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Die Erzeugung von baumwollenen Garnen, Geweben und vor allem von bedruckten Tüchern war schon im ausgehenden 18. Jahrhundert im Glarnerland verbreitet. Die Gründung des damaligen Betriebes Bartholome Jenny & Co. im Jahre 1808 fiel in eine Zeit, da der Kanton Glarus von einer schweren wirtschaftlichen Krise heimgesucht wurde.
Dieser Erwerbszweig erlebte nach den napoleonischen Kriegswirren einen neuen Aufschwung, der in der 1830er Jahren seinen Höhepunkt erreichte. Ab etwa 1840 erfolgte dann ein scharfer Rückschlag, welcher der Bevölkerung grosse Arbeitslosigkeit und Armut brachte. Zur Linderung der Not wurde mit Unterstützung der Regierung und einzelner Gemeinden im Jahre 1845 eine gemeinschaftliche Auswanderung nach Nordamerika organisiert, welche dann zur bekannten Gründung von New Glarus führte.
Der Grund für diesen Rückschlag lag vor allem in der Erfindung und Verbesserung des mechanischen Webstuhls in England, während in der Schweiz noch ausnahmslos mit dem Handwebstuhl gewoben wurde. Auf dem Gebiet der Spinnerei waren die Verhältnisse etwas günstiger, indem schon anfangs des 19. Jahrhunderts Spinnmaschinen zur Verfügung standen. Sie erforderten aber noch ausserordentlich viel Handarbeit und gerieten durch englische Neuerfindungen zeitweise ebenfalls ins Hintertreffen.
Am 14. April 1846 schloss Bartholome Jenny & Co. mit der Gemeinde Haslen einen Bodenabtretungsvertrag ab, durch welchen der Bau einer der ersten grösseren Turbinen-Wasserkraftanlagen im Glarnerland und eines Fabrikationsbetriebes ermöglicht wurde.
Die Spinnerei und Weberei in Haslen wurde wenige Jahre nach der Gründung vergrössert. Nach einer Statistik des Jahres 1868 waren 456 Personen beschäftigt, was wohl die höchste, je erreichte Anzahl gewesen sein dürfte. Um das Jahr 1900 war der Personalbestand bereits auf 334 gesunken, bei etwa 24'000 installierten Spindeln und 496 Webstühlen.
Die im Betrieb Haslen hergestellten Produkte fanden früher zum grossen Teil in den einheimischen Druckereien Verwendung. Mit dem Niedergang der glarnerischen Druckereiindustrie Anfang des 20. Jh. verlagerte sich der Absatz vermehrt auf die Stickerei und später auf Futterstoffe und technische Gewebe. Es darf in diesem Zusammenhang auch daran erinnert werden, dass während der beiden Weltkriege grosse Mengen an lebenswichtigen Textilien für die Armee, die Sanität und für die Zivilbevölkerung produziert wurden.