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Während vier Spielzeiten (Saison 1988/1989 bis 1991/1992) spielte der FC Glarus in der zweithöchsten Liga, der NLB. Höhepunkte dabei waren sicherlich die Spiele gegen den FC Basel und den FC Zürich, welche damals gerade in einer Umbruchphase waren und auch in der NLB spielten.
Aktuell spielen 20 Teams in den zwei höchsten Spielklassen (10 in der Super League und 10 in der Challenge League) der Schweiz. Als der FC Glarus in der NLB spielte, waren es 36 Mannschaften. 12 Teams spielten in der NLA und 24 Vereine spielten in der NLB, aufgeteilt in eine Ost- und eine West-Gruppe. Damals gab es noch in der NLA und der NLB den ominösen „Strich“. Gerne erklären wir diese Eigenheit des Schweizer Fussball-Systems den jungen Leser dieses Beitrages:
Im Herbst (also von Juli bis Dezember) spielte jedes zwei Mal gegen jedes andere Team aus seiner Gruppe. Dies ergab 22 Spiele. Für die Finalrunde der NLA, welche jeweils im Frühling ausgetragen wurde, qualifizierten sich die besten acht Teams der Qualifikationsrunde im Herbst. Die Punkte aus der Qualifikationsrunde wurden für die Finalrunde im Frühling jeweils halbiert. Die vier Teams unter dem Strich, welche sich nicht für die Finalrunde qualifiziert haben, mussten im Frühling in die Auf- Abstiegsrunde gegen die jeweils sechs besten Teams der zwei NLB-Gruppen antreten.
Wie bereits geschrieben, gab es auch in der NLB eine Qualifikationsrunde im Herbst und eine Finalrunde im Frühling. Die besten sechs Teams pro Gruppe durften im Frühling gegen die sechs Top-Teams der anderen Gruppe und die vier Teams der NLA, welche sich in der Qualifikationsrunde unter dem „Strich“ befanden, in zwei Gruppen um den Aufstieg in die NLA kämpfen. Die beiden erstrangierten Vereine der jeweiligen Aufstiegs-Gruppen durften in der darauffolgenden Saison in der NLA spielen. Die übrigen sechs Teams pro NLB-Gruppe kämpften jeweils in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der NLB. Dazu wurden die Gruppen durchmischt. Aus der Gruppe Ost kamen jeweils der 7., 9. und 11. Platzierte in eine Gruppe zusammen mit dem 8., 10. und 12. Platzierten der West-Gruppe. In der Saison 1988/1989 startete jedes Team mit null Punkten in diese Abstiegsrunde. Ab der Saison 1989/1990 erhielt der 7. Platzierte sechs Punkte, der 8. Platzierte fünf Punkte, usw. zu Beginn der Abstiegsrunde als Bonus. Die jeweils Letztplatzierten der Abstiegsrunde stiegen in die 1. Liga ab und die zwei Fünft-Platzierten mussten ins einem Entscheidungsspiel (Hin- und Rückspiel). Der Verlierer dieses Entscheidungsspiels stand dann jeweils als dritter Absteiger in die 1. Liga fest.
Der FC Glarus schaffte es in den vier Spielzeiten in der NLB nie in die Aufstiegsrunde zur NLA. Im Gegenteil. Die Qualifikationsrunden gestalteten sich jeweils eher schwierig. Der FC Glarus konnte aber zumindest in den ersten zwei Spielzeiten (1988/1989 & 1989/1990) in der Rückrunde zulegen, so dass er in der Saison 1988/1989 den ersten Platz der Abstiegsrunde vor dem FC Winterthur belegte. Auch in seiner zweiten Spielzeit in der NLB (Saison 1989/1990) konnte er in der Abstiegsrunde überzeugen und belegte den 2. Schlussrang. Bemerkenswert ist noch, dass der FC Glarus in der Abstiegsrunde 1989/1990 nur ein Spiel verlor, aber auch nur zwei Spiele gewinnen konnte und dafür sieben Mal (!) unentschieden spielte.
Die dritte Saison (1990/1991) gestaltete sich schwieriger. Der FC Glarus belegte nach der Abstiegs-Runde den zweitletzten Platz und musste in einem Hin- und Rückspiel gegen Montreux-Sport den dritten Absteiger ausspielen. Nachdem der FC Glarus das Hinspiel im Buchholz mit 2:1 gewinnen konnte, verlor man in Montreux 3:1. Somit wäre das Abenteuer NLB nach drei Spielzeiten zu Ende gewesen. Wenige Tage nach dem Entscheidungs-Spiel in Montreux wurde jedoch Montreux-Sport vom Verband die Lizenz entzogen, womit der FC Glarus unerwartet doch noch in der NLB verblieb. Die vierte NLB-Saison (1991/1992) war dann jedoch die letzte Saison in der zweithöchsten Spielklasse. In der Abstiegsrunde konnte man keines der zehn Spiele gewinnen und lediglich zwei Mal die Punkte teilen. Somit endete der FC Glarus auf dem letzten Tabellenplatz der Abstiegsrunde und musste den Gang in die 1. Liga antreten.
In den vier Jahren, in welchen der FC Glarus in der NLB spielte, trat man gegen insgesamt 23 Vereine an. Der FC Glarus spielt nun 30 Jahre später in der 3. Liga. Aber was wurde aus den anderen 23 Vereinen, welche in der selben Zeit, wie der FC Glarus der zweithöchsten Spielklasse angehörten?
Kurze Übersicht (Liga-Zugehörigkeit Saison 2021/2022):
FC Basel: Super League (NLA)
FC Zürich: Super League (NLA)
FC Winterthur: Challenge League (NLB)
FC Schaffhausen: Challenge League (NLB)
SC Kriens: Challenge League (NLB)
AC Bellinzona: Promotion League
FC Chiasso: Promotion League
Étoile Carouge FC: Promotion League
FC Baden 1897: 1. Liga
FC La Chaux-de-Fonds: 1. Liga
SR Delémont: 1. Liga
CS Chênois: 1. Liga
Zug 94 (SC Zug & FC Zug): 1. Liga
BSC Old Boys Basel: 2. Liga Interregional
FC Emmenbrücke: 2. Liga Interregional
FC Grenchen: 2. Liga Interregional
Chur 97: 2. Liga Interregional
Urania Genève Sport: 2. Liga Interregional
FC Montreux-Sports: 2. Liga Regional
ES FC Malley LS: 2. Liga Regional
FC Brüttisellen-Dietlikon: 2. Liga Regional
FC Locarno: 3. Liga
FC Basel:
Im Jahr 1988, als der FC Glarus in die NLB aufstieg, stiegen zeitgleich zwei ganz grosse Fussball-Clubs des Landes aus der NLA in die zweithöchste Spielklasse ab (FC Basel und FC Zürich). Aufgrund der geografischen Zuteilung der beiden NLB-Gruppen hatten die Glarner das grosse Glück, gleich in ihrer Premiere-Saison in der NLB gegen beide Teams antreten zu dürfen.
