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McRei's Weltreise

vom 30.05.2013 - 20.06.2013

Teilstrecke 1'140 Km

Um
nach Cochabamba zu gelangen
Der 3.Teil unserer Reise durch Bolivien startet in Santa Cruz auf 420m und führt uns also zurück ins Hochland. So folgen wir der Hochlandroute über Samaipata, Epizana nach Cochabamba der für uns letzten Grossstadt Boliviens, die 1574 gegründet wurde und auf fast 2600m liegt.
Kaum haben wir Santa Cruz verlassen zeigt sich das Landschaftsbild gebirgiger und wir folgen der Strasse durch ein enges Flusstal, umgeben von bewaldeten Bergen oder mächtigen Felsen, in Richtung Samaipata. Samaipata ist nach 130km erreicht und liegt bereits wieder auf 1650m und etwa 300m höher liegt mit der archäologischen Ruine "El Fuerte de Samaipata" unser erstes Ziel entlang dieser Strecke.
"El Fuerte de Samaipata",
Wahrscheinlich war "El Fuerte de Samaipata" ein ehemaliger Kultplatz, der aber auch zusätzlich als Festung gedient haben könnte. Vermutlich gehen die Ursprünge auf präinkaische Zeiten zurück und die Anlage wurde von den Inkas ausgebaut. Somit wäre diese eine der am weitest östlich gelegenen Bauten des Inkareiches gewesen. Sicher ist, dass die Inka im bolivianischen Tiefland auf die äusserst starken Guarani trafen und bei einer Schlacht um Santa Cruz den kürzeren zogen. Kurz vor Einfall der Spanier in das Inkareich mussten die Guarani diesen Inka-Aussenposten dann wohl einfach überrannt haben. Im übrigen wurden in Peru und Kolumbien ähnliche Anlagen entdeckt.
Vom erhöhten Aussichtpunkt, dem Mirador 1, hat man den besten Blick auf die 60m x 200m grosse Felspyramide des Centro Cermonial mit den beiden auffallenden parallel verlaufenden 38cm breiten und über 26m langen Spurrinnen. Dazu sind auf dem Fels drei- und rechteckige Becken, Rillen, Bohrlöcher, fortlaufend sich kreuzende Abläufe und kanalartige Ausarbeitungen zu erkennen. Dabei hat's auf dem Felsen auch noch Überreste von Inka Mauern. Auf beiden Seiten des mächtigen Felsen gibt's dazu trapezartige Mauernischen zu bewundern. Beim weiteren Rundgang durch das archäologische Gelände gibt's nebenbei auch noch Überreste einfacher Behausungen zu sehen.
In der nur einige Kilometer hievon entfernten Ortschaft Samaipata verbrachten wir nach diesem interessanten Besuch die Nacht. Der Dorfkern dieser Ortschaft kommt sehr herausgeputzt daher und wir treffen wieder einmal auf einige westliche Touristen die durch diese schlendern. Im Museo Arqueológico Regional sind einige Keramikfunde der Anlage ausgestellt und anhand eines Modells und einer Luftaufnahme erhält der Besucher Zusatzinformationen zu dieser Ruinenstätte.
Über Mairana, Comarapa geht's nach Epizana,
In den folgenden Kilometern führt uns die Strasse ins Tal von Mairana hinunter und wo wir von verschiedensten Gemüsebeeten umgebnen sind. So gedeihen hier Tomaten, Gurken, Peperoni, Chili, Karotten, Salate, Kohle und Mais dicht nebeneinander und wir sind ab der Vielfalt der hier wachsenden Gemüsesorten überrascht. Nachdem wir einen Bummel durch den hiesigen Sonntagsmarkt gemacht haben und danach das fruchtbare Tal hinter uns gelassen haben, zeigt sich die Vegetation zuerst wieder von seiner kargeren Seite und zum Teil gewaltige Säulenkakteen ragen Himmelwärts. Aber wie bis anhin anerbieten sich uns immer wieder exzellente Ausblicke auf die uns umgebende hügelige Region und welche unsere Augen erfreuen.
