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Winterzeit ist oft gleichbedeutend mit Halsschmerzen, Husten und Fieber. Dennoch, nicht alle Symptome bedürfen unbedingt einer Arztbehandlung. In der Schweiz gibt jeder Einwohner jährlich etwa 500 Franken für Medikamente aus, von denen der Grossteil nicht verschreibungspflichtig ist. Der Prämienanstieg bei der Krankenversicherung betont die Tendenz, öfters auch ohne den Arzt auszukommen. Einer Studie* von bonus.ch zufolge, verhält sich die Mehrheit der Versicherten bereits verantwortungsbewusst und wendet sich bei Fieber, Schnupfen und leichtem Husten direkt an ihre Apotheke. Dieses Verhalten hilft, auf die Gesundheitskosten einzuwirken, denn viele der leichten winterlichen Beschwerden können einfach behandelt werden: mit Medikamenten, die nicht verschreibungspflichtig sind, mit gesundem Menschenverstand und einigen Tipps. Wie können Sie Husten vorbeugen oder behandeln? Hier einige Ratschläge!
Halsschmerzen
Schützen Sie vor allem gut Ihren Hals durch angemessene Kleidung, zum Beispiel mit einem Schal. Trinken Sie viel Tee mit Honig. Sollten Sie beim Schlucken starke Schmerzen verspüren, nehmen Sie flüssige Nahrung wie Suppe oder Püree zu sich. Vermeiden Sie säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Tomaten oder Essig oder zu salzige Nahrung wie Chips, Crackers oder Erdnüsse. Kaugummi kauen regt den Speichelfluss an. Speichel enthält viele Antikörper, die gegen die Entzündung im Hals helfen. Das Einnehmen eines Schmerzmittels über einen kurzen Zeitraum kann den Schmerz einschränken. Verstärken sich die Schmerzen jedoch oder geht das Fieber nach einigen Tagen nicht zurück, suchen Sie besser Ihren Hausarzt auf, denn dies könnten Anzeichen für eine bakterielle Angina sein, die Spätfolgen mit sich ziehen kann, wenn Sie nicht behandelt wird!
Husten
Stellen Sie zuerst die Art von Husten fest - trocken oder schleimig - und wählen Sie eine entsprechende Behandlung: ein schleimlösendes Medikament oder ein Hustenmittel. Vermeiden Sie Kälte und irritierende Substanzen wie Zigarettenrauch. Hustenbonbons oder Tee mit Honig können durch leichten Husten verursachte Irritationen beruhigen. Nehmen Sie kein Hustenmittel im Fall von schleimigem Husten, weil dieses den Reflex des Schleimauswurfs zum Befreien der Bronchien unterdrückt. Erwägen Sie einen Luftbefeuchter zu benutzen, wenn die Luft in Ihrer Wohnung sehr trocken ist.
Fieber
Messen Sie mehrmals täglich Ihre Temperatur und notieren Sie die Entwicklung. Bei einer Temperatur über 38° nehmen Sie eher Paracetamol als Aspirin zum Senken des Fiebers, denn Aspirin kann eine irritierende Wirkung auf den Magen haben. Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich und machen Sie Wadenwickel mit Alkohol oder mit wasserverdünntem Essig - eines von Grossmutters Heilmitteln, das Wunder wirkt! Bei Fieber von 40°, welches nicht spätestens nach 2 Tagen auf die Medikamente reagiert oder von heftigen Kopfschmerzen, Halsstarre, Erbrechen oder Schmerzen im Brustkorb begleitet wird, suchen Sie Ihren Hausarzt auf!
* 22/11/2007 Gesundheit - welche Erstmassnahmen ergreifen die Menschen im Krankheitsfall?