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Gegen Andy wird es allerdings hart, der ist in der Form seines Lebens. Da müsste Stan nochmals deutlich aufdrehen.
Und selbst wenn er so den Einzug ins Halbfinale schafft, wird er ziemlich ausgepowert sein. Das wird schwer.
Stan Wawrinka kann sich gegenüber dem schwachen Startspiel steigern und gewinnt sein zweites Spiel an den ATP World Tour Finals 7:6 (7:3), 7:6 (7:3) gegen den Kroaten Marin Cilic.
Der Schweizer zeigte sich gegenüber dem desaströsen Auftritt am Montag gegen Kei Nishikori deutlich verbessert. Er hatte sich offensichtlich vorgenommen, in erster Linie seine Fehlerquote zu reduzieren. Er agierte deshalb sehr defensiv, zumeist weit hinter der Grundlinie. Die Taktik führte aber zum Erfolg, weil er bei eigenem Aufschlag sehr überzeugend auftrat und weil er äusserst schnell unterwegs war. Ein Problem war aber wie im ersten Spiel der Return.
Im ersten Satz hatte zwar Cilic beim Stand von 5:4 die einzige Breakchance – die gleichzeitig ein Satzball war -, im fälligen Tiebreak war aber der 31-jährige Waadtländer klar besser als der fehleranfällige Kroate. Die einzige Konzentrationslücke leistete sich Wawrinka zu Beginn des zweiten Satzes, als er gleich im ersten Game zum einzigen Mal seinen Service abgab. Mit dem 2:2 korrigierte er den Fehler aber ziemlich schnell wieder.
So kam es erneut zu einem Tiebreak, und auch in diesem behielt der Schweizer nach zwei Stunden die Oberhand. Deshalb zeigte er sich im Platzinterview uneingeschränkt zufrieden. «Ich habe gut gespielt und gut gekämpft», stellte der Romand fest. «Es ist nie einfach gegen Cilic.» Er wolle aber zum Saisonabschluss nochmals sein bestes Tennis zeigen. «Ich denke, das war heute ein Spiel auf hohem Niveau.»
Wawrinka hat damit die mögliche Halbfinal-Qualifikation nach wie vor in den eigenen Händen. Wie vor einem Jahr muss er am Freitag in der letzten Vorrundenpartie gegen Andy Murray gewinnen, um auch bei der vierten Masters-Teilnahme in den Halbfinal zu kommen. Kleiner Haken: Falls am letzten Spieltag auch Kei Nishikori gegen Cilic siegt, braucht Wawrinka einen Zweisatzsieg, mit dem er Murray noch aus dem Turnier drängen würde. (sda)