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Neuanstellungen, Preise und Ehrungen
Ordentlicher Professor für Politikwissenschaft
Als Nachfolger von Marco Steenbergen hat die Universitätsleitung Markus Freitag zum ordentlichen Professor für Politikwissenschaft gewählt. Zudem ist er Mitdirektor des Instituts für Politikwissenschaft. Er hat seine Stelle am 1. August 2011 angetreten.
Markus Freitag (42) ist im Schwarzwald aufgewachsen und hat an der Universität Heidelberg (D) Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Germanistik studiert. Dort erwarb er 1995 den Abschluss eines Magister Artium. Er arbeitete nachher als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bern, wo er 1999 auch promovierte. In der Folge führten ihn Forschungs- und Lehraufenthalte an das Europainstitut in Basel, an die ETH Zürich und an die University of Essex (GB). Anschliessend wirkte Freitag als Lehrbeauftragter an der Universität Konstanz und als Forschungsassistent an der Universität Bern. Zwischen 2004 und 2005 war er Juniorprofessor für vergleichende Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Vor seinem Wechsel nach Bern hatte Freitag seit Ende 2005 den Lehrstuhl für Vergleichende Politik an der Universität Konstanz inne. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die gesellschaftlichen Folgen der direkten Demokratie, Aspekte sozialer Beziehungen und der Toleranz sowie die politische und soziale Partizipation in der Schweiz. Überdies leitet Freitag in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), dem Migros-Kulturprozent und dem Bundesamt für Statistik (BFS) die wissenschaftliche Dauerbeobachtung des freiwilligen Engagements in der Schweiz (Freiwilligen-Monitor Schweiz).
Ordentlicher Professor für Neues Testament
Die Universitätsleitung hat Rainer Hirsch-Luipold zum ordentlichen Professor für Neues Testament als Nachfolger von Matthias Konradt gewählt. Ausserdem ist er Mitdirektor des Instituts für Bibelwissenschaft am Departement für Evangelische Theologie. Er hat seine Stelle am 1. August 2011 angetreten.
Rainer Hirsch-Luipold (44) ist in Tübingen aufgewachsen und hat an den Universitäten in Tübingen, München, Cambridge und Berlin Evangelische Theologie und Griechische Philologie studiert. 1994 schloss er mit dem 1. Theologischen Examen in Tübingen ab. Anschliessend wirkte er als wissenschaftlicher Assistent im Fach Biblische Theologie in Bayreuth und promovierte 2001 bei Professor H. Görgemanns in Heidelberg. Hirsch-Luipold durchlief das Vikariat in der Württembergischen Landeskirche und nach einer kurzen Phase als Pfarrer zur Anstellung in der diakonischen Arbeit bei der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart kehrte Hirsch-Luipold als Assistent im Fach Neues Testament 2003 in Göttingen in den Universitätsbetrieb zurück. Von 2006 bis 2011 leitete er die DFG-Emmy-Noether-Nachwuchs¬forschergruppe «Ratio Religionis». Ein Forschungsaufenthalt führte ihn als «Visiting Scholar» an die Princeton University (USA) und 2010 habilitierte sich Hirsch-Luipold mit einer Arbeit zum Thema «Gott wahrnehmen. Die Sinne im Johannes¬evangelium». Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen insbesondere johanneische und paulinische Theologie und Ethik, Religions- und Philosophiegeschichte der Kaiserzeit, Formen und Hermeneutik bildhafter Sprache, Lexikographie des Neuen Testaments und Musikgeschichte als Auslegungs¬geschichte des biblischen Textes.
Ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre
Die Universitätsleitung hat per 1. August 2011 als Nachfolger von Jochen Bigus Alexis H. Kunz zum ordentlichen Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Financial Accounting gewählt. Zusätzlich hat er die Direktion des Fachbereiches Financial Accounting des Institutes für Unternehmensrechung und Controlling übernommen.
Alexis H. Kunz (42) ist in Zürich aufgewachsen und hat an der Universität Zürich Betriebswirtschaft studiert. Nach seiner Promotion war er als ordentlicher Professor im Fachbereich Controlling an der Fachhochschule Aargau tätig. Anschliessend folgten ein Lehrauftrag an der Universität Bern und ein Forschungsaufenthalt an der University of California in Los Angeles (USA), bevor er 2004 seine Habilitation an der Universität Fribourg erwarb. Seit 2005 wirkte Kunz als ordentlicher Professor im Fachbereich Financial Accounting an der Universität Lausanne. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit steht die Frage, welche Verhaltenskonsequenzen Informationen des Rechnungswesens haben, respektive wie diese zur Vertrags- und Anreizgestaltung sowie zur Corporate Governance genützt werden können. Damit zusammenhängend beschäftigt er sich auch mit Aspekten der Accounting-Qualität und wie Bilanz- und Erfolgsrechnungsmanipulationen entdeckt beziehungsweise vermieden werden können.
