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«Ist das Musik aus dem Film Star Wars oder aus E.T.?» Solche Fragen fallen immer wieder, wenn die Orchestersuite «Die Planeten» von Gustav Holst zu hören ist. Dabei ist es genau umgekehrt: Noch bevor die ersten Tonfilme auf die Leinwand kamen, feierte der englische Komponist (1874–1934) mit seinem wirkungsvoll und visionär instrumentierten Stück grosse Erfolge.
Die farbenreiche, stark assoziative Musik entwickelte sich zur regelrechten Fundgrube vieler Filmkomponisten. Sie wurde in mehreren Batman Filmen verarbeitet, für Harry Potter, Herr der Ringe und so manche Computerspiele.
Astrologische Klangwelten
Die Orchestersuite «Die Planeten» besteht aus sieben Sätzen, komponiert in den Jahren 1914 bis 1916. Die Uraufführung fand 1918, nach dem 1. Weltkrieg statt.
Jeder Satz trägt den Namen eines Planeten unseres Sonnensystems, beziehungsweise der römischen Gottheit, nach welcher der Planet benannt ist. Das Konzept des Werkes ist eindeutig astrologisch inspiriert. Ausgangspunkt bildete ein Buch über Horoskope, welches Holst auf die Idee brachte, den einzelnen Planeten charakterisierende Untertitel zu geben. Die Erde wurde nicht berücksichtigt.
Sätze
- Mars, der Kriegsbringer
- Venus, die Friedensbringerin
- Merkur, der geflügelte Bote
- Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit
- Saturn, der Bringer des Alters
- Uranus, der Magier
- Neptun, der Mystiker
Die Stadtmusik Illnau-Effretikon feiert heuer ihr 75-Jahre-Jubiläum und hat sich für die Aufführung dieses anspruchsvollen Werks entschieden. Dafür wird die Stadtmusik als voll ausgebautes 70-köpfiges, symphonisches Blasorchester auftreten.
Zu den Klängen werden Bilder unseres Sonnensystems und der sieben umspielten Planeten auf eine sechs Meter grosse Leindwand im Hintergrund projeziert. Zur Verfügung gestellt wird das Bildmaterial vom Planetarium Zürich.