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| Ephräm d. Syrer († 373) - Das Leben des heiligen Ephraem des Syrers (Vita)

Version 1
14.
Basilius bat ihn sehr, er möge die Priesterwürde annehmen, aber er liess sich nicht von ihm dazu bewegen, und nur nach vielen Bitten nahm er es an, dass Basilius die Hand auf ihn legte und ihn zum Diaconus machte. Als Basilius seine rechte Hand auf den heiligen Ephraem gelegt und die Weihformel gesprochen hatte, ergriff er ihn bei der Hand und sagte in syrischer Sprache: "Befiehl ihm Herr, dass er aufstehe," und Ephraem erwiederte auf Griechisch: "Heilige mich, Gott, und richte mich auf durch deine Gnade!"
So war dem heiligen Ephraem auf das Gebet des wahren Hirten Basilius, da er Gott in aller Demuth gebeten hatte, die Gabe der griechischen Sprache verliehen, und ebenso dem erhabenen Basilius die Gnade gegeben, Syrisch zu sprechen, auf das Gebet des heiligen Ephraem[.] 1 Und Basilius verlieh dem Schüler Ephraem's durch Handauflegung die Priesterwürde. Beide hatten aber einander durch ihre Gespräche über göttliche Bücher und die göttliche Lehre viel genützt.
1: Gregor Nyssenus im Encomio, Amphilochius in vita Basilii und Metaphrastes in vita Ephraemi stimmen mit dieser Nachricht überein. Theodoret hist. eccl. lib. 4, c. 26 und Soz., lib. 3, c. 16 sagen, Ephraem habe nur Syrisch verstanden. Gleichwohl muss Ephraem Griechisch und Hebräisch verstanden [haben]; denn er erwähnt in seinem Commentar zum Propheten Jona die Septuaginta, ferner erzählt er von sich selbst, er habe die griechischen Kirchenväter gelesen, citirt sogar Irenäus p. 51; dass er Hebräisch verstand geht z. B. aus seinem Commentar über die Genesis hervor; er sprach und schrieb auch Aegyptisch (s. die vorliegende Lebensbeschreibung).