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Geschichte Kirchenchor Eschenbach SG
Chor-Chronik 1911 - 2011 zum 100-jährigen Jubiläum
Chor-Chronik 1911 – 2011 (Autoren: Josef Gadient, Margrit Schmuki)
Stolz darf der Kirchenchor Eschenbach auf sein 100-jähriges Jubiläum zurückblicken.
Am 8. Dezember 1911, dem Fest Maria Empfängnis und ersten Adventssonntag, fassten an die 30 Mitglieder eines Gesangsvereins den Entschluss, in Eschenbach einen neuen Cäcilien-Chor zu gründen. An der Vereinsversammlung vom 26. Dezember 1911 trat damit unter Leitung des neuen Organisten und Dirigenten J. Eberle, Lehrer in Rüeterswil, ein neuer Chor in die Reihe St. Gallischer Kirchenchöre ein. Der neue Vorstand setzte sich gemäss Gründungsprotokoll vom 26.11.1911 wie folgt zusammen: Pfarrer Good Präsident, J. Eberle Vizepräsident, Arnold Oberholzer Kassier und Emil Schmalz Aktuar.
In den ersten neun Monaten der Vereinsgeschichte wurden bereits fünf Messen und einige Offertorien eingeübt.
Im Jahre 1922 trat der Chor dem Bezirks-Cäcilienverband bei, wo ihm bereits 1923 die Durchführung des Cäcilienverbandsfestes anvertraut wurde.
1918 bis 1943 leitete Lehrer Johann Graf den Kirchenchor Eschenbach. Als überragende Persönlichkeit betätigte er sich auch als Komponist und Texter verschiedener Lieder und Motetten. Dazu gehörte auch das Vinzentiuslied, das heute noch gesungen wird. Er war auch als Reiseleiter und gewiegter Reiseberichterstatter bekannt. Neben der Leitung eines Chor-Orchesters leitete Johann Graf auch einen kleinen Chor (Quintett).
1943 bis 1975 dirigierte Lehrer Willi Bless den Chor. Als gewissenhafter und zuverlässiger Dirigent und Organist realisierte er mit dem Chor pro Jahr 73 Aufführungen in Vor- und Nachmittagsgottesdiensten.
1975 bis 1982 stand Louis-Sepp Willimann dem Chor vor, den Orgelpart übernahm Alex Schüeli, der heute noch mit seinem hervorragenden Orgelspiel den Chor begleitet. Diese Zeit war geprägt mit vielen Deutschen Motetten und Messen.
1982 bis Mitte 1993 folgten unvergessliche Jahre mit Max Aeberli. Mit viel Fleiss wurden nicht nur neue Messen für die hl.Messe einstudiert, es folgten erstmals auch konzertante Aufführungen. Verschiedenste Werke von Komponisten wie Antonin Dvorak, Carl Maria von Weber, W.A. Mozart, G.F. Händel, Georg Friedrich Telemann, und weitere wurden einstudiert. Eine Herausforderung in Gesang und Qualität mit viel Engagement seitens Max Aeberli! In seine Zeit fielen gemeinsame Aufführungen mit anderen Chören, insbesondere mit dem Kirchenchor Rüti ZH. Zu seinem Abschied am 4. Juli 1993 dirigierte er die Messe in D-Dur von Otto Nicolai.
Mitte 1993 bis 2001 dirigierte Albert Knechtle, ein versierter Orgelspieler, den Kirchenchor Eschenbach. In diese Zeit fiel auch die Innen-Renovation der Pfarrkirche, verbunden mit der Anschaffung einer neuen Orgel. Neueinstudierungen waren Mozarts Messen KV65 und KV140, dazu die Tschechische Weihnachtsmesse von Jakub Ryba. Gesangs-Auftritte in Zürich und Willisau erfolgten unter seiner Leitung.