Für den FC Glarus wird der 13. August 1988 für immer unvergessen bleiben. Der FC Glarus konnte im altehrwürdigen Joggeli (St. Jakob-Park) den grossen FC Basel mit 1:2 bezwingen. Für den FC Glarus war dies der erste Sieg in der NLB (in der 6. Runde der NLB Gruppe Ost Saison 1988/89). Der FC Basel war zu diesem Zeitpunkt (vor und nach dieser Spielrunde) Tabellenführer der NLB Gruppe Ost. Der FC Basel war zu diesem Zeitpunkt bereits achtmaliger Schweizer Meister (zuletzt im Jahr 1980) und fünfmaliger Cup-Sieger. Grosse Namen wir Karl Odermatt oder Ottmar Hitzfeld spielten für den Club vom Rhein-Knie. Dementsprechend gross war die Freude und der Stolz über diesen Sieg.
Das Rückspiel im Buchholz in Glarus konnte der FC Basel dann mit 0:3 gewinnen. Dem FC Basel gelang der Aufstieg in die NLA jedoch nicht, dennoch traf man in der darauffolgenden Saison nicht mehr auf diesen Grossen der Schweizer Fussball-Geschichte, da der FC Basel aufgrund der geografischen Verteilung aller 24 NLB-Clubs der West-Gruppe zugeordnet wurde. Da dem Club aus Basel auch in der Saison 1989/1990 der Aufstieg nicht gelang, traf der FC Glarus in seiner dritten NLB-Saison nochmals auf die ruhmreichen Bebbi und konnte auch im dritten und vierten Aufeinandertreffen überzeugen. Obwohl man in Glarus immer vom Auswärts-Sieg im Joggeli schwärmt, muss die Leistung vom 5. September 1990 keineswegs hintenanstehen. Im Buchholz konnte der FC Glarus beim 0:0 gegen den FC Basel einen Punkt ergattern. Am 2. Dezember 1990 gab es dann auswärts im Joggeli eine 3:0 Niederlage für den Verein aus dem Zigerschlitz.
Wie erging es dem FC Basel? Erst im Jahr 1994 gelang dem grossen FC Basel der Aufstieg in die NLA. Dort gehörten sie jedoch bis zur Saison 1998/1999 zum Mittelmass; eine Spitzenklassierung gelang ihnen dabei nie. Erst als am 1. Juli 1999 Christian Gross als Trainer verpflichtet werden konnte, ging es mit dem FC Basel wieder aufwärts. Im Jahr 2001 konnte das neu renovierte Stadion „St. Jakob-Park“ bezogen werden. In der ersten Saison im neuen Stadion (Saison 2001/2002) konnte der Verein nach über 20 Jahren wieder den Schweizer Meistertitel feiern. Zwischen 2003 und 2017 konnte der Verein elf weitere Meistertitel feiern und acht Mal den Cup-Final für sich entscheiden. Zwischen 2010 und 2017 konnte der FC Basel gar acht Mal in Folge über den Schweizer-Meister-Titel jubeln. In den letzten vier Jahren war der FC Basel klar die Nummer zwei in der Schweiz hinter den BSC Young Boys.
Unvergessen bleiben sicherlich die Champions-League-Auftritte. Besonders die Champions-League-Kampagne 2002/2003 wird auf ewig in den Köpfen bleiben, als der FC Basel in der Gruppenphase den Liverpool FC hinter sich lassen konnte (Liverpool musste daraufhin in die Europa-League „absteigen“) und dort die zweite Gruppenphase (Runde der besten 16 Teams) erreichte. Im alles entscheidenden letzten Spieltag der Gruppe genügte dem FC Basel ein Unentschieden für die Qualifikation zur nächsten Runde. Zur Pause führten die Bebbi mit 3:0, ehe Liverpool in der zweiten Halbzeit alles nach vorne warf und zum 3:3 ausgleichen konnte. Die letzten Minuten waren an Spannung kaum mehr zu überbieten. Auch in den Spielzeiten 2011/2012, 2014/2015 und 2017/2018 gelang dem FC Basel der Sprung in die 1/8 Final-Spiele der Champions-League mit nicht minder begeisternden Auftritten wie in der Saison 2002/2003. Insgesamt konnte der FC Basel bisher sieben Mal an der Champions-League-Gruppenphase teilnehmen. Gelang es den Baslern mal nicht, sich für die Gruppenphase der Champions-League zu qualifizieren, nahmen sie in der Regel an der Europa-League teil. Hier ist sicherlich die Saison 2012/2013 zu erwähnen, als der FC Basel bis ins Halbfinale der Europa-League vordringen konnte und dabei Tottenham Hotspur im 1/4 Final-Spiel aus dem Weg räumte. Erst beim FC Chelsea war im Halbfinale Endstation.
FC Zürich:
Wie der FC Basel stieg auch der FC Zürich in der Saison 1987/1988 aus der NLA in die NLB ab. Was für die beiden grossen Vereine der 60er und 70er Jahre ein Drama war, war für den soeben in die NLB aufgestiegenen FC Glarus ein absoluter Glücksfall. In seiner ersten NLB-Saison durfte er gleich gegen zwei der ganz Grossen im Schweizer Fussball antreten.
Das erste Aufeinander-Treffen mit dem FC Zürich im Letzigrund war jedoch alles andere als eine erfreuliche Begebenheit. Nachdem der FC Glarus in den beiden Runden zuvor seine ersten beiden Siege in der NLB feiern durfte (2:1 Auswärts-Sieg beim FC Glarus und 3:1 Heimsieg gegen den FC Schaffhausen), waren die Glarner voller Euphorie und wollten gegen den FC Zürich auch „mitspielen“, was sich bitter rächte. Die 7:1 Niederlage in Zürich war bis dahin die höchste Niederlage und am Ende der NLB-Historie des FC Glarus nach vier Saisons die dritthöchste Niederlage.
Auch dem FC Zürich gelang in der Saison 1988/1989 der erhoffte Wiederaufstieg nicht (gleich wie dem FC Basel). Dementsprechend trafen die Glarner auch in ihrer zweiten NLB-Saison (1989/1990) nochmals zwei Mal auf den FC Zürich. Gegen den FC Basel konnte der FC Glarus immerhin in vier Begegnungen einmal gewinnen und einmal Unentschieden spielen. Gegen den FC Zürich war für die Glarner aber in den vier Partien nichts zu holen. Es gab in der Saison 1988/1989 noch eine 1:2 Niederlage im Buchholz und in der Saison 1989/1990 endete beide Partien mit einem 2:0 Sieg für die Zürcher.
