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Burgruine nördl. von Sissach BL. 1891-1938 in mehreren Grabungen freigelegt und restauriert: Ringmauer mit zwei Toren, im Zentrum massiver, runder Bergfried, an der Westseite rechteckiger Palas, im Südteil Stall- und Saalgebäude, zwei Zisternen. Gründung um 1250 durch die Frh. von Eptingen. Sie benannten die Burg nach dem geistl. Landesherrn. Urkundlich ist die Lehensherrschaft des Basler Bischofs ab dem frühen 14. Jh. belegt. Die Burg wurde im Erdbeben von 1356 zerstört. Burgherren waren Angehörige des Hauses Eptingen, die sich nach dem B. nannten. Die Burg bildete den Mittelpunkt eines Twing- und Bannbezirks, der die Rodungszonen im Raum des Kienbergs umfasste. Im 15. Jh. wurden die Bischofsteiner Güter mehrfach weiterverkauft, schliesslich unter den umliegenden Gemeinden aufgeteilt. Die herrschaftlichen Rechte gingen 1570 an die Stadt Basel über.
Literatur
– F. Müller, Der B. bei Sissach, Kt. Baselland, 1980
Autorin/Autor: Dorothea A. Christ