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Das Finanzjahr auf St. Helena geht jeweils von April bis März. Das Budget für das laufende Jahr konnte jedoch erst jettz im Detail besprochen werden, da nicht klar war, wieviel Unterstützung vom englischen Foreign Commonwalth and Development Office kommen wird. Das ist nun geklärt: Bei geplanten Einnahmen von rund 42,5 Millionen Pfund kommen sage und schreibe 30,8 Millionen Pfund aus England. Nur rund 14,7 Millionen Pfund werden lokal generiert, vor allem durch Steuern und Zölle.
Ein interessanter Aspekt ist, dass die englische Regierung den Flughafen - auch aufgrund des praktisch eingestellten Flugverkehrs aufgrund der Pandemie - mit einem Beitrag drei Millionen Pfund subventioniert und noch eine Million Pfund als "Notfallgroschen" auf Abruf springen lässt. 26,7 Millionen sind strukturelle Finanzhilfe. Wenn man das mit den lokal generierten 14,7 Millionen Pfund steht die Frage im Raum, wie die Insel finanziell je von England unabhängig sein kann - was ja ursprünglich mal das Ziel war, dass man Hunderte von Millionen Pfund in den Flughafen investiert hat.
Eine andere interessante Zahl in diesem Zusammenhang: Gemäss dem Statistischen Amt von St. Helena geben Besucher jährlich zwischen fünf und sechs Millionen Pfund aus auf der Insel. Die Strategie der Regierung, den Tourismus als wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt zu definieren, ist deshalb mehr als verständlich.

Author
Urs Steiner
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