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Blog Teil 2
Es ist regnerisch. Zeit für eine Badewanne. Zeit sich einfach etwas einzukuscheln. Auf Youtube läuft gerade das Café am Rande der Welt. Ich liege einfach so da und lausche. Ich hörte gerade folgendes:
Ein Geschäftsmann reist zur Erholung an einen fremden Ort. Er reiste fort, um dem Alltag zu entfliehen. Er reiste fort, um seine Batterien wieder aufzuladen. Er flog weit weg, um in einem kleinen Dorf am Meer, seine Urlaubstage zu verbringen. Ein paar Tage lang beobachtete er die Dorfgemeinschaft und stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am Glücklichsten und Zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte wissen, woran das lag und so fragte er schliesslich den Fischer, was er jeden Tag tat. Der Mann antwortete ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zu Schule und er fuhr zum Fischen raus und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fischen für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen.
Der Geschäftsmann war fassungslos. «Machen sie das jeden Tag?», fragte er. „Meistens schon“, antwortete der Fischer. „Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus.“ „Und Sie können jeden Tag genügend Fische fangen?“ fragte der Geschäftsmann. „Ja“, antwortete der Fischer, „es gibt viele Fische.“ „Könnten Sie mehr Fische fangen, als Sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen?“, erkundigte sich der Geschäftsmann weiter. Der Fischer antwortete lächelnd: „Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie dann wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen.“
„Aber warum fischen Sie nicht den ganzen Tag und fangen so viele Fische, wie Sie können?“, hakte der Geschäftsmann nach. „Dann könnten Sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von zehn Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen könnten.
“Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. „Und warum sollte ich das tun?“ „Nun wegen des Geldes“, antwortete der Geschäftsmann. „Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe zu setzen.“ „Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun?“, fragte der Fischer. „Na ja, was immer Sie möchten, nehme ich an“, sagte der Geschäftsmann. „Etwa mit meiner Familie frühstücken?“, „Ja, zum Beispiel“, sagte der Geschäftsmann etwas verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte. „Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen?“, fuhr der Fischer fort. „Ich wüsste nicht, was dagegenspräche“, sagte der Geschäftsmann. „Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären immer noch genügend da. „Vielleicht könnte ich dann auch die Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenaufgang beobachten, während unsere Kinder im Meer schwämmen?“, fragte der Fischer.
„Sicher, alles, was Sie wollen, wobei Ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften“, sagte der Geschäftsmann.
Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung.
Vielleicht denken wir mal ein bisschen und in Ruhe über diese Geschichte nach.
Ich glaube, das lohnt sich.
Ich war gerade mit Finny in der Stadt. Seit langem mal wieder. Denn aufgrund von Corona, hatte ich ehrlich gesagt lange Zeit gar keine Lust dazu. Und doch muss ich sagen, hat es mal wieder gutgetan, sich in meine Lieblingslokalität zu setzen und einen feinen Tee zu trinken.
«Ganz alleine», fragst du dich jetzt vielleicht? Und ich sage: «ja klar!»
«Boah Sandra, dass du das kannst»; «dass du dich getraust; dich einfach alleine irgendwohin zu setzen»; «also ich könnte das nicht»; «ich würde mir blöde vorkommen»; «was denken wohl die anderen Menschen»; «ich würde mich einsam fühlen»; "also ich mache das aus Prinzip nicht"… Solche und ähnliche Sätze höre ich immer wieder von Menschen - die wie ich - nicht in einer Beziehung sind.
Und dann höre ich auf der anderen Seite Menschen sagen: «Wow, so schön möchte ich es auch mal haben, einfach sich irgendwohin zu setzen und das zu tun, was ich gerade will.» Ja, diese Sätze sagen dann jene Menschen, die in einer Beziehung feststecken und die denken, dass dort ihre Individualität zu kurz kommt und welche sich danach sehnen, mal wieder einfach «nur» sich selbst zu sein.
Irgendwie schon komisch. Denn, warum denken oft Menschen die alleine sind, sie könnten nicht alleine irgendwohin gehen? Warum denken sie, wir müssten alle immer mindestens zu zweit durch die Welt gehen? Warum suggeriert uns die Gesellschaft oft, dass etwas mit uns nicht stimmt, wenn wir nicht in einer Beziehung sind? Wer redet uns ein, dass wir weniger Wert sind, wenn wir alleine durch das Leben gehen?
