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Die Bebauungsstruktur auf dem Gelände der ehemaligen Parquetterie ist geprägt von einer heterogenen Massstäblichkeit in einem ländlichen Kontext. Zurückhaltende Nutzbauten treffen auf engem Raum auf grosse Hallen. Trotz dem industriellen Massstab der Hallen werden diese durch leichte Holzkonstruktionen und Steildächer in eine ländliche Ästhetik überführt. Der Umgang mit diesen Gegensätzen fasziniert und wird in diesem Sinne weitergeführt.
Durch den Neubau des Logistikzentrums wird das Gelände um eine weitere grössere Struktur ergänzt und die bestehenden ästhetischen Merkmale der ländlichen Baukultur werden mit dem Neubau aufgenommen und neu interpretiert. Der Grundstücksversatz und die Gebäudelänge der geschützten Holztrocknungshalle bestimmen den Standort und die Grösse des Neubaus. Mit dieser Anordnung wird das Industriegelände von der Landwirtschaftszone räumlich abgeschlossen.
Das markante Steildach erhöht sich in Längsrichtung im Bereich des zweigeschossigen Gebäudeteils und fällt gegen die Werkstatt und die Materialbereitstellung wieder ab. Durch diese Reaktion wird das Gebäude funktional gegliedert und erhält durch die Länge eine Eigenständigkeit. Die transluzente Fassade aus Polycarbonat öffnet sich im Süden in einem Radius nach innen und erweitert den Raum zwischen dem Neubau und der Holztrocknungshalle. Es entsteht ein gedeckter Bereich für den Umschlag und je nach Sonnenstand ein weicher, sublimer und dramaturgischer Schatten.