Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/2031

Art. 20
Abs. 3 VUV
Art. 10
ArGV 4
Zusätzlich zu den für alle Türen und Tore geltenden Bestimmungen (316.11) müssen Türen und Tore in Fluchtwegen:
Für das Erfüllen der ungehinderten Fluchtwegfunktion muss nicht nur die Breite, sondern auch eine ausreichende Höhe des Ausgangs vorhanden ist. Damit die Gefahr des Anschlagens mit dem Kopf vermieden werden kann, ist aus Gründen der Körpermasse (Anthropometrie) eine lichte Höhe von mindestens 2,0 m notwendig (316.6)
Glaseinsätze in Türen können die Sicherheit verbessern, indem sie die Übersicht über die Fluchtwege verbessern. Es sind jedoch Sicherheitsgläser zu verwenden.
Ist ein Abschliessen von Türen in Fluchtwegen erforderlich, z.B. aus Gründen der Sicherheit, so eignen sich folgende Konstruktionen:
Schlösser, welche von innen mit einem Drücker und von aussen nur mit Schlüssel geöffnet, aber nicht abgeschlossen werden können
mechanische örtliche Verriegelungen, welche jederzeit ohne Schlüssel entriegelt werden können, z.B. Exit-Control
Panikverschluss
Die Türen können mit einer Türüberwachung gekoppelt sein (nur Alarmauslösung).
Ausnahmsweise dürfen Flügeltüren von Räumen mit geringer Grundfläche (nicht mehr als 30 m2 Grundfläche), in denen sich gleichzeitig nicht mehr als 6 Personen aufhalten und keine besondere Gefahr besteht (z.B. kleine Büros, kleine Abstell- und Lagerräume, kleine Garderoben), entgegen der Fluchtrichtung aufschwenken.
Die lichte Breite der Öffnung von Fluchttüren sollte, wenn immer möglich, mindestens betragen:
Es können auch grössere Türbreiten erforderlich sein, z.B. bei einer Raumbelegung von mehr als 100 Personen. Diesbezüglich sind die schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF zu beachten (VKF: 1339.3a).
Weitere Informationen zu Türen in Fluchtwegen siehe Wegleitung ArGV 4, Art. 10 Anhang