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Bei etwa einer von vier bis fünf Frauen entartet eine Infektion durch HPV-Virus 16 oder 18 zu einer Krebsvorstufe oder tatsächlichen Krebserkrankung, zum Beispiel am Gebärmutterhals. Dies kann nur durch einen Abstrich im Rahmen einer gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und möglicherweise durch ergänzende Untersuchungen festgestellt werden.
Es gibt kein Medikament, das eine durch HPV-Viren bedingte Krebsvorstufe oder tatsächliche Krebserkrankung heilen könnte. Wenn die Veränderungen jedoch rechtzeitig entdeckt werden, haben eine Laserbehandlung oder ein chirurgischer Eingriff Aussicht auf Erfolg.
Gebärmutterhalskrebs ist somit Folge einer HPV-Infektion. Er ist weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau – gleich hinter Brustkrebs. In der Schweiz sehen sich jedes Jahr mehr als 5'000 Frauen mit der Diagnose einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals konfrontiert und müssen ergänzende Untersuchungen oder einen operativen Eingriff über sich ergehen lassen. Meist handelt es sich um junge Frauen, auch wenn eine Krebserkrankung manchmal erst 20 oder 30 Jahre später auftritt. So bekommen in der Schweiz jedes Jahr etwa 320 Frauen Gebärmutterhalskrebs und etwa 90 sterben daran, trotz eines nationalen Programms, das regelmässige Vorsorgeuntersuchungen miteinschliesst, und trotz aller verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.
Leider und trotz all dieser Vorsorgemassnahmen führen HPV-Infektionen dazu, dass sich 70 von 100 Frauen infizieren, 6 von 100 Frauen krebsartige Vorformen entwickeln und 1 von 100 Frauen tatsächlich Gebärmutterhalskrebs bekommt.
Es wurden HPV Impfstoffe entwickelt, um Mädchen und Frauen gegen die HPVViren 16 und 18 zu schützen, die für mindestens 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.