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Definition: Fixation
Während der Fixation ruht das Auge und das fixierte Objekt kann visuell wahrgenommen werden. Bewusste Fixationen erfolgen zum Beispiel beim Lesen eines Textes, beim Betrachten eines Bildes, beim Studieren von Informationen und bei der Suche oder Orientierung. Fixationen zählen daher zu den am häufigsten verwendeten Messgrössen der Blickbewegungsanalyse.
Synonyme: Augenanhalte-Punkt, Eye-Stop
Ausführliche Erklärung: Fixation
Fixationen sind sogenannte Augenanhalte-Punkte (Eye Stops), die zum Beispiel bei der Betrachtung einer Webseite oder beim Lesen von Text bewusst erfolgen. Diese Augenanhalte-Punkte können zur Untersuchung der visuellen Wahrnehmung mit Hilfe der Blickbewegungsregistrierung (Eye Tracker) aufgezeichnet und analysiert werden.
Beim Lesen von Text ist die Dauer der einzelnen Fixationen abhängig von der individuellen Lesekompetenz und von der Textschwierigkeit. Je schwieriger sich ein Text in Grammatik und Inhalt gestaltet, desto länger dauern die Fixationen und die Anzahl der Regressionen nimmt zu, während die Anzahl der Sakkaden mengenmässig und in ihrer Länge abnehmen.
Wird dem Auge ein konstantes Bild dargeboten, z. B. durch eine optische Stabilisierung des Bildes auf der Netzhaut, dann verschwindet allmählich das wahrgenommene Bild durch die Rezeptoren mit dem Ergebnis des Eindrucks des Eigengrau (Lokaladaption, Verschwinden des Wahrnehmungseindrucks). Mikrobewegungen des Auges verschieben deshalb während der Fixation ständig das auf die Netzhaut einfallende Licht auf verschiedene Rezeptoren und ermöglichen damit das Sehen. Diese Mikrobewegungen welche während der Fixation erfolgen werden unterteilt in:
- schnelle Mikrosakkaden,
- langsame Driftbewegungen
- zitternden Tremor.