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Im November beginnen in Singapur die Vorgespräche zur neuen WTO-Runde, die knapp vor der Jahrhundertwende eingeläutet werden soll. Im Bereich Landwirtschaft dürfte die Ökologisierung zu reden geben. "Die Schweiz wird einen sehr schweren Stand haben, wir müssen schon jetzt beginnen, uns mit gleichgesinnten Ländern, beispielsweise Japan, Korea und einigen Entwicklungsländern, zusammenzutun", meint Heidi Bravo vom Departement Internationale Beziehungen beim Schweizerischen Bauernverband (SBV). Die Anliegen der Schweiz lassen sich gemäss Heidi Bravo in zwei Hauptgebiete unterteilen: Die Multifunktionalität der Landwirtschaft soll besser einbezogen und die Art und Weise der Produktion vermehrt berücksichtigt werden. Heute gibt es lediglich Regeln zu den Produkten, nicht aber zur Produk-tionsweise. "Ein Hühnerei ist vor der WTO ein Hühnerei, ob es nun aus Batterie- oder aus Freilandhaltung stammt", meint Bravo.
Tiefere Zölle
Liberal eingestellte Länder wie etwa die USA, Australien oder Neuseeland sehen die Zukunft in einer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität. So werden die USA weiterhin Leistungsförderer (Hormone) einsetzen wollen. Ferner werden die liberalen Länder einen weiteren Abbau der Zölle fordern. Der Einbezug der Produk-tionsweise in die WTO wird von diesen Ländern nicht akzeptiert werden. LID