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Der Artikel von biometricupdate.com preist diese digitale ID als Lösung für einfacheren Reisen und den reibungslosen Austausch von Studenten zwischen den einzelnen Ländern an. Doch was ist mit Datensicherheit? Was ist, wenn diese digitale ID bei nicht Befolgung von staatlichen Maßnahmen einfach inaktiviert werden kann. Wir sehen jetzt schon den Studenten die nicht geimpft sind der Zugang zur Ausbildung verwehrt wird. Was, wenn diese ID auch den Zugang zur Geldbeschaffung, Reisen etc. verweht? Es ist ein langsames, aber sichere Ausrollen der totalen Kontrolle, die im Hintergrund stattfindet.
Vertreter nationaler Identitätssysteme aus der APAC-Region diskutierten auf dem Singapore Fintech Festival 2021 ihre Vorbereitungen für eine grenzüberschreitende digitale Identität und Interoperabilität. Die nationalen Systeme sind noch dabei, sich zu etablieren und mit ihren privaten Sektoren an Anwendungsfällen und Integration zu arbeiten, aber Länder wie Australien und Neuseeland diskutieren bereits darüber, wie ihre digitalen Identitäten im jeweils anderen Land funktionieren können, während Mastercard plant, grenzüberschreitende digitale Identitäten bereits 2022 zu ermöglichen.
Laut Jonathan Thorpe, Generaldirektor der australischen Agentur für digitale Transformation, haben Australien und Singapur einen Dialog über ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung aufgenommen. Das Abkommen zielt darauf ab, dass die digitale Identität eines Bürgers in dem einen Land in dem anderen Land akzeptiert wird. Dies könnte möglicherweise mit Studenten beginnen. Auch Neuseeland steht bei Australien ganz oben auf der Liste für die gegenseitige Anerkennung von digitalen Ausweisen.
Singapurs nationale digitale Identität, Singpass, ist zentralisiert im Vergleich zu einem föderalen Opt-in-Ansatz in Australien, das nicht über ein bestehendes nationales ID-System verfügt, auf dem es aufbauen könnte. 4,2 Millionen Singapurer (oder 97 Prozent der Berechtigten, so der Direktor des Systems, Dominic Chan, der ebenfalls sprach) haben sich für ihre digitale Identität registriert – eine Zahl, die durch die COVID-Pandemie stark gestiegen ist -, während sich 5,3 Millionen Australier für die digitale Identität entschieden haben.
„Die digitale Identität kann eine Rolle spielen, aber sie allein ermöglicht nicht unbedingt ein reibungsloses Reiseerlebnis“, sagte Thorpe, obwohl der Ausweis von der Privatwirtschaft und den Behörden ohne weiteres akzeptiert werden könnte, sobald eine Person in ein Land eingereist ist.
Um eine wirklich effiziente und integrative digitale Wirtschaft zu schaffen, muss die Digitalisierung durchgängig sein… Wir müssen den Menschen in den Mittelpunkt der digitalen Infrastruktur stellen“, sagte Ravi Menon, geschäftsführender Direktor der Monetary Authority of Singapore, und sprach über die digitale ID als eine der „vier Säulen“ der digitalen Infrastruktur, die die zukünftige Wirtschaft benötigt. Menon hofft auf eine Zusammenarbeit zwischen den Regierungen bei der Entwicklung globaler digitaler Güter.
„Öffentliche, grundlegende digitale Infrastrukturen werden für eine integrative wirtschaftliche und soziale Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein“, erklärte Rajat Maheshwari, Mastercard Vice President of Digital Identity, in einer E-Mail an Biometric Update zu den wichtigsten Erkenntnissen der Veranstaltung. „Digitale Identität, Autorisierung und Zustimmung, Interoperabilität im Zahlungsverkehr und Datenaustausch sind die vier wesentlichen Bestandteile, um durchgängige digitale Transaktionen zu ermöglichen, sie erfüllen gemeinsam die grundlegenden Anforderungen einer digitalen Wirtschaft.“
Singapur und Australien gehen in diese Richtung, indem sie an überprüfbaren Berechtigungsnachweisen – oder Attributen – arbeiten, um die Interoperabilität über Standards hinaus in praktische Anwendungsfälle zu bringen. Laut Wen Si Wong, Direktorin der Abteilung National Digital Identity bei Gov Tech in Singapur, öffnet sich der Ansatz, um den privaten Sektor als Anbieter von Authentifizierungen oder sogar als Vertrauensanker zuzulassen.
Ihre Abteilung prüft, wie die digitalen Identitäten der Singapurer mit internationalen Organisationen wie der IATA und Anforderungen wie EIDAS kompatibel werden könnten. Wong sagte auch, dass Singapur mit Mastercard über eine mögliche Zusammenarbeit mit dessen ID-Netzwerk und eine Einbindung in dessen größeres Ökosystem spricht.
Sarah Clark, Senior Vice President of Digital Identity bei Mastercard, nahm an der Podiumsdiskussion teil und sagte, dass die digitale Identität „eine der größten Chancen unserer Generation“ sei. Clark sagte, dass digitale ID-Systeme, die mit dem privaten Sektor zusammenarbeiten, „einen Nutzen für das tägliche Leben bringen“ und die Anwendungsfälle für den Ansatz erweitern können.
Clark verriet auch, dass Mastercard im Jahr 2022 die ersten grenzüberschreitenden Anwendungsfälle für die digitale Identität plant.
„Eine grenzenlose, digitale Welt erfordert einen wiederverwendbaren Identitätsdienst, dem man vertrauen kann und der überall akzeptiert wird, wo der Nutzer Transaktionen durchführt“, schreibt Maheshwari.
Mastercard hat seine Identitätsabteilung rasch ausgebaut und dabei sein globales Netzwerk und seine KYC-Fähigkeiten genutzt. Das Unternehmen arbeitet an digitalen Identitätsprogrammen auf der ganzen Welt, z. B. an biometrischen Projekten zur Förderung der finanziellen Eingliederung in Afrika südlich der Sahara und an einer digitalen ID, mit der brasilianische Studenten sicher an Fernprüfungen teilnehmen können.