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Eine Verhaltensänderung in den Familien in Bezug auf die sexuelle Gesundheit ist einfacher zu erreichen, wenn die Frauen gebildet sind. Die Schulbildung von Mädchen wird in Mali jedoch für nicht so wichtig gehalten, weil sie traditionell früh verheiratet werden. Schulbildung und sexuelle Gesundheit stehen in engem Zusammenhang. So beeinflussen die Dauer des Schulbesuchs und das Bildungsniveau das Heiratsalter, die Paarbeziehung, die Verwendung von Verhütungsmitteln, Beschneidung, Ernährung und die Säuglings- und Kleinkindpflege. Schulbildung wirkt sich auf die Mütter- und Kindersterblichkeit aus.
Ziel dieses Projekts ist, in der Schule verstärkt Wissen im Bereich Gesundheit, Sexualität und Rechte zu vermitteln. Das neu erworbene Wissen über die Verwendung von Verhütungsmitteln oder die Risiken einer Beschneidung tragen dazu bei, dass junge Mädchen und Jungen einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität entwickeln. Sie sind sich über ihre Rechte im Klaren und können auf ihre Gesundheit Einfluss nehmen. So werden Risikoschwangerschaften, Schwangerschaften in zu kurzer Folge oder in zu jungem Alter vermieden und die Gesundheit des Neugeborenen begünstigt.
An den Schulen sollen 2‘700 Jugendliche erreicht werden. Das Projekt ermöglicht ausserdem 130 Mädchen aus extrem armen Verhältnissen einen Schulbesuch. Des Weiteren umfasst das Projekt Aus- und Weiterbildungen für Eltern, Lehrer, religiöse Autoritäten oder Dorfchefs. Gesprächsrunden, Videovorführungen und Radiosendungen zu Familienplanung, Beschneidung und Recht, Vorteile der Einschulung von Mädchen richten sich an die breite Bevölkerung. Projektzone ist die Gemeinde von Pelengana in der Region von Ségou, wo rund 82'000 Menschen wohnen.