Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/856

Im April sprach der Internationale Währungsfonds (IWF) der Ukraine für ihre angeschlagene Wirtschaft einen Kredit von 17 Milliarden Dollar zu – ein riskantes Rettungspaket, hiess es damals.
Vier Monate später wird klar: Das Land braucht mehr als doppelt so viel Geld. Der IWF spricht von zusätzlich benötigten 19 Milliarden, sollten die Kämpfe zwischen ukrainischen Soldaten und pro-russischen Separatisten weitergehen. Sollten die Auseinandersetzungen in den nächsten Monaten hingegen abflauen, würde die 17-Milliarden-Hilfe weitgehend ausreichen.
Ukraine kann Kreditauflagen nicht erfüllen
Angesichts der Kämpfe sowie des Gas-Streits mit Russland ist die Ukraine laut IWF zwar nicht in der Lage, alle seine bisherigen Kredit-Verpflichtungen zu erfüllen. Doch weil das Land bei den meisten Auflagen auf Kurs sei, könnten nun bereits 1,7 Milliarden Dollar ausgezahlt werden, teilte der IWF mit. Die nächste Zahlung von 2,7 Milliarden Dollar sei im Dezember fällig, falls die Ukraine sich an die Auflagen halte.
Zwei Jahre Laufzeit
Ende April hat der IWF der Ukraine den Milliarden-Kredit über zwei Jahre zugesagt. Das Geld wird u.a. von der EU, Kanada und Japan beigesteuert. Der Kredit soll das Land finanziell stabilisieren und ein Wirtschaftswachstum ankurbeln. Die Ukraine muss dafür seine Finanzen ordnen und die Korruption bekämpfen.