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La rondine
Giacomo Puccini (1858-1924)
Commedia lirica in zwei Akten
Text von Giuseppe Adami nach einem Librettoentwurf von Artur Maria Willner
und Heinz Reichert, Schweizerische Erstaufführung
In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Die Einführungsmatinee findet am 3 Sep 2023 statt.
Official Timepiece Opernhaus Zürich
Termine & Tickets
September 2023
Oktober 2023
Gut zu wissen
Am 17. Juni 2023 beginnt der offizielle Kartenverkauf für die Spielzeit 23/24. Freund:innen, Abonent:innen und Aktionär:innen können ihr Vorkaufsrecht bereits eine Woche früher nutzen. Weitere Infos hier
La rondine
Kurzgefasst
La rondine
«Eine Operette? Niemals!», liess Giacomo Puccini verlauten. Höchstens eine komische Oper wie den Rosenkavalier wolle er schreiben, «nur unterhaltsamer und organischer». Mit La rondine (Die Schwalbe), einem Auftragswerk des Wiener Carl-Theaters, entstand mitten im Ersten Weltkrieg tatsächlich eine neuartige Oper im Parlando-Ton, als eine Verschmelzung von klassischer Oper und Operette. Doch gerade diese einzigartige Mischung irritierte die Kritiker der Uraufführung, die wegen der Kriegswirren 1917 in Monte-Carlo stattfand: Den einen war sie zu schwerblütig für eine Operette, den anderen zu leicht für eine Oper. Puccini, der den Schluss des Werks mehrfach umarbeitete, hielt sein geliebtes «Sorgenkind» trotzdem für ein Juwel. Neben Puccinis Opern Le villi und Edgar steht La rondine bis heute selten auf den Spielplänen – zu Unrecht. Das Opernhaus Zürich zeigt die Oper nun als Schweizerische Erstaufführung.
Der Dichter Prunier prophezeit Magda de Civry im Pariser Haus ihres vermögenden Gönners Rambaldo ein Leben wie eine Schwalbe, die dem Meer entgegenfliegt. Tatsächlich ergreift Magda die Gelegenheit, ihrem goldenen Käfig zu entfliehen, als sie Ruggero, einen jungen Mann aus der Provinz, kennenlernt. Doch Magdas Sehnsucht, noch einmal den Taumel einer ersten Liebe zu erleben, lässt sich nicht wiederholen...
Puccinis Partitur offenbart schwebende Tonalität und eine wie mit dem Silberstift gezeichnete Instrumentation in Anlehnung an Richard Strauss und Claude Debussy. Verfremdete Tanzformen von Walzer und Foxtrott erzeugen ein ständiges Als-ob, einen Charakter des Unwirklichen – ein Werk wie gemacht für den Regisseur Christof Loy, von dessen subtilem Inszenierungsstil sich das Zürcher Publikum mehrfach überzeugen konnte. Die Neuproduktion präsentiert eine Besetzung auf allerhöchstem Niveau mit der albanischen Sopranistin Ermonela Jaho als Magda und dem nach seinen Zürcher Anfängen und inzwischen zum Weltstar gereiften Tenor Benjamin Bernheim als Ruggero. Am Pult der Philharmonia Zürich steht mit Marco Armiliato ein ausgewiesener Kenner dieser filigranen Puccini-Partitur mit sinfonischem Anspruch.
