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Die Geschichte von Jane Goodall, der Gründerin des Jane Goodall Instituts, bewegt und inspiriert. Im Juli 1960, im Alter von 26 Jahren, begann sie in Tansania die bis dahin in freier Wildbahn nahezu unerforschten Schimpansen zu beobachten. Sie verwirklichte ihren Traum von einem Leben bei den Wildtieren Afrikas – trotz zahlreicher Hürden für eine alleinstehende junge Frau ohne Universitätsabschluss.
Am Ufer des Tanganjika-Sees im heutigen Gombe Stream Nationalpark errichtete sie ihr Zelt. Ausgerüstet mit wenig mehr als einem Notizbuch, einem Fernglas und ihrer Faszination für Tiere wanderte sie jeden Tag in den umliegenden Wald, um die Schimpansen zu beobachten. Als die Tiere endlich Vertrauen zu ihr gefasst hatten, gelangen ihr spektakuläre Entdeckungen: Dass Schimpansen Werkzeuge herstellen, um an versteckte Futterquellen zu gelangen, dass sie Mitgefühl miteinander haben, und dass sie Kriege untereinander führen. Diese Entdeckungen verbesserten unser Verständnis über unsere nächsten Verwandten im Tierreich schlagartig und machten Jane Goodall als Verhaltensforscherin weltberühmt.
Als Jane Goodall in den 1980er Jahren an einer wissenschaftlichen Konferenz über Schimpansen teilnahm, an der sich Forschende von weiteren Studienorten in Afrika austauschten, wurde ihr zum ersten Mal bewusst, dass wilde Schimpansen in ihrem ganzen Verbreitungsgebiet durch Wilderei und Waldverlust bedroht sind. Sie verliess die Konferenz als Aktivistin. Das Jane Goodall Institut, das sie ursprünglich zur Finanzierung ihrer Forschung in Gombe gegründet hatte, wurde zur Naturschutzorganisation, die Menschen, Tiere und die Natur als Einheit versteht und jedem Individuum eine wichtige Rolle zuspricht.
Jane Goodall regt zum Nachdenken und zum Handeln an. Sie ruft besonders angesichts der grossen Herausforderungen unserer Zeit jung und alt dazu auf, hoffnungsvoll zu bleiben und für Menschen, Tiere und die Umwelt aktiv zu werden.