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In der Schweiz ist es einfach eine Wanderung zu planen. Es gibt Wanderwege, die gut unterhalten und ausgeschildert sind. Man kann auch sicher sein, dass ein Weg, der auf einer Wanderkarte verzeichnet ist, begehbar ist. Auf meiner Mehrtageswanderung durch Apulien war das anders. Ich war zwar auf einem offiziellen Fernwanderweg unterwegs, aber oft fehlten Markierungen, wenn es schwierig wurde. Manchmal war ich stundenlang unterwegs ohne auf einen anderen Menschen zu treffen. Ich konnte deshalb auch nicht nach dem Weg fragen. Die Menschen, denen ich begegnete, waren sehr freundlich. Wenn mir ein Auto entgegenkam oder mich überholte, hielten die Fahrer oft an und fragten mich, wohin ich wollte.
Einmal überholte mich ein grosser roter Traktor, in dem zwei junge Männer sassen. Der Fahrer hielt an, öffnete die Kabinentür und sagte mir, dass es über den Fluss nach der nächsten Wegbiegung keine Brücke gäbe. Der Fluss sei durch den Regen der letzten Tage sogar über die Ufer getreten. Ich durfte auf dem Trittbrett ihres Traktors mit ihnen durch die Furt fahren.
Ich ging davon aus, dass sie in derselben Richtung unterwegs waren wie ich und freute mich darüber, dass wir uns im richtigen Moment begegnet waren. Doch nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren die beiden rückwärts zurück durch den Fluss. Sie hatten mich gesehen und waren nur gekommen, um mich über den Fluss zu bringen.