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Sifu Lo Man Kam
Sifu Lo Man Kam wurde 1933 in Fo-Shan, China geboren. Er war der Neffe des letzten verstorbenen Wing Chun-Grossmeisters, Yip Man, zu dessen ersten Schülern er gehörte. Später folgte er seinem Onkel nach Hongkong, wo er viele weitere Jahre mit ihm trainierte. 1956 ging er – von seinem Onkel ermutigt – nach Taiwan, wo er das junge Volk Hongkongs repräsentierte, die Militärschule besuchte und unter anderem als Personenschützer des Sohns des Präsidenten Chiang Kai-Shek arbeitete.
1974 eröffnete er die erste und damals einzige Wing Chun-Schule in Taipeh. Gleichzeitig unterrichtete er die SWAT-Teams als Ausbilder mehrere Jahre lang im waffenlosen Kampf und schrieb ein Standardwerk über Nahkampftechniken für das Taiwaneser Polizcorps. Aktuell ist der inzwischen 81-jährige immer noch – im Auftrag der Regierung – der zuständige Trainer im Ausbildungszentrum in Taipeh.
Trotz seiner zahlreichen Erfolge stellt Lo Man Kam sein Können niemals in den Vordergrund. Bis zum heutigen Tag unterrichtet er Wing Chun in seiner klassischen Form – mit besonderer Akzentuierung der „weichen Prinzipen“ und des „Feelings“: So, wie es sein Onkel Yip Man zu Beginn seiner Lehrtätigkeit in Fo-Shan selbst unterrichtet hat.
Lo Man Kams Schule wird heute von Schülern aus der ganzen Welt besucht.