Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03461.jsonl.gz/1969

Die aufgeführten Besucherzahlen stellen dar, was für diesen Event seit dem Starttag bei ProCinema gemeldet und erfasst wurde.
INHALT
Erster Akt Leutnant B. F. Pinkerton von der US-Marine inspiziert ein Haus mit Blick auf den Hafen von Nagasaki, das er von dem Heiratsvermittler Goro mieten will. Der Mietvertrag umfasst auch drei Dienerinnen und eine Geisha-Ehefrau namens Cio-Cio-San, die als Madame Butterfly bekannt ist. Der Mietvertrag beläuft sich auf 999 Jahre und muss monatlich verlängert werden. Der amerikanische Konsul Sharpless kommt hinzu; er ist ausser Atem, weil er den Hügel hinaufgestiegen ist. Pinkerton beschreibt seine Philosophie des furchtlosen Yankees, der auf der Suche nach Erfahrungen und Vergnügungen die Welt durchstreift („Dovunque al mondo“). Er ist nicht sicher, ob seine Gefühle für das junge Mädchen Liebe oder nur eine Laune sind, aber er hat vor, die Hochzeitszeremonie durchzuführen. Sharpless warnt ihn, dass das Mädchen diese Ehe eventuell anders sieht, aber Pinkteron wischt solche Bedenken vom Tisch und sagt, dass er eines Tages eine echte, amerikanische Ehefrau heiraten werde. Er bietet dem Konsul Whiskey an und trinkt auf Amerika („America forever!“). Man hört, wie Butterfly den Hügel hinaufkommt, zusammen mit ihren Freundinnen, die der Zeremonie beiwohnen sollen (Ensemble: „Spira sul mare“). In einer Unterhaltung nach ihrer offiziellen Vorstellung gibt Butterfly zu, dass sie nur 15 Jahre alt ist, dass ihre Familie vormals angesehen war, aber jetzt ihre Stellung verloren hat, und dass sie sich daher als Geisha verdingen muss. Ihre Verwandten kommen hinzu und plaudern über die Hochzeit. Cio-Cio-San zeigt Pinkerton ihre wenigen Besitztümer und teilt ihm leise mit, dass sie die christliche Mission besucht hat und den Glauben ihres Mannes annehmen wird. Der Kaiserliche Kommissar verliest die Hochzeitsurkunde, und die Verwandten gratulieren dem Paar. Plötzlich hört man eine bedrohliche Stimme – es ist der Bonze, Butterflys Onkel, ein Priester. Er verflucht das Mädchen dafür, dass sie zur christlichen Mission gegangen ist und damit die Religion ihrer Familie verraten hat. Pinkerton befiehlt allen zu gehen, und im Aufbruch verurteilen der Bonze und ihre schockierten Verwandten Cio-Cio-San. Pinkerton versucht sie zu trösten. Suzuki hilft Butterfly, ihren Hochzeitskimono anzuziehen, worauf diese zu Pinkerton in den Garten geht, wo sie einander in die Arme sinken (Duett: „Vieni la sera“).
Zweiter Akt, Erster Teil Drei Jahre sind vergangen, und Cio-Cio-San erwartet die Rückkehr ihres Ehemannes. Suzuki fleht die Götter um Hilfe an, worauf Butterfly ihr vorwirft, dass sie lieber an die faulen japanischen Götter glaube als an Pinkertons Versprechen, eines Tages zurückzukehren („Un bel di“). Sharpless erscheint mit einem Brief von Pinkerton, aber bevor er ihn Butterfly vorlesen kann, erscheint Goro mit dem neusten potentiellen Ehemann für Butterfly, dem reichen Prinzen Yamadori. Butterfly serviert den Gästen aus Höflichkeit Tee, besteht aber darauf, dass sie zur Ehe nicht zur Verfügung stehe – ihr amerikanischer Ehemann habe sie nicht verlassen. Sie schickt Goro und Yamadori fort. Sharpless versucht, Pinkertons Brief vorzulesen, und schlägt Butterfly vor, vielleicht doch Yamadoris Angebot in Erwägung zu ziehen. „Und das hier?“ („E questo?“) fragt die entrüstete Butterfly und zeigt dem Konsul ihr kleines Kind. Sharpless ist zu verstört, um ihr mehr vom Inhalt des Briefes zu berichten. Er geht und verspricht, Pinkerton von dem Kind zu erzählen. Ein Kanonenschuss ist vom Hafen zu hören und zeigt die Ankunft eines Schiffes an. Butterfly und Suzuki tragen ein Fernrohr auf die Terrasse und entziffern den Namen von Pinkertons Schiff. Überglücklich hilft Butterfly Suzuki dabei, das Haus mit Blütenblättern aus dem Garten zu bestreuen (Duett: „Scuoti della fronda“). Die Nacht bricht herein, und Butterfly, Suzuki und das Kind halten Wache und beobachten den Hafen (Gesummter Chor).
Zweiter Akt, Zweiter Teil Der Morgen bricht an und Suzuki besteht darauf, dass Butterfly endlich schlafen geht. Butterfly trägt das Kind in ein anderes Zimmer. Sharpless erscheint mit Pinkerton und Kate, Pinkertons neuer Frau. Suzuki begreift, wer die amerikanische Frau ist, und erklärt sich bereit, dabei zu helfen, Butterfly die Nachricht beizubringen. Pinkerton ist von seinem schlechten Gewissen überwältigt und läuft davon, nachdem er sich seiner Tage in dem kleinen Haus erinnert hat („Addio, fiorito asil“). Cio-Cio-San eilt herbei in der Hoffnung, Pinkerton zu sehen, erblickt statt dessen jedoch Kate. Sie durchschaut die Situation und erklärt sich bereit, das Kind aufzugeben, besteht jedoch darauf, dass Pinkerton zurückkehren solle und es abholen. Butterfly schickt alle fort und holt den Dolch heraus, mit dem sich auch ihr Vater umgebracht hat; sie entscheidet sich dafür, mit Würde zu sterben, anstatt in Schande zu leben. Sie wird kurz unterbrochen, als ihr Kind hereinkommt, aber Butterfly verabschiedet sich von ihm und verbindet ihm die Augen („Tu, piccolo Iddio“). Sie ersticht sich in dem Moment, als Pinkerton ihren Namen ausruft.