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Chinesische A-Aktien: Ein schwieriger Markt für ausländische Anleger.
Das Interesse der internationalen Anleger für chinesische Festlandaktien, sogenannte A-Aktien, nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Das Jahr 2020 markiert jedoch einen Wendepunkt in der Wahrnehmung dieses Marktes. Obwohl der Ursprung von Covid-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit in China liegt, konnten in diesem Land auch die ersten greifbaren Anzeichen einer Bewältigung der Krise beobachtet werden. Dirigistisch, wie die Regierung das Land führt, wird auch die Pandemie bekämpft – mit dem Erfolg, den wir heute anerkennen müssen.
Die Finanzmärkte haben sich nicht geirrt. Mit einem Anstieg von 43,2% (für den MSCI China A in USD) war China 2020 einer der Aktienmärkte mit der besten Performance. Im laufenden Jahr scheint sich nun das Wachstumspotenzial der chinesischen A-Aktien, nach einem volatileren Jahresbeginn mit deutlichen Gewinnmitnahmen im Februar, erneut zu bestätigen.
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Diese Analyse wird durch mehrere Faktoren untermauert. Aus epidemiologischer Sicht befindet sich China in einer besseren Lage als viele seiner asiatischen Nachbarländer. Es ist dem Land gelungen, das Virus auszurotten und gleichzeitig seine Industrie intakt zu halten. Durch die stärkere Fokussierung auf den inländischen und regionalen Verbrauch hat es das Land geschafft, einen Teil seiner exportorientierten Produktion neu auf den Binnenmarkt auszurichten und damit die Abhängigkeit von den westlichen Ländern zu reduzieren. Der vielleicht wichtigste Faktor ist jedoch die Tatsache, dass China all dies geschafft hat, ohne riesige Konjunkturprogramme wie die USA und die EU aufzulegen, die eines Tages zurückgezahlt werden müssen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Reich der Mitte mit einer Wirtschaft aus der Covid-Krise hervorgegangen ist, die das Vor-Pandemie-Niveau wieder erreicht hat, und vor allem mit öffentlichen Finanzen, die sich in einem viel besseren Zustand befinden als diejenigen der meisten anderen grossen Volkswirtschaften. Darüber hinaus ist die Bewertung chinesischer Aktien nach wie vor deutlich niedriger als in den USA. So werden Aktien im CSI 300 China durchschnittlich mit einem P/E von 17 gegenüber einem P/E von 37 im S&P 500 (Mai 2021) in den USA gehandelt. In diesem Zusammenhang scheinen die Sektoren Industrie und alternative Energien (vor allem die Bereiche Solarenergie und Elektrofahrzeuge) sowie das Gesundheitswesen und insbesondere die Biotechnologie besonders vielversprechend.
Allerdings ist der chinesische A-Share Markt ein schwieriger Markt für ausländische Anleger. Mit über 3’000 Aktien ist er nach den USA der zweitgrösste der Welt. Nur ein sehr kleiner Teil der Titel wird jedoch von Finanzanalysten verfolgt, und die verfügbaren Informationen sind in Mandarin verfasst. Daher müssen sich ausländische Anleger bei der Verwaltung ihrer chinesischen A-Aktien auf lokale Teams verlassen.
Seit zwei Jahren arbeiten wir mit Zhong Ou zusammen, um unser Engagement auf dem chinesischen Markt zu diversifizieren. Mit einem verwalteten Vermögen von nahezu 90 Milliarden Dollar ist Zhong Ou einer der grössten Vermögensverwalter auf dem chinesischen Festland. Wir verfolgen einen Value-Ansatz und legen den Fokus unseres Portfolios auf Aktien und Sektoren, die von Chinas Binnenwachstum profitieren und attraktiv bewertet sind. Dieser Ansatz, der sich deutlich von anderen A-Aktien-Fonds unterscheidet, die in der Regel eher wachstumsorientiert sind, bietet den Vorteil, langfristig von der Entwicklung des chinesischen Marktes zu profitieren und gleichzeitig dessen starke Schwankungen auszugleichen