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Die vergangenen zwei Wochen verbrachte ich mit meinem Team auf der kleinen Insel Salamina, nahe der griechischen Hauptstadt Athen. Als Vorbereitung auf die kommende Saison haben wir auf Salamina zwei Etappenrennen bestritten.
Da die Insel nicht besonders gross ist, fanden die zwei Rennen auf denselben Strecken statt.
Am ersten Tag stand jeweils ein Bergzeitfahren von 10km auf dem Programm, gefolgt von einem Cross Country Rennen und als Abschluss eine 37 Kilometer lange Runde, einmal um die Insel als „Marathon“.
Zum Glück waren es ziemlich coole Strecken mit technischen Singletrails, sodass es uns eigentlich gar nicht störte, zwei Weekends nacheinander dasselbe Rennen zu fahren.
Das erste Wochenende war ein S1 Rennen und somit gab es mehr UCI Punkte zu gewinnen als beim zweiten, welches ein S2 Rennen war.
Zu meiner eigenen Überraschung gelang mir im ersten Bergzeitfahren die drittschnellste Zeit. Dementsprechend zuversichtlich startete ich am nächsten Tag ins XCO Rennen. Leider musste ich dort spüren, dass es das erste Rennen der Saison war. Ich hatte Mühe ans Limit zu gehen und so fuhr ich konstante Runden, halt einfach in meinem Speed, welcher schlussendlich nur zum 6. Rang reichte. Auch im Gesamtklassement hatte ich somit den 3. Zwischenrang verloren, wusste jedoch, dass im Marathon Rennen noch alles möglich war. Tatsächlich konnte ich am letzten der drei Tage noch einmal einen guten Rhythmus fahren von Beginn weg und besonders in den Abfahrten viel Zeit gewinnen. Mit dem zweiten Rang in der Tageswertung und dank einem grossen Vorsprung auf meine Konkurrentinnen konnte ich mich im Gesamtklassement wieder auf den 3. Rang hervorarbeiten und sammelte somit 80 wertvolle UCI Punkte.
Die Woche zwischen den Rennen nutzten wir um einen Tag Sightseeing in Athen zu machen, sowie einige wertvolle Trainingseinheiten bei schönstem und warmem Wetter zu machen.
Das zweite Etappenrennen begann wiederum sehr gut. Im Bergzeitfahren konnte ich meine Zeit von der Vorwoche um 1Min20 verbessern und sicherte mir den zweiten Rang. Auch im Cross Country lief es viel besser. Mein Körper war schon etwas mehr bereit zu leiden. Anstatt über 5 Minuten in der Vorwoche, verlor ich nur noch 43 Sekunden auf die Seriensiegerin Elisabeth Brandau und beendete das Rennen auf dem 2. Rang.
Für das Marathon Rennen nahm ich mir viel vor. Ich wusste, dass bei einem guten Tag wiederum alles möglich wäre, denn im Gesamtklassement hatte ich nur 3 Minuten Rückstand auf die Führende Brandau. Doch schon im ersten Aufstieg musste ich spühren, dass meine Beine sehr müde waren. Ich kämpfte und hoffte immer darauf, dass meine Beine noch aufmachen würden, doch das war eine Illusion. Die gesamten 37km musste ich extrem leiden um den Anschluss an meine Teamkollegin Corina und die Leaderin Brandau einigermassen halten zu können. Im letzten Anstieg konnten mich die beiden dann endgültig distanzieren. Mit 22 Sekunden Rückstand auf Corina Gantenbein und 11 Sekunden Rückstand auf Elisabeth Brandau beendete ich auch die letzte Etappe auf dem Podium.
Im Gesamtklassement konnte ich den 2. Rang halten und sammelte damit weitere 70 UCI Punkte.
Alles in allem war das ein sehr gelungener Saisonauftakt und die Aufteilung der Rennen und Etappen waren perfektes Training. Ich bin sehr zuversichtlich für die nächsten Rennen und die bevorstehende Saison, dass ich meine Allergien und Lungenprobleme im Griff habe und wieder voll einsatzbereit bin.
Wir hatten eine sehr tolle Zeit auf Salamina mit dem Team und unter der Leitung unseres neuen Teammanagers Jerry klappte alles wie am Schnürchen. Vor Ort durften wir jeweils auf die Unterstützung der Griechischen Haibike Crew zählen, welche immer sehr hilfsbereit und freundlich waren. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Nun bin ich auf der Heimreise in die Schweiz und werde einige ruhigere Tage einlegen nach den doch ziemlich intensiven letzten Tagen.