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Beale nähert sich der Offenbarung mit Berücksichtigung ihres historischen Hintergrunds und ihres literarischen Charakters. Er vertritt dabei die Auffassung, dass Johannes die alttestamentlichen Anspielungen so verwendet, wie sie die jüdisch-exegetische Tradition interpretiert. Neben der Vers-für-Vers-Exegese zeigt er auch Johannes’ Gedankenfluss, wie er sich von Kapitel zu Kapitel entfaltet. Dabei wird deutlich, dass die herausfordernden Bilder in der Offenbarung am besten durch die alttestamentlichen und jüdischen Parallelen und nicht durch zeitgenössischen Parallelen zu erklären sind.
… Er argumentiert an dieser Stelle sehr klar für den Amillennialismus, also dafür, dass die „tausend Jahre“ das gegenwärtige Zeitalter der Gemeinde beschreiben. Meiner Meinung nach geht Beale hier und an anderen Stellen, wo er für den Amillennialismus argumentiert, sehr sachlich und ohne polemische Seitenhiebe vor. Er trägt sachlich die Argumente vor, die für seine Sicht sprechen. Dabei befasst er sich auch durchaus mit Gegenargumenten und Einwänden.
Nach der Beschäftigung mit dem Bild des Schlüssels geht es dann weiter mit einer Erklärung, was das Binden des Satans bedeutet und was nicht.
Im weiteren Verlauf erklärt Beale sowohl, dass die tausend Jahre keine „wörtlich chronologische Zahl ist“, als auch, dass die erste Auferstehung die geistliche Auferstehung meint. Das gehört zur amillennialistischen Sicht. Daraus folgt, dass der zweifache Dienst der Heiligen, als Könige und als Priester, die Beschreibung des gegenwärtigen Dienstes der Heiligen ist.