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Die Tragfähigkeit der Kanalabschnitte galt im 2017 als gefährdet. Die JCF beauftragte daraufhin die Rothpletz, Lienhard + Cie AG zur Erstellung eines unabhängigen Gutachtens. Nach der SIA 269 Anhang A vorgehend erfolgte in einem ersten Schritt das Grundlagenstudium und die Klärung der Anforderungen des Betriebs. Auf der Zustandsbeurteilung aufbauend wurden materialtechnologische Untersuchungen, ein Überwachungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Im Rahmen der Zustandsbeurteilung erfolgten durch die Fachspezialisten der Rothpletz, Lienhard + Cie AG umfangreiche finite Elementberechnungen um die Bauwerks-Baugrund-Interaktion des geschädigten Bauwerks zu verstehen und eine Beurteilung über die Tragfähigkeit vornehmen zu können. Dabei musste der Gebrauchstauglichkeit im Rahmen des Deponiebetriebes besondere Beachtung geschenkt werden.
Aus dem Gutachten ging der Auftrag für die weitaus komplexeren Kanalabschnitte 4 und 5 hervor. Die Entwässerungsstollen mit einer lichten Weite von 3 m und lichten Höhe von 3.30 m werden dabei im Tagbau erstellt. Die Kanäle werden vorbereitet auf eine Überdeckung von ca. 40 m und in den Paramentbereichen werden Zonen vorgesehen, um Drainageleitungen in der Deponie an den Entwässerungskanal anzuschliessen. Der Kanal schliesst oberhalb an einen bestehenden Kanalabschnitt über ein Entlüftungsbauwerk und unterhalb an ein Stapelbauwerk mit Retention an. Die Kanallänge von ca. 100 m wird in 10 ungefähr gleichen Blöcken erstellt. Der Kanal ist dabei grösstenteils auf Mergelfels, im oberen Bereich aber auch auf Lockergestein gebettet. Dieser Steifigkeitsänderung wurde Rechnung getragen, damit im Betriebszustand, während der teilweise jahrelangen Auffüllung der Deponie, die Setzungen und Verformungen des Kanals so gering wie möglich gehalten werden.