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Wenn man die Geschichte der Informatik genau nimmt, muss man bis ins Altertum zurückgehen. Zu dieser Zeit rechneten die Gelehrten mit dem sogenannten Abakus, einer Rechenmaschine, die mit Kugeln und Stäben die Zahlen darstellte. In Indien entstand dann im 5. Jahrhundert das Dezimalsystem und im 9. Jahrhundert schrieb der Mathematiker Ibn Musa Al-Chwarisni das Buch „Regeln der Wiedereinsetzung und Reduktion“.
1550 wurde dann der erste Rechenstab von John Napier konstruiert.
Anfang des 16. Jahrhunderts baute Wilhelm Schickard eine Uhr, die die vier Grundrechenarten beherrschte, im 30-jährigen Krieg jedoch verloren ging. Kurze Zeit später, 1642 baute Baise Pascal eine Rechenmaschine, diese war jedoch sehr störanfällig und setzte sich daher nicht durch. 1673 wurde dann die erste Rechenmaschine mit Input und Output entwickelt, einer Anordnung, die bis heute Gültigkeit behalten sollte.
Und Leibnitz stellte dann fest, dass mit 0 und 1 am einfachsten zu rechnen ist, was Maschinen betrifft, das binäre Zahlensystem wurde erfunden.
Danach war es lange Zeit ruhig um die Entwicklung der Rechenmaschinen, bis der Franzose Joseph-Marie Jaquard 1804 eine Karte erfand, die mit gestanzten Löchern versehen war, mit diesen war es ihm möglich bei seinen Webstühlen ein Programm zu starten, das Muster in Seidenstoffe wob. Die erste Lochkarte der Geschichte.
1833 war es dann Charles Babbage, der eine komplett automatisch funktionierende Rechenmaschine erfand, die sogenannte „Analytical Machine“, die von Ada Lovelace in einem Buch detailliert beschrieben wird.
1847 wurde die Boolesche Algebra veröffentlicht, die bis heute die Basis der Informatik ist. Schließlich wird 1919 der Flip-Flop erfunden, ein Relais, das sowohl Zähler als auch Speicher beinhaltet und zum zentralen Punkt für heutige digitale Schaltungen wird.
In den 1930er Jahren kam dann die Zeit von Konrad Zuse, der die Z1 entwarf, die erste vollständig mechanische Maschine, die das Binärprinzip vollständig durchführte. Zuse hat sich während seiner Arbeit immer wieder Gedanken über die Entwicklung der Computer gemacht und Maschinen erfunden, die frei programmiert werden konnten und bei denen Programme bereits automatisch abliefen. 1941 wurde dann der erste programmgesteuerte Rechner der Welt vorgestellt, der Z3.
Im 2. Weltkrieg wurde die Radartechnik entwickelt, die mit den elektronischen Röhren zur Basis des elektronischen Rechners, des Computers wurde. Als Grundlage diente auch die Verschlüsselungstechnik, mit der geheime Informationen übermittelt wurden.
1944 wurden die ersten elektronischen Rechner in Betrieb genommen, wie zum Beispiel der „MARK-I-Rechner“, der von der Harvard Universität entwickelt wurde. Dieser war 17 Meter lang, der erste Computer des amerikanischen Militärs, der sogenannte „ENIAC“ benötigte einen Platz von 150 Quadratmetern. Der erste kleinere Computer kam 1947 zum Einsatz, dabei löste der Transistor die Relais und Röhren ab. John McCarthy führte 1948 dann die erste Programmiersprache „LISP“ ein.
Eine große Errungenschaft war dann 1958 das erste Modem (Modulator – Demodulator), damit konnten Rechner über eine Telefonleitung kommunizieren und Daten austauschen. Der American Standard Code for Information Interchange, kurz ASCII-Code wurde 1963 eingeführt, damit wurde eine Zeichentabelle definiert, die bis heute Gültigkeit besitzt. Und 1965 wurde der Hypertext von Ted Nelson erfunden, der bereits mit Querverweisen, sogenannten Links arbeitete.
Ein Meilenstein in der Entwicklung der Computer war 1971 die Erfindung der Silizium Halbleiterbausteine der Fa. Intel. Diese waren bereits kleiner als ein Fingernagel, das war die Geburt des Mikroprozessors. Bis heute haben sich diese Prozessoren so weiterentwickelt, dass sich inzwischen auf einem Prozessor eine Milliarde von Transistoren befinden.
Eines der größten Projekte wurde 1975 gestartet als Paul Allen und Bill Gates eine Software erfinden und damit das Unternehmen Microsoft gründen. Danach ging es Schlag auf Schlag 1981 wurde MS DOS vorgestellt, zwei Jahre später das TCP/IP Protokoll als Internetstandard eingeführt. Den ersten grafischen PC brachte Apple 1984 auf den Markt und 1989 kam die erste Antivirensoftware in die Regale.
Schließlich präsentierte 1990 Tim Berners Lee das World Wide Web, mittels der Auszeichnungssprache HTML wurde das Internet somit allen Usern zur Nutzung freigegeben. Seither werden die Übertragungsgeschwindigkeiten immer schneller und Datenmengen immer größer.