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In vielen Büchern über geistige Arbeit liest man eine Menge über die sogenannten Lerntypen. Danach erfolgt eine Einteilung nach "visuellen Typen", das heisst Menschen, die nur durch Sehen, oder "akustische Typen"- , die nur durch Hören, und schliesslich "motorische Typen" , die nur durch Handeln lernen können. Das würde aber bedeuten, dass Skifahren der eine durch Hören lernt, der andere durch Sehen, der dritte durch Handeln. Das stimmt natürlich nicht, denn kein Mensch lernt Skifahren ohne zu handeln. Genauso lernt kein Mensch Landkartenlesen ohne zu sehen.
Deshalb:
Angeborene Lerntypen, die bevorzugt auf einem bestimmten Lernweg lernen, egal, um welchen Lernstoff es sich handelt, gibt es nicht. Sicher, ein Student, der jahrelang Bücher vor der Nase hat, ist geübter im Lernen durch Lesen. Ein Automobilfachmann/-frau dagegen, der dauernd lernt, verschiedene Störgeräusche zu unterscheiden, hat besonders viel Übung im Lernen durch Hören. Man kann sich also an bestimmte Lernwege gewöhnen. Aber das ist sicher nicht so bedeutsam.
Viel wichtiger ist es, dass man den Lernweg wählt, der dem Lernstoff angemessen ist.
Sonst muss man viel zu viel Mühe aufwenden, um zum Lernziel zu kommen.
Quelle; E. Schwyter / A. Gabathuler