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Wie wird die Luftpermeabilität gemessen?
Ein Vakuum wird innerhalb der Messzelle und im ihn konzentrisch umgebenden Schutzring erzeugt. Durch das Vakuum wird die Messzelle ohne eine weitere Befestigung an der Betonoberfläche gehalten. Sobald das Vakuum 30 mbar erreicht, wird das Ventil automatisch geschlossen und die Verbindung zwischen der Messzelle und der Vakuumpumpe getrennt. Die Luft, die in den Poren des Betons im Bereich der Messzelle vorhanden ist, strömt dann in die Messzelle und erhöht dessen Druck pi. Ein Druckregulator hält den Druck im Schutzring laufend auf gleicher Höhe wie in der Messzelle (pe=pi). So wird eine kontrollierte, eindimensionale Luftströmung in die Messzelle gewährleistet. Aus dem Druckanstieg in der Messzelle und weiteren Kenngrössen wird automatisch die Luftpermeabilität kT (m2) berechnet.
Entwicklung des Permea-TØRR
Der Permea-TØRRTM ist eine neue Version der bewährten „Torrent“ Prüfmethode, welche weltweit seit Anfang der 90er Jahre erfolgreich angewendet wird. Meilensteine:
- Erfindung der Methode durch Dr. R. Torrent in der Schweiz (1991)
- Entwicklung und Untersuchung der Messmethode im Labor und auf Baustellen durch verschiedene Forschungsprojekte des schweizerischen Bundesamtes für Strassen (1992-2006)
- Entwicklung und Vertrieb des ersten kommerziell erhältlichen Geräts, des „Torrent Permeability Tester“ durch Proceq S. A. (1993)
- Aufnahme der Messmethode in die SIA-Prüfnorm 262/1: „Betonbau – ergänzende Festlegungen“ (2003)
- Im Rahmen der Untersuchungen des RILEM TC 189-NEC, „Zerstörungsfreie Untersuchungen der Betonüberdeckung“ schnitt die Bestimmung der Luftpermeabilität nach Torrent am Besten von verschiedenen Methoden ab (2005)
- Entwicklung und Vertrieb einer verbesserten Version, des Permea-T¤RRTM , durch Materials Advanced Ltd. (2008)
- Ergänzung der SIA 262/1:2013 mit Hinweisen zur Prüfung und Auswertung
Vorteile des Permea-TØRR
- Vollautomatisch, d.h. sobald die Taste „Start“ gedrückt wurde, läuft die Messung ab, d.h. der Benutzer ist frei für andere Arbeiten. Das Ende der Messung des Permea-TØRRTM wird durch einen Piepston angezeigt.
- Kompakt und leicht, passt in einen kleinen Koffer, wiegt nur ca. 9 kg.
- Berührungsempfindlicher Bildschirm zur Eingabe und Darstellung von Ergebnissen.
- Für jede Messung können das Bauteil und die Lage des Messpunktes alphanumerisch eingegeben werden.
- Das Instrument misst den Druck in der Messzelle und im Schutzring zur Kontrolle der Zuverlässigkeit des Messgerätes.
- Grosser Messwertbereich für sehr dichte bis zu sehr durchlässige Materialien.
- Staubfilter in der Messzelle und im Schutzring.
- Der Druckanstieg in der Messzelle (Δpi– t1/2) kann tabellarisch und graphisch verfolgt werden.
- Grosser Speicher für bis zu 1000 Messungen; die Daten können einfach auf einen PC übertragen werden.
- Statistische Auswertung der Daten: Berechnung des geometrischen Mittelwerts und der Standardabweichung.
- Noch zuverlässigere Ergebnisse durch die Messung oberhalb des Dampfdrucks.
- Software update bei Änderungen und Kundenwünschen.
Was wird noch benötigt?
Benötigt werden eine Vakuumpumpe mit einer Leistung von 1.5 m3/h und einem erreichbaren Enddruck von 20 mbar, ein Feuchtigkeitsmessgerät sowie ein 220 V Anschluss.
Der Permea-TØRRTM misst die Luftpermeabilität kT unter den vorhandenen Feuchtigkeitsbedingungen. Da die Feuchtigkeit im Überdeckungsbeton die Luftpermeabilität kT stark beeinträchtigen kann, ist es notwenig die Feuchtigkeit im Beton zu messen.
Diese Geräte sowie ein praktisches Transportmobil können ebenfalls über die TFB bestellt werden.