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Die Memoiren «Spare» von Prinz Harry (38) erfreuten wohl so manches Klatsch-und-Tratsch-Herz, denn der abtrünnige Royal hielt mit Enthüllungen über die Königsfamilie, aber auch sein eigenes Leben nicht zurück. Er gab intimste Einblicke in seine Privatsphäre – und damit meinen wir wirklich privat-privat, wie etwa die Art und Weise, wie er seine Jungfräulichkeit verlor oder sein bestes Stück Erfrierungen erlitt und er an seine Mutter dachte, während er Salbe darauf gab. Viele Dinge, die der Herzog von Sussex in seinem Buch schreibt, sind schon grenzwertig verstörend, aber es finden sich auch einige Schätze unter den bösen Anschuldigungen gegen die Royals und den Blick in Harrys Unterhose. Denn in den Memoiren des abtrünnigen Royals werden auch so manche Anekdoten über King Charles III. (74) zum Besten gegeben, die den Monarchen in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Oberschnüffler Charles
Nein, King Charles III. wäre nicht gerne Detektiv geworden, wie der Begriff «Schnüffler» vielleicht vermuten lässt. Aber eine gute Spürnase soll er doch haben. Wie Harry in seinen Memoiren schreibt, vermutet er, dass sein Vater in einem früheren Leben ein Spürhund gewesen sein könnte, denn er würde an an allem riechen, Blumen, Essen, den Haaren seiner Kinder. Harry glaubt aber laut seinen Aussagen in «Spare» eher, dass Charles Mühe hatte, andere Düfte als den eigenen wahrzunehmen, da er sich über und über mit Parfüm beduften würde. «Eau Sauvage. Er schüttete sich das Zeug in rauen Mengen auf seine Wangen, den Hals, das Hemd geschmiert. Blumig, mit einem Hauch von etwas Scharfen, wie Pfeffer oder Schiesspulver, es wurde in Paris hergestellt», beschreibt Harry in seinem Buch das Verhältnis von Charles und dessen Parfüm.
Charles, der Minimalist
Beim Aussehen von Frauen soll Charles es laut Harry genauso halten, wie er es an seiner Krönung tun will, gemäss dem Motto: Weniger ist mehr. Der Monarch soll ein grosser Fan von natürlichen Looks sein, möglichst wenig Make-up und die Haare am Besten offen getragen. Bloss nicht auffallen. Schon die verstorbene Queen Elizabeth II. (†96) habe Minimalismus beim Styling geschätzt. Da die einstige Königin die «schöne Mähne» von Prinzessin Kate (41) des Öfteren kommentierte, empfahl Harry seiner Ehefrau Meghan (41), ihr Haar beim ersten Treffen mit Charles offen zu tragen – das würde gut bei diesem ankommen. Ausserdem gab der Herzog von Sussex seiner Angebeteten noch weitere Stylingtipps: «Meg trug wenig Make-up, was ich auch vorgeschlagen hatte.»
Der König steht Kopf
Auch wenn man es sich vielleicht nicht vorstellen kann, aber King Charles III. beherrscht den Kopfstand. Gemäss Harrys Memoiren startet der Monarch seit jeher seine Morgenroutine mit einem Gymnastikprogramm, das es in sich hat, und zwar mit eben einem Kopfstand. Dabei sehen darf ihn dabei allerdings niemand, denn immerhin ist er bei diesem Akrobatikakt nur in Boxershorts bekleidet und ruft deshalb jedem, der sich zu diesem Zeitpunkt seinem Zimmer nähern sollte zu: «Nein! Nicht öffnen! Bitte Gott, öffne nicht!»
