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09.02.2021 – 09.03.2021
Rosa Menkman setzt sich mit dem Ergebnis von Unfällen in digitalen und analogen Medien auseinander. Ihre Arbeit greift gängige visuelle Elemente digitaler Bilder auf, wie Glitches, Verzerrungen und Farbfehler, die in verschiedenen Formaten, darunter Installationen, Videoarbeiten und Online-Projekte, neu gerahmt und inszeniert werden. Die Videoarbeit The Collapse of PAL (2010) verwendet verschiedene Glitches zusammen mit einer Audiospur als erzählerische Mittel, um die Geschichte des mittlerweile veralteten PAL-Signals zu erzählen. Auch in verschiedenen Arbeiten wie DCT:SYPHONING (2015-2017) beschäftigt sich der Künstler mit der Geschichte der Verarbeitung und Archivierung von digitalen Bilddaten. Unter dem Titel Glitch Moment(um) veröffentlichte sie 2011 ein Buch, das sich mit der ästhetischen und kulturellen Relevanz von Glitch Art auseinandersetzt und diese als Genre etabliert.
Während ihrer Art at CERN-Residency untersuchte Menkman unmögliche Bilder, indem sie Wissenschaftler bat, sich 'unmögliche' Bilder von beliebigen Objekten oder Phänomenen vorzustellen, die sie für wichtig halten. Als Ergebnis dieser Untersuchung schuf Menkman eine Low-Poly-Wiedergabe des nicht quantifizierbaren Kleckses möglicher und unmöglicher Bilder, die aufgrund der Beschränkungen der Möglichkeiten unserer Bildverarbeitungstechnologien nur sehr schwer oder gar nicht auflösbar sind. The BLOB of Im/Possible Images enthält einige besondere und kaum wahrnehmbare Bilder, die sie im Rahmen dieser laufenden Forschung gesammelt hat. Einige dieser Bilder hätten sonst vielleicht nie den Weg zu unseren Augen gefunden, sie könnten unmöglich bleiben oder existieren nur in den hypothetischen Winkeln des BLOB, der als ein Archiv der Im/Possible Images fungiert. The BLOB of Im/Possible Images kommt auch mit einem offenen Aufruf für unmögliche Bilder: mit einem Formular, das von innerhalb des BLOBs zugänglich ist, lädt Menkman zu neuen Einsendungen für das Archiv ein.
The BLOB of Im/Possible Images ist vom 09.02.2021 bis 09.02.2021 hier zu sehen: newart.city/show/menkman-blob-of-im-possibilities
Statement von Rosa Menkman:
"Meine Arbeit konzentriert sich auf Rauschartefakte, die durch Unfälle in analogen und digitalen Medien entstehen (wie z.B. Glitch und Encoding- und Feedback-Artefakte). Ich denke, dass die aus diesen Unfällen resultierenden Artefakte einen wichtigen Einblick in die ansonsten undurchsichtige Alchemie der Standardisierung durch Auflösungen ermöglichen können. Die Standardisierung von Auflösungen ist ein Prozess, der unseren Technologien generell Effizienz, Ordnung und Funktionalität auferlegt. Sie beinhaltet nicht nur die Erstellung von Protokollen und Lösungen, sondern auch die Verschleierung von Kompromissen und das Blackboxing von alternativen Möglichkeiten, die dadurch in Gefahr sind, für immer ungesehen oder sogar vergessen zu bleiben. Durch diese Forschung, die sowohl praxisbezogen als auch theoretisch ist, versuche ich, diese anti-utopischen, verlorenen und ungesehenen oder einfach 'zu gut, um umgesetzt zu werden' Lösungen aufzudecken, um neue Wege zu finden, unsere Technologien zu verstehen, zu nutzen und wahrzunehmen."