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11.8
Penis, Kind
Präparat:
Präparatedetails:
Organ: Penis
Herkunft: Mensch (Kind)
Färbung: Hämalaun - Eosin (HE)
Methode und Präparat:
Normales histologisches Präparat mit einer Übersichtsfärbung (HE) gefärbt.
Ziel der Untersuchung:
Kenntnis des menschlichen Penis mit seinen Schwellkörpern, von denen auf diesem Präparat mehrheitlich die Glans penis (Eichel) zu sehen ist, und der spezifischen Hautverhältnisse in Bezug auf die fehlende Subcutis.
Besonderheiten des Präparats:
Der Penis ist für seine beiden Aufgaben (Harnabgabe und Geschlechtsakt) mit spezifischen Schwellkörpern ausgerüstet, die während sexueller Erregung verstärkt mit Blut gefüllt werden können und während der Harnabgabe (Miktion) in erschlafftem Zustand die Passage von Harn durch die Harnröhre ermöglichen.
Bei diesem Präparat gilt es zu beachten, dass es sich um einen kindlichen Penis handelt, dessen Strukturen noch nicht voll ausgebildet sind.
Das vorliegende Präparat ist im Bereich der Penisspitze, d.h. der Glans penis geschnitten. Genauer: am Übergang vom Penisschaft in die Glans penis. Deshalb ist aussen ein Teil des Corpus cavernosum und im Inneren das Corpus spongiosum getroffen.
Das Corpus spongiosum zeigt aber ebenfalls, wenn auch weniger ausgeprägt die Blutcavernen, die sich während sexueller Erregung vermehrt mit Blut füllen. Das bläulich gefärbte Epithel, das diesen Teil des Penis umgibt, ist im Bereich der Umschlagsstelle von der inneren Wand der Vorhaut auf die Haut der Glans penis geschnitten. Nur an zwei Orten zeigt sich bereits die Andeutung des Spaltes zwischen der Glans penis und der Vorhaut (Präputium). Im Bereich des Frenulums und des Septum penis, d.h. an der Übergangsstelle zwischen Glans und Schaft, unterbricht das Frenulum den Ring des umgebenden Epithels.
Aussen ist die Glans penis von der Vorhaut überzogen, die sich, wie auch die Haut des Penisschafts durch das Fehlen einer Subcutis (d.h. des Fettgewebes) deutlich von anderen Hautbereichen abgrenzen lässt. Die Vorhaut ist eine Duplikatur der Epidermis mit dazwischen liegendem Corium, das hier zudem noch sehr locker strukturiert ist. Auf der Aussenseite zeigt sich schon die leichte Verhornung des Epithels.
Die Blutcavernen im Corpus spongiosum werden durch einen venösen Plexus gebildet. In der Wand dieser Gefässabschnitte können einige, beim Kind noch sehr schwach ausgebildete, glatte Muskelzellen gefunden werden.
Aufgaben:
Orientieren Sie sich am Präparat und identifizieren Sie die Harnsamenröhre (warum dieser Doppelname?).
Suchen Sie das innere Epithel des Präputiums und der Glans penis. Was könnte die Erklärung dafür sein, dass nur eine Epithelschicht aber 2 Mal ein Stratum basale vorhanden ist?
Untersuchen Sie die Haut des Präputiums und benennen Sie die Schichten. Welche Schicht, die bei anderen Hauttypen unterhalb des Coriums liegt, fehlt hier?
Identifizieren Sie Nervenfasern, die es hier in grosser Zahl gibt.
Erkennen und beschreiben Sie den Bau der Blutcavernen in der Glans penis.
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Universität Basel
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