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Ein ahnungsloser amerikanischer Geschichtsstudent wird durch seinen Bruder, einen Geheimagenten, in die Machenschaften einer Organisation ehemaliger Nazis verwickelt. Der elegant fotografierte Thriller war einer der grossen Kassenerfolge der 1970er-Jahre und einer der ersten Filme, bei dem die neue Kameratechnik zum Einsatz kam. Zu Beginn des Films begleitet die Steadicam Dustin Hoffman beim Joggen: Trotz des hohen Tempos bleibt er im Zentrum des Bildes, gleichzeitig verschwimmt der Bildhintergrund. Der konzentrierte Blick der Kamera erzeugt eine extreme Körperlichkeit des Vorgangs.
«Spionagethriller, oberflächlich spannend, aber auch sehr brutal.» (Lexikon des internationalen Films)
«Es gibt Menschen, die reduzieren diesen Film auf die berühmt-berüchtigte Foltersequenz. Was für ein Frevel. Marathon Man ist ein Klassiker des Polit- und Paranoia-Thrillers, ein Musterexemplar seiner Gattung, erstklassig in allen Belangen. Die chaotischen Bedingungen seiner Entstehung sind legendär, doch umso brillanter war das Ergebnis. Er gehört, neben Midnight Cowboy (Asphalt Cowboy, 1969) zu den gelungensten und bekanntesten Filmen von Regisseur John Schlesinger.» (Gordon Gernand, zur Rezension von Gordon Gernand)
Am Dienstag, 15. November führt Constanze Schade (Programmgruppe Kino Cameo) um 20.15 Uhr in die Filmreihe «Vier Filme für eine Steadicam» ein.
Am Dienstag, 29. November wird der Film in der Programmreihe «Cameo+» gezeigt mit einer Einführung durch den Techniker André Fritschi.