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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
Als Junior ab Herbst 2000 und bis zum 30. Juni 2009 im FCSG. -- 74 Spiele (57 NLA/9 NLB/8 Cup) und 5 (3 NLA/1 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- Erstes NLA-Spiel für den FCSG am 24. Mai 2007 beim 1:1 in Aarau.
Der Innenverteidiger war ein Vorzeige-Spieler für den FCSG-Nachwuchs. -- Nachdem er früh ins Fanionteam aufrückte und als 16-Jähriger im Profifussball debütierte, brauchte er lange Geduld, bis er regelmässiger zum Einsatz kam. -- Lang fand den Boden unter den Füssen wieder, kam nach dem Abstieg in die NLB langsam öfter zum Zug und konnte sich unter Uli Forte nach der Rückkehr in die Super League langsam etablieren. -- Lang wuchs zum Stammspieler. -- Vielleicht war es für ihn nicht nur ein Vorteil, sowohl als Aussenverteidiger wie auch im defensiven Mittelfeld verwendet werden zu können. -- Nach dem erneuten Abstieg im Sommer 2011 wollte er sich die Challenge League nicht noch einmal antun und profitierte vom Angebot der Grasshoppers, die sich zuerst weigern wollten, die reglementarisch festgelegte Ausbildungsentschädigung zu überweisen.
Bei den "Hoppers" musste Lang in der ersten Saison erneut unten durch, die Zürcher schlingerten unter Ciriaco Sforza am Tabellenende. Schliesslich wurde im April 2012 erneut Uli Forte Trainer von Lang. -- Unter dem früheren FCSG-Trainer glänzte GC in der Saison 2012/13 erstmals nach langer Zeit wieder, wurde Zweiter und gewann den Cup. -- Im Final gegen den FC Basel glänzte Lang als Vorbereiter des Ausgleichstreffers (durch Izet Hajrovic) und war dann im gewonnenen Penaltyschiessen aber einziger Zürcher, der den "Elfer" nicht verwandelte (Lang schoss über die Latte). -- Nach erneut gutem Saisonstart wurde Lang von Ottmar Hitzfeld für das Länderspiel gegen Brasilien aufgeboten und kam am 14. August 2013 auch zu seinem Debüt in der Nati (1:0-Heimsieg, in Basel). -- Zwei Monate später stand Lang in der Nati erstmals in der Startformation und ersetzte den verletzten Stephan Lichtsteiner. Beim 2:1-Sieg gegen Albanien in Tirana war Lang Torschütze des siegsichernden 2:0 - die Schweiz hatte damit vorzeitig die WM-Qualifikation auf sicher. -- Lang schaffte es auch ins WM-Kader für Brasilien und kam im dritten Vorrundenspiel beim 3:0-Sieg gegen Honduras in Manuas zu einem Einsatz. -- Bisher 20 Länderspiele (2 Tore).
Schon vor der WM 2014, besonders aber im Hinblick auf sein Vertragsende ein Jahr später wurde Lang ein Ausland-Transfer zugetraut. Schliesslich wechselte er nach 128 Super-League-Spielen (12 Toren) für die Zürcher im Sommer 2015 zum FC Basel. Ein wenig als Ostschweizer Nachfolger für die vom Rheinknie weggezogenen Fabian Frei und Fabian Schär. -- Mit Basel wurde lang bisher in beiden Saisons Meister, 2017 gab es gar das Double zu feiern. Bei seinem zweiten Cupsieg traf Lang gegen Sion zum 3:0-Schlusstand.
Beim FCSG war Lang Nachwuchs-internationaler. Bei der U17-EM 2008 in der Türkei wurde er von der technischen Kommission der UEFA als einziger Schweizer ins virtuelle 18-Mann-Kader "Team der EM" gewählt. -- Nach einigen U18-Länderspielen im Frühling 2009 in die U19 befördert, die Qualifikation zur U19-EM geschafft und auch an der Endrunde in der Ukraine dabei (2 Einsätze). -- Er war erster Espe, der innerhalb eines Jahres zwei Nachwuchs-EM-Turniere bestritt (nebst Philippe Koch/damals FC Zürich und Fabio Daprelà/Grasshoppers, einziger Schweizer überhaupt).
24. Juli 2015 bis 4. Januar 2017 im FCSG. -- 31 (28 NLA/3 Cup) Spiele und 3 (1 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. August 2015 beim 1:1 gegen die Young Boys.
Steven Lang wurde nach Meisterschaftsstart vom FC Vaduz übernommen. -- Drei Tage vor der Bekanntgabe seiner Verpflichtungen war klar, dass Tranquillo Barnetta vorerst noch nicht zum FCSG zurückkehren würde. Es lag auf der Hand, dass die Verantwortlichen das Engagement Langs vorgespurt hatten. -- Der bevorzugt am linken Flügel spielende Romand brachte einigen Schwung in eine Mannschaft, der es nicht richtig rund lief. -- Im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Joe Zinnbauer wurde Lang eingewechselt, danach stand er 6 Mal hintereinander in der Startformation. -- Erst als er nach der vierten Verwarnung Mitte November gesperrt war, fehlte er erstmals seit seinem Transfer in die Ostschweiz. Sein Pech war, dass dies eim 3:1-Sieg gegen Basel der Fall war. -- Nun kam Lang oft nur noch als Joker zum Einsatz, stand aber immerhin in der Super League in den verbleibenden 20 Saisonspielen noch 14 Mal auf dem Feld. -- Nach der Sommerpause 2016 - eine Ausleihe wurde schon hier für wahrscheinlich gehalten - kam Lang nur noch in einem Spiel zum Einsatz. Marco Aratore hatte sich auf seiner Position durchgesetzt.
Anfang 2017 wurde Lang dem FC Schaffhausen ausgeliehen, wo Murat Yakin neuer Trainer war und die Mannschaft vom letzten Platz wegführen sollte. Das gelang souverän, der FCS war am Ende Vierter - nicht zuletzt dank der 14 Tore in 17 Spielen von Steven Lang, 8 davon hatte er in den ersten 5 Matches erzielt. -- Ein so guter Schütze war Lang in der Super League bei weitem nie, sein Bestwert waren die 5 Goals für Aarau in der Saison 2009/10. -- Lang entschied sich schon vor Saisonende, im Sommer 2017 zum Servette FC zu wechseln.
Erste Profi-Erfahrungen bei Xamax
Steven Lang kam 2007 aus dem Nachwuchs des FC Nantes zu Xamax. Beim Club aus der Bretagne - in Frankreich lange Zeit führend in der Nachwuchsausbildung - spielte Lang in der 2. Mannschaft und hatte keine Lust mehr, eine weitere Saison in der vierthöchsten Liga zu verbringen. -- Xamax' Trainer Gérard Castella kannte Lang aus seiner Zeit beim SFV, wo der Neuzuzug in der U17 spielte. -- In den ersten zwei Saisonspielen (NLA-Debüt war am 21. Juli 2007 beim 1:1 in Luzern) wurde Lang jeweils spät eingewechselt. Danach musste er sich auch in Neuenburg mit Einsätzen in der U21 hochdienen, gemeinsam mit Sébastien Wüthrich. -- Beim ersten Match von Beginn weg überzeugte er aber: das war am 9. Dezember in Basel, Xamax siegte im letzten Spiel der Vorrunde 1:0. Im Frühling ging es weiter aufwärts für Lang, 24 Einsätze zählte er am Ende der Saison. -- Doch mehr sollten es für die "Rouge et noir" nicht werden: Lang zog sich am Ende der Vorbereitung eine Knöchelverletzung zu. Und als er wieder einsatzfähig war, zählte Nestor Clausen, der im März Castella als Trainer abgelöst hatte und für Lang anfänglich ein Förderer war, nicht mehr auf ihn.
