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Forschung 25.11.2021, 09:57 Uhr
System lässt Autos bald um die Ecke «sehen»
Ein Kind, das zwischen parkierten Fahrzeugen hindurch unverhofft auf die Strasse springt, überrascht Autofahrende und autonome Fahrzeuge gleichermassen. Australische Forscher versprechen nun Abhilfe.
Eine neue Technik soll Autofahrern und autonomen Fahrzeugen noch mehr Sicherheit ermöglichen - insbesondere, wenn es um erwachsene Fussgänger und Kinder geht, die von parkenden Autos verdeckt werden. Das Verfahren haben das iMOVE Cooperative Research Centre, das Australian Centre for Field Robotics der University of Sydney und Cohda Wireless entwickelt.
«Kollektive Wahrnehmung»
Das System besteht aus Stationen am Strassenrand, die strategisch so angeordnet werden, dass sie «sehen», was Nutzern der zugehörigen Strassen verborgen bleibt, etwa durch Gebäude oder andere Fahrzeuge. Die Stationen melden den Fahrzeugen, die sich nähern, Situationen, die gefährlich werden können, etwa ein ausgebüxtes Kind, sodass Fahrer oder autonome Autos frühzeitig reagieren können, indem sie ausweichen oder das Tempo reduzieren. Auch Autos, die ohne zu bremsen auf eine Kreuzung zurasen, aber von Gebäuden verdeckt werden, lassen sich so früh erkennen.
«Dieses Verfahren ist ein Game Changer sowohl für vom Menschen betriebene als auch für autonome Fahrzeuge, von dem wir hoffen, dass es die Effizienz und Sicherheit des Strassenverkehrs erheblich verbessern wird», sagt Eduardo Nebot vom Australian Centre for Field Robotics. «Kollektive Wahrnehmung» nennt er die Technik, die es auch ermöglicht, potenziell gefährliche Situationen, die benachbarte Autos «sehen», anderen zugänglich zu machen, die sie mangels Sicht nicht erkennen können.
Autor(in) Wolfgang Kempkens, pte