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Mardin
Mardin wurde um 2850 v.d.Zw. vermutlich von den Sumerern gegründet und stand bis bis zu Beginn der republikanischen Zeit unter der Herrschaft der Sumerer, Babylonier, Hethiter, Assyrer, Uranäer, Perser, Emeviden, Abassiden und Anuken. Aus der Ferne betrachtet, scheinen die glänzenden Steinhäuser von Mardin mit den Felsen, auf denen sich die Stadt ausdehnt, zu verschmelzen. Bei näherer Betrachtung erweisen sich jedoch die mit Ornamenten verzierten Häuser und öffentlichen Gebäude als eine architektonische Schatzkammer mit Juwelen wie die der Hamiden-Zitadelle aus dem späten 10. Jh. und der Ulu-Moschee aus dem II. Jh., der ältesten der Stadt. Die Gabriel-Moschee aus derselben Zeit wurde unter Artukenherrscher Kutbeddin Ilgaz errichtet. Die Kasim Pascha-Medresse aus dem 15. Jh. ist wegen ihrer feinen Steinbearbeitung einmalig. Bei der Isa Bey-Medresse aus dem 14. Jh. können Sie das wunderschön gemeißelte Tor bewundern und dann auf das Dach steigen, um eine phantastische Aussicht über die mesopotamische Ebene zu genießen. Im lokalen archäologischen Museum stehen Funde aus der Region. 30 km östlich von Mardin steht die Dara-Burg, die zeitweise unter römischer Herrschaft stand. 5 km östlich von Mardin befindet sich das zuerst als geheime Stätte zwischen 493 und 518 errichtete Kloster Deyrulzaferan, ein religi-öses Zentrum der Syrischenjakobiner. Die Südfassade steht frei, die anderen liegen an Berghängen. In der Klosteranlage befinden sich die Grabstätten von 52 syrisch-jakobineschen Patriarchen. In Klosternähe steht die sich aus drei Gebäuden zusammensetzende Burg Kalitmara, die zum Schutz des Klosters errichtet wurde. Nahe bei Kiziltepe liegt die Ulu-Moschee aus dem 13. Jh., eines der besten Beispiele der Artuken-Architektur, mit wunderschönen Mihrap-Reliefs und einen herrlichen Eingang.