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Grünenberg zwischen Bern und Habsburg
Die Familie von Grünenberg – gute Beziehungen zur Berner Oberschicht
Heinrich II., dem die Zeitgenossen die Ehrenbezeichnung senex (Greis) verleihen, stirbt im Jahre 1286 etwa 80-jährig. Tiefbetrauert wird er in St. Urban, «seiner» Abtei, bestattet.
Zeit seines Lebens ist Heinrich II. immer wieder anzutreffen als Schlichter, als Schiedsrichter, als Bürge und Zeuge. 1252 ist er auf der Brücke Freudenau Zeuge bei einem Landverkauf von Graf Rudolf III. von Habsburg – dem späteren König – an das Kloster Wettingen. In den Jahren 1256 bis 1273 treffen wir ihn in Bern, in Bolligen, in Zofingen, am Hof der Grafen von Kyburg in Burgdorf, im Johanniterhaus Thunstetten, in Roggwil, Madiswil, Altbüron, Lotzwil und 1276 am Landtag des Grafen Heinrich von Buchegg in Jegenstorf. 1277 bezeugt er in Meienried den Verkauf der Stadt Fribourg von Graf Eberhard von Habsburg-Laufenburg an König Rudolf I. Noch in seinem Todesjahr 1286 nimmt der Greis an einer Verurkundung in St. Urban teil.
All dies zeigt, wie angesehen der grosse Grünenberger weitherum ist, aber auch, wie freundschaftlich das Verhältnis zur Stadt Bern ist, die Ende des 13. Jahrhunderts etwa 5 000 Einwohner zählen dürfte. Sein Sohn Heinrich III. führt diese bernfreundliche Politik fort.
Selber verheiratet mit Isabella von Prez aus einem greyerzischen Adelsgeschlecht, gibt er seine Tochter Isabella dem Heinrich von Kramburg. Dieser stammt aus einem hervorragenden bernischen Geschlecht: Vater Cuno von Kramburg sass im Grossen Rat, sein Onkel Peter von Kramburg war 1272 bis 1279 Schultheiss der Stadt Bern.
Seine Tochter Anna aber verheiratet Heinrich III. mit dem herausragendsten Berner dieser Zeit, mit Johann von Bubenberg, dem eigentlichen Baumeister der Stadt Bern, der 1319 erstmals mit 29 Jahren Berner Schultheiss wird.
Die dritte Tochter Ita tritt 1291 ins Kloster Fraubrunnen ein, das mit Bern verburgrechtet ist. 1303 und wieder ab 13172 ist sie Äbtissin von Fraubrunnen.