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Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
HERZSCHWÄCHE HERZINSUFFIZIENZ
Das Herz ist der Motor des menschlichen Körpers, welches ca. 100.000-mal pro Tag pumpt und beständig den Körper mit Blut und damit Sauerstoff versorgt. Das Herz pumpt das Blut von der linken Herzkammer über die Hauptschlagader (Aorta) in den Körper. Das Blut wird schliesslich über die Venen wieder gesammelt und zur rechten Herzkammer befördert, von wo es wieder in die Lunge gepumpt wird. Kommt es zu einer Schwächung oder einer Versteifung des Herzmuskels, so wird die Funktion (quasi die Motorleistung) beeinträchtigt.
SYMPTOME
Eine Herzschwäche beginnt meist schleichend. Zu Beginn macht sich diese mit Atemnot bei starker körperlicher Anstrengung bemerkbar. Eine Zunahme der Herzschwäche führt zu einer Zunahme der Beschwerden auch bei geringerer Anstrengung bis hin zu Atemnot im Ruhezustand. Kommt es aufgrund der eingeschränkten Pumpleistung des Herzens zu einem Rückstau des Blutes in die Lunge oder die Beine führt dies dort zu Wassereinlagerungen als Lungen- oder Beinschwellung. Betroffene klagen zudem über Reizhusten, Schwierigkeiten beim Atmen in Rückenlage (Notwendigkeit von mehreren Kopfkissen um den Oberkörper zu erhöhen), Schwindel / Ohnmachtsanfälle, Herzrhythmusstörungen, Druckgefühl im Oberbauch und Appetitlosigkeit.
URSACHEN
Die Ursachen einer Herzschwäche sind sehr vielfältig und reichen von einem Herzinfarkt bei koronarer Herzerkrankung, einer Herzklappenerkrankung), einem langjährigen Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Chemotherapie bei Tumorerkrankungen bis hin zu Herzmuskelentzündung. Auch genetische Erkrankung des Herzmuskels selber (Kardiomyopathien), Lungenerkrankungen oder ein übermässiger Alkoholkonsum können zur Schwächung des Herzens beitragen.
DIAGNOSE
Bei Verdacht auf eine Herzschwäche erfolgen neben einer umfassenden Anamnese und einer körperlichen Untersuchung ein Ruhe- und ein Belastungs-EKG, eine Blutuntersuchung sowie ein Ultraschall des Herzens (Echokardiographie).
Diese Untersuchungen erlauben bereits das Ausmass der Herzschwäche zu bestimmen. Je nach Befund ist es jedoch notwendig, weitere Untersuchungen anzuschliessen, um die Ursache der Herzschwäche genauer abklären zu können. Diese Untersuchungen können beinhalten:
- Langzeit-Blutdruck und Langzeit-EKG
- Röntgenuntersuchung der Lunge
- Herz CT (Computertomographie)
- Herz MRT (Magnetresonanztomographie)
- Herzkatheter-Untersuchung
- Probeentnahme vom Herzmuskel (Herzmuskelbiopsie)
THERAPIE
Das primäre Ziel ist es die Ursache der Herzschwäche zu identifizieren, denn nur so können allfällige Auslöser im besten Falle beseitigt werden, z.B. Herzrhythmusstörungen oder eine Engstelle an einem Herzkranzgefäss.
Es existieren heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten mit speziellen Medikamenten, welche den Herzmuskel kräftigen oder aber auch spezielle Herzschrittmacher. Für jeden Patient muss ein individuelles Therapiekonzept erstellt werden.
Nähere Informationen zu diesem komplexen Thema gibt Ihnen Ihr Herzspezialist.