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Das Areal von l’Ancienne Gare in Fribourg liegt an der Schnittstelle zwischen dem Entwicklungsgebiet an der Rue des Arsenaux und dem Stadtzentrum.
Der gemeinsam von der SBB und der Stadt Fribourg entwickelte Bebauungsplan bestimmt die Mantellinie für das neue Hochhaus. Das senkrecht zu den Schienen gesetzte Volumen bildet den Abschluss des Bahnhofvorplatzes und gleichzeitig den Kopf des neuen Quartiers des Arsenaux. Der Bebauungsplans schreibt das Label Minergie-P Eco vor.
Das aus dem Bebauungsplan folgende Grundvolumen wird durch Einschnitte zu einem ikonographischen Körper geformt. Diese Einschnitte beziehen sich zum einen auf die bestehenden Höhen der Stadt und verankern das Hochhaus damit in seinem unmittelbaren Kontext. Zum anderen optimieren sie die Besonnung der Esplanade.
Die Rücksprünge des Projekts folgen der Logik der Nutzungsverteilung. Im Sockelbereich sind grösstmögliche, zusammenhängende Flächen für Dienstleistungen vorgesehen. In den darüber liegenden schlanken Geschossen sind Wohnungen um ein Treppenhaus angeordnet.
Das Hochhaus ist mit einer tragenden Fassade konzipiert. In den Einschnittbereichen werden die Lasten von den Deckenrändern über Stützen und punktuelle Konsolen in die äusseren, rechtwinkligen Fassadenteile übertragen.
Die Verkleidung mit lichtdurchlässigen Glasscheiben verleiht dem Baukörper eine strahlende Plastizität und ermöglicht die unsichtbare Anordnung von Sonnenkollektoren in der Hinterlüftungsebene.
Als Solitär im Stadtzentrum wird das Hochhaus als Wahrzeichen wahrgenommen. Das Projekt verzichtet bewusst auf gestalterische Abstraktion und zeigt sich als Model der Stadtzukunft – repräsentativ, wohnlich, komplex und energieeffizient.
Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Matthias Willems