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Knieendoprothese BPK-S Integration Ceramic
Neues Kniegelenk trotz
Metall-Unverträglichkeit
Das Problem: Metallallergie und unspezifische Entzündungsreaktion
Obwohl die meisten Patienten erfolgreich mit einem Knie-Standardimplantat versorgt werden können, spielt die Implantatunverträglichkeit zunehmend eine Rolle in der multifaktoriellen Pathogenese von Implantatversagen. In der Literatur werden zunehmend Immunreaktionen auf Knieimplantate (CoCr-Legierung) beschrieben.7,15 Der Begriff „Implantatunverträglichkeit“ wird verwendet für mannigfaltige Beschwerdebilder im Zusammenhang mit der Metallallergie und unspezifischen Entzündungsreaktion - zwei unterschiedlichen Pathologien, die mit persistierendem Schmerz, funktionellen Einschränkungen, Knochenverlust und aseptischer Lockerung einhergehen können.15 Für betroffene Patienten kann das einen erheblichen Leidensdruck und längeren Leidensweg nach sich ziehen.
Diese Problematik ist im Wesentlichen noch unzureichend beleuchtet. Bei einer Untersuchung (Standard-Knieverschleißtest) wurde festgestellt, dass etwa 12% (Gewichtsanteil) der Knieverschleißprodukte metallisch (z.B. Cobalt, Chrom, Molybdän) sind. Diese Studie hat gezeigt, dass relevante Metallkonzentrationen vom Knieimplantat (CoCr-Legierung) an die lokale Implantatumgebung abgegeben werden. Die Wissenschaftler postulierten, dass metallische Partikel und Ionen für empfindliche Patienten relevant werden können.22
Metallallergien treten zwar selten auf, meist in den ersten 4 Jahren nach der Implantation. Allergisch bedingte Komplikationen können jedoch zu signifikanten funktionellen Einschränkungen und möglicherweise frühzeitiger Endoprothesenlockerung führen. Angesichts der steigenden Implantationszahlen wird davon ausgegangen, dass künftig mehr mit Hypersensitivitätsreaktionen gerechnet werden muss. Denn die Patienten, die eine Knieendoprothese erhalten, werden immer jünger. Jüngere Menschen und Frauen neigen häufiger zu Allergien. Die Literatur verzeichnet eine zunehmende Anzahl von Untersuchungsserien und Fallberichten.1, 2, 3, 5, 11, 14
Was sagen Register und Studien?
Endoprothesenregister und Studien verschiedener Arbeitsgruppen geben deutliche Hinweise darauf, dass eine Metallallergie bei Patienten mit Prothesenbeschwerden häufiger auftritt, als bei Patienten ohne beschwerdebehaftete Endoprothetik.4,5,9,12,14
In einer Studie zeigten Patienten nach Implantation einer Knieendoprothese signifikant mehr positive Reaktionen im Epikutantest auf Metalle. Bei Patienten mit festsitzenden Implantaten war die Metallallergikerrate in etwa 2,5-mal und bei Patienten mit gelockerten Implantaten sogar 3-mal höher als in der Bevölkerung ohne Gelenkersatz.5
Zudem haben Patienten mit einer Knieprothese ein höheres Risiko ein Kontaktekzem zu entwickeln als Patienten ohne Gelenkersatz.18 Die Gegenüberstellung des Knieregisters und des Kontaktallergieregisters in Dänemark zeigte, dass bei Patienten mit 2 oder mehr Knie-Revisionen eine Kontaktallergie signifikant häufiger auftritt.12
Die erhöhte Entzündungsneigung im Gelenk - Warum kommt es zu unspezifischen Entzündungen?
Die Lösung: BPK-S Integration Ceramic
Die PETER BREHM GmbH ist der einzige Hersteller weltweit, der eine vollkeramische primäre Knieendoprothese zur Versorgung von Patienten mit nachgewiesener Metallallergie anbietet, um den Patienten diesbezüglich eine langfristige Beschwerdefreiheit zu ermöglichen.
