Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/2898

Auf der Masoala-Halbinsel auf Madagaskar wachsen unglaublich viele verschiedene Pflanzenarten - darunter auch solche, die wir sehr gut kennen und denen wir oft im Alltag begegnen. In der Masoala-Halle im Zoo Zürich kannst du eine grosse Anzahl dieser Pflanzen betrachten.
Madagaskar besitzt eine ausserordentliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Die Wälder im Nordosten Madagaskars gehören zu den artenreichsten des Landes. Dort liegt auch die Halbinsel Masoala. Dies ist der einzige Ort im Land, wo tropischer Regenwald noch bis ans Meer reicht. Natürliche Barrieren wie Flüsse oder Gebirge sind wichtige Gründe, weshalb die Artenvielfalt in Masoala so hoch ist.
Hier stellen wir ein paar Pflanzenarten vor, die du bestimmt kennst. Alle wachsen auf der Masoala-Halbinsel und auch in der Masoala-Halle im Zoo Zürich. Mit diesem Projekt möchte der Zoo Zürich zeigen, wie einzigartig Masoala bzw. Madagaskar ist und dass diesem Gebiet im Indischen Ozean unbedingt Sorge getragen werden sollte.
In der Masoala-Bildergalerie findest du Fotos aus der Masoala-Halle im Zoo Zürich, die dir interessante Eindrücke der verschiedenen Pflanzen geben. Hast du zum Beispiel gewusst, dass Erdnüsse sich nur unter der Erde bilden können, oder dass Vanille-Schoten auf einer Kletterpflanze wachsen?
Cashewnuss
Die Cashewnuss wächst auf einem Baum, dem Kaschubaum (Anacardium occidentale), und ist verwandt mit der Pistazie und der Mango. Die eigentliche Frucht ist die Cashewnuss mit den darin versteckten nierenförmigen Samen, den Cashewkernen. Die Scheinfrucht (Kaschuapfel) ist ein verdickter, fleischiger Fruchtstiel oberhalb der Nuss. Dieser färbt sich rot, wenn er reif ist. Die Nüsse werden als Nahrungsmittel verwendet. Man kann sie gesalzen oder gezuckert essen und sie werden in Back- und Süsswaren verarbeitet. Auch ein grosser Teil des Restes der Pflanze kann verwendet werden: Der Kaschuapfel wird als Frischobst gegessen oder für die Herstellung von Getränken, Konfitüren, Saucen, Essig und Wein eingesetzt. Ebenso können das Öl aus der Nussschale, das Harz, die Blätter oder die Rinde der Pflanze für verschiedene Zwecke verwendet werden.
Erdnuss
Die Erdnuss, auch Spanische Nuss genannt, ist ein Kraut (Arachis hypogaea) und ist mit der Erbse und dem Klee verwandt. Die Frucht der Erdnuss ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht. Sie entwickelt sich nur in einer Tiefe von 5-10 cm unter dem Boden. Deshalb muss sich der oberirdische Fruchtträger erst zum Boden neigen und dort eindringen. Nach den Getreidearten ist die Erdnuss das wichtigste Grundnahrungsmittel weltweit: nicht nur wegen ihres ungewöhnlich hohen Nährwertes (400 kcal pro 100 g), sondern auch, weil sie so vielseitig verwertet werden kann. Die Nüsse werden als Nahrungsmittel in Form von Speiseöl, rohen Samen, geröstet oder gekocht verwendet. Ausserdem dienen sie als Futtermittel oder Industrie-Rohstoff für Seifen, Waschmittel und Kosmetik. Für die beliebte "Peanutbutter" in den USA werden geröstete Erdnüsse mit Erdnussöl, Sojamehl, Honig, Malz oder altem Käse zu einer streichfähigen Masse vereint.
Papaya
Papaya-Früchte wachsen an einer Staude, am sogenannten Melonenbaum (Carica papaya). Die Frucht ist botanisch gesehen eine Beere, auch wenn wir uns darunter normalerweise etwas anderes vorstellen. Sie ist rund-oval bis länglich und hat eine grünlich bis orange-gelbe Farbe. Die Früchte sind normalerweise 500-1000 g schwer, können aber auch bis zu einem Gewicht von 10 kg wachsen. Das Fruchtfleisch ist je nach Reifegrad weisslich, tief-gelb, orange bis rot. Die Verwendung der Papaya-Staude ist sehr vielfältig. Früchte, Samen, Blätter und Milchsaft werden jeweils so verwertet, dass sie einen Nutzen als Nahrungsmittel, in der Medizin, Pelzgerberei, Seiden- und Wollherstellung, Bierproduktion und Kosmetik bringen. Die Abfälle dienen als Schweinefutter. Papayafrüchte werden auf verschiedene Arten zubereitet und gegessen. Häufig bereitet man daraus Fruchtsalat. Sie dienen auch zur Herstellung erfrischender Getränke oder werden zu Brei, Sirup, Pasteten oder Süssigkeiten verarbeitet.
