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Literaturförderung über die Kantonsgrenzen hinweg – das ist einerseits sinnvoll, weil der Kanton Jura und der Berner Jura je kleine Regionen sind. Andererseits: «Ob man will oder nicht, am Ende ist es auch ein politisches Zeichen», sagt Valérie Meylan, Präsidentin der interkantonalen Literaturkommission der Kantone Bern und Jura. Wenn die Leute sich als Teil einer gemeinsamen Region sehen, schwinde das Konfliktpotenzial.
Das Geld ist jurassisch
Es war der Kanton Jura, der in Sachen Literaturförderung dem Kanton Bern die Hand gereicht hat. Die beiden Förderpreise werden nämlich aus einer jurassischen Erbschaft finanziert. «Aber es war der Wille des Kantons Jura, auch die Autorinnen und Autoren des französischsprachigen Berner Juras einzubeziehen», sagt Valérie Meylan.
Es gibt je einen Förderpreis von maximal 15'000 Franken für ein literarisches Werk und für ein Forschungsprojekt zur jurassischen Literatur. Die beiden Preise werden von der interkantonalen Literaturkommission der Kantone Bern und Jura verliehen. Wer seit mindestens drei Jahren im Berner Jura oder im Jura wohnt, kann sich bis Ende Oktober 2018 mit seinem Projekt bewerben.
Die Erbschaft
Die beiden interkantonalen Literaturförderpreise werden aus der Erbschaft von Jeanne Fell-Doriot finanziert. Sie war die Frau des jurassischen Journalisten und Autors René Fell, der Mitte des letzten Jahrhunderts die Jurafrage ins Rollen brachte.