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In den letzten Tagen habe ich ziemlich viel am Schattenbahnhof gebaut. Für die erste Hälfte des Schattenbahnhofs sind nun die Gleise fertig verlegt.
Und wie geht es jetzt weiter?
Als nächstes kommt die elektrische Gleisverbindung. Alle zusammengesteckten Schienen werden mit einem Stück (2 - 3 cm) blankem, verzinntem Kupferdraht verbunden. Diesen löte ich seitlich an die Schienen. Das habe ich schon bei der ChRB II so gemacht und es hat sich bewährt. Schlechte Kontakte bei den Gleis-Übergängen kann man so endgültig ausschliessen.
Dann werden die Besetzmelde-Abschnitte sorgfältig geplant. An den Enden der Besetztmelde-Abschnitte wird mit einem Dremel-Trennscheibchen jeweils eine der Schienen durchgetrennt. Dann kommt an jede Besetzmelde-Schiene ein Kabel, das später an die Rückmelde-Encoder angeschlossen wird. Dieses Kabel wird lang genug gewählt, dass es bis zu den (später über dem Schattenbahnhof angeordneten) Encodern reicht. Die Schienen auf der anderen Seite werden an mehreren Stellen mit einem Pol des Digital-Boosters verbunden.
Nun werden die je drei Kabel der Weichenantriebe verlängert. Auch diese müssen später bis zu den Weichen-Decodern reichen, die auch über dem Schattenbahnhof positioniert werden.
Der nächste Schritt ist dann der Bau der Oberleitung. Wer die ChRB II kannte, weiss dass alle Triebfahrzeuge von oben gespeist werden. Das werden wir auch hier wieder so machen. Es bedingt halt, dass wir auch alle unterirdischen Strecken mit Tunnel-Oberleitung ausrüsten. Die Oberleitung wird an den anderen Pol des Digital-Boosters angeschlossen.
Als nächstes werden wir eine Konsole als Unterlage für die Digital-Komponenten bauen. Dies wird im Wesentlichen ein langes Brett (so lang wie der Schattenbahnhof, also ca. 5 Meter) sein, das in einem Winkel von ca. 45° über dem Schattenbahnhof montiert wird. Alle dezentralen Digital-Komponenten (Weichen-Decoder, Lichtsignal-Decoder und Rückmelde-Encoder) werden auf diese Konsole geschraubt. Vom hinteren Teil der Anlage (Bereich hinter den Kulissen) wird man dann einen guten Überblick (fast auf Augenhöhe) über diese Komponenten haben. Nun wird die Verkabelung vervollständigt. Die Kabel von der Weichen-Antrieben und von den Rückmelde-Abschnitten werden wenn nötig quer unter den Gleisen durch und dann parallel zu den Gleisen in feinen Kabelschächten verlegt. An mehreren Stellen führt dann der Weg der Kabel (auch in Kabelschächten) senkrecht nach oben zu den Digital-Komponenten. Da wir im Schattenbahnhof und in den Wendeln keine physischen Signale haben werden, braucht es vorerst keine Verkabelung für die Signale. Bezüglich Anordnung der Digital-Komponenten verfolgen wir einen Kompromiss: Wir platzieren diese weder zentral, noch dezentral. Es kommen alle auf die Konsole, aber die Anordnung auf der ca. 5 Meter langen Konsole wird so sein, dass die Kabel-Verbindungen möglichst kurz werden.
Dann müsste die erste Hälfte des Schattenbahnhofs fertig sein. Dieser wird dann mit Probe- und Testfahrten gründlich getestet.
Wenn diese erste Hälfte des Schattenbahnhofs zufrieden läuft, geht es dann mit den Wendeln an beiden Enden des Schattenbahnhofes weiter.
