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Die 80er Jahre waren sicherlich die erfolgreichste Zeit in der Geschichte des FC Glarus. Anfang des besagten Jahrzehnts zeichnete sich bereits ein wenig ab, dass es sportlich mit dem FC Glarus aufwärts gehen würde. Dass man am Ende dieser Dekade jedoch in der zweithöchsten Liga des Landes spielen würde, das konnte niemand vorausahnen.
Nachdem der Verein 1976 in die 4. Liga abstieg, erfolgte ein Jahr später der direkte Wiederaufstieg in die 3. Liga. In der Folge belegte man innert vier Jahren drei Mal den zweiten Platz und verpasste den Aufstieg damit knapp. Der Vorstand, allen voran der Technische Leiter des FC Glarus, Pierre Grossrieder, wollten die Glarner aus dem Schlaf rütteln (wie es in der Vereinschronik wortwörtlich heisst). Der erste Schritt war die Verpflichtung des Deutschen Helmut Huttary. Er begann damals mit dem 3.-Liga-Provinzklub Glarus professionell zu arbeiten. Als Spieler-Trainer verstand er es, auch als ehemaliger Fussball-Profi auf dem Feld die notwendigen Impulse zu geben.
Gleich in seiner ersten Saison (1981/1982) gelang Helmut Huttary mit dem Team der Aufstieg in die 2. Liga.
Dass der FC Glarus zur Saison 1981/1982 eine gute Mannschaft beisammen hatte, zeigte sich schon zu Beginn der Saison, als man im Schweizer-Cup für Furore sorgte. Am 08. August 1981 warf die Drittliga-Mannschaft des FC Glarus den 1. Ligisten FC Gossau in der 2. Cup-Hauptrunde aus dem Wettbewerb, nachdem die Glarner in der 1. Hauptrunde bereits einen 2:0 Sieg über den FC Tössfeld feiern konnten.
Die Glarner Helden des 08. August 1981, welche als 3. Liga Team den Erstligisten aus dem Wettbewerb beförderten waren:
Torhüter: Ernst Roth
Feldspieler: Karl Zimmermann, Hans Sutter, Peter Bättig, Markus Hagmann, Heinz Hefti, Helmut Huttary, Klaus Ondera (112. min Fridolin Stüssi), Salvatore Quirino (70. min Christian Ronner), Emil Wirz und Werner Zopfi.
Die Torschützen beim 1:3 Auswärts-Sieg in Gossau nach Verlängerung waren:
62. min Werner Zopfi 0:1
72. min Krüsi (FC Gossau) 1:1
103. min Klaus Ondera 1:2
116. min Emil Wirz 1:3
Die Glarner Nachrichten berichteten darüber wie folgt:
Glarus gelang Superleistung gegen Gossau
„Höhepunkt eines Drittligafussballers“
In einer über die ganze Spieldauer sehr schnellen, harten und bewegten Auseinandersetzung gingen die Glarner, nachdem für Gossau in der Verlängerung der Einbruch erfolgte, als klare und hochverdiente Sieger hervor. Ein diskussionsloser Erfolg der Huttary-Elf, welche in Bezug auf Technik, Schnelligkeit und läuferisches Vermögen gegenüber den Oberklassigen vorzüglich aussah. Den verdienten Lohn kassierte sie mit der Zulosung des Gegners in der 3. Hauptrunde, wo der Schweizermeister FC Zürich am Samstag 26. September 1981, auf dem „Buchholz“ in Glarus zu Gast sein wird.
Nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Abtastens gelang es Glarus recht schnell, das Spieldiktat gegenüber Gossau in die Hand zu bekommen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr kam die kluge Spielweise der Glarner zum Durchbruch. Ohne im defensiven Part Risiken einzugehen, unterstützten abwechslungsweise auch die Verteidiger die klug inszenierten Angriffe., wobei vor allem der enorm starke Zopfi immer wieder für den nötigen Druck nach vorne sorgte. Ihm gelang dann auch in der 62. Minute das Führungstor, als er eine gewohnt präzise Flanke von Ondera mit dem Kopf verwandelte.
Dass die St. Galler bereits nach zehn Minuten den Führungstreffer ausgleichen konnten, verdanken sie einer Unstimmigkeit zwischen Schlussmann Roth und seinen Vorderleuten – der einzigen übrigens – wobei es für Krüsi einfach war, den Ball mit dem Kopf ins Tor zu stossen. Obwohl bei den Gästen der Versuch angestrebt wurde, noch vor Ablauf der regulären Spielzeit die Entscheidung herbeizuführen, vereitelte dies Hüter Osta mit glänzenden Interventionen. Einmal hatten die Glarner noch Glück, als Frei den Lattenschuss von Aepli auch im Nachdoppeln nicht ins Gehäuse bracht.
