Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/907

Gold für den Neuenburger Bryan Balsiger, Silber für den Freiburger Jean-Maurice Brahier, Bronze für die Walliserin Aurelia Loser.
Der 21-jährige Bryan Balsiger ist der Shooting-Star der jungen Schweizer Garde. Vor Wochenfrist überragte der Europameister der Jungen Reiter von 2017 aus Corcelles mit drei Siegen am Dreisterne-CSI in Verbier. Nun gewann er bei seinem ersten Start in der Elite auf seinem zehnjährigen Klasse-Schimmel Clouzot de Lassus mit 4,61 Punkten den Schweizer Meistertitel, obwohl er ursprünglich gar nicht starten wollte. "Ich hatte mich am CSI Ascona bei einem Sturz am Knöchel verletzt und musste vier Wochen pausieren. So verpasste ich die nationale Meisterschaft der Jungen Reiter und machte mit meiner Freundin Ferien in Barcelona", sagte er.
Hinter Balsiger, der sich in der zweiten Finalrunde selbst einen Fehler beim Aussprung aus der Dreierkombination leisten konnte, klassierte sich überraschend Jean-Marurice Brahier auf Sole Mio mit 5,15 Punkten. Er verbesserte sich gegenüber dem Zeitspringen um 18 Plätze, vom 20. auf den 2. Rang. Erfreulich war auch die Bronzemedaille der Psychologiestudentin Aurelia Loser aus Crans-Montana auf ihrer Bayern-Stute Samira.
Geschlagen wurden die Favoriten. Der Titelverteidiger Pius Schwizer klassierte sich mit Balou Rubin nach zwei Versehen im ersten Umgang lediglich als Achter. Der Schwyzer Philipp Züger rutschte mit Casanova in der Schlussrunde mit zwei Fehlern an den letzten zwei Hindernissen noch vom zweiten Zwischen- auf den neunten Schlussrang ab. Beachtlich war Platz 4 des 64-jährigen Walter Gabathuler. Auf Silver Surfer stiess der fünffache Altmeister noch vor.
Umsturz nach dem ersten Umgang
Der erste Finaldurchgang brachte den totalen Umsturz im Klassement. Der nach dem Zeitspringen führende Jurassier Anthony Bourquard aus Glovelier verzeichnete im selektiven Kurs von Parcours-Chef Guido Balsiger gleich vier Abwürfe und fiel auf den 19. Schlussrang zurück, was ihn sehr erzürnte. Auch nicht in den zweiten Umgang schaffte es der Co-Favorit Martin Fuchs aus Wängi mit Chica. Die Schimmelstute scheiterte am Bidet-Oxer und an der 158 cm hohen Schluss-Stationata und musste sich mit dem enttäuschenden 15. Rang bescheiden.