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Ein Fünftel der Reptilien und fast ein Viertel der Amphibien sind in Europa vom Aussterben bedroht. Das sind die Ergebnisse von Studien der Weltnaturschutzunion IUCN, welche die Europäische Kommission am Mittwoch in Brüssel veröffentlichte. Die Trends seien alarmierend, schrieb die Kommission: bei 59 Prozent der Amphibien und bei 42 Prozent der Reptilien gingen die Bestände zurück. Schuld daran sei der Mensch, der die natürlichen Lebensräume durch intensive Landwirtschaft oder Zersiedelung zerstöre. Dazu kämen Klimawandel, Umweltverschmutzung sowie invasive Arten. Das sind in eine Region eingeschleppte Arten, die den heimischen Tieren bei der Nahrungssuche Konkurrenz machen oder sie jagen. Reptilien und Amphibien sind stärker bedroht als Säugetiere oder Vögel.
Auch in der Schweiz steht es um Reptilien und Amphibien schlecht, wie das am Dienstag publizierte Biodiversitäts-Monitoring des Bundesamts für Umwelt zeigt. Von 19 Reptilienarten gelten hier gemäss Kriterien der Roten Listen 15 als «verletzlich», «stark gefährdet» oder «vom Aussterben bedroht». Von den 20 Amphibienarten sind 14 in Gefahr.