Tempo blieb gleich
Währen der Verlängerung demonstrierten die Besucher auch ihre ausgezeichnete konditionelle Verfassung. Sie waren nämlich jene Elf, die das Tempo der normalen Spielzeit beibehalten konnte und dadurch dem Erstligisten den Gnadenstoss versetzte. Wieder einmal holte sich Zopfi in der 103. Minute in der eigenen Platzhälfte den Ball und setzte zu einem unwiderstehlichen Solo an, welches er mit einem Zuspiel auf Ondera abschloss. Diesem gelang nach einem Umspielen zweier Verteidiger ein Gewaltsschuss in die rechte tiefe Torecke, wo Osta trotz verzweifeltem Abwehrversuch geschlagen blieb – ein herrliches Tor, sowohl in der Entstehung wie im Abschluss.
Vier Minuten vor Abpfiff glückte dann auch dem unermüdlichen Wirz noch ein längst verdienter Einschuss. Nochmals war es Zopfi, der mit seiner Vorarbeit den Beitrag zum Schlussresultat leistete.
Die durch Coach Ernst Wirz vorgenommenen Spielerauswechslungen zeigten positive Wirkung, war es in der Schlussphase doch Ronner, der den in der ersten Hälfte glänzend disponierten Quirino wirkungsvoll ersetzen konnte.
Favorit versagt?
Immer dann, wenn eine höherklassige Mannschaft von einem „kleinen Gegner“ besiegt wird, versteckt man sich vorerst hinter die traditionelle, jedoch äusserst fadenscheinige Ausrede: „Der Aussenseiter konnte nur gewinnen, weil der Favorit versagte!“
Im erlebten Cup-Kampf bewies der FC Glarus auf eindrückliche Art und Weise, dass ein Unterklassiger auch gewinnen kann, ohne auf die Hilfe des Gegners, respektive dessen schwache Leistung, angewiesen zu sein! Die Gastgeber, so lautete auch die Meinung vieler Gossau-Anhänger, haben in Erstliga-Spielen schon wesentlich schlechter gespielt und trotzdem gewonnen. Was die Glarner in Gossau aufführten, verdient nur eine Bezeichnung: „Grossartig!“
Als vor zwei Jahren auf dem Buchholz der damalige 1.-Liga-Spitzenreiter Ibach in einem ebenfalls spannenden Cup-Kampf 1.0 besiegt wurde, basierte der Erfolg zur Hauptsache auf einem unbändigen Kampf- und Siegeswillen. In Gossau kamen neue, entscheidende Aspekte dazu.
Jeder im Dienste der Mannschaft
Durch den Einbau von Spielertrainer Huttary und den erfahrenen Ex-Bundesligaspieler Ondera, an deren Seite sich alle übrigen Akteure in eine Bombenform steigerten, bot die Mannschaft diesmal auch technisch und taktisch eine für 3.-Liga-Verhältnisse kaum mehr zu überbietende Gesamtleistung.
Vor Hüter Roth, dem talentierten Nachwuchsmann, der seine Aufgabe ausgezeichnet löste, stand Libero Zimmermann in glänzender Spiellaune und absolvierte wohl eines seiner besten Spiele im Dress des FC Glarus, unterstützt von seinen Verteidigerkollegen Suter und Bättig, die ihre Gegenspieler völlig ausschalteten und zu Statisten degradierten. Auf der linken Aussenseite hat Hagmann, seit dem Bütschwil-Cupspiel als Verteidiger eingesetzt, wohl auch seine letzten Zweifler überzeugt. Er bot einen trefflichen Beweis seines vorhandenen grossen Könnens.
Das Mittelfeld Hefti-Huttary-Ondera, unterstützt von Zopfi, war die tragende Achse eines Mannschaftsspiels, in welchem sich jeder Akteur nur in den Dienst der Mannschaft stellte. Die eingesetzten Stürmer Quirino, Ronner sowie Wirz hatten wesentlichen Anteil an der Tatsache, dass der gegnerische Hüter zum besten Mann seiner Elf wurde.
Das Selbstvertrauen, welches in dieser Equipe steckt, sollte ausreichen, die vielfach erlebte Anfälligkeit auszumerzen. Ein Erfolgserlebnis, wie es die Mannschaft in Gossau erfahren durfte, kann ohne Überheblichkeit zu den Höhepunkten eines Drittligafussballers gezählt werden.