Nein was ist denn dass! Aber nicht schön wieder eine dieser blöden Strassenblockade und wir stellen unser Auto in der sich gebildeten Warteschlange ab. Mit der Kamera ausgerüstet machte ich mich sogleich auf den Weg um nachzuschauen was da vorne los war und tatsächlich war von der Polizei die Strasse für den Durchgangsverkehr gesperrt worden. Ich sah aber schnell einmal, dass es keine der bisher erlebten Strassensperren war und ein Polizist sagte zu mir, dass wir wegen eines Radrennens noch für etwa eine Stunde aufgehalten werden. Uf sagte ich zu mir und teilte mein erfahrenes kurze Zeit später Adi mit. Nach Freigabe der Strasse folgten wir dieser, durch eine wunderschöne Kakteenlandschaft, noch bis Comarapa und wo wir danach, auf einem grossen erdigen Platz, unser Nachtlager aufschlugen.
In Comarapa endet dann die Teerstrasse für die kommenden zirka 130km, doch die Piste präsentiert sich in einem recht guten Zustand und führt uns bis Epizana und welche Siedlung um die 3000m liegt. Dieser Abschnitt zeigt sich sehr einsam und führt uns kurvenreich durch diese Region voller mit dicken Moosen bewachsenen Bäumen. Den Grund warum dies so ist bekommen wir auch gleich hautnah zu spüren und so klammern sich hier dicke Nebelbänke an die Bergflanken und es nieselt leicht. Sobald es die vorbeiziehenden Nebelbänke aber ermöglichen, können unsere Augen wieder in die Ferne schweifen und die Sicht reicht weit übers hiesige gebirgige Hochplateau. Da wir ein herrliches Zmittagplätzchen finden, entschliessen wir dieses auch gleich für die Nacht zu behalten und so endet unsere Fahrt auf dem Weg nach Epizana bereits auf etwa halber Distanz.
Der zweite Teil dieses Streckenabschnittes zeigt sich daraufhin total anders und das Landschaftsbild zeigt sich karger und trockener. Aus diesem Grund ziehen die an uns vorbeiziehenden Autos oder Laster auch grosse Staubwolken hinterher und da kaum ein Wind weht, bleibt dieser aufgewirbelte Staub lange in der Luft hängen. Die Landschaftsszenerie präsentiert sich aber wie bis anhin von seiner schönsten und abwechslungsreichsten Seite. Neben Eukalyptus- und Nadelbäumen gedeiht hier, wie im davor bereisten Hochland, Korn und so tauchen die Sonnenstrahlen auch diese Region in einen goldigen Farbton und welcher durch den dunkelblauen Himmel noch an Intensität gewinnt. Solch abwechslungsreiche Landschaftsbilder erfreuen natürlich unsere Augen und sind schöne Kontraste zum davor bereisten Tiefland und dem kurz vorher durchfahrenen Nebelwald.
Auf
natursteingepflasterter Strasse geht's
Einige Kilometer hinter Epizana führt uns eine natursteingepflasterte Strasse zur Incallajta Ruinenstätte. Diese Inka Anlage wurde 1460 durch Tupac Inca Yupanqui zum Schutz gegen Angriffe durch die Guarani erbaut. Der Standort und die erhaltengebliebenen Mauern dieser Stätte sind sehr eindrücklich und wir finden sie sogar eine der schönsten Ruinenstätte der Inka die wir auf unserer Reise besucht haben. Die zum Teil noch bis zu 10m hohen Mauerresten sind wirklich eindrücklich und viele der Mauern sind zudem noch mit Pflanzen bewachsen und was dem ganzen ein wirklich interessantes und urchiges Bild abgibt. Inmitten dieser Anlage hat's zudem einen kleinen Canyon in dem sich das Wasser des Rio Pachaj Huayco über eine vielleicht 20m hohe Felsklippe stürzt und man taucht auf dem Weg zum äusserten Teil der Anlage dabei in einen nicht erwarteten Dschungel. Die Ruinenstätte hat uns sehr gut gefallen und da wie gesagt, Teile der Anlage noch mit Pflanzen überwuchert sind, verleit dies dem ganzen ein sehr natürliches Bild und man fühlte sich darin fast wie ein kleiner Entdecker.
