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Das Adenomyom des Uterus ist eine benigne Neubildung der Gebärmutter, die sowohl endometriale als auch myometriale Komponenten aufweist. Es handelt sich hierbei um einen Lokalbefund, der unter anderem bei Patienten zu erheben ist, die an einer Adenomyose leiden. Die Adenomyose wiederum ist eine Variante der Endometriose. Die Behandlung erfolgt entweder chirurgisch, d.h. durch Resektion des Tumors oder als Hysterektomie, oder medikamentös durch die Applikation von Analoga des Gonadotropin-Releasing-Hormons.
Symptome
Das uterine Adenomyom besteht aus endometrialen Drüsen- und Stromazellen, die von glatten Muskelzellen umgeben sind, die selbst ein Leiomyom der Gebärmutter bilden könnten. Es wird vermutet, dass es zur Bildung eines Adenomyoms kommt, wenn die genannten Populationen endometrialer Zellen das Myometrium infiltrieren [1]. Wenn größere Abschnitte des Uterus oder gar das gesamte Organ von Adenomyomen infiltriert sind, dann wird die Diagnose Adenomyose gestellt. Damit handelt es sich beim Adenomyom des Uterus also um einen Teilbefund der Adenomyose, aber es besteht noch Uneinigkeit darüber, ob jeder Patient, bei dem ein Adenomyom festgestellt wird, mit dieser diffusen Erkrankung diagnostiziert werden sollte. Einige Autoren vertreten vielmehr die Meinung, dass es sich hierbei um zwei Entitäten handelt.
Im Allgemeinen treten isolierte Adenomyome nur sehr selten auf [2], wesentlich seltener als die diffuse Adenomyose. Was die Subtypen des Adenomyoms betrifft, so sind solide Tumore häufiger anzutreffen als zystische. In der Regel sind Adenomyome von fester Konsistenz, aber auch weichere Neubildungen wurden beschrieben. Die meisten dieser Neoplasien werden im Corpus uteri entdeckt [3] [4]. Es ist mitunter recht schwierig, das Adenomyom vom Fibromyom des Uterus zu unterscheiden, und die Aufgabe der Differenzierung wird weiterhin dadurch erschwert, dass bis zur Hälfte aller Patientinnen mit Adenomyomen gleichzeitig Fibromyome aufweisen [3].
Die häufigsten Symptome dieser Erkrankung sind Vaginalblutungen außerhalb des Menstruationszyklus, chronische Schmerzen im Unterleib und im Becken sowie Dyspareunie [3] [5]. Insbesondere bei Frauen, die zystische Adenomyome entwickelt haben, besteht zuweilen eine hochgradige Dysmenorrhoe [1] [2]. Die Fruchtbarkeit der betroffenen Frauen kann beeinträchtigt sein.
Diagnostik
Anhand der oben genannten, unspezifischen Symptome kann keine Diagnose gestellt werden. Ein Verdacht auf ein Adenomyom oder eine Adenomyose kommt in der Regel auf, nachdem die Gebärmutter sonographisch untersucht wurde. Dabei gilt der transvaginale Ultraschall als wesentlich sensitiver als die transabdominale Untersuchung, die nur maximal zwei Drittel aller Fälle als solche erkennen lässt [6] [7]. Einigen Quellen zufolge steht der transvaginale Ultraschall der Magnetresonanztomographie bezüglich der Sensitivität in nichts nach [8]. Beide Verfahren ermöglichen die Darstellung von Alterationen in der Dicke des Übergangs von Endometrium zu Myometrium, wie sie sowohl für ein singuläres Adenomyom als auch für die diffuse Adenomyose typisch sind. Als Grenzwert wird zumeist 12 mm angegeben: Ist der endometrial-myometriale Übergang breiter als 12 mm, weist das auf die Präsenz eines Adenomyoms hin. Derartige Neoplasien stellen sich des Weiteren als rundliche Umfangsvermehrungen in der Gebärmuttermuskulatur und als hypointense Strukturen in T2-gewichteten Aufnahmen dar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Adenomyom auch einzelne, hyperintense Zonen enthält [5]. Die Verwendung von Kontrastmitteln im Rahmen einer Hysterosalpingographie erlaubt ebenfalls eine präzise Einschätzung des Ausmaßes der Erkrankung [9].
Die endgültige Diagnose erfolgt in jedem Fall nach der Realisierung einer Biopsie und der histologischen Aufarbeitung einer Gewebeprobe. Hier zeigt sich der charakteristische Aufbau des uterinen Adenomyoms, nämlich Drüsen und möglicherweise Zysten, die von endometrialem Stroma, Epithel und schließlich glatten Muskelzellen umgeben sind. In Einzelfällen wurde auf eine lymphozytäre Infiltration hingewiesen, die bereits zu Fehldiagnosen als Lymphom geführt hat [10].
