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|Was ist das eigentlich Fernwärme ?

Das Prinzip der Fernwärmeversorgung ist schnell erklärt:
Fernwärme ist Wärme die aus der Ferne kommt. Wärme die an einem Ort anfällt und dort nicht weiter verwendet werden kann, wird an eine Wärmeträgerflüssigkeit übertragen und an den Ort transportiert, der Verwendung für die kostbare Energie hat. Also eine riesengrosse Zentralheizung.
Die REFUNA nutzt einen Teil der Abwärme aus dem Kernkraftwerk Beznau I oder Beznau II. Dabei wird Dampf aus einer der vier Turbinen entnommen und zu einem Wärmetauscher geleitet. An der Oberfläche des Wärmetauschers wird das Refuna-Netzwasser auf die nötige Temperatur erwärmt. In der nahe gelegenen Hauptpumpenstation gelangt das Wasser in Bewegung und strömt in dicken Rohrleitungen zu den entlegensten Wärmebezügern.
Funktion
Die im Kraftwerk oder in dezentralen Einspeisepunkten übernommene Wärme wird in einem gut isolierten Rohrsystem welches auf der ganzen Länge leckageüberwacht ist in die Region verteilt.
In einer Nordschlaufe von 9 Kilometer Länge in die Gemeinden Böttstein (Kleindöttingen), Döttingen und Klingnau sowie in das Ortszentrum Leuggern.
In einer Südschlaufe von 22 Kilometer Länge in die Gemeinden Würenlingen, Endingen, Villigen, Stilli, Rüfenach und Riniken, in das Industriegebiet Würenlingen und nach Siggenthal Station bis zur ABB Turgi.
Nebst der Hauptpumpenstation, mit den Ausdehnungsgefässen und dem Druckhaltesystem sind im Aussenbereich der Anlage Druckerhöhungsstationen angeordnet, die bei grossem Wärmebezug (z. B. in der Winterperiode) zugeschaltet werden. Insgesamt 9 solcher Stationen sorgen für den nötigen Differenzdruck beim entlegensten Bezüger.
Die Wärme im Refuna-Netzwasser wird bei der Übergabe beim Bezüger mit einer Wärmeübergabestation entsprechend der abonnierten Anschlussleistung geregelt und mit einem Wärmezähler gemessen.
In der Hausstation, die der Bezüger stellt, wird die Wärme an dessen Heizsystem übergeben.
Das Refuna-Netzwasser kühlt sich dabei ab und gelangt in einem parallel verlegten Rohrsystem wieder zu seinem Ursprungsort zurück.
Auch für die nötige Kontinuität und Redundanz ist gesorgt. Versiegen plötzlich die beiden Wärmequellen im Kraftwerk, so können vier Reserveheizwerke angefahren werden, die Ersatzwärme liefern.