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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)

Sechstes Buch
18. Kap. Ambrosius.
18. Damals wurde auch Ambrosius, ein Anhänger der Häresie Valentins, durch die von Origenes verkündete Wahrheit überführt, so daß er, wie von einem Lichte innerlich erleuchtet, zur wahren Lehre der Kirche übertrat. Aber noch sehr viele andere gelehrte Männer kamen, da sich der Ruf des Origenes überallhin verbreitete, zu ihm, um einen Beweis von der Tüchtigkeit des Mannes in den heiligen Wissenschaften zu erhalten. Zahlreiche Häretiker und nicht wenige von den angesehensten Philosophen hörten mit Eifer ihm zu und ließen sich von ihm ebenso in den göttlichen Dingen wie auch in der heidnischen Philosophie unterrichten. Diejenigen, welche er für begabt erachtete, führte er nämlich auch in die philosophischen Fächer ein, indem er ihnen Unterricht in Geometrie, Arithmetik und den anderen grundlegenden Wissenschaften erteilte, sie mit den verschiedenen Systemen der Philosophen bekannt machte, deren Schriften erklärte, kommentierte und im einzelnen kritisierte, was ihm auch bei den Heiden den Ruhm eines großen Philosophen eintrug. Auch viele von den minder Begabten veranlaßte er zum Studium der allgemeinen Wissenschaften, indem er ihnen erklärte, daß sie damit eine nicht wenig nützliche Unterlage für das Verständnis der göttlichen Schriften gewönnen. Aus diesem Grunde hielt Origenes die Pflege der weltlichen Wissenschaften und der Philosophie auch für sich selbst für sehr notwendig. [S. 284]