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Meine Fragen
Ursprünglich für das Thema interessiert habe ich mich aufgrund der folgenden Fragen: Was bedeutet es für eine journalistische Redaktion, wenn sie bei einem online publizierten Beitrag mit ethisch oder gar rechtlich fragwürdigen Kommentaren rechnen muss? Ist es wirklich in Ordnung, Kommentare auf journalistischen Plattformen aufgrund von Grammatikfehlern zu löschen? Worauf ich mich gefragt habe: Weshalb sollte dies nicht in Ordnung sein? Was ist es genau, das den Umgang mit Kommentaren Nutzender auf journalistischen Online-Plattformen von anderen Kommentaren und Beträgen im Internet unterscheidet? Und schliesslich: Was genau ist die gesellschaftliche Aufgabe des Journalismus in Bezug auf die Kommentarfunktion? Welche Verantwortung kommt ihm diesbezüglich zu? Was ist die Bedeutung der Medienrezipierenden als Teil der Gesellschaft für den Journalismus und welche Verantwortung kommt ihnen in dieser Hinsicht zu? Wie wirkt sich die Bedeutung und die Verantwortung der Medienrezipierenden auf den Umgang mit der Kommentarfunktion aus? Wie lässt sich der Austausch zwischen Journalistinnen, Journalisten und Medienrezipierenden über die und innerhalb der Kommentarfunktion verbessern? Welches ist der mit dieser Thematik verbundene rechtliche und ethische Rahmen?
Meine Antwort
Diese Fragen prägten die Bachelorthesis und in einer Theoriearbeit habe ich meine Antwort darauf erarbeitet. Gestützt auf verschiedenen Theorien und Ansätzen gelangte ich zu folgendem Resultat: Die Online-Kommentare auf journalistischen Plattformen unterscheiden sich tatsächlich von anderen Beiträgen im Internet, denn sie sind mit der gesellschaftlichen Aufgabe der Informationsvermittlung verbunden, die dem Journalismus zukommt. Innerhalb des rechtlichen Rahmens liegt die schlussendliche Verantwortung, wie die Diskussionen und der Austausch in in diesen Kommentarfunktionen ablaufen sollen, bei den Nutzenden, die sich als Teil der Öffentlichkeit eine (öffentliche) Meinung bilden wollen.
Um den ethischen Umgang zu verbessern, müssen sie deshalb bei der Erarbeitung von Kommentarrichtlinien miteinbezogen werden.