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Overview
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse sind globalisiert. Immer öfter arbeiten Menschen aus unterschiedlichen «Kommunikationssozialisationen» zusammen. Neben verbaler und nonverbaler Kommunikation sind Komponenten wie Absicht, Verstehensleistung, Wissenssysteme und Erwartungen elementar für die Verständigung zwischen Menschen. Kommunikationskultur zeigt sich auf vielfältige Weise. In einer internationalen Organisation wird anders kommuniziert als innerhalb der Verwaltung einer Schweizer Gemeinde. Die Sprache eines Pädagogen ist eine andere als die einer Juristin. In einer Anhör-Situation redet eine Amtsvertreterin mit einem Asylsuchenden anders, als wenn sie dieselbe Person auf ihrer Reise um die Welt kennen lernt. In Nordamerika oder China wird anders verhandelt als in Europa.
Im Modul befassen wir uns zunächst mit Migrationsliteratur, die Interkulturalität thematisiert, dann behandeln wir die Zusammenhänge zwischen Kommunikation und soziokulturellen Kategorien, wir berücksichtigen Machtkonstellationen, analysieren Interaktionen
in verschiedenen Kontexten und entwickeln einen konstruktiven Umgang mit Formen der Vielfalt. Reflexion der eigenen Kulturgebundenheit und Erfahrungen aufgrund des eigenen
kulturell geprägten Kommunikationsverhaltens sind zudem Themen.