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Harvey Weinstein (67) wird während der Anhörungen, die bereits seit Wochen vom obersten Gericht in Manhattan gehalten werden, nicht aussagen. Er plädiert in allen fünf Fällen darauf, nicht schuldig zu sein.
Am vergangenen Dienstag wurden im Gericht sieben Zeugen in den Zeugenstand gerufen und ausserdem erklärt, dass der in Ungnade gefallene Produzent nicht selbst aussagen werde.
Weinstein plädiert auf «nicht schuldig»
Weinsteins Verteidiger Damon Cheronis sagte gegenüber James Burke vom Gericht: «Wir haben das mit Herr Weinstein besprochen. Natürlich plädiert er auf nicht schuldig. Der Staat hat seine Pflicht nicht erfüllt und er wird nicht aussagen.» Burke fragte dann Weinstein, ob dieses Statement korrekt sei, woraufhin dieser lediglich antwortet: «Ja, das ist korrekt.»
Als Zeugen traten bisher unter anderem Paul Feldsher, ein ehemaliger Berater von Miramax, Weinsteins Produktionsfirma, die Gedächtnisexpertin Dr. Elizabeth Loftus und Talita Maia, eine Freundin der Klägerin Jessica Mann, die erzählte, dass Mann immer nur positiv von Weinstein gesprochen habe, vor Gericht. (Bang)
In einem Artikel in der «New York Times» und der «New York Post», bezichtigten mehr als ein dutzend Frauen Harvey Weinstein (67) der sexuellen Belästigung. Manche warfen ihm sogar vor, sie vergewaltigt zu haben. Der Artikel löste eine Welle von ähnlichen Vorwürfen gegen den Filmmogul aus, auch von Hollywood-Stars wie Uma Thurman oder Angelina Jolie, und gaben der weltweiten #MeToo-Bewegung den Anstoss. Am 25. Mai wurde Weinstein in New York verhaftet, zwei Frauen hatten Anzeige gegen ihn wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch erstattet. Der Prozess begann am 6. Januar 2020. Auch in Los Angeles haben zwei Frauen Klage gegen ihn eingereicht. Weinstein selbst sagt, dass alle sexuellen Handlungen einvernehmlich passiert seien.