Bemerkung: In der 75. Minute zog sich Hüter Roth eine Verletzung zu, er konnte jedoch nach kurzer Zeit weiterspielen. Der nachträgliche ärztliche Befund zeigte einen Nasenbeinbruch. Zuschauer-Zahl in Gossau: 2’000
Im St. Galler Tagblatt stand:
Gibt es in Glarus lauter Botterons?
Eigentlich hatte ich die Absicht, einige Gedanken über das Gossauer Jubiläumsspiel zwischen St. Gallen und GC zu Papier zu bringen. Ein Vertreter der 3. Liga brachte mich von meinem Vorhaben ab. Was der FC Glarus im Cupspiel gegen die zwei Klassen höher eingestuften Platzherren vorführte, war verblüffend, war das Ausharren bis zum Schlusspfiff nach 120 Minuten wert, war beste Propaganda für eine in der Öffentlichkeit kaum beachtete Liga.
Von zwei „Zugereisten“ wird diese Mannschaft geprägt (gemeint waren Huttary und Ondera anm.d.Red.) deren technisches Können und deren Spielauffassung weit über dem Niveau der 3. Liga liegt. Mit dem Ball narrten die meist grossgewachsenen Kerle ihre Gegner nach Belieben, fanden sie stets nicht bloss eine, sondern mehrere Anspielstationen. Sie schossen häufig und gut. auch in Zweikämpfen brauchten sie den Vergleich mit dem Erstligisten nicht zu scheuen. Dies entlockte meinem Nachbarn Bewunderung und Erstaunen zugleich: „Ja, gibt es denn in Glarus lauter Botterons?“
Die Gossauer Spieler, mit zu geringem Respekt gegen diese Glarner angetreten, mussten auf dem Platz bald ihre Fehleinschätzung eingestehen. Wie meistens gelang die Kehrtwende nicht mehr. Zwar hoffte man, in der Verlängerung könnte dem Gegner der Schnauf ausgehen. Das Gegenteil trat ein: Mit zwei herrlichen Toren wurde der verdiente Sieg sichergestellt.
Nach dem sensationellen Sieg des FC Glarus (3. Liga) gegen den Erstligisten zog die Losfee den FC Zürich (damals amtierender Schweizer-Meister) als Gegner für die 3. Cup-Runde. Es war das erste Pflicht-Spiel in der Geschichte des FC Glarus gegen ein Team aus der NLA. 3’000 Zuschauer besuchten dieses Spiel, was noch heute Zuschauer-Rekord im Buchholz bedeutet.
Das Spiel der 3. Cup-Hauptrunde fand am Samstag 26. September 1981 statt.
Die Helden auf Seiten des FC Glarus waren:
Torhüter: Ernst Roth (89. min Hans Speich)
Feldspieler: Karl Zimmermann, Hans Sutter, Peter Bättig, Markus Hagmann, Werner Zopfi, Helmut Huttary, Klaus Ondera, Heinz Hefti, Salvatore Quirino (46. min Rolf Slongo) und Christian Ronner.
Beim FC Zürich spielten:
Torhüter: Urs Zurbuchen
Feldspieler: Alberto Erba, Urs Schönenberger, Heinz Lüdi, Thomas Staub (46. min Daniel jeandupeux), Roger Kundert, Gianpietro Zappa, Walter Iselin, Hanspeter Zwicker, Walter Seiler (68. min Winfried Kurz) und Ruedi Elsener.
Folgende Spieler waren Nationalspieler oder wurden es in der Folge (vier aktuelle Nationalspieler der Schweiz standen auf dem Platz):
Urs Zurbuchen: 2 Länderspiele in den Jahren 1985 & 1986, als er für die BSC Young Boys spielte.
Heinz Lüdi: war zum Zeitpunkt des Cup-Spiels in Glarus aktueller Schweizer Fussball Nationalspieler. Er absolvierte insgesamt 42 Länderspiele und schoss dabei ein Tor.
Daniel Jeandupeux: er wechselte sich als Spielertrainer in der Halbzeit-Pause selber ein. Das Spiel in Glarus war das viertletzte Spiel seiner Karriere. Am 28. November 1982 absolvierte er sein letztes Spiel gegen den FC Wettingen (NLA). In diesem Spiel musste er verletzt (Beinbruch) ausgewechselt werden, was sein Karriere-Ende bedeutete. Sein allerletztes Pflichtspiel-Tor schoss Daniel Jeandupeux in Glarus beim hier beschrieben Cup-Spiel.
