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Der 35-Jährige qualifizierte sich bei den nationalen Meisterschaften in Palo Alto über 200 m Lagen in 1:57,88 Minuten für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Es wäre für Lochte die fünfte Olympia-Teilnahme. Für seine Familie will er in der japanischen Hauptstadt erneut aufs Podest. Bislang holte er an diesem Anlass sechs Gold- und je drei Silber- und Bronzemedaillen.
Von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro bleibt aber in erster Linie ein Skandal in Erinnerung. Lochte und drei Teamkollegen hatten behauptet, mit vorgehaltener Waffe am Rande der Spiele überfallen worden zu sein. Dies entsprach nicht der Wahrheit, wie sich wenig später herausstellte. Tatsächlich hatten die Amerikaner an einer Tankstelle randaliert.
Wegen der Lügengeschichte verlor Lochte zunächst sämtliche persönliche Sponsoren. Der US-Verband sperrte den 18-fachen Langbahn-Weltmeister zudem für zehn Monate. Im vergangenen Jahr unterzog sich Lochte einer Behandlung wegen Alkoholproblemen. Die 14-monatige Sperre handelte er sich deshalb ein, weil er im Mai 2018 eine intravenöse Infusion erhielt. Zwar wurden ihm nach Darstellung der Dopingjäger keine verbotene Substanzen gespritzt. Den Regeln zufolge dürfen Sportler jedoch keine Infusionen bekommen, es sei denn, eine solche steht im Zusammenhang mit einem Spitalaufenthalt oder es wurde eine Ausnahme genehmigt.
Nach seinem Comeback in Palo Alto sagte Lochte: «Ich kann verstehen, dass die Fans nach meiner Achterbahn kein Vertrauen mehr in mich haben. Aber ich tue dies nicht, um ihnen etwas zu beweisen. Ich tue es für mich und meine Familie.»
(SDA)