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Areopăgus,
Areopāg, uralter Blutgerichtshof in Athen, hatte den Namen von dem Versammlungsorte auf dem der Akropolis westlich gegenüber gelegenen Hügel des Ares (grch. Areios pagos). Seine Stiftung wurde bis auf die ältesten Zeiten Athens zurückgeführt; histor. Bedeutung erhielt der Areopagus erst seit Solon, der 594 v. Chr. die Ergänzung der Mitglieder neu regelte und dem Areopagus neue ausgedehnte Rechte verlieh. Die Stellen waren auf Lebenszeit und wurden mit den abgegangenen Archonten (s. d.) besetzt.
Vor den Areopagus gehörten vorsätzlicher Mord und Verwundung, Vergiftung und Brandstiftung, nebst der Anstiftung zu einem solchen Verbrechen, wenn die Absicht, einen Menschen ums Leben zu bringen, erreicht wurde. Der Spruch erfolgte nicht bloß auf jurist. Beweise hin, sondern auf Grund der moralischen Überzeugung. Durch Solon wurde dem Areopagus dann zugleich eine Oberaufsicht anvertraut über den Kultus, die Sitten und Religiosität im öffentlichen und häuslichen Leben und die Sorge für die Aufrechterhaltung der Gesetze. Der Areopagus konnte die Beamten wegen ihrer Amtsführung zur Rechenschaft ziehen, konnte gegen