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Marchess
(Martin Alexandrowitsch Müller)
1914-1918 war Marchess in russischer Kriegsgefangenschaft. Nach der Revolution diente er in der Roten Armee. 1922 nach der Demobilisierung wurde er Zauberkünstler.
Ab 1928 trat er als Illusionist im Staatszirkus auf. Anfangs war er Assistent von Chefalo als dieser in Russland ein Gastspiel gab. Marchess war ein guter Manipulator und zeigte auch das Ringspiel. Die Vase des Pharao von Cleo Dorotti führte er in Form eines riesigen Samowars (Teekocher) vor, der in die Manege getragen und mit mehreren Eimern Wasser gefüllt wurde. Das Holzkohlenfeuer im Stövchen wurde entzündet. Danach erschienen Liliputaner aus dem Samowar, tranken aus dem Samowar frisch zubereiteten heissen Tee und boten diesen den Zuschauern an.
Eine andere populäre Darbietung von Marchess war das Erscheinen von zwei Meerjungfrauen in einem grossen gläsernen Aquarium, die zur Oberfläche schwammen und aus dem Aquarium stiegen.
Seine Frau und Partnerin war eine sowjetische Illusionistin. Nach dem Tod ihres Mannes führte sie das Programm noch zwei Jahre weiter. Sie verstarb 1972.