Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/3003

Die Pfahlbausiedlung Pfyn Breitenloo wurde im Herbst 1944 von internierten polnischen Soldaten unter der Leitung von Karl Keller-Tarnuzzer ausgegraben. Die Funde und Befunde wurden bis heute nur in kleineren Aufsätzen publiziert. Die Auswertungsergebnisse der Grabung 1944 sowie der beiden Nachuntersuchungen in den Sommern 2002 und 2004 vom Amt für Archäologie des Kantons Thurgau wurden 2007 im Buch "Pfyn Breitenloo" (AiTG 14) vorgestellt. Anhand von dendrochronologischen Datierungen kann die namengebende Fundstelle der Pfyner Kultur in die Zeit von 3708 bis 3703 v.Chr. bestimmt werden. Das einphasige Dorf bestand nur während weniger Jahre. Zur gleichen Zeit gab es Seeufersiedlungen am Nussbaumersee und in Steckborn. Die guten Erhaltungsbedingungen ermöglichten es, die Lebensweise, das Handwerk, die Wirtschaft sowie die Umwelt der Bewohnerinnen und Bewohner des pfynzeitlichen Dorfes detailgenau zu rekonstruieren.
Funde aus Pfyn Breitenloo
|Pfeilspitzen aus Stein||Geschäftetes Steinmesser||Mahlsteine|
|Hausboden, Grabung 1944||Webgewichte aus Keramik||Topf aus Scherben|