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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Zweites Buch
XX. Kapitel
115.
1. Was nun der Grund dafür ist, daß eine solche Seele nicht gleich von Anfang an die Fürsorge erfährt, das sollen sie uns sagen. Denn entweder ist sie dessen nicht würdig (und wie ist es dann möglich, daß die Vorsehung gleichsam ihr Verhalten bereut und dann zu ihr kommt?) oder sie ist, wie er (Valentinus) selbst will, von Natur für die Rettung bestimmt; dann ist es aber notwendig, daß sie von Anfang an wegen ihres Verwandtseins die Fürsorge erfährt und den unreinen Geistern keinen Zugang gestattet, es sei denn, daß sie überwältigt wird und sich als zu schwach erweist.
2. Denn wenn Valentinus zugibt, daß sie sich bekehrt und dann das Bessere wählt, dann wird er, ohne es zu merken, das sagen, was die von uns vertretene Wahrheit lehrt, daß nämlich die Rettung aus gehorsamer Bekehrung, nicht aus der Naturanlage erwächst.
3. Denn wie sich die von der Erde und von Sümpfen aufsteigenden Dünste zu Nebeln und zu wolkenartigen Zusammenballungen verdichten, so erzeugen die Ausströmungen der fleischlichen Begierden in der Seele ein Übelbefinden, indem sie Trugbilder der Lust vor der Seele ausbreiten.