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Im Zusammenhang mit den Massnahmen bezüglich der Covid-19-Pandemie und dem daraus resultierenden Konsumeinbruch in der Gastronomie trägt die erhöhte Nachfrage nach Milchprodukten im Detailhandel zur Stabilisierung des Schweizer Milchmarkts bei. Die Verschlechterung der Aussichten für den weltweiten Milchmarkt könnte sich jedoch, mit einer zeitlichen Verzögerung, negativ auf den Schweizer Markt auswirken. Als grösste Herausforderung könnte sich der wahrscheinliche Rückgang der weltweiten Gesamtnachfrage nach Milchprodukten erweisen, und zwar für alle Absatzmärkte (Haushalte, Ausserhauskonsum, Nahrungsmittelindustrie und Export). Dieser Bericht beschäftigt sich mit der Entwicklung der wichtigsten Indikatoren für den Milchmarkt in der Schweiz, in Europa und rund um den Globus. Er basiert hauptsächlich auf der Mengen- und Preisentwicklung im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr. Je nach Verfügbarkeit der Indikatorenwerte zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts wird ein anderer Monat für Vergleiche mit dem Vormonat herangezogen.
Leichte Steigerung der Milchproduktion
In der Schweiz war die Menge der im ersten Quartal 2020 in Verkehr gebrachten Milch etwas höher als im gleichen Zeitraum 2019 (+0,9 %). Laut der monatlichen Milchmarktstatistik der TSM ist für den April 2020 ein Anstieg von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat und für Mai 2020 keine Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat zu erwarten. In der EU ist die produzierte Milchmenge von Januar bis März 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs um 2,8 % gestiegen. Mit Blick auf die ganze Welt lässt sich feststellen, dass die Milchproduktion im ersten Quartal 2020 in den Vereinigten Staaten von Amerika (+2,9 %) und in Australien (+4,9 %) zunahm, während sie in Neuseeland leicht rückläufig war (–0,8 %). Der Aufwärtstrend der Milchproduktion in der Schweiz und im Ausland während des Beobachtungszeitraums könnte sich negativ auf den Milchmarkt auswirken, wenn die Nachfrage nicht proportional steigt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die chinesische Nachfrage nach Milchprodukten besonders hoch ist und daher den Druck auf den Markt entlasten könnte, wenn sie weiter zunimmt.