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Medienmitteilungen, ESBK, 13.12.2007
Pokerturniere können legal sein
Bei Pokerturnieren sind nach Auffassung der ESBK gewisse Spielformen möglich, die nicht unter das Verbot von Glücksspielen fallen. Dies ist dann der Fall, wenn der Gewinn überwiegend von der Geschicklichkeit der Spieler und nicht vom Zufall abhängt. Bestehen Zweifel, wie ein Pokerturnier im Einzelfall einzustufen ist, kann die ESBK um einen Qualifikationsentscheid angegangen werden. Zuvor nimmt sie aufgrund eines vollständigen Spielbeschriebs eine eingehende Prüfung vor.
Die ESBK hat verschiedene ihr zur Prüfung eingereichte Turniere als Geschicklichkeitsgeldspiele qualifiziert. Diese dürfen somit ausserhalb von Spielbanken durchgeführt werden. Vorbehalten bleiben andere rechtliche, insbesondere kantonalrechtliche, Vorschriften. Die ESBK wird die Entscheide auf dieser Homepage publizieren.
Im Unterschied zu den erwähnten Turnieren sind Pokereinzelspiele, bei denen um Geld oder einen geldwerten Einsatz gespielt wird (so genannte „Pokercashgames“), gemäss ständiger Praxis der ESBK Glücksspiele im Sinne des Spielbankengesetzes. Der in Aussicht stehende Gewinn hängt hier überwiegend vom Zufall ab, und die Organisation solcher Spiele ausserhalb von Spielbanken ist strafbar. Wer Cashgames oder nicht als Geschicklichkeitsspiele qualifizierte Pokerturniere um Geld organisiert, setzt sich nach wie vor dem Risiko einer Strafverfolgung wegen illegalen Glücksspiels aus.
nach oben Letzte Änderung 13.12.2007