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"Mami, wotsch en Kafi?" fragte mein Sohn als er unter dem Kletterturm zum Fenster rausschaute. "Ja gerne" antwortete ich. Das andere Kind, das auch dabei war schaute sich um und sagte: "Hier gibt es doch gar keine Kaffeemaschine!" Aber mein Sohn drehte sich um zum Pfosten, drückte einen imaginären Knopf, ahmte das Kaffeemaschinengeräusch nach und servierte mir einen unsichtbaren Kaffee, den ich natürlich begeistert austrank.
So viel Fantasie steckt in den Kindern, dass sie bei einem Fenster sofort an einen Verkaufsstand denken können, dass Äste zu Pferden werden, oder zu Waffen.
Ganz anders wenn man die Fernbedienung eines ferngesteuerten Autos in der Hand hält. Da gibt es eigentlich nur ein Spiel (und etwas zu lernen) - rumfahren.
Wenn Sie ihren Kindern Spielsachen geben, deren Zweck nicht festgelegt ist, so entwickelt das Kind ganz automatisch Fantasie. Aus Tüchern werden Zelte oder Kleider, aus Lego werden Häuser, Feuerwehrstationen oder Landschaften und aus grossen Schachteln Schiffe, Häuser oder Hundehütten. Es ist zwar nicht alles perfekt aber die Fantasie ergänzt was fehlt.