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Selbstbestimmung fängt bei dir an!
Letzte Woche erreichte mich die Frage, wie man zu seiner Selbstbestimmung kommt? Zur Feier meines Geburtstages, ein par Gedanken für dich!
Das Wort hat es in sich: Selbst und Bestimmung. Wichtige Fragen, die man sich dazu stellen kann sind:
„Was macht dich aus? Wo bist du, du selbst? Was ist deine Bestimmung? Wofür bist du bestimmt? Wo bist du bestimmt? Was sagt deine Stimme? Wo gibst du dein Bestes? Was ist deine Stimmung?“
Nach meiner Erfahrung geht es hier um Selbstfindung durch Selbstreflexion. „Was habe ich in einer bestimmten Situation gesagt oder getan? War es meine eigene Idee oder habe ich mich leiten lassen von äusseren Einflüssen? Das was ich denke, kommt das von mir oder habe ich diese Sätze schon öfters, vielleicht in der Kindheit, gehört?“
Wenn du selbstbestimmt unterwegs bist, hast du die Wahl und die Freiheit. Selbstbestimmung zeigt sich in deiner Haltung nach aussen gerichtet. Um dir bewusst zu werden, was deine Bestimmung ist, brauchst du Selbstbewusstsein. Dies beinhaltet deine Haltung nach innen zu richten. Du wirst dir bewusst, was du brauchst oder was dir wichtig ist und warum du so handelst. Dies fängt schon bei kleinen Entscheidungen an wie z.B.:
„Ich Trinke heute 2,5 Liter Wasser, da ich spüre, dass es meinen Körper gut tut. Ich habe weniger Kopfschmerzen?“
„Ich ziehe meinen roten Pulli an, weil ich diese Farbe liebe und ich mich so richtig energievoll fühle.“
In der Interaktion mit deiner Umgebung wird es schon komplizierter, z.B.:
„Du bist nicht katholisch, wohnst in einem katholischen Dorf, es ist Sonntag und du möchtest Wäsche waschen und diese draussen aufhängen;-)“ Was denkst du? Wie entscheidest du dich?
Oder
„Dein Partner möchte am Wochenende etwas Aktives unternehmen, du fühlst dich müde und ausgelaugt, du hörst ihn sagen: «Immer bist du müde.“ Was denkst du? Wie entscheidest du dich? Was hörst du für Worte in deinem Kopf? Welcher Film präsentiert sich da gerade?
Oder
„In den Zimmern deiner Kinder sieht es aus als wäre eine Bombe explodiert. Spielsachen liegen überall verstreut, durchmischt mit gebrauchten Socken, nassem Schwimmzeug und anderen Kleidern.“ Wie reagierst du? Was brauchst du in dem Moment? Was denkst du darüber? Wie fühlst du dich?
Es geht hier nicht um richtige oder falsche Entscheidungen, sondern nur darum dir deine Gefühle bewusst werden zu lassen, deine Gedanken, eventuelle Bewertungen oder übernommene Gesellschaftliche Massstäbe aufzuzeigen. Egal wie du dich entscheidest zu handeln, es sollte für dich stimmig sein unter Einbezug deiner empathischen Haltung mit deiner Umgebung! So schaffst du authentische, vertrauensvolle Beziehungen.
Wenn man seine Selbstbestimmung mal verloren hat, dein Wort nicht mehr gezählt hat, es nicht mehr wichtig war, was deine Meinung war, dann wird einem bewusst, was fehlt. Andere bekommen Macht über dich und du bist gefangen wie in einem Käfig, unfrei. Ich wünsche jedoch niemandem diese Erfahrung durchlaufen zu müssen, um erst dann zu dieser Erkenntnis zu kommen.
Deswegen ist mir dieser Prozess der Selbstbewusstheit mit der damit verbundenen Selbstbestimmung so wichtig geworden und unterstütze ich Menschen in ihrer Selbstfindung, um authentischer, gelassener, liebevoller, in vollem Vertrauen und Freiheit mit sich selber und ihrer Umgebung umzugehen. Denn nach meiner Meinung gibt es ohne Wahl keine Freiheit und ohne Freiheit gibt es keine Selbstbestimmung.
Selbstbestimmung setzt Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen voraus. Und auf dich selbst vertrauen kannst du, wenn du dich selbst sicher fühlst. Also gehe es in kleinen Schritten an, genauso wie du es bewältigen magst.
Wenn du Kinder hast zeige ich hier noch ein paar Möglichkeiten auf, wie du sie in der Stärkung ihres Selbstbewusstseins begleiten kannst:
*Hilf deinem Kind nur, wenn es explizit darum gebeten hat. Wenn du nämlich wartest, machst du ihm ein grosses Geschenk, indem du dein vollstes Vertrauen in ihr Können gibst. Weiter lernt es so sich selber einzuschätzen.
*Es gibt nicht nur (m)einen Weg! Ein möglicher Satz könnte sein: „Ich sehe das anders, aber ich freue mich, wenn du deinen eigenen Weg gehst.“
*“DANKE“ sagen anstatt Kritik ausüben!
*“Erwartungshaltungen loslassen“ Mein Kind ist nicht geboren, um meine Erwartungen zu erfüllen.
* Nicht sofort «Nein» sagen, sondern über das Gefragte nachdenken. Stelle dir selber die Frage was dich von einem «Ja» fernhält.
*Keine Vergleiche mit anderen! Jedes Kind und auch du als Erwachsener ist einzigartig und hat seine eigenen besonderen Fähigkeiten.
*Lehre deinem Kind altersgerecht Verantwortung zu übernehmen und diese bei sich zu stärken. In Situationen, in welchen Schuldzuweisungen präsent sind, zeige auf wie man damit umgeht. Jeder trägt für seine Entscheidungen die ganze Verantwortung, sowohl die Kinder, altersgerecht eingestuft, als auch die Erwachsenen.
*Höre aufmerksam zu, ohne Ablenkung vom Handy, Kochen, andere Gedanken usw.
*Alle Gefühle, Gedanken und Empfindungen dürfen da sein.
*Dein Kind erfährt Wertschätzung für so wie es ist, für sein ganzes Sein.
*Du lebst deinem Kind die Bedeutung von empathischer, authentischer, wertschätzender, vertrauensvoller und offener Kommunikation und die daraus entstehende Haltung vor.
Viel Spass!