Auf dem Parkplatz und gleichzeitig Campingplatz, verbringen wir nach diesem gefreuten Besuch eine sehr ruhige Nacht. Da es vor Ort einen Wasseranschluss hat, konnten wir sogar noch unsere nötig gewordene Wasserreserve nachfüllen und so pumpte Adi weitere 70 Liter Wasser durch unseren Katadyn Handfilter. Da das Wasser keine schlechte Qualität aufwies, ging diese Arbeit recht zügig von statten und wir können die Weiterreise wieder mit vollen Tanks in Angriff nehmen.
Da so wie es scheint unter der Woche kein Aufseher vor Ort ist, konnten wir das Ganze zudem ohne Eintrittsgeld geniessen. Aus diesem Grund gab's dafür keinen Blick ins dortige kleine Museum, aber was uns nicht weiter gross störte.
Wir
folgen der angefangenen Piste weiter
Da wir vor Cochabamba noch drei Ortschaften mit Märkten besuchen wollen, folgen wir gleich weiter dieser kopfsteingepflasterten Strasse und kehren nicht zu davor benutzten Teerstrasse zurück. Diese bescherte uns in der Folge eine eindrückliche Passfahrt auf einer steilen und engen Piste, die sich aber ebenfalls in einem erstaunlichen guten Zustand präsentiert. Die kurvenreiche Piste überwindet dabei, auf nicht einmal 20km, gute 1000 Höhenmeter und erreicht beim Top fast 3600m. So führt uns dieser Abschnitt über Pocona nach Arani und das Landschaftsszenario blieb eindrücklich wie zuvor. Im Hochtal über 3000m passierten wir 3 Seen und unzählige kleine Siedlungen reihen sich an die Durchgangsstrasse. Dabei rollt unser Toyota wieder auf einer mit Natursteinen gepflasterte Strasse, welch eine Arbeit diese über dutzende von Kilometern yu errichten. Dazu stechen uns die goldgelben Kornfelder ins Auge, welche in dieser Region über Quadratkilometer gedeihen und die der Umgebung etwas spezielles verleihen. Die zum Teil bereits abgeschnittenen Kornähren sind zu Haufen zusammengelegt und die Gegend kommt sehr einfach und ländlich daher. Zudem ziehen viele ihrer Vierbeiner umher und welches insgesamt eine friedliche, geruhsame Atmosphäre versprüht. Die Leute grüssen uns freundlich und einige versuchen gar mit uns ins Gespräch zu kommen. Doch wenn sie uns in ihrer Muttersprache ansprechen und nicht auf Spanisch, verstehen wir rein gar nichts.
Unsere Markttour beginnt mit dem Donnerstagsmarkt in Tarata,
Leider beginnt unsere Reihenfolge der Märkte mit der zu Cochabamba nächstgelegenen Ortschaft und deshalb lassen wir vorerst einmal Punata und Cliza links liegen und gelangen nach weiteren 20km nach Tarata. Hier findet bereits morgen Donnerstag den 6.Juni 2013 der erste Markt statt und so beginnt es wohl mit dem kleinsten, so wie uns auf jedenfalls der Ort am Vortag den Anschein macht.
