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Menschen mit einem peripheren Gesichtsfeldausfall, dem sogenannten Tunnel- oder Röhrensehen, erkennen das scharf und genau, was sie fixieren. Oft sind im äusseren Bereich noch einige Inseln von Netzhautzellen intakt, die noch eine kleine Zusatzinformation zur Orientierung liefern. Typisch ist, dass Menschen mit Gesichtsfeldausfall in der Peripherie nicht bemerken, was sie nicht sehen, denn dort, wo die Netzhautzellen keine Informationen weiterleiten, ist es weder hell noch dunkel.
Am besten können wir das nachvollziehen, wenn wir uns bewusst werden, wie wir den Raum in unserem Rücken erfahren.
Wir wissen vielleicht, was sich dort befindet, aber dieser Raum ist visuell nicht erfahrbar. Ein Mensch mit Gesichtsfeldausfall wird also nicht durch eine graue oder schwarze Fläche gewarnt, dass er einen Teil der Umgebung nicht gesehen hat.
Eine Person mit peripherem Gesichtsfeldausfall versucht sich zu orientieren. Sie schaut, wo der Zug einfährt und wo die Türen sind.
Danach wendet sie den Blick zur Abfahrtstafel um zu prüfen, ob es sich um den richtigen Zug handelt.
Kehrt ihr Blick zur vorher entdeckten Türe zurück, scheint diese verschwunden zu sein. Sie wird von Passanten verdeckt, die sie nicht kommen sah.