Durchbruch in Aarau
Anfang September bat Steven Lang um Vertragsauflösung, ein paar Tage später verpflichtete ihn der FC Aarau. -- Beim FCA hatte er zwei gute Jahre, Jeff Saibene war dort anfangs Assistenz- und später Cheftrainer. Lang bestritt 57 NLA-Spiele und erzielte in der zweiten Saison 5 Tore, die ihm 2010 ein Angebot von den Grasshoppers eintrugen. -- Bei GC war Lang anfangs gesetzt, in der Rückrunde wurden die Einsätze seltener. -- Für die Saison 2011/12 wurde er schliesslich dem Super-League-Aufsteiger Lausanne-Sports ausgeliehen. Bei den Waadtländern war er Leistungsträger, erzielte in 30 Partien 4 Tore. -- Die Zürcher wollten ihn dennoch nicht zurück, liehen ihn nun dem Servette FC aus. Die Genfer gerieten im Lauf der Saison in finanzielle Schwierigkeiten und mussten am Ende abstiegen. Dennoch spielte Lang auf dem Platz eine ansprechende Rolle. -- In der Saison 2013/14 wollten ihn die "Hoppers" endlich im eigenen Kader. Aber bei 20 Einsätzen konnte er nur gerade einmal über die volle Distanz spielen; 17 Mal wurde er, meist in der Schlussphase, eingewechselt.
So war der Wechsel zum FC Vaduz im Sommer 2014 für Steven Lang ein Aufstieg. Es schien, dass der Flügel überall geschätzt wurde, nur bei den Grasshoppers nicht. -- 32 Super-League-Spiele bestritt er für die Liechtensteiner, womit er vor dem Wechsel nach St. Gallen auf ein Total von 209 (16 Tore) kommt.
Erster Juniorenclub Steven Langs war der FC Moutier. In dem Städtchen im Berner Jura wuchs er auf, war in jungen Jahren im SFV-Ausbildungszentrum in Payerne und wechselte in den Nachwuchs des FC Basel, für den er in drei Jahren zwischen der U15 und U18 spielte, ehe er 2005 nach Nantes zog.
Aus dem Nachwuchs des FCSG. -- Bisher 2 (1 NLA/1 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. April 2015 bei der 1:4-Niederlage in Thun.
Der Flügelspieler hat bei seinem Debüt im Fanionteam nach seiner Einwechslung gerade 4 Minuten benötigt, um seinen ersten Treffer zu erzielen und war der Lichtblick einer St. Galler Mannschaft, die in Thun die dritte heftige Niederlage in Serie kassierte. -- Lässer spielte seit 2013 in der U21 in der Promotion League und kam von den Junioren des FC Diepoldsau.
31. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 13 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Februar 2011 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.
Klemen Lavric war ohne Verein, als er vom FCSG verpflichtet wurde. Zuvor in der Saison 2009/2010 im SK Sturm Graz und dort Teamkollege von Daniel Beichler, der kurz vor ihm in die Ostschweiz kam. -- Zum Startspiel gegen den Tabellenletzten Grasshoppers sah das erwartungsfrohe Publikum Lavric' Ausgleich per Kopfball zum zwischenzeitlichen 1:1, doch das Spiel wurde zur grossen Ernüchterung (1:4-Niederlage). -- Lavric konnte keinen zweiten Treffer mehr bejubeln und stieg mit dem FCSG ab. -- Ende Juni 2011 kehrte der Stürmer nach Deutschland und in die 2. Bundesliga zurück und unterschrieb beim Karlsruher SC. -- Der KSC musste ein Jahr später absteigen, Lavric blieb danach lange ohne Klub. -- Im Oktober 2013 kehrte der Stürmer nach Österreich zurück. Beim zuvor in die Erste Liga (zweithöchste Spielklasse) abgestiegenen Kapfenberger SV kam er aber nicht über drei Kurzeinsätze hinaus.
Klemen Lavric' erster Profiklub war in seinem Heimatland der NK Rudar Velenje. -- Im Sommer 2003 wechselte der Stürmer nach Kroatien zum HNK Hajduk Split. -- Ab Januar 2004 im NK Inter Zapresic. -- Im Sommer 2004 vom in die 2. Bundesliga aufgestiegenen 1. FC Dynamo Dresden verpflichtet. Lavric erzielte 18 Tore in 27 Spielen, womit er (hinter Lukas Podolski vom 1. FC Köln) zweitbester Torschütze der 2. Liga war - und führte Dynamo auf Platz 8. -- Zudem wurde ein Treffer per Fallrückzieher im Spiel gegen Rot-Weiss Erfurt zu Deutschlands Tor des Jahres 2004 gewählt.
Im Sommer 2005 zum Bundesliga-Aufsteiger MSV Duisburg. -- Lavric bestritt in Deutschlands Elite-Liga 22 Spiele und erzielte 6 Tore, wobei er ab Ende September bis zur Winterpause ausfiel. -- Mit dem Klub vom Niederrhein konnte er den direkten Wiederabstieg nicht verhindern. -- Der MSV schaffte die sofortige Rückkehr, Lavric trug 12 Tore in 29 Spielen bei. -- In der dritten Saison noch zweimal Torschütze in weiteren 18 Bundesliga-Spielen. -- Da die "Zebras" erneut abstiegen, verliess Lavric den Klub und ging nach Japan zu Omiya Ardija. -- In der J-League in 21 Spielen 5 Tore. -- Im Sommer 2009 schliesslich zum SK Sturm Graz, für den Lavric in 28 Spielen 8 Tore erzielte.
Klemen Lavric war Nationalspieler (24 oder 25 Länderspiele für Slowenien, 6 Tore). -- Junioren-Klub war der NK Rudar Trbovlje.
18. Februar bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 10 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Februar 2004 beim 1:3 gegen die Young Boys.
Bruno Amorim Lazaroni kam vom Grossclub Vasco da Gama aus Rio de Janeiro. -- Der Mittelfeldspieler schaffte es unter Heinz Peischl nur einmal in die Startformation. Die Option auf eine definitive Übernahme von Vasco wurde nicht wahrgenommen, Lazaroni ging zurück nach Rio.
Lazaroni wechselte 2007 ein zweites Mal nach Europa. In Portugal spielte er für die Associação Naval 1º de Maio aus Figueira da Foz drei Saisons in der höchsten Liga. -- Im Sommer 2010 Transfer nach Saudi-Arabien zu Al-Ittifaq (Dammam).
Erster Profiklub Lazaronis war in der Saison 1999/2000 der CR Flamengo (Rio de Janeiro). -- 2000 bis 2002 spielte Lazaroni beim kleinen Stadtrivalen Bangu Atlético Clube, ehe er von Vasco verpflichtet wurde.
Brunos Vater Sebastião Lazaroni hat als Trainer eine grosse Karriere gemacht: von 1989 bis 1990 Nationaltrainer Brasiliens. -- 1989 gewann er mit der "Seleção" die Copa América. Die WM 1990 verlief jedoch glücklos (im Achtelfinal an Argentinien gescheitert). -- Drei Carioca-Meisterschaften mit Flamengo (1986) und Vasco (1987 und 88) waren Sebastiãos erste Erfolge. -- Nach der WM 1990 vor allem im Ausland tätig, u.a. bei der Fiorentina, AS Bari, Al-Hilal (Saudi-Arabien), Al-Aarabi (Kuwait), Fenerbahçe, Trabzonspor, Yokohama Marinos (Japan), Maritimo Madeira, dem Qatar SC und zweimal auch Nationaltrainer in Jamaika.
7. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 36 (32 NLA/4 Cup) Spiele und 6 (4 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen Lugano.
Leandro Fonseca kam von der S.E. Matsubara, für die er in 25 Spielen in der brasilianischen Serie C 10 Tore erzielt haben soll. Mitgeteilt wurde bei der Verkündung seiner Verpflichtung, dass er "zuletzt einer Fussballschule" angehörte. -- Zuvor soll Leandro auch in der dritthöchsten Liga bei Jaboticabal und bei einem kurzen Gastspiel in der deutschen Regionalliga beim FC Carl Zeiss Jena gespielt haben. -- Der junge Stürmer musste das zweite Saisonspiel (4:0-Sieg in Zürich) von der Tribüne aus ansehen, weil die Arbeitsbewilligung noch ausstand - drei Tage zuvor gegen Lugano stand er in der Startformation. -- Meist kam Leandro nur als Joker zum Einsatz, nur selten spielte er über die volle Distanz. -- Entsprechend selten zeichnete er sich als Torschütze aus. Zwei der vier NLA-Treffer erzielte er in den letzten zwei Spielen, als schon feststand, dass er Ende Saison zu den zahlreichen Spielern gehört, die nicht behalten wurden.
Doch nach der Zeit in St. Gallen brachte es der Brasilianer zu einer beachtlichen Karriere.
