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Bei der extrakorporellen Stosswellenlithotripsie (ESWL) wird der Patient auf einem Behandlungstisch gelagert und erhält ein Schmerz- sowie ein Beruhigungsmittel. Eine Narkose ist meist nicht erforderlich. Der behandelnde Arzt lokalisiert mittels Röntgendurchleuchtung oder Ultraschall den Stein und stellt das Gerät so ein, dass die Stosswellen den Stein zerstören können. Die entstandenen kleineren Stücke können dann natürlich ausgeschieden werden. Die Aufenthaltsdauer im Spital beträgt bei kleinen, örtlich einfach gelegenen Steinen etwa zwei bis drei Tage. Die Behandlung verursacht selten Nebenwirkungen und ist in bis zu 80% der Fälle erfolgreich. Diese Methode wird in der Regel bei Steinen im Nierenbecken und im oberen und mittleren Harnleiterdrittel angewendet.
Bei einer Harnrückstauung in die Nieren oder bei Steinen über 2 cm muss die Niere mittels eines Kunststoffröhrchens, welches durch eine Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie) eingelegt wird, entlastet werden. Manche Harnsteine sind nicht sicher zu orten, dann sind andere Behandlungsmöglichkeiten oft effektiver.