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Stephen Beekman
wohnhaft in Versoix GE, 66 Jahre alt, aus New York, seit 30 Jahren in der Schweiz, pensionierter Bankier.
Beekman wird Romney wählen, auch wenn er unter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten den texanischen Gouverneur Rick Perry bevorzugt hätte. «Aber ich wähle aus Prinzip die Republikaner», erklärt Beekman, «weil ich nicht an die staatliche Umverteilung von Wohlstand glaube.» Obama habe in den USA einen interventionistischen Regierungsstil à la française eingeführt, und das mache ihm grosse Sorgen.
Beekman glaubt, dass Romney gewinnen kann, «sonst würde ich gar nicht erst wählen.» Sorgen macht ihm der Einfluss der religiösen Rechten auf seine Partei. Trotz seiner langen Abwesenheit von den USA beschäftigt ihn US-Politik noch immer. «Mit dem Internet kann man das alles sehr leicht verfolgen.» Obwohl für viele Republikaner die europäische Politik und Gesellschaft eher abschreckend ist, gibt es einiges, das Beekman hier durchaus gefällt. «Aber die Entwicklungen in Genf in letzter Zeit machen mir Sorgen. Die Kriminalität ist stark gestiegen, und es gibt sozialistische Tendenzen auf Regierungsebene. Und Europa generell ist leider bankrott.» Dennoch fühlt er sich in Versoix wohl, «solange ich nicht in die Stadt muss».
Das Verhältnis zu den Demokraten empfindet Beekman als gut. «Die vielen Streitereien sind vor allem Show für den Wahlkampf.»
Fotograf: Nicolas Righetti / Rezo