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Der Projektbereich erstreckt sich in der Hebungszone West ca. von Tm 1’035 bis zum Ende bei TM 1’210. Er liegt im Gipskeuper und aufgrund von Quellvorgängen des Felsens hebt sich die Sohle stark an. Diese Verformung wird durch eine systematische Verankerung verlangsamt.
Im gesamten Bereich sind defekte Anker zu ersetzen (neue Zugglieder und Ankerköpfe). In den Bereichen TM 1’050- 1’060 und TM 1’150 bis TM 1’210 soll zusätzlich die Sohle abgesenkt bzw. nachgenommen werden und der Ankerkopf aktualisiert werden durch ein weiterentwickeltes Gleitankersystem (GVIII). Das Nachnehmen der Sohle im Bereich TM 1’060-1’100 wurde bereits 2012 und Bereich TM 1’100-1’150 2013 durchgeführt. Daneben müssen Instandsetzungsarbeiten an der Ausbruchsicherung hinter den Längsträgern, den Pumpensümpfen und der Fluchttüre durchgeführt werden.
Nachnehmen der Sohle
Die Sohle in den abzusenkenden Bereichen ist infolge von Quellvorgängen im Gipskeuper seit 2006 um bis ca. 50 bis 60 cm angehoben worden. Das Nachnehmen der Sohle erfordert einen Abbruch der bewehrten, 20 cm starken Sohlplatte sowie des darunterliegenden gequollenen Gipskeupers. Die neue faserbewehrte Bodenplatte wird mit Sollbruchstellen ausgestattet, damit beim Anheben geringere differenzielle Verformungen auftreten und somit potenziell Flüchtende nicht stürzen, sowie das Befahren mit Unterhaltsfahrzeugen möglich bleibt.
Ersatz der Verankerung
Mit dem Nachnehmen unmittelbar verknüpft, ist der Ersatz der Verankerung. Die Gleitverankerung soll ein plastisches Verhalten möglichst ideal nachbilden, die Bauelemente müssen die Krafteinleitung in den Boden sicherstellen und sollten gleichzeitig möglichst leicht für die Montage sein. Die Funktionsweise der Anker wurde anhand FEM-Berechnungen geprüft und optimiert, in Bezug auf den Standort neuer Anker. Die Gleitverankerung wurde mit der Firma Stahlton AG weiterentwickelt, getestet und eingebaut. Bestehende Zugglieder wurden, wenn möglich beibehalten oder durch Drahtanker ersetzt.
Massnahmen zur Sicherstellung der Wasserhaltung
Um den Wassereintrag ins Gebirge so gering wie möglich zu halten, wurden zusätzliche Pumpensümpfe geplant. Diese müssen über deformierbare Ableitungen an die Bergwasserleitung angeschlossen werden, um Hebungen des Gipskeupers aufzunehmen.
Weitere Arbeiten beinhalteten das Nachnehmen und sichern der Ausbruchsicherung hinter den Längsträgern, inklusive Ersatz der Spritzbetonschale und Mörtelanker in extrem knappen Platzverhältnissen, den Ersatz der Fluchttüre mit der Anforderung von Gleitwegen gegen die sich hebende Tunnelsohle, der Neubau von Entwässerungsrinnen aus Plastikfolien und den Einbau von Gleitmikrometern zum besseren Verständnis der Verformungen.