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Es fliesst und fliesst – und fliesst?
Wasser ist hierzulande eine vermeintlich unerschöpfliche Ressource. Nichts verdeutlicht dies so sehr wie die Tatsache, dass wir es uns leisten können, mit Trinkwasser unsere Toiletten zu spülen oder unsere Gärten zu wässern. Aber die Lage ist nicht überall auf der Welt so komfortabel. Zudem verändert sich der Wasserhaushalt in der Schweiz und weltweit. Das hat Konsequenzen – auch für die Schifffahrt.
Ohne Wasser keine Schifffahrt – eine logische Folgerung, die keiner Erklärung bedarf. Aber auch eine Folgerung, über die gerade bei uns in der Schweiz kaum nachgedacht wird. Wohl auch, weil selten darüber nachgedacht werden muss. Denn die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas, hat sie doch Anteil an vier grossen, für den Kontinent wichtigen Gewässersystemen: an demjenigen des Rheins, der in die Nordsee mündet; durch den Inn an demjenigen der Donau, die in das Schwarze Meer fliesst und schliesslich am System des Po durch den Ticino und am System der Rhone, die beide im Mittelmeer enden. Aufgrund ihrer Topografie und der hohen Niederschlagsmenge weist die Schweiz zudem ein verästeltes Netz von weiteren Flüssen und unzähligen Bächen auf. Die Gesamtlänge dieses Netzes beträgt rund 65 000 Kilometer.