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Der armengenössige Kanton Bern zahlt die Saläre der Berner Pfarrer mit rund Fr. 70 Mio. im Jahr, wobei niemand richtig weiss, was die reformierten Geistlichen eigentlich tun. Der Stand Bern zahlt die Medienarbeit seiner Kirche, hätte aber lieber mehr Jugendarbeit. Jetzt will der Kanton die Pfarrer wieder an die reformierte Kirche übergeben.
Diese aber wehren sich und möchten Angestellte des Berner Staates bleiben. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass die reformierten Pfarrer und Pfarrerinnen die bestbezahlten der Welt sind. In Zürich verdient ein reformiertes Pfarrer-Ehepaar mit Erfahrung gut und gerne 300 000 Franken im Jahr, wobei es keine Rolle spielt, ob es vor vollen oder fast leeren Kirchenbänken predigt.
Das Vertrauen der Geistlichen, die sich gerne auf die Armut berufen, in den Staat ist offensichtlich grösser als in die eigene Kirche. Auch liegt es ihnen fern, wie die Lilien auf dem Felde oder die Vögel des Himmels zu leben, die nicht säen und nicht ernten, aber dennoch blühen und pfeifen.
Die Berner Regierung, zögerlich ohnehin, wagt es nicht, Ihre Geistlichkeit an die kurzen Zügel zu nehmen; zahlen tun dies ohnehin die Zürcher, die Zuger und die Schwyzer.