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Schiesssport Allgemein
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sportschiessen - angepasst).
Definition Schiesssport
Schiesssport ist der sportliche Umgang mit Schusswaffen oder Sportbogen (Armbrust, Bogen). Sportliches Schiessen bedeutet Schiessen nach bestimmten Regeln. Die Waffe wird dabei – entgegen ihrem militärischen oder jagdlichen Ursprung – als Sportgerät verwendet, ähnlich wie der Speer beim Speerwurf oder der Degen beim Fechten.
Schiesssport wird oftmals auch als Präzisionssport bezeichnet.
Ziel
Ziel des Sportschiessens ist es, die Mitte einer Schiessscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äusseren Einflüssen), zu treffen. Dies erfordert Training, sowohl körperliches als auch mentales. Oft werden diese Belastungen unterschätzt und Schiessen gelegentlich nicht als Sport anerkannt.
Schweizer Verhältnisse
Aufgrund der allgemeinen Wehrpflicht für Männer in der Schweiz (sowie die freiwillig Militärdienst leistenden Frauen), ist es vorgegeben, dass die Dienstpflichtigen ihre persönliche Waffe (Sturmgewehr oder Ordonnanzpistole) bei sich zu Hause aufbewahren müssen. Unter gewissen Voraussetzungen können diese Waffen nach Ende der aktiven Wehrpflicht sogar in den persönlichen Besitz übergehen.
Vor diesem Hintergrund ist das sportliche Schiessen mit diesen Militärwaffen (Ordonnanzwaffen) in der Schweiz sehr verbreitet. Daneben nehmen an den Wettkämpfen auch Schützen mit reinen Sportwaffen teil, also ohne militärischen oder polizeilichen Ursprung. Sie messen sich mehrheitlich in eigenen Kategorien, Wettkämpfen und Altersgruppen. Männer und Frauen treten jedoch in den Wettkämpfen ohne geschlechtliche Unterschiede gegeneinander an. Es gibt praktisch keine separaten Ranglisten für Frauen und Männer mehr.
Seit der Jahrtausendwende kommen immer mehr elektronische Messverfahren auf den Markt. Infrarot-Lichtschranken ergeben ein feines Netz, das den Durchtritt eines Geschosses mit hoher Auflösung und Genauigkeit bestimmt. Diese Messung ist deutlich präziser, als sich eine herkömmliche Papierscheibe drucken lässt und unabhängig vom Wetter.
Geschichte
Das Sportschiessen hat insbesondere in Europa eine lange Tradition. Das korporierte Schützenwesen geht auf die Bürgerwehren der Städte zurück. In Deutschland und in den angrenzenden Nachbarländern gibt es zum Beispiel bereits seit dem Mittelalter Schützengilden. Davon zeugt unter anderem das berühmteste Bild des niederländischen Malers Rembrandt, Die Nachtwache von (1642), welches die Amsterdamer Bürgerwehr darstellt, eine Schützengilde. Der erste bezeugte Schützenwettbewerb wurde aber bereits 1442 in Zürich abgehalten.
Nach den Befreiungskriegen (1815) setzte ein Aufschwung im Vereinswesen ein, von dem auch der Schiesssport profitierte.
Olympische Disziplin
Das Sportschiessen war bereits 1896 in Athen Bestandteil der olympischen Disziplinen. Einer der Gründe war vermutlich, dass der Begründer der Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin, ein begeisterter Pistolenschütze war. Auf dem Programm standen fünf Wettbewerbe, vorwiegend mit Militärwaffen. Die Schiesswettbewerbe wurden auf dem Schiessstand im Vorort Kallithea ausgetragen. Es wurden zwei Wettbewerbe für Gewehre und drei für Pistolen ausgerichtet.
Erster Wettbewerb war das Militärgewehrschiessen über 200 Meter. Der Sieger, Pantelis Karasevdas war der einzige, der mit allen Schüssen das Ziel traf. Der zweite Wettbewerb, das Militärpistolenschiessen, wurde von zwei US-amerikanischen Brüdern dominiert, John Paine und Sumner Paine. Um die Gastgeber vor einer weiteren Blamage zu bewahren, beschlossen die Brüder, dass nur einer von ihnen im freien Pistolenschiessen antreten würde. Sumner Paine gewann den Wettbewerb und war der erste Verwandte eines Olympiasiegers, der selbst Olympiasieger wurde.
Mit Ausnahme von St. Louis 1904 und Amsterdam 1928, war das sportliche Schiessen immer Bestandteil des olympischen Programms.
Die Frauen nehmen seit Los Angeles 1984 in getrennten Wettbewerben teil, früher konnten sie (ab 1968) in die „Männer-Teams“ integriert werden.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinkaliberschiessen - angepasst).
Definition Kleinkaliberschiessen
Das Kleinkaliberschiessen (KK) ist eine olympische Wettkampfdisziplin und unterscheidet sich nicht stark vom Luftgewehrschiessen, nur ist beim Kleinkaliberschiessen die Schiessscheibe zwischen 25 m und 100 m entfernt und entsprechend grösser. Beim Schiessen mit Kleinkaliberwaffen auf 50 m Entfernung (der Standard-Entfernung) hat der Ringspiegel einen Durchmesser von 15.44 cm und die Zehn ist 10.4 mm gross.
Stellungen
An Wettkämpfen wird grundsätzlich in drei verschiedenen Stellungen geschossen. Der Stellungsaufbau wird für einen Rechts-Schützen erklärt (Gewehr an der rechten Schulter angeschlagen). Der Stellungsaufbau ist auch für Links-Schützen (Gegenteil der angegebenen Seite) möglich.
Knieendanschlag
Das rechte Knie wird auf den Boden gesetzt, unter dem Rist des rechten Fusses wird durch eine „Knieendrolle“ der Fuss angehoben, sodass die abgeflachte Schuhspitze plan auf dem Boden aufliegen kann. Auf dem angewinkelten linken Fuß wird auf dem Knie der linke Ellenbogen aufgesetzt. Hier wird ein Schiessriemen benutzt.
Liegend-Anschlag
Das Gewehr wird durch einen am linken Arm befestigten „Schiessriemen“ gehalten. Der Schütze liegt leicht schräg zum Ziel auf einer Unterlage (wie beim Biathlon). In diesem Anschlag werden die besten Ergebnisse erzielt.
Stehend-Anschlag
Hierbei steht man frei und stützt das Gewehr auf die Hand, den Ellbogen in der Hüfte.