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1986-2016: 30 Jahre Internationale Gemeinschaftswoche
1986-2016: 30 Jahre Internationale Gemeinschaftswoche25/08/2016
1986 fand in Caux die erste Internationale Gemeinschaftswoche (WIC) statt, um den ehemaligen Caux-Palace für die Sommerkonferenzen vorzubereiten und die Gemeinschaft von Menschen durch den Dienst am Anderen zu stärken. Seit 1946 kommen jährlich jeden Sommer über 1300 Menschen aus aller Welt zu den Internationalen Caux-Konferenzen. Die WIC orientiert sich seit 2014 an einem neuen Programm, das von Foundations for Freedom (F4F) entwickelt wurde.
Jedes Jahr nehmen rund 40 Menschen, die mit Initiativen der Veränderung (IofC) und F4F in Verbindung sind, gemeinsam mit Freunden und Familienangehörigen an der WIC teil. Sie lernen so IofC besser kennen und helfen praktisch im Haus mit. Ausserdem werden persönliche Lebensgeschichten ausgetauscht, Übungen zum Aufbau von Vertrauen durchgeführt, bunte Abende organisiert, die Gegend erkundet, Filme von IofC gezeigt etc.
"Anfänglich war es das Ziel, junge Europäer und Europäerinnen nach Caux zu bringen, die nicht unbedingt zu den Konferenzen gekommen wären, aber es leichter fanden, an einer gemeinsamen Arbeitswoche teilzunehmen.", sagt Ulrike Keller, Mitorganisatorin der WIC in Caux. "Junge Menschen hatten so die Gelegenheit, Leute aus anderen Ländern kennenzulernen und gleichzeitig praktisch mit anzupacken. Viele von ihnen waren zwischen 18 und 22 Jahren und kamen aus Deutschland. Sie waren meistens Schüler, Schülerinnen und Studierende und erfuhren so etwas über IofC. Heute engagieren sich viele von ihnen auf die eine oder andere Art und Weise in ihren Ländern für IofC."
Von Anfang an bemühte sich das Caux-Konferenzzentrum darum, der Welt ein "Zuhause" zu bieten. Versöhnungsprozesse, Dialogarbeit und Friedenskonsolidierung zwischen einzelnen Menschen und zwischen Ländern, wie beispielsweise Deutschland und Frankreich, fanden im ehemaligen Caux-Palace statt. Die Teilnehmenden der WIC trugen indirekt zu den Friedensprozessen in Europa und der Welt bei.
1986 hatte Eliane Stallybrass die Idee, in den Osterferien eine erste Internationale Gemeinschaftswoche durchzuführen. "Damals lebten in der Villa Maria noch rund 30 Menschen aus aller Welt ganzjährig in einer Lebensgemeinschaft. In den folgenden Jahren kamen Menschen aus den Niederlanden, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden und Italien.", sagt Ulrike. "Einmal waren wir 180 Leute und es war immer sehr international." Ulrikes Mann Christoph ist seit mehr als 30 Jahren für die praktischen Arbeiten im Haus (Reparatur-, Maler- und Gartenarbeiten etc.) verantwortlich. Ulrike war jedes Jahr bei der WIC mit dabei. "Ich habe nie eine WIC ausgelassen und mal hier, mal dort mitgearbeitet.", sagt sie. 1996 wurde die WIC von Ostern auf Juni verlegt, um direkt die Sommerkonferenzen vorzubereiten.
"Die WIC hat sich über die Jahre hinweg an den Zeitgeist angepasst.", beschreibt Ulrike den Prozess. "Nach dem Fall der Berliner Mauer konnten auch Menschen aus Osteuropa daran teilnehmen. Jahrelang erzählten mir junge Menschen, wie schwierig es sei, ihren Eltern zu erklären, was genau sie bei F4F taten und warum sie nach Caux gingen. 2011 dann machte ich folgenden Vorschlag: 'Wie wäre es, wenn eure Eltern nach Caux kämen und auf sehr praktische Weise herausfänden, worum es bei IofC und Caux geht?'" Angela Starovoytova (Ukraine), Diana Damsa (Rumänien) und später Anstasiya Maksimova (Ukraine) fanden die Idee gut und erarbeiteten ein neues Programm, das 2014 umgesetzt wurde.
Auch 2016 lernten sich Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen durch den Austausch von Geschichten, praktische Arbeit und Nachdenken in der Stille besser kennen und schufen einen Raum für Dialog, Verständnis und Gemeinschaft.
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