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Die erste Ausgabe des Bürokratiemonitors des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigt im Bereich der Arbeitgeberfragen ein zwiespältiges Bild. Während die administrative Belastung für die Arbeitssicherheit, die Sozialversicherungen und das Arbeitsrecht grossmehrheitlich als «gering oder eher gering» bezeichnet werden, beklagen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmungen einen hohen Aufwand im Lehrlingswesen. Dieses Bürokratie-Risiko für die Berufsbildung muss reduziert werden.
Das Seco hat zur Beobachtung der administrativen Belastung der Unternehmungen einen Bürokratiemonitor eingeführt. In der ersten Ausgabe bezeichnen 50,5% der befragten Unternehmungen die Belastung insgesamt als «hoch oder eher hoch», wobei die Beurteilung je nach Regulierungsbereich stark variiert.
Aus Arbeitgebersicht bemerkenswert ist, dass 55% der Unternehmungen die administrative Belastung im Lehrlingswesen als «hoch oder eher hoch» empfinden und 56% der Unternehmungen in diesem Bereich während der letzten drei Jahre einen Anstieg des Aufwands feststellten. Hier droht ein Bürokratie-Risiko, das nach Auffassung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands unbedingt reduziert werden muss.
Erfreulicher sind die Befunde in anderen wichtigen arbeitgeberpolitischen Bereichen: Bei der Unfallversicherung halten 78% den administrativen Aufwand für «gering oder eher gering», bei der 2. Säule sind es 76%, bei der AHV/IV/EO 74%, bei der Arbeitssicherheit 70%, beim Arbeitsrecht 66% und bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer 64%. Auch die Zunahme der Bürokratie wird in diesen Feldern als relativ gering eingeschätzt.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst den neuen Bürokratiemonitor, mit welchem der ständige Kampf gegen die administrativen Hemmnisse in der Wirtschaft auf einer besseren Informationsbasis geführt werden kann.