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vor ein paar tagen im 36er in basel. (leicht paraphrasiert.)
die akteure: eine ältere dame und ihr chihuahua im lederoutfit. der chihuahua, nicht die frau. ein mann mit seinen zwei töchtern (ca. 6 + 8 jahre alt).
frau: also ich finde ja leute, die die plätze mit ihrem gepäck blockieren, furchtbar. die sitze sind für die gäste da.
ihr hund von etwa 800 gramm lebendgewicht, der in meine hosentasche passen würde, nimmt selbst einen gesamten sitzplatz ein! dieser kommentar lässt mich erahnen, dass die fahrt nicht langweilig wird.
die zwei mädchen blättern aufgeregt im 20 minuten friday, das ihr vater ihnen gegeben hat, um sie davon abzuhalten sich gegenseitig zu erschlagen.
die mädchen: papi! papi! lueg mol, brüscht!
mann (völlig unaufgeregt): einfach weiterblättern! ihr sollt das suchbild machen.
die mädchen: do isches. mir häns gfunde, papi!
frau: sind die beiden geschwister? sie sehen sich überhaupt nicht ähnlich.
mann: das sind die mendel'schen gesetze.
(an dieser stelle gebe ich ihm ein mentales high five. für alle, die in bio nicht aufgepasst haben, hier zum nachlesen.)
frau: was?
mann: mendel. unterschiede bei genetisch verwandten. das wurde schon im 19. jahrhundert bewiesen.
sie schaut ihn nur ganz verwundert an, schüttelt den kopf und will etwas sagen. aber sie kann nicht. sprachlosigkeit in perfektion.
eigentlich wollte ich ihm für seinen grandiosen konter die hand schütteln, aber ich musste leider aussteigen. vielleicht hat sie ihn in ihrer engstirnigkiet später noch gefragt, ob es seine eigenen kinder sind. er sah nämlich mitteleuropäisch aus, die mädchen eher südamerikanisch.