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Kampf gegen die Korruption: In den Zeitspanne von 2008 bis Juni 2011 hat die Bundesanwaltschaft (BA) Vermögenswerte in Höhe von von rund 160 Millionen Franken beschlagnahmt. Der Grossteil der bestochenen Amtsträger wohnt im Ausland.
Die BA stellte Bestechungsgelder an fremde Amtsträger in der Höhe von 108,3 Millionen Franken sowie 32 Millionen Dollar sicher. Ein BA-Sprecher bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Der Sonntag».
Die Summe der konfiszierten Bestechungsgelder an Schweizer Amtsträger beläuft sich zudem auf 50'000 Franken. Dazu kommen 18,8 Millionen Franken aus dem Verfahren im Zusammenhang mit dem UNO-Programm Öl-für-Nahrung.
Die Vermögenswerte stammten aus rund einem Dutzend Verfahren gegen ausländische Amtsträger, sagte der stellvertretende Bundesanwalt Ruedi Montanari im Interview mit dem «Sonntag». Aufgrund des Amtsgeheimnisses konnte Montanari keine Angaben über die betroffenen Unternehmen machen.
Sämtliche Branchen betroffen
Es gebe aber «kaum eine Branche», die nicht von Korruptionszahlungen betroffen sei, sagte Montanari. «Hierbei werden Scheinfirmen genauso eingesetzt wie Briefkastenfirmen, die sich dann gegenseitig fingierte Rechnungen stellen.»
Zu den Gefälligkeiten gehören laut Montanari Geldüberweisungen, die Aushändigung von Bargeld sowie «Geschenke wie ein Ferienhaus oder ein Studium für den Sohn beispielsweise an der Uni Oxford».
Die konfiszierten Gelder flössen in die Bundeskasse und teilweise auch zurück an die Geschädigten. Bei Beträgen über 100'000 Franken bekämen auch die involvierten Kantone einen Betrag ausbezahlt, sagte Montanari.
(tno/sda)