Wie erging es dem FC Zürich? In der Saison 1989/1990 erfolgte nach zwei Jahren NLB der Wiederaufstieg in die NLA. Dort war der FC Zürich bis zur Saison 1997/1998 jedoch nicht mehr als nur Mittelmass. Er musste in dieser Zeit in vier von sieben Spielzeiten in die Abstiegs-Runde, konnte sich dort jedoch jeweils den Klassenerhalt sichern. Erst in der Saison 1997/1998 gab es ein erstes Aufbäumen, mit der Qualifikation für den UEFA-Cup. Im UEFA-Cup konnte der FC Zürich dann in der Saison 1998/1997 bis in den 1/8 Final einziehen und scheiterte dort an der AS Roma. In der Saison 1999/2000 und 2004/2005 konnte der FC Zürich jeweils den Schweizer-Cup gewinnen. Zum Spitzenclub wurde der FCZ dann ab der Saison 2005/2006. Am 13. Mai 2006 gewann der FC Zürich auswärts das letzte Saisonspiel (Finalissima) gegen den FC Basel dank einem Tor in der 93. Minute durch Filipescu mit 2:1 und sicherte sich so, nach 25-jähriger «Durststrecke», den 10. Meistertitel. In der Saison 2006/2007 gewann der FCZ den 11. Meistertitel ebenfalls in der letzten Spielrunde und wieder gegen den FC Basel, diesmal aber im Fernduell. In der Saison 2008/2009 wurde der FCZ zum zwölften Mal und bisher letzten Mal Schweizer Meister. In der Saison 2009/2010 qualifizierte sich der FCZ, nachdem der NK Maribor und FK Ventspils in der Qualifikation bezwungen wurden, erstmals in der Clubgeschichte für die UEFA Champions League. Die Gruppengegner waren Real Madrid, der AC Mailand und Olympique Marseille. Gegen die AC Milan gewann er auswärts mit 1:0.
In der Folge wurde aus dem FC Zürich ein Club, welcher sich im Mittelfeld der Tabelle jeweils wieder fand. Jedoch konnte er in dieser Zeit drei Mal den Schweizer Cup gewinnen (2014/2016/2018). Zum Schock aller Fans musste man in der Saison 2015/2016 nach einer ganz schwachen Spielzeit den Abstieg in die Challenge League (NLB) verkraften. Dieses Mal schaffte der FC Zürich jedoch den sofortigen Wiederaufstieg. Seither gehört der FCZ der Super League (NLA) an, und gehört dort zum breiten Mittelfeld.
FC Winterthur:
In den vier Jahren der NLB-Zugehörigkeit des FC Glarus kam es zu insgesamt 14 Spielen gegen den FC Winterthur. Somit bestritt der FC Glarus gegen den FC Winterthur die meisten Spiele in seiner NLB-Historie. Dies ist auch nicht weiter erstaunlich, führt der FC Winterthur doch die ewige Tabelle der zweithöchsten Spielklasse im Schweizer Fussball an. Insgesamt gehört der FC Winterthur nun schon seit 55 Spielzeiten der zweithöchsten Spielklasse (NLB / Challenge League) an. Der nächste Verfolger (2. Rang der ewigen Tabelle) ist der FC Schaffhausen mit einer Zugehörigkeit von 44 Spielzeiten.
Der FC Winterthur musste in den vier Spielzeiten, in welcher der FC Glarus in der NLB spielte, drei Mal ebenfalls in die Abstiegsrunde und konnte sich lediglich in der Saison 1989/1990 für die Aufstiegs-Runde qualifizieren. Der Zufall wollte es, dass der FC Winterthur in den übrigen Spielzeiten (1988/1989, 1990/1991 und 1991/1992) auch auf einem geraden oder ungeraden Qualifikations-Rang landete, wie der FC Glarus, und so in der selben Abstiegs-Gruppe zugeteilt wurde. So traf der FC Glarus jeweils nicht nur in der Qualifikations-Runde im Herbst zwei Mal auf die Winterthurer, sondern auch in der Abstiegs-Runde im Frühling.
Gegen den FC Winterthur gewann der FC Glarus am 27. Juli 1988 seinen allererste NLB-Punkt seiner Geschichte (zweiter Spieltag – 1:1 Unentschieden in Winterthur). Die weitere drei Spiele in der Saison 1988/1989 konnte der FC Winterthur jedoch für sich entscheiden (zwei 1:0 Siege und ein 4:0 Sieg). Die beiden Niederlagen in der Abstiegsrunde gegen den FC Winterthur waren die beiden einzigen Niederlagen des FC Glarus in der Abstiegsrunde 1988/1989. Dank der hervorragenden Leistung in den übrigen Spielen konnte der FC Glarus die Abstiegsrunde 1988/1989 auf dem ersten Platz, drei Punkte vor dem FC Winterthur abschliessen.
In der Saison 1989/1990 war der FC Winterthur ein NLB-Spitzenteam (zumindest in der Qualifikations-Phase). Dies bekam auch der FC Glarus zu spüren (0:3 und 0:2 Niederlage). Der FC Winterthur qualifizierte sich als Tabellendritter für die Aufstiegs-Runde, blieb dort jedoch chancenlos.
Obwohl für den FC Glarus die Saison 1990/1991 nicht sonderlich gut lief, konnte er gegen den FC Winterthur eine ausgeglichen Bilanz präsentieren. Beim ersten Aufeinandertreffen in der Saison auf der Schützenwiese konnte der FC Glarus als Sieger vom Platz gehen (1:3 Sieg) und das Rückspiel im Buchholz endete 1:1 unentschieden. In der Abstiegsrunde teilten sich die beiden Verein im Buchholz erneut mit einem 1:1 die Punkte, ehe sich der FC Glarus auswärts in Winterthur mit 2:0 geschlagen geben musste.
Der FC Glarus tat sich in seiner letzten NLB-Saison (1991/1992) schwer. Dementsprechend hatten die Glarner gegen die Winterthurer auch kaum eine Chance. In vier Spielen setzte es vier klare Niederlagen ab (1:3/0:6/0:4/0:4).
