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Quelle: CH Media Video Unit / AP
Dies gab der Zivilschutz des Landes auf Twitter am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt. Zuvor hatte der Leiter des Zivilschutzes, Jerry Chandler, von mindestens 724 Toten berichtet. Zudem seien 2800 Menschen verletzt worden. Die US-Behörde USGS hatte eine hohe Opferzahl für möglich gehalten und Alarmstufe Rot ausgerufen.
Das Beben, dessen Stärke USGS mit 7,2 angab, ereignete sich am Samstagmorgen rund zwölf Kilometer von der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Viele Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Berichten zufolge wurden Menschen unter Trümmern begraben, Krankenhäuser waren überlastet. Rettungskräfte und Zivilisten suchten verzweifelt nach Überlebenden. Strassen waren nach Erdrutschen versperrt.
Das ganze Ausmass der Zerstörung wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen. Dabei droht bereits die nächste mögliche Gefahr: Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami stufte Tropensturm «Grace», der sich Haiti bereits näherte, zwar herab, sagte aber dennoch heftigen Regen für die Dominikanische Republik und Haiti vorher.
Teile des armen Karibikstaats waren bereits im Jahr 2010 von einem schweren Erdbeben verwüstet worden. Im Zentrum des Bebens lag damals Haitis dicht besiedelte Hauptstadt Port-au-Prince. 222'000 Menschen starben, mehr als 300'000 wurden verletzt. Mehr als eine Million Menschen verloren ihr Zuhause.