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Aus dem Begriff "Ward", Insel, ist der Name Werd entstanden, die Bezeichnung für Flussinsel.
Die kleine Rheininsel am unteren Fusse des Bodensees hat eine bedeutende Vergangenheit. Früheste Spuren führen bis zu der Zeit der Pfahlbauer zurück, deren Zeugnis, eine Bronzesiedlung, 1932 ausgegraben wurden. Auch die Römer hatten hier eine grosse Siedlung, die grösste sogenannte Zivilsiedlung im Kanton Thurgau.
Der erste Abt des Klosters Sankt Gallen, Otmar, starb 759 auf der Insel Werd, nachdem er als Sträfling der Franken hierher verbannt worden war. Der Abt wurde auf der Insel beigesetzt, jedoch zehn Jahre später von den Mönchen aus St. Gallen in ihr Kloster zurückgeholt und ein zweites Mal beerdigt.
Auf der ehemaligen Grabstätte St. Othmars entstand im 10. Jahrhundert eine Kapelle. Zur gleichen Zeit schenkte der Kaiser Otto I. die Insel Werd dem Kloster Einsiedeln. In dem im 12./13. Jahrhundert angefügten Priesterhaus fanden nun die Geistlichen von Eschenz eine Wohngelegenheit.