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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher
Die Nasa hatte am vergangenen Sonntag mit einem Tweet ein Youtube-Video hervorgekramt, das bereits seit Anfang Mai auf der Video-Plattform zu sehen war. Es basiert auf einer Aufnahme, die das US-Observatorium «Chandra» vor rund 20 Jahren gemacht hatte, wie der «Spiegel» schreibt.
The misconception that there is no sound in space originates because most space is a ~vacuum, providing no way for sound waves to travel. A galaxy cluster has so much gas that we've picked up actual sound. Here it's amplified, and mixed with other data, to hear a black hole! pic.twitter.com/RobcZs7F9e— NASA Exoplanets (@NASAExoplanets) August 21, 2022
Damals habe Chandra 53 Stunden lang den Perseushaufen beobachtet, einen etwa 240 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxiehaufen, und dabei riesige Wellenfronten registriert, die auf das Vorhandensein eines Schwarzen Loches hindeuteten.
Von diesem Schwarzen Loch aus schiessen extrem schnelle Teilchenjets ins All. Diese treffen auf heisses Gas und regen dort die Entstehung von Wellen an. Und eben diese Wellen könne man im Video hören, so die Nasa.
Gibt es Schall im All?
«Der Irrglaube, dass es im Weltraum keinen Schall gibt, rührt daher, dass der grösste Teil des Weltraums ein Vakuum ist, in dem sich Schallwellen nicht ausbreiten können. In einem Galaxienhaufen gibt es aber so viel Gas, dass wir tatsächlich Schall wahrgenommen haben», twitterte die US-Behörde.
Wenn man mag, könne man diese Wellen tatsächlich als Klang bezeichnen und festlegen, welchem Ton sie entsprechen, erklärte daraufhin der britische Astrophysiker und Moderator Chris Lintott. Dieser Ton, der so verschoben und verändert worden sei, dass wir ihn hören können, sei der Klang der Nasa.
Nasa hilft dem Schwarzen Loch etwas nach
Tatsächlich im menschlichen Sinn zu hören, seien die Klänge aus dem Perseushaufens aber dadurch nicht. Die Wellen würden zwar durch das Schwarze Loch verursacht, es bringt gemäss dem Forscher jedoch nicht viel, sie als Geräusche zu bezeichnen. Vor allem seien sie sicherlich nicht das Geräusch, das ein menschliches Wesen in der Nähe eines Schwarzen Lochs hören würde.
It was not intentionally made ominous, but the sound you hear is amplified a lot, and other sounds are interpreted from light data. One of the motivations to create such data sonifications is the desire to share the science with more people. More: https://t.co/pqScovVDz4— NASA Exoplanets (@NASAExoplanets) August 22, 2022
Die Nasa entgegnete mittlerweile, dass sie die Töne stark bearbeitet und mit anderen Klängen gemixt habe. Mit diesem Prozess, «Sonification» genannt, habe man Messdaten in hörbare Klänge verwandeln und so den Menschen die Wissenschaft näher bringen wollen.
(osc)