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Die Überlieferung berichtet, wie Gaudenzio, im
Bestreben, das Bergell zum Christentum zu bekehren,
die Feindschaft der Heiden auf sich zog, die ihn schliesslich
enthaupteten. Der Märtyrer nahm daraufhin sein
Haupt in beide Hände und setzte seinen Weg fort.
Die Kirche wurde im Jahr 1518 auf den Ruinen eines älteren
Gebäudes errichtet. Als Ziel von Pilgerfahrten
war sie von ausserordentlicher religiöser Bedeutung
und im gesamten Alpenraum anerkannt.
Nach der Einführung des protestantischen Glaubens
im Jahre 1551 diente sie noch bis 1738 als Begräbniskirche.
Letztmals wurden im Jahre 1925 Massnahmen zur Stabilisierung
der Kirchenruine unternommen.