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Drei ehemalige Manager der Grossbank UBS sind am Freitag in den USA wegen Betrugs schuldig gesprochen worden. Ein Bundesgericht in New York befand sie des Auktionsbetrugs bei US-Kommunalanleihen und der Verschwörung zum Betrug in mehreren Punkten für schuldig.
Die Schadenssumme liege bei mehreren Millionen Dollar, schrieb das US-Justizministerium in einer Mitteilung. Den Angeklagten drohen hohe Strafen. Das Strafmass soll zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt werden.
Gemäss Anklage haben die Banker zwischen 2001 und 2006 den Bieterprozess bei über einem Dutzend Auktionen sogenannter Municipal Bonds und anderer Finanzvehikel manipuliert. Dafür hätten sie auch Bestechungsgelder bezahlt. In den Fall sind weitere Banker und Börsenmakler verwickelt. Im Prozess hatte unter anderem ein ehemaliger Kollege gegen die drei Banker ausgesagt.
Unter den Betroffenen seien der Bundesstaat Massachusetts, eine Stiftung für Studiendarlehen in New Mexico, eine private Gesundheitsstiftung in New Jersey und der Fonds, der die Mittel aus dem Vergleich von 1998 zwischen den US-Bundesstaaten und der Tabakindustrie verwaltet.
Zwei der Angeklagten wurden am Freitag in insgesamt drei Anklagepunkten verurteilt, der dritte in fünf. Letzterer war auch wegen versuchter Zeugenbeeinflussung angeklagt. In diesem Punkt sowie in einem Betrugsfall wurde er von den Geschworenen freigesprochen.
Möglich sei, diese auf das Doppelte des Gewinns aus dem Betrug je Anklagepunkt zu erhöhen oder auf das Doppelte des Verlusts der Betrogenen. Wann das Gericht das Strafmass verkünden wird, wurde nicht mitgeteilt. Der Prozess hatte am 30. Juli begonnen. Die Anklage war am 9. Dezember vergangenen Jahres erhoben worden.
In Zusammenhang mit diesem Fall wurden in den USA gemäss dem Justizministerium insgesamt 20 Personen angeklagt. 19 davon, darunter die drei Ex-UBS-Manager, hätten bereits auf schuldig plädiert oder seien verurteilt worden. Ein Person wartet noch auf ihren Prozess.
Die Grossbank hatte sich damals «erfreut» über das Abkommen mit den Behörden gezeigt. Die fraglichen Tätigkeiten seien in einer nicht mehr existierenden Geschäftseinheit begangen worden, erklärte die UBS damals.
(chb/sda)