Biografien
Marco Armiliato, Musikalische Leitung
Marco Armiliato
Marco Armiliato studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua. Seit seinem Debüt mit La bohème an der San Francisco Opera und seiner Zusammenarbeit mit Luciano Pavarotti ist er ständiger Gast an den namhaften Opernhäusern der Welt. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Metropolitan Opera in New York, wo er seit seinem Debüt 1998 schon über 360 Aufführungen geleitet hat, darunter Il trovatore, La bohème, Stiffelio, Madama Butterfly, Sly, Aida, Turandot, Rigoletto, Cyrano de Bergerac, La Fille du régiment, La rondine und Lucia di Lammermoor. In San Francisco dirigierte er La bohème, Madama Butterfly, Turandot, La traviata, Tosca, Aida, La favorita, Il trovatore und Cavalleria rusticana. Ausserdem dirigierte er an der Wiener Staatsoper, in Covent Garden, an der Bayerischen Staatsoper, in der Arena di Verona, an der Pariser Opéra, am Liceu in Barcelona, an der Deutschen Oper Berlin und leitete Sinfoniekonzerte in Europa, den USA und Japan. Am Opernhaus Zürich dirigierte er in den vergangenen Jahren Tosca, La fanciulla del West, La traviata, Otello, La bohème, Manon und Simon Boccanegra. Für die Einspielung Verismo Arias mit Renée Fleming, Jonas Kaufmann und dem Orchestra Sinfonica di Milano «Giuseppe Verdi» wurde Marco Armiliato mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er 2016 Manon Lescaut und 2019 Adriana Lecouvreur jeweils mit Anna Netrebko in der Hauptrolle. Die Spielzeit 2022/23 führte ihn nach Wien für Rigoletto, an die Scala in Mailand für Fedora, an die Met für La traviata, an die Staatsoper Berlin für Tosca und nach Monte-Carlo für Andrea Chénier.
Christof Loy, Inszenierung
Christof Loy
Christof Loy zählt zu den international gefragtesten Opern- und Schauspielregisseuren seiner Generation. Seine minutiös ausgearbeiteten Inszenierungen haben ihm zahlreiche Preise und Ehrungen eingetragen. So wurde er von der Zeitschrift Opernwelt mehrmals zum Regisseur des Jahres gewählt. 2010 erhielt er den Laurence Olivier Award für Wagners Tristan und Isolde (Londoner Covent Garden), 2017 wurde er bei den International Opera Awards zum Regisseur des Jahres gekürt, wo er zuvor 2016 den Preis für die Beste Neuproduktion für Brittens Peter Grimes am Theater an der Wien gewonnen hatte. Mit vielen der führenden Opernhäusern der Welt verbindet ihn eine intensive und langjährige Zusammenarbeit: Theater an der Wien (Peter Grimes, Maria Stuarda und Euryanthe), Bayerische Staatsoper (Lucrezia Borgia, Roberto Devereux und Le nozze di Figaro), Opernhaus Zürich (Alcina, I Capuleti e i Montecchi und La straniera), Salzburger Festspiele (Armida, Theodora, Frau ohne Schatten und Ariodante), Königliche Oper Stockholm (La fanciulla del West, Parsifal und Der Rosenkavalier), Royal Opera House Covent Garden (Ariadne auf Naxos, Lucia di Lammermoor, Lulu und Tristan und Isolde), De Nederlandse Opera in Amsterdam (Chowanschtschina, La forza del destino und Tannhäuser), Grand Théâtre de Gèneve (Medea und Lustige Witwe) und viele weitere. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Tosca an der ENO in London, Norma in Frankfurt, Tannhäuser in Amsterdam, Capriccio am Teatro Real Madrid, Königskinder an De Nationale Opera Amsterdam, Don Pasquale in Zürich, Il Trittico bei den Salzburger Festspielen 2022 sowie Rusalka an der Semperoper Dresden. Zahlreiche seiner Inszenierungen sind als DVD erschienen.
