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input-de131.226Verfassung des Kantons Graubündenvom 18. Mai 2003/14. September 2003 (Stand am 20. September 2023) Diese Veröffentlichung basiert auf jenen der Änderungen im Rahmen der Gewährleis-tungsbotschaften im BBl. Sie kann vorübergehend von der Veröffentlichung in der kantonalen Gesetzessammlung abweichen. Der Stand bezeichnet daher das Datum des letzten im BBl veröffentlichten Gewährleistungsbeschlusses der Bundesversammlung.Wir, das Volk des Kantons Graubünden,im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott sowie gegenüber den Mitmenschen und der Natur,im Bestreben, Freiheit, Frieden und Menschenwürde zu schützen, Demokratie und Rechtsstaat zu gewährleisten, Wohlfahrt und soziale Gerechtigkeit zu fördern und eine gesunde Umwelt für die künftigen Generationen zu erhalten,in der Absicht, die Dreisprachigkeit und kulturelle Vielfalt zu fördern und als Teil des geschichtlichen Erbes zu bewahren,geben uns folgende Verfassung:I. Allgemeine Bestimmungen und Grundsätze  des staatlichen HandelnsDer Kanton GraubündenArt. 1Der Kanton Graubünden ist ein freiheitlicher, demokratischer und sozialer Rechtsstaat.Verhältnis zum Bund, zu den Kantonen und zum AuslandArt. 2 Der Kanton Graubünden ist ein eigenständiger Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er unterstützt den Bund in der Erfüllung seiner Aufgaben. Er arbeitet mit den anderen Kantonen und mit dem benachbarten Ausland zusammen. Er fördert die Verständigung und den Austausch zwischen den Landesteilen und den Sprachgemeinschaften der Schweiz.SprachenArt. 3 Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch sind die gleichwertigen Landes- und Amtssprachen des Kantons. Kanton und Gemeinden unterstützen und ergreifen die erforderlichen Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache. Sie fördern die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften. Die Gemeinden bestimmen ihre Amts- und Schulsprachen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und im Zusammenwirken mit dem Kanton. Sie achten dabei auf die herkömmliche sprachliche Zusammensetzung und nehmen Rücksicht auf die angestammten sprachlichen Minderheiten. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).Gewaltenteilung und GewaltenhemmungArt. 4 Der Aufbau des Staates und die Ausübung staatlicher Macht beruhen auf den Grundsätzen der Gewaltenteilung und Gewaltenhemmung. Behörden wirken zur Erfüllung der Staatsziele im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zusammen.RechtsstaatArt. 5 Grundlage und Schranke des staatlichen Handelns ist das Recht. Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein. Behörden und Private handeln nach Treu und Glauben.Individuelle und gesellschaftliche VerantwortungArt. 6Jede Person trägt Verantwortung für sich selbst sowie Mitverantwortung für die Gemeinschaft und für die Erhaltung der Lebensgrundlagen.II. Grundrechte und SozialzieleGrundrechte  und SozialzieleArt. 7Die Grundrechte und Sozialziele sind im Rahmen der Bundesverfassung und der für die Schweiz verbindlichen internationalen Abkommen gewährleistet. SR 101Verfahrensgarantien und RechtsschutzArt. 8Die Verfahrensgarantien und der Rechtsschutz sind im Rahmen der Bundesverfassung und der für die Schweiz verbindlichen internationalen Abkommen gewährleistet. SR 101III. Politische Rechte1. AllgemeinesStimm- und WahlrechtArt. 9 Das Stimm- und Wahlrecht steht allen Schweizerbürgerinnen und ‐bürgern zu, die das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben und im Kanton wohnen. Vom Stimm- und Wahlrecht ausgeschlossen sind Personen, die wegen dauernder Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden. Das Gesetz regelt das Stimm- und Wahlrecht der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in kantonalen Angelegenheiten. Die Gemeinden können nach Massgabe des kommunalen Rechts Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern beziehungsweise Ausländerinnen und Ausländern das Stimmrecht sowie das aktive und passive Wahlrecht in Gemeindeangelegenheiten erteilen. Angenommen in der Volksabstimmung vom 11. März 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013. Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl 2013 2619 Art. 1 Ziff. 4; 2012 195).Wahl- und AbstimmungsgrundsätzeArt. 10 Das allgemeine, gleiche, freie, direkte und geheime Wahl- und Stimmrecht ist gewährleistet. Vorbehalten bleiben offene Abstimmungen in Gemeindeversammlungen. Abstimmungsvorlagen sollen einfach und verständlich sein. Eine unverfälschte Willensbildung und Willenskundgabe ist zu gewährleisten. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2017. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).WahlbefugnisseArt. 11Die Stimmberechtigten wählen:1. die Mitglieder des Grossen Rates sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter;2. die Mitglieder der Regierung;3. die bündnerischen Mitglieder des National- und des Ständerates;4. die Mitglieder der Regionalgerichte;5. und 6. ...7. die Mitglieder der Gemeindebehörden nach Massgabe der Gesetzgebung;8. weitere Behörden, Amtsträgerinnen und Amtsträger nach Massgabe der Gesetzgebung. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931). Aufgehoben durch die Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, mit Wirkung seit  1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).2. VolksinitiativeGegenstandArt. 12 4000 Stimmberechtigte oder ein Siebtel der Gemeinden können mit einer Initiative eine Total- oder Teilrevision der Kantonsverfassung verlangen. 3000 Stimmberechtigte oder ein Achtel der Gemeinden können mit einer Initiative verlangen:1. Erlass, Änderung oder Aufhebung eines Gesetzes oder eines gemäss Verfassung der Volksabstimmung unterliegenden Beschlusses;2. Einreichung einer Standesinitiative an die Bundesversammlung.FormArt. 13 Eine Initiative kann als allgemeine Anregung oder als ausgearbeiteter Entwurf eingereicht werden. Eine Initiative auf Totalrevision der Kantonsverfassung oder auf Ausarbeitung eines Beschlusses darf nur als allgemeine Anregung eingereicht werden.UngültigkeitArt. 14 Eine Initiative ist ganz oder teilweise ungültig, wenn sie:1. die Einheit der Form oder der Materie nicht wahrt;2. in offensichtlichem Widerspruch zu übergeordnetem Recht steht;3. undurchführbar ist;4. eine Rückwirkung vorsieht, die mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Sie kann teilweise für ungültig erklärt werden, falls dadurch der Wille der Initiantinnen und Initianten nicht verfälscht wird und die Vorlage ein sinnvolles Ganzes ergibt. Über die Ungültigkeit entscheidet der Grosse Rat. Dieser Entscheid ist an das Verwaltungsgericht weiterziehbar.VerfahrenArt. 15 Eine Volksinitiative und ein gestützt auf eine allgemeine Anregung ausgearbeiteter Entwurf müssen innert zwei Jahren seit Einreichung dem Volk zur Abstimmung vorgelegt oder dem fakultativen Referendum unterstellt werden. Die Frist kann durch den Grossen Rat um sechs Monate verlängert werden. Der Grosse Rat kann jeder Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberstellen. Die Abstimmungen über die Initiative und den Gegenvorschlag finden gleichzeitig statt.3. ReferendumObligatorisches ReferendumArt. 16Der Volksabstimmung werden unterstellt:1. Änderungen der Kantonsverfassung;2. Abschluss, Änderung oder Kündigung von interkantonalen und internationalen Verträgen mit verfassungsänderndem Inhalt;3. Volksinitiativen, denen der Grosse Rat nicht zustimmt oder denen er einen Gegenvorschlag gegenüberstellt;4. Beschlüsse des Grossen Rates über neue einmalige Ausgaben von mehr als zehn Millionen Franken und über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als einer Million Franken;5. Beschlüsse des Grossen Rates über Grundsatzfragen gemäss Artikel 19 Absatz 1;6. ... Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 3. März 2013, mit Wirkung seit 1. Mai 2013. Gewährleistungsbeschluss vom 24. Sept. 2014 (BBl 2014  7859 Art. 1 Ziff. 6, 3723).Fakultatives ReferendumArt. 17 Wenn 1500 Stimmberechtigte oder ein Zehntel der Gemeinden es verlangen, werden der Volksabstimmung unterstellt:1. Erlass, Änderung oder Aufhebung von Gesetzen;2. Abschluss, Änderung oder Kündigung von interkantonalen und internationalen Verträgen mit gesetzesänderndem Inhalt;3. Beschlüsse des Grossen Rates über neue einmalige Ausgaben zwischen einer Million und zehn Millionen Franken sowie über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben zwischen 300 000 und einer Million Franken. Der Grosse Rat kann Beschlüsse, die in seine abschliessende Kompetenz fallen, dem fakultativen Referendum unterstellen. Nicht referendumsfähig sind Beschlüsse über den Steuerfuss, das Budget und die Staatsrechnung sowie Justizgeschäfte und Wahlen. Das Begehren um Durchführung der Volksabstimmung ist innert 90 Tagen nach der amtlichen Veröffentlichung des Beschlusses zu stellen.DringlichkeitsrechtArt. 18 Gesetze, deren In-Kraft-Treten keinen Aufschub erträgt, können sofort in Kraft gesetzt werden, sofern der Grosse Rat mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder die Dringlichkeit beschliesst. Sie unterstehen dem nachträglichen fakultativen Referendum.Grundsatzfragen und VariantenArt. 19 Der Grosse Rat kann Volksabstimmungen über Grundsatzfragen beschliessen. Er kann zu einer Vorlage, die dem obligatorischen oder dem fakultativen Referendum untersteht, eine Variante vorschlagen. Findet die Volksabstimmung statt, so ist neben der Hauptvorlage auch die Variante den Stimmberechtigten zu unterbreiten. Findet keine Volksabstimmung statt, so fällt die Variante dahin.4. Politische ParteienStellungArt. 20 Die politischen Parteien wirken bei der Meinungs- und Willensbildung mit. Sie können dabei vom Kanton unterstützt werden, sofern ihre Ziele und ihr Aufbau demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen entsprechen.IV. Behörden und Gerichte1. AllgemeinesWählbarkeitArt. 21 In die kantonalen Behörden und Gerichte sowie in den Ständerat sind die Stimmberechtigten des Kantons wählbar. Das Gesetz kann vorsehen, dass die Wählbarkeitsvoraussetzung erst bei Amtsantritt erfüllt sein muss. Weitere Wählbarkeitsvoraussetzungen für die kantonalen Behörden und Gerichte sowie die Anstellungsvoraussetzungen für das Staatspersonal werden durch Gesetz geregelt. Das Gesetz regelt die Einstellung im Amt und die Amtsenthebung von Mitgliedern von Behörden und Gerichten. Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl 2008 2493 Art. 1 Ziff. 8; 2007 7663). Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl 2008 2493 Art. 1 Ziff. 8; 2007 7663).UnvereinbarkeitenArt. 22 Niemand darf seiner unmittelbaren Aufsichtsbehörde angehören. Mitglieder der Regierung und der richterlichen Behörden sowie das voll- und hauptamtliche Personal des Kantons dürfen nicht dem Grossen Rat angehören. Richterinnen und Richter dürfen nicht gleichzeitig der Regierung oder einer anderen richterlichen Behörde im Kanton angehören. Mitglieder der Regierung und die vollamtlichen Mitglieder einer richterlichen Behörde dürfen nicht der Bundesversammlung oder dem Bundesgericht angehören. Das Gesetz regelt weitere Fälle der Unvereinbarkeit von Ämtern und Aufgaben, den Verwandtenausschluss sowie die Ausnahmen.AmtsdauerArt. 23Die Amtsdauer des Grossen Rates, der Regierung, der Gerichte sowie der Mitglieder des Ständerates beträgt vier Jahre.ImmunitätArt. 24 Die Mitglieder des Grossen Rates und der Regierung können für ihre Äusserungen im Grossen Rat und in dessen Kommissionen rechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das Gesetz kann weitere Arten der Immunität vorsehen und diese auf weitere Personen ausdehnen.InformationArt. 25Behörden und Gerichte informieren die Öffentlichkeit regelmässig über ihre Tätigkeit.StaatshaftungArt. 26 Der Kanton, die Regionen und Gemeinden sowie die übrigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften und selbständigen Anstalten haften unabhängig vom Verschulden für Schäden, welche ihre Organe und die in ihrem Dienst stehenden Personen in Ausübung dienstlicher Tätigkeiten rechtswidrig verursacht haben. Das Gesetz kann Ausnahmen sowie eine Billigkeitshaftung für Schädigungen durch rechtmässiges Handeln vorsehen. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).2. Der Grosse RatA. OrganisationZusammensetzung und WahlArt. 27 Der Grosse Rat besteht aus 120 Mitgliedern. Die Wahl erfolgt nach dem Verhältniswahlverfahren. Das Gesetz kann Mindestquoren und eine Majorzbedingung vorsehen. Der Kanton ist in höchstens 39 Wahlkreise eingeteilt. Das Gesetz regelt die Zugehörigkeit der Gemeinden zu den Wahlkreisen sowie die Auswirkungen von Gemeindezusammenschlüssen auf die Anzahl der Wahlkreise. Die Sitze werden entsprechend der schweizerischen Wohnbevölkerung auf die Wahlkreise verteilt. Das Gesetz regelt die Stellvertretung. Angenommen in der Volksabstimmung vom 13. Juni 2021, in Kraft seit 1. Okt. 2021. Gewährleistungsbeschluss vom 16. März 2022 (BBl 2022 780 Art. 2; 2021 2904). Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).Stellung der RatsmitgliederArt. 28 Die Mitglieder des Grossen Rates beraten und stimmen ohne Instruktionen. Sie müssen unter Vorbehalt des Berufsgeheimnisses ihre Interessenbindungen offen legen. Sie verfügen gegenüber der Verwaltung über die durch Gesetz bezeichneten besonderen Auskunfts- und Einsichtsrechte.Öffentlichkeit der SitzungenArt. 29Die Sitzungen des Grossen Rates sind in der Regel öffentlich.B. AufgabenGrundsatzArt. 30Der Grosse Rat übt unter Vorbehalt der Volksrechte die oberste Gewalt aus. Er ist die gesetzgebende Behörde und die oberste Aufsichtsinstanz des Kantons.GesetzgebungArt. 