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Titel
Technik
(grch., «Kunstmäßigkeit»),
die Gesamtheit der für irgend eine künstlerische Thätigkeit erforderlichen Hilfsmittel und Verfahren. Bei der engen Verbindung, in welcher im Altertum und noch im Mittelalter Künste und Gewerbe standen, ist es erklärlich, daß man den Ausdruck Technik gleichmäßig für die künstlerische und für die handwerksmäßige Seite desselben Thätigkeitsgebietes anwendete. In der neuern Zeit trat der Unterschied zwischen schönen und nützlichen Werken deutlicher hervor und es schied der auf erstere gerichtete Teil menschlichen Thuns aus dem mit dem Wort Technik verbundenen Sinn gänzlich aus. Technik im engern Sinn ist hiernach überhaupt der Inbegriff der gewerblichen, auf nützliche Zwecke gerichteten menschlichen Thätigkeiten und der dabei angewendeten Hilfsmittel.
In der modernen Kunst braucht man den Ausdruck Technik (z. B. Technik der Malerei, Technik des Klavierspiels, Technik des Dramas u. s. w.) lediglich für die Handfertigkeit, das Geschick in der Benutzung der Mittel zur Herstellung oder Ausführung der Kunstwerke. Techniker heißt im weitern Sinne jeder, der mit einem Zweige der Technik vertraut ist und die Befugnis zur Ausübung der diesbezüglichen Thätigkeit besitzt (z. B. Bautechniker, Maschinentechniker, Kulturtechniker); im engern Sinne bezeichnet «Techniker» den Stand derjenigen Fachleute, die auf Technischen Mittelschulen (s. d.)