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Sauser ist ein typisches Herbstgetränk, welches bei der Weinlese produziert wird. Sauser entsteht zwischen zwei Produktionsschritten auf dem Weg von der Traube zum Wein. Wenn er nicht pasteurisiert wird, ist Sauser zudem ein äusserst lebendiger Saft.
Bei der Herstellung von Wein werden die Trauben zu einer Maische zerstossen, diese wird gepresst und es entsteht Traubenmost. Dank natürlicher oder zugesetzter Hefe fängt der Traubenmost an zu gären, d.h. der Zucker im Traubenmost wird in Alkohol und Kohlensäure verwandelt. Dieser Vorgang erhöht die Temperatur, durch die Kohlensäure fängt der Saft an zu perlen und zu sprudeln und wird immer trüber. So passt auch der Name, welcher in Österreich für das lebendige Getränk verwendet wird, ganz gut: Es wird «Sturm» genannt. In Deutschland ist das Getränk als Federweisser (aus weissem Traubenmost) oder als Federroter (aus rotem Traubenmost) bekannt.
In der Schweiz wird Sauser aus Schweizer Trauben oft lokal hergestellt, dort, wo auch Weinanbau betrieben wird: in der Westschweiz, im Tessin, in der Ostschweiz und in der Region Zürich. Am besten geniesst man das lebendige Getränk auch grad vor Ort, es ist nur sehr frisch geniessbar und sein Alkoholgehalt steigt stetig an. Wer Sauser gerne auch zuhause mag oder sich sogar einen kleinen Vorrat anlegen will, kann auf die pasteurisierte Variante zurückgreifen: Durch Erhitzung wurde der Gärvorgang abgebrochen und der Sauer behält einen konstanten, tiefen Alkoholgehalt von ca. 1,5 %. Aber Achtung beim Einschenken: Auch dieser Saft saust und braust im Glas ganz schön lebendig.