Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/2304

In der Nähe von Insterburg in Ostpreussen geboren, erlebte ich bis 1945 eine glückliche Kindheit. Nachdem uns die Front auf der Flucht überrollt hatte, mussten wir dann bis 1948 in unserer Heimat unter sowjetischer Herrschaft unser Leben fristen. Wir wurden nach Eppendorf ins Erzgebirge übersiedelt. Hier konnte ich die Verwirklichung meines Kindheitstraumes in Angriff nehmen, indem ich mich zum Forstfacharbeiter ausbilden liess. Als meine Mutter eine Neubauernsiedlung in Mecklenburg übernahm, konnte ich über den Forst von Dargun die Zulassung für die Ingenieurschule für Forstwirtschaft Raben Steinfeld erreichen. Als Förster fand ich schliesslich nach mehreren Stationen mein eigenes Revier in der Nossentiner Heide. Nach Bildung des Staatsjagdgebietes Nossentiner Heide kam ich mit der damaligen obersten politischen Prominenz der DDR unmittelbar in direkten Kontakt. Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte ich die Vorteile, aber auch die Nachteile für die Jagd und den Forst aus persönlicher Sicht beobachten.
Portrait
1935 in Padrojen/Kr. Insterburg geboren. Bis 1948 in Drojental und Ernstwalde/Kr. Insterburg gelebt. Schule, Berufsausbildung und erste Berufsauübung bis 1954 in Eppendorf/Sa.. Übersiedlung nach Dargun/Mecklenburg und Studium an der Ingenieurschule für Forstwirtschaft Raben Steinfeld von 1955-1958. Nach NVA-Zeit und verschiedenen Stationen beruflicher Tätigkeit seit 1961 Revierförster im Revier Sparow der Nossentiner Heide. Seit dem Jahr 2000 im Ruhestand.