31 Alle wichtigen Bestimmungen sind durch den Grossen Rat in der Form des Gesetzes zu erlassen. Wichtige Bestimmungen sind insbesondere jene, für welche die Verfassung das Gesetz vorsieht, sowie solche betreffend:1. Zweck und Umfang von Grundrechtsbeschränkungen;2. Kreis der Abgabepflichtigen, Gegenstand und Bemessungsgrundlagen von Abgaben, soweit diese nicht von geringfügiger Natur sind;3. Zweck, Inhalt und Umfang von bedeutenden staatlichen Leistungen;4. Grundsätze der Aufgabenverteilung zwischen Kanton und Gemeinden;5. Grundsätze von Organisation und Aufgaben der Behörden und Gerichte;6. Art und Umfang der Übertragung von hoheitlichen und anderen bedeutenden öffentlichen Aufgaben an Trägerschaften ausserhalb der kantonalen Verwaltung. Die Gültigkeit der Gesetze kann befristet werden. Vor der Verlängerung sind die Gesetze auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.Weitere RechtsetzungskompetenzenArt. 32 Soweit nicht die Form des Gesetzes vorgeschrieben ist, kann der Grosse Rat Verordnungen erlassen, wenn er durch Gesetz ausdrücklich dazu ermächtigt wird. Er genehmigt die interkantonalen und internationalen Verträge, soweit nicht die Regierung zum alleinigen Abschluss befugt ist. Der Grosse Rat ist in geeigneter Form an der Vorbereitung wichtiger interkantonaler und internationaler Verträge zu beteiligen.Aufsicht und OberaufsichtArt. 33 Der Grosse Rat übt die Aufsicht über die Regierung sowie das Kantonsgericht und das Verwaltungsgericht aus. Ihm obliegt die Oberaufsicht über die Verwaltung, die anderen Zweige der Rechtspflege und über andere Träger öffentlicher Aufgaben.PlanungArt. 34 Der Grosse Rat erlässt die übergeordneten politischen Ziele und Leitsätze. Er behandelt das Regierungsprogramm, den Finanzplan und weitere grundlegende politische Planungen der Regierung. Er kann über die Weiterführung der Planung Beschlüsse fassen und der Regierung Aufträge erteilen.FinanzenArt. 35 Der Grosse Rat setzt unter Berücksichtigung des Finanzplans das Budget fest und genehmigt die Staatsrechnung. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen. Er bestimmt die Höhe der Steuern nach Massgabe der Steuergesetzgebung. Er beschliesst abschliessend über neue einmalige Ausgaben bis zu einer Million Franken und über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben bis 300 000 Franken. Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005. Gewährleistungsbeschluss vom 6. Okt. 2005 (BBl 2005 5995 Art. 1 Ziff. 5, 2891)WahlenArt. 36Der Grosse Rat wählt:1. seine Organe und Kommissionen;2. das Präsidium der Regierung;3. die Mitglieder des Obergerichts und des Justizgerichts;4. weitere Amtsinhaberinnen und -inhaber nach Massgabe der Gesetzgebung. Angenommen in der Volksabstimmung vom 27. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Okt. 2023. Gewährleistungsbeschluss vom 20. Sept. 2023 (BBl 2023 2331 Art. 4, 1495).BegnadigungArt. 37Der Grosse Rat entscheidet über Begnadigungsgesuche. Das Gesetz kann den Entscheid über Begnadigungsgesuche der Regierung übertragen.3. Die RegierungA. OrganisationZusammensetzungArt. 38 Die Regierung besteht aus fünf Mitgliedern. Sie fasst und vertritt ihre Beschlüsse als Kollegialbehörde.WahlArt. 39 Die Wahl der Regierung erfolgt nach dem Mehrheitswahlverfahren. Das Kantonsgebiet bildet den Wahlkreis. Eine Wiederwahl ist zweimal zulässig.PräsidiumArt. 40Der Grosse Rat wählt aus der Mitte der Regierung die Präsidentin oder den Präsidenten sowie die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten für eine Amtsdauer von einem Jahr.Nebenbeschäftigung  und InteressenvertretungArt. 41 Mitgliedern der Regierung ist jede Nebenbeschäftigung untersagt. Die Vertretung des Kantons in Organen von Unternehmungen oder Organisationen, an denen der Kanton beteiligt ist oder welche er unterstützt, ist mit Zustimmung der Regierung zulässig. Das Gesetz kann weitere Ausnahmen vorsehen.B. AufgabenRegierungsaufgabenArt. 42 Die Regierung plant, bestimmt und koordiniert die Ziele und Mittel staatlichen Handelns unter Vorbehalt der Befugnisse der Stimmberechtigten und des Grossen Rates. Sie erstellt regelmässig ein Regierungsprogramm. Sie vollzieht die Gesetze und Verordnungen sowie die Beschlüsse des Grossen Rates. Sie vertritt den Kanton nach innen und nach aussen.Leitung der VerwaltungArt. 43 Die Regierung steht der kantonalen Verwaltung vor. Sie sorgt für die rechtmässige und wirksame Tätigkeit der Verwaltung und bestimmt im Rahmen des kantonalen Rechts deren Organisation.Mitwirkung im Grossen RatArt. 44 Die Regierung bereitet die Geschäfte des Grossen Rates vor, sofern dieser sie nicht selbständig ausarbeitet. Sie legt dem Grossen Rat Entwürfe für Verfassungsänderungen, Gesetze, Verordnungen und Beschlüsse vor. Die Mitglieder der Regierung nehmen in beratender Funktion an den Sitzungen des Grossen Rates teil und können Anträge stellen.RechtsetzungArt. 45 Die Regierung erlässt weniger wichtige Bestimmungen in der Form der Verordnung. Sie ist zuständig für das Aushandeln von interkantonalen und internationalen Verträgen; soweit sie in ihre Verordnungskompetenz fallen, ist sie auch für deren Abschluss zuständig.FinanzenArt. 46Die Regierung erstellt den Finanzplan und verabschiedet das Budget sowie die Staatsrechnung zuhanden des Grossen Rates.Weitere  AufgabenArt. 47Weitere Aufgaben der Regierung sind insbesondere:1. der Verkehr mit dem Bund und den anderen Kantonen sowie mit dem benachbarten Ausland unter Berücksichtigung von allfälligen Stellungnahmen des Grossen Rates;2. Wahlen, soweit diese nicht anderen Organen übertragen worden sind;3. die jährliche Berichterstattung über die Tätigkeit von Regierung und Verwaltung zuhanden des Grossen Rates;4. die Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit;5. die Aufsicht über öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie andere Träger öffentlicher Aufgaben des Kantons.Ausserordentliche LagenArt. 48 Die Regierung kann ohne gesetzliche Grundlage Verordnungen erlassen oder Beschlüsse fassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schwerwiegenden Störungen der öffentlichen Sicherheit sowie sozialen Notständen zu begegnen. Solche Verordnungen und Beschlüsse sind vom Grossen Rat zu genehmigen und fallen spätestens ein Jahr nach In-Kraft-Treten dahin.C. VerwaltungDepartemente und StandeskanzleiArt. 49 Die kantonale Verwaltung wird nach Geschäftsbereichen in Departemente gegliedert. Die Regierung regelt die Aufgabenbereiche der Departemente durch Verordnung. Die Standeskanzlei ist die allgemeine Stabs-, Koordinations- und Verbindungsstelle von Grossem Rat, Regierung und Verwaltung.Andere Träger öffentlicher AufgabenArt. 50 Der Kanton kann die Erfüllung von öffentlichen Aufgaben Trägern ausserhalb der kantonalen Verwaltung übertragen. Die Aufsicht durch die Regierung, eine angemessene Mitwirkung des Grossen Rates und der Rechtsschutz müssen sichergestellt sein. Soweit nicht die Form des Gesetzes vorgeschrieben ist, können selbstständige Anstalten des kantonalen öffentlichen Rechts Verordnungen erlassen, wenn sie durch Gesetz ausdrücklich dazu ermächtigt werden. Angenommen in der Volksabstimmung vom 24. Sept. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl 2008 2493 Art. 1 Ziff. 8; 2007 7663).4. GerichteUnabhängigkeit und UnparteilichkeitArt. 51 Die Unabhängigkeit und die Unparteilichkeit der Gerichte sind gewährleistet. Die Gerichte sind in ihrer Rechtsprechung nur dem Recht verpflichtet. Die Justizverwaltung ist unter Vorbehalt der Befugnisse des Grossen Rates Sache der Gerichte. Richterinnen und Richter dürfen Parteien nicht in streitigen Verfahren vor der eigenen Instanz vertreten. Vollamtlichen Mitgliedern einer richterlichen Behörde ist jede Nebenbeschäftigung untersagt. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen.Finanzen, Mitwirkung im Grossen Rat und  RechtsetzungArt. 51a Das Kantons- und das Verwaltungsgericht unterbreiten dem Grossen Rat den Entwurf für ihr Budget sowie die Rechnung und den Jahresbericht zur Genehmigung. Die Präsidentinnen und Präsidenten nehmen an den Sitzungen des Grossen Rates zum Budget, zur Rechnung und zu den Jahresberichten der Gerichte teil. Sie haben beratende Stimme und können Anträge stellen. Soweit nicht die Form des Gesetzes vorgeschrieben ist, können die Gerichte auf dem Gebiet der Justizverwaltung Verordnungen erlassen, wenn sie durch Gesetz ausdrücklich dazu ermächtigt werden. Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl 2008 2493 Art. 1 Ziff. 8; 2007 7663). Angenommen in der Volksabstimmung vom 27. Nov. 2022, in Kraft seit 1. April 2023. Gewährleistungsbeschluss vom 20. Sept. 2023 (BBl 2023 2331 Art. 4, 1495).JustizaufsichtArt. 52 Das Kantonsgericht übt die Aufsicht über alle Bereiche der Zivil- und Strafrechtspflege aus. Der Grosse Rat übt die Aufsicht über das Kantonsgericht und das Verwaltungsgericht sowie die Oberaufsicht über die anderen Zweige der Rechtspflege aus. Aufsicht und Oberaufsicht beschränken sich auf die Geschäftsführung und die Justizverwaltung.Öffentlichkeit der GerichtsverhandlungenArt. 53Die Parteiverhandlungen vor Gericht sind unter Vorbehalt gesetzlicher Ausnahmen öffentlich.Zivil- und StrafgerichtsbarkeitArt. 54Die Zivil- und die Strafgerichtsbarkeit werden ausgeübt durch:1. das Kantonsgericht;2. die Regionalgerichte als untere kantonale Gerichte;3. ... Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2017. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931). Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 17. Mai 2009, mit Wirkung seit 1. Jan. 2011. Gewährleistungsbeschluss vom 8. Juni 2010 (BBl 2010 4365 Art. 1 Ziff. 5, 2153).Verfassungs- und VerwaltungsgerichtsbarkeitArt. 55 Die letztinstanzliche Beurteilung von öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten obliegt dem Verwaltungsgericht, sofern nicht ein Gesetz etwas anderes bestimmt. Das Verwaltungsgericht beurteilt als Verfassungsgericht:1. Beschwerden wegen Verletzung von verfassungsmässigen und politischen Rechten sowie des Grundsatzes des Vorrangs von übergeordnetem Recht;2. Beschwerden wegen Verletzung der Autonomie der Gemeinden und anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften sowie der Landeskirchen. Im verfassungsgerichtlichen Verfahren können Gesetze und Verordnungen sowohl unmittelbar angefochten als auch im Anwendungsfall überprüft werden. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2018. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931). Angenommen in der Volksabstimmung vom 26. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007. Gewährleistungsbeschluss vom 6. März 2008 (BBl 2008 2493 Art. 1 Ziff. 8; 2007 7663).Weitere richterliche sowie aussergerichtliche BehördenArt. 56Durch Gesetz können weitere richterliche sowie aussergerichtliche Behörden eingesetzt werden.5. Ausübung von Mitwirkungsrechten im BundStänderatArt. 57 Die Ständeratswahlen erfolgen nach dem Mehrheitswahlverfahren. Sie finden gleichzeitig mit den Wahlen in den Nationalrat statt. Das Kantonsgebiet bildet den Wahlkreis.KantonsreferendumArt. 58Der Grosse Rat oder die Regierung kann im Namen des Kantons verlangen, dass Bundesgesetze, Bundesbeschlüsse sowie Staatsverträge dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden.StandesinitiativeArt. 59 Der Grosse Rat oder die Regierung kann im Namen des Kantons der Bundesversammlung eine Standesinitiative einreichen. Die Einreichung einer Standesinitiative kann auch mit einer Volksinitiative verlangt werden.V. Gliederung des Kantons1. Gemeinden und interkommunale ZusammenarbeitA. GemeindeartenPolitische GemeindenArt. 60 Die politischen Gemeinden sind Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie setzen sich aus der Gesamtheit der Personen mit Wohnsitz im Gemeindegebiet zusammen. Sie sind zuständig für alle örtlichen Angelegenheiten, die nicht in den Kompetenzbereich der Bürgergemeinden fallen.BürgergemeindenArt. 61 Die Bürgergemeinden setzen sich aus den Gemeindebürgerinnen und -bürgern mit Wohnsitz in der Gemeinde zusammen. Rechtsstellung, Aufgaben und Organisation der Bürgergemeinden sowie der Zusammenschluss mit der politischen Gemeinde richten sich nach dem Gesetz.B. Interkommunale Zusammenarbeit und  ZusammenschlussInterkommunale ZusammenarbeitArt. 62 Die Gemeinden können zur Erfüllung ihrer Aufgaben mit anderen Gemeinden oder Organisationen zusammenarbeiten. Das Gesetz sieht vor, dass Gemeinden zur Zusammenarbeit verpflichtet werden können. Das Gesetz regelt die interkommunale Zusammenarbeit sowie die Auslagerung von Aufgaben und gewährleistet die politischen Mitwirkungsrechte.ZusammenschlussArt. 63Der Zusammenschluss von Gemeinden wird durch Gesetz geregelt.Förderung von interkommunaler Zusammenarbeit und ZusammenschlussArt. 64Der Kanton fördert die interkommunale Zusammenarbeit und den Zusammenschluss von Gemeinden, um die zweckmässige und wirtschaftliche Erfüllung ihrer Aufgaben sicherzustellen.C. Stellung und OrganisationGemeindeautonomieArt. 65 Die Autonomie der Gemeinden ist gewährleistet. Ihr Umfang wird durch das kantonale Recht bestimmt. Die Gemeinden sind insbesondere befugt, ihre Organisation zu bestimmen, ihre Behörden und Verwaltung einzusetzen sowie ihre finanziellen Angelegenheiten selbständig zu ordnen.OrganeArt. 66 Die obligatorischen Organe der politischen Gemeinden sind:1. die Gesamtheit der Stimmberechtigten, welche ihre politischen Rechte in der Gemeindeversammlung oder an der Urne ausüben;2. der Gemeindevorstand;3. weitere Behörden nach Massgabe der Gesetzgebung. Die Gemeinden können die Gemeindeversammlung durch ein Gemeindeparlament ersetzen oder ergänzen.AufsichtArt. 67 Die Regierung übt die Aufsicht über die Gemeinden und die Träger der interkommunalen Zusammenarbeit aus. Die Aufsicht beschränkt sich auf die Rechtskontrolle, soweit nicht durch Gesetz etwas anderes bestimmt wird. Bei schwerwiegenden Missständen kann eine Gemeinde unter Kuratel gestellt werden.2. Regionen Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).A. Einteilung des KantonsgebietesRegionenArt. 