Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03523.jsonl.gz/936

Nach der endlos langen und nur am Schluss spannenden (wer erreicht Platz 8!) Qualifikation werden endlich die Playoffs gespielt. Läuft das Playoff in der Schweizer Eishockey-Meisterschaft normal, bestreiten in einem Monat wohl Lugano und die ZSC Lions erneut den Final.
Die Play-Off-Viertelfinals der NLA beginnen am Donnerstag, 22. Februar 2001 und werden im Rhythmus Donnerstag, Samstag, Dienstag gespielt. Die Play-Out's der NLA starten am Samstag, 24. Februar 2001 im Spielrhythmus Samstag, Dienstag, Donnerstag.
Gespielt wird sowohl in den Play-Off's wie auch in den Play-Out's der NLA nach dem Modus "Best-of-seven". Zu deutsch heisst das, wer zuerst vier Siege errungen hat, kommt weiter. Die Playoff-Viertelfinal-Partien: Lugano - Fribourg, ZSC Lions - Rapperswil, Davos - SC Bern und Zug - Kloten Flyers.
Qualifikations-Sieger wurde letztlich Lugano, das nach einem Drittel des Pensum zehn Punkte Rückstand auf die ZSC Lions aufwies. Langnau (für 1 Runde) und Ambri (5), die nach dem ersten Meisterschafts-Monat an der Tabellenspitze standen, wurden zum Playout "verdammt". Dafür holte Fribourg nach einem Neun-Punkte-Rückstand und mit zwei Siegen in extremis in den letzten beiden Runden den achten Playoff-Platz. Wer wagt nach so viel Turbulenz noch Prognosen?
Trotzdem, Lugano im Final!
Als Finalist praktisch gesetzt ist der HC Lugano, der sich am Wochenende zum zweiten Mal in Folge als Meister der Regular Season feiern lassen konnte. Noch nie seit der Einführung des Playoff (1985/86) schied der Qualifikations-Sieger vor dem Final aus. Andererseits hat der Heimvorteil in der Finalserie noch nie eine Rolle gespielt.
Für eine Neuauflage des letztjährigen, hochklassigen Finals zwischen Lugano und den ZSC Lions spricht ausserdem, dass beide Teams klar am stärksten besetzt sind.
Rest zu schwach
Der HC Davos hat mit Platz 3 in der Qualifikation seine Mittel nahezu optimal genutzt, zudem ist die Playoff-Tauglichkeit von Torhüter Lars Weibel noch nicht bewiesen. Der EV Zug als Vierter der Regular Season ist defensiv zu schwach für den zweiten Titelgewinn der Klubgeschichte nach 1998. Die Zuger haben in den 44 Runden 143 Gegentore kassiert, nur La Chaux-de-Fonds war hinten noch durchlässiger (206 Gegentore).
Kloten (5.) fehlt nebst der Qualität auch die Erfahrung, um Meister werden zu können. Und Bern (6.), das auswärts weniger Punkte holte als Rapperswil und Fribourg, hätte wohl den Heimvorteil für einen langen Playoff-Lauf benötigt. Diese letztgenannten Teams, Rapperswil und Fribourg, dürften froh sein, noch in den Playoffs Unterschlupf gefunden zu haben. Vom Halbfinal werden sie nicht einmal träumen.
swissinfo und Agenturen