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Chamäleon-Winkelkopfagame (Gonocephalus chamaeleontinus)
Generelles
Eine der am häufigsten gehaltenen Art der Winkelkopfagamen. Die Tiere, vor allem die Männchen, beeindrucken durch ihre ausgeprägt bunte Färbung. Je nach Herkunft unterscheiden sich dabei sowohl die Farben als auch die Zeichnung. Tiere aus dem Hochland von Java sind am häufigsten zu finden. Männchen entsprechen dem Färbungsbild auf den Fotos, Weibchen sind normalerweise einfarbig grün, dunkelbraun oder cremebraun.
Etymologie
Der Name verweist auf die stark veränderliche Färbungsausprägung der Tiere, was an das Farbwechselverhalten von Chamäleons erinnert. Diese Art ist dann auch namensgebend für die chamaeleontinus-Gruppe der Winkelkopfagamen.
Männchen erreichen eine Grösse bis 32cm, Weibchen bis 27cm bei einer Lebenserwartung von gut 10
Jahren.
Vorkommen
Diese Art bewohnt feuchte Biotope, in den Bergwäldern von Indonesien und West-Malaysia.
Haltung
Terrariumgrösse mindestens nach den gesetzlichen Anforderungen. (Unterschiedlich, je nach Land. Grösser ist immer besser.)
Reichlich mit Kletterästen und Pflanzen ausstatten, kräftige, senkrechte Stämme werden bevorzugt. An diesen zeigen die Tiere auch ihr typisches "Seitlaufverhalten", mit dem sie in der Natur auf die dem Beobachter abgewandte Seite von Stämmen flüchten. Tagestemperatur 24–28 °C, lokale Erwärmung auf 30 °C, nachts 20–22 °C, Luftfeuchtigkeit 60–80 %, tägliches, intensives Sprühen nötig. LED Grundbeleuchtung, UV-Leuchte als gleichzeitiger Wärmeplatz, Bodengrund z. B. Kokosfaser gemischt mit Moos oder Kokosschnipseln oder anderes lockeres, saugfähiges Substrat.
Gerne halten sich diese Reptilien auch in einem Bachlauf oder Wasserfall auf wo sie ihren
Wasserhaushalt ausgleichen.
Futter
Wirbellose passender Größe, Regenwürmer, zusätzlich Vitamine und Mineralien z. B. Herpetal Complete
Zucht und Aufzucht
Die Nachzucht, ist mehrfach gelungen. Nachzuchttiere erfordern zwar aufmerksame Pflege, sind auf Dauer aber stabiler als Wildfänge. Meist wird zur Paarhaltung geraten, weil auch mehrere Weibchen miteinander unverträglich sind, wenn sie nicht ausreichend viel Platz im Terrarium haben.
In der Natur scheinen Weibchen dieser Art fast dauernd trächtig zu sein. Mehrmals jährlich werden 8–14 Eier gelegt, der Schlupf erfolgt nach etwa 75 Tagen bei 25–27 °C. Die Eier können dabei im Terrarium bleiben, wo sich das Weibchen einen geeigneten Ablageplatz aussucht. Schlüpflinge brauchen mildes UV-Licht und reichlich Nahrung.
Die Jungtiere können nach dem Schlupf zur besseren Kontrolle in ein kleineres Becken gesetzt werden.
Da sie Trinkwasser nicht aus Wasserbehältern annehmen, sind tägliches Sprühen oder ein kleiner Wasserfall Pflicht.