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Auf der Bramegg stand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine mächtig, uralte Tanne. Vom Vater auf den Sohn vererbte sich das Verbot, die Tanne zu fällen, und wenn ringsum alles Holz geschlagen wurde, schonte jeder den Baum. Man wusste, dass in der Tanne ein Geist wohnte und dieser Geist Unheil bringen würde, wenn man ihn seiner Stätte beraubte. Eines Tages war ein Jüngling Meister auf dem Hof; der glaubte nicht mehr an die Warnungen der alten Leute, und so sehr ihn alle mahnten, beschloss er, den Baum zu fällen. Mit Spott und Trotz ging er ans Werk. Der Baum widerstand lang seinen Hieben, dann begann er sich zu neigen, traf den jungen Bauer und zerschlug ihm die Beine. Kein Arzt konnte helfen, und bald starb der Verwegene unter grossen Qualen.