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Kommt Prinz Harry (37) zurück in die Heimat? Diesen Schluss könnte man aus den neuesten Entwicklungen ziehen, denn Harry soll den Mietvertrag seines alten Zuhauses, dem Frogmore Cottage, verlängert haben. Der Vertrag wäre eigentlich am 31. März ausgelaufen, derzeit wohnen Harrys Cousine Prinzessin Eugenie (31) und deren Ehemann Jack Brooksbank (35) mit dem einjährigen Sohn August in dem Anwesen unweit von Schloss Windsor. Heisst Harrys Verlängerung des Mietvertrags etwa, dass die junge Familie aus ihrem Daheim ausziehen muss und Harry selbst wieder einzieht?
Nein, Eugenie darf in Frogmore Cottage wohnen bleiben und derzeit sieht es auch nicht danach aus, als würde Harry so schnell wieder nach Grossbritannien zurückkehren, schon gar nicht, um dort zu wohnen. Er möchte sich allerdings die Option offen halten, einen offiziellen Wohnsitz im Königreich zu behalten. Denn so, zusammen mit einem britischen Pass, könnte Prinz Harry «Counsellor of State» bleiben. Das bedeutet, dass er an dritter Stelle steht – die Reihenfolge ist Prinz Charles (73), Prinz William (39), Prinz Harry und Prinz Andrew (62) – sollte Queen Elizabeth II. (95) wegen Unpässlichkeit vertreten werden müssen. Den Rang «Counsellor of State» erhalten laut Verfassung die vier Thronfolger, die das 21. Lebensjahr beendet haben.
Dass Harry noch einen Fuss in der Tür des Frogmore Cottage haben und so seinen den Titel «Counsellor of State» nach wie vor tragen möchte, überrascht ein wenig. Denn Anfang 2020 hatte er sich immerhin mit seiner Ehefrau Meghan (40) in die USA verabschiedet und seine Rechte und Pflichten als Senior Royal abgelegt. Man kann aber offensichtlich den Royal aus dem Palast holen, aber den Palast nicht aus dem Royal. Und so musste Harry nun sicherstellen, dass alle Voraussetzungen getroffen sind, um als «Counsellor of State» betitelt zu bleiben.
Eine permanente Rückkehr nach Grossbritannien scheint aber weiterhin ausgeschlossen zu sein. Während Harry im vergangenen Sommer noch einmal nach England zurückkehrte, hat sich Meghan seit zwei Jahren nicht mehr im Königreich blicken lassen. Ob die beiden, oder auch nur Harry überhaupt, an den Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum seiner Grossmutter um Juni teilnehmen werden, ist derzeit noch zu bezweifeln. Denn mit seinem Status als Senior Royal hat Harry auch das Recht auf Personenschutz in Grossbritannien abgetreten. Darauf verzichten will er allerdings nicht, denn seiner Ansicht nach sind er und seine Familie in seiner alten Heimat ohne Personenschutz nicht sicher. Harry äusserte also gegenüber der britischen Polizei Scotland Yard den Wunsch, einen solchen privaten Polizeischutz zu erhalten – dieser wurde ihm aber ausgeschlagen und Scotland Yard zeigte sich empört über die Forderung des Prinzen.
Man muss Harry zugute halten, dass er anbot, für den Personenschutz selbst zu zahlen und immerhin nicht erwartet, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dies übernehmen. Da seine eigenen Bodyguards jedoch nicht über ausreichend Informationen verfügen, um ihn und seine Familie entsprechend schützen zu können, klagt Harry jetzt Geheimdienstinformationen vom britischen Staat ein, damit sein persönliches Sicherheitsteam ihn ausreichend gut schützen kann.
Ob Harry sich mit dieser Massnahme einen gefallen tut? Das Verhältnis zu seiner Familie ist seit dem «Megxit» sowieso schon angespannt, und jetzt will auch noch gegen den Staat klagen? Einzig Prinzessin Eugenie scheint zu ihrem Cousin zu stehen, immerhin sass sie kürzlich mit ihm in den Zuschauerrängen am Super Bowl und ist damit das erste Mitglied der Royal Family, das Harry und Meghan in Kalifornien besuchte. Wer weiss, vielleicht hilft sie ihm am Ende noch bei der ganzen Debatte rund um den Personenschutz und leiht ihm Bodyguards aus oder legt ein gutes Wort bei der Queen ein. Es bleibt also weiterhin spannend, ob Harry im Juni in seine alte Heimat zurückkehren wird oder nicht.