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Die für die Schweiz angetretenen Handballer, vertreten durch den letztjährigen Uni-CH-Meister der Uni Basel, belegten an den European University Games der EUSA den 9. Platz.
Die European University Games 2018 in Coimbra waren geprägt von einem hohen Niveau, einem unglücklichen Los mit einem ebenso ungünstig angesetzten Spielplan für die Uni BS, allerdings auch einer tollen Stimmung. In einer sehr ausgeglichenen Gruppe mit dem späteren Turniersieger der Universität Bochum, den auf Rang 7 platzierten Serben aus Belgrad und den 5. platzierten Holländern aus Nijmengen verpasste die Mannschaft der Uni BS aufgrund eines um drei Tore schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Holländern die Viertelfinals. Das Tableau um den 9. Rang entschied die um NLA-Spieler Luca Engler angetretene Equipe diskussionslos für sich (34:27 vs. Coimbra, Portugal / 36:20 vs. Yeditepe, Türkei).
Im ersten Spiel der EUG 2018 trafen die von Kurt Pohle trainierten Handballer der Uni Basel auf einen starken Gegner der Universität Nijmengen aus Holland.
Das Kader der Holländer war bestückt mit mehreren Spielern der 1. holländischen sowie belgischen Liga. Angeführt wurde es von Nick de Kuyper (10 Länderspiele); einem der drei Internationalen im Team. In einem defensiv geführten Spiel spätabends gelang es den Holländen bis zur Halbzeit auf 13:7 wegzuziehen. Die Uni Basel zeigte eine kämpferisch-aufopfernde Leistung und glich in der 2. Halbzeit kurz vor Ende der Partie zum 20:20 Endstand aus. Die Aufholjagd in der 2. Halbzeit, sowie die Punkteteilung kostete sehr viel Kraft, was im Spiel gegen Serbien 11 Stunden nach Abpfiff der Partie schmerzlich bemerkbar wurde.
Das 2. Spiel gegen die Handballer der Universität Belgrad aus Serbien fand aufgrund der Opening Zeremonie am folgenden Morgen um 9 Uhr statt. Sichtlich erschöpft wurde das Schweizer Handballteam von den Serben (hatten 1 Tag Pause zwischen dem 1. Spiel und 2. Spiel) in beiden Halbzeiten überrannt, so dass am Ende der Partie der klare Stand von 31:15 auf der Anzeigetafel resultierte. Im Verlauf des Spiels fielen kräftemässig, sowie verletzungsbedingt immer mehr Spieler aus, so dass die letzten 25 Minuten mit 6 (von 12) Spielern zu Ende gespielt wurden. Den Organisatoren wurde zum unmenschlichen Spielplan eine Rückmeldung gegeben, jedoch befanden diese die Zeit der Erholung als ausreichend (knappe 11 Stunden zwischen Spielende des 1. Spiels und Anpfiff des 2. Spiels ohne Transfer und Einwärmen) für die Uni Basel. Trotz dieses Dämpfers und der Kanterniederlage glaubte das Team weiterhin an ein Erreichen der Viertelfinals.
Am 3. Tag stand das Team der Uni-BS den deutschen Handballern aus Bochum gegenüber, welche am Ende die EUG 2018 (25:19 vs. Aix-Marseille, Frankreich) für sich entschieden. Auch an diesem Tag war der Spielplan sehr ungünstig angesetzt und machte es den Holländern möglich zu kalkulieren. Während in 3 Hallen gleichzeitig Handball gespielt wurde, setzten die Organisatoren das Spiel CH-GER um 12:00 Uhr, die Partie NED-SRB hingegen um 16:00 Uhr an. Zudem wurden unserem Spiel gegen die Deutschen serbische Spielleiter zugeteilt, wo doch vier Stunden später eben diese Serben gegen die Holländer ebenfalls noch um den Einzug in die Hauptrunde spielten… Ein spannendes Spiel begann ausgeglichen und stand in der 15. Minuten 8:8. Bis zur Pause gelang den Schweizern anschliessend nur noch wenig erfolgsversprechendes, weshalb ein Pausenstand von 15:10 für die Deutschen resultierte. In der 2. Halbzeit gelang eine erneute Aufholjagd bis zur 54. Minute, als ein 2 Tore-Rückstand die Hoffnung auf ein Weiterkommen am Leben erhielt. Im Direktvergleich zu Holland müssten die Schweizer einen -4 Tore Rückstand wettmachen (vor der letzten Partie). In den letzten 6 Minuten schlichen sich durch die Hektik zu viele technische Fehler ins Spiel der Schweizer, welche gnadenlos durch Gegenstösse bestraft wurden. Am Ende resultierte ein 28:22 zu Gunsten der Deutschen, wobei in dieser Partie deutlich mehr drin gelegen wäre. Da die Holländer gegen die Serben «nur» mit 7 Toren verloren, verpasste das Uni-BS Männerhandballteam die Viertelfinals aufgrund eines 3-Tore schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Holländern.
In der Klassierungsrunde und den Spielen 4 und 5 (an 5 Tagen) gegen die Universitäten aus Portugal (Coimbra), sowie aus der Türkei (Yeditepe) gelang der Equipe ein versöhnlicher Abschluss mit 2 klaren Siegen. Gegen die Einheimischen aus Coimbra resultierte in einem offensiv geführten Spiel ein 34:27 Endstand. Als letzte Aufgabe stand am 5. Turniertag das letzte Spiel gegen die Universität Yeditepe aus der Türkei auf dem Programm, welches diskussionslos mit 36:20 zu Gunsten der Uni Basel gewonnen wurde.
Insgesamt dürfen die EUG als eine etwas unglückliche, allerdings lehrreiche Woche mit 5 Spielen an 5 Tagen eingestuft werden, wo sich die Uni Basel als CH-Vertretung würdig in Szene gesetzt hat. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle möchte das ganze Team der Uni Basel für die Ermöglichung der Teilnahme an den EUG in Coimbra widmen. Ebenfalls viel für die Gesundheit und Erholung der Spieler beigetragen haben Kurt Pohle als Trainer und die zahlreichen physiotherapeutischen Behandlungen von Nina Niklaus. Danke 🙂
Mit dabei waren Spieler der Vereine SC Kriens Luzern, RTV Basel, TV Birsfelden, TV Möhlin und dem TV Pratteln NS.
Kurt Pohle