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Alberto Giacometti (1901–1966) gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er hat in erster Linie als Bildhauer, aber auch als Maler und Zeichner Massgebliches geleistet. Zudem war er als Grafiker und Gestalter dekorativer Objekte tätig und hat sich künstlerisch wiederholt in Form unterschiedlicher Texte geäussert.
In Borgonovo im Schweizerischen Kanton Graubünden geboren, wurde er von seinem Vater, dem wichtigen postimpressionistischen Maler Giovanni Giacometti, bereits früh gefördert. Giacometti blieb dem Bergell zeitlebens verbunden, Zentrum seiner künstlerischen Arbeit war ab 1922 jedoch Paris, wo er seine Ausbildung zum Bildhauer durchlief. In der Folge stiess er mit unverwechselbaren avantgardistischen Skulpturen auf Aufmerksamkeit und war von 1930–1934 Mitglied der surrealistischen Bewegung, die er mit seinen neuartigen Objekten stark prägte. Darauf kehrte er zum Studium der menschlichen Figur zurück und schuf nach dem Zweiten Weltkrieg seine unverwechselbaren, schmal aufragenden Skulpturen. Wie auch in seinen Gemälden versuchte er in ihnen, seiner Wahrnehmung der Erscheinung des Menschen im Raum Ausdruck zu verleihen.
Da der Mensch sich unablässig verändert, kann ein Künstler laut Giacometti an der Aufgabe, ihn darzustellen, nur scheitern. Dennoch hoffte er Zeit seines Lebens, diesem Ziel etwas näher zu kommen und schuf bleibend gültige Bilder vom Menschen.