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Nach über 4:02 Stunden verwertete Murray seinen 2. Matchball und schaffte dank seinem Triumph den Einzug in die Geschichtsbücher: Als erster Tennisspieler überhaupt konnte der Schotte zwei olympische Einzel-Turniere gewinnen. 2012 in London hatte er sich im Final gegen Roger Federer Gold gesichert.
Murrays Comebacks im 4. Satz
Im 4. und letztlich entscheidenden Satz bewies Murray einmal mehr seine unglaublichen Kämpferqualitäten. Gleich dreimal machte er einen Breakrückstand wett. So konnte Del Potro beim Stand von 5:4 gar zum Satzausgleich aufschlagen. Murray kam aber erneut zurück und brach so den Widerstand Del Potros. Mit einem weiteren Servicedurchbruch zum 7:5 beendete er die Partie.
Hart umkämpftes Duell
Schon zuvor hatte Del Potro, nach drei Handgelenk-Operationen in zwei Jahren nur noch die Nummer 141 der Welt, Murray alles abgefordert. In den ersten beiden Durchgängen, die zusammen 134 Minuten dauerten, lieferten sich der Schotte und der Argentinier in zahlreichen langen Ballwechseln einen harten Abnützungskampf. Nachdem Murray mit 7:5 vorgelegt hatte, schaffte Del Potro dank einem 6:4 den Ausgleich.
Erst im 3. Satz konnte sich Murray klare Vorteile erarbeiten. Dank dem mit 6:2 gewonnen Umgang schien er Del Potros Widerstand gebrochen zu haben. Doch der 27-Jährige steckte nicht auf und war dem neuerlichen Satzausgleich nahe. Gegen Murrays Kampfgeist war er schliesslich aber machtlos.
Nishikori holt sich Bronze
Im Spiel um die Bronzemedaille setzte sich Kei Nishikori gegen Rafael Nadal durch. Der Japaner rang den Spanier mit 6:2, 6:7 und 6:3 nieder und holte sich als zweiter japanischer Tennisspieler eine Olympia-Medaille. 1920 in Antwerpen hatte Nishikoris Landsmann Ichiya Kumagai Silber im Einzel gewonnen.
Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung