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Mini-Kiwi
Mini-Kiwis (Actinidia arguta und A. kolomikta) gehören zur Familie der Actinidiaceae und kommen ursprünglich aus Ostasien. Die winterharten Schwestern der bekannten Kiwi (Actinidia deliciosa) sind an Frucht, Blatt und Stängel unbehaart und die Früchte sind kleiner.
Nördlich der Alpen ist ein warmes Weinbauklima oder ein Steinobstklima für die Kultur gut geeignet. In nördlicheren Expositionen mit höherer (Luft-)Feuchtigkeit gedeihen die Pﬂanzen jedoch besser als auf südexponierten Parzellen. Die Mini-Kiwi bevorzugen einen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5.0 und 6.5. Steigt der Wert über 7, besteht die Gefahr von Eisen- und Magnesiumchlorose.
Es sind windgeschützte Standorte zu wählen. Gegenüber Winterkälte ist diese Kultur deutlich weniger anfällig als die normale Kiwi, da sie Temperaturen bis –30 °C ohne Schaden überstehen kann. Mini-Kiwis beginnen schon im März mit dem Austrieb. Die jungen Triebe und aufbrechenden Knospen sind sehr frostempfindlich. Da die Kultur anfällig für Verticillium ist, sollten Mini- Kiwis nicht nach Vorkulturen wie Erdbeeren, Kartoffeln oder andere Nachtschattengewächsen gepﬂanzt werden.
Goji-Beere, Wolfsbeere
Die Goji-Beere ist eine anspruchslose Pﬂanze. Sie bevorzugt gemässigte Temperaturen, sonnige Lagen und einen alkalischen, eher trockenen Boden. Sie verträgt Frost bis –20 °C. Regelmässiger Schnitt ist unerlässlich, will man eine gute Fruchtqualität erhalten. Die Gojibeere ist ein wüchsiger Strauch, sein Wachstum ist uneinheitlich, die kahlen Triebe haben die Eigenschaft, sich ohne Seitentriebe zu entwickeln, sich zu biegen und unter dem Gewicht der Früchte zurückzufallen. Um dem entgegenzuwirken, ist es ratsam, die Pflanzen wie die Reben aufzubinden. Goji-Beeren werden frisch oder getrocknet gegessen.
Aronia
Die schwarze Apfelbeere stammt aus dem Osten Nordamerikas und gehört zur Familie der Rosaceae. Die Früchte sind rundliche und schwarze Beeren mit einem Durchmesser von 6 bis 8 mm. Weil sehr adstringierend (gerbend), werden die Früchte kaum in rohem Zustand gegessen, demgegenüber sind sie in verarbeiteter Form (Saft) sehr interessant. Dieses Interesse kommt insbesondere von den Inhaltstoffen, Vitaminen C, B1, B2, A, Anthocyanen und Flavonoiden her, welche antioxydante Eigenschaften aufweisen.
Maibeere
Der Strauch weist ein schnelles Wachstum auf und kann eine Höhe von 1.5 bis 2 m und einen Durchmesser von 1 m erreichen. Der Strauch ist laubabwerfend und seine länglichen Blätter sind von blaugrüner Färbung. Seine Robustheit ermöglicht ihm Winterkälten von bis zu –47 °C zu überstehen. Selbst die Blüte erträgt Temperaturen von –5°C ohne dass es zu Befruchtungsdefiziten kommen würde. Die Frucht ist eine kleine längliche Beere von dunkelblauer bis schwarzer leicht glänzender Farbe. Die Früchte reifen als eine der ersten im Frühjahr kurz vor den Erdbeeren. Die trichterförmigen hellgelben Blüten erscheinen Ende März. Die Ernte setzt etwa 6 bis 8 Wochen nach der Blüte ein, was bei uns einem Erntezeitpunkt von Mitte Mai bis Anfang Juni entspricht. Die Maibeere ist selbststeril und braucht deshalb eine Befruchtersorte.
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