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Um komplizierte Klimaauswirkungen zu berechnen oder nach Leben im All zu suchen, braucht es Supercomputer. Sie stehen in Universitäten und Militäreinrichtungen, in großen Firmen und privaten Forschungsabteilungen. Die größten Superrechner werden alljährlich in einer Top500-Liste veröffentlicht.
Angeführt wird diese Liste derzeit vom Summit In den Oak Ridge Laboratories in den USA. Er ist über 120.000 Teraflops schnell und wird für physikalische Berechnungen eingesetzt. Insgesamt sind über 9000 CPUs mit 21 Kernen eingebaut. Der Energiebedarf liegt bei 15.000 Kilowatt.
Auf Platz zwei liegt Sunway Thaihu Light, ein Rechner, der im National Supercomputing Center in Wuxi in China steht. Er rechnet mit 93.000 Teraflops und verbraucht dabei ebenfalls etwa 15.000 kW. Die 40.000 Prozessoren sind eigens für den Rechner entwickelt worden. Er erfüllt sowohl wissenschaftliche als auch kommerzielle Aufgaben.
Den dritten Platz hat Sierra inne, ebenfalls ein Rechner in den USA, dessen Geschwindigkeit mit 71.000 Teraflop angegeben wird. Er wird von IBM-Prozessoren angetrieben und für komplizierte Berechnungen eingesetzt, zum Beispiel die Simulation von Atombomben-Angriffen.
Der größte Rechner in Europa steht in der Schweiz, heißt Piz Daint und gehört dem Swiss National Supercomputing Centre. Mit einer Geschwindigkeit von 19.000 Teraflops liegt er noch in den Top10 der schnellsten und größten Rechner der Welt. Auch sein Einsatzgebiete sind wissenschaftliche und kommerzielle Anwendungen.
Hazel Hen ist der Name des größten deutschen Superrechners. Er ist aus einem Aray Aries Netzwerk gebaut, das aus 7712 Nodes mit je 24 Kernen (Intel Xeon E5-2680 v3, 30M Cache, 2,50 GHz) besteht. Mit knapp 5.000 Teraflops liegt er aber um einiges unter der Leistungsfähigkeit der besten Rechner, kann sich aber ebenfalls noch in den Top20 behaupten. Er steht im Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart.