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Das offizielle Publikationsorgan der Gemeinden Abtwil, Auw, Beinwil/Freiamt, Dietwil, Mühlau, Oberrüti und Sins.
Zeitgeist, Geld und Liebe in Arosa
Schweizer Version von «Drei Männer im Schnee» am Theater Auw
«Zäh Tag Gratisferie», wurde bei der Premiere des Theaters Auw zu einem grandiosen Erfolg. Ein hervorragendes Ensemble zelebrierte auf der Auwer Bühne Theaterkomödie vom Feinsten, inszeniert von einer hoch zufriedenen Regisseurin Hanna Gehrig.
rico. rDer exzentrische und gutmütige Millionär Tobler will die Menschen studieren. Er beteiligt sich unter falschem Namen an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma und gewinnt den zweiten Preis, einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel Arosa. Dorthin fährt Tobler, um zu erleben, wie die Menschen auf einen armen Schlucker reagieren. Als Begleiter nimmt er seinen langjährigen Diener Johann mit, der während des Hotelaufenthalts einen reichen Unternehmer zu spielen hat. Seine besorgte junge Tochter Hilde bereitet das Hotel noch vor seiner Abfahrt heimlich auf den Besuch des verkleideten Millionärs und dessen Gewohnheiten vor, kommt jedoch nicht mehr dazu, den Namen zu nennen. Die Schweizer Mundartfassung, die von Max Schmid und Leo Seidel stammt, verschiebt die Handlung also in die Schweizer Bergwelt, die Ausgangslage bleibt aber die gleiche. Obwohl das Stück kurz vor dem Zweiten Weltkrieg geschrieben wurde, vermittelt es Situationen, die heute durchaus noch denkbar sind.
Arbeitsloser Millionär Fälschlicherweise wird Dr. Max Hartmann, ein arbeitsloser Werbefachmann, der in dem Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, für den reichen Mann gehalten und entsprechend verwöhnt, was ihm sehr suspekt vorkommt. Tobler hingegen – der als Preisträger des Gewinnspiels angesehen wird – verfrachtet man in eine kleine Dachkammer ohne Heizung, er wird vom Personal schikaniert und zu Gelegenheitsarbeiten herangezogen. Schon am ersten Tag schliesst er Freundschaft mit Hartmann, obwohl das dem entsetzten Personal gar nicht passt. Hilde ist von Johann über die Verwechslung und ihre Folgen informiert. Sie hält es zuhause nicht mehr aus und erscheint in Begleitung von Toblers Hausdame, Frau Pölsterli, die sie als ihre Tante ausgibt, im Hotel, um nach ihrem Vater zu sehen. Max verliebt sich in Hilde und die beiden schmieden schon bald heimlich Hochzeitspläne. Nach einigen Tagen wird Tobler auf Druck der übrigen Gäste aus dem Hotel geekelt und will mit seiner Tochter, Johann und Frau Pölsterli nach Hause zurück. Die Abreise erfolgt so schnell, dass Hartmann nicht mehr informiert werden kann. Zuvor klärt Hilde aber noch rasch die Hoteldirektorin und den Portier über die Verwechslung auf. In der Folge kommt aber alles anders. Wie bei jeder «echten» Komödie löst sich das ganze Wirrwarr in Minne auf, das «Happ-End» ist garantiert.