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Ratte (lat. Rattus)
Familie: Langschwanzmäuse (lat. Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (lat. Murinae)
Die Wanderratte, von dieser unsere Farbratten/Laborratten abstammen, war ursprünglich im nördlichen Ostasien beheimatet und bewohnte dort unterirdische Behausungen in Wälder und buschreichem Gelände. Die Wanderratte ist ein Allesfresser und suchte so immer mehr die nähe des Menschen. Seit der Mensch durch Handelsschiffe fremde Länder erreichte, breitete sich auch die Wanderratte und andere Altweltmäuse aus. Heutzutage kommen Wanderratten in allen Kontinenten, ausser der Antarktis und auf fast allen Inseln und Inselgruppen vor. Sie leben hauptsächlich in der nähe von menschlichen Siedlungsgebieten wie Abwasserkanäle, Bauernhöfe, Mülldeponien etc. oder in Europa auch naturnahe Habitate wie Gewässerränder mit dichter Vegetation oder Meeresküsten.
Etwa Anfang des 20. Jahrhundert begann die Domestikation (Zähmung zum Haustier) der Wanderratte. Zuerst als Laborratten gehalten, entstanden durch jahrelanger Züchtung dem Menschen angepasste Farbratten, die als Haustier gehalten werden können.
Wanderratten sind sogenannte Allesfresser. Sie ernähren sich jeh nach Lebensraum von den Nahrungsmittel des Menschen, ergänzen dies aber fast immer mit zusätzlicher pflanzlicher Kost aus der Natur. Jeh nach Lebensraum ernähren sich Wanderratten auch mehr oder weniger carnivor mit Vogeleiern, jungen geschwächten Vögel oder kleinen Nagetiere.
Farbratten sind zwar ebenso Allesfresser, dürfen aber unter keinen Umständen mit Tischabfällen ernährt werden. Durch die Domestikation und Züchtungen sind die Farbratten viel sensibler geworden. Ihre Mägen sind sehr empfindlich und Ratten können nicht Erbrechen. Frisst eine Ratte also etwas was ihr nicht gut kommt, geht es ihr entweder sehr schlecht oder sie stirbt an einer Vergiftung.
... besteht hauptsächlich aus pflanzlicher Kost. Eine hochwertige Körnermischung aus Getreide und einem guten Verhältnis von mehl- und ölhaltigen Sämereien machen den Hauptbestandteil der Ernährung einer Farbratte aus. Frischfutter in Form von Gemüse, Kräuter/Keimlinge und ganz wenig Obst ist genauso wichtig und sollte täglich ad libitum (nach belieben) gefüttert werden. Tierisches Eiweiss sollte ebenso gefüttert werden. Dazu können lebende oder getrocknete Insekten, ein hartgekochtes Ei oder laktose- und fettarme Milchprodukte wie Magerquark/ Magerjoghurt oder Hüttenkäse verfüttert werden.
...besteht aus 27 verschiedenen ganzen Pflanzenkörner in einem gesunden, fettarmen Verhältnis von 80% mehlhaltigen- und 20% ölhaltigen Sämereien. 3% Tierische Eiweisse in Form 3 verschiedener getrockneten Insekten und als gesunder, artgerechter Zusatz etwas getrocknete Hülsenfrüchte, Gemüse und Kräuter/ Blüten. Insgesamt sind das über 47 verschiedene, naturbelassene Futterbestandteile ohne Honig, Melasse, Pellets oder sonstigen ungesunden Extrudaten. Die Mischung ist mit hauptsächlich groben Bestandteilen gemischt, wie z.B. ganze Stücke von Kolbenhirse. Aber auch Dinkel im Spelz, welcher anders als üblich 2 dicke Hülsen besitzt und somit schwieriger zu öffnen ist.
Eine gesunde, artgerechte Ernährung ist äusserst wichtig für Farbratten und alle Anderen Lebewesen.
Farbratten sind sehr anfällig für Erkrankungen der oberen Atemwege und benötigen daher ein starkes Immunsystem, welches durch eine artgerechte, gesunde Ernährung unterstützt und gestärkt wird. Glänzend, weiches Fell und eine schlanke Taille ist das Ergebnis einer guten Fütterung und sind Anzeichen bester Gesundheit des Tieres.
Buchweizen, Dinkel im Spelz, Gerste, Paddyreis, Hafer, Kanariensaat, Roggen, Hagebutten, Hanfsaat, Kardisaat, Mariendistelsaat, Perillasaat, Sesamsamen, Spinatsamen, Kichererbsen, Mungobohnen, Ackerbohnenflocken, Kolbenhirse Gelb, Kolbenhirse Rot, Mehlwürmer, Gelbe Hirse, Grüne Hirse, Japanhirse, Manna Hirse, Marokko Hirse, Platahirse, Rote Hirse, Silberhirse, Senegalhirse, Grillen, Süsswassergarnelen, Gurkenscheiben, Karottenscheiben, Kürbiswürfel, Pastinakenwürfel, Spinatblätter, Randenstreifen, Rote Paprikaflocken, Selleriewürfel, Tomatenflocken, Topinamburknollen, Brennesselblätter, Löwenzahnblätter, Ringelblumenblüten, Spitzwegerich
Rohprotein: 13.5 % Rohfaser 10.8 % Rohfett: 9.2 % Rohasche: 3.2 %