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Im August 2015 begann in Frankreich ein neues energiepolitisches Kapitel: Nach jahrelangen Verhandlungen trat die transition énergétique in Kraft. Nach diesem Gesetz soll beispielsweise bis 2025 der Anteil der Atomenergie im Strombereich von 75% auf 50% reduziert werden. Erneuerbare Energien sollen bis 2030 rund 32% des finalen Energiekonsums ausmachen.Gleichzeitig existieren die Zielsetzungen der Europäischen Energiepolitik, bei der es in den letzten Jahren ebenfalls weitreichende Entwicklungen gegeben hat. Wie kann also die französische Energiewende im Rahmen der EU-Energiepolitik gesehen werden? Wo gibt es Überschneidungen, wo kommt es zu Konflikten? Florian Engels beschreibt die Entstehung der französischen Energiewende und der Europäischen Energiepolitik und wirft einen Blick auf die historische und die aktuelle Energiesituation Frankreichs. Er untersucht die transition énergétique auf Inhalte, Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit und zeigt, wie sich die Energiewende Frankreichs in den europäischen Politikrahmen und die klassische Trias von Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit einpasst. Dabei umfasst seine Analyse auch Umsetzungsprobleme und Schwierigkeiten des nationalen Energiewendeprojekts auf zwischenstaatlicher und supranationaler Ebene.