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Zweck der Wasserverbund Grauholz AG ist die Aktionäre und Dritte mit Trink-, Brauch- und Löschwasser zu beliefern. Sie übernimmt dazu die Beschaffung, die Bewirtschaftung, die Aufbereitung, den Transport, die Speicherung und die Übergabe des Wassers an die Aktionäre. Die Wasserabgabe an die Wasserbezüger und der Hydrantenlöschschutz sind Sache der Aktionäre in deren Versorgungsgebieten.
Das bekannte Sprichwort "Was lange währt, kommt endlich gut" ist auch für die langwierigen Verhandlungen um die Überführung der zwei Einfachen Gesellschaften der Wasserwerke Bärenried und Urtenenberg in eine rechtskräftige Körperschaft absolut zutreffend. Bereits seit Ende der 80er Jahre wurde um eine allseits akzeptable Lösung gerungen. Auslöser für die Neustrukturierung der beiden Gesellschaften war die Subventionsbedingung des Regierungsrates des Kantons Bern im Zusammenhang mit der Einrichtung der Fernsteuerungsanlage mit Betriebswarte in Münchenbuchsee im Jahre 1987. Die kantonale Aufsichtsbehörde machte namentlich geltend, dass die bisherige punktuelle Zusammenarbeit der Gemeinden Münchenbuchsee und Urtenen-Schönbühl mit dem Saurenhornverband in den zwei Einfachen Gesellschaften als schwerfällige Organisation wirkte, weil Beschlüsse allzumal die Zustimmung aller drei Parteien erforderten.
Das Wasserwirtschaftsamt unterstrich besonders, dass sich diese Strukturform grundsätzlich nicht für die Wahrnehmung einer Daueraufgabe - wie sie die öffentliche Wasserversorgung darstellt - eigne, zumal sie keine rechtlich taugliche, organisatorische und finanzielle Grundlage für den Betrieb, den Weiterausbau und den späteren Ersatz von gemeinsamen Anlagen beinhalte. Weil sich die Einfache Gesellschaft gegenüber Dritten nicht selbständig verpflichten kann, wirkte sich der Mangel der Rechtspersönlichkeit sowohl im Innen- wie im Aussenverhältnis nachteilig aus. Zudem werden die Probleme um die Wasserbeschaffung und Wasserqualität immer vielfältiger und bedingen eine rasche Handlungsfähigkeit, was insgesamt zur Suche nach einer neuen Trägerschaft Anlass gab. Im Vordergrund der möglichen Lösungen stand die Gründung eines Zweckverbandes oder einer Aktiengesellschaft. Ausschlaggebend für die Gründung der Aktiengesellschaft war insbesondere, dass die Wasserversorgung Saurenhorn bereits als Gemeindeverband ausgestaltet war und dessen Eingliederung in einen übergeordneten Gemeindeverband zu Schwierigkeiten geführt hätte.
Nach Zustimmung aller drei Partner zum ausgearbeiteten Konzept fand am 12. Januar 1993 die Gründungsversammlung der Wasserverbund Grauholz AG statt.Bereits kurz nach der Gründung der Aktiengesellschaft fanden mit Bäriswil Beitrittverhandlungen statt und diese Gemeinde wurde per 1. Januar 1995 als vierter Partner aufgenommen. Später kamen noch die Gemeinden Diemerswil und Mattstetten per 1. Januar 2000 dazu.
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