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Im Camp 6 des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo leben noch circa 40 Gefangene. US-Präsident Obama will vor dem Ende seiner Amtszeit noch 19 Inhaftierte in andere Länder überstellen.
KEYSTONE/AP/BEN FOX(sda-ats)
Die USA überstellen trotz der Proteste des künftigen Präsidenten Donald Trump in Kürze vier Insassen des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo nach Saudi-Arabien. Regierungsvertreter kündigten dies am Mittwoch an.
Bis zu 15 weitere Gefangene sollen noch folgen, bevor Präsident Barack Obama sein Amt am 20. Januar an Trump abgibt. Sollte alles nach Plan verlaufen, würden dann noch etwa 40 Menschen in dem umstrittenen Militärlager auf Kuba einsitzen. Als Obama 2009 in seine erste Amtszeit startete, waren es noch 242 Gefangene.
Obama wollte das Gefängnis eigentlich vollständig schliessen. Er scheiterte jedoch am Widerstand im Kongress. Trump hatte gefordert, niemanden mehr aus dem unter Präsident Georg W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eröffneten Lager zu entlassen.
Er will Guantanamo weiter nutzen. Dort werden mutmassliche Terroristen festgehalten - oftmals ohne Anklage. Das und die Haftbedingungen haben den USA international viel Kritik eingebracht.
SDA-ATS