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In dialektischer Auseinandersetzung mit den Werken der ständigen Sammlung präsentiert der Künstler Pascal Schwaighofer Gipsabdrücke von Bienenkästen, deren Technik an die Original-Gipsmodelle Vincenzo Velas erinnert. Die Bienenkästen verweisen auf die Metapher des Bienenstocks und laden zur Reflexion über den Sinn der Arbeit ein.
Pascal Schwaighofers Arbeiten in den Erdgeschossräumen des Museo Vincenzo Vela, wo die permanente Sammlung ausgestellt ist, gehen von der Auseinandersetzung mit Velas berühmtem Relief «Die Opfer der Arbeit» (1882) aus. Das Meisterwerk des Tessiner Bildhauers ─ ein Tribut an die Bergleute, die beim Bau des Gotthardbahntunnels (1872-82) ums Leben kamen ─ gilt als eines der ersten Denkmäler zu Ehren der Arbeiterklasse in Europa.
Schwaighofer, der eine rein analytische und historische Auseinandersetzung mit dem Thema vermeidet, präsentiert eine Reihe von Gipsabdrücken von Bienenkästen, die in einem eindringlichen Dialog mit den Werken der Sammlung stehen, auch weil die Technik, mit der sie hergestellt wurden, an die Originalmodelle Velas erinnert. Gleichzeitig verweisen sie auf die Metapher des Bienenstocks, auf seine komplexe Ikonografie, seine politische und ideologische Bedeutung und regen so eine kritische Betrachtung zum Themenkreis Arbeit an. Auch der Titel der Installation bezieht sich auf das Wirtschaftssystem, denn er verweist auf das Konzept der «sterilen Klasse», das im Zuge des Physiokratismus entstand. Er bezieht sich auf jene gesellschaftliche Klasse, die nichts produziert, aber alles umwandelt.