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«Johann Sebastian Bach gehöret zu einem Geschlechte, welchem Liebe und Geschicklichkeit zur Musick, gleichsam als ein allgemeines Geschenck, für alle seine Mitglieder, von der Natur mitgetheilet zu seyn scheinen. So viel ist gewiß, daß von Veit Bachen, dem Stammvater dieses Geschlechts, an, alle seine Nachkommen, nun schon bis ins siebende Glied, der Musik ergeben gewesen, auch alle, nur etwan ein Paar davon ausgenommen, Profession davon gemacht haben.» (Nekrolog von Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Friedrich Agricola)
Unser Programm soll besonders die Vorfahren Johann Sebastian Bachs ins Zentrum stellen, deren musikalische Kostbarkeiten besondere Mischungen aus Üblichem und Herausragendem sind. Von J. S. Bachs Söhnen sei hier der auch heute bekannteste vertreten: Carl Philipp Emanuel Bach.
Was aber hat ganz zum Schluss Felix Mendelssohn in diesem Programm zu suchen? Felix Mendelssohn hat zu Lebzeiten den in der Öffentlichkeit nahezu unbekannten Johann Sebastian Bach und seine Werke wieder zu neuem Leben erweckt. Mendelssohn gründete beispielsweise einen Chor zum Studium der Chorwerke J. S. Bachs. Besonders eindrücklich waren seine Aufführungen von Bachs Matthäuspassion. Seine tiefe Verehrung für den grossen Meister zeigt sich ganz klar auch in den eigenen Kompositionen, besonders in den geistlichen Werken. Als Beispiel dafür erklingt zum Schluss Mendelssohns Motette «Herr, nun lässest du deinen Diener fahren», die er kurz vor seinem Tod geschrieben hat.