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Papst Franziskus will noch in diesem Jahr seine Heimat Argentinien besuchen.
Papst Franziskus will nach einer Einlung durch Argentiniens neuen Präsidenten Javier Milei noch in diesem Jahr erstmals in seiner Amtszeit sein Heimatland besuchen. Dies kündigte der 87-Jährige am Sonntagabend in einem Interview des italienischen Fernsehsender Nove an. Es gebe Pläne für einen Besuch in der zweiten Hälfte des Jahres. «Ich würde gern hingehen», sagte er. «Es sind schon zehn Jahre.» Der gebürtige Argentinier war seit seiner Wahl zum Oberhaupt von weltweit mehr als 1,4 Milliarden Katholiken im März 2013 nicht wieder zu Hause.
Franziskus verwies darauf, dass für August eine Reise in den Pazifikraum geplant sei. Anschliessend könne er nach Argentinien fahren. In der am Donnerstag veröffentlichten Einlung hatte Milei geschrieben: «Als Präsident glaube ich, dass Ihr Besuch den Argentiniern Frieden und Verbrüderung bringen könnte.» Im Wahlkampf hatte er den Papst noch als Kommunisten bezeichnet und beschimpft. Früher war Franziskus Erzbischof von Buenos Aires. Zur aktuellen Lage in seiner Heimat sagte er in dem TV-Interview: «Es beschäftigt mich, weil die Menschen dort so sehr leiden.»
In dem Gespräch verteidigte der Papst die Entscheidung des Vatikans, Priestern unter strengen Einschränkungen die Segnung von homosexuellen Paaren zu erlauben. «Der Herr segnet alle», sagte er. Dann müssten die Gesegneten aber auch «den Weg finden, den ihnen der Herr zeigt». Franziskus fügte hinzu: «Wir müssen ihnen helfen, diesen Weg zu finden, und sie nicht von Anfang an verurteilen.» Insbesondere aus katholischen Kirchen in Afrika gibt es an der Erlaubnis zu Segnungen Kritik. Dort werden Homosexuelle in vielen Ländern noch strafrechtlich verfolgt.