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Für Menschen mit Demenz ist es zentral, dass sie sich in Räumlichkeiten mit eigenen Bildern, Fotos, Tieren, usw. aufhalten können. Diese geben ihnen ein Gefühl von Vertrautheit und wirken beruhigend. Auch soziale Kontakte sind für ihr Wohlbefinden zentral. Wird eine Person mit Demenz in eine Umgebung gebracht, die sie nicht kennt, wo sie keinen Orientierungspunkte hat, und in der keine oder nur wenige Kontakte mit anderen Menschen möglich sind, löst dies extreme Angstzustände aus und kann schwerwiegende Folgen haben.
Zwangsmassnahmen wie etwa die Einschränkung der Bewegungsfreiheit in einem Isolationszimmer oder medikamentöse Beruhigungsmassnahmen z. B. in Form von Sedativa oder Neuroleptika dürfen nur im Ausnahmefall angewendet werden, wenn die betroffene Person sich und/oder andere Personen ernsthaft gefährdet und wenn andere, weniger einschneidende Massnahmen wirkungslos sind. Solche Interventionen können für demenzerkrankte Personen schwerwiegende Folgen haben. Unter keinen Umständen dürfen solche Massnahmen deshalb angeordnet werden, weil die Person den Alltag des Pflegeheims stört oder um die Betreuung und Pflegearbeit zu erleichtern.