Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/100

Für Marcel Hirscher geht die WM mit dem Riesenslalom vom Donnerstag so richtig los. Vor dem Rennen gibt Hirschers Freundin private Details bekannt.
Laura Moisl, die studierende Model-Freundin von Marcel Hirscher, spricht in der Kronen-Zeitung über die Qualitäten des Überfliegers im Haushalt und räumt ein: «Das bleibt an mir hängen. Aber er ist schon braver geworden.»
Allerdings besitzt Hirscher in der Küche durchaus Potential. Moisl: «Marcel ist ein ausgezeichneter Koch. Das tut er ja auch wahnsinnig gern.»
Morgen muss sich Hirscher aber aufs Skifahren konzentrieren. Reicht es für das erste WM-Gold in einem Einzelwettkampf?
Österreich fiebert dem grossen Riesenslalom-Showdown zwischen Marcel Hirscher und Ted Ligety entgegen. Hirscher versucht sich als Tiefstapler.
Es kündigt sich als DAS Duell der Weltmeisterschaften in Schladming an: Marcel Hirscher, Österreich, gegen Ted Ligety, USA. Zwei Draufgänger, zwei Zauberer zwischen den Toren, die am Freitag wieder Riesenslalom-Kunst an der Grenze zur Perfektion aufführen werden.
Hirscher tut so, als habe er sein Minimalziel mit dem Gewinn der (Gold-)Medaille im Team Event schon erreicht. Ein rein taktisches Manöver, um den immensen Druck einer ganzen Nation zu dämpfen. «Der Ted hat sicherlich die besten Chancen», sagt Hirscher. «Mit zwei Goldmedaillen fährt es sich leichter. Er wird schwierig zu biegen sein.»
Hirscher hat in Schladming schon andere extreme Drucksituationen gemeistert. Beim letztjährigen Nachtslalom reagierte er auf die Polemik wegen angeblicher Einfädler und den Zwist mit Ivica Kostelic mit einem beeindruckenden Sieg. Beim Weltcup-Finale knapp zwei Monate später entschied Hirscher den Kampf um den Gesamtweltcup gegen Beat Feuz für sich.
Und beim Team Event am Dienstag brillierte Hirscher mit den besten drei Laufzeiten des Abends. «Die Vorstellung gehört zu meinen besten in Parallelrennen», sagt er. «Ich bin in Topform, aber keine Maschine oder Schweizer Uhr.»
Sollte Rivale Ligety nach dem Super-G und der Super-Kombi auch den Riesenslalom gewinnen, wäre das der grösste Goldrausch eines Skifahrers seit den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble, wo Jean-Claude Killy Olympiasieger in allen vier Disziplinen wurde (den Super-G gab es damals noch nicht).