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Ein Dollar kostete am Freitag 6,94 Yuan. Das waren sieben Prozent mehr als Ende 2015. Keine andere wichtige asiatische Währung verlor derart viel an Wert im Vergleich zum "Greenback".
Gleich Anfang 2016 löste eine massive Abwertung des Yuan ein weltweites Börsenbeben aus. Ausgelöst wurden die Verluste des Yuan durch Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik.
Experten rechnen damit, dass die Talfahrt weitergeht. "Der Yuan gilt zwar als künstlich billig, doch ist er die mit Abstand teuerste Schwellenländer-Währung", sagte Commerzbank-Analyst Peter Kinsella. Er sieht den Dollar Ende kommenden Jahres bei 7,15 Yuan.
Roger Hallam, Fondsmanager bei JP Morgan, hält einen Anstieg auf 7,25 Yuan für realistisch. Zahlreiche Devisenhändler berichteten, Investoren aus den USA und Europa seien grosse Wetten darauf eingegangen, dass der Dollar in den kommenden sechs bis zwölf Monaten auf acht Yuan steigt.
Auch eine Veränderung des Währungskorbs zur Bewertung des Yuan werde für Unsicherheiten sorgen, sagte ein Händler in Schanghai. Für die Berechnung des Yuan sollen ab dem 1. Januar etwa doppelt so viel ausländische Währungen hinzugezogen werden wie bisher. Der Yuan ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten.
(AWP)