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in Bezug auf den Artikel «Als die Waadtländer News noch aus Zürich kamen», von Jean-Luc Wenger, erschienen am 17. Juni 2019
Eingangs ist zu betonen, dass uns der Journalist Jean-Luc Wenger vor Publikation des Artikels «Als die Waadtländer News noch aus Zürich kamen» nie kontaktiert hat. Dies widerspricht den berufsethischen journalistischen Verhaltensregeln. Der Artikel weist einige schwerwiegende faktische Fehler auf, welche uns zu folgenden Feststellungen verpflichten:
- Der Titel des Artikels «Als die Waadtländer News noch aus Zürich kamen» entspricht nicht der Wahrheit. Wahr ist, dass 24heures immer eine redaktionelle Unabhängigkeit in Bezug auf die anderen Titel der Tamedia Gruppe bzw. deren Leitung hatte. Zu behaupten, dass die verbreiteten News aus Zürich gekommen sind oder kommen, ist daher absurd.
- Der Artikel behauptet weiter, dass «Philippe Reichen ein investigativer, sturer und bissiger Journalist ist. Nichts kann ihn von seinen Recherchen abhalten. Das entspricht nicht wirklich dem Profil der Journalisten von 24heures». Dies ist falsch. Es entspricht nicht den Tatsachen, dass die Journalisten von 24heures kein Investigativ-Profil haben und die Darstellung ist wahrheitswidrig und ehrverletzend gegenüber allen Journalisten des Titels. Diese falsche Behauptung lässt sich mit den zahlreichen Preisen, welche die Redaktion in den letzten zehn Jahren für seinen Lokaljournalismus, auch unter der Leitung von Herrn Thierry Meyer, erhalten hat, einfach widerlegen.
- Jean-Luc Wenger behauptet weiter, dass «Lange Zeit war 24 heures der Goldesel der Edipresse-Gruppe. Die Tageszeitung war schon fast zum offiziellen Publikationsorgan des Waadtländer Staatsrates verkommen. Der Redaktionelle Inhalt war zweitrangig, primär war es eine Geldmaschine». Auch diese Ausführungen sind falsch und schädigen den Ruf des Titels schwerwiegend. Der redaktionelle Inhalt war und ist offensichtlich immer die oberste Priorität der Zeitung. Diese Darstellung ist verleumderisch und entbehrt jeglicher Grundlage.
- Weiter wird behauptet «Die Tageszeitung 24 heures offerierte der Regierung eine Abstimmungsbeilage und liess den Finanzminister Pascal Broulis im Editorial zu Wort kommen. Es war der Höhenpunkt der gemeinsamen Interessen von Regierung und Medien». Auch hier irrt sich der Journalist. Die Beilage wurde in keiner Weise offeriert, sondern durch den Staat bestellt und bezahlt. Diese Art von Dienstleistung entspricht dem Informationsauftrag der Zeitungen und ist entgegen der Darstellung des Journalisten in keiner Weise ausserordentlich.
Tamedia Publications Romandes SA
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