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Betschart/Hüberli setzten sich in den Achtelfinals gegen die Australierinnen Taliqua Clancy/Mariafe Artacho 21:15, 21:15 durch und qualifizierten sich zum vierten Mal in Folge auf der World Tour für die Runde der letzten 8. Dort treffen sie am Samstag auf die als Nummer 2 gesetzten Brasilianerinnen Agatha/Duda.
Das Heimturnier, das gleichzeitig die Olympia-Hauptprobe ist, darf aus Sicht von Betschart/Hüberli bereits jetzt als gelungen gewertet werden. Kaum ein anderes Duo auf der Tour liefert derzeit solch konstant starken Resultate ab wie die Zuger Defensivspielerin und die Schwyzer Blockerin.
Das hohe Niveau hatte die WM-Vierten Ende Mai in Sotschi in den Final geführt. Nun dürfen die Zentralschweizerinnen nach dem 4. Rang bei der letzten Ausgabe 2019 auf den zweiten Halbfinal-Einzug in Gstaad in Serie hoffen. Und vor allem dürfen sie anschliessend mit viel Zuversicht an die Olympischen Spiele nach Tokio reisen.
Misslungene Hauptprobe von Heidrich/Vergé-Dépré
Nicht geglückt ist das letzte Turnier vor Olympia Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré. Die mit hohen Ambitionen antretenden Europameisterinnen scheiterten in den Achtelfinals an den Kanadierinnen Heather Bansley/Brandie Wilkerson mit demselben Resultat, mit dem Betschart/Hüberli gegen das starke australische Duo siegten.
«Das war heute keine gute Leistung», resümierte eine enttäuschte Vergé-Dépré. «Wir wissen, dass wir es besser können, was wir dieses Jahr auch schon bewiesen haben», fügte Heidrich an. In der Tat: Beim letzten World-Tour-Turnier im tschechischen Ostrava waren Heidrich/Vergé-Dépré erst im Final gestoppt worden.
Männer ebenfalls out
Die Runde der letzten 16 bedeuteten auch für die Schweizer Männer Endstation. Die für die Olympischen Spiele qualifizierten Mirco Gerson/Adrian Heidrich vermochten die topgesetzten Norweger Anders Mol/Christian Sörum zwar zu fordern, aber nicht zu bezwingen. Dank dem Gewinn des ersten Satzes (21:19) schnupperten die beiden Schweizer gar an der grossen Überraschung. Die folgenden Durchgänge aber gewannen die Favoriten dann doch (22:20, 15:11).
In Tokio lautet das Ziel von Gerson/Heidrich, den höher eingestuften Teams «ein Bein zu stellen» oder diese zumindest «zu ärgern». In Gstaad erhielten der Berner und der Zürcher die Bestätigung, dass dies auch gegen die Besten im Bereich des Möglichen liegt.
Florian Breer/Marco Krattiger demonstrierten ihre gute Form gegen die Polen Piotr Kantor/Bartosz Losiak ebenfalls. Dennoch setzte es eine Zweisatz-Niederlage ab (18:21, 17:21). Obwohl der Exploit ausblieb, sind die beiden 9. Ränge für die Schweizer Männer aber als gutes Ergebnis zu werten.