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Risikoorientierter Sanktionenvollzug (ROS) in der Deutschschweiz - 10 Jahre nach Abschluss des Modellversuchs - Was hat ROS (nicht) bewirkt?
Von 2010 bis 2013 wurden im Modellversuch «Risikoorientierter Sanktionenvollzug» (ROS) in den Kantonen Luzern, St. Gallen, Thurgau und Zürich neue Arbeitsmittel und Prozesse für den Sanktionenvollzug entwickelt und getestet. Auslöser waren kritische Vor- und Rückfälle während des Vollzugs und in der Bewährungshilfe. Die Kernhypothese des Modellversuchs besagte, dass eine systematische Erfassung von Rückfallrisiko und Interventionsbedarf sowie deren Überführung in eine verbindliche Vollzugsplanung zu einem Rückgang der Rückfälle führt. Zu diesem Zweck wurde ein strukturierter Prozess mit den vier Schritten Triage, Abklärung, Planung und Verlauf entwickelt. Die Prozess- und Ergebnisevaluationen des Modellversuchsversuchs kamen 2013 zum Ergebnis, dass die ROS-Konzeption auf andere Kantone übertragbar und die angewendeten Arbeitsmittel valide seien. 10 Jahre nach Abschluss des Modellversuchs ist ROS in sämtlichen Deutschschweizer Kantonen eingeführt.
Was hat sich (nicht) verändert? Welche Erwartungen wurden (nicht) erfüllt? Welche Herausforderungen stehen an? Und kann die zentrale Hypothese zum damaligen Modellversuch auch heute noch positiv bestätigt werden?
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