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Die Kulturwissenschaftlerin Mirella Carbone und der Literaturwissenschaftler Joachim Jung, wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Kulturforschung Graubünden, befassen sich mit einem grenzübergreifenden Thema, das eine Zeitspanne von über 160 Jahren umspannt: Der Schmuggel zwischen Oberengadin, Bergell und Puschlav einerseits, Veltlin, Valchiavenna und Valmalenco andererseits setzte bereits in der Zeit um 1800 ein und florierte fast ununterbrochen bis in die 1970er Jahren hinein. Während auf der italienischen Seite bereits Einiges über das Thema publiziert wurde, gibt es diesseits der Grenze kaum umfassende Forschungsstudien, die auch die sozio-ökonomischen und die politischen Aspekte des Phänomens umfassen.