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Amilcar Cabral: Was bleibt
«Der Mangel an Theorie, um nicht zu sagen das vollständige Fehlen revolutionärer Theorie bei den nationalen Befreiungsbewegungen – was sich schon in der Unkenntnis der historischen Realität erweist, die diese Bewegungen doch verändern wollen – stellt eine der grössten, wenn nicht die grösste Schwäche unseres Kampfes gegen den Imperialismus dar.»
Amílcar Cabral
1973 wurde Amílcar Cabral, der Führer der PAIGC, der Befreiungsbewegung von Guinea-Bissau und den Kapverden ermordet. Gibt es Gründe, sich ein halbes Jahrhundert später mit seinem Leben und Werk zu befassen? In der vom Afrika-Komitee Basel herausgegeben Publikation geht Hans-Ulrich Stauffer auf das theoretische Werk von Amílcar Cabral ein. Sieben ausgewählten Texte belegen das Wirken von Cabral. Diese Werke sind ein eindrückliches Vermächtnis und zeugen von der überragenden Bedeutung Cabrals in der Geschichte des antikolonialen Befreiungskampfes. Aktivist:innen, die heute unterdrückerische Systeme bekämpfen, beziehen sich immer wieder auf die Schriften von Cabral, in denen er auch vor der Degeneration der Befreiungsorganisationen warnte.
«Amílcar Cabral hinterlässt ausser dem Traum von einer gerechten und sozialen Gesellschaft ein sehr wichtiges theoretisches, kulturelles und politisches Vermächtnis, das über Kap Verde, Guinea-Bissau und Afrika hinausgeht und eine aussergewöhnliche Grösse und eine universelle Dimension hat.»
Pedro Pires, Weggefährte von Amílcar Cabral und
späterer Staatspräsident von Kapverde, im Vorwort
Hans-Ulrich Stauffer: Amílcar Cabral: Was bleibt – Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs. Basel 2023 (Afrika-Komitee Basel), 204 Seiten, ISBN 978-3-033-09549-6
EUR/CHF 30.- (inkl. Porto und Versand)
Postgeschichte und Philatelie in Eritrea
Eritrea weist eine wechselvolle und faszinierende Geschichte der Post und der Philatelie auf. Diese Geschichte spiegelt die Entwicklung des Postwesens von den Anfängen der ägyptischen Poststation in der Hafenstadt Massawa bis zum Postwesen des unabhängigen Staates Eritrea. Diese Entwicklung verlief nicht geradlinig, sondern ist durch zahlreiche Brüche gekennzeichnet.
Das erste Postamt auf eritreischem Boden wurde von Ägypten in Massawa ab 1869 betrieben. Dieses Postamt wurde 1885 durch die italienische Kolonialpost abgelöst, die bereits seit 1883 im Hafen von Assab tätig war. Im Zuge der Eroberung des Territoriums durch Italien weitete sich auch das Postwesen aus. Mitte der 1930er Jahre befand sich die italienische Kolonie Eritrea wirtschaftlich auf dem Höhepunkt. Mit dem Angriffskrieg auf Abessinien ging die italienische Kolonialpost 1938 für wenige Jahre in der Post von Italienisch Ostafrika auf. Nach der militärischen Niederlage Italiens ging das Postwesen 1941 an die britischen «Middle East Forces» über, dann an die britische Militärverwaltung und anschliessend an die britische Zivilverwaltung. Mit der Zwangsföderation Eritreas mit Äthiopien übernahm 1952 die äthiopische Post die Posthoheit, die bis zum Ende des Befreiungskriegs 1991 bestand.
Bereits 1977 hatte die Eritreische Volksbefreiungsfront (EPLF) begonnen, in den befreiten Gebieten ein eigenes Postwesen aufzubauen. Nach der Niederlage Äthiopiens im Befreiungskampf bis zur Abhaltung des Referendums über die Unabhängigkeit Eritrea 1991 bis 1993 blieb Eritrea postalisch isoliert. Zwar bestand eine Inlandpost und aufgrund bilateraler Abkommen ein Postverkehr mit dem Sudan und Äthiopien, doch ein Postverkehr mit dem Rest der Welt war nicht möglich. Mit der international anerkannten Unabhängigkeit und der Aufnahme in die UNO sowie in Folge in den Weltpostverein konnte ab 1993 Post aus aller Welt nach Eritrea und von dort in alle Welt versandt werden. Heute verfügt die eritreische Postverwaltung über mehr als 50 Postämter im ganzen Land.
Die Epoche nach dem Ende des Befreiungskampfes ist bisher nur vereinzelt dargestellt worden. Über das Postwesen während der italienischen Kolonialzeit und des Eroberungskrieges gegen Äthiopien sowie die britische Verwaltungsperiode sind bereits einige fundierte Publikationen erschienen. Die jüngere Zeit ist hingegen bis heute nicht bearbeitet worden. Sie stellt den Schwerpunkt der vorliegenden Publikation dar. Damit wird erstmals ein Überblick über die Briefmarkenausgaben während des Befreiungskampfes, der kaum bekannten zweijährigen Übergangsperiode mit der Inlandpost (1991-93) sowie nach der Unabhängigkeit (ab 1993) gegeben. Verfasst wurde sie vom Eritrea-Kenners
und Philatelisten Hans-Ulrich Stauffer. Die 100-seitige Broschüre ist reich bebildert.
