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Love Ranch (2010)
Love Ranch (2010)
Oder: Theres no Business like Ho-Business
In den Siebzigerjahren ist in den USA Prostitution legal und die Love Ranch in Nevada eine Goldgrube. Geführt wird das Bordell vom Ehepaar Grace (Helen Mirren) und Charlie Bontempo (Joe Pesci), die ihre Mädels mit viel Zuckerbrot und wenig Peitsche zu Höchstleistungen antreiben. Das Geschäft läuft dabei so gut, dass sich Charlie bald seinen Traum erfüllen und ins Boxgeschäft einsteigen will. Er engagiert den argentinischen Kämpfer Armando Bruza (Sergio Peris-Mancheta), der bald einen grossen Kampf abhalten soll.
Während Charlie jeweils die neue Ware für die Ranch testet und den jungen und naiven Mädels den Himmel auf die Erde holt, hat Grace ganz andere Sorgen. Sie ist krebskrank, verschweigt das aber ihrem Gatten. Doch mit dem Auftauchen des gutaussehenden Boxers regt sich etwas in ihr. Der junge Mann fühlt sich Grace verbunden, und die beiden beginnen eine Affäre. Etwas, das Charlie nicht akzeptieren kann, weshalb er dem Glück seiner Frau Steine in den Weg legt. Bleihaltige Steine...
DVD-Rating
Taylor Hackford ist nicht nur ein toller Regisseur (Ray, Against all Odds), sondern auch seit 1997 mit Helen Mirren verheiratet. Nun darf er sie vom Regiestuhl dirigieren und gut in Szene setzen. Mit Love Ranch hat er sich dabei einer Geschichte angenommen, die einen wahren Hintergrund hat und seiner Gattin genügend Platz gibt, um zu beweisen, dass sie eine starke Schauspielerin ist.
Zusammen mit Filmgatte Joe Pesci (Lethal Weapon 4), der ein bisschen Casino-Feeling in die Story bringt, muss sich die Darstellerin der Queen mit Freudenmädchen, hungrigen Boxern und einer Erkrankung rumschlagen, die sie fast umbringt. Dazu gibt Pesci den geilen Ehemann, der sich überschätzt und vom Geschäftspartner zum Gegner entwickelt. Zu diesem Duo stösst bald Sergio Peris-Mencheta, dessen Karriere mit Resident Evil: Afterlife nun auch in Amerika gestartet ist.
Neben Mirren und Pesci, die beide gute Performances zeigen, stossen wir auf weitere bekannte Gesichter. In den Reihen der Nutten entdecken wir Gina Gershon (Showgirls) in einer kleinen und Bai Ling (Crank 2: High Voltage) in einer stummen Nebenrolle. Auch Breaking Bad-Star Bryan Cranston darf mal sein Gesicht in die Kamera halten.
Fazit: Love Ranch hat interessante Sequenzen zu bieten, die allerdings erst gegen Ende des Films auftauchen. Bis dahin plätschert die Story vor sich her, zeigt die Darsteller im Puff, und die Konfrontationen werden meist nur angedeutet. Erst gegen Ende spielt der Film seine Stärken aus, aber dann ist es schon fast zu spät. Trotzdem, Helen Mirren und Joe Pesci lohnen einen Blick.
Als Extras wurden leider nur ein paar Trailers auf die DVD gepresst. In technischer Hinsicht darf man mit Love Ranch zufrieden sein. Das Bild ist klar und sauber, der Ton ebenfalls ohne Störungen und Makel transferiert worden. Gute Sache.
OutNow.CH:
11.04.2011 / muri
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