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Werner Altorfer
Werner Altorfer-Klenk (*29. Februar 1916; †12. November 1993 in Wetzikon) war Primarlehrer und Ortschronist von Wetzikon. Er wohnte im Neubühl 28 in Kempten Wetzikon.
Inhaltsverzeichnis
Leben
1929 Zieht seine Familie an den Zürichsee.
1931-1935 Besucht er das Lehrerseminar in Küsnacht.
1936 Kehrt Werner Altorfer ins Oberland zurück als Primarlehrer in Ottikon-Gossau.
1941 Heiratet er seine Kameradin aus der Sekundarschulzeit, Martha Klenk, aus Stäfa.
1951 Er kommt nach Wetzikon zurück, wo er zuerst in Kempten, dann im Schulhaus Feld als Primarlehrer unterrichtete. Nebst seinen Aufgaben als Familienvater in einer 5-köpfigen Familie fand er Zeit zur Mitwirkung als Geigenspieler im Orchesterverein Wetzikon und als Sänger im Kammerchor Zürcher Oberland sowie im Kirchenchor als Tenor.
1957 Nach langjähriger Leitung der Kommission gründet er die reformierte Kirchgemeindebibliothek.
1972 Der Gemeinderat beschliesst am 5. April, Werner Altorfer, mit dem Aufbau einer ortsgeschichtlichen Dokumentation zu betrauen. Die Chronikstube Wetzikon war somit gegründet. Nach dem ersten Scheitern am Willen des Souveräns im Jahre 1967 wird endlich die Gemeindebibliothek für Wetzikon im heutigen Drei Linden bewilligt, für deren Realisierung er sich viele Jahre mit Elan einsetzte.
1975 Auf seine Initiative hin fusioniert die seinerzeitige Konsumbibliothek mit der Kirchgemeindebibliothek, aus welchem Zusammenschluss die Gemeindebibliothek in ihrer heutigen Form hervorgegangen ist.
1981 Anlässlich der 75-Jahr Feier der Zürcherischen Vereinigung für Heimatschutz wirkt er an vorderster Front bei der Organisation des begleitenden Kemptner Tobelfestes mit. Für die Festschrift schreibt er seinen Beitrag «Das Kemptnertobel spendet Energie».
1984 Nachdem die Chronikstube zuvor hintereinander in den verschiedensten Räumlichkeiten untergebracht war, freut sich Werner Altorfer in der zentralgelegenen Liegenschaft «Haus zur Farb» endlich ein «würdiges Zuhause» für die umfangreiche Chroniksammlung gefunden zu haben.
1989 Entsteht nach mehrjähriger Arbeit eine Anleitung zum Aufbau und zur Führung von Chronikstuben, wofür er Mitte der 80er Jahre von der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich den Auftrag erhalten hatte.
1993 Bis zu seinem Ableben am 12. November kann Werner Altorfer mit Stolz und Freude auf die Früchte seines neunjährigen Wirkens in der Chronikstube an der Farbstrasse zurückschauen. Während mehr als 40 Jahren hat Werner Altorfer als Bürger seiner Gemeinde gedient und den Wetzikern einen beachtlichen Fundus hinterlassen.
Werner Altorfer war unter dem Spitznamen «Güfi» bekannt. Diesen Namen erhielt er, weil er statt einer Mappe ein Köfferli (Goferli oder Güferli) mit sich führte. Er war im Prinzip immer unterwegs, fuhr aber nie mit dem Auto. Er ging entweder zu Fuss, fuhr mit dem Fahrrad oder benutzte die öffentlichen Verkehrsmittel.
2003 Am 6. Juni verstirbt Frau Martha Altorfer-Klenk.
Veröffentlichungen von Werner Altorfer
- 1983 Rund um den Bachtel. Heimatkundliches aus dem Zürcher Oberland
- 1984 Als Wetzikon noch ein Dorf war
- 1989 Ortsgeschichtliche Dokumentation: Eine Anleitung zum Aufbau und zur Führung von Chronikstuben
- 1993 Wetzikon kennenlernen. 10 Rundgänge durch das weitverzweigte Dorf
- Mitwirkung an: Die industrielle Revolution im Zürcher Oberland. Von der industriellen Erschliessung zum Industrielehrpfad.
Audio
Audio_53 ab Tonband-Kassette Referat Werner Altorfer am 14. November 1988 zum Thema: Wetzikon vor 100 Jahren.
- Hörprobe aus dem Referat, Dauer: 6 Minuten.
- Zum Abspielen bitte auf den Player klicken.
- Eine mp3-Datei mit dem Vortrag in ganzer Länge ist im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon erhältlich.
Fotos
Klassenfotos mit Lehrer Werner Altorfer
Einzelnachweise
- Aufzeichnungen Alt Chronist Werner Altorfer im Archiv Ortsgeschichte