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Ein georgischer Buschpilot will seinen Traum, einmal grosse internationale Flugzeuge zu fliegen, in Moskau verwirklichen; zuerst gemeinsam mit einem armenischen LKW-Fahrer, dann einsam, die Welt in Düsenflugzeugen umrundend. Mit Georgiy Danelias „trauriger Komödie“ Mimino (1977, 91 Min.) präsentiert die Kunsthalle Zürich die zweite Filmvorführung mit einer performativen Live-Übersetzung ins Deutsche, konzipiert von der Künstlergruppe Slavs and Tatars für die Programmreihe «Lektor».
Slavs and Tatars: "Lektor" / Georgiy Danelia: Mimino (1977)
© Photo: Basil Stücheli
© Photo: Basil Stücheli
Im Vorgriff auf ihre Herbstausstellung zeigen Slavs and Tatars in den zukünftigen Bibliotheksräumen der Kunsthalle Zürich eine neue Version des Hörstücks «Lektor». Es besteht aus in uigurischer Sprache vorgetragenen Auszügen aus dem mittelalterlichen epischen Gedicht Kutadgu Bilig (Die Weisheit der königlichen Glorie) und dem Voice-over der deutschen Übersetzung dieser Textstellen. Vorbild für dieses Verfahren war die Gavrilovtechnik, eine Live-Übersetzung durch eine einzelne Stimme, die in Osteuropa häufig für Filmvorführungen, andernorts auch für Nachrichtensendungen verwendet wird. Sie kommt nun auch bei den Filmvorführungen in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Zürich zum Einsatz und veranschaulicht so den Raum zwischen der ursprünglichen Sprache des Films und der jeweiligen Sprache des Publikums, den der vortragende „Lektor“ besetzt.
Danelias absurd-komischer Film ist von diesen geografischen, kulturellen und ideologischen Raumfragen, wie sie Slavs and Tatars verhandeln, wesentlich geprägt. Die Produktion der erfolgreichen Komödie musste Daniela vom geplanten Drehort in den USA in den Berliner Flughafen Tegel verlegen, wofür die Filmcrew täglich selber mit der Überschreitung der damaligen Block-Grenzen konfrontiert war.
10 Do
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18:30Reality Check – Gespräche und Begegnungen
12 Do
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18:30Q&A – Künstlergespräche, Fragen und Antworten
30 Sa
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