Therapie
Konservative Therapie: Myome, die keine Beschwerden machen, bedürfen meist keiner Therapie und können mittels Ultraschall beobachtet werden. Die konservative, medikamentöse Therapie wird meist zuerst angewandt. [planetsenior.de]
Behandlungsmethoden bei Beschwerden: Medikamentöse Therapie: Die medikamentöse Therapie ist oft der erste Schritt bei der Behandlung von Gebärmuttermyomen. [medhelp.at]
Behandlung bei eines Myoms mit Beschwerden: Medikamentöse Therapie: Die medikamentöse Therapie ist oft der erste Schritt bei der Behandlung von Gebärmuttermyomen. [med.at]
UPA ist ein selektiver Progesteron-Rezeptor-Modulator und zählt zu den sogenannten kausalen medikamentösen Therapien. [9monate.de]
Die Therapie eines Gebärmuttermyoms richtet sich nach der Stärke der Beschwerden. Ist die Betroffene symptomlos und besteht kein aktueller Schwangerschaftswunsch, so verzichtet man auf eine Therapie. [symptome-erklaert.de]
Prognose
Die Prognose ist sehr gut, nur in seltenen Fällen kommt es bei Neugeborenen zu Todesfällen. Adenomyome sind Mischtumore aus Tumoren des glatten Muskelgewebes, den reinen Myomen, und Drüsengewebstumoren, den Adenomen. [symptome-erklaert.de]
Ätiologie
Studien zur Aetiologie der Uterusmyome. Mitt.a.d.g.Kl.z.Helsingfors, Bd. III, Heft1.) [med-serv.de]
Epidemiologie
Epidemiologie Die Erhebung epidemiologischer Informationen zu Endometriose ist erschwert, weil diese Erkrankung nicht immer typische Symptome aufweist und oft asymptomatisch auftritt (ohne Symptome). [creapharma.de]
Prävention
Neu im Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe Meistgelesene Bücher aus dem Fachgebiet 2014 Buch Perikonzeptionelle Frauenheilkunde Fertilitätserhalt, Prävention und Management von Schwangerschaftsrisiken Ein Praxisbuch für alle, die in der Beratung und [springermedizin.de]
Quellen
- Kim MJ. A case of cystic adenomyoma of the uterus after complete abortion without transcervical curettage. Obstet Gynecol Sci. 2014 Mar;57(2):176-179.
- Chun SS, Hong DG, Seong WJ, Choi MH, Lee TH. Juvenile cystic adenomyoma in a 19-year-old woman: a case report with a proposal for new diagnostic criteria. J Laparoendosc Adv Surg Tech A. 2011;21:771-774.
- Tahlan A, Nanda A, Mohan H. Uterine adenomyoma: a clinicopathologic review of 26 cases and a review of the literature. Int J Gynecol Pathol. 2006 Oct;25(4):361-365.
- Gilks CB, Clement PB, Hart WR, Young RH. Uterine adenomyomas excluding atypical polypoid adenomyomas and adenomyomas of endocervical type: a clinicopathologic study of 30 cases of an underemphasized lesion that may cause diagnostic problems with brief consideration of adenomyomas of other female genital tract sites. Int J Gynecol Pathol. 2000 Jul;19(3):195-205.
- Graziano A, Lo Monte G, Piva I, et al. Diagnostic findings in adenomyosis: a pictorial review on the major concerns. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2015 Apr;19(7):1146-1154.
- Tamai K, Togashi K, Ito T, Morisawa N, Fujiwara T, Koyama T. MR imaging findings of adenomyosis: correlation with histopathologic features and diagnostic pitfalls. Radiographics. 2005 Jan-Feb;25(1):21-40.
- Reinhold C, Tafazoli F, Wang L. Imaging features of adenomyosis. Hum Reprod Update 1998; 4:337–349.
- Exacoustos C, Brienza L, Di Giovanni A, et al. Adenomyosis: three-dimensional sonographic findings of the junctional zone and correlation with histology. Ultrasound Obstet Gynecol 2011; 37: 471-479.
- Verma SK, Lev-Toaff AS, Baltarowich OH, Bergin D, Verma M, Mitchell DG. Adenomyosis: sonohysterography with MRI correlation. AJR Am J Roentgenol. 2009 Apr;192(4):1112-1116.
- Wei S, Feng R, Cui Q, Luo Y, Zhang S. Uterine adenomyoma with lymphoid infiltration simulating lymphoma. Gynecol Oncol. 2004 Nov;95(2):409-411.