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Das Mittelalter wird häufig dunkel, düster und wild dargestellt. Krankheiten, Ritterkämpfe und Hunger prägten diese Zeit. Doch gegen Ende des Mittelalters wurden auch die ersten Universitäten gegründet und in den Städten begann der Handel mit Handwerk. Bis heute fasziniert das Mittelalter. So gibt es zahlreiche Mittelalter-Märkte und Gruppen, die dieses Zeitalter nachspielen.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Das Mittelalter war das Zeitalter der Ritter.
- Im Mittelalter gab es eine klare Rangordnung unter den Menschen, die sogenannten Stände. Könige waren im höchsten Stand, Bauern im tiefsten.
- Es gibt viele Mittelalter-Vereine, die mit Märkten, Shows und Lagern das weit entfernte Zeitalter aufleben lassen.
Was kommt dir in den Sinn, wenn du „Mittelalter“ hörst? Vielleicht denkst du an Ritter, Burgen oder düstere Gestalten? Diese Bilder kommen oft von Filmen, die im Mittelalter spielen. Es ist richtig, dass das Mittelalter als Zeitalter der Ritter bezeichnet werden kann. Als die Menschen ungefähr im 9. Jahrhundert entdeckten, dass man von Pferden aus kämpfen kann, entstand der Beruf des Ritters. Die Männer erhielten Speere und Rüstung und zogen so auf ihren Pferden in den Kampf.
Jedem seinen Platz
Die Ritter waren wichtig für ihre Könige oder anderen Herrschenden. Sie genossen ein gutes Leben. Im Mittelalter waren alle Menschen einem sogenannten Stand zugewiesen. Das heisst, sie gehörten einer bestimmten Gruppe innerhalb der Gesellschaft an. Damit war klar, was die Menschen für eine Aufgabe hatten und was sie für Rechte besassen. Es gab also eine klare Rangordnung. Den höchsten Rang oder Stand hatte der König. Danach kamen die Ritter und Mönche. Mönche lebten in Klöstern. Ganz unten in der Rangordnung waren die Bauern zu finden. Innerhalb dieses Standes gab es nochmals grosse Unterschiede. Es gab reiche Bauern und arme Bauern. Einige waren frei, doch die meisten mussten den Herrschenden ihrer Gegend dienen.
Entstehung der Märkte
Gegen Ende des Mittelalters, ungefähr ab dem 12. Jahrhundert, zogen immer mehr Bauern in die Städte. Die Märkte entstanden. Der Handel mit Handwerk wurde entdeckt. Das wirtschaftliche Leben begann. Auch die ersten Universitäten wurden gegründet, so zum Beispiel in Paris oder der englischen Stadt Oxford.
Eintauchen in eine andere Zeit
Heute gibt es zahlreiche Mittelalter-Märkte, die in der Weihnachtszeit oder auch im Sommer stattfinden. Man kann Handwerkliches aus dieser Zeit kaufen, Getränke und Essen aus traditionellen Gefässen geniessen. Oft werden auch Kämpfe oder Feuershows gezeigt. Und musikalische Darbietungen nehmen die Besuchenden mit in diese weit entfernte Zeit. Wem das noch nicht genug Mittelalter ist, der oder die kann in einem Mittelalter-Verein mitmachen. Diese Gruppen führen Lager und Veranstaltungen durch, an denen sie so detailgetreu wie möglich das Leben des Mittelalters nachahmen – mit entsprechenden Kleidern, Unterkünften und Rollen.
Arbeitsmaterial
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