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Die Recherche zu ihrer eigenen französisch-algerischen Geschichte lenkte die Aufmerksamkeit der Künstlerin auf Denkmäler und Statuen, die den algerischen Unabhängigkeitskrieg heil überstanden und von der französischen Regierung als so bedeutend erachtet wurden, um abgebaut, auf dem Seeweg transportiert und in Frankreich, meist in ländlichen Gegenden ohne direkten Bezug zu der dargestellten historischen Figur oder dem Ereignis wieder aufgebaut zu werden. Dieser Prozess der ‘Rückführung’ fand zwischen 1962 und 1964 statt. Umfangreiche Recherchen ergaben, dass von diesem Kapitel der Geschichte nur wenige textliche und bildliche Spuren erhalten blieben. Mit einem dekolonialen Ansatz zielt Kaiser darauf ab, neue Bilder und Texte zu erschaffen, indem sie das nicht existierende, nicht archivierte oder verlorene Bild neu erfindet oder re-fiktionalisiert und einen filmischen Essay dreht. Der Essay basiert sowohl auf ihrer eigenen Forschung als auch auf ihrem Austausch mit zahlreichen Expert:innen.
Camille Kaiser ist Künstlerin und Forscherin. Sie lebt in Genf. 2016 absolvierte sie das CCC-Masterprogramm (Critical Curatorial Cybernetic Studies) an der HEAD Genève.