Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03530.jsonl.gz/1113

Der von Klosterbibliothekar Johann Nepomuk Hauntinger (1756−1823) angelegte und wohl grösstenteils von ihm selbst geschriebene Band enthält Tagebuchnotizen und eine grosse Zahl von Abschriften von Briefen und Dokumenten über die Ereignisse im Kloster St. Gallen und in der fürstäbtischen Landschaft zwischen dem 10. März und dem 31. August 1798. Der Inhalt widerspiegelt das damals herrschende Chaos: die Invasion französischer Truppen in St. Gallen, die sich überstürzenden Geschehnisse im Kloster und in den fürstäbtisch-sanktgallischen Landen, die Flüchtung von Klosterbibliothek und Klosterarchiv ins benachbarte Ausland, die Vertreibung und die Schicksale von St. Galler Mönchen, deren Kontakte zu den helvetischen Behörden, die hektischen diplomatischen Bemühungen um eine Abwendung des unausweichlichen Schicksals, die Verzweiflung mancher Mönche (p. 228: Domine, salva nos, perimus!). Die Briefe geben sowohl die internen Korrespondenz von Konventualen des Klosters untereinander als auch die Aussenkontakte der in Auflösung begriffenen Mönchsgemeinschaft wieder; sie sind meist in deutscher, vereinzelt auch in lateinischer Sprache verfasst.
Online seit: 13.10.2016
Die Ausschmückung dieser Ketubba, die an die Verbindung zweier bedeutender Familien erinnert, Toscano und Di Segni aus dem römischen Ghetto, wiederspiegelt das Goldene Zeitalter der Ketubba-Dekoration in Rom. Der dekorative Rahmen ist in innere und äussere Bordüren getrennt. Die Seitenränder des Textes werden von Feldern mit Blumen auf Goldgrund geschmückt. Im äusseren Rahmen bilden sich kreuzende, mikrographische Inschriften diamantförmige Flächen, die je eine grosse Blume enthalten. Das Muster der inneren und äusseren Bordüre ist von winzigen, quadratischen hebräischen Buchstaben umgeben, die alle vier Kapitel des Buches Ruth wiedergeben.
Online seit: 22.03.2017