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Ende der Durststrecke: EM-Gold für Matthias Kyburz
- Montag, 23. Mai 2016, 7:01 Uhr, aktualisiert um 12:06 Uhr
Der Aargauer Orientierungsläufer Matthias Kyburz sichert sich an der Europameisterschaft in Tschechien im Rennen über die Sprintdistanz die Goldmedaille. Er gewinnt das Rennen auf der 3,4 Kilometer langen Strecke vor dem Schweden Gustav Bergmann und dem Oberaargauer Florian Howald.
Für den 26-jährigen Matthias Kyburz aus Möhlin ist die Goldmedaille eine kleine Erlösung. Seit seinem Weltmeistertitel im Jahr 2012 konnte er an Titelkämpfen keine Einzelmedaille mehr gewinnen. Entsprechend gross war seine Freude.
«Ich war das ganze Rennen konzentriert, wählte sichere Routen und konnte am Schluss nur noch rennen.» Der Sprintwettkampf in Jesenik, vorwiegend in parkähnlichem Gelände, forderte die Athleten sowohl technisch als auch physisch. Nicht weniger als 130 Höhenmeter mussten auf der 3,4 Kilometer langen Bahn überwunden werden.
Viele Steigungen, viele Tempowechsel und schwierige Situationen beim Kartenlesen seien die grossen Herausforderungen gewesen im Rennen, so Matthias Kyburz im Interview mit SRF.
« Unterwegs hatte ich keine Ahnung, ob es für die Goldmedaille reicht. »
Matthias Kyburz
Europameister Sprintdistanz
Der Fricktaler startete als Letzter ins Rennen. Mit diesem Druck habe er aber umgehen können. Erst zwanzig Meter vor dem Ziel habe er durch die Rufe des Publikums realisiert, dass seine Zeit reichen könnte zum Titel.
Kyburz absolvierte die schwierige Strecke in 13 Minuten und 42 Sekunden. Zwei Sekunden hinter dem Sieger und eine Sekunde hinter dem Schweden Gustav Bergman lief der Oberaargauer Florian Howald überraschend zur Bronzemedaille im Sprint.
Bei den Frauen verteidigte die Bernerin Judith Wyder ihren Europameistertitel von 2014 erfolgreich.