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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XLV. (Nr. 105.) An die Donatisten
XLV.(Nr. 105.)
Geschrieben im Beginn des Jahres 409.
Augustinus, katholischer Bischof, an die Donatisten.
Inhalt.
Wie besonders aus dem Schlußsatze dieses Schreibens hervorgeht, waren die Donatisten über Augustinus sehr erbittert und wollten ihn sogar töten. Augustinus zeigt ihnen in diesem Schreiben, daß sie sich die kaiserlichen Verordnungen, die ihnen lästig waren, selbst zuzuschreiben hätten und diese vollkommen gerecht seien. Die Geschichte des Schismas wird nochmals kurz erörtert, und es wird besonders gezeigt, daß der abtrünnige Julianus dessen Beschützer gewesen und auch von den Donatisten als solcher anerkannt worden sei. Die Taufe sei gültig ohne Rücksicht auf die sittliche Beschaffenheit des Ausspenders. Er zitiert darüber eine treffende Bemerkung des kaiserlichen Dekretes. Aus der Heiligen Schrift bringt er Beweise für die Allgemeinheit der Kirche und fügt zum Schlusse eine eindringliche Ermahnung zur Rückkehr zur Einheit bei.