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Der Preisanstieg wurde am Markt zum einen darauf zurückgeführt, dass der amerikanische Dollar am Mittwoch zur Schwäche neigte. Rohöl für Investoren ausserhalb des Dollarraums wurde damit günstiger, was deren Ölnachfrage belebte. Zudem wurde auf die fragile politische Lage in Nigeria, dem grössten Ölproduzenten Afrikas, hingewiesen. Dort verüben Rebellen seit Wochen Anschläge auf Förderanlagen grosser Ölproduzenten. Die Rohölproduktion des Landes ist deshalb stark gefallen, was sich auf dem Weltmarkt in einem fallenden Angebot bemerkbar macht.
Einen Tag vor dem entscheidenden Urnengang in Grossbritannien steht auch der Ölmarkt im Bann eines möglichen Ausscheidens des Königreichs aus der Europäischen Union. Der Ausgang des Referendums ist ungewiss, Befürworter und Gegner eines Brexit liegen in Umfragen nahe beieinander. An den Finanzmärkten werden starke Kursschwankungen, insbesondere für den Fall eines Brexit, erwartet.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist unterdessen gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 46,02 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 22 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./bgf/jsl/stb
(AWP)