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Naomi Brändle hatte in Wildwasserpark in Kasai für den Idealfall mit einer Finalteilnahme geliebäugelt. Daraus wurde nichts. Den primären Auftrag für «Tokyo 2020» hat die 20-jährige Thurgauerin aber erfüllt, Brändle sammelte wichtige Erfahrungen an einem Grossanlass - im Hinblick auf Paris 2024. Im Halbfinal in Japan zeigte sie bereits, dass sie Lehren aus ihrem Olympia-Debüt gezogen hat. Nach einer Leistungssteigerung beendete Brändle den Wettkampf als 18. in den Top 20.
Noch in ihren zwei Qualifikationsläufen hatte die Schweizerin auf der schwierigen Strecke Lehrgeld bezahlt. Im ersten Lauf war sie gekippt und verpasste so zwei Tore, im zweiten unterliefen ihr in der unteren Hälfte des Kurses eine Reihe an Fehler; nur 25 Hundertstel hielten sie überhaupt im Wettkampf. Im Halbfinal präsentierte sich Brändle schon stark verbessert. Während die Zeiten bei der Konkurrenz im Vergleich mit der Qualifikation langsamer wurden, verbesserte das Schweizer Talent als ihre um zehn Sekunden. Auch unterliefen Brändle nur noch zwei Torfehler.
Auf die Topzeit der Australierin Jessica Fox (103,85 Sekunden), die bereits in der Qualifikation mit einer Zeit unter der 100-Sekunden-Marke überzeugt hatte, verlor Brändle noch gut 16 Sekunden. Zuvor war sie jeweils über eine halbe Minute langsamer gepaddelt als die Topleute des Feldes.