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Die Genugtuung war bei Sibylle Matter gross. Denn die 31-jährige Ärztin hatte dieses Jahr ihr Arbeitspensum erhöht: «Ich habe damit in Kauf genommen, dass die Erholung und das Training qualitativ weniger gut sein werden.» Dennoch konnte sie sich gestern in Genf die Silbermedaille umhängen lassen.
Mit diesem Schweizer Vize-Meistertitel hat sie eines ihrer Saisonziele erreicht: «Der See war sehr unruhig, aber ich bin sehr gut geschwommen.» In einer Fünfergruppe mit Meisterin Messmer setzte sie sich ab und holte bis zum Ende der Radstrecke anderthalb Minuten Vorsprung auf Spirig und Titelverteidigerin Schütz heraus. Im Laufen musste sie dann Messmer ziehen lassen. Sie verlor 3:33 Minuten auf die neue Meisterin: «Ich führe das auf das reduzierte Training in diesem Jahr zurück.» Dafür nahm sie der entthronten Titelverteidigerin Schütz fünf Minuten ab.
Im Herbst wird Sibylle Matter nun noch einige X-Terra-Rennen bestreiten. Im nächsten Jahr steht dann die Triathlon-WM in Lausanne im Mittelpunkt: «Mit dem anspruchsvollen Parcours von Lausanne komme ich sehr gut zurecht. Ich werde für die Vorbereitung vermutlich das Arbeitspensum wieder reduzieren und ein bis zwei Monate Urlaub nehmen.»