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Lateinamerikaner haben einen ganz anderen Umgang mit Zeit, als wir. Der Kontinent ist polychron. Das heisst mit anderen Worten: Zeit ist hier das Mittel, nicht das Ziel. Vereinbaren Sie deshalb keine Termine kurz vor Feiertagen, vermeiden Sie die Wochen vor und nach Weihnachten und Ostern. In den betroffenen Ländern vermeiden Sie die Wochen des Karnevals sowie der Unabhängigkeitsfeiern.
Die besten Zeiten für Reisen und Business sind April/Mai und September/Oktober. Denken Sie daran, dass die Jahreszeiten auf der südlichen Halbkugel unseren entgegengesetzt sind.
Prüfen Sie bei langfristiger Terminierung kurz vorher unbedingt nach und lassen Sie sich die Einhaltung des Termins schriftlich bestätigen.
Costa Rica gilt als das pünktlichste Lateinamerikanische Land. Es kann gut sein, dass Sie auf ihren Geschäftspartner warten müssen. Von Ausländern hingegen wird pünktliches Erscheinen erwartet. Ausser bei Einladungen am Abend ist es nicht unhöflich, sondern fast Regel und Gebot, 30 bis 60 Minuten „zu spät“ einzutreffen. Um sicher zu gehen, fragen Sie die exakte Zeit nach.
Rechnen Sie in der Regel eher mit zähen Verhandlungen als mit schnellen Entscheidungen.
Bei förmlichen privaten und gesellschaftlichen Einladungen gilt beim Betreten des Raumes eine kurze Verbeugung gegenüber allen anderen. Lassen Sie sich dann vorstellen und reichen Sie dem Gegenüber die Hand. Bei weniger formellen Begegnungen, unter anderem bei normalen Geschäftsterminen, machen Sie selber die Runde und stellen Sie sich vor.
Körperkontakt wird in Lateinamerika nicht gescheut. Auch bei Personen des gleichen Geschlechts ist Körperkontakt im Business üblich. Schon bei der zweiten Begegnung ist eine Umarmung unter Geschäftspartnern durchaus üblich. Frauen berühren den Oberarm oder küssen sich auf die Wange. Berührungen im Gespräch sind häufig. Weichen Sie diesen Angeboten der Nähe nicht aus.
Tabuthemen: historisch problematische Situationen. Auch das Problem der illegalen mexikanischen Einwanderer in die USA und die Drogenmafia sind tabu. Reden Sie dagegen über Sport, Kunst und vor allem über sich selbst: die Familie, Beruf, Freizeittätigkeiten. Nehmen Sie persönliche Fragen nicht übel.
Das korrekte Erscheinungsbild heisst in Südamerika in der Regel konservativ, Anzüge in dunklen oder grauen Farben. Mehr Informationen zum Thema Kleidung in Südamerika.
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