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Die Körpertemperatur unserer Hunde liegt normalerweise zwischen 37,5 und 39 Grad, je kleiner der Hund, desto höher die Temperatur. Bei sportlicher Anstrengung oder nach dem Fressen kann die Temperatur erhöht sein. Steigt die Körpertemperatur weiter an, hat der Körper des Hundes drei Möglichkeiten zur Temperaturregulierung:
- Im Körperinneren ziehen sich die Blutgefäße zusammen, während sie gleichzeitig in den äußeren Körperregionen weiter gestellt werden. Somit gelangt vermehrt Blut an die Oberfläche und Wärme kann über Haut und Schleimhäute abgegeben werden. Das kann natürlich nur funktionieren, wenn die Umgebungstemperatur niedriger ist als die Körpertemperatur auf der Oberfläche, also unter 35°C. In einem aufgeheizten Auto oder an einer sonnigen Stelle kann das also nicht funktionieren.
- Schwitzen können Hunde nur bedingt. Sie besitzen zwar über den gesamten Körper verteilte einige Schweißdrüsen, das sind aber meist apokrine Drüsen, die für den individuellen Geruch zuständig sind. Ekkrine Schweißdrüsen, die den eigentlichen sauren, wässrigen Schweiß absondern, sind hingegen nur an den Pfotenballen und am Nasenrücken zu finden. Während bei Pferden über 60 % der Wärmeabgabe über das Schwitzen erfolgt, ist es beim Hund weniger als 1 %.
- Hecheln ist für Hunde die effektivste Methode zur Abkühlung. Dabei kann sich die normale Atemfrequenz von 10-30 x pro Minute auf das 10fache erhöhen. Allerdings verlieren
Hunde dabei auch sehr viel Wasser; sie müssen also viel trinken. Ein voller Wassernapf muss ständig bereit stehen.
Bei Hunden brachyzephaler Rassen, wie Mops oder der französischen Bulldogge, bestehen anatomische Einschränkungen für das Hecheln. Bei diesen Rassen muss man bei Hitze besondere vorsichtig sein.
Reichen diese Mechanismen nicht aus und die Körperkerntemperatur steigt beim Hund auf über 40/41 Grad an, besteht die Gefahr eines Hitzschlags. Dabei kommt es Schädigungen des Herzmuskels, der Lungen, der Leber und Nieren, aber auch des Magen-Darm-Traktes und des Zentralen Nervensystems. Herzrhythmusstörungen und Multiorganversagen können die Folge sein.
Wenn es schon zu einer solchen Überhitzung gekommen ist, muss das Fell bis auf die Haut mit kühlem Wasser, aber nicht eiskaltem, herunter gekühlt werden. Dafür muss das Fell bis auf die Haut durchnässt werden. Wäre das Wasser zu kalt, würden sich die äußeren Blutgefäße zusammenziehen und die Wärme könnte nicht nach außen abgegeben werden.
Beim Verdunsten des Wassers entsteht Verdunstungskälte. Das kann durch den Luftstrom der Klimaanlage im Auto oder einer kurzen Fahrt bei geöffnetem Fenster noch gefördert werden. Der Tierarzt kann weitere Maßnahmen wie eine zusätzliche Sauerstoffversorgung einleiten.
Als Folge der Hitzeeinwirkung kann es zu Gerinnungsstörungen und Einblutungen gekommen sein; dann sind weitere Untersuchungen ratsam. Verschiedene Studien zeigen, dass von den Hunden, die es nach einem Hitzschlag noch bis in eine Tierarztpraxis geschafft haben, trotzdem nur jeder zweite überlebt.
Lassen Sie also ihren Hund bei hohen Temperaturen nicht im Auto warten. Bei längeren Fahrten sollte auch an Sonnenschutzblenden im Heck- und Seitenfenster gedacht werden. Denn: Gerät man in einen Stau, kann es durch die Sonneneinstrahlung auch bei laufender Klimaanlage zu einem Hitzschlag kommen. Bei heißem Wetter können eine Kühlmatte und eine Kühlweste und oder auch nasse Handtücher Abkühlung bringen . Ein Napf voll Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Pflanzliche Mittel zur Unterstützung von Herz/Kreislauf helfen.