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Das Loki-Areal, ein Zeitzeuge der bedeutenden Eisenbahnindustrie in Winterthur, ist geprägt von einer dichten, spannungsreichen Industriearchitektur. Im Zusammenhang mit der Arealöffnung wurde ein Freiraum-Masterplan entwickelt, der etappenweise und flexibel realisierbar ist. Durch das Entfernen der Zäune und Toranlagen und das Freihalten von Fusswegverbindungen wurde das Areal in das Beziehungsgeflecht des Quartiers eingebunden.
Der Gestaltungsansatz hat weniger Werk- als Prozess-Charakter. Die von einer betrieblichen Logik bestimmten Freiräume werden aus dem Bestand weiterentwickelt. Mit kurzfristig wirksamen, kostengünstigen Mitteln wurde ein unverwechselbarer Design-Code entwickelt, welcher die Transformation der ehemals «verbotenen Stadt» visuell erkennbar macht. Die Intervention ist entsprechend ihrem provisorischen Charakter von einer Leichtigkeit und Verspieltheit.
Alltägliche Ausstattungselemente werden durch einen roten Anstrich mit einer neuen Bedeutungsebene überlagert. Die formal überzeichneten Parkplatzmarkierungen bilden zusammen mit rot lackierten Leitplanken, Baumpfählen, Randabschlüssen, Sitzbänken und Beschriftungen einen einprägsamen Farbraum.
In den harten Arealbelag sind kompakte Bauminseln eingeschrieben, die ein System von minimalen Pocket-Parks bilden. Die rasterförmigen Baumvolumen sind mit Pionierbaumarten bepflanzt, die sich als typische Spontanbesiedler auf Industriebrachen etabliert haben. Entstanden sind lauschige Orte für Quartierbewohner und Werktätige auf dem Areal.