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Eine ideale Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt sieht anders aus: Am Vorabend des WM-Strassenrennens wurde Mathieu van der Poel von der Polizei vorübergehend verhaftet und kehrte erst gegen 4 Uhr morgens in sein Hotelzimmer zurück.
Er sei früh ins Bett gegangen, als Teenager es für nötig gehalten hätten, immer wieder an seiner Tür zu klopfen, sagte der 27-Jährige vor dem Start. «Nach einer Weile hatte ich genug. Ich habe sie nicht so freundlich gebeten aufzuhören, dann wurde die Polizei gerufen und ich wurde mitgenommen.»
Vorwurf der Körperverletzung
Die Polizei im Bundesstaat New South Wales nannte in einer Stellungnahme keinen Namen, machte aber auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP Angaben zum Vorfall. Demnach war es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem 27-jährigen Mann und zwei Teenagerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren gekommen.
Im weiteren Verlauf soll der Beschuldigte die Jugendlichen gestossen haben, wobei eine der beiden zu Boden fiel und die andere eine kleine Schürfwunde am Ellbogen erlitt. Danach habe die Hoteldirektion die Polizei gerufen. Van der Poel wurde zweifache Körperverletzung vorgeworfen. Er muss am Dienstag vor einem Gericht in Sydney erscheinen.
Aufgabe nach 30 Kilometer
Christoph Roodhooft, Sportdirektor bei van der Poels Team Alpecin-Deceuninck, bestätigte den Vorfall. Sein Fahrer sei «am Boden zerstört», sagte Roodhooft: «Er hat die ganze Nacht nicht geschlafen und war auch mental ein bisschen fertig. Er hat sich viel von diesem Tag versprochen und in den letzten zwei Monaten nach seiner schlechten Tour de France in der Vorbereitung alles gegeben.»
Van der Poel nahm das Rennen am Sonntag zwar in Angriff, stieg aber schon nach 30 Kilometern vom Rad, weil er keine Kraft mehr hatte und «mental zerstört» war.