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2016 findet die 500-Jahr-Gedenkfeier des Vertrags über einen Ewigen Frieden zwischen der Schweiz und Frankreich statt. Diese Feier wird mehr als ein gewöhnliches Gedenken sein, zumal dafür ein reichhaltiges Festprogramm vorgesehen ist. Bevor wir Ihnen mehr darüber verraten, befassen wir uns mit dem Vertrag über einen Ewigen Frieden zwischen der Schweiz und Frankreich.
Der Ewige Frieden: Ein paar wesentliche Informationen
Was ist der Ewige Frieden, und was ist seine Bedeutung?
Im «Ewigen Frieden» wurden die Streitigkeiten zwischen dem König von Frankreich und den Schweizer Kantonen nach den Kämpfen in der Gegend von Mailand beigelegt. Der Frieden von Freiburg reihte sich ein in die Absicht von Franz I., mit seinen einstigen Feinden Frieden zu schliessen, nicht nur mit den Schweizern, sondern auch mit dem Papsttum und mit England. Dieser Vertrag beendete eine besondere Zeitspanne der militärischen und diplomatischen Geschichte der Eidgenossen, während der die Schweizer als Schiedsrichter mitten unter den europäischen Mächten auftraten. Der Frieden war entscheidend für die Aufnahme intensiver Beziehungen zwischen Frankreich und der Schweiz. Der Bund mit Frankreich spielte während über zweieinhalb Jahrhunderten sogar eine entscheidende Rolle für den Zusammenhalt unter den sehr gespaltenen Eidgenossen.
Der Vertrag wurde 1798 mit der französischen Invasion gebrochen. Aber ungeachtet dieses Bruchs blieben der Frieden und das Bündnis mit Frankreich noch lange eine Referenz in den Beziehungen der Eidgenossenschaft mit ihren Nachbarn.
Warum wurde der Vertrag in Freiburg unterzeichnet, und wie sieht das Dokument aus?
Der Vertrag über den «Ewigen Frieden» wurde am 29. November 1516 in Freiburg unterzeichnet. Die Wahl fiel nicht zufällig auf Freiburg. Freiburg setzte sich nämlich seit vielen Monaten für die Sache des Friedens ein. Seit seinem Eintritt in die Eidgenossenschaft (1481) war Freiburg zur Neutralität bei Konflikten zwischen Kantonen verpflichtet. Die Zähringerstadt durfte ohne Zustimmung der übrigen Eidgenossen kein Bündnis schliessen. Aber diese scheinbar unterlegene Stellung machte Freiburg zu einer Stadt der gemässigten Politik und zu einem sehr willkommenen diplomatischen Zentrum.
Es gibt zwei Versionen des Friedensvertrags: eine erste, für die Schweizer, auf Deutsch (aufbewahrt im Staatsarchiv Freiburg (siehe Text)), und eine zweite, für den König von Frankreich, auf Lateinisch (aufbewahrt im Trésor des chartes des Archives nationales in Paris). Das Dokument wurde mit den grossen Siegeln der 19 Unterzeichner bestätigt, angefangen mit dem Siegel des Königs von Frankreich, gefolgt von denjenigen der 13 Kantone und ihrer Verbündeten.
Die Veranstaltungen im Rahmen der Gedenkfeier
Zahlreiche Veranstaltungen prägen die Gedenkfeier des Ewigen Friedens in Freiburg: zwei Ausstellungen, eine von der Universität Freiburg organisierte öffentliche Vortragsreihe und ein wissenschaftliches Kolloquium im Franziskanerkloster. Ein teils öffentlicher offizieller Tag (29. November 2016) in der Aula magna der Universität und auf dem Rathausplatz prägt die Festlichkeiten. Im Rahmen der Gedenkfeier entstand zudem ein besonderes Projekt: ein Theaterstück zum Thema Frieden. Es wird von jungen Künstlern in Ausbildung am offiziellen Tag aufgeführt; daneben gibt es Aufführungen für die Öffentlichkeit und die Schulen.
Fotos des Theaterstücks «Der Streit um den Frieden»
Links:
Allgemeine Informationen zur Gedenkfeier des Ewigen Friedens:
Programm der Festlichkeiten:
– Theaterstück
– Ausstellungen im Schloss Penthes in Genf, in Freiburg und im Franziskanerkloster (in Freiburg).
– Wissenschaftliches Programm
– Öffentliche Vorträge
– Kolloquium in Freiburg und in Paris
2016, im Zeichen des Friedens