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Systen besteht aus einem viereckigen, dünnen, durchsichtigen Matrixpflaster mit abgerundeten Ecken, das vor Gebrauch auf eine metallfarbene Schutzfolie aufgeklebt ist. Der Haftfilm des Pflasters enthält als Wirkstoff das Geschlechtshormon Estradiol, das mit dem natürlichen Hormon identisch ist. Aus dem Haftfilm gelangt es durch die Haut direkt in die Blutbahn und wird - unter Umgehung von Magen und Leber - an den Wirkungsort transportiert.
Estradiol wird von der Pubertät bis zu den Wechseljahren in den Eierstöcken produziert. Während der Wechseljahre wird die Produktion zunächst vermindert und später ganz eingestellt. Dieser Abfall der Estradiolproduktion ist für die typischen Beschwerden der Wechseljahre wie Hitzewallungen, nächtliche Schweissausbrüche, Stimmungsschwankungen, Blasenbeschwerden (Brennen) und Veränderungen der Schleimhaut der Scheide (trockene Scheide, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr), verantwortlich. Bei einigen Frauen kommt es auch zu einem erhöhten Knochenabbau, was längerfristig zu einem vermehrten Auftreten von Knochenbrüchen, insbesondere der Rückenwirbel, führt.
Systen führt Estradiol von aussen zu, und ersetzt damit dasjenige Estradiol, welches der Körper im Verlaufe der Wechseljahre vermindert oder gar nicht mehr produziert. Auf diese Weise verhindert Systen das Auftreten von Beschwerden der Wechseljahre. Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin wird Systen deshalb zur Behandlung von Hitzewallungen, nächtlichen Schweissausbrüchen, Stimmungsschwankungen, Blasen- und Scheidenbeschwerden, sowie zur Verhinderung eines erhöhten Knochenabbaus eingesetzt.
Zur Verhinderung eines erhöhten Knochenabbaus sind nur Systen 50 und Systen 75, jedoch nicht Systen 25 geeignet. Körperliche Betätigung und eine natürliche, ausgeglichene Ernährung sind ergänzende Massnahmen, die eine Behandlung mit einem Oestrogenpräparat sinnvoll ergänzen, vor allem, wenn Sie an Osteoporose leiden. Hormonersatz-Präparate sollten nur dann zur Vorbeugung von Osteoporose eingesetzt werden, wenn alternative Therapien nicht in Frage kommen oder Sie gleichzeitig an behandlungsbedürftigen Wechseljahrbeschwerden leiden.
Stimmungsschwankungen werden von Systen nur günstig beeinflusst, wenn sie zusammen mit Hitzewallungen, nächtlichen Schweissausbrüchen oder anderen Oestrogenmangel-bedingten Beschwerden auftreten.
Bei Frauen mit Gebärmutter kann der Wirkstoff Estradiol das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) anregen, und zwar genau so, wie es vor den Wechseljahren die von den Eierstöcken gebildeten Oestrogene getan haben. Diese Anregung des Wachstums der Gebärmutterschleimhaut kann manchmal zu unregelmässigen Blutungen und in gewissen Fällen zu einer Gewebevermehrung der Gebärmutterschleimhaut führen, die in seltenen Fällen zu bösartigen Erkrankungen entarten können. Um dies zu vermeiden, wird Ihnen der Arzt oder Ihre Ärztin zusätzlich zu Systen ein zweites, ähnliches Geschlechtshormon verschreiben, das als Gestagen bezeichnet wird und das die Gebärmutterschleimhaut vor übermässiger Wucherung schützt. Wenn bei Ihnen die Gebärmutter operativ entfernt wurde, ist die Zusatzbehandlung mit einem solchen Gestagen also nicht erforderlich.
Behandlungen mit Wirkstoffen, wie sie in Systen enthalten sind, werden Hormonersatzbehandlung oder Hormonsubstitutionstherapie genannt.
Systen darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.
Eine Hormonersatztherapie kann mit erhöhten Risiken für Brustkrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs und Herz-Kreislaufkrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, venöse Thrombosen und Lungenembolien in Verbindung gebracht werden (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Systen Vorsicht geboten?»). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen dieses Nutzen-Risiko Verhältnis abwägen.
Systen hat keine empfängnisverhütende Wirkung.
