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Erstmals Mikroplastik im Blut nachgewiesen
25.03.2022 • 15:40
© C3
Dieser Fund klingt nicht wirklich beruhigend: Erstmals haben Forschende Mikroplastik in menschlichem Blut nachgewiesen. Wie der "Spiegel" berichtet, untersuchten Wissenschaftler:innen der Universität Amsterdam 22 Blutproben und fanden in 17 davon Plastikrückstände. Dabei habe die Hälfte der Proben PET-Kunststoff enthalten. Dieser wird vor allem in Getränkeflaschen verwendet.
Polystyrol, das in Lebensmittelverpackungen zu finden ist, fand sich in einem Drittel der Blutproben. In einem Viertel der Proben wurde Polyethylen, aus dem Plastiktaschen gefertigt werden, entdeckt.
Studienautor fürchtet, dass Plastikpartikel sich in Organen festsetzen
Studienautor Dick Vethaak sagte der britischen Zeitung "Guardian": "Unsere Studie ist der erste Hinweis darauf, dass wir Polymerpartikel in unserem Blut haben - das ist ein bahnbrechendes Ergebnis". Jedoch müssten die Forschungen noch ausgeweitet werden.
Der niederländische Forscher fürchtet, dass die winzigen Partikel durch den menschlichen Körper wandern und sich möglicherweise in Organen festsetzen könnten. Dass Mikroplastik menschliche Zellen schädige, sei bereits in Laborversuchen nachgewiesen worden.
Mikroplastik befindet sich in Kosmetik- und Hygieneprodukten
Laut Umweltbundesamt werden als Mikroplastik Plastikstücke bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Sie kommen in Kosmetik- und Hygieneprodukten wie Zahncreme oder Peelings vor, entstehen aber auch durch Abrieb oder den Zerfall von Kunststoff. Nachgewiesen wurde Mikroplastik sogar schon in der Antarktis und im Himalaja-Gebirge - aber bislang eben noch nie im menschlichen Blut.