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Die spezifische Konstellation von Grundstücktiefe, Orientierung und städtebaulicher Absicht führt zu einem Gebäude mit einer Tiefe von über 21 Metern, was eine innovative Grundrisskonzeption erfordert. Kernstück der grosszügigen Stadtwohnungen bildet jeweils der in das Volumen eingeschobene, offene Wohn- und Lichthof. Um diesen Innenhof sind die Wohnräume und die Küchen angeordnet.
Das bestehende Schulhaus erfährt zusammen mit dem Anbau eine Transformation in eine neue Gesamtform, welche sowohl Elemente der ursprünglichen Gestalt, wie auch neue architektonische Themen aufweist. Die verwendeten Materialien nehmen Bezug auf den industriellen Charakter der Sheddächer sowie auf die mächtigen, dunkelbraunen Eternitdächer der umgebenden Einfamilienhäuser aus den 60er und 70er Jahren.
Die spektakuläre Auskragung, welche aus einer städtebaulich, räumlichen Idee entstanden ist, erzeugt aufgrund der statischen Anforderungen das Konstruktionsprinzip des gesamten Gebäudes. Die über zwei Geschosse wirksamen Scheiben aus Stahlbeton strukturieren den Raum und definieren die Raumbegrenzungen. Um die Bedeutung des Betons zu unterstreichen, wurde zusammen mit dem Künstler Mayo Bucher ein Gestaltungsprinzip erarbeitet.
Durch das Zurückversetzen wird die Dimension des Gebäudes, welches von Grundstücken mit wesentlich geringerer Ausnutzung umgeben ist, relativiert. Diese Manipulation des Massstabes wird in der Gestaltung des Baukörpers weiterverfolgt: Die Fassaden werden leicht ein- oder ausgeknickt, so dass sich ihre Länge optisch verkürzt und der Baukörper nie in seiner ganzen Länge wahrgenommen werden können.
Der massive architektonische Ausdruck wird von einer dünnen Putzhaut verhüllt, wobei die bestehende Struktur spürbar bleibt und die Aufstockung nahtlos mit einbezieht. Die Korridorfenster liegen aussenbündig auf der Gebäudehaut. Im Kontrast zum zurückhaltenden äusseren Erscheinungsbild des Gebäudes lebt die Innenwelt vom Spiel zwischen den dunkelbraunen Schreinerarbeiten mit den grellen Bunttönen auf den verputzten Wänden.