68 Der Kanton ist in folgende Regionen gegliedert:1. Albula;2. Bernina;3. Engiadina Bassa/Val Müstair;4. Imboden; 5. Landquart;6. Maloja;7. Moesa;8. Plessur;9. Prättigau/Davos;10. Surselva;11. Viamala. Das Gesetz regelt die Zugehörigkeit der Gemeinden zu den Regionen.  Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).Art. 69 Aufgehoben durch die Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, mit Wirkung seit  1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).B. Rechtsstellung und AufgabenArt. 70 Aufgehoben durch die Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, mit Wirkung seit  1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).RegionenArt. 71 Die Regionen sind Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts und erfüllen ausschliesslich die Aufgaben, die ihnen durch den Kanton oder die Gemeinden übertragen werden. Die Organisation der Regionen sowie die politischen Rechte richten sich nach dem Gesetz. Die Regionen bilden die Gerichtssprengel für die Regionalgerichte. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).Art. 72 Aufgehoben durch die Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, mit Wirkung seit  1. Jan. 2018. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).C. Organisation und AufsichtArt. 73 Aufgehoben durch die Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, mit Wirkung seit  1. Jan. 2018. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).AufsichtArt. 74 Die Regierung übt im Rahmen des kantonalen Rechts die Aufsicht über die Regionen aus. Davon ausgenommen ist die Justizaufsicht. Im Bereich von Aufgaben, die den Regionen von den Gemeinden übertragen worden sind, beschränkt sich die Aufsicht auf die Rechtskontrolle, soweit nicht durch Gesetz etwas anderes bestimmt wird. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).VI. Öffentliche Aufgaben1. AllgemeinesGrundsätzeArt. 75 Kanton und Gemeinden fördern das Wohlergehen und die soziale Sicherheit der Bevölkerung, der Familie und der einzelnen Person. Sie setzen sich für Chancengleichheit für alle ein, insbesondere für die Gleichstellung von Frau und Mann. Sie unterstützen die private Initiative mit günstigen Rahmenbedingungen. Bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben sind die natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen.Zuständigkeit und ZusammenarbeitArt. 76 Kanton und Gemeinden erfüllen Aufgaben, die im öffentlichen Interesse liegen, soweit das private Angebot nicht ausreicht. Die Aufgaben richten sich nach Verfassung und Gesetz. Kanton, Regionen und Gemeinden wirken bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben zusammen. Die Zusammenarbeit mit Privaten ist soweit als möglich anzustreben. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4, 3931).Dezentrale  AufgabenerfüllungArt. 77Der Kanton erfüllt öffentliche Aufgaben dezentral, wenn insbesondere die Art der Aufgabe, wirtschaftlicher Mitteleinsatz oder wirksame Aufgabenerfüllung es ermöglichen.AufgabenüberprüfungArt. 78Öffentliche Aufgaben sind periodisch auf ihre Notwendigkeit, Wirksamkeit und Finanzierbarkeit zu prüfen.2. Gewährleistung der öffentlichen OrdnungÖffentliche Ordnung und SicherheitArt. 79 Kanton und Gemeinden gewährleisten die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Sie treffen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen und zur Aufrechterhaltung der wichtigen Staatsfunktionen in Notlagen.3. Raumplanung, Umwelt, Energie, Verkehr und TelekommunikationRaumplanungArt. 80Kanton und Gemeinden streben eine zweckmässige, haushälterische, koordinierte und nachhaltige Nutzung und Entwicklung des Kantonsgebietes an. Sie berücksichtigen dabei die Bedürfnisse von Menschen und Umwelt sowie die dezentrale Besiedlung.Umweltschutz sowie Natur- und HeimatschutzArt. 81 Der Kanton regelt den Vollzug des Bundesrechts über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen und lästigen Einwirkungen. Die Kosten der Vermeidung und Beseitigung tragen die Verursacher. Kanton und Gemeinden sorgen für die Erhaltung und den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie von deren Lebensräumen. Sie treffen Massnahmen für die Erhaltung und den Schutz von wertvollen Landschaften und Ortsbildern, geschichtlichen Stätten sowie von Naturobjekten und Kulturgütern.InfrastrukturArt. 82 Kanton und Gemeinden sorgen für die angemessene Versorgung des Kantonsgebietes bezüglich Wasser und Energie, Verkehrsverbindungen sowie Telekommunikation. Sie fördern die sichere, ausreichende und umweltschonende Versorgung mit Energie, deren sparsame und rationelle Verwendung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien. Sie sorgen für eine bedarfsgerechte, umweltschonende und wirtschaftliche Verkehrsordnung und fördern den öffentlichen Verkehr. Der Kanton fördert die interkommunale und die regionale Zusammenarbeit und stellt den Finanzausgleich sicher.GewässerArt. 83 Der Kanton hat die Aufsicht über öffentliche und private Gewässer. Er regelt die Nutzung des Wassers sowie der Wasserkraft. Die Hoheit über öffentliche Gewässer kommt den Gemeinden zu.Beteiligungen  an KohlekraftwerkenArt. 83aDer Kanton beteiligt sich nicht an Unternehmen, welche Investitionen in Kohlekraftwerke tätigen. Im Rahmen seiner rechtlichen und politischen Möglichkeiten sorgt er dafür, dass Unternehmen mit Beteiligung des Kantons auf Investitionen in Kohlekraftwerke verzichten. Angenommen in der Volksabstimmung vom 14. Juni 2015, in Kraft seit 1. Nov. 2016. Gewährleistungsbeschluss vom 27. Sept. 2016 (BBl 2016 7899 Art. 3, 3705).4. WirtschaftWirtschaftspolitikArt. 84 Kanton und Gemeinden schaffen günstige Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige und nachhaltige Wirtschaft. Sie betreiben eine aktive Wirtschaftsförderung. Sie fördern die Bestrebungen der Wirtschaft im Hinblick auf die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Sie unterstützen Massnahmen zur beruflichen Umschulung, Weiterbildung und Wiedereingliederung sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie treffen Massnahmen, um die Regelungsdichte und administrative Belastung für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), so gering wie möglich zu halten. Angenommen in der Volksabstimmung vom 29. Jan. 2012, in Kraft seit 29. Jan. 2012. Gewährleistungsbeschluss vom 11. März 2013 (BBl 2013 2619 Art. 1 Ziff. 4; 2012 195).Regale und MonopoleArt. 85 Die Regalrechte des Kantons sind:1. das Salzregal;2. das Jagdregal;3. das Fischereiregal. Das Bergregal ist ein Regalrecht der Gemeinden. Die Regalrechte geben das ausschliessliche Recht zur Nutzung. Der Kanton beziehungsweise die Gemeinde kann das Nutzungsrecht selbst wahrnehmen oder auf Dritte übertragen. Der Kanton kann durch Gesetz Monopole begründen und ausüben, wenn es das öffentliche Interesse erfordert. Bestehende Privatrechte bleiben vorbehalten.5. Soziales, Gesundheit und FamilieIntegrationArt. 86 Kanton und Gemeinden sorgen für ausreichende Betreuung, Unterstützung und Eingliederung von hilfsbedürftigen Menschen. Sie fördern die soziale und berufliche Eingliederung von Menschen, die wegen einer Behinderung, einer Krankheit oder aus anderen Gründen benachteiligt sind. Sie setzen sich im Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren dafür ein, dass Behinderungen angemessen berücksichtigt werden. Sie sorgen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für behindertengerechten Zugang zu öffentlichen Bauten und Anlagen.GesundheitArt. 87 Der Kanton regelt das öffentliche Gesundheitswesen. Kanton und Gemeinden sorgen für eine zweckmässige, wirtschaftliche und ausreichende medizinische Versorgung und Pflege. Sie fördern und unterstützen die Gesundheitsvorsorge sowie die Suchtprophylaxe.FamilieArt. 88Kanton und Gemeinden schaffen günstige Rahmenbedingungen für Familien.6. Bildung, Kultur und FreizeitBildungArt. 89 Der Unterricht an den öffentlichen Schulen beruht auf einer christlich-humanistischen Grundlage. Er ist konfessionell und politisch neutral und von Toleranz geprägt. Kanton und Gemeinden sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Grundschulunterricht erhalten. Sie fördern durch ein angemessenes Bildungsangebot die Eingliederung von Kindern mit Behinderungen in die Gesellschaft. Der Kanton sorgt für den Mittelschulunterricht, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie den Zugang zu höheren Fachschulen und Hochschulen. Zu diesem Zweck kann er Schulen führen oder unterstützen. Er achtet auf ein dezentrales Mittel- und Berufsschulangebot und fördert höhere Fachschulen und Hochschulen im Kanton.Kultur und ForschungArt. 90Kanton und Gemeinden fördern das künstlerische, kulturelle und wissenschaftliche Schaffen sowie den kulturellen Austausch. Sie nehmen dabei auf die sprachliche Vielfalt und die regionalen Besonderheiten Rücksicht.Freizeitgestaltung und SportArt. 91Kanton und Gemeinden unterstützen die sinnvolle Freizeitgestaltung, die Jugendarbeit und den Sport.7. Internationale ZusammenarbeitGrenzüberschreitende Zusammenarbeit und humanitäre HilfeArt. 92 Der Kanton unterstützt und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Er unterstützt die humanitäre Hilfe für Not leidende Menschen und Völker.VII. FinanzordnungGrundsätzeArt. 93 Die öffentlichen Mittel sind sparsam, wirtschaftlich und wirksam einzusetzen. Der Finanzhaushalt soll unter Berücksichtigung der Wirtschaftsentwicklung mittelfristig ausgeglichen sein. Jede Ausgabe setzt eine Rechtsgrundlage, einen Kreditbeschluss und eine Bewilligung für die Zahlung voraus. Kosten sind grundsätzlich durch die Verursacher zu tragen.SteuerkompetenzenArt. 94 Die Kompetenzen des Kantons und der Gemeinden zur Erhebung von Steuern werden durch Gesetz festgelegt. Die Steuerkompetenzen der Landeskirchen und der Kirchgemeinden richten sich nach den Bestimmungen über Staat und Kirchen.Grundsätze der BesteuerungArt. 95 Soweit es die Art der Steuer zulässt, sind bei der Ausgestaltung der Steuern die Grundsätze der Allgemeinheit, der Gleichheit und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu beachten. Die Steuern sind so zu bemessen, dass die wirtschaftlich Schwachen geschont werden, der Leistungswille erhalten bleibt, die Selbstvorsorge gefördert wird und die Wettbewerbsfähigkeit gewahrt bleibt. Die interkommunale Doppelbesteuerung ist untersagt.FinanzausgleichArt. 96 Der Kanton stellt den Finanzausgleich sicher. Durch den Finanzausgleich werden ausgewogene Verhältnisse in der Steuerbelastung und in den Leistungen der Gemeinden und Regionen angestrebt. Das Gesetz kann zum Abbau regionaler Ungleichgewichte, für die Erfüllung besonderer Funktionen durch eine Gemeinde oder Region sowie zur Förderung bestimmter Aufgaben zusätzliche Beiträge vorsehen.FinanzaufsichtArt. 97Der Grosse Rat übt die Finanzaufsicht aus. Er wird dabei durch ein unabhängiges Kontrollorgan unterstützt.VIII. Staat und KirchenLandeskirchen und KirchgemeindenArt. 98 Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche sind öffentlich-rechtlich anerkannt. Die Evangelisch-reformierte Landeskirche und ihre Kirchgemeinden sowie die Katholische Landeskirche und ihre Kirchgemeinden sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Durch Gesetz können weitere Religionsgemeinschaften öffentlich-rechtlich anerkannt werden.AutonomieArt. 99 Die Landeskirchen und ihre Kirchgemeinden regeln ihre Angelegenheiten im Rahmen des kantonalen Rechts selbständig. Sie sind berechtigt, von ihren Mitgliedern Steuern nach den für die Gemeinden geltenden Grundsätzen zu erheben. Den Kirchgemeinden steht das Recht zu, ihre Geistlichen zu wählen und zu entlassen. Der Kanton hat die Oberaufsicht über die rechtmässige Verwendung der finanziellen Mittel und die Einhaltung der Rechtsordnung. Er kann durch Gesetz von juristischen Personen eine Kultussteuer erheben.Religionsgemeinschaften des PrivatrechtsArt. 100Die übrigen Religionsgemeinschaften unterstehen dem Privatrecht.IX. Änderung der KantonsverfassungTotal- und TeilrevisionArt. 101 Die Verfassung kann jederzeit ganz oder teilweise revidiert werden. Eine Teilrevision kann eine einzelne Bestimmung oder mehrere sachlich zusammenhängende Bestimmungen umfassen. Das Volk entscheidet aufgrund einer Volksinitiative oder eines Beschlusses des Grossen Rates, ob eine Totalrevision der Verfassung einzuleiten sei. Bei einer Totalrevision kann die Verfassungsvorlage anstelle einer Variante gemäss Artikel 19 eine oder mehrere Varianten enthalten, über die vorgängig oder gleichzeitig gesondert abzustimmen ist.X. SchlussbestimmungenInkrafttretenArt. 102 Diese Verfassung tritt auf den 1. Januar 2004 in Kraft. Auf diesen Zeitpunkt wird die Verfassung für den Kanton Graubünden vom 2. Oktober 1892 aufgehoben. Änderungen der Kantonsverfassung vom 2. Oktober 1892, die zwischen der Beschlussfassung im Grossen Rat über die Verfassung und deren In-Kraft-Treten erfolgen, werden vom Grossen Rat in die neue Kantonsverfassung eingefügt. Der entsprechende Beschluss untersteht nicht dem Referendum.Beschränkte Weitergeltung des bisherigen RechtsArt. 103 Erlasse, die von einer nicht mehr zuständigen Behörde oder in einem nicht mehr zulässigen Verfahren beschlossen worden sind, bleiben in Kraft. Die Änderung dieser Erlasse richtet sich nach dieser Verfassung. Bis zum In-Kraft-Treten entsprechender gesetzlicher Bestimmungen gelten folgende Bestimmungen der Verfassung für den Kanton Graubünden vom 2. Oktober 1892 weiter:1.  