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Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Пётр Ильи́ч Чайко́вский
Peter (Pjotr) Iljitsch Tschaikowsky wurde im russischen Wotkinsk geboren.
Nachdem er zunächst als Justizbeamter tätig war, studierte er in Petersburg Musik, unter anderem bei Anton Rubinstein. 1866 bis 1877 nahm er ein Lehramt für Musiktheorie am Moskauer Konservatorium an. Es folgten Dirigententätigkeiten in nahezu allen europäischen Ländern, während derer er häufig im Ausland lebte.
Tschaikowsky gilt als bedeutendster Komponist der westlich orientierten russischen Schule.
In seinem eigenen Land blieb Peter Tschaikowski bis zu einem gewissen Grad ein Aussenseiter, wurden doch Werke von ihm und er selber als Person als „zu westlich und dekadent“ abgelehnt. So fand nach dem vernichtenden Urteil von Nikolai Rubinstein die Uraufführung seines ersten Klavierkonzertes nicht in Moskau, sondern in Boston statt. An Tschaikowskis Werk entbrannte erneut die leidenschaftliche Auseinandersetzung zwischen slawisch ausgerichteter und europäisch orientierter Musik. Sein früher, tragischer Tod mit nur 53 Jahren, ist bis heute ungeklärt. Extremer Konservativismus der führenden Moskauer Künstlerkreise und eine repressive und machtbewusste Kirche hatten Mühe mit Tschaikowskis Homosexualität. Seine sinnliche und neuartige Musik verleitete den einflussreichen Musikkritiker Eduard Hanslick dazu, nach der Wiener Uraufführung von Tschaikowskis Violinkonzert von „Musik, die man stinken hört“ zu berichten. Diese Fehlurteile wurden alle revidiert.
Heute gilt Peter Tschaikowski als bekanntester russischer Komponist des 19. Jahrhunderts und als weltweit meistaufgeführter Tondichter mit seinen Balletten „Schwanensee“, „Nussknacker“ und „Dornröschen“, seinen Sinfonien und Opern und den Instrumentalkonzerten.
Die vier Streichquartette sind weniger populär, indes markante und zugleich sehr individuelle Zeugnisse kompositorischer Meisterschaft.