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Die 11 häufigsten Enten der Schweiz
Besonders im Winterhalbjahr können an den Schweizer Gewässern eine Vielzahl an Enten beobachtet werden. Verschiedenste Entenarten überwintern nämlich an unseren Seen und Flüssen. Doch um welche Arten handelt es sich dabei. Ich stelle dir die häufigsten Enten vor und erkläre auf was du bei der Bestimmung achten solltest.
Stockente
Die Stockente ist zur Brutzeit mit Abstand die häufigste Entenart in der Schweiz. Es gibt schätzungsweise 20’000- 30'000 Brutpaare.
Die Stockente gehört zu den Gründelenten. Diese können nicht tauchen und suchen ihre Nahrung gründelnd (mit dem Kopf unter Wasser) oder seihend, indem sie kleine Pflanzenteilchen oder Plankton aus dem Wasser filtern. Die Stockente frisst aber selten auch Kleintiere wie Schnecken, Insekten oder Würmer, sowie in Siedlungsgebieten Brot.
Die Stockente hat nur geringe Ansprüche an ihren Lebensraum und kommt auch an Gewässern mitten im Siedlungsraum vor. Der Neststandort wird ebenfalls ohne grosse Ansprüche gewählt und das Nest kann sich sogar in Blumentöpfen oder an Hausecken befinden.
Im Winter gefrieren die Gewässer in Nordeuropa zu. Viele Entenarten, darunter auch die Stockente müssen deshalb in den Südwesten ausweichen. In der Schweiz – wie im gesamten Mittel- und Westeuropa – gefrieren die grösseren Gewässer nicht zu. Viele Wasservögel kommen deshalb im Winter zu uns.
Stockenten-Männchen
Das Stockenten-Männchen kann man im Prachtkleid leicht an dem grün schillernden Kopf erkennen. Aber aufgepasst! Je nach Licht kann der Kopf auch bläulich oder violett metallisch schillern. Weitere Erkennungsmerkmale sind der gelbe Schnabel, der weisse Halsring, die braune Brust und der grau gemusterte Körper.
Im Sommer mausern die Männchen in ein Schlichtkleid. Dabei verlieren sie ihre auffallende Färbung und wechseln in ein unauffälligeres Federkleid. Dieses ähnelt sehr stark dem Kleid des Weibchens. Das Männchen kann man zu dieser Zeit aber gut am Schnabel erkennen. Dieser ist nämlich das ganze Jahr über gelb gefärbt, während das Weibchen einen orange-schwarzen Schnabel hat.
Stockenten-Weibchen
Das Stockenten-Weibchen ist nicht so auffällig gefärbt wie das Männchen. Es ist am ganzen Körper braun gemustert. Diese Musterung kann auch bei vielen Weibchen von anderen Gründelenten beobachtet werden.
Um die Weibchen der Gründelenten zu unterscheiden, gibt es zwei Merkmale. Zum einen ist dies der Spiegel, ein Bereich am Flügel. Dieser setzt sich aus mehreren Federn zusammen und ist meist auffällig gefärbt. Den Spiegel zeigen sowohl die Weibchen als auch die Männchen. Im Falle der Stockente ist er blau mit einer weissen Umrandung. Der Spiegel kann allerdings je nach Körperhaltung der Ente von anderen Federn verdeckt werden.
Glücklicherweise gibt es noch ein zweites Merkmal, an dem man Enten-Weibchen unterscheiden kann. Und zwar handelt es sich bei diesem Merkmal um den Schnabel.
Dieser ist beim Stockenten-Weibchen grösstenteils orange, er hat aber auch einen gewissen Anteil schwarz. Der schwarze Anteil ist von Exemplar zu Exemplar sehr variabel. Grundsätzlich kann man sich aber folgendes merken:
Gehen der schwarze und orangefarbene Bereich des Schnabels ungeregelt ineinander über, handelt es sich um ein Stockenten-Weibchen. Die Farben werden nämlich nicht durch eine Kante getrennt, sondern es gibt Musterungen und Verläufe.
Schnatterente
Die Schnatterente kommt in der Schweiz vor allem im Winter vor. Dann ziehen nämlich bis zu 10'000 Individuen an die Schweizer Gewässer, um zu überwintern. Als Brutvogel ist die Schnatterente sehr selten. Der Brutbestand wird auf rund 5-10 Brutpaare pro Jahr geschätzt. Davon fallen rund 5 Brutpaare auf ein einziges Gebiet im Aargau.
Die Schnatterente gehört ebenfalls zu den Gründelenten. Sie ernährt sich fast ausschliesslich von pflanzlicher Nahrung.
Schnatterenten-Männchen
Das Schnatterenten-Männchen ist recht unscheinbar gefärbt und durchgehend grau gemustert. Der Steiss (Hinterende) sowie der Schnabel sind schwarz gefärbt. Auf dem Rücken hat das Männchen lange Schulterfedern. Diese Federn werden auch als Schmuckfedern bezeichnet.
Schnatterenten-Weibchen
Das Weibchen ist ähnlich gefärbt wie das Stockenten-Weibchen. Anders als die Stockente haben Schnatterenten aber einen vollkommen weissen Spiegel.
Der Schnabel ist ebenfalls orange-schwarz gefärbt. Allerdings sind beiden Farben am Schnabel des Schnatterenten-Weibchens klar voneinander getrennt. Dem Schnabel entlang kann man eine scharfe Kante zwischen den beiden Farben erkennen.
Spiessente
Die Spiessente ist in der Schweiz nur ein Wintergast. Den Sommer verbringt sie weiter im Nordosten. Im Winter werden bei den Wasservogelzählungen jeweils rund 1'000 Enten gezählt. Diese Zahl kann, wie bei allen Wasservögeln, von Jahr zu Jahr deutlich schwanken, da die Zahlen stark vom Wetter abhängig sind.
Der Winterbestand der Spiessente hat in den letzten Jahren in der Schweiz leicht zugenommen.
Spiessenten-Männchen
Die Spiessente gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Entenarten Europas. Ihren Namen erhielt die Ente aufgrund der verlängerten, ‘spiessartigen’ Schwanzfedern. Der Spiess ist bei beiden Geschlechtern zu erkennen. Beim Männchen ist der Spiess aber deutlich ausgeprägter.
Das Männchen hat eine weisse Brust. Diese läuft in einen Streifen zusammen, welcher bis zum Hinterkopf hinaufragt. Der Kopf ist einheitlich braun gefärbt und schillert bei den richtigen Lichtverhältnissen leicht pink. Der Körper ist fein grau gemustert und auch die Spiessente hat verlängerte Schulterfedern. Diese sind bei der Spiessente nochmals um einiges länger als bei der Schnatterente.
Spiessenten-Weibchen
Das Weibchen der Spiessente ist generell etwas heller gefärbt als die anderen Gründelenten-Weibchen. Die Schwungfedern sind sehr lang und stehen vom Körper ab. Weitere Bestimmungsmerkmale sind der graue Schnabel und, wie schon vorher erwähnt, die langen Schwanzfedern.
Löffelente
Die Löffelente ist in der Schweiz fast nur im Winter zu beobachten. Wie bei der Spiessente beläuft sich der Winterbestand auf rund 1'000 Individuen. Anders als bei der Spiessente gibt es aber in der Schweiz unregelmässige Bruten von Löffelenten.
Die Löffelente hat sich auf das Herausfiltern von Plankton spezialisiert. Ihr grosser Schnabel ähnelt der Form eines Löffels und hilft ihr dabei, grosse Mengen an Wasser effizient zu filtern. An den borstenartigen Lamellenreihen ihres Schnabels bleiben kleinste Lebewesen und Pflanzenteilchen kleben, welche sie dann verspeisen.
Löffelenten-Männchen
Das Männchen fällt durch seinen weissen Körper und die orange-braunen Flanken auf. Der dunkle Kopf kann je nach Licht stark grünlich schimmern.
Anders als die anderen Gründelenten hat das Löffelenten-Männchen eine sehr helle, leicht gelbe Iris. Farbige Augen haben sonst vor allem die Männchen der Tauchenten.
