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Ein Frauen-Beirat mit 12 Vertreterinnen von syrischen Frauenorganisationen wird die geplanten Syrien-Gespräche in Genf beratend begleiten. Es sind regelmässige Treffen mit dem Uno-Sondergesandten Staffan de Mistura vorgesehen, nicht aber mit den Vertretern der syrischen Regierung und der Rebellen, berichtet die «New York Times». Grossen Einfluss auf die Verhandlungen wird das Gremium deshalb wohl nicht haben.
«Frauen spielen zentrale Rolle»
Die Politologin Meilssa G. Dalton vom unabhängigen «Zentrum für internationale und strategische Studien» (Center for Strategic and International Studies, CSIS), bedauert dies. Frauen seien Vertreterinnen der Zivilgesellschaft, die am meisten unter dem Bürgerkrieg leide. An den Friedensgesprächen müsse es auch um humanitäre Anliegen gehen und nicht nur um militärische und diplomatische. Zudem würden Frauen beim Wiederaufbau der Gesellschaft nach dem Krieg eine zentrale Rolle spielen. Randa Slim, Abteilungsleiterin beim unabhängigen US-Think-Thank «Middle East Institute» sagt, Frauen könnten Entscheidungsträgern das Ausmass der humanitären Katastrophe klar machen. Sie hätten in der syrischen Gesellschaft und auch in Flüchtlingslagern Führungspositionen übernommen, da viele Männer an der Front oder gefallen sind.
Uno-Resolution weitgehend folgenlos
Frauen sollten eigentlich an den Friedensgesprächen teilnehmen. Dies verlangt die Uno-Resolution 1325 aus dem Jahr 2000. Danach sind Frauen in Konfliktbeilegungs- und Friedensprozesse einzubinden und zwar auch in Schlüsselpositionen. Die Realität ist abgesehen von wenigen Ausnahmen eine andere: In Friedensverhandlungen bleiben Frauen aussen vor.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine