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„Ich wische eine halbe Platte, mache Pause, dann wische ich die nächste halbe Platte“, so ähnlich erklärt ein Legionär in einem Asterix-Comic seinem Zenturio seine Arbeitsweise. Beppo der Strassenkehrer in Michael Endes Momo hält es ähnlich, obwohl er asphaltierte Strassen wischt.
In Zeiten wie der unseren entstehen im Eifer rasch einmal hochfliegende Ideen, wie man die Welt verbessern könnte, die Kirchen retten, die Armen zu Reichen machen könnte etc.
Durchatmen, am Boden bleiben. Ich sage mir: Wisch zuerst die Hälfte der ersten Platte, mach Pause, schau den Vögeln zu, und wenn du bereit bist, gehe zur nächsten Platte und wisch wieder nur die halbe.
Da fehlt doch etwas? Die zweite Hälfte der ersten Platte ist noch nicht gewischt. Und das darf auch so bleiben. Die zweiten Hälften können wir gut Gott überlassen. Vielleicht kommt eine Windböe und fegt über die halbe Platte. Vielleicht regnet es auch und Laub und Erdkrümel bleiben an der Platte kleben, bis kleine Lebewesen sich darin eingenistet haben oder Ameisen das Ungewischte als Baumaterial abtransportieren. Oder Kinder spielen mit dem gefallenen Laub.
Wisch zuerst die Hälfte der ersten Platte, mach Pause, schau den Vögeln zu, …
Und vielleicht kommt jemand anderes und macht etwas Unvorstellbares damit. Da lasse ich mich gerne überraschen.
Wir können nur die Hälfte. Bleiben wir dabei! Wischen wir unsere Hälfte und schauen zu, was mit der anderen passiert!