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Die Schweiz gilt aufgrund ihrer hohen Lebensqualität und der verhältnismäßig überdurchschnittlichen Entlohnung als attraktiver Standort. Zahlreiche Arbeitnehmer streben deshalb die Migration in die Alpenrepublik und die damit verbundene Verlagerung ihres Lebensmittelpunktes an.
Im Juni 2004 wurde der gesetzliche Rahmen des schweizerischen Arbeitsmarktes modifiziert. Seither gilt die Personenfreizügigkeit. Der Zugang für ausländische Arbeitnehmer zum Arbeitsmarkt wurde im Zuge dessen erleichtert. Insbesondere Deutsche nutzen diese Situation. Aktuell leben mehr als 300000 Deutsche in der Schweiz und bilden neben den Italienern die höchste Ausländergruppe. Eine zielführende und erfolgreiche Integration ist zwingend an das Erlernen der landesspezifischen Sprache gebunden.
Die Sprachen der Schweiz
Die Schweiz besitzt vier offizielle Amtssprachen. Für rund 64 % der Bevölkerung gilt Hochdeutsch als Hauptsprache. Demgegenüber bildet Französisch für 19 % aller Bürger, Italienisch für 8 % und Rätroromanisch für 1 % der Schweizer die Erstsprache. Zusätzlich werden mehr als 20 regionsabhängige Dialekte zur Kommunikation genutzt. Deshalb existieren explizite Sprachbarrieren zwischen zahlreichen Kantonen. Dies forciert kollektive Verständigungsprobleme innerhalb der Bevölkerung.
Regionale Aufteilung
Die Verteilung der einzelnen Amtssprachen ist von der jeweiligen geographischen Lage abhängig. Germanophone Bevölkerungsgruppen leben in den Regionen der Nord-, Zentral- und Ostschweiz. Fränzösisch sprechende Einwohner sind in der Westschweiz angesiedelt. Diese wird auch als Romandie bezeichnet. In der Südschweiz entspricht Italienisch der Amtssprache. Rätroromanisch sprechen Einwohner der Südostschweiz.
Schweizerdeutsch im Aufschwung
Bis vor einigen Jahren wurde Schweizerdeutsch primär umgangssprachlich verwendet. Aktuell verliert Hochdeutsch zunehmend an Bedeutung in ihrer Position als „ Lingua Franca“. Deutsch wird somit zur mutmaßlichen Fremdsprache degradiert. Demnach hinterfragen vorwiegend junge Leute den Sinn der hochdeutschen Sprache. So zweifeln sie die Sinnhaftigkeit des Erlernens von Hochdeutsch an.
Die Kommunikation von Regierung, Banken, Schulen sowie Medien erfolgt in offizieller Formsprache. Germanophone Schweizer verfallen im Zuge ihres kommunikativen Austausches zunehmend ins Schwyzerdütsch ( Schweizerdeutsch). Auch im Berufsleben nimmt das Schweizerdeutsch eine wichtige und stetig dominanter werdende Stellung ein. Das Verständnis der Sprache bildet die elementare Voraussetzung für die Kommunikation in allen relevanten Lebensbereichen. Insbesondere im Berufsleben führen fehlende entsprechende Sprachkenntnisse vermehrt zu paradoxen Situationen.
Studien stützen Erwartungen
Eine Empirische Studie der Wirtschaftsuniversität Wien aus dem Jahre 2015 reflektiert dieses Paradoxon. Im Zuge dieser Studie wurden Umfragen hinsichtlich des situativen Befindens deutscher Arbeitnehmer in der Schweiz durchgeführt. Demnach äußerten 42 % aller Befragten vermeintlich einer stetigen Legitimation ihrer Herkunft ausgesetzt zu sein. 30 % der befragten Personen glauben aufgrund dessen schlechtere Berufs- und Karrierechancen inne zu haben. 10 % der Befragten halten sich immer verbal zurück, um nicht offensichtlich als Deutsche erkannt zu werden. 28 % der Personen gaben an, diese Methode manchmal anzuwenden. Ein umfassendes Sprachverständnis des Schweizerdeutsch sowie dessen sichere Anwendung sind daher als unbedingte Indikatoren für das individuelle Wohlbefinden zu verstehen. Der praxisnahe Gebrauch von Schweizerdeutsch unterbindet auf diesem Weg die fiktive und tatsächliche Ausgrenzung ausländischer Einwohner.
Bedeutung im Alltag
Auch private und zwischenmenschliche Beziehungen profitieren von dem Verständnis und Gebrauch des Schweizerdeutsch. Hochdeutsch und Schweizerdeutsch weisen teilweise erhebliche inhaltliche Diskrepanzen auf. Die landestypische Mundart besitzt deshalb ein eigenes Vokabular. Mit dem Erlernen von Schweizerdeutsch können Missverständnissen in der Interaktion abgebaut werden. Zusätzlich wird die Kontaktaufnahme und die Entstehung von Freundschaften begünstigt.
Auch potentielle Arbeitnehmer sollten gewisse Feinheiten bei der Stellensuche und der Bewerbung beachten. Beispielsweise existiert das scharf „ ß“ im schweizerischen Sprachgebrauch nicht. Ein Benutzen dieses Buchstabens impliziert die mutmaßlich fehlende Auseinandersetzung der schweizerischen Sprache. Die Verwendung des „ß“ ist gilt als Indikator für das Erkennen Auswärtiger.
Das Lernen wird erleichtert
Das Tolle ist aber, keiner hat es einfacher Schweizerdeutsch zu lernen, wie ein Deutscher. Die Sprachen stehen eng zu einander und wir haben uns darauf spezialisiert, die Brücken aus dem Weg zu schaffen.
Mit unseren Lernbüchern „Schweizerdeutsch in 30 Tagen“ und „Schweizerdeutsch für Anfänger“ bieten wir Lernmaterialien an, die kombiniert mit unserem Online Sprachkurs zu einem effektiven Lernen der Sprache führen. Wir verspüren zunehmen einen Zuwachs von deutschen Arbeitnehmern aber auch Führungspersonal, dass diese Wichtigkeit rechtzeitig erkannt hat.