Die zweite Hälfte des Schattenbahnhofs wird noch ziemlich lang zurückgestellt. Vermutlich wird dieser Teil erst gebaut, wenn wir bereits Fahrbetrieb über die oberirdischen Strecken haben und mehr Platz für die Züge brauchen. Ich habe beim Schattenbahnhof bei der Hälfte angefangen, die am schnellsten durch Christoph's Werk (Landschaft, Gebirge, überirdische Bahnrampen, etc.) überdeckt wird. Für den Bau der zweiten Hälfte wird der Zugang von hinten dann immer noch einigermassen bequem sein.
Es gibt noch viel zu tun! Packen wir's an !
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Röbi, deine Ausführungen tönen spannend und vom Ablauf her vernünftig. Die Technik und der Bau des Schattenbahnhofs zuerst. Ich wünschte, dass ich das auch so hätte tun können. Aber bei mir erschöpfte sich der technische Erstaufwand mit den Ringleitungen und den vielen Stromzuführungen zu den Schienen. Den ‚Rest‘ habe ich vorerst verdrängt. So gesehen darf ich annehmen, dass auf der ChRB lll die Züge computergesteuert fahren, während auf der Oelbahn die Schienen noch mit Gips verschmiert sind.
Toll, wie ihr vorankommt!
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darf ich annehmen, dass auf der ChRB lll die Züge computergesteuert fahren, während auf der Oelbahn die Schienen noch mit Gips verschmiert sind.
Kaum! Bis wir computergesteuert fahren, dauert es noch mindestens zwei Monate. So lang wirst du sicher nicht mehr am Gipsen sein!
Roger, du weisst ja, so wichtig wie für dich die Landschaftsgestaltung ist für mich ein vollautomatischer, realistischer Fahrbetrieb. Und den will ich geniessen können, bevor ich alt bin.
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Roger, du weisst ja, so wichtig wie für dich die Landschaftsgestaltung ist für mich ein vollautomatischer, realistischer Fahrbetrieb. Und den will ich geniessen können, bevor ich alt bin.
Röbi, eine (hintergründig) sehr weise Aussage - und jeder soll machen, was ihm Spass macht, auch wenn die Modellbahn oft mehr zu sein scheint als eine Freizeitgestaltung ...
Dass Roger ein Meister im Arbeiten mit Gips ist, sollte inzwischen wohl den Meisten unter uns bekannt sein - aber nicht nur in der Verwendung von Gips ist er ein Genie ... ich denke da ebenso an seine selbst gemalten Hintergründe, seine Hauskreationen usw.
Du Röbi gehörst zu den Spezialisten für's Handwerkliche und baust in ein paar Monaten auf stabilem Untergrund den Schattenbahnhof einer neuen, grösseren Anlage; einfach mal so. Für sowas hätte ich das 'zigfache an Zeit aufgewendet - und getraue mich nun gar nicht mehr, unter meiner Anlage das Gezimmerte aus früheren Jahren anzugucken. Immerhin habe ich mich mit zunehmendem Alter (vor etwa zwei Jahren) entschlossen, meine 'point to turn'-Anlage mit einer zweiten Kehrschleife zu ergänzen. Dadurch könnte ich auch mal einfach einen Zug ununterbrochen seine Runden drehen lassen, ihm dabei zuzuschauen und einfach nur geniessen - um deine Worte zu gebrauchen.
Also Röbi, wart' noch ein bisschen mit alt werden
N.B. Gezeichnet habe ich die neue Kehrschleife schon vor einiger Zeit - nur: Das Holz fürs Trassee ist im Estrich oben, die Stichsäge im Keller unten , man wird halt trotz allem älter
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Danke, Lukas!
Für sowas hätte ich das 'zigfache an Zeit aufgewendet - und getraue mich nun gar nicht mehr, unter meiner Anlage das Gezimmerte aus früheren Jahren anzugucken
Ein Neubeginn in einem neuen Raum ohne Altlasten, eine neue Anlage, geplant auf der grünen Wiese (hier auf der neuen Spanplatte) sind natürlich gute Voraussetzungen um erstmal zügig voranzukommen.
