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Migration in der Serengeti und in der Masai Mara4. Mai 2014
Die jährliche Tierwanderung, im Takt von Regen- und Trockenzeit, vom tansanischen Serengeti-Nationalpark bis zum kenianischen Masai-Mara-Reservat ist ein grossartiges Naturschauspiel. Der Zyklus wird als «Migration» bezeichnet und ist die letzte intakte und natürliche Massenwanderung von Wildtieren auf der Erde.
Auf der Suche nach Nahrung ziehen, vereinigt zu einer gewaltigen Herde, bis zu zwei Millionen Gnus, etwa 250’000 Zebras, unzählige Antilopen und Gazellenarten quer durch das über 14’000 km² grosse Gebiet. In den Flüssen Grumeti und Mara, die überquert werden, lauern Krokodile.
Nachfolgend eine unverbindliche Übersicht über die weit über 1’000 km lange Migration. Je nach Niederschlagsmenge können die Wanderungen jährlich ein bis zwei Monate variieren.
Safaris im Serengeti-Nationalpark und Masai-Mara-Reservat
Nebst den wandernden Herden bleibt eine stattliche Anzahl Tiere das ganze Jahr im Serengeti-Nationalpark und im Masai-Mara-Reservat zurück, was eine Safari ganzjährig zu einem grossartigen Erlebnis macht.
Jahresanfang
Januar
Nach der kleinen Regenzeit versammeln sich grosse Gnu- und Zebraherden in den Serengeti Plains. Das Gras ist saftig grün und die Seen bieten reichlich Wasser. In dieser Zeit werden zahlreiche Zebrafohlen geboren.
Februar
Im Februar halten sich etwa 2 Millionen Gnus, 250’000 Zebras und Gazellen in der südlichen Serengeti auf. In dieser Zeit werden die Gnukälber geboren.
Die Savanne ist nun ein flimmerndes Meer von über einer Million Grasfressern. Da die Jungtiere bereits wenige Minuten nach der Geburt auf eigenen Beinen stehen, sind sie die bevorzugte Beute von Raubtieren. Um die Jungtiere vor den gefährlichen Räubern zu schützen, werden die Jungen meist mittags geboren. Bis April grasen die Tiere systematisch die südöstliche Savanne ab und bewegen sich nur langsam.
Grosser Marsch
März, April
Im März beginnen heftige Regenfälle, so dass die Tiere im April langsam in den Nordwesten wandern.
Mai
Nach langen Regenfällen setzt im Mai der Beginn des grossen Marsches ein. Die Serengeti Plains können sich nicht mehr schnell genug regenerieren, die Jungtiere sind nun bereit für längere Wanderungen. Allen voran bewegen sich die Gnus in Richtung «Western Corridor», wo neue grüne Grasflächen und Wasserflächen warten. Die Tiere wandern von den Naabi-Hügeln bis zum Grumeti-Fluss.
In nur wenigen Tagen findet ein Massenexodus statt, der eine leere Ebene hinterlässt. Tiere, die aus Altersgründen oder verletzungsbedingt nicht mithalten können, werden zur leichten Beute der lauernden Raubtiere.
Sommer
Juni/Juli
Einige hunderttausend Gnus starten zum ersten «River Crossing» über den Grumeti-River. Das Flusswasser ist zu diesem Zeitpunkt flach genug für eine Überquerung, die Tiere setzen die Wanderung gegen Norden fort. Im seichten Wasser warten allerdings gewaltige, bis über fünf Meter lange Nilkrokodile auf ihre Opfer.
Die meisten Tiere wandern nun ins Grumeti-Gebiet und bewegen sich weiter nordwärts Richtung Masai Mara, während ein kleinerer Teil sich in das Lobo-Gebiet begibt.
August
Die Tiere erreichen das Ikorongo-Gebiet, Region Klein’s und die Masai Mara, wo sich dramatische Szenen bei der Flussüberquerung abspielen.
Bis September ziehen die Herden nun langsam Richtung Norden durch die Grumeti und Ikorongo Game Reserves, durch die Seronera und westliche Lobo Area. Sie überqueren den Mara River (das spektakuläre «River Crossing»), und auch hier erwischen lauernde Krokodile wieder einige Gnus und Zebras.
Herbst
September, Oktober
Schlussendlich befinden sie sich im kenianischen Masai-Mara-Nationalpark und halten sich hier bis zum Beginn der kleinen Regenzeit auf.
November
Es wird Zeit, nach Tansania zurückzukehren. Innerhalb eines Monats wandern die Tiere in zügigem Tempo über zahlreiche, durch erneute Regenfälle angeschwollene Flüsse etwa 300 Kilometer zurück Richtung Süden.
Dezember
Am Mara wie auch am Grumeti River wird einigen von ihnen nun das tiefe Wasser zum Verhängnis. Die anderen landen zum Jahresende wieder in den südöstlichen Serengeti Plains. Dank der Regenfälle, die vom Süden Richtung Norden kommen, beginnt frisches Gras zu wachsen. Die im Uhrzeigersinn stattfindende Migration endet und ein neuer Wanderzyklus nimmt seinen Lauf. In dieser Zeit werden die ersten Zebrafohlen geboren.
Beste Reisezeit
Für das sogenannte Crossing bzw. Flussüberquerung in der Masai Mara ist die beste Reisezeit Juni – Okt.
Meine Tipps
- Gute Kamera mit genügend Speicherplatz mitnehmen
- Eine Ballonsafari in der Masai Mara: so kann man die ganzen Tierherden von oben beobachten.
- Um die Tierwanderung «direkt vor der Haustür» zu erleben, empfehle ich die Governors Unterkünfte. Dies sind eine der ersten Unterkünfte in der Masai Mara und somit an einer top Lage am Ufer des bekannten Mara-Flusses. » Zur Unterkunft
- Man braucht viel Geduld, weil die Tiere oft lange auf den richtigen Zeitpunkt warten.
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