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2005 kaufte Ronald Suleski auf dem Panjiayuan-Flohmarkt in Beijing ein gebrauchtes, handgeschriebenes Buch.
Es handelt sich um ein 102-seitiges Schulbuch, zu welchem er Nachforschungen anstellte und publizierte.
Lehrer Xu (徐) lebte von ca. 1840 bis 1910. Er konnte eine Ausbildung und ein niedriges Examen machen, aber nicht weiterstudieren. Wer in der damaligen Gesellschaft mit 70%
Analphabeten ein Examen hatte, galt jedoch als Intellektueller und wurde entsprechend geachtet. Wer lesen und schreiben konnte, setzte diese Fähigkeit für den Beruf ein und wurde Arzt, Wahrsager, Meister für Rituale, Rechtskonsulent oder Lehrer. Man konnte seine Dienste auch einfach als Schreiber für Hochzeitsverse und Zeremonien anbieten.
In der Qing-Dynastie (1644-1911) gab es keinen nationalen Lehrplan und keine vorgeschriebenen Lehrmittel. Allerdings gab es einen über die Jahrhunderte konstanten Konsens über den Satz an wichtigen Texten.
Da es keine offiziellen Lehrmittel gab, liess der Lehrer Xu um 1880 im Kopiergeschäft Zhizhoutang (志周堂, „Halle der Grossen Bestimmung“) nach seinen Vorgaben von Hand ein Buch kopieren.
Dieses Buch enthält unter anderen 4 Rätsel für seine Schüler. Im Beitrag Das Rätsel des Lehrers Xu habe ich für Kalligraphieschüler interessante Informationen zusammengestellt und eines der Rätsel mit einer Anleitung versehen, damit man es lösen kann.