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Im Kapitalismus gibt es in der Regel zwei Arten, um an Geld zu kommen. Die einen haben Eigentum, das ihnen ermöglicht, eine Produktion in Gang zu setzen, von der sie leben können. Dies sind die Kapitalisten, welche nur eine kleine Minderheit der Menschen ausmachen. Alle andern müssen ihre Arbeitskraft verkaufen, um an Geld zu kommen. Das sind wir Arbeiter, die das grosse Mehr der Menschen bilden. Bei der Produktion sind die Kapitalisten auf uns Arbeiter angewiesen, weil wir den Wert durch unsere Arbeit herstellen, von welchem die Kapitalisten leben und mit dem sie ihr Kapital vermehren. Die Kapitalisten müssen keine Lohnarbeit verrichten, um an Geld zu kommen. Sie lassen uns für sich arbeiten.
Solange wir in einem System leben, in dem wir nur mit Geld Bedürfnisse befriedigen können, sind wir leider darauf angewiesen, unsere Arbeitskraft zu verkaufen, also ausgebeutet zu werden.
Wer genug Eigentum, bzw. Kapital hat, muss nicht mehr arbeiten, wenn er nicht will. Diese Leute können den ganzen Tag Golf spielen und werden dabei trotzdem immer reicher, weil sie ihr ‹Geld arbeiten lassen›. Das heisst natürlich in der Realität, sie lassen Menschen für sich arbeiten, denen sie weniger zahlen, als sie ihnen einbringen – uns! Wir Lohnarbeiter bekommen zum Dank dafür, dass wir unsere Arbeitgeber reich machen, grade so viel Geld, dass es uns zum Leben und für vier Wochen Ferien pro Jahr reicht. Im Unterschied zum Geld der Kapitalisten vermehrt sich unser Geld jedoch nicht – es ‹arbeitet› nicht und wir müssen immer aufs Neue arbeiten gehen, um es zu verdienen.