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Müttern in Norwegen geht es am besten - in Afghanistan am schlechtesten
Mütter in Norwegen schneiden in Bezug auf Lebenserwartung, Schulbildung und Einkommen im Vergleich mit 164 anderen Ländern am besten ab. Am schlechtesten geht es Müttern in Afghanistan. Die Schweiz landet auf Platz 14.
Save the Children hat einen Bericht zur Lage der Mütter in der Welt verfasst. Foto: Copyright Save the Children
Das geht aus dem «Bericht zur Lage der Mütter der Welt» hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children im Mai zum zwölften Mal veröffentlichte. In der Studie wurden die Lebensumstände von Müttern in 164 Ländern untersucht. Ganz oben auf der Liste stehen Norwegen, Australien und Island. Auf den letzten Plätzen liegen Afghanistan, Niger und Guinea-Bissau. Die Schweiz landet auf Platz vierzehn.
Die Unterschiede hinsichtlich Faktoren wie Lebenserwartung, Schulbildung, Einkommen und Gesundheitsversorgung von Frauen und Müttern sind enorm. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Norwegen liegt bei 83 Jahren, in der Schweiz bei 84 Jahren, in Afghanistan bei nur 45 Jahren. «Während in der Schweiz praktisch jede Schwangere medizinisch betreut wird, werden in Afghanistan nur 14 Prozent aller Geburten von ausgebildeten Hebammen oder Ärzten durchgeführt. Entsprechend hoch ist die Mütter- und Kindersterblichkeit: Eine von elf Müttern stirbt bei der Geburt», heisst es in einer Mitteilung von Save the Children Schweiz. Afghanische Frauen gehen durchschnittlich nur fünf Jahre in die Schule, in Norwegen sind es 18 Jahre, in der Schweiz 15 Jahre.
Im Vergleich mit Norwegen schneidet die Schweiz schlechter ab, weil es zum Beispiel hierzulande nur einen 14-wöchigen Mutterschafturlaub gibt. In Norwegen sind es 46-56 Wochen, also rund ein Jahr. Zudem verdienen die Frauen in Norwegen besser als in der Schweiz, wenn man sich das Verhältnis zum Einkommen des Mannes anschaut.