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Suchen Sie einen robusten, immergrünen Baum, der süsse und nahrhafte Schoten produziert? Die Ceratonia siliqua, auch bekannt als Johannisbrotbaum, Johannisbrot oder Johannisbohne, ist eine gute Wahl. Diese im Mittelmeerraum beheimatete xerophytische Art ist gut an warme gemässigte und subtropische Gebiete angepasst und verträgt sogar heisse und feuchte Küstenregionen. Die Schoten des Baumes sind mit einem zuckerhaltigen Fruchtfleisch gefüllt, das grün oder getrocknet verzehrt werden kann. Das Fruchtfleisch, das sogenannte 'Carob', ist anfangs weich und aromatisch-süss, wird später hart und ist dann lange haltbar. Aufgrund ihres hohen Zuckergehalts schmecken Johannisbrotschoten süss und wirken leicht abführend. Ausserdem sind sie reich an Nährstoffen. Einige Christen glauben sogar, dass Johannes der Täufer sich in der Wüste von ihnen ernährte. Der Johannisbrotbaum ist nicht nur wegen seiner essbaren Schoten nützlich, sondern auch wegen seines Zierwertes. Sein rundlicher Wuchs und seine immergrünen, zusammengesetzten Blätter eignen sich hervorragend für die Landschaftsgestaltung.
Ungefähr sechs Jahre nach der Keimung blüht ein Exemplar zum ersten Mal.
Aussaat:
Kann im Herbst oder Frühjahr gesät werden. Samen für 24 Stunden in lauwarmen Wasser einweichen, danach in Töpfe oder Schalen in Aussaaterde aussäen und Saatgut mit ca. 1 cm Erde bedecken.
Die Aussaat an einen hellen Ort stellen und das Substrat immer leicht feucht aber nicht nass halten. Die Keimdauer beträgt ca. 2 Wochen.
Pflege:
Überwinterung nötig, hell bei +5° bis +10°.
Ernte:
Der Monat September ist die Haupterntezeit, in der, wie mancherorts bei der Olivenernte, mit Stöcken gegen die Zweige geschlagen wird, damit die reifen Fruchtbündel mit dunkelroter, fast schwarzer Färbung zu Boden fallen. Das vorzeitige Abschlagen der Früchte ist notwendig, da diese sonst erst überreif vom Baum fallen und durch die oft zwischenzeitlich erfolgte rasche Feuchtigkeitsaufnahme sehr fäulnisanfällig wären. Der Einsatz von Vibrationsmaschinen ist nicht möglich, weil Stamm und Äste dick und damit unflexibel und bruchanfällig sind. Auch beim manuellen Abschlagen muss darauf geachtet werden, die neuen Blütenansätze nicht zu beschädigen.