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SBB Zentralstellwerk, Basel
ARGE Herzog & de Meuron | Proplaning
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Siegerprojekt aus einem eingeladenen Wettbewerb Generalplanerauftrag in Arbeitsgemeinschaft: Herzog & de Meuron | Proplaning AG, Basel
Das neue Stellwerk erhebt sich neben dem Kopf einer stadtnahen Brücke über die Geleise. Die Fassade hat nach Süden drei kleine Fensterbänder, sonst aber ist sie völlig geschlossen und wiederum mit Kupfer verkleidet. Gegenüber dem Vorgänger hat das neue Stellwerk mit seinen 26 Metern markant an Höhe gewonnen. Fast möchte man es als ein kleines Hochhaus bezeichnen. Der Grundriss auf Gleisniveau entspricht einem unregelmässigen Trapez; doch an der Traufkante der flachgedeckten Kubatur ist er zu einem Rechteck geworden. Die Architekten näherten die beiden Grundformen rhythmisch über die Stockwerke einander an, was zu einer leicht konvexen, wellenartigen Fassade im Norden und Westen führte. Der Bau, der ohnehin wie ein exotischer Findling wirkt, hat auf diese Weise einen expressiven Charakter erhalten. Da er sonst nach minimalistischen Regeln erstellt wurde, entstand eine seltene ästhetische Symbiose. – Mit seiner monolithischen Form wird dieses Stellwerk zu einem plastischen Körper mit der Präsenz eines Kunstwerks. An einem Ort mit verwirrender verkehrstechnischer Infrastruktur wirkt diese Architektur beruhigend: Sie lässt eine neue Mitte entstehen