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Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy ist auf einen Telefonscherz hereingefallen. Im Glauben, er sei vom neuen Regierungschef der Region Katalonien, Carles Puigdemont, angerufen worden, vereinbarte Rajoy am Mittwoch ein Treffen mit dem separatistischen Politiker.
«Ich rufe Sie am Montag den 25. an und dann können wir einen Termin abmachen», sagte er dem Anrufer beim am Mittwoch aufgezeichneten und am Donnerstag gesendeten Gespräch. In Wirklichkeit hatte der 60-Jährige allerdings nicht Puigdemont, der die Trennung Kataloniens von Spanien anstrebt, sondern einen Scherzbold eines katalanischen Radiosenders am Apparat.
Nach einer guten Minute wurde Rajoy aber «aufgeklärt». «Präsident, wir dachten nicht, dass das klappen würde», sagt der Moderator und verrät dem konservativen Regierungschef, er habe mit einem Imitator gesprochen. Daraufhin stammelt Rajoy: «Na ja (...) das ist einfach nicht seriös. Sie werden verstehen, dass das nicht seriös ist. Machen sie, was sie wollen, aber das ist natürlich nicht seriös.»
Im Gespräch hatte Rajoy beim Imitator sich auch zur stockenden Regierungsbildung in Madrid geäussert und gesagt: «Ich weiss nicht, wie diese Sache ausgehen wird.» Nach der Enthüllung des Scherzes liess er sich auch nicht von der Beteuerung des Radiomoderators besänftigen, man habe im Katalonienkonflikt «ein bisschen zur Entspannung» beitragen wollen. Rajoy bleibt hörbar nervös, bewahrt aber Haltung und verabschiedet sich mit einem «Vielen Dank». (sda/dpa)