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Der Magenbypass ist einer der häufigsten bariatrischen Eingriffe und wurde erstmals 1966 in den USA durchgeführt. Dank der ständigen Verbesserung der Verfahren wird die Operation seit Mitte der 1990er Jahre auf laparoskopischem Weg, also mittels Schlüsselloch-Chirurgie, durchgeführt.
Für einen Magenbypass wird der Magen unterhalb der Speiseröhre in zwei Teile geteilt. So entsteht ein kleiner oberer Teil (der sogenannte «Pouch»), der vom restlichen Magen abgetrennt ist. Der Dünndarm wird im oberen Bereich ebenfalls durchtrennt und mit dem Pouch verbunden.
Der Dünndarm, der von dem verbleibenden grösseren Teil des Magens kommt und die Verdauungssäfte enthält, wird mit dem am Pouch angesetzten Dünndarm so vernäht, dass 1,5 m Dünndarm umgangen werden und somit auf dieser Strecke keine Verdauung stattfindet. Das Ausschalten des Restmagens von der Nahrungssmittelpassage nimmt zudem das Hungergefühl.
Vorteile der Magenbypass-Operation sind neben dem kurzen postoperativen Schmerz und der schnellen Genesung und Rückkehr in den Alltag die langjährige Erfahrung mit diesem Verfahren und die dadurch bekannten Langzeiterfolge.
Nach der Operation können nur noch geringe Mengen an Nahrung pro Mahlzeit aufgenommen werden. Dies verlangt von der Patientin oder vom Patienten eine vollständige Umstellung der früheren Essgewohnheiten.
Die Gewichtsabnahme wird bei diesem Verfahren dadurch unterstützt, dass der Körper weniger Nährstoffe aus dem bereits verdauten Speisebrei aufnimmt. Dadurch können jedoch auch Mangelerscheinungen auftreten, welche durch ergänzende Vitamine ausgeglichen werden müssen.