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Der Brite Andy Murray (25) will verhindern, dass das Tennis einen ähnlichen Doping-Schock erleidet, wie jüngst der Radsport. Der Olympiasieger möchte mehr Doping-Tests auch ausserhalb der Turniere.
Der Armstrong-Skandal hat den Radsport erschüttert. Im Doping-Dunstkreis des gefallenen Rad-Stars ist auch ein Arzt namens Luis Garcia Del Moral erwähnt, der auch im Tennissport Top-Athleten wie Sara Errani oder David Ferrer behandelt hat.
Um zu verhindern, dass auch das Tennis in ein schlechtes Licht gerät, sieht die Nummer 3 der Welt, Andy Murray, nur einen Ausweg: mehr Bluttests und mehr Doping-Kontrollen abseits der Turniere.
Diese Forderung stellt der Brite vor dem Beginn des ATP-1000-Turniers in Paris. Bei seiner Ankunft in der französischen Hauptstadt erhielt Murray am Samstag Besuch von den Kontrolleuren, die ihm Blut abzapften.
«Wir sind uns nicht gewöhnt, im Tennis viele Blutkontrollen zu machen. Ich hatte dieses Jahr nur drei oder vier, aber viel mehr Urintests», sagt Murray bei seiner Pressekonferenz.
2011 hat der Internationale Tennis Verband ITF nur gerade 21 Bluttests (!) ausserhalb Turnieren durchgeführt. «Bei Turnieren werden wir das ganze Jahr getestet, ich denke die Kontrollen ausserhalb der Wettkämpfe sollten verstärkt werden», sagt Murray.
Zudem bemängelt der Olympiasieger und US-Open-Champion, dass praktisch nur die Top 50 kontrolliert werden. «Man sollte es auf den ganzen Tennissport ausweiten», erklärt Murray.
Er glaubt aber nicht, dass Doping im Tennis soviel ausmacht wie in einer reinen Ausdauersportart wie Rad. Das Spiel mit der Filzkugel basiere mehr auf den Fähigkeiten der einzelnen Sportler.
In der ersten Runde in Paris misst sich der Olympiasieger am Mittwoch mit dem Franzosen Paul-Henri Mathieu (ATP 64). Ein schwieriges Los für Murray. Mathieu stand letzten Samstag in Basel im Halbfinal gegen Federer. (rib)