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The villa was an outpost of the city and power in a rural setting. Whether in Roman times or, after the establishment of peace in the countryside, in the Renaissance: those who lived i villas were always people from the city who led there an aristocratic way of life, and the villa was a place that signified dominion over the surrounding area — which it often changed in terms of symbolism and cultivation. Since Palladio villas have been models of architecture, they embody the paradigms of a certain style or epoch. For Thomas Jefferson, Hermann Muthesius, Frank Lloyd Wright, Le Corbusier, Jørn Utzon, and Rem Koolhaas — a list that could be easily extended — the villa was a test object that brought together, to an equal extent, utopia and an individual way of living. Both, the general and the specific, still form the basis for current designs for villas but globalization has clarified the relationships: here the promise and the representative and comfortable mainstream of a globally employed class — there the casing for the soul in the globally interlinked art and architecture market. It is precisely the producers of art who introduce urban culture into the country, and their pied-à-terre between the hotspots of the art market reproduces once again the logic of the country estate in the Venetian terraferma — Würenlos as the Veneto. This tempts to still ascribe the main role in the architecture of a villa to dominion over the landscape — even if only in the form of a garden — and to characterize the single-family house as a popularized form. With an ironic wink of the eye Bruno Reichlin and Fabio Reinhart erected a monument to it in 1974: as a Palladian reference, as a myth for everyone.
Im 19. Jahrhunderts wird die Villa zum Synonym für eine genuin bürgerliche Lebensweise. Das Beispiel Dresdens zeigt, wie die Villa von den Rebhängen am Elbufer auf die frei gewordenen Areale der Stadtbefestigung und weiter in die Innenstadt «wandert». Auf diesem Weg verändert sich die Architektur und die innere Organisation, während der konkrete Landschaftsbezug einem artifiziell-gärtnerischen Landschaftsbild weicht.
Der Bau einer Villa ist immer auch eine intensive Auseinandersetzung mit den Wünschen und Vorstellungen des Bauherrn: Das Haus wird zum Futteral der Seele. Was aber geschieht, wenn zwei starke Autoren-Handschriften aufeinandertreffen? Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler berichten von ihren Erfahrungen mit einem international tätigen Künstler.
Die von der flämischen Architektin Marie-José Van Hee entworfene Villa fasst ihr über dreissigjähriges Schaffen kongenial zusammen: In der flachen, dem Meer abgerungenen Landschaft der niederländischen Provinz Zeeland schuf Van Hee ein kontrastreiches Haus von hoher Alltagstauglichkeit und fast zeremonieller Würde.
Das schmale Grundstück bot den Architekten Lacroix Chessex wenig Spielraum; und so galt es, Raum und Konzept des Hauses maximal zu konzentrieren. Die Konstruktion beruht auf der Stapelung zweier «Tische» mit auffallend massiv wirkenden Geschossplatten und schmalen Wandscheiben. Trotz ihrer geringen Grösse setzt die Villa als klar umrissene Betonskulptur ein kraftvolles Zeichen in der Landschaft des Plateaus de Vessy.
Wie der junge Architekt in Viollet-le-Ducs Histoire d’une maison erhielt Charles Pictet von den Bauherren dieser grossen Villa nur knappe Hinweise zum gewünschten Programm – und alle erdenkliche Freiheit in der Ausführung. Das Innere wie das Äussere des Hauses entziehen sich in ihrer unregelmässigen Gestalt einer einheitlichen Wahrnehmung und sind – wie in einer Kamerafahrt – nur in der Bewegung zu erfassen.
Die Casa Tonini von Bruno Reichlin und Fabio Reinhart gilt als Inkunabel der Postmoderne. 1974 vollendet, trug sie wesentlich zur internationalen Bekanntheit der Tessiner Tendenza bei. Vierzig Jahre nach der Fertigstellung haben unsere Autoren das Haus im biederen Einfamilienhausquartier von Torricella besucht: Der Bau hat an Aktualität nichts eingebüsst; wie eine& geöffnete Zeitkapsel überbringt er uns seine besonderen Qualitäten zwischen idealer Geometrie und gelebter Wirklichkeit.
Im Studienauftrag für das Stapferhaus in Lenzburg galt es Ausstellung, Produktion und Verwaltung im neuen «Haus der Gegenwart» zu vereinen.
Nach der Abstimmung über die Masseneinwanderung ist der Erklärungsbedarf der Agglomeration exponentiell gestiegen. Joris Van Wezemael bespricht eine aktuelle Textsammmlung, herausgegeben von Georg Kreis.
Zwei Ausstellungen im New Yorker MoMA feiern die Architektur Lateinamerikas
Nur eine kleine Bushaltestelle und ein Anschlagbrett für Veranstaltungen: Mit einem gebogenen, rostigen Stahlblech haben die Architekten Barão Hutter eine poetische Insel im baulichen Niemandsland des St. Galler Rheintals geschaffen. Eine Spurensuche und ein Reisebericht.
Seit Maurizio Ferraris vor zwei Jahren sein Manifest des Neuen Realismus veröffentlicht hat, ist dieser auch bei Architekten in aller Munde. Doch was heisst «Neuer Realismus» in der Architektur genau? Und was an ihm ist wirklich neu – und was vor allem lässt er hinter sich? Ein Foto- und ein Textessay versuchen diese Fragen je zu beantworten.