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Tuina-Massage
Die Tuina-Massage hat bei den Chinesen schon seit Jahrtausenden eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Die Tuina-Massage unterscheidet sich erheblich von einer westlichen Massage. „Schieben und Greifen“, so die Übersetzung des chinesischen Begriffs „Tuina“, löst nicht nur Verspannungen, sondern wirkt auch im Körperinnern, indem es zum Beispiel Energieblockaden löst.
Im Gegensatz zur Akupunktur werden hier nicht nur die Akupunkturpunkte behandelt, sondern die ganzen Leitbahnen.
Akupressur
Aus der traditionellen Form hat sich in China eine spezielle Kindermassage, Nieji, entwickelt. Akupressur im Kopf-Gesichts-Bereich, speziell die Massage um die Augenhöhlen, stellt in China eine vorbeugende Routinebehandlung dar und wird bereits im Kindergarten mittels großer Schautafeln und Tonträgern (die vor allem den richtigen Rhythmus lehren) vermittelt. Sie beeinflußt nicht nur die Augen positiv, sondern wirkt sich auch günstig aus bei Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgespanntheit sowie bei fast allen Beschwerden im Bereich der Nasennebenhöhlen.
Schröpfen
Das früher auch in der Schweiz häufig angewandte Schröpfen kennt man ebenfalls in der TCM.
Dabei werden verschieden grossen Schröpfgefässe (Glaskugeln) mit einer Alkoholflamme erwärmt und mit der Öffnung nach unten auf bestimmte Körperstellen gesetzt. Durch das Abkühlen der Kugel bildet sich im Innern ein Vakuum, das verschiedene Auswirkungen hat:
- Durchblutungssteigerung
- Stoffwechselsteigerung (vermehrtes Ausscheiden von abgelagerten Abfallstoffen)
- Mechanische Lockerung von verklebten Geweben (z.B. bei Narben)
- Detonisation (erhöhte Spannung im Gewebe wird normalisiert)
- Schmerzlinderung
- Anregung von inneren Organen über Hautreflexe (Reflexzonentherapie)
Scrapping (Guasha)
Scrapping (Guasha) ist eine Schabetechnik zur Ausleitung pathogener Faktoren bei Erkrankungen. „Gua“ bedeutet „reiben“, „Sha“ beschreibt eine Blut- und Engergiestagnation.
Bei Guasha werden bestimmte Körperteile und Punkte mittels Reibbewegungen, die mit Druck ausgeführt werden, stimuliert. Die Methode ist effektiv bei einer Erkältung, bei der Auflösung von Blut- oder Qi-Stagnationen sowie Schmerzen und Schwellungen.
Akupunktur
Die Behandlung mit Akupunkturnadeln ist die im Westen wohl bekannteste Methode der TCM.
In der Vorstellung der TCM wird der menschliche Körper von einem Meridian-System durchgezogen. Diese Leitbahnen befinden sich auf der Körperoberfläche und stehen in Verbindung mit den inneren Organen. Durch die Stimulation spezifischer Punkte, sogenannter Akupunkturpunkte, wird Einfluss auf einzelne Organe genommen.
Der Fluss des Qi kann durch die Akupunkturbehandlung entweder angeregt oder gedämpft werden, je nachdem, welche Erkrankung vorliegt.
Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur ist die wichtigste Behandlungsmethode der sogenannten Aurikulotherapie, die alle Manipulationen an der Ohrmuschel zu therapeutischen Zwecken beinhaltet.
Bei der Ohrakupunktur werden empfindliche Punkte am Ohr mittels Nadelreiz stimuliert.
Moxibustion
Moxibustion beihnaltet das Abbrennen von getrockneten Beifußfasern auf oder über bestimmten Moxibustionspunkten oder das Auflegen von Ingwerscheiben auf geeignete Akupunkturpunkte und Entzünden von Beifußkrautkegeln auf den Ingwerscheiben.
Ebenfalls kann eine „Moxa-Zigarre“ (Stange aus Beifußpulver, welche in dünnes Papier eingerollt ist) entzündet und an geeignete Akupunkturpunkte angenähert werden.
Kräutermedizin
Die Behandlung mit chinesischen Naturheilmitteln ist eines der faszinierendsten Gebiete der Medizin.
Nach einem speziellen Aufnahmegespräch und einer körperlichen Untersuchung (inklusive Zungen- und Pulsdiagnose) wird ein individuelles Rezept zusammengestellt. Überlicherweise sind in einer Mischung etwa 8 bis 15 Naturheilmittel (vorwiegend pflanzliche, aber auch mineralische und tierische Stoffe) enthalten. Diese müssen wohl überlegt und raffiniert kombiniert werden. So können sich die positiven Wirkungen des einzelnen Naturheilmittels verstärken und unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend vermieden werden. Jedenfalls muss für jeden einzelnen Patienten eine exakt abgestimmte, individuelle Mischung gefunden werden.
Die meisten verabreichten Rezepturen bestehen aus konzentrierten Extrakten, sogenannten Granulaten. Ausserdem gibt es Tabletten und Dekokte als Alternative. Die Einnahme von Dekokten und Granulaten ist für westliche Gaumen teilweise ungewohnt. Meistens ist aber der seltsame Geschmack durchaus gewollt und für die zu behandelnde Störung charakteristisch.
Alle Naturheilmittel werden streng auf Schadstoffe wie Pestizide, Schwermetalle und Aflatoxine überprüft und zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus.
Der überwiegende Teil der Heilmittel stammt aus Pflanzen. Dabei kommen verschiedene Pflanzenteile zum Einsatz: Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten und Rinden. Auch mineralische und tierische Stoffe werden manchmal verwendet. Einige Mittel unterzieht man einem Weiterverarbeitungsprozess, bevor sie verabreicht werden. Beispielsweise werden sie mit Honig geröstet, in Essig oder Reiswein gekocht. So gelingt es, spezifische Wirkungen zu intesivieren und unerwünschte Wirkungen zu verhindern.
Pflaumenblütennadel
Pflaumenblütennadeln „Siebenstern“ 1-seitig in Hammerform, zur Stimulation und Öffnung Haut, der Meridiane und der Akupunkturpunkte, gibt Yang-Impulse.
Aderlass
Aderlass ist eine klassische Naturheilmethode. Schon die Ärzte der Antike haben ihre Patienten bei jeder Krankheit erst einmal zur „Ader gelassen“. Auch im Mittelalter war der Aderlass häufig die Methode der Wahl. Man hoffte, dass mit dem Blut auch die „üblen Säfte“ ausgeschwemmt würden. Heute wird er bei chronischen Krankheiten eingesetzt, um eine allgemeine Umstimmung zu erreichen. Die veränderten Fliesseigenschaften des Blutes sollen viele Krankheiten positiv beeinflussen.
Weitere Behandlungsmethoden
- Fussbehandlung
- TCM-Kosmetik
- Wärmelampentherapie