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Ihr Körper muss nun neben dem eigenen auch noch das wachsende Baby über die Nabelschnur mit Blut versorgen. Aus diesem Grund nimmt das Blutvolumen in der Schwangerschaft um bis zu 40 Prozent zu.
Der schwangere Körper braucht mehr Flüssigkeit
Blut besteht neben den verschiedenen Blutkörperchen (rote, weisse und Blutplättchen) zur Hälfte aus Blutplasma, dessen wichtigster Bestandteil Wasser ist. Wenn das Blutvolumen während der Schwangerschaft zunimmt, muss es also auch mehr Wasser zur Verfügung gestellt bekommen. Das ist nun Ihr Part: Sie sollten viel trinken.
Die meisten Schwangeren trinken automatisch mehr, weil sie durstiger sind. Neben dem erhöhten Bedarf für das Blut, welches Nährstoffe zum Baby transportiert, schwitzen schwangere Frauen auch mehr.
Viel trinken hilft ausserdem auch gegen Verstopfung, eine der typischen Beschwerden während einer Schwangerschaft. Wenn Sie viel trinken und dadurch häufiger Wasser lösen, kommt es auch weniger leichtzu Harnwegsinfektionen.
Wie viel wovon trinken?
Als Schwangere sollten Sie täglich mindestens acht Gläser oder mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit trinken. Achten Sie aber darauf, das Wasser nicht auf einmal zu trinken, sondern über den Tag verteilt in kleineren Mengen, beispielsweise regelmässig zu den Mahlzeiten.
Wenn sich durch das Trinken die Flüssigkeitsmenge im Körper erhöht, entsteht leicht ein Missverhältnis im Elektrolythaushalt. Um dem vorzubeugen, müssen die Mineralien ergänzt werden. Das beste Getränk ist natürliches Mineralwasser. Die Mineralstoffe liegen darin frei und ionisiert vor und sind für den Organismus sofort verfügbar. Ein natriumhaltiges und magnesiumreiches Mineralwasser ist empfehlenswert, um den Salzhaushalt auszugleichen und Wadenkrämpfe zu vermeiden. Ein kalziumreiches Wasser unterstützt die ab dem vierten Schwangerschaftsmonat beginnende Knochenbildung beim Fötus.
In der Tagesmenge sollte ein halber Liter Milch (keine Rohmilch!) eingeschlossen sein. Ungesüsste Fruchtsäfte, verdünnt mit Wasser, oder milde Kräuter- und Früchtetees sind ebenfalls empfehlenswert. Viele Lebensmittelgeschäfte, Naturkostläden und Apotheken bieten zudem spezielle Schwangerschafts-Teemischungen an. Meiden Sie in den letzten Monaten aber wehenfördernde Kräuter und Gewürze wie zum Beispiel Kardamom, Ingwer und Nelken.
Getränke mit künstlichem Süssstoff (z.B. Acesulfam, Aspartam, Cyclamat, Neohesperidin DC, Saccharin und Thaumatin) sind in der Schwangerschaft kein Problem. Getränke mit Zuckeraustauschstoffen (z.B. Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt und Laktit) können allerdings leicht abführend wirken.
An sehr heissen Tagen ist eine höhere Flüssigkeitszufuhr notwendig. Hören Sie auf die Zeichen Ihres Körpers und trinken Sie, wenn Sie Durst haben. Anzeichen einer Dehydrierung können Herzklopfen, Schwächeanfälle, Kopfschmerzen und Schwindel sein.
Ungünstige Getränke für Schwangere
Gesüsste Fruchtsäfte sind sehr kalorienhaltig und sollten nur mit Wasser verdünnt getrunken werden. Süsse Limonaden und Getränke wie Malzbier belasten die Energiebilanz und verdrängen Nährstoffe, die in natürlichen Lebensmitteln und Getränken enthalten sind.
Kohlensäurehaltige Getränke können Magenbrennen und Blähungen verstärken, bevorzugen Sie deshalb stilles Wasser. Kaffee, Cola, Kakao und Schwarztee enthalten Koffein und Theobromin und sollten Sie nur noch in kleineren Mengen konsumieren. Dasselbe gilt für die beliebten Energy-Drinks. Alkohol sollte für Schwangere gänzlich tabu sein. Chinin-haltige Limonaden wie Tonic Water oder Bitter Lemon sind in grösseren Mengen für Schwangere nicht zu empfehlen, da sie Wehen auslösen und beim Neugeborenen zu Problemen mit dem Zuckerstoffwechsel führen können.