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Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie von Agroscope. Biologisch bewirtschaftete Ackerbausysteme sind durchschnittlich doppelt so gut für die Umwelt als die konventionelle Landwirtschaft mit Pflug.
Am markantesten sind die Unterschiede bei der Biodiversität. Ein Feld, das nach Biorichtlinien bewirtschaftet wird, weist eine 230 Prozent höhere oberirdische Pflanzenartenvielfalt aus als ein herkömmlich bearbeitetes Feld. «Für das Bodenleben sind die biologische und die pfluglose Bewirtschaftung vorteilhafter. So fanden wir neunzig Prozent mehr Regenwürmer in Bioparzellen und sogar 150 Prozent mehr in Parzellen ohne Pflugeinsatz», erklärt Studienleiter Marcel van der Heijden von Agroscope. Auch die Erosion und die Ökotoxizität sind im Biolandbau reduziert.
Die oben erwähnten Unterschiede bestehen in allen Ackerkulturen – vor allem weil im Biolandbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger eingesetzt werden.
Die ökologischen, agronomischen und ökonomischen Stärken und Schwächen von vier verschiedenen Anbausystemen (konventionell mit und ohne Pflug, Bio mit und ohne Pflug) wurden experimentell untersucht. Der Versuch fand auf einem rund ein Hektar grossen Feld ausserhalb von Zürich statt: Das Feld war in 128 kleine Parzellen aufgeteilt, auf denen jeweils eine bestimmte Anbaumethode getestet wurde. Der Versuch läuft schon über zehn Jahre.