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Die Geschichte der Gemeinde Bannwil
Bannwil ist ist auf drei Seiten abgeschlossen durch den “Längwald“, südlich durch die Aare vom übrigen Amtsbezirk getrennt. Trotz dieser Abgeschiedenheit wurde unsere Gegend schon früh besiedelt. Gräberfunde, so genannte “Tumuli“‚ oder im Volksmund “Heidenhügel“ genannt, im “Rüchihölzli“‚ dem höchstgelegenen Punkt unserer Gemeinde, weisen auf eine Besiedelung um 800-500 vor Christus hin, die Hallstatt oder Früheisenzeit. Über andere Bewohner aus noch viel früherer Zeit gab ein Backenknochen eines langhaarigen Nashorn, der 1911 in einer Kiesgrube gefunden wurde, Auskunft. Dieser Knochen wie auch Funde aus der Hallstattzeit sind im Naturhistorischen Museum in Bern aufbewahrt.
Bannwil oder „Bawil“ wurde urkundlich erstmals im Jahr 1293 erwähnt. Um diese Zeit musste Bannwil wohl der Herrschaft von Erlinsburg oberhalb Niederbipp untertan gewesen sein. Im Jahr 1322 wurde die ganze Herrschaft vom Frohburger Grafen Johann gekauft. Ein Jahrhundert später war praktisch der ganze Oberaargau und damit auch unsere Gegend den Freiherren von Grünenberg, ihre Stammburg stand in Melchnau, unterstellt.
Nachdem 1406 die Grünenberger Herrschaft der Stadt Bern zufiel wurde Bannwil zum Amt Wangen geschlagen. Im 17. Jahrhundert wurden wir ins Amt Aarwangen umgeteilt.
Während Jahrhunderten lebten die Bewohner unserer Gemeinde von der Landwirtschaft. Mit der Zeit gab es einige Handwerker, alte Bezeichnungen wie Rechenmacher, Schnürler, Kramer oder Strumpfers, die in alten Burgergeschlechter zur Unterscheidung der Familienzugehörigkeit noch heute zum Teil angewendet werden, weisen auf diese Tätigkeiten hin.
Um die Jahrhundertwende 1900 wurde die Sägerei von Hans Meyer-Gabi in Betrieb genommen. Viele Bannwiler fanden Arbeit als Taglöhner während dem Bau des ersten Kraftwerkes Bannwil ‚ das von 1899 – 1904 durch die deutsche Gesellschaft W. Lahmeyer & Cie in Frankfurt am Main, erstellt wurde. Der 8,4 km lange Oberwasserkanal von Wangen a/Aare bis Bannwil wurde zum grossen Teil von Hand ausgegraben. 1916 ging das Kraftwerk in den Besitz der Bernische Kraftwerke über.
Mit der aufkommenden Industrialisierung fanden eine Anzahl Bannwiler auswärts Arbeit. So vor allem in der von Roll AG, Klus, als Platzarbeiter, Gussputzer aber auch schon als Mechaniker oder Giesser. Noch in den 50er Jahren waren es gegen 30 Bannwiler die in den von Roll Arbeit fanden. Mit dem Aussterben der um die Jahrhundertwende geborenen Kluser Arbeiter ging die Zahl der Bannwiler Klusarbeiter praktisch auf Null zurück. Einerseits war es die Umstrukturierung der von Roll, noch mehr aber die Tatsache, dass praktisch alle Bannwiler Jugendlichen eine Lehrstelle antreten konnten.