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Unsere Unterstützung für den Kongo
Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Einsiedeln betreut in Afrika ein kleines Projekt, das ein Gebiet von der Grösse unserer Kirchgemeinde umfasst und sich «Villages et Villes a Vivre» (Dörfer und Städte zum Leben, V.V.V.) nennt.
Hauptziel des Projekts ist die Begleitung und Ausbildung der ländlichen Bevölkerung, ihre Versorgung mit dem Nötigsten, mit Medikamenten und Schulbildung sowie der Unterhalt von zwei Lastwagen, mit dem die Bauern ihre Landwirtschaftsprodukte in die Städte bringen und verkaufen kann.
Spendenkonto: Postfinance 87-14980-0, Ref. Pfarramt, 8840 Einsiedeln; Vermerk “Projekt Afrika” (IBAN: <iban-pii>)
Von der Welt abgeschnitten – das Luala-Tal
Ganz im Westen der grossen Demokratischen Republik Kongo liegt eine hügelige Gegend, die durch den 6 km breiten Fluss Kongo vom Rest des Landes abgetrennt ist. Etwa 100 km vom Fluss entfernt, in der Region Luozi, zieht sich das Luala-Tal gegen Norden.
Das Gebiet ist fruchtbar, die Menschen bauen Feldfrüchte wie Maniok, Zwiebeln und Bohnen an. Aber es gibt keinen Strom und keine Brücken über den Kongo. Daher können die Bauern ihre Produkte nicht in die grossen Städte bringen und verkaufen, dorthin, wo es immer an Nahrungsmitteln fehlt.
Das von der Kirchgemeinde unterstützte Luala-Tal liegt im Norden des Kongo, in der Region Luozi:
Solarlampen
In den letzten Monaten hat V.V.V. begonnen, durch Verkauf und Montage von (bisher im Land nicht vertriebenen, spezifisch für Afrika konzipierten) Solarlampen einen weiteren Schritt zur Entwicklung dieses Gebietes zu machen (nach einem Modell, das sich in vielen Ländern Afrikas schon bewährt hat), welches keinen Zugang zu Elektrizität hat, Benzin oder Petroleum muss in Kanistern eingeführt werden. Zuerst einmal werden fertige Lampen importiert und verkauft, das Startkapital konnte durch einen Kredit der Kirchgemeinde Einsiedeln und grosszügige Spenden aufgebracht werden; mit dem Erlös soll dann das Geld für die Einrichtung von Produktionswerkstätten generiert werden. V.V.V. wird selber für die nötigen Infrastrukturen, Bereitstellung und Schulung von Personal aufkommen.
Lastwagen für die Landwirtschaft
Vor allem dank der Unterstützung unserer Kirchgemeinde und eines internationalen Hilfswerks (Agrisud) konnte V.V.V. zwei neue Lastwagen anschaffen, mit denen die landwirtschaftlichen Produkte in die Städte gefahren werden können.
Die modernen Lastwagen verbessern die Transportmöglichkeiten entscheidend.
Die Verantwortlichen von V.V.V. versuchen immer wieder, die Strassen in Fronarbeit einigermassen passierbar machen, besorgen Samen, leihen den ärmsten Familien das Geld für das Saatgut, leihen den Bauern auch Ochsenkarren zum Pflügen, betreuen Krankenstationen und Schulen für die Kinder.
Zufahrtsweg zum «Villages et Villes a Vivre» (V.V.V., Dörfer und Städte zum Leben)
Projektleitung
Gründer und Leiter des Projekts ist der Kongolese Pierre Kilubu. Er musste als junger Journalist vor der Verfolgung durch das Mobutu-Regime fliehen und kam 1982 als Asylbewerber nach Einsiedeln. Heute lebt er mit seiner Familie in Frankreich, verbringt aber etwa die Hälfte des Jahres im Kongo.
