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Knak bleibt HCD treu, die NHL beobachtet
Simon Knak stand am Dienstagabend, als sich der HCD mit einem 4:0-Heimsieg gegen Tschechiens Meister Trinec für die Achtelfinals der Champions Hockey League qualifizierte, unter Beobachtung.
Simon Knak stand am Dienstagabend, als sich der HCD mit einem 4:0-Heimsieg gegen Tschechiens Meister Trinec für die Achtelfinals der Champions Hockey League qualifizierte, unter Beobachtung.
Der HC Davos schlägt bei der Zukunftsplanung der ersten Mannschaft Nägel mit Köpfen ein. Nach Valentin Nussbaumer (DZ vom 30. September) hat ein zweiter hochtalentierter Stürmer seinen Vertrag verlängert. Simon Knak unterschrieb für drei weitere Jahre bis Ende Saison 2025/26. Nach seiner Nachwuchszeit beim EHC Kloten wechselte der Flügelstürmer 2019 nach Nordamerika. Er kam im Frühling 2020 erstmals nach Davos, eigentlich mit dem Ziel, sich beim HCD auf seine zweite Saison bei den Portland Winterhawks in der kanadische Juniorenliga Western Hockey League (WHL) vorzubereiten. Nachdem aber der Saisonstart in der WHL wegen der Corona-Pandemie um Monate verschoben wurde, konnte er kurzerhand 25 NL-Partien für Davos absolvieren. Ab Weihnachten 2021 bestritt er dann die verkürzte Saison in der WHL, worauf er im NHL Entry Draft 2021 von den Nashville Predators in der sechsten Runde gezogen wurde. Noch im gleichen Jahr unterschrieb Knak seinen ersten Vertrag beim HC Davos für zwei Jahre.
«Ich habe auf mein Herz gehört»
Vor seiner Vertragsverlängerung mit dem HCD habe er auch Gespräche mit diversen anderen National-League-Klubs geführt und in andere Teams hineingehört, verrät Knak. «Ich habe dann auf mein Herz gehört. Dieses sagte mir, dass ich in Davos bleiben solle. Hier fühle ich mich super wohl. Beim HCD kann ich mich ausgezeichnet weiterentwickeln mit Blick auf meinen nächsten Schritt, den ich gerne in die NHL wagen möchte. Für mich stimmt in Davos alles. Wir haben eine super Mannschaft. Sie ist etwas Spezielles. Und nebenbei kann ich bei einer Treuhand-Firma in Davos Platz arbeiten. Da erhalte ich spannende Einblicke in eine andere Welt. Das ist für mich ein guter Ausgleich zum Eishockey.»
«Knak kann einer der besten Schweizer Powerflügel werden»
Die Vertragsverlängerung mit Knak hatte für Jan Alston, wie schon jene mit Nussbaumer, hohe Priorität: «Genau wie Valentin gehört Simon zu jener jungen Spielergeneration, die nicht nur weiss, wohin ihr Weg im Eishockey führen soll, sondern die auch bereit ist, alles für dieses Ziel zu geben», sagt der HCD-GM. «Simon ist erst 20 Jahre alt und kann schon eine wichtige Rolle in unserer ersten Mannschaft einnehmen. Er hat auf und neben dem Eis eine enorme Leistungsbereitschaft, versteht es, offensiv Druck auszuüben und dennoch seine defensiven Pflichten nicht zu vernachlässigen. Und er kann das Spiel schon heute hervorragend lesen – dies alles zeigt sein grosses Potenzial.» Knak könne einer der besten Schweizer Powerflügel werden, ist Alston überzeugt.
Nashville-Beobachter auf der Tribüne
Im Champions-League-Heimspiel gegen Tschechiens Meister Ocelari Trinec sass am Dienstagabend auch Sébastien Borde-leau unter den Zuschauern. Der «Development Coach» der Nashville Predators nutzte den Europatrip seiner Organisation zu einem Abstecher nach Davos, um Knak vor Ort zu beobachten. Der junge HCD-Stürmer fiel rasch auf. In der achten Minute bereitete er den Führungstreffer vor, den Claude Paschoud mit einem präzisen Weitschuss erzielte. Der HCD setzte sich gegen Trinec mit einer beeindruckenden Gesamtleistung gleich mit 4:0 durch. Er qualifizierte sich mit diesem Sieg bereits vor dem letzten Gruppenspiel vom kommenden Dienstag in Trinec für die Achtelfinals der Champions League.
Nach dem Spiel tauschten sich Bordeleau und Knak in der HCD-Kabine aus. «Das war mega cool. Wir sprachen über den Match und meine Zukunft», erzählt Knak. Bordeleau attestierte seinem NHL-Draft ein gutes Spiel gegen Trinec. Knak habe sich im Vergleich zur letzten Saison verbessert. Nashvilles «Development Coach» verfolgt die Auftritte seines HCD-Schützlings online regelmässig und stattet ihn dann auch mit Feedbacks aus. Knak macht keinen Hehl daraus, dass der Schritt in die NHL, auch über die AHL, sein Ziel ist. «Aber nicht einfach so schnell wie möglich», präzisiert der 20-Jährige. «Ich möchte die Möglichkeit dann packen, wenn ich mich reif fühle, im nordamerikanischen Eishockey eine Chance zu haben.»