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Verzeih mir, mein Freund...
Ein leichter, flüchtiger Abschiedskuss...
Was fühlst du dabei?
Fühlst du das Gleiche wie ich?
Diesen Drang, etwas zu tun, was gerade jetzt völlig falsch wäre?
Ich habe es gewagt, dich zu fragen, ob dieser Kuss klug ist.
„Nein, aber es muss sein."
Dies war deine Antwort.
War es ein Fehler, dir diese Frage zu stellen?
Ich weiss es nicht.
Ich weiss so vieles im Moment nicht.
Was zwischen uns ist denn noch richtig und was ich falsch?
Kannst du mir dies sagen?
Man soll auf sein Herz hören...
Dies ist leichter gesagt, als getan.
Das Herz möchte so vieles tun, was der Verstand verweigert.
Das Herz möchte das, was momentan in keinster Weise möglich ist.
Ich kann dich nicht bedrängen.
Das kann ich einfach nicht.
Du leidest auch so schon genug.
Du solltest einmal deine Augen sehen können...
Es tut mir so weh, mein Freund.
Darin schillert so viel Unausgesprochenes, so viel Schmerz.
Ich kann es fast nicht ertragen.
Die einzige Möglichkeit sehe ich dann darin, indem ich den Blick abwende.
Wie mag dies wohl auf dich wirken?
Es tut mir so leid.
Aber du solltest wirklich deine Augen sehen können...
Vielleicht könntest du mich dann verstehen?
Und dann dieser Kuss..
Es tut so weh, dich danach ziehen zu lassen.
Dieser Kuss ist immer so kurz, aber er hat eine Wirkung, der ich mich nicht entziehen kann.
Verzeih mir..
Er fühlt sich so falsch an und doch so richtig.
Verzeih mir, mein Freund.
Verzeih mir, dass ich dein Leben so durcheinander gebracht habe.
Verzeih mir...
April 2007