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Marius Kaeser kam am 16. November 1939 als jüngstes von zwölf Kindern der Eltern Josef und Agnes, geborene Baeriswyl, zur Welt. Sein ganzes Leben verbrachte er in Alterswil im Elternhaus, das er später mit dem Bauernbetrieb übernahm. Er musste früh auf dem Hof mitarbeiten. Als junger Mann baute er den Hof um, was sein grosser Stolz war. Er hielt Kühe und Schweine und betrieb eine kleine Milchproduktion. Da das Einkommen nicht reichte, arbeitete er zusätzlich auswärts, wie etwa als Elektriker.
In seiner Freizeit spielte Marius Kaeser Fussball. Er liebte dieses Hobby und als flinker Verteidiger wirbelte er manche gegnerische Mannschaft durcheinander. Er war ein angesehener Mannschaftskamerad. Das Jassen war seine zweite Leidenschaft. Dies beherrschte er so gut, dass er nach wenigen Zügen das ganze Spiel lesen konnte. Er nahm an Jass-Turnieren teil und gewann auch Preise. Im Dorf beteiligte er sich in Vereinen und übernahm die ehrenvolle Aufgabe des Totengräbers. Bei Wind und Wetter hob er so manches Grab aus. Sehr gerne verbrachte er in den Bergen viel Zeit. Auf einer Alp oberhalb Jaun sömmerte er jahrelang Kühe und besuchte sie regelmässig. Seine arbeitsame und zuverlässige Art war allseits beliebt, denn er half überall mit, wo es etwas anzupacken gab.
1980 lernte er Ursula Rütimann kennen und heiratete sie noch im selben Jahr. 1981 erblickte Manuela das Licht der Welt und zwei Jahre später machte Beat die Familie komplett. Auf dem Hof lebte er mit seiner eigenen Familie, Bruder Josef und Schwester Johanna. In den letzten Jahren gesellten sich drei Enkelkinder dazu.
Das Leben als Bauer war hart, aber es erfüllte ihn. Er war widerstandsfähig und konnte viel einstecken, was ein Markenzeichen von ihm war. In letzter Zeit wurde sein Gesundheitszustand aber immer schlechter. Altersbeschwerden und Krankheiten begleiteten ihn. Schliesslich war er so schwach, dass er während eines Spitalaufenthalts am 7. Oktober 2020 friedlich einschlafen durfte.