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Stammerspitz
oder Piz Tschütta (Kt. Graubünden, Bez. Inn). 3258 m. Gewaltiger Felsstock in den Samnaunerbergen der Silvrettagruppe; 1,7 km w. vom Muttler (3298 m). Fällt nach N. zu den Seitenthälchen Val Maisas und Val Chamins des Samnaun, nach S. und SW. zu Val Tiatscha (Griosch), Val Trammas und Val Bolschèras, Seitenzweigen des Val Chöglias (Val Sinestra) ab. Im O. führen die Fuorcla Maisas (2852 m) von Griosch ins Val Maisas und im NW. der Passübergang 2903 m und die Fuorcla Chamins (2820 m) aus Val Roz-Chöglias ins Val Chamins und nach Samnaun hinüber.
Scharf gezackter, malerisch-grossartiger Gebirgsstock mit einem im NO. gegen Val Maisas herunterhängenden kleinen Eisfeld. Nur tüchtigen Kletterern zugänglich. Aufstieg von Val Sinestra aus durch Griosch, über die Alp Pradgiant und begraste Hänge zur Felswand des Gipfelmassivs und zuletzt durch ein Couloir am O.-Gipfel. Ein anderes Couloir leitet auf der W.-Seite der w. Spitze nach Val Chöglias-Sinestra hinab. Grossartige Fernsicht. Der geologische Bau des Bergstockes wurde bis in die jüngste Zeit für weit einheitlicher gehalten, als er sich nach Paulcke's Untersuchungen (1904) herausgestellt hat. Die Bergmasse setzen zunächst versteinerungsleere Engadinschiefer unbestimmten Alters, Grün- oder Spilitschiefer, unterliasische und Allgäuschiefer, sowie Schiefer der untern Kreide zusammen, über, welchen als die ältere Formation eine mächtige überschobene Triasscholle mit Arlbergdolomit, Hauptdolomit und Kalken des Rät sitzt.