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Meist wird der Lippenherpes vom Virus Herpes simplex I. („labialer Typ”) verursacht. Die Krankheit zeigt sich in erster Linie in Form von Haut- und Nervenentzündung. Wir unterscheiden zwischen primärem und sekundärem (also wiederauftretendem) Lippenherpes. Die primäre Infektion vollzieht sich bereits im Kindesalter ohne Symptome. Die sekundäre Haut- und Nervenentzündung wird von der erneuten Aktivisierung (Reaktivierung) der Viren verursacht. Aber was sind diese Viren, die uns unangenehme Tage bereiten?
Die primäre Infektion erfolgt durch unmittelbaren Hautkontakt und Tröpfcheninfektion. Oft ist das gemeinsam benutzte Handtuch, oder eine Rasierklinge oder das Besteck Schuld. Die primäre Infektion bleibt meistens symptomfrei, kann aber auch mit typischen Anzeichen einhergehen. Nach dieser primären Infektion bewegt sich der Virus entlang der Gefühlsnerven hoch zum Hirnnerv V. (nervus trigeminalis) und wartet dort die Verringerung der durch die aktive Krankheit verursachte Antikörper-Produktion ab. Wenn das Antikörper-Niveau bereits niedrig genug ist, und durch bestimmte äussere und innere Einwirkungen einige Nervenzellen auseinanderfallen, kommen die Viren wiederum entlang der Gefühlsnerven an die Hautoberfläche, wo sie die typische Hautentzündung verursachen.
Gründe der Reaktivierung sind zwar oft nicht bekannt, aber ansonsten erfolgt sie sehr nachvollziehbar, beispielsweise durch Sonnenbrand, Magenprobleme, verdorbenen Magen, Menstruation, Stress, Erschöpfung der Nerven, allgemeine Schwäche des Immunsystems, Krankheiten oder als Auswirkung von Medikamenten. Die durch den Streptococcus pneumoniae verursachte lappenübergreifene Lungenentzündung wird oft durch den Lippenherpes begleitet.
Die ersten Symptome können 5-10 Tage nach der primären Infektion erscheinen, das spätere Aufflammen der Krankheit ist oft an verschiedenen anderen äusseren oder inneren Einflüssen gebunden. Das erste Aufflammen der Krankheit ist meistens am schwersten.
Diese Symptome können vorkommen:
Beim ersten Mal kommen die Blasen zuerst meistens nicht an den Lippen, sondern auf dem Zahnfleisch bzw auf der Mundschleimhaut.
Die Latenzzeit der ersten Ansteckung ist etwa 1-2 Wochen, Symptome – also die der typischen Lippenherpes-Entzündung – kommen viel später vor. Ein brennender Schmerz, Empfindungsstörungen und der Juckreiz – die sogenannten „prodromalen” oder Einleitungssymptome – können sich bereits Tage vor der Hautentzündung melden. Der Grund dafür ist eine Nervenentzündung, die während der Symptome auf der Haut in den Gefühlsnerven eintritt. Deswegen ist eine Herpesentzündung so schmerzhaft. Typische Symptome der Hautentzündung bei Herpesinfektion sind schmerzhafte Röte und Anschwellen der Haut, auf deren Oberfläche sich kleine, wässrige Blasen sichtbar sind.
Nach ein paar Tagen werden die Blasen eher undurchsichtig, trüb, mit Eiter gefüllt, und danach platzen sie. An ihrer Stelle bleiben winzige, schmerzhafte, mit eiterigen Belagen bedeckte Abszesse zurück. Die Veränderungen in der Haut können erhöhte Temperatur, leichtes Fieber, das Anschwellen der Halsdrüsen begleiten. Die Krankheit heilt in 7-10 Tagen ohne Spuren zu hinterlassen, zumindest bis zur nächsten Reaktivierung. Wenn die Infektion mit dem Herpesvirus eingetreten ist, bleibt er über das ganze Leben im Organismus. Die frühen Anzeichen kann man um die Lippen, bei den Nasenlöchern fühlen (also dort, wo der Herpes am häufigsten vorkommt). Man hat ein leichtes Kribbelgefühl, Jucken, die Haut kann ein bisschen rot oder empfindlicher werden. Diese Symptome sind innerhalb von 12-24 Stunden vorbei.
Der Lippenherpes ist ein nicht heilbares Problem. Bei wem einmal die Blasen erschienen sind, muss leider damit rechnen, dass die Krankheit eigentlich jederzeit wieder aufflammen kann. Das ist bei 20-40 % der Betroffenen typisch. Es ist individuell verschieden, wie oft der Lippenherpes erneut auftritt, bzw. wie ernsthaft und schwer es sein wird, aber durchschnittlich kann man jährlich mit 2-3 Malen rechnen. Natürlich kann er bei manchen viel häufiger vorkommen, aber es ist durchaus auch möglich, dass jemand die aktive Phase der Krankheit lediglich eins-zwei Male in seinem ganzen Leben erlebt.
