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Es ist schon viele Jahre her, als ich einen Film gesehen habe, über eine afrikanische Web- und Färbetechnik, die ursprünglich in Mali beheimatet ist. Bogolan sind grob strukturierte und handgewebte Baumwollstreifen. Bis zum heutigen Tag ist das Weben Privileg der Männer. Das Tuch kommt in schmalen Bahnen von einfachen Trittwebstühlen und wird in Rollen zur weiteren Bearbeitung an Frauen weitergegeben. Hier werden die Bahnen zusammengenäht, eingefärbt und dekoriert. Diese aufwendige Kunst soll in dem Dorf Farako in der Nähe von Ségou (Mali) ihren Ursprung haben. Die Grundfarbe wird aus einem Sud von Rinde und Blättern verschiedener Bäume hergestellt. Nachdem das Tuch gewaschen und getrocknet ist, wird das Muster mit dem eisenhaltigen Schlamm des Niger mittels Spachtel oder Pinsel aufgetragen. Die chemische Reaktion des Schlamms auf der pflanzlich-gefärbten Baumwolle führt zu einer schwarzen Farbe. Überschüssiger Schlamm wird nach dem Antrocknen herausgespült.
Die Erinnerung an diesen Film zusammen mit wachsenden Bewusstsein darüber, was ich wirklich will, hat mich bewogen, etlichen Verstandesargumenten zum Trotz diese Reise mit einer unbekannten Gruppe in eine unbekannte Welt anzutreten. Und es wurde nicht nur eine Reise in eines der ärmsten Länder der Welt, eine Zeitreise zurück um Hunderte; es wurde auch eine Reise zu mir selbst.
Ein Beispiel aktiver Lebensgestaltung, einer Verwirklichung eines lang gehegten, aufgeschobenen Traums.
Mach auch du deine Träume wahr!