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Von Verhandlungen oder einem Friedensprozess kann im Nahostkonflikt schon seit Jahren keine mehr Rede sein. Trotz der Oslo-Abkommen (1993–1995), die eigentlich einen Interessenausgleich ermöglichen sollten, wurden israelische Siedlungen im Westjordanland immer weiter ausgebaut und verschärfte sich die Besatzungspolitik.
Erst im September ergab eine Meinungsumfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR), dass fast zwei Drittel der Palästinenser:innen ihre Lage heute noch schlechter einschätzen als vor Oslo.1 In Israel galten die Abkommen dagegen stets als „voller Erfolg“. Die palästinensischen Enklaven wurden vom politischen Establishment als interner Kompromiss begriffen, schreibt die Journalistin Amira Hass, die seit Jahrzehnten über die Zustände in den besetzten Gebieten berichtet.2