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„Ich habe Tränen gelacht!“ – „Der Film war so traurig, am Ende musste ich weinen.“ Ausgiebiges Gähnen, das Schneiden einer Zwiebel, kalter Fahrtwind – es gibt viele Gründe, Tränen zu vergießen. Wenn unsere Augen tränen, ohne dass solche äußere Einflüsse vorliegen, kann die Ursache eine Verstopfung oder Verengung (Stenose) im Abflussgebiet der Tränenwege sein. Die Tränen werden dann nicht mehr über die Nase abgeleitet, sondern über das Auge, bis es quasi überläuft: das sogenannte „Tränenträufeln“. In beiden Fällen, bei einer Verstopfung durch eine bakterielle Entzündung oder bei einer angeborenen Verengung des Tränennasengangs (postsaccale Tränenwegsstenose), kann eine endonasale Tränenwegsoperation (Dakryozystorhinostomie) Abhilfe schaffen. Dabei wird der Tränensack des narkotisierten Patienten eröffnet und vom Auge her ein winziges Schläuchlein eingeführt, welches einige Zeit als Platzhalter wirkt, bis die Verengung beseitigt ist. Die Erfolgsaussichten nach diesem kurzen Eingriff sind sehr gut.
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