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Der Marktanteil heimischer Kinofilme wie “Schellen-Ursli” oder “Amateur Teens” betrug 2015 7,2 Prozent in der Deutschschweiz – in der französischen Schweiz hingegen nur gerade 1,5 Prozent, in der italienischen immerhin 3,4 Prozent. Insgesamt bedeutet das für die ganze Schweiz ein Marktanteil von 5,4 Prozent heimischer Kinofilme. Die meisten Zuschauer – mit einem Marktanteil von 65 Prozent – locken hierzulande nach wie vor Hollywood-Blockbuster vor die Leinwände.
Die erhobenen Daten zeigen auch, dass im vergangenen Jahr 14,4 Millionen Kinoeintritte gelöst wurden – das sind 1,5 Millionen mehr als im schlechten Kinojahr 2014, als nur 12,9 Millionen Tickets gelöst wurden.
Aktualisiert hat das BFS auch seine Liste der 500 erfolgreichsten Schweizer Filme. An erster Stelle steht mit 941’000 Eintritten in der Schweiz nach wie vor Rolf Lyssys Einbürgerungskomödie “Die Schweizermacher”. Unter die besten zehn gerutscht ist Xavier Kollers “Schellen-Ursli”: Der Film liegt mit 351’000 Eintritten schweizweit auf Platz sieben.
Nicht zu finden auf dieser Liste ist Kassenschlager “Heidi”. Der Grund dafür liegt in der Produktion: Die Verfilmung von Alain Gsponer ist “nur” eine minoritäre Schweizer Produktion, das heisst, das meiste Geld stammte aus Deutschland, nicht der Schweiz. In der BFS-Statistik jedoch kann nur ein Herkunftsland aufgeführt werden, das ist bei “Heidi” demnach Deutschland.
Noch ein weiteres Detail geben die umfangreichen Statistiken preis: Erstmals im Jahr 1918 – also vor knapp 100 Jahren – wurden in der Schweiz lange Kinofilme gedreht, nämlich deren drei. Für das Jahr 2015 verzeichnet die Statistik 24 lange Kinospielfilme und 54 lange Dokumentarkinofilme. Damit starteten in der Schweiz durchschnittlich 1,5 einheimische Langkinofilme pro Woche.
(SDA)