Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/1314

Nach den starken Resultaten bei den vergangenen drei Rennen in Grindelwald, Grimentz und Scuol startete Nadia Walker mit viel Selbstvertrauen ins zweitletzte Rennen der Saison in Alpnach. Die zu meisternde Strecke führte über 88 km und eine Höhendifferenz von 3‘000 m. Nadia Walker startete wie gewohnt schnell und heftete sich zu Beginn des ersten Anstiegs ans Hinterrad von IXS-Leaderin Milena Landtwing. Nach einigen Kilometern musste sie Landtwing ziehen lassen, konnte aber den zweiten Platz halten und sich vom Rest des Fahrerinnenfeldes absetzen. Auch in der Hälfte der ersten Steigung auf der Lütholdsmatt passierte Nadia Walker an zweiter Stelle, unmittelbar vor Florence Darbellay, die Richtung Schrottenegg zu ihr aufschliessen konnte. „Mir war klar, dass ich das Hinterrad von Milena Landtwing wohl nicht sehr lange halten kann. Trotzdem versuchte ich mich möglichst schnell vom Rest des Feldes zu lösen, was mir bestens gelang.“
Den coupierten Abschnitt bis zum Langis fuhr das Duo Walker / Darbellay gemeinsam. Nadia Walker schaffte es in der Abfahrt nach Alpnach, das Hinterrad der technisch sehr stark fahrenden Florence Darbellay zu halten. Nach der ersten Zielpassage nach 45 Kilometern und 1‘800 Höhenmetern, führte die Strecke auf die andere Talseite. Auf dem langen Flachstück über den Flugplatz in Alpnach fuhr Nadia Walker einen kleinen Vorsprung auf Florence Darbellay heraus, welche die Lücke ihrerseits im Aufstieg zum Schwandi aber wieder schliessen konnte und sich anschliessend sogar von Nadia Walker absetzte. „Im Aufstieg zum Schwandi hatte ich ordentlich zu kämpfen. Ich fand einfach keinen guten Rhythmus und zudem machten sich Krämpfe bemerkbar. Florence Darbellay machte einen sehr starken Eindruck und so versuchte ich nicht auf Biegen und Brechen dran zu bleiben und nahm etwas Tempo raus“, bilanzierte Nadia Walker im Ziel.
Vom Schwandi galt es dann weitere 400 Höhenmeter bis zum Kulminationspunkt Ächerli zu überwinden. Nadia Walker konnte sich wieder etwas erholen und fuhr souverän auf Position drei. Die technischen Abfahrten gelangen der Fahrerin des Stöckli-Teams ausgezeichnet. Motiviert und beflügelt meisterte sie auch den coupierten Abschnitt durch den Cholwald zurück zum Flugplatz in Alpnach sehr gut. Einen Schreckmoment gab es dann aber doch noch. Nadia Walker stürzte in der Schlussabfahrt. Glücklicherweise blieben sowohl sie wie auch ihr Bike unbeschadet.
Saisonfinale in Einsiedeln
Nach 4 Stunden und 56 Minuten überquerte Nadia Walker die Ziellinie als umjubelte Drittplatzierte. Gewonnen wurde das Rennen von IXS-Leaderin Milena Landtwing aus Pontresina. Auf Rang zwei fuhr die Neuenburgerin Florence Darbellay. Mit diesem erneut starken Auftritt und einem weiteren Podestplatz, macht Nadia Walker einen weiteren grossen Schritt Richtung Podestplatz in der IXS-Gesamtwertung und dies gleich in ihrem ersten Jahr auf der Langdistanz. „Mit dem heutigen Rennen und dem dritten Rang bin ich sehr zufrieden. Ich wusste, dass ich in Form bin. Da ich aber die ganze Woche mit gesundheitlichen Problemen kämpfte, war ich mir nicht ganz sicher, ob es fürs Podest reichen würde. Es war sicher nicht mein bestes Rennen dieser Saison, aber es war ein guter Auftritt. Jetzt versuche ich mich möglichst schnell zu erholen, damit ich in zwei Wochen fit bin fürs Saisonfinale in Einsiedeln“.