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Originaltitel: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus
Autor: Susannne Hasenstab
Verlag: Limes
Genre: Frauenroman
Erschienen am: 25.03.2019
Seiten: 416
Preis: Hardcover 20,00€
Preis: eBook 13,99€
ISBN: 978-3-8090-2701-0
Leseprobe: Randomhouse
Rückseite:
Wenn man wüsste, was man will, würde man’s ja machen …
Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim „Sonntags-Blitz“, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchenausflügen zur „langen Nacht der Musterhäuser“ zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit „Die Geschändeten von Heusenstamm“ ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Klapptext:
Psychotest – Wie kompatibel sind Sie und dieses Buch?
1. Wissen Sie, was ein mitwachsendes Regal ist? Ja/Nein
2. Lieben Sie Tupper-Partys? Ja/Nein
3. Waren Sie schon mal auf einer Langen Nacht der Musterhäuser? Ja/Nein
4. Haben Sie einen „letzten Urlaub vor dem Kind“ gemacht oder planen Sie einen solchen? Ja/Nein
5. Teilen Sie sich mit Ihren Nachbarn in der Reihenhaussiedlung einen Geräteschuppen? Ja/Nein
6. Haben Sie immer einen Plan und Ihr Leben im Griff? Ja/Nein
Sie haben mehr als drei Fragen mit ‚Nein‘ beantwortet? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie!
Cover:
Das Cover ist sehr farbig. Es ist wie eine Zielscheibe aufgebaut. Von oben sehen wir in der Mitte in einem orange-rötlicher Kreis eine Frau stehen, die ihre Arme verschränkt hat. Darum ein größerer grüner Kreis, und darum wieder ein noch größerer orange-rötlicher Kreis. Danach wird das Cover rosa-rötlich. Der Titel umgibt das ganze in weiß. Ich finde, das Cover fällt sehr durch seine Farben auf und es passt auch ein bisschen zu Katjas Geschichte. Ohne Schutzumschlag ist das Buch in einem hübschen Grün, innen sind viele kleine Musterhäuser zu sehen. Sehr passend und lustig.
Meine Zusammenfassung und Meinung:
Katja ist 31, und schon eine Weile mit ihrem Freund Jonas zusammen. Das nächste Projekt steht nun an: ein eigenes Eigenheim. Nach einer für Katja nicht so begeisterten Besichtigung will Jonas mit ihr und einem befreundeten Pärchen zur „Langen Nacht der Musterhäuser“. Doch Katja hat keine Lust, und geht lieber zu einer Veranstaltung ihres Bekannten Heinrich, auf der sie durch einen kleinen Unfall den Krimiautor Robert Klotzky kennenlernt. Von da an und nach einer Geburtstagsfeier ihrer Freundin Inga mit Gesprächen über Familie, Kinder und Häuser ändert sich Katjas Leben …
Zum ersten Mal etwas von dem Buch gehört habe ich auf dem Bloggerportal-Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse 2019. Das Buch gab es als Rezensionsexemplare für interessierte Blogger, und nachdem uns der Inhalt ins Kurzfassung erklärt wurde, war ich neugierig und wollte das Buch unbedingt lesen. Es ist ein Frauenroman, kein Young- oder New Adult. Es geht also um 31-jährige Katja, die schon eine Weile mit ihrem Freund zusammen ist. In dem Alter macht man sich ja schon Gedanken über Kinder und das Eigenheim für die Zukunft. Während Katja damit noch warten kann, ist Jonas ganz wild auf die ‚Lange Nacht der Musterhäuser‘. Es kommt zum Streit und so gelangt Katja zu ‚Heinrich stil und leise‘. Dort lernt sie dann Robert Klotzky kennen, den bekannten Krimi-Autor von ‚Die Geschändeten vom Heusenstamm‘.
Nach und nach freunden sich Katja und Robert an, und Katja merkt, dass ihr Leben irgendwie nicht so verläuft, wie sie es gerne hätte. Sie lebt so ein unspektakuläres Leben. Sie ist umgeben von Müttern und solchen, die es bald werden (wollen) sowie einer nervigen Schwiegermutter und nervigen Eltern. Es gibt unglaublich amüsante Szenen, die mir sehr gefallen und mich zum Lachen gebracht haben. So u.a. die Entstehungsgeschichte zu ‚Die Geschändeten vom Heusenstamm‘ oder die Diskussion über Kommissar Fellmuff. Es gibt so viel Situationskomik, die mir wirklich gut gefallen hat.
Katja ist für mich eine sehr tolle zynische Hauptfigur, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist. Ihre Gedanken sind voll mit Wortwitz und Humor, und sie denkt so … ehrlich. Ich kann so vieles so gut nachempfinden. Ihre Beziehungen zu ihren Freunden verändert sich, sie selbst verändert sich und sieht einiges nun mit anderen Augen. Auch die Nebencharaktere wie Jonas, Inga oder Robert sind vielseitige Menschen, die alle ihre eigenen Sorgen und Probleme haben. So kommt es zu Streitereien, Geheimnissen, neuen Bekanntschaften und neuen, aufregenden Entdeckungen. Es ist irgendwie schwer, zu dem Buch viel zu schreiben, ohne zu viel von der Handlung zu verraten und die Spannung zu nehmen.
Ich finde das Ende auf jeden Fall sehr gut, auch wenn mich die Ereignisse, die bis dahin geschehen mussten, doch etwas schockiert haben. Für mich war ‚Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus‘, wo sich Katja ja irgendwie befindet, ein schöner Roman für zwischendurch zum Abschalten. Durch den bereits angesprochenen Wortwitz und die Situationskomik lädt das Buch auch gerne mal zum Schmunzeln und Lachen ein. Jedoch finde ich, dass manche Stellen einfach unnötig waren. Diese Stellen/Szenen haben mich das Buch zur Seite legen lassen, weil sie die Geschichte so ziehen. Vielleicht muss das auch geschrieben werden, es ist halt in einem normalen Leben nicht immer spannend. Aber das ist halt etwas, womit man in solch einem Frauenroman rechnen muss.
Bewertung:
‚Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus‘ ist ein amüsanter Frauenroman mit Katja als zynische Hauptfigur. Das Buch erzählt ihre Geschichte, sie findet heraus, was sie sich eigentlich vom Leben wünscht. Das, gepaart mit viel Humor und Situationskomik, macht die Geschichte zu einem tollen Frauenroman für zwischendurch. Von mir gibt es deshalb vier Sterne.
Vielen lieben Dank an den L!mes-Verlag für das Rezensionsexemplar.