Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/859

Definition
Fasten / Heilfasten ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung. Die medizinisch empfohlene Dauer bewegt sich zwischen fünf und 35 Tagen. Neben dem damit verbundenen Gewichtsverlust entschlackt Fasten den Körper auch und reduziert Stress, da die Person sich nicht mehr um ihre Ernährung und Verdauung kümmern muss. Allerdings ist eine stabile gesundheitliche Situation die Grundvoraussetzung für längeres Fasten.
Anwendung
Grundsätzlich müssen Fastende sehr viel Wasser oder Tee trinken. Sie verzichten auf feste Nahrung oder nehmen diese nur in geringsten Mengen zu sich. Es gibt grundsätzlich eine rigorose Form des Fastens, bei der gar nichts gegessen wird, und eine moderatere Variante, bei der Fastende zum Beispiel Gemüsebrühe, Obstsaft und sehr wenig älteres Weißbrot zu sich nehmen.
Der Körper stellt sich auf die fehlende Ernährung ein. In den ersten drei Tagen verspüren Fastende gelegentlichen Hunger, danach verschwindet dieses Gefühl. Der Organismus bezieht dann seine Nährstoffe aus vorhandenen Reserven. Zunächst holt er Glykogen aus der Leber, welche Kohlenhydrate ersetzen, danach erhöht er die Fettspaltung, um Ketonkörper, Glycerin und Fettsäuren zu gewinnen.
Damit verschwinden Fettpolster, allerdings nicht unbedingt an den erwünschten Stellen. Im weiteren Verlauf lernt der Körper, dass er sich in einer Hungerphase befindet. Daraufhin programmiert ihn sein Gehirnstoffwechsel auf eine vollständige Ketonversorgung um, was den Eiweißbedarf reduziert. Ketonkörper bildet der Organismus in einer Hungersituation, um aus eigenen Reserven Energie zu gewinnen.
Das kann gelegentlich mit Durchfall verbunden sein, was zu Beginn eines Heilfastens durchaus erwünscht ist. Die Fettverbrennung kann während eines Fastens auf 95 % ansteigen. Der Körper scheidet zudem überflüssige Schlacken aus und verbessert die Mikrozirkulation des Blutes.
Grundlagen
Stark übergewichtige Personen sowie Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Problemen sollen nur unter ärztlicher Aufsicht fasten. Die körperliche Umstellung entlastet zwar grundsätzlich den Organismus, doch es ist eine anspruchsvolle Umstellung, die ein angeschlagener Körper nicht ohne Weiteres verkraftet.
Daher gibt es auch Möglichkeiten, in einer Klinik oder mit einem ambulant agierenden Fastenbetreuer zu fasten. Es gibt verschiedene Varianten des Fastens, zu denen eine Fachperson raten kann. Dazu gehören:
- Buchinger-Fasten
- intermittierendes Fasten
- Mayr-Kur
- Saftfasten
- Schrothkur
Wer gesund ist, kann einfach fasten und dabei viel Wasser oder Tee trinken. Allerdings sind zumindest in den ersten drei Tagen Pausen während des normalen Tagesablaufs einzuplanen, um Hunger- und Appetitattacken auszusitzen.