Zimt
Zimt ist eine Rinde und wird vom Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum zeylanicum, echter Zimt) gewonnen. Für die Ernte von Zimtrinde werden junge Pflanzen (bis 3 Jahre) geschnitten und entrindet. Die Rindenstücke rollen sich dann ein und fermentieren über Nacht. Diese natürliche Fermentation trägt zur Entwicklung des Zimtgeschmackes bei. Beim echten Zimt nutzt man nur die inneren Rindenschichten. 6-8 Rindenstücke werden von Hand zu Zimtstangen ineinander gesteckt und getrocknet. So gelangt die Rinde als Zimtstange oder gemahlen auf den Markt. Die äusseren, abgeschabten Schichten werden zur Herstellung des ätherischen Zimtöls verwendet. Als Gewürz wird Zimt unter anderem in Backwaren, Süssspeisen, Glühwein, Punsch oder als Bestandteil von Curry eingesetzt. Das Zimtöl findet in der Parfüm- und Kosmetikindustrie Anwendung.
Kaffee
Kaffeebohnen wachsen auf einem Strauch (Kaffeestrauch, Coffea arabica) und sind Kerne einer Steinfrucht. Die dunkelroten Steinfrüchte (auch Kaffeekirschen genannt) enthalten zwei Steinkerne, die Kaffeebohnen. Reife Kaffeekirschen werden von Hand oder maschinell geerntet. Aus 7 kg Kirschen entstehen ca. 1 kg Rohkaffee. Es gibt zwei Aufbereitungsverfahren zur Herstellung des grünlichen Rohkaffees: Bei der Trockenaufbereitung werden die Früchte erst getrocknet, dann wird das Fruchtfleisch maschinell entfernt. Die Qualität dieser Kaffeebohnen ist eher billig. Das sogenannte Nassverfahren führt zu einer besseren Qualität. Dabei wird erst das meiste Fruchtfleisch maschinell entfernt, die Bohnen werden fermentiert, gewaschen und zuletzt getrocknet. Zur vollständigen Entwicklung des Aromas wird der Rohkaffee erst in dem Land geröstet, in dem er auch konsumiert wird. Kaffee wird vor allem als Genussmittel verwendet. Heute trinkt etwa ein Drittel der Menschheit Kaffee, und rund 25 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt damit.
Zitronengras
Zitronengras (Cymbopogon citratus) ist eine Staude und gehört zur Familie der Süssgräser. Die Pflanze besteht aus einem Büschel von langen, graugrünen Blättern, die bis zu zwei Meter hoch werden können. Sie wird vor allem in der Küche verwendet. Das Aroma ist kräftig, säuerlich und erinnert an Zitrone. Der untere Teil der Blätter wird getrocknet, pulverisiert oder frisch verwendet. Nur ganz junge, zarte oder sehr fein gehackte Teile können gegessen werden, weil die Stängel sehr schnell strohig werden. Zitronengras regt den Appetit an, stärkt den Magen und fördert die Verdauung. Neben dem Würzen von Speisen und Getränken (z.B. Tee) wird es auch für Parfüms und Kosmetika verwendet. Das ätherische Öl des Zitronengrases wirkt als Insektenabwehrmittel, wenn man es auf die Haut aufträgt. Ausserdem können die Pflanzen wegen ihrer sehr dichten Wurzelmasse auch zur Sicherung von rutschigen Böschungen und Gräben eingesetzt werden.
Süsskartoffel
Die Süsskartoffel, auch Knollenwinde (Ipomoea batatas) genannt, ist eine Liane, die am Boden kriecht oder an anderen Pflanzen hochklettert. Ihre fleischigen Wurzelknollen bilden sich unter der Erde, ähnlich wie Kartoffeln. In Ihren Anbaugebieten gehört die Süsskartoffel wegen ihrem relativ hohen Nährwert schon seit langer Zeit zu den Grundnahrungsmitteln. Sie enthält nämlich mehr Kohlenhydrate (32%) als "normale" Kartoffeln (20%). Die Knollen werden gekocht, gebraten oder als Brei verzehrt. Sie eignen sich zum Konservieren, Trocknen (Chips) und zur Herstellung von Mehl. Ausserdem dienen sie auch zur Gewinnung von Stärke, Glukose (Zucker) oder Alkohol. Alle Teile der Süsskartoffel (Knollen, Ranken, Blätter) eignen sich auch gut als Viehfutter.
