Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/1348

Chinas Bankensystem hat Bankentrennung und wenig Derivate
Yi beschreibt dann die Bank- und Wertpapiergesetze, die daraufhin beschlossen wurden, und merkt an: „China setzte offiziell auf den Kurs, Geschäfts- und Investmentbanking zu trennen, und schrieb Geschäftsbanken vor, sich von ihren Wertpapierfirmen und Investmentunternehmen zu trennen.“ In dem Kapitel beschreibt Yi weiter, wie ein Jahrzehnt später wieder über diese Frage diskutiert wurde, als Ökonomen (darunter er selbst!) für die „Universalbanken“ plädierten. Doch der transatlantische Finanzkrach 2007-08 besiegelte die Angelegenheit erneut zugunsten des Glass-Steagall- Prinzips.
Darüber hinaus wird in einem neueren Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) über chinesische Banken betont, daß Derivate weiterhin nur einen kleinen Anteil der Geschäfte von Chinas Geschäftsbanken ausmachen - im Gegensatz zu den westlichen „systemrelevanten“ Großbanken. Chinas Derivatmarkt entspricht laut der BIZ nur 0,33% des Weltmarkts. Gemessen an Chinas Anteil am Wirtschaftsprodukt der Welt ist sein Bankensektor offensichtlich bei Derivaten sehr vorsichtig.
Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
Der lesenswerte Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, <email-pii>
Hintergründe über die Politik der Troika erfahren Sie an der Gelddebatte mit Harald Schumann, Autor und Filmemacher: «Finanzkrise und Demokratie – wie Troika und Bankenrettung demokratische Grundsätze aushebeln». 4. Mai 2015, 19.00 Uhr, Volkshaus Zürich. Weitere Infos: www.gelddebatten.ch
von: