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Wohlstand und Nachhaltigkeit sind Prioritäten der neuen Subsahara-Afrika-Strategie 2021–2024. Bei seinem Treffen mit dem Präsidenten Macky Sall würdigte Bundesrat Ignazio Cassis das grosse wirtschaftliche Potenzial des Senegal, der zur Region der «wirtschaftlichen Löwinnen» gehört: «Ein stabiles und transparentes Geschäftsklima ist unerlässlich, um Investitionen ins Land zu holen.» Auch die Frage des Multilateralismus wurde angesprochen, insbesondere im Hinblick auf den Vorsitz von Präsident Macky Sall in der Afrikanischen Union im Jahr 2022.
Mit seiner Amtskollegin Aissata Tall Sall erinnerte der EDA-Vorsteher an die Bedeutung der ökologischen Herausforderungen und die Bereitschaft der Schweiz, mit dem Senegal zusammenzuarbeiten. In diesem Zusammenhang unterzeichneten die beiden Länder ein Abkommen (Memorandum of Understanding) zur Bekämpfung des Klimawandels. Ein weiteres Thema war die Blue-Peace-Initiative, die darauf abzielt, durch eine gerechte und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen Konflikte zu verhindern.
Zudem wurde ein Abkommen zur Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Luftverkehrsdienste zwischen den beiden Ländern unterzeichnet. Schliesslich erörterten die beiden Amtskollegen die Zusammenarbeit im Bereich der Menschenrechte, insbesondere bezüglich Jugendgerichtsbarkeit und Kinderschutz.
Digitale Bildung und Besuch der Insel Gorée
Am Rande seines Aufenthalts im Senegal besuchte Bundesrat Ignazio Cassis ein Aufnahmestudio für digitale Bildung (MOOC - Massive Open Online Courses). Dieses Projekt wurde von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (ETHL) implementiert und von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt. Bundesrat Ignazio Cassis machte sich zudem mit dem kürzlich von der EPFL lancierten Programm «Excellence in Africa» vertraut. Der Vorsteher des EDA besuchte auch die Insel Gorée, einen Ort, der die Erinnerung an den Sklavenhandel symbolisiert.
Die Schweizer Delegation wurde auf dieser Reise von Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter, Mitglied der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats, und Nationalrat Nicolas Walder, Mitglied der APK und der Schweizer Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie, begleitet. Die beiden Parlamentsmitglieder hatten die Gelegenheit, eine Delegation von Abgeordneten der senegalesischen Nationalversammlung zu treffen.
Abschluss der Afrikareise in Gambia
Gambia war die letzte Station der Afrikareise von Bundesrat Ignazio Cassis. Dabei handelte es sich um den ersten offiziellen Besuch eines Schweizer Aussenministers in diesem Land. Er führte Gespräche mit der gambischen Vizepräsidentin Isatou Touray und Innenminister Yankuba Sonko und unterstrich dabei die guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Die Diskussionen konzentrierten sich insbesondere auf die Menschenrechte und die Blue Peace Initiative.
Zum Abschluss seiner Reise auf den afrikanischen Kontinent besuchte Bundesrat Ignazio Cassis das Institut für Tourismus und Gastgewerbe in Gambia, das in der Ausbildung und beruflichen Wiedereingliederung tätig ist. Schliesslich besuchte er eine Gefängnisanlage in Banjul.
Der Besuch des EDA-Vorstehers in Algerien sowie in drei Ländern in Subsahara-Afrika (Mali, Senegal und Gambia) bot Gelegenheit, den Behörden dieser Staaten die Prioritäten und Ziele der ersten MENA- und Subsahara-Afrika-Strategie vorzustellen, die der Bundesrat vor Kurzem verabschiedet hat.
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