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Die altersspezifischen Geburtenziffern der Frauen werden zur Ermittlung von Übereinstimmungen und/oder Unterschieden bezüglich der Geburtenhäufigkeit miteinander verglichen. Dabei handelt es sich weniger um einen Indikator der Integration als vielmehr der Assimilation (Angleichen), dessen Messung erlaubt, den demografischen Kontext und die verschiedenen Herausforderungen einzelner Bevölkerungsgruppen bezüglich der Organisation des Familienlebens zu kennen. So ist z.B. im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Kontext der Schweiz eine Frau, die ihre Kinder in einem jungen Alter zur Welt bringt, mit grösseren Hindernissen konfrontiert, sich auszubilden oder eine allfällige berufliche Karriere aufzubauen.
Die im Ausland geborenen unter 30-jährigen Frauen wiesen 2018 eine höhere Geburtenziffer auf als die in der Schweiz geborenen Frauen derselben Altersklasse. Bei den 15- bis 19-Jährigen ist die Geburtenziffer z.B. beinahe sechsmal höher (1 ‰ gegenüber mehr als 5 ‰). Zwischen 35 und 44 Jahren kehrt sich der Trend, mit Ausnahme der 35- bis 39-jährigen im Ausland geborenen ausländischen Frauen, die höhere Geburtenziffern als die gleichaltrigen in der Schweiz geborenen ausländischen Frauen aufweisen.
Gesamtschweizerisch liegen die Unterschiede in den Geburtenziffern zwischen in der Schweiz geborenen Ausländerinnen und Schweizerinnen bei weniger als 30 Kindern pro 1000 Frauen. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind die Geburtenziffern der Ausländerinnen höher als diejenigen der Schweizerinnen, während bei den 30- bis 39-Jährigen die Schweizerinnen höhere Werte als die Ausländerinnen verzeichnen. Für die einzelnen Kantone kann die gleiche Feststellung gemacht werden, mit mehr oder weniger ausgeprägten Unterschieden in den Ziffern. Im Kanton Freiburg finden sich bei den 35- bis 39-Jährigen die grössten Unterschiede im Umfang von mehr als 90 Kindern.
In Graubünden, Schwyz und Neuenburg verzeichnen bei den 20-bis 29-Jährigen die in der Schweiz geborenen Schweizerinnen höhere Werte als die hier geborenen Ausländerinnen. Bei den 30-bis 39-Jährigen haben in den Kantonen Tessin, Waadt, Schwyz, Freiburg, Basel-Landschaft und Wallis die in der Schweiz geborenen Ausländerinnen höhere Geburtenziffern als die in der Schweiz geborenen Schweizerinnen.
Tabellen
Definitionen
Die (altersspezifische) Geburtenziffer entspricht der Zahl der in einem bestimmten Kalenderjahr von Frauen eines bestimmten Alters lebend geborenen Kinder gemessen am mittleren Bestand der Frauen des gleichen Alters im selben Kalenderjahr.
Der Indikator errechnet sich folgendermassen: Geburtenzahl von Müttern im Alter von X Jahren (erreichtes Alter) geteilt durch die durchschnittliche weibliche Wohnbevölkerung im Alter X. Der Indikator wird für das gebärfähige Alter (15–49 Jahre) berechnet und in Promille angegeben.