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Im Formel-1-Rennstall Toro Rosso-Renault kommt es für mindestens zwei Rennen zu einem überraschenden Fahrertausch. Red-Bull-Junior Pierre Gasly wird Daniil Kwjat ersetzen.
Schon lange wurde spekuliert, dass der 21-jährige Franzose am kommenden Wochenende im GP von Malaysia in Sepang und danach im GP von Japan in Suzkua in einem Toro-Rosso-Cockpit sitzen würde. Aber nicht anstelle des Russen, sondern für Carlos Sainz. Der Plan war, dass der Spanier, der 2018 für Renault fahren wird, schon im 15. von 20 WM-Läufen bei Renault Jolyon Palmer ersetzen würde. Doch der Brite beharrt auf seinem Vertrag. Und Toro Rosso, das Gasly offenbar eine Startgarantie für Malaysia erteilt hatte, musste nun Kwjat "opfern".
In der offiziellen Begründung erklärte Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost: "Wir haben immer Fahrern aus unserem Junioren-Programm den Einstieg in der Formel 1 ermöglicht. Pierre Gasly ist nun der nächste, der diese Chance bekommt. Er hat sie verdient. Und uns kann sein Einsatz die Entscheidung erleichtern, wie unser Fahrer-Duo für 2018 aussehen wird." Ein Cockpit scheint für Gasly, der 2016 die GP2-Meisterschaft gewonnen hat und in dieser Saison gute Chancen hat, die Super-Formel-Serie in Japan zu gewinnen, reserviert zu sein.
Kwjat wurde bereits einmal "degradiert", als ihn Max Verstappen bei Red Bull-Renault ersetzte und er ins Junior-Team Toro Rosso zurück musste. Ob der Russe nur für das kommende Rennen ausgebootet wird, steht noch nicht fest. In dieser Saison liegt er im internen Duell gegen Sainz nach WM-Punkten klar zurück (4:48). Teamchef Tost bestätigte nur, dass Kwjat weiterhin Mitglied von Toro Rosso ist, für das früher auch der Australier Daniel Ricciardo und der Schweizer Sébastien Buemi gefahren sind.
SDA-ATS