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Drahtlose Stromversorgung
Drahtlose Stromversorgung
Japanische Forscher um Takao Someya von der Technischen Universität Tokyo haben flexible Matten entwickelt, die mit Hilfe von elektromagnetischer Induktion Elektronik mit Strom versorgen, sobald sie Kontakt mit der Matte haben. Integriert in Möbel und Wände könnten die Matten dereinst das Stromkabel mindestens teilweise überflüssig machen.
Das Prinzip, auf dem die sogenannten Power Sheets basieren, ist nicht neu und beispielsweise von Ladeeinheiten elektrischer Zahnbürsten bekannt. Doch konnten bisher nur kleine Mengen an Strom über grosse Flächen hinweg respektive grosse Ströme an fixierten Positionen freigesetzt werden. Diese Einschränkungen konnten die japanischen Forscher aber dank einem verbesserten Design und Fortschritten bei der Produktion flexibler Elektronik überwinden.
Aufgebaut ist der 1 Millimeter dicke Matten-Prototyp der Forscher aus zwei Lagen.
Die eine Lage ist aus Kupferspulen und organischen Transistoren aufgebaut, die mit Hilfe einer dem Siebdruck ähnlichen Technologie sowie einem Tintenstrahler aufgebracht werden. Sie ist dafür zuständig, das aufliegende Objekt zu lokalisieren und in diesem Gebiet das elektromagnetische Feld zu aktivieren. Die zweite Lage ist für den Transport des Stroms und für die Erzeugung des Feldes zuständig, das, sobald es eine im aufliegenden Gerät enthaltene Spule umschliesst, einen elektrischen Strom in Gang bringt. Dank der Nutzung eines elektromagnetischen Feldes ist die Technik für Menschen ungefährlich und kann dank kurzer Distanz zwischen Matte und Gerät und beschränkter Grösse des Feldes aktuell bis zu 30 Watt induzieren.
Bis die Technik marktreif ist, dürften nach Aussagen der Forscher noch einige Jahre ins Land gehen. Sie rechnen damit, in
fünf Jahren soweit zu sein. Bis dahin wollen
sie die Leistung
und Beständigkeit
der Matten verbessern.