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Am Donnerstag, 19. Januar 2017 fand der Vortrag von Stephan Siegfried über Namibia statt.
Das Klima Namibias ist heiss und trocken. Im Lande selbst gibt es keinen Fluss, der ständig Wasser führt; nur Grenzflüsse wie der Kunene, Okavango, Sambesi und Oranje fliessen während des ganzen Jahres. Regen fällt spärlich und gewöhnlich im Südsommer. Der Jahresdurchschnitt für das gesamte Land liegt bei 250 mm, obwohl im Norden und Nordosten höhere Niederschlagsmengen zu verzeichnen sind – bis zu jährlich 600 mm im Caprivizipfel.
Die Namibwüste grenzt das Land nach Westen ab. Auf ihren Ebenen erheben sich isolierte Inselberge wie die Spitzkoppe und der Brandberg. Im Osten der Wüste liegt der Steilabbruch des Zentralplateaus, das bei Windhoek eine Höhe von 1 700 m erreicht. Von dort aus senkt sich das Land nach Süden und Osten hin ab, bis es schliesslich die Kalahari erreicht. Nach Norden zu geht das Bergland langsam in eine ausgedehnte Fläche über. In dieser Ebene liegt auch die Etoschapfanne. Die nordöstlichen Gebiete bestehen im westlichen aus Trockenwald.
Wegen dieser sehr unterschiedlichen Lebensräume findet man in Namibia bis zu 660 Vogelarten (Südafrika gibt es 800). Dieser Umstand , verbunden mit der politischen Stabilität des Landes und seiner ausgezeichneten verkehrstechnischen und touristischen Infrastruktur, macht Namibia ohne Zweifel zum besten Reiseziel für Vogelbeobachtungen im südlichen Afrika.
Stephan Siegfried
Waldkauznistkasten
Der Waldkauz ist unsere häufigste Eulenart. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man den Gesang hören. Das Stimmrepertoire ist recht gross, ein lautes ku-it hört man das Jahr über viel regelmässiger als den schaurig-schönen Gesang. Unser Ehrenmitglied Markus Belzung hat ein Waldkauznistkasten dem Naturschutzverein gesponsert. Dieser wurde am 22. November 2016 durch den Förster Fredi Hügi im Meiertum aufgehängt.
22. Baselbieter Naturschutztag, 29. Oktober 2016, Pflegeeinsatz im Steinbruch Arlesheim
Im ehemaligen Steinbruch befindet sich knapp ein 3,5 ha grosses kantonales Naturschutzgebiet. Dieses kleinräumige Mosaik aus Flaum-eichenwald, Felsen, Magerwiese und den künstlich angelegten Weihern bietet dieses abwechslungsreiche Kleinod seltenen Tierarten einen wertvollen Lebensraum. Diese Flächen müssen auch immer wieder regelmässig gepflegt werden. Das Schnittgut bei den Weihern und der Wiese wurde zusammen genommen, Sträucher geschnitten sowie einige Neophyten gejätet. Gerade für Familien mit Kindern war dieser Vormittag ein wunderbares Natur-Erlebnis.
Nach getaner Arbeit erwartete uns im Pulverhüsli ein feines Mittagessen, welches von unserer Küchencrew vorbereitet wurde. Das Znüni und das Mittagessen inkl. Getränke wurde von der Gemeinde Arlesheim und das Dessertbuffet von der Jagdgesellschaft Arlesheim gestiftet. Die Bürgergemeinde Arlesheim stellte das Pulverhüsli für diesen Anlass unentgeltlich zur Verfügung.
Der Naturschutzverein bedankt sich bei den zahlreichen Helfer/Innen Hände sowie den gelungenen und geselligen Samstagvormittag!
Jagd von heute und morgen
Am Freitag, 16. September 2016 fand die Abendexkursion unter der Leitung von Sandra Belzung statt.
Jagen bedeutet heute mehr denn je, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Es gibt dabei vielfältige und zum Teil verschiedene Interessen und Forderungen von Natur- und Tierschutz, Land- und Forstwirtschaft. Auch die Bevölkerung mit ihren Freizeitansprüchen muss bei der Jagd berücksichtigt werden.
