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Richtungen:
Wenn wir davon ausgehen, dass die “Übungsbesprechung” zu dieser Sequenz gehört, ist Bild Ans_05145-03-007-AL am ehesten geeignet, die Sonnenrichtung festzulegen. Die Schatten der Soldaten zeigen dort in beinahe rechtem Winkel vom Fluss weg. Ausserdem sind die Schatten lang, was heisst, es ist entweder Morgen oder Abend (Winter ist aufgrund der Vegetation auszuschliessen).
Wenn die Schatten vom Fluss wegzeigen, heisst das, der Fluss muss irgendwo aus dem Sektor SE-SW kommen und ungefähr nach NW-NE fliessen (oder umgekehrt).
Der Abhang:
Ich denke mir unterdessen, dass es sich bei diesem Hang um einen typischen Prallhang an einem Fluss handelt. Steil, aber wahrscheinlich nur 30 oder 40 Meter hoch. Solche Formationen gibt es an jedem der genannten Flüsse (z.B. 47.58865, 8.64924, oder 47.33922, 8.33827)
Leider ist es mir aber noch immer nicht gelungen, eine wirklich überzeugende Stelle zu finden.
Die Geschichte:
Vier Offiziere mit Pferden setzen mit einem Ponton über einen Fluss. Sie starten am steilen Ufer (Prallhang) und steigen am Gleithang aus. Das Übersetzen ist nötig, weil es in der Nähe keine Brücke gibt, und weil der Fluss zu tief ist, um ihn auf dem Rücken eines Pferdes zu queren. Der Fluss weist eine sehr starke Strömung auf.
Wenn die Geschichte stimmt, müssen wir in Betracht ziehen, dass sich die Szene in einer Flusskrümmung abspielt, was wechselnde Richtungen des Sonnenlichts erklären würde. Der Bug des Pontons zeigt immer flussaufwärts. Heisst das, dass wir in Ans_05145-03-007-AL flussaufwärts schauen?
Fragen, Fragen, Fragen…
Tja, zweifeln tu ich auch…
Deine Beobachtungen stimmen mit meinen ziemlich überein. Der Fluss durchbricht genau an der Übersetzstelle ein Engnis.
Wenn meine Hypothesen stimmen, findet die “Übungsbesprechung” auf dem rechten Ufer statt, was dem Ostufer entsprechen würde.
An die Reuss habe ich auch schon gedacht, bin aber bis jetzt noch erfolglos geblieben.
Auch die Birs habe ich Mal angeschaut. Auch noch nix.
Andere Flüsse: Thur, Rhein (SH), Aare oberhalb Brugg?
An einen Alpenfluss glaube ich weniger. Dafür ist der Horizont, insbesondere im Bild 007, zu flach.
Viel Glück! Und auf baldiges HX!
Willkommen, Hans Zumbühl!
Die Suche, wenn sie am Schluss auch vergeblich war, hat trotzdem Spass gemacht.
Oder doch lieber die hier: Ans_08979 ?
Ich fühl mich grad ein bisschen doof. Ich glaub, ich geh ins Bett… 😉
Hs_1458-GK-B000-0000-02, alles erledigt… Autsch!
Ich schlage vor, wir kopieren Hans Zumbühls Beschreibung?
Tolle Beschreibung, Koni. Da ist wirklich alles drin, was es im Bild zu sehen gibt. Ich schlage vor, wir übernehmen die genau so.
Womit sich die Chefin das Blog wohl sparen kann…
HX steht für: Häsch Xseh! Seine Version von q.e.d. 😉
Es stimmt schon ziemlich genau. Aber nach einer weiteren Prüfung gehe ich jetzt davon aus, dass das Bild von Georgy’s Hütte am Fuss des Piz Languard aufgenommen wurde. Die Hütte steht dort schon seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. (Erstmals in der LK von 1875 dokumentiert).
Die Namensgebung ist ein bisschen kompliziert. Die Dufourkarte nennt den Gletscher “Vadret da Fuorcla”. Die Siegfriedkarte sagt dann “Vadret da Prünas”, wobei der grössere Teil des Gletschers ohne Namen bleibt. Auf der Karte von 1965 bleibt der Gletscher weiterhin namenlos, und heute ist er eigentlich verschwunden.
Der Name Paradies kommt in der Gegend heute noch vor. Ich habe aber keine Ahnung, wie dieses Bild zu diesem Namen kam.
Lösungsweg:
Ich bin mal davon ausgegangen, dass “Paradies” und “Graubünden” richtig sein könnten, und habe mich dann auf geonames.org nach entsprechenden Orten umgeschaut. Die Suche ergab leider nichts Zählbares. Ich habe den Suchbegriff dann auf “Paradis” geändert und bin so auf den Piz Paradisin gestossen, der aber auch nichts hergab. Dann Piz Paradis im Tujetsch (Heimat, liebe Heimat!) wieder nichts. S-chela dal Paradis war der nächste Treffer, aber auch hier nichts. Allerdings fiel mein Blick, recht zufällig, auf den Lej da Prüna, der mir auf Anhieb gefiel. Und dann passte halt plötzlich alles zusammen.
