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Der internationale Schiedsgerichtshof der ICC wurde zur Beilegung wirtschaftlicher Streitigkeiten mit internationalem Charakter gegründet und gilt international als führendes Handelsschiedszentrum. Er wird weltweit wegen seiner Unparteilichkeit geschätzt. Seit seiner Gründung 1923 hat das Schiedsgericht insgesamt rund 13'000 internationale Schiedsgerichtsbegehren aus über 100 Ländern bearbeitet.
Das Schiedsgericht hat gegenüber den juristischen Verfahren den entscheidenden Vorteil der schnelleren Abläufe. Die Parteien sind frei in der Wahl der Schiedsrichter, in der Bestimmung von Ort und Sprache der Verhandlung sowie in der Wahl des anwendbaren Rechts. Die Entscheide des Schiedsgerichtes sind definitiv und verbindlich.
Der Gerichtshof stellt selber Organisation und funktionieren der Verhandlungen sicher und steht den Schiedsrichtern bei Bedarf unterstützend zur Seite. Er überwacht die Prozeduren, hilft Probleme lösen und überprüft die Einhaltung der Entscheide. Das Sekretariat leistet den Parteien und Schiedsrichtern Unterstützung auf französisch, englisch, arabisch, deutsch, spanisch, italienisch, polnisch und russisch.
Parteien, welche im Falle eines Streites das Schiedsgericht anrufen möchten, sollten dies bereits in der Phase der Verhandlungen ihres Vertrages vorsehen - also lange bevor nur das geringste Anzeichen eines Konfliktes erkennbar ist. Die ICC empfiehlt allen Parteien, die die Schiedsgerichtsbarkeit der ICC in ihren Verträgen vereinbaren wollen, die folgende Standardklausel: "Alle aus oder in Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Vertrag sich ergebenden Streitigkeiten werden nach der Schiedsgerichtsordnung der Internationalen Handelskammer von einem oder mehreren gemäss dieser Ordnung ernannten Schiedsrichtern endgültig entschieden."
Präsident: Alexis Mourre
Generalsekretär: Andrea Carlevaris
Schweizer Vertreter: Teresa Giovannini und Daniel Hochstrasser