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Johanniterkommende
Die Johanniterkommende war ein Ordenshaus der Johanniter oder Malteser. Sie wurde 1212 gegründet und 1806 aufgelöst.
Gründung durch Ritter Berchtold von Zähringen.
Ritter Berchtold von Rheinfelden, ein Dienstmann der Zähringer, gründete die Kommende im Jahr 1212. Sie lag zunächst ausserhalb der Stadtmauern, westlich des Oberen Tors. Sie diente als Spital für Arme und Pilger. Das achteckige weisse Johanniterkreuz auf rotem Grund ist nur bei der Johanniterkapelle nebenan noch zu sehen.
Nach dem sie um 1450 von als Pilger verkleideten, adligen Kriegern überfallen und komplett zerstört wurde, liess der Komtur Johann Loesel die Kommende innerhalb der Stadt wieder aufbauen. Sie war nicht der städtischen Rechtsordnung unterstellt und genoss Steuerfreiheit.
Nach der Einführung der Reformation in Basel wurde die dortige Kommende geschlossen und die Ordensmitglieder zogen nach Rheinfelden, welches katholisch geblieben war.
Niedergang der Johanniter oder Malteser.
Durch aufwändigen Lebensstil verschlechterte sich die finanzielle Situation im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts zusehends. Die Kommende sah sich gezwungen ihren Besitz nach und nach zu verkaufen.
Franz Joseph Dietschy, Gründer der Brauerei Salmenbräu ersteigerte den verbleibenden Besitz und richtete in der Kommende einen landwirtschaftlichen Betrieb ein. Nach einer Gesamtsanierung im Jahr 2003 folgte ein Umbau in Wohnungen.
Weitere Informationen
Zugang
In den Gebäuden der ehemaligen Johanniterkommende befinden sich Privatwohnungen. Sie sind daher nicht öffentlich zugänglich.