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Das Geheimnis der Farben
Keramik aus China und Europa vom 18. Jahrhundert bis heute
14 septembre 2022 - 12 février 2023
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Diese Ausstellung erzählt die turbulente Geschichte der Suche nach der Farbe auf Porzellan in China und Frankreich. Sie präsentiert eine Gegenüberstellung von zwei Schlüsselmomenten in der Geschichte des Porzellans, die sich dadurch auszeichnen, dass nach einer Erweiterung der Glasurenpalette gestrebt wurde: die Wende des 18. Jahrhunderts in China und das 19. Jahrhundert in Frankreich, Zeiträume, in denen die Interaktionen zwischen den beiden Ländern, sei es auf kultureller oder kriegerischer Ebene, besonders intensiv waren.
Der erste Raum der Ausstellung führt in die Glasurtechniken, die Begriffe durchscheinende und matte Glasuren, die Famille verte und die Famille rose ein. Es folgt eine Präsentation glasierter chinesischer Porzellane, hauptsächlich aus den Regierungszeiten von Kangxi (1662–1722), Yongzheng (1723–1735) und Qianlong (1736–1795), die zu den Glanzstücken der Sammlung von Alfred Baur gehören und die über die Zeitspanne von mehr als einem Jahrhundert die Entfaltung der Farbe auf Porzellan veranschaulichen. Die neue, in den kaiserlichen Werkstätten entwickelte Farbpalette wurde bald von der Hafenstadt Kanton aus in Form von speziell für den westlichen Markt entworfenen Porzellanen und Kupferglasuren exportiert.
Der zweite Teil der Ausstellung präsentiert ein Jahrhundert später Frankreich, wo in der Manufaktur von Sèvres die chinesischen Farben schon seit langem wegen ihres Glanzes begehrt und deshalb sehr gesucht waren.
Missionare, Chemiker und französische Konsuln in China bemühten sich nacheinander darum, Musterstücke mitzubringen, um die Geheimnisse der chinesischen Herstellungstechniken zu entschlüsseln.
Der letzte Teil der Ausstellung führt zu zeitgenössischeren Farbforschungen, allen voran die von Fance Franck (1927-2008), der seit Ende der 1960er Jahre mit der Manufaktur von Sèvres zusammenarbeitete, um das berühmte „frische Rot“ oder „Opferrot“ zu finden, das die Töpfer von Jingdezhen einige Jahrhunderte zuvor beherrschten. Dann sind es die Werke von Thomas Bohle (geb. 1958), allesamt von Reinheit und farbigem Schillern geprägt, die diese ständige Suche nach den Farben abschliessen.
Mit der außergewöhnlichen Beteiligung der folgenden Institutionen: