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Die Credit Suisse weist per Ende 2015 mehr Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten aus als noch ein Jahr zuvor. Diese beliefen sich auf 1,61 Milliarden. Franken nach 1,02 Milliarden Franken, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.
Die Abgrenzungen für Rechtsstreitigkeiten nahmen netto um 1,12 Milliarden Franken zu. Aufgrund von Vergleichen und sonstigen Barzahlungen ging der Bestand gleichzeitig um 0,54 Milliarden Franken zurück.
Keine detaillierten Angaben
Die Liste verschiedener gerichtlicher, regulatorischer und Schiedsverfahren - in welche die Gruppe involviert ist - ist lang. Wie sich die Rückstellungen im einzelnen auf die verschiedenen Fälle aufteilen, weist die Grossbank nicht aus.
Die Gruppe schätzt ihre realistischen und nicht durch bestehende Rückstellungen gedeckten Gesamtkosten für Verfahren auf eine Bandbreite von null bis 2,2 Milliarden Franken, heisst es weiter.
Im Zusammenhang mit einem ehemaligen Kundeberater in Genf, der seine Investment-Autorität überschritten haben soll, schreibt die Credit Suisse, sie prüfe die Vorwürfe und die entsprechenden Kundentransaktionen. Verschiedene Kunden hätten den Vorwurf erhoben, dass ein früherer Kundenberater in der Schweiz seine Anlagebefugnisse bei der Verwaltung ihrer Portfolios überschritten hätte, was zu übermässigen Konzentrationen gewisser Engagements und in der Folge zu Anlageverlusten geführt hätte, heisst es im Geschäftsbericht.
Verschiedene dieser Kunden hätten bei der Genfer Staatsanwaltschaft Strafanzeige eingereicht. Die Grossbank selbst habe dies auch getan, worauf der Staatsanwalt eine Strafuntersuchung eröffnet habe.
In Italien wird mit dem Vorwurf der Geldwäscherei gegen die Credit Suisse ermittelt. Verschiedene Medien hatten darüber bereits berichtet.
Der Generalversammlung wird am 29. April zudem in zwei Abstimmungen die Erhöhung des genehmigten Kapitals beantragt. Dieses soll zum einen für die Bedienung der Wahldividende 2016 von gegenwärtig 1'150'944 Franken (entsprechend 28'773'601 Namenaktien) auf maximal 5'200'000 Franken (entsprechend 130'000'000 Namenaktien) erhöht werden.
Zum anderen wird die Erhöhung für zukünftige Akquisitionen von gegenwärtig 4'000'000 Franken (entsprechend 100'000'000 Namenaktien) auf maximal 5'200'000 Franken (entsprechend 130'000'000 Namenaktien) beantragt. Die Genehmigung soll zudem um ein weiteres Jahr verlängert werden.
(sda/cfr/hon)