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Solche Dämme findet man auch bei kleinen, flachen Gewässern, welche der Biber erst durch den Dammbau und den dadurch entstehenden Stausee nutzen kann.
Einmal mehr zeigt sich hier, welch genialer Baumeister der Biber ist. Beim Dammbau steckt er «abgeschnittene» Zweige und Stämme senkrecht in den Grund des Baches und beschwert und befestigt sie mit Steinen, Schlamm, Schilf und was ihm sonst zwischen die Pfoten kommt. Oft benutzt er auch einen über den Fluss gestürzten oder einen angeschwemmten Baum als Halt, um ihn allmählich zu einem Damm auszubauen. Die angeschleppten Stämme und Äste werden dann zur Abdichtung mit Schlamm verkleistert. Schlamm befördert der Biber mit seinen Vorderbeinen, die er dabei wie Hände benützt, Äste und Stämme schleppt er mit den Zähnen.
Mit solchen Dämmen sind Biber in der Lage, ein Gewässer mehr oder weniger zu regulieren. Bei Hochwasser und entsprechender Überschwemmungsgefahr des Wohnkessels nehmen sie die obersten Äste des Damms weg, damit mehr Wasser ablaufen kann. Bei Wassermangel erhöhen sie den Damm bis schlussendlich fast kein Wasser mehr abfliesst.
In der Schweiz sind Dämme eher selten
Der Dammbau machte den Biber einerseits berühmt, andererseits aber auch berüchtigt. Denn durch den Stauprozess werden benachbarte flache Uferbereiche überflutet. Dadurch sterben Bäume ab, die keine lang andauernde Überflutung ertragen (die meisten Nadelhölzer). Weichhölzer wie Weiden und Pappeln, denen das nichts ausmacht, sondern deren Wachstum dadurch sogar begünstigt wird, werden gefördert. So kann der Biber Flusslandschaften vollkommen verändern.
In der Schweiz bauen die Biber allerdings selten Dämme und Burgen. Bilder mit grossen Dämmen sind eher aus Kanada bekannt. Trotzdem: Auch in der Schweiz schichten Biber in ihren Burgen eine ganze Menge Holz an.