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Kunst, Art
茶筅（ちゃせん）
Chasen ist ein Bambusteebesen, der speziell für die japanische Teezeremonie benutzt wird. Der Besen wird aus einem Teil eines Bambusstamms hergestellt. Dabei wird weder Klebstoff noch Nagel benötigt. An einem Ende wird sie zu dünnen Stäben, bis maximal 120 Borsten, aufgeschnitten und die Spitze nach Innen zu einem ovalen Form gebogen.
雅楽、ががく
Gagaku (elegante Musik) ist eine Musikart, die seit dem 7. bis 9. Jahrhundert am japanischen Kaiserhof gespielt wurde. 2009 wurde sie von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe ernannt.
Gagaku stellt die Instrumentation des Gagaku-Ensembles eine Adaption der chinesischen Hof-Orchester der Tang-Zeit (618 - 907) und ihrer Instrumente dar. Das Ensembles besteht meistens aus den folgenden japanischen Instrumenten:
- Shō (Mundorgel)
- Hichiriki (Doppelrohrblattflöte)
- Ryūteki (Querflöte)
- Gakubiwa (Laute)
- Gakusō oder koto (Wölbbrettzither)
- Kakko (Zylindertrommel)
- Shōko (hängender Bronzegong)
- Taiko (hängende Trommel)
Inrō-Behälter dient als Tasche bei einem Kimono-Kleid. Er wird am Gürtel (Obi) hängend mitgeführt und gehört zu den sogenannten Sagemono (Hängesachen).
Der aus hartem Holz, Horn oder Elfenbein gefertigte Inrō-Behälter besteht aus verschiedenen übereinander gestapelten Schichten, die luftdicht verschlossen werden können. In Inrō werden Münzen, das persönliche Siegel oder Medizin aufbewahrt. Dazu wird er mit einem Kordel am Obi befestigt und mit einem Netsuke gegengesichert.
Die kunstvoll verzierten Inrō erfordern grosses technsiches und kunsthandfwerkliches Geschick.
Katagami sind Papierschablonen oder Schnittmuster, die für das Färben von Stoffen gebraucht werden. Auf die aus mehrlagig zusammengeklebte Papiere, werden zusätzlich mit Messern dekorative Muster angebracht. Diese hochentwickelte Kunst des japanischen Musterdekors hatte starken Einfluss auf die westliche Ornamentik in Kunst und Design im 20. Jhd..
錦絵（にしきえ）
Nishiki-e ist die letzte Form und Art, in der Entwicklungsphase des Ukiyo-e Holzdrucks im 17. Jhd.. Nishiki-e-Druckbilder sind von solcherSchönheit, die wie Brokate aussehen lassen.
Im Unterschied zu den Anfängen der Ukiyo-e-Künste, zuerst einfacher Schwarz-Weiss-Druck und später 2-Farben-Druck, verfügte man im 18. über echte Vielfarben-Druck. Es wurden zusätzlich dickeres und stärkeres Papier aus Maulbeerbaum, aus höchster Qualität benutzt. Auch neutrale Farben, aus Muschelschale gewonnenes weisses Pigment wurden generiert so dass man sogar verschiedene Farbtöne zum Ausdruck bringen konnte. Ukiyo-e erreichte so sein goldenes Zeitalter, und von da an nannte Ukiyo-e nur noch Nishiki-e.
茶道、さどう
Sado bedeutet der Weg des Tees. Gemeint ist damit der Ehrencodex oder Kunst des Tees.
Sado ist eine traditionelle Teeeinladung in einem Teehaus, mit mehrgängiem Essen (Kaiseki), das bis zu ca. 4 stunden dauern kann. Eine lightversion davon ist nur die Teezeremonie, die ca. 1 Stunde dauert.
Einen wesenlichen Einflluss auf die Entwicklung der Teezeremonie hatte Sen no Rikyū (1522 - 1591). Er verband die Aspekte des alltäglichen Leben mit den höchsten spirituellen und philosphischen Ansprüchen zu einen einzigartigen "Lebensweg", der bis heute als "Teeweg" übermittelt wurde.
Für den Sadō legte er vier wichtige Prinzipien fest:
和 (Wa) -> Harmonie
Während der Teeeinladung herrscht ein harmonisches Gefühl nicht nur zwischen Gast und Gastgeber sondern auch die angericheten Speisen, verwendeten Teeutensilien und die wechselnde Jahrezeiten. Diese Harmonie führt zu einem Einklang mit der Natur und dem Verständnis der Vergänglichkeit allen Seins.
敬 (Kei) -> Respekt
Respekt gilt nicht nur den Menschen, sondern auch der sorgfältigen Handhabung der Teegeräte.
清 (Sei) -> Reinheit
Der Gastgeber reinigt die Teeutensilien, indem er sein Herz und seinen Geist reinigt und die Gäste waschen sich vorher die Hände an einem niedrigen Steinwasserbecken, das sich vor dem Teehaus befindet, um sich vom „Staub des Alltags“ zu befreien.
寂 (Jaku) -> Stille
Hierbei ist aber nicht nur das Fehlen äußerer Geräusche gemeint, sondern die innere Einkehr und deren Ausstrahlung in die Gemeinschaft. Achtsamkeit und Gelassenheit entstehen durch die kontinuierliche Ausübung von Wa, Kei und Sei.
春画（しゅんが）
Shunga (Frühlingsbilder) sind Gemälde, Drucke und Bilder jeder Art, die in expliziter Weise sexuelle Handlungen darstellen.
Hauptsächlich werden japanische Farbholzschnitte oder bedruckte Bücher aus dem 17. Jhd. bis Angang 20 Jhd. verstanden. Sie sind alle dem Ukiyo-e Genre zuzuordnen.
鍔（つば）
Tsuba ist das japanische Schwertstichblatt auf Japanisch. Die Tsuba sitzt zwischen dem Handgriff und der Klinge des Schwertes und schützt die Hände davor, auf die Schneide zu rutschen.
Die aus Eisen oder Kupfer hergestellte Tsuba sind meist kunstvoll verziert mit Schriftzeichen, Landschaftsdarstellungen, Tier- oder Pflanzenmotiven oder aus Ornamenten. Das Dekor war ein Mittel, um die Wichtigkeit und Indentität des Schwerteigentümers kundzugeben.
Ukiyo-e heisst übersetzt «Bilder der fließenden Welt». Unter dem Begriff Ukiyo-e versteht man Druckgrafiken (illustrierte Bücher und Holzschnitte), die die Kultur und den Lebensstil des aufstrebenden Bürgertums in Grossstädten im 17. - 20. Jhd. reflektierten. Wichtige Künstler zu dieser Zeit waren Katsushika Hokusai, Utagawa Hiroshige und Kitagawa Utamaro.
Ursprünglich bedeutete Ukiyo «die irdische, vergängliche Welt» (e bedeutet Zeichnung) und hat im Buddhismus eine ähnliche Bedeutung wie Vanitas in der christlichen Anschauung. Der Bedeutungswandel von Ukiyo vollzog sich etwa im 17. Jhd. Die Besinnlichkeit und Jenseitigkeit trat in die diesseitige Welt. Ukiyo bedeutete von nun an so viel wie „lebe und geniesse jetzt“.