Wie erging es dem FC Winterthur? Bis auf eine Saison (1998/1999) spielte der FC Winterthur durchgehend in der zweithöchsten Spielklasse (NLB/Challenge League). Einzig in der Saison 1998/1999 mussten die Winterthurer nach dem Abstieg in der 1. Liga antreten, wobei ihnen der sofortige Wiederaufstieg gelang. Der FC Winterthur gehört zur festen Grösse in der Challenge League. Wobei es aktuell nicht mal so schlecht aussieht. Der FC Winterthur liegt aktuell auf dem ersten Tabellenrang, welcher den direkten Aufstieg in die Super League (NLA) bedeuten würde.
FC Schaffhausen:
Der FC Schaffhausen war Ende der 80er Jahre, Anfang der 90er Jahre ein NLB-Spitzenteam. In den vier Jahren, in welchen der FC Glarus der NLB angehörte, qualifizierten sich die Munot-Städter drei Mal für die Aufstiegs-Runde, ohne sich jedoch dabei für die NLA zu qualifizieren. In den ersten zwei Jahre, hatte der FC Glarus sogar noch eine positive Bilanz gegen den FC Schaffhausen (3:1 Sieg, 1:2 Niederlage, 3:3 Unentschieden, 3:1 Sieg), was sich dann aber in den Spielzeiten 1990/1991 und 1991/1992 änderte (0:5/0:7/0:4/0:5).
Wie erging es dem FC Schaffhausen? Bis zur Saison 1999/2000 gehörte der FC Schaffhausen der NLB an, mit dem Höhepunkt in der Saison 1993/1994, als sich der FC Schaffhausen für den Schweizer Cup-Final qualifizieren konnte und dort dem Grasshopper Club Zürich mit 4:0 unterlag. 1999/2000 musste der FC Schaffhausen den Gang in die 1. Liga antreten. Erst zwei Jahre später gelang ihnen der Wiederaufstieg. Nur zwei Jahre später gelang dem FC Schaffhausen der Aufstieg in die Super League (NLA), welcher er drei Spielzeiten lang angehörte. In der Saison 2010/2011 musste der FC Schaffhausen nochmals den Gang in die 1. Liga antreten. Wiederum dauerte es zwei Jahre bis dem FC Schaffhausen den Wiederaufstieg gelang. Seither spielt der FC Schaffhausen ununterbrochen in der Challenge League (NLB).
SC Kriens:
Der SC Kriens stieg erst wieder in der Saison 1989/1990 in die NLB auf. Somit begegnete der FC Glarus den Innerschweizern nur in zwei Spielzeiten. In der ersten Saison 1990/1991 traf man sowohl in der Qualifikationsphase, wie auch in der Abstiegsrunde auf den SC Kriens. In der Saison 1991/1992 kam es lediglich zu zwei Aufeinandertreffen in der Qualifikationsphase.
Wie erging es dem SC Kriens? Im Sommer 1993 schaffte der SC Kriens dann sogar den Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse (NLA). Es folgte jedoch der sofortige Wiederabstieg. Die Innerschweizer verblieben in den nächsten drei Jahre in der NLB, ehe ihnen ein zweiter Aufstieg in die NLA gelang. Auch dieser Höhenflug endete mit dem sofortigen Wiederabstieg in die NLB. Bis zur Saison 2007/2008 spielte der Verein in der Challenge League (NLB), stieg dann aber in die 1. Liga ab. In der Saison 2009/2010 spielt der SC Kriens wieder in der Challenge League, nachdem das Team in der Aufstiegsrunde alle Spiele für sich entscheiden konnte. Nach Rang 15 in der Saison 2011/2012 musste der SC Kriens erneut absteigen, diesmal in die neu gegründete 1. Liga Promotion (Promotion League). Nach dem Abstieg aus der Promotion League 2013/2014 in die 1. Liga, gelang dem SC Kriens ein Jahr später, Ende Saison 2014/2015, der sofortige Wiederaufstieg. Am vorletzten Spieltag der Saison 2017/2018 sicherte sich der SC Kriens den Wiederaufstieg in die Challenge League nach sechsjähriger Abwesenheit. Seither gehören die Innerschweizer der Challenge League an. In dieser Saison (2021/2022) scheint es aber überhaupt nicht gut zu laufen für den SC Kriens. Er liegt mit neun Punkten Rückstand auf den Neuntplatzierten auf dem letzten Tabellenrang.
AC Bellinzona:
In der ersten zwei NLB-Spielzeiten des FC Glarus spielte die AC Bellinzona noch in der NLA. Somit trafen die Glarner erst in den Saisons 1990/1991 und 1991/1992 auf die Tessiner. Gegen die AC Bellinzona konnte der FC Glarus seinen letzten NLB-Sieg seiner Historie feiern. Dies war ein 1:2 Auswärts-Sieg im Tessin am 17. November 1991 (ja, der FC Glarus gewann in der „Rückrunde“/Abstiegsrunde 1992 kein einziges Spiel).
Wie erging es der AC Bellinzona? In der Saison 1994/1995 musste die AC Bellinzona, obwohl man sportlich den Klassenerhalt in der NLB sichern konnte, den Abstieg in die 1. Liga verkraften (Lizenz-Entzug). Erst in der Saison 1998/1999 gelang der Wiederaufstieg in die NLB. Dort hielt man sich bis zur Saison 2007/2008, als die Tessiner den Aufstieg in die Super League (NLA) bewerkstelligen konnten. Dort konnten sich die Tessiner drei Spielzeiten lang halten. In der Saison 2012/2013 erreichte die AC Bellinzona den zweiten Tabellenrang in der Challenge League (NLB), musste aber dennoch in die Promotion League absteigen, da ihm die Lizenz aufgrund finanzieller Unregelmässigkeiten verwehrt wurde. Am 17. September 2013 nahm das Konkursgericht die Mannschaften aus dem Meisterschaftsbetrieb. Somit musste die AC Bellinzona in der Saison 2014/2015 in der 2. Liga Regional beginnen. Bereits in ihrer ersten Saison in der 2. Liga Regional gelang der AC Bellinzona der Aufstieg in die 2. Liga Interregional und auch dort marschierten sie durch. Somit spielte die AC Bellinzona zwei Jahre nach der Relegation in die 2. Liga Regional wieder in der 1. Liga. Auch in der 1. Liga blieb die AC Bellinzona nicht lange. Nach nur zwei Spielzeiten verabschiedeten sich die Tessiner in die Promotion League, in welcher die AC Bellinzona seither spielt. Aktuell befindet sich die AC Bellinzona zur Winterpause auf dem zweiten Tabellenrang, vier Punkte hinter dem Aufstiegsplatz.
