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Die Geschichte der dem heiligen Antonius von Padua geweihten Kirche von Cavergno überschneidet sich mit derjenigen der Emigration. Die Kirche wurde 1682 erbaut, im 18. Jahrhundert mit den beiden Seitenkapellen und 1817 mit der Erweiterung des Chors ergänzt, alles mit Beiträgen der Emigranten. Auch die sterblichen Überreste des Märtyrers Faust inus, die beim Hochaltar ruhen, sind 1760 aus Rom herbeigeschafft worden dank ihrer Bemühungen.
Die der Madonna Addolorata gewidmete Seitenkapelle weist ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert auf, das die Schmerzensmutter zu Füssen des Kreuzes zeigt. Die Petruskapelle ist mit Stukkaturen aus dem 17. Jahrhundert versehen, die Malereien stammen von Antonio Rinaldi aus Tremona und den Brüdern Chiesa (1867). Die Kreuzwegstationen hat Rinaldi gem alt.
Die wertvolle Ausstattung (Paramenten, Kelche, Monstranzen, Tragkreuze, Messbücher) sind ebenfalls weitgehend von Emigranten in Italien, Ungarn und Flandern beigesteuert worden.
Die Fassade wurde 1996 nach einem Entwurf des Grafikers Armando Losa neu bemalt mit Kelch- und Hostiensymbolen.
Das Beinhaus mit Portikus ist mit Fresken aus dem Jahre geschmückt, die Friedhofsäule und der Kirchturm sind aus dem 18. Jahrhundert.