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Silbersonntag
Der Seeclub Biel hat an den Schweizer Meisterschaften bei der Elite drei Silbermedaillen geholt, bei den Junioren waren es eine Gold- und zwei weitere Silbermedaillen. Damit waren die Bieler, was das Edelmetall betrifft, noch ein bisschen erfolgreicher als 2020.
Viel Zeit für gemeinsame Trainings hatten Nils Schneider und der erst 17-jährige Robin Ruchti nicht. Sie waren an den vergangenen Wochenenden an internationalen Wettbewerben in verschiedenen Booten im Einsatz gestanden. Dennoch lief es ihnen auf dem Rotsee sehr gut. Die beiden Mitglieder des Nationalkaders holten im Zweier ohne die Silbermedaille und belegten auch im Vierer ohne zusammen mit Lennard End und Robin Schärer den zweiten Platz.
Marion Heiniger hatte letztes Jahr im Skiff bei den U19 die Bronzemedaille gewonnen, dieses Jahr jedoch noch kein Rennen bestritten. Auf dem Rotsee startete sie nun im Elite-Leichtgewichtseiner und errang die Silbermedaille. Sie musste sich im Schlussspurt lediglich Eline Rol geschlagen geben, die vor zwei Jahren U-23 Welt- und Europameisterin geworden war. Heiniger: «Ich habe nicht gewusst, wo ich stehe, doch nach dem Vorlauf hoffte ich auf ein gutes Resultat.»
Bei den Junioren erkämpften sich Lya Piccolo, Ella Frank, Helena Liechti und Anita Weber im U17-Doppelvierer die Goldmedaille. Sie setzten sich im Final in einem starken Schlussteil mit einer halben Sekunde Vorsprung gegen ihre Konkurrentinnen vom Belvoir Ruderclub Zürich durch. Eine weitere Silbermedaille für den Seeclub Biel holte Emil Schoch im U-15-Einer. Er startete ebenso wie die Ruderinnen des U-17-Vierers das erste Mal an einer Schweizermeisterschaft. Im U-15-Doppelvierer der Renngemeinschaft Seeclub Küsnacht/Seeclub Biel belegte Jalina Lüscher den zweiten Platz: Medaille Nummer sechs für den Seeclub.
Positive Bilanz
Unsere Athletinnen und Athleten starteten an nicht weniger als zehn A-Finals. Sie gewannen eine Gold- und fünf Silbermedaillen und übertrafen damit den Erfolg des letzten Jahres, als sie eine Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen nach Biel gebracht hatten. So war Cheftrainer Beat Howald denn auch «generell sehr zufrieden». Aufgrund der Leistungen in der Saison habe er die guten Resultate erwartet. Doch für ihn zählen nicht nur die Medaillen: «An den Schweizermeisterschaften können alle etwas lernen und ich habe viele Verbesserungen gesehen.»
Bericht: Marcel Suter für Bieler Tagblatt, 14.09.2021