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Dr. Lea Rutishauser publizierte in der Mai-Ausgabe von „HR Today“ einen Artikel zum Thema „Ethik in der Führung“:
Medien berichten regelmässig über Fehlverhalten von zentralen Führungspersonen, zum Beispiel im Postauto-Skandal oder bei der Raiffeisen Bank. Müssen wir Moral und Ethik in der Führung hinterfragen? Die drei Forscher Lemoine, Hartnell und Leroy aus den USA und den Niederlanden haben eine Literaturanalyse mit mehr als 300 Studien durchgeführt und verschiedene Arten moralischer Führung untersucht. Dabei unterscheiden die Forscher drei Führungstypen:
- Ethische Leader agieren fair und ehrlich. Sie demonstrieren normativ korrektes Verhalten gemäss Regeln und Richtlinien des Unternehmens und setzen dieses bei den Mitarbeitenden durch.
- Servant Leader fühlen sich nicht nur für den Erfolg ihres Unternehmens moralisch verantwortlich, sondern auch für die Mitarbeitenden, Kunden und andere Stakeholder. Sie verfolgen das Ziel, ein möglichst gutes Resultat für alle zu erreichen.
- Authentische Leader bilden durch ständige Reflexion und Selbstoptimierung ihren eigenen moralischen Kompass. Sie agieren nach Werten, die sie für richtig halten, und erreichen durch konsistentes Verhalten und Emotionen eine hohe Handlungsintegrität.
Die Forschergruppe beschreibt die drei verschiedenen Führungstypen in einem Interview eingängig am Beispiel der «Star Trek»- Filmreihe: Mr. Spock sei ein ethischer Leader, der sich stets auf Normen und Regeln beziehe. Dr. «Pille» McCoy hingegen ein Servant Leader, der versuche, für alle da zu sein und zu sorgen. Captain Kirk höre als authentischer Leader zwar alle an, tue aber nicht zwingend das, was die Regeln vorschreiben oder was von ihm erwartet werde, sondern das, was er für richtig halte.
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