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Nach Angaben des WHO-Regionalbüros trat am 12. August 2021 in Abidjan ein im Labor bestätigter Fall mit einer Ebola-Virus-Infektion auf. Erste Untersuchungen ergaben, dass die 18-jährige Patientin am 11.8.2021 auf dem Landweg von Labé (Guinea) nach Côte d’Ivoire gereist und am 12. August in Abidjan aufgrund von mit Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Quelle der Ansteckung ist derzeit unbekannt. Das Auftreten eines Ebola Falles in einer Millionenstadt wird mit Sorge beobachtet. Eine Impfkampagne des Gesundheitspersonals von Kontaktpersonen wurde begonnen. Der letzte Ebola Erkrankung in Côte d’Ivoire war 1994 gemeldet worden.
Drei weiterere Verdachtsfälle werden derzeit untersucht.
Ebolafieber ist eine virale, hämorrhagische, äusserst virulente Krankheit. Sie wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und – ausscheidungen einer erkrankten Person (Blut, Speichel, Erbrochenes, Stuhl, Schweiss, Sperma, Urin usw.) oder mit infizierten Tieren (v. a. Affen, Antilopen, Nagern, Fledermäuse) übertragen. Die Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hals- oder Kopfschmerzen, gefolgt von Durchfall, Erbrechen und innerlichen und äusserlichen Blutungen. Eine frühzeitige Hospitalisierung mit unterstützender Pflege (Hydratation, Erhaltung eines normalen Blutdrucks) kann die Prognose verbessern. Bisher gibt es keine spezifische Therapie.
Folgen für den Reisenden
Waschen und desinfizieren Sie regelmässig die Hände empfohlen, vor allem bevor Sie Augen, Nase oder Mund berühren und nach Kontakt von möglicherweise kontaminiertem Material und nach Toilettenbesuch. Vermeiden Sie Kontakt zu lebenden oder toten wilden Tieren und essen Sie kein Bushmeat. Bei Besuch der durch den Ausbruch betroffenen Regionen besteht ein Infektionsrisiko, bei nahem Kontakt (Pflege) ohne Schutz mit Erkrankten oder an Ebola verstorbenen Personen oder bei ungeschütztem sexuellem Kontakt mit einem Kranken oder Überlebenden (12 Monate). Bei humanitären Einsätzen wird eine eingehende vorangehende reisemedizinische Beratung bei einem Spezialisten in Reisemedizin empfohlen.