Leandro ging zum FC Wil und war im Herbst 1996 mit 11 Toren in 21 Spielen drittbester Torschütze der NLB-Qualifikation. -- Im Frühling in der NLB-Abstiegsrunde ohne Einsatz (und mir bisher unklar, weshalb Leandro nicht spielte). -- Im Sommer 1997 holte ihn Yverdon-Sport, und bei den Nord Vaudois gelang ihm der Durchbruch. -- 24 Tore in der NLB-Saison 1997/98, ein Jahr später 21 Tore die zum erstmaligen NLA-Aufstieg in der Klubgeschichte beitrugen. Das Torschützenklassement der Auf-/Abstiegsrunde führte Leandro gemeinsam mit dem damaligen Wiler Charles Amoah an (je 8 Tore). -- Nicht zuletzt dank dem in St. Gallen einst kaum beachteten Stürmer startete Yverdon recht gut in die NLA. 6 Tore in 15 Spielen sorgten dafür, dass ihn der vom Schweizer Martin Andermatt trainierte Bundesliga-Neuling SSV Ulm abwarb. -- 51 Tore in 85 Meisterschaftsspielen für Yverdon sollten sein Bestwert bleiben.
In Deutschland lief es Leandro nicht mehr ganz so rund wie am Neuenburgersee. -- Die Ulmer Aufstiegseuphorie verfloss allmählich, Leandro erzielte 3 Tore in 25 Bundesliga-Spielen. -- Nach dem Abstieg blieb er den "Spatzen" treu, traf in 19 Spielen sechsmal. -- Noch vor Saisonende im Frühling 2001 konnte ihn der inzwischen hoch verschuldete Verein an den Coritiba F.C. verkaufen. -- Anfang November 2001 erinnerte sich das in Schwierigkeiten steckende Lausanne-Sports an den Stürmer und holte ihn in die Schweiz zurück. -- 9 Tore in 12 Spielen waren eine gute Ausbeute für "LS", daneben hatte er wegen Sperren (u.a. Tätlichkeit) einige Spiele verpasst. -- Lausanne-Sports hätte sportlich den Klassenerhalt geschafft, erhielt aber keine Lizenz mehr. -- Leandro ging zu Xamax und war im Dezember 2002 mit 15 Toren gemeinsam mit Thuns Milaim Rama treffsicherster Stürmer; in der Finalrunde glückten ihm zwei weitere Treffer.
Die Young Boys holten Leandro im Sommer 2003 nach Bern. -- In der ersten Saison der Zehnerliga hinter Teamkollege Stéphane Chapuisat und Abdel Kader (Servette) und gemeinsam mit Alex Tachie Mensah auf Platz 3 der Torschützenliste (17 Tore). -- YB wurde hinter Basel Zweiter, doch Leandro wurde am Saisonende abgegeben. -- Er ging 2004 nochmals in die Bundesliga zu Hannover 96, wo er Teamkollege von Tranquillo Barnetta wurde. -- Nach 2 Toren in 20 Bundesliga-Spielen 2005 zu den Grasshoppers. -- Bei GC kam der Brasilianer nur zu 8 NLA-Spielen, fehlte lange verletzt. -- 2006/07 im FC Thun (19 NLA-Spiele/2 Tore). -- Im Sommer 2007 wieder zu Yverdon-Sport (beachtliche 14 Tore in 30 NLB-Spielen). -- Im Sommer 2008 zurück in die Heimat zum EC Noroeste Bauru (Serie C). -- Nach kurzen Engagements bei sechs weiteren Klubs hat Leandro offenbar im Mai 2010 seine Profi-Karriere beendet.
Ab 2003 als Nachwuchsspieler und bis Oktober 2014 im FCSG. -- Bisher 12 (3 NLA/7 NLB/2 Cup) Spiele und 4 (3 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. Mai 2010 bei der 1:2-Heimniederlage gegen Bellinzona.
Sven Lehmann war nach Nico Abegglen die nächste grosse Stürmer-Hoffnung des FCSG. -- Noch vor dem 17. Geburtstag debütierte er in der U21 und erzielte gleich im ersten 1.-Liga-Spiel ein Tor (gegen Red Star).-- Ein halbes Jahr nach seinem Debüt im Fanionteam musste sich Lehmann einen Knochentumor entfernen lassen. Im April 2011 kehrte er in die U21 zurück und durfte in der 1. Liga im letzten Saisonspiel einen Hattrick bejubeln. -- Die erste Mannschaft stieg ab, Lehmann tastete sich wieder heran und hatte im letzten Spiel vor der Winterpause in Bellinzona als Joker den 1:0-Siegtreffer erzielt. Ein für den Wiederaufstieg wohl wegweisender Treffer gegen den direkten Konkurrenten. -- Dann aber erlitt Lehmann im März 2012 den nächsten schweren Rückschlag: ein Schienbeinbruch setzte den Stürmer für gut ein Jahr flach. Und nachdem er sich im Frühling 2013 wieder herantasten konnte, musste er später noch einmal einen Rückschlag verkraften, ehe er im September zurückkehrte. Sein Glück währte nur eine Woche: am darauf folgenden schied Lehmann im Spiel der U21 gegen den SC Brühl neuerlich mit einem Schienbeinbruch aus. -- Der letzte Comeback-Versuch scheiterte, Lehmann startete in ein Berufsleben ausserhalb des Fussballs. Im Oktober 2014 wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag aufgelöst wurde und sich der Stürmer wieder seinem Stammclub FC Winkeln anschloss.
Lehmann war U17-EM-Teilnehmer 2008 in Antalya (1 Teileinsatz gegen Frankreich) und danach auch in der U18-Nati. -- Vater Markus Lehmann war im FCSG auch Co-Trainer der U21.
1. Juli 1988 - 30. Juni 1989 im FCSG. -- 20 NLA-Spiele und 3 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen die Young Boys.
Michel Lehnherr wurde von Xamax ausgeliehen, spielte aber in der Saison zuvor beim FC Bulle. -- Der Stürmer wurde als Ersatz für Hanspeter Zwicker verpflichtet, der seinerseits einen Transfer nach Neuenburg erzwungen hatte. -- Lehnherr hatte noch am Saisonende einen Zweijahres-Vertrag mit Xamax unterschrieben und sei überrascht gewesen, dass er in die Ostschweiz ausgeliehen werden sollte. Der Romand, der schon ausgezeichnet deutsch sprach, sah der neuen Saison zuversichtlich entgegen und hoffte mit 27 Jahren auf den endgültigen Durchbruch. -- Als Lehnherrs Stärken wurden die Schnelligkeit und Entschlossenheit im Sechzehner gelobt. -- Oft ausspielen konnte er sie nicht, nur selten schaffte er es in die Startformation.
Dazu spielte der FCSG eine bescheidene Qualifikation, obwohl kurz vor Saisonbeginn der Angriff mit Ivan Zamorano weiter verstärkt wurde. -- Zwei seiner drei Tore erzielte Lehnherr in den letzten beiden Spielen der Auf-/Abstiegsrunde. Sein erstes St. Galler Goal war das 1:0 beim 5:1-Heimsieg gegen die Old Boys am Ostermontag vor 7000 Zuschauern. -- Lehnherr schien gerne gegen die Basler zu spielen: Im Frühling davor glückte ihm mit Bulle im Hin- und Rückspiel je eine Doublette gegen "OB" - zudem hatte er im Joggeli gegen den FC Basel beide Tore zum 2:1-Auswärtssieg besorgt.
Die Option, Lehnherr eine weitere Saison auszuleihen, wurde nicht übernommen. -- Der Flügel wechselte zurück in die NLB, nun nach Yverdon. -- Die Saison 1990/91 bestritt er noch einmal mit Bulle, diesmal verpasste er die Auf-/Abstiegsrunde. -- Im Sommer 1991 beendete Lehnherr seine Halbprofi-Karriere mit einem Total von 232 Spielen und 77 Toren in NLA und NLB. -- Lehnherr wurde Spielertrainer von Marin-Sport, bei dem er einst als Junior zu spielen begann.
