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Der Schweizer Didier Cuche hat die Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen und sich damit auch die Disziplinenwertung gesichert.
Seit 2003, als Michael von Grünigen den Riesenslalom-Weltcup gewann, brachte kein Schweizer mehr eine Kristallkugel nach Hause.
In einem wegen Nebels zunächst verschobenen und dann über anderthalb Stunden unterbrochenen Rennen sorgte Cuche für den ersten Schweizer Abfahrtssieg seit drei Jahren.
Mit einem Rückstand von 0,06 Sekunden fuhr der Kanadier Erik Guay auf Platz zwei vor dem Liechtensteiner Marco Büchel.
In der Weltcup-Gesamtwertung bleibt Titelverteidiger Benjamin Raich aus Österreich weiter vorn.
Überzeugend
Auf überzeugendere Weise hätte Didier Cuche den Abfahrts-Weltcup nicht gewinnen können. Der Neuenburger gewann in Kvitfjell die vorletzte Abfahrt und hielt damit seine Widersacher in Schach.
Der 32-jährige Neuenburger krönte in Norwegen seine grossartige Saison auf würdige Weise.
Nach vier zweiten Plätzen, zum Teil mit Rückständen von nur einer oder zwei Hundertstelsekunden, gewann er hochverdient endlich sein erstes Rennen. Damit holte er als erster Schweizer seit Michael von Grünigen im Jahr 2003 wieder einen Disziplinen-Weltcup.
Und er ist auch der erste Schweizer Abfahrts-Weltcupsieger seit Franz Heinzer. Der jetzige Abfahrstrainer gewann in den Jahren 1991 bis 1993 dreimal die Kristallkugel.
Wetter besserte sich
Didier Cuche ist auch der erste Schweizer Weltcupsieger seit dem Januar 2004. Damals hatte er die Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen für sich entschieden.
Nachher war während 103 Rennen kein Schweizer mehr zuoberst auf dem Podest gestanden, ehe Marc Berthod mit seinem Slalomsieg in Adelboden den Bann brach.
Langezeit schien es, als ob Cuche der Disziplinensieg kampflos zufallen würde. Wegen Wind und Nebels war das Rennen nach elf Fahrern während fast zwei Stunden unterbrochen.
Die Schweizer kamen mit dem Unterbruch offenbar am besten zurecht. Neben Cuche boten auch Bruno Kernen und Didier Défago gute Leistungen, die zeitgleich den siebenten Platz belegten. Und Silvan Zurbriggen wurde noch Dreizehnter.
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Didier Cuche wurde am 16. August 1974 in Le Pâquier geboren.
Seinen bisher grössten Erfolg bei Titelwettkämpfen feierte er bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano, als er im Super-G die Silbermedaille gewann.
Bisher konnte Didier Cuche sechs Weltcuprennen gewinnen (3 Abfahrten, 2 Super-Gs und einen Riesenslalom), darunter die berühmte Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel.
Bei der Skiweltmeisterschaft 2007 in Åre gewann er die Bronzemedaille im Riesenslalom.
Mit dem Sieg in der Abfahrt von Kvitfjell sicherte sich Cuche den Gewinn des Abfahrts-Weltcups der Saison 2006/07.
Cuche ist der erste Abfahrts-Weltcupsieger seit Franz Heinzer im Jahre 1993.