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Die Schweiz ist weltweit führend in der Verwaltung von Offshore-Vermögen. Lange Zeit gehörte ein Bankkonto in der Schweiz zu den Requisiten jedes besseren Machthabenden. Seit Ende der 1990er-Jahre unterliegen die FinanzintermediärInnen dem Geldwäschereigesetz (GwG). Seither sind sie verpflichtet, die rechtmässige Herkunft der Vermögen von politisch exponierten Personen (PEP) zu gewährleisten und dabei eine erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen. Trotz dieser Vorkehrungen werden in der Schweiz weiterhin unrechtmässig erworbene Potentatengelder entdeckt. Während des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 folgte ein Skandal dem anderen.
Public Eye setzt sich dafür ein, dass unrechtmässig erworbene Potentatengelder nicht in der Schweiz deponiert werden können und dass FinanzintermediärInnen, welche solche Gelder annehmen, bestraft werden. Sie kämpft für die Rückerstattung der beschlagnahmten Vermögenswerte an die Bevölkerung der geschädigten Länder, die auf diese riesigen Geldsummen angewiesen sind, um ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu sichern.
- Die Schweiz ist mit einem Marktanteil von ca. 27% weltweit führend in der Verwaltung von Offshore-Vermögen
- Lange Zeit gehört ein Schweizer Konto zur Grundausstattung eines Potentaten. Seit 1986 haben sich erfolgreiche Nachforschungen zu Geldern in der Schweiz vervielfacht.
- Seit 1998 unterliegen FinanzintermediärInnen dem Schweizerischen Geldwäschereigesetz
- Das Geldwäschereigesetz hat es nicht geschafft, die Kapitalflucht aus Entwicklungsländern einzudämmen
- Während des arabischen Frühlings haben die Bundesbehörden mehr als eine Milliarde Franken an Potentatengeldern gesperrt