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Der Favergesee auf dem Plaine-Morte-Gletscher ist inzwischen komplett ausgelaufen. Der angestaute Gletschersee führt seit Montag praktisch kein Wasser mehr.
Dank der gemässigten Abflussmenge sei es nie heikel geworden, sagte der Lenker Gemeindepräsident Christian von Känel am Dienstag auf Anfrage. Vor einer Woche war an der Simme eine Wassermenge von 12-14 Kubikmetern Wasser pro Sekunde gemessen worden.
Etwas später stieg dieser Wert vorübergehend auf 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, möglicherweise auch wegen der Niederschläge, wie von Känel ausführte. Diese Werte liegen aber deutlich unter den Abflussmengen früherer Sommer, als bis zu 30 Kubikmetern pro Sekunde abflossen.
Insgesamt hat es neun Tage gedauert, bis sich der Gletschersee entleerte, wie von Känel weiter sagte. Der vorübergehende gesperrte Wanderweg direkt an der Simme ist inzwischen wieder offen.
Die Gemeinde hatte die Bevölkerung vor zwei Wochen vor den möglichen Hochwasser gewarnt, da sich der Gletschersee auf rund 2700 Metern Meereshöhe dem Höchststand annäherte. Der See hat ein Fassungsvermögen von 1,5 bis 2 Millionen Kubikmeter Wasser.
Die Gletscherseen auf der Plaine Morte im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis werden mit Kameras und einer Pegelmessung überwacht. Seit mehreren Jahren laufen die Seen jeweils anfangs August aus.