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Nach nur einer Woche Pause fanden am 17. Juli 2021 erneut Schweizermeisterschaften statt. Dieses Mal wurden die Wettkämpfe der Aktiven und Kadetten im Griechisch-Römischen Stil in Willisau ausgetragen. Die Ringerriege Schattdorf reiste mit dem grössten Teilnehmerfeld von insgesamt zehn Aktiven, drei Kadetten-Ringern und einer Kadetten-Ringerin an. Bei den Aktiven belegten die Urner mit nur einem Punkt Rückstand in der Vereinswertung den guten zweiten Schlussrang hinter Willisau. Bei den Kadetten reichte es für den sechsten Platz.
Von: Caroline Christen
Einen kompletten Medaillensatz für die Urner-Kadetten
Im Greco werden keine reine Frauen-Schweizermeisterschaften ausgetragen. Nichtsdestotrotz liess sich Anja Epp diese weitere Medaillenchance nicht entgehen und trat erneut im Kadetten-Pool bis 47kg an. Im ersten Kampf gegen Robin Birchler musste sie sich mit einer Schulterniederlage geschlagen geben. Doch danach fing sie sich wieder und gewann mit zwei technischen Überlegenheiten gegen Jonas Schumacher (8:0) und Manuel Zäch (8:0). Somit sicherte sie sich bereits die zweite SM-Medaille innerhalb von acht Tagen und belegte den zweiten Schlussrang.
Aaron Zberg startete ebenfalls mit einer Niederlage ins Turnier. Gegen den Willisauer Marc Kaufmann musste er sich durch eine technische Unterlegenheit geschlagen geben (0:8). Danach drehte Zberg den Spiess um und sicherte sich seinerseits zwei 8 zu 0 Siege gegen Noah Sprecher sowie Lino Grossmann. Im vierten Kampf gegen Lionel Formaz fuhr Zberg seine zweite Niederlage ein (0:9). Im letzten Fight um Platz 5 und 6 traf Zberg auf Stefan Kobler. Dort liess er nichts mehr anbrennen und gewann mit 9 zu 3 Punkten, belegte den fünften Schlussrang und sicherte sich das Diplom.
Lars Epp konnte sich gegen Sirin Ritter nicht behaupten und verlor durch technische Unterlegenheit mit 0 zu 8 Punkten. Diese Startniederlage hatte er schnell vergessen und schulterte kurze Zeit später Robin Alt. Auch im dritten Kampf gegen Sven Hutter bestätigte er seine gute Form und gewann durch eine technische Überlegenheit (8:0). In der vierten Runde bekam Epp es mit Saya Brunner zu tun. Gegen den späteren Schweizermeister zog Epp den Kürzeren und musste mit einer 0 zu 9 technischen Unterlegenheit vom Platz gehen. Mit einer soliden Leistung holte sich Epp dennoch den guten dritten Schlussrang.
Peter Zberg konnte an seine Leistung von letzter Woche (Schweizermeister-Titel im Freistil) anknüpfen und behielt seine weisse Weste souverän bei. Er gewann seine zwei Kämpfe gegen Fabien Meier (8:0) und Nick Scherrer (9:0) beide durch technische Überlegenheiten und sicherte sich somit erneut den Meister-Titel. In keinem einzigen Kampf an diesen zwei Schweizermeisterschaften gab er auch nur einen Punkt ab. Eine souveräne und beeindruckende Leistung des Bristners.
Ein kompletter Medaillensatz auch für die Aktiven
Bei den Aktiven der RRS traten gleich vier Urner in der Gewichtsklasse bis 65kg an. Simon Gerig traf gleich in den ersten zwei Kämpfen auf Vereinskollegen. Gegen Sergio Gamma gelang Gerig mit 12 zu 3 Punkten einen Sieg durch technische Überlegenheit. In gleicher Manier ging es auch gegen Sven Gamma weiter (16:5). Im Finale traf Gerig auf den Freiämter Michael Bucher. In diesem Kampf musste sich Gerig durch eine technische Unterlegenheit (0:8) geschlagen geben und holte sich dadurch die Silbermedaille. Sven Gamma schlug in der ersten Runde Thomas Wisler mit einer technischen Überlegenheit (9:0). Nach der Niederlage gegen Gerig konnte sich Gamma wieder fangen und schlug Patrick Rölli ebenfalls durch eine technische Überlegenheit (9:0). Im kleinen Final kam es dann erneut zum Kampf zwischen Gamma und dem Hergiswiler Thomas Wisler. Auch diesen Kampf entschied der Urner für sich und holte sich mit einem 8 zu 6 Punktesieg den dritten Schlussrang. Sergio Gamma startete mit einer Niederlage gegen Simon Gerig (3:12). Danach traf er mit Leon Kempf erneut auf einen Schattdorfer. Gamma konnte Kempf mit 8 zu 3 Punkten besiegen. Im dritten Kampf gegen Patrick Rölli verlor Gamma mit 4 zu 9 Punkten, was für ihn den siebten Schlussrang bedeutete. Leon Kempf seinerseits musste zwei Niederlagen einstecken gegen Thomas Wisler (1:10) sowie Sergio Gamma (3:8) und platzierte sich auf dem achten Platz.
