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Auf der Reaktordeponie Sass Grand wird methanhaltiges Deponiegas gefasst und in einer Schwachgasfackel verbrannt.
Projektstandort
Bever (GR)
Projekteigner
Dplus AG (St Gallen)
Emissionsreduktionsmenge (in Tonnen CO₂e)
10’000 bis 2020
Projektstandort Bever (GR)
Projekteigner Dplus AG (St Gallen)
Emissionsreduktionsmenge (in Tonnen CO₂e) 10’000 bis 2020
Projektbeschreibung
Die Deponie wurde im Jahr 1967 errichtet (Etappe 0) und in den Jahren 1979 (Etappe 1) und 1989 (Etappe 2) erweitert. Bis 2000 wurden hauptsächlich Kehricht (ca. 75%), Mulden- und Sperrgut (ca. 15%) sowie Klärschlamm abgelagert. Im Rahmen der Sanierung von Etappe 0 in 2008 wurde Deponiegas gefasst, das jedoch wegen geringem Methangehalt nicht in einer Hochtemperaturfackel verbrannt werden konnte und an die Atmosphäre abgegeben wurde. Das Projekt beinhaltet den Ersatz der vorhandenen Hochtemperaturfackel durch eine Schwachgasfackel. Zusammen mit Deponiegas aus den Etappen 1 und 2, das einen höheren Methangehalt aufweist, ist nun eine Zerstörung in der Schwachgasfackel möglich. Durch die Verbrennung wird Methan in 25 mal weniger klimawirksames Kohlendioxid umgewandelt.
Beitrag der Stiftung KliK
Die Stiftung KliK hat den Kauf sämtlicher Reduktionsbescheinigungen aus diesem Einzelprojekt bis 2020 vertraglich zugesichert. Durch die Abgeltung der Bescheinigungen aus den ersten drei Betriebsjahren konnten die Investitionen bereits amortisiert werden. Durch die Unterstützung von KliK kann das Projekt kostengünstig umgesetzt und die Überwachung langfristig gesichert werden.
Stand des Projekts
Das Projekt wurde 2011 vom BAFU registriert. Die Schwachgasfackel wurde im Herbst 2011 in Betrieb genommen. Aufgrund von sich über die Jahre verändernden hydraulischen Eigenschaften des Deponiekörpers musste die Entgasung auf der betroffenen Ablagerungsetappe eingestellt werden. Entsprechend wurde das Klimaschutzprojekt ab Ende 2016 ausgesetzt.