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Konkurrierende Entwicklergruppen aus AEG und Siemens Halske schlossen sich 1903 zur „Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH“ zusammen, der späteren Telefunken. Sie wurde als Gegenpol zur in der Seefahrt übermächtigen Marconi - Gesellschaft gegründet und vereinte nicht nur die Mutterhäuser AEG und Siemens, sondern auch deren Patente.
Telefunken machte sich einen Namen mit Errichtung der Sendestation von Norddeich Radio 1905 und Nauen 1906. Weniger als durch eigene Gerätefertigung schrieb Telefunken als Marke Geschichte, neben Sendeanlagen brachte man Radios für Heimbedarf sowie Schallplatten und entsprechende Abspielgeräte auf den Markt. Bereits 1928 konnte Telefunken eine auf mechanischer Abtastung basierende Fernsehanlage vorstellen und rüstete 1938 das erste elektronische Fernsehstudio aus. Auch kommerzielle Abhörempfänger, Equipment für maritime und Luftverkehrskommunikation und militärische Telekommunikationsanlagen führten zum Aufstieg von Telefunken bei. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden die verbliebenen Produktionsstätten grossteils demontiert.
Bereits 1945 nahm Telefunken in Berlin die eigene Empfängerproduktion zunächst mit „Notgeräten“ wieder auf. Neben Heimradios wurde des Spektrum der Telefunkengeräte bald wieder auf kommerzielle Sender und Empfänger, Fernsehtechnik und Tonaufzeichnungsgeräte erweitert.
Zahlreiche kommerzielle Empfänger verhalfen Telefunken im Seefunkbereich und in der militärischen Kommunikation einen guten Namen. Zum anderen hatte Telefunken auch eine enorme Auswahl an Heimelektronikgeräten im Angebot.
Um 1941 wurde Telefunken ganz von der AEG übernommen, um 1967 wurde die bis dahin selbständige Telefunken GmbH mit der AEG zu AEG-Telefunken fusioniert. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurden ab 1970 gewisse Geschäftsbereiche aus dem Konzuern ausgegliedert.
1979 erfolgte die Umbenennung in AEG - Telefunken Aktiengesellschaft, der zersplitterte Konzern musste 1982 in ein Nachlassverfahren eintreten. Telefunken konnte sich wieder fangen und produzierte zivile und militärische Kommunikationssysteme.
Der Bereich Unterhaltungselektronik wurde 1972 aus dem Konzern ausgegliedert und ging später an den französischen Thomson-Konzern über.
Der Bereich Hochfrequenztechnik und Sendertechnik wurde 1989 unter dem Namen Telefunken Systemtechnik GmbH in die DASA (Deutsche Aerospace AG) übergeführt; der Hersteller kommerzieller Kommunikationstechnologie firmiert heute als Telefunken RACOM.