Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/1827

Geschichte der Post
Überblick über die Unternehmensentwicklung
Vor 1675: Erste permanente amtliche Postverbindungen
Im 17. Jahrhundert entstehen erste permanente amtliche Postverbindungen. So etabliert zum Beispiel Bern feste Verbindungen mit Genf, Vevey, Aarberg, Neuenburg, Basel und Zürich. Der kaufmännische Briefverkehr wird über die internationale Handelsroute abgewickelt, die Süddeutschland mit Südfrankreich verbindet und dabei die Schweiz vom Bodensee bis zum Genfersee durchzieht.
1675: Die Fischer Post
1675 entdeckt der Berner Ratsherr Beat Fischer die Post als lukratives Privatunternehmen. Er kauft von der Berner Regierung das alleinige Recht, offizielle Postsachen im Kanton zu spedieren (Postregal). In wenigen Jahren baut er durch Verträge mit anderen eidgenössischen Ständen die bernische Post zum grössten und erfolgreichsten Postunternehmen der Eidgenossenschaft auf. Er schliesst Verträge mit dem Ausland ab und entwickelt seine private Post zu einem der schnellsten Postdienste Europas. Über 150 Jahre lang verpachtet der bernische Staat sein Postregal immer wieder neu an die Familie Fischer.
1798: Französische Besetzung
Der Einmarsch französischer Truppen am 5. Mai 1798 unterbricht den Ausbau des Schweizerischen Postsystems. In der neuen Helvetischen Republik wird die Post dem Vorbild der Besatzer angepasst: Es gibt vereinheitlichte Tarife und neue Stempel mit den Insignien des neuen Staats. Mehrere französischsprachige Kantone werden ganz in das französische Postsystem übernommen. Das Vorhaben, im Rahmen von Napoleons Revolutionsprogramm eine eidgenössische Post zu etablieren, scheitert an den regional höchst unterschiedlichen Betriebs- und Rechtsstrukturen.
1803: Die Kantonalposten
Nachdem in der politisch gespaltenen Helvetischen Republik bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, wird im März 1803 die so genannte Mediationsakte verabschiedet. Sie stellt das alte kantonale System wieder her. Auch das Postwesen fällt so in die Kompetenz der Kantone zurück. Nur Zürich, Basel und Luzern betreiben die Post als staatliche Regieunternehmen. Die anderen Stände verpachten ihr Postregal an diese 3 Kantone oder an private Unternehmen: zum Beispiel an die Herren Fischer in Bern oder die Thurn und Taxis in Schaffhausen. Im Zuge der liberalen Revolutionen nach 1830 werden die privaten Postunternehmen verstaatlicht und in kantonale Regiebetriebe überführt. Unterschiedliche Betriebs- und Tarifstrukturen, aufwändige gegenseitige Verrechnungsverfahren und politische Animositäten machen den Postverkehr kompliziert, teuer und langsam.
1849: Gründung der eidgenössischen Post
Die Schweizerische Post wird am 1. Januar 1849 als Bundespost gegründet: Sie ist zuständig für den Personentransport sowie für Brief-, Paket- und Geldsendungen. Durch die Verstaatlichung wird der Postverkehr vereinheitlicht, sicherer und erschwinglich; er deckt immer weitere Flächen ab. Der Zahlungsverkehr wird vereinfacht. Ein zusammenhängendes Netz an öffentlichen Transportmitteln entsteht. Da es bei der Gründung der Post fast noch keinen Bahnverkehr gab, ist die Beförderung von Reisenden anfangs sogar die wichtigste Aufgabe der Post: Die Einnahmen aus diesem Dienstzweig machen in den 1850er-Jahren knapp die Hälfte der Gesamterträge aus.
1850: Die ersten schweizweit gültigen Briefmarken
Die ersten schweizweit gültigen Briefmarken erscheinen. Tarifstrukturen und das Geldwesen werden vereinheitlicht. Die Frankatur ist zunächst freiwillig: Im Normalfall zahlt der Empfänger das Porto direkt dem Pöstler.
1857: Die ersten Bahnpostwagen
In den 50er- und 60er-Jahren werden in der Schweiz die ersten Bahnlinien eröffnet. Die Post wird zum ersten Dauerkunden des jungen, schnellen und leistungsfähigen Verkehrsmittels. Ab 1857 fahren die ersten Bahnpostwagen für Unterwegssortierung mit Stückgutraum, Sackabteil und Büroraum auf dem Netz der Schweizerischen Centralbahn.
1869: Einführung der Postkarte
Die Schweizerische Post führt als weltweit viertes Land die Postkarte ein: ein Erfolgsmodell. Mit verschiedenen Vordrucken erleichterte und rationalisierte die Postkarte vor allem die Geschäftskorrespondenz. Mit dem Aufblühen des Tourismus und den neuen Ansichtskarten kommt es in den folgenden Jahrzehnten zu einem wahren Karten-Boom.
1870: Feldpost wird ins Leben gerufen
Als Einheiten der Schweizer Armee während des Deutsch-Französischen Krieges die Landesgrenzen sichern, wechseln sie so häufig den Standort, dass die Zivilpost nach wenigen Tagen ausserstande ist, den Kommandostellen und Wehrmänner ihre Sendungen zuzustellen – auch, weil die Zahl der Briefe und Pakete durch die zugestandene Portofreiheit rasant anwuchs. So delegiert das Eidgenössische Post- und Eisenbahndepartement am 24. Juli 1870 einen Beamten der Oberpostdirektion ins Hauptquartier, von wo aus er als ziviler Chef der Feldpost die Postversorgung der Truppe und ihrer Dienststellen organisierte.
1874: Weltpostverein gegründet
Der Weltpostverein (Union postale universelle, UPU) wird in Bern gegründet. Der erste Weltpostvertrag erleichtert und koordiniert den zwischenstaatlichen Versand von Briefen und Paketen und regelt die internationale Zusammenarbeit der Postbehörden von derzeit 191 Mitgliederstaaten. Bern ist noch heute Hauptsitz dieser UN-Organisation.
1903: Die Anfänge der motorisierten Post- und Reisendenbeförderung
1906: Einführung des Postcheckdienstes
Der Bargeldbedarf steigt beständig: So drucken Privat- und Kantonalbanken unbekümmert Banknoten, Geldtransporte und -briefträger versorgen die Bevölkerung mit Bargeld. Da die im Umlauf befindliche Geldmenge kaum mehr zu kontrollieren ist, wird die Gründung einer Nationalbank beschlossen. Die Post mit ihrem dichten Netz von 4000 Betriebsstellen soll den Postcheck- und Giroverkehr übernehmen und den bargeldlosen Kapitaltransfer ermöglichen. Der Postcheckdienst erweist sich als praktisch: Mieten, Rechnungen, Lohn lassen sich einfach durch Kontoumbuchungen abbuchen oder gutschreiben. Schon im Gründungsjahr beträgt der Umsatz über 450 Millionen Franken.
1913: Erste Flugversuche der Luftpost
Von einer eigentlichen Luftpost kann zu Beginn keine Rede sein: An so genannten Flugtagen, die eher Volksbelustigungen glichen, wird lediglich der eine oder andere Postsack von Bern nach Burgdorf oder von Basel nach Liestal befördert. Doch mit den Fortschritten der Flugzeugtechnik nach dem ersten Weltkrieg entwickelt sich die kommerzielle Luftfahrt rasant. In allen Ländern wird die Post erster und wichtigster Dauerkunden der Jungen Flugunternehmen, so auch in der Schweiz: Am 9.1.1919 wird mit Armeeflugzeugen ein täglich verkehrender Armeekurierdienst zwischen Bern und Zürich eingerichtet, dem man auch die zivile Briefpost anvertraut. Erdrückende Defizite und die zeitfressenden Zwischentransporte von den Postämter zum Landeplatz und umgekehrt verhelfen allerdings rasch zu der Einsicht, dass die Luftpost auf Strecken unter 400 km nicht rentiert. So wird das Luftpostnetz in den folgenden Jahren erst innerhalb Europas, dann interkontinental.
