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Peng! Mit dem obligaten Urknall um genau 16.04 Uhr sagen die Plaffeier dem Hundewetter, dem beissenden Wind und den Winterdepressionen den Kampf an. Bevor die Fastenzeit – theoretisch – anfängt, hauen alle noch mächtig auf den Putz. Die Plaffeier tun dies unter dem Motto «Rund um die Welt». Die Kinder der Primarschule haben sich vorbildlich an das multikulturelle Thema gehalten: Kleine Mini-Mexikanerinnen und -Mexikaner tragen stolz ihre selbst gebastelten Sombreros und Ponchos spazieren. Westernhelden auf Steckenpferden, Italienerinnen mit Nudelhüten, warm angezogene Inuit, die aus den beissenden Kälten des Schwarzsees angereist sind – aus jedem Kontinent ist jemand dabei.
Im Publikum duftet es nach Bratwürsten, Kaffee fertig und Bier. Es lässt sich nun mal nicht leugnen: Fasnacht und Alkohol gehören zusammen wie Pech und Schwefel.
Gejohle und Gelächter
Umso höher ist es den drei Schnitzelbank-Gruppen anzurechnen, dass sie sich den ganzen Freitagabend vor die, milde gesagt, angetrunkene Festgemeinschaft gestellt haben, um ihre humoristischen Reime vorzutragen. De Sürmu u Tschädera treten zuerst im Hotel Alpenklub auf, der Raum ist zum Bersten voll. Ganz vorne sitzt eine ausserkantonale Guggenmusik, die bei den Anspielungen auf politische Themen des Sense-Oberlandes etwas ins Raten geraten könnte. Dennoch johlen sie bei jeder Pointe loyal mit – ob sie den Witz verstehen, ist sekundär.
Hellauf begeistert
«Das Ganze ist auf der Initiative von Georgette Zbinden gewachsen», sagt die geheimnisvolle Schnitzelbänklerin, die die Maske des Sürmus trägt. Die Witze hätten sie sich gemeinsam ausgedacht, die Plakate habe der Karikaturist der Fasnachtszeitung, Alfons Zbinden, für sie gezeichnet. Die Leute im Alpenklub sind hellauf begeistert und applaudieren herzlich, wenn die Tschädera zum Abschluss eines Scherzes zweimal hupt.
Der Beginn einer Tradition
In der Zwischenzeit feiern die Jüngeren im Festzelt beim Oberschrotschulhaus oder in der Bar des Restaurants Hirschen, die den anrüchigen Namen «Brunft-Zunft» trägt. In dieser tanzen die Fasnächtler zwischen Lichterketten und Holzbrettern zu den Steeldrum-Trompeten-Klängen der Guggenmusik.
Fast schon Hüttenromantik
Im Hirschen spotten die Schnitzelbänkler Schki Gaudi Raudi derweilen über den russischen Präsidenten. Schliesslich folgt der letzte Auftritt, Fredu u Rösli, die letzte Gruppe tanzt sich schon mal auf den Tischen im Goldenen Kreuz warm. Frech äussern sie sich über die Gemeinderatswahlen «bis itz isch doch de IQ no nie as Thema gsi». Als sie den Gottéron-Kiwisong skandieren, steigt der ganze Gasthof mit ein.
Zufriedenes OK
«Wir sind wirklich sehr zufrieden, es war eine tolle Fasnacht ohne grössere Zwischenfälle. Allein am Kinderumzug am Freitag hatten wir um die 2500 Besucherinnen und Besucher», sagt OK-Präsident Markus Boschung zufrieden. Auch die Schnitzelbänke seien toll angekommen: «Ich würde dies gerne zur Tradition machen.»
Plaffeien: Lokale Schnitzelbank-Themen sorgten an Beizenfasnacht für Stimmung
D rei Gruppen waren an der Plaffeier Fasnacht dabei, um erstmals Schitzelbänke vorzutragen. Die Freiburger Nachrichten haben eine Auswahl vorgenommen:
Gmiinratsknatsch
Ds Plaffeie, dasch ki Lüttetratsch – hi si im Gmiinrat zümli Knatsch!
Die Jüngschti wott jitz verlaa dä Veriin – sie bruuchi Abstann va där Gmiin.
Si fühlt sich gmobbt, si sigi z dumm – ma wiis nid rächt wieso, werum.
Bis hüt isch doch fer Gmiinrat z sii, de IQ nie as Thema gsii!
Plaffeier SVP
Plaffeier SVP – was isch de los?
Da piggetes nit nume – z Gjammer isch gross.
Da hi di lösche Manet grad zwee Gminräd abgäh. Wi cha mu das dene gwäute Lüt vergäh.
Das Zukunfts Stieftochter me Zit het zum Flaniere, tuet Sör Piggi de Polizischt Neffe nominiere …
D Namensvariante drüü
Am 8. Merz isch is so witt – denn isch ja nüme Fasnachtszitt!
Zum Glück giits denn ir Region um üsi grossi Gmiinsfusion.
Zum Name hii wier nüme z sääge – dä bruucht grad no de Gmiinrats-Sääge.
I ha trotzdem no lötschti Nacht a nüa Vorschlag ihipracht!
Schwarzsee isch hoi verworfe choe, ma hett de haut Plaffeie gnoe. Mi Variante drüü – genial iifach – hiisst Schwarzeierdorf (am tütsche Bach!)
Katze Trixli
Miau…Miau…Miau…
Miauuuuu!
D Chätzla Trixli isch so schlauuuuu.
Im Oberlann fünd är ging as Näggi, üsa Oberamtmaa Santi Niggi Näggi
Mit där Chätzla wott Nicolas triumpfiere
tuet sogar z Trixli im Radio u Fernseh kommentiere.
D Heldin Trixli chunt vam Oberamtmaa würklich geehrt,
aus Retterin vam Husbrann im Zumhouz chunt si gross beschert
Är scheicht där schüüchi Chatz a Kredit-Charta für ume Haus.
So cha z Trixli säuber ga Fuetter chufe, as isch a Schmaus …