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Ein 21-jähriger Automechaniker wurde von einem einparkierenden Auto auf einem Parkplatz erfasst. Im Spital präsentierte sich der ansonsten gesunde Mann mit isolierten Schmerzen des rechten Unterschenkels. Der Tibiaschaft war durch einen 5 cm langen Hautdefekt über dem distalen medialen Unterschenkel ausgetreten. Die Haut der Umgebung war rosig. Alle Kompartimente des Unterschenkels waren weich, beide Fusspulse palpabel und die Sensibilität in allen Versorgungsgebieten intakt.
Es wurde die Diagnose einer zweitgradigen offenen (nach Gustilo und Anderson), einfachen, schrägen Unterschenkelschaftfraktur (AO 42–A2) gestellt. Weniger als zwei Stunden nach Trauma erfolgten die komplikationslose intramedulläre Nagelung der Tibia und das Wunddébridement mit spannungsfreiem Hautverschluss ohne Blutsperre in 60 Minuten Operationszeit. Die Vollnarkose dauerte 115 Minuten, der Blutverlust betrug 400 ml.
Postoperativ wurde das Bein in einer Schaumstoffschiene gelagert und der Patient für 24 Stunden stündlich überwacht. Die postoperative Analgesie erfolgte mittels Fentanyl-Pumpe bis zum zweiten postoperativen Tag, die durch den Patienten ausgelöst werden konnte. Bei der stündlichen Überwachung beklagte der Patient Schmerzen, die er nie über 2 von 10 auf der visuellen Analogskala (VAS) angab. Die Vitalparameter waren stets im Normbereich. Der Unterschenkel war stets weich.
Ab dem dritten postoperativen Tag konnte die Analgesie auf Paracetamol, NSAR und Novaminsulfon umgestellt werden. Darunter war eine schmerzarme Mobilisation an zwei Unterarmgehstöcken mit 20 kg Teilbelastung möglich. Auch bis zum fünften postoperativen Tag wurden die Schmerzen nie höher als 2 auf der VAS angegeben.
Am fünften postoperativen Tag bemerkte der Physiotherapeut bei der Mobilisation des Patienten einen Fallfuss und informierte den Dienstarzt.
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