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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2022.00172 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 2 3. Dezember 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Branchen Versicherung Genossenschaft Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, arbeitet e bei der Y.___ AG und war dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft unfallversichert, als er am 7. Februar 2022 bei der Arbeit r ückwärts vom Podest herunterstieg und über eine Kiste, welche am Boden lag, stolperte. Dabei fiel er auf den Boden und die Schulter ( Urk. 7/K1). Tags darauf suchte er aufgrund der Schulterschmerzen seinen Hausarzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, auf ( Urk. 7/M1), der ihn an die Klinik A.___ überwies. Am 2 2. Februar 2022 erfolgte ein MRI der rechten Schulter, wobei unter anderem eine Ruptur der Sup raspinatussehne festgestellt wurde (Urk. 7/M2). Im Juni 2022 erfolgte eine O p eration ( Supraspinatussehnenr ekonstruktion ) ; drei Wo chen postoperativ habe sich ein guter Verlauf gezeigt ( Urk. 7/M6). Am 3. August 2022 erfolgte eine Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Unfallversicherung ( Urk. 7/M7). Ihre bisher ausgerichteten Leistung en stellte die Branchen Versicherung Genos senschaft mit Verfügung vom 28. März 2022 per 2 8. Februar 2022 ein ( Urk. 7/K5). Die vom Versicherten am 9. Mai 2022 erhobene Einsprache ( Urk. 7/K6 ; 7/K12 ) wies die Versicherung mit Entscheid vom 11. August 2022 ab ( Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 4. September 2022 Beschwerde gegen den Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 ( Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 0. Oktober 2022 beantragte die Branchen Versi cherung Genossenschaft die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 2 5. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat ( Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integ rität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund - heitsschadens mit dem im Sozialver sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid damit ( Urk. 2), dass ihr b eratender Arzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, zum Schluss gekommen sei, dass unter Würdigung aller tabella rischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», festzustellen sei, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Beschw erdeführers eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrschein lich nach einer Ko ntusion der Schulter überwiegen würden. Der S tatus quo ante vel sine sei spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen. Aufgrund dieser nachvollziehbaren Beu r teilung seien die Schulterbeschwerden rechts ab dem 1. März 2022 nicht mehr auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzu führen. Die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich vorbestehend und degenerativer Natur. Eine orthopädische Begutachtung zur Klärung dieser Frage sei nicht notwendig (S. 3). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 6), dass der von ihr zugezogene Facharzt Dr. B.___ die Kriterien gemäss «Schulter trauma -C heck» für eine traumatisch entstandene Rotatorenmanschettenruptur für eindeutig nicht erfüllt gesehen habe (S. 3). Der natürliche Kausalzusammenhang müsse ab März 2022 zwischen dem Ereignis vom 7. Februar 2022 und den persistierenden Beschwerden verneint werden (S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber sinngemäss geltend ( Urk. 1), sein operierender Arzt habe mehrfach bestätigt, dass die Verletzungen definitiv mit den Stürzen zu verbinden seien. Er habe bis dahin keine körperlichen Einschrän kungen gehabt. Der beigezogene Arzt der Versicherung habe ihn persönlich nie untersucht. 3. 3.1 Im Bericht von Dr. Z.___ vom 2 1. Februar 2022 ( Urk. 7/M1) wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 7. Februar 2022 bei der Arbeit von einer Bühne rück- und seitwärts über ein Böckli gestürzt sei und dabei einen Schlag auf die Hüfte rechts, Rücken, Hand, Schulter und Ellenbogen rechts erlitten habe. Er habe den rechten Arm nicht mehr heben können und habe Schmerzen im Schulterdach gehabt. Es erfolgte eine Überweisung an die Klinik A.___ (S. 1). 3.2 Dr. med. C.___, Assistenzarzt Orthopädie, und Dr. D.___, Oberarzt Ortho pädie, von der Klinik A.___, hielten im Bericht vom 7. März 2022 (Urk. 7/M3) fest, dass sich klinisch und im MRI beim Bes chwerdeführer eine kleine Supra spi natussehnenruptur mit klinischem Kraftdefizit in der Abduktion und Insta bilität der langen Bizepssehne zwei W ochen posttraumatisch zeige (S. 2). 3.3 Im Bericht des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) wurde ausgeführt, dass sich gemäss MRT vom 2 2. Februar 2022 bei klaren arthrotischen Verhältnissen überwiegend wahr scheinlich rein degenerativ bedingte Befunde einer Supraspinatussehnenläsion mit AC-Gelenksarthrose, subacromi a ler Enge und Labrumdegeneration gezeigt hätten. Nach einer Kontusion am 7. Februar 2022 seien hier gemäss dem «Schul tertrauma -C heck» der SAEZ 03/2021 die Kriterien einer traumatisch entstehenden Rotatorenmanschettenruptur eindeutig nicht erfüllt. Dies gelte insbesondere für die beiden wichtigen Indikatoren der Tabelle: Kontusion durch Sturz und die Vor schäden der Degeneration würden hier die natürliche Kausalität des Ereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Befund in der MRT-Untersuchung zwei Wochen später verunmöglichen. Somit sei hier nach einer Schulterkontusion mit einem rein sympt omatisch werdenden degenerativ beding ten Vorzustand der Status quo ante vel sine nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht gewesen. 3.4 Dr. D.___ führt e im Bericht vom 2 8. Juni 2022 ( Urk. 7/M6) folgende Diag nosen auf (S. 1): - AKO, LBS-Tenotomie, Akromioplastik, AC-Gelenksresektion, AC- CoPlaning, Bursektomie, Supraspinatussehnenrekonstruktion in Double- Row - Suture -Bridge-Technik - Mini-open subpectorale LBS Tenodese links (1x Biceps Button) mit/bei: - MR-tomografisch verifizierte r transmurale r Ruptur der Supraspinatus sehne, fragliche r Pulley Läsion mit Instabilität der langen Bizepssehne und Brusitis subacromialis - AC-Gelenkarthr ose Drei Wochen postoperativ zeige sich ein guter Verlauf. Physiotherapie werde regelmässig durchgeführt. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2). 3.5 Derselbe führte im Bericht vom 9. Juli 2022 aus ( Urk. 7/K12), dass ein direkter Anprall in Anbetracht der aktuellen Literatur sehr wohl geeignet sei, eine Rota torenmanschettenruptur zu verursachen. Er verweise dazu auf das Schreiben der Expertengruppe Schulter/Ellenbogen der s wiss o rthop ae dics an das Schweize rische Bundesgericht vom 1. Oktober 202 0. Ohne genaue Analyse des Unfall mechanismus lasse sich keinesfalls ausschliessen, dass ein leicht aussenrotierter Arm exzentrisch gegen Widerstand forciert aussenrotiert worden sei, weswegen er den Ablehnungsgrund der Versicherung anzweifle (S. 1). Die Bemerkung, dass «sehr häufig» asymptomatische Läsionen der Rotatoren m anschette vorbestehend seien, müsse streng in Abhängigkeit des Alters betrachtet werden. Im Alter von 50 bis 60 Jahre n liege die Prävalenz transmuraler Rotatorenmanschettenläsionen zwischen 2 % und 10 %. In der Altersgruppe des B esch werdeführers könne daher keinesfalls mit einer sehr häufigen Prävalenz argumentiert werden (S. 2). 3.6 Dr. B.___ führte am 3. August 2022 eine Aktenbeurteilung UVG zu H ande n der Unfallversicherung du r ch ( Urk. 7/M7). Darin hielt er fest, dass die beklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürli chem Kausalzusammenhang zum gemeldeten Ereignis stünden (S. 6). Unter Würdigung aller tabellarischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», welcher die von Dr. D.___ genannte Literaturquelle kritisch mitberücksichtig e - mit Ein teilung in Gewichtung -, sei festzustellen, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schulter des Versic herten hier eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrscheinlich nach einer Kontusion der rechten Schulter überwiegen würden. Es werde daher unter Hinzuziehung der etablierten Literatur - bei retrospektiver Fragestellung - kein Anlass gesehen, eine Begutachtung durchzuführen. Der Status quo ante vel sine sei hier spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen (S. 9). 4. 4.1 Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 7. Februar 2022 einen Umfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi cherungsrechts (ATSG) darstellt. Strittig und zu prüfen ist dagegen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 2 8. Februar 2022 unter Hinweis auf das Erreichen des Status quo sine vel ante eingestellt hat, beziehungsweise, ob die danach weiterhin bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) und 3. August 2022 ( Urk. 7/M7). Darin führt e er für seine mediz i nische Einschätzung im Wesentlichen die Literatur zum «Schultertrauma -C he c k» auf (Der Schulter trauma-Check, Schweizerische Ärztezeitung, 2021) und gelangt e dadurch zum Schluss, dass die Beschwerden ab 1. März 2022 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien, da überwiegend dege nerative Veränderungen in der rechten Schulter vorliegen würden. 4.3 4.3.1 In seiner ärztlichen Stellungnahme vom 3. August 2022 verwies Dr. B.___ unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_446/2019 vom 2 2. Oktober 201 9. Darin wurde auf medizinische Literatur verwiesen, wonach eine Rotatoren manschettenschädigung ein fixiertes Schultergelenk und eine plötzliche passive Bewegung voraussetzt (E. 5.2.2). V orweg ist dazu festzuhalten, dass besagtes Urteil nicht mehr der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht und überholt ist. M it Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2021 vom 1 6. Dezember 2021 E. 4.1 wurde konstatiert, dass, ob und inwiefern Anpralltraumen g eeignet sind, Rotatorenmanschettenläsionen auszulösen oder zu verursachen, in der neueren medizinischen Literatur kontrovers diskutiert wird. Die Haltung von swiss orthopaedics hinsichtlich der Frage, ob auch ein Sturz mit direktem Schulteranprall geeignet ist, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen, wie auch in Bezug auf den Einfluss des Alters, ist keineswegs unumstritten. Richtig ist, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmecha nismus keine übergeordnete Bedeutung mehr b eigemessen wird. Es sind dementsprechend bei der ärztlichen Beurteilung d ie bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, der Unfallhergang, de r Primärbefund und de r Verlauf zu berück sichtig en und der Unfallmechanismus ist nicht als gewichtiges, sondern als ein einzelnes Indiz unter mehreren zu werten. Denn oftmals, wie auch hier, kann der genaue Unfallhergang nicht mehr rekonstruiert werden. Vielmehr sind die ein zelnen für oder gegen eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht zu diskutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumin dest überwiegend wahrscheinlich ist. 4.3.2 Dr. B.