Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/202094

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Bestimmungen zu schaffen, damit alle Jugendlichen mit Wohnsitz in der Schweiz bis zum erreichen des 16. Altersjahrs die öffentlichen Verkehrsmittel gratis benützen können und bis zum Erreichen des 25. Altersjahrs, abhängig von ihrem Einkommen, die Benutzung stark verbilligt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung des Motionärs, dass Anreize zur Benutzung der nachhaltigen Mobilität für junge Menschen wichtig sind, da sie ihr späteres Mobilitätsverhalten beeinflussen. Heute können Kinder bis zum 6. Lebensjahr in der Schweiz gratis den öffentlichen Verkehr nutzen, und junge Menschen bezahlen bis zum 16. Lebensjahr den halben Billetttarif. Hinzu kommen diverse Vergünstigungen, wie z. B. die Junior-Karte, Familien-Generalabonnemente und die Kinder-Mitfahrkarte. Das sind gute und bewährte Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche. Die ÖV-Branche weiss um die Wichtigkeit junger Menschen als Kundensegment und will sie nachhaltig an den öffentlichen Verkehr binden. Aus diesem Grund beschloss sie in der jüngsten Vergangenheit verschiedene neue Angebote. Das Halbtax für Jugendliche bis 25 Jahre kostet nur noch 100 Franken, und das neue "Seven 25"-Abo ermöglicht flexibles Reisen am Abend und in der Nacht auf dem ganzen GA-Gültigkeitsbereich zum Preis von 39 Franken pro Monat. Bis Ende 2020 kommen voraussichtlich weitere neue ÖV-Angebote für Jugendliche auf den Markt. Die Altersgrenzen sind schweizweit harmonisiert, orientieren sich an der Dauer der obligatorischen Schulzeit und sind auch mit den internationalen Partnern abgestimmt. </p><p>Mit den vom Motionär beantragten Anpassungen sind gewisse Einbussen bei den Billetteinnahmen zu erwarten. Die ungedeckten Kosten des ÖV würden grösser und müssten entweder von Bund, Kantonen und Gemeinden als Besteller des Regional- und Ortsverkehrs über die Abgeltungen getragen oder durch Tariferleichterungen direkt vom Bund bezahlt werden. </p><p>Der Bundesrat lehnt es ab, mit gezielten Verbilligungsmassnahmen in die Tarifstruktur im öffentlichen Verkehr einzugreifen. Heute liegt die Verantwortung zur Festlegung der Tarife und des Sortiments ausschliesslich bei den Transportunternehmen. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.