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Freihandelsabkommen als Chance für eine nachhaltige Entwicklung wahrnehmen
Freihandelsabkommen ermöglichen Entwicklungs- und Schwellenländern, eigene Produkte zu wettbewerbsfähigen Konditionen (u.a. durch Reduktion von Zöllen und Handelshemmnissen) im Markt des Freihandelspartners vermehrt anzubieten. Die hohe Eintrittsschwelle in den Weltmarkt beinflusst die angewendeten Umwelt- und Arbeitsstandards im jeweiligen Land. Tiefe Standards vermögen zwar die Wettbewerbsfähigkeit kurzfristig zu erhöhen, nachhaltig sind solche jedoch nicht. Abnehmer solcher Waren sind ihren Konsumenten verpflichtet, Standards für Produktequalität und -sicherheit, Umweltstandards sowie den Schutz des Geistigen Eigentums einzuhalten. Ein erleichterter Marktzugang ermöglicht die Entstehung zusätzlicher Arbeitsplätze, welche den Arbeitnehmern ein höheres Einkommen bescheren und so die wirtschaftliche Situation verbessern. Der damit einhergehende Wohlstandsgewinn respektive die Anhebung des Lebensstandards verbessern das Bildungsangebot und somit die Zukunftsperspektive. Entstehende, freiwerdende Ressourcen können so in die nachhaltige Entwicklung investiert werden. Die Zukunftsperspektive hängt in hohem Masse von der wirtschaftlichen Situation des betroffenen Landes ab. Zudem senken verbesserte Perspektiven den Migrationsdruck und fördern die politische Stabilität in den betroffenen Ländern.