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Homeopathy for woman with menopausal symptoms: a review of the evidenz
Autor: C. Relton, Newsletter des Homeopathy Research Institute (HRI), Ausgabe 3, Januar 2009
In diesem Newsletter wird die gegenwärtige Evidenz der Wirksamkeit von Homöopathie in der Behandlung von Menopause-Beschwerden zusammengefasst. Zwei Arten von Evidenz werden unterschieden: 1. Evidenz in Beobachtungs- und Fallstudien der homöopathischen Behandlung durch Homöopathen und Homöopathinnen 2. Evidenz in randomisierten kontrollierten Studien von Homöopathischen Arzneimitteln.
Gemäss Aussage des Autors gibt es eine signifikante Anzahl von Beobachtungsstudien zur Evidenz, in denen Homöopathen und Homöopathinnen Patienten mit Menopause-Beschwerden behandeln. Es existieren jedoch nur 4 randomisierte kontrollierte Studien: 2 kleinere mit je nur 5 Patienten und zwei grössere Doppelblind-Placebo-kontrollierte Studien, die in Spitälern in England (53 Personen) und in den USA (83 Personen) durchgeführt wurden. Die zwei kleineren Studien können statistisch nicht ausgewertet werden. In den beiden grösseren Studien wurden Frauen behandelt, die drei oder mehr Hitzewallungen pro Tag aufwiesen sowie Brustkrebs in ihrer Krankengeschichte. Das Durchschnittsalter in diesen beiden Studien lag bei 52 resp. 55 Jahren und die Verwendung von Tamoxifen (Medikament zur Behandlung von Brustkrebs) war hoch (80% resp. 60%). Es gab eine Evidenz, dass Frauen, die Komplexmittel mit Sanguinaria, Amyl nitricum und Lachesis eingenommen haben, Nebenwirkungen mit neuen oder Prüfungssymptomen entwickelten. Signifikant war dabei der Anstieg von Kopfschmerzen. Es konnte jedoch keine statistische Signifikanz von homöopathischen Arzneimitteln versus Placebo bei der Behandlung von Menopause-Symptomen nachgewiesen werden. Die eine Studie zeigt zumindest einen positiven Trend für die Homöopathie bei der Reduktion von Hitzewallung innerhalb von 3 Monaten (p=0.1) und eine Reduktion des Kupperman-Menopause-Indexes (ein Index zur Bewertung von Wechseljahrebeschwerden) nach einem Jahr (p=0.1). Gemäss Aussage des Autors sei es unmöglich herauszufinden, ob die für die Homöopathie negativen Ergebnisse dieser Doppelblind-Placebo-kontrollierten Studien auf die ungenügende Stichprobengrösse, auf Fehler im Forschungsdesign oder auf die Ineffektivität der homöopathischen Interventionen zurückzuführen seien. Der Autor erinnert auch daran, dass das Fehlen der Evidenz nicht heissen muss, dass es keinen Effekt gibt. Auf der anderen Seite ist nämlich die Evidenz der Effektivität in den Beobachtungsstudien überwältigend positiv. Weitere gut durchgeführte Studien von ausreichender Teilnehmerzahl seien deshalb nötig, die klinische und wirtschaftliche Effektivität von homöopathischen Behandlungen zu evaluieren.
Literatur
Der Newsletter kann unter http://www.homeoinst.org/sites/default/files/newsletters/HRI_newsletter_Issue%203_January%202009.pdf heruntergeladen werden