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Die Regierung hat am 24. März 2015 die Rahmenbedingungen für neue Berufsaufträge von Mittelschul- und Berufsfachschul-Lehrpersonen gesetzt. Damit finden die drei parallel laufenden Projekte zum Erlass neuer Berufsaufträge für die Volksschule und die Sekundarstufe II zeitgleich ihren Abschluss. Die neuen Berufsaufträge orientieren sich alle an einer Jahresarbeitszeit und unterteilen die Tätigkeiten der Lehrpersonen in Arbeitsbereiche. Umgesetzt werden sie in der Volksschule und an den Mittelschulen auf das Schuljahr 2015/16, an den Berufsfachschulen auf das Schuljahr 2016/17.
Im Herbst 2012 hatte das Bildungsdepartement eine Auslegeordnung der Berufsaufträge der Volksschule, der Mittelschulen und der Berufsfachschulen begonnen. Es galt, die Berufsaufträge zu vergleichen und soweit möglich und sinnvoll einander anzugleichen. In einem ersten Schritt wurden im Jahr 2013 Eckwerte definiert, die für alle drei Berufsaufträge gelten sollten. Anschliessend wurde entschieden, die Überarbeitung der Berufsaufträge koordiniert, aber in eigenen Projekten je Stufe anzugehen.
Volksschule und Mittelschulen vollziehen ab August 2015, Berufsfachschulen ein Jahr später
Die Grundzüge für den neuen Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen hat der Kantonsrat in einem XVI. Nachtrag zum Volksschulgesetz und einem neuen Gesetz über den Lohn der Volksschul-Lehrpersonen gelegt. Er stimmte beiden Erlassen in der Septembersession 2014 ohne Gegenstimme zu. Gestützt darauf erliess die Regierung Ende letzten Jahres eine neue Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen und der Erziehungsrat ein Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen. Der neue Berufsauftrag wird ab Schuljahr 2015/16 vollzogen. Dafür müssen mit allen Lehrpersonen neue Arbeitsverträge abgeschlossen werden. Die Vorbereitung läuft bei den Schulträgern derzeit auf Hochtouren.
Der bisherige Berufsauftrag der Mittelschul-Lehrpersonen wurde im Frühjahr 2013 von einer externen Fachstelle evaluiert. Die Evaluation ergab, dass sich dieser Berufsauftrag weitgehend bewährt hat. Darauf basierend wurde der Berufsauftrag für Lehrpersonen an Berufsfachschulen weitgehend demjenigen der Mittelschulen angeglichen. Mit neuem Verordnungsrecht hat nun die Regierung am 24. März 2015 auch die Rahmenbedingungen für die neuen Berufsaufträge auf der Sekundarstufe II festgelegt. Der Berufsauftrag für Mittelschul-Lehrpersonen kann auf das Schuljahr 2015/16 umgesetzt werden. Zur Umsetzung des Berufsauftrages für Berufsfachschul-Lehrpersonen ist mehr Vorbereitungszeit nötig, weshalb dieser erst auf das Schuljahr 2016/17 umgesetzt wird.
Ausrichtung auf Jahresarbeitszeit und Arbeitsfelder
Die neuen Berufsaufträge sind bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent auf eine Jahresarbeitszeit von 1'906 Stunden ausgerichtet. Die Anstellung erfolgt nicht mehr nach der Masseinheit "Lektionen", sondern in Stellenprozenten.
Neben dem Unterricht im engeren Sinn erbringen die Lehrpersonen weitere Leistungen. Deren Umfang hat in den letzten Jahren anerkanntermassen zugenommen. Mit den neuen Berufsaufträgen teilt sich die Jahresarbeitszeit auf in das zentrale Arbeitsfeld Unterricht und weitere Arbeitsfelder. Für alle Arbeitsbereiche gibt der Kanton Inhalt und Umfang vor. Allfällige weitere Tätigkeiten gehören nicht zum Berufsauftrag.
Die neuen Berufsaufträge ermöglichen es, die Arbeitsverträge der Lehrpersonen flexibel den effektiv zu erfüllenden Aufgaben anzupassen. Die Lehrpersonen sollen dort Arbeitszeit einsetzen, wo es für die Schule und ihre Qualität nötig und wirkungsvoll ist. Flexible Arbeitszeiten erlauben der Schule vor Ort, ihre Ressourcen effizient einzusetzen.