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Der künftige US-Präsident Donald Trump stellt die kürzlich von seinem Vorgänger Barack Obama verhängten Sanktionen gegen Russland nach Angaben eines Beraters auf den Prüfstand. «Die Frage ist, ob diese Reaktion im Verhältnis steht zu den unternommenen Handlungen? Vielleicht schon, vielleicht auch nicht», sagte der designierte Pressesprecher im Weissen Haus, Sean Spicer, in einem am Sonntag gesendeten Interview des Senders ABC. Trump werde das Thema deshalb bei anstehenden Treffen mit amerikanischen Geheimdienstvertretern ansprechen.
Obama hatte wegen mutmasslicher russischer Hackerangriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfs unter anderem die Ausweisung von 35 Einzelpersonen angeordnet. Russischen Nachrichtenagenturen zufolge verliessen diese am Sonntag Washington. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Trump hat sich skeptisch geäussert, ob wirklich Russland hinter den angeblichen Cyberattacken steckt. Er kündigte an, Dienstag oder Mittwoch zu der Angelegenheit einige Informationen zu enthüllen. Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Direkte Konversation
Eine Aktivität will Trump auch nach seinem Amtsantritt beibehalten: Er will auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken aktiv bleiben. Das bestätigte Spicer im Interview. Er sagt: «Es macht die etablierten Medien verrückt, dass ihm (Trump) mehr als 45 Millionen Menschen in den sozialen Netzwerken folgen und dass sie eine direkte Konversationen haben können. Sie müssen sie nicht durch die Medien filtern. Das normale Tagesgeschäft ist damit vorbei».
(reuters/me)