Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/1375

Sie wird mit 19,99 Prozent Wähleranteil die stärkste Kraft des Kantons Genf in Bern. Praktisch gleich stark ist die SP, die ihre drei Sitze halten konnte und auf einen Wähleranteil von 19,06 Prozent kommt. Die SVP bleibt gemäss Schlussresultat bei zwei Sitzen, CVP und MCG halten weiterhin je ein Mandat.
Die bürgerlichen Parteien konnten dem linksgrünen Lager damit einen Sitz entreissen. Dieser Verlust geht zu Lasten der Grünen, die neu nur noch einen Sitz im Nationalrat haben. Dies ist möglicherweise darauf zurück zu führen, dass den Grünen nach dem Rücktritt von Ueli Leuenberger eine wichtige Identifikationsfigur abhanden kam. Bitter ist zudem, dass die bisherige Nationalrätin Anne Mahrer (11’669 Stimmen) die Wiederwahl verpasste. Sie wurde von der 27-jährigen Kantonalparteipräsidentin Lisa Mazzone (12’326) überholt.
Das beste Resultat von allen Kandidierenden machte der bisherige FDP-Nationalrat Christian Lüscher (43’406), vor dem Bisherigen Hugues Hiltpold (42’599), ebenfalls von der FDP. Der neu gewähle FDP-Nationalrat Benoît Genecand kam auf 40’748 Stimmen.
Bei der SP verteidigten die beiden bisherigen Nationalräte Carlo Sommaruga (24’551) und Manuel Tornare (22’042) ihre Mandate. Laurence Fehlmann Rielle (20’103) eroberte den Sitz der zurücktretenden Nationalrätin Maria Roth Bernasconi.
Die SVP konnte ihren Wähleranteil gegenüber 2011 um 2,28 Prozentpunkte verstärken. Ihre zwei bisherigen Vertreter in der Grossen Kammer, Céline Amaudruz (20’753) und Yves Nidegger (20’541), schafften die Wiederwahl problemlos.
Die CVP, die Ambitionen auf einen zweiten Sitz angemeldet hatte, blieb auf einem Mandat sitzen, obwohl sie ihren Wähleranteil um 1,9 Prozentpunkte leicht steigern konnte. Der bisherige Nationalrat Guillaume Barazzone wurde mit 27’054 Stimmen bestätigt.
Deutlich enttäuscht wurden schliesslich am Sonntag die Hoffnungen des rechtspopulistischen MCG. Es konnte den Sitz von Roger Golay (16’460) zwar verteidigen, der ebenfalls kandidierende Gründer der Partei, Eric Stauffer, schnitt mit 9000 Stimmen aber kläglich ab.
Die Wahlbeteiligung betrug 43,59 Prozent.
(SDA)