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Abu Dhabi und Saudi-Arabien überlegen informierten Kreisen zufolge, Geld in die Investmentbank der Credit Suisse Group AG und in andere Geschäftsbereiche zu stecken, um von den gefallenen Aktienkursen zu profitieren.
Die Golfstaaten prüfen unabhängig voneinander Investitionen, die über ihre Staatsfonds getätigt werden könnten, berichten Personen, die mit der Situation vertraut sind. Abu Dhabis Ölreichtum wird von der Mubadala Investment Co. verwaltet, Saudi-Arabiens über den Public Investment Fund. Ein Geschäft könnte aber auch über andere Vehikel zustande kommen, heisst es.
Noch keine konkreten Angebote
Die Gespräche befinden sich in einem frühen Stadium und es ist unklar, ob sie zu konkreten Angeboten führen werden. Wie zu hören ist, sind potenzielle Investoren bei dem Schweizer Bankhaus vorsichtig geworden; sie fürchten weitere Verluste oder Rechtsrisiken.
Die Credit Suisse wird nächste Woche Details ihrer jüngsten Neuaufstellung bekanntgeben. Eine mögliche Massnahme ist die Ausgliederung von Kernbereichen der Investmentbank wie des Beratungs- und des Leveraged-Finance-Geschäfts, in das dann neue Teilhaber frisches Kapital einbringen könnten.
Eine mögliche Investition in diese Sparte sei auf höchster Regierungsebene in Abu Dhabi diskutiert worden, sagte eine der Personen.
Investoren aus dem Nahen Osten zählen zu CS-Hauptaktionäre
Die Credit Suisse zählt Investoren aus dem Nahen Osten zu ihren Hauptaktionären, darunter den Staatsfonds von Katar und die saudi-arabische Olayan Group. Sie haben oft in Zeiten der Not investiert, zuletzt etwa als die Kataris im April 2021 bei Wandelanleihen im Wert von rund 2 Milliarden Dollar einstiegen, mit denen die Credit Suisse ihre Bilanz stützte.
«Wir haben angekündigt, dass wir bei der Bekanntgabe unserer Ergebnisse für das dritte Quartal über die Fortschritte bei unserer umfassenden Strategieüberprüfung berichten werden», so die Credit Suisse in einer Stellungnahme. «Es wäre verfrüht, sich vor diesem Zeitpunkt zu möglichen Ergebnissen zu äussern.»
Die Medienstelle von Abu Dhabi und der PIF in Saudi-Arabien waren nicht sofort für eine Stellungnahme zu erreichen.
(Bloomberg/bsc)