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Im Leben von Hansueli Stricker nahm der Alkohol irgendwann eine prominente Stellung ein. Als er sich der Arbeit auf seinem Bauernhof und der Familie nicht mehr gewachsen sah, nahm er darin Zuflucht. Lange war ihm nicht bewusst, dass er abhängig war.
Er konsumierte immer mehr und wurde zu einem Pegeltrinker, der tagsüber regelmässig trank. Es kam vor, dass eine Zehner-Packung Bier bereits am Mittag getrunken war. Einen Liter Schnaps zu konsumieren stellte für Stricker keine Herausforderung dar. Er erzählt, dass der Alkohol einem zurede und nützlich sein wolle, ob in guten oder schlechten Zeiten. Einen Grund sich einen zu genehmigen gab es also immer.
Durch den Alkoholkonsum ging seine Ehe in die Brüche, Stricker lebte in einem Wohnwagen auf dem Hof. Eine Polizeikontrolle erwischte ihn an einem Abend in betrunkenem Zustand und er musste seinen Führerschein für drei Monate abgeben, was bei ihm einen Denkprozess in Gang setzte.
Eine Schwester machte ihn dann auf eine Alkoholpräventionsstelle aufmerksam. Stricker ging mehrmals dorthin und irgendwann kam es so weit, dass er bei einer Freizeitveranstaltung seinen letzten Schnaps trank. Er und seine Frau näherten sich wieder an und beschlossen, ihren Weg wieder gemeinsam zu gehen.
Rückblickend sieht Stricker die ganze Geschichte als Führung von Gott, der in seine Alkoholsucht eingegriffen hat.