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An Bord des in der Adria treibenden Frachters mit Flüchtlingen an Bord waren deutlich mehr schutzsuchende Menschen als bislang bekannt. An Bord der «Blue Sky M» seien rund 900 Flüchtlinge gewesen, teilte die italienische Küstenwache am Mittwoch mit.
Sie stammten überwiegend aus Syrien. Unter ihnen war auch eine schwangere Frau kurz vor der Niederkunft.
Nach Angaben der Küstenwache konnten die Menschen an Bord nur knapp vor einer Katastrophe bewahrt werden. In einer Nachricht über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte die Küstenwache mit, dass die Maschinen des Schiffs so eingestellt gewesen seien, dass es auf Kollisionskurs mit der felsigen Südküste Italiens stand.
Demnach wäre der Frachter ohne das Eingreifen der italienischen Behörden auf die Küste in der Region Apulien geprallt.
Die griechische Küstenwache hatte am Dienstagnachmittag einen Notruf von einem Insassen des Schiffes erhalten, der berichtete, der Frachter werde von schwer bewaffneten Männern gesteuert. Offenbar nahmen die griechischen Behörden jedoch nur eine oberflächliche Überprüfung des Schiffes vor der Insel Korfu vor und genehmigten die Weiterfahrt nach Italien.
Am Mittwochmorgen traf die «Blue Sky M» im süditalienischen Hafen Gallipoli ein, nachdem italienische Soldaten auf dem Schiff eintrafen und dieses auf Kurs brachten. (aeg/sda/afp)