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Es gibt Testspiele, bei denen das Resultat trotz der eigentlichen Bedeutungslosigkeit des Duells nicht ganz unwichtig ist. Die Partie gegen WM-Teilnehmer Marokko kann dazu gezählt werden. Nach bisher fünf sieglosen Partien in diesem Jahr (vier Unentschieden, eine Niederlage) wäre es nicht zuletzt für die seit Januar im Amt stehende Nationaltrainerin Inka Grings zentral, die lange Vorbereitung mit einer positiven Note zu beenden.
Beim letzten Test gegen Sambia (3:3 in Biel) hatte Grings die Präzision bei den Pässen vermisst und zudem eine gewisse Unruhe bei den Spielerinnen ausgemacht. Beim Test auf der Schützenwiese dürfte die 45-jährige Deutsche, die inzwischen ihr definitives WM-Kader bekannt gegeben hat, auf die Startelf setzen, die auch am 21. Juli beim Turnierauftakt gegen die Philippinen auf dem Platz stehen wird. Es gilt, die Spielerinnen optimal aufeinander abzustimmen und funktionierende Spielmechanismen zu finden.
Wie Sambia hat sich auch Marokko im letzten Jahr erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Dies dank einem 2. Platz am Afrika-Cup, der im heimischen Land ausgetragen wurde. In der Weltrangliste liegen die Marokkanerinnen im 72. Rang, fünf Plätze vor Sambia, 52 hinter der Schweiz.
In der Vorbereitung aufs Grossturnier stand Marokko, für das die WM am 24. Juli mit dem Duell gegen Deutschland beginnt, bereits fünf europäischen Teams gegenüber. Nach zwei Siegen (gegen die Slowakei und Bosnien) und zwei Niederlagen (gegen Tschechien und Rumänien) folgte zuletzt ein torloses Unentschieden gegen Italien, das in der WM-Qualifikationsgruppe die Schweiz hinter sich gelassen hatte. Entsprechend ist aus Schweizer Sicht eine klare Leistungssteigerung gefordert, um den erhofften Erfolg zu feiern und mit einem guten Gefühl an die WM zu reisen.