Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03350.jsonl.gz/2687

Louis I. Kahn, einer der Pioniere der modernen Architektur, stirbt 1974 mittellos auf einer öffentlichen Toilette. Er hinterlässt eine halbe Million Schulden und drei Familien. Sein Sohn Nathaniel macht sich auf eine Spurensuche.
Louis I. Kahn wird heute von vielen Architekten und Architekturhistorikern als einer der einflussreichsten und bedeutendsten Architekten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen. Doch 1974 starb der jüdische Einwanderer mittellos auf … mehrder Toilette einer New-Yorker U-Bahnstation. Seinen Namen hatte er aus seinem Personalausweis herausgekratzt. Louis Kahn gab der Welt sogar nach seinem Tod noch Rätsel auf. Sein einziger Sohn, Nathaniel, war zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt.
Mit diesem Film versucht Nathaniel Kahn, 25 Jahre nach seinem Tod Licht in das Dunkel des bewegten Lebens des grossen Architekten zu bringen. Er reist zu den Gebäuden aus Beton, Ziegelstein und Licht, die Louis Kahn berühmt machten. Er sucht jene auf, die Louis Kahn kannten und mit ihm arbeiteten: von den Taxifahrern, die den Architekten in seiner Heimatstadt Philadelphia umher fuhren, seine Bauherren und gefeierten Architekten wie Philip Johnson, I. M. Pei, Frank Gehry und Balkrishna Doshi.
Kahn macht sich aber auch auf die Suche nach seinen beiden Halbschwestern und deren Müttern. Er entdeckt einen künstlerisch tätigen Mann, der am Rande des finanziellen Ruins sich und seine engsten Mitarbeiter bis zum letzten herausgefordert hat, ein psychisch verletzter Mensch, der es nicht verkraften konnte, dass andere Architekten Wettbewerbe gewonnen haben, die er hätte gewinnen wollen.
Nathaniel Kahn gelang ein genial gewobenes sozial-, kultur- und architekturhistorisches Dokument, welches 2004 für einen Oscar nominiert wurde. weniger