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Am 25. Februar ist unser Genosse Willy Spieler im Alter von 78 Jahren gestorben.
Geboren und aufgewachsen ist Willy Spieler im Kanton Glarus, in einem katholisch geprägten Umfeld. Während seines Studiums der Rechtswissenschaft und Philosophie war er im katholischen Schweizerischen Studentenverein aktiv, den er auch einmal präsidierte. Dem Katholizismus blieb er treu, allerdings änderte sich die Ausrichtung „seines“ Katholizismus grundlegend, hin zu einem befreiungstheologisch geprägten, linken Katholizismus.
Willy Spieler trat in die SP ein und als Redaktor und später Herausgeber der Zeitschrift Neue Wege mischte er sich in theologische und politische Debatten ein und wurde zu einer der prägenden Stimmen des religiösen Sozialismus in der Schweiz. Von 1982 bis 1990 vertrat Willy Spieler die SP im Küsnachter Gemeinderat.Von 1991 bis 2001 war er Zürcher Kantonsrat, ab 1996 präsidierte er die Fraktion der SP.
Im Oltener Kreis hat sich Willy Spieler vor allem zum Thema Wirtschaftsdemokratie engagiert, ein Thema, zu dem er auch in anderen Zusammenhängen viel gearbeitet hat. Und für Willy Spieler gehörte zur Arbeit an einem Thema immer auch die Arbeit an der Sprache, um dem Thema gerecht zu werden. Deshalb waren seine Texte, obwohl komplex, elegant und präzise geschrieben, so dass man sie gerne las und wieder liest.
Willy Spieler war entscheidend an der Neufassung des Programms der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz beteiligt. Und weil ihm (wie vielen anderen) die erste Kurzfassung nicht gefallen hat, hat er (anders als die anderen) eine neue, bessere, geschrieben, die vom Parteitag in Lugano angenommen worden ist.
Wir werden Willy Spieler vermissen, als Freund, Genossen und Publizisten.