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zum gedenken
= Cornel Raemy, Plaffeien
Cornel Raemy wurde am 8. November 1920 als 13. von 14 Kindern des Vinzens und der Ottilia Raemy-Hayoz in Gurmels geboren. 1921 zog die Familie nach Plaffeien in ein Eigenheim, am heutigen Standort der Freiburger Kantonalbank. Dort verbrachte Cornel seine Kindheit und seine Schulzeit.
Sein Wunsch, in Brienz das Schnitzerhandwerk zu erlernen, verweigerten ihm die Eltern. So musste er als Bauernknecht in Liebistorf arbeiten. Die Arbeit war hart und das Essen knapp. Danach arbeitete er als Bäckereiausläufer in Bern und später als Gärtner in Zug. Die Rekrutenschule absolvierte er in Sitten bei der Train-Truppe. Wegen der guten Entlöhnung zog es ihn zum Stollenbau auf die Realp-Furka. Von 1942 bis 1950 arbeitete er als Dachdecker, Maler, Hotelgärtner und Koch, danach war er Magaziner bei der Firma Sulzer in Winterthur. Hier lernte er Hedwig Geml aus Böhmen kennen, und schon bald heirateten die beiden.
In Winterthur kamen die ersten zwei Mädchen zur Welt. Danach zog die Familie nach Kleingurmels. In Freiburg arbeitete er als Maler. Später zog die Familie nach Freiburg, wo Cornel bei der Rentenanstalt als Versicherungsvertreter angestellt wurde. Dort arbeitete er 25 Jahre bis zu seiner Pensionierung. In Freiburg schenkte ihm seine Frau zwei weitere Töchter. Nach einem Abstecher nach Plasselb, wo ein Sohn zur Welt kam, wurde die Familie in Plaffeien sesshaft.
Cornel Raemy war ein wunderbarer Vater, der sich rührend um das Wohl seiner Kinder bemühte. Er nahm sie mit auf Ausflüge und zeigte ihnen schon früh die Schönheiten der Natur. Er liebte die Berge über alles. Regelmässig traf er sich mit Jasskollegen für einen «scharfen Putz». Regelmässig fuhr er an seinen geliebten Schwarzsee. Am wohlsten war es ihm auf dem Gurli. Oft erzählte er fremden Gästen Witze, Anekdoten und Geschichten. Bis zuletzt behielt er seine Lebensfreude, war an allem interessiert und offen für Neues. Dass er jeden Tag bei Trachsels zu Mittag essen durfte, war für ihn ein riesiges Glück. Cornel Raemy war ein äusserst liebenswerter und offenherziger Mensch. Mit seinem schalkhaften Humor war er bis weit über den Sensebezirk hinaus bekannt und beliebt. Vor ungefähr zwei Jahren wurde bei Cornel eine Erweiterung der Aorta festgestellt. Eine Operation lehnte er aufgrund seines Alters ab. Sein Tod kam deshalb nicht unerwartet, aber doch überraschend. Trotz seines hohen Alters konnte er sich bis zuletzt bester Gesundheit erfreuen. Am Samstag, dem 21. April 2012, überfiel in ein Unwohlsein. Er starb während der Operation. Vorher konnte er sich von seinen Liebsten verabschieden. Er war sich stets bewusst, dass er trotz früher Armut und Entbehrungen ein reich erfülltes Leben hatte. Er ist ein bescheidener und zufriedener Mensch geblieben. Seine Familie wird ihn sehr vermissen und in bester Erinnerung in ihren Herzen bewahren. Eing.