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Viele Währungshüter waren laut dem Protokoll der Meinung, dass die geldpolitische Straffung "relativ bald angemessen" sein könne. Wie aus den am Mittwochabend (MEZ) veröffentlichten Mitschriften weiter hervorgeht, sprachen einige Fed-Mitglieder sogar davon, dass eine Anhebung im Dezember angebracht sei, um die "Glaubwürdigkeit der Fed zu wahren".
Die Notenbank hat die Zinsen zuletzt im Dezember 2015 erhöht und sie danach in der bis heute gültigen Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent belassen. Störfeuer von aussen wie ein Börsenbeben in China und die Folgen des EU-Austrittsvotums der Briten liessen die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen immer wieder mit einem weiteren Schritt nach oben zögern.
US-Präsident Trump ändert nichts
Der Sieg des Freihandelsgegners Donald Trump bei der US-Wahl, die wenige Tage nach der jüngsten Zinssitzung stattfand, dürfte die Pläne der Fed voraussichtlich nicht durcheinander bringen. Yellen hatte jüngst vor dem Kongress gesagt, dass eine Zinsanhebung "relativ bald" angebracht sein könnte. Sie verwendete damit dieselbe Formulierung wie in den Protokollen der Zins-Sitzung vom Anfang des Monats, als die Währungshüter den Wahlausgang noch nicht kannten.
Manche Experten gehen derzeit davon aus, dass die Fed nächstes Jahr die Zinsen noch zwei Mal anheben könnte. Sollte Trumps Politik die Wirtschaft stärker anheizen, könne die Fed jedoch auch einem "steileren Zinspfad" folgen, wie der Chef der Fed von Philadelphia, Patrick Harker, jüngst sagte.
(Reuters)