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Dünger unterstehen einer Zulassungspflicht. In der Schweiz ist dafür das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zuständig.
Dünger haben den Zweck, Pflanzen oder Pilze mit Nährstoffen zu versorgen oder deren Ernährungseffizienz zu verbessern. Sie fördern das Wachstum der Pflanzen, erhöhen ihren Ertrag oder verbessern ihre Qualität. Welche Produkte rechtlich als Dünger gelten, ist in der Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngern (Düngerverordnung, DüV) definiert. Nicht zu den Düngern zählen Kohlendioxid, Wasser und Licht. Um unannehmbare Nebenwirkungen für Mensch, Tier und Umwelt überprüfen zu können, unterstehen Dünger einer Zulassungspflicht.
Für die Zulassung von Düngern ist das BLW zuständig. Es prüft unter anderem Gesuche um Bewilligung und erteilt nach erfolgter positiver Beurteilung Bewilligungen, damit bestimmte Dünger importiert und in Verkehr gebracht werden können.
Inkrafttreten der neuen Düngerverordnung am 1. Januar 2024
Nach dem Inkrafttreten der neuen Verordnung der Europäischen Union (EU) 2019/1009 mit Vorschriften für die Bereitstellung von EU-Düngeprodukten auf dem Markt wurde die Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngern (Düngerverordnung DüV) total revidiert, um technische Handelshemmnisse zu vermeiden. Der Inhalt der EU-Verordnung wurde soweit möglich übernommen oder an den schweizerischen Kontext angepasst. Bestehende schweizerische Qualitäts- und Sicherheitsvorschriften gelten auch weiterhin.
Angepasst wurden vor allem das Zulassungssystem, die Bezeichnungen der Dünger und der Aufbau der Verordnung. Die Verordnung des WBF über das Inverkehrbringen von Düngern (Düngerbuch-Verordnung WBF, DüBV) wurde aufgehoben, nach wie vor relevante Inhalte wurden in die DüV integriert.