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Einführung elektronischer Marktplatz auf Homepage und BrunaNet
1999
Einführung ZW-Schätzung Zellzahl, Tiermodell Exterieur und Einführung Paarungsplan auf BrunaNet (erster Online-Paarungsplan weltweit)
1998
Einführung BrunaNet (erstes Informationssystem für Braunviehzüchter weltweit)
BrunaNet-Team Juni 1998
1997
100-Jahr-Jubiläum SBZV und Durchführung Weltkonferenz
1996
Einführung SBZV-Homepage
1995
Einführung von ZW für OB-Tiere auf OB-Basis
1993
Einführung der Harnstoffbestimmung
1992
Die Zuchtzielformulierung wird erstmals in einen den heutigen Gegebenheiten angepassten Textteil und einen zweiten Teil mit konkreten Anforderungen aufgeteilt.
Einführung des BLUP-Tiermodells
1991
Einführung Zellzahlbestimmung
1990
Einführung Kappa-Kasein-Typisierung
Zürcher Kantonale Braunviehausstellung, Uster April 1989
1988
Genereller ZW für Kühe und Einführung der fixen Basis
1983
Einführung ZW-Schätzung für GP-Kühe
1978
Die Zahl der Erstbesamungen mit BS-Stieren ist erstmals höher als die Zahl der Besamungen mit OB-Stieren.
Einführung der generellen Eiweissbestimmung
Anna Eichhorn im damaligen Herdebuch
1971-1978
Grossversuch Einsatz von Brown-Swiss-Stieren. Das Ziel in der BS-Anpaarung liegt in der Erweiterung der genetischen Varianz des Braunviehs und in der Steigerung der Milchleistung sowie der Verbesserung der Widerristhöhe und der Frühreife.
1967
Vorversuch zum Einsatz von Brown-Swiss-Stieren
1964
Einführung Leistungspunkte
1963
Start Melkbarkeitsprüfung
1958
Einführung Bestandeskontrolle im Berggebiet
1954
Ersatz der Eigentümerwägungen durch die offiziellen monatlichen Kontrollwägungen
1952
KB darf zur Deckseuchenbekämpfung und zur besseren Ausnützung besonders wertvoller Stiere angewendet werden.
1950
An der Abgeordnetenversammlung erfolgt eine starke Resolution gegen die KB.
1949
Eine Delegation des SBZV-Vorstandes reist nach England zur Abklärung, was es mit der Künstlichen Besamung (KB) auf sich hat.
Zuchtstierenmarkt Rapperswil, lesen des Hornbrandes im Jahr 1947
1939-1945
In den Kriegsjahren taucht zum ersten Mal das Wort Wirtschaftlichkeit auf.
1938
Der Schweizer Braunviehzuchtverband verlegt seinen Sitz von Luzern nach Zug.
1935
Das Eidg. Stammzuchtbuchbüro wird aufgelöst und die Aufgaben an die neugeschaffene Herdebuchstelle des Verbandes übertragen.
1933
Erste Ausgabe der „Mitteilungen“
1930
Um das Jahr 1930 setzt der eigentliche Siegeszug der „schönen Kuh“ ein.
1921
Milchkontrollwägungen werden eingeführt
1920
Gründung Eidg. Stammzuchtbuchbüro mit Verwaltung durch den Bund
1913
Einführung des Abstammungsausweises
Erste Revision der Verbandsstatuten
1910
Der Sitz der Geschäftsstelle wird nach Luzern verlegt.
1902
Erste Milchleistungsprüfungen
1897
7. Februar: Gründung des „Verbands Schweizerischer Braunviehzucht-Genossenschaften“. Der Sitz der Geschäftsstelle ist Bünzen AG. Als erster Präsident wird der Kantonstierarzt des Kantons Luzern, Dr. P. Knüsel, gewählt.
erster Präsident SBZV: Dr. Peter Knüsel
erster Geschäftsleiter SBZV: Heinrich Abt
1887
Gründung der ersten Viehzuchtgenossenschaft (Dürnten im Zürcher Oberland). Ab dann kommt es überall im Land zu Neugründungen. Die Eidgenossenschaft fördert diese mit Fr. 300.- an jede Gründung.
