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Grosse Bäume haben kaum Probleme mit Efeu. Da sich Efeu nicht um den Stamm schlingt sondern lediglich mit seine feinen Wurzeln am Stamm haftet, ist es selten, dass es einschneidet. Oft kommt es sogar vor, dass Efeu dem Dickenwachstum des Baumes nicht standhält und zerreisst. So kann eine grosse Eiche auch bei dicken Efeubewuchs wunderbar wachsen. Forscher der WSL (Wald- Schnee- und Landschaftsforschungsanstalt) haben herausgefunden, dass alte Eichen, die mit Efeu bewachsen sind, sogar besser wachsen. Der Grund dafür ist, dass Efeu einer Vielzahl von Insekten und Vögeln Lebensraum bietet. Der Kot der Vögel und das Laub des Efeus wiederum wirken als Dünger für die Eiche. Da das Efeu bei einem grossen Baum nur im Kroneninneren wächst, ist der Einfluss auf die Photosynthese gering. Das gleiche gilt für die etwas grössere Angriffsfläche im Wind. Bei kleinen Bäumen sieht es allerdings etwas anders aus. Sie können ernsthaft durch Efeu bedrängt werden.
Andere Kletterpflanzen wie Kiwi oder die Glyzine/Blauregen/Westaria sind richtige Schlingpflanzen. Sie winden sich um den Stamm und können tief einschnüren. Will man dennoch die alte verkahlte Fichte in ein Blütenmeer verwandeln, muss man nur dafür sorgen, dass sich der Haupttrieb der Kletterpflanze nicht um den Stamm des Baumes windet.