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Ungarn hat den amerikanischen Gesandten einbestellt wegen des Plans über die Finanzierung ungarischer Landesmedien.
Ungarns Aussenministerium hat den Botschafter David Kostelancik einbestellt, wegen des Plans zur Finanzierung der Landesmedien in Ungarn. Budapest sieht den Plan als “politische Intervention” vor einer Anfang nächsten Jahres geplanten Wahl an. Nach Ansicht des Aussenministers Péter Szijjártó ist es erstaunlich und ungewöhnlich, dass ein demokratisches Land aus seinem eigenen Haushalt Mediensponsor eines alliierten demokratischen Landes wird.
Die Vereinigten Staaten erklärten, dass sie 700.000 Dollar (andere ungarische Medien berichten von 200 Millionen USD) zur Finanzierung der Medien in Ungarn bereitstellen würden, um Journalisten bei der “Verteidigung unabhängiger Medien” zu schulen und auszustatten. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit den Geldern vorrangig Publikationen ausländischer Medienkonzerne gesponsert werden sollen, die in Ungarn bereits Fuss gefasst haben. Das Programm bietet technische und finanzielle Unterstützung, kleine Zuschüsse und andere Instrumente. Das Hauptziel ist es jedoch, die öffentliche Meinung in Ungarn zu zersetzen.
Ungarns Aussenminister Péter Szijjártó erklärte, dass man die Politik ablehne, die in die inneren Angelegenheiten anderer Länder eingreifen will, “wir tun dies nicht und wir erwarten auch von unseren Verbündeten, dass sie es nicht tun”. Er befürchtet eine massive Wahleinmischung aus dem Ausland.
Ungarn leidet wie viele andere osteuropäische Staaten unter der permanenten Einmischung in deren Politik aus dem Ausland, was häufig durch Medien geschieht. Allein in Polen sind 80 Prozent aller Medien unter der Kontrolle ausländischer Medienkonzerne, wovon die überwiegende Mehrheit ihren Ursprung in Deutschland hat.