Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/1807

(lat. Punica granatum, frz. grenadier, engl.
Pomegranate). Dieser Baum oder Strauch, in unseren Gewächshäusern gefüllt blühend häufig vorkommend, wächst überall
in Südeuropa und Nordafrika teils kultiviert, teils verwildert und dient bei uns wegen der schön hochroten
Blüten als Ziergewächs. Die Früchte schmecken süß und werden im Süden als Obst genossen; die Fruchtschalen sind sehr
reich an Gerbsäure und werden deshalb in Südeuropa häufig zum Schwarzfärben verwendet. Die
Granatäpfelblüten, die von
gefüllten Exemplaren genommen werden, sind auch getrocknet noch lebhaft rot gefärbt und kommen zuweilen noch im
Handel vor. Der rote Farbstoff ist in der Färberei nicht mehr in Gebrauch. - Die Wurzelrinde (cortex radicis granatorum)
ist ein längst bekanntes und sehr wirksames Bandwurmmittel, während der Holzkörper der Wurzel unwirksam ist. Sie schmeckt
beim Kauen herb und bitter und färbt den Speichel gelb, so lange sie nicht zu alt und dadurch unwirksam
geworden ist. Gewöhnliche Ware besteht ganz oder größtenteils aus röhrigen Stücken, die nicht von Wurzeln, sondern von
Ästen genommen sind, und gilt für weniger wirksam. Wegen echter Wurzelrinde hat man sich an eine sichere Quelle zu wenden.
Man bezieht die Granatwurzelrinde gewöhnlich aus Italien oder Griechenland. - Zoll: Frische Granaten
gem. Tarif im Anh. Nr. 25 h 1; Schalen davon Nr. 25 p
2; Granatblüten und Rinde zollfrei.