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Die bizarre Schimpftirade von Tesla-Chef Elon Musk gegen einen der Rettungstaucher des Höhlendramas in Thailand hat doch noch rechtliche Konsequenzen: Der Taucher will laut Angaben seines Anwalts Klage gegen Musk einreichen.
Eine Verleumdungsklage seines Mandanten dürfte in den kommenden Tagen bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht werden, sagte der Anwalt des Tauchers am Mittwoch dem US-Sender CNN. Musk hatte den Briten Vernon Unsworth, der im Juli bei der dramatischen Rettung eines thailändischen Fussball-Teams aus einer Höhle mitgeholfen hatte, vor seinen über 22 Millionen Twitter-Followern wiederholt als «Pädophilen» beschimpft.
Zwölf Kicker einer Jugendfussballmannschaft im Alter von 11 bis 17 Jahren und ihr 25 Jahre alter Trainer waren am 23. Juni bei einem Ausflug in die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im äussersten Norden Thailands von Wassermassen überrascht worden. Sie waren dadurch von der Aussenwelt abgeschnitten. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten von ihnen frei. Rund um die Welt hatten Menschen die spektakuläre Rettungsaktion durch Taucher verfolgt.
Der Tech-Milliardär war verärgert, weil Unsworth seine Idee, die jungen Fussballer mit einem selbst entwickelten Mini-U-Boot zu retten, als PR-Gag kritisiert und gesagt hatte, Musk könne sich «sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut». Zwar hatte Musk sich nach seinen «Pädophilen»-Tweets zunächst einsichtig gezeigt und geschrieben: «Ich entschuldige mich bei Herrn Unsworth und auch bei den Firmen, die ich als Chef vertrete. Das war mein Fehler und mein Fehler allein.» Doch diese Woche fachte er den Streit aus heiterem Himmel wieder an.
Ob es nicht «seltsam» sei, dass Unsworth ihn nicht verklagt habe, fragte Musk am Dienstag einen anderen Twitter-Nutzer. Er behauptete zudem, dem Briten sei kostenlose Rechtsvertretung angeboten worden.
Der Anwalt von Unsworth, Lin Wood, veröffentlichte daraufhin einen Brief, in dem er Musk bereits am 6. August über eine bevorstehende Klage informiert haben will. Der Jurist stritt gegenüber CNN zudem ab, den Briten «pro Bono» – also unentgeltlich – zu vertreten. Unsworth selbst wurde vom Sender Sky mit den Worten zitiert: «Es wird sich um alles gekümmert, mehr kann ich nicht sagen».
Musk forderte derweil, dass seinen Anschuldigungen gegen Unsworth nachgegangen wird. Nachdem er sich schon bei Twitter beschwert hatte, der Wahrheitsgehalt seines «Pädophilen»-Vorwurfs sei nicht geprüft worden, legte er in einer E-Mail gegenüber der News-Site «Buzzfeed» nach: «Habt Ihr eigentlich überhaupt irgendwelche Recherche betrieben?».
Der 47-Jährige hat wegen seiner Tweets aktuell ohnehin viel Stress. Zuletzt hatte er mit der Ansage, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, für Chaos an den Finanzmärkten gesorgt. Am Freitag blies er den waghalsigen Plan kurzerhand wieder ab. Nun ist Tesla mit Anlegerklagen und Ermittlungen der Börsenaufsicht konfrontiert. (sda/dpa/vom)
Die Elektroautos machen mit ihren Bordkameras den Strassenverkehr sicherer. Und können auch Parkplätze überwachen, was rechtlich heikel ist.
Wo kommt nur dieser Hass her gegen Tesla?
Es vergeht kaum eine Woche ohne neue «Road Rage»-Geschichte, und dann passieren solche üblen Sachen:
Dieser Beitrag dreht sich um Attacken und Zwischenfälle im rollenden Verkehr, aber auch um Vandalismus bei parkierten Teslas. Und wir schauen, durch welche technischen Vorkehrungen die teuren Elektroautos geschützt sind.
Absolut zentral ist die Videoüberwachung. Offenbar wissen viele Leute nicht, dass alle neueren Teslas mit Aussen-Kameras bestückt sind, …