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Die Plantaraponeurose ist eine Sehnenplatte, die als wichtigste Struktur das Fusslängsgewölbe aufspannt und als Schutz der Weichteile dient. Sie entspringt am medialen Anteil des Fersenbeins (Tuber calcanei) und strahlt V- förmig auseinanderlaufend in die Gelenkkapseln der Zehengrundgelenke und die Endsehnen der Zehenbeuger am Zehengrundgelenk ein. Das bekannteste Krankheitsbild ist eine Entzündung der Plantarfaszie bei mechanischer Überlastung, medizinisch als Fasciitis plantaris bezeichnet.
Der typische Schmerz bei einer Plantarfasciitis äussert sich am medialen Ursprung der Aponeurose am Fersenbein und tritt verstärkt am Morgen, unmittelbar nach dem Aufstehen, auf. Patienten klagen in der Regel über belastungsabhängige Schmerzen, welche beim Zehen- oder Fersengang verstärkt werden. Druckschmerzhaftigkeit im Ursprungsbereich wird häufig beobachtet, gelegentlich werden Schwellungen gefunden. Röntgenaufnahmen zeigen in einigen Fällen die Ausbildung eines Fersensporns am Tuber calcanei.
Das Tragen eines ungeeigneten Schuhwerks mit mangelhafter Unterstützung des Längsgewölbes führt besonders bei Ausdauersportarten zu Fersenschmerzen. Hier kann eine Mehrbelastung die Probleme verursachen. Eine zu schnelle Steigerung der wöchentliche Kilometer, der Laufintensität oder ein Wechsel im Untergrund sind typische Faktoren, welche die Entstehung einer Plantarfascitis begünstigen. Weitere häufige Gründe sind Verkürzungen der Wadenmuskulatur und Übergewicht.
Bei sehr kräftigem Fussabdruck kann es zu Rissen der Plantaraponeurose in ihrem Ursprungsbereich, sowie zu Rupturen der kleinen Zehenbeuger kommen. Personen mit ausgeprägter Pronationsstellung im Sprunggelenk neigen zur Ausbildung von entzündlichen Reizungen des Ursprunges der Plantaraponeurose. Hierbei kommt es zu einer Abflachung des Längsgewölbes, die Zehen sind gespreizt, und auf die Aponeurose wirkt eine verstärkte Zugspannung
Um eine optimale Versorgung vornehmen zu können, empfehlen wir eine dynamische (in Bewegung) Fussanalyse bei Heusser Orthopädie durchzuführen und die Probleme zu analysieren. Grundlegend für die Behandlung einer Plantarfasziitis sind noch immer Schuheinlagen und spezielle Schuhzurichtungen. Dadurch kann die lokale Überlastung der Sehnenansätze vermindert werden. Der Sehnenansatz kann sich erholen und die schmerzhafte Entzündung kann abklingen. Erreicht wird dies mit einer entlastenden, individuell angepasster Einlage mit Unterstützung des Längsgewölbes und einer speziellen Weichbettung des schmerzhaften Bereichs Weichbettung des schmerzhaften Bereichs und einer medialen Stützung. Um die Plantaraponeurose zu entlasten und die Druckverteilung zu optimieren, wird eine Einlage mit retrokapitaler Abstützung und je nach Situation mit einem zusätzlichen M1-Element angefertigt. Es wird versucht die Plantarsehne zu verkürzen bzw. den Zug auf der Sehne zu reduzieren (Erhöhung Ferse lateral und Erhöhung unter M1).
Wichtig ist eine möglichst frühzeitige Behandlung um eine Chronifizierung der Beschwerden zu vermeiden.
- In der Akutphase sind Ruhigstellung und Eisanwendungen von grosser Bedeutung. Zusätzlich kann eine antiphlogistische Medikation hilfreich sein.
- Exzentrisches Dehnen der Wadenmuskulatur (M. gastrocnemius und M. soleus), Fussgymnastikübungen und Fussmassage (Abrollen über Tennisball, etc.) sind wichtige konservative Behandlungsmethoden und sollten bereits vorbeugend nicht vernachlässigt werden.
- Schuhe mit möglichst stabiler Brandsohle, einer Dämpfung im Fersenbereich, gute Führung bzw. Fersenkappe und Abrollrampe.
- Elektrostimulation
- Bei Versagen der konservativen Therapie kann ein operatives Vorgehen mit Lösung der Faszie am Tuber calcanei indiziert sein. Diese Therapiemassnahme sollte unserer Meinung nach immer als letzte gewählt werden.