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Walter Murch ist absolute Editing Elite des modernen Kinos. Er hat bereits 3 Oscars gewonnen und war für drei weitere nominiert.
Er hat in eigener Person die Entwicklung vom Linearen Editing (Analogen Filmschnitt) bis zum Non-Linearen Editing (digitaler Filmschnitt) durchgemacht. In einem seiner Bücher „In the Blink of an Eye“ hat er eben diese Entwicklung beschrieben und seine berühmte „Rule of Six“ entwickelt.
Rule of Six
Mit dieser Regel beschreibt Walter Murch die Prioritäten bei der Auswahl eines Takes.
Emotion (51%)
Die höchste Priorität sind für Walter Murch Emotionen. Schafft ein Take eine emotionale Verbindung, bekommen wir Gänsehaut oder Herzklopfen?
Story (23%)
Jedes Take soll die Geschichte weiter entwickeln. Wichtig ist, dass die Reihenfolge logisch und verständlich bleibt. Hierbei gilt: weniger ist mehr.
Rhythm (10%)
Der Rhythmus der Geschichte und der Dialoge muss aufrecht erhalten werden. Falls Musik benutzt wird, muss diese passen und ein harmonisches Ganzes schaffen. Ein Rhythmusbruch kann dazu führen, dass der Zuschauer aus der Geschichte gerissen wird und den Faden verliert.
Eye-Trace (7%)
Man sollte stets auf flüssige Schnitte achten, das heisst den Bildfokus respektieren. Ist dieser im Moment in der Mitte des Bildes, sollte dieser z.B. nicht schlagartig im nächsten Take nach unten links verschoben werden.
Two-Dimensional Plane of Screen (5%)
Ebenso sollten Achsensprünge vermieden werden. Kameraeinstellungen sollten in der gleichen Raumhälfte liegen. Denn sonst verliert der Zuschauer mit ziemlicher Sicherheit die Orientierung im Raum.
Three Dimensional Space of Action (4%)
Der dreidimensionale Raum kommt dann zur Geltung, wenn Kameraeinstellungen von verschiedenen Positionen gewählt werden. Auf diese Weise kann der Zuschauer schnell wertvolle Informationen bekommen. Wo lebt die Person, ist es eng, hell, finster, etc.?
Ist das für ein Erklär- oder Imagevideo für Unternehmen überhaupt wichtig?
Ob Hollywood Drama oder Video zur Unternehmenskommunkation – in beiden Fällen möchte man, dass sich der Zuschauer identifizieren kann. Auch bei der Vorstellung eines neuen Produkts, der Erklärung eines neuen Produktionspzesses oder dem Darstellen einer Dienstleistung ist es wichtig, dass der Zuschauer sich mit dem Gesehenen identifizieren kann. Dies geschieht durch die Schaffung von Gefühlen, und diese werden wiederum auf hervorragende Weise durch Musik ausgelöst, oder zumindest verstärkt.
Im Optimalfall kann man über den Sound und die Musik eine ganzheitliche Identifikation erzielen. So kann man z.B. eine Reihe von Firmenvideos herstellen und in allen das selbe, markante Musikthema einsetzen. Auf diese Weise ordnet der Zuschauer das Video zusätzlich über die Musik der Firma zu.
Bei Erklärvideos wird versucht positive Emotionen durch die Musik hervorzurufen, wodurch eine positive Verknüpfung mit dem Unternehmen und deren Produkten erzielt wird.