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Fenchel (Foeniculum vulgare)
Der Fenchel aus der Familie der Doldenblütler ist im Mittelmeerraum heimisch. Es existieren zwei wichtige Varianten, der bittere und der süsse Fenchel.
Fenchel ist ein Wunder der Vielfalt. Er zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Im antiken Griechenland empfahlen Heilkundige stillenden Frauen Fencheltee zu trinken, um die Milchbildung anzuregen. Seit dem Mittelalter ist die Wirkung bei Verdauungsbeschwerden bekannt.
Die Früchte des Fenchels haben auswurffördernde und krampflösende Eigenschaften. Fenchel wird traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Bauchkrämpfen und in Form von Stilltees zur Förderung der Milchbildung eingesetzt. Fenchelzubereitungen lösen auch festsitzenden Schleim aus den Bronchien. Sie fördern zudem dessen Abtransport aus den Atemwegen. Fenchelfrüchte können daher Erkältungsbeschwerden wie Husten und Schnupfen lindern.
Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Fenchelfrüchten. Sie enthalten reichlich ätherisches Öl.
Für die Teezubereitung werden ein Teelöffel zerstossene Fenchelfrüchte mit 150 ml kochendem Wasser übergossen. Nach 5 Minuten abseihen und ca. 2-3 Tassen täglich trinken. Die Einnahme sollte 2 Wochen nicht überschreiten.
Da Fenchelfrüchte den Milchfluss anregen, wird er gerne in Kombination mit Anis von stillenden Müttern getrunken. Fencheltee wird schon Säuglingen verabreicht, insbesondere bei den Dreimonatskoliken.