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Archiv der RS-Sport-News 2010
Wie es die Titel-Bezeichnung bereits andeutet, archiviere ich hier auf dieser Seite alle RS-Sport-News 2010. Falls Sie also nochmals ein paar News einzelner Renn-Veranstaltungen nachlesen, bezw. deren Resultat-Listen downloaden wollen, können Sie dies hier gerne tun.
Euer Fotograf
René Streuli
RS-Sport-News aus vergangenen Tagen ...
Dienstag, 14. September 2010 – 20.39 Uhr
Motocross: Rücktritt von Marc Nicolet
Marc Nicolet tritt auf Ende Saison zurück – eine grossartige und überaus erfolgreiche Karriere geht am kommenden Wochenende beim Saison-Finale in Les Vieux-Prés zu ende.
Nachdem Marc Nicolet am vergangenen Weekend auf der Original-WM-Rennstrecke von Roggenburg (BL) in der Schweizer Motocross-Königsklasse nochmals einen grossartigen Tagessieg einfahren konnte, gab er heute seinen Rücktritt auf Ende Saison 2010 bekannt. Somit beendet der am 10. Februar 1975 geborene Westschweizer aus Combremont-le-petit mit 35 Jahren seine grossartige Motocross-Karriere.
Mit grosser Leidensschaft und mit viel Herzblut investierte Marc Nicolet 24 Jahre seines Lebens in diesen tollen Sport, in dem er 1985 im Alter von 10 Jahren debütierte. Seit seinem 18. Altersjahr fuhr der stets freundliche und überaus sympathische Top-Fahrer aus Combremont-le-petit internationale Rennen. Sowohl international wie auch in den jeweils international ausgeschriebenen Schweizermeisterschaften fuhr er immer wieder grossartige Erfolge ein – nachstehend ein kleiner Auszug seiner erfolgreichen Karriere.
• 1994 – Supercross-Schweizermeister
• 2002 – Platz 10 beim Motocross of Nations
• 2003 – Supercross-Schweizermeister
• 2004 – Platz 3 – MX-Europameisterschaft in Spanien
• 2005 – Supercross-Schweizermeister
• 2005 – Platz 6 – WM-MX3 – Grand Prix Suisse in Roggenburg
• 2006 – Supercross-Schweizermeister
• 2007 – MX-Schweizermeister (Swiss Masters Open)
• 2008 – MX-Schweizermeister (Swiss Masters Open)
• Eine Vielzahl von Siegen bei IMBA-Rennen (Amateur-Europameisterschaft)
• Unzählige Siege bei FMS- & SAM-Schweizermeisterschaftsläufen
Zusammen mit seinem Bruder Greg (Mechaniker & Manager von Marc), der zuvor bis zu seiner schweren Knie-Verletzung selber sehr erfolgreich Motocross und Supercross gefahren war (1x SX-Schweizermeister), bildete Marc über viele Jahre ein verschworenes und grossartig funktionierendes Team. Tatkräftig unterstützt wurden die Beiden zudem von Greg’s Freundin Sandra und von Marc’s Frau Nathalie.
Marc und Greg werden zwar die so erfolgreich verlaufene Karriere nach dem Saison-Finale in Les Vieux-Prés beenden, werden dem Motocross-Sport aber glücklicherweise erhalten bleiben. Mit ihrer Motocross-Schule werden sie Nachwuchsfahrer aller Altersklassen an den spannenden und Action-geladenen Sport heranführen, indem sie ihre enorme und wertvolle Erfahrung einbringen werden.
Marc und Greg, ich wünsche Euch für Euren neuen und zukünftigen Lebensabschnitt alles alles Gute, viel Glück und viel Erfolg. Und für die vielen tollen Jahre als erfolgreiche MX-Sportler, für die gezeigten Leistungen und für Euer Engagement gratuliere ich Euch von Herzen – zudem bedanke ich mich bei Euch Beiden für die vielen tollen Jahre und für die gemeinsame Zeit ganz herzlich!
Montag, 6. September 2010 – 21.43 Uhr
Motocross - WM-Finale der MX3-Klasse, bezw. EM-Entscheidung der Klasse EMX2 in Genf (Vessy):
Der Spanier Carlos Campano Jimenez wird in Genf Motocross-Weltmeister in der Klasse «MX3» und der Franzose Steven Lenoir sichert sich den EMX2-Europameister-Titel. Julien Bill (MX3) gewinnt seinen 1. Grand-Prix, nachdem der Italiener Samuel Zeni in der Klasse «EMX2» erstmals einen Tagessieg feiern konnte.
Mit Carlos Campano Jimenez wurde erstmnals ein Spanier Motocross-Weltmeister. Der Andalusier, der bereits mit einem grossen Vorsprung in die Westschweiz reiste, sicherte sich den Titel mit einem kontrollierten 1. Lauf, den er auf Rang 5 beendete. Platz 2 in der Gesamtwertung ging an den Italiener Alex Salvini, der auf Campano in der Endabrechnung einen Rückstand von 24 Punkten aufweist. Gesamt-3. wurde der Slovene Matevz Irt, der auf Salvini weitere 26 Punkte verliert - bester Schweizer wurde der Westschweizer Grégory Wicht, der mit 178 Punkten den guten 9. Schlussrang belegt.
Während mit Calos Campano erstmals ein Spanier MX-Weltmeister wird, feiert der in Cartigny lebende Julien Bill bei seinem Heimrennen in Genf einen fantastischen Doppelsieg. Mit dem Gewinn der Rennläufe 1 und 2, feiert(e) der routinierte MX1-WM-Fahrer seinen 1. Grand Prix-Sieg verdientermassen vor dem frischgebackenen Vize-Weltmeister Alex Salvini (ITA), der beide Rennen trotz schmerzhafter Knöchelverletzung auf P2 beendete. Platz 3 in der Tageswertung ging an den Belgier Jérémy Delincé, der als Trainingsschnellster die hervorragenden Plätze 3 (moto1) und 4 (moto2) erkämpfte.
