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Kein Beschluss zum Bogn Sedrun
Das Parlament von Tujetsch will nicht so, wie die Exekutive will.
Das Parlament von Tujetsch will nicht so, wie die Exekutive will.
Der Beschluss wäre an der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend traktandiert gewesen: Soll die Gemeinde Tujetsch, wie von einer Vorbereitungskommission und dem Vorstand beantragt, das defizitäre und sanierungsbedürftige Bogn Sedrun für 5,85 Millionen Franken erneuern? Es wäre die billigste von drei untersuchten Varianten gewesen. Gemäss Botschaft hatte man zusätzlich auch eine Erweiterung um ein geheiztes Aussenbecken plus Kinderrutschbahn sowie eine eigene Heizung untersucht, beides wäre aber aus finanziellen Gründen nicht tragbar gewesen für die Gemeinde. Doch das Parlament änderte schon zu Beginn der Sitzung das Traktandum in eine reine Diskussion ab und fasste keinen Entscheid, wie es in einer Mitteilung heisst. Auch die reine Sanierung solle zwecks Kosteneinsparungen überarbeitet werden, so der Gemeinderat. Das wird nun laut Mitteilung von der Kommission an die Hand genommen.
Gesetzesrevision verschieben
In leicht reduziertem Umfang gewährt wurde ein Zusatzkredit von letztlich 55 000 Franken für Inventar und Einrichtungen in der neuen Mehrzweckhalle Dulezi. Abgelehnt wurde hingegen die Wahl einer Kommission für die Revision des Gesetzes über die Erschliessungsbeiträge und Nutzungsgebühren. Das Geschäft wurde an die Exekutive zurückgewiesen. Die Revision solle verschoben werden.
Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos