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Was unterscheidet die guten von den schlechteren Schülern? Weit weniger, als man annehmen müsste, ist der Bildungserfolg nur das Ergebnis von individuellen Fähigkeiten und persönlicher Anstrengungsbereitschaft. Er scheint auch das Produkt von Privilegien und von Zufällen zu sein. Die dargestellten empirischen Resultate irritieren. Sie belegen, dass die schulische Selektion, die Leistungsbewertung und sogar die Leistung selbst massgeblich von Faktoren jenseits der individuellen Kontrolle bestimmt werden. Aus dem empirischen Datenmaterial einer grösseren Längsschnittstudie werden Fragen zu den Auswirkungen von Heterogenität, zur Leistungssteigerung und zu den kompensatorischen Wirkungen der Schule, zu der Schulklasse als Lernbedingung, zum Einfluss von Leistungserwartungen und zu den Tücken der Leistungsbewertung und der Bildungsselektion bearbeitet. An verschiedenen Stellen der untersuchten Bildungssysteme zeigen sich empirische Auffälligkeiten. Möglicherweise sind sie das Resultat einer Schule, die gleichzeitig den ideellen Wert und den instrumentellen Nutzen von Bildung anbieten muss.
Winfried Kronig Winfried Kronig, Prof. Dr. phil. Der Autor ist ordentlicher Professor für Heil- und Sonderpädagogik an der Universität Freiburg i. Üe. Er hat mehrere empirische Studien zu Fragen des Bildungserfolgs und zur Leistungsselektion publiziert. Eine seiner früheren Publikationen wurde von der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft mit dem 1. Förderpreis für wissenschaftliche Publikationen ausgezeichnet.
Pressestimmen
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«Ich empfehle das brillant geschriebene Werk allen Kolleginnen und Kollegen und allen Bildungsverantwortlichen dringend.» Hans Anliker, Basler Schulblatt, 12/07