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Bevölkerungswachstumsrate Schweiz 1950 bis 2011
Demographische Prognosen prophezeien den Ländern Europas schrumpfende Bevölkerungszahlen mit entsprechend negativen Folgen für die Wirtschaft und die Sozialwerke. Die Schweizer Bevölkerung hingegen wächst stetig, dieses Jahr wurde der achtmillionste Einwohner gezählt – vermutlich ein Einwanderer. Prognosen verheissen, dass die Schweiz bis 2040 10 Millionen Bewohner zählen könnte, eine grosse Herausforderung für die Infrastruktur- und die Raumplanung. Die Grafik unten illustriert, dass die Wachstumsrate aktuell jedoch deutlich weniger dramatisch ist als auch schon. Sie setzt sich aus der Einwanderungs- und Geburtenrate zusammen und war am höchsten in der ersten Hälfte der 60er-Jahre. Die Geburtenrate ist seither stetig gesunken, seit 2003 allerdings wieder leicht angestiegen. Die Einwanderungsrate schwankte stark und nahm nach einer Spitze im Jahr 2008 (im Zuge der vollen Personenfreizügigkeit mit der EU) ab und legte 2011 wieder etwas zu.
Bevölkerungsdichte im internationalen Vergleich
Die Bewohner von Schweizer Zentrumsregionen wie Zürich oder Genf/Lausanne fühlen sich in den letzten Jahren etwas beengt. Verglichen mit anderen Ländern hält sich die Bevölkerungsdichte in der Schweiz jedoch in Grenzen. Nicht nur viele Stadtstaaten und Drittweltländer sind deutlich dichter besiedelt als die Eidgenossenschaft, auch einige Industrieländer wie Taiwan, die Niederlande, Grossbritannien oder Deutschland. Auf einer Liste der Ländervergleichs-Webseite Index Mundi liegt die Schweiz bei der Bevölkerungsdichte auf Platz 64 von 238 Nationen und Gebieten. Am dichtesten besiedelt ist Macau mit 20'500 Personen pro Quadratkilometer (was diese Grafik bei weitem sprengen würde), am wenigsten dicht Grönland mit 0,03 Personen pro Quadratmeter. Würde man nur das Schweizer Mittelland berücksichtigen, stiege die Schweiz in der Rangliste allerdings auf Platz 30.