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Die Credit Suisse hat einen Rechtsstreit in Singapur verloren. Ein dortiges Gericht verurteilte ein Tochterunternehmen der CS dazu, dem Milliardär Bidzina Iwanischwili eine Entschädigung zu zahlen, die sich auf mehrere hundert Millionen Dollar belaufen könnte. Die in Singapur ansässige Credit Suisse Trust Ltd. verletzte ihre Pflicht gegenüber den Klägern, indem sie es versäumte, Treuhandvermögen zu schützen, heisst es in einem am Freitag (26. 5.) veröffentlichten Urteil. Das Gericht bezifferte den Schadenersatz auf 926 Millionen Dollar und korrigierte diesen Betrag anschliessend um 79,4 Millionen Dollar nach unten.
Die UBS hat am Donnerstag (25. 5) die uneingeschränkte kartellrechtliche Genehmigung der EU für die Übernahme der Credit Suisse erhalten. Dies bestätigte die Agentur Reuters. Die Europäische Kommission lässt verlauten, dass es keine Bedenken bezüglich des gängigen Wettbewerbs gebe. Die zusammengeschlossenen Unternehmen würden weiterhin im Wettbewerb mit Mitbewerbern in ganz Europa stehen, darunter mehrere globale Banken.
Die Credit Suisse hat keine Beschwerde gegen das Abschreiben ihrer Anleihen eingelegt. Das geht aus einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) hervor, den das Gericht am Dienstag (23. 5.) veröffentlicht hat. Im Rahmen der CS-Übernahme durch die UBS hatte die Finma angeordnet, alle AT1-Anleihen der CS abschreiben zu lassen. Gegen diesen Vorgang haben bereits zahlreiche Kläger Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Für Investoren lösten sich mit dem Entscheid 16 Milliarden Franken in Luft auf. Und auch CS-Manager entgehen aufgrund des Abschreibers insgesamt 360 Millionen Franken an Boni. Nun wird sich zwar die CS nicht für ihre Manager wehren. Wie die «Financial Times» am Montag (22. 5.) berichtete, ziehen mehrere Kader-Mitglieder der CS offenbar selbst in Erwägung, gegen die Finanzmarktaufsicht (Finma) zu klagen.