Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/261831

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweiz verfügt beim Internationalen Währungsfonds über sogenannte Sonderziehungsrechte.</p><p>- Stimmt die Aussage, dass diese Rechte ohne Belastung für den Bundeshaushalt bezogen und in ein finanzielles Hilfspaket für die Ukraine umgewandelt werden könnten?</p><p>- Welcher maximale Bezug wäre theoretisch möglich?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Sonderziehungsrechte (SDR) werden den Mitgliedern des IWF entsprechend ihren Anteilen an der Institution zugeteilt. Die Schweiz verfügt über 8,8 Milliarden SDR (rund 11 Milliarden Schweizer Franken), diese sind sowohl als Aktivum als auch als Passivum auf der Bilanz der SNB verbucht. SDR sind keine Finanzreserve, die für Ausgaben des Bundes bezogen und ohne Belastung des Bundeshaushalts verwendet werden kann. SDR wurden 1969 als ergänzende internationale Währungsreserve geschaffen, damit sich Länder z. B. bei Engpässen in der Devisenversorgung gegenseitig aushelfen können.</p>