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Engagement
Ethos
Bellerivestrasse 3
CH-8008 Zürich
www.ethosfunds.ch
Über ihre Partner, Ethos Engagement Pool Schweiz (EEPS) und Ethos Engagement Pool International (EEPI), führt die PKSW einen aktiven Dialog bezüglich ESG mit den kotierten Unternehmen in der Schweiz und im Ausland, um gute ESG Standards durchzusetzen.
Zu den wichtigsten klimabezogenen Initiativen, an welchen die PKSW beteiligt ist, gehören die folgenden:
Finanzierung des Klimawandels
2017 haben der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren einen Brief an 62 globale Banken geschickt und diese aufgefordert, die Berichterstattung bezüglich Klimawandel auf die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) auszurichten. Im Rahmen dieser mehrjährigen Initiative, welche schon 2014 lanciert wurde, fordern Ethos und andere institutionelle Investoren die Banken auf, ihre Finanzierung kohlenstoffintensiver Aktivitäten kritisch zu überprüfen. Ethos übernimmt dabei die Führung des Dialoges mit zwei Schweizer Grossbanken.
Investor Decarbonization Initiative
2018 haben sich der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren der mehrjährigen Investor Decarbonization Initiative (IDI) angeschlossen, welche von ShareAction in Grossbritannien koordiniert wird. Insgesamt 60 von Investoren unterschriebene Briefe gingen an Unternehmen aus verschiedenen Sektoren, darunter Stromerzeugung, Zement, Automobilindustrie und Einzelhandel, um sie zu ermutigen, eine oder mehrere der folgenden Massnahmen umzusetzen: Festlegung eines wissenschaftlich fundierten Ziels zu CO2-Reduktion, Beschaffung von 100% erneuerbarer Energie, Streben nach hoher Energieproduktivität und Förderung der Elektromobilität.
Wissenschaftlich fundierte Senkungsziele (Science-Based Targets) Ende 2016 haben der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren Briefe an 106 Unternehmen in den USA geschickt. Diese 106 Unternehmen haben in ihrem CDP-Bericht 2016 angegeben, dass sie beabsichtigten, in den nächsten zwei Jahren wissenschaftlich fundierte Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen einzuführen. Die Unternehmen wurden aufgefordert, schnellstmöglich ihre Ziele festzulegen und ihre Berechnungsmethode, den Zeitrahmen für die Umsetzung sowie etwaige Schwierigkeiten bei diesem Unterfangen mitzuteilen. Das Interfaith Center for Corporate Responsibility (ICCR) in den USA als initiierende Organisation hat diese Initiative mittlerweile abgeschlossen.
Teilnahme am CDP (Carbon Disclosure Project)
Im Rahmen dieser mehrjährigen Initiative ermutigten der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren eine Anzahl Unternehmen, den Fragebogen des CDP zum Klimawandel zu beantworten. Diese Initiative wendet sich an Unternehmen, die den Fragebogen bisher noch nicht beantworten. Das CDP ist eine gemeinnützige Organisation, welche den Unternehmen eine standardisierte Berichterstattung bezüglich dem Ausstoss von Treibhausgasen (THG) ermöglicht.
Brief an die kanadische Regierung für eine strikte Methan-Gesetzgebung
2017 haben der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren dem Ministerium für Umwelt und Klimawandel in Kanada einen Brief geschickt, zwecks Unterstützung schnellerer und strikterer Gesetze zur Reduktion von Methanemissionen und Luftverschmutzung durch den Öl- und Gassektor des Landes. Gemäss einem gemeinsamen Versprechen der USA und Kanada vom 10. März 2016 wollen die beiden Länder die Methanemissionen des Öl- und Gassektors im Laufe des nächsten Jahrzehnts um 40 bis 45 Prozent senken. Das neue Gesetz ermöglicht es Kanada, dieses Ziel zu erreichen. Diese Initiative wurde 2018 abgeschlossen.
Brief an EPA mit der Aufforderung, strikte Methan-Gesetzgebung nicht zu verzögern
2017 hat der EEPI und eine Gruppe internationaler Investoren der amerikanischen Umweltbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) einen Brief mit der Aufforderung geschickt, die Einführung einer strikten Methan-Gesetzgebung nicht zu verzögern. Die EPA wurde gebeten, die Implementierung von Vorschriften zur Reduktion von Methanemissionen, welche durch die Obama Administration 2015 erlassen wurden, nicht um zwei Jahre zu verschieben. Ursprünglich wäre die Einführung dieser Vorschriften bereits für den 3. Juni 2017 geplant gewesen, nun hat jedoch die neue Leitung der EPA ein zweijähriges Moratorium für die verpflichtende Umsetzung vorgeschlagen. Die Investorengruppe hält es für dringend, die Gesetzgebung schnell einzuführen, denn die Nutzung von Erdgas als Brücke in eine kohlenstoffarme Zukunft ist nur glaubwürdig, wenn die damit verbundenen Methanemissionen minimiert werden. Diese Initiative wurde 2018 abgeschlossen.
