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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die Ziele und die Aktivitäten der Fondation Hirondelle?</p><p>2. Welche allfällige moralische und finanzielle Unterstützung gewährleistet der Bund dieser Stiftung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Stiftung Hirondelle ist eine schweizerische Journalisten-NGO, die in Kriegs- und Krisengebieten unabhängige nichtkommerzielle Medien mit nationaler Ausstrahlung gründet und unterstützt. Bei ihrer Tätigkeit beruft sie sich auf das universelle Recht auf Information. Dieses Recht wird in Konflikten, Krisensituationen, Katastrophen oder anderen Situation oft mit Füssen getreten. Die Stiftung Hirondelle will Bevölkerungsgruppen, die von Nachrichten abgeschnitten sind, relevante, unabhängige, unparteiische und genaue Informationen liefern. Mit ihrer Tätigkeit trägt die Stiftung dazu bei, Gesellschaften in Krisen zu verändern, indem sie Millionen von Hörerinnen und Hörern die Realität ihres Landes näherbringt und ihnen damit ermöglicht, sich ihre eigene Meinung zu bilden und sich Gehör zu verschaffen. Die Medien, die von der Stiftung Hirondelle gegründet und unterstützt werden, leisten einen Beitrag zum Aufbau der Zivilgesellschaft.</p><p>Die Stiftung Hirondelle ist eine der wenigen Organisationen, die über so viel Erfahrung in diesem Bereich verfügen. In der Demokratischen Republik Kongo und in Südsudan sind die Uno-Radios, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hirondelle entwickelt wurden, nach zehn Jahren die einzigen unabhängigen Medien mit nationaler Ausstrahlung. Das Programm der Stiftung Hirondelle entspricht dem ersten strategischen Ziel der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2013-2016 (Prävention und Bewältigung von Krisen, Konflikten und Katastrophen).</p><p>Es hat vier Schwerpunkte: Produktion und Verbreitung, Unterstützung und Ausbildung, langfristige Verankerung und Vernetzung. Die Stiftung will die journalistischen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Radios verbessern, geeignete Rechts- und Gouvernanzstrukturen identifizieren und einkommensgenerierende Aktivitäten initiieren, um das langfristige Überleben der Radios zu sichern.</p><p>Der Bundesrat betrachtet die Stiftung Hirondelle als einzigartige Akteurin im Bereich der Medien in Krisensituationen, die über eine grosse Relevanz und Akzeptanz verfügt. Sie bildet heute in diesem Bereich ein international anerkanntes Kompetenzzentrum.</p><p>2. Bis 2012 unterstützte die Schweiz die Stiftung Hirondelle punktuell, über Einzelprojekte. Im Jahr 2013 ging die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mit der Stiftung eine institutionelle Partnerschaft für den Zeitraum 2013-2016 ein, die mit einem Beitrag an das Gesamtprogramm der Stiftung Hirondelle verbunden ist. Die Beiträge belaufen sich 2013 auf 2,4 Millionen, 2014 auf 2,6 Millionen, 2015 auf 2,7 Millionen und 2016 auf 2,8 Millionen Franken. Zusätzlich zu diesem Beitrag unterstützt die Deza die Demokratisierung in Tunesien mit der Vergabe eines Mandats zur Stärkung der Medien an die Stiftung.</p>  Antwort des Bundesrates.