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Das gibt es nur am Zofingerconzärtli: Guy Morin, Toni Brunner und André Auderset liegen sich in den Armen. Leider gab es dieses Bild nicht mit Mark Pieth, Andrea Schenker-Wicki und Adrian Plachesi. Wieder einmal ein Höhepunkt in der Chronik stellt das mit Pointen gespicktes Conzärtli mit gesanglichen Höchstleistungen dar.
Nach dem Conzärtlicantus folgt der Prolog, welcher sowohl die nationalen wie auch die lokalen Geschehnisse parodiert. Danach folgt das Conzert mit Pianist Christian Brunner v/o Q-Dur mit Ausschnitten aus Franz Schuberts Liederzyklus Die schöne Müllerin. Die Musik war ruhig wie ein Bach, rassig wie ein Jäger und anspruchsvoll wie eine böse Farbe.
Zwei Drittel der Lyyche waren anwesend: Guy Morin und Mark Pieth. Toni Brunner v/o Ohni Kummer, leider nicht anwesend, taucht als Bauer auf und zeigt einer Schulklasse, wie man Maurerblümchen, Brunnerkresse oder Härdköppel anpflanzt. Auch die diversen Bauernhoftiere haben Assoziationen mit Parteien oder Politikern. Beim SVP-Lied kommt zum ersten Mal die Stimmgewaltigkeit von Ohni Kummer zum Ausdruck. Adrian Plachesi v/o Schwadrian Blaggööri erklärt in der hunderttausendsten 7vor7-Sendung den Unterschied zwischen Andreas Burckhardt und Erik Weber. Als Näbelyyche taucht nun ein Rollerfahrer auf, welcher den Mund aufmacht. Ähnlichkeiten mit einem anwesenden «Nilpferd» sind rein zufällig gewählt. Dieser diskutiert mit Guy Morin v/o Qui Vaut-rien über die Gleichberechtigung von Herren- und Damenvelos. Dieses Jahr haben hat sich der Regisseur Thierry Burckhardt v/o Vitevenu das Thema Unterschied als roten Faden ausgesucht. Nur ein Beispiel: Kennen Sie den Unterschied zwischen dem Pharma-Geld und Qui Vaut-rien? Das Geld ist gut angelegt.
Ein weiteres Thema, welches aufgegriffen wird, ist, dass in der heutigen Zeit viel geredet und wenig gesagt wird. Weitere Aufzüge sind die obligaten alten Daig-Damen, diesmal auf den neuen Spalenberg-Bollern, und die hunderttausendste Sitzung von Christine Wirz-von Planta.
Der Auftritt von Mark Pieth v/o Supermark ist selbstverständlich im Zusammenhang mit der FIFA, jedoch auch mit der neuen Unirektorin Andrea Schenker-Wicki. Die Stimme von Supermark steht der von Ohni Kummer in nichts nach: wunderschön und sensationell.
Die Fasnachtsgsellschaft Gundeli trägt den Rossignol und dr Irländer vor. Ein Marsch, den es immer mehr zu hören gibt.
Nach der Pause ist speziell, dass Zwillingsbrüder Zwillingsbrüder spielen. Hier haben sich zwei Schmetterlinge entwickelt (welche, lassen wir offen). Das Publikum erhält auch die Antwort, was MBT genau bedeutet. Weitere Szenen stellen Mike Shiva welcher die Karten für Putin legt, die Bläsiring-Desperados, ein «Gespräch» im 7vor7 mit Joel Thüring, Magdalena Martullo-Blocher und Sibel Arslan (die Ähnlichkeiten sind bei beiden frappant) im Bundeshaus dar. Ein weiterer Höhepunkt kann mit dem FCB-Dialog gefeiert werden. Hier lohnt es sich, die Namen der aktuellen und ehemaligen Spieler und Vorstandsmitglieder zu kennen.
Qui Vaut-rien und Ohni Kummer treffen sich in den Ferien in Thailand. Ersterer natürlich nicht ohne sein geliebtes Fahrrad. Zum Lied dieser Szene gilt nur zu sagen: man weiss nicht genau, wo man hinschauen soll. Vor der Himmelspforte treffen sich nun alle drei Lyyche. Sie kommen jedoch nicht hinein, da auch hier eine Obergrenze eingeführt wurde.
Präsident Max Kneer v/o Zauberflöte kann auch in diesem Jahr wieder stolz auf sein Conzärtli sein. Das Publikum hat teilweise Tränen gelacht (inklusive der anwesenden Lyyche) und somit kann wieder einmal ein Höhepunkt verbucht werden. Ein mit Pointen gespicktes, mit Kostümen betonendes und mit Musik unterlegtes Zofingerconzärtli. Sensationell.
Das Zofingerconzärtli findet noch am 29. Und 30. Januar 2016 um 20.00 Uhr im Congress Center Basel statt. Es hat noch Tickets an der Abendkasse (geöffnet ab 18.30 Uhr).