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Der Stiftungsbeirat
Der Stiftungsbeirat besteht aus Persönlichkeiten mit Erfahrungen in den Bereichen der internationalen Entwicklungsarbeit und national tätigen Kultur- und Infrastruktur Förderungseinrichtungen in der Schweiz und Deutschland. Der Stiftungsbeirat hat das Vorschlags- und Auswahlrecht von Förderprogrammen und Projekten zur finanziellen Unterstützung und Begleitung der Ethius Stiftung.
Katharina Schneider-Roos
Katharina ist in der Geschäftsleitung von ecos AG. Sie ist Senior Advisor und frühere Geschäftsleiterin der Stiftung Global Infrastructure Basel (GIB). Sie hat während ihrer Tätigkeit bei GIB bisher weltweit rund 200 nachhaltige Infrastrukturprojekte aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und finanzieller Attraktivität ausgewählt und diese Investoren präsentiert. Ausserdem hat sie Erfahrung im Eventmanagement nicht nur im Infrastruktur-, sondern auch im Kulturbereich. Ihre Expertise im Multistakeholder-Management findet in der Weiterentwicklung des GIB-Gradings zu einem freiwilligen Nachhaltigkeitsstandard Anwendung. Sie hat 12 Jahre in China gelebt, spricht Chinesisch und hat Erfahrung im multikulturellen Austausch. Katharina war Fernsehproduzentin, Journalistin und Dokumentarfilmregisseurin und hat eine starke Affinität zu verschiedenen Arten von Kommunikation, da sie findet, dass jede Kommunikation einen Übersetzungsmoment beinhaltet, auch wenn man die gleiche Sprache benutzt.
Katharina hat ein Magisterstudium in Sinologie und Gender Studies und einen Zertifikatslehrgang in Corporate Responsibility and Social Management abgeschlossen.
Luiz Ramalho
Dr. Luiz Ramalho, geb. 1952 in Rio de Janeiro, ist Soziologe, Ökonom. Er hat in Frankfurt/M., Paris und Berlin studiert und an der Freien Universität Berlin promoviert, wo er von 1977 bis 1982 als wissenschaftlicher Assistent gearbeitet hat. Im Juni 1968 erlitt er in Rio de Janeiro bei der "Sexta Feira Sangrenta" (Blutiger Freitag) eine schwere Schussverletzung. 1969 verließ er Brasilien.
Wegen öffentlicher Auftritte in Deutschland gegen die Militärregierung wurde ihm der brasilianische Pass 1970 entzogen. Ohne Papiere wurde er jahrelang von der Deutschen Ausländerbehörde geduldet, nachdem die Evangelische Kirche und mehrere Politiker sich für seinen Verbleib in Deutschland eingesetzt hatten.
Dr. Luiz Ramalho ist seit über 40 Jahren in der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungsarbeit tätig. Er hat in Westafrika (Mali, Kapverde, Guinea), im Südpazifik (Papua-Neuguinea) und in Mexiko mehrere Jahre gearbeitet und hatte berufliche Kurzzeiteinsätze in mehr als 50 Ländern. Von 1990 bis 1995 kehrte er nach Brasilien als Landesdirektor des Deutschen Entwicklungsdienstes zurück.
Seit 2016 ist er als Berater in Vorhaben der deutschen Entwicklungs-zusammenarbeit zu Migration und Entwicklung in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Dr. Luiz Ramalho engagiert sich in zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen u.a. als Mitglied des Vorstands des Weltfriedendienstes/ WFD, im Programm-ausschuss in der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt /ASW (beide in Berlin) und seit der Gründung im Kuratorium der Stiftung für Internationale Solidarität/SIS.
Harald Lossack
Harald Lossack, geb. 1957 in Duisburg, studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Bonn und an der Freien Universität Berlin. Während des Studiums spezialisierte er sich auf Fragen der internationalen Zusammenarbeit und unternahm zahlreiche Auslandsreisen nach Lateinamerika. Seine berufliche Laufbahn begann er jedoch bei einem Consultingunternehmen für Informationsverarbeitung und angewandte Umweltberatung in Berlin.
Nach mehreren freiberuflichen Tätigkeiten ging er für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) 1988 nach Brasilien und unterstützte nationale Träger in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Als Mitwirkender an der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro wandte er sich zunehmend Umweltthemen zu und arbeitete ab 1995 als Berater und Programmleiter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im brasilianischen Umweltministerium im Kontext des G7-Programms zur Bewahrung der tropischen Regenwälder Brasiliens.
Ab 2003 wirkte er für die GIZ in Deutschland in verschiedenen Funktionen als Projekt-, Programm- und Gruppenleiter im Bereich Biodiversität, Wald und Management natürlicher Ressourcen. Hierbei engagierte er sich in erster Linie für die Entwicklung der Umweltportfolios in unterschiedlichen Ländern sowie der Beratung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Umweltministeriums (BMU). Von 2018 bis 2021 arbeitete er in Mexiko als Koordinator der Naturschutzprogramme der GIZ im Umweltministerium des Landes.