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Die zehnteilige Fotoarbeit füllen und das gleichnamige Video dokumentieren eine Performance, die die Künstlerin 2005 aufgeführt hat. In einem stummen, ganz auf die Tätigkeit fokussierten Akt wickelte sie ein Tragband um eine rechteckige Kartonschachtel, bis diese unter dem Druck des robusten Stoffs und unter Einsatz der ganzen Körperkraft der Künstlerin verschwand, das Band aufgebraucht und nur noch ein amorpher Knäuel sichtbar war. Die Arbeit fügt sich in eine Reihe von Performances, bei denen die Künstlerin Stoffe, Leder, Glasscheiben, Wollfäden einsetzt, um sie zu umwickeln, zu zerschneiden, zu zerreissen, zu ziehen, zu pressen und zu durchstechen. Stets wird mit körperlicher Kraft, Ausdauer und Hingabe ein Prozess seinem unvermeidlichen Ende zugeführt, stets endet er in einer grundlegenden Transformation. Diese Aktionen gerinnen zu Bildern für psychische, gesellschaftliche und politische Veränderungsprozesse. In den letzten Jahren machte sich Schenker auch einen Namen mit Werken im Architekturkontext, etwa einer 11 Meter hohen Betonstele im Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Muttenz, in die sie Hunderte verschiedener Naturmaterialien und Objekte in Beton eingiessen liess. Weitere Projekte führte sie für die Kantonsschule Wetzikon, die Kehrrichtverbrennungsanlage Winterthur und das Bundesamt für Gesundheit aus.
Katja Schenker studierte Komparatistik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich, bevor sie ihre künstlerische Laufbahn einschlug. Ihr Werk wurde bereits international gezeigt, etwa im Jinji Lake Art Museum in Suzhou in China 2013 und bei der Kochi-Muziris Biennale in Indien 2015. Sie gewann dreimal den Swiss Art Award (2003, 2004, 2005), 2015 zudem den Schweizer Performance Preis und den Prix Visarte.
Katja Schenker, 1968 in St. Gallen (CHE) geboren, lebt und arbeitet in Zürich (CHE).
Tätigkeitsbereiche: Performance, Video, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Plastik