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Wolfgang Tillmans: 28. Mai – 1. Oktober 2017
Die grosse Sommerausstellung ist dem Künstler Wolfgang Tillmans gewidmet. Tillmans wurde 1968 in Remscheid (D) geboren. Als 20-Jähriger lebte er in Hamburg, wo seine künstlerische Arbeit ihren Anfang nahm. Anfang der 1990er Jahre studierte er am College of Art and Design in Bournemouth. Von 1992 bis 2007, lebte und arbeitete er vorwiegend in London; danach verlegte er seinen Schwerpunkt nach Berlin.
Bekannt wurde Tillmans seit den frühen 1990er Jahren mit heute ikonischen Bildern über das Lebensgefühl einer ganzen Generation und Jugendkultur, von der er selber Teil war, und die zuvor keine eigenen Bilder hatte. Doch schon bald und immer stärker erweiterte er den Fokus, er nutzte das Experimentieren mit den Mitteln der Fotografie zum Erfinden einer neuen Bildsprache – Arbeiten, die mit Kamera und ohne Kamera entstehen; Fotografien, als C-Prints auf Fotopapier, als Inkjet Prints auf Papier oder mit dem Fotokopierer entstanden.
Bilder an den Grenzen des Sichtbaren zu machen steht im Zentrum des Schaffens von Tillmans. Sichtbarkeit zu provozieren oder sie umgekehrt zu verunklären ist sein Antrieb. Dazu hat Tillmans seit den späten 1980er Jahren ein ausserordentliches und überaus einflussreiches Oeuvre geschaffen.
Die Ausstellung ist die erste umfassende Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie in der Fondation Beyeler, in deren Sammlung sich schon seit einiger Zeit eine wunderbare Gruppe von Bildern des Künstlers befindet. Sie wird zeigen, dass nicht Fotografie im klassischen Sinn im Vordergrund des Werkes von Tillmans steht, sondern das Schaffen von Bildern. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit Wolfgang Tillmans.