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Macau verzeichnet stark steigende Touristenzahlen: So wuchs der Tourismus in der Region zwischen 1999 und 2018 um 211 Prozent von 11,5 auf 35,8 Millionen Touristen. Nun prüft das Regierungsamt für Tourismus in Macau (MGTO) die Einführung einer Tourismus-Steuer. Dabei orientiert sich das MGTO an den Beispielen Venedig und Kyoto – während Venedig Tagesbesucher zur Kasse bittet, hat die japanische Stadt Kyoto als erste des Landes eine Beherbergungssteuer eingeführt.
Die Idee stammt von Maria Helena de Senna Fernandes, Leiterin des Tourismusbüros von Macau. Sie sagt: «Wir führen derzeit eine Vergleichs-Studie über die Fremdenverkehrsabgaben durch, die an Orten wie Venedig oder Japan eingeführt wurden.» Man wolle verstehen, warum die Orte die Tourismussteuer eingeführt haben und welche Vorteile sie daraus ziehen. Sie weist jedoch daraufhin, dass die mögliche Massnahme nicht eine Reduzierung der Touristen in Macau anstrebe, sondern vor allem Mehreinnahmen generieren soll.
Denn eine Beschränkung der Touristenzahl wurde erst kürzlich diskutiert – scheiterte aber am Gegenwind der Vollversammlung. Im Gegensatz dazu könnte eine Tourismussteuer die Kassen der Regierung füllen und so in Infrastruktur-Projekte, das Aufrechterhaltung der Tourismus-Polizei oder in verbesserte Verkehrsanbindungen zu Sehenswürdigkeiten fliessen. Ausserdem könnte sich Macau noch besser gegenüber regionalen Konkurrenten wie Südkorea oder den Philippinen positionieren.