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(griech.), Kriegsleitungslehre, Feldherrnkunst, die Lehre
[* 3] von derHeer- oder Truppenführung auf dem Kriegsschauplatz
bis zum Schlachtfeld, hier
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wird sie Taktik. Die S. entwirft den Kriegsplan und wacht über dessen Ausführung; sie leitet die Kriegshandlung selbst und
gibt ihr Richtung und Ziele. Sie bestimmt also im allgemeinen, wann, wohin und auf welchen Wegen die Truppen marschieren, wann
sie schlagen sollen etc. Diese Anordnungen hängen wesentlich von den Nachrichten ab, die man über den
Feind erhält; der Feldherr muß ferner außer den materiellen eignen und feindlichen Kräften und der Beschaffenheit des Kriegsschauplatzes
auch die Charaktere der Führer, den Zustand und die Stimmung der Heere wie der Landeseinwohner in Betracht ziehen.
Dadurch wird die S. zu einer schwer auszuübenden Kunst. Hauptgrundsätze der S. sind: getrennt marschieren
und rechtzeitige Vereinigung zur Schlacht;
keine Zeit verlieren;
errungene Erfolge mit allem Nachdruck benutzen und auch mitten
im Siegeslauf an die Möglichkeit denken, geschlagen zu werden, und deshalb auf Sicherung desRückzugs stets bedacht sein.
Obwohl die Grundsätze der S. einfach sind, so ist doch die Kriegführung selbst sehr schwierig; indessen
haben die Schnelligkeit des heutigen Nachrichtenwesens wie die zahlreichen Verkehrswege und Verkehrsmittel die Heeresleitung
gegen früher sehr erleichtert, so daß Operationen getrennter Heeresteile auch aus rückwärtiger Stellung geleitet werden
können.