Litschi
Der Litschibaum, auch Litschipflaume (Litchi chinensis) genannt, wird in China schon seit fast 4000 Jahren als Fruchtbaum angepflanzt. Litschis wachsen an hängenden, bis zu 70 cm langen Rispen am Ende der Zweige. Es sind 3-4 cm grosse, rundliche Früchte, die sich hellrot verfärben, sobald sie reif sind. Das glasig-weiche und saftige Fruchtfleisch hat einen feinen, süss-säuerlichen Geschmack. In der Mitte befindet sich ein ungeniessbarer schwarzer Stein. Litschis entwickeln sich in einem Zeitraum von 80-100 Tagen. Dabei kann ein Baum 40-120 kg Früchte tragen. Nach der Ernte reifen Litschis nicht mehr nach, sie müssen deshalb reif geerntet werden. In der Küche werden sie vor allem als Frischobst, Fruchtsalat und getrocknet genossen oder zu Konserven, Saft, Eiscreme und Wein verwertet. Ausserdem findet die Pflanze auch Verwendung in der Bau- und Möbelindustrie, in der Medizin oder wird ganz einfach auf der Terrasse oder im Wintergarten als Topfpflanze aufgestellt.
Mango
Mangos wachsen am Mangobaum (Mangifera indica), der bis zu 30 Meter hoch werden kann und Wurzeln hat, die bis zu 8 Meter in die Tiefe reichen können. Die Pflanze ist verwandt mit der Pistazie und der Cashewnuss. Neben der Banane ist die Mango die wichtigste Tropenfrucht und hat etwa die gleiche Bedeutung wie der Apfelbaum bei uns. Die Früchte sind 10-40 cm lang und meist asymmetrisch eiförmig. Es sind Steinfrüchte, die eine grünlich-gelbe bis rote Farbe haben. Der weissliche Stein in der Mitte lässt sich schlecht vom Fruchtfleisch lösen. Die Mango wird sehr vielseitig verwendet. Im reifen, saftigen Zustand wird die schmackhafte Frucht roh als Obst gegessen oder als Saft für Getränke verwendet. In Scheiben geschnitten und getrocknet ergibt sie Dörrobst oder wird zu kandierten Früchten weiterverarbeitet. Aus Mangos wird auch Kompott, Gelee, Marmelade oder pikantes Chutney gemacht. Unreife Früchte werden gedünstet als Gemüse zubereitet oder als Scheiben süss-sauer eingelegt. Sogar aus den Steinkernen wird Mehl gewonnen, oder sie werden ganz einfach gemahlen und dem Vieh verfüttert. Ausserdem findet das Holz des Baumes Verwendung für Möbel, Fussböden, Kisten und Boote.
Maniok
Maniok ist ein Strauch, der auch Kassawastrauch (Manihot esculenta) genannt wird und von dem man hauptsächlich die Wurzelknollen als Nahrungsmittel braucht. Gelegentlich werden auch die Blätter als Gemüse verwendet. Vor allem für tropische Kleinbauern ist diese Pflanze von Bedeutung, da sie in fast allen Bodenarten wächst und auch keine aufwändige Pflege braucht. Ausserdem liefert sie die höchsten Erträge aller Knollenpflanzen, und ihre Knollen können mehrere Jahre im Boden bleiben, ohne zu verderben. Die Wurzelknollen haben eine Länge von 30-50 cm und wiegen bis 5 kg. Sie sind reich an Stärke und relativ arm an Eiweiss. Die Blätter hingegen haben einen hohen Eiweissgehalt von über 30 %. Aus ihnen wird das Gericht "Ravitoto" hergestellt, welches dem gekochten Spinat bei uns ähnlich ist. Maniok besitzt von allen Nahrungspflanzen am meisten Stärke und ist die Lebensgrundlage von über 500 Millionen Menschen. Man darf ihn auf keinen Fall roh essen, denn die Wurzelknollen wie auch andere Pflanzenteile enthalten einen Giftstoff. Kochen, Dämpfen oder Rösten zerstört das Gift. Mehl darf nur von gerösteten Wurzelknollen gewonnen werden. Maniokmehl ist heute nicht mehr aus der brasilianischen oder afrikanischen Küche wegzudenken.
Reis
Reis (Oryza sativa) ist ein Gras und mit Weizen und Bambus verwandt. Bereits vor 7000 Jahren wurde Reis angepflanzt. Ungefähr 60 % der Menschen ernähren sich heute davon. Die Reiskörner gedeihen an hängenden Rispen, die bis zu 50 cm lang werden können. Reis ist das einzige Getreide, welches Überschwemmungen ohne Schaden übersteht, und kann deshalb auch in Sumpfgebieten angebaut werden. Nach dem Dreschen (Herauslösen der Reiskörner) entsteht der ungeschälte Reis. Die Körner sind noch von Spelzen (trockene Hüllblätter) umgeben, welche nun entfernt werden. Es entsteht der Braunreis, auch Naturreis genannt, mit dem sogenannten Silberhäutchen, das wichtige Vitamine und Proteine enthält. Damit diese nicht verloren gehen, wird das "Parboiling-Verfahren" angewendet, wobei ca. 80 % der wertvollen Stoffe durch Druck ins Reiskorn gebracht werden. Erst danach wird das Silberhäutchen entfernt und es entsteht der weisse, geschälte Reis. In Madagaskar ist Reis das Hauptnahrungsmittel. Weltweit ist er in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel, wird aber auch bei der Herstellung von Bier, Wein und Schnaps verwendet.
Schwarzer Pfeffer
Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) ist ein Strauch und kommt ursprünglich aus Indien. Im 14. und 15. Jahrhundert benutzte man Pfefferkörner sogar anstelle von Geld. Die Früchte bilden sich an hängenden Ähren. Sie sind ungefähr 5 mm gross und grün, solange sie unreif sind. Sobald sie reif werden, erhalten sie eine rote Farbe. Interessant ist, dass die vier uns am besten bekannten Pfeffersorten (schwarzer, weisser, grüner und roter Pfeffer) von derselben Pflanze kommen. Durch verschiedene Arten der Produktion unterscheiden sie sich in Geschmack, Aroma und Aussehen. Schwarzer Pfeffer wird nicht ganz reif gepflückt, langsam getrocknet und fermentiert. Dadurch erhalten die Körner ihre charakteristische braune bis schwarze Farbe. Schwarzer Pfeffer ist brennend scharf. Für den weissen Pfeffer werden die reifen, roten Früchte im Wasser eingeweicht, wodurch die Fruchtschale gut abgezogen werden kann. Es entsteht eine weniger aromatische aber dafür reinere Schärfe. Beim grünen Pfeffer werden unreife Früchte in Salzlake oder Öl eingelegt und danach gefriergetrocknet. So wird die grüne Farbe beibehalten. Dieser Pfeffer ist weniger scharf und hat einen frischen, krautigen Geschmack. Um roten Pfeffer zu erhalten, werden vollreife Früchte geerntet und in Salzlake eingelegt. Der Geschmack ist reif, würzig und frisch.
Gewürznelken
"Nägeli", auch Gewürznelken genannt, wachsen auf einem Baum (Syzygium aromaticum), der bis zu 12 m hoch wird. Die Gewürznelken, die wir aus dem Laden kennen, sind die eigentlichen Blütenknospen der Pflanze. Sie werden geerntet, sobald sich die Knospen hellrot verfärben und die Blütenköpfchen noch geschlossen sind. Zu diesem Zeitpunkt besitzen sie den höchsten Würzgehalt. Die braune Farbe erhalten sie durch die Trocknung. Gewürznelken werden in Kompott, Gemüse- und Fleischgerichten, Glühwein oder Weihnachtsgebäck verwendet. In Indonesien werden gemahlene Nelken für die Produktion der Kretek-Zigaretten (Nägeli-Zigaretten) mit Tabak vermischt. Das Nelken-Öl findet in der Humanmedizin eine vielfältige Verwendung. So wird es zum Beispiel als Mittel gegen Asthma, Husten und Bronchitis verwendet und hilft gegen Hautkrankheiten und Magenbeschwerden. Es wird vor allem aus Blättern, jungen Sprossen und Pflanzenabfällen gewonnen. Madagaskar zählt neben Indonesien und Brasilien zu den Hauptproduzenten von Gewürznelken.
Kakao
"Schoggi-Pulver" bzw. Kakaofrüchte wachsen auf dem Kakaobaum (Theobroma cacao), und zwar direkt am Stamm. Die Früchte sind 15-30 cm lang, bis 500 g schwer und ihre Aussenhaut verfärbt sich gelb, rot, violett oder braun, wenn sie reif sind. Im weissen Fruchtfleisch eingebettet liegen pro Frucht 30-60 Samen, die so genannten Kakaobohnen. Die Bohnen werden geerntet, fermentiert und geröstet. Durch diese Prozesse erhalten sie ihr typisches "Schokoladen-Aroma", werden kakaobraun und können später einfacher gemahlen werden. Danach werden die Kakaobohnen gebrochen und geschält. Übrig bleibt der sogenannte Kakaobruch, also die Bohne ohne Schale, der nun gemahlen wird. Es entsteht die Kakaomasse, der Grundstoff für die Herstellung von Kakaopulver und Schokolade. Für die Erzeugung von Kakaopulver wird das Fett durch Pressen der Kakaomasse entfernt. So erhält man ein wertvolles Nebenprodukt, das Kakaofett (Kakaobutter). Je nach Schokoladensorte können der Kakaomasse dann noch weitere Zutaten hinzugefügt werden: Zucker, Kakaobutter, Vanille, Koriander, Muskat, Zimt, Pfeffer, Kaffee, Tee oder Milch- und Rahmpulver. Warum Schokolade für manche Tiere sehr gefährlich ist, kannst du im Artikel "Warum dürfen Hunde und Katzen keine Schokolade bekommen?" nachlesen.
Vanille
Vanilleschoten wachsen auf einer Kletterpflanze (Vanilla planifolia), die zu den Orchideengewächsen gehört. Die schotenförmigen Kapselfrüchte sind bis zu 35 cm lang und enthalten mehrere 10'000 Samen. Wer Vanille anbaut, hat viel Arbeit, denn die Blüten müssen von Hand mit einem Dorn oder Bambusstäbchen bestäubt werden. Die Schoten werden geerntet, kurz bevor sie reif, aber solange sie noch grün sind. Sie werden sofort ins heisse Wasser getunkt. Dies stoppt das Reifen und startet den Fermentationsprozess. Die Vanilleschoten werden mehrere Tage in Decken gelegt und fermentiert. Erst jetzt entwickelt sich das typische Vanillearoma, das aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen besteht. Schliesslich werden die Schoten während mehreren Wochen in der Sonne getrocknet. Das Aroma entwickelt sich dabei vollständig, und die Schoten werden haltbar. Madagaskar produziert heute rund 2/3 von weltweit 2000 Tonnen echter Vanille. 90 % des Vanillebedarfs wird künstlich produziert. Vanille wird zur Herstellung von Schokolade, Speiseeis, Likören, Süssspeisen, Gebäck, eingemachtem Obst, Getränken, Kosmetika und Parfüms verwendet.
Ingwer wächst an einer Staude (Zingiber officinale), die bis 1.5 m hoch wird. Er wurde bereits in der vorchristlichen Zeit im südasiatischen Raum kultiviert und galt auch als Schutz vor herumstreunenden Tigern. Von der Pflanze wird vor allem die Wurzelknolle verwendet. Ingwer kommt in verschiedenen Formen in den Laden: frisch oder getrocknet als weisser oder schwarzer Ingwer, kandiert, als Pulver oder in Form von ätherischem Öl. Beim weissen Ingwer handelt es sich um geschälte Wurzelknollen, während der schwarze ungeschält verkauft wird. Ingwer dient als Grundlage für Marmelade, als Zutat für Backwaren und Konfekt, oder zur Herstellung von Ingwer-Bier (Ginger Ale). Ingwer-Öl wird durch Destillation gewonnen. Es wird für Liköre, Süsswaren oder Kosmetika verwendet. Kandierte Ingwerstücke isst man als Süssigkeit und Ingwer-Pulver findet man in Wurst-Gewürzen. In vielen Ländern (z.B. Indien) verwendet man Ingwer fast täglich in der Zubereitung der Speisen als verdauungsförderndes und geschmacksgebendes Mittel.
Bildergalerie mit Pflanzen aus dem Masoala-Regenwald
In unserer Masoala-Bildergalerie findest du Fotos von Pflanzen, die im Zoo Zürich in der Masoala-Halle wachsen. So kannst du dir ein Bild davon machen, was hinter den Produkten steckt, die wir täglich im Laden kaufen oder in der Küche verwenden.
Mit einem Klick zu SimplyScience.ch. Setze ein Bookmark zu SimplyScience.ch. Dann findest du uns immer oben in deiner Browserleiste und erreichst mit nur einem Klick immer das Spannendste aus Naturwissenschaft und Technik.Nach dem Klick geht’s zurück zur Website.