Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03337.jsonl.gz/2812

Informationen
zum Lebensraum
der Schmetterlings-Fundstellen
auf den Kanarischen Inseln (España)
LA GOMERA
Ich besuchte die Insel La Gomera bereits 3 mal jeweils in den Wintermonaten.
Die Insel La Gomera ist relativ rund und steigt von allen Seiten von der Meereshöhe hinauf zum Parque National de Garajonay, wo sich der grösste, zusammenhängende Lorbeer-/Erika-Regenwald der Erde ausbreitet. Das Klima ist hier meist feucht und neblig. Es gedeihen u. a. Farne und Moose, und von den Bäumen hängen lange Flechten herab. Die Vegetation ist urwaldähnlich. Auf La Gomera gibt es unzählige Barrancos. Im Barranco del Cedro, welcher sich im Nationalpark befindet, fand ich auf 700 m Episauris kiliani (Geometridae: Larentiinae).
Verlässt man den Parque National und fährt in Richtung Süden wird das Klima warm und sonnig. Hier gedeihen subtropische Pflanzen wie verschiedene Kakteenarten, Palmen, Agaven, Wolfsmilchgewächse, Stechginster u. a. Zudem werden Bananen kultiviert. Ich fand folgende Schmetterlingsarten:
Pontia daplidice (Pieridae) Barranco de la Negra auf Meereshöhe
Lycaena phlaes (Lycaenidae) Barranco Cala Cantera 500 m und Playa Santiago (auf Meereshöhe), Acontia lucida (Noctuidae) 400 m, Spoladea recurvalis (Pyralidae) auf Meereshöhe in Bananenplantage
Aspitates collinaria (Geometridae) Alajero 843 m (mehrere Falter im Siedlungsraum)
Der Westen von La Gomera ist warm und sonnig. Die Vegetation besteht aus Fruchtplantagen und Palmen im Valle Gran Rey im Bereich der Meereshöhe, aus Felshängen mit Agaven, Wolfsmilchgewächsen, Stechginster und Kakteen im oberen Teil der Barrancos. Ich besuchte den Barranco de Argaga. Hier ist der ideale Lebensraum von Danaus chrysippus (Nymphalidae), welchen ich auf 100 m über Meer fand. Danaus plexippus habe ich im selben Barranco ebenfalls fliegen gesehen, konnte ihn aber leider nicht fotografieren. Zudem war Pieris rapae (Pieridae) häufig im Valle Gran Rey (Falter und Puppen auf 10 m und 200 m). Weiter oben im Landesinnern auf Arure 801 m (im Siedlungsraum) fand ich Vanessa indica (Nymphalidae).
Im Süd-Osten der Insel befindet sich die Hauptstadt San Sebastian de la Gomera. Wandert man dort in nordöstlicher Richtung den Hang hinauf, gelangt man auf den Höhenzug La Cabezada. Die Vegetation hier ist eher trocken. Es gibt verschiedene Stellen, welche etwas üppigere Vegetation besitzen und auch einige Falter flogen. So sah ich hier einige Colias-Falter, Pieridaes, Zizeeria knysna und Vanessa virginiensis fliegen.
Der Norden der Insel ist feucht und kühl, an der Küste schroff und rau. Nebst Palmen gedeihen hier auch Grasarten. Ich fotografierte hier Vanessa cardui (Nymphalidae) in Hermigua auf 400 m und Eupithecia schuetzeata (Geometridae) in La Caleta auf 100 m über Meer.
Im Nordwesten fand ich Pararge xiphioides (Nymphalidae) in Epina in einem dichten Wald (Lorbeer/Erika u. a.) auf dem Weg zur Eremita Santa Clara auf 690 m und Ascotis fortunata (Geometridae) auf 850 m an einer sonnenexponierten Felswand am Strassenrand.
Ein idealer Fundort für nachtaktive Falter war die Auto-Galerie in Playa Santiago im Süden der Insel auf Meereshöhe, wo unzählige verschiedene Arten ans Licht fliegen. So fand ich dort Hyles tithymali, Cucullia calendulae, Scopula guancharia, Heliothis peltigera, Abrostola canariensis, Mniotpye sp.
Liste der gefundenen Arten auf La Gomera:
Amicta cabrerai (Psychidae)
Spoladea recurvalis (Pyralidae)
Hyles tithymali (Sphingidae)
Lycaena phlaes (Lycaenidae)
Zizeeria knysna (Lycaenidae) (San Sebastian, La Cabezada)
Acontia lucida (Noctuidae)
Cucullia calendulae (Noctuidae)
Scopula guancharia (Geometridae, Sterrhinae)
Scopula minorata (Geometridae, Sterrhinae)
Helicoverpa armigera (Noctuidae)
Abrostola canariensis (Noctuidae)
Update 09. 02. 2014