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Der Pontonier Sportverein Zürich wurde 1880 gegründet und blickt auf eine lange, ereignisreiche Vereinsgeschichte zurück. Er ist eine der 41 Sektionen des Schweizerischen Pontonier-Sportverbands SPSV.
Ursprüngliches Trainingsgebiet war die Limmat in der Nähe des Hauptbahnhofs und des Platzspitz-Areals. Durch bauliche Veränderungen am Flusslauf verschob sich das Trainingsgelände im Laufe der Zeit immer weiter flussabwärts und befindet sich heute bei der Werdinsel in Zürich- Höngg.
Von den rund 120 Vereinsmitgliedern (Aktiv- und Passivmitglieder) nehmen etwa 25 regelmässig am sportlichen Geschehen teil. Die Mehrheit von diesen sind Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. Ursprünglich war der Pontoniersport eine reine Männersache, und während bei den Erwachsenen die Männer noch deutlich in der Überzahl sind, so ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern bei den Jugendlichen in unserem Verein etwa ausgeglichen.
Zwischen Mitte März und Ende September wird ein bis zweimal pro Woche trainiert (Dienstag und Freitag), wobei es den Mitgliedern freisteht, noch öfter zu trainieren. Neben der Teilnahme an Wettkämpfen beteiligt sich der Verein regelmässig mit Hilfsdiensten an anderen Sportanlässen (so zum Beispiel an der Internationalen Ruderregatta auf dem Lauerzersee oder am Iron Man of Switzerland).
Ausserhalb der Fahrsaison bieten wir jeden Freitag Abend ein Winterprogramm mit sportlichen und geselligen Aktivitäten.
Die Ausübung des Pontoniersports hat für die Jugendlichen einen interessanten Nebeneffekt: Unsere Ausbildung im Wasserfahren und Schnüren gilt für sie als militärische Vorbildung. Wer zwei Pontonierkurse absolviert hat, hat gute Chancen, in der Armee als Pontonier bei den Genietruppen eingeteilt zu werden. Im Gegenzug stellt uns die Armee kostenlos Weidlinge und Übersetzboote, einen Aussenbordmotor und weiteres, für unseren Sport nötiges Material zur Verfügung. Ausserdem kann im gesamtschweizerischen Jungpontonierlager des SPSV, das jeden Sommer am Thunersee stattfindet, das Fahren mit dem Aussenbordmotor erlernt werden.
Die Hauptdisziplin im Pontoniersport ist das Wasserfahren im rund 10 m langen, 340 kg schweren Weidling (Jugendliche und Frauen) bzw. im rund 9 m langen, 460 kg schweren Übersetzboot (Männer). Jeweils zwei Wettkämpfer — Steuermann und Vorderfahrer — bilden ein Team, das mit dem Schiff einen bestimmten Parcours abfährt. Neben den vom Kanusport her bekannten Durchfahrten zwischen zwei Stangen gehören zu einem Wettkampf unter anderem Ziellandungen und in der Regel auch eine Stachelfahrt dem Ufer entlang flussaufwärts. Es braucht Kraft, Geschicklichkeit, Teamarbeit und richtiges Einschätzen der Strömung, damit ein Fahrerpaar an einem Wettkampf ein gutes Resultat erzielen kann.
Der Pontoniersport kann während Jahrzehnten ausgeübt werden und ist für beide Geschlechter geeignet. Erst mit 43 Jahren kommt man in die Kategorie der Senioren, und die besten Senioren können immer noch gut mit den besten Aktiven mithalten, denn neben Kraft und Ausdauer spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle.
Jährlich werden etwa vier gesamtschweizerische Wettfahren durchgeführt. Da der Pontoniersport eine Randsportart ist, dürfen an diesen Wettkämpfen alle Mitglieder der 41 Sektionen des SPSV teilnehmen. Daneben kommen auch noch verschiedene kleine Wettfahren und Spezialwettkämpfe zur Austragung. Der Höhepunkt des Pontoniersports ist das in der Regel alle drei Jahre stattfin– dende Eidgenössische Pontonierwettfahren mit jeweils über tausend Wettkämpferinnen und Wettkämpfern.
Weitere Infos:
http://www.zueripontonier.ch