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Informationen
Collapse Poem bildet zwei sich aufeinander beziehende räumliche Settings. Ob der Kollaps noch droht oder bereits in der Vergangenheit liegt, ist offen. In-Sich-Zusammenfallen und Sich-Wiederaufbauen, verdinglicht in rotierenden Apparaturen und geschichtetem Baustein, sind zwei materielle Mechanismen, die den Motor der verschiedenen Strukturen in der Ausstellung bilden. Der Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus ist durch ein aufblasbares Stoff-Labyrinth eingenommen – eine zweidimensionale Hülle, der durch das Befüllen mit Luft für die Dauer der Öffnungszeiten Räumlichkeit verliehen wird. Im Obergeschoss breitet sich eine noch unfertige oder bereits ruinenhafte Struktur im Raum aus. Hier eine fragmentarische Architektur, erbaut mit manuellem Aufwand, während dort die Raumstruktur durch einen technologischen Apparat in Bewegung und damit in Form gehalten wird. Jan Voriseks (*1987 in Basel, lebt und arbeitet in Zürich) instabile Rauminstallationen entstehen für spezifische Ausstellungssituationen und sind dadurch einer theatralen Zeitlichkeit unterworfen. Mit diesen atmosphärischen Assemblagen, bestehend aus gebrauchten und gefundenen, aber auch industriellen Materialien sowie klangerzeugenden Geräten, reflektiert der Künstler die Zirkulation von wiederverwerteten, oder hier auch geliehenen Materialien und Sound. Im Rahmen der Ausstellung erscheint Jan Voriseks Künstlerbuch Image Distortion Continuum.