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Seit der Mensch den Anbau von Getreide entwickelt hat, wurde aus den Körnern durch das Reiben zwischen zwei Steinen Mehl hergestellt. So wurden in Twann bei Ausgrabungen viele flache Mühlensteine mit zugehörigen Reibsteinen gefunden und in der Siedlung Holzgefässe mit Getreidemus freigelegt. Auch brotartige Fladen sind in der Seekreide erhalten geblieben.
Die frühsten Funde von Wassermühlen in Europa gehen auf den griechisch-römischen Kulturbereich des letzten Jahrhunderts vor Christus zurück. Aber schon im alten Ägypten mussten Wassermühlen hoch qualifiziertes Mehl hergestellt haben, denn bei Ausgrabungen wurden verschiedentlich in konservierenden Kupfergefässen "Brotkonserven" gefunden von denen vier in Bern von einem international anerkannten Brotexperten aufbewahrt sind. Eine dieser Konserven wurde geöffnet und das rund 4000 Jahre alte Brot war noch geniessbar.
Die mit Wasserrädern betriebenen Mühlen sind spätestens im 20. Jahrhundert verschwunden. Wenige Getreidemühlen werden noch mit Turbinen, die effizienter sind als Wasserräder, betrieben. Von den mit Rädern betriebenen Mühlen existieren noch da und dort einige Exemplare als Museumsobjekte. Wenige sind soweit restauriert, dass damit zu Demonstrationszwecken Mehl gemahlen werden kann.
Geschichtliche Dokumente belegen, dass im Gebiet der heutigen Gemeinde Mühleberg mindestens sieben Wasserräder betrieben wurden. Die ältesten Erwähnungen stammen aus den Jahren 1278 und 1286. Urkunden von 1278 betreffen eine Mühle und Stampfe in der Nähe von Buttenried die dem Frauenkloster in Frauenkappelen gehörte.
Von der Flühlenmühle ist ein Kaufvertrag von 1507 erhalten. Im Text wird "von alter har kommen ist" formuliert, was den Schluss zulässt, dass diese Mühle mehr als 500 Jahre am heutigen Standort betrieben worden ist.