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Pietro
Francesco,
Sänger und Gesanglehrer, geboren um 1650 zu
Bologna, gestorben um 1730 in
London,
[* 4] wirkte anfangs
als
Sänger in
Dresden
[* 5] und an andern italienischen
BühnenDeutschlands
[* 6] und von 1692 an, nachdem er seine
Stimme verloren, als Gesanglehrer in
London. Er hinterließ ein Gesanglehrbuch von höchster Bedeutung: »Opinioni
de' cantori antichi e moderni o sieno osservazioni sopra il canto figurato«, welches in verschiedene
Sprachen übersetzt wurde.
Eine deutsche Bearbeitung dieses epochemachenden Werkes ist die »Anleitung
zur Singekunst« von J. F.
Agricola (s. d. 5).
ein im voralpinen Gebiet des schweizer. Kantons Zürich
entspringender
Fluß, der in nordwestlicher
Richtung dem
Rhein zufließt
und fast auf dem ganzen 49 km langen
Lauf durch sein enges, waldiges
Thal
[* 7] im
Dienst industrieller Etablissements
steht.
Stadt im preuß. Regierungsbezirk
Oppeln,
[* 10]
Kreis
[* 11] Tost-Gleiwitz, an der
LinieOppeln-Borsigwerk der Preußischen Staatsbahn, 268 m ü. M.,
hat eine evangelische und eine kath.
Kirche, eine
Synagoge, eine Burgruine, eine große Korrigendenanstalt, einAmtsgericht,
eine Dampfbrauerei, eine große Flaschenstrohhülsenfabrik u. (1885) 2434 meist
kath. Einw.
Auch die Meder und Assyrer verwandten auf prächtige Grabmäler große Summen, und auf den Gipfel stieg dieser Gräberluxus
bei den kleinasiatischen Fürsten, wie denn das Mausoleum (s. d.) zu Halikarnassos der ganzen Gattung prächtiger Grabdenkmäler
den Namen gegeben hat. In den letzten Jahren sind mehrere solcher kleinasiatischer Prachtgrabmäler bekannt
gemacht worden. Auch bei Griechen und Römern maß der Volksglaube der Art der Bestattung einen Einfluß auf das Los der Verstorbenen
im jenseitigen Leben bei, indem man wähnte, der unbestattete Tote müsse hundert Jahre ruhelos an den Ufern des Styx umherirren.
Darum hielten es die Überlebenden für eine Pflicht der Humanität, jedem irgendwo gefundenen Toten wenigstens
durch Aufwerfen von drei Handvoll Erde zur Ruhe zu verhelfen. Bei den Spartanern wurden die Toten auf den Schilden hinausgetragen,
und alles Leichengepränge war durch die Gesetze verpönt. Bei den Athenern aber fanden feierliche Leichenbegängnisse statt
und zwar unter dem Geleit der in schwarze Gewänder gehüllten Verwandten und Freunde, von Klageweibern
(penthetriae, praeficae), Musikchören und seit Solons Zeit auch von Lobrednern.
Nach vollendeter Totenbestattung wurde das Haus sorgfältig gereinigt. Noch zu PlatonsZeiten wurden die Leichen häufig beerdigt; aber mit
Verbreitung des Glaubens, daß die Seele einer Reinigung bedürfe, um in die Wohnungen der Seligen zu gelangen, ward später,
ungefähr seit dem Beginn des 4. Jahrh. v. Chr., das Verbrennen allgemeiner Gebrauch. Auch bei den Römern
waren feierliche Leichenbegängnisse üblich und später sogar mit blutigen Gladiatorenkämpfen verbunden.
Särge machten die Deutschen in vorchristlicher Zeit einfach aus einem Baumstamm, indem sie ihn durchschnitten, die eine Hälfte
aushöhlten und die andre als Deckel benutzten (Baumsärge, Totenbaum). Holzsärge in Kastenform, neben denen auch Steinsärge
(Sarkophage) vorkommen, wurden seit Einführung des Christentums häufiger. Aus dem Reliquienkultus mit
seinen Heiligengerippen entwickelte sich seit dem 4. Jahrh. die gefährliche Unsitte, Geistliche, Patrone, Kirchenwohlthäter
und angesehene Personen überhaupt in den Krypten der zum gottesdienstlichen Gebrauch benutzten Kirchen, ja in diesen selbst
beizusetzen, ein Verfahren, gegen welches anfangs die Konzile von Prag,
[* 41] Arles, Meaux etc. eiferten, bis es
etwa seit 1000 überall unbeanstandet blieb und erst seit hundert Jahren völlig aufgehört hat. Seitdem findet die Totenbestattung allgemein
auf den Begräbnisplätzen statt, die sich nur noch auf den Dörfern zuweilen im unmittelbaren Umkreis der Ortskirche befinden,
in neuerer Zeit aber mehr und mehr außerhalb der Ortschaften angelegt wurden (s.
Begräbnisplatz).
In neuerer Zeit ist die Bestattungsfrage vom sanitären Standpunkt der Gegenstand zahlreicher Erörterungen
gewesen. Nachdem 1849 Jak. Grimm in einer öffentlichen Rede die Vorzüge und die Erhabenheit der altgermanischen Feuerbestattung
geschildert, hat sich eine langsam
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