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In der Schweiz wird insbesondere seit Mitte des 19. Jahrhunderts sehr viel für den Hochwasserschutz getan. Heute hat das Sichern des Unterhalts von bestehenden Schutzbauten erste Priorität. Die Hochwasser und Überschwemmungen der Jahre 1987, 1993, 1999, 2000 und 2005 in der Schweiz haben jedoch die Grenzen technischer Schutzmassnahmen aufgezeigt:
Das Hochwasser vom August 1987 verursachte Gesamtschäden in der Höhe von 800 Millionen Franken – 500 Millionen davon allein im Kanton Uri.
Bei dem Hochwasser vom August 2005 beliefen sich die Sachschäden insgesamt auf rund 3 Milliarden Franken – deutlich höhere Schäden als bei allen bisherigen, seit 1972 systematisch erfassten Naturereignissen.
Mit der Strategie des integralen Risikomanagements werden künftig vermehrt Massnahmen ergriffen, um die Schäden im Ereignisfall zu begrenzen. So wird beispielsweise das Schadenpotential durch raumplanerische Massnahmen vermindert, indem gefährdete Gebiete nicht überbaut und Freiräume für Gewässer erhalten oder geschaffen werden. Die Grundlage zur Beurteilung der Gefährdung von bestimmten Flächen liefern die Gefahrenkarten. Reichen diese Massnahmen nicht, werden zeitgemässe technische Massnahmen (z. B. Gerinneausbau, Rückhaltemassnahmen oder Ab- und Umleitung von Hochwasserspitzen) ergriffen, welche das Gefahrenpotential senken.