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Sea-Eye berichtet am 02.11.2021https://sea-eye.org/: Den Seenotrettungsschiffen SEA-EYE 4 von Sea-Eye e. V. und die RISE ABOVE von Mission Lifeline e. V. wurde in der Nacht zum Dienstag, 02.11.2021, ein Notruf vom AlarmPhone weitergeleitet. Zeitgleich wurden die zuständigen Behörden informiert. Eine Reaktion der Behörden blieb bisher aus.
Die kleinere, schnelle RISE ABOVE erreichte den Seenotfall zuerst, versorgte die Menschen mit Rettungswesten und blieb vor Ort, bis die größere SEA-EYE 4 eintraf. Die Crew evakuierte die Menschen aus dem hochseeuntauglichen Schlauchboot und brachte sie an Bord der SEA-EYE 4. Schon während der ersten Rettung wurden den Rettungsschiffen mehrere, weitere Seenotfälle gemeldet. Bis zum Dienstagmorgen konnten die Crews beider Schiffe 325 Menschenleben von insgesamt 5 Booten retten. Dabei erwies sich die Zusammenarbeit beider Schiffe mit unterschiedlichen Eigenschaften als sehr wirksam. Während die RISE ABOVE doppelt so schnell ist und einen Unglücksort zügig erreichen kann, ist die SEA-EYE 4 in der Lage, viele Menschen an Bord zu nehmen und medizinisch in einem Bordhospital zu versorgen. Ermöglicht wird dies durch die medizinische Expertise der Bonner Organisation German Doctors e. V., die erneut mit Bordärztin Daniela Klein auf der SEA-EYE 4 vertreten ist.
An Bord der SEA-EYE 4 befinden sich nun 325 Menschen. Unter ihnen sind 152 Kinder, 31 Frauen und 142 Männer. Zwei der Frauen sind schwanger. Auf der SEA-EYE 4 werden die Menschen nun einem ersten medizinischen Check-up unterzogen, auf Covid-19 getestet und mit Nahrung und Trinkwasser versorgt.