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Mobility Genossenschaft
10.2014 - 12.2016
Verschiedene Formen von "Geteilter Mobilität" – insbesondere Carsharing – werden gemeinhin als vielversprechende Lösung angesehen, die Verkehrsprobleme im urbanen Raum (wie z.B. Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Landverbrauch, Unfälle) zu vermindern und zwar ohne grössere Einschränkungen für jeden einzelnen. Begünstigt durch neue Konsummuster, die eine Art gemeinsamer Nutzung voraussetzen, und neue Kommunikationsmöglichkeiten, die eine effiziente Organisation dieser Nutzung ermöglichen, ist 2008 ein neues Konzept, das free-floating Carsharing, auf den Markt getreten. Die Wirkung dieser immer grösser werdenden free-floating Systeme auf den gesamten Verkehr einer Stadt ist eine immer relevantere werdende Frage, die noch keine klare Antwort hat.
Im August 2014 hat Mobility in Basel ein Pilotprojekt zu free-floating Carsharing unter dem Namen Catch a Car lanciert. Es handelt sich dabei um das erste Projekt dieser Art in der Schweiz und bietet die Möglichkeit, die Bedeutung, das sozioökonomische Profil und Mobilitätsverhalten der Nutzer, die Substitutionswirkung und weitere Auswirkungen zu untersuchen.
Zu diesem Zweck wird eine zweiteilige Befragung einer Stichprobe der Verkehrsteilnehmer in Basel durchgeführt. Dabei besteht der erste Teil aus einem Fragebogen mit allgemeinen Fragen zur Person und zum Mobilitätsverhalten, der zweite Teil beinhaltet das Aufzeichnen und Auswerten der täglichen Wege der Teilnehmer mittels einer Smartphone App (GPS-Tracking). Auf diese Weise entsteht ein Mobilitätstagebuch mit herausragender Genauigkeit. Beide Elemente sollen ein Jahr später mit möglichst derselben Versuchsgruppe wiederholt werden.
Die Ergebnisse der Studie dienen zur Abschätzung der kurz- und langfristigen Auswirkungen der Einführung eines free-floating Carsharing Angebots und werden genutzt, um eine (MATSim) Simulation des gesamten Baseler Verkehrssystems zu eichen, welches daraufhin weiterführende Studien erlaubt. Diese Simulation wird es u.a. ermöglichen, die Auswirkungen von städteplanerischen Projekten auf das Verkehrsverhalten vorab zu modellieren.
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