Nachdem tatsächlich bescheidenen Markttreiben sind wir gespannt auf die beiden anderen Märkte, denn die Orte wirkten bei unserer Durchfahrt klar grösser und lebendiger als dieses verschlafene Tarata. So war denn der Markt von Tarata auch wirklich sehr bescheiden, dennoch versprüht dieser Ort etwas eigenartiges und dies liegt vermutlich an den engen Natur- und kopfsteingepflasterten Gassen. Aber vielleicht auch wegen seiner Häuser, die die beste Zeit schon lange gesehen haben und dringend einer Renovation unterzogen werden müssten. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, empfanden wir den Bummel durch die urchigen Gassen von Tarata angenehm, wobei die Menschen uns freundlich grüssten.
Bis zum Sonntagsmarkt von Cliza haben wir nun genügend Zeit und können wieder an unserer Homepage Arbeiten und dabei merken wir wie schnell doch die Zeit vergeht.
Der Markt von Cliza brachte uns den erhofften Genuss,
Der 2.Marktplatz, den wir vor der Grossstadt Cochabamba besuchten, bescherte uns dann genau dass was wir von einem hiesigen Markt erwarteten. Er war lebendig, bunt und es war ein Erlebnis durch den Markplatz und die angrenzenden quirligen Gassen zu bummeln. Das Angebot war riesig und neben den obligaten Gemüsen und Früchten hatte es Brot, Teigwaren und vieles mehr was auf den Esstisch des Käufers wartete. In der Markthalle wurde Fleisch angeboten und von den davor hier geschlachteten Tieren fand man nahezu alles auf der Verkaufstheke, also nicht unbedingt etwas für jedermann. Dazu gab's Kleider, Schuhe, selbstangefertigte Werkzeuge, Seile, Blumen um nur einen winzigen Teil zu nennen was unsere Augen erspäht hatten und was des Menschen Herz begehrt oder ihm das tägliche Leben etwas vereinfacht. Auf dem kleinen Hexenmarkt erhielt man dies und jenes und auch für das leibliche Wohl wurde natürlich an denn unzähligen Essständen gesorgt. Für einmal fehlte sogar der Tiermarkt nicht und in einem Bereich konnte man Kleintiere und Gefiedertes erstehen, während auf der anderen Seite des Marktgeschehens Schafe, Ziegen, Schweine und Rinder ihre Besitzer wechselten.
Nachdem wir den Markt am Vormittag gemeinsam durchstöberten, schaute ich alleine noch bis Mitte Nachmittag den Handelnden Menschen zu und genoss dieses Treiben in vollen Zügen. Dabei entging mir auch nicht wie manch einer mit kleinen Tricks versuchte dem Marktbesuchern etwas mehr Geld aus den Taschen zu ziehen, doch noch lange nicht bei jedem Käufer klappte dies. Unzählige male wurden wir auf unserem Rundgang angesprochen und es wurde uns manch eine Hand zum Grusse entgegengestreckt. So waren hier auch die meisten Menschen uns gegenüber sehr freundlich und neugierig von wo die "Gringos" denn herkommen. Dieses Wort hörten wir doch nicht nur einmal in unseren Ohren klingen und eine junge Frau meinte dazu, dass eben auf diesem Markt kaum einmal ein weisser Tourist auftaucht und dass dieses Wort nur lieb gemeint sei. Ein Mann war so entzückt und quasselte mich in seiner Indigenasprache voll, vorauf ich lächelte und auf schweizerdeutsch ihm Antwortete. Dabei zauberte ich ihm ein herzhaftes Lachen ins Gesicht und er streckte mir den hochgehaltenen Daumen entgegen. Solch herzliche Begegnungen machten wir hier doch gut ein Dutzend mal, wo ansonsten uns die Bolivianer eher reserviert herüberkamen, wenn nicht wir auf sie zugingen. Jetzt sind wir bereits gespannt was uns der Dienstagsmarkt, in Punata, noch bieten wird.
