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Allergische Reaktionen auf HPV-Impfstoff selten
In Australien haben Forscher medizinische Daten von Mädchen, die vorbeugend gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft wurden, auf allergische Reaktionen analysiert. Resultat: Die Impfung wird gut vertragen, starke allergische Reaktionen sind selten.
Die Studie wurde an zwei Allergiezentren in Australien durchgeführt und schloss Daten von 380'000 Schulmädchen, die gegen das HP-Virus geimpft waren, ein. Dazu gehörten auch Informationen zu Hauttests von 35 Mädchen, bei denen eine Allergie auf den HPV-Impfstoff vermutet wurde.
25 dieser 35 Mädchen konnten weiter untersucht werden. Bei 23 der 25 Mädchen trat die Reaktion nach der ersten Impfdosis auf, im Durchschnitt 90 Minuten nach der Verabreichung des Impfstoffs. Bei der Hälfte trat ein Hautausschlag oder ein Ödem (Wassereinlagerung) auf. 2 dieser Mädchen erlitten eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock) mit Kreislauf-Zusammenbruch.
Hauttests mit Einspritzungen des Impfstoffs zeigten bei allen 19 getesteten Mädchen keine Reaktionen. 17 von 18 Mädchen vertrugen eine zweite Impfung gut; eines der Mädchen bekam Stunden später einen leichten Hautausschlag. Bei 3 der 25 hautgetesteten Mädchen musste eine Allergie vermutet werden.
Fazit der Autoren: Die HPV-Impfung scheint gut vertragen zu werden, echte allergische Reaktionen sind sehr selten.
Tellmed, BMJ 2008;337:a2642 - Kang LW et al
16.12.2008 - dzu