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Fay Grim
USA 2006, 118', Digital HD, E/d. Regie Hal Hartley. Drehbuch Hal Hartley. Mit Parker Posey, Jeff Goldblum, James Urbaniak, Saffron Burrows, Liam Aiken, Thomas Jay Ryan.
«Fay Grim, alleinerziehende Mutter, setzt alles daran, dass ihr 14-jähriger Sohn nicht so werde wie sein Vater Henry. Dieser hat vor sieben Jahren unbeabsichtigt einen Nachbarn getötet und ist spurlos untergetaucht. Dafür muss nun Fays Bruder Simon eine Gefängnisstrafe absitzen, weil er für die Beihilfe zu Henrys Flucht verurteilt wurde. Als Simon sich mit hinterlassenen Schriften seines Schwagers befasst, kommt er zu dem Ergebnis, dass diese voller verschlüsselter, politischer Informationen stecken. Zur selben Zeit wird Fay von der CIA kontaktiert: Es geht um Henrys Notizen.
Hal Hartley beschreibt in seiner Fortsetzung von Henry Fool das abenteuerliche Leben von Fay Grim, die verzweifelt nach ihrem Mann sucht, obwohl sie ihn im Grunde keine Sekunde sehen will. Hartley spielt mit allen Registern der Paranoia, mit der Obsession, dass eine gefährliche Wahrheit hinter der banalen Wirklichkeit steckt, und stellt damit nach langer Abwesenheit im Kinogeschäft seine filmische Umsetzung des 9/11-Traumas vor. Überraschenderweise geschieht dies unter den Vorzeichen der Komödie und eines absurden Humors. (...) Die ganze Welt von heute in ihrem Irrsinn begegnet einem in diesem Film, aber sie ist neu zusammengebaut aus Worten, welche den Figuren, die Hal Hartley virtuos durch seine schräg gelegten Bilder choreografiert, aus den Mündern purzeln. (...).» Viennale, Ekkehard Knörer