Tja Adi hat es in der Nacht auf Montag noch so richtig durchgeschüttelt. Von was es genau kam wissen wir nicht und so blieb er den ganzen Montag mit etwas Fiber im Bett und dies nachdem wir unser Auto von Cliza in die einige Kilometer hievon entfernt gelegene Ortschaft Punata verschoben hatten.
Der Markt von Punata war ebenfalls der Hammer,
Da Adi sich am Dienstag nach wie vor immer noch nicht wohl fühlte, machte ich mich alleine auf den Weg zum Markt. Ich schlenderte anfänglich durch den Schaf und Kleintiermarkt und welcher nur gerade einmal 200m von unserem parkierten Fahrzeug entfernt abgehalten wurde. Der Markt in Punata war noch um einiges grösser und geschäftiger als der Sonntagsmarkt von Cliza und zog mich darum nochmals so richtig in den Bann. Nach dem Zmittag mit Adi, verbrachte ich auch noch den ganzen Nachmittag in den quirligen Gassen von Punata und meine Augen genossen das bunte Treiben. Auch auf diesem Markt wurde ich x-mal angesprochen und sei dies von den Marktverkäufern wie auch von den Besuchern, die mit zweier Ausnahmen, sehr neugierig und erfreut ab meinem erscheinen waren. Eine Frau versuchte sogar auf englisch mit mir zu reden und ich sah dabei, wie ihr die Freude ins Gesicht geschrieben war.
Im etwas abseits gelegenen Kartoffelmarkt reihen sich die blauen Kartoffelsäcke aneinander und diese wurden gleich Sackweise in die parat gestellten Trucks verladen. Alleine hätte ich auf jedenfalls keine Chance gehabt einer dieser übervollen blauen Kartoffelsäcke in einen der daneben parkierten Laster zu schleppen. Auch der hiesige Viehmarkt war gewaltig und vermutlich gar der grösste den ich auf der bisherigen Reise gesehen habe und auch die Augen über diesen schweifen zu lassen war sehr lohnenswert. So bescherte mir dieser Tag, auch wenn alleine, viele unvergessliche Momente.
Zurück beim Auto plauderte ich noch einwenig mit Adi, assen unser Abendbrot und legten uns kurz darauf auf die Horizontale, wobei mir viele schöne Bilder des heutigen Tages durch den Kopf gingen. Doch diesmal verbrachte ich keine ruhige Nacht und mit etwas Verspätung erwischte es auch noch mich. So fühlte ich mich am anderen Morgen wie gerädert und da wir nicht noch einmal am gleichen Ort übernachten wollten, folgten wir der Strasse einige Kilometer in Richtung Cochabamba und stellten uns noch vor erreichen der Grossstadt hin und ich verbrachte den restlichen Tag im Bett.
Cochabamba,
Am kommenden Morgen fühlten wir uns beide wieder etwas besser und wir begaben uns in die etwa 700'000 Einwohner zählende Grossstadt Cochabamba, die auf fast 2600m liegt und 1574 unter dem Namen Villa Oropesa gegründet wurde. Die Stadt grenzt an einen See und ist ansonsten von kargen grasigen Bergen umringt.
Nachdem wir einen geeigneten Parkplatz gefunden hatten, schlenderten wir gemeinsam gemütlich durch die Innenstadt und verbrachten die Nacht in der Nähe des Palacio de Portales. Dieser Palast gehörte einst dem Zinnkönig Simon Patiño, einst einer der reichsten Männer der Welt, der aber dieses Stadthaus nie bewohnt hatte, welches er 1915-1922 im französischen Renaissancestil erbauen liess.
