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Die besten Kleider
Ganz vorne dabei in dieser Kategorie war Billy Porter. Der «Pose»-Star hatte ein Unikat von Michael Kors an. Im Disco-Look. Über 130'000 kleine Kristalle wurden eingenäht, der Hut von Stephen Jones alleine hatte einen Wert von rund 55'000 Dollar. Dazu trug er offene Schuhe mit hoher Sohle.
Bei den Frauen machte insbesondere Michelle Williams eine gute Figur. Sie war der Blickfang in ihrem Kleid von Louis Vuitton. Williams gewann einen Emmy für ihre Rolle in «Fosse/Verdon».
Der frechste Witz
Einen eigentlichen Host gab es bei der Emmy-Verleihung nicht. Doch Comedian Thomas Lennon erntete den grössten Lacher, als er mit Anspielung auf Felicity Huffman sagte: «Die Produzenten haben mir gesagt, ich solle noch die früheren Gewinnerinnen grüssen, die jetzt aus dem Gefängnis zuschauen.» Huffman, die für ihre Rolle in «Desperate Housewives» einen Emmy gewann, wurde zu 14 Tagen Haft verurteilt. Sie zahlte 15'000 Dollar Bestechungsgelder, damit die Aufnahmetestergebnisse ihrer Tochter zu einer Eliteuni verbessert wurden.
Die «vergessenen» Agenten
Wahrscheinlich ist das nur den genauen Beobachtern aufgefallen: Aber praktisch niemand hat den Drehbuchautoren-Agenten gedankt. Der Hintergrund: Seit rund einem halben Jahr kämpft die Drehbuch-Gewerkschaft mit den Agenten. Es geht um ziemlich komplizierte Vergütungsstrukturen, die Agenten verdienen heute meist mehr als die eigentlichen Drehbuchautorinnen und -autoren.
Phoebe Waller-Bridge («Fleabag»), die Preise für das Drehbuch und ihre Rolle bekam, dankte sogar ausdrücklich nur den Schauspiel-Agenten.
Die gelungene Eröffnung
Die TV-Legende Homer Simpson eröffnete die Gala. Doch plötzlich wurde er auf der Bühne von einem fallenden Flügel erschlagen. Sofort sprang Anthony Anderson («Black-ish») auf und versuchte, die Show zu retten. Dabei gab es allerlei Anspielungen auf TV-Serien und auch der berühmte Starbucks-Becher aus «Game of Thrones» kam vor. Schliesslich brachte Bryan Cranston («Breaking Bad») die Eröffnungszeremonie wieder in geordnete Bahnen.
Der fehlende Gastgeber
Ja, 2019 hatte es bei den Emmys keinen Gastgeber. Sehr zum Leidwesen der beiden Late-Night-Hosts Stephen Colbert und Jimmy Kimmel, die das sicher sehr gerne gemacht hätten. Das machten sie dann auch in einem sehr gelungenen Sketch klar. Sie bezeichneten die Entscheidung als «einen Witz» und «eine richtig schlechte Idee». Kimmel und Colbert bezeichneten sich als die «wahren Opfer des Abends». «Gastgeben ist das einzige, das wir können», sagt Colbert.