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und Bücher, z. B.: «Cornhill's Magazine»,
die «Newcomes» von Thackeray, «Potof honey» von Leigh
Hunt, «King of the golden rule» von Ruskin u. a. 1845 gab
er die komische Reisebeschreibung «The continental tour ofBrown,
Jonesand Robinson» heraus, 1869 «The fairy land».
Friedrich Johann
Heinrich, einer der bedeutendsten Meister der Skulptur, geb. zu
Pyrmont als Sohn unbemittelter Eltern, arbeitete anfangs als Mechaniker im Geschäft seines Vaters und konnte sich nur in
den Mußestunden mit Schnitzen aus Holz oder Elfenbein beschäftigen. 1826 aber gelang es ihm, nach Berlin in das Atelier
Rauchs zu kommen, der das bedeutende Talent seines
Schülers erkannte. Hier debütierte er 1833 mit der
herrlichen Gruppe eines sterbenden Kriegers mit einem Genius und modellierte ein Jahr nachher die reizende Statue einer Winzerin,
die er bald darauf in Marmor und 1840 in
Bronze ausführen mußte (Nationalgallerie in Berlin).
Auch die übrigen Schöpfungen aus dieser frühern Zeit sind meistens Idealgestalten, z. B.
eine durch Abgüsse sehr verbreitete Madonna mit dem Kind und ein
Relief nach Goethes fünfter römischer Elegie. Besonderes
Glück machte er damals durch seine Porträtstatuetten berühmter Männer, z. B.
Rauch, Schinkel, die Brüder Humboldt, Goethe,
Schiller, Hufeland u. a., die in ihrer geistvollen Auffassung und freien Behandlung
schon durchblicken ließen, daß er später seine Hauptstärke in der monumentalen Porträtstatue zeigen würde.
Ins Jahr 1835 fällt eine Caritas im Schloß zu Charlottenburg und 1836 die erste große Porträtstatue, der sehr charaktervoll
und wahr aufgefaßte, im Zeitkostüm dargestellte Justus Möser in Osnabrück
(Bronze). Auch in den folgenden Jahren war
er wieder mit kleinen lyrischen und Idealgestalten, Porträtstatuetten und Grabdenkmälern beschäftigt. Es sind z. B.:
die Schmetterlingsfängerin (1837), der wasserspeiende Faun in Charlottenhof (1843), die acht Statuen der Provinzen des preußischen
Staats im
Weißen Saal des Berliner Schlosses (1844). Mehr
Lob als mit allen diesen Arbeiten erwarb er sich (1849) durch
das Denkmal
Friedrich Wilhelms III. im Tiergarten, namentlich durch die meisterhaften, sinn- und liebevoll ausgeführten
Reliefs
um das runde
Postament, welche die Freude an der Natur in anmutigster Weise zur Anschauung bringen.
Die Reihe seiner später geschaffenen Werke ist so groß, daß wir nur als die künstlerisch bedeutendsten hervorheben: das
Relief auf der neuen Bronzethür der Schloßkirche zu Wittenberg, die beiden an der Kirche befindlichen Statuen
Friedrichs
des Weisen und Johanns des Beständigen und das darin befindliche Standbild Melanchthons (1866), das herrliche kolossale
Standbild seines Lehrers
Rauch in der Vorhalle des Alten Museums, die Gruppe auf der Berliner Schloßbrücke, in
der Nike den Sieger krönt, die nebst der Bläserschen die schönste der acht ist, die Statue des Fürsten Putbus auf Rügen
und die freilich sehr derbe, aber naturgetreue Gestalt des Kurfürsten Johann
Friedrich auf dem Marktplatz in Jena (enthüllt
1858), das Denkmal Schinkels in Berlin und wiederum die sehr meisterhafte eherne Reiterstatue des
Königs
Wilhelm I. auf der Deutzer Seite der Rheinbrücke zu Köln, eine Gestalt von imponierender Haltung, voll Leben und Wahrheit.
Weniger gelungen, weil für ihre Wirkung zu groß, ist die eherne Victoria auf der Siegessäule in Berlin (1873),
dagegen sehr edel und schwungvoll das Kriegerdenkmal für Aachen und unter den Porträtstatuen und Büsten
der letzten Jahre wiederum die herrliche Kolossalstatue Alexander v. Humboldts, die nach Philadelphia
kam, sowie die Büste von Bismarck und die von Moltke im Rathaus zu Berlin. Er ist Mitglied der Akademien von Berlin, München,
Petersburg, Antwerpen, Rom und des Institut de France, Vicekanzler des Ordens pour le mérite und
Ritter
der Ehrenlegion.