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Alice Babs
geboren am 26.1.1924 in Kalmar, Småland, Schweden
gestorben am 11.2.2014 in Stockholm, Stockholms län, Schweden
Links www.allmusic.com (Englisch)
Alice Babs
Alice Babs (* 26. Januar 1924 in Kalmar, Schweden, als Hildur Alice Nilsson) ist eine schwedische Schlager- und Jazzsängerin, die in den 1950er Jahren auch im deutschsprachigen Raum bekannt war.
Leben
Als junges Mädchen sang Alice Babs in ihrer Heimat auf Wohltätigkeitsveranstaltungen. 1938 trat sie erstmals in einer Radiosendung auf. Erste Aufnahmen entstanden mit dem Nisse Lind's Hot Trio (FDR Jones und Star Dust auf dem Label Sonora. Großen Erfolg hatte sie 1940 als Jazz-begeistertes Schulmädchen in dem Film Swing it, magistern (Lass es swingen, Professor), gefolgt 1956 vom Film Swing it, fröken mit ihr als Lehrerin. Damit begann eine Karriere, die sie bis in die 1950er Jahre zunächst in ganz Skandinavien bekannt machte. Zahlreiche Schallplatten hatte sie bis dahin bereits besungen. Ihr Name Alice Babs musste seinerzeit sogar für verschiedene Produkte als Werbeträger herhalten. Am 15. April 1944 heiratete sie Nils Ivar Sjöblom und hat mit ihm drei Kinder.
Im Jahr 1954 hatte sie ihren ersten Auftritt in Deutschland und zwar bei Erwin Lehn und dessen Südfunk-Tanzorchester in Stuttgart. Daraufhin bekam sie eine Rolle in dem Spielfilm Schwedenmädel (Regie Thomas Engel); 1956 folgte Symphonie in Gold. Zeitgleich bekam sie einen Plattenvertrag. Ihr erster Titel hieß Ole Dole Die. 1955 hatte sie ihren ersten großen Erfolg mit Ein Mann muß nicht immer schön sein. Daraufhin wurde sie Dauergast bei den Rundfunksendern Deutschlands. Sie trat auch bei verschiedenen Galas auf und wurde bald zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der 1950er Jahre in Deutschland.
1958 war sie die erste Teilnehmerin Schwedens beim Eurovision Song Contest. Ihr Lied Lilla stjärna erreichte den 4. Platz.
War sie im deutschsprachigen Raum vor allem als Schlagersängerin bekannt, so galt ihre Liebe jedoch auch dem Jazz. So ging sie anfang der 1960er Jahre mit dem Geiger Svend Asmussen und dem Gitarristen Ulrik Neumann als Trio Swe-Danes in ganz Europa auf Tournee. 1963 hatte sie in Großbritannien einen Hit mit dem Song After Youve Gone. In Frankreich nahm sie mit Duke Ellington ein Album auf und tourte mit ihm in Schweden 1973. Ferner trat sie in New York und London sowie 1975 beim Newport Jazz Festival auf.
Später zog sie sich aus dem Showgeschäft zurück. Nur noch gelegentlich ergreift sie das Mikrofon.
2002 erhielt sie den Django dOr (Schweden) als Master of Jazz.
Erfolgstitel
- Ein Mann muß nicht immer schön sein 1955
- Mittsommernacht 1955
- Twiedlie Die 1955
- Chocolata 1956
- Lollipop 1958
- In einer kleinen Konditorei 1959
- Es war einmal ein Musikus 1959
- Ole dole dei / Du sagst mir nur Adieu
Diskografie
Alben:
- Mittsommernacht
- Lollipop
- Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
- Alice Babs bei Allmusic (englisch)
- Alice Babs in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Lars Westin Jazz in Sweden zu Alice Babs