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Die britische Shell und die italienische Eni hatten 2011 für 1,3 Milliarden Dollar die Erlaubnis für die Erkundung des Ölblocks OPL 245 im Golf von Guinea bekommen. Dort sollen mindestens neun Milliarden Barrel Rohöl zu finden sein.
Das umstrittene Geschäft wird bereits von italienischen Justiz untersucht. Beide Konzerne weisen die Vorwürfe zurück. "Eni hat nichts illegales getan", sagte Konzernchef Claudio Descalzi im Februar der britischen Zeitung "Financial Times". Das Unternehmen habe sich zu jeder Zeit an geltendes Recht gehalten. Eni und Shell hätten eine Zahlung an die nigerianische Regierung geleistet, seien aber nicht für die weitere Verwendung des Geldes verantwortlich.
Nigerias Präsident Muhammadu Buhari war 2015 mit dem Versprechen an die Staatsspitze getreten, gegen die grassierende Korruption in dem Land vorzugehen. Seit seinem Amtsantritt gab es eine Reihe von Festnahmen von Funktionären aus den Reihen seines Vorgängers Goodluck Jonathan. Allerdings wurde davon bisher nur wenige auch verurteilt.
(AWP)