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Paul Leo Glocker
|Paul Leo Glocker|
|* 1900 in Basel|
|† 1988|
|Kunstmäzen, Unternehmer|
Text Ehrentreppe[Bearbeiten]
Paul Leo Glocker wurde 1900 in Basel geboren. Dort besuchte er das Realgymnasium, bevor seine Eltern 1925 mit ihm nach Grenchen übersiedelten, wo er die Bezirksschule besuchte. Später entschied er sich für eine Lehre als Mechaniker, Etampesmacher und Kalibrist. Seine ersten beruflichen Erfahrungen machte er in der Firma Baumgartner Frères AG und widmete sich neben seiner Beschäftigung auch intensiv dem Selbststudium. Er hatte eine Begabung mechanische Zusammenhänge zu erkennen und zu optimieren und entwickelte daher schon früh eigene Maschinen. 1915 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete die Ebosa SA, die sowohl Uhren wie auch Uhrenbestandteile verkaufte. Glockers Erfolgsgeheimnis war unter anderem sein Einfallsreichtum und seine technische Affinität, die es ihm erlaubte, eigene Maschinen für spezielle Fertigungsvorgänge zu entwickeln und sich so einen Vorteil vor der Konkurrenz zu verschaffen. Die von ihm entwickelten Werkzeugmaschinen und Montageautomaten verkauften sich weltweit. 1933, 1936 und 1937 musste das Fabrikgebäude erweitert werden, um der stetig steigenden Zahl an Beschäftigten Platz zu bieten. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit interessierte sich Glocker stark für die Kunst und Kultur. Er förderte die Künste und versuchte sich auch selbst als Maler. Seine Bilder wurden sogar in einige Kunstsammlungen aufgenommen. Zudem war Glocker Präsident der Kunstkommission, des Roskopf-Verbandes und des Industrieverbandes sowie Förderer der Triennalen und des Theatervereins in Grenchen. Während seiner Tätigkeit in der Baukommission setzte er sich stark dafür ein, dass der junge Architekt Ernst Gisel mit dem Bau des Parktheaters beauftragt wurde. Auch in Bereich Sozialwesen war Paul Glocker ein Vordenker: Bereits 1939 führte er für seine Arbeiterschaft die Altersvorsorge ein. Ausserdem kaufte die Ebosa SA 1962 Land westlich des Eichholz-Schulhauses, um es mit Arbeiterwohnungen zu überbauen. 1975 bekam Paul Leo Glocker für sein Engagement den Grenchner Kulturpreis verliehen.
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Quellen[Bearbeiten]
- KAUZ, Daniel et al., Stadt Grenchen (Hrsg.), Vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole. Grenchen im 19. und 20. Jahrhundert, Grenchen 2018, S. 230.
- MARTI, Willy, 80 Jahre Paul Glockner. 55 Jahre Ebosa, Grenchen 1980.