Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/964

Nach dem Zurückspielen eines Backups auf meinem Synology-NAS stellte ich fest, dass dieses, ohne mich zu fragen, überall seine @eaDir Verzeichnisse eingefügt hat. Natürlich waren diese im ursprünglich gesicherten Verzeichnis nicht vorhanden – sie wurden also vom Synology-NAS während dem Restore (Zurückspielen) des Backups automatisch hinzugefügt (oder der Indexier-Dienst wurde direkt nach dem Backup für diese Verzeichnisse gestartet?!). Dies ist sehr nervend und garantiert auch überflüssig. Man stelle sich vor, es wurde ein komplettes Betriebssystem gesichert und der arme Admin findet nach dem Restore überall solche Verzeichnisse, die da so nicht hin gehören.
Die @eaDir Verzeichnisse sind eigentlich versteckte Verzeichnisse, die wie unter Windows die „thumbs.db“, für Thumbnails und iTunes-Funktionen verwendet werden. Sie enthalten also nur temporäre Dateien. Entsprechend werden diese für die meisten Anwendungen nicht benötigt.
Zum Entfernen dieser Verzeichnisse, kann wie folgt vorgegangen werden:
Ich habe das besagte Verzeichnis auf meinem Heim-Linux-Server per NFS gemountet und entsprechend vollen Zugriff (als root) darauf. Nun also zuerst in das gewünschte Verzeichnis wechseln und anschliessend kann mit dem folgenden Befehl nach solchen @eaDir-Verzeichnissen gesucht werden (reine Anzeige – es wird nichts verändert!).
find . -type d -name "@eaDir"
Wenn die Verzeichnisse auch gleich gelöscht werden sollen, kann dieser (erweiterte) Befehl genutzt werden:
find . -type d -name "@eaDir" -print0 | xargs -0 rm -rf
xargs nimmt über die Standardeingabe (meist über Pipes) Text entgegen. Dieser wird dem angegebenen Argument als Kommandozeilenargument mitgegeben. Der Befehl „rm“ löscht dann die entsprechenden Verzeichnisse (und dessen Inhalt) mit den Optionen „-r“ (Recursiv) und „-f“ (Force), ohne Nachfrage.
Um den Dienst auf dem Synology dauerhaft zu deaktivieren, kann folgendermassen vorgegangen werden:
Als Erstes muss der Dienst, der dafür zuständig ist, gestoppt werden:
/usr/syno/bin/synomkthumb -stop
Nun sichern wir das Startscript, damit damit dieses später (sofern benötigt) wieder hergestellt werden kann:
tar -cvzf /volume1/public/backup_S77synomkthumbd.tar.gz /usr/syno/etc.defaults/rc.d/S77synomkthumbd.sh
Zum Schluss wird ein Neustart nach einem Reboot verhindert:
rm /usr/syno/etc.defaults/rc.d/S77synomkthumbd.sh