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Beim Wachsausschmelzverfahren wird zuerst ein Wachsmodell erstellt. Dafür bedarf es einer Negativform, die vom Modell abgenommen wird. Das in mehreren Schichten entstandene Wachsmodell entspricht dank den guten Fliesseigenschaften des Wachses sehr genau dem Original. Nach Retusche und Montage der Einguss- und Entlüftungskanäle wird das Wachsmodell mit einer feuerfesten Masse ummantelt, die anschliessend gebrannt wird. Bei ca. 700° C und bis 40 - 50h, abhängig von der Größe des Gussstückes, wird das Wachs ausgeschmolzen wodurch ein Hohlraum entsteht. Dieser Hohlraum wird anschliessend mit flüssigem Metall ausgegossen.
Beim Sandgussverfahren wird das Modell in einen zweiteiligen Formrahmen mit Sand eingearbeitet. Somit enthält die Sandform die Negativdarstellung des Objektes, anschliessend werden von Hand einzelne Giesskanäle eingearbeitet. Danach wird das Modell entfernt und in den Hohlraum das flüssige Metall eingegossen.
Der Giessvorgang ist der spektakulärste zugleich der kürzeste Arbeitsgang bei der Herstellung eines Kunststückes. Das geschmolzene Metall wird zügig in die bereitgestellten Formen gegossen und nach dem Auskühlen wird die Form zerschlagen und das gegossene Werk entnommen. Nach dem Giessen werden die Oberflächen der Gussstücke ziseliert und nach Wunsch lackiert oder patiniert.