Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03646.jsonl.gz/274

Auf der Dauerbeobachtungsfläche “Oberacker” in Zollikofen (Schweiz) wurden die Nährstoff- und Humusgehalte von Böden unter Direktsaat mit den Gehalten von gepflügten Böden verglichen. Die Böden unter Direktsaat vermochten ebenso viel Stickstoff nachzuliefern wie die herkömmlich bearbeiteten. Infolge tieferer Temperaturen und höherer Wassergehalte war aber vor allem im Frühjahr die Stickstoffmineralisierung verzögert, die direkt gesäten Sommerkulturen liefen langsamer auf. In solchen Fällen kann eine Startdüngung die Entwicklung der Jungpflanzen beschleunigen, zumal auch der kompaktere Oberboden unter Direktsaat die Durchwurzelung erschwert. Bei Wintergetreide lagen die Nmin-Gehalte im Frühling bei beiden Verfahren auf ähnlichem Niveau, eine unterschiedliche Stickstoffdüngung ist deshalb bei Winterkulturen nicht angezeigt. Die Humusgehalte im Oberboden (0 – 20 cm) lagen in den Direktsaatparzellen nach fünf Jahren Versuchsdauer um durchschnittlich 6,8 Tonnen pro Hektare höher, was einer Zunahme von rund 10 % entspricht. Entsprechend der fehlenden Durchmischung erfolgte dieser Zuwachs fast ausschliesslich in den obersten 10 cm, zwischen 10 und 20 cm Tiefe blieben die Gehalte praktisch unverändert. Es bleibt offen, ob die mit den Humusgehalten ebenfalls wachsenden Stickstoffgehalte mit der Zeit zu einer erhöhten Stickstoffmineralisierung führen, was eine Reduktion der Stickstoffdüngung erlauben würde.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.