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(Hodenosauni, d. h.
Volk des langen
Hauses),
Name eines einst großen und mächtigen Indianervolkes in
Nordamerika,
[* 2] das in zwei Hauptgruppen zerfiel. Die nördliche (größere)
Gruppe bestand wieder aus zwei Abteilungen, einer östlichen,
welche die sogen. fünf
Nationen: die
Mohawk, Oneida,
Onondaga,
Cayuga und
Seneca,
in sich begriff und meist
im S. des St. Lorenzflusses und des
Ontariosees wohnte, und aus einer westlichen Abteilung, bestehend aus den
Wyandot, den
Huronen und den Attionandaron oder der sogen. neutralen
Nation, welche im N. des
Eriesees wohnte, sowie aus den Andasten (Guyandot)
und Eriga (Cat-Nation) im S. des
Eriesees.
oder Iroquois, der gemeinsame Name für eine Gruppe mehr oder minder sprachlich nahe verwandter,
einst mächtiger und einflußreicher Indianerstämme des östl. Nordamerika. Die Iroquoisnation
zerfällt in zwei Gruppen, eine größere nördliche und eine kleinere südliche. Die nördl.
Gruppe zerfällt abermals in zwei Abteilungen, eine östliche und westliche. Jene wurde von den sog. Fünf Nationen, wie sie
die Engländer, oder Iroquois, wie sie die canad.
Franzosen nannten, diese durch die Wyandot oder Huronen (s. d.) und die Attiwandarons
oder Neutrale Nation gebildet. Die eigentlichen I. oder die Fünf Nationen, die sich selbst Kanonsionni, «die verbündeten
Häuser», nannten, hatten ihre Wohnsitze im Süden des St. Lorenz und des Ontariosees und breiteten sich
von dem Hudson bis zu den obern Zweigen des Alleghanyflusses und zum Eriesee aus. Am weitesten östlich, am Lake George und
Lake Champlain, wohnten die Mohawk oder Canienga.
Ihnen folgten nach Westen die Oneida, dann die Onondaga, die Cayuga und endlich die Seneca (richtiger Senontowana) am See gleichen
Namens. Die polit. Konföderation, die dieselben bildeten, deren Begründung auf den Caniengahäuptling
Hiawatha zurückgeführt wird, war schon vor Ankunft der Europäer sehr mächtig und in stetigen blutigen Kriegen teils mit
stammverwandten, teils mit fremden Nationen begriffen. In der Kriegführung zeigten sie weit mehr Intelligenz als die ihnen
benachbarten Nationen des Algonkin-Lenapestammes und waren auch in der Agrikultur, der Anfertigung der
Waffen wie der übrigen Kunstfertigkeiten weiter vorgeschritten.
Ihre Macht und ihre Vorteile über ihre Nachbarn wurden bald noch dadurch erhöht, daß sie zuerst mit den Europäern in Berührung
kamen und von diesen den Gebrauch der Feuerwaffen kennen lernten. Ihr Anteil an den Kriegen zwischen Engländern
und Franzosen in jenen Gegenden ist nicht unbedeutend. 1714 und 1715 wurden von der Konföderation als sechste Nation noch
die Trümmer der Tuscarora aufgenommen. Durch den amerik. Sprachforscher H. Hale ist in neuester Zeit die Verwandtschaft der
Irokesen-Idiome mit der Sprache der im Süden vorkommenden Cherokee (s. d.) behauptet worden.