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Der Kurznachrichtendienst Twitter hat die Konten mehrerer Journalisten geblockt, die kürzlich über dessen Eigentümer Elon Musk geschrieben haben. Die Journalisten hätten gegen das Verbot der Weitergabe persönlicher Informationen – sogenanntes «Doxxing» – verstossen, schrieb Musk auf Twitter. «Für Journalisten gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen.»
Der Milliardär bezog sich auf die Sperrung des Kontos @elonjet am Mittwoch, ein Acccount der in Echtzeit frei zugängliche Informationen zu Bewegungen von Musks Privatjet wiedergegeben hatte. Er drohte mit rechtlichen Schritten gegen den Betreiber, da sein Sohn von einem «verrückten Stalker» verfolgt worden sei.
«Mich den ganzen Tag lang zu kritisieren ist völlig in Ordnung, aber meinen Standort in Echtzeit zu veröffentlichen und meine Familie zu gefährden, ist es nicht», twitterte Musk am Donnerstag. Unklar war, ob die Journalisten, deren Konten nun gesperrt wurden, alle über @elonjet berichtet hatten.
Zeitungen wehren sich
Unter den gesperrten Accounts war auch der des Reporters Drew Harwell von der Zeitung «Washington Post». Harwell hatte auf der Social-Media-Plattform Mastodon über Musk geschrieben und Links veröffentlicht zu frei zugänglichen, legalen Daten. Auch der Twitter-Konkurrent Mastodon wurde gesperrt.
Sally Buzbee, Chefredakteurin der «Washington Post", sagte, die Sperrung untergrabe Musks Behauptungen, Twitter als Plattform der freien Meinungsäusserung zu betreiben. Gesperrt wurden auch die Konten des «New York Times»-Reporters Ryan Mac und seines CNN-Kollegen Donie O'Sullivan. Mac hatte über @elonjet berichtet und den Betreiber des Kontos interviewt.
Weder der Reporter noch die «New York Times» hätten von Twitter eine Erklärung zur Sperrung erhalten. CNN teilte mit, man habe Twitter um eine Begründung gebeten und würde das Verhältnis zu der Plattform auf Basis dieser Antwort neu bewerten.
(reuters/mth)