Von Marin schaffte es Michel Lehnherr in den Nachwuchs von Xamax. -- Im Frühling 1981 absolvierte der Stürmer gemeinsam mit den Klubkollegen Philippe Perret und Caryl Facchinetti die Rekrutenschule - es soll die erste eigentliche Sportler-RS gewesen sein, die (ein wenig) Rücksicht auf den Trainingsbetrieb nahm. -- Für die Saison 1981/82 gehörte der Bankangestellte beim UEFA-Cup-Teilnehmer dem erweiterten Kader an (als "Stagiaire") und kam am 12. September 1981 auch zu seinem NLA-Debüt, auswärts gegen Bellinzona (Xamax verlor 0:1). Doch es blieb der einzige Pflichtspieleinsatz für die Rot-Schwarzen. -- Für die Saison 1982/83 wurde Lehnherr dem FC Fribourg (NLB) ausgeliehen, ab Sommer 1983 dem FC Grenchen, mit dem er 1985 den NLA-Aufstieg feierte und auf höchster Stufe in 27 Spielen 4 Tore schoss. -- Grenchen stieg wieder ab, ab Sommer 1986 wurde Lehnherr dem FC Bulle ausgeliehen, für den er in der zweiten Saison 18 Tore erzielte.
12. Februar 2016 bis 20. Januar 2017 im FCSG. -- 14 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Februar 2016 beim 1:0-Auswärtssieg in Luzern.
Mario Leitgeb kam vom FK Austria Wien in die Ostschweiz. -- Als defensiver Mittelfeldspieler sollte er die Lücke schliessen, die sich durch Alain Wiss' Verletzung öffnete und erhielt einen Vertrag bis Saisonende, nachdem der FCSG sich schon zu früherem Zeitpunkt um ihn bemüht haben soll. -- Nur in zwei Spielen verzichtete Trainer Joe Zinnbauer auf den Österreicher, bei 8 der 14 Einsätze stand er in der Startformation. -- Der Vertrag verlängerte sich aufgrund einer Klausel, was für einiges Erstaunen sorgte. -- Zumal nach der Sommerpause bald offenischtlich war, dass der Trainer gar nicht mehr auf ihn setzte. -- Leitgeb wurde gar in die U21 verwiesen, durfte im Januar 2017 nicht mehr mit der Profimannschaft trainieren. -- Schliesslich wurde er von einem Angebot des Wolfsberger AC erlöst.
Als Junior spielte Leitgeb in seiner Heimatstadt Graz beim SK Sturm, wo er es bis in die 2. Mannschaft schaffte, welche in der Regionalliga spielte. -- 2008 wechselte Leitgeb zum SC Austria Lustenau, für den er bis Ende 2011 89 Spiele in der Ersten Liga (zweithöchste Klasse) bestritt. -- Ab Januar 2012 beim Grazer AK, der den Aufstieg aus der Regionalliga anstrebte, aber scheiterte.
Im Sommmer 2012 wurde Leitgeb vom SV Grödig verpflichtet, wo er unter Trainer Adi Hütter den Aufstieg in die Bundesliga schaffte und in der zweiten Saison Platz 3 und die Europacup-Teilnahme einbrachte. -- Wie Hütter verliess auch Leitgeb den SV Grödig, Austria Wien schloss mit dem Mittelfeldspieler einen Dreijahres-Vertrag ab. -- Bei den "Veilchen" war Leitgeb in der ersten Saison meist gesetzt und bestritt 26 Meisterschaftsspiele, erreichte zudem den Cupfinal (0:2-Niederlage gegen Salbzurg). Im 3:0 gewonnenen Halbfinal in Wolfsberg war Leitgeb Schütze des zweiten Treffers. -- Nach dem Trainerwechsel von Andy Ogris zu Thorsten Fink verschlechterte sich die Situation für den Steierer. Im Herbst 2015 kam er nur noch in einem Bundesliga-Spiel zum Einsatz, meist fand er nicht einmal ins Aufgebot. -- Zwei Wochen vor seiner Unterschrift in St. Gallen scheiterte ein Transfer zu seinem Stammklub SK Sturm. Leitgeb warf in seiner Enttäuschung den Grazer Verantwortlichen vor, Versprechungen nicht eingehalten zu haben.
1. Januar 2013 bis 6. Januar 2015 im FCSG. -- 62 (49 NLA/8 Europacup/5 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Februar 2013 bei der 0:1-Auswärtsniederlage in Sitten.
Ermir Lenjani wurde in der Winterpause vom FC Winterthur verpflichtet. -- In St. Gallen nahm der linke Aussenverteidiger seine zweite Chance in der höchsten Liga wahr. -- Nachdem sein erstes Gastspiel in der Super League zwei Jahre zuvor bei den Grasshoppers vorschnell beendet wurde, lief es Lenjani in der Ostschweiz besser. -- Anfangs bewies er einige Geduld, auf seinen zweiten Teileinsatz (in Lausanne) muste er ein paar Wochen warten. Beim nächsten Spiel, auswärts gegen den FC Zürich, wechselte ihn Trainer Jeff Saibene früher ein, der FCSG war gut aufgelegt, Lenjani nutzte den Schwung und konnte nach einem Vorstoss mit einer Flanke den Treffer zum 3:1-Endstand auflegen. In den letzten zwei Spielen der Saison spielte er jeweils von Beginn weg - inzwischen stand fest, dass "Vorgänger" Pa Modou den FCSG verlassen würde.
Bald war klar, dass Lenjani nun gesetzt war auf seiner Position. Und doch beeindruckte im August 2013, wie sicher der Winterthurer Kosovare bereits spielte - auch im Europacup. -- Dies brachte ihm umgehend das erste Aufgebot vom Verband Albaniens. -- Nachdem ihm Ende September im Heimspiel gegen die Young Boys der erste Super-League-Treffer wegen Offside (wohl zu Unrecht) aberkannt wurde, feierte Lenjani vier Tage später auswärts gegen die Grasshoppers sein erstes Meisterschafts-Goal für die Espen (er hatte bereits im Cup-Spiel in Schönbühl zwei Tore erzielt). Sein 1:0 war in dem turbulenten Spiel gleich der Siegtreffer. -- Der Letzigrund schien ihm zu behagen, auch den zweiten Super-League-Treffer erzielte er da, im April 2014, zum 2:2-Schlussstand gegen den FC Zürich. -- Lenjani startete auch mit dem Stammplatz in die Saison 2014/15, bewies, dass er auf der linken Flanke auch in offensiverer Rolle wertvoll war. Und doch hatte er sich öfter mit Teileinsätzen zu begnügen.
Zur Winterpause wurde das Interesse von ausländischen Klubs bekannt, der Spieler selbst sandte wiedersprüchliche Signale aus. -- Tatsächlich sollte ein 3:3 gegen Vaduz sein letzter Einsatz für den FCSG gewesen sein, Ermir Lenjani wechselte Anfang 2015 zum Stade Rennais FC in die Ligue 1. -- In Rennes hatte er eineinhalb Monate zuvor sein 7. Länderspiel bestritten. Der Verein, der ihn für zwei Jahre verpflichtete, soll ihn aber schon länger im Fokus gehabt haben. -- In der ersten Halbsaison in Frankreich musste sich der Aussenverteidiger mit 5 Einsätzen begnügen. -- Dass er nach Saisonbeginn im August 2015 dem Rivalen FC Nantes ausgeliehen wurde, sollte sich lohnen. 20 Spiele bestritt er für die "Canaris" in der Ligue 1, gleich bei seinem Debüt für Nantes war er Torschütze zum 1:0-Sieg (gegen Reims am 20. August). Es sollte sein einziger Treffer bleiben, vor allem aber holte sich Lenjani dort die gute Form für die EM in Frankreich. -- Auf die Saison 2016/17 wurde er von Stade Rennais zurück geholt, kam aber vorerst nur noch selten zum Einsatz.
Zu seinem Länderspieldebüt kam Lenjani am 15. November 2013 beim 0:0 gegen Weissrussland (ausgetragen in Antalya/Türkei). -- Nach Albaniens bemerkenswertem Start in die EM-Qualifikation im September 2014 (Auswärtssieg in Portugal) erzielte Lenjani im Oktober beim 1:1 gegen Dänemark das Führungstor. -- Drei Tage darauf stand er auch in Belgrad gegen Serbien auf dem Platz. Jenes Spiel erlangte traurige Berühmtheit: Nachdem eine Drohne mit einer Fahne "Grossalbaniens" über den Platz flog, lagen bald die Nerven auf beiden Seiten blank. Wegen Zuschauerausschreitungen kam es zum Unterbruch (und später Spielabbruch). Lenjani war im Nachgang einer der auffälligeren Akteure des albanischen Teams. Das Spiel wurde später mit einem Forfait-Sieg für Albanien gewertet. Die EM-Kampagne verlief erfolgreich, erstmals qualifizierten sich die Rot-Schwarzen Adler für eine Endrunde, bei der Lenjani in allen drei Spielen zum Einsatz kam.
