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Zwei Drittel der Entwicklungsländer seien "auf dem Weg oder nahe an der Erfüllung von entscheidenden Zielen bei der Eindämmung von extremer Armut und Hunger", erklärten Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) in Washington zu den im Jahr 2000 von der internationalen Gemeinschaft formulierten Millenniumszielen.
Derzeit ergebe sich bei der Umsetzung der Millenniumsziele ein uneinheitliches, aber "oft hoffnungsvolles Bild". "Aber es bleibt selbst in den erfolgreichen Ländern noch viel zu tun", erklärte der für Entwicklung zuständige Weltbank-Direktor Hans Timmer.
Die Geberländer sollten die Fortschritte in den Entwicklungsländern unterstützen und ihnen mit Investitionen in Versorgungsstrukturen helfen, "den nächsten Schritt zu machen".
Von den Entwicklungsländern, die derzeit bei den Millenniumszielen hinterherhinkten, seien rund die Hälfte nicht weit davon entfernt, den Weg zur Umsetzung der Ziele zu beschreiten, heisst es in dem Bericht von Weltbank und IWF. "Mit verbesserter Politik und schnellerem Wachstum können diese Länder die Ziele 2015 oder früher noch erreichen."
17 Länder weit von Zielen weg
Nach Angaben von Wirtschaftsfachleuten sind allerdings 17 Länder weit davon entfernt, ihre Armutsraten im vorgegebenen Zeitraum zu halbieren.
Die Vereinten Nationen hatten 2000 einen 15-jährigen Zeitrahmen festgesetzt, um extreme Armut in der Welt zu halbieren, die Gesundheitsversorgung und Bildung in den Entwicklungsländern zu verbessern und die Rechte von Frauen zu stärken.
Die Zahl der Menschen weltweit, die von 1.25 Dollar oder weniger pro Tag leben, wird den Angaben zufolge bis 2015 auf 883 Millionen fallen. 1990 gab es noch 1,8 Milliarden extrem Arme, 2005 waren es 1,4 Milliarden.
Experten geben zu bedenken, dass die Fortschritte bei der Umsetzung der Millenniumsziele sich zu einem Grossteil auf das schnelle Wirtschaftswachstum in China und Indien stützen.
(cms/sda)