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Wer schon einmal in einer Gärtnerei an der Algarve war oder eine Wanderung mit Einheimischen unternommen hat, wurde vielleicht auf eine gelb blühende Pflanze aufmerksam gemacht, die als Caril bezeichnet wird.
Noch grösser ist das Erstaunen, wenn man im Wörterbuch die Übersetzung „Curry“ findet.
Doch Curry ist nicht gleich Curry.
In asiatischen Ländern sowie in Englisch sprachigen Ländern versteht man unter Curry, Gerichte, die mit einer gelben Gewürzmischung zubereitet werden, die aus 12 bis 36 Gewürzen bestehen kann.
Dieses gelbe Gewürzpulver bezeichnen wir in Europa als Curry.
Die gelbe Currypflanze, die wir an der Algarve antreffen, hat tatsächlich ihren Namen aufgrund ihrer Blütenfarbe, die man mit Curry in Verbindung bringt. Ihr botanischer Name ist Helichrysum italicum. Sie gehört zur Familie der Astern und ist eng verwandt mit den Strohblumen.
Das Currykraut wird nur gelegentlich mit anderen mediterranen Kräutern kulinarisch verwendet und hat ansonsten nicht mit der gelben Gewürzmischung zu tun.
Das Aroma erinnert eher an Salbei. Getrocknet verliert es seinen Duft.
In Asien gibt es auch einen Currybaum, botanisch Murraya koenigii Spreng. Dessen Blätter werden ab und zu der Currymischung beigefügt, sind jedoch nicht ausschlaggebend für das Aroma der Gewürzmischung.
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