Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03311.jsonl.gz/1330

Josef Hasler, Sohn des Isidor Hasler und der Christina, geborene Brügger, wurde am 17. März 1929 in Rohr bei Tafers geboren, als zweites von neun Kindern. Bald darauf zog die Familie nach Tützenberg und dann nach Weissenbach-Hüberli, wo Josef eine schöne, aber harte Jugendzeit verbrachte. Er besuchte die Schule in St. Antoni. Die letzten zwei Schuljahre absolvierte er in Marly, wo er die französische Sprache erlernte, die ihm ein Leben lang zugute kam.
Der Schule entlassen, war er bei verschiedenen Landwirten im Einsatz. Viel Freude bereitete ihm die Pflege von Pferden. Nach der Rekrutenschule in Colombier fand Josef seine Lebensstelle bei der Kunststeinfabrik Bernasconi in Bümpliz, später in Aarberg. Während 45 Jahren war er dort ein geschätzter und zuverlässiger Mitarbeiter.
Am 8. Januar 1955 heiratete er Regina Grossrieder von Lanthen. Ihr erster Wohnsitz war im Zelg bei Düdingen, seit 1986 in der Felsenegg bei Wünnewil. Ihrer Ehe entsprossen drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter; sie waren sein ganzer Stolz. Ihnen war er ein fürsorglicher Vater. Viel Freude bereiteten ihm auch seine vier Gross- und zwei Urgrosskinder.
Abwechslung und Erholung vom oft strengen Alltag suchte und fand Josef in den Bergen, wo es ihn bis zuletzt hinzog. Nicht selten brachte er von seinen Ausflügen in den Schwarzsee ein Edelweiss mit nach Hause. Sein liebstes Hobby war der Garten, dort konnte er stundenlang verweilen. Vom Frühjahr bis in den Herbst versorgte er seine Familie mit frischem Salat und Gemüse.
Sehr am Herzen lag ihm auch der Jahrgängerverein. Es gab kaum ein Treffen oder einen Ausflug mit seinen 1929er-Kolleginnen und -Kollegen des Sensebezirks, bei dem er nicht dabei war.
Seit längerer Zeit machte sich bei Josef ein Herzleiden bemerkbar. Kurz vor seinem Tod wurde er deshalb notfallmässig ins Spital eingeliefert, eine Operation war jedoch nicht mehr möglich. In diesem Bewusstsein war es sein innigster Wunsch, nochmals seine Geschwister zu treffen und bei gemütlichem Zusammensein einen Jass zu klopfen, was er sich dann am Freitag, 29. Mai 2009, auch erfüllen konnte. Noch am selben Abend verstarb er in seinem Heim an Herzversagen. Eing.