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Assoz. Dr. Prof. Minas Dimitriou (links) weiss alles über Olympia. (Universität Salzburg)
„Wir wünschen den Eisgenossen viel Glück an der Olympiade in Sotschi“, mit diesem Slogan wirbt eine Schweizer Firma. Genau genommen nimmt das Eishockey-Nationalteam nicht an der Olympiade in Sotschi teil. Nun könnte man mich für verrückt erklären – oder nicht? Minas Dimitriou, ein griechischer Gelehrter – irgend Jemand in seiner Familie wusste schon immer alles über Olympia – wird in seinen Grundfesten erschüttert, wenn wir von der „Olympiade in Sotschi“ sprechen.
Nach der altgriechischen Mythologie ist eine „Olympiade“ der vierjährige Zeitraum zwischen zwei Austragungen von Olympischen Spielen. Der Begriff Olympiade wird bei uns wie im Beispiel der Schweizer Firma während der „Olympischen Spiele“ häufig falsch verwendet. Korrekt sprechen wir immer von „Olympischen Spielen“ oder von „Olympia.“ Und was ist eigentlich ein Olympionike?
Der Schweizer Skiverband „Swiss Ski“ wirbt für die Unterstützung der „Schweizer Olympioniken in Sotschi 2014.“ Dies wäre nur dann korrekt, wenn jeder unserer Athleten eine Goldmedaille gewonnen hätte. „Nike“ steht in der griechischen Mythologie für Siegesgöttin, daher gelten nur Goldmedaillen-GewinnerInnen als Olympioniken, der Begriff ist also weiblich und so gibt es auch keine „Olympionikin.“ In diesem Sinne möglichst viele Schweizer Olympioniken in Sotschi und bis zur nächsten Olympiade.
Der griechische Gelehrte übrigens, doziert Zeitdiagnostische Aspekte des Sports, die Historische Entwicklung der Olympischen Bewegung und Sport in den Medien an der Universität Salzburg und stammt ursprünglich aus Thessaloniki. Sein Stammclub ist Aris Thessaloniki, welcher sich einst als einziger griechischer Klub in den Eishockey Europa-Cup vorwagte. Die Siegesgöttin stand in den beiden Spielen gegen Lewski Spartak Sofia und Steaua Bukarest aber nicht auf der Seite des griechischen Meisters.