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Château Brondelle
Jean-Noël Belloc ist ein Vollblutwinzer, der die Pionierarbeit seines Vaters konsequent fortgesetzt hat und Weinbau als präzises Kunsthandwerk betreibt.
Die Graves im Süden von Bordeaux gehören zu den ältesten Anbaugebieten von Bordeaux. Und zu den verkanntesten. Letzteres gilt noch mehr für Besitzer und Weinmacher Jean Noël Belloc. Als Jean Louis Turtaut, Jean Noëls Grossvater, Château Brondelle 1927 erwarb, wuchsen da keine Reben mehr, obschon das Gut vor der Reblauskrise einen guten Ruf besessen hatte. Vorerst setzte Turtaut daher auf Viehzucht und pflanzte Tabak an. Mit Reben bestockte er gerade zweieinhalb Hektar der unfruchtbarsten Böden. Ab 1968 vergrösserte Schwiegersohn Roger Belloc den Rebgarten auf 8 Hektar ausgezeichneter Kiesböden (Graves), die der Region den Namen gegeben haben. Jean-Noël Belloc, der das Familiengut seit 1994 leitet, brachte den Betrieb schrittweise auf total 65 Hektar, mit Reben in den Appellationen Bordeaux Supérieur, Sauternes und Pessac Léognan. Herzstück des stolzen Unternehmens ist und bleibt aber Château Brondelle mit seinen 20 Hektar Reben, die sich rund um das Château verteilen. Sie ergeben zwei Weisswein- und zwei Rotweincuvées. Der rote Grand Vin, die Spitzencuvée, stammt von drei Hektar ausgesuchter Reblagen und unterliegt einer besonders strengen Selektion.