FC Chiasso:
Der FC Chiasso war Ende der 80er Jahre und Anfangs der 90er Jahre ein NLB-Spitzenteam. In den vier Jahren der NLB-Zugehörigkeit des FC Glarus konnte sich der FC Chiasso drei Mal für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Nur einmal (1989/1990) musste der Verein aus dem Tessin in die Abstiegsrunde.
Der FC Glarus traf insgesamt acht Mal auf den FC Chiasso (jede Saison zwei Mal während der Qualifikations-Phase).
Wie erging es dem FC Chiasso? Der FC Chiasso avancierte zur Fahrstuhl-Mannschaft zwischen der 1. Liga und den NLB. Zwischen 1994 und 2010 musste der Verein aus dem Tessin vier Abstiege aus der NLB verkraften, konnte aber auch wiederum vier Aufstiege verzeichnen. Ab dem Jahr 2010 gehörte der FC Chiasso während 11 Jahren ununterbrochen der Challenge League (NLB) an, ehe es in diesem Sommer (Saison 2020/2021) wieder mal eine Liga tiefer ging (Promotion League).
Der FC Chiasso liegt zur Winterpause in der Promotion-League auf dem dritten Rang, jedoch neun Punkte hinter dem zum Aufstieg berechtigten ersten Rang (FC Breitenrain).
Étoile Carouge FC:
Insgesamt vier Mal traf der FC Glarus auf den Genfer Verein während seinem vierjährigem NLB Abenteuer. In den Spielzeiten 1989/1990 und 1991/1992 traf man jeweils in den Abstiegsrunden auf den Étoile Carouge FC.
Wie erging es dem Étoile Carouge FC? In der Saison 1996/1997 gelang dem Genfer Verein tatsächlich der Aufstieg in die NLA. Er konnte sich da jedoch nur eine Saison lang halten. Nur vier Jahre später stieg Étoile Carouge FC dann in die 1. Liga ab. In der Saison 2010/2011 gelang dann nach neun Jahren in de 1. Liga, in welchen sie sich praktisch jedes Jahr für die Aufstiegsspiele qualifizieren konnten, der erneute Aufstieg in die Challenge League (NLB). Dort konnte sich der Étoile Carouge FC jedoch nur ein Jahr halten. Grund war, dass genau in der Saison 2011/2012 die Challenge League (NLB) von 16 auf zehn Teams reduziert wurde, was es natürlich für einen Aufsteiger umso schwieriger machte die Klasse zu halten. Der Étoile Carouge FC stieg daraufhin in die neu geschaffene Promotion League ab und gehörte damit zu den „Gründungsmitgliedern“ der Promotion League. In dieser Liga konnte sich der Genfer Club bis zur Saison 2015/2016 halten. In der Saison 2018/2019 konnte der Étoile Carouge FC dann den erneuten Aufstieg in die Promotion League feiern. Dieser Liga gehört man heute noch an und überwintert dort im „breiten Mittelfeld“.
FC Baden 1897:
In den vier Jahren, in welchen der FC Glarus der NLB angehörte, konnte sich der FC Baden jedes Jahr für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Somit trafen die Glarner genau acht Mal (je zwei Mal pro Qualifikations-Runde) auf die Aargauer.
Wie erging es dem FC Baden? Der FC Baden gehört aktuell der 1. Liga an und ist seit diesem Sommer der selben 1. Liga Gruppe zugeteilt, wie der FC Linth 04. Dort belegen die ambitionierten Aargauer aktuell den ersten Tabellenrang, welcher zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Promotion League berechtigen würde.
FC La Chaux-de-Fonds:
Der FC Glarus traf nur in der Abstiegsrunde 1988/1989 auf den FC La Chaux-de-Fonds und konnte dabei beide Spiele gewinnen (2:1 & 1:0).
Wie erging es dem FC La Chaux-de-Fonds? Eine Saison nach dem Abstieg des FC Glarus, musste auch der FC La Chaux-de-Fonds den Gang in die 1. Liga antreten (Saison 1992/1993). Zehn Jahre später konnte der Verein aus dem Kanton Neuenburg erneut in die NLB (Challenge League) aufsteigen. Ende Saison 2008/2009 erhielt man dann in der Challenge League keine Lizenz mehr und wurde in die 2. Liga Regional relegiert. Der Verein fing sich jedoch wieder und zur Saison 2016/2017 hin gelang der Aufstieg in die drittklassige Promotion League. Nach drei Saisons folgte dann aber der Abstieg in die 1. Liga, wo man heute noch spielt.
SR Delémont:
Die SR Delémont stieg erst in der Saison 1990/1991 wieder in die NLB auf. Als Aufsteiger musste die SR Delémont in die Abstiegsrunde, wo sie auf den FC Glarus trafen. Der FC Glarus konnte in der besagten Abstiegsrunde kein Spiel gewinnen und aus den zehn Spielen nur zwei Mal die Punkte teilen. Somit erstaunt es nicht, dass man gegen die SR Delémont eine negative Bilanz aufweist (2 Niederlagen; 0:4 / 0:5). Gegen die SR Delémont bestritt der FC Glarus sein aller letztes NLB-Spiel seiner Geschichte: 23. Mai 1992 – 0:5 Heimniederlage.
Wie erging es der SR Delémont? Die SR Delémont konnte sich in den Folgejahren in der NLB halten und schaffte in der Saison 1998/1999 sogar den Aufstieg in die NLA. Dieses Abenteuer dauerte jedoch nur ein Jahr. In der Saison 2001/2002 gelang ihnen der erneute Aufstieg in die NLA. Aber auch in der Saison 2002/2003 konnte der Verein aus dem Kantonshauptort des Kantons Jura die Klasse nicht halten. In der Folgesaison wurde die SR Delémont dann aber in der Challenge League (NLB) durchgereicht und musste den Abstieg in die 1. Liga hinnehmen. In der Folge ging es in Zwei-Jahres-Rhythmen weiter. Zwei Jahre 1. Liga, zwei Jahre Challenge-League (NLB), zwei Jahre 1. Liga, zwei Jahre Challenge League (NLB), bevor man in der Saison 2012/2013 in der Promotion League landete. In der Saison 2014/2015 erfolgte der Abstieg in die 1. Liga, in welcher die SR Delémont auch heute spielt.
CS Chênois:
Der FC Glarus und die CS Chênois trafen bisher lediglich in der Abstiegsrunde der NLB-Saison 1990/1991 aufeinander. Dabei kann der FC Glarus sogar eine positive Bilanz gegen den Genfer Club vorweisen (3:1 Sieg / 1:1 Unentschieden). In der besagten Saison, in welcher der FC Glarus den zweitletzten Tabellenplatz in der Abstiegsrunde erreichte und ins Entscheidungsspiel um den letzten Abstiegsplatz in die 1. Liga gegen den FC Montreux-Sports musste, konnten die Glarner einzig den CS Chênois hinter sich lassen, welcher somit den Gang in die 1. Liga antreten musste.
