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Die Rote Liste der gefährdeten Arten wird seit 1966 jährlich veröffentlicht. Es werden Tier- und Pflanzenarten aufgeführt, die besonders gefährdet sind.
Auf der diesjährigen Liste sind von 62'000 untersuchten Arten, 19'570 gefährdet. Einige dieser Arten stehen kurz vor dem Aussterben. Schuld daran ist der Mensch.
„Die Rote Liste ist so etwas wie die Fieberkurve unserer Artenvielfalt, und sie zeigt, dass es dem Patienten immer schlechter geht“, wird Doris Calegari, Artenschutzexpertin beim WWF zitiert. Besonders betroffen sind laut WWF die Nashörner. Das Java-Nashorn in Vietnam (unser Bericht vom 26.10.11), das westliche Spitzmaulnashorn und das nördliche Breitmaulnashorn sind bereits ausgestorben. Aber auch für die Thunfischarten steht es schlecht: Fünf der acht Arten sind gefährdet.
Die Rote Liste ist so etwas wie die Fieberkurve unserer Artenvielfalt, und sie zeigt, dass es dem Patienten immer schlechter geht.
Gründe für den rasanten Schwund vieler Arten sind die Lebensraumzerstörungen, Wilderei und der Klimawandel. Beispielsweise in Madagaskar kann man den Rückgang der Arten sehr gut beobachtet werden. Auf dem afrikanischen Inselstaat sind 40 Prozent aller landlebenden Reptilien gefährdet. Davon sind 22 Arten vom Aussterben bedroht, beispielsweise Chamäleons, Geckos und Schlangen.
Aber auch Positives ist zu verzeichnen: Der Bestand des südlichen Breitmaulnashorns hat sich stabilisiert. Vor einhundert Jahren gab es noch 100 Exemplare dieser Art. Heute zählt man über 20'000 Stück. Auch das Przewalski-Wildpferd, das 1996 in der Wildnis ausgestorben ist, konnte sich durch Wiederansiedlungsmassnahmen neu etablieren. Heute sollen in der freien Laufbahn wieder über 300 Individuen leben.
Der „Barometer des Lebens“, wie die Rote Liste auch genannt wird, umfasst nur einen kleinen der rund 10 Millionen vermuteten Arten weltweit. Wie viele Arten tatsächlich ausgestorben - oder vom Aussterben bedroht sind - kann daher nicht beziffert werden.
Weiterführende Informationen zum Java-Nashorn finden Sie auf dieser Homepage.