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Moment magnitude scale (Mw)
Die Mw-Skala ist die am meisten verwendete Magnitudenskala für Erdbeben. Sie wurde 1970 durch Hiroo Kanamori, Professor am California Institute of Technology, entwickelt. Sie hat die um 1930 entworfene Richterskala abgelöst. Der in den Medien verwendete Begriff "Richterskala" ist nicht korrekt.
Wissenschaftler sprechen bei der verwendeten Erdbebenstärkeskala von "Magnitude". Magnituden können mit verschiedenen Formeln berechnet werden. Die Mw-Magnitudenskala erlaubt präzisere Aussagen über den Bebenstärke, unabhängig davon wie tief das Hypozentrum des Erdbebens lag.
Modified Mercalli intensity scale (MMI)
Im Gegensatz zu der Richterskala und der Mw-Skala misst die MMI nicht die Magnitude sondern die Intensität des Erdbebens. Die MMI-Skala verwendet römische Zahlzeichen, während die Richterskala und die Mw-Skala arabische Zahlen verwenden.
Die Erdbebenintensität ist ein Mass dafür, wie ein Erdbeben von den Menschen empfunden wird und welche Art von Schäden es hervorgerufen hat. Ein direkter oder proportionaler Zusammenhang zwischen der Magnitude und der Intensität eines Erdbebens besteht nicht. So kann ein M7-Erdbeben grössere Zerstörungen hervorrufen als ein M8-Erdbeben.
Dien Verwendungen der Magnitudenskalen hat dazu geführt, dass die Menschen die zerstörenden Wirkungen von Erdbeben mit kleineren Magnituden unterschätzt haben. Ein M6-Erdbeben kann eine Intensität von IX haben und grosse Schäden verursachen und viele Menschenleben fordern.
The Japan Meteorological Agency seismic intensity scale (JMA)
Die JMA misst wie die MMI die Erdbebenintensität. Im Gegensatz zur MMI-Skala mit ihren 12 Abstufungen (I bis XII) verwendet die JMA-Skala nur die sieben Stufen I bis VII. Die MMI wird weltweit verwendet, die JMA nur in Japan und Taiwan.
Prompt Assessment of Global Earthquakes for Response (PAGER)
PAGER ist eine neue Technologie, welche von USGS entwickelt wurde. PAGER vergleicht das aktuelle Erdbeben u.a. mit den Bevölkerungszahlen, den Siedlungsräumen und den Angaben von vergangenen Erdbeben in dem vom Erdbeben betroffenen Region. PAGER schätzt so die möglichen Folgen des aktuellen Erdbebens wie die möglichen Opferzahlen oder wirtschaftlichen Schäden. PAGER überträgt die Ergebnisse der Abschätzung mit Farben auf eine Karte. PAGER verwendet die Intensitätswerte von I bis X.
Quelle IRIN
Seit etwa 1935 wird die Stärke eines Erdbebens mit Hilfe der Magnituden-Skala, auch Richter-Skala genannt, angegeben. Die Magnitude ist ein logarithmisches Mass für die im Erdbebenherd freigesetzte Energie und wird mittels instrumenteller Aufzeichnungen berechnet.
Es ist daher auch sofort einsehbar, dass selbst eine grössere Anzahl von kleinen Erdbeben nicht die Rolle eines einzigen starken Erdbebens beim Spannungsabbau in der Erdkruste ersetzen und so dieses verhindern kann.
Mit Hilfe der zwölfstufigen Intensitäts-Skala (Mercalli-Sieberg-Skala (Europäische Mikroseismische Skala EMS 98)) werden die Auswirkungen eines Erdbebens auf Mensch, Bauten und Umwelt klassifiziert. Im Gegensatz zur Magnitude wird die Intensität mit römischen Ziffern angegeben.