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Am Anfang war Energie
Vor 100 Jahren wurden die Grundlagen der modernen Physik gelegt. Es ist an der Zeit, dass auch die Biologie sich reformiert, und zwar auf der Basis der Informationstheorie.
Martin Brantner
Vor 100 Jahren veröffentlichte ein Beamter des Eidgenössischen Patentamtes namens Albert Einstein zwei Artikel, die das Weltbild der klassischen Physik des 19. Jahrhunderts schliesslich
zum Einsturz bringen sollten. Die daraus resultierenden Theorien, die Relativitäts- und die Quantentheorie, bilden die Grundlage der modernen Physik des 20. Jahrhunderts.
Zuverlässig überliefert ist, dass ein Münchner Physikprofessor seinem jungen Schüler Max Planck abriet, sich mit Physik zu beschäftigen, weil man alles schon wisse. Das Einzige, was noch einer besseren Formulierung bedürfe, sei das so genannte Äther, ein hypothetisches Medium, das der Lichtwelle zur Ausbreitung dient, vergleichbar mit der Luft als Ausbreitungsmedium für den Schall. Die Äthertheorie ist eine zentrale Basishypothese der klassischen Physik und degradierte sowohl Optik als auch Elektrodynamik zur Physik des Äthers. Die Äthertheorie bildet die theoretische Grundlage eines der aufwendigsten Versuche dieser Zeit, erdacht und durchgeführt vom genialen Experimentalphysiker Abraham Michelson.
Die Erde bewegt sich auf ihrer Bahn um die Sonne mit 30 km/s durch den Äther. In einem Michelson-Interferometer wird ein Lichtstrahl zunächst mittels eines halbdurchlässigen Spiegels in eine Vertikal- und eine Horizontalkomponente geteilt, wobei die letztere parallel zur Bewegungsrichtung der Erde sei. Nach exakt derselben Wegstrecke werden die beiden aufeinander senkrecht stehenden Lichtstrahlen mittels Planspiegel wieder zum Ausgangspunkt zurück reflektiert.
Nach den elementaren Gesetzen über Relativbewegungen sollte nun der vertikale Lichtstrahl den Ausgangspunkt um eine halbe Schwingungsdauer früher erreichen als der horizontale,
weshalb sich die beiden Lichtstrahlen gegenseitig auslöschen, d. h. destruktiv interferieren sollten. Genau das tun die beiden Lichtstrahlen jedoch nicht – zur grossen Enttäuschung
Michelsons und zur Überraschung der physikalischen Gesellschaft passierte nichts. Die beiden Lichtstrahlen erreichten den Ausgangspunkt zum exakt gleichen Zeitpunkt. Das steht sowohl
im Widerspruch zur klassischen Physik als auch zum gesunden Menschenverstand. Das grosse Grübeln begann.
Unbelehrbare Geozentriker witterten ihre letzte Chance und meinten, die Erde bewege sich nicht durch das Äther, die Erde ruhe im Äther. Andere behaupteten, die Erde reisse ein Stück
Äther mit, einer vermutete, dass der Äther sämtliche Strecken in Bewegungsrichtung genau so stauche, dass der Nachteil des einen Lichtstrahls aufgehoben werde.
Der Michelson-Versuch basierte auf der Äthertheorie und wurde zunächst auch im Rahmen der Äthertheorie interpretiert. Dabei wurde die Theorie dem experimentellen Befund so weit
angepasst, dass sie den Versuchsausgang erklären konnte, jedoch selbst aus dem Szenario zwar verändert, aber weitgehend unbeschadet, ja sogar gestärkt und gefestigt hervorging.
Im Jahr 1905 meinte Einstein: «Vielleicht kann man den Michelson-Versuch auf Basis der Äthertheorie deswegen nicht erklären, weil es den Äther gar nicht gibt.» Einstein stand ausserhalb des physikalischen Establishments und sah sich als Freidenker. Die physikalischen
Kapazitäten sassen alle im Ätherboot, im Boot der lieb gewonnenen klassischen Physik, und dachten nicht im Traum daran, das eigene Boot zu versenken.
