Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03164.jsonl.gz/1355

16. Januar 2012 bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 152 (117 NLA/15 NLB/8 Europacup/12 Cup) Spiele und 22 (14 NLA/2 NLB/3 Europacup/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18.02.2012 beim 6:0-Heimsieg gegen die SR Delémont.
Marco Mathys kam vom FC Biel/Bienne nach St. Gallen. -- Der torgefährliche Mittelfeldspieler, zu Beginn seiner Karriere Stürmer, war nach Franck Etoundi der zweite FCSG-Transfer aus dem Seeland innert einem halben Jahr. -- Mathys fiel im Herbst 2011 auch beim Bieler Gastspiel in der AFG ARENA auf, als er aus rund 30 Metern den "Ehrentreffer" zum 1:3 erzielte. -- Bereits eine Woche zuvor schoss er in Lugano mit einem direkt verwandelten Freistoss aus ähnlicher Distanz sein Team in den Cup-Achtelfinal.
Innert vier Monaten von der Challenge League in die Nati
Für St. Gallens Spiel war Mathys auf Anhieb ein Gewinn. -- Auch wenn er sich in der Challenge League (7 Mal in der Startformation, 8 Mal eingewechselt) und dann auch in fünf der ersten sechs Spiele in der Super League als Joker bis zu seiner Einwechslung gedulden musste. -- Den ersten Treffer in Grün-Weiss erzielte er in seinem siebten Einsatz beim 3:2-Heimsieg gegen Wil (am 31. März 2012, Mathys erzielte sechs Minuten nach seiner Einwechslung die 2:1-Führung). -- Als dann Mathys Ende August zum zweiten Mal in der höchsten Liga der Startformation angehörte, überzeugte er. Zum 2:1-Heimsieg gegen Basel leitete er den Ausgleich ein und verhalf zu einem ausgelassen gefeierten Heimsieg, der die gute Stimmung um den FCSG noch bestärkte. -- Eine Woche später, beim Auswärtsspiel gegen Leader Sion, glückte dem FCSG und ihm selbst ein aussergewöhnlich starker Auftritt. Mathys erzielte die beiden Tore zur 2:0-Pausenführung im Tourbillon. Der FCSG gewann 3:0 und löste die Walliser als Tabellenführer ab.
Das brachte Marco Mathys ein paar Wochen später auch ein Aufgebot für die Nationalmannschaft ein. -- Ottmar Hitzfeld lobte den Solothurner für seine Torgefährlichkeit und Schnelligkeit. Mathys selbst war "absolut überrascht", wie er sich auf der Homepage des SFV zitieren liess. "Ich freue mich natürlich riesig, davon träumt man als kleiner Junge, aber das hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich freue mich auf die Erfahrung und lasse jetzt alles auf micht zukommen". Mathys sollte an das Team herangeführt werden. Dass er in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Norwegen und in Island nicht zum Einsatz kam, war zu erwarten. -- Für den FCSG war Mathys aber der erste Spieler seit über 10 Jahren (Franco Di Jorio im Mai 2002), der in die Schweizer Nati aufgeboten wurde.
Auch wenn Mathys nur noch ein drittes Saisontor Saisontor erzielte - es war der Treffer zum 1:0-Heimsieg gegen Thun Ende Oktober - war er eine Stütze auf dem Weg zum Platz 3 in der Aufstiegssaison. Hinter dem Offensivspieler harmonierten Stéphane Nater und Dejan Janjatovic, neben Mathys führte Ezequiel Scarione im offensiven Mittelfeld Regie. Nur zwei Spiele verpasste Mathys in dieser fast perfekten Saison, eines wegen einer Gelbsperre. -- Der FCSG hatte sich recht souverän für den Europacup qualifiziert!
Protagonist im Europacup
Das Playoff zur Europa League im Sommer 2013 sollte die Krönung werden. Gegen Spartak Moskau bewahrte Mathys mit seinem Ausgleichtor zum 1:1 im Hinspiel in der AFG-Arena die Hoffnung auf ein Weiterkommen. -- Beim grossartigen 4:2-Sieg in Chimki hatte er das 1:1 eingeleitet und die Vorlage zum 3:1-Führungstreffer geleistet. -- Zwei weitere Europacup-Tore in der Gruppenphase waren Mathys vergönnt: Zum 2:0-Endstand im ersten Spiel gegen Kuban Krasnodar und das Goal zum 1:0-Heimsieg gegen Swansea City.
Die zweite Super-League-Saison lief etwas harziger an. -- Beim 2:2 in Vaduz Mitte September 2014 sass Mathys auf der Tribüne, in der darauf folgenden Serie von sechs positiven Matches wirkte er wieder mit, der FCSG konnte wieder nach oben schauen. Als er auswärts gegen die Grasshoppers erstmals wieder auf der Bank sass (und später eingewechselt wurde), beendete St. Gallen die Serie. -- Im Frühling 2015 schien der Schwung verloren, nun hatte auch Mathys Mühe, Impulse zu geben. -- Nun waren Zwischentöne zu hören, Mathys sei zu früh mit sich zufrieden gewesen und hätte mehr herausholen können. Den Anspruch, Führungsspieler zu sein, lag dem eher stille Mathys von Natur aus fern.
Verdrängt nach dem Trainerwechsel
Nachdem im Herbst 2015 Joe Zinnbauer als Nachfolger von Jeff Saibene kam, galt Marco Mathys bald als einer der Verlierer des Trainerwechsels. -- Tatsächlich kam er unter dem Neuen nur noch in 7 von 28 möglichen Spielen zum Einsatz. -- Im Publikum hingegen blieb die Hoffnung auf Mahtys, auch wenn sich immer mehr abzeichnete, dass er sich nicht mehr aufdrängen konnte. -- Schliesslich wurde vor Saisonabschluss bekannt, dass Mathys' Vertrag nicht verlängert würde. -- Im letzten Heimspiel wurde er vom Publikum warmherzig verabschiedet. -- Marco Mathys wechselte im Sommer 2016 zum FC Vaduz.
Beginn der Karriere
In der Halbsaison vor seinem Wechsel nach St. Gallen erzielte Mathys für Biel 10 Tore (8 NLB/2 Cup). In 73 NLB-Spielen in zweieinhalb Jahren brachte er es auf 23 Treffer. -- Davor spielte Mathys zwischen 2006 und 2009 drei Saisons für den FC Concordia Basel, für den er in 79 NLB-Spielen 8 Tore erzielt hatte. -- Mathys stammte vom FC Derendingen. -- Die Basler wurden auf den jungen Derendinger Spielmacher aufmerksam, als der Solothurner Zweitligist im September 2005 in der 1. Cup-Hauptrunde auf den FC Concordia traf.