Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/84956

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Bestimmungen so anzupassen, dass die Verwendung von Holzspänen zur Aromatisierung von Schweizer AOC-Weinen verboten ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ergebnisse der jüngsten parlamentarischen Beratungen über die Weiterentwicklung der Agrarpolitik (AP 2011) haben zu einer Änderung des Antrages des Bundesrates betreffend die Rolle und die Zuständigkeiten des Bundes und der Kantone im Bereich der Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC) geführt.</p><p>Nach Artikel 63 Absatz 2 des Landwirtschaftsgesetzes (SR 910.1) ist der Bundesrat zwar mit der Auflistung der für AOC-Weine und Landweine geltenden Kriterien beauftragt, als spezifische Anforderungen kann er aber lediglich die natürlichen Mindestzuckergehalte und die Höchsterträge pro Flächeneinheit festlegen. Für die übrigen Kriterien, wie die önologischen Verfahren, fällt die verbindliche Festsetzung von besonderen Anforderungen sowohl an AOC-Weine als auch an Landweine mit eigener traditioneller Bezeichnung in den Zuständigkeitsbereich der Kantone. Mehrere Kantone haben sich denn auch in der Zwischenzeit der Frage der Verwendung von Holzspänen bei der Verarbeitung von AOC-Weinen angenommen und unterschiedliche Lösungen gewählt. Der Bundesrat erachtet es daher als unzweckmässig, in dieser Frage einzugreifen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.