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Kaffee gehört zu den Lieblingsgetränken der Schweizer. Im Schnitt trinkt jeder Schweizer pro Tag vier Tassen des “schwarzen Goldes“. Kaffee wird oft als Genussmittel, noch viel häufiger aber als Wachmacher eingesetzt. Für diesen Wach-Effekt ist der Gehalt an Koffein verantwortlich.
Können auch Sportler von diesem Effekt profitieren? Oder ist der Konsum von Kaffee vor dem Sport sogar kontraproduktiv? Und warum ist in vielen fatburner – supplements Koffein enthalten?
Koffein und Doping
Bis zum Jahr 2004 stand Koffein auf der Dopingliste. Dieser Fakt legt einerseits die Vermutung nahe, dass Kaffee nicht nur einen wachmachende, sondern sogar eine aufputschende Wirkung hat. Dass Koffein mittlerweile von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen wurde, lässt allerdings auch vermuten, dass man diese Wirkung nicht überbewerten sollte.
Positive Effekte vor dem Sport
Dennoch können Sie beim Sport ein Stück weit profitieren, wenn Sie eine halbe Stunde vor der Belastung eine Tasse Kaffee trinken. So haben Untersuchungen die folgenden Erkenntnisse über den Konsum von Kaffee geliefert:
- Der Konsum von Koffein stimuliert die Produktion des Hormons Noradrenalin, welches die Sinne schärft und wach hält. Wer anschließend joggt, fühlt sich vom Start weg energiegeladener.
- Der Konsum von Koffein kurbelt den Fettstoffwechsel an. Vor allem Ausdauersportler können so ihre wertvollen Glykogenreserven in Muskulatur und Leber länger schonen und ihre Fettverbrennung optimieren.
- Der Konsum von Koffein entspannt die Atemmuskulatur. Dies führt zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme.
- Der Konsum von Koffein kann Muskelschmerzen lindern.
- Kaffee ist reich an Antioxidantien und schützt den Körper unter anderem vor Entzündungen.
Negative Effekte vor dem Sport
Allerdings sind auch hemmende Effekte durch den Genuss von Kaffee bekannt, weswegen jeder Sportler abwägen sollte, in welchem Maße ihm eine Tasse nützt:
- Nach dem Konsum von Koffein kann der der Blutfluss zum Herzen um bis zu 22 Prozent zurückgehen.
- Der Konsum von Koffein verringert die Eisen-Aufnahmefähigkeit des Körpers. Eisen wird zur Blutbildung benötigt, ein niedriger Eisenspiegel wirkt sich negativ auf die Ausdauerleistungsfähigkeit aus.
- Der Konsum von Koffein kurbelt die Darmflora an. Wer vor dem Sport am Morgen Kaffee trinkt, sollte dies berücksichtigen und erst nach dem Stuhlgang mit seiner Einheit beginnen.
Viele Fitnesssportler schwören auf einen Espresso vor dem Training besonders in der Definitionsphase z.B. bei einem intensiven Intervalltraining, da das enthaltene Koffein den Fettstoffwechsel anregt. In welchem Maße Sie den Kaffee für Ihr Training einsetzen sollten Sie selbst testen.