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Mittwoch, 2. April 2014, 18.30 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 71, Aula, KOL-G-201
Taiye Selasi
Schriftstellerin und Kulturphilosophin
Afrikanische Literatur gibt es nicht
Als Kategorie ist der Begriff Afrikanische Literatur so bedeutungslos, wie jeder andere Versuch, Kultur regional zuzuschreiben und einzugrenzen. Das Beharren auf diesen veralteten Kategorien deutet insbesondere im Falle Afrikas auf eine grobe Vernachlässigung der Komplexität des afrikanischen Kontinents und nicht zuletzt der Kreativität der Werke hin, welche Afrikanische Literatur als Gegenstand ausmachen.
Vortrag in Englisch.
Kurzbiographie
Taiye Selasi wurde 1979 in London geboren und ist in Brooklyn, Massachussetts, aufgewachsen. In Yale studierte sie American Studies, bevor sie nach England zurückkehrte und in Oxford den Master in Internationalen Beziehungen abschloss. Sie ist Schriftstellerin und Fotografin und bezeichnet sich als Afropolitan, eine Bezeichnung, welche sie selbst ins Leben gerufen hat und die eine neue Generation von Weltbürgern mit afrikanischen Wurzeln beschreibt. Eine Sammlung von Kurzgeschichten unter dem Titel »The Sex Lives of African Girls« erschien 2011 in der Literaturzeitschrift Granta. Ihr Debütroman »Ghana Must Go« erschien 2013 und erhielt weltweite Beachtung. Heute lebt und arbeitet sie in Rom und New York.