Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/2465

TRAUMAINTEGRATION
Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) unter Berücksichtigung der Polyvagaltheorie.
Die Polyvagaltheorie ist eine Theorie, die besagt, dass unser vegetatives Nervensystem (VNS) auf drei Ebenen arbeitet: der ventrale Vagusnerv, der dorsal-laterale Vagusnerv und das sympathische Nervensystem. Die Theorie besagt, dass der ventrale Vagusnerv für Sicherheit, Ruhe und soziale Bindung verantwortlich ist, während der dorsal-laterale Vagusnerv Rückzug, Erstarrung und Kollaps veranlasst. Das sympathische Nervensystem ist für die Aktivierung, Kampf- oder Fluchtreaktionen verantwortlich.
Die Atemtherapie zielt darauf ab, das VNS zu regulieren, indem sie den ventralen Vagusnerv stimuliert und so den Körper in einen Zustand der Entspannung versetzt. Durch tiefes Atmen und andere Interventionen wird der Sauerstoffgehalt im Körper erhöht, was den ventralen Vagusnerv aktiviert und dazu beiträgt, dass der Körper in einen Zustand der Entspannung und Ruhe versetzt wird.
Die PTBS ist eine Erkrankung, die bei Menschen auftritt, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben. Zu den Symptomen gehören Angst, Wut, Schlafstörungen, Depressionen und Flashbacks. Obwohl es verschiedene Arten der Behandlung gibt, hat die Atemtherapie in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere in Verbindung mit der Polyvagaltheorie.
In der PTBS-Therapie kann die Atemtherapie dazu beitragen, den Körper und den Geist zu beruhigen, den Stress und die Angstzustände zu regulieren. Durch die Aktivierung des ventralen Vagusnervs wird auch das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit verstärkt, was für Menschen mit PTBS von besonderer Bedeutung ist.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Atemtherapie allein möglicherweise nicht ausreichend ist, um PTBS vollständig zu behandeln. Eine Kombination aus Atemtherapie und anderen Behandlungsansätzen wie Psychotherapie kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern, den Stress zu regulieren und das Trauma zu integrieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Atemtherapie in Verbindung mit der Polyvagaltheorie ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung von PTBS ist. Indem sie den ventralen Vagusnerv aktiviert und den Körper in einen Zustand der Entspannung versetzt, kann die Atemtherapie bei der Linderung der Symptome der PTBS und der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens deutlich unterstützen.