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Von 2005 bis 2015 ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei den 15- bis 19-Jährigen um fast ein Drittel zurück, von 1030 auf 728. Zugleich sank die Rate der Eingriffe pro 1000 Jugendliche von 6,0 auf 3,4 Prozent. 2016 stieg diese Quote wieder leicht auf 3,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
Im internationalen Vergleich bleibt die Abtreibungsrate bei Teenagern aber weiterhin sehr tief. Das Gleiche gilt für alle Frauen im gebärfähigen Alter. Seit 2014 liegt die Quote konstant bei 6,3 Abbrüchen pro 1000 Frauen mit Wohnsitz in der Schweiz.
Landesweit gab es letztes Jahr 10'256 Schwangerschaftsabbrüche. Davon betrafen 171 Fälle Frauen mit ausländischem Wohnsitz. Nach Wohnkanton betrachtet, weisen Genf und Neuenburg mit 11,8 respektive 8,1 die höchsten Abbruchraten auf. Relativ viele Eingriffe gibt es auch in der Waadt, in Zürich und Basel-Stadt, am wenigsten in Appenzell Innerrhoden, Schwyz und Uri.
Unverändert wurden 95 Prozent der Abtreibungen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen vorgenommen. In dieser Zeit liegt der Entscheid über Abbrechen oder Austragen der Schwangerschaft allein bei der Frau. Fast drei Viertel der betroffenen Schwangeren entschieden sich für eine medikamentöse Abbruchmethode.
(SDA)