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Geschichte
Im Oktober 1980 richtete sich eine Interessengemeinschaft „Kunsteisbahn Hasle“ unter dem Präsidium von Martin Grossenbacher an die Behörden, die Vereine und schliesslich an die Öffentlichkeit zum Bau einer Sportanlage auf dem Dach der geplanten Zivilschutzanlage Brünnli. Bereits am 19. November 1981 wurde die Sportbetriebe Brünnli AG gegründet, als erster Verwaltungsratspräsident amtete Walter Blum. Kurz darauf wurden an den Einwohnergemeindeversammlungen von Hasle und Rüegsau dem Kauf von Aktien von insgesamt Fr. 180'000 zugestimmt. Das Aktienkapital betrug damit Fr. 450'000.
Als das Projekt im Januar 1982 öffentlich ausgeschrieben wurde, gingen rund 50 Einsprachen ein. Trotzdem gelang es damals, bereits im August 1982 eine rechtskräftige Baubewilligung zu erhalten. Umgehend konnte nun die Anlage realisiert werden, welche schliesslich am 14. November 1982 im Rahmen einer offiziellen Feier der Öffentlichkeit übergeben werden konnte.
Die Baukosten betrugen schon damals recht bescheidene Fr. 979’776. Bereits das erste Geschäftsjahr konnte mit einem kleinen Betriebsgewinn abgeschlossen werden.
Die Auslastung der Kunsteisbahn erwies sich dann auch in der Folge als sehr gut. Deshalb wurde an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 9. Dezember 1986 der Beschluss gefasst, einen zweiten Hochbau zu realisieren. Auch gegen dieses Projekt gingen erneut Einsprachen ein. Diesmal bedurfte es gar eines Bundesgerichtsurteils. Im Juli 1989 wurde die letzte Einsprache vom Bundesgericht in Lausanne abgewiesen. Im November 1989 konnte unter dem Verwaltungsratspräsidenten Martin Grossenbacher die Kapitalerhöhung auf Fr. 607'000 vorgenommen werden.
Bis im Mai 1991 konnte dann die Erweiterung der Anlage mit dem Bau von weiteren Garderoben- und Duschenräumen sowie der Errichtung eines Restaurant realisiert werden. Die Baukosten hierfür betrugen für die Sportbetriebe Brünnli AG Fr. 578'799.
Dieser Erweiterungsbau hat sich auch im Nachhinein als für den Betrieb strategisch richtig erwiesen. Mit dem Betrieb des Restaurant wurde auch eine wesentliche Einkommensquelle erschlossen, welche mittlerweilen neben der Eisvermietung als das wichtigste Standbein angesehen werden kann.
Im Oktober 1989 wurde auf dem 1982 erstellten Betriebsgebäude eine Stahlrohrtribüne montiert. Auf Betreiben der Nachbarschaft musste auch dafür nachträglich ein Baugesuch eingereicht werden, gegen das zwar wieder Einsprache erhoben wurde, aber letztlich doch eine befristete Baubewilligung erhalten werden konnte. Als Bestandteil dieser Bewilligung wurde die Sportbetriebe Brünnli AG aufgefordert, geeignete Lärmschutzmassnahmen, im Sinne einer Überdachung der gesamten Anlage zu prüfen.
Im August 1996 wurde ein erstes Überdachungsprojekt unter dem Verwaltungsratspräsidenten Ernst Marti den Gemeinderäten von Hasle und Rüegsau vorgestellt. Am 30.9.1996 wurde das Projekt als Baugesuch an den Regierungsstatthalter gerichtet.
Erneut – wie schon so üblich bei Eingaben der Sportbetriebe Brünnli AG – waren mehrere Einsprachen zur Kenntnis zu nehmen.
Es zeigte sich dann auch, dass dieses Projekt vor allem aus ortsplanerischen Gründen nicht bewilligungsfähig war und eine Überbauungsordnung zwingend wurde.
Nach erfolgter Ortsplanungsrevision der Gemeinde Hasle konnte das zweite Baugesuch im Juli 1998 eingegeben werden. Doch auch dieses stand unter keinem glücklichen Stern, wegen Unterschreiten des Grenzabstandes sah sich die Sportbetriebe Brünnli AG (mittlerweilen unter Verwaltungsratspräsident Walter Wüthrich) gezwungen am 31. August 1999 ein drittes Baugesuch zu lancieren.
