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Juckreiz & Trockenheit Vagina
Was ist das Problem?
Ganz ähnlich wie in der Stillphase ist auch bei Frauen in den Wechseljahren vaginale Trockenheit an der Tagesordnung. Viele Frauen spüren die Trockenheit nur während des Geschlechtsverkehrs, während andere sie täglich verspüren. Die Trockenheit wird von anderen Empfindungen wie Kribbeln, Juckreiz oder Reizungen begleitet. Die Symptome der vaginalen Trockenheit können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und von leichten Beschwerden bis hin zu einer erheblichen Störung reichen.
Scheidentrockenheit kann dich anfälliger für Hefepilzinfektionen machen, da das Gewebe seine natürlichen Abwehrkräfte verliert. Du kannst auch anfälliger für eine bakterielle Vaginose sein, bei der die normalen Bakterien, die normalerweise gesund in der Vagina leben, aus dem Gleichgewicht geraten.
Was sind die Ursachen dafür?
Die Senkung des Östrogenspiegels führt häufig dazu, dass das Gewebe der Vulva und der Vagina dünner, trockener und weniger elastisch wird, was als Atrophie bezeichnet wird. In dieser Zeit nimmt auch die Scheidensekretion ab, was zu einer verminderten Gleitfähigkeit führt. Östrogenabfälle verändern den pH-Wert der Vagina, wodurch die ehemals saure Umgebung alkalischer wird, was zu einer erhöhten Reizung und der Wahrscheinlichkeit einer Vaginalinfektion führen kann.
Was sind verfügbare Lösungsansätze?
Glücklicherweise gibt es mehrere Lösungen. Um den Komfort beim Geschlechtsverkehr zu verbessern, ist ein herkömmliches Gleitmittel auf der Basis von Wasser und Glycerin bereits sehr wirksam. Seine Wirkung ist jedoch nur kurz, da es schnell verdunstet.
Einige Gleitmittel auf Polyacrylamidbasis bilden einen feuchtigkeitsspendenden Film und wirken länger. Es gibt auch Gleitmittel auf der Basis von Hyaluronsäure, die feuchtigkeitsspendend und beruhigend wirkt. Die heilenden Eigenschaften der Hyaluronsäure lindern das Brennen, Kribbeln und die Reizungen der Vulva, die mit gelegentlicher vaginaler Trockenheit einhergehen. Diese Art von Gleitmittel wirkt länger als wasserbasierte Gleitmittel und wird ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr aufgetragen.
Wenn die Scheidentrockenheit dauerhaft ist und sich nicht nur auf den Geschlechtsverkehr auswirkt, gibt es auch Gleitgele mit längerer Wirkungsdauer. Sie sind meist auf Hyaluronsäurebasis und helfen, die Spannkraft und Elastizität der Schleimhaut zu erhalten. Die vaginale Östrogentherapie ist ebenfalls eine Option bei der Behandlung von vaginaler Trockenheit und kann aufgrund der minimierten Aufnahme des Medikaments in den Blutkreislauf eine Alternative mit einem geringeren Risiko für Nebenwirkungen als die Hormonbehandlung sein.
Erkundige dich bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen, um gut beraten zu werden. Zögere nicht, die Produkte zu wechseln, bis du das richtige für dich gefunden hast.
Hinweis: Die vaginale Lasertherapie ist eine Technik, die die Symptome der vaginalen Atrophie lindern kann. Mithilfe von Laserenergie wird das Vaginalgewebe behandelt und die Kollagenproduktion gesteigert. Auch hier wird dich dein Arzt beraten können.