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und verursachen ein Steigen des
Wassers um 3-7 m, die
Bucht wird daher von den
Eskimo gemieden. Sophiahafen ist von 200-300
m hohen Gneismassen umgeben, welche mit niedrigen Weidengebüschen und üppig blühenden
Moosen und
Flechten
[* 2] bedeckt sind.
Nordenskjöld begann von hier seine Expedition zur Erforschung Innergrönlands.
archäologische.In mancher Hinsicht hat heute die Altertumswissenschaft einen ähnlichen
Reiz wie zur Zeit der
Renaissance; damals tauchten aus dem
Staub der
Bibliotheken die vergessenen
Handschriften der alten Dichter,
Philosophen,
Historiker auf, von denen man bis dahin kaum mehr als den
Namen kannte: heute erstehen aus der Tiefe der
Erde die
begrabenen
Denkmäler der Vergangenheit. Die seit 1884 gemachtenFunde sind so reichlich, daß wir hier
nur eine Übersicht des Wichtigsten geben können; wir folgen der geographischen
Ordnung und beginnen bei dem Wiegenland unsrer
Kultur, in
Asien.
[* 11]
vor ihm der besiegtePharao Taharka und ein syrischerFürst. Die
Säule war im Königspalast von Sendscherly aufgestellt und ist mit den übrigen
Funden, darunter dem untern Teil
einer Kolossalstatue mit aramäischer
Inschrift (dem Panamnu, König von Saru'el, einem Zeitgenossen
Tiglat Pilesars III. von
Assyrien, von seinem Sohn geweiht), jetzt in
Berlin.
Euphratländer zuzuführen. In Sidon ward 1887 ein großer Grabfund aus hellenistischer Zeit gemacht.
Ein Schacht führte zu unterirdischen Grabtammern hinab, welche Marmorsarkophage, zum Teil ägyptischen Stils, nach Mumiensärgen
geformt, zum größern Teil hellenistisch-griechischer Kunst, enthielten. Der größte (2,30 m lang, 1,70 m breit und
ohne den 0,80 m hohen Deckel 1,40 m hoch) wird
als Meisterstück der Skulptur, Architektur und Malerei bezeichnet. Alles ist wohlerhalten mit natürlichen Farben bedeckt, vor
allem mit den verschiedenen Arten der Purpurfarbe, welche bekanntlich in Sidon angefertigt wurde.
In Ägypten wurden die interessantesten Funde gemacht, so überraschend, wie niemand erwartet hatte.
1) 1881 bereits wurden bei Theben durch Brugsch eine große Anzahl einstmals in unruhiger Zeit besonders hoch im Gebirge versteckter
Königsmumien gefunden, 1885 aber wurden im Museum zu Bulak die wichtigsten ihrer Bindenumhüllung entkleidet, so daß die
alten Könige, deren Namen wir schon als Schüler lernen, wieder leibhaftig vor uns treten, vor allen der
große Sesostris, Ramses II. (ca. 1300 v. Chr.). Die Züge des großen Eroberers sind fast vollständig erkennbar und deuten auf
das Alter eines Mannes in den 80er Jahren.
2) Hieran schließen sich die reichen Funde ägyptischer Porträte
[* 26] aus hellenistischer Zeit aus dem Fayûm, welche, jetzt im
Besitz des Wiener Kaufherrn Th. Graf, 1888 und 1889 in München, Berlin u. a. O. ausgestellt waren. Meist ist
nur Kopf und Hals mit dem obern Teil der bekleideten Brust dargestellt, hin und wieder auch die Hände; sie waren mit Asphalt
auf den Binden des Kopfendes der Mumien befestigt, von andern Binden eng umrahmt, so daß meist nur das Gesicht
[* 27] hervorschaute.
In einigen Fällen waren die Porträte von wirklichen Bilderrahmen umgeben. Sie stellen also den Verstorbenen
dar. Die Zeit ist nicht mit absoluter Sicherheit anzugeben, doch darf nicht über das 3. Jahrh.
v. Chr. hinaufgegangen werden; wahrscheinlich fallen sie in die erste römische Kaiserzeit.
Vgl. Graul, Die antiken Porträtqemälde
aus den Grabstätten des Fayûm (Leipz. 1889).
2) neu untersucht durch Dörpfeld wurde das berühmte »Schatzhaus des Minyas« zu Orchomenos. Die Spiralendecke seines Seitengemachs,
der eigentlichen Totenkammer, steht ganz unter ägyptischem Einfluß. Es ist in römischer Zeit
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