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Hamburg, München, Budapest, Rom, Innsbruck. Die Liste der Städte, die sich gegen eine Bewerbung für Olympische Spiele aussprachen, war in den letzten Jahren länger als die der Bewerber.
Das soll sich nun ändern. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verspricht Reformen hin zu weniger Gigantismus. Das IOC möchte «nachhaltige, realisierbare und kostengünstigere Olympische Spiele» anbieten und diese an die «langfristigen lokalen, regionalen und nationalen Entwicklungsziele anpassen», hiess es Mitte Oktober.
Zusammenarbeit mit IOC
So sollen interessierte Städte und Nationale Olympische Komitees bis Oktober 2018 in einer «einjährigen unverbindlichen Dialogphase gemeinsam mit dem IOC die Vorteile und Anforderungen der Ausrichtung Olympischer Spiele bewerten». Zudem will das IOC «proaktiv» auf Städte zugehen.
«Das IOK wird die Kandidaten aktiv begleiten und unterstützen, bevor Zusagen gemacht werden. Technische Experten des IOK werden helfen, die Kandidatur zu entwickeln. Die Kosten für diese Unterstützung trägt das IOK. (...) Die Arbeitsgruppe legte den Fokus vor allem auf die Aspekte Nachhaltigkeit, und Wiederverwertbarkeit sowie auf den Prozess der Bewerbung und Durchführung der Spiele.»
Finanzielles Risiko liegt beim Ausrichter
Zur Finanzierung der Winterspiele verspricht das IOC 925 Millionen Dollar. Die restlichen Kosten muss der Veranstalter tragen. Von Seiten der Schweiz will der Bundesrat knapp eine Milliarde Franken bereitstellen. Was passiert aber, wenn die Spiele teurer sind, wer kommt für die Kosten auf? Für das IOC ist die Sache klar: «Wir vom IOC nicht», sagt der Exekutivdirektor für Olympische Spiele, Christophe Dubi. Es brauche eine Garantie des Veranstalters.
Kleinere, günstigere Spiele erhöhen die Chancen für die Kandidatur «Sion 2026». Das finanzielle Risiko bleibt aber. Nebst der Skepsis in der Schweiz steht Sion zudem im Wettbewerb mit Calgary und Salt Lake City. Die Entscheidung für die Winterspiele 2026 soll in zwei Jahren fallen.