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Vom
Brienzergrat geht die Grenze nach der
Schrattenfluh (2092 m), über den
Hilferenpass (1311 m) nach der
Beichlen oder
Bäuchlen
(1621 m), um von ihr bei
Escholzmatt (853 m) nach der fast horizontalen Wasserscheide gegen das
Entlebuch hinunter zu steigen.
Von hier erhebt sie sich, zugleich die Grenze gegen den Kanton Luzern
bildend, wieder hinauf auf eine der Napfketten
mit dem
Turner (1219 m) nach dem Napfgipfel (1411 m), wo die Gebiete der Grossen und Kleinen Emme mit demjenigen der
Wigger
zusammenstossen. Vom
Napf geht die Grenze in nw. Richtung über einen andern
Ast dieses Berglandes, der
das Gebiet der Emme von demjenigen der
Luthern und der
Langeten trennt, nach dem
Bärhegen (990 m), springt dann hinüber nach
der
Höhe von
Affoltern über die
Lueg (890 m), nähert sich von
Burgdorf an immer mehr dem rechten Ufer der Emme, um schliesslich
oberhalb ihrer Mündung in die
Aare nur noch einen schmalen Streifen übrig zu lassen.
Bei
Schangnau erweitert sich der Thalgrund, um sich sogleich wieder zu einer tiefen und nur wenige Meter
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mehr
breiten Schlucht zu schliessen. Hier, im sog. Rebloch, bahnt sich der Fluss in einer Länge von 5 km seinen Weg; gleich beim
Eingang bildet ein herabgestürzter Felsblock eine natürliche, als Fussweg benützte Brücke über den schmalen Abgrund.
^[Note:] Es ist das Projekt aufgetaucht, durch Versperrung dieser Schlucht an ihrem untern Ende einen
künstlichen See zu schaffen, der bei einem Gefälle von ca. 60 m eine Wasserkraft von über 500 HP. liefern würde.
Beim Austritt aus der Schlucht öffnet sich von rechts das erste der zahlreichen Seitenthäler, der Sorbachgraben, der sich
bald in den Bärbach- und den Kohlgraben teilt, zwei schluchtenähnliche Thälchen, die das Bergland
zwischen Emme und Ilfis spalten. 2 km weiter nach N. folgen vom Rämisgummen (1304 m) her der Hintere u. Vordere Geissbachgraben.
Bei Eggiwil (740 m) mündet das Hauptseitenthal von links ein, dasjenige des 14 km langen Rötenbachs, der sein Quellgebiet
an der Honegg (1529 m) hat.
Die Strecke von der O.-Seite des Hohgant (1100 m) bis zum Austritt aus dem Rebloch (749 m), auf welcher die Emme in einer Länge
von 12 km ein Gefäll von 351 m = 3% überwindet und ihr Bett teilweise tief eingefressen hat, kann als ihr Oberlauf bezeichnet
werden.
Von Eggiwil an fliesst die Emme in einer Thalsohle, die sich zur Breite von 0,5 km erweitert hat, in Serpentinen
zuerst in nw., von Schüpbach an in nö. Richtung bis Emmenmatt (652 m) und überwindet auf dieser Strecke von 12 km Länge
ein Gefäll von 0,8%. S. von Schüpbach und von Emmenmatt haben sich, 50 m über der jetzigen Thalsohle,
die alten Flussterrassen noch erhalten. Beim Dorfe Schüpbach (673 m) vereinigt sich mit der Emme der Schüpbach, der in der
Höhe von 1098 m am Kapf entspringt, zuerst nordwärts fliesst, dann von Steinen an, wo sich nach SW. mit geringer Bodenschwelle
das Thal des der Aare zufliessenden Kiesenbachs anschliesst, in einem Kanal durch das Signaumoos die nö. Richtung der Emme
annimmt.
Bei Emmenmatt empfängt die Emme von rechts ihren Hauptnebenfluss, die Ilfis, die ihre Quellen an der Schrattenfluh (2092 m),
nur 4 km n. von der Emme hat und in einem weiten Bogen von 22 km Länge die gebirgige Halbinsel des Rämisgummen
umfliesst. Links mündet gegenüber dem Thale der Ilfis der 3 km lange Längenbachgraben aus, der von der Blasenfluh herunterkommt.
Von Emmenmatt (651 m) bis Burgdorf (537 m) hat der Fluss auf einer Strecke von 17,5 km bei einem Höhenunterschiede
von 114 m ein Gefäll von 0,67%. In Serpentinen hat er sich die Thalsohle auf die Breite von 1 km erodiert; einige Terrassen
zwischen Rüderswil und Hasli in der Höhe von 25-40 m zeigen das alte Flussbett an. Auf der linken Seite steigen die Hänge
zur Blasenfluh (1117 m) auf. In dieses Bergland sind die kurzen Wittenbach- und Blindenbachgraben, der 7 km
lange Goldbach- und der Thalgraben eingeschnitten. Rechts wird das Thal eingeengt durch die letzten Ausläufer des Napfberglandes
mit dem untern Frittenbach- und dem Obersbachgraben. Der Hauptzufluss von dieser Seite ist die bei Ramsei mündende Grünen,
die in einem engen, 19 km langen Thale in weitem Bogen die westlichen Napfketten umfliesst.
Von Lützelflüh, der N.-Grenze des Nagelfluhgebietes, bis Burgdorf wird das Molassebergland immer niedriger; links erreicht
es seinen höchsten Punkt in der Wegissen (965 m), rechts in der Luegbei Affoltern (890 m). Nach beiden Seiten des Hauptthales
erstrecken sich je ein Paar Seitenthäler, die einander gegenüber liegen: links das Thal des 17 km langen
Biglenbaches, der an der Blasenfluh entspringt, und das Thal von Krauchthal, die beide eine durchgehende Verbindung gegen das
Aaregebiet herstellen, zwischen ihnen der kürzere Biembachgraben, rechts der Rüegsau- u. Heimiswilgraben.
Bei Burgdorf ist das Thal abgeschlossen, und der Fluss betritt sein drittes Gebiet, die Ebene, die nur
auf dem rechten Ufer bis Kirchberg noch von niedrigen Hügeln begleitet wird. Es ist dies die Ebene, die von Emme und Aare gemeinsam
gebildet wurde. Die von links oberhalb Bätterkinden einmündende Urtenen, der Abfluss des kleinen Moosseedorfsees,
bezeichnet den alten Aarelauf. Von rechts kommen der Emme von Burgdorf an nur kleine
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