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2 – Kleine Überraschungen
Fast alles verlief in der Qualifikation nach Plan. Acht der zehn topgesetzten Mannschaften holten sich noch vor den Playoffs das WM-Ticket. Nur die Schweiz (gegen Italien) und Serbien (gegen Portugal) sicherten sich den Gruppensieg vor einer höher eingestuften Mannschaft. Von jenen Teams, die bereits vor den Playoffs gescheitert sind, ist Norwegen um Topstürmer Erling Haaland das in der Weltrangliste am höchsten eingeschätzte (37.).
6 – Ungeschlagene Mannschaften
Mit der Schweiz, der Ukraine, England, Serbien, Frankreich und Italien blieben sechs Mannschaften ungeschlagen. Die Italiener holten von jenem Sextett als Einzige nicht das direkte WM-Ticket. Den besten Punkteschnitt erspielten sich Dänemark und Deutschland mit je 2,7 pro Spiel. Ohne Zähler blieben San Marino (Torverhältnis 1:46) und Gibraltar (4:43).
12 – Die besten Torschützen
Die beiden Topskorer der WM-Qualifikation, der Engländer Harry Kane und der Niederländer Memphis Depay, schossen vier ihrer zwölf Treffer gegen San Marino respektive Gibraltar. Mit acht Toren folgen in der Torschützenliste der Pole Robert Lewandowski, der Israeli Eran Zahavi und der Serbe Aleksandar Mitrovic. Bester Schweizer Torschütze war Breel Embolo mit drei Treffern, wobei er dafür nur vier Einsätze benötigte.
39 – Englische Tore
England war mit 39 Toren (15 davon gegen San Marino) das treffsicherste Team vor Deutschland (36) und den Niederlanden (33). Damit erzielte der EM-Finalist im Schnitt 3,9 Tore pro Spiel. Die Schweiz schoss in ihren acht Partien 15 Tore. Wobei der Vergleich hinkt. Die Mannschaft von Murat Yakin spielte im Gegensatz zum treffsichersten Trio in einer Fünfergruppe ohne einen deutlich inferioren Gegner.
69 – Schweizer Corner
Die Schweiz ist in einem statistischen Bereich führend. Mit einem Schnitt von fast neun Eckbällen pro Spiel und insgesamt 69 während der Kampagne ist sie diesbezüglich mit einem beachtlichen Vorsprung vor den Niederlanden (7,6 Corner pro Spiel) die Nummer 1. Aus den vielen Eckbällen resultierten zwei Treffer, jene von Breel Embolo beim 4:0 in Litauen.
72 – Büchels Paraden
Liechtensteins Goalie Benjamin Büchel musste in den neun Spielen, die er bestritt, 30 Tore hinnehmen. Es hätte aber ohne ihren Keeper für die Mannschaft aus dem Ländle schlimmer sein können. Der 32-Jährige vom FC Vaduz hat gemäss den Statistikern der UEFA mehr Paraden gezeigt als die gesamte Konkurrenz (72). Zum Vergleich: Yann Sommer parierte in der WM-Qualifikation 14 Schüsse.
3 – Die letzten Tickets
Während die Schweizer entspannt die Auslosung der WM-Gruppen am 1. April abwarten können, geht es für die zwölf Playoff-Teilnehmer im März nochmals um alles. Sie müssen zwei Spiele gewinnen (am 24/25. und am 28./29. März), um sich eines der letzten drei europäischen Tickets zu sichern. Darüber, wie beschwerlich der Weg wird, gibt die Auslosung am Freitag in einer Woche in Zürich (17.00 Uhr) einen ersten Hinweis.
Die Mannschaften werden in drei Vierer-Pools eingeteilt, aus denen im K.o.-Verfahren mit nur einem Spiel pro Duell ein WM-Teilnehmer ermittelt wird. Die erste Partie bestreitet die gesetzte Mannschaft (die einer ungesetzten zugelost wird) daheim, für das zweite Duell wird das Heimrecht ausgelost. Europameister Italien und dessen Vorgänger Portugal könnten sich als gesetzte Teams erst im «Final» gegenüberstehen.
Die Playoff-Teilnehmer. Gesetzt: Portugal, Schottland, Italien, Russland, Schweden, Wales. – Ungesetzt: Türkei, Polen, Nordmazedonien, Ukraine, Österreich (aus der Nations League), Tschechien (aus der Nations League).