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Umweltmonitoring
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- (Bild: dpa)
Die heute in der Umwelt nachweisbaren langlebigen Radionuklide Cäsium-137 und Strontium-90 sind auf mehrere Quellen zurückzuführen. Einerseits wurden zwischen 1945 und 1980 über 500 atmosphärische Atomtests durchgeführt. Dabei wurde eine geschätzte Aktivität von 0.6 Trillionen Becquerel (Bq) Strontium-90 und 0.9 Trillionen Becquerel Cäsium-137 freigesetzt und in der Nordhemisphäre verteilt. Andererseits wurde 1986 beim Reaktorbrand von Tschernobyl circa eine Trillionen Becquerel Cäsium-137 und 0.1 Trillionen Becquerel Strontium-90 emittiert. Eine weitere Freisetzung dieser Nuklide erfolgte 2011 in Japan bei den Kernschmelzen zweier Reaktoren von Fukushima-Daiji.
Im Rahmen des Schweizerischen Überwachungsprogramms des Bundes werden jährlich Messungen von Kulturböden, Gras und Milch der Kantone Basel-Landschaft, Jura und Tessin durchgeführt. Zudem werden sämtliche Emittenten von radioaktiven Nukliden (Spitäler, KVA, ARA Basel) in einem ganzjährigen Monitoringprogramm überwacht. Besonderes Augenmerk gilt den in der Medizin angewandten, künstlichen Radionuklide (zum Beispiel Iod-131 oder Lutetium-177). Mit der Untersuchung des Rheinwassers und der Rheinschwebstoffe werden die Emissionen aus der Industrie und den Schweizerischen KKWs überwacht. Die Proben stammen aus der Rheinüberwachungsstation Weil am Rhein.
Seit 2011 werden importierte Lebensmittel und andere Waren aus Japan auf radioaktive Kontamination untersucht.
Als Spezialität verfügt das Kantonale Laboratorium über analytische Untersuchungsmethoden zur Bestimmung von Strontium-90 (Analysen von Umwelt- und Lebensmittelproben). Zum Angebot zählt auch die Strontium-90 -Bestimmung in Milchzähnen (Kinder aus Tschernobyl und Japan).
Dank der umfassenden Ausrüstung mit Messgeräten ist das Kantonale Laboratorium auch in der Lage, Analysen für andere Labors und für Dritte durchzuführen.