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Die reformierte Kirche Baden von Nordosten. Links, über dem Steilhang zur Limmat, die von der Altstadt herführende Badstrasse. Im Hintergrund die Ruine des 1712 zerstörten ehemaligen Habsburger Schlosses Stein.
Der östlich an die Badstrasse grenzende Bauplatz legte es nahe, die Eingangsfront entgegen herkömmlicher Gewohnheit nach Osten zu richten – umso mehr, als sie dadurch in ihrer Stellung über dem steil abfallenden Flussufer eine weithin sichtbare Schauseite zu werden versprach. Nahe der Kirche und am selben Strassenzug wie sie standen in Richtung Stadt bescheidene Wohn- und Ökonomiegebäude, stadtauswärts die spätgotische Verenakapelle und die Öltrotte, die am Ende des 18. Jahrhunderts der hübschen Dixhuitième-Villa «Zum Schwert» weichen sollte. Westlich, hinter dem Chor der Kirche, weitete sich das vom Jurakamm des Schlossbergs begrenzte Haselfeld. In dieser leeren Zone, in welche im Jahre 1847 der Badener Bahnhof zu stehen kam, setzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative weitblickender Unternehmer eine Überbauung ein, die sich sprunghaft entwickelte und bis in die Gegenwart anhält. Im Zuge einer städtischen Verkehrssanierung wurde in den Jahren 1968–1972 der Bahnhofplatz mehrgeschossig ausgebaut und mit voluminösen Geschäftshäusern umstellt. Gleichzeitig wurde das einst vor der Kirchenfront durchführende Teilstück der Badstrasse in eine weite Fussgängeranlage verwandelt und mit einem tiefer liegenden Verkehrsstrang unterführt. Obschon der grosszügig gestaltete Vorplatz heute einen reizvollen Blick auf die Kirche bietet, hat diese ihren ursprünglichen Stellenwert im Stadtbild weitgehend eingebüsst.