Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163544

<h2>SubmittedText<h2><p>Für den Betrieb einer provisorischen Kurz-Rola (2 plus 1) für LKW von Biasca nach Erstfeld im neuen Basistunnel (Fahrzeit 44 Minuten) wäre gemäss Berichten des Bundesrates die Anschaffung von 28 Lokomotiven, 400 Taschenwagen sowie 28 Begleitwagen notwendig.</p><p>- Mit welchen Umlaufzeiten ist, grob geschätzt, für eine Lang-Rola von Grenze zu Grenze zu rechnen?</p><p>- Wie würden sich diese Umlaufzeiten auf den Rollmaterialbedarf auswirken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht davon aus, dass der Umlauf und entsprechend der Mehrbedarf einer Lang-Rola bezüglich Rollmaterial ungefähr 3,5-mal so hoch ist wie für die Kurz-Rola. Falls die Lang-Rola die Kurz-Rola vollständig ersetzen sollte, müssten beispielsweise anstatt der 400 Taschenwagen um die 1400 Wagen beschafft werden.</p><p>Diese grössere Investition für lediglich eine befristete Übergangszeit sowie die entsprechend höheren Betriebskosten waren denn auch Gründe, warum der Bundesrat die Lang-Rola verworfen hat. Je grösser die Distanz ist, desto länger wird die Fahrzeit, und desto höher werden die Personal- und Rollmaterialkosten.</p><p>Zudem ist ein vollständiger Ersatz der Kurz-Rola durch eine Lang-Rola keine realistische Option, da der Binnenverkehr nach wie vor auf eine Kurz-Rola angewiesen wäre. Nur die Hälfte der schweren Güterfahrzeuge durch die Alpen ist Transitverkehr, der Rest ist Binnen-, Import- oder Exportverkehr.</p>