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FAQ Lohnausweis
Finden Sie hier unter den FAQ die häufisten Fragen und Antworten in Bezug zum Lohnausweis (für Arbeitnehmer und Arbeitgeber)
1.) Ein Mitarbeiter hat während des Jahres in verschiedenen Zeiträumen gearbeitet, muss ich die Daten einzeln auf dem LA einzeln angeben?
Sie können das Datum vom 1.1. bis 31.12. belassen, es ist jedoch sehr wichtig, unter Bemerkungen Ziffer 15 den Zeitraum der Tätigkeiten (z.B. 1.1. bis 31.3. und 1.9. bis 31.12.) anzugeben.
Es gibt keine Mindestlimite beim Lohneinkommen. Alle vom Arbeitgeber bezahlten Leistungen müssen auf dem Lohnausweis erscheinen, unabhängig von der Höhe des ausbezahlten Lohns.
3.) Wenn ein Privatanteil für die Nutzung eines Geschäftsfahrzeuges versteuert wird, warum ist dann ein Kreuz in Feld "F" (unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort) anzubringen?
Der Privatanteil berücksichtigt die Kosten für die private Nutzung des Autos ohne die Fahrten zur Arbeit. Durch Ankreuzen des Feldes "F" bescheinigt der Arbeitgeber, dass der Arbeitnehmer keine Kosten für die Fahrt zum Arbeitsort trägt. Daher können die Fahrkosten in der Steuererklärung nicht abgezogen werden.
4.) Der Arbeitgeber erstattet dem Arbeitnehmer die Fahrtkosten für den Weg zwischen Wohn- und Arbeitsort. Soll dieser Betrag zum Bruttolohn hinzugerechnet werden oder soll das Kästchen "F" angekreuzt werden (kostenlose Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort)?
Wenn die Kosten des Arbeitnehmers für die Fahrt vom Wohn- zum Arbeitsort in vollem Umfang abgegolten werden, kann eine Aufrechnung entfallen und es ist nur das Feld "F" (kostenlose Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort) anzukreuzen. Falls dem Arbeitnehmer nur ein Teil der Fahrkosten entschädigt werden, ist dieser Betrag in Ziffer 1 zu deklarieren. Es ist kein Kreuz in Feld "F" vorzunehmen und der Mitarbeiter kann die Fahrkosten vom Wohn- zum Arbeitsort als Berufsauslagen in der Steuererklärung zum Abzug bringen.
5.) Dem Arbeitnehmer wird vom Arbeitgeber ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, jedoch wird für die private Nutzung eine Pauschale von CHF 150 pro Monat verlangt. Wie wird dies auf dem LA angegeben?
In diesem Fall ist der bezahlte Betrag vom Privatanteil Geschäftsfahrzeug gemäss Ziffer 2.2 abzuziehen (z.B. 40.000 x 9,6 % = 3'840 / 1'800 = 2'040, Privatanteil in Ziffer 2.2 zu deklarieren).
Ja, sie sind Bestandteil des Bruttolohns in Ziffer 1. Wenn diese Zulagen nicht an den Arbeitnehmer bezahlt werden, muss unter Ziffer 15 vermerkt werden: Familienzulagen werden z.B. direkt von der CIVAF bezahlt.
7.) Der Arbeitgeber stellt eine Kantine für die Mitarbeiter zu einem reduzierten Preis zur Verfügung. Wie soll dies auf dem Lohnausweis angegeben werden?
Wenn ein Mittagessen in einer Kantine für CHF 10 oder mehr angeboten wird, ist ein Kreuz im Feld G anzubringen. Der Mitarbeiter hat Anrecht auf den halben Verpflegungsabzug. Wenn ein Mittagessen für weniger als CHF 10 angeboten wird, muss der Arbeitgeber das Feld G ankreuzen und den Preis der Mahlzeit (z. B. Preis der Mahlzeit in der Kantine CHF 9) in den Bemerkungen unter Ziffer 15 angeben. Der Steuerpflichtige kann dann keinen Abzug für die Verpflegung geltend machen, da ein Preis von weniger als CHF 10 für das Mittagessen, CHF 8 für das Abendessen und CHF 21.50 für das Mittag- und Abendessen dem Preis einer zu Hause eingenommenen Mahlzeit entspricht (keine Mehrkosten).
Sofern der Arbeitgeber eine Kollektivversicherung KTG abgeschlossen hat, können die Beiträge in der Ziffer 9 des Lohnausweises abgezogen werden. Falls dies nicht der Fall ist und der Arbeitnehmer eine private KTG-Versicherung hat, ist dies in den Bemerkungen Ziffer 15 zu vermerken: Keine Kollektiv-KTG-Versicherung.
Wenn die EO-Entschädigungen im Bruttogehalt enthalten sind, ist es wichtig, dies in Ziffer 15 "Bemerkungen" zu erwähnen und die Anzahl Tage des Erwerbsersatzes anzugeben (ausser bei Kurzarbeit und ausserordentlicher Telearbeit im Jahr 2020).
10.) Unter welcher Ziffer können die Beiträge des Arbeitnehmers für die Familienzulagen abgezogen werden?
Diese Beiträge können in Ziffer 9 des Lohnausweises abgezogen werden (Walliser Praxis)
11.) Unter welcher Rubrik können Beiträge für Vorruhestand , RETABAT, RESOR, RETAVAL, abgezogen werden?
