Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/1176

Arbeitsgruppe Saläre der ICT - Jahresbericht 2021
Was geschah vergangenes Jahr in der Arbeitsgruppe «Saläre der ICT»? Was ist 2022 geplant? Lesen Sie den Artikel im Jahresbericht 2021.
In der Arbeitsgruppe ICT-Saläre sorgen Vertreter von national und international tätigen Unternehmen für die kontinuierliche Weiterentwicklung der jährlichen Gehaltsanalyse, um die Marktbedürfnisse optimal abzudecken. Die Erhebung erfolgt durch die Geschäftsstelle von swissICT. Diese entwickelt zurzeit eine neue Online-Anwendung (Compensation Survey) zur Präsentation und Analyse der erhobenen Saläre. Als Produktmanagerin leitet Cornelia Ammon das Projekt und sorgt für die schrittweise Einführung neuer Möglichkeiten ab 2022.
Im Jahr 2021 haben 272 Unternehmen teilgenommen (im Vorjahr 246). Diese meldeten die Gehälter von 36’950 Mitarbeitenden (Vorjahr 33’493). Unsere Erhebung ist die umfassendste ihrer Art. Dabei werden Auswertungen zu allen ICT-Berufen und Kompetenzstufen erstellt. Die Standardauswertung umfasst etwa 70 Prozent aller Nennungen und bietet Informationen zu den Stufen Junior, Professional und Senior. In der Detailauswertung sind Informationen zu den höheren Fachkompetenzstufen (Expert, Senior Expert), den Führungskompetenzstufen und variablen Lohnanteilen ersichtlich.
Um die Bedeutung der Einflussfaktoren Region, Unternehmensgrösse, Branche und Altersgruppe zu prüfen, wurden für dieses Jahr die niedrigsten und höchsten Median-Gehälter der verschiedenen Kompetenzstufen verglichen (Gesamtsummen). Dabei zeigte sich, dass die Unterschiede für die Stufen Junior bis Expert (S1 bis S4) und die unteren Führungsstufen M1 und M2 in einem recht engen Streuungsbereich liegen. Bei den drei Stufen mit den höchsten Salären (S5, M3, M4) nehmen die Unterschiede deutlich zu, scheinen weniger konsistent und werden deshalb nicht weiter berücksichtigt.
Die Gehaltsunterschiede zwischen den Regionen mit dem höchsten und niedrigsten Salär betragen 6 bis 10 Prozent. Unterschiede zwischen städtischen und eher ländlichen Regionen scheinen sich zu verringern. In kleinen Unternehmen sind die Saläre 7 bis 10 Prozent niedriger als in grossen. Die Gehaltsunterschiede zwischen den verschiedenen Branchen betragen 10 bis 19 Prozent und sind damit etwa doppelt so gross wie die Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen und Firmengrössen. Dies dürfte teilweise daher stammen, dass die Stichproben für einzelne Branchen klein sind und die Streuung deshalb relativ gross. Am höchsten sind die Gehälter in Banken, Versicherungen und öffentlichen Verwaltungen. Als Ausnahme weist der Einzel-/Detailhandel für die Kompetenzstufe Junior S1 den höchsten Branchenwert aus; bei allen anderen Kompetenzstufen liegen die Saläre des Detailhandels hingegen im mittleren bis unteren Bereich. Den grössten Einfluss auf die Saläre hat nach wie vor die Altersgruppe: Der Gehaltsunterschied zwischen der jüngsten und ältesten Gruppe beträgt 21 bis 26 Prozent (S1-S5, M1), resp. 11 Prozent für M2.
Paul Brodmann, Leiter Arbeitsgruppe Saläre der ICT