Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03272.jsonl.gz/206

«Diese Filme haben uns gelehrt, mit neuen Augen auf die Realität zu blicken», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview, das am Sonntag mehrere italienische Zeitungen abdruckten.
Die Menschen heute müssten wieder lernen hinzusehen. Die schwierige Situation durch die Corona-Pandemie erzeuge Angst und Sorge, und dafür brauche man Augen, die fähig seien, den Blick über die Mauer zu heben, um den Horizont zu beobachten, erklärte der 84-Jährige weiter.
Der italienische Neorealismus ist eine Epoche unter anderem im Film, die auf die Jahre etwa zwischen 1943 und 1954 zurückgeht. Papst Franziskus war nach eigener Aussage als Kind oft im Kino gewesen. Im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren habe er die Filme mit den italienischen Schauspielern Anna Magnani und Aldo Fabrizi («Rom, offene Stadt») gesehen. «Für uns Kinder in Argentinien waren diese Filme sehr wichtig, weil sie uns die Tiefgründigkeit der grossen Tragödie des Weltkriegs verstehen liessen», sagte der Argentinier. In Buenos Aires hätten sie den Krieg nur über die vielen Migranten kennengelernt, die aus Deutschland, Italien und Polen gekommen seien.