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Eine gemeinsame Untersuchung des Galápagos-Naturparks und der Yale-Universität fand neun Weibchen, drei Männchen und fünf Jungtiere auf der Insel Isabela, die genetisch zum Teil in erster Generation von der Unterart der Insel Pinta abstammen, der «Lonesome George» angehörte. Dies teilte das ecuadorianische Umweltministerium in Quito mit.
Dies habe eine Analyse von 1600 Gewebeproben ergeben, die ab 2008 von Riesenschildkröten am Hang des Wolf-Vulkans auf Isabela genommen worden waren. Bislang galt der einsame George als der letzte seiner Unterart.
Isoliertes Leben
Die Schildkröten-Unterarten lebten isoliert auf den verschiedenen Galápagos-Inseln. Segler, die im 19. Jahrhundert die Tiere als Nahrung an Bord nahmen, warfen sie manchmal lebend wieder ins Wasser, wenn sie Überschuss an Lebensmittel hatten. So strandeten Pinta-Exemplare auf Isabela.
Die Wissenschaftler schliessen nicht aus, dass es dort nicht nur hybride, sondern auch genetisch ungemischte Pinta-Riesenschildkröten gebe. «Lonesome George» war im Juni mit über 100 Jahren an Herzversagen gestorben.
Hintergrund
Es gibt 15 Unterarten von der Galápagos-Riesenschildkröte. Einige davon sind jedoch bereits ausgestorben. Die Tiere ernähren sich je nach Unterart unter anderem von Gräsern, Beeren oder Kakteen. Sie können über 400 Kilogramm schwer und weit über 100 Jahre alt werden.