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Seit rund einem Monat ist ein Container mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Boma, einer Hafenstadt im Westen der Demokratischen Republik Kongo. Absender ist der gemeinnützige Verein Rock & Pearl Ministry, der seinen Sitz in Büchslen hat. «Alleine im Jahr 2014 haben wir fünf Container in den Kongo spediert», sagt die Präsidentin Margret Kurz. Die Lieferungen und deren Verteilung würden jeweils von der Regierung kontrolliert. Auch vor Ort sei ein Team von Rock & Pearl. Die Hilfsgüter sollen das Kleingewerbe ankurbeln und Ausbildungsplätze schaffen. Zudem unterstützt Rock & Pearl ein Waisenhaus in Boma.
Das von Misswirtschaft, Bürgerkriegen und Korruption gebeutelte Land gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Sterberate ist hoch, Hauptursachen sind Unterernährung und mangelnde medizinische Versorgung. «Die meisten Kongolesen leben in bitterer Armut. Sie werden von keinem staatlichen Sozialnetz aufgefangen und kämpfen schlicht ums tägliche Überleben», erzählt Kurz. Dass bei fehlender Schul- und Ausbildung vielen die Perspektiven fehlen, ist naheliegend: «Unsere Vision ist deshalb, ein Dorf mit verschiedenen Ausbildungszentren und einem Landwirtschaftsbetrieb aufzubauen», so die Präsidentin. Der steuerbefreite Verein konnte zu diesem Zweck 27 Hektaren Land erwerben und bereits die nötigen Maschinen und Werkzeuge liefern. Ingenieure und Handwerker aus dem Kongo sind ins Projekt mit einbezogen: «Dieses Jahr setzen wir den Schwerpunkt beim Aufbau einer Informatikabteilung und eines Schneiderateliers», erklärt die 66-Jährige, die von 1976 bis 1982 in Tansania arbeitete. mkc