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Alphonse Gabriel »Al« Capone (1899-1947) war einer der berüchtigtsten Verbrecher Amerikas. Er kontrollierte die Chicagoer Unterwelt und machte erfolgreich Geschäfte mit illegalem Glücksspiel, Prostitution, Schutzgelderpressung und Alkoholhandel. Capone wurde zum Symbol für die organisierte Kriminalität.
Alfred Hornung zeigt in seiner konkurrenzlosen Biografie, wie der Gangsterboss den amerikanischen Traum radikal und maßlos lebte. Al Capone steht beispielhaft für den Überlebenskampf der europäischen Einwanderer im Großstadtmilieu. Rigoros nutze der mehrfache Mörder die Aufstiegschancen des kapitalistischen Wirtschaftssystems für seine Zwecke. Im Mythos schwingt spürbar die Faszination für brutale Gewalt mit, die Al Capone geschickt hinter Seriosität und Freundlichkeit verbarg. Das ambivalente Bild von treusorgendem Familienvater, knallhartem Gangsterboss und Liebling der Populärkultur wird in dieser Biografie erstmals treffsicher ausgeleuchtet.
Alfred Hornung ist Universitätsprofessor der Amerikanistik und Sprecher des Obama Instituts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Als Gastprofessor lehrte er an europäischen, amerikanischen, kanadischen und chinesischen Universitäten. Im Schwerpunkt befasst er sich mit amerikanischer Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts, Transnational American Studies und Life Writing. Für seine hervorragenden Leistungen wurde er 2013 mit dem Carl Bode-Norman Holmes Pearson Prize ausgezeichnet.