Und auf der anderen Seite stellt sich doch auch die Frage, warum so viele Menschen in Beziehungen sich wünschten, mal wieder etwas mehr sich selbst zu sein?
Irgendwie geht doch beides nicht wirklich auf.
Wisst ihr, ich bin ganz fest der Überzeugung, dass wir alle hier auf diese Erde gekommen sind, mit einem ganz eigenen individuellen Plan. Einem Plan, den wir in die Realität umsetzen wollten und für dessen Erfüllung wir alle nötigen Fähigkeiten mitgenommen haben. Einem Plan, den wir «blöderweise» aber vergessen haben, als wir hier angekommen sind.
Und jetzt?
Jetzt sind so viele von uns hier und erinnern sich nicht mal mehr, dass es mal einen solchen Plan gab. Und dann gibt es die anderen, die den Plan von jemandem anderen übernommen haben. Und dann gibt es jene, die sich langsam immer mehr erinnern, die aber noch Angst haben, weil sie spüren, dass dann ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Und dann gibt es zum Glück auch jene, die sich bereits erinnerten und die mit allem was sie haben, das tun, was in ihnen ist.
Hey aber Leute. Wir alle sind alleine hier runtergekommen. Mit unserem ganz individuellen Plan. Wir sind nicht weniger Wert, weil wir alleine durch die Welt gehen, und auch nicht, wenn wir in einer Beziehung sind und uns wünschen, dass unsere Individualität mehr gesehen wird.
Wir sind hier, weil wir eine Aufgabe zu erfüllen haben, für dessen Erfüllung wir in unserem ganz persönlichen Rucksack alles Nötige vorfinden. Wir müssen nur lernen, wieder hinzuschauen und uns zu erinnern. Und wenn wir das begonnen haben, dann lernen wir auch immer mehr unseren eigenen Wert (wieder)erkennen. Und dann ist das unabhängig davon, ob wir in einer Beziehung sind oder eben nicht. Und wenn wir beginnen, unseren ganz individuellen Plan zu erfüllen, dann macht alles Bisherige plötzlich absolut viel Sinn.
Lasst uns deshalb beginnen, uns wieder zu erinnern. Denn es wäre doch wirklich schade, wenn wir irgendwann zurückgehen würden und sagen müssten: «Ich habe meinen ganz eigenen Lebensplan nicht gelebt. Hier hast du, lieber Gott oder Universum, die mir mitgegebenen Fähigkeiten wieder zurück. Leider habe ich sie nicht benutzt.»
Das wäre doch wirklich ziemlich schade, und ehrlich gesagt auch etwas blöd.
Viel spannender ist doch deshalb die Frage: "Warum bin ich denn wirklich hier? Lebe ich das Leben, welches ich mir wünsche und erfülle ich den Plan, wegen dessen ich hier runtergekommen bin."
Für mich persönlich, ist das auf jeden Fall die spannendste aller Fragen und ich bin dankbar, dass ich meine Antwort darauf immer mehr am leben bin.
Regenbogencoaching
vertrauen - verbinden - erinnern
Irgendwie schon spannend, wie uns das Leben laufend zeigt, wie alles funktioniert und zusammenhängt und uns Bilder schenkt, um das Leben besser zu verstehen.
Für mich sind meine Blumen auf meinem Balkon derzeit solche Lehrer. Sie sind Lehrer, weil sie so absolut anschaulich zeigen, wie es funktioniert, wenn ein Samen irgendwann mal in die Erde geplatzt wurde. Ihr denkt jetzt vielleicht, das ist ja klar, dass der Samen, wenn man ihn richtig hegt und pflegt, sich irgendwann in eine schöne Blume verwandelt. Doch für mich ist das derzeit ein kleines Wunder. Denn diese Samen habe ich nicht in diesem Jahr gepflanzt, sondern im letzten. Im letzten Jahr waren diese Blumen wunderschön, jedoch war ich zu faul, im Herbst alle Töpfe auszuleeren. Ich habe lediglich die Blumen entfernt und die Töpfe standen zusammen mit der alten Erde den ganzen Winter über einfach bei Wind und Wetter ungeschützt auf meinem Balkon.
