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Hier fliegen die Federn
Die zweitpopulärste Sportart der Philippinen ist so beliebt wie umstritten.
Hahnenkämpfe werden auf den Philippinen schon seit Jahrhunderten ausgetragen, und das nach wie vor legal. Die Kämpfe sind nach Basketball die zweitbeliebteste Sportart. Allein in der Hauptstadt Manila gibt es 200 Stadien und mehr als 10’000 im ganzen Land. Tierschützer verurteilen die Kämpfe, doch finden sie kaum Gehör, da die Kämpfe ja gewissermassen Teil des kulturellen Erbes der Philippinen seien.
In die Arena kommt man für 100 Pesos, umgerechnet 1.90 Fr. In den Vorhallen der Arena kann man beobachten, wie sich die Besitzer der Federtiere passende Gegner suchen und die rasierklingenscharfen Messer an die Beine ihres Hahnes binden. Im Innern des Stadions ist es laut. Die Leuten brüllen den Buchmachern ihre Einsätze zu. Diese schreiben sich nichts auf, sondern verlassen sich auf ihr Gedächtnis. Sobald der Kampf losgeht, wird es ruhig, die Einsätze sind gemacht. Die Kämpfe dauern in der Regel um die zwei bis vier Minuten, es kann aber auch mal sehr schnell gehen. Ist der Kampf vorbei, bekommt der Besitzer des siegenden Hahns sein Preisgeld und den toten Vogel des Gegners. Einige nehmen ihn nach Hause und essen ihn, die meisten jedoch verkaufen ihn einem Restaurant in der Nähe.
Der britische Sportfotograf Tim Clayton bereist für seine Auftraggeber die ganze Welt und fotografiert an den grössten Sportanlässen. Es ist ihm ein Anliegen, hochstehende Fotoessays im Bereich Sport zu produzieren, um so mehr Wertschätzung für Sportfotografie zu erhalten.