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Sie sind zweifellos das berühmteste Brüderpaar der deutschen Literaturgeschichte: Jakob und Wilhelm Grimm. Die beiden Gelehrten und Märchensammler sind die Hauptpersonen in dem Roman Die Winterprinzessin von Kai Meyer.
Im Januar 1813 ist Wilhelm Grimm auf dem Weg nach Karlsruhe, wo ihm – auf Empfehlung Goethes – am grossherzoglichen Hof eine Stelle als Erzieher in Aussicht steht. Sein Bruder Jakob begleitet ihn, um in Baden Märchen zu sammeln. Unterwegs machen die Grimms die Bekanntschaft der indischen Prinzessin Jade (immerhin waren Inder in Deutschland damals noch eine absolute Rarität) und erleben auch sonst einige merkwürdige Dinge. In Karlsruhe teilt Minister Dalberg den Brüdern mit, das fragliche Kind sei plötzlich gestorben. Der Posten des Hauslehrers solle aber trotzdem besetzt werden. Wozu? Ist das Kind nun tot oder nicht? Bald stossen Wilhelm und Jakob auf weitere Fragen: Warum laufen plötzlich massenweise Inder im Grossherzogtum Baden herum? Was haben sie mit dem angeblich gestorbenen Kind des Grossherzogs am Hut? Warum will Gräfin Hochberg die beiden Grimms aus Karlsruhe vertreiben? Was hat Napoleon mit der Sache zu tun? Welche Rolle spielt der dubiose Doktor Hadrian? Und dieser Engländer Stanhope, was ist mit dem?
In seiner Version der Kaspar-Hauser-Geschichte vermischt der Autor Geschichte und Fiktion zu einem regelrechten Thriller.