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Alois Schärli, genannt «Wisu», wurde am 31. Mai 1932 auf einem kleinen Bauernhof in Autafond bei Belfaux als erstes Kind des August und der Elise Schärli geb. Fasel geboren. Als er anderthalb Jahre alt war, zog die Familie auf den Hof Brunnenberg in Tafers. Mit fünf Geschwistern verbrachte er in der Grossfamilie mit Grosseltern, Onkeln und Tanten eine glückliche, aber arbeitsreiche Kindheit.
Das strenge Leben auf dem Hof prägte ihn sein Leben lang. Nach der Schulzeit arbeitete er weiter zuhause. Sein ganzer Stolz waren die Pferde. Bei aller Tierliebe hatte er als gestandener Mann jedoch Angst vor Fröschen. Gesellschaft suchte er in der Feuerwehr Tafers, bei seinen Schulkollegen und im Jahrgängerverein. 1953 fuhr er immer wieder mit dem Militärvelo von Tafers nach Bösingen zu seinem Schatz Rosalie, die er 1955 heiratete. Langsam füllte sich die bescheidene Wohnung mit acht Kindern. Bis 1977 arbeitete er in der Grossfamilie auf dem Hof. Als im gleichen Jahr das Heimwesen Brunnenberg verkauft wurde, zogen Alois und Rosalie mit ihrer Familie nach Noflen, Bösingen. Die Landwirtschaft betrieb er jetzt nur noch hobbymässig mit Kaninchen und Schafen. Er schaffte die Autoprüfung, so dass er und Rosalie Fahrten über Land geniessen und volkstümliche Veranstaltungen besuchen konnten. In Bösingen trat er der KAB bei und besuchte deren Anlässe. Seine einzige Auslandreise führte ihn 1995 nach Rom, wo er an der Vereidigung seines Neffen Philipp Baeriswyl bei der Schweizergarde teilnehmen durfte.
Bei der Polygraphischen Gesellschaft Laupen fand er eine Anstellung in der Betriebsschreinerei. 1996 trat er infolge mehrerer Hüftoperationen ein Jahr früher als geplant in den verdienten Ruhestand.
Am Samstagnachmittag war immer Familientreff in Noflen, wo er erst jetzt Zeit fand, mit der Familie gemütlich zusammenzusitzen und das Heranwachsen der Grosskinder mitzuerleben. Mit grosser Freude verfolgte er diverse Springreiten und traditionelle Schwingfeste sowie Schafscheide und Alpabzüge. Er war ein leidenschaftlicher Jasser und brachte es auch den Kindern bei.
Der letzte Umzug mit der Familie fand 2004 in das Haus von Sohn Paul und Schwiegertochter Karin nach Fendringen statt. Wegen seiner Gehbehinderung konnte er an den landwirtschaftlichen Arbeiten nicht mehr aktiv teilnehmen. Das Zuschauen vom Sitzplatz aus bereitete ihm aber Freude. Er brachte die sechs Grosskinder mit seinen Sprüchen zum Lachen.
Nach verschiedenen Spitalaufenthalten wurde ein Eintritt ins Pflegeheim Tafers im Februar 2009 unumgänglich. Zutiefst betroffen machte ihn im Juni 2010 der Tod von Schwiegersohn Josi, mit dem er in unzähligen Stunden seine Hobby-Landwirtschaft betrieben hatte.
Von einer schweren Magen-Darm-Grippe erholte er sich nicht mehr, so dass er am Donnerstag, 7. April 2011, friedlich einschlafen konnte. Eing.