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Obwohl wir bereits August haben, sind die Seen noch erfrischend
Oft bietet der Sprung ins Nass im August während einer Hitzewelle kaum noch Abkühlung. Ganz anders in diesem Jahr: Aktuell sind die grossen Mittellandseen mit rund 20 Grad etwa 4 bis 5 Grad weniger warm als im Vorjahr. Dies erklärt sich durch die hohen Zuflüsse in Kombination mit den bescheidenen Lufttemperaturen. Im Laufe dieser Woche dürften die Wassertemperaturen mit dem heissen Sommerwetter weiter ansteigen. Die aktuellen Temperaturen sind hier zu finden: Badewetter.
Kühle Flussmündungen, milde Buchten
Wer eine Badi im Bereich eines Zuflusses wählt, erlebt deutlich kühleres Wasser als in Regionen ohne Mündungen. Eindrücklich ist der Unterschied am Zürichsee zwischen dem milden Untersee und dem frischeren Obersee, getrennt durch den Seedamm. Die Linth und Wägitaler Aa bei Lachen kühlen den Obersee ab.
An der Wasseroberfläche am wärmsten, aber nicht immer
Gfrörlis bevorzugen es, flach an der Oberfläche zu schwimmen. Denn nur schon das Abtauchen der Füsse in tiefere Schichten fühlt sich kühler an. Das Seewasser erwärmt sich von oben her. Das wärmere und damit leichtere Oberflächenwasser liegt über dem kühleren und schweren Tiefenwasser. Entsprechend ist das Wasser am Seegrund am kältesten und schwersten. Ein spannendes Detail: In der Tiefe beträgt die Wassertemperatur konstant etwa 4 Grad. Die Dichte von Wasser ist bei 4 Grad am höchsten, es ist also bei dieser Temperatur am schwersten. Im Winter sammelt sich Wasser mit weniger als 4 Grad über dem Tiefenwasser: In der kalten Jahreszeit ist es also am Seegrund wärmer als an der Wasseroberfläche. Im Frühling und im Herbst kehrt sich die Temperaturverteilung um, was jeweils zu einer Durchmischung der Seen führt.
Wind bringt kühles Tiefenwasser an die Oberfläche
Aktuell hat der Genfersee in der Region Genf eine deutlich tiefere Temperatur als weiter östlich. Der Südwestwind hat das Oberflächenwasser nach Nordosten verfrachtet. So strömte kühleres Tiefenwasser nach. Dieses Küstenphänomen im Zusammenhang mit Wind wird Upwelling genannt.