Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03313.jsonl.gz/598

Unsere Fledermaus-Kolonie (Muttertiere mit je einem Jungen) ist ausgeflogen. Sie wird von Oktober bis März in einer Höhle, in Felsspalten oder in einem verlassenen Minenschacht überwintern.
Zurückgeblieben ist ein Häufchen Kot (Guano), das wir im Garten als Dünger verwenden können.
Wir vermuten, dass es sich bei unserer Kolonie um Yuma-Fledermäuse handelt. Eine Fledermaus schlief im Juli einen Tag lang unterhalb des Kastens, so dass wir sie genau betrachten konnten (Foto Manuel Hutterli).
Wir mailten das Foto der Fledermaus-Spezialistin Paula de La Vega in Penticton. Sie informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen „Wineries“ im Okanagan Valley über die Nützlichkeit von Fledermäusen gerade auch für den Weinbau.
Paula mailte uns zurück, dass es schwierig sei, anhand eines Fotos herauszufinden, um welche Fledermaus-Art es sich handle. Sie schlug vor, etwas Guano an ein spezialisiertes Labor zu schicken, das „unsere“ Fledermäuse mit einer DNA-Analyse genau bestimmen könne. Wir werden diese Woche ein nach genauen Anweisungen verpacktes „Müsterchen“ zur Post bringen.
Leider sind in Nordamerika seit der Entdeckung des „White-Nose Syndrome“ 2006 über 16 Millionen Fledermäuse daran gestorben. Die durch einen Pilz verursachte Krankheit überzieht Maul, Nase, Ohren und Flügel ihrer Opfer mit einer weissen Schicht und hindert sie daran, vor dem Winterschlaf genügend Insekten jagen zu können.
Die Fledermäuse im Westen von Kanada sind bisher vom „White-Nose Syndrome“ verschont geblieben. Im südlich ans Okanagan Valley angrenzenden Staat Washington sind aber leider seit 2016 schon viele Fledermäuse an der Krankheit gestorben.