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Premiere 3. September 2021, Zimmer-Theater Ariane, Winterthur
Das lebendige Portrait einer Frau am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Geschichte einer Frau, die zu schön für ihre Zeit und ihren Ort ist. Eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie. Einer Familie, die von allen abwertend die Bagage genannt wird.
Im Zentrum der bäuerlichen Familiengeschichte, die im ersten Weltkrieg spielt, steht eine Mutter, die ihre Familie durchbringen muss. Die schöne Frau ist in der Dorfgemeinschaft der Lust der Männer und dem Argwohn der Frauen ausgesetzt und wird ungerechtfertigter Weise von den Bewohnern an den Pranger gestellt.
Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Erzählerin.
Die Dramatisierung dieses Romans, der viele Wochen auf den Bestsellerlisten stand und mit dem Solothurner Literaturpreis 2020 ausgezeichnet wurde, wird im Zimmer-Theater Ariane als Jubiläumsproduktion (10 Jahre Genossenschaft Theater Ariane) uraufgeführt.
«Diese Geschichte beginnt nämlich, als meine Mutter noch nicht geboren war. Die Geschichte beginnt, als sie noch gar nicht gezeugt war.»
Fassung: Mona Petri, Jordi Vilardaga
Licht: Martin Burkhardt
Team: Marie-Louise Michel, Astrid Wittinghofer