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Darstellung:
Für die Identifikation des Tempels mit dem himmlischen Bereich lassen sich aus Mesopotamien zahlreiche Belege beibringen. König Nabuapaliddin von Babylon, die Rechte grüssend erhoben, von einem Priester geführt und von einer Schutzgottheit begleitet, betritt den Sonnentempel von Sippar. Auf einem tischartigen Podest steht das Emblem des Sonnengottes. Dahinter sitzt unter einem aus Schlange und Palmensäule bestehenden Baldachin der Sonnengott. Über ihm sind, wie der Text sagt, «Sin (= Mond), liegende Sichel), Schamasch (= Sonne, vierstrahliger Stern mit Flammenbündel) und Ischtar (= Venus, achtstrahliger Stern) über dem Ozean, zwischen der Schlange und der Säule angebracht.» Mit «Ozean» wird auf den himmlischen Ozean hingewiesen, über dem die Szene spielt. An seiner unteren Seite befinden sich die vier übrigen Planeten (ausser Sonne, Mond und Venus). Tempelinneres und Himmel sind in diesem Bild ganz ähnlich wie in Jes 6 zusammengeflossen. Die Frage, ob die Szene im Tempel oder im Himmel spiele, ist falsch gestellt (vgl. Wildberger 1965-1970
: 245f). Der Tempel befindet sich auf Erden. Da Jahwe aber in ihm wohnt, ist er zugleich Himmel.