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Eine Postkarte aus Zürich, darauf die Nachricht: «Wann kommst du?» So ruft Kato ihren Freund Lev zu sich, mit dem sie seit den Kindertagen im kommunistischen Rumänien eine unverbrüchliche Freundschaft verbindet. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs brach Kato in den Westen auf, Lev blieb. Ihre Postkarten erreichten Lev in einem Land, das nach jahrelanger Diktatur um seine Form rang. Vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen beleuchtet Iris Wolffs Roman «Lichtungen» (Klett-Cotta 2024) die Frage, ob man sich den Platz, an dem man zu Hause sein kann, suchen muss oder ob es möglich ist, sich den Ort anzueignen, an den einen das Leben zufällig heranspült. Die Autorin unterhielt sich mit der Literaturvermittlerin Julia Knapp, die seit vielen Jahren eine enge Freundin und eine ihrer Erstleser*innen ist, über diese Hommage an die Freundschaft.