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Im Jahre 1969 riefen die Vereinten Nationen den «Internationalen Tag des Weissen Stocks» ins Leben, der jeweils am 15. Oktober begangen wird. Der weisse Stock als Schutz- und Erkennungszeichen für Blinde und Sehbinderte ist eine Erfindung aus den 30er-Jahren, dir rasch international Verbreitung erlangte.
Der Weisse Stock ist keine Spielerei, sondern offizielles Verkehrsschutzzeichen für blinde und sehbehinderte Menschen: «Unbegleiteten Sehbehinderten ist der Vortritt stets zu gewähren, wenn sie durch Hochhalten des Weissen Stockes anzeigen, dass sie die Fahrbahn überqueren wollen.» (Art. 6, Verhalten gegenüber Fussgängern, Absatz 4, VRV, Strassenverkehrsrecht). Einzige Ausnahme sind Schienenfahrzeuge, wie das Tram und Vorortszüge, die auf Bahnhofplätzen halten oder wenden. Sie haben gegenüber blinden und sehbehinderten Personen immer Vortritt.
Die Kampagne „Weisser Stock = Vortritt“ hat getestet, wie gut diese Regel eingehalten wird. Auskunft zu den Resultaten gibt es hier.