Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/2803

SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie festgestellt, dass Ihr Göttikind stark abgenommen hat, überschwänglich auftritt und im Ausgang derart exzessiv Alkohol und wahrscheinlich auch Cannabis und Kokain konsumiert, dass es extrem müde und ausgelaugt die Arbeitswoche bewältigen muss. Dies bereitet Ihnen verständlicherweise grosse Sorgen. Sie befürchten, dass Ihr Göttikind mit Ärger und Ablehnung reagieren würde, wenn Sie es auf seinen exzessiven Konsum ansprechen.
Um Sie hoffentlich etwas unterstützen zu können, schildere ich kurz, wie Betroffene für gewöhnlich reagieren.
Normalerweise reagieren Betroffene insbesondere dann mit Ärger, wenn Ihnen negative Konsequenzen drohen oder sie sich in die Ecke gedrängt fühlen. Das kann zum Beispiel sein, wenn die Betroffenen glauben, ihren Job, etwas anderes Bedeutendes oder jemanden verlieren zu können, falls sie sich nicht ändern. Insbesondere, wenn sie sich nicht ändern wollen oder glauben, es gar nicht zu können.
Wenn Betroffene, die gerade nicht motiviert sind, etwas zu ändern, keine Konsequenzen erwarten, tendieren sie eher zum Abstreiten oder zum Verharmlosen.
Und bei einsichtigen Betroffenen stösst man eher auf Verzweiflung, Sorge und Selbstvorwürfe.
Um jemandem seine Sorgen um dessen Lebenswandel mitzuteilen, ohne dass dieser sich verurteilt oder in die Ecke gedrängt fühlt, empfiehlt es sich, den Ort und den Moment für eine Aussprache so zu wählen, dass sich unser Gegenüber möglichst wohl fühlt. Sie oder er sollte ausserdem ausgeschlafen und in neutraler Stimmung sein, wenn wir das Gegenüber mit unseren Sorgen konfrontieren, und nicht unter dem Einfluss von psychoaktiven Substanzen stehen, weil diese unsere Wahrnehmung und unsere Stimmungen beeinflussen.
Für das Gespräch selber empfehle ich Ihnen, Ihrem Göttikind stets das Gefühl zu geben, dass Sie es genau so lieben wie es ist und Sie in jedem Fall bereit sein werden, weiter Teil seines Lebens zu sein. Sprechen Sie von Ihren Beobachtungen und Ihren Sorgen und vermeiden Sie dabei Aussagen, die verurteilend oder beschuldigend verstanden werden könnten. Sagen Sie zum Beispiel, dass Sie gerne verstehen würden, weshalb es so an seine Grenzen geht, dass es die Arbeitswoche nur noch mit Mühe bestreiten kann. Unter diesem Link finden Sie ein paar weitere Tipps, die Ihnen vielleicht weiterhelfen: https://www.safezone.ch/de/unterstuetzen
Vielleicht öffnet sich Ihr Göttikind daraufhin und teilt mit Ihnen seine Gründe für den momentan exzessiven Konsum. Wenn nicht, können Sie ihm oder ihr trotzdem die Möglichkeit aufzeigen, sich bei allfälligen künftigen Schwierigkeiten an Sie oder an eine Fachperson wenden zu können. Die Familie, der gegenüber es sich gerade nicht öffnen will, muss nicht davon erfahren, weil Ihr Göttikind erwachsen ist. Vielleicht fällt es ihm oder ihr mit dieser Zusicherung leichter, offen zu sprechen.
Viel Erfolg dabei.
Mehr Fragen zu Alkohol
Der Weg aus der Spirale: Nach dem Studium startete ich meine Karriere in einer Grossfirma und bin im mittleren Kader angekommen. Doch leider startete damit auch mein Dilemma. Plötzlich war das Bier nicht mehr nur Genuss, sondern auch Stressbewältigung.
Ich trinke trotz guten Vorsätzen immer wieder viel zu viel. Wie kann ich mein Alkoholproblem meiner 8-jährigen Tochter erklären?
Meine Mutter (69 Jahre) trinkt fast täglich Alkohol, zudem nimmt sie immer wieder Benzodiazepine ein, da sie Schlafprobleme hat. Was kann ich tun? Wo finde ich Hilfe?
