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Unsere Spiritualität gründet in der Erfahrung der geistlichen Übungen nach Ignatius von Loyola. Gott spricht jede Person individuell an. Er lädt ein, in der Meditation des Lebens Jesu und in den Erfahrungen des eigenen Lebens nach den Spuren Gottes zu suchen. Zudem gibt er Hilfen zur Unterscheidung der inneren Regungen.
Die Wurzeln der GCL reichen über 400 Jahre zurück. Jesuiten gründeten damals an den Orten ihrer Tätigkeit Laiengruppen, später “Marianische Congregationen” (MC) genannt, deren Mitglieder aus der Spiritualität des Ignatius von Loyola lebten.Sie setzten sich in der Öffentlichkeit für den christlichen Glauben ein und betätigten sich caritativ.
Ein Prozess der Erneuerung im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils führte zur Wiederentdeckung der Exerzitien als Lebensprinzip der Gemeinschaft. Die Kongregation wurde als Gemeinschaft 1967 sozusagen neugegründet und gab sich den Namen “Gemeinschaft Christlichen Lebens” (GCL).
Ignatius von Loyola
wird im Jahr 1491 im spanischen Baskenland geboren. Er entstammt einem alten Rittergeschlecht und bekommt eine höfisch-militärische Ausbildung. Im Alter von 30 Jahren zerschmettert bei der Verteidigung der Festung Pamplona eine Kanonenkugel sein rechtes Bein. Auf dem monatelangen Krankenlager nimmt sein Leben eine tiefgreifende Wendung: Er begeistert sich für das Vorbild grosser Heiliger und beginnt, sich von seinem bisherigen Lebensstil abzuwenden hin zum religiösen Leben. Nach seiner Genesung verlässt er das elterliche Schloss und pilgert allein und unerkannt nach Manresa in der Nähe des Montserrat in Katalonien und verbringt dort ein Jahr als Einsiedler im Gebet und in strenger Busse. In diese Zeit fallen seine grossen inneren Erlebnisse, die er im "Exerzitienbuch" niederschrieb. Nach einer abenteuerlichen Wallfahrt ins Heilige Land beginnt er sich weiterzubilden; er lernt in Spanien Latein und studiert in Paris Philosophie. Er möchte Seelsorger werden, zusammen mit sechs Freunden, die er während des Studiums um sich sammelt.
Zunächst geloben sie am 15. August 1534 auf dem Montmartre Armut und Ehelosigkeit. Und sie fassen den Plan, nach Jerusalem zu pilgern. Da der Jerusalem-Plan sich wegen des Türkenkriegs nicht verwirklichen lässt, ziehen Ignatius und seine Freunde nach Rom und stellen sich 1538 Papst Paul III. für Seelsorgsarbeiten zur Verfügung. Am 15. April 1539 legen die Freunde das Fundament für einen neuen Orden, dem sie den Namen "Gesellschaft Jesu" geben. Am 31. Juli 1556 stirbt Ignatius in Rom.