Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/3043

Zusammen mit dem alten
Pfarrhaus, in welchem sich heute das Dorfmuseum befindet, dem neuen Pfarrhaus
von 1867 und der schmalen Kirchgasse mit dem steilen Treppenaufgang zum
Kirchhof zeigt sich eine stimmige, frühneuzeitliche Anlage.
Die Gontenschwiler Kirchgasse mit dem südlichen Treppenaufgang zum Kirchhof
Die Dorfgemeinde Gontenschwil besass anfänglich keine eigene Kirche und war zusammen mit anderen Dörfern der Region der frühmittelalterlichen Grosspfarrei Pfeffikon (heute Kanton Luzern) zugeteilt. Seit dem 13. Jahrhundert ist in Gontenschwil eine dem hl. Jakobus geweihte Kapelle nachweisbar, die im Lauf der Zeit vergrössert wurde und sich zur Filialkirche der Pfeffiker Mutterkirche entwickelte. Erst während der Reformationszeit wurde Gontenschwil zur eigenständigen Kirchgemeinde erhoben, welcher die Landesherrin Bern 1617 offiziell noch Zetzwil zuteilte. 1941 erlangte Zetzwil eine gewisse Eigenständigkeit mit dem Bau des Kirchleins, wo an zwei Sonntagen im Monat ein Gottesdienst abgehalten wird.
In Gontenschwil haben
seit der Reformation mehr als 50 Pfarrpersonen die Gläubigen seelsorgerisch
betreut. Bis 1956 war dies jeweils ein Pfarrer. Seit 1957 existiert ein zweites
Pfarramt. In den 1960er-Jahren stellte die Kirchgemeinde in beiden Pfarrämtern
erstmals auch Pfarrerinnen ein.
Verfasst von Markus Widmer-Dean
Sämtliche Bilder wurden vom Autor zur Verfügung gestellt.