2001 bis 2009 stand Max A. Gmür dem Chor vor. Höhepunkt bildete das Konzert 2005 anlässlich der komplettierten Orgel (es fehlten 2 Register). Zur Aufführung gelangte die Grosse Orgel-Solo-Messe (Missa in Honorem Beatissimae Virginis Mariae) von Joseph Haydn. Verstärkt durch das Orchester des Musizierkreis See und Solisten gelangte damit ein grossartiges Werk zur Aufführung. Eine Zweitaufführung der Orgel-Solo-Messe in Eschenbach erfolgte am 22.01.2006 während des Festgottesdienstes anlässlich des Patroziniums, sowie am 11. Juni 2006 unter der Leitung von Hans Philipp aus Wetzikon konzertant in der Pfarrkirche Rüti.
Hans Philipp übernahm nach der Erkrankung von Max. A. Gmür auch das Amt des Interims-Dirigenten und studierte mit dem Kirchenchor neben Werken von Mozart und Mendelssohn auch das neuzeitliche Werk „A Mass For Peace“ von Karl Jenkins ein.
2010 übernahm Kirchenmusiker Daniel Winiger (geboren 1957 in Zürich) den Chor. Daniel Winiger wohnt in Kaltbrunn, wo er neben der Leitung des Kinderchores Kaltbrunn, der Kantorei St. Georg Kaltbrunn und dem Kirchenchor Eschenbach auch Klavier unterrichtet sowie als Kirchenmusiker in verschiedenen Gemeinden tätig ist.
Ein erstes grosses Werk war die Missa Solemnis in C KV337 von W. A. Mozart an Weihnachten und Kirchenpatron St. Vinzentius 2011.
Zum 100 Jahre-Jubiläum bringt der der Kirchenchor Eschenbach unter Daniel Winigers Leitung in einer Chorgemeinschaft mit der Kantorei St. Georg Kaltbrunn, dem jungen, hochmotivierten Orchester Camerata Cantabile, namhaften Solisten und zwei erfahrenen Konzert-Organisten die gewaltige und imposante Cäcilienmesse von Charles Gounod zur Aufführung. Mit dieser Aufführung leistet der Kirchenchor seinen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Region und Pflege der klassischen Kirchen-Musik.
Musikalische Höhepunkte, stimmungsvolle Momente und kraftvolle Konzerte prägen die Geschichte des 100-jährigen Chors. Mit anspruchsvollen Messen verschiedener Komponisten und feierlichen kirchlichen Liedern, gesungen in Deutsch und Latein von einer aufgestellten weltlichen Sängergemeinschaft, belebt und verschönert der Kirchenchor jeweils den festlichen Gottesdienst. Dabei verfügt er über ein vielfältiges und abwechslungsreiches Repertoire aus verschiedensten Zeitepochen und Stilrichtungen.
Aber auch die Vereins-Geselligkeit wird gepflegt: Gemütliches Beisammensein nach den Proben, alle zwei Jahre der Vereinsausflug, Apéros nach Fest-Gottesdiensten, Grill- und Fondueabende sowie die Ständchen in der Pension Mürtschen*** und bei Geburtstagen gehören dazu.
Präsidenten 1911 - 2011
|1911-1913||Pfarrer Good|
|1914-1921||Pfarrer P. Gall|
|1922-1931||Pfarrer Joh. Senn|
|1932||Vice-Präsident Johann Graf|
|1933-1943||Pfarrer Josef Hasler|
|1944||Pfarrer Augustin Amman|
|1945-1947||Pfarrer Meier||19.08.1947 †|
|1947-1971||Walter Schubiger||gewählt HV Dezember 1947|
|1971-1991||Josef Gadient||gewählt HV November 1971|
|1991-2001||Josef Gähwiler||gewählt HV November 1991|
|2001-2012||Ruedi Faisst||gewählt HV November 2001|
Chor-Organisten
|1976-1979||Toni Schenk, Jona|
|1979-2014||Alex Schüeli, Rapperswil-Jona|
Die Autoren
Josef Gadient; Margrit Schmuki
Flyer zum 100 Jahre Jubiläum 2011
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