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Cerro
de
Pasco, Hauptstadt des peruan. Depart.
Junin, unfern des nördl.
Endes des Chinchaycochasees, in 4302 m Höhe,
in wüster, unfruchtbarer Gegend gelegen und durch Eisenbahn über Oroya mit Lima
[* 2] verbunden, verdankt ihre Entstehung den 1630 entdeckten
Silberminen und führt ihren
Namen von dem etwas südlicher gelegenen, früher von
Bergleuten stark bevölkerten
Pasco, nach welchem auch der Gebirgsknoten von
Pasco genannt wird.
Cerro de
Pasco ist sehr schlecht auf dem unebenen Gebiete der Gruben
selbst erbaut, hat (1889) 14000
E., der Mehrzahl nach Indianer und Mestizen; ein
Berg- und Handelsgericht.
Die Münze ist seit 1845 geschlossen. Es ist eine Stadt der Teurung, des wüstesten Lebens und des Hazardspiels. Das Höhenklima unterwirft jeden Fremden anfangs der peinlichen Soroche oder Punakrankheit. Der Silberbergbau liefert jetzt nicht mehr die Ausbeute, die ihn zur Zeit der span. Herrschaft weltberühmt machte. Bis 1878 hat er etwa 535 Mill. Doll. ergeben. Die Silbererze kommen hier auf zwei Hauptgängen vor, die fast unter dem Marktplatz der Stadt sich kreuzen.