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Jakob Rudolf Wüst, geb. 1907, liess sich 1952 in der Gemeinde Elsau nieder. Elsau wurde ihm Heimat, hier engagierte er sich in verschiedenen Bereichen, 1966 - 1974 wirkte er als Gemeinderat. 1978 starb seine Gattin, Kinder waren dem Ehepaar nicht beschieden. In seinem Testament legte er fest, dass sein Nachlass nach Abzug einer grossen Anzahl von Vermächtnissen an seine Verwandten und die Angehörigen seiner Frau, sowie weiteren Zuwendungen an diverse Institutionen, an die Politische Gemeinde Elsau übergehen sollte mit folgender Zweckbestimmung:
"Die Zuwendung soll als Grundkapital für die Errichtung eines Jakob Rudolf Wüst-Fonds für kulturelle Aufgaben der Gemeinde Elsau dienen. Das Kapital darf nicht angetastet werden. Der Ertrag ist für kulturelle Aufgaben der Gemeinde, wie die Anschaffung von Kunstwerken, die künstlerische Gestaltung öffentlicher Anlagen, die Gewährung von Beiträgen an die Restaurierung erhaltenswerter Gebäude, oder die Durchführung von Konzerten und Theateraufführungen zu verwenden. Über die Zuwendungen aus diesem Fonds hat der Gemeinderat zu entscheiden."
Am 14. November 1996 ist Jakob Rudolf Wüst gestorben. Nach vollzogener Teilung des Nachlasses verblieb der Gemeinde Elsau ein Betrag von CHF 1'030'000 als Grundkapital für den neu zu schaffenden J.R. Wüst-Kulturfonds. Der Gemeinderat hat für die Erarbeitung und Prüfung zweckmässiger Projekte und deren Durchführung eine beratende Kommission eingesetzt. Die verbindliche Krediterteilung jedoch verbleibt, wie im Testament festgelegt, beim Gemeinderat.
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