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Frankreich 1938: Kleine Schweiz besiegt «Grossdeutschland»
- Montag, 2. Juni 2014, 11:40 Uhr
Über den Weltmeisterschaften von 1938 in Frankreich lagen dunkle Schatten. Ein Jahr vor Ausbruch des 2. Weltkriegs scheiterte die Auswahl von «Grossdeutschland» früh an der Schweiz, den Titel holte sich Italien mit einem 4:2 im Final gegen Ungarn.
Die grosse Krise in Europa hatte schon ein Jahr vor Beginn des 2. Weltkriegs Auswirkungen auf das Turnier. Verschiedene Nationen konnten oder wollten nicht teilnehmen.
Doppeltorschütze Abegglen
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich schickte Deutschland eine verstärkte «grossdeutsche» Equipe an den Start.
Die favorisierte Mannschaft verlor schon in der ersten K.o-Runde gegen die Schweiz. Nach einem 1:1 entschieden die Schweizer das Wiederholungsspiel mit 4:2 für sich. Trello Abegglen traf zweimal.
In den Viertelfinals verloren die von Karl Rappan trainierten Schweizer allerdings gegen das kombinationsstarke Ungarn mit 0:2.
Der überragende Leonidas
Italien verteidigte seinen Titel von 1934 mit einem 4:2 im Final gegen Ungarn.
Star des Turniers war allerdings ein Brasilianer: Leonidas da Silva erzielte 8 Tore. Der Stürmer gilt gemeinhin als Erfinder des Fallrückziehers.