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Energie und Bevölkerungsvermehrung: Die Fakten (3)
Der Verbrauch von Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran sowie die stark steigende Erdbevölkerung erwärmen das Klima am meisten.
Red. Ein erster Teil hatte gezeigt, wie historisch einmalig rasant sich das Klima auf der Erdkugel erwärmt und die Meeresspiegel steigen. Ein zweiter Teil zeigte auf, welch grossen Anteil die Menschen an dieser gefährlichen Entwicklung haben. Das Hauptproblem ist der verschwenderische Konsum. Worauf es dabei ankommt, zeigt dieser letzte Teil. Wo nicht anders vermerkt, stützt er sich für die Zahlen auf das neue Buch* von Stephan Buhofer, welches den wissenschaftlichen Konsens ausgezeichnet zusammenfasst.
Irreführende statistische Zuordnungen
Immer wieder verbreiten Medien, dass beispielsweise bei den CO2-Emissionen China an der Spitze sei, gefolgt von den USA, Indien, Russland, Japan und Deutschland.
Rangliste der IEA, 2012
Solche häufig zitierten Emissions-Ranglisten der Länder sind in zweifacher Hinsicht irreführend:
- Es ist trivial, dass Länder mit 1,4 oder 1,3 Milliarden Einwohnern wie China und Indien mehr Treibhausgase verursachen als Länder mit nur 325 oder sogar 8,4 Millionen wie die USA oder die Schweiz. Also muss man die Emissionen pro Kopf der Bevölkerung eines Landes vergleichen.
- Doch selbst ein Pro-Kopf-Vergleich der Emissionen, die innerhalb von Landesgrenze verursacht werden, sagt immer noch zu wenig darüber aus, wie stark die Einwohner eines Landes das Klima tatsächlich belasten. Entscheidend ist, wie viele Treibhausgase die konsumierten, also auch importierten Produkte, abzüglich der exportierten verursachen.
Treibhausgase aufgrund des Konsums vergleichen
Die Verträge zum Klimaabkommen stützen sich auf Emissionen, die landesspezifisch, territorial zugeordnet werden, weil diese aufgrund von Wirtschaftsdaten ziemlich genau zu erfassen sind. Das Berechnen der Emissionen aufgrund des Konsums innerhalb eines Landes ist jüngeren Datums, aufwändiger, ungenauer und methodisch umstritten.
Es nützt jedoch wenig, dass die territorialen Emissionen leichter erfasst werden können, wenn das Resultat den Ländervergleich stark verzerrt. Insbesondere die Industriestaaten der OECD – Westeuropa, USA, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland – kommen viel zu gut weg. In diesen Ländern nahmen die territorialen CO2-Emissionen aus der Nutzung fossiler Energie von 1990 bis 2010 um nur 6 Prozent zu. Gemessen am Konsum in diesen Ländern haben die gleichen Emissionen aber um 22 Prozent zugenommen.
Grund: Die Emissionen importierter, energieintensiver Güter nahm zu.
In der Exportregion Asien ging die Entwicklung in die andere Richtung: Die territorialen Emissionen nahmen dort von 1990 bis 2010 um 197 Prozent zu, die Emissionen des Konsums jedoch nur um 175 Prozent.
In der Schweiz blieben die territorialen Emissionen, die unter das Kyoto-Protokoll fallen, von 1996 bis 2011 etwa konstant. Aus der Konsumperspektive nahmen diese Emissionen um 17 Prozent zu. Diese Zunahme ist zum grössten Teil auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Pro Kopf blieben die Emissionen aus dem Konsum in der Schweiz trotz Anstrengungen zu mehr Effizienz und zum Energieasparen zwischen 1996 und 2011 etwa gleich hoch.
Auch weltweit ist für einen grossen Teil der Zunahme der Treibhausgase in den letzten Jahrzehnten die stark gestiegene Bevölkerung verantwortlich.
CO2-Emissionen durch Energie-Konsum im Vordergrund
Die Konsumgewohnheiten müssten dort verändert werden, wo am meisten klimarelevante Emissionen anfallen. Die menschengemachten Treibhausgasemissionen bestanden im Jahr 2010 zu 76 Prozent aus Kohlendioxid CO2.
Die restlichen Anteile sind zu 16 Prozent Methan (etwa zur Hälfte aus der Landwirtschaft) zuzuordnen, zu 6 Prozent dem Distickstoffmonoxid (vor allem aus der Landwirtschaft) und zu 2 Prozent fluorierten Gasen (Kühlmittel, Industrie).
