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Die britische Band Oasis hat am Mittwoch (26.07.) in Nyon ein äusserst kurzes Gastspiel gegeben: Nach einer knappen halben Stunde brachen die Musiker ihr Konzert ab, nachdem Gegenstände aus dem Publikum auf der Bühne gelandet waren.Dieser Inhalt wurde am 27. Juli 2000 - 10:52 publiziert
Schon nach 20 Minuten hatte die Band ein erstes Mal die Bühne verlassen. Augenzeugen zufolge war ein Becher Bier in Richtung des Sängers Liam Gallagher geworfen worden. Die Bandmitglieder kehrten jedoch auf die Bühne zurück, um dann das Konzert schon nach wenigen gespielten Takten erneut zu verlassen.
Erneut waren einige Gegenstände vor den Füssen Gallaghers gelandet. Die Veranstalter nahmen Verhandlungen mit der mürrischen Band auf, um diese umzustimmen. Diese zogen sich gut 30 Minuten hin, was vom Publikum mit Buh-Rufen und Pfiffen quittiert wurde.
Oasis verweigerte jedoch die Wiederaufnahme des Konzerts "aus Sicherheitsgründen". Ein Ansager entschuldigte sich beim aufgebrachten Publikum im Namen des Paléo und jenem der Band. Einige der rund 20'000 irritierten Zuschauerinnen und Zuschauern begannen darauf, Flaschen auf die Grosse Bühne zu werfen.
An einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz bedauerte Festival- Direktor Daniel Rossellat den Zwischenfall. Oasis habe sich zu keiner Zeit in Gefahr befunden, unterstrich Rossellat. Er führte deren Verhalten auf "eine gewisse Psychose" zurück.
Die Gage von 100'000 Dollar, die höchste an der 25. Ausgabe des Paléo, werde aber nicht zurückgefordert. "Das hätte endlose juristische Streitereien zur Folge".
Situation dreht ins Absurde
Die Affäre habe zusehends absurde Züge angenommen. Die Musiker von Oasis fühlten sich so bedroht, dass sie das Gelände nur mit einer Polizeieskorte verlassen wollten.
Dies wurde ihnen von den Veranstaltern versagt, worauf Oasis die britische Botschaft kontaktierte. "Eine irrationale Situation. Das Paléo hat keine Hooligans unter seinem Publikum", versicherte Rossellat.
Es ist das erste Mal in der Geschichte des Paléo, dass eine Band ein Konzert unterbrach. Vertraglich sind die Veranstalter nicht an eine Rückgabe der Tickets für diesen Abend gebunden. "Wenn sich jemand aus dem Publikum aber wirklich übergangen fühlt, ist unser Ansicht nach eine Rückerstattung korrekt", fügte Rossellat hinzu.
swissinfo und Agenturen
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