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Geboren wurde Cesla Amarelle (46) in Montevideo 1973, nur drei Monate nach dem Militärputsch in Uruguay. Daher auch ihr etwas unüblicher Vorname, ein Akronym für «Communauté des États socialistes latino-américains», den sie von ihren betont linken Eltern erhielt. Die Familie entfloh der Militärdiktatur und liess sich in Yverdons-les-Bains nieder, wo Amarelle heute noch wohnt. Sie studierte Jus, schlug eine Universitätskarriere ein und wurde Rechtsprofessorin. Nebenbei engagierte sie sich politisch – zuerst auf kommunaler Ebene, dann folgte der Schritt ins Kantonsparlament. 2011 wurde Cesla Amarelle in den Nationalrat gewählt, wo sie in der Staatspolitischen Kommission Einsitz nahm und diese auch präsidierte. In Bundesbern machte sie sich einen Namen als Expertin für Bürgerrechts-, Ausländer- und Asylfragen.
2017 gelang ihr der Sprung in die Waadtländer Regierung, wo ihr das Departement für Bildung, Jugend und Kultur zugeteilt wurde. Skeptiker verstummten schnell: Amarelle gilt als dossierfest, offen und pragmatisch. Sie zeigt auch keine Berührungsängste, besetzt gar Kaderpositionen mit Personen, die bürgerlichen Parteien nahestehen. Sie habe frischen Wind in ein Departement gebracht, das als etwas verkrustet galt, heisst es jetzt. Und sie hat ein paar wichtige Pflöcke eingeschlagen: etwa durch die Aufwertung der bis dahin im Waadtland stark vernachlässigten Berufslehre. Und indem sie bei der Digitalisierungsstrategie des Kantons den Fokus auf die Bildung und Ausbildung setzt.
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