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US-Aussenminister John Kerry hat nach der Präsidentenwahl in Afghanistan vor einer illegalen Machtübernahme gewarnt. Er habe Berichte über «Proteste in Afghanistan und Andeutungen über eine 'Parallelregierung' mit den grössten Sorgen zur Kenntnis genommen», erklärte Kerry am Dienstag.
Jeder Versuch einer unrechtmässigen Machtübernahme werde dazu führen, dass Afghanistan von den USA und der internationalen Gemeinschaft nicht mehr finanziell und militärisch unterstützt werde. Gemäss den vorläufigen Wahlergebnissen, die am Montag veröffentlicht worden waren, gewann der frühere Finanzminister Aschraf Ghani die zweite Wahlrunde Mitte Juni mit 56,4 Prozent.
Er lag damit deutlich vor seinem Rivalen, dem früheren Aussenminister Abdullah Abdullah, der auf 43,5 Prozent kam, in der ersten Runde aber noch mit grossem Vorsprung an der Spitze gelegen hatte. Abdullah hatte seinem Rivalen bereits kurz nach der Stichwahl Fälschung vorgeworfen.
Die US-Regierung verlangt eine «vollständige und eingehende» Prüfung aller Fälschungsvorwürfe, wie Kerry betonte. Zuvor hatte bereits seine Sprecherin Jen Psaki beide Kandidaten zur Zusammenarbeit mit der Beschwerdekommission aufgefordert, die nun sämtliche Einwände gegen das Wahlergebnis prüft. Das offizielle Prüfungsergebnis soll am 24. Juli bekannt gegeben werden. (kub/sda/afp)