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Die neue Kirchenverfassung
- Die Verfassung wurde schlank gehalten und personalrechtliche Fragen werden künftig nicht mehr auf Verfassungsebene, sondern im Reglement verankert.
- Im ersten Artikel wurde der “knochentrockene Verfassungstext“ mit einem Hinweis auf die Wurzeln der Landeskirche ergänzt. „Sie ist hervorgegangen aus der Reformation und folgt deren Selbstverpflichtung als sich stets zu erneuernde Kirche auf der Grundlage des Evangeliums.“
- Im Verfassungsentwurf sah man vor, die freie Kirchgemeindewahl zu streichen. Nach eingehender Diskussion in der Synode, in der auf die Fortschrittlichkeit dieses Artikels hingewiesen wurde, hielt die Synode mehrheitlich an der freien Kirchgemeindewahl fest.
- Aufzählung der einzelnen Kirchgemeinden gibt es nicht mehr, auf Hinblick Zusammenlegungen einzelner Kirchgemeinden, wie zum Beispiel der Kirchenpark Hinterland.
- Der Kirchenrat hat die Möglichkeit, Kirchgemeinden zur Zusammenarbeit zu verpflichten und die Synode hat die Möglichkeit, Kirchgemeinden zusammenzulegen. Beide Bestimmungen sind als Auffangnetz zu verstehen, wenn alle anderen Massnahmen nicht mehr greifen.
- Die Zusammensetzung der Synode wird in der Anzahl auf 51 fixiert und jede Kirchgemeinde hat mindestens einen Sitz. Die restlichen Sitze werden nach Massgabe ihrer Mitglieder auf die Kirchgemeinden verteilt.
- Antragsrecht des Pfarrkonvents, anderer landeskirchlicher Konvente, Berufsgruppen oder Interessengemeinschaften werden nicht in die Verfassung aufgenommen, da jedes Mitglied der Synode die Möglichkeit hat, mit den demokratischen Werkzeugen Motion oder Interpellation Anliegen vorzubringen.
- Die finanzielle Beziehung zur Kirchgemeinde Appenzell wird gesondert gelöst. Diese Beziehung soll neu im Reglement Finanzen behandelt werden.
- Neu soll die Geschäftsprüfungskommission Geschäfts- und Finanzprüfungskommission heissen.
- Neu können auch Nichtsynodale in synodale Kommissionen gewählt werden.
- Neu gilt auch die Unvereinbarkeit einer Kirchenvorsteherschaft anzugehören und in derselben Kirchgemeinde gleichzeitig eine Anstellung innezuhaben. Diese Unvereinbarkeit gilt auch auf der Ebene der Landeskirche.
10.06.2022, Marion Schmidgall Mäder