___ führt e in seiner Stellungnahme aus, dass als starke Gewichtung die zwei Indikatoren Schadenmechanismus und Bildgebung gelten würden (Urk. 7/M 7 S. 7). Dies ist nach der soeben zitierten bundesgerichtlichen Recht sprechung jedoch zumindest in Bezug auf den Unfallmechanismus nicht zutref fend. Insbesondere wenn er ausführt, das s als traumatisch genannt e Kriterien eine Schulterverren kung, massive plötzliche, reissende exzentrische Belastung des Armes bei muskulärer Fixierung der Rotatorenmanschette und gleichzeitiger passiver Rotation des Armes hier nicht vorgelegen hätten und Kontusionen und aktive Bewegung nicht in der Lage seien, die Rotatorenmanschette in einem vorwiegenden Teil ruptieren zu lassen ( Urk. 7/M7 S. 8), bestehen nach dem Gesagten zumindest geringe Zweifel an seiner Beurteilung, weswegen sie bereits deshalb nicht beweiskräftig ist (vgl. E. 1.4). 4.3.3 Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der von Dr. B.___ zitier te «Schulter trauma-Check» eine Hilfestellung für eine nachvollziehbare (versicherungs-)me dizinische Beurte ilung eines ak u t entstandenen Schulterschmerz es zwecks Abgrenzung von traumatischen Veränderungen zu solchen bei Abnützung und Erkrankung liefert. E s wird dabei auf Art. 6 Abs. 2 UVG zu den unfallähnlichen Körperschäden verwiesen. Bei diesen Körperschäden hat die Unfallversicherung ihre Leistungen zu erbringen, wenn sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Vorliegend liegt aber kein Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 2 UVG vor, da unbestrittenermassen ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erfolgt ist (vgl. vorstehende E. 4.1) und die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bereits bis 2 8. Februar 2022 anerkannt hat. D ie Beschwerdegeg nerin hätte somit die Frage schlüssig und nachvollziehbar beantworten müssen, ob der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht, also ob der S tatus quo sine vel ante eingetreten ist (vgl. vorstehend e E. 1.3). Zu diesem Punkt aber äussert sich D r. B.___ nicht in nachvollziehbarer Weise mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwi egenden Wahrscheinlichkeit. Jedenfalls genügt seine Einschätzung, wonach die Kriterien der erk r ankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Versicherten überwiegen würden ( Urk. 7/M7 S. 9) nicht, um damit den Wegfall der Teilkausalität und den Eintritt des S tatus quo sine vel ante per 2 8. Februar 2022 zu begründen. 4.3.4 Insbesondere w enn Dr. B.___ ausführt, dass der Beschwerdeführer bereits konventionell radiologisch einen Tag nach dem Unfall erhebliche degenerative Befunde aufwies, darunter Muskelverfettung Grad II Goutalier, Retraktion 17mm Supraspinatussehne (Grad Patte II nach 15 Tagen statt zu erwarten in ca. eins bis zwei Monaten), fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose, Labrumdegeneration mit gangl i ösen Veränderungen, Bursitis sub a cromialis und Tendinopathie Subsca pularis ( Urk. 7/M 7 S. 7-8), verkennt er dabei, dass selbst wenn ein degenerativer Vorzustand bestanden hätte, zu beachten gewesen wäre, dass nach der Recht sprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträch tigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Scha denseintritts eine unerlässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eige nständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene ( Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen ). Ist die Operation somit vorliegend trotz allfälliger vorbestehender degenerativer Veränderungen in der rechten Schulter infolge der am 7. Februar 2022 erlittenen Kontusion früher notwendig geworden, als dies ohne das Unfallereignis der Fall gewesen wäre, so trifft die Unfallversicherung im Zusammenhang mit den Operations- und den Folgekosten wie auch mit der sich daraus ergebenden Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit eine Leistungspflicht. Denn schafft der Vorzu stand eine erst latente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache. Entsprechend hätte die Unfallversicherung auch bei einem Vorzustand Versiche rungsleistungen zu erbringen, bis mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliess lich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesge richts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2). Diese Fragen werden von Dr. B.___ nicht schlüssig und nachvollziehbar beantwortet. 4. 4 Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass an den Beurteilungen von Dr. B.___ Zweifel bestehen. Es wird damit nicht schlüssig begründet, weshalb das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 ohne kausale Bedeutung für die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden rechts und insbesondere die im Juni 2022 notwendig gewordene Supraspinatussehnen rekonstruktion sein soll (Urk. 7/M6). Dies müsste jedoch angesichts der Beweis lastverteilung seitens der Beschwerdegegn erin nachgewiesen werden. Die Sache ist daher zur unabhängigen externen B eg utachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerd en rechts auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. Falls die Schulterbeschwerden als vorbe stehend qualifiziert würden, wäre weiter zu klären, ob das genannte Unfaller eignis zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung geführt hat, die bestehenden Beschwerden allein auf den Vorzustand zurückzuführen sind oder auch noch durch die unfallbedingten Schädigungen unterhalten werden. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab 1. März 2022 neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Rechtsanwalt Mark A. Glavas - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2022.00172 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 2 3. Dezember 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Branchen Versicherung Genossenschaft Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, arbeitet e bei der Y.___ AG und war dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft unfallversichert, als er am 7. Februar 2022 bei der Arbeit r ückwärts vom Podest herunterstieg und über eine Kiste, welche am Boden lag, stolperte. Dabei fiel er auf den Boden und die Schulter ( Urk. 7/K1). Tags darauf suchte er aufgrund der Schulterschmerzen seinen Hausarzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, auf ( Urk. 7/M1), der ihn an die Klinik A.___ überwies. Am 2 2. Februar 2022 erfolgte ein MRI der rechten Schulter, wobei unter anderem eine Ruptur der Sup raspinatussehne festgestellt wurde (Urk. 7/M2). Im Juni 2022 erfolgte eine O p eration ( Supraspinatussehnenr ekonstruktion ) ; drei Wo chen postoperativ habe sich ein guter Verlauf gezeigt ( Urk. 7/M6). Am 3. August 2022 erfolgte eine Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Unfallversicherung ( Urk. 7/M7). Ihre bisher ausgerichteten Leistung en stellte die Branchen Versicherung Genos senschaft mit Verfügung vom 28. März 2022 per 2 8. Februar 2022 ein ( Urk. 7/K5). Die vom Versicherten am 9. Mai 2022 erhobene Einsprache ( Urk. 7/K6 ; 7/K12 ) wies die Versicherung mit Entscheid vom 11. August 2022 ab ( Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 4. September 2022 Beschwerde gegen den Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 ( Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 0. Oktober 2022 beantragte die Branchen Versi cherung Genossenschaft die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 2 5. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat ( Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integ rität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund - heitsschadens mit dem im Sozialver sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid damit ( Urk. 2), dass ihr b eratender Arzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, zum Schluss gekommen sei, dass unter Würdigung aller tabella rischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», festzustellen sei, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Beschw erdeführers eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrschein lich nach einer Ko ntusion der Schulter überwiegen würden. Der S tatus quo ante vel sine sei spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen. Aufgrund dieser nachvollziehbaren Beu r teilung seien die Schulterbeschwerden rechts ab dem 1. März 2022 nicht mehr auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzu führen. Die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich vorbestehend und degenerativer Natur. Eine orthopädische Begutachtung zur Klärung dieser Frage sei nicht notwendig (S. 3). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 6), dass der von ihr zugezogene Facharzt Dr. B.___ die Kriterien gemäss «Schulter trauma -C heck» für eine traumatisch entstandene Rotatorenmanschettenruptur für eindeutig nicht erfüllt gesehen habe (S. 3). Der natürliche Kausalzusammenhang müsse ab März 2022 zwischen dem Ereignis vom 7. Februar 2022 und den persistierenden Beschwerden verneint werden (S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber sinngemäss geltend ( Urk. 1), sein operierender Arzt habe mehrfach bestätigt, dass die Verletzungen definitiv mit den Stürzen zu verbinden seien. Er habe bis dahin keine körperlichen Einschrän kungen gehabt. Der beigezogene Arzt der Versicherung habe ihn persönlich nie untersucht. 3. 3.1 Im Bericht von Dr. Z.___ vom 2 1. Februar 2022 ( Urk. 7/M1) wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 7. Februar 2022 bei der Arbeit von einer Bühne rück- und seitwärts über ein Böckli gestürzt sei und dabei einen Schlag auf die Hüfte rechts, Rücken, Hand, Schulter und Ellenbogen rechts erlitten habe. Er habe den rechten Arm nicht mehr heben können und habe Schmerzen im Schulterdach gehabt. Es erfolgte eine Überweisung an die Klinik A.___ (S. 1). 3.2 Dr. med. C.___, Assistenzarzt Orthopädie, und Dr. D.___, Oberarzt Ortho pädie, von der Klinik A.___, hielten im Bericht vom 7. März 2022 (Urk. 7/M3) fest, dass sich klinisch und im MRI beim Bes chwerdeführer eine kleine Supra spi natussehnenruptur mit klinischem Kraftdefizit in der Abduktion und Insta bilität der langen Bizepssehne zwei W ochen posttraumatisch zeige (S. 2). 3.3 Im Bericht des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) wurde ausgeführt, dass sich gemäss MRT vom 2 2. Februar 2022 bei klaren arthrotischen Verhältnissen überwiegend wahr scheinlich rein degenerativ bedingte Befunde einer Supraspinatussehnenläsion mit AC-Gelenksarthrose, subacromi a ler Enge und Labrumdegeneration gezeigt hätten. Nach einer Kontusion am 7. Februar 2022 seien hier gemäss dem «Schul tertrauma -C heck» der SAEZ 03/2021 die Kriterien einer traumatisch entstehenden Rotatorenmanschettenruptur eindeutig nicht erfüllt. Dies gelte insbesondere für die beiden wichtigen Indikatoren der Tabelle: Kontusion durch Sturz und die Vor schäden der Degeneration würden hier die natürliche Kausalität des Ereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Befund in der MRT-Untersuchung zwei Wochen später verunmöglichen. Somit sei hier nach einer Schulterkontusion mit einem rein sympt omatisch werdenden degenerativ beding ten Vorzustand der Status quo ante vel sine nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht gewesen. 