Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/1237

10.08.2017
Der Zuger Rohstoffgigant Glencore ist ersten Halbjahr 2017 wieder gewachsen. Der Konzern erreichte einen Gewinn von 2,45 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum resultierte noch ein Verlust von 369 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um rund 44 Prozent auf knapp 100,3 Milliarden Dollar zu. Die Investitionen hat das Unternehmen um 7 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar gesteigert. Die Schulden konnten um 11 Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar reduziert werden.
Die guten Ergebnisse begründet das Unternehmen mit einer besseren Wirtschaftslage, höheren Rohstoffpreisen sowie tieferen Kosten. Im ersten Halbjahr wurde insgesamt zwar weniger Kupfer gefördert. Dafür ist aber das Geschäfts mit Kohle besser gelaufen. Unternehmenschef Ivan Glasenberg erklärt zudem, dass er aufgrund der steigenden Bedeutung von Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen mit neuen Absatzmöglichkeiten für Rohstoffe wie Zink, Nickel und Kupfer rechnet.
Glencore hat wie viele andere Rohstoffkonzerne unter dem Preisverfall der Rohstoffe gelitten. Für den Abbau seiner Schulden hatte der Konzern ein Programm zum Verkauf von Unternehmensteilen eingeleitet, die nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt werden. Das Programm wurde Ende 2016 abgeschossen. Durch den Verkauf von Beteiligungen und Geschäftsbereichen konnte Glencore nach damaligen Angaben 6,3 Milliarden Dollar einnehmen. ssp
© Copyright 2015 - swissprofessionalmedia AG