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Es dürfte nur wenige Filmzuschauer geben, die noch nie Musik von John Williams gehört haben. Ob „Star Wars“, „Harry Potter“, „Der weiße Hai“, „Indiana Jones” oder „Schindlers Liste“, seit fünfzig Jahren schreibt der 1932 in New York geborene Komponist den Soundtrack für die ganz großen Hollywood-Produktionen, wobei ihn eine Freundschaft mit Regisseur Steven Spielberg verbindet. In sieben verschiedenen Jahrzehnten wurde er bisher 53-mal für den Oscar nominiert, den er fünf Mal gewonnen hat. Nur Walt Disney stand öfters auf der Shortlist. Außerdem wurde Williams mit vier Golden Globes, drei Emmys und 25 Grammys bedacht.
Nach seinem Abschluss an der Juilliard School of Music in New York arbeitete er Mitte des 20. Jahrhunderts als Arrangeur in Filmstudios für Franz Waxman und Bernard Herrmann und übernahm den Klavierpart in Filmmusiken von Leonard Bernstein und Henry Mancini.
Auch abseits der Leinwand ist er als klassischer Komponist erfolgreich. Aus seiner Feder stammen zwei Sinfonien und mehrere Instrumentalkonzerte, zuletzt feierte sein zweites Violinkonzert mit Anne-Sophie Mutter und dem von ihm geleiteten Boston Symphony Orchestra Premiere. Von 1980 bis 1993 war er Dirigent des Boston Pops Orchestra, 2020 und 2021 stand er erstmals an den Pulten der Wiener Philharmoniker und der Berliner Philharmoniker.