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ANTON BARBEAU
Berliner Grotesk
Pink Hedgehog Records
«Berliner Grotesk» ist der dritte Teil der «Transfiguration Trilogy». Lehnt Barbeau sich hier an David Bowies «Berliner Trilogie» an? Das ungefähr 30 Werk (so genau ist das nicht zu eruieren) des Amerikaners sollte, zumindest laut Pressebeiblatt, «ein hässliches, industrial Elektronik-Album» werden. Gut, über Schönheit und Hässlichkeit, lässt sich ja bekanntlich streiten. Die elf Songs sind aber kaum letzteres. Eine gewisse Kauzigkeit (Barbeau kennt Julian Cope und sieht ihm auf dem Cover auch ähnlich) kann man gewissen Songs aber nicht absprechen. Der Auftakt «Berliner Grotesk» ist eine schräge Pop-Psych-Kabarett-Nummer im dreiviertel Takt mit kauzigem Gesang. Barbeau hält darin fest, dass er die Liebe nicht verstehe. Wer tut das schon!? Etwas weiter verwandelt er den Beatles-Song «Love Me Do» in eine käsig-schräge Elektronik-Nummer mit Reggae-Groove. Hier ist Barbeau am nächsten bei seiner Androhung! Das der momentan in Berlin beheimate Barbeau ordentliche Beatles inspirierte Songs schreiben kann, beweist er mit «Horns» oder auch «Not The World’s Most Wave-Formed Man». In anderen Momenten mahnt «Berliner Grotesk» an Kevin Ayers, The Bevis Frond, Robyn Hitchcock und den unvermeidlichen Syd Barrett. An Exzentrik fehlt es Anton Barbeau auf jeden Fall nicht. Anton Barbeau ist aber, wie schon in früheren Jahren, einer tollen Melodie nicht abgeneigt.