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Was man von Bob Dylan über Mystik lernen kann
Bob Dylan ein Mystiker? Ja, sagt der katholische Theologe Knut Wenzel, der mit „Hobo Pilgrim“ ein interessantes Buch über den Sänger und Literaturnobelpreisträger vorgelegt hat. Darin beschreibt er die Haltung der Mystiker:innen folgendermassen:
„Sie sind nicht erfüllt von der positiven Erfahrung der Gegenwart Gottes, sondern werden getrieben vom Schmerz über seine Abwesenheit.“
Dylan hat ja ganz unterschiedliche Phasen durchlebt. Unter anderem seine sogenannte "christliche Phase" in der "hocherhitzten Variante" (Wenzel) einer pfingstlich-charismatischen Frömmigkeit. Dass er sich davon ein Stück weit gelöst hat, zeigt sich unter anderem darin, dass er nach dieser Zeit ein Album mit dem Titel "Infidels" (= Ungläubige) herausbringt. Knut Wenzel beschreibt Bob Dylan als mystischen Pilger, der folgendes Ziel verfolgt: "Tryin’ to get to heaven before they close the door", wie es im gleichnamigen Song heisst.
Warum ein Blog-Post über Bob Dylan? Einerseits, weil er m.E. der Erfinder richtig guter Musik ist (zugegeben: umgesetzt haben es andere teilweise besser als er). Andererseits, weil er mir mit der folgenden Liedzeile aus dem Song "'Cross the Green Mountain" immer wieder Mut macht, den Weg der Kontemplation weiter zu verfolgen:
"Lessons of life can't be learned in a day."
Kontemplation braucht Übung, Übung, Übung. Bleib dran!