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Die israelische Bank Leumi hat sich in der Auseinandersetzung um unversteuerte US-Kundenvermögen mit den US-Behörden geeinigt. Die Bank gibt laut Mitteilung der US-Justizbehörden vom Montagabend zu, dass sie US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen hat. Die auch in der Schweiz tätige Leumi hat mit der US-Justiz ein sogenanntes «Deferred Prosecution Agreement», ein Abkommen für die Aussetzung der Anklage, abgeschlossen und wird entsprechend nicht angeklagt.
Die Einigung kostet die Bank insgesamt rund 400 Millionen US-Dollar. 270 Millionen gehen dabei an das US-Justizdepartement (DoJ), 130 Millionen US-Dollar muss die Bank an das New York State Departement of Financial Services zahlen.
Schweizer Geschäft in «Kategorie 1»
Von den 270 Millionen US-Dollar an das DOJ entsprächen 157 Millionen einer Busse für US-Steuerzahler, die ihre Konten bei der Schweizer Einheit Leumi Private Bank gehalten hätten. Die Strafzahlung sei denn auch konsistent mit dem Schweizer Bankenprogramm, das die USA und die Schweiz im August 2013 abgeschlossen haben, so das DoJ.
Das Schweizer Privatbank-Geschäft von Leumi gehört zu den hiesigen sogenannten «Kategorie 1»-Banken, die im Visier der US-Justiz stehen. Im Sommer dieses Jahres hatte die Bank Julius Bär die Übernahme der Schweizer Private Banking-Geschäfts von Leumi mit Kundenvermögen von rund 5,9 Milliarden Franken bekanntgegeben. Die rechtliche Einheit blieb aber beim Verkäufer, also der Bank Leumi.
(awp/ise)