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Frankreichs Staatschef François Hollande erklärte in Paris, die Bestellung sei eine «Anerkennung» der Rüstungsindustrie seines Landes.
Ursprünglich hatte Indien 126 Kampfflugzeuge kaufen wollen und war dazu in Exklusivverhandlungen mit Dassault eingetreten. Die indische Regierung wollte, dass die meisten der Maschinen in Indien gebaut werden. Das Geschäft kam aber nie zustande.
Im vergangenen Jahr kündigte der indische Premierminister Narendra Modi dann bei einem Frankreich-Besuch an, 36 Rafale-Kampfjets bestellen zu wollen.
Bis zuletzt wurde über die Modalitäten des Milliarden-Deals gerungen. Nun wurde die grösste ausländische Bestellung französischer Kampfflugzeuge besiegelt. Die ersten der in Frankreich gebauten Kampfjets sollen Ende 2019 ausgeliefert werden.
Indien, das mit dem Nachbarland Pakistan verfeindet ist und mit Sorge die militärische Aufrüstung Chinas beobachtet, will seine maroden Luftstreitkräfte modernisieren. Die Flotte besteht vor allem aus in die Jahre gekommenen russischen Kampfflugzeugen, immer wieder gibt es Unfälle.
Für Frankreichs Rüstungssektor ist das Indien-Geschäft ein wichtiger Erfolg. Der Export des Kampfjets Rafale ist nur sehr schleppend in Gang gekommen, im vergangenen Jahr gab es dann aber Bestellungen von Ägypten und Katar.
(SDA)