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Die Wehen hatten eingesetzt und Amanda Hess wartete im Frankfort Regional Hospital im US-Staat Kentucky auf die Geburt ihres zweiten Kindes. Eine ungewöhnliche Rolle für die Ärztin, die an normalen Tagen werdenden Müttern bei der Geburt hilft – in genau diesem Krankenhaus.
Auf einmal hätte ihr Mann zu ihr gesagt: «Ist das eine Frau, die so schreit?» Im Nebenraum lag eine frühere Patientin von ihr, deren Geburt kurz bevorstand. Doch: Der verantwortliche Arzt machte gerade Pause und war nicht im Spital.
Amanda Hess entschied zu handeln: Sie zog sich Stiefel über ihre Flipflops, streifte sich ein Kleid über das rückenfreie Spital-Nachthemd und ging ins Nebenzimmer, um für ihren Kollegen einzuspringen, wie Dr. Hala Sabry auf ihrer Facebook-Seite berichtet und weiter schreibt: «Sie arbeitete wortwörtlich bis zur letzten Sekunde!»
Tatsächlich: Denn kurz nachdem das Baby der Patientin gesund zur Welt gekommen war, war es bei Amanda Hess selber soweit: Sie gebar eine Tochter mit dem Namen Ellen Joyce.
Quelle: youtube.com
Gegenüber dem TV-Sender WKYT erklärte Hess, warum sie einfach helfen musste: «Ich liebe, was ich tue. I liebe es auf Mütter und ihre Babys aufzupassen. Es gibt viele Ärzte, die immer an ihre Patienten denken, auch dann wenn sie selber Patienten sind.»