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Das Wollschwein wird selten aus rein wirtschaftlichen Gründen gehalten. Noch hat die Zuchtarbeit Vorrang. Wir wollen die Rasse der Wollschweine erhalten und vermehren.
Das Wollschwein soll jedoch ein Nutztier sein. Bei angepasster Haltung und Fütterung dürfen wir einen befriedigenden Fleischzuwachs erwarten.
Das Wollschwein ist ein Speckschwein. So wurde diese Rasse im vergangenen Jahrhundert gezüchtet. Damals war das Schweinefett noch sehr begehrt. Es wurde zu den verschiedensten Produkten weiterverarbeitet (Heilsalben, Schuhwichse u.s.w.).
Um einen möglichst guten Schlachtkörper zu erhalten, soll das Schlachtgewicht unter 70 – 90 kg liegen (Alter 9 – 12 Monate) Später steigt der Fettanteil erheblich. Je intensiver die Fütterung, desto schneller verfetten die Tiere und desto früher muss geschlachtet werden.
Einwandfreies Fett von gutem Geschmack kann vom Fleisch getrennt werden und in der Wurstherstellung verbraucht werden. Das Fleisch ist für die ganze Reihe der bekannten Würste zu gebrauchen: Von der cervelatähnlichen Kochwurst, über die Bratwurst bis zu den verschiedenen Trockenwürsten (salamiähnlich).
Der Halter, der seine Wollschweine artgerecht hält und füttert und auch bereit ist, seinen Betrieb von zuständigen Fachleuten kontrollieren zu lassen, hat das verdiente Recht, für seine Produkte einen Mehrpreis zu verlangen und das Logo des Vereins für die Vermarktung nutzen.