Die CO2-Emissionen, die drei Viertel aller Treibhausemissionen ausmachen, entstehen wie folgt:
- zu 77 Prozent beim Verbrauch von Energie;
- zu 15 Prozent durch die Landnutzung, vor allem durch das Abholzen von Wäldern.
- zu 8 Prozent durch industrielle Prozesse, insbesondere das Herstellen von Zement.
Am meisten Energie brauchen die Menschen zum Heizen/Klimatisieren sowie im Verkehr.
Die CO2-Emissionen des Verkehrs
Während einer Stunde, die jemand im Verkehr verbringt, entstehen folgende CO2-Emissionen**:
- Etwa 137 Kilo CO2 während einer Stunde in einem Überseeflugzeug, Economy Klasse, je nach Auslastung. Quelle Myclimate;
- Etwa 15 Kilo CO2 bei einer einstündigen Autofahrt, Durchschnittsgeschwindigkeit 90 km/h, je nach Benzinverbrauch des Autos.
- Zwischen 3 und 9 Kilo CO2 während einer einstündigen Fahrt mit einem Bus.
- Zwischen 5,5 und 6,5 Kilo CO2 pro Bahnpassagier während einer Stunde in Deutschland oder England, Durchschnittsgeschwindigkeit 110 km/h. In der Schweiz verursacht die gleiche Bahnstrecke pro Passagier während einer Stunde nur etwa 0,8 Kilo CO2, weil die Bahnen einen grossen Teil des Stroms aus Wasserkraft beziehen.
Bei diesen Zahlen sind die CO2-Emissionen, die bei der Herstellung der Flugzeuge, Autos, Busse und Züge sowie bei der Herstellung und dem Unterhalt der Verkehrsinfrastruktur anfallen, nicht inbegriffen.
Neben dem Personenverkehr verursacht auch der Konsum von importierten Gütern Treibhausgase. So entstehen beim Transport einer kleinen Packung Lebensmittel mit einem Gewicht von 250 Gramm, das per Flugzeug aus Übersee nach Europa transportiert wird, Emissionen von 2 bis 3 Kilo CO2.***
CO2-Emissionen nach Konsumarten
Das deutsche Bundesumweltamt hat die durchschnittlichen Anteile der Pro-Kopf-Emissionen von CO2 für unser Nachbarland ausrechnen lassen:
- 31 Prozent Mobilität (Verkehr)
- 28 Prozent Heizen von Wohnraum
- 15 Prozent Aktivitäten in der Küche
- 11 Prozent Nahrungsmittel
- 5 Prozent Warmwasser
- 2 Prozent Beleuchtung
- 8 Prozent Diverses (Mediennutzung, Wäsche, Kleidung usw.)
Je nach individuellen Lebensgewohnheiten verschieben sich diese Anteile entsprechend. Je nach Einkommen der Haushalte schwankt der Energiekonsum von 10'000 kWh im Jahr und 20'000 kWh. Der Durchschnitt lag in Deutschland im Jahr 2014 bei 13'600 kWh.
Vermehrung der Menschen als Hauptursache
Rund 70 Prozent der weltweit von Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen sind durch den Verbrauch von Energie verursacht. Der Verbrauch von Primärenergien entwickelte sich im Zeitraum von 1971 bis 2014 wie folgt
- +150 Prozent in Öl-Äquivalente umgerechnete Energieeinheiten;
- + 46 Prozent in Öl-Äquivalente umgerechneter Verbrauch pro Kopf.
Die viel geringere Zunahme pro Kopf zeigt, dass die Zunahme der Weltbevölkerung an der Zunahme der Treibhausemissionen am meisten schuld ist. Die Zahl der Menschen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 91 Prozent von 3,772 Milliarden im Jahr 1971 auf 7,207 Milliarden im Jahr 2014 (Quelle: UN World Population Prospects).
Der Anteil der fossilen Energieträger an der globalen Energieversorgung hat sich seit 1971 kaum verändert. Damals machten sie 86 Prozent des Energiekonsums aus, im Jahr 2014 immer noch 82 Prozent.
