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Er stellte so ziemlich alles in Frage, was die damaligen Kirchenfürsten und Politiker als richtig erachtet hatten. Und gerade zimperlich war er nicht in seiner Kommunikation. Friedrich Nietzsche meinte zum Reformator Dr. Martin Luther, er sei «ein auf den Raum seiner Nagelschuhe beschränkter Bauer». Goethe hingegen fand ihn ein «Genie sehr bedeutender Art». Und Friedrich der Grosse betitelte ihn als «wütenden Mönch und barbarischen Schriftsteller». Im Rückblick ist klar: Luther war ein Kämpfer, relativ unsensibel mit Hang zur derben Sprache.
So nannte er seine Gegner gerne auch mal scheinheilige Moralapostel, Affen oder müssige Esel. Dies waren dann aber eher die harmlosen Ausdrücke. Als Vertreter der «Gewaltfreien Kommunikation» wäre er jedenfalls nicht durchgekommen. Martin Luther polarisierte. Mit seiner Persönlichkeit, mit seiner Reformation, mit seiner Sprache. Für uns Grund genug, in einem Gespräch mehr über ihn zu erfahren.