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Geschichte des Improvisationstheaters
Der Ursprung des Improvisationstheaters, wie wir es heute kennen, geht zurück auf die Mitte des 20. Jahrhunderts. Viola Spolin gilt als eine der Begründerinnen des heutigen Improvisationstheaters. Weitere zentrale Figuren in der Entwicklung des Improvisationstheaters waren Del Close und Keith Johnstone. Beide gründeten ihr je eigenes Theater, Del Close das „ImprovOlympic“, heute iO in Chicago, Keith Johnstone das Loose Moose Theatre in Calgary. Beide Theater sind heute wichtige Ausbildungsstätten für Improvisationstheater. Die Wurzeln des Improvisationstheaters reichen allerdings sehr viel weiter zurück. So ist Improvisation beispielsweise ein wichtiger Bestandteil der Commedia dell’Arte, einer Kunstform, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in Europa sehr populär war.
Improvisationstheater heute
Als Kunst- und Unterhaltungsform ist Improvisationstheater im deutschsprachigen Raum heute vor allem in Form von Theatersport präsent. Dieses Format besteht im (spielerischen) Kampf zweier Teams, die abwechslungsweise Szenen improvisieren, welche anschliessend vom Publikum bewertet werden. Neben Theatersport gibt es eine ganze Reihe von weiteren Formen, in denen Improvisationstheater aufgeführt wird. Improvisationstechniken finden aber auch Anwendung im klassischen Theater und im Film, zum Beispiel als Übungsform in der Ausbildung und zur Entwicklung von Theaterstücken und Drehbüchern. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Fernsehreihe „Tatort“. Bereits zwei Folgen der Reihe mit der Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal wurden aufgrund von improvisierten Dialogen gedreht.