Systen darf nicht angewendet werden, wenn Sie an einem Tumor der Brust oder Gebärmutter oder Vorstufen davon (z.B. unbehandelte Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut) oder an einer Lebererkrankung (inkl. gut- oder bösartigen Lebertumoren) leiden oder gelitten haben. Ebenfalls dürfen Sie Systen nicht anwenden, wenn Sie an Erkrankungen der Blutgefässe aufgrund von Bildung von Blutgerinnsel (z.B. Thrombose, Lungenembolie, Schlaganfall, Herzinfarkt)leiden oder einmal gelitten haben, oder bei Ihnen ein erhöhtes Risiko zum Auftreten einer solchen Erkrankung vorliegt (z.B. Gerinnungsstörung oder Auftreten dieser Krankheiten in der nahen Verwandtschaft).
Sind bei Ihnen in letzter Zeit Scheidenblutungen aufgetreten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf aufmerksam machen, denn erst wenn deren Ursache geklärt ist, wird er/sie sich bei Ihnen für oder gegen eine Anwendung von Estradiol entscheiden können.
Teilen Sie ihm/ihr des Weiteren mit, ob Sie an Störungen des Fettstoffwechsels leiden, wenn Sie gegen den Wirkstoff Estradiol oder eine andere der in Systen enthaltenen Substanzen überempfindlich (allergisch) reagieren oder wenn sie schwanger sind oder stillen, denn in allen diesen Fällen dürfen Sie Systen nicht verwenden.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin weiss was in solchen Fällen zu tun ist.
Vor Beginn einer Behandlung mit Systen sollte eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden.
Solange Sie Systen verwenden, sollten Sie sich regelmässig, z.B. einmal im Jahr, ärztlich untersuchen lassen. In gewissen Fällen sind auch häufigere Untersuchungen erforderlich. Dabei werden, wie für alle Frauen, auch für die, die eine Hormonersatzbehandlung erhalten, regelmässige Brustuntersuchungen (durch einen Arzt/Ärztin und durch Selbstuntersuchung) empfohlen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Nutzen und Risiken einer Hormonsubstitutionstherapie mit Ihnen besprechen.
Falls während einer Hormonersatztherapie eine der folgenden Situationen auftritt, müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren: Auftreten oder Verdacht auf Symptom einer Blutgerinnselbildung (wie z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzliche Schmerzen im Brustkasten, Atemnot); Erstmaliges Auftreten mirgräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen; Plötzlicher vollständiger oder teilweiser Sehverlust; Plötzliche Hörstörungen; wesentlicher Anstieg des Blutdrucks; Gelbsucht; Zunahme epileptischer Anfälle und Schwangerschaft
Wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden, oder an solchen bei einer Schwangerschaft oder früheren Hormontherapie gelitten haben liegt es im Ermessen des behandelnden Arztes resp. der behandelnden Ärztin, darüber zu entscheiden, ob eine Hormonersatztherapie mit Systen eingeleitet werden kann: Bluthochdruck, Epilepsie, Nieren-, Leberfunktionsstörungen (z.B, Gelbsucht; Gallensteine), Herzprobleme, erhöhtes Risiko zur Bildung von Blutgerinnsel (wie Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Herzinfarkt), Migräne oder schwere Kopfschmerzen, Zuckerkrankheit, gutartigen Brustknoten, Bildung von Gebärmuttergewebe ausserhalb der Gebärmutter (Endometriose), Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, schwere chronische Depression, sowie gutartiger Tumor des Hypophysenvorderlappens (Prolaktinom), erhöhte Blutfettwerte, Hyperpigmentierung (Chloasma) und schmerzlose, selten juckende Schwellung im Gesicht (Angiödem), schwere Fettsucht, anhaltender Juckreiz bzw. Bläschenausschlag (systemischer Lupus erythematodes), «Veitstanz» (Chorea minor), Asthma, Stoffwechselerkrankung mit Störung der Blutfarbstoffbildung (Porphyrie), Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose).
Wenn Sie Schilddrüsenhormone einnehmen müssen, kann sich während der Anwendung von Systen der Bedarf an Schilddrüsenhormonen ändern. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird dies entsprechend überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Informieren Sie auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt resp. Ihre behandelnde Ärztin, wenn Sie an einer der oben erwähnten Krankheiten leiden, oder wenn eine solche neu auftreten sollte.
In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde berichtet, dass das Risiko für Brustkrebs bei Frauen, die länger als 5 Jahre eine Hormonsubstitutionstherapie anwenden, leicht erhöht ist. Dieses erhöhte Risiko nimmt in den ersten fünf Jahren nach dem Absetzen der Hormonsubstitution langsam ab und ist dann wieder vergleichbar mit demjenigen von Frauen, die keine Hormonsubstitutionstherapie angewendet haben. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte auch über Fälle von Brustkrebs, bei Ihnen selber oder in Ihrer Familie, Bescheid wissen.
