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Damit bestätigte die Swiss Re am Freitag, 31. Juli 20, eine Meldung von der vergangenen Woche, als sie überraschend in einer Gewinnwarnung den Semesterverlust mit rund 1,1 Milliarden Dollar beziffert hatte. Die Coronakrise verursachte Schäden und Rückstellungen von 2,5 Milliarden Dollar.
Ohne die Corona-Schäden und Rückstellungen hätte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt in den ersten sechs Monaten einen Gewinn von 865 Millionen Dollar erzielt, hiess es weiter.
Die Swiss Re gehe davon aus, dass die Schäden und Rückstellungen, die im ersten Halbjahr verbucht worden seien, den Grossteil der endgültigen Corona-Verluste abdecken würden. "Die Auswirkungen auf unsere Ergebnisse sind zwar erheblich, sie bleiben jedoch beherrschbar, denn unser Betrieb geht ohne Unterbrechung weiter und alle Geschäftsbereiche entwickeln sich gut", schrieb der Konzern.
Sach-Rückversicherung am härtesten getroffen
Von den Schäden im ersten Halbjahr betreffen 1,5 Milliarden Dollar die Sach-Rückversicherungssparte. Die Schaden-/Kostenquote stieg dort auf 115,8 Prozent. Werte von über 100 Prozent bedeuten, dass die Swiss Re versicherungstechnisch Verlust macht. Die grösste Sparte des Konzerns fuhr einen Verlust von 519 Millionen Dollar ein nach einem Gewinn von 771 Millionen Dollar.
485 Milliarden Dollar Coronaschäden würden auf das Erstversicherungsgeschäft von Grossunternehmen (Corso) entfallen. Bei rund der Hälfte dieser Schäden handle es sich um Rückstellungen für Absagen von Veranstaltungen - ein Geschäftsfeld, aus dem Corporate Solutions 2019 ausgestiegen sei. Der übrige Teil stehe im Zusammenhang mit der expliziten Deckung sachschadenunabhängiger Betriebsunterbrechungen und Schäden im Kredit- und Kautionsgeschäft.
Corso erlitt einen Verlust von 301 Millionen Dollar nach einem Defizit von 402 Millionen Dollar. Der Turnaround des Sorgenkinds der Swiss Re sei auf gutem Wege.
In der Leben- und Kranken-Rückversicherung sind Schäden in Höhe von 548 Milliarden Dollar entstanden. Hauptgrund seien höhere Mortalitätsschäden in den USA und Grossbritannien, die über den erwarteten Schadenniveaus lägen, hiess es weiter. Die Sparte erzielte einen Gewinn von 74 Millionen Dollar nach 459 Millionen Dollar vor einem Jahr.
Zuversichtlicher Ausblick
Die Netto-Prämieneinnahmen des Konzerns stiegen auf 19,3 Milliarden Dollar nach 18,2 Milliarden Dollar.
Für den Ausblick zeigte sich Konzernchef Christian Mumenthaler ermutigt: "Auch wenn im Hinblick auf künftige Covid-19-Schäden ein gewisses Mass an Unsicherheit besteht, sind wir für den Ausblick unserer Gruppe zuversichtlich."
(awp/hzi/kbo)