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Herkunft
Das Wort „Ponton" leitet sich vom lateinischen „pons" (=Brücke) ab. Im Brockhaus ist ein „Ponton" folgendermassen beschrieben: „Kastenförmiger Schwimmkörper, meist aus Stahl. Nebeneinander festgemacht, sind Pontons die Träger von Behelfs-(Schiffs-)Bücken". Diese Brücken werden zum Beispiel im Militär für die Überquerung der Flüsse mit Lastwagen und Panzern benutzt. Der Ponton hat sich mit der Zeit zu den heutigen Übersetzbooten und Weidlingen weiterentwickelt. Der Weidling ist mit seinen ca. 350 kg schmaler und wendiger als das 500 kg schwere Übersetzboot, hat aber eine geringere Stabilität auf dem Wasser.
Sport
Die Pontoniere sind zwar immer noch eine militärische Einheit, das Wasserfahren wird heute aber auch als reine Sportart betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden. Der Steuermann und der Vorderfahrer arbeiten als Team zusammen, um das Boot schnell und präzise auf dem Wasser zu bewegen. Dies fordert nicht nur Kraft, sondern auch Geschicklichkeit, eine gute Koordination des Fahrerpaares und eine genaue Kenntnis des Wassers, was nur durch jahrelanges Üben erworben werden kann. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass an Wettkämpfen die erfahrenen Fahrerpaare mühelos mit den jüngeren Wettkämpfern mithalten können, da sie den Wasserlauf besser lesen und abschätzen können. Dies ist wichtig zum erfolgreichen Absolvieren eines Wettkampfparcours. Dabei müssen diverse Hindernisse möglichst schnell, präzise und stilistisch einwandfrei gemeistert werden.
Wettkämpfe
Jährlich messen sich die Pontoniere an drei bis sechs gesamtschweizerischen Wettkämpfen, wobei je einer die Schweizermeisterschaft für die Jungfahrer und die Erwachsenen darstellt. Neben den Einzelwettkämpfen wird auch für Sektionswettfahren trainiert. Dabei wird mit drei bis fünf Booten unter der Leitung des Fahrchefs in vorgegebenen Formationen gefahren. In einem Boot sind vier Wettkämpfer, welche sich gegenseitig ablösen. Für die Beurteilung eines Wettfahrens wird eine Maximalpunktzahl festgelegt. Fehler oder das Nichterreichen der Idealzeit werden in Abzug gebracht. Auszeichnungen erhalten die Fahrerpaare im ersten Ranglistenviertel. Dazu ist jedoch ein hartes Training erforderlich. Seit ein paar Jahren werden auch im Pontoniersport die vorderen Ränge immer härter umkämpft, was sich in den geringen Punkterückständen an der Spitze zeigt. Neben den Wettkämpfen im herkömmlichen Stiel gibt es an den eidgenössischen Pontonierwettfahren, die alle drei Jahre stattfinden, noch weitere Disziplinen. Dazu gehören das Schwimmen (200m Freistil), das Einzelschnüren, wo ein vorgegebener Parcours mit diversen Knoten auf Zeit und ohne Fehler absolviert werden muss und das Schnüren eines Objektes, das eine Siebnergruppe unter Zeitdruck möglichst fehlerfrei zusammenbaut. Beim Bootfähren-Bau erstellt eine Gruppe von neun Pontonieren eine Bootfähre über den Fluss, wobei wiederum die Zeit und die Fehler massgebend sind.
Gemeinschaft
Neben der sportlichen Tätigkeit kommt der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. An Wettfahren pflegen Sportler aus diversen Regionen und unterschiedlichsten sozialen Schichten die Pontoniergemeinschaft. Bei Anlässen mit anderen Sektionen, Wettfahren oder beim Jungpontonierlager wird Pontonieren immer wieder die Chance gegeben mit über 1000 Sportskameraden Kontakte zu knüpfen.