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Pünktlich auf das Grenzlandturnier gab der Sommer nochmals ein zünftiges Lebenszeichen von sich. Sonnenschirme waren ein beliebtes Gut, die Schattenplätze auf der Aegeten begehrt. Am Sonntagnachmittag stiegen die Temperaturen auf über 30 Grad. «Wir als Brasilianerinnen sind uns solche Temperaturen gewohnt», sagte eine Spielerin des Frauen-Turniersiegers Sogipa Porto Alegre und fügte schmunzelnd an: «Aber eher im Dezember und im Januar.» Das Team aus dem südlichsten brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul legte über 10500 Kilometer zurück, um am Turnier dabei sein zu können.
110 Teams aus sechs Nationen suchten in einem friedlichen Wettstreit die Sieger in den verschiedenen Kategorien. In den Juniorenturnieren wurde die hervorragende Nachwuchsarbeit der Rheintaler Vereine Faustball Widnau und SVD Diepoldsau-Schmitter offensichtlich. Widnau holte sich einen Sieg und einen zweiten Platz, drei Turniersiege und ein zweiter Platz gingen an den SVD.
Novo Hamburgo im Schnellzugstempo
In der Elite kamen die Rheintaler Spitzenteams in die zweite Tabellenhälfte. Sie spielten um den neu geschaffenen Wasi-Cup, den dann Neuendorf gewann. Bei den Frauen bestritten Sogipa Porto Alegre und der TSV Dennach, mehrfacher deutscher Meister, den Final der Frauen A. In einem hochstehenden Spiel gewannen die Brasilianerinnen den Titel. Die Diepoldsauerinnen wurden hinter diesen zwei Teams hervorragende Dritte.
Der Final der Elite-Herren zwischen dem Team des 39-jährigen Cyrill Schreiber, Ginástica Novo Hamburgo, und dem österreichischen Meister sowie Champions-Cup-Gewinner Tigers Vöcklabruck war im ersten Satz eine knappe Angelegenheit. Die Brasilianer zogen anfangs davon, nach einem Timeout fanden die Oberösterreicher in die Spur. Beim Stand von 10:9 konnten sie sogar einen Satzball spielen, den Novo Hamburgo aber abwehrte. Die Rot-Weissen glichen aus, gingen in Führung und verwerteten ihren Satzball zum 12:10. Der zweite Satz hingegen war schnell erledigt. Vöcklabruck hatte gegen die Schläge der Brasilianer nichts mehr zu bestellen und verlor 4:11.
Faustos Palmarés ist jetzt komplett
«Dieser Titel hat mir noch gefehlt», sagte ein glücklicher Cyrill Schreiber, den man in der Faustballerfamilie als «Fausto» kennt. Dreimal stand er bislang im Grenzlandturnier im Final. «Endlich hat es geklappt», sagte der 91-fache Schweizer Nationalspieler und fügte an, dass er damit alles gewonnen habe, was es zu gewinnen gibt. Mit diesem Sieg konnte sich Novo Hamburgo zudem auch noch 1000 IFA-World-Tour-Punkte gutschreiben lassen.
Resultate & Ranglisten: www.faustball-widnau.ch/grenzlandturnier/meldungen-2023/