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Regierung will 156 Wohnungen für arme Familien bauen
Die prekären Wohnverhältnisse armer Familien in Las Brisas und in Dulce Nombre de La Unión (Cartago) sollen mit dem Wohnbauprojekt, welches vom Ministerium für Wohnungsbau und Siedlungswesen (MIVAH) gefördert wird, eliminiert werden. Das Problem ist, dass auf dem künftigen Siedlungsgelände heute bedeutend mehr Menschen leben als in den geplanten 156 Wohnungen untergebracht werden können. Familien, welche in der neuen Siedlung keinen Platz erhalten, müssen sich selbst organisieren. Das heisst, dass sie ihre primitiven Häuser verlassen und sich woanders wieder niederlassen müssen. Auch jene, die in den Genuss einer neuen Wohnung kommen, müssen vorübergehend anderweitig untergebracht werden.
Aus Platzgründen werden die neuen Wohnungen in 13 Wohnblöcken à jeweils 12 Wohneinheiten aufgeteilt. Das ergibt natürlich neue und ungewohnte Wohnsituationen, weil bisher jede Familie in einer eigenen Hütte gelebt hat.
Die 3-stöckigen Wohnblöcke, von der Regierung grosszügig als Wohntürme (torres) bezeichnet, werden umgerechnet 6,6 Millionen US-Dollar kosten. Insgesamt plant die Regierung in drei weiteren prekären Wohnanlagen ähnliche Projekte im Gesamtwert von 31 Millionen US-Dollar für total 1‘856 arme Familien. Das tönt alles sehr gut. Nur muss auch dafür gesorgt werden, dass nicht – wie in ähnlichen bisherigen Projekten – rund 50% der Wohnungen an unberechtigte Familien (d.h. an gut situierte) vergeben werden.
Die geplanten Standorte wurden sehr gut gewählt. Sie befinden sich im Grossraum von San José, nämlich in El Guarco (Cartago), Alajuelita (San José) und Guararí (Heredia). Die Standorte in der Nähe von Ballungszentren sind wichtig wegen der Arbeitsplätze und somit auch lukrativ für nicht berechtigte Familien. Und wer da gute Beziehungen hat, kommt so zu einer günstigen Wohnung…