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Die entscheidende Szene hatte sich nach 47 der 70 Runden zugetragen. Vettel war nach einem Fahrfehler vom Weg abgekommen und knapp vor Hamilton auf die Strecke zurückgekehrt. Die Rennkommissäre betrachteten den Wiedereintritt als gefährliches Manöver und belegten Vettel mit einem Zuschlag von fünf Sekunden, der auf die Fahrzeit aufgerechnet wurde. Weil sein Vorsprung auf Hamilton am Ende lediglich 1,342 Sekunden betrug, reichte dies dem Briten zum Sieg.
Hamilton gewann den Grand Prix von Kanada zum siebten Mal, womit er die Rekordmarke von Michael Schumacher egalisierte. In der WM-Wertung führt der Engländer nun mit 29 Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas, der in Montreal hinter Charles Leclerc im anderen Ferrari nur Vierter wurde.
«Es war ja nicht meine Absicht»
«Ich verstehe die Welt nicht mehr», sagte Vettel danach. Auf Fragen zur entscheidenden Szene wollte er keine konkreten Antworten geben. «Fragt einfach die Leute, was sie denken. Es war ja nicht meine Absicht, Lewis (Hamilton) im Weg zu stehen. Die Zuschauer sollen nicht gegen Lewis buhen, sondern eher gegen diesen ‘lustigen’ Entscheid.» Hamilton hielt sich diplomatisch zurück. «So wollte ich natürlich auf keinen Fall gewinnen. Doch ich habe ihn zu einem Fehler gezwungen, und er kam von der Strecke ab. Wir wären beinahe kollidiert.»
Die Fahrer des Teams Alfa Romeo gingen zum dritten Mal in Folge leer aus. Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen waren ohne reelle Chance, zu Punkten zu kommen. Der Italiener und der Finne beendeten den 50. Grand Prix von Kanada auf den Plätzen 13 beziehungsweise 15.