Allerdings kommen immer wieder Rückschläge, die einen abzubremsen versuchen. Z.B. heute morgen habe ich mal zufällig bei den bis jetzt eingebauten Gleisen den Durchgang zwischen der linken und der rechten Schiene geprüft und siehe da: Durchgang!
Die ChRB würde grundsätzlich schon fahren, wenn alle Schienen elektrisch miteinander verbunden sind (bei der ChRB II haben wir sie sogar absichtlich verbunden), aber bei dem was ich hier bezüglich Rückmeldung vorhabe, ist das natürlich sehr unschön. Ich habe einige Weichen ausbauen müssen, bis ich den Übeltäter gefunden habe.
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Der erwähnte Kurzschluss ist gefunden. Ich habe bei allen Weichen das Weichenherz mit einer Schiene elektrisch verbunden (mit der Schiene, die nicht für Belegtmeldung verwendet wird).
Bei dieser Bogenweiche sieht man die erwähnte Verbindung (der schwarz isolierte Draht), die von der oberen Schiene an den Anschluss zum Weichenherz (unten) führt. Bei diesem Draht war im Bereich der unteren Schiene die Isolation verletzt und so hat er Kurzschluss verursacht.
Interessant ist vielleicht noch, wie ich den Kurzschluss schlussendlich gefunden habe. Ich wusste ja nicht, wo er ist und habe (Murphy lässt grüssen) natürlich auf der falschen Seite angefangen und Weiche um Weiche ausgebaut. Nach etwa acht Weichen (immer noch ohne Erfolg) hatte ich eine Idee: Ich holte mein Labor-Netzgerät mit Spannungs- und Strombegrenzung, stellte es auf 12 V und 5 A ein und klemmte es voll an die beiden Schienen des Schattenbahnhofs. Normalerweise sollten nun 12 V zwischen den beiden Schienen der Gleise liegen und es sollte kein Strom fliessen. Da aber ein Kurzschluss vorhanden war, fiel die Spannung auf etwa 3 V und es floss ein Strom von 5 A (limitiert durch die Strombegrenzung). Diese Einspeisung verschob ich nun an verschiedene Stellen und dabei war die Spannung jeweils unterschiedlich, mal etwas mehr, mal etwas weniger als 3 V. Je näher ich mit der Einspeisung zur Bogenweiche kam, desto niedriger war die Spannung. Unmittelbar bei der Bogenweiche war die Spannung fast null. Dies, weil die Bogenweiche der Kurzschluss-Verursacher war.
War ich mit der Einspeisung weit weg von der Bogenweiche war die Spannung höher (bis zu fast 4 Volt), weil über die (nicht besonders gut leitenden) Gleisstrecken ein Spannungsabfall entstehen konnte.
Wir hatten doch vor ein paar Monaten mal eine Diskussion über die elektrische Leitfähigkeit von Neusilber. Ich weiss noch, ich hatte den Standpunkt vertreten, dass Neusilber gut leitet und eine Einspeisung alle paar Meter nicht nötig sei. Dieses Kurzschluss-Erlebnis von heute hat mich jetzt eines Besseren belehrt: Neusilber leitet gar nicht besonders gut und eine wiederholte Einspeisung macht durchaus Sinn.
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Wir hatten doch vor ein paar Monaten mal eine Diskussion über die elektrische Leitfähigkeit von Neusilber. Ich weiss noch, ich hatte den Standpunkt vertreten, dass Neusilber gut leitet und eine Einspeisung alle paar Meter nicht nötig sei. Dieses Kurzschluss-Erlebnis von heute hat mich jetzt eines Besseren belehrt: Neusilber leitet gar nicht besonders gut und eine wiederholte Einspeisung macht durchaus Sinn.
Röbi, wir vertreten selten den selben Standpunkt ...
