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Isaac Makwala aus Botswana sorgt für die bisher speziellste Geschichte an den Weltmeisterschaften in London. Der 30-Jährige durfte nachträglich doch noch seinen Vorlauf über 200 Meter absolvieren.
Der Jahresschnellste über 200 m lief vor Beginn des Abendprogramms im Olympiastadion von 2012 seinen Vorlauf über die halbe Bahnrunde alleine auf Bahn 7, nachdem er den offiziellen Vorlauf am Montag wegen einer Viruserkrankung verpasst hatte. Dank einer Zeit von 20,20 Sekunden qualifizierte er sich souverän für den später am Abend stattfindenden Halbfinal.
Makwala war mit einem Startverbot belegt worden, weil er angeblich an dem in London grassierenden Norovirus erkrankt war. Der Afrikaner verpasste dadurch neben dem Vorlauf über 200 m auch den Final über 400 m am Dienstag, in dem er zu den Medaillenkandidaten gezählt hätte. Makwala wollte in diesem starten, wurde beim Olympiastadion aber gestoppt und zurückgewiesen – wegen zwingender 48-stündiger Quarantäne.
Der Athlet sprach danach von «Sabotage». «Ich frage mich, wie es sein würde, wenn ich ein Brite wäre. Hätten sie mir dann nicht erlaubt zu laufen?», sagte Makwala in einem Interview mit dem englischen TV-Sender ITV. 400-m-Weltmeister Van Niekerk zeigte sich solidarisch mit seinem Rivalen. «Ich würde ihm wünschen, er hätte diese faire Chance gehabt», sagte der Olympiasieger und zweifache Weltmeister.
Die IAAF reagierte und ermöglichte Makwala zumindest den Start über 200 m. Um seine Fitness zu demonstrieren, machte der Botswaner nach der souveränen Halbfinal-Qualifikation – er unterbot die geforderte Zeit um mehr als drei Zehntel – noch ein paar Liegestützen auf der Bahn des Olympiastadions von 2012. (sda/dpa)