Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/202

Die Interpellation von Isabelle Chassot im Ständerat hebt die Bedeutung der Sozialen Innovation zur Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitswesen hervor.
Die Interpellation der Freiburger Ständerätin Isabelle Chassot, die am 29. Oktober in der kleinen Kammer der Bundesversammlung eingereicht wurde, erinnert die Behörden daran, dass die derzeitigen Praktiken und Modelle der Pflege, Betreuung, Beratung und Begleitung von Personen und vulnerablen Gruppen in Zusammenarbeit mit den Betroffenen angepasst werden müssen, um den Herausforderungen zu begegnen, die sich aufgrund der Alterung der Bevölkerung oder der Digitalisierung ergeben. Dazu sind soziale Innovationen ebenso notwendig wie technologische Innovationen. Sie ermöglichen es, neue Formen der Begleitung oder der Vernetzung von Dienstleistungserbringern zur Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität bei gleichzeitiger Kosteneinsparung zu denken und umzusetzen.
Die Interpellation fordert den Bundesrat auf, sich zu den folgenden Punkten zu äussern:
- ob er die Analyse teilt, dass soziale Innovationen notwendig sind, um die qualitativen und finanziellen Herausforderungen im Bereich der Sozialleistungen und der medizinischen Grundversorgung zu bewältigen.
- ob er der Meinung ist, dass soziale Innovationen in der BFI-Botschaft 2025-2028 einen ausreichenden Platz einnehmen sollten
- ob er in Ergänzung zum Nationalfonds und zu Innosuisse spezifische Förderprogramme für soziale Innovationen in Betracht zieht
- wie er gedenkt, die Innovationsfähigkeit von sozialen Strukturen und Anbietern der Grundversorgung in den Leistungsvereinbarungen besser zu berücksichtigen.
Der Schweizerische Verein zur Förderung der sozialen Innovation unterstützt die Interpellation nachdrücklich. Wie andere Verbände, darunter insbesondere Artiset, ist sie gespannt auf die Antworten des Bundesrates vor der Wintersession 2022.