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In Bosnien und Herzegowina ist das SECO komplementär zum Programm der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) aktiv. Das Land, bestehend aus zwei Entitäten und einem unabhängigen Distrikt, hat ein komplexes politisches System. Das SECO stärkt die städtische öffentliche Infrastruktur und fördert den Privatsektor mit dem Ziel, dass dieser mehr Stellen schafft.
Bosnien und Herzegowina hat sich in den letzten Jahren bemüht, wirtschaftliche, politische und soziale Reformen umzusetzen, um sich an europäische Standards anzunähern. Trotzdem gibt es grosse Probleme zu meistern. Das Land besteht aus zwei staatlichen Entitäten (Föderation Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska) und einem unabhängigen Distrikt (Brcko), was oft zu komplexen und ineffizienten Staatsstrukturen führt.
Wenig Wachstum und Probleme bei der Wasserversorgung
Nachdem sich Bosnien und Herzegowina nach der Jahrtausendwende wirtschaftlich positiv entwickelt hat, stagniert das jährliche Einkommenswachstum pro Kopf seit 2009 bei rund 3%. Grund dafür sind unter anderem ein schwach ausgebildeter Privatsektor, wenig Investitionen und hohe Arbeitslosigkeit. Zudem werden oft Frauen und soziale Minderheiten diskriminiert. Im Bereich Wasserversorgung und anderer Basisinfrastrukturen sind viele Projekte geplant, um die Qualität öffentlicher Dienstleistungen zu erhöhen.
Welche Ziele verfolgt das SECO?
Die Schweiz unterstützt Bosnien und Herzegowina in den Bereichen lokale Gouvernanz, Wirtschaft und Beschäftigung, Gesundheit sowie Migration. Zwischen der Schweiz und Bosnien und Herzegowina besteht eine Migrationspartnerschaft. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen:
Bessere öffentliche Infrastruktur
Das SECO unterstützt den Ausbau der öffentlichen Dienstleistungen auf lokaler Ebene. Um die städtische Infrastruktur zu stärken, setzt es sich zum Beispiel für Investitionen in eine nachhaltige Trink- und Abwasserversorgung ein.
Wettbewerbsfähiger Privatsektor und Stellenwachstum
Das SECO verbessert die Rahmenbedingungen für den Privatsektor. Beispielsweise fördert es die Qualität des Mikrofinanzsektors und das kommunale Beratungsangebot bei privater Verschuldung. Ebenfalls unterstützt das SECO das lokale Unternehmertum und dadurch die Kreation von neuen Stellen. Darüber hinaus trägt das SECO zu mehr Transparenz und makroökonomischer Stabilität bei, indem es den Finanzsektor stärkt.
Das SECO und die DEZA, für welche Bosnien und Herzegowina ein Schwerpunkt ist, legen die Schweizer Kooperationsstrategie in Bosnien und Herzegowina gemeinsam fest und setzen sie um.
Zwischen 2017 und 2020 sind insgesamt ca. 74 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Bosnien und Herzegowina vorgesehen, davon ca. 16 Millionen Franken seitens des SECO.