Die Reaktivierung des Virus kann spotan sein, also nicht an irgendwelchen äusseren oder inneren Umständen gebunden. Es ist jedoch viel häufiger, dass irgendeine, mehr oder weniger gut definierbare äussere oder innere Einfluss ein Auftreten des Lippenherpes auslöst. Wer eine Neigung zum Lippenherpes hat, kann diese auslösenden Triggereffekte früh identifizieren. Hervorrufende Reize können sein:
Krankheit mit Fieber
Der Lippenherpes verursacht, obwohl er sich öfter entwickeln kann, in den meisten Fällen keine weitere ernsthaftere gesundheitliche Probleme. Es kann aber vorkommen, vor allem bei Kindern, dass durch das Anfassen der bereits herausgebildeten Blasen sie sich weiter selbst anstecken können. In solchen Fällen kann sich der Herpes ausbreiten, beispielsweise Richtung Finger oder Augen (und dort schwere, massive Entzündungen verursachen)
Die Krankhet kann aufgrund der bekannten klinischen Symptomen leicht erkannt werden. Der Virus kann mit Anzüchten oder der sogenannten immunhistochemischen Untersuchung nachgewiesen (Tzank-Test) und von den genitalen Viren und der Gürtelrose isoliert werden.
Der Herpesvirus gelangt bereits im Kindesalter durch die primäre Infektion in den Körper und bleibt dort ein ganzes Leben lang. Es kann sein, dass jemand nie Symptome haben wird, und manche andere kämpfen monatlich oder zumindest 2-3 mal im Jahr mit dem Virus.
Die einfache Antwort lautet: gar nicht. Wenn der Virus sich im Körper befindet, und das kann bereits im Kindesalter erfolgen, dann kann es jederzeit ganz unerwartet zu einem Aufflammen kommen. Ein bisschen genauer betrachtet kann man sagen, dass zur Vermeidung des Lippenherpes mit Sicherheit ein ruhigeres, ausgeglicheneres Leben ohne Stress und Krankheit beiträgt. Aber das ist relativ illusorisch. Hauptsache ist, dass wenn die ersten leichten Anzeichen auftreten, man sofort mit einer Behandlung – am besten mit Kühlen – anfangen sollte.
Wenn man eine Krankheit hinter sich hat, das Immunsystem aus irgendeinem Grund geschwächt ist, der Hormonhaushalt ein bisschen aus den Fugen geraten ist, oder der stressige Alltag einen schwächt, dann ist das Risiko höher, dass der Herpesvirus seinen Weg an die Haut findet. Man kann relativ früh ein unangenehmes Gefühl an den Lippen, im Mundwinkel oder um die Nasenlöcher haben – an den Orten, wo der Herpes am häufigsten auftritt. Es kann ein Ziehen, ein Juckreiz oder ein brennendes Gefühl sein. Wenn man dann ganz schnell handeln und zum Beispiel Eis auf die Stelle legen kann, ist es möglich, dass der Herpes sich nicht weiter ausbreitet.
Der Herpesvirus befindet sich im Organismus und der häufigste Ort, wo er auftritt ist um den Mund herum. Aber manchmal passiert es auch, dass die Augen oder die Finger betroffen sind. Bei den Augen muss man besonders aufpassen, weil der Virus dort sehr schwere Entzündungen verursachen kann. An den Fingern ist es auch unangenehm, da meldet er sich zwischen den Fingern in den Winkeln und kommt mit roter Haut zuerst zum Vorschein. Besonders bei Kindern sollte man aufpassen, wenn sie Herpes haben, dass sie möglichst nicht an die Stelle fassen und mit ihren kleinen Fingern die Selbstansteckung und Verbreitung der Viren verursachen.
Schnell handeln ist die Devise. Sobald man nur ein bisschen spürt, dass er kommt, sollte man sofort handeln. Es gibt dabei zahlreiche Möglichkeiten, die Sie im Artikel lesen können, vom Kühlen, über Salben, Gels, oder dem Herpespflaster. In schwereren Verläufen kann man sogar Medikamente nehmen.
Das hängt davon ab, wie schnell man handelt oder ob man handelt. Viele sagen, dass der Lippenherpes sowieso früher oder später wieder von selbst heilt. Das ist teilweise richtig. Wenn man jedoch mit Regenerierungssalbe die Haut behandelt, kann die Wunde schneller heilen und die Haut sich besser regenerieren. Wichtig bei der Behandlung ist die Regelmässigkeit. Wenn man sich dafür entschieden hat, mit den vorhandenen Möglichkeiten die Behandlung anzugehen, dann sollte man wirklich regelmässig und konsequent sein und besonders auf die Hygiene achten.
Ganz genau kann man das nicht sagen. Manche, die den Virus im Körper haben, wissen noch nicht einmal davon. Bei allen, wo der Herpes schon einmal vorkam, kommt ein erneutes Auftreten mit Sicherheit in Frage. Das kann von 2-3 mal im Jahr, bis zu monatlich sein, oder jahrelang gar nicht und dann in einer stressigeren Zeit vielleicht öfter. Man sollte auf jeden Fall auf ein ausgeglichenes Leben mit weniger Stress achten und dann bleibt der Virus schön versteckt im Organismus.
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