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Dicken 1609. Stadt und Amt Zug
Auf der Vorderseite zeigt das nimbierte Hüftbild den heiligen König Oswald von Northumbrien (um 604–05.08.642) in Harnisch nach rechts schauend mit Krone und Zepter, den Zeichen seiner königlichen Würde. In der linken Hand hält er ein Deckelgefäss, worauf ein Rabe mit Ring im Schnabel sitzt. Im Reif der Umschrift ist das Zuger Wappen zu erkennen. Aufgelöst lautet die Umschrift «MONETA NOVA TVGIENSIS SANCTVS OSWALD 1609» («neues Geld von Zug, Sankt Oswald 1609»).
Die Rückseite zeigt einen nimbierten Doppeladler mit Kreuz zwischen den beiden Köpfen. Die aufgelöste Umschrift lautet «CVM HIS QVI ODERVNT PACEM ERAM PACIFICVS» («Mit jenen, die den Frieden hassen, war ich friedfertig»).
Neben Talern und Halbtalern wurden Dicken unter dem Münzmeister Caspar Weissenbach (um 1563–1639, Münzmeister von 1609–1624) bis 1624, dem Jahr der vorläufigen Schliessung der Zuger Münzstätte, rege ausgemünzt. Der Dicken, eine Münze mittleren Werts, wurde in Zug als 24-Kreuzer-Stück ausgebraucht. Halbwerte kamen 1620 und 1621 zur Prägung. Der oben beschriebene Dicken von 1609 ist das erste datierte Stück dieses Nominals in Zug. Die Umschrift «CVM HIS QVI ODERVNT PACEM ERAM PACIFICVS» auf der Rückseite stammt aus dem Psalm 120 und findet sich als Leitspruch auf Zuger Münzen bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts.