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Bisherige Forschungsresultate zeigen, dass Schüler/innen mit einer hohen Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen in der Lage sind, komplexe schulische und ausserschulische Herausforderungen besonders erfolgreich zu meistern.
Allerdings fehlen Untersuchungen, die die Regulationsprozesse der Schüler/innen bei der Bearbeitung von umfangreichen Arbeiten im Längsschnitt und in verschiedenen Fächern untersucht haben.
Im Rahmen dieser Forschungsstudie ist es nun erstmalig möglich, diese Strategien bei der Erstellung der Maturaarbeit, der selektionswirksamen Abschlussarbeit am Ende des Gymnasiums, zu untersuchen. Damit können Erkenntnisse über die Lernprozesse der Schüler/innen im Rahmen einer anspruchsvollen ‚realen‘ Arbeit gewonnen werden. Zudem kann untersucht werden, ob die Regulationsprozesse fachspezifisch oder fachübergreifend sind und welche Regulationsprofile für die erfolgreiche Verfassung einer Maturaarbeit funktional sind.
Die zentralen Fragestellungen der Studie sind:
- Welche Regulationsstrategien wenden Schüler/-innen mit welcher Häufigkeit, Qualität und Vielfalt an, wenn sie eine Maturaarbeit in einem sozialwissenschaftlichen oder mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich verfassen?
- Wie effektiv sind diese Strategien?
- Inwiefern unterscheiden sie sich?
Untersucht werden ca. 250 Schüler/innen in deutschschweizer Gymnasien. Als Erhebungsinstrumente dienen ein online Lerntagebuch sowie standardisierte Befragungen der Schüler/innen. Auf der Basis der Ergebnisse wird es möglich sein, erfolgreiche und weniger erfolgreiche Regulationsstrategien der Schüler/innen zu identifizieren und Erkenntnisse für die Förderung der Schüler/innen zu gewinnen.