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Das Feld in Grossbritannien war stark, aber nicht hochkarätig besetzt. Sprunger, seit Berlin die Nummer 6 der Jahresweltbestenliste, traf mit Janieve Russell aus Jamaika auf die Nummer 3 des Rankings und mit der Amerikanerin Georganne Moline auf die Nummer 5 weltweit. Die Schweizerin wehrte auf den letzten Metern den Angriff von Russell erfolgreich ab, Moline brach das Rennen kurz nach dem Start ab.
Die Siegerzeit fiel ansprechend aus. Vor Wochenfrist an den Titelkämpfen war Sprunger eine halbe Sekunde schneller gelaufen. Die Schweizerin ist mit diesem Sieg fix für den Diamond-League-Final in anderthalb Woche bei Weltklasse Zürich gesetzt und muss keine Wildcard beanspruchen. Sprunger wird im Letzigrund ihre Sommersaison 2018 abschliessen.
"Auf der Gegengeraden kostete mich der Gegenwind viel Kraft, die Zielgerade hingegen klappte noch besser als in Berlin", sagte Sprunger. "Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, denn ich wusste nicht, ob meine Beine und mein Kopf schon wieder bereit sein würden."
Sprunger gewann als erst zweite Schweizerin einen Wettkampf in der Diamond League. Die Premiere hatte die Stabhochspringerin Nicole Büchler 2017 in Stockholm geschafft. Ein Sieg in einem der zwölf Qualifikations-Meetings für die Finals in Zürich und Brüssel wird mit 10'000 Dollar honoriert.
Weniger erfolgreich als Sprunger waren Europas schnellste Sprinterinnen gegen die Konkurrenz aus Übersee. Über 200 m bezogen Dina Asher-Smith (22,31) und Dafne Schippers (22,41) gegen Shaunae Miller-Uibo eine Niederlage. Die Frau von den Bahamas wurde mit 22,15 Sekunden gestoppt.
Im 100-m-Lauf der Männer gelang dem WM-Zweiten Christian Coleman aus den USA in 9,94 Sekunden ein Prestige-Erfolg. Der Amerikaner bezwang unter anderen seinen Landsmann Noah Lyles, den Emporkömmling und Jahresschnellsten dieser Saison.