Doch, nach meiner Erfahrung leitet Neusilber gut bis ausgezeichnet elektrischen Strom, als Gesamtergebnis. Aber die Frage ist bei solchen Vergleichfragen auch immer: leitet besser als was? Egal aus welchen Materialien, im Zeitalter vom empfindlichen Digital kann sich kaum mehr ein Gleisanbieter leisten, schlecht leitende Gleise anzubieten? Auch nützt nichts, wenn im Gleiskern der Strom eigentlich gut daher fliessen würde, aber durch Korrosion trotzdem nicht gut (gut genug) bis an die Lok-Räder gelangt.
- miserable elektrische Fahr-Eigenschaften haben Lima H0 Vollprofil-Alu Gleise, obwohl per se Aluminium ein guter Stromleiter ist.
- deutlich besser als Lima-Alu, aber immer noch erstaunlich schlecht sind auch alte Fleischmann Vollprofil-Messing Gleise.
- Erstaunlich gut betr. Kontakt zu den Lokrädern, aber schlechte e-Leiter sind der alte Standard Hohlprofil-Blech Gleise. FLM-Alt, KLB, Trix-Uralt usw...
Wenn man nicht mehr von Gleisen Fabrikation 1892 bis 1990 spricht, sondern was 2022 angeboten wird, da gibt es meines Wissens kaum noch eine Auswahl, weil sich die beiden besten Fabrikate durchgesetzt haben. Märklin Vollprofil Stahl und Neusilber bei den anderen Anbietern.
Der Unterschied von verschiedenen Produkten können riesig sein!
Spur I Märklin Hohlprofil Blechgleise, 85-100 jährig: alle 2 Meter braucht es eine Stromeinspeisung. Im Sinne von vorwärtskommen genügt auch alle 4-5 Meter, aber die Lok fährt dann in der exakt selben unbewegten Trafoeinstellung ständig schneller und langsamer, aber bei mehr Einspeisungen gleichmässig und einwandfrei über das uralte Gleis.
Spur I LGB Messing mit vernickelter Oberfläche Fabrikation Thiel: perfektes Ergebnis. Bei der Erprobung genügte eine Einspeisung auf über 100 Meter!!
Nicht ganz so perfekt, aber innerhalb vom Rahmen und weit besser als gedacht: Neusilber, alle 30 Meter eine Einspeisung nötig.
Nicht sonderlich befriedigend waren die Märklin Spur I Gleise ab 1968, Vollprofil Stahl. Die Schienen selbst waren gut, aber die Verbindungslaschen erzeugen viel zu viel Widerstand. Mich wundert, dass das Märklin in der Form anbietet, wohlverstanden auch für Freiland empfiehlt. Sie schreiben einfach dazu, man müsse genügend Einspeisungen anbringen.
Auch leitet ein grösserer Querschnitt besser: H0 gegenüber Z, aber LGB wiederum gegenüber H0: wie grösser der Schienen-Querschnitt, um so besser.
Wiederholte Einspeisungen, da kommt man wohl sowieso nicht darum herum. Die Frage ist nur, ob es nice to have ist, oder bei Fleischmann H0 Messing unumgänglich.
Gruss
Hermann
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Doch, nach meiner Erfahrung leitet Neusilber gut bis ausgezeichnet elektrischen Strom, als Gesamtergebnis.
Wir hatten das schon einmal. Elektrische Kennwerte sind physikalische Grössen und somit Fakten. Nach %IACS, reines, weichgeglühtes Kupfer wird als Standard bestimmt und erhält den Wert 100, bei Silber ist er mit 108 höher. Die Tabelle gibt dem Praktiker eine gutes Instrument in die Hand, womit er sein gewähltes Material in Bezug zu Kupfer vergleichen kann. In dieser Tabelle sind Zinnbronzen nicht enthalten. Sie sind etwas besser als Neusilber, je nach Legierung im Bereich zwischen etwa 17 bis 25. Neusilber ist mit 7 bis 8.6, legierungsabhängig schon sehr weit unten.
