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Hollands "jazz-clown“ ist gestorben
25.07.2010 Der holländische Jazz-Saxofonist, -Klarinettist, -Komponist und –Bandleader Willem Breuker („der Jazz-Clown“) ist gestorben (* 4. November 1944 in Amsterdam, Nordholland; † 23. Juli 2010 ebenda). Auch in der Schweiz sehr bekannt und beliebt wurde er v.a. durch das und mit dem Willem-Breuker-Kollektief.
Das Willem-Breuker-Kollektief gehörte zu den international bedeutendsten und bemerkenswertesten Jazz-Formationen. Seine Art des Musizierens und die vielfältigen Arrangements dürften wohl einmalig in der Welt sein, auch nach über 35 Jahren Musikpraxis. Seine erfolgreichen Konzertreisen rund um die Erde, von Japan über Europa bis in die USA und nach Kanada, führten diese neue Musikform in weite Publikumskreise ein. Unter den modernen Jazz-Gruppen nahm das Willem Breuker Kollektief wegen seines eigenwilligen Stils immer eine besondere Stellung ein. Die Faszination, die von ihm ausging, lag im Gesamtkonzept der Band begründet: der Mischung aller musikalischen Stile und Formen, oder anders gesagt: der Verbindung von Kunstmusik mit Formen der populären Musik. Das geschah nicht ohne Ironie, die von den Musikern noch durch theatralische Aktionen unterstrichen wurde. So kam eine mit viel Humor und Klamauk perfekt vorgetragene 'Musikclownerie' heraus, die in der internationalen Jazz-Szene Ihresgleichen suchte und nun suchen wird.
wbk
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