Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/1104

Beim Bau der neuen Hinterrheinbrücke der Rhätischen Bahn (RhB) bei Reichenau erfolgt diese Woche der letzte Hub des Raupenkrans.
Dabei wird ein 75 Meter langes und 270 Tonnen schweres Element auf den bereits montierten Teil der zweiten Hinterrheinbrücke gehoben.
Anschließend wird dieses Element auf dem bestehenden Brückenteil über den Hinterrhein und die A13 geschoben.
Diese wird zu diesem Zweck in jener Nacht gesperrt.
Das Projekt
Seit über 100 Jahren vereinen sich die Albulalinie und die Surselvalinie der Rhätischen Bahn (RhB) im Raum Reichenau-Tamins auf der feingliedrigen Hinterrheinbrücke, wo sich die beiden Bahnlinien Richtung Domleschg / Albula / Engadin / Puschlav und Richtung Surselva, Uri, Wallis aufteilen.
Mit dem stetigen Angebotsausbau und im Speziellen mit dem Angebotskonzept «Retica 30» vermag die einspurige Trassierung die betrieblichen Anforderungen nicht mehr zu erfüllen.
Für die Erhöhung der Fahrplanstabilität sind ein zweites Bahntrassee und damit die Trennung der beiden Linien erforderlich.
Den Kernpunkt des Projektes bildet die neue Hinterrheinbrücke, eine 200 m lange Stahlbrücke über den Hinterrhein und die A13.
Sie trägt den Namen «Sora Giuvna» (Rhätoromanisch für «kleine Schwester») und ist das Siegerprojekt aus einem internationalen Projektwettbewerb. Gemäß Planung sollte die neue Brücke anfangs November 2018 in Betrieb genommen werden.
Quellenangabe Fotos: RhB/Claudio Beeler.