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UBV Photometrie
Photometriesystem, das in der von W.W. Morgan und H.L. Johnson in den 1950ern eingeführten Form drei Filter oder Bänder umfasste: U für Ultraviolett um 350 nm, B für Blau um 430 nm und V für Visuell um 550 nm. Im Lauf der Zeit erweitert um R, I, J, K, L, M und N, so dass der Wellenlängenbereich von 350 nm bis 10200 nm = 10.2 Mikrometer abgedeckt ist.
Uranus
Uranus hat einen Durchmesser von 51118 km und eine für Gasplaneten typisch niedrige Dichte von 1,27 g/cm3. Er rotiert in 17 h 14 m 24 s einmal um seine Achse, wobei er gegenläufig zu seinem Umlauf um die Sonne rotiert. Eine Besonderheit bei Uranus ist seine Achsenneigung von 97,77Grad. Die Folge dieser extremen Neigung ist, dass während eines Teils des Umlaufs ein Pol ständig der Sonne zugewandt ist, während der andere ständig von der Sonne abgewandt ist. Damit entspricht ein Uranus-Tag der Länge eines Uranus-Jahres, die thermischen Pole im Sinne der Erde sind zwei diametrale Punkte auf dem äquator. Die Ursache der starken Achsenneigung ist unbekannt. Eine mögliche Ursache könnte eine Kollision mit einem grossen Protoplaneten während der Entstehungsphase sein. Durch diese starke Achsenneigung wird der Planet Uranus häufig als “rollender” Planet bezeichnet.
Während des Vorbeiflugs von Voyager 2 waren die Wolkenbänder sehr schwach ausgeprägt. Neuere Aufnahmen des Hubble-Teleskops zeigen viel stärker ausgeprägtere Bänder. Als Voyager 2 am Uranus vorbeiflog, zeigte sein Südpol fast genau in Richtung der Sonne. 2007 wird die Verbindungslinie zur Sonne senkrecht zu seiner Achse stehen.
Auch das Magnetfeld von Uranus ist ungewöhnlich. Sein Ursprung ist nicht im Zentrum des Planeten und es ist um fast 600 gegenüber der Achse geneigt. Vermutlich wird es durch Bewegungen in nicht allzu grosser Tiefe erzeugt. Neptun hat ein ähnlich verschobenes Magnetfeld, was darauf hindeutet, dass es nichts mit der grossen Achsenneigung von Uranus zu tun hat. Die Magnetosphäre hinter dem Planeten ist durch die Rotation korkenzieherartig verwirbelt. Es wird vermutet, dass ionisiertes Wasser die Quelle des Magnetfelds ist.
Die hellblaue Farbe von Uranus entsteht durch die Absorption von rotem Licht durch seine Methan-Atmosphäre. Darunter besteht Uranus hauptsächlich aus Gestein und Wasser, mit nur etwa 15% Wasserstoff und wenig Helium (im Gegensatz zu Jupiter und Saturn, die zum grössten Teil aus Wasserstoff bestehen). Uranus und Neptun ähneln dem Kern von Jupiter und Saturn, nur ohne die massive Hülle aus flüssigem metallischem Wasserstoff. Man vermutet, dass seine Materie einigermassen gleichmässig verteilt ist, das heisst Uranus besteht aus einem grossen Ozean aus Wasser und geschmolzenem Gestein. Uranus ist nach Jupiter und Saturn der drittgrösste Planet des Sonnensystems.
Uranus hat ein schwaches Ringsystem, das aus dunklen Brocken bis zu 10 Metern Durchmesser besteht. Derzeit sind dreizehn Ringe bekannt, der hellste wird Epsilon-Ring genannt.
Umbriel
Einer der vier grossen Uranusmonde. Entdeckt von W. Lassell im Jahr 1851. Bis auf einen 110 km grossen Krater ist die Oberfläche sehr dunkel, im Vergleich mit den drei anderen grossen Uranusmonden.
Ursa maior Strom
Der auch als Bärenstrom bekannte Bewegungssternhaufen mit 126 bekannten Mitgliedern umgibt die Sonne, die allerdings nicht zu ihm gehört. Die Stromgeschwindigkeit relativ zur Sonne ist 29 km/s. Zum Bärenstrom gehören fast alles Sterne des Grossen Wagen (mit der markanten Ausnahme von alpha ursae maiors) und Sirius.
Umbra
Umbra ist die lateinische Bezeichnung von Hof-Kernschatten, zum Beispiel der zentrale Bereich bei einer Mond- oder Sonnenfinsternis. Der zentrale (dunklere) Bereich eines Sonnenflecks.