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Der frühere UBS-Banker Kweku Adoboli kommt gegen Kaution frei. Dies entschied ein Londoner Gericht am Freitag. Der aus Ghana stammende Investmentbanker soll als Mitarbeiter der UBS in London 2,35 Mrd. Dollar mit nicht genehmigten Risikogeschäften verzockt haben.
Adoboli werden Betrug und Fälschung der Buchführung vorgeworfen. Er hatte im Januar auf "nicht schuldig" plädiert. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm mehrere Jahre Gefängnis. Im Februar war ein Antrag auf Freilassung gegen Kaution noch abgelehnt worden.
Die genauen Auflagen für die Freilassung wurden zunächst nicht bekannt; die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt. Einer von Adobolis Anwälten, Tim Harris, sagte jedoch, sein Mandant werde bei einem Freund in London wohnen und unter Hausarrest stehen. Zudem solle er mit einer elektronischen Fussfessel überwacht werden. Der Prozess gegen Adoboli soll am 3. September beginnen.
Adoboli war im September festgenommen worden. Der Skandal im Handelsraum hatte die UBS erschüttert: Konzernchef Oswald Grübel zeigte sich über den Verlust in Milliardenhöhe "zutiefst schockiert" und trat kurz darauf zurück. Auch Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger kündigte kurz darauf seinen Rücktritt an.
SDA-ATS