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Langzeitmonitoring Orchideenpopulation Seewasserwerk Moos Dächer in Wollishofen (ZH)
Auf einen Blick
Beschreibung
Ausgangslage
Seit 2009 erfasst die Forschungsgruppe Stadtökologie regelmässig die Orchideenvielfalt und ihre Bestände auf den Seewasserwerk-Dächern. Die historischen und Artenschutz-bedeutenden, 1914-1918 errichteten Dächer beinhalten inzwischen 175 verschiedene Arten, darunter 10 Orchideenarten. 2010 konnte sogar eine neue seltene Art, Ophrys apifera entdeckt werden.
Zielsetzung
Die Orchideenbestände auf den Seewasserwerk-Dächern können von Jahr zu Jahr stark schwanken. Die vermutlich Temperatur und Witterungsabhängige Entwicklung kann um 15‘000 blühende Individuen, wie im Jahre 2012 auseinanderliegen. Durch Zählungen und u.U. Ermittlung neuer Arten soll ein kontinuierlicher Verlauf der blühenden Bestände auf den Dächern aufgezeigt werden. Inerhalb des Langzeitmonitorings sollen folgende Fragen eruiert werden:
1. Gibt es Unterschiede in der Anzahl blühender Individuen im Verlauf der Jahre?
2. Hatte das dreimalige Unterlassen des jährlichen Schnittes der
Wiese auf dem Dach 4 einen Einfluss auf die Abundanz der
Orchideen?
3. Führt das Abtragen des Schnittgutes über nur eine Dachseite zu einer höheren Individuenzahl?
4. Stimmen die Zeigerwerte der Orchideenarten mit den Bedingungen auf den Dächern überein?
5. Hat der Niederschlag bzw. die Temperatur einen Einfluss auf das Blühverhalten der Orchideen?