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Hybrid-Fahrzeuge nutzen Batterien und Elektromotoren, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen und bei ähnlicher Gesamtleistung effizienter zu betreiben. Realisiert werden solche Systeme als serielle, parallele oder kombinierte Hybride. Um die Vorteile beider Typen ausnützen zu können, wird die Leistungsübertragung mit zusätzlichen Wellen und Getrieben gesteuert. Diese hinzukommende Mechanik hat zur Folge, dass schwere Nutzfahrzeuge bisher von dieser Entwicklung ausgeblieben sind; die Komplexität und Kosten stehen bei schweren Fahrzeugen nicht im Verhältnis zum Mehrwert.
Das Herzstück des 4QT-Systems ist die Doppelrotormaschine (DRM). Sie erlaubt es dem Motor, im effizientesten Betriebspunkt zu arbeiten, kann das Fahrzeug reinelektrisch betreiben oder auch Energie rekuperieren. Bewältigt wird diese Aufgabe mithilfe zweier Rotoren sowie einem umliegenden Stator. Die Rotoren übertragen elektromagnetisch die Leistung des Verbrennungsmotors, der Stator liefert weiteres Drehmoment oder führt es ab. Durch dieses System fallen zusätzliche Getriebe, Kupplungen und Wellen herkömmlicher Hybridfahrzeuge weg und Schaltgetriebe können reduziert werden.
Für das diesjährige Fokusprojekt wird uns von der Firma Eberhard einen MAN TGL 12.220 zur Verfügung gestellt. Auf der Baustelle wird der LKW dazu verwendet, Kies oder Bauschutt zu transportieren. Da er während der Fahrt oft be- und entschleunigt, eignet er sich optimal für den Umbau zum Hybrid. Laut unserer MATLAB Simulation wird er nach dem Umbau 20-40% weniger Treibstoff verbrauchen.