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Oeffentliche Güter
Wer private Güter beschafft, bezahlt vollumfänglich das, was er bekommt. Für den Erwerber entspricht der eigene Nutzen seinen eigenen Kosten. Der Erwerber des privaten Gutes verschafft sich die ausschliessliche Verfügungsgewalt über sein Gut. Er kann es für sich allein nutzen und alle andern von der Nutzung ausschliessen.
Oeffentliche Güter, z.B. ein öffentlicher Park, öffentliche Schulen oder die Musik eines Strassenmusikanten können von vielen genutzt werden und der Konsum des einen beeinträchtigt den den Konsum des andern nur wenig oder überhaupt nicht. Die meisten öffentlichen Güter verlieren den Charakter der Nichtrivalität erst, wenn sie von vielen Individuen gleichzeitig konsumiert werden. Oeffentliche Güter werden oft vom Staat oder von gemeinnützigen Institutionen für die nicht ausschliessliche Nutzung durch den Einzelnen bereitgestellt. Die Gesamtkosten eines öffentlichen Gutes, z.B. einer Brücke oder einer Strasse, müssen genauso wie diejenigen für ein privates Gut beglichen werden. Aber nicht alle, die aus einem öffentlichen Gut Nutzen ziehen, tragen anteilsmässig zur Begleichung seiner Kosten bei. Es kann sein, dass einige viel mehr als andere beitragen, jedoch weniger profitieren. Andere ziehen Nutzen ohne selbst dafür eine Leistung zu erbringen. Es gibt Güter, bei denen es nur mit grossem Aufwand möglich ist, die Nutzung ohne entsprechende Gegenleistung zu verhindern. Das Signalfeuer eines Leuchtturms weist jedem Schiff den Weg, ob es nun Abgaben für den Leuchtturm entrichtet hat oder nicht. Das Licht eines Leuchtturms ist ein "echtes" öffentliches Gut. Danneben gibt es aber viele öffentliche Güter, die durchaus privatisiert werden könnten. Die Abgrenzung zwischen ausschliessbaren und nicht ausschliessbaren Gütern ist oft willkürlich. So gibt es private und öffentliche Schulen, private und öffentliche Strassen, private und öffentliche Verkehrsmittel usw.