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Allgemeine neurologische Krankheiten
Kaufunktionsstörungen, beispielsweise aufgrund von nicht genau aufeinander passenden Oberflächen der Mahlzähne sind primär eine Domäne der Kiefer- und Gesichtschirurgie. Sie können aber u.a. durch Beeinträchtigung des Kiefergelenks und Verspannungen der Kaumuskulatur zu Schmerzen im gesamten Kopfbereich führen. Da ein Teil der Kaumuskulatur auch im Schläfenbereich ansetzt und die Balance der Muskeln im Kopf-, Gesichts- und Nackenbereich gestört werden, kann es hierbei auch zu schmerzhaften Verspannungen im Hinterhauptsbereich oder dumpfen, den ganzen Kopf betreffenden Schmerzen kommen.
Auch im Rahmen anderer neurologischer und psychischer Erkrankungen kann eine erhöhte Muskelspannung im Kiefergelenksbereich teils mit dem Leitsymptom des Zähneknirschens auftreten. In Zusammenarbeit der Fachrichtungen muss dann die Ursache ermittelt werden, deren Therapie von mechanischen Massnahmen wie einer Beißschiene, über Botox bis hin zu psychotherapuetischer Behandlung reichen kann.
Werden Nerven ausserhalb des zentralen Nervensystems, also Nerven auf dem Weg vom Rückenmark/Hirnstamm zu den Muskeln oder Empfindungsorganen bzw. Drüsen an typischen Engstellen oder auch z.B. durch einen Gips (z.B. am Wadenbeinköpfchen) zusammengedrückt und dadurch mit der Zeit geschädigt, spricht man von einem Nervenkompressionssyndrom. Die Symptome hängen vom Versorgungsgebiet des Nervs ab und beinhalten in der Regel zunächst Schmerzen und Sensibilitätsstörungen (Gefühlsminderung, „Pelzigkeit*, Kribbeln), später auch Lähmungen der abhängigen Muskeln, die schliesslich schrumpfen, wobei es auch zu Veränderungen der Haut oder Behaarung kommen kann. Wird der Nerv rechtzeitig entlastet (z.B. Schienenversorgung, Positionsänderungen, Operation von den Nerv zerstörenden Strukturen) so kommt es in der Regel zur vollständigen Erholung. Nur in Extremfällen kann eine Transplantation des Nerven erforderlich werden. Typische Beispiele sind das Carpaltunnelsyndrom mit nächtlichen Schmerzen der Hand und Kribbelempfindungen der daumenseitigen Finger der Handfläche bzw. das Sulcus Ulnaris Syndrom mit Gefühlsstörungen von Klein- und Ringfinger, die sich oft bis über das Handgelenk hinaus nach oben ziehen. Die Diagnostik umfasst die klinische Untersuchung, Nervenleitgeschwindigkeit, EMG und gelegentlich eine Bildgebung (Röntgen, MRI, CT).