Von Cochabamba nach Caracolla,
Auf dem nun folgenden Weg in Richtung Caracolla wollten wir noch die Inka Ruinen von Incaracay besuchen, doch haben wir kein Hinweisschild zu dieser entdecken können und sie darum verpasst. Davor erledigten wir noch unseren Einkauf und folgten danach der Strasse in die geplante Richtung. Auf dieser herrschte am heutigen Samstagmorgen erstaunlich viel Verkehr und riesige Warteschlangen, von Autos und Laster, bildeten sich vor den hier angesiedelten Tankstellen. Dazu schien auch jeder noch sein Laster, vor der Weiterfahrt in Richtung La Paz, auf Hochglanz polieren zu wollen und deshalb herrschte auch bei den "Handwaschanlagen" Hochbetrieb. Zudem fehlte auch das Markttreiben entlang der Durchgangsstrasse nicht und viele Menschen marschierten dabei einfach wie Hühner über die Strasse.
Wir passieren eine Strassenzahlstelle und kurz darauf steht endlich wieder einmal ein Ortsname angeschrieben und dabei bemerkte ich, dass wir für den Ruinenbesuch schon einige Kilometer zu weit gefahren sind. Da nun zwischen uns und der Ruine eine Zahlstelle liegt, entschieden wir nicht mehr zu dieser umzukehren und genossen statt dessen bereits die Fahrt durch eine hübsche Gebirgslandschaft die uns bis auf fast 4500m hinaufführt. Dabei zeigt sich die Sonne teilweise und dies macht Freude. Die Landschaft zeigt sich je höher wir kommen je karger und mit dem gewohnten gelblichen Grass. Ringsum sehen wir Berghäupter die über die letzten Tage leicht gezuckert wurden und dies gibt mit dem nun wieder blauen Himmel ein reizendes Bild ab.
In Pongo passieren wir einen kleinen urchigen Markt und auf welchem einige Männer hübsche Wollkappen und schön bestickte Gilets trugen. Im einige Kilometer darauf folgenden Japo verbrachten wir die Nacht und dies auf gut 4200m. Adi hat's in dieser Nacht nochmals erwischt und er verbringt den darauffolgenden Tag erneut im Bett.
Ungefähr ein Jahr ist es her als ich mich in Panama einer Lamblien-Kur unterzogen habe und wollte, der immer wieder auftauchenden Probleme, einfach wissen ob alles in Ordnung ist und lies darum in Cochabamba mein Stuhlgang nochmals untersuchen. Doch der Untersuch ist erfreulich ausgefallen und die damaligen Medikamente haben das nötige getan und sie erledigt. Doch die Laborangestellte meinte, dass dieser jetzige Durchfall vermutlich von einer Salmonellenbakterie herrühre und man um genaueres sagen zu können noch mein Blut untersuchen müsste. Da ich aber das Gefühl habe, dass mein Körper dies wieder auf die Reihe kriegt, da dieser Vorfall ja erst 2 Tage zurückliegt, lies ich diesen Untersuch sausen. Bei Adi scheint nun diese Salmonellenbakterie nochmals zugeschlagen zu haben. Jetzt hoffen wir aber, dass die Gesundheitspolizei im Körper von Adrian endlich damit aufräumt und wir die Weiterreise wieder unbeschwert geniessen können.
Nette Begegnung in Caracollo,
Am folgenden Morgen fühlte sich Adi aber bereits wieder so gut, so dass wir unsere Fahrt in Richtung Sajama National Park fortsetzen konnten. Die Landschaftsszenerie blieb weiterhin abwechslungsreich und schön, die Sonne lachte ab den frühen Morgenstunden vom Himmel und wir folgten der Strasse vorerst einmal bis Caracollo.
In Caracollo machte ich mich auf Trinkwassersuche und ich wurde in einem Strassenrestaurant fündig. Das Besitzerpaar war ausserordentlich freundlich und erlaubte mir so viel Wasser wie nötig zu hohlen und zeigte mir den Wasserhahn im Hinterhof. Im dortigen Hof hatte es unter anderem einen Bernhardiner Hund und als ich ihnen sagte, dass ich wie dieser Hund aus der Schweiz komme, war der Bann gebrochen und ich müsste ihnen erzählen wo wir schon überall durchgereist sind. Es freute sie natürlich sehr, dass uns Bolivien gefallen hat und wünschten uns weiterhin eine schöne Reise. So füllten wir hier also unsere Reserve von 46Liter Wasser und welche Adi im Auto durch den Handfilter Pumpte. Ich bedankte mich zum Abschluss bei ihnen aufs herzlichste und führen darauf weiter ins nahe Zentrum und wo wir unseren Zmittag einnahmen. Darauf spazierte ich noch durch das Dorf und hielt dabei Ausschau nach Brot für die kommenden Tage.
