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In der Schweiz sind Rothirsche neben den Braunbären die grössten Wildtiere. Sie halten sich die meiste Zeit des Jahres in Rudeln auf, die entweder nur aus Männchen oder Weibchen bestehen. Sie leben zum Beispiel in Wäldern, auf Lichtungen und Wiesen. Hier geht es um den Europäischen Rothirsch.
Neben dem Europäischen Rothirsch gibt es noch 7 weitere Unterarten wie den Atlashirsch.
Der Rothirsch lebt heute an vielen Orten in der Schweiz, zum Beispiel im Kanton Graubünden. Er ist aber sehr scheu und weicht den Menschen aus. Deshalb verbringt er viel Zeit im Wald. Dort kann er sich besser verstecken. In einigen Gebieten, wo es weniger Menschen gibt, ist er häufiger am Tag auf Wiesen aktiv.
Der Rothirsch ist nicht sehr wählerisch. Er frisst vor allem Gräser und Kräuter, aber auch Moose, Flechten und Rinde von Bäumen.
Der weibliche Rothirsch wird auch Kuh genannt und das Männchen Stier. Die beiden leben die meiste Zeit ihres Lebens nicht zusammen. Nur in der Paarungszeit sind sie gemeinsam unterwegs. Die Hirschkühe leben in grösseren Gruppen mit ihren Kälbern und Jungtieren aus dem letzten Jahr zusammen. Wenn die Hirschmännchen zwei bis drei Jahre alt sind, verlassen sie das Rudel ihrer Mutter und leben dann, solange sie jung sind, in einem Rudel aus Stieren zusammen.
Die Paarungszeit der Rothirsche startet im September und endet Mitte Oktober. Die Männchen trennen sich in dieser Zeit von ihrer Herde und schliessen sich einem Rudel aus Weibchen an.
Die Stiere versuchen die Weibchen zu beeindrucken und andere Männchen zu vertreiben, indem sie laut röhren oder auch gegeneinander kämpfen.
Die Rothirschkälber kommen Anfang bis Mitte Juni zur Welt. Das Kalb bleibt etwa eineinhalb Jahre bei der Mutter. Die Mutter prägt das Junge in dieser Zeit: Das Kalb lernt Gefahren kennen oder auch Orte, an denen es Schutz findet. Was das Junge gelernt hat, gibt es später an sein Junges weiter, wenn es selbst Mutter wird.
Durch Strassen, Häuser und anderes sind die Lebensräume verschiedener Wildtiere in kleine Teile zerteilt. Dadurch ist es für sie schwierig, von einer Gegend zur anderen zu wandern. Das gilt auch für den Rothirsch.
Der WWF hilft, sogenannte Korridore zu schaffen. Das sind Verbindungen zwischen den verschiedenen Orten, wo Wildtiere leben. So können sie zum Beispiel wieder in ein anderes Gebiet gelangen, um sich zu paaren.