Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03212.jsonl.gz/2206

In Genf haben sich Kakao-Produzenten und Verbraucher auf ein neues Abkommen geeinigt. Erstmals anerkennt die zwischenstaatliche Internationale Kakao-Organisation (ICCO/ London) die Rolle der Privatwirtschaft.
Wie Direktor Edouard Ouame am Freitag (02.03.) in Genf erläuterte, wollen sich die Hersteller-Länder auch erstmals für eine nachhaltige Kakao-Wirtschaft einsetzen.
Bessere Erträge für Bauern
Dazu sollen die Bauern geschult werden, um ihren Ernteertrag zu erhöhen und die Böden zu schonen. Man wolle sie auch vermehrt ermutigen, etwa die Kakaobohnen selber zu sortieren und damit ihr Einkommen zu erhöhen.
Elfenbeinküste Top-Produzent
Mit 41 Prozent Weltmarkt-Anteil ist die Elfenbeinküste grösster Kakao-Produzent, vor Indonesien mit 15 und Ghana mit 14 Prozent. Die meisten Kakaobohnen werden in den Niederlanden und den USA gemahlen.
Stabiler Markt
Ziel des neuen Abkommens ist es, einen stabilen Markt zu schaffen. Frühere Vereinbarungen über Quoten und Preise waren nie eingehalten worden. Die Verbraucher-Länder hatten gedroht, sich aus der Organisation zurückzuziehen, wenn der Privatsektor nicht berücksichtigt werde.
Schokoladen-Hersteller in aller Welt brauchen rund drei Millionen Tonnen Kakao im Jahr. Nach der Redkordernte 2000 können die Bauern die Nachfrage in diesem Jahr wegen schlechten Wetters wahrscheinlich nicht erfüllen. Dafür hat sich der Preis nach den schweren Einbrüchen auf den niedrigsten Preis seit mehr als 20 Jahren erholt.
swissinfo und Agenturen