Wir konnten bei dieser Abendexkursion, welche Sandra Belzung, Jägerin der Jagdgesellschaft Arlesheim leitete, viel Wissenswertes und Spannendes über die Jagd erfahren. Unter anderem berichtete sie über das Vorkommen des Luchses im Baselbiet, insbesondere im Revier Arlesheim, und über das Verhalten seiner Beutetiere.
Im Anschluss an die Exkursion offerierte die Jagdgesellschaft Arlesheim einen Apéro.
Forstliche Exkursion – Warum nutzt man den Wald – Forstnutzung im Naturschutzgebiet
Am Freitag, 17. Juni 2016 organisierte der Naturschutzverein Arlesheim eine Forstliche Exkursion unter der Leitung des Försters Fredi Hügi.
Der Wald erbringt vielfältige Leistungen: Er bietet Schutz vor Naturgefahren, er liefert Holz und reguliert das Klima, er ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und ist ein beliebter Ort für Erholungssuchende. Der Wald trägt auch grundlegend zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und Biodiversität bei. Bei dieser Exkursion gehen wir den Fragen nach; Waldnutzung im Naturschutzgebiet, wie schafft man neue Lebensräume für die verschiedenen Tierarten. Was sind die Ziele des Nutz- und Schutzprogrammes sowie eine standortgerechte Baumwahl und ein lichter Wald.
Wussten Sie, dass über die Hälfte der bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten im Wald leben? In den Baselbieter Wäldern sind dank naturfreundlicher Nutzung und Düngerverbot weit weniger Tier- und Pflanzenarten ausgestorben als auf den Äckern, Wiesen und in überbauten Gebieten. Nicht nur totes Holz ist für die Artenvielfalt im Wald von grosser Bedeutung. Altholzinseln sind eine Ergänzung zu den Naturwaldreservaten. Totes Holz wird durch eine Vielzahl von Organismen genutzt. Zahlreiche höhlenbrütende Vögel sind auf Baumhöhlen angewiesen, wie zum Beispiel die Hohltaube, der Kleiber, der Trauerschnäpper, Waldkauz etc. Viele weitere Tier- und Pflanzenarten leben auf alten oder absterbenden Bäumen. Wenn solche Habitatsbäume fehlen, finden die Höhlenbrüter keine geeignete Kinderstube für ihren Nachwuchs.
Festival der Natur; Naturerlebnis auf der Renggersmatt
Am Wochenende 21. und 22. Mai 2016 fand der internationale Tag der Biodiversität statt. Auch der Naturschutzverein Arlesheim machte und war auf dem Biobetrieb der Familie Karlen auf der Renggersmatt.
Mit einem geführten Rundgang zeigten Martin und Brigitte Karlen wie mit diversen Kleinstrukturen Lebensnetze für die Natur geschaffen werden können. Denn die Biodiversität nimmt auch in der Schweiz in Besorgnis erregendem Ausmass ab. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht. Die am meisten gefährdeten Arten leben in mageren Wiesen und Weiden sowie in Auen und Mooren. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt geht auch die genetische Vielfalt verloren. Zerstörung, Übernutzung und Verschmutzung natürlicher Lebensräume sind die massgeblichen Ursachen des Rückganges. Mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention hat sich die Schweiz verpflichtet den Rückgang bedrohter Tier- und Pflanzenarten im eigenen Land zu stoppen. Gepflegte Ökoflächen sollen dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen.
Zwei Speierlinge gepflanzt
Zum 25jährigen Jubiläum hat unser Gründungs-, Ehrenmitglied und ehem. Präsident des Naturschutzvereins Christian Schmassmann zwei Speierlinge gesponsert und gepflanzt.
Speierling, Sorbus domestica. Der Speierling ist fast in Vergessenheit geraten und auf der Alpennordseite sehr selten geworden. Jetzt wurde der Speierling wieder entdeckt. Sein Holz ist ausserordentlich wertvoll und seine Früchte waren früher zur Klärung von Most oder zum Brand von Schnaps begehrt. Der Speierling kann auf den ersten Blick leicht mit der Vogelbeere verwechselt werden. Im Winter wird er oft auch für eine Eich gehalten.