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Therapie 18
Fascial Balancing ist eine manuelle Therapie (Handgriffmethode), die u.a. aus der Osteopathie und den cranio-sacralen Techniken entstanden ist und zum Ziel hat, das optimale Gleichgewicht im Körper durch die Behandlung der Faszien wiederherzustellen. Faszien sind zähe Bindegewebshäute, die alle Körperstrukturen umhüllen, wie zum Beispiel Knochen, Organe und Muskeln und dem gesamten Körper als stützendes Gewebe Halt verleihen. Sie unterstützen die Funktionsfahigkeit des Muskelsystems, übertragen mechanische Kräfte und bieten Schutz gegen Verletzungen. Außerdem übernehmen Faszien eine wichtige Funktion im Bereich des Zellstoffwechsels wie auch im Bereich des Immunsystems.
Durch Verletzungen, Stresszuständen oder einseitigen Belastungen kann es zu Störungen innerhalb des Fasziensystems und einer erhöhten Spannung bzw. verminderten Dehnfähigkeit des Gewebes kommen. Die daraus entstehende Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit kann zu einer Leistungsabnahme, Funktionsstörungen und Schmerzen führen. Patienten mit chronischen Schmerzstörungen können mit dieser Methode behandelt werden, besondere Möglichkeiten liegen bei Erkrankungen des Schulter-Arm-Bereiches und bei chronischen Schmerzzuständen der unteren Rückenpartie.
Weitere häufige Indikationen für eine Fascial Balancing Therapie sind: Erkrankungen des Bewegungsapparates, begleitende Therapie bei Erkrankungen aus dem Bereich der Inneren Medizin, Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen (Tinnitus, Hörsturznachbehandlung, Gleichgewichtsstörungen), unterstützend bei Erkrankungen des psychovegetativen Nervensystems (Unruhe, Spannungskopfschmerz, Migräne), funktionelle Beschwerden im Bereich der Zähne und der Kiefergelenke.
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