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Die Berichte über die Kampagnen 2017 machen eine Bestandsaufnahme der Qualität der drei Einzugsgebiete und bewerten deren Entwicklung seit den letzten Untersuchungen im Jahr 2011. Die Beurteilung der Wirbellosenfauna wurde mit der überarbeiteten Methode von 2019 gemacht. Neu werden auch die Resultate der systematischen Abfischungen veröffentlicht, die vom Amt für Wald und Natur durchgeführt wurde. Eine weitere Neuigkeit ist die Beurteilung der Wasserqualität hinsichtlich der Mikroverunreinigungen mit den ökotoxikologischen -Qualitätskriterien und der neuen numerischen Anforderungen des Anhang 2 GschV. Die Neu- und Weiterentwicklung dieser Methoden führten zu einer Verzögerung der Publikationen.
Im Allgemeinen ist die biologische Qualität der drei beobachteten Einzugsgebieten mässig bis gut, wobei seit 2011 eine Verbesserung zu verzeichnen ist. Allerdings werden noch zu häufig hohe Nährstoffgehalte beobachtet.
- In der Arbogne wurden systematische Überschreitung der Grenzwerte für Nitrat und Phosphat festgestellt. Die biologische Qualität verbesserte sich seit der letzten Untersuchung im Jahr 2011, nimmt jedoch flussabwärts tendenziell ab. Gründe für die Beeinträchtigungen sind diffuse Belastungen aus der Landwirtschaft und die direkten Nährstoffeinträge der ARA-Einleitungen.
- Auch im Chandon werden die chemischen Grenzwerte der Nährstoffe bis auf eine Ausnahme nicht respektiert. Zusätzlich werden an mehr als der Hälfte der Stationen erhöhte Konzentrationen von Arzneimittel nachgewiesen. Gründe dafür sind hautsächlich die Belastungen der ARA-Einläufe, die vom Chandon und seinen Zuflüssen nur ungenügend verdünnt werden können.
- Bei der Petite Glâne können vor allem im Oberlauf die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Zuflüsse Arignon und Bainoz hingegen sind stark von Pflanzenschutzmittel belastet, was sich auch an der biologischen Qualität zeigt. Im Unterlauf des Gewässers kommt der negative Einfluss der ARA hinzu.
Durch die Durchführung der kantonalen Planung zur Elimination der Mikroverunreinigungen in den Freiburger ARA, sowie des kantonalen PSM-Aktionsplanes, können in diesen Einzugsgebieten Verbesserungen erzielt werden. Die Regionalisierung der ARA trägt ebenfalls zur Verbesserung der Wasserqualität bei, da die kleinen Anlagen an die grossen und leistungsfähigeren ARA angeschlossen werden.