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"Wir werden bis zum Jahresende darüber entscheiden, wohin gewisse Aktivitäten transferiert werden", sagte Konzernchef Sergio Ermotti in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro" vom Samstag. Am ehesten würde dies in Länder geschehen, in denen die UBS bereits eine Infrastruktur habe und die Kosten erträglich seien. Die grösste Schweizer Bank hat auf dem Kontinent Banklizenzen in Frankreich, Deutschland und Spanien.
In Bezug auf den Prozess in Frankreich wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung betonte Ermotti, dass die UBS gewillt sei, mit den französischen Behörden eine Einigung zu finden, welche die Fakten und das Gesetz respektierten. "Wir sind bereit für einen Vergleich mit der Justiz. Aber es muss sichergestellt sein, dass die Zahlungen im Rahmen dessen sind, was der UBS vorgeworfen wird und was anderswo dafür bezahlt wurde", so der UBS-CEO.
Mitte März war bekannt geworden, dass der Steuerstreit zwischen der UBS und Frankreich vor ein französisches Gericht kommt. Nach einer mehr als fünfeinhalbjährigen Untersuchung hatten die Behörden damals entschieden, Anklage gegen die Schweizer Grossbank zu erheben.
Die UBS brachte damals allerdings klar zum Ausdruck, dass sie die Anschuldigungen und damit verbundenen Annahmen und rechtlichen Auslegungen zurückweise. Jedenfalls war sie auf den Vorschlag der Staatsanwaltschaft, den Streit mit der Zahlung von 1,1 Mrd EUR beizulegen, nicht eingegangen. Die französischen Behörden werfen der UBS vor, reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Es ist einer der grössten noch offenen Rechtsfälle für die UBS.
(AWP)