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Hormonpflaster
Das Hormonpflaster ist eine Alternative zur oralen Empfängnisverhütung.
Die Wirkstoffe des Pflasters bestehen aus Östrogen und Gestagen, welche
kontinuierlich über die Haut an den Körper abgegeben werden. Die Hormone durchlaufen nicht den Verdauungsapparat und vermindert die Belastung der Leber.
Das Hormonpflaster ist eine Alternative zur oralen Empfängnisverhütung. Die Wirkstoffe des Pflasters bestehen aus Östrogen und Gestagen, welche kontinuierlich über die Haut an den Körper abgegeben werden. Dadurch, dass die Hormone in diesem Fall den Verdauungsapparat nicht durchlaufen müssen, kann die Dosierung sehr viel niedriger gehalten werden als bei der Pille, wodurch die Belastung der Leber vermindert wird.
Wie Pille oder Hormonspritze verhindert das Hormonpflaster den Eisprung und verändert die Gebärmutterschleimhaut so, dass die Einnistung einer Eizelle unmöglich wird. Außerdem wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, was das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter verhindert.
Die Zuverlässigkeit des Hormonpflasters entspricht mit einem Pearl-Index von 0,1 – 0,9 der Pille.
Das Hormonpflaster ist vor allem für sensible Frauen sowie Frauen, die nicht täglich an die Einnahme eines oralen Präparats denken möchten, geeignet.
Anwendung vom Hormonpflaster
Das Pflaster wird 3 Wochen hintereinander jeweils für 7 Tage auf die Haut geklebt. Am besten geeignet sind Gesäß, Oberkörper oder Oberarme, aber nicht die Brust. Der Wechsel des Pflasters sollte immer am selben Wochentag erfolgen. In der vierten Woche folgt eine Pause, in der kein Pflaster aufgeklebt wird. In dieser Zeit setzt die Monatsblutung ein. Anschließend beginnt ein neuer Zyklus.
Sollte sich ein Pflaster ungewollt ablösen, ist auf dieselbe Stelle ein neues aufzukleben. Kann dieser Wechsel nicht innerhalb von 24 Stunden erfolgen, muss ein neuer Zyklus begonnen werden.
Vorteile:
Durch die geringe Hormondosis wird der Körper nicht so sehr belastet. Außerdem muss nur einmal wöchentlich an Verhütung gedacht werden. Weiterer Vorteil ist, dass Erbrechen oder Durchfall die Zuverlässigkeit des Hormonpflasters nicht beeinträchtigen.
Nachteile:
Die Nebenwirkungen des Hormonpflasters entsprechen prinzipiell denen der Pille. Demnach kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen und Depressionen kommen. Zusätzlich kann das Pflaster Hautirritationen wie Rötungen verursachen. Frauen mit Thrombose-neigung, Lebererkrankungen, chronischen Magen-Darm-Erkrankungen oder Raucherinnen tragen ein erhöhtes Risiko. Hier ist das Hormonpflaster ebenso wenig geeignet wie die Pille.
Das Hormonpflaster bietet keinen Schutz vor Aids oder anderen sexuell übertragbaren Krankeheiten.