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Das Grundstück für den Neubau des Hallenbades liegt in einer topografischen Senke, zwischen dem gekrümmten Lauf der Sitter, der Hauptstrasse und der Anhöhe mit der Lourdes-Kapelle. Der Neubau inszeniert diese speziellen topografischen Gegebenheiten mit einer konkaven Geste zum Hügel und einer Nachzeichnung des Flusslaufes. Ein langgestreckter, geknickter Baukörper folgt der Krümmung des Sitter-Bogens, wodurch einerseits eine Verknüpfung mit dem Freiraum entlang der Sitter geschaffen wird und andererseits eine gut auffindbare Adresse für den Eingang entsteht.
Erschliessung: Die innere Erschliessung inszeniert in Analogie zur äusseren Volumetrie die nähere Umgebung mit der Kapelle bzw. dem Flussraum und der Alpsteinkette. Die Eingangshalle zeichnet die Geometrie und den inneren Aufbau der Schwimmbecken nach und schafft einen ruhigen Ort mit Sicht auf den Uferraum der Sitter. Hier teilen sich die Wege zum Hallenbad und zum Saunabereich. Der Saunabereich befindet sich im Dachgeschoss und wird mit Treppe und Lift erschlossen, das Hallenbad erreicht man durch die Garderoben über eine flach geneigte Kaskadentreppe, welche mit kleinen Fenstern die Sicht auf die Lourdes-Kapelle inszeniert.
Hallenbad: Die lichtdurchflutete Schwimmbadebene ist als ein grosser Hallenraum konzipiert, welche man mittig über die Kaskadentreppe betritt. Zwei Kerne zonieren den Raum und orientieren diesen in Richtung Sitter und Dorf bzw. zur Lourdes-Kapelle. Die beiden Schwimmbecken folgen jeweils dem Lauf der Sitter und spannen eine polygonalen Zwischenraum als Versammlungsort auf. Dieser bildet das Pendant zur Eingangshalle und bietet für Schulklassen und kleinere Gruppen einen geeigneten Ort für den Unterricht und Gespräche.