Steven Lenoir heisst der neue Europameister in der Klasse «EMX2». Der Franzose, der in den beiden Tagesrennen die Plätze 6 (moto1) und 3 (moto2) einfuhr, liess in Genf gar nichts mehr anbrennen und sicherte sich den EM-Titel mit einem komfortablen Vorsprung von 50 Punkten vor dem Italiener Andrea Cervellin. Das grosse Schweizer Nachwuchstalent Valentin Guillod belegte in der Endabrechnung den hervorragenden 3. Podestplatz (nur 4 Punkte hinter Cervellin). Mit 3 Tagessiegen (Griechenland, Slovakei & Spanien), 4 Laufsiegen und 5 weiteren Podestplätzen bewies er sein Können und seine Zukunfts-Ambitionen sehr eindrücklich.
Das Weekend mit den Premieren komplettiert der Italiener Samuel Zeni, der erstmals in seiner noch jungen Karriere einen Tagessieg in einem MX-Europameisterschaftslauf feiern konnte. Konstant starke Leistungen in beiden Tagesrennen (3. & 2.) wurden schliesslich mit dem obersten Podestplatz belohnt. Nur ganz knapp hinter Zeni kam der Fribourger Valentin Guillod auf den ausgezeichneten 2. Platz in der Tageswertung. Viel Pech und ein gebrochener Auspuff im 1. Lauf verhinderten einen möglichen Laufsieg, nachdem er bis ca. Rennmitte in Führung gelegen hatte. Im 2. Heat liess er sich den viel umjubelten Start-Ziel-Sieg jedoch nicht mehr nehmen, obwohl er während des ganzen Rennens den Atem von Zeni im Nacken spürte, der bis Rennende unaufhaltsam grossen Druck auf Guillod ausübte. Platz 3 ging an den Franzosen Robin Kappel, der im 1. Durchgang noch den Sieg von Guillod erben konnte, diesen im 2. Lauf mit Rang 9 jedoch nicht ganz zu bestätigen wusste.
Quelle der aufgeführten Ranglisten & Statistiken: - http://www.motocrossmx1.com/
Sonntag, 1. August 2010 – 17.27 Uhr
Motocross - Inter Motocross Swiss Championship in Frauenkappelen:
Killian Auberson in der Klasse «Inter 125» und Julien Bill «Inter Open» heissen die Tages-Sieger beim 1. Nacht-Motocross in Frauenkappelen. Wurden der 1. Lauf der «Inter «125» und auch der 1. Durchgang der «Open-Klasse» noch bei Tageslicht und sonnigem Sommerwetter gefahren, so waren die 2. Läufe der beiden Klassen im Dunkeln und unter Scheinwerferlicht ausgesschrieben. Doch der Rennverlauf der «125er» zwang die Organisatoren aus Sicherheits- & Vernunftsgründen Änderungen vorzunehmen ...
Nachdem der Nachwuchs (Mini 85) und die Fahrer des «Yamaha-Cup's» ihre Rennen bei Sonnenlicht bestritten, starteten auch die «125er» bei Sonnenschein zu ihrem 1. Rennlauf. Hatte der Trainings-Schnellste und Meisterschafts-Leader Alain Schafer (Honda) einen eher schlechten Start, so kam sein grosser Widersacher Killian Auberson auf seiner KTM wesentlich besser aus den Startlöchern. Doch nach dem ersten Renndrittel musste er sich dem enormen Druck des Franzosen Romain Jacquiot (Yamaha) beugen. Ab der 7. Runde übernahm also der Franzose das Tempodiktat; doch Auberson gab sich keineswegs geschlagen - im Ggenteil: In der 10. Runde drückte sich der KTM-Pilot wieder an Jacquiot vorbei und verteidigte seine Leader-Position auf der sehr schnellen Strecke bis ins Ziel. Jacquiot seinerseits verlor seinen 2. Platz 3 Runden vor Schluss noch an Alain Schafer - 4. wurde der ebenfalls sehr gut aufgelegte Franzose Florent Richier vor dem erneut stark fahrenden Jeremy Seewer.
Die Dunkelheit brach bereits über Frauenkappelen herein, als die «125er» zu ihrem 2. Lauf antraten. Mit grosser Spannung sahen die Zuschauer dem Rennen entgegen, welches leider einen völlig unerwarteten Verlauf und als Folge dessen schliesslich ein jähes Ende fand. Was war geschehen ... nun, bereits in der Anfangsphase von Moto 2 stürzte der französische Nachwuchsfahrer Judicael Dard schwer. Am Ende einer schnellen und leicht abfallenden Geraden übersah er eine Welle; ein schwerer Sturz war die Folge. Dard stürzte so unglücklich, dass eine Erstversorgung (Verdacht auf Oberschenkelbruch) direkt am Streckenrand notwendig wurde. Um eine bestmögliche Betreuung durch die Sanitäter gewährleisten zu können, musste das Rennen abgebrochen werden.
Während des ca. 20-minütigen Renn-Unterbruchs müssen die Renn-Verantwortlichen und die Fahrer der nachfolgenden «Open-Klasse» miteinander diskutiert haben, denn es folgte nicht wie geplant der 2. Wertungslauf, sondern ein Show-Lauf, bei dem das gesamte Fahrerfeld gemütlich und miteinader diskutierend/quatschend ihre Runden drehten. So kam also auch in der «Open-Klasse» - wie schon bei den «125ern» nur der 1. Lauf in die Tages- & Meisterschafts-Wertung.
Dieser noch bei Tageslicht gefahrene 1. Lauf entwickelte sich von Beginn weg zu einem tollen Zweikampf zwischen dem Franzosen Romain Billerey (Yamaha) und dem Schweizer Julien Bill (KTM). Vom Start weg nahm der letztjährige 125er-CH-Meister Billerey das Heft in die Hand und demonstrierte den Zuschauern und auch seinen direkten Konkurrenten Christophe Martin (FRA), Grégory Wicht, Julien Bill und Jérémy Delincé (BEL), dass mit ihm immer zu rechnen ist. Nachdem dann der Franzose Ch. Martin aber bereits in der 7. Runde mit techn. Defekt ausschied, musste auch der Belgier J. Delincé in der 9. Runde die Segel streichen - Grund: Lenkerbruch !!! Durch die beiden Ausfälle wurde G. Wicht nach vorne auf P3 gespühlt und konnte mitansehen, wie Bill Runde für Runde immer näher auf Billerey aufschloss. Kann Billerey seinen knappen Vorsprung noch ins Ziel retten? Nein, denn in der 3.-letzten Runde konnte sich Bill doch noch am Franzosen vorbeipressen - Zieleinlauf: 1. Bill - 2. Billerey - 3. Wicht. Sehr guter 4. wurde Marc Nicolet (CH-Meister 2007/2008 - SM Open), während Patrick Walther (CH-Meister 2007 - SM-125) bereits nach dem Zeit-Training aufgeben musste, da die Schmerzen in der Schulter einfach noch zu gross waren (rechtes Schulterblatt gebrochen in Broc).
