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Elektrotherapie
Bereits die Ägypter bedienten sich, wie der römische Leibarzt des Kaisers Claudius, Scribonius Largus berichtete, der Elektrizität von Fischen, um schmerzhafte Erscheinungen der Gicht zu lindern.
Aber erst im 18. Jahrhundert war die technische Entwicklung soweit fortgeschritten, dass elektrischer Strom für eine kurzzeitige Analgesie (Aufhebung des Schmerzgefühls) eingesetzt werden konnte. Sie wurde erstmals im Jahre 1850 in den USA von Dr. Oliver erfolgreich angewandt.
Das Aufkommen der volatilen Narkosemittel verdrängte jedoch dieses Verfahren zunächst. Erst die Schmerzforschung der 60er Jahre und speziell die Gate-
Schmerzen – wie, warum und wo entstehen sie?
In Deutschland leben ca. 7 Millionen Menschen, die an ständigen oder regelmäßigen Schmerzzuständen leiden. Schmerz ist ein sinnvolles Warnsignal des Körpers, um sich vor Schäden bewahren zu können. Die Schmerzimpulse werden von Schmerzrezeptoren („Fühler/Empfänger“) aufgenommen und über verschiedene afferente (zum Zentralnervensystem führende) Nervenbahnen zur Großhirnrinde weitergeleitet, und erst dort werden sie „bewusst“. Diese Nervenbahnen bestehen sowohl aus dünnen wie auch aus dickeren Nervenfasern, wobei diese unterschiedlichen Leistungsgeschwindigkeiten haben und auch für unterschiedliche Empfindungen zuständig sind. Die dünnen und langsam leitenden Nervenfasern übermitteln die Schmerzsignale. Die dicken, schnell leitenden Nervenfasern hingegen die Berührungen und Vibrationen, so genannte taktile Reize. Die verschiedenen Leistungsgeschwindigkeiten waren auch der Grundstein zur Entwicklung der Gate-
Wirkungsweg der TENS – Therapie
Die intensive Reizung von langsam leitenden Schmerzfasern, die dünnen Nervenfasern, aktiviert über die aufsteigenden Nervenbahnen die zentralen schmerzhemmenden Systeme, wodurch innerhalb von etwa 20-
2. Aktivierung der körpereigenen schmerzhemmenden Systeme
Durch von außen erzeugte Berührungsimpulse werden Schmerzen gelindert oder ganz unterdrückt. (= modifizierte Gate Control Theorie)
3. Erzeugung eines Magnetfeldes
Jeder Aktionsstrom im menschlichen Körper bildet ein magnetisches Kraftfeld von geringer Stärke, das die Heilwirkung unterstützen kann.