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An der gemeinsamen Generalversammlung demonstrierten der Verband des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD) und die Föderation der Staatsangestellten (Fede) vorgestern in Givisiez noch Einigkeit im Kampf gegen die geplante Revision der Pensionskasse der Staatsangestellten (die FN berichteten). Doch schon kurz darauf scheinen die alten Differenzen, die 2015 zum Austritt des VPOD aus der Fede führten, wieder aufzublitzen.
Die beiden Organisationen verschickten nämlich zwei Communiqués, deren Inhalte im Ton ziemlich verschieden sind, wobei jener der Fede deutlich gemässigter ist. Zwei Minuten vor Mitternacht versandte der VPOD-Regionalsekretär Gaétan Zurkinden noch eine weitere Mail, in welcher er die separate Kommunikation der Fede anprangerte. «Das Communiqué der Fede entspricht nicht der Realität der Versammlung», schreibt er darin. Namentlich sei diese nicht von einer «beruhigten Atmosphäre» gekennzeichnet gewesen – im Gegenteil, das Personal sei handlungsbereiter als jemals zuvor. Auch sei die zentrale Forderung nicht, «sich die nötige Zeit zu nehmen, um das Dossier zu bearbeiten», sondern vielmehr, das ganze Reformprojekt grundsätzlich infrage zu stellen. Und schliesslich habe die Versammlung auch nicht beschlossen, «ihre Absichten am 30. April sehr friedlich darzulegen»; vielmehr gehe es um eine Arbeitsniederlegung, der sogar ein Streik im Mai folgen könnte. Dass dieses Communiqué von der Fede ohne Rücksprache versandt worden ist, sei bedauerlich, denn der VPOD habe die Zusammenarbeit mit der Fede stets respektiert. Fede-Präsident Bernard Fragnière bemerkte gestern auf Anfrage, dass diese Feststellungen «der Wahrnehmung Zurkindens entsprechen», weiter wollte er sie nicht kommentieren. Gaétan Emonet, Grossrat (SP, Remaufens) und Fede-Mitglied, betonte, dass Spannungen zwischen den beiden Gewerkschaften unter allen Umständen zu vermeiden seien. Eine gewisse Beruhigung sei allerdings dadurch eingetreten, dass man vorgestern beschlossen habe, auf einen Streik am 13. März zu verzichten.