Art. 27 Abs. 1 und 2: Den Departementen wird zur Behandlung aller wichtigen Fragen des Erziehungs- bzw. Gesundheitswesens je eine von der Regierung gewählte Kommission beigegeben. Die Erziehungskommission besteht aus neun, die Sanitätskommission aus fünf Mitgliedern. Der jeweilige Departementsvorsteher ist von Amtes wegen Präsident der Kommission. Die übrigen Mitglieder der Kommission werden auf vier Jahre gewählt und sind wieder wählbar.2.  Art. 39 Abs. 4:Der Kreisrat besteht aus dem Kreispräsidenten, seinem Stellvertreter und, soweit die Kreisverfassung nicht eine andere Zusammensetzung vorsieht, den Präsidenten der Kreisgemeinden.3.  Art. 40 Abs. 5 Satz 2 und 3 sowie Abs. 6: Die Erhebung von Gemeindesteuern ist subsidiär nach billigen und gerechten Grundsätzen zulässig. Die Erhebung einer Quellensteuer und die Besteuerung juristischer Personen für Gewinn und Kapital steht nur dem Kanton zu. Allfällige Progressivsteuern dürfen die Progressionsansätze des jeweiligen kantonalen Steuergesetzes nicht überschreiten. Die Gemeinden sind nicht befugt, vom Kanton für dessen Liegenschaften, Gebäulichkeiten und staatliche Einrichtungen jeder Art Steuern zu erheben. Bis längstens 31. Dezember 2008 gilt Artikel 38 Absatz 2 der Verfassung für den Kanton Graubünden vom 2. Oktober 1892 weiter:Sie sind berechtigt, ihre politischen und administrativen Angelegenheiten durch allgemein verbindliche Verordnungen zu regeln, und zur Deckung ihrer Verwaltungsausgaben nach billigen und gerechten Grundsätzen Kreissteuern zu erheben. Die Erhebung einer Quellensteuer steht nur dem Kanton zu. Allfällige Progressivsteuern dürfen die Ansätze des jeweiligen kantonalen Steuergesetzes nicht überschreiten.Anpassung der GesetzgebungArt. 104 Ist nach dieser Verfassung neues Recht zu erlassen oder bestehendes Recht zu ändern, so hat dies ohne Verzug zu geschehen. Die Regierung unterbreitet dem Grossen Rat innert drei Jahren ab In‐Kraft-Treten dieser Verfassung Vorschläge für die erforderliche Anpassung der Gesetzgebung.Behörden und GerichteArt. 105 Die Mitglieder der Behörden und Gerichte bleiben unter Vorbehalt der folgenden Ausnahmen bis zum Ablauf der Amtsperiode nach bisherigem Recht im Amt:1. Die Amtsdauer der Mitglieder des Grossen Rates und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter wird bis 31. Juli 2006 verlängert.2. Die Amtsdauer der Kreispräsidentinnen und Kreispräsidenten sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter wird bis 31. Juli 2006 verlängert.3. Die Amtsdauer der bündnerischen Mitglieder des Ständerates wird bis 25. November 2007 verlängert. Für Neuwahlen und Ersatzwahlen gelten die Bestimmungen dieser Verfassung. Vollamtliche Mitglieder einer richterlichen Behörde bedürfen bis zum Erlass entsprechender gesetzlicher Bestimmungen der Bewilligung der Justizkommission des Grossen Rates für jegliches Ausüben einer Nebenbeschäftigung. Diese Tätigkeiten dürfen die uneingeschränkte Erfüllung der Amtspflichten, die Unabhängigkeit und das Ansehen des Gerichts nicht beeinträchtigen. Die Justizkommission kann eine angemessene Reduktion des Arbeitsumfanges oder eine Abgabepflicht der für die Ausübung der Nebenbeschäftigung bezogenen Entschädigung festlegen. Die Bestimmungen für vollamtliche Mitglieder einer richterlichen Behörde bleiben anwendbar. Für das verfassungsgerichtliche Verfahren sind bis zum Erlass entsprechender gesetzlicher Bestimmungen die Vorschriften über das Verwaltungsgerichtsverfahren sinngemäss anwendbar.Politische RechteArt. 106 Das Zustandekommen und die Gültigkeit von Volksinitiativen und Referenden, die vor der Annahme dieser Verfassung bei der Standeskanzlei angemeldet worden sind, werden nach bisherigem Recht beurteilt. Die bei In-Kraft-Treten dieser Verfassung vom Grossen Rat verabschiedeten Vorlagen unterstehen der Volksabstimmung nach bisherigem Recht. Volksinitiativen auf Teilrevision der bisherigen Verfassung, die bis zur Annahme der neuen Verfassung eingereicht werden, wandelt der Grosse Rat in Vorlagen zur Teilrevision der neuen Verfassung um.RegionalverbändeArt. 107 Regionale Organisationen der interkommunalen Zusammenarbeit, die beim In-Kraft-Treten der neuen Verfassung noch keine Regionalverbände im Sinne der Verfassung sind, werden bis 31. Dezember 2006 wie Regionalverbände behandelt. Dem Vorstand der Regionalverbände obliegt es, den zuständigen Organen und Gemeinden bis 31. Dezember 2004 Vorschläge für die künftige Ausgestaltung eines Regionalverbandes zu unterbreiten.Kreise, Bezirke, RegionalverbändeArt. 108 Kreise, welche von Gemeinden delegierte Aufgaben wahrnehmen, bestehen bis zwei Jahre nach Inkrafttreten der Einteilung des Kantons in Regionen als Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts weiter. Die Amtsdauer der Präsidentinnen und Präsidenten sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter der übrigen Kreise verlängert sich bis zum Aufhebungszeitpunkt. Bis Ende 2016 bilden die Bezirke Gerichtssprengel für die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit. Deren Rechtsstellung richtet sich nach dem Gesetz. Ab Inkrafttreten der Einteilung des Kantons in Regionen dürfen den Kreisen und Regionalverbänden keine Aufgaben mehr zugewiesen werden. Die Staatshaftung für sowie die Aufsicht über die Kreise, Bezirke und Regionalverbände sind für die gesamte Dauer ihres Bestehens in dem Masse gewährleistet, wie dies die Verfassung des Kantons Graubünden vom 18. Mai 2003/14. September 2003 vorsah. Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2014, Abs. 2–4 seit 1. Jan. 2015. Gewährleistungsbeschluss vom 23. Sept. 2013 (BBl 2013 7827 Art. 1 Ziff. 4 3931).SachregisterDie Zahlen verweisen auf die Artikel und Artikelteile der VerfassungAlter– als Voraussetzung von Stimm- und Wahlrecht 9Amt– Amtsdauer – Grosser Rat 23, 105– Kreispräsidenten 105– Präsident und Vizepräsident der Regierung 39 ,40– Regierung 23, 39– Richterliche Behörden 23, 105– Ständerat 23, 105– Amtsenthebung 21– Amtsinhaber. Wahl durch Grossen Rat 36– Amtspflichten der richterlichen Behörden 105– Amtsträger. Wahl durch die Stimmberechtigten 11– Einstellung im Amt 21– Unvereinbarkeit von Ämtern 22– Verantwortung 24, 26– Wählbarkeit 9Anstalten. Selbständige– Haftung 26Aufsicht (Oberaufsicht)– Aufsichtsbehörde. Unvereinbarkeit 22– des Grossen Rates– Aufsichtsinstanz. oberste 30– Finanzaufsicht 97– Rechtspflege 52– Regierung 33– des Kantons– Gewässer 83– Kirchgemeinden 99– des Kantonsgerichts– Zivil- und Strafrechtspflege 52– der Regierung– Träger öffentlicher Aufgaben 47, 50– Gemeinden 67– Regionanen 74Ausbildung s. BildungAusgaben– Finanzreferendum– fakultatives 17– obligatorisches 16– Kompetenz des Grossen Rates 35– Verwaltungsausgaben der Kreise 103Ausserordentliche Lagen 48Begnadigung 37Behörden– Amtsenthebung 21– Gemeindebehörden s. Gemeinden– Gesetzgebende 30– Grosser Rat 11, 14, 16, 18, 19, 21–25, 27–37, 30, 42, 44, 46–52, 58, 59, 68, 97, 101, 102, 104–106– Information 25– Justiz s. Gerichte– Kollegialbehörde 38– legislative Gewalt des Volks 10, 11, 12–15, 16–18– Organisation und Aufgaben 31– Regierung 21–25, 33–34, 36, 38–50, 58, 59, 74, 103, 104– Richterliche 51, 56– Treu und Glauben 5– Unvereinbarkeiten 22– Verantwortung 24, 26– Wählbarkeit 21– Zusammenarbeit 4– Zuständigkeit 103Berichterstattung– des Kantons- und Verwaltungsgerichts 51a– der Regierung 47Berufsgeheimnis 28Beschlüsse– als Gegenstand einer Initiative 12, 13– als Gegenstand eines Referendums 16–19– Bundesbeschlüsse und Bundesgesetze 58– des Grossen Rates 34, 35, 42, 44, 101, 102– der Regierung 38, 48– Finanzbeschlüsse 35, 93– Weitergeltung des bisherigen Rechts 103Beschwerde– gegen Entscheide der Behörden 55– gegen den Entscheid der Ungültigkeit einer Volksinitiative 14Bezirke 108Bildung 89Budget– des Kantons- und Verwaltungsgerichts 51a– Fehlende Referendumsfähigkeit 17– Festsetzung durch Grossen Rat 35– Verabschiedung durch Regierung 46Bund– Verhältnis zum Bund 2– Bundesgericht– Unvereinbarkeiten 22– Bundesrecht– Vollzug im Umweltschutz sowie Natur- und Heimatschutz 81– Vorrang 55– Bundesverfassung 7, 8– Bundesversammlung– Einreichung der Standesinitiative 12, 59– Unvereinbarkeiten 22– Mitwirkungsrechte auf Bundesebene– Ständeratswahl 57– Kantonsreferendum 58– Standesinitiative 59– Verkehr mit dem Bund 47Bürgergemeinden 60, 61Delegation, von Rechtsetzungsbefugnissen 50Departemente 49Einteilung des Kantonsgebietes 68Energie 82, 83aErziehung– Allgemeines s. Bildung– Erziehungskommission– Wahl 103Familie 88Finanzausgleich 96Finanzordnung 93–97Finanzplan– Kompetenzen des Grossen Rats 34, 35– Kompetenzen der Regierung 34, 46Finanzreferendum– fakultatives 17– obligatorisches 16Forschung 90Freiheit Präambel– freiheitlicher Rechtsstaat 1Gegenvorschlag 16Geistliche Wahl 99Gemeinden– Bürgergemeinden 61– Aufgaben– Allgemeines 75, 76– Bildung, Kultur und Forschung, Freizeitgestaltung und Sport 89–91– Raumplanung, Umwelt, Energie, Verkehr und Telekommunikation 80–83– Sicherheit, Öffentliche Ordnung 79– Soziales, Gesundheit, Integration und Familie 88– Sprachen 3– Steuerkompetenzen 94, 103– Wirtschaftspolitik 84, 85– Aufgabenübertragung an Regionen 74– Aufgabenverteilung mit Kanton 31– Aufsicht 67– Finanzausgleich 96– Gemeindeautonomie 55, 65– Initiativrecht 12– Interkommunale Zusammenarbeit 62–64, 67– Interkommunale Doppelbesteuerung 95– Kirchgemeinden 98, 99– Organe 66– Gemeindebehörden 11, 66– Gemeindeparlament 66– Gemeindeversammlung 10, 66– Gemeindevorstand 66– Politische Gemeinden 60– Referendumsrecht 17– Regionalverbände und -korporationen 74, 107– Staatshaftung 26– Stellung und Organisation 65–67– Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer 9– Zusammenschluss 63, 64Gerichte– Amtsdauer 23, 105– Amtsenthebung 21– Regionalgericht– Wahl 11– Zivil- und Strafgerichtsbarkeit 54, 71– Budgetentwurf 51a– Gerichtsbarkeit 54, 55– Gerichtssprengel 71– Gewaltenteilung und Gewalten-hemmung 4– Information 25– Jahresbericht 51a– Kantonsgericht– Aufsicht durch Grossen Rat 33, 52– Justizaufsicht 52– Wahl 36– Zivil- und Strafgerichtsbarkeit 54– Öffentlichkeit der Verhandlungen 53– Organisation der Gerichte, Justizverwaltung 31, 51– Rechnung 51a– Unabhängigkeit und Unparteilichkeit 51– Unvereinbarkeiten 22– Verwaltungsgericht– Aufsicht durch Grossen Rat 33, 52– Gültigkeit von Initiativen 14– Finanzen 51a– Mitwirkung im Grossen Rat 51a– Rechtsetzung 51a– Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit 55– Wahl 36– Wählbarkeit 21– Wahl der Mitglieder des/der– Regionalgerichte 11– Kantons- und Verwaltungsgerichts 36– weitere richterliche sowie aussergerichtliche Behörden 56Gesetze– befristete Gültigkeit und Wirksamkeit 31– Bundesgesetze– Kantonsreferendum 58– Dringlichkeitsrecht 18– Entwürfe 44– Ermächtigung zum Verordnungsrecht 32– Gegenvorschlag 16– Gesetzgebung des Grossen Rats 30, 31, 104– Rechtsstaat 1, 5, 33– Verletzung 55– Volksinitiative und Referendum 12–19– Vollzug durch Regierung 42– Gegenstand:– Abgaben 31– Aufgabenverteilung zwischen Kanton und Gemeinde 31, 76– Aufsicht– Gemeinden 67– Regionen 74– Auskunfts- und Einsichtsrechte 28– Ausserordentliche Lagen 48– Begnadigungsgesuche 37– Regionen. Rechtsstellung 71– Bürgergemeinden 61– Finanzausgleich 96– Gemeindeorgane 66– Gerichtsbehörden 56– Grundrechtsbeschränkungen 31– Immunität 24– Interessenvertretung 41– Interkommunale Zusammenarbeit 62– Monopole und Regale 85– Nebenbeschäftigungen von Richtern 51, 105– Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen. Ausnahmen 53– Organisation und Aufgaben der Behörden und Gerichte 31– Religionsgemeinschaften. Anerkennung 98– staatliche Leistungen 31– Staatshaftung. Ausnahmen 26– Stellvertretung im Grossen Rat 27– Steuergesetzgebung 35, 94, 99– Stimm- und Wahlrecht der Auslandschweizer 9– Übergangsbestimmungen 103– Übertragung von Aufgaben 31– Unvereinbarkeit 22– Verwaltungsgerichtsbarkeit 55– Wahlbefugnisse für Behörden 11, 36– Wählbarkeits- und Anstellungsvoraussetzungen für das Staatspersonal 21– Zusammenschluss von Gemeinden 63Gesundheitswesen 87– Integration 86– Kommission 103Gewaltenteilung und Gewalten-hemmung 4Gewässer– Aufsicht 83– Versorgung 82Gleichstellung– Benachteiligte wegen einer Behinderung oder einer Krankheit 86– Chancengleichheit 75– soziale und berufliche Eingliederung 86– von Frau und Mann 75Grosser Rat– Amtsdauer 23, 105– Aufsicht und Oberaufsicht 33, 51, 52– Begnadigungsgesuche 37– Beschlüsse– Dringlichkeit 18– Kantonsverfassung 101, 102– dem Referendum unterstellt 16–19– über Volksinitiativen 14, 15– Vollzug 42– Budget und Staatsrechnung 46– Finanzen 35– Aufsicht 97– Gegenvorschlag 15, 16– Genehmigung durch Grossen Rat– Ausserordentliche Lagen 48– Gesetzgebung 31, 32– Haftung 26– Immunität 24– Kantonsreferendum 58– Kommissionen 36– Kompetenzen und Aufgaben 30– Mitwirkung der Regierung 44– Öffentlichkeit der Sitzungen 29– politischen Ziele und Leitsätze, Planung 34– Rechtsetzungsbefugnisse 31, 32– Standesinitiative 59– Stellung der Ratsmitglieder 28– Teilnahme der Präsidenten von Kantons- und Verwaltungsgericht an den Sitzungen 51a– Unvereinbarkeiten 22– Verteilung der Sitze 27– Wahl des Grossen Rates 11– Wahl durch den Grossen Rat 36, 40– Wählbarkeit 21– Zusammensetzung 27Humanitäre Hilfe 92Initiative– Private 75– Standesinitiative 59– Volksinitiative 12–15– Form 13– Gegenstand 12, 101– Ungültigkeit 14, 106– Verfahren 15, 16Justiz Aufsicht 33, 51aKanton– Allgemein 1, 21, 22, 30– Aufgaben– Allgemeines 75, 76, 77– Bildung 89– Familie 88– Freizeitgestaltung und Sport 91– Gesundheitswesen 87– Gewässer 83– Infrastruktur 82– Integration 86– Kultur und Forschung 90– Natur- und Heimatschutz 81– Öffentliche Ordnung und Sicherheit 79– Parteienförderung 20– Raumplanung 80– Regalrechte 85– Sprachen 3– Umweltschutz 81– Wirtschaftspolitik 84– Aufgabenverteilung zwischen Kanton und Gemeinden 31, 64– Beteiligungen 83a– Beziehungen mit anderen Kantonen, dem Bund und mit benachbarten Ländern 2– grenzüberschreitende Zusammenarbeit 