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Er arbeitete bis zuletzt – nun ist der Schweizer Regisseur Urs Egger verstorben. Egger war verantwortlich für zahlreiche deutschsprachige Fernsehfilme. Einer davon die Grossproduktion «Gotthard» von SRF, die 2016 als Zweiteiler ausgestrahlt wurde.
Zahlreiche Ehren für «Gotthard»
«Von allen historischen Filmen, die ich bisher gemacht habe, war ‹Gotthard› bei weitem der aufwändigste», sagte er 2016 in einem Interview mit SRF.
Der Film, der auf historischen Tatsachen beruht, erzählt die Geschichte des Baus des 1882 eröffneten Gotthard-Bahntunnels. Das Making of des Films gibt einen Einblick in die detailgetreue Nachbildung der Gotthard-Ära.
Der Zweiteiler war eine Koproduktion mit ZDF, ORF, RSI, dem Westschweizer Fernsehen RTS und SRG SSR. Der Film erhielt bei den Seoul International Drama Awards den Preis für die beste Regie in der Kategorie TV-Movie.
2017 erhielt «Gotthard» an den Solothurner Filmtagen den Schweizer Fernsehfilmpreis.
Der teuerste Schweizer Spielfilm
Urs Eggers Werken gehört auch der Kinofilm über das Kinderhilfswerk «Kinder der Landstrasse», der 1992 in die Schweizer Kinos kam. Der Film wurde als internationale Premiere auf der Piazza Grande am Filmfestival Locarno gezeigt. Es war die bis dahin teuerste Schweizer Spielfilmproduktion.
Egger war zudem Regisseur von «Epsteins Nacht» (2002). Mit Mario Adorf und Bruno Ganz prominent besetzt, erzählt das Drama darin die Lebensgeschichte von drei Juden in Berlin.
Ausbildung in Los Angeles
Urs Egger wurde 1955 in Bern geboren. Nach Angaben von Swissfilms, Link öffnet in einem neuen Fenster arbeitete er zunächst als Filmkorrespondent in Los Angeles, unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung. 1976/1977 war er in der Regieklasse am American Film Institute am Center for Advanced Film Studies in Los Angeles. Seit 1994 lebte er in Berlin, wo er am 18. Januar verstarb.