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Die ältesten heute bekannten, urkundlichen Erwähnungen unseres Dorfes gehen ins 13. Jahrhundert zurück. lnteressanterweise handelt es sich dabei immer um Handänderungen von Wiesen und Äckern, welche das Kloster Frienisberg mit den Rittern Rudolf und Heinrich von Schüpfen und dem Junker Johann von Oltigen tätigte. Dabei ist zu bedenken, dass bei solchen Handänderungen auch die zugehörigen Häuser samt ihren Bewohnern den Besitzer wechselten. Das Dorf wird dabei 1249 Hermeringen, 1293 Hermaringen, und 1335 Hermligen genannt, je nachdem, wie es der damalige Schreiber wohl verstand. Die Siedlung Hermrigen reicht aber mit Sicherheit weit in die prähistorische Zeiten zurück. Ein Grab, in welchem wertvolle Schmuckstücke gefunden wurden, entstand in der Eisenzeit. Ein auf der Hole gefundenes Rad wird den Römern zugeschrieben. Ein Forscher leitet den Dorfnamen von Hermes ab, welcher eben zur Römerzeit hier verehrt worden sei.
Über Ulrich von Sutz kam Hermrigen 1335 zum Grafen Rudolf von Neuenburg-Nidau, und dann mit andern Dörfern zusammen 1393 zu Bern, als Teil der Landvogtei Nidau. So entschied 1509 in einem Streit der Landvogt von Nidau, für ein Stück Land in der «Kuhmatten» sei der Zins ans Kloster Frienisberg zu entrichten. 1588 wurde eine Wiese zu Hermrigen «in den bösen Matten» erwähnt. Beide Namen blieben bis heute erhalten und sind noch bekannt. Im Bauernkrieg von 1653, welcher aus wirtschaftlichen Gründen entflammte, führten die unzufriedenen Bauern im Hermrigenmoos eine Landsgemeinde durch. Unter den Anführern und Aufrührern werden keine Hermriger genannt. (Machten sie die Faust bloss im Sack?). 1798 wurde Hermrigen zum Distrikt Seeland geschlagen, 1803 kam es dann zum Amt Nidau.
Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sei es unserer Bevölkerung gut gegangen. Mit dem Anbau von Weizen und Hafer erzielten die Bauern schöne Preise. In dieser Zeit wurden stattliche Bauernhäuser gebaut, so z. B. 1820 das Haus Di Cataldo-Zesiger, 1845 das Haus der Familie Blösch, 1851 alten Ammens Haus an der Moosgasse, 1846 das ehemalige Haus von Werner Hänni.
(Text Fritz Graber)
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