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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):
Klaviersonate Nr.9 a-moll KV 310 (1778)
– Allegro maestoso
– Andante cantabile con espressione
– Presto
Wie bei den Klavierkonzerten, so gibt es bei Mozarts Klaviersonaten nur zwei Stücke in Molltonarten. Die a-moll Sonate entstand direkt nach dem Tod seiner Mutter und ist in vielerlei Hinsicht seine gewagteste Komposition dieses Genres. Allein die dynamischen Bezeichnungen gehen von pp bis ff, für die oft äusserst dünn oder sogar als „unterbezeichnet“ geltenden Werke des Meisters sehr ungewöhnlich. Der langsame Satz entwickelt sich zu einer regelrechten Opernszene, das herrlich, knapp-düstere Finale wurde später von Schubert und vielen anderen recht häufig imitiert. Mit allem Respekt, es ist ein wenig schade, dass sich Mozart mit den Klaviersonaten etwas weniger Mühe gab als bei den Konzerten. Die Sonate in a-moll ist aber sicher eines derjenigen Werke, bei denen man nicht spüren kann, dass sie für Schüler geschrieben wurde. Kennt man sie deshalb nicht so gut?!