3.4 Dr. D.___ führt e im Bericht vom 2 8. Juni 2022 ( Urk. 7/M6) folgende Diag nosen auf (S. 1): - AKO, LBS-Tenotomie, Akromioplastik, AC-Gelenksresektion, AC- CoPlaning, Bursektomie, Supraspinatussehnenrekonstruktion in Double- Row - Suture -Bridge-Technik - Mini-open subpectorale LBS Tenodese links (1x Biceps Button) mit/bei: - MR-tomografisch verifizierte r transmurale r Ruptur der Supraspinatus sehne, fragliche r Pulley Läsion mit Instabilität der langen Bizepssehne und Brusitis subacromialis - AC-Gelenkarthr ose Drei Wochen postoperativ zeige sich ein guter Verlauf. Physiotherapie werde regelmässig durchgeführt. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2). 3.5 Derselbe führte im Bericht vom 9. Juli 2022 aus ( Urk. 7/K12), dass ein direkter Anprall in Anbetracht der aktuellen Literatur sehr wohl geeignet sei, eine Rota torenmanschettenruptur zu verursachen. Er verweise dazu auf das Schreiben der Expertengruppe Schulter/Ellenbogen der s wiss o rthop ae dics an das Schweize rische Bundesgericht vom 1. Oktober 202 0. Ohne genaue Analyse des Unfall mechanismus lasse sich keinesfalls ausschliessen, dass ein leicht aussenrotierter Arm exzentrisch gegen Widerstand forciert aussenrotiert worden sei, weswegen er den Ablehnungsgrund der Versicherung anzweifle (S. 1). Die Bemerkung, dass «sehr häufig» asymptomatische Läsionen der Rotatoren m anschette vorbestehend seien, müsse streng in Abhängigkeit des Alters betrachtet werden. Im Alter von 50 bis 60 Jahre n liege die Prävalenz transmuraler Rotatorenmanschettenläsionen zwischen 2 % und 10 %. In der Altersgruppe des B esch werdeführers könne daher keinesfalls mit einer sehr häufigen Prävalenz argumentiert werden (S. 2). 3.6 Dr. B.___ führte am 3. August 2022 eine Aktenbeurteilung UVG zu H ande n der Unfallversicherung du r ch ( Urk. 7/M7). Darin hielt er fest, dass die beklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürli chem Kausalzusammenhang zum gemeldeten Ereignis stünden (S. 6). Unter Würdigung aller tabellarischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», welcher die von Dr. D.___ genannte Literaturquelle kritisch mitberücksichtig e - mit Ein teilung in Gewichtung -, sei festzustellen, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schulter des Versic herten hier eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrscheinlich nach einer Kontusion der rechten Schulter überwiegen würden. Es werde daher unter Hinzuziehung der etablierten Literatur - bei retrospektiver Fragestellung - kein Anlass gesehen, eine Begutachtung durchzuführen. Der Status quo ante vel sine sei hier spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen (S. 9). 4. 4.1 Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 7. Februar 2022 einen Umfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi cherungsrechts (ATSG) darstellt. Strittig und zu prüfen ist dagegen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 2 8. Februar 2022 unter Hinweis auf das Erreichen des Status quo sine vel ante eingestellt hat, beziehungsweise, ob die danach weiterhin bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) und 3. August 2022 ( Urk. 7/M7). Darin führt e er für seine mediz i nische Einschätzung im Wesentlichen die Literatur zum «Schultertrauma -C he c k» auf (Der Schulter trauma-Check, Schweizerische Ärztezeitung, 2021) und gelangt e dadurch zum Schluss, dass die Beschwerden ab 1. März 2022 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien, da überwiegend dege nerative Veränderungen in der rechten Schulter vorliegen würden. 4.3 4.3.1 In seiner ärztlichen Stellungnahme vom 3. August 2022 verwies Dr. B.___ unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_446/2019 vom 2 2. Oktober 201 9. Darin wurde auf medizinische Literatur verwiesen, wonach eine Rotatoren manschettenschädigung ein fixiertes Schultergelenk und eine plötzliche passive Bewegung voraussetzt (E. 5.2.2). V orweg ist dazu festzuhalten, dass besagtes Urteil nicht mehr der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht und überholt ist. M it Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2021 vom 1 6. Dezember 2021 E. 4.1 wurde konstatiert, dass, ob und inwiefern Anpralltraumen g eeignet sind, Rotatorenmanschettenläsionen auszulösen oder zu verursachen, in der neueren medizinischen Literatur kontrovers diskutiert wird. Die Haltung von swiss orthopaedics hinsichtlich der Frage, ob auch ein Sturz mit direktem Schulteranprall geeignet ist, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen, wie auch in Bezug auf den Einfluss des Alters, ist keineswegs unumstritten. Richtig ist, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmecha nismus keine übergeordnete Bedeutung mehr b eigemessen wird. Es sind dementsprechend bei der ärztlichen Beurteilung d ie bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, der Unfallhergang, de r Primärbefund und de r Verlauf zu berück sichtig en und der Unfallmechanismus ist nicht als gewichtiges, sondern als ein einzelnes Indiz unter mehreren zu werten. Denn oftmals, wie auch hier, kann der genaue Unfallhergang nicht mehr rekonstruiert werden. Vielmehr sind die ein zelnen für oder gegen eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht zu diskutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumin dest überwiegend wahrscheinlich ist. 4.3.2 Dr. B.___ führt e in seiner Stellungnahme aus, dass als starke Gewichtung die zwei Indikatoren Schadenmechanismus und Bildgebung gelten würden (Urk. 7/M 7 S. 7). Dies ist nach der soeben zitierten bundesgerichtlichen Recht sprechung jedoch zumindest in Bezug auf den Unfallmechanismus nicht zutref fend. Insbesondere wenn er ausführt, das s als traumatisch genannt e Kriterien eine Schulterverren kung, massive plötzliche, reissende exzentrische Belastung des Armes bei muskulärer Fixierung der Rotatorenmanschette und gleichzeitiger passiver Rotation des Armes hier nicht vorgelegen hätten und Kontusionen und aktive Bewegung nicht in der Lage seien, die Rotatorenmanschette in einem vorwiegenden Teil ruptieren zu lassen ( Urk. 7/M7 S. 8), bestehen nach dem Gesagten zumindest geringe Zweifel an seiner Beurteilung, weswegen sie bereits deshalb nicht beweiskräftig ist (vgl. E. 1.4). 4.3.3 Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der von Dr. B.___ zitier te «Schulter trauma-Check» eine Hilfestellung für eine nachvollziehbare (versicherungs-)me dizinische Beurte ilung eines ak u t entstandenen Schulterschmerz es zwecks Abgrenzung von traumatischen Veränderungen zu solchen bei Abnützung und Erkrankung liefert. E s wird dabei auf Art. 6 Abs. 2 UVG zu den unfallähnlichen Körperschäden verwiesen. Bei diesen Körperschäden hat die Unfallversicherung ihre Leistungen zu erbringen, wenn sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Vorliegend liegt aber kein Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 2 UVG vor, da unbestrittenermassen ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erfolgt ist (vgl. vorstehende E. 4.1) und die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bereits bis 2 8. Februar 2022 anerkannt hat. D ie Beschwerdegeg nerin hätte somit die Frage schlüssig und nachvollziehbar beantworten müssen, ob der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht, also ob der S tatus quo sine vel ante eingetreten ist (vgl. vorstehend e E. 1.3). Zu diesem Punkt aber äussert sich D r. B.___ nicht in nachvollziehbarer Weise mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwi egenden Wahrscheinlichkeit. Jedenfalls genügt seine Einschätzung, wonach die Kriterien der erk r ankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Versicherten überwiegen würden ( Urk. 7/M7 S. 9) nicht, um damit den Wegfall der Teilkausalität und den Eintritt des S tatus quo sine vel ante per 2 8. Februar 2022 zu begründen. 4.3.4 Insbesondere w enn Dr. B.___ ausführt, dass der Beschwerdeführer bereits konventionell radiologisch einen Tag nach dem Unfall erhebliche degenerative Befunde aufwies, darunter Muskelverfettung Grad II Goutalier, Retraktion 17mm Supraspinatussehne (Grad Patte II nach 15 Tagen statt zu erwarten in ca. eins bis zwei Monaten), fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose, Labrumdegeneration mit gangl i ösen Veränderungen, Bursitis sub a cromialis und Tendinopathie Subsca pularis ( Urk. 7/M 7 S. 7-8), verkennt er dabei, dass selbst wenn ein degenerativer Vorzustand bestanden hätte, zu beachten gewesen wäre, dass nach der Recht sprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträch tigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Scha denseintritts eine unerlässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eige nständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene ( Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen ). Ist die Operation somit vorliegend trotz allfälliger vorbestehender degenerativer Veränderungen in der rechten Schulter infolge der am 7. Februar 2022 erlittenen Kontusion früher notwendig geworden, als dies ohne das Unfallereignis der Fall gewesen wäre, so trifft die Unfallversicherung im Zusammenhang mit den Operations- und den Folgekosten wie auch mit der sich daraus ergebenden Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit eine Leistungspflicht. Denn schafft der Vorzu stand eine erst latente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache. Entsprechend hätte die Unfallversicherung auch bei einem Vorzustand Versiche rungsleistungen zu erbringen, bis mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliess lich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesge richts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2). Diese Fragen werden von Dr. B.___ nicht schlüssig und nachvollziehbar beantwortet. 4. 4 Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass an den Beurteilungen von Dr. B.___ Zweifel bestehen. Es wird damit nicht schlüssig begründet, weshalb das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 ohne kausale Bedeutung für die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden rechts und insbesondere die im Juni 2022 notwendig gewordene Supraspinatussehnen rekonstruktion sein soll (Urk. 7/M6). Dies müsste jedoch angesichts der Beweis lastverteilung seitens der Beschwerdegegn erin nachgewiesen werden. Die Sache ist daher zur unabhängigen externen B eg utachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerd en rechts auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. Falls die Schulterbeschwerden als vorbe stehend qualifiziert würden, wäre weiter zu klären, ob das genannte Unfaller eignis zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung geführt hat, die bestehenden Beschwerden allein auf den Vorzustand zurückzuführen sind oder auch noch durch die unfallbedingten Schädigungen unterhalten werden. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab 1. März 2022 neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Rechtsanwalt Mark A. Glavas - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2022.00172 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 2 3. Dezember 2022

