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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren juristischen Versuch gestartet, das Pentagon an der Rekrutierung von Transgendern für die US-Armee zu hindern. Das Justizministerium reichte am Mittwochabend einen Antrag bei einem Bundesgericht ein, die Aufnahme von Transgendern für die Dauer des Berufungsverfahrens zu stoppen.
Die Armee zu einer neuen Rekrutierungspolitik zu zwingen, während gleichzeitig eine gründliche Untersuchung zu Transgender laufe, bedeute «die Vergeudung wichtiger Ressourcen» und schaffe «unnötige Verwirrung», erklärte das Justizministerium. Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.
Trump hatte das Verteidigungsministerium im August angewiesen, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen.
In einem Tweet im Juli hatte Trump zur Begründung geschrieben, die Armee dürfe nicht mit den «enormen medizinischen Kosten» belastet werden sowie mit der Unruhe, die die Aufnahme von Transgender mit sich bringe.
Zwei Bundesgerichte setzten die Anordnung Trumps vorläufig ausser Kraft. Das Pentagon soll ab dem 1. Januar Transgender als Rekruten akzeptieren – gemäss einer Anordnung von Trumps Vorgänger Barack Obama.
Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen. Unter den 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern der US-Streitkräfte gibt es Schätzungen zufolge zwischen 1320 und 15'000 Transgender. (sda/afp)