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In Italien hat eine landesweite Protestaktion gegen die geplante Bildungsreform das gesamte Schulwesen des Landes praktisch zum Erliegen gebracht. An Kundgebungen nahmen Zehntausende teil, vor allem Lehrer und Schüler.
Kundgebungen gegen die Reformpläne gab es unter anderem in Rom, Mailand, Palermo, Catania und Bari. Zu dem Proteststreik hatten die wichtigsten Gewerkschaften sowie Lehrer- und Elternverbände aufgerufen.
«Die gute Schule ... wirklich?»
Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi hatte die Reform der staatlichen Schulen unter dem Titel «Die gute Schule» angestossen. Renzi, der sich in Bozen in Südtirol aufhält, versicherte, seine Regierung höre die Protestrufe. Das Gesetzesvorhaben, das derzeit im Parlament beraten wird, ist unter dem Druck der Proteste bereits in einigen Punkten abgeändert worden.
Die Kritik der Gegner richtet sich unter anderem gegen eine geplante Erweiterung der Befugnisse der Schulleiter sowie Möglichkeiten zur privaten Finanzierung staatlicher Schulen.
Das Vorhaben, Leistungskriterien für die Beförderung der Lehrer einzuführen, wurde von den Gewerkschaften bereits abgeschmettert. Renzi hatte gleichwohl bekannt gegeben, dass für besonders verdiente Pädagogen Prämien in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro gezahlt werden sollen – eine Premiere in Italien.