UV.2022.00172

UV.2022.00172

UV.2022.00172 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Urteil vom 2 3. Dezember 2022

Urteil vom 2 3. Dezember 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gegen

gegen Branchen Versicherung Genossenschaft

Branchen Versicherung Genossenschaft Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich

Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG

Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich

Markusstrasse 10, 8006 Zürich Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, arbeitet e bei der Y.___ AG und war dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft unfallversichert, als er am 7. Februar 2022 bei der Arbeit r ückwärts vom Podest herunterstieg und über eine Kiste, welche am Boden lag, stolperte. Dabei fiel er auf den Boden und die Schulter ( Urk. 7/K1). Tags darauf suchte er aufgrund der Schulterschmerzen seinen Hausarzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, auf ( Urk. 7/M1), der ihn an die Klinik A.___ überwies. Am 2 2. Februar 2022 erfolgte ein MRI der rechten Schulter, wobei unter anderem eine Ruptur der Sup raspinatussehne festgestellt wurde (Urk. 7/M2). Im Juni 2022 erfolgte eine O p eration ( Supraspinatussehnenr ekonstruktion ) ; drei Wo chen postoperativ habe sich ein guter Verlauf gezeigt ( Urk. 7/M6). Am 3. August 2022 erfolgte eine Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Unfallversicherung ( Urk. 7/M7).

