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Die hervorstechendsten Merkmale
Die obere Hüllspelze des Aehrchens überragt (bei den meisten Aehrchen) die zunächststehende Deckspelze um einige Millimeter! Im Vergleich zu ssp. pubescens sind die Aehrchen von ssp. laevigatum deutlich grösser.
Helictotrichon pubescens laevigatum: Aussehen (Habitus)
Der Kahle Flaumhafer (ssp. laevigatum) ist in diesen extensiv bewirtschafteten Alpweiden als lokales, zerstreutes, hochwüchsiges Gras kaum zu übersehen. Diese Unterart darf allerdings nicht verwechselt werden mit der in den Südalpen weit verbreiteten Form von ssp. pubescens, die oft unbehaarte Blätter aufweist. Bereicherungstriebe von ssp. laevigatum können durchaus leicht behaart sein.
Die oft einseitig hängenden Rispen erscheinen "silbrig" mit einem "goldigen" Anflug. Den Exemplaren auf dem Simplon fehlen ausgeprägte, dunkle Deckspelzen-Querbinden, die normalerweise die weitverbreitete ssp. pubescens charakterisieren.
Unscheinbare (mikroskopische) Merkmale
Zur Fundstelle auf dem Simplon
H. pubescens ssp laevigatum wächst zerstreut in einer extensiv benutzten Alpweide. Auffällige Begleiter: Botrychium lunaria, Carex sempervirens, Carlina acaulis, Centaurea nervosa, Gentiana acaulis (kochiana), Gentiana ramosa, Geum montanum, Potentilla grandiflora, Pulsatilla apiifolia (sulphurea), Viola calcarata...
Die Weide (2050 m ü. Meer) wird gelegentlich eutrophiert durch das Vieh. Der Boden ist eindeutig sauer (im Gegensatz zu den meisten Angaben in Floren). Helictotrichon pubescens s.l. hat aber ein weites pH-Spektrum, deshalb ist die vorliegende Fundstelle nicht sonderlich aussergewöhnlich.