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Swiss Tennis trauert um sein Ehrenmitglied und langjährigen Stellvertretenden Präsidenten Dominique Gachoud, der nach schwerer Krankheit, gegen die er bis zum Schluss mit Würde und Kraft angekämpft hatte, am Abend des 10. Novembers 2020 mit 66 Jahren verstorben ist. Eine Würdigung von René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis, der mit Dominique über 30 Jahre lang eng befreundet war.
Mit meinem langjährigen Tennis-Weggefährten und Freund Dominique Gachoud verliert die Tennis-Schweiz eine besondere Persönlichkeit, die sich ihr ganzes Leben lang mit grossem Engagement und noch grösserem Herz für den Tennissport eingesetzt hat. Als Tennisspieler, aber auch als Funktionär. So übernahm er bereits 1986 das Amt des Vereinigungspräsidenten von Freiburg, in den 90-er Jahren kamen die Ämter als Vizepräsident und schliesslich Präsident der Region Westschweiz dazu, was er bis 2005 blieb.
Ich erinnere mich gerne an unsere erste Begegnung, die Ende der 1980-er Jahre anlässlich meines damaligen WTA-Turniers stattfand und die er als Vertreter des Zentralvorstands von Swiss Tennis besuchte. Der letzte gemeinsame Berührungspunkt war ein Fest im letzten Jahr zu seiner Verabschiedung als Chef der Groupe E. Sein Verwaltungsratspräsident überreichte ihm ein von Roger Federer signiertes Tennisracket, das ich über Roger’s Vater Robbie organisiert hatte.
1991 wurde Dominique als Vizepräsident in den Zentralvorstand von Swiss Tennis gewählt. Ab da arbeiteten wir während neun Jahren gemeinsam im Strategiegremium des Verbandes, bis ich 1999 meinen Rücktritt erklärte. Dominique sollte sein Amt, dem er neben seiner Familie und seiner Karriere immer viel Zeit widmete, ab da noch weitere 10 Jahre lang ausüben. Ab 2005 war er Stellvertretender Präsident und das blieb er auch, als ich 2006 zum Präsidenten gewählt wurde. Dieses Amt hielt er bis 2009 inne, als er seinen Rücktritt aus dem Zentralvorstand erklärte und es gab wohl selten eine Person, welche die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes mehr verdient hat als er.
Unvergesslich bleibt auch Dominiques Passion für das Schweizer Davis Cup Team. Als OK-Präsident war er zwischen 2004 und 2006 Schirmherr diverser Davis-Cup-Heimspiele. Eine Herzensangelegenheit war für ihn, dass die Schweizer Nationalteams der Damen und Herren im Februar 2012 erstmals überhaupt eine Doppelbegegnung austrugen – in seinem geliebten Kanton Freiburg.
Dominique hat die Geschicke der Tennis-Schweiz während vielen Jahren mitgeprägt. Aber mir wird er noch stärker als guter Freund mit einem feinen Humor, einem unermüdlichen Engagement, seiner diplomatischen Art und einem liebenswerten Wesen in Erinnerung bleiben.
Seiner Frau Antoinette, seinen Kindern, Familie und Freunde spreche ich im Namen von Swiss Tennis unser herzlichstes Beileid aus. Wir werden Dominique nicht vergessen.
René Stammbach
Präsident Swiss Tennis