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Extreme Werte an der Universität Bern
An der Universität Bern geht es während einer Woche um Extremwerte – 120 internationale Forscherinnen und Forscher aus dem Bereich der Statistik diskutieren über Risiken und seltene Ereignisse. Die internationale Tagung vom 23.-27. Juli findet erstmals in der Schweiz statt.
Wie häufig treten heftige Stürme infolge der Klimaveränderung auf? Welchen extremen Belastungen müssen Materialien standhalten können, zum Beispiel die Flügel eines Flugzeuges? Gibt es eine natürliche menschliche Grenze für athletische Rekorde? Auf solche Fragen aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen kann die Extremwertanalyse Antworten liefern.
Vom 23. – 27. Juli 2007 lädt das Institut für mathematische Statistik und Versicherunglehre der Universität Bern zum Internationalen Kongress «Extreme Value Analysis (EVA 2007)» ein. An diesem Kongress, der bisher in Göteborg (Schweden), Leuven (Belgien) und Aveiro (Portugal) durchgeführt wurde und nur alle zwei bis drei Jahre stattfindet, treffen sich international führende Forschende aus dem Bereich der Extremwerttheorie. In diesem Fachgebiet müssen aufgrund vorhandener Daten Aussagen gemacht werden, die über das Beobachtete hinausgehen. Eine solche Extrapolation kann nur dank eines theoretischen Fundaments erfolgen, welches die Extremwerttheorie liefert.
Ein Tag der Konferenz ist dem Holländer Prof. Laurens de Haan gewidmet, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Er ist einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Extremwertanalyse der letzen 35 Jahre und war für die Bestimmung der Höhe der neuen Deiche nach der grossen Überschwemmung in Holland im Jahre 1953 mitverantwortlich.
20.07.2007