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Bild
Titel:
Plakat zum Schwimmbad Walzenhausen
Thema: Wirtschaft
Datum: --.--.1935
Masse: 100 x 70 cm
Standort: Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, KB-011645/700-05
Urheber/-in: Schlatter, Ernst Emil
Beschreibung:
Auf dem Plakat zu sehen: ein gelber Himmel, oranges Gebirge mit dem Altmann (links) und dem Säntis (rechts), ein dunkelblauer Rhein und Bodensee, grüne Wiesen, dunkelgrüner Wald, das Dorf Rheineck unten rechts, die Rheineck-Walzenhausen-Bergbahn mit zwei fahrenden Wagons und das Dorf Walzenhausen auf einem übergross dargestellten Hügel. Auf diesem Hügel rechts ist das neu errichtete Schwimmbad Walzenhausen mit hellblauem Wasser sichtbar. Der kurze Text verweist auf die wichtige Information. Gemalt wurde dieses expressionistische Plakat von E. E. Schlatter, wahrscheinlich im Jahr 1935.
Geschichte:
Das Appenzellerland sollte und wollte nicht nur ein Wintersportparadies sein. Nach dem 1. Weltkrieg konnte eine verstärkte Nachfrage nach Sommeraktivitäten festgestellt werden. Ganz in diesem Sinne entstanden in der Zwischenkriegszeit, vor allem in den 1930er Jahren, in vielen appenzellischen Gemeinden Schwimmbäder. Die Hoteliers von Ausserrhoden wollten ihre Gäste nicht mehr auf die Seebäder verweisen müssen, vielmehr sollte dem Badegast im Ort ein Freibad angeboten werden können. Heiden übernahm 1931 – wie in vielen touristischen Belangen – auch in diesem Vorhaben die Vorreiterrolle. 1934 enstanden Schwimmbäder in Walzenhausen und Teufen.
Das vorliegende Plakat warb im modernen expressionistischen Stil für das 1934 entstandene Schwimmbad in Walzenhausen. Der vor 1900 verwendete Stil für die Werbeplakate – eine möglichst naturalistische, detailreiche Darstellung – war überholt. Neu wurden die Werbeplakate von Künstlern gemalt. Dem neuen Stil verhalf vor allem der Künstler Ferdinand Hodler zum Durchbruch. Er beruhte auf dem Prinzip der maximalen Ausnutzung des Bildfeldes für eine auf markante Elemente reduzierte, sehr stark stilisierte Darstellung eines einzelnen Motivs mit sehr wenig Text. Ausserdem schreckte man nicht davor zurück, bei der Gestaltung der Plakate Änderungen an den geographischen Gegebenheiten (hier: verzerrter Blickwinkel) vorzunehmen.
Autorin: Nina Sonderegger, Speicher
Literatur:
Fuchs, Thomas: Das Tourismusplakat im Appenzellerland. In: Appenzeller Kalender, Trogen 1994, S. 75-83.
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