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Die Geschichte der SWISS RETAIL FEDERATION ist eng mit der Geschichte der Warenhäuser verknüpft. Ende 19., anfangs 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz nach Pariser Vorbild die ersten Warenhäuser eröffnet. Das neue Verkaufsprinzip "alles unter einem Dach" etablierte sich auch in der Schweiz sehr schnell. Die Warenhäuser wurde zu Antriebsmotoren bei der Entwicklung der Innenstädte.
In den dreissiger Jahren litten die Warenhäuser, nicht zuletzt wegen ihres grossen Erfolges, unter politischem Gegenwind. 1933 erliess der Bundesrat einen unter dem Begriff "Filialverbot" bekannt gewordenen dringlichen Bundesbeschluss. Entsprechend wurde es verboten neue Warenhäuser zu eröffnen, bestehende zu erweitern sowie Filialen zu betreiben. Auslöser dieser Massnahme war der gewerbliche Detailhandel, der die zunehmende Konkurrenz der Grossen, unter anderem der Migros, fürchtete. Damit wurden die Wachstumsstrategien der Warenhäuser vom Staat eingeschränkt. Dies führte 1937 zur Gründung des Schweizerischen Verbands der Waren- und Kaufhäuser. Die Warenhäuser schufen sich damit eine Plattform, um ihren berechtigten politischen Anliegen Gehör zu verschaffen. Im Verlauf der neunziger Jahre erfolgte der grosse Umbruch: Jelmoli schloss zahlreiche Filialen und konzentrierte seine Detailhandelsaktivitäten auf den Standort Zürich, die Globus-Warenhäuser wurden an die Migros verkauft, ABM wurde geschlossen und anfangs 2000 übernahm Coop die EPA-Warenhäuser und wandelte diese in die Warenhäuser CoopCity um. Diese Veränderungen gingen auch am Verband nicht spurlos vorbei. Die Mitgliederbasis wurde auf Fachmärkte und Fachgeschäfte erweitert. Hinzu trat die im Foodbereich tätige Einkaufsgenossenschaft COLGRO dem Verband bei. Da nun nicht mehr nur Warenhäuser zu den Mitgliedern zählten, wurde der Verband in SWISS RETAIL FEDERATION umbenannt, um so der neuen Mitgliederstruktur gerecht zu werden. Die Warenhäuser und damit auch die Anliegen der Innenstadt waren und bleiben jedoch die Grundpfeiler des Verbandes.