Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/2342

Was will er?
«‹Der Service public wird wieder trendig›», Interview mit dem künftigen SRG-Generaldirektor Gilles Marchand, WOZ Nr. 1/2017
Drei Seiten mit fünf grossen Bildern (geschätzter Anteil vierzig bis fünfzig Prozent) und aussagelosem Textinhalt. Weiss Gilles Marchand nicht, was er will, oder will er es nicht sagen? Viel Platz für nichts!
Fredi Bischoff, per E-Mail
Spitzel in Europa?
«Asylpolitik: Eritreas Regime hat etwas zu verbergen», WOZ Nr. 3/2017
M. (die vollständigen Namen sind mir alle bekannt) hat mir folgende Begebenheit erzählt: Einer seiner Bekannten, C. aus Eritrea, schilderte ihm dies: C. lebt als Flüchtling in der Schweiz und hat einen Bruder, Y. S., der in Saudi-Arabien arbeitet. Y. S. fliegt zurück in sein Land, das heisst nach Asmara. Im Flughafen wird er bei der Passkontrolle gefragt, ob er einen Bruder habe. Y. S. bestätigt, dass er mehrere Brüder habe. Die Beamten fragen ihn nach deren Namen, worauf Y. S. antwortet, einer heisse C. Er wird des Weiteren gefragt, wo denn C. wohne. «In der Schweiz», sagt Y. S. und will noch die Namen der anderen Brüder aufzählen. Die Beamten unterbrechen ihn, sie wollen nur diese eine Auskunft, Name und Wohnort von C. Während Y. S. warten muss, geben die Beamten diese Angaben in ihren Computer ein – und auf dem Bildschirm sieht Y. S. das Foto seines Bruders erscheinen, ein Bild, das während der Grossdemo vom 23. Juni 2016 vor dem Uno-Gebäude in Genf aufgenommen wurde. Mit «Sie können gehen» wird Y. S. entlassen und kann weiterreisen.
Daraus schliesst M., dass der Geheimdienst von Eritrea in der Schweiz aktiv ist und Informationen über Asylsuchende sammelt und sie nach Asmara schickt. Er spricht schon seit einiger Zeit mit mir darüber, dass die dortige Regierung Spitzel nach Europa schicke, und fühlt sich nicht mehr sicher hier.
Monique Demierre-Herscher, Winterthur