Viel
Abwechslung bot uns auch die Strecke
Darauf führt uns die Strecke bis Panduro, dieses kleine Teilstück haben wir, vor einigen Wochen, auf der Fahrt nach Oruro schon einmal befahren und zweigen dann dort auf eine Nebenstrasse ab und welche uns über Eucaliptos, La Joya, Chiquichambi, Totora nach 155km zur Ortschaft Curahuara de Carangas bringen wird. Landschaftsmässig bot uns auch diese Strecke einiges und es war eine herrliche Fahrt zum Abschluss durch diesen Altiplano Teil von Bolivien. Wir folgen ein Stück dem Rio Desaguadero und fuhren durch ein Sumpfgebiet das voller weiss leuchtender Salzkristalle ist. Durchqueren Canyons mit schönen Steinformationen und passieren kleine Ortschaften in welchen manch ein Adobehaus dem Zerfall nahe steht. Am Wegrand kreuzen wir oft nur noch Mauerreste solcher und auch von manch einer der hier stehenden Adobekirchen ragt nur noch der Kirchturm Himmelwärts. Die Piste ist in einem nicht schlechten Zustand und diese wird an manch einem Ort gar auf Vordermann gebracht und verbreitert.
Durch einige der kleinen Ortschaften machten wir Spaziergänge und wurden dabei von sehr freundlichen und neugierigen Anwohnern empfangen. Auf meinem Rundgang durch Curahuara de Carangas sah mich ein Junge von einer Häuserzeile ein Foto knipsen und kam sofort auf mich zugerannt und bat mich doch auch von seinem Haus ein Bild zu machen. Ich folgte ihm ein paar Schritte die Strasse hinunter und wo er dann mit seiner Hand auf ein Ziegelsteinhaus zeigte. Davor sass, an einem Webstuhl, seine Mutter und er fragte mich aufgeregt, ob es denn nicht ein schönes Haus sei. Doch da die Sonne im vollen Gegenlicht stand, tat ich nur so als ob ich vom ganzen ein Bild machen würde. Mit Sicherheit währe das Haus mit seine Mutter am Webstuhl davor ein geniales Fotomotiv gewesen, doch mit meiner Kamera war sie zu weit entfernt und dann noch dieses gemeine Gegenlicht die das ganze in den Schatten stellte und darum lies ich es bleiben. Der Junge aber quasselte während der ganzen Zeit wie ein Wasserfall auf mich ein und verschwand kurz später strahlend im Vorgarten seines Wohnhauses.
So beschert uns dieser Abschnitt ein sehr eindrückliches und angenehmes Bild dieses Teils von Bolivien und was wir, mit wenigen Ausnahmen, auch vom restlichen Lande sagen können.
Die
Landschaft um die Cordillera Occidental Volcanica
Von Curahuara de Caranges aus ging's dann noch auf die Hauptstrasse die La Paz mit der chilenischen Grenze, bei Tambo Quenado, verbindet und übernachten entlang dieser Strecke mit schönem Blick auf den höchsten Berg von Bolivien. Dies ist das Schneehaupt des Vulkanbergs Sajama und welcher 6542m himmelwärts ragt. Die folgenden 2Tage verbringen wir zum Abschluss unserer Bolivienreise also noch um diesen Berg, genossen die fantastische Aussicht auf einen Teil der Cordillera Occidental Volcanica wo neben dem Sajama zwei weitere 6000er einem ins Auge stechen und dies sind die Zwillingsvulkane Parinacota (6342m) und Pomerape (6240m). Dazu arbeiteten wir an unserer Homepage und geniessen die Ruhe. Leider bläst während unserem Aufenthalt ein zügig kalter Wind über die Hochebene und macht den Aufenthalt im Freien etwas ungemütlich.
