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<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zuge der zunehmenden Globalisierung und Mobilität werden Kenntnisse der internationalen Zusammenhänge immer wichtiger. Dazu gehört, dass sich die Jugendlichen der Rolle und Verantwortung der Schweiz in der Welt bewusst sind. Damit sich die Jugendlichen eine fundierte Meinung bilden und diese auch vertreten können, sind zusätzliche Anstrengungen erforderlich.</p><p>Aus diesem Grund ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Teilt er diese Auffassung?</p><p>2. Welche Anstrengungen werden vom Bund in diese Richtung schon unternommen?</p><p>3. Wo sieht er Möglichkeiten zur Verbesserung, besonders im Bereich der Grund-, Mittelschul- und Berufsbildung?</p><p>4. Welche zusätzlichen Instrumente im Bereich der neuen Medien ist er bereit zu schaffen und einzusetzen?</p><p>5. Ist er bereit, vermehrt Jugendprojekte zur aussenpolitischen Bildung zu unterstützen?</p><p>6. Was unternimmt der Bund, damit diese Angebote für alle Jugendlichen zugänglich und attraktiv gestaltet sind?</p><p>7. Wie stellt er sich die Zusammenarbeit bei den obengenannten Massnahmen mit Kantonen, Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen des Interpellanten wie folgt:</p><p>1. Er teilt die Meinung, dass das Verständnis für internationale Fragen laufend an Bedeutung gewinnt. Wichtig ist ebenfalls, dass die Jugendlichen über ein Wissen verfügen, das es ihnen erlaubt, eigenständig die Rolle unseres Landes in einer sich globalisierenden Welt beurteilen zu können.</p><p>2. Der Bund unterstützt nach 15 Jahren indirekter Teilnahme seit 2011 die Vollbeteiligung der Schweiz an den Bildungs- und Jugendprogrammen der EU, welche Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern, Lehrlingen, Lehrkräften und auch Bildungsinstitutionen mehr und bessere Möglichkeiten zum internationalen Austausch und zur Stärkung ihrer internationalen Kompetenzen bieten. Zudem hat sich der Bund gemeinsam mit den Kantonen dazu verpflichtet, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, zu der auch das globale Lernen zählt, das zu Weltoffenheit und Empathie erziehen will, im schweizerischen Bildungssystem zu verankern.</p><p>3. Der Bundesrat sieht grundsätzlich davon ab, sich zu Fragen zu äussern, welche die inhaltliche Ausgestaltung des Unterrichts und der Lehrpläne betreffen, da diese in der Kompetenz der Kantone liegen. Er verweist auf die Entwicklung auf Ebene der Kantone, welche in den Sprachregionen unter anderem Rahmenlehrpläne für die Maturitätsschule entwickelt haben, und darauf, dass internationale Kenntnisse Teil des Rahmenlehrplans für den allgemeinbildenden Unterricht in der beruflichen Grundbildung sind. Zudem bieten sich Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulen im Rahmen der EU-Bildungsprogramme verschiedene Möglichkeiten, komplementäre Bildungsangebote zu nutzen.</p><p>4. Generell ist zunächst auf die Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz 2012 hinzuweisen, die unter anderem das Ziel verfolgt, den selbstständigen Umgang des Individuums mit den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu fördern. Sodann ist die "Erklärung 2011 zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz" von Bund und Kantonen zu erwähnen, die unter anderem zum Ziel hat, auch das Interesse an der Informatik auf allen Bildungsstufen zu fördern. In diesem Rahmen unterstützt der Bund unter anderem den schweizerischen Bildungsserver educa.ch, ein elektronisches Informations-, Kommunikations- und Dokumentationssystem. Die Aktion E-Twinning (Netzwerk für Schulen in Europa) steht im Rahmen des EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen und bietet eine Plattform, um Schulen in Europa unbürokratisch zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu planen und die Kommunikation unter Schülerinnen und Schülern zu ermutigen.</p><p>5. Der Bund will seine Aktivitäten im Rahmen des neuen EU-Bildungsprogramms Erasmus plus 2014-2020 fortsetzen, mit dem Ziel, deutlich mehr jungen Schweizerinnen und Schweizern einen internationalen Austausch zu ermöglichen. Der Rahmen dafür ist in der entsprechenden Botschaft zur Finanzierung der Schweizer Beteiligung am Programm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014-2020 ausgeführt. Damit werden sich auch für diejenigen Bereiche der Bildung, die aussenpolitische Themen behandeln, neue Möglichkeiten eröffnen.</p><p>6. Um den Zugang zu diesen Aktivitäten zu vereinfachen, wurden Beratungs- und Vernetzungsdienste etabliert, welche sich den spezifischen Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen widmen. Möglichkeiten zur kontinuierlichen Optimierung dieser Dienstleistungen werden im Rahmen der erwähnten Aktivitäten des Bundes laufend geprüft.</p><p>7. Die Zusammenarbeit mit kantonalen und kommunalen Akteuren wird über die Steuerungsgremien von Bund und Kantonen für Fragen der internationalen Kooperation in den Bereichen der Bildungs- und Jugendpolitik sichergestellt. Was die Nichtregierungsorganisationen betrifft, so verweist der Bundesrat auf die Schweizerische Unesco-Kommission, zu deren Aufgaben es unter anderem zählt, den Dialog mit den Organisationen der Zivilgesellschaft zu pflegen.</p>  Antwort des Bundesrates.