Wie erging es der CS Chênois? Das Gastspiel in der 1. Liga dauerte jedoch nur eine Saison und in der Saison 1992/1993 gehörten die Genfer wieder der NLB an. Mit der Verkleinerung der NLB von 24 auf 12 Mannschaften erwischte es dann in der Saison 1994/1995 auch die CS Chênois. Die CS Chênois spielt aktuell in der 1. Liga und liegt dort direkt über dem Strich auf Rang 12.
SC Zug & FC Zug fusionierten im Jahr 1994 zum Verein Zug 94:
Die Stadt Zug hatte Ende der 80er Jahre rund 22’000 Einwohner (heute sind es 31’000). Aber in den Spielzeiten 1985/1986 und 1989/1990 spielten gleich zwei Vereine aus dieser Stadt zeitgleich in der NLB. Der SC Zug spielte dazu in der Saison 1984/1985 sogar eine Saison lang in der NLA (Trainer damals war Ottmar Hitzfeld). Man stelle sich mal vor, die beiden Vereine hätten schon in den 80er Jahren ihre Kräfte gebündelt? Gut möglich, dass die Stadt Zug dann über mehrere Jahre einen Verein in der höchsten Liga gehabt hätte.
Zumindest der SC Zug hat für den FC Glarus eine ganz besondere Bedeutung. So spielten die Glarner am 23.07.1988 ihr allererstes NLB-Spiel zu Hause im Buchholz gegen die Zuger. Leider verlor man dieses Spiel mit 0:1. Der SC Zug war während den vier Jahren, in welchen der FC Glarus in der NLB spielte, treuer Begleiter des FC Glarus. Allerdings immer nur in der Qualifikationsphase. Obwohl der SC Zug auch in jedem Jahr in die Abstiegsrunde musste, traf man in dieser nie auf den SC Zug.
Der FC Zug spielte in seiner Geschichte nur zwei Spielzeiten in der NLB. In einer davon (Saison 1989/1990) auch als der FC Glarus der NLB angehörte.
Wie erging es den Zuger Vereinen? Dem SC Zug wurde am Ende der Saison 1991/1992 die Lizenz für die NLB entzogen. Somit stieg er zusammen mit dem FC Glarus in die 1. Liga ab, obwohl sie sportlich den Klassenerhalt geschafft hätten. Im Jahr 1994 beschlossen die beiden Zuger Fussball-Vereine gemeinsame Sache zu machen, fusionierten und traten als Zug 94 auf.
Aktuell spielt Zug 94 in der 1. Liga, liegt jedoch auf dem letzten Tabellenplatz in ihrer Gruppe mit sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer.
BSC Old Boys Basel:
Der BSC Old Boys Basel stieg eine Saison vor den Glarnern in die NLB auf (die NLB wurde damals von 16 auf 24 Teams erweitert, dementsprechend gab es zusätzliche Aufsteiger aus der 1. Liga). Auch für die Basler war es etwas ganz besonderes, als ein Jahr später der grosse FC Basel aus der NLA abstieg und sie nun in der selben Liga, wie ihr Stadtrivale spielte. Somit durfte der FC Glarus in der Saison 1988/1989 gleich gegen zwei Basler-Teams antreten. Dies war die einzige Saison, in welcher man auf den BSC Old Boys Basel traf, obwohl die Basler bis zur Saison 1993/1994 der NLB angehörten. Ganz speziell für den Club aus Basel war sicherlich die Saison 1990/1991, als die geografische Zuteilung der Gruppen dazu führte, dass der FC Basel in der NLB Gruppe Ost (also in der Glarner Gruppe) spielte und der BSC Old Boys Basel in der NLB Gruppe West.
Wie erging es dem BSC Old Boys Basel? Nach dem Abstieg aus der NLB mussten sie zwei Jahre später sogar den Abstieg in die 2. Liga verkraften. Der BSC Old Boys Basel erholte sich jedoch von dieser Talfahrt und konnte 2011/2012 sogar den Aufstieg in die Promotion League (dritthöchste Spielklasse) feiern. Zum Ende der Saison 2017/2018 zog sich der BSC Old Boys Basel freiwillig von der Promotion League zurück. Grund waren die hohen finanziellen Aufwendungen in der Promotion League, welche der Verein nicht mehr bereit war zu stemmen. In der 1. Liga wurde der Basler Verein dann jedoch durchgereicht und musste ein Jahr später den Abstieg in die 2. Liga Interregional verkraften. Der BSC Old Boys Basel gehört aktuell immer noch der 2. Liga Interregional an und belegt dort zur Winterpause den zweiten Rang, zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter SC Dornach (der Erstplatzierte wird am Ende der Saison in die 1. Liga aufsteigen).
FC Emmenbrücke:
Der FC Emmenbrücke war der sportliche Zwilling des FC Glarus. Auch sie stiegen in der Saison 1987/1988 das erste Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die NLB auf. Auch der FC Emmenbrücke musste Jahr für Jahr in die Abstiegsrunde und konnte sich dort jeweils den Klassenerhalt sichern. Sportlich hätte der FC Emmenbrücke auch im Jahr 1991/1992 den Abstieg in die 1. Liga hinnehmen müssen (wie der FC Glarus). Aufgrund von Lizenz-Entzügen für den SC Zug und ES Malley konnten sie noch eine fünfte Saison in der NLB anhängen. Zum Ende der Saison 1992/1993 war dann aber das Abenteuer NLB auch für den FC Emmenbrücke vorbei.
Wie erging es dem FC Emmenbrücke? Die sportliche Talfahrt ging etwas schneller vonstatten, als beim FC Glarus. Bereits im Jahr 1999 war der FC Emmenbrücke in der 3. Liga angekommen. Der Verein fing sich jedoch schnell wieder und konnte im Jahr 2002 den Aufstieg in die 2. Liga feiern. Zwischendurch gelang dem FC Emmenbrücke sogar die Rückkehr in die 1. Liga. Aktuell spielen die Innerschweizer in der 2. Liga Interregional und belegen dort zur Winterpause den fünften Rang (sieben Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz und sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz).
FC Grenchen:
Was hat der FC Grenchen, was der FC Glarus gerne hätte? Antwort: die Web-Adresse! Der FC Grenchen ist unter www.fcg.ch erreichbar. In der NLB trafen die beiden Verein nur in der Abstiegsrunde 1990/1991 aufeinander. Auswärts in Grenchen gewannen die Gastgeber mit 3:1, im Buchholz in Glarus teilten sich die beiden Vereine beim 1:1 die Punkte.
