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«Kein Bedarf», spotteten Ärzte, als Tadeus Reichstein seine Erfindung 19322 vorstellte: ein Verfahren, um Vitamin C – Ascorbinsäure – herzustellen. Roche erwarb das Patent dennoch und heckte eine neuartige Marketingstrategie aus: Das Wunderpräparat sollte nicht Krankheiten bekämpfen, sondern präventiv wirken und die Leistungsfähigkeit fördern. Das tat es auch, denn Vitamin C stärkt das Immunsystem nachweislich. Das Vitamingeschäft trat Roche zwar 2003 an DSM ab. Diese produziert bis heute Vitamine in Sisseln; das «C» allerdings im schottischen Dalry.
Reichstein seinerseits betrat auch in der Erforschung von Hormonen Neuland. Er ging als erster Nobelpreisträger der Universität Basel in die Geschichte ein.