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Cholesterinerhöhung Therapie
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- St.Gallen
Für Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten und einem hohen Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen ist eine Ernährung, die sich an den Prinzipien der mediterranen Ernährung orientiert, empfohlen. Wichtig ist eine Reduktion der gesättigten (tierischen) Fette zugunsten ein- und mehrfach ungesättigter Fette (z.B. Oliven-, Raps- und Leinöl). Das Nahrungscholesterin selbst spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei Vorliegen einer Gefässverkalkung der Beingefässe (Schaufensterkrankheit) oder wenn Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, familiäre Belastung) für Gefässerkrankungen vorliegen, ist der Einsatz von Medikamenten zur Cholesterinsenkung empfohlen. Besonders wirksam sind die sogenannten Statine (Cholesterinsynthesehemmer), die das schlechte Cholesterin (LDL-Cholesterin) bis zu 50% senken und das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, nachgewiesenermassen deutlich reduzieren.
Für Patienten mit einer Familiären Hypercholesterinämie ist immer und schon im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter eine medikamentöse Cholesterinsenkung bedeutend, da nur so das sehr hohe Herzinfarktrisiko (50% der Männer und 30% der betroffenen Frau erleiden vor dem 50.Lebensjahr einen Herzinfarkt) reduziert werden kann.
Falls durch eine Ernährungsumstellung und Behandlung mit Statinen keine ausreichende Cholesterinsenkung erreicht werden kann, kommt der zusätzliche Einsatz von Medikamenten, die Cholesterinaufnahme aus dem Darm hemmen, in Frage. Neue und sehr stark wirksame Cholesterinsenker sind die sogenannten PCSK9-Hemmer, die alle 2 Wochen unter die Haut gespritzt werden. Diese Therapie ist zur Zeit Patienten mit einer Familiären Hypercholesterinämie oder dem wiederholten Auftreten von Herzinfarkten vorbehalten.