Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/1871

Period
Januar 2022 - Januar 2024
Summary
Die sogenannte “Compassionate Communities“ (CCs) Bewegung ist bestrebt, den gesellschaftlichen Umgang mit Themen rund um das Lebensende zu normalisieren und die Bevölkerung zu stärken, um sich gegenseitig in schwierigen Lebenslagen unterstützen zu können (zum Beispiel bei der Betreuung eines nahestehenden Menschen am Lebensende). Compassionate Communities sind somit Gemeinden und Gemeinschaften, die anerkennen, dass die Fürsorge füreinander in Zeiten von Krisen und Verlusten nicht nur eine Aufgabe von Gesundheits- und Sozialdiensten ist, sondern in der Verantwortung aller liegt.
Gemeinden, Organisationen, Fachpersonen, ehrenamtlich Tätige sowie weitere Akteur*innen investieren oft beträchtliche Ressourcen in eine Compassionate Community. Dennoch gibt es kaum Evidenz über den Nutzen einer solchen Bewegung, da es kein passendes Evaluationsmodell gibt. Oftmals fehlen dadurch klare Anhaltspunkte, die aufzeigen, weshalb es sinnvoll ist, diese Initiativen weiterzuführen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist folglich, ein Modell zur Evaluation von CCs zu erarbeiten. Dazu werden in einem ersten Schritt in den drei Compassionate Cities Bern, Buenos Aires und Medellín Fokusgruppen durchgeführt. Teilnehmende sind betreuende Angehörige, Gesundheitsfachpersonen, Programmleiter*innen, sowie Vertreter*innen von Regierungsinstitutionen und nichtstaatlichen Organisationen.
Funding
HSG-Research Partnership Grants 2021