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Daniel Gloor erhielt heute in La Chaux-de-Fonds den Prix CIVIVA 2019. Gloor hatte die öffentliche und politische Debatte über die Militärdienstverweigerung in der Schweiz vorangetrieben. Nach der Laudatio von Ständerat Didier Berberat wurde der Preis in Anwesenheit von 50 Gästen verliehen, darunter Théo Bregnard, Präsident der Stadt La Chaux-de-Fonds. Die Erinnerung an die Zeit als Militärdienstverweigerer für ihr Engagement ins Gefängnis mussten, sollte uns ermutigen, die Anerkennung der Militärdienstverweigerung und des Zivildienstes weiter voranzutreiben.
Medienmitteilung des Schweizerischen Zivildienstverbandes CIVIVA zur Verleihung des Prix CIVIVA 2019 an Daniel Gloor.
Am Morgen des 16. Mai 1967, Daniel Gloor war damals Schüler am Gymnasium in La Chaux-de-Fonds, kam die Polizei zu ihm nach Hause. Unter Zwang wurde er in die Psychiatrie Préfargier gebracht und gegen seinen Willen psychiatrischen Untersuchungen unterzogen. Grund für diesen Vorgehen war seine Verweigerung des Militärdienstes.
Das Vorgehen der Polizei löste eine Protestwelle aus, welche die Aufmerksamkeit der Presse, der Öffentlichkeit, aber auch des Parlaments und des Bundesrates auf sich zog. Nach diesem Fall verzichtete der Bundesrat schliesslich auf psychiatrische Untersuchungen bei Militärdienstverweigerern. Es dauerte jedoch weitere 29 Jahre, bis 1996 der Zivildienst in der Schweiz eingeführt wurde.
Heute ehrte CIVIVA den Mann, dessen persönlicher Fall dazu beigetragen hat, die Anerkennung der Militärdienstverweigerung und die Schaffung des Zivildienstes voranzubringen. Ironischerweise empfahl die sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates Anfang diese Woche die massive Verschärfung des Zivildienstgesetzes anzunehmen. In diesem Kontext ist der Preis für Daniel Gloor von besonderer Bedeutung. An der Preisverleihung wurde daran erinnert, dass der Zivildienst erst seit kurzem und dank dem Engagement vieler Menschen als Alternative zum Militärdienst besteht.
Der Prix CIVIVA wird seit 2011 für ausserordentliches Engagement zugunsten des Zivildienstes verliehen. Der Preis wird vom Schweizerischen Zivildienstverband CIVIVA vergeben. CIVIVA vertritt die Interessen der Zivildienstleistenden und der Einsatzbetriebe.