1. X.___, geboren 1961, arbeitet e bei der Y.___ AG und war dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft unfallversichert, als er am 7. Februar 2022 bei der Arbeit r ückwärts vom Podest herunterstieg und über eine Kiste, welche am Boden lag, stolperte. Dabei fiel er auf den Boden und die Schulter ( Urk. 7/K1). Tags darauf suchte er aufgrund der Schulterschmerzen seinen Hausarzt, Dr. med. Z.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, auf ( Urk. 7/M1), der ihn an die Klinik A.___ überwies. Am 2 2. Februar 2022 erfolgte ein MRI der rechten Schulter, wobei unter anderem eine Ruptur der Sup raspinatussehne festgestellt wurde (Urk. 7/M2). Im Juni 2022 erfolgte eine O p eration ( Supraspinatussehnenr ekonstruktion ) ; drei Wo chen postoperativ habe sich ein guter Verlauf gezeigt ( Urk. 7/M6). Am 3. August 2022 erfolgte eine Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Unfallversicherung ( Urk. 7/M7). Ihre bisher ausgerichteten Leistung en stellte die Branchen Versicherung Genos senschaft mit Verfügung vom 28. März 2022 per 2 8. Februar 2022 ein ( Urk. 7/K5). Die vom Versicherten am 9. Mai 2022 erhobene Einsprache ( Urk. 7/K6 ; 7/K12 ) wies die Versicherung mit Entscheid vom 11. August 2022 ab ( Urk. 2).

Ihre bisher ausgerichteten Leistung en stellte die Branchen Versicherung Genos senschaft mit Verfügung vom 28. März 2022 per 2 8. Februar 2022 ein ( Urk. 7/K5). Die vom Versicherten am 9. Mai 2022 erhobene Einsprache ( Urk. 7/K6 ; 7/K12 ) wies die Versicherung mit Entscheid vom 11. August 2022 ab ( Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 4. September 2022 Beschwerde gegen den Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 ( Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen ( Urk. 1).

2. Der Versicherte erhob am 1 4. September 2022 Beschwerde gegen den Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 ( Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 0. Oktober 2022 beantragte die Branchen Versi cherung Genossenschaft die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 2 5. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9).

Mit Beschwerdeantwort vom 2 0. Oktober 2022 beantragte die Branchen Versi cherung Genossenschaft die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 2 5. Oktober 2022 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).

1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat ( Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integ rität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat ( Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integ rität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.).

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund - heitsschadens mit dem im Sozialver sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).

1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund heitsschadens mit dem im Sozialver sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid damit ( Urk. 2), dass ihr b eratender Arzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, zum Schluss gekommen sei, dass unter Würdigung aller tabella rischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», festzustellen sei, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Beschw erdeführers eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrschein lich nach einer Ko ntusion der Schulter überwiegen würden. Der S tatus quo ante vel sine sei spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen. Aufgrund dieser nachvollziehbaren Beu r teilung seien die Schulterbeschwerden rechts ab dem 1. März 2022 nicht mehr auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzu führen. Die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich vorbestehend und degenerativer Natur. Eine orthopädische Begutachtung zur Klärung dieser Frage sei nicht notwendig (S. 3).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid damit ( Urk. 2), dass ihr b eratender Arzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, zum Schluss gekommen sei, dass unter Würdigung aller tabella rischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», festzustellen sei, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Beschw erdeführers eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrschein lich nach einer Ko ntusion der Schulter überwiegen würden. Der S tatus quo ante vel sine sei spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen. Aufgrund dieser nachvollziehbaren Beu r teilung seien die Schulterbeschwerden rechts ab dem 1. März 2022 nicht mehr auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzu führen. Die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich vorbestehend und degenerativer Natur. Eine orthopädische Begutachtung zur Klärung dieser Frage sei nicht notwendig (S. 3). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 6), dass der von ihr zugezogene Facharzt Dr. B.___ die Kriterien gemäss «Schulter trauma -C heck» für eine traumatisch entstandene Rotatorenmanschettenruptur für eindeutig nicht erfüllt gesehen habe (S. 3). Der natürliche Kausalzusammenhang müsse ab März 2022 zwischen dem Ereignis vom 7. Februar 2022 und den persistierenden Beschwerden verneint werden (S. 4).

Die Beschwerdegegnerin ergänzte in ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 6), dass der von ihr zugezogene Facharzt Dr. B.___ die Kriterien gemäss «Schulter trauma -C heck» für eine traumatisch entstandene Rotatorenmanschettenruptur für eindeutig nicht erfüllt gesehen habe (S. 3). Der natürliche Kausalzusammenhang müsse ab März 2022 zwischen dem Ereignis vom 7. Februar 2022 und den persistierenden Beschwerden verneint werden (S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber sinngemäss geltend ( Urk. 1), sein operierender Arzt habe mehrfach bestätigt, dass die Verletzungen definitiv mit den Stürzen zu verbinden seien. Er habe bis dahin keine körperlichen Einschrän kungen gehabt. Der beigezogene Arzt der Versicherung habe ihn persönlich nie untersucht.

2.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber sinngemäss geltend ( Urk. 1), sein operierender Arzt habe mehrfach bestätigt, dass die Verletzungen definitiv mit den Stürzen zu verbinden seien. Er habe bis dahin keine körperlichen Einschrän kungen gehabt. Der beigezogene Arzt der Versicherung habe ihn persönlich nie untersucht. 3.

3. 3.1 Im Bericht von Dr. Z.___ vom 2 1. Februar 2022 ( Urk. 7/M1) wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 7. Februar 2022 bei der Arbeit von einer Bühne rück- und seitwärts über ein Böckli gestürzt sei und dabei einen Schlag auf die Hüfte rechts, Rücken, Hand, Schulter und Ellenbogen rechts erlitten habe. Er habe den rechten Arm nicht mehr heben können und habe Schmerzen im Schulterdach gehabt. Es erfolgte eine Überweisung an die Klinik A.___ (S. 1).

3.1 Im Bericht von Dr. Z.___ vom 2 1. Februar 2022 ( Urk. 7/M1) wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 7. Februar 2022 bei der Arbeit von einer Bühne rück- und seitwärts über ein Böckli gestürzt sei und dabei einen Schlag auf die Hüfte rechts, Rücken, Hand, Schulter und Ellenbogen rechts erlitten habe. Er habe den rechten Arm nicht mehr heben können und habe Schmerzen im Schulterdach gehabt. Es erfolgte eine Überweisung an die Klinik A.___ (S. 1). 3.2 Dr. med. C.___, Assistenzarzt Orthopädie, und Dr. D.___, Oberarzt Ortho pädie, von der Klinik A.___, hielten im Bericht vom 7. März 2022 (Urk. 7/M3) fest, dass sich klinisch und im MRI beim Bes chwerdeführer eine kleine Supra spi natussehnenruptur mit klinischem Kraftdefizit in der Abduktion und Insta bilität der langen Bizepssehne zwei W ochen posttraumatisch zeige (S. 2).

