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Der italienische Präsident Sergio Mattarella hat in seiner Fernsehansprache zum Jahresende die Bedeutung der «Kultur der Verantwortung» hervorgehoben. Angesichts von Problemen wie Arbeitslosigkeit, Industriekrisen und sinkender Produktivität müsse Italien auf Zusammenhalt setzen und geschlossen mit «sozialer Kohäsion» auf Pessimismus und Hoffnungslosigkeit reagieren.
Der seit 2015 als Staatschef amtierende Mattarella meinte, die «Kultur der Verantwortung» müsse jeden betreffen - Parteien, Bürger, Unternehmen und Verbände. «Die Kultur der Verantwortung ist eine Garantie für Freiheit und Schutz der Prinzipien, die Eckpfeiler der Demokratie sind», erklärte das 78-jährige Staatsoberhaupt.
«Die Demokratie wird gestärkt, wenn die Institutionen eine vernünftige Hoffnung wach halten», sagte Matarella in seiner live übertragenen Ansprache.
Er sprach auch das Thema Umweltschutz an und erinnerte an das Hochwasser in Venedig im November, sowie an die von Unwettern betroffenen Regionen. Der Einsatz für Klimaschutz sei unabwendbar. Umweltschutz sei auch eine Chance für die Entwicklung, Schaffung neuer Jobs, sowie für eine engere Verbindung zwischen Forschung und Industrie, sagte Mattarella.
Umweltschutz sei eine Priorität für die Jugend, der man mehr Verantwortung übergeben müsse. Es sei wichtig, in die Jugend zu investieren, um deren Auswanderung zu verhindern. Auch die Gründung neuer Familien solle gefördert werden, forderte das Staatsoberhaupt. (sda/apa)