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Gene Beery
Dieser Katalog ist die erste Monografie des amerikanischen Künstlers Gene Beery. Die eingehende Untersuchung seines Œuvre, versammelt mehr als 65 Kunstwerke, drei Essays von Kenneth Goldsmith, Jo Melvin und Balthazar Lovay sowie ein Interview zwischen dem Künstler und Gregor Quack.
Seit über 60 Jahren hinterfragt Gene Beery (geb. 1937) mit Humor und Ironie den Moment der ästhetischen Erfahrung. Was steht bei der Begegnung zwischen Betrachter:in und Kunstwerk auf dem Spiel? Was verspricht die Oberfläche der Leinwand jenen, die sie ansehen? Beery positioniert sich dazu mit seinen zu lesenden Malereien, deren Sätze das Eintreten, die Unmöglichkeit oder die Absurdität einer solchen Erfahrung kommentieren. Hinter der scheinbaren Nonchalance und der sarkastischen Distanz seiner Praxis, verbirgt sich eine tiefgreifende Reflexion über die Existenz der Kunst und die Rolle des Künstlers.
1960 schuf Beery seine ersten Textbilder, die an der Schnittstelle zwischen Fluxus, Minimalismus, Neo-Dada und Assemblage entstanden. Diese unlassifizierbaren Werke, bezogen eine klare Anti-Malerei-Haltung, doch ab dem Jahr 1965, erweiterte der Künstler seine Praxis um eine von den ideologischen Stellungnahmen befreite figurative Malerei. Damit nahm er die zahlreichen Wiederbelebungen der Malerei der folgenden Jahrzehnten bereits vorweg, und so steht sein einzigartiger Ansatz einerseits im Einklang mit den poetischen und künstlerischen Avantgarde-Bewegungen der 1950er bis 1960er Jahre und andererseits mit den aktuellen künstlerischen Praktiken.
Gene Beery, 4. Mai – 30. Juni 2019