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Australien hat zum dritten Mal in Folge den Sprung ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) geschafft. In Kiew wurde der 17-jährige Aborigine Isaiah mit seiner Ballade «Don't Come Easy» weitergewählt.
Australien darf als nicht-europäisches Land teilnehmen, da es eine Partnerschaft mit dem austragenden europäischen Fernsehverbund hat. In der ersten ESC-Runde gab es für die gestarteten 18 Länder zehn Plätze zu erringen.
Nach der Entscheidung durch die Zuschauerabstimmung und Jurystimmen stand fest, dass der in den zuletzt sehr treffsicheren Wettbüros mitfavorisierte Salvador Sobral aus Portugal im Finale dabei ist. Sobral singt eine eher ungewöhnliche, von seiner Schwester geschriebene Jazz-Ballade mit dem Titel «Amor pelos dois».
Damit hob er sich im ersten Halbfinale etwa vom Schweden Robin Bengtsson ab, der ebenfalls zu den Favoriten gezählt wird, mit «I can't go on» aber einen typischen Popsong zu einer technisch ausgefeilten Bühnenshow vortrug. Auch die im Favoritenkreis aufgeführte Belgierin Blanche schaffte es mit ihren «City Lights» ins Finale. Die weiteren erfolgreichen Halbfinalisten sind Aserbaidschan, Griechenland, Polen, Moldau, Zypern und Armenien.
Mann mit Zopf gescheitert
Einen kuriosen Auftritt lieferte Montenegro. Der Sänger Slavko Kalezic überzeugte trotz Highheels und eines meterlangen, schwingenden Zopfes nicht. Ebenfalls nicht dabei im Finale sind von den Halbfinalisten Albanien, Tschechien, Finnland, Georgien, Island, Lettland und Slowenien.
Die Schweizer Vertreter Timebelle - die Rumänin Miruna Manescu, ihr Landsmann Emanuel Daniel Andriescu und der Schweizer Samuel Forster - treten im zweiten Halbfinal am Donnerstag an. Die internationalen Wettbüros sahen den Schweizer Beitrag zuletzt unter den letzten zehn.
Deutschland, Gastgeber Ukraine, Frankreich, Grossbritannien, Spanien und Italien sind bereits für das Finale vom Samstag gesetzt. Die Ukraine ist in diesem Jahr Gastgeber, weil im vergangenen Jahr die Sängerin Jamala mit dem Lied «1944» gewonnen hatte.
Belastet wird der weltweit am stärksten vom Publikum beachtete Musikwettbewerb allerdings durch den Konflikt des Gastgeberlandes mit Russland um die russische Annexion der Krim. Weil die geplante russische Starterin 2015 auf der Krim aufgetreten war, hatte die Ukraine ein Einreiseverbot für sie verhängt - in der Folge zog sich Russland aus dem diesjährigen ESC zurück. (sda/dpa/afp)