Das Risiko unter einer Oestrogenmonotherapie an Gebärmutterkrebs zu erkranken ist höher als bei unbehandelten Frauen. Die Risikoerhöhung ist dabei abhängig von Östrogendosis und Behandlungsdauer. Durch die zusätzliche Gabe eines Gestagens (anderes Geschlechtshormon) kann das Risiko einer Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, was als Vorstufe von Gebärmutterkrebs angesehen wird, vermindert werden.
Es ist daher wichtig, dass Sie regelmässig gynäkologisch untersucht werden. Melden Sie sich insbesondere bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie anhaltende oder wiederkehrende ungewöhnliche Blutungen haben.
In einigen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde über ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei Frauen unter Hormonsubstitutionstherapie berichtet.
In seltenen Fällen wurden nach Anwendung hormonaler Wirkstoffe gutartige, seltener, bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet, die vereinzelt zu lebensgefährlichen innere Blutungen im Bauchbereich geführt haben. Wenn bei Ihnen starke Oberbauchbeschwerden auftreten, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.
Oestrogen oder kombinierte Oestrogen-Gestagen Ersatztherapien sind mit einem erhöhten Risiko einer venösen Thromboembolie (Blutgerinnselbildung in den Gefässen z.B. Venenthrombose, Lungenembolie) verbunden. Das Risiko scheint in den ersten Jahren der Behandlung höher zu sein. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte deshalb auch über Fälle von Blutgerinnselbildung (Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Herzinfarkt), bei Ihnen selber oder in Ihrer Familie, Bescheid wissen. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, sobald Sie sich eines möglichen thromboembolischen Symptoms bewusst werden (z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzliche Schmerzen im Brustkasten, Atemnot).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch rechtzeitig, wenn bei Ihnen eine Operation mit nachfolgender Bettruhe geplant ist, da die Hormonersatztherapie mit Systen 4-6 Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden sollte.
Grosse klinische Studien zeigten ein erhöhtes Risiko einer koronaren Herzerkrankung bei Einnahme einer kombinierten Hormonersatztherapie. Bei der Oestrogenmonotherapie fand sich dieses erhöhte Risiko nicht. In klinischen Studien zeigte sich bei Frauen unter Hormonersatztherapie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Schlaganfalles.
In Studien mit anderen Hormonersatzpräparaten bei älteren Frauen wurde in seltenen Fällen eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet.
Wie die meisten Arzneimittel enthält auch Systen neben dem Wirkstoff noch andere Substanzen, die für die Herstellung und die Haltbarkeit der Pflaster notwendig sind. Falls Sie an einer Allergie leiden, kann Ihnen der Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sagen, ob eine dieser Substanzen für Sie eventuell problematisch sein könnte.
Estradiol kann die Ergebnisse gewisser medizinischer Labortest beeinflussen. Es ist deshalb wichtig auch Ihre weiteren Ärzte bzw. Ärztinnen zu informieren, dass Sie Systen anwenden
Hormonersatzpräparate wie Systen, welche Östrogen enthalten, können die Wirkung von Medikamenten mit dem Wirkstoff Lamotrigin, einem Antiepileptikum, herabsetzen. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel können die Wirkung von Oestrogenen beeinträchtigen. Dazu zählen gewisse Beruhigungsmittel (Barbiturate, Meprobamat), Arzneimittel gegen Epilepsie (Hydantoine, Carbamazepin), Depressionen (Antidepressiva) und andere psychische Erkrankungen (Neuroleptika), gewisse Antibiotika (Penicilline, Tetrazykline, Makrolide), gewisse Antibiotika zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Azol-Antimykotika), gewisse Arzneimittel gegen den HIV-Virus (Ritonavir, Nelfinavir), gewisse Arzneimittel gegen Viren (Nevirapin, Efavirenz) sowie Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten (= pflanzliche Produkte, welche bei gedrückter Stimmung und depressiven Symptomen eingesetzt werden).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Systen darf während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.
Wirkstoffe, wie sie in Systen enthalten sind, können die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes und des Säuglings beeinträchtigen. Deshalb darf Systen während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden. Für dieses Präparat gibt es in der Schwangerschaft und Stillzeit auch keine medizinisch begründete Anwendung.
Sollten Sie Systen unbeabsichtigt während der Schwangerschaft angewendet haben oder unter einer Behandlung mit Systen schwanger werden, müssen Sie so rasch wie möglich den Arzt oder die Ärztin benachrichtigen.
