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In Mariupol hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das IKRK, die Evakuierung und Rettung von Zivilisten aus dem von russischen Truppen belagerten Asow-Stahlwerk begonnen. Beteiligt sind auch die Vereinten Nationen, wie ein IKRK-Sprecher bestätigte. In einem Konvoi aus mehreren Bussen wurden bereits mehrere Dutzend Zivilisten aus der riesigen Fabrik gebracht. Es besteht eine gewisse Hoffnung, dass dies der Beginn einer umfassenden Aktion ist.
Präsident Wolodymyr Selensky sprach am 1. Mai 2022 von einer „ersten Gruppe von rund 100 Menschen“, die evakuiert worden seien. Er schreibt: „Jetzt arbeiten wir an der Evakuierung von weiteren Zivilisten aus der Anlage.”
“Versorgt und verarztet”
Der russische Generalstab teilte mit, es seien etwa 80 Menschen in das Dorf Besimenne zwischen Mariupol und der russischen Grenze gebracht, versorgt und verarztet worden. Die Aktion habe auf Initiative von Präsident Wladimir Putin begonnen. Diejenigen Zivilisten, die ins von ukrainischen Truppen kontrollierte Gebiet wollten, seien Vertretern des IKRK übergeben worden.
Gemäss ukrainischen Angaben sind in den Bunkern des Asow-Stahlwerks noch rund 1’000 Zivilisten eingeschlossen. Zur Zahl der Kämpfer gehen die Meldungen auseinander:
- Russland spricht von etwa 2’500 Mann: von den Resten der 36. Marinebrigade und „ausländischen Söldnern“, womit die Überlebenden des Asow-Regiments gemeint sind.
- Ukrainische Quellen nennen nur noch rund 2’000 Mann, wobei sie zwischen der Marine-Infanterie und dem Regiment Asow keinen Unterschied machen.