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Je rascher eine Therapie erfolgen kann, umso grösser ist die Chance, dass eine Behinderung vermieden werden kann. Selbst wenn die Symptome nur wenige Minute dauern (transitorische ischämische Attacke TIA) muss eine Abklärung schnellstmöglich (notfallmässig) erfolgen, um einen drohenden Hirnschlag abzuwenden.
Ein Schlaganfall oder eine Streifung (TIA) kommt plötzlich und schmerzlos. Jeder Schlaganfall und jede Streifung sind medizinische Notfälle.
Typische Symptome sind:
Halbseitige Lähmung
Starker Schwindel mit Gleichgewichtsproblemen
Halbseitige Gefühlsstörungen
Sprachprobleme (verwaschene Sprache oder Wortfindungsstörungen)
Hängender Mundwinkel
Plötzliche Sehprobleme (Doppeltsehen, einseitiger Sehverlust)
Rasches Handeln ist wichtig: Deshalb bei Verdacht auf Schlaganfall und Streifung sofort 144 wählen.
Interpretation: Die Symptome ("Ja") deuten auf einen Schlaganfall hin. Handeln Sie schnell – Zeit ist Hirn!
Rufen Sie den Rettungsdienst via Notruf 144 an und teilen Sie Ihre Verdachtsdiagnose "Schlaganfall" mit.
Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Bei einer Gesichtslähmung wird das Gesicht durch die Schwächung des Gesichtsmuskels einseitig verzogen. Das Lächeln zeigt sich dann nur auf der nicht betroffenen Seite und der Mund wirkt dadurch schief.
Fordern Sie die betroffene Person auf, beide Arme gleichzeitig nach vorne zu heben und die Handflächen nach oben zu drehen. Liegt tatsächlich ein Schlaganfall vor, kann ein Arm nicht gehoben werden oder sinkt wieder. Dem Betroffenen fällt es eventuell auch schwer, die Arme so zu koordinieren, dass die Handflächen nach oben zeigen.
Die dritte Übung lässt eine mögliche Störung des Sprachzentrums erkennen. Hier könnte ein Schlaganfall vorliegen, wenn das Nachsprechen eines Satzes Schwierigkeiten bereitet. Der Betroffene kann die Worte nicht korrekt wiederholen, benutzt sie fehlerhaft oder spricht sie verwaschen aus.