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Selektiver Projektwettbewerb: 2005 (3. Preis) Bauherrschaft: Energie & Wasser, Bern Mitarbeit: Hannes Luz, Gian Salis, Ulrike Traut Statik: Jürg Buchli Ing.; Planetage Landschaftsarchitekten, Zürich Bauphysik: Lemon Consult HLK, Zürich Verkehrsplanung: Stadt Raum Verkehr, Zürich
Der Bremgartenwald bildet eine klare Grenze der Stadt Bern gegen Norden. Um den verbliebenen Waldkörper möglichst zu schonen und die erforderliche Rodungsfläche auf ein Minimum zu reduzieren, wird die Anlage durch vertikales Stapeln der Funktionen verdichtet und in ihrer Bodenfläche optimiert. Durch die gleichzeitig lineare, in die Länge gezogene Anordnung der Funktionen folgt der neue kompakte Baukörper in seinen Proportionen der Ausrichtung des Waldkörpers. Er sitzt in der Mitte des Buchenwaldes und ist zwischen den mächtigen Stämmen durch die Tiefe des Waldes erahnbar. Die verschiedenen Anlageteile Bunker, Prozessgebäude, Energiezentrale, Werkstätten und Betriebsgebäude werden zu einer kompakten linear organisierten Maschinerie zusammengefasst. Der Kehrichtsverwertungsprozess wird für den Betrachter so auch volumetrisch zum Ausdruck gebracht.
Die rundum laufenden, sich in der Vertikalen verjüngenden Stützen bilden eine geometrisch starke, in der Erscheinung gleichzeitig fragil wirkende Struktur, die sich an den aufstrebenden Baumstämmen des umliegenden Waldes orientiert und sich in der Horizontalperspektive wieder zu einem kompakten Gebäude verdichtet. Zwischen den Stützen sind Welleternitelemente gespannt. Diese bilden die kaschierende Umhüllung der Maschinenwelt und erzeugen je nach Neigung und Blickwinkel in der Vertikalen den Eindruck von Leichtheit, Schichtung oder Auflösung. Sie transportieren das Bild eines Industriegebäudes und erinnern gleichzeitig durch ihre Schuppung an die ursprünglich in diesem Bereich des Waldes angestammten Fichten und ihre Zapfen.