Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03632.jsonl.gz/2564

Die Lufthansa könnte den Verkauf ihrer Kreditkarten-Tochter Airplus im Sommer in Angriff nehmen. Der Deal könnte der bei Banken und beim Staat schwer verschuldeten Airline-Gruppe EUR 1 Mia. einbringen.
Der Finanzdienstleister für Reisekosten-Management solle zum Verkauf gestellt werden, sobald sich die Flugbuchungen erholten, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Dies könnte nach einem Ende der Lockdowns in vielen Ländern im dritten Quartal der Fall sein. Beauftragt mit der Transaktion sei die Investmentbank Goldman Sachs.
Die Verkaufsgerüchte kommen nicht überraschend. «Verkäufe von Nicht-Airline-Gesellschaften wie Airplus werden geprüft und bewertet», hieß es im Lufthansa-Geschäftsbericht 2020.
Airplus ging 1989 als Ableger aus der Lufthansa hervor, beschäftigt 1300 Mitarbeiter und hat weltweit zirka 48’000 Firmenkunden. Im Corona-Jahr 2020 macht die Firma mit Ableger in der Schweiz einen Betriebsverlust von EUR 146 Mio., im Jahr zuvor lag der Gewinn bei EUR 2 Mio.
Airplus leidet in der Pandemie unter dem heftigen Einbruch der Geschäftsreisen. Auch die Lufthansa Group rechnet nicht mit einer schnellen Erholung im Business Travel. Der Konzert verliert derzeit rund EUR 10 Mio. pro Tag. (TI)