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Es bleibt bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Republikaner Rick Saccone und dem Demokraten Conor Lamb. Und allein das ist schon eine Überraschung, denn Donald Trump hatte den Bezirk 2016 mit 20 (Prozent-)Punkten Vorsprung auf Hillary Clinton gewonnen.
Die Republikaner und die Demokraten sehen diese Kongresswahl als Test für die Zwischenwahlen im Herbst an. Dann wird das gesamte Abgeordnetenhaus neu gewählt, und wie es aussieht, könnte die republikanische Mehrheit im Kongress kippen.
Wieso Wahlen zwischen den Wahlen?
Bei den Zwischenwahlen in den USA, den sogenannten Midterm-Elections, werden alle zwei Jahre ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu bestimmt. Zusätzlich wird ein Teil der Gouverneure gewählt. Auch die Parlamente der meisten Bundesstaaten werden gewählt.
Ganz auf Trump-Linie
Donald Trump, Vize-Präsident Mike Pence, Ivanka Trump und Trump-Beraterin Kellyanne Conway eilten deshalb zur Unterstützung von Rick Saccone nach Pennsylvania, um diesen bislang sicheren republikanischen Wahlkreis zu halten. Noch am Samstag trat der Präsident im Distrikt auf, um Saccone zu unterstützen.
In seiner Rede betonte Trump, dass Saccone ein Kandidat ist, der ganz auf Trump-Linie sei, von daher sollten die Wähler ihn unterstützen. Der Kontrahent Lamb sei zu liberal, gegen Waffen, für offene Grenzen, für Steuererhöhungen und nicht hart genug gegen Kriminelle.
Trump müsste über die Bücher
Doch all das konnte die traditionellen republikanischen Wähler nicht überzeugen. Zur Stunde liegt der Demokrat Connor Lamb mit wenigen Hundert Stimmen vor dem Republikaner Rick Saccone. Wie es heisst, wird es vor dem Morgengrauen in Pennsylvania keinen offiziellen Sieger in dieser Wahl um den 18. Kongressdistrikt geben.
Allein die Tatsache, dass das Rennen am Wahlabend nicht entschieden werden konnte ist eine deutliche Niederlage für Donald Trump und die Republikaner. Der Präsident und seine Partei müssen nun genauestens analysieren, wie sie in die wichtigen Kongresswahlen im November ziehen wollen. Fraglich ist, ob Donald Trump Eigenkritik zulässt, um am Ende die eigene Partei zu retten.