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Vaduz (ots/ikr) - Das Amt für Statistik veröffentlicht die Ergebnisse der Liechtensteinischen Gesundheitsbefragung 2012. Die statistische Publikation enthält Informationen zum Gesundheitsverhalten und zum Gesundheitszustand der Bevölkerung, zum Gesundheitssystem und zu weiteren Gesundheitsthemen. Die Bevölkerungsbefragung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bundesamt für Statistik und dem liechtensteinischen Amt für Gesundheit. Mehr als 1000 Personen nahmen an der Befragung teil.
Die Liechtensteinische Gesundheitsbefragung fand im Jahr 2012 statt. In vier Befragungswellen wurden 1023 Personen in Liechtenstein telefonisch befragt. 858 Personen beantworteten ergänzend dazu einen schriftlichen Fragebogen. Durchgeführt wurde die Befragung vom Schweizer Bundesamt für Statistik, welches gleichzeitig die Schweizerische Gesundheitsbefragung umsetzte. Die Fragen der liechtensteinischen Befragung waren weitgehend identisch mit der Schweizerischen Gesundheitsbefragung.
Gesundheitsverhalten
Den Resultaten der Liechtensteinischen Gesundheitsbefragung lässt sich entnehmen, dass nur ein Drittel der Bevölkerung sportlich aktiv ist. Im Alter von 15 bis 34 Jahren sind 43.5% der Bevölkerung sportlich aktiv, mit über 65 Jahren sind es noch 18.6% der Bevölkerung. Im Gegensatz dazu ist das Ernährungsbewusstsein im Alter höher. Deutlich wird, dass ältere Personen weniger Fleisch, dafür mehr Fisch, Früchte, Gemüse und Milchprodukte essen als jüngere Personen.
Gesundheitszustand
85.9% der Bevölkerung bewerten ihren Gesundheitszustand als gut bis sehr gut. Die Lebensqualität wird von 95.2% der Bevölkerung als gut bis sehr gut eingeschätzt. Dabei ist nach eigener Einschätzung der Gesundheitszustand der älteren Personen schlechter als jener der jüngeren Personen. Die Lebensqualität variiert hingegen kaum mit zunehmendem Alter.
Inanspruchnahme medizinischer Leistungen
Im Laufe eines Jahres suchen 82.5% der Bevölkerung einen Arzt auf. Im Durchschnitt sind es gemäss den Angaben aus der Befragung 4.1 Arztbesuche pro Person und Jahr, wobei Frauen etwas häufiger zum Arzt gehen als Männer. 14.7% der Bevölkerung haben pro Jahr einen oder mehrere Spitalaufenthalte nötig.
Gesundheitssystem und Prävention
Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung werden in Liechtenstein regelmässig gemacht. So nehmen 42.5% bis 87.5% der relevanten Risikogruppen Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs vor.
Bei 26.4% der Bevölkerung wurde schon einmal ein erhöhter Blutdruck festgestellt, bei 20.2% der Bevölkerung war der Cholesterinspiegel zu hoch gewesen.
Lebens- und Arbeitsbedingungen
Mit 63.5% fühlen sich knapp zwei Drittel der Bevölkerung zu Hause ungestört. Ein gutes Drittel der Bevölkerung fühlt sich regelmässig oder häufig durch Verkehrslärm, durch Lärm von Kindern, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder durch Verkehrsabgase gestört.
Im Zusammenhang mit Belastungen durch die Erwerbsarbeit werden am häufigsten die stets gleichen Hand- oder Armbewegungen (49.6%), schmerzhafte oder ermüdende Körperhaltung (39.8%) sowie das Tragen und Bewegen von schweren Lasten (24.2%) genannt.
Soziale Ressourcen
In Liechtenstein können 36.1% der Bevölkerung auf starke, 51.7% der Bevölkerung auf mittlere und 12.2% der Bevölkerung auf geringe soziale Unterstützung zählen. Das gute soziale Netzwerk zeigt sich auch darin, dass sich 72.9% der Personen nie einsam fühlen. Während die soziale Unterstützung in der Schweiz sehr ähnlich ist wie in Liechtenstein, ist der Anteil der Bevölkerung, der sich nie einsam fühlt, in Liechtenstein grösser als in der Schweiz.
Kontakt:
Ministerium für Präsidiales und Finanzen / Ministerium für
Gesellschaft
Amt für Statistik, Franziska Frick
T +423 236 64 67