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Die Erektionsfähigkeit nimmt im Alter ab. Mit 50 Jahren leiden bereits 16% der Männer an einer verminderten Erektionsfähigkeit. Mit 60 Jahren sind es schon 1/3 aller Männer. Die Ursache liegt in einem normalen Alterungsprozess mit damit verbundenen Veränderungen an Gefässen, Nerven und Hormonhaushalt. Zu einer Erektion kommt es durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, welche einen erhöhten arteriellen Blutfluss in die Schwellkörper und dadurch eine Gliedsteife bewirken. Eine Erektionsstörung ist definiert als wiederholte Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erhalten. Dies ist abzugrenzen von einem Mangel an sexueller Lust (Libido) und von einer Ejakulationsstörung, welche in der Regel andere Ursachen haben. Die Ursachen für eine Erektionsstörung sind mannigfaltig. Am häufigsten stehen Folgende zur Diskussion: Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Rauchen, chronischer Alkohol- oder Drogenkonsum, Übergewicht, Störungen im Hormonhaushalt, Operationen im Urogenitalbereich, Medikamente wie Blutdruckmittel oder Antidepressiva, psychische Ursachen. Zur Diagnostik wird nebst einer eingehenden Untersuchung inkl. Ultraschall eine Laboranalyse durchgeführt. Danach kommen primär Medikamente aus der Substanzklasse der sogenannten PDE-5-Hemmer zum Einsatz, welche die Durchblutung im Bereiche der Schwellkörper verbessern. Weitere Möglichkeiten sind die direkte Applikation eines Medikamentes in die Harnröhre in Form eines Gels, die Selbst-Injektion eines Medikamentes in die Schwellkörper oder der Gebrauch eines Vakuum-Systems mit Gummiring. In schwereren Fällen kann auch die Implantation einer künstlichen Penisprothese zufriedenstellende Resultate liefern. Diese Methode wird in der Regel jedoch erst angewendet, wenn alle anderen Massnahmen versagen.