Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/1105

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer 1. Ungefähr 80% aller Schweizer und Schweizerinnen leiden einmal im Leben oder auch wiederholt an Rückenschmerzen. Davon sind 85% unspezifisch. Dies bedeutet, dass keine nachweisbaren Ursachen gefunden werden können. Oftmals sind Verspannungen der Muskulatur ein Grund für diese Beschwerden. Bei den restlichen 15% sind Bandscheibenvorfälle die häufigste Diagnose. Diese Bandscheibenvorfälle, auch Diskushernie genannt.
Bandscheibenvorfall / Diskushernie
Die Bandscheiben liegen je zwischen zwei Wirbeln. Diese bestehen aus einem Ring von Bindegewebe und einem weichen gallertartigen Kern. Er ist für die Beweglichkeit der Wirbelsäule verantwortlich und wirkt gleichzeitig mit der Muskulatur zusammen als Stossdämpfer gegen Schläge und Druck.
Beim Bandscheibenvorfall verrutscht der Kern und durchbricht den schützenden Faserring. Dabei tritt Gallertmasse aus und drückt gegen das Rückenmark oder die Nervenwurzeln. Dies kann zu starken Verspannungen, Schmerzen bis hin zu Ausstrahlungen oder gar Lähmungen führen. Eine Vorstufe des Bandscheibenvorfalls ist die Protrusion. Durch eine abschnittsweise Schwächung des Bindegewebsringes weicht dieser dem Druck des Kerns aus und wölbt sich über die Kontur des Wirbelkörpers hinaus. Der Faserring selbst bleibt dabei aber intakt.