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Glomus Jugulare Tumor: Symptome und Therapie
Ein Glomus jugulare Tumor, auch bekannt als Paragangliom, ist ein seltener, gutartiger Tumor, der sich im Kopf-Hals-Bereich – bevorzugt in der Nähe der Schädelbasis, des Gehirns und des Innenohrs – entwickelt. Er entsteht aus den Glomuszellen in der Nähe der Jugularvene. Diese Tumore wachsen langsam und können aufgrund ihrer Lage zu einer Reihe von Symptomen führen.
Welche Symptome verursachen Glomus Jugulare Tumore?
Ein Paragangliom wächst in der Regel langsam und verursacht oft zunächst keine Schmerzen. Viele Patienten bemerken den Glomustumor daher lange Zeit nicht. Lokale Beschwerden können jedoch auftreten, wenn der Tumor eine bestimmte Größe erreicht hat. Die auftretenden Symptome hängen davon ab, an welcher Stelle des Körpers sich der Tumor gebildet hat. Zu den häufigsten Beschwerden gehören unter anderem:
- Einseitige Hörverluste oder Hörstörungen
- Tinnitus (Ohrgeräusche) in einem Ohr, eventuell pulsierend
- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
- Einseitige Gesichtsschwäche oder Fazialisparese
- Schluckbeschwerden oder Heiserkeit
So wird die Diagnose eines Glomustumors gestellt
Die Diagnose eines Glomus jugulare Tumors wird generell mit bildgebenden Verfahren gestellt.
Mögliche Ursachen von Glomus Jugulare Tumoren
Die genaue Ursache von Glomus jugulare Tumoren ist nicht vollständig geklärt. Da diese Tumoren in manchen Familien gehäuft auftreten, wird vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Es gibt jedoch keine spezifischen bekannten Auslöser.
Behandlungsmöglichkeiten bei Glomustumoren
Die Behandlung von Glomus jugulare Tumoren hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe und Lage des Tumors sowie dem Gesundheitszustand des Patienten. Die folgenden Behandlungsmöglichkeiten kommen häufig zum Einsatz:
- Beobachtung: Bei kleinen und asymptomatischen Tumoren kann eine engmaschige Überwachung ohne sofortige Behandlung empfohlen werden.
- Radiochirurgie: Die Radiochirurgie ist eine hochpräzise Form der Strahlentherapie und kann insbesondere bei kleineren Tumoren oder als zusätzliche Behandlung nach einer Operation eine Option sein.
- Chirurgische Entfernung: Wenn der Tumor größer wird oder Symptome verursacht, kann eine chirurgische Entfernung in Betracht gezogen werden. Die Operation erfolgt häufig über einen Zugang an der Seite des Halses oder des Schädels.
- Embolisation: Vor einer Operation kann eine Embolisation durchgeführt werden. Dabei wird vorübergehend die Blutversorgung des Tumors blockiert, um das Risiko von Blutungen während der Operation zu reduzieren.
- Chemotherapie und zielgerichtete Therapien: Bei Glomus jugulare Tumoren sind diese in der Regel weniger wirksam und spielen eine untergeordnete Rolle in der Behandlung.
Die Auswahl der geeigneten Behandlungsmethode erfolgt individuell unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands des Patienten und der Tumorcharakteristiken. In unserem Zentrum für Neuroradiochirurgie arbeitet ein multidisziplinäres Team aus Fachärzten, einschließlich Neurochirurgen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Strahlentherapeuten, zusammen, um die beste Behandlungsstrategie zu entwickeln und die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.