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In der Qualifikation des 60 Schuss-Liegendmatches zeigte Jean-Claude Zihlmann mit hervorragenden 627.7 P. und dem Qualisieg an, dass er bereit ist, den Weltmeister Lochbihler zu fordern. Jan Lochbihler (624.9 P.) und Christian Wismer (622.7 P.) sowie die Veteranen André Devaud (620.5 P.) und Hans Hübscher (620.4 P.) folgten dahinter noch über der 620
Punkte-Marke. Für den letzten finalberechtigten Rang acht waren gute 618.4 P. nötig. Im Mittelfeld war der Wettkampf enorm ausgeglichen. So trennten Rang fünf (618.9 P.) und Rang 22 (615.5 P.) beispielsweise nur etwas mehr als drei Punkte.
Sieben der acht Finalisten standen in den bisherigen sechs Finalaustragungen bereits ein- oder mehrmals unter den letzten acht. Nur für Qualifikationssieger Zihlmann war es eine Première. Für Christian Wismer war es der vierte Final, für Jan Lochbihler, André Devaud und Toni Küchler der dritte und für Emanuele Alberti, Hans Hübscher und Fabio Sciuto die zweite Finalteilnahme. Mit Lochbihler (2016+2021) und Hübscher (2019) waren auch zwei ehemalige Sieger im Final vertreten.
Gleich in der ersten Finalserie (5 Schüsse) überstürzten sich die Ereignisse: Nach einem perfekten Start von Jean-Claude Zihlmann (42.5 P. in vier Schüssen) kam das Stopp-Kommando der Jury bevor er seinen 5. Schuss abgeben konnte. Mit diesem Nuller waren seine Chancen auf einen Podestrang jäh zu Ende. Schade, denn nach seinem Qualisieg und tollem Finalstart wäre er ein heisser Kandidat für ganz nach vorne gewesen. Es war aber zu Beginn nicht Lochbihler, der die Führung übernahm sondern Christian Wismer (52.6) vor Hans Hübscher (52.2). Lochbihler korrigierte seinen Rückstand gleich in der zweiten Serie und übernahm die Führung vor Wismer und Hübscher. Diese Reihenfolge änderte sich bis nach dem 18. von 24 Finalschüssen nicht. In der Zwischenzeit mussten sich Zihlmann (8.), Küchler (7.), Devaud (6.) und Sciuto (5.) aus dem Final verabschieden.
Der erste Verfolger des Podestes, Emanuele Alberti, drehte dann mit vier guten Schüssen in Serie (10.6 10.7 10.7 10.2) im letzten Moment noch auf und konnte sich vor Hans Hübscher schieben. Damit holte er sich den Bronzeplatz. Um den Sieg hielt Christian Wismer mit seinem Balsthaler Vereinskollegen Jan Lochbihler gut mit. Für ganz nach vorne reichte es schlussendlich nicht und so wurde Lochbihler zum dritten Mal Sieger des Luzern Indoor-Cups.
Abgerundet wurde der Finalwettkampf in der Schützenstube mit den bewährten Spaghetti Bolognese sowie guten Gesprächen unter gleichgesinnten Schützinnen und Schützen. Im Anschluss konnten die 30 Finalistinnen und Finalisten ihre Preise in Empfang nehmen. Wiederum durfte dem Siegertrio ein Couvert von 500.-, 300.- sowie 200.- übergeben werden. Jeder Finalist erhielt im Minimum 25 Franken in bar und auch die Ränge 31-40, 50, 60 und 70 wurden noch mit 20 Franken belohnt. Diese Auszahlungen stellen die durchführenden Vereine zur Verfügung. Ein spezieller Dank geht da aber auch an Robert Maurer, der immer einen Sondereffort leistet und zusätzliche Sponsoren generiert. Besten Dank auch an die Betreiber der Luzern-Indoor-Anlage sowie an alle Sponsoren.
Mit dem Luzern Indoor-Final geht die Wettkampfsaison G50m in die Winterpause. Die Organisatoren würden sich freuen, wenn auch im nächsten Jahr wieder ein so grosses Interesse an den sechs Qualifikations-Liegendmatches sowie am Luzern Indoor-Cup bestehen würde. Der Final ist auf den 16. November 2024 terminiert. (Jacques Moullet)