandlungen auszuloten. Ob sich die FARC-Führung auf eine Änderung der Eckpunkte einlässt, ist allerdings fraglich.
Uribe und Pastrana sind entschiedene Gegner des Friedensvertrags, den Regierung und Rebellen nach jahrelangen Verhandlungen in Havanna geschlossen hatten. Am Sonntag lehnte die kolumbianische Bevölkerung das Abkommen in einem Referendum überraschend ab. Eine knappe Mehrheit von 50,2 Prozent stimmte mit Nein.
(SDA)