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Gracillaria syringella,

Baumarten
Esche, Flieder, Liguster, Pfaffenhütchen, Schneeball, Forsythie
Baumarten (lat.)
Fraxinus, Syringa, Ligustrum, Euonymus, Viburnum, Forsythia
Symptome
Ab Sommerbeginn verfärben sich die Blätter jüngerer Bäume braun und die Blätter oder Blattfiedern rollen sich ein. Kleine Räupchen minieren zuerst platzartig im Innern der Blätter und spinnen sich anschliessend in mit Kot durchsetzten Blattrollen ein.
Ursache, Zusammenhang
Die gesprenkelten Falter mit ihren 10 bis 13 mm Flügelspannweite fliegen im Mai und legen auf der Unterseite der Blätter die Eier ab. Die geschlüpften Räupchen bohren sich ins Blatt ein und minieren zwischen der unteren und oberen Epidermis. Später werden die einzelnen Teilblätter mit Hilfe von Spinnfäden zu einem Wickel gerollt und der Frass darin fortgesetzt.
Verwechslungsmöglichkeiten
Eschenblätter können auch durch die Eschenzwieselmotte (Prays curtisellus) platzartig miniert werden. Deren Räupchen konstruieren jedoch keine Blattwickel, sondern bohren sich nach dem Minierfrass in die Knospen, mit Vorliebe in die grossen Endknospen ein. Dies kann im Folgejahr zu einer Zwieselbildung führen.
Gegenmassnahmen
Massnahmen können im Wald keine getroffen werden. In Pflanzgärten und Baumschulen kann allenfalls eine Insektizidbehandlung in Erwägung gezogen werden. Im Zierpflanzenbereich kann das Falllaub mit noch vorhandenen Räupchen und Puppen entfernt werden.
Bemerkungen
In der Schweiz kann 2006 seit langem wieder einmal ein auffälliges Auftreten registriert werden. Letzte Gradationen wurden 1957 bis 1959 registriert. Die lokalen Massenvermehrungen dauerten damals häufig zwei Jahre.

Der Falter der Fliedermotte (© P. Buchner, A-2625 Schwarzau am Steinfeld)
Minierte Fiederblätter einer Esche mit Blattwickeln.
Durch die Fliedermotte entlaubte Eschendickung.