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Charlie Musselwhite wurde in Mississippi geboren und ist in Memphis aufgewachsen. Als Teenager wohnte Charlie oft Konzerten von Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und Johnny Cash bei. Er verliert keine Zeit, seine zukünftig bekannten Fähigkeiten zu entwickeln: trinkfest zu werden, seine Haare richtig zu kämmen und seine Gitarre und Mundharmonika zu spielen, wie ein Berserker. Charlie zog später nach Chicago, wo er alles traf, was in der Blues-Szene Rang und Namen hatte (Muddy Waters, Howlin' Wolf, John Lee Hooker und Little und Big Walter). Die Giganten des Chicago Blues luden Charlie in die Clubs und sogar auf die Bühne ein - er wurde zum "adoptierten Sohn" dieser Musiker, was seine bereits beachtlichen Talente weiter förderte. 1966 gründete Charlie seine eigene Band und veröffentlichte sein Debüt auf Vanguard names "Stand Back!". Dieses Album - heute als Klassiker angesehen - bescherte ihm augenblicklich einen grossen Erfolg und etablierte Charlie als ernstzunehmender Blues-Künstler. Der Erfolg von "Stand Back!" brachte Charlie nach Kalifornien, wo er erstmals seine "Brotjobs" zurücklassen, sich voll auf die Musik konzentrieren und zu einem regelmässig auftretenden Musiker in der San Francisco-Szene werden konnte. Charlie kann auf über 25 Veröffentlichungen zurückblicken, sowie auf zahlreiche Zusammenarbeiten mit populären Musikern wie Mick Jagger, Bonnie Raitt, Tom Waits, INXS und vielen anderen. Er war ein guter Freund und musikalischer Partner von John Lee Hooker. Charlie spielte auf diversen von John Lee's Alben Mundharmonika und Hooker war auch Best Man bei Charlie's Hochzeit. Ihre tiefe und andauernde Freundschaft wurde erst durch John Lee's Tod beendet. Charlie ist mit seinen zahlreichen W.C. Handy-Auszeichnungen, Grammy-Nominationen, einem Grammy-Gewinn und seiner Einführung in die „Blues Hall Of Fame“ fest in der Musikgeschichte verankert. Charlie's Art von Blues ist bei weitem nicht als rein konventionell zu beschreiben. Er ist vor ganz einfach von "Sound" (oder wie er selbst beschreibt "Musik, die von Herzen kommt") angetan: international, kulturenübergreifend, modern und klassisch - diese "Sounds" eben, die echtes Gefühl beinhalten.