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Roger Federer qualifiziert sich am Australian Open in Melbourne für den 57. Grand-Slam-Viertelfinal seiner Karriere. Der Baselbieter besiegt nach einem verhaltenen Start Marton Fucsovics aus Ungarn 4:6, 6:1, 6:2, 6:2.
Federer fehlte für einmal die Leichtigkeit, die ihn ansonsten so auszeichnet. Vor allem im ersten Satz schien er die Strapazen der vierstündigen Partie gegen den Australier John Millman noch zu spüren, die er am Freitag weit nach Mitternacht erst im Super-Tiebreak für sich entschieden hatte.
Federer bestätigte im Platzinterview mit John McEnroe Nachwehen seines Efforts gegen Millman 48 Stunden zuvor. «Nach dem guten Start in den zweiten Satz ging aber alles viel einfacher», so Federer, der mit seiner 15. Viertelfinal-Qualifikation in Melbourne den Rekord von John Newcombe übertraf.
Anders als gegen Millman geriet Federer gegen Fucsovics (ATP 67) nie in Gefahr, die Partie zu verlieren. Nachdem er im ersten Durchgang zu keiner einzigen Breakchance gekommen war, gelang Federer in den Sätzen zwei bis vier jeweils bei erster Gelegenheit ein Break. Bei eigenem Aufschlag wirkte er zwar weniger überzeugend als gewöhnlich, den Vorteil gab er aber jeweils nicht mehr aus der Hand.
In den Viertelfinals trifft Federer mit dem Amerikaner Tennys Sandgren auf einen Gegner, gegen den er noch nie gespielt hat. Ich spielte in meinem Leben schon viel Tennis, aber noch nie gegen Tennys», scherzte Federer im Platzinterview. Der 28-Jährige aus dem Bundesstaat Tennessee setzte sich gegen den Italiener Fabio Fognini nach einem harten Kampf in vier Sätzen durch.
Obwohl nur die Nummer 100 der Weltrangliste, ist Sandgren ein unbequemer Gegner. Er schlug auf dem Weg in die Viertelfinals neben Fognini auch Matteo Berrettini und Sam Querrey. Vor zwei Jahren hatte Sandgren in Melbourne unter anderem dank einem Sieg gegen Stan Wawrinka bereits einmal die Viertelfinals erreicht. (pre/sda)