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In vielen Industriebereichen gelangen Schwermetalle in wässrige Lösung und müssen aus dem Abwasser entfernt werden, bevor dieses in die Kanalisation eingeleitet wird.
Um die Metallgrenzwerte prozesssicher einhalten zu können, werden Schwermetallfällungsmittel auf Schwefelbasis eingesetzt. Diese Produkte werden in der Abwassertechnik eingesetzt, um im Vergleich zur Hydroxid- bzw. der früher eingesetzten Sulfidfällung – speziell in Gegenwart von organischen Komplexbildnern – niedrigere Metallkonzentrationen zu erreichen. Hinzu kommt, dass diese Produkte im Vergleich zum Natriumsulfid (Na2S) einen höheren Arbeits- und Umweltschutz gewährleisten. Natriumsulfit erzeugt im sauren Medium gesundheitsschädliche Schwefelwasserstoffgase.
Die Dosiermenge der Schwermetall-Fällungsmittel hängt natürlich von der Metallkonzentration im Wasser ab. Entsprechende Umrechnungstabellen der erforderlichen Dosiermengen an Organsulfid zur Metallkonzentration wird bereitgestellt. Die Fällung wird gerade bei Anwesenheit von Komplexbildnern stark gestört. Auch andere Grössen wie der Neutralsalzgehalt oder Tensid-Konzentration spielen eine wichtige Rolle. Daher ist es ratsam, die benötigte Menge durch Vorversuche zu ermitteln oder einen leichten Überschuss zu dosieren. Arbeitet man in Kombination mit Eisensalzen wird dieser Überschuss direkt zurückgenommen. Nach der Fällung sollten die feinen Partikel geflockt werden, um Sedimentation und Filtration zu verbessern. Bei der Abwasserbehandlung von Galvanikabwasser haben sich die kombinierten Flockungsmittel in Pulverform Bsp. Aqualine GSAN oder Aqualine 101/71 bewährt. Diese ermöglichen grosse Makroflocken, eine gute Schlammentwässerung und einen stabilen nicht klebenden Filterkuchen.
Komplexgebundene Schwermetalle aus Abscheideelelektrolyten, Elektropolierbädern, Metallstrippern, Gleitschliffcompounds und vielen Reinigungslösungen lassen sich problemlos mittels PLEXflüssig HW ausfällen. Dieses Organosulfid führt die Metalle in eine besonders schwerlösliche Verbindung über. Schnelle Reaktionszeiten und niedrige Dosiermengen zeichnen dieses Konzentrat aus.
PLEX TMT ist ein Metallfällungsmittel auf Basis von Natrium-Trimercaptotriazin. Unter den Organosulfiden ist es das umweltfreundlichste und damit nicht Fisch- und Bakterientoxisch. Durch die Geruchsneutralität und die Möglichkeit PLEX TMT gefahrlos auch im sauren pH-Bereich einsetzen zu können, ist es sehr anwenderfreundlich. Hauptanwendung des Produktes liegt in der Metallfällung, überall dort wo starke Komplexbildner in Verbindung mit Kupfer vorliegen.
Oeko PLEX ist die umweltfreundliche Alternative. Es verbindet die Vorteile von organischen und anorganischen Sulfiden. Als anorganisch vernetzter Polyschwefel kann es in einem weiten pH-Bereich ab pH = 1 aufwärts eingesetzt werden, ohne dass die Gefahr der Schwefelwasserstoffbildung besteht. Freier gelöster Schwefelwasserstoff wird sofort am Produkt gebunden. Durch die niedrige Toxizität ist Oeko PLEX in die unterste Wassergefährdungsklasse eingestuft. Beim gemeinsamen Einsatz von Oeko PLEX und zweiwertigen Eisensalzen als Kooperationspartner sind auch stark komplexgebundene Metalle kein Problem.
Bei der Abklärung der Abwesenheit von organischen Komplexbildern resp. Chelatbildnern (Art und Konzentration) im Aktivbad und Abwasser sind wir Ihnen gerne behilflich. Wir führen aktuelle Listen über typische Komplexbilder im Abwasser, zum Beispiel in der Oberflächenbranche.