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Schweizer Schülerinnen ausgezeichnet an European Girls' Mathematical Olympiad 2019
200 junge Frauen aus 50 Ländern lösten anspruchsvolle mathematische Probleme in Kiew. Das Schweizer Team gewann Bronze und eine Ehrenmeldung.
200 Mittelschülerinnen kämpften mit ihrem Kopf um Medaillen an der European Girls' Mathematical Olympiad EGMO vom 7. bis 13. April in Kiew, Ukraine. 36 Teams stammten aus Europa, 14 aus Gastländern. Die Schweizer Schülerinnen holten sich Bronze und eine Ehrenmeldung:
Bronze: Yanta Wang, Gymnasium Oberwil, BL
Ehrenmeldung: Julia Sollberger, Kantonsschule Zürich Nord, ZH
Mit dabei für die Schweiz waren auch Ema Skottova (Gymnasium Kirchenfeld, BE) und Emily Dikhoff (Kantonsschule Uster, ZH). Insgesamt wurden 19 Gold-, 37 Silber- und 56 Bronzemedaillen vergeben. 43 Jugendliche erhielten eine Ehrenmeldung (Honorable Mention). Am besten schnitten die Teams aus den USA, der Ukraine und aus Bulgarien ab.
Die Prüfungen: Wie Mathematik die Kreativität anregt
Der Wettbewerb besteht aus zwei 4.5-stündigen Prüfungen. Die jungen Frauen lösten sechs mathematische Probleme, die Themen hiessen Algebra, Zahlentheorie, Kombinatorik und Geometrie. Bei den Aufgaben geht es weniger ums Rechnen, sondern vielmehr darum, eine schlüssige Lösung für ein Problem zu finden − und diese dann mathematisch zu beweisen.
Ein Beispiel: Gegeben ist ein beliebig grosses Schachbrett. Auf diesem sollen nun möglichst viele Dominos platziert werden, sodass sie sich nicht zu nahekommen. "Der Wettbewerb regt die Jugendlichen an, eigene Ideen zu entwickeln und fördert ihre Kreativität", erklärt die Mathematikerin Viviane Kehl, Begleiterin des Schweizer Teams. Kehl ist seit diesem Jahr Vorsitzende des Beirats der European Girls' Mathematical Olympiad.