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Die Unternehmen begründen den Verzicht auf das Projekt in einer Mitteilung vom Freitag mit den ungünstigen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Voraussetzungen im Elektrizitätsmarkt. Aufgrund der tiefen Strompreise auf dem schweizerischen und europäischen Markt in Kombination mit den höheren Kosten für die Kompensation der CO2-Emissionen könne die Rentabilität des Kraftwerks nicht gewährleistet werden.
Zudem sind derzeit noch Einsprachen gegen die Baubewilligung beim Walliser Kantonsgericht und gegen weitere Genehmigungen beim Bundesamt für Energie (BFE) hängig. Ursprünglich sei geplant gewesen, während der ersten Phase der Umsetzung der Energiestrategie 2050 auf Gaskraftwerke zu setzen. Doch dieses Vorhaben könne nun anscheinend nicht realisiert werden, heisst es.
Die CTV hatte geplant, am Standort des ehemaligen Wärmekraftwerks Chavalon in der Walliser Gemeinde Vouvry ein Erdgas-Kombikraftwerk zu bauen. Diese hätte mit einer Leistung von 400 Megawatt jährlich zwei bis drei Terawattstunden elektrische Energie erzeugt, womit 500'000 Haushalte mit Strom versorgt worden wären.
Nun kauft die Orllati-Gruppe der EOS Holding ihren Anteil von 95% an der CTV ab und Romande Energie ihren Anteil von 5%. Diese ist nun für die Sanierung des Standorts verantwortlich. Die Gruppe sei in der Westschweizer Baubranche ein bedeutender Akteur und habe seit Februar 2009 Demontage- und Sanierungsarbeiten in Chavalon durchgeführt.
Die EOS Holding und Romande Energie wollen ihre Investitionen auf die Förderung der Wasserkraft und die Entwicklung weiterer erneuerbarer Energien fokussieren.
tt/tp
(AWP)