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Die Olympischen und Paralympischen Spiele von Tokio 2020 die im Jahr 2021 stattfanden, sind nun Geschichte. Insgesamt 13 Medaillen gewann das Swiss Olympic Team an den Olympischen Spielen in Tokio – drei Mal Gold, vier Mal Silber und sechs Mal Bronze. Dazu kommen 23 Diplome. Dies ist somit die beste Bilanz an Olympischen Sommerspielen seit den Spielen 1952 in Helsinki.
Leider konnten die Schweizer Pferdesportlerinnen und Pferdesportler nur mit einem Diplom zur hervorragenden Schweizer Bilanz beitragen, insgesamt wurden die gesteckten Ziele in keiner der vier Pferdesport Disziplinen erreicht.
Trotzdem haben uns unsere Sportler viele wunderbare und spannende Momente geschenkt und sie konnten viele grossartige Momente, mussten aber auch emotional sehr schwierige Stunden und Tage durchmachen. Unvergesslich bleiben sie allemal, diese Spiele, ausgetragen – bedingt durch die Corona-Pandemie – unter anspruchsvollen Umständen und vor fast leeren Tribunen.
Detaillierte Bilanzen zu den Ergebnissen sind auf den einzelnen Disziplinen-Seiten zu finden:
- Dressur: 24. - 28. Juli 2021
- Springen: 3. - 7. August 2021
- Concours Complet: 30. Juli - 2. August 2021
- Paralympics - Para Equestrian: 26. - 30. August 2021
«Tokyo 2020» - Blog
Mitteilungen
57 Jahre zuvor: Erinnerungen an die Olympischen Spiele von Tokyo 1964
Die japanische Hauptstadt trug erstmals 1964 die Olympischen Spiele aus. Auch 1940 war Tokio für die Austragung der Spiele vorgesehen, musste sie aber nach dem Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Kriegs am 16. Juli 1938 an das IOC zurückgeben.
Die Spiele von Tokio 1964 bleiben den Schweizer Pferdesportfans in guter Erinnerung. Denn wenn auch die sonstige Ausbeute der Schweizer Delegation nicht riesig war, zwei der insgesamt vier Medaillen wurden von Dressurreitern nach Hause geholt. Einzelgold für Henri Chammartin, Team Silber für Henri Chammartin, Gustav Fischer und Marianne Gossweiler. Die weiteren Medaillen der Schweizer Delegation gewannen Eric Hänni im Judo Leichtgewicht (Silber) sowie Gottfried Kottmann im Rudern Einzel (Bronze).
Die Schweiz entsandte insgesamt 66 Sportlern, davon 65 Männer und eine Frau – Marianne Gossweiler – teil. Sie war damit auch die erste weibliche Schweizer Teilnehmerin an Olympischen Sommerspielen überhaupt.
Blütezeit des Schweizer Dressursports
Bereits seit den 50er-Jahren gehörten die Schweizer Dressurreiter zu den besten der Welt und lieferten sich spannende Wettkämpfe mit Nationen wie Deutschland, Schweden oder der Sowjetunion. Dies war auch in Tokio 1964 nicht anders. Nach dem Grand Prix führte der Deutsche Harry Boldt mit Remus vor den beiden Schweizer, Henri Chammartin auf Woermann und Gustav Fischer auf Wald. Zusammen mit den Punkten von Marianne Gossweiler auf Stephan auf Platz sieben, reichte dies für die Mannschaftssilbermedaille, nur 32 Punkte hinter Deutschland, aber klar vor der Sowjetunion.
Das Stechen der besten Sechs änderte die Positionen: Chammartin überholte Boldt und wurde Olympiasieger, der Russe Filatow, der im Stechen fünf Punkte mehr als Chammartin und damit die höchste Punktzahl erhielt, überholte Fischer, der auf Platz vier zurückfiel.
Die Schweizer Equipe wurde nach ihrer Rückkehr in die Schweiz begeistert gefeiert. Henri Chammartin wurde in der Folge Ende 1964 von den Schweizer Sportjournalisten ausserdem zum Sportler des Jahres gewählt, als erster Pferdesportler überhaupt.
Und die Springreiter?
Bei den Springreitern, die ihre Team- und Einzelmedaillen in einem einzigen Springen erringen mussten, beeinflusste der tiefe Boden nach tagelangem Regen den Ausgang der Prüfung. Die drei Schweizer Max Hauri mit Millview, Paul Weier mit Satan und Hans Möhr mit Troll platzierten sich als Neunte.
In der Disziplin Concours Complet waren keine Schweizer Reiter am Start.