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Der Ungar Bela lebt seit zehn Jahren in New York, nennt sich hier Willie und schlägt sich in nonchalanter Gleichgültigkeit mit seinem Kumpel Eddie und kleinen Betrügereien zwischen Spieltischen und Rennbahnen durchs Leben. Seine ungarischen Wurzeln hat er weitgehend gekappt. So ist er wenig begeistert, als seine sechzehnjährige Cousine Eva, frisch in der Neuen Welt gelandet, einige Tage bei ihm Unterschlupf sucht, ehe sie zu ihrer Tante nach Cleveland weiterziehen kann. Eher halbherzig und wenig erfolgreich versucht er, seinem ungebetenen Gast den American Way of Life zwischen Football, TV-Dinner und einer Stange Chesterfield näherzubringen. Doch als sie schliesslich abreist, ist nicht nur er ihrem eigenwilligen Charme erlegen. Ein Jahr später: Willie und Eddie haben ein kleines Sümmchen zusammen und beschliessen, Eva in Cleveland zu besuchen. Sie arbeitet dort inzwischen in einem Diner und wohnt bei Tante Lotte im Niemandsland. Bald angeödet von der winterlichen Provinz, bricht das Trio spontan zu einer Reise nach Florida auf – ins vermeintliche Paradies.
Auf grobkörnigem Schwarz-Weiss-Material gedreht, erzählt in Fragmenten, jede Szene in einer einzigen Einstellung gefilmt, gelang Jim Jarmusch mit seinem zweiten Film ein minimalistisches Meisterwerk. Eine kleine, heiter-melancholische Geschichte über Träume, Sehnsüchte und innere Rastlosigkeit, über Fremde, Fremdsein und Vertrautwerden.
(Text: Filmprogramm Xenix)