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In Not geratene Frau verdankt ihr Leben einer 16-jährigen jungen Frau.
Wolhusen LU, Wasserschwellen mit «Pfanne».
Bilder: Wolhuser Forum für Geschichte
Wasserkraft wird in Wolhusen LU schon seit dem Mittelalter genutzt, hauptsächlich für Mühlen. Als sich Gewerbe und Industrie entwickelten, wurde auch der Bedarf nach dieser Energiequelle grösser. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde eine Schwelle errichtet, um auf der Marktseite Wasser von der Kleinen Emme für einen Gewerbe- bzw. Industriekanal abzuleiten.
Nach den Schleusen bildet sich mit der Zeit eine bisweilen mehrere Meter tiefe «Wasserpfanne». Eine solche «Pfanne» ist der Ort des folgenden Geschehens:
Am 19. Juli 2022 begibt sich eine Frau mit ihrem 9 Jahre alten Sohn sowie mit zwei jüngeren Spielkollegen in einen, wie sie sagte, «Flussabschnitt mit einem Wehr und Wasserfall». Alle geniessen den warmen Sommernachmittag im kühlen Wasser. Plötzlich bemerkt die Frau, dass sie die Haftung am Grund verliert und zunächst einen der Buben ans Ufer schubsen will. Die Strömung des Wassers verhindert dies jedoch. Der Bub kann nur schlecht schwimmen und krallt sich um den Hals der Frau. Ihr 9-jähriger Sohn vermag sich als guter Schwimmer selbst in Sicherheit zu bringen.
Alina und ihr jüngerer Bruder, ein junges Geschwisterpaar, werden auf die Hilfeschreie der Frau aufmerksam. Die 16-jährige Alina springt ins Wasser, schwimmt zum Opfer heran, wobei es dem Mädchen gelingt, den 6- und 8-jährigen Jungen in Ufernähe zu ziehen. Hier werden sie von ihrem jüngeren Bruder und von Passanten in Empfang genommen und in Sicherheit gebracht. Die Frau vermochte sich mit letzter Kraft selbst an Land zu retten.
Für Alina war die Rettung von zwei in Panik geratenen Kindern aus einer Auswärtsströmung sehr bedrohlich, mutig und keineswegs selbstverständlich.