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Bei der Iontophorese wird ein Gleichstrom für die Verminderung der Schweissproduktion verwendet. Die Behandlung wird vor allem bei Personen eingesetzt, welche stark an Händen und Füssen schwitzen. So werden zum Beispiel die betroffenen Hände in eine mit Leitungswasser gefüllte Kunststoffwanne getaucht. In dieser befinden sich Plattenelektroden, welche über ein Kabel mit einem Stromgenerator verbunden sind. Der Strom wird kontinuierlich erhöht (5 bis 20 mA), bis ein leichtes Kribbeln verspürt wird. Eine Sitzung dauert 10 bis 15 Minuten. Nach 10 bis 15 Behandlungen vermindert sich in den meisten Fällen das Schwitzen deutlich. Der Patient muss die Therapie zu Hause weiterführen, in der Regel 2- mal wöchentlich. Die Kosten des Heimgerätes werden von der Krankenkasse zurückerstattet. Wird die Behandlung abgesetzt, kommt es nach 10 bis 20 Tagen wieder zur Hyperhidrose.
Durch die Injektion von Botulinumtoxin in die Umgebung der Schweissdrüsen der Haut kann der Sekretionsreiz ganz gezielt blockiert werden. Botulinumtoxin kommt vor allem bei der Behandlung der axillären Hyperhidrose zur Anwendung. Die Injektionen sind kaum schmerzhaft. Bei empfindlichen Patienten bringt die lokale Anästhesie mit EMLA Creme Erleichterung. Der Behandlungserfolg dauert etwa 6 Monate an. Die Therapie kann danach in regelmässigem Abstand wiederholt werden.
Bei Schwangeren und stillenden Frauen sowie bei Personen mit bestimmten Muskel- und Nervenerkrankungen ist die Verabreichung von Botox kontraindiziert. Bestimmte Antibiotika (Aminoglykoside) dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden. In äusserst seltenen Fällen sind die Patienten auf Botulinumtoxin resistent und die Injektion zeigt ausnahmsweise nicht die erwünschte Wirkung.