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Dianhong ist einer der klassischen Yunnan-Tees, wenngleich er eine vergleichsweise kurze Geschichte hat. Mehr über die Hintergründe, Zubereitung und Herstellung erfährst du in diesem Artikel. Alle Informationen stammen, wo nicht anders angegeben, aus dem Buch 中国茶经.
Dieser schwarze Tee ist einer der Lieblingstees von Queen T: So sehr, dass du ihn auch in unserem Sortiment findest.
Dianhong Schwarztee: Hintergründe
Dianhong ist ein Schwarztee aus Yunnan, wie der Name bereits verrät: „Dian” wird oft als Übername für Yunnan benutzt und bezieht sich auf das alte Dian-Reich. „Hong“ bedeutet „rot“, da schwarzer Tee in China als roter Tee bezeichnet wird, da die Teeflüssigkeit eine rote Farbe hat. Es gibt innerhalb Yunnans mehrere Anbaugebiete von Yunnan Schwarztee, die Hauptregion liegt im Westen und Süden Yunnans. Diese Gebiete liegen alle in Berggebieten auf einer Höhe zwischen 1000-2000 Metern über Meer. Typisch für den schwarzen Tee aus Yunnan sind die grossen Teeblätter, die von den alten Teebäumen der Region stammen.
Durch den Widerstandskrieg gegen Japan kam es um das Jahr 1937 zu Engpässen beim Export von chinesischem Schwarztee, da der Krieg die Teeanbauregion im Südosten Chinas stark beeinträchtigte. Um neue Produktionsgebiete zu erschliessen, wählte man die Provinz Yunnan für eine experimentelle Produktion. Nach manchen Angaben erfand so Feng Shaoqiu den Dianhong Schwarztee 1938, wenngleich zur gleichen Zeit auch Fan Hejun in Yunnan mit Schwarztee experimentierte und ebenfalls Tong Yiyun, den Leo Kwan in diesem Artikel als Erfinder nennt.
Dianhong war vor allem für den ausländischen Markt bestimmt und verkaufte sich dort auch sehr gut. Verschiedene Ursachen führten allerdings dazu, dass er sich erst in jüngster Zeit zu einem im grossen Stil produzierten Tee entwickelt hat. Einerseits beeinträchtigte der 2. Weltkrieg den Export. Andererseits wurde nach 1949 die Teeproduktion neu organisiert und kam zwischenzeitlich ganz zum Erliegen. Erschwerend kam dazu, dass es in der frühen Zeit sehr schwierig war, in Yunnan grosse Mengen Tee zu produzieren. Denn damals war die Infrastruktur, insbesondere Verkehrswege, kaum ausgebaut. Die Produktion wurde in der Zeit der Reform und Öffnungspolitik wieder aufgenommen und hat seither stetig zugenommen. 1986 erhielt gar Queen Elizabeth II bei ihrem Besuch in Yunnan Dianhong als Geschenk.
Verarbeitung von Dianhong
Für Dianhong pflückt man die Knospen mit ein bis zwei Blättern. Es gibt allerdings auch Dianhong, der nur aus Knospen besteht. Nach dem Pflücken welken die Blätter und werden dann gerollt, um die Oxidation des ganzen Blatts zu aktivieren. Darauf folgt die Oxidation und das Trocknen der Blätter, das entweder über Kohle oder auch – wie viele Yunnan-Tees – durch Auslegen in der Sonne geschieht. Die fertigen Teeblätter haben goldene Knospen und dunkelbraune Blätter.
Der Schwarztee von Queen T ist ein Dianhong, wenn du ihn also probieren möchtest, dann schau in unserem Shop vorbei.
Geschmack & Zubereitung
Dianhong hat einen intensiven, malzigen Geschmack mit Noten von Rosen. Diesen Schwarztee kann man sehr oft aufgiessen, insbesondere, wenn jeder Aufguss nur kurz ist. Die Wassertemperatur sollte zwischen 80-90°C liegen. Im Gaiwan reicht für die ersten Aufgüsse eine Ziehzeit von 5-10 Sekunden, die dann allmählich verlängert werden kann auf etwa eine halbe Minute.