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In Indonesien herrscht grosse Sorge um das Schicksal eines Passagierflugzeugs der lokalen Sriwijaya Air mit 62 Menschen an Bord. Die Boeing 737-500 war am Samstag kurz nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta vom Radar verschwunden. Sie war unterwegs nach Pontianak auf der Insel Borneo. Um 14.40 Ortszeit (08.40 MEZ) sei der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen, sagte Adita Irawati, eine Sprecherin des indonesischen Ministeriums für Transport.
Die Boeing war Berichten zufolge 27 Jahre alt und gehört seit 2012 der Fluggesellschaft Sriwijaya Air. Die Maschine verfügt über acht Sitze in der Business-Klasse und 112 Sitze in der Economy-Klasse.
Rettungsteams seien im Meer vor der Insel Java auf der Suche nach dem Flugzeug und den Insassen, gab die indonesische Such- und Rettungsagentur bekannt. «Die Position der Maschine wird zwischen Laki Island und Lancang Island vermutet», sagte der Chef der Behörde, Bambang Suryo Aji, auf einer Pressekonferenz. Die beiden Inseln sind Teil der Gruppe Thousand Islands vor der Küste von Java.
Es seien mehrere Trümmerstücke gefunden worden, die eventuell von dem Flugzeug stammen. «Sie befinden sich bereits zur weiteren Untersuchung auf einem Boot», so Suryo Aji. Ein Lokalpolitiker des Bezirks Thousand Islands sagte der Nachrichtenseite Kompas.com, Fischer hätten in der Region eine Explosion beobachtet.
Nach Angaben des Chefs der indonesischen Such- und Rettungsagentur, Bambang Suryo Aji, wurden in der Nähe der Inseln Laki Island und Lancang Island Trümmerteile entdeckt. Die beiden Inseln sind Teil der Gruppe Thousand Islands vor der Küste von Java. Das Nachrichtenportal Detikcom schrieb, unter anderem sei wahrscheinlich eine der Notrutschen der Maschine gefunden worden. Die Trümmer würden nun genauer untersucht, so Suryo Aji.
Nach Angaben von Indonesiens Transportminister Budi Karya Sumadi vom Abend waren 50 Passagiere, darunter sieben Kinder und drei Babys, in der Maschine, zudem zwölf Crew-Mitglieder. «Wir sind sehr besorgt wegen dieses Vorfalls», betonte er. Was genau passierte, war auch Stunden nach dem Verschwinden des Flugzeugs noch ungewiss. Airline-Chef Jefferson Irwin Jauwena sagte, das Flugzeug sei wegen starken Regens mit 30 Minuten Verspätung gestartet.
Die Flugzeit nach Pontianak in der Provinz Kalimantan Barat beträgt nur gut eine Stunde. Wie Daten des schwedischen Internetdienstes Flightradar24 zeigen, verlor die Maschine aber schon vier Minuten nach dem Abheben innerhalb von einer Minute mehr als 3300 Meter Höhe. Die Spur verlor sich danach im Meer nördlich der Hauptinsel Java.
2018 war eine Boeing 737 Max der indonesischen Gesellschaft Lion Air nach dem Start in Jakarta auf dem Weg zur Insel Bangka abgestürzt. Dabei kamen alle 189 Insassen ums Leben. 2014 stürzte ein Airbus A320 der Billig-Airline Indonesia AirAsia auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur ins Meer. Auch hier starben alle 162 Menschen an Bord. In puncto Luftfahrt gilt das südostasiatische Inselparadies als eines der unsichersten Länder der Welt.
(sda/dpa)