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1969 beschloss ein wissenschaftlicher Ausschuss in Bern die Aufzeichnung des Oberwalliser Namengutes, dessen kontinuierliche mündliche Weitergabe gefährdet war.
Marcus Seeberger, Lehrer am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig, wurde mit der Sammlung lebender und historischer Orts- und Flurnamen sämtlicher Oberwalliser Gemeinden betraut. Er begann mit der Feldarbeit 1971, dabei besuchte er die einzelnen Gemeinden und erfasste zusammen mit den einheimischen Gewährspersonen die lokalen Flurnamen. Sie wurden auf einer Karte lokalisiert und mit einem entsprechen Eintrag im Exploratorenbüchlein zur Phonetik, einer Beschreibung sowie eventuelle Bemerkungen versehen. Ab 1974 begann er ebenfalls nach historischen Belegstellen in den diversen Archiven zu forschen.
Feldarbeit: Kartenausschnitt (unten) und Seite aus einem Exploratorenheft (rechts)
Die historischen Namen stammen aus veröffentlichten und unveröffentlichten Urkunden und wurden mit Quellenangaben maschinenschriftlich auf Zettel übertragen. Auch die Einträge aus den Exploratorenbüchlein wurden auf Karteikarten übertragen. Daraus entstand ein Zettelkatalog, in welchem die Belege nach Gemeinden und Bestimmung- und Grundwort eingeordnet sind.