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In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erhielt Basel drei neue grosse Friedhöfe am Rande der Stadt: den Elisabethenkirchhof, den Spalengottesacker und den Gottesacker vor dem Riehentor. Letzterer wurde 1831 als Ersatz für die überfüllten Friedhöfe der Theodorsgemeinde (Kirchhof, Merianscher Totenacker, Kleeacker, Ziegelhütte) angelegt, wodurch die "dissmahligen Ruehstätten der bereits Entschlafenen biss zu ihrem künftigen Auferstehungstage ohngestört bleiben können". Der neue Kleinbasler Gottesacker lag ausserhalb des Holzplatzes vor dem Riehentor, im Rosental, und umfasste zweieinhalb Jucharten der Stadt gehörendes Land. Mit dem Entwurf von Plänen für die Abdankungskapelle wurde Melchior Berri beauftragt, die "mit allgemeinem wohlverdientem Beyfalle und dem grössten Vergnügen eingesehen wurden". Die Ausführung wurde Steinmetz Jakob Christoph Pack übertragen. Die Kosten der Kapelle und der beiden Vordergebäude wurden gemeinschaftlich von den Drei Ehrengesellschaften und aus dem Kirchengut der St. Theodorsgemeinde bestritten.
1866 wurde der 1833 eingeweihte Friedhof durch den Bau eines Leichenhauses erweitert. Der Begräbnisturnus hatte einige Jahre zuvor noch nicht verändert werden können, weil "die Leichen und namentlich auch die Särge noch zu wohl erhalten waren, als dass es schicklich und gesund gewesen wäre, dieselben schon auszugraben und neue Beerdigungen auf diesem Quartier zu erlauben". Die zweite Erweiterung und der Bau eines Aufseherhauses erfolgten 1878. Bereits 1883 war der Gottesacker wieder voll belegt, weshalb der bisherige 20jährige Turnus gekürzt werden musste. Die unhaltbaren Zustände führten schliesslich zum Bau eines neuen Kleinbasler Gottesackers auf dem Horburg, so dass der Friedhof im Rosental Ende August 1890 geschlossen werden konnte.
Die stadtwärts an der Isteinerstrasse gelegene Abteilung des Rosentalgottesackers wurde nach der Jahrhundertwende als Bauplatz für ein Primarschulhaus abgetrennt. Denn für das Schulhaus an der Schwarzwaldallee, dessen Rohbau "schon ziemlich weit vorgeschritten war", hatte wegen des geplanten neuen Bahnhofs der Badischen Bahn ein neuer Standort gesucht werden müssen! Die Errichtung des Rosentalschulhauses (bis 1966) und die damit verbundene Arrondierung des ganzes Friedhofareals erforderte 1914 die vollständige Räumung des ehemaligen Gottesackers von St. Theodor. Erhalten blieb die Rosentalkapelle, welcher durch die Anlage einer schönen Promenade eine vorerst noch pietätvolle Umgebung zuteil wurde.