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Dem
Gral auf der Spur?
Rennes-le-Château mit seinen rund hundert Seelen wäre
ein verschlafenes, mittelalterliches Dörfchen, wenn nicht
diese mysteriöse Geschichte mit Gral es zur geheimnisumwitterten
Attrakion machen würde... Wo überhaupt liegt Rennes-le-Château?
Im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon,
ca. 40 Kilometer südlich von Carcassonne - im Herzen des
Landes der Katharer, dieser vom Papst einst als Ketzer verfolgten
Glaubensgemeinschaft. Die romanische Dorfkirche Sainte Marie-Madeleine
wurde 1059 eingeweiht und im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts
vom damaligen Pfarrer des Ortes, Bérenger Saunière,
renoviert.
Dieser Bérenger Saunière habe, so wird gesagt,
bei der Renovierung des Altars ein verstecktes altes Pergament
mit einer seltsamen christlichen Botschaft gefunden.
Der Abbé, der sich zuvor nur mit einem kleinen Gehalt
begnügen musste, habe plötzlich über eine grosse
Geldsumme verfügt, undurchsichtige Bankgeschäfte
in Millionenhöhe getätigt und luxuriöse Bauvorhaben
realisiert. Was war da geschehen?
Die Antwort lässt Eingeweihten keinen Zweifel offen:
Der Abbé hat im Dorf den Heiligen Gral gefunden, zusammen
mit den unermesslichen Schätzen der Tempelritter. Die
Spekulationen häuften sich, Autoren wie Umberto Eco und
Dan Brown steuerten das Ihrige bei und so ist dem einst so
ruhigen Ort heute ein nicht abbrechender Besucherstrom beschieden.