Eigentlich wollte ich dann im Frühling die Töpfe endlich ausleeren und neue Blumen anpflanzen. Doch auch dazu war ich irgendwie zu faul und dachte mir, dass ich diese Saison einfach drauf verzichte, Blumen auf dem Balkon zu haben.
Doch plötzlich passierte das Wunder und in den alten Töpfen begann (einfach so) wieder neues Leben. Und laufend kommen neue Blumen dazu. Sie sind wunderschön und strahlen um die Wette.
Mir haben diese Blumen zu denken gegeben. Denn auf der einen Seite ist es ja wirklich super schön, dass die Saat, wenn sie mal gepflanzt ist, einfach da ist und immer wieder zu blühen beginnt. Sogar dann, wenn wir sie schon vergessen haben und absolut nichts von aussen dazu tun.
Auf der anderen Seite bedeutet das aber ja auch, dass auch die weniger tollen Dinge, die wir irgendwann man (bewusst oder unbewusst) in uns eingepflanzt haben, auch immer noch da sind und in uns wachsen und wuchern – egal ob uns das bewusst ist, oder nicht. Vielleicht sind diese Dinge dann lange Zeit verborgen, jedoch erscheinen sie wieder, wenn die äusseren Verhältnisse dazu gerade passend sind.
Mich haben meine Blumen gerade sehr animiert, bei mir nochmals hinzuschauen. Hinzuschauen, ob bei mir tief drinnen vielleicht auch noch Dinge im Verborgenen wuchern, welche mir vielleicht gar nicht so bewusst sind.
Und ja. Ihr könnt es euch ja sicherlich denken. Es kam gerade so einiges zum Vorschein. Ich bin deshalb echt froh darüber, gibt es schöne Rituale, bei denen man dann diese Dinge nach dem hervorholen und annehmen
dann auch wieder los- und entlassen kann. Und das tue ich jetzt.
Und zusätzlich bin ich ganz bewusst bei meinen derzeitigen und künftigen Gedanken, denn diese sind die Saat und entscheiden, welche wundervolle Blume oder welches Unkraut im nächsten Jahr zu blühen beginnt. Und ich will definitiv, dass es wunderschöne Blumen sind!
www.sandrafinny.ch
Ich bin gerade tief bewegt. Bewegt, weil bei der LTC-Ausbildung die letzten Tage das Thema Werte auf dem Stundenplan stand. Werte. Was sind das? Geht es hierbei um das, was wir tief in uns drinnen spüren, was richtig und wichtig ist, oder geht es eher noch immer um die alten Glaubenssätze, welche uns unsere Eltern oder unser Umfeld uns damals verinnerlicht haben? Und falls dem so ist, sind denn diese Werte für uns heute noch immer wirklich wahr? Oder wäre es Zeit, diese Werte zu überdenken?
Ich habe in meinem Leben schon mehrfach erfahren, dass etwas, von dem ich absolut der Überzeugung war, dass es richtig und wichtig ist, am nächsten Tag plötzlich doch nicht mehr stimmt. Dass es Ereignisse und Erlebnisse gab, die einfach alles auf den Kopf stellten und nach denen ich nochmals von vorne zu denken und zu fühlen begann. Und doch gibt es in meinem Leben ein paar Dinge, die für mich einfach ganz oben stehen in dem, was für mich WERTvoll ist. Diese Qualitäten gehören zu meinem Lebensplan dazu und diese Werte kamen auch bei diversen Tests in diesem Zusammenhang bei mir heraus:
Weisheit – Verbindung – Mitgefühl - Vertrauen. Ich bin so tief bewegt, weil diese Worte, für mich alles aussagen, für was ich stehe und für was ich hier auf Erden bin.
Es geht mir nämlich darum, mich an meine ganz eigene Weisheit zu erinnern und es geht mir darum, auch andere Menschen zu unterstützen, sich an ihre Weisheit zu erinnern und wieder dahin zu gehen. Es geht mir um die Verbindung und das Verbinden vom Himmel und der Erde bzw. auch um das Verbinden vom Leben und dem Tod. Es geht mir um Mitgefühl, für alles was in und um mich herum ist. Und es geht um Vertrauen oder besser gesagt, um das Urvertrauen schlecht hin.
