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Die Stromerzeugung in Kernkraftwerken beruht auf der Kernspaltung von Uran. Aus einem Kilogramm spaltbarem Uran kann man etwa zwei Millionen Mal mehr Energie gewinnen als mit der gleichen Menge Erdöl.
In der Schweiz werden fünf Kernreaktoren für praktisch kohlendioxidfreie Stromproduktion genutzt. Dabei entstehen radioaktive Abfälle. Vom in der Schweiz produzierten Strom stammen 40 Prozent aus Kernkraftwerken, 60 Prozent aus Wasserkraftwerken. Der dafür nötige Wasserkreislauf in der Atmosphäre (Verdunstung, Aufsteigen der Feuchtigkeit und Niederschlag) wird im Wesentlichen durch die Wärmestrahlung der Sonne angetrieben, die ihrerseits durch einen kernphysikalischen Prozess (Kernfusion) erzeugt wird.
In Leibstadt steht einer der fünf Kernreaktoren der Schweiz. Der Reaktor, in dem die Kernspaltung abläuft, befindet sich im kugelförmigen Gebäude. Er hat einen Durchmesser von etwa sechs Metern und eine Höhe von 22 Metern. (Bild: Kernkraftwerk Leibstadt)
Erdwärme entsteht zum grossen Teil durch Zerfall von natürlichen radioaktiven Stoffen in der Erd-
kruste. Zusammen mit der Ursprungswärme aus dem Erdkern bringen sie die Oberfläche auf eine Temperatur, welche die heutige Lebensvielfalt möglich macht.
In der Schweiz ist die Nutzung der Erdwärme mit Erdwärmesonden über Wärme-
pumpen weit verbreitet. Zudem wird das Potenzial für geothermische Kraftwerke zur Stromproduktion untersucht.