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Nach den enormen Alfabetisierungsanstrengungen nach der sandinistischen Revolution anfangs der achziger Jahre, wurde im Zug der staatlichen Einsparungen der nachfolgenden Regierungen das Schulwesen wiederum vernachlässigt. Obwohl die staatlichen Grundschulen nach Gesetz eigentlich unentgeltlich zur Verfügung stehen sollten, fällt es der grossen Mehrheit der Bevölkerung schwer, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Viele Kinder müssen mithelfen, die Familie durchzubringen. Die obligatorische teure Uniform stellt ein grosses Hindernis dar. Meist müssen die Schüler auch für das Schulmaterial und andere Beiträge aufkommen.
Aufgrund der Erfahrung, dass speziell arbeitende Kinder nicht eingeschult werden, entstand das Projekt “Rayito de Luz”, was übersetzt “kleiner Lichtstrahl” heisst. Es handelt sich dabei um eine Eigeninitative von einigen engagierten Einwohnern von Rosita. Das Projekt begann in kleinem Rahmen und wurde bis auf den heutigen Zeitpunkt mit sehr kleinem Budget weiter geführt.
Das Ziel des Projektes ist es, arbeitenden Kindern oder Kindern aus ärmsten Familien wenigstens die Grundschule zu ermöglichen.
In diesem Sinne werden die sechs Primarklassen angeboten. Für die Familien ist die Schule völlig gratis. Alles Schulmaterial wird zur Verfügung gestellt. Einmal im Jahr erhalten die Kinder eine Schuluniform und neue Schuhe.
Die Schule war in den ersten beiden Jahren in einer notdürftig instandgestellten Baracke beheimatet, die die Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Mit Unterstützung der Eltern der Schüler/innen und finanziellen Beiträgen aus der Schweiz wurde Ende des Jahres 2001 mit dem Bau eines neuen Schulhauses begonnen. Ende Februar 2002 konnte die neue, einfache Schule mit zwei Schulzimmern eingeweiht werden. Auf das Schuljahr 2008 wurde ein drittes Schulzimmer auf demselben Areal gebaut.
Auf das Jahr 2010 erfolgte der Bau eines neuen ,erweiterten Schulareals mit 5 neuen Schulräumen. Damit wuchs die Schule auf etwa 350 Schüler/innen an und aus der ehemals kleinen Schule ist ein “Colegio”, ein Schulzentrum geworden, in dem die ganze Primarschule angeboten wird. Das Erziehungsministerium hat die Schule von Beginn an offiziell anerkannt und beteiligt sich am Projekt über die Entlöhnung der Lehrerinnen. Kleine Hilfen kamen bis jetzt auch von anderen Hilfsorganisationen, die vor Ort tätig sind. Auch die politischen Behörden in Rosita unterstützen das Projekt mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.