Immerhin hast du richtig erkannt, der entscheidende Faktor ist der Leitungsquerschnitt. Mit dieser Tabelle lässt er sich einfach errechnen. In dieser Tabelle wird sogar der Unterschied der verschiedenen Stromarten berücksichtigt.
Bezogen auf den Querschnitt hat Spur I klar die Nase vorne und der Spannungsabfall kann wirklich vernachlässigt werden, bei Spur Z spielt es sehr wohl eine entscheidende Rolle. Erfahrungen in Technik sind genau so viel Wert, wie sie einer Überprüfung mit Berechnungsformeln stand halten.
Röbi macht es absolut richtig, in dem er mit dem Verlöten der Schienen den Unsicherheitsfaktor Schienenlasche überbrückt. Korrosion findet immer statt, sobald Luftsauerstoff vorhanden ist. Das ist bei den Schienen Laschen Verbindungen über die Jahre immer der Fall.
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Hallo zusammen
Die Ausführungen von Röbi sind sehr interessant (und 5A dann je nach Stelle schon noch viel…)
Möchte noch ein paar Gedanken und Erfahrungen zur Einspeisungsthematik und dem Leitvermögen geben.
Vorneweg, meine Bahn hat vorerst nur zwei Einspeisungen… Dazu die Depotgleise und die Bühne der Drehscheibe.
Natürlich sollen und müssen einmal deutlich mehr dazu kommen.
Die Leitfähigkeit der Materialien ist das eine, die Übergänge von Gleisstück zu Gleisstück sowie die Oberflächen das Andere. Beides ist bei der Modellbahn wohl deutlich entscheidender als die reine Leitfähigkeit (wobei wir bei Metallen/Feststoffen von Leitwert und bei Flüssigkeiten von Leitfähigkeit sprechen sollten😉 Wir stellen unter vielen anderen Prozess-Messgeräten/-systemen auch Produkte für die (kontinuierliche Messing der Leitfähigkeit her, solche sind z.B. auch im GBT verbaut. Damit lassen sich Verschmutzungen und dadurch wiederum Havarien entdecken).
Aus meiner Praxis ergibt sich bei mir folgendes Bild:
- die zwei Einspeisungen genügen für den aktuellen Aufbau, „es fährt“ (bis zu ca. sechs 3m Züge gleichzeitig und hintereinander) das soll nicht so bleiben, der Aufbau ist aber noch fliegend…
- Die Züge werden z.T. langsamer, je grösser die Distanz zur Einspeisung ist (logisch) - am langsamsten/unfahrbar die mit den ältesten Decodergenerationen (Märklin 6080), nachregeln ist dann ein Muss (bleiben sonst stehen…), die mit 6090 (eigentlich eine sehr gut regelnder Decoder) werden spürbar langsamer und die neuen/aktuellen Decoder regeln das komplett aus (geht natürlich nur, weil ich nicht „Vollgas“ fahre)
- es gibt Stellen, wo Züge ab und an stehen bleiben- auch das wird mit mehr Einspeisungen deutlich besser…
- die Schuppengleise (nur 3 Schienen) funktionieren leidlich (Verschmutzung?)
- Die Drehbühne funktioniert toll, das ist mit der neuen Steuerung über jeden Zweifel erhaben - doch das Fahren schafft nicht jede Lok „sauber“. Stichwort: dort ist der Mittelleiter durch die Riffelblechabdeckung ausgeführt (Kontaktprobleme durch das Material?)
Fazit: So banal es tönt, es braucht für einen zuverlässigen Betrieb einfach viele Einspeisungen (ab einer dicken Ringleitung).
Ein Bekannter von mir (Roco-Line, DCC, Ecos) schliesst jede einzelne Schiene an die Ringleitung an!
Hier werde ich dann mal was tun (wenn ich Lust und Zeit habe - ersteres wird durch den Leidensdruck beeinflusst), Plan ist, dies mit 1.5 mm2 Ringleitung und Einspeisungen alle 2-3m zu tun.
