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Der Mann arbeitete in einer Tankstelle nahe der deutschen Grenze. Dabei kam ihm die Idee, sich ein Zubrot zu verdienen. Er beobachtete aus der Schweiz zurückkehrende Fahrzeuge und fragte deren Lenker, ob sie die nicht mehr benötigte Vignette verkaufen würden.
Viele Tagesgäste erklärten sich dazu gegen ein geringes Entgelt bereit. Der Mann löste die aufgeklebte Vignette daraufhin professionell ab und verkaufte sie dem nächsten Autofahrer, der in der Tankstelle eine Schweizer Vignette verlangte, als neue und gültige. Insgesamt wandte er diese Masche 200 Mal an.
Zudem verkaufte er 300 der abgelösten Vignetten illegal über eine Gebrauchtwarenplattform im Internet. Insgesamt machte der Mann von September 2020 bis Januar 2022 einen Gewinn von rund 6000 Euro.
Der Angeklagte räumte den Betrug vor Gericht ein. Er erklärte sich zudem bereit, der Tankstelle entgangene Provisionen von 520 Euro zu erstatten und war mit der unbedingten Geldstrafe von 1600 Euro einverstanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.