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In Los Angeles fand am Sonntagabend (Ortszeit) die Show zur 61. Verleihung der Grammy-Musikpreise statt. Durch die Gala führte die R&B-Sängern Alicia Keys.
Die meisten der insgesamt 84 Grammys wurden schon vor Beginn der grossen Show in einer kleineren Zeremonie ohne Fernsehübertragung verliehen. So erhielt Superstar Lady Gaga bereits zwei Preise. Ausgezeichnet wurde sie für den besten Solo-Auftritt in der Popsparte für ihren Song «Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)» und als Komponistin für die Ballade «Shallow» aus dem Film «A Star Is Born».
Ariana Grande heimste einen Grammy für das beste Pop-Gesangsalbum für «Sweetener» ein. Allerdings blieb sie der Veranstaltung überraschend fern – ihr für die Gala angefertigtes Abendkleid hat sie den Fans trotzdem präsentiert. Auf Instagram postete die 25-Jährige parallel zur Gala mehrere Fotos, die sie in einem silberfarbenen Kleid und mit Schmuck zeigen.
Der Rapper Childish Gambio wurde für das Video zu seinem Song «This Is America» geehrt. Der Musiker setzte sich zusammen mit Songschreiber Ludwig Göransson am Sonntag bei der Gala in Los Angeles unter anderem gegen Kendrick Lamar und SZA mit «All The Stars» und Drake mit «God's Plan» durch.
In dem Clip prangert er Schusswaffengewalt und Rassismus in den USA an. Der experimentierfreudige und die Genregrenzen überschreitende Sänger, Instrumentalist und Komponist Beck gewann mit «Colors» den Preis für das beste Album in der Kategorie «Alternative Music».
Die britische Sängerin Dua Lipa («New Rules») hat den Preis als beste neue Künstlerin des Jahres gewonnen. Die 23-Jährige setzte sich unter anderem gegen das Geschwister-Duo Chloe x Halle und Country-Musiker Luke Combs durch.
Nominiert waren ebenfalls Greta Van Fleet, H.E.R., Margo Price, Bebe Rexha und Jorja Smith. Neben den Kategorien Lied des Jahres, Aufnahme des Jahres und Album des Jahres ist die Auszeichnung als bester neuer Künstler eine der vier Hauptkategorien des wichtigsten Musikpreises der Welt.
Die Country-Sängerin Kacey Musgraves hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Die 30-Jährige setzte sich bei der Preisverleihung in Los Angeles mit ihrem Werk «Golden Hour» gegen Konkurrenten wie die Rapper Drake, Kendrick Lamar und Cardi B durch.
Überraschungsgast war die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama. Die Frau von Ex-Präsident Barack Obama erschien am Sonntag im graugrünen Glitzerkleid auf der Bühne zusammen mit den Sängerinnen Lady Gaga, Jada Pinkett Smith und Jennifer Lopez sowie mit Alicia Keys, die als Gastgeberin durch den Abend führte.
«Ob wir Country, Rap oder Rock mögen: Musik hilft uns dabei, uns selbst, unsere Würde und unser Leid, unsere Hoffnungen und Freude zu teilen», sagte die 55-Jährige. «Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen.»
Dreimaliger Grammy-Preisträger ist nun Ex-US-Präsident Jimmy Carter. Bei der Verleihung gibt es auch eine Sparte für das beste Album mit gesprochenem Wort, in der sich Carter mit seiner Produktion «Faith - A Journey for All» durchsetzte. 2016 hatte er in der gleichen Kategorie bei den Grammys mit «A Full Life: Reflections at Ninenty» reüssiert, im Jahr darauf mit dem Audiobuch «Our Endangered Values: America's Moral Crisis.»
Die Grammy-Kategorie umfasst neben Audiobüchern auch gesprochene Gedichte und Geschichten. Der 94-jährige Carter nahm nicht an der Zeremonie vor der Hauptshow teil.
Bei der Hauptshow im Staples Center waren musikalische Auftritte zahlreicher Topstars geplant, darunter von Cardi B, Dolly Parton, Lady Gaga und den Red Hot Chili Peppers. (sda/afp/dpa)