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Roger Federer gewann seine zweite Partie an den ATP Finals gegen Matteo Berrettini. Er wahrte damit seine Chancen auf die Halbfinal-Qualifikation. Der Rekordsieger mit sechs Masters-Titeln setzte sich gegen den als Nummer 8 gesetzten Italiener in 1:18 Stunden 7:6 (7:2), 6:3 durch.
Federer wahrte seine perfekte Statistik in zweiten Spielen an den ATP Finals auch am Dienstag in London. Der Rekordsieger mit sechs Masters-Titeln setzte sich gegen den als Nummer 8 gesetzten Matteo Berrettini 7:6 (7:2), 6:3 durch. Er hat damit bei 17 Teilnahmen seine zweiten Matches stets gewonnen. Der Sieg gegen den Italiener war die Pflicht, um am Donnerstag den Topfavoriten Djokovic um den Einzug in die Halbfinals fordern zu können.
Dafür braucht es eine weitere Leistungssteigerung, denn gegen Djokovic braucht es zwingend einen Sieg. Möglich wären Szenarien gewesen, wonach am Schluss drei Spieler zwei Siege oder drei Spieler nur einen Sieg aufweisen. Das Verhältnis der gewonnenen Sätze oder sogar Games würde über das Weiterkommen entscheiden. Das ist nach dem Sieg von Dominic Thiem am späten Dienstagabend gegen Djokovic nicht mehr möglich. Jetzt geht es zwischen Djokovic und Federer in einem Alles-oder-nichts-Spiel um den Halbfinal-Einzug.
Nach seinem Sieg gegen Berrettini outete sich Federer als nicht speziell begnadeter Mathematiker. «In der Schule war ich dabei», meinte er mit einem Schmunzeln. Er werde am Donnerstag sicher wissen, was es brauche, um weiterzukommen. Aber eigentlich spiele das keine grosse Rolle. Früher habe ihn das vielleicht noch mehr beschäftigt. «Aber wenn du dir sagst, ich muss den Satz 6:2 gewinnen statt 6:3, macht dich das nur wahnsinnig.» Am Ende müsse man einfach sein Spiel spielen, die Brechstange bringe gar nichts.
«Am Schluss interessiert die Mathematik eigentlich nicht mehr. Die Frage ist: Hast du Lust, Djokovic zu schlagen? Hast du Lust, Federer zu schlagen?» Das sei Motivation genug. «Wenn ich dann gewinne und es dennoch nicht reicht, beende ich das Jahr immerhin mit einem schönen Erfolg.» Zudem geht es ja auch um die Revanche für den so schmerzhaft nach zwei vergebenen Matchbällen verlorenen Wimbledon-Final.
Mit seinem Auftritt gegen Berrettini zeigte sich Federer zufrieden, auch wenn vor allem beim Return immer noch vieles nicht wie gewünscht funktionierte. Der Italiener schlug aber auch viel besser auf als beim ersten Duell in Wimbledon, als er vor Ehrfurcht erstarrte und in drei Sätzen nur vier Games gewann.
In London fiel die Vorentscheidung innerhalb von zehn Minuten am Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes. Mit einem starken Tiebreak holte sich Federer den ersten Durchgang, dann gelang ihm gleich zu Beginn des zweiten zu null das erste Break. Danach erspielte sich Berrettini nur eine Chance, das Blatt nochmals zu wenden. In einem Marathon-Game beim Stand von 4:3 mit insgesamt 16 Punkten wehrte der 38-jährige Basler aber die drei einzigen Breakchancen des Italieners ab und schaffte gleich im Anschluss mit einem zweiten Break den Matchgewinn.
«Immerhin habe ich verhindert, dass ich gleich alle drei Spiele verliere», freute sich Federer. «Nun hoffe ich, im nächsten Spiel nochmals etwas besser zu spielen.» Dass nun all die Rechnereien vergebens wären, dürfte den Schweizer wenig kümmern. (sda)
Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint widmet erstmals in ihrer Geschichte einer noch lebenden Persönlichkeit eine Schweizer Gedenkmünze: Roger Federer. Der wohl bedeutendste Schweizer Einzelsportler sei auch der perfekte Botschafter der Schweiz, hiess es dazu.
Roger Federer wird mit einer 20-Franken-Silbermünze geehrt. Im Mai 2020 folgt eine Roger-Federer-50-Franken-Goldmünze mit einem anderen Sujet. Kein anderer Schweizer habe weltweit einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie der Tennisspieler, heisst es in einer Medienmitteilung von Swissmint.
Auch neben dem Tennisplatz engagiere sich Federer: Mit seiner 2003 gegründeten Stiftung unterstütze er Hilfsprojekte für Kinder. 2006 wurde er zudem als erster Schweizer zum internationalen Unicef-Botschafter …