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Nun wird das Bild beendet. Dazu verwende ich neben den Aquarellfarben auch andere Medien. Die Spiegelung im See wird mit einem Flachpinsel und weisser Gouache (weisse Tusche geht auch, lässt sich aber nicht mehr anlösen) hervorgehoben.
Links vorne wird die Wiese mit einer angedeuteten „Tanne“ begrenzt. Indigo, Türkis und weitere Blautöne werden in Wuchsrichtung der Äste aufgetragen. Bevor alles trocken ist, wird der Wasserspray eingesetzt, um das Ganze anzulösen und zum Verfliessen zu bringen. Rosa und weisse Spritzer kommen zum Einsatz.
Die Wiese wird mit starken Gelbtönen wärmer gemacht. Dazu verwende ich Airbrush-Farben, die eine stärkere Farbkraft haben als Aquarellfarben. Sie werden wie Aquarellfarben verarbeitet, sind aber nicht mehr wasserlöslich – keine Korrekturen möglich!
Die Bäume im Vordergrund erhalten weisse Spielereien aus Gouache. Den Himmel und einen Teil der Wiese erwärme ich mit Rosatönen.
Die Berge erhalten zusätzliche Konturen. Die unteren Hänge werden mit weiss (Gouache) und einem weissen Stift überarbeitet. Dabei rutscht mir die Hand aus und eine weisse Linie schwingt sich über das ganze Bild. Passt das? Ändern lässt es sich jedenfalls nicht mehr!
In diesem Stadium fällt das Aufhören schwer. Links oberhalb der Tanne und des Dorfes wurden die unteren Hänge aufgehellt, damit das Dorf mit dem Hotel auf dem Hügel mehr Kontrast erhält. Einzelne Häuser im Dorf wurden mit Weiss zum Leuchten gebracht.
Nun muss man aufhören, auch wenn man sich dazu zwingen muss. Es ist ein Punkt erreicht, in dem sich Konkretisierung und Angedeutetes die Waage halten. So passt es für mich.