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der ein Tonstück oder eine musikalische
Phrase beginnende dynamisch leichte Taktteil.
Da wir immer den
Taktstrich vor die
Note setzen, welche den dynamischen
Schwerpunkt
[* 2] bildet, so erscheinen alle
Metra, die mit
der
Kürze, d. h. dem leichten, accentlosen Teil, beginnen
(Iambus,
Anapäst etc.), in der Notierung als auftaktige, d. h. der
Taktstrich fällt mitten in sie hinein.
Dem Auftakt entspricht, solange derselbe Versfuß dem
Metrum zu
Grunde
liegt, ein unvollständiger letzter
Takt.
Aufschlag oder Aufstrich, der Anfang eines Musikstücks, wenn es nicht mit einem vollen Takte, sondern nur mit
dem letzten und leichtern Taktteile (Achtel, Viertel u. s. w.) beginnt. Zur Ausgleichung
muß dem letzten Takte des Stücks so viel an Zeitwert fehlen, als der Auftakt beträgt. - Ähnlich heißt der
Teil des altdeutschen Verses, der der 1. Hebung
[* 3] vorhergeht; er kann 1-, 2-, selbst mehrsilbig sein und beliebig fehlen, ohne
den Charakter des Verses zu beeinflussen. Die Technik des Minnesangs beschränkte diese Freiheit sehr. In der neudeutschen Verslehre
heißen Verse mit Auftakt iambische, ohne Auftakt trochäische, beide gemäß der antiken
Metrik streng unterschieden.