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Hochgeachteter Herr Regierungsrath!
In Erwiederung Ihrer verehrl. Zuschrift v. 5 dß. bedaure ich, Ihnen die bestimmte Erklärung abgeben zu müssen, daß der Gesundheitszustand meiner Frau es mir als unzulässig erscheinen lassen würde, die Mission nach Turin anzunehmen, wenn mir dieselbe übertragen werden wollte. Es ist mir übrigens sehr lieb, daß Sie Ihr Nachdenken betreffend die Persönlichkeiten, welchen die verschiedenen in Betracht kommenden Missionen übertragen werden könnten, walten lassen. Ich werde auch meinerseits diesem| wichtigen Gegenstande meine besondere Aufmerkamkeit zuzuwenden nicht verfehlen.
Herr Dir. Widmer hat mir auf dem Rückwege von Olten ähnliche Eröffnungen zu machen versucht, wie es gemäß Ihrem verehrl. Schreiben Ihnen gegenüber geschehen ist. Ich habe ihn, buchstäblich gesagt, nicht zu Worten kommen lassen & ihm bemerkt, daß es gewisse Dinge gebe, die sich auf den ersten Blick als eine Unmöglichkeit darstellen & dahin würde nach allem, was vorgegangen ein Demissionsgesuch von seiner Seite schon in dem gegenwärtigen Zeitpuncte gehören.
Es dürfte angemessen sein, die| Frage, wem die Übersetzung der Denkschriften, welche wir ausarbeiten lassen, übertragen werden soll, künftigen Mitwoch auf die Tractanden des Gotthardtaus schusses zu setzen. Ich werde mich in die Lage zu setzen suchen, Vorschläge machen zu können.
Eine zweite Abschrift des technischen Gutachtens dürfte in der Schweiz schneller angefetigt werden als in Stuttgart, nach den Mittheilungen zu urtheilen, welche Herr Beckh in seinem letzten Briefe über die ihm zu Gebote stehenden Copisten gemacht hat.
Über die Haltung Bern's in der Alpenbahnfrage werde ich gerne eingehendere mündliche Bespre| chung mit Ihnen pflegen.
Besten Dank für das mir gef. übersandte erste Blatt des lithographirten Situationsplanes.
Genehmigen Sie die Versicherung ausgezeichneter Hochachtung von
Ihrem freundschaftlich ergebenen
Dr A Escher
Zürich
6 Febr. 1864.