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Marco Odermatt fängt in Adelboden das neue Jahr so an, wie er das alte in Bormio aufgehört hat: mit einem Sieg. Der Nidwaldner gewinnt zum zweiten Mal hintereinander den Weltcup-Riesenslalom am Chuenisbärgli. Hinter Henrik Kristoffersen wird Loïc Meillard Dritter.
Im Vorjahr hatte Marco Odermatt in Adelboden für den ersten Schweizer Riesenslalom-Triumph seit 2008 und Marc Berthod gesorgt. Die Situation, als Halbzeit-Führender und letzter Fahrer oben am Chuenisbärgli zu stehen, führte 2022 beim ansonsten so coolen Nidwaldner dafür, dass der Puls definitiv höher als gewöhnlich war. Die drei Stunden zwischen den zwei Läufen seien ihm sehr lang vorgekommen, so Odermatt damals.
Heuer präsentierte sich die Ausgangslage insofern gleich, als dass der Riesenslalom-Dominator nach dem ersten Lauf wiederum vorne lag. Aber Odermatt empfand die Situation anders. «Ich konnte diesen Tag im Gegensatz zum letzten Jahr, als ich mir hier erstmals den Sieg zutraute und viel Druck verspürte, viel mehr geniessen», sagte der Olympiasieger nach seinem sechsten Saisonsieg.
Odermatt gewann am Chuenisbärgli, auf einem weissen Band in grün-brauner Umgebung, mit zweimal Laufbestzeit, was zeigte, dass die Piste trotz den hohen Temperaturen in einem erstaunlich guten Zustand war. Die Adelbodner hätten einen wunderbaren Job gemacht, so das Lob des Siegers und auch des zweitklassierten Norwegers Henrik Kristoffersen, der letztlich um 0,73 Sekunden hinter Odermatt lag.
Dieser sorgte in Adelboden für den zehnten Schweizer Riesenslalom-Weltcupsieg. Einziger Schweizer, der neben Odermatt mehr als einmal triumphieren konnte, war Pirmin Zurbriggen. Der Walliser entschied in den Achtzigerjahren am Chuenisbärgli gar drei Riesenslaloms zu seinen Gunsten.
Odermatt stand im fünften Weltcup-Riesenslalom des Winters zum vierten Mal zuoberst auf dem Podest. Dazu kommen zwei erste Plätze in den Super-G in Lake Louise und in Bormio. Insgesamt war es der 17. Weltcup-Sieg für den 25-Jährigen, der auch seine Serie an Podestplätzen im Riesenslalom aufrecht erhielt. Zum bereits 14. Mal, den Olympiasieg im Februar eingerechnet, klassierte er sich unter den ersten drei.
Loïc Meillard büsste als Dritter bereits 1,66 Sekunden auf seinen ein weiteres Mal entfesselten Teamkollegen ein. Der Walliser mit Neuenburger Wurzeln, der im Riesenslalom in Adelboden schon vor zwei Jahren Platz 3 belegt hatte, schaffte in diesem Winter in der dritten Disziplin den Sprung aufs Podium. Zuvor war ihm dies schon mit den Plätzen 3 im Slalom in Val d'Isère und im Super-G in Bormio geglückt.
Gino Caviezel realisierte mit Rang 8 zum ersten Mal in der laufenden Saison in einem Riesenslalom eine Klassierung unter die ersten zehn. Ein zählbares Ergebnis lieferten auch Thomas Tumler, Daniele Sette und Fadri Janutin, drei weitere Bündner, mit den Rängen 19, 23 und 26 ab. (abu/sda)
Als Carlos Varela am 3. April auf der Tribüne des Stade de Genève sitzt, traut er seinen Ohren nicht. Als die Spieler von Servette sich von den gut 6000 Fans verabschieden, die an diesem Mittwochabend gekommen sind, ertönen Pfiffe. Die Enttäuschung darüber, gegen das klare Schlusslicht Stade Lausanne-Ouchy 1:2 verloren und damit die Chance verpasst zu haben, erstmals seit über 20 Jahren wieder an die Tabellenspitze der höchsten Schweizer Liga zu klettern, wiegt offensichtlich schwer. Und Varela sagt in sein Kommentatoren-Mikrofon: «Das finde ich ganz traurig.»