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Wenn es ein für Feldbahnen typisches Fahrzeug gegeben hatte, war dies die klassische, seitlich zu entleerende Kipplore. Zu Beginn der Jahrhundertwende bereits industriell für Verkauf ab Lager hergestellt, wurden Kipploren auch schon früh genormt, sodass besonders die Mulden unabhängig der Hersteller ersetzt werden konnten. Am meisten Verwendung fand die einfache, ungebremste Kipplore mit relativ kurzem Achsstand um 550-900mm. Da Kipploren keine Federung hatten, sorgte der kurze Achsstand zusammen mit der sehr grossen Lagerluft (Lagerspiel der Walzen) von bis zu 2mm für eine 4-Punktauflage der Räder auch auf schlecht verlegtem Gleis. Üblicherweise gab es pro Zug nur eine gebremste Kipplore am Zugsende. Diese wurde normalerweise nicht betrieblich genutzt, sondern diente einzig zur Sicherung einer ohne Lokomotive abgestellten Wagengruppe. Mulden oder auch die ganzen Kipploren wurden jedoch oft nur als reines Verbrauchsmaterial angesehen und erhielten ausser einer notwendigen Schmierung der Radlager kaum grössere Zuwendung. Ein einfacher Farbanstrich vom Hersteller verhinderte das Rosten vor dem Verkauf. So waren es meist kleinere Firmen die ihre Kipploren als Betriebsmittel pfleglich behandelten und ihnen sogar einen Anstrich, manchmal sogar mit Firmenlogo spendierten.
So stand eine Kipplore schon früh zu Beginn der Bözenegg-Eriwis Bahn weit vorne auf der Wunschliste. Eine anfängliche Suche nach einer alten, kompletten Kipplore führte zu keinem Erfolg und auf Leihgaben-Angebote wollte ich nicht eingehen. So reifte bald der Entschluss eine Kipplore nach den Bedürfnissen der BEB neu zu bauen. Es sollte eine gebremste Kipplore werden und die Muldenbreite sollte die Breite der Lokomotive nicht überschreiten. So sind unangenehme "Überraschungen" nach der Vorbeifahrt mit der Lokomotive im hinteren Zugteil ausgeschlossen. Da die Mulden in gekippter Stellung über ihrem Totpunkt selbst sichernd in Position bleiben müssen, ergaben sich einige geometrische Abhängigkeiten zwischen der Mulde und der Kippkulisse. So erfolgte die Konstruktion rückwärts, beginnend mit der vorgegebenen Muldenbreite.
Als Basis für die Neukonstruktion sollte jedoch ein bestehender nur sehr aufwändig herzustellender Rahmen aus U-Profil und natürlich auch Räder und Radlager sein. Das Biegen von U-Profilen, meist mit mehreren Biegeradien (Ellipse) geschah früher warm mit speziellen, heute nicht mehr vorhandenen Biegelehren. Das Prinzip der Kippkulisse wurde aus Gründen der heutigen Herstellbarkeit mit einer kreissegmentförmigen Abrollfläche an der Mulde und einem ebenen Kulissenbock gewählt. Bei den früher am meisten verbreiteten Kipploren bestand der Kippbock damals aus einem speziell gebogenen U-Profil mit der geraden Abrollfläche an der Mulde.
Die Planungen für die Kipplore starteten unmittelbar nach dem zufälligen Auffinden zweier Untergestelle im Dezember 2007, eines noch mit Rädern, bei der längst stillgelegten Ziegelei in Muri (AG). Wiederum durften da die Objekte gegen ein kleines Trinkgeld geborgen werden.
Während die Kleinteile in der Versuchswerkstatt meines Arbeitgebers während ein paar überzähligen Ferientagen hergestellt werden konnten, war die Herstellung der Mulde da bedingt durch die zur Verfügung stehenden Maschinen nicht möglich. Mitten in der Hochkonjunktur für Maschinenbaufirmen, als vielerorts Privatkunden hochnäsig aussen vor gelassen wurden, fand ich doch noch eine Firma (Gurtner Metallbau AG) welche trotz ebenfalls sehr hoher Auslastung, auch offen für meine etwas ausserhalb der Norm liegenden Pläne war, die sich aber gut zur Ausbildung von Lehrlingen eignete. Da weiter alle benötigten Arbeitstechniken (incl. Lasern, gesteuertes Biegen) im Hause selbst erledigt werden konnten, blieb auch der Preis für die erstklassige Arbeit bezahlbar und fair. So war die Mulde für die Kipplore S 21 auch die "Blaupause" für die später noch realisierte Kipplore S 22.
