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Vonn gewann die zweite Abfahrt innert 24 Stunden in Lake Louise zwar «nur» mit 52 Hunderstelsekunden Vorsprung auf ihre amerikanische Landsfrau Stacey Cook. Cook freute sich über den zweiten Weltcup-Podestplatz ihrer Karriere innerhalb von zwei Tagen.
Vonn beging nämlich im oberen Streckenteil einen Fehler und fand wegen Nebels auch keine guten Sichtverhältnisse vor. «Wenn man sagt, man wolle gegen die Männer fahren, muss man die Rennen bei den Frauen gewinnen», erklärte Vonn, die ein weiteres Mal aufzeigte, dass sie sich in Lake Louise fast nur selber schlagen kann.
Vonn zieht mit Vreni Schneider gleich
Für Vonn ist es der 55. Weltcup-Sieg, sie hat somit in dieser Statistik mit Vreni Schneider gleichgezogen. Vor ihr liegt nur noch eine Frau, nämlich die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62 Weltcup-Siege), die in den Siebzigerjahren dominierte.
Zweites Podium von Abderhalden
Marianne Kaufmann-Abderhalden, die mit der Startnummer 7 ins Rennen gegangen war, war vom Nebel noch nicht betroffen. Die Ostschweizerin nutzte die Chance und realisierte den zweiten Podestplatz ihrer Karriere. Im Frühjahr 2010 hatte sie bei der Abfahrt in Crans-Montana ebenfalls den 3. Platz belegt.
«Am Freitag habe ich einfach zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Anlauf ist mir aber eine viel bessere Fahrt geglückt», meinte die glückstrahlende Toggenburgerin nach dem Rennen.
Tolle Rückkehr nach Verletzung an gleicher Stelle
Ausgerechnet in Lake Louise hatte sich Kaufmann-Abderhalden vor einem Jahr verletzt. Sie konnte danach keine einzige Abfahrt mehr bestreiten. Mitte Januar wurde das Kreuzband rekonstruiert, um die Stabilität im Kniegelenk wieder herstellen. «Inzwischen geht es recht gut, obwohl es beim starkem Training manchmal schon noch etwas spüre», sagt sie zu ihrer aktuellen gesundheitlichen Verfassung.
Gisin mit Innenski-Fehler
Fränzi Aufdenblatten, Dominique Gisin und Nadja Kamer belegten die Plätze 12 bis 14. Gisin wurde durch einen schweren Fehler aus der Entscheidung geworfen. Die Engelbergerin geriet durch einen Innenski-Fehler von der Linie. «Ich erwischte einen Schlag. Danach habe ich kurz überlegt, ob ich überhaupt weiterfahren soll.»
Lara Gut rundete das starke Schweizer Teamergebnis mit Platz 16 ab. Die Tessinerin sah sich mit der hohen Startnummer 27 mit Nebel konfrontiert.