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Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen von Leistungsverschlechterungen bei den Sozialversicherungen auf den Arbeitsmarkt. Der Befund für die vergangenen 15 Jahre ist besorgniserregend. Die Erhöhung des Frauenrentenalters in der AHV von 62 auf 64 Jahre, die viel restriktivere Rentenpraxis in der IV und die Erhöhung der reglementarischen Rentenalter in den Pensionskassen haben dazu geführt, dass sich heute schätzungsweise 90'000 bis 110'000 Personen mehr auf dem Arbeitsmarkt befinden als es ohne den Leistungsabbau in der sozialen Sicherung der Fall wäre. Dies entspricht immerhin knapp 2 Prozent der Erwerbspersonen.
Da dieser Anstieg der Erwerbspersonen nicht auf einen gestiegenen Arbeitskräftebedarf der Unternehmen zurückzuführen ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die geringeren Sozialversicherungsleistungen wesentlich zur Erhöhung der Erwerbslosigkeit beigetragen haben. Im Rahmen der Altersreform 2020 ist eine weitere Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre geplant. Gemäss unserer Berechnungen würde ein Frauenrentenalter von 65 Jahren zu einer zusätzlichen Zunahme der Erwerbspersonen um 18'000 bis 25'000 Frauen führen (Referenzjahr 2013).