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Eine depressive Episode kann im Rahmen einer sogenannten uni- oder bipolaren Erkrankung auftreten. Treten nur depressive Episoden auf, so spricht man von einer unipolaren Depression. Wenige Patienten erleiden jedoch nicht nur depressive, sondern zeitversetzt auch manische Episoden.
Manische Episoden sind gekennzeichnet durch einen unbändigen Tatendrang, eine meist stark gehobene Stimmung, ein fehlendes Schlafbedürfnis, Grössenideen, häufig auch durch Kaufrausch. In diesen Fällen spricht man von einer bipolaren affektiven Erkrankung. Eine Depression kann vielfältige Symptome aufweisen und unterschiedlichen Schweregrads sein. Die typischen Beschwerden zeigen eine beträchtliche, individuelle Variation. Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) (vgl. nachfolgende Aufzählung) ist eine depressive Episode durch eine über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen anhaltende traurige Verstimmung gekennzeichnet. Damit geht ein Verlust von Freudfähigkeit, Antrieb und Interesse sowie von Konzentrations- und allgemeiner Leistungsfähigkeit einher. Daneben treten charakteristische körperlich-vegetative Symptome auf, wie z.B. Schlafstörungen, Appetit- und Gewichtsverlust sowie auch eine gedankliche Einengung auf die als ausweglos empfundene Situation. Dies kann bis hin zum Auftreten von Todesgedanken und konkreten Suizidabsichten führen. Das Denken ist verlangsamt und dreht sich meistens um ein einziges Thema, in der Regel darum, wie schlecht es geht, wie aussichtslos die jetzige Situation ist und wie hoffnungslos die Zukunft erscheint.
Kriterien der Depression der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10)
- Gedrückte Stimmung
- Interesseverlust und/oder Freudlosigkeit, auch bei sonst schönen Ereignissen
- Verminderter Antrieb, Schwunglosigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Erschöpfung (Burn-out)
- Angst, innere Unruhe
- Verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
- Fehlendes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Gefühle von Wertlosigkeit
- Starke Unsicherheit beim Treffen von Entscheidungen
- Gedankenkreisen, Neigung zum Grübeln
- Negative Zukunftsperspektiven, Hoffnungslosigkeit, Pessimismus