Quelle der aufgeführten Ranglisten & Statistiken: - http://www.swissmoto.org/deu/
Donnerstag, 27. Mai 2010 – 20.44 Uhr
Motocross – Philippe Dupasquier gibt Teil-Entwarnung bei Killian Auberson!
Der beim 2. Lauf des Int. Motocross von Muri vom vergangenen Pfingstmontag schwer gestürzte Meisterschaft-Leader Killian Auberson wurde Medien-Berichten zufolge nach seinem schweren Sturz mit Verdacht auf innere Verletzungen zur Beobachtung und für genauere Untersuchungen ins Spital von Muri eingeliefert.
Heute Abend konnte ich mit seinem Trainer und Manager Philippe Dupasquier telefonieren, der mich über das genaue Ausmass der erlittenen Verletzungen informierte. Der mehrmalige MX- und Supermotard-Schweizermeister Philippe Dupasquier sagte mir, dass Auberson bei einem Table schwer gestürzt sei und dass ihm das Bike bei seinem Sturz mit voller Wucht auf den Rücken gefallen sei – Erinnerungen an Marc Ristori’s tragischen Sturz werden unweigerlich wach... Doch im Gegensatz zu Ristori hatte Auberson mehr Glück. Killian brach sich bei seinem üblen Sturz 3 Rippen. Als Folge dessen befürchtete man zunächst, dass eine der 3 gebrochenen Rippen einen Lungenflügel durchdrungen habe. Genauere Untersuchungen im Spital bestätigten dies glücklicherweise nicht; allerdings bildete sich durch die Rippenbrüche und durch den heftigen Aufprall des Bikes auf seinem Rücken sofort «falsche Luft» in der Lunge. Dupasquier teilte mir weiter mit, dass Auberson am Dienstag wegen der «falschen Luft» in seiner Lunge zu weiteren Beobachtungen bezw. Untersuchungen ins Spital von Yverdon verlegt wurde. Die Ärzte werden nun weiter beobachten müssen, wie sich dieses Lungenproblem weiterentwickelt; denn es bestehe durchaus die Gefahr, dass sich in der Lunge Wasser bilden könnte, was wiederum zu Infektionen führen könnte und das wäre dann natürlich ganz schlecht.
Dupasquier lässt mich auch wissen, dass man aber trotzdem sehr optimistisch sei und dass man fest daran glaube dass diese Infektionsgefahr bald möglichst beseitigt werden könne. Sollten die Ärzte das Lungenproblem also in den nächsten Tagen in den Griff bekommen, bestehe durchaus die Chance, dass Killian Auberson beim nächsten CH-Meisterschaftslauf in Broc vom 27. Juni wieder am Startbalken erscheine – meinte Dupasquier weiter. Auberson sei zudem nach wie vor äusserst motiviert und er sei fest davon überzeugt, dass Killian von seiner Schnelligkeit nichts einbüssen würde – so Dupasquier weiter. Soviel zum Gesundheitszustand von Killian Auberson; abschliessend wünsche ich Killian baldige und beste Genesung und dass er schnell wieder ganz gesund wird – Killian, je te souhaite un promt rétablissement - à bientôt!!!
Samstag, 15. Mai 2010 – 13.00 Uhr
Rettet das «Schleizer Dreieck», die älteste Natur-Rennstrecke Deutschlands
Es war der 10. Juni 1923 als in der damaligen DDR, genauer gesagt in Schleiz das erste Rennen auf dem «Schleizer Dreieck» ausgetragen wurde. In den folgenden Jahren gab es regelmässig Renn-Veranstaltungen, denen bis zu 225‘000 Zuschauer (!) beiwohnten. Auf der damals 7,631 Km langen Original-Rennstrecke wurden bis in die späten 80er Jahre Rennen ausgetragen.
Ab August 1988 wurden die regelmässig ausgetragenen Renn-Veranstaltungen auf einer auf 6,816 Km gekürzte Strecke durchgeführt. Und seit August 2004 werden die vielen verschiedenen Renn-Weekends auf einer stark verkürzten Original-Strecke kombiniert mit zum Teil völlig neu angelegten Strecken-Abschnitten organisiert.
Doch leider gibt es auch in der Schleizer Rennstadt seit geraumer Zeit immer mehr Gegner, die sich organisieren und die mit vereinten Kräften die Aktivitäten auf Deutschlands ältester Natur-Rennstrecke für immer verbieten lassen wollen – angebliche Gründe, die sie anführen sind: Lärm-Emissionen, Luft-Verschmutzung, Verlust von Lebens-Qualität, usw.
Die ins Leben gerufene Bürger-Initiative «Pro Schleizer Dreieck» soll nun diesem Vorhaben ein Ende setzen; mit vereinten Kräften und mit Sammeln von Unterschriften kämpft man gegen die Gegner dieser Rennsport-Events. Und nicht nur das; ein grosses und komplexes Projekt soll der ganzen Region wirtschaftlichen Aufschwung, Tourismus und in weiteren Bereichen entscheidenden Aufschwung bringen – auch sollen dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Ziel dieses Projekts ist es, die geplante Total-Sanierung dieser Rennstrecke mit aller Kraft zu unterstützen und zu fördern. So soll zB. die gesamte Rennstrecke total saniert werden und es sollen nebst anderen geplanten Neubauten rund um die Strecke ein paar Hotels gebaut werden. Weiter sollen westlich und östlich der Rennstrecke neue Verbindungsstrassen gebaut werden. Dadurch soll der normale Alltags-Strassenverkehr parallel zu gleichzeitig laufenden Renn-Veranstaltungen uneingeschränkt und ungehindert zirkulieren können. Weitere detailliertere Informationen über dieses geplante Gross-Projekt finden sie auf der Website der Bürger-Initiative «Pro Schleizer Dreieck» - (siehe Link).
meine Postadresse zurück. Ich werde es dann an die Verantwortlichen dieser Bürger-Initiative weiterleiten. Mit diesen Unterschriften unterstützt ihr das Projekt; je mehr Unterschriften in Schleiz eingehen, umso grösser werden die Chancen Investoren für dieses tolle Vorhaben zu gewinnen. Denn eines ist ganz sicher: Es wäre nur allzu traurig, wenn diese «geile» Natur-Rennstrecke für immer von der Rennsport-Landkarte verschwinden müsste – also helft bitte mit dies zu verhindern – HERZLICHEN DANK auch im Namen des AMC Schleizer Dreieck e.V .
