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Zoom Am Abend des 13. Oktobers 2009 verschwanden plötzlich sämtliche schwedischen Websites (.se) aus dem Internet und waren für einige Zeit nicht erreichbar. Auch Mails an schwedische Adressen konnten nicht zugestellt werden und kamen zurück. Wie inzwischen bekannt wurde, lag die Ursache in einem fehlerhaften Script, das einen einfachen, aber wichtigen Punkt weggelassen hatte. Mittlerweile ist das Problem korrigiert und Schweden nimmt wieder am Internet teil.
Wie der schwedische Internetdienstleister Pingdom meldet, ist eine defekte Version der sogenannten Zonendatei, die zentrale Konfigurationsdatei für die Top-Level-Domain .se, am 12. Oktober um 21:45 Uhr veröffentlicht worden. Ein fehlerhaftes Script hatte einen abschliessenden Punkt in den DNS-Einträgen (Domain Name System) für .se weggelassen – ein kleiner Fehler mit grosser Wirkung. Das Problem fiel schnell auf und wurde eine Stunde später beseitigt.
Doch die Wirkungen hielten noch einige Zeit an. DNS-Abfragen werden üblicherweise von den DNS-Servern der Internetprovider in einem Cache zwischengespeichert, um nicht jedes Mal den zentralen Name-Server abfragen zu müssen. Die Cache-Lebenserwartung beträgt in diesem Fall 24 Stunden. Nachdem das Problem erkannt worden war, haben die Provider ihre Cache-Daten gelöscht, um die aktuellen, korrigierten Einträge wirksam werden zu lassen.
Der Vorfall hat alle 900'000 schwedischen Domains auf einen Schlag unerreichbar gemacht. Man stelle sich vor, dies würde bei einer Top-Level-Domain wie .com passieren, die mehr als 80 Millionen Domains umfasst.