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Das Tarock 1JJ & 1PP
Eine Tarock-Spielanleitung (wie es in Solothurn gespielt wird) finden sie hier:
(mit freundlicher Genehmigung vom Museum Blumenstein, Solothurn)
Das Museum Blumenstein bietet eine Onlineversion zum üben an:
Die Geschichte zum Karten Bild von Walter Haas
Die Erfindung des Tarockspiels im 15. Jahrhundert bestand in der Verbindung eines Vierfarbenspiels von 56 Karten mit einer Serie von 22 festen Trümpfen. Die Bilder auf den Trümpfen zeigten Standesvertreter, Tugenden, Gestirne, aber auch Tod und Teufel, und zwar in den symbolischen Darstellungen, wie sie im Mittelalter üblich waren. Das Spiel mit seinen 78 Karten erreichte die Schweiz nach 1500 in der traditionellen Kartenfolge und deren Darstellung. Man nannte später diese Form Marseiller Tarock. Im frühen 18. Jahrhundert ersetzten Kartenmacher in der Jura-Region die etwas anrüchigen Tarocke II PÄPSTIN und V PAPST durch die griechischen Götter JUNO und JUPITER in einem etwas barockeren Stil. Dieses modifizierte Spiel nannte man Besançoner Tarock, das sich in der Ostschweiz vor 1800 durchsetzte, während man in der Westschweiz weiterhin das „päpstliche“ Marseiller Tarock vorzog. Der Thurgauer Kartenmacher Johann Georg Rauch (1789-1851) liess um 1835 die Lithographiesteine eines brandneuen Besançoner Tarocks herstellen. Es war im damals modernen historisierenden Stil entworfen und unterschied sich graphisch stark von den traditionell gezeichneten Spielen. Trotzdem wurde es in der Ostschweiz aufgenommen und wird heute noch im Kanton Graubünden gespielt. Auch bei den Esoterikern war es beliebt, aber die Bezeichnung „1JJ“ ist bloss die alte Katalognummer des 19. Jahrhunderts.