Die pulverbeschichtete Kipplore S21 ist (im Gegensatz zur späteren feuerverzinkten Kipplore S 22) nicht für den Transport von Steinen gedacht. Sie besitzt jedoch am Grund der Mulde ein Ablassventil mit Anschluss für einen Gartenschlauch. So wird die Kipplore gelegentlich auch zum Bewässern von neu gesetzten Sträuchern und Bäumchen entlang dem Geleise verwendet.
|Originalbild anzeigen||BEB / 28.12.2007|
Durch einen Tipp eines Kollegen konnten im Hinterhof der längst stillgelegten Ziegelei in Muri (AG) noch zwei altbrauchbare Kipploren-Untergestelle entdeckt werden. Nachdem der Liegenschaftsverwalter mit Hilfe der Gemeindeverwaltung ausfindig gemacht werden konnte, war man sich gegen sehr kleines Geld rasch handelseinig. So stand dem Abtransport nach Gränichen schon bald nichts mehr im Wege. Der untere Rahmen besass sogar noch Räder, welche aber durch die lange Lagerung in der feuchten Erde unbrauchbar wurden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 16.1.2008|
Die beiden soeben aus Muri geholten Kipploren-Untergestelle in der Garagenbox von Gränichen. Besonders interessant war dabei der untere, längere Rahmen welcher sich bestens als Basis für eine Kipplore mit Bremsplattform eignen wird. Die defekten Räder konnten durch bereits früher aufgefundene Räder aus einer ebenfalls stillgelegten Sägerei ersetzt werden. Sägereien bauten auch häufig ihre Rollwagen selbst aus Holz unter Verwendung von zugekauften Radsätzen. Von einer derartigen Sägerei stammen die Räder im Hintergrund.
|Originalbild anzeigen||BEB / 8.3.2008|
Der für den Bau der gebremsten Kipplore vorgesehene, lange Rahmen wurde komplett zerlegt, gerichtet und ausgemessen. Aussergewöhnlich war die mittige Trennung des Rahmens mit zwei "C"-förmigen Hälften mit einem 90Grad Abbug. Üblicherweise wurden die mit einer elliptisch geformten Stirnseite versehenen Rahmenhälften als "J" gebogen und seitlich miteinander verbunden. Die Kippkulissen aus U-Profilen wurden für ein späteres Projekt (Kipplore S 22) zur Seite gelegt.
|Originalbild anzeigen||BEB / 2008|
Mit dem Rahmen aus Muri wurde sogleich eine gebremste Kipplore entworfen. Die Mulde sollte dabei die Breite der Lokomotive nicht überschreiten. In gekippter Stellung muss die Mulde über den Totpunkt gedrückt, selbstständig in gekippter Stellung verharren. So ergaben sich mehrere geometrische Abhängigkeiten, welche bei der Konstruktion zu beachten waren. Aus Gründen einfacher Fertigung besitzt der Kippbock eine gerade Abrollfläche und das kreisförmige Abrollsegment ist auf der Seite der Mulde. Beim Kippvorgang rollt die beladene schwere Mulde zuerst auf dem geraden Kippbock nur ab, um danach bei beginnender Entleerung und leichter werdenden Mulde um den Drehzapfen an der Mulde über den Totpunkt gedrückt zu werden. Nur so war es möglich, eine um 2t schwere beladene Mulde rein manuell zu entleeren. Kräftige Oberarme blieben aber dennoch unabdingbare Voraussetzung. Um ein Abkippen aus dem Gleis zu verhindern, muss der Schwerpunkt des gesamten Wagens incl. aktuellem Beladungszustand jederzeit innerhalb der Schienen verbleiben. Besonders bei stark klebendem nicht fliessenden Ton konnte dies gelegentlich etwas knapp werden. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen wurde deshalb auch Sägemehl als Trennmittel eingestreut.
|Originalbild anzeigen||BEB / 15.3.2008|
Nachdem kleinere Schäden an den Rahmenhälften ausgebessert waren, konnte der Rahmen wieder in der Werkstatt der Autogarage mit der MIG-Schutzgasanlage verschweisst werden. Die Gewindestangen dienten nur zur Ausrichtung der beiden Rahmenhälften.
|Originalbild anzeigen||BEB / 16.3.2008|
Eine kleine Stellprobe des kompletten mit einer Querstrebe verstärkten Rahmens und den zukünftigen Rädern.
