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Ausstieg aus dem Geschäft mit Satellitenkommunikation
28. März 2000
Ende des Jahres 2001 gibt Swisscom die Satelliten-Kommunikation über die eigenen Bodenstationen in Leuk, Zürich, Basel und Genf auf. Die Gründe für den Ausstieg liegen im raschen Wandel in Technologie und Märkten der Telekommunikation: Die internationalen Telecom-Dienste werden heute mit Vorteil über andere Medien oder mit dem Einkauf von Dienstleistungen anderer Unternehmen angeboten. Der Ausstieg ermöglicht Swisscom eine Konzentration auf das Kerngeschäft in der Schweiz, Europa und Nordamerika.
Swisscom betreibt seit 25 Jahren verschiedene Satellitenbodenstationen (Leuk, Zürich, Basel und Genf) und der Betrieb von direkten Verbindungen nach europäischen und interkontinentalen Destinationen war lange Zeit die wirtschaftlichste Lösung.
Technologie und Märkte in der Telekommunikation haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der internationale und interkontinentale Verkehr wird heute sehr viel kostengünstiger über andere Medien wie etwa Seekabel oder den Einkauf von Dienstleistungen anderer Anbieter abgewickelt. Über Glasfaserkabel können enorme Datenmengen in kurzer Zeit und zu geringen Kosten übertragen werden. Die grossen Distanzen bei der Satellitenkommunikation hingegen führen zu Verzögerungen in der Kommunikation und wirken sich etwa bei Telefongesprächen nachteilig aus. Der Anteil des interkontinentalen Verkehrs, der ausschliesslich über Satelliten abgewickelt werden kann, beträgt heute nur noch 1% des gesamten internationalen Verkehrs.
Swisscom rechnet als Folge des Ausstiegs mit Kosteneinsparungen über die nächsten zehn Jahre von rund CHF 100 Mio. Die Bodenstationen werden verkauft oder abgebrochen. Auch nach dem Ausstieg sind die von Swisscom gegenüber ihren Kunden angebotenen Dienstleistungen gesichert.
Vom Rückzug aus dem Satelliten-Geschäft sind 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, für die ein Sozialplan besteht.