Unsinnige Subventionen
Manche kritisieren, alternative Energiequellen würden zu stark subventioniert. Ihren Ärger sollten diese Kritiker an den Subventionen für die fossilen Energiequellen auslassen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA waren der Abbau und der Verbrauch von Kohle, Erdöl und Erdgas im Jahr 2008 weltweit noch mit 650 Milliarden Dollar subventioniert worden. Im Jahr 2014 waren es laut IEA noch 500 Milliarden Dollar und im Jahr 2015 sollen es noch 325 Milliarden gewesen sein.
Diese noch immer überaus massive Subventionierung der fossilen Energieträger fördert die Nutzung und beschleunigt damit den Klimawandel. Ohne diese Subventionierung hätten sich teurere Techniken zur rationellen Nutzung dieser fossilen Energieträger sowie teurere erneuerbare Energiequellen im Markt viel stärker durchsetzen können.
«Gesamte heutige Lebensweise»
Am Schluss seines Buches zieht Stephan Buholzer ein Fazit: Es sei «die gesamte heutige Lebensweise», die das Problem des Klimawandels verursacht. Innerhalb von zwei bis drei Generationen sei eine klimatische Situation geschaffen worden, «die seit Millionen von Jahren nicht bestanden hat, und die Hunderttausende von Jahren bedarf, um auf natürliche Weise wieder vollständig ausgeglichen zu werden». Das Klima ändere sich zwar auch ohne menschliches Zutun. Doch die Menschheit habe «innerhalb weniger Jahrhunderte Kohlenstoff in die Atmosphäre und Ozeane freigesetzt, der während Hunderten von Millionen Jahren in Sedimentschichten abgelagert wurde».
Und dies «auf einem dichter als jemals zuvor besiedelten Planeten».
Den Verursachern, die auch Wähler seien, fehle die Bereitschaft, sich gross einzuschränken. Die Aufgabe werde den Fachleuten, dem Staat und der Staatengemeinschaft überlassen.
Im normalen Leben gelte zwar der Grundsatz, sich an dem zu orientieren, was man für richtig halte, und nicht daran, was andere falsch machen. Doch beim Klimaschutz habe diese Norm einen schweren Stand. Trotzdem appelliert Buhofer an jede Einzelne und an jeden Einzelnen: «Die Motivation zum Handeln hängt von der persönlichen Überzeugung und dem Gefühl der Eigenverantwortung ab, vom Bewusstsein des Menschen, entweder zur Lösung oder zum Problem beizutragen.
Weder eine CO2-Steuer noch eine Besteuerung des Flugbenzins
Die Rolle mächtiger internationaler Lobbys, welche die Fakten, die in dieser dreiteiligen Serie dargelegt wurden, in Zweifel ziehen und wirksame Massnahmen ablehnen, wird im Buch «Der Klimawandel und die internationale Klimapolitik in Zahlen» nicht näher behandelt. Konzerne und Wirtschaftslobbys haben kollektive Massnahmen wie beispielsweise eine CO2-Steuer, eine Besteuerung des Flugbenzins, Autosteuern und -versicherungen in Abhängigkeit der gefahrenen Kilometer, oder progressive Energiepreise bisher mit Erfolg verhindert.
Heute bleiben Autosteuern und Autohaftpflichtprämien unabhängig von den gefahrenen Kilometern immer gleich hoch. Wer viel fährt, zahlt deshalb pro gefahrener Kilometer weniger. Solche Mengenrabatte gewähren auch die meisten Stromkonzerne: Wegen der hohen, gleich bleibenden Grundgebühren müssen Stromsparer pro kWh mehr zahlen als Stromverschwender.
Eine Politik zur gebotenen Verringerung der Treibhausgas-Emissionen sieht anders aus.
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- Zum Infosperber-DOSSIER: «Die Klimapolitik kritisch hinterfragt»
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**Goodall (2010), «How to Live a Low Carbon Life», S, 132, 228, 169, 167. Von Infosperber umgerechnet vom Vergleich pro Kilometer in den Vergleich pro verbrachte Zeit im Verkehrsmittel.
***Goodall (2010), «How to Live a Low Carbon Life», S. 206
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
*Das Buch ist eine ausgezeichnete, verständliche Zusammenfassung des heutigen Wissens über die Klimaveränderung. Als Standardreferenz des wissenschaftlichen Konsens dienten die Berichte des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderung (Intergovernmental Panel on Climate Change» IPPC.«Der Klimawandel und die internationale Klimapolitik in Zahlen – eine Übersicht», oekom verlag münchen, 2017, 36.90 CHF Der Autor Stephan Buhofer arbeitete mehrere Jahre in Rechtsabteilungen verschiedener internationaler Organisationen, unter anderem bei der Klimarahmenkonvention UNFCCC in Bonn.
