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Mikrohämaturie und Harnwegsinfekte, Nierentrauma vs. Mikrohämaturie und Harnwegsinfekte, Teilhydronephrose, Refluxnephropathie
Links im Bild: Es liegt hier ein upper calix Syndrom (Kelchdivertikel) vor mit einem Engnis der Kelchhälse am Uebergang zum Nierenbecken und Erweiterung derselben zufolge Rückstau des Harns. Beachte Kerbe in der lateralen Nierenkontur. Dabei ist die Breite des Parenchyms sowohl des Oberpols als auch der Restniere in etwa die gleiche. Die Anamnese ergibt ein stumpfes Trauma Grad 3 der rechten Niere mit durchgehender Fraktur zwischen Oberpol und Restniere, welche konservativ behandelt worden war. 1 3/4 Jahre später kann ein upper calix Syndrom als Folge einer Verletzung des Nierenhohlsystems klar definiert werden. Rechts im Bild: Hier liegt vorallem auf der rechten Seite eine schwere Refluxnephropathie mit Erweiterung der oberen Kelchgruppe vor als Folge von Nierennarben. Obschon hier keine Einengung der Kelchhälse wie im Gegenbild vorliegt, verursacht diese Teilhydronephrose eine Urinstase mit wiederholten Mikrohämaturien und Harnwegsinfekten.
Links im Bild: IVU bei einem 3.1jährigen Knaben mit Mikrohämaturie und wiederholten Harnwegsinfekten. Die Kelche des rechten Oberpols sind erweitert, ohne dass eine entsprechende Dilatation des Nierenbeckens vorliegt. Rechts im Bild: IVU bei einem Schulkind mit Mikrohämaturie und rezidivierenden oberen Harnwegsinfekten. Vorallem am Oberpol der rechte Niere sind die Kelche dilatiert. Beachte Grösse der Niere sowie die Parenchymbreite, welche am Oberpol kaum messbar ist.