Für wenig befahrene Gleise (Schuppen) oder die Problemstelle Bühne kommen wir dann zu den Themen „Gleisreinigung“ und „Stützkondensatoren“.
In diesem Sinne weiterhin viel Spass mit dem Bau, Röbi und dass es bald fährt!
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Obschon ich (vorerst?) analog fahre: bei mir ist jede Schiene einzeln an die Ringleitung angeschlossen - Ausnahmen sind zusammengelötete Gleisstücke. Hier wollte ich keine halben Sachen machen.
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... am Schluss zählt einfach das (nicht?) genügend funktionale Ergebnis. Und darin schneidet (das offenbar gar nicht mal so gut leitende) Neusilber markant besser ab, als die anderen gebräuchlichen Fabrikate.
Womöglich wird die reine elektrische Leitfähigkeit bei Modellbahnen etwas überschätzt, Oberflächenkorrosion, verschiedene Materialeigenschaften welche in Form von Rad und Schiene aufeinander treffen, unterschätzt. Beim Neusilbergleis scheint nicht die reine Leitfähigkeit im Vordergrund zu sein, sondern gute Korrosionseigenschaften und gute Verträglichkeit alle möglichen Lokräder-Materialien.
Ich mag mich noch gut an die CH Vorführanlagen aus den späten 1970-er bis mitte 1980-er Jahre erinnern, insbesondere DC Anlagen aus Fleischmann Messing Gleisen mit damaligen HAG DC-Loks. Wenn die Loks (genügend schnell) fuhren, keinerlei Beanstandung. Der springende Punkt, mehr noch als die Weichen, waren die Signale, welche zu der Zeit und weit darüber hinaus (ich mache es heute noch so) aus isolierten Trennstrecken im Gleis bestanden.
Der Zug wurde ganz sanft angehalten und sollte z.B. 2 Min später bei "grün" wieder weiter fahren, sprich in den isolierten Abschnitt Strom eingespeist. Ja und?... Nur all zu oft: nichts passierte. Dann war es noch eine Frage von Sekunden bis zu Entgleisungen, weil das Vorgehen war wie folgt: Zuerst wurde gewartet, ob der Zug doch noch fahren möge? Wenn nicht, wurde der Strom deutlich erhöht und von Hand nachgeholfen, in dem dass am Zug "gerüttelt" wurde. Mal abgesehen davon, dass das nicht nötig sein sollte(!), an der Lok mag das noch funktionieren, an den Wagen den Zug anstossen, mit einer HAG Lok vorne dran, das geht schlecht. Zuerst entgleisen die Wagen und dann fährt die Lok ruckartig doch noch, jetzt wo ein paar Wagen entgleist sind.
Was erstaunlich ist, es dauerte Jahre bis Jahrzehnte, bis herstellerseits dieses allgemein bekannte Phänomen angegangen wurde. Es hat im Volksmund einfach geheissen, HAG und Märklin Hamo Gleichstrom Loks seien "nicht gut". Was so pauschal daher gesagt, sicher nicht stimmte. Aber man muss schon festhalten, im Anfahrwiderstand zu überbrücken, waren damals Roco Loks besser, die hatten eine andere Stromabnahme, die fuhren in aller Regel einwandfrei von Signalabschnitten davon, im Gegensatz zu Märklin HAMO (DC) und HAG DC-Loks.
Als Neusilber-Gleise üblich wurden, gab es den mühsamen "Stehen bleiben Effekt" auch bei älteren Loks mit billiger Stromabnahme nicht mehr . Zusammen mit verbesserter Stromabnahme an Märklin DC und HAG DC Loks, kommt man im Jahre 2022 gar nicht mehr auf die Idee, das ein H0 Zug bei grün nicht losfährt. Komisch, dass dies so lange gedauert hat?! Auch Kleinbahn-, Fleischmann-, Trix-International, Piko Loks fahren auf Neusilber-Gleisen deutlich besser, als auf den eigenen Gleisen ihrer Hausmarke. (Vorbehalt, dass der Spurkranz an die neueren Normen passt).
