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Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat die Jagdvorschriften für das Jagdjahr 2023/2024 erlassen. Die Ausserrhoder Hochwildjagd beginnt am 1. September 2023, die Niederwildjagd am 4. September 2023. Der Jagdplan 2023/2024 sieht den Abschuss von 548 Rehen, 71 Hirschen und 17 Gämsen vor.
Die Ausserrhoder Hochjagd auf Rothirsche und Gämsen dauert vom 1.- 23. September 2023. Die zweite Jagdperiode auf Rotwild ist vom 6. November - 2. Dezember 2023 vorgesehen. Die Niederjagd auf Rehe beginnt am 4. September und endet am 4. November 2023. Für den Dachs und das Wildschwein ist die Jagdzeit vom 1. Juli 2023 bis 15. bzw. 31. Januar 2024 festgelegt.
Der Rehbestand ist gesund und leicht ansteigend. Die Bestandeserhebungen des Wildhüters und der Jägerschaft zeigen gegenüber dem Vorjahr leicht höhere Zahlen. Die Abschussanträge der drei Jagdbezirke weisen im Mittel- und Hinterland dieselben Abschusszahlen aus wie im Vorjahr und sind im Vorderland erhöht worden. Die Entwicklung der Verjüngungssituation im Wald ist im Hinter- und Mittelland stabil, zeigt jedoch im Hinterland insgesamt deutlich höhere Verbissbelastung gegenüber dem Mittelland. Im Vorderland hat die Verbissbelastung deutlich zugenommen. Eine unvermindert starke Bejagung der Rehe ist deshalb wichtig. Das Ziel der Abschussplanung für das Rehwild sieht eine Stabilisierung der Bestände im ganzen Kanton vor. Folgende Abschusszahlen wurden festgelegt: Im Jagdbezirk Hinterland 290 Rehe, im Jagdbezirk Mittelland 156 Rehe und im Jagdbezirk Vorderland 102 Rehe.
Der Gamsbestand ist auf tiefem Niveau stabil. Der Abschussplan sieht hier eine Schonung im Hinterland sowie eine Stabilisierung der Gamsbestände im Mittel- und im Vorderland vor. Die Abschusszahlen beim Gamswild bewegen sich mit 17 Gämsen im gesamten Kantonsgebiet auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Rotwildbestand im gemeinsamen Lebensraum der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St.Gallen ist unvermindert hoch. Seit 2016 koordinieren die Jagdverwaltungen der drei Kantone die Bestandeserhebungen und die Jagdplanung für das Rotwild im gemeinsamen Wildraum. Eine Erhebung der Wildhut der drei Kantone mit Wärmebildgeräten zeigte, dass der Rotwildbestand mindestens gleich hoch ist wie im Frühjahr 2022. Der Abschuss wird deshalb vergleichbar hoch angesetzt wie im Vorjahr. Im ganzen Kanton sind mindestens 71 Stück Rotwild zum Abschuss freigegeben, davon maximal dreizehn adulte männliche Hirsche (Stiere oder Spiesser).