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Kantonsschule Luegeten
Innenraum (Treppe)
Kantonsschule Luegeten
Innenraum (Bibliothek)
Kantonsschule Luegeten
Innenraum (Treppe)
Kantonsschule Luegeten
Innenraum (Gang)
Kantonsschule Luegeten
Adresse
6300 Zug
ZG
Architektur
Weitere Bauphasen
Die Zuger Kantonschule – schon von der Bauaufgabe von übergeordneter Bedeutung – präsentiert sich heute als ein überdurchschnittlich grosses und vielseitiges Bauensemble. Die verschiedenen Bauphasen spiegeln sich in einer komplexen Vielschichtigkeit der einzelnen Baukörper und -stile wider – stets finden sich jedoch Bezüge. Die erste Bauetappe von Hafner Wiederkehr zeichnet sich durch die zeittypische Fokussierung auf neue Bautechniken aus, welche die Schwere des zuvor vorherrschenden Brutalismus aufbrechen.
Chronologie
Das Bauprojekt ging aus einem Wettbewerbserfolg der Architekten Leo Hafner und Alfons Wiederkehr im Jahr 1962 hervor. Die Realisierung erfolgte jedoch erst in den Jahren 1971 bis 1975. Bedingt durch die wachsenden Schülerzahlen und die Aufnahme von weiteren Schulfächern wurde der Baukomplex in den 1980er-Jahren von Erich Weber und von 1999 bis 2003 von Enzmann Fischer (später Enzmann Fischer AG) erweitert. Letztere Bauphase ging ebenfalls aus einem Wettbewerb hervor.
Lage
Die Schulanlage befindet sich im Osten von Zug. Sie grenzt an eine Wohnsiedlung sowie an Landwirtschaftsflächen und ist sowohl vom Lüssi- und Flurweg, als auch von der Alten Baarerstrasse her zugänglich. Das Zentrum bilden die Bauten der ersten Bauetappe: das Obergymnasium (Trakte 1–4), das mit dem gegenüberliegenden Untergymnasium (Trakt 5) und der Aula mit integrierter Mensa einen Hof formt. Die Turnhalle und die Musikräume sind in einem separaten Trakt untergebracht. Der im Osten folgende, von der Enzmann Fischer Partner AG ergänzte Trakt nimmt die Volumina der ersten Bauetappe auf, die anderen Erweiterungen sind als flache Verbindungstrakte ausgebildet. Die beiden jüngeren Sporttrakte im Nordwesten formen zwei weitere Höfe innerhalb der äusserst komplexen Anlage.
Beschreibung
Das Obergymnasium gründet auf einem in den Hang eingebetteten Sockelgeschoss, das unter anderem die Verwaltung und die Bibliothek aufnimmt. Die beiden verglasten Hauptgeschosse werden von einer auskragenden, äusserst massiven Deckenplatte abgeschlossen. Kolossale Pfeiler schaffen eine Kolonnade beziehungsweise strukturieren die Fassade. Darüber ragt ein mächtiger, viergeschossiger Turm wie eine Skulptur hervor. Um den massiven Erschliessungskern mit einer stützenlosen Sichtbetontreppe sind jeweils vier Klassenräume windmühlenförmig angeordnet. Die Fassaden kennzeichnet eine verglaste Stahlrahmenkonstruktion in markantem Rot. Sie nimmt die vertikale Teilung des Sockels auf, ergänzt diesen jedoch um ein engmaschiges, horizontal betontes Raster. Geschickt platzierte vorgehängte Wandflächen akzentuieren die Klassenräume und schaffen eine gestalterische Verbindung zu den massiven Bauteilen des Sockelgeschosses.
Literatur