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In dem neu erfassten Zeitraum vom 25. Februar bis zum 31. Mai stieg der Wert aller erfassten Zusagen an die Ukraine um gut 13 Milliarden Euro auf insgesamt rund 165 Milliarden Euro, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilte. Dabei handele es sich zumeist um Militärhilfe. "Trotz dieser Konzentration auf militärische Zusagen liegen die tatsächlichen Lieferungen deutlich unter den versprochenen", so das Fazit der Kieler Forscher. Insgesamt sei nur etwas mehr als die Hälfte der zugesagten schweren Waffen geliefert worden.
"Vor allem die westlichen Partner wie die USA, Deutschland und Großbritannien erhöhten zwar zügig ihre Zusagen, aber die Lieferungen liegen deutlich darunter", erklärte das IfW. Im Gegensatz dazu hätten osteuropäische Länder wie Tschechien, Slowenien, Polen und die Slowakei mehr als 80 Prozent der zugesagten schweren Waffen geliefert.
"Nach einem Schub an neuen Zusagen vor dem Jahrestag des Kriegsbeginns hat sich das Engagement der Ukraine-Unterstützer insgesamt eher wieder verringert", sagte Christoph Trebesch, Leiter des Teams, das den "Ukraine Support Tracker" erstellt. Militärische Unterstützung gewinn mit der Dauer des Krieges und den Offensivplänen der Ukraine an Bedeutung. "Aber die Lücke zwischen zugesagter und gelieferter Militärausrüstung ist groß", sagte der IfW-Forschungszentrumsdirektor. "Das gilt insbesondere für EU-Länder und die USA."
Deutschland, in absoluten Zahlen nun der zweitgrößte Geber von Militärhilfen, erhöhte seine militärischen Zusagen der Studie zufolge um 76 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Darin enthalten seien zusätzliche Kampfpanzer, Iris-T-Luftabwehrsysteme und weitere Waffen zur Stärkung der ukrainischen Luftverteidigungskapazitäten. Die EU erhöhte das Budget um zwei Tranchen von jeweils einer Milliarde auf insgesamt 5,6 Milliarden Euro.
(Reuters)