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Das Teilprojekt Urbane Ressourcen widmet sich der Identifizierung und Aktivierung von Potentialen und Synergiemöglichkeiten des spezifischen urbanen Bestandes. Wie und mit welchen Mitteln können Qualifizierungsstrategien für deren Erschliessung entworfen werden und wie können ihre Wirkungen und Effekte abgeschätzt, bewertet und beeinflusst werden? Parallel dazu stellen sich die Fragen nach der Rolle des städtebaulichen Entwurfs als erkenntnisgewinnende Methode und der Erfassung und Konzeptionalisierung von relevanten Akteurs- und Kräftekonstellationen.
Der Begriff Urbane Ressourcen bezeichnet in diesem Teilprojekt bislang ungenutzte, strategische, zur Qualifizierung urbaner Situationen aktivierbare Potentiale des spezifischen urbanen Bestands sowie für den städtebaulichen Transformationsprozess einsetzbare Mittel. Über die zusätzliche Betrachtung von Akteurinnen und Akteuren als Treiber der Raumproduktion soll untersucht werden, wie städtebauliche Umbau- und Qualifikationsprozesse katalysiert, in Gang gesetzt oder beschleunigt werden können.
Das Vorgehen kombiniert Elemente des Entwurfs im Sinne eines induktiven heuristischen Werkzeugs mit empirischen und deduktiven Methoden, die insbesondere in der Vorbereitungs- und der Evaluationsphase eingesetzt werden. Es hilft durch explizite Konzentration auf die konkrete Kontextkonstellation einer urbanen Situation und deren Bedingungen empirische und statistische Methoden und Modellbildungen zu ergänzen und damit Qualitäten zu integrieren, die sich bislang einer klassischen analytischen und projektierenden Praxis der Planung entziehen. Dabei wird mit Hilfe empirischer und phänomenologischer Analysen eine Bestandesaufnahme der urbanen Situation erstellt und bewertet. Diese wird in der zweiten Phase der radikalen Transformationsprojektionen auf Bedingungen und Grenzen befragt. So können erste Aussagen zu kontextspezifischen Entwicklungspotentialen abgeleitet werden. Auf dieser Basis werden mögliche städtebauliche Konzepte erarbeitet, die wiederum in Projekttests in Bezug auf ihre Tauglichkeit und Zielführung bewertet werden. Hieraus sollen spezifische Strategien für die Erschliessung von urbanen Potentialen abgleitet und diskutiert werden.
Teilprojekt des Projektes Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien
Simon Kretz (Dipl. ARCH ETH) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur von Kees Christiaanse, Institut für Städtebau. Ausserdem ist er Mitbegründer von Christina Nater & Simon Kretz Architects, ein Büro für Architektur und Urban Design.