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Hülsenfrüchte, wie Linsen oder Bohnen stehen in den Industrieländern immer seltener auf dem Speiseplan.
Paolo Lionetti, Magen-Darm-Experte und Professor an der Universität Florenz kommt zu diesem Ergebnis.
Verglichen wurden dabei die Ernährungsgewohnheiten von italienischen Kindern und afrikanischen Kindern aus Burkina Faso.
Italienische Kinder, wie in industrialisierten Ländern üblich, ernähren sich zum Grossteil von Stärke, Zucker, Fett wie auch Fleisch und essen wenig ballaststoffreich.
Die verglichenen Kinder aus einem Dorf im afrikanischen Burkina Faso ernährten sich überwiegend von Hirsebrei und lokal angebauten Gemüse und Kräutern.
Was ergab die Untersuchung der Darmbakterien?
Eine Untersuchung der Darmbakterien ergab, dass die afrikanischen Kinder einen geringeren Anteil an Mikroben im Darm hatten, die häufig im Erwachsenenalter zu Fettleibigkeit führen.
Andererseits besassen sie eine grosse Menge an Fettsäuren, die vor Darmentzündungen schützen.
Bei den europäischen Kindern, die untersucht wurden fanden sich nur geringe Mengen an Bakterien wie Prevotella und Xylanibacter, die wichtig für die Aufspaltung von Zellulose und Xylan sind.
Bei den europäischen Kindern lag zudem auch der Anteil der kurzkettigen Fettsäuren unter dem Wert der afrikanischen Kinder.
Der Wissenschaftler kommt zu dem Schluss, dass die gute Darmflora der afrikanischen Kinder durch die ballaststoffreiche Ernährung zustande kommt.
Da eine gute Darmflora auch wichtig für ein starkes Immunsystem ist, können ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte auch gegen Allergien hilfreich sein.