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Während meinen Studium an der F+F besuchte und experimentierte ich im Bereich Performance und Videoperformance.
Seit einem Jahr arbeite ich mit einer meiner Schwächen – der deutschen Sprache. Dabei legte ich den Schwerpunkt auf die Umlaute äöü, da diese für mich eine ganz besondere Schwierigkeit darstellen.
In dieser Videoperformance liegt mein Focus auf den Sprachorganen wie Mund, Hals und Bauch (Brustraum). Ich arbeite mit einer Art Dekonstruktion (*1) der Sprache. Von dem Kapitel:
“Erotische Anatomie – Körperfragmentierung als ästhetisches Verfahren in renaissance und Barock” von das Buch: “Körperteile – Eine kulturelle Anatomie” Ich habe die äöü Wörter extrahiert. Danach mit ihnen ein Drehbuch geschrieben und einen Dialog in Gedichtform kreiert.
Die performance vor der Kamera dauerte mehrere Stunden. Meine Stimme hat sich über die Dauer verändert und es schmerzte.
Ich nehme meine sprachlichen Defizite mit Humor. Deswegen erscheine ich in diesem Video als eine etwas endfremde=distanciado Person. So wie ich mich manchmal fühle, als ein außerirdisch, als ein Alien, wenn ich die deutsche Sprache nicht verstehe.
Ich wählte die Farbe orange in meiner schriftlichen und praktischen Arbeit weil es für mich eine warme Farbe ist, welche ich mit dem Körper verbinde.
Die Farbe blau wählte ich, weil sie für mich eine kalte Farbe ist, was ich auch mit der deutschen Sprache verbinde.
SOUND ÄÖÜ
Interview:
Mich interessiert was andere Personen für eine Beziehung zu den “Ä,Ö,Ü” Worten haben. Hier machte ich Interviews in einer spielerischer Form.
Ich habe verschiedene Leuten interviewt: Annahita Brooks,
Andreas Vogel , Annet Lang , Irene Müller, Luc mattneberger und Lischka.
Die Audioarbeit ist spielerisch, aber auch ernsthaft, gedacht. So wie mein Umgang mit der Sprache ist.
Ich möchte ein paar fragen lesen:
FRAGEN
- Wie heiss du, hat deine name eine ÄÖÜ?
- How do you spell this Ü?
- Could you describe one of these Umlaute?
- Wer hat dich mit Ä unterstützt?
- Hat deine Familie deine Umlaute Ä unterstützt?
- Wann und wie hast du angefangen die Ö zu sprechen?
- Stimmt es, dass du heute eher Umlaute Ö magst?
- In welchen Umlaufte-Kontexte fühlst du dich zuhause oder zugehörig?
- Wie kommt es zu Präsentationen deiner Rede mit Ä, O, U Wörter?
- Wie viel Zeit verwendest du auf deine Umlaufte pro Tag?
- Die Begegnung zwischen den Sprecher und den ÄÖÜ Wörter ist wie zwei Liebende?
- Vielen Danke, möchtes du mit ääää, öööö oder üüüü veraschieden?
DIAGRAM ÄÖÜ
Das Diagram ist für mich die Verbindung zur schriftlichen Arbeit.
Es zeigt den Prozess den ich anwende, wenn ich ein Buch lese, bis ich es verstehen kann.
Die äöü Wörter kann ich nur visuell identifizieren. Ich kann sie nicht hören, sondern nur sehen.
Deswegen finde ich es wichtig, dass ich sie auch als Schrift zeige.
Wenn ich lese, markiere ich in einem Text jene Wörter die für mich in diesem Kontext wichtig sind, aber auch jene, die ich verstehe.
Danach studiere ich die markierten Stichwörter und beginne in meinen Kopf Assoziationen dazu zu machen.
Ich mache ein Diagramm in meinem Kopf.
Mit dieser Technik kann ich einen Text verstehen und ihn mir einprägen.
Für die schriftliche Arbeit habe ich mit dieser Abstraktion der Sprache gearbeitet. Dabei setzte ich aber den Schwerpunkt auf die Umlaute.
Die äöü-Wörter auf dem Plakat sind aus dem Kapitel: Die Stimme-aus biologische Sicht vom das Buch: “Phonorama – eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium”.
Das Resultat von diese prossese ist eine ä-Geschichte, eine ö-Geschichte und eine ü-Geschichte.
Das Plakat hat 2 Ebenen, so, wie für mich die Sprache auch mehrere Ebenen hat.