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Die Schweizerische Vereinigung gegen Osteoporose (Swiss Association against Osteoporosis; SVGO/ASCO) hat praxisbezogene Empfehlungen zur Dauer der Osteoporosetherapie und zum Management nach Therapieabbruch publiziert.5
Für Denosumab wird folgendes empfohlen5
:
- Nach 3 bis 5 Jahren Denosumab-Therapie sollte das Frakturrisiko reevaluiert werden.
- Bei einem hohen Frakturrisiko wird die Weiterführung der Behandlung für bis zu zehn Jahre empfohlen.
- Bei einem sehr hohen Frakturrisiko, z. Bsp. bei neuen vertebralen Frakturen während der Therapie, sollte eine Kombinationstherapie mit Teriparatid für 24 Monate in Erwägung gezogen werden.
- Wenn die Denosumab Therapie abgesetzt wird, ist eine Anschlusstherapie mit BPs oder SERMs für 12 bis 24 Monate notwendig.
Angepasst nach Ref. 5
*Hohes Risiko ist definiert als a) Frakturen der Hüfte, Wirbelsäule oder mehrerer Loci vor oder während der Therapie, b) T-Score Schenkelhals <-2.5 SD bei Alter <65 Jahren; <-2.0 SD bei Alter >65 Jahren und/oder häufigen Stürzen, c) fortgesetzte Hormonablationstherapie (Aromataseinhibitoren, Androgendeprivation), d) sekundäre Osteoporose, fortgesetzte Glukokortikoidtherapie
Abkürzungen: BP = Bisphosphonat, Ca/VD = Kalzium- und Vitamin-D-Supplementation, Dmab = Denosumab, DXA = Knochendichtemessung mittels «dual energy x-ray absorptiometry», SERM = selektiver Östrogenrezeptormodulator, TPT = Teriparatid
Andere nationale6 und internationale7 medizinische Gesellschaften haben ähnliche Empfehlungen erstellt.
Es gibt begrenzte Daten aus klinischen Studien, die darauf hinweisen, dass der Schwund der Knochenmineraldichte durch die Umstellung von Denosumab auf eine andere antiresorptive Therapie (z.B. Bisphosphonate) bis zu einem gewissen Grad abgemildert werden kann.2
In einer explorativen klinischen Studie mit postmenopausalen Frauen wurde beobachtet, dass Patienten, die nach einem Jahr Denosumab zu Alendronat gewechselt haben, die BMD Werte beibehalten konnten, die durch die Denosumab-Behandlung erreicht worden waren.8 Mehrere Beobachtungsstudien haben darüber hinaus berichtet, dass die Gabe von Zoledronat i.v. den Verlust der Knochenmineraldichte nach Absetzen von Denosumab verringern, jedoch nicht vollständig aufhalten kann.9,10 Eine Verabreichung in einem längeren Intervall als 6 Monate nach der letzten Denosumab-Dosis erscheint vorteilhaft zu sein.11
Randomisierte Studien untersuchen derzeit die Frage des Zeitpunkts der Verabreichung von Zoledronat nach Denosumab:
- Studie NCT03087851, Principal Investigator: Prof. Bente Langdahl, Dänemark
- Studie NCT02499237, Principal Investigator: Athanasios D Anastasilakis, PhD, Griechenland
- Studie BASEC 2018-00695, Principal Investigator: Prof. Serge Ferrari, Genf, Schweiz