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- Mit militärischem Zeremoniell ist der Sarg der verstorbenen Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg ins US-Kapitol überführt worden.
- Die liberale Richterin ist erst die zweite Frau in der Geschichte der USA, der diese Ehre zuteil wird.
- An der Zeremonie nahm auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden teil.
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Gedenkfeier für die verstorbene Richterin nur in kleinem Rahmen abgehalten. An der Zeremonie nahmen Mitglieder beider Kammern des US-Kongresses – Senat und Repräsentantenhaus – teil. Auch der demokratische Präsidentschaftskandidat und Ex-Senator Joe Biden war anwesend.
Kampf um Ginsburgs Nachfolge
Die linksliberale Juristin Ginsburg war am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Am Mittwoch und Donnerstag nahmen zahlreiche Menschen am aufgebahrten Sarg am Supreme Court Abschied von der beliebten Richterin.
US-Präsident Donald Trump besuchte den Sarg am Donnerstag ebenfalls und wurde von einer Gruppe von Menschen ausgebuht. Um die Nachbesetzung des freigewordenen Postens in dem einflussreichen Gericht ist ein erbitterter Streit zwischen Demokraten und Republikanern entbrannt.
Ehre «Lie in State» für Ginsburg
Eine Aufbahrung im Kapitol ist eine seltene Ehre – noch seltener wird sie Frauen oder Richtern des Supreme Court zuteil, dem Obersten US-Gericht. Als erste US-Amerikanerin wurde 2005 die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks im Kapitol aufgebahrt. Anders als Ginsburg wurde sie aber als Privatfrau geehrt, weshalb sich die Ehre «Lie in Honor» nannte. Ginsburg ist die erste Frau und die erste Person mit jüdischem Glauben, die die Ehre «Lie in State» erhält.