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Die Rabiusa entspringt unterhalb des Bärenhorns auf 2800 müM und fliesst 30 Kilometer weit durchs Safiental, durch wertvolle Auengebiete und Felsschluchten bis in die Ruinaulta. Mit Ausnahme der drei Wasserfassungen ist die Rabiusa strukturell unversehrt und völlig natürlich.
Mit einem mächtigen Wasserfall mündet der Gletscherbach in die grosse alpine Schwemmebene der obersten Rabiusa. Die ausgedehnten Kies- und Grobsandflächen entlang der oberen Rabiusa gehören zu den schönsten Kiesbettfluren im Kanton. Wechseltrockene Magerwiesen, Moore, kleine Bachläufe und Tümpel wechseln sich hier ab. Weiter unten durchfliesst die Rabiusa tiefe Felsschluchten bis zur Einmündung in den Vorderrhein. Das Versamer Tobel mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden ist Teil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler Ruinaulta.
Die Vielfalt und Besonderheit der Rabiusa
Schluchten, die flussabwärts immer tiefer und felsiger werden, sowie kilometerlange Auen sind das Markenzeichen der Rabiusa. Die Auen werden trotz Wasserkraftnutzung noch stark überschwemmt. Doch fehlen ihnen angemessene Restwassermengen für eine natürliche Tier- und Pflanzenwelt. Mit der Neukonzessionierung der Kraftwerke im Jahr 1937 wird sich die Situation hoffentlich verbessern. Das ökologische Potential dieses Flusses ist auf jeden Fall riesig.