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Wasp Days
(…) What makes this book an excellent read is the nature of our narrator. He is a keen observer of life around him, what he calls the trivialities, as well as, of course, of his sexual partners. Above all, he takes a detached but witty view of life around him. He can comment on anything, from the old men who want to poison drug addicts to the problems of bringing up children, all told with a witty, sometimes wise, sometimes (mildly) cynical outlook. He seems remarkably unconcerned, almost indifferent, when his relationships end, and takes something of a detached view of life in general. However, he has a strong sense of humour and this book is one of those books that examine a fairly ordinary life with considerable humour so that what, on the face of it, could have been a mundane existence becomes something much more interesting, and enjoyable for the reader.
The book ends with a more serious self-examination, perhaps, as Eva suggests a mid-life crisis, though that is something he does not really accept. And then China awaits. The story of an ordinary person with a fairly ordinary life, when told with humour, with a certain amount of detachment and with intelligence, can often produce a first-class novel as it has done in this case. And the wasps? Children. Coca-Cola bottles. It is a stage of growing up.
For full review see: http://www.themodernnovel.org/europe/w-europe/switzerland/erhard-von-buren/wasp-days/
„Wespenzeit“
Verzögerte Rhythmen
B. En. Die Gattin mit den Töchtern in den Ferien – der Mann, 45-jährig und im Bibliotheksdienst beamtet, allein zurück geblieben. Der Sommer zieht sich hin, Hitze lagert über der Kleinstadt im schweizerischen Mittelland, alle Bewegungen scheinen sich zu verlangsamen, und da gerät der Bibliothekar ins Sinnieren. Bald einmal zieht der Liebesreigen der Vergangenheit an ihm vorüber; die Zeit des Aufbruchs in den siebziger Jahren meldet sich, der Paris-Aufenthalt, welchen der Ich-Erzähler als Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds verbracht hat, gewinnt wieder Konturen. Nur zu leicht könnte indessen gerade die amouröse Rückschau in die Sentimentalität abgleiten, könnte auch den Gedanken an männliche Koketterie nahe legen. Aber Erhard von Büren, der 1990 mit seinem verhaltenen Erstling «Abdankung» aufgefallen ist, berichtet auch diesmal ohne Larmoyanz und wahrt den nüchtern analysierenden Ton. Sein Protagonist sieht sich bei solchen Bilanzen leicht amüsiert zu. So hält er die heikle Balance, und da darf sich bisweilen auch ein dunkler Klang beimischen, ohne die Klaviatur zu stören. Zu den witzigen Ansichten aus dem Liebesleben eines jungen Schweizers gesellen sich immer wieder Impressionen aus der Gegenwart des Erzählers, welche dieser gern als Bagatellen präsentiert. Doch er weiss auch, dass sich Haupt- und Nebensachen oft nicht so säuberlich voneinander trennen lassen, und so gewinnt die Beiläufigkeit mitunter ein unerwartetes Gewicht. Gern folgt man den Streifzügen durch diese detailgesättigten Gedankenwelten, auch wenn sich dabei die Gefahr der Langatmigkeit nicht immer bannen lässt.
Neue Zürcher Zeitung, 9. Dezember 2000, Ressort Feuilleton
(…) Wespenzeit» ist ein Buch, das in jene schwül-sommerliche Trägheit versetzt, in der man sich einfach dem ruhigen Lesefluss überlässt. Erhard von Büren beschreibt Situationen an konkret benannten Orten, verweist auf Filme und Bücher mit Titeln und Autoren, sodass Leserinnen und Leser glauben, sich zurechtzufinden und Verbindungen zu ihrer eigenen Wirklichkeit herstellen. Selbst wenn solche Illusionen durch «falsche» (oder jedenfalls in der Wahrnehmung der Ortskundigen nicht wirklichkeitsgetreue) Details zerstört werden, erhält der Roman mit diesen Gedankenverbindungen in die Realität eine eigentümliche Lebendigkeit.
Neue Mittelland Zeitung, 22.9.200, Eva Bachmann