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Ausstellung / Oliver Ressler
Ein Film Zu Rohstoffhandel in der Schweiz
THE VISIBLE AND THE INVISIBLE
13. Juni 2014 – 7. September 2014
Ausstellungspause / Gastprogramm im August
Eröffnung: 12. Juni 2014, 19:00
In den letzten Jahren hat sich die Schweiz zum globalen Zentrum des Rohstoffhandels entwickelt. Von keinem Staat aus werden mehr Rohstoffe gehandelt; dennoch gelangt das gehandelte Rohöl, Kupfer, Aluminium, die Kohle oder der Weizen nie auf Schweizer Territorium. Trotz ihrer Bedeutung für die Schweizer und die globale Ökonomie ist nur wenig über diese Geschäfte bekannt.
Die Zentralen der Rohstoffkonzerne, die zu den umsatzstärksten Unternehmen der Welt gehören, liegen oft in den höheren Stockwerken von Bürogebäuden im Rohstoff-Hub Genf oder im Falle von Glencore Xstrata im Kanton Zug, einer Steueroase. Der relativen Unsichtbarkeit in der Schweiz stehen die sichtbaren, oft katastrophalen Auswirkungen gegenüber, die der Abbau und Handel der Rohstoffe unter neokolonialen Bedingungen für die Menschen, die Umwelt und die staatlichen Strukturen für die im Süden konzentrierten Abbaugebiete hat.
Lecture am Eröffnungsabend
Donnerstag, 12. Juni, 20:00
Der Künstler und Filmemacher Oliver Ressler wird seinen neuen, von der Shedhalle koproduzierten Film „The Visible and the Invisible“ erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.
Der Film wird in der Lecture zu früheren Arbeiten in Beziehung gesetzt: „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ (2006), ein in Zusammenarbeit mit Dario Azzellini entstandener Film und eine 6-Kanal Videoinstallation, diskutiert anhand von fünf Großunternehmen in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und Selbstverwaltung. Unternehmen sozialer Produktion exportieren nicht mehr ausschließlich Rohstoffe, sondern produzieren höherwertige Produkte im Land, um mehr Einnahmen für die Menschen zu generieren. Die Arbeit „<ip-pii> / 7<ip-pii>.000“ (2006), die im Rahmen einer Ausstellung in der Shedhalle für das große elektronische Billboard am Zürcher Hauptbahnhof realisiert wurde, setzt die Auslandsschulden Afrikas mit jenen Schäden in Beziehung, die Kolonialismus und Sklaverei dort verursacht haben. „Leave It in the Ground“ (2013) diskutiert die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachte Klimakrise als politisches Problem. Erdöl gilt als wichtigster Rohstoff, dessen Handel zu einem Großteil über den Rohstoff-Hub Genf abgewickelt wird.