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Katholische Kirchgemeinde
Domat Ems - Felsberg
Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
(Mt 7,7)
Auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung gehörte Domat/Ems sicherlich zu den primären Pfarreien der Gegend, auch wenn der erste Seelsorger des Ortes, "Hermano viceplebanus", erst 1281 erwähnt wird. Die Katholische Kirchgemeinde Domat/Ems Felsberg umfasst die römisch-katholischen Einwohnerinnen und Einwohner auf dem Gebiet Domat/Ems und Felsberg.
Als erste Pfarrkirche diente St. Peter, die wohl zu Beginn des 9. Jh. am Fuss der Tuma Casté errichtet wurde. Ihre Nachfolge trat die grössere Anlage St. Johannes Baptista an, die sich auf der Tuma Turera erhebt und urkundlich nachweisbar seit 1457 die Aufgaben der Pfarrkirche übernommen hatte. Seit 1491 war die Pfarrei dem Kloster Disentis inkorporiert, sie wurde von Mönchen dieses Klosters seelsorgerisch betreut. Im Zuge der Reformation, die die Entwicklung demokratischer Freiheiten begünstigte, gelang es der Gemeinde nach langen Verhandlungen 1621/24 alle Pfarrechte vom Kloster zu übernehmen, besonders die Wahl des Priesters und die Befreiung von Zinszahlungen. Obwohl sich die Gemeinde für die Beibehaltung des alten Glaubens aussprach, verarmte für einige Jahre das kirchliche Leben – wohl als Auswirkung der "Bündner Wirren". Neue Impulse erbrachte auch hier die Kapuziner-Mission, die im Zuge der Gegenreformation ab 1626 in Ems einsetzte und sich neben der Stiftung neuer Messgeräte im Wiederaufbau und der Neuweihe der Magdalenenkapelle niederschlug. Auch die Gründung der Rosenkranzbruderschaft Mitte des 17. Jh. zählt zu dieser Neubelebung kirchlichen Lebens, die letztendlich der Neubau der dritten Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis 1730-39 deutlich zum Ausdruck brachte.
In der weiten Ebene des Rheintales, dem alten "Rhäzünser Boden", erstreckt sich die Gemeinde Domat/Ems-Felsberg, einem leicht erhöhten Plateau, unweit des Zusammenflusses von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau. Eine geologische Besonderheit bestimmt die topografische Situation der Ortschaft: Bergsturzmaterial des Calanda-Massivs, das die Flussebene nach Norden begrenzt, wurde in vorgeschichtlicher Zeit durch die Erosion des Rheins zu "Breccienbuckeln" geformt. Vier dieser kegelförmigen Erhebungen begrenzen den alten Ortskern, wobei die Tuma Casté und die Tuma Turera schon früh als Standort für Verteidigungsbauten genutzt wurden. Schon die Menschen der Bronzezeit wussten diese natürlichen Gegebenheiten zu schätzen, wie Siedlungsspuren am Nordfuss der Tuma Casté bezeugen.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als "Amede" erfolgte kurz nach 765, als der Churer Bischof Tello aus dem Geschlecht der Victoriaden sein väterliches Erbe einschliesslich eines Hofes in Ems dem Kloster Disentis vermachte. Den ersten Kirchenbau im Ort, eine "capella in Amates", verzeichnete das karolingische Urbar des Klosters Pfäfers von 831. Erst in der 2. Hälfte des 14. Jh. gelang es den Herren von Rhäzüns, hier eine geschlossene Territorialherrschaft zu errichten. Als Folge des Wiener Kongresses erfolgte 1815 die Eingliederung in den Kanton Graubünden, welcher seinerseits 1851 in die schweizerische Eidgenossenschaft integriert wurde. In der neuen Kreiseinteilung zählt Ems nun zusammen mit Rhäzüns und Bonaduz zum Kreis Rhäzüns.
Die Urkunde, in der Felsberg erstmals erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 831. Villa Fagonio war die lateinische Bezeichnung in frühester Zeit und dürfte auf den Buchenwald (fagus = Buche), der einst den Kirchenhügel umgab, zurückzuführen sein. Die urkundlichen Namen waren später Veltsperch (1291), Veltsperg und schliesslich Felsberg.
Die Felsberger Kirche wurde erstmals 1305 erwähnt. Sie ging durch kaiserliche Schenkung an das Kloster Reichenau und kam später durch einen Tausch zum Kloster Churwalden. Um 1505 wurde sie neu gebaut. 1909 erfolgte aus Kostengründen die Trennung zwischen Kirche und Gemeinde. 1911 fand eine Renovation statt. Mit der Renovation und dem Einbau der Orgel 1950/51 erfuhr die Kirche ihre grössten Veränderungen. Felsberg schloss sich 1535 der Reformation an.
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