Montag, 10. Mai 2010 – 22.08 Uhr
FIM-Sidecar-World-Championship - Fr./Sa./So. 7—9. Mai 2010 – 2. Runde in D-Schleiz:
Auf dem «Schleizer Dreieck» boten die weltbesten Seitenwagen-Piloten mit ihren ebenso stark und waghalsig kämpfenden Beifahrern und Beifahrerinnen Rennsport vom allerfeinsten. Spektakulär, risikobereit aber stets gekonnt und mit Tempi bis weit über 200 km/h kämpften sie um weitere Weltmeisterschafts-Punkte. Über 10'000 Rennsport-begeisterte Zuschauer bekamen - genau so wie bei den zur CH-Meisterschaft zählenden Superstock-Rennen - ein tolles Spektakel serviert.
Nachdem das englische Gespann der Gebrüder Ben und Tom Birchall die Trainings mehrheitlich bestimmen konnten, starteten sie am Samstag aus der Pole zum Sprint-Rennen, welches sie denn auch für sich verbuchen konnten. Zweiter wurde das von den deutschen Fans viel umjubelte Gespann Kurt Hock/Enrico Becker vor den WM-Mitfavoriten Pekka Päivärinta/Adolf Hänni (FIN/SUI).
Gespannt sahen die vielen Zuschauer dem eigentlichen Höhepunkt des Sonntags - dem so genannten Gold-Race entgegen. Würde das englische Brüder-Paar dem Sieg im Sprint-Rennen vom Vortag noch eins draufsetzen können, oder können sich die deutschen Hock/Becker noch einmal steigern? Oder gelingt es dem Finnland/Schweiz-Gespann Päivärinta-Hänni mit einem fulminanten Start die Weichen für einen grossen Sieg gleich zu Beginn zu stellen? Letzteres sollte schliesslich Wahrheit werden; mit einem Blitzstart setzten sich Päivärinta-Hänni sofort an die Spitze, um das gesamte Fahrerfeld nach ihrem Holeshot in die erste Runde zu führen. Als Führende kamen sie aus der ersten Runde zurück und als Erste gingen sie auch in die 2. Runde - dicht gefolgt von den Birchall-Brothers. Nun entwickelte sich eine atemberaubende und hochspannende Jagd der beiden Engländer auf die Führenden mit der Startnummer 44. Bis Rennmitte war alles möglich; mehrere Male griffen die Birchalls (Weltmeister 2009) an und immer wieder gelang es den Führenden und Vize-Weltmeistern 2009 die Angriffe zu kontern. Etwa 5 Runden vor Schluss dann die Vorentscheidung; während die weiterhin auf Platz 1 liegenden Päivärinta-Hänni beim Überrunden am besten durch den Verkehr kamen, wurden die Birchall-Brothers entscheidend aufgehalten. Schnell verloren sie dadurch entscheidende Sekunden, die sie in der Folge nicht mehr aufzuholen vermochten. Nach 22 Runden und nach einem packenden und hammerstarken Rennen sahen Päivärinta-Hänni als Erste die schwarz-weiss karierte Flagge - 6 Sekunden vor den Birchall-Brothers und knapp 25 Sekunden vor Reeves-Cluze (GBR/FRA). Platz 4 ging an Hock-Becker vor den 5.-platzierten Moser-Wechselberger (AUT), während «mein Fast-Nachbar» Jakob Rutz aus Waltenstein, zusammen mit seinem Beifahrer Ueli Wäfler nach einem engagierten und guten Rennen den sehr guten 8. Rang erkämpften.
Quelle der leider nicht vollständig verfügbaren Ranglisten & Statistiken: - http://www.amc-schleizer-dreieck.de/
Montag, 10. Mai 2010 – 20.00 Uhr
Superstock 600/1000 – Fr./Sa./So. 7—9. Mai 2010 – 2. Runde der Schweizermeisterschaft in D-Schleiz:
Die ca 10-15‘000 Zuschauer bekamen von den Schweizer Top-Fahren spannenden Rennsport geboten. In beiden Klassen gab es jeweils 2 verschiedene Laufsieger; in der Klasse «Superstock 600» siegte Dominik Plüss im 1. Rennen, während sich Pascal Nadalet im 2. Durchgang als glücklicher Sieger feiern lassen konnte. In der «1000er-Klasse» gewann Patric Muff den 1. während Gregoray Junod den 2. Lauf für sich entscheiden konnte.
