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«China im Bürgerkrieg. Im Zug von Peking nach Shanghai begegnen sich der britische Kolonialoffizier Captain Donald Harvey und die ‹Lebedame› Shanghai Lily. Ehe sie ihren Ruf ruinierte, verband die beiden ein Liebesverhältnis, das der eifersüchtige Harvey löste. Auf der Reise scheinen sie erneut zueinander zu finden. Dann aber kapern Rebellen den Zug und nehmen den Captain als Geisel. Lily will sich für ihn opfern …
‹Vom Himmel kam das erste Licht›, schreibt Josef von Sternberg in seinen Memoiren, ‹und es sei darauf hingewiesen, es kam von oben und nicht von unten›. Dementsprechend umgibt der Filmschöpfer seinen weiblichen Star mit einer vom Atelierhimmel herabstrahlenden Gloriole, die Marlene Dietrich jeweils nach seinen Bedürfnissen als verführerischen Vamp oder – im Gebet für den Geliebten – als Madonna stilisiert.
Dabei erweisen sich der Regisseur und sein Kameramann Lee Garmes als Meister der Schwarz-Weiss-Inszenierung: ‹Ein weißer Lichtstrahl, richtig eingesetzt, kann sehr viel wirkungsvoller sein als alle wahllos benutzten Farben auf dieser Welt. Das wahrhaft große Spektrum von Schwarz und Weiss mit seinen zahllosen Nuancen vermag jedes gewünschte visuelle Drama entstehen zu lassen.›»
(Quelle: Archiv der Berlinale)
Vor der Vorstellung führt der Filmpublizist Thomas Binotto ins Werk ein.