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Wunderkind mit Hürden
Prince, geboren als Prince Rogers Nelson, gilt als musikalisches Wunderkind. Es heisst, er spielte mehr als zwanzig Musikinstrumente. Dabei hatte er als Kind mit einer beschwerlichen Krankheit zu kämpfen: Er litt an Epilepsie. Nach eigenen Angaben wurde er danach aber durch einen Engel geheilt. Dies erzählte er erstmals in einem seiner seltenen Fernsehauftritte im Jahr 2009.
Unkonventionell und erfolgreich
Prince hatte seinen ganz eigenen Stil, die als Mischung von R&B, Funk, Rock und Soul beschrieben wird. Er komponierte, schrieb Texte und spielte im Aufnahmestudio stets sämtliche Musikinstrumente selber. Prince verkaufte weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger. Er gewann sieben Grammy Awards, 1985 einen Oscar sowie 2007 einen Golden Globe Award. 2004 wurde er in die “Rock and Roll Hall of Fame” aufgenommen.
Prince wurde nie müde und hat bis 2015 fast jährlich ein oder mehrere Studioalben produziert. Auch auf der Bühne war er immer wieder über die Jahre. In der Schweiz war er gerne Gast am Montreux Jazz Festival. Im Jahr 2013 trat er dort dreimal auf.
Kampf um Eigentum
Für Prince war das geistige Eigentum enorm wichtig. Anfangs 90er-Jahre verstritt er sich wegen unterschiedlicher Ansichten bezüglich Geld und Musik mit seiner Plattenfirma Warner Bros. – auch wenn jeder andere wohl bei einem Vertrag von 60 Millionen Dollar für sechs Alben mit keiner Wimper gezuckt hätte. Er machte den Streit mit Warner publik, indem er sich mit der Aufschrift “slave” – “Sklave” auf einer Backe in der Öffentlichkeit zeigte. Er kritisierte die Tatsache, das Warner sämtliches Material besass, das er unter seinem Namen produzierte. So entstand sein neues Pseudonym “Symbol”, da er nicht mehr als Prince und in dem Sinne für Warner produzieren wollte.
Ende 1999 endete der Vertrag mit Warner, und kurz darauf nahm das “Symbol” wieder den Namen Prince an. Er wollte sich auch zu späteren Zeitpunkten in seiner Karriere nicht einer Plattenfirma unterwerfen und war zwischenzeitlich bei einem Schweizer Independent-Label namens Purple Music unter Vertrag.
Klein, aber oho
Die innere Grösse entspricht nicht immer der äusseren, das war auch bei Prince so. Gerade mal 1,58 Meter gross war der Popstar. Trotz dieser bescheidenen Grösse war Prince ein talentierter Basketball-Spieler. Er spielte während der Schulzeit für eines der besten Basketball-Schulteams im US-Bundesstaat Minnesota.
Verschwörungstheorien und Zeugen Jehovas
Im Jahre 2001 trat Prince den Zeugen Jehovas bei. Er hat aktiv die Botschaft weitergegeben und ist – wie das die Zeugen halt so machen – von Tür zu Tür gegangen, um neue Anhänger anzuwerben. Auch hat er einen Hang zu Verschwörungstheorien und Aberglauben: Er glaubte, dass Kondensstreifen am Himmel, die von Flugzeugen stammen, nichts Gutes verheissen. In einem Interview erklärte er: “Als Kind haben wir sie gesehen und es wurden immer mehr. Und ganz plötzlich war die gesamte Nachbarschaft völlig zerstritten.”
Michael Jackson, Freund oder Feind?
Sie wurden zusammen mit Madonna im gleichen Atemzug erwähnt, wenn es um Popmusik in den 80er Jahren ging. Immer wieder wurden Michael Jackson und Prince verglichen, und man unterstellte ihnen eine Rivalität. Ob sie sich wirklich hassten oder doch liebten, kann niemand so genau sagen. Fakt ist: Prince war ein ehrgeiziger Mann, und mass sich wohl am Erfolg von Michael Jackson. Ehemalige Bandmitglieder von Prince behaupten jedoch, dass die beiden regelmässig gemeinsam Zeit verbrachten auf dem Anwesen von Prince.
Spaghetti mit Orangensaft
Jeder hat seine kulinarischen Vorlieben, so auch die Popikone. Spaghetti mit Orangensagt soll eine seiner Lieblingsspeisen gewesen sein. Das behauptete zumindest der Regisseur des Films “Purple Rain”, Albert Magnoli. Er hat offenbar erlebt, wie Prince die wundersame Kombination bestellt hat. Er war halt unkonventionell, der Prince.