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Hochwasserlage entspannt sich - mit Ausnahme des Neuenburgersees
Die Lage an den Schweizer Seen und Flüssen hat sich in der Nacht auf Sonntag weiter entspannt, mit Ausnahme des Neuenburgersees. Dort stieg der Wasserpegel innerhalb von 24 Stunden um 12 Zentimeter. Weiterhin stehen Uferflächen unter Wasser.
Der Neuenburgersee-Pegel lag am Sonntagmittag bei 430,71 Metern über dem Meeresspiegel und damit 21 Zentimeter über dem Hochwasserpegel, wie es auf der Webseite des Kantons Bern zu Naturgefahren hiess. Der Neuenburgersee hatte schon am Samstag seinen höchsten jemals gemessenen Wasserstand erreicht und ist weiterhin unter der Gefahrenstufe 4 eingestuft.
Auch der Pegel des Murtensees stieg weiter an und erreichte am Sonntag um 10.00 Uhr 430,68 Meter. Er ist als Gefahrenstufe 3 eingestuft und liegt 17 Zentimeter unter dem Hochwasserstand.
Den Thunersee stufte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Sonntag von der höchsten Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr) auf 4 (grosse Gefahr) zurück, weil sich auch dort die Lage entspannt hatte. Gefahrenstufe 4 gilt derzeit auch für den Zürichsee.
Für die Aare vom Thunersee bis zur Mündung der Saane gilt die Gefahrenstufe 3, also auch im Stadtgebiet von Bern, wo der Pegel weiter sank. Der Brienzersee wurde gar auf Stufe 2 (mässige Gefahr) herabgestuft.
Bieler- und Vierwaldstättersee bleiben gefährlich
Der Bieler- und der Vierwaldstättersee sowie die Reuss vom Vierwaldstättersee bis zur Mündung der Kleinen Emme bleiben aber in der Stufe 5 und vom Bafu als «sehr grosse Gefahr» eingestuft. Allerdings sanken auch hier die Pegel leicht.
Die Lage in der Zentralschweiz entspannte sich am Sonntag weiter. In der Stadt Luzern betrug der Wasserpegel am Sonntagmittag 434,86 Meter über Meer, das sind bereits acht Zentimeter unter dem am Freitagabend gemessenen Höchststand von 434,94 Metern und vier Zentimeter unter der kritischen Marke von 434,90 Metern.
Auch in den Kantonen Nid- und Obwalden entspannte sich die Lage. In Stansstad NW hatte der Vierwaldstättersee den Dorfplatz unter Wasser gesetzt, die Einsatzkräfte errichteten Holzstege.
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