Auch für Patienten mit Unverträglichkeiten, die sich Sorgen über eine Belastung ihres Körpers durch Metalle machen und kein persönliches Risiko eingehen möchten, stellt dieses vollkeramische primäre Knieimplantat eine Option dar.
Metallallergie und unspezifische Entzündungsreaktion: Prävention minimiert Risiko
Die aus Materialsicht beste präventive Massnahme ist ein Knieimplantat aus Vollkeramik.
Keramik bietet nachweislich eine hohe immunologisch-allergologische Verträglichkeit15 sowie exzellente biologische und tribologische Eigenschaften:
- hypoallergen (kein Metallabrieb)
- gewebefreundlich
- sehr gut verträglich für den Organismus
- kein Toxizitätsrisiko
- geringere Biofilmausbildung
- exzellentes Abriebverhalten
- deutlich reduzierter Verschleiss des Polyethylens
- hoher Widerstand gegen Dreikörperverschleiss
- hohe Verschleiss- und Korrosionsbeständigkeit
Das hypoallergene BPK-S Integration Ceramic Kniesystem führte in einer prospektiven Studie bei Patienten mit nachgewiesener Metallallergie zu exzellenten mittelfristigen Ergebnissen. Die Patienten zeigten im 4-Jahres-Follow up eine konstant hohe Funktionalität und hohe Zufriedenheit. Alle postoperativen klinischen Scores verbesserten sich signifikant. Das vollkeramische Kniesystem zeichnet sich durch eine hohe Immuntoleranz aus und stellt eine geeignete, sichere Option für Patienten mit einer Allergie oder Unverträglichkeit auf CoCr-Legierungen dar.20
Wie sicher ist die keramische Knieprothese?
Mittelfristige klinische Erfahrungen bestätigen die klinische Effizienz und Sicherheit der Knietotalendoprothetik mit vollkeramischen Komponenten. Die BPK-S Keramik-Knieprothese hat sämtliche Vorteile einer konventionellen Knieprothese und ist integraler Bestandteil des bewährten BPK-S Kniesystems (vom Oberflächenersatz bis zum Total-Hinged-Knie), so dass für den Operateur die OP-Abläufe unverändert bleiben und eine identische sichere, präzise Instrumentation gewährleistet ist. Das spart OP-Zeit und -Kosten im Vergleich zu anderen patientenindividuellen Lösungen, wie etwa Sonderanfertigungen.11, 17, 19
Hohe CT- und MRT-Kompatibilität
Eine Studie von Wissenschaftlern der Medizinischen Universität Wien (Österreich) hat nachgewiesen, dass das BPK-S Integration Ceramic Kniesystem im Vergleich zu Standard-Knieprothesen aus einer CoCr-Legierung signifikant weniger CT-Artefakte aufweist und eine überragende Bildqualität für eine exzellente Visualisierung und Beurteilung der Implantatumgebung ermöglicht.21
In einer experimentellen Studie wurde gezeigt, dass das hypoallergene BPK-S Integration Ceramic Kniesystem im Vergleich zur Metall-Variante (CoCr-Legierung) desselben Designs zu deutlich weniger Artefakten im MRT (Siemens Healthcare, Typ Magnetom Aera 1,5 T) führt. Alle MRT-Aufnahmen wurden mittels Standardsequenz und zusätzlich Artefakt unterdrückender Sequenz (SEMAC) durchgeführt. Die besten MRT-Aufnahmen wurden mit der Keramikknie-TEP erzielt. Bereits mit der Standard MRT-Sequenz wurde eine sehr gute Beurteilbarkeit erreicht. Dagegen zeigten sich bei der Metallknie-TEP ausgeprägte Artefakte in der Standard MRT-Sequenz. Im Vergleich zur Metallknie-TEP konnte eine qualitativ und quantitativ bessere Beurteilbarkeit der MRT-Aufnahmen mit der Keramikknie-TEP erfolgen. Die bessere Beurteilbarkeit unterstützt eine sichere Befundung der den Implantaten anliegenden anatomischen Strukturen im klinischen Alltag. 29
Die Literaturangaben stellen wir Ihnen auf Nachfrage gerne zur Verfügung.