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Die Tiefenoszillation ist ein nicht-invasives, nicht-traumatisierendes Therapieprinzip, dessen Wirksamkeit durch viele Studien belegt ist. Unter Tiefenoszillation wird ein elektrostatisches Feld verstanden, das im Gewebe des Patienten aufgebaut wird. Dabei werden die verschiedenen Strukturen in Haut- und Fettgewebe, Muskeln, Blut- sowie Lymphgefäße etc. zur sanften Schwingung angeregt. Es entsteht eine einzigartige, sehr tiefenwirksame und nachhaltige Resonanz-Schwingung (Tiefenoszillation) im Gewebe. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Verfahren werden bei der Tiefenoszillation die Schwingungen nicht mechanisch von aussen in die behandelten Bereiche “hineingedrückt“, sondern entstehen im Gewebe selbst, indem sie in der Tiefe des Gewebes dessen Bestandteile auf äusserst schonende Weise zur aktiven Eigenschwingung (“Oszillation“) anregt. Der Stoffwechsel wird beschleunigt und intensiviert, die Mikrozirkulation angeregt.
Unterschiedliche Frequenzen (Anzahl der Schwingungen pro Sekunde) haben unterschiedliche Wirkungen: Frequenzen zwischen 80 und 250 Schwingungen pro Sekunde dienen zum Auflösen von Verhärtungen und zur Reduzierung von Schmerzen. Frequenzen zwischen 25 und 80 Hertz wirken entspannend auf die Muskulatur und regen das Fliessen der Gewebsflüssigkeit an. Niedrige Frequenzen (5 bis 25 Hertz) erzeugen eine starke Pumpwirkung und fördern den venösen sowie lymphatischen Abfluss. Die sanften Schwingungen werden von den Patienten in aller Regel als sehr angenehm empfunden.
In der Regel wird diese Behandlung mit einer Massage kombiniert, deren Wirkung in der Kombination mit der Tiefenoszillation massiv gesteigert wird. Der Druck der Behandlung ist hierbei allerdings so minimal, dass die Tiefenoszillation oftmals die erste Massnahme zur Behandlung des oft druckempfindlichen, schmerzhaften Gewebes beim Lipödem sein kann. Auch zur Therapie der typischen Knoten im Unterhautfettgewebe beim Lipödem im Stadium III ist die Oszillation die Behandlung der Wahl. Sie eignet sich aber auch sehr gut zur Behandlung von örtlichen Lymphansammlungen (Verhärtungen) nach einer Fettabsaugung.
Die Wundheilung wird durch die Tiefenoszillation gefördert, indem die lokale Ver- und Entsorgungssituation aller behandelten Gewebeschichten verbessert wird. Die Therapie hemmt lokale Entzündungen, dämpft Schmerzen, fördert Heilungsprozesse und verbessert die Ergebnisse der Vernarbung und die Mobilität der Patienten. Sie kann gleich nach einer OP angewandt werden.
Die für das Lipödem typischen Schmerzen entstehen durch “orthostatische Wassereinlagerungen“ (Ödeme). Im Raum zwischen den Zellen (Interstitium) “durchmischt“ die Tiefenoszillation die Grundsubstanzen und hält Spalten im Gewebe (prälymphatische Kanäle) offen. Dadurch wird die “lymphpflichtige Last“ schneller und gründlicher abtransportiert, das Ödem wird abgebaut. Die mechanische Aktivierung löst die für chronische Lymphödeme (wozu auch das Lipo-Lymphödem zählt) typischen Verhärtungen im Gewebe (Fibrosen) auf. Durch diese Effekte verbessert sich auch Cellulite.