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Die «Pille danach» (Plan B) ist an US-Universitäten an Automaten erhältlich.
«Pille danach» aus dem Automaten
US-Universitäten verkaufen die Pille an umgerüsteten Getränke-Automaten. Sie wollen damit jungen Frauen den Zugang zur Nofallverhütung erleichtern.
In den USA ist die «Pille danach» seit einigen Jahren rezeptfrei für Frauen jeden Alters erhältlich. Der Zugang ist jedoch oft schwierig bis unmöglich, berichtet die «New York Times».
Hindernisse
Apotheken und Gesundheitszentren sind an Wochenenden, wenn die Nachfrage am grössten ist, oft geschlossen. Ein weiteres grosses Hindernis besteht darin, dass fast die Hälfte der Apotheken die «Pille danach» nicht im Sortiment hat. Das geht aus einer noch nicht abgeschlossenen Studie der Princeton University hervor. Jede dritte Testperson erhielt in einer Apotheke die falsche Auskunft, dass sie einen Ausweis brauche. Jeder Fünften wurde gesagt, dass sie zu jung sei.
«Zugang erleichtern»
Mit den Automaten wollen die US-Universitäten jungen Frauen den Zugang zur «Pille danach» erleichtern. Kürzlich hat auch die renommierte «Stanford University» einen solchen Automaten in Betrieb genommen. «Alles, was wir tun können, um den Zugang zur ’Pille danach’ zu erleichtern, ist eine gute Sache», sagte die Pharmakologin Sally Rafie von der University of California der «New York Times». Die Beratungsmöglichkeit falle zwar weg. Aber junge Frauen wollten sich nicht immer beraten lassen, wenn sie die Pille brauchen. Sie wünschten stattdessen Anonymität.
Pille verzögert Eisprung
Die «Pille danach» müssen Frauen nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr so rasch wie möglich einnehmen. Sie verzögert den Eisprung, bis die Spermien abgestorben sind. Damit wird die Befruchtung der Eizelle verhindert. Wenn der Eisprung schon erfolgt ist, wirkt die «Pille danach» nicht mehr. Im Unterschied zur «Pille danach» stösst die Abtreibungspille Mifegyne (RU 486) eine befruchtete Eizelle ab, die sich bereits in der Gebärmutter eingenistet hat.
In der EU und in der Schweiz ist die «Pille danach» wie in den USA rezeptfrei erhältlich. Allerdings gibt es Einschränkungen wie eine gesetzlich vorgeschriebene Beratungspflicht in den Apotheken oder ein Verbot für den Versandhandel.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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