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Zwar hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die weltweite Sojabohnenernte in seinem jüngsten Bericht um 1,3 Mio t auf 336,6 Mio t herabgesetzt; demnach würde das Vorjahresniveau aber noch um 23,6 Mio t oder gut 7 % übertroffen. Mit dieser Rekordernte ergäbe sich - ausgehend von der aktuellen Verbrauchsvorhersage - ein Überschuss von 5,9 Mio t Sojabohnen, nach einem Defizit von schätzungsweise 2,1 Mio t im Vorjahr.
Deshalb wird unter dem Strich mit einem weiteren Anstieg der globalen Bestände gerechnet, und zwar um 3,2 Mio t oder gut 4 % auf 80,4 Mio t zum Abschluss der laufenden Saison. Damit könnte der voraussichtliche Verbrauch wie im Vorjahr etwa 89 Tage gedeckt werden; im Durchschnitt der Vermarktungsjahre 2012/13 bis 2015/16 waren es drei Tage weniger.
Die Washingtoner Experten begründeten ihre etwas pessimistischere Erwartung für das globale Aufkommen vor allem mit wahrscheinlichen Ertragseinbußen in Argentinien aufgrund starker Niederschläge und Überschwemmungen. Die Bohnenernte im „Land der Gauchos“ sehen sie jetzt bei 55 Mio t; das sind 2 Mio t weniger als noch im Januar erwartet worden waren. Damit würde dort die Vorjahresernte um 1,8 Mio t verfehlt. Auf ähnlichem Niveau liegt die Prognose der Getreidebörse in Buenos Aires, die das voraussichtliche Aufkommen im eigenen Land zuletzt auf 54,8 Mio t veranschlagt hat.