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«Das habe ich so erwartet»
Roman Schaad ins B-Kader zurückgestuft
Roman Schaad wurde aufgrund der Selektionsrichtlinien vom neuen Langlaufchef Christian Flury mit seinem Trainerstab und den Mitgliedern der Selektionskommission für die nächste Saison 2020/2021 erwartungsgemäss ins B-Kader eingeteilt.
KONRAD SCHULER
Der letzte Winter verlief bei Roman Schaad von A bis Z nicht entsprechend seinen Erwartungen. Im November war er während drei Wochen wegen Problemen mit der Achillessehne links am Schneetraining gehindert. So startete er schon beim ersten Rennen in Davos von Mitte Dezember mit einem Trainingsrückstand. Im Sprint im freien Stil erreichte er nur gerade den enttäuschenden 50. Platz. Eine Woche später holte er in Planica mit Rang 30 seinen einzigen Weltcuppunkt der Saison. Im Teamsprint wurde er zusammen mit Erwan Käser 14.
Auf der Lenzerheide wurde er nicht für die ersten beiden Rennen zum Tour-de-Ski-Start aufgeboten, da die Rennen nicht mit einem Sprint begannen. Ab Silvester war er eine Woche lang krank, wodurch ihm eine gute Vorbereitung für die beiden Rennen gegen Mitte Januar in Dresden verunmöglicht wurde. In Dresden selber wurde er im Einzelsprint nur 55. Ein kleiner Lichtblick war der neunte Platz im Teamsprint zusammen mit Erwan Käser.
Zurück im Weltcup wurde er am 4. März in Drammen in seiner Paradedisziplin 43. und verpasste zum dritten Male im Sprint Weltcuppunkte. Die Überseerennen Mitte März wurden wegen der Corona-Krise gestrichen. Roman Schaad wäre aber wegen den unzureichenden Rängen 50, 30, 55 und 43 so oder so nicht berücksichtigt worden.
B-Kader als Konsequenz
Aufgrund der Ergebnisse wurde Roman Schaad nun ins B-Kader zurückgestuft. In der Nationalmannschaft verblieb bei den Herren einzig Dario Cologna. Im A-Kader fanden fünf Langläufer von Swiss-Ski Unterschlupf, darunter mit Jovian Hediger der beste Schweizer Sprinter der vergangenen Saison, der aber auch eine Rückstufung von der Nationalmannschaft ins A-Kader hinzunehmen hat.
«Die Selektionen sind ohne grosse Überraschungen erfolgt. Was mich selber betrifft, habe ich genau das so erwartet », richtete Roman Schaad am Mittwochabend auf Anfrage aus.
Im letzten Winter startete er als Mitglied des A-Kaders. Im Winter 2018/2019 war er als Mitglied der Nationalmannschaft unterwegs. 2017/2018 gehörte er dem B-Kader an. Zuvor hatte er während drei Wintern den Status als A-Kadermitglied inne. Seine Elitekarriere startete er in der Saison 2013/2014 im B-Kader.
Vieles noch offen
Nicht nur wegen dem B-Kader-Status bleibt noch vieles offen über das Geschehen im Sommer. «In den nächsten Wochen wird kommuniziert, mit welchem Trainer und mit welchem Team ich trainieren werde. Klar ist, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten keine oder nur wenige Trainingscamps wegen des Virus besuchen werden, bestimmt wenige oder gar keine Camps im Ausland», führte er aus.
Er hoffe auf mehr Informationen in zwei Wochen, denn am 1. Mai beginne offiziell das Sommertraining.
Der Unteriberger Roman Schaad wurde vom A- ins B-Kader zurückgestuft. Foto: Archiv EA