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Teehaus
Das Teehaus ist ein Gestaltungselement der Landschaftsarchitektur – insbesondere in Japan, in China und im Europa ab dem 18. Jahrhundert.
Asien
Teehäuser Asiens, vor allem in China und Japan, haben eine sehr lange Tradition.
China
Politische Einflüsse im 20. Jahrhundert (Kulturrevolution) bremsten die Chinesische Teekultur aus, so dass viele Teehäuser schliessen mussten. Nur Innerhalb der Familie und in Taiwan, wohin viele geleerte flüchteten, wurden die Traditionen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. Im Gegensatz zu den japanischen Teehäusern, welche im schlichten "Zen-Stil" gehalten sind, werden die chinesischen Teehäuser meist prunkvoll verziert.
Japan
In Japan dienen die bewusst schlicht eingerichteten Teehäuser der Japanischen Teezeremonie. Das typische japanische Teehaus ist von einem kleinen Garten, oft mit einem kleinen Teich, umgeben. Die einfache, aber dennoch sehr geschmackvolle Gestaltung der japanischen Teehäuser geht auf Sen no Rikyū zurück, welcher die Lehre des Wabi-Sabi, die Ästhetik des Schlichten, Unvollendeten und Unsymmetrischen vertrat. Das Teehaus besteht aus mehreren Zimmern, nämlich dem Vorraum (Mizuya), wo die Teegeräte aufbewahrt werden, einer Wartehalle (Machiai), in der die Gäste bis auf ihren Einlass in den Teeraum warten und dem typischen Gartenpfad (Roji), der Teeraum und Machiai verbindet und den Übergang in eine andere Welt symbolisiert. Herzstück des Teeraums ist die Wandnische (Tokonoma), die ursprünglich aus chinesischen Altären entstanden ist.
Europa
Teehäuser waren Teil der modischen China-Begeisterung des Barock. Herausragende Beispiele sind das Teezimmer in der Pagodenburg des Schlosses Nymphenburg in München oder das Chinesische Teehaus im Park Sanssouci in Potsdam. Der traditionelle Tea Room im Brown's Hotel in London, und des Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken. In Frankreich habe sogenannte salon de thé eine lange Tradition.