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Timea Bacsinszky erringt in Marokkos Hauptstadt Rabat den vierten Turniersieg ihrer Karriere auf WTA-Stufe, den dritten innerhalb von 14 Monaten. Im Final besiegt sie Marina Erakovic 6:2, 6:1.
Die 28-jährige Marina Erakovic aus Neuseeland, in der Weltrangliste nur als Nummer 186 geführt, war im Final gegen die topgesetzte Timea Bacsinszky ähnlich unterlegen wie die vier Widersacherinnen davor. Die Partie verlief sehr einseitig. Bacsinszky gestand die 28-jährigen gebürtigen Kroatin aus Split keine einzige Breakchance zu. Ihrerseits verwertete sie 7 von 12 Möglichkeiten.
Die 26-jährige Lausannerin absolvierte den Parcours über fünf Partien mit der eindrucksvollen Bilanz von 10:1 Sätzen. In ihrem zweiten Einsatz gegen die Ukrainerin Kateryna Koslowa gab sie einen Satz ab.
Bacsinszky hat den Wechsel der Unterlage von Hartplatz zum Sand bestens vollzogen. Nach schwierigen Wochen Ende 2015 und Anfang 2016 in denen sie nach einer im Oktober in Luxemburg erlittenen Knieverletzung an vier Turnieren nacheinander nicht über die 2. Runde hinauskam und danach auch im Fedcup gegen Deutschland zwei Niederlagen einfing, hat Bacsinszky unabhängig vom Belag den Tritt längst wieder gefunden. Am WTA-Premier-Turnier in Miami stiess sie in die Halbfinals vor, indem sie unter anderen Ana Ivanovic, Agnieszka Radwanska und Simona Halep besiegte.
Es folgte der Rückschlag im Fedcup-Halbfinal gegen Tschechien, als sie ganz im Unterschied zur jungen Viktorija Golubic beide Einzel verlor. In Rabat anzutreten, an einem nicht besonders gut besetzten Turnier - die Russin Jekaterina Makarowa war als 30. der Weltrangliste die Turniernummer 2 hinter Bacsinszky -, war für die Waadtländerin vermutlich ein sehr guter Entscheid. Sie hat zu einem guten Turnierrhythmus wie auch zum Gefühl des Gewinnens zurückgefunden.
Nach ihrem ersten Turniersieg auf Sand kann sich Timea Bacsinszky allerdings nicht lange erholen, ganz im Gegenteil. Sie muss schleunigst zum grossen Sandplatzturnier nach Madrid weiterfliegen. Dort tritt sie schon am Sonntag um 17 Uhr zum Erstrundenmatch gegen die Deutsche Andrea Petkovic an, die Nummer 29 der Weltrangliste.
sda-ats