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Es war ein chirurgischer Patient, unerwartet, aber doch nicht sehr überraschend mit seinem hohen Alter.
Es ging eine Weile, bis wir wirklich so weit waren, denn die Ärzte mussten den Tod noch bestätigen. Nachdem sie gegangen waren, holten wir zwei neue Leintücher, eine Kinnklemme und dieser Klischee-Zettel für den Zeh. Ich durfte den Venflon (Venenkanüle, meist im Arm) ziehen. Zum Glück konnte ich das auslaufende Blut noch rechtzeitig auffangen, bevor er das frische Leintuch getränkt wurde. Die Diplomierte machte dann noch einen kleinen Druckverband, bevor wir den Patienten dann zudeckten und runter brachten in den Kühlraum. Gleich vor dem Kühlraum mussten wir die Patientin nochmals “umbetten” auf eine Liege aus Stahl, welche einen Abfluss hat. Das geschieht mittels eines Rollbrettes. Auch hier wieder hat man oben und unten ein Leintuch. Es ist ein komisches Gefühl einen Menschen, der ein paar Stunden vorher noch geatmet hat steif, mit Totenflecken, kühl auf dem Metall liegen zu sehen, getrennt nur von einem dünnen Tuch. Während der ganzen Zeit hat die Diplomierte mit dem Patienten geredet, jede Bewegung war vorsichtig, als hätten wir eine normale Körperpflege gemacht.
Das letzte Zudecken war eine Art stilles Abschied nehmen.