Vor dem FCSG
In der Saison vor seinem Wechsel in die AFG-Arena konnte Lenjani den FCSG nicht nur in der Challenge League, sondern auch im nach Penaltyschiessen gewonnen Cup-Viertelfinal beeindrucken. -- Noch mehr Gefallen hinterliess Lenjani im Cup-Halbfinal gegen den FC Basel, den der FCW unglücklich 1:2 verlor. -- Eigentlich Aussenverteidiger, wurde Lenjani in Winterthur schon bald auch oft im Mittelfeld eingesetzt. Er bewies regelmässig Torgefährlichkeit (17 Tore in 96 NLB-Spielen für Winterthur), vor allem aber auch Vorbereiterqualitäten.
Lenjani kam aus dem Nachwuchs des FC Winterthur und gab im November 2008 sein Debüt im Fanionteam. -- Ab der Saison 2009/10 und mit dem neuen Trainer Boro Kuzmanovic Stammspieler. -- Im Sommer 2010 wechselte er gemeinsam mit drei weiteren Teamkollegen (Innocent Emeghara, Amir Abrashi und Remo Freuler) zu den Grasshoppers. -- Nach einem halben Jahr und nur 6 Teileinsätzen kehrte er in der Winterpause zurück zum FC Winterthur. -- Im Sommer 2011 scheiterte ein Transfer zu Elazigspor. Lenjani bestritt mit dem Klub, der damals in der zweithöchsten türkischen Liga spielte, die Vorbereitung, doch dann stellte sich heraus, dass der Verein die bescheidene Ablösesumme nicht aufbringen konnte. -- Ein Jahr später zeigte der MSV Duisburg nach schwachem Saisonstart in der 2. Bundesliga starkes Interesse an Lenjani, das sich nach einem Trainerwechsel jedoch wieder legte. -- Erster Juniorenklub des Winterthurers war der FC Tössfeld.
1. Juli 2005 bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 15 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.
Leonardo Pereira de Oliveira kam vom FC Istres (Frankreich). -- Mit dem Klub aus Südfrankreich schaffte er ein Jahr zuvor den überraschenden Aufstieg in die Ligue 1. -- Darauf wechselte er zu Servette, wo der Mittelfeldspieler eine beachtliches Halbjahr spielte. Nach dem Konkurs im Januar 2005 kehrte er für ein halbes Jahr zurück zu Istres (Abstieg in die Ligue 2). -- In St. Gallen konnte Leonardo die Erwartungen nicht erfüllen, kämpfte auch wiederholt mit Verletzungen. -- Leonardo startete seine Profikarriere beim América FC (Natal) und spielte auch danach bei unterklassigen Clubs: União São João (São Paulo, Brasilien), Mérida (Spanien), Juventud Unida (Argentinien), ehe er 2003 nach Frankreich wechselte. -- Soll später in Zypern bei Olympiakos Nikosia und AE Paphos gespielt haben.
30. August 2002 bis 17. Dezember 2003 im FCSG. -- 17 (14 NLA/3 Cup) Spiele und ein NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. September 2002 bei der 2:3-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.
Leo Lerinc kam kurz vor Transferschluss im Sommer 2002 von Roter Stern Belgrad aufs Espenmoos, als im FCSG der Abwärtstrend begann. -- Den einzigen Treffer erzielte der Mittelfeldspieler im Dezember 2002 beim 1:1 gegen GC. Lerinc schoss die Espen in Führung, kassierte im selben Spiel auf dem Hardturm aber auch einen Platzverweis, nachdem er in der 90. und 91. Minute zweimal wegen Foulspiels verwarnt wurde. -- Zum Saisonende und nach geschafftem Klassenerhalt wie zahlreiche Mitspieler von Heinz Peischl aussortiert. -- Im Februar 2004 vom CF Ciudad de Murcia verpflichtet, mit dem er den Abstieg aus der zweithöchsten spanischen Liga (Segunda) erfolgreich verhinderte. -- Später bei Dinamo Bukarest unter Vertrag, seine Karriere scheint er bei seinem ersten Profiverein Vojvodina Novi Sad beendet zu haben. -- Aus der Vojvodina wechselte Lerinc 2000 zum Roten Stern.
7. Juli 1992 bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 22 (6 NLA/15 NLB/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. August 1992 bei der 1:4-Heimniederlage gegen Aarau.
Thomas Lips setzte die Reihe von Auslandschweizern im FCSG fort. -- Er ist schweizerisch/puerto-ricanischer Doppelbürger, aber in Long Island, New York gross geworden. Vor seinem Wechsel in die Ostschweiz soll Lips für das College-Team der New Jersey Arrows gespielt haben. -- Wenn er in der Startformation stand, wurde Lips stets in der Abwehr eingestzt (angekündigt wurde er als Mittelfeldspieler). -- Lips erlebte den Abstieg 1993 und durfte ein Jahr später den Wiederaufstieg mitfeiern. Eine Vertragsverlängerung blieb jedoch aus.
Tom Lips kehrte in die USA zurück und spielte für die New England Revolution, New York Fever, Long Island Rough Riders und die Boston Bulldogs. -- 2006 startete Lips seine Trainerlaufbahn. Dabei stieg er im Frauenfussball ein und führte die Long Island Lady Rough Riders in der "W-League" (zweithöchste Spielklasse) in die Conference-Halbfinals. -- Später Trainer verschiedener Juniorenteams und zudem Betreiber der Fussballlschule "LIPS", das auch für auch für "Long Island Professional Soccer" steht.
Vor seinem Wechsel zum FCSG erwähnt Lips selbst das College-Team der Farleigh Dickinson University in seiner Biografie. Diese spielten damals in der NCAA Division 1. -- Zudem war Tom Lips Nationalspieler von Puerto Rico.
29. Januar bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 16 NLA-Spiele und 4 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Februar 2006 beim 3:1-Auswärtssieg in Schaffhausen.
Goran Ljubojevic konnte von Dinamo Zagreb ausgeliehen werden, nachdem der FCSG Moreno Merenda wiederum an den FC Schaffhausen auslieh. -- Der Stürmer hatte einen perfekten Einstand - in den ersten drei Spielen erzielte er je ein Tor: beim Debüt in Schaffhausen zum 2:0, im Heimspiel gegen Aarau (1:1) das Führungsgoal, in Neuenburg zum 2:2-Ausgleich. -- Bei der 1:3-Niederlage in Basel glich er zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, das Tor wurde jedoch als Eigentor (Majstorovic) gewertet. -- "Ljubo" erzielte danach nur noch im letzten Spiel gegen Schaffhausen ein weiteres Goal, wurde nicht weiterverpflichtet. Und blieb als toller Angreifer in Erinnerung.
Zurück bei Dinamo Zagreb, erzielte er im Qualifikationsspiel zur Champions League einen Hattrick gegen Ekranas Panevezys, hatte jedoch keinen Platz im Kader. -- Ab September 2006 beim KRC Genk in Belgien. In der ersten Saison massgeblich beteiligt am Platz 2 und der Quali zur Champions League. In der dritten Saison nur noch selten eingesetzt, wurde der Vertrag im Sommer 2009 nicht mehr verlängert. -- Anfang 2010 zum NK Zagreb, für den er in einer Halbsaison in 12 Spielen 6 Mal traf. -- Im Sommer 2010 zum AIK Stockholm.
Seit Januar 2011 wieder im NK Osijek, bei dem er seine Karriere startete (Profidebüt 2001). 2005 von Dinamo Zagreb abgeworben. -- "Ljubo" war U21-Nationalspieler Kroatiens.
1. Juli 2002 bis 30. Juni 2005 und in der Saison 2007/2008 im FCSG. -- Espen-Debüt am 16. Juli 2003 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Young Boys. -- 11 (7 NLA/3 Cup) Spiele für den FCSG.
Dominique Longo kam vom FC Bischofszell in die U21 des FCSG und galt bald als grosse Nachwuchs-Hoffnung. Verletzungen warfen den technisch starken Abwehrspieler mehrmals in der Karriere zurück. -- 2005 an den FC Wil ausgeliehen, wo er in zwei Saisons 41 Meisterschaftsspiele (26 NLA/15 NLB) bestritt. -- Longo kehrte 2007 aufs Espenmoos zurück im Wissen, nur als Ergänzungsspieler betrachtet zu werden. -- Nach dem Abstieg eine Saison beim FC Gossau (25 NLB-Spiele). -- Im Sommer 2009 zum FC Frauenfeld, danach beim FC Amriswil und wieder in Bischofszell, wo Longo 2011 die Aktiven-Karriere beendete und später auch das Traineramt übernahm.
