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Dieses Stück habe ich als schwer eingestuft, weil es im Zusammenspiel ein gutes Timing zwischen den Stimmen erfordert und ausserdem alle drei Stimmen auch solistisch hervortreten.
Die Einleitung (Takte 1 bis 5) soll eine etwas geheimnisvolle Atmosphäre schaffen: ein weiter Blick in eine unberührte Landschaft, der Tag dämmert, Nebelschwaden lösen sich auf, und ...
... von Ferne erklingt eine wunderbare Melodie, gespielt von drei Hörnern (Takte 6 ff.). Dieses Thema sehr weich und gesanglich artikulieren, Bindungen können auch leicht mit der Zunge angestossen werden, damit die Töne sauber ansprechen.
Wenn im Takt 15 die Melodie noch einmal leiser wird (»più piano«), wird das anschliessende Crescendo noch effektvoller!
Damit der Wechsel zwischen der ersten und der zweiten Stimme (Takte 22 bis 31) für die Zuhörer gut zur Geltung kommt, würde ich die dritte Stimme in die Mitte nehmen. So ergibt sich akustisch der beste Stereo-Effekt.
Ausserdem besteht die Gefahr, dass die erste und zweite Stimme vom Timing her auseinander fallen. Vielleicht hilft dann folgender Tipp: Die beiden Stimmen versuchen ganz bewusst, die Melodie einander zuzuspielen. Jene Stimme, welche nach der Pause die Melodie übernimmt, soll den Einstieg mit viel Mut und Herz angehen (sprich genug früh einsteigen). Sonst besteht die Gefahr, dass durch die Verzögerung das Tempo immer weiter gedehnt wird.
Beim B-Teil habe ich keine absoluten Dynamik-Angaben gemacht. Das soll die Alphornbläser ermuntern, sich selber Gedanken zu machen, wie sie den dynamische Verlauf dieses Teils gestalten möchten.
Der Schlussteil (Takte 47ff.) soll ganz würdevoll und majestätisch klingen. Deshalb einen grossen, runden Klang suchen. Dabei kann es einerseits helfen, wenn man mental versucht, zu einem entfernten Punkt (z.B. ein Baum hinter den Zuhörern, ein Berg etc.) zu spielen und andererseits die Töne als »DO« artikuliert und mit viel Luft stützt!