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Die Geschichte des Wickels geht weit in die Zeit zurück. Als es noch kaum Medikamente gab und Ärzte nur für die obere Gesellschaftsschicht zugänglich war, mussten die Menschen sich selbst zu helfen wissen. Die Anwendung von Wasser und Kräutern spielte eine wichtige Rolle. So galt Kohl bei den Römern als «Arzt der Armen».
Jeder von uns kennt wahrscheinlich den kühlenden, fiebersenkenden Wadenwickel oder den Quarkwickel, um den schmerzenden und entzündeten Hals zu entlasten.
Wickel sind Umhüllungen eines Körperteils in ein oder zwei Tüchern, bei denen das innerste Tuch mit einem Wickelzusatz bestrichen oder einer Lösung begossen wird.
Beispiele: Fuss-, Waden- oder Hals-Wickel, ein Zwiebel-Kartoffel- oder Heublumen-Wickel.
Mit den geeigneten Substanzen kann die Durchblutung angeregt, das Fieber gesenkt, die Entzündung gestillt oder die Schmerzen gelindert werden.
Im gesunden Zustand sind Wickel auch eine Einladung und eine Möglichkeit zu entspannen, zur Ruhe zu kommen und loszulassen.
Vorsicht: Immer gut darauf achten, dass es nicht zu Verbrennungen kommt. Zum Beispiel, dass die Temperatur bei einem Kartoffelwickel nicht zu heiss ist oder ein Senfwickel nicht zu lange auf der Brust bleibt.
Für einen fiebersenkenden Wadenwickel müssen die Füsse warm sein, und das Wasser nicht zu kalt.
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