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Daniela Ryf hat den Ironman-WM-Titel auf Hawaii mit riesigem Vorsprung verteidigt. Die 29-jährige Solothurnerin verbesserte den drei Jahre alten Streckenrekord der dreifachen Ironman-Weltmeisterin Mirinda Carfrae aus Australien von 8:52:14 Stunden um rund fünfeinhalb Minuten und erreichte das Ziel nach 8:46:46 Stunden. Ryfs Vorsprung im Ziel auf die zweitklassierte Carfrae betrug über 23 Minuten. Sie lief den Marathon knapp eineinhalb Minuten schneller als Carfrae, die als stärkste Läuferin im Feld galt. Ryf imponierte mit Spitzenleistungen in allen drei Disziplinen. Die 3.8 km Schwimmen bewältigte sie in 52:50 Minuten, die 180 km lange Radstrecke gegen Wind und bei erdrückender Luftfeuchtigkeit in 4:52:26 und den Marathon bei fast unerträglicher Hitze in persönlicher Bestzeit von 2:56:52 Stunden.
„Es war mein bisher bester Ironman“ sagte Ryf glücklich.
Sie war mit einer zwölfköpfigen Spitzengruppe aus dem Wasser gekommen und übernahm nach knapp zwei Rennstunden die Führung. Schon bald konnte ihr auf dem Rad nur gerade noch die Deutsche Anja Beranek einigermassen folgen. Schliesslich konnte Ryf auch Beranek abschütteln und nahm den Marathon mit einem Vorsprung von acht Minuten in Angriff. Die dreifache Ironman-Weltmeisterin Mirinda Carfrae verlor auf der zweiten Hälfte der Radstrecke deutlich an Zeit. Ihr Rückstand vergrösserte sich von sechs auf über 22:15 Minuten bis zur Wechselzone. Ryf lief den Marathon auf den ersten Kilometern im Vierminuten-Schnitt an – unterbrochen von einem kurzen Toiletten-Stopp.
Auch bei den Männern steht erneut ein ASICS-Athlet auf dem Podest. Jan Frodeno konnt ebenfalls seinen Titel vom letzten Jahr verteidigen. Er kam nach 8:06:30 Stunden erschöpft aber glücklich ins Ziel.
„Der zweite Titel ist noch ein kleines Stück süsser als der erste. Ich habe noch nie so gelitten. Es war die absolute Hölle“ sagte Frodeno.
Man sieht dem Sieger die Strapazen an. Die unglaubliche Hitze setzte den Athleten zusätzlich zu. Es war bereits 24 Grad warm als um 6:25 der Startschuss fiel. 82 Prozent Luftfeuchtigkeit und über 30 Grad waren es dann während des Rennens.
Quelle: (watson/sda)