Das Regierungsstatthalteramt bewilligte das Projekt im Februar 2000. Die Beschwerde der Einsprecher wurde im Dezember 2000 von der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion abgewiesen.
Das Verwaltungsgericht hiess eine erneute Beschwerde im April 2002 gut und wies das Verfahren an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion zurück, welche im Juni 2003 seinen Entscheid bestätigte und erneut die Baubewilligung aussprach. Am 23. Februar 2004 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde endgültig ab, woraufhin die Baubewilligung nun rechtskräftig war.
Für das geplante Überdachungsprojekt wurden Kosten von rund Fr. 1'800'000 veranschlagt. Diese Kosten beinhalteten aber auch sämtliche technische Anpassungen wie Kälte- und Entfeuchtungsanlagen. Am 5. Januar 2005 genehmigte die ausserordentliche GV das Projekt von Léonard Schöni, ebenso wie die notwendige Aktienkapitalerhöhung.
Die Finanzierung stellte für den Verwaltungsrat nun eine erneute Herausforderung dar. Namentlich die Bürgschaft für das zinslose Bund/Kanton-Darlehen über Fr. 600'000 (IHG-Darlehen). Eine dazu notwendige Gemeinde-Abstimmung ging unter dem Einfluss einer einzigartigen Polit- und Angstmacherkampagne mit 22 Stimmen Unterschied verloren. Die am Bau beteiligten Unternehmungen wie auch Mitglieder aus dem Verwaltungsrat sprangen aber in die Bresche und bürgten für die notwendigen Sicherheiten.
So konnte schliesslich knapp 9 Jahre nach der ersten Baueingabe am 3. Mai 2005 der Spatenstich zum Hallenbau begangen werden. Nach einer Bauzeit von nur gerade 4 Monaten wurde am 17. September 2005 der Eisbetrieb offiziell aufgenommen. Auch hier konnte das regionale Gewerbe seine Leistungsfähigkeit eindrücklich unter Beweis stellen. Schliesslich erfolgte am 19. November 2005 (auf den Tag genau 24 Jahre nach der Gründung der Sportbetriebe Brünnli AG) die Eröffnung der Sporthalle Brünnli, versehen auch mit einem neuen Logo.
Der Hallenbau belief sich auf 1'842'000 Franken. So dass nun also, für insgsamt rund 3.5 Mio die bestehende Anlage errichtet wurde. Das Aktienkapital beträgt mittlerweilen Fr. 682'800.
Die Sportbetriebe Brünnli AG dürfen sich mittlerweilen als erfolgreiches KMU mit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Teilzeitanstellung betrachten. Letztlich auch dank der schlanken Strukturen mit einer nebenamtlich tätigen Geschäftsleitung. Trotz der erwachsenen Konkurrenz auf verschiedenen Anlagen und den neuen Eissportstätten in der Region ist und wird auch zukünftig die Auslastung sehr gut sein. Vorallem auch dank einer marktgerechten Preispolitik. Seit Jahren konnten aus dem laufenden Ertrag die notwendigen Abschreibungen getätigt und auch (Ersatz-)Investitionen vorgenommen werden (so bspw. die Beschaffung einer neuen Bandenanlage im Jahr 2012). Die Sporthalle erlaubt nun eine deutliche Ausdehnung des Eisbetriebes, aber auch eine effizientere Sommernutzung, wobei mit dem Unihockeyfinalspiel zwischen den Tigers Langnau und Wiler-Ersigen im April 2007 der bisherige Höhepunkt erreicht wurde..
Auch wenn die Geschichte der Sportbetriebe Brünnli AG von steten Einsprachen begleitet ist, darf aber nicht übersehen werden, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung und die politischen Behörden sich stets klar für die Kunsteisbahn in Hasle eingesetzt haben und eingestanden sind.
Die neue Sporthalle Brünnli stellt mittlerweilen auch ein Standortvorteil der Region dar und führt zu einem Bekanntheitsgrad weit über die Gemeindegrenzen hinaus.