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2008 wurde in 17 Schweizer Parzellen die Sensitivität von Mycosphaerella graminicola (Septoria-Blattdürre des Weizens) gegenüber Fungiziden untersucht. Die Gene, die für die Target-Proteine der QoI- und DMI-Fungizide kodieren, wurden genetisch charakterisiert. Die Häufigkeit der QoI-resistenten Stämme lag zwischen 1 und 96%. Dies zeigt, dass sich die einheimische Population in einer Übergangsphase befindet. Gegenüber den europäischen Populationen von M. graminicola sind die Stämme aus der Schweiz im Durchschnitt empfindlicher gegenüber DMI-Fungiziden. Aufgrund dieser Daten werden Empfehlungen zum Einsatz dieser zwei Wirkstoffgruppen formuliert, um die Nachhaltigkeit der chemischen Bekämpfung dieser Blattkrankheit des Getreides zu unterstützen.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.