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Bern (awp/sda) - Bei der Impfkampagne gegen die Schweinegrippe (H1N1-Virus) 2009 sind keine unerwarteten Nebenwirkungen aufgetreten. Die Wirkungen der eingesetzten Impfstoffe waren etwa mit jenen vergleichbar, die bei Impfungen gegen die saisonale Grippe beobachtet werden.
Dies geht aus dem Schlussbericht des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic über die Impfkampagne gegen die Schweinegrippe hervor. Swissmedic hatte die Fachleute ersucht, unerwünschte Wirkungen der verwendeten Impfstoffe (Pandemrix von GlaxoSmithKline sowie Focetria und Celtura der Novartis AG) zu melden.
Bis Ende März gingen 557 Berichte zu 1'566 unerwünschten Wirkungen ein. Da insgesamt schätzungsweise 1,3 Mio Dosen verabreicht wurden, betrug die Quote von Meldungen unerwünschter Wirkungen 43 auf 100'000 Dosen.
Swissmedic-Experten werteten die Berichte aus. Laut ihren Erkenntnissen gaben diese keinen Anlass zu neuen Sicherheitsbedenken. Die 18 Todesfälle bei 53- bis 88-Jährigen, die mit der Impfkampagne in Zusammenhang gebracht wurden, seien auf Krankheiten zurückzuführen, an denen die Patienten schon vorher gelitten hatten - Krebs sowie Herz- und Lungenkrankheiten.
Ferner wurden 10 Fehl- und Totgeburten gemeldet, wobei aber 6 wahrscheinlich nicht mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden konnten. Bei den restlichen vier ist die Situation unklar. Weitere Nebenwirkungen waren unter anderem Hautreaktionen und Krämpfe.
Allgemein hätten die gemeldeten unerwünschten Wirkungen etwa jenen entsprochen, die man auf Grund von klinischen Versuchen erwartet hatte, und die auch bei Impfstoffen gegen die saisonale Grippe beobachtet werden, heisst es in dem Schlussbericht.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte kürzlich die als Schweinegrippe bekanntgewordene Virus-Erkrankung herabgestuft. Sie sei keine Pandemie mehr.
rt
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