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Auf dem Timotheus-Blog ist ein Artikel "Soll ich die Gemeinde wechseln?" erschienen. Was sind die zentralen Kriterien, um zu einer Entscheidung über dieser Frage zu kommen? Wie kann man sie von einer Konsumentenhaltung unterscheiden?
Die Reformatoren waren vor 500 Jahren gezwungen, ihre Position bezüglich der Kirche schlechthin zu klären. Obwohl sie sich anfänglich als Erneuerung der (Katholischen) Kirche betrachtet hatten, fanden sie sich unwillkürlich ausserhalb der einen christlichen Kirche vor. Das Niederländisch-Reformierte Bekenntnis von 1561, Artikel 29, formulierte eine Generation später eine bündige Definition. »Die Kennzeichen, durch welche die wahre Kirche sich von jenen (falschen) unterscheidet, sind diese: wenn sich die Kirche der reinen Predigt des Evangeliums und der lauteren Verwaltung der Sakramente nach der Einsetzung Christi bedient; wenn sie sich der Kirchenzucht recht zur Besserung der Fehler bedient; wenn sie schließlich (damit wir alles mit einem Wort zusammenfassen) alles nach der Vorschrift des Wortes Gottes tut und alles, was ihm widerstreitet, von sich weist und Christus als einziges Haupt anerkennt.«
Das Bekenntnis nennt die reine Predigt des Evangeliums an Hauptkriterium einer Gemeinde. So wie Paulus die Ältesten der Gemeinde in Ephesus anwies, den vollen Ratschluss Gottes zu verkündigen (Apostelgeschichte 20,27). Wie kann dies geschehen? Ich greife hier auf das zentrale Begriffspaar von Gesetz und Evangelium zurück und konkretisiere sie für unsere Fragestellung.