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Menschen kannten Schuhe bereits vor 40.000 Jahren
Bereits vor 40.000 Jahren hatten die Menschen das Bedürfnis, ihre Füße vor widrigen äußeren Umständen zu schützen. Dies beweisen Untersuchungen an gefundenen Knochen. Schuhfunde aus dieser Zeit existieren nicht. Angelegte Tierhäute und Felle waren die ersten Schuhe.
Untersuchte Beinskelette, die in der Tianyuan-Höhle bei Peking gefunden wurden, ließen Wissenschaftler zu der Theorie kommen, dass der Mensch bereits vor 40.000 Jahren Schuhe kannte. Als Beweis dient die Knochenentwicklung – das Tragen von Schuhen setzt den Träger nachweisbar einer anderen Belastung aus, als wenn der Träger barfuß unterwegs ist. Tatsächliche Schuhfunde aus dieser Zeit existieren jedoch nicht.
Erste bildliche Nachweise von Schuhen fanden sich auf Wandmalereien, die in der Höhle von Altamira in Spanien gefunden wurden. Diese etwa 13.000 bis 15.000 Jahre alten Zeugnisse zeigen Jäger, die mit Stiefeln aus Tierhaut und Fell ausgestattet waren.
„Ötzi“ als Beweis für das Wissen um differenzierten Schuhaufbau
Als Sensation für die Schuhgeschichte kann der Fund der Gletschermumie „Ötzi“ in den Ötztaler Alpen angesehen werden. Sie beweisen, dass bereits vor 5.000 Jahren die Menschen das Wissen über einen differenzierten Schuhaufbau besaßen. Seine Schuhe waren gefüttert, mit einer Art Schnürsenkel verschlossen und gar mit separater Profilsohle versehen. Für den Schaft und die Außensohle wurde unterschiedliches Leder verwandt.
Die einfachste Basisform des Schuhs, die Sandale (als Schutz gegen die Hitze des Sandes), wurde von den Ägyptern kreiert. Funde, die etwa auf 3.000 v. Chr. datiert werden konnten, belegen dies.
Es bleibt für die Vorzeit festzuhalten, dass die Menschen bereits recht früh das Bedürfnis verspürten, ihre Füße gegen äußere Umstände zu schützen. Dieser Schutz fiel, den klimatischen und geografischen Gegebenheiten geschuldet, sehr unterschiedlich aus und begünstigte dadurch spätere wechselseitige Stilbeeinflussungen.