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Aus Spanien kommt die CD zu Pradolongo, einer Filmmusik der 30jährigen Komponistin Zeltia Montes. Es ist eine kleine, sehr hübsch gemachte Musik, deren fröhlich und „ländlich“ anmutenden Hauptteile für ein kleines Ensemble mit Gitarren, Flöte, Harfe und traditionellen Instrumenten wie der Gaita (ein Dudelsack, der ursprünglich aus Galizien stammt) geschrieben wurde. Wenn Montes emotional tiefer arbeitet, verwendet sie zusätzlich das nicht allzu grosse Ensemble des Galiza Filme Qrquestra und schafft damit eine getragen wehmütige Stimmung („Asina“). Die akustische Gitarre findet als Hauptinstrument in Montes Komposition desöfteren Verwendung – in fast jedem Track nimmt sie ihren Platz ein und intoniert im Wechselspiel mit Querflöte oder Oboe das sehr gelungene Hauptthema des Scores („Créditos inicio“, „Se atopan louxa vaise todo ao carallo“).
Es ist vielleicht nur ein Zufall, dass Zeltia Montes für Pradolongo den Jerry Goldsmith Award für die „Beste Filmmusik“ und als „Filmmusik Neuling“ erhielt, hie und da aber könnte man sich an intimere Teilen kleinerer Musiken mit ähnlich gelagerten Stimmungen des grossen, amerikanischen Komponisten, Raggedy Man unter Umständen, erinnert fühlen. Nur eben ist es hier eher eine Art spanisches Americana, wenn man das so, so abwegig ist es nicht einmal, ausdrücken darf. Apropos Preise: Für ihren neuen Score El Camino del Cid wurde sie in New Jersey soeben mit einem Preis für den „Beste Dokumentarfilm-Musik“ ausgezeichnet.
Ein kleiner Werhmutstropfen dieser wirklich hübsch gemachten, melancholisch leichten Musik sind die zumeist kurz gehaltenen Tracks, die sich gerade so um die Minutengrenze bewegen. Kommt noch hinzu, dass eines der längeren Stücke, „Quen Puidera Namorala“, ein populäres Lied von Luis Emilio Batallàn aus dem Jahr 1975 ist.
Pradolongo ist ein hübscher Einblick in spanisches Schaffen abseits bekannter Komponisten wie José Nieto, Navarrette und Iglesias mit einem gelungenen, desöfteren wiederholten und nett arrangierten Hauptthema.