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Grundsätzlich muss es das Ziel jedes primären, laparoskopischen Eingriffes sein, möglichst viele der entdeckten Endometrioseherde zu eliminieren - bei bestehendem Kinderwunsch unter besonderer Rücksichtnahme auf die Eierstockfunktion. Dies erfolgt idealerweise mit dem Einsatz eines speziellen CO2 - Lasers: er ermöglicht in der Hand eines erfahrenen Operateurs die schonungsvolle "Verdampfung" der Endometrioseherde ohne Schädigung der darunterliegenden Strukturen wie Nerven, Harnleiter oder Blutgefässe.
Die anlässlich der Laparoskopie auf Grund der Ausprägung des Befalls erstellte Stadieneinteilung entscheidet dann, ob im Anschluss an die chirurgische Primärtherapie eventuell noch eine hormonelle Nachbehandlung vorgeschlagen werden muss. Von einer solchen scheinen vor allem Patientinnen mit im Vordergrund stehender Schmerzsymptomatik zu profitieren. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte, insbesondere bei höheren Stadien der Krankheit, nach erfolgter Primärtherapie mit dem Einleiten einer Sterilitätsbehandlung nicht allzu lange zugewartet werden.
Da es sich bei der Endometriose grundsätzlich um eine chronische Krankheit handelt, ist der Verlauf der Krankheit nie voraussehbar. So können manche Frauen bereits durch die Primärtherapie geheilt werden, insbesondere nach dem Eintreten von Schwangerschaften. Andere erleiden über Jahre zahlreiche, schmerzhafte Rückfälle und können erst nach Abschluss der Familienplanung durch einen operativen Eingriff von ihrem Leiden erlöst werden.
Endometriosecyste im Ultraschall und gleicher Befund intraoperativ
Endometrioseherde des Bauchfells vor und nach der Laserverdampfung
Dokumentation der Eileiterdurchgängigkeit bei einer Endometriosepatientin