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Syriens Präsident Bashar al-Assad beugt sich internationalem Druck und erlaubt fünf Tage nach dem mutmasslichen Giftangriff von Damaskus mit hunderten Toten nun doch eine Untersuchung durch die Vereinten Nationen.
Die Experten der UNO würden nun wahrscheinlich versuchen, sich in Gruppen aufzuteilen, sagt Stefan Mogl, Chemiewaffenexperte im Labor Spiez des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS. Dies um einerseits Zugang zu Opfern oder Ärzten und Spitälern, die Opfer behandelt haben, zu haben, und andererseits auch um in Gebiete zu gelangen, die von den angeblichen Kampfstoffeinsätzen betroffen waren.
Nachweisen könne man den Einsatz von Chemiewaffen bis zu einer Woche danach, sagt Mogl weiter. Es gebe zwei Arten von Proben: Die klinischen Proben in Blut und Urin der Opfer und die Umweltproben. Mit Umweltproben sind alle Gegenstände gemeint, die mit den Chemikalien in Kontakt gewesen sein könnten, zum Beispiel Bodenproben von den möglichen Einschlagsstellen. Aber auch Kleidungsstücke oder Fragmente der Munition, mit welcher die Chemikalien verteilt wurden, würden Beweise liefern.
Bezüglich Urheberschaft werde es schwieriger, erklärt Stefan Mogl. Allenfalls könne abgeklärt werden, aus welchen Beständen die Munition stamme. Auch die Abschussrichtung und die damalige Kontrolle über das Gebiet könnten Hinweise liefern.
Bei dem Angriff am vergangenen Mittwoch sollen nach Behauptung der Rebellen
mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen sein. Eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht. Die syrische Regierung weist den Einsatz chemischer Kampfstoffe zurück und beschuldigt stattdessen die Rebellen, Giftgas eingesetzt zu haben.