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Der Revolutionär ist heute ein Sujet auf Kaffeetassen und T-Shirts. Dieses Bild ist der Grund dafür. Es machte aus Che Guevara eine globale Marke – allerdings ohne Markenschutz. Die Revolution in Kuba hatte das geistige Eigentum abgeschafft.
Der kubanische Fotograf Alberto Korda hat das weltberühmte Bild bei einer Trauerfeier aufgenommen. Kordas Zeitung «Revolución» druckte es aber damals nicht, und es ging vergessen. Als sieben Jahre später der italienische Verleger Giangiacomo Feltrinelli bei Korda auftauchte und um ein Porträt von Che Guevara bat, schenkte es Korda ihm.
Nach Che Guevaras Tod 1967 machte Feltrinelli daraus Poster. Mit den Studentenunruhen von 1968 wurde die Foto dann zum universellen Symbol des Antiimperialismus, später zu einem Bestandteil der Pop-Kultur und schliesslich zu einem Stück Kitsch. Das Bild löste sich von jeder Bedeutung. Das Antlitz des doktrinären Revolutionärs wurde zur Dekoration.
Alberto Korda versuchte viel später die Hoheit über sein Bild zurückzugewinnen. Im Jahr 2000, ein Jahr vor seinem Tod, klagte er erfolgreich gegen die Verwendung der Foto für eine Wodkawerbung. Die 50 000 Dollar Schadenersatz spendete er für kubanische Kinder.