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Um dies zu ändern, hat Hearn zusammen mit einigen anderen Entwicklern vorgeschlagen, die Grösse der Blöcke zu erhöhen. Er entwickelte bereits den Code dazu und nannte das Projekt "BitcoinXT".
Hackerangriffe gegen "BitcoinXT"
Diesen Vorschlag unterbreitete er der Community und wollte ihn zur Abstimmung bringen. Die Administratoren der Bitcoin-Foren stellten sich laut Hearn aber gegen ihn und blockierten jede Diskussion.
Hearn spricht sogar von Zensur. Auch zwei Konferenzen konnten den Streit nicht beilegen. Laut Hearn hat es sogar Hackingangriffe auf die Unterstützer des "BitcoinXT"-Projekts gegeben, um auf diese Weise das Projekt zu torpedieren.
Aufgrund dieses Konflikts warf Hearn nun das Handtuch und stoppte sein Engagement. Die Krise um das Kernelement der Blockchain stelle das ganze Projekt infrage.
Spaltung scheint möglich
Meisser ordnete diese Anschuldigungen etwas differenzierter ein. Zwar lobte er die Verdienste von Hearn, "aber durch den Streit um die Blockgrösse hat er es sich mit vielen verscherzt, und manche werfen ihm vor, eine Diva zu sein", sagte Meisser.
Er verstehe die Position von Hearn: "Meiner Meinung nach hatte er in der Sache Recht, und ein Eklat war angesichts der verhärteten Positionen wohl unvermeidlich."
Droht die Spaltung?
Laut Meisser steht der Bitcoin vor einem "Schisma". Die Spaltung könnte sich entlang des "Bitcoin Classic", eines alternativen Vorschlags zur Anpassung der Blockgrösse, und des ursprünglichen Bitcoins ("core") vollziehen.
"'Bitcoin Classic' wird von einer Mehrheit der Stakeholder unterstützt, aber nicht von der Mehrheit der Core-Entwickler. Im schlechtesten Fall wird sich das Bitcoin-Netzwerk zweiteilen und alle Bitcoins danach doppelt vorhanden sein, nämlich in jedem der beiden Netzwerke ein Mal. Da die Mehrheit der Börsen und Händler zu 'Bitcoin Classic' tendiert, werden die Bitcoins des Core-Netzwerks aber nicht besonders nützlich sein." Meisser ist aber der Meinung, dass sich die Core-Entwickler noch rechtzeitig einigen werden und sich der Vorschlag einer Erhöhung auf 2 MB durchsetzen werde.
Das Projekt ist nicht in Gefahr
Der Abgang von Hearn hat den Wert des Bitcoin in den Keller getrieben. Möglicherweise sind die Miner dadurch zur Einsicht gelangt, dass Reformen notwendig sind. Die Existenz des Bitcoin steht für Meisser aber nicht auf dem Spiel. "Das ist ein gesunder Test für die Governance von Bitcoin. Er wird letztlich gestärkt daraus hervorgehen", zeigte er sich überzeugt.