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Sperren in Graubünden
Alles was das Herz eines Sperrenbegeisterten begehrt – auf einer Seite.
Alle 250 Sperren verteilt auf 40 Festungen in Graubünden inklusive Bilder und Geschichte finden Sie hier in unserem Sperrenarchiv. Werden Sie zum Experten zum Thema Festungen in Graubünden bequem von ihrem Wohnzimmer aus.
1252 Lavin
Weitere Sperren
Lavin
Beschreibung
Die auffallendste Sperre des Kantons Graubünden ist die Sperre bei Lavin. Dies nicht wegen ihren zahlreichen, gut getarnten Werkanlage sondern vor allem wegen den markanten Panzersperren, die den Talboden und die Talflanken durchziehen. Sogar die Ostseite der Friedhofmauer liegt so, dass man in der Zeit grösster Bedrohung auf Pietät keine Rücksicht nahm und sie ins Panzersperrenkonzept integrierte, genauso wie die gesamte Ortschaft.

Sperrstellenkurzbeschreibung:
Der untere Talboden entlang des Inns wurde der Hauptsperre etwas vorgelagert westlich des Dorfes im Gebiet von Planturen mit den zwei Felskavernen Planturen links und Planturen rechts gesperrt.
Die Hauptsperre liegt unmittelbar östlich des Dorfes und nützt die Gebäude des Dorfes als integrierenden Bestandteil der Panzersperre aus.
Das Hauptwerk Lavin links nordöstlich oberhalb des Dorfes kann dank seiner erhöhten Lage die gesamte Sperre und auch das Vorfeld mit Feuer belegen. Es war mit einer Infanteriekanone (später 9 cm Pak) und drei Maschinengewehren bewaffnet. Auffallend an diesem Werk sind die für eine Infanterieanlage ausserordentlich geräumig dimensionierten Stollengänge. Scheinbar war ursprünglich vorgesehen, die Anlage nachträglich zu einem Artilleriewerk zu erweitern. Man hätte von hier aus ideal ins Unterengadin wirken können.
Ebenfalls einzigartig ist der über dem rechten Innufer stehende Bunker Lavin rechts in der Mitte der Sperre. Mit seinen vier Maschinengewehren konnte er einen Winkel von insgesamt 240 Grad mit Feuer belegen.
Das Werk Pranun schützt mit seinem Maschinengewehr den Bunker. Das Werk Valplan 700 m weiter östlich ist das eigentlich Gegenwerk zum Hauptwerk und konnte mit seinen zwei Maschinengewehren den ganzen östlichen Dorfteil mit Feuer bestreichen.
Die bewaldete südliche Talflanke bot der gegnenerischen Infanterie eigentlich wenige Hindernisse und musste mit beweglicher Infanterie gesperrt werden, die in drei über die Talflanke verteilten Höhenunterkünften einquartiert werden konnte.
Standorte und Bewaffnung