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Der im Jahr 2014 in Burkina Faso gegründete Verein Lilboure hat zum Ziel, die gegenseitige Hilfe und Solidarität zwischen den Vereinsmitgliedern zu fördern. Bei schweren Krankheiten, insbesondere Krebs, wollen die Mitglieder Kosmetika auf Sheabasis herstellen und verkaufen, um die anfallenden medizinischen Kosten zu decken. Für dieses Vorhaben wurde das CEAS für Unterstützung angefragt.
Die ehemalige CEAS-Mitarbeiterin Téné Hien weiss alles über Sheabutter. Sie, die Hunderte von Frauen in ruralen Gebieten Burkina Fasos in der Verarbeitung des Kerns dieser Frucht unterrichtet hat, möchte ihr Know-how an den im Jahr 2014 gegründeten Verein Lilboure*, dem sie derzeit vorsteht, weitergeben. Der Name des Vereins bedeutet auf Mòoré "weit weg vom Lärm". Der Name bezieht sich auf das manchmal unaufhörliche, ja sogar unerträgliche Sorgen-Geräusch, das in den Wochen nach ihrer Brustkrebs-Diagnose in Frau Hiens Kopf brummte. Damals konnte sie auf ein Solidaritätsnetz zählen, das es ihr ermöglichte, eine angemessene Behandlung zu erhalten. Die Krankheit und die damit verbundenen Strapazen brachten sie anderen Frauen näher, die die gleiche Krankheit hatten.
Die Frauen haben begonnen, sich regelmässig zum Austausch zu treffen, um eine Sprache für die Themen zu finden, welche nicht immer leicht anzusprechen sind. Neben den gesundheitlichen Problemen generieren Krankheiten auch finanzielle Probleme, welche in dieser Gruppe auch diskutiert wurden. Die Produktion von Sheabutter als Lösung dieser finanziellen Probleme war naheliegend. Die Frauen haben daher beschlossen, ihre Gruppe durch die Gründung des Vereins Lilboure zu formalisieren. Anschliessend quantifizierten sie ihren Gerätebedarf und bündelten ihre Ersparnisse. Leider ist die notwendige Ausrüstung (Mühle, Presser, Wanne, Röster, etc.) nicht vorhanden. Die Geräte wären zwar lokal verfügbar, sind aber sehr teuer. Zudem ist es für die Frauen in ihrer Situation unmöglich, Kredite zu erhalten.
Berührt von der Energie der Mitglieder dieses Vereins will das CEAS ihre Initiative und diese wirtschaftliche und soziale Tätigkeit unterstützen. Ziel wäre es, den Vereinsmitgliedern zu helfen die Ausrüstung und die Betriebsmittel zu erwerben, die sie für die Gründung ihres Unternehmens benötigen. Die Mitglieder sind entschlossen, Produkte in Bio-Qualität anzubieten und haben bereits ein Dutzend KundInnen gefunden, die bereit sind, bei ihnen einzukaufen. Der Gewinn des Vereins wird zur Deckung der medizinischen Kosten verwendet, so dass keine von ihnen aus Mangel an finanziellen Mitteln auf eine medizinische Behandlung verzichten muss.
Spendenaufruf
Zwei komplette Arbeitsausrüstungen (Arbeitsanzug, Handschuhe, Stiefel und Schutzbrille) kosten nur 37 Franken. Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!
*Der Verein hat seinen Namen geändert und heisst jetzt Wontar.