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Im November 2016 hatte der Bundesrat die DEZA beauftragt, die Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der internationalen Zusammenarbeit in Eritrea in Form von Pilotprojekten mit begrenztem Budget zu prüfen. Nach einer Machbarkeitsstudie, gezielten Kontakten und Planungsarbeiten lancierte die DEZA Anfang Oktober 2017 ihre Beteiligung an zwei Berufsbildungsprojekten.
Die DEZA war von 1993 bis 2006 in Eritrea tätig und unterhielt von 2001 bis 2006 in Asmara ein Programmbüro, namentlich für humanitäre Hilfsaktionen. Das Büro wurde 2006 geschlossen, weil die notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung der Aktivitäten nicht mehr gegeben waren. Bei den neuen Beiträgen der Schweiz an Kooperationsprojekte in Eritrea wird nachzuweisen sein, dass ein wirksames Engagement vor Ort möglich ist. Die Schweiz hofft, dass sich die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit mit den eritreischen Behörden schrittweise verbessern wird. Mit ihrem Engagement kann die Schweiz gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft den zwischenstaatlichen Dialog zu verschiedenen Themen vertiefen, z. B. zu den Menschenrechten, zu Entwicklungsfragen und zur Rechtsstaatlichkeit.
Beim ersten, vom privaten Schweizerischen Unterstützungskomitee für Eritrea (SUKE) durchgeführten Projekt geht es um eine Berufsschule in der Hafenstadt Massaua. Die Lehrkräfte, die alle selbst in Unternehmen der Region angestellt sind, schulen Arbeiterinnen und Arbeiter, erteilen Weiterbildungskurse und können sich auch selber fortbilden. Das Ausbildungsangebot der Schule wird regelmässig an die Bedürfnisse des lokalen Arbeitsmarkts angepasst.
Mit dem zweiten Projekt wird über die Agentur Volontariato Internazionale per lo Sviluppo (VIS) ein Bildungsprogrammm der Organisation Don Bosco unterstützt, das Berufsschulen in der Region Asmara, Dekemhare, Nakfa, Hagaz und Mai Habar fördert. Diese Schulen bieten jungen Menschen aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen und insbesondere Mädchen die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen.
Der Beitrag der DEZA an diese beiden Projekte beläuft sich auf rund eine Million Franken pro Jahr. Das Engagement der Schweiz bei Kooperationsprojekten in Eritrea erfolgt im Rahmen einer Pilotphase, die bis Ende 2019 dauert, um die Machbarkeit einer erneuten Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Eritrea auszuloten. Eine erste Evaluation der Projekte soll Ende 2018 vorgenommen werden.
Das Engagement der DEZA in Eritrea ist Teil des Bestrebens, die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven junger Menschen im Land langfristig zu verbessern. Bei der Entwicklungszusammenarbeit ist Bildung deshalb ein Schlüsselelement. Sie eröffnet bessere Chancen auf Beschäftigung und ermöglicht ein angemessenes Einkommen. Bessere Berufsperspektiven für junge Eritreerinnen und Eritreer im eigenen Land tragen massgeblich zur Entscheidung der Menschen bei, wo sie sich niederlassen und leben wollen, und schaffen zugleich Hoffnung für die Zukunft.
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