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Das Leben unserer Familie auf der Schönmatt begann auf der Hochzeitsreise von Ernst und Marietta Balzli-Rüedi im Oktober 1945. Das frisch vermählte Paar wanderte durch die Gegend, die Ernst in seiner Aktivdienstzeit während des 2.Weltkrieges 1939 – 1945 kennen gelernt hatte. Die Hochzeitsreise führte zu einem nie erwarteten Ereignis, denn der Bauernhof Schönmatt wurde ihnen zum Kauf angeboten. So gingen sie kurz entschlossen nach Hause, um das nötige Geld für den Kauf zusammenzutragen.
Am 1.4.1946 zog das junge Ehepaar aus dem Bernbiet (Habstetten, Gemeinde Bolligen) aus, um den erworbenen Landwirtschaftsbetrieb zu bewirtschaften. In den Anfangsjahren wurde es ihnen nicht immer leicht gemacht und das Wetter spielte häufig «verrückt», so dass die Erträge oft ausblieben. Auch das Wasserproblem war nicht selber lösbar, besitzt der Hof doch keine eigene Quelle. So wurde der Entschluss gefasst, den Hof schweren Herzens zu verkaufen. 1959 wurden so die Eigentümer neu Pächter der Stadt Basel, die den Hof erworben hatte. Dank der Stadt Basel gelang es das Wasserproblem für den Bauernhof sowie die Gemeinde Gempen zu lösen. Mit einer zur damaligen Zeit grossen Finanzspritze seitens der Stadt Basel konnte für die Gemeinde Gempen der Bau einer Anschlussleitung an Dornach realisiert werden. In der Folge konnte nun auch die Schönmatt an dieses Netz angeschlossen werden.
Der Bauernfamilie wurden fünf Kinder geschenkt, die in einer Grossfamilie zusammen mit Angestellten auf dem Hof aufwuchsen. Am 1.1.1977 löste die Familie des ältesten Sohnes Ueli die Eltern als Pächterin der Stadt Basel ab. Die Familie von Ueli und Margrit Balzli-Vögtli mit den Töchtern Manuela, Sandra, Barbara und Petra bewirtschafteten nun den Hof. Um als Familie von der Landwirtschaft leben zu können, wurden die Betriebszweige Milchwirtschaft, Schweinezucht und Obstbau stetig erweitert und ausgebaut. Der Verkauf von Früchten direkt unter dem Baum an Wanderer und Spaziergänger war zugleich der erste Schritt Richtung Direktvermarktung. Über die Jahre hinweg wurde so allmählich ein kleiner Hofladen aufgebaut, in dem nebst saisonalen Früchten vermehrt auch verarbeitete und veredelte Produkte vom Hof angeboten wurden. Heute stellt der Obstbau mit Direktvermarktung ab Hof den wichtigsten Betriebszweig dar.
Gegen die Jahrhundertwende trat die Stadt Basel mit dem Angebot an die Pächter heran, den Hof nach über 40 Jahren zurück zu kaufen. So kam es, dass die Balzlis im Jahre 2002 durch den Rückkauf des Hofes wiederum Eigentümer wurden.
2008 stieg Tochter Barbara als Mitbewirtschafterin in den Familienbetrieb ein und wurde 2010 neue Eigentümerin des Hofes. Zur Zeit wird der Hof in Generationengemeinschaft zusammen bewirtschaftet.
1945
Hofkauf durch Ernst & Marietta Balzli-Rüedi
1959
Verkauf des Hofes an die Stadt Basel,
Pächter
1976
Pachtübernahme durch Ueli & Margrit
Balzli-Vögtli
2002
Hofrückkauf durch Ueli & Margrit
Balzli-Vögtli
2008
Gründung Generationengemeinschaft
2010
Hofübernahme durch Barbara Balzli