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Bis Mitte des 19. Jahrhunderts führte der Teil der heutigen Schützenmattstrasse zwischen Spalenvorstadt und Schützengraben den Namen Fröschgasse. 1327 ist die Gasse in der "Vorstat ze Spalon" als Kreuzgasse beschrieben worden, weil sie an einem steinernen Wegkreuz vorbeiführte.
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Zum Bau des zwischen den einstigen Befestigungen Egolfstor und Voglerstor liegenden Fröschenbollwerks entschloss sich die Obrigkeit im Jahr 1550. Damit ist der 1531 eingeleiteten Verstärkung des Mauerrings eine der letzten neuen Bastionen angefügt worden. Das Bollwerk entstand in einjähriger Bauzeit am Standort des ehemaligen Brunnmeisterturms und war von der Fröschgasse her mittels einer Auffahrt für Geschütze durch ein Rundbogentor zugänglich. Die im Zinnenkranz eingeflochtenen Wachthäuschen waren über eine Treppe zu erreichen. Links vom Festungswerk floss unter dem schmalen Barocktörlein der Abfluss des vom Dorenbach gespiesenen städtischen Teuchel- und Fischweihers in die Stadt. Die darin quakenden Frösche müssen der Umgebung den Namen gegeben haben.
Im Jahre 1860 forderten 46 Anwohner die Wegschaffung des Fröschenbollwerks sowie die Erstellung einer direkten Verbindung nach der schon stark überbauten äusseren Schützenmattstrasse. Am 30. Dezember 1865 wurde schliesslich auch "das Fröschenbollwerk beseitigt, indem es der Unternehmer [?] kurzerhand in die Luft sprengte, wobei einige der umliegenden Häuser beschädigt wurden". Der anfallende Schutt fand bei der Chaussierung des Schützengrabens und der Schützenmattstrasse nützliche Verwendung. Mit dem Bau des an das Areal des ehemaligen Fröschenbollwerks anstossenden Spalenschulhauses wurde Ende 1877 begonnen.