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27 Meinungen
Luc
Meinungen sind reine Glaubensbekenntnisse. Du verwechselst Meinungen mit Fakten und wenn Du glaubst, dass die Meinungen des IPCC richtig sind, so irrst Du gewaltig. Warum? Bis heute existiert kein experimenteller Beweis, welcher eine Kausalität zwischen dem Erd-Klima und dem angeblichen Treibhausgas CO2 aufzeigt. Die Treibhausgas-Theorien wurden im Jahr 2009 von Gerlich/Tscheuschner falsifiziert. Wer behauptet, dass CO2 via Infrarotstrahlung die bodennahen Luftschichten erwärmt, verstösst gegen den 2. Hauptsatz der Thermodynamik, welcher eine diesbezügliche Erwärmung ausschliesst. Siehe die mechanische Wärmetheorie von R. Clausius, September 1887, aus der hervorgeht, dass eine behauptete, atmosphärische Gegenstrahlung, deren Ursprung kälter ist als die Erde, dieselbe nicht erwärmen kann, denn warm fliesst immer nach kalt! Merke bitte: Auch mit dem hohen Energieinhalt von einer Tonne Eiswürfel, kann man keinen Kaffee kochen! Im römischen Klimaoptimum und in der mittelalterlichen Wärmeperiode, wo es auf der Erde über zwei Grad Celsius wärmer war als heute, war ganz sicher kein CO2 im Spiel. Mit Sicherheit gab es damals in der Schweiz keine Gletscher mehr und wie man damals in den Städten baulich auf die hohen Temperaturen reagierte, kann man an der damaligen Bausubstanz in unsern Altstädten mühelos ablesen.
Herzliche Grüsse, Dein Freund Paul Bossert
Bei Deinem Eintrag bin ich als Übermittler der falsche Adressat. Ich habe erklärtermassen über Fakten sorgfältig informiert, die im neuen Buch verständlich dargestellt sind und sich – ebenfalls erklärtermassen – fast alle auf den Befund des IPPC stützen.
Du kannst Hunderten von Wissenschaftlern, welche den Konsens des IPCC erarbeitet haben, nicht vorwerfen, sie würden wissenschaftliches Wissen mit Füssen treten. Das ist unnötig herabsetzend. Deshalb haben wir diesen Satz gelöscht.
Dass bei früheren, langsam sich entwickelten Wärmeperioden kein CO2 im Spiel war, scheint mir kein Widerspruch zum heutigen Befund zu sein.
Erinnere Dich: Auch die katastrophalen Folgen des Rauchens oder des Asbests hatten Wissenschaftler mit Studien verneint und Medien sind darauf hereingefallen. Herzliche Grüsse.
alles, was Sie zu Klima und Umwelt geschrieben haben, ist vollkommen falsch. Wenn Sie sich auf das IPCC berufen wollen, dann berufen Sie sich auf eine Vielzahl von voellig fachfremden Personen, die von der Physik der Atmosphaere so viel verstehen, wie eine Giraffe von der Boersenspekulation. Was das IPCC verbreitet, kann man nur noch als Klimaklamauk bezeichnen. Akzeptiert man fuer einen Moment die Argumentation des IPCC, dann waere bereits im Jahr 2015 das sog. 1,5-Grad-Ziel, wie es im Pariser Klimaabkommen zu finden ist, verletzt gewesen. Aber die HadCRUT4-Daten belegen, dass wir weit davon entfernt sind.
MfG
Gerhard Kramm
Sie berufen sich ja sehr gutgläubig auf die IPCC-Berichte.
Wussten Sie, dass in der Zeit von 1995 (2. IPCC-Bericht) auf 2001 (3. IPCC-Bericht) der absolute Temperaturwert aus dem natürlichen Treibhauseffekt von +15°C auf +14°C heruntergesetz worden ist, ohne dass in den IPCC-Bericht erklärt worden ist, WARUM?
Im 4. IPCC-Bericht (2007) wurden auch noch «+14°C» ausgewiesen und im 5. IPCC-Bericht hat man den Wert dann ganz rausgenommen/verschwiegen.
