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Per AIC 004/2011 A vom 7. April 2011 kündigt skyguide eine massive Anhebung der Anfluggebühren für Leicht- und Schulflugzeuge auf den Flughäfen Zürich und Genf auf den 1. August 2011 an. Im Rahmen des «Consultation process» haben sowohl der Motorflug-Verband der Schweiz MFVS, der Aero-Club der Schweiz, der Regionalverband Zürich und weitere Betroffene dezidiert Stellung genommen. Sie verurteilen unisono das Vorgehen von skyguide und fordern, die angekündigte Gebührenerhöhung zurückzuziehen.
Die vom Flughafen Zürich angestrebte Erhöhung der Landegebühren in den Gewichtsklassen 1 t bis 20 t MTOW ab 1. April 2011 war auf massiven Widerstand gestossen. Sie führte im Rahmen des Konsultationsverfahrens zu einer Flut von Einsprachen, so seitens der Motorfluggruppe Zürich und des Regionalverbands Zürich, des Aero-Clubs der Schweiz, dessen Sparten und Regionalverbänden sowie Fluggruppen und Einzelpersonen. Mit Erfolg! Der Flughafen entschied sich aufgrund der Einsprachen, ab 1. Juni 2011 deutlich moderatere Erhöhungen einzuführen: Statt 100 Franken von 1 bis 5 t sollen nun nur noch 60 Franken für internationale Flüge anfallen. Für nationale Flüge wird dieser Betrag um 50 % reduziert, für Instruktions-, Trainings und technische Checkflüge um 66 2/3 % (gem. AIP GEN 4.1, Art. 11).
Am 5. Mai 2011 wird der neue «Aérodrome du Jura» in Bressaucourt (LSZQ) eröffnet. Das Projekt dieses neuen Flugplatzes darf als einmalig bezeichnet werden, von dem die General Aviation in der Schweiz nur profitieren kann. Der Zentralvorstand des Aero-Clubs der Schweiz hat deshalb entschieden, die Société Coopérative Aérodrome du Jura (SCAJ) mit einem zusätzlichen Beitrag von 20'000 Franken zu unterstützen und weitere 200 Anteilsscheine à 100 Franken zu zeichnen. 10'000 Franken hatte der AeCS bereits früher gesprochen. Doch damit nicht genug: Die AeCS-Sparte Motorflug-Verband der Schweiz (MFVS) sowie die dem MFVS angehörenden Sportverbände Swiss Aerobatic Association (SAA) und Precision Flying Association (PFA) steuern ebenfalls je 10'000 Franken an das Genossenschaftskapital bei.
Die Pilatus Flugzeugwerke AG kann auch für das Jahr 2010 neue Rekorde ausweisen. Mit 688 Millionen Franken erreichte Pilatus 2010 den höchsten Umsatz und mit 88 Millionen Franken das beste Betriebsergebnis aller Zeiten. Beide Zahlen sind im Vergleich zu 2009 um über elf Prozent gestiegen. Die Anzahl Vollbeschäftigter bei Pilatus wurde im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 1395 erhöht. Auch im angelaufenen Jahr soll die Zahl der Mitarbeitenden weiter erhöht werden. Grund dafür ist die Entwicklung eines neuen Flugzeuges für die General Aviation, des PC-24. Das Flugzeugkonzept wird im Jahr 2012 der Öffentlichkeit präsentiert.
Das neue Flughafenabgabegesetz in Österreich (sogenannte Fiskalabgabe für Passagiere) hatte in den vergangenen Wochen für Aufruhr gesorgt und auch über die österreichische Landesgrenze hinaus Unverständnis geweckt (siehe dazu auch Beitrag auf dieser Homepage bzw. in der AeroRevue Nr. 4/2011). Heute die gute Nachricht aus dem Nachbarland: wie der Österreichische Aero-Club mitteilt, waren die enormen Anstrengungen gegen diese bürokratische und finanzielle Hürde erfolgreich. Demnach werden Halter bzw. Piloten von Luftfahrzeugen bis zu einem Gewicht von 2 Tonnen (MTOW) künftig von der Flughafenabgabe nicht erfasst. Dies kommt auch Schweizer Piloten zugute, die von einem österreichischen Landesflughafen mit Passagieren an Bord starten wollen. Weitere Informationen folgen nach Vorliegen von Details zu dieser Umsetzung.