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Von Sabal miamiensis sind keine natürlichen Bestände mehr bekannt, da ihr ehemaliges Verbreitungsgebiet - das Umland von Miami in Florida - mittlerweile überbaut ist. Lange Zeit galt sie
deshalb als ausgestorben. Einige wenige Exemplare haben aber in Privatgärten überdauert und sicherten dadurch das Überleben der Art. Ob es sich bei Sabal miamiensis tatsächlich um eine
eigenständige Art handelt ist Gegenstand laufender Debatten in Palmenforen und auch Experten sind sich uneinig. So wird beispielsweise die Meinung vertreten, dass es sich um eine Form von der
sehr variablen Sabal etonia oder um eine natürliche Hybride zwischen Sabal etonia und Sabal palmetto handeln könnte. Seit einigen Jahren wird Sabal miamiensis in der World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) von Kew nur noch
als Synonym von Sabal etonia aufgeführt.
Sabal miamiensis bildet einen unterirdischen Stamm aus, auf welchem die stark costapalmaten Fächer sitzen. Im Gegensatz zu Sabal etonia ist der Blütenstand stärker verzweigt (drei Ordnungen anstatt zwei bei S. etonia, Hauptachse nicht mitgezählt) und die Samen mit bis zu 1 cm Durchmesser wesentlich grösser.
Im Sommer 2015 habe ich einige frische Samen dieser Rarität aus Florida erhalten, welche nach nur 10 Tagen keimten. Sobald sich diese Keimlinge zu kräftigen Jungpflanzen entwickelt haben, werde
ich einen Auspflanzversuch starten und an dieser Stelle davon berichten.