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Wir verstehen heute mehr über Vor- und Nachteile für Long-Acting-Therapien mit Cabotegravir. Daneben gibt es weitere Wirkstoffe am (fernen) Horizont.
Cabotegravir ist der einzige zugelassene Wirkstoff für die die Long-Acting-Therapie (LAT). Mit einer Spritze ins Gefäss wird das Medikament alle zwei Monate verabreicht. Chloe Orkin, Professorin Queen Mary University of London zeigte auf, wie LAT in einzelnen Fällen scheitert – bei etwa 1-2% der Personen. Die Gründe dafür sind unter anderem bestimmte Subtypen oder ein BMI über 30. Die Konsequenz des Wirkstoffversagens ist, dass die Virenlast nicht genug sinkt. Vereinzelt entwickelten Patienten dann Resistenzen.
Iskandar Azwa Professor University of Malaya, hat darum auch darauf hingewiesen, dass Menschen mit HIV auf dieses Risiko hingewiesen werden müssen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Aspekte, die sowohl Fachpersonen wie Patient:innen berücksichtigen müssen (siehe Bilder).
Roy Gulick, Professor Weill Cornell Medicine, zeigte auf, dass neben Cabotegravir auch weitere Wirkstoffe in Entwicklung sind, zum Beispiel die Wirkstoffe Islatravir oder MK-8507. Sie hatten in den Versuchsphasen allerdings Nebenwirkungen. Beide Wirkstoffe würden aber nur noch eine wöchentliche oder sogar monatliche Einnahme einer Tablette verlangen.
So bleibt Cabotegravir der im Moment einzige zugelassene Wirkstoff für LAT. Mit einer erhöhten Konzentration des Wirkstoffes wird im Moment untersucht, ob die Flüssigkeit in der Spritze verkleinert werden kann – und damit eine einfachere Verabreichung möglich ist.