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Physio Therapie Philipp Breitkopf
Am Hauptbahnhof
Definition
Triggerpunkte sind ödematös verquollene Zonen in Muskeln und den dazugehörigen Bindegeweben (Sehnen und Bändern), die auf Druck oft überaus schmerzhaft reagieren. Charakteristisch für die Unterscheidung von Trigger- und Tenderpoints ist die Schmerzausstrahlung in entfernte Areale. Mit anderen Worten: Wird der Triggerpunkt durch starken Druck gereizt, löst er an einer anderen Stelle des Körpers einen weitergeleiteten Schmerz aus. Daher auch sein Name (trigger = engl. "auslösen"). Diese Schmerzausstrahlung orientiert sich oft an den aus der Neurologie bekannten Segmenten, kann aber auch dem Verlauf der Meridiane aus der traditionellen chinesischen Medizin oder den Muskelzügen (fasziale Verbindungen) folgen - eine Korrelation ist natürlich nicht ausgeschlossen und bedient mehrere Erklärungsmodelle.
Die Lage der Punkte
Die Lage der Punkte zeigt eine starke Bandbreite auf: manche liegen in der Mitte des Muskelbauchs, manche an
den ligamentären (bandartigen) Ansätzen, manche auch an den Ursprüngen des Muskels, wieder andere einfach im Verlauf des Muskelbauchs (an unerwarteter Stelle). Es gibt klassisch überlieferte
Triggerpunkte, die tatsächlich eine hohe Relevanz hinsichtlich schmerzhafter Beschwerden aufweisen. Viele dieser Punkte sind bei chronischen Schmerzpatienten tatsächlich aktiv. Triggerpunkte
stellen für die Naturwissenschaft immer noch ein Rätsel dar, obwohl schon Forschung in die Richtung betrieben wurde, das Geheimnis dieser besonders schmerzhaften Punkte zu lüften. So sind die
Triggerpunkte z.B. schon elektromyographisch untersucht worden - und wiesen tatsächlich eine hohe elektrische Aktivität auf. Diese Aktivität reizt wiederum die Nozizeptoren - unsere körpereigenen
Schmerzfühler - und bombadiert das Rückenmark mit Informationen. Auch mit einer hochsensiblen Wärmebildkamera (thermographisch) lassen sich die Triggerpunkte aufgrund ihrer veränderten
Stoffwechselaktivität darstellen. Der Triggerpunkt gilt in unserer Modellvorstellung als Auslöser für Muskelreflexe, die für den Schmerz des Patienten verantwortlich sind und überdies die
Pathologie rund um den Triggerpunkt erhalten.
Die ausführlichsten Forschungsarbeiten zum Thema Triggerpunkte stammen übrigens von der amerikanischen Ärztin Dr. Janet Travell, die dank ihrer erfolgreichen Behandlung des Senators John F. Kennedy als Leibärztin ins Weiße Haus einrücken durfte, als dieser Präsident wurde.