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Wie entwickelt sich die Verarbeitungsspanne?
Die Verarbeitungsspanne hat einen typischen Entwicklungsverlauf. Während 2-jährige Kinder durchschnitt-lich 2 Items reproduzieren, kommt es bei 3-jährigen zu drei und bei 4-jährigen zu 4 richtigen Antworten bis schließlich 6 bis 7 Items im Alter von 12 Jahren korrekt wieder gegeben werden können
Was ist mit deklarativem und prozeduralem Metagedächtnis gemeint?
Deklaratives Metagedächtnis ist das Wissen über Gedächtnisvorgänge z.B. über die Begrenztheit des Gedächtnisses. Prozedurales Metagedächtnis bezeichnet die Fähigkeit, Gedächtnisvorgänge, zumeist die eigenen, zu regulieren.
Wie ist die Entwicklung analogen Schlussfolgerns beschaffen?
Zunächst können Kinder Probleme aufgrund perzeptueller Analogien z.B. in Farbe und Form lösen. Mit zunehmendem Alter gelingt es ihnen (auch aufgrund der Zunahme des Wissens über verschiedene Prob-lemstellungen und spezifische Relationen) immer besser, auch relationale Analogien herzustellen.
Was bedeutet es, wenn Säuglinge Phoneme kategorial wahrnehmen?
Es bedeutet, dass bereits Säuglinge Phoneme nicht entlang eines physikalischen Kontinuums, sondern anhand von Kategorien wahrnehmen. Phoneme, die sich in gleichem Ausmaß physikalisch unterscheiden, können deshalb als gleich wahrgenommen werden, weil sie in dieselbe wahrgenommene Kategorie fallen oder aber als verschieden wahrgenommen werden, weil sie zu unterschiedlichen Wahrnehmungskategorien gehören.
Ab wann können Säuglinge ihren eigenen Namen erkennen und welche Funktion ist damit verbunden?
Säuglinge können im Alter von 4,5 Monaten ihren Namen von anderen Namen unterscheiden, und zwar auch von solchen mit vergleichbarer Lautstruktur. Zudem scheinen wichtige Wörter wie der eigene Name oder der der Bezugsperson als eine Art Anker im Wortfluss zu dienen, durch den auch ein neues benach-bartes Wort extrahiert und später besser wiedererkannt werden kann.
Was besagen die constraints des Worterwerbs?
Die meisten Kinder (ca. 70%) treffen ihre Schlussfolgerungen über die Benennung eines Objekts unter Zuhilfenahme bestimmter Vorannahmen, sogenannter constraints z.B. der Vorannahme, dass sich die Benennung eines Objekts immer auf das ganze Objekt bezieht (Ganzheitsconstraint). Die Beachtung sol-cher constraints soll sicherstellen, dass die Kinder eine Vielzahl falscher Schlussfolgerungen zur Benennung gar nicht erst ziehen.
Wie sind die Zwei-Wort-Äußerungen der Kinder aufgebaut?
Diese Wortkombinationen werden von den Kindern in einem telegraphischen Stil geäußert. Hierbei werden die Wörter aber nicht in eine zufällige Reihenfolge gebracht, sondern in Reihenfolgen wie Akteur – Handlung (Mutter kommt), Handlung – Objekt (waschen Hände), Objekt – Ort (Auto da), Besitzer – Besitz (Mama Schuhe), Objekt – Attribut (Ofen – heiß), Negation – Handlung (nicht malen) oder Wiederauftreten (mehr haben). Ein Wort fungiert meist als sogenannter Angelpunkt (pivot), um den sich ein anderes Wort gruppiert.
Was müssen Kinder bereits verstanden haben, um leistungsmotiviert zu handeln?
Sie müssen verstanden haben, dass die Leistung von Aufgabenschwierigkeit und persönlicher Tüchtigkeit abhängt. Sie müssen zudem diese beiden Komponenten zueinander in Beziehung setzen und einen Be-wertungsmaßstab für die eigene Leistung (ein Anspruchsniveau) herausgebildet haben, anhand dessen sie Aufgaben wählen und ihre Leistung bewerten