Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/115197

<h2>SubmittedText<h2><p>In seiner Antwort auf meine Interpellation 10.3805, "Soziale Ungleichheit und Gesundheit", zählt der Bundesrat im Rahmen seiner Zuständigkeit eine Reihe von gesetzlichen Grundlagen und Strategien auf, wie er der gesamten Wohnbevölkerung in der Schweiz die gleiche Chance geben will, gesund leben zu können.</p><p>Damit greift der Bund einzelne Teilbereiche sozialer Ungleichheit mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit auf, ohne über eine klare Gesamtstrategie zu verfügen. Der Bundesrat ist gebeten:</p><p>- eine präzise Erfassung des Ausmasses der Problematik in der Bevölkerung der Schweiz zu erstellen, welche es erlaubt, die Entwicklung gesundheitlicher Ungleichheit in der Schweiz verfolgen zu können; dabei werden soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einflussfaktoren ebenso wie das individuelle Gesundheitsverhalten dargestellt;</p><p>- aufgrund einer klaren Situationsanalyse geeignete gesamtschweizerische Ziele und Lösungsansätze zur Eindämmung von gesundheitlicher Ungleichheit zu prüfen;</p><p>- Zieldimensionen und Lösungsansätze mit den verschiedenen Bundesämtern, den Kantonen und den Hilfswerken auszuhandeln.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in seiner Antwort vom 17. Dezember 2010 auf die erwähnte Interpellation Schenker Silvia 10.3805 die laufenden Aktivitäten des Bundes zu diesem Themenbereich zusammengefasst. Der Bundesrat teilt jedoch die Einschätzung, dass heute eine ganzheitliche Darstellung der Problematik der gesundheitlichen Ungleichheiten und möglicher Lösungsansätze zu deren Reduktion fehlt. Er ist deshalb bereit, diese Analyse durchzuführen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.</p><p>Ob zur Umsetzung allfälliger Lösungsansätze mit den Kantonen gemeinsame Ziele und ein gemeinsames Vorgehen gewählt werden sollen, werden Bund und Kantone unter anderem im Rahmen des Dialogs nationale Gesundheitspolitik diskutieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.