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Armut schafft Exklusion: Soziokulturelle Animation fördert Inklusion
Herangehensweisen der Soziokulturellen Animation zur Förderung der Inklusion von Armutsbetroffenen
In der Schweiz ist je nach zählweise jede achte bis zwölfte Person von Armut betroffen, wobei die Tendenz zunehmend ist. Armut stellt dabei nicht nur eine Einschränkung finanzieller oder materieller Art dar, sondern zeigt sich auch durch Ausgrenzung in verschiedenen Lebensbereichen. Die Autorinnen identifizieren vier Lebensbereiche, in welchen Armutsbetroffene besonders ausgeschlossen sind und in ihrer Teilhabe eingeschränkt werden. Dies umfasst die Lebensbereiche Bildung, Wohnen, Gesundheit und soziale Teilhabe.
Mit dem Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Teilhabe aller zu ermöglichen, leitet sich die Bearbeitung von Exklusion aufgrund von Armut als ein zu behandelndes Thema für die Soziokulturelle Animation ab. Das Verständnis von Inklusion als Gegenpol der Exklusion hat die Autorinnen dazu veranlasst, sich mit möglichen Herangehensweisen der Soziokulturellen Animation zur Förderung der Inklusion von Armutsbetroffenen auseinanderzusetzen.
Die Soziokulturelle Animation kennt verschiedene Herangehensweisen, um Inklusion zu fördern. Insbesondere die Förderung von Partizipation, Empowerment, Niederschwelligkeit, Kooperation und Vernetzung sowie Diversität erweisen sich als geeignet. Diese Herangehensweisen lassen sich auf die Inklusion von Armutsbetroffenen übertragen und in den identifizierten Bereichen anwenden. Des Weiteren skizzieren die Autorinnen anhand dieser Herangehensweisen neue Projekte zur Förderung der Inklusion von Armutsbetroffenen durch die Soziokulturelle Animation. Konkrete Möglichkeiten bieten das Schaffen von Lernräumen, der verstärkte Einbezug der (armutsbetroffenen) Bevölkerung in die Quartiergestaltung, das Konzipieren von kostenlosen Gesundheitsangeboten oder das Anbieten von kostenlosen Dienstleistungen, welche zu Interaktionen führen können.