Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03525.jsonl.gz/1768

Der Lehrling hat den Auftrag, in einem Werkhofgebäude Benzin von einem 200-Liter-Fass in ein 60-Liter-Fass umzufüllen. Dabei überfüllt er das kleinere Fass, und eine Benzinlache breitet sich aus. Der Lehrling ruft einen Mitarbeiter um Hilfe, der vor dem Werkhofgebäude beschäftigt ist. Gemeinsam wollen sie das ausgelaufene Benzin mit Sägemehl und Tüchern aufnehmen. Dabei entzünden sich plötzlich die entstandenen Benzindämpfe.
Die Kleider des Lehrlings brennen sofort lichterloh. Er erleidet Verbrennungen zweiten und dritten Grades an rund 60 Prozent der Körperoberfläche. Der Mitarbeiter kommt mit Verbrennungen an der Hand davon. Das Werkhofgebäude brennt vollständig aus.
Die Unfallabklärung ergibt: Benzin wird in diesem Betrieb seit Jahren gleich umgefüllt. Der Lehrling führte den Vorgang immer so aus. Der Lagerraum für Benzin grenzt an den Aufenthaltsraum. Die Türe zwischen den beiden Räumen steht zum Zeitpunkt des Umfüllens offen. Zündquelle ist ein eingefeuerter Holzofen im Aufenthaltsraum, der in etwa vier Metern Entfernung zum Abfüllplatz steht.