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Der eingebildete Kranke (Le Malade imaginaire)
Der leidenschaftliche Hypochonder Argan zieht diverse Ärzte und Apotheker zu Rate, die ihm gern teure, überflüssige Behandlungen und Medikamente verschreiben. Sogar seine Tochter will er mit einem Mediziner verheiraten, nur um immer einen Arzt im Hause zu haben. Dabei interessiert es ihn wenig, ob dieser Mann Angéliques Vorstellungen entspricht. Seine Ehefrau sähe es am liebsten, wenn er bald das Zeitliche segnen und ihr sein Geld hinterlassen würde. Doch zum Glück gibt es das gewitzte Hausmädchen Toinette, sie mischt sich ein und einigen Wirbel auf. Nach heftigen Verwicklungen wird Argan von seiner Verblendung geheilt und beschließt, selbst Arzt zu werden.
‹Le Malade imaginaire› ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière (1622-1673) und zugleich sein letztes Werk. «Die meisten Menschen sterben an ihren Arzneien, nicht an ihren Krankheiten» lässt Molière in seiner berühmten Komödie den Bruder des Titelhelden sagen. Mit diesem Thema kannte sich Molière gut aus, er war häufig krank. Bei der Uraufführung im Februar 1673 spielte er selbst die Titelrolle. Während der vierten Vorstellung erlitt er einen Anfall, an dem er kurz darauf erst einundfünfzigjährig starb, einige Quellen behaupten, noch im Kostüm. Das Theater Poetenpack aus Potsdam ist ein freies professionelles Theater, das für seine vielfältigen Eigenproduktionen wohlbekannt ist. 2019 begeht das Theater Poetenpack sein 20jähriges Bestehen. Im Zentrum des facettenreichen Repertoires stehen Klassiker-Inszenierungen, diese werden ergänzt durch moderne Kammerspiele und musikalisch-literarische Programme. Sommertheater vor historischer Kulisse ist ein Markenzeichen des Theaters.