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Frage von Susanne U.: Ich bin immer müde – leide ich vielleicht an Eisenmangel?
Das könnte sein. Gerade Frauen mit stärkeren Monatsblutungen können unbemerkt einen Eisenmangel entwickeln. Die Folge davon ist eine Störung der Blutbildung, die man Blutarmut nennt (Anämie). Typisches Hauptsymptom der Anämie ist zunehmende Müdigkeit. Auch unbemerkter Blutverlust – beispielsweise durch Darm oder Blase –, Blutbildungsstörungen im Knochenmark, einseitige Ernährung oder Stoffwechselprobleme können einen Eisenmangel und damit Müdigkeit verursachen.
Faktor Jahreszeit
Es gibt aber auch jahreszeitlich bedingte Müdigkeitsphasen wie die bekannte Frühjahrsmüdigkeit. Die Ursache dafür scheint ein hormonelles Ungleichgewicht zwischen dem Glückshormon Serotonin und dem Schlafhormon Melatonin zu sein. Zu einer saisonalen Müdigkeit kann aber auch Heuschnupfen führen. Grund dafür ist die verstärkte Belastung des Körpers mit Allergenen. Hinzu kommt, dass Medikamente, die üblicherweise bei Allergien eingesetzt werden, die Müdigkeit noch verstärken können.
Wird keine Erkrankung als Ursache für fortwährende Müdigkeit gefunden, könnte vielleicht auch ein Chronic Fatigue Syndrome oder Burnout-Syndrom vorliegen. Klarheit kann letztlich nur die Untersuchung beim Hausarzt bringen.