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Lange verkannte die Nationalgeschichtsschreibung, wie bedeutend die geistige Präsenz der französischen Protestanten war, die in grosser Zahl nach Preußen geflüchtet waren. Die Beiträge dieses Bandes werten den monumentalen Korrespondenznachlass des Berliner Akademiesekretärs Samuel Formey aus. Damit legen sie die Grundlage für eine aus den Quellen erarbeitete neue Sicht auf die Wirksamkeit dieser «Franzosen in Berlin» und erhellen die widersprüchliche Vermittlerposition der Réfugiés und ihrer Nachfahren im Preußen des 18. Jahrhunderts.
Formey, der die zweite Generation der Hugenotten in Preußen repräsentiert, verschrieb sich der Propagierung deutscher Philosophie, besonders Christian Wolffs. Seine kritische Haltung gegenüber der französischen Aufklärung war damit vorgegeben. Formeys Auseinandersetzungen mit Voltaire, Diderot und Rousseau sind Konsequenzen dieser Position und, obwohl er sie auf Französisch verfasst, integraler Bestandteil der Aufklärung in Preußen.
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Bibliographische Angaben
|Seitenanzahl||518 arabisch|
|Abbildungen||22 s/w|
|Format:||16.1 x 22.5 cm|
|Bindung||Buch, Gebunden|
|ISBN||978-3-7574-0025-5|
|Erscheinungsdatum:||31.07.2019|