Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03615.jsonl.gz/985

Eine Woche nach dem Auswärtsspiel gewann Volley Amriswil das Rückspiel gegen CSKA Sofia mit 3:1. Der bei Gleichstand fällige Golden Set ging ebenfalls an den Schweizer Meister. Dadurch qualifizierten sich die Thurgauer für die Achtelsfinals im CEV Cup. Gegner wird das französische Team von Ajaccio auf Korsika sein.
(Bernhard Windler) Vor Wochenfrist hatte Amriswil auf Howatson, Prével und Daniel verzichten müssen. Ausser Libero Clément Daniel waren diesmal alle Spieler einsatzfähig. Josh Howatson übernahm wieder die Passeurfunktion, Adrien Prével kam für Malte Stiel auf Aussen, während der Deutsche auf die Liberoposition wechselte.
Zu Beginn der Partie entwickelte sich ein reines Sideout-Spiel. Zum 8:6 und zum 12:9 gelang es den Amriswilern, einen Punkt zu «stehlen». Als Howatson beim Stande von 13:10 zum Aufschlag ansetzte, kamen wieder zwei Punkte auf Amriswils Konto zum 15:10. Diesen Vorsprung baute das Pavlicevic-Team bis auf 19:13 aus, ehe es gegen Satzende bei 24:22 doch noch einmal eng wurde. Doch den zweiten Satzball verschenkten die Bulgaren mit einem Servicefehler.
Der zweite Satz begann für das Heimteam optimal. 6:1 stand es nach einer Aufschlagserie von Lucas van Berkel. Bis zur Satzmitte blieb der Vorsprung bestehen, ehe die Armeesportler langsam näherrückten. Aber die quicklebendigen Steigmeier und Prével führten das Team doch noch zum Satzgewinn mit 25:22.
CSKA kommt auf
Der dritte Satz hatte wieder den sehr engen Charakter des ersten Satzes. Nach dem 8:8 setzten sich die Bulgaren langsam ab. Bei 18:17 führten dann aber wieder die Amriswiler. Dann wechselte die Führung ständig. Am Satzende ergaben sich für den Meister zwei Matchbälle, die aber vergeben wurden, und zwei Punkte später folgte der Satzgewinn für Sofia.
Der krönende Abschluss
Wer dachte, dass der Satzgewinn den Südosteuropäern Auftrieb geben würde, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Was die rund 1000 Zuschauer im vierten Satz zu sehen bekamen, war sensationell. Die Grundlage zum Matchgewinn legte Captain Aleks Ljubicic mit einer 5er-Aufschlagserie. Nach dem 10:6 wurde es aber bei 13:13 wieder eng. Als in der Folge Sébastien Steigmeier zum Aufschlag kam, hämmerte er den Bulgaren drei aufeinanderfolgende Aufschlagwinner ins Feld. Adrien Prével wollte ihm nicht nachstehen und überraschte die Bulgaren mit zwei gefinteten Serviceassen. Das deutliche 25:17 brachte Volley Amriswil den Sieg mit 3:1.
Durch den Gleichstand aus Hin- und Rückspiel wurde ein Golden Set nötig. In diesem liessen die Amriswiler ihrem Gegner keine Chance und gewannen hochverdient mit 15:8.
Die Spiele gegen Ajaccio dürften wohl am 1. Februar (auswärts) und 15. Februar (Heimspiel) gespielt werden.
Matchtelegramm
Volley Amriswil-CSKA Sofia UC 3:1 (25:22, 25:22, 25:27, 25:17; Golden Set 15:8). Amriswil, Tellenfeld; 1000 Zuschauer. 1. Schiedsrichter: Danica Viktorini (Slowakei), 2. Schiedsrichter: Toni Ivkovic (Kroatien). Startformation Volley Amriswil: J. Fellay, L. van Berkel, S. Steigmeier, A. Prével, A. Ljubicic, J. Howatson, M. Stiel (Libero).