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Bei der Planung eines neuen Kongresszentrums für das Genforschungsinstitut EMBL (European Molecular Biology Laboratory) in Heidelberg lag der Wunsch nahe, das Gebäude als Helix darzustellen. Die Anforderung an die Planer gab der Mentor dieses Projekts, Dr. Klaus Tschira, vor: das Gebäude als Doppelhelix!
Glasgeländer als Doppelhelix
Die Nutzebenen des Kongresszentrums liegen zwischen einer inneren und einer äusseren Stahlrampe, wobei jeweils 2 gebenüberliegende Ebenen mit Glasstegen quer über den gesamten Durchmesser der Doppelspirale miteinander verbunden sind.
Innere Spiralrampen mit Glasgeländer
Beim Betreten des Gebäudes in das imposante Foyer erstrecken sich die inneren Rampenkonstruktionen mit dem beidseits verlaufendem Glasgeländer. Sie bilden das Konstrukt für die Doppelhelix, die alle Ebenen miteinander verbindet.
Die Geländerfüllung besteht aus 20 mm starken VSG-Scheiben (Verbundsicherheitsglas). Die gebogenen Scheiben aus TVG (teilvorgespanntes Glas) und ESG (Einscheibensicherheitsglas) sind mit einer klaren PVB-Folie miteinander verklebt, die Kanten sind geschliffen.
- Die Füllungshalter für die Scheiben sind in die obere Öffnung der Stahlrampenkonstruktion eingeschweisst. Diese Stahllaschen sind mit neoprener Zwischenlage in die Rampenkonstruktion eingestellt und mit einer geprüften und zugelassenen Versiegelung ausgegossen.
Stahlstege mit Glasgeländer
Die Verbindungsstege, die die gegenüberliegenden Ebenen miteinander verbinden, erstrecken sich mit einer Spannweite von über 30 Metern quer über das Atrium.
- Der Glasbelag wurde aus 3-lagigem VSG hergestellt. Die Stärke des Glasbelags richtet sich nach den statischen Berechnungen.
- Auf die Trittflächen des VSG-Belags wurde zum Zweck der Rutschhemmung ein mattweisser ganzflächiger Siebdruck aufgebracht.
- Mithilfe einer neoprenen Zwischenlage wurde der Glasbelag auf die Unterkonstruktion der Stege befestigt