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Forschende der Universität Leipzig haben herausgefunden, dass schon die frühe Kindheit entscheidend für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas ist. Sie analysierten dazu die Entwicklung des Gewichts von mehr als 51.000 Kindern von der Geburt bis in die Adoleszenz. Das Ergebnis lautete: Fast 90 Prozent der Kinder, die im Alter von drei Jahren übergewichtig waren, waren es auch als Jugendliche. Bei ihnen erfolgte der stärkste Gewichtszuwachs im Kleinkindalter von zwei bis sechs Jahren.
Der Grundstein für Übergewicht und Adipositas wird bereits in der frühen Kindheit gelegt. Zugleich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass kleine Kinder mit Adipositas in der Jugend zu einem Normalgewicht zurückkehren, bei weniger als 20%. Dies sind die Resultate einer Längsschnittstudie mit über 51'000 Kindern, die von der Geburt bis ins Alter von 18 Jahren begleitet wurden.
Die Forschenden konnten feststellen, dass in den ersten zwei Lebensjahren die Chancen für Kinder, die adipös waren, später zu einem Normalgewicht zurückzukehren gerade einmal bei 50:50 stehen. Waren die Kinder hingegen schon drei Jahre alt, waren es nur noch knapp zehn Prozent – das bedeutet: Rund 90 Prozent dieser Kinder waren auch als Jugendliche übergewichtig oder adipös.
Auch das Geburtsgewicht und das Gewicht der Mutter haben einen Einfluss auf das kindliche Adipositasrisiko. So hatte fast die Hälfte der Babys, die zur Geburt sehr groß und schwer waren, in ihrer Kindheit und Jugend einen höheren BMI. Demgegenüber entwickelten weniger als 30 Prozent der Kinder mit normalem oder niedrigem Geburtsgewicht Übergewicht oder Adipositas im Jugendalter. Kinder von Müttern mit Übergewicht hatten ein deutlich höheres Risiko für kindliches Übergewicht als Kinder von Müttern, die normalgewichtig waren.
Übergewicht, das bereits im frühen Kindesalter einsetzt, bleibt meistens bestehen. Dies hat Konsequenzen für die Entwicklung von Folgeerkrankungen im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter. Deshalb müsse das Wachstum und das Gewicht von KinderärztInnen, ErzieherInnen und Eltern schon früh beobachtet werden, um Kinder mit erhöhtem Risiko zu erkennen.
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