Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03113.jsonl.gz/1635

Die Leserschaft von Fondstrends ist sich einig, dass der Brexit keinen Umschwung an den Aktienmärkten bedeutet. 73,3 % aller Teilnehmer der Umfrage sind der Meinung, dass es sich bei dem Einbruch der Märkte nach der Brexit-Abstimmung vom 23. Juni nur um einen temporären Kollaps handelt. Damit stimmt ihr Optimismus zahlreichen Marktprognosen zu, die bereits eine Rückkehr zur Normalität erkennen und beispielsweise den Vergleich des Brexit mit dem Lehman-Kollaps ablehnen.
Diesem Vergleich widerspricht Pioneer-CEO Giordano Lombardo aus einem einfachen Grund: dem Verschuldungsgrad. "In 2008 hatte der Privatsektor massiv Schulden akkumuliert, da er von der (sich als falsch erweisenden) Annahme ausging, das Risiko über unzählige strukturierte Produkte streuen zu können", meint Lombardo. Die überstürzte Abwicklung dieser Positionen trug schliesslich dazu bei, dass das globale Finanzsystem nach der Lehman-Pleite schlagartig lahmgelegt wurde.
Rund ein Fünftel, 20.7 %, sieht die Auswirkungen pessimistischer. Sie denken, dass die Abstimmung der Briten einen längerfristigen Abwärtstrend einläuten. Die tatsächliche Umsetzung des Referendums wird frühestens in zwei Jahren erfolgt sein. Bis dahin wird sich spätestens gezeigt haben, welche Meinung sich bewahrheitet hat.
Leidtragende des Brexit waren vor allem die Banken. Schweizer Grossbankaktien brachen teilweise um mehr als 20 % ein. Die aktuelle Fondstrends-Umfrage beschäftigt sich mit dem Tief in welchem sich Bankaktien momentan befinden. Denken Sie, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist?