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Auf der Suche nach neuen Wegen für schlankes Wirtschaften treibt der Autobauer Daimler die lokale Produktion in wichtigen Schwellenländern voran. In Zukunft werden die mittelgrossen Geländewagen der M-Klasse und deren grössere Brüder aus der GL-Klasse erstmals auch ausserhalb des Stammwerks in den USA aus vorproduzierten Bausätzen zusammengesetzt. Das teilte der Dax-Konzern mit.
Die «Endmontage», so der Fachbegriff, solle künftig in Indien, Thailand und Indonesien anlaufen. Zunächst erfolge die Umstellung in den drei Ländern für die M-Klasse noch in diesem Jahr. 2013 solle dann die GL-Klasse folgen - mit Ausnahme Thailands.
Die Bausätze stammen weiterhin aus dem Stammwerk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama, wo der Autobauer rund 3.000 Menschen beschäftigt und 2011 rund 148'000 Autos vom Band rollen liess. Bisher exportierte Daimler die kompletten Geländewagen in Märkte ausserhalb der USA.
Komplette Pkw-Werke auf jedem Kontinent
Mit Ausnahme von Südamerika und Australien hat Daimler komplette Pkw-Werke auf jedem Kontinent. Zusätzlich laufen Endmontagen derzeit in Ägypten, Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand sowie in Vietnam.
Eine lokale Fertigung kann diverse Vorteile haben wie etwa sinkende Logistikkosten, weniger Zölle oder das Nutzen eines günstigeren Lohnniveaus für die Arbeiter im jeweiligen Land. Auf der anderen Seite erfordert das dezentrale Bauen viel Standardisierung und lokales Management, um Qualitätsunterschiede zu verhindern.
(aho/rcv/awp)