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Der Maler, Zeichner und Graphiker Fidus (eigentlich Hugo Höppener, 1868-1948) prägte mit seinen Werken massgeblich das Bild der Lebensreformbewegung beziehungsweise -bewegungen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland.
Waren seine Vorstellungen und damit Motive lange Zeit von der Theosophie geprägt, propagierte Fidus zunehmend auch "völkische" Positionen und begrüsste die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland. Allerdings wurde ihm trotz vielfältigen Bemühungen nicht die offizielle Anerkennung zu Teil, die er sich erhoffte. Ob beispielsweise ein Porträt Adolf Hitlers, das er malte, als eine Art Heiligenbild oder als Karikatur gemeint ist, bleibt vor diesem Hintergrund unklar.
Nach 1945 malte Fidus Porträts von Stalin und Lenin und für die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein posthumes Porträt des sozialdemokratischen Politikers Rudolf Breitscheid.
Sein politischer Opportunismus macht Fidus nicht nur zu einer aus heutiger Sicht "problematischen" Person. Vor allem das dürfte Fidus zu einem deutschen "Phänomen" gemacht haben, dessen Werk trotz seinem unzweifelhaft grossen Talent als Zeichner weitgehend unbeachtet geblieben ist.
Fragmente
"Familienschutz", 1895
Relief für ein Erbbegräbnis, 1905-1908
"Morgenwunder", 1907