Diese Abzüge gehören zur Vorsorge der 2. Säule und sind unter Ziffer 10.1 des Lohnausweises zum Abzug zu bringen.
12.) Behandlung eines Aktionärs seiner Gesellschaft in Bezug auf den Privatanteil für Fahrzeugkosten.
13.) Wenn der 13. Monatslohn nicht im selben Jahr gezahlt wird, muss dieser trotzdem in Ziffer 1 des Lohnausweises angegeben werden?
Wenn der 13. Monatslohn vertraglich fällig ist, muss er in der Lohnbuchhaltung des Unternehmens erfasst werden, wenn er nicht im Jahr N gezahlt wird. Somit ist das ganze Jahresgehalts des Mitarbeiters (inkl. 13. Lohn) im Lohnausweis zu erfassen.
Nur Lohnausweise, welche nicht elektronisch erstellt werden, müssen unterschrieben werden.
15.) Wann ist der Privatanteil von 0,8 % für die Nutzung des Geschäftsfahrzeuges nicht sozialversicherungspflichtig?
Nur im Falle des Aktionärs seiner Gesellschaft, da es sich um eine geldwerte Leistung (Gewinnausschüttung) handelt und daher als Vermögensertrag angesehen wird. Andererseits sind bei allen Steuerpflichtigen, die in einem Beschäftigungsverhältnis zum Arbeitgeber stehen, diese Privatanteile gemäss Ziffer 2.2 des Lohnausweises sozialversicherungspflichtig.
Es gibt zwei Kategorien im UVG. Die Berufsunfallversicherung (BUV). Sie ist obligatorisch und wird vom Arbeitgeber bezahlt, folglich keine Auswirkungen auf den Lohnausweis. Die zweite ist die Nichtberufsunfallversicherung (NBUV). Wenn der Arbeitnehmer mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, ist diese obligatorisch abzuschliessen. Die vom Arbeitgeber abgezogenen Prämien sind in Ziffer 9 des LA abzuziehen. Sofern der Arbeitgeber die gesamte Prämie bezahlt, ist diese nicht als Gehaltsnebenleistung in Ziffer 7 zu deklarieren (nicht steuerbare Leistung).
17.) Der Arbeitgeber berechnet seinen Mitarbeitern CHF 10 für das Mittagessen und zieht diesen Betrag vom Gehalt ab. Muss er das Feld G ankreuzen?
Ja, der Arbeitgeber muss das Feld G ankreuzen. Da der Preis der Mahlzeit ermässigt ist, kann der Steuerpflichtige in seiner Steuererklärung nur die Hälfte der auswärtigen Verpflegung geltend machen, wie derjenige, der eine Kantine nutzt.
18.) Laut Beschluss der Ausgleichskasse werden seit 2019 die Mahlzeiten, die den Mitarbeitern der Kinderkrippen und KITA angeboten werden, zum Gehalt hinzugerechnet (CHF 10.- /Mahlzeit). Auswirkungen auf den Lohnausweis?
Der Arbeitgeber muss in Ziffer 15 erwähnen, dass die Mittagsmahlzeit im Lohn enthalten ist. - Feld G (Mittagessen in der Kantine) muss angekreuzt werden. Der Steuerpflichtige kann maximal CHF 1'600 für auswärtige Verpflegung zum Abzug bringen.
Kein Abzug vom Lohn. Keine Erwähnung im Lohnausweis, weil diese Beiträge Bestandteil der Pauschale von 3% der übrigen Berufsauslagen sind.
20.) Vom Arbeitnehmer einbehaltene Beiträge an den kantonalen Berufsbildungsfonds (0,01% - Familienzulagekasse)
Dieser Beitrag kann in Ziffer 9 des Lohnausweises abgezogen werden (analog Familienzulagenkasse).
Für das Jahr 2020 ist es nicht nötig die Tage der Telearbeit oder Kurzarbeit auf dem Lohnausweis anzugeben, wir lassen für 2020 ausnahmsweise die Berufsauslagen ohne Kürzung der Tage zu. Falls der Aussendienstanteil infolge von Telearbeit geändert hat, ist dies beweispflichtig.
Solange die Entschädigung weniger als CHF 200 pro Monat beträgt, muss dieser Betrag nicht auf dem Lohnausweis deklariert werden.
Der Arbeitgeber muss die Anzahl Tage der ordentlichen Telearbeit auf dem Lohnausweis festhalten. Solange die Entschädigung weniger als CHF 200 pro Monat beträgt, müssen auch Beträge für ordentliche Telearbeit nicht auf dem Lohnausweis deklariert werden.
Zwei Möglichkeiten:
1. Mit Hilfe einer SWISSDEC-zertifizierten Lohnbuchhaltungssoftware (siehe www.swissdec.ch).
2. In Papierform oder als PDF-Datei mit 2D Barcode zusammen mit diesem Dokument, ausgefüllt, datiert und unterschrieben:
- ausgefüllt mit Hilfe des Programms, welches gratis von der Schweizerischen Steuerkonferenz zur Verfügung gestellt wird, Internetseite: www.ssk-csi.ch – Menü Lohnausweis
- ausgefüllt mit einem SWISSDEC-zertifiziertem Programm.
Das Original des Lohnausweises muss immer dem Angestellten ausgehändigt werden.
Ab 2020 ist es nicht mehr notwendig, die alte AHV-Nummer anzugeben, im Feld C muss neben der 13-stelligen AHV-Nummer das Geburtsdatum eingetragen werden.