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Alles über Speicher
Der Computer lädt bei der Arbeit fortlaufend Daten in den Arbeitsspeicher RAM („Random Access Memory“). RAM wird auch als „flüchtiger Speicher“ bezeichnet, weil die darin abgelegten Daten mit dem Abschalten des Computers verlorengehen. Von der RAM-Größe hängt unter anderem ab, wie viele Programme gleichzeitig geladen werden und wie schnell die Daten verarbeitet werden können.
Besonders speicherfressend sind zum Beispiel Grafik- und Videoprogramme oder Computerspiele. Durch schnelle Speicherbausteine lässt sich die Geschwindigkeit von solchen Anwendungen oft merklich erhöhen.
Aufrüsten von bestehenden Systemen
Je nach Hauptplatine können unterschiedlich viele RAM-Bausteine nebeneinander eingesetzt werden. Beim Aufrüsten eines bestehenden Systems sollte darauf geachtet werden, nur Bausteine vom gleichen Typ und mit der gleichen Größe zu verwenden. Andernfalls kann es – je nach Hauptplatine – zu Problemen kommen.
SDRAM
Bis etwa 2001 wurde SDRAM als Arbeitsspeicher in PCs eingesetzt. Die „Arbeitsspeicher-Module“ (Speicherbausteine) haben eine Größe von 32 bis maximal 512 Megabyte. Bei speziellen „Mainboards“ (Hauptplatinen) für Server sind Größen bis zu 1024 Megabyte möglich.
Sofern Sie einen Rechner mit 512 bis 1024 Megabyte Arbeitsspeicher haben, könnten Sie theoretisch auch speicherhungrige Betriebssysteme wie Windows Vista einsetzen. Vermutlich wird dann aber der Prozessor nicht ausreichend schnell sein.
RDRAM
RDRAM beziehungsweise der sogenannten „Rambus“-Speicher ist ein Nischenprodukt gewesen, dass Intel im Jahr 2000 bis 2003 mit den Pentium-4-Computern einführte und versuchte zu etablieren. Der Speicher war zwar bei Einführung schneller als SDRAM, konnte sich aber dennoch nicht am Markt behaupten, da Konkurrent AMD nicht auf die Technik setzte und der Arbeitsspeicher ein Vielfaches teuerer gegenüber SDRAM war.
DDR ist die Weiterentwicklung von SDRAM und kann mit doppeltem Tempo schreiben und lesen. Der Speicher wurde erstmalig im Jahr 2002 eingesetzt und kann noch bis heute gekauft werden. Jedoch werden keine Mainboards mehr für diesen Speicher produziert.
Der sogenannte „Dual-Channel“-Betrieb bietet bei Verwendung von zwei DDR-Speicherbausteinen die doppelte Bandbreite, mit der der Prozessor auf den Speicher zugreifen kann. Nvidia führte diese Technologie für AMD-Prozessoren ein, aber erst als Intel auch Hauptplatinen mit der Technik anbot, wurde nach und nach die Produktion von RDRAM-Speicher eingestellt. Die Technologie erzielte ähnliche Geschwindigkeitswerte des Rambus-Speichers, ist aber viel günstiger.
Eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers für beispielsweise Windows Vista lohnt in vielen Fällen. Die gängigsten Größen sind 256 bis 1024 Megabyte mit einer Taktfrequenz von 333 (DDR333/PC2700) bis zu 400 Megaherz (DDR400/PC3200).
DDR2 Über eine verfeinerte Fertigung der Speicherchips wurde bei DDR2 gegenüber DDR die Versorgungsspannung von 2,5 auf 1,8 Volt gesenkt. Zusätzlich wird ein höherer Speichertakt geboten, allerdings konnten in den ersten Jahren bei Einführung kaum Geschwindigkeitsvorteile erreicht werden. Grund dafür sind die langsameren Speichereinstellungen („Timings“), die erst die höhere Taktfrequenz ermöglichen.
Ähnlich wie beim Rambus-Speicher, setzte Intel zuerst auf die neue Technologie. Aber erst als AMD neue Prozessoren mit DDR2-Unterstützung herausbrachte und Taktraten von 800 Megaherz (DDR2-800) möglich waren, konnten geringe Geschwindigkeitsvorteile erreicht werden.
Viele Hersteller bieten mittlerweile Speicher an, die noch höhere Frequenzen zulassen. Bei diesem Arbeitsspeicher fallen die Geschwindigkeitszuwächse gegenüber DDR1 ein Vielfaches höher aus. Jedoch erfordern sogenannte „Overclocking-Speicher“ umfangreiche Kenntnisse zur Hauptplatine: Es ist notwendig einige Einstellungen im „BIOS“ (Betriebssystem der Hauptplatine) zu ändern.
Neben gängigen Größen von 256 bis 1024 Megabyte ist bei DDR2 auch die Speichermodul-Größe von 2048 Megabyte möglich. Das ist neben dem geringen Stromverbrauchs ein weiterer entscheidender Vorteil der Technologie. Besonders speicherhungrige Betriebssysteme wie Windows Vista in der 64-Bit-Version profitieren davon.
DDR3 ist die Weiterentwicklung von DDR2. Geboten werden eine niedrigere Spannungsversorgung (1,5 statt 1,8 Volt) und höhere Taktraten. Geschwindigkeitsvorteile sind gegenüber DDR2 momentan kaum auszumachen.
Für Nutzer die ihren Computer mit einer neuen Hauptplatine aufrüsten möchten, bieten einige Hersteller Mainboards für DDR2- und DDR3-Arbeitsspeicher an. So können Sie erstmal noch den günstigeren DDR2-Speicher nutzen und später auf DDR3 wechseln.
Gängige Größen sind 256 bis 8192 Megabyte (8GB) mit einer Taktfrequenz von 1066 (DDR3-1066/PC3-8500), 1333 Megaherz (DDR3-1333/PC3-10667), 1600 Megaherz (DDR3-1600/PC3-12800) und 1866Megaherz ( DDR3-1866/PC3-14900).
DDR4 ist die aktuellste Speichergeneration. Er hat eine Betriebsspannung von 1,2V und wird in den aktuellen Geräten verbaut die mit Intel Skylake Prozessoren bestückt sind.
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