Systen ist in 3 verschiedenen Dosierungen bzw. Grössen erhältlich, Systen 25 enthält die niedrigste, Systen 75 die höchste Dosis.
Bevor Sie die Behandlung beginnen, bestimmt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die niedrigste wirksame Dosis. Je nach Ihren Bedürfnissen legt er/sie fest, mit welcher Pflastergrösse Sie beginnen und wie lange Sie Systen anwenden. Es sollte so kurz als möglich behandelt werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Fortführung der Behandlung anlässlich der regelmässigen Untersuchungen mit Ihnen besprechen.
Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin.
Ein Pflaster Systen wird üblicherweise während 3?4 aufeinanderfolgenden Tagen auf der Haut belassen und nach dem Entfernen sofort durch ein neues ersetzt. Pro Woche werden 2 Pflaster verwendet.
Normalerweise wird die Behandlung mit Systen während 3 aufeinanderfolgenden Wochen durchgeführt, gefolgt von einer einwöchigen Pause. Während dieser Zeit kann eine schwache, menstruationsähnliche Blutung auftreten.
In besonderen Fällen kann der behandelnde Arzt resp. die behandelnde Ärztin eine ununterbrochene Behandlung mit Systen anordnen.
Wenn Ihnen der Arzt oder die Ärztin zusätzlich zu Systen ein Gestagen-Präparat verschreibt ? eine notwendige Massnahme bei Frauen mit intakter Gebärmutter ? so tritt in der Regel nach jeder Gestagen-Behandlungsperiode eine Entzugsblutung auf. Das Gestagen muss während 12?14 (vorzugsweise 12) Tagen pro Monat eingenommen werden. Der Entscheid zur zusätzlichen Verabreichung eines Gestagens und die Einzelheiten einer solchen Behandlung werden vom Arzt oder von der Ärztin festgelegt.
Systen sollte auf eine saubere, trockene und intakte Hautstelle am Rumpf unterhalb der Taille geklebt werden. Cremes, Körperlotionen oder Puder können die Klebeeigenschaften des Pflasters beeinträchtigen. Das Pflaster darf nicht in der Nähe der Brüste oder auf den Brüsten aufgeklebt werden. Die ausgewählte Hautstelle darf weder verletzt noch gereizt sein. Die Gürtellinie sollte als Applikationsstelle gemieden werden, um Scheuerstellen auf dem Pflaster zu vermeiden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass am Gesäss weniger Hautreizungen auftreten als an anderen Körperstellen. Es ist daher ratsam, das Pflaster möglichst am Gesäss anzubringen.
Das Pflaster darf nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Es ist an einer Hautstelle anzubringen, die von der Kleidung bedeckt wird.
Die Applikationsstelle sollte im Intervall von mindestens einer Woche gewechselt werden.
Systen Pflaster sind in luftdichten Briefchen verpackt. Systen soll sofort nach Entnahme aus dem Schutzbeutel aufgeklebt werden. Zur Entnahme des Pflasters wird das Briefchen an den eingekerbten Stelle an zwei Seiten aufgerissen. Das auf die metallfarbene Schutzfolie aufgeklebte Pflaster wird dem Briefchen entnommen und mit der Schutzfolie nach aussen, entlang dem S-förmigen Einschnitt, so weit gebogen, bis der S-förmige Einschnitt in der Schutzfolie aufklafft. Der eine Teil der Schutzfolie wird, ohne den darunterliegenden Haftfilm zu berühren, entfernt. Das Pflaster wird mit der nun freiliegenden Hälfte des Haftfilms auf die Haut geklebt und der zweite Teil der Schutzfolie wird abgezogen, wiederum ohne den Haftfilm zu berühren. Drücken Sie das durchsichtige Pflaster 10 Sekunden lang, mit dem Handballen, fest. Durch das Anpressen und die Erwärmung auf Körpertemperatur werden die Hafteigenschaften optimiert. Eine Faltenbildung beim Aufkleben sollte vermieden werden.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, das Pflaster jeweils an gleichbleibenden Wochentagen auszuwechseln (z.B. Montag und Donnerstag, oder Dienstag und Freitag, etc).
Sollte sich einmal ein Pflaster losgelöst haben oder sonst unbrauchbar geworden sein, ersetzen Sie es sofort. Wechseln Sie es am nächsten fixen Tag wieder aus, unabhängig davon, wie lange Sie dieses Pflaster getragen haben. Machen Sie weiter im üblichen Rhythmus (z.B. Montag und Donnerstag, Dienstag und Freitag, etc.).