5. April bis 31. Dezember 1992 Trainer des FCSG. -- Für 38 (31 NLA/1 Cup/6 Intertoto-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Cheftrainer des FCSG am 8. April 1992 gegen Servette (0:2-Heimniederlage).
Leen Looijen wurde als Nachfolger von Heinz Bigler vorerst bis Saisonende verpflichtet. -- Er soll durch einen holländischen Bekannten, der als Leiter der Sportanlage Gründenmoos arbeitete, mit dem FCSG in Verbindung gebracht worden sein. -- Die Mannschaft hatte bei der (vom Publikum nicht goutierten) Entlassung Biglers noch Aussichten auf die UEFA-Cup-Qualifikation, stagnierte aber. -- Der sofortige Aufschwung unter dem Neuen blieb aus, immerhin gab es für die Spielweise unter ihm Lob. -- Looijen hatte eigentlich für die folgende Saison bereits beim FC Wageningen, dem Club seiner Heimatstadt, zugesagt. Schon im Mai konnte der FCSG die Situation klären und Looijen auch für die folgende Saison verpflichten.
Die Qualifikation im Herbst 1992 stand dann jedoch unter einem schlechten Stern, die Espen konnten erst in der 7. Runde den ersten Sieg feiern und mussten sich früh damit abfinden, die Finalrunde zu verpassen. -- Schliesslich wurde der Vertrag mit Looijen im Dezember aufgelöst. Im FCSG passte in jener Zeit wenig zusammen, nicht nur auf dem Rasen. -- Looijen wurde Sturheit vorgeworfen, er habe von einem Spielstil geträumt, dem die Mannschaft nie gewachsen gewesen sei.
Ab 1994 war Looijen war Sportdirektor bei N.E.C. (Nijmegen), bei dem er ab 1971 als Spieler seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte, war er doch Assistent von Wiel Coerver, einem der bekanntesten Ausbildner jener Zeit überhaupt. -- Looijen hatte sich bereits zwischen 1965 und 1968 an der holländischen Sporthochschule zum Trainer ausbilden lassen. -- Im Januar 1974 wurde Looijen erstmals für ein halbes Jahr Cheftrainer des N.E.C., zwischen 1978 und 1981 erneut. -- Dazwischen und danach war er in verschiedenen Spitzenklubs als Nachwuchstrainer tätig. -- Dann als Cheftrainer ab 1985 zuerst bei Vitesse Arnhem, später bei der RKC Waalwijk und NAC Breda. --Zwischen 1987 und 1991 erneut bei der N.E.C. -- Vor seinem Wechsel in die Schweiz war Looijen als Referent beim holländischen Verband tätig. --
Sportdirektor der N.E.C. blieb er dann stolze 13 Jahre lang. 2007 wurde er abgelöst, blieb aber "seinem" Verein als Chefscout erhalten und wurde im Nebenamt Nationaltrainer der Holländischen Antillen. -- Zwischen 2009 und 2012 Sportdirektor bei De Graafschap (Doetinchem). -- Seit Sommer 2013 ist Looijen Nationaltrainer der Karibik-Insel Tuvalu. Es sei ein Freiwilligen-Job ohne Bezahlung, vermittelt durch eine Stiftung. -- Daneben ist Looijen ebenfalls seit August 2013 in Nijmegen Trainer des Amateurklubs VV Jonker Boys.
2012 brachte Looijen das Buch "Van verliezen leer je winnen" (vom Verlieren lernst Du zu gewinnen) heraus.
1. Juli 2005 bis 10. April 2006 Trainer des FCSG. -- Für 31 (29 NLA/2 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 16. Juli 2005 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.
Ralf Loose kam als Nachfolger von Heinz Peischl zum FCSG. Mit dem Deutschen hatten die Espen trotz Startniederlage einen guten Saisonauftakt, schienen in der Liga wieder eine gute Rolle spielen zu können. Die Mannschaft konnte Freude bereiten, war aber auch immer für Rückschläge gut. -- Schon in der 2. Cuprunde folgte ein neuer Tiefpunkt: Beim Schwyzer Zweitligisten Küssnacht am Rigi blamierte sich der FCSG bis auf die Knochen. Die Spieler liefen gewissermassen mit offenen Augen in die 1:2-Niederlage gegen den vier Ligen tiefer spielenden Gegner. Auf den ersten Gegentreffer nach gut 30 Minuten konnte sie fast eine Stunde lang nicht reagieren. -- Loose behielt mit seiner Mannschaft in der Liga dennoch eine ziemlich positive Ausstrahlung, so gelang nach einer Durststrecke Anfang Dezember ein 7:1-Sieg gegen Xamax - dem aber zum Hinrunden-Abschluss eine 0:1-Niederlage in Yverdon folgte. -- Der FCSG überwinterte als Sechster, ein Europacup-Platz schien denkbar. -- Ende Januar wurde mit Goran Ljubojevic ein Stürmer geholt, der in St. Gallen einen vorzüglichen Einstand hatte: In den ersten drei Spielen der Rückrunde schoss der Kroate jedesmal ein Tor. Der FCSG spielte unter Loose weiterhin einen ansprechenden Fussball, gewann bis April jedoch nur zwei Matches. Spieler sollen ihren Trainer dafür kritisiert haben, dass er zu offensiv spielen lasse. Nach einer 1:3-Niederlage in Thun sorgten FCSG-Fans für Aufsehen, als sie nach Schlusspfiff den Spielern den Hintern zeigten. Ein Tag später, am 10. April 2006, wurde Ralf Loose entlassen.
Schon Ende April einigte sich Loose mit den Sportfreunden Siegen auf einen neuen Vertrag ab Sommer 2006. -- In Siegen war Loose schon in der Saison 2004/05 erfolgreich tätig gewesen. Mit ihm stiegen die Sportfreunde erstmals in ihrer Geschichte in die 2. Bundesliga auf. Loose hatte damals schon vor Sicherung des Aufstiegs in St. Gallen zugesagt, nicht zuletzt, weil seine Familie im Rheintal wohnte. -- Bei seiner erneuten Zusage in Siegen stand indes der Wiederabstieg bereits fest. -- Ende September 2007 wurde Loose vom FC Augsburg abgeworben. Als der Klub aus Schwaben im Frühling 2007 in der 2. Bundesliga in Abstiegsgefahr kam, wurde Loose Ende April entlassen. -- Bis zur nächsten Stelle als Trainer musste sich der Westfale lange gedulden. Schliesslich erhielt Loose im April 2011 eine Chance bei der SG Dynamo Dresden. -- Die Sachsen schienen nach drei Niederlagen in Serie die Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt zu haben. -- Loose schaffte jedoch das kleine Wunder. Mit ihm holte Dynamo aus den letzten 6 Spielen 16 Punkte und erreichte die Barrage, die gegen den VfL Osnabrück gewonnen wurde. -- Die Dresdner spielten mit Loose eine gute Saison in der 2. Bundesliga. Im Cup sorgten sie für Aufsehen: Erst wurde mit Bayer Leverkusen ein Spitzenteam der Bundesliga nach 0:3-Rückstand 4:3 geschlagen. In der nächsten Runde unterlag Dynamo bei Borussia Dortmund, zu Reden gaben aber Ausschreitungen von Dresdner Fans. -- Weniger gut lief es für Loose und Dynamo im Herbst 2012. Die Mannschaft rutsche auf die Abstiegsränge, Anfang Dezember wurde Loose entlassen. -- Am 15. September 2013 übernahm Loose das Traineramt beim SC Preussen Münster, der zuvor in der 3. Liga in Abstiegsgefahr geriet.
Seine Trainerkarriere startete Ralf Loose beim FSV Mainz 05, wo er in der Saison 1995/96 unter Horst Franz und Wolfgang Frank Assistent der 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga war und die 2. Mannschaft ("Amateure") trainierte. -- 1996 wechselte Loose zum Liechtensteiner Fussballverband und war dort zuerst Trainer der U18, ab 1998 auch der Trainer des A-Nationalteams. -- Liechtensteins Fussball machte unter Loose eine beachtliche Entwicklung. Als er Ende Juli 2003 vom LFV freigestellt wurde, anerkannte der Verband denn auch, dass er gute Arbeit geleistet hätte. Bemängelt wurde die Zusammenarbeit mit den Funktionären.
