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Sabine Meyer
Sabine Meyer gehört heute weltweit zu den renommiertesten Solisten überhaupt. Ihr ist es zu verdanken, dass die Klarinette, oft als Soloinstrument unterschätzt, das Konzertpodium zurückerobert hat.
Nach Studien in Stuttgart bei Otto Hermann und in Hannover bei Hans Deinzer schlug Sabine Meyer zunächst die Orchesterlaufbahn ein und wurde Mitglied des Symponieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Es folgte ein Engagement als Solo-Klarinettistin beim Berliner Philharmonischen Orchester, welches sie jedoch bald aufgab, da sie zunehmend als Solistin gefragt wurde. Seither führten sie ungezählte Konzerte sowie Rundfunk- und Fernsehauftritte in alle Musikzentren Europas sowie nach Brasilien, Israel, Kanada, Afrika und Australien. Seit zwanzig Jahren gastiert sie regelmässig in Japan und den USA.
Sabine Meyer feierte Erfolge als Solistin bei zahlreichen Orchestern im In- und Ausland. Sie gastierte bei allen bedeutenden Orchestern in Deutschland und wurde von führenden Orchestern in der Welt engagiert, so z.B. vom Chicago Symphony Orchestra. vom London Philharmonic Orchestra, vom NHK Symphony Orchestra Tokio, vom Orchestre de la Suisse Romande, dem Philharmonischen Orchester Berlin, von den Radio Sinfonieorchestern in Wien, Basel, Warschau, Prag und Budapest sowie von zahlreichen anderen Klangkörpern.
Im September 2000 war Sabine Meyer „Artist in Residence“ bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern. In diesem Rahmen hat sie das Klarinettenkonzert „Metamorphosis“ von Toshio Hosokawa mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Heinz Holliger uraufgeführt. Ausserdem war sie in verschiedenen Kammermusikprojekten, vom Duoabend mit Lars Vogt über das Bläserensemble bis hin zu einem Konzert mit der Bigband der Bamberger Symphoniker in Luzern zu hören. Im Sommer 2002 gastierte Sabine Meyer erstmals bei den Wiener Philharmonikern und zwar im Rahmen der Salzburger Festspiele unter Leitung von Christian Thielemann.
Sabine Meyers besondere Zuneigung gehört der Kammermusik. In vielfältigsten Zusammensetzungen hat sie mit Künstlern wie Barbara Hendricks, Bruno Canino, Aloys Kontarsky, Heinrich Schiff, Gidon Kremer, Oleg Maisenberg, dem Hagen sowie dem Alban Berg Quartett und dem Wiener Streichsextett musiziert. In der Saison 2001/02 unternahm Sabine Meyer eine weltweite Tournee mit dem Tokyo String Quartet.
1983 gründete sie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Reiner Wehle und ihrem Bruder Wolfgang Meyer das „Trio di Clarone“. Fast vergessene Original-Kompositionen Mozarts sowie bedeutende Werke der Gegenwart bilden das Repertoire dieses Ensembles, welches aber auch für aussergewöhnliche Programme die Besetzung erweitert, so mit dem amerikanischen Jazzklarinettisten Eddie Daniels. Mit diesem wurde auch die CD „Blues für Sabine“ eingespielt. Anlässlich des Bachjahres 2000 arbeitete das Trio mit dem Jazzklarinettisten Michael Riessler zusammen. Es entstand das Crossover-Projekt „Bach 2000“ welches dann auch bei EMI Classics unter „Bach in 1 hour“ veröffentlicht wurde.
1988 bildete Sabine Meyer das „Bläserensemble Sabine Meyer“, in welchem führende Bläsersolisten aus verschiedenen Ländern zusammenwirken. Das Ensemble gastiert regelmässig im In- und Ausland mit einem breitgefächerten Repertoire von der Klassik bis zur Avantgarde.
Im solistischen wie im kammermusikalischen Bereich setzt sich Sabine Meyer immer wieder für zeitgenössische Musik ein - so wurden ihr von Jean Françaix, Edison Denissov, Harald Genzmer, Toshio Hosokawa, Niccolo Castiglioni, Manfred Trojahn und zahlreichen anderen Komponisten Werke gewidmet.
Sabine Meyer gab Meisterkurse in Deutschland, Italien, Österreich, Japan und den USA und wurde 1993 als Professorin an die Hochschule für Musik in Lübeck berufen.
Für EMI Classics hat Sabine Meyer in den letzten Jahren zahlreiche Einspielungen vorgenommen. Das aufgenommene Repertoire reicht von der Vorklassik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und umfasst alle wichtigen Solokonzerte und Kammermusikwerke der Klarinette. Für die exemplarischen Aufnahmen der Konzerte von Johann und Carl Stamitz erhielt sie 1994 und 1996 den Echo-Preis als „Instrumentalistin des Jahres“ 2000 dann erneut für die Neuaufnahme des Mozartkonzertes mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado. Im Herbst 2003 erhält sie diesen Preis zum vierten Mal und zwar für die Einspielung von Werken Webers, Mendelssohns und Baermans mit der Academy St. Martin in the Fields.
Neben zahlreichen musikalischen Auszeichnungen ist Sabine Meyer Trägerin des „Niedersachsen Preises“ und Mitglied der „Akademie der Künste Hamburg“.