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Die Idee der zentralisierten Stadtverwaltung ist nicht neu. Bereits 1992 wurde das Projekt eines Alters- und Verwaltungszentrum (AUV) am heutigen Standort des AZ Grampen heiss diskutiert und schlussendlich fallen gelassen. Die aktuelle Diskussion startete bereits 2003, der Verlauf ist der untenstehenden Chronologie zu entnehmen:
17.11.2003: Motion von Gemeinderätin Andrea Schmidhauser, welche den Zusammenschluss der verschiedenen Verwaltungsstandorte forderte.
2004: Der Stadtrat führt zwei Workshops zum Thema zentrale Stadtverwaltung durch.
24.01.2005: Abschreibung der Motion und Umwandlung des Anliegens in ein Postulat (Motionsantwort/Postulat).
13.07.2005: Postulatsantwort des Stadtrates mit Hinweis auf drei mögliche Standort (Hertiquartier, Tennisplätze, Seematt)
2006: Der Stadtrat prüft zwei konkrete Projekte im Bereich der Überbauung Seemat (Projekte der Fuchs AG bzw. Oskar Meier AG).
2007: Der Stadtrat führt Verhandlungen mit der Oskar Meier AG über die Zusammenlegung der Verwaltung in der neuen Überbauung Seematt.
12.12.2007: Weisung und Antrag des Stadtrates an den Gemeinderat für eine zentrale Stadtverwaltung in der Seematt-Überbauung (Mietlösung!).
Januar 2008: Die FDP erstellt ein konkretes Vorprojekt für eine Verwaltung auf den Tennisplätzen (inkl. Kostenschätzung). Das Projekt zeigt, dass eine kostengünstige Lösung auf stadteigenem Land erstellt werden kann.
09.04.2008: Aufgrund des parteiübergreifenden Widerstandes gegen eine Mietlösung, ändert der Stadtrat den Antrag in eine Kauflösung in der Überbauung Seematt.
19.05.2008: Der stadträtliche Antrag wird vom Gemeinderat mit klarem Auftrag zurück gewiesen (überteuerter Kaufpreis). Der Stadtrat hat den Auftrag einen Vorschlag für einen Eigenbau auf stadteigenem Land auszuarbeiten.
2008/2009: Stadtrat überprüft mögliche Standorte und trifft Vorausscheidung für neues Projekt an der Hans-Haller-Gasse.
03.02.2010: Antrag und Weisung an den Gemeinderat für einen Planungskredit für das
ZVG an der Hans-Haller-Gasse (kombinierte Eigenlösung mit privatem Investor).
12.04.2010: Der Gemeinderat steht bereits zu diesem Zeitpunkt dem Projekt skeptisch gegenüber, genehmigt aber einen reduzierten Planungskredit für weitere Vorabklärungen mit klaren Auflagen (Grenz-/Näherbaurechte, Denkmalpflege/Ortsbildschutz, Eigenanteilquote, etc.).
Juni 2010: Reformierte Kirchgemeinde gibt gestützt auf vorhandene Servitute negativen Entscheid zu Grenz- und Näherbaurecht bekannt.
06.09.2010: Anfrage von Gemeinderat Patrick Tantanini bezüglich dem negativen Entscheid der Kirchgemeinde und aktuellem Stand. In seiner damaligen Antwort weist der Stadtpräsident darauf hin, dass man bereits Lösungen ohne das Grenz- /Näherbaurecht prüfe und man in gutem Kontakt mit der Denkmalpflege/Heimatschutz stehe.
04.04.2011: Erneute Anfrage von Patrick Tantanini bezüglich des aktuellen Stands der Projektarbeiten. Der Stadtrat versicherte damals, dass erste Resultate bezüglich des Ortsbild- und Heimatschutzes vorliegen und man momentan das Raum-programm erarbeite. Er stelle einen
möglichen Baubeginn im Jahr 2014 in Aussicht.
Juni 2011: Die zuständige Fachkommission 4 lädt Stadtrat Willi Meier ein, konkrete Fragen zum aktuellen Planungsstand an einer Kommissionssitzung zu beantworten. Die entsprechende Sitzung findet im August 2011 statt.
05.09.2011: Anlässlich der Gemeinderatssitzung gibt der zuständige Stadtrat bekannt, dass am vorgesehenen Standort Hans-Haller-Gasse kein zentrales Verwaltungsgebäude möglich sei. Abklärungen hätten ergeben, dass aufgrund der reduzierten Fläche (fehlendes Grenzbaurecht!) der Neubau nicht ortsbildverträglich wäre (Denkmalpflege und Heimatschutz!).
Juni 2013: Völlig überraschend und ohne jegliche Debatte im Gemeinderat geht der Stadtrat einen kostspieligen Mietvertrag im OM-Haus über 1‘500 m2 Bürofläche ein, zu einem Mietpreis von 420‘000 Franken pro Jahr (auf 1500 m2 sind 50 bis 80 Arbeitsplätze möglich!!!)
bis heute: Obwohl aus der umfangreichen Vorgeschichte und den entsprechenden Abklärungen nur noch der Standort Tennisplatz zwischen Stadthalle und Feuerwehrgebäude in Frage kommt, beginnt der Stadtrat erneut mit der Evaluation möglicher Grundstücke. Er gibt bekannt, er habe sich für ein ZVG in der Herti entschieden, da auf dem Tennisplatz die notwendige Bürofläche nicht realisiert werden könne. Abklärungen ergeben, dass auf dem Areal Tennisplatz mindestens dieselbe Bürofläche realisierbar ist wie in der Herti.
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