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Eine gefüllte Kaffeetasse vor sich, den linken Arm lässig auf dem runden Tisch abgestützt, eine rauchende Zigarre in der rechten Hand und den Körper leicht vornübergebeugt: Der abgebildete Herr mit blauem Anzug starrt über den Bildrand hinaus in den Raum des Kaffeehauses. Was er wohl beobachtet? Das Zimmer ist mit blauer, gemusterter Tapete und hölzernen, runden Tischen ausgestattet, auf welchen in gläsernen Vasen kleine Blumenarrangements mit gelben Blüten stehen. Es ist eine alltägliche, beinahe unspektakuläre Szene, die Fred Stauffer hier einfängt. Und so ist auch der Maler weniger an der realistischen Darstellung oder einer psychologischen Deutung der Szenerie interessiert, sondern an einem klaren, strengen Bildaufbau. Der vorherrschende Farbton ist Blau und die einzelnen Elemente im Vorder- und Hintergrund fliessen ineinander über. Starke diagonale Linien, gesetzt durch die Positionierung des geneigten Oberkörpers, der Arme und der Stellung der Hände entwickeln im Bild eine Dynamik. Das Werk wird 1972 in der Ausstellung «Fred und Ruth Stauffer» im Thunerhof gezeigt und kommt danach als Schenkung des Künstlers in die Sammlung.
Anja Seiler
Ein Mann mit einer Tasse Kaffee
und einer rauchenden Zigarre.
Er ist leicht nach vorne gebeugt.
Wartet er?
Hört er jemanden zu?
Beobachtet er?
Sein eckiges Gesicht passt zum Muster der Wand.
Wand und Anzug in Blau
nehmen am meisten Platz im Bild ein.
Der Bild-aufbau ist dem Maler sehr wichtig.