Ordentlicher Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
Die Universitätsleitung hat Oliver Lubrich zum ordentlichen Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mit komparatistischer Ausrichtung als Nachfolger von Wolfgang Pross gewählt. Zudem ist er Mitdirektor des Instituts für Germanistik. Er hat seine Stelle am 1. August 2011 angetreten.
Oliver Lubrich (40) ist in Berlin aufgewachsen und hat in Berlin, Saint-Étienne und Berkeley Komparatistik, Germanistik und Philosophie studiert. Zuletzt war er an der Freien Universität Berlin als Juniorprofessor für Rhetorik am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie im Exzellenzcluster «Languages of Emotion» tätig. Als Gastprofessor unterrichtete er an der University of Chicago (USA), der California State University in Long Beach (USA), am Tecnológico de Monterrey (Mexiko) und an der Universidade de São Paulo (Brasilien). Oliver Lubrich veröffentlichte Studien über Shakespeares Selbstdekonstruktion im Jahr 2001 und Postkoloniale Poetiken im Jahr 2004. Er ist Herausgeber wichtiger Werke Alexander von Humboldts wie beispielsweise «Ansichten der Kordilleren» (2004), «Kosmos» (2004), «Über einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen» (2006) und «Zentral-Asien» (2009). In seinem aktuellen Forschungsprojekt dokumentiert er die Zeugnisse internationaler Autoren, die das nationalsozialistische Deutschland besucht haben. In diesem Zusammenhang erschienen die Bände «Reisen ins Reich» (2004) (Voyages dans le Reich, 2007; Travels in the Reich, 2010) und «Berichte aus der Abwurfzone» (2007).
Ordentlicher Professor für Makroökonomie
Als Nachfolger von Reto Föllmi hat die Universitätsleitung Cyril Monnet zum ordentlichen Professor für Makroökonomie gewählt. Er ist ausserdem Mitdirektor des Departements Volkswirtschaftslehre. Seine Ernennung ist verbunden mit einer 50%-Anstellung beim Studienzentrum Gerzensee, eine Stiftung der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Er hat seine Stelle am 1. August 2011 angetreten.
Cyril Monnet (39) ist in Genf geboren und in Frankreich aufgewachsen und hat an der Universität Genf Wirtschaft studiert. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1994 erwarb er den Master in Wirtschaft und den Master of Philosophy an der University of Essex (GB). Anschliessend schloss er 2001 seinen PhD an der University of Minnesota (USA) ab. Monnet war als Ökonom und Senior Economist in der Generaldirektion für Forschung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main tätig, bevor er 2007 in die USA zurückkehrte. Dort wirkte er als Senior Economic Advisor and Economist in der Forschungsabteilung der Federal Reserve Bank of Philadelphia. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Geldtheorie, die Finanzintermediation und die Gestaltung von Finanzinstitutionen.
Ausserordentliche Professorin für Neuropädiatrie
Für die an der Medizinischen Fakultät neu geschaffene ausserordentliche Professur für Neuropädiatrie hat die Universitätsleitung Maja Steinlin gewählt. Sie hat ihre Stelle am 1. August 2011 angetreten.
Maja Steinlin (57) ist in St. Gallen aufgewachsen und hat an den Universitäten Fribourg und Zürich Medizin studiert. Nach der Promotion im Jahr 1982 in Zürich folgten Assistenzjahre in Chirurgie und Innerer Medizin in Walenstadt und Schaffhausen. Ihre Fachausbildung zur Kinderärztin absolvierte sie an der Kinderklinik in Chur sowie am Universitäts-Kinderspital in Zürich, wo sie 1990 den Titel als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin erlangte und danach als klinische Oberärztin wirkte. Anschliessend wechselte sie zur weiteren Ausbildung in Kinderneurologie als Assistenzärztin an die Neurologische Klinik des Universitätsspitals Bern, gefolgt von einem zweijährigen Clinical Fellowship für Neuropädiatrie am Hospital for Sick Children in Toronto (Kanada). 1994 kehrte sie als Oberärztin der Neuropädiatrie ans Universitäts-Kinderspital Zürich bei Prof. E. Boltshauser zurück, bevor sie 1998 die Stelle als Leitende Ärztin der Neuropädiatrie in der Universitätsklinik für Kinderheilkunde des Inselspitals antrat. Im Jahr 2001 habilitierte Steinlin für das Fach Neuropädiatrie. Seit 2003 ist sie als Abteilungsleiterin der Neuropädiatrie in der Universitätsklinik für Kinderheilkunde des Inselspitals tätig und wurde 2007 zur assoziierten Professorin der Medizinischen Fakultät der Universität Bern ernannt. Im Zentrum ihrer Forschungstätigkeit stehen die zerebrovaskulären Erkrankungen im Kindesalter, insbesondere der Schlaganfall sowie angeborene und erworbene Störungen des Kleinhirns mit ihren neurologischen und neurokognitiven Folgen.
