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Erweiterung Volksschule Bethlehemacker
Die Schulanlage Bethlehemacker besteht aus fünf ähnlichen Pavillons, die zwischen 1952 und 1959 in drei Etappen von den Architekten Oskar und Claire Rufer errichtet wurden. Die Anlage ist, bis auf spätere Erweiterungen, als erhaltenswert eingestuft, der Aussenraum ist von denkmalpflegerischem Interesse. Die durchgrünte Schulanlage nimmt eine wichtige Rolle für das Quartier ein. Der Pausenplatz und die Spielgeräte werden auch ausserhalb der Schulzeiten rege als Treff- und Spielort genutzt, ebenso der Sportplatz beim Wald.
Die vorgeschlagene Erweiterung führt die bestehenden Arealstrukturen weiter und formuliert gleichzeitig einen neuen Auftakt in Form eines Solitärs. Die Fortführung der Schulanlage im Südosten komplettiert mit den bestehenden Schulhäusern die Primarschule, der eigenständige Neubau im Nordosten vereint die Sekundarstufe und bietet öffentliche Einrichtungen im Erdgeschoss an.
Mit den beiden Neubauten wird die bauliche Setzung der Schulanlage geklärt. Die stufenübergreifenden Nutzungen in den Pavillons 107 und 109 schaffen eine verbindende Klammer zwischen der ausschliesslichen Primarschulnutzung der Pavillons und dem Neubau der Sekundarstufe. Öffentliche Einrichtungen im Erdgeschoss der Sekundarstufe werden von den Primarschülern genutzt.
Die Aufteilung der Erweiterung der Schulanlage in zwei Baukörper ermöglicht zudem eine Bau- und Umbauphase ohne Provisorien.
Die Neubauten
Der Solitär für die Sekundarstufe erzeugt ein ausbalancierendes Gegengewicht zur bestehenden Anlage und bildet gleichzeitig einen adressbildenden Auftakt an ihrer nordöstlichen Ecke. Der Neubau ist in respektvollem Abstand zum Bestand gesetzt und über einen überdachten Pausengang mit dem Pavillon 109 verbunden. Mit der Übernahme der südlichen Bauflucht der Turnhalle entsteht zwischen Pavillon mit Pausenhalle, Sekundarschule und Turnhalle ein neuer Pausenhof, der den bestehenden erweitert.
Die Anbindung des Neubaus an die bestehende Schulanlage garantiert einen ganzheitlichen Schulbetrieb. Sein grosszügig dimensionierter Eingangsbereich dient gleichzeitig als überdeckter Aussenraum. Die Kinder beider Schulen verbringen ihre Pausen auf den Pausenplätzen und zirkulieren zwischen den neu geschaffenen Aussenräumen und überdachten Pausenhallen.
Die Primarschule ist in den bestehenden Schulhäusern untergebracht. Die Umbau- und Sanierungsmassnahmen sind minimal, sie beschränken sich auf die Innenräume, ohne Eingriffe in die bauliche Substanz. Der Ergänzungsbau der Primarschule ordnet sich in die bestehende Struktur unter und führt das Bebauungsmuster im Süden fort.
Während der Solitär mit seiner Fassade aus Betonelementen mit einem klaren Konstruktionsraster seine Eigenständigkeit manifestiert, folgt der Neubau der Primarschule als Massivbau mit einem feinen Strukturputz und einem Sockel mit einer Putzbossierung den schützenwerten Vorbildern im Bestand.
Aussenraum
Das vorgeschlagene Konzept respektiert die bestehende Anlage und übernimmt deren Grundprinzip der Gestaltung. Der Aussenraum mit einem hohem denkmalpflegerischen Wert bleibt grösstenteils erhalten, ebenso der alte Baumbestand. Veränderungen am bestehenden Pausenhof erfolgen nur im Bereich des Neubaus der Sekundarstufe: Der bisherige Hauptzugang vom Hagröseliweg auf den Schulhof wird geschlossen und nach Norden verlagert, um den Neubau mit seinem Pausenhof besser mit dem bestehenden Gelände zu verbinden und einen direkten fussläufigen Zugang über das Schulgelände zu ermöglichen. Es entsteht eine zentrale, zusammenhängende Grünfläche mit der bestehenden Brunnenanlage von Walter Linck und dem wertvollen Baumbestand.