Der royale Teddybär
Charles wird nachgesagt, viele Macken zu haben. Eine davon soll sein, dass er jahrelang einen ganz bestimmten Bettgenossen hatte und zwar seinen Teddybären aus Kindertagen. Bis ins Erwachsenenalter ging der Monarch mit dem Plüschtier nachts schlafen – das ging an dem Teddybären natürlich nicht spurlos vorbei. Harry spricht in «Spare» von einem «bemitleidenswerten Gegenstand mit gebrochenen Armen und baumelnden Fäden, hier und da Flicken auf dem löchrigen Pelz» – ein Ausdruck tiefster Einsamkeit des kleinen Charles während seiner Kindheit, behauptet Harry. Einen kleinen Seitenhieb auf seine Stiefmutter Queen Consort Camilla (75) kann Harry sich bei der Erzählung zum Teddybären nicht verkneifen und sagt: «Entschuldigung an Teddy, Pa hat einen anständigen Begleiter verdient. Deshalb versprachen Willy und ich Pa auf Nachfrage, Camilla in der Familie willkommen zu heissen.» Vielleicht ist das Kuscheltier aus Kindertagen inzwischen in einer Box auf dem königlichen Dachboden verstaut.
Der nächtliche Besuch am Kinderbett
Was für ein Schock muss es sein, wenn man nachts aufwacht und jemand steht vor dem Bett und beobachtet einen beim Schlafen. So könnte es Prinz Harry in seiner Kindheit ergangen sein, denn wie er in seinen Memoiren erzählt, soll sein Vater Charles regelmässig am Bettende der Kinder aufgetaucht sein und ihnen damit einen höllischen Schrecken eingejagt haben. Um Harry zu beruhigen, nachdem dieser durch den nächtlichen Besuch sichtlich aus der Fassung geraten war, «kitzelte er mein Gesicht, bis ich eingeschlafen bin» erinnert sich der Herzog von Sussex an das Verhalten seines Vaters.
Charles vermeidet Zeitungen
Auch wenn King Charles fast täglich in den Medien erscheint, besteht eine gute Chance, dass er nicht wirklich weiss, was so über ihn geschrieben wird. Denn laut Prinz Harry soll der König einen grossen Bogen um Zeitungen oder Magazine machen, wenn es um Berichte über ihn oder die täglichen Nachrichten geht. «Er las nie. Er las alles Mögliche, von Shakespeare bis hin zu den Weissbüchern über den Klimawandel, aber nie die Nachrichten vom Tag», erinnert sich Harry. Zwar soll Charles zwar regelmässig die BBC eingeschaltet haben, aber das habe meist darin geendet, dass der Monarch die Fernbedienung nach dem TV-Gerät schmiss, schreibt Harry weiter.
Der König ist ein Arbeitstier
Inzwischen wird Charles als König die täglichen Nachrichten nicht mehr vermeiden können, doch auch vor seiner Zeit als Souverän arbeitete er hart. Regelmässig sollen Harry und Bruder Prinz William (40) ihren Vater am Schreibtisch vorgefunden haben, hinter Säcken von Post versteckt und schlafend mit dem Kopf auf der Tischplatte. «Wir schüttelten ihn an den Schultern, und er hüpfte hoch, ein Stück Papier klebte an seiner Stirn», erzählt Harry in «Spare» und die Vorstellung wirkt fast wie eine Szene aus einem Film.
Unterhaltung beim Baden
Nach einem so anstrengenden Arbeitstag verwundert es nicht, dass King Charles III. sich schon seit jeher gerne ein heisses Bad am Abend gönnte. Da es in der Badewanne aber schnell langweilig werden kann, greift auch Charles, wie wohl viele andere von uns Normalsterblichen, zu einem Unterhaltungsprogramm in Form von Musik oder Hörbüchern. Harry erzählt, dass er und sein Bruder ihren Vater regelmässig an ihrem Zimmer vorbeilaufen hörten, während sie ihr Abendessen einnahmen – wieso die Jungs ihr Znacht in ihrem Zimmer assen und nicht gemeinsam mit der Familie, lässt der Herzog von Sussex unbeantwortet. Was er aber ausführt ist, dass Charles sein Radio dabei hatte, «wie er seinen tragbaren CD-Player nannte, auf dem er beim Baden gerne seine ‹Geschichtenbücher› hörte.»
Royal normal
Es zeigt sich also, dass selbst ein König so manche Macke hat. Und auch wenn die ein oder andere uns jetzt vielleicht seltsam vorkommt, zeigt es doch, wie schön normal selbst ein Royal wie Charles sein kann.