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Ellenstab, erneuert 1627
Der Ellenstab aus Kupfer ist 61.1 cm lang und in Quartellen und Sechzehntel eingeteilt. Das Material und die Inschrift «DAS IST DIE RÄC[H]TE ELL: DER STAD ZVG: VARD ERNVWERED 1627» weisen den Ellenstab als ein öffentliches Längenmass aus, welches von Zeit zu Zeit erneuert wurde.
Der Ellenstab diente als Eichinstrument für die privaten hölzernen Ellen sowie auch als Vergleichsstück, um damit die Menge des gekauften Stoffes zu überprüfen. Das Tuchmass Elle diente zum Vermessen von Textilien, welche man in halbe Ellen, Quartellen (Viertelellen) und Sechzehntel unterteilte. Das Ellenmass hatte eine Länge von ungefähr zwei Fuss (54 bis 65 cm). Bis zur Vereinheitlichung durch das Konkordat über eine gemeinsame schweizerische Mass- und Gewichtsordnung vom 17.08.1835 (zwölf eidgenössische Stände schlossen sich dafür zusammen: Zürich, Bern, Luzern, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel (beide Landesteile), Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau. Die Umsetzung erfolgte 1838–1839). Erst im Jahr 1877 –zwei Jahre nach dem Eintritt der Schweiz in die Meterkonvention in Paris– kam es in der ganzen Schweiz zur Vereinheitlichung des metrischen Systems bei den Massen und Gewichten. Weitere Informationen zur Geschichte von Masse und Gewichte findet man im «Historischen Lexikon der Schweiz».