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Mehrzahl reform. Ew. deutscher Zunge. Kirchgemeinde Wünnenwil. Acker- und Wiesenbau, Viehzucht. St. Beatuskapelle. Massives
altes
Steinhaus. Im Jahr 1467 kamen die Regierungen von Bern
und Freiburg
überein, dass die Mitte des Sensebettes bis zur
Grasburg als Grenze
dienen solle und Freiburg
als Entschädigung für den Verlust des
Zolles zuGümmenen eine
Brücke über die
Sense
bauen dürfe, die den Umweg über
Laupen ersetzen sollte. 1517 erstellte man hier eine Gastwirtschaft, deren Inhaber das alleinige
Recht zum Uebersetzen von Personen und Waren über den Fluss hatte. 1667 wurden die Geistlichen und vornehmen weltlichen
Herren von der Entrichtung des Brückenzolles befreit. 1673 entstand ein besonderes Reglement betr.
das Brückengeld.
Später erhielt der Inhaber des
Zolles den Titel eines Landvogtes, als welcher er von der
Brücke an bis hinter die
Kapelle
und bis zum Uebergang über den Tafersbach die Gerichtshoheit innehatte. Seit 1798 ist von diesem Vogt nicht mehr die Rede.
Kampf bei
Neuenegg (1798). Die die
Sense mit mehreren
Bogen überspannende steinerne
Brücke, die von der
Freiburger Regierung 1544 erstellt worden war, wurde 1891 durch eine 68,8 m lange und 5 m breite Eisenkonstruktion ersetzt.
Die Kosten von 40000 Fr. trugen der Kanton Bern
zu ⅔, der Kanton Freiburg
zu 1/8 und die Gemeinde
Neuenegg zum Rest.
1120-885 m. So heissen die von der
Kalten, Warmen
und
Muscheren Sense durchzogenen
Schluchten, die meist zwischen steilwandigen
Felsen eingeengt sind und nur an wenigen
Stellen
sich zu einem kleinen Alpweidenthälchen etwas weiten.
Seit rund 50 Jahren werden diese dunkeln Waldschluchten
von Fusswegen und selbst von Fahrstrassen durchzogen.
Sie sind nur wenig dicht besiedelt und zählen zusammen mit der an
ihrer Ausmündung niedergelassenen Bevölkerung in 57
Häusern 359 kathol. Ew. deutscher Zunge.
Der nicht häufig genannte Berg
kann von verschiedenen
Seiten her erstiegen werden und bietet einen grossartigen Blick auf den stark vergletscherten
Piz Medel,
die Berneralpen, den
Dammastock etc. Gesteine sind Hornblendeschiefer in der
Höhe, darunter auf allen
Seiten Gneiss.
Fabriken für Uhrenbestandteile. Messerschmiede. Fremdenverkehr und Hotelindustrie. Station für Wintersport mit nebelfreiem
und sonnigem Winterklima. Das Dorf ist noch verhältnismässig jung. Bis 1544 standen hier am Rande eines Sumpfes bloss einige
Hütten, worauf sich von Le Lieu herkommende Leute an dieser Stelle niederliessen und den Boden urbar machten. Zu
Beginn des 17. Jahrhunderts erbaute man eine erste Kirche oder Kapelle. Als sich 1646 ein grosser Teil der Gemeinde Le Lieu
von dieser loslöste und zur selbständigen Gemeinde Le Chenit konstituierte, wurde Le Sentier deren Hauptort.
Seither nahm der Ort einen nicht unbeträchtlichen Aufschwung. 1688-1704 wurde Le Sentier zur eigenen
Pfarrei mit Pfarrhaus und Schule. 1725 entstand an Stelle der alten Kapelle eine neue Kirche, an deren Bau sich die Bewohner
des Dorfes mit freiwilligen Frohnden beteiligten. Nach dem Brand von 1898 wurde die Kirche neu erstellt und bildet jetzt mit
ihrem eleganten und schlanken Glockenturm eines der schönsten Gotteshäuser des Kantons. Vergl. Reymond,
L. La ValléedeJoux. Lausanne 1887.