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Autismus ist eine angeborene, tiefgreifende Entwicklungsstörung, die vor allem die Kommunikation und den Kontakt mit anderen Menschen betrifft. Geräusche, Licht oder Berührungen können bei den Betroffenen Angst auslösen und zu heftigen Reaktionen führen.
Autistische Menschen erleben alltägliche Anforderungen wie den Aufenthalt in einem überfüllten Raum oder den Lärm eines Haushaltsgeräts als bedrohlich, fliehen vor diesen Reizen oder reagieren aggressiv.
Die Kommunikation autistischer Menschen ist häufig in der Weise beeinträchtigt, dass sie die Körpersprache ihres Gegenübers unzureichend wahrnehmen oder falsch interpretieren. Auch Ironie wird oft nicht verstanden. Die Betroffenen selbst setzen in ihrer Kommunikation weniger Blickkontakt, Mimik und Gestik ein als andere Menschen.
Viele autistische Menschen entwickeln sehr strenge Gewohnheiten und jedes Abweichen davon bedeutet eine Verunsicherung. Zum Autismus gehört auch die Vorliebe für sehr spezielle und einseitige Interessen. Schwerer betroffene Menschen zeigen auffällige, sich wiederholende Bewegungsmuster.
In den vergangenen Jahren hat sich zunehmend der Begriff Autismus-Spektrum-Störungen durchgesetzt. Dieser berücksichtigt, dass die beschriebenen Auffälligkeiten in ganz unterschiedlichen Kombinationen und Ausprägungen vorkommen können. Es gibt mildere Formen wie das Asperger-Syndrom und schwerere wie den Frühkindlichen Autismus.
Hinweise auf eine Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern
- Das Kind zeigt kein Interesse an anderen Kindern.
- Das Kind benutzt nicht den Zeigefinger, um auf etwas zu zeigen oder um Interesse für eine Person oder einen Gegenstand zu bekunden.
- Das Kind bringt den Eltern keine Gegenstände, um ihr Interesse zu wecken.
- Das Kind imitiert die Eltern nicht.
- Das Kind reagiert nicht, wenn die Eltern es rufen.
- Das Kind folgt nicht dem Blick oder einer Zeigebewegung der Eltern.