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Muskel und Gelenkbeschwerden sind oft Nebenwirkungen eines Aromataseinhibitors, die eine weitere Therapie verhindert. Die Gründe dieser Nebenwirkungen sind weiter nicht ganz klar. Dadurch sind auch gezielte Behandlungen schwierig. Eine neuere Untersuchung schliesst, dass keine entzündlichen Prozesse als Ursache vorhanden sind.
Der Artikel kann noch bis Ende Jahr gratis online gelesen werden.
The CIRAS study: a case control study to define the clinical, immunologic, and radiographic features of aromatase inhibitor-induced musculoskeletal symptoms
Aromatasehemmer (AI) werden häufig beim postmenopausalen Hormon-Rezeptor-positivem Brustkrebs verschrieben. Allerdings ist der Einsatz durch Muskel-und Gelenkbeschwerden eingeschränkt. Der Zweck dieser Studie war es festzustellen, ob Gelenkschmerzen bei Frauen unter Aromataseinhibitoren mit einer entzündlichen Arthritis assoziiert ist. Dies gemessen mit dem Disease Activity Score-28 (DAS-28), und die Assoziation mit einer Sehnenscheidenentzündung wurde mittels Ultraschall beurteilt…
…Die aktuelle Studie fand keine Beweise für eine entzündliche Arthritis in dieser Gruppe von Benutzern von Aromatasehemmern mit Gelenkschmerzen. Zu beachten ist, dass zum Zeitpunkt der Studie die meisten Patienten seit mehr als 6 Monaten einen Aromatasehemmer eingenommen haben. Mehr als die Hälfte bekam zuvor eine Tamoxifen-Therapie. Bemerkenswert ist für diese Kohorte, dass die Aromataseinhibitor-induzierten Muskel- und Gelenkbeschwerden nicht nur bei den mit einem Aromataseinhibitor Therapierten vorkam. Dies könnte die statistische Aussagekraft der Studie begrenzen, Unterschiede bei den entzündlichen Indizes zu erkennen. Weitere Studien sind erforderlich zum besseren Verständnis des zugrunde liegenden Mechanismus der Muskel- und Gelenkbeschwerden der Brustkrebspatientinnen, und für Interventionen um die Verträglichkeit der endokrinen Therapien zu verbessern.
Original auf Englisch hier.