3.2 Dr. med. C.___, Assistenzarzt Orthopädie, und Dr. D.___, Oberarzt Ortho pädie, von der Klinik A.___, hielten im Bericht vom 7. März 2022 (Urk. 7/M3) fest, dass sich klinisch und im MRI beim Bes chwerdeführer eine kleine Supra spi natussehnenruptur mit klinischem Kraftdefizit in der Abduktion und Insta bilität der langen Bizepssehne zwei W ochen posttraumatisch zeige (S. 2). 3.3 Im Bericht des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) wurde ausgeführt, dass sich gemäss MRT vom 2 2. Februar 2022 bei klaren arthrotischen Verhältnissen überwiegend wahr scheinlich rein degenerativ bedingte Befunde einer Supraspinatussehnenläsion mit AC-Gelenksarthrose, subacromi a ler Enge und Labrumdegeneration gezeigt hätten. Nach einer Kontusion am 7. Februar 2022 seien hier gemäss dem «Schul tertrauma -C heck» der SAEZ 03/2021 die Kriterien einer traumatisch entstehenden Rotatorenmanschettenruptur eindeutig nicht erfüllt. Dies gelte insbesondere für die beiden wichtigen Indikatoren der Tabelle: Kontusion durch Sturz und die Vor schäden der Degeneration würden hier die natürliche Kausalität des Ereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Befund in der MRT-Untersuchung zwei Wochen später verunmöglichen. Somit sei hier nach einer Schulterkontusion mit einem rein sympt omatisch werdenden degenerativ beding ten Vorzustand der Status quo ante vel sine nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht gewesen.

3.3 Im Bericht des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) wurde ausgeführt, dass sich gemäss MRT vom 2 2. Februar 2022 bei klaren arthrotischen Verhältnissen überwiegend wahr scheinlich rein degenerativ bedingte Befunde einer Supraspinatussehnenläsion mit AC-Gelenksarthrose, subacromi a ler Enge und Labrumdegeneration gezeigt hätten. Nach einer Kontusion am 7. Februar 2022 seien hier gemäss dem «Schul tertrauma -C heck» der SAEZ 03/2021 die Kriterien einer traumatisch entstehenden Rotatorenmanschettenruptur eindeutig nicht erfüllt. Dies gelte insbesondere für die beiden wichtigen Indikatoren der Tabelle: Kontusion durch Sturz und die Vor schäden der Degeneration würden hier die natürliche Kausalität des Ereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Bezug auf den Befund in der MRT-Untersuchung zwei Wochen später verunmöglichen. Somit sei hier nach einer Schulterkontusion mit einem rein sympt omatisch werdenden degenerativ beding ten Vorzustand der Status quo ante vel sine nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht gewesen. 3.4 Dr. D.___ führt e im Bericht vom 2 8. Juni 2022 ( Urk. 7/M6) folgende Diag nosen auf (S. 1):

3.4 Dr. D.___ führt e im Bericht vom 2 8. Juni 2022 ( Urk. 7/M6) folgende Diag nosen auf (S. 1): - AKO, LBS-Tenotomie, Akromioplastik, AC-Gelenksresektion, AC- CoPlaning, Bursektomie, Supraspinatussehnenrekonstruktion in Double- Row - Suture -Bridge-Technik

AKO, LBS-Tenotomie, Akromioplastik, AC-Gelenksresektion, AC- CoPlaning, Bursektomie, Supraspinatussehnenrekonstruktion in Double- Row Suture -Bridge-Technik - Mini-open subpectorale LBS Tenodese links (1x Biceps Button) mit/bei:

Mini-open subpectorale LBS Tenodese links (1x Biceps Button) mit/bei: - MR-tomografisch verifizierte r transmurale r Ruptur der Supraspinatus sehne, fragliche r Pulley Läsion mit Instabilität der langen Bizepssehne und Brusitis subacromialis

MR-tomografisch verifizierte r transmurale r Ruptur der Supraspinatus sehne, fragliche r Pulley Läsion mit Instabilität der langen Bizepssehne und Brusitis subacromialis - AC-Gelenkarthr ose

AC-Gelenkarthr ose Drei Wochen postoperativ zeige sich ein guter Verlauf. Physiotherapie werde regelmässig durchgeführt. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).

Drei Wochen postoperativ zeige sich ein guter Verlauf. Physiotherapie werde regelmässig durchgeführt. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2). 3.5 Derselbe führte im Bericht vom 9. Juli 2022 aus ( Urk. 7/K12), dass ein direkter Anprall in Anbetracht der aktuellen Literatur sehr wohl geeignet sei, eine Rota torenmanschettenruptur zu verursachen. Er verweise dazu auf das Schreiben der Expertengruppe Schulter/Ellenbogen der s wiss o rthop ae dics an das Schweize rische Bundesgericht vom 1. Oktober 202 0. Ohne genaue Analyse des Unfall mechanismus lasse sich keinesfalls ausschliessen, dass ein leicht aussenrotierter Arm exzentrisch gegen Widerstand forciert aussenrotiert worden sei, weswegen er den Ablehnungsgrund der Versicherung anzweifle (S. 1). Die Bemerkung, dass «sehr häufig» asymptomatische Läsionen der Rotatoren m anschette vorbestehend seien, müsse streng in Abhängigkeit des Alters betrachtet werden. Im Alter von 50 bis 60 Jahre n liege die Prävalenz transmuraler Rotatorenmanschettenläsionen zwischen 2 % und 10 %. In der Altersgruppe des B esch werdeführers könne daher keinesfalls mit einer sehr häufigen Prävalenz argumentiert werden (S. 2).

3.5 Derselbe führte im Bericht vom 9. Juli 2022 aus ( Urk. 7/K12), dass ein direkter Anprall in Anbetracht der aktuellen Literatur sehr wohl geeignet sei, eine Rota torenmanschettenruptur zu verursachen. Er verweise dazu auf das Schreiben der Expertengruppe Schulter/Ellenbogen der s wiss o rthop ae dics an das Schweize rische Bundesgericht vom 1. Oktober 202 0. Ohne genaue Analyse des Unfall mechanismus lasse sich keinesfalls ausschliessen, dass ein leicht aussenrotierter Arm exzentrisch gegen Widerstand forciert aussenrotiert worden sei, weswegen er den Ablehnungsgrund der Versicherung anzweifle (S. 1). Die Bemerkung, dass «sehr häufig» asymptomatische Läsionen der Rotatoren m anschette vorbestehend seien, müsse streng in Abhängigkeit des Alters betrachtet werden. Im Alter von 50 bis 60 Jahre n liege die Prävalenz transmuraler Rotatorenmanschettenläsionen zwischen 2 % und 10 %. In der Altersgruppe des B esch werdeführers könne daher keinesfalls mit einer sehr häufigen Prävalenz argumentiert werden (S. 2). 3.6 Dr. B.___ führte am 3. August 2022 eine Aktenbeurteilung UVG zu H ande n der Unfallversicherung du r ch ( Urk. 7/M7). Darin hielt er fest, dass die beklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürli chem Kausalzusammenhang zum gemeldeten Ereignis stünden (S. 6). Unter Würdigung aller tabellarischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», welcher die von Dr. D.___ genannte Literaturquelle kritisch mitberücksichtig e - mit Ein teilung in Gewichtung -, sei festzustellen, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schulter des Versic herten hier eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrscheinlich nach einer Kontusion der rechten Schulter überwiegen würden. Es werde daher unter Hinzuziehung der etablierten Literatur - bei retrospektiver Fragestellung - kein Anlass gesehen, eine Begutachtung durchzuführen. Der Status quo ante vel sine sei hier spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen (S. 9).

3.6 Dr. B.___ führte am 3. August 2022 eine Aktenbeurteilung UVG zu H ande n der Unfallversicherung du r ch ( Urk. 7/M7). Darin hielt er fest, dass die beklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürli chem Kausalzusammenhang zum gemeldeten Ereignis stünden (S. 6). Unter Würdigung aller tabellarischen Aspekte des «Schultertrauma -C hecks», welcher die von Dr. D.___ genannte Literaturquelle kritisch mitberücksichtig e - mit Ein teilung in Gewichtung -, sei festzustellen, dass die Kriterien der erkrankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schulter des Versic herten hier eindeutig vorwiegend und überwiegend wahrscheinlich nach einer Kontusion der rechten Schulter überwiegen würden. Es werde daher unter Hinzuziehung der etablierten Literatur - bei retrospektiver Fragestellung - kein Anlass gesehen, eine Begutachtung durchzuführen. Der Status quo ante vel sine sei hier spätestens am 2 8. Februar 2022 wieder erreicht gewesen (S. 9). 4.

