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Modul Massnahmen und Projektumsetzung
Resultate des Moduls
Massnahmen sind definiert
Verantwortlichkeiten und klar definierte Aufgaben für die Umsetzung sind festgelegt
Wirkungsmodell liegt vor
Finanzierungsplan ist aufgestellt
Massnahmen herleiten
Massnahmen mit regionalen Akteuren definieren
Das Ziel dieses Arbeitsschritts besteht darin, als Resultat eine Auswahl an Massnahmen zu haben, die umsetzbar sind, deren Wirkung sichergestellt ist und somit die gesetzten Ziele erreicht werden können. Zudem sollen die nächsten Schritte und die Verantwortlichkeiten klar sein.
Für den Aufbau der Massnahmen wird empfohlen, mit den relevanten Akteuren der Region, Stadt oder Gemeinde einen Workshop durchzuführen.
Für die Vorbereitung des Workshops können folgende Fragen gestellt werden.
Welche Akteure müssen für den Massnahmenaufbau einbezogen werden? Sind zusätzliche Fachpersonen notwendig?
Sollen im Workshop die Massnahmen von Grund auf erarbeitet werden oder ein bereits erarbeiteter Entwurf diskutiert werden? Je nach Situation können die folgenden Fragen als Vorbereitung oder für die Durchführung des Workshops genutzt werden.
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Für den Aufbau der Massnahmen mit den regionalen Akteuren sind unter anderem folgende Fragen relevant:
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Für welchen Perimeter sollen Massnahmen aufgebaut werden? (Kanton, Region, Gemeinde, Unternehmen)
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Auf welcher Ebene soll eine Massnahme ansetzen bzw. An welche Zielgruppen richtet sie sich? (Potenzialansatz im Modul Potenzialanalyse)
Sind die Massnahmen bereits einfach aus der Strategie ableitbar oder ist zusätzliche Fachkompetenz notwendig?
Bestehen Projektbeispiele zu ähnlichen Herausforderungen? (Massnahmenkatalog konsultieren, Webseite mit Beispielsammlung)
Für die Vertiefung der Massnahmen sind folgende Fragen relevant:
Sind die Massnahmen zielführend?
Erzielen die Massnahmen die beabsichtigte Wirkung? (siehe Wirkung sicherstellen)
Wie könnten die Massnahmen finanziert werden? (siehe Finanzierung sicherstellen)
Sind die Massnahmen umsetzbar? Wie schnell sind diese umsetzbar?
Wenn nein, was ist dafür notwendig?
Aus den oben beschriebenen Fragen lässt sich ein massgeschneidertes Programm für die Durchführung des Workshops zusammenstellen. Dies könnte folgendermassen aussehen:
Zu Beginn die Theory-of-change-Grafik nochmals kurz vorstellen und in Teilresultate strukturieren. Anschliessend die Aktivitäten/ Massnahmen zu den beabsichtigten Teilresultaten sammeln. Dabei die Fragen zum Massnahmenaufbau berücksichtigen. Dann die Massnahmen prüfen und präzisieren. Dabei die Fragen zur Vertiefung der Massnahmen berücksichtigen. Abschliessend die nächsten Schritte und Verantwortlichkeiten definieren.
- Besteht bereits ein Entwurf der Massnahmen, kann mit einer Kurzpräsentation dieses Entwurfs, einer gemeinsamen Würdigung, der Ausarbeitung einer Empfehlung und der weiteren Schritte für die Massnahmenumsetzung und der Klärung der Verantwortlichkeiten der Prozess effizienter gestaltet werden.
Die Nachbearbeitung ist abhängig von der Reife der Massnahmen. Je nach Situation und Kontext sind zusätzliche fachliche, finanzielle oder personelle Abklärungen notwendig. Es lohnt sich, nach der Nachbearbeitung die ausgearbeiteten Massnahmen an die Akteure zu versenden und bei Bedarf Rückmeldungen einzuholen. Je nach Bedarf könnte ein zweiter Workshop hilfreich sein.
Wirkung sicherstellen
Wie kann ich sicherstellen, dass das geplante Vorhaben Wirkung zeigt? Richten sich die vorgesehenen Massnahmen tatsächlich an den strategischen Zielen aus? Es lohnt sich, diese Fragen frühzeitig ins Visier zu nehmen. Dabei kann beispielsweise ein Wirkungsmodell mit messbaren Indikatoren erstellt werden. Die Wirkungszusammenhänge werden darin vereinfacht dargestellt, was die Identifikation von Zielgruppen und Massnahmen erleichtert. Auch für die Kommunikation nach aussen ist ein Wirkungsmodell hilfreich. Es kann dabei unterstützen, Ziele und die angestrebte Wirkung verständlich darzustellen.
