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Im Hochland Boliviens können ganz wunderbare ausbalancierte, mit einer schönen Süsse ausgestattete Kaffees erzeugt werden. Der Bio Arabica mit Max Havelaar Zertifikat aus Bolivien, den Turm & Bogen Kaffee verwendet, wächst in der für seine Kaffees berühmten Provinz Caranavi. «Yungas» wird die Region am Ostrand der Anden genannt, die man von der bolivianischen Hauptstadt La Paz nur über vier- bis fünftausend Meter hohe Pässe erreichen kann und deren Klima schon die tropische Amazonasregion erahnen lässt.
Der weltweit grösste Kaffeeproduzent, sowohl qualitativ wie quantitativ, ist Brasilien. Hier wird in grossen Mengen Arabica-Kaffee produziert, der maschinell geerntet wird. Ganz im Gegensatz dazu stehen die Santos- und Yellow Bourbon-Bohnen. Santos-Bohnen werden handgepflückt und trocken oder halb trocken («Semi Washed») aufbereitet. Der Santos ist beliebt wegen seines typischen mittelstarken runden Körpers und des leicht süsslichen Tones.
Die Kaffees Costa Ricas zählen zu den besten der Welt. Die Plantagen liegen in einer Höhe von 700 bis 1.600 Metern. Die wichtigsten Anbauregionen liegen in der Landesmitte. Um die Hauptstadt San José versammeln sich Tarrazú, Heredia, Tres Ríos, Volcán Poás. Angebaut werden hier die Arabica-Varietäten Caturra und Catuai. Diese werden ausschliesslich nass aufbereitet («washed»).
Im Hochland Ecuadors können ganz wunderbar ausbalancierte, mit einer schönen Süsse ausgestattete Kaffees erzeugt werden. Dabei erfreut sich der Vilacabamba-Kaffee besonders grosser Bekanntheit, er stammt aus dem Süden des Landes. Auf 1’500 Metern über dem Meer verlesen Kleinbauern die Kaffeekirschen von Hand, nachdem sie diese in den Bergflüssen der Region gewaschen, vom Fruchtfleisch entfernt und anschliessend in der Sonne getrocknet haben.
Bedingt durch das Klima finden sich die Kaffeeplantagen in El Salvador schon seit Beginn der Pflanzung an den meerseitig gelegenen Berghängen. Diese nutzten die Einwohner seit Mitte des 18. Jahrhunderts, auch wenn in den ersten Jahren der Kaffeeanbau ausschließlich für die eigene Verwendung geschah.
In El Salvador werden ausschließlich Arabica-Pflanzen angebaut. Die daraus entstehenden Kaffeeproduktionen haben sich über lange Zeit als beständig und verlässlich von hoher Qualität gezeigt und werden diesem Ruf immer wieder neu gerecht. Die Bohnen ergeben einen wundervoll mild-aromatischen Kaffee, der einen leichten Körper mit einer feinen Säure besitzt.
Darüber hinaus verwöhnt Kaffee aus El Salvador den Gaumen mit einem frischen intensiven Nachgeschmack, der eine Ausgeglichenheit von Süße und Säure sowie eine raffinierte hauchzarte Note von Schokolade mit sich bringt.
In den Hochregionen dieses klassischen Erzeugerlandes werden einige der besten Kaffees der Welt produziert. Im Hochland von Antigua, Cobán, Atitlan, San Marco und Huehuetenango werden vorwiegend Typica- und Bourbon-Arabicas auf vulkanischen Böden angebaut, die durchwegs im Schatten wachsen. Amacafé, die staatliche Kaffeeaufsicht, vergibt als höchstes Prädikat “SHB” (“Strictly Hard Beans”), welches dann vor dem Namen des jeweiligen Anbaugebietes steht.
Durch den verheerenden Hurrikan “Mitch” ist 1998 ein grosser Teil des angebauten Kaffees vernichtet worden. Der neue Kaffeeanbau entwickelt sich nur langsam. In Honduras herrscht feucht-warmes karibisches Klima. In diesem Optimalklima unweit der Hauptstadt Tegucigalpa gedeihen Kaffeepflanzen unter idealen Bedingungen. Die Bohnen aus der Marcala-Region im Grenzgebiet zu El Salvador haben den besten Ruf. SHG ist auch hier die höchste Qualitätsstufe. Ein guter Honduras-Kaffee hat einen kräftigen Körper und einen etwas süsslichen und opulenten Geschmack.
Schon seit dem 16. Jahrhundert wird in Indien Kaffee angebaut. Die ersten Kaffeepflanzen wurden damals aus dem Jemen importiert. Die wichtigsten Anbaugebiete sind Baba Budan, Mysore, Nilgiris und Shevaroys. Die höchste Qualitätsstufe ist Arabica Plantation A. Das säurearme Aromenbild scheint von den bekannten indischen Gewürzen geprägt: Nelken, Muskat, Pfeffer und Kardamon.
Einige der zahllosen Inseln von Indonesien haben eine sehr lange Tradition im Kaffeeanbau. Java war die erste Insel, auf der die Holländer als Kolonialherren Kaffee anbauten. Durch Pflanzenrost wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts fast die gesamte Kaffeewirtschaft der Insel vernichtet. Die meisten Anbauflächen wurden dann mit pilzresistenten Robusta neu bepflanzt. Mittlerweile fasst auch der Arabica wieder Fuss auf Java. Die Kaffees sind kräftig, eher säurearm und werden teilweise extra ein bis zwei Jahre gelagert.