Mehr Fragen zu Cannabis
Mein Freund lügt, trinkt, konsumiert Amphi und ist teils sehr aggressiv. Er spricht über unsere Zukunft aber gleichzeitig bin ich ihm oft völlig egal. Oder sind das alles nur die Drogen?
Kürzlich habe ich mit einem Freund zusammen Cannabis geraucht. Dieses hatte eine viel intensivere Wirkung als sonst. Mein Freund sagte, es sei synthetisches Cannabis. Er habe es mal ausprobieren wollen. Im Netz liest man nur schlechtes darüber. Was sind denn die Unterschiede?
Letztes Jahr war ich wegen meiner Sucht sechs Monate in einer Klinik. Nachher war ich arbeitslos. Jetzt habe ich wieder eine Stelle in Aussicht und ein Bewerbungsgespräch findet nächste Woche statt. Was soll ich zu dieser Lücke in meinem Lebenslauf sagen?
Mehr Fragen zu Kokain
Wie soll ich mit dem Kokskonsum von meinem Lebenspartner umgehen. Er wird dann häufig aggressiv und hat mich auch schon geschlagen. Jetzt bin ich wieder im 5. Monat schwanger. Er sagt, er brauche das Koks, um unsere 20 Monate alte Tochter und mich zu ertragen. Wie kann ich ihn zum Entzug überreden?
Mein Abstieg - wie Alkohol und Drogen mein Leben verändert haben. Ich sehne mich so sehr nach einem normalen Leben. Was kann ich tun?
Hallo alle zusammen.... Ich habe ein riesen Problem.... Ich bin Krebskrank seit 2018 und es sieht mittlerweile sehr schlecht aus.... hatte Chemo und Bestrahlung im sommer 2019. Hatte eine eigene Firma und 10 Angestellte bis zum 28. Feb. 2020.... Dank Corona hab ich alles, inkl. Hoffnung auf Heilung verloren.... auser meiner Freundin und den Kinderwunsch..... Bin durch das sehr sehr Schwer abgestürzt.... bin mitlerweile seit einem Jahr täglich am schnupfen und trinke mitlerweile jeden Tag ca. 0,4l Hochprozentiger und ein paar Bier.... Meine einzige Hoffnung weiter zu Kämpfen besteht wegen meiner Freundin.... kann ihr aber nichts über meinen Konsum sagen da sie mir gesagt hatt wenn ich einmal wieder so werde wie damals als sie mich noch nicht kannte, verlässt sie mich sofort..... Bitte um ratschläge wie ich ohne Therapie weg komm von dem ganzen scheiss... bitte um konstruktive komentare und urteilt nicht über mich... ich weiss es selber dass es scheisse ist... danke
Fragen von Angehörigen
Mein Sohn ist Opiate Tilidin, oxycodon und zum Schluss kam noch Shore ( Heroin) hinzu. Er war 7 Monate in Therapie und hat sie erfolgreich abgeschlossen und geht wöchentlich zur Nachsorge. Seit einigen Wochen finde ich wieder Alufolie, auch innen drin schwarz, zerissene Zettel und einen braunen Stein von außen sehr hart aber innerlich wird er zu Pulver. Ich denke das es Heroin sein könnte. Ich sprach ihn an, aber er verleugnte Mal wieder alles, vorher habe ich Morphin Tabletten bei ihm gefunden. Ich sprach ihn an und er wurde sehr frech, aber sobald ich ihm zeige das ich die Sachen gefunden habe kommt immer: tut mir leid ich wollte das nicht, Mama. Ich weiss das er suchtkrank sein Leben lang sein wird und das es immer Rückfälle geben kann. Aber ich verstehe nicht sobald ich ihm die Tabletten gezeigt habe, gab er es zu. Aber vorher mich richtig anschreien. Warum gibt er es nicht zu daß er wahrscheinlich Heroin wieder raucht? Ist es aus Scham?
Es wird immer schwieriger. Wie kann ich meine Tochter am besten vom alkoholabhängigen Papa schützen?
Drogen und Freundschaft - mein Kollege ist schwer zugänglich. Was könnte ich bloss tun, um ihm zu helfen, aus dieser Schlaufe heraus zu kommen?