92– Finanzausgleich 96– Interessenvertretung 41– Interkantonale und internationale Verträge 16, 17, 32, 45– Kantonales Recht 43, 60, 65, 74, 99– Kantonale Verwaltung 49, 50– Kantonsgebiet– Einteilung 68– Wahlkreis 39, 57– Kantonsgericht– Aufsicht durch Grossen Rat 33, 52– Finanzen 51a– Justizaufsicht 52– Mitwirkung im Grossen Rat 51a– Rechtsetzungskompetenzen 51a– Wahl 36– Zivil- und Strafgerichtsbarkeit 54– Kantonsreferendum 58– Kantonsverfassung– alte 102, 103– Revision 12, 13, 16, 101– Kirchen. Oberaufsicht durch den Kanton 99– Landes- und Amtssprachen 3– Staatshaftung 26– Standesinitiative 59– Steuerkompetenzen 94– Stimm- und Wahlrecht 9– Übertragung von Aufgaben– an Regionalverbände 72– an Träger ausserhalb der Verwaltung 50– Vertretung durch Regierung 42– Zusammenarbeit 2, 47– Interkantonale Verträge 17, 32, 45Katastrophen. Schutz vor 79Kirchen– öffentlich-rechtlich anerkannte Kirchen 55, 94, 98–100– Autonomie 55, 99– Steuerkompetenzen 94– Kirchgemeinden 98– Autonomie 99– Steuerkompetenzen 94Kohlekraftwerke 83aKMU 84Kommissionen– des Grossen Rates 24, 36– Justizkommission 105– Erziehungs- und Sanitätskommission 103Korporationen s. RegionalverbändeKreise 108– Kreisgemeinde 103– Kreispräsidium– Amtsdauer 105– Kreisrat 103– Kreissteuern 103Kultur 89, 90Kultussteuer 99Legislaturplanung 34Mehrheitswahl– der Regierung 39– der Ständeräte 57– des Grossen Rates 27Mindestquoren 27Monopole 85Nationalrat 21, 57Öffentliche /-er /-es– Aufgaben– andere Träger 31, 33, 50– Erfüllung 75–77– Überprüfung 78– Bauten und Anlagen 86– Gewässer 83– Infrastruktur 82– Mittel 93– Öffentliches Gesundheitswesen 87– Öffentliches Interesse 5, 76, 85– Öffentlicher Verkehr 82– Ordnung 47, 79– Schulen 89– Sicherheit 48, 79Öffentlichkeit– der Gerichtsverhandlungen 53– der Sitzungen des Grossen Rates 29– Information der 25Öffentlich-rechtlich– anerkannte Kirchen 98– Körperschaften 26, 60– Streitigkeiten 55Ordnung, öffentliche 47, 79Parteien, politische 20Private– Gewässer 83– Handeln nach Treu und Glauben 5– Initiative 75– Zusammenarbeit mit Privaten 76Privatrecht– Bestehende Privatrechte 85– Religionsgemeinschaften 100Raumplanung 80–82Rechnung– des Kantons- und Verwaltungsgerichts 51a– fakultatives Referendum 17– Genehmigung 35Recht(e)– Auskunfts- und Einsichtsrecht 28– Dringlichkeitsrecht 18– Gemeindeautonomie 55, 65– Grundrechte 7, 8– Guter Glaube 5– Initiative und Referendum s. Initiative, Referendum– politische Rechte 9–19, 21, 106– Rechtsstaat 5– Verfassungsgerichtsbarkeit 55– Stimm- und Wahlrecht, Wählbarkeit 9, 10Rechtsetzungsbefugnisse, Delegation 50Rechtsprechung– Aufsicht 52– öffentlich-rechtliche Streitigkeiten 55– Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 55– Zivil- und Strafgerichtsbarkeit 54Referendum– fakultatives 17– Finanzreferendum s. dort– Kantonsreferendum 58– obligatorisches 16– Referendumsbegehren– gegen Bundesgesetze und Bundesbeschlüsse 58– gegen kantonale Gesetze 12, 17, 101Regale 85Regierung– Amtsdauer 23– Ausarbeitung des Finanzplans 46– ausserordentliche Lagen 48– Berichterstattung und weitere Kompetenzen 47– Budget und Staatsrechung 46– Finanzen 46– Haftung 26– Immunität 24– interkantonale und internationale Verträge 45– Kompetenzen und Aufgaben im Allgemeinen 42– Leitung der Verwaltung 43– Mitwirkung im Grossen Rat 44– Nebenbeschäftigung und Interessen-vertretung 41– Rechtsetzung 45– Präsidium 36, 40– Unvereinbarkeiten 22– Wahl 11, 39– Wahl des das Präsidiums der Regierung 36– Wählbarkeit 21– Zusammensetzung 38Regionalverbände 107, 108Regionen 68, 71– Aufsicht 74– Zusammenarbeit 76Religion s. KirchenRevision s. VerfassungRichter s. GerichteSchlussbestimmungen 102–107Schulwesen– Allgemeines s. Bildung– Erziehungs- und Sanitätskommission 103– Grundschule 89– Schulsprache 3Sicherheit und Ordnung 47, 48, 79Souveränität s. StaatSoziales– Familie 88– Integration 86Sport und Freizeitgestaltung 91Sprachen– Landes- und Amtssprachen 3– Minderheiten 3– sprachliche Vielfalt 90Staat– Gewaltenteilung 4– Souveränität 2, 31– staatliches Handeln– Billigkeitshaftung bei rechtmässigem 26– Grundsätze 1–5– Ziele und Mittel 42– Staatsaufsicht s. Aufsicht– Finanzen 44, 46, 93–97– Staatsverträge s. VerträgeStaatshaftung 26Staatspersonal– Aufsicht 33, 47, 50– Haftung 26– Unvereinbarkeiten 22– Wählbarkeit und Anstellung 21Staatsräte s. RegierungStänderat 21, 57Standeskanzlei 49Steuern– Gemeindesteuern 65, 103– Grundsätze der Besteuerung 95– Doppelbesteuerung 95– Kirchensteuern 94, 99– Kompetenzen 35, 94, 103– Kreis der Abgabepflichtigen 31– Kreissteuern 103– Quellensteuer 103– Steuerfuss 17, 103Stimmrecht 9, 10Strassen s. VerkehrTelekommunikation 82Umweltschutz 81, 82Unvereinbarkeiten 22Verantwortlichkeit s. StaatshaftungVerantwortung, individuelle und gesellschaftliche 6Verfassung– Anpassung der Gesetzgebung 104– beschränkte Weitergeltung des bisherigen Rechts 103– Bundesverfassung 8– Entwürfe für Verfassungsänderungen 44– Grundrechte 7, 31, 55– Inkrafttreten, Änderungen und Aufhebungen 102, 103– Neu- und Ersatzwahlen der Behörden und Gerichte 105– Total- und Teilrevision 12, 13, 16, 101– Übergangs- und Schlussbestimmungen 101, 106– Verfassungsgerichtsbarkeit 55– Volksinitiative 12Verhältniswahl– des Grossen Rates 27Verkehr. Öffentlicher 82Verordnungen oder Beschlüsse ohne gesetzliche Grundlage 48Verträge– interkantonale 16, 17, 32, 45– internationale 16, 17, 32, 45, 58– Kompetenzen 32, 45– Volksabstimmung 16, 58Verwaltung– Aufsicht 22, 30, 33, 47, 50, 52, 67, 74, 83, 97, 99 s. auch Aufsicht, Behörden, Kanton– Departemente 49– Leitung und Aufsicht 43– Oberaufsicht 33– Verwaltungsgericht s. GerichteVerwaltungsgerichtsbarkeit 55Volksabstimmungen– Abstimmungen im Grossen Rat 28– Grundsätze 10– Initiative und Referendum 12–19, 101– Stimm- und Wahlrecht 58, 59– über Gesetze 58, 59– Variantenabstimmungen 19– Verfahren 15– s. auch WahlenVollziehung– der Gesetze, Verordnungen und Beschlüsse 42– des Bundesrechts 81– des Dringlichkeitsrechts 18Vorschlagsrecht s. InitiativeWählbarkeit 21Wahlbefugnisse des Volks 11Wahlen– durch den Grossen Rat– Kantonsgericht 36– Präsidium der Regierung 36, 40– Verwaltungsgericht 36– durch die Regierung 47– Volkswahlen– Regionalgericht 11– Grosser Rat 27– National- und Ständeräte 57– Regierung 39Wahlrecht 9, 10Wirtschaft– Förderung 84– Wirtschaftsentwicklung 93Zusammenarbeit– interantional 92– national 2

input-rm131.226Rumantsch è ina lingua naziunala, ma ina lingua parzialmain uffiziala da la Confederaziun, numnadamain en la correspundenza cun persunas da lingua rumantscha. La translaziun d’in decret federal serva a l’infurmaziun, n’ha dentant nagina validitad legala.Constituziun dal chantun Grischundals 18 da matg 2003/14 da settember 2003 (versiun dals 20 da settember 2023) Questa publicaziun sa basa sin las midadas en il rom da las garanzias federalas publitgadas en il BBl. Ella po divergiar temporarmain da la publicaziun en la collecziun da leschas chantunalas. La data da la versiun è pia quella da l’ultima garanzia federala publitgada en il Fegl uffizial federal.Nus, il pievel dal chantun Grischun,conscients da nossa responsabladad avant Dieu sco er envers ils conumans e la natira,cun l’intenziun da proteger la libertad, la pasch e la dignitad umana, da garantir la democrazia ed il stadi da dretg, da promover la prosperitad e la giustia sociala e da mantegnair in ambient intact per las generaziuns futuras,cun l’intenziun da promover la trilinguitad e la varietad culturala e da mantegnair quellas sco part da l’ierta istorica,ans dain la sequenta constituziun:I. Disposiziuns generalas e princips da l’agir dal stadiIl chantun GrischunArt. 1Il chantun Grischun è in stadi da dretg liberal, democratic e social.Relaziuns cun la confederaziun, cun ils chantuns e cun l’exteriurArt. 2 Il chantun Grischun è in chantun autonom da la confederaziun svizra. El sustegna la confederaziun en l’adempliment da sias incumbensas. El collavura cun auters chantuns e cun l’exteriur vischin. El promova la communicaziun ed il barat tranter las parts dal pajais e las cuminanzas linguisticas da la Svizra.LinguasArt. 3 Il tudestg, il rumantsch ed il talian èn las linguas chantunalas ed uffizialas equivalentas dal chantun. Il chantun e las vischnancas sustegnan e prendan las mesiras necessarias per mantegnair e per promover la lingua rumantscha e taliana. Els promovan la communicaziun ed il barat tranter las cuminanzas linguisticas. Las vischnancas determineschan lur linguas uffizialas e lur linguas da scola, e quai en il rom da lur cumpetenza ed en cooperaziun cun il chantun. En quest connex respectan ellas la cumposiziun linguistica usitada e resguardan las minoritads linguisticas tradiziunalas. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Separaziun e limitaziun da las pussanzasArt. 4 La structura dal stadi e l’applicaziun da la pussanza statala sa basan sin ils princips da la separaziun e da la limitaziun da las pussanzas. Las autoritads coopereschan en il rom da lur cumpetenzas per ademplir las finamiras dal stadi.Stadi da dretgArt. 5 La basa ed il cunfin da l’agir dal stadi è il dretg. L’agir dal stadi sto succeder en l’interess public e sto esser commensurà. Las autoritads e las persunas privatas ageschan en buna fai.Responsabladad individuala e socialaArt. 6Mintga persuna porta responsabladad per sasez e conresponsabladad per la cuminanza e per il mantegniment da la basa da viver.II. Dretgs fundamentals e finamiras socialasDretgs fundamentals e finamiras socialasArt. 7Ils dretgs fundamentals e las finamiras socialas èn garantids en il rom da la constituziun federala e da las cunvegnas internaziunalas impegnativas per la Svizra. SR 101Garanzias da procedura e protecziun legalaArt. 8Las garanzias da procedura e la protecziun legala èn garantidas en il rom da la constituziun federala e da las cunvegnas internaziunalas impegnativas per la Svizra. SR 101III. Dretgs politics1. En generalDretg da votar e d’elegerArt. 9 Il dretg da votar e d’eleger han tut las burgaisas svizras e tut ils burgais svizzers che han cumplenì il 18avel onn e ch’abitan en il chantun. Exclusas dal dretg da votar e d’eleger èn persunas che stattan sut assistenza cumplessiva u che vegnan represchentadas tras ina persuna che ha l’incumbensa d’avair quità dad ellas pervia d’incapacitad permanenta da giuditgar. La lescha regla il dretg da votar e d’eleger da las Svizras e dals Svizzers a l’exteriur en chaussas chantunalas. A norma dal dretg communal pon las vischnancas conceder a las Svizras ed als Svizzers a l’exteriur respectivamain a las estras ed als esters il dretg da votar sco er il dretg d’eleger activ e passiv en chaussas communalas. Acceptada dal pievel ils 11 da mars 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2013; garanzia dals 11 da mars 2013 (BBl 2013 2619 art. 1 cifra 4 195).Princips d’elecziun e da votaziunArt. 10 Il dretg d’eleger e da votar general, egual, liber, direct e secret è garantì. Resalvadas restan votaziuns cun tegnair si il maun en radunanzas communalas. Ils projects da votaziun duain esser simpels ed enclegentaivels. I sto vegnir garantida ina furmaziun ed ina manifestaziun nunfalsifitgada da la voluntad. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2017; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Cumpetenzas electoralasArt. 11Las persunas cun dretg da votar elegian:1.  las commembras ed ils commembers dal cussegl grond sco er lur suppleantas e suppleants;2.  las commembras ed ils commembers da la regenza;3.  las commembras grischunas ed ils commembers grischuns dal cussegl naziunal e dal cussegl dals chantuns;4. las commembras ed ils commembers da las dretgiras regiunalas;5. e 6. ...7.  las commembras ed ils commembers da las autoritads communalas a norma da la legislaziun;8.  ulteriuras autoritads, titularas e titulars d’in uffizi a norma da la legislaziun. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931). Abolì en la votaziun dal pievel ils 23 da sett. 2012, cun effect a partir dal 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).2. Iniziativa dal pievelObjectArt. 12 4 000 persunas cun dretg da votar u in settavel da las vischnancas pon pretender cun ina iniziativa ina revisiun totala u parziala da la constituziun chantunala. 3 000 persunas cun dretg da votar u in otgavel da las vischnancas pon pretender cun ina iniziativa:1.  da relaschar, da midar u d’abolir ina lescha u in conclus suttamess tenor la constituziun a la votaziun dal pievel;2.  d’inoltrar ina iniziativa dals chantuns a l’assamblea federala.FormaArt. 13 Ina iniziativa po vegnir inoltrada sco proposta generala u sco sboz elavurà. Ina iniziativa per ina revisiun totala da la constituziun chantunala u per l’elavuraziun d’in conclus dastga vegnir inoltrada mo sco proposta generala.NunvalaivladadArt. 14 Ina iniziativa è totalmain u parzialmain nunvalaivla, sch’ella:1.  na mantegna betg l’unitad da la furma u da la materia;2.  stat evidentamain en cuntradicziun cun il dretg surordinà;3.  n’è betg realisabla;4.  prevesa ina retroactivitad che na correspunda betg als princips dal stadi da dretg. Ella po vegnir declerada per parzialmain nunvalaivla, sche la voluntad da las iniziantas e dals iniziants na vegn betg sfalsifitgada tras quai e sch’ina unitad raschunaivla resorta dal project. Davart la nunvalaivladad decida il cussegl grond. Cunter questa decisiun po vegnir recurrì tar la dretgira administrativa.ProceduraArt. 15 Ina iniziativa dal pievel ed in sboz elavurà che sa basa sin ina proposta generala ston vegnir suttamess al pievel per la votaziun entaifer dus onns dapi l’inoltraziun u vegnir suttamess al referendum facultativ. Il termin po vegnir prolungà dal cussegl grond per sis mais. Il cussegl grond po confruntar mintga iniziativa cun ina cuntraproposta. Las votaziuns davart l’iniziativa e davart la cuntraproposta han lieu il medem mument.3. ReferendumReferendum obligatoricArt. 