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Im Detail bezichtigen die Aufseher den weltweit zweitgrössten Bergbaukonzern, notwendige Wertberichtigungen eines gefloppten Investments in Afrika zu spät vorgenommen zu haben. Die Manager hätten nach vorherigen Fehlinvestitionen ihren Job retten wollen, zudem seien bei Investoren noch Milliardengelder eingesammelt worden, als das Scheitern von Projekten in Mosambik schon bekannt gewesen sei.
Rio Tinto hatte sich mit Kohleminen in Mosambik 2011 für 3,7 Milliarden US-Dollar zu verstärken versucht. Der damalige Rio-Chef Albanese plante, die Kohle billig zu fördern und günstig zu verschiffen. Das ging daneben: Nach SEC-Angaben war weniger Kohle als gedacht vorhanden, dazu von niedrigerer Qualität - und die Genehmigung für die Verschiffung über den Sambesi-Fluss blieb ebenfalls aus. Nach milliardenschweren Abschreibungen wurde das Projekt 2014 für 50 Millionen Dollar losgeschlagen. Albanese und Elliott verliessen das Unternehmen 2013.
Rio Tinto teilte weiter mit, in einem Vergleich mit der britischen Finanzaufsicht FCA in dem Fall eine Strafe von gut 27 Millionen britischen Pfund wegen des Verstosses gegen Veröffentlichungsvorschriften gezahlt zu haben. Rio stellte fest, die FCA habe keinen Betrug beim Konzern festgestellt. Ex-Rio-Finanzchef Elliott legte sein Amt als Verwaltungsrat des Ölriesen Shell in Zusammenhang mit den SEC-Anschuldigungen nieder./men/nas/jha/
(AWP)