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Taizé?
Waren Sie schon mal in Taizé?
Wenn nein, möchten wir Ihnen diesen Ort der Begegnung kurz vorstellen:
Geschichte
Die Communauté de Taizé (Gemeinschaft von Taizé) ist ein internationaler ökumenischer Männerorden in der Nähe von Cluny im Burgund (Frankreich). Jährlich pilgern etwa 200'000 Besucher, zumeist Jugendliche, aller Nationalitäten und Konfessionen nach Taizé. Gegründet wurde der Orden durch den Schweizer Roger Schutz, der im Jahre 1940 nach Taizé wanderte und dort ein Haus kaufte, in dem er Kriegsflüchtlinge aufnahm. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 wieder nach Taizé zurück. In der Zwischenzeit hatten sich ihm die ersten Brüder angeschlossen, die gemeinsam die Communauté gründeten. Seit den 60er Jahren finden das ganze Jahr über Jugendtreffen statt. 1961 begann der Bau der Versöhnungskirche am Rande des Dorfes, nachdem die romanische Dorfkirche für die Communauté zu klein geworden war. 1966 fand das erste Jugendtreffen mit 1400 Jugendlichen aus 30 Ländern statt. Vom „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ werden die Jugendlichen dazu aufgerufen, sich in ihrem Alltag für Frieden, Versöhnung in der Kirche und Vertrauen auf der Erde zu engagieren. Diese Pilger-Etappen werden jährlich einmal in Grossstädten auf der ganzen Welt organisiert. Am 16. August 2005 wurde der Prior inmitten des Abendgebets in Taizé von einer anscheinend geistesgestörten Rumänin mit einem Messer so schwer verletzt, dass er wenig später im Kreise einiger Brüder seinen Verletzungen erlag. Nach der Beerdigung übernahm der bereits vorbestimmte Frère Alois die Priorschaft.
Musik
Bekannt sind die wohlklingenden, ins Herz treffenden Lieder [3'955 KB] , meist mehrstimmig und in vielfacher Wiederholung gesungen, auf einfachen Bibeltextstellen basierend und mehrsprachig oder auch lateinisch verfasst.
Finanzen
Die Brüder von Taizé bestreiten ihren Lebensunterhalt aus dem Erlös ihrer Arbeit. Bekannt sind vor allem die Gegenstände aus der Töpferwerkstatt und andere künstlerische Arbeiten. Wichtig dabei ist zu wissen, dass die Brüder für sich selbst weder Spenden noch Erbschaften annehmen. Der Aufenthalt in Taizé wird ausdrücklich einfach und kostengünstig gestaltet. Jeder hat selbst Hand anzulegen bei den täglichen Arbeiten.
Ziele
Zu den Zielen der Communauté gehört heute die Unterstützung einer mittlerweile weltweiten Jugendbewegung, die sich der Bergpredigt Jesu in besonderer Weise verpflichtet weiss. Jeder Taizé-Teilnehmer ist eingeladen, im christlichen Glauben einen Sinn für das eigene Leben zu finden und sich darauf vorzubereiten, zu Hause Verantwortung zu übernehmen. Heute finden sich zahlreiche Gruppen, die ausserhalb von Taizé in ähnlichem Stil Andachten und Gottesdienste feiern. Frère Roger tat sein Übriges dazu, indem er jedes Jahr den „Brief aus Taizé“ verfasste und in die ganze Welt verschickte.
Gottesdienste
Morgens: Morgengebet mit Abendmahl
Mittags: Mittagsgebet
Abends: Abendgebet mit offenem Ende
Freitagabend: Abendgebet mit „Gebet vor dem Kreuz“
Samstagabend: Abendgebet mit dem Osterlicht
„Nichts führt in innigere Gemeinschaft mit Gott als ein meditatives gemeinsames Gebet mit nicht endenden Gesängen, die in der Stille des Herzens weiter klingen, wenn man wieder alleine ist.“ † Frère Roger, Taizé
Taizé, ein Geschenk für die Seele
Taizé-Besuch 2010 vom 12-18. September
Taizé-Besuch 2013 vom 7. - 14. September
Ein Teil des Taizé-Teams St. Peter verbrachte eine Woche in Taizé, um neue Impulse zu erfahren aber auch um Ruhe und die Stille zu erleben. Die herrliche Gegend um Taizé (Burgund, Frankreich) trug zum erfreulichen Gelingen bei. Immer wieder ist Taizé faszinierend und eine sprudelnde Quelle des Glaubens.
Taizé feierte das 70. Bestehen der Communauté
Dieser 15-minütige Film gibt einen Einblick in die Geschichte von Taizé und die wöchentlich stattfindenden Jugendtreffen.