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Freitag, 14. Januar 2011
Urga
Regie: Nikita Michalkow, 1991
Der mongolische Hirte Gombo lebt mit seiner Frau Pagma, den beiden Kindern und seiner Schwiegermutter in einer Jurte in der Steppe, weit entfernt von der nächsten Siedlung. In diese für ihn fremde Welt gerät der russische Lastwagenfahrer Sergej, als er mit seinem Lastwagen liegen bleibt und von Gombos Familie herzlich aufgenommen wird. Der Film dreht sich um die Freundschaft von zwei Männern aus verschiedenen Kulturen und um den Gegensatz zwischen der archaischen Nomadenkultur und der Industriegesellschaft.
Urga ist nicht anders als das Wort für eine lange Stange, an deren Ende eine Schlinge angebracht ist. Mit ihr fangen mongolische Viehzüchter ihre Tiere in der Steppe ein. Urga sei für sie auch das Symbol für Liebe, Kraft und Einsamkeit, so Regisseur Nikita Michalkow.
Freitag, 11. Februar 2011
Das Leben ist ein Wunder
Regie: Emir Kusturica, 2004
Das Leben in Zeiten des Bürgerkrieges: Emir Kusturica lässt seine liebenswert versponnenen Figuren auch in der grössten Tragödie nicht untergehen. Fantasievoll, irrwitzig und realitätsfremd lässt er im Grenzland zwischen Serbien und Bosnien feiern, ballern, lieben und eine Eisenbahn bauen. Er unterstreicht die Absurdität des Krieges und ist gleichzeitig ein Plädoyer für den Antinationalismus.
Freitag, 8. April 2011
Luna Papa
Bachtiar Chudoynasarow, 1999
Die 17-jährige Mamlakat (Tschulpan Chamatowa) lebt mit ihrem Vater Safar und dem behinderten Bruder Nasreddin (Moritz Bleibtreu) in einem Dorf in Usbekistan. Sie träumt davon, eine Schauspielerin zu werden. Als ein Tournée-Theater in die Stadt kommt, sieht sie ihre Chance. Mamlakat verpasst die Theateraufführung, doch schläft sie noch in derselben Nacht mit einem der Schauspieler. Als sie später feststellt, dass sie schwanger ist, weiss sie nicht, wer der Vater ist. Mamlakat begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, um die Identität des Vaters ihres Kindes festzustellen und ihn zu zwingen, sie zu heiraten. Eine phantastische, skurrile und poetische Tragikomödie.

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