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Sie sorgen für ein erfülltes Leben – dank Pensionsplanung
Mit Ihrer Pensionierung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Da stellen sich wichtige Fragen: Wofür brauchen Sie Geld? Wie viel müssen Sie dazu ansparen, und wie? Beziehen Sie Ihr Vorsorgeguthaben mit Vorteil als Rente oder Kapital? Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Pensionierung am besten planen.
Vererben Sie Vermögen – oder schenken Sie es
Ein Todesfall kommt meistens überraschend. Deshalb ist es nie zu früh, die entsprechenden Themen in Ihrem Sinn zu klären. Das sind Themen wie Testament und Beerdigung, Organspende und Vorsorgeauftrag. In einem Moment von Schock und Trauer entlasten Sie damit Ihre Liebsten von schweren Entscheidungen. Ihren letzten Willen dürfen Sie in Ihrem Testament frei formulieren. Gibt es kein Testament, gilt die gesetzliche Erbfolge.
Die gesetzliche Erbfolge
Die 5 erbrechtlichen Grundregeln
- Der überlebende Ehegatte/eingetragene Partner erbt immer.
- Der nähere Stamm schliesst den entfernteren vom Erbrecht aus.
- Ist ein Erbe vorverstorben, fällt sein Anteil an seine Nachkommen.
- Sind keine Nachkommen vorhanden, so fällt die Erbschaft je zur Hälfte an die Vater- und Mutterseite.
- Die Grosseltern der väterlichen und der mütterlichen Seite erben auf jeder Seite ebenfalls die Hälfte. Erst wenn bei keinem der beiden grosselterlichen Stämme der einen Seite Angehörige vorhanden sind, erbt die andere Seite alles.
Beispiel Ehepaar mit Kindern, Erbschaft CHF 600’000
Der Ehemann hinterlässt eine Ehefrau, drei Kinder und einen Enkel. Die Erbschaft beträgt CHF 600'000.
- Ohne Testament (gesetzliche Erbfolge)
Die Ehefrau erbt die Hälfte, also CHF 300'000. Die drei Kinder teilen sich die andere Hälfte und erben je 100'000. Der Enkel erbt nichts.
- Mit Testament
In einem Testament berücksichtigt der Ehemann seinen Enkel. Seine gesetzlichen Erben setzt er auf den Pflichtteil. Die Ehefrau erbt einen Viertel (1/2 von 1/2) , also CHF 150'000. Die drei Kinder erben zusammen 3/8 (3/4 von 1/2), also CHF 225'000 oder je CHF 75'000. Der Enkel erbt die frei verfügbare Quote von 3/8, also CHF 225'000. Der Ehemann könnte so auch andere Personen begünstigen.
Jemanden mit einer Lebensversicherung begünstigen
Haben Sie Kinder, leben aber unverheiratet in einer neuen Partnerschaft? Dann können Sie mit einer Lebensversicherung im Todesfall Ihre Partnerin oder Ihren Partner begünstigen – und das ohne auf Pflichtteile Rücksicht zu nehmen (Ausnahme: Bei rückkaufsfähigen Lebensversicherungen kann eine Pflichtteilsverletzung eingeklagt werden).
Schenkung als Erbvorbezug
Steuerlich ist eine Schenkung als Erbvorbezug interessant. Vor allem, wenn Sie schon heute einen Teil Ihres Vermögens weitergeben können. Ihr Vorteil: Was Sie als Vermögen geschenkt haben, müssen Sie nicht mehr versteuern. Und die Beschenkten, etwa Ihre Kinder, zahlen weniger Steuern, wenn sie noch wenig Vermögen haben. Später würden Sie mit mehr Vermögen mehr zahlen. Das Geld können sie zudem bereits früher wertvoll einsetzen, etwa für eine zusätzliche Ausbildung oder für ein Eigenheim.
Themen, die Sie frühzeitig regeln sollten
- Patientenverfügung: Wie wollen Sie medizinisch behandelt werden, falls Sie nicht mehr selber entscheiden können?
- Organspendeausweis: Wollen Sie Organe spenden und wenn ja, welche?
- Bestattung: Wo und wie wollen Sie bestattet werden? Haben Sie besondere Wünsche?
- Kontakte: Wer soll informiert werden, wenn Ihnen etwas zustösst?
- Testament: Wie wollen Sie Ihren Nachlass geregelt haben?
- Vorsorgeauftrag: Wer soll in Ihrem Todesfall für einen Angehörigen sorgen (sofern das ein Thema ist)?