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Die Beziehungen der Schweiz zum Heiligen Stuhl sind ausgezeichnet. Davon zeugen der intensive Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten in verschiedenen Bereichen.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Heiliger Stuhl (Vatikanstadt)
Die Beziehungen der Schweiz zum Heiligen Stuhl sind ausgezeichnet. Davon zeugen der intensive Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten in verschiedenen Bereichen.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Der Heilige Stuhl wird in der Schweiz durch die apostolische Nuntiatur vertreten. Zugleich ist der Nuntius Vertreter des Papstes bei der lokalen Kirche.
Der Bundesrat pflegt die diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl seit 1991 mittels eines Botschafters in Sondermission, der gegenwärtig in Ljubljana akkreditiert ist.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Apostolische Nuntiatur in der Schweiz wurde 1586 in Luzern eröffnet. Der Nuntius war bei den katholischen Kantonen akkreditiert. Ab 1803 erfolgte die Akkreditierung beim Bund. 1873 führte der Kulturkampf in der Schweiz zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl. 2020 jährt sich die Wiederaufnahme der Beziehungen zum hundertsten Mal.
Genf mit seinen internationalen Organisationen konnte in jüngerer Zeit gleich mehrere Päpste empfangen. Nur wenigen Städten der Welt wird diese Ehre zuteil. Der Besuch von Papst Paul VI bei der UNO in Genf war der erste Papstbesuch in der Schweiz. Auch Papst Johannes Paul II besuchte 1982 das UNO-Hauptquartier in Genf. In den Jahren 1984 und 2004 absolvierte er ausserdem zwei Pastoralvisiten in der Schweiz. Am 21. Juni 2018 hielt sich Papst Franziskus bei einem seiner seltenen Besuche in einem europäischen Land in Genf auf. Am 12. November 2018 fand der bisher letzte Besuch eines Bundespräsidenten beim Heiligen Stuhl statt. Bei dieser Gelegenheit führte Bundesrat Alain Berset Gespräche mit Papst Franziskus und besuchte die Päpstliche Schweizergarde.
Die Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde am 6. Mai – dem Gedenktag der Plünderung Roms (Sacco di Roma) von 1527 – findet immer im Beisein wichtiger Persönlichkeiten aus der Schweizer Politik statt (Bundesräte, National- und Ständeratspräsidenten, Armeechef usw.).