Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03245.jsonl.gz/1587

In unserem deutschen Sprachgebrauch sind die Umlaute nicht wegzudenken. Aber wie sieht dies eigentlich im Internet aus? Auf diese Frage möchte ich gerne eingehen und Ihnen einen kleinen Überblick geben und aufzeigen, was möglich ist, und wo wir auf Probleme stossen.
Umlaute in der Webseite
In den meisten Fällen können Sie die deutschen Umlaute direkt mit Ihrem Bearbeitungsprogramm in die Webseite einfügen. Damit dies mit allen Internet-Browsern funktioniert, müssen Sie die Zeichenkodierung im Kopf (Head) der Seite auf ISO-8859-1 oder UTF-8 einstellen. Dies wird meist mit folgendem HTML-Code durchgeführt:
oder
Leider kann dies aber teilweise zu Problemen führen. Daher sollte man die sogenannte Entities verwenden. Zur Veranschaulichung ein paar gängige HTML-Entities:
- Ü: Ü
- ü: ü
- Ä: Ä
- ä: ä
- Ö: Ö
- ö: ö
Ein Text mit einigen Umlauten nimmt dann folgende Form an:
In Rümlang fährt ein Junge mit dem Velo über die Brücke.
Fazit: Die Eingabe der Zeichen ist in der zweiten Variante recht kompliziert, daher bevorzuge ich die Variante, mit der Vorgabe des Zeichensatzes und danach kann man auch die Umlaute direkt eingeben.
Umlaute in der URL
Seit einiger Zeit können bei der Domain-Registrierungsstelle Switch auch Domains mit Umlauten registriert werden.
Diese Domains sollten aber mit Vorsicht eingesetzt werden, da diese URLs nicht von allen Usern direkt aufgerufen werden können. Wenn ein User keine Tastatur mit Umlauten besitzt, kann er nur schwer auf diese Domain zugreifen.
Hier zur Veranschaulichung eine englische Tastatur, auf der keine Umlaute zu finden sind:
Daher sollte als Hauptdomain immer eine Adresse ohne Umlaute eingesetzt werden und die Domain mit den Umlauten als zusätzliche Domain eingesetzt werden.
Was passiert im Hintergrund?
Bei der Eingabe der Umlaute im Browser werden dies mit der IDN-Konvertierung (Internationalized Domain Names) in den ASCII-Zeichensatz umgewandelt. Das heisst bei der Eingabe von www.äöü.ch sendet der Browser www.xn—4ca0bs.ch an den Server. Dies kann auch einfach selbst getestet werden:
.
E-Mail-Adresse
Ein spezieller Fall sind die E-Mail-Adressen. Grundsätzlich sollten hier keine Umlaute verwendet werden. Im lokalen Teil – also alles vor dem @-Zeichen – sind diese sogar verboten. Dies sollte immer beachtet werden.
- funktioniert: thomas.schoeni@…
- funktioniert nicht: thomas.schöni@…
Bei den Domains können auch Umlaute genutzt werden, beispielsweise bei unserer Domain @äöü.ch. Leider funktioniert der Versand von E-Mails über solche Adressen nicht immer. Nur neue E-Mail-Programme können damit korrekt umgehen und viele Mail-Systeme sind dafür nicht gerüstet.
Fazit: Besser eine Domain ohne Umlaute für den E-Mails verwenden, dann kann man zumindest diese Fehlerquelle beim Mail-Versand ausschliessen…