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Capellaro,
Charles Romain, franz. Bildhauer, geb. zu Paris, sollte anfangs Ingenieur und Mathematiker werden, trat aber in die von Belloc geleitete Schule des mathematischen und plastischen Zeichnens, wo er sich völlig für die Skulptur entschied und hierin bereits 1840 und 1841 Medaillen erhielt. Nachdem er dann noch bei David d'Angers und Rude gelernt hatte, wurde er Schüler der École des beaux-arts, aber hierin durch mißliche Familienverhältnisse unterbrochen, bis ihn Duret mit der Ausführung einiger Modelle in Marmor beauftragte, was wiederum mehrere statuarische Arbeiten für Guillaume, Dumont, Bosio u. a. zur Folge hatte. 1861 schuf er für das Grabmal von zweien seiner Kinder eine Statue des Genius der Unsterblichkeit, die, 1863 ausgestellt, großen Erfolg hatte und seinen Ruf begründete.
Nachdem er dann noch die prämiierten Statuen eines Landmanns und eines Engels der Erlösung (Kirche St. Germain l'Auxerrois) geschaffen, modellierte er eine größere Gruppe der Versuchung Christi, deren Marmorausführung durch den Krieg von 1870 verhindert wurde. Wegen seiner Teilnahme am Aufstand der Kommune wurde er zur Deportation nach Neukaledonien verurteilt, führte aber vor der Vollziehung dieser Strafe in der Gefangenschaft noch einen sehr bewunderten Engel Gabriel aus. Unter den nach seiner Rückkehr aus der Verbannung geschaffenen Werken nennen wir noch die 1880 vollendeten Figuren der Satire (unbekleidete Frauengestalt) und der französischen Revolution. Auch seine übrigen vor jene Katastrophe fallenden Arbeiten sind meistens allegorischen Inhalts.