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Es scheint naheliegend zu sein, dass ein Verein mit einer systematischen Nachfolgersuche weniger Probleme hat, die Vorstandsposten zu besetzen, da bei einem Abgang eines Vorstandsmitglieds bereits ein passender Ersatz vorhanden ist. Doch kann dies bestätigt werden?
Gemäss der durch die redmin GmbH im Sommer 2018 durchgeführten Umfrage zum Thema Ehrenamt (über 400 Teilnehmer) betreiben gerade einmal 25% der Vereine eine systematische Nachfolgersuche. Dies bedeutet, dass über 70% der Vereine keine Planung im Falle eines Abganges eines Vorstandsmitglieds haben.
Liegt nun das Problem für die Besetzung von Vorstandsposten primär bei einer fehlenden Nachfolgersuche?
Betrachtet man mehrere Parameter der Umfrage kombiniert, kann diese Frage mit einem “Nein” beantwortet werden. Vergleicht man zum Beispiel die Werte betreffend der Problematik bei der Besetzung des Vorstandes zwischen den Vereinen mit und ohne Nachfolgeplanung, ist es auffällig, dass die Werte nahezu deckungsgleich sind. 76,2% der teilnehmenden Vereine mit einer systematischen Nachfolgeplanung geben an, trotz Massnahmen Problem bei den Besetzungen der Vorstandsposten zu haben. Auf der Gegenseite sind es 78,0%, welche ohne Planung die gleichen Probleme aufweisen.
Anhand der oben genannten Erkenntnisse scheint eine systematische Planung, isoliert betrachtet, zur vereinfachten Besetzung von Vorstandsposten nicht zwingend der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Eine systematische Nachfolgeplanung sollte aber zu keinem Zeitpunkt unterschätzt werden. Eine frühzeitige Klarheit betreffend der Nachfolge bringt in vielen Aspekten grosse Vorteile mit sich, wie zum Beispiel eine fliessende Übergabe des Amtes und der dadurch gegebenen Möglichkeit der Einarbeitung des neuen Vorstandsmitgliedes.