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Am Mittwochabend bestreitet die Schweizer Nati im Cornaredo ein Testspiel gegen Katar. In der bisherigen Länderspiel-Geschichte gab es dieses Duell noch nie. Grund genug, den WM-Gastgeber von 2022 genauer vorzustellen.
Bisherige Errungenschaften
Allzu viele Spuren hat die katarische Nationalmannschaft seit der Gründung des Verbandes 1960 noch nicht hinterlassen. Für eine WM-Endrunde hat sich der Golfstaat in 11 Anläufen noch nie qualifiziert. Katar ist damit der erste WM-Gastgeber, der sich zuvor nie auf sportlichem Weg für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte.
Auch an den Asienmeisterschaften sind Katars Erfolge überschaubar. Seit der ersten Teilnahme 1980 kam man nur 2 Mal über die Vorrunde hinaus. Beide Male (2000 und 2011) bedeutete danach der Viertelfinal Endstation.
Der Mann an der Seitenlinie
Gecoacht werden die Katari vom Spanier Felix Sanchez. Der 42-Jährige ist seit über 10 Jahren im Golfstaat engagiert. Seit 2013 trainierte er verschiedene katarische U-Nationalmannschaften, ehe er Mitte 2017 nach dem Rücktritt von Jorge Fossati die A-Mannschaft übernahm.
Sanchez war im vergangenen Jahr bei den Katari bereits der dritte Trainer innerhalb eines Jahres – Konstanz sieht anders aus. Und glaubt man den zuletzt aufgekommenen Gerüchten, könnte Sanchez bald abgelöst werden.
France Football berichtete jedenfalls, der katarische Verband arbeite an einer Verpflichtung von Leonardo Jardim, der vor gut einem Monat bei der AS Monaco entlassen wurde.
Keine Söldner im Team
Sämtliche Spieler, die im aktuellen Aufgebot Katars stehen, sind in der heimischen Liga engagiert, der Qatar Stars League. Akram Afif, der als einer der vielversprechendsten Spieler in der katarischen Mannschaft gilt, gehört jedoch Villarreal. 2016 unterschrieb der Stürmer als erster Katari überhaupt einen Vertrag bei einem Team aus der Primera Division. Für Villarreal selbst kam Afif bisher nie zum Einsatz, sondern wurde immer ausgeliehen. Aktuell an den katarischen Rekordmeister Al-Sadd.
Mit Pedro Miguel Carvalho Deus Correia steht auch ein in Portugal geborener Spieler im Kader. Der «Ro-Ro» genannte Verteidiger verbrachte seine fussballerische Jugend in Portugal, darunter 5 Jahre bei Benfica, ehe es ihn 2010 nach Katar zog. 6 Jahre später debütierte er für die hiesige Nationalmannschaft.
Der Erfahrenste
Hassan Al-Haydos ist mit 98 Länderspieleinsätzen der erfahrenste Mann im Kader. Der seit über 10 Jahren für Al-Sadd auflaufende Stürmer wird damit bald den katarischen Rekordspieler Sebastian Soria ablösen. Der in Uruguay geborene Stürmer absolvierte 101 offizielle Länderspiele für den Wüstenstaat und ist gleichzeitig Rekordtorschütze.
Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 13.11.2018 23:00 Uhr