Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03595.jsonl.gz/894

cineclub sg – LONE STAR
„Lone Star“ ist ein US-amerikanischer Film des Independent-Regisseurs John Sayles. Porträtiert werden die Bewohner einer kleinen Grenzstadt und deren Verstrickungen in Vorgänge, die fast vierzig Jahre zurückliegen. Die Geschichte spielt in einer von verschiedenen Ethnien bevölkerten Stadt in Texas an der Grenze zu Mexiko, was zur Folge hat, dass gesellschaftliche Probleme und Lebensentwürfe unterschiedlicher Kulturen aufeinanderprallen.
Regie: John Sayles
USA, 1996
135 Minuten
mit Chris Cooper, Kris Kristofferson, Matthew McConaughey, Elizabeth Peña
Vorstellungen um 18:00 Uhr und um 20:15 Uhr
In einer texanischen Grenzstadt zu Mexiko wird ein vierzig Jahre altes Skelett aufgefunden. Sheriff Sam Deeds findet heraus, dass es sich um einen seiner Vorgänger handelt, Charlie Wade. Dieser war rassistisch, korrupt und skrupellos. Wade war der Handlanger des damaligen Richters, dem seinerzeit alles in der Gegend gehörte. Straftaten selbst störten beide nicht, allerdings störte es sie sehr, wenn sie nicht an deren Ertrag beteiligt wurden. Nur der Hilfssheriff Buddy Deeds, Sams Vater, opponierte offen gegen seinen Vorgesetzten. Kurz darauf verschwand Wade, und Buddy wurde sein allseits beliebter Nachfolger. Nun, nachdem Bud selbst tot ist, soll er ein Denkmal erhalten …
Sam Deeds hinterfragt die unterschiedlichen Bilder, die er und die Bürger seiner Heimatstadt von seinem verstorbenen Vater haben und versucht die Wahrheit herauszufinden. In diese Untersuchungen mischen sich die Bilder einer Stadt in den 1950ern, in denen die Unterdrückung der verschiedenen Minderheiten der Afroamerikaner, Mexikaner, Latinos und Indianer auf allen Ebenen stattfand und Rassismus an der Tagesordnung war.
„Lone Star“ ist eine Mischung aus Neowestern, Thriller, Polizeifilm und Gesellschaftsporträt vom unabhängigen Regisseur John Sayles, der ein differenziertes Bild der Bewohner einer kleinen Grenzstadt und deren Verstrickungen in Vorgänge, die fast vierzig Jahre zurückliegen, zeichnet. Es geht um Erinnern und Vergessen, die Bewältigung der Vergangenheit und den Mut zum Neuanfang.
Die Gründung des cineclub st.gallen geht auf das Jahr 1952 zurück. Der cineclub zählt zurzeit um die 200 Mitglieder und ist fester Bestandteil des Kulturangebots in der Stadt St.Gallen. Neben der Verbreitung künstlerisch wertvoller Filme veranstaltet der cineclub auch Sonderveranstaltungen. Dazu gehören unter anderem Gespräche mit Filmregisseuren, Stummfilme mit Livemusik sowie Einführungen in die programmierten Filme.