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Michael Schumacher hat Rubens Barrichello in Imola im allerletzten Moment die Pole-Position entrissen. Heidfeld als Siebenter drittbester Bridgestone-Fahrer.
"Wenn ich die vor mir platzierten Fahrer sehe, kommt mir der 7. Platz wie die Pole-Position vor", sagte der für das Schweizer Sauber-Petronas-Team fahrende Deutsche Nick Heidfeld.
"Leider büsste ich auf meiner besten Runde einige Zehntel auf dem Grasstreifen ein. Sonst wäre ich noch näher an die Spitzengruppe heran gekommen und hätte vielleicht sogar Coulthard schlagen können." Im freien Training war Heidfeld hinter Michael Schumacher, Coulthard und Barrichello Vierter gewesen.
Der zweite Sauber-Fahrer, Felipe Massa, hatte am Vormittag nach einem Dreher sehr viel Trainingszeit verloren. Er vermochte zwar den Motor in Gang zu halten und weiter zu fahren. Bei dem Zwischenfall war jedoch ein Hydraulik-Zylinder leck geworden. Das System verlor Flüssigkeit, so dass das Getriebe ausgebaut werden musste.
"Vor dem Qualifying fehlte mir eine halbe Stunde Abstimmungsarbeit auf trockener Strecke", ärgerte sich der junge Brasilianer. "Das Auto war schlecht ausbalanciert und übersteuerte in schnellen Kurven und beim Bremsen."
Felipe Massa wird aus der 11. Position starten, womit das Sauber-Team das beste Gesamtergebnis in diesem Jahr erreichte. Auch Heidfeld stand noch nie weiter vorn; in Malaysia war er ebenfalls Siebenter gewesen.
Schumacher in letzter Sekunde
Die Schachflagge war schon gefallen, als der Deutsche WM-Leader Michael Schumacher seinen Teamkollegen Rubens Barrichello noch von der Spitze verdrängte.
Der Brasilianer hatte während mehr als einer halben Stunde die Bestzeit gehalten, musste sich aber schliesslich um 0,064 Sekunden geschlagen geben. Die beiden Ferrari (auf Bridgestone) stehen somit in der ersten Startreihe.
"Ich wollte eigentlich auf meinen vierten Turn verzichten", erklärte Schumacher. "Als aber mein Bruder die Schlussattacke eröffnete und die übrigen Fahrer hinter mir ebenfalls nochmals hinaus fuhren, musste ich mithalten." Der Weltmeister hatte Glück: Er fand eine freie Bahn vor und verbesserte seine Zeit mit einer fehlerfreien Runde um 0,121 Sekunden.
In den ersten drei Startreihen werden am Sonntag drei Pärchen stehen. Hinter den zwei Ferrari-Fahrern reihten sich Ralf Schumacher und Juan Montoya mit den Williams-BMW sowie Kimi Räikkönen und David Coulthard mit den McLaren-Mercedes ein.
swissinfo und Agenturen