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Der grüne Freiburger Nationalrat Gerhard Andrey kandidiert bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2023 für den Ständerat. Er ist damit der erste Politiker der linken Allianz, der im Kanton Freiburg seine Ambitionen publik macht.
Er stehe für die Eidgenössischen Wahlen zur Verfügung, sowohl als Kandidat für den Nationalrat als auch für den Ständerat, sagte Andrey in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Freiburger Tageszeitung «La Liberté».
Linken Parteien unterpräsentiert
Aktuell werden die beiden Ständeratssitze von der Mitte-Politikerin Isabelle Chassot und der FDP-Politikerin Johanna Gapany gehalten. Die linken Parteien, die den Kanton Freiburg im Ständerat verträten, seien derzeit unterrepräsentiert. Das gelte auch für die Vertreter deutscher Sprache, sagte Andrey, er eine Firma deutscher Herkunft leitet.
Er unterstütze die linke Allianz aus Grünen und der Mitte-Links-CSP Freiburg, die entschieden habe, einen Vertreter jeder Partei als Kandidat für die erste Runde der Ständeratswahlen ins Rennen zu schicken. Für die zweite Runde werde jene Person antreten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten habe.
Seit 2021 ohne Sitz im Ständerat
Es sei wichtig, der Freiburger Bevölkerung zu zeigen, dass die linken Parteien über eine breite Palette an Kandidatinnen und Kandidaten verfügten, sagte Andrey weiter.
Die Freiburger SP hatte bei den Wahlen vom 26. September 2021 ihren Sitz im Ständerat verloren, nachdem Christian Levrat zurückgetreten war und als Verwaltungsratspräsident zur Post gewechselt hatte. Der Sozialist Carl-Alex Ridoré war damals Chassot unterlegen.