Kolumbien war lange Zeit das zweitwichtigste Importland, wurde aber mittlerweile durch Vietnam verdrängt. Die kolumbianische Kaffeeproduktion ist qualitativ sehr hochstehend: Die Federation Nacional de Cafeteros de Colombia (“Fedecafé”) definiert die beste Bohnenqualität als Supremo, die etwas niedrigere als Excelso.
Die erste und einzige Kaffeeplantage des Landes liegt nordwestlich von Kathmandu. Dort, am Fusse der höchsten Berge, rund 450 Meter über dem Meeresspiegel, sind die Voraussetzungen für den Anbau bestens. Bewässert wird die Plantage direkt aus dem Himalaya, mit dem Schmelzwasser des Mount Ganesh Himal. Das einmalige Klima und Terrain lassen einen Kaffee von höchster Qualität und einzigartigem Geschmack heranreifen: füllig im Aroma, dazu eine feine Würze, leichte Nuss-Töne und eine elegante Säure. Der aussergewöhnliche Kaffeegeschmack bleibt erfreulich lange am Gaumen.
In Nicaragua hat jahrelang der Bürgerkrieg gewütet und Hurrikan “Mitch” vernichtete 1998 einen grossen Teil des angebauten Kaffees. Die Kaffeewirtschaft wurde um Jahre zurückgeworfen. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Jinotega, Segovia, Matagalpa. Die meisten Plantagen legen besonderen Wert auf die Beschattung der Kaffeepflanzen. Die höchste Qualitätsstufe ist hier “SHG” (“Strictly High Grown”).
Die Hochland-Arabicas aus Panama zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute Fülle und ein feinmildes Aroma aus. Da dieser Kaffee sehr säurearm ist, ist er auch besonders magenfreundlich. Er eignet sich damit sehr gut für Kaffee-Genießer, die auch mal die eine oder andere Tasse mehr trinken. Kaffee aus Panama ist von zarter, süsslicher Struktur mit einer lebendigen, erfrischenden Säure sowie floralen bis fruchtigen Aromen. Sein nicht zu schwerer Körper macht ihn zu einem leicht bekömmlichen Vergnügen für wahre Kenner.
Peru ist ein kleines Erzeugerland. Die Kaffeebauern sind meist in Kooperationen organisiert, die in der Regel Bio-Kaffee produzieren. Die instabile politische Situation und eine hohe Inflationsrate erschweren allerdings einen strukturierten Aufbau der Kaffeeproduktion. Noch immer stehen 98% aller Kaffeebäume in teilweise kaum zugänglichen Waldgebieten. Dort können die Bäume zwar abgeerntet, nicht aber mit dem Ziel einer Ertragssteigerung kultiviert werden.
Die Qualität peruanischer Kaffees ist vergleichbar mit denen aus zentralamerikanischen Ländern, wie dem nördlichen Nachbarn Ecuador. Die besten Sorten kommen aus Chancahamayo, Cuzco, Ayacucho und Urubamba. Der höchste Qualitätsgrad heisst “AAA”. Die guten Kaffees können rund und von üppiger Süsse sein.
Vor gut hundert Jahren produzierten die Einwohner Puerto Ricos noch so viel Kaffee, dass der kleine Staat den sechsten Platz der kaffeeproduzierenden Länder weltweit einnahm. Das hat sich zwar heute geändert, doch besonders hochwertige und vor allem teure Kaffees werden auch heute noch angebaut. So z.B. der Yauco Selecto, der bis zur Verschiffung in den Hülsen verbleibt, um nicht an Frische zu verlieren.
Generell besitzt der tansanische Kaffee weniger Säure und ein leichteres Aroma als der afrikanische Durchschnitt und insbesondere als der kenianische Nachbarkaffee. Dennoch überzeugt der süsslich-fruchtige Geschmack mit einer konsistenten grazilen Fülle. Berühmt ist Kaffee aus Tansania zudem für seinen überzeugenden Duft, der würzig und kräftig direkt in die Nase zieht.
Eine zusätzliche Besonderheit der Kaffeeproduktion ist der relativ große Anteil an Perlbohnen, der in Tansania erzeugt wird. Diese gelten als geschmacksintensiver als die normalen Bohnen, da Perlbohnen Einzelbohnen in einer Kirschblüte sind, in der sich das Wachstum konzentriert. (Normale Kirschblüten tragen stets zwei Bohnenhälften.)
Der ugandische Kaffee ist im Vergleich zu seinen afrikanischen Nachbarländern stärker und intensiver, bietet Kaffeefreunden jedoch natürlich die für afrikanische Kaffees typische frische Fruchtnote. Insbesondere für den ugandischen Robusta-Kaffee ist zudem zu vermerken, dass er einen sehr würzigen Geschmack und ein volles Aroma mit einer nur leichten Säure verbindet. Damit erhält man einen geschmacklich ausgeprägten Kaffee mit einer hohen Bekömmlichkeit.
Zusätzlich vereinfachen die ugandischen Außenbedingungen, das Klima, eine grosse Niederschlagsmenge und eine relativ geringe Anzahl von Schädlingen eine möglichst natürliche Kaffeeproduktion.
Die Welt in unseren Bohnen.
Ob Kenner oder Geniesser, ob Arabica oder Robusta. Sie finden in unseren Spitzenmischungen und sortenreinen Kaffees bestimmt etwas passendes.
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