Nachdem Gregory Junod beim Saisonauftakt auf dem Hungaroring einen überzeugenden Doppelsieg feiern konnte, reiste er als grosser Favorit zur geschichtsträchtigen und idyllisch gelegenen Natur-Rennstrecke nach Schleiz. Nicht überraschend startete er demzufolge am Samstag aus der Pole-Position zum 1. Lauf. Gleich von Beginn weg übernahem er denn auch sofort das Tempodiktat und legte in kürzester Zeit einige Meter zwischen sich und seine Verfolger. In der 4. Runde dann das grosse Staunen unter den Zuschauern; wo war Junod ...? Plötzlich passierte Patric Muff (auch ein Mitfavorit auf den Meistertitel) als Erster die lange und leicht ansteigende Start-Ziel-Gerade, gefolgt von Roman Stamm, Lorenz Sennhauser und Simon Baumann auf Platz 4. Die Positionen schienen bezogen, als es in dieser Reihenfolge in die letzte Runde ging. Als das Quartett das letzte Mal in die enge Schikane vor dem Ziel einbog, griff Simon Baumann den vor ihm liegenden Sennhauser nochmals konsequent an; in einem Herzschlag-Finale gelang es dem Diessenhofener tatsächlich noch Sennhauser vor der Ziel-Linie auf Platz 4 zu verdrängen! Somit sah das Podium Patric Muff als Sieger, vor dem ebenfalls sehr stark fahrenden Roman Stamm und einem sichtlich zufriedenen Simon Baumann. Doch was war mit Junod los? Weshalb war er plötzlich nicht mehr da? warum schied er klar in Führung liegend aus? Simon Baumann: "Gregory hatte wirklich grosses Pech, den er hätte den Sieg absolut verdient gehabt, aber unten im bereich «Senge» (der tiefstgelegenste Punkt der Strecke - eine Art Kompression, die mit ca. 240 km/h durchfahren wird ...) brach ihm das Schaltgestänge, was logischerweise den Ausfall zur Folge hatte ..."
Klar dass Junod am Sonntag beim 2. Lauf die Kräfte-Verhältnisse wieder geraderücken wollte - was ihm schliesslich in überzeugender Manier auch gelingen sollte. Da das Rennen nach einem kurzen Regenfall als «Wet-Race» gestartet wurde, verkürzte sich die Renndauer um 4 auf neu 12 Runden. Während sich Junod trotz hartem Kampf gegen Muff doch noch mit einem sicheren Vorsprung von 4 Sekunden durchsetzen konnte, folgten Lorenz Sennhauser und Alain Andenmatten auf den Plätzen 3 und 4.
Grosses Pech hatte im 2. Lauf Simon Baumann, der unmittelbar nach dem Start als Erster in die Linkskurve einbog und fortan ein starkes und beherztes Rennen fuhr. Bis Rennmitte hielt er problemlos Platz 3; doch ab Rennmitte konnte er die angeschlagene Pace plötzlich nicht mehr mitgehen, womit er noch bis auf Platz 6 zurückfiel. Ein sichtlich enttäuschter Simon Baumann meinte nach dem Rennen: "Ja, heute wäre Ähnliches dringelegen wie am Vortag, doch leider bekam ich zunehmend Probleme mit dem Hinterreifen. Irgendwas mit dem Luftdruck stimmte nicht mehr; vermutlich ein schleichender Plattfuss - eine genaue Analyse bringt hoffentlich Aufschluss über die genaue Ursache."
In der Klasse «Superstock 600» gab es ebenfalls 2 verschiedene Laufsieger. Am Samstag gewann Dominik Plüss (Kawasaki - ASR Racing Team) vor Christian von Gunten (Suzuki - TKR-Racing Team) - 3. wurde Plüss' Team-Kollege Chris Burri. WICHTIGE ANMERKUNG: Der in Schleiz wohnhafte Deutsche und IDM-Pilot Thomas «Ziesel» Walther, der diesen 1. Lauf eigentlich als überlegener Sieger beendete, wurde aus der Wertung genommen, da es sich hier um ein zur CH-Meisterschaft zählendes Rennen handelte.
Kurios und völlig ungewohnt endete der 2. Lauf der «600er»; nachdem Christian von Gunten bei diesem «Wet-Race» zunächst einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegenzufahren schien, überstürzten sich die Dinge eine Runde vor Schluss - was war gesschehen... Nun, nachdem von Gunten die Zeil-Linie überquerte, sah er sich schon als grosser Sieger und liess sein Bike entsprechend ausrollen ... doch als er völlig konsterniert mitansehen musste, wie seine Konkurrenten mit vollem Speed an ihm vorbeiflogen, wurde ihm bewusst, dass er soeben seinen sicher geglaubten Sieg weggeschmissen hatte, denn es war noch eine Runde zu fahren ... falsche Boxen-Signale??? Auf jeden Fall kam so der Kawa-Pilot Pascal Nadalet zu einem völlig unerwarteten Sieg vor Chris Burri und dem am Boden zerstörten von Gunten, der wenigstens noch P3 hauchdünn vor Mike Graf ins Ziel retten konnte.
Quelle aller Startlisten: - http://www.amc-schleizer-dreieck.de/
Montag, 3. Mai 2010 – 23.45 Uhr
Motocross - Inter Motocross Swiss Championship in Braunau-Riethüsli:
... und alle suhlten sich im Schlamm von Braunau-Riethüsli ... Regen, Regen und nochmals Regen – Schlamm, Schlamm und nochmals Schlamm – dies die kurz und bündig zusammengefassten Wetter- und Streckenverhältnisse für die 3. Runde der diesjährigen Motocross-Schweizermeisterschaft.
Trotz der misslichen Bodenverhältnisse starteten die Fahrer der Kategorie «Inter 125» nach der Mittagspause zu ihrem 1. Lauf. Yves Furlato, der gestern Sonntag seinen 21. Geburtstag feiern konnte, führte das Fahrerfeld nach einem gelungenen Start in die erste Runde. Während er seine Führung bis zu Beginn der 5. Runde gegenüber dem Slowenen Jernej Irt und dem 2. Geburtstagskind Tobias Elmer (er wurde gestern 20 – Tobias, an dieser Stelle herzliche Gratulation nachträglich!) verteidigen konnte, rollte Killian Auberson (Leader in der CH-Meisterschaft) das halbe Fahrerfeld von hinten auf – dies, nachdem er einen völlig verpatzten Start zu verzeichnen hatte. Vom 11. Platz nach vorne stürmend, übernahm er schliesslich 4 Runden vor Schluss die Führung und feierte letztlich einen weiteren verdienten Laufsieg. P2 ging an Jernej Irt vor Valentin Guillod (3.), Tobias Elmer (P4) und Alain Schafer, der Fünfter wurde.
Auberson doppelte im 2. Lauf gleich nach, indem er einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg feiern konnte. Platz 2 ging an den Franzosen Romain Jacquiot, vor Tobias Elmer, Kevin Gonseth und Valentin Guillod, der nach Rennhälfte vom 2. Platz noch auf P5 zurückfiel. Logischer und verdienter Tagessieger wurde somit Killian Auberson vor Tobias Elmer und Valentin Guillod.
