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Nach einem Dämpfer im Vorjahr legten die Ausgaben für bewilligte Lotterien und Sportwetten 2016 um mehr als 8 Prozent zu, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) am Mittwoch mitteilte. Im Schnitt verzockte jeder Einwohner und jede Einwohnerin 354 Franken, 23 Franken mehr als 2015.
Zwei Drittel der Einsätze oder 1,98 Milliarden Franken flossen in Form von Gewinnen an die Spieler zurück. Pro Kopf der Bevölkerung macht das 236 Franken (2015: 224 Franken) aus. Während allerdings viele leer ausgingen, heimsten einzelne Glückspilze Millionen ein.
70 Millionen Franken betrug allein der Rekordjackpot im "Swiss Lotto", der Ende Jahr erst in der 49. Ziehung fiel. Entsprechend hoch war die Spielbeteiligung. Sie hatte laut BJ einen wesentlichen Anteil am guten finanziellen Ergebnis des Jahres 2016.
Die Zahlenlottos "Swiss Lotto" und "Euro Millions" sind nach wie vor die ertragsstärksten Spiele. Sie werden von Swisslos und der Loterie Romande angeboten und erzielen fast die Hälfte des Umsatzes.
Insgesamt erwirtschafteten die beiden grossen Spielveranstalter 99,8 Prozent des Bruttospielertrags von knapp einer Milliarde Franken. Sie schütteten im vergangenen Jahr 630 Millionen Franken an die kantonalen Lotterie- und Sportfonds sowie an direkt begünstigte Sportdachverbände aus.
(SDA)