Etienne Pluss, Bühnenbild
Etienne Pluss
Étienne Pluss wurde in Genf geboren, wo er zunächst eine Kunstgalerie leitete, bevor er ein Bühnenbildstudium an der Universität der Künste in Berlin aufnahm. Er begann seine Theaterlaufbahn als Ausstattungsassistent von Achim Freyer und Karl-Ernst Herrmann. Seit 2000 ist er als freischaffender Bühnenbildner tätig und arbeitete an Häusern wie dem Burgtheater, dem Akademietheater, dem Theater in der Josefstadt und dem Volkstheater in Wien, den Staatsopern in Berlin und Hannover, Bayerischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, Oper Lyon, Opera de Lorraine in Nancy, der Pariser Opéra, der Oper Göteborg, dem Nationaltheater Prag, dem Theater Basel, sowie den Schauspielhäusern in Leipzig, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf, Oslo und dem Berliner Ensemble. Er arbeitete mit Regisseurinnen und Regisseuren wie George Tabori, Katharina Thoma, Claus Guth, Enrico Lübbe, Christof Loy, Adriana Altaras, Nadja Loschky, Patrick Schlösser und Evgeny Titov und zusammen. Zu seinen Arbeiten der jüngeren Vergangenheit zählen die Bühnenbilder zu Beat Furrers Violetter Schnee an der Berliner Staatsoper, wofür er 2019 den Theaterpreis Der Faust erhielt, und La bohème an der Pariser Opéra (Regie: Claus Guth), Elektra an der Oper Bonn, Tristan und Isolde an der Oper Leipzig (Regie: Enrico Lübbe), Martha und La serva padrona an der Oper Frankfurt (Regie: Katharina Thoma), sowie Mieczysław Weinbergs Die Passagierin an der Oper Graz (Regie: Nadja Loschky). Für sein Bühnenbild zu Salome am Moskauer Bolschoi-Theater in Kooperation mit der Metropolitan Opera New York wurde er 2022 für den russischen Theaterpreis Goldene Maske nominiert. Zudem kreierte er die Bühnenbilder zu Rigoletto an der Opéra national de Lorraine (Regie: Richard Brunel), Otello an der Staatsoper Hannover (Regie: Immo Karaman) und Shakespeares Macbeth am Schauspielhaus Düsseldorf (Regie: Evgeny Titov). 2022 entwarf er die Bühnenbilder zu Die Sache Makropulos in der Staatsoper in Berlin, zu Georg Friedrich Haas’ Bluthaus an der Bayerischen Staatsoper und zu Il Viaggio: Dante im Festival d´Aix (Regie: Claus Guth), zu Il Trittico bei den Salzburger Festspiele (Regie: Christof Loy) sowie zur Uraufführung von Thierry Escaichs Shirine an der Opéra National de Lyon (Regie: Richard Brunel). Zudem entwirft Étienne Pluss regelmäßig Bühnendesigns für die Fashion Weeks in Mailand und Berlin. 1998 wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen und erhielt im Jahr darauf die Kainz-Medaille für seine Arbeit zu Thomas Bernhards Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen. Zudem wurde er 2004 für einen Nestroy-Preis für sein Bühnenbild zu Sergi Belbels Die Zeit der Plancks am Wiener Burgtheater nominiert.
Barbara Drosihn, Kostüme
Barbara Drosihn
Barbara Drosihn wurde in Hamburg geboren. Dort wurde sie zur Kostümschneiderin ausgebildet und studierte Kostümdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Kostümassistentin am Thalia Theater in Hamburg. In den vergangenen Spielzeiten entwarf sie Kostüme für Inszenierungen u.a. von Michael Thalheimer, Stephan Kimmig, Nicolas Stemann, Jorinde Dröse, Andreas Kriegenburg und Stefan Bachmann. Die Inszenierung Diebe von Andreas Kriegenburg wurde 2010 zum Theatertreffen in Berlin eingeladen. Als freie Kostümbildnerin ist sie deutschlandweit an Theatern tätig, u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Münchner Volkstheater und am Schauspiel Dresden. Wagners Parsifal stattete sie in Antwerpen (Regie: Tatjana Gürbaca) und Stockholm (Regie: Christof Loy) aus, Der ferne Klang ebenfalls in Stockholm sowie Das Wunder der Heliane an der Deutschen Oper Berlin, beides in der Regie von Christof Loy. Mit Tatjana Gürbaca verbindet sie eine enge Zusammenarbeit; sie entwarf die Kostüme für La traviata an der Den Norske Opera in Oslo, für Der fliegende Holländer in Vlaandern, für La finta giardiniera in Winterthur, bei der Ring Trilogie am Theater an der Wien und zuletzt für Le Grand Macabre in Zürich. In Zürich schuf sie zudem die Kostüme für Andreas Homokis I puritani und Fidelio und für Christof Loys Don Pasquale.
