Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03268.jsonl.gz/691

Wie passe ich meine Ernährung der Krebserkrankung und den Behandlungen an?
Die Ernährung ist ein Teil der Krebstherapie. Ihr/e Onkologe/in hat Ihnen vielleicht bereits erklärt, dass es wichtig ist, Körpergewicht und Muskelmasse stabil zu halten, um Mangelernährung vorzubeugen.
Mangelernährung ist assoziiert mit einem Rückgang der Therapietoleranz, mit der Verschlechterung des Gesamtzustands und der mentalen Verfassung (Fatigue, Kräfteverlust usw.). Deshalb ist das Ziel, mit einem guten Ernährungsstatus die Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.
Die Krebserkrankung und die Therapie können die Ernährung beeinträchtigen und zu Mangelernährung führen. Im Folgenden haben wir die häufigsten Symptome einer Mangelernährung zusammengestellt und mit Tipps ergänzt, um ihre Auswirkungen zu verringern.
Bei Appetitverlust oder frühzeitiger Sättigung empfehlen wir, die Mahlzeiten über den Tag zu verteilen (Hauptmahlzeiten und 2 bis 3 Zwischenverpflegungen) und auf proteinreiche und stärkehaltige Lebensmittel zu achten. Es ist zudem möglich, das Essen durch fetthaltige Zutaten wie Reibkäse, Schinken usw. anzureichern.
Chemotherapien können – neben anderen Auslösern – Übelkeit und Erbrechen verursachen. Abhilfe bieten zum Beispiel kalte Gerichte mit dezentem Geruch sowie stärkehaltige, trockene Nahrungsmittel (Zwieback, Crackers usw.). Essen Sie, worauf Sie Lust haben, und essen Sie zu dem Zeitpunkt, an dem Sie sich am wohlsten fühlen.
Die Flüssigkeitsaufnahme ist sehr wichtig: Bei Verstopfung reguliert sie den Stuhlgang, bei Durchfall hilft sie, eine Dehydrierung zu verhindern. Lebensmittel mit «stopfender» oder umgekehrt mit «abführender» Wirkung oder mit hohem Anteil an Nahrungsfasern helfen für die Linderung solcher Beschwerden ebenfalls. Bei Verstopfung unterstützt eine regelmässige körperliche Aktivität die Verdauung.
Bei Aphthen oder Schmerzen im Mund gilt es, möglichst jene Lebensmittel zu meiden, die Reizungen hervorrufen können, wie zum Beispiel saures, scharfes Essen, Alkohol und Tabak. Die Temperatur und die Konsistenz der Lebensmittel können sich ebenfalls auf diese Beschwerden auswirken. Wenn sich der Geschmacks- und der Geruchssinn verändern, helfen möglicherweise kalte und geschmacksarme Mahlzeiten. Spüren Sie den Geschmack von Nahrungsmitteln schwächer als gewöhnlich, könnten Gewürze oder Kräuter und die Variation der Konsistenz den fehlenden Geschmack kompensieren.
Wenn Sie weitere Informationen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Ärztin/Arzt oder an eine/n Ernährungsberater/in: Sie erhalten eine persönliche Beratung und können sich über die Möglichkeiten einer Ernährungstherapie informieren.