Löffelenten-Weibchen
Das Weibchen der Löffelente ist Gründelenten-typisch recht unauffällig gefärbt. Neben dem grünen Spiegel kann das Löffelenten-Weibchen am einfachsten am Schnabel bestimmt werden. Dieser ist nämlich auch beim Weibchen auffallend gross.
Wie das Spiessenten-Weibchen hat auch das Weibchen der Löffelenten sehr lange Schwungfedern, welche über den Körper hinausragen.
Krickente
Die Krickente ist die kleinste Ente Europas. Dies fällt besonders im direkten Vergleich mit anderen Arten auf.
Die Krickente gehört ebenfalls zu den Gründelenten und ernährt sich hauptsächlich von Wasserpflanzen.
Auch die Krickente kann in der Schweiz fast nur im Winter beobachtet werden. Brutnachweise in der Schweiz sind unregelmässig und eher selten. Im Winter ziehen rund 4'000 bis 5'000 Krickenten an Schweizer Gewässer.
Krickenten-Männchen
Krickenten-Männchen können leicht an ihrem Kopfmuster bestimmt werden. Dieser ist mehrheitlich rotbraun und zeigt an den Seiten einen grünen Halbmond. Die beiden Farben sind mit hellen Linien getrennt.
Weitere Merkmale sind der horizontale weisse und schwarze Streif über den Flanken, die verlängerten Schulterfedern sowie der beigefarbene Steiss.
Krickenten-Weibchen
Nebst der deutlich geringeren Grösse kann das Krickenten-Weibchen auch anhand der Farbe des Spiegels bestimmt werden. Der Spiegel der Krickente ist nämlich grün. Der Steiss ist im Vergleich zum Rest des Körpers sehr hell und je nach Individuum fast weiss.
Ein weiteres Merkmal ist der dunkelgraue Schnabel, welcher nur an der Schnabelbasis und den Kanten eine leicht orange Färbung annimmt.
Knäkente
Die Knäkente ist als einzige Gründelente ein Langstreckenzieher. Das bedeutet, dass diese Art im Herbst in den Süden, über die Sahara bis in die Tropen fliegt. Dort verbringt die Ente den Winter, bevor sie im Frühling wieder zurück nach Europa kehrt.
In der Schweiz brütet diese Art nur unregelmässig. Zu den Zugzeiten kann sie aber an verschiedenen Gewässern der Schweiz durchaus beobachtet werden.
Knäkenten-Männchen
Das Männchen entspricht vom Aussehen her etwas dem der Spiessente. Beide haben einen braunen Kopf mit etwas weiss am Hinterkopf. Die Knäkente hat aber einen weissen Überaugenstreif, während bei der Spiessente das Weiss von der Brust aus bis in den Hinterkopf hinauf geht.
Auch können die Beiden an der Farbe der Brust unterschieden werden: die Knäkente hat eine braun gemusterte Brust, die Spiessente eine weisse, ungemusterte.
Knäkenten-Weibchen
Durch das recht kontrastreiche Gefieder des Knäkenten-Weibchen unterscheidet sich dieses ein wenig von den anderen Gründelenten.
Ansonsten kann es nur an der auffallenden Kopfzeichnung bestimmt werden. Diese besteht aus einem dunklen Überaugenstreif, einem Zügelstreif und einer hellen Kehle.
Pfeifente
Die Pfeifente brütet ausschliesslich im Norden Europas. In der Schweiz kann der Wasservogel nur im Winter beobachtet werden. Im Winter liegt der Bestand bei 3'000 bis 4'000 Individuen.
Den Namen hat die Pfeifente aufgrund ihres Rufes erhalten. Dieser ähnelt nämlich dem Pfiff eines Murmeltieres.
Die Pfeifente gehört ebenfalls zu den Gründelenten. Statt nur selber nach Nahrung zu suchen, hat die Pfeifente eine weitere Strategie entwickelt. Sie versucht nämlich tauchenden Wasservögeln, wie z.B. dem Blässhuhn, die Nahrung zu stehlen. Dieses Verhalten kann zwar auch bei anderen Gründelenten beobachtet werden, die Pfeifente macht dies aber am häufigsten.
