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08.10.2019
Grossartig, einfach grossartig!
Wakefield-Saga, Band 2: England, ab 1533, die Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten dauern an. Robin Wakefield, Enkel von Myles, hasst die Katholiken, die für den Tod seines Vaters William verantwortlich sind. Seine Grosselter haben ihm stets den Glauben und die Liebe vorgelebt, doch merken sie, wie der Hass in ihm brodelt. Immer wieder insistieren sie, nicht zu hassen. Entscheidet er sich für die Liebe oder den Hass?
Erster Eindruck: Ein hochwertiges Cover, sehr schön gestaltet – gefällt mir ausnehmend gut.
Dies ist Band 2 der Reihe und ist in sich abgeschlossen; ich würde dennoch empfehlen, mit Band 1 zu beginnen.
Das Buch spielt von 1553 – 1588, wo verschiedene Personen des Hauses Tudor auf dem Thron Englands sassen: zuerst Edward (1547 – 1553), danach seine Halbschwester Mary, „die Blutige“ (1553 – 1558), gefolgt von einer weiteren Halbschwester Elisabeth (ab 1558). Es gibt sehr interessante Einblicke hinter die Mauern des Königspalastes. Einleitend sind ein geschichtlicher Überblick sowie ein Stammbaum der Wakefields abgebildet – beides sehr hilfreich.
Robin ist 10 Jahre alt, als er erfährt, wer am Tod seines Vaters Schuld ist; sodann beginnt seine Aversion gegen die Katholiken. Seine Grosseltern sagen ihm immer wieder, dass er nicht hassen solle. Als er erwachsen ist, will er unbedingt Seemann werden, wie sein Onkel Thomas. Er kann auch zur See fahren, kommt aber danach in den Dienst der Königin, wo er als Agent Jagd auf Katholiken macht – seinen Eltern und Grosseltern würde das gar nicht gefallen!
„Das Leben ist für die Liebe da, nicht für den Hass.“ (Hannah)
Kampf zwischen Protestanten und Katholiken, England und Spanien, Glaube, Liebe, Hass, Vergebung – dies sind einige der behandelten Themen. Wie bereits bei Band 1 ist es nicht einfach, etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel darüber zu verraten. Ich kenne mich mit der englischen Geschichte zu wenig aus, als dass ich da wirklich kompetent mitreden könnte. Dazu lese ich auch zu wenig Historisches (aber wenn ich meine Nase wieder zwischen historischen Buchdeckeln habe, und mich zudem im Internet noch ein bisschen belese, fesselt es mich jeweils sehr). Die Machtspiele und Intrigen sind brutal. Kann man da überhaupt jemandem vertrauen? Und die Glaubenskriege sind eine Tragödie – wie viele Menschen haben dafür ihr Leben geben müssen (und müssen es noch heutzutage)… Fazit: Ein grossartiges Buch – unbedingte Leseempfehlung!
07.10.2019
Spannende, christliche Geschichte zur Zeit Elisabeth I. Historisch hervorragend recherchiert. Absolut empfehlenswert!
Der zweite Band der Wakefield Saga „Zwischen Liebe und Hass“ von Gilbert Morris führt den Leser/die Leserin zurück zur Familie Wakefield in die Zeit des 16. Jahrhunderts.
Es ist die Zeit der Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten, in der der junge Robin Wakefield zum Mann heranwächst. Seine Grosseltern versuchen ihn in dieser gefährlichen Zeit zur Liebe zu erziehen, doch als er erfährt, dass sein Vater Opfer der Protestanten-Verfolgung unter Maria, der Blutigen wurde, schlägt sein Herz in Hass auf die Katholiken um. Wenn da nicht Allison wäre, eine junge Katholikin, die sein Herz berührt. Doch es sieht nicht so aus, dass ihre Liebe in dieser schwierigen Zeit eine Zukunft hat und die beiden müssen sich den Aufgaben stellen, die ihnen das Leben aufgetragen hat und seien diese noch so lebensgefährlich…
Wie schon der erste Band der Wakefield Saga ist auch diese Geschichte spannend von der ersten bis zur letzten Seite, so kann man das Buch auch erst nach dem Ende wieder aus der Hand legen. Der Autor Gilbert Morris schreibt in einem hervorragenden Stil und mit einer historischen Genauigkeit, die eine grosse Fachkenntnis voraussetzt. So wird dieser dunkle Teil der englischen Geschichte lebendig und der Leser/die Leserin wird in ihren Bann gezogen. Mich hat dieser Band erneut begeistert und ich bin beeindruckt, wie der Autor aus Sicht des christlichen Glaubens die Geschichte objektiv geschrieben hat. Hervorragend und auch mit einer Aktualität für die heutige Zeit wird die Rolle der Frau beschrieben, die von einer Stärke und Glaubenstiefe erzählt, die mich sehr angesprochen hat. Ich halte dieses fantastische Buch für sehr empfehlenswert.