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09.05.2022
In den kommenden Wochen führt ein spezialisiertes Ingenieurbüro auf dem Spielplatz Plumpi» Bodensondierungsarbeiten durch. Die Resultate der Untersuchung werden Aufschluss über die Bodenqualität der vor über 50 Jahren durchgeführten Aufschüttung geben.
Seit rund 50 Jahren existiert der Spielplatz «Plumpi» im Mülitäli. Die Einwohnergemeinde Allschwil hat die Parzelle im Jahr 1970 erworben, die kurz davor aufgeschüttet und eingeebnet wurde, um so als Spielwiese genutzt werden zu können. Der Gemeinderat beabsichtigt nun, den Spielplatz in absehbarer Zeit umzugestalten und für die Benutzenden attraktiver zu machen.
Vorgängig durchgeführte Untersuchungen sollen Auskunft darüber geben, ob vor 50 Jahren ausschliesslich natürliches Bodenmaterial zur Aufschüttung verwendet wurde. In den letzten Jahren konnten in unregelmässigen Abständen rostfarbene Wasseraustritte am Mülibach beobachtet werden; diese rühren eventuell davon her, dass für die Aufschüttung teilweise auch mit Ziegeln und Beton versetztes Abbruchmaterial verwendet wurde, was durch eine Archivrecherche bekräftigt wird. In den wiederholt durchgeführten Laboranalysen des austretenden Wassers konnten allerdings zu keiner Zeit irgendwelche Schadstoffe nachgewiesen werden. Die Ursache der aufgetretenen und gefahrlosen Rostfärbung liegt in einer erhöhten Konzentration von Eisen und Mangan, deren Ursprung fraglich ist.
Zum Schutz künftiger Spielplatzbenutzender, und um endgültige Klarheit zu schaffen, werden in den kommenden Wochen auf dem Spielplatz Sondierungsarbeiten durchgeführt. Die Untersuchungen erfolgen in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Ingenieurbüro und dem Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft (AUE). Vorgenommene Bodensondierungen werden Aufschluss darüber geben, welche Art und Menge von Bauschutt auf der Parzelle deponiert wurde und woher die erhöhten Eisen- und Mangankonzentrationen stammen. Für diese Untersuchungen werden auf der ganzen Parzelle Mischproben des Oberbodens entnommen und an verschiedenen Stellen Baggerschlitze gegraben; so ist es möglich, Erkenntnisse zur Art der Aufschüttung zu gewinnen und auch in tieferen Bodenschichten Proben zu entnehmen. Die Bodenproben werden anschliessend in einem Fachlabor analysiert und die gewonnenen Erkenntnisse zu gegebenem Zeitpunkt kommuniziert.