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Ethanol ist ein facettenreiches Produkt. Es ist mit Wasser und vielen anderen Flüssigkeiten beliebig mischbar und besitzt ein ausgezeichnetes Lösungsvermögen für eine Vielzahl von Produkten. Auf Grund seiner relativ geringen Toxizität ist der zulässige MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration in ml/m3) zweieinhalbmal grösser als der von Isopropanol, Methanol und Methylethylketon sowie zehnmal grösser als derjenige von Toluol.
Im Gegensatz zu anderen Lösungsmitteln ist Ethanol nur schwach wassergefährdend und gilt als biologisch leicht abbaubar. Demgegenüber dürfen Toluol und andere aromatische Lösungsmittel weder in Gewässer noch in den Boden gelangen. Ethanol ist zudem ein ideales Desinfektionsmittel (Bakterizid und Fungizid) im Konzentrationsbereich von 70 – 90 Vol. %.
Beim biologischen Abbau und bei der Verbrennung von Ethanol werden nur Kohlendioxid (CO2) und Wasser gebildet – zwei natürliche Produkte. Ethanol landwirtschaftlicher Herkunft, wie es die alcosuisse - mit Ausnahme einer geringen Menge Synthesealkohol für Spezialanwendungen - vertreibt, kann daher als CO2-neutral betrachtet werden, weil das Treibhausgas Kohlendioxid beim Aufbau der pflanzlichen Rohstoffe der Atmosphäre entzogen wurde.
Auch als Verursacher des bodennahen Ozons bekommt Ethanol als flüchtige, organische Verbindung (VOC) nur eine geringe Bedeutung und schneidet wesentlich besser ab als Methylethylketon oder Toluol und wird im Landesgesetz diesbezüglich als "weniger bedeutend" eingestuft.
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