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Das Schloss Gachnang wurde durch das badische Adelsgeschlecht Von Schinen anfangs des 15. Jahrhunderts erbaut. Das zu dieser Zeit überaus wichtige Wasser wurde vom Tegelbach, welcher durch die Schlossanlage fliesst, für das ganze Dorf geliefert.
Der stolze Tegelbach floss und fliesst via Thur und Rhein nach 1000 km bei Rotterdam in die Nordsee.
Der damalige Schlossbesitzer, Junker und Gerichtsherr Hector von Beroldingen wollte als Anhänger des alten Glaubens für sich und die wenigen katholischen Familien eine eigene Kapelle und erbaute diese im Jahre 1603. Nur 7 Jahre später nach einem Gelage in der nahen Schenke, kam es zu einem Streit zwischen den Alt- und Neugläubigen, wobei sich der schon lange aufgestaute Groll gegenüber dem unersättlichen und gewalttätigen Vogt entlud.
Die Kapelle und der Schlosskeller wurden bestürmt. 1623 wurde die Schlossanlage an das Kloster Einsiedeln verkauft. Die neuen Schlossherren bauten 1767 ein neues Schloss, welches sich bis heute im neoklassizistischen Stil präsentiert.
Im Jahre 1916 erwarben die Gebrüder Müller das Schloss und später, als in Gachnang die katholische Kirche gebaut wurde, auch die Schlosskapelle, welche so vor dem Abriss bewahrt wurde.