Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03208.jsonl.gz/1503

|Kammerkonzert|

Sonntag, 8. April 2007 | 17.00 | Park Hotel Weggis
Luigi Boccherini (1743 – 1805)
Franz Schubert (1797 – 1828)
Schubert komponierte sein grosses C-Dur Streichquintett am Ende seines kurzen Lebens, in seinem letzten Jahr 1828. Es entstand neben seinen drei grossen Klaviersonaten c-Moll, A-Dur und B-Dur.
Erstaunlicherweise fand es in seiner Epoche kein grosses Verständnis bei den Zuhörern. Bei seiner Uraufführung hinterliess es dem damaligen Rezensenten der Wiener Zeitung keinen „befriedigenden, durchwegs harmonischen Eindruck“. Inzwischen ist die tiefe Bedeutung dieses Werkes absolut unbestritten und veranlasste den grossen Musikkritiker Joachim Kaiser zu folgenden Sätzen: „Vor dem C-Dur–Quintett verneigen sich alle Menschen, denen Musik etwas bedeutet, glücklich bewundernd – oder sie schwärmen“.
Luigi Boccherini wurde zu Lebzeiten oft mit Joseph Haydn verglichen. Beide hatten einen starken Schwerpunkt ihres Schaffens in der Kammermusik. Vom Italiener existiert ein immens umfangreiches Oeuvre von ca. 400 Werken. Die längste Zeit seines Lebens wirkte er in Spanien, gleichsam am Rande der abendländischen Musikkultur.
Neben, oder zugleich mit seiner beruflichen Eigenschaft als Komponist war er auch ein gesuchter Cellist, dem die Cello-Spieltechnik einige wichtige Neuerungen zu verdanken hat. In seiner Kompositionen erhält das damals eher behäbig gehandhabte Cello eine ähnliche virtuose und lebendige Stimmführung wie die Violine. Boccherinis Streichquintette stehen quantitativ und qualitativ einzigartig da. Seine originellen „Zwei-Celli-Quintette“ fanden, ausser bei Schubert, kaum Nachfolger, so dass Boccherini zugleich als ihr Begründer und Vollender anzusehen ist.
Chamber Soloists Lucerne