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Ach, du findest Koriander grusig? Jö.
Aber, hey, du kannst nichts dafür, du Ärmster. Deine Gene sind schuld.
Jüngst, in der Kommentarspalte:
Ach, ihr Ärmsten! All die feinen Tacos, die indischen Chutneys, die Thai-Curries und und und, die ihr nicht essen könnt!
Mein Beileid.
Aber wisst ihr was? Ihr könnt nichts dafür.
Nein, es ist nicht so, dass Koriander eklig ist, und wir alle, die ihn gerne haben, Geschmacksbanausen sind. Nein. Der Grund ist genetisch.
Nun, zuerst mal ein wenig Kontext in Sachen Koriander-Beliebtheit: So sollen umfassende Befragungen ergeben haben, dass 17 Prozent aller Europäer und 14 Prozent der Afrikaner den Geschmack von Koriander verabscheuen. In Ostasien (China, Korea, Japan) sind es sogar 21 Prozent. Dafür ist der Anteil in Indien, Südostasien und im Mittleren Osten, wo das Gewürz in den regionalen Küchen weit verbreitet ist, wesentlich kleiner: Nur 3 bis 7 Prozent verzichten lieber darauf.
Aber alleine kulturell lässt sich Koriander-Liebe beziehungsweise -Ekel nicht erklären. Wirklich verantwortlich dafür, ob Koriander als wohlschmeckend oder seifig wahrgenommen wird, ist ein bestimmter Abschnitt in unseren Genen.
Im Rahmen einer Studie, 2012 im Fachmagazin «Nature» veröffentlicht, wurde das Erbgut von 30'000 Freiwilligen aus den Datenbanken der Erbgutanalyse-Firma 23andMe gescannt. Dort wurde ein Gen isoliert, das für den Bau des Geruchsrezeptors OR6A2 zuständig ist. Dieser Rezeptor registriert Aldehyde, von denen Koriander viele enthält. Testpersonen, die zwei dieser Gene geerbt haben, geben an, Koriander nicht zu mögen, denn durch die erhöhte Aldehyde-Wahrnehmung wird der Koriander als besonders seifig wahrgenommen.
Menschen mit einer anderen Genvariante empfinden Koriander jedoch als frisch und wohlschmeckend, da ihre Geruchsrezptoren das enthaltene Aldehyd vergleichsweise ‹schlecht› registrieren. In der Folge konnten zwei weitere Forscherteams, eines aus Kanada, eines aus den USA, weitere drei Gene, die für Koriander-Ekel zuständig sind, identifizieren.
Deshalb, liebe 17 Prozent, die hierzulande Koriander hassen: Werdet erwachsen und hört auf zu jammern! Denn es geht gar nicht darum, ob das Kraut fein ist oder nicht. Es ist euch nun mal aus chemisch-genetischen Gründen verwehrt, Genuss daran zu finden.
Schade für euch. Nehmt eine extra Portion Chili stattdessen! 😉
Ab dem 10. Januar gibt es wieder «Stars» unter Extrembedingungen im Fernsehen. Und dies in einem katastrophengebeutelten Land. Zeit, die Sinnfrage zu stellen.
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Nach seinem Einsatz im Dschungelcamp will er erst einmal in einem Wohnwagen auf der Asche seines alten Hauses campieren, danach schaut er weiter. Dr. Bob bleibt dem …