Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2389

Seit seiner Veröffentlichung hat der Held aus Dragon Quest XI als DLC-Kämpfer für Super Smash Bros. Ultimate für Diskussionen gesorgt. Jetzt wird er von den ersten Turnieren ausgeschlossen.
Nach hitzigen Diskussionen in den letzten zweieinhalb Wochen, ob der Held aus Dragon Quest in Super Smash Bros. Ultimate zu stark oder unfair ist, hat das erste Turnier den Entschluss gefasst, den umstrittenen Charakter zu verbieten. Die South Australia Smash Central begründete diese Entscheidung folgendermaßen: "Nach Überlegungen und vielen Diskussionen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das Design des Helden fundamental auf dem Zufallsprinzip basiert, bis zu dem Punkt hin, die einer kompetitiven Umgebung nicht angemessen ist."
Damit reagiert die Organisation auf viele Beschwerden unter Spielern, die den Helden zu einem unberechnebaren Charakter machen. Viele seiner Angriffe basieren auf mehreren Ebenen auf dem Zufallsprinzip. Noch dazu sind einige dieser Attacken äußerst gefährlich. Insbesondere ist ihnen der Zauber "Risikooo" (engl: "Hocus Pocus") ein Dorn im Auge, da er zufällig absurde Effekte auslösen kann, teilweise sogar solche, die eigentlich nur Items hervorrufen. Schließlich besteht auch eine zufällige Chance, dass der Held mit einem seiner Smash-Angriffe einen kritischen Treffer landet. Nach allgemeinem Empfinden schafft es der DLC-Charakter damit zu früh, Gegner aus der Arena zu schleudern.
"Wir möchten betonen, dass dieser Ausschluss nicht erfolgte, weil der Held zu stark, sondern antikompetitiv ist. Wir glauben, dass Turniere Spielern eine Möglichkeit bieten sollten, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, wodurch in aller Regel der geschickteste Spieler siegreich hervorgeht. Das Design des Helden hat großes Potenzial, spielerisches Können auszuhebeln, was denen gegenüber, die hart daran arbeiten, ihre Fähigkeiten für den Wettkampf zu verbessern, unfair ist."
Die Reaktionen der Community auf diese Entscheidung sind gespalten. Während einige den Schritt so kurz nach der Veröffentlichung des Charakters in einer Zeit ohne größere Turniere, in denen sich der Held in der Meta hätte behaupten können, verurteilen, gibt es auch Stimmen, die den Ban begrüßen. Es sei besser, den Helden jetzt zu bannen, bevor Spieler zu viel Zeit in ihn investieren.
Warum der ganze Aufruhr überhaupt? Gerade die kompetitive Smash-Szene schätzt es nicht, wenn Charaktere unberechenbar sind und eine Anpassung an das gegnerische Verhalten erschweren. Mit seinen vielen Zufallselementen ist der Held in den richtigen Händen tatsächlich schwer einzuschätzen, Profis bezeichnen ihn abgesehen davon aber nicht als besonders guten Kämpfer.