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6.4.2019
Kleine Scheidegg
Als James Morrison 2006 als gefühlvoller Singer-Songwriter auftauchte, konnte er noch nicht einmal erahnen, dass er mit seinem Stil als Vorbild für gleichgesinnte Musiker eine neue Ära einläuten würde. Und nun – nach mehr als einer Dekade – bevölkern Sam Smith, Ed Sheeran, George Ezra und James Bay die Charts und folgen dem gleichen Format des Urvaters James Morrison: Ein Mann; eine soulige Stimme; eine Gitarre. Sie alle haben zu ihm hinaufgeschaut, doch Morrison sieht das ganz anders und denkt nicht, dass er den Weg für alle geebnet hat: «Ich sehe es nicht wirklich so, ich hatte nur das Glück, einer der ersten zu sein.»
Ungeachtet seiner eigenen Meinung, war Morrison wirklich der Erste, der sich dieser Art des souligen Pop Rocks annahm und mit diesem einzigartigen Format über Nacht zur Erfolgsgeschichte wurde. Pop-Juwelen wie «You Give Me Something» von seinem Debutalbum «Undiscovered» ebneten ihm den Weg an die Spitze und mit gerade einmal 21 Jahren zum «2007 BRIT Award for Best Male». Seine - durch eine Kinderkrankheit verursacht - rauchige Stimme, hat eine Einzigartigkeit, die selbst vom berühmten Rhythm-and-Blues-Produzent Jerry Wexler als «einmal gehört, nie vergessen» den Ritterschlag erhalten hat.
Der 30-jährige Singer-Songwriter hat inzwischen 4,5 Millionen Exemplare seiner drei Alben verkauft, vier Welttourneen mit ausverkauften Shows im Londoner Hyde Park absolviert. Als Support hat er bereits mit Grössen wie Bruce Springsteen und Stevie Wonder auf der Bühne gestanden und bei Herbie Hancocks Grammy-gekröntem Album «The Imagination Project» seine Stimme beigetragen.
2008 brachte das Album «Songs for You, Truths for Me» eine Reihe von Top Ten Singles mit sich, darunter die phänomenal Single «Broken Strings» mit Nelly Furtado. Sein 2011 erschienenes Album «Awakening» schoss direkt auf Platz eins und wurde weltweit über eine Million Mal verkauft.
Aber trotz seines phänomenalen Erfolgs hat der Singer-Songwriter aus Rugby, Warwickshire, nie wirklich erkennen und anerkennen können, wie gut er es tatsächlich gemacht hat. Die Songs auf dem neuen Album «Higher Than Here» schaffen eine subtile Balance zwischen der Enthüllung Morrison’s Schmerz samt Schwierigkeiten in seinem persönlichen Leben und dem idealen Sound für einen faulen Sonntagmorgen. Trotz der Tendenz zu dunklen Themen, animieren die Lieder zum Tanzen, Lächeln und zum Reflektieren.