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Organische Böden sind wichtige Kohlenstoffspeicher. In Mooren entstehen sie durch den nicht vollständigen (anaeroben) Abbau von pflanzlichem Gewebe im wassergesättigten Boden. Mit der Entwässerung werden diese Böden zu einer starken und lang anhaltenden CO2 Quelle. Die Nutzung entwässerter organischer Böden durch Ackerbau oder Beweidung führt daher zu Emissionen dieses Treibhausgases.
Solche Emissionen werden im nationalen landwirtschaftlichen Treibhausgasinventar bereits ansatzweise berücksichtigt. Für die Quantifizierung der Emissionen ist es notwendig zu wissen, wo sich diese organischen Böden in der Schweiz befinden. Bis jetzt wurde dies mittels einer Kombination der Bodeneignungskarte der Schweiz und des Inventars der Hoch- und Übergangsmoore der Schweiz erörtert. Diese Beurteilung wird in einem laufenden Projekt verbessert.
Wir verwenden Informationen aus verfügbaren GIS-Datensätzen und dazugehörige digitale Karten. Zusätzliche naturnahe Moore werden vom Inventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung und von den Waldstandortskarten der Kantone erfasst. Es wird geschätzt, dass ca. 90 % der Moore der Schweiz schon entwässert worden sind und im oben genannten Inventar nicht vollständig erfasst sind. Wichtige Informationen liefern uns auch historische Quellen, welche aufzeigen, wo Moore einmal vorhanden waren und es daher evtl. organischen Boden gibt. Diese Informationsquellen beinhalten historische Karten, welche auf nasse Böden und / oder Torfabbau hinweisen, als auch ausführliche, von Experten erstellte Beschreibungen der Moore der Schweiz aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert. Darüber hinweg werden auch lokale und regionale Bodenkarten verwendet.
Das Projekt wird durch das Bundesamt für Umwelt gefördert.