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Gulf Track, Hells Gate Roadhouse, Daly Waters and Kathrine Gorge
31. Juni - 4. Juli 2000
[< Karumba and Burks & Wills Camp 119] [Kakadu National Park >]
|Wir erreichen nach einigen Stunden Fahrt die Doomadgee Aboriginal Community. Danach scheinen die Schwaden der leeren grünen VB Bier Büchsen entlang der Strasse nicht mehr abzubrechen bis eine alte Motorhaube das Hell's Gate Roadhouse ankündet. Das Roadhouse wurde erst 1986 eröffnet und dient den Farmern von Cliffdale Station als neue Einnahmequelle, nachem das staatliche Programm zur Tierseuchenbekämpfung ihren Viehbestand von 7000 auf 1000 Stück schrumpfen liess. Immerhin war er noch genügend gross, um frische Steaks für unser Abendessen zu liefern.|
|Am njächsten Tag, dem 1 Juli 2000, starten wir zur letzten Etappe auf dem Gulf Track. Wir überqueren die Grenze zum Norther Territory und erreichen in Borroloola wieder den Asphalt. Wir folgen nun dem Carpentaria Heighway bis zum Stuart Highway|
|In Daly Waters übernachten wir auf dem Zeltplatz neben dem ältesten Pub im Northern Territory. Wer immer hier in der Nähe vorbei kommt, soll es so einrichten, dass es zu einem Stop im Pub von Daly Waters reicht. An der Bar und rund um das Pub gibt es alles mögliche zu bewundern: Australiens abgelegenste Verkehrsampel, spezielle Parkordnung vor dem Pub, seltsame Menüs an der Bar und Kleber, Ausweise und Geldscheine aus allen Ländern der Welt. Die Chance ist gross, dass in der Sammlung auch etwas aus deiner nächsten Umgebung in der Heimat zu finden ist.|
|Wir machen Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter von TELSTRA, der die Richtfunk und Mobiltelefonantennen wartet. Mit seinem Toyota Troopcarier Geländewagen fährt er durch das ganze Northern Territory und säuft durchschnittlich einmal pro Tag irgendwo ab. Nach einigen Bieren verstehe ich endlich, was der Kleber an der Bar mit dem Schriftzug "unfukblvbl" aussagen will: austrlischer Ausdruck für "erstaunen" auf Australisch ausgesprochen. Laurenz lässt sich noch von der Barmaid die Haare schneiden (das Entgelt kommt einem wohltätigen Zweck zu gute) und nach einigen Bierdrinkingsongs machen wir uns auf den Weg ins Zelt.|
|Am 3 Juli fahren wir auf
dem Stuart Heighway Richtung Norden. In Kathrine
machen wir einen Stop, damit Laurenz sein Flugtickett nach Sydney
kaufen kann. Er wird von Darwin aus kurz nach Sydney zurückkehren,
damit er an seiner Einbürgerungsfeier teilnehmen kann und danach
richtiger Australier ist! Wir fahren bis zum Zeltplatz bei der Kathrine
George und machen uns dort einen gemütlichen Nachmittag.

Den nächsten Tag benutzen wir, um die Schlucht mit dem Kanu zu erkunden. Bei meinem letzten Besuch bin ich mit einem der grossen Ausflugsboote unterwegs gewesen, habe mir alles erklären lassen und habe die grossen, roten Felswände angestaunt. Diesmal nehmen wir die gemütliche Variante mit dem eigenen gemieteten Boot, eine Mischung zwischen Kanu und Kajak, die einmal voll Wasser schnell abzusaufen droht. Viel Padelarbeit und sowei die Überwindung von einigen Stromschnellen war notwendig bis wir bei der dritten Schlucht angelangt waren. Dort badeten wir ausgiebig, beobachteten Kingfisher Vögel und ruhten uns aus. Obwohl noch viele andere Leute mit ihren Booten unterwegs waren, hatten wir für uns eine ruhige Ecke gefunden. Ein schöner Tag in der Natur, der mit Bier, Steak und zutraulich herumhüpfenden Wallabies belohnt wurde.
Zurück auf dem Zeltplatz meinte Laurenz, dass unsere Nachbarn eine "Aufblasmaschine" benutzen um ihre Luftmatratzen für das Nachtlager herzurichten. Ich musste daraus schliessen, dass er schon zu lange in Australien ist, so dass ihm das deutsche Wort "Pumpe" nicht mehr bekannt ist!
Wir fahren am 5 Juli in den Kakadu National Park.
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|Verfasser: P. Christener