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Das Geschoß
[* 10] dieser Ballisten waren eisenbeschlagene Pfeile, die auf einer durch eine Richtschraube vertikal beweglichen Rinne
ruhten und so einen sehr verschiedenen Elevationswinkel erhalten konnten. Die Ballisten waren natürlich von verschiedener
Größe; kleinere konnten von einem einzelnen Soldaten bedient werden und wurden deshalb nach Art der spätern Wallbüchsen
oft im offenen Feld verwandt. Größere verlangten zur Spannung ihrer Sehnen eine zahlreichere Mannschaft und die Zuhilfenahme
von Maschinen.
Über die Wirkung eines solchen Geschützes wird berichtet, daß es bis über die Donau reichte; leider
ist jedoch nicht gesagt, an welcher Stelle. Marquardt hat auch diese Art der Ballisten als ein Torsionsgeschütz auffassen
wollen, doch streiten damit die Berichte der Alten (s. Köchly und Rüstow, Griechische Kriegsschriftsteller, Bd. 1, S. 408 ff.)
wie auch der Umstand, daß in einigen Gegenden Bayerns bis heute sich der Name Ballester für Armbrust erhalten
hat.