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Ornithologische Beobachtungen im März 2014
Die Hauptfunktion des Gesangs der Vögel ist die Markierung und Verteidigung eines Reviers. Bei den meisten Arten singen nur die Männchen. Der Gesang hilft dem Weibchen nicht nur, die Männchenreviere zu finden, sondern die „Gesangsqualität“ dient ihm bei vielen Arten auch als Entscheidungskriterium bei der Partnerwahl.
Das Sommergoldhähnchen gehört zu den kleinsten Vögeln Europas. Es ist etwa 9 cm lang und wiegt nur zwischen vier und sechseinhalb Gramm. Im Aussehen ähnelt das Sommergoldhähnchen dem Wintergoldhähnchen, es hat einen gelbgrünen Rücken, der Bauch ist weißlich grau. Das beste Unterscheidungsmerkmal zum Wintergoldhähnchen ist der weiße Überaugenstreif, der die Art insgesamt etwas bunter erscheinen lässt als das Wintergoldhähnchen. Die Geschlechter sehen fast gleich aus, einzig der Scheitelstreifen des Männchens ist eher orange, während der des Weibchens eher gelb ist. Die Stimme ist meisenartig, ein leises "sisisisi" auf einer Höhe. Sommergoldhähnchen fressen Insekten und Insektenlarven sowie Spinnen.
1.4. Der Wiedehopf ist da. Hans Senn hat ihn in de Räfiser Familiengärten entdeckt. Die Pflanzer würden sich freuen, wenn er möglichst viele Engerlinge, seine Lieblingsspeise, fressen würde. Mit der orangen Federhaube und dem langen, leicht gebogenen dünnen Schnabel wirkt er grösser als er ist. Die schwarz-weiss gebänderten Flügel sind im Flug auffällig. Am Boden, wenn er stochert, ist er gut getarnt. Sein Ruf upupup ist gut hörbar und kann auch im Wohngebiet ertönen. Er braucht lückige Wiesen und Ackerwege, dort sucht er nach Grillen, Larven, Raupen, Würmern, Schnecken, alles möglichst gross. Als Nistplatz braucht er alte Bäume mit Höhlen, Mauerlöcher an Gebäuden oder grosse Nistkästen. Vieles davon fehlt hier. Der Wiedehopf gilt als stark gefährdet, in vielen Gegenden ist er verschwunden.
6.4. Fredi Bühler hört den ersten Fitis, der aus dem Süden zurück gekehrt ist und nun sein Brutgebiet gesanglich abgrenzt.
11.4. Nistplätze in Menschennähe: Rauchschwalben fliegen in Ställe und Scheunen, um auf Balken ihre Nester zu mauern. Oft kommen sie jedes Jahr an denselben Ort zurück. Kleine Öffnungen genügen zum Einflug. Müssen jedoch immer offen sein. Um Verschmutzungen vorzubeugen, können unterhalb der Nester Kotbrettchen angebracht werden.
Ausserhalb der Scheune, in halboffenen Nistkästen, haben Turmfalken ihren Nistplatz bezogen. Da sie kaum in der Luft jagen, sondern am Boden Mäuse fangen, sind sie keine Gefahr für die Schwalben.
20.4. Pfingstrosen blühen an Ostern. Wann geschah dies letztes Mal?
21.4. Ein Spaziergang durch den Auenwald oder einem Waldrand entlang lohnt sich. Von überall her ertönt Gesang und Gezwitscher. Auch ohne zu wissen, wer singt, ist es wunderschön.
29.4 Auf einem frisch gepflügten Feld in Sevelen bieten 21 Schafstelzen ein herrliches Schauspiel. In der Abendsonne leuchtet das satte Gelb ihrer Unterseite. Der Singflug der Feldlerche, einer vom Aussterben bedrohten Art, ist zu hören. Kann sie hier brüten? Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung unserer Äcker finden die bodenbrütenden Arten leider keinen Brutplatz mehr.