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In den meisten neu gebauten Häusern wird eine Entkalkungsanlage installiert, um sich vor Kalkablagerungen zu schützen. Diese Anlagen werden auch als Enthärtungsanlagen, Ionentauscher oder Ionenaustauscher bezeichnet. Es wird empfohlen, eine solche Anlage einzusetzen, wenn der Härtegrad des örtlichen Leitungswassers über 25 auf der französischen Härteskala liegt. Liegt der Wert unter 25, ist eine Entkalkungsanlage nicht erforderlich.
Angenommen, Sie sind der zukünftige Eigentümer eines Hauses und der Härtegrad des örtlichen Leitungswassers liegt bei beispielsweise 40 auf der Härteskala. Sie erkennen die Sinnhaftigkeit einer Entkalkungsanlage und beauftragen einen Monteur, diese zu installieren. Der Monteur kommt und stellt die Anlage auf den Wert von 8 ein!
Warum macht er das? In der Branche hat sich herumgesprochen, dass man die Einstellung so niedrig wie möglich wählen sollte, um die Wasserrohre zu schützen. Tatsächlich sollte die Anlage auf den Wert von 25 eingestellt werden, um eine korrekte Reduzierung des Härtegrads von 40 auf 25 zu erzielen, was bereits ein gutes Ergebnis darstellen würde. Ein niedrigerer Wert ist nicht notwendig.
Nachdem der Monteur gegangen ist und Sie das Wasser probieren, stellen Sie schnell fest, dass es nicht den gewünschten Geschmack hat. Was hat die Entkalkungsanlage mit dem Wasser gemacht?
Nach der Installation einer Entkalkungsanlage schmeckt das Wasser oft nicht mehr gut.
Die meisten Entkalkungsanlagen verwenden Salz, nämlich reines NaCl. Das Leitungswasser wird durch einen Ionentauscher geleitet, bei dem das Kalzium aus dem Wasser entfernt und durch Natrium ersetzt wird. Kalzium hat einen angenehmen Geschmack, Natrium hingegen nicht, und viele Menschen empfinden den Geschmack als unangenehm – das ist der erste negative Aspekt.
Der zweite negative Aspekt liegt in der natürlichen Zusammensetzung von Kalzium und Natrium im Wasser und im menschlichen Körper. In beiden Fällen überwiegt Kalzium deutlich. Im Körper haben wir kiloweise Kalzium in unseren Knochen gespeichert, während nur Gramm von Natrium im Umlauf sind. Das Verhältnis im Wasser ist ähnlich. Doch nun dreht die Entkalkungsanlage dieses Verhältnis komplett um – das Ergebnis ist, dass das Wasser nun große Mengen an unangenehm schmeckendem Natrium enthält und nur noch wenig von dem wohltuenden Kalzium.
Sie haben an den Schutz Ihrer Wasserleitungen gedacht, aber nicht an Ihr persönliches Wohlbefinden.
Es gibt viele Ärzte, die eine natriumarme Ernährung befürworten und vor den schädlichen Auswirkungen eines übermäßigen Natriumkonsums warnen.
Fazit
Was tun Sie nun angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses?
Rufen Sie den Fachmann erneut an und bitten Sie ihn, die Anlage auf den Wert von 25 einzustellen. Er wird wahrscheinlich versuchen, Sie erneut auf den Schutz der Wasserleitungen hinzuweisen, aber Sie kennen diese Argumentation bereits. Sie können auch einen etwas niedrigeren Wert wählen, aber bleiben Sie über 15, das wäre ein Kompromiss.
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Dieser Beitrag hat nur einen Teil der Problematik beleuchtet. Es gibt noch viele weitere Aspekte zu diesem Thema, die für Sie von Interesse sein könnten.
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