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Parkinson und andere neurologische Erkrankungen haben Auswirkungen auf Ihr Leben und das Ihrer Familie und beeinträchtigen eine oder mehrere Hirnfunktionen, wie Sprache, Bewegung oder kognitive Fähigkeiten. Während ein Schlaganfall sofort schwerwiegende Auswirkungen hat, tritt Parkinson in der Regel schleichend auf. Sie ist eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten. Weltweit sind etwa 10 Millionen Menschen davon betroffen.
Ursachen, Risikofaktoren und Symptome
Über die Ursachen ist nach wie vor wenig bekannt, bei allen Patient:innen lässt sich jedoch eine reduzierte Dopaminproduktion nachweisen. Dopamin ist ein körpereigener Neurotransmitter, der vom Nervensystem zur Übermittlung von Nachrichten zwischen den Nervenzellen verwendet wird. Zu viel oder zu wenig davon kann zu einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen führen.
Männer sind häufiger betroffen als Frauen, und die Krankheit manifestiert sich typischerweise zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
Zu den typischen körperlichen Symptomen von Parkinson gehören:
- Tremor (Ruhetremor)
- Muskelversteifung (Rigor)
- verlangsamte Bewegungen mit kleinen Schritten
- reduziertes Schwingen der Arme (in vielen Fällen einseitig)
- typisches Maskengesicht mit wenig bis gar keinem emotionalen Gesichtsausdruck
Normalerweise treten Veränderungen oder Beeinträchtigungen der nicht-motorischen Funktionen viel früher auf und sollten Angehörige alarmieren.
Typische nicht-motorische Symptome können sein:
- Sprechen im Schlaf oder Schlafwandeln,
- Inkontinenz,
- Depression,
- Ängste,
- Schmerzen,
- Schwindelgefühl,
- Geruchsverlust.
Neben den typischen Symptomen geht Parkinson häufig mit Schlafstörungen, Verstopfung, Blasenproblemen und Problemen beim Schlucken und Kauen einher. So kann das Essen und eine gesunde Ernährung für Parkinson-Patient:innen zu einer sehr schwierigen und anstrengenden Aufgabe werden, die zu Mangelernährung führen kann.
Wie wird Parkinson behandelt?
Mit der richtigen Behandlung ist es möglich, den Krankheitsverlauf deutlich zu verlangsamen, wenn die Krankheit in einem frühen Stadium diagnostiziert wird. Je früher Parkinson diagnostiziert wird, desto besser. Bei frühzeitiger Behandlung kann das Auftreten schwerer Symptome um Jahre verzögert werden.
Die genaue Erstellung eines Medikamentenplans ist sehr schwierig und braucht Zeit. Die Krankheit hat sehr individuelle Verläufe, so dass es schwierig ist, die Behandlung zu standardisieren. Kein Patient gleicht dem anderen, daher ist eine massgeschneiderte Therapie entscheidend.
Neben der medikamentösen Behandlung ist die beste Behandlung derzeit die tiefe Hirnstimulation.
Behandlung bei cereneo
Bei cereneo bieten wir Parkinson Patient:innen eine vollumfängliche Behandlung an: Beginnend mit der Diagnose, der Voruntersuchung, ob ein Patient für eine tiefe Hirnstimulation in Frage kommt oder der medikamentösen Feineinstellung sowie ein massgeschneidertes Rehabilitationsprogramm angepasst an die individuellen Bedürfnisse.
Durch unsere Zusammenarbeit mit führenden Parkinson-Kliniken können die Patient:innen, für die die tiefe Hirnstimulation in Frage kommt, die Operation zur Implantation in einer Partnerklinik durchführen lassen, gefolgt von einem Rehabilitationsaufenthalt bei cereneo. Die stationäre Rehabilitation ist bei der tiefen Hirnstimulation von entscheidender Bedeutung, damit sich der Patient oder die Patientin daran gewöhnen kann und lernt, die Feineinstellungen selbst vorzunehmen.
Im Allgemeinen kann ein 3-4-wöchiger Rehabilitationsaufenthalt alle 1 bis 2 Jahre, bei dem Sprachtraining und psychologische Betreuung mit einer personalisierten intensiven Bewegungstherapie einschliesslich Gang- und Gleichgewichtstraining kombiniert werden, die Bewegungs- und kognitiven Fähigkeiten deutlich verbessern und so den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.