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Zu den Substanzungebundenen Suchtformen werden aktuell die Glückspielsucht, das pathologische Internetspiel, exzessiver Internetpornokonsum oder die Kaufsucht diskutiert. Aktuell hat jedoch lediglich die Glückspielsucht in das DSM-5 als Diagnose Eingang gefunden. Zu den anderen Substanzungebundenen Suchtformen fehlt die wissenschaftliche Evidenz, wobei sie vereinzelt gerade aus diesem Grund in den Anhang des DSM-5 genommen wurden: Zur weiteren Erschliessung von Grundlagen, die jeweils eine Diagnose rechtfertigen oder definitiv ausschliessen würden. Hier will das ISGF in den nächsten Jahren einen Beitrag leisten. Zudem sind Studien zu Projekten mit Unterstützung neuer Medien geplant, die Prävention von Substanzungebundene Suchtformen dort im Internet anbieten wollen, wo sie auch gehäuft vor kommen.
Beim pathologischen bzw. problematischen Spielverhalten schätzt eine neuere Studie dass ungefähr 120'000 Personen in der Schweiz und hauptsächlich Männer davon betroffen sind (SFA 2007). Massnahmen zur Reduktion von pathologischen bzw. problematischen Spielverhalten können gesetzlich, strukturell, durch Aufklärung, Beratung oder Therapie erfolgen. In internationalen Studien wurden dabei vorwiegend mittlere Effekte nachgewiesen und gerade die gesetzlichen und strukturellen Massnahmen als problemanfällig beschrieben (z.B. Williams et al. 2012).