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Das Gebäude wurde 1957/1958 errichtet. Zwischen 1985 und 1987 erfolgte eine umfassende wärmetechnische Sanierung. Die Fassaden der Wohngeschosse wurden in den meisten Bereichen von aussen mit einer Dämmung und hinterlüfteter Fassade verkleidet. Die kleinen Balkone der Küchen gegen die Rue Jacques-Vogt wurden gedämmt und verglast. Sie zählen seither zur beheizten Fläche. Die Fassaden des Erdgeschosses wurden nur gegen Osten und Süden gedämmt. Das Untergeschoss des Gebäudes ist unbeheizt.
Mit dem Instandsetzungs- und Ausbauprojekt werden die vorhandenen Gebäudetypologien des Eckensembles Vogt / Pérolles in einer zurückhaltenden und unaufgeregten Art weitergeführt. Der architektonische Ausdruck und die Materialisierung sollen einen Beitrag zur Quartieraufwertung leisten und eine auch aussenräumlich hochwertige und identitätsstiftende sowie nachhaltige Gestaltung aufweisen.
Konsequenterweise wird die für das Pérolles-Quartier typische Gebäudegliederung von Sockel, Hauptfassade und Dachausbildung übernommen. Im architektonischen Ausdruck tritt die neue Dachausbildung zurück und fügt sich in den vorhandenen städtebaulichen Kontext ein. In ihrer dreiteiligen Gliederung und Materialisierung aus alternierend fein und grob strukturiertem Putz für die Hauptfassaden und neu, im Geist von Mansard und der historischen, französisch inspirierten Boulevard-Architektur, in Titanzinkblech verkleideten Dächern, lehnt sich die Gestaltung der Fassaden an den Bestand. Dennoch verleihen die neugestalteten Dachgeschosse genügend Präsenz, um mit den bestehenden Baukörpern in einen Dialog zu treten.
Somit erscheint die Gebäudevolumetrie städtebaulich schlüssiger und die tektonische Fassadengliederung ergänzt und variiert die bestehenden Gebäudevolumen in selbstverständlicherer Weise. Hierfür werden die verwitterten Asbestfaserzementplatten an den heutigen Fassaden zurückgebaut. Die vorhandene Dachstockfläche wird zu Wohnzwecken um- und ausgebaut.
Die Grundrisse weisen einen hohen Gebrauchswert auf. Die neuen Wohnungen ‚Vogt‘ sind unter einem Mansardendach organisiert und zeichnen sich unter anderem durch überhöhte Wohn-/ Essbereiche aus. Raumhohe Fenster vermitteln zwischen Innen und Aussen. Die bestehenden Fassadenerker ‚Vogt‘ werden grosszügig verglast und mit einer vollen Brüstung auf 0.75 cm Höhe neu ausgebildet. Im Ausdruck lehnen sie sich an die neu verputzte Fassade mit verdeckt integriertem Sonnenschutz an. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich.
Flächendeckend soll die Aussenhülle thermisch nachhaltig eingepackt werden. Der Fernwärmeanschluss soll über Group E gesichert werden. Das Verhältnis von offenen und geschlossenen Fassadenelementen scheint uns ausgewogen. Somit streben wir – nebst der städtebaulichen und architektonischen Haltung – mit der geplanten Sanierung und dem Ausbau sowie der Umgestaltung des Dachstockes einen auch energetisch nachhaltigen Eingriff, eine hohe Volumen- und Flächeneffizienz, vernünftig vertretbare Erstellungskosten sowie einen kostengünstigen Betrieb und Unterhalt an.