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Österreich will die Besitzerin des Geburtshauses von Adolf Hitler enteignen. Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen über die Nutzung des leerstehenden Gebäudes in Braunau am Inn in Oberösterreich entschloss sich das Innenministerium zu diesem Schritt. Das genaue Vorgehen soll nun geprüft werden.
«Enteignung als einziger Weg»
Das Ministerium muss noch eine Gesetzesänderung vornehmen. Einen entsprechenden Bericht der «Oberösterreichischen Nachrichten» bestätigte ein Sprecher des Ministeriums. Die bisherigen Gespräche mit der Eigentümerin hätten kein Ergebnis gebracht. «Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass die Enteignung der einzige Weg ist, um eine Nutzung des Gebäudes im Sinne einer nationalsozialistischen Wiederbetätigung ausschliessen zu können», sagte er.
Die Frau soll eine Entschädigung erhalten. Kaufangebote für das Haus an der deutsch-österreichischen Grenze lehnte sie bisher immer ab. Das Ministerium ist seit 1972 der Hauptmieter. Bis 2011 befand sich in dem Gebäude eine Behindertenwerkstatt. Die Besitzerin weigerte sich dann jedoch, das Haus behindertengerecht umbauen zu lassen. Seither blieb es ungenutzt.