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Frage:
Kurz meine Eckdaten: 74 Jahre alt 178cm 72 kg. Gesund, nehme praktisch keine Medikamente. Treibe seit meiner Jugend Leistungssport (Langstrecken-und Bergläufe, Bergsteigen). Komme immer noch auf über 100 000 Höhenmeter pro Jahr bei ca. 140 Touren. Vor etwa 20-30 Jahren habe ich mir bei einer Hochtour fast meinen Mittelzehen rechts abgefrohren. Man sieht ihm nichts mehr an, doch die vorderste Spitze ist ohne Gefühl. Seit etwa 2 Jahren schmerzt mich der Zeh immer mehr. Nach ca. 1Std Laufen wird der Schmerz unerträglich. Wenn ich nun die Zehen mehrmals zusammenziehe (Wie die Hand zur Faust) verschwindet der Schmerz für einige Minuten (Durchblutungsstörung???). Am liebsten würde ich mir den Zehen mit der Axt abhacken. Nun die Frage: Wäre es sogar von Vorteil wenn der Zeh amputiert würde?
Antwort von PD Dr. med. Christoph Meier:
Eine Zehenamputation wird recht häufig durchgeführt, meist bei schweren Durchblutungsstörungen mit nicht heilenden Wunden und Gelenksbeteiligung oder natürlich bei Verletzungen bei denen eine Rekonstruktion nicht mehr möglich ist. In Ihrem Fall jedoch einfach ohne weitere ärztliche Untersuchungen eine Amputation zu empfehlen wäre unseriös und unprofessionell. Sicherlich muss die Durchblutung kontrolliert werden. Möglicherweise liegt aber eine schmerzhafte Gelenksabnutzung (Arthrose) oder eine andere Pathologie vor. Ich empfehle Ihnen deshalb erstmals den Hausarzt aufzusuchen. Erste Untersuchungen beim Hausarzt werden dann die Probleme weiter eingrenzen können.