Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03108.jsonl.gz/819

Nach dem Sieg von Pirmin Reichmuth im letzten Jahr doppelte bei der aktuellen Austragung des Niklausschwingets in der Stadthalle Dietikon sein jüngerer Bruder Marco Reichmuth nach. Er besiegte im Schlussgang Marco Iseli. Eine gute Leistung zeigten die Glatt- und Limmattaler. Thomas Kammermann erkämpfte sich bei seinem letzten Schwingfest die Auszeichnung. Rund 900 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe der 79 angetretenen Schwinger beim traditionellen Niklausschwinget in der Stadthalle in Dietikon. Nicht einer der vier gestarteten Eidgenössischen Kranzschwinger konnten sich für den Schlussgang qualifizieren, sondern die beiden Teilverbandskranzer Marco Reichmuth (Cham) und Marco Iseli (Zwieselberg). Reichmuth kämpfte sich mit vier Siegen und einem Gestellten und Iseli mit vier Siegen und einer Niederlage in die Endausmarchung vor. Reichmuth bodigte Damian Ott, Nicola Wey, Marcel Kuster und Tobias Schmidlin. Gegen Samir Leuppi wurden die Punkte geteilt. Iseli startet mit einem Sieg gegen Christian Lanter und kassierte anschliessend die einzige Niederlage gegen Marcel Kuster. Patrick Burkhard, Alex Huber und Philipp Lehmann wurden dann aber wieder mit der Maximalnote abgefertigt.
Reichmuth stieg mit einem Viertelpunkt Vorsprung in den Schlussgang, womit ihm ein Gestellter für den alleinigen Sieg gereicht hätte. Der Zuger suchte aber gleichwohl die Entscheidung, aber auch Iseli war mit Kurzzügen stehts gefährlich. Nach 2:36 Minuten setzte Reichmuth zu einem unwiderstehlichen Kurzzug an und gewann platt. Der jüngere Bruder von Vorjahressieger Pirmin Reichmuth gewann damit zum ersten Mal das Niklausschwinget und behielt den Sieg verdientermassen in der Familie.
Hinter den beiden Schlussgangteilnehmern kam mit Joel Strebel (Aristau) der beste Eidgenosse auf Rang drei zusammen mit dem überraschenden Zürcher Oberländer Tobias Schmidlin (Hinwil). Den vierten Rang belegten die weiteren Eidgenossen Samir Leuppi (Winterthur) und Marcel Kuster (Appenzell). Der vierte Eidgenosse im Teilnehmerfeld, Andreas Döbeli (Sarmenstorf), fiel mit vier Gestellten auf Rang acht zurück.
Seinen letzten Wettkampf bestritt der 32-jährige Thomas Kammermann (Ebikon) vom organisierenden Schwingklub Glatt- und Limmattal. Kammermann gelang den Einstieg in seine Dernière mit einer Niederlage gegen Ueli Hegner nicht nach Wunsch. Mit zwei Maximalnoten machte er wieder Boden gut. Im vierten Gang musste Kammermann gegen den Mitfavoriten Joel Strebel antreten. Er brachte den eidgenössischen Kranzschwinger zwei, drei Mal arg ins Wanken, doch schlussendlich musste er sich dem Freiämtler geschlagen geben. Im Ausstich gab es für Kammermann einen weiteren Vollerfolg gegen Cedric Rickenbacher und einen Gestellten gegen Benjamin Nock. Mit 56.00 Punkten erkämpfte sich der achtfache Kranzschwinger die Auszeichnung im 7. Rang. Auch Luca Pallaoro (Oberengstringen) zeigte mit zwei Siegen, einem Gestellten und drei Niederlagen eine gute Leistung. Der 17-jährige Stefan Zemp zeigte sich ebenfalls kämpferisch. Er forderte gar routiniertere Schwinger und zeigte zudem grosse Fortschritte im technischen Bereich.
Vielfältiges Unterhaltungsprogramm
Neben den Schwingern, die einen spannenden Wettkampf boten, verdienten sich auch die Organisatoren mit OK-Präsident Ralph Hofer Höchstnoten. Die zahlreichen Neuerungen, die vorallem auch Kinder und jüngere Zuschauer anlockten, wussten zu gefallen. Ein Schwingring für Kinder, ein Streichelzoo und weiteren Attraktionen sowie musikalische Unterhaltung mit den Stadtjodlern Dietikon und dem Schwyzerörgelitrio Echo vom Furttal sorgten für Abwechslung. Abgerundet wurde das gelungene Schwingfest mit einer feierlichen Rangverkündigung, die durch eine Darbietung der Schulkinder von Dietikon und der Trychlergruppen Wädenswil, Rottenschwil und Bergtrychler Hütten-Schönenberg-Hirzel würdig umrahmt wurde.