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oder Arabinsäure, C12H22O11, ist der Hauptbestandteil des arab.
Gummi und des Senegalgummi, auch findet es sich in der Zuckerrübe. Man erhält es aus dem arab. Gummi, das aus der Kali- und
Kalkverbindung des Arabin besteht, indem man die mit Salzsäure versetzte wässerige Lösung mit Weingeist fällt. Es bildet eine
weiße, amorphe und geschmacklose Masse, die nach dem Trocknen bei 100° C. in Wasser sich nicht mehr löst,
sondern, damit übergossen, nur froschlaichartig aufquillt und sich in Metarabinsäure verwandelt. Letztere löst sich auf
Zusatz von Kali und Kalk leicht auf und geht dabei wieder in gewöhnliche Arabinsäure über. Beim Erwärmen mit Salpetersäure
liefert Arabin Schleimsäure. Beim Erwärmen mit verdünnter Schwefelsäure
[* 2] verwandelt Arabin sich in Arabinose
(s. d.).
arabicum (GummiMimosae, arabisches Gummi, Mimosengummi, Akaziengummi), aus der Rinde von Acacia-Arten gewonnenes
Gummi, stammt hauptsächlich von AcaciaSenegalWilld. (Verek) in Senegambien, im Stromgebiet des WeißenNils und des Atbara, ganz
besonders in Kordofan, und tritt meist freiwillig aus; nur selten werden die Gummibäume angeschnitten.
AndreArten liefern weniger und meist braunes oder rötliches Gummi arabicum. Die Gummiernte wird sehr stark durch die
Witterung beeinflußt, auch richten Elefanten in den Gummiwäldern gelegentlich die größten Verwüstungen an. Das Gummi arabicum bildet
runde oder längliche, auch wurmförmige, zerbrechliche, rissige, farblose, gelbe bis braunrote, mehr oder weniger durchsichtige
und glasglänzende Stücke vom spez. Gew. 1,35-1,6
(ausgesucht reine Stücke nach dem Trocknen 1,525). Es löst sich bei gewöhnlicher Temperatur in seinem gleichen GewichtWasser
und gibt eine opalisierende, dicke, klebrige, sauer reagierende, fade schmeckende Flüssigkeit; auch bei 100° nimmt Wasser
nicht viel mehr Gummi arabicum auf, doch erfolgt die Lösung dann etwas schneller.
Die Lösung mischt sich mit Glycerin, welches auf trocknes Gummi arabicum nur wenig einwirkt. 100 Weingeist von 20 Volumprozent lösen 57,
bei 50 Volumprozent nur 4 Gummi arabicum. Die wässerige Lösung des Gummi arabicum polarisiert nach links, wird bei längerm Stehen unter Zuckerbildung
sauer und schimmelt. Zur Verhinderung des Schimmelns ist ein geringer Zusatz von Chinin empfohlen worden.
Lösliche Kieselsäure-, Borsäure- und Eisenoxydsalze trüben die Gummilösung oder verdicken sie zur Gallerte. Lufttrocknes
Gummi arabicum verliert bei 100° noch 13-14 Proz. Wasser und nimmt nach dem Trocknen dieselbe MengeWasser an der Luft wieder auf. Bei 100°
erleidet das Gummi arabicum bereits eine gelinde Röstung, und bei 150° wird es schwerer löslich.
Beim Verbrennen hinterläßt es 2,5-4 Proz. Asche, welche im wesentlichen aus kohlensaurem Kalk besteht. Dieser Gehalt an Kalk
ist wesentlich, denn das Gummi arabicum ist als ein saures Salz der
[* 4]
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Von den Handelssorten ist das Kordofangummi in rundlichen, meist blaß weingelben Körnern das beste.
Ihm am nächsten stehen das blaßgelbliche Senaargummi und das Suakingummi, welches mit dunkel rotbraunen Körnern gemischt
ist. Das minderwertige Senegalgummi stammt ebenfalls größtenteils von A.SenegalWilld., bildet häufig bis 4 cm große, oft
aber weit größere, kugelige, eiförmige oder unregelmäßig verlängerte, meist gelbliche bis schwachrötliche Stücke mit
minder tiefen und zahlreichen Rissen.
Zur Prüfung des sehr verschiedenen Verdickungsvermögens der Gummisorten benutzt man das Viskosimeter, einen Trichter mit
fein ausgezogener Spitze, welcher mit Gummilösung gefüllt wird, die man stets in denselben Verhältnissen bereitet. Die
Zeit des Ausfließens gibt einen Maßstab
[* 10] für die Dickflüssigkeit der Lösung. Das Viskosimeter von Ochs besteht aus
einem Cylinder von Weißblech von 9 cmLänge und 45 mmDurchmesser und ist an dem einen Ende durch einen flachen Boden, der in der
Mitte ein 4 mm weites Loch hat, geschlossen. 7-8 cm unterhalb dieses Bodens befindet sich ein Gewicht, welches durch zwei Messingdrähte
gehalten wird.