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Unfallprävention für Berufsfahrende
Mobilität Ein plötzliches, unkontrolliertes Eindösen am Steuer kann einen handfesten Grund haben und steht oft nicht mit durchzechten Nächten im Zusammenhang.
Mehrere Stunden täglich am Steuer zu verbringen verlangt ununterbrochene Konzentration. Besonders davon betroffen sind Berufsfahrende wie Kraftfahrer, Kranführer oder Stapelfahrer. Schon ein Sekundenschlaf ist äusserst gefährlich und kann tödlich enden. Studien belegen, dass ein grosser Teil der Einschlaf-Unfälle auf das Schlafapnoe-Syndrom zurückzuführen ist. Besonders brisant: Das Syndrom bleibt oft unerkannt und daher unbehandelt.
Erkennungsmerkmale des Schlafapnoe-Syndroms
Wer unter einer Schlafapnoe leidet, fühlt sich tagsüber müde und erschöpft. Diese Dauermüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhen das Unfallrisiko stark. Ein wesentliches Merkmal des Schlafapnoe-Syndroms ist das unregelmässige laute Schnarchen, Atemaussetzer im Schlaf und Kopfweh am Morgen. Unbehandelt erhöht die Schlafapnoe das Risiko für Bluthochdruck und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wer ist davon betroffen?
Männer und Übergewichtige sind überdurchschnittlich oft von Schlafapnoe betroffen. Untersuchungen haben gezeigt, dass mindestens vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen zwischen 30 und 60 Jahren an Schlafapnoe leiden. Erhöhte Risikofaktoren für Schlafapnoe sind: Übergewicht, männliches Geschlecht, Verengungen im Nasen-Rachenraum, vergrösserte Mandeln, regelmässiger Gebrauch von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, übermässiger Alkoholkonsum vor allem am Abend, Rauchen sowie Verwandte mit Schlafapnoe-Syndrom.
Behandlung einer Schlafapnoe
Die Therapie gegen Schlafapnoe ist die Verwendung einer Schlafmaske und ist erste Wahl beim Schlafapnoe-Syndrom. Menschen, die vom Schlafapnoe-Syndrom betroffen sind, können mit einer CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure ) meist wieder beschwerdefrei leben. Das bedeutet: Weniger schnarchen, Betroffene können wieder durchschlafen, keine nächtlichen Atempausen, wach und fit sein.
Prävention: Risikotest, Kurs und telefonische Beratung
Die Lungenliga bietet neben telefonischer Beratung einen Risikotest sowie einen Kurs an, um Unfällen durch Schlafapnoe vorzubeugen. Im Kurs werden folgende Themen behandelt: Medizinische und therapeutische Informationen über Schlafapnoe, Ausführungen zum Strassenverkehrsgesetz, Risikofaktoren für Schlafapnoe sowie ein persönlicher Risikotest für Berufsfahrer.