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It ain’t those parts of the Bible that I can’t understand that bother me, it is the parts that I do understand
(Mark Twain 1835-1910)1.
Das Wort Gottes zu lesen gibt mir Kraft, es auferbaut mich und belebt. Aber nicht alles, was ich lese, fällt mir einfach. Die Bibel fordert mich heraus, ist manchmal schmerzlich demütigend und hart. Manchmal langweilt sie mich, verwirret mich, scheint mir widersprüchlich und realitätsfremd. Dann ist es viel einfacher, ein paar ausgewählte, wohlklingende Textstellen zu lesen, anstatt die Bibel durchzulesen. Aber diese Haltung beunruhigt mich.
Nein, ich glaub nicht, dass ich mich von Textstellen aufhalten lassen muss, die ich nicht verstehe. Vielleicht werde ich sie später verstehen, vielleicht erst im Himmel. Bis dahin gibt es genug in der Bibel, das ich durchaus begreife und nach denen ich mein Leben richten kann.
Wenn ich aber Rosinenpicke, wenn ich entscheide, durch welche Bibelstellen Gott zu mir sprechen darf und durch welche nicht, dann umgehe ich die Autorität Gottes. Dann ist Gott nicht länger mein Herr, der mir sagt, was er für richtig hält. Dann erhebe ich mich als Herrn über Gott und schreib ihm vor, was ich für richtig halte.
1Nicht die Bibelstellen welche ich nicht verstehen kann, beunruhigen mich, sondern diejenigen die ich verstehe.