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Felix Mendelssohn zählt zu den ganz grossen Wunderkindern der Musikgeschichte. In der Öffentlichkeit trat er als Pianist erstmals 1818 als Neunjähriger auf. Die Streichersinfonie in h-Moll stammt aus der Zeit, als sein Lehrer Carl Friedrich Zelter noch mit Argusaugen über die Ausbildung seines Zöglings wachte: "Er wächst unter meinen Augen" konstatierte er 1823 nicht ohne Erstaunen über die Geschwindigkeit, mit der der 14jährige sich entwickelte. Die Werke von 1823 belegen nachdrücklich Mendelssohns erste ernsthafte Auseinandersetzung mit Beethovens Musik, ihre gegen den Takt verlaufende Rhythmik, ihre markanten verminderten Septakkorde und lebhaften Steigerungen.
Schon im Jahr 1821 lernte Mendelssohn Carl Maria von Weber kennen, anlässlich einer Aufführung seines "Freischütz" in Berlin. Wie die meisten Klarinettenwerke von Weber verdankt auch das Quintett seine Entstehung der Kunst des Münchner Klarinettisten Heinrich Baermann. Das "Clarinettgenie", wie ihn der Komponist bewundernd nannte, zog neben Weber auch Meyerbeer und später Mendelssohn durch sein brillantes und berührendes Spiel in seinen Bann. Typisch für Webers Klarinettenwerke sind die starken dynamischen Akzente und die opernhafte Belcanto-Melodik, die dann in ein Passagen-Feuerwerk der Klarinette mündet.
Im Jahre 1816 schrieb Franz Schubert die drei einzigen Werke, welche er überhaupt für ein Soloinstrument mit Orchesterbegleitung komponiert hat; das Virtuose und das öffentliche Brillieren entsprach nicht seinem eher introvertierten Charakter. Das Rondo in A-Dur komponierte Schubert für seinen Bruder Ferdinand, einem offensichtlich sehr guten Geiger. Die schwere und pathetische Adagio-Einleitung steht in farbigem Kontrast zum folgenden leichtfüssigen Rondo-Thema in "Allegro giusto". Dieses erhält einen besonderen Reiz durch zwei charakteristische Vorschlagnoten. Der Solopart dieses Rondos ist überaus virtuos angelegt und verlangt vom Solisten ein hohes Mass an technischem und musikalischem Können.
Jean Sibelius Klaviermusik hat im heutigen Konzertleben seinen festen Platz als Symphoniker, und sein grosses Violinkonzert zählt zu den Beliebtesten überhaupt. Seine kleineren Werke fristen allerdings bis heute ein Nischendasein. Doch "das Grosse und das Kleine müssen miteinander verbunden werden, die Symphonien und die Lieder", war er überzeugt. Sein Impromptu für Streichorchester basiert auf den Impromptus Nr. 5 und 6 für Klavier, welche ihrerseits aus dem Melodram "Nächte der Eifersucht" von 1888 bearbeitet wurden.
"Aus Holbergs Zeit – Suite im Alten Stil" in G-Dur op. 40 ist eine fünfsätzige Suite von Edvard Grieg, die er ursprünglich als Klavierwerk komponierte, die aber in einer vom Komponisten selbst geschriebenen Version für Streichorchester bekannter wurde. Grieg komponierte die Suite anlässlich des 200. Geburtstags des dänisch-norwegischen Dichters Ludvig Holberg im Jahr 1884. Die Suite besteht aus einer Einleitung und einer Reihe von Tanzsätzen und sie widerspiegelt die Sicht auf die Musik des frühen 18. Jahrhunderts (Holbergs Zeit) aus der Optik der späten Romantik.