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Die Blätter des wilden Betelpfeffer (lat. Piper sarmentosum) werden in den Küchen Südostasiens gerne zum Würzen von Suppen und Curries, zum Einwickeln von Fleisch oder anderen Zutaten oder schlicht als Beilage verwendet. Beim wilden Betelpfeffer handelt es sich um eine Rankpflanze, die in ganz Südostasien gedeiht. Sie wächst kriechend am Boden und besitzt glänzende, dunkelgrüne Blätter.
Die Pflanze ist nicht mit der echten Betelpflanze verwandt, wird aber gerne mit dieser verwechselt. Wilde Betelpfefferblätter findet man bei uns ab und an im Kühlregal von asiatischen Supermärkten. Bei uns wird die Pflanze auch manchmal “Thailändisches Pfefferblatt” genannt, auf Englisch existiert die Bezeichnung “Wild Betel”. Im Norden Thailands nennt man sie “Bai Khae” (ใบชแค), während man sie im Rest des Landes als “Bai Cha Plu” (ใบชะพลู) bezeichnet. In Vietnam kennt man sie als “Lá Lốt” oder im Süden auch als “Lá Lốp”.
Wilde Betelpfefferblätter werden zwar meist dafür verwendet, um andere Zutaten einzuwickeln, du kannst sie aber auch als ganz normales Blattgemüse in Curries und Suppen verwenden. Im Norden Thailands gibt es als Beispiel ein Gericht namens “Gaeng Khae”. Dies ist ein Curry ohne Kokosmilch, man könnte es auch Suppe nennen, in dem die Blätter zum Einsatz kommen und dem Gericht seinen Namen geben. Verwirrenderweise gibt es allerdings auch Gaeng Khae Rezepte ohne die Blätter.
Der in Nordthailand gebräuchliche Name “Bai Khae” (ใบชแค) sollte nicht mit “Bai Kae” (ใบแค) verwechselt werden, wie die Blätter des Turibaums genannt werden.