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Ernst Raffelsberger
Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Chorleitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschliessend Chordirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Premieren betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirektor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor verantwortlich. Dort kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und Mariss Jansons.
Thomas Wilhelm, Choreografie
Thomas Wilhelm
Thomas Wilhelm erhielt seine Ausbildung an der Palucca Schule Dresden. Als Tänzer war er u.a. an der Dresdner Semperoper, der Oper Göteborg sowie in der Compagnie von Stephan Thoss engagiert und arbeitete am Staatstheater Hannover. Seit 2006 ist er freischaffender Choreograf. Mit dem Regisseur Christof Loy verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit, aus der zahlreiche Inszenierungen u.a. an den Opernhäusern in Amsterdam, Barcelona, Göteborg, Stockholm, Zürich, Genf, Basel, Hamburg und Frankfurt, an der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin und dem Royal Opera House, Covent Garden, hervorgingen. Peter Grimes am Theater an der Wien wurde mit dem International Opera Award als beste Neuproduktion des Jahres 2015 ausgezeichnet. Bei den Salzburger Festspielen war Thomas Wilhelm Choreograf in Loys Inszenierungen von Theodora (2009) und Die Frau ohne Schatten (2011) sowie in Shirin Neshats Inszenierung von Aida (2017). Er arbeitet ausserdem regelmässig mit Nadja Loschky zusammen, mit der er zuletzt für L’incoronazione di Poppea und La traviata am Theater Bielefeld zu Gast war, und übernahm die Choreografie in bisher zahlreichen Inszenierungen von Amélie Niermeyer: in Rossinis Elisabetta, regina d’Inghilterra und Rusalka am Theater an der Wien, 2018 in Verdis Otello an der Bayerischen Staatsoper, 2020 in Leonore an der Wiener Staatsoper und 2021 in Lucia di Lammermoor an der Staatsoper Hamburg. Bei den Salzburger Festspielen entstand 2019 mit Alcina die erste Zusammenarbeit mit Damiano Michieletto, welche sie 2021 mit Salome an der Scala in Mailand fortsetzten.
Ermonela Jaho, Magda
Ermonela Jaho
Ermonela Jaho wurde in Albanien geboren und studierte Gesang am Konservatorium in Tirana sowie an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. International gefragt ist sie vor allem als Violetta (La traviata), Suor Angelica (Il Trittico) und in der Titelpartie von Madama Butterfly – Rollen, die sie u. a. an der Bayerischen Staatsoper München, am Théâtre des Champs-Elysées in Paris und an der Metropolitan Opera New York verkörperte. Zudem gastierte sie u. a. am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin sowie an den Opernhäusern von Rom, Venedig, Neapel, Barcelona, Brüssel und Washington. Ihr Repertoire umfasst weitere Partien wie Liù (Turandot), Gilda (Rigoletto), Desdemona (Otello), Rosalinde (Die Fledermaus), Antonia (Les Contes d’Hoffmann), Blanche (Dialogues des Carmélites) sowie die Titelpartie in Anna Bolena. Höhepunkte der jüngeren Zeit waren ihr Debüt als Adriana Lecouvreur an der Wiener Staatsoper, Mimì am Teatro Real in Madrid, Liù an der Met in New York, an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und am ROH London, Cio-Cio-San an der Staatsoper Hamburg und der Bayerischen Staatsoper, Violetta an der Met sowie Blanche an der Bayerischen Staatsoper. Bei den International Classical Music Awards (ICMA) 2023 wurde sie als «Künstlerin des Jahres» ausgezeichnet. Mit ihrem Album Anima Rara gewann sie ebenfalls bei den ICMA 2021 den Vocal Music Prize. Als Opera Rara Ambassador setzt sie sich zudem für die Wiederentdeckung von in Vergessenheit geratenen Opern des 19. und 20. Jahrhunderts ein.
