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Ich lebe bei Lance. Ist es wirklich das, was ich verdiene? Zumindest ist es das, was ich bekommen habe. Oder richtiger, was ich selbst gewählt habe. Aber Wade wollte mich ja nicht. Besser für ihn. Ich würde ihm sowieso nur schaden. Wenigstens wohne ich nicht mehr in Eden, habe einen Job, den ich wirklich gerne mag und eigenes Geld. Ich kann mir also Unabhängigkeit vorgaukeln. So lange wenigstens bis ich genauer darüber nachdenke. Weshalb ich wenig denke und so tue, als wäre mir alles egal. Aber wie lange kann man die Augen davor verschließen, dass Mädchen entführt und gequält werden und man selbst etwas dagegen tun könnte? Nicht allzu lange, so viel kann ich schon mal sagen. Anders ausgedrückt, genau die Zeitspanne, in der man sich vormachen kann, nicht in einen bestimmten Detective verliebt zu sein.
Natasha Doyle, Jahrgang 1968, Autorin und Vielleserin, wohnhaft in Niedersachsen. Ist zum Schreiben gekommen, weil dem Frauenbild in Liebesromanen eine Sorte Protagonistin fehlte - die unabhängige, starke Frau, die gerne sehr viel älter als zwanzig sein darf. Es wird keine errötenden Jungfrauen geben, die sich immer und sofort dem starken, dominanten Mann unterwerfen. Jede Protagonistin hat eine eigene Meinung und hält diese auch nicht zurück.
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