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1991 begann das Experiment Biosphäre 2. Zwei Jahre lang lebten acht Teilnehmer in einem Glasgebäude, mit dem Ziel vollständig von der Aussenwelt und von Luft- und Materialaustausch (ausser Sonnenlicht) ausgeschlossen zu sein.
Trotz minutiöser Vorbereitung muss man wohl das Experiment für gescheitert erklären. Das Gleichgewicht funktionierte nicht. Luft musste von aussen zugeführt werden, Kakerlaken und Ameisen breiteten sich extrem aus, usw. Auch entstanden (logischerweise) soziale Probleme zwischen den Teilnehmern.
1994 wurde ein zweiter Versuch gestartet, bei dem von Anfang an Luft, Wasser und Nahrung von aussen zugeführt wurde. Dementsprechend war dieser zweite Versuch nicht mehr mit dem Ersten vergleichbar.
Sicherlich wurde mit Biosphäre 2 viele Erkenntnisse gewonnen, aber vor allem die Erkenntnis, dass so eine Biosphäre auf solch kleiner Fläche wohl (vorläufig) nicht oder nur schwierig zu realisieren ist.
Um so erstaunlicher finde ich es das es Geschäftsleute gibt, die kleine Glaskugel mit einer so genanten „Miniatur-Welt“ verkaufen, in der lebende Garnelen gehalten werden.
Bereits der Umstand, dass die Kugel Licht braucht und es dabei praktisch unmöglich ist in einem normalen Haushalt die Temperatur innerhalb der Kugel konstant zu halten, führt unweigerlich dazu, dass das abgeschlossene Ökosystem zusammenbricht und die Garnelen schlicht verrecken. Sind ja nur Garnelen.