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LONDON (awp international) - Grossbritannien plant nach Angaben seines Aussenministers William Hague derzeit keine Waffenlieferungen nach Libyen und sieht im Rahmen der UN-Resolution auch nur "sehr begrenzte" Möglichkeiten dazu. "Andere Länder können das tun, aber wir haben nicht vor, die Rebellen in irgendeiner Form zu bewaffnen und haben dafür im Moment keine Pläne", sagte Hague in einem Interview mit dem Sender BBC am späten Dienstagabend. Die UN-Resolution für den Einsatz der internationalen Gemeinschaft in Libyen lasse nur begrenzt Raum für solche Lieferungen.
Hague schloss nicht aus, dass Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi ins Exil gehen könne. "Das liegt in seiner Hand", sagte der Minister. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Situation in Libyen sich fundamental ändern würde, sollte Gaddafi die Macht abgeben. Ein solcher Schritt würde die Veränderungen mit sich bringen, die die meisten Menschen sehen wollten.
"Ich hätte zwar gerne, dass er zur Verantwortung gezogen wird", erläuterte Hague. Es sei aber durchaus denkbar, dass Gaddafi ins Exil gehen und sich damit der Hand des Internationalen Strafgerichtshofs entziehen könne./gür/DP/stk
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