Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/133280

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Die Büros des Dienstes für Informatik und neue Technologien der Bundesversammlung mussten aufgrund von Bauarbeiten verlegt werden, teilweise in den Raum mit den für Ratsmitglieder reservierten Arbeitsplätzen. Die Lösung besteht lediglich aus einigen Schreibtischen, die durch Trennwände nur unzulänglich abgetrennt sind. Es ist nicht übertrieben, wenn man den den acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugewiesenen Raum eher als Kaninchenstall bezeichnet als als Arbeitsbereich, der diesen Namen verdient. Zusammengepfercht, dunkel, mit dauerndem Lärm. Soweit wir wissen, wird diese Situation mehrere Jahre lang andauern, wahrscheinlich vier Jahre! Jede Wette, dass dies zu einer hohen Personalfluktuation führen wird, denn solche Bedingungen schlagen auf die Motivation. Deshalb stelle ich folgende Fragen:</p><p>1. Arbeitet man darauf hin, eine angemessenere Lösung für diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Parlamentes zu finden?</p><p>2. Wie lange soll dieser erbärmliche Zustand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andauern?</p><p>3. Sollte der Staat als Arbeitgeber nicht ein Vorbild sein?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Für die Zeit von Mitte 2012 bis April 2016 musste aufgrund des Projektes Umbau und Sanierung Bundeshaus Ost für etwa die Hälfte der Mitarbeitenden der Parlamentsdienste ein Ausweichstandort gesucht werden.</p><p>Betroffen sind nicht nur der Dienst für Informatik und neue Technologien (Dint), sondern auch der Dienst für das Amtliche Bulletin, das Sekretariat der Geschäftsprüfungskommissionen und der Geschäftsprüfungsdelegation und das Sekretariat der parlamentarischen Aufsicht über Finanzen und Alptransit, der Dokumentationsdienst, der Finanz- und Reisedienst, der Internetdienst, der Dienst für Sicherheit und Infrastruktur und weitere Dienste. Die Parlamentsdienste sind bis zur Fertigstellung des Umbauprojektes auf vier Standorte aufgeteilt.</p><p>Insbesondere für den Dint (Service Desk) ist die Nähe zum Kunden erforderlich, welche nur im Parlamentsgebäude oder in dessen unmittelbarer Umgebung sichergestellt werden kann. Die Verwaltungsdelegation als zuständiges Organ hat verschiedene Varianten für die Unterbringung des Dint geprüft. Ihr Entscheid fiel zugunsten der nun realisierten Lösung im dritten Stock des Parlamentsgebäudes aus. Sie ging zulasten von Arbeitsplätzen von Ratsmitgliedern und berücksichtigte die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden genauso wie die Dienstleistungserbringung zugunsten der Ratsmitglieder. Die Mitarbeitenden des Dint schlugen diese Variante selber vor.</p><p>Zu den Fragen nimmt das Büro wie folgt Stellung:</p><p>1. Das Büro teilt die Meinung von Frau Nationalrätin Marra, dass für die Mitarbeitenden der Parlamentsdienste gute Arbeitsbedingungen geschaffen werden müssen. Die gewählte Lösung ist prioritär auf die Bedürfnisse der Ratsmitglieder ausgerichtet.</p><p>Zu präzisieren ist, dass die nutzbare Bürofläche knapp 100 Quadratmeter beträgt. Für die sieben festen Arbeitsplätze stehen also mehr als die vom Staatssekretariat für Wirtschaft empfohlenen 10 bis 12 Quadratmeter für sogenannte "Open Space"-Arbeitsplätze, wie sie für einen Service Desk notwendig sind, zur Verfügung.</p><p>Im Übrigen wurden seit Bezug der Räumlichkeiten Mitte 2012 laufend Verbesserungen sowie drei Umstellungen vorgenommen. Diese wurden jeweils durch die betroffenen Mitarbeitenden aufgrund ihrer Erfahrungen selber initiiert. Ebenso wurde ein Spezialist (Innenarchitekt) beauftragt, weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.</p><p>2. Während des Umbauprojektes Bundeshaus Ost bis Anfang 2016 gibt es zum gewählten Standort für den Dint keine geeigneten Alternativen. Im übrigen Parlamentsgebäude wären im Gegensatz zur aktuellen Situation nur noch fensterlose Arbeitsräume verfügbar, an einem anderen Standort in der Umgebung gibt es keine genügend grosse offene Bürofläche, und noch weiter entfernt wäre der Support der Ratsmitglieder nicht mehr effizient möglich respektive der zusätzliche Zeitbedarf für die Dienstleistung vor Ort weder zumutbar noch wirtschaftlich.</p><p>3. Die Parlamentsdienste ebenso wie der Bund werden in vielerlei Hinsicht zu Recht als vorbildliche Arbeitgeber wahrgenommen (z. B. Vaterschaftsurlaub, Gleitzeitregelung, Weiterbildungsmöglichkeiten und weitere mehr).</p><p>Das Büro hat dieselbe Haltung wie Frau Nationalrätin Marra, dass dieses Image gepflegt werden muss. Es achtet deshalb auch darauf, dass nach dem Wiederbezug des Bundeshauses Ost im zweiten Quartal 2016 allen Mitarbeitenden der Parlamentsdienste wieder optimale Arbeitsplätze zur Verfügung stehen werden.</p></text>