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Mikao Usui wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Japan geboren und interessierte sich schon seit frühester Jugend für das Leben und Wirken Buddahs. Usui war fasziniert vom Streben nach Erkenntnis und Erleuchtung und verspürte auch in sich den Wunsch, anderen zu helfen. Viele Menschen, die er kannte, waren unglücklich oder krank. Das Leiden um ihn herum und die Faszination für Buddha, Menschen zu helfen und sie zu heilen-dieses Bedürfnis in ihm war so stark, dass er sich – ohne zu wissen, wie er die Fähigkeit zu heilen erlangen konnte – auf die Suche begab.
Während seiner Reise durch Japan beschäftigte er sich mit den Studien über Buddhismus und sprach mit vielen Mönchen und Gelehrten. Doch kam er seinem Ziel scheinbar nicht näher, da die Fähigkeit zu heilen entweder verloren gegangen war oder geheim gehalten wurde. Nach langer Zeit lernte er einen Abt in einem Zen-Kloster kennen. Jener war auch an der Kunst des Heilens interessiert und unterstützte Usui bei seiner Suche. Usui lernte zusätzlich Chinesisch und Sanskrit, um die vielen geheimen und religiösen Schriften der beiden grössten Religionen Buddhismus und Hinduismus studieren zu können. In indischen Sutras entdeckte er eine Technik, durch die man die höheren Heilkräfte erlangen sollte.
Als er einsah, dass ihn nur noch das stete Praktizieren jener Techniken und das Warten auf das Wirken der Heilkräfte in ihm weiterbringen konnte, begab er sich zu einem heiligen Berg, um zu meditieren, zu fasten und jene Techniken zu befolgen. 21 Tage wollte er dort in der Stille und Einsamkeit verweilen, um sein Ziel näherzukommen. In der letzten Nacht, als sich bis dahin immer noch nichts ereignet hatte, glaubte er schon, enttäuscht seinen Abstieg vom Berg antreten zu müssen. Dann aber nahm er am Nachthimmel ein strahlendes helles Licht wahr. Dieses Licht kam auf ihn zu. Er spürte, dass es Bewusstsein hatte und eine ungeheure Macht darstellte. Er spürte auch, dass es jene Heilkräfte in sich trug, nach denen er lange Jahre gesucht hatte. Als das Licht sehr nahe war, trat er mit ihm in einen Dialog, der sich allein in seinen Gedanken abspielte und wegen der hohen Intensität von kurzer Dauer war. Er wusste, dass er sich dem Licht hingeben musste, um die Kraft zu empfangen. Er wusste aber auch, dass die Kraft des Lichts so stark war, dass er dadurch sterben konnte. Er hatte sich zu entscheiden.
Usui entschied sich für das Licht, für die Heilkraft.
Als ihn der Lichtstrahl traf, wurde er ohnmächtig. Seine Seele löste sich von seinem physischen Körper, ohne sich jedoch ganz von ihm zu trennen. Er sah nun in der astralen Welt jene Symbole
aufleuchten, die auch heute noch von den Reiki-Lehrern weitergegeben werden. Er empfing für jedes Symbol eine Einstimmung und das Wissen über die Anwendung. Dies war die Einweihungen von Usui,
die ihn auch befähigte, die Reiki–Kraft weiterzugeben.
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