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Wegen eines drohenden Felssturzes im Bereich Gumpisch südlich von Sisikon ist die Axenstrasse seit Sonntag 28. Juli gesperrt. Infolge starker Regenfälle sind nach einem Murgang im oberen
Gumpischtal 500 Meter oberhalb der Axenstrasse zwei mehrere hundert Tonnen schwere Felsblöcke freigelegt worden, die akut absturzgefährdet seien und direkt in der Falllinie der Axenstrasse lagen. Obwohl die Blöcke inzwischen gesprengt werden konnten, sind zwei weitere, noch grössere instabile Felsblöcke freigelegt worden. Die Strasse müsse darum aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt bleiben, auch bis ein Überwachsungssystem eingerichtet sein wird. Immerhin kann nun die gesperrte Axenstrasse für die Ausführung von Unterhaltsarbeiten benutzt werden.
Es sind nun Stimmen laut geworden, die behaupten, dass die neue Axenstrasse nicht hätte gesperrt werden müssen, wenn sie bereits fertig erstellt wäre. Das scheint mir jedoch völlig unrealistisch. Da die Felsbrocken genau in dem Bereich hinunter zu fallen drohen, wo der geplante Tunnel der neuen Axenstrasse fertig ist und die Strasse mit einer Brücke über den Gumpisch führt, ist es in Anbetracht der Dimension der beiden Felsbrocken kaum anzunehmen, dass die dort projektierte Steinschlaggalerie einem solchen Ereignis hätte standhalten können und dass in der Folge auch die
neue 980 Millionen Franken teure Axenstrasse nicht hätte für mehrere Wochen komplett gesperrt werden müssen.
Darum meine Fragen an den Regierungsrat:
- Es scheint, dass die im Projekt neue Axenstrasse geplante im Gumpisch den jetzt herunterzufallen drohenden Felsbrocken kaum hätte Stand halten können. Angenommen die
Axenstrasse wäre bereits wie projektiert fertig erstellt, hätte sie aufgrund dieses Ereignisses nicht trotzdem genauso lang komplett gesperrt werden müssen und sind aufgrund dieses Ereignisses
Projektoptimierungen vorgesehen?
- Wie teuer waren in den letzten fünf Jahren die Unterhalts- und Sicherungsarbeiten für die Axenstrasse aufgeteilt in den Schwyzer- und Urner Bereich?
- Der ungeahnte Felsabbruch im Gumpischtal dürfte mit den dafür erforderlichen Sicherungsarbeiten des Abbruchgeländes schnell Kosten von gegen einer Million Franken verursachen. Sollte dereinst einmal die neue Transitstrasse im Tunnel verlaufen, soll die heutige Axenstrasse an die Kantone Schwyz und Uri übergehen, die dann für deren Unterhalt und Sicherung verantwortlich sein werden. Niemand kann ausschliessen, dass künftig noch grössere, teurere Felsabbrüche passieren. Zeigt dieser Felsabbruch nicht exemplarisch, wie die Axenstrasse für unseren Kanton droht zu einem teuren Risiko zu werden, weil ja selbst der Astra Verantwortliche Richard Kocherhans in einem Fernseh-Interview sagte, dass die Axenstrasse auch in Zukunft ständig werde von Felsabbrüchen bedroht werden?
KR Andreas Marty, Arth