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Vor der Ernte verfügen die Meisten nur über geringe Reserven. Sie müssen sich verschulden und Kredite mit der neuen Ernte zurückbezahlen – ein Teufelskreis.
Die Bevölkerung im Gebiet um die Stadt Tattaguine lebt hauptsächlich vom Ackerbau und von der Viehzucht. Doch der landwirtschaftliche Ertrag ist gering, es fehlt an Wasser und Nährstoffen im Boden. In der Folge wandern viele junge Menschen in die Städte ab.
Um dem entgegenzuwirken, werden mit den Dorfgruppen Strategien entwickelt. Aus Solidaritätskassen können Notkredite für Medikamente, Schulgebühren und Nahrungsmittel vergeben werden. Vereinbarungen verhindern zudem übertriebene Ausgaben für traditionelle Zeremonien wie Hochzeiten und Taufen. Durch fairen Handel können die Mitglieder gute und günstige Produkte kaufen und ihre eigenen besser vermarkten. Auch pflanzen die Dorfgruppen Bäume, um die Region wieder aufzuforsten. Gespräche zwischen Religionsvertretern sind dabei wichtig, um Konflikte zu vermeiden. Die Partnerorganisation leitet ausserdem Workshops zu Klimawandel, an welchem die Lokalbevölkerung teilnehmen kann.