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(Armgeschmeide), band- oder ringförmige Schmucksachen,
[* 3] die am Arm getragen werden. Ihr Gebrauch findet sich
schon im hohen Altertum bei Männern und Frauen. Die Funde des Bronzezeitalters (s. Tafel »Bronzezeit«)
[* 4] zeigen Proben dieses
Schmucks von großer Mannigfaltigkeit der Formen, entweder offene oder geschlossene, flache oder gewundene, oft aus vielen
Drähten zusammengesetzte Reifen oder auch breite Spiralgewinde, bestimmt zur Bedeckung des ganzen oder halben Unterarms.
Eine besondere Vorliebe für dergleichen Schmuck hatte das germanische Heldenzeitalter; Armbänder wurden zur Zier selbst
von Kriegern getragen und werden in den Gedichten jener Zeit als vorzüglichster Ehrenpreis der Tapfern
genannt. Ihr altdeutscher Name ist Bouge. Ebenso waren bei den Orientalen Armbänder von alters her im Gebrauch, namentlich unter
den Vornehmen. Man trug Ringe aus Elfenbein, edlen Metallen u. dgl., gewöhnlich oberhalb der
Handwurzel. Bei den heutigen Persern und andern Orientalen sind sie oft so breit, daß sie bis an den
Ellbogen reichen.