Das sind die Machenschaften «Ihres IPCC», was Sie als vermeintlich kritischer Journalist einfach übergehen. Und es gibt noch mehr «Merkwürdigkeiten» in den IPCC-Berichten, aber die will ja kein Journalist wirklich hören
Wenn wir Energie sparen, sparen wir auch Geld. Was machen wir aber mit dem gesparten Geld? Wir geben es anderweitig für Konsumgüter aus, was wiederum Energie – z. B. „graue Energie“ – braucht oder wir bringen es den Banken und Versicherungen als Spargeld, wodurch diese in die Lage versetzt werden, Kredite für Investitionsgüter zu geben, deren Produktion, Betrieb und Unterhalt wiederum Energie braucht. Das einzig wirksame Mittel gegen zu hohen Energieverbrauch ist die Reduktion des Einkommens für diejenigen Bevölkerungsschichten, die sich das leisten können oder wollen. Weniger Einkommen, dafür mehr Freizeit; das ist doch auch eine Lebensperspektive.! Die materialistische Gesellschaft in den reichen Ländern wird abgelöst werden, entweder freiwillig oder aufgrund von Verteilungs-,Ressourcen- oder Umweltproblemen, die wir zwangsweise lösen müssen.
Clausius bezieht sich auf die Wärmeübertragung zwischen Körpern, z.B. von der Erde auf die bodennahe Luft. Für das Klima ist aber die Strahlung entscheidend. Durch sie wird die Erde erwärmt, und über Infrarot gibt sie auch einen guten Teil wieder in die Atmosphäre zurück.
Wenn für das Klima angeblich Strahlung entscheidend ist, dann erklären Sie doch mal, wie die Erde einen höheren Wert von der Erde abstrahlen kann, als von der Sonne ursprünglich reinkommt? Ist die Erde etwa eine zweite, noch stärkere Sonne?
Falls Sie sich fragen, warum ich diese Frage stelle, dann haben Sie wohl noch nicht die «offizielle Strahlungsbilanz» gelesen und verstanden, mit der der IPCC-Bericht argumentiert. Sie finden dieses relevante IPCC-Schaubild z.B. hier:
http://silas.emmewetter.ch/images/klima/treibhauseffekt.jpg
Sie können unschwer erkennen, dass 340 W/m² von der Sonne reinkommt, aber sage- und-schreibe 398 W/m² von der Erde abgestrahlt wird, also 58 W/m² MEHR, als von der Sonne ursprünglich reinkommt. Wie kann das sein?
Weder ein Herr Stocker, noch ein Herr Knutti, noch ein Herr Fischlin, konnten darauf bis heute eine plausible wissenschaftliche Antwort geben. Wir haben auch mittlerweile nachgewiesen, dass z.B. Thomas Stocker den angeblichen Treibhauseffekt überhaupt nicht korrekt erklären kann.
Nach Clausius gilt der 2. HS auch für die Strahlung! Ausserdem lässt sich Ihre Behauptung anhand der Bausubstanz so um 1300 widerlegen: Enge Gassen, hohe Häuser um die Einstrahlung zu minimieren und dicke Wänden mit einer hohen Phasenverschiebung. Im Gegensatz zu der Bauweise von der kleinen Eiszeit bis 2000, wo die Gebäudeabstände gross wurden, um die Solarstrahlung auf die Fassaden zu optimieren. Obwohl es heute etwas wärmer ist, gelten die grossen Gebäudeabstände in den Baugesetzen noch immer! Im römischen Optimum waren die Wände noch dicker bis 1.2 m (Ostia antica).
Mit freundlichen Grüssen Paul Bossert
Der richtige Weg ist weder den 99 Ärzten zu glauben, noch dem einen Arzt, sondern selbst die Aussagen, insbesondere der 99 Ärzte zu hinterfragen, insbesondere, wenn sich die 99 Ärzte laufend widersprechen, wie es nämlich bei den «99 Klima-Ärzten» der Fall ist. Am deutlichsten werden die Widersprüche an den 26 (!) verschiedenen 2-Grad-Zielen, die das «Klimamanifest» recherchiert hat, hier:
https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/der-spiegel-der-waermste-juli-und-das-2-grad-ziel/
Können Sie sagen, welches der 26 (!) 2-Grad-Ziele das KORREKTE ist?
Und wo befindet sich die absolute globale Basistemperatur für das 2-Grad-Ziel?
Das sind zwei wichtige Fragen, die die «99 Klima-Ärzte» bis heute nicht beantwortet haben, die aber notwendig sind, um das 2-Grad-Ziel überhaupt sinnhaft beurteilen zu können.
