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Mancher Marmor besteht aus sehr reinem kohlensauren Kalk, andre Kalksteine gehen durch steigenden Magnesiagehalt in Dolomit,
durch steigenden Thongehalt in Mergel, einige auch in Sandstein über. Stets enthalten die Kalksteine geringe Mengen in Säuren
unlöslicher Substanzen, welche aus mikroskopischen Trümmern der verschiedensten Mineralsubstanzen bestehen.
Kalksteine sind durch alle sedimentären Formationen verbreitet; die körnigen Kalksteine der kristallinischen Schiefer, die
Kalksteinlagerungen im Devon,
[* 12] noch mehr der »Bergkalk«, d. h. der Kalkstein der ältern (untern) Abteilung des Kohlengebirges, dann
wieder der Zechstein (des obern Perm),
Jedenfalls enthält auch die an fossilen Resten reichste Kreide immer noch mehr kohlensauren Kalk, an welchem sich keine Spur
von organischen Formen nachweisen läßt, als Versteinerungen. Ob indes die kleinsten Organismen, die den
Kalk angeblich aus seiner Lösung ausgeschieden haben und in ihren Schalen den Tiefseeschlamm bildeten, aus welchem später
der Kalkstein hervorging, durch die Kristallisation des kohlensauren Kalks für unsre Wahrnehmung verschwunden sind, muß vorläufig
dahingestellt bleiben.