Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/1707

Gründung
1946
Hauptsitz
New York
Organe
Exekutivrat mit 36 Mitgliedern
Leitung
Anthony Lake (USA)
Vertretung
in 155 Ländern; Unterstützung durch 37 Nationale UNICEF-Komitees
Personal
über 7000 Mitarbeitende
Finanzierung
Beiträge der Geberländer und Spendengelder (va. über die nationalen UNICEF-Komitees).
Budget 2011
3,71 Mrd. USD.
(Ordentlicher) Schweizer Beitrag 2012
20 Mio. CHF
Links
www.unicef.org
www.unicef.ch
Kinderhilfsfonds der Vereinten Nationen
Der Kinderhilfsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Children’s Fund, UNICEF) wurde 1946 mit Sitz in New York gegründet. UNICEF setzt sich weltweit für das Wohl von Kindern und Frauen ein. Zu diesem Zweck arbeitet die politisch und konfessionell unabhängige Institution an der Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder in Entwicklungsländern.
|Die Hauptaufgaben von UNICEF|
Bei Gründung nach dem zweiten Weltkrieg hatte UNICEF das Mandat, den kriegsversehrten Kindern in Europa zu helfen. Seither hat UNICEF seinen Handlungsbereich erweitert. Heute setzt sich das Hilfswerk weltweit für das Wohl und die Rechte von Kindern und von Frauen ein, und dies auf folgende Weise:
- UNICEF hilft, Kindern in Entwicklungs- und Transitionsländern Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu bieten. Dazu gehören z.B. das Bereitstellen von sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung, medizinischer Betreuung und Grundschulen.
- UNICEF unterstützt die Länder dabei, die 1989 von der UNO verabschiedete "Konvention über die Rechte des Kindes" umzusetzen. Weiter fördert die Institution die Realisierung des 1990 am Weltkindergipfel beschlossenen Aktionsplanes für Kinder.
Im Zentrum der UNICEF-Aktivitäten, die zur Realisierung der Millenniums-Entwicklungsziele beitragen, stehen für die Periode 2006 - 2013 folgende fünf Schwerpunkte:
- Überlebenshilfe und Entwicklung für Kinder
- Grundbildung und Gleichberechtigung der Geschlechter
- Kinder und HIV/Aids
- Schutz der Kinder von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch
- Anwaltschaft und Partnerschaft für Kinderrechte
|UNICEF und die Schweiz|
UNICEF ist seit Jahren der wichtigste Partner der Schweiz für die langfristige Förderung der Kinder in Entwicklungs- und Transitionsländern.
Innerhalb der Schweizer Verwaltungsbehörden ist die DEZA für die Zusammenarbeit mit UNICEF zuständig. Die DEZA gewährt der UNICEF einen jährlichen, allgemeinen Beitrag von 20 Mio. Franken. Zudem unterstützt die DEZA im 2010 und 2011 ein Sonderprogramm der UNICEF im Bereich Protection (Schutz der Kinder vor Gewalt) mit 500'000 Franken jährlich. Zusätzlich unterstützt die DEZA in verschiedenen Ländern direkt auch einzelne UNICEF-Projekte. Es handelt sich dabei um Projekte wie die soziale Reintegration von Strassenkindern in Rumänien oder der Kampf gegen Kinderarbeit in Pakistan.
Die Schweiz ist 2010 - 2011gemäss Rotationsprinzip im Verwaltungsrat von UNICEF vertreten. Die Vertretung wurde von der DEZA gewährleistet, die sich aktiv in die Verwaltungsratssitzungen von UNICEF einbringt. Diese Teilnahme ermöglichte es der Schweiz, sich an der Planung und der Aufsicht der UNICEF-Tätigkeiten zu beteiligen.
Unterstützt werden die staatlichen Bemühungen durch das Schweizerische UNICEF-Komitee, das – wie weitere 36 Nationale Komitees – zur Finanzierung der UNICEF-Programme beiträgt. Das Schweizer Komitee finanziert sich ausschliesslich über private Spenden und den Verkauf von UNICEF-Karten und –Geschenken.
|Projektbeispiel UNICEF: "Back to School"-Programm in Afghanistan - so viele Kinder an der Schule wie nie zuvor!|

Drei Jahrzehnte voller Konflikte haben in Afghanistan ca. 75 % der Schulen beschädigt oder zerstört. Der Schulbesuch war schwierig, insbesondere für Mädchen.
Heute können dank Bemühungen der neuen Regierung und der Hilfe von UNICEF so viele Kinder wie nie zuvor die Schule besuchen. Zwei Jahre nach dem Ende des Taliban-Regimes hat sich die Zahl der Schüler und Schülerinnen in der Tat vervierfacht. Positiv ist die Entwicklung auch bei den Mädchen, die auf Primarschulstufe immerhin bereits 35 % aller eingeschriebenen Schüler stellen. Noch 2002 betrug die Einschulungsrate bloss 3 %. Dennoch schätzt UNICEF, dass immer noch über eine Million Mädchen im Alter von 7 bis 13 Jahren keine Schulbildung erhalten. Zudem haben von den 100'000 in Afghanistan registrierten Lehrern weniger als 15 % eine professionelle pädagogische Ausbildung erhalten.
Zusammen mit der afghanischen Regierung setzt UNICEF deshalb die Bemühungen fort, den Zugang zu Bildung und das Bildungssystem insgesamt in seiner Qualität zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise der Vertrieb von Unterrichtsmaterial an vier Millionen Kinder und 80'000 Primarschullehrer, der (Wieder-)Aufbau von Schulhäusern oder die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften.
Weiterführende Informationen und Dokumente
- DEZA Factsheet Multilaterale Organisationen: UNICEF
Die Schweiz und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF
Download (PDF, 412 KB) : [de] [en] [fr]
Bestellen
- Konzept für die multilaterale humanitäre Hilfe
Download (PDF, 4155 KB) : [en]
Bestellen
-
-
- Der Bundesrat legt die Beiträge der Schweiz an drei UNO-Organisationen fest
- Neue Berichte über Wirksamkeit von multilateralen Organisationen veröffentlicht