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- Die Suezkanal-Behörde erwartet nach der tagelangen Blockade des Frachtschiffs «Ever Given» massive Verluste.
- Die Summe der Schäden und Verluste werde derzeit berechnet und dürfte gut eine Milliarde Dollar betragen, sagte der Chef der Behörde.
- Das im Suezkanal auf Grund gelaufene Riesencontainerschiff Ever Given war am Montag freigelegt worden. Damit konnte der Verkehr in der für die globale Schifffahrt so wichtigen Wasserstrasse wieder aufgenommen werden.
Die 400 Meter lange Ever Given hatte rund eine Woche lang den Weg für mindestens 369 wartende Schiffe versperrt und damit für Verzögerungen im Welthandel und bei Lieferketten gesorgt.
Zur Frage, wer für die Verspätung der Schiffe aufkommt, äusserte sich der Behördenchef, Osama Rabie, allerdings nicht.
Jensen, Gründer und Geschäftsführer von SeaIntelligence, einem Beratungsbüro in Kopenhagen, das auf Containerschiffe spezialisiert ist, sagte seinerseits: «Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Betreiber der verspäteten Schiffe nun eine Rechnung an die Eigentümer des verunglückten Frachters schicken werden.»
Gegenüber dem «Echo der Zeit» sagte Jensen, es würde ihn überraschen, wenn nur ein Dollar an Schadenersatz fliessen würde. Er verglich die Situation mit einem Stau auf der Autobahn nach einem Unfall: «Wenn Sie wegen eines Staus eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit kommen, können Sie dem Unfallverursacher auch keine Rechnung schicken und die verlorene Arbeitszeit geltend machen. Gleich verhält es sich hier.»