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Die Schweizer Delegation vermochte am 1. Tag der Hallen-EM in Gent nicht auf der ganzen Linie zu überzeugen. Zwar qualifizierte sich 400-m-Läufer Alain Rohr in 47,26 für die Halbfinals und Peter Philipp schaffte den Einzug in den 1500-m- Endlauf. 200-m-Läuferin Mireille Donders hingegen verpasste in mässigen 23,47 den Finaleinzug und Laurent Clerc (400 m) blieb ebenfalls auf der Strecke.
Mireille Donders, die in den Startlisten mit der siebtschnellsten Saisonzeit figurierte, schnitt zwar mit Rang 8 unter 20 Teilnehmerinnen nicht schlecht ab. «Doch mit der Zeit bin ich nicht zufrieden», sagte die 26-jährige Bernerin, die 27 Hundertstelsekunden über ihrer Saison-Bestleistung geblieben war.
Die Schweizer Medaillen-Hoffung Alain Rohr (TVL Bern) musste in seinem Lauf hart kämpfen. Titelverteidiger Ruslan Maschtschenko (Russ) erlitt nach 200 m ein Zerrung, wodurch eine Remplerei entstand. «Das war ein abenteuerlicher Lauf», erklärte Rohr, der die europäische Saisonbestenliste mit 45,92 Sekunden anführt. «Ich konnte den Sturz verhindern und habe im Schlussspurt Kraft gespart. Die Zeit spielt deshalb keine Rolle.»
Voll auf Angriff lief Staffel-Kollege Laurent Clerc (Stade Genf), der nach 200 m die Führung übernahm. Kurz vor der Ziellinie verliessen den Genfer Polizisten allerdings die Kräfte. Rang 3 in seiner Serie in 47,53 Sekunden bedeutete das Aus.
Den Vorteil der 2. Serie nutzte 1500 m Läufer Peter Philipp geschickt. Da die ersten neun Athleten das Rennen nicht allzu forsch angegangen waren, drückte der Bündner in seinem Lauf vehement aufs Tempo, um die Finalqualifikation über die Zeit zu schaffen. Der Bünder Jurist leistete Massarbeit und schlüpfte in 3:42,81 bloss mit 11 Hundertstel Reserve ins neunköpfige Finalfeld.