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Kürzlich konnte man in der Zeitung lesen, dass ein deutscher Spitzenpolitiker eine Auszeit nimmt, um seiner Frau eine Niere spenden zu können, undin einem anderen Artikel wurde eine junge Frau portraitiert, welche Rückenmark für ihren Bruder spendet. Die aktuelle Ausgabe des Strassenmagazins „Surprise“ enthält ebenfalls einen sehr interessanten Artikel zum Thema Organspenden. Seit 2007 ist der Staat verpflichtet, für genügend Spendeorgane zu sorgen. Trotzdem warten heute doppelt so viele Patienten auf neue Nieren, Lungen oder Herzen als vor zehn Jahren. Die Juristin Mélanie Mader hat sich deshalb in ihrer Doktorarbeit mit möglichen Anreizmodellen zur Förderung der Spendenbereitschaft auseinandergesetzt. Von den verschiedenen Möglichkeiten ist auch mir ein nichtfinanzielles Anreizmodell, welches Personen, die sich als Spender registrieren lassen, priorisiert am sympathischten. Allerdings kann eine reine Erhöhung der Spendenbereitschaft und der Verfügbarkeit von Organen nicht das einzige Ziel sein. Angesichts der riesigen Kosten und privaten Profite, welche mit Organtransplantationen verbunden sind, müsste ein ähnlich hoher Beitrag auch für das Gesundheitssystem in armen Ländern gespendet werden. Mit dem Geld, dass eine Organtransplantation kostet, kann dort ein Vielfaches an Menschenleben gerettet werden.
Am 18. September 2010 finden in der Schweiz im Rahmen des nationalen Tages der Organspende Standaktionen in verschiedenen Ortschaften statt: www.swisstransplant.org