1880
Offiziell gibt es nur noch einen „Schlag“, das „Schweizerische Braunvieh“.
1879
1. Schweizer Herdebuch „Verzeichnis edler Tiere der Braunviehrasse“
1856/1862
Erfolge an den erstmals beschickten Ausstellungen in Paris und London. Die Besucher aus Amerika werden aufmerksam auf die ausgestellten Tiere aus der Schweiz.
1848
Der Bundesstaat beschliesst wirtschaftliche Massnahmen zur Förderung der Viehzucht. Verschiedene Kantone nehmen Einfluss auf die Viehzucht.
Bis 1848
Neben der klar ausgerichteten Zucht auf den grossen Klostergütern Einsiedeln, Engelberg und Muri und ihrer Umgebung, blieb die breite Landeszucht in den kleinbäuerlichen Betrieben sich selbst überlassen.
515 n. Chr.
Servatius, der Feldherr des Gotenkönigs Theoderich, bezeichnet dieses Alemannenrind im Vergleich zum angestammten Rind als "kostbarer wegen seiner Grösse". Die Urgeschichtsforscher nehmen an, dass dieses Alemannenrind aus der Anpaarung zwischen dem in Mitteleuropa weit verbreiteten wilden Ur- und dem kleinen germanisch-keltischen Hausrind hervorgegangen ist. In unseren Gegenden erfolgt dann rasch eine Durchmischung mit dem ansässigen Torfrind. Einzig das Vieh der Bündner Täler hat seine eigene Entwicklung. Es geht ursprünglich auch auf das Torfrind zurück. Das Hirtenvolk der Rätier bringt bei seiner Einwanderung im 4. Jahrhundert ebenfalls seine eigene Rasse mit. Sie führt Primigenius-Blut und stammt aber aus Mittelitalien (Toscana). Damit lässt sich das Braunvieh in seiner Gesamtheit klar einordnen, und zwar in die Gruppe des Kurzhornrindes (bos brachyceros) mit starken Anteilen der Rassengruppe des europäischen Urrindes (bos primigenius Bojan). Offen blieb bis vor kurzer Zeit die Frage nach den Hintergründen der klaren Trennlinie zwischen Braun- und Fleckvieh in unserem Land. Im Rahmen des "Nationalen Forschungsprogramms über die schweizerische Identität (NF 21)" stiessen die Historiker in ihren Nachforschungen über das Weiterleben keltischen Erbes auf das Vorhandensein einer geheimnisvollen Napf-Reusslinie. Diese trennt nicht nur die Rechtsregeln bei der Vererbung des Hofes, heidnische Bräuche, französische und deutsche Jasskarten, sondern auch das Braunvieh vom Simmentaler Fleckvieh. Die Rassengrenze hat also keltische Wurzeln.
200 n. Chr.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches wird die östliche Hälfte unseres Landes allmählich durch die Alemannen, einem germanischen Volksstamm mit einer besonderen Beziehung zum Tier, besiedelt. Sie bringen ihr eigenes Rind mit.
2000-4000 v. Chr.
Auf dem Gebiet der heutigen Schweiz finden wir die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen an den Alpenrandseen. Es sind die Pfahlbauer der Bronze- und Eisenzeit. Zu ihren Haustieren zählt das Torfrind (bos brachyceros), ein kleines zierliches Rind mit feinen Gliedern und kurzem Horn. Nach Knochenfunden dürfte die Widerristhöhe um 120 cm und das Gewicht um 400 kg betragen haben. Dieses aus dem Osten (Kaukasus und Vorderasien) stammende Rind bildet die Basis und damit den Ausgangspunkt aller Rinderrassen der Zentral- und Ostalpen, so auch unseres Braunviehs.