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Spurgruppe strukturiert die weitere Arbeit
February 5, 2020
Ende Januar traf sich die an der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist/innen 2019 eingesetzte Spurgruppe zum vierten Mal. Informationen über verschiedene Prozesse, die Planung der weiteren Arbeitsschritte und der Austausch über Erfahrungen der Gruppenmitglieder waren die wesentlichen Inhalte.
An ihrem vierten Treffen am 24. Januar befand sich die Spurgruppe der Methodist/innen in einer «Zwischenphase»: In der Schweiz und in Frankreich waren für den 11. und 25. Januar sowie den 2. Februar Informationsanlässe geplant. An diesen konnten Verantwortliche aus den Kirchgemeinden über mögliche Zukunftsszenarien diskutieren, die die Gruppe bei ihrem letzten Treffen ausgearbeitet hatte. Zugrunde liegt die Frage, wie die Methodist/innen in der Schweiz, Frankreich und Nordafrika in möglichst grosser Einheit miteinander künftig unterwegs sein können angesichts einer stark divergierenden Einschätzung, wie im kirchlichen Kontext mit Personen umzugehen ist, die sich offen zu ihrer Homosexualität stellen. Die Rückmeldungen aus den Infotreffen sollen der Spurgruppe dann als Grundlage für ihre Weiterarbeit dienen.
Die nächsten Schritte planen
Am 24. Januar wurde diese Weiterarbeit geplant, um im Zeitraum bis zur Tagung der Jährlichen Konferenz im Juni die Arbeit abschliessen zu können. Wichtige Fixpunkte bilden dabei das nächste Treffen im März, die Tagung der Generalkonferenz, des höchsten legislativen Gremiums der weltweiten Methodistenkirche (United Methodist Church), im Mai 2020 und die Tagung der Jährlichen Konferenz Schweiz, Frankreich, Nordafrika im Juni 2020.
Umfrage unter den Gemeinden in Frankreich
Einen wichtigen Teil bildete auch die Information über verschiedene Prozesse. Zum einen erhielten die Gruppenmitglieder Einblicke in eine Umfrage, die in den methodistischen Kirchgemeinden in Frankreich durchgeführt wurde. Die Umfrage zeigte, dass die grosse Mehrheit der Personen in Frankreich eine klar konservative Haltung zur Homosexualität vertritt.
Prozesse in anderen Teilen der Methodistenkirche
Des weiteren setzten sich die Gruppenmitglieder mit dem von einer 16-köpfigen internationalen Gruppe vorgelegten Vorschlag «Versöhnung und Gnade durch Trennung» auseinander, über den an der Generalkonferenz entschieden werden soll. Und sie wurden informiert über die Prozesse im Bischofsgebiet von Bischof Patrick Streiff und in der Methodistenkirche in Deutschland.
Persönliche Erfahrungen teilen
Schliesslich gaben die Gruppenmitglieder einander Anteil an den Erfahrungen, die sie angesichts ihres Engagements in der Spurgruppe machen. Neben positiven Erlebnissen gehört zu diesen Erfahrungen auch, dass einzelne Gruppenmitglieder aufgrund ihres Engagements unter Druck geraten in ihrem kirchlichen Umfeld.