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a)
Bei allen drei genannten Vorkommen sind die Mindestanforderungen erfüllt.
Informationen zur Geometrie der tektonischen Mergel-Anhäufungen Muotathal und Wartau basieren auf Profilkonstruktionen.
Die Erfahrungen am Wellenberg haben gezeigt, dass die obersten 400 m des Wirtgesteins aufgrund von Dekompaktionseffekten eine stark erhöhte hydraulische Durchlässigkeit aufweisen. Ab 400 m nehmen die Durchlässigkeiten ab, die Dekompaktionseffekte sind aber noch bis in Tiefen von rund 600 m erkennbar (siehe Figur 4.3-24 in NTB 08-04). Diese Gegebenheit wurde auch bei der Bewertung der übrigen Vorkommen berücksichtigt (verschärfte Anforderungen).
Unter Berücksichtigung der verschärften Anforderungen und der Maximaltiefe im Hinblick auf die bautechnische Machbarkeit ist das Platzangebot in den Vorkommen Muotathal und Wartau für ein Tiefenlager sehr knapp und demzufolge das Realisierungsrisiko aus Sicht der Nagra zu gross. Im Fall Muotathal stellt das von der Nagra in NTB 08-04 gezeigte Profil eine optimistische Ergänzung des Profils von Oberholzer (1933) dar. Weiter östlich verlaufende Profile aus Oberholzer (1933) zeigen, dass durchaus mit der Einschuppung und Einfaltung grosser kalkiger Deckensegmente gerechnet werden muss, wodurch das Platzangebot für ein Lager drastisch reduziert würde. Auch im Fall von Wartau sind die Ungewissheiten bezüglich Platzverhältnisse aufgrund der schräg einfallenden Schichtung so gross, dass das Realisierungsrisiko als zu hoch eingestuft wird.
Bei beiden Vorkommen ist zudem die Situation bezüglich Explorierbarkeit sehr schwierig. Die potenziellen Vorkommen müssten mit stark geneigten Schrägbohrungen (Fallwinkel bis 30°) von z.T. mehr als 1500 m Länge erkundet werden. Im Fall von Muotathal würden die Bohrungen durch grossblockigen Gehängeschutt führen, im Fall von Wartau sind die Bohransatzpunkte z.T. in schwer zugänglichem, hochgelegenen Gelände. Insgesamt müssen die Explorationsverhältnisse im geologischen Untergrund sowie die Explorationsbedingungen an der Oberfläche als sehr ungünstig bewertet werden.
Die Etappe 1 SGT geht vom aktuellen Stand der geologischen Kenntnisse aus; zusätzliche Untersuchungen stehen in dieser Etappe nicht zur Diskussion
b)
Stellungnahme der Nagra zur Antwort der KNE:
Die Nagra ist mit dem ersten Teil der Antwort der KNE grundsätzlich einverstanden. Im zweiten Teil ihrer Antwort befasst sich die KNE noch mit der Bewertung des Wellenbergs als Standort. Da dieser Aspekt jedoch nicht Gegenstand der eigentlichen Frage ist, bezieht die Nagra dazu auch keine Stellung.