Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03206.jsonl.gz/1225

Geschichte
Dorfname und Entstehung
Der Dorfname Ladir erscheint im Jahre 831 zum erstenmal im Reichsurbar als Litura. Im Jahre 1263 findet man die Form Leidurs. Erst nach 1300 erscheinen die Formen mit a in der ersten Silbe. Dies ergab dann den Namen Ladurs und später Ladir. Seit wann unser Dorf genau existiert, ist nirgends ersichtlich. Im Mittelalter gehörte Ladir zu den Äusseren Freien von Laax. Früher bildeten die Gemeinden Ladir , Ruschein , Siat und Schnaus nur eine politische Gemeinde. Ruschein war der Hauptort. Als erste Gemeinde wurde dann Siat selbständig. Um 1502 haben dann die anderen drei Gemeinden die Weiden , Alpen und Wälder aufgeteilt. Wann genau, sagen die vorhandenen Urkunden nicht. Politisch blieben aber die drei Gemeinden weiterhin zusammen. Diese Trennung erfolgte im Jahre 1851.
Altes Dorfbild
Katastrophen
Zwei Katastrophen von grossem Ausmass musste Ladir erleben. 1848 wurde in einem gewaltigen Brand der ganze Wald , heute ils Barschaus, bis hinauf zu den Alpweiden eingeäschert. Es war an einem kalten Maitag. Der Geisshirt von Falera, zündete, um sich zu erwärmen, ein kleines Feuer an. Aber kurz darauf stand der ganze Wald in Flammen. 1863 und 1869 wurde dann das Ganze mit 100’000 Setzlingen eingepflanzt.
Am 17. November 1891 begann man mit dem Fällen des Holzes für den Wiederaufbau des Dorfes. 1892 wurde zuerst die Säge gebaut. Dann die meisten Ställe, damit die Ernte eingebracht werden konnte und 2 Häuser. Bis 1896 entstanden das Schulhaus und 12 neue Häuser und 12 Ställe. Dazu kamen 4 neue Brunnen und eine neue Wasserversorgung mit Hydranten.
Dorf heute
1904 beim Bau der neuen Strasse Ilanz – Ladir wurde ein einzigartiger Fund gemacht. In der Osterwoche sprengten Bauarbeiter eine Felspartie unterhalb der Burgruine Grüneck oberhalb Ilanz. Dabei kamen in einer Felsspalte 138 Münzen des 8. Jahrhunderts nebst etwas Goldschmuck zum Vorschein. Den Hauptteil bildeten 83 Tremisses langobardischen Typs, wovon fast die Hälfte von Karl dem Grossen geprägt wurden. Der ganze Bestand kam ins Rätische Museum nach Chur.