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Schicksal
ERSTER AKT
(Vor 15 Jahren) Besucher promenieren in einem Kurort, unter ihnen der Komponist Zivny, der an einer Oper über junge Liebe schreibt. Er begrüsst seine Freundin Mila, die gesteht, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Zivny reagiert erschrocken und erfreut zugleich. Da taucht Milas Mutter auf, die die Anwesenden, weil sie von der Verbindung wissen, abzulenken versuchen. Trotzdem erfährt die Mutter von Zivriys Beziehung zu ihrer Tochter und ist über die Schande empört.
ZWEITER AKT
(Vier Jahre später) Zivny sitzt in seinem Haus am Klavier, er ist immer noch mit seiner Oper beschäftigt. Mila lebt mit ihm unverheiratet zusammen. Die Oper behandelt das Leben und Zivnys grosse Liebe zu Mila, doch fehlt immer noch der letzte Akt. Während Zivny zärtlich an die Stunden ihrer Liebe erinnert, hört man die Stimme von Milas Mutter, die sich über ihre Tochter beklagt. Zivny versucht, Mila abzulenken, doch die Mutter kommt mit einer Schmuckkassette im Arm ins Zimmer und streitet mit dem Liebhaber ihrer Tochter. Als sich Mila vom Balkon stürzen will, versucht die Mutter, sie zurückzuhalten, wird aber selbst mit in die Tiefe gerissen, Zivny holt den leblosen Körper der geliebten Frau und beklagt sein Schicksal.
DRITTER AKT
(Gegenwart) In einer grossen Konservatoriumshalle üben Studenten einen dramatischen Opernschluss. Zivrny, der den letzten Akt seiner Oper immer noch nicht vollendet hat, tritt mit seinem Sohn Doubek dazu und wird von den Studenten herzlich begrüsst. Er setzt sich an das Klavier, beginnt zu spielen und gesteht, dass der Inhalt der Oper über den Komponisten Lensky sein eigenes Schicksal behandelt. Noch einmal werden die Erinnerungen an die erste grosse Liebe, die Jahre des Glücks und den Tod der Geliebten wach. Schaudernd hören die Studenten und sein Sohn Doubek zu. Schliesslich bricht der Komponist nach einer letzten grandiosen Steigerung ohnmächtig zusammen. Der Arzt wird geholt. Zivnyerwacht, summt eine Melodie und hört Mila weinen. Verva, der Dirigent, erkennt, dass das der letzte Akt der Oper war, während sich Doubek über seinen sterbenden Vater beugt.