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Ein einflussreicher US-Senator ist wegen Korruption angeklagt worden. Robert Menendez würden unter anderem Bestechlichkeit und Falschaussage vorgeworfen, erklärte ein Sprecher des US-Justizministeriums am Mittwoch. Der Anklage gehen zweijährige Ermittlungen voraus.
Die Anschuldigungen drehen sich um einen Augenarzt aus dem Staat Florida, der ein enger Freund und grosszügiger Wahlkampfspender des Senators ist. Menendez soll bei der US-Regierung interveniert haben, um Geschäftsinteressen seines Freundes in der Dominikanischen Republik durchzusetzen.
Der 61-Jährige soll sein Amt auch genutzt haben, um ausländischen Freundinnen des Arztes Visa zu verschaffen. Er soll ihm ausserdem geholfen haben, Streitigkeiten über Abrechnungen staatlicher Versicherungsprogramme in Höhe mehrerer zehn Millionen Dollar beizulegen.
Der Senator aus dem Bundesstaat New Jersey liess sich von dem Arzt Medienberichten zufolge zudem in den Karibikstaat einladen und zahlte die Flugkosten erst nach der Aufnahme von Ermittlungen vor rund zwei Jahren zurück.
Anfang März hatte Menendez bei einem Presseauftritt jegliche Vorwürfe zurückgewiesen und gesagt, er habe sich stets an die Gesetze gehalten. Bis Anfang des Jahres, bevor die Republikaner die Kontrolle über den Senat übernahmen, leitete der demokratische Senator in der Kongresskammer den wichtigen Ausschuss für Auswärtige Beziehungen. (feb/sda/afp/dpa)