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Aus überlieferten Quellen weiss man, dass der Schatzberg schon im Mittelalter eine Dauersiedlung aufwies. Später dann wurde zu einem uns unbekannten Zeitpunkt die Siedlung auf dem Schatzberg zur Maiensäss, welches nur noch in den Frühlings- und Sommermonaten bewohnt war. Diese Bewohner hatten bestimmt schon recht früh die nahen Quellen gefasst und zu den Ställen und Häusern geleitet. Die früheste bekannte Quelle bezeugt, dass der Hof Accola eine richtige Wasserversorgung mit gemauerter Brunnenfassung und eisernen Wasserleitungen hatte. Die unterste, zur Wasserversorgung der Schatzalp gehörende Quelle, weist heute noch einen uralten gemauerten Schacht und alte eiserne Leitungen auf. Sie war bestimmt ein Teil dieser alten bäuerlichen Wasserversorgung.
Unsere 41 Quellen sind alle verschieden. Jede einzelne hat ihren eigenen Charakter. Die einen bringen mehr Wasser im Frühjahr und weniger im Herbst, andere wiederum sind sehr konstant. Die einen sind kalt, die anderen wärmer. Einzelne führen viel Sand und Glimmerpartikelchen mit sich und müssen darum zuerst durch einen Sandfänger geführt werden. Der frühere Schatzalp-Besitzer Oscar Miller glaubte, einzelne Quellen am Geschmack des Wassers auf der Zunge erkennen zu können.
Meist sind die Wasseraufstösse weit unter der Bodenoberfläche gefasst und nur über Schächte, Treppen und Stollen erreichbar. Zur guten Ausstattung einer Expedition ins Reich der Quellen gehört deshalb nebst guter Kleidung und Taschenlampe auch der Helm als Kopfschutz.
Gelangt das Wasser nun durch kilometerlange Leitungen auf die Schatzalp, so wird es zuerst in einem Zweikammer-Reservoir, rund 60 Höhenmeter über dem Hotel, gesammelt. Ein letztes Mal noch bietet sich die Gelegenheit, den feinen mitgeschwemmten Sand abzusetzen. In der ersten Kammer, mit 140 Kubikmetern Inhalt, befindet sich die sogenannte Feuerwasserreserve. Der Gebrauch dieses Wassers ist der Feuerwehr vorbehalten. Erst wenn dieses Becken voll ist überfliesst das Wasser in das sogenannte Trinkwasserreservoir und steht den vielen Benutzern in Küche, Waschküche und natürlich in den Gästezimmern zur Verfügung. Die grosse Uhr im Wald haben Sie bestimmt schon bemerkt. Sie gibt uns Auskunft über den Wasserstand im Trinkwasserreservoir.
Unser Trinkwasser wird regelmässig von den dafür zuständigen Amtsstellen auf die hygienische Unbedenklichkeit überprüft und erfüllt jeweils problemlos die hohen Anforderungen für Trink- und Tafelwasser.
Originaltext von Oscar Miller, aufgearbeitet und aktualisiert von Pius App
Regelmässige Erneuerungsarbeiten
Das Wasserleitungsnetz muss auch gewartet und erneuert werden. Insbesondere die teilweise verwendeten Leitungen aus Ton müssen nach und nach ersetzt werden. Unten sehen Sie Bilder von der Erneuerung im Gebiet Podestatenalp. Teilweise ist auf den Bildern neben der neuen Leitung noch die alte Leitung aus zusammengesteckten Tonelementen sichtbar, welche ersetzt werden musste.