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Der Bernjurassische Rat (BJR) und der Rat für französischsprachige Angelegenheiten des zweisprachigen Amtsbezirks Biel (RFB) rufen die Bevölkerung des Kantons Bern auf, die No-Billag-Initiative abzulehnen. Der Initiativtext gefährdet die regionalen Medien, das Recht auf Information und den nationalen Zusammenhalt. Der RFB und der BJR nehmen auch beunruhigt die Umstrukturierungen zur Kenntnis, von denen die Schweizerische Depeschenagentur (sda) bedroht ist.
Der RFB und der BJR lehnen die No-Billag-Initiative, die am 4. März zur Abstimmung kommt, kategorisch ab. Sollte diese Initiative angenommen werden, würde sie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ernsthaft gefährden. Für 34 private Radio- und Fernsehsender - namentlich für die Regionalsender Canal3, Radio Jura bernois (RJB), TeleBielingue und Canal Alpha - würde diese Initiative eine massive Schwächung oder gar das Aus bedeuten.
Unterstützung auch für die sda
Ab 2019 wird die Schweizerische Depeschenagentur (sda), die in der Schweiz für eine neutrale, zuverlässige und überprüfte Information steht, ebenfalls einen Teil der Gebühren erhalten. Der RFB und der BJR nehmen auch beunruhigt die Umstrukturierungen zur Kenntnis, von denen die sda bedroht ist. Bei einer Aufhebung der Gebühren würde diese Institution, welche für die Informationsverbreitung in allen Schweizer Sprachregionen von höchster Bedeutung ist, noch mehr geschwächt.
Ein Franken pro Tag, um die Informationsfreiheit zu gewährleisten
Die Gebühr wird per 2019 auf 365 Franken gesenkt und nicht mehr durch die Billag erhoben. Das sind ein Franken pro Tag, um weiterhin Informationen aus Sport, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in der eigenen Sprache zu bekommen, die Informationsfreiheit zu garantieren und der Westschweiz ihren Platz in der schweizerischen Medienlandschaft zu sichern.
Ein NEIN zur Rettung der Information auf Französisch
Ohne Gebühr werden keine lokalen und nationalen Informationen mehr produziert. Dies wäre vielleicht noch bei den Print-Medien der Fall, die wirtschaftlich ebenfalls unter enormem Druck stehen. Ohne Produktion von Inhalten gibt es nichts zu teilen, ob kostenlos oder nicht. Die einzigen zugänglichen Informationen wären jene der grossen Medien- oder Handelskonzerne in der Deutschschweiz oder im Ausland. Die Westschweizer und Tessiner Märkte wären beide zu klein, um in der Schweiz die audiovisuellen Medien mit Beiträgen auf Französisch und Italienisch zu bedienen.