Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/180

Allgemeines:
Die Haut des Halses ist über die Jahre speziellen Einflüssen unterlegen. Bewegungen und Faltungen durch Kopfbeugung, sowie Eistauchen durch leichtes Herabtreten der Haut aus dem Gesicht, machen den Hals zu einer Region des relativen Hautüberschusses. Oft wird dies verstärkt durch eine Abnahme des Fettgewebes am Hals über die Jahrzehnte. Ziel der Behandlung ist es der Haut im Halsbereich einerseits die Spannkraft wieder zu geben und andererseits kleine Fältchen durch Blockierung der feinen Hautmuskeln zu beseitigen. Darüber hinaus hat die Haut des Halses meist eine Fläche, welche ein Quadratdezimeter überschreitet und folglich eine grössere Menge von Medikamenten benötigt.
Behandlung:
Als Medikament kommt ein Gemisch aus einem speziellen Hyaluron zum Einsatz, welches einen starken gewebsaufbauenden Reiz setzt. Dazu werden einige Einheiten von Botulinum Toxin Typ A (auch Botox genannt) gegeben und mit NaCl verdünnt. Dies gibt ein Gemisch von 7ml, welches gleichmässig mittels Mikro-Kanüle unter der Haut des Halses verteilt wird.
Wirkung:
Das spezielle Hyaluron führt zu einer Kollagen- und Elastin- Neogenese.
Das heisst Kollagen (welches die Grundstruktur des Bindegewebes ist) und Elastin (welches die Elastizität des Gewebes erzeugt) werden nach Gabe der Medikamente verstärkt aufgebaut; die Wirkung bleibt langfristig bestehen. Das Botulinum-Toxin Typ A hemmt vorübergehend die Kontraktion der feinen Hautmuskeln und glättet die Haut.
Wirkdauer:
Das Hyaluron wirkt neogenetisch, d.h. gewebsaufbauend und folglich nachhaltig über Monate bis Jahre. Man kann es sich vorstellen wie «Dünger für eine Pflanze»; das spezielle Hyaluron bewirkt, dass das Gewebe wieder «aufblüht» ist aber nach Monaten bis Jahren dann auch wieder verbraucht.
Schmerzen:
Mikrokanülen sind eine feine und nahezu schmerzfreie Art der Verteilung von Hyaluron im Bereich des Fettgewebes unter der Haut. Dieses Fettgewebe ist nämlich nahezu unsensibel auf Schmerzen. Lediglich die kleinen feinen Einstiche in die Haut im Bereich des Zugangsweges der Kanülen sind spürbar, ähnlich dem Stich einer Mücke oder einer Akkupunkturnadel. Die Substanz selbst führt weder zu einem Brennen noch einem Reizen des Gewebes.
Risiko:
Da im Halsbereich lebensversorgende Gefässe und Nerven verlaufen, empfiehlt sich die Behandlung nur von erfahrenen ästhetischen Ärzten durchführen zu lassen, welche wissen wo genau die hirnversorgenden und andere Gefässe verlaufen.
Nachkontrolle:
Nachkontrolle nach 1 Monat empfehlenswert.
Nachbehandlung:
Nachbehandlung nach 12-18 Monaten ist empfehlenswert, um das Gewebe langjährig frisch zu halten.