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Mission und Kolonial-Armeen
Mission wollte Frieden bringen. Doch wo und auf welche Weise war sie in gewaltsame Konflikte verwickelt? Ein neuer Blickwinkel auf das Wirken von Missionaren in europäischen Kolonialgebieten mit dem renommierten Missionshistoriker Ulrich van der Heyden.
Der renommierte Missionshistoriker Prof. Ulrich van der Heyden beleuchtet anhand des Burenkriegs (1899-1902) in Südafrika die doppelte Rolle der Berliner Missionare im Unterjochungskrieg der Briten: die Missionare waren sowohl aktiv in den Kolonialarmeen als auch als Anwälte der afrikanischen Missionsgemeinden gegen die europäischen Kolonialtruppen.
Warum beteiligten sich Missionare in Kolonialkriegen gegen die afrikanische Bevölkerung? Was motivierte sie im Gegenzug, diese gegen die Kolonisatoren zu verteidigen? Und nicht zuletzt: wie waren die Basler Missionare in gewalttätige koloniale Konflikte verwickelt?
Moderation und Konzept: Claudia Buess, Leiterin Bildungsveranstaltungen Mission 21
Referat auf Englisch, Übersetzung auf Deutsch. Anmelden unter https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZArfu6qpjkqG9BqxBho3h0JG5KUMf37PCnr
Prof. Dr. Dr. Dr. Ulrich van der Heyden (geb. 1954) ist Afrika-, Missions- und Kolonialhistoriker sowie Politikwissenschaftler. Er hat über 60 monographische Publikationen und mehr als 200 wissenschaftliche Aufsätze verfasst und ist Initiator und (Mit-)Herausgeber von sieben Buchreihen. Er ist Visiting Research Professor an der University of South Africa, Pretoria, zudem Privatdozent an der Freien Universität Berlin und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin.