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Zielscheibe von Rassismus kann ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen auf Grund der Hautfarbe, der Religion, der ethnischen oder nationalen Herkunft werden. Die Festschreibung von Menschen auf gewisse fiktive oder reale kollektive Eigenschaften ist ein Merkmal von Rassismus.
Heute wird oft von Minderheitengruppen gesprochen. Diese können je nach kultureller und gesellschaftlicher Situation wechseln. Wichtig ist dabei auch die Selbstdefinition. Im Rahmen der Konvention zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarats hat die Schweiz die vier territorialen Sprachgruppen sowie die jüdischen Gemeinschaften und die Schweizer Jenischen/ Fahrenden als nationale Minderheiten anerkannt.
An der Weltkonferenz gegen Rassismus (WCAR) von 2001 (Durban) wurde die Mehrfachdiskriminierung thematisiert, z.B. gegenüber Frauen, wenn sich Geschlecht, Hautfarbe, Ethnie oder Nationalität und tiefer sozialer Status kumulativ zu Ungunsten der Betroffenen auswirken. Mit der Feststellung, dass Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende zu den Zielgruppen von Rassismus gehören, machte die Konferenz einen zukunftsgerichteten Schritt. Sie ging über die klassische Definition von Rassismus auf Grund der Ethnie, Hautfarbe oder Religion hinaus und bezog den sozialen Status als Grund für Diskriminierungen mit ein. Der Begriff der «multiplen Diskriminierung» fand Eingang in das offizielle Dokument der Weltkonferenz (WCAR).
Zum AnfangLetzte Aktualisierung: 16.12.2014