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WHO publiziert Zwischenbericht zu Strahlenbelastung nach Fukushima
Die WHO basiert ihre Strahlendosis-Schätzungen auf Daten, die sie bis Mitte September 2011 gesammelt hat. Die am stärksten vom Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi betroffenen Regionen sind gemäss WHO-Daten die Stadt Namie und das Dorf Itate, die beide in der Präfektur Fukushima liegen. Dort betrug die charakteristische effektive Ganzkörper-Äquivalentdosis für die Bevölkerung 10–50 mSv und die charakteristische Schilddrüsendosis 10–100 mSv. Charakteristische Dosis heisst, dass die meisten Menschen Dosen im angegebenen Bereich erhielten, jedoch einzelne Abweichungen gegen oben oder unten möglich sind. Für die übrige Bevölkerung der Präfektur Fukushima erreichte die Strahlendosis während des ersten Jahres weniger als 10 mSv gemäss den aktuellen Berechnungen der WHO. Diese Dosis für die Bevölkerung der Präfektur Fukushima ist hauptsächlich auf die erhöhte Exposition aus der Luft zurückzuführen. Die WHO macht in ihrem vorläufigen Bericht jedoch darauf aufmerksam, dass dies konservative Berechnungen seien und zu einer «Überschätzung der Strahlendosen geführt haben könnten».
Die effektive Dosis für die übrige japanische Bevölkerung durch den Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi wird mit 0,1–1 mSv veranschlagt, die Schilddrüsendosis auf 1–10 mSv geschätzt. Für die Menschen ausserhalb Japans beziffert die WHO die Gesamt- und Schilddrüsendosis auf unter 0,01 mSv. Die Dosen für die übrige japanische und die globale Bevölkerung resultieren hauptsächlich aus dem erhöhten Radioaktivitätsgehalt von Nahrungsmitteln, so die WHO in den Schlussfolgerungen ihres Berichts.