Sandra Hamaoui, Lisette
Sandra Hamaoui
Sandra Hamaoui, französisch-amerikanische Sopranistin, studierte am Konservatorium San Francisco und an der Juilliard School of Music in New York. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe; u.a. war sie Finalistin bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und gewann jeweils den ersten Preis bei den New England Regional Finals, beim West Bay Opera League Wettbewerb und beim Mary Trueman Gesangswettbewerb. Noch während ihrer Studienzeit sang sie die Titelpartie von Gounods Roméo et Juliette mit dem Canadian Vocal Arts Institute und Adina in L’elisir d’amore mit dem San Francisco Conservatory of Music am Kennedy Center. In der Spielzeit 2017/18 war sie Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin, wo sie u.a. Annina (La traviata), Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Die Vertraute (Elektra) und Pamina sang. Im Sommer 2018 gastierte sie am Verbier Festival, wo sie in Adriana Lecouvreur und in Rigoletto zu hören war. Im selben Jahr gab sie ihr Debüt an der Opéra de Dijon in Schuberts Stabat Mater sowie in Zürich als Gretel in Hänsel und Gretel. In der Spielzeit 2019/20 war sie in Zürich in der Titelrolle von Coraline von Mark Anthony Turnage zu hören. Zuletzt sang sie Lisa (La sonnambula) am Théâtre des Champs-Elysées in Paris sowie Fortuna/Damigella (L’incoronazione di Poppea), Sœur Constance de St.-Denis (Dialogues des Carmélites), Gilda (Rigoletto), Nannetta (Falstaff), Susanna (Le nozze di Figaro) und Alice (Alice im Wunderland) am Opernhaus Zürich, zu dessen Ensemble sie gehört. 2023 war sie debütierte sie ausserdem in der Titelrolle von Roméo et Juliette mit dem L’Orchestra de Chambre de Genève.
Benjamin Bernheim, Ruggero
Benjamin Bernheim
Benjamin Bernheim, französischer Tenor, studierte am Konservatorium Lausanne und war Mitglied des IOS am Opernhaus Zürich. Mit den grossen Tenorpartien des romantischen Repertoires ist er regelmässiger Gast an den renommiertesten Bühnen Europas, u.a. an der Opéra de Paris, der Wiener und der Berliner Staatsoper, am Teatro alla Scala und am Royal Opera House Covent Garden. 2020 wurde er bei den Victoires de la Musique classique als «Opernsänger des Jahres», vom französischen Kritikerverband als «Musikerpersönlichkeit des Jahres», vom Opus Klassik als «Nachwuchskünstler des Jahres» und von dem Magazin Oper! als «Sänger des Jahres» ausgezeichnet. 2021 wurde ihm der Titel «Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres» verliehen. Die Spielzeit 2022/23 begann er mit einer seiner Paraderollen, als Des Grieux (Manon) an der Hamburgischen Staatsoper. Es folgte sein Debüt an der Metropolitan Opera als Duca (Rigoletto). Ausserdem sang er Rodolfo (La bohème) und Duca an der Wiener Staatsoper. Am Opernhaus Zürich ist er als Lenski (Jewgeni Onegin) und Roméo (Roméo et Juliette) zu erleben. Den Roméo wird er zudem an der Opéra de Paris singen. Zu den weiteren Rollen, die er unlängst gesungen hat, zählen die Titelpartien in Werther und Faust sowie Hoffmann (Les Contes d'Hoffmann) Edgardo (Lucia di Lammermoor) und Nemorino (L’elisir d’amore). Auf der Konzertbühne ist er mit Verdis Requiem sowie mit Liederabenden in Bordeaux, Saarbrücken, Frankfurt, München, Salzburg und Verbier zu hören. Benjamin Bernheim ist Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Sein Debütalbum wurde 2020 mit einem «Diapason d’Or» und einem «Choc de Classica» ausgezeichnet. Sein zweites Album ist im April 2022 erschienen.
