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– Bei einem Herzinfarkt wird die Blutversorgung des Herzmuskels durch eine Verstopfung der Herzkranzgefässe unterbrochen. Die Gründe, wieso es zu einem Infarkt kommen kann, sind mehrheitlich in einer ungesunden Lebensweise zu suchen.
Alarmzeichen für einen Infarkt
Heftiger Druck und klemmende, beengende oder brennende Schmerzen in der Brust, oft verbunden mit Atemnot und Todesangst.
Manchmal Ausstrahlung des Schmerzes in den ganzen Brustkasten, gegen beide Schultern, Arme, den Hals, Unterkiefer oder Oberbauch.
Mögliche Begleitsymptome sind blasse, fahle Gesichtsfarbe, Übelkeit, Schwäche, Schweissausbruch, Atemnot, unregelmässiger Puls.
Der Schmerz ist unabhängig von Körperbewegungen oder der Atmung und verschwindet auch nach Einnahme von Nitroglyzerin nicht.
Achtung: Bei Frauen sind Luftnot, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen nicht selten alleinige Alarmzeichen.
Was ist im Notfall zu tun?
Vier von fünf Herznotfällen ereignen sich ausserhalb eines Krankenhauses. Vor allem in der Nacht oder an Wochenenden zögern Patienten, die Ambulanz zu rufen. In dieser Zeit gehen wertvolle Stunden verloren. Die Betroffenen kommen durchschnittlich erst vier bis sechs Stunden nach Auftreten der ersten Symptome in ärztliche Behandlung. Je schneller professionelle Hilfe geleistet wird, umso grösser sind die Überlebenschancen.
Alarmieren Sie die Ambulanz über die Notrufnummer 144 (oder europäische Notfallnummer 112).
Geben Sie Adresse, Name und Alter des Patienten bekannt.
Lagern Sie den Patienten mit angehobenem Oberkörper auf einem Bett, Sofa oder am Boden.
Legen Sie ihm Kissen und Decken unter Kopf, Nacken und Rücken.
Öffnen Sie enge Kleider, Krawatte oder Büstenhalter.
Beleuchten Sie in der Nacht Wohnung, Treppenhaus und Haustür.
Bitten Sie einen Nachbarn, die Ambulanz einzuweisen, während Sie beim Patienten bleiben und ihn beruhigen.
Setzen Sie sich nicht selbst ans Steuer
Menschen mit einem Herzinfarkt werden immer wieder von Verwandten und Freunden mit dem Privatauto in die nächste Klinik gefahren. Dies sollte man besser nicht tun. Tritt nämlich das lebensbedrohliche Kammerflimmern auf, kann nur ein Defibrillator helfen, welcher in jeder Ambulanz vorhanden ist. Auch geht zu viel Zeit für erste Stabilisierungsmassnahmen des Patienten verloren, die unverzüglich nach Eintreffen der Sanitäterinnen und Sanitäter eingeleitet werden.
Um für Notfallsituationen noch besser gewappnet zu sein, bieten lokale Samaritervereine Kurse zu den Themen Herz-Lungen-Wiederbelebung, Nothilfe und Kurse zur korrekten Handhabung von externen Defibrillatoren an.
Umfrage
- Quellen
«Drogistenstern»
Bundesamt für Statistik, Statistik Schweizerischer Diagnose Index
IMS Health GmbH
Interpharma
Christiane Schittny und Oskar Weiss: «Goldene Regeln für ein gesundes Herz», Schweizerische Herzstiftung
Schweizerische Gesundheitsbefragung 2002