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Man kennt es aus jeder Sitcom. Nach jeder Pointe ertönen offensichtlich aufgezeichnete Lacher. Doch weshalb werden die eigentlich eingespielt?
Diese aufgezeichneten Lacher nennt man „Lachkonserven“. 1950 wurde so eine erstmals in der The Hank McCune Show eingespielt. Man ging damals davon aus, dass Menschen, die alleine fernsehen, nicht lachen würden. Um sie zum Lachen zu animieren, spielte man diese Lachkonserven ein.
Weiter spielt hier noch ein psychologischer Effekt eine grosse Rolle und dürfte auch der Grund sein, weshalb diese Lachkonserven heute noch eingesetzt werden. Bekanntlich ist Lachen ansteckend. Wenn dann also im Hintergrund gelacht wird, finde ich als Zuschauer die Szene meistens automatisch lustiger. Mein Selbsttest bei einer Folge von „The Big Bang Theory“ hat dies durchaus bewiesen. Selbst bei Szenen, welche ich eher fad gefunden habe, musste ich zumindest schmunzeln.
Allerdings werden viele Sitcoms tatsächlich vor Publikum aufgezeichnet. Dies aus dem Grunde, dass die Lacher authentischer und abwechslungsreicher tönen. So kommen auch Applaus, Zwischenrufe oder Stöhnen vor. Bei der Synchronisation solcher Aufzeichnungen muss jedoch häufig auf Lachkonserven zurück gegriffen werden. Dies, weil durch die Übersetzung andere Dialoge entstehen und dadurch die Lacher zeitlich nicht mehr passen würden.
Ich persönlich möchte diese Lachkonserven nicht mehr missen. Für mich sind sie das Salz in der Suppe. Ohne sie wären Sitcoms doch extrem fade.