Total schlechte Stromabnahme ergibt Alu-Gleise mit Messing Lokrädern. Ganz besonders stark ist dieser Effekt bei Buco Spur 0 zu sehen. Das Alu Gleis hätte eigentlich für Uhrwerk genügt, aber um auch günstig zu sein, bot Buco auch die Alu-Ausführung auch als 3-Leiter für elektrische Gleise an. Extra etwas anbieten, im Wissen dass es mehr schlecht als recht funktioniert?!? Ganz ohne Digitaleffekt, blitze es stark an den Lokrädern hervor, was zusätzlich el-Kontakte erschwerte. Parallel dazu hat Buco - deutlich teurer auf ihren Preislisten - auch Messing- und Stahlgleise angeboten. Am beliebtesten bei den Modellbahnern waren die Stahlgleise.
Also mindestens 1 Vorteil hat Digital in jedem Fall gebracht: erst nach der Einführung von Digital, haben sich Gleis- wie Fahrzeughersteller wirklich bemüht, für bessere Stromabnahme zu sorgen. Bei einer 2-achsigen Fine Scale Tenderlok will niemand etwas sagen, aber nur all zu oft gab es 6-achsige Co-Co DC-Loks mit Platz in Hülle und Fülle mit billigster Stromübertragung. Alles war früher sicher nicht besser
Gruss
Hermann
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Der erwähnte Kurzschluss ist gefunden. Ich habe bei allen Weichen das Weichenherz mit einer Schiene elektrisch verbunden (mit der Schiene, die nicht für Belegtmeldung verwendet wird).
Ich nehme an es handelt sich um 2Leiter Betrieb.
Wenn das Herzstück fest mit einer Schiene verbunden wird gibt es bei einer der zwei Stellungen der Weiche einen Kurzschluss wenn man mit einer Lok darüber fährt.
Deshalb sind die Herzstücke bei 2Leiter auch isoliert, damit dies nicht passiert.
Das Herzstück muss polarisiert werden, sprich die Polarität muss beim stellen der Weiche gewechselt (Umgeschaltet) werden.
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Das Herzstück muss polarisiert werden
Bei sturzi stimmt das aber nicht. Er fährt mit funktionstüchtiger Oberleitung. Alle Schienen dienen der Masse. Die Fahrrichtung wird digital vorgegeben nicht durch Umpolen.
Gruss Oski
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"Alle Schienen dienen der Masse"
Ja das habe ich auch so verstanden, aber von wo soll denn der Kurzschluss herkommen, wenn eh alles (Gleis) die gleiche Polung hat?
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Ja das habe ich auch so verstanden, aber von wo soll denn der Kurzschluss herkommen, wenn eh alles (Gleis) die gleiche Polung hat?
Nochmals: Wir wollen die Rückmeldung mit Besetzmelde-Strecken machen und dabei auch die Weichenstrassen mit einbeziehen. Da ist ein Kurzschluss ungesund.
Ich nehme an es handelt sich um 2Leiter Betrieb.
Nochmals: Ein Leiter von einer Schiene und ein Leiter von der Oberleitung. Die andere Schiene für Rückmeldung.
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Ok, dann ist ja alles im grünen Bereich.
Ich habe grossen Respekt davor alles mit funktionierender Oberleitung zu betreiben, aber es scheint hier ja genügend Erfahrung aus bestehenden Anlagen vorhanden zu sein.
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aber es scheint hier ja genügend Erfahrung aus bestehenden Anlagen vorhanden zu sein.
Das mit der genügenden Erfahrung ist richtig (ChRB II) aber bestehen tut sie leider nicht mehr. Sie wurde vor zwei Wochen in Form von 10 Kubikmeter Müll in einer Mulde abtransportiert.
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