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Dänische
Musik. In der
Musik folgte
Dänemark
[* 2]
bis in die neueste Zeit im wesentlichen der
Entwicklung,
die diese Kunst in
Deutschland
[* 3] nahm. Die Kopenhagener
Oper, die die
Spitze des dän.
Musikwesens bildet, wurde bis zum Ende
des 18. Jahrh. vorwiegend von deutschen
Musikern geleitet. Unter ihnen ragen J.
A. P.
^[Johann
Abraham
Peter]
Schulz und
F.
L.
Ä. Kunzen hervor, der
Komponist des seiner Zeit berühmten «Holger Danske» (1790). Diese
Oper ist das erste bedeutende Lebenszeichen einer selbständigen
Richtung der Ihr Gedicht entstammt der nordischen Sage
und auch ein
Teil ihrer Balladenmelodien ist aus heimischen Volksweisen geschöpft.
Das Werk ist auf die Oper in Deutschland nicht ohne Einfluß geblieben. Man kann von ihm ab die romantische Periode datieren. Mit Webers «Oberon» steht es in direkter Verwandtschaft. Die nennenswertesten Nachfolger Kunzens sind Kuhlau und Weyse. Der mittlerweile entstandene Kopenhagener Musikverein nahm die Bewegung auf und übertrug sie auf andere Gebiete der Musik. ImLiede zeichneten sich Berggreen und der ältere Hartmann aus, denen sich nun auch noch andere Skandinavier, voran der Schwede Lindblad, anschlossen.
Das Verdienst, das dänisch-nordische Element in die höhere Instrumentalmusik eingeführt zu haben, erwarb sich Niels W. Gade, der mit seiner Ouverture «Nachklänge zu Ossian» und seiner C-moll-Symphonie außer Dänen und Skandinaviern auch den Russen und übrigen Slawen das Signal gab, in die Arbeit an den höchsten Formen der Instrumentalmusik mit einzutreten. Über die Oper in Kopenhagen [* 4] vgl. Overskou, Den danske Skuepladses Historie (Kopenh. 1864).