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Spalebärg 77a
- Mittwoch, 1. August 2018, 17:00 Uhr
Im kurzen Kino-Werbefilm nach der populären Hörspielreihe aus den 50er-Jahren wird bei den Ehrsams nicht nur Kaffee getrunken, sondern auch geschmollt und gewaschen.
Die Geschichte dreht sich um Karriere und Liebe. Guschti und Luise Ehrsam (Ruedi Walter und Margrit Rainer) holen ihre Tochter Alice (Liselotte Oesch) am Bahnhof ab. Sie hat ihr Welschlandjahr vorzeitig abgebrochen und trifft im Zug einen jungen Herrn, der ihr offenkundig nicht schlecht gefällt. Am Bahnhof stehen auch Herr und Frau Birmann (Armin Schweizer und Elisabeth Witschi) und warten auf ihren Sohn Alfons (Walter Richard), der sich als der besagte Herr entpuppt.
Die beiden jungen Leute treffen sich wieder, mögen sich bald recht gut und wissen genau, dass daraus Probleme erwachsen werden, denn Vater Ehrsam ist in Birmanns Firma als Buchhalter tätig und hofft seit Jahren auf eine angemessene Beförderung. Als Birmann aber den eigenen Sohn anstelle von Guschti befördert, hängt der Haussegen mehr als schief, sowohl bei Ehrsams als auch im Büro. Guschti kündigt, und die Heirat wird rigoros verboten - von Vater Birmann übrigens genauso. Es bedarf der Einmischung der beiden Ehefrauen, um bei einem mit viel Planung improvisierten Picknick eine allgemeine Versöhnung in die Wege zu leiten.
Da es sich bei «Spalebärg 77a» um einen Werbefilm handelt, spielt auch ein Produkt eine wichtige Rolle. Es geht dabei um ein Waschmittel, dessen Anwendung und Vorzüge Frau Ehrsam ihrer Freundin im Verlauf einer einzigen Szene auf verständliche und gut sichtbare Weise demonstriert. Für die Fernseh-Erstausstrahlung des Films im Jahr 1989 wurde von Regisseur Hans Mehringer deshalb eine um die Werbebotschaft gekürzte Version produziert. Bei der restaurierten Fassung, die das Schweizer Fernsehen im Jahr 2005 zusammen mit der Cinémathèque suisse vom Originalnegativ herstellte, wurde auf diese Kürzungen verzichtet, denn fast 50 Jahre nach der Produktion - das Waschmittel existiert längst nicht mehr - hat auch der Werbeteil längst nur noch nostalgischen Wert.