Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03185.jsonl.gz/738

Nach der Entscheidung, die Copa América in Brasilien auszutragen, hat der südamerikanische Fußballverband Conmebol nun die Austragungsorte bekannt gegeben. Eröffnet werden soll die Meisterschaft nicht wie gewünscht im berühmten Stadium Maracanã in Rio de Janeiro, sondern im Mané Garrincha in Brasiliens Hauptstadt Brasília. Das Finale am 10. Juli ist hingegen im Maracanã geplant.
Auf ein großes, positives Echo ist die Entscheidung nicht gefallen. Kurz nach Bekanntgabe haben Gouverneure verschiedener Bundesstaaten Brasiliens offiziell konstatiert, dass in ihren Bundesstaaten die Spiele mangels ausreichender Konditionen nicht ausgetragen werden könnten.
Letztlich ist die Wahl dann auf vier Bundesstaaten gefallen und einem fünften, der laut Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro noch veröffentlicht werde.
In Rio de Janeiro werden die fünf Gruppenspiele der ersten Phase sowie ein Viertelfinale und ein Halbfinale im Stadium Nilton Santos (Engenhão) ausgetragen. Lediglich das Endspiel soll im Maracanã stattfinden.
Im Bundesstaat Mato Grosso wird die Arena Pantanal in Cuiabá ihre Pforten für fünf Gruppenspiele öffnen. In Brasília stehen neben dem Eröffnungsspiel am 13. Juni weitere vier Gruppenspiele sowie eins der Viertelfinale und des Halbfinals auf dem Programm. Weitere fünf Gruppenspiele und zwei Entscheidungen des Viertelfinals sind in Goiânia im Bundesstaat Goiás geplant.
Die Entscheidung für Brasilien als Austragungsland wird von vielen Seiten kritisiert, auch von Sportlern. Braslien steckt nach wie vor mitten in der Pandemie mit beinahe 2.000 Covid-Todesopfern pro Tag, über 1,1 Millionen aktiven Covid-Fällen und zehntausenden Neuinfektionen pro Tag.
Trainer verschiedener Nationalmannschaften wie Argentinien, Chile, Uruguay und Peru haben die Entscheidung bereits kritisiert.
Brasiliens Trainer hält sich mit einer Antwort noch zurück. Er will erst die Entscheidungsspiele für die Fußball-WM 2022 abwarten, wie er am Donnerstag (4.) bei einer Pressekonferenz sagte.