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Herausgegeben von Oliver Lubrich und Christine A. Knoop
Bielefeld: Aisthesis 2013
Als Alexander von Humboldt am 16. Juli 1799 in Cumaná amerikanischen Boden betrat, begann eine Reise, die nachhaltige Wirkungen hatte – in Amerika selbst, aber auch in Europa. Der vorliegende Band untersucht diese folgenreiche Begegnung der ‚alten Welt‘ mit der ‚neuen‘ in zwei Dutzend Beiträgen zu fünf Fragestellungen.
1. Inszenierungen: Wie hat Humboldt Amerika dargestellt? Wie hat er Erstkontakte und Grenzüberschreitungen, Landschaften und Kulturen beschrieben?
2. Einwirkungen: Wer hat ihn dabei beeinflusst? Welche Rolle spielten spanische Historiker, missionarische Jesuiten, volkstümliches Kunsthandwerk und vielleicht sogar indigene Philosophie?
3. Wechselwirkungen: Wie verlief sein Austausch mit amerikanischen Wissenschaftlern – von der persönlichen Begegnung bis zur transatlantischen Korrespondenz?
4. Auswirkungen: Welches Echo hatte die Reise in den bereisten Ländern – in Spanien, in Mexiko, in den USA – und sogar in Brasilien?
5. Nachwirkungen: Wie haben sich europäische Autoren mit dem Amerikareisenden auseinandergesetzt – unter napoleonischer Besatzung (Achim von Arnim) oder in der DDR (Christoph Hein), in populären Romanen (Daniel Kehlmann) oder in der aktuellen Reiseliteratur (als deren Vertreter Hans Christoph Buch den Band eröffnet)?
Oliver Lubrich ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Universität Bern.
Christine A. Knoop forscht am Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik in Frankfurt/Main. Die Beiträge des Bandes wurden vorgestellt auf der Konferenz Alexander von Humboldt – Travels between Europe and the Americas 2009 an der FU Berlin.
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