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|OM||der uranfängliche Klang des Universums|
|GAM||die geheime Kraft des Klangs (Bija Mantra)|
|GANAPATAYE||anderer Name von Ganesha, Entferner von Hindernissen|
|NAMAHA||Gruss, ich verneige mich|
Der elefantenköpfige Ganesha oder auch Ganapati ist eine der populärsten Gottheiten überhaupt im Hinduismus. So beginnt jeder hinduistische Gottesdienst, auch Puja genannt, mit einem Gebet an ihn. Er ist der hinduistische Gott des Anfangs und der gütige Überwinder von Hindernissen. Wenn ein Hindu in ein neues Haus zieht, bekommt Ganesha noch vor den Möbeln oder dem Hausrat seinen Platz darin. Sein Bildnis schmückt viele Haus- und Tempeleingänge.
Der Grund für seine grosse Beliebtheit liegt in seiner Durchtriebenheit und der gutwilligen Bereitschaft, die Probleme seiner Anhänger zu lösen. Ganesha verkörpert die Intelligenz und Weisheit. Des Weiteren ist er als Gottheit zuständig für Poesie, Musik und Tanz, ebenso wie er Herr über die Wissenschaften ist. Kaufleute betrachten Ganesha als ihren Schutzgott.
Unzählige Geschichten werden über die Entstehung Ganeshas erzählt. Ganesha wird heute als Sohn Shivas verehrt. Der Legende nach ist Shiva jedoch nicht wirklich sein Vater. Dort heisst es, dass Parvati, Shivas Ehefrau, Ganesha in Abwesenheit Shivas geschaffen hat. Demnach beobachtete dieser seine Ehefrau gerne beim Baden, was ihr aber nicht gefiel. So formte sie aus dem Lehm, mit dem sie ihren Körper eingerieben hatte, einen kleinen Buben, übergoss ihn mit Gangeswasser und erweckte ihn so zum Leben. Sie nannte ihn Ganesha und setzte ihn als Wache vor ihr Badehaus. Als Shiva wieder kam um Parvati beim Baden zuzusehen, versperrte Ganesha ihm den Weg und Shiva schlug ihm den Kopf ab. Dann bemerkte er, dass er seinen Sohn getötet hatte. Parvati befahl ihm, einen neuen Kopf für Ganesha zu finden und Shiva befahl seinen Gonas (Dämonendienern und Zwergen), ihm den ersten Kopf zu bringen, den sie fanden. Sie brachten einen Elefantenkopf, den Shiva ihm auf die Schultern setzte. Dieser war nun zum Leben erweckt, er wurde in die Götterfamilie aufgenommen und erhielt den Titel Ganesha oder Ganapati, Herr über die Ganas.
Bei Ganesha findet man Hinweise auf Shiva – eine Kobra schlingt sich ihm um den Bauch, verfilzte Haarsträhnen erinnern an die Haarpracht des Yoga-Gottes. Seine Attribute sind Elefantenrüssel, Schlinge und Bonbonschale, die er stets an den Mund hält. Jeder Teil von Ganeshas Körper symbolisiert ein spirituelles Prinzip. Ganeshas grosse Ohren und Kopf weisen auf Weisheit, die durch Sravana (Hören) und Mana (Denken) erworben wurde. Ein Elefantenkopf auf einem menschlichen Körper repräsentiert höchste Weisheit.
Seine vier Arme repräsentieren die vier Aspekte des feinstofflichen Körpers: Geist, Intellekt, Ego und Bewusstsein. Oft hat er einen Arm in der Geste der Furchtlosigkeit erhoben. Als Herrn der Wissenschaften und Gelehrsamkeit hält er in einer Hand den abgebrochenen Stosszahn, mit dem er die Schlusskapitel des Mahabharata aufgeschrieben hat. Sein Reittier ist die Ratte, die ebenfalls für ihre Listigkeit bekannt ist.
Oftmals wird Ganesha allein auf einer Lotusblume oder einem Kobrathron sitzend dargestellt, oder er wird zusammen mit der hinduistischen ,,Heiligen Familie’’ – Shiva, Parvati – abgebildet.
Dies ist ein Mantra aus der Ganapati Upanishad. Es ist eine Anrufung an den Gott Ganesha, welcher Hindernisse entfernt und den Weg zur Erleuchtung begleitet und sichert. Seine Segnungen sind wichtig für alle Anfänge und Neubeginne.
Man kann es vor dem Beginn einer Reise, eines neuen Kurses in der Schule, neuer Karriere oder Aufgabe, oder vor dem Spielen einer Rolle, bei jedem neuen Vertrag oder Geschäft verwenden, so dass Hindernisse entfernt und ihr Bestreben mit Erfolg gekrönt werden kann.