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Microsoft musste im vierten Finanzquartal dieses Jahres einen spürbaren Rückgang des Unternehmensgewinns hinnehmen. Laut dem vom US-Unternehmen veröffentlichten Quartals-Finanzbericht fiel der Unternehmensgewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 4,97 Milliarden auf 4,61 Milliarden USD, was einem Rückgang von 7,1 % entspricht. Gleichzeitig erreichte der Umsatz 23,38 Milliarden USD, was eine Steigerung von 18 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Aus dem Nokia-Segment erzielte das IT-Unternehmen bei einem Warenumsatz von 1,99 Milliarden US-Dollar einen operativen Verlust von 692 Millionen USD.
UBS droht Milliardenstrafe
Die französischen Steuerfahnder mit Sitz in Paris fordern von der UBS eine Kaution in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Der Wert der zu leistenden Sicherheitsleistung belaufe sich auf das Bussgeld, das der Bank drohe, falls sie verurteilt werde, erklärte die französische Staatsanwaltschaft. Spannend ist die Zahl aber vor allem deshalb, weil sie offenbart, welcher Schaden dem französischen Staat mit der Hilfe der UBS zugefügt worden sein soll. Das Gesetz des Nachbarlandes schreibt vor, dass als Bussgeld die Hälfte der Summe zu verhängen ist, um die es geht. Anders ausgedrückt: Franzosen sollen mit der Hilfe der UBS innerhalb von acht Jahren 2,2 Milliarden Euro hinterzogen haben.
Rückläufig ist der Handel mit Lateinamerika (-2,3 %) sowie mit Italien (-4,3 %) und den Niederlanden (-7,4 %). Den grössten Einbruch erlebte die Schweizer Exportwirtschaft im Hinblick auf ihre Lieferungen nach Russland, die im zweiten Quartal 2014 um 17,3 % zurückgegangen sind. Die „Handelszeitung“ merkte dazu an, dass es einen derartigen Einbruch seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr gegeben habe.
Das Patentamt hat den Daumen bezüglich des Antrags von Apple bereits gehoben. Zugleich offenbaren die wenigen öffentlichen Dokumente bereits einige Details über das jüngste Produkt des kalifornischen Konzerns. Die Smartwatch wird demnach nicht etwa „iWatch“ heissen, sondern die Bezeichnung „iTime“ tragen. Es handelt sich um eine „elektronische Uhr“, die mit einem Touchscreen-Display ausgerüstet ist. Sie verfügt über „zahlreiche Sensoren“, zitieren Medien rund um den Globus übereinstimmend aus dem Patentantrag, und kann mit anderen Geräten wie z. B. dem iPhone gekoppelt werden. Zugleich ist es offenbar möglich, sie über Gesten zu steuern.
Dass Amazon massiv in neue Dienste und Produkte investiert und dafür auch mit Verlusten kalkuliert, ist für die Investoren an sich nichts Neues. Bezos führt sein Unternehmen nach dem Prinzip des permanenten Wachstums. Im ersten Halbjahr 2014 kamen als neuer Medienvermarktungskanal Fire TV sowie das erste Amazon-Smartphone – das Fire Phone – auf den Markt. Ausserdem hat der Konzern sechs neue Logistikzentren eröffnet. 15 Sortierzentren, von denen Amazon sich noch grössere Kundennähe und noch effizientere Lieferfristen verspricht, sind bereits angekündigt. Im zweiten Halbjahr 2014 will das Unternehmen erstmals eigene TV-Serien produzieren. Diese Investitionen kosten selbstverständlich Geld: Zwar sind die Umsätze von Amazon im zweiten Quartal 2014 um 23 % gewachsen – jedoch sind auch die Verluste des Konzerns immens gestiegen.
Zahlen wie ein Start-up
Über Marc Zuckerberg hält sich hartnäckig eine Geschichte: Der Chef von Facebook liebe es, Drucksituationen ausgesetzt zu sein. Immer dann, wenn die Erwartungen an ihn und sein Unternehmen negativ sind, funktioniere der CEO am besten und habe einen der Einfälle, der anfangs nur skeptisches Kopfschütteln auslöse, sich aber am Ende als genial erweise. Die jüngsten Quartalszahlen sind ein Beleg für dieses Gerücht: In den Monaten April bis Juni 2014 steigerte Facebook seinen Umsatz um 61 %. Der Gewinn legte um 140 % auf 2,91 Milliarden US-Dollar zu. Solche Wachstumsraten kennt man sonst nur von erfolgreichen Start-ups.
Apple befindet sich weiter auf Erfolgskurs. Der Elektronikkonzern konnte in seinem dritten Finanzquartal 2014 den Gewinn um 12 % auf 7,75 Milliarden US-Dollar erhöhen, was einer Steigerung von 0,8 Milliarden Dollar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Wie das Unternehmen am 22. Juli 2014 bekannt gab, stieg der Umsatz im Berichtsquartal um 6 % auf 37,4 Milliarden US-Dollar, was allerdings hinter der von Analysten erwarteten Marke von 38 Milliarden Dollar zurückblieb.
Beste Stimmung bei den ICT-Consultants
Beste Stimmung herrscht demnach bei den ICT-Consultants. Der Index für die „Ratgeber“ stieg um acht Zähler auf 111,9 Punkte. Übersetzt bedeutet diese Zahl: In naher Zukunft wird diese Berufsgruppe grossen wirtschaftlichen Erfolg haben. Unwahrscheinlich klingt dies nicht: Die Brutto-Margen der ICT-Consultants steigen in den kommenden drei Monaten alleine aufgrund der schon bekannten Aufträge deutlich an, heisst es von Swico. Die ICT-Consultants liegen damit in ihrer Branche in der Frage, was die Zukunftserwartungen angeht, nur noch ganz knapp hinter dem „Spitzenreiter“ IT-Services zurück. Hier könnte sich schon in naher Zukunft ein Wechsel ergeben.
Aus dem von Google veröffentlichten Finanzbericht für das zweite Quartal 2014 geht hervor, dass der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 22 % auf 16 Milliarden US-Dollar gestiegen ist; demgegenüber erhöhte sich der Nettogewinn um 6 % auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Vor Berücksichtigung der Sonderposten lag der Gewinn pro Aktie bei 6,08 US-Dollar, was hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb. Beim Gesamtumsatz wurden die Erwartungen von 15,61 Milliarden US-Dollar jedoch übertroffen.
Laut EZB betrug der Anteil des Euro an den sogenannten „Fremdwährungsreserven“ rund um den Globus im Jahr 2013 noch 24,4 %. Zwölf Monate zuvor lag der Wert noch um 0,9 Prozent höher. Die entsprechenden Reserven werden von den Notenbanken sowie vom Internationalen Währungsfonds (IWF) angelegt.