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Transkutane elektrische Nervenstimulation
Transkutane elektrische Nervenstimulation - TENS
Was versteht man unter einer transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS)?
TENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation und ist eine Form der Reizstromtherapie. Bei der Schmerzbehandlung mittels TENS wird mit Hilfe eines kleines Geräts,dem sogenannten TENS-Gerät, niederfrequenter elektrischer Strom zwischen 45-65 Hertz durch die Haut geleitet, um so die Schmerzweiterleitung zu durchbrechen.
TENS-Therapien bringen vor allem bei chronischen und akuten Schmerzen rasche Linderung, werden aber auch bei Schmerzen wie beispielsweise bei Muskel-, Gelenk-, Nacken- oder Rückenschmerzen eingesetzt.
Bei dieser Behandlung werden an oder in der Nähe des Schmerzherdes oder an Triggerpunkten Elektroden auf der Hautoberfläche angebracht und elektrische Impulse abgegeben. Der durch die Elektroden geleitete Reizstrom löst ein angenehmes Kribbeln aus, das den Schmerz überlagert.
Wie funktioniert die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)?
Bei der transkutanen Nervenstimulation findet eine durch den elektrischen Strom erzeugte Stimulation der Nervenzellen statt. Dies blockiert die Übertragung von Schmerzsignalen, wodurch die Schmerzwahrnehmung verändert wird. Durch die Nervenstimulation werden die schmerzunterdrückenden, körpereigenen Systeme des Nervensystems stimuliert und günstig beeinflusst.
Wir setzen TENS insbesondere bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen ein:
Spannungskopfschmerz/chronische Kopfschmerzen/Migräne,
Rückenschmerzen,
Schulter- und Nackenschmerzen,
Sportverletzungen,
Verspannungen,
Rheumatische Erkrankungen,
Durchblutungsstörungen.
Was sind die Vorteile und der Nutzen einer TENS-Behandlung?
Bei der TENS-Therapie handelt es sich um eine nicht-invasive Methode zur Schmerzlinderung, die entweder als alleinige Therapie oder zusätzlich zu verschreibungspflichtigen oder rezeptfreien Schmerzmitteln eingesetzt werden kann. Es wurde beobachtet, dass durch die TENS-Behandlung die Medikamentendosis reduziert werden konnte.
Wir raten allerdings davon ab, die Medikamente ohne Rücksprache des behandelnden Arztes/der Ärztin abzusetzen oder eine Dosisanpassung vorzunehmen.
Nach der Einführung der TENS Therapie durch den behandelnden Arztes oder die behandelnde Ärztinkönnen Patienten*innen die TENS Therapie selbstständig zu Hause durchführen
Eine weiterer Vorteil des TENS-Geräts besteht darin, dass es klein, handlich und tragbar ist und deshalb überall angewendet werden kann, falls eine sofortige Schmerzlinderung erforderlich ist.
Ein TENS-Gerät kann im Schmerzzentrum nach einer ärztlichen Konsultation ausgeliehen werden.
Welche Risiken und Nebenwirkungen hat die TENS-Behandlung?
Bei der TENS-Therapie sind nur sehr wenige Nebenwirkungen bekannt. In äusserst seltenen Fällen kann es zu leichten Hautirritationen an den Hautstellen kommen, an denen die Elektroden angebracht wurden. Allergische Reaktionen auf den Klebstoff, mit dem die Elektroden auf der Haut befestigt werden oder auf die Materialien der Elektroden selbst, sind ebenfalls selten. Diese Reaktionen sind allerdings harmlos und klingen rasch wieder ab.
Wann ist von einer TENS-Behandlung abzusehen?
Bei folgenden Erkrankungen ist von einer TENS Therapie abzusehen:
offene Hautstelle oder akute Entzündungen,
vorhandener Herzschrittmacher oder Herzrhythmusstörungen,
Tumorerkrankungen,
schwere Durchblutungsstörungen der Arterien (Arteriosklerose),
erhöhte Blutungsneigung,
Gelenkprothesen oder Metalle im Körper des Patienten.
Wir empfehlen eine Konsultation mit unseren Ärzten oder Ärztinnen.