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Für die autonomistische Jugendorganisation ist die Jurafrage nach der Abstimmung in Moutier nicht erledigt. Sie kämpfe weiter für einen vereinigten Jura, sagt Jonathan Gosteli.
Jonathan Gosteli, Animateur der Béliers, vor Moutiers Jurafluh mit aufgemaltem Jurawappen.
Foto: Susanne Keller
Mit Moutiers Abstimmung ist die Jurafrage offiziell beendet. Herr Gosteli, lösen Sie den Groupe Bélier nun auf?
Jonathan Gosteli: Lassen Sie mich präzisieren: Was beendet ist, ist der demokratische Prozess, den die «Interjurassische Versammlung» 1994 angestossen hat. Keine Regierung ist aber befugt, den Jurakonflikt für beendet zu erklären. Die Jurafrage ist erst geklärt, wenn niemand mehr diese Frage stellt. Im Südjura gibt es allerdings noch genug Leute, die sehr unzufrieden sind mit dem Kanton Bern.
Das ist eine Minderheit, die demokratisch akzeptieren muss, dass dort die grosse Mehrheit bei Bern bleiben will.
Wenn man die lange Geschichte des Jurakonflikts anschaut, erkennt man, dass sich Mehrheiten verändern können. Bei der ersten Juraabstimmung von 1959 wollten in Moutier 67 Prozent der Einwohner bei Bern bleiben. Am 28. März haben nun 55 Prozent für den Wechsel zum Kanton Jura votiert. Die Minderheit im Südjura kann also die anderen vielleicht dereinst überzeugen, dass ein Wechsel zum Jura für die Region eine gute Lösung wäre.