Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/107188

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den aktuellen Stand der Forschung an Bio-Zement in der Schweiz, über die aktuellen und zukünftigen Kosten dieser Forschung sowie über die biologischen Auswirkungen des Werkstoffes auf Mensch und Umwelt zu erstellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Forschung im Bereich Bio-Zement entwickelt sich grundsätzlich auf zwei Gebieten: Geforscht wird vor allem im Bereich der Biomedizin, wobei auch eine gewisse wissenschaftliche Tätigkeit im Bausektor erkennbar ist.</p><p>Solche Verfahren bergen ein grosses Potenzial im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Organismen (Bakterien) oder des klassischen Umweltschutzes (z. B. längerer Lebenszyklus der Infrastruktur, geringere CO2-Emissionen durch die Zementproduktion). Damit einher gehen aber auch eventuelle Risiken für Mensch und Umwelt durch diese Organismen. Aufgrund der heutigen Gesetzgebung (Art. 29a ff. des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983; SR 814.01) müssen diese Risiken beurteilt werden. </p><p>Grundsätzlich ist es Sache der Privatwirtschaft, die Produktentwicklung selbst zu bestreiten (eventuell unterstützt mittels Forschungsgeldern z. B. aus KTI oder SNF). Ebenso ist es ihre Pflicht, im Rahmen der Selbstverantwortung und der Selbstkontrolle die Auswirkungen eines neuen Werkstoffs genau zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.