Karriere als Spieler
In Dortmund spielte Ralf Loose zuerst für die Junioren des SC Dorstfeld 09, ehe er 1978 als 15-Jähriger zum Nachwuchs des grossen BVB wechselte. Sein Bundesliga-Debüt am 12. Dezember 1981 (auswärts gegen Bochum, 0:0) vollendete ein für Loose ausserordentliches Jahr. Mit dem U18-Nationalteam wurde er Anfang Juni in naher Umgebung (das Turnier wurde in Nordrhein-Westfalen ausgetragen) Europameister. Dann führte er im Oktober die deutsche U20 als Captain zum WM-Titel in Australien. Beim 4:0-Sieg im Final gegen Katar erzielte Loose 2 Tore, gemeinsam mit Roland Wohlfarth und zwei weiteren Spielern war er mit 4 Treffern erfolgreichster Torschütze des Turniers. -- Loose spielte in den Nachwuchs-Auswahlen noch als Mittelfeldspieler, später wurde er Libero. Bis 1986 bestritt er für Borussia Dortmund über 120 Bundesliga-Spiele, wechselte dann für ein Jahr zu Rot-Weiss Oberhausen in die 2. Bundesliga. -- Ab 1987 spielte Loose für Fortuna Düsseldorf, schaffte 1989 den Aufstieg in die Bundesliga. -- Bis 1993 blieb Loose der Fortuna treu, seit 1988 war er ihr Captain. -- Seine Karriere beendete Loose mit einem Engagement beim FSV Frankfurt, der in der Saison 1993/94 in der Oberliga (damals dritthöchste Liga) spielte.
Seit 1. Juli 2006 im FCSG. -- Bisher 297 (223 NLA/2 Barrage/57 NLB/7 Europacup/8 Cup) Spiele für die Espen. -- Erstes NLA-Spiel für den FCSG am 9. Mai 2007 beim 2:0-Heimsieg gegen Thun.
Daniel Lopar wurde vom FC Thun in die Ostschweiz zurückgeholt. -- Der Goalie, dessen Geburtsdatum identisch ist mit dem Gründungstag des FC St. Gallen, sollte als Nachfolger von Stefano Razzetti zur Nummer 1 aufgebaut werden. Als Lopar gegen Ende der zweiten Saison erstmals in der Super League zwischen den Pfosten stand, verdiente er sich viel Lob; nach acht Unentschieden in Serie gewann der FCSG erstmals wieder.
Im Sommer 2007 steckte der FCSG von Beginn weg am Tabellenende. Der im Herbst geholte Trainer Krasimir Balakov entschied in der Vorbereitung zur Rückrunde, fortan auf Lopar zu setzen. -- Manche Anhänger hatten kein Verständnis, dass der Jüngere ausgerechnet im Abstiegskampf lanciert werden sollte. -- Lopar, der für sein Alter sehr wohl schon einige Erfahrungen im Profifussball gesammelt hatte, überzeugte mit seinen Leistungen. St. Gallen stieg zwar am Ende der Saison ab, dem Goalie hatte das aber kaum mehr jemand angekreidet.
In der Challenge League stärkte Lopar seine Profil. Er stieg in der Hierarchie des Teams auf bestritt eine makellose Saison, in der er allerdings dank der soliden Abwehr nicht regelmässig gefordert war. -- Auch in der Super League war Daniel Lopar weiter gereift, der FCSG schien mit dem Ostschweizer einen sicheren Wert im Goal zu haben. -- Ziemlich überraschend war deshalb, als Anfang 2010 mit Germano Vailati ein Torhüter nach St. Gallen geholt wurde, der es zur Nummer 3 in der Nati geschafft hatte. Der Tessiner war beim FC Sion in Ungnade gefallen und "günstig zu haben". -- So war es wenig überraschend, dass Lopar ab dem Rückrundenstart auf der Bank sass. Die Rolle als Ersatzgoalie nahm er scheinbar klaglos hin, er holte sich mitunter gar Lob für sein sportliches Verhalten.
Fast eineinhalb Jahre später kehrte Daniel Lopar ins Tor zurück. Vailati musste sich kurz vor Saisonende einer Leistenoperation unterziehen lassen, der Eingriff wurde wegen des Abstiegskampfs hinausgezögert. -- Der zweite Fall in die Challenge League wurde trotzdem Tatsache. -- Weil Vailati erst später ins Training zurückkehren konnte, startete Lopar mit Vorsprung. Und weil er Jeff Saibene zufrieden stellte, hielt der Trainer an ihm fest, auch nachdem Vailati wieder vollumfänglich einsatzfähig gewesen werden. -- Auch wenn die Espen dauerhaft Leader waren, entfachte sich im Publikum ein Streit über die Goalieposition. Nun wurde auch der Trainer von vielen kritisiert, weil er an Lopar festhielt. -- Bei der Feier zum zweiten Wiederaufstieg in der AFG ARENA gab es für "Lopi" und Saibene auch Pfiffe.
Vailati wechselte 2012 nach Basel, während mit Marcel Herzog ein anderer Routinier den umgekehrten Weg ging. -- Obwohl Lopar als "Einheimischer" viel Sympathie genoss, und auch wenn der FCSG eine über den Erwartungen gute Saison bestritt und Dritter wurde: Dem Goalie blieb ein gehöriger Anteil an Kritikern. -- Ein Jahr später gelang der Einzug in die Europa League, Lopar gelangen auch im Europacup beachtliche Leistungen. Auch wenn das Heimspiel gegen Valencia verloren ging, gehörte ein von ihm abgewehrter Foulpenalty zu den Höhepunkten jenes Herbsts. -- Die - für ihn selbst wie das Team - durchzogene Rückrunde brachte den Trainer dazu, Herzog in den letzten Spielen eine Chance zu geben.
Im Sommer 2014 überraschte Saibene mit dem Entscheid, die beiden Torhüter die ganze Saison nach jeweils zwei Spielen abwechseln zu lassen. -- Das ebenso viel beachtete wie kritisierte "Experiment" gelang, keinem der Goalies waren Aussetzer widerfahren, beide zeigten teils glänzende Spiele. -- Allerdings litten die Espen in jenem Jahr vor allem im Frühling unter massiven Abwehrschwächen.
Beliebtester Vorwurf an Lopar ist die Schwäche beim Herauslaufen. Gleichzeitig wird seine Reaktionsstärke auf der Linie auch von Kritikern anerkannt. Manch einer wünschte sich, Lopar würde lauter dirigieren und hätte "mehr Ausstrahlung".
Mit 18 schon Cupsieger
Daniel Lopar begann bei den Junioren des FC Romanshorn und wechselte als C-Junior zum FC Wil. -- Als der vormalige U21-Natigoalie Nicolas Beney sich verletzte und Lopar am 21. März 2004 im Hardturm sein Super-League-Debüt gab, wusste er zu überzeugen. Wil bezwang die Grasshoppers 2:1 und durfte nochmals Hoffnung schöpfen im Kampf gegen den Abstieg. Drei Wochen später und eine Woche vor seinem 19. Geburtstag stand Lopar mit seinem Team gegen dasselbe GC im Cupfinal - und verhalf mit dem 3:2-Sieg gegen die Zürcher zum grössten Triumph der Vereinsgeschichte. -- Der von Finanzproblemen geplagte FC Wil steckte derweil in turbulenten Zeiten.
Lopar wurde in der Challenge League zur Nummer 1. -- Davor hatte er sich in der Vorbereitung zur U19-EM-Endrunde von 2004 in der Schweiz einen Bänderriss im Fussgelenk zugezogen. -- Ein Spielort dieser U19-EM war Aarau, dorthin wurde Lopar am 13. Dezember 2004 für ein Spiel ausgeliehen - er war Ersatzgoalie gegen die Grasshoppers. -- Die SFV-Auswahlen machten Lopar auch ein Jahr später nicht glücklich. An der U20-WM in Holland startete die Schweiz mit einem 2:1-Sieg gegen Südkorea, die Ausgangslage war vielversprechend. Lopar hatte sich jedoch einen Bänderriss in der Schulter zugezogen und fiel danach aus, die Schweiz scheiterte in der Vorrunde. -- Zurück in Wil empfahl sich Lopar erneut für höhere Aufgaben. -- Schliesslich holte ihn Heinz Peischl nach Thun, nachdem Eldin Jakupovic das Berner Oberland Richtung Moskau verlassen hatte. -- Lopar war bis Saisonende ausgeliehen und wäre wohl von Thun übernommen worden, hätten ihn nicht die Espen verpflichtet.