Jeandupeux absolvierte von 1969 bis 1977 insgesamt 35 Länderspiele für die Schweiz und erzielte dabei zwei Tore. Vom 12. März 1986 bis zum 26. April 1989 war er Schweizer Nationaltrainer.
Roger Kundert: er absolvierte im Jahr 1985 ein Länderspiel für die Schweizer Fussball Nationalmannschaft.
Gianpietro Zappa: er war zum Zeitpunkt des Cup-Spiels aktueller Nationalspieler und brachte es insgesamt auf 23 Länderspiele für die Schweiz und erzielte dabei drei Tore.
Hanspeter Zwicker: Zwischen 1980 und 1988 bestritt Zwicker 25 Länderspiele für die Schweiz.
Walter Seiler: das einzige Länderspiel für die Schweiz war zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre her. Damals spielte er noch für die Grasshoppers aus Zürich.
Ruedi Elsener: auch er war zum Zeitpunkt dieses Spiels aktueller Nationalspieler der Schweiz. Insgesamt wurde er zwischen 1974 und 1983 48 Mal in der Schweizer Nati eingesetzt und erzielte dabei sechs Tore. Ruedi Elsener wurde 1978 als Schweizer Fussballer des Jahres ausgezeichnet.
Zudem wurde Urs „Longo“ Schönenberger bekannt, als er in der Saison 2005/2006 den FC Thun als Trainer in die Champions-League führte. Urs Schönenberger stand achteinhalb Jahre später nochmals als Spieler auf dem Platz im Buchholz, als der FC Glarus im 1/16 Final-Spiel des Schweizer Cups den amtierenden Schweizer-Fussball-Meister FC Luzern empfangen durfte.
Bericht Glarner Nachrichten: (Gerhard Kägi)
„Spiel des Jahrzehnts“ gegen Zürich:
FC Glarus spielte ausgezeichnet – 0:5
Erwartungsgemäss qualifizierte sich der Schweizermeister FC Zürich im Spiel der 3. Cup-Hauptrunde gegen den gastgebenden FC Glarus für die nächste Runde. Der FC Glarus, der sich als letzter Drittligaklub für die Cuprunde qualifizierte, vermochte dem übermächtigen Gegner über eine Stunde Paroli zu bieten, doch dann erzielten die Zürcher die dem Spielverlauf entsprechenden Tore. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verabschiedete sich die Huttary-Elf vom Cup-Wettbewerb und vom begeistert mitgehenden Publikum.
Bevor das „Spiel des Jahrzehnts“ angepfiffen wurde, erlebten die zahlreichen Zuschauer ein buntes Vorprogramm. Im Prominenten-Vorspiel trennten sich der Diner’s Club und die Equipe des Jelomlis mit 2:2 Toren, dann sorgte die Harmoniemusik Glarus mit ihrer musikalischen Darbietung für einen festlichen Rahmen.
Glarus liess sich nicht überrumpeln
Punkt 16.30 Uh gab dann Fifa-Schiedsrichter Baumann aus Schaffhausen mit seinen Linienrichtern den ball zum Hauptspiel frei. die Zürcher, die auf einige Titulare verzichten mussten, waren bestrebt, möglichst schnell das Skore zu eröffnen, doch die Unterklassigen liessen sich vom Nationalliga-a-Klub nicht überrumpeln.
Spielertrainer Huttary hatte seine Mannschaft gut eingestellt, alle Spieler erfüllten ihre Defensivaufgaben glänzend. Trotz dem Windvorteil kamen die Zürcher nur zu einigen Eckbällen. Die erste Chance erspielten sich im Gegenteil in der 13. Minute die Glarner, die nach einem Freistoss von links Quirinos Kopfball auf dem Netzdach des FCZ-Tores landen sahen. Die Zürcher kamen in der 22. Minute zur ersten aufgelegten Chance: Nach einem Elsener-Corner sprang Lüdi am höchsten, doch Zimmermann konnte das Leder für den geschlagenen Hüter Roth noch vor der Torlinie wegschlagen.
Sechs Zeigerumdrehungen später konnten die Glarner von Glück reden, als Hüter Roth eine Hereingabe von rechts vor die Füsse von Seiler abklatschen liess, doch der freistehende FCZ-Mittelstürmer schoss aus acht Metern über das leere Tor.
Bis zu diesem Zeitpunkt verstand der Drittligist immer wieder die Flügelläufe der Schweizer Nationalmannschaftsspieler Zwicker und Elsener vor dem Flanken zu hindern und im Zentrum die Gassen zu schliessen, so dass die FCZ-Spieler nicht zu ungehinderten Abschlussversuchen kamen.
