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|3.3.2.
Der Rhein

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|Der
Rhein, bis ins 1. Jahrhundert vor Christus, keltisch "Rên", oder
von den
Römern "Rhenus" genannt, ist mit 1324 Kilometern der grösste
Fluss der
Schweiz, Deutschlands und der Niederlande.

Die schweizerdeutsche Bezeichnung lautet "Rin" oder "Ry", die französische "Rhin" und auf niederländisch "Rijn".
Die Ursprungslandschaft des Rheins ist die hochalpine Gebirgswelt Graubündens. Die beiden Quellflüsse Vorder- und Hinterrhein nehmen zahlreiche Zuströme aus seitlichen Tälern auf, bevor sie sich bei Reichenau, 10 km vor Chur, vereinen.
|Rhein-Eckwerte:

Länge des Flussverlaufes: 1324 km
Grösse des Einzugsgebiets: 185'000 km2
Alter: ca. 12'000 Jahre
Einwohner im Einzugsgebiet: knapp 50 Millionen
Schiffbarkeit: 800 km
Auch genannt: Reno, Rhin, Rhine River, Rhine, Rhyn, Rijn, Ry
Quellorte:
Vorderrhein: Oberalppass/Tomasee/Piz Badus
Hinterrhein: Rheinwaldhorn beim Paradiesgletscher
Zusammenfluss: Reichenau bei Chur
|Vorderrhein

Der Vorderrhein gilt unter den verschiedenen Quellflüssen als offizielle Rheinquelle. Zuoberst in der Surselva, entfliesst er dem "Tomasee" oder "Lai da Tuma" (2344 m ü. M.) am Fusse des Piz Badus unweit von Sedrun/Disentis.
Kurz nach Ilanz verschwindet der Vorderrhein für 16km zwischen gewaltigen Geröllbergen, steilen Kalkwänden und bizarren Erosionsformen in der Rheinschlucht, dem "Swiss Grand Canyon". Vor rund 10'000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, rutschten 10-15km3 Gestein aus dem Gebiet des Segnespasses bei Flims in den Vorderrhein und füllten das ganze Tal zwischen Ilanz und Reichenau aus. Es handelt sich um den weitaus grössten Bergsturz der Alpen. Seit diesem Bergsturz gräbt sich der Vorderrhein unermüdlich in die Geröllmassen ein.
|Hinterrhein

Das Quellgebiet des Hinterrheins befindet sich beim Paradiesgletscher am Osthang des Rheinwaldhorns. In der ersten Flachstufe durchfliesst er ein U-Tal, dessen Sohle er ehemals ganz ausfüllte. Heute wird er durch befestigte Ufer in ein enges Bett gedrängt. In der Rofla mündet der Averser-Rhein in den Hinterrhein. Hinter der Roflaschlucht öffnet sich auf einer Flachstufe das breite Schamsertal, bis sich die nächste Engstelle dem Fluss in den Weg stellt - die Viamala, eine Klamm mit senkrechten zum Teil auch überhängenden Schieferwänden von rund 70 m Tiefe. Diese Felsenschlucht ist die letzte Verengung, die der Hinterrhein durchfliesst. Dahinter beginnt die letzte Talstufe - das Domleschg, ein fruchtbares Becken, das vom begradigten Hinterrhein durchflossen wird.
|Alpenrhein

Der Alpenrhein beginnt mit dem Zusammenfluss von Hinter- und Vorderrhein bei Reichenau. Das breite Tal des Alpenrheins weist sogenannte Tomas oder Tumas auf. Es handelt sich dabei um kegelförmige Berge, die Reste eines Bergsturzes sind. Besonders deutlich sichtbar sind die harten Gesteinsmassen, die den Auswaschungen standgehalten haben, in Domat/Ems.
Stromabwärts fliesst der Alpenrhein im breiten Flussbett an der Kantonshauptstadt Chur vorbei. Zwischen Untervaz und Mastrils darf er sich nochmals ungezähmt ausbreiten, was eine vielfältige und dynamische Auenlandschaft hervorgebracht hat. Danach passiert der Rhein das Weinbaugebiet der Bündner Herrschaft und verlässt beim Ellhorn in Fläsch den Kanton Graubünden.
|© Text und Fotos von Graubünden
Ferien. Gestaltung durch Reinhard Dietschi.

Ich hoffe niemand bei Graubünden Ferien nimmt mir übel, dass ich ein wenig Werbung für den spannensten Kanton der Schweiz mache....Herzlichen Dank!
P.S. Auf Euerer Seite haben sich ein paar Schreibfehler eingeschlichen.