Lopar hat 63 Meisterschaftsspiele für den FC Wil bestritten (davon 12 in der Super League), 4 für den FC Thun.
30. Januar bis 30. Juni 2005 im FCSG. -- 14 (13 NLA/1 Cup) Spiele und 5 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Februar 2005 im Espenmoos im verlorenen Cup-Viertelfinal gegen den FC Aarau.
Julio López wurde von Persib Bandung (Indonesien) ausgeliehen. -- López' gutes Debüt endete bitter. Der Chilene, der aus Mexiko in die Ostschweiz kam, bewies bei dichtem Schneetreiben in dem Cupspiel gegen Aarau dass er eine wesentliche Verstärkung war. Nach Verlängerung stand es 3:3, López war fünfter St. Galler Penaltyschütze und scheiterte an Oliver Stöckli, der bereits Imhofs Schuss abwehrte. -- Spektakulär waren López' Freistösse. Beim 4:5 gegen den FC Zürich verwandelte er gleich zwei direkt. -- Seinen ersten Torerfolg feierte der Chilene beim 3:2-Auswärtssieg gegen YB am 20. März 2005.
López' Vertrag wurde nicht verlängert, und so übernahm ihn der FC Vaduz, für den er allerdings nur 9 NLB-Spiele bestritt. -- López startete seine Profikarriere beim CD San Luis de Quillota dem CD Magallanes (Santiago). -- Zwischen 2002 und 2004 spielte er in Indonesien für Persela Lamongan, PSIS Semarang und Persib Bandung. -- Im Sommer 2004 an Atlante Neza ausgeliehen. Für den mexikanischen Spitzenklub bestritt López 19 Meisterschaftsspiele. -- Anfang 2006 verliess López Vaduz und soll beim CF Universidad de Chile unterschrieben haben. -- Das Team erreichte den Final der Clausura-Meisterschaft, das ohne Julio López bestritten wurde. -- Im Sommer 2006 nochmals im PSIS Semarang.
1. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 1 NLA-Spiel am 14. Mai 1996 bei der 3:4-Heimniederlage gegen den FC Aarau.
Reto Löpfe wurde als Ersatzgoalie verpflichtet und kam vom FC Grenchen. -- Seinen einzigen Ernstkampf bestritt er zum Saisonabschluss, als Trainer Rapolder nebst Goalie Eric Pédat weitere Stammspieler auf der Bank Platz nehmen liess. -- Danach an den FC Wil ausgeliehen, für den er mehrere Saisons in der NLB bestritt.
Bis 2014 und seit 10. September 2017 im FCSG. -- Bisher 28 (21 NLA/2 Europacup/5 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. September 2017 im Cup-Sechzehntelfinal in Näfels, das gegen Linth 04 im Penaltyschiessen gewonnen wurde.
Nicolas Lüchinger galt als FCSG-Junior als grosse Hoffnung, als er 2014 an den FC Chiasso ausgeliehen wurde. Bei den Südtessiner kam er wie erhofft zu regelmsässigen Einsätzen, in zwei Saison bestritt er 47 Challenge-League-Spiele. Wie parallel mit Silvan Hefti ein anderer aus dem eigenen Nachwuchs in St. Gallen den Durchbruch schaffte, schien Lüchinger zu lange vertröstet worden zu sein.
Dankbar nahm er eine Offerte des FC Sion an, bei dem er auch in der Super League bald überzeugte. 30 Spiele bestritt er in seiner ersten Saison auf höchster Stufe. -- Lüchinger erreichte mit Sion auch den Cupfinal, gehörte aber der Sittener Mannschaft an, die erstmals in der Klubgeschichte einen Final verlor. -- Als Sion im darauffolgenden Sommer auch noch an der ersten Europacup-Hürde, dem FK Suduva Marijampole aus Litauen, scheiterte, stand der Rheintaler noch stärker in der Kritik von Präsident Christian Constantin. Er wurde mit zwei Mitspielern bereits als Hauptschuldiger für das Versagen im Cupfinal bezeichnet. -- So war die Gelegenheit willkommen, als es im September zum Spielrtausch mit Martin Angha kam, der seinerseits in St. Gallen noch schlechtere Aussichten auf eine Zukunft im bisherigen Verein hatte.
Erster Junioren-Klub war der FC Montlingen.
Januar 2011 bis 09.08.2012 und in der Saison 2013/14 im FCSG -- 1 NLB-Spiel für die Espen am 25. März 2012 bei der 2:3-Niederlage in Biel.
Der vom FC Montlingen stammende Gabriel Lüchinger kam über die Grasshoppers zum FCSG. -- Vorerst für die U21 ausgeliehen, konnte der Offensivspieler im Sommer 2011 die Vorbereitung mit dem Fanionteam bestreiten (und beeindruckte in mehreren Testspielen auch gegen NLA-Clubs). -- Mit Lüchingers definitivem Übertritt zu den Espen verbunden war ein kleiner Streit mit den Grasshoppers um den Wechsel von Michael Lang zu den Zürchern. -- In zwei 1.-Liga-Saisons erzielte der Offensivspieler 8 Tore in 37 Matches. -- Im August 2012 wurde Gabriel Lüchinger für eine Saison dem FC Wil ausgeliehen (22 Challenge-League-Spiele/3 Tore). -- Dem Profiteam kam er nach seiner Rückkehr zum FCSG nicht näher, in den 25 Einsätzen in der Promotion League blieb Lüchinger bei einem Torerfolg. Dieser aber brachte den in der drittletzten Runde den Ausgleich in Köniz und beförderte sein Team weg von einem Abstiegsplatz. Eine Vertragsverlängerung in St. Gallen blieb aus.
Nach einem Jahr ohne Verein schloss sich Gabriel Lüchinger 2015 dem FC Balzers an. Für das von Mario Frick trainierte 1.-Liga-Team schoss er in 25 Spielen 8 Toren. -- Im Sommer 2016 wechselte er zum SCR Altach in das Regionalliga-Team. In der dritthöchsten Spielklasse skorte Lüchinger regelmässig, im September kam er gar zu 2 Spielen in der Bundesliga (Debüt am 10. September beim 2:1-Heimsieg gegen Mattersburg).
Gabriel Lüchinger war Junioren-Internationaler (U15 bis U17). -- Nicolas Lüchinger, inzwischen beim FC Sion in der Super League und ehemaliger FCSG-Nachwuchsspieler, ist ein Cousin.
12. August bis Dezember 2007 im FCSG. -- 8 (6 NLA/2 Cup) Spiele und 2 Cup-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2007 beim 2:1-Heimsieg gegen Neuchâtel Xamax.
Luis Mario Miranda Da Silva war nach Adrian Fernandez zweiter "Not-Transfer" zu Beginn der Abstiegssaison. -- Dem Brasilianer fehlte die Spielpraxis, es war gar die Rede, dass er seine Karriere eigentlich schon beendet hätte. -- War davor bei den brasilianischen Grossklubs Botafogo und Atletico Mineiro unter Vertrag, früher auch für Corinthians. -- Im Ausland spielte er ausserdem für Vitoria Guimarães (Portugal) und Anyang (Südkorea).
1. Juli 1994 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 16 (15 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 bei der 0:3-Niederlage in Luzern.
Stefan Lütte wechselte vom FC Gossau aufs Espenmoos. -- Der Verteidiger wurde im Herbst zunehmend sicherer, hatte aber in der Auf-/Abstiegsrunde nur noch drei Einsätze und ging zurück in die NLB zum FC Winterthur. -- Ab 1997 wieder im FC Gossau, für den er zuvor bereits seit 1991 spielte, und bei dem er später auch Captain war. -- In der Saison 2004/05 im FC Amriswil. -- Ab Sommer 2005 wollte er in Gossau für die Senioren spielen, liess sich aber von Trainer Vlado Nogic dazu überreden, das in die 2. Liga interregional abgestiegene Team zu verstärken. Gossau schaffte 2006 die Rückkehr in die 1. Liga, Lütte beendete seine Karriere.
Als Junior spielte Lütte beim FC Arbon. -- In der Saison 1984/1985 in der "Junioren-B-Auswahl" des SFV (entspräche heute der U16-Nati).
ergänzt 16.01.2014