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Eine Bewegung gegen Stromausfälle könnte Senegals Wahlen entscheiden.
Im Senegal wurde auch heute wieder gegen den Präsidenten demonstriert. Das Ziel der Protestierenden: die erneute Kandidatur des 85jährigen Präsidenten, Abdoulaye Wade, zu verhindern. Es ist umstritten, ob die Verfassung eine dritte Amtszeit erlaubt.
Ihren Ursprung haben die Proteste gegen den Präsidenten in einem Aussenquartier der Hauptstadt Dakar, vor einem Jahr starteten dort einige Junge die Bewegung «Y’en a marre». Gegründet von Rap-Musikern, Journalisten und ihren Freunden.
Am Sonntag wird im westafrikanischen Land gewählt. Und auch wenn der Präsident sich kaum mehr vor der Wahl zurückziehen wird, «Y’en a marre» hat im ersten Jahr seines Bestehen viel erreicht.
Ausgestrahlt in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS. Und in einer kürzeren Variante in der Rubrik «Podium» des Deutschlandfunks.
Diese Reportage war das wichtigste Ziel meiner Reise nach Senegal. Ich hatte den Sprecher der Gruppe, Fadel Barro, im September bereits einmal getroffen. Vor meiner Anreise im Februar teilte ich ihm mein Anliegen mit – am liebsten hätte ich ja ein Konzert von Rappern der Gruppe besucht. Er sagte, es werde sicher Anlässe geben in meinen 9 Tagen vor Ort.
Es war dann relativ schwierig. Ein Mitglied von «Y’en a marre» hatte das Studio eines anderen Rappers demoliert. Das beschäftigte die Gruppe ziemlich intensiv. Und deshalb fanden die Sitzungen hinter verschlossener Türe statt. Als die Gruppe schliesslich eine Medienkonferenz einberief, war ich logischerweise auch dabei. Und endlich wurde mir erlaubt, bei der Sitzung nach der Konferenz dabeizusein. So kam ich doch noch an lebendige Diskussionstöne von «Y’en a marre».