Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/2941

Das Veredeln von Oberflächen mit Edelmetallen blickt auf eine sehr lange und reiche handwerkliche Tradition, die sich fast über viertausend Jahre zurückverfolgen lässt. Der Ablauf z.B. einer Vergoldung ist sehr aufwendig, je nach Struktur und Beschaffenheit der Oberfläche. Der Umgang mit Blattgold und die Beurteilung der Untergründe und einzelner Arbeitsschritte muss praxisnah erarbeitet und umgesetzt werden.
Von "gulth", "gelo", "gelva" altgermanisch für gelb. Symbol von lat. "aurum" ("aurora" = Morgenröte)
Da Gold in der Natur gediegen vorkommt, war es wahrscheinlich das erste Metall, mit dem die Menschen schon in der frührn Steinzeit in Berührung kamen. Archäologen fanden aus Gold hergestellte Gegenstände mit einem Alter von über 7000 Jahren.
Gelbes, weiches Edelmetall. Gold ist das dehnbarste Metall, es lässt sich zu Folien von 0,1my Dicke auswalzen. Aus 10g Gold, kann ein spinnwebfeiner Draht von fast 25 km Länge hergestellt werden. An der Luft ist Gold absolut beständig. Wird icn Königswasser zu Tetrachlorogold(III)-säure H(AuCI4) gelöst. Normale Säuren, einschliesslich Salpetersäuren greifen Gold nicht an. Fluor verbindet sich erst bei über 300°C mit Gold. Bei Zimmertemperatur wirken die Halogene nur oberflächlich auf Gold ein. Leicht wird Gold von Natriumcyanid NaCN bzw. Kaliumcyanid KCN unter Bildung eines Komplex-Ions (AU(CN)2) gelöst.
Gold gehört zu den selteneren Elementen der Erdkruste. Der mittlere Goldgehalt der Erdkrustengesteine liegt bei 5mg pro Tonne Gestein. Gute Golderze enthalten bis zu 10 mg pro Tonne. Gold kommt nahezu ausschliesslich gediegen, also in elementarer Form vor. Es gibt einige natürliche vorkommende Gold-Tellur-Verbindungen ohne jede praktische Bedeutung. Für die Gewinnung wesentlich sind die Vorkommen als Begleiter in sulfidischen Erzen wie Pyrit, Kupferkies und Arsenkies, sowie die Vorkommen als "Berggold" (= gediegenes, in Stein eingesprengtes Gold) und als "Seifengold" (=aus verwittertem Gestein herausgewaschenes und z.B. in Flusssanden wieder abgesetztes Gold). Im Sand deutscher Flüsse finden sich 1-10 mg Gold pro Tonne. Der Goldgehalt im Meerwassr liegt zwischen 10g/km3 im Atlantischen und Pazifischen und 30 g/km3 im Mittelmeer. Dies entspricht in etwa inem Atom Gold auf eine Billiarde (=1015) Moleküle Wasser - zu wenig für eine wirtschaftliche Gewinnung des Edelmetalls aus dem wasser der Weltmeere.
Fein zerkleinertes goldhaltiges Gestein oder Goldsande werden in Wasser aufgeschlämmt ("Goldwäsche"), mit Quecksilber oder Natriumcyanid ("Cyanidlaugerei") behandelt oder einer Flotation unterzogen. Bei einer Cyanidlaugerei werden pro Tonne Gestein ca. 150g Natriumcyanid benötigt. Würde man alles vom Menschen bisher aus der Erde geholte Gold zusammenschmelzen und in eine Würfelform giessen, so hätte der Würfel eine Kantenlänge von 20 Metern und einen Wert von <ip-pii>.000 Euro.
Für Schmuck und Münzen; zum Vergolden; für rotgefärbtes Goldrubinglas; in der Zahntechnik; für elektrische Kontakte