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Anna Barbara Zuberbühler wurde am 27. Mai 1775 als Tochter von Johann Georg (1746–1785) und Catharina Barbara Zuberbühler in Speicher geboren. Die Familie Zuberbühler wies eine lange Tradition von Ärzten und Pfarrpersonen auf.
In Speicher wuchs Anna Barbara mit ihren Geschwistern in einem über der Hauptstrasse von St.Gallen nach Trogen liegenden Herrschaftshaus auf, das der Teufner Baumeister Johannes Grubenmann 1747 für ihren Grossvater Johann Jakob Zuberbühler (1723–1803) erbaut hatte. Anna Barbara heiratete 1793 den Trogner Kaufmann und späteren Staatsmann Jakob Zellweger (1770–1821).
Während der Helvetik 1798–1801 lebten die Eheleute im Exil im Vorarlberg. Zurück in Ausserrhoden begann der eigentliche politische Aufstieg Jakob Zellwegers. Die Geschäftsführung kam unter seinem politischen Engagement zu kurz und litt unter seinen mangelhaften kaufmännischen Fähigkeiten und seinem prunkvollen Lebensstil. Nur unter steter Mithilfe Anna Barbaras und seines Bruders Johann Caspar (1770–1855) existierte das Handelsunternehmen bis 1817, dann liquidierte er es.
Von 1803–05 liessen die Eheleute am Trogner Landsgemeindeplatz durch Konrad Langenegger (1749–1818) von Gais ein prunkvolles Wohn- und Geschäftshaus erbauen, das ganz auf das öffentliche Leben und die politische Karriere Jakobs hin angelegt war. So erlebte der bis heute prunkvoll ausgestattete Festsaal im dritten Obergeschoss des Hauses manches Fest und manchen Empfang. Anna Barbara Zellweger-Zuberbühler war als talentiere Gesellschafterin, die sich in den vornehmen Kreisen geschickt zu verhalten wusste, bekannt.
1804, noch während er Bauarbeiten an ihrem Palast und als erster Höhepunkt ihrer gesellschaftlichen Karriere, fuhren die Eheleute Zellweger-Zuberbühler nach Paris. Jakob nahm mit sechs weiteren Vertretern der Eidgenossenschaft an einer Privataudienz bei Napoleon Bonaparte teil, dann, am 2. Dezember, waren sie Gäste bei der Krönung Bonapartes zum Kaiser Napoleon I.
Während ihr Ehemann Jakob Zellweger-Zuberbühler aufgrund seiner politischen Tätigkeit oft von Trogen abwesend war, hatte Anna Barbara die Führung der täglichen Geschäfte und des Hauswesens fest in der eigene Hand. Sie leitete nicht nur den Bau des Palastes – mit gelegentlicher Hilfe ihres Schwagers Johann Caspar Zellweger-Gessner (1770–1855) –, sondern war auch besorgt um die vielen Pflichten des täglichen Lebens wie die Heuernte, die Wäsche oder die Einbringung des Gemüses aus dem eigenen Garten.
Der grösste Platz in Anna Barbara Zellweger-Zuberbühlers Leben nahm jedoch die Betreuung ihrer Kinder ein, denen sie emotional sehr verbunden war. In 22 Ehejahren brachte sie sechs Knaben und elf Mädchen zur Welt. Von den 17 Kindern erreichten lediglich acht das Erwachsenenalter.
Als Ehefrau und Mutter verbrachte Anna Barbara den grössten Teil ihres Lebens in ihrem Haus am Trogner Landsgemeindeplatz. Nach dem Exil in Bregenz, einer Reise in die Filiale des Handelshauses nach Genua und der Reise nach Paris unternahm sie nur noch kleinere Reisen zu ihrem Mann an die Tagsatzungen oder nach Bad Pfäfers zur Kur. Nach ihrer letzten Geburt, das Kind kam tot zur Welt, war die knapp 40-jährige Frau sehr geschwächt; einige Tage später, am 27. November 1815, starb sie in Trogen.