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Pressemitteilung (10. Oktober 2013)
Welt-Ei-Tag 2013
Faule Tomaten und schwarzes Salz als Eialternative
Morgen ist, wie immer am zweiten Freitag im Oktober, Welteitag. Dieser Tag war ursprünglich von der Eierindustrie dafür gedacht, für Eikonsum zu werben. Ganz im Sinn der Industrie haben Tierschützer inzwischen diese Aufgabe übernommen, während Tierrechtler, da Eikonsum zwangsläufig mit Ausbeutung und Mord verbunden ist, Veganismus fordern, was schon deshalb kein Problem ist, weil es zahlreiche Alternativen gibt: Politiker können mit faulen Tomaten statt Eiern beworfen werden, Künstler können statt Ei-Tempera vegane Farben verwenden. Und auch das, was viele fälschlich einzig mit Veganismus assoziieren (als ob er eine Ernährungsform wäre, nicht die grundsätzliche Ablehnung speziesistischer oder tierrechtsverletzender Handlungen), das Essen, kommt ohne weiteres ohne Vogelmenstruationsprodukte aus: vegane und somit eifreie Kuchen, Nudeln, Kekse, Frikadellen, Pfannkuchen, Aufläufe, Würstchen, Baisers, Schokoladenmousse, Spiegel- oder Rühr-"Eier" usw. gibt es zuhauf. Wer Gewalt vermeiden, aber auf den typischen Geruch von Eiern und Stinkbomben nicht verzichten möchte, kann diesen durch entsprechende Schwefelverbindungen, etwa Schwarzsalz (Kala Namak) erreichen und so sicherlich auch vegane verlorene, russische oder Onsen-"Eier" herstellen, wenn gewünscht. Aber selbst wenn vegane Ernährung ausschließlich aus Brokkoli bestünde, wäre das keine Rechtfertigung für die Versklavung von Vögeln.
Teilweise - etwa auf den Kanaren - ist die Nachfrage mittlerweile so stark zurückgegangen, dass Eier in großem Maßstab vernichtet werden, da sie nicht abgesetzt werden können. Statt auf ethisch akzeptable Produktion, etwa Obstanbau, umzusteigen, forden die Bauern, um ihre Verluste auszugleichen, mehr Subventionen.
Tierschutzorganisationen plädieren implizit (und teilweise explizit, auch in Zusammenarbeit mit der Eierproduktionsindustrie) für andere Arten der Gefangenhaltumg und damit dafür, weiter Eier zu konsumieren, männliche Eintagsküken lebendig zu vermusen oder zu vergasen, qualgezüchtete Hennen gefangenzuhalten und nach einem Jahr, wenn die Legeleistung zurückgeht, abzuschlachten. Und das geschieht ebenso in der hauptsächlich betriebenen Bodenhaltung (die inzwischen hier verbreitetste Form) wie in Bio- oder Freilandhaltung - nur dass die Soziopathien (von Federpicken bis zu Kannibalismus) in diesen Haltungsformen noch stärker auftreten als in Käfighaltung. Denn es geht den Tierschutzorganisationen in erster Linie darum, ihre unveganen Geldgeber (Spender und Mitglieder) nicht zu vergrätzen - die ausgebeuteten nichtmenschlichen Tiere kümmern sie nicht. Typische Slogans lauten "Kein Ei mit der 3" ("Kaufen Sie also Eier mit der Kennzeichnung 0, 1 oder 2", Deutscher Tierschutzbund, die 3 steht für Käfighaltung) oder "Deutschland wird käfigfrei" ("Wir berichten über die jüngsten Erfolge der Käfigfrei-Kampagne: Bewegung bei Burger King", Albert Schweitzer Stiftung mit dem Arbeitskreis für humanen Tierschutz, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere, dem Bundesverband Tierschutz, dem Deutschen Tierschutzbüro, Noah, Pakt, Pro jure animalis, proVieh, den Tierversuchsgegnern Baden-Württemberg, dem Vegetarierbund, Vegetarra, Vier Pfoten u.a.). Veganismus wird, wenn überhaupt, gelegentlich in einem Alibinachsatz im Kleingedruckten angedeutet, als eine Möglichkeit, keinesfalls als Notwendigkeit.
Umgekehrt geht von anderen Tierschützern, nämlich denen in der Eierindustrie selbst, etwa in der "Bruderhahninitiative" inzwischen (da in Nordrhein-Westfalen das "nutzlose" Töten der männlichen Küken verboten werden soll, sie dafür also aufwendig in andere Bundesländer tranpsortiert werden müssten und damit zu rechnen ist, dass dies zukünftig auch andere Bundesländer betreffen wird) der Gedanke aus, diese Küken, obwohl für die Mast eigentlich ungeeignet, erst etwas später zu ermorden - "Hähnchen", Hühnerküken beiderlei Geschlechts, werden in der Regel im Alter von etwa 30 Tagen umgebracht - und dann eben zum Verzehr zu verwerten, was der Deutsche Tierschutzbund ausdrücklich empfiehlt. Eventuell kommt auch die z.B. auf den Philippinen praktizierte Verwertung in Frage - Eintagsküken frittiert, da die Knochen und Schnäbel der Vogelbabys noch weich genug sind, um mitgegessen zu werden.
Die naheliegendste, einfachste und einzig ethisch vertretbare Alternative - Veganismus - wird unter den Tisch gekehrt oder totgeschwiegen.
Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, Tel. 06056 309788, <email-pii>, http://maqi.de.