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Als Ursprung für den Begriff Denim gilt die französische Stadt Nimes. Das dort hergestellte Gewebe Serge de Nímes (Stoff aus Nímes) wurde seit dem 18. Jahrhundert als Material u. a. für die Herstellung von Bekleidungsartikeln verwendet. Der erste der diesen Stoff für die Herstellung der klassischen Jeans genutzt hat, war der deutsch-amerikanische Industrielle Levi Strauss. Inspiriert durch die Kleidung der Cowboys und Goldgräber suchte Strauss nach einem Material, das strapazierfähig und zugleich möglichst bequem war – die Jeans war geboren. Am 20. Mai 1873 in den USA zum Patent angemeldet, trat die Jeans ihren Siegeszug rund um die Welt an.
Denim ist ein äusserst robuster Stoff, der aus Baumwolle hergestellt wird. Um die klassische blau-weisse Färbung zu erreichen werden Denimstoffe einem besonderen Verfahren unterzogen. Üblicherweise werden Stoffe erst nach dem Weben eingefärbt, bei Jeansstoffen gäbe das nachträgliche Färben ein einheitlich blaues Farbmuster. Daher färbt man bei der Herstellung von Denim nur die Kettfäden mit Indigo, die Schussfäden bleiben unbehandelt, also weiss. Das ergibt das typische Muster auf der Stoffoberfläche. Denim-Stoffe werden ausserdem besonders dicht gewoben, das Material für Jeans und Jeanswaren ist daher besonders reissfest und erhält einen UV-Schutz. Das schützt die Jeans vor dem Effekt des Ausbleichens und erhöht die Lebensdauer des Kleidungsstückes. Um ein schnelles Einlaufen der Jeans zu verhindern, wird der Stoff ausserdem vor der Weiterverarbeitung meist noch vorgewaschen. Bei längerer Lagerung kann es dennoch vereinzelt zu gelblichen Stellen kommen, die nach dem Waschen eine hellere Färbung aufweisen. Dieser Effekt entsteht durch den Abbau des Indigofarbstoffes zu Isatin.
Neben dem ursprünglich verwendeten Begriff für robusten Baumwollstoff zur Herstellung von Jeans gilt der Begriff Denim im allgemeinen Sprachgebrauch als Synonym für Jeans und Jeanswaren. Mit Denim werden nicht nur einzelne Bekleidungsstücke bezeichnet, auch ganze Jeanskollektionen unterschiedlicher Marken tragen heute häufig den Zusatzbegriff Denim.