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Fast 55 Prozent der Stimmen gingen auf den Favoriten Laporta ein, der unter anderem mit dem Versprechen gelockt hatte, Superstar Lionel Messi bei Barcelona zum Bleiben zu bewegen. Der Rechtsanwalt und Politiker kennt Messi aus seiner ersten Zeit als Klub-Präsident bei den Katalanen. Er stand dem Traditionsverein von 2003 bis 2010 vor. In seine Zeit fielen auch zwei Champions-League-Titel und die Verpflichtung von Star-Coach Pep Guardiola.
Laporta tritt die Nachfolge von Josep Maria Bartomeu an, der im Oktober sein Amt als Präsident niedergelegte, um einem Misstrauensvotum von Mitgliedern zuvorzukommen. Diese wandten sich gegen ihn, nachdem Messi im vergangenen August den Klub im Unfrieden verlassen wollte. Zuletzt geriet Bartomeu im Zuge der sogenannten «Barçagate»-Affäre gar ins Visier der Justiz und musste in eine eintägige Untersuchungshaft.
Laporta übernimmt einen Klub mit enormen finanziellen Problemen, nicht nur weil die Covid-19-Pandemie Einnahmen aus dem Ticketverkauf verhindert und das Merchandising-Einkommen stark beeinträchtigt. Zuletzt wies Barça eine Bruttoverschuldung von mehr als 1,4 Milliarden Euro aus. Der Verein stimmte im vergangenen Jahr einer vorübergehenden Kürzung der Spielergehälter zu, während er die Zahlungen an die Spieler im Dezember verzögern musste.