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Am 31. Mai 2017 bringt mir eine Frau ihre 7-jährige sterilisierte Katze Maunzi (der Name wurde geändert), die seit drei Jahren im Wechsel phasenweise unter Hautausschlägen leidet oder zum Erbrechen neigt. Schon als Welpe habe sie Futterunverträglichkeiten gehabt und häufig erbrochen. Die Besitzerin hat in Eigenregie bereits drei Mal ein homöopathisches Mittel gegeben, was die körperlichen Symptome jeweils gebessert habe, nicht jedoch den psychischen Zustand der Katze. Maunzi ist nie entspannt, sie hat Angst vor Lärum und Fremden und lässt sich nur am Kopf anfassen. Seit ihr Bruder an einer Thrombose gestorben ist wirkt sie traurig, sie spielt nur sehr selten. Interessanterweise verteidigt Maunzi die Besitzerin und die beiden Katzen, die mit ihr in derselben Wohnung leben. Aufgrund dieses für eine Katze sehr auffälligen Gemütssymptoms, fällt es mir leicht, Maunzis konstitutionelles Mittel herauszufinden. Ich verschreibe es ihr in der Potenz C200.
Knapp vier Monate später berichtet die Besitzerin, dass das Mittel sehr gut geholfen habe und Maunzi keinerlei Beschwerden mehr hatte. Zudem sei sie zutraulicher geworden und wirke entspannter. Seit einigen Tagen kratze sich die Katze nun jedoch wieder am Hals und verliert das Fell am Bauch und oberhalb der Augen. Zudem habe sie wieder begonnen, manchmal zu erbrechen. Ich verschreibe noch eine Einmalgabe desselben homöopathischen Mittels in der Potenz C200.
Einen Monat später berichtet die Besitzerin, dass Maunzi bereits kurz nach dem homöopathischen Mittel nicht mehr erbrochen habe. „Sie kratzt sich nun auch viel weniger und das Fell oberhalb der Augen und jetzt auch am Bauch wächst wieder nach“, erzählt die Besitzerin begeistert. Der Hautausschlag ist also „von vorne nach hinten“ ausgeheilt – ganz wie es eine der wichtigsten homöopathischen Heilungsregeln verlangt. Auch die wichtigste Heilungsregel „von innen nach aussen“ kann hier exemplarisch gezeigt werden, denn die Verdauung der Katze hat sich zuerst gebessert, gefolgt von der allmählichen Besserung der Hautsymptome. Bei einer späteren Kontrolle für eine ihrer anderen Katzen berichtet mir die Besitzerin, dass Maunzi nun ganz gesund sei.