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Wie wirken sich unterschiedliche Agrarpreis-Szenarien auf die Entwicklung der landwirtschaftlichen Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) bis im Jahr 2020 aus? Welchen Einfluss hätten die Einführung einer landwirtschaftlichen THG-Abgabe einerseits und eine Förderung expliziter Reduktionstechnologien andererseits auf das Ausmass der landwirtschaftlichen THG-Emissionen? Die bei der ETH Zürich in Auftrag gegebene Studie sollte bei der Beantwortung dieser Fragen helfen.
Die Modellergebnisse zeigen die Abhängigkeit der Entwicklung der Emissionen von der Höhe der Tierbestände. Die Reduktion von Tierbeständen zur Verminderung landwirtschaftlicher Treibhausgase erscheint – neben dem Kostenargument – auch aus globaler klimapolitischer Sicht hinterfragenswert, weil bei unverändertem Konsumverhalten die Inlandnachfrage lediglich durch Importe gedeckt werden dürfte. Dies würde eine Verlagerung der THG-Emissionen ins Ausland implizieren.
Der Einsatz technischer Reduktionsmassnahmen dürfte angesichts der hohen Vermeidungskosten beim aktuellen Stand der Technik – zumindest kurzfristig – von untergeordneter Bedeutung sein. In diesem Sinne könnte eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Forschung auf dem Gebiet der THG-Reduktionstechnologien eine wirksame Investition sein, mit der die Landwirtschaft nachhaltig und ökonomisch sinnvoll auch in Zukunft ihren Beitrag zur THG-Reduktion leisten könnte.
Source: > News BLW [1]