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Wer sich überlegt, eine Liposuction zur Verbesserung der Körperkonturen durchführen zu lassen, wird sich im Vorfeld nicht nur mit der geeigneten Arztwahl befassen, sondern sich auch möglichst gut über den Ablauf eines solchen Eingriffs informieren wollen. Je besser man versteht, was bei einer Fettabsaugung passiert und worauf es ankommt, umso besser kann man sich auf den Eingriff einstellen. Das kann sich durchaus positiv auf das Ergebnis auswirken.
Die Behandlung verläuft nun in folgenden Schritten:
Der AbsaugvorgangBei jeder Fettabsaugung wird zuerst eine Flüssigkeit ins Unterhautfettgewebe eingespritzt. Es handelt sich um die sogenannte Tumeszenz-Lösung, die unter anderem mit schmerzstillenden Mitteln versehen ist. Danach kommt eine Kanüle, die am Ende eines Handstückes befestigt und über einen Schlauch an die Absaugpumpe angeschossen ist, zum Einsatz. Die Kanüle ist innen hohl und am vorderen Ende abgestumpft, um im Gewebe sowie an Gefässen und an Nerven möglichst keine Verletzungen herbeizuführen. Kanülen können eine Breite von 1 bis 6 Millimeter haben. Mit der Kanüle werden Fett und Fettzellen mechanisch aus dem Fettgewebe herausgelöst, die dann von der Tumeszenz-Lösung aufgenommen werden. Zum Herausschälen des Fettes wird die Kanüle vertikal hin- und her bewegt. Begonnen wird im tiefen Gewebe, mit grösseren Kanülen. Mit jeweils kleineren Kanülen wird fortgesetzt, je näher man sich an die oberflächlicheren Regionen der Haut voranarbeitet. Mit den Kanülen schafft man Hohlräume bzw. Tunnel im Fettgewebe, die schliesslich zusammenfallen und eine glatte, reduzierte Fettfläche bilden. Letztendlich wird die Emulsion, d.h. das Gemisch aus Tumeszenz-Lösung, Fett, Fettzellen, Gewebeteilen und Blut abgesaugt.
Die Vibrations-LipolyseVor allem beim zweiten der aufgezählten Schritte, dem Herauslösen des Fettes und der Fettzellen aus dem Fettgewebe, ist es wichtig, effektiv und gleichzeitig auch gewebeschonend vorzugehen. Und das wird am besten mit einer eigens dafür entwickelten Technologie, und zwar der Vibrations-Lipolyse erreicht. Dabei wird die Kanüle mittels eines speziellen Gerätes in Schwingung gebracht – mit über 4.000 Bewegungen pro Minute wird die Kanüle hin und her bewegt. Mit der vibrierenden Kanüle lässt sich das Fett viel präziser aus dem Gewebe herauslösen, wodurch sich die Fettabsaugung viel exakter und auch für das Bindegewebe schonender durchführen lässt als ohne die Vibration. Denn die Fettzellen werden mit der Vibrationstechnik viel besser zerstört; Fett und Fettzellen können somit besonders gut abgesaugt werden. Der Vorteil der Vibrations-Lipolyse gegenüber der herkömmlichen Methode, die das Herausschälen des Fettes rein mechanisch vornimmt, zeigt sich deutlich an den erzielten Ergebnissen. Weil jedoch ein Vibrationsgerät relativ kostenintensiv ist, wird es nicht überall eingesetzt. Ich empfehle dringend, den behandelnden Arzt danach zu fragen, ob die Vibrations-Methode bei ihm zum Einsatz kommt.
Die Abfolge der EinzelschritteDer Patient kann selbst am Vortag der geplanten OP noch von dem Eingriff zurücktreten, wenn er ein ungutes Gefühl hat, oder wenn andere Gründe vorliegen. Es besteht also die Möglichkeit, die Behandlung abzubrechen bzw. sie abzusagen. Sofern der Patient gesund ist, die vorangegangene Aufklärung verstanden hat und zum Eingriff bereit ist, kann mit der Fettabsaugung begonnen werden.
Die Behandlung verläuft nun in folgenden Schritten:
- Die abzusaugenden Regionen werden mit einem Stift eingezeichnet.
- Die bezeichneten Stellen und das gesamte Erscheinungsbild vor der OP werden abfotografiert, um es mit dem späteren Ergebnis vergleichen zu können.
- Der Patient wird in den OP-Raum gebracht und an den betreffenden Körperstellen desinfiziert.
- Die Tumeszenz-Lösung wird in den Bereich der Behandlungsregion infiltriert.
- Nun werden kleine Schnitte gesetzt, in welche die Kanüle eingeführt wird.
- Mit der Kanüle werden Fett und Fettzellen aus dem Fettgewebe herausgelöst.
- Die Emulsion aus Tumeszenz-Lösung, Fett, Gewebeteilen und Blut wird abgesaugt.
- Im Anschluss werden Kompressionsverbände angelegt.
- Bis zur Stabilisierung des Kreislaufes kommt der Patient in die Praxisklinik.