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Drei Partien in Serie gewann Langnau letztmals vor zwei Jahren. Damals siegten die Tigers im Oktober und November 2019 sogar fünfmal hintereinander. Die Langnauer feierten am Freitag als einziges Team aus der unteren Tabellenhälfte einen Sieg - obwohl sie vor der Verlängerung in den letzten 59 Sekunden einen 5:3-Vorsprung aus der Hand gegeben hatten.
Gestoppt wurde nach zehn Erfolgen der Siegeszug von Leader Fribourg-Gottéron. Freiburg führte bei den Lakers bis zur 53. Minute mit 4:3 und verlor noch 4:5.
Freiburg führt in der Tabelle noch mit fünf Punkten Vorsprung auf das spielfreie Biel und sogar mit sieben Zählern Vorsprung auf das drittplatzierte Davos (3:0 gegen Servette).
Verrücktes Spiel
Ein verrücktes Spiel erlebten 4700 Zuschauer in Langnau. Am Ende setzten sich die SCL Tigers gegen Lugano mit 6:5 nach Verlängerung durch. Harri Pesonen schoss die Langnauer nach 62:56 Minuten zum Sieg.
Doch der Reihe nach: Die SCL Tigers starteten furios ins Team, lagen aber nach vier Minuten mit 0:2 in Rückstand, weil Lugano aus den ersten zwei Kontern zwei Goals machte. Innerhalb von sechs Minuten gelang Langnau die Wende vom 0:2 zum 3:2. Später führten die Emmentaler 4:2 und 5:3. Anthony Huguenin erzielte 12 Sekunden vor der ersten Pause und 0,2 Sekunden vor der zweiten Pause (!) zwei Tore.
Spät zeigte sich bei Lugano auch noch Libor Hudacek. Hudacek debütierte letzten Dienstag mit zwei Toren. In den letzten 59 Sekunden realisierte Hudacek wieder mit zwei Treffern die Goals zum 5:5, was Lugano einen glückhaften Punktgewinn rettete.
In der Verlängerung befand sich dann drei Minuten lang fast nur Lugano in Puckbesitz, ehe Harri Pesonen einen Konter der Emmentaler erfolgreich abschloss.
Kampfstarke Lions
Denis Hollenstein mit seinem fünften Saisontreffer (35.) und Marco Pedretti mit einem Schuss ins leere Tor 132 Sekunden vor Schluss schossen die ZSC Lions zum 2:0-Auswärtssieg in Ambri.
Die ZSC Lions erkämpften sich in der neuen Ambri-Arena den Sieg. Und sie demonstrierten mit einer geschlossenen Leistung, dass sie die vergangenen Tage vergessen machen wollen. Die ZSC Lions verloren im Oktober drei Spiele hintereinander, ehe sie am letzten Dienstag mit einem grandiosen Finish gegen Servette (vom 3:5 zum 7:5) den Weg aus der Krise fanden.
Ambri-Piotta begegnete den Lions indes auf Augenhöhe. Die Leventiner spielten toll mit und erspielten sich viele Chancen. Ludovic Waeber vor dem Tor der ZSC Lions kam mit 35 Paraden aber zum ersten Shutout in dieser Saison.
Auf dem Weg der Besserung
Meister EV Zug befindet sich auf dem Weg zur Besserung. Das gilt zum einen gesundheitlich, denn nach der Corona-Pause fehlten den Innerschweizern beim 5:2-Erfolg über Bern bloss noch drei Akteure (Dario Wüthrich, Jan Kovar, Fabrice Herzog). Es gilt aber auch sportlich: Nach vier Niederlagen aus den letzten sieben Meisterschaftspartien setzte sich der EVZ gegen Erzrivale SCB letztlich souverän durch.
Die Zuger lagen gegen Bern zwar 28 Minuten lang in Rückstand. Nach 45 Minuten mussten sie nochmals den Ausgleich hinnehmen. Danach setzte der EV Zug indes zum Steigerungslauf an. Dario Allenspach, Jérôme Bachofner und Carl Klingberg erzielten innerhalb von sechs Minuten die Goals vom 2:2 zum 5:2.
Bachofner, dem zuvor noch nie zwei Tore in einem NLA-Spiel gelungen waren, erzielte einen Hattrick. Für den Doppelschlag vom 2:2 zum 4:2 benötigten die Zuger in der 48. Minute bloss 19 Sekunden.
Sechster Davoser Streich
Der HC Davos marschiert weiter von Sieg zu Sieg. Die Davoser kamen mit 3:0 gegen Servette zum sechsten Erfolg hintereinander. Die Genfer dagegen siegten bloss in zwei ihrer letzten 13 Spiele.
Sven Jung mit seinem ersten Saisontor, Mathias Bromé und Matej Stransky brachten die Bündner in den ersten zwei Dritteln 3:0 in Führung. Servette bemühte sich zwar, kam indes zu wenig guten Möglichkeiten. Ausserdem fehlte den Servettiens die Effizienz.
In der Defensive leisteten sich die Genfer ausserdem immer wieder Fehler. Beim 0:1 griff Goalie Gauthier Descloux daneben, beim 0:2 gewährten die Genfer den Davosern viel zu viel Platz, und dem 0:3 ging ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung voraus.
Nach Verlustpunkten ist Genf hinter (das am Freitag spielfreie) Ajoie auf den letzten Platz zurückgefallen.