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Richard Rogers (1933-2021)
Die Welt verabschiedet den britischen Stararchitekten. Zürcher Genossenschaften bemühen sich um Migrantinnen und junge Erwachsene. Berns Klimaziele stocken. The Swiss way of good design. Voilà: Die Presseschau.
Das Leben des britischen Stararchitekten Richard Rogers endete, wie es sich die meisten wünschen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlief er friedlich ein. ‹Der Standard› erinnert daran, wie das Leben des späteren Ritters, Pritzker-Preisträgers und GQ-approved bestkleideten Mannes begann. Bevor der mit Norman Foster und dem Team 4 durchstartete, weinte sich der gemobbte Legastheniker täglich in den Schlaf, brach die Schule ab und fiel im letzten Studienjahr an der Londoner AA in fünf von sechs Fächern durch. Die ‹NZZ› zeichnet die professionelle Biografie nach, von der Geburt in Florenz über das Centre Pompidou (1977) und das Lloyd's Building (1978-86) bis zu seinem Engagement für «aufgeschlossene» Stadträume und gegen das Automobil. Die ‹Süddeutsche Zeitung› wiederum zieht Parallelen vom Haus für Rogers' Eltern in Wimbledon bis zu seinen späteren Hightech-Bauten, die Rogers selbst mit Uhren verglich: «Man erkennt alle Bestandteile, die Mechanik ist offengelegt.» Und wussten sie schon, dass die 225-Meter hohe «Käsereibe» in London (2015) ihre Form 13 geschützten Blickachsen verdankt?
Weitere Meldungen:
– In der neusten Folge von ‹Monocle On Design› spricht Nolan Giles über «the nation's approach to making» und die «rich history when it comes to good design».
– Der ‹Tages-Anzeiger› präsentiert eine Studie der Zürcher Wohnbaugenossenschaften. Wenig überraschend ist ihre Bewohnerschaft mittelständisch, Schweizerisch und reich an Kindern und Alten. Darum möchten die Genossenschaften Barrieren für Migrantinnen abbauen und ihren Wohnungsmix zugunsten junger Erwachsener anpassen. Ausserdem wollen sie in die Agglomeration expandieren, wo es leichter ist, an bezahlbaren Boden zu kommen.
– Um ihre Klimaziele zu erreichen, möchte die Stadt Bern die Parkplätze im öffentlichen Raum halbieren. In den letzten zwei Jahren verschwanden aber gerade mal 300 von 17'000 Parkplätzen. ‹Der Bund› berichtet von Hintergründen und Beschwerden.
– Auch Winterthur wählt im Februar seinen Stadtrat. ‹Der Landbote› porträtiert die amtierende Bauvorsteherin Christa Meier (SP), die die Stadt auf Tempo 30 entschleunigen will.
– In einer Kiesgrube der Marti-Gruppe erteilt der Geologe Naki Akçar dem ‹Bund› Geschichtsunterricht in Sachen Kies: Sind die Steine kantig, waren Gletscher als Transportgehilfen im Spiel. Glatte Steine lassen Flüsse vermuten.