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Mi, 29. Juli 2020, Ralf Hersel
Der Open-Source-Texteditor GNU Nano 5.0 wurde heute veröffentlicht. Die neue Hauptversion bringt viele Verbesserungen und Änderungen für Linux-Benutzer mit sich. Nano ist einer der beliebtesten Texteditoren für die Kommandozeile und fester Bestandteil fast aller GNU/Linux-Distributionen.
In Nano 5.0 gibt es einen neuen --indicator-Parameter, der eine Art Scrollbar auf der rechten Seite anzeigt. Dort sieht man die Position und Abdeckung des Fensterausschnitts im Verhältnis zum gesamten Puffer. Auch gibt es nun den --bookstyle-Parameter, durch den jede Zeile, die mit einem Leerzeichen beginnt, als Anfang eines Absatzes betrachtet wird.
Mit der Tastenkombination <Alt+Einfügen> ist es jetzt möglich, jede Zeile mit einem Anker zu versehen. Diese Anker können mit <Alt+PageUp> und <Alt+PageDown> angesprungen werden. Die Eingabeaufforderung ist nun mit ^T direkt aus dem Hauptmenü erreichbar, ebenso wie die Funktionen: Linter, Formatter, Spell Checker, Full Justification, Suspension und Cut-Till-End.
Auf Terminals, die mindestens 256 Farben unterstützen, sind neun neue Farben verfügbar: Rosa, Violett, Lila, Malve, Lagune, Minze, Limone, Pfirsich, Orange und Latte. Bei den Farbnamen rot, grün, blau, gelb, cyan, magenta,
weiss und schwarz, ergibt das Präfix 'light' eine hellere Farbvariante. Das Präfix 'bright' gibt es nicht mehr, da es sowohl 'fett' und 'hell' bedeutete. Allen Farbnamen können die Präfixe "bold" und/oder "italic" vorangestellt werden, um fette und/oder kursive Schrift zu erhalten.
Das Auffrischen des Bildschirms mit ^L funktioniert jetzt in jedem Menü. Im Hauptmenü zentriert ^L die aktuelle Zeile und das Umschalten der Hilfszeilen mit M-X funktioniert jetzt in allen Menüs ausser im Hilfebetrachter und im Linter (Quell-Code-Analyse). Weitere Änderungen in Nano 5.0 können auf der Projektseite nachgelesen werden.
Die neue Version kann von der Projektseite bezogen und selbst kompiliert werden. Ansonsten wird Nano 5.0 bald in den Repositories aller bekannten GNU/Linux-Distribution erscheinen. In den Arch Linux Repos ist das neue GNU Nano bereits angekommen.