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Ein Grossanlass wie die Expo.02 erforderte besondere Massnahmen für einen umfassenden Schutz der Umwelt. Das Umweltmanagementsystem (UMS) der Expo.02 war das interne Kontroll- und Steuerungsinstrument zur Sicherstellung der Einhaltung der umweltpolitischen Ziele und Grundsätze der Expo.02. Das UMS orientierte sich an der Norm ISO 14001. Seit Dezember 1997 funktionierten zwei Organe, die eine umweltgerechte Abwicklung der Expo.02 sicherstellten: die Fachstelle Umwelt und das Umweltcontrolling.
Die Fachstelle Umwelt war zuständig für sämtliche Umweltfragen betreffend die Planung, die Realisierung, den Betrieb und den Rückbau der Expo.02. Sie unterstützte die Expo.02-Leitung in der operativen Umsetzung der Umweltpolitik. Die Fachstelle war in die Direction Technique eingebunden und wurde später in Département Environnement umgetauft.
Das Umweltcontrolling wurde im Dezember 1997 nach öffentlicher Ausschreibung an das Unternehmen Aquarius in Neuchâtel vergeben. Dieses unabhängige Organ der Expo.02 kontrollierte die Anwendung der Umweltschutzvorschriften und informierte das Publikum regelmässig mit einem Bericht über die Arbeiten der Expo.02.
Umweltschutz: ein Projekt mit Ambitionen
Die Expo.02 war mit Sicherheit dasjenige schweizerische Unternehmen, dessen Ökoplan am strengsten überwacht wurde. Sie hatte der Öffentlichkeit diesbezüglich bahnbrechende Lösungsansätze versprochen. Dieser Plan schenkt der Umwelt grosse Aufmerksamkeit.
Eineinhalb Kilo seltene und ziemlich scheue Muscheln (sie tragen diese Eigenart schon im lateinischen Namen: Unio Timidus) wurden noch vor Baubeginn der Arteplages auf dem Seegrund von Neuchâtel, Murten-Morat, Biel-Bienne und Yverdon-les-Bains sorgfältig eingesammelt. Die kleinen Muscheln sind aus dieser Gefahrenzone an andere Orte gebracht worden.
Die charmante Geschichte illustriert nur einen kleinen Teil der enormen Anstrengung, die die Expo.02 unternahm, um die strengen Umweltstandards zu respektieren und eine ambitionierte Ökopolitik anzuwenden.
Luft, Lärm, Wasser, Böden, Ökosysteme, Landschaft und Kultur-Erbe, Transport, Recycling, Abfallwirtschaft und Prävention von natürlich bedingten Zwischenfällen: Viele Bereiche müssen dabei berücksichtigt werden. Ein erster Erfolg ist geglückt. Die Bauunternehmer waren bereit, dafür die entsprechenden technischen und finanziellen Mittel aufzuwenden.
Überwachter Abbau
Während des Baus und des Betriebs der Expo.02 wurden mehrere Umweltberichte erstellt. Diese Art der Kontrolle fand auch während der Abbauphase statt. Ein unabhängiges Expertenbüro war damit betraut worden, die Einhaltung der Richtlinien zu überprüfen und die Öffentlichkeit in einem Bericht regelmässig zu informieren.
Massnahmenprogramm
Für jede Arteplage wurde ein Massnahmenprogramm ausgearbeitet, welches alle Umweltaspekte berührte und den ökologischen Rahmen für die Expo.02 und ihre Partner bestimmte.
Ökobilanz
Das Département Environnement der Expo.02 griff jedes Mal zur Ökobilanz, wenn es beispielsweise darum ging, Baumaterialien, Transportmittel oder Abfallbewirtschaftung auszuwählen. Ein externer Spezialist der Carbotech SA, Fredy Dinkel, berechnete die Auswirkungen von Stoff- und Energieflüssen auf die Umwelt und ihre Lebenszyklen.
Generalunternehmen und ihre Umweltbeauftragten
Um die sachgemässe Ausführung der Umweltschutzmassnahmen auf den Arteplages zu gewährleisten, hatten die Generalunternehmer externen Umweltbeauftragten den Auftrag erteilt, sie zu beraten und auf den Baustellen die Ausführungen zu verfolgen.
Begleitgruppen
Für jede Arteplage gab es eine Umweltbegleitgruppe, welche aus Vertretern der Kantons- und Gemeindebehörden sowie aus privaten Umweltschutzorganisationen bestand. Diese Gruppen waren für die administrative Genehmigung der verschiedenen Projekte und Arbeiten im Umweltbereich zuständig.
Begleitgruppe des Bundes
Die Begleitgruppe des Bundes war eine Arbeitsgruppe, die Vertreter aus verschiedenen Bundesämtern – für Umwelt, Verkehr, Energie, Raumplanung – vereinigte. Sie wurde vom Bund zur Durchführung von Massnahmen, die in seiner Kompetenz lagen, aufgestellt.