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« Die von Simone Wyss Send in einer Interpellation geforderte Transparenz in Bezug auf Privatschulen sollte auch auf Staatsschulen ausgedehnt werden. Denn Studien und viele Medienberichte der vergangenen Jahre deuten klar darauf hin, dass eine erhebliche Minderheit der Kinder Probleme mit diesen hat. Beispiele: Zahlreiche Schüler, welche frustriert die Schule abbrechen, eine Klasse repetieren, überfordert oder unterfordert sind, durch den Leistungsdruck krank werden oder teure sonderpädagogische Massnahmen benötigen, um einigermassen über die Runden zu kommen.
Es sollte endlich eingesehen werden, dass für eine gute Förderung aller Kinder angesichts ihrer unterschiedlichen Entwicklung und Begabungen Schulen mit verschiedenen pädagogischen Konzepten und Schwerpunkten nötig sind. Soll dazu das bisher öffentliche Schulsystem privatisiert werden? Nein, ganz im Gegenteil: Schulen mit privater Trägerschaft sollen veröffentlicht werden, wenn sie wie die staatlichen Schulen offen und unentgeltlich für alle Kinder zugänglich sein wollen. Dies bedingt natürlich eine öffentliche Finanzierung dieser sogenannten Freien Schulen mit einer Schülerpauschalen. Dass eine öffentliche Institution auch eine privatrechtliche Trägerschaft haben kann, zeigen etwa die Privatbahnen. Innerhalb des um die Freien Schulen erweiterten öffentlichen Bildungssystems sollen dann die Eltern ein für ihr Kind geeignetes Schulkonzept frei wählen können. »
Erwin Ogg
Vorstand Elternlobby Schweiz