Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/112200

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Ist es richtig, dass das VBS im Jahr 2001 2000 Geschosse panzerbrechender intelligenter Artilleriemunition (Smart) zu je 50 000 Franken, also insgesamt für 100 Millionen Franken, in Deutschland gekauft hat?</p><p>2. Ist es richtig, dass, da keine preiswertere Übungsmunition vorhanden war, diese Munition nicht auf dem Übungsfeld durch Fahrzeuge und für bewegliche Ziele benutzt wurde?</p><p>3. Wenn dem so ist, wie lautet ihr finaler Verwendungszweck: Wiederverkauf oder Zerstörung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Mit dem Rüstungsprogramm 2001 wurde ein Verpflichtungskredit von 168 Millionen Franken für den Kauf von 2000 Geschossen vom Typ Smart 155 gesprochen. Mit diesem Verpflichtungskredit mussten zusätzlich Softwareanpassungen an Feuerleitsystemen, Ausbildungsmittel sowie die Benutzung eines ausländischen Schiessplatzes für die Erprobung finanziert werden. Aus vertraglichen Gründen ist es der Armasuisse generell nicht erlaubt, exakte Preise bei Güterbeschaffungen zu nennen. Das Geschäft ist seit 2007 im vorgesehenen Umfang abgeschlossen. Vom 2001 beantragten und bewilligten Verpflichtungskredit von 168 Millionen Franken wurden lediglich knapp 152 Millionen beansprucht. Damit konnten alle obenaufgeführten Leistungen abgegolten werden.</p><p>2. Für die 15,5-cm-Munition vom Typ Smart hat die Schweiz keine spezielle Ausbildungsmunition beschafft; diese wurde nur für den Kriegsfall beschafft. Die Ausbildung bezüglich der Geschützbedienung kann mit der bestehenden 15,5-cm-Explosiv-Übungsgranate sichergestellt werden. Die Ausbildung der Schiesskommandanten sowie die Ausbildung im Bereich Feuerführung und Feuerleitung erfolgen mit den bestehenden Simulatoren.</p><p>3. Wenn die Munition nicht in einem Einsatz - sprich im Kriegsfall - verschossen wird, bleibt die Munition so lange eingelagert, bis sie das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht hat oder andere Gründe für eine Ausserdienststellung vorliegen. Ein Verkauf der Munition ist aus heutiger Sicht nicht vorgesehen.</p>