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Über den Rücktritt war bereits in den letzten Tagen spekuliert worden. Anfang März hatte LafargeHolcim nach einer internen Untersuchung eingeräumt, dass in der Fabrik von Lafarge in Syrien Fehler begangen worden seien.
Mitarbeitenden des Unternehmens wurde vorgeworfen, Vereinbarungen mit gewissen bewaffneten Gruppierungen und sanktionierten Parteien getroffen zu haben, heisst es in der Mitteilung. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 2013 bis zur Evakuierung des Werks im September 2014. Das lokale Management hatte an Dritte Gelder bezahlt, um den Weiterbetrieb der Fabrik zu sichern.
Olsen begründet seinen Rücktritt damit, dass dieser dazu beitragen werde, «die Spannungen, die sich in letzter Zeit rund um den Syrien-Fall entwickelt haben, beizulegen», lässt er sich in der Mitteilung zitieren.
Er war 2015 beim Zusammenschluss der beiden Zementkonzerne Lafarge und Holcim zum Konzernchef ernannt worden und verantwortete die Geschäfte in Syrien nicht direkt.
Die Suche nach einem Nachfolger für Olsen werde sofort eingeleitet, heisst es in der Mitteilung. In der Zwischenzeit werde Verwaltungsratspräsident Beat Hess die Übergangsphase beaufsichtigen und ab Mitte Juli, nach dem Rücktritt von Olsen, das Unternehmen interimistisch leiten.
Die operativen Geschäfte wird Roland Köhler übernehmen, der derzeit als Konzernleitungsmitglied die Regionen Europa und Australien/Neuseeland sowie den Geschäftsbereich Trading verantwortet.
(SDA)