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Innerhalb der SP Schweiz formiert sich Widerstand gegen die Nicht-Nomination der Zürcher SP-Nationalrätin Anita Thanei. Die Aargauer alt Nationalrätin Agnes Weber hat eine Unterschriftensammlung lanciert, um die Zürcher Parteileitung zum Umdenken zu bewegen.
Rund 70 Personen haben bereits unterschrieben, darunter bekannte SP-Vertreter wie Nationalrätin Chantal Galladé, der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm sowie Strafrechtsprofessor und Nationalrat Daniel Jositsch.
Gleichzeitig veröffentlichte Weber einen offenen Brief, in der sie die Zürcher Parteileitung harsch kritisiert und sie jetzt schon dafür verantwortlich macht, dass bei den Wahlen 100'000 Stimmen ausbleiben würden, weil Thanei auf der Kandidatenliste fehle.
Weiter schreibt Weber im Brief, über den am Mittwoch auch die Nachrichtenplattform Newsnetz/tagesanzeiger.ch berichtete, dass die Nicht-Nomination Thaneis würde-, stil- und respektlos vollzogen worden sei. Die Abstimmung sei geheim gewesen, eine Diskussion habe nicht stattgefunden.
Massnahme gegen "Sesselkleber"
Thanei hatte an der kantonalen Delegiertenversammlung vom 14. Mai die nötige Zweidrittelsmehrheit der Parteikollegen um 24 Stimmen verpasst. Diese Mehrheit müssen alle SP-Nationalräte erreichen, die bereits 12 Jahre im Rat sitzen. Die Parteileitung hatte dieses Vorgehen im letzten Jahr eingeführt, um "Sesselkleber" loszuwerden.
Die 56-jährige Anwältin und Präsidentin des Deutschschweizer Mieterverbandes sitzt seit 1995 im Parlament.
SDA-ATS