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GERINGFÜGIGE ZUNAHME BEI DER KEHRICHTMENGE
ABFALLENTWICKLUNG OBERWALLIS 2009
ABFALLENTWICKLUNG OBERWALLIS 2009
Brig‐Glis /Oberwallis. – Die Abfallstatistik 2009 verzeichnet eine geringfügige Zunahme der gesamten Kehrichtmenge im Oberwallis. Insgesamt fielen 38’235 Tonnen Abfälle zur Verbrennung an, was einer Zunahme von 0.78% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil des Hauskehrichts erhöhte sich dabei nur geringfügig um 0.85%, derjenige der Privatanlieferungen um 0.59%. Insgesamt wurden im Jahre 2009 38’235 Tonnen Abfälle gesammelt und in Gamsen entsorgt. Diese Abfallmenge liegt um 297 Tonnen oder 0.78% über derjenigen des Vorjahres. Der Anteil des Hauskehrichts erhöhte sich dabei um 212 t oder 0.85 % und derjenige der Privatanlieferungen um 74 t oder 0.59 %. Bei den Schlämmen ist ebenfalls ein leichte Zunahme (16 t oder 4.4 %) zu verzeichnen, während die Menge der entsorgten Geheimakten um 5 Tonnen (‐7.69%) abnahm. Beide Abfallgruppen, Schlämme und Geheimakten, fallen jedoch mengenmässig nicht ins Gewicht.
Entwicklung nach Monaten
Wird diese Abfallentwicklung nach Monaten aufgeschlüsselt, ergibt sich folgendes Bild: In den Monaten März, April, Mai, Juni, August, September, Oktober und November sind die anfallenden Abfallmengen leicht steigend, in den Monaten Januar, Februar, Juli und Dezember sind sie sinkend. Im Oberwallis wird die Abfallentwicklung bekanntlich stark durch den Tourismus und die Bautätigkeit beeinflusst. Die vorliegenden Monatsdaten lassen auf eine etwas schwächere Wintersaison und eine stärkere Sommersaison gegenüber dem Vorjahr schliessen.
Abnahme bei den Direktanlieferungen
Die Direktanlieferungen (von Privaten direkt nach Gamsen gelieferte Abfälle, vor allem Bauabfälle) sind im Jahr 2009 geringfügig um 0.59 % zurückgegangen. Relative starke Zunahmen sind in den Monaten April, August und November, ausgeprägte Abnahmen in den Monaten Januar und Februar zu verzeichnen. Ansonsten verläuft die Abfallkurve ziemlich normal und folgt der Konjunktur der saisonalen Bautätigkeit. Trotz Finanz‐ und Wirtschaftskrise war diese im Berichtsjahr noch überdurchschnittlich intensiv, insbesondere in den Agglomerationen und den grösseren alpinen Tourismusresorts.
Jahresbilanz 2009
Zur Jahresentwicklung der Oberwalliser Abfallwirtschaft kann für das Jahr 2009 insgesamt eine positive Bilanz gezogen werden. Der Anteil des Verbrennungsabfalls ist in den letzten Jahren sehr stabil, das Recycling der Wertstoffe gut eingespielt ‐ trotz Preisschwankungen beim Absatz, die ein Stück weit auch durch die allgemeine wirtschaftliche Rezession bedingt sind. Damit ist der Gemeindeverband dem Ziel einer umweltgerechten Abfallbewirtschaftung ein Stück näher gekommen, dem Ziel nämlich, dass nur diejenigen Abfälle in die Verbrennung gelangen, die nicht anders entsorgt werden können. Es gibt inzwischen unter den Oberwalliser Gemeinden und ihrer Bevölkerung wahre Meister und Musterschüler der Abfalltrennung, andere haben diesbezüglich noch Verbesserungspotential. Ein Indiz für den insgesamt positiven Entwicklungstrend ist die Tatsache, dass der Gebührenverbund Oberwallis (Gemeinden mit Kehrichtsackgebühr) 2009 sein bestes Ergebnis seit Bestehen erzielt hat, was das Verhältnis zwischen Entsorgungskosten und Einnahmen aus Gebühren betrifft; dieser Erfolg ist sicher auch dem günstigen Verbrennungspreis der KVA und den regelmässigen Annahmekontrollen der Gebinde zu verdanken. Wir möchten uns abschliessend bei all jenen bedanken, die sich 2009 für eine umweltgerechte Abfallbewirtschaftung im Oberwallis eingesetzt haben. Unser Dank gilt der Bevölkerung, den Gemeinden, den regionalen Medien und dem Verband, verbunden mit dem Wunsch, dass sie ihr Engagement auch im laufenden Jahr ebenso zielstrebig fortsetzen.
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