4. 4.1 Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 7. Februar 2022 einen Umfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi cherungsrechts (ATSG) darstellt. Strittig und zu prüfen ist dagegen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 2 8. Februar 2022 unter Hinweis auf das Erreichen des Status quo sine vel ante eingestellt hat, beziehungsweise, ob die danach weiterhin bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind.

4.1 Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 7. Februar 2022 einen Umfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi cherungsrechts (ATSG) darstellt. Strittig und zu prüfen ist dagegen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 2 8. Februar 2022 unter Hinweis auf das Erreichen des Status quo sine vel ante eingestellt hat, beziehungsweise, ob die danach weiterhin bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) und 3. August 2022 ( Urk. 7/M7). Darin führt e er für seine mediz i nische Einschätzung im Wesentlichen die Literatur zum «Schultertrauma -C he c k» auf (Der Schulter trauma-Check, Schweizerische Ärztezeitung, 2021) und gelangt e dadurch zum Schluss, dass die Beschwerden ab 1. März 2022 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien, da überwiegend dege nerative Veränderungen in der rechten Schulter vorliegen würden.

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes Dr. B.___ vom 2 1. März 2022 ( Urk. 7/M4) und 3. August 2022 ( Urk. 7/M7). Darin führt e er für seine mediz i nische Einschätzung im Wesentlichen die Literatur zum «Schultertrauma -C he c k» auf (Der Schulter trauma-Check, Schweizerische Ärztezeitung, 2021) und gelangt e dadurch zum Schluss, dass die Beschwerden ab 1. März 2022 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien, da überwiegend dege nerative Veränderungen in der rechten Schulter vorliegen würden. 4.3

4.3 4.3.1 In seiner ärztlichen Stellungnahme vom 3. August 2022 verwies Dr. B.___ unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_446/2019 vom 2 2. Oktober 201 9. Darin wurde auf medizinische Literatur verwiesen, wonach eine Rotatoren manschettenschädigung ein fixiertes Schultergelenk und eine plötzliche passive Bewegung voraussetzt (E. 5.2.2). V orweg ist dazu festzuhalten, dass besagtes Urteil nicht mehr der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht und überholt ist. M it Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2021 vom 1 6. Dezember 2021 E. 4.1 wurde konstatiert, dass, ob und inwiefern Anpralltraumen g eeignet sind, Rotatorenmanschettenläsionen auszulösen oder zu verursachen, in der neueren medizinischen Literatur kontrovers diskutiert wird. Die Haltung von swiss orthopaedics hinsichtlich der Frage, ob auch ein Sturz mit direktem Schulteranprall geeignet ist, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen, wie auch in Bezug auf den Einfluss des Alters, ist keineswegs unumstritten. Richtig ist, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmecha nismus keine übergeordnete Bedeutung mehr b eigemessen wird. Es sind dementsprechend bei der ärztlichen Beurteilung d ie bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, der Unfallhergang, de r Primärbefund und de r Verlauf zu berück sichtig en und der Unfallmechanismus ist nicht als gewichtiges, sondern als ein einzelnes Indiz unter mehreren zu werten. Denn oftmals, wie auch hier, kann der genaue Unfallhergang nicht mehr rekonstruiert werden. Vielmehr sind die ein zelnen für oder gegen eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht zu diskutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumin dest überwiegend wahrscheinlich ist.

4.3.1 In seiner ärztlichen Stellungnahme vom 3. August 2022 verwies Dr. B.___ unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_446/2019 vom 2 2. Oktober 201 9. Darin wurde auf medizinische Literatur verwiesen, wonach eine Rotatoren manschettenschädigung ein fixiertes Schultergelenk und eine plötzliche passive Bewegung voraussetzt (E. 5.2.2). V orweg ist dazu festzuhalten, dass besagtes Urteil nicht mehr der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht und überholt ist. M it Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2021 vom 1 6. Dezember 2021 E. 4.1 wurde konstatiert, dass, ob und inwiefern Anpralltraumen g eeignet sind, Rotatorenmanschettenläsionen auszulösen oder zu verursachen, in der neueren medizinischen Literatur kontrovers diskutiert wird. Die Haltung von swiss orthopaedics hinsichtlich der Frage, ob auch ein Sturz mit direktem Schulteranprall geeignet ist, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen, wie auch in Bezug auf den Einfluss des Alters, ist keineswegs unumstritten. Richtig ist, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmecha nismus keine übergeordnete Bedeutung mehr b eigemessen wird. Es sind dementsprechend bei der ärztlichen Beurteilung d ie bildgebenden Befunde, die Vorgeschichte, der Unfallhergang, de r Primärbefund und de r Verlauf zu berück sichtig en und der Unfallmechanismus ist nicht als gewichtiges, sondern als ein einzelnes Indiz unter mehreren zu werten. Denn oftmals, wie auch hier, kann der genaue Unfallhergang nicht mehr rekonstruiert werden. Vielmehr sind die ein zelnen für oder gegen eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht zu diskutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumin dest überwiegend wahrscheinlich ist. 4.3.2 Dr. B.___ führt e in seiner Stellungnahme aus, dass als starke Gewichtung die zwei Indikatoren Schadenmechanismus und Bildgebung gelten würden (Urk. 7/M 7 S. 7). Dies ist nach der soeben zitierten bundesgerichtlichen Recht sprechung jedoch zumindest in Bezug auf den Unfallmechanismus nicht zutref fend. Insbesondere wenn er ausführt, das s als traumatisch genannt e Kriterien eine Schulterverren kung, massive plötzliche, reissende exzentrische Belastung des Armes bei muskulärer Fixierung der Rotatorenmanschette und gleichzeitiger passiver Rotation des Armes hier nicht vorgelegen hätten und Kontusionen und aktive Bewegung nicht in der Lage seien, die Rotatorenmanschette in einem vorwiegenden Teil ruptieren zu lassen ( Urk. 7/M7 S. 8), bestehen nach dem Gesagten zumindest geringe Zweifel an seiner Beurteilung, weswegen sie bereits deshalb nicht beweiskräftig ist (vgl. E. 1.4).

4.3.2 Dr. B.___ führt e in seiner Stellungnahme aus, dass als starke Gewichtung die zwei Indikatoren Schadenmechanismus und Bildgebung gelten würden (Urk. 7/M 7 S. 7). Dies ist nach der soeben zitierten bundesgerichtlichen Recht sprechung jedoch zumindest in Bezug auf den Unfallmechanismus nicht zutref fend. Insbesondere wenn er ausführt, das s als traumatisch genannt e Kriterien eine Schulterverren kung, massive plötzliche, reissende exzentrische Belastung des Armes bei muskulärer Fixierung der Rotatorenmanschette und gleichzeitiger passiver Rotation des Armes hier nicht vorgelegen hätten und Kontusionen und aktive Bewegung nicht in der Lage seien, die Rotatorenmanschette in einem vorwiegenden Teil ruptieren zu lassen ( Urk. 7/M7 S. 8), bestehen nach dem Gesagten zumindest geringe Zweifel an seiner Beurteilung, weswegen sie bereits deshalb nicht beweiskräftig ist (vgl. E. 1.4). 4.3.3 Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der von Dr. B.___ zitier te «Schulter trauma-Check» eine Hilfestellung für eine nachvollziehbare (versicherungs-)me dizinische Beurte ilung eines ak u t entstandenen Schulterschmerz es zwecks Abgrenzung von traumatischen Veränderungen zu solchen bei Abnützung und Erkrankung liefert. E s wird dabei auf Art. 6 Abs. 2 UVG zu den unfallähnlichen Körperschäden verwiesen. Bei diesen Körperschäden hat die Unfallversicherung ihre Leistungen zu erbringen, wenn sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Vorliegend liegt aber kein Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 2 UVG vor, da unbestrittenermassen ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erfolgt ist (vgl. vorstehende E. 4.1) und die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bereits bis 2 8. Februar 2022 anerkannt hat. D ie Beschwerdegeg nerin hätte somit die Frage schlüssig und nachvollziehbar beantworten müssen, ob der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht, also ob der S tatus quo sine vel ante eingetreten ist (vgl. vorstehend e E. 1.3). Zu diesem Punkt aber äussert sich D r. B.___ nicht in nachvollziehbarer Weise mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwi egenden Wahrscheinlichkeit. Jedenfalls genügt seine Einschätzung, wonach die Kriterien der erk r ankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Versicherten überwiegen würden ( Urk. 7/M7 S. 9) nicht, um damit den Wegfall der Teilkausalität und den Eintritt des S tatus quo sine vel ante per 2 8. Februar 2022 zu begründen.

