Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/2746

Der Belgier mit Arbeitsplatz in der Romandie feiert 2019 sein 40-Jahr-Dienstjubiläum bei Nestlé. Praktisch sein ganzes Berufsleben absolvierte er beim Schweizer Nahrungsmittelriesen. Und wie es sich für einen aufstrebenden Nestlé-Jungmanager gehörte, verbrachte er längere Zeit in Auslandmärkten, so etwa einige Jahre in Südamerika, wo er auch mit seinem Vorgänger, dem einstigen CEO und Konzernpräsidenten Peter Brabeck, zusammentraf; die beiden parlieren bis heute gern spanisch miteinander. Im Jahr 2000 avancierte Paul Bulcke zum Chef des Schlüsselmarktes Deutschland, 2004 stieg er in die Runde der mächtigsten Nestlé-Manager auf und wurde Leiter der Weltmarktregion Nord- und Südamerika. In dieser Position fiel die Wahl auf ihn als neuen CEO, er folgte 2008 auf Brabeck. In einer für den verschwiegenen Nestlé-Konzern vergleichsweise aufgeregten Debatte hatten viele Investoren Finanzchef Paul Polman für den Posten favorisiert. 2017 folgte Bulcke wiederum Brabeck als Verwaltungsratspräsident nach.
Aufgewachsen im belgischen Roeselare mit Studium an den Universitäten Gent und Löwen, lernte der heute vielsprachige Bulcke schon im Heimatort seine Frau Marilène kennen. Das Paar hat drei Kinder. Seit acht Jahren lebt Bulcke im freiburgischen Crésuz, wo er ein Haus gebaut hat, sich aber zuvor bei den Einwohnern vorstellte. Zum Training nutzt er seine Schwimmbahn («kein Pool!») im Garten. Seit zwei Jahren besitzt Paul Bulcke den Schweizer Pass. Über viele Jahre seiner Karriere wurde er neben Geld auch in Aktien bezahlt – inzwischen hat sich Bulcke ein ansehnliches Depot an Nestlé-Papieren aufgebaut.
(Stand: November 2019)