Festlegung von Science-Based Targets (SBT) in der europäischen Chemieindustrie
2017 hat der EEPI drei europäischen Chemieunternehmen einen Brief geschickt mit der Bitte, wissenschaftlich fundierte Reduktionsziele für ihre Treibhausgasemissionen zu setzen. Solche Science-Based Targets (SBT) sind elementar für den Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft. Eine Reihe von institutionellen Investoren aus der ganzen Welt hat beschlossen, dieses Unterfangen zu unterstützen und die Briefe mitzuunterzeichnen. Nach drei ausführlichen Telefonkonferenzen mit den anvisierten Unternehmen 2017 hat Ethos 2018 die Diskussion in weiteren Telefonkonferenzen vertieft. In den Gesprächen mit den Unternehmen hat sich gezeigt, dass alle drei Unternehmen das Konzept von wissenschaftlich fundierten Reduktionszielen für Treibhausgasemissionen schätzen. Es wurde aber auch deutlich, dass die Berechnung eines solchen Ziels recht schwierig ist. Insbesondere die glaubwürdige Messung der Emissionen in der Wertschöpfungskette stellt für Chemieunternehmen eine grosse Herausforderung dar.
Climate Action 100+
Im Rahmen von Climate Action 100+ konzentrieren sich der EEPI und eine sehr grosse Anzahl internationaler Investoren auf die 160 bedeutendsten Treibhausgasemittenten. Ethos führt im Namen des EEPI direkt den Dialog mit drei Unternehmen. In den nächsten vier Jahren wird sich die Climate Action 100+ Initiative darum bemühen, die Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen der identifizierten systemrelevanten THG-Emittenten zu drei Massnahmen zu motivieren. Erstens, der Schaffung einer Corporate Governance, welche die Verantwortlichkeit und Aufsichtspflicht des Verwaltungsrats für Klima-Risiken klar zum Ausdruck bringt. Zweitens, zu einer Verringerung der THG-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, im Einklang mit dem Ziel des Pariser Abkommens. Drittens, zu einer Verbesserung der Berichterstattung gemäss den abschliessenden Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Die TCFD hat im Auftrag von 24 Notenbanken Empfehlungen für eine freiwillige Berichterstattung durch Unternehmen bezüglich klimabezogener finanzieller Risiken entwickelt, um Investoren, Kreditgebern, Versicherern und anderen Interessengruppen konsistente Informationen zur Verfügung zu stellen.
Brief gegen Bohrungen im Arctic National Wildlife Refuge
2018 hat der EEPI und eine Gruppe von institutionellen Investoren, koordiniert von der Sierra Club Foundation, einen Brief an Öl- und Gasunternehmen und die sie finanzierenden Banken geschickt mit der Forderung, keine Öl- und Gasbohrungen im Arctic National Wildlife Refuge zu initiieren. Der Brief wurde von 119 institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von USD 2’520 Milliarden unterschrieben. Nachdem die Briefe verschickt worden waren, bat die Sierra Club Foundation alle betroffenen Banken um Folgegespräche und konnte in der Folge mit den meisten ein Telefonat organisieren.
Ambitionierte Klimastrategien im europäischen Stromversorgungssektor
Im Juni 2018 hat der EEPI ein eigenes Engagement-Programm mit dem Ziel lanciert, acht europäische Stromversorger zur Entwicklung ehrgeiziger Klimastrategien zu motivieren. Konkret wurden fünf Forderungen definiert: Dekarbonisierung des Stromerzeugungsmixes, Festlegung eines wissenschaftlich fundierten Reduktionszieles (Science-Based Target), verantwortungsbewusstes Lobbying, Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Berichterstattung gemäss den Empfehlungen der TCFD. Der EEPI plant dieses Engagement während mindestens drei Jahren durchzuführen. Zu Beginn des Engagement-Programms wurde ein einleitender Brief an die VR-Präsidenten der jeweiligen Unternehmen geschrieben. Diese Briefe wurden zusätzlich durch interessierte Mitglieder des Interfaith Center for Corporate Responsibility (ICCR) unterzeichnet. In der Folge wurde mit allen Unternehmen ein Dialog etabliert und mit sieben Telefongespräche geführt, um die Erwartungen des EEP International auszulegen und die diesbezüglichen Ansichten der Unternehmen zu diskutieren.
Statement zuhanden Regierungschefs bezüglich Klimawandel
Im Vorfeld des G7-Gipfels im Juni 2018 haben der EEPI und eine Gruppe von institutionellen Investoren, koordiniert durch die Principles for Responsible Investment (PRI) und weitere Investoren-Netzwerke, ein Statement zuhanden der Regierungschefs der G7-Nationen (Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Italien, Grossbritannien und die USA) veröffentlicht und sie aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Per Dezember 2018 haben 415 institutionelle Investoren auf der ganzen Welt, welche USD 32 Billionen verwalten, den Brief an die Regierungen unterzeichnet. Das Schreiben wurde im Vorfeld des UN-Klimagipfels (COP 24) im polnischen Katowice noch einmal veröffentlicht.