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Während der Soccerex-Kongress in Manchester hat Joseph S. Blatter offiziell das kundgetan, was alles wussten: «Ich bin bereit, ich bin Kandidat», erklärte der 78-Jährige in einer Videobotschaft den Anwesenden.
Blatter stützt seine Hausmacht durch die Verbände aus Afrika und Südamerika ab, diese Basis sichert ihm bereits die Hälfte der Stimmen im Fifa-Kongress.. Seine grössten Gegner sitzen in Europa, haben allerdings bisher keine valablen Konkurrenten aufbauen können. Sepp Blatter steht der Fifa seit 1998 als deren Präsident vor. Wird er gewählt, wäre das seine fünfte Amtszeit.
Schwache Gegner
Die Uefa versucht, einen Gegenkandidaten aufzubauen. Im Gespräch sind Sunil Gulati, Präsident des amerikanischen Fussballverbands und Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees, sowie Michael van Praag, Präsident des königlich- niederländischen Fussball-Bundes KNVB und Mitglied des Exekutivkomitees der Uefa. Gulati, ein Ökonomieprofessor der Columbia Universität in New York, fordert vehement Reformen beim Fussballverband. Van Praag hat sich in den letzten Wochen heftig auf Blatter eingeschossen.
Doch weder dem Holländer noch dem Amerikaner werden ernsthafte Chancen gegen Blatter eingeräumt. Van Praag hält keine Führungsfunktion in der Fifa und gilt im Wahlgremium als Mister Unbekannt, Gulati wiederum sitzt erst seit einem Jahr im Exekutivkomitee. Aufgrund dieser Ausgangslage ist der Walliser für eine fünfte Amtszeit als Präsident des Weltfussballverbands quasi gesetzt.
Die Wahl findet am Fifa-Kongress am 28. Mai 2015 in Zürich statt.
(chb/HZ)