Hans-Ulrich Stauffer, Postgeschichte und Philatelie in Eritrea, Hrsg. Afrika-Komitee, Basel 2020, 100 Seiten DIN A5, mit zahlreichen Abbildungen (ISBN 978-3-033-07704-1). Englische Fassung ebenfalls lieferbar.
EUR/CHF 20.- (inkl. Porto und Versand)
Afrikanisch kochen – das erfolgreiche Kochbuch
1994 erschien «Afrikanisch kochen» zum ersten Mal. Dem preiswerten, schon damals mit der praktischen Spiralbindung ausgestatteten Buch war ein durchschlagender Erfolg beschieden. Rasch waren drei Auflagen verkauft. Kein Wunder, war damals «Afrikanisch kochen» doch eines der ganz wenigen Kochbücher mit Rezepten köstlicher und exotischer Speisen. Heute, ein Vierteljahrhundert nach dem erstmaligen Erscheinen unseres Kochbuchs, ist die Welt eine andere. Ferienreisen zu afrikanischen Destinationen finden sich bei jedem Anbieter. Zur Küche zahlreicher afrikanischer Länder gibt es eine Unzahl von Kochbüchern in unterschiedlicher Ausstattung. Viele Restaurants bieten afrikanisches Essen an.
«Afrikanisch kochen» war während zwanzig Jahren vergriffen. Und trotzdem: Jahr für Jahr gelangten Anfragen an das Afrika-Komitee, ob vielleicht doch noch das eine oder andere Exemplar vorrätig sei, sei es für einen runden Geburtstag, sei es als Erinnerung an die bewegte politische Zeit der Entkolonialisierung und an das Ende der Apartheid.
Nun ist das Original wieder lieferbar. «Afrikanisch kochen» enthält eine vielfältige Sammlung von Rezepten aus den verschiedensten Regionen Afrikas. Die Menüs sind leicht zu kochen und eröffnen den kulinarischen Blick auf eine andere Welt.
Hans-Ullrich Stauffer und Livia Taddei: Afrikanisch kochen – Die 100 besten Rezepte aus Afrika; mit einem Vorwort von Al Imfeld. Wettingen 2018 (Mächler-Verlag). 104 Seiten, A5, Runddrahtbindung.
CHF 18.- (inkl. Porto und Versand)
Südafrikanisch kochen
Die Küche Südafrikas ist so bunt gemischt wie die Bevölkerung dieses Landes. Englische, niederländisch-burische, französische und deutsche Kochkunst vermischen sich mit portugiesischen, indischen und malayischen Einflüssen. Aus der afrikanischen Küche sind kulinarische Impulse erhalten geblieben.
In der Reihe „Gerichte und ihre Geschichte“ ist das seit einiger Zeit vergriffene Kochbuch „Südafrikanische Küche“ in zweiter und erweiterter Auflage neu erschienen. Die Rezepte wie auch die Hintergrundberichte stammen von den Autoren Hans-Ulrich Stauffer und Hanspeter Fontana. In der Einleitung geht die südafrikanische Schriftstellerin Miriam Tlali auf die traditionelle afrikanische Küche ein und zeigt auf, wie sich diese gegen die Küche der Buren und Engländer behauptete.
Kochbuch mit etwa 200 Rezepten, farbigen Abbildungen, einem Kapitel über südafrikanische Weine und einem ausführlichen Sach- und Stichwortverzeichnis.
Hans-Ullrich Stauffer und Hanspeter Fontana:
Fr. 29. (inkl. Porto und Versand)
Gerichte und ihre Geschichte. Göttingen 2014 (Verlag Die Werkstatt). 160 Seiten, ISBN 3-89533-369-7 .
Oliver Mtukudzi and the Black Spirits: The Other Side
Der Live-Mitschnitt stammt vom Basler Konzert von Oliver Mtukudzi vom 9. Juni 1994 in Basel. Die Songs enthalten ganz in der zimbabwischen Tradition Ratschl?ge zu (fast) allen Lebensfragen. Die CD enthält die Knüller „Africa“, „Isizato“ (Der Grund), „Kuzabonakala“ (Die Wahrheit kommt ans Licht) und andere Megahits. Mit einem Booklet mit einer Auswahl von Songtexten (Shona und Englisch) und einer Einführung in die verschiedenen Stücke.
Oliver Mtukudzi and the Black Spirits: The Other Side. SHAVACD014-2.
F
r. 27.- (inkl. Porto und Versand)
Postalische oder Email-Bestellungen bitte an:
Afrika-Komitee, Rüdengasse 2, Postfach, 4001 Basel
Kontakt per E-mail
Telefon +41 61 691 62 93 (Beatrice Felber Rochat)