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Marktlage (23. März 2017)
Nachdem die Preise kürzlich gesunken sind, ist den Marktteilnehmern klar geworden, dass die US-Ölförderung schneller gestiegen ist als erwartet. Diese reicht aber nicht aus, um die Zunahme der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte zu kompensieren. Es stellt sich daher die Frage: Wird die OPEC das Abkommen verlängern?
Laut Analysten würden Saudi-Arabien, Kuwait und Iran einer Verlängerung des Abkommens zur Kürzung der Ölförderung zustimmen. Ungewiss ist jedoch, wie die anderen Beteiligten reagieren.
Irak hätte schon eine Steigerung der Produktion bis Ende Jahr kommuniziert. Bei den Nicht-OPEC-Ländern hat Russland bereits angekündigt, die Produktionskürzungen bis Ende April 2017 vorzunehmen. In der Tat hat dieses Land bis heute die vereinbarten Kürzungen nicht umgesetzt. Im Winter nimmt die Fördermenge in Russland so oder so ab, weil die Kälte die Erschliessung neuer Ölquellen verhindert.
Üblicherweise wächst die Öl-Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem ersten Semester. Deswegen dürfte eine Verlängerung des Abkommens mit grösseren Einschnitten bei den Produzenten einhergehen. Andererseits sollte die US-Produktion nicht in der Lage sein, diese erhöhte Nachfrage abzudecken. Eine Verlängerung des OPEC-Abkommens würde daher einen bullishen Effekt generieren.