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Last year in April I spent two weeks in Lyons for a professional training. I told you briefly about it in my post about a little treasure I found there. To do a little crafting as well, I searched my historical magazines for a small project that I could take with me and realise without too much of equipment.
I decided on a crocheted lace I found in the fashion magazine “Der Bazar” from January 1872, according to the title it is meant to be used on “underskirts and the like”. What I liked about it, was the combination of two colours, while only one is used to crochet, the second one just lies inside the stitches. The tutorial asked for two shades of brown castor wool (that means beaver’s wool) but as I didn’t want to buy anything new I went with cotton yarn in blue and red.
To crochet this lace wasn’t really fun at all. The loose lengths of yarn tended to tangle and the effect wasn’t nearly as neat as in the illustration. So it took me until a few weeks ago to finish what it less than 2y of lace and I’m still not too happy with the result and keep thinking about how to use it. Maybe a wool less slippery would improve the result, castor wool is said to be very fine and of high quality. I only know it felted into hats, so I have no idea how spun castor wool would look or feel like. Still, it was fun to recreate such an old tutorial and to see how it actually looks like when realised.
Letztes Jahr verbrachte ich zwei Wochen des Aprils auf einer Fortbildung in Lyon, kurz hatte ich letzten Juni davon erzählt, als ich über einen kleinen Bücherfund schrieb. Um abends die Hände etwas beschäftigen zu können, suchte ich vor meiner Abreise nach einem kleinen, reisefähigen Projekt, das ohne viel Ausrüstung realisierbar wäre.
Die Wahl fiel auf eine Häkelspitze aus dem “Bazar” vom 29. Januar 1872, laut Titel eine “Bordüre zur Garnitur von Unterröcken und dergl.” Vor allem die Idee, zwei verschiedene Farben zu kombinieren, aber nur mit einer davon wirklich zu häkeln und die zweite eher wie ein Durchzugband zu gebrauchen, gefiel mir. Die Anleitung forderte Castorwolle in zwei Brauntönen, da ich jedoch mit dem arbeiten wollte, was da war, wurde es Baumwollhäkelgarn in rot und blau. Castorwolle wird aus Biberfell gemacht, welches mir bisher nur als Material für Hüte bekannt war. Ich habe überhaupt keine Idee, wie dieses Haar versponnen aussehen würde.
Nun, so toll war das Projekt am Ende nicht. Die mitlaufenden Fäden sind immer im Weg und verheddern sich nach Lust und Laune und das Ergebnis sah lange nicht so sauber und eindrücklich aus wie in der Abbildung (der klassische “Serviervorschlag”-Effekt). Daher tat ich mich schwer damit, es abzuschliessen und brauchte tatsächlich bis letzten Monat für weniger als 2m, zufrieden bin ich immer noch nicht. Bügeln half etwas, trotzdem weiss ich noch nicht, wo ich die Spitze verwenden will. Vielleicht hätte eine weniger glatte Wolle das Ergebnis verbessert, Biberwolle soll sehr fein sein und verhält sich sicher anders als merzerisierte Baumwolle. Trotzdem war es ein nettes kleines Projekt, ich mag es ja gern, so alten Anleitungen wieder Leben einzuhauchen.
Falls ihr selber euer Glück versuchen wollt, ist das hier die Anleitung.
See you soon, love
ette