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In Zusammenarbeit mit den Projektträgern und durchführenden Partnerorganisationen zog die DEZA bei drei Gesundheitsprogrammen eine Zwischenbilanz für die erste Jahreshälfte 2015. Dabei ging es um eine Beurteilung der Fortschritte und der bisherigen Resultate.
Förderung der oralen Gesundheit bei Kindern im Vorschulalter
In Polen sind 85,5% aller sechsjährigen Kinder an Karies erkrankt. Im Schnitt sind fünf Zähne betroffen, während der westeuropäische Durchschnitt bei einem Zahn liegt. Die Schweiz trägt deshalb zur Förderung einer korrekten Mundhygiene bei Kindern im Vorschulalter bei.
Bisher waren 70 Kindergärten an Aufklärungs- und Präventionsmassnahmen beteiligt. Sowohl Kinderärztinnen und Kinderärzte als auch Kleinkindererzieherinnen und Kleinkindererzieher wurden geschult. Insgesamt profitierten 5758 Kinder vom Angebot zur Förderung der oralen Gesundheit, zu dem die Abgabe von Zahnbürsten und Zahnpasta sowie von Informations- und Aufklärungsmaterial gehörte.
Prävention von Hepatitis-C-Infektionen
Wie in anderen europäischen Staaten auch, ist in Polen die Verbreitung des Hepatitis-C-Virus (HCV) ein grosses Gesundheitsproblem. Für die Ermittlung der tatsächlichen Belastung durch die Krankheit gibt es allerdings nur wenig Zahlenmaterial. Ausserdem werden viele Fälle gar nicht diagnostiziert und das Bewusstsein der Patienten bezüglich HCV-Infektion ist wenig ausgeprägt, namentlich in ländlichen Gebieten.
Dank des Projekts wurden 1257 medizinische Fachkräfte zum Thema HCV-Prävention geschult. Darüber hinaus wurden 26'684 Personen auf das HCV getestet, wobei die Tests mittlerweile in 114 medizinischen Einrichtungen angeboten werden.
Reduktion von Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum während der Schwangerschaft
Der Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen durch Schwangere erweist sich in ganz Europa als erhebliches Problem mit beträchtlichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Neugeborenen. Eine Studie aus dem Jahr 2009 zeigt, dass beinahe 11% der Frauen in Polen während der Schwangerschaft rauchen, 14% Alkohol trinken und rund 1% Drogen konsumieren.
Im Rahmen des Projekts wurden Erhebungen zum Gesundheitsverhalten während der Schwangerschaft durchgeführt, an denen sich 2832 Schwangere beteiligten. Zudem haben 1664 Veranstaltungen zur Prävention von Alkohol- und Tabakmissbrauch stattgefunden. 1253 medizinische Fachkräfte und medizinische Koordinatorinnen und Koordinatoren wurden zum Thema Prävention von Alkohol-, Tabak- und Drogenmissbrauch geschult.
Erfreuliche Ergebnisse
Die Evaluationen kamen insgesamt zum Schluss, dass die Projekte in Einklang mit den Prioritäten des polnischen Gesundheitsministeriums und den vordringlichen Gesundheitsbedürfnissen der Bevölkerung stehen. Ausserdem sind die Aktivitäten auf Kurs und die erwarteten Resultate werden voraussichtlich innerhalb der gesetzten Frist erreicht sein. Schliesslich gibt es sehr erfreuliche Ergebnisse bei der Ausbildung des Gesundheitspersonals und bei der Zufriedenheit der Projektteilnehmenden. Auch die polnischen Gesundheitsbehörden zeigen mehr Eigenverantwortung und Führungsbereitschaft.