Fast nach Belieben bestimmte der Westschweizer und Meisterschafts-Mitfavorit Grégory Wicht die Geschichte des 1. Laufes in der «Open-Klasse». Nachdem Kevin Auberson (älterer Bruder von Killian Auberson) die Startrunde auf P1 liegend «für sich verbuchen» konnte, übernahm Wicht das Zepter ab der 2. Runde. Sich von den Bodenverhältnissen nicht beirren lassend, flog er dem Rest des Feldes förmlich davon. Mit einem komfortablen Vorsprung von 40 Sekunden und mehr, liess er sich schliesslich vor dem 2.-platzierten Jiri Cepelak (CZE) und Jérémy Delincé (3. - BEL) als 1. abwinken.
Ganz anders verlief der 2. Lauf; Delincé kam am besten aus den Startlöchern. Den Holeshot auf sicher, stürmte er dem Feld sofort davon und ward nimmer gesehen ... War es Wicht im ersten Lauf, so war es der Belgier im 2. Lauf, der mit den Bedingungen am besten zurechtkam. Am Ende lagen beinahe 45 Sekunden zwischen ihm und dem erneut auf P2 fahrenden Tschechen Jiri Cepelak – 3. wurde Christophe Martin (FRA) vor Grégory Wicht und Kevin Auberson. Dank seines Sieges im 2. Durchgang feierte Jérémy Delincé einen knappen aber durchaus verdienten und zugleich ersten Tagessieg – 1 Punkt vor Cepelak (2x 2.) und dem Romand Grégory Wicht.
Anzumerken ist noch, dass am Sonntag die Rennen der Kategorie «Mini85», die Rennen des «Yamaha-Cups» und die Quad-Läufe des Wetters wegen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, bezw. in den Schlamm fielen ... die Streichung dieser Programmpunkte war leider notwendig, um wenigstens die Rennläufe der Kat. «Inter 125» und diejenigen der Kat. «Inter Open» fahren zu können.
Quelle aller Resultatlisten: - http://www.swissmoto.org/deu/home/
Montag, 19. April 2010 – 13.35 Uhr
Motocross - Inter Motocross Swiss Championship - Round 2 in Payerne (VD):
Gestern Sonntag gastierte der MX-Tross der «Inter Motocross Swiss Championship» in Payerne (VD). In der Klasse «Inter 125» feierte der Westschweizer Killian Auberson nach Frauenfeld bereits seinen 2. Tagessieg, während sich Patrick Walther in der «Open-Klasse» als Tagessieger feiern lassen konnte.
Bei den «125-ern» sah Valentin Guillod (KTM) im 1. Lauf als Erster die Zielflagge, nachdem er sich im Zeit-Training schon als Schnellster notieren liess. Guillod entriss in der 3. Runde dem bis dahin führenden Killian Auberson (KTM) die Führung und baute seinen Vorsprung gegenüber seinen stärksten Widersachern kontinuierlich aus. Mit knapp 17 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls überzeugend stark fahrenden Thurgauer Yves Furlato (Kawasaki) feierte Guillod seinen 1. Laufsieg in der noch jungen Saison – 3. wurde der Fribourger Alain Schafer (Honda-DBMX-Team), der sich gegenüber Furlato nur um wenige Zehntel-Sekunden geschlagen geben musste.
Im 2. Lauf kam Olivier Davet am besten aus dem Startbalken, holte den Holeshot und bestimmte sofort die Pace – dicht gefolgt von Guillod, Furlato und Auberson. Auberson profitierte dann in der 3. Runde vom Pech des in der 2. Runde in Führung gegangenen Guillod, der nach einem techn. Defekt die Segel vorzeitig streichen musste. Fortan kamen die Zuschauer in den Genuss eines packenden Zweikampfes zwischen Auberson und Schafer, die sich bis zum Schluss die Führung gegenseitig immer wieder abnahmen – schliesslich setzte sich Killian, der jüngere Bruder von Kevin Auberson (Inter Open) durch und gewann den 2. Durchgang einen «Wimpernschlag» vor Alain Schafer, - Olivier Davet wurde ausgezeichneter 3. vor dem erneut sehr stark fahrenden Yves Furlato.
In der «Open-Klasse» war der Yamaha-Pilot Jérémy Delincé (BEL) vom «Team-RB» Trainingsschnellster – vor dem letztjährigen «125-er Swiss-Champ» Romain Billerey (FRA), dem amtierenden «Open-CH-Meister» Manuel Chittaro (GER), Grégory Wicht und Patrick Walther (CH-Meister 2007 - Swiss Master 125). Der 1. Lauf verlief bis zum Schluss äusserst spannend, da sich die Haupt-Protagonisten bis zur Zielflagge nichts schenkten. Auch wenn ab Rennhälfte die Positionen bezogen schienen, durfte sich das Spitzen-Sextett keinen Fehler erlauben; angeführt von Grégory Wicht, folgten Walther, Delincé, Martin, Billerey und Chittaro innerhalb nur ganz weniger Sekunden. Am Ende gewann Wicht 2 Sekunden vor Walther – Delincé wurde mit einem Rückstand von 4,5 Sek. Dritter, gefolgt von Martin, Billerey und Chittaro.
Ein extrem spannendes Duell lieferten sich dann Patrick Walther und Christophe Martin im 2. Durchgang. Walther, der nach dem Holeshot die Führung in der 5. Runde an den Franzosen Martin abtreten musste, gab nie auf und versuchte alles, um nochmals zurückschlagen zu können. Schliesslich konnte Martin noch einen Vorsprung von 1 Sekunde auf den Bonstetter Patrick Walther ins Ziel retten. Mit einem Rückstand von knapp 9 Sekunden folgte Delincé auf Platz 3, gefolgt von Wicht, Chittaro und dem einheimischen Marc Nicolet – seines Zeichens Swiss Masters Open-CH-Meister 2007/2008. – Alle ausführlichen Resultate von Payerne (inkl. «Mini 85» & «Kid 65-Cup») und die aufgearbeitete CH-Meisterschafts-Gesamtwertung der einzelnen Klassen siehe unten.
