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Ein Jahr nach dem verheerenden Einsturz der Kleiderfabrik Rana Plaza in Bangladesch sollen die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer eine erste Entschädigung von umgerechnet rund 570 Franken erhalten. Dies kündigte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Dienstag an.
Dieser ersten Anzahlung werde eine bedeutendere Abfindung folgen, sagte ILO-Sprecher Hans von Rohland in Genf. Der Mindestlohn der Arbeiterinnen in Bangladesch beträgt zur Zeit 60 Franken pro Monat.
Ein Abkommen über einen Entschädigungsfonds von 35 Mio. Franken war am 20. November 2013 von Gewerkschaften, der Regierung und internationalen Einzelhandelsketten unterschrieben worden. Zur Zeit befinden sich in diesem Fonds nach ILO-Angaben erst 13 Mio. Franken.
Am 24. April 2013 war am Rande der Hauptstadt Dhaka ein Hochhaus der Rana Plaza-Textilfabrik in sich zusammengefallen. Bei der Tragödie starben 1135 Menschen, 1500 Personen wurden verletzt. Unlängst hatten Gewerkschafter davor gewarnt, dass sich eine ähnliche Katastrophe in Bangladesch jederzeit wiederholen könnte. (rar/sda)