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Der Psychotherapeut Martin Miller schildert in seinem jüngst erschienenen Buch «Das wahre Drama des begabten Kindes» die Tragödie seiner Mutter Alice Miller. Für ihn war es alles andere als leicht, der Sohn der weltbekannten Kindheitsforscherin zu sein. Er wurde lange ins Heim gesteckt und hat auch sonst durch seine Mutter viel Leid erfahren.
Nun, drei Jahre nach Alice Millers Tod, legt er eine Analyse vor, in der er das grosse Werk seiner Mutter würdigt und mit der alltäglichen Mutterschaft in Zusammenhang bringt. Es ist keine Abrechnung sondern der Versuch in das verschwiegene Kriegstrauma der jüdischen Mutter Licht zu bringen. Es ist die Anatomie einer Abspaltung.