Erstes Tor nach 38 Minuten
In der 38. Minute konnten die Zürcher dann endlich das erste Tor der Partie erzielen: Kundert flankte von der rechten Seite vors Tor, zur Überraschung liess Keeper Roth unbedrängt den Ball aus den Händen fallen, so dass der gut gefolgte Lüdi den Ball beim hinteren Pfosten mühelos ins Tor schieben konnte 0:1. Die Entscheidung schien bereits gefallen zu sein.
Die Glarner waren weiterhin bemüht, das Spiel durch sorgfältige Kombinationen aus der Verteidigung heraus zu lancieren. einen solchen Spielzug konnte die FCZ-Verteidigung drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff nur durch ein Foulspiel stoppen. Den fälligen Freistoss führte Ondera aus. Sein scharfer Schuss ging ungehindert über die Abwehrmauer, doch der Ball war zu hoch gezielt, so dass sich Zurbuchen im Tor vergeblich streckte.
Jeandupeux spielte
Zur zweiten Halbzeit erschien beim FC Zürich anstelle von Aussenverteidiger Staub mit der Nummer 14 Spielertrainer Jeandupeux. Bei den Glarnern ersetzte Slongo den diesmal wenig Wirkung erbringenden Quirino – der kleine wirblige Stürmer war natürlich im Sturm zusammen mit Ronner auf sich allein angewiesen und hatte dadurch einen schweren Stand.
Optimisten glaubten wohl, mit der Windunterstützung könnte Glarus noch eine Überraschung schaffen, doch der FC Zürich kam mit einer bissigeren Einstellung aus der Kabine.
In der 51. Minute eröffnete Jeandupeux mit einem klugen Pass Elsener eine Einschussmöglichkeit, doch der Internationale schoss aus rund acht Metern Entfernung übers Tor. Vier Minuten später traf Jeandupeux mit einem spektakulären Fallrückzieher die Torumrandung.
Druck des FCZ steigt
Die Abwehr der Einheimischen bekam nun den steten Druck des FCZ zu spüren, doch vorerst konnte Keeper Roth einen Schuss von Zappa glänzend zur Ecke abwehren.
Mit dem nächsten Angriff gelangten die Zürcher zum zweiten Torerfolg: Kundert lancierte mustergültig den freistehenden Zwicker, der täuschend am Glarner Torsteher vorbei ins Netz einschoss. Nur zwei Minuten später konnten sich die Anhänger des FCZ erneut freuen: Seiler blieb auf dem Elfmeterpunkt an Bättig hängen, doch der nachfolgende Lüdi hatte keine Mühe, seinen zweiten Treffer zu erzielen – es stand 0:3. Kurz darauf kam beim FCZ für den enttäuschenden Seiler Kurz ins Spiel.
In der 69. Minute fiel dann das schönste Tor der Partie: Nach einer Kombination zwischen Zwicker, Jeandupeux und Elsener erzielte der Letztgenannte das 0:4. Drei Zeigerumdrehungen später annullierte der gute Ref zu Recht ein Offsidetor von Zwicker. dann wehrte Torhüter Roth mit einer guten Abwehr einen erneuten Abschlussversuch von Zappa erfolgreich ab.
Für den fünften Treffer der Zürcher war Spielertrainer Jeandupeux besorgt: Lüdi bediente den Spielertrainer, der seinen Schuss von Verteidiger Sutter auf der Torlinie beinahe aufgehalten sah.
Ehrenhaftes Schlussresultat
Die Endphase des Spieles zeigte den FCZ weiter überlegen, doch Tore fielen keine mehr. Entweder glänzte Roth mit guten Paraden, oder die FCZ-Spieler hatten das Visier schlecht eingestellt.
in der letzten Spielminute setzten die Glarner noch Torhüter Speich ein, der einen Schuss von Kurz zum Schluss glänzend abwehrte, womit es beim ehrenvollen Resultat von 0:5 blieb.
Bedachte Glarner
Vom Schweizermeister hätte man eine grössere Torausbeute erwartet. Als Pluspunkt darf bei ihm die solide Leistung von Lüdi und Kundert erwähnt werden.
Bei den Glarnern, die sich eine Stunde lang hervorragend wehrten, überragte Roth, Hagmann und Ronner ihre Mitspieler noch. Erfreulich vor allem, dass der Drittligist keine Abwehrschlacht lieferte, sondern immer bedacht war, durch kluge Zuspiele aus der Verteidigung heraus die Sturmspitzen zu lancieren.
Wenn den Glarner auch das Ehrentor verwehrt blieb, so darf man doch festhalten, dass der Unterklassige vier Eckbälle schlagen konnte.