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LAGE / KONZEPT
Die Klinik CIC Riviera wurde 2007 mitten in Clarens eröffnet. Sie zog in ein Gebäude ein, das 1995 gebaut worden war und schon ein Traumatologie- und ein Orthopädiezentrum umfasste. Bei ihrer Eröffnung setzte sich die Klinik aus einem ambulanten chirurgischen Zentrum mit zwölf Betten und zwei Operationssälen zusammen. Vom Kanton als Betrieb von öffentlichem Interesse anerkannt, benötigte diese Spitalstruktur bald zusätzliche Fläche.
Die Erweiterungsarbeiten begannen 2015 und wurden in zwei Phasen ausgeführt.In der ersten Phase zwischen 2015 und 2016 entstand ein neues Gebäude im Süden der bestehenden Parzelle. Ebenso wurde eine Aufstockung von zwei Geschossen auf der bestehenden Anlage realisiert sowie zwei Passerellen zwischen den beiden Gebäuden erstellt. In einer zweiten Etappe wurden 2017 das Tiefparterre und das Hochparterre des bestehenden Gebäudes renoviert und die Verbindungen vom alten zum neuen Gebäude auf diesem Niveau erstellt.
Diese Erweiterung entspricht dem Wunsch des Besitzers, qualitativ hochstehende medizinische Versorgung und kundennahe Dienstleistungen für alle Patienten anzubieten, unabhängig von deren Versicherungsdeckung.
Die Herausforderung war, den Erweiterungsbau unter Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs während der ganzen Bauzeit durchzuziehen.
PROJEKT
Mit dieser neuen Infrastruktur hat die Klinik CIC Riviera ihre Betriebsfläche verzehnfacht und das Personal verdoppelt. Der Spitalbau erstreckt sich nun auf über 10 000 m2.
Er beinhaltet einen Operationstrakt mit sechs Operationssälen, einen Aufwach- und einen Sterilisationsraum.
Die medizinischen Praxen umfassen 1500 m2. Weiter gibt es eine Physiotherapie für präoperative, postoperative oder ambulante Behandlungen, eine medizinisch-chirurgische Polyklinik für kleinere Notfälle und 40 Zimmer, wovon eine Suite «Prestige» in einer Grösse von 250 m2. 16 ambulante Betten sind für kurzzeitige Aufenthalte vorgesehen.
Ein Empfangsbereich, eine Produktionsküche, eine Cafeteria, ein Konferenzsaal und Büroräume runden das Angebot ab. Die 70 Parkplätze in der Tiefgarage sollen Patienten und Besuchern das Parkieren vereinfachen.
Die beiden Gebäudekonstruktionen bestehen aus Beton, während die zwei über dem bestehenden Gebäude angebrachten Geschosse als Metallkonstruktion konzipiert sind. Die Innenräume sind grosszügig und hell. Die Böden der Pflegeräumlichkeiten, Gänge, Zimmer und Nasszellen sind aus PVC. So auch die Wände der beiden letzteren.
Aus hygienischen und reinigungstechnischen Gründen wurden die Böden des Operationsblocks und des Sterilisierungsraums aus Harz gefertigt. Um den mit der medizinischen Versorgung einhergehenden Gasen entgegenzutreten, wurde eine leistungsstarke Lüftung mit starker Filterkraft eingebaut. Die aus der Kälteproduktion entstehende Wärmeenergie wird für die Heizung
und das Warmwasser wiederverwendet.
Unter dem neuen Gebäude gibt es nun ein zweistöckiges Parkhaus mit 70 Parkplätzen. Während des Aushubs und des Aufbaus einer Spritzbetonwand war ein Strebewerk aus Metallstangen für die Sicherung des Terrains notwendig.
Die Teile zwischen den Verstrebungen unter den Fundamenten des bestehenden Gebäudes wurden geebnet, 10m tief im südlichen und 13m tief im nördlichen Teil. Zudem dokumentierte eine geotechnische Überwachung mit täglichen Messungen mögliche Verformungen der Wände. Ebenso musste in der ersten Phase des Bauvorhabens ein System eingerichtet werden, um die Arbeitsabläufe von Lieferanten und Pflegepersonal - unter Berücksichtigung des Bedürfnisse der Patienten - zu steuern. So konnten die Bauarbeiten reibungslos und ohne Störung des Klinikbetriebs vorangetrieben werden.