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Im Dienste der Vielfalt: Mirriam Tyebally Fang, eine in Singapur aufgewachsene Inderin, arbeitet daran, asiatische Puppen ohne Klischees herzustellen.
Haben Sie selbst Kinder, Ms. Tyebally?
Ja, eine dreijährige Tochter. Es war eigentlich meine Tochter, die mir meine Geschäftsidee gab. Sie liebt Puppen, eine besonders mit blauen Augen und orangefarbenen Lippen. Lange Zeit dachte ich, es sei kein Problem. Aber Puppen sind mehr als nur Spielzeug; sie sind Spiegel, in denen sich Kinder entdecken. Ich bemerkte, wie sich meine Tochter mit der Puppe identifizierte und wie sie ihre eigene asiatische Physiognomie als veränderlich empfand.
Vermarkten die großen Puppenhersteller wie Mattel, die auf der ganzen Welt präsent sind, nicht auch asiatische Modelle?
Das tun sie, aber leider sind die Gesichter völlig klischeehaft; als Asiate fühlt man sich manchmal beleidigt.
Zu welchem Zeitpunkt sind Sie heute mit Ihrem Projekt beschäftigt?
Ich spreche mit vielen Menschen über das Aussehen der Puppe; einerseits mit Menschen aus der Industrie, aber auch mit Menschen aus meinem Verwandtenkreis.
Wann werden die ersten Kinder mit einer „Ein Mädchen wie ich“ Puppe spielen?
Ich möchte die Produktion im Jahr 2020 starten. Bis dahin habe ich jedoch noch eine doppelte Belastung mit meinem Studium. Ich promoviere am Institut für Biomedizinische Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Zürich.
Worum geht es da?
Ich untersuche das Thema Schwangerschaft, nicht aus der Sicht von Ärzten, Krankenhäusern oder Krankenkassen, sondern aus der Sicht von Frauen. Auch hier geht es mir um die Perspektive. Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft. Wir müssen akzeptieren, dass jeder seine eigenen Wahrnehmungen hat.