Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/1070

Verfasst von:
Daniela Zimmermann
am 2. Oktober 2019
Fluchtlagen: Bauchlage
Für eine ideale Entspannung der Rückenmuskulatur während der Nacht, sollte die Wirbelsäule möglichst in ihrer natürlichen Form gelagert sein. Dies gelingt am besten in der Seiten- oder Rückenlage. Wenn die Liegeunterlage eine natürliche Lagerung der Wirbelsäule verunmöglicht, sucht der Körper während der Nacht automatisch alternative Liegepositionen. Weil anstatt einer natürlichen Liegelage in eine verdrehte oder abgeknickte Lage gewechselt wird, spricht man hier von Fluchtlagen. Viele Menschen, vor allem Frauen, versuchen auf dem Bauch zu schlafen, weil ihre Taille, die schmaler als Schulter und Becken ist, in der Seitenlage einknickt und im Lendenwirbelbereich oder sogar im Nacken Schmerzen verursacht.
Die Bauchlage ist jedoch keine gute Wahl. Das Hohlkreuz wird in dieser Lage stark durchgebogen. Wenn man zusätzlich auf einem Kissen liegt, wird dieses Problem sogar noch vergrössert. Dagegen versuchen einige SchläferInnen mit den Händen unter dem Bauch oder dem seitlichen Abwinkeln eines Beines, das Hohlkreuz zu vermindern. Dies führt zu eingeschlafenen Händen und zusätzlichen Muskelverspannungen im Kreuz, ausgelöst durch das Drehen des Beckens. Noch grössere Probleme ergeben sich in der Bauchlage im Halswirbelbereich: Damit Nase und Mund frei bleiben, muss der Kopf seitlich abgedreht werden. Diese starke Rotation im Halswirbelbereich verursacht ein ungleiches Spannungsverhältnis der Muskulatur im Nacken. Schmerzen sind dadurch vorprogrammiert. Und wenn man mit Hilfe der Arme, die zum Kopf hochgezogen werden, Platz für die Atmung schaffen möchte, verlagert sich das Problem lediglich in den Schulterbereich.
Mit einer auf den Körper für Seiten- und Rückenlage angepasster Schlafunterlage lässt sich die Bauchlage recht schnell abgewöhnen.