Wie erging es dem FC Grenchen? Der FC Grenchen konnte sich bis zur Saison 1994/1995 in der NLB halten. Wobei der Abstieg keinen sportlichen, sondern lizenz-technische Gründe hatte. In der ersten Liga konnte sich der FC Grenchen bis zur Saison 2014/2015 halten. In der Folge wurden sie jedoch ein Jahr später auch in der 2. Liga Interregional durchgereicht und landeten somit in der Saison 2016/2017 in der 2. Liga Regional. Drei Spielzeiten später gelang dem Verein jedoch wieder der Aufstieg in die 2. Liga Interregional, in welcher der Verein aus dem Kanton Solothurn inzwischen immer noch spielt.
Inzwischen heisst der Verein FC Grenchen 15. Am 19. Juni 2015 fusionierten die beiden Grenchner Traditionsvereine, der FC Grenchen (gegründet 1906) und der FC Wacker Grenchen (gegründet 1917), zum Verein FC Grenchen 15. Am 26. April 2017 schloss sich dann auch noch der FC Fulgor Grenchen dem FC Grenchen 15 an.
FC Chur (Chur 97):
Der FC Chur stieg ein Jahr vor dem FC Glarus in die NLB auf (im Zuge der Vergrösserung der NLB von 16 auf 24 Teams). Die Bilanz gegen Chur aus der NLB Zeit lautet wie folgt: 10 Spiele, 3 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 13:18.
Wie erging es dem FC Chur? Der Schweizerische Fussball Verband beschloss, dass bis zur Saison 1995/1996 die NLB von 24 Teams auf 12 Teams verkleinert wird. Dies hatte zur Folge, dass in der Saison 1992/1993 sieben Vereine absteigen mussten (bei drei Aufsteiger aus der 1. Liga bedeutete dies, dass die NLB in der Saison 1993/1994 noch 20 Teams umfasste), in der Saison 1993/1994 nochmals sieben Teams absteigen mussten (bei drei Aufsteiger aus der 1. Liga bedeutete dies, dass die NLB auf die Saison 1994/1995 noch 16 Teams umfasste) und in der Saison 1994/1995 sechs Teams den Gang eine Liga tiefer antreten mussten (bei zwei Aufsteiger aus der 1. Liga erreichte man somit auf die Saison 1995/1996 die gewünschte Liga-Grösse von 12 Teams). Der FC Chur fiel dem ersten grossen Cut in der Saison 1992/1993, also ein Jahr nach dem Abstieg des FC Glarus, zum Opfer. In der Saison 1994/1995 musste Chur dann gar den Abstieg in die 2. Liga hinnehmen. Im Jahr 1997 (der FC Chur spielte damals immer noch in der 2. Liga) fusionierten die drei Churer Vereine FC Chur, FC Neustadt und SC Grischuna zum neuen Verein Chur 97. Im ersten Vereinsjahr musste der neue Verein gleich den Abstieg in die 3. Liga hinnehmen. Nur ein Jahr später erfolgte aber der direkte Wiederaufstieg in die 2. Liga. Als im Jahr 2000 die neue 2. Liga Interregional zwischen der 2. Liga und der 1. Liga installiert wurde, konnte sich Chur 97 für diese Liga qualifizieren. Bereits in der ersten Saison in der 2. Liga Interregional gelang den Churer den Aufstieg in die 1. Liga. Bis zum heutigen Zeitpunkt musste Chur 97 fünf Mal aus der 1. Liga absteigen, durfte aber auch vier weitere Aufstiege in die 1. Liga feiern. Somit spielt der Verein aus der ältesten Stadt der Schweiz aktuell in der 2. Liga Interregional und ist Gegner des FC Weesen.
Urania Genève Sport:
Der FC Glarus stieg im Jahr 1988 zusammen mit dem FC Emmenbrücke und Urania Genève Sport (UGS) in die NLB auf. Gegen UGS durfte der FC Glarus sogar in der zweiten Aufstiegs-Runde antreten, verlor das Direkt-Duell jedoch, womit UGS den Aufstieg feiern durfte. Der FC Glarus erhielt daraufhin noch in der dritten Aufstiegs-Runde die Chance gegen den FC Rorschach, welche sie packten. Auf UGS traf der FC Glarus zwei Mal während seiner Zeit in der NLB. Nämlich in den Abstiegsrunden der Saison 1988/1989 und 1991/1992.
Gegen UGS kann der FC Glarus eine positive NLB-Bilanz vorweisen: zwei der vier Spiele konnte der FC Glarus siegreich gestalten. Dagegen stehen ein Unentschieden und eine Niederlage.
Wie erging es Urania Genève Sport? In der Saison 1993/1994 war dann das Abenteuer NLB auch für UGS beendet. Aktuell spielt der älteste Fussball-Club des Kantons Genf aktuell in der 2. Liga Interregional.
FC Montreux-Sports:
Der FC Montreux-Sports kann, gleich wie der FC Glarus, auf insgesamt vier Spielzeiten in seiner NLB-Historie zurückblicken. Der Unterschied ist, dass der FC Montreux-Sports ein Jahr vor dem FC Glarus in die NLB aufstieg. Grundsätzlich wäre beim FC Montreux-Sports ein fünftes NLB-Jahr dazugekommen, zeitgleich hätte der FC Glarus aber nur drei NLB-Spielzeiten in seiner Historie ausweisen können. Diese beiden Gegebenheiten hatten direkten Einfluss aufeinander. In der Saison 1990/1991 belegten beide Vereine, der FC Glarus und der FC Montreux-Sports, in ihrer Gruppe der Abstiegs-Runde den fünften Schlussrang. Somit mussten die beiden Vereine gegeneinander in einem Hin- und Rückspiel den dritten und letzten Absteiger in die 1. Liga ausspielen. Das Hinspiel im Buchholz konnte der FC Glarus mit 2:1 für sich entscheiden. Das Rückspiel verlor der FC Glarus dann aber mit 3:1. Dementsprechend wäre das Abenteuer NLB für den FC Glarus nach drei Spielzeiten beendet gewesen und der FC Montreux-Sports konnte sich auf eine fünfte Saison in der zweithöchsten Liga des Schweizer Fussballs freuen. Nur wenige Tage nach dem Entscheidungsspiel in Montreux kam dann aber die Meldung des Verbands, dass dem FC Montreux-Sports die Lizenz entzogen wurde und somit der FC Glarus in der NLB verbleiben wird.
