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Münzen sind von einer staatlichen Autorität herausgegebene und garantierte Zahlungsmittel mit einem definierten Wert. Sie sind mobil und zirkulieren im Wirtschaftskreislauf über teils weite Strecken. Sie werden verborgen, gehen verloren und stellen als Münzfunde wichtige archäologische Sachgüter dar. Erst ab dem 12. Jahrhundert erreicht Münzgeld eine grössere Verbreitung und alle Schichten der Bevölkerung.
Münzen sind bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste, wenn auch nicht einzige Form des Geldes. Bis in diese Zeit bilden sie das primäre und für die meisten Menschen einzig mögliche allgemeine Zahlungsmittel. Das Material der Münzen (Gold, Silber, Kupfer und Legierungen dieser Metalle) eignet sich zu Geldzwecken unter anderem wegen der fast unbegrenzten Haltbarkeit, der geringen Raumausdehnung und der leichten Transportmöglichkeit in Kisten, Fässern, Säcken, Geldkatzen und Beuteln.
Das Eindringen des Geldes ins wirtschaftliche Leben ist ein langwieriger Prozess. Nicht alle Gebiete und Bevölkerungsgruppen sind davon gleichermassen betroffen. Bis weit in die Neuzeit hinein dienen neben Münzen auch agrarische Produkte, Waren und Tiere der Zahlung, dem Tausch und der Anrechnung von Leistungen. Noch im 18. Jahrhundert gehören Naturalleistungen und Tauschhandel zum Alltag.