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Herstellungsort unbekannt, um 1780
H. 169 cm, L. 270 cm, B. 107 cm
Inv. 1924.347.
Der elegante Schlitten aus der Zeit um 1780 hat sich gut in der ursprünglichen Form erhalten. Abgesehen von einer Erneuerung der Polsterung wurde er kaum verändert. Der Schlittenkasten ist aus einem Stück geschnitzt und als Schwanenkörper gestaltet. Die Kufen, die im Stil der Louis XVI-Zeit mit einem geschnitzten Flechtmuster verziert sind, enden in einem Schwanenkopf. Der Schwan, der in verschiedenen Mythologien als kraftvolles Tier und Symbol der weiblichen Reinheit gilt, ist als Schlittenfigur häufig anzutreffen.
An der Seite trägt der Schlitten die Wappen der Basler Familien Ryhiner und Faesch. Wahrscheinlich gehörte er den Eheleuten Johann Rudolf und Margaretha Ryhiner-Faesch (1755–1807 bzw. 1763–1820). Margaretha Faesch war mit ihrem Vater Johann Jakob Faesch und der Mutter Catharina de Hoy zeitweise in Amsterdam aufgewachsen, wo sie vermutlich das Schlittenfahren bereits kennengelernt hatte. Der Schlitten wurde einspännig gefahren und für festliche Schlittenfahrten und Schlittenkarusselle verwendet. Die Frau sass im Schlitten und der Mann lenkte von der hinten befestigten Pritsche aus das Pferd.