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Die vom Verwaltungsrat festgelegte Lohnpolitik der BKW leitet sich direkt aus der Strategie der BKW ab und bezweckt insbesondere die Förderung der langfristigen Unternehmensinteressen. Die BKW strebt über sämtliche Funktionen hinweg eine marktgerechte Vergütung an, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität und anderen demografischen Merkmalen. Entlöhnt werden Kompetenz und Verantwortung sowie erbrachte Leistung mit Fokus auf die Strategieumsetzung und das Unternehmensergebnis. Um markt- und leistungsgerechte Gesamtvergütungen zu gewährleisten, überprüft die BKW regelmässig, dass die Salärbänder der einzelnen Berufsgruppen dem Marktmedian entsprechen.
Das Vergütungssystem der BKW für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung ist einfach und auf Stabilität ausgerichtet. Es sorgt dafür, dass die Interessen des Verwaltungsrats, der Konzernleitungsmitglieder und der Aktionäre gleichgerichtet sind. Zudem soll es gewährleisten, dass für diese entscheidenden Funktionen die besten Personen im freien Markt rekrutiert werden können.
Im Rahmen dieser Lohnpolitik überprüft die BKW ihr Vergütungssystem auch für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung regelmässig. Die BKW hat das spezialisierte Beratungsunternehmen HCM International AG mit der Prüfung der Konzernleitungsvergütungen beauftragt. Die Ergebnisse werden im Verlauf des Jahres 2020 vorliegen und in die Vergütung von Konzernleitung und CEO ab dem Jahr 2021 einfliessen.
Im Hinblick auf die Überprüfung des Lohnsystems wurde ein Marktvergleich der Vergütung der CEO durchgeführt (Vergleichsjahr 2018). Um die Spezifika der BKW gebührend zu berücksichtigen, wurde die Vergütung anhand verschiedener Vergleichsgruppen börsenkotierter Unternehmen bewertet:
Da sich bei den Energiekonzernen und Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung der öffentlichen Hand kaum Unternehmen bezüglich Grösse, Börsenkotierung, Tätigkeitsbereiche und verfügbarer Informationen vergleichen lassen, konnte bei diesen beiden Kategorien jeweils nur ein Unternehmen in die Betrachtung miteinbezogen werden. Insgesamt wiesen beide Unternehmen ein ähnliches Gesamtvergütungsniveau auf. Jedoch entfällt bei der BKW im Vergleich zum Energiekonzern ein vergleichsweise hoher Anteil auf gebundene Aktien, womit das damit verbundene Kursrisiko grösser ist und die Realisierungsperiode der CEO der BKW deutlich länger ausfällt. Verglichen mit dem börsenkotierten Unternehmen mit staatlicher Mehrheitsbeteiligung bestehen deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung der einzelnen Vergütungselemente. Bei einer ähnlich hohen Grundvergütung fällt die kurzfristige variable Vergütung der BKW CEO deutlich tiefer aus, während der langfristig ausgelegten Vergütung in gebundenen Aktien eine höhere Bedeutung zukommt. Der Marktvergleich mit den Industrieunternehmen zeigt, dass die Gesamtvergütung der CEO der BKW im Mittelfeld, jedoch deutlich unter Median liegt. Wird auch die Performance der Vergleichsunternehmen (gemessen am Total Shareholder Return und dem Total Share Revenue) berücksichtigt, ergibt dies infolge der überdurchschnittlich starken Entwicklung der BKW eine niedrige Positionierung der CEO-Vergütung.
Die BKW hat zudem einen Vergleich der Vergütung der Verwaltungsratspräsidenten der vorstehenden Unternehmen mit der Gesamtvergütung des Präsidenten der BKW durchgeführt (Vergleichsjahr 2018). Im Vergleich zu den Industrieunternehmen, welche insgesamt eine sehr hohe Streuung von rund 150 TCHF bis zu 6 150 TCHF aufweisen, liegt die Vergütung des BKW Präsidenten mit 387 TCHF im unteren Bereich und auch deutlich unter der Entschädigung der Verwaltungsratspräsidenten des Energiekonzerns und des öffentlich beherrschten Unternehmens.