Schwierige politische Situation
Wegen der nun schon länger anhaltenden Versuche der Regierung der Demokratischen Republik Kongo, ihr Mandat auf unbeschränkte Zeit zu verlängern und Neuwahlen zu verhindern, kann es in der Hauptstadt Kinshasa immer wieder zu blutigen Unruhen kommen. Das ganze Land gleicht einem Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann. Da das Gebiet von V.V.V. aber abseits der wirtschaftlich interessanten Zonen liegt (es ist zwar sehr fruchtbar, besitzt aber keine wertvollen Bodenschätze und ist auch zu wenig erschlossen, um ersthaftes Interesse bei skrupellosen internationalen Agrarkonzernen zu wecken), blieb es bis anhin stets von kriegerischen Auseinandersetzungen verschont, doch die Transporte mit den Lastwagen in die Hauptstadt müssen immer wieder unterbrochen werden, nicht zuletzt auch wegen der Gefahr, dass letztere von den einen oder anderen Truppen für eigene Zwecke konfisziert wird. Eine sehr sorgfältige Planung und Buchhaltung garantiert jedoch im Moment immer noch den Erfolg des Konzeptes, die Waren erreichen ihre Märkte, die Löhne können ausgezahlt werden.
Weitere Hilfe nötig
Die moderne Technik der Lastwagen ist viel anfälliger für die miserable Qualität des Treibstoffes, das ältere der beiden Gefährte muss schon für teures Geld repariert werden. Dafür ist unsere unverzügliche Hilfe gefragt. In Zukunft sollen Rückstellungen für Reparaturen gemacht werden können, ein Teil des Gewinns sogar in die anderen Aufgaben von V.V.V. fliessen: medizinische Versorgung, Notvorräte, Zwischenlager für die Landwirtschaftsprodukte usw.
Afrika-Sommerfest
Jedes Jahr im August findet bei uns das Afrika-Sommerfest mit Familiengottesdienst um 10.00 Uhr und anschliessendem gemeinsamen Mittagessen statt. Beides ist jeweils musikalisch umrahmt.
Damit das Fest gut gelingen kann, sind wir natürlich auf Ihr Mitwirken angewiesen. Wir sind bei folgenden Arbeiten immer sehr froh um jede Mithilfe: Einrichten vor dem Fest, Service, Buffet, Abwaschen und Aufräumen nach dem Fest. Falls Sie mithelfen wollen, melden Sie sich bitte bei Rita Kümin: E-Mail (Klick öffnet Ihr Mailprogramm).
Der gesamte Erlös des Afrika-Sommerfestes geht an unser Partner-Projekt «Villages et Villes a Vivre».
Gemeindereise
Auf Einladung von V.V.V. plant die Kirchgemeinde Einsiedeln schon lange eine Gemeindereise in das von uns unterstützte Luala-Tal. Angesichts der herrschenden politischen Instabilität ist ein Aufenthalt für eine von der Kirchgemeinde organisierte Gruppe in der Demokratische Republik Kongo zurzeit jedoch leider noch immer nicht angebracht; falls Einzelpersonen auf eigene Faust das Gebiet bereisen wollten, wäre Herr Kilubu gerne bereit, ihnen das Projekt zu zeigen.
Entwicklungshelfer/in gesucht
V.V.V. sucht immer wieder Personen, die bereit wären, anlässlich eines Aufenthaltes von 4-6 Monaten und auf der Basis von Freiwilligenarbeit als Entwicklungshelfer/in das Führungsteam zu verstärken und diesem mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ideal wäre eine pensionierte Person mit Erfahrung in Führung oder Verwaltung und guten Französischkenntnissen.
Finanzielles: Sozialleistungen, Reisespesen, Kost und Logis würden zum Teil von V.V.V., zum Teil von der französischen Organisation “Service de Coopération au Développement (SCD)” getragen. Kosten würden also keine anfallen.
Infos: Für Fragen steht Ihnen auch Pfr. Urs Jäger gerne zur Verfügung.