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Das Satellitenkonto der Haushaltsproduktion (SHHP) erweitert den zentralen Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, in welcher nur ein marginaler Teil der unbezahlten produktiven Leistungen der privaten Haushalte berücksichtigt wird. Es ermöglicht somit, die wirtschaftliche Bedeutung der unbezahlten Arbeit zu messen und ihren Anteil an der erweiterten Gesamtwirtschaft zu bewerten. Im Jahr 2020 fielen 41,4% der Bruttowertschöpfung in der erweiterten Gesamtwirtschaft auf die Haushalte ab.
Die Basis für ein SHHP bilden die produktiven Leistungen der privaten Haushalte, welche nicht über den Markt abgewickelt werden, d.h. die unbezahlten Arbeiten von Privatpersonen. Diese Leistungen werden zuerst mittels der dafür investierten Zeit gemessen . Weiter werden sie mithilfe der Marktkostenmethode monetär evaluiert. Diese Methode berechnet wie viel Geld es kosten würde, wenn die unbezahlte Arbeit durch bezahlte Arbeitskräfte ausgeführt würde; als Referenzwerte dienen die durchschnittlichen Arbeitskosten nach Berufsgruppen.
Im Jahr 2020 wurden von der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in der Schweiz 9,8 Milliarden Stunden unbezahlt gearbeitet. Im Vergleich dazu wurden 7,6 Milliarden Stunden gegen Bezahlung gearbeitet.
Insgesamt wird die geleistete unbezahlte Arbeit auf einen Geldwert von 434,2 Milliarden Franken geschätzt. Die Hausarbeit macht den grössten Anteil aus mit 318,9 Milliarden Franken oder rund 73,4% des Gesamtwertes. Die Betreuungsaufgaben werden auf 82,1 Milliarden (18,9% des Gesamtwertes) geschätzt, die Freiwilligenarbeit auf 33,2 Milliarden Franken (7,7% des Gesamtwertes). Insgesamt beläuft sich der Beitrag der Frauen auf 59,6% des Gesamtwertes.
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