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Fulvio Bernasconi ist Tessiner, sein Boxerfilm Fuori dalle corde spielt vor allem in Italien, in Triest, aber auch in Kroatien, Deutschland und der Schweiz. Mike ist ein junger Boxer und seine Schwester, die ihn unterstützt, seit sie 15 war, hat alles auf ihn gesetzt. Als ihm in Deutschland die Lizenz entzogen wird und er in Italien auch nicht auf einen grünen Zweig kommt, lässt er sich auf klandestine Schaukämpfe im „fight club“ freestyle ein. Das ist einerseits ein klassischer Boxerfilm,mit allen Genrekonventionen, andererseits aber auch eine Höllenfahrt, inklusive mephistophelischem Sidekick und ausführlichen Norman-Mailer-Zitaten. Dabei merkt man dem Film hin und wieder an, dass ganze Sequenzen um Drehorte herum konstruiert wurden, um ein Trockendock im Hafen von Triest zum Beispiel, um eine Stahlbrücke für Fussgänger, oder um einen leeren Swimming Pool, in dem einer der Schaukämpfe stattfindet. Dieses Bild war auch die Initialzündung für das ganze Projekt, sagt Regisseur Bernasconi. Aber es ist schon eine reife Leistung, wie Bernasconi die Genrekonventionen und die Absehbarkeit der Geschichte immer wieder zu ihrem Vorteil wendet. Ich würde nicht so weit gehen wie Kollege Pierre Lachat, der dem Film einen Leoparden prophezeit, aber im bisherigen Wettbewerb steht Fuori dalle corde ganz gut da.