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Das sagte die Fachärztin für Kardiologie und Mitbegründerin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin an der Berliner Charité, Vera Regitz-Zagrosek, in einem Interview mit der Tageszeitung «Die Welt».
Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern führten dazu, dass Männer und Frauen auch verschiedene Krankheiten bekämen und jeweils gezielt behandelt werden müssten, so die Medizinerin. Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse oder der Leber beispielsweise seien 80 Prozent der Patienten weiblich. Männer erkrankten hingegen häufiger an Autismus.
Dass Frauen vor vielen Krankheiten besser geschützt seien als Männer, liege an den unterschiedlichen Genen. Regitz-Zagrosek: «Weibliche Zellen haben bekanntlich zwei X-Chromosomen, männliche je ein X und ein Y. Jedes X-Chromosom trägt etwa 1500 Gene, die alle mit Herz-, Hirn- und Immunfunktionen beschäftigt sind.» Das Y-Chromosom besitze hingegen nur 80 Gene: «Das zweite X ist also ein wichtiger Vorteil für die Frauen.»
Wie die Medizinerin sagte, bringt ihr ihre Arbeit mitunter Kritik von Frauenrechtlerinnen ein, die die Gleichberechtigung bedroht sähen: «Ich erkläre in solchen Lagen immer, dass Gleichberechtigung nicht Gleichheit voraussetzt. Und die Fakten sind einfach schlagend.»
(Artikel aus factum 8/2017)