Es ist der Autorität Max Plancks zu verdanken, dass das durch Einsteins Artikel entstandene Leck im Boot nicht durch Ignoranz gestopft wurde. Planck erkannte in Einstein das Genie und
holte ihn ins sinkende Boot. Es ist fast eine Ironie des Schicksals, dass Einstein anschliessend 40 Jahre verzweifelt versuchte, den Untergang des Bootes aufzuhalten, und er der Letzte war,
der das Boot verliess. Einsteins Vision war, dass das Weltbild der klassischen Physik aus dieser Krise gestärkt hervorgehen sollte. Am Ende seines Lebens kam er zur Einsicht: «Alle meine Versuche, das theoretische Fundament der Physik diesen Erkenntnissen anzupassen, scheiterten aber völlig. Es war, wie wenn einem der Boden unter den Füssen weggezogen
worden wäre, ohne dass sich irgendwie fester Grund zeigte, auf dem man hätte bauen können.»
Das Weltbild der klassischen Physik basierte auf dem Empirismus und dem Determinismus, welche ihrerseits wiederum auf dem Materialismus und dem Atheismus basieren. Einstein ist
in jungen Jahren als Freidenker am ehesten dem Lager der Atheisten zuzuordnen, folglich war ihm der darauf aufbauende Determinismus nicht unsympathisch. Max Planck kannte als Kind seiner Zeit nichts anderes als den Determinismus, in seinem Herzen war er jedoch überzeugter Theist. Sein Lebensmotto erkennt man in folgendem bekannten Zitat aus dem Jahr 1937: «Es ist der stetig fortgesetzte, nie erlahmende Kampf gegen Skeptizismus und gegen Dogmatismus, gegen Unglaube und gegen Aberglaube, den Religion und Naturwissenschaft gemeinsam führen, und das richtungsweisende Losungswort in diesem Kampf lautet von jeher und in alle Zukunft: Hin zu Gott!»
Naturwissenschaft selbst ist neutral, weder theistisch noch atheistisch, weder idealistisch noch empiristisch, und zu jeder Zeit gab es unter Naturwissenschaftlern Theisten und Atheisten,
Idealisten und Empiristen. Man kann allerdings die Frage stellen, mit welchem Weltbild naturwissenschaftliche Erkenntnisse besser vereinbar sind, besser verständlich erscheinen.
Diese Frage ist jedoch kaum objektiv zu beantworten, weil die meisten Menschen sich schon von vornherein mit einem subjektiven Weltbild identifiziert haben.
Planck erkannte dieses Problem: «Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird.»
Der Determinismus und der Empirismus des 19. Jahrhunderts wurden von der Quantentheorie und der Relativitätstheorie zwar zu Fall gebracht, doch es gelang ihnen vor ihrem unwiderruflichen Ende, sozusagen ein Kind zu zeugen: den Darwinismus. So wie der Determinismus das Weltbild der klassischen Physik des 19. Jahrhunderts bildete, wurde der Darwinismus zum Weltbild der klassischen Biologie des 20. Jahrhunderts, die im 19. Jahrhundert ja noch in ihren Kinderschuhen steckte und dem Stadium des reinen
Katalogisieren kaum entwachsen war. Darwin war als Kind seiner Zeit in erster Linie Determinist und Empirist und in zweiter Linie Atheist. Der Darwinismus ist also ein Enkel des Atheismus und ein Kind des Determinismus.
Der Biologe Ernst Mayr gilt als «Darwin unserer Zeit» und Nummer eins unter den Evolutionsbiologen. Die folgende Frage wurde ihm anlässlich seines 100. Geburtstags in einem Interview der Zeitung «Kurier» gestellt: «Gehen wir von der Philosophie zur Religion: Es gibt Forscher, die an ein so genanntes intelligentes Design glauben.» Antwort von Mayr: «Das ist falsch formuliert. Physiker glauben an so etwas. Biologen sind da anderer Meinung.
Bei E. O. Wilson bin ich mir nicht sicher. Aber von ihm abgesehen, kenne ich keinen Biologen, der an intelligentes Design glaubt. Wie denn auch? Jeder Biologe weiss, dass das Design der Welt alles andere als intelligent ist.»
