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Der Erfinder und Gründer, der Schweizer Uhrenmarke Swatch, Nicolas Hayek, ist gestern gestorben. Der 82-jährige Erfinder der neuen Uhrenindustrie starb völlig unerwartet an einem Herzversagen, wie sein Unternehmen am Montagabend mitteilte.
Nicolas Hayek gab der schwächelnden Schweizer Uhrenindustrie in den 1980er Jahren mit den bunten Plastikuhren neue Impulse und baute durch Aufkäufe von Traditionsfirmen sein Uhrenimperium laufend aus.
Dieses Jahr feiert die Swatch Kult-Uhr 27. Geburtstag und erobert inzwischen sogar das Luxus-Segment. Hayek führte Plastikgehäuse, Quartz-Technologie und Massenproduktion ein, um Uhren billiger produzieren zu können. Die Swatch-Uhren wurden ein weltweiter Mode-Erfolg. Doch neben der Massenproduktion führte Hayek Luxusmarken wie Breguet, Calvin Klein, Longines und Omega weiter. Bereits 2003 übertrug er das Geschäft an seinen Sohn Nick, blieb jedoch bis zuletzt aktiv.
Eines der Lieblingsprojekte Hayeks war das Konzept des Smart-Autos (Swatch-Mobil), er war der Miterfinder. Ein Mikrokompaktfahrzeug mit umweltverträglichem Hybridantrieb. In der Folge stieg Hayek aus dem Projekt aus, weil es nicht mehr seinen ursprünglichen Vorstellungen entsprach (ohne Hybridantrieb). Am 1. November 1998 verkaufte er seine Anteile an Daimler-Benz.
Allem Glamour zum Trotz appellierte Hayek immer wieder an die soziale Verantwortung des Unternehmers. Unternehmer dürften vorhandene, lebensfähige Firmen und damit Arbeitsplätze nicht zerstören, betonte er mehrfach.
Hayek, der nach eigenen Worten die Gesellschaft gerne provozierte und hinterfragte, erhielt viele nationale und internationale Auszeichnungen unter anderem das Kreuz der französischen Ehrenlegion und das Ehrenbürgerrecht der Stadt Biel.