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Foto: Lubos Chlubny / shutterstock
Krafttier Bär
Seit Jahrtausenden verspürt der Mensch eine unbeschreibliche Faszination für den Bären. Die Beziehung
zwischen Bär und Mensch ist mit keiner anderen Mensch-Tier-Beziehung zu vergleichen.
Schon immer wurde der Bär für seine Kräfte bewundert und gleichzeitig aber auch gefürchtet. Viele Naturvölker dichteten dem Bären eine besondere spirituelle Kraft an. Die Germanen betrachteten den Bären zum Beispiel als König der Tiere.
Viele Stämme der nordamerikanischen Urvölker glaubten einst, dass man durch die Bezwingung eines Bären dessen physische und spirituelle Kräfte übernahm.
Mythologie
Viele Seefahrer richten sich nach dem im Nordosten liegenden "Ursa maior", auch bekannt als der grosse Bär. Als Orientierungspunkt spielt dieses Sternenbild vor allem für Seefahrer eine wichtige Rolle. Die Bewunderung für Bären macht sich unter anderem auch durch Namen wie Bernhard (Germanischer Ursprung, Bedeutung "bärenstark") und Ursula (abgeleitet von "ursus", Latein für Bär) bemerkbar.
Die nordamerikanischen Indianerstämme verehrten Grossvater Bär als Kräuterkundigen, machtvollen Krieger und Beschützer des Stammes.
Ein alter Volksglaube der nordamerikanischen Indianer
besagt, dass man durch die zufällige Sichtung eines Bären zum Kräuterkundigen auserwählt wurde.
Spirituelle Kraft des Bären
Viele Naturvölker betrachten den Bären als Beschützer, unangefochtenen König der Tiere und als weisen Ratgeber. Für die Indianer deutete eine Begegnung mit einem Bären auf bevorstehende Veränderungsprozesse hin. Dabei musste es sich nicht zwingend um eine Begegnung mit einem lebenden Bären handeln, allein schon die Präsenz eines Bären (Bär als Traumbild, Bärenpelz, Bärenklaue, ausgestopfter Bär etc.) genügte.
Die Begegnung mit einem Bären fordert also dazu auf, aktiv an Veränderungsprozessen teilzunehmen.
Bei spirituellen Séancen, Riten und Zeremonien werden Bären von Schamanen
auf spiritueller Ebene hinzugerufen. Viele Naturvölker glauben, dass Bären Schutz vor Angriffen (insbesondere von Dämonen
) verleihen und Sicherheit vermitteln. Als Krafttier
hat er die Aufgabe, den Zeitpunkt für Veränderungen anzuzeigen und die spirituelle Entwicklung voranzutreiben.
Der Bär unterstützt den Menschen dabei, seine Ziele zu erreichen und seine Möglichkeiten auszuschöpfen. Er spendet positive Energie und vertreibt negative.
Botschaften von Krafttier Bär
Als Krafttier
ist der Bär ein Botschafter und Energiespender, der dem Menschen dabei hilft, Veränderungsprozesse zu durchlaufen, in sein Inneres zu blicken und den richtigen Weg im Leben zu wählen. Genauso wie der Mensch steht auch manchmal der Bär aufrecht auf zwei Beinen und verwandelt sich damit zum Ebenbild des Menschen und dessen seelischer Kraft.
Das Krafttier Bär
taucht meistens auf, um folgende Botschaften zu übermitteln:
1. Sichtung einer Bärenklaue:
Die Bärenklaue symbolisiert die Anpassungsfähigkeit ans Leben. Sie kann den Menschen auf seine vielen Möglichkeiten im Leben aufmerksam machen oder ihm auch zeigen, dass er an seiner Anpassungsfähigkeit arbeiten sollte.
2. Bärenmutter mit ihren Jungen:
Bären sind von Natur aus Einzelgänger. Jedoch ist nichts stärker als die Fürsorge einer Bärenmutter für ihre Jungen. Eine Bärenmutter mit ihren Jungen zu sichten, ist ein Hinweis auf starke Verbindungen zur spirituellen Welt. Bei Frauen kann die Sichtung einer Bärenmutter auch auf einen unbewussten Kinderwunsch oder eine baldige Schwangerschaft hindeuten.
3. Bär im Winterschlaf:
Bären sind dafür bekannt, einen langen Winterschlaf zu halten. Ein Bär im Winterschlaf oder ein schlafender Bär kann den Menschen darauf aufmerksam machen, mehr Zeit für sich selbst in Anspruch zu nehmen oder seine Energien mal herunterzufahren. Dieser Hinweis trifft vor allem häufig bei berufstätigen Menschen und Eltern auf, denn trotz Job und/oder Kinder benötigt jeder mal Ich-Zeit.
4. Aggressiver Bär:
Durch ihre besonnene Art wirken Bären meistens ruhig und unbedrohlich. Doch dies kann sich in Sekundenschnelle verändern. Zum Beispiel, wenn ein fremder Bär in das Gebiet eines anderen Bären eindringt, seinen Nachwuchs bedroht oder wenn der Bär sich auf die Jagd begibt.
Die Sichtung eines aggressiven Bären deutet darauf hin, dass man sich mit seiner eigenen Wut auseinandersetzen sollte. Gefühle
wie Wut und Aggressionen anzustauen, kann zu Kontrollverlust und Gewalt führen. Ist man unzufrieden mit einer bestimmten Situation oder wütend auf jemanden, ist es ratsam, das Gespräch zu suchen und die Luft zu klären, um die Umstände zu verbessern.
5. Verletzter Bär:
Ein verletzter Bär fordert den Menschen dazu auf, seine eigenen Schwachstellen bewusst wahrzunehmen und an diesen zu arbeiten. Er kann auch ein Hinweis darauf sein, dass man sich zu weit aus dem Fenster lehnt oder dass man seine eigene Kraft zu sehr überschätzt. Eine gesunde Portion an Zuversicht und Selbstvertrauen ist immer gut, jedoch kann es schädlich sein, wenn man dadurch Schwächen und mögliche Gefahren ausser Acht lässt.
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