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Michelle Gisin erreichte nach ihrem schwierigen Sommer, in welchem sie am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte, erstmals wieder das Podest. «Ich weiss fast nicht, was ich sagen soll, es ist so schön», war Gisin im SRF-Interview überglücklich.
Der Riesenslalom-Sieg in Courchevel ging an Mikaela Shiffrin. Die 26-Jährige sicherte sich in Courchevel ihren 72. Weltcupsieg, den sechsten im WM-Ort von 2023, mit riesigem Vorsprung. Die Amerikanerin distanzierte die Schwedin Sara Hector um 0,86 Sekunden und löste Sofia Goggia aus Italien an der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung ab.
Gisin als Dritte war 1,08 Sekunden langsamer als die Siegerin. Die Obwaldnerin hatte im ersten Lauf als einzige Fahrerin weniger als eine Sekunde auf Shiffrin eingebüsst. «Es war ein extrem harter zweiter Lauf», befand sie. Sie habe die Lichtverhältnisse etwas falsch eingeschätzt und sich für ein zu dunkles Brillenglas entschieden. «Dass ich es trotzdem heruntergebracht habe, ist sensationell.»
Gisin hofft, dass es ihr nach ihrer langen gesundheitlichen Probleme nun wieder besser geht. «In Val d'Isère habe ich gemerkt, dass ich das Gröbste hoffentlich hinter mir habe. Aber es fehlen immer noch viele Skitage, ich habe viele Trainings verpasst.» Umso schöner sei es, dass es dennoch bereits wieder zu einem Podestplatz gereicht habe.
Die Walliserin Camille Rast überzeugte mit Rang 9. Im ersten Lauf fuhr sie mit Startnummer 45 auf Zwischenrang 16, in der Entscheidung verbesserte sie sich mit der viertbesten Laufzeit weiter. «Ich bin wirklich zufrieden», strahlte Rast im SRF, «es geht viel besser als noch zu Beginn der Saison.»
Im Weltcup war Rast erst einmal besser, im vergangenen Januar als Slalom-Sechste in Flachau. Ihr bestes Resultat im Riesenslalom erreichte die Walliserin im Januar 2017, als sie in Kronplatz ebenfalls Neunte wurde.
Weltcup-Punkte gab es in den französischen Alpen auch für Wendy Holdener (18. Platz), Simone Wild (21.) und Corinne Suter (23.). Derweil verpassten Vanessa Kasper, Vivianne Härri und Priska Nufer den Vorstoss in die Top 30, Andrea Ellenberger und Selina Egloff schieden im ersten Lauf aus.
Riesenslalom-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami muss wegen ihres positiven Corona-Tests von letzter Woche in Val d'Isère auch bei den Rennen in Courchevel aussetzen. Morgen Mittwoch findet auf dem gleichen Hang ein weiterer Riesenslalom statt. (ram/sda)
Als diese Zeitung im Herbst 2020 den Fifa-Chef zum Interview traf, kursierten Gerüchte, der Weltfussballverband prüfe den Wegzug aus Zürich. Gianni Infantino dementierte die Spekulationen in aller Form: «Das wird nicht passieren!» Seither gab er wiederholt Plädoyers zugunsten von Zürich als Hauptsitz ab, obwohl der Verband mittlerweile in einem Dutzend ausländischer Städte regionale Niederlassungen unterhält.