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Sammlung Hermann König
Hermann Oskar König (geb. am 28.12.1907 in Thun, gest. am 02.05.2001 in Albinen) stammt aus einer Thuner Fotografenfamilie. Wie sein Bruder Hans erlernte Hermann König seinen Beruf bei seinem Vater (1925-1927). Danach vervollkommnete er seine Fähigkeiten bei Franz Henn in Bern, um dann Mitarbeiter von Gaston de Jongh in Lausanne und von F. H. Jullien in Genf zu werden. Anschliessend ging er zu Carl Koch in Schaffhausen (1934-1936), um schliesslich das Geschäft seines Vaters am Kronenplatz in Solothurn zu übernehmen. Seine Meisterprüfung bestand er im Jahr 1938.
Ein Jahr später arbeitete er beim fotografischen Dienst der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich. 1941 wurde er erster Dozent für Fotografie an der Berufsfachschule Bern, wo er zunächst an einem, später an zwei Tagen in der Woche unterrichtete. Die restliche Zeit widmete er dem Atelier in Solothurn. Der Fotograf wurde zudem Chefredakteur der Zeitschrift Photorundschau, für die er bis 1984 tätig war. An der Schule für Fotografie von Gertrude Fehr in Vevey unterrichtete Hermann König von 1947 bis 1963. Er, der sich schon sehr früh für die Berufsausbildung von Fotografen engagiert hatte, wurde einer der beiden Leiter dieser Schule.
1963 eröffnete er in Vevey ein Studio für Werbefotografie und das erste Labor für Farbfotografie in der Stadt. Er verliess seinen Posten an der Schule, um sich ganz der Farbfotografie widmen zu können, und übertrug sein Geschäft im Jahr 1978 an seine Tochter Elisabeth und seinen Schwiegersohn Claude François. Am 2. Mai 2001 starb er im Alter von 93 Jahren. Nach seinem Tod boten seine Töchter dem Schweizer Kameramuseum seinen «Atelierfundus» an. Diese reichhaltige Sammlung umfasst nicht nur Abzüge und Negative des Fotografen selbst, sondern auch zahlreiche Aufzeichnungen zu seiner Arbeitsweise.