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Lehrerseminar, Thun
Wettbewerb 1977, 1. Preis
Fertigstellung: 1986
Auftraggeber: Baudirektion Kanton Bern
Zu erweitern war eine Schule, die sich über ein Hauptgebäude und eine Übungsschule hinaus im Lauf der Jahre auf zwei benachbarte alte Villen ausgedehnt hatte. Eine sympathische Folge, die zusammen mit der Tatsache, dass man von Unterrichtsstunde zu Unterrichtsstunde immer wieder durch einen Park von Gebäude zu Gebäude gehen musste, der Schule eine ausgesprochen lockere Atmosphäre gab. Eben diese Aufteilung der Schulräume auf verschiedene Gebäude wurde im Wettbewerb sozusagen als Rezept erkannt, das es aufzunehmen und zu erweitern galt. Das Raumprogramm für die Erweiterung kam dieser Absicht ideal entgegen, und so besteht die Schule heute aus acht verschiedenen Gebäuden, vier alte, umgebaute und aufgefrischte und vier Neubauten, die sich entlang einer inneren Strasse in die parkartige Anlage integrieren.
Die abgesenkte Turnhalle, das Mehrzweckgebäude mit Saal und Bibliothek, das dreigeschossige Werkhaus und das kleine Verwaltungsgebäude sind, innen wie aussen, Bauten von grosser Einfachheit in Form, Material und Farbe. Diese Grundhaltung kennzeichnet auch die Arbeit der Künstler Balthasar Burkhard und Niele Toroni: eine Aufforderung zur differenzierten Wahrnehmung durch Beschränkung der Ausdrucksmittel.