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Während die Alkoholabhängigen noch vor nicht all zu langer
Zeit, als haltlose und willensschwache Menschen galten, weil sie mit
dem Trinken nicht aufhören konnten, wurde Alkoholismus inzwischen
als Krankheit erkannt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte den Begriff
1952 folgendermassen: Alkoholiker sind exzessive Trinker deren
Abhängigkeit vom Alkohol einen solchen Grad erreicht, dass sie
deutliche geistige Störungen oder Konflikte in ihrer
körperlichen und geistigen Gesundheit, ihren mitmenschlichen
Beziehungen, ihren sozialen und wirtschaftlichen Funktionen aufweisen,
oder sie zeigen Vorstadien einer solchen Entwicklung. Daher brauchen
sie Behandlung. (Definition: Weltgesundheitsorganisation WHO)
Es kann
jede(n) treffen!
Der Weg in die Alkoholsucht ist wesentlich einfacher, als der
Weg aus der Abhängigkeit.
Alkoholismus gibt es in allen beruflichen, sozialen und
gesellschaftlichen Kreisen.
In der Regel nehmen Alkoholkranke erst dann Hilfe an, nachdem
sie den absoluten Tiefpunkt erreicht haben. Wenn schwere
Gesundheitsschäden sie zu einer Behandlung zwingen. Wenn der
Arbeitsplatz auf dem Spiel steht, oder wenn In der Partnerschaft, ein
Teil mit der Scheidung droht.
Besteht die Suchtkrankheit schon über eine längere
Zeit, ist eine Entgiftung nötig, die bei schweren
Entzugserscheinung im Spital und in leichteren Fällen ambulant
durchgeführt wird.
Die Entscheidung, ob und wie sich die Kranken helfen lassen
wollen und über Erfolg oder Misserfolg der Behandlung, liegen
einzig und alleine bei den Betroffenen selbst.
Nach dem Entzug bzw. Therapie, sollten sie sich unbedingt
einer Selbsthilfegruppe anschliessen, zum Beispiel den Anonymen
Alkoholikern, oder anderen Organisationen, wie dem Blauen Kreuz, den
Guttemplern, Nachsorgegruppen von Fachstellen oder Kliniken.