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House of Gucci
Regie: Ridley Scott
Darst.: Lady Gaga, Adam Driver, Al Pacino, Jeremy Irons, Jared Leto, Jack Huston, Salma Hayek, Alexia Murray, Vincent Riotta, Gaetano Bruno, Camille Cottin u.a.
Patrizia Reggiani, Tochter eines kleinen LKW-Unternehmers, lernt im Mailand der 1970er-Jahre auf einer Party einen schüchternen jungen Mann kennen. Als sie erfährt, dass es sich um Maurizio Gucci handelt, den Neffen des in New York residierenden Zars des Modeimperiums, Aldo Gucci, lässt sie ihre Beute nicht mehr los. Sie schafft es, dass Maurizio sie heiratet – gegen den erbitterten Widerstand seines Vaters Rodolfo Gucci, ebenfalls Teilhaber des internationalen Modelabels. Patrizias Traum vom Aufstieg in höchste Gesellschaftskreise scheint geglückt, und als Rodolfo stirbt, findet sie Zugang zu Aldo Gucci. Obwohl er von Patrizias Zielstrebigkeit sehr angetan ist, stemmt er sich gegen Veränderungen und erkennt die Zeichen des Wandels in der Modewelt nicht. Mit Maurizio Guccis Segen und der Unterstützung des Geschäftsführers Domenico del Sole beginnt Patrizia, Aldo von der Spitze des Unternehmens zu verdrängen. Dies ist erst der Beginn einer Reihe von Intrigen, die schliesslich in einer Katastrophe endet. Basierend auf dem 2001 erschienenen Roman The House of Gucci: A Sensational Story of Murder, Madness, Glamour, and Greed von Sara Gay Forden (dt.: Gucci: Mode, Mord und Business), der den Niedergang der Marke Gucci beschreibt, hat Ridley Scott ein grandioses Familienepos, einen faszinierenden Mix aus Mafiafilm und Ehetriller, geschaffen. Lady Gaga brilliert als Patrizia Reggiani zum zweiten Mal in ihrer Karriere als Hauptdarstellerin in einem Kinofilm und übertrifft sich selbst noch im Vergleich zu ihrer brillanten Rolle in «A Star Is Born» (2018). David Ehrlich schreibt auf indiewire.com: «Mit geradezu Michelangelo-ähnlicher Kunstfertigkeit und Präzision schnitzt Lady Gaga aus der Figur der Patrizia Reggiani eines der gefrässigsten Geldmonster des modernen Kinos. (…) ‹House of Gucci› hat vielleicht nicht das biblische Gewicht von Paul Thomas Andersons ‹There Will Be Blood› oder den hedonistischen Protz von Martin Scorseses ‹The Wolf of Wall Street›, aber Scotts Film ist eine klug aufgebaute Fabel über die Art und Weise, wie Dinge dazu neigen, billig zu werden, wenn sie lukrativer werden. Wie die Kunst, wenn sie ihre Seele an den Kommerz verkauft. Maurizio war ein Gucci, Patrizia hat ihn nur reich gemacht.»