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Der Labrador Retriever
Der Labrador Retriever ist vor allem ein Arbeitshund. Dieser temperamentvolle Retriever besitzt die Eigenschaften, auch unter schwierigen Bedingungen erlegtes oder krank geschossenes Wild aufzufinden und zu apportieren. Er ist somit vorwiegend für die jagdliche Arbeit "nach dem Schuss" gezüchtet worden, wobei seine besonderen Stärken in der ihm eigenen Wasserfreude, seiner Kooperationsbereitschaft und dem Wunsch, seinem Führer zu gefallen, liegen. Seine Leichtführigkeit, die ausgezeichnete Nase und das freundliche, belastbare Wesen machen den Labrador Retriever ebenfalls geeignet für eine Vielzahl anderer Aufgaben. So zeigt er immer wieder hervorragende Leistungen als Blindenführhund, Rettungshund und nicht zuletzt als Spürhund bei der Polizei und Zoll.
Viele Labrador Retriever werden heute als reine Familienhunde gehalten. Ihre Menschenfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit erklären ihre Beliebtheit auf diesem Gebiet. Jeder, der einen Labrador Retriever als Begleit- und Familienhund hält, wird jedoch blad merken, wie viel reaktionsstärker und ausgeglichener sein Hund wird, wenn er durch Arbeit und Trainings gefordert wird.
Der typische Labrador ist ein mittelgrosser kompakter, muskulöser Hund. Sein Schädel sollte eine deutlichen Stopp zeigen, die mittelgrossen Augen braun oder haselnussfarben sein. Starker Hals, breiter, tiefer Brustkorb und gerader Rücken mit kurzer Lendenpartie sowie die sogenannte "Otterrute" gehören zu den weiteren Kennzeichen. Das stockhaarige Fell mit dichter, wetterbeständiger Unterwolle hat die Farben schwarz, gelb und tiefbraun.
Die ideale Schulterhöhe beträgt für Rüden ca. 56-57 cm , für Hündinnen ca. 54-56 cm.
Der immer mehr beliebte "Field-Trial- Labrador " zeigt, dass er vornehmlich für die Arbeit gezüchtet wird, ein etwas anderes Erscheinungsbild. Dieser Labradortyp ist leichter geblaut, besitzt einen schmaleren Kopf mit meist langem Fang und wenig Stop. Er hat weniger Brusttiefe und ist häufig im Rücken länger.
Das Wesen
Der Labrador ist ein aktiver und arbeitsfreudiger Hund. Er liebt Menschen. untypisch und laut Standard unerwünschte Eigenschaften sind Wach- und Schutztrieb sowie Schärfe. Wer einen scharfen, wachsamen Hund sucht, wäre von typischen Labrador enttäuscht.
Der Labrador möchte seinem Besitzer gefallen, Die Engländer nennen diese Eigenschaft "will to please". Diese, auch im Rassestandard geforderte Eigenschaft zeichnet vor allem die "Field-Trial-Labradors" aus.
Ausbildung
Seine vielgepriesene Leichtführigkeit bedeutet nicht, dass er sich von selber erzieht. Die Tatsache, dass der Labrador zu einem grossen kräftigen Hund heranwächst, sollte man von Anfang an Rechnung tragen. Er ist psychisch belastbar, benötigt eine klare Ausbildung.
Geschichte der Rasse
Die Vorfahren unseres heutigen Labradors hatten ihren Ursprung nicht - wie vom Namen her vermutet werden könnte - auf der gleichnamigen Halbinsel Kanadas, sondern in Neufundland. Es wird angenommen, dass der St. John's Hund sein Urahn ist. Die ersten wirklich gezielten Zuchtversuche mit Nachkommen dieser St. John's Hunde fanden in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in England und Schottland statt. Um 1899 soll in einem schwarzen Wurf erstmals ein gelber Welpe geworfen worden sein. Gelbe Welpen galten zunächst als untypisch.
Zuchtziele - Gesundheit
Zuchtziel ist ein gesunder, wesenssicherer, leistungsfähiger Hund, der dem FCI-Standard entspricht. Erbliche Defekte und Krankheiten werden daher erfasst und systematisch bekämpft. Der Labrador ist in der Regel ein gesunder Hund. Wie aber bei den meisten Hunderassen gibt es auch bei ihm Erbkrankheiten.
Man findet erbliche Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Osteochondrosis(OCD). Auch erbliche Augenkrankheiten wie die Progressive Retina Atrophie (PRA) oder der Hereditäre Catarakt (HC) können vorkommen.
Das Zuchtziel "retrievertypisches Wesen versuchen die Züchter dadurch zu erreichen, dass sie ihren Nachwuchs (ab dem 13. Monat oder wenn der Hund geschlechtsreif ist ) an einem Wesenstest teilnehmen lassen. Für Zuchttiere ist die Teilnahme verbindlich.
Verwendung
Der Labrador ist von Haus aus ein Jagdhund. in England wird er vorwiegend für Arbeiten nach dem Schuss. v.a. auf Flugwild, eingesetzt. der
Als Jagdhund zeichnen den Labrador vor allem seine enorme Wasserfreudigkeit, seine Führigkeit, seine gute Nase, seine Ausdauer und sein ausgeprägter Apportiertrieb aus.
Obwohl als "Gebrauchshund "gezüchtet, führt heute ein grosser Teil der Labradore das Leben eines reinen Familienhundes. Tatsächlich besitzt er viele Eigenschaften, die ihn hierfür prädestinieren. Trotzdem sollten Labradorbesitzer niemals vergessen, dass ihr Hund für ein aktives Leben voller Aufgaben gezüchtet worden ist.
(Quelle DRC)