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photos Fabrice Ducret
Das Schloss Aigremont wurde zwischen 1332 und 1338 von Aymon von Pontverre errichtet, der es zu seinen endgültigen Wohnsitz machte; vor der Konstruktion dieses Schlosses wohnten die Pontverre in la Chapelle (Aigle) und in St-Triphon. Die Pontverre besassen einen grossen Teil der Herrschaft von Ormonts.
Aymon von Pontverre liess sich in seinem neuen Schloss nieder, und nahm den ersten Titel als Herr von Aigremont. Er war sehr mächtig und genoss das Vertrauen des Grafen Amédée VI von Savoyen. In 1425 ging Aigremont zu den Greyerzer Grafen über.
Das Schloss erhob sich auf einer felsigen Spore in der Nähe des kleinen Dorfes Voëttes, Unter-Ormonts, auf einer Höhe von 1340 Metern, das somit die Täler von Ormonts und Raverette (herunterkommend aus Mosses) sowie den ganzen Graben des grossen Wassers von Sépey bis Aigle beherrschte; die Position wurde bewundernswert gewählt. In 1340 Meter Höhe auf seiner hohen Spore mit schwierigen Zugang fühlte es sich als Meister des Landes, und die Erinnerung an ihn, ist die eines harten und strengen Herrn. Die Arbeit, die von der Bevölkerung der Gegend geleistet wurde, um die Konstruktionsmaterialien bis zu dieser hohen und steilen Position zu führen, war beträchtlich und mühsam.
Heute bleibt von dieser Festung nur ein dickes und grobes Mauerfragment, das zum alten Wachtturm im Südwesten des Schlosses gehört hat; von der Seite des Eingangs sieht man noch die Grabenüberreste. Die Konstruktion scheint die fast viereckige Form der savoyischen Festungen gehabt zu haben. Die Überreste von zwei unterirdischen Kanälen dienten, gemäss der Bevölkerung der Region, als geheime Gänge, usw.
Eine andere auf einer Tatsache beruhenden Tradition hat sich in der Gegend fortgesetzt. Hier in einigen Wörtern; das Schloss von Aigremont war in grosser Gefahr. Die jungen Leute von Forclaz eilten massenhaft zur Hilfe und waren ziemlich glücklich, als sie die Schöne Schlossherrin befreien konnten, vielleicht Isabelle vom Turm, die sich alleine in der Festung während einer Abwesenheit ihres Mannes befand. Berührt und dankbar schenkte die Schlossherrin den ausgedehnten und schönen Berg Perche, der zwischen Bretaye und Meilleret liegt, an ihre Retter sowie an die ganze Jugend von Forclaz, einschliesslich der jungen Mädchen. Obwohl die Authenzität der Schenkungsurkunde nicht bekannt ist, ist diese Tradition geblieben, und die Jugend von Forclaz besitzt noch heute mit all seine Rechte den Berg Perche.
Das Schloss Aigremont wurde zerstört und von der Bevölkerung Ormonts nach der Eroberung des Landes durch die Berner angezündet, um sich für eine lange Periode der harten Dienerschaft zu rächen.
Fotos Elisabeth Brand-Ginier
Bibliographie