Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/885

Wir trafen Mahmoud zum ersten Mal, als unsere Familie in Wadibu – einem abgelegenen Viehzuchtdorf in Westafrika – lebte, um unser kulturelles Verständnis und unsere Sprachenkenntnisse zu vertiefen. Ein paar Monate später kam Mahmoud, um uns in der Landeshauptstadt zu suchen. Dort traf er auf Sam, unseren Teamleiter. Nachdem Sam mit ihm über Jesus gesprochen hatte, sagte Mahmoud, er wolle Christus nachfolgen – aber was als nächstes geschah hat keiner von uns erwartet!
Mahmoud betete, um sein Leben Jesus zu geben. Doch anstatt einen Ansturm des Friedens zu sehen, schien es, dass er verrückt wurde. Als er Christus annahm, als der Geist Christi in ihn kam, gab es einen grossen Widerstand. Er hörte mehrere Tage lang auf zu essen und zu trinken und er konnte nicht sprechen. Es schien fast so, als ob er im Koma lag. Offensichtlich fand ein dämonischer Kampf statt!
Als Team beteten und fasteten wir für ihn 10 Tage lang, bevor er dramatisch befreit wurde. Es war genau dann, als wir die Amulette, die er getragen hatte, verbrannten. Ich kann mich noch erinnern, wie Mahmoud es beschrieben hat: «Ich fühlte, wie etwas aus meiner Kehle kam!»
Das ganze Dorf verändert sich
Wenn es dort aufgehört hätte, wäre es eine grosse Geschichte von Erlösung und Befreiung gewesen. Aber wir sind seit 18 Jahren mit Mahmoud und seinem Dorf unterwegs und es ist noch viel mehr passiert. Seit der Zeit dieses Wunders erleben wir, wie Wadibu Schritt für Schritt verändert wird.
Weitere Menschen haben dort Christus kennengelernt. Wir haben gesehen, wie eine erstaunliche Versöhnung auch mit dem Nachbardorf stattgefunden hat. Während einer Zeit ethnischer Konflikte im Land hatte dieses Dorf Wadibu bestohlen - ihr Vieh, ihre Existenzgrundlage, sogar ihr Land und ihre Häuser. Die Bewohner von Wadibu hielten auch lange nach dem Konflikt an ihrer grossen Bitterkeit gegenüber dem Nachbardorf fest.
Die Freude kehrt zurück
Unser Team begleitete sie durch einen Versöhnungsprozess mit Hilfe der Heiligen Schrift, und als wir sie einige Monate später wieder besuchten, war klar, dass ein Wandel stattgefunden hatte. Als wir fragten, was passiert sei, erzählten uns die Frauen des Dorfes, dass die Freude nach Wadibu zurückgekehrt sei.
Einige der Veränderungen waren physisch, da die Menschen wieder in Wadibu investiert haben. Früher war das Dorf nichts anderes als ein paar Lehmhütten. Jetzt haben sie eine Schule und Lagerräume sowie weitere feste Häuser gebaut. Das Dorf ist wohlhabender geworden. Sie haben auch gesehen, wie die Geburtenrate gestiegen ist. Vor der Versöhnung gab es im Dorf viele Fehlgeburten, aber jetzt laufen überall Kinder herum.
All dies geht auf das erste Wunder zurück, als Mahmoud den Herrn annahm – und auf das tiefere Wunder der Versöhnung mit dem Nachbardorf. Jedes Mal, wenn ich Wadibu besuche – was alle zwei oder drei Jahre der Fall ist – begrüsst mich Mahmoud herzlich. Alles, was er tun will, ist darüber zu sprechen, was Jesus für ihn getan hat. Natürlich ist es noch ein langer Weg, aber der Heilige Geist ist in Wadibu offensichtlich am Werk.
Westafrika