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Vor nicht allzu langer Zeit verabredete eine Schweizer Firma mit den Japanern, dass jedes Jahr ein Wettrudern über 1000 Meter mit einem „Achter mit Steuermann“ auf dem Rhein ausgetragen werden soll. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre grösstmögliche Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Die Japaner gewannen jedoch klar mit über 400 Metern Vorsprung! Nach dieser Niederlage war die besagte Firma sehr niedergeschlagen und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das oberste Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden muss.
Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Massnahmen zu empfehlen. Die Untersuchung ergab: Im Japaner-Team ruderten 8 Leute, und einer steuerte, im Schweizer Team ruderte einer und acht steuerten. Das oberste Management engagierte sofort eine Beraterfirma, um eine Studie über die Struktur des Teams anfertigen zu lassen. Nach Kosten in Millionenhöhe und einigen Wochen Auswertung kamen die Berater zu folgendem Schluss:
Es rudern zu viele und es steuern zu wenige! Um eine Niederlage gegen die Japaner im darauf folgenden Jahr vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt 4 Steuerleute, 3 Obersteuerleute, ein Steuerdirektor und ein Ruderer. Zusätzlich wurde ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um dem Mann, der rudern muss, mehr Ansporn zu geben.
Im darauf folgenden Jahr gewannen die Japaner mit 800 Metern Vorsprung! Die Schweizer Firma entliess den Ruderer wegen schlechter Leistung, verkauften das Boot, stoppten die Entwicklung und alle Investitionen.
Der Beraterfirma wurde lobende Anerkennung für Ihre Arbeit ausgesprochen. Das eingesparte Geld wurde an das obere Management ausgeschüttet.
(via blogbox)