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Bei dieser Diagnose betrachtet der Arzt den Geist, die Hautfarbe, die Augen und die Zunge des Patienten. Worauf er dabei achtet:
Die Stärke des Geistes beruht auf der Stärke des Qi (Lebensenergie). Bei gutem Qi hat der Mensch eine gesunde Ausstrahlung, leuchtende Augen, eine deutliche Stimme, klare Gedanken, und er atmet ruhig.
Sie geben Hinweise auf innere Störungen. Rot ist zum Beispiel die Farbe des Feuers und zeigt Hitze an. So deutet eine Rötung der linken Wange auf eine Leber-Hitze- Krankheit hin, auf der rechten Wange geht es um eine Lunge-Hitze-Krankheit und so weiter. Blass, blaugrün, gelb und schwarz deuten auf weiteren Krankheiten hin.
Die Betrachtung der Zunge ist ein wichtiger Bestandteil der visuellen Diagnose. Der Zustand der Zunge und ihres Belags ermöglicht ein Verständnis der Natur einer Krankheit. Ausserdem geben Zunge und Belag Auskunft über den Zustand des Qi. Es ist auch möglich, durch die Position des Zungenbereiches die kranken Organe zu lokalisieren. Ein Beispiel: die Zungenwurzel steht für die Nieren.
Die Untersuchung der Körpergestaltung und Körperbewegung des Patienten unterstützt die Diagnose. Dicke Menschen haben häufig zu viel „Feuchte“ in sich und dünne Menschen oft innere Hitze. Und natürlich lassen sich so auch Lähmungen feststellen.