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Aus seinem sicheren Pariser Exil heraus, rief der 76jähriger Ajatollah Chomeini das iranische Volk zum Sturz von Schah Reza Pahlavi auf. Er benutzte die Rechte der freien Welt, um den Traum einer unfreien Welt zu verwirklichen und verhängte eine Fatwa gegen »koloniale Programme und westliche Kinos«. Darauf wurden im Iran an einem Tag 25 Kinos in Brand gesteckt, allein beim Anschlag auf das Cinema Rex kamen 430 Menschen ums Leben.
Terror erreichte auch die Via Stresa in Roms. Die Roten Brigaden entführten den früheren Ministerpräsidenten Aldo Moro. Dabei wurden fünf seiner Leibwächter erschossen. Zwei Monate später wurde Moro im Kofferraum eines Renaul 4 tot aufgefunden. Die Untersuchungskommission des italienischen Senats sagte nach 6jähriger Ermittlung: »Es gibt stichhaltige Indizien, dass auch die Geheimdienste bei der Entführung dabei waren«. Auch spätere Untersuchungen in den Jahren 2006 und 2013 führten zu keinem abschliessenden Ergebnis.
Veschwörungstheorien lösten auch der plötzliche Tod von Papst Johannes Paul I. aus. Er war der Nachfolger des 1978 verstorbenen Papst Paul VI. und wurde der »Papst des Lächelns« genannt. Er hatte jedoch wenig zu Lachen und verstarb bereits nach 33 Tagen. Sein Nachfolger wurde der Pole Karol Wojtyła, Erzbischof von Krakau.
Im Sommer 78 kam im englischen Oldham das »Baby« des späteren Nobelpreisträgers Robert G. Edwards auf die Welt. Er war weder der biologische Vater noch der Geburtshelfer, sondern der Wissenschaftler, der Jahre zuvor die Grundlagen für die In-vitro-Fertilisation (IVF) geschaffen hatte. Das erste Retortenbaby hiess Louise Joy Brown und brachte 28 Jahre später auf natürlichem Wege einen Sohn zur Welt. Mittlerweile leben weltweit bereits über 5 Millionen Retortenbabys.
Eine Geburt der besonderen Art ereignete sich 1978 in Mama Leoni’s Italian Restaurant. Ein fetter, fauler und frecher Kater mit orangefarbenem Fell erblickte das Licht der Welt und hörte auf den Namen Garfield. Sein Schöpfer war der amerikanische Comiczeichner Jim Davis (*1945), der zwar mit 25 Katzen aufwuchs, aber später als Zeichner keine Katze hatte, weil seine erste Frau unter einer Allergie litt. Ob das der Grund für die Scheidung war, ist nicht bekannt. Mittlerweile werden die Garfield-Strips unter seiner Leitung von einem ganzen Team von Zeichnern und Textern erstellt und erscheinen in 2570 Zeitungen und Magazinen. Damit erhielt Garfield einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde.
Rekordverdächtig war auch die 1978 in den USA gestartete TV Serie »Dallas«, die es in vierzehn Staffeln auf 357 Folgen brachte. Erzählt wurde die Geschichte der Erwings, die mit Oelgeschäften reich geworden warne. Obwohl untereinander zerstritten, lebten die meisten gemeinsam auf der Southfork Ranch – auf Wunsch des Finanzchefs der Produktionsgesellschaft. Kennzeichnend für die Serie war unter anderem, dass Figuren, die einen irreversiblen Filmtod erlitten hatten, plötzlich wieder in Erscheinung traten, wenn sinkende Quoten ihre Wiederauferstehung forderten. Der Drehort wurde im Laufe der Jahre derart von Fans überrannt, dass der entnervte Farmbesitzer die Farm verkaufte. Heute beherbergt das Anwesen ein Filmmuseum. Star der Serie war Bösewicht J.R. (Larry Hagman): »Das reicht Sue Ellen, warum läßt Du Dir nicht einen Besen vom Parkplatz holen, damit Du nach Hause fliegen kannst.«
Nicht nach Hause fliegen sollte Sally. Eric Clapton bat sie: »Lay down, Sally, no need to leave so soon. I’ve been trying all night long just to talk to you.«