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Léo-Paul Robert - VERSION ALLEMANDE
Léo-Paul Robert (1851-1923) wuchs in einer sehr gläubigen Familie in der idyllischen Gegend des Ried-sur-Bienne auf, wo er die Grundlagen des Naturalismus erlernte. Er besaß eine außergewöhnliche Sensibilität und erbte das künstlerische Talent seines Onkels Léopold und seines Vaters Aurèle. Dieser vermittelte ihm die Grundlagen der klassischen Malerei.
Nach seinem Studium in München, Florenz und Paris begann Léo-Paul Robert eine vielversprechende Karriere. Weil es ihm nicht gelang, einen Sinn in seinen Werken zu finden, wenn sie nicht von Gott offenbart wurden, gab er im Jahr 1883 die Malerei auf. Erst drei Jahre später kehrte er mit den großen Wandgemälden, die er zwischen 1886-1893 für das Museum für Kunst und Geschichte von Neuchâtel schuf, zur Malerei zurück. Dieses imposante Werk ermöglichte ihm, seine künstlerische Berufung mit seinem Glauben in Einklang zu bringen und den Status eines „offiziellen“ Künstlers zu erlangen.
Obwohl er gern den Großteil seiner Kunst der religiösen Malerei gewidmet hätte, schuf er in diesem Bereich nur ein Glasfenster für die reformierte Kirche von Saint-Blaise und ein großformatiges Gemälde für die Kirche von Orvin. Die Werke des Schöpfers pries er vor allem in der Landschaft, aus der er seine Inspiration schöpfte. In den letzten Lebensjahren, die er in Orvin im Jorat verbrachte, schuf er ebenso poetische wie wissenschaftliche Darstellungen der Raupen und Vögel des Jura. Léo-Paul Roberts Malerei verfeinerte sich im Laufe der Jahre durch sein unermüdliches Streben nach Perfektion. Sein Ideal der Ökotheologie regt bis heute zu einer universellen Reflexion an, die sich bestens in den gesellschaftlichen und ökologischen Wandel unserer Zeit einfügt.
Olivier Gilliéron
Nach einer beruflichen Laufbahn im musikalischen Bereich, u. a. als Lehrbeauftragter an der HEMU (Haute Ecole de Musique), ist Olivier Gilliéron heute als Naturfotograf, Autor und Referent tätig. Er liebt die Einsamkeit, die Zurückgezogenheit und die unberührte Natur, was ihn als Fotograf an die entlegensten Orte der Schweizer Alpen und Nordamerikas führt. Er bietet verschiedene Kurse und Workshops zum Thema Tierfotografie an und realisiert gelegentlich Ausstellungen und Reportagen für die Fachpresse. Von 2019 bis 2021 veröffentlichte er bei den Éditions Attinger nacheinander „Alpes vaudoises, Territoire de pierres“, „L‘appel de l‘ours“ (in Zusammenarbeit mit seiner Frau) und „Le Cincle plongeur“. Seine Mutter Jacqueline Gilliéron-Robert ist eine Enkelin von Aurèle Robert, dem vierten Kind von Léo-Paul Robert und Berthe Robert-de-Rutté.
Editeur
Editions Château & Attinger
Prix public
CHF 69
Pages
192
Dimensions
230 x 310 mm
Parution
Juillet 2023
EAN13
9782940637980