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Nach zwei Atomwaffentests Nordkoreas in diesem Jahr stehen die Zeichen in der Region auf Konfrontation und Krieg. Südkorea und Japan rüsten auf und verlassen sich auf die Hilfe der USA. Ein realer Angriff auf nordkoreanische Nuklearanlage hätte aber auch für Südkorea dramatische Folgen.
von Olga Banach
Zwischen dem 3. und 21. Oktober werden die USA und Südkorea in Alaska einen Angriff auf Nordkorea simulieren. Hierbei sollen F-15K Jagdflugzeuge und Bunker zerstörende Waffen (GBY-31) zum Einsatz kommen. Fiktives Ziel ist die nordkoreanische Nuklearanlage Yongbyon. Die Anlage liegt 90 km von Pjöngjang entfernt und ist der Lieferant für das Plutonium, das die Demokratische Volksrepublik für ihr Nuklearwaffenprogramm benötigt. Experten sind der Ansicht, dass die Anlage in der Lage ist, jedes Jahr das erforderliche Plutonium für eine Atombombe herzustellen./
Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, soll die Übung eine Reaktion auf einen möglichen Raketenangriff aus Nordkorea simulieren. Sie zählt zu den amerikanischen „Red-Flag-Übungen“, die die USA alljährlich zusammen mit ihren Verbündeten abhält. Die Übung ist eine Antwort auf einen der jüngsten Atomwaffentests Nordkoreas, derer Pjöngjang in diesem Jahr bereits zwei abgehalten hat.