Juan Francisco Gatell, Prunier
Juan Francisco Gatell
Juan Francisco Gatell wurde in La Plata, Argentinien, geboren und begann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt bevor er nach Spanien zog und dort sein Studium am Konservatorium in Madrid abschloss. 2004 gewann er den Caruso-Award, 2005 den ersten Preis beim Concorso Città di Pistoria und 2006 den ersten Preis beim ASLICO-Wettbewerb für seinen Don Ottavio in Don Giovanni. Einladungen führen ihn seither an die grossen Opern- und Konzertbühnen in Europa, Nord- und Südamerika. Höhepunkte seiner bisherigen Karriere waren seine Debüts als Alessandro Magno in Il re pastore und als Tom Rakewell in The Rake’s Progress am La Fenice in Venedig, Demetrio in Rossinis Demetrio e Polibio und Almaviva (Il barbiere di Siviglia) beim Rossini Festival in Pesaro, Almaviva am Royal Opera House Muscat im Oman, in Buenos Aires und in Wien sowie Fenton (Falstaff) in Lyon und Aix-en-Provence. Don Ottavio sang er u.a. an der Scala in Mailand, in Washington und Tokio sowie Ferrando (Così fan tutte) in Madrid, Florenz und Brüssel. In der Spielzeit 2022/23 war er als Admento (Alceste) und Nemorino (L’elisir d’amore) am Teatro dell’Opera in Rom, als ein Sänger (Der Rosenkavalier) am La Monnaie in Brüssel, als Solist in Bachs Weihnachtsoratorium in Florenz, als Paolino (Il matrimonio segreto) am La Fenice in Venedig, als Tamino im Teatro Colón in Buenos Aires sowie als Nemorino am Teatro Comunale di Bologna zu erleben.
Vladimir Stoyanov, Rambaldo
Vladimir Stoyanov
Vladimir Stoyanov wurde in Pernik, Bulgarien geboren und studierte Gesang an der Musikakademie in Sofia sowie in Rom und an der Accademia della Scala in Mailand. Zunächst war er für drei Jahre Ensemblemitglied an der Oper in Plovdiv, seit 1999 ist er als freischaffender Künstler tätig. 1998 debütierte er mit der Titelpartie in Macbeth am Teatro San Carlo in Neapel und gastiert seither er an zahlreichen renommierten Opernhäusern weltweit, der Scala in Mailand, der Staatsoper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera in New York, dem Royal Opera House London, der Bayerischen Staatsoper, dem New National Theatre Tokyo, dem Teatre del Liceu Barcelona, am Bolschoi in Moskau, der Opéra in Paris, dem Teatro Real Madrid und den Opernhäusern in Neapel, Parma und Rom. Sein Repertoire umfasst Partien wie die Titelpartie in Rigoletto, Jago (Otello), Scarpia (Tosca), Conte di Luna (Il trovatore), Don Carlo (Ernani), Rodrigo (Don Carlo) und Jeletzki (Pique Dame). In der Spielzeit 2022/23 sang er Giorgio Germont (La traviata) in der Arena von Verona und an der Fondazione Petruzzelli in Bari, Simon Boccanegra und Tonio (Pagliacci) am Teatro Regio in Parma, Ford (Falstaff) am La Fenice in Venedig, Amonasro (Aida) am Teatro dell’Opera in Rom sowie Enrico Ashton (Lucia di Lammermoor) an der Oper in Nizza.
Andrew Moore, Périchaud
Andrew Moore
Andrew Moore, Bass-Bariton, studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Er war 2017 Finalist beim New Jersey State Opera Alfredo Silipigni Wettbewerb und sang im gleichen Jahr mit den New Jersey Chamber Singers die Baritonpartie im Requiem von Fauré. 2018 nahm er am Merola Opera Program in San Francisco teil, wo er u.a. beim Schwabacher Summer Concert und in The Rake’s Progress sang. 2019 war er Teilnehmer der Metropolitan Opera National Council Auditions und erreichte das New England Region Finale, wo er mit dem Susan Eastman Encouragement Award ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr sang er an der Santa Fe Opera in den Produktionen La bohème, Così fan tutte und Jenůfa. Von 2020-2022 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios und sang hier u.a. Agata Scannagalli in Viva la mamma, Masetto in Don Giovanni sowie die Titelpartie in Die Odyssee. Seit der Spielzeit 2022/23 gehört er zum Ensemble des Opernhaus Zürich und singt in dieser Spielzeit in Salome, Alice im Wunderland, La traviata, Roméo et Juliette, Lessons in Love and Violence sowie in Der Freischütz.
