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Das Wort zum Sonntag: Profanierung
Profanierung oder Profanation (von Profan, abgeleitet aus dem lateinisch profanus: ruchlos und aus dem Lateinischen fanum, „heiliger Ort“ und pro-, „vor-“) ist die Entweihung oder Entwürdigung eines sakralen Gegenstandes.
Häufig ist dabei die absichtliche Abwertung durch Personen mit einer anderen Religion oder Weltanschauung gemeint, doch gilt auch die gedankenlose Verwendung heiliger Worte als Profanierung. So wurde zum Beispiel wegen der Heiligenverehrung Marias die Verwendung dieses Namens als Personenname jahrhundertelang gemieden.
Auch eine Säkularisation, also eine Entflechtung von weltlichen und geistlichen Angelegenheiten, wird manchmal abwertend als Profanierung bezeichnet. Dies geschieht heute natürlich von selbst. Die Kirche, wäre sie ein Unternehmen, würde als nicht mehr Marktkonform verschrieen werden. Das Unternehmen ist nicht mehr gleich auf mit seinen Kundinnen und Kunden. Es hat auf diese Herausforderungen auch noch keine passenden Antworten gefunden. Die Rückbesinnung auf die Werte scheint mir nicht viel zur Problemlösung beizutragen.
Nebenbei, das wäre jetzt wohl auch eine Profanierung, vor allem wenn ich noch über den Stellvertreter Gottes auf diesem Planet sprechen würde. Was ich aber sicher nicht tue. Ich denke es wird viel Spass machen, in Zukunft mit Profanierung zu drohen. Kein Mensch wird wissen, was das bedeutet und die wenigsten werden sich trauen zu Fragen.
Und weil ich ja regelmässig mit der Deutschen Sprache am Kämpfen bin, noch der Hinweis, dass der häufig gebrauchte Ausdruck „Profanisierung“ sprachlich falsch ist, ebenso wie das Verb „profanisieren“ (richtig wäre „profanieren“).