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Im Juli 2010 führte der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) eine Aktion durch, um mit Hilfe eines tragbaren Messgerätes namens Radiello die Ozonbelastung einzelner Personen in verschiedenen Schweizer Städten zu messen. Die Messresultate bestätigen bestehende Befürchtungen, insbesondere dass für Menschen, die im Freien arbeiten, die Ozonbelastung am höchsten ist. Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: es braucht dringend wirksame Massnahmen gegen die erhöhten Ozonwerte im Sommer und gegen die Luftverschmutzung im Allgemeinen.
Schon seit Jahren unterstützt und empfiehlt der VCS die Einrichtung von Umweltzonen (LEZ) in den Städten. Diese Zonen sind ein wirksames Mittel – neben anderen – um die Luftqualität zu verbessern.
Der VCS möchte mit seiner Ozon-Aktion dazu beitragen, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren und über die Gesundheits- und Umweltrisiken zu informieren, die jeden Sommer durch die hohe Ozonkonzentration in der Luft entstehen.
Der VCS und die lokalen VCS Sektionen verteilten im Juli 2010 in fünf Schweizer Städten Radiellos, kleine Messapparate, mit denen der Ozonwert gemessen werden kann, und zwar an 32 Personen aus verschiedenen Berufsgruppen.
Sämtliche Testpersonen trugen das Gerät am selben Tag während acht Arbeitsstunden auf sich, so dass die Messergebnisse verglichen werden konnten.
Um repräsentative Daten zu erhalten, wählte der VCS Personen aus verschiedenen Berufsgruppen, so z. B. Büroangestellte (Büro mit und ohne Klimaanlage), Gärtnerinnen/Gärtner, Velokurier-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, Geographinnen/Geographen, Kellnerinnen/Kellner, Studentinnen/Studenten, Rentnerinnen/Rentner.
Der VCS schliesst aus den Ergebnissen dieser breit gefächerten Auswahl, dass die Ozonbelastung in den Berufsgruppen tatsächlich unterschiedlich ausfällt.
Für die Messung wurde ein Gerät namens Radiello eingesetzt, ein sogenannter Passivsammler mit einem Diffusionskörper. Mit diesem Instrument lassen sich verschiedene Substanzen in der Luft identifizieren und messen.
Das Radiello gleicht einer geschlossenen (meistens zylinderförmigen) Dose, die aus zwei Teilen besteht: Der äussere Teil funktioniert als Diffusionsmembran, in der sich die Moleküle parallel in Richtung der absorbierenden Patrone (innerer Teil) bewegen. In dieser Patrone werden die Substanzen dann gebunden.
Der VCS möchte mit seiner Ozon-Aktion dazu beitragen, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren und über die Gesundheits- und Umweltrisiken zu informieren, die jeden Sommer durch die hohe Ozonkonzentration in der Luft entstehen.