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Es hatte etwas sinnbildliches, als Luca Cunti am letzten Freitag zum besten Spieler gewählt wurde und von den Zürcher Anhängern gefeiert wurde. Während dem TV Interview wurde sein Name lauthals aus der Zürcher Ecke skandiert und der 3. Runden Draft der Tampa Bay Lightnings machte noch einmal einen Umweg zu den Fans und lies sich von Ihnen feiern. Wer genauer hinsah, bemerkte ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht. Nicht immer verlief für den Center alles so reibungslos wie an diesem Abend.
Schneller Aufstieg, eine turbulente Saison und der Absprung nach Übersee
Das Potenzial von Luca Cunti wurde bereits früh bemerkt, bereits im Alter von 16 Jahren debutierte er in der NLB. Nach sieben Partien aber wurde Cunti nach Dübendorf weitergeleitet, wo er in sechs Spielen ein Tor und fünf Assists zu Stande brachte. Es folgte die Saison 06/07 und damit auch die turbulenteste Zeit für den jungen Luca Cunti. Gleich bei drei Clubs in der NLB absolvierte er Partien, aber weder bei GCK, bei der neu gebildeten U-20 Auswahl und auch beim EHC Thurgau reüssierte er nicht. Weiter spielte Cunti auch noch in Weinfelden und Dübendürf in der 3. Liga, damit war Cunti in insgesamt fünf nationalen Clubs aktiv. Eine ruhige Saison, welche für die Weiterentwicklung eines jungen Spielers nötig ist, sieht definitiv anders aus.
Nichtsdestotrotz erhielt Cunti die Chance in Richtung NHL abzuwandern um dort einen Neustart zu versuchen. Tampa Bay draftete Cunti in der 3. Runde und lies den Jungen in der United States Hockey League, der wichtigsten Juniorenliga der USA, auflaufen. In 34 Spielen sammelte Cunti insgesamt 32 Punkte (11 Tore und 21 Assists) und gehörte, betrachtet auf die Punkte pro Spiel, in die Top 20 der Liga. Die nächste Station war Rimouski Océanic in einer Kanadischen Juniorenliga und auch dort deutete Cunti seine Klasse an, den Sprung nach oben gelang ihm aber auch dort nicht.
Zurück in die Schweiz und ein Neustart bei Langnau
Damit brach Cunti das Abenteuer NHL vorerst ab und kehrte in die Schweiz zurück. Nach dem er im Probetraining beim SC Bern nicht überzeugen konnte, bezog Langnau die Dienste des damals 20-jährigen. Cunti spielte 12 Partien für die Emmentaler und war dann bereits wieder verletzt oder überzählig. Glücklich wurde Cunti also auch in Langnau nicht. Es war also quasi ein Neustart des Neustarts nötig und dieser fand wieder beim Team statt, welches ihn soweit gebracht hatte. Zurück bei GCK absolvierte Cunti zum ersten Mal in der Schweiz eine ganze Saison durch bei einem Club. In der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz erzielte er 9 Tore und gab 23 Assists in 49 Partien. Mit dieser Saison kehrte auch Ruhe in Cuntis Hockeykarriere und er war bereit für höhere Aufgaben, denn seine Stocktechnik und seine Übersicht waren eigentlich zu gut für die NLB.
Als Bob Hartley Cunti im Trainingsspiel entdeckte
Die Saison 2011/12 startete für den Stürmer noch einmal in der NLB. Aber lange dauerte sein Engagement bei GCK nicht, denn am 5. August 2011, anlässlich einem freundschaftlichen Testspiel zwischen dem ZSC und GCK, wurde Hartley auf den jungen Stürmer aufmerksam. Es war möglicherweise einer der bedeutungsvollsten Tage für Luca Cunti, denn mit diesem Aufgebot schloss sich ein Kreis für den jungen, talentierten Stürmer.
Schnell wurde allen Beteiligten klar, dass sie mit Luca Cunti nun einen Spieler vor sich haben, welcher aus den diversen negativen Erfahrungen gelernt hat und fähig ist in der obersten Spielklasse Verantwortung zu übernehmen. Seine erste komplette NLA Saison endete dann sogleich im ersten Titel. Cunti spielte dabei auch in den Playoffs eine wichtige Rolle und wurde Ende Saison zum Rookie des Jahres gewählt. Auch nachdem Hartley wieder in die NHL abreiste und Marc Crawford seinen posten übernahm, passte sich Cunti gut ins neue Spielsystem ein. Auch heuer bereitete Cunti bereits wieder 13 Treffer vor und erzielte deren 5 selber. Das letzte war sogar das entscheidende im Spiel gegen Rapperswil-Jona und alleine dies zeigt, wie wichtig Cunti für die Zürcher Mannschaft geworden ist.[box type=“info“]Links zu Luca Cunti