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Aggressive Töne und eine zunehmende Polarisierung in den Medien. Philipp Schweighauser, Professor für Amerikanistik an der Uni Basel, beobachtet die US-Wahlen mit Sorge. Wenn etwa Verschwörungungstheorien wie QAnon im Seitenwagen des Twitter-Präsidenten mitfahren. Oder wenn die «Washington Post» Donald Trump 20’000 Lügen nachweist.
Welchen Einfluss haben soziale Bewegungen?
Amerikanistik-Professor Schweighauser beschäftigt sich seit Jahren mit der amerikanischen Literatur und Gesellschaft und hat mehrere Forschungsaufenthalte in den USA hinter sich. Die Polarisierung stellt er etwa im Zusammenhang mit der Bewegung Black Lives Matter fest. Wie sich diese auf das Wahlergebnis auswirkt, sei schwierig zu sagen. Zum einen könnten Leute, die den strukturellen Rassismus bekämpfen wollen, zu Joe Biden bewegen. Andererseits profilierten sich rechtsextreme Gruppen wie die Proud Boys und die Three Percenters mit Ängsten vor dieser Bewegung.
Corona könnte Wahl mitentscheiden
In den Augen von Philipp Schweighauser könnte die Covid-19-Pandemie zum Knackpunkt bei den US-Wahlen werden und vermutet, dass sich gemässigtere Republikaner deswegen von Trump abwenden könnten.
Zudem sieht Schweighauser einen Vorteil von Joe Biden gegenüber der vorigen Demokraten-Kandidatin Hillary Clinton in dessen Herkunft aus dem Industriegürtel von Pennsylvania. Im Unterschied zu Clinton werde Biden damit als weniger stark dem Establishment zugerechnet.