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Ein Mensch auf dem Mond. Daran hätte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wohl niemand geglaubt. Die Welt war in Kriegswirren gefangen und die Amerikaner hatten mit Raketenforschung eigentlich gar nichts am Hut. Es waren eher die Deutschen und die Sowjets, die auf diesem Gebiet aktiv forschten. Doch als Deutschland kapitulierte, kamen die USA ganz unverhofft zu jeder Menge an Raketenforschern. Plötzlich lagen sie mit der Sowjetunion wieder gleich auf, doch Ziel der Forschung waren eigentlich militärische Überlegungen, um den Feind trotz grosser Distanz allenfalls angreifen zu können. Es fing ein wildes Wettrüsten zwischen den beiden Staaten an, der Beginn des kalten Krieges.
Doch es dauerte nicht lange, bis man in der Raketenforschung die Aspekte der zivilen Nutzung erkannte. Statt den Gegner anzugreifen, konnte man auch einfach seine Macht in technischem Vorsprung demonstrieren. So kam es dann auch zum «Sputnik-Schock». Die Sowjetunion beförderte 1957 den ersten Erdsatelliten ins All, was eine Demonstration ihrer Raketen- und Raumfahrttechnik darstellte. Die angenommene Vormachtstellung der USA war plötzlich in Frage gestellt und die Sowjetunion doppelte gleich nach, in dem sie im Rahmen von «Sputnik 2» eine Hündin und somit erstmals ein Lebewesen ins All beförderte.
Im Nu hatte sich das militärische Wettrüsten in einen Wettkampf um den technischen Fortschritt gewandelt. So gelang es 1958 auch den USA, einen Satelliten ins All zu schicken, was aber nur drei Jahre später wieder unwichtig wurde, als die Sowjets mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All beförderten.
Jetzt hatte der amerikanische Präsident genug und deshalb kündete er am 25. Mai 1961 an, dass die USA noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond bringen würden. Der Wettkampf dauerte an, auch die USA schafften es, einen Menschen ins All zu bringen, doch der erste Ausseneinsatz im All gelang wiederum einem Sowjet. Und es waren auch die Sowjets, die die erste weiche Landung einer Landekapsel auf der Mondoberfläche schafften – unbemannt natürlich. Und die USA wurden 1967 durch den Tod dreier Astronauten arg zurück geworfen, doch auch die Sowjets mussten den Tod einer ihrer Astronauten hinnehmen.
Im Juli 1969 startete dann die Saturn-V-Rakete der USA mit drei Astronauten an Bord Richtung Mond. Am 21. Juli 1969 betrat um 3:56 Uhr (MEZ) Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Die Apollo 11-Mission, so deren Name, war also erfolgreich und im Kalten Krieg wurden die Rollen wieder neu und klar verteilt.
Auch wenn es einige Zweifel an der Echtheit der Mondlandung gibt: Der technische Fortschritt der damals im anfangs militärischen Wettrüsten gemacht wurde, ist unbestritten. Aus eigentlich unschönen Kriegsabsichten wurde das Beste herausgeholt, nämlich ein Fortschritt für die gesamte Menschheit.
Im September 2015 wurden tausende Fotografien der Apollo Missionen veröffentlicht und dem historischen Ereignis damit eine neue Aktualität verliehen. Um auch jungen Menschen, die verpixelte Videoaufnahmen wie die Originalaufnahmen von 1969, nicht gewohnt sind, einen Eindruck zu verschaffen, haben wir diese Bilder animiert und möchten die Mondlandung so auf eine neue Art erlebbar machen.