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Märkte
Marktort Wil
Das Marktwesen ist eng mit der Geschichte der Stadt Wil verknüpft; der Marktort Wil basiert auf einer jahrhundertealten Tradition. Die verschiedenen Märkte haben vor allem in früherer Zeit das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Stadt Wil wesentlich beeinflusst und geprägt.
Dem Abt als Stadtherrn sowie der Stadtbehörde war daran gelegen, den Markt in Wil zu kontrollieren. Mit den Abgaben aus den Marktrechten wurden Mittel für die öffentlichen Bedürfnisse beschafft. So wickelte sich zum beispielsweise der Schmalzmarkt unter obrigkeitlicher Kontrolle ab. Schmalz, Käse und Zieger mussten auf der Stadtwaage ausgemessen werden.
Die Wiederverleihung des Marktrechtes 1301 ist die erste urkundliche Erwähnung eines Marktes in Wil. Von den vier unter Abt Ulrich Rösch (1426 bis 1491) abgehaltenen Jahrmärkten verschwanden der Lichtmess- und Pfingsmarkt bald wieder. Der Mai- und Othmarsmarkt haben sich bis heute erhalten. Daneben wurde jeden Dienstag der Wochenmarkt abgehalten, von dem Überreste bis heute bestehen. Der 1474 erwähnte Rindermarkt befand sich ursprünglich in der oberen Vorstadt, bis er 1849 auf den Viehmarktplatz verlegt wurde, wo er noch heute an den beiden Märkten im Mai und November jeweils stattfindet.
Die Märkte fanden und finden hauptsächlich auf dem Hofplatz und in der Markt- und Kirchgasse statt. Die Arkaden entlang der Marktgasse sind ein typisches Zeichen für einen Marktort. Arkaden- oder Laubenstädte sind oder waren Marktorte. Die Arkaden entwickelten sich allmählich aus Marktständen, in denen die an Marktgassen wohnenden Bürgerinnen und Bürger ihre Verkaufsstände durch den Vorbau der oberen Stockwerke überdachten.
Folgende Märkte werden in der Stadt Wil durch die Dienststelle Gewerbe und Markt organisiert:
Für allfällige Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.