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Peru ist mit fast 1.3 Millionen Quadratkilometer ein riesig grosses Land (über 30-mal grösser als die Schweiz!) und hat mit ca. 30 Millionen Einwohner nur etwa 23 Einwohner pro Quadratkilometer (im Vergleich dazu die Schweiz hat etwa 200 Einwohner pro km2). In der Hauptstadt Lima leben offiziell etwa 8 Millionen Einwohner (die Dunkelziffer inkl. aller nicht Angemeldeten liegt bei etwa 12-13 Millionen). Daneben sind die grössten Städte Arequipa im Süden mit etwa 800‘000 Einwohner, Trujillo im Norden mit etwa 700‘000 Einwohner und das ebenfalls im Norden liegende Chilclayo mit etwa 500‘000 Einwohner – alle anderen Provinzstädte liegen dann unter einer halben Million Einwohner.
Der „Kanton“ Lima (hier „Departamentos“ genannt) hat mit 34‘000 Km2 etwas weniger als die Gesamtfläche der ganzen Schweiz aber etwa 50% mehr Einwohner. Interessant ist dabei dass, sich die ganzen Menschen hauptsächlich auf die Provinz Lima konzentrieren, also auf 43 Bezirke/Stadteile, die zusammen die „Stadt Lima“ bilden. Diese Provinz hat nur etwa 2‘700 km2 und inoffiziell geschätzt etwa 8-11 Millionen Einwohner – also über 3‘500 Einwohner pro Quadratkilometer! Wenn man die ganzen Menschenmassen von Lima und den anderen grösseren Städten abzieht, bleiben noch etwa 15 Millionen Einwohner auf einer Fläche von restlichen 1 Million km2 (ca. 25x die Schweiz) mit ca. 15 Personen x km2 – also sehr viel leere Fläche…
Peru liegt am Pazifischen Ozean und hat einen Küstenstreifen von über 2‘500 km Länge (von der nördlichen Grenze zu Ecuador bis zur südlichen Grenze zu Chile). Dieser Küstenstreifen, der etwa 17% der Fläche ausmacht, ist hauptsächlich sehr trockene Wüste mit einem ziemlich gemässigten Klima. Durch die von den Anden herabfliessenden Flüsse entstehen in den Flusstälern landwirtschaftlich fruchtbare Gebiete. Das Flusswasser wird kanalisiert und durch Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft genutzt, so wird auch auf sehr sandigen Böden erfolgreich produziert.
Parallel zum Küstenstreifen liegen die Anden. Diese Gebirgskette macht etwa 28% der Landfläche aus und durchläuft ebenfalls die ganze Länge des Landes, von Nord nach Süd.. Die Gebirgskette vom Westen in den Osten durchlaufen diverse Arten von Gebirge mit unterschiedlichsten Charakteristiken und verschiedenen Höhen. Der höchste Berg ist der Huascarán mit fast 6‘800 Meter Höhe. Eine der höchstgelegenen Städte der Welt ist Cerro de Pasco (mit 70‘000 Einwohner) auf ca. 4350 Meter über Meer!
(Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Atmen, sich duschen, sich bewegen oder schlafen in dieser Stadt ein echtes Abenteuer ist!)
Gegen Südosten flacht die Gebirgskette etwas ab und man erreicht die Hochebenen Perus – auch Altiplano genannt. Die wichtigsten Städte sind:
– Cusco, mit der Inka Hochburg Machu Picchu (auf 3400 Meter Höhe)
– Arequipa auf einer Höhe von 2300 Meter
– Puno auf 3‘800 Meter Höhe
Bei Puno befindet sich der Titicacasee. Der Titicacasee ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf 3810 m über dem Meeresspiegel, ist 178 km lang, bis 67 km breit und hat eine maximale Tiefe von 281 m. Der See gehört geografisch teils zu Peru und teils zu Bolivien.
Auf der Östlichen Seite der Anden geht es dann langsam hinunter bis man in den Regenwald kommt. Der Regenwald macht etwa 60% der Landfläche Perus aus. Viele der Flüsse, die aus dem Hochland in die Regenwald Regionen fliessen (zum Beispiel der Rio Ucayali oder Río Marañón), sind Quellflüsse des Amazonas.
Die wichtigsten Städte des Peruanischen Regenwalds sind Iquitos (wo Werner Herzog den Film Fitzcarraldo mit Klaus Kinski gedreht hat) oder Pucallpa, Tingo Maria, Puerto Maldonado und Tarapoto.
Auf dieser Fläche mit so grosser Vielfalt an verschieden Gebieten ergibt dies über 50 verschiedene Mikroklimas und eine enorm breite Variation an Flora und Fauna. – Es gibt nichts was in Peru nicht irgendwo wächst. Diese Tatsache widerspiegelt sich auch in der unglaublich vielfältigen Gastronomie Perus, die alleine schon eine Reise wert ist!
Auch die Peruanische Bevölkerung ist ein bunter Mix. So leben hier die indigenen Völker – ein Grossteil sind überwiegend Quechua und Aymara sprechend, die Amazonas Indianer, die Mestizen (Mix aus den indigenen Völkern mit spanischem Blut), Afroperuaner, Europäer und Asiaten! Etwa 80% sind spanisch sprechend (Muttersprache) und etwa 20% sprechen die Indigenen Sprachen, hauptsächlich Quechua und Aymara.
„Peru ist in jeder Beziehung ein kunterbunter Mix und hat viel zu bieten. Eine Reise in dieses interessante Land lohnt sich auf alle Fälle!“