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17'000 bis 4'000 v.Chr.: Als das Eis zu schmelzen beginnt
Als vor etwa 17'000 Jahren der dicke Eispanzer über dem Rheintal zu schmelzen beginnt, erwacht eine neue Welt. Das wärmer werdende Klima und das frei fliessende Wasser lassen die Ebenen erblühen. Das Leben tastet sich zunächst zaghaft vor. Eine Tundravegetation mit verschiedenen Wermutkräutern macht den Auftakt. Mit der Zeit gesellen sich Wacholder, Kriechweiden und Zwergbirken dazu. Ab etwa 12'600 Jahren vor unserer Zeit werden sie von lichten Wäldern mit Birken und Wacholder abgelöst, denen Föhre und Arve folgen. Rund 3000 Jahre später dominieren Haseln, Ulmen und Eichen die Vegetation. Schliesslich entsteht um 7000 v.Chr. ein typischer Eichenmischwald. Die Vegetation verdichtet sich und das Nahrungsangebot wird vielfältiger.
Davon profitieren neue Tier- und Pflanzenarten. Während Kälte liebende Tiere wie Rene, Mammuts, Wildpferde, Bisons, Schneehasen und Schneehühner nach Norden oder in höhere Lagen ausweichen, breiten sich nun Rotwild und Wildschweine auch. Auch Wölfe, Füchse, Biber und Fischotter gesellen sich zu ihnen. Es entsteht eine artenreiche Tierwelt. Und der Mensch? Er hinterlässt noch lange keine Spuren. Das schliesst aber nicht aus, dass einzelne Sippen die Wälder um Balgach durchstreiften. Nur weiss man nichts davon. Die ältesten Funde auf dem Gebiet des Kantons St. Gallen stammen aus der mittleren Steinzeit, dem so genannten Mesolithikum (8000 bis 4000 v. Chr.). Entdeckt worden sind sie bei Wartau, Oberschan, Moos und Grabs-Werdenberg.
Bild: Das Mammut, ein Tier der Zwischen- und Nacheiszeit