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"Einmal alles abgeholzt, bleibt doch nur eine karge und wüste Felskugel übrig, auf der das "sich Zuhausefühlen" wohl schwer fallen würde"
"Bis Mitte der 80-iger Jahre hatte ich häufig romantische Motive gemalt. So blieb es nicht aus, dass ich gelegentlich mit dem deutschen Maler Caspar David Friedrich verglichen wurde, den ich auch für seine Landschaftsmalerei bewunderte.
1986 erhielt ich nach der Tschernobyl-Katastrophe vom Magazin "Stern" den Auftrag, ein Titelbild zu malen, das die Brisanz der atomaren Energiegewinnung widerspiegeln sollte. Dieser Sterntitel wurde weltweit sehr bekannt. Es folgten zahlreiche Nachfolgeaufträge zu Umweltthemen wie Atomenergie, Waldsterben und Verschmutzung von Wasser und Erdreich.
Meine Kombination von dargestelltem Schrecken und klassischer- Landschaftsmalerei schien den Titelbildredaktionen dafür die ideale Ausdrucksform. Das Gemälde "Auf der Suche nach Geborgenheit", das 1998 entstand, ist eine meiner letzten Arbeiten zu diesem Themenkomplex.
Die Natur ist fraglos unser körperliches Zuhause. Es ist die Natur, die uns neben den vielfältigsten Bedrohungen auch Geborgenheit und Überleben bedeutet. Einmal alles abgeholzt, bleibt doch nur eine karge und wüste Felskugel übrig, auf der das "sich Zuhausefühlen" wohl schwerfallen würde.
Mein Bild "Das Schiff", das ich aus meinem Gesichtspunkt als Deutscher gemalt habe, versinnbildlicht ein Volk auf der abenteuerlichen Reise in die Zukunft. An Bord die Last der Vergangenheit und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das Schiff ist aus Holz, der Mast ein Baum als Symbol für die Natur. Sie haben das Segel gesetzt, aber die Stärke und Richtung des Windes können sie nicht beeinflussen und die Besorgnis darüber spiegelt sich in ihren Gesichtern. Die Segler schauen gebannt nach vorn, übersehen aber möglicherweise die Welle, die sie von hinten überrollen könnte."