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Text: Ludwig Giseke (1756–1832)
Melody: Johann Immanuel Müller (1774–1839)
Nach der Überlieferung stimmte der Glarner Thomas Legler, damals Grenadieroberleutnant in französischen Diensten, in der Morgendämmerung des 28. Novembers 1812 im Kreise seiner Kameraden kurz vor dem Ausbruch der Schlacht an der Beresina, dieses Lied an. Später wurde dieses Lied unter dem Namen “Beresinalied” zum Volksgut.
Das Beresinalied erinnert noch heute an die Schlacht, welche sich vor 200 Jahren an der Beresina im heutigen Weissrussland abspielte. Im November 1812 trugen vier Schweizer Regimente, die mit Napoleon nach Russland ziehen mussten, entscheidend dazu bei, den Rückzug der geschlagenen Armee über den Fluss Beresina zu decken. Von den ursprünglich 9000 Schweizern kamen nur noch zirka 350 lebend retour. Napoleons Russlandfeldzug, dessen letzte Schlacht an der Beresina stattfand, war die zur damaligen Zeit grösste, noch nie dagewesene menschgemachte Katastrophe.
Das Lied vom Vreneli ab em Guggisberg, ist vermutlich das älteste bekannte Schweizer Volkslied. Es wurde erstmals 1741 erwähnt, die älteste erhaltene Textvariante stammt von 1764.
Die schlichte, feierliche Melodie hat ihren Ursprung in den evangelischen Chorälen des 16. Jahrhunderts. Sie findet sich erstmals gedruckt 1818 in der Sammlung Schweizerischer Kuhreihen von Gottlieb Jakob Kuhn. Das Guggisberglied ist eines der sehr seltenen Schweizer Volkslieder in Moll.
Inhalt und Melodie des Liedes sind sehr emotional. Verschiedenen Quellen zufolge soll in alten Zeiten in Schweizer-Regimentern in fremden Kriegsdiensten die Todesstrafe auf das Absingen des Liedes gestanden haben, da es das Heimweh, früher auch «Schweizerkrankheit» genannt, förderte.
Die Ade Polka ist für zwei Querflöten und Klavier im Schweizer Volksmusikstil komponiert. Ein unbeschwertes Stück, das sich für kleine Konzerte an Musikschulen oder im Unterricht eignet (Schwierigkeitsstufe 3+).
Die Volksmusik der Schweiz ist sehr lebendig. Ihre Vielfalt ist ein Abbild der regionalen und kulturellen Kleinräumigkeit der Schweiz. Auch Einflüsse aus europäischen Ländern beeinflussten die Volksmusik seit dem frühen 19. Jahrhundert. So haben Polka und Mazurka ihre Wurzeln in Polen, der Schottisch in Schottland. Die Musik wurde mündlich überliefert oder wurde von den Musikanten in Heften aufgeschrieben.
Bartolomeo Campagnoli erlangte einen grossen Bekanntheitsgrad durch seine anspruchsvolle Violintechnik in den Doppelgriffen und durch seinen gepflegten Vortrag, dies dokumentierten Zeitgenossen wie Louis Spohr und Ernst Ludwig Gerber. Campagnolis hauptsächliches Verdienst liegt in der Komposition von violinpädagogischen Werken und in der Einführung der Bogenhaltung mit dem ersten Fingerglied. Er beeinflusste hiermit massgeblich das Violinspiel.
Neu bearbeitet und herausgegeben von Helene Schulthess
Gedrucktes Heft (Flöten- und Violinstimme separat) CHF 25 (plus Postversand)
Die Duos als PDF-Datei CHF 20 (Per Email)
Eugène Ysaÿe gehört zu den bedeutendsten Geigern aller Zeiten. Wegen gesundheitlicher Probleme musste er seine Karriere als Violinvirtuose jedoch vorzeitig beenden. Er machte sich in der Folge als Komponist und Dirigent einen Namen. 1923 komponierte er sechs Solosonaten, darunter „Obsession“, die einen hohen Stellenwert innerhalb der Violinliteratur haben.
Die Bezeichnung dieser zweiten Sonate könnte von der obsessiven Beschäftigung Ysaÿes mit Johann Sebastian Bach kommen. Die Sonate beginnt mit der unverkennbaren Tonfolge des Präludiums aus der Partita in E-Dur, BWV 1006. Unvermittelt, beinahe wie ein Schock, wird dieses Thema durch die uralte Sequenz des Dies Irae aus der Totenmesse abgelöst.
Bernard Lorenziti wurde in Kirchheim, Württemberg, geboren und bei seinem Bruder in Nancy ausgebildet. 25 Jahre lang war er an der Pariser Oper beschäftigt. Er schrieb über 240 Musikwerke. Er komponierte in typischem klassischen Stil.
Neu bearbeitet und herausgegeben von Helene Schulthess
Gedrucktes Heft (Flöten- und Violinstimme separat) CHF 25 (plus Postversand)
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