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Der 47-jährige Tunesier, der im April 2010 seiner Frau in einer Wohnung im Freiburger Windigquartier die Kehle durchgeschnitten hatte (Ausgaben vom 2. und 3. April), strapazierte auch am gestrigen dritten Prozesstag am Strafgericht des Saanebezirks die Geduld der Richter und der Zuhörer mit seinen endlosen Ausflüchten und seiner Selbstdarstellung als Opfer. «Ich möchte meinen Mandanten daran erinnern, dass er das Recht hat, zu schweigen», sagte sein Verteidiger Marc Baur–und es klang wie eine flehentliche Bitte.
«Ungewollter Unfall»
Vergeblich versuchte Gerichtspräsident Benoît Chassot, den Angeklagten dazu zu bringen, zu seiner Tat zu stehen. Entnervt zitierte Chassot aus dem umfangreichen Geständnis, das der Mann am Morgen nach der Tat abgelegt hatte. «Ich realisierte, dass meine Frau tot war, als sie nicht mehr schrie», heisst es darin etwa. «Der Polizist hat mich damals falsch verstanden, er sprach nicht gut Französisch», versuchte sich der Angeklagte hinauszuwinden.
Er beharrte auch darauf, sich nicht an die Umstände der blutigen Tat erinnern zu können. Der Tod seiner Frau sei ein «ungewollter Unfall» gewesen, so der Mann weiter. Der Prozess geht nächsten Donnerstag weiter. bearbeitet von mos/FN