|Originalbild anzeigen||BEB / 28.3.2008|
Einzelteile für das Gestänge und die Bremsplattform konnten Dank ein paar übriggebliebenen Ferientagen in der Versuchswerkstatt meines Arbeitgebers aus dem Bereich der Energie- und Hochspannungstechnik gefertigt werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 12.4.2008|
Der weitere Zusammenbau erfolgte dann wiederum auf dem Areal der Auto- und Motorsport-Garage in Gränichen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 21.6.2008|
Das fast fertige Chassis für die gebremste Kipplore. Das leichte Gewicht erlaubte gerade noch einen Verschub direkt auf dem Teerbelag ohne relevante Spuren zu hinterlassen. Später mussten dazu unter die Spurkränze Schutzbretter gelegt werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 2008|
Der fast ausschliesslich auf spanabhebende Bearbeitung ausgelegte Maschinenpark meines Arbeitgebers war weder auf Schweisstechnik noch für Blechbearbeitung ausgelegt. So wurden für die Fertigung der Mulde und des dazugehörenden Kippbockes Zeichnungen für eine externe Fertigung in einer dazu spezialisierten Metallbaufirma hergestellt. Auch in der Zeit des Baubooms und überall sehr hoher Auslastung, war die Metallbaufirma Gurtner in Buchs (AG) bereit diesen privaten und aussergewöhnlichen Auftrag zu überaus fairen Konditionen im Rahmen einer Arbeit für Metallbaulehrlinge auszuführen.
|Originalbild anzeigen||Foto: Gurtner Metallbau / 25.6.2008|
Das Abnahmebild der sauber und perfekt hergestellten Kippmulde für die Kipplore S 21 war rundherum eine gefreute Angelegenheit. Die Mulde wurde aus 4mm dickem Stahlblech hergestellt. Eine weitere Mulde, jedoch für bestehende Kulissenböcke aus U-Profilen, konnte später für die Kipplore S 22 nachgebaut werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 26.6.2008|
Gerade in Gränichen angeliefert wurden die Kulissenböcke passgenau mit dem Kipplorenchassis verschweisst. Eine Kipplorenmulde kann nicht horizontal eingesetzt werden. Das Einsetzen der ca. 100kg schweren Mulde muss mit einem Kran, schräg geneigt mit einem Drehzapfen voraus erfolgen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 12.7.2008|
Die im Rohbau fertige nun 320kg schwere Kipplore wurde zur Funktionsprüfung erstmalig zusammengestellt. Zur noch folgenden Pulverbeschichtung wird die Kipplore wieder zerlegt. Der vorne rechts sichtbare gegossene Verriegelungshebel am Kulissenbock (je einer diagonal pro Seite) konnte von einem Rahmen aus Muri entnommen werden. Das Kippen einer Mulde ist so auch aus Sicherheitsgründen immer nur stossend vom Mann weg möglich.
|Originalbild anzeigen||BEB / 12.7.2008|
Die über den Totpunkt gekippte Mulde verharrt selbstständig in gekippter Position und verhindert ein unbeabsichtigtes Zurückschlagen der Mulde. Der Schwerpunkt des gesamten Wagens muss jedoch stets innerhalb der Schienen verbleiben. Am Grund der Mulde ist das Absperrventil für den Transport von Wasser sichtbar. Mit einem Gartenschlauch verbunden können damit neu gepflanzte Sträucher im Umfeld der Geleise gewässert werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 7.8.2008|
Ein roter Teppich für die Kipplore. Die nun definitiv montierte Kipplore wartet in der ehemaligen Sägereischeune von Gränichen auf ihren Transport in die Bözenegg. Die Bremsklötze aller BEB Wagen bestehen aus Hartholz (Eiche). Hartholzbremsklötze werden übrigens noch heute bei den Cable Cars in San Francisco eingesetzt und erzeugen da den angenehm typischen Geschmack. Bei der BEB werden die handbetätigten Wagenbremsen regulär aber nur als Stillstandsbremsen genutzt.
|Originalbild anzeigen||BEB / 8.8.2008|
Wieder einmal hat der Transporter von der Sportgarage Graf in Gränichen nicht zerbeulte reparaturbedürftige Autos zu transportieren, sondern einen fabrikneuen Feldbahnwagen für die Bözenegg-Eriwis Bahn.
|Originalbild anzeigen||BEB / 8.8.2008|
Nach dem Ablad in der Bözenegg erfolgte sogleich noch eine kurze Fahrt mit Fototermin für den Neuankömmling. Kipploren waren in der Bözenegg regulär bis zu der 1968 erfolgten Modernisierung und Umstellung auf grossvolumige Mühlhäuser Kastenkipper in Betrieb. Danach verblieb neben einer Speziallore mit festgeschweisstem Trichter noch eine einzige Kipplore als Dienstfahrzeug in der Bözenegg. Beide Fahrzeuge kamen aber kaum mehr zum Einsatz und waren bis zur Stilllegung im Jahre 2000 auf dem Seitengleis zum ehemaligen Bremsberg Eriwis abgestellt und wurden danach verschrottet.