Von einer kleinen Anhöhe, bei der Ortschaft Lagunas, gibt's zum Abschluss dann nochmals einen Traumblick über diese Hochebene mit den Schnee gezierten Vulkanbergen, einfach schön. Danach kaufen wir in Lagunas noch etwas Brot und nehmen darauf die letzten paar Kilometer, bis nach Tambo Quemado, unter die Räder. Die Zollabfertigung und die Migration befindet sich für uns aber beide erst in Chungara, dies ist etwa 12Kilometer hievon entfernt und bereits auf chilenischem Boden. Die Fahrt dorthin bleibt grandios und der Blick über den Lago Chungara mit den Vulkanbergen im Hintergrund ist einfach bezaubernd. Im Übrigen soll dies der höchstgelegene See der Welt sein und dieser liegt auf 4570m. Im See sehen wir neben anderen Wasservögeln auch Flamingos umherziehen, einfach der Wahnsinn wenn wir an die Höhe denken. Nachdem wir den ersten Anblick genossen hatten, erledigen wir die Zollformalitäten und welche uns beidseitig keine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Die unter den Langzeittouristen viel diskutierte Lebensmittelkontrolle war diesmal auf jeden Fall kein Problem und der Beamte schaute keine Minute ins Auto und stempelte das erhaltene Formular ab. Lag dies vielleicht daran, dass wir zwei Männer sind und die Kochen ja eh nicht? Der Beamte hätte aber auch nichts gefunden, denn wir haben uns schön an die Vorschriften gehalten.
Darauf stellten wir unser Auto, mit Bewilligung der Zollbeamten, gleich neben dem Zollgebäude, auf einen Kiesplatz, hin und geniessen den angebrochenen Nachmittag in dieser herrlichen Umgebung und bekommen dazu eine wunderschöne Abendstimmung geboten. Zudem wechseln wir hier noch die ersten chilenischen Peso und so kann Morgen unser Chile Trip beginnen.
In denn nun bevorstehenden 3-4Wochen werden wir also Nordchile bereisen und hoffen danach, von San Pedro de Atacama aus, dann auch noch die Lagunen Route in Bolivien abfahren zu können, denn dort soll es geschneit haben und wir hoffen, dass dieser bis wir dort aufkreuzen wieder geschmolzen ist.
Bolivien hat uns viel interessantes geboten,
Der 3.Teil von Bolivien bescherte uns ebenfalls viel Abwechslung und viele bezaubernde Landschaftsszenerien. Dazu besuchten wir die Ruinen von "El Fuerte de Samaipata" sowie die hübsch gelegene Inkaruine "Incallajta" und welche ebenfalls sehr eindrücklich daherkommt. Der Sonntagsmarkt von Cliza und der Dienstagsmarkt von Punata waren der Hammer und wir trafen in diesem Abschnitt auf sehr viele freundliche Menschen. Der Abschluss machte die Fahrt zwischen Panduro und Tambo Quemado an der chilenischen Grenze und entführt uns in einen herrlichen Teil des bolivianischen Altiplano. Vor allem die Region um die Cordillera Occidental Volcanica, mit dem höchsten Berg von Bolivien, war einfach Traumhaft. So ragt dort neben dem Sajama, mit 6542m höchster Berg, die markanten Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape Himmelwärts und welche beide auch klar die 6000er Marke knacken. Jetzt geht es vorerst einmal für 3-4Wochen nach Nordchile und hoffen dann von dort aus noch die bolivianische Lagunen Route befahren zu können.
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