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Bootshaus
Wechselvolle Geschichte
Das Bootshaus des Seeclub Küsnacht, die Zehntentrotte, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit einer langen Geschichte. In den Unterlagen der Gemeinde Küsnacht wird die Trotte im Jahr 1290 erstmals urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten befand sich das Gebäude über längere Phasen hinweg im Besitz der Kirche sowie in staatlicher und privater Hand und durchlief mehrere Aus- und Umbauten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden bei einer Fassadenrenovation unter einer Putzschicht 500 Jahre alte Fresken wiederentdeckt und freigelegt.
Als der Seeclub 1934 gegründet wurde, war der Psychiater Theodor Brunner Besitzer der Trotte. Er vermietete dem ruderbegeisterten Max Wettstein einen Teil des Gebäudes als Bootshaus. 1950 kaufte die Gemeinde Küsnacht die historische Liegenschaft und überliess sie weiterhin dem Seeclub. Heute beherbergt das Gebäude das Bootslager sowie Umkleideräume und Duschen, einen Kraftraum, eine Werkstatt und einen Clubraum. Im Jahr 2018 finden in der Trotte umfangreiche Umbauarbeiten statt, mit denen die Raumnutzung optimiert wird sowie veraltete Installationen erneuert und aktuelle feuerpolizeiliche Auflagen erfüllt werden.