Im übrigen hat der Staatssekretär im bundesdeutschen Umweltministerium, Jochen Flasbarth am 15.05.2017 im Berlin bestätigt, dass es eine Knappheit an fossilen Energieträgern weltweit nicht gibt und diese nicht-existierende Knappheit hat Flasbarth als das größte Problem (!) zur «Durchsetzung» der Klimapolitik bezeichnet.
Und? Klingelts?
@Bossert: die dichte mittelalterliche Bebauung hat mit dem Klima wenig zu tun, da geht es um Ausnützen des Platzes innerhalb möglichst kurzer Stadtmauern.
Sie behaupten also allen Ernstes, dass die CO2-Moleküle, die Wolken, der Wasserdampf genauso viel strahlen, nämlich 340 W/m², wie die Sonne?
Hallo? gehts noch?
Zwei Zusatzbemerkungen:
1. Einbezug von Importen in die Statistiken einzelner Länder.
Das ist zentral. Ich hörte dieses Argument das erste Mal
in Diskussionen über Kanada.
2. De Fakto Abbruch der Klimakonferenz in Marakesch
Der republikanisch dominierte Kongress der USA machte
schon früher klar, dass bindende Ziele oder gar Verträge
mit ihm nicht zu machen seien.
Viele der republikanischen Abgeordneten anerkennen den
"climate change» zwar, aber ihr Mandat hängt vom Support von «big oil and gas» ab.
Glücklicherweise ist in den USA vor allem die lokale Politik (county, state) für die Entwicklung der Stromversorgung massgebend und weniger die Regierung in D.C. Also haben sich bereits verschiedene Gemeinden und Staaten zusammengeschlossen und treiben die Wende in Richtung erneuerbarer Energien mit breiter Unterstützung im Volk voran.
“Die Wärme kann nicht von selbst aus einem kälteren in einen wärmeren Körper übergehen.”
Er faehrt dann fort:
“Die hierin vorkommenden Worte „von selbst», welche der Kürze wegen angewandt sind, bedürfen, um vollkommen verständlich zu sein, noch einer Erläuterung, welche ich in meinen Abhandlungen an verschiedenen Orten gegeben habe. Zunächst soll darin ausgedrückt sein, dass durch Leitung und Strahlung die Wärme sich nie in dem wärmeren Körper auf Kosten des kälteren noch mehr anhäufen kann. Dabei soll dasjenige, was in dieser Beziehung über die Strahlung schon früher bekannt war, auch auf solche Fälle ausgedehnt werden, wo durch Brechung oder Reflexion die Richtung der Strahlen irgend wie geändert, und dadurch eine Concentration derselben bewirkt wird.”
Nachdem Clausius eine Vielzahl von Moeglichkeiten durchgespielt hat, schrieb er:
"Was ferner die in gewöhnlicher Weise stattfindende Wärmestrahlung anbetrifft, so ist es freilich bekannt, dass nicht nur der warme Körper dem kalten, sondern auch umgekehrt der kalte Körper dem warmen Wärme zustrahlt, aber das Gesammtresultat dieses gleichzeitig stattfindenden doppelten Wärmeaustausches besteht, wie man als erfahrungsmässig feststehend ansehen kann, immer darin, dass der kältere Körper auf Kosten des wärmeren einen Zuwachs an Wärme erfährt.”
Das ist eindeutig.
Hier ein Beispiel in englisch:
http://denning.atmos.colostate.edu/videos/Climate/CO2.Greenhouse.explained.mp4
(== Minimalwissen, viel einfacher kann man es nicht beschreiben)
Probleme mit der Thermodynamik (oder der statistischen Mechanik) sehe ich keine.
