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Mit der Freilichtaufführung der Elton-John-Dokumentation "The Union" hat am Mittwochabend (Ortszeit) das zehnte Tribeca Film Festival in New York begonnen.
Regisseur Cameron Crowe ("Jerry Maguire", "Vanilla Sky") hat den Engländer ein Jahr begleitet und schildert in 90 Minuten die Zusammenarbeit Elton Johns mit dem amerikanischen Musiker Leon Russell. Beide hatten im Herbst ein gemeinsames Album vorgelegt, das dem Film den Titel gab. Elton John trat nach dem Film für das Festivalpublikum auf.
Das Festival läuft noch bis zum 1. Mai und Musik ist ein Schwerpunkt. So gibt es noch andere Dokumentationen über Musiker, etwa über Ozzy Osbourne. Mehr als 100 Regisseure sollen nach Angaben des Festivals in Tribeca dabei sein. Die meisten sind unbekannt, aber auch grosse Namen wie Martin Scorsese ("Taxi Driver", "Shutter Island") sind darunter.
Insgesamt werden 93 Filme gezeigt. In der Jury des Festivals sitzen wieder bekannte Gesichter wie Schauspielerin Whoopi Goldberg ("Die Farbe Lila"), Regisseur David O. Russell ("The Fighter") oder Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.
Das Tribeca Film Festival wurde vor neun Jahren gegründet. Der Schauspieler und Regisseur Robert De Niro und die Produzentin Jane Rosenthal hatten so den gleichnamigen Stadtteil im Süden Manhattans wiederbeleben wollen, der unter den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gelitten hatte.
Entsprechend ist das Filmfestival auch nicht nur ein Filmfestival. Strassenfeste, Theateraufführungen und Podiumsdiskussionen finden ebenso in den zwölf Tagen statt.
Einwohner des Stadtteils Tribeca, ein Kurzwort aus "Triangle below Canal Street", "Das Dreieck unterhalb der Canal-Strasse", durften einen Tag vor allen anderen Karten für die Filme kaufen. Die ganz grossen Premieren gibt es nicht, dafür strahlt das Ereignis aber den Charme eines unabhängigen Nachbarschaftsfestivals aus.