(Siehe auch BEB-Berichte: Zürcher Ziegeleien in Schinznach-Dorf Teil1 und 2)
|Originalbild anzeigen||BEB / 9.8.2008|
Am nächsten Tag konnte dann mit dem gesamten damaligen BEB Rollmaterial eine erste Fahrt zur Grube Eriwis unternommen werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 7.10.2008|
Auf der Gefällstrecke zur Grube Eriwis. Auch an der Kipplore lässt sich eine Schlusslaterne einstecken und über die in allen Wagen vorhandene 12V Versorgungsleitung mit dem Akku in der Lokomotive verbinden. Da der Zug Richtung Grube fährt, ist die Schlusslaterne nicht eingeschaltet. Erst Jahre später wird auch eine auf Weisslicht umschaltbare "Schlusslaterne" zur Verfügung stehen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 12.10.2008|
Der Güterzug am damaligen offenen Gleisende in der Eriwis. An der Stelle befinden sich heute eine Aufschüttung für das Perron und ein paar schattenspendende Bäume und Sträucher.
|Originalbild anzeigen||BEB / 11.9.2009|
Die pulverbeschichtete Kipplore ist nicht für den Transport von Steinen vorgesehen, dafür kann sie Dank dem Abflussventil am Grund der Mulde auch für den Transport und die Verteilung von Wasser eingesetzt werden. Natürlich Bedarf es etwas sanfter Fahrweise um keinen Tsunami in der Mulde auszulösen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 11.9.2009|
Mit dem am Muldenventil befestigten Gartenschlauch können nun Neuanpflanzungen im Gleisbereich bequem gewässert werden. Der tonhaltige Boden speichert selbst kaum Wasser und so müssen neue Pflanzen, sofern sie überhaupt mit diesem Bodentyp zurechtkommen, bis zur Ausbildung ihres meist tief wachsenden Wurzelwerkes zu Beginn etwas gewässert werden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 24.7.2011|
Kollegen der Schinznacher Baumschulbahn experimentierten mit einer gasgefeuerten Dampfdraisine welche auch in der Bözenegg Probefahrten mit den beiden Wagen L 20 und S 21 absolvierte. Erkenntnisse aus diesen Fahrten werden Jahre später in den Bau eines kohlegefeuerten kleinen Dampftriebwagens einfliessen. Die für den Fotografen produzierte Dampfwolke entstand durch das Ansprechen des Überdruckventils. Bei Gasfeuerungen sind ansonsten keine Dampfwolken sichtbar.
|Originalbild anzeigen||BEB / 28.9.2013|
Für den historisch bedingt in eine Richtung stets gestossenen Betrieb, Ausweichstellen sind nicht vorhanden, wurde eine auf Weisslicht umschaltbare Schlusslaterne gebaut. Der Güterzug ist so auf dem Weg von der Grube Eriwis zur Bözenegg.
|Originalbild anzeigen||BEB / 25.10.2013|
Vier Jahre später gab es noch einen Zuwachs in Form der Kipplore S 22. Diese feuerverzinkte Kipplore ist auch für den Transport von Steinen konzipiert. Wie zur Zeit vor 1968 befinden sich die beiden Kipploren an der Schüttrutsche auf der ehemaligen Verladerampe beim Bahnhof von Schinznach-Dorf. Hier wurde der in der Grube Eriwis abgebaute Opalinuston in die SBB Züge zum Transport ins ZZ Werk Tuggen bei Pfäffikon (SZ) umgeladen. Die Verladerampe musste 2015 dem Neubau des SBB Bözbergtunnels weichen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 25.10.2013|
Blick von der Verladerampe auf die im Bereich der Schüttrutsche gekippten Wagen. Da die Wagen zum Entleeren üblicherweise nicht speziell gesichert wurden, war es wichtig, dass der Schwerpunkt der Kipplore zu jedem Zeitpunkt innerhalb des Gleises verblieb. Das Überschreiten eines Totpunktes während dem Kippen verhindert danach das Zurückschlagen der gekippten Mulde.
