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Pünktlich zum Jahrestag des Attentats auf John F. Kennedy will der Sender «National Geographic» einen Film über den legendären Präsidenten veröffentlichen. Die Verfilmung des gleichnamigen Buches «Killing Kennedy» von Bestseller-Autor Bill O'Reilly soll einen wieder nach ganz oben katapultieren: Rob Lowe, 49. Der Star aus den 80er-Jahren wird sich für den Fernsehfilm in den Politiker verwandeln und an der Seite von Ginnifer Goodwin zu sehen sein. Die Dreharbeiten sollen im Juni beginnen - dann haben die beiden Schauspieler bei ihren jeweiligen TV-Serien Sommerpause.
DER AUFSTIEG DER SCHAUSPIELHOFFNUNG
Sex, Drogen, Alkohol - die Biografie von Rob Lowe liest sich abenteuerlich. Der einstige Mädchenschwarm der 80er-Jahre liess in seinen Anfängen aber auch gar nichts aus. Dabei hatte der Amerikaner einen so vielversprechenden Start im Filmbusiness.
Schon im Alter von acht Jahren beschliesst der Sohn eines Anwalts und einer Lehrerin, Schauspieler zu werden. Als er dann nach einem Umzug nach Malibu, wo er die Santa-Monica-Highschool besuchte, auf Robert Downey Jr., 48, Sean Penn, 52, und die Sheen-Brüder trifft, nimmt seine Karriere seinen Lauf. Mit 15 Jahren bekommt er seine erste Rolle in der Comedy-Serie «A New Kind of Family», vier Jahre später besetzt ihn der Star-Regisseur Francis Ford Coppola neben den damaligen Newcomern Matt Dillon, 49, Patrick Swayze, † 2009, Tom Cruise, 50, und Emilio Estevez, 51, in dem Drama «Die Outsider». Noch im selben Jahr - also 1983 - spielt er die Hauptrolle in der romantischen Komödie «Vom Klassenzimmer zur Klassefrau», zusammen mit Jacqueline Bisset.
Ein Jahr später steht er zusammen mit Jodie Foster in der Komödie «Das Hotel New Hampshire» vor der Kamera, 1986 bringt er als Hockeyspieler in «Bodycheck» die Mädchenherzen zum schmelzen. Es folgen die Filme «Nochmal so wie letzte Nacht» oder «Masquerade - Ein tödliches Spiel».
SEINE FRAUEN UND SEIN TIEFER FALL
Er ist smart, jung, gutaussehend - und übt auf die Frauenwelt eine ganz besondere Faszination aus. Zu seinen Eroberungen gehören Melissa Gilbert, Nastassja Kinski und Prinzessin Stéphanie von Monaco. Als 1988 jedoch private Sex-Tapes mit einer 16-Jährigen auftauchen, nimmt seine Karriere ein jähes Ende. Es folgt der tiefe Fall: Rob Lowe trinkt und muss wegen seiner Alkohol- und Drogenprobleme in eine Suchtklinik. 1991 heiratet er die Visagistin Sheryl Berkoff. Das Paar hat zwei Söhne und lebt in Montecino in Karlifornien.
DER VERSUCH, AN SEINEN GROSSEN ERFOLG ANZUKNÜPFEN...
...scheitert. Der Ruhm klingt ab, die guten Rollen und der Erfolg bleiben aus. Zwar spielt Rob Lowe immer wieder in Kinofilmen oder TV-Serien mit, doch haben seine Filme nicht annähernd die gleiche Wirkung wie früher.
Erst, als der Komiker Mike Myers ihm 1992 in «Wayne's World» und allen drei Teilen von «Austin Powers» eine Chance gibt, geht es für den Schauspieler wieder aufwärts. Er spielt in Filmen wie «Das letzte Gefecht», «Flight Girls» oder «Thank you for Smoking» und bekommt 2003 einen Serien-Hauptrolle in «The Lion's Den», schafft es aber nicht über die erste Staffel hinaus. Erst in der Rolle des liberalen Politikers Sam Seaborn in «The West Wing» kann er die Zuschauer und Kritiker wieder von sich überzeugen. Die Rolle bringt ihm in den Jahren 2000 und 2001 je eine Golden-Globe- und eine Emmy-Nominierung ein.
2006 erregt er wieder grössere Aufmerksamkeit, als er an der Seite von Calista Flockhart, 48, in der US-Serie «Brothers & Sisters» spielt. Er wird sogar als Nachfolger von Charlie Sheen in der Sitcom «Two and a Half Men» gehandelt - doch am Ende bekomt dann Ashton Kutscher den Zuschlag für den Hauptdarstellerwechsel 2011.