16A la votaziun dal pievel vegnan suttamess:1.  midadas da la constituziun chantunala;2.  la conclusiun, midada u visada da contracts interchantunals ed internaziunals cun in cuntegn che mida la constituziun;3.  iniziativas dal pievel che na vegnan betg acceptadas dal cussegl grond u las qualas el confrunta cun ina cuntraproposta;4.  conclus dal cussegl grond davart novas expensas singulas che surpassan 10 milliuns francs e davart novas expensas regularas annualas che surpassan 1 milliun francs;5.  conclus dal cussegl grond davart dumondas da princip tenor l’artitgel 19 alinea 1;6. ...Abolì en la votaziun dal pievel dals 3 da mars 2013, cun effect a partir dal 1. da matg 2013; garanzia dals 24 da sett. 2014 (BBl 2014 7859 art. 1 cifra 6 3723).Referendum facultativArt. 17 Sche 1 500 persunas cun dretg da votar u in dieschavel da las vischnancas pretendan il referendum facultativ, vegnan suttamess a la votaziun dal pievel:1.  il decret, la midada u l’aboliziun da leschas;2.  la conclusiun, la midada u la visada da contracts interchantunals ed internaziunals cun in cuntegn che mida la lescha;3.  conclus dal cussegl grond davart novas expensas singulas tranter 1 milliun francs e 10 milliuns francs sco er davart novas expensas regularas annualas tranter 300 000 francs ed 1 milliun francs. Il cussegl grond po suttametter al referendum facultativ conclus che pertutgan sia cumpetenza definitiva. Conclus davart il pe da taglia, davart il preventiv e davart il quint dal stadi sco er affars da giustia ed elecziuns na pon betg vegnir suttamess al referendum. La dumonda per exequir la votaziun dal pievel sto vegnir fatga entaifer 90 dis suenter la publicaziun uffiziala dal conclus.Dretg d’urgenzaArt. 18 Leschas che na supportan betg in retard da lur entrada en vigur, pon vegnir messas en vigur immediatamain, sch’il cussegl grond concluda l’urgenza cun ina maioritad da dus terzs da las commembras e dals commembers. Ellas èn suttamessas al referendum facultativ posteriur.Dumondas da princip e variantasArt. 19 Il cussegl grond po concluder votaziuns dal pievel davart dumondas da princip. El po proponer ina varianta per in project suttamess al referendum obligatoric u facultativ. Sch’i dat ina votaziun dal pievel, è da suttametter ultra dal project principal er la varianta a las persunas cun dretg da votar. Sch’i na dat betg ina votaziun dal pievel, scroda la varianta.4. Partidas politicasPosiziunArt. 20 Las partidas politicas coopereschan en il process da la furmaziun da l’opiniun e da la voluntad. Ellas pon vegnir sustegnidas dal chantun, premess che lur finamiras e che lur organisaziun correspundian als princips democratics ed als princips dal stadi da dretg.IV. Autoritads e dretgiras1. En generalElegibladadArt. 21 En las autoritads ed en las dretgiras chantunalas sco er en il cussegl dals chantuns èn elegiblas las persunas cun dretg da votar en il chantun. La lescha po prevair che la premissa d’elegibladad stoppia esser ademplida pir il mument da l’entrada en uffizi. Ulteriuras premissas d’elegibladad per las autoritads e per las dretgiras chantunalas sco er las cundiziuns d’engaschament dal persunal chantunal vegnan regladas en la lescha. La lescha regla la suspensiun da l’uffizi e la destituziun da l’uffizi dals commembers d’autoritads e da dretgiras. Acceptada dal pievel ils 26 da nov. 2006, entrada en vigur il 1. da schan. 2007; garanzia dals 6 da mars 2008 (BBl 2008 2493 art. 1 cifra 8, 2007 7663). Acceptada dal pievel ils 26 da nov. 2006, entrada en vigur il 1. da schan. 2007; garanzia dals 6 da mars 2008 (BBl 2008 2493 art. 1 cifra 8, 2007 7663).Incumpa-tibilitadsArt. 22 Nagin na po appartegnair a sia autoritad directa da surveglianza. Commembras e commembers da la regenza e da las autoritads giudizialas sco er il persunal chantunal en uffizi cumplain e principal na pon betg appartegnair al cussegl grond. Derschadras e derschaders na pon betg appartegnair il medem mument a la regenza u ad in’autra autoritad giudiziala en il chantun. Las commembras ed ils commembers da la regenza sco er las commembras ed ils commembers en uffizi cumplain d’ina autoritad giudiziala na pon betg appartegnair a l’assamblea federala u al tribunal federal. La lescha regla ulteriurs cas d’incumpatibilitad d’uffizis e d’incumbensas, l’exclusiun da parentas e da parents sco er las excepziuns.Perioda d’uffiziArt. 23La perioda d’uffizi dal cussegl grond, da la regenza, da las dretgiras sco er da las commembras e dals commembers dal cussegl dals chantuns munta a quatter onns.ImmunitadArt. 24 Las commembras ed ils commembers dal cussegl grond e da la regenza na pon betg vegnir fatgs giuridicamain responsabels per lur remartgas en il cussegl grond ed en sias cumissiuns. La lescha po prevair ulteriuras furmas d’immunitad ed extender quella sin ulteriuras persunas.InfurmaziunArt. 25Las autoritads e las dretgiras infurmeschan regularmain la publicitad davart lur activitad.Responsabladad dal stadiArt. 26 Il chantun, las regiuns e las vischnancas sco er las ulteriuras corporaziuns da dretg public ed ils instituts autonoms stattan buns, independentamain da la culpa, per donns che lur organs e che las persunas ch’èn en lur servetsch han chaschunà illegalmain exequind lur activitads da servetsch. La lescha po prevair excepziuns sco er ina responsabladad da duaivladad per donns chaschunads tras in agir legal. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).2. Il cussegl grondA. OrganisaziunCumposiziun ed elecziunArt. 27 Il cussegl grond sa cumpona da 120 commembras e commembers. L'elecziun succeda tenor la procedura electorala da proporz. La lescha po prevair quorums minimals ed ina cundiziun da maiorz. Il chantun è dividì en maximalmain 39 circuls electorals. La lescha regla, a tge circul electoral che las vischnancas appartegnan, sco er las consequenzas da fusiuns da vischnancas per il dumber dals circuls electorals. Ils mandats vegnan repartids sin ils circuls electorals correspundentamain a lur populaziun svizra. La lescha regla la suppleanza. Acceptada dal pievel ils 13 da zercl. 2021, entrada en vigur il 1. da oct. 2021; garanzia dals 16 da mars 2022 (FF 2022 780 art. 2, 2021 2904). Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Posiziun da las commembras e dals commembers dal cussegl grondArt. 28 Las commembras ed ils commembers dal cussegl grond discutan e voteschan senza instrucziuns. Cun resalva dal secret professiunal ston ellas ed els preschentar publicamain lur relaziuns cun gruppas d’interess. Envers l’administraziun han els ils dretgs spezials d’infurmaziun e d’invista, fixads en la lescha.Publicitad da las sesidasArt. 29Las sesidas dal cussegl grond èn per regla publicas.B. IncumbensasPrincipArt. 30Il cussegl grond pratitgescha, cun resalva dals dretgs dal pievel, la pussanza suprema. El è l’autoritad legislativa e l’instanza da surveglianza suprema dal chantun.LegislaziunArt. 31 Tut las disposiziuns impurtantas ston vegnir relaschadas dal cussegl grond en furma da lescha. Disposiziuns impurtantas èn spezialmain quellas, per las qualas la constituziun prevesa la lescha sco er talas concernent:1.  l’intent e la dimensiun da restricziuns dals dretgs fundamentals;2.  il circul da las contribuentas e dals contribuents, l’object e la basa da calculaziun da las taxas, uschenavant che quellas n’èn betg da natira irrelevanta;3.  l’intent, il cuntegn e la dimensiun da prestaziuns statalas impurtantas;4.  ils princips da la repartiziun da las incumbensas tranter il chantun e las vischnancas;5.  ils princips da l’organisaziun e da las incumbensas da las autoritads e da las dretgiras;6.  il gener e la dimensiun dal transferiment d’incumbensas suveranas e d’autras incumbensas publicas impurtantas a purtadras ed a purtaders ordaifer l’administraziun chantunala. La valaivladad da las leschas po vegnir limitada. Avant che prolungar sto vegnir examinada l’efficacitad da las leschas.Ulteriuras cumpetenzas legislativasArt. 32 Uschenavant che la furma da la lescha n’è betg prescritta, po il cussegl grond relaschar ordinaziuns, sch’el vegn autorisà explicitamain da la lescha da far quai. El approva ils contracts interchantunals ed internaziunals, uschenavant che la regenza n’è betg autorisada suletta da concluder els. Il cussegl grond sto vegnir participà en furma adattada a la preparaziun da contracts interchantunals ed internaziunals impurtants.Surveglianza e surveglianza supremaArt. 33 Il cussegl grond ha la surveglianza da la regenza sco er da la dretgira chantunala e da la dretgira administrativa. El è responsabel per la surveglianza suprema da l’administraziun, dals ulteriurs secturs da la giurisdicziun sco er d’autras purtadras e d’auters purtaders d’incumbensas publicas.PlanisaziunArt. 34 Il cussegl grond relascha las finamiras e las directivas politicas surordinadas. El tracta il program da la regenza, il plan da finanzas ed ulteriuras planisaziuns politicas fundamentalas da la regenza.FinanzasArt. 35 Resguardond il plan da finanzas fixescha il cussegl grond il preventiv ed approva il quint dal stadi. La lescha po prevair excepziuns. El fixescha l’autezza da las taglias a norma da la legislaziun fiscala. El concluda definitivamain davart novas expensas singulas fin ad 1 milliun francs e davart novas expensas regularas annualas fin a 300 000 francs. Acceptada dal pievel ils 26 da sett. 2004, entrada en vigur il 1. da schan. 2005; garanzia dals 6 d’oct. 2005 (BBl 2005 5995 art. 1 cifra 5 2891).ElecziunsArt. 36Il cussegl grond elegia:1.  ses organs e sias cumissiuns;2.  il presidi da la regenza;3. las commembras ed ils commembers da la Dretgira superiura e da la Dretgira da giustia; 4.  ulteriuras titularas ed ulteriurs titulars d’in uffizi a norma da la legislaziun. Acceptà en la votaziun dal pievel dals 27 da nov. 2022, en vigur dapi il 1. d’oct. 2023. Garanzia dals 20 da sett. 2023 (BBl 2023 2331 art. 4, 1495).ElecziunsArt. 37Il cussegl grond decida davart dumondas da grazia. La lescha po delegar a la regenza la decisiun davart dumondas da grazia.3. La regenzaA. OrganisaziunCumposiziunArt. 38 La regenza sa cumpona da tschintg commembras e commembers. Ella prenda e represchenta ses conclus sco autoritad collegiala.ElecziunArt. 39 L’elecziun da la regenza succeda tenor la procedura electorala da maiorz. Il territori dal chantun furma il circul electoral. Ina reelecziun è permessa duas giadas.PresidiArt. 40Il cussegl grond elegia or dal ravugl da la regenza la presidenta u il president sco er la vicepresidenta u il vicepresident per ina perioda d’uffizi d’in onn.Occupaziun  accessorica e  represchentanza d’interessArt. 41 A las commembras ed als commembers da la regenza è scumandada tutta occupaziun accessorica. La represchentanza dal chantun en organs d’interpresas u d’organisaziuns, a las qualas il chantun è participà u las qualas el sustegna, è permessa cun il consentiment da la regenza. La lescha po prevair ulteriuras excepziuns.B. IncumbensasIncumbensas da la regenzaArt. 42 La regenza planisescha, fixescha e coordinescha las finamiras ed ils meds da l’agir dal stadi cun resalva da las cumpetenzas da las persunas cun dretg da votar e dal cussegl grond. Ella fa regularmain in program da la regenza. Ella exequescha las leschas e las ordinaziuns sco er ils conclus dal cussegl grond. Ella represchenta il chantun vers l’intern e vers l’extern.Direcziun da l’administraziunArt. 43 La regenza dirigia l’administraziun chantunala. Ella procura per l’activitad legala ed efficazia da l’administraziun e fixescha l’organisaziun da quella en il rom dal dretg chantunal.Cooperaziun en il cussegl grondArt. 44 La regenza prepara las fatschentas dal cussegl grond, uschenavant che quel na las elavura betg independentamain. Ella preschenta al cussegl grond sbozs per midadas da la constituziun, da leschas, d’ordinaziuns e da conclus. Las commembras ed ils commembers da la regenza sa participeschan en funcziun consultativa a las sesidas dal cussegl grond e pon far propostas.LegiferaziunArt. 45 La regenza relascha disposiziuns main impurtantas en furma d’ordinaziun. Ella è cumpetenta da negoziar contracts interchantunals ed internaziunals; sche quels pertutgan sia cumpetenza d’ordinaziun, è ella er cumpetenta da concluder tals.FinanzasArt. 46La regenza fa il plan da finanzas e deliberescha il preventiv sco er il quint dal stadi per mauns dal cussegl grond.Ulteriuras incumbensasArt. 47Ulteriuras incumbensas da la regenza èn spezialmain:1.  il contact cun la confederaziun e cun ils auters chantuns sco er cun l’exteriur vischin, resguardond eventualas posiziuns dal cussegl grond;2.  elecziuns, uschenavant che quellas n’èn betg vegnidas surdadas ad auters organs;3.  il rapport annual davart l’activitad da la regenza e da l’administraziun per mauns dal cussegl grond;4.  il mantegniment da l’urden public e da la segirezza publica;5.  la surveglianza da corporaziuns da dretg public sco er d’autras purtadras e d’auters purtaders d’incumbensas publicas dal chantun.Situaziuns extraordinariasArt. 48 La regenza po relaschar ordinaziuns u prender conclus senza ina basa legala per far frunt a disturbis gravants ch’èn succedids u che smanatschan directamain la segirezza publica sco er per far frunt a crisas socialas. Talas ordinaziuns e tals conclus ston vegnir approvads dal cussegl grond e scrodan il pli tard in onn suenter l’entrada en vigur.C. AdministraziunDepartaments e chanzlia chantunalaArt. 49 L’administraziun chantunala vegn dividida en departaments tenor secturs da gestiun. La regenza regla ils champs d’incumbensa dals departaments en in’ordinaziun. La chanzlia chantunala è il post general da stab, da coordinaziun e da colliaziun dal cussegl grond, da la regenza e da l’administraziun.Ulteriuras purtadras ed ulteriurs purtaders d’incumbensas publicasArt. 