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Illusion
(lat.), Täuschung, auch s. v. w. Sinnestäuschung; im ästhetischen Sinn täuschende Nachahmung der Natur in den Künsten. Dieselbe ist nicht nur gestattet, sondern unerläßlich, solange der Schein eben nur für Schein, dagegen nach Kants kräftigem Ausdruck »Betrug«, sobald er für Wirklichkeit ausgegeben wird. »Der Schein darf nie die Wirklichkeit erreichen, und siegt Natur, so muß die Kunst entweichen.« Bei theatralischen Vorstellungen ist die I. (nach Goethe) dahin zu beschränken, daß der Gedanke an Kunst immer lebhaft bleibe und durch das geschickte Spiel nur eine Art von selbstbewußter Täuschung hervorgebracht werde.