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Die Unterlagen für ein IPO des Geschäfts mit Ladetechnik für Elektroautos dürften im vierten Quartal vorliegen, sagte Konzernchef Björn Rosengren am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Falls ABB einen entsprechenden Entscheid fälle, könnte die Sparte im frühen Verlauf des kommenden Jahres an die Börse kommen. Rosengren bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Das E-Mobilitätsgeschäft sei im ersten Halbjahr um über 100 Prozent gewachsen. "Die Nachfrage ist also enorm, und wir gehen nicht davon aus, dass sie in Zukunft abnehmen wird", sagte Rosengren. Immer mehr Fahrzeuge würden elektrisch betrieben und dafür sei eine Lade-Infrastruktur notwendig.
ABB habe in dem Geschäft eine führende Marktstellung und wolle mit dem Börsengang die notwendigen Mittel sichern, um schneller als der Markt zu wachsen. Dazu gehörten Zukäufe von Software- und Hardware-Geschäften. Das E-Mobilitätsgeschäft dürfte von der Börse deutlich höher bewertet werden als das Mutterhaus, erklärte er weiter.
Dazu habe ABB auch mit der Verselbstständigung des Turbolader-Geschäfts begonnen. Die Vorbereitungen für einen Börsengang dürften im vierten Quartal 2021 starten. "Falls wir uns für eine Abspaltung entscheiden, könnte das im zweiten Quartal passieren", sagte Rosengren. Zum Bereich Mechanical Power sagte Rosengren, das Interesse von möglichen Käufern sei gross. Er hoffe, in den kommenden Wochen einen Vertrag für einen Verkauf des Kupplungs- und Getriebe-Herstellers unterzeichnen zu können, der unter der Marke Dodge laufe. Früheren Angaben zufolge will ABB auch den Bereich Stromwandler abstossen.
(Reuters)