Ich bin so tief bewegt, weil diese vier Worte meine gesamte Lebensaufgabe widerspiegeln und weil ich es so krass finde, dass das sogar bei ganz banalen Tests das Ergebnis ist.
Ich bin so dankbar, dass ich mit Coaching die Möglichkeit habe, diese Qualitäten den Menschen zur Verfügung zu stellen, für welche ich eine WERTvolle Unterstützung bin.
Denn ich bin wirklich der absoluten Überzeugung:
- Wir haben alles in uns – nur oft haben wir den Zugang und den Schlüssel zu unserer Weisheit vergessen.
- Das Leben hier unten auf der Erde in vollen Zügen zu geniessen, und seine ganz eigene Lebensaufgabe zu finden und diese auch zu gehen, geht dann am besten, wenn wir den Himmel und die Erde verbinden und auch mal das Thema Tod als Ratgeber dazu nehmen.
- Mitgefühl ist Balsam, Antwort und Heilung zugleich.
- Wenn ich weiss, woher ich komme und wohin ich gehe, dann kann nichts und niemand dieses Urvertrauen ins Wanken bringen - egal, was im Aussen auch immer passiert.
Ja. Das sind meine Werte. Und für dich stehe ich ein.
Danke, dass ich mich zeigen darf. Und dass es dich interessiert, wer ich bin.
Und was
sind deine Werte? Kennst du diese schon? Oder hast du Lust, diese zu erforschen?
Falls du magst, bin ich hier.
Mein geliebter grosser Bruder
Morgen ist dein Geburtstag. Ich wünschte, ich könnte mir dir zusammen im Himmel feiern, dass du damals dich entschlossen hast, hier runter auf die Erde zu kommen und diesen wundervollen Ort, in dem wir normalerweise alle leben, für einige Jahre zu verlassen, um hier unten dich den Aufgaben des Lebens zu stellen. Ich danke dir so sehr, dass du das machtest. Denn damit hatte ich die Chance, dich in diesem Erdenleben als grossen Bruder zu haben. Und das war so wunderschön.
Lieber grosser Bruder. Du warst so anders. Irgendwie warst du weiter, als viele hier unten auf der Erde sind. Du hast schon so viele Zusammenhänge erkannt, von denen die meisten Menschen noch gar keine Ahnung haben, doch das machte dich auch ein wenig einsam und die Sehnsucht zurück zu gehen, nach dem Ort, wie wir herkommen und wo die reine Liebe Zuhause ist, wurde immer stärker. So stark, bis du dich dann Anfang 2016 entschieden hast, deinen Rückweg anzugeh’n.
Mein lieber grosser Bruder. Immer wieder höre ich hier auf Erden, dass wir Vorbilder haben sollen. Mentoren. Menschen, denen wir nacheifern wollen, und dann frage ich mich: «Wer soll den das sein?» Und ich muss sagen, diese Frage zu beantworten fällt mir echt sehr schwer. Denn leider geht es bei vielen von diesen sogenannten «Vorbildern», noch immer vor allem um die Ausübung von Ruhm oder Macht und/oder um das eigene Ego zu streicheln – und weniger darum, den anderen, also den Schüler, wirklich weiter zu bringen, und diesen auch zu seh'n.
Bei dir war das anders, du geliebter grosser Bruder. Für mich warst du ein Vorbild in vielerlei Hinsicht. Vor allem was du mich gelehrt hast, über Menschen zu denken, die eine andere Herkunft haben, die anders aussehen, die anders fühlen oder lieben als ich, hat mich sehr stark und nachhaltig geprägt. Du hast mich veranlasst, mich mit ganz entscheidenden Dingen auseinanderzusetzen und ich bin dir einfach nur unendlich dankbar dafür.
Du mein grosser Bruder, warst mir ein so guter Lehrer und bist es nach wie vor für mich. Dich kann ich anfragen, wenn ich nicht mehr weiterkommen und ich weiss, du lässt mich nie alleine. Du lässt mich nie im Stich.
Hab morgen einen wundervollen Tag im Himmel, an dem du dich erinnerst an dein letztes Erdenleben hier. Du warst eine so wichtige Seele, die so vielen Menschen hier unten auf der Erde ein so gutes Vorbild gewesen bist.
Ich danke dir dafür.