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Nach einer Operation bei gutartiger Prostatavergrösserung bleiben in der Regel Erektion und Orgasmus erhalten, es geht jedoch fast immer die Fähigkeit zu einem Samenerguss verloren.
Bei Männern mit einer operationsbedürftigen Prostatavergrösserung kann bei einem Wunsch nach Erhalt der Ejakulationsfähigkeit die sogenannte ejakulationsprotektive transurethrale Resektion der Prostata und des Blasenhalses durchgeführt werden. Diese Operationstechnik erhält die Fähigkeit zu einem normalen Samenerguss bei einem grossen Teil der operierten Männer. Ob ein Mann für eine samenergusserhaltende Operation der Prostata geeignet ist, muss vor dem Eingriff ausführlich abgeklärt und besprochen werden, da in sehr fortgeschrittenem Stadium oder bei bereits eingetretenen Komplikationen von dieser Technik abzuraten ist.
Die samenergussserhaltende Operationstechnik erfordert detaillierte Kenntnisse in den der Ejakulation zugrundeliegenden Mechanismen und beruht auf dem Erhalt von bestimmten Anteilen des Prostatagewebes oberhalb und neben dem Samenhügel. Studien zeigten, dass mit dieser Technik ein Erhalt der Fähigkeit zum Samenerguss in neun von zehn operierten Männern erhalten bleibt. Da mehr Prostatagewebe im Körper verbleibt, das erneut wachsen und zu Beschwerden führen kann, ist im Langzeitverlauf nach Jahren bei einigen Männern ein erneuter Eingriff nötig. Die Linderung der prostatabedingten Blasenbeschwerden nach der Operation ist dabei mit der konventionellen Operationsmethode vergleichbar.