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Als Marlon Brando anno 1953 auf seiner Triumph Thunderbird eine Kleinstadt heimsuchte, erhob er die schwarze Lederjacke zum ultimativen Symbol der Rock’n’Roll-Rebellion.
Es waren ursprünglich die Biker, die Lederjacken als Schutzbekleidung trugen. Doch es waren die Rocker, welche sie zur Ikone erhoben: Eddie Cochran, Gene Vincent, die frühen Beatles, Elvis …
… – sie alle trugen die schwarze Lederkluft, um ihren Outsider-Status zu bezeugen.
Mitte der Siebzigerjahre beriefen sich die Ramones auf ihre Vorbilder, die frühen Beatles, und machten die Lederjacke zur Band-Uniform.
Und so griffen Legionen junger Punks zu billigen Lederjacken (wer konnte sich denn eine echte amerikanische Schott Perfecto leisten?) und verzierten sie mit Bandlogos oder Slogans – oftmals mit Nagellack geschrieben –, sowie mit Nieten und Metallzapfen. «Art naïf» nannten es die intellektuellen Kommentatoren im Nachhinein – den Punks von anno dazumal (und von heute) war und ist das egal: Das Selbstgebastelte ihrer Kluft war die Essenz des Punk Rock.
Und heute? Heute bekommt man ein «Punk Studded Leather Motorcycle Biker Jacket» auf eBay für 200 Dollar.
Arschlöcher.