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Eintritt frei
Ein namenloser, von Hunger gequälter Mann irrt auf der Suche nach Arbeit und Essen durch Norwegens Hauptstadt. Unermüdlich verfasst er Artikel für Zeitungen (die jedoch meist abgelehnt werden), schlägt aus Stolz verächtlich jegliche Hilfe aus, tischt seinen Mitmenschen erfundene Geschichten auf und verschenkt sein letztes Geld. Kann er sich zu Beginn mit seiner Arbeit und dank Verpfändungen noch knapp über Wasser halten, bringen ihn Armut und Hunger schliesslich immer näher an den Rand des Wahnsinns und des Todes… Die zeitgenössische Kritik reagierte auf Knut Hamsuns 1890 erschienenen Roman «Hunger» mit Ablehnung und Unverständnis («grässlich und widerlich») – heute ist er als Meisterwerk längst anerkannt. Eingeladen zur Diskussion sind alle, die den Text gelesen haben.
Stefanie Lind studierte Nordische Philologie, Geschichte und Soziologie in Basel und Tromsø (Norwegen). Sie arbeitet als Bibliothekarin in der Museumsgesellschaft in Zürich, an der Universitätsbibliothek Basel sowie als freie Mitarbeiterin im Unionsverlag und ist Herausgeberin literarischer Reiseanthologien.