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Normen und Standards
EN ISO 20471:2013
Hochsichtbare Warnschutzbekleidung
Warnschutzbekleidung ist mit fluoreszierenden Flächen und reflektierenden Materialen ausgestattet, die Zertifizierungsanforderungen in drei unterschiedlichen Klassen erfüllen. Die Klasse 3 ist die höchste Sicherheitsklasse. Die Leistungsklasse kann durch Tragen eines einzelnen Kleidungsstücks oder einer Kombination (z.B. Jacke und Hose) erreicht werden. Dies ist auf dem CE-Etikett vermerkt. Ein Kleidungsstück der Klasse 3 muss den Oberkörper bedecken und sollte über Ärmel mit reflektierenden Streifen verfügen. Hosen müssen die gesamte Beinlänge bedecken und mit reflektierenden Streifen ausgestattet sein.
EN 343:2003+A1:2007
Kleidung zum Schutz gegen Regen und schlechtes Wetter.
Die Norm beinhaltet Prüfverfahren und Anforderungen an Gewebe, Nähte und Schutzbekleidung, die von den Einflüssen schlechten Wetters (Regen, Nebel, Schnee und Bodenfeuchtigkeit) schützen sollen. Es wird die Schutzwirkung gegen Wasserdurchlässigkeit (Codebuchstabe x) und die Barriere-Eigenschaften gegen Wasserdampfdurchgang (Codebuchstabe y) ermittelt.
x = Schutzwirkung gegen Wasserdurchlässigkeit (1 bis 3)
y = Widerstand gegen Dampfdurchlässigkeit (1 bis 3)
EN 342:2004
Kleidung zum Schutz gegen Kälte
Die Kleidung bietet durch Wärmeisolation und Atmungsaktivität Schutz bei kalter Umgebung. Kaltes Klima ist durch eine Kombination aus Schweiß und Temperaturen unter -5°C charakterisiert. EN 342 gibt den Wert der resultierenden Grundwärmedämmung für einen Träger an. Sie gibt die niedrigste Temperatur an, bei der der Körper bei geringer und mittlerer körperlicher Aktivität einen thermischen neutralen Zustand unendlich (8 Stunden lang) halten kann. Außerdem gibt sie die niedrigste Temperatur an, bei der der Körper bei geringer und mittlerer körperlicher Aktivität 1 Stunde lang akzeptabel kühl gehalten wird.
a) Das Kleidungsstück bietet Wärmedämmung
b) Wärmedämmung im Stand (optional)
c) Luftdurchlässigkeit (1 bis 3)
d) Schutzwirkung gegen Wasserdurchlässigkeit (optional)
EN 342:2004
Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen
Zweiteilige Schutzkleidung muss zusammen getragen werden, damit der angegebene Schutz gewährleistet ist, die CE-Kennzeichnung innerhalb der Kleidung dokumentiert die zu berücksichtigen Vorgaben. Die CE-Kennzeichnung gibt Auskunft welche Normen-Codes die zertifizierte Kleidung abdeckt. Je höher die angegebene Kennzahl hinter den Code-Buchstaben ist, desto höher ist die Schutzwirkung. Die folgenden Code-Buchstaben beschreiben die Leistungsfähigkeit der Kleidung.
A: begrenzte Flammenausbreitung
A1 – Oberflächenbeflammung
A2 – Kantenbeflammung
B: Schutz gegen konvektive Wärme
B1 – B3
Konvektive Wärme ist die Hitze, die die Kleidung bei Kontakt mit der Hitzequelle durchdringt. Auch wenn das Aussengewebe nicht brennt, kann trotzdem eine Verletzung durch Hitze auftreten, wenn indirekt durch das Gewebe hindurch es zum Kontakt mit der Hitzequelle kommt.
C: Schutz gegen Strahlungswärme
C1-C4 auch wenn die Strahlungswärme gering aber über einen längeren Zeitraum gegeben ist.
D: Schutz gegen flüssige Aluminiumspritzer
D1 – D3
E: Schutz gegen flüssige Eisenspritzer
E1 – E3 selbst wenn sich das Material bei Kontakt mit geschmolzenem Metall weder entzündet noch zersetzt, können dennoch Verbrennungen entstehen. Die Prüfung ermittelt, wie vielen Spritzern geschmolzenen Metalls das Material standhält, bevor die Schutzwirkung nachlässt.
F: Schutz gegen Kontaktwärme
F1 – F3 Kontakthitze über einen längeren Zeitraum birgt das Risiko einer Verletzung
EN ISO 14116:2015
Schutz gegen Flammen – Materialen, Materialkombinationen und Kleidung mit begrenzter Flammenausbreitung.
EN ISO 14116 nennt drei Indizes, wobei Index 3 der höchste ist. Eine einlagige Kleidung mit Index 1 sollte keinen Hautkontakt haben. Sie darf nur über Kleidung getragen werden, die einen Index 2 oder 3 besitzen. Die Norm wird hauptsächlich angewendet, um Futtermaterial und Zutaten für eine mögliche Verwendung für Flammschutzbekleidung nach EN ISO 11612 zu bescheinigen. Ausserdem kann sie für Kleidung herangezogen werden, die nicht nach EN ISO 11612 zertifiziert werden kann.