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Am Intel Developers Forum in Shanghai zeigen Toshiba, Asus, Lenovo und viele andere Hersteller Prototypen für auf dem Atom-Chip basierende "Mobile Internet Devices".
MID: Vielleicht muss man sich bald dieses Kürzel für eine Geräteklasse merken. MID steht für "Mobile Internet Devices". Die meist über einen Touchscreen gesteuerten MIDs sollen neben "Netbooks" und "Nettops" (kleine, vor allem fürs Surfen, Mailen und Chatten konzipierte Notebooks und Desktops) die Geräte sein, in denen Intels neue "Atom"-Chips eingesetzt werden. Intel benützt gerade das heute und morgen in Shanghai stattfindende Intel Developers Forum (IDF), um intensiv die Werbetrommel dafür zu rühren.
Die Atom-basierten Geräte sollen die gleiche Software verwenden und im grossen und ganzen auch ähnlich wie PCs bedient werden können und damit Anwender anlocken, die mit der Surferfahrung mit Smartphones und bisherigen Handhelds eher unzufrieden sind.
Die Atom-CPUs verbrauchen zwischen 0,65 und 2,4 Watt und sind damit etwas stromhungriger als Konkurrezchips für Kleincomputer, zum Beispiel von Qualcomm oder Texas Instruments. Dafür sollen sie gemäss Intel etwa doppelt so leistungsfähig sein.
Bisher haben 25 Hardwarehersteller angekündigt, auf dem Atom basierende Produkte auf den Markt bringen zu wollen. Am IDF zeigen unter anderem Aigo, Asus, BenQ, Clarion, Compal, Lenovo, LG, Panasonic und Toshiba Prototypen. Bereits Ende Mai oder Anfang Juni sollen die ersten davon in China, Japan und Südkorea auf den Markt kommen. In Europa und den USA sollen die Geräte allerdings, wie Anand Chandrasekher, bei Intel für die "Ultra mobile-Group" zuständig gegenüber US-Medien erklärte, erst später lanciert werden – wann genau ist noch nicht bekannt. (hjm)
(Bild: zuoberst ein Atom-Chip, darunter, von oben nach unten, MID-Prototypen von Asus, Clarion, Lenovo und Toshiba. Weitere Fotos von Atomprototypen findet man hier)