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- Beim Erdbeben in Mexiko sind gemäss den Behörden bisher 61 Menschen gestorben.
- Am stärksten vom Erdstoss betroffen war die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca. Dort kamen 36 Menschen ums Leben. Das Rathaus fiel vollkommen in sich zusammen.
- Laut Landwirtschaftsminister Jose Calzada wurden allein im Bundesstaat Oaxaca mindestens 250 Menschen verletzt.
- In den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco im Süden des Landes stürzten zahlreiche Häuser ein. Hunderte Menschen wurden obdachlos.
- Mexiko-City blieb vom Erdbeben weitgehend verschont. Die Erdstösse waren aber deutlich zu spüren.
In elf Bundesstaaten fiel am Freitag wegen des Bebens die Schule aus. Experten untersuchten die Gebäude auf mögliche Schäden. Die Streitkräfte verlegten rund 1800 Soldaten in die Katastrophenregion. Es wurden Sammelstellen für Lebensmittel und Kleiderspenden eröffnet.
Das Beben erreichte eine Stärke von 8,1. Das Zentrum lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe. Wegen der Tsunami-Gefahr wurden an den Küsten von Oaxaca und Chiapas rund 8000 Menschen in Notunterkünfte gebracht.
Bis in die Hauptstadt spürbar
Rund 50 Millionen Menschen spürten indes die heftigen Erdstösse – auch in der Hauptstadt Mexiko Stadt. Zeitweise waren rund 1,5 Millionen Menschen ohne Strom. Im Zentrum der Hauptstadt schwankte sogar das Unabhängigkeitsdenkmal mit dem goldenen Engel auf der Spitze.
Die Erschütterungen in Mexiko am Donnerstagabend waren die stärksten seit über acht Jahrzehnten. Das letzte Mal hatte ein Beben 1932 in dem lateinamerikanischen Land die Stärke 8,2 erreicht.
Beim schwächeren, aber weitaus verheerenderen Beben im Jahr 1985 waren rund 10'000 Menschen gestorben. Weil diesmal das Epizentrum der Erschütterung weiter von der Hauptstadt Mexiko-Stadt entfernt war als 1985, blieb die Mega-Metropole weitgehend verschont.
Nun auch noch ein Tropensturm
Mitten in den Aufräumarbeiten musste sich Mexiko zudem auf Probleme durch Hurrikan «Katia» vorbereiten. Dieser traf am Freitag im Bundesstaat Veracruz auf Land. Der Sturm, der zunächst Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde hatte, könnte Behörden zufolge Erdrutsche und Überschwemmungen verursachen.
«Katia» zog von Tecolutla im Bundesstaat Veracruz landeinwärts in Richtung Westen und verlor weiter an Stärke. Daraufhin wurde «Katia» zum tropischen Wirbelsturm herabgestuft, der Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde erreicht. Der Region bringt «Katia» dennoch starken Regen und hohe Wellen.