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Adolf Zinsstag sen. war erst 1864 aus Ravensburg „eingewandert“.
Der 1878 geborene Adolf jun. also ein regelrechter Secondo, welchem es beschieden sein sollte, in seinen originellen Mundarttexten, welche die „Basler Nachrichten“ in regelmässigen Abständen veröffentlichte, in Baseldytsch Volksliteratur zu schaffen, die viele zur Nachahmung anregte und ihm auch Einladungen zu Radiosendungen einbrachte.
Er liebte seine Geburtsstadt über alles und pflegte durch die Innerstadt zu spazieren, stehen zu bleiben und die schönen Häuser zu betrachten; war er in Begleitung, hatte er fast zu jedem Winkel etwas zu erzählen - ab dem 40. Lebensjahr kam meist der Nachsatz hinzu: „I will das alles nonemol gseh, s’ka megligerwys s’letscht Mol sy….“
Adolf Zinsstag besuchte 9 Jahre die Volksschule in Basel und absolvierte eine dreijährige Lehre als Goldschmied bei seinem Vater. wurde nach nur 6 Jahren Unterricht mit 16 Jahren als Geiger (1894) im Basler Sinfonieorchester aufgenommen.
Als ausgebildeter Gold- und Silberschmied reiste er während 5 Jahren quer durch Europa 1896-1901, betätigte sich oft als Goldschmied, meist jedoch als Musiker. Danach trat er ins väterliche Geschäft an der Gerbergasse ein und ließ 1908 das heute noch bestehende Haus "zum Rheingold" erstellen.
Er heiratete 1902 Mathilde Preiswerk, welche ihm 3 Töchter und 3 Söhne schenkte und auch eine grosse Stütze im Geschäft war. Seine Musikbegeisterung öffnete ihm viele Türen. Er pflegte eine ausgedehnte Korrespondenz, wovon 11'000 Durchschläge Zeugnis ablegen.
Er war Gründer der Schweizer Richard Wagner Vereine, wo er bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges zahlreiche gut besuchte Vorträge hielt. Das Richard Wagner Museum in Triebschen bei Luzern verdankt seine Entstehung und seine wertvollsten Exponate seiner Initiative. Er erwarb sich auch die Freundschaft von Siegfried Wagner, dem Sohne Richards. Seine Kompositionen und sein wesentlicher Nachlass mitsamt einem Lohengrin Skizzenblatt und anderen Wagner Autographen werden von der UB Basel aufbewahrt, seine Bibliothek ging 1983 an die Universitätsbibliothek Bern über.
Verlag: Informationslücke-Verlag
Einband: Paperback
Seiten: 141
ISBN: 978-3-9523521-5-1
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