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„Wenn ich mir nur noch mehr Mühe gebe, bekomme ich auch meinen Teil!“
Wie wird Abhängigkeit erzeugt? Wie kann man Menschen dazu bringen, dass sie weiterhin in der Hoffnung auf Belohnungen aktiv sind, selbst wenn sie schon lange keine Belohnung mehr erhalten?
Wie ist es möglich, dass gesunde, freie Menschen in Beziehnungen mit anderen abhängig und süchtig werden?
Mit dieser Frage haben sich viele Forschungsarbeiten beschäftigt und dazu eine überraschende Antworten gefunden. Durch aussetzende, unvorhersehbare Reaktionen, dem ‚richtigen’ Mix aus Lob und Bestrafung, die sog. intermittierende Verstärkung, wird Abhängigkeit erzeugt, der wichtigsten Voraussetzung für toxische Beziehungen.
Zuerst haben Forscher Laborratten beigebracht, auf einen Knopf zu drücken, der Futter ausgab. Für diese Versuche wurden Laborraten gewählt, weil sie in solchen Situationen sehr ähnlich reagieren wie Menschen.
Die Forscher experimentierten nun mit verschiedenen Belohnungsmustern und fanden Folgendes heraus:
Muster 1 – Belohnung bei jeden Knopfdruck - nicht effektiv
Dies war der am wenigsten effektive Belohnungsplan. Die Ratten waren in der Erwartung, nach jedem Drücken des Knopfes belohnt zu werden. Wenn die Belohnungen aufhörten, drückten sie noch ein oder zwei Mal den Knopf, um zu sehen, ob neues Futter auftauchte. War dies nicht der Fall, gaben sie auf.
Muster 2 – Belohnung für jeden 10. Knopfdruck - nicht effektiv
Hier gewöhnten die Forscher die Ratten zuerst daran, den Knopf 10 Mal zu drücken, bevor das Futter herauskam. Als das Futter auch nach einem weiteren Satz von 10 Drückern nicht mehr kam, erkannten alle Ratten, dass es für das Drücken des Knopfes keine Futterbelohnungen mehr gab. Sie hörten auf und gingen weiter, um woanders nach Futter zu suchen.
Muster 3 – Belohnung alle 10 Minuten - nicht effektiv
Hier wurden die Ratten zuerst so trainiert, dass sie nach einem festgelegten Zeitplan Futter bekommen würden. Sobald sie herausfanden, dass sie nur alle 10 Minuten für das Drücken belohnt werden würden, wurden sie sehr sparsam mit Drücken. Sie fingen an, gegen Ende der 10-Minuten-Frist ein- oder zweimal zu drücken, um dann auf ihre Belohnung zu warten.
Nachdem die Belohnungen aufhörten, erkannten die Ratten nach wenigen nicht belohnten 10-Minuten-Phasen, dass nichts mehr kam und hörten auf, den Knopf zu drücken.
Muster 4 – Unvorhersehbare Reaktionen, Intermittierende Verstärkung - süchtig machend
Die Forscher kamen zum Schluss, dass ein vorhersehbares Belohnungsmuster für das Drücken desKnopfes zu weniger Knopfdrücken führte, sobald die Belohnungen endgültig aufgehört hatten.
Also überlisteten sie die Ratten schliesslich so, indem sie jedes vorhersehbare Belohnungsmuster wegliessen. Sie variierten die Zeiten zwischen Belohnungen und wie viele Knopfdrücke erforderlich waren beliebig und zufällig, um Futter im Austausch für Knopfdrücken bzw. Arbeit zu erhalten.
Erst so wurden die Ratten abhängig. Und obwohl sie nie wieder belohnt wurden, drückten sie immer wieder auf den Knopf in der unbegründeten Hoffnung, doch noch einmal Futter zu erhalten.
Ich sehe das bei vielen Menschen, die frühkindlich durch das nicht erfüllen von wichtigen Bedürfnissen traumatisiert wurden und sich im kindlichen Wunschdenken ausdrückt: „Wenn ich mir nur noch mehr Mühe gebe, bekomme ich auch meinen Teil!“
Gemäss der ‚Lernpsychologie’ wird beim missbräuchlichen Muster ‚Intermittierende Verstärkung’ des Verlangen, den Knopf immer wieder zu Drücken nicht mehr gelöscht und verbleibt im Nervensystem. So drücken Ratten immer weiter den Knopf, immer in der Hoffnung, eines Tages doch noch belohnt zu werden.
In menschlichem Kontext ist dies ganz klar eine Form des Missbrauchs. Es bezeichnet Beziehungsformen, die nicht auf Gegenseitigkeit bzw. Wechselseitigkeit beruhen, sondern gezielt Abhängigkeiten und Imbalancen schaffen, wie sie bei narzisstischem Missbrauch vorherrschen.

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Das pionierhafte hat mich schon immer gefesselt: ob als früher Serial-Start-up-Gründer, Solar-Unternehmer oder Berater für Kreislaufwirtschaft, als trauma-informiertet Leadership Transformation Mentor, zertifizierter NARM Traumatherapeut, Outdoor Guide, Experte für Neuroregulation und Forscher für Lösungen von Leiden jenseits der Symptomen wurde.
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