Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/187818

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, um formale Weiterbildung im Tertiärbereich auch auf ältere und erfahrene Erwachsene auszurichten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht mit der Motionärin einig, dass die lebenslange berufliche Weiterbildung im Zuge des technologischen Wandels von grosser Bedeutung ist. Dem Konzept des lebenslangen Lernens wird mit der Umsetzung der Bologna-Reform in den Hochschulen sowie mit dem Berufsbildungsgesetz von 2002 Rechnung getragen.</p><p>Die tertiäre Bildungsstufe richtet sich grundsätzlich an Erwachsene. Fast alle Angebote der höheren Berufsbildung und der Hochschulbildung haben eine flexible modulare Struktur und können berufsbegleitend absolviert werden. Dies gilt insbesondere für Vorbereitungskurse auf die eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen und für die Weiterbildungsangebote der Hochschulen wie Master of Advanced Studies (MAS), Diploma of Advanced Studies (DAS) oder Certificate of Advanced Studies (CAS). Diese Bildungsangebote können von den anbietenden Institutionen weitgehend frei entlang den Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Erwachsenen gestaltet werden. Auch an höheren Fachschulen können für vorgebildete ältere Kandidatinnen und Kandidaten standardisierte Anrechnungen definiert und teilzeitliche oder verkürzte Bildungsgänge angeboten werden.</p><p>Seit Januar 2018 profitieren Absolvierende von vorbereitenden Kursen für eine eidgenössische Berufsprüfung oder eine höhere Fachprüfung von einer schweizweit einheitlichen Unterstützung in der Höhe von 50 Prozent der Kursgebühren. Die Absolvierenden können die Beiträge direkt beim Bund beantragen. Mit diesem Novum wurde die öffentliche Unterstützung der Erwachsenenbildung unlängst weiter verstärkt.</p><p>Das Aus- und Weiterbildungssystem der Schweiz bietet mit seiner hohen Durchlässigkeit, Flexibilität und subsidiären Finanzierung die Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen. Angebote der höheren Berufsbildung und der Hochschulweiterbildung sind mehrheitlich auf erfahrene und berufstätige Erwachsene ausgerichtet. Aus Sicht des Bundesrates sind deshalb keine weiteren Massnahmen notwendig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.