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Kinder aus der untersten Gesellschaftsschicht werden in Kenia oft stark vernachlässigt. Falls sie noch Eltern haben, können sich diese oft nur ungenügend um den Nachwuchs sorgen. Besonders Mädchen müssen beim Versuch, für sich selbst und ihre Geschwister zu sorgen, ein grosses Risiko eingehen und erleiden oft Gewalt und Missbrauch. GOA möchte mit dem Angebot in Rehema diesen Mädchen ein neues und sicheres Zuhause bieten, in welchem sie Erlebtes verarbeiten können und die Möglichkeit auf eine Zukunft erhalten. Viele betroffene Mädchen bräuchten jedoch noch eine solche Chance, ein neues Leben anfangen zu dürfen und den Gefahren der Strasse zu entrinnen. Deshalb möchte GOA das Angebot weiter ausbauen.
Rehema Girls
Informationen
Ort: Nyahururu, Nyandarua County
Klima und Lage: Rehema liegt ländlich, unweit von Nyahururu. Dies ist auf ca. 2’000 Metern über Meer die höchstgelegene Stadt Kenias, die sich nur 2 km nördlich des Äquators befindet. Dank der Höhenlage und der Nähe zum Aberdare-Gebirgszug ist die Gegend sehr fruchtbar. Die Temperaturen sind verhältnismässig kühl und Niederschläge sind nicht nur während der Regenzeit häufig und ausgiebig.
Anzahl: Ca. 20 Mädchen, 5-19 Jahre alt
Schule: Die Älteren besuchen die GOA-Sekundarschule, die Jüngeren die Mugetho Primary School, eine staatliche Schule, welche einen halbstündigen Fussmarsch vom Waisenhaus entfernt liegt.
Justus Chege mit seiner Frau Susanne, Manager
In Rehema arbeiten vier Personen:
Geleitet wird Rehema seit dem Jahr 2012 von Justus Chege und seiner Frau Susan, die selbst drei Töchter haben. Bevor Justus die Leitung des Waisenhauses übernahm, hatte er in Nairobi im GOA-Hauptsitz als Leiter des Church Growth Departments gearbeitet. Er verfügt über einen Abschluss in Theologie.
Neben dem Leiterehepaar arbeitet ein Landwirt in Rehema, der für die Gartenarbeit und das Wohl der Tiere verantwortlich ist. Ebenfalls zum Mitarbeiterteam gehört eine Betreuerin, die auch fleissig in der Küche mithilft.
Kurz nach dem Start des Projekts im Jahr 2008 erfuhr GOA von Benjamin und seiner Frau, einem jungen Ehepaar, welches Mädchen mit einer traumatischen Vergangenheit bei sich Zuhause aufgenommen hatte. Dort lebte die Grossfamilie auf engstem Raum und die Waiseneltern konnten eher schlecht als recht für alle Kinder sorgen, doch wollten sie sie auf keinen Fall nochmals dem Leben auf der Strasse aussetzen. So kam es, dass GOA die Räumlichkeiten von Rehema vorübergehend an diese Grossfamilie vergab. Gemeinsam mit 28 Mädchen sowie ihren eigenen drei Kindern zogen Benjamin und seine Frau in Rehema ein und bewohnten das Gebäude für vier Jahre mit viel Freude. Anfang 2012 fanden sie jedoch eine Unterkunftsmöglichkeit für sich und die von ihnen aufgenommenen 28 Mädchen und zogen aus Rehema aus. GOA setzte mit Justus und seiner Frau Susan ein neues Elternpaar ein, welches schon längere Zeit für GOA gearbeitet hatte, neu aber die Leitung eines Waisenhauses übernehmen wollte. Die Tür stand offen für weitere bedürftige Mädchen mit einer schweren Vergangenheit. Seither wurden einige Mädchen von anderen GOA-Waisenhäusern nach Rehema versetzt, die in ihrer Kindheit viel Missbrauch erlebt haben und in einem Mädchenumfeld besser aufwachsen können.