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Stellen Sie sich vor, Ihr Kind oder Enkelkind verliert die Sprache – wortwörtlich. Einem Schweizer Elternpaar ist genau das passiert: Marc (Name geändert) hatte früh reden gelernt und war ein guter Schüler. Doch mit acht Jahren erlitt er den ersten epileptischen Anfall, weitere folgten. Kurz danach wunderte sich seine Lehrerin, warum er plötzlich die einfachsten Anweisungen nicht mehr verstand. Er konnte zwar weiterhin Buchstabe für Buchstabe lesen, aber das Gelesene nicht mehr verstehen.
Epilepsie löst Anfälle aus, das ist bekannt. Sie kann sich aber darüber hinaus auch langfristig auf wichtige Hirnfunktionen auswirken, wie die Sprachfunktion im Fall von Marc – obwohl er nur wenige Anfälle hatte. Unsere Forschungsförderung hat einen wichtigen Beitrag geleistet, dass Marcs Ärzte mit Hilfe von Langzeituntersuchungen genau verstehen konnten, wo in seinem Hirn nachts sogenannte epileptische Entladungen stattfanden. Und noch besser: Dank dieser Erkenntnisse gelang es, Marcs Epilepsie so zu behandeln, dass er heute wieder versteht, was andere sagen oder fragen. Er besucht wieder die Schule und hat gute Aussichten auf ein erfülltes Leben.
Die aus dieser Geschichte gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Fachjournal veröffentlicht, damit sie auch anderen Kindern nützen können. Marc konnten seine Ärzte helfen – doch vielen anderen Kindern und Erwachsenen nicht. Sie sind wegen ihrer Epilepsie in ihrer Entwicklung behindert oder haben so viele Anfälle, dass ein normales Leben kaum möglich ist. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, Schweizer Forschungsgruppen zu fördern – damit wir Epilepsie besser verstehen und behandeln können!