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Schon seit langer Zeit schwelt im Südatlantik der Konflikt zwischen Grossbritannien und Argentinien um den Besitz der Falklandinseln. Der Konflikt, der 1982 in einem blutigen Krieg zwischen den beiden gipfelte, wird heute vor allem politisch und gesellschaftlich ausgetragen. Argentinien hatte lange ein Verkehrsembargo für Flugzeuge und Schiffe ausgesprochen. Nun scheint sich dieses Embargo zu lockern: Die argentinische Charterairline American Jet hat eine direkte Verbindung zwischen Argentinien und den Falklands beantragt.
Lange Zeit waren die Beziehungen zwischen Buenos Aires und London schwierig – wegen der Falklandinseln. Deshalb gibt es kaum Flugverbindungen vom südamerikanischen Festland auf das Eiland. Einzig Latam fliegt derzeit vom chilenischen Punta Arenas aus jeden Samstag zum Mount Pleasant Airport. Zwei Mal im Monat landet er im argentinischen Río Gallegos zwischen, einmal auf dem Hin,- einmal auf dem Rückweg. Der Flug dient vielen Bewohnern der Falklandinseln, um sich mit Produkten zu versorgen. Er bringt aber auch Touristen hin. Die einzige andere Verbindung ist der zweimal pro Woche durchgeführte Flug mit Air Tanker von der britischen Luftwaffenbasis Brize Norton bei Oxford via Ascension Island nach Falkland. Kürzlich vereinbarten die beiden Regierungen jedoch, dass es neue Flüge zwischen den Falklandinseln und anderen Ländern der Region geben soll. Argentinien und Großbritannien erlaubten in einem ersten Schritt die Einrichtung von zwei zusätzlichen Zwischenstopps pro Monat auf dem argentinischen Festland, einen in jede Richtung.
Eine erste zusätzliche direkte Verbindung beantragte nun American Jet – als erste Fluggesellschaft. Die 1984 gegründete Charterairline möchte Rechte für 13 nationale und 7 internationale Routen. Eine davon soll von Neuquén zum Mount Pleasant Airport führen. American Jet besitzt eine Flotte von Businessjets sowie eine ATR 42. Diese hält sie ideal für Flüge auf die Inseln, welche die Argentinier Malvinas nennen. Der Antrag könnte dazu beitragen, dass die einst verfeindeten Staaten wieder miteinander sprechen würden. Nach der Wahl von Präsident Macri stehen die Zeichen dafür so gut wie schon lange nicht mehr. Bereits letztes Jahr hatten sich Argentinien und Grossbritannien darauf geeinigt, den Dialog über die Falklandinseln/Malvinas wieder aufzunehmen. Noch unter der abgewählten Präsidentin Christina Kirchner de Fernandez wäre eine solche Entscheidung unmöglich gewesen.
Quelle: Stefan Eiselin, Aerotelegraph.com