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Urethralklappen vs. Urethradivertikel
Links im Bild: Hier liegen als Ursache der Blasenentleerungsstörung kongenitale Harnröhrenklappen vor. Die Diagnose kann aus der Form und Höhenlokalisation der Urethradilatation gefolgert werden, und aus folgenden Indizien: - Reflux aus der Urethra posterior in die linke bzw. rechte Samenblase; - Balkenblase (unregelmässige Struktur oberhalb der Urethra posterior); - sekundärer Reflux in den rechten Ureter und Niere (erweiterte, geschlängelte und nach kranial ziehende Strukur). Rechts im Bild: In diesem MCUG ist effektiv nur der Anfangsteil der Urethra dargestellt. Peripher davon handelt es sich um ein grosses, breitbasiges und sackförmiges Divertikel, welches die komprimierte vordere Urethra nicht erkennen lässt und der Grund für den Megalopenis und die nur tropfenweise erfolgende Miktion ist. Im Bild unten erkennt man den Lokalbefund dieses Divertikels, welcher als Megalopenis in Erscheinung tritt.
Links im Bild: MCUG bei einem Neugeborenen mit Blasenentleerungsstörungen. Die bei noch liegendem Katheter erfolgende Miktion lässt ein unterschiedliches Kaliber der Urethra erkennen und dazu im Anfangsteil eine groteske, längsovale Dilatation. Oberhalb der Harnröhre befindet sich eine erweiterte und geschlängelte Struktur, welche nach kranial zieht. Rechts im Bild: MCUG bei einem Neugeborenen mit grossem Penis (Megalopenis) und nur tropfweise erfolgender Miktion.