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Die Geschichte von Cannabis begann vor vielen tausend Jahren in Zentralasien. Archäologischen Funden und Schätzungen zufolge war die Hanfpflanze bereits den Menschen der Steinzeit bekannt. Lange Zeit wurde der Hanf in Asien in erster Linie als reine Nutzpflanze angebaut. Die Samen wurden verspeist oder zu Öl weiterverarbeitet und die Fasern zur Herstellung von Kleidung, Papier und Schiffsnetzten verwendet. Völkerwanderungen und die Ausweitung der Handelsnetze und Kriege sorgten schnell dafür, dass die Hanfpflanze sich weiterverbreitete ihren Weg nach Europa fand. Auf diese Weise wurde sie in vielen Ländern der Welt zu einer der wichtigsten Nutzpflanzen.
Nicht nur die Geschichte von Hanf als Nutzpflanze, sondern auch als Heilmittel geht vermutlich mehrere Jahrtausende zurück. Heute wird davon ausgegangen, dass die Menschen Cannabis bereits vor 5000 Jahren als Heil- und Schmerzmittel einsetzten. Die Blüten und Blätter der Hanfpflanze wurden erwendet, um diverse Erkrankungen und Beschwerden zu heilen sowie Schmerzen und Entzündungen zu lindern. So wurde Cannabis beispielsweise zur Behandlung von Fieber, Malaria, Gicht, Gelbsucht und sogar Pest und Tumoren eingesetzt. Zudem fand der Hanf schon vor langer Zeit als Beruhigungs- und Schlafmittel Verwendung. Auch die psychoaktive Wirkung der Pflanze wurde früh entdeckt – im alten Indien und China wurde Cannabis nicht nur zur Stressbewältigung und Meditation eingesetzt, sondern begleitete auch spirituelle Zeremonien und Riten und ermöglichte den Menschen die Kontaktaufnahme mit ihren verstorbenen Ahnen.