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Die Zerstörung von Ökosystemen bedroht nicht nur den Lebensraum von Pflanzen und Tieren, sondern auch uns Menschen. Die Ökosysteme versorgen uns mit Nahrung, frischem Wasser, sauberer Luft und Energie. Sie geben uns Arznei und Möglichkeiten zur Erholung. Gesunde, vielfältige ökologische Systeme sorgen für die Regulierung und Reinigung von Wasser und Luft, für adäquate Klimabedingungen, für Samenausbreitung und Bestäubung sowie für Eindämmung von Schädlingen und Krankheiten.
Der verfügbare Bestand an erneuerbaren und nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen, die menschliches Leben ermöglichen (zum Beispiel Pflanzen, Tiere, Luft, Wasser, Böden, Mineralien), wird als Naturkapital bezeichnet. Menschen überall auf der Erde nutzen die Erträge des Naturkapitals, die man Ökosystemleistungen nennt. Das Naturkapital hat sich so entwickelt, dass es sich selbst erhält. Jedoch vernichtet die steigende menschliche Inanspruchnahme das Naturkapital schneller, als es sich reproduzieren kann – beispielweise durch Umwandlung natürlicher Lebensräume in landwirtschaftlich genutzte Flächen, Überfischung, Verschmutzung der Gewässer durch die Industrie, Verstädterung und nicht nachhaltige Produktionsweisen in Landwirtschaft und Fischerei. Schon jetzt sind wir Zeugen sich erschöpfenden Naturkapitals. Es wird erwartet, dass die Folgen im Lauf der Zeit noch schlimmer werden und zu höheren Ernährungs- und Wasserrisiken, zu steigenden Preisen vieler Rohstoffe und zu vermehrtem Wettbewerb um Land und Wasser führen. Verteilungskämpfe um das Naturkapital werden Konflikte schüren, vielleicht sogar verschärfen, Migration in Gang setzen, Klimaänderungen und Anfälligkeit für Naturkatastrophen wie Überflutungen und Dürren verstärken.