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Alzheimer, Demenz, Depression, MS, Autismus, Parkinson: Auslöser im Darm?
Die Wirkung des Darms auf das Gehirn und natürlich auch umgekehrt sind in der Medizin noch nicht lange erforscht. Momentan gibt es zahlreiche Studien, für gereifte Erkenntnisse muss noch zugewartet werden.
Alzheimer, Demenz, Depression, MS, Autismus, Parkinson sind alles entzündliche Krankheiten. Je mehr Entzündungsmarker man im Blut findet (ein Hinweis auf eine Alarmbereitschaft des Immunsystems), desto schlimmer sind diese Krankheiten. Man kann diese Krankheiten nicht länger einstufen, als wurzeln sie lediglich im Gehirn.
Lipopolysaccharid (LPS), eine Kombination aus Fett und Zucker, drücken im Körper quasi den Entzündungsknopf. Dadurch wird auch die Darmschleimhaut durchlässiger und die LPS können ins Blut übergehen, wo es Entzündungen Vorschub leistet. LPS macht nicht nur die Darmschleimhaut durchlässiger, sondern kann auch die Blut-Hirn Schranke durchdringen und entzündungsfördernden Substanzen gestatten, das Gehirn zu attackieren. Es gibt auch erstaunliche Zusammenhänge, die belegen, dass ein hoher Blutzucker, der die Entzündungsbereitschaft anregt, das Demenzrisiko beeinflusst.
Zahlreiche Studien untersuchen im Moment, ob unsere Ernährung für eine erhöhte Darmdurchlässigkeit und einen Verlust an bakterieller Vielfalt verantwortlich sein kann. Menschen die eine Mittelmeerdiät mit vielen gesunden entzündungshemmenden Fetten und Proteinen einhalten, leiden deutlich weniger an Depressionen. Umgekehrt fördert eine kohlenhydrat- und Zuckerreiche Ernährung einen entzündlichen Darm.
Lebensmittel mit vielen Fasern, von denen die Darmbakterien leben, und wenig raffinierter Zucker unterstützen eine robuste Mischung an Bakterienarten, die zur Aufrechterhaltung der Darmwand beitragen.
Vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut , Kimchi (Koreanisches Nationalgericht aus Kohl und Gurken), naturbelassene Joghurts, Tempeh, Kombucha-Tee, saure Gurken, sauer vergorene Früchte und Gemüse liefern probiotische Bakterien, welche die Darmwand schützen. Weitere Lebensmittel kurbeln das Wachstum und die Aktivität dieser Darmbakterien an. So etwa Topinambur, Löwenzahnblätter, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Akaziensaft (Gummi arabicum), Zichorienwurzel.
Die Fähigkeit, in Hungerzeiten Fett in Treibstoff zu verwandeln, ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig. Fasten ist für das Gehirn vorteilhaft. Die Vorstellung, die Kalorienzufuhr deutlich zu senken, sagt den meisten Menschen wenig zu. Es muss nicht immer eine ganze Fastenwoche sein. Auch ein 1-3 -tägiges Fasten immer wieder mal über das Jahr verteilt kann gute Ergebnisse erzielen.