50 Il chantun po delegar l’adempliment d’incumbensas publicas a purtadras ed a purtaders ordaifer l’administraziun chantunala. La surveglianza tras la regenza, ina cooperaziun commensurada dal cussegl grond e la protecziun legala ston esser garantidas. Uschenavant che la furma da la lescha n’è betg prescritta, pon instituts autonoms dal dretg public chantunal relaschar ordinaziuns, sch’els vegnan autorisads explicitamain da la lescha da far quai. Acceptada dal pievel ils 24 da sett. 2006, entrada en vigur il 1. da schan. 2007; garanzia dals 6 da mars 2008 (BBl 2008 2493 art. 1 cifra 8, 2007 7663).4. DretgirasIndependenza ed imparzialitadArt. 51 L’independenza e l’imparzialitad da las dretgiras èn garantidas. En lur giurisdicziun èn las dretgiras obligadas mo al dretg. L’administraziun giudiziala è, cun resalva da las cumpetenzas dal cussegl grond, chaussa da las dretgiras. En proceduras dispitaivlas na dastgan derschadras e derschaders betg represchentar partidas davant l’atgna instanza. A commembras ed a commembers en uffizi cumplain d’ina autoritad giudiziala è scumandada tutta occupaziun accessorica. La lescha po prevair excepziuns.Finanzas, cooperaziun en il cussegl grond e legislaziunArt. 51a La dretgira chantunala e la dretgira administrativa suttamettan al cussegl grond il sboz per lur preventiv sco er il quint ed il rapport annual per l’approvaziun. Las presidentas ed ils presidents prendan part da las sesidas dal cussegl grond davart il preventiv, davart il quint e davart ils rapports annuals da las dretgiras. Ellas ed els han vusch consultativa e pon far propostas. Uschenavant che la furma da la lescha n’è betg prescritta, pon las dretgiras relaschar ordinaziuns en il sectur da l’administraziun giudiziala, sch’ellas vegnan autorisadas explicitamain tras la lescha da far quai. Acceptada dal pievel ils 26 da nov. 2006, entrada en vigur il 1. da schan. 2007; garanzia dals 6 da mars 2008 (BBl 2008 2493 art. 1 cifra 8, 2007 7663). Acceptà en la votaziun dal pievel dals 27 da nov. 2022, en vigur dapi il 1. d’avr. 2023. Garanzia dals 20 da sett. 2023 (BBl 2023 2331 art. 4, 1495).Surveglianza da la giustiaArt. 52 La dretgira chantunala ha la surveglianza da tut ils secturs da la giurisdicziun civila e penala. Il cussegl grond ha la surveglianza da la dretgira chantunala e da la dretgira administrativa sco er la surveglianza suprema dals ulteriurs secturs da la giurisdicziun. La surveglianza e la surveglianza suprema sa restrenschan sin la gestiun e sin l’administraziun giudiziala.Publicitad da las tractativas giudizialasArt. 53Las tractativas da las partidas davant dretgira èn publicas cun resalva da las excepziuns tenor la lescha.Giurisdicziun civila e penalaArt. 54La giurisdicziun civila e penala vegn exequida da:1.  la dretgira chantunala;2. las dretgiras regiunalas sco dretgiras chantunalas inferiuras;3. ... Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2017; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931). Abolì tras il conclus dal pievel dals 17 da matg 2009, cun effect a partir dal 1. da schan. 2011; garanzia dals 8 da zercl. 2010 (BBl 2010 4365 art. 1 cifra 5 2153).Giurisdicziun constituziunala ed administrativaArt. 55 La dretgira administrativa ha l’incumbensa da giuditgar en ultima instanza dispitas da dretg public, uschenavant ch’ina lescha na dispona betg autramain. La dretgira administrativa giuditgescha sco dretgira constituziunala:1.  recurs pervia da violaziun da dretgs constituziunals e politics sco er dal princip da la precedenza dal dretg surordinà;2. recurs pervia da violaziun da l’autonomia da las vischnancas e d’autras corporaziuns da dretg public sco er da las baselgias chantunalas. En la procedura dal dretg constituziunal pon leschas ed ordinaziuns vegnir contestadas directamain sco er vegnir examinadas en il cas d’applicaziun. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2018; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931). Acceptada dal pievel ils 26 da nov. 2006, entrada en vigur il 1. da schan. 2007; garanzia dals 6 da mars 2008 (BBl 2008 2493 art. 1 cifra 8, 2007 7663).Ulteriuras autoritads giudizialas sco er autoritads extragiudizialasArt. 56Tras la lescha pon vegnir instituidas ulteriuras autoritads giudizialas sco er extragiudizialas.5. Diever dals dretgs da cooperaziun en la confederaziunCussegl dals chantunsArt. 57 Las elecziuns dal cussegl dals chantuns succedan tenor la procedura electorala da maiorz. Ellas han lieu il medem mument sco las elecziuns en il cussegl naziunal. Il territori dal chantun furma il circul electoral.Referendum chantunalArt. 58Il cussegl grond u la regenza pon pretender, en num dal chantun, che leschas federalas, conclus federals sco er contracts internaziunals vegnian suttamess al pievel per la votaziun.Iniziativa dals chantunsArt. 59 Il cussegl grond u la regenza pon inoltrar, en num dal chantun, ina iniziativa dals chantuns a l’assamblea federala. L’inoltraziun d’ina iniziativa dals chantuns po er vegnir pretendida cun ina iniziativa dal pievel.V. Structuraziun dal chantun1. Vischnancas e collavuraziun intercommunalaA. Geners da vischnancasVischnancas politicasArt. 60 Las vischnancas politicas èn corporaziuns dal dretg public chantunal cun atgna persunalitad giuridica. Ellas sa cumponan da la totalitad da las persunas cun domicil en il territori communal. Ellas èn responsablas per tut ils fatgs locals che na cumpetan betg a las vischnancas burgaisas.Vischnancas burgaisasArt. 61 Las vischnancas burgaisas sa cumponan da las burgaisas communalas e dals burgais communals cun domicil en la vischnanca. Il status giuridic, las incumbensas e l’organisaziun da las vischnancas burgaisas sco er la fusiun cun las vischnancas politicas sa drizzan tenor la lescha.B. Collavuraziun intercommunala e fusiun da vischnancasCollavuraziun intercommunalaArt. 62 Per ademplir lur incumbensas pon las vischnancas collavurar cun autras vischnancas u organisaziuns. La lescha prevesa che vischnancas pon vegnir obligadas da collavurar. La lescha regla la collavuraziun intercommunala sco er la delegaziun d’incumbensas e garantescha ils dretgs politics da cundecisiun.FusiunArt. 63La fusiun da vischnancas vegn reglada da la lescha.Promoziun da la collavuraziun intercommunala e da fusiunsArt. 64Il chantun promova la collavuraziun intercommunala e la fusiun da vischnancas per garantir che lur incumbensas vegnian ademplidas a moda cunvegnenta ed economica.C. Posiziun ed organisaziunAutonomia communalaArt. 65 L’autonomia da las vischnancas è garantida. Sia dimensiun vegn determinada dal dretg chantunal. Las vischnancas èn spezialmain autorisadas da determinar lur organisaziun, d’instituir lur autoritads e lur administraziun sco er d’ordinar independentamain lur fatgs finanzials.OrgansArt. 66 Ils organs obligatorics da las vischnancas politicas èn:1.  la totalitad da las persunas cun dretg da votar ch’exerciteschan lur dretgs politics a la radunanza communala u a l’urna;2.  la suprastanza communala;3.  ulteriuras autoritads a norma da la legislaziun. Las vischnancas pon remplazzar u cumplettar la radunanza communala cun in parlament communal.SurveglianzaArt. 67 La regenza ha la surveglianza da las vischnancas sco er da las purtadras e dals purtaders da la collavuraziun intercommunala. La surveglianza sa restrenscha sin la controlla giuridica, uschenavant che la lescha na dispona betg autramain. En cas d’abus gravants po ina vischnanca vegnir messa sut curatella.2. Regiuns Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).A. Divisiun dal territori chantunalRegiunsArt. 68 Il chantun è dividì en las suandantas regiuns:1. Alvra;2. Bernina;3. Engiadina Bassa/Val Müstair;4. Plaun;5. Landquart;6. Malögia;7. Moesa;8. Plessur;9. Partenz/Tavau;10. Surselva;11. Viamala. La lescha regla, a tge regiun che las vischnancas appartegnan. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Art. 69 Abolì en la votaziun dal pievel ils 23 da sett. 2012, cun effect a partir dal 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).B. Posiziun giuridica ed incumbensasArt. 70 Abolì en la votaziun dal pievel ils 23 da sett. 2012, cun effect a partir dal 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Art. 71 Regiuns  Las regiuns èn corporaziuns dal dretg public chantunal ed adempleschan unicamain las incumbensas che las vegnan delegadas dal chantun u da las vischnancas. L’organisaziun da las regiuns sco er ils dretgs politics sa drizzan tenor la lescha. Las regiuns furman ils circuls da dretgira per las dretgiras regiunalas. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Art. 72 Abolì en la votaziun dal pievel ils 23 da sett. 2012, cun effect a partir dal 1. da schan. 2018; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).C. Organisaziun e surveglianzaArt. 73 Abolì en la votaziun dal pievel ils 23 da sett. 2012, cun effect a partir dal 1. da schan. 2018; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).SurveglianzaArt. 74 En il rom dal dretg chantunal exequescha la regenza la surveglianza da las regiuns. Da questa surveglianza è exceptada la surveglianza da la giustia. En il sectur d’incumbensas delegadas da las vischnancas a las regiuns sa restrenscha la surveglianza a la controlla giuridica, uschenavant che la lescha na dispona betg autramain. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).VI. Incumbensas publicas1. En generalPrincipsArt. 75 Il chantun e las vischnancas promovan il bainstar e la segirezza sociala da la populaziun, da la famiglia e da las singulas persunas. Els s’engaschan per l’egualitad da las schanzas per tuts, spezialmain per l’egualitad da dunna ed um. Els sustegnan l’iniziativa privata cun bunas cundiziuns da basa. Cun ademplir incumbensas publicas sto vegnir schanegiada la basa da viver natirala.Cumpetenza e collavuraziunArt. 76 Il chantun e las vischnancas adempleschan incumbensas ch’èn d’interess public, uschenavant che la purschida privata na tanscha betg. Las incumbensas sa drizzan tenor la constituziun e tenor las leschas. Il chantun, las regiuns e las vischnancas coopereschan per ademplir las incumbensas publicas. Tenor pussaivladad duai vegnir cuntanschida la collavuraziun cun persunas privatas. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).Adempliment decentral da las incumbensasArt. 77Il chantun ademplescha incumbensas publicas a moda decentrala, oravant tut sch’il gener da l’incumbensa, il diever economic dals meds u l’adempliment efficazi da las incumbensas permettan quai.Examinaziun da las incumbensasArt. 78La necessitad, l’efficacitad e la finanziaziun da las incumbensas publicas ston vegnir examinadas periodicamain.2. Garanzia da l’urden publicUrden public e segirezzaArt. 79 Il chantun e las vischnancas garanteschan l’urden public e la segirezza. Els prendan mesiras per proteger la populaziun da catastrofas e per mantegnair las funcziuns impurtantas dal stadi en situaziuns d’urgenza.3. Planisaziun dal territori, ambient, energia, traffic e telecommunicaziunPlanisaziun dal territoriArt. 80Il chantun e las vischnancas prendan en mira ina utilisaziun ed in svilup cunvegnent, economic, coordinà e persistent dal territori chantunal. En quest connex resguardan els ils basegns dals umans e da l’ambient sco er l’urbanisaziun decentrala.Protecziun da l’ambient sco er protecziun da la natira e da la patriaArt. 81 Il chantun regla l’execuziun dal dretg federal davart la protecziun da l’uman e da ses ambient natiral cunter effects nuschaivels e mulestus. Ils custs per evitar e per eliminar tals eveniments portan las chaschunadras ed ils chaschunaders. Il chantun e las vischnancas procuran per il mantegniment e per la protecziun da la fauna e da la flora sco er da lur spazis da viver. Els prendan mesiras per mantegnair e per proteger cuntradas e maletgs da vitgs, lieus istorics sco er objects natirals e bains culturals da valur.InfrastructuraArt. 82 Il chantun e las vischnancas procuran per in provediment commensurà dal territori chantunal cun aua e cun energia, cun colliaziuns da traffic sco er cun telecommunicaziun. Els promovan in provediment segir, suffizient ed ecologic cun energia, il consum spargnus e raziunal da quella sco er l’utilisaziun da las energias regenerablas. Els procuran per in urden da traffic confurm al basegn, ecologic ed economic e promovan il traffic public. Il chantun promova la collavuraziun intercommunala e regiunala e garantescha la gulivaziun da finanzas.AuasArt. 83 Il chantun ha la surveglianza da las auas publicas e privatas. El regla l’utilisaziun da l’aua sco er da la forza idraulica. La suveranitad da las auas publicas appartegna a las vischnancas.Participaziuns ad ovras electricas a charvunArt. 83aIl chantun na sa participescha betg ad interpresas che fan investiziuns en ovras electricas a charvun. En il rom da sias pussaivladads giuridicas e politicas procura el che las interpresas cun participaziun dal chantun desistian da far investiziuns en ovras electricas a charvun. Acceptada dal pievel ils 14 da zercl. 2015, entrada en vigur il 1. da nov. 2016; garanzia dals 27 da sett. 2016 (BBl 2016 7899 art. 3 3705).4. EconomiaPolitica economicaArt. 84 Il chantun e las vischnancas creeschan bunas cundiziuns da basa per ina economia productiva e persistenta. Els fan ina promoziun activa da l’economia. Els promovan las stentas da l’economia en vista a la creaziun ed al mantegniment da plazzas da lavur. Els sustegnan mesiras per la rescolaziun professiunala, per la furmaziun supplementara e per la reintegraziun sco er per la cumpatibilitad da professiun e da famiglia. Els prendan mesiras per limitar tant sco pussaivel il dumber da regulaziuns e la chargia administrativa per interpresas, en spezial per las interpresas pitschnas e mesaunas (IPM). Acceptada dal pievel ils 29 da schan. 