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sollte ich mein Geld in so einen Laden investieren wenn ich eine Münchener Rück kaufen kann? Beide Konzerne machen ungefähr den gleichen Umsatz, während allerdings die Margen bei AIG deutlich höher sind, wodurch ein EBIT bei AIG von 11.5 Mrd. USD und bei MRü von "nur" 4.0 Mrd. EUR hängen bleibt. Der Börsenwert (MC) von AIG mit ca. 76.7 Mrd. USD scheint zwar günstig im Verhältnis zum EBIT (MC/EBIT=6.7), während MRü mit ca. 30.0 Mrd. EUR auf ein Verhältnis von 7.5 kommt. Aber AIG hat noch Netto-Schulden von ca. 17 Mrd USD (während MRü fast keine hat), mit deren Berücksichtigung sich das Verhältnis ((MC+Netto-Schulden)/EBIT) auf 8.1 erhöht. Ist also schlechter als MRü.
Außerdem...der Börsenwert von AIG ist unter Buchwert richtig...aber das ist meiner Meinung nach auch mehr als gerechtfertigt. AIG war maßgeblich für die Finanzkrise verantwortlich, da sie der "Rückversicherer" fast aller Kreditausfallversicherungen für Hypotheken in den USA war. Dadurch hat AIG im Jahr 2018 einen Verlust von ca. 100 Mrd.!!! USD verbucht und musste verstaatlicht werden.
Erstens arbeiten wahrscheinlich immer noch die selben inkompetenten und risikofreudigen (was auch die deutlich höheren Margen erklärt) Leute dort wie damals und zweitens befinden sich wahrscheinlich immer noch Altlasten in den Büchern (wer weiß?).
Klar versuchen sich jetzt ein paar zwieträchtige Investoren (wie Paulson, Icahn, etc.) zu bereichern indem sie den Laden zerschlagen oder ein paar Beteiligungen verscherbeln, was den Kurs ankurbeln könnte, aber ich traue weder den beiden noch den Management der der AIG. Also wer Nachts ruhig schlafen will, sollte sich lieber für eine deutlich konservative Anlage bei MRü entscheiden.
Ist jedenfalls meine Meinung. Für Anregungen, Widerlegungen etc. bin ich gerne offen :-)
@Spätschicht: Auf den Buchwert bin ich schon eingegangen. Und was sagt dir der Buchwert? Warum ist der Markt der Meinung, dass die bilanzierten Vermögenswerte unter Buchwert gehandelt werden? Hast du dich mal mit der Vergangenheit von AIG beschäftigt?
@Fischbrötchen: Das der Wechselkurs potential bietet verstehe ich nicht. Das bietet jedes USD-Investment! Und warum gerade bei AIG? Auf den Konzernumbau bin ich auch schon eingegangen. Wenn du darauf wettest, dass Icahn es wieder mal schafft ein Unternehmen aufzuspalten und deshalb auf den Zug aufspringst ist das eine Sache aber erstens bezweifel ich hier seinen Erfolg und zweitens ist es für mich kein Argument warum ein Unternehmen mehr "Potential" hat. Du kannst auch eine MüRü aufspalten und viele andere beliebige Unternehmen (z.B. Bilfinger, VW, etc.) und dadurch den Unternehmenswert steigen.
Es geht mir um die Vertrauenswürdigkeit. Vielleicht kannst du kurz- oder auch mittelfristig ein paar Prozentchen mehr raus holen als bei MüRü aber langfristig wird eine konservativere und risikobewusstere MüRü mehr Rendite erzielen und muss nicht vom Staat gerettet werden wie AIG einst.
nun zu eine muss ich sagen, dass ich die Aktien damals zu ca. 40 - 50 cent gekauft hatte, nochmals bei ca 40 $ nachgelegt habe und da ich gerade etwas Geld habe die geschenkten Optionen gezogen habe. Daher ist die Dividente im Verhältnis zu dem eingesetzten kapital (nicht Kurs) auch nicht zu verachten.
Bei der Aufspaltung von AIG geht es nciht darum das Unternehmen zu zerschlagen, sondern durch die Verwendung von Tochterfirmen (ist bei europäischen Gesellschaften Standrat, [bei Lebensversicheurngssparten sogar vorgeschrieben, um diese gegen Verluste der Mutter zu schützen] die Bereiche einzeln zu haben, um Ansteckungen vorzubeugen) um die Kosten der Finanzierung zu reduzieren.
Auch interessant in dem Artikle weiter oben ist, das zum Teil noch fehlende Vertrauen der Anleger. Wird dies zurück gewonnen kann man unter Umständen von steigenden Kursen ausgehen.
Der $ Kurs war nur im Vergleich zur Münchner Rück, um diesen Vergleich ging es dir ja. Und ja ich habe auch schon Überlegt ob ich von diesen Verein auch Aktien hohle.
Auch bin ich ziemlicher Leihe was das ganze angeht und habe in der Regel nur ETFs.
Der einst größte Versicherer der Welt steckt tief im Minus und weist Milliardenverluste für das vergangene Quartal aus. Investor Icahn entsendet bereits einen Vertreter in die Unternehmensführung - und hat Pläne, die noch viel weiter gehen.