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Manuelle Therapie
Manuelle Therapie
Das Konzept der Manuellen Therapie besteht darin, durch eine umfassende Untersuchung Hypothesen über die Ursache der Störung sowie über die Art und Lokalisation der betroffenen Struktur (z.B. Gelenk, Muskel, Nerv) zu erarbeiten. Diese Überlegungen bilden dann die Grundlage für die Behandlung. Es soll ein Muster herausgefunden werden, in welches die aktuellen Symptome eingegliedert werden können. Darauf wird dann die individuelle Therapie aufgebaut.
Neben den üblichen physiotherapeutischen Maßnahmen werden vor allem passive Gelenkmobilisationen an den Extremitäten und der Wirbelsäule eingesetzt. Bei Bedarf aber auch Weichteiltechniken, neurale Mobilisation, Stabilisation, Haltungskorrektur und Muskelstimulation.
Ein Wiederbefund nach der Behandlung erlaubt dem Therapeuten, den Status permanent zu überprüfen und, falls notwendig, die Behandlung anzupassen.
Anwendungsgebiete:
- Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten
- Taubheits- und Kribbelgefühle im Bereich der Wirbelsäule mit Ausstrahlung in Arme und/oder Beine
- Kopfschmerzen / Schwindel / Tinnitus
- Reversible Gelenkfunktionsstörungen (so genannte Blockierungen)
- Muskuläre Störungen mit abgeschwächter und /oder verkürzter Muskulatur
- Neural bedingte Muskelschwächen z.B. nach Bandscheibenvorfällen
- Manuelle Therapie ist als Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie definiert als ein physiotherapeutisches Konzept zur Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems.
- Manuelle Therapie baut auf den Grundlagenwissenschaften auf, ist empirisch entstanden und sucht mit Hilfe der Evidence Based Medicine eine Zusammenarbeit mit der akademischen Medizin.
- Die Analyse und Behandlung in der Manuellen Therapie muss zwischen dem Schmerz und der Bewegungsstörung unterscheiden, die mit den Symptomen korreliert.
- Die fundamentale Hypothese des manualtherapeutischen mechanischen Denkmodells ist, dass ein eingeschränktes Gleiten der Gelenkflächen die Hauptursache für viele Bewegungsstörungen darstellt (Kaltenborn 2005: 37).
- Translatorische Mobilisationen suchen mechanische Konflikte zu vermeiden, die bei rotatorischen Mobilisationen entstehen können.
- Artikuläre, muskuläre und neurale Probleme verlangen jeweils eine spezifische Behandlung!
- Die Untersuchung und Behandlung der Hypermobilität gehört ebenso zur Manuellen Therapie wie die der Hypomobilität durch passive und aktive Mobilisationen.