Michael Epp trat im mit insgesamt 13 Teilnehmern bestückten Starterfeld bis 70kg an. In der ersten Runde gegen David Wisler musste sich der Flüeler mit einer technischen Unterlegenheit (0:9) geschlagen geben. Gerade umgekehrt zu seinen Gunsten gestaltete Epp den Kampf gegen Nicola Alt, welcher Epp mit 12 zu 4 Punkten gewann. Im dritten Kampf gegen Sascha Rüttimann musste sich Epp auf die Schultern legen lassen und beendete den Wettkampf auf dem neunten Schlussrang.
Benjamin Gander und Renato Kempf reichten sich im ersten Kampf der 75kg-Gewichtsklasse die Hände. Gander liess Kempf keine Chance und sicherte sich einen Sieg durch technische Überlegenheit (9:0). In den beiden Folgekämpfen gegen den späteren Schweizermeister Marc Dietsche (0:9) sowie Rasul Israpilov (0:8) musste sich Gander mit technischen Unterlegenheiten geschlagen geben und belegte den siebten Schlussrang. Renato Kempf bekam es im zweiten Fight mit David Hungerbühler zu tun und musste sich auch dort durch eine technische Unterlegenheit geschlagen geben (0:8), wodurch er auf dem zehnten Schlussrang landete.
Die Leistung von Nicolas Christen wurde den hohen Erwartungen gerecht. Er zeigte auf, dass er seine Gewichtsklasse dominiert und konnte seinen Schweizermeistertitel bei den Aktiven erfolgreich verteidigen. Sven Epp sowie Sven Bammert schlug er durch technische Überlegenheiten (8:0). Gegen Fabio Dietsche von Kriessern gelang ihm einen 6 zu 1 Punktesieg, was ihm den Finaleinzug brachte. Im Final konnte er sich auch gegen den Weinfeldner Yves Müllhaupt behaupten und gewann mit 5 zu 1 Punkten. Somit liess sich Christen zum dritten Mal als Aktiv-Schweizermeister feiern. In der gleichen Gewichtsklasse musste sich Sven Epp zuerst gegen Christen geschlagen geben. Danach holte sich Epp gegen Roman Ulrich einen 3 zu 0 Punktesieg. An dieser Leistung konnte Epp sogleich anknüpfen und schlug den Hergiswiler Patrick Kunz mit 9 zu 1 durch technische Überlegenheit. Im vierten Kampf gegen Sascha Schmid fuhr Epp dann die zweite Niederlage ein (0:8) und platzierten sich auf dem siebten Schlussrang.
Christoph Waser startete den Wettkampf souverän mit einem Schultersieg gegen Damian Ulrich. Im Folgekampf wurde der Beckenrieder dann durch Sven Neyer gebremst und musste sich durch eine technische Unterlegenheit geschlagen geben (2:10). Im dritten Kampf musste sein Gegner Manuel Rütter verletzungsbedingt aufgeben. In den letzten beiden Kämpfen gegen Simon Marti (7:18) und Delian Alishanhi (0:8) lief es dem Schattdorfer Ringer nicht mehr wie gewünscht. Dennoch reichte es nur knapp nicht für das Podest und er sicherte sich den vierten Schlussrang.
Zwei komplette Medaillensätze und zwei Diplome
Auch diese Schweizermeisterschaften verliefen für die Schattdorfer zufriedenstellend. Insbesondere die hohe Teilnehmerzahl hob Coach Michael Jauch hervor. Mit insgesamt 14 TeilnehmerInnen stellten die Urner das grösste Teilnehmerfeld und holten sich insgesamt sechs Medaillen sowie zwei Diplome. Erneut eine eindrückliche Leistung lieferte Peter Zberg. Er holte sich nach dem Freistil- auch gleich noch den Greco-Schweizermeistertitel. In all seinen Kämpfen überzeugte er von Anfang bis Ende und dominierte deutlich. Die Leistungen der Schattdorfer stimmen und zeigen Zuversicht auf die kommende Mannschaftsmeisterschaft sowie dem Grenzlandturnier am 15. August 2021 auf.