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Das Babyfenster im Spital Einsiedeln feiert sein zehnjähriges Bestehen. Insgesamt wurden sechs Neugeborene anonym in das Fenster gelegt. In einem Fall wurde das Baby von den leiblichen Eltern zurückgeholt.
Die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) wählte 2001 den Muttertag aus, um in Einsiedeln das erste Babyfenster der Schweiz zu eröffnen. Die SHMK setzte sich damals gegen die Fristenlösung ein, die 2002 von den Stimmberechtigten angenommen wurde.
Die SHMK sieht in dem Babyfenster ein Angebot für Frauen in Notlagen. Sie will mit dem Babyfenster Schwangerschaftsabbrüchen, Kindsaussetzungen und -tötungen entgegenwirken.
Die Mütter können ihr Neugeborenes anonym in das Fenster legen, dieses schliessen und sich entfernen. Mit Verzögerung wird im Spital Alarm ausgelöst und das Pflegepersonal nimmt sich des Kindes an.
Das erste Mal wurde das Babyfenster im September 2002, das letzte Mal im Dezember 2010 benutzt. Insgesamt wurden zwei Knaben und vier Mädchen abgegeben. Vor allem am Anfang wurde das Angebot als rechtlich und ethisch problematisch kritisiert.
Die SHMK bemüht sich nach eigenen Angaben, die Mütter dazu zu bewegen, dem Kind möglichst viele Informationen über die Umstände seiner Geburt mit auf den Weg zu geben. In drei Fällen könnten die Kinder tatsächlich Kenntnis über ihre Herkunft erhalten, in einem Fall sei das Bébé von den leiblichen Eltern zurückgeholt worden.
SDA-ATS