Mayr hat in einem Punkt Recht: Das Ende des Determinismus war für zahlreiche Physiker des 20. Jahrhunderts ein Anlass, sich vom Atheismus zu distanzieren, das gilt auch für Einstein am Ende seines Lebens. In die theistischen Fussspuren Max Plancks traten u. a. Werner Heisenberg, Sir James Jeans, Max Born, Pascual Jordan, Bruno Vollmert und Werner von Braun. Vorgänger Plancks als Theisten waren u. a. Isaac Newton, Johannes Kepler, A. M.
Ampère, Thomas A. Edison, W. T. Kelvin, A. L. Chauchy, W. v. Siemens, J. v. Berzellius, Justus von Liebig, Mendel.
Um den atheistischen Darwinismus zu retten und für Theisten attraktiv zu machen, entwickelte der Jesuitenpater Teilhard de Chardin den theistischen Darwinismus, eine philosophische Missgeburt, die sich jedoch prächtig verkaufte und sich inzwischen sogar im katholischen Weltbild fest etablierte. Die Physik hat das atheistisch-deterministische Weltbild des 19. Jahrhunderts längst hinter sich gelassen. Die Biologie hat im Licht der Quantenphysik
im 20. Jahrhundert ungeheure Fortschritte gemacht, die in der Entdeckung und Entschlüsselung der DNS ihren Höhepunkt fanden. Anderseits steht das biologische Weltbild nach wie vor im finsteren Tal des atheistisch-deterministischen Darwinismus.
Das neue Weltbild der Physik ist theistisch. Newton und Planck, beide überzeugte Theisten, entdeckten die Gravitationskonstante und das Planck’sche Wirkungsquantum. Man weiss heute, dass die geringfügigste Änderung dieser beiden Naturkonstanten oder einer beliebigen anderen Naturkonstanten die Existenz von Leben, ja die Existenz des Universums, unmöglich machen würde. Man spricht von der Feinabstimmung des Universums auf die Existenz von Leben.
Die Frage, warum das Universum fein abgestimmt ist, ist keine physikalische. Eine Beantwortung innerhalb der Physik wäre deswegen ein Kategoriefehler. Die Metaphysik tendiert in bewährter wissenschaftlicher Tradition zur einfachsten aller Antworten: Das Universum ist auf das Leben fein abgestimmt worden, es gibt einen intelligenten Designer.
In Anlehnung an Einsteins Aussage: «Vielleicht kann man den Michelson-Versuch auf Basis der Äthertheorie deswegen nicht erklären, weil es den Äther gar nicht gibt», wäre heute 150 Jahre nach Darwin die Aussage fällig: «Perhaps the link is missing, because there has never been any link! – Vielleicht wird das Bindeglied vermisst, weil es nie ein Bindeglied gab!»
Das Äther war ein hypothetisches Lichtmedium mit zwiespältigen Eigenschaften: Es musste einerseits unendlich dünn sein, weil nicht nachweisbar, andererseits musste es ein sehr starrer Stoff sein, weil die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Lichtwelle so gross ist.
Die Evolution ist ihrerseits eine hypothetische Höherentwicklung eines Lebewesens und hat ebenso zwiespältige Eigenschaften: Der Vorgang muss einerseits in sehr kleinen Schritten ablaufen, weil extrem unwahrscheinlich, andererseits muss der Vorgang sehr schnell, ja sprunghaft ablaufen, weil die Existenz eines «Zwischenwesens» weder theoretisch vorstellbar noch praktisch nachweisbar ist.
Die Äthertheorie war falsch und wurde durch die Relativitätstheorie ersetzt, deren Erkenntnisse folgendermassen zusammengefasst werden können:
• Licht benötigt kein Ausbreitungsmedium. Es gibt kein Äther.
• Licht ist eine absolute Grösse und degradiert Raum und Zeit zu relativen Grössen. Für Licht selbst sind weder räumliche Entfernungen wahrnehmbar, noch vergeht die Zeit.
• Materie ist nur eine spezielle Erscheinungsform von Energie.
• Am Anfang war Energie.
In Anlehnung an diese bewiesenen Aussagen stehen folgende Behauptungen der Informationstheorie zur Diskussion:
• Das Leben basiert auf Information. Es gibt keine Evolution vom Einfachen zum Komplexen. Es gibt keine Höherentwicklung, sondern nur Auseinanderentwicklung.
• Es gibt eine von Raum und Zeit unabhängige, dem Universum übergeordnete Intelligenz als Quelle der Information.
