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Die chinesische Geigerin Tianwa Yang,geboren 1987 in Peking, erhielt mit vier Jahren ihren ersten Violinunterricht und wurde als Zehnjährige an das Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt aufgenommen. 2003 kam sie über ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Deutschland, um ihr Studium dort fortzusetzen. Rasch entwickelte sich ihre internationale Karriere. Sie konzertierte mit dem London und dem Royal Philharmonic Orchestra, mit dem Bayerischen Staatsorchester und dem Helsinki Philharmonic, mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig und dem Orchestre National de l’Île de France sowie mit den Sinfonieorchestern von Baltimore, Seattle und Detroit. Einladungen führten sie in die Berliner Philharmonie und die Londoner Wigmore Hall, ins New Yorker Lincoln Center und in die Pariser Salle Pleyel, zu den Schwetzinger Festspielen und zum Ravinia Festival. «Heute gibt es kein Vertun mehr: Tianwa Yang ist die stärkste junge Geigerin weit und breit», erklärte Eleonore Büning in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Wertschätzung schlägt sich auch in zahlreichen Plattenpreisen nieder, die Tianwa Yang verliehen wurden: Ihre Einspielungen der Violinwerke von Pablo de Sarasate und Wolfgang Rihm erhielten jeweils den «Diapason d’Or», und für ihre Aufnahme der beiden Violinkonzerte Mendelssohns wurde sie mit dem «Choc de Classica» ausgezeichnet. Schon zweimal durfte Tianwa Yang den «Echo Klassik» entgegennehmen: 2014 als «Nachwuchskünstlerin des Jahres» und 2015 als «Instrumentalistin des Jahres». Ihre jüngste CD, die gemeinsam mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg entstand, ist Konzerten von Mario Castelnuovo-Tedesco gewidmet. Seit 2015 lehrt Tianwa Yang als Professorin an der Hochschule der Künste in Bern. Sie spielt eine «Guarneri del Gesù» aus dem Jahr 1730.
August 2016