Quelle aller Ranglisten & Statistiken: - http://www.swissmoto.org/deu/home/
Montag, 12. April 2010 – 23.55 Uhr
Motocross - WM-MX1/MX2 - GP der Lombardei in Mantova (ITA):
Das RedBull-KTM-Factory-Team triumphiert in der MX1 & MX2-Klasse
In der Klasse MX2 sichert sich Weltmeister Marvin Musquin (FRA) mit 2 Lauf-Siegen seinen 2. GP-Sieg in der noch jungen WM-Saison. In der Königsklasse feierte der MX1-Champ und Publikumsliebling Tony Cairoli einen weiteren GP-Sieg, vor dem Belgier Clement Desalle und Maximilian Nagl (GER).
MX2-Weltmeister Musquin feierte im 1. Durchgang einen klaren Start-Ziel-Sieg vor WM-Mitfavorit Ken Roczen (GER) und dem Franzosen Steven Frossard (Kawa). Im 2. Durchgang sahen die Tifosi ein packendes Duell zwischen Jeffrey Herlings (NED) und Team-Kollege Marvin Musquin. Der Franzose pushte und pushte ununterbrochen mit dem Ziel, Herlings in einen Fahrfehler zu zwingen. Der jedoch blieb vorerst ganz cool und liess sich nicht aus der Ruhe bringen. In der letzten Runde kam es dann zum Showdown als es Musquin wenige Meter vor dem Ziel doch noch gelang, Herlings zu einem Fehler zu zwingen. Dadurch konnte der Franzose an Herlings vorbeiziehen und seinen 2. Laufsieg einfahren – Herlings blieb der undankbare 2. Platz vor Roczen.
Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte an diesem Weekend das Schweizer Supertalent Arnaud Tonus. Im Quali-Race vom Samstag lag er auf dem starken 7. Platz, ehe er 1 Runde vor Schluss mit Elektrik-Schaden ausfiel – noch als 23. gewertet, ist dies bekanntlich für den Startplatz nicht unbedeutend ... Trotz dieses Startplatzes erkämpfte er sich im 1. Lauf einen sehenswerten und vielbeachteten 11 Platz. Noch besser erging es ihm im 2. Lauf. Nach einem sehr guten Start kam er direkt hinter Roczen auf P6 liegend aus der ersten Kurve. Sofort drängte er weiter nach vorne; in Runde 8 erblickte er auf seiner Boxentafel P4! Da er aber mittlerweile auf den auf 3 liegenden Roczen zu viel Rückstand aufwies, kontrollierte er sein Rennen und fuhr einen sicheren 4. Platz nach Hause – in der Gesamtwertung kam er so auf den ausgezeichneten P6!
David Philippaerts (ITA) übernahm im 1. Lauf der MX1-Klasse nach hervorragendem Start sofort das Tempo-Diktat. Doch schon in der 2. Runde stürzte er vor dem stark fahrenden Belgier Desalle. Dieser übernahm sogleich die Spitze und baute diese kontinuierlich aus, was ihm einen ungefährdeten Sieg einbrachte – vor den beiden KTM-Werksfahrern Cairoli und Nagl. Philippaerts, der nach seinem Sturz mit technischen Problemen zu kämpfen hatte (Bruch und späterer Verlust des Auspuffs), zeigte einmal mehr sein grosses Kämpferherz. Nach seinem Sturz startete er eine imposante Aufholjagd, die ihn schliesslich von P12 wieder bis auf Platz 5 nach vorne brachte. Infolge Leistungsverlusts viel er dann jedoch wieder bis auf den völlig unverdienten 15. Platz zurück. In Durchgang 2 siegte Cairoli dann unangefochten und feierte einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg vor Philippaerts und Nagl.
Quelle aller Ranglisten & Statistiken: - http://www.youthstream.org/
Karfreitag, 2. April 2010 – 9.45 Uhr
Motocross, Supermotard & Superstock 600/1000:
Am Ostermontag startet die Schweizer Motorsport-Saison 2010 in Frauenfeld
Endlich ist sie vorbei; die lange Winterpause und die damit verbundene Vorbereitungszeit auf die bevorstehenden FMS-Schweizermeisterschaften. Die in einem neuen Kleid auftretende offiz. Schweizermeisterschaft im Motocross (Inter Motocross Swiss Championship) eröffnet am kommenden Ostermontag auf dem «Schollenholz» in Frauenfeld die mit grosser Spannung erwartete Off-Road-Saison 2010.
Die Schweizer Supermotard-Top-Fahrer absolvieren am 17.-18. April 2010 im franz. Villars-sous-Ecot ein spezielles Trainings-Weekend, bevor es dann am 8.-9. Mai in Bure (JU) erstmals um offiz. Meisterschaftspunkte geht.
Die FMS-Schweizermeisterschaft der Strassenmaschinen (u.a. Superstock 600/1000) starten in D-Schleiz in die Saison 2010. Schleiz, das nahe an der Deutsch-Tschechischen Grenze liegt, belohnt die Besten der Schweizer-Motorrad-Elite vom 7.-9. Mai 2010 mit den ersten Meisterschaftspunkten.
Unten aufgeführt stehen die entsprechenden Startlisten (Motocross - Supermotard - Superstock 600/1000) zum Download bereit.
Quelle aller Ranglisten & Statistiken: - http://www.swissmoto.org/deu/
Montag, 22. Februar 2010 – 23.12 Uhr
Motocross:
Tony Cairoli (MX1) & Ken Roczen (MX2) triumphieren beim Int. Motocross von F-Valence vom 20./21. Feb. 2010
Wechselnde zum Teil stürmische Wetterverhältnisse (insbesondere während des Super-Finals am späten Sonntagnachmittag) begleiteten die MX1 & MX2-Weltelite anlässlich des 2. grossen Vorbereitungsrennens auf die im April in Sevlievo (BUL) beginnende WM-Saison. Nachwuchsfahrer der Klasse bis 85 ccm bildeten mit ebenfalls 2 gefahrenen Wertungsläufen das Rahmenprogramm.
Begleitet von frenetisch jubelnden französischen Fans waren es die beiden Kawasaki-Piloten Grégory Aranda (FRA) als Laufsieger, Jonathan Barragan (ESP) als Zweiter und Clement Desalle (BEL) auf der TEKA-Suzuki als Dritter, die die Geschichte des 1. Durchgangs schrieben.
