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Die Amtssprache der Gemeinde Lumnezia ist das surselvische Romanisch. Die amtlichen Publikationen der Gemeinde Lumnezia erfolgen im Allgemeinen im surselvischen Romanisch. Die Gemeinde lädt alle anderssprachigen Einwohner ein, die schöne einheimische Sprache zu erlernen und unterstützt Kursbesucher mit einem finanziellen Beitrag.
Der Erhalt der rätoromanischen Sprache ist von grosser Bedeutung für die Identität der Gemeinde. Aus diesem Grund lädt die Gemeinde alle anderssprachigen Einwohner ein, die schöne einheimische Sprache zu erlernen. Sie unterstützt Kursbesucher mit einem finanziellen Beitrag von CHF 100.00 pro Person. Sobald der Kurs absolviert ist, kann der Betrag am Schalter der Gemeindeverwaltung Lumnezia gegen Vorweisen einer Kursbestätigung sowie einer Rechnungskopie bezogen werden. Der Beitrag von CHF 100.00 wird für jeden anerkannten Romanischkurs (inkl. Fortsetzungskursen) bezahlt.
Informationen über Angebote von Romanischkursen sind ersichtlich unter:
Die Lia Rumantscha organisiert im gesamten romanischen Sprachgebiet sowie in grösseren Städten die sogenannten Café Rumantsch.
In Val Lumnezia werden diese in Zusammenarbeit mit der Fundaziun da cultura Lumnezia organisiert und finden allmonatlich in der Casa d’Angel statt.
Das Café Romontsch Lumnezia zeichnet sich durch sein Tandemlernen aus. Romanischlernende ab Niveau A2 üben mit Personen die Romanisch beherrschen die Alltagssprache des Tales.
In einer Volksabstimmung im Jahre 1938 wurde Romanisch als vierte Landessprache anerkannt. Dies war einer der wichtigsten Meilensteine des rechtlichen und politischen Status der romanischen Sprache.
Als Anfangspunkt der Geschichte des Romanischen gilt die römische Eroberung der alpinen Gebiete im Jahre 15 v. Chr. Aus der Verschmelzung des Volkslateins der römischen Soldaten, Beamten und Kaufleute und der Sprachen der lokalen Bevölkerung entstand das Rätoromanische. Die Sprache hat sich einerseits unter dem Einfluss des Italienischen aus dem benachbarten Süden und andererseits durch den steten Druck seitens der deutschen Sprache zur heutigen Form entwickelt.
Die romanische Sprache unterscheidet sich in einer rheinländischen Gruppe mit den Idiomen sursilvan, sutsilvan und surmiran und einer engadinischen, ladinischen Gruppe mit den Idiomen puter, vallader und jauer. Zudem gehört zum Romanischen ebenfalls das Ladin der Dolomiten und die furlanische Sprache aus dem Friaul in Italien.
Im Jahre 1983 lancierte die Lia Rumantscha das Rumantsch Grischun als einheitliche Schriftsprache. Inzwischen wird diese vor allem für Publikationen im überregionalen Zusammenhang angewendet. Die einzelnen Idiome werden aber weiterhin in den Regionen gepflegt und nach wie vor in den meisten Volksschulen als regionale Schriftsprache unterrichtet.