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Das amerikanische Meinungsforschungsinstitut «Pew Research Center» hat in 9 Ländern Asiens, in Australien und in den USA nach der Beliebtheit der asiatischen Wirtschaftsmächte China, Japan, Südkorea und Indien gefragt. 15’000 Menschen haben bei der Umfrage teilgenommen.
Das Resultat: Japan wird gesamthaft am positivsten betrachtet. Gleich 71 Prozent haben eine wohlwollende Meinung vom Inselstaat. Nur 13 Prozent haben keine gute Meinung von Nippon.
China polarisiert
Die aufstrebende Weltmacht China schneidet mit 57 Prozent positiven Voten ebenfalls gut ab. Indien folgt an dritter Stelle mit 51 Prozent und Südkorea erhält 47 Prozent. Gleichzeitig haben 33 Prozent der Befragten eine negative Meinung vom Reich der Mitte. Bei Indien ist dieser Wert bei 31 Prozent und bei Südkorea bei 23 Prozent.
Besonders viel Zuspruch erhält Japan in Malaysia (84 Prozent), Vietnam (82 Prozent), den Philippinen (80 Prozent), Australien (80 Prozent) und Indonesien (71 Prozent). Dieses Resultat widerspiegelt auch die aktuelle geopolitische Lage. Denn all diese Länder gelten als politische und wirtschaftliche Partner Japans, die in den letzten Jahren als Gegengewicht zur aufstrebenden Weltmacht China näher zusammengerückt sind.
Geschichte prägt die Wahrnehmung
Gleichzeitig schneidet Japan in China und Südkorea überdurchschnittlich schlecht ab. Nur gerade 12 Prozent der befragten Chinesen sehen Japan in einem positiven Licht. Bei den Südkoreanern sind es mit 25 Prozent etwas mehr. Aber auch die Japaner haben offenbar ihre Probleme mit China und Südkorea. Lediglich 9 Prozent der befragten Japaner stehen dem Reich der Mitte wohlwollend gegenüber. Südkorea wird mit 21 Prozent ganz leicht positiver betrachtet.
Diese gegenseitige, politische Abneigung ist eine Folge der anhaltenden Streitigkeiten um Territorien und historische Fragen bezüglich des Zweiten Weltkriegs.