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Geschichte
Das heutige Stadtorchester Luzern entstand 1869 als „Musiksektion des Vereins junger Kaufleute“ ursprünglich als Musikquintett, später wurde in Kammermusikbesetzung musiziert. Der Zusammenhalt in den ersten Jahren war schwierig, zeitweise wurde der Probebetrieb auch eingestellt. Später pflegte es mit grossem Erfolg die Unterhaltungsmusik, vor allem an Anlässen des Muttervereins „Kaufmännischer Verein Luzern“. So wurde es auch finanziell und moralisch vom Mutterverein unterstützt.
Das Orchester wuchs über die Jahre zu einem vollbesetzten Sinfonieorchester und genoss bei gesellschaftlichen Anlässen grosse Popularität bei der Luzerner Bevölkerung. Es wurde stark von seinen langjährigen Dirigenten geprägt, welche vielfach von oder zu der Stadtmusik wechselten. Ab 1918 hiess das Orchester „Orchester des Kaufmännischen Vereins Luzern“ und als solches wurden vermehrt klassische, sinfonische Literatur aufgeführt.
Zum 100-Jahr-Jubiläum 1970 (irgendwie ist es über die Jahre zu unterschiedlichen Interpretationen des Gründungsjahres gekommen) löste sich das Orchester als Untersektion vom Kaufmännischen Verein, da es schwierig war, Musiker aus den Reihen des Berufsverbandes zu stellen. Als neutrale „Orchestergesellschaft Luzern“ wurde es deshalb auch nicht mehr finanziell vom Kaufmännischen Verein unterstützt und hatte in den folgenden Jahren immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Seit 2000 heisst das Orchester „Stadtorchester Luzern“ und konnte sich, nicht zuletzt dank den Konzertmöglichkeiten im KKL, finanziell „stabilisieren“.
Heute umfasst das „Stadtorchester Luzern“ rund 60 Musikerinnen und Musiker jeden Alters und ist als Verein organisiert.