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Der Umfang der Anwendungsmöglichkeiten von rTMS ist sehr gross. Dies ist bedingt durch das Prinzip der Wirkungsweise und der Organisation unseres Nervensystems. Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) kann eine Funktion von dem Moment an haben, bei welchem Wellen zwischen kortikalen Komponenten vermitteln. Dies kann oftmals eintreffen.
Bis heute wurde seriöse Forschung zu folgenden Themen durchgeführt:
Akustische Halluzinationen bei Schizophrenie
Durch Aktivierung von Hirnregionen in der Sprachwahrnehmung, primären auditiven Zonen und Bereichen, in denen die Sprachassoziation stattfindet. Wenn akustische Halluzinationen vorliegen, verringert sich die Erregbarkeit des tempoparietalen Kortex (CXTP) durch niederfrequente rTMS. Die Nutzbarkeit dieses Effekts erscheint daher für die therapeutische Forschung interessant und ist zukunftsweisend für die Behandlung von resistenten akustischen Halluzinationen. (Level C*)
Negative Symptome in der Schiziphrenie
Auf einer hohen Stimulationsfrequenz des linken präfrontalen Kortex (DLPFC). (Level B*)
Migräne
Migräne ist eine häufige Erkrankung, die eine erhebliche Behinderung darstellen kann und damit eine reduzierte Lebensqualität mit sich bringen kann.Akute Migräneanfälle mit oder ohne Aura können durch transkranielle Magnetstimulation während eines Anfalls oder zwischen den Anfällen zur vorbeugenden Behandlung angewendet werden.
Die vermuteten Ursachen der Migräne mit Aura ist eine langsame Depolarisation der Hirnrinde, deren Ursprung meist in der Sehrinde liegt.
Migräne ohne Aura könnte ebenfalls von diesem Ansatz profitieren, da ein Prozess der Depolarisation des Kortex scheinbar ebenfalls beteiligt ist.
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie scheinen diesen Mechanismus zu bestätigen: mit einem innovativen Protokoll der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation war ein deutsches Team in der Lage die Anzahl der Migräneanfälle pro Jahr für 10 Patienten zu senken.
Konventionelle Stimulationsprotokolle, welche in früheren Studien verwendet wurden, zeigten keine Wirksamkeit der rTMS in der Behandlung von Migräne. Dieser neue Ansatz ist vielversprechend und fordert mehr Forschung über die optimalen Stimulationsparameter für eine optimale Behandlung.
Parkinson
Wahrscheinliche antiparkinsonsche Wirkung bei der Anwendung von rTMS (Level C*) mit hoher Frequenz im Bereich des primären motorischen Areals (M1).
Fibromyalgie
Bei der Fibromyalgie hat rTMS eine analgetische Wirkung auf die linken präfrontalen motorischen Nervenbahnen, angewendet mit Hochfrequenz. Studien an über hundert Patienten haben eine Verbesserung der Schmerzen und der Lebensqualität berichtet. Dieser positive Effekt bewegte sich um 30%.
Epilepsie
Antiepileptische Wirkung durch niederfrequente rTMS des epilepsieauslösenden Bereichs. (Level C*).
Tinnitus
Mögliche positive Wirkungen können durch niederfrequente rtMS des contralateralen auditiven Kortex oder des tempoparietalen Kortex erreicht werden (Level C*). Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigte, dass die gleichzeitige Stimulation von drei kortikalen Bereichen innerhalb einer Sitzung zu den besten Ergebnissen führte.
Angstörungen
Mögliche Wirkungen von hochfrequenter rTMS auf den rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex gegen posttraumatische Angstzustände (Level C*).
Sucht und Verlangen
Mögliche Wirkung durch hochfrequente rTMS des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex gegen das Verlangen und den Konsum von Zigaretten. Eine Studie im Jahr 2016 zeigte vielversprechende Resultate in der Suchtbekämpfung von Kokain. Diese Behandlung wird zunehmend in der Schweiz empfohlen. Webseite eines italienischen Spezialisten in diesem Behandlungsbereich: www.disintossicazione.it
Eine weitere Studie im Jahr 2017 belegt positive Resultate gegen Methamphetaminabhängigkeiten. Ebenso zeigen sich in einer weiteren Studie aus dem Jahr 2017 positive Auswirkungen gegen Spielsucht.
Atemrehabilitation
Es gibt viele Forschungsteams über die ganze Welt verstreut, die sich mit transkranieller Magnetstimulation befassen. Dementsprechend hoch sind die Anzahl und Vielfalt der Ergebnisse. Diese Liste ist nicht erschöpfend, und daher wurden nicht alle Untersuchungen zitiert. Bitte beachten Sie, dass derzeit nur für die Verwendung von rTMS in der Behandlung von Depressionen eine europäische Zertifizierung verfügt. Die „off-label“ Verwendung von rTMS in anderen Bereichen liegt in der Verantwortung des Arztes, der sie anbietet.
*Die Qualität der Beweise in dieser Seite wird nach der Klassifizierung der AAN (American Association of Neurology) aufgeführt. Die Klassifizierung geht auf das Jahr 2014 zurück. Eine Vielzahl zuvor erhobener Studien wurden nicht aufgeführt.
- Die Qualität der Studien des Levels A belegt einen sicheren Effekt (oder Abwesenheit) bewiesen von mindestens zwei wissenschaftlichen Studien der Klasse I an wissenschaftlichen Studien (randomisierte, placebo-kontrollierte Bedingungen und objektive Bewertungskriterien).
- Die Qualität und der Effekt der Studien des Levels B zeigt eine wahrscheinliche Wirkung. Sie erfordert mindestens eine Klasse-I-Studie oder zwei konsistente Klasse-II-Studien (randomisierte, placebo-kontrollierte Bedingungen und objektive Bewertungskriterien, die jedoch nicht alle Anforderungen für die Klasse I erfüllen).
- Ein Level der Beweise C beweist eine mögliche Wirkung. Sie erfordert mindestens eine Klasse-II-Studie oder zwei konsistente Klasse-III-Studien (jede andere Art der kontrollierten Studie, in der die Ergebnisse unabhängig zertifiziert sind).
Viele Anwendungsbereiche von rTMS verfügen über kein Klassifzierungslevel. In diesen Bereichen positive Effekte vor, jedoch gibt es noch zu wenig wissenschaftliche Studien zur Bestätigung der Evidenz.