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Die regionalen Unterschiede prägen jedoch das geldpolitische Verhalten der Zentralbanken. Während die Zentralbanken der meisten Industriestaaten expansiv agieren, bewegt sich die US-Notenbank (Fed) aufgrund der weiter expandierenden Wirtschaft mit stabilen Beschäftigungszahlen allmählich auf eine erste Zinserhöhung zu. Dafür sprechen die Belebung der US-Konjunktur im zweiten Quartal von 3.7% gegenüber dem Vorquartal und die monatlichen Beschäftigungszuwächse von gut 200‘000 Stellen.
Die Konjunkturerholung in der Eurozone kommt langsam voran, verläuft aber ungleichmässig. Während Spanien und Deutschland mit Wachstumsraten von 1.0% und 0.4% gegenüber Vorquartal die wichtigsten Wachstumsstützen für die Euroländer waren, enttäuschten Italien mit einem leichten Plus von 0.2% und Frankreich mit Stagnation der wirtschaftlichen Aktivität. Dennoch sind die geldpolitischen Impulse der Europäischen Zentralbank stark genug, um ein deutliches Wachstum in den kommenden Quartalen zu bewirken.
Die Schweizer Wirtschaft wird zwar weiterhin durch den starken Franken belastet, doch die erste Schockwelle nach Aufhebung des Mindestkurses verliert deutlich an Kraft. So hat das reale Bruttoinlandprodukt um 0.2% zugenommen. Gestützt wurde das Wachstum vom Konsum der privaten Haushalte, von den Staatsausgaben sowie den Investitionen.