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Komwestheim, 1773
Johann Philipp Weisbrod
Bleistiftzeichnung
H. 12,6, B. 11,5 cm
Inv. 1913.94.1.
Mit der kleinen Bleistiftzeichnung besitzt das Museum das einzige bekannte Porträt des schon zu Lebzeiten berühmten Pfarrers, Astronomen, Ingenieurs und Unternehmers Philipp Matthäus Hahn (1739-1790); alle Stiche, Lithographien und Ölbilder des von 1770 bis 1781 in Kornwestheim bei Stuttgart lebenden, vielseitig begabten Erfinders gehen auf diese eine Vorlage zurück. Dem Ludwigsburger Kunstprofessor Weisbrod gelang es, Hahn zum Modellsitzen zu überreden, da J.K. Lavater für seine "Physiognomischen Fragmente" ein Porträt benötigte. Der Porträtierte berichtet selbst in seinem Tagebuch: "Weisbrod kam, mich abzumahlen für Lavater. Ich nahm disen Kelch meines Fleisches gedultig an; auch das Sitzen zum Mahlen that ich mit Wiederwillen". Es ist nicht bekannt, ob die Zeichnung über Lavater oder über den Basler Seidenbandfabrikanten Wilhelm Brenner nach Basel gelangte. Letzterer bestellte 1775 bei Hahn eine astronomische Bodenstanduhr, die sich ebenfalls im Besitz des Museums befindet.