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Mit dem Beginn der dritten Erhebungswelle im September 2023 hat die PERCIVAL-Befragung die Halbzeitmarke erreicht. Auf dieser Seite können Sie einen Einblick in den bisherigen Verlauf der Befragung erhalten und sich über bereits vorliegende Ergebnisse informieren.
Die Qualität psychologischer Studien hängt stark von der Rücklaufquote ab: Nur wenn eine ausreichend hohe Teilnehmendenzahl über den gesamten Befragungszeitraum hinweg gewährleistet werden kann, können auch fundierte Schlussfolgerungen gezogen werden.
In der PERCIVAL-Befragung sollen am Ende der fünften Befragungswelle noch mindestens 1’000 Teilnehmende in der Stichprobe enthalten sein. In der nachfolgenden Abbildung zeigt die durchgezogene Linie den Verlauf der Rücklaufquote über die erste und zweite Erhebungswelle. Die gestrichelte Linie zeigt die minimal benötigte Teilnehmendenzahl. Erfreulicherweise lag die Rücklaufquote bisher oberhalb dieses Minimums. Allerdings sind wir auch weiterhin auf die regelmässige Mitarbeit aller Teilnehmenden angewiesen, um die hohe Qualität der Daten beizubehalten.
Neben der Rücklaufquote ist auch die Repräsentativität der Stichprobe ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für psychologische Studien. Nur wenn die gezogene Stichprobe Merkmale wie Altersstruktur, Geschlechterverhältnis und kulturellen Hintergrund in ähnlicher prozentualer Verteilung aufweist wie die Gesamtbevölkerung, können die Ergebnisse der Studie auf die gesamte Schweizer Bevölkerung verallgemeinert werden.
Die folgende Abbildung zeigt die Rücklaufquote in der zweiten Erhebungswelle, aufgeschlüsselt nach den 26 Schweizer Kantonen. Erfreulicherweise entspricht die Verteilung in etwa dem Schweizer Zensus. Dennoch sind wir auch hier weiterhin darauf angewiesen, dass insbesondere Personen aus kleineren Kantonen, wie dem Appenzell, ebenso wie ältere Personen und Menschen mit Migrationshintergrund, weiterhin an der Befragung teilnehmen. Jede Beteiligung ist wichtig.
Ein weiteres Hauptziel der PERCIVAL-Befragung ist die Untersuchung des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Schweiz, wie zum Beispiel ehrenamtlicher Tätigkeiten, gemeinnütziger Spenden sowie der Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen. Die nachstehende Abbildung zeigt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer in den sechs Monaten zwischen den beiden ersten Wellen ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt und wohltätige Spenden getätigt haben. Die Abbildung zeigt ausserdem, in welchen Bereichen ehrenamtliche Arbeit geleistet und was gespendet wurde. Generell lässt sich feststellen, dass mehr Schweizerinnen und Schweizer wohltätige Spenden tätigen als sich ehrenamtlich zu engagieren. Die häufigsten Formen der Spende sind Geldspenden, gefolgt von Lebensmittelspenden. Ehrenamtliche Tätigkeiten werden am häufigsten im Bereich Sport/Freizeit/Hobby ausgeübt, gefolgt vom Sektor Wohlfahrt/Gemeinschaft.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Ergebnisse lediglich kurzfristiges Verhalten in den sechs Monaten zwischen den ersten beiden Wellen widerspiegeln. Erst nach Abschluss der Datenerhebung können langfristigere Aussagen über das zivilgesellschaftliche Engagement der schweizerischen Bevölkerung getroffen werden. Diese Ergebnisse geben ausserdem noch keine Aufschlüsse darüber, welche Persönlichkeitsmerkmale Menschen in sich tragen, die sich auf diese Weise engagieren. Auch die Verknüpfung der Persönlichkeitsdaten mit den Daten zum zivilgesellschaftlichen Engagement kann erst nach Abschluss der gesamten Datenerhebung erfolgen.
Die PERCIVAL-Befragung ist auf einem guten Weg, wobei die kontinuierliche Beteiligung der Teilnehmenden für den Erfolg der Studie entscheidend ist. Erste Ergebnisse bieten Einblicke in die Zusammensetzung der Stichprobe sowie das zivilgesellschaftliche Engagement der Schweizer Bevölkerung. Diese Befunde sollten jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, da belastbare Aussagen erst nach Abschluss der Datenerhebung gemacht werden können. Wir freuen uns auf die bevorstehenden Erhebungswellen und danken allen Teilnehmenden für ihre anhaltende und wertvolle Unterstützung!