Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03128.jsonl.gz/1995

Riechtest zur Früherkennung von Alzheimer
Alzheimer-Demenz ist nicht heilbar. Aber wenn die Erkrankung früh erkannt wird, kann das Fortschreiten der Demenz hinausgezögert werden. Forscher haben nun herausgefunden, dass mit einem Riechtest die Diagnose von Alzheimer im Frühstadium verbessert wird.
Geruchssinn geht zurück

Riechtest

Das Forscherteam um David R. Roalf der University of Pennsylvania konnte in einer Studie bestätigen, dass es bei der Alzheimer-Demenz bereits in einem sehr frühen Stadium zu einem Rückgang des Geruchssinns kommt.
Die Forscher haben einen Geruchstest entwickelt mit dem auch Vorstufen einer leichten Demenz, der Mild Cognitive Impairment (MPI), frühzeitig erkannt werden können.
In der Studie wurde der Geruchstest zusätzlich zu den üblichen diagnostischen Abklärungen bei Verdacht auf Alzheimer eingesetzt. Mit den üblichen Abklärungen konnten die Forscher 75% der Patienten mit einer leichten Demenz (Mild Cognitive Impairment) identifizieren. Der Geruchstest erhöhte die Genauigkeit der Diagnose auf 87%.
In Kombination mit den anderen diagnostischen Abklärungen können mit dem Riechtest mehr Patienten mit einer Alzheimer-Demenz im Frühstadium erkannt werden.
Erste Erfolge in Kliniken
Bereits wurde in einigen Demenz-Kliniken damit begonnen, den Geruchstest für die Bewertung älterer Patienten zu verwenden. Allerdings ist die Dauer des Tests bisher noch zu lang. Die Forscher planen daher den Test, der normalerweise 5-8 Minuten dauert, weiterzuentwickeln und die Testdauer auf 3 Minuten zu verkürzen.
Link zu der Studie
05.01.2017 - fgr