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2010: Die ersten zwei Drittel des Aufenthalts widmete ich dem Hilfsprojekt
ihza / aica (Individuelle Hilfe Zentralamerikas / Ayuda Individual Centro-America),
den letzten Drittel verbrachte ich im Gefängnis.
2013: Wegen schwerer Krankheit der Projektleaderin von ihza / aica sollte ich ihre Arbeit in Honduras weiterführen, aber es kam anders ...
Gefängnis Granja Penal
An einem Montag gehe ich in das örtliche Gefängnis. Mir ist schon etwas mulmig zu Mute, hoffentlich lassen mich die Wärter wieder raus, hoffentlich stechen mich die Gefangenen nicht ab. Aber, oh Überraschung.
Honduras ist zwar eines der unsichersten Länder dieser Erde (14 Morde täglich bei der selben Einwohnerzahl wie die Schweiz!), aber nur ausserhalb der Gefängnismauern. Innerhalb ist alles anders.
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Hilfsprojekt ihza/aica
Bei ihrem Aufenthalt in Honduras entdeckte Isabella Desax viele talentierte Kinder, welche nie die Gelegenheit hatten, eine höhere Schule zu besuchen oder eine Berufsausbildung zu absolvieren. Sie gründete deshalb im Jahre 2003 den Verein ihza / aica (Individuelle Hilfe Zentralamerikas / Ayuda Individual Centro-America) zur Untersttzung von motivierten Kindern mit guten Schulnoten.
Sie suchte Unterstützung bei ihrer Arbeit, so ging ich hin.
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Leben am Rande des Nationalparks Celaque
Verwandte von einigen der unterstützten Kinder, die am Rande des Nationalparks leben, luden mich ein für ein Weekend ohne Strom und eine Exkursion in den Park. Da sich anscheinend hie und da Wanderer im unwegsamen Park verirren und nicht mehr in die Zivilisation zurück finden, nahm ich natürlich die Offerte von Daniel gerne an, der neben der Bewirtschaftung einer kleinen aber feinen Farm auch noch als Parkwächter arbeitet.
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Anreise nach Honduras
Fast noch grösser als der Unterschied zwischen der Schweiz und Honduras, sind die Unterschiede in Honduras selbst. Konkret: die 10-mintige Fahrt vom Flughafen zum Hotel kostete 15 Fr., die 10-minütige Fahrt vom Hotel zum Busterminal nur noch 5 Fr., und die 2½ stündige Busfahrt mit dem Superluxus-Bus nach Santa Rosa de Copán auch nur 5 Fr. Noch günstiger wurde es dann in Santa Rosa selber: 40 Minuten Taxi fahren kostete nur noch 70 Rappen.
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Eine Busfahrt
In den Anfängen des 20. Jahrhunderts bauten die Standard Fruit Company und Chiquita International Eisenbahnstrecken an der Atlantikküste von 800 km Länge. 1983 wurden sie verstaatlicht und stillgelegt! Böse Zungen munkeln auf Veranlassung der Erdölindustrie, die nun vom Busnetz profitiert.
D.h. das einzige Verkehrsmittel ist heute praktisch der Autobus. Die Strassen sind voller Schlaglöcher, darum macht der Chauffeur eine wahre Slalomfahrt, vielfach im Schritttempo. Für eine Fahrt von 70 km brauchten wir 2.5 Std, d.h. die Durchschnittsgeschwindigkeit war 28 km/h, was wiederum heisst, ich wäre etwa gleich schnell mit dem Velo gewesen
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|© P. Fritz,|