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Saudi-Arabien peilt beim angestrebten Börsengang des staatlichen Ölgiganten Aramco eine Rekordbewertung von mehr als zwei Billionen Dollar an. Selbst wenn nur ein Prozent der Anteile angeboten würden, wäre Aramco das grösste Aktienmarktdebüt aller Zeiten, sagte Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman am Montag in einem Fernsehinterview.
Seinen Worten zufolge sollen weniger als fünf Prozent der Anteile verkauft werden. Aramco wäre das erste Unternehmen überhaupt mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar.
Grösser als der Alibaba-Börsengang
Mit dem vom Vize-Kronprinzen genannten Wert von über 2000 Milliarden Dollar würde Aramco etwa das Doppelte erreichen von dem, was derzeit die internationalen Börsenschwergewichte Apple und Google zusammen auf die Waage bringen. Das bislang grösste Finanzmarktdebüt weltweit war das vom chinesischen Online-Händler Alibaba, der dabei 2014 rund 25 Milliarden Dollar erlöste.
Aramco solle in eine Holdinggesellschaft mit einem gewählten Verwaltungsrat umgewandelt werden, erläuterte der Vize-Kronprinz. Geplant sei eine Notierung am saudi-arabischen Aktienmarkt. Auch Tochterfirmen sollten im Zuge eines umfassenden Privatisierungsplans an die Börse gebracht werden.
Ein Achtel der globalen Ölreserven
Aramco überragt die Konkurrenz bei weitem. Das Unternehmen verfügt über Rohölreserven von 265 Milliarden Barrel, das sind mehr als 15 Prozent der globalen Vorkommen. Seine Tagesproduktion von über zehn Millionen Barrel entspricht der dreifachen Fördermenge der weltweit grössten börsennotierten Ölgesellschaft Exxon Mobil.
(reuters/mbü/ama)