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Zu diesen Schnittstellen zählen die Studentenkorps im 19. Jahrhundert, akademische Schützenverbindungen und Schiess-Sektionen von Studentenverbindungen, die Eidgenössischen Schützenfeste und ihre Akademikertage, studentische Pistolenduelle und jene Persönlichkeiten, die sowohl Schützen als auch Verbindungsstudenten waren.
Studentenkorps
Deren Ursprünge liegen im frühen 19. Jahrhundert. Nach der Pariser Julirevolution 1830 bot die Schweiz vielen Revolutionären Unterschlupf, weswegen man eine militärische Intervention durch das Ausland befürchtete. Am 23. Dezember verfügte die Tagsatzung eine Teilmobilisierung des eidgenössischen Heeres. Bei der Verteidigung ihrer Heimat wollten die Studenten nicht abseitsstehen, weshalb sie studentische Freikorps bildeten. In der Folge sollten solche noch im Louis-Napoleon-Handel 1838, in den Freischarenzügen 1845 bis 1847 und im Neuenburgerhandel 1856/57 entstehen. Neben diesen situativ entstandenen Freikorps besass die Universität Bern seit 1830 bzw. 1836 bis 1854 ein reguläres Studentenkorps, das regelmässig Schiessübungen abhielt und eine eigene Uniform besass.
Akademische Schützenverbindungen
Bis heute gilt der 1861 gegründete Schützenverein Schweizerischer Studierender (SSS) als einziger Verein, der sowohl Studentenverbindung als auch Schützenverein ist. Als Sektion des SSV nimmt er regelmässig an lokalen, kantonalen und nationalen Schützenfesten teil oder organisiert selbst Schützenfeste. Daneben unterhielten lokale Sektionen des Schweizerischen Zofingervereins verschiedene Schiess-Sektionen. Diese gab es in Lausanne (gegr. 1901), Genf (1901), Basel (1904) und Bern (1908), von denen aber heute keine mehr existiert.
Peter Weber, Sammlungsverantwortlicher im Schützenmuseum
Abbildung: Mitglieder des Schützenvereins Schweizer Studierender am Rütlischiessen 1924 (aus: Festschrift Schützenverein Schweizer Studierender Zürich).