4.3.3 Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der von Dr. B.___ zitier te «Schulter trauma-Check» eine Hilfestellung für eine nachvollziehbare (versicherungs-)me dizinische Beurte ilung eines ak u t entstandenen Schulterschmerz es zwecks Abgrenzung von traumatischen Veränderungen zu solchen bei Abnützung und Erkrankung liefert. E s wird dabei auf Art. 6 Abs. 2 UVG zu den unfallähnlichen Körperschäden verwiesen. Bei diesen Körperschäden hat die Unfallversicherung ihre Leistungen zu erbringen, wenn sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Vorliegend liegt aber kein Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 2 UVG vor, da unbestrittenermassen ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erfolgt ist (vgl. vorstehende E. 4.1) und die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bereits bis 2 8. Februar 2022 anerkannt hat. D ie Beschwerdegeg nerin hätte somit die Frage schlüssig und nachvollziehbar beantworten müssen, ob der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall fremden Ursachen beruht, also ob der S tatus quo sine vel ante eingetreten ist (vgl. vorstehend e E. 1.3). Zu diesem Punkt aber äussert sich D r. B.___ nicht in nachvollziehbarer Weise mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwi egenden Wahrscheinlichkeit. Jedenfalls genügt seine Einschätzung, wonach die Kriterien der erk r ankungs- und abnutzungsbedingten Schädigungen an der rechten Schul ter des Versicherten überwiegen würden ( Urk. 7/M7 S. 9) nicht, um damit den Wegfall der Teilkausalität und den Eintritt des S tatus quo sine vel ante per 2 8. Februar 2022 zu begründen. 4.3.4 Insbesondere w enn Dr. B.___ ausführt, dass der Beschwerdeführer bereits konventionell radiologisch einen Tag nach dem Unfall erhebliche degenerative Befunde aufwies, darunter Muskelverfettung Grad II Goutalier, Retraktion 17mm Supraspinatussehne (Grad Patte II nach 15 Tagen statt zu erwarten in ca. eins bis zwei Monaten), fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose, Labrumdegeneration mit gangl i ösen Veränderungen, Bursitis sub a cromialis und Tendinopathie Subsca pularis ( Urk. 7/M 7 S. 7-8), verkennt er dabei, dass selbst wenn ein degenerativer Vorzustand bestanden hätte, zu beachten gewesen wäre, dass nach der Recht sprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträch tigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Scha denseintritts eine unerlässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eige nständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene ( Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen ).

4.3.4 Insbesondere w enn Dr. B.___ ausführt, dass der Beschwerdeführer bereits konventionell radiologisch einen Tag nach dem Unfall erhebliche degenerative Befunde aufwies, darunter Muskelverfettung Grad II Goutalier, Retraktion 17mm Supraspinatussehne (Grad Patte II nach 15 Tagen statt zu erwarten in ca. eins bis zwei Monaten), fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose, Labrumdegeneration mit gangl i ösen Veränderungen, Bursitis sub a cromialis und Tendinopathie Subsca pularis ( Urk. 7/M 7 S. 7-8), verkennt er dabei, dass selbst wenn ein degenerativer Vorzustand bestanden hätte, zu beachten gewesen wäre, dass nach der Recht sprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträch tigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Scha denseintritts eine unerlässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eige nständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene ( Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen ). Ist die Operation somit vorliegend trotz allfälliger vorbestehender degenerativer Veränderungen in der rechten Schulter infolge der am 7. Februar 2022 erlittenen Kontusion früher notwendig geworden, als dies ohne das Unfallereignis der Fall gewesen wäre, so trifft die Unfallversicherung im Zusammenhang mit den Operations- und den Folgekosten wie auch mit der sich daraus ergebenden Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit eine Leistungspflicht. Denn schafft der Vorzu stand eine erst latente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache. Entsprechend hätte die Unfallversicherung auch bei einem Vorzustand Versiche rungsleistungen zu erbringen, bis mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliess lich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesge richts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2). Diese Fragen werden von Dr. B.___ nicht schlüssig und nachvollziehbar beantwortet.

Ist die Operation somit vorliegend trotz allfälliger vorbestehender degenerativer Veränderungen in der rechten Schulter infolge der am 7. Februar 2022 erlittenen Kontusion früher notwendig geworden, als dies ohne das Unfallereignis der Fall gewesen wäre, so trifft die Unfallversicherung im Zusammenhang mit den Operations- und den Folgekosten wie auch mit der sich daraus ergebenden Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit eine Leistungspflicht. Denn schafft der Vorzu stand eine erst latente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache. Entsprechend hätte die Unfallversicherung auch bei einem Vorzustand Versiche rungsleistungen zu erbringen, bis mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliess lich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesge richts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2). Diese Fragen werden von Dr. B.___ nicht schlüssig und nachvollziehbar beantwortet. 4. 4 Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass an den Beurteilungen von Dr. B.___ Zweifel bestehen. Es wird damit nicht schlüssig begründet, weshalb das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 ohne kausale Bedeutung für die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden rechts und insbesondere die im Juni 2022 notwendig gewordene Supraspinatussehnen rekonstruktion sein soll (Urk. 7/M6). Dies müsste jedoch angesichts der Beweis lastverteilung seitens der Beschwerdegegn erin nachgewiesen werden. Die Sache ist daher zur unabhängigen externen B eg utachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerd en rechts auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. Falls die Schulterbeschwerden als vorbe stehend qualifiziert würden, wäre weiter zu klären, ob das genannte Unfaller eignis zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung geführt hat, die bestehenden Beschwerden allein auf den Vorzustand zurückzuführen sind oder auch noch durch die unfallbedingten Schädigungen unterhalten werden. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.

4. 4 Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass an den Beurteilungen von Dr. B.___ Zweifel bestehen. Es wird damit nicht schlüssig begründet, weshalb das Unfallereignis vom 7. Februar 2022 ohne kausale Bedeutung für die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden rechts und insbesondere die im Juni 2022 notwendig gewordene Supraspinatussehnen rekonstruktion sein soll (Urk. 7/M6). Dies müsste jedoch angesichts der Beweis lastverteilung seitens der Beschwerdegegn erin nachgewiesen werden. Die Sache ist daher zur unabhängigen externen B eg utachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die nach dem 2 8. Februar 2022 weiterhin bestehenden Schulterbeschwerd en rechts auf den Unfall vom 7. Februar 2022 zurückzuführen sind. Falls die Schulterbeschwerden als vorbe stehend qualifiziert würden, wäre weiter zu klären, ob das genannte Unfaller eignis zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung geführt hat, die bestehenden Beschwerden allein auf den Vorzustand zurückzuführen sind oder auch noch durch die unfallbedingten Schädigungen unterhalten werden. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab 1. März 2022 neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache entscheid vom 1 1. August 2022 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun gen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab 1. März 2022 neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Rechtsanwalt Mark A. Glavas

Rechtsanwalt Mark A. Glavas - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubLangone