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Herpes simplex: Lokale Therapie mit Kortison plus Virostatika bei rezidivierenden Aphthen
Rezidivierender Herpes simplex ist eine der häufigsten Virusinfektionen überhaupt. Die verfügbaren Behandlungsoptionen sind zur Prävention von Läsionen und Verkürzung der Krankheitsdauer nur bedingt wirksam. Ein systematischer Review mit Metaanalyse hat die Wirksamkeit topischer Kortikosteroide zusätzlich zur antiviralen Therapie bei der Behandlung von Herpes simplex evaluiert.
Vier Studien mit insgesamt 1891 Teilnehmern entsprachen den Einschlusskriterien für das systematische Review mit Metaanalyse. Als Virostatika wurden Acyclovir, Famciclovir oder Valcyclovir eingesetzt und als lokale Kortikosteroide Hydrokortison 1% und Fluocinonid 0.05%.
Unter der Kombination war die Rezidivrate an ulzerativen Läsionen signifikant niedriger als mit Placebo (OR=0.50, p=0.001) oder mit antiviraler Therapie alleine (OR=0.73, p=0.007). Gegenüber Placebo heilten die Läsionen auch deutlich schneller ab (p=0.001), nicht aber im Vergleich zur alleinigen antiviralen Therapie. Das Sicherheitsprofil der kombinierten Therapie war mit Placebo vergleichbar (OR=1.09, p=0.85).
Konklusion der Autoren: Die kombinierte Lokalbehandlung mit Virostatika und Kortisonsalbe zur Prävention eines Rezidivs von ulzerativen Läsionen bei Herpes simplex ist sicher und wirksamer als Placebo oder eine antivirale Therapie allein.
Link zur Studie
BMC Infectious Diseases 2015, 15:82 - Arain N et al.
24.02.2015 - gem