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Grand Hotel Excelsior Regina
Das Grand Hotel Excelsior Regina war in Europa eines der grössten Hotels, vergleichbar mit dem Palace Hotel in Caux, oberhalb von Montreux. Sie sind Ausdruck der Belle Époque, einer Zeit, wo alles möglich schien und die Zukunft in den hellsten Farben gesehen wurde. Beide Gebäude haben das, was dann folgte, überlebt, werden allerdings nicht mehr als Hotel betrieben.
Sébastian-Marcel Biasini
1880 kauft Henri Germain, Gründer der Bank Crédit Lyonnais, die Olivenhaine in Cimiez, das oberhalb von Nizza liegt. Er beauftragt den Architekten Sébastian-Marcel Biasini (1841-1913), dieses Gebiet für Villen und Hotels zu erschliessen. Biasini gestaltet als erstes den Boulevard de Cimiez, der das zu bebauende Gebiet teilt und praktisch geradeaus auf den Hügel führt. 1892 ist der Boulevard fertig gestellt und das von Biasini entworfene Riviera Palace Hotel, das auf halber Höhe des Boulevards steht, kann eröffnet werden.
Am oberen Ende des Boulevards plant Sébastian-Marcel Biasini nun sein Meisterstück, das Grand Hotel Excelsior Regina. Es wird in den Jahren 1895 bis 1897 von 4000 Arbeitern in nur 18 Monaten erstellt. Das monumentale Gebäude umfasst fünf Etagen und ein Dachgeschoss, die Fassade hat einen südlichen Teil mit 105 Metern und einen südöstlichen Teil mit 45 Metern, womit das gesamte Gebäude eine 150 Meter lange Fassade erhält.
Biasini gestaltet das Gebäude im Jugendstil und lässt die grosse Fläche mit Erkern, Kuppeln und Markisen auflockern. Im Innern verfügt das Grandhotel über 400 Zimmer und alle zeitgemässen Annehmlichkeiten wie Aufzüge, Zentralheizung und Strom. Zum Gebäudekomplex gehört ein Park mit tropischen Pflanzen und einem Gewächshaus.
Königin Victoria
Eröffnet wird das Excelsior Regina durch Königin Victoria, was auf einer Tafel festgehalten wird: „Inauguré par S. M. la Reine d’Angleterre“. Die englische Königin bleibt danach für über einen Monat als Gast im Hotel und kommt in den Jahren 1898 und 1899 nochmals jeweils für mehrere Wochen ins Excelsior Regina. Der Bildhauer Louis Marbert gestaltet eine Marmorstatue der Königin Victoria, die 1912 am Fusse des Parks eingeweiht werden kann.
Appartementhaus
Im Ersten Weltkrieg dient das Gebäude vorübergehend als Militärkrankenhaus. 1920 kauft es eine Immobiliengesellschaft. 1935, 38 Jahre nach der Eröffnung, schliesst der Hotelbetrieb endgültig. Danach werden die 400 Zimmer in 98 Wohnungen umgebaut. Zu den ersten Mietern gehört der Maler und Bildhauer Henri Matisse, der hier in den Jahren 1938 bis 1943 wohnt und arbeitet. Die Liegenschaft dient auch heute noch als Appartementhaus.
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