Es gibt noch mehr Nachweise, warum der Treibhauseffekt ein Fake ist. Denn der Treibhauseffekt wird in Wahrheit gar nicht bewiesen, sondern es wird nur einfach ein Temperaturunterschied von -18°C und +15°C = 33°C als angeblicher Treibhauseffekt bezeichnet. Und die -18°C sind mit einer sehr obskuren Rechenweisen ermittelt worden, bei dem das Stefan-Boltzmann-Gesetz falsch angewendet worden ist. Denn das S-B-G ermittelt einen Abstrahlungswert auf Grundlage eines bestimmten Temperaturwertes. Die «Klima(folgen)forscher» haben aber einfach bei S-B-G «Ursache» und «Wirkung» vertauscht und haben von der Wattzahl 240 W/m² des S-B-G auf die Temperatur von -18°C geschlossen. DAS IST ABER GROTTENFALSCH und bildet nicht die Grundlage des Stefan-Boltzmann-Gesetzes. Beim S-B-G wird von einer bestimmten Temperatur und Oberflächenstruktur eines schwarzen Körpers eine Wärme-Abstrahlung in Watt/m² ermittelt. Deshalb ist es wissenschaftlicher Unfug einfach den umgekehrten Weg zu nehmen und von der Wattzahl auf die Temperatur zu schliessen. Aber genau DAS haben aber die «Treibhauseffekt-Gläubigen» gemacht. UND DAS IST FALSCH.
Beispiel:
Wenn man z.B. sagt: 4 + 2 = 6, dann kann man nicht gleichzeitig behaupten ,dass 6 IMMER das Ergebnis von 4+2 gewesen ist, denn es könnte auch 12 geteilt durch 2 oder auch 98 minus 92 die Ursache/Herleitung für die Zahl 6 gewesen sein, oder unendlich viele weitere Beispiele ergeben als Ergebnis die Zahl 6.
Einstein (1917), “Zur Quantentheorie der Strahlung”,
Einstein & Ehrenfest (1923), “Zur Quantentheorie des Strahlungsgleichgewichts”,
Dirac (1927), “The quantum theory of the emission and absorption of radiation”,
Milne (1928), “The effect of collisions on monochromatic radiative equilibrium”,
von Neuman (1932), «Mathematische Grundlagen der Quantenmechanik» (Lehrbuch),
Chandrasekhar (1960), “Radiative transfer” (Lehrbuch),
Gerlich & Tscheuschner (2009), «FALSIFICATION OF THE ATMOSPHERIC CO2 GREENHOUSE EFFECTS WITHIN THE FRAME OF PHYSICS"
als falsch nachweisen. Ausserdem muss er die Kommentare von
Fowler & Milne (1925; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1086035/)
Tolman (1925; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1086044/)
zu Einsteins Artikel als unsinnig darlegen. Dirac wurde 1933 fuer seine Arbeiten zur Quantenmechanik zusammen mit Schroedinger mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. Einstein in 1921 und Chandrasekhar in 1983 wurden ebenfalls mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. Milne starb zu frueh, um als Nobelpreis-Kandidat infragezukommen. Aber er wurde ebenfalls hochrangig fuer seine Arbeiten ausgezeichnet. von Neuman, Ehrenfest, Fowler und Tolman sind ebenfalls in der einschlaegigen Fachliteratur sehr bekannt.
Es gibt zwei Gründe für den menschengemachten Energieverbrauch: Die Anzahl Menschen und der Energieverbrauch pro Kopf. Will man den Energieverbrauch der Welt reduzieren oder weniger stark ansteigen lassen, kann dies entweder durch die Reduktion der Anzahl Menschen oder die Reduktion des Energieverbrauchs pro Mensch erreicht werden.
Während Jahrhunderten entwickelte sich der Wohlstand der Menschheit etwa parallel zum Energieverbrauch pro Kopf. Das gilt für die hochentwickelten Länder der Digitalgesellschaft nicht mehr, aber für die Mehrzahl der Menschheit bleibt das so. Eindrückliches Beispiel ist der wirtschaftliche und energetische Aufschwung Chinas.
In der politischen Klimadiskussion wird dieser Zusammenhang meistens ausgeklammert. Ehrlicherweise müsste die Diskussion wie folgt geführt werden: „Das Bevölkerungswachstum muss eingeschränkt werden“. Oder „der Energieverbrauch pro Kopf muss reduziert werden, d.h. auch, dass der Wohlstand der Menschheit reduziert werden muss“. Die erste Forderung entspricht der Politik, wie sie von ECOPOP vertreten wird. Die zweite Forderung widerspricht politischer Korrektheit und wird deshalb unterdrückt. Der Ruf nach mehr Armut käme nicht gut an.
Urs P. Gasche hat dies mit seiner Titelsetzung angesprochen. Das ist doch immerhin ein anständiger Anfang einer sachlichen Argumentation.
Egal wie die Wahrheit aussieht. Den Energieverbrauch zu reduzieren und sparsamer zu werden, finde ich in jedem Falle sinnvoll.
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