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Das Wasser im Porenraum von Böden, die Bodenlösung, enthält gelöste mineralische Nährstoffe, die für das Wachstum und die Vitalität von Pflanzen und Bodenorganismen essenziell sind.
Säureeinträge aus der Atmosphäre können die chemische Beschaffenheit des Sickerwassers und damit der Bodenlösung beeinflussen. Als Folge davon kann sich die Bodenversauerung beschleunigen. Dies führt nicht nur zu Nährstoffverlusten, sondern kann auch die Konzentration von sauren Kationen (z. B. Aluminium) erhöhen. Diese wirken toxisch auf Wurzeln und können das Wurzelwachstum hemmen.
Die laufende Analyse der chemischen Zusammensetzung der Bodenlösung dient der Überwachung der Versauerungsprozesse und des Nährstoffhaushaltes des Bodens im Wurzelbereich.
Die Bodenlösung wird mit Lysimetern in vier Bodentiefen (direkt unter der Streu, 15 cm, 50 cm, 80 cm) alle zwei Wochen abgesaugt. Die Proben werden im Labor gemischt, filtriert und chemisch analysiert.
Als Folge der sinkenden atmosphärischen Schwefeleinträge haben auf den meisten LWF-Flächen die Konzentrationen von Sulfat im Oberboden abgenommen (Abb. 3).