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Für David Gaudu ist es der erste Etappenerfolg in einer Grand Tour. Als der 24-Jährige vor zwei Wochen zu seiner ersten Spanien-Rundfahrt gestartet war, stand er im Team Groupama-FDJ noch als Helfer von Thibaut Pinot im Einsatz. Nach der verletzungsbedingten Aufgabe seines Captains durfte Gaudu von der 3. Etappe an auf eigene Rechnung fahren - mit Erfolg.
Im Sprintduell am Berg liess der Franzose, der im vergangenen Jahr bereits eine Etappe der Tour de Romandie gewonnen hatte, am Samstag nach 170 km seinem letzten Fluchtgefährten, den Spanier Marc Soler, keine Chance. Soler verpasste zwar seinen zweiten Etappensieg in dieser Vuelta, er verbesserte sich in der Gesamtwertung jedoch um vier Positionen auf Platz 6.
An der Spitze des Gesamtklassements brachte die mit fünf Bergwertungen versehene Etappe in Asturien keinen Umsturz. Primoz Roglic geriet im 18 km langen Schlussanstieg zu den Seen von Somiedo nie in Gefahr, sein am Vortag von Richard Carapaz erobertes rotes Leadertrikot zu verlieren. Der slowenische Vorjahressieger erreichte das Ziel gut eine Minute nach Gaudu als Etappenzehnter, geschlossen mit seinen ärgsten Konkurrenten Carapaz und Dan Martin.
Debatte um Jury-Entscheid
Die 11. Etappe hatte wegen eines vom Team Ineos angeführten Protests mit Verspätung begonnen. Im Fahrerlager entbrannte eine Debatte über die Zeitmessung am Vortag und somit den Träger des Leadertrikots. Roglic hatte am Freitag bei seinem Schlusssprint drei Sekunden gegenüber Ineos-Teamleader Carapaz gutgeschrieben bekommen und dadurch das rote Trikot übernommen. Der Slowene, der die Etappe gewonnen hatte, profitierte dabei vom einem Beschluss der Jury, die ersten acht Fahrer mit einem Abstand zum Rest des Feldes zu werten. Trotz den Protesten stiess die Rennorganisation ihren Entscheid am Samstag nicht um, sodass Roglic und Carapaz weiterhin zeitgleich an der Spitze des Gesamtklassements liegen.
Vor dem zweiten Ruhetag folgt am Sonntag die Königsetappe der 75. Spanien-Rundfahrt. Das zwölfte von 18 Teilstücken ist zwar nur 109 km lang, aber mit über 3000 Höhenmetern gespickt. Der gefürchtete Schlussanstieg zur Alto de l'Angliru mit seinen bis zu 23 Prozent steilen Rampen könnte eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg herbeiführen.