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Dass die ersten Versuche aus verschiedenen Fetten und Asche so etwas wie Seife herzustellen einige tausend Jahre zurück liegen?
Die damals so entstandenen Seifenstücke wurden allerdings als Heilmittel bei Hautkrankheiten verwendet. Die Seifensiederei ist dem zufolge eine uralte Kulturtechnik. Die von den Menschen über einen grossen Zeitraum hinweg entwickelt und perfektioniert wurde.
Erst die Römer entdeckten die reinigende Kraft der Seifen. Dennoch dauerte es einige Zeit, bis sich die Seifenstücke etablierten. Als Erste kamen die Araber auf die Idee, Fette mit Lauge zu vermengen. So entstanden nach und nach die heutigen „modernen“ Seifen. Bis zum heutigen Tage beinhalten handgesiedete natürliche Seifenstücke ausschliesslich pflanzliche Fette.
Das erste überlieferte Seifenrezept stammt aus der Zeit 2500 v.Chr. Es wurde in Keilschrift von den Sumerern verfasst. Diese verwendeten die Seife dazu, die Schafwolle von Lanolinrückständen zu befreien um somit den natürlichen Färbungsprozess aufzuhalten.
In Europa war der Seife der wirkliche Durchbruch lange Zeit verwehrt. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie salonfähig und damit bezahlbar. Denn damals entstand eine Technik, Soda im künstlichen Verfahren herzustellen.
Erst Nikolas Leblanc (1742- 1806) fand einen Weg zur modernen Massenproduktion der Seifen in dem er ein Verfahren entwickelte, industriell eine starke Lauge herzustellen, die bis anhin mühsam aus Asche gewonnen wurde.
Die Seifenherstellung fand damals unter beinahe abenteuerlichen Bedingungen statt. Knochen und tierische Abfälle vermengte man in riesigen Kochkesseln, die stundenlang über dem Feuer mit Soda erhitzt wurden. Zum Glück werden heute nur noch selten Tierfette verwendet.
Geschichte
In Ausgrabungen aus der Zeit 79 v. Chr. wurde eine komplette Seifenfabrik entdeckt. Beim Vulkanausbruch vom Vesuv wurde die gesamte Anlage in der Stadt Pompeji mit Asche gänzlich verschüttet.
Die Kelten stellten ihre Seife aus Ziegentalg und Asche her.
Ab 1525 wurde die Seife von den Männern zur Rasur verwendet und galt als absoluter Luxusgegenstand. Sie war damals ausschliesslich den Reichen vorbehalten.
Seifenherstellung in traditioneller Art
Dank des neuen Verfahrens fand die Tradition des Seifensiedens in Syrien ihren Anfang. Dort wird bis zum heutigen Tag die berühmte traditionell gefertigte Alepposeife seit Generationen hergestellt. Alepposeife ist eine reine Olivenseife die mit Lorbeeröl angereichert ist.
Moderne Seifen
Kalt gerührte, handgesiedete Seifen müssen mindestens 6 bis 8 Wochen bei gutem Raumklima auf Holzregalen lagern.
Handgefertigte Seifen dürfen nie im Wasser liegen und sollten zwischen diversen Anwendungen immer gut trocknen. Somit wird die Ergiebigkeit deutlich erhöht.
Die natürliche Seife wird im Verlauf der Zeit an Gewicht verlieren, da beim Reifungsprozess Wasser verdunstet. Je trockener eine Seife ist umso länger ist ihre Lebensdauer.
Die von Hand hergestellten Seifen enthalten keine chemischen Konservierungsmittel. Des Weiteren enthalten sie ausschliesslich ätherische Öle oder speziell für die Seifen entwickelte Parfümöle.