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VOR DEM SPIEL:
Leider hatte sich die Verletztenliste seit dem Spiel gegen GC am vergangenen Wochenende nur minimal verkleinert. Mit Sonja Merazguia und Alayah Pilgrim reichte es zwei Spielerinnen immerhin wieder für die Ersatzbank. Die Startelf war jedoch wie schon beim Spiel gegen GC sehr jung; die einzige Änderung betraf die von einer Sperre zurückgekommene Yasmin Bunter, die Juliana Gütermann ersetzte. Vor Selina Wölfle im Tor spielten Bunter, Sina Hirschi, Riola Xhemaili und Marion Rey. Die Dreierkette im Mittelfeld setzte sich aus Eli Mayr, Chiara Schmid und Vanesa Hoti zusammen und im Sturm agierten Imane Saoud, Clara Spiniello und Bénedicte von Rotz.
DIE ERSTE HALBZEIT:
Wie schon gegen GC startete der FCB aktiv ins Spiel und zeigte sich gewillt, auch gegen den Serienmeister etwas gegen vorne zu bewegen. Auch wenn die Baslerinnen aufgrund der geballten Zürcher Offensivkraft ein wenig defensiver agierten, kamen sie einige Male gefährlich in die Nähe des Strafraumes und konnten die Zürcher Torhüterin Livia Peng zu ersten Paraden zwingen. Näher am Torerfolg war in der ersten Hälfte trotzdem das Heimteam. Neben einem Lattentreffer musste Selina Wölfle im Tor des FCB ihre Reflexe mehrfach unter Beweis stellen, um das torlose Unentschieden in die Halbzeit zu retten.
DIE ZWEITE HALBZEIT:
Die beste Phase des Spieles hatten die Baslerinnen sowohl am Anfang, als auch am Ende der zweiten Halbzeit. Die zweitplatzierten Zürcherinnen standen direkt nach dem Pausentee unter ständiger Bedrängnis und hatten Glück, dass ein Tor des FCB wegen Abseits aberkannt wurde. Nach rund einer Stunde schien es dann aber so, als würden, wie bei der Niederlage gegen GC, langsam die Kräfte zu schwinden beginnen. Trainer Sébastien Bader reagierte mit Wechseln und brachte mit Alayah Pilgrim und Sonja Merazguia zwei Rückkehrerinnen. Diese sorgten gleich für neues Tempo und liessen das Spiel auf der Kippe stehen.
Das erste Tor der Partie fiel dann aber leider für den FCZ. Wie schon auf dem GC-Campus war es eine Standardsituation, die für den Rückstand sorgte. Nach einem Eckball stieg die grossgewachsene Rahel Kiwic am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Doch der FCB reagierte stark auf diesen Rückschlag und zeigte Moral. Lange schien diese nicht belohnt zu werden, bis es kurz vor Ende des Spiels nach einem Handspiel im Strafraum einen Elfmeter für die Baslerinnen gab. Wie beim grandiosen Heimsieg gegen den FCZ in der Hinrunde übernahm die junge Kapitänin Riola Xhemaili Verantwortung und verwandelte aus elf Metern genauso souverän wie bei der ersten Direktbegegnung in dieser Saison. Nach diesem von den mitgereisten Spielerinnen viel umjubelten Ausgleich waren immer noch ein paar Minuten zu spielen, die der FCB in Überzahl bestreiten konnte. Und tatsächlich kam tief in der Nachspielzeit noch die Grosschance zum Auswärtssieg, die aber leider nicht genutzt werden konnte. Nach diesem kurzen Moment der Enttäuschung überwog aber schnell die Freude darüber, auswärts beim FCZ mit diesem jungen Team einen verdienten Punkt geholt zu haben.
NACH DEM SPIEL:
Sébastien Bader äusserte sich nach dem Spiel folgendermassen: "Dieses Unentschieden ist verdient. Es ist ein guter Punkt und gibt dem Team Selbstvertrauen. Ich denke, dass die Spielerinnen mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein können. Wir haben viel in dieses Spiel investiert und unsere Anstrengungen wurden belohnt. Als wir mit 0:1 in Rückstand waren, haben wir unsere Strategie geändert und offensiver gespielt. Das war zwar riskant, ich bin aber froh, dass es sich am Ende ausbezahlt hat."
In dieser englischen Woche geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Samstag steht bereits das dritte Auswärtsspiel innert einer Woche an. Dieses Mal geht es für das Team von Sébastien Bader gegen das Schlusslicht aus dem Tessin, den FC Lugano. Dann sollen die nächsten drei Punkte her.
Das Telegramm:
FC Zürich Frauen – FC Basel 1893 1:1 (0:0)
Heerenschürli.
Tore: 68. Kiwic 1:0. 89. Xhemaili 1:1 (Handspenalty).
FCZ: Peng; Zogg, Kiwic, Fischer; Regazzoni, Moser; Piubel (61. Terchoun), Enz (74. Matsushita), Dubs; Andrade (83. Hamidi), Humm.
FCB: Wölfle; Rey, Xhemaili, Hirschi, Bunter; Mayr; Hoti, Schmid; von Rotz (61. Merazguia), Spiniello (68. Pilgrim), Saoud.
Bemerkungen: FCZ ohne Moser du Stierli (beide rekonvaleszent). FCB ohne Brunner, Burla, Csigi, Ferrara, Fockers, Huber, Jermann, Sundov, Surdez und Sturgess (alle verletzt/abwesend). – Gelb-Rot: 88. Zogg. Verwarnungen: 28. Saoud. 41. Rey. 51. Andrade. 57. Zogg. 61. Moser. 71. Regazzoni.
(Fotos: justpictures.ch)