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Was ist Suchtprävention?
ZieleDie Suchtprävention zielt je nach Substanz, Suchtproblematik und Zielgruppe auf den Nicht-Einstieg in einen Konsum oder auf die Vorbeugung
• eines frühzeitigen Beginns des Konsums
• eines übermässigen Konsums
• negativer Auswirkungen des Konsums
• eines chronischen Risikokonsums
• einer Abhängigkeit
(vgl. Sucht Schweiz, Was ist Suchtprävention)
Suchtprävention hat zum Ziel, den negativen Folgen des Missbrauchs von Substanzen sowie des übermässigen und unkontrollierten Gebrauchs digitaler Medien vorzubeugen und eine Abhängigkeit (Sucht) zu verhindern.
Suchtprävention - gezielt und fundiertDie Suchtprävention setzt verschiedene Methoden ein, um die unterschiedlichen Zielgruppen (z. B. Kinder, Jugendliche, Multiplikator*innen) zu erreichen. Diese basieren auf wissenschaftlich begründeten und fundierten Prozessen der Selektion und Schwerpunktsetzung.
Neben der Klassifikation der Prävention nach dem Interventionszeitpunkt (primäre, sekundäre oder tertiäre Prävention) und der Interventionsebene (Verhaltens- und Verhältnisprävention) ist die Einordnung der Prävention nach Zielgruppen ein häufig verwendetes Klassifikationssystem. Dieses kommt auch bei der Suchtprävention im Zürcher Oberland zur Anwendung.
Die universelle Prävention richtet sich an die Gesamtbevölkerung oder einzelne Segmente davon.
Die selektive Prävention setzt gezielt bei den gefährdeten Zielgruppen an. Diese Risikogruppen können aufgrund von empirisch bestätigten Faktoren klar bestimmt und die Präventionsmassnahmen auf sie fokussiert werden (z. B. Lehrpersonen sensibilisieren zu «Kinder aus suchtbelasteten Familien»). Ziel ist, im Sinne der Früherkennung und Frühintervention, die Entwicklung von problematischen Verhaltensweisen und Gesundheitsstörungen zu vermeiden.
Die indizierte Prävention richtet sich an Personen mit ersten Symptomen, einem Risikoverhalten oder einem auffälligen Problemverhalten (z. B. kiffende Jugendliche). Die diagnostischen Kriterien einer Abhängigkeit sind hier aber (noch) nicht erfüllt. Durch Informationsvermittlung, Beratung, Betreuung oder frühzeitige Behandlung werden Betroffene unterstützt. Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich sind mit unterschiedlichen Fachstellen vernetzt (z. B. Therapie).
Prävention zahlt sich ausEine Studie der Universität Neuenburg und der ZHAW hat nachgewiesen, dass für jeden Franken, der in die Alkoholprävention investiert wird, Schäden im Betrag von 23 Franken vermieden werden. Beim Tabak beträgt die Ersparnis gar 41 Franken.
Der Mensch im MittelpunktUnterschiedliche Lebenssituationen, wie eine erhöhte Gefährdung für einen risikoreichen Konsum, ein schon problematisches Konsumverhalten oder eine Abhängigkeit, verlangen unterschiedliche Vorgehensweisen. Die Menschen stehen dabei immer im Mittelpunkt und können ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Präventionsangebot erwarten.
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