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Matt Morsia stellt sich immer den heftigsten Fitness-Tests, die man sich vorstellen kann. In der letzten Ausgabe von „Matt treibt seinen Körper ans Limit“, hat er sich an den medizinischen Test der Premier League Fußballer gewagt.
Wenn du neu hier bist, Matt ist kein Fußballer. Um genau zu sein, spielte er vor fünf Monaten das letzte Mal Fußball und riss dich dabei die Achillessehne. Seitdem hat er keinen Ball mehr vor den Füßen gehabt, aber Matt liebt Herausforderungen. Und wenn man bedenkt, dass Matt in der Zwischenzeit kein Cardio betrieben hat, wird es auch genau das sein.
Ein wenig Kontext: Wenn professionelle Fußballer einen Vertrag bei einem neuen Club unterschreiben, müssen sie zuerst eine Reihe verschiedener medizinischer Tests bestehen. So können sich die Clubs, die den Spieler unter Vertrag nehmen, sicher sein, dass dieser keine gesundheitlichen Probleme hat.
Bei den Tests werden fünf Hauptaspekte untersucht:
- Bewegungsumfang
- Rate des Kraftaufbaus
- Maximale Kraft
- VO2max-Test
- Laktase-Test zur Ausdauer
Krafttest
Zuerst der Krafttest. Matt wurde auf optische Ungleichheiten seiner Muskulatur untersucht, um zu überprüfen, ob sich die eine Seite seines Körpers von der anderen unterscheidet. Der Grund dafür ist der, dass Spieler mit Auffälligkeiten sich möglicherweise eher verletzen.
Bei Matt gab es ein paar Unregelmäßigkeiten – mit großer Wahrscheinlich sind diese durch vorherige Verletzungen entstanden, die der Körper kompensieren musste. Diese traten auf seinem Rücken (vermutlich durch seine Zeiten beim Dreisprung) und an seinem Hüftstrecker auf (entweder durch den Dreisprung oder das Powerlifting).
Danach wurde ein Blick auf Matts Kraft geworfen. Wir wissen, dass er stark ist. Wir haben gesehen, wie er das Gewicht eines Delphins gezogen hat. Deswegen machen wir uns keine Sorgen bei diesem Test.
Um genau zu sein, wurde seine Kraft auf zwei Weisen getestet. Zum einen seine Spitzenkraft und dann die Rate, in der er Kraft aufbaut. Dazu gab man ihm ein Dynamometer in die Hand und testete ihn während zwei Bewegungen: der Beinbeugung und der Beinstreckung.
Die Rate, mit der er Kraft entwickelte, war auf beiden Seiten in etwa gleich. Was die Spitzenkraft anging, war seine linke Seite etwas stärker. Aber der Prüfer schien nicht beunruhigt. Und Matt hatte es sich vorgenommen, Rekorde zu brechen.
Matt machte sich auf ins Gym. Dort wartete eine spezielle Kniebeuge-Maschine, die das Bewegungsmuster und die Fähigkeit Kraft zu entwickeln aufnimmt. Nachdem er hörte, dass der Rekord bei exakt dieser Maschine bei einer Spitzenkraft von 3.000 lag, war Matts Wettbewerbssinn geweckt.
Bei seinem ersten Versuch schaffte er 2.896, wodurch der Rekord in greifbarer Nähe war. Zum Glück konnte er ihn bei seinem zweiten Versuch mit 3.104 knacken. Und bei seinem dritten Versuch setzte er mit 3.240 direkt nach.
Sein zufriedener Gesichtsausdruck sagte alles. Es ist wahrlich eine Schande, dass ihm die Freude sofort wieder genommen wurde, als er erfuhr, dass jemand anderes bei einer anderen Maschine 5.000 geschafft hatte.
Ausdauer-Test
Bei dem Ausdauerteil des Tests ging es um Laktase-Werte und VO2-Max. Mit diesen Angaben bekommt der Prüfer einen Überblick darüber, wie schnell Sauerstoff innerhalb des Körpers transportiert wird. Dies ist zeitgleich ein hervorragender Indikator für die Kardio-Leistung des Probanden. Und Matt fürchtete diesen Test.
Matt wartete gespannt darauf, dass die Messwerte erfasst wurden: Herzfrequenz, Blutdruck, Gewicht, Alter, Größe … du weißt ja, wie es läuft. Danach ging es auf das Fahrrad. Aber zuerst fragte er nach einem bequemen Sessel.
Wer kann ihm das schon verübeln? Wenn man so etwas schon über sich ergehen lassen muss, dann will man wenigstens so bequem wie möglich sitzen.
Der Test
- Erst ein schnelles Warm-Up (10 Minuten langsames Triebeln auf dem Rad).
- Für den Laktase-Test wurde die Wattzahl alle 4 Minuten um 20 Watt erhöht.
- Außerdem wurde er, um den Laktase-Spiegel aufzeichnen zu können, in den Finger gepiekt.
Sobald die Laktase-Kurve ermittelt wurde, wurden keine Laktase-Proben mehr genommen und man konzentrierte sich stattdessen auf den VO2-max, indem nun jede Minute die Wattzahl um 20 Watt erhöht wurde.
Außerdem zeichneten sie auf, wie leicht ihm der gesamte Test fiel.
Nach einer ganzen Menge Schweiß, Anstrengung und was für uns nach Tränen aussah, standen die Ergebnisse fest. Matt hatte einen VO2-Wert von 46,6ml/kg/Minute erreicht. Das bedeutet, dass Matts Kardio-Fitness im Bereich zwischen gut und hervorragend liegt. Nachdem er fünf Monate lang kein Cardio betrieben hat, ist das ganz schön beeindruckend.
Um das Verhältnis zu verdeutlichen: Professionelle Fußballer haben eine durchschnittliche VO2-max von 60-80ml/kg/Minute. Außerdem sollte erwähnt werden, dass die Ergebnisse des Tests stark durch das Körpergewicht der Probanden beeinflusst wird. Wenn Matt dasselbe wie ein Fußballer wiegen würde, würde er vermutliche ähnliche Ergebnisse erzielen.
Der Prüfer nannte es „einen perfekten Test“, was Matts Ego natürlich durch die Decke gehen ließ.
Take Home Message
Die Ergebnisse zeigten, dass Matt, was Fitness und Kraft angeht, vermutlich das Zeug zu einem Premier League Fußballspieler hätte. Aber was die Fähigkeiten angeht, ist das natürlich eine ganz andere Sache.
Und da er nach seiner Verletzung vermutlich von diesem Sport verflucht wurde, sind wir uns nicht so sicher, ob er in nächster Zeit bei der Premier League vor der Tür steht. Aber sag niemals nie.