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Woher kommt eigentlich der Muttertag?
Am zweiten Sonntag im Mai feiern viele Länder den Muttertag. In den Kindergärten und den Schulen basteln kleine Hände eifrig an originellen Geschenken für die beste Mama der Welt.
Du fragst Dich, woher der Muttertag eigentlich kommt und mit welcher wunderbaren Idee Du Deiner Mutter eine Freude machen kannst? Dann bist Du hier richtig.
Der Mothering Sunday in England
Berichten zufolge gab es den Mothering Sunday bereits zu Zeiten des englischen Königs Heinrich III. Während seiner Regentschaft zwischen 1216 und 1239 soll er einen Sonntag im März bestimmt haben, an dem der Kirche als religiöser Mutter gedacht werden sollte. Darüber hinaus erwartete Heinrich III., dass an diesem Tag auch erwachsene Kinder ihrer Mutter danken sollten. In den folgenden Jahren schwand der religiöse Hintergrund und im Jahr 1644 feierten die Briten den Muttertag ohne Einbeziehung der Kirche. Von England aus gelangte die Idee in die USA.
Offizieller Muttertag in den USA
Ann Maria Reeves Jarvis gründete laut Wikipedia im Jahr 1865 den Mothers’ Friendship Day. Dort sollten sich Mütter zu aktuellen Fragen austauschen. Ihre Tochter Ann Marie Jarvis veranstaltete im Jahr 1907 zu Ehren des zweiten Todestages ihrer Mutter einen „Memorial Mothers’ Meeting Day“. Als Termin wählte Jarvis den zweiten Sonntag im Mai. Im nächsten Jahr ehrte man alle verstorbenen Mütter. Jarvis weitete ihre Bemühungen aus – sie wollte alle Mütter mit einem besonderen Feiertag ehren und schickte Briefe an zahlreiche Politiker, Geistliche und Vereine.
45 Staaten der USA feierten im Jahr 1909 den Muttertag. Im Jahr 1914 erklärte US-Präsident Woodrow Wilson den zweiten Sonntag im Mai schliesslich zum offiziellen Muttertag für die gesamten Vereinigten Staaten. Auch wenn sie ihr Ziel erreicht hatte, war Ann Marie Jarvis mit der Entwicklung nicht zufrieden. Sie lehnte besonders die fortschreitende Kommerzialisierung des Tages ab und versuchte sogar, den Feiertag wieder abzuschaffen.
Feiertag aus kommerziellen Gründen?
Aus den USA schwappte die Idee des Muttertages in die Schweiz und nach Deutschland. Während sich in Deutschland vor allem der Verband der Deutschen Blumengeschäftsinhaber für die Etablierung des Feiertages einsetzte, waren es Wikipedia zufolge in der Schweiz die Heilsarmee und die Unions Chrétiennes de Jeunes Gens de la Suisse Romande. In den Anfängen blieb die Idee hier allerdings recht erfolglos und nur wenige Menschen feierten den Muttertag. Erst als Blumengeschäfte die Initiative ergriffen, konnte sich der Feiertag etablieren.
Vor allem die Tatsache, dass sich die Floristen für den Muttertag starkmachen, um ihr Geschäft anzukurbeln, gibt Anlass zu Kritik. Gegner sagen, die Mutter verdiene jeden Tag besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie sehen die Notwendigkeit eines speziellen Feiertages nicht. Darüber hinaus geht es an diesem Sonntag im Mai häufig nur noch um die Vermarktung von Geschenken, das missfällt vielen. Im deutschsprachigen Raum hat sich der Muttertag nur aufgrund der Initiative von Floristen etabliert, eine Tradition gibt es dazu nicht.
Auf der anderen Seite ist der Muttertag ein schöner Tag, den Familien gemeinsam geniessen. Ein Ausflug ins Grüne, ein Theaterbesuch oder eine andere Veranstaltung machen den Tag zu etwas Besonderem. Auch wenn es keine offiziellen Traditionen gibt, viele Familien schaffen sich ihre eigenen Rituale und machen den Tag so unvergesslich. Und last, but not least: Viele Mütter geniessen die grossen und kleinen Aufmerksamkeiten des Tages und legen gern einmal die Füsse hoch.
Geschenkideen zum Muttertag
Auch wenn die Argumente der Muttertagsgegner durchaus nachvollziehbar sind, machen viele Kinder den Muttertag für ihre Mutter zu einem Highlight. Klassische Geschenkideen sind natürlich Blumen und Pralinen. Sind die Kinder noch klein, freut sich die Mama auf jeden Fall über einen selbst gepflückten Strauss Blumen. Ein selbstgebackener Kuchen, den die Kleinen mit Unterstützung des Vaters backen, ist ebenfalls eine sehr gute Alternative.
Blumen und Pralinen sind zwar eine schöne Idee – die Blumen indes verwelken irgendwann und die Pralinen sind auch schnell aufgefuttert. Wenn Du auf der Suche nach einem Geschenk mit Bestand bist, ist ein selbst gestaltetes Fotoalbum ein idealer Einfall. Die Fotobücher lassen sich mittlerweile online gestalten und Deine Mutter wird das Buch sicher immer wieder gern zur Hand nehmen. Alternativ entscheidest Du Dich für einen Fotokalender oder einen bedruckten Becher, hier gibt es unzählige individuelle Geschenkideen.
Vielleicht überraschst Du Deine Mama mit einem Wellness-Gutschein. Ein Bad in heisser Schokolade, der Besuch im Kosmetikstudio oder Entspannung beim Floaten – hier kommt es ganz auf die Vorlieben der Frau Mama an. Nachfolgend findest Du einige Tipps für einen gelungenen Gutschein:
- entspannende Gesichtsbehandlung
- Saunabesuch
- Hot-Chocolate-Massage
- Hot-Stones-Massage
- Fusspflege
- Besuch im türkischen Hamam
- Traditionelle Thai-Massage
- Aufenthalt in einer Salzgrotte
Besonders schön ist es, wenn Töchter den Besuch mit der Mutter gemeinsam planen, so gibt es einen wunderbaren Mutter-Tochter-Tag. Söhne begleiten ihre Mutter ins Theater, Kino oder zu einem Konzert. Überleg einfach, was Deine Mutter gern unternimmt, Dir fällt bestimmt etwas Originelles ein!
Zeit – ein kostbares Geschenk
Doch ein Geschenk muss nicht immer viel Geld kosten. Gerade wenn die Kinder älter sind und nicht mehr zu Hause wohnen, freuen sich die Eltern vor allem über Zeit, die sie gemeinsam mit der Familie verbringen. Stell einen leckeren Picknickkorb zusammen und mach mit der Mama einen Ausflug ins Grüne. Vielleicht kommt die ganze Familie zu einem grossen Treffen zusammen. Eins sollte dabei jedoch klar sein: Die Mutter muss sich an diesem besonderen Tag um nichts kümmern!
Fazit: Auch wenn der Muttertag oftmals als sehr kommerziell kritisiert wird, ist es schön, der Mutter eine Freude zu machen. Wenn Dir die Idee nicht gefällt, wähle einfach einen anderen Tag, um Deine Frau Mama zu überraschen. Und nur für alle Fälle: Muttertag ist am 10. Mai 2015!
Oberstes Bild: © Pressmaster – shutterstock.com