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Die Halbierung der Zahl der LDC-Länder bis zum Jahr 2021 sei nicht zu erreichen, wenn die internationale Staatengemeinschaft nicht neue Massnahmen ergreife, erklärte Mukhisa Kituyi, Generalsekretär der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad), am Dienstag vor den Medien. Es bestehe das Risiko, dass die festgelegten Wachstumsziele nicht erreicht würden.
Um nicht mehr unter den LDC-Ländern zu rangieren, darf ein Land nicht von internationaler Hilfe abhängig sein, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu sein. Lediglich vier Ländern schafften dies in den vergangenen 45 Jahren, zuletzt 2011 Samoa.
Für drei Länder bestehen in den kommenden Jahren die Chancen dafür. Bis 2021 dürften es allerdings nicht mehr als 13 Länder sein, die dauerhaft ein höheres Wirtschaftswachstum aufweisen und daher nicht mehr darauf angewiesen sind, von einem bevorzugten Marktzugang zu profitieren.
GERINGERES WACHSTUM
2015 ist das Wachstum der 48 am wenigsten entwickelten Länder der Welt um rund 2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent gesunken. In insgesamt 13 LDC ging das Bruttoinlandprodukt pro Einwohner zurück. Das Handelsdefizit der LDC stieg um fast ein Drittel und erreichte einen Rekordwert von 68,6 Milliarden Dollar.
Dieser Rückschlag könnte nach Ansicht des Unctad-Generalsekretärs durch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld verstärkt worden sein. Die Differenz zur Entwicklung in den Industrieländern steige weiter an. Die Prognosen für die LDC für 2016 zeigten allerdings mit einem Wachstum von 4,5 Prozent, respektive 5,8 Prozent für 2017 wieder nach Oben.
Die ausländischen Direktinvestitionen in den LDC sind 2015 um ein Drittel auf 35 Milliarden gestiegen. Das ist weniger als 10 Prozent der gesamten Direktinvestitionen der Industrieländer.
Kituyi rief die Geberländer dazu auf, den LDC Direktinvestitionen in Höhe von 0,15 bis 0,20 Prozent ihres BIP zu gewähren. Ein Ziel, dass bisher nur zur Hälfte erreicht werde. Es fehlen dazu laut Unctad immer noch rund 25 bis 50 Milliarden Dollar pro Jahr.
(AWP)