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Erinnerungskontakte bei 5 bis 9-jährigen Kindern
Vor dem Hintergrund, dass aus entwicklungspsychologischer Sicht die Brechung eines kindlichen Widerstandes einer Begründung bedarf, und der Tatsache, dass der Nutzen von erzwungenen Beziehungskontakten zwischen Eltern und Kinder für letztere empirisch nicht gesichert ist, stellt sich auch bei 5 bis 9-jährigen Kindern die Frage, wie die Realitätskontrolle und Auseinandersetzung mit der eigenen Abstammung aufrechterhalten werden können.
Damit das Kind vergangene Erfahrungen mit dem angstmachenden oder verabscheuten Elternteil überwinden kann, braucht es die Möglichkeit, aus einer sicheren Distanz und ohne Beziehungsdruck mit dem Elternteil konfrontiert zu werden, um eine andere Sicht auf diesen zu entwickeln.
Während die EriK in der Sache zwar ergebnisoffen sind, kann diese Massnahme bei 5 bis 9-jährigen Kindern darauf abzielen, deren Berührungsängste und Ressentiments in Bezug auf den Elternteil abzubauen und Interesse für den Elternteil zu entwickeln. Idealerweise können so mittel- bis längerfristig zunächst begleitete und danach unbegleitete Kontakte wieder stattfinden.
Ziel der Erinnerungskontakten bei 5 bis 9-jährigen Kindern
Das längerfristige Ziel der ca. vier bis fünf EriK pro Jahr bei 5 bis 9-jährigen Kindern ist die Wiederherstellung der Eltern-Kontakte.
© L. STAUB 2023