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Der britische Künstler Brian Clarke, einer der bekanntesten zeitgenössischen Architekturkünstler, wird 1953 in Oldham (Lancashire) geboren. Er besucht bereits als Teenager die Oldham School of Arts and Crafts, für die er ein Jugendstipendium im Rahmen eines Kunstprogramms erhält. Von 1968 bis 1970 absolviert Clarke eine Ausbildung an der Burnley School of Arts, im Anschluss besucht er das North Devon College of Art and Design (Bideford Art School). Bereits früh macht er sich für die Verbindung von Kunst und Architektur stark und erkennt das ungenutzte Potenzial von Glasmalerei in der zeitgenössischen städtischen Umgebung.
Seine ersten kommerziellen Aufträge erhält Clarke in den Anfangsjahren – als er noch Teenager und in seinen frühen 20er Jahren war – für den Bau von Kirchen in Nordengland.
Im Laufe folgender Jahre engagiert sich Clarke auf den Gebieten der Malerei, Glaskunst, Architektur, Bildhauerei, Keramik, Mosaik, Tapisserie, Schmuck und Möbeln bis hin zu Bühnenbildern für Opern und Ballett und arbeitet unter anderem zusammen mit Zaha Hadid, Norman Foster, Arata Isozaki, Oscar Niemeyer und anderen führenden Vertretern der modernen und zeitgenössischen Architektur. Zu seinen wichtigsten Bauwerken gehören die Friedenspyramide in Kasachstan, das Victoria Quarter in Leeds mit dem grössten Glasdach Europas, das Hôtel du département des Bouches-du-Rhône in Marseille (Le Grand Bleu) oder die Königliche Moschee des internationalen Flughafens King Khalid.
Auf dem Gebiet der Glaskunst entwirft Clarke hauptsächlich Glasgemälde und Kunstinstallationen auf der ganzen Welt, wobei er sowohl in profanen als auch in sakralen Bereichen tätig ist. Häufig sind seine Glasarbeiten von monumentalen Dimensionen. Bei seinen architektonischen Glaswerken ist die Autonomie des Objekts von grosser Bedeutung.
Sein künstlerisches Schaffen auf diesem Gebiet wird von einer Reihe von Innovationen und Erfindungen bei der Herstellung des Mediums Glas begleitet. So hat er bereits bei einem seiner ersten Aufträge für Fenster ein Druckverfahren auf Glas erprobt (1974 für die Preston Parish Church in Lancashire). Dieser Weg endete vorerst hier und wurde erst rund zwei Jahrzehnte später wieder fortgesetzt durch die Kooperation mit Linda McCartney und die «Collaborations» (vgl. VMR_393).
In Romont schuf Clarke im Jahr 1996 15 Fenster für die aus dem 12. Jahrhundert stammende Zisterzienser-Abtei Notre-Dame de la Fille-Dieu.
Brian Clarke lebt und arbeitet in London.
Bettella, A. & Hodges, N. (Hrsg.). (1994). Brian Clarke – Architectural Artist. Academy Editions.
Harrison, M. (1981). Brian Clarke. Quartet Books.
Trümpler, S. (1997). Brian Clarke – Linda McCartney – Collaborations. Benteli.