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Basel, 2. Viertel 18. Jh
Zeichner: M. Herbst Feder und Aquarell auf Papier H. 53,3 cm, B. 102,8 cm
Inv. 2009.431.
Zeichner: M. Herbst Feder und Aquarell auf Papier H. 50,6 cm, B. 69,6 cm
Inv. 2009.436.
Sieben Zeichnungen aus Basler Privatbesitz Die sieben aufgelisteten Zeichnungen haben aus Basler Privatbesitz den Weg in die Sammlung gefunden. Die Ansichten stammen von einem ansonsten unbekannten Zeichner, der nur mittels einer Signa- tur als «M. Herbst» zu identifizieren ist. Charakteristisch für die Blätter sind die wie aufgeklappt wirkenden Räume, die schulmeisterliche perspektivische Konstruktion und die Platzierung vereinzelter Staffagefiguren. Trotz der eingeschränkten zeichnerischen Qualität offenbaren die Blätter, von denen bisher nur einige publiziert waren, einen teilweise unbekannten Blick in das Basel des 18. Jahrhunderts. So zeigt eine Zeichnung das Innere des Münsterchores vom ehemaligen Lettner aus gesehen. Die Geschlossenheit des Chores, in dessen Zentrum der Taufbrunnen steht, ist im 19. Jahrhundert verloren gegangen, als man Lettner und Chorgestühl versetzte und die Vierung tiefer legte. Auf dem grössten Blatt des Konvoluts ist der Fischmarkt zu sehen, auch dieser vor den durchgreifenden Umgestaltungen späterer Zeit, in diesem Fall der vollkommen erneuerten Bebauung und der veränderten Strassenführung. Der Platz erscheint in der Zeichnung Herbsts zwar weiter und offener, als er es je gewesen ist, aber umso präziser sind Details wie die verschiedenen Hauszeichen wiedergegeben. Links neben dem heute durch eine Kopie ersetzten grossen Brunnenstock ist auch der kleine Fischmarktbrunnen (Originale im HMB, Inv. 1910.104. und Inv. 1910.131.) zu erkennen sowie rechts ein rätselhaftes Säulenmonument mit dem Standbild einer weiblichen Person.