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Wekerle,
Alexander, ungar. Staatsmann, geb. zu Móór im Weißenburger Komitat, studierte die Rechte, trat 1870 in das Finanzministerium ein und habilitierte sich an der Budapester Universität als Privatdocent des Finanz- und des Verwaltungsrechts. 1884 wurde er Ministerialrat, 1886 Unterstaatssekretär im Finanzministerium und bald darauf Mitglied des Abgeordnetenhauses. 1889 übernahm er von Koloman Tisza das Finanzportefeuille und beseitigte durch die Konversion der ungar. Staatsanleihe das chronische Deficit aus dem ungar. Budget.
Nach dem Rücktritt
Szapárys übernahm
Wekerle neben den
Finanzen auch den Vorsitz im Ministerium, wo er namentlich
die kirchenpolit. Gesetze (s.
Ungarn,
[* 2] Geschichte) durchsetzte.
Da er jedoch nicht mehr völlig das Vertrauen der
Krone zu besitzen
glaubte, reichte er mit seinem ganzen
Kabinett seine Entlassung ein und übergab seinem
Nachfolger
Banffy die
Geschäfte. 1897 wurde er zum Präsidenten des neu errichteten ungar. Verwaltungsgerichtshofs
ernannt.