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Ausgangspunkt Höhenmessungen
Ausgangspunkt aller Höhenmessungen in der Schweiz ist der «Repère Pierre du Niton» im Hafen von Genf. Er wird für alle Vermessungen und Kartenwerke in der Schweiz verwendet.
- Repère Pierre du Niton: Höhenfixpunkt auf einem Felsen im Hafen von Genf.
Im Rahmen der Landesvermessung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Höhenausgangspunkt neu festgelegt. 1902 kam eine Studie von J. Hilfiker heraus, in welcher die Höhe des Repère Pierre du Niton von verschiedenen Pegeln Europas aus berechnet wurde. Als offizieller Wert («Neuer Horizont») wurde 1902 die Höhe von 373.6 m eingeführt, also ganze 3.26 m tiefer! Dieser Wert sollte in der Folge für das Landesnivellement (LN02), die Landesvermessung (LV03) und alle Vermessungen in der Schweiz Gültigkeit haben.
Der neue Horizont wurde erst durch das «neue» Landesnivellement 1902-1927 flächendeckend über die ganze Schweiz in Form des neuen Höhenrahmens «LN02» allmählich realisiert. Auch die Landeskarten und alle Parzellarvermessungen, die nach der Einführung des ZGB entstanden, basieren auf diesem Horizont.
Deshalb sind alte Höhenangaben (z.B. in der Siegfriedkarte) um 3.26 m höher als die heute offiziellen Werte in der Landeskarte und allen Plänen der Amtlichen Vermessung (AV). Trotz grosser Bemühungen, die Fachwelt über die Änderung zu informieren, setzten sich die Höhen vor allem bei den Anwendern im Ingenieur- und Bauwesen nur langsam durch, weshalb es zu vielen Problemen mit Verwechslungen bei den Höhenangaben kam.
Horizontfestlegung 1902
- Kontrolle über vier Meeresanschlüsse
- vom Pegel Marseille abgeleitet und auf 373.6 m ü.M. gerundet
Anwendungen Repère Pierre du Niton
|Neuer Horizont|
seit 1902
|Alter Horizont|
vor 1902
|Anwendungen|