2012, entrada en vigur il 29 da schan. 2012; garanzia dals 11 da mars 2013 (BBl 2013 2619 art. 1 cifra 4, 2012 195).Regals e monopolsArt. 85 Ils dretgs da regals dal chantun èn:1.  il regal da sal;2.  il regal da chatscha;3.  il regal da pestga. Il regal da minieras è in dretg da regal da las vischnancas. Ils dretgs da regals dattan il dretg exclusiv d’utilisaziun. Il chantun respectivamain las vischnancas pon profitar sezs da quests dretgs u als surdar a terzas persunas. Tras la lescha po il chantun fundar u pratitgar monopols, sche l’interess da la publicitad pretenda quai. Dretgs privats existents restan resalvads.5. Fatgs socials, sanadad e famigliaIntegraziunArt. 86 Il chantun e las vischnancas procuran per in’assistenza, per in sustegn e per ina integraziun suffizienta da persunas basegnusas. Els promovan l’integraziun sociala e professiunala da persunas ch’èn dischavantagiadas pervia d’in impediment, pervia d’ina malsogna u per auters motivs. En il rom da quai ch’è economicamain supportabel s’engaschan els per ch’ils impediments vegnian resguardads commensuradamain. En il rom da lur pussaivladads procuran els per in access tenor ils basegns da las persunas impedidas als edifizis ed als stabiliments publics.SanadadArt. 87 Il chantun regla la sanadad publica. Il chantun e las vischnancas procuran per ina tgira e per in provediment medicinal cunvegnent, economic e suffizient. Els promovan e sustegnan ensemen la prevenziun sanitara sco er la profilaxa cunter toxicomania.FamigliaArt. 88Il chantun e las vischnancas creeschan bunas cundiziuns da basa per famiglias.6. Furmaziun, cultura e temp liberFurmaziunArt. 89 L’instrucziun a las scolas publicas ha ina basa cristiana umanistica. Ella è confessiunalmain e politicamain neutrala ed è marcada da toleranza. Il chantun e las vischnancas procuran ch’ils uffants e ch’ils giuvenils survegnian ina instrucziun da scola elementara che correspunda a lur capacitads. Cun ina purschida da furmaziun adequata promovan els la reintegraziun en la societad d’uffants cun impediments. Il chantun procura per l’instrucziun da scola media, per la scolaziun e per la furmaziun supplementara professiunala sco er per l’access a scolas spezialisadas superiuras ed a scolas autas. Per quest intent po el manar u sustegnair scolas. El fa attenziun d’avair ina purschida decentrala da scolas medias e professiunalas e promova scolas spezialisadas superiuras e scolas autas en il chantun.Cultura e perscrutaziunArt. 90Il chantun e las vischnancas promovan la lavur artistica, culturala e scientifica sco er il barat cultural. Per quest intent resguardan els la varietad linguistica e las particularitads regiunalas dal chantun.Organisaziun dal temp liber e sportArt. 91Il chantun e las vischnancas sustegnan l’organisaziun raschunaivla dal temp liber, la lavur da giuventetgna ed il sport.7. Collavuraziun internaziunalaCollavuraziun transcunfinala ed agid umanitarArt. 92 Il chantun sustegna e promova la collavuraziun transcunfinala. El sustegna l’agid umanitar per umans e pievels basegnus.VII. Urden da finanzasPrincipsArt. 93 Ils meds publics ston vegnir impundids a moda spargnusa, economica ed efficazia. Las finanzas duain, considerond il svilup economic, esser equilibradas a media vista. Mintga expensa premetta ina basa legala, in conclus da credit ed ina permissiun da pajament. Ils custs han da purtar da princip las chaschunadras ed ils chaschunaders.Cumpetenzas fiscalasArt. 94 Las cumpetenzas dal chantun e da las vischnancas per incassar taglias vegnan fixadas tras la lescha. Las cumpetenzas fiscalas da las baselgias chantunalas e dals cumins-baselgia sa drizzan tenor las disposiziuns concernent il stadi e concernent las baselgias.Princips da l’imposiziun da tagliaArt. 95 Uschenavant ch’il gener da la taglia permetta, ston vegnir resguardads ils princips da la generalitad, da l’egualitad e da la capacitad economica per concepir las taglias. Las taglias ston vegnir fixadas uschia, che persunas economicamain flaivlas vegnan schanegiadas, che la voluntad da prestar resta, che l’atgna prevenziun vegn promovida e che la capacitad da concurrer vegn mantegnida. L’imposiziun dubla da taglia intercommunala è scumandada.Gulivaziun da finanzasArt. 96 Il chantun garantescha la gulivaziun da finanzas. La finamira da la gulivaziun da finanzas èn relaziuns equilibradas concernent la chargia fiscala e concernent las prestaziuns da las vischnancas e da las regiuns. La lescha po prevair ulteriuras contribuziuns per reducir dischequilibers regiunals, per ademplir funcziuns spezialas tras ina vischnanca u tras ina regiun sco er per promover tschertas incumbensas.Surveglianza da las finanzasArt. 97Il cussegl grond ha la surveglianza da las finanzas. En questa lavur vegn el sustegnì d’in organ da controlla independent.VIII. Stadi e baselgiasBaselgias chantunalas e cumins-baselgiaArt. 98 La baselgia evangelic-refurmada e la baselgia catolic-romana èn renconuschidas dal dretg public. La baselgia chantunala evangelic-refurmada e ses cumins-baselgia sco er la baselgia chantunala catolic-romana e ses cumins-baselgia èn corporaziuns dal dretg public. Tras la lescha pon ulteriuras cuminanzas religiusas vegnir renconuschidas dal dretg public.AutonomiaArt. 99 Las baselgias chantunalas e lur cumins-baselgia reglan lur fatschentas independentamain en il rom dal dretg chantunal. Ellas èn autorisadas d’incassar taglias da lur commembras e da lur commembers tenor ils princips valaivels per las vischnancas. Ils cumins-baselgia han il dretg da tscherner e da relaschar lur spirituals. Il chantun ha la surveglianza suprema da l’utilisaziun legala dals meds finanzials e da l’observaziun da l’urden giuridic. Tras la lescha po el incassar da persunas giuridicas ina taglia da cult.Cuminanzas religiusas dal dretg privatArt. 100Las ulteriuras cuminanzas religiusas èn suttamessas al dretg privat.IX. Midada da la constituziun chantunalaRevisiun totala e parzialaArt. 101 La constituziun po vegnir revedida totalmain u parzialmain da tut temp. Ina revisiun parziala po cumpigliar ina singula disposiziun u pliras disposiziuns cun in connex real. Il pievel decida sin fundament d’ina iniziativa dal pievel u d’in conclus dal cussegl grond, sch’i duai vegnir instradada ina revisiun totala da la constituziun. Tar ina revisiun totala po il project constituziunal cuntegnair, empè d’ina varianta tenor l’artitgel 19, ina u pliras variantas, davart las qualas i sto vegnir votà separadamain ordavant u il medem mument.X. Disposiziuns finalasEntrada en vigurArt. 102 Questa constituziun entra en vigur il 1. da schaner 2004. Sin quest termin vegn abolida la constituziun chantunala dal Grischun dals 2 d’october 1892. Midadas da la constituziun chantunala dals 2 d’october 1892 che succedan tranter il conclus dal cussegl grond davart la constituziun e l’entrada en vigur da quella, vegnan integradas dal cussegl grond en la nova constituziun chantunala. Il conclus correspundent n’è betg suttamess al referendum.Valaivladad limitada dal dretg vertentArt. 103 Decrets ch’èn vegnids concludids d’ina autoritad che n’è betg pli cumpetenta u en ina procedura che n’è betg pli admissibla, restan en vigur. La midada da quests decrets sa drizza tenor questa constituziun. Fin che las disposiziuns legalas correspundentas entran en vigur, valan vinavant las suandantas disposiziuns da la constituziun per il chantun Grischun dals 2 d’october 1892:1. Art. 27 al. 1 e 2:  Als departaments vegn dada ina cumissiun mintgamai elegida da la regenza per tractar tuttas dumondas impurtantas dals fatgs d’educaziun resp. da sanitad.  La cumissiun d’educaziun consista da nov commembers, la cumissiun da sanitad da tschintg commembers. Il schef dal departament respectiv è ex officio president da la cumissiun. Ils ulteriurs commembers da la cumissiun vegnan elegids per quatter onns ed èn reelegibels.2. Art. 39 al. 4: Il cussegl cirquital sa cumpona dal president dal circul, da ses substitut ed, uschenavant che la constituziun cirquitala na prevesa betg in’autra cumposiziun, dals presidents communals da las vischnancas dal circul.3. Art. 40 al. 5 frasas 2 e 3 sco er al. 6:  L’incassament da taglias communalas è admess subsidiarmain tenor princips gists e duaivels. L’incassament d’ina taglia a la funtauna e l’imposiziun d’ina taglia sin il gudogn e chapital a las persunas giuridicas cumpeta sulettamain al chantun.  Eventualas taglias progressivas na dastgan betg surpassar las tariffas da progressiun da la respectiva lescha chantunala da taglia. Las vischnancas n’èn betg autorisadas d’imponer taglias al chantun per sias immobiglias, ses edifizis e per autras instituziuns statalas da tutta spezia. Fin il pli tard ils 31 da december 2008 vala vinavant l’artitgel 38 alinea 2 da la constituziun chantunala dal Grischun dals 2 d’october 1892:Els han il dretg da reglar tras ordinaziuns generalmain impegnativas lur fatschentas politicas ed administrativas, e d’incassar taglias cirquitalas tenor princips gists e duaivels per cuvrir lur expensas administrativas. Il dretg d’incassar ina taglia a la funtauna ha exclusivamain il chantun. Eventualas taglias progressivas na dastgan betg surpassar las tariffas da la respectiva lescha chantunala da taglia.Adattaziun da la legislaziunArt. 104 Sch’i sto vegnir relaschà nov dretg u vegnir midà dretg existent sin fundament da questa constituziun, sto quai succeder senza retard. La regenza suttametta al cussegl grond entaifer trais onns dapi l’entrada en vigur da questa constituziun propostas per l’adattaziun necessaria da la legislaziun.Autoritads e dretgirasArt. 105 Cun resalva da las suandantas excepziuns restan las commembras ed ils commembers da las autoritads e da las dretgiras en uffizi fin a la scadenza da la perioda d’uffizi tenor il dretg vertent:1.  La perioda d’uffizi da las commembras e dals commembers dal cussegl grond sco er da lur suppleantas e suppleants vegn prolungada fin ils 31 da fanadur 2006.2.  La perioda d’uffizi da las presidentas cirquitalas e dals presidents cirquitals sco er da lur substitutas e da lur substituts vegn prolungada fin ils 31 da fanadur 2006.3.  La perioda d’uffizi da las commembras grischunas e dals commembers grischuns dal cussegl dals chantuns vegn prolungada fin ils 25 da november 2007. Per novas elecziuns e per elecziuns cumplementaras valan las disposiziuns da questa constituziun. Commembras e commembers en uffizi cumplain d’ina autoritad giudiziala basegnan fin al decret da disposiziuns legalas respectivas la permissiun da la cumissiun da giustia dal cussegl grond per tut exercizi d’ina occupaziun accessorica. Questas activitads na dastgan betg pregiuditgar l’adempliment illimità da las obligaziuns d’uffizi, l’independenza e la reputaziun da la dretgira. La cumissiun da giustia po fixar ina reducziun adequata da la dimensiun da lavur u in’obligaziun da restituziun per l’indemnisaziun retratga exequind l’occupaziun accessorica. Las disposiziuns per commembras e per commembers en uffizi cumplain d’ina autoritad giudiziala restan applitgablas. Per la procedura da dretg constituziunal vegnan applitgadas confurm al senn las prescripziuns davart la procedura davant la dretgira administrativa fin al decret da las disposiziuns legalas correspundentas.Dretgs politicsArt. 106 La reussida e la valaivladad d’iniziativas dal pievel e da referendums annunziads a la chanzlia chantunala avant l’acceptaziun da questa constituziun, vegnan giuditgads tenor il dretg vertent. Ils projects deliberads dal cussegl grond fin a l’entrada en vigur da questa constituziun èn suttamess a la votaziun dal pievel tenor il dretg vertent. Iniziativas dal pievel per ina revisiun parziala da la constituziun vertenta che vegnan inoltradas fin a l’acceptaziun da la nova constituziun, transfurma il cussegl grond en projects per ina revisiun parziala da la nova constituziun.Corporaziuns regiunalasArt. 107 Organisaziuns regiunalas da la collavuraziun intercommunala che n’èn anc naginas corporaziuns regiunalas il mument da l’entrada en vigur da la nova constituziun, vegnan tractadas fin ils 31 da december 2006 sco corporaziuns regiunalas. A la suprastanza da las corporaziuns regiunalas cumpeti da far propostas a las vischnancas ed als organs cumpetents fin ils 31 da december 2004 per la futura concepziun d’ina corporaziun regiunala.Circuls, districts, corporaziuns regiunalasArt. 108 Ils circuls che adempleschan las incumbensas delegadas da las vischnancas existan vinavant, e quai fin dus onns suenter che la divisiun dal chantun en regiuns sco corporaziuns dal dretg public chantunal è entrada en vigur. La perioda d’uffizi da las presidentas e dals presidents sco er da lur suppleantas e da lur suppleants dals ulteriurs circuls sa prolunghescha fin al mument da l’aboliziun. Fin la fin da l’onn 2016 furman ils districts ils circuls da dretgira per la giurisdicziun civila e penala. Lur posiziun giuridica sa drizza tenor la lescha. A partir dal mument che la divisiun dal chantun en regiuns è entrada en vigur na dastgan vegnir delegadas pli naginas incumbensas als circuls ed a las corporaziuns regiunalas. La responsabladad dal stadi per ils circuls, per ils districts e per las corporaziuns regiunalas sco er lur surveglianza èn garantidas durant lur entira existenza en la dimensiun ch’era previssa en la constituziun dal chantun Grischun dals 18 da matg 2003 / 14 da settember 2003. Acceptada dal pievel ils 23 da sett. 2012, entrada en vigur il 1. da mars 2014, ils alineas 2-4 il 1. da schan. 2015; garanzia dals 23 da sett. 2013 (BBl 2013 7827 art. 1 cifra 4 3931).