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Patrik Laine ist mit Jahrgang 1998 der jüngste Spieler an der Eishockey-WM in Russland. Dennoch gehört der Finne bereits zu den auffälligsten. Auf den Youngster und seine Mannschaft wartet in den Halbfinals Gastgeber Russland.
Es ist noch nicht lange her, da fiel Laine ebenfalls auf, allerdings unangenehm. Im August 2014 zeigte er dem damaligen finnischen U18-Nationaltrainer Mika Marttila am Ivan Hlinka Memorial Turnier den Vogel und bedrohte ihn mit Worten. Als Folge davon wurde er nach drei Partien nach Hause geschickt. Danach wurde er im Umgang mit den Medien geschult und erhielt er von einem Mentaltrainer Hilfe.
Dies zahlte sich aus. Laine hat eine Entwicklung hinter sich, die seinesgleichen sucht. An der U18-WM vor einem Jahr in Zug und Luzern avancierte er mit sieben Treffern zusammen mit dem Amerikaner Auston Matthews (ex ZSC Lions) zum besten Torschützen. Beim Titelgewinn an der letzten U20-WM in Helsinki traf er achtmal und war erneut mit Matthews der beste Torschütze. Beide Male wurde er auch ins All-Star-Team gewählt.
In der finnischen Meisterschaft trug er massgeblich zum Meistertitel von Tappara bei. In den Playoffs erzielte er in 18 Partien zehn Treffer sowie fünf Assists und wurde zum MVP gewählt. Er ist der jüngste Spieler, der jemals die Jarri-Kurri-Trophäe für den Playoff-MVP erhielt.
Nun sorgt Laine auch an der WM in Russland für Furore. Vor den Halbfinals ist er mit sieben Treffern gemeinsam mit dem Schweden Gustav Nyquist ebenfalls der beste Torschütze. Mit dem Total von elf Skorerpunkten ist er schon vor den beiden abschliessenden Spielen Finnlands (Halbfinal und entweder Final oder Spiel um Platz 3) der mit Abstand erfolgreichste U18-Spieler an einer WM. Den bisherigen Rekord (3 Tore, 2 Assists) stellte vor 26 Jahren kein geringerer als der tschechische Superstar Jaromir Jagr auf.
«Wenn du während dem Turnier erfolgreich bist, ist es einfacher zu spielen», sagte Laine nach dem 5:1-Sieg im Viertelfinal gegen Dänemark. Seine Schlagfertigkeit bewies er auf die Frage, ob der an einer Grippe erkrankte Teamkollege Alexsander Barkov im Halbfinal wieder einsatzfähig sei. «Ich mache viele Dinge, aber ich bin kein Doktor», antwortete er.
Schon vor dem WM-Turnier hatte er eine grosse Lockerheit ausgestrahlt. Danach gefragt, ob es möglich sei, den sieben Monate älteren Matthews noch von der Nummer-1-Position im kommenden NHL-Draft zu verdrängen, sagte er: «Ja, ich denke, dass dies möglich ist. Ich weiss, zu was ich fähig und habe keine Angst, das laut zu sagen.»
Neben seiner Unbekümmertheit zeichnet Laine eine Kombination aus Geschwindigkeit, technischer Fertigkeiten und körperlicher Grösse aus – er ist 1,94 m gross und wiegt 95 kg. Zudem verfügt er über einen exzellenten und präzisen Handgelenkschuss. Letzteres kommt nicht von ungefähr, bestritt er doch Wettkämpfe gegen seinen Vater im Zielen auf Flaschen. Der Verlierer musste dann jeweils eine kleine Strafaufgabe machen. Typisch ist auch, dass er im Training am Freitag zusammen mit Barkov der letzte auf dem Eis war, wobei er ... Schussübungen machte.
Für den finnischen Captain Mikko Koivu ist Laine bereits ein kompletter Spieler. «Und als junger Spieler hat er noch viel Zeit, sich weiter zu verbessern. Er hat eine grosse Zukunft vor sich.» Wird er sich in der NHL durchsetzen? Koivu: «Das werden wir sehen.» Voll des Lobes ist auch Mike Babcock, der Coach der Toronto Maple Leafs, die im kommenden NHL-Draft die erste Wahl haben: «Auf dem Eis ist er ein Riese.» Zuerst einmal will Laine nun aber Finnland zum dritten WM-Titel nach 1995 und 2011 schiessen. (sda)
Damit hat wohl kaum jemand gerechnet: Die tschechische Goalielegende Petr Cech, jahrelang bei Chelsea und bis diesen Sommer bei Arsenal tätig, kehrt ins Tor zurück. Allerdings nicht etwa als Fussballgoalie.
Nein, der 37-Jährige hat sich Guildford Phoenix, einem Eishockeyteam aus der vierthöchsten englischen Liga, angeschlossen, wie diverse Medien und auch Eliteprospects bestätigen.
«Nach 20 Jahren Profifussball wird das für mich eine wunderbare Erfahrung. Ich kann den Sport ausüben, den ich …