Nathan Haller, Gobin/un giovane/Adolfo
Nathan Haller
Nathan Haller stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Juilliard School in New York. 2013 war er Teilnehmer bei der Internationalen Meistersinger Akademie. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er u.a. als Tamino (Die Zauberflöte), als Romeo in Blachers Romeo und Julia, in der Uraufführung Melancholia von Sebastian Nübling und Ives Thuwis, als Enoch Snow (Carousel) und als Oronte in Alcina zu erleben war. 2016 sang er Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) am Akko Opera Festival in Israel. Auf der Konzertbühne war er u.a. am New York Festival of Song in der Carnegie Hall, mit dem russischen Kammerorchester St. Petersburg, in La Resurrezione unter William Christie und mit Masaaki Suzuki in Boston, New York, Leipzig und London zu hören. 2017/18 gastierte er an der Neuen Oper Wien als François in Leonard Bernsteins A Quiet Place, 2018/19 sang er Graf Albert (Die tote Stadt) mit der Nederlandse Reisopera und gastierte in Die Gezeichneten sowie als Albazar in Il turco in Italia am Opernhaus Zürich, wo er 2020/21 auch in der Hauptrolle von Mitterers Tapferem Schneiderlein zu sehen war. Seit der Spielzeit 2021/22 gehört Nathan Haller zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier als Telemachos in der Uraufführung Die Odyssee, als Sir Hervey (Anna Bolena), Graf Elemer (Arabella) und Bardolfo (Falstaff) zu hören. Ausserdem sang er 2021 Lysander (A Midsummer Night’s Dream) an der Oper Malmö.
Stanislav Vorobyov, Crébillon
Stanislav Vorobyov
Stanislav Vorobyov stammt aus Russland und studierte am Moskauer Konservatorium. Er war Mitglied des Internationalen Opernstudios (IOS) und ist seit der Spielzeit 2018/19 Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, wo er u.a. als Colline (La bohème), Alidoro (La Cenerentola), Oberpriester (Nabucco), Notar (Der Rosenkavalier), Reinmar von Zweter (Tannhäuser), Faust (Der feurige Engel), Zaretsky (Jewgeni Onegin), Cesare Angelotti (Tosca), Fünfter Jude (Salome) und als Lord Rochefort (Anna Bolena) zu hören war. Ausserdem sang er Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) bei den Bregenzer Festspielen, Nourabad (Les Pêcheurs de perles) an der Oper Vlaandern und in Luxemburg sowie Ombra di Nino (Semiramide) im Concertgebouw Amsterdam. An den Bregenzer Festspielen 2022 war er als Onkel Bonzo in Madama Butterfly und als Il capitano/L’ispettore in Umberto Giordanos Siberia zu erleben
Yuliia Zasimova, Yvette/ Georgette
Yuliia Zasimova
Yuliia Zasimova wurde in der Ukraine geboren. Sie studierte an der Tschaikovsky National Music Academy in Kiev, wo sie ihr Gesangsstudium 2016 abschloss. Während ihres Studiums war sie Mitglied des Opernstudios der Akademie und war dort als Amor in Orfeo ed Euridice und als Marfa in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut zu erleben. 2017 nahm sie am Wettbewerb «Neue Stimmen» teil und war im gleichen Jahr Halbfinalistin beim «Le Grand Prix de L’Opéra» Gesangswettbewerb in Bukarest. 2018 war sie Preisträgerin beim internationalen Byulbyul Wettbewerb in Baku, Aserbaidschan, und debütierte im gleichen Jahr beim LvivMozArt Festival in der Ukraine als Aretea in Dmytro Bortnianskyis Alcide. Seit 2018/19 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich. Hier war sie bisher in Hänsel und Gretel, Rigoletto, Manon, Le nozze di Figaro, Elektra und Coraline zu hören.
