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Der frühere Vertraute des russischen Ex-Präsidenten Boris Jelzin, Pawel Borodin, ist am Donnerstagmorgen (18.01.) in New York festgenommen worden. Die Verhaftung erfolgte auf Grund eines internationalen Haftbefehls, der von der Schweiz erlassen wurde.
Die Festnahme erfolgte wegen Korruptionsvorwürfen in der so genannten Mabetex-Affäre. Konkret wird Borodin Geldwäscherei im Zusammenhang mit Schmiergeld-Zahlungen vorgeworfen. In Russland ist das Strafverfahren vor kurzem eingestellt worden. Die Genfer Justiz setzt ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit der Mabetex-Affäre jedoch fort.
Die Schweiz hat nun 40 bis 60 Tage Zeit, um bei den amerikanischen Justizbehörden die Auslieferung zu beantragen.
Moskau fordert sofortige Freilassung
Die russische Regierung hat gegen die Festnahme von Borodin scharf protestiert. Aussenminister Igor Iwanow fordert vom amerikanischen Botschafter James Collins die sofortige und bedingungslose Freilassung Borodins. Dieser bekleidet das offizielle Amt eines Sekretärs der Russisch-Weissrussischen Staatenunion.
In der Affäre um die Baufirma Mabetex geht es darum, dass während der Amtszeit Jelzins umgerechnet mehr als sechs Millionen Franken an russische Spitzenbeamte als «Provision» geflossen sein sollen, um so an staatliche Aufträge zu gelangen. Dazu gehörte insbesondere die lukrative Renovierung des Moskauer Kreml.
swissinfo und Agenturen