Die im Vordergrund sichtbare Sicherungsschiene wurde (nach Abstürzen) erst für die nach der Modernisierung 1968 hier eingesetzten, grossvolumigen Kastenkippwagen erstellt.
|Originalbild anzeigen||BEB / 23.6.2014|
Anlässlich dem von der Schinznacher Baumschulbahn organisierten "Feldbahnwochenende" machte auch die Kipplore S 21 einen Ausflug zur SchBB. Für den Transport zur etwa 1km entfernten SchBB kam ein speziell für Feldbahnwagen umgebauter Transportwagen zum Einsatz.
|Originalbild anzeigen||BEB / 25.6.2014|
Die BEB Wagen kamen an diesem für Feldbahnfreunde organisierten Anlass auch mit der gerade frisch revidierten SchBB Lok "Syringa" zum Einsatz. Der Blick in den Hintergrund führt ins Seitental mit der Bözenegg am Ende des Tals und links davon den Berghang mit der Grube Eriwis. Sichtkontakt zwischen den beiden Bahnen gibt es aber (knapp) nicht, bei passender Windrichtung ist aber gelegentlich die Pfeife einer Lok der benachbarten Bahn zu vernehmen.
Zur Verabschiedung der dem Abbruch geweihten Verladerampe weilte noch im selben Jahr diese SchBB Lok auch in der Bözenegg.
|Originalbild anzeigen||BEB / 4.10.2014|
Wieder zurück in der Bözenegg stösst die BEB Lok DS30 2054 von Diema ihren Güterzug Richtung Grube. Dazu funktioniert die auf Weisslicht umgestellte Schlusslaterne als Stirnlampe.
|Originalbild anzeigen||BEB / 2.5.2015|
Ein BEB Güterzug im grünen Meer des Frühlings. Wie jedes Jahr grünen die grossen Bäume später als die Pflanzen am Boden und lassen so für ein paar Wochen viel Sonnenlicht auf den Waldboden durch. Dies führt jeweils zu diesem hübschen Teppich aus sattem Grün.
|Originalbild anzeigen||BEB / 31.5.2015|
Schon bald wird die letzte Feldbahn-Verladeanlage der Schweiz Geschichte sein. Als Erinnerung an frühere Tage der BEB Kipplorenzug im Bereich der ehemaligen Bahnverladung. Eine Schiene des Normalspurgleises ist rechts unten noch knapp zu erkennen. Die Schiene am Fuss des Bauwerks diente zusammen mit der Führung unterhalb des Feldbahngleises als Fahrbahn für die verschiebbare Schüttrutsche. Systembedingt befand sich die äussere Schiene des Feldbahngleises gerade an der Kante der Verladerampe. Aussteigen in die falsche Richtung oder Entgleisungen waren tunlichst zu unterlassen. Leider gelang dies zur Zeit des Ziegeleibetriebes nicht immer und so war man bei der Ziegelei über den Abbruch ganz und gar nicht unglücklich. Mit den heute üblichen Sicherheitsanforderungen wären auch bei einem weiteren Betrieb in jedem Fall grössere Investitionen nötig geworden.
|Originalbild anzeigen||BEB / 4.10.2015|
Noch einmal ein Rendevous des Kipplorenzuges mit einem Schnellzug von Basel nach Zürich am Ausgang des alten Bözbergtunnels. Am 13. Oktober wurden die Geleise zur Rampe getrennt und mit den Abbrucharbeiten begonnen. Heute sind von dieser Szenerie nur die Häuser im Hintergrund übrig geblieben. Der gleislose alte Tunnel wird in diesen Tagen (2020) zum Rettungsstollen für den parallel verlaufenden, neuen Bahntunnel umgebaut. Die hier sichtbare Wand neben den SBB Gleisen zum Schutze vor herab kollernden Lehmbrocken musste nach der Stilllegung des Feldbahnbetriebes zum Ärger der Ziegelei nochmals notfallmässig auf ihre Kosten aufwändig saniert werden da sich Teile der Beton-Fertigelemente zu lösen begannen.
|Originalbild anzeigen||BEB / 2.4.2016|
Die Verladerampe ist nun seit einem halben Jahr Geschichte und das neu renovierte Depot Endpunkt der BEB. Bereits an eine Schrottfirma verkauft, durfte die einst auf dem Viadukt befindliche Weiche zusammen mit ein paar Meter Schienen unentgeltlich geborgen werden und ist nun als Zufahrt ins kurze Rangiergleis im Einsatz. Die Kipplore S 21 wartet auf der ehemaligen Weiche von der Verladerampe während die Kipplore S 22 gerade mit der Auflegedrehscheibe (Frosch) gedreht wird.
zur Fotogalerie: BEB S 21
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