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Hillary Clinton schafft es nicht, die deutsche Kanzlerin vom «Forbes»-Thron zu stossen. Das US-Magazin begründet Merkels erneute Spitzenposition als mächtigste Frau der Welt auch mit ihrer Flüchtlingspolitik.
Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» hat Angela Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gewählt – zum sechsten Mal in Folge. Auf Platz zwei folgt Hillary Clinton, demokratische Bewerberin für die US-Präsidentschaftswahlen im November. Im vergangenen Jahr hatte «Forbes» noch geschrieben, dass Clinton Merkel bald an der Spitze ablösen könnte.
Dass Angela Merkel wieder ganz oben steht, begründet «Forbes» mit ihren politischen Leistungen in den vergangenen Jahren: «Wenn es eine Führungsperson gibt, die fähig ist, den existentiellen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen zu trotzen, mit denen sich die Europäische Union an den Rädern und im Kern konfrontiert sieht, dann ist es die deutsche Kanzlerin Angela Merkel», schreibt das Magazin auf seiner Website.
Neben Merkels EU- und Wirtschaftspolitik nennt «Forbes» auch ihre Haltung in der Flüchtlingskrise: «Indem sie Deutschlands Grenzen in den vergangenen Jahren für über eine Million Migranten aus Syrien und anderen muslimischen Ländern öffnete, beschloss Merkel, ihre Macht mit der ungewöhnlichsten aller geopolitischen Strategien auszuüben: purem Humanismus.»
Seit 2004 kürt das Magazin jährlich die hundert mächtigsten Frauen. Sieben Frauen haben sich seitdem unter den Top 100 gehalten. In diesem Jahr schafften es 20 Frauen zum ersten Mal auf die Liste, darunter Nguyen Thi Phuong Thao. Sie hat die vietnamesische Billigfluggesellschaft «VietJet» gegründet, deren Stewardessen bei manchen Flügen nur mit Bikinis bekleidet sind.
Stars wie Angelina Jolie oder Taylor Swift stehen in diesem Jahr nicht mehr auf der «Forbes»-Liste. Das liege nicht an ihrem Status, schreibt das Magazin, sondern an der Bemühung, mehr Raum zu schaffen für die Frauen, die ein politisches Amt ausüben. Neben Merkel stehen zahlreiche weitere Staatsfrauen auf der Liste, darunter die Erste Ministerin Schottlands, Nicola Sturgeon, und die Präsidentin von Taiwan, Tsai Ing-wen. (sos)