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Im provisorischen Rennkalender für das Jahr 2013 tauchen beim Automobil-Weltverband (FIA) derzeit nur 19 Stationen auf. Anstelle des abgeschafften GP Europa sollte erstmals in New Jersey (USA) ein Formel-1-Rennen stattfinden. Doch Probleme mit der Finanzierung und mit Genehmigungen sorgten dafür, dass das Debüt um ein Jahr verschoben werden musste.
Frankreich oder Türkei als Nutzniesser?
Derzeit wird bei der FIA über die Folgen diskutiert. Eine Möglichkeit wäre, wieder einen GP in Magny-Cours (Fr) auszutragen. Seit 4 Jahren hat in Frankreich, das seit 1950 unbestrittener Bestandteil des Rennkalenders war, kein GP mehr stattgefunden. Aber auch die Türkei, zwischen 2005 und 2011 Austragungsort, buhlt heftig um ein Rennen. Eine definitive Entscheidung soll von der FIA bald gefällt werden.
Nur noch 11 statt 12 Teams
Dass beim Auftakt am 17. März in Melbourne ein Team weniger am Start sein wird, ist so gut wie sicher. Auf der offiziellen Nennliste der FIA fehlt der spanische Rennstall HRT, der zum Verkauf gestanden hatte. Offenbar fand sich aber niemand, der den in seinen 3 Formel-1-Jahren punktlosen Rennstall übernehmen wollte. Somit stehen auch die beiden Piloten Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan vor dem Aus.
Fahrer auf Teamsuche
Die vorübergehend arbeitslosen HRT-Piloten befinden sich jedoch in bester Gesellschaft. Mit Kamui Kobayashi, Heikki Kovalainen, Bruno Senna (wurde durch Valtteri Bottas ersetzt) und Witali Petrow ist die Zukunft von 4 weiteren Fahrern, die 2012 jedes F1-Rennen bestritten haben, ungewiss. Ausserdem wird spekuliert, dass «Crash-Pilot» Romain Grosjean seinen Platz im Lotus-Team nicht auf sicher hat.
Grosse Rochaden
Aber auch gewisse Rennställe sind noch auf der Suche nach der richtigen Besetzung. So ist bei Force India noch ungewiss, wer den zu Sauber abgewanderten Nico Hülkenberg ersetzen wird. Caterham verpflichtete Charles Pic von Marussia für den nicht mehr erwünschten Kovalainen. Petrow hat dank dem starken Rennen in Brasilien gute Chancen, seinen Platz im britisch-malaysischen Team zu behalten. Unklar ist hingegen, wer bei Marussia an der Seite von Timo Glock fahren wird.
Es sind also noch ein paar Startplätze für die kommende Saison zu vergeben. Doch neben den jüngst ausgebooteten Fahrern brennen auch die vertragslosen Piloten wie der Schweizer Sébastien Buemi, Adrian Sutil oder Jaime Alguersuari auf eine Anstellung. Die grosse Rochade in der Königsklasse des Motorsports dürfte als noch eine Weile andauern.