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Das, was einen Menschen ausmacht ist nicht die genetische Zugehörigkeit zur Gattung des Homo-Sapiens, sondern seine Eigenschaften, Fähigkeiten und Beziehungen(*). Und diese sind bei einem Fötus (noch) nicht gegeben. Man sollte sich mal überlegen, warum wir dem Menschen Sonderrechte zugestehen, die wir einer Kuh, einem Affen oder Elefanten nicht zugestehen, und man sollte sich überlegen, ob und warum der Schutz eines Elefanten anders ist, als der Schutz einer Gartenschnecke. Diese Kriterien können für die meisten von uns nicht auf «göttliche Schöpfung» zurückgreifen, sondern müssen rational erklärt werden; und selbst «göttliche Schöpfung» erklärt nicht, warum der Mensch zwar Hühner, Schweine, Kälber isst, aber bei Walen auf die Barrikaden geht, warum kann man Schneckenkörner streuen, nicht aber Elefanten schiessen. Wenn man diese Frage beantwortet hat, weiss man auch, warum ein Fötus weniger schutzwürdig ist, als ein Kleinkind, als ein geborener Mensch.
Und das Potential zum Menschen kann auch nicht als Argument genommen werden: Die Natur ist extrem verschwenderisch im Potential: Die Frauen verlieren jeden Monat ein Ei und der Mann täglich tausende von Spermien. Da wird das Potential von der Natur selbst vernichtet. Nur weil ein Spermium ein Ei trifft, ändert sich noch nichts grundsätzliches.
(*) (Nein, ich will in diesem Zusammenhang nicht darüber diskutieren, was für eine Implikation ene solche Definition auf behinderte haben könnte, das wäre ein ganz anderes Thema. Liefere mir eine bessere Definition, die ich auch akzeptieren kann, wenn Dir meine Definition nicht passt. Ausgeschlossen sind für mich genetische und religiöse Derfinitionen.)