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Es besteht politisch ein breiter Konsens, dass die klarere Ausrichtung des Direktzahlungssystems auf die agrarpolitischen Ziele ein sinnvoller Aspekt des laufenden Reformprozesses ist. Strittig ist jedoch, ob die bislang tierbezogenen Beiträge, wie in der Botschaft zur Agrarpolitik 2014−2017 (AP 14−17, Bundesrat 2012) vorgeschlagen, auf die Fläche umgelegt und in sogenannte Versorgungssicherheitsbeiträge umgelagert werden sollten. Die Modellrechnungen mit SILAS und SWISSland zeigen, dass eine solche Umlagerung nicht nur die natürlichen Ressourcen schont, sondern damit auch das mittlere landwirtschaftliche Einkommen um vier Prozent steigt.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.
Der Landwirtschaftssektor als Ganzes erwies sich als robust gegenüber dem COVID-19-Schock. Doch wie wirkte sich die Pandemie auf die einzelnen Unternehmen dieses Sektors aus? Am Beispiel der Schweiz zeigen wir erstmals auf, wie Importeure landwirtschaftlicher Erzeugnisse die Pandemie wirtschaftlich überstanden haben.
Die agrarökonomische Forschung verwendet eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen, um bestehende und neue politische Massnahmen zu beurteilen. Dies ist die Grundlage für eine Agrarpolitik, die nachweislich etwas bewirkt, also evidenzbasiert ist.