Eawag-Assistenzprofessur in Policy Analyse
Für die neu geschaffene Assistenzprofessur mit Tenure Track in Policy Analyse mit Schwerpunkt Umweltpolitik, die von der Eawag mitfinanziert wird, hat die Universitätsleitung auf den 1. August 2011 Karin Ingold angestellt. Die neue Assistenzprofessur am Institut für Politikwissenschaft dient zum Aufbau eines gemeinsamen Forschungsschwerpunkts zwischen der Eawag, einem der weltweit führenden Wasserforschungszentren, und der Universität Bern im Bereich des Wasserresourcenmanagements und der Wasserpolitik.
Preise
Forschungsförderungspreis der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie
Dr. med. Johannes Lemke von der Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Abteilung Humangenetik, Inselspital Bern, erhielt den diesjährigen Forschungsförderungspreis der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie. Das unterstützte Projekt betrifft die Aufklärung genetischer Ursachen von bestimmten Epilepsieerkrankungen und ermöglicht besseres Verstehen der Erkrankung.
SOEP-Preis für Richard Traunmüller
Dr. Richard Traunmüller, neuerdings Post-Doc am Institut für Politikwissenschaft bei Professor Markus Freitag, wurde für seine Veröffentlichung "Religion und Sozialintegration. Eine empirische Analyse der religiösen Grundlagen sozialen Kapitals“ mit dem SOEP-Prize of best Junior publication 2011 ausgezeichnet. Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) ist eine in Berlin beheimatete Serviceeinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Thyssen Preis für Anna Christmann
Anna Christmann, die am Institut für Politikwissenschaft unter der Leitung von Professor Adrian Vatter ihre Dissertation verfasst hat, ist für ihren Aufsatz «Damoklesschwert Referendum? Die indirekte Wirkung ausgebauter Volksrechte auf die Rechte religiöser Minderheiten» mit einem der renommierten Preise der Thyssen Stiftung für 2011 ausgezeichnet worden.
Stämpfli-Preis für beste Masterarbeit
Der vom Stämpfli-Verlag gestiftete Preis für die beste Masterarbeit im Bereich Strafrecht oder Kriminologie wurde im Frühjahrssemester 2011 an Fabienne Schenker, MLaw, verliehen. Sie erhielt den Preis als Auszeichnung für ihre mit der Bestnote bewerteten Arbeit «Die sachliche Bedeutung der Verschuldensklausel bei der Anordnung einer teilbedingten Strafe gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB».
1. Publikumspreis für Berner StudentInnen Theater BeSt
Mit der Eigenproduktion «Ich bin ein WORT – holt mich hier raus!» wurde das Berner StudentInnen Theater BeSt vom Publikum der Theatertage Aarau 2011 auf den ersten Rang gewählt. Die Theatertage Aarau bieten originellem Amateurtheater jährlich eine professionelle Plattform.
Ehrungen
Princeton-Stipendium für Kunsthistorikerin
PD Dr. Nicola Suthor (Hamburg/Bern) wird von der Gerda Henkel Stiftung unterstützt, im akademischen Jahr 2011/12 einen Forschungsaufenthalt am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, zu absolvieren. Thema ihres Forschungsvorhabens in Princeton ist das Helldunkel und das so genannte Non-Finito in der Malerei Tizians und Rembrandts. Eine kritische Überprüfung der in der Literatur stets hergestellten Nähe beider Künstler bildet den Ausgangspunkt ihrer Arbeit.
GastroSuisse verleiht Ehrenmitgliedschaft
Die 120. Delegiertenversammlung von GastroSuisse hat Prof. Dr. Hansruedi Müller vom Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF) an der Universität Bern die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Ehrung erfolgte aufgrund vieler wertvoller Impulse Müllers sowie seiner grossen Verbundenheit mit dem Gastgewerbe.
18.08.2011