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Dieses Projekt konzentriert sich auf die Untersuchung der Vegetations- und Feuerdynamik mit besonderer Betonung ihrer beiden wichtigsten Steuergrössen, Klimawandel und Landnutzung. Besonders interessieren uns komplexe Zusammenhänge wie die Wirkungen des Klimawandels auf vergangene Gesellschaften. Diese erfolgten vermutlich über die Landnutzung und insbesondere die wechselnden Ernteerträge. In diesem Projekt suchen wir auch nach einem zweiten Naturarchiv, der die gleichen Eigenschaften wie der Burgäschisee aufweist, unser bevorzugter Kandidat ist der Moossee bei Bern, der bisher nicht auf dieses Potenzial untersucht wurde. Um unser Ziel zu erreichen verwenden wir zur Untersuchung der jährlich geschichteten Ablagerungen geologische (z.B. Dünnschliffe, XRF, SRS), physikalische (z.B. Sauerstoffisotope) und biologische Ansätze (z.B. Pollen, Holzkohle, Makroreste, Muschelkrebse, Zuckmücken). Zudem wenden wir dynamische Vegetations- und Landschaftsmodelle an, um die vergangene Ökosystemdynamik zu simulieren. Diese Simulationen können in einem dritten Schritt mit den Daten aus den Sedimentreihen verglichen werden.
Unsere Arbeit wird neue und wichtige Informationen zur Umwelt-, Feuer- und Vegetationsgeschichte liefern, insbesondere werden diese Daten erstmals eine Qualität und Präzision aufweisen, die den direkten Vergleich mit historischen, archäologischen und dendroökologischen Zeitreihen erlaubt. Die Ergebnisse werden ein besseres Verständnis der langfristigen Abhängigkeiten zwischen Klimawandel, Vegetation und Landnutzung ermöglichen. Dieses Verständnis wird dazu beitragen, künftige klimatisch bedingte Herausforderungen der Umwelt und der Gesellschaft besser einzugrenzen. Der Einbezug von Langzeitdaten wird zur merklichen Verbesserung künftiger Massnahmenplanungen für Wald- und Landwirtschaft beitragen.