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Die Ausgangslage vor dem Super-G am Nachmittag präsentierte sich hoch spannend. Hinter Wendy Holdener folgt die Österreicherin Michaela Kirchgasser mit 0,49 Sekunden Rückstand. Mit der Kanadierin Marie-Michèle Gagnon und der Französin Anne-Sophie Barthet reihten sich zwei weitere Slalom-Spezialistinnen mit Rückständen von unter einer Sekunde auf den nächsten Rängen ein.
Lara Gut verlor im kurzen Slalom-Lauf von rund 40 Sekunden Länge weniger als eineinhalb Sekunden auf ihre Teamkollegin Holdener. Dies reichte, um sich in den Top 10 zu halten. Damit befindet sich die 24-jährige Tessinerin auf Kurs für den sportlich schönsten Tag ihrer Karriere. Bereits der 26. Platz in der Kombination würde ihr ausreichen, um den Gesamtweltcup vorzeitig zu gewinnen. Die Deutsche Viktoria Rebensburg, nach der Verletzung von Lindsey Vonn die letzte verbliebenen Konkurrentin, verzichtete am Sonntag auf einen Start.
Auch im Kampf um die Kombi-Kristallkugel befindet sich Gut in einer guten Position. Überholt sie im Super-G – was durchaus realistisch erscheint – die vor ihr klassierten Slalom-Spezialistinnen, so holt sich die Tessinerin auch den Sieg in der Disziplinenwertung. Es wäre ihre zweite kleine Kristallkugel nach derjenigen von 2014 im Super-G.
Eine gute Ausgangslage nach dem Slalom sicherten sich aus Schweizer Sicht auch Michelle Gisin (Fünfte), Denise Feierabend (Siebente) und Rahel Kopp (Zwölfte).
Wegen des Nebels erfolgte in Lenzerheide eine Programmänderung: Anstelle des Super-G wurde – zum Vorteil der Speed-Spezialistinnen wie Gut – zunächst der Slalom ausgetragen. Der Super-G folgt um 13.30 Uhr.