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Die Strecke am Stadtrand von Lillehammer war technisch anspruchsvoll und machte viel Spass zum Fahren. In einer Waldpassage kurz nach dem Start gab es drei verschiedene Linien wo man die Möglichkeit zum Überholen hatte, ansonsten war es fast unmöglich jemand zu überholen. In der Quali erreichte ich die zweitbeste Zeit. Bis auf den Finallauf erwischte ich immer einen guten Start und auch die Linie im Wald hat sich in den vorhergehenden Läufen als nicht allzu schlecht herausgestellt. Als ich im Finallauf als Vierte in die Waldpassage kam, nahm ich als einzige eine andere Linie und konnte Jenny Rissveds und Ingrid Boe Jacobsen überholen. Die Ziellinie überquerte ich wie schon an der Europameisterschaft hinter Kathrin Stirnemann als Zweite.
Der Start zum Cross Country Rennen am Freitag gelang mir ganz nach Mass. Ich konnte als Sechste in den technischen Aufstieg fahren und mich so in eine aussichtsreiche Position bringen. Jolanda Neff und Pauline Ferrand-Prévot schlugen ein horrendes Tempo an und machten sich schon in der ersten Runde auf und davon. Dahinter gab es einen spannenden Kampf um die weiteren Plätze. Für mich war der Dritte Rang immer in Sichtweite und ich versuchte mein Tempo kontinuierlich hoch zu halten. Ich konnte mich zwischenzeitlich auf den 4. Platz vorkämpfen wurde dann jedoch von der Ukrainerin Jana Belomoina und der Französin Margot Moschetti überholt. Je länger das Rennen dauerte, um so mehr konnte ich mein Tempo halten und sogar noch steigern. Als dann Pauline durch zwei Kettenrisse ausgebremst wurde, konnte ich auch noch Jana überholen und befand mich schliesslich auf dem Dritten Rang. So richtig entspannen konnte ich mich jedoch nicht denn es mussten noch zwei Runden absolviert werden. In der Abfahrt konnte ich sogar nochmals zu Margot aufschliessen. In den Aufstiegen war sie jedoch stärker als ich und so musste ich sie wieder ziehen lassen. Enttäuscht über die verlorene Silbermedaille war ich jedoch in keiner Weise schliesslich habe ich nicht mit einer Medaille gerechnet. Umso schöner war es, dass mit Jolanda Neff als Siegerin zwei Schweizerinnen auf dem U23 Podest standen. Damit solche Spitzenleistungen überhaupt möglich sind, braucht es vom Mechaniker über Physios bis zum Trainer beste Unterstützung, diese haben wir ohne Zweifel erhalten. Deshalb geht ein spezieller Dank an das gesamte Swiss Cycling Team. Vielen Dank auch den zahlreichen Schweizerfans an der Strecke für die lautstarke Unterstützung.
Nach einer kurzen Nacht ging es dann auch schon wieder auf die Heimreise. In Zürich angekommen, wurde ich von einer grossen Fangemeinde weltmeisterlich empfangen. Ich freute mich riesig über diese gelungene Überraschung und bedanke mich einmal mehr ganz herzlich bei allen Personen die anwesend waren und speziell bei Peter Püntener, welcher den gesamten Empfang mit dem VMC Silenen organisiert hat. Ihr seid einfach Spitze!! 😀