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Im Jahre 1959 erwarb die Bürgergemeinde das Haus "Obere Farb". Der Kauf war umstritten, in den Augen mancher handelte es sich um "eine alte Hütte", doch die ideellen Argumente behielten Oberhand. Die Wohnung wurde 1987/88 Jahren nochmals - aufwändig - renoviert, trotzdem entstand keine moderne Dachwohnung. Um die Ertragslage der Bürgergemeinde zu verbessern, wurden das Ratszimmer im Erdgeschoss und der Bürgersaal in den 80iger Jahren an jenen Tagen oder zu jenen Tageszeiten ausgemietet, in denen sie leer standen. Heute sind die Räume im Parterre ständig vermietet, der Saal stundenweise.
Seit 1964 schmückt ein imposantes Tafelbild von Fritz Pümpin die Rückwand des Bürgersaals. Das Sujet passend: eine Bürgerversammlung auf dem Dorfplatz Gelterkinden 1653 im Bauernkrieg. Der Dorfplatz gehört noch heute zu den städtebaulich bedeutendsten Dorfbildern des Kantons. Den weiten Platz flankieren Eckbauten, hinter denen sich die Häuser gestaffelt dem steigenden Gelände folgend aufreihen. Eine Vielfalt von Haustypen lassen eine erstaunliche Einheit entstehen.