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Der US-amerikanische Telekomgigant AT&T mit Zentrale in Dallas (Texas) wirft Ballast ab und legt sein Mediengeschäft (Warner Media) mit dem Kabel- und Streaminganbieter Discovery zusammen. Damit entsteht in der US-Medienbranche ein neues Schwergewicht mit dem Hollywood-Studio Warner Bros. sowie TV-Sendern wie HBO, CNN und Eurosport.
AT&T soll davon mit 43 Milliarden Dollar in bar, Aktien sowie in Form von Schuldenübernahmen profitieren, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Die Anteilseigner von AT&T sollen zudem eine Mehrheit von 71 Prozent an der neuen Firma bekommen.
Die Texaner haben dabei gerade erst 2018 das US-Medienkonglomerat Time Warner für fast 109 Milliarden Dollar übernommen. Die Fernsehbranche leidet unter dem Streamingboom in der Coronavirus-Krise. AT&T-Chef John Stankey (59) gibt mit dem Deal weitgehend seine Ambitionen auf, ein großer Player im Mediengeschäft zu sein, nachdem dafür in den vergangenen Jahren viele Milliarden Dollar ausgegeben wurden. AT&T hatte für Warnermedia im Jahr 2018 mehr als 80 Milliarden Dollar bezahlt und sich dafür hoch verschuldet.
Zuletzt hatte AT&T auch viel Geld in den Ausbau seines 5G-Mobilfunknetzes gesteckt, das weitere Investitionen in Milliardenhöhe erfordert, sowie in die Erweiterung seines Glasfasernetzes. Die Erlöse aus dem Deal kann AT&T daher gut gebrauchen.
Die neue Firma soll von Discovery-Chef David Zaslav geführt werden. Das hatte zuvor schon das "Wall Street Journal" berichtet und betont, es sei unklar, ob der Chef von Warnermedia, Jason Kilar, weiter an Bord bleiben werde.