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Melox-Ereignis: Ines-Stufe zwei
Wegen der Überschreitung eines Dosisgrenzwerts hat die französische Autorité de Sûreté Nucléaire (ASN) einen Arbeitsunfall vom 26. Juli 2004 in der Fabrikationsanlage für Mischoxid-Brennstoff Melox der Cogema in Marcoule auf der 7-stufigen internationalen nuklearen Störfallbewertungsskala Ines endgültig als «Zwischenfall» der Stufe 2 klassiert.
Zum Arbeitsunfall kam es, als ein Mitarbeiter an einer Handschuhbox versuchte, eine verklemmte mechanische Einrichtung im Innern zu lösen und diese plötzlich auf seine Hand stürzte. Die entstandene Verletzung musste zuerst dekontaminiert werden, bevor sie ärztlich behandelt werden konnte, war jedoch nicht von ernster Natur. Bei der Nachuntersuchung stellte es sich heraus, dass die Hand beim Zwischenfall einer Strahlendosis ausgesetzt war, die über dem für Extremitäten geltenden Grenzwert lag. Wie Messungen zeigten, traten beim Zwischenfall keine radioaktiven Stoffe in die Umgebung aus.
Quelle
P.B. nach ASN, Pressemitteilung, 8. März 2005