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Bis zum 24. Februar 2023 beherbergen die vier Schauräume der Galerie die Werke von vier Künstlern. Ein gemeinsames Merkmal verbindet diese Werkgruppen. Der Betrachter soll in die Bildfolgen gleichsam eintreten, den Bildgeschichten Zeit und Aufmerksamkeit zugestehen.
Ohne Titel, 1988, zeugt auf kleinem Raum von den Möglichkeiten, die Andreas Christen durch die Verwendung von Epoxy für sein Werk gewonnen hat. Im Gegensatz zur aufwändigen Herstellung seiner frühen Monoformen aus Polyester, bestehen die Werke aus Epoxy aus einer bestimmten Anzahl miteinander verbundener gleicher Module. Diese gegossenen Module konnten als Positiv- und Negativformen verwendet werden. So entstanden dichte, bewegte Strukturen aus Horizontalen, Vertikalen, Diagonalen und schiefen Ebenen, die in ihrer Ausschnitthaftigkeit auf eine potenzielle Ausdehnung über das sichtbare Objekt hinausweisen.
Zwei Werke von Richard Tuttle finden sich im zweiten Raum. «Gold» von 2001 ist eine fünfteilige Grafik-Suite, die ihren Reiz und ihr Geheimnis erst preisgibt, wenn sie in der festgelegten Abfolge gelesen wird. «Poem» (2010) darf als ein gewichtiges mehrteiliges Werk beschrieben werden. Es besteht aus zehn Zeichnungen in vom Künstler bearbeiteten Rahmen.
Der dritte Raum ist ganz dem zeichnerischen Werk von Dan Flavin gewidmet. Die kleinformatigen Radierungen sind 1978 entstanden und belegen eine wenig bekannte und unerwartete Seite des Künstlers. Sie zeigen einerseits die Virtuosität des Zeichners und andererseits sein Interesse und seine Kennerschaft was die Kunstgeschichte und insbesondere jene der Zeichnung anbetrifft. So sind die Blätter der Folge « ... in March, in Oakland» Francesco Guardi gewidmet und «Second Sails» James Abbott McNeill Whistler zugeeignet.
Der zweite Tageslichtraum ist der richtige Ort, um die Bilder von Jerry Zeniuk zu betrachten. Dies ist Malerei, die im Wortsinn von Malerei handelt. Der Einstieg in das differenzierte und vielfältige Bildgeschehen ist Voraussetzung dafür, dass sich die malerischen Sensationen offenbaren, welche diese Werke anzubieten haben.
Eine schöne Ergänzung zu den vier Einzelpräsentationen bilden ein Aquarell von 1977 von Giorgio Griffa und «Buongiorno!», eine neue Arbeit von Joseph Egan.
Will Insley
Will Insley (1929–2011)
11. Oktober 2023 bis 16. Februar 2024
James Bishop
James Bishop
Herausgeber: ER Publishing, Editiert von Molly Warnock
Joseph Egan
Joseph Egan und Anton Himstedt: Common Ground
Herausgeber: Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, Ulrike Growe
INSIGHT #3 beleuchtet das zeichnerische Werk von Fred Sandback anhand von drei Beispielen aus den Jahren 1974 und 1982.