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Gewässerqualität - Daten
Daten über die Qualität der ober- und unterirdischen Gewässer
In der Praxis hängt der Schutz der Qualität ober- und unterirdischer Gewässer stark von den Kenntnissen über den Untergrund und die Wasserressourcen selber ab. Daher ist es notwendig, eine ganze Reihe von Daten und Geodaten über die Gewässerqualität zu sammeln und sie auf geeigneten Plattformen zur Verfügung zu stellen, damit sie analysiert werden können. Auf nationaler Ebene unterhält der Bund Beobachtungsnetze für die Qualität ober- und unterirdischer Gewässer, welche einen repräsentativen Überblick über die einzelnen Regionen des Landes bieten. In Ergänzung dazu entwickelt der Kanton zur noch genaueren Überwachung eigene Messnetze, um auch auf lokaler Ebene detaillierte Informationen zu beschaffen.
Messnetz Wassertemperatur
Dieses Messnetz des Bundes beobachtet die Temperaturen in den Fliessgewässern und umfasst rund 70 Stationen, die über das ganze Land verteilt sind. Sein Zweck liegt darin, die Aktivität der Wasserorganismen zu überwachen, die unter dem Einfluss von Temperaturschwankungen stehen, welche wiederum auf die Klimaentwicklung, anthropogene Wärmeeinträge etc. zurückzuführen sind.
Nationale Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA)
Das NAWA-Messnetz besteht aus rund 110 Stationen. Es wurde eingerichtet, um die mittel- und langfristige Entwicklung des Zustands der Oberflächengewässer zu dokumentieren und um für bestimmte Gewässerschutzmassnahmen eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Und schliesslich dient es auch der Bereitstellung eines einheitlichen Datenpools.
Nationale Daueruntersuchung Fliessgewässer (NADUF)
Das 1972 eingerichtete NADUF-Messnetz besteht aus 26 Stationen. Sein Zweck liegt darin, die Entwicklung der Wasserinhaltsstoffe, insbesondere der Schwermetalle, in ausgewählten Schweizer Flüssen zu verfolgen.
Nationale Grundwasserbeobachtung (NAQUA)
Der Zweck des aus 600 Stationen bestehenden NAQUA-Messnetzes liegt in der langfristigen Beobachtung der Grundwasserqualität in den für die Schweiz typischen Grundwasserleitern (natürlicher Zustand und Beeinflussung durch menschliche Aktivitäten), in der gezielten Verfolgung problematischer Stoffe bzw. unerwünschter Entwicklungen sowie in der Kontrolle der Wirksamkeit bestimmter Grundwasserschutzmassnahmen; und schliesslich dient es auch der Charakterisierung und Klassifizierung der wichtigsten Grundwasservorkommen der Schweiz.
Walliser Messnetze zur Beobachtung und Analyse
Neben den oben aufgeführten nationalen Netzen verfügt der Kanton Wallis über weitere Messnetze zur Überwachung der Gewässer- und der Grundwasserqualität. Diese erstrecken sich mehrheitlich auf die Rhoneebene und werden betrieben:
- von der Dienststelle für Umwelt (DUW)
- vom Kantonalen Amt Rhonewasserbau (KAR3)
- vom Amt für Nationalstrassenbau (ANSB)
- von der Industrie: Lonza etc.
Minimales Geodatenmodell (MGDM)
Laut Geoinformationsgesetz (GeoIG) sind Geodatenmodelle "Abbildungen der Wirklichkeit, welche Struktur und Inhalt von Geodaten systemunabhängig festlegen“. Das BAFU hält für eine ganze Reihe von Gewässerthemen Minimale Geodatenmodelle (MGDM) bereit. Diese verbindlichen Standards haben zum Zweck, die Beschaffung, die Modellierung und den Austausch von Geodaten zu erleichtern.