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Mit einer Integrationsquote von 3,25% beschäftigen die Unternehmen in der Romandie mehr gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitnehmende als ihre Kollegen jenseits der Sprachgrenze (2,4% in Zürich und im Espace Mittelland). Am besten schneiden die KMU mit weniger als 50 Beschäftigten in der Genferseeregion ab, bei denen die Quote 4,2% beträgt. Schlechte Noten bekommen dagegen die Tessiner Firmen, bei denen nur 1,8% der Angestellten IV-Bezüger sind. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der privaten Stiftung "Intégration pour tous" (IPT) aus Lausanne, die in Zusammenarbeit mit dem Observatoire universitaire de l'emploi (OUE) in Genf bei 1733 Unternehmen mit insgesamt mehr als 63'000 Mitarbeitenden durchgeführt wurde.
Die öffentliche Verwaltung, das Unterrichts-, das Gesundheits- und das Sozialwesen sind die Zweige, die am ehesten Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen einstellen (3,2%). Die niedrigsten Prozentsätze finden sich im Gastgewerbe, im Transportwesen und im Handel (1,4%).
"Für die Unterschiede zwischen den Regionen oder den Branchen haben wir noch keine eindeutige Erklärung gefunden", sagt Philippe Ambuehl, Direktor von IPT. "Die Tatsache, dass unsere Stiftung seit 36 Jahren in der Westschweiz präsent ist und hier mit mehr als 8'000 Unternehmen zusammenarbeitet, fördert allerdings die Integration von Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen."Um die Integration solcher Arbeitnehmenden zu verbessern, scheint vor allem das Vorhandensein von professionellen Organisationen unabdingbar: "Die Anstellung von IV-Bezügern wird leichter, wenn sie von einem realistischen Projekt begleitet wird, das an ihre Arbeitsmöglichkeiten und Kompetenzen angepasst ist", erklärt Philippe Ambuehl. "So werden dem Arbeitgeber Ressourcen geboten und keine Probleme."
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