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Laufhöfe bei Laufställen für Rindvieh stellen bodennahe Emissionsquellen dar. Bei der Mindestabstandsberechnung zu bewohnten Zonen wurden Laufhöfe bisher nicht berücksichtigt. Ziel dieser Untersuchungen war es, einen allfälligen Effekt planbefestigter Laufhöfe auf die Geruchsimmission aufzuzeigen. Dazu wurde mit einem experimentellen Ansatz die Geruchsimmission einer frei angeströmten Laufhoffläche von 100 m2 ermittelt. Weiter wurde die Geruchsimmission bei zehn Milchviehlaufställen mit einem Tierbestand zwischen 12 und 44 Grossvieheinheiten erfasst. Die emittierenden Flächen umfassten 100 bis 600 m², davon zählten zwischen 50 und 180 m² zum Laufhof. Die Geruchsimmission wurde durch Geruchsfahnenbegehungen mit Testpersonen ermittelt. Nach den ersten Begehungsrunden mit verschmutztem Laufhof wurde die Laufhoffläche jeweils mit einer Folie abgedeckt. Dann folgten weitere Begehungen in der Situation ohne Laufhofnutzung. Die immissionsseitige Geruchsintensität konnte mit Hilfe eines linearen Gemischte- Effekte-Modells erklärt werden. Dabei waren bei der Testfläche die Variablen Abstand zur Quelle und Windgeschwindigkeit signifikant, bei den Betrieben kam die Fläche hinzu. Die Ergebnisse zeigen die Geruchsrelevanz von Laufhöfen auf. Eine Integration dieser geruchsrelevanten Fläche ist in Abstandsempfehlungen erforderlich, um Geruchsbeschwerden zu vermeiden.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.