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Der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks, geboren 1970 in Rakovnik, studierte in Pilsen und Prag die Fächer Horn und Klavier und begann seine Laufbahn als Hornist beim Westtschechischen Rundfunk sowie am Nationaltheater Prag. Seine Leidenschaft für die Alte Musik führte ihn 1992 dazu, ein weiteres Studium an der Schola Cantorum Basiliensis aufzunehmen, wo er von Jörg-Andreas Bötticher im Cembalospiel und von Jesper-Boje Christensen im Generalbass unterrichtet wurde. Parallel dazu war er Mitglied des von ihm mitbegründeten Amphion Bläseroktetts Basel und spielte Naturhorn in der Akademie für Alte Musik Berlin. Nach seiner Rückkehr in die Tschechische Republik gründete Luks im Jahr 2005 die Ensembles Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704, mit denen er sich der Aufführung barocker Musik widmet: Jan Dismas Zelenka, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel stehen im Mittelpunkt seines Repertoires, das von der Kammermusik bis zum grossbesetzten Oratorium und zur Oper viele Gattungen umfasst. Mit seinen Ensembles gastierte Václav Luks in ganz Europa: Er trat bei den Händel-Festspielen in Halle und Karlsruhe auf, bei den Internationalen Gluck-Opernfestspielen in Nürnberg, beim Festival «Oude Muziek» in Utrecht, in Brügge, Gent und im Schloss von Versailles. Mit dem Projekt «Musikbrücke Prag – Dresden» veranstaltet er seit 2008 seine eigene länderübergreifende Konzertreihe, und im Prager Rudolfinum führt er den jährlichen Zyklus «Opernstars des Barock» durch, in dessen Rahmen er zuletzt Interpreten wie Véronique Gens, Roberta Invernizzi, Topi Lehtipuu, Sara Mingardo und Sonia Prina präsentierte. Als Musikforscher widmet sich Luks vor allem der böhmisch-tschechischen Musikgeschichte; als Pädagoge lehrte er an der Prager Akademie und der Musikhochschule Leipzig.
Mit dem heutigen Konzert debutiert Václav Luks bei LUCERNE FESTIVAL.
Juni 2013