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Es ist die Rachetragödie schlechthin und darüber hinaus ein vielschichtiges Stück über Politik und Gewalt, Macht und Moral, über eine unglückliche Liebe und den Kampf der Generationen. Kein Drama der Weltliteratur wurde so häufig interpretiert und so vielen Lesarten unterzogen wie das über den Dänenprinzen Hamlet.
Prinz Hamlet spürt: Die Welt ist aus den Fugen. Als er vom überraschenden Tod seines Vaters hört und für das Begräbnis heimkehrt, findet er sich auf dem Hochzeitsfest der Mutter Gertrud mit seinem Onkel Claudius wieder. Dieser lässt als neuer Regent die Grenzen sichern, das Land aufrüsten und setzt Gesetze ausser Kraft. In den schlaflos durchwachten Nächten erscheint Hamlet ein Spuk, der ihn auffordert, den Mord an seinem Vater zu rächen …
Die Inszenierung des Isländers Thorleifur Örn Arnarsson am Staatstheater Hannover erzählt nicht nur die Geschichte selbst mit allen Mitteln, die dem Theater zur Verfügung stehen, sondern ist darüber hinaus auch eine äusserst intelligente Reflexion über das Theaterspielen selbst.
Fotos © Katrin Ribbe