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Vor einigen Wochen erlebte ich die imposante Einfahrt des Dalai Lama beim Hyatt-Hotel in Zürich. Vor dem Eingang warteten einige seiner Verehrer. GEO schreibt:
„Der Dalai Lama gehört zur Kerngruppe der letzten moralischen Instanz auf der Erde …“, er ist „entschieden weniger dogmatisch als der verblichene Johannes Paul II., spiritueller als Nelson Mandela, weltgewandter und intellektueller als Mutter Teresa, weniger unter diplomatischem Anpassungsdruck als Kofi Annan.“, „… ein mittelalterlicher Herrscher, der zu einem postmodernen Engel geworden ist.“
Die Autoren der SEA-Dokumentation (2005) warnen vor einer optimistischen Vermischung von zwei sehr unterschiedlichen Weltanschauungen:
Der Buddhismus ist eine Selbsterlösungsreligion, die perfekt zu unserer Multioptions-Gesellschaft zu passen scheint. Da es in dieser Weltanschauung keine Verantwortung einem Schöpfergott gegenüber gibt, ist der einzelne Mensch nur noch sich selbst gegenüber verantwortlich. Dies entspricht dem modernen Individualismus. Sollte sich diese Haltung durchsetzen, würden die Kälte und der Egoismus in unserer Gesellschaft weiterhin zunehmen. Laut buddhistischer Anschauung hat jeder, was er verdient! Solches Gedankengut hat aber weit reichende ethische Konsequenzen.
Den vom Buddhismus Faszinierten sollte erklärt werden, dass der Buddhismus auf die völlige Auflösung des Individuums und der Individualität abzielt. Und dass es gerade nicht darum geht, zu sich selber zu finden.
Aus: sea dokumentation nr. 43. Buddhismus oder Christus? Der Dalai Lama in Zürich. Download hier.