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Marie Bürkli (1864-1927), Nichte des Stadtingenieurs Arnold Bürkli (1833-1894), gehörte zu den innovativsten und tatkräftigsten Förderinnen der Eigenständigkeit und Emanzipation blinder Frauen und Männer. Ursprünglich Kindergärtnerin, gründete sie 1902 in ihrem Elternhaus an der Sihlfeldstrasse 8 ein Arbeitsheim für blinde Frauen, drei Jahre später an der St. Jakobstrasse eine Werkstätte für blinde Männer. Damit wollte sie blinden Menschen eine feste Tageseinrichtung geben, ihnen berufliche Perspektiven eröffnen und ihnen mit verschiedenen Arbeiten einen sicheren Verdienst verschaffen. Nach und nach wurden dort auch andere, auf dem Arbeitsmarkt schwierig zu vermittelnde, Personen aufgenommen. Aus den Gründungen Marie Bürklis ging nicht nur die St.-Jakob-Stiftung hervor, sondern auch das Blindenheim Dankesberg, die Genossenschaft Blinden-Leuchtturm Zürich und schliesslich die Stiftung Mühlehalde mit dem gleichnamigen Alters-Wohnheim für Sehbehinderte an der Witikonerstrasse.
Die Stiftung St. Jakob bezog dieses Frühjahr das Gewerbezentrum an der Viaduktstrasse 20. Darin bietet sie über 400 geschützte Arbeitsplätze. Vor dem Gebäude befindet sich ein mit Schirmplatanen bestückter Platz, der sich bereits zum beliebten Treffpunkt im Quartier entwickelt hat. Dieser Platz heisst nun «Marie-Bürkli-Eck».