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Nach Auffassung des Vatikans obliegt es allein dem Pontifex, Bischöfe zu ernennen. Chinas Vorgehen widerspreche daher dem «Geist des Dialogs und der Zusammenarbeit», der 2018 mit China in einem Abkommen über das Vorgehen zur Ernennung von Bischöfen festgelegt worden sei, sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin dem Nachrichtenportal Vatican News. Shen Bin sei jedoch ein «geschätzter Seelsorger».
Franziskus habe den einseitigen Schritt Chinas zum «höheren Nutzen» der Gläubigen in Shanghai akzeptiert und deswegen entschieden, «die kanonische Unregelmässigkeit zu berichtigen». Im Vatikan hofft man nun, dass künftig Entscheidungen im Konsens getroffen werden. Eine korrekte Anwendung des Abkommens ermögliche es, «solche Schwierigkeiten zu vermeiden», sagte Parolin. China und der Heilige Stuhl unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.