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14 Einzelathletinnen und -athleten haben bislang die Kriterien für die WM in Moskau (10. bis 18. August) erfüllt. Unter ihnen befinden sich fünf Marathonläufer und drei Geher, wobei die Marathonläuferin Lucia Mayer-Hofmann ihre Teilnahme wegen einer Irritation im Knochengewebe abgesagt hat.
Auffallend ist auch, dass bis anhin bloss vier Schweizer Männer ihr Ticket für Moskau auf sicher haben, wovon nur Alex Wilson ein Bahnathlet ist. Die 4×100-m-Staffel hat zwar im vergangenen Jahr ebenfalls den WM-Wert erfüllt, heuer blieb sie den Beweis jedoch schuldig, in der russischen Hauptstadt kompetitiv zu sein. Deshalb dürfte nur dann ein Team selektioniert werden, wenn die Einzelresultate über 100 m an den Schweizer Meisterschaften genügend gut sind. Ansonsten ist in Luzern nur noch dem Sprinter Amaru Schenkel eine Qualifikation zuzutrauen, falls er trotz einer leichten Muskelverletzung überhaupt startet.
Vier Frauen im Rennen
Besser sieht die Situation bei den Frauen aus. Hier gibt es mit den Sprinterinnen Lea Sprunger und Mujinga Kambundji sowie Weitspringerin Irene Pusterla und Stabspringerin Anna Katharina Schmid noch vier Kandidatinnen, die realistische Chancen besitzen, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Sprunger blieb Anfang Juli bei der Athletissima in Lausanne über 200 m lediglich um sechs Hundertstelsekunden über der B-Limite. Kambundji zeigte an den U23-Europameisterschaften in Tampere starke Leistungen; über 100 m verpasste sie als Vierte eine Medaille lediglich um fünf Hundertstel. Sprunger und Kambundji dürften an den Weltmeisterschaften allerdings so oder so am Start sein, da die Sprintstaffel der Frauen im Gegensatz zu jener der Männer mit Sicherheit selektioniert wird.
Pusterla blieb in dieser Saison bislang unter ihren Möglichkeiten; ihre Bestleistung beträgt 6,52 m. Um den B-Wert zu schaffen, muss sich die Tessinerin um 13 Zentimeter steigern. Dass sie diese Weite in den Beinen hat, bewies sie schon mehrmals–ihr Schweizer Rekord steht bei 6,84 m. Schmid fehlen im Stabhochsprung noch neun Zentimeter. Ob sie derzeit aber über das Selbstvertrauen verfügt, die geforderte Höhe von 4,50 m zu überspringen, ist fraglich.
Besonders gespannt darf man auf den Auftritt von Hürdensprinterin Noemi Zbären sein. Die 19-jährige Emmentalerin wurde am vergangenen Samstag in Rieti Junioren-Europameisterin. Vor ihr hatte aus der Schweiz erst Meta Antenen im Jahr 1966 an U20-Europameisterschaften Gold geholt. Zbären ist in ihrer Disziplin die klare Favoritin, nachdem Lisa Urech Forfait erklärt hat. Urech trainiert zwar wieder intensiv, ihr Wettkampf-Comeback ist aber erst nach den Weltmeisterschaften vorgesehen.
Die nationalen Titelkämpfe werden zum vierten Mal in Serie am Freitag und Samstag ausgetragen. Vor allem am zweiten Tag geht es mit 23 Finals Schlag auf Schlag. Si
Luzern. Schweizer Meisterschaften. Zeitplan. Freitag:Vorläufe und diverse Entscheidungen in technischen Disziplinen, Final 3000 m Steeple und 100-m-Finals. Samstag: 23 weitere Finals.
Freiburger: Einige Medaillen sind möglich
D ie Liste der Freiburger Athleten an den Schweizer Meisterschaften wird von Andreas Kempf (TSV Düdingen) angeführt, der über die 5000 Meter (14:04 Minuten) die Schweizer Saisonbestleistung hält. Ebenfalls Medaillenchancen haben die Exil-Freiburger Michael Page (GG Bern, 100 m Hürden) sowie Valérie Lehmann (GG Bern, 5000 m). Weitere Athletinnen und Athleten aus dem Kanton sind die Düdinger Laurent Schaller (1500 m), Aurélie Schneider (200 m), Sybille Bürgisser (400 m, 400 m Hürden), Annabel Hayoz (400 m), Melanie Fasel (Stab) und Janina Aebischer (Dreisprung). fs