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Kräutersäckchen aus Kamillen, Heublumen, Eibisch, Melissenkraut, werden besonders da benutzt, wo die kranke Stelle keinen Druck verträgt. (aus Haushaltbuch von 1901)
Kleiesäckchen, Leinsamen-, Salz-, Sand- und Kirschsteinsäckchen werden ebenfalls zu trockenen Auflagen benutzt. Sie sind insofern angenehm, als sie beim Abkühlen nicht kälten, aber ihre Wärme dringt weniger tief, als die der feuchten Auflagen oder Kataplasmen. (aus Haushaltbuch von 1901)
Sie können sich selbst ein Wärmekissen herstellen, indem Sie Kirschkerne im Ofen erwärmen und diese in einen Leinen- oder Baumwollstoffbeutel einfüllen. (Kalender 1959)
„Bettflasche“: Anstelle der Wärmesäcklein und Kataplasmen wendet man auch die mit heissem Wasser gefüllte Kautschukblase, auch Bettflasche aus Kautschuk an, sowie die Magenwärmeflasche, eine dem Leib sich anschmiegende Blechkapsel, die mit heissem Wasser gefüllt wird und die namentlich bei Unterleibsschmerzen gute Dienste leistet. In Ermangelung alles dies kann man auch eine Schweinsblase mit heissem Wasser füllen. (aus Haushaltbuch von 1901)
Anwendung: Die Säcklein im Ofen erwärmen, resp. die Bettflasche mit heissem Wasser füllen, und auf die schmerzende Stelle legen. Wirkt vor allem bei Magen- und Unterleibsbeschwerden entkrampfend.