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Der menschliche Körper braucht Nahrung und Wasser zum Überleben. Ohne Essen kann es der Mensch bis zu drei Wochen aushalten — Mahatma Gandhi hat 21 Tage lang strikt gefastet — aber für Wasser gelten andere Regeln.
Circa 60 Prozent eines erwachsenen Körpers besteht aus Wasser und jede lebende Zelle braucht es, um zu funktionieren.
Schätzungsweise eine Woche kann man ohne Wasser auskommen. Diese Schätzung beruht auf Beobachtungen, die man an Sterbenden gemacht hat. Eine Woche ist schon gut gemeint. Drei bis vier Tage sind die wahrscheinlichere Variante, besonders, wenn man extremen Situationen wie etwa Hitze ausgesetzt ist. „Etwa 100 Stunden ohne zu trinken, ist bei moderaten Temperaturen schon möglich“, sagt Claude Piantadosi von der Duke University zu Fox. „Wenn es kälter ist, sogar ein bisschen länger. Wenn ihr direktem Sonnenlicht ausgesetzt seid, ein bisschen weniger.“
Welche Funktionen hat eigentlich Wasser in unserem Körper?
Lösungsmittel
Viele Stoffwechselprodukte können nur ausgeschieden werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration im Wasser gelöst sind, wenn also ausreichend Flüssigkeit im Körper vorhanden ist.
Transportmittel
Der Hauptanteil des Wassers, das ein Mensch täglich aufnimmt, wird für den Transport von Nährstoffen in die Zellen sowie für den Abtransport und die Ausscheidung von Abbauprodukten und Salzen über Gefäße und die Niere benötigt.
Feuchtigkeit für alle Gewebe inkl. Haut
Temperaturregulator
Das Blut, das in unserem Körper zirkuliert, sorgt dafür, dass sich die Körpertemperatur eines gesunden Menschen bei etwa 36,5°C hält. Sind wir krank, wehrt sich unser Körper gegen die Krankheitserreger oft mit einer erhöhten Körpertemperatur, welche mithilfe des Blutes im ganzen Körper erreicht werden kann. Wenn es warm ist oder wenn wir Sport machen, schwitzen wir. Das macht unser Körper, damit mit dem Schweiß die Hitze aus dem Körper transportiert wird.
Die Wasserbilanz
Grundsätzlich nimmt der Mensch gleich viel Wasser auf wie er abgibt. Ein Ungleichgewicht führt zu kurzfristigen Gewichtsschwankungen.
Wer zu wenig trinkt, riskiert seine Gesundheit!
Schon der Verlust von 0.5% unseres Wasser führt zu Durst. Wenn wir noch mehr Wasser verlieren, werden die Folgen immer schlimmer:
- 2 % Verminderung der Ausdauer
- 3 % Verminderung der Kraft
- 5 % Schwere physiologische Veränderungen
- 12 % Unfähigkeit zu schlucken
- 15 – 20 % Tod
Chronischer Wassermangel führt
Eine längerfristig zu geringe Flüssigkeitszufuhr führt zu einer verstärkten Wasserresorption aus dem Dickdarm; dies wiederum zu einer Verminderung der Stuhlviskosität und schliesslich zu Verstopfung. Weitere Folgen von Chronischem Wassermangel:
- trockener Haut und Schleimhäuten
- Reduzierter körperlicher Leistungsfähigkeit
- Häufigen Kopfschmerzen
- Verstopfung/Obstipation
- Schwarz vor Augen, Kreislauf Probleme
- Psychische Störungen
- Organversagen
Richtwert für die Gesamtzufuhr von Wasser (Getränken und Nah-rungsmitteln)
- Richtwert Wasser in Milliliter pro Tag ca. 2500 ml
- Richtwert Wasser in Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht ca. 35 ml/kg
- Richtwert Wasser in Milliliter pro Kilokalorie ca. 1 ml/kcal
- Je ca. ein Drittel davon aus den festen Nahrungsmitteln
- Je ca. zwei Drittel davon aus Getränken
Bei einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist der Urin meist farb- und auch geruchlos (Ausnahmen: Verzehr von Spargeln, Randen, Einnahme von Vitamin-B-Präparaten, …). Ein dunkler Urin deutet auf eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr hin.