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Normalerweise halten Hunde den eigenen Schlafplatz sauber. Dieses Verhalten ist angeboren. Dies gilt nicht unbedingt für die restliche Wohnung.
Im Idealfall lernt ein Welpe bereits beim Züchter, das Geschäft nicht in der Wohnung zu verrichten. Mithilfe einer Kiste, die mit Rasenplatten oder Einstreu gefüllt ist, pinkelt der Welpe frühzeitig auf den richtigen Untergrund. Da der Welpe oft nach dem Erwachen urinieren muss, setzt der Züchter den Hund sofort in die Kiste. Nach einigen Wiederholungen wird der Welpe die Kiste ohne die Hilfe des Züchters aufsuchen und als neue Toilette akzeptieren. Bestenfalls steht dem Welpen später auch ein Auslauf mit einer Grasfläche zur Verfügung. Somit kann der Welpe von der Kiste Abstand nehmen und den weichen Untergrund im Auslauf für sein Geschäft nutzen.
Insofern der Züchter seine Aufgabe gut erledigt hat, werden Sie künftig wenige Probleme mit der Stubenreinheit Ihres Hundes haben.
Leider wachst nicht jeder Welpe unter diesen idealen Bedingungen auf. Ein Welpe, der weder eine Kiste noch einen Garten-Zugang hatte, konnte die Stubenreinheit nicht erlernen. Gab es im Aufzuchtraum nur harte Böden und keine weichen, aufsaugenden Untergründe, ist eine Vorprägung auf solche Untergründe möglich. Somit wird sich der Welpe lieber auf Ihrem harten Wohnungsboden lösen als draußen im Garten oder in der Natur.
Stubenreinheit am Tag trainieren
Dieses Training richtet sich an Welpen oder erwachsene Hunde, die die Stubenreinheit nicht erlernt haben.
- Entscheiden Sie sich für eine Hundetoilette in der Nähe Ihres Zuhauses. Das kann eine Wiese, ein Rasenstreifen entlang der Straße oder ein Baum sein.
- Anfänglich müssen Welpen oft urinieren. Nach dem Schlafen, dem Essen, einem Spiel oder spätestens nach 2 bis 3 Stunden. Tragen Sie Ihren Welpen dann sofort und angeleint zur Hundetoilette und setzten Sie ihn auf den Boden auf. Seien Sie also aufmerksam! Wenn der Welpe anfängt, sich im Kreis zu drehen und mit der Nase den Boden beschnüffelt, ist das ein Alarmsignal für Sie. Bei erwachsenen Hunden sind die Zeichen schwieriger zu deuten. Da hilf nur, regelmäßig die Hundetoilette aufzusuchen und sich dort zu gedulden.
- Bei der Hundetoilette ist es wichtig, geduldig zu sein. Lenken Sie Ihren Welpen nicht ab, indem Sie mit ihm sprechen. Am besten ignorieren Sie ihn, bis Ihr Welpe hinhockt und uriniert.
- Sie können ihn mit ruhiger Stimme loben. Ein «Prima» genügt.
Stubenreinheit in der Nacht trainieren
Ihr Welpe muss auch in der Nacht auf die Toilette! Das gilt weniger für ältere Hunde, da ihr Harndrang geringer ist als beim Welpen.
- Am besten kaufen Sie eine Hundebox und stellen diese neben Ihr Bett. Somit kann Ihr Welpe nicht heimlich in der Nacht in eine Ecke urinieren. Da es sich bei der Hundebox um den Schlafplatz handelt, wird der Welpe den Ort so lange wie möglich sauber halten. Dieses Verhalten ist angeboren.
- Sobald Ihr Welpe in der Nacht unruhig wird, hin und her läuft oder anfängt zu jammern, müssen Sie sofort die Hundetoilette aufsuchen. Sie können auch einen Wecker stellen. Zu Beginn alle 3 Stunden. Danach können Sie die Zeit schrittweise erhöhen. Der Vorteil des Weckers: Der Welpe fordert das Urinieren nicht ein. Ansonsten kann es passieren, dass ihr Hund oft jammert und Dinge von Ihnen einfordert, da er mit diesem Verhalten erfolgreich war.
Signal «Pipi»
- Nach einigen Wiederholungen versteht Ihr Hund, dass der ausgesuchte Ort, die neue Hundetoilette ist.
- Fügen Sie das Signalwort «lösen», «Pipi» oder «mach jetzt» hinzu, sobald Ihr Hund sich hinhockt. Nach einigen Wiederholungen verknüpft der Hund das neue Signalwort mit der Handlung, zu urinieren. Das ist praktisch vor einer langen Autofahrt oder wenn Ihr Hund später längere Zeit alleine bleiben muss.
Rückschritte beim Training
- Haben Sie nicht aufgepasst? Uriniert Ihr Welpe gerade in der Wohnung? Nehmen Sie Ihren Welpen kommentarlos hoch, damit er das Urinieren unterbindet. Tragen Sie ihn zur Hundetoilette. Bestrafen Sie ihn nicht.
- Ein Rückschritt beim Training kann auf eine medizinische Ursache hindeuten. Hat Ihr Welpe oft Harndrang und uriniert er in kleinen Mengen in die Wohnung? Das könnte eine Blasenentzündung sein. Suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf.
Stubenreinheit bei erwachsenen Hunden
Bei erwachsenen und bereits stubenreinen Hunden gibt es unterschiedlichste Gründe für die plötzliche Stubenunreinheit.
• Blasenentzündung
• Inkontinenz
• Durchfall
• Unsicherheit
• Angst/Stress
• Sexuelle Motivation
Hier ist eine genaue Analyse notwendig. Besuchen Sie Ihren Tierarzt oder kontaktieren Sie einen Hundetrainer.