Pfeifenten-Männchen
Das Pfeifenten-Männchen zeichnet sich aus durch einen orange-braunen Kopf, eine leicht rosafarbene Brust sowie einen schwarzen Steiss mit einem weissen Fleck davor. Wie die Krickente hat auch die Pfeifente einen horizontalen weissen Streif über den Flanken.
Pfeifenten-Weibchen
Das Weibchen der Pfeifente ist verhältnismässig wenig gemustert. Besonders die Flanken sind praktisch ungemustert.
Der Mantel und die Schulterfedern sind dagegen sehr stark gemustert und auch recht dunkel, während das restliche Gefieder eher rostbraun gefärbt ist.
Kolbenente
Die Kolbenente gehört nicht zu den Gründelenten, sondern zu den Tauchenten. Wie der Name schon vermuten lässt, können Kolbenenten nicht nur gründelnd und seihend, sondern auch tauchend nach Nahrung suchen. Anders als die meisten Tauchenten ernährt sich die Kolbenente von pflanzlicher Nahrung. Die Armleuchteralge macht einen Grossteil der Nahrung aus.
Das Verbreitungsgebiet der Kolbenente liegt in Mittel-, Südwest- und Südosteuropa. Auch in der Schweiz brütet die Ente regelmässig. In den letzten Jahren haben die Bruten in der Schweiz stark zugenommen. Der Brutbestand liegt mittlerweile bei rund 300 Brutpaaren.
Statt dass die Kolbenenten im Winter in den Süden ziehen, fliegen viele Vögel sogar weiter in den Norden. Zu den Brutvögeln, welche im Winter in der Schweiz bleiben, kommen zusätzlich noch Enten aus dem Süden in die Schweiz.
Weshalb die Kolbenente eine solche Zugstrategie verfolgt, ist weitestgehend unbekannt. Das gute Nahrungsangebot könnte einer der Gründe sein, wieso so viele Kolbenenten den Winter in der Schweiz verbringen. Der Winterbestand liegt bei knapp 40'000 Individuen. Zum Vergleich: Vor 40 Jahren wurden im Winter rund 200 Vögel an Schweizer Gewässer gezählt.
Kolbenenten-Männchen
Das Männchen der Kolbenente fällt vor allem durch den orangen Kopf und den roten Schnabel auf. Neben dem Schnabel ist auch die Iris rot gefärbt.
Sowohl die Brust als auch der Steiss sind schwarz gefärbt und werden durch weisse Flanken getrennt.
Im Sommer kann das Männchen an den Schweizer Gewässern im Schlichtkleid beobachtet werden. Dieses Federkleid ist dem des Weibchens sehr ähnlich und nur der rote Schnabel und die rote Iris unterscheiden Männchen und Weibchen zu dieser Zeit.
Kolbenenten-Weibchen
Tafelente
Die Tafelente ist ebenfalls eine Tauchente. Sie ernährt sich Tauchenten-typisch von tierischer Nahrung. Diese besteht vor allem aus Muscheln, Schnecken, Larven und anderen Kleintieren.
Die Tafelente ist in der Schweiz vor allem ein Wintergast, aber nur ein seltener Brutvogel . Der Brutbestand wird auf rund 6-9 Brutpaare geschätzt, während der Winterbestand mit rund 70'000 Tafelenten umfasst.
Die hohe Anzahl an Wintergästen ist auf die Einschleppung der Wandermuschel zurückzuführen. Diese wurde ungefähr in den 1960-er Jahren in die Schweiz eingeschleppt und hat sich seither stark ausgebreitet und einheimische Muschelarten verdrängt.
Das Nahrungsangebot insbesondere für Tafel- und Reiherenten hat sich dadurch aber stark verbessert und der Winterbestand ist in die Höhe geschossen.
Tafelenten-Männchen
Das Tafelenten-Männchen zeichnet sich durch den weinroten Kopf und den grau gemusterten Körper aus. Die Brust ist schwarz gefärbt.
Rote Augen hat, wie bei der Kolbenente, nur das Männchen. Das Weibchen hat eine dunkelbraune Iris.
