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Wie der taiwanische Branchen-Newsdienst 'Digitimes' berichtet, sind dort viele Vertreter der Hardware-Branche skeptisch, was das Geschäft mit Notebooks in der zweiten Jahreshälfte angeht. Dies betreffe insbesondere auch das Weihnachtsgeschäft.
Weil sich die Auslieferung der neuen Generation von Intel-CPUs an Notebook-Hersteller verzögere, würden HP, Dell, Lenovo, Acer und Asustek keine damit ausgestatteten neuen Modelle für die diesjährige Hochsaison auf den Markt bringen können. Diese Markenhersteller hätten deshalb ihre Lieferziele für 2018 bereits gesenkt. Und die Entwicklungsabteilungen der taiwanischen Notebookfabrikanten seien gegenwärtig praktisch arbeitslos.
Die Industriequellen von 'Digitimes' erklären, dass sich Hersteller in dieser Situation wohl hauptsächlich darauf konzentrieren werden, neue Modelle für das Business-Segment und Gamer zu promoten. Bei Laptops für den Massenmarkt würden die Hersteller dagegen mit der Einführung innovativer Applikationen und Tools, die für Notebooks mit CPUs der neuen Generation geplant sind, noch zuwarten. Damit würden viele Argumente, um Konsumenten zu einem Ersatz ihrer bisherigen Geräte zu verleiten, wegfallen. Die Insider erwarten, dass neue Modelle für das Consumer-Segment daher eher tiefe Preise aufweisen werden.
Aus dem Bericht geht nicht klar hervor, was 'Digitimes' mit der "neuen Generation von Intel-CPUs" genau meint. Wir nehmen an, es handelt sich um die unter dem Codenamen "Cannon Lake" entwickelten CPUs mit 10 Nanometer Fertigungsgrösse. Ursprünglich wollte Intel solche Chips schon 2016 auf den Markt bringen. Seit Ende April ist aber bekannt, dass der Hersteller frühestens nächstes Jahr mit der Produktion in grösseren Mengen beginnen wird. (hjm)