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Metaphern
Unter „Metapher“ (vom gr. meta-phorein „übertragen, übersetzen, transportieren“) versteht man ein Wort, das nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der gewisse Ähnlichkeit (Analogie) besteht.
z. B. die Sonne lacht
→ natürlich lacht die Sonne nicht, aber es ist etwas Schönes und Herzerwärmendes, wenn sie scheint und das Schöne und Herzerwärmende verbinden wir mit einem „Lachen“.
z. B. Wüstenschiff
→ Kamel
z. B. Baumkrone
→ oberste Blätter eines Baumes
z. B. Rabeneltern
→ schlechte Eltern (wobei zu prüfen wäre, ob die Analogie stimmt!)
Die Analogien gehen oft auf Missverständnisse oder falsche Voraussetzungen zurück und sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen, neigen sich doch oft dazu, Vorurteile zu zementieren!
Auch viele "Redewendungen" sind metaphorisch, d. h. es wird etwas anderes gesagt, als gemeint ist, aber aus dem Gesagten kann man ableiten, was der Sprecher meint.
z. B. Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen
→ Er hat genau verstanden, worum es geht
z. B. Das ist Schnee von gestern
→ das hat heute keine Bedeutung mehr
Metaphern sind eine Art „Bilder in Wörtern“ und bereichern die Sprache. Deshalb sind sie sehr beliebt.
Tipp: Metaphern sollten richtig angewendet werden (ausser man möchte „lustig“ sein).
z. B. Zu viele Köche schlagen dem Fass den Boden um die Ohren.