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Schlaflosigkeit beeinflusst die Gesundheit. Damit Sie wieder durchschlafen können, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Ob Sie einen ärztlichen Rat einholen, es mit Sophrologie versuchen oder sich an eine/n Kräuterkundige/n wenden, ist Ihnen überlassen. Hauptsache Sie können wieder geruhsam schlafen.
Ratschläge von Dr. Raffray
Gemäss Dr. Tifenn Raffray sollten Medikamente gegen Schlaflosigkeit eine Ausnahme bleiben. Schlafmittel können über einen kurzen Zeitraum unterstützend wirken, sollten aber nicht länger als ein paar Wochen eingenommen werden. Über einen längeren Zeitraum gesehen, gibt es billigere und effizientere Methoden. Zum Beispiel die kognitive Verhaltenstherapie. Diese Therapie soll den Patienten die systematische Selbstbeobachtung näher bringen, um krankmachender Verzerrung aus eigener Kraft gegensteuern zu können. Die Verhaltenstherapie kann spezifisch gegen chronische Schlaflosigkeit ausgerichtet werden.
Eine Methode ist zum Beispiel, dass Sie die Zeit, die Sie im Bett verbringen bewusst einschränken. Sie legen zum Voraus fest, wie lange Sie schlafen möchten und bleiben keine Minute länger als geplant im Bett. Wenn Sie diese Zeit verkürzen, verbessert sich die Qualität des Schlafs und verringert das Risiko, dass Sie unterbrochen werden. Leider ist diese Behandlung in der Schweiz noch nicht weit verbreitet. Die Hausärzte kennen diese Therapie so gut wie gar nicht, da diese nur wenig gelehrt wird. Nur 1,4% der Patienten haben Zugang zu dieser Behandlungsmethode. In Europa und den USA wird vor der Einnahme von Medikamenten die kognitive Verhaltenstherapie empfohlen.
Die Ratschläge von Michèle Freud, Urenkelin von Sigmund Freud, Sophrologin und Psychotherapeutin:
- Die Zeichen für Schlaf erkennen: Gähnen, müde Augenlider, stechende Augen, taube Glieder.
- Rituale am Abend festlegen, weit weg von übermässigen Reizen und Bildschirmen. Sie können die Sachen für den nächsten Tag bereit machen oder einen Moment lesen. Das Ziel ist es, dass Sie sich mental auf das Schlafen vorbereiten.
- Eine beruhigende Umgebung schaffen. Jedoch nicht zu warm (18°- 20°C), ruhig und dunkel. Ein Bett, in dem Sie sich wohlfühlen, weich und unterstützend, mit einem passenden Kissen und einer warmen Bettdecke. All diese Faktoren helfen für einen gesunden Schlaf.
- Ein gesunder Lebensstil ist gut für gesunden Schlaf. Bewegung, etwas Sport machen (nicht direkt vor dem Schlafen), abends leicht essen und Alkohol sowie aufputschende Getränke vermeiden.
- Für Ruhe sorgen und emotionale oder intellektuelle Überstimulation vor dem zu Bett gehen vermeiden.
Was sagt Germaine?
Die Kräuterkundige Germaine Cousin-Zermatten kennt eine Pflanze für jedes Wehwechen. Um gut zu schlafen, empfiehlt Grossmutter Weide eine Tasse heisse Milch mit einem Löffel Honig und einer Prise Lotus corniculatue (gewöhnlicher Hornklee). Am Abend vor dem zu Bett gehen getrunken, hilft das Getränk für einen besseren Schlaf – und das 100% natürlich.