Bei Kreislaufwirtschaftsprojekten sind oft viele Partner involviert. Die gemeinsame Entwicklung eines Wirkungsmodells kann dabei helfen, Klarheit und Verbindlichkeit bezüglich des Auftrags, Vorgehens und der Rollenverteilung zu schaffen. Auch kann das Wirkungsmodell zur gemeinsamen Reflexion während der Umsetzung hinzugezogen werden. Zudem können Erfolge anhand der messbaren Wirkungsindikatoren festgestellt und nach aussen kommuniziert werden.
Weitere Informationen zum Erstellen eines Wirkungsmodelles finden sich im entsprechenden regiosuisse-Themendossier.
Finanzierung sicherstellen
Um die Umsetzung der definierten Massnahmen zu gewährleisten, lohnt es sich, mögliche Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig abzuklären und einen Finanzierungsplan zu erstellen.
Unterstützung in Form von Tipps und Werkzeugen finden Sie hier:
Projektumsetzung
Umsetzung der Massnahmen begleiten
Um das Vorhaben auf der Ebene der Region oder Stadt voranzubringen, ist es wichtig, dass die Rollen der Beteiligten geklärt sind und jemand die Fäden in der Hand hält. Die zuständige Person (z.B. Regionalmanagerin oder -manager oder dafür mandatierte Person in der kommunalen Verwaltung) nimmt verschiedene Aufgaben wahr – wie zum Beispiel:
Regelmässige Projektfortschrittskontrolle (z.B. mit Wirkungsmodell)
Kommunikation (intern und extern)
Koordination zwischen den Beteiligten
Sparringpartner für Involvierte
Ankurbeln eines gemeinsamen Lernprozesses: z.B. durch Organisation von Reflexionsworkshops während und nach dem Projekt zur gemeinsamen Wirkungsanalyse
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Weiterführende Informationen zur erfolgreichen Projektumsetzung
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über mögliche Maßnahmen in verschiedenen Themenbereichen der Kreislaufwirtschaft. Eine ausführlichere Version kann unterhalb der Tabelle heruntergeladen werden.
|Thematischer Bereich / Branche||Massnahme||Handlungsebene|
|Interdisziplinär||Verband von Gemeinden und Regionen, die sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben haben||Alle Ebenen|
|Bau||Börse für gebrauchte Bauwerkzeuge||Gemeinde / Unternehmen|
|Wasser||Regenwassersammlung||Gemeinde|
|Finanz||Bürgschaften für Projekte der Kreislaufwirtschaft||Bund/Kanton|
|Energie||Fernwärme||Gemeinde|
|Interdisziplinär||Schaffung einer gemeinsamen Vision (roadmap)||Region/Gemeinde|
|Finanz||Einrichtung eines Finanzierungsfonds für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft||Kanton|
|Bau||Nachhaltigkeitskriterien für den Bau||Kanton/Dachorganisationen|
|Bau||Entwicklung von Modellen für zirkulare Baustellen||Gemeinde/Kanton und Dachorganisationen|
|Energie||Erneuerbare Energien||Gemeinde /Kanton|
|Mobilität||Förderung des öffentlichen Verkehrs (Zugang und Netz)||Bund/Kanton/Gemeinde|
|Konsum||Miet- oder Leasingmodell, z. B. für Möbel, Geräte||Kanton/Gemeinde (Bund)|
|Mobilität||Fahrzeug-Sharing||Gemeinde /Kanton|
|Interdisziplinär||Plattform für die Kreislaufwirtschaft in der Region||Region/Gemeinde|
|Konsum||Reparatur- und Recyclingstellen||Gemeinde|
|Finanz / interdisziplinär||Auszeichnungen für Projekte im Bereich der Kreislaufwirtschaft||Region/Gemeinde/Kanton|
|Ressourcen||Regenwassersammlung||Gemeinde|
|Ernährung||Verringerung der Lebensmittelverschwendung||Bund/Kanton|
|Ernährung||Reduzierung der Verpackungen||Bund/Kanton|
|Mobilität||Stärkung der Infrastruktur für sanfte Mobilität||Bund/Kanton|
|Ernährung||Unterstützung der lokalen Lebensmittelketten||Gemeinde /Kanton|
|Konsum||Stimulierung der Sharing Economy||Kanton|
|Bau||Verwendung von recycelten Rohstoffen||Gemeinde /Kanton und Unternehmen|
|Ernährung||Aufwertung der Sortierung von organischen Abfällen||Gemeinde /Kanton|
Ausführlichere Version des Massnahmenkatalogs mit Informationen (z.B. zu Zielen und beabsichtigter Wirkung der jeweiligen Massnahme) sowie mit Filtermöglichkeit: