Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/2574

Nahestehende: Medikamente
Abhängigkeit und Sucht
Eine Abhängigkeit (körperlich und psychisch) von Benzodiazepinen* im Sinn einer Gewöhnung an ihre Wirkung und mit negativen Effekten bei Reduktion der Dosis kann schon bei ärztlich verschriebenen Dosierungen entstehen. Eine solche Abhängigkeit äussert sich insbesondere in einem «Absetzeffekt», d. h. in Entzugserscheinungen, die oft den Beschwerdesymptomen ähneln.
Eine eigentliche Benzodiazepin-Sucht ist deutlich seltener. Diese äussert sich z. B. in einem starken Drang, das Medikament einzunehmen, in einer Steigerung der Dosis, in einem grossen Aufwand bei der Medikamentenbeschaffung (mehrere oder wechselnde Verschreibungsorte). Personen mit problematischem Alkoholkonsum oder einer anderen Substanzproblematik haben ein erhöhtes Risiko, derartige Probleme mit Benzodiazepinen zu entwickeln.
Falls Sie solche Anzeichen bei einer nahestehenden Person beobachten, ist es wichtig, die betroffene Person darauf anzusprechen (siehe Was kann ich tun?). Informationen zu Hilfsangeboten und Unterstützung bei einer Suchtproblematik finden Sie unter Hilfe.
*Die Benzodiazepin-Analoga Zopiclon und Zolpidem sind immer mitgemeint