Sollten Sie einmal vergessen haben, ein Pflaster zum üblichen Zeitpunkt abzunehmen, ist dies nicht weiter von Bedeutung, es kann jedoch zu Zwischen- oder Schmierblutungen kommen. Ersetzen Sie es durch ein neues. Wechseln Sie es am nächsten fixen Tag wieder aus, unabhängig davon, wie lange Sie dieses Pflaster getragen haben. Machen Sie weiter im üblichen Rhythmus (z.B. Montag und Donnerstag, Dienstag und Freitag, etc.).
Zum Duschen und Baden soll das Pflaster nicht entfernt werden. Es wird allerdings empfohlen, das Pflaster vor einem Saunabesuch zu entfernen und das neue Pflaster unmittelbar nach Beendigung zu applizieren.
Um das Pflaster zu entfernen soll es sorgfältig von der Ecke her entfernt werden. Wenn Reste des Klebstoffes auf der Haut verbleiben, können sie durch Waschen mit Seife oder durch Abrubbeln mit den Fingern entfernt werden.
Systen wird bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Systen auftreten:
Sehr häufig: Juckreiz und Hautausschlag an der Applikationstelle.
Häufig: Depressive Stimmung, Migräne, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Juckreiz, Hautausschlag, Gelenkschmerz (Arthralgie), Brustschmerzen, Zwischenblutungen (Metrorrhagie), verlängerte und verstärkte Blutung (Menorrhagie), vaginaler Ausfluss, Schmerzen oder Hautrötung oder Wassereinlagerungen (Ödeme) an der Applikationsstelle und Gewichtszunahme.
Gelegentlich: Pilzinfektion im Intimbereich mit Candida albicans (Genitale Candidiasis), Überempfindlichkeit, Nervosität, Ängstlichkeit, Schläfrigkeit, Unruhe, Empfindungsstörungen (wie Taubheit, Kribbeln), Herzrasen, erhöhter Blutdruck, Hitzewallungen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden inkl. Verstopfung und Erbrechen, Muskelschmerz und -krämpfe, Brustdrüsenvergrösserung, Regelschmerzen (Dysmenorrhö), Schwitzen, Hauttrockenheit, Akne, Haarausfall, vermehrte Behaarung, Nesselsucht, Juckreiz im Intimbereich, Unterleibsschmerzen, Fieber, Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen Wassereinlagerungen in Armen und Beinen oder generalisiert.
Selten: Brustkrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs (Einzelfälle), Epilepsie, Hirndurchblutungsstörungen (Einzelfälle) Herzinfarkt (Einzelfälle), Thrombosen (Blutgerinnsel) z.B. tiefe Bein- oder Beckenthrombosen oder Lungenembolie (Einzelfälle), niedriger Blutdruck Bauchauftreibung, Gallensteine, Leberfunktionsstörungen, Anschwellung im Gesicht (Angioödem, Einzelfälle), gesteigerter Appetit, Gewichtsabnahme, erhöhte Blutfettwerte, Libidoveränderungen, Eierstockzysten, Aufmerksamkeitsstörungen.
Bei der Anwendung von anderen Hormonsubstitutionspräparaten wurde auch noch über Sehstörungen, Gallestauung, Verhärtungen in der Brust und Vergrösserung von Myomen der Gebärmutter berichtet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.
Bewahren Sie Systen ? wie alle Arzneimittel ? ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.
Systen Matrixpflaster sollen nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Nicht im Kühlschrank lagern, nicht einfrieren.
Der in Systen enthaltene Wirkstoff Estradiol wird durch ultraviolettes Licht zersetzt. Die Pflaster dürfen daher nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.
Nach der Entfernung sollte das gebrauchte Pflaster mit der Klebeseite nach innen umgefaltet werden, so dass die Wirkstoffmembran nicht freiliegt. Danach sollte das Pflaster an einem sicheren, für Kinder unzugänglichen Ort mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Systen enthält als Wirkstoff mikronisiertes Estradiolum hemihydricum sowie Hilfsstoffe.
Systen gibt es in 3 verschiedenen Grössen:
Systen 25 (8 cm2): Abgaberate 25 µg/24 h.
Systen 50 (16 cm2): Abgaberate 50 µg/24 h.
Systen 75 (24 cm2): Abgaberate 75 µg/24 h.
(µg = Mikrogramm)
50768 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Systen 25: 8 und 24 Pflaster.
Systen 50: 8 und 24 Pflaster.
Systen 75: 24 Pflaster.
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.