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Ein spezielles Bild am letzten Freitagmittag vor dem Springbrunnen im Volksgarten in Glarus. Lila Flaggen und Plakate zeigen die Forderungen der rund 200 Frauen, die sich im Rahmen des zweiten Schweizer Frauenstreiks versammelten. Nachdem im Jahr 1991 zum ersten Mal die Frauen in der Schweiz gestreikt haben, sei zwar vieles verbessert worden, betonte Gastreferentin und Feministin Zita Küng. «Von Gleichstellung kann aber noch nicht die Rede sein.» Diese Aussage unterlegte sie mit drei Zahlen.
100 steht dabei für die 100 Milliarden Franken, welche die Frauen pro Jahr weniger verdienen im Vergleich zu den Männern, obwohl sie gleichviel arbeiten. 248 steht für 248 Milliarden Franken, der Summe der unbezahlten Arbeit von Frauen pro Jahr. Mehr als die gesamten Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen. Und die 1 steht für die Stunden, welche die Frauen pro Jahr unbezahlt allein für die Betreuung von Kindern aufwenden. Damit es auch zum Thema Lohngleichheit im Kanton Glarus vorangeht, haben rund 780 Personen eine Petition unterschrieben, welche im Rahmen des Streiks im Volksgarten dem Regierungsrat in Person von Marianne Lienhard übergeben wurde. In dem Papier wird Lohntransparenz und Lohngleichheit in der Verwaltung gefordert sowie die Erhöhung des Frauenanteils in politischen und wirtschaftlichen Führungspositionen. Zudem soll der Kanton untersuchen, wie es um die Gleichstellung im Glarnerland bestellt ist. Eine Fachgruppe soll zudem Massnahmen ableiten, um die Gleichstellung voranzutreiben.