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Das Hochwasserschutzprojekt stamme konzeptionell aus dem Jahr 2008 und berücksichtige weder die Biodiversitätskrise noch die heutige Gesetzeslage, erklärten die beiden Organisationen. Luzern verpasse die Chance, die Reuss auf einer Länge von 13 Kilometern aufzuwerten.
Hochwasserschutzprojekt an der Reuss ist bewilligt
WWF und Aqua Viva kritisieren, dass an gewissen Stellen periodisch die Flusssohle ausgebaggert werden solle, obwohl es eine Alternative dazu gäbe. Mit den Ausbaggerungen würden etwa die Laichplätze für die Äsche zerstört. Zudem seien die Aufweitungen des Flussbettes zu klein und könnten deswegen keine lebendigen Flussabschnitte schaffen.
Die Umweltorganisationen stellen nach eigenen Angaben die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes nicht in Frage. Gefährdete und bedrohte Fischarten seien aber auf eine naturnahe Reuss angewiesen, erklärten sie. Ein gutes und ökologisches Hochwasserschutzprojekt mit mehr Raum für den Fluss erhöhe auch die Sicherheit für die Bevölkerung.
Schwierige Verhandlungen mit Landwirten
Über die Beschwerde gegen das vom Regierungsrat beschlossene Hochwasser- und Renaturierungsprojekt muss nun das Kantonsgericht entscheiden. Der Regierungsrat hatte das 200 Millionen Franken teure Vorhaben vor drei Wochen vorgestellt. Die Projektierung dazu war 2006 gestartet worden, ein Jahr nach dem «Jahrhunderthochwasser».
Mit dem Vorhaben sind auch Bauern unzufrieden, die Land entlang der Reuss bewirtschaften. Für die Landwirtschaft gehen über 40 Hektaren verloren, weitere Flächen können künftig nur noch extensiv genutzt werden.
Die Reuss trat schon mehrmals über die Ufer. So beispielsweise im Juli 2021
Quelle: Tele M1 / ArgoviaToday
(sda/red.)