Tafelenten-Weibchen
Das Weibchen ist grösstenteils braun bis grau gefärbt. Kopf und Brust sind ungemustert braun, während der restliche Körper etwas heller und leicht gemustert ist.
Viele Individuen haben einen hellen Augenstreif sowie ein helleres Gefieder an der Schnabelbasis.
Reiherente
Die Reiherente ist ebenfalls eine Tauchente und ernährt sich wie die Tafelente hauptsächlich von tierischer Nahrung. Auch der Bestand der Reiherente hat nach der Einschleppung der Wandermuschel stark zugenommen.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Winterstand aber wieder halbiert. Von einst 200'000 Individuen überwintern heute ‘nur’ noch 100'000 Reiherenten in der Schweiz. Damit ist die Reiherente im Winter noch immer der häufigste Wasservogel in der Schweiz. Dies aber nur noch knapp vor dem Blässhuhn, welches die Reiherente bald überholen wird. Die häufigste Ente wird die Reiherente allerdings bleiben. Das Blässhuhn gehört nämlich nicht zu den Enten, sondern zu den Rallen.
Grund für die starke Abnahme des Winterbestands der Reiherente ist vermutlich der Klimawandel. Die Vögel müssen weniger weit in den Südwesten ausweichen, um Gewässer zu finden, die nicht zugefroren sind. Das Überwinterungsgebiet vieler Wasservögel hat sich dadurch in den letzten Jahren immer weiter in den Nordosten verschoben.
Als Brutvogel nimmt die Reiherente aber leicht zu. Der Bestand wird auf rund 160-280 Brutpaare geschätzt. Die Reiherente brütet in der Schweiz vor allem in den Alpen.
Reiherenten-Männchen
Die Reiherente erhielt ihren Namen aufgrund des langen Federschopfes am Hinterkopf. Dieser ist beim Männchen besonders ausgeprägt.
Das Reiherenten-Männchen ist, mit Ausnahme der weissen Flanken, schwarz gefärbt. Die Federn am Kopf können je nach Licht metallisch schimmern.
Die gelbe Iris kann sowohl beim Männchen wie auch beim Weibchen beobachtet werden.
Reiherenten-Weibchen
Das Weibchen der Reiherente ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt und nur die Flanken erscheinen in einem etwas helleren Braunton.
Der Federschopf kann je nach Exemplar sehr ausgeprägt sein oder ganz fehlen. Auch haben einige Individuen weisse Federn an der Schnabelbasis.
Gänsesäger
Der Gänsesäger gehört zu den Meeresenten und Säger. Wie die Tauchenten können auch die Meeresenten und Säger tauchen.
Der Gänsesäger ernährt sich hauptsächlich von Fischen. Gerade im Winter kommt er auch in der Nähe des Menschen vor, wo er hin und wieder Brot von Passanten frisst.
Der Gänsesäger ist besonders im Winter recht häufig anzutreffen. Der Winterbestand liegt zwischen 5'000 bis 6'000 Individuen.
Er ist in der Schweiz aber nicht nur Wintergast, sondern auch regelmässiger Brutvogel. Der Brutbestand des Sägers wird auf rund 600-800 Brutpaare geschätzt. Die Brutvögel in der Schweiz gehören alle zu der relativ kleinen Brutpopulation des Alpenbogens. Diese unterscheidet sich genetisch von der Brutpopulation im Norden Europas.
Gänsesäger-Männchen
Gänsesäger können leicht an ihrem langen schlanken Hakenschnabel bestimmt werden. Damit sich gefangene Fische nicht so einfach wieder losreissen können, besitzen Gänsesäger zahnartige Strukturen.
Das Männchen hat einen schwarzen Kopf, welcher ebenfalls im Licht grün schillern kann. Brust und Flanken sind weiss. Der Rücken ist schwarz und grau.
Gänsesäger-Weibchen
Das Weibchen ist allgemein grau gefärbt und praktisch ohne Musterung. Der Kopf ist braun und die Federn am Hinterkopf stehen über. Die Kehle ist etwas heller als der Rest des Kopfes und manchmal fast weiss. Zwischen Kopf und Körper liegt eine scharfe Abgrenzung.
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