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Die Gruppe B besteht aus mindestens 5 Tieren. Auch hier findet sich ein Elternpaar mit einem Baby, mindestens ein Halbwüchsiger und ein weiterer Biber (ich nenne ihn „Kind“), dessen Grösse zwischen der des Halbwüchsigen und der des Babys liegt.
Da in der Nähe dieser Gruppe weder Mais noch Zuckerrüben angebaut werden, fressen die Tiere vor allem Blätter und Rinde und – wie entsprechende Spuren vom und zum Bach andeuten – auch frisches Gras.
Die Gruppe B verwendet zum Dammbau vorwiegend Zweige und Äste, aber auch Teile von Holzstämmen, wenn sie welche finden. Im Unterschied zur Gruppe A, die das kaum tut, baut die Gruppe B aber auch mit Erde und Grassoden, die irgendwo am Ufer ausgegraben, zum Damm herangeschleppt und dort kunstvoll angebracht und eingearbeitet werden.
Am Damm – 2. & 3. September 2022, 12:00 – 12:00 Uhr
Biber, Maus, Bachstelze, Amsel, Siebenschläfer, Ratte und Graureiher
Der Mülibach unterhalb von Oberwil wurde bereits vor längerer Zeit aus der Mitte des Talgrunds an den Rand des Tals verlegt. Links vom Bach befinden sich ein bewaldetes steiles Bord und etwas weiter bachabwärts eine heute noch genutzte grosse Kiesgrube.
Aufnahme R. Anneler, 03.09.2022, Kamera Nikon Coolpix B500
Der Teich
Der vom Hauptdamm aufgestaute Teich ist mit ungefähr 30 Metern Länge und maximal 3 Metern Breite recht klein. Er ist aber gross genug für eine komplette Familie mit Elternpaar, zwei Jugendlichen und einem Baby-Biber vom Frühjahr 2022.
Aufnahme R. Anneler, 03.09.2022, Kamera Nikon Coolpix B500
Der Hauptdamm
Der stabile und gut gepflegte Hauptdamm besteht vor allem aus Ästen und Zweigen. Das Holz holen die Biber am steilen bewaldeten Hang links vom Mülibach. Die Schleifspuren sind gut zu sehen. Für die Abdichtung des Damms verwenden die Tiere Blätter und aus der nahe gelegenen Wiese herausgerissene Grassoden.
Aufnahme R. Anneler, 15.10.2022, Kamera Nikon Coolpix B500
Die Nahrung
Die Hauptnahrung dieser Gruppe ist Gras. Dieser Einzelbaum rechts vom Bach wurde zwar stark angenagt, aber bis zum Ende des Jahrs 2022 nicht gefällt.
Aufnahme R. Anneler, 16.10.2022, Kamera Nikon Coolpix B500
Der Damm nach einem Starkregen
Auch nach einem mehrere Tage andauernden starken Dauerrege mit stark ansteigendem Wasserstand im Bach ist der Damm nach wie vor intakt und stabil. Das Hochwasser im Bach ist über eine kleine, oben in den Damm gerissene Lücke problemlos abgeflossen.
Aufnahme R. Anneler, 27.10.2022, Kamera Nikon Coolpix B500
Der reparierte Damm
Die Biber haben die Lücke oben im Damm geschlossen. Er ist jetzt wieder dicht.
Aufnahme R. Anneler, 31.10.2022, Kamera Smartphone Samsung Galaxy S10
Die Zerstörung
Im Laufe des Monats Januar 2023 hat irgend jemand den Damm mit einem Traktor zur Hälfte bis auf die Bachsohle hinunter abgetragen. Der vorher hier aufgestaute Teich ist deshalb vollständig ausgelaufen und der Eingang zum Kessel im steilen Bord direkt oberhalb des Damms liegt nun ungeschützt und frei.
Aufnahme R. Anneler, 01.02.2023, Kamera Smartphone Samsung Galaxy S10
Die Zerstörung
Die weggerissenen Bestandteile des zerstörten Damms wurden etwa 20 Meter bachaufwärts in der Form eines Asthaufens deponiert. Anfangs Februar 2023 waren die Spuren des dafür verwenden Traktors in der Wiese immer noch gut zu sehen.
Aufnahme R. Anneler, 01.02.2023, Kamera Smartphone Samsung Galaxy S10
Ein möglicher Neubeginn
Ungefähr 60 Meter bachabwärts vom zerstörten Hauptdamm haben die Biber vermutlich damit begonnen, mit einigen abgenagten Zweigen einen neuen Damm zu bauen. Neue Videos werden zeigen, ob sie auch weiterhin daran arbeiten.
Aufnahme R. Anneler, 05.02.2023, Kamera Smartphone Samsung Galaxy S10