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Damit stellt sie sich hinter eine entsprechende GLP-Motion. Diese fordert die Regierung auf, beim Bund eine Kantonsinitiative einzureichen, um Therapien zu verbieten, die zum Ziel haben, das homosexuelle Verlangen eines Menschen in eine heterosexuelle Neigung umzupolen oder die Geschlechtsidentität von betroffenen Personen zu verändern.
Diese Praxis folge den in einigen religiösen Gemeinschaften verankerten Grundgedanken, dass Homosexualität eine Krankheit oder ein Symptom sei und mit entsprechender Behandlung therapiert werden könne, schreibt GLP-Kantonsrat Mario Cozzio in der Motion. Diese Therapien seien für betroffene Personen höchst traumatisierend.
Die Luzerner Kantonsregierung teilt die Haltung, dass Konversionstherapien nicht zu legitimieren seien, wie sie in der am Dienstag veröffentlichten Antwort schreibt. Sie stellten einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Privatsphäre und Integrität der betroffenen Personen dar.
«Wichtige Signalwirkung»
Sie beantragt der Parlament, die Motion erheblich zu erklären und eine Regelung auf Bundesebene anzustreben. Kantonal unterschiedliche Bestimmungen sind aus Sicht der Luzerner Regierung «nicht sinnvoll». Zudem würde eine Bundeslösung auch eine wichtige gesellschaftspolitische Signalwirkung erzielen.
In mehreren Kantonen wie beispielsweise in Neuenburg, Genf, Waadt und Basel-Stadt wurden bereits parlamentarische Motionen eingereicht oder an die Regierung überwiesen, um solche «Umpolungstherapien» zu untersagen.
Es ist nicht bekannt, wie viele solche Therapien in der Schweiz geführt werden. Immer wieder gelangen jedoch Einzelfälle an die Öffentlichkeit. 2018 hatte ein in den Kantonen Genf und Waadt praktizierender homöopathischer Arzt 2018 angeboten, «Homosexualität zu heilen». 2020 empfahl sich ein Psychiater in Schwyz für solche «Therapien».