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Palästina
Das Mandat von HI in Gaza und in den gesamten palästinensischen Gebieten besteht darin, das tägliche Leben der am stärksten gefährdeten Menschen (Menschen mit Behinderung, Frauen, Kinder und ältere Menschen) zu verbessern und lokale Behindertenorganisationen und Aktivisten zu unterstützen, sich um die Anerkennung der Rechte der schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen zu bemühen.
Ein Informationsstand von HI bei einem Event in Gaza, April 2015 | © Tom Shelton / HI
Laufende aktivitäten
Im Jahr 1999 startete Handicap International eine Aufklärungsinitiative über die Risiken von Antipersonenminen und anderen explosiven Kriegsresten. Seitdem wurde eine Vielzahl von Entwicklungsinitiativen in Partnerschaft mit lokalen Verbänden durchgeführt: funktionelle Rehabilitation, psychosoziale Unterstützung, Stärkung von Behindertenorganisationen, einschliesslich der lokalen Entwicklung, Zugang zu Bildung und Zugang zur Beschäftigung. Nach der humanitären Krise im Gazastreifen im Sommer 2014 ergänzte Handicap International die Entwicklungshilfe durch Sofort- und Nothilfeeinsätze in den Bereichen Rehabilitation, Wiederaufbau, Antipersonenminen und andere explosive Kriegsreste.
Zu den laufenden Projekten gehören Initiativen zur Förderung eines gerechten Zugangs von Menschen mit Behinderung zu Beschäftigung, ein verbesserter Zugang zur Rehabilitation durch Hausbesuche und psychosoziale Unterstützung für gefährdete Schulkinder.
Hintergrund
unter schwierigen Bedingungen.
Die Lebensbedingungen in den besetzten palästinensischen Gebieten sind nach wie vor sehr angespannt, was eine besondere Gefährdung für die im Gazastreifen und im Westjordanland lebenden Palästinenser/-innen bedeutet. Die ohnehin schon prekäre sozioökonomische Situation hat sich seit der israelischen "Protective Edge"-Offensive im Sommer 2014 verschlechtert. Der Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten hat die Arbeitslosenquote auf über 38 Prozent erhöht, verschärft durch strenge Beschränkungen des Waren- und Personenverkehrs. Unzureichende Dienstleistungssektoren und Ressourcen von Nichtregierungsorganisationen erschweren es den Palästinenser/-innen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, insbesondere die von Menschen mit Behinderung, die bei Entwicklungs- und Hilfsmassnahmen oft vernachlässigt werden.
Im Westjordanland hat eine Zunahme der Gewalt seit Oktober 2015 zu einer zunehmenden Isolation der schwächsten Bevölkerungsgruppen geführt, wobei der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Beschäftigungsmöglichkeiten immer schwieriger wird. Wie im Fall Gaza-Streifen hat die mangelnde Koordination zwischen den Organisationen der Zivilgesellschaft dazu geführt, dass sich die Gefährdung von Menschen mit Behinderung verschärft hat.
Status der Behinderung
Die Bewegungseinschränkungen für Palästinenser betreffen vor allem Menschen mit Behinderungen, die mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert sind, sich zurechtzufinden und Zugang zu den Dienstleistungen zu erhalten, die sie benötigen. Die sehr hügelige Natur des Landes, insbesondere im Westjordanland, sowie der Mangel an öffentlichen und zugänglichen Verkehrsmitteln verschärfen diese Schwierigkeiten zusätzlich.
Menschen mit Behinderung sind auf allen Ebenen der Gesellschaft, auch in Bildung und Beschäftigung, diskriminiert. Diese Situation ist besonders problematisch für Frauen mit Behinderung und Mütter von Kinder mit Behinderung.