• Materie dient nur als Träger dieser Information (z. B. DNS).
• Am Anfang war Information.
Eine neue Theorie wird daran gemessen, ob sie das Universum besser erklären kann als die alte Theorie. Die Evolutionstheorie stand von Anfang an im Widerspruch zum Entropiesatz der Physik, der – salopp formuliert – besagt, dass die Unordnung (Entropie) in einem abgeschlossenen, sich selbst überlassenen System immer zunimmt.
Es wurde zwar versucht, diesen Widerspruch zu verschleiern, indem man behauptete, dass die Abnahme der Entropie beim Evolutionsvorgang auf der Erde durch eine gleichzeitige Zunahme der Entropie in der Umgebung überkompensiert werde und somit die Entropie im Gesamtsystem trotzdem zugenommen habe. Die Relativitätstheorie zeigt auf, dass diese Argumentation falsch ist, weil Gleichzeitigkeit ein relativer Begriff ist.
Tatsächlich zeigt sich in der Quantenphysik, dass Naturgesetze nicht nur global, sondern auch lokal gelten. Der Energiesatz gilt sowohl im Makrokosmos der Astrophysik als auch im Mikrokosmos der Atom- und Kernphysik. Selbiges gilt für den Entropiesatz. Die DNS ist demnach dem Entropiesatz unterworfen.
Die gesamte Information war also von Anfang an vorhanden, weil die Information laut Entropiesatz nie zunehmen, sondern immer nur abnehmen kann. Im Anfang war also die Information und die Information kam von einer Intelligenz. Das ist keine religiöse Aussage. Information und Intelligenz sind real existierende Grössen.
Mit der obigen Formulierung «sich selbst überlassen» wird angedeutet, dass Lebewesen, hauptsächlich der Mensch, die Zunahme der Entropie kurzfristig aufhalten können, bzw. die Entropie verkleinern können. (Ist nicht auch Ihr Schreibtisch reif für dieses Experiment?) Dies erfordert jedoch den Einsatz körperlicher Energie bzw. geistiger Intelligenz. Der Mensch kann also die Entropie in seiner Umgebung verkleinern, ist jedoch selbst dem Entropiesatz ausgeliefert. Er kämpft sein Leben lang gegen den Entropiesatz, verliert den Kampf und wird durch den Entropiesatz binnen kurzem in seine Bestandteile aufgelöst.
Das bedeutet: Nur intelligente Wesen können Information produzieren und in Form von Materie speichern. Der Mensch als intelligentes Wesen speichert Informationen in seinen Gehirnzellen. Der Entropiesatz sorgt leider dafür, dass die Information fortwährend abnimmt. Damit die Information nicht verloren geht, wird sie zusätzlich schriftlich oder elektronisch gespeichert.
Die Sprache dient zur akustischen Weitergabe der Information. Das intelligente Wesen Mensch und alle anderen Lebewesen funktionieren jedoch selbst auf Basis von Information, die im genetischen Code gespeichert ist. Die Fortpflanzung dient zur biologischen
Weitergabe der Information. Bei diesem Vorgang nimmt die Information aufgrund des Entropiesatzes jedoch nie zu. Durch Mutationen im Code gehen Informationen verloren. Die Fähigkeit von Lebewesen, sich anzupassen bzw. sich zu spezialisieren, ist im genetischen
Code von vornherein vorhanden.
Es gibt keine Höherentwicklung, sondern nur eine Auseinanderentwicklung (z. B. vom Lupus zu den verschiedenen Hunderassen, wobei der Lupus einem Hund, was die genetische Information betrifft, weit überlegen ist). Das bedeutet des Weiteren: Die dem genetischen Code zugrunde liegende Information wurde ebenfalls von einem intelligenten Wesen erdacht und in der DNS auf Materie gespeichert. Diese Intelligenz steht ausserhalb des Universums und demnach ausserhalb der Naturgesetze des Universums, insbesondere ausserhalb des Entropiesatzes. Der einzige, jedoch gewaltige Unterschied ist also, dass die menschliche
Intelligenz und Existenz – da innerhalb des Universums stehend – den Naturgesetzen,
insbesondere dem Entropiesatz, ausgeliefert ist.