Siena Licht Miller, Suzy/ Lolette
Siena Licht Miller
Siena Licht Miller, deutsch-amerikanische Mezzosopranistin, studierte am Curtis Institute of Music und am Oberlin Conservatory of Music Gesang. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit Kursen an der Opera Philadelphia, der Santa Fe Opera, dem Opera Theatre of St. Louis und beim Aspen Music Festival. Sie ist Stipendiatin der Bagby Foundation, Preisträgerin der Metropolitan Opera National Council Auditions, der Marilyn Horne Rubin Foundation und der Gerda Lissner Foundation. Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren die Rollendebüts der Hermia in A Midsummer Night’s Dream, Zweite Dame in Die Zauberflöte und eine der vier Solopartien in der Uraufführung von Denis and Katya von Philip Venables an der Opera Philadelphia. Am Aspen Opera Center sang sie zudem die Titelrolle in Ravels L’Enfant et les sortilèges unter der Leitung von Robert Spano. Regelmässig widmet sie sich zudem dem Liedgesang; so sang sie bei der Reihe The Song Continues in der Carnegie Hall zur Feier ihrer Mentorin Marilyn Horne und war mit einem Rezital zusammen mit dem Pianisten Kevin Murphy auf einer Tour durch die USA. In der Spielzeit 20/21 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und sang hier u.a. in Maria Stuarda, Simon Boccanegra, Viva la mamma, Salome, Odyssee, Monteverdi, L’italiana in Algeri und Flosshilde in Das Rheingold. Seit der Spielzeit 2022/23 gehört sie zum Ensemble des Opernhaus Zürich und war jüngst in Barkouf, Salome, Anna Karenina und Lakmé zu erleben.
Valeriy Murga, Maggiordomo
Valeriy Murga
Valeriy Murga studierte an der Ukrainischen Nationalen Musikakademie Kiew. Sowohl beim 41. Concours International de Chant in Toulouse 1996 als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona 1998 gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und konnte am 1999 Cardiff Singer of the World-Wettbewerb (BBC) teilnehmen. 1997 bis 1999 war er Solist der Ukrainischen Nationaloper Kiew, wo er neben vielen anderen Rollen Figaro und Don Giovanni, Germont, Escamillo, Onegin, den Fürsten Igor und Schaunard in La bohème verkörperte. In seinem Repertoire befinden sich ausserdem Partien wie der Marchese di Posa (Don Carlo) und Schaklowity (Chowanschtschina). Am Opernhaus Zürich sang Valeriy Murga noch als Mitglied des IOS u.a. in Tosca (Sciarrone, Schliesser) und Rigoletto (Monterone); seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er hier fest engagiert und war u.a. in Pique Dame (Jelezki), Carmen (Moralès), Salome (2. Soldat), Il barbiere di Siviglia (Fiorello/Ufficiale), La sonnambula (Alessio), Rigoletto (Marullo und Monterone), L’italiana in Algeri (Ali), Faust (Wagner) und in Familienopern wie u.a. Das Gespenst von Canterville (Dr. Bürkli), Robin Hood (Little John) und Das verzauberte Schwein (Schwein) zu hören. In Tiefland gastierte er am Liceu Barcelona und in L’italiana in Algeri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt war er in Zürich in Tosca (Mesner), in Salome (Soldat), in Die Odyssee (Eurylochos) und als Le Geôlier in Dialogues des Carmélites zu erleben.
Aksel Daveyan, Rabonnier, ein Maler
Aksel Daveyan
Aksel Daveyan studierte am Yerevan State Conservatory bei Anna Mousayelyan und Arnold Kocharyan. Am Yerevan Opera Studio sang er 2021 Malatesta in Don Pasquale. Ausserdem war er in mehreren Konzerten zu hören, darunter am Opera and Ballet Theatre of Yerevan und am Teatro Politeama. 2017 gewann er den dritten Preis der Renaissance International Competition, 2019 den ersten Preis der «Gohar Gasparyan» Pan-armenian Competition und 2021 den dritten Preis der Opera Crown Tbilisi International Voice Competition. 2020 wurde ihm zudem der «Boghossian Youth Prize» verliehen. Seit der Spielzeit 2022/23 ist er Mitglied des IOS am Opernhaus Zürich.