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Keine Ahnung? Machen Sie sich nichts draus, ich wusste es bisher auch nicht. Es handelt sich um die Hauptstadt des Staates Bhutan, dem Franz Binder und Winfried Rode einen Bildband gewidmet haben.
Das Königreich Bhutan, zwischen Indien und China an den Hängen des Himalaya gelegen, ist zweifellos eines der abgelegensten und isoliertesten Länder der Welt. 1627 betraten erstmals Europäer, nämlich zwei portugiesische Jesuiten, bhutanischen Boden. Es war die Zeit, in der Shabdung Rinpoche, ein aus Tibet stammender Mönch, die verschiedenen Territorien einte – er gilt als der eigentliche Staatsgründer Bhutans. Doch nach seinem Tod (der aus genau diesem Grund ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten wurde) folgte eine Ära des ständigen Bürgerkriegs, in dem verschiedene Clans und Klöster um die Macht kämpften. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte sich ein einzelner Machthaber durchsetzen: Ugyen Wangchuck, ab 1907 der erste König von Bhutan. Eines Tages wurde Bhutan recht unsanft aus seinem Dornröschenschlaf geweckt; die chinesische Besetzung Tibets zeigte, dass Isolation und Abgeschiedenheit keine Garantie für Ruhe waren. Deshalb begann nun eine vorsichtige Öffnung nach aussen. 1958 kam der indische Präsident Jawaharlal Nehru zum Staatsbesuch (zweifellos eine mühsame Angelegenheit in einem Land ohne Strassen). 1974 durften, anlässlich der Krönung von König Jigme Singye Wangchuk, erstmals ausländische Gäste in grösserer Zahl ins Land einreisen.
Die jahrhundertelange Isolation hat den Vorteil, dass Bhutans Kultur ziemlich unversehrt erhalten geblieben ist. Charakteristisch für die Architektur sind die sogenannten Dzongs (Klosterburgen). Ach ja: In Bhutan findet man auf relativ kleiner Fläche drei verschiedene Klimazonen – nämlich die subtropische, die gemässigte und die alpine.