Noch eine kleine Anekdote zum Spiel in Montreux: als die Mannschaft des FC Glarus in Montreux aus dem Car ausstieg, bemerkten die Verantwortlichen, dass die Trikots aus Versehen in Glarus blieben. Sigi Beglinger musste sich also in Montreux schnellstmöglich um einen Satz Trikots kümmern, was ihm dann auch gelang. Ein Sporthändler in Montreux hatte per Zufall noch einen Satz nummerierter Erima-Trikots an Lager, welche er für teures Geld dem FC Glarus verkaufte.
Insgesamt trafen die beiden Vereine in der NLB sechs Mal aufeinander. Der FC Glarus kann, trotz der Niederlage im entscheidenden Barrage-Spiel, eine positive Bilanz gegenüber dem FC Montreux-Sports aufweisen: 6 Spiele, 3 Siege, 2 Unentschieden und eine Niederlage (10:5 Tore).
Wie erging es dem FC Montreux-Sports? Aktuell spielt der FC Montreux-Sports in der 2. Liga Regional und belegt dort zur Winterpause den ersten Tabellen-Platz.
ES FC Malley LS:
Auf den Quartierverein aus Lausanne traf der FC Glarus in den Abstiegsrunden der Saison 1989/1990 und 1990/1991.
Wie erging es dem ES FC Malley LS? In der Saison 1991/1992 konnte sich der ES FC Malley LS für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Dabei übernahm sich der Verein jedoch finanziell, weswegen der Verband dem Lausanner Club die Lizenz entzog. Somit stieg der ES FC Malley LS zusammen mit dem FC Glarus in die 1. Liga ab. Inzwischen spielt der ES FC Malley LS in der 2. Liga Regional und belegt dort zur Winterpause einen Mittelfeldplatz, acht Punkte von den Abstiegsrängen entfernt, aber auch neun Punkte weg vom Aufstiegsplatz.
FC Brüttisellen-Dietlikon:
Der FC Brüttisellen-Dietlikon stieg ein Jahr später, als der FC Glarus, in die NLB auf. Er konnte sich jedoch zuerst nur ein Jahr in der zweithöchsten Spielklasse halten, kehrte jedoch nach einem Jahr in der 1. Liga in der Saison 1991/1992 wieder zurück und konnte sich dabei immerhin zwei Saisons lang halten. Gegen den FC Brüttisellen-Dietlikon konnte der FC Glarus am 08. April 1992 den letzten Punktgewinn in der NLB feiern (1:1 im Heimspiel im Buchholz in Glarus).
Wie erging es dem FC Brüttisellen-Dietlikon? Die Saisons 1991/1992 und 1992/1993 in der Nationalliga B bildeten schliesslich den letzten Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Danach folgte zunächst der Abstieg in die 1. Liga und 1994 der Abstieg in die 2. Liga. Im Jahr 2000 folgte dann sogar der Abstieg in die 3. Liga. Inzwischen spielt der FC Brüttisellen-Dietlikon wieder in der 2. Liga Regional, in welcher es jedoch zur aktuellen Winterpause nicht sonderlich rosig aussieht. Der FC Brüttisellen-Dietlikon überwintert auf dem letzten Tabellenplatz, mit acht Punkte Rückstand auf das rettenden Ufer.
FC Locarno:
Der FC Locarno gehörte seit der Saison 1930/1931 immer den obersten drei Ligen im Schweizer Fussball System an. In den vier Jahren, in welchen der FC Glarus der NLB angehörte, war man jeweils in derselben Qualifikations-Gruppe (Ost) eingeteilt. In allen vier Jahren konnte sich der FC Locarno für die Aufstiegs-Runde qualifizieren. Gegen den FC Locarno musste der FC Glarus seine höchste NLB-Niederlage einstecken. Am 11. Dezember 1988 verlor der FC Glarus zu Hause in der letzten Spielrunde (22. Spieltag) der Qualifikations-Runde zu Hause im Buchholz mit 0:8 gegen den FC Locarno.
Wie erging es dem FC Locarno? Bis 1999 gehörte der FC Locarno ohne Unterbrechung der NLB an. In der Folge musste der FC Locarno zwei Mal den Gang in die 1. Liga antreten, konnte jedoch kurz darauf jeweils wieder den Aufstieg in die Challenge League (NLB) feiern. 2014 stieg der FC Locarno aus der Challenge League das letzte Mal ab. Ein Jahr später stieg er direkt aus der Promotion League in die 1. Liga ab und auch dort konnte er sich nur zwei Jahre halten. In der Saison 2017/2018 spielte der ehemals ruhmreiche Club in der 2. Liga Interregional und musste daraufhin Konkurs anmelden. In der Folge musste er in der Saison 2018/2019 wieder in der 5. Liga beginnen. Aktuell spielt der FC Locarno wieder in der 3. Liga und belegt zur Winterpause den vierten Platz, ist jedoch nach Verlustpunkten Tabellenführer. Gut möglich, dass der FC Locarno nächste Saison bereits wieder in der 2. Liga Regional anzutreffen ist.
Fazit:
Einen Absturz, wie ihn der FC Glarus hinnehmen musste (bis in die 4. Liga), hat nur der FC Locarno (Neuanfang in der 5. Liga in der Saison 2018/2019) von den 23 Teams, welchen man in den Jahren 1988 bis 1992 in der NLB begegnete, erlebt. Somit ist der FC Glarus sicherlich ein Verein der Extreme.
Die finanzielle Bruchlandung mit Lizenz-Entzügen, wie beispielsweise bei der AC Bellinzona, beim SC Zug, FC Grenchen, FC La Chaux-de-Fonds, ES FC Malley LS oder beim FC Montreux-Sports gab es jedoch beim FC Glarus nicht.
Der FC Glarus darf stolz auf seine Geschichte sein und auf die Tatsache, dass man vier Jahre lang in der zweithöchsten Schweizer Liga spielte. Man muss aber sicher auch den Umstand relativieren, dass im Jahr 1987 die NLB von 16 auf 24 Teams vergrössert wurde (die zwei höchsten Ligen wurden von 32 Teams auf 36 Teams erweitert) und zwischen 1987 und 1993 in den höchsten zwei Ligen des Schweizer Fussball Systems 36 Teams spielten (heute sind es noch 20 Teams). Dies soll jedoch den Erfolg von damals nicht schmälern. Für den Aufstieg in die NLB brauchte es auch damals enorm viel Klasse und Talent. Man gehörte damals doch den besten 36 Teams des Landes an. Heute umfassen die drei obersten Ligen (Super League, Challenge League und Promotion League) ebenfalls 36 Teams. Somit hätte der FC Glarus nach heutigem Stand zumindest der Promotion League angehört, was doch eine beachtliche Leistung ist.