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Im Auftrag der Vereenigde Oostindische Compagnie errichtete der niederländische Kaufmann Jan van Riebeeck am Kap der Guten Hoffnung eine Proviantstation zwischen Europa und Indien. Das Klima, die Geologie und die Bodenverhältnisse erinnerten ihn an die klassischen europäischen Weinbauregionen, sodass er im Jahre 1655 den ersten Rebstock in Südafrika pflanzte. Sein Nachfolger, Simon van der Stel, war ebenfalls vom Weinbau begeistert und gründete die Siedlung Stellenbosch mit der Farm Constantia, auf welcher er den Weinbau weiter ausbaute. Durch die Ankunft hugenottischer Emigranten wuchsen das Weinwissen und die Rebfläche weiter an. Heute werden auf 130‘000 Hektaren vor allem internationale Traubensorten angebaut, wobei Chenin blanc, Cabernet Sauvignon und Syrah die wichtigsten Varietäten sind. Die autochthone Rebsorte Pinotage ist eine lokale Besonderheit Südafrikas.