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Kosten
Im Rahmen der Swissmetro-Hauptstudie wurden auch die Kosten und Wirtschaftlichkeit geprüft. Die Gesamtkosten für eine Ost-West-Strecke von Genf nach St. Gallen und die Strecke Basel – Zürich wurden dabei mit ca. 25 Mia. Schweizer Franken veranschlagt. Diese Zahlen sind von 1997; aktuellere Angaben sind derzeit nicht verfügbar.
Eine ausschliesslich private Finanzierung ist bei einem Projekt von der Grössenordung der Swissmetro nicht möglich. Als Finanzierungsmodell ist deshalb eine Kombination von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Privatunternehmen vorgesehen.
Eine öffentlich-rechtliche Gesellschaft finanziert dabei die Betriebsinfrastruktur vor. Das investierte Kapital wird nicht verzinst, jedoch über einen Zeitraum von 40 Jahren über eine Beteiligung am Betriebsergebnis zurückgezahlt.
Eine private Transportgesellschaft finanziert den Kauf der Fahrzeuge und Anlagen und überlässt diese gegen eine Beteiligung am Betriebsergebnis einer Betriebsgesellschaft (SBB und Partner) zur Nutzung. Die Betriebsgesellschaft investiert selbst kein Kapital, dafür teilt sie das Betriebsergebnis mit den beiden anderen Gesellschaften.
Die öffentlichen Kredite werden also zurückgezahlt, zudem können diese zumindest teilweise aus eingesparten Investitionen in andere Verkehrsinfrastrukturprojekte finanziert werden.
Die öffentliche Hand erzielt zwar keine direkte Rendite auf den Infrastrukturinvestitionen, sie kommt aber indirekt in den Genuss von makroökonomischen Vorteilen. Dazu gehören der Zeitgewinn der Reisenden, die Verringerung der sozialen Kosten aus Unfällen, Luftverschmutzung und Lärmbelastung sowie die Reduzierung des Energieverbrauchs.
Nicht zuletzt stellen die Kosten der Swissmetro auch eine Investition in den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz dar. Direkt oder indirekt rentiert die Swissmetro also für alle Beteiligten.
Zum Vergleich, die Kosten für die NEAT wurden 1998 auf 14,7 Mia. Schweizer Franken veranschlagt, die effektiven Gesamtkosten dürften aber bis zu 24 Mia. Schweizer Franken betragen. Pro Streckenkilometer kämen die ca. 400km der Swissmetro also ungefähr 75% günstiger zu stehen als die 100km der NEAT.
Dies, weil erstens der Tunneldurchmesser deutlich kleiner ist und zweitens in geringer Tiefe hauptsächlich durch relativ weiche Mittellandmolasse gebohrt wird statt durch harten Gneis und Gotthard-Granit. Zudem sind auch die geologischen Verhältnisse besser bekannt und somit können die Risiken und Kosten zuverlässiger abgeschätzt werden.