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In der Gemeinde Wittnau hat der Kindergarten noch keine besonders lange Tradition.
Jene Wittnauerinnen und Wittnauer, die heute (2022) im Pensionsalter sind, hatten in ihrer Kindheit noch nicht die Gelegenheit, einen Kindergarten zu besuchen.
Auslöser für die Eröffnung einer Kindergartenabteilung war der Bau des "neuen" Schulhauses.
Als die neuen Schulräume im Juli 1962 bezogen werden konnten, schaffte das Platz im "Alten Schulhaus" (heute Gemeindehaus). Nach einem Umbau der Räumlichkeiten wurden im obersten Stock ein Werkraum für Holzbearbeitung und ein Zimmer für die Mädchen-Handarbeit eingerichtet. Den 1. Stock teilten man der Gemeindekanzlei und dem Kindergarten zu.
Weil für die Kleinen auch das Spielen im Freien wichtig ist, legte die Gemeinde auf dem Land des Kirchenpfrundgutes gleich gegenüber des Alten Schulhauses einen grossen Spielplatz ein.
Bevor die neue Kindergartenabteilung eröffnet werden konnte, wurde eine Kindergarten-Kommission gewählt. Anfang 1965 nahm diese ihre Arbeit auf.
Dieser Kommission gehörten an: - Hans Brogli, Vizeammann (Präsident)
- Agnes Häseli-Vogel
- Frau Brogli-Schmid
- Frau Speiser-Lenzi
- Artur Müller-Suter
"Bis das Schifflein die richtige Bahn gefunden hat", bot auch "Frau Lehrer Müller" (Marlies Müller-Weiss) ihre Hilfe an. Als Primarlehrerin und Kindergarten-Inspektorin brachte sie auch das nötige Fachwissen mit.
Am 25. Oktober 1965 konnte der Kindergarten starten. Trotz ausgetrocknetem Arbeitsmarkt konnte eine Kindergärtnerin gefunden werden. "Fräulein Oswald" hiess sie. Ihr Vorname ist aus den Protokollen der Kindergartenkommission nicht zu erfahren.