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Das Wetter ist ein Dauerthema bei den Kleinbauernfamilien. Wird der ersehnte Regen noch fallen? Oder wird alles wieder vertrocknen wie in den Jahren zuvor? Die Familie von José Francisco Salazar, einem Kleinbauer aus der Dorfgemeinschaft Canton Suyapa, hatte während der Dürreperioden 2014 und 2015 schwer zu kämpfen, die gesamte Ernte ging verloren und die Familie litt Hunger: «Wir haben mit den Klimaveränderungen zu kämpfen. Die Sommer sind trocken und heiss, monatelang fällt kein Regen. Auch die Schädlinge haben sich stark vermehrt», sagt er.
Die Verfügbarkeit von Saatgut, das an das trockene Klima angepasst ist, wird immer schlechter. Patentiertes Saatgut, das auf dem Markt gekauft werden kann, ist für die Kleinbauernfamilien keine Lösung. Eigenes Saatgut zu produzieren schützt sie vor Abhängigkeit von internationalen Saatgutkonzernen.
Die HEKS-Partnerorganisationen «Programa de Reconstrucción Rural» (PRR) und «Asociación Nacional para el fomento de la agricultura ecológica» (ANAFAE) sind spezialisiert auf die Produktion von Saatgut. In der nördlichen Region des Binnensees Lago de Yojoa hat PRR bereits viele Erfahrungen in der Selektion und Weiterzüchtung von traditionellem Saatgut gesammelt. Zusammen mit den Kleinbauernfamilien wurde ein partizipatives Züchtungsprogramm aufgebaut: Die Organisation arbeitet mit einer Forschungsmethode, in der Bauerngruppen, sogenannte «CIAL» (Comité de Investigación Agrícola Local), auf dem Feld mit Saatgut experimentieren und Techniken lernen, um Saatgut zu identifizieren und zu konservieren. Ziel des Projekts ist es, dass rund 4000 Bauernfamilien ihre Lebensqualität verbessern können, indem sie optimiertes und angepasstes Saatgut produzieren und auf den Markt bringen, wovon letztlich die ganze Region profitiert.