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Luftwaffe: Drohnen ueberwachen den Verkehr
Nominiert: VBS, Schweizer Luftwaffe
Kategorie: Staat
Zusammenfassung
Um die Ostertage 2005 beobachtete die Schweizer Luftwaffe mit einem unbemannten
Flugobjekt (UAV, "Drohne") den Autoverkehr auf der Gotthardautobahn. Es
handelte sich um "eine Uebung im Auftrag der Kantonspolizei Uri". Die Drohne
hatte die Aufgabe, den Verkehr aus einer Hoehe von 1500 bis 3000 Meter ueber
Meer zu beobachten. Die Polizei betonte, es gehe um eine globale Beobachtung.
Details wie Gesichter und Nummernschilder seien nicht erkennbar. Wichtige
Beobachtungen wuerden unverzueglich dem Lagebuero bei der Verkehrspolizei
Goeschenen mitgeteilt.
Gemaess einem Bericht der SonntagsZeitung vom 27.3.05 soll es nicht bei dieser
einen Uebrung bleiben: "Reto Habermacher, Kommandant der Urner Kantonspolizei,
denkt darueber nach, die Strassenueberwachung durch Armee-Drohnen auf der
ganzen Nord-Sued-Achse einzufuehren. Er will das Thema bei der naechsten
Polizeikommandantenkonferenz zur Sprache bringen."
Begründung
Es ist nicht Aufgabe der Armee, den zivilen Strassenverkehr systematisch zu
beobachten! Die Massnahme nuetzt auch kaum etwas: Die Ursachen des Staus
bleiben unangetastet. Die Polizei moechte die Ueberwachungsgeraete der Armee
gerne fuer eigene Zwecke nutzen. So liess die Zuercher pruefen, zu welchen
Konditionen die Luftwaffe ihre Drohen zur Ueberwachung der 1.-Mai-Demonstration
2002 bereitstellen wuerde.
Im Jahr 2004 gewann die Luftwaffe mit einem weiteren "zivilen" Einsatz einer
Drohne den "Big Brother Award" in der Kategorie Staat.
Quellen
- Armee-Drohne beobachtet den Verkehr in Uri, Neue Zuercher Zeitung vom 24.03.2005 (sda), Seite 19
- Drohne beobachtet den Osterverkehr, Tages-Anzeiger vom 24.03.2005, Seite 12
- Weitere Drohnen-Fluege, SonntagsZeitung vom 27.03.2005, Seiten 3 und 21