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Bei der Artischocke (Cynara cardunculus) handelt es sich um eine ausdauernde Kulturform der Karde, von der man die noch geschlossenen Blüten als Gemüse erntet. Der Zeitpunkt der Aussaat, aber auch der Standort und die Witterungsverhältnisse, sind massgebend dafür, ob die doch sehr wärmebedürftige Pflanze bereits im ersten oder erst ab dem zweiten Standjahr Blüten ansetzt. Säht man die Samen bereits im Januar aus und setzt die Jungpflanzen ab April in geschützten Lagen an einem sonnigen Standort in tiefgründigem, humusreichen Boden, können in warmen Sommern bereits im September Artischocken geerntet werden.
Folgt die Aussaat und Pflanzung später im Jahr, und ist der Sommer eventuell noch kühl und regnerisch, so bilden sich im ersten Jahr nur Blattrosetten, im folgenden Sommer ab Juli und bis zu fünf Folgejahre die Blütenstände.
Als Starkzehrer verlangen Artischocken zu Beginn der Vegetationszeit ca. 3-4 Liter gut verrotteten Kompost pro m2 sowie eine Gabe Gemüsedünger aus dem Handel gemäss Packungsbeilage.