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Der Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodorin Obiang, wird von der Genfer Justiz der Geldwäscherei beschuldigt. Im Rahmen des Strafverfahrens gegen ihn wurden am Flughafen Genf elf Luxuswagen beschlagnahmt.
Der Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, bestätigte am Donnerstag auf Anfrage Informationen der Westschweizer Zeitschrift «L'Hebdo» und der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund».
Gemäss den Medienberichten soll es sich bei den beschlagnahmten Fahrzeugen um äusserst wertvolle Wagen wie etwa einen Bugatti Veyron oder einen McLaren P1 handeln. Allein der Wert eines sichergestellten Koenigsegg One, einem Fahrzeug, das nur in sieben Exemplaren hergestellt wurde, soll sich auf gegen drei Millionen Franken belaufen.
Auch die französische Justiz hat ein Strafverfahren gegen den 47-jährigen Teodorin Obiang geführt. Er soll sich in Frankreich wegen Vermögensdelikten wie Veruntreuung und Korruption vor Gericht verantworten müssen. Die französischen Ermittler werfen ihm vor, sich zwischen 2007 und 2011 teilweise über Vermittler oder Scheinfirmen Immobilien im Wert von mehreren Dutzend Millionen Euro angeeignet zu haben.
Teodorin Obiang wurde am vergangenen 22. Juni zum Vizepräsidenten von Äquatorialguinea ernannt, einem zentralafrikanischen Land mit rund 750'000 Einwohnern. Sein 73-jähriger Vater, Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, war Ende April dieses Jahres nach 36 Dienstjahren für weitere sieben Jahre wiedergewählt worden. Er war 1979 durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen und gilt als einer der brutalsten und korruptesten Machthaber des Kontinents. (sda)