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Am Donnerstag musste das Eichhörnchen mit Namen «Gulliver» aus einem Schachtdeckel in München befreit werden. Ein Mann, der mit seiner Tochter vorbeiging, sah das Nagetier im Münchner Stadtteil Ramersdorf und alarmierte die Tierrettung, wie Welt.de schreibt.
Das Tier einfach aus dem Deckel herauszuziehen sei nicht möglich, sagt ein Tierarzt gegenüber dem Onlineportal. Das Eichhörnchen, das die Helfer aufgrund seines speziellen Fundortes «Gulliver» nennen, sei etwa ein Jahr alt. Eichhörnchen werden in der Regel drei Jahre alt.
Um «Gulliver» aus dem Schachtdeckel befreien zu können, musste der Tierarzt Gleitmittel einsetzen. Damit schmierte er das Tier, wie auch das Loch des Schachts ein. Das erschöpfte Eichhörnchen wurde dann zur Tierrettung München gebracht, wo es wieder aufgepäppelt wird.
Warum die Tiere immer wieder in Schachtdeckeln hängenbleiben, kann nur gemutmasst werden. Eine Theorie sei, dass die Eichhörnchen irgendwie den Weg in die Kanalisation finden. Um dort wieder hinaus zu gelangen, würden sie die engen Löcher der Schachtdeckel auswählen. Dabei könnten sie feststecken.
Schon im Dezember blieb ein Eichhörnchen in einem Schachtdeckel stecken. Damals wurde das Eichhörnchen «Olivio» Opfer eines Schachtdeckels. Die damalige Rettungsaktion war jedoch um einiges dramatischer. «Olivio» starb beinahe an Unterkühlung und Entkräftung. Den Namen erhielt er übrigens, weil zur Rettung des Tieres Olivenöl benutzt wurde.