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Tumorzentrum Winterthur
Diagnose von Krebs
Für die Wahl der richtigen Therapie muss ein Tumor genau eingeschätzt werden. Vor einer Therapieentscheidung müssen bei der Diagnose von Krebs wichtige Fragen geklärt werden:
- Um welchen Tumor handelt es sich?
- Wie weit hat sich der Tumor bereits ausgebreitet?
- Welche Begleiterkrankungen müssen wir berücksichtigen?
Um diese Fragen zu klären, werden verschiedene Untersuchungsmethoden wie die Biopsie oder bildgebende Verfahren eingesetzt.
Um welchen Tumor handelt es sich?
Damit wir wissen, um welchen Tumor es sich handelt, braucht es eine Biopsie. Bei der Biopsie entnimmt der behandelnde Arzt oder ein beauftragter Spezialist verdächtige Körperzellen oder Gewebeproben. Die Entnahme erfolgt z. B. mit einer Hohlnadel oder einer feinen Fasszange. Die meisten Biopsien können mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt werden (Lokalanästhesie). Manchmal ist eine kurze Narkose nötig.
Die Körperzellen und Gewebeproben werden in spezialisierten Labors untersucht. Die Pathologie stellt fest, welcher Zelltyp unkontrolliert wächst und in welchem Organ oder Gewebe der Primärtumor liegt. Zudem erlaubt die Analyse der Gewebeproben eine Aussage darüber, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.
Wie weit hat sich der Tumor bereits ausgebreitet?
Mit bildgebenden Verfahren wird untersucht, wie weit sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Dazu gehören unter anderem Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Mammographie und Positronen-Emissions-Tomographie mit Computertomographie (PET-CT) sowie die Szintigraphie.
Die Untersuchung der Ausbreitung des Tumors wird als Staging bezeichnet. Im Rahmen des Stagings klären wir folgende Fragen:
- Wie gross ist der Primärtumor?
- Sind Lymphknoten befallen?
- Hat der Tumor Metastasen gebildet?
Welche Begleiterkrankungen müssen wir berücksichtigen?
Ausserdem müssen Begleiterkrankungen, welche die Therapieentscheidung beeinflussen, bestimmt werden. Dazu gehören z. B. Zuckerkrankheit (Diabetes), Arterienverkalkung, hoher Blutdruck, Übergewicht oder Untergewicht.
Um den Gesundheitszustand besser einschätzen zu können, befragt der behandelnde Arzt die Patientin oder den Patienten ausführlich zu den Beschwerden, zum allgemeinen Gesundheitszustand und zu allfälligen Vorerkrankungen. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung. Eine Blutanalyse hilft zudem, wichtige Erkenntnisse über die Funktion der Leber, der Niere und des Knochenmarks zu erhalten.
Wer führt die Diagnose durch?
Am KSW sind viele Kliniken und Institute an der Diagnosestellung und Stadieneinteilung (Staging) von Krebserkrankungen beteiligt. Wichtige Mitwirkende bei der Diagnose von Krebs sind die Labormedizin, Pathologie und Radiologie.