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Der Kanton Waadt hat die Öffnung zweier Unterkünfte mit total 116 Plätzen für Asylsuchende angeordnet. Die eine befindet sich in Mont-sur-Lausanne, die andere in Gland. Der Kanton ist auf der Suche nach 500 weiteren Plätzen. Grund dafür ist die steigende Zahl an Flüchtlingen, die in die Schweiz kommen.
Die eine Unterkunft sei erst in einem Monat betriebsbereit, sagte am Montag Denis Pittet von der Waadtländer Verwaltung zur Nachrichtenagentur SDA. Die Kosten für eine Unterkunft belaufen sich schätzungsweise auf eine Million Franken. Hinzu kommen laut Pittet aber noch die Sicherheitskosten in Höhe von 350'000 Franken. Die Gesamtkosten werden zwischen Kanton und Bund aufgeteilt.
Die Empfangszentren registrieren zurzeit rund 50 Prozent mehr Asylsuchende, die in die Schweiz kommen. Der Bund rechnet mit rund 750 zusätzlichen Flüchtlingen pro Monat. Diese werden nach einem bestimmten Verteilschlüssel an die Kantone überwiesen.
Der Kanton Waadt muss rund 8,4 Prozent der Asylsuchenden übernehmen und steht damit an dritter Stelle. Nur noch die Kantone Zürich (17 Prozent) und Bern (13,5 Prozent) müssen mehr Flüchtlinge aufnehmen.
Im März verzeichnete die Schweiz 612 mehr Asylgesuche als im Vormonat mit 1262 Gesuchen. Bei den Flüchtlingen handelt es sich in erster Linie um Eriträer, Nigerianer und Tunesier. 2010 stammten 2,2 Prozent der Asylgesuche von Tunesiern. Im März dieses Jahres waren es 9,5 Prozent.