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San Francisco rühmt sich gerne mit der Lombard Street: Die Strasse ist gespickt mit engen Haarnadelkurven, die im Jahr 1920 gebaut wurden. Die Steigung von 27 Grad war zu steil für die damaligen Autos. Nach dem zweiten Weltkrieg bepflanzten die Anwohner ihre Gärten zunehmend mit Hortensien und Rosen – was der Strasse noch mehr Charme verlieh und ihr einen Auftritt in dem ein oder anderen Film verschaffte.
Nicht zuletzt deshalb lockt die berühmte Strasse zunehmend auch Touristen an. Tausende Touristen fahren jedes Jahr die verwinkelte Strasse hinunter – alleine im Sommer sollen es bis zu 6000 Besucher täglich sein. Anwohner beklagen sich seit längerem, dass ihre Strasse mittlerweile mehr einem überfüllten Vergnügungspark als einer Wohngegend gleiche.
Einwohner fordern seit Jahren Lösungen für Staus, Müll und Hausfriedensbruch. Nun reagiert die Stadt: Es soll ein neues Maut- und Reservierungssystem lanciert werden, um den Strom der Menschen und das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Der Vorschlag lautet: Besucher sollen eine Online-Reservierung tätigen und für die Befahrung 5 bis 10 USD pro Fahrzeug bezahlen. Der Vorschlag wird derzeit geprüft, vor dem Jahr 2020 sei aber nicht mit der Einführung einer solchen Maut zu rechnen.
Die Gebühr würde in die Finanzierung von Verkehrsbeamten, Polizeipatrouillen und Tourismusbotschafter fliessen.