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Nach der Entdeckung eines Flugzeug-Wrackteils auf der französischen Insel La Réunion hat Malaysia Experten entsandt, um zu klären, ob der Fund mit dem Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flug MH370 zusammenhängen könnte. Malaysia Airlines warnt aber vor Spekulationen.
Donnerstagmittag meldeten Medien auf La Réunion, dass am gleichen Strand auch eine Reisetasche angeschwemmt worden sei. Ob ein Zusammenhang mit dem gefundenen Wrackteil besteht, ist unklar.
«Ich habe ein Team losgeschickt, um das Wrackteil zu untersuchen», sagte der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai am Mittwoch am UNO-Sitz in New York. Malaysia Airlines teilte indes mit: «Im Moment wäre es für die Airline zu früh, über die Herkunft des Objekts zu spekulieren.»
Am Strand von La Réunion im Indischen Ozean hatten Reinigungskräfte am Mittwoch das rund zwei Meter lange Wrackteil entdeckt. Es sei «mit Muscheln bedeckt» gewesen, weshalb darauf geschlossen werden könne, dass es bereits längere Zeit im Wasser lag, sagte ein Augenzeuge.
Die französischen Luftfahrtbehörden leiteten Ermittlungen ein. Der Luftsicherheitsexperte Xavier Tytelman sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Stück von der verschollenen Maschine stammt. Auf veröffentlichten Bildern habe er ausserdem frappierende Ähnlichkeiten des Stücks mit Teilen einer Boeing 777 entdeckt. Bei MH370 handelt es sich um ein Flugzeug dieses Flugzeugtyps.
Der australische Verkehrsminister Warren Truss sagte, der Fundort passe zu dem Gebiet, in dem nach dem verschwundenen Flug MH370 gesucht werde. Die Untersuchungen zu dem Wrackteil würden in Canberra mit «sehr grossem Interesse» verfolgt, sagte er am Donnerstag dem Radiosender ABC.
Australien koordiniert die Suche nach dem verschwundenen Flugzeug in einem riesigen Gebiet 2000 Kilometer westlich von Perth im Indischen Ozean. Mit Sonargeräten wird in teils mehr als 6000 Meter Tiefe nach Überresten von MH370 gesucht. Die Maschine von Malaysia Airlines war vor mehr als einem Jahr mit 239 Menschen an Bord von Kuala Lumpur in Richtung Peking gestartet. Dort kam sie aber nie an.
Die zuständige australische Behörde sei wegen des Wrackteils in Kontakt mit den Behörden in Malaysia und Frankreich, sagte ein Sprecher ABC. «Wir müssen uns jetzt wirklich die Grösse und Form anschauen, und ob irgendwelche Markierungen darauf sind, etwa Nummern von Bauteilen oder Seriennummern.» (sda/afp/dpa)