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Jubiläum
100 Jahre Chur – Arosa
Sie überwindet in nur einer Stunde ganze tausend Höhenmeter: die Arosa-Bahn. Anfangs des 20. Jahrhunderts in nur zwei Jahren erbaut, ist die Strecke bis heute eindrucksvoll. Im Dezember 2014 würdigt die RhB das 100-jährige Jubiläum der 26 Kilometer langen Strecke Chur – Arosa mit einem festlichen Anlass.
Auf 1793 Meter über Meer gelegen, entwickelte sich Arosa gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts zu einem beliebten Kurort. Schnell zeigte sich, dass die 1890 fertiggestellte Schanfiggerstrasse zwischen Chur und Arosa dem zunehmenden Verkehr nicht gewachsen sein würde. Von diversen Seiten wurden Vorschläge für den Bau einer Bahnlinie eingereicht, die Einigung auf eine Variante zog sich deshalb über Jahre hin. 1911 konnte schliesslich die Chur-Arosa-Bahn gegründet werden, und im Sommer 1912 begannen die Bauarbeiten unter der Leitung von Gustav Bener. Trotz diverser Schwierigkeiten wie eingebrochenen Stützmauern, verschütteten Gleisen, verformter Kalotten, eingestürzter Gewölbe und der Generalmobilmachung zu Beginn des Ersten Weltkrieges, die viele Bauarbeiter und Ingenieure zum Militärdienst beorderte, konnte die Linie am 12. Dezember 1914 nach nur zwei Jahren Bauzeit eröffnet werden. Die Chur-Arosa-Bahn war jahrelang finanziell erfolgreich und wurde erst 1942 infolge der Krisenjahre und des zunehmenden Autoverkehrs in die RhB eingegliedert.
Eindrückliche Bauten – damals und heute
Ganze 19 Tunnels und 52 Brücken finden sich auf der Strecke zwischen Chur und Arosa. Trotz des schwierigen Terrains – schliesslich mussten 1154 Meter überwunden werden – stellte man hohe Ansprüche an die Gestaltung der Hoch- und Kunstbauten. Berühmt ist insbesondere der Langwieserviadukt, der mit einer Hauptbogenspannweite von 100 Metern die Brücke mit der grössten Spannweite auf dem RhB-Netz darstellt. Entworfen hatte das eindrückliche Gerüst der Bündner Richard Coray. Konstruiert und gebaut wird auch heute wieder: Zur Feier des hundertsten Geburtstags der Arosa-Bahn wir der Bahnhof Arosa bis zum Dezember 2014 neu gestaltet. Die umfangreiche Modernisierung für rund 24 Millionen Franken sieht unter anderem einen Direktzugang vom Bahnhof zur Weisshornbahn über eine Fussgängerüberführung sowie eine Neugestaltung des Bahnhofplatzes vor.