1918: Durchbruch des Postautos
Auf den ersten Strecken steigen die Frequenzen so an, dass Personenanhänger gebraucht werden. Das Postauto erobert die Alpen: In kürzester Zeit eröffnet die Post nach dem Simplon 1919 die Passlinien Grimsel, Furka, Bernardino und Oberalp – ein bedeutender Schritt für den alpinen Tourismus. Bis zum Jahr 1920 werden zudem 100 Armeelastwagen kostenlos zu Postautos umgebaut. Linie um Linie wird auf den motorisierten Verkehr umgestellt, bis die Pferdepost um 1930 fast bedeutungslos wird – der letzte Kurs wird allerdings erst 1961 eingestellt, in Avers GR.
1920: PTT wird gegründet
Schon in den Anfängen der Post wurde versucht, Post, Telegraph und Telefon personell und organisatorisch zu vereinen. Ab 1920 werden vermehrt verschiedenen Dienste zusammengelegt – auch wegen der Betriebsergebnisse der Post, die sich durch den Krieg verschlechtert haben. Post- und Telegraphie/ Telefonverwaltungen sind neu einem gemeinsamen Verwaltungschef unterstellt. Schrittweise nähern sich die Sparten in den folgenden Jahren an, bis 1928 alle Bereiche offiziell der «Schweizerischen Post-, Telegraphen- und Telefonverwaltung» unterstehen.
1939: Die Post wird gelb
Die Postwagen waren bereits seit 1849 mehrheitlich postgelb lackiert, die Briefkästen blieben jedoch noch lange dunkelgrün und die Posthausschilder rot-weiss. 1939 verfügt die Generaldirektion dann, dass grundsätzlich für Briefkästen und Wertzeichenautomaten die Farbe «Postgelb» einzusetzen sei. Dieses Gelb wird jedoch lange Zeit nicht normiert. Und erst Anfang 2002 schützt die Post die Farbe Gelb für die Kennzeichnung ihres Kerngeschäfts in der Schweiz. Mitbewerber dürfen sie für die gleichen Zwecke nicht mehr verwenden.
1964: Einführung der Postleitzahlen
Die Postleitzahlen werden gesamtschweizerisch am 1. Oktober 1964 eingeführt. Das Nummerierungssystem führt zu einer starken Vereinfachung der Handsortierung; vertiefte geografische Kenntnisse bei der Sortierung der Postsendungen sind von nun an nicht mehr nötig. Das Postleitzahlensystem bildet auch die Grundlage zur späteren Einführung der maschinellen Sortierung.
1978: Postomat: Automatisierung des Geldbezugs
1978 wird in der Schanzenpost, Bern, der erste Postomat – noch vor dem ersten Bancomat – in Betrieb genommen. Viele weitere sind hinzugekommen und stehen rund um die Uhr für Bargeldbezüge zur Verfügung. Momentan sind es über 770 Postomaten.
1995: Einführung des Rufbus-Systems «PubliCar»
Linienkurse können speziell in ländlichen Gebieten an ihre finanzielle und betriebliche Grenzen stossen. Deswegen bietet PostAuto mit dem Rufbus PubliCar eine flexible Mobilitätslösung an: Weder Fahrplan, Haltestellen noch Strecken sind fix; wer mit PubliCar befördert werden will, bestellt über eine Gratis-Telefonnummer sein persönliches Postauto. Heute werden knapp 30 Gebiete angefahren.
1996: Gründung von Swiss Post International
Swiss Post International wird als eigenständiger Geschäftsbereich der Schweizerischen Post gegründet. Kerngeschäft ist der grenzüberschreitende Versand von Dokumenten und Waren. Die Schweizerische Qualität und die Kundenorientierung der angebotenen Leistungen überzeugen weltweit Kunden: 2009 wird mit Konzerngesellschaften und Vertriebspartnern in 11 europäischen Ländern, 5 asiatischen Metropolen und in den USA ein Umsatz von über 1 Milliarde CHF erzielt.
1998: Zwei neue Unternehmen: Die Schweizerische Post und Swisscom
Aus der PTT entstehen zwei neue Unternehmen: Die Schweizerische Post, die noch immer für Personentransport, Brief- und Paketsendungen sowie Finanzdienstleistungen zuständig ist, und die Swisscom, die als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft (AG) gegründet wurde, um bei der Liberalisierung des Telekommarktes bestehen zu können. Unternehmerische und politische Verantwortung werden getrennt; so soll der Einfluss der Politik auf die Marktmechanismen unterbunden werden. Die Post ist jetzt ein öffentlich-rechtliches Unternehmen im Eigentum der Eidgenossenschaft mit einer Konzernstruktur, einem Konzernleiter und einem Verwaltungsrat. Der Bundesrat setzt der Post Ziele. Sie erfüllt nach wie vor den Service-public-Auftrag zur landesweiten Grundversorgung, stellt sich aber andererseits dem Wettbewerb, sie soll kundenorientiert und eigenwirtschaftlich werden.
1998: PostFinance lanciert E-Finance
Mit der Einführung von E-Finance (damals yellownet) im Herbst 1998 gehört PostFinance zu den Pionieren in der elektronischen Vermögensverwaltung. Nachdem PostFinance bis 1997 ausschliesslich im Zahlungsverkehr tätig war, entwickelt sie sich für Klein- und Grosskunden zu einer modernen Finanzdienstleisterin. Mit attraktiven Produkten für das Sparen, Anlegen, Vorsorgen und Finanzieren – vom Sparkonto über Kreditkarten und Lebensversicherungen bis zur Hypothek.
2001: Das Poststellennetz wird umstrukturiert
Das Kundenverhalten verändert sich: Immer weniger Briefe und Pakete werden an den Poststellen aufgegeben, weniger Einzahlungen am Schalter getätigt. Die Reduktion von 3500 auf 2500 Poststellen wird geplant. Die Dichte des Netzes ist für dessen Qualität nicht entscheidend – ein modernes und bezahlbares Netz hingegen ist eine echte strategische Erfolgsposition, so die Haltung von Konzernleitung und Verwaltungsrat.
2002: Projekt REMA / GAV tritt in Kraft
Projekt REMA: Die Post lanciert REMA (Reengineering Mailprocessing) – die Neukonzeption der gesamten Briefverarbeitung. Das Ziel: die logistischen und technischen Voraussetzungen für mehr Produktivität und arbeitsplatzsichernde neue Dienstleistungen zu schaffen. Die Pläne der Post stossen bei Kantonen, Standortgemeinden und Gewerkschaften auf Widerstand. Schliesslich werden neben betriebswirtschaftlichen Kriterien sozial- und regionalpolitische Aspekte verstärkt berücksichtigt. An die Stelle von 18 unterschiedlichen Briefzentren treten bis 2009 3 neue Briefzentren, 6 Logistikzentren Briefverarbeitung und 2 Logistikzentren Videocodierung und Retourenverarbeitung. GAV tritt in Kraft: Nach fast zwei Jahren intensiver Verhandlungen zwischen der Post und den Sozialpartnern wird der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Post und der GAV Aushilfen unterzeichnet und auf den 1.1.2002 umgesetzt. Zuvor regelte für das Personal der Post das Beamtengesetz (BtG) die Anstellungsbedingungen. Die beiden GAV machen die Post konkurrenzfähiger und ermöglichen gleichzeitig fortschrittliche und sozialverträgliche Arbeitsbedingungen.
2003 PostFinance erweitert Angebot / Philatelie zeigt Dynamik
PostFinance erweitert Angebot: Mit Hypotheken für Privatkunden und dem Vorsorgekonto positioniert sich PostFinance neu als Komplettanbieterin im Retailfinanzbereich: Durch den Einstieg ins Kreditgeschäft kann sie in Zusammenarbeit mit Partnern alle Finanzdienstleistungen - Zahlen, Anlegen, Vorsorgen, Finanzieren – aus einer Hand anbieten und ihre Marktposition stärken. Philatelie zeigt Dynamik: Am 2. März gewinnt das Schweizer Segelteam Allinghi den America’s Cup. Bereits am 7. März ist die grossformatige Sonderbriefmarke «Allinghi, Switzerland» in allen Poststellen im Verkauf – und Stunden nach ihrem Erscheinen bereits ausverkauft.
2004: Liberalisierung des Postmarkts
Per 1. Januar 2004 wird der Paketmarkt liberalisiert. Die Post ist auf die Marktöffnung vorbereitet: mit 3 neuen Paketzentren und einem konkurrenzfähigen Angebot. Sie ergänzt ihre Leistungen mit logistischen Lösungen, die optional auf die Bedürfnisse von Kunden und spezifischen Branchen abgestimmt sind.
2005: Projekt YMAGO
Um das Poststellennetz kundenfreundlicher zu machen und seine Wirtschaftlichkeit zu verbessern, werden 36 Pilotprojekte mit neuen Modellen gestartet wie zum Beispiel der Post im Dorfladen, wo Kunden von besseren Öffnungszeiten profitieren. Der Versuchsbetrieb kommt mehrheitlich bei Kunden, Mitarbeitenden, Partnern und Behörden gut an.
2006: Rekordergebnis / Gründung PostAuto AG
Rekordergebnis: Der Bundesrat beschliesst die Totalrevision der Postgesetzgebung. Der Monopolschutz bei den Briefen über hundert Gramm fällt. Die Post erzielt mit 837 Millionen Franken ein neues Rekordergebnis. Gründung PostAuto AG: PostAuto feiert das 100-Jahr-Jubiläum und startet ab 1. Juli offiziell als PostAuto Schweiz AG. Durch die neue Struktur kann das Unternehmen, das zu 100 Prozent im Besitz der Schweizerischen Post bleibt, flexibler agieren und Kooperationen mit anderen Verkehrsanbietern eingehen. So können die Kosten gesenkt und das «Poschi» wettbewerbsfähiger werden.
2007: Roger-Federer-Marke / Mitternachtslieferung Harry Potter
Roger-Federer-Marke: Zum ersten Mal in der Geschichte der schweizerischen Philatelie wird eine lebende Person auf einer Briefmarke abgebildet: Roger Federer. Mitternachtslieferung Harry Potter: 7000 Bände des letzten Harry-Potter-Abenteuers «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» liefert die Post um 00:00 in der Nacht auf Samstag 27. Oktober aus. Die Post-Mitarbeitenden leisten den Sondereffort freiwillig, damit die ungeduldigen Leserinnen und Leser keine Minute zu viel warten müssen.
2008: Starke und einheitliche Dachmarke «Die Post» / Virtuelle Postschalter
Starke und einheitliche Dachmarke «Die Post»: Die Post vereinfacht ihren Marktauftritt und setzt auf die starke und einheitliche Dachmarke Post sowie die Leistungsmarken PostFinance und PostAuto. Die Post stellt damit für die Kunden eine logische und übersichtliche Verwendung des Markennamens «Die Post» sicher. Damit begegnet die Post der kommenden Postgesetzgebung und dem beschleunigten Liberalisierungskurs. Virtueller Postschalter: Die Post wird im Internet immer aktiver: Sie lanciert den virtuellen Postschalter auf dem Postportal www.post.ch. Damit vereinfacht sie den Zugang zu elektronischen Dienstleistungen der Post und präsentiert das Kernangebot übersichtlich in einem dreidimensionalen Raum.
2009: REMA fertig umgesetzt / Post lanciert klimakompensierten Versand
REMA fertig umgesetzt: Mit der Einweihung des Briefzentrums Härkingen (SO) setzt die Post den offiziellen Schlusspunkt unter das 2002 lancierte Projekt REMA (Reengineering Mailprocessing). Sie hat über eine Milliarde Franken investiert, um ihre Briefverarbeitung zu modernisieren. Neben 3 hochautomatisierten Briefzentren (Zürich-Mülligen, Eclépens und Härkingen) und 6 Logistikzentren (Gossau SG, Cadenazzo TI, Kriens LU, Basel, Ostermundigen BE und Genf) werden zwei Standorte für die Videocodierung und die Retourenverarbeitung (Chur und Sion) geschaffen. Post lanciert klimakompensierten Versand: Bis 2009 investiert die Post bereits 135 Millionen Franken in die Realisierung ihrer Umweltstrategie: Umweltbelastung, Strom- und Wärmebedarf werden konsequent verringert. Mit «pro clima» können Kundinnen und Kunden ihre Briefe und Pakete klimaneutral versenden.
