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Jemanden auf ein problematisches Verhalten anzusprechen, ist nicht einfach. Häufig braucht es mehrere Anläufe, um seine Gefühle zu äussern oder klar zu machen, dass ein Problem vorliegt. Das kann einige Zeit dauern. Es lohnt sich aber.
Unsere Tipps zur Gesprächsführung
- Mach dir Notizen über die Punkte, die du ansprechen möchtest.
- Wähle einen passenden Moment, um das Gespräch zu führen. Das heisst: wenn dein Gesprächspartner ruhig und offen dafür ist UND du dich dafür bereit fühlst.
- Such dir einen neutralen und ruhigen Ort für das Gespräch aus.
- Rede in «ICH-Form» um deine Gefühle und Beobachtungen zu äussern: «Ich mache mir Sorgen...».
- Stütze dich mehr auf deine Beobachtungen als auf die Substanz: «Ich merke, du wirst aggressiv, wenn du trinkst».
- Höre dem Gegenüber gut zu, ohne zu kritisieren oder zu urteilen.
- Frag dein Gegenüber, wie er oder sie die Situation sieht.
- Wenn die Spannung zu stark zunimmt, führe das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Tag fort.
Du fühlst dich hin- und hergerissen, ob du jemandem von der Situation erzählen sollst? Du fühlst dich unwohl, weil er oder sie dich um etwas bittet (z.B. Geld)? Dann versuche das auch im Gespräch zu erwähnen.
Es kann sein, dass dein Geschwister nicht mit dir reden möchte oder dass du nicht direkt mit ihm reden möchtest. Du kannst deine Gedanken auch in Briefform aufschreiben, und ihm den Brief geben.