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Keine Gemeinde wurde in Abstimmungen öfters überstimmt als die Gemeinde Schelten. So lehnte die Scheltener Stimmbevölkerung beispielsweise entgegen der Mehrheit die Umfahrungsstrassen in Aarwangen und Oberburg ab, stimmte für die Trinkwasserinitiative, das CO2 Gesetz und gegen die Beschaffung neuer Kampfjets, um nur einige Beispiele aus jüngerer Zeit zu nennen. Die Jungen Grünen Kt. Bern fordern deshalb die Unabhängigkeit von Schelten vom Kanton Bern.
Die Jungen Grünen erzielten bei den Grossratswahlen in Schelten 29,2 % Wählerinnenanteil und sehen sich als stärkste Partei nun in der Pflicht, Lösungen für die notorischen Abstimmungsniederlagen der Scheltener*innen zu suchen. So schlagen die Jungen Grünen die Gründung eines eigenen Kantons Schelten vor. Schelten, das heute nur wenige Zentimeter Grenze mit dem restlichen Kanton Bern teilt, wäre dann unabhängig von der langsamen Berner Politik und könnte auch auf nationaler Ebene mit zwei Ständeratssitzen die träge, konservative Politik beschleunigen. «Die Unabhängigkeit von Schelten würde den Weg in eine klimaneutrale, gerechte Zukunft ebnen», sagt Milo Schefer, Präsident der Jungen Grünen Kanton Bern zu den Forderungen und ergänzt: «Es ist an der Zeit, dass die Stimme der Scheltener*innen gehört wird».