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Yasmin Müller
Zugänglichkeit, Vermittlung und Erfahrung von funerärem Wissen im Alten Ägypten (Arbeitstitel)
Die meisten Quellen, aus denen heute die Jenseitsvorstellungen der Alten Ägypter rekonstruiert werden (z.B. die Pyramidentexte im Alten Reich oder die Jenseitsbücher, wie das Amduat, ab dem Neuen Reich), waren in pharaonischer Zeit wahrscheinlich nur einer kleinen religiösen Elite und dem König vorbehalten. Die meisten Menschen wussten somit wohl nur bruchstückhaft über die in diesen Quellen beschriebenen Jenseitsvorstellungen Bescheid und dürften daher auch unterschiedliche Jenseitserwartungen gehabt haben.
Mein Dissertationsprojekt wird die Zugänglichkeit zu und Verbreitung von Wissen über die jenseitige Existenz im Alten Ägypten untersuchen. Dabei liegt der Fokus auf möglichen Einschränkungen dieses Wissens hinsichtlich verschiedener sozialer Schichten und verschiedener Zeitepochen. Auf diesem Weg soll herausgearbeitet werden, welche – möglicherweise unterschiedlichen – Einstellungen und Erwartungen gegenüber jenseitigen Räumen und den dort angenommenen Existenzformen existierten. Und es soll auch untersucht werden, ob diese unterschiedlichen Erwartungen auch unterschiedliche Handlungen im Diesseits als Vorbereitung für das Jenseits voraussetzten und damit das jeweilige ‚Jenseitswissen‘ für den Einzelnen unmittelbar erfahrbar wurde.
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