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11. Ringvorlesung der «Zürcher Mediävistik»
Wie und von wem wurde das Frau- und Mann-Sein im Mittelalter definiert, konstruiert und vermittelt? Was für einen Zugang zu Geschlecht im Mittelalter und welche Geschlechterdiskurse überliefern historische Quellen, literarische Texte oder in unterschiedlichen Kontexten erscheinende Bilder? Welche Handlungsspielräume hatten Männer und Frauen bzw. wurden ihnen zugestanden? Und existierten Möglichkeitsräume zur Aushandlung von Geschlechterrollen?
Mit diesen Leitfragen setzten sich die Referentinnen und Referenten verschiedener Disziplinen auseinander und nahmen Konstruktionen, Bilder und Diskurse von Geschlecht in den Blick. Thematisiert wurden etwa deren Erscheinungsformen, deren politische, soziale oder rechtliche Bedeutung sowie Möglichkeiten ihrer Vermittlung, Durchsetzung oder Aushandlung. Vorstellungen von männlichen und weiblichen Rollenbildern oder Handlungsspielräume, wie sie uns unter anderem in normativen, religiösen oder literarischen Texten und bildlichen Darstellungen überliefert sind, können mit Beispielen kontrastiert werden, die von den üblichen geschlechterspezifischen Zuweisungen abweichen.