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SM Weinfelden
Meisterehren für Cédric Butti und Zoé Claessens
Anlässlich der Schweizer Meisterschaften im BMX Racing hat die favorisierte Zoé Claessens zum zweiten Mal den Titel gewonnen. Derweil durfte sich Cédric Butti auf seiner Heimbahn in Weinfelden erstmals als Champion feiern lassen.
Spätestens seit ihren Weltcupsiegen von Ende Mai in Papendal verkörpert Zoé Claessens absolute Weltspitze. Es erstaunt daher nicht, liess sich die BMX-Spezialistin aus Villars-sous-Yens im Kanton Waadt an den Schweizer Meisterschaften in Weinfelden die Goldmedaille umhängen. Silber erkämpfte sich die Romande Christelle Boivin, Bronze ging an die Bernerin Christa von Niederhäusern. Claessens habe gezeigt, wer die Chefin sei, resümierte Nationaltrainer David Graf. In dieser Verfassung gehört die 21-Jährige an den Europameisterschaften vom kommenden Wochenende in Belgien zu den Medaillenkandidatinnen. Claessens tritt in Dessel als Titelverteidigerin an, vor Jahresfrist war die Weltspitze an den Europameisterschaften aufgrund der zeitlichen Nähe zu Olympia aber nicht lückenlos präsent gewesen.
Im Wettkampf der Männer reüssierte Cédric Butti, der Einheimische verwies den Berner Loris Aeberhard und den Genfer Renaud Blanc auf die Ränge 2 und 3. Für den letztjährigen U23-Europameister kommt der Titelgewinn bei der Elite einer Premiere gleich. Nicht am Start war der letztjährige Gesamtweltcupsieger Simon Marquart. Der Winterthurer entschied, seinem lädierten Körper nach dem schweren Sturz vom Frühling, bei dem er sich einen Oberarmkopfbruch zugezogen hatte, mehr Zeit für die Genesung zu geben. Marquart lässt die Europameisterschaften in Dessel aus und strebt die Teilnahme an den Weltmeisterschaften von Ende Monat im französischen Nantes an.
Zu einem Vergleich auf höchstem Niveau kam es in der höchsten Nachwuchskategorie der Frauen: Nadine Aeberhard, vor Jahresfrist Europameisterin, traf auf Thalya Burford, vor Jahresfrist Gesamtweltcupsiegerin. Die Genferin Burford behielt das bessere Ende für sich und gewann den erstmals vergebenen U23-Titel. Bei den Männern setzte sich der Zürcher Tim Weiersmüller vor Benoit Künzle und Cyrill Jakob durch. In der U19-Kategorie der Männer reüssierte mit Filib Steiner der Favorit. Der Titelverteidiger aus Winterthur verwies Kip Stauffacher und Remo Hofer auf die Ränge 2 und 3; bei den Frauen setzte sich Inés Claessens durch.
Die Schweizer Erfolgserlebnisse auf internationaler Ebene wirken sich offensichtlich auf die Breite und den Nachwuchs aus. Über 260 Athletinnen und Athleten seien an der SM angetreten – «mehr als je zuvor», liess Nationaltrainer Graf verlauten.