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Die Entwicklungen in der Vergangenheit haben deutlich gezeigt, dass Design zunehmend eine wichtige Stelle im Bereich der Produkt- und Webherstellung einnimmt. Eines der bedeutendsten Beispiele ist sicher die Firma Apple, die endgültig das Design als einen erfolgversprechenden und profitablen Faktor im heutigen Markt durchgesetzt hat. Der Grund hierfür ist, dass gutes Design nicht einfach als das „final Make-up“ eines Produktes, sondern als wesentlicher Teil im Entwicklungsprozess eingesetzt werden sollte.
Design sollte auf jedem Fall nicht in der Unternehmensstrategie fehlen, wie Potter et al. (2001) herausgefunden haben. Tatsächlich ist es im heute sehr gesättigten Markt durch Design möglich, neue Marktsegmente zu gewinnen und Produkte neu zu positionieren.
Ausserdem gibt es auch Vorteile, die sich direkt – dank der Nutzung des Produktes – generieren: zufriedene Kunden sind auch gute Kunden (Jarvis, 2011)! Wenn zum Beispiel die graphische Schnittstelle an einem Handy intuitiv und benutzerfreundlich designt ist, wird dieses Produkt sehr wahrscheinlich mit Qualität verknüpft, an andere weiterempfohlen und auch von demselben Kunden wieder gekauft werden.
Wie der Bericht „Creativity Design and Business Performance“ (2005) des britischen DTI (Department of Technology and Industry) hervorgehoben hat, sind die Vorteile der Einsetzung von Design in Marketingstrategien folgende:
Design kann:
- die Qualität von Produkten und Dienstleistungen verbessern;
- gegenüber Produkten und Dienstleistungen von anderen differenzieren;
- sowohl den Ruf des Unternehmens als auch das Produkt und die Dienstleistung verbessern;
- Erhaltungs- und Produktionskosten senken;
- dem Unternehmen zu (zusätzlicher) Kreativität und Kompetenz verhelfen.
Eines der aktuellsten Beispiele für die Einsetzung von Design in einer Firma ist das Betriebssystem Windows 8 von Microsoft, das im Oktober 2012 lanciert worden ist. Das Unternehmen hat ihr Image auf den neuesten Stand bringen wollen, um mit Apple zu konkurrieren.
In einem Interview mit Austin Carr sagte P.J. Hough, Chef der Microsoft Office Division, dass sie den Wert von Design erkannt hätten und dass es zu einer der grössten Prioritäten von Microsoft geworden sei. Aber wird das Design nun Windows 8 retten? Die Antwort werden uns unmittelbar die Gewinnanalysen der folgenden Monate verraten. Inzwischen gibt es bereits viele Skeptiker, die der Meinung sind, dass die neue und verschönerte Oberfläche von Windows 8 nur den alten Makel verstecken würde.
Dies ist ein studentischer Beitrag von Alessandra Gabaglio (@alessandragaba), den sie im Rahmen der Vorlesung „Online Marketing“ verfasst hat. Alessandra studiert an der Universität Zürich Kunstgeschichte im Hauptfach und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im Nebenfach.
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