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Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens. Sie ist mit etwas mehr als 1,8 Millionen Einwohnern und einer urbanen Agglomeration von 2,2 Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union.
Nachdem Bukarest 1659 Târgovi?te als Landeshauptstadt endgültig abgelöst hatte, wurde es zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Walachei und später von Rumänien. Die Stadt verfügt über mehrere Universitäten, verschiedene andere Hochschulen sowie zahlreiche Theater, Museen und weitere Kultureinrichtungen.
Die kosmopolitische Hochkultur und der dominierende französische Einfluss der neubarocken Architektur der Stadt brachten ihr den Beinamen Micul Paris („Kleines Paris“, auch „Paris des Ostens“) ein. In der Amtszeit des rumänischen Diktators Nicolae Ceau?escu wurden weiträumig historische Stadtviertel zerstört, um dem monumentalen Zuckerbäckerstil des Staatsoberhaupts Platz zu machen.
Geographie: Bukarest liegt in 55 bis 96,3 Meter über dem Meeresspiegel im Zentrum der Walachischen Tiefebene 68 Kilometer nördlich der Donau und 280 Kilometer westlich des Schwarzen Meeres. Die Stadt wird von der Dâmbovi?a durchflossen; ihr Nebenfluss, die Colentina, bildet im Norden der Stadt eine Kette von neun natürlichen Seen.
Geologie: Die Stadt liegt südlich des östlichen Karpatenbogens und der Vrancea-Zone zwischen der Schwarzmeer-Mikroplatte und der Moesischen Platte in einem der am meisten von Erdbeben betroffenen Gebiete Europas. Starke Erdbeben stellen eine erhebliche Bedrohung für die rumänische Hauptstadt dar. Innerhalb der vergangenen 60 Jahre ereigneten sich vier starke Erdbeben (10. November 1940, 4. März 1977, 30. August 1986 und 30. Mai 1990) unterhalb der sogenannten Vrancea-Region etwa 130 Kilometer von Bukarest entfernt. Wegen des sehr inhomogenen Untergrundaufbaus besteht eine fünfzigprozentige statistische Wahrscheinlichkeit eines Bebens der Magnitude M = 7.6 innerhalb von 50 Jahren. Entscheidend für das seismische Risiko in Bukarest ist die Erdbebenaktivität in der Vrancea-Zone im östlichen Karpatenbogen, die mit postorogenetischen Ereignissen an einer miozänen Subduktionszone im Zusammenhang steht. Die mitteltiefen Beben in dieser eng umgrenzten Region sind die Ursache für die mitunter katastrophalen Erdbebenschäden in Bukarest.
Klima: Das Klima ist gemäßigt kontinental. In den Monaten Juni, Juli und August liegt die durchschnittliche Temperatur über 20 °C. Die Wintertemperaturen bewegen sich häufig unter 0 °C. Sie fallen jedoch selten unter 10 °C. Im Januar 1888 wurde mit 30 °C die niedrigste Temperatur und am 20. August 1945 mit 41,1 °C die höchste Temperatur in Bukarest gemessen. Berüchtigt ist im Winter der Criv, ein kalter kontinentaler Wind, der aus nordöstlicher Richtung weht und Dauerfrost und Schneestürme mit sich bringt.
Source: https://de.wikipedia.org/wiki/Bukarest