Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03223.jsonl.gz/2884

Handschenkung (Realschenkung)
= sofortige Schenkung, zB von Hand zu Hand, von beweglichen Sachen; Begriff wird aber auch für die uno actu-Übertragung von dinglichen Rechten an Grundstücken verwendet.
Schenkungsversprechen (Schenkungsvertrag)
= Verpflichtungsgeschäft, wonach sie der Schenkgeber verpflichtet, dem Beschenkten einen Gegenstand, ein Forderung oder einen Geldbetrag zukommen zu lassen bzw. auf eine bestehende Schuld zu verzichten resp. gegenüber dem zu Beschenkenden eine Schuld zu begründen.
Schulderlassschenkung
= Verzicht des Schenkers auf eine Forderung gegen den Beschenkten
Schuldübernahmeschenkung
= Schuldübernehmer befreit den Schuldner einer Forderung unentgeltlich von seiner Schuldpflicht, indem er diese selber zur Verzinsung und Bezahlung übernimmt (OR 175 f.)
Schuldschenkung
= mehrdeutiger Begriff:
- Definitionsvariante 1: Schenkung als Verpflichtungsgeschäft (etappenweiser Vollzug, im Gegensatz zur „Handschenkung“)
- Definitionsvariante 2: Zuwendung einer Forderung gegen sich selbst
Gemischte Schenkung
= Gegenleistungsgeschäft, bei welchem die Gegenleistung teils entgeltlich und teils unentgeltlich getilgt wird (zB Immobilienerwerb des Nachkommen beim Vater, bei welchem der Vater dem Sohn einen Teilbetrag schenkt oder – zur Vermeidung von Grundsteuern im Umfange von mehr 25 % – als Erbvorbezug tilgen lässt.
Erbvorbezug
= lebzeitige, unentgeltliche Zuwendung, die sich der Beschenkte (präsumtiver Erbe) an seinem dereinstigen Erbteil anrechnen zu lassen hat
Vorbehalt / Disclaimer
Diese allgemeine Information erfolgt ohne jede Gewähr und ersetzt eine Individualberatung im konkreten Einzelfall nicht. Jede Handlung, die der Leser bzw. Nutzer aufgrund der vorstehenden allgemeinen Information vornimmt, geschieht von ihm ausschliesslich in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.
Urheber- und Verlagsrechte
Alle in dieser Web-Information veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheide und Leitsätze, soweit sie von den Autoren oder den Redaktoren erarbeitet oder redigiert worden sind. Der Rechtschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen. Kein Teil dieser Web-Information darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – sämtliche technische und digitale Verfahren – reproduziert werden.