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An der Berliner IFA werden rollbare und 2-in-1-Bildschirme sowie die Grossbildfernseher der Zukunft gezeigt.
An der Berliner IFA (Internationale Funkausstellung) sind die Bildschirme der Zukunft zu sehen. So zeigte Toshiba an der IFA vor ausgewählten Gästen einen Prototypen eines SED-Displays. SED steht für "Surface-Conduction Electron-Emitter Display". Bei einem SED-Bildschirm entsteht das Bild durch den Aufprall von Elektronen auf eine beschichtete Bildfläche. Im Gegensatz zum Kathodenstrahl-Bildschirm gibt es aber nicht eine Bildröhre, die die Elektronen "abschiesst", sondern so viele wie der Bildschirm Pixel hat. Die Elektronen-Quellen sind sehr nahe an der Bildfläche, so dass ein SED-Bildschirm genau so flach sein kann, wie ein LCD-Screen. Zudem sollen SED-Bildschirme kürzere Reaktionszeiten als solche mit CRT- oder LCD-Technologie haben und sattere Farben darstellen.
SED-Fernseher soll es schon nächstes Jahr in grossen Grössen (ab etwa 40 Zoll) geben. Offensichtlich wollen Toshiba und Canon die neuartigen Geräte exklusiv vermarkten und die Technologie nicht an Dritthersteller lizenzieren. Toshiba und Canon hatten bereits letzten vor einem Jahr ein Joint-Venture zur Entwicklung und Produktion von SED-Fernsehern gegründet.
Philips' rollbarer Bildschirm
Faszinierend sind die rollbaren Monitore ("elektronisches Papier"), von denen Philips auf der IFA erstmals einen funktionstüchtigen Prototypen zeigte (Foto). Das "Readius" genannte Gerät hat einen rollbaren Monitor mit 320 mal 240 Pixel und vier Graustufen. Der Bildschirm wird in der TFT-Technologie (Thin Film Transistor) hergestellt, die Transistoren sitzen aber nicht auf einem Glas-Substrat wie bei den klassischen LCD-Bildschirmen, sondern auf einer flexiblen Polymer-Schicht.
Der Bildschirm des "Readius" kann ausgerollt werden, wenn man die Daten (Texte, Karten, ...) darauf betrachten will. Mit eingerolltem Bildschirm ist das Gerätchen nur 10 mal 6 cm gross und 2 cm dick.
Der "Readius" ist eine reine Konzeptstudie. Philips plant nicht, daraus ein eigenes Produkt zu entwickeln.
Zwei Bilder auf einem Bildschirm
Sharp stellte seinerseits in Berlin einen LCD-Bildschirm vor, der je nach Blickwinkel einen anderen Bildinhalt zeigen kann. Damit könnte man beispielsweise ein Gerät für Autos bauen, das dem Autofahrer eine Wegkarte zeigt, während der Mitfahrer seine E-Mails liest. Oder man könnte Bildschirme bauen, deren Inhalt nur aus einem bestimmten Winkel sichtbar wäre. (Christoph Hugenschmidt)
(Bild: Philips)