Der Mensch kann dank seiner Intelligenz mit Materie bzw. mit Energie bzw. mit Information etwas produzieren. Die Intelligenz ausserhalb hat Materie und Energie und Information
erdacht. Die Intelligenz innerhalb ist also in gewisser Hinsicht ein Abbild der Intelligenz ausserhalb. Die induktive Methode ermöglicht nie eine umfassende Erkenntnis, da
das Ganze immer mehr als die Summe seiner Teile ist. Atheistisch motivierte Forschung kann nur induktiv vorgehen, da sie das Ganze leugnet. Geht die Naturwissenschaft induktiv vor,
kommt sie in ihrer Erkenntnis nie über die Summe der Bestandteile des Universums hinaus. Der Schluss von der Summe der Bestandteile auf das Ganze ist jedoch unmöglich, dies hat die Quantentheorie eindeutig bewiesen. Induktive Forschung sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Im 19. Jahrhundert dominierte die induktive Methode der deterministisch gesinnten Experimentalphysik. Man meinte, das Ganze zu verstehen, weil man ein paar Bestandteile des Universums kannte. Die Methode war nicht zielführend. Im 20. Jahrhundert dominierte die von Einstein und Bohr wieder entdeckte deduktive Methode der theoretischen Physik. Diese Methode war äusserst erfolgreich. Der Theismus verwendet die deduktive Methode. Die theoretische Physik impliziert zwar nicht den Theismus, die Methodengleichheit begünstigt jedoch die Kompatibilität.
In der Evolutionsbiologie dominiert bis heute die induktive Methode. Man meint, aufgrund einiger ausgegrabener erdgeschichtlicher Fragmente das Ganze zu verstehen. In Wirklichkeit
hat man nichts verstanden. Die Mikrobiologie baut auf Erkenntnissen der Quantenphysik auf, die den Determinismus zu Fall brachte. Die Mikrobiologie versucht jedoch nach wie vor ihre
Erkenntnisse dem deterministischen Darwinismus des 19. Jahrhunderts unterzuordnen!
Man unterwirft sich einem Darwin, der sich selbst weder für besonders begabt noch für sonderlich intelligent hielt.In der Hochblüte der klassischen Physik kamen Darwins Theorien zur richtigen Zeit, um aber auch mit ihr unterzugehen.
Von den Theorien Darwins ist, wissenschaftlich gesehen, nichts mehr übrig geblieben. Der Darwinismus liegt spätestens seit Watson/Crick im Koma, wird jedoch aus rein atheistischen
Motiven von Biologen und Philosophen seit nunmehr 50 Jahren als Neodarwinismus künstlich am Leben gehalten. Je länger dieses Koma andauert, umso aufwendiger gestaltet sich die Propagandamaschinerie.
Eine falsche Theorie wird jedoch auch dann nicht richtiger, wenn man sie digital animiert oder sich der Papst dazu bekennt. Der atheistische Wunsch ist und bleibt der Grossvater des darwinistischen Gedankens. Theismus und Religion sind streng zu unterscheiden. Sämtliche Religionen verwenden wie der Atheismus die induktive Methode. Ausgehend von einzelnen Beobachtungen und fiktiven Ideen versucht man auf das Ganze zu schliessen, was jedoch unmöglich ist. Auch das Ganze wird so unterschiedlich interpretiert. Die ökumenische Annahme, alle Religionen dienten im Wesentlichen demselben Gott, ist falsch; denn alle Religionen verwenden dieselbe falsche Methode, im hilflosen Versuch, ganzheitliche Erkenntnisse zu gewinnen.
Karl Marx hat Recht mit der Behauptung, Religion sei Opium für das Volk. So wie es verschiedene Beruhigungsmittel gibt, gibt es auch verschiedene Religionen, die das Volk beruhigen sollen. Der Atheismus dient als Wegbereiter einer religiösen Vielfalt, wie ein
brachliegender Acker, auf dem binnen kurzer Zeit eine Vielzahl von Unkraut wächst. Den Beweis dafür lieferte das ausgehende 20. Jahrhundert mit seinen Esoterikläden und Videotheken.
Die Zeit ist reif für eine moderne Biologie auf Basis der Informationstheorie. Diese wiederum ist kompatibel mit einem Schöpfer, durch den alles entstanden ist, in dem das Leben war und
der das Wort ist, das am Anfang war (Joh. 1,1–4).