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Für Schlagzeilen hat Ernesto Bertarelli (57), der eine kleine Beteiligung an Aston Martin hält, jüngst beim Formel-1-Grand-Prix von Monaco gesorgt. An der Rennstrecke wurde er Arm in Arm mit dem britischen Supermodel Naomi Campbell gesichtet; vor einem Jahr hatte er sich nach 21 Jahren von Kirsty Bertarelli (51), mit der er drei Kinder hat, getrennt. Unternehmerisch lief es für Bertarelli, der 2006 zusammen mit Mutter Maria Iris (82) und seiner Schwester Dona (54) den Familienkonzern Serono für über 16 Milliarden Franken an den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Merck verkaufte, in dem gesamtwirtschaftlich eher trüben Jahr jedoch überraschend gut.
Ein wichtiger Deal war etwa der Verkauf des rasant expandierenden Health-Care-Konzerns Affidea, der rund 320 Zentren in 15 Ländern betreibt und als führender Anbieter in der Sparte Diagnostik gilt. 1,6 Milliarden Euro soll die Groupe Bruxelles Lambert SA für das Unternehmen bezahlt haben. Davor gehörte Affidea zu Bertarellis Family Office Waypoint Capital, bei dem es ebenfalls eine Veränderung gab: Anfang Jahr hat es sich in B-Flexion umbenannt. In dem komplexen Gebilde sollen nach eigenen Angaben «Familienwerte, echtes unternehmerisches Denken und institutionelle Private-Equity-Disziplinen» miteinander verschmelzen. Investiert wird etwa in Infrastruktur, Technologie, Immobilien, der Hauptfokus liegt jedoch auf den Bereichen Biowissenschaften, Gesundheitsdienste und digitales Gesundheitswesen.
Mit seiner Schwester Dona, die sich unter anderem als UNO-Sonderbotschafterin, Investorin, Philanthropin und Meeresschützerin engagiert, teilt Ernesto die Leidenschaft fürs Segeln. Dem Vernehmen nach investiert er aktuell 100 Millionen Dollar, um mit Alinghi in einem Joint Venture mit Red Bull als Alinghi Red Bull Racing die Ausscheidung für den nächsten America’s Cup zu bestreiten.
(Stand: November 2022)