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Rund um das bewegte Bild
Die Funktionsweise von Geräten zur Erzeugung bewegter Bilder basiert auf dem Phänomen der Persistenz des Netzhautbildes: Wenn Bilder, die zusammen eine Bewegung darstellen, mit einer kurzen Unterbrechung schnell aufeinander folgen, nimmt unser Auge diese nicht wahr und die Bewegung scheint wie in Wirklichkeit fortlaufend.
Die Laterna magica für bewegte Bilder funktioniert nach demselben Prinzip wie die Laterna magica für stehende Bilder, besitzt aber zusätzlich einen Lamellenverschluss vor dem Objektiv und ein Antriebsystem für den Film, einen perforierten, 35 mm breiten Streifen, der als Endlosschleife montiert ist.
Mutoskope wurden ab 1894 von der American Mutoscope Company vermarktet und ab 1899 in Paris vertrieben: Wer zehn Centimes in den Apparat warf, konnte an einer Kurbel drehen und «eine Szene voller Leben und Bewegung» betrachten. Bei den Bildern handelt es sich um rund tausend kleine Papierblätter, die an einem Rad befestigt sind. Sobald das Rad bewegt wird, schaltet sich eine Glühlampe ein. Diese Bilder hatten ganz unterschiedliche Motive, mit einer eindeutigen Vorliebe für schlüpfrige Szenen!
Illustration:
Mutoskop, produziert von der International Mutoscope Reel Co, New-York, um 1920