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Die politischen Einstellungen und Wertehaltungen der städtischen Bevölkerung manifestieren sich im Wahlverhalten und damit in der Zusammensetzung der Stadtregierungen und -parlamente. Die untenstehende Grafik zeigt die entsprechende Entwicklung von Gross- und Mittelstädten durch den Vergleich der Jahre 1997 und 2017. Auch wenn das links-grüne Lager in den meisten Städten schon vor zwanzig Jahren stark war (oder wie in Lausanne sogar in der klaren Mehrheit), kam es in diesen zwanzig Jahren mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse in den Legislativen fast überall zu entscheidenden Verschiebungen.
Nur dank dem Gewinn der absoluten Mehrheiten in den Parlamenten – zumindest zusammen mit den Mitte-links-Parteien EVP und GLP – konnte sich die heutige Dominanz des Modells links-grüner Stadtpolitik überhaupt entwickeln. Noch ausgeprägter war diese Mehrheitsverschiebung bei der Zusammensetzung der Exekutiven, die grundsätzlich im Majorzverfahren gewählt werden (Ausnahmen: Bern und Biel). Während sich 1997 die meisten Stadtregierungen noch relativ ausgeglichen präsentierten – oft hatten bürgerliche Parteien zusammen eine Mehrheit –, sind heute Parteien aus dem linken Spektrum tonangebend.
Weiterführende Informationen finden Sie in der Studie «20 Jahre Schweizer Stadtpolitik».