2013: Die Post wird zur AG
Die Schweizerische Post und PostFinance werden am 26. Juni 2013 in Aktiengesellschaften (AG) umgewandelt. PostFinance erhält als AG die Bankbewilligung. Die neuen Rechtsformen sind eine Folge der geänderten Postgesetzgebung, die 2010 vom Schweizer Parlament verabschiedet wurde. Dank der Umwandlung bekommt die Post moderne Strukturen zur Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben. Eigentümer der Schweizerischen Post AG bleibt zu 100% der Bund, die PostFinance AG bleibt wiederum im vollständigen Besitz der Schweizerischen Post AG.
2014: Post rüstet Paketzentren auf
Die Post baut ihre Paketzentren in Härkingen, Frauenfeld und Daillens aus und erhöht die Kapazität der Sortieranlagen. Als erste Etappe wird 2014 das Paketzentrum Härkingen erweitert. Neu kann die Anlage an Rekordtagen über 25‘000 Pakete pro Stunde sortieren, statt wie bisher 20’000. Insgesamt investiert die Post rund 60 Millionen Franken in den Ausbau der Sortieranlagen. Die Kapazität in den drei Paketzentren steigt damit um 25 Prozent. Die Massnahme ist Teil der E-Commerce-Strategie der Post. Der Internethandel boomt und Konsumentinnen und Konsumenten bestellen immer öfter Artikel übers Internet. 2014 stellt die Post die Rekordmenge von fast 112 Millionen Paketen zu.
2015: Die Schweizerische Post bezieht ihren neuen Hauptsitz
Im Frühling 2015 bezieht die Post ihren neuen Hauptsitz im Berner WankdorfCity-Quartier. Der Neubau erfüllt höchste Nachhaltigkeitsanforderungen und bietet mit seiner multifunktionellen Arbeitswelt Platz für rund 2000 Mitarbeitende. Die Post bündelt damit im Wankdorf, wo sie Mieterin ist, sechs bisherige Standorte. Der alte Hauptsitz, die Schönburg, wurde verkauft und soll später als Hotel und Wohnungskomplex genutzt werden. 1970 war die damalige PTT in das markante Gebäude beim Rosengarten eingezogen, das der Architekt Theo Hotz entworfen hatte.
2016: Erstmals elektronisch Abstimmen mit der Post
Rund 5000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die im Kanton Freiburg registriert sind, können im November 2016 erstmals ihre Stimme per Internet abgeben. Mehr als jeder Dritte Auslandschweizer nutzt hierfür erfolgreich erstmals das E-Voting-System der Post. Es ist das einzige produktive end-to-end-verschlüsselte E-Voting-System der Schweiz. Mit E-Voting erbringt die Post den sicheren Transport vertraulicher Informationen zusätzlich zur physischen nun auch in der digitalen Welt. Dazu gehört auch, dass die Daten ausschliesslich in den sicheren Rechenzentren der Post in der Schweiz und verschlüsselt gespeichert werden.
2016: Schweizer Premiere mit autonomen SmartShuttles
Ab Sommer 2016 testet PostAuto in der Innenstadt von Sitten sogenannte SmartShuttles. Die zwei autonomen Busse sind zu 100 Prozent elektrisch angetrieben und können bis zu elf Personen bei maximal 20 Kilometern pro Stunde transportieren. Während der Fahrt werden die Shuttles immer von instruierten Personen begleitet, verkehren aber vollautomatisiert und verfügen weder über ein Lenkrad noch über Brems- und Gaspedale. Die Post und PostAuto arbeiten beim Projekt mit der Stadt Sitten, dem Kanton Wallis sowie der ETH Lausanne zusammen. Die Tests werden im Rahmen des Mobilitätslabors (Mobility Lab Sion-Valais) durchgeführt. Ziel ist, herauszufinden, ob der Einsatz autonomer Shuttles im öffentlichen Raum möglich ist und für Kunden einen Mehrwert bietet.