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Soliman
Mohammad Soliman (1878-1929) kam 1900 als orientalischer Zauberkünstler und Feuerschlucker von Kairo nach Berlin und eröffnete 1906 als einer der ersten in Berlin Rummelsburg ein Stummfilmkino. 1904 heiratete er die Berlinerin Martha Westphal und bekam mit ihr 3 Töchter. Nach dem ersten Weltkrieg wandelte Soliman zudem das Passage-Theater in ein Kino-Varieté um, in dem auch Uraufführungen gezeigt wurden. Soliman war von 1915 bis zur Inflation 1923 Direktor des Passage-Panoptikums, des Passage-Theaters und des Linden-Cabarets. Er starb 1929 eines plötzlichen Todes und wurde auf dem islamischen Friedhof in Berlin-Neukölln begraben.
1933 erwarb Martha Soliman (geb. Westphal 1885-1952) die Mila-Lichtspiele. Zusammen mit ihrem Schwiegersohn Eugen Krytski und ihren Töchtern Myriam, Hamida und Adila betrieb sie die Mila-Lichtspiele bis nach dem 2. Weltkrieg. Dann erwarben sie zusätzlich zwei weitere Kinos in Wannsee und Zehlendorf. 1952 erbte Myriam Krytzki die Mila-Lichtspiele von ihrer verstorbenen Mutter. Bereits 1961 wurde sie durch die Regierung der DDR enteignet, so dass Eugen und Myriam Krytzki nun auch in den Westen übersiedelten und zusammen mit ihren beiden Schwestern die Zinnowald Lichtspiele und Wannsee Lichtspiele weiter führten. Bereits 1958 wurden sie aus wirtschaftlichen Gründen zuerst zur Aufgabe der Zinnowald Lichtspiele gezwungen und mit dem großen Kinosterben Ende der 60er Jahre versiegte die familiäre Tradition endgültig. aus: FU-Berlin