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Mit brauner, verschmierter Farbe hat sie Tills entstelltes Gesicht abstrakt nachempfunden. Seit das Whitney das Gemälde bei seiner vor zwei Wochen eröffneten Biennale zeigt, reisst die Diskussion nicht ab.
Mehr als 30 Künstler unterzeichneten einen offenen Brief der britischen, in Berlin lebenden Künstlerin Hannah Black. "Es ist unakzeptabel, dass ein weisser Mensch das schwarze Leid in Profit und Spass verwandelt", heisst es darin. Selbst wenn Schutz "mit keiner Sensibilität für Geschichte" gesegnet sei, müsse sie den Protest hinnehmen. "Das Gemälde muss weg", heisst es im Brief.
Weder die Künstlerin noch das Whitney liessen sich von dem Brief und einem Protest im Museum, bei dem Besucher die Sicht auf das Gemälde blockierten, beeindrucken. Zu den Themen der Biennale gehörten auch schmerzliche Erfahrungen wie Gewalt, Rassismus und Tod, teilten die Kuratoren mit. Die Ausstellung müsse auch jenen Künstlern eine Plattform bieten, die solch emotionale Themen verarbeiten. "Ich weiss nicht, wie es ist, in Amerika schwarz zu sein, aber ich weiss, wie es ist, eine Mutter zu sein", teilte Schutz dem "Guardian" mit.
Till war im Alter von 14 Jahren ermordet worden, weil er angeblich einer weissen Frau nachgepfiffen hatte. Das Foto seiner geschundenen Leiche im geöffneten Sarg ging durchs Land. Manchmal wird sein Tod als "Urknall" der schwarzen Bürgerrechtsbewegung bezeichnet.
(SDA)