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Das Wichtigste in Kürze
- Die EACOP soll die längste beheizte Ölpipeline der Welt werden.
- Das Projekt ist eine Gefahr für Millionen Menschen und setzt auf fossile Energieträger.
- Der Klimastreik Schweiz engagiert sich gegen die Pipeline mit «Stop EACOP!».
Die EACOP (East African Crude Oil Pipeline) EACOP wird vom französischen Ölriesen Total und der China National Offshore Oil Coorporation (CNOOC) geplant und soll mitten durch Afrika gebaut werden.
1445 Kilometer lang soll die Pipeline werden – das ist länger als die Strecke zwischen Berlin und Rom. Fertig soll sie Öl von Ugandas Ölfelder durch Tansania an den Hafen von Tanga transportieren, um dieses dort über den Indischen Ozean zu verschiffen.
Das Projekt droht Tausende von Familien und Bäuer*innen von ihrem Land zu vertreiben. Es birgt erhebliche Risiken für die Wasserressourcen und Feuchtgebiete sowohl in Uganda als auch in Tansania – einschliesslich des Einzugsgebiets des Victoriasees, auf den mehr als 40 Millionen Menschen (so viele leben etwa in Spanien) zur Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung angewiesen sind. Das könnte unter anderem Hungersnöte, Kämpfe um Ressourcen und Flucht zur Folge haben.
34 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – das entspricht ungefähr den jährlichen Emissionen von ganz Schweden – würde die Pipeline ermöglichen. Das sorgt für noch mehr Erhitzung auf der Erde, was weitere Katastrophen nach sich zieht.
Schweizer Finanzplatz finanziert mit
Schweizer Banken haben den zwei Hauptinvestoren geholfen. Die Credit Suisse beriet Total bei der Übernahme der Petrofina, eines früheren belgischen Ölkonzerns, und half mit einer Gemeinschaft zur Kapitalaufnahme für dieses Geschäft auf dem schweizerischen und amerikanischen Kapitalmarkt. Die Credit Suisse unterstützte Total damals, was unter anderem zu den Gewinnen von Total führte.
Den anderen Hauptinvestor des Projektes, CNOOC, brachte Credit Suisse gemeinsam mit zwei anderen Banken an die New Yorker Börse. Der Verkauf von insgesamt 20 Prozent der CNOOC-Aktien brachte 1,260 Milliarden US-Dollar ein. Zudem beriet die CS den chinesischen Ölkonzern bei verschiedenen Übernahmen und half ebenfalls mit Gemeinschaften zur Kapitalaufnahme auf den internationalen Finanzmärkten.
Auch die UBS hat bei der Entwicklung der beiden Hauptinvestoren geholfen. Sie ermöglichte zusammen mit anderen Banken Syndikate zur Kapitalaufnahme von CNOOC auf den internationalen Kapitalmärkten und verschiedene Syndikate zur Kapitalaufnahme von Total auf dem Schweizerischen, Britischen und Neuseeländischen Kapitalmarkt.
Widerstand und Lösungen
Die lokalen betroffenen Gemeinschaften tun alles, um die Pipeline zu verhindern und ihr Land zu schützen. Und auch international regt sich Widerstand.
Denn wir haben genug davon, dass riesige Konzerne das ökologische Gleichgewicht mehr und mehr in Richtung unaufhaltsamen Katastrophen kippen. Wir haben genug davon, dass noch immer in fossile Energien und Zerstörung investiert wird. Wir haben genug davon, dass die Rechte der lokalen Bevölkerung auf ihr Land und unser aller Recht auf einen funktionierenden Planeten mit Füssen getreten wird.
Stattdessen braucht es mehr Klimagerechtigkeit. Die Schweiz als Teil des globalen Nordens muss und kann als Beispiel vorangehen und den globalen Süden aktiv unterstützen. Es braucht eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, die unsere Lebensgrundlage langfristig ermöglichen können.
Eine soziale Energiewende, bei der dezentral, zum Beispiel in den Alpen oder in einem Wüstendorf, Strom erzeugt und genutzt werden kann und Arbeitsplätze durch Umschulung nachhaltig gewährleistet sind. Im Climate Action Plan haben wir noch mehr zu einer fossilfreien Energieversorgung (der Schweiz) geschrieben.