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| Syrische Dichter - Ausgewählte Gedichte des Jakob v. Batnä in Sarug

2. Gedicht über die allerseligste Jungfrau.
2. Gedicht über die allerseligste Jungfrau.
Text: Mit lateinischer Übersetzung bei J. B. Abbeloos, De vita et scriptis S. Jacobi, S. 202 ff. Überschrift: „Gedicht des hl. Mar Jakob über die selige Jungfrau und Gottesgebärerin Maria.“ — Dieses von inniger Liebe und begeisterter Verehrung getragene Gedicht auf die Mutter des Herrn stellt in seinem Kern eigentlich eine im allgemeinen etwas frei gehaltene Erklärung von Luk. 1, 26 ff. dar. Interessant ist das Gedicht hauptsächlich wegen der Stellung unseres Autors zu den beiden Dogmen von der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter und der jungfräulichen Geburt des Herrn. Während letzteres ihm unzweifelhaft feststeht, vermag er sich bezüglich des ersteren nicht zur vollen Klarheit durchzuringen. Nur das eine ist auch für ihn sicher, daß Maria im Augenblick, wo sie den Herrn empfing, auch von jeder Makel der Sünde rein sein mußte. Ob diese Reinheit das Werk einer vorausgehenden Reinigung oder in der Reinbewahrung von Anfang an besteht, darüber schwankt er, indem er an manchen Stellen zu dieser, an andern wieder zu jener Ansicht hinzuneigen scheint.