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Italien stellte sein Flüchtlingsprogramm Mare Nostrum mangels Finanzen ein. Frontex, die von der EU getragene Nachfolgemission muss mit noch weniger Geld auskommen. Dabei könnte man das Budget locker stemmen, wenn man nur den monatlichen «EU-Wanderzirkus» beenden würde .
Das EU-Parlament veranstaltet jeden Monat einen «Wanderzirkus» von Brüssel nach Strassburg, um dort eine Woche zu tagen. Die Kosten dafür würden reichen, um die Rettungsaktion «Mare Nostrum» weiter zu führen. Dank dieser wurden im letzten Jahr 150'000 Flüchtlinge vor dem Kentern und Ertrinken in Sicherheit gebracht. Doch Italien wollte die Kosten dafür nicht mehr allein tragen und die EU nicht einspringen. «Mare Nostrum» wurde eingestellt.
Die EU zahlt jetzt nur noch einen Grenzschutz vor den italienischen Küsten, der noch einen Bruchteil von «Mare Nostrum» kostet. Kaum ein Aufschrei unter Politikern. Deshalb hat der «Anstalt»-Satyriker Claus von Wagner im ZDF vorgerechnet, dass 760 Euro für einen geretteten Flüchtling der EU zu teuer sind. «Mare Nostrum» kostete Italien im letzten Jahr 114 Millionen Euro.
Das ist etwa der Betrag, den die monatlichen Reisen des EU-Parlaments mit einem Tross von rund 4000 Personen nach Strassburg und zurück nach Brüssel jedes Jahr kosten.