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Die Regenwürmer sind allseits bekannte und wichtige Bewohner des Bodens.
Der Ausdruck 'Regenwurm‘ beruht auf der Beobachtung, da häufig bei regnerischem Wetter wandernde Regenwürmer an der Bodenoberfläche angetroffen werden. Der Grund für dieses Verhalten liegt darin, dass bei nassem Wetter die Tiere ohne auszutrocknen oberirdisch einen neuen Aufenthaltsort suchen können.
Im Regenwurmkot sind die organischen und mineralischen Komponenten intensiv miteinander vermischt. In diesen treten große Mengen Bakterien auf, welche sich bereits im Wurmdarm,besonders aber auf dem abgesetzten Kot vermehren.
Meist werden die gebohrten Röhren mit Schleim und Kot der Würmer ringsherum ausgekleidet und somit stabilisiert.Diese Tapezierung dient den Pflanzen danach als Dünger.
Zudem sorgen die Regenwurmgänge für eine optimale Sauerstoffzufuhr und somit werden abgestorbene Pflanzenteile besser zersetzt.
Die von den vertikal grabenden Regenwürmern angelegten Wohnröhren bleiben bei einer Überflutung erhalten und erhöhen oft in entscheidendem Ausmass die Wasserinfiltrationsraten der Böden.
Regenwurmreiche Böden weisen somit in der Regel einen ausgeglichenen Wasserhaushalt auf.
Dank der höheren Sikker- und Infiltrationsraten regenwurmreicher Böden neigen diese in den Wintermonaten weniger stark zu Staunässe und leiten in den Sommer-monaten einen grossen Teil des Niederschlags-wassers in den Wurzelraum ab.
Diese Böden sind damit auch weniger erosions-gefährdet und weisen auch einen besseren Gashaushalt auf.
In schweren Böden kann das Vorhandensein von Regenwurmgängen entscheidend für die Wurzelausbildung sein.
Es ist eine Tatsache, dass Pflanzen in regenwurmreichen Böden grössere Wurzelwerke ausbilden. Dies schafft ihnen bessere Voraussetzungen für eine genügende Wasser- und Nährstoffversorgung.
Die beträchtliche Regenwurmbiomasse vieler Böden bildet für viele Tiere (räuberische Insekten, Vögel, Säuger) eine wichtige Nahrungs- und Proteinquelle.
Schädigungen, respektive starke Reduktionen der Regenwurmpopulationen können hauptsächlich durch intensives Pflügen und durch regenwurmtoxische Pestizide entstehen.
Anderseits fördern minimale Bodenbearbeitung und konsequente Grünbedeckung der Böden sowie Stallmistgaben und Mulchdecken die Regenwürmer, insbesondere die erwünschten vertikal grabenden Formen.
Der Pflug ist eine der ältesten und wertvollsten menschlichen Erfindungen. Doch lange bevor der Pflug existierte, wurden die Böden regelmässig gepflügt und sie werden immer und fortwährend durch die Regenwürmer gepflügt.
Tragen wir also Sorge zu diesen fleissigen Tieren!
Mehr Info`s unter: www.regenwurm.ch