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Viele Zahlen werden zur Zeit im Zusammenhang mit den finanziellen Auswirkungen aufgrund der Verpflichtung, die elektrischen Boiler und Elektroheizungen zu demontieren, publiziert.
Alle Beteiligten sind sich einig mit der Tatsache, dass die Kosten hoch sind und umfassende Arbeiten notwendig sind. Es ergeben sich jedoch Unterschiede zwischen den Schätzungen des Staatsrates und denjenigen des Referendumskomitees.
Unsere Abstimmungskampagne zielt hauptsächlich und alleine darauf ab, die Interessen der Bürger zu verteidigen. Konsequenterweise kommentieren wir nicht die kürzlichen Erklärungen und Schätzungen der Firmen und ihrer Lobby, die das Gesetz unterstützen.
Damit die Bürgerin und der Bürger sich eine klare und objektive Meinung der Kosten dieser Massnahme bilden können, veröffentlichen wir ein konkretes Beispiel einer Energiesanierung eines kleinen Einfamilienhauses aus dem Jahre 1971. Es ist mit elektrischen Heizkörpern alter Generation ausgerüstet und verfügt über einen elektrischen Boiler. Dieses Beispiel schlägt zwei Varianten vor:
- Komplette Demontage des Heizsystems (Details hier) und Ersatz durch eine andere Energiequelle (Wärmepumpe), wie es das Gesetz vorschreibt, wenn es akzeptiert wird. Die Zahlen basieren auf einer kürzlich erstellten Offerte.
- Beibehalt der aktuellen Anlage, jedoch Modernisierung (Details hier), Einbau eines Schwedenofens, Ersatz der Fenster und Einbau von Sonnenkollektoren. Diese Variante ist leider mit dem aktuellen Gesetz nicht kompatibel. Die aufgeführten Zahlen entstammen ebenfalls kürzlich erstellen Offerten.
Beide Varianten führen zur gleichen Einsparung an elektrischer Energie. Die Kosten der Variante A, erzwungen durch das Gesetz, sind jedoch fast zweimal höher als die Kosten der Variante B. Im weiteren muss der Besitzer der Variante A in absehbarer Zeit seine alten, schlecht isolierenden Fenster trotzdem wechseln! Wir sind einverstanden, dass das Gesetz von Bürgerinnen und Bürgern aktives Energiesparen verlangt (zum Beispiel klare, in Zahlen ausgedrückte Einsparungsziele und -vorgaben). Wir bekämpfen jedoch gegen vom Staat aufgezwungene, finanziell nicht optimale Lösungen.
Zusätzlich sind noch die folgenden Punkte in Betracht zu ziehen:
Finanzielle Mittel: Nicht alle Familien, auch solche in guten finanziellen Verhältnissen, haben ein unbeschränktes Budget zur Verfügung. Sie müssten allenfalls zwischen den Ausbildungskosten für ihre Kinder oder dem Ersatz ihrer Heizung wählen.
Subventionen: Es besteht ein grosses Risiko, dass die für die Subventionen zur Verfügung gestellten Mittel nicht mehr genügen werden und dass diese im Verlaufe der Jahre stark reduziert werden. So sind zum Beispiel im Kanton Waadt die Subventionen für den Ersatz der Fenster von CHF 70 pro Quadratmeter auf CHF 40 pro Quadratmeter gesenkt worden. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, eine erneuerbare Energiequelle einzusetzen, erhalten Sie keine Subventionen.
Wertzerfall Ihrer Liegenschaft oder Ihrer Wohnung mit der allfälligen Inkraftsetzung des Gesetzes im Jahre 2013 indem ein allfälliger Käufer die notwendigen Investitionskosten vom Kaufpreis abziehen wird.
Mieter, Ihr seid ebenfalls betroffen: Ihr Vermieter wird die zusätzlichen Kosten nicht alleine tragen. Wir sind der festen Ueberzeugung, dass die daraus zwangsläufig folgenden Mietzinserhöhungen wesentlich höher ausfallen werden als eine allfällige Reduktion der Heiz- und Nebenkostenabrechnung.
Sie fragen sich sicher, wie so eine Installation mit einem Warmwasserverteilsystem aussehen könnte. Hier ein aktuelles Beispiel aus der Region Freiburg.