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Die vier MCs von PVP kennen sich schon seit ihrer Jugend im Breitenrainquartier in Bern. Gemeinsam in den Kindergarten, gemeinsam in die Schule, gemeinsam die ersten Schritte im Hip-Hop. Mit 14 Jahren die ersten Breakdanceschritte und kurz danach die ersten Tägs zu Sounds von 2Live Crew und Public Enemy. Angespornt durch die Schweizer Mundartrap-Pioniere EKR, Black Tiger, TNN oder Primitive Lirics, wurden auch die ersten Versuche im Rap unternommen. Ausgerüstet mit 2 Ghettoblastern, einen um das Instrumental abzuspielen, den anderen um simultan aufzunehmen, entstanden in den Ferien in Préty (France) die ersten Texte von PVP. Inspiriert von Democrates D ("Le Crime") entstand auch der sagenumworbene Bandname: Pute Vierge Productions.
In dieser Zeit standen die anderen Disziplinen des HipHops stärker im Vordergrund, trotzdem wurden immer wieder einzelne Stücke komponiert. Als sich im Jahre 1997 die Gelegenheit bot, auf der "8. Juni Compilation" ein Lied beizusteuern, packte die Band die Chance und produzierte im Eiltempo den Song "Hasta la victoria siempre" in Zusammenarbeit mit Marius Stalder von G-Punkt. Der politische Hintergrund dieses Liedes und der Compilation im Allgemeinen hat die Band massgebend beeinflusst.
Ab diesem Zeitpunkt intensivierte sich die musikalische Tätigkeit der Band mit diversen Auftritten im Rahmen der 8. Juni Compilation, und allgemein in der Region Bern. Erste Kontakte wurden mit Wurzel 5 geknüpft, welche in einer konstruktiven Rivalität zur PVP standen. Gemeinsam bewarb man sich 1998 für eine weitere Compilation: Rapresent. Auf dieser CD gesellt sich PVP mit zwei Songs ("Baby Bitch" und "Zyt zum d'site dräiä") mit anderen Berner Rap-Combos wie LDeep, LPR oder eben Wurzel 5. Legendär auch das Lied "Disco Inferno" mit u.a. Phantwo und Thomes.
Die Auftritte vermehrten sich allmählich und der Zusammenschluss von PVP mit Wurzel 5 und Thomes&Baze zur Chlyklass wurde immer konkreter. Im Vordergrund stand dabei der Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur, um von (teuren) Studios unabhängiger zu werden. Da sich der gemeinsame Produktions- und Übungsraum noch im Aufbau befand, produzierte PVP 1999 in Zusammenarbeit mit Marco Chiappini (Lunatik 24) die 5 Lieder starke EP "Äsche zu Stoub" (featuring MC Rony). Zeitgleich wurden mehrere andere Schweizer Bands auf PVP aufmerksam, und es entstanden die ersten Featurings mit Sendak und G-Punkt. Während der zwei nächsten Jahre konzentrierte sich PVP auf Gastauftritte, Freestylesessions und Featurings. Dabei entstand unter anderem auch das Lied "im Fluss" auf der More-Compilation. Angespornt durch die Goldgräberstimmung im Schweizer Hip-Hop (verschiedene Bands wie die TAFS, Öibel Tröibel oder Bligg n’ Lexx hatten Tonträger veröffentlicht) folgte die Maxi "From Hell to Heaven and Back" mit dem Klassiker "Ufstand", welcher die sozialkritische Haltung der Band zur Geltung brachte. Im gleichen Jahr wurde auch auf der Milieu-Compilation das unter Graffiti-Malern hoch geschätzte Lied "10 Cop Commandments" veröffentlicht.
In der Zwischenzeit vermehrten sich die Konzerte in der ganzen Schweiz, was die Band in die meisten Klubs des Landes brachte. Es war auch eine Zeit der musikalischen Selbstfindung und Neuausrichtung. Die Kompositionen wurden komplizierter und zunehmend professioneller. 2003 entschloss sich Greis ein Solo-Projekt voranzubringen, welches zum eigentlichen Durchbruch von Greis - und durch ihn - der ganzen Gruppe wurde (weitere Infos zum Album "Eis" von Greis befinden sich unter der Rubrik Greis). Es folgte eine sehr ausgiebige und intensive Tour (über 50 Konzerte in 10 Monaten) mit Höhepunkten an der Plattentaufe in der Berner Reithalle oder auf dem Gurten Festival. Motiviert durch diesen Erfolg entstand im 2004 das langerwartete Album "Eifach nüt" von PVP. Es folgte wiederum eine ausgiebige Tour und unzählige Featurings. Einige Monate später doppelte PVP mit der EP "Aus abfackle" nach.
Unmittelbar nach dem Abschluss der Eifach Nüt- Tour ging PVP mit den anderen Mitgliedern der Chlyklass in das - unterdessen vollständig funktionsfähige - Chlyklass Studio um die ersten Aufnahmen für das "Ke Summer" Album einzuspielen.
Quelle: www.chlyklass.ch