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Das Projekt Joint Enterprise Defense Infrastructure (Jedi) wurde vor fast zwei Jahren an Microsoft vergeben. In einer Stellungnahme schreiben die Redmonder, man "respektiere und akzeptiere" die Entscheidung.
Der CIO des Verteidigungsministeriums, John Sherman, sagte gegenüber Journalisten, dass Jedi 2017 zwar mit "edlen Absichten" konzipiert worden sei. Aber es sei zu einer Zeit entwickelt worden, "als die Bedürfnisse des Ministeriums anders waren und unsere Cloud-Konversation weniger ausgereift", wird der IT-Chef im Branchenmagazin 'Fedscoop'
zitiert.
Sherman bestätigte, dass die anhaltenden Einsprachen gegen die Jedi-Vergabe "zweifellos" die Entscheidung des Verteidigungsministeriums beeinflusst hätten. Er fügte aber an, dass man, auch wenn Jedi nach Plan verlaufen wäre, nun gewisse Multi-Cloud-Diskussionen führen würde.
Vergabe an mehrere Anbieter geplant
Auf Jedi folgt nun das Projekt Joint Warfighter Cloud Capability (JWCC). Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Multi-Milliarden-Cloud-Auftrag, wie das DoD schreibt. JWCC werde ein "Multi-Cloud- und Multi-Vendor-Auftrag" sein. Der neue Vertrag sei kürzer ausgelegt als der 10-Jahresvertrag bei Jedi. Bei JWCC würden Leistungen für 3 Jahre beschafft, mit Optionen auf eine zweijährige Verlängerung, schreibt 'Fedscoop'.
Das Ministerium beabsichtige nun, Angebote von Microsoft und AWS einzuholen, wie es mitteilt. Marktuntersuchungen würden zeigen, dass diese beiden die einzigen Cloud-Anbieter seien, die die Anforderungen des Ministeriums erfüllen könnten.
Aber, so heisst es weiter, das DoD werde mit der Branche in Kontakt treten, um zu untersuchen, ob noch weitere in den USA ansässigen Hyperscaler als Lieferanten in Frage kommen könnten. "Die Tür bleibt für die nächsten dreieinhalb Monate weit offen", so der DoD-CIO laut 'Bloomberg'. Geplant seien Gespräche mit IBM, Google und Oracle.
Rechtliches Tauziehen um Jedi
Der Jedi-Auftrag war von Anfang an umstritten, weil das Pentagon nur einem Cloud-Anbieter einen Zuschlag erteilen wollte.
Dies passte unter anderem IBM, Oracle und Google gar nicht. Die Reaktionen der Konzerne waren aber ganz unterschiedlich. IBM schied irgendwann aus, Oracle klagte gegen die Ausschreibung
an einen Provider zum Fixpreis, während sich Google nach Mitarbeiter-Protesten selbst zurückzog.
Der Cloud-Marktführer AWS galt lange als Favorit. Nach dem Zuschlag an Microsoft
erhob Amazon Einspruch mit dem Argument, der damalige Präsident Donald Trump habe die Entscheidung beeinflusst. Trump habe Amazon mit CEO Jeff Bezos als einen "politischen Feind" betrachtet, hiess es in der Klage von Amazon
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