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Buxhovi, Jusuf. Kosova in drei Bänden; Antike, Mittelalter, Osmanisches Reich bis zum internationalen Protektorat, Faik Konica & Jalifat Publishing Verlage, Prishtina/Huston, 2012.
Vor Kurzem erschien in Prishtina ein dreibändiges Geschichtsbuch mit dem Titel «Kosova – Antike, Mittelalter, Osmanisches Reich, von der Londoner Konferenz bis zum internationalen Protektorat», dessen Autor der Journalist, Schriftsteller und Hobbyhistoriker Jusuf Buxhovi ist. Buxhovis Buch wurde sehr schnell populär und von den meisten albanischen Medien pompös gefeiert. Andererseits löste das Buch heftige Reaktionen bei den serbischen Historikern aus.
Buxhovis Buch ist nur ein Teil der polemischen Historiografie, die seit zwanzig Jahren in gesamt Südosteuropa für Unruhen sorgt. Eine Polemik, die als Historiker-Kampf für das beste Autochtonitätsrezept bezeichnet werden kann. Jede «alte» oder «neue» Nation versucht – meistens gefördert durch staatliche Subventionen oder Parteikassen – den besten Beweis für das natürliche Herrschaftsrecht des Ureinwohners zu liefern. Grob gesagt geht es um die Frage; wer war zuerst da?
Innerhalb des albanischen Sprachraums gab es bis jetzt nur einige verstummte Kritiken an seiner «neuen Theorie» über die Ethnogenese des heutigen Albaners. Buxhovi übt scharfe Kritik an die Adresse der albanischsprachigen Universitäten und anderen Bildungsinstitutionen, die, seiner Meinung nach, zum Instrument der slawisch – griechischen Geschichtsschreibung geworden sind, weil sie aus Ignoranz den Antiken Ruhm ungerecht den Griechen überlassen haben.
Mit einer fast narzisstischen Selbstüberzeugung erhebt der kosovarische Journalist Anspruch auf reine, objektive wissenschaftliche Geschichtsschreibung und diffamiert andere Historiker, die andere Theorien als die Seine vertreten, als Albanophoben. Was versteht Buxhovi unter «objektiver und wissenschaftlicher Geschichtsschreibung»?
Methodische- und Quellenprobleme
Strabon (Στράβων) wird zu Strobanis, Paul Kretschmer zu P. Kreschmer, Georg zu Gerog und unendlich so weiter. Die meisten Autorennamen sind entweder falsch geschrieben oder in Verbindung mit Zitaten gebracht, die anderen Autoren zuzuschreiben sind. Ganze Kapitel sind frei von Fußnoten. Andere Kapitel sind fast wörtlich übersetzt und als eigene Texte wiedergegeben. So das Kapitel über den «Panslavismus», das dem Buche «Balkan – Geschichte einer Zivilisation» des amerikanischen Historikers Ferdinand Schewill (1868-1954) fragmentarisch entnommen ist.
Es scheint so als würde der Autor wichtige Quellen, Studien, archäologische Ergebnisse und Sekundärliteratur ausschließen, die in défaveur seiner Thesen sind. Vor allem fehlen in Buxhovis Bibliografie die Forschungsergebnisse der letzten 30 Jahre. Seine spärlichen Quellen sind vorwiegend von Autoren und Forschungsergebnissen der 1880-er und 1920-er Jahre. Trotz seiner Behauptung neue Beweise über die Antike zu liefern (dies ist der Popularitätsgrund seines Buches) sagt er nichts über die laufenden Diskurse betreffend der «homerischen Frage» und die «Troja Debatte», obwohl er seine Hypothesen auf Homer und Troja begründet.
Die albanische Fassung dieses Textes wird ab heute (01.06.2012) in der kososvarischen Tageszeitung KOHA Ditore veröffentlicht.[button link=“http://albanisches-institut.ch/wp-content/uploads/2013/02/Antithesis-Buxhovi.pdf“ color=“#AAAAAA“ size=“3″ style=“1″ dark=“0″ radius=“auto“ target=“self“]ALS PDF HERUNTERLADEN[/button] [button link=“http://albanisches-institut.ch/wp-content/uploads/2013/02/Buxhovi.pdf“ color=“#AAAAAA“ size=“3″ style=“1″ dark=“0″ radius=“auto“ target=“self“]VERSIONI SHQIP[/button]
Albaner waren nicht nur als Partner der „Heiligen Liga“, sondern auch Persönlichkeiten im osmanischen Heer. Von Prof. Dr. Nuri BEXHETI
Bis zur Zeit des zweiten Weltkrieges wurde allgemein angenommen, daß Ulpiana angesichts der Ähnlichkeit der Namen mit dem heutigen modernen Städtchen Lipljan zu identifizieren sei. Falsch?
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