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Die Reise ist (fast) zu Ende; da beginnt sie von neuem, im Kopf des Helden, der eben aus dem Flugzeug gestiegen ist und die Schlagzeilen in der vertrauten Zeitung gelesen hat. „Reisen“ und „zurückkehren“ hat der Betrachter schon vor dem Titel gelesen, der durch die Schreibweise (zwei Versalbuchstaben) die Vorstellungen wiederholt, das Thema des ersten Films von Claudio Moser.
Der Fluggast/Heimkehrer denkt sich in eine verschneite Juralandschaft hinein, in Bruchstücke von Geschichten. Die Welt um das Hotel „Le Rocheray“ ist weiss; die Phantasien des Helden schreiben sich in den Schnee. Unvermittelt tauchen Figuren auf: die Hotelgerantin, alte Gäste im Speisesaal, ein Musiker, ein zwielichtiger Auftraggeber, ein Waldarbeiter, der in tiefere Regionen ziehen will, wo weniger Schnee liegt, wo er weiterfahren kann, „ein Vermögen zu machen.“ Mit ihm entfernt sich der Held aus seiner imaginierten Welt. Dann bricht der Film ab; wir sehen ihn nicht mehr im Alltag ankommen. Stattdessen spöttisch der Satz des Telephonauskunftdienstes: „Auskunft, Sie wünschen?“
Die zentralen Begriffe in einem Film, der auf Begriffe (und das Begreifen) weitgehend verzichtet, werden auch in der zentralen Szene zueinander bzw. gegeneinander gestellt: Eine Reisetasche liegt auf dem Hochbett, eine Frau zieht den Vorhang auf, an der Wand hängt das Bild eines Ozeanriesen. Die Frau (deren Nacken und Schulter man später auch sieht), steht fürs Bleiben. Die Musik hingegen, mit der Moser sehr frei umgeht, evoziert und begleitet das Vagabundieren.
Ob man derart assoziativ und diskontinuierlich auch eine grössere richtige Geschichte erzählen könnte, wäre zu versuchen. Für die Schilderung eines Moments, einer ratlosen Situation jedenfalls taugt diese frei assoziierende Montage Stimmungshafter Schwarzweissbilder.