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Artemisinin und Krebs. Ein Ueberblick – Von Prof. Henry Lai (http://en.wikipedia.org/wiki/Dr._Henry_Lai) von der University of Washington in Seattle (inzwischen pensioniert) hörte ich erstmals im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zur Schädlichkeit von Handy-Strahlung (http://www.seattlemag.com/article/nerd-report/nerd-report), insbesondere die Studie, in der er gezeigt hat, dass das Lernverhalten von Ratten viel schlechter war, wenn sie Handy-Strahlung in üblicher Intensität ausgesetzt waren (http://www.washington.edu/news/1999/11/30/rats-exposed-to-cell-phone-microwaves-suffer-long-term-memory-loss-according-to-new-study-by-a-university-of-washington-researcher/).
Lai war jedoch auf vielen Gebieten aktiv. Als die altbekannten Mittel gegen Malaria anfingen, bei den Patienten zu versagen, stiess man auf jahrtausendealte chinesische Schriften, welche die Verwendung des einjährigen Wermuts (Artemisia annua) bei Malaria beschrieben (http://en.wikipedia.org/wiki/Artemisinin). In Untersuchungen mit der Pflanze und ihren Inhaltsstoffen wurde der Wirkmechanismus des einjährigen Wermuts bzw. des darin enthaltenen Wirkstoffs Artemisinin beschrieben.
Ohne mich in Details verlieren zu wollen: Der Malaria-Parasit frisst den roten Blutfarbstoff Hämoglobin als Nahrung. Dabei bleibt das für den Parasiten giftige Eisen übrig. Um sich damit nicht zu vergiften, stapelt der Parasit das Eisen auf in kleinen Stapeln, die man im Mikroskop erkennen kann. Das Artemisinin reagiert mit diesem Eisen und tötet den Parasiten ab.
Als sich Prof. Lai diesen Wirkmechanismus anschaute, hatte er die Erkenntnis, dass dieser Wirkstoff auch bei Krebs etwas auswirken könnte. Denn die meisten Krebszellen enthalten grosse Mengen von Eisen, viel mehr als die normalen menschlichen Zellen. Die ist ein Grund dafür, warum Krebspatienten fast immer einen Eisenmangel aufweisen – das Eisen wird von den Krebszellen also “geklaut” und absorbiert. Lais Theorie war, dass Artemisinin vielleicht in gleicher Weise mit dem Eisen in den Krebszellen reagieren würde, und analog zum Parasiten auch die Krebszelle abtöten. Dies hat er in Laboruntersuchungen verifiziert und Studien dazu veröffentlicht, und sein Kollege Dr. Narendra Singh, ein Arzt, verwendete Artemisinin bei Patienten.
Es haben sich dabei nennenswerte Erfolge eingestellt, und auch er hat einiger seiner seine Forschungsresultate veröffentlicht. (http://www.washington.edu/news/2001/11/26/ancient-chinese-folk-remedy-may-hold-key-to-non-toxic-cancer-treatment/; http://www.breast-cancer-du-sein.com/en/files/EN-ART-reviewAugust2012.pdf)
Um eine erfolgreiche Therapie mit Artemisinin sicherzustellen, gab Prof. Lai diese Empfehlungen ab:
- Das von ihm empfohlene Produkt war Artemix. Bei Artemix handelt es sich um eine Mischung aus Artemisinin mit den synthetischen Abkömmlingen Artemether und Artesunate. Diese Dreierkombination garantiert eine längere Wirkungsdauer pro eingenommener Dosis. Artemix ist kommerzielle erhältlich. Es sind auch andere Artemisinin-Produkte erhältlich, aber diese Dreierkombination in Artemix wurde von Prof. Lai speziell hervorgehoben.
- Der Wirkmechanismus von Artemisinin baut auf der Verbindung mit Eisen auf, dabei werden sogenannte freie Radikale gebildet, also aggressive Moleküle, welche die Zellwände (der Krebszelle oder des Parasiten) angreifen. Bei Krebs wird auch häufig eine Therapie mit Antioxidantien empfohlen, allen voran Infusionen mit Vitamin C, die ich auch in höchstem Mass empfehle, weil ich selbst gesehen habe, wie wirksam sie sind. Die Therapie mit Antioxidantien und Artemisinin funktioniert aber nicht, weil die Antioxidantien die Wirkung des Artemisinin blockieren. Eine Antioxidantientherapie ist also nicht mit der Artemisinin-Therapie zu kombinieren.
- Ich hatte Prof. Lai gefragt, ob es nicht nützlich wäre, Eisen-Supplemente einzunehmen, um die Eisenkonzentration in den Krebszellen zusätzlich zu erhöhen, damit das Artemisinin danach noch besser reagiert. Er bezeichnete es als gute Idee, die jedoch noch nicht in der Klinik ausprobiert wurde.
Wie ist aktuell der Stand der Erkenntnis zu Artemisinin und Krebs?
Nebst dem es eine wachsende Anzahl von Ärzten gibt, welche in der Praxis das Mittel anwenden und von Erfolgen berichten, gibt es auch immer mehr Studien zu dem Thema.
Eine Anzahl davon wird hier auf der Website des amerikanischen Gesundheitsministeriums referenziert: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2758403/
Viele diese Studien sind noch in vitro, d.h. im Reagenzglas. Klinisches Studienmaterial ist erst in geringen Mengen erhältlich, deutet aber darauf hin, dass es sich hierbei um eine valide, funktionierende und vor allem auch verträgliche natürliche Krebstherapie handelt.
Beitrag von David P. Amrein
Heilpraktiker,lic. oec. HSG
Gründer und Leiter Dr. Clark Zentrum
Zieglerstraße 44
CH-3007 Bern, Schweiz
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