Tony Cairoli, der wie schon vor 2 Wochen in Mantova, erneut mit der 350er RedBull-Werks-KTM ausrückte, dominierte dann den 2. Durchgang mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. 2. wurde der Belgier Steve Ramon (MX1-Weltmeister 2007) auf der Werks-Suzuki vor dem Franzosen «Seb» Pourcel auf seiner grünen «Kawa». Auch wenn die Beiden auf den amtierenden MX1-Champion stets Druck ausüben konnten, gelang es ihnen nie richtig ihn in Bedrängnis zu bringen.
MX2-Weltmeister Marvin Musquin (FRA) war in seiner Klasse Hauptprotagonist im 1. Lauf. Unangefochten gewann er den Eröffnungslauf der MX2-Klasse vor dem stark auftretenden Schotten Shaun Simpson (RedBull-KTM) und vor dem ebenfalls glänzend aufgelegten Ken Roczen (Werks-Suzuki), der sich seinerseits gegen den Franzosen Gauthier Paulin durchsetzen konnte. Einen erneut starken Eindruck hinterliess der Schweizer Arnaud Tonus, der mit seiner Werks-Suzuki auf den sehr guten 11. Platz fuhr – dies, nachdem er das Zeit-Training als 12. beendete.
Viel Glück im Unglück hatte der Westschweizer dann im 2. Lauf, als er einen Horror-Crash nahezu unverletzt überstand. Nachdem er sich mit seinem Bike mehrmals überschlagen hatte, kroch er «auf allen Vieren» sichtlich benommen an den Streckenrand. Minuten später humpelte er dann in Richtung Fahrerlager, wobei es schien, als ob er unter starken Nacken- und Hüftschmerzen leiden würde ... Arnaud, gute und baldige Besserung an dieser Stelle! Ken Roczen (15) war es schliesslich, der im 2. Lauf als grosser Sieger hervorging, nachdem er sich während den ersten 2 Renndritteln einen erbitterten Zweikampf mit Musquin lieferte. Musquin, der 2. wurde, spürte seinerseits bis zum Schluss des Rennens den Atem seines Landsmannes Steven Frossard im Nacken, der schliesslich als 3. die Zielflagge sah.
Höhepunkt des Tages bildete das Superfinale, zu dem die jeweils 15 Besten der MX1 & MX2-Klasse qualifiziert waren. Verdienter Sieger wurde Tony Cairoli auf seiner 350er Werks-KTM vor Steve Ramon und dem Italiener David Philippaerts, seines Zeichens MX1-Weltmeister 2008.
Quelle aller Ranglisten: - http://www.mx-valence.com/layout.php?page=accueil
Montag, 8. Februar 2010 – 20.35 Uhr
Motocross:
27. Starcross in Mantova (ITA) - Arnaud Tonus verschafft sich mit Podestplatz viel Respekt
Kälte, Wind und stürmischer Schneeregen liessen noch am Freitag für das 27. Starcross nichts Gutes erahnen ... Doch nach einem kalten aber trockenen Samstag kehrten just auf den Sonntag die Sonne und mit ihr auch wieder angenehmere Temperaturen in die Lombardei zurück.
Nebst schönem Wetter konnte aber auch das Riesentalent Arnaud Tonus die (Schweizer-)Herzen stark erwärmen. Der neu für das «Teka-Suzuki-Europe-Team» fahrende Westschweizer überzeugte voll und ganz. Nach einem starken Quali-Race am Samstag (Platz 4), legte er am Sonntag gleich noch einiges drauf. Mit hervorragenden Platzierungen (Platz 5 im 1. Lauf, P3 im 2. Lauf und einem weiteren 3. Platz im 3. Durchgang) sorgte der mittlerweile in Belgien lebende Tonus für grosses Aufsehen und verschaffte sich gleich zu Beginn der neuen Saison viel Respekt und Anerkennung.
In der Klasse «MX1» dominierte zudem der aktuelle MX1-Weltmeister Tony Cairoli (ITA) und signalisierte gleich beim ersten Aufeinandertreffen der Giganten klar und deutlich, dass der Weg zum WM-Titel 2010 auch wieder über ihn führen wird. Auf der von ihm erstmals eingesetzten «350er Werks-KTM» fühlt er sich pudelwohl, was sich nicht nur resultatmässig bemerkbar, sondern auch optisch klar sichtbar machte.
Der Engländer Shaun Simpson gab seinerseits «in der kleinen Klasse MX2» seine Visitenkarte ab. Mit 2 Laufsiegen und einem 2. Platz (Lauf 3) liess er keine Zweifel offen, wer als grosser Favorit für den MX2-WM-Titel in die neue Saison 2010 startet.
Quelle aller Ranglisten: - http://digilander.libero.it/giovannipavesi0/
Montag, 1. Februar 2010 – 21.16 Uhr
Motocross:
Dani Huser arbeitet und kämpft unermüdlich auf sein Comaback hin
Vor ein paar Tagen traf ich den Langzeit-Verletzten Dani Huser und seine Lebenspartnerin Bettina. Dani, der sich weitestgehend von seinen schweren Knie-Verletzungen erholt hat, steht vor seinem Comeback. Ich sprach mit dem in Russikon (ZH-Oberland) lebenden MX-Rider über seine lange Verletzungszeit, seine Rückschläge und über seine MX-Zukunftspläne - das ausführliche Interview können Sie demnächst hier im RS-Talk mit ... nachlesen.
Donnerstag, 19. November 2009 – 22.43 Uhr
Motocross:
Die FMS organisiert ab 2010 die offizielle Schweizermeisterschaft unter dem neuem Serien-Namen
«Inter Motocross Swiss Championship»
Wie heute Donnerstag bekannt wurde, startet die FMS ab nächstem Jahr mit einer neuen Rennserie, unter neuem Namen und mit einem entsprechend neuen Logo in die neue Schweizer Motocross-Saison. Da die «FMS» und der «SAM» fortan getrennte Wege gehen, wird die offizielle Motocross-Schweizermeisteschaft nach den Regeln der «FIM» und der «UEM» organisiert und ausgetragen.
Quelle: http://www.swissmoto.org
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