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Nebst dem Lehrermangel haben wir ein eklatantes Qualitätsproblem, zumindest in einigen unserer städtischen Primarschulen in Winterthur. Meine erste Beobachtung ist die, dass die Qualität des Unterrichts stark von der Lehrperson abhängt. Leider sind das sehr schlechte Voraussetzungen in einer Zeit des Lehrermangels. Doch selbst wenn es genug Lehrkräfte gäbe, wäre es wohl schwierig, schlechte Lehrer zu feuern.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob man die Lehrer nicht einfach überfordert. Möglicherweise wären viele der heute schlechten Lehrer gar nicht so schlecht, wenn die Ansprüche an sie auf ein menschliches Mass reduziert würden. Doch für die wirklich unfähigen Lehrer müsste es die Möglichkeit ihrer Entlassung geben, aber die gab es weder zu meiner Schulzeit und noch viel weniger heute.
Nebenthema Leistungsmessung:
Wie kann man objektiv die Leistung von Lehren messen? Diese Frage will ich nicht abschliessend beantworten. Möglich ist es ganz bestimmt, und ich habe einen kreativen Vorschlag dazu:
Man prüft jede Klasse zweimal im Jahr: Einmal zu Beginn und einmal am Ende des Schuljahres. Die Differenz der Leistung der Schüler entspricht dem, was diese Schüler in diesem Jahr bei ihrem Lehrer gelernt hat. Durch die Differenzbildung spielt es keine Rolle mehr, ob der Lehrer eine «gute» oder «schlechte» Klasse erwischt hat; es wird nur gemessen, wieviel die Klasse insgesamt dazugelernt hat. Misst man über die ganze Klasse, so mitteln sich die Schüler aus, dadurch kann eine durchschnittliche Leistung eines Lehrers erfasst werden.
Es gibt sicher noch weitere und bessere Möglichkeiten. Ich will mit meinem Vorschlag nur zeigen, dass eine individuelle Leistungsmessung bei Lehrern grundsätzlich möglich ist.