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OM’s und YL’s unter Ihnen, die in den frühen 1990er-Jahren bereits über die „grossen“ Satelliten AO-10 und AO-13 mit hochelliptischen Umlaufbahnen gearbeitet haben, die konnten damals dafür herkömmliche Amateurfunk-Transceiver und Richtantennen für 2m und 70cm nutzen. Lediglich etwas Leistung und allenfalls ein Empfangs-Vorverstärker am Antennenmast waren zusätzlich nötig, um die Kabeldämpfungen zwischen Shack und Antennen zu kompensieren – die Satelliten hatten im Up- und Downlink mit Frequenzen im VHF und UHF-Bereich gearbeitet.
Mit dem Qatar OSCAR-100 hat auch in der Beziehung ein neues Zeitalter für uns Funkamateure begonnen: QO-100 nutzt für den Uplink das 13cm-Band, d.h. die Uplink-Signale werden auf 2.4GHz zum Satelliten gesendet, und für den Downlink werden gar noch wesentlich höhere Frequenzen im 10GHz-Bereich genutzt. Für viele von uns Funkamateuren ist das Arbeiten im Mikrowellenbereich ein Novum und eröffnet uns gleichzeitig ein neues, weiteres, spannendes Betätigungsfeld. Da der Markt keine Amateurfunk-Transceiver bietet, die im 2.4GHz-Bereich senden und im 10GHz-Bereich empfangen können, arbeitet man sowohl im Up- als auch im Downlink mit Mischern, sogenannten Upconvertern und Downconvertern. Diese Baugruppen setzen Sende- und Empfangsfrequenzen des Satelliten in einen tieferen Frequenzbereich um. Der Vorteil dabei ist zum einen die Möglichkeit die Signale verlustärmer über Koaxkabel „transportieren“ zu können, und andererseits können als Up- und Downlink-Receiver bzw. -Transmitter herkömmliche Amateurfunkgeräte genutzt werden. Das Bild zeigt eine mögliche Konfiguration des QO-100 Setups mit dem YAESU FT-817 oder FT-818 als Uplink-Transceiver – der Up-Converter MKU UP 2424 A setzt das 2m-Sendesignal des FT-817/818 in den Uplinkbereich auf 2.4GHz um. Grundsätzlich kann als „Uplink-Transceiver“ jeder herkömmliche Amateurfunk-Transceiver benutzen, der im 2m-Bereich auch SSB und CW „beherrscht“, z.B. das YAESU FT-991/991A, das FT-857 oder auch ältere Geräte wie ein FT-290. Sehr wichtig: Die Sendeleistung des Transceivers ist unbedingt auf 5W zu begrenzen, damit die Eingangsstufe des KUHNE Up-Converters nicht zerstört wird! Für den Empfang des Schmalbandtransponders setzt der Downconverter MKU LNC 10 QO-100 von KUHNE das Downlinksignal des Satelliten ins 70cm-Amateurfunkband um – als Empfangsgerät kann so grundsätzlich ebenfalls jeder herkömmliche Amateurfunktransceiver mit 70cm und den Modi SSB und CW genutzt werden. In unserem Setup auf dem Bild nutzen wir für den Empfang einen kostengünstigen SDR-Empfänger von SDRplay.
Geeignete Uplink-Transceiver (NB-Transponder)
ICOM IC-9700
Unsere Empfehlung als „All-in-One Up- und Downlink-Transceiver“ Siehe am Schluss dieser Seite!
YAESU FT-817/818
Empfehlung: unbedingt statt des Originalmikrofons ein hochwertigeres Elektret-Mikrofon in Kombination mit dem kleinen Mikrofonkompressor DYC.8×7-V2.0 einsetzen, das ergibt eine richtig kräftige Modulation 🙂
YAESU FT-991/991A
Wichtig: Die Sendeleistung ist 2m-Bereich darf beim Betrieb am Up-Converter MKU UP 2424 A 5W auf keinen Fall überschreiten! Empfehlung: am besten im MENU des FT-991 Menupunkt „144M TX MAX POWER“ 5 einstellen; so kann die Sendeleistung auch nicht irrtümlich über 5W liegen. Empfehlung: Durch korrektes Konfigurieren des MIC-Equalizers und des Processors wird mit dem FT-991/991A eine sehr kräftige und angenehme Modulationsqualität erreicht, die auch bei relativ geringen Signal/Rausch-Abstand über den Satelliten druckvoll klingt.
YAESU FT-857
Auch hier ist es wichtig darauf zu achten, dass die Sendeleistung 5W nicht überschreitet!
