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Der SCD erwischte den besseren Start in dieses Spitzenspiel als der Gastgeber.Grebasch war es, der kurz nach Beginn einen ersten Warnschuss auf den Kasten von Joye abgab, und hätte dieser nicht eingegriffen, wäre der Ball drin gewesen (12.). In der Folge kontrollierte der Leader aus dem Senseland das Spiel recht gut. Portalban war meist nur dann gefährlich, wenn es über die rechte Seite angreifen konnte, nur, zwingende Torchancen gab es für sie keine. Ein Tor sollten sie trotzdem bald erzielen. Sekic hatte aus der zweiten Reihe abgedrückt, als der Ball Jossi an die Hand sprang und der viel kritisierte Schiedsrichter Esseida sofort auf den Punkt zeigte (32.). Daniel Merz nahm Anlauf und Schneuwly parierte grandios, doch der Ball gelangte geradewegs auf den Rist von Guimaraes, der nur noch einzuschieben brauchte (33.). Düdingen war geschockt ob diesem Treffer und konnte vorerst noch nicht reagieren. So ging man mit diesem Resultat in die Kabinen.
Nach der Pause legte der SCD gleich mächtig los.Giroud war links durchgebrochen und brachte den Ball in den Strafraum, wo Rudaz diesen nur knapp verfehlte (47.). Portalban lauerte jetzt auf Konter. In der 61. Minute hatte Collaud die Chance, das wohl vorentscheidende zweite Tor zu erzielen, als er völlig alleine auf Schneuwly loszog. Aber der souveräne Torwart blieb lange stehen und konnte so den Ball am vorbeieilenden Collaud wegspielen. Im direkten Gegenzug erzielte dann Andreas Hayoz das längst verdiente 1:1 (62.). Jenny wollte in den Strafraum flanken, wo Joye den Ball aber nicht erwischte. Irgendwie gelangte Rudaz an die Kugel und spielte diese sofort auf Andreas Hayoz. Dieser erzielte denAusgleich mit einem Direktschuss aus gut 14 Meter.
Düdingen warf nun alles nach vorne, wollte das Spiel gewinnen, und Portalban lauerte weiter auf Konter. In der 70. Minute profitierte Collaud von einem Lapsus in der Düdinger Verteidigung und zog davon. Sein Pass auf Lionel Cantin konnte von niemandem gestoppt werden, und Cantin hatte keine Mühe mehr, vor Schneuwly einzuschiessen. Das Spiel war jetzt so richtig lanciert, denn nur fünf Minuten später sprintete wieder Collaud allen auf und davon. Libero Meyer konnte ihn nur durch eine Notbremse stoppen. Kurioserweise kassierte dafür Brühlhart die rote Karte (76.). Die Spieler der Gäste waren nun angestachelt und gaben nochmals alles. Zehn Minuten vor Schluss lief Rudaz mit Tempo in den gegnerischen Strafraum, wo er schliesslich zu Fall gebracht wurde. Musulin verwandelte den folgenden Strafstoss sicher zum hoch verdienten Ausgleich (80.). Düdingen wollte auch jetzt noch den Sieg, kam noch zu zwei guten Chancen durch Rudaz und A. Hayoz, die jedoch nichts einbrachten. Man schien sich gegen Ende des Spiels mit dem Remis zufrieden zu geben, als es noch einen letztenCorner gab für Portalban. Zu neunt (Libero Meyer lag verletzt am Spielfeldrand) mussten die Düdinger mit ansehen, wie Mansueto den Abpraller des Kopfballs von Lionel Cantin einköpfelte (93.) und Portalban den Sieg einfuhr.
Um ein Haar hätte es eine Schlägerei gegeben, als nach demSchlusspfiff wutentbrannte Zuschauer auf den Platz stürmten.
Portalban – Düdingen 3:2 (1:0)
200 Zuschauer. 33. Guimaraes 1:0; 62. A. Hayoz 1:1; 70. L. Cantin 2:1; 80. Musulin 2:2; 93. Mansueto 3:2.
Joye; Mansueto; Bardet, M.-A. Merz (18. L. Cantin), D. Merz; Guimaraes, Sekic, Glassey, Tornare, Collaud (72. O. Cantin), Gas (46. Barasie).
Schneuwly; Meyer; Brühlhart, Jossi (46. A. Hayoz), G. Hayoz, R. Hayoz, Rudaz, Giroud, Jenny; Grebasch, Musulin.
Bei Düdingen fehlten gesundheitshalber Portmann und Dietrich. Abseitstor von Rudaz aberkannt in der 88. Minute. – Ab 76. spielt Düdingen unter Protest wegen des Fehlentscheids des Schiedsrichters (rote Karte) weiter.