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Die Nato-Staaten Norwegen, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, die Niederlande und die USA sowie Finnland, Schweden und die Schweiz haben mit einem Luftmanöver im Norden Europas begonnen. Mehr als 100 Flugzeuge und rund 4000 Soldaten nehmen bis am 4. Juni an der sogenannten Grossübung «Arctic Challenge Exercise 2015» teil.
Ziel sei es, die Einheiten für die Planung und Durchführung komplexer Lufteinsätze zu trainieren, sagte der norwegische Brigadegeneral Jan Ove Rygg. Er leitet die Militärübung.
60 Schweizer im Einsatz
Die Schweizer Luftwaffe ist bei der multinationalen Übung mit von der Partie. Sie ist mit acht FA-18-Flugzeugen vor Ort. 15 Piloten und 45 weitere Angehörige der Luftwaffe stehen im Einsatz.
Das Grossmanöver findet vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit Russland und der Rivalität um die Bodenschätze in der Arktis statt.
Das fiktive Szenario der Übung sei die Durchsetzung einer Flugverbotszone, so die Manöverleitung, wie sie in etwa nach einem UNO-Mandat 2011 in Libyen eingerichtet worden sei.
Genutzt werden die Luftwaffenstützpunkte in Bodø (Norwegen), Kallax (Schweden) und Rovaniemi (Finnland). Das Manöver wurde bereits vor der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im vergangenen Jahr geplant.
Russland reagiert mit Gegenmanöver
Gleichzeitig hat Russland im Uralgebiet und Sibirien gestartet. Das nicht angekündigte Manöver hat Russlands Präsident Wladimir Putin angeordnet. Bis zum nächsten Donnerstag sollen in Sibirien und im Ural rund 12'000 Soldaten und 250 Kampfflugzeuge die Verteidigung gegen feindliche Luftangriffe üben.
Korrekt
|Eine frühere Version dieses Artikels bezeichnete die Manöver als «Nato-Manöver». Das ist falsch. Korrekt ist, dass es sich um eine multinationale Luftverteidigungsübung handelt, an der 60 Schweizer Armeeangehörige teilnehmen. Weitere Teilnehmer sind die Luftwaffen von Schweden, Norwegen, Finnland, England, Frankreich, Deutschland, der Niederlande sowie die USA.|