Viele Funkamateure sind bereits im Besitz eines dieser oder eines anderen 2m-tauglichen All-Mode Amateurfunkgerätes und benötigen zum Start in die Kommunikation über QO-100 im Mimimun ein einfaches Uplink-Setup. In einer ersten Startphase kann das Downlinksignal des Satelliten auch über WebSDR empfangen werden, falls Internet zur Verfügung steht.
SDRplay als kostengünstiger und trotzdem hochwertiger QO-100 Empfänger
Die Empfangsfrequenz des Downlink-Signals variiert je nach Typ des LNB’s bzw. des Down-Converters zwischen 433MHz und rund 1’500MHz. Äusserst flexibel arbeiten Sie daher mit einem möglichst breitbandigem Empfänger. Die hochwertigen SDR-Empfänger von SDRplay empfangen lückenlos zwischen einigen kHz bis auf 2GHz und eignen sich deshalb ganz besonders gut für den Empfang des LNB-ZF-Signals im Betrieb mit dem OSCAR-100 – unabhängig von der eingesetzten Konverter-Lösung.
Headset SENNHEISER GSP-300 als perfekte Kopfhörer/Mikrofonlösung für QO-100-Betrieb
Im Setup mit dem Uplink über einen herkömmlichen Transceiver und Downlink über eine SDR-Software mit Empfang über den eigenen SDR-Empfänger oder WebSDR ist der Einsatz eines Headsets die komfortabelste Lösung für die Audioübertragung. Um Rückkopplungen des empfangenen Audiosignals über das Mikrofon zurück zum Satelliten zu vermeiden, ist das Tragen eines Kopfhörers im Satellitenbetrieb äusserst empfehlenswert. Ausserdem ist es im Betrieb so, dass man sich zuerst auf die am Receiver (SDRplay) eingestellte Frequenz „einpfeift“; es hilft dabei sehr, wenn man sein eigenes Pfeifen laut im Kopfhörer hören kann, um die exakte Sendefrequenz am TRX einzustellen. Beim Setup, dass Sie im Bild links bzw. im Detailsetup im Bild oben sehen können, wird der Klinkenstecker des Mikrofons vom SENNHEISER-Headset am geeigneten Adapterkabel direkt am TRX eingesteckt – der 2.Klinkenstecker für den Kopfhörerteil des Headsets wird direkt am PC angeschlossen. PTT-Tastung erfolgt über einen Fussschalter.
Vom PC unabhängig dank Vollduplex-Funktion
Im Setup oben arbeiten wir mit getrennten Geräten für den Uplink und den Downlink. Grundsätzlich sind die drei Geräte, die wir Ihnen oben für den Betrieb als sogenannte „Uplink-Transceiver“ empfehlen, alle sowohl 2m als auch 70cm-tauglich. Da der Downconverter MKU LNC 10 QO-100 von KUHNE die Satelliten-Downlinkfrequenz auf 433MHz heruntermischt (NB-Transponder) könnten Geräte wir das FT-991/991A, das FT-817/818 oder das FT-857 auch gleich als Wiedergabegerät für das Empfangssignal genutzt werden. Was diesen Geräten allerdings fehlt, ist die Vollduplex-Fähigkeit; d.h. sie können allesamt nicht gleichzeit auf 2m senden und dabei auf 70cm empfangen – sich auf dem Satelliten „Einzupfeifen“ wird daher zur Geduldprobe bzw. es ist mit Geräten, die nicht vollduplexfähig sind, kaum möglich. Glückliche Besitzer eines YAESU FT-736 oder eines YAESU FT-847 sind hier im Vorteil, denn diese Geräte „können“ Vollduplex und können damit mit dem Setup, wie Sie es im Bild links sehen können als „Standalone-Lösung“ und ohne die Nutzung eines PC’s betrieben werden. Die beiden genannten Gerätetypen werden seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt, stehen aber auch heute noch bei vielen OMs und YLs im Shack.
Unsere Empfehlung:
Unser QO-100 „Advanced RX/TX“ Setup arbeitet in seiner komfortabelsten Ausführung mit dem IC-9700 von ICOM. Wir liefern Ihnen alle Komponenten als „Plug&Play-Setup“ mit vorkonfektionierten, dämpfungsarmen Zuleitungskabeln in der von Ihnen gewünschten Länge – einfach zusammenstecken und über QO-100 kommunizieren!
Statt des IC-9700 können auch getrennte Sende- und Empfangsgeräte für Up- und Downlink eingesetzt werden; z.B. ein FT-817/818 als Uplink-Transceiver und ein SDR-Empfänger von SDRplay für den Downlink-Empfang.
Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite zum ICOM IC-9700.
Die Headset-Lösung, die wir oben erläutern, eignet sich selbstverständlich auch ausgezeichnet im QO-100-Setup mit einem Vollduplexfähigen 2m/70cm-Transceiver.