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Im Gegenteil ist gemäss Studie für rund 80 Prozent aller Länder die Zu- und Abwanderung unter dem Strich ein Gewinn, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. Zuwanderungsländer verzeichneten ein durchschnittliches Plus von zwei Prozentpunkten beim Wachstum des Bruttoinlandprodukts, weil kulturell gemischte Gesellschaften innovativer seien.
In der Folge stiegen auch die Produktivität und die Einkommen an. Konkret auf die Schweiz bezogen: 58 Milliarden Franken des gesamten Bruttoinlandprodukts werden direkt und indirekt von Zugewanderten beigetragen oder werden in Form von Rückflüssen von Schweizern, die im Ausland leben, in der Schweiz wirksam. Das entspricht 8,2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz – und ist im internationalen Vergleich hoch.
Überraschend: Die Studie stellt fest, dass auch die Abwanderungsländer profitieren. Bis vor kurzem war ein grosser Teil der ökonomischen Forschung davon ausgegangen, dass sie unter einem «Brain Drain», also einem Talentverlust leiden. Davon seien jedoch bei genauerem Hinsehen nur 12 der 195 untersuchten Staaten betroffen – vorwiegend Inselstaaten im Pazifik und im Atlantik. In allen anderen Ländern führe Abwanderung zu einer erhöhten Wirtschaftskraft.