Ich bin gespannt herauszufinden, ob Koni meine genaue Verortung bestätigen kann.
- Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 10 Monaten von Thomas Pfister.
Datierung:
Die Dufourkarte von 1873 zeigt einen sehr ähnlichen Gletscherstand. Allerdings sind dort die beiden Gletscher noch verbunden. In der Siegfriedkarte 1896 hat sich der Gletscher schon sehr deutlich zurückgezogen. Ich würde sagen, die Aufnahme müsste um 1880 entstanden sein.
Wie wär’s mit Piz Languard (Standort) mit Blickrichtung SE? Rechts der Lej da Prüna. Der Gletscher und die Gipfel links und rechts davon sind alle ohne Namen. Etwas weiter links wäre der Piz Prünas.
Der Gletscher ist schon lange verschwunden, aber auf der Landeskarte von 1909 ist er noch in etwa so abgebildet.
In Google Maps gibt’s ein paar Gipfelpanoramen vom Piz Languard.
HX, wie mein Mathelehrer zu sagen pflegte 😉
Konis hoffnungslose Bilderrätsel…
Ich stimme mit dir überein, dass das Bild kaum vom Paradiesgletscher in Graubünden stammt.
Das Bild ist schätzungsweise 100 (oder auch mehr) Jahre alt. Damals war der Paradiesgletscher noch ein mächtiges Gebilde, das bis an die Haustür der Zapporthüte reichte. Heute gleicht er ja mehr einem übergrossen Eiswürfel.
Ich habe mir auch den Gran Paradiso und Umgebung angeschaut, aber auch ich blieb ohne Erfolg.
Mal schauen, ob ein Blog da etwas bringt.4. November 2019 um 14:12 Uhr als Antwort auf: Hs_1360-0170, eine ländliche Szene im Tessin: Maggiatal? #10080
Ciao Koni
Danke für dein Lob.
Du darfst den Kommentar gerne für dich verbuchen. Wer morgens um 2:40 noch arbeitet hat das verdient 😉
Es war wieder mal interessant, mit dir zusammen zu arbeiten. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie positiv ein Gedankenaustausch das Resultat beeinflusst.
Dein Hinweis auf das Hügelchen, das ich grosszügig übersehen hatte, half mir am Schluss die richtige Lösung zu finden.
Walter Mittelholzer hat seine Kamera auch mal auf das Objekt gerichtet LBS_MH01-001334. Etwas unscharf dafür zeitnäher.3. November 2019 um 21:19 Uhr als Antwort auf: Hs_1360-0170, eine ländliche Szene im Tessin: Maggiatal? #10070
Was?! Du glaubst mir nicht? Hier bitte: LBS_H1-015862 😉
Und damit, Zeit die Wäsche aufzuhängen…3. November 2019 um 19:58 Uhr als Antwort auf: Hs_1360-0170, eine ländliche Szene im Tessin: Maggiatal? #10069
46.18385, 8.84566, nicht Gordola, aber sonst stimmt es ziemlich präzis!?3. November 2019 um 18:33 Uhr als Antwort auf: Hs_1360-0170, eine ländliche Szene im Tessin: Maggiatal? #10068
Ja, die Monti… Die habe ich mir auch angeschaut, aber mir scheint, dass der Horizont aus diesen Höhenlagen einfach nicht stimmt. Der Monte Tamaro wird einfach zu dominant, um noch irgendwie ins Bild zu passen.
Wie du richtig schreibst, ist das Hügelchen links der Knackpunkt. Wenn wir das verorten könnten, hätten wir den nötigen Beweis. Ich sitze jetzt schon den halben Sonntag auf dem Sofa und zieh mir 3D Karten von Gordola (und Brione, Contra) rein, aber bisher ohne Erfolg.
Meine Verortung vom ersten Post stimmt sicher nicht. Ich neige manchmal etwas zur Eile…2. November 2019 um 10:10 Uhr als Antwort auf: Hs_1360-0170, eine ländliche Szene im Tessin: Maggiatal? #10066
Ich habe mir das Bild mal angeschaut und versucht, den Horizont mit Peakfinder abzugleichen. Die beste Übereinstimmung schaffe ich von hier aus (LV95: 2’708’931.5, 1’116’007.0). Was mir hier gefällt ist, dass die Berge links des Monte Tamaro höher erscheinen, obwohl sie das nicht sind.
An diesem Punkt stimmt auch der Strassenverlauf (Landkarte von 1910) ziemlich genau.
Beweis? Nein. Aber wenn ich das Bild verorten müsste, würde ich Gordola sagen. Maggiatal ist auf jeden Fall klar falsch.
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