Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/201229

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, das Nachfolgeprogramm des Nationalen Programms HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten (NPHS) um virale Hepatitis zu erweitern und somit die Voraussetzung dafür zu schaffen, Hepatitis B und C zusammen mit HIV bis 2030 zu eliminieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Virale Hepatitiden sind in den nationalen Strategien Sucht sowie Impfungen und im bis 2021 laufenden Nationalen Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (NPHS) erwähnt. Im zurzeit in Erarbeitung stehenden NPHS-Nachfolgeprogramm "Nationales Programm zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung sexuell übertragbarer Infektionen 2022-2030 (Naps)" sollen diese nun verstärkt berücksichtigt werden. Der Fokus soll wie bisher primär bei Risikogruppen liegen, zum Beispiel bei HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Die Gruppe der MSM macht rund einen Viertel der neuen Hepatitis-C-Infektionen aus. Obwohl Hepatitis C im engeren Sinn nicht zu den sexuell übertragbaren Krankheiten gezählt wird, soll daher künftig im Rahmen des Naps ein grösseres Gewicht auf die Bekämpfung von Hepatitis C bei MSM gelegt werden. Weiterhin im Fokus stehen zudem Massnahmen gegen Hepatitis C im Drogenbereich im Rahmen der Strategie Sucht. Nicht vorgesehen ist jedoch das Testen der Gesamtbevölkerung oder grosser Bevölkerungsgruppen auf Hepatitis C. Dies hätte angesichts der geringen Zahl Betroffener eine grosse Verunsicherung der Bevölkerung zur Folge. Der Bundesrat geht davon aus, dass mithilfe dieses koordinierten Ansatzes das Eliminationsziel der Weltgesundheitsorganisation hinsichtlich viraler Hepatitis erreicht werden kann.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.