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Das älteste Cabrio der Schweiz fährt wieder
Von Pascal ZinggBekanntlich ist die D 1/3 "Limmat" des Spanisch-Brötli-Bahn-Zuges ein Nachbau aus dem Jahre 1947, somit ist die Ec 2/5 "Genf" der ehemaligen Schweizerischen Centralbahn (SCB) mit Baujahr 1858 die älteste Dampflok der Schweiz. Die Lok fuhr bis 1898, danach diente sie noch einige Jahre als Dampferzeuger, was sie vor dem Abbruch bewahrte. Für das 100-Jahr-Jubiläum der Hauensteinlinie wurde sie 1958 revidiert. Ab 1959 konnte man die Lok im Verkehrshaus in Luzern besichtigen, wobei sie noch zu wenigen Einsätzen bis 1978 kam. Im Jahre 1990 wurde sie einer weiteren Revision unterzogen, es kam jedoch nur zu Testfahrten auf dem Gelände des Depot Biel. Zum 150-Jahr-Jubiläum der Strecke Turgi - Koblenz - Waldshut wurde die Lok nun erneut revidiert. Nach dem die Lok am 9. April erstmals wieder unter Dampf stand, macht sie am 19. April eine erste Testfahrt. Die Lok fuhr mit einem Güterwagen von Brugg über Stein-Säckingen nach Koblenz und zurück. Da die Hauptstrecke Brugg - Stein-Säckingen für so einen Zug wenig interessant ist und die Lok auf dem anschliessenden Abschnitt verkehrt rum am Wagen war, entschloss ich mich gegen Mittag nach Koblenz zu fahren, um dort was im Depot zu machen und anschliessend die Fahrt nach Stein-Säckingen zu dokumentieren.
Als ich in Koblenz ankam und in Richtung Depot schaute, stellte ich fest, dass es dort schon ziemlich orange aussah, ca. 20 Fotografen hatten sich bereits im Depot eingefunden, um die Lok zu fotografieren. Als ich beim Depot eintraf, erkannt ich, dass praktisch alles, was Rang und Namen unter den Dampflokfuzzies hat, anwesend war. Es war sozusagen der harte Kern. Die Loks selbst stand anfangs nicht sehr fotogen vor dem Depot, wurde dann aber auf ein Gleis neben dem Depot rangiert, was den anwesenden Fotografen erlaubte während rund 30 Minuten Typenfotos anzufertigen. Natürlich drückte auch ich mehrmals ab, was die folgenden Fotos beweisen sollen:
Da ich den einen oder anderen Fotografen kannte, war es nicht sehr schwer eine Fahrgelegenheit für die Verfolgung nach Stein-Säckingen zu finden. An dieser Stelle ein Dankeschön an meinen Fahrer fürs mitnehmen. Die beiden Herren, bei denen ich mitfuhr, hatten die Strecke anscheinend schon beim Hinweg ausgekundschaftet und fuhren zielgerichtet zu einer Stelle in Schwaderloch, wo der Zug sehr schön durch die blühenden Bäume fuhr:
Anschliessend überholten wir den Zug, um ihn vor Laufenburg noch einmal zu erlegen:
Da der Zug in Laufenburg durch fuhr, hatten wir keine Chance mehr ihn noch einmal zu erwischen. Nach dem Umsetzen im wunderbar modernisierten Bahnhof von Stein-Säckingen, fuhr der Zug schliesslich Tender voran über den Bözberg. Solche Geschichten sind jedoch alles andere als fotogen, deshalb sind wir ohne weiteres Foto nach Hause gefahren.