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Das RLS ist in nahezu 100% assoziiert mit PLMS. Umgekehrt leidet nur ein kleiner Teil der Patienten mit PLMS auch an einem RLS. Die Häufigkeit der Beinbewegungen ist offenbar relativ konstant von Nacht zu Nacht und eine Häufigkeit von mehr als 5 Bewegungen pro Stunde wird als abnorm angesehen. PLMS finden sich aber häufig (ca. 60%) bei älteren, gesunden Personen über 60 Jahren ohne dass diese überhaupt bemerkt werden. Bei einer Reihe von neurologischen Erkrankungen wie Schlaf-Apnoe (SAS), Narkolepsie und REM Schlaf Verhaltensstörung sind PLMS ebenfalls gehäuft nachweisbar. Die Beinbewegungen, welche als Begleitphänomen der Weckreaktionen beim SAS auftreten müssen selbstverständlich von "echten" PLMS abgegrenzt werden.
"Arousals"
Beinbewegungen werden unterteilt in solche, die mit und solche die ohne Aufwachreaktionen in der Hirnstromkurve oder mit einer Änderung der Herzfrequenz (=Arousal) einhergehen. Es wird darüber diskutiert ob Beinbewegungen mit "Arousals" den Schlaf mehr stören als solche ohne "Arousals".
Leichtschlafstadien und Tiefschlaf
Die PLMS treten vorwiegend in den Leichtschlafstadien auf und werden im Tiefschlaf manchmal und im REM Schlaf (REM=Rapid Eye Movements) meistens unterdrückt. Dies ist dadurch zu erklären, dass bei Gesunden alle Muskeln im REM Schlaf besonders stark gelähmt sind. Einige Patienten mit PLMS leiden an einer Tagesschläfrigkeit, während andere über eine Ein-oder Durchschlafstörung klagen. Wieder andere Patienten mit PLMS haben überhaupt keine Beschwerden. Das Ausmass der Beschwerden korreliert auch nicht mit der Häufigkeit der Bewegungen.
Isolierte PLMS ohne RLS sollen nur sehr zurückhaltend als Ursache einer Tagesschläfrigkeit oder einer Schlafstörung angesehen werden und sicher nur dann wenn alle anderen möglichen Ursachen (Differentialdiagnose) durch eine Untersuchung beim Spezialisten und mit einer Polysomnographie ausgeschlossen wurden.
Probatorische Therapie?
Wenn die Möglichkeit besteht, dass PLMS eine Tagesschläfrigkeit oder eine Schlafstörung verursacht, kann versuchsweise eine Behandlung durchgeführt werden. Kurzfristige Kontrollen sind aber unbedingt nötig um eine Verschlechterung der Beschwerden unter Behandlung oder gar das Auftreten eines RLS frühzeitig zu erkennen. Das Auftreten eines RLS anstelle der PLMS wäre sicherlich ein schlechter Tausch.
PLMS bei Schlaf Apnoe
Bei Schlaf Apnoe Patienten unter Behandlung mit nächtlicher Überdruckbelüftung wurde eine Zunahme oder sogar ein Neuauftreten von PLMS beschrieben. An diese Möglichkeit soll bei Schlaf-Apnoe Patienten gedacht werden, bei denen die Tagesschläfrigkeit unter kontinuierlicher nächtlicher Überbelüftung (CPAP) persistiert oder wenn dabei eine Einschlafinsomnie auftritt, ohne dass dies durch technische Probleme mit der Überdruckbelüftung erklärt werden könnte.