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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Regierungsprogramm und Finanzplan 2001-2004: Graubünden will seine Chancen nutzen

Regierungsprogramm und Finanzplan 2001-2004 stehen unter dem Motto "Graubünden - einzigartig, vielgestaltig". Mit gesundem Selbstbewusstsein setzt der dreisprachige Gebirgskanton auf seine Brückenfunktion zwischen den Kulturen. Diese eröffnet Chancen, sich weiter zu öffnen und ein aktives Beziehungsnetz zu knüpfen.

Regierungsprogramm und Finanzplan sind strategische Führungsinstrumente der Regierung.. Sie legen die politischen Schwerpunkte fest, wobei stets auch die finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt werden.Im Sinne eines neuen Ansatzes hat die Regierung versucht, in Aufgabenfeldern zu planen und dabei Aufgaben und Finanzen miteinander zu verknüpfen. Der Grosse Rat wird Regierungsprogramm und Finanzplan in der Maisession 2000 behandeln mit der Möglichkeit, eine eigene Einschätzung der Situation vorzunehmen.

Graubünden - einzigartig, vielgestaltig

Der Kanton Graubünden hat zweifellos seine spezifischen Stärken und Besonderheiten. Diese gilt es als Chancen zu verstehen und entsprechend zu nutzen. Das dreisprachige Graubünden prägt die kulturelle Vielfalt der Schweiz wesentlich. Graubünden bildet eine Brücke zwischen wichtigen Wirtschaftsräumen Europas mit entsprechenden Möglichkeiten der Begegnung, Zusammenarbeit und wirtschaftlichen Entwicklung. Graubünden bietet attraktive Lebensbedingungen und einen interessanten Arbeits-, Ausbildungs- und Investitions-Standort. Graubünden verfügt über eine weitgehend intakte Natur, zusammen mit der Offenheit und Gastfreundschaft der Bevölkerung ein ideales Umfeld, sich zu entspannen und zu erholen. Graubünden lebt das friedliche Zusammenleben verschiedener Sprachen, Kulturen und Konfessionen modellhaft vor.

Leitlinien

Aus diesen besonderen Gegebenheiten leitet die Regierung folgende programmatischen Leitlinien ab:

- Graubünden ist lebenswert und lebensfähig. Die dezentrale Besiedlung des Kantons wird erhalten, die sozialen Netze werden gestärkt.

- Graubünden ist für Jung und Alt gleichermassen zum attraktiven Arbeits-, Lebens-, Ausbildungs-, Kultur- und Erholungsraum zu machen.

- Graubünden öffnet sich nach aussen und knüpft ein aktives Beziehungsnetz, um sich vermehrt ins Zentrum wirtschaftlicher und kultureller Interessen zu rücken.

- Graubünden bindet sich an den aufstrebenden Wirtschaftsraum Zürich an und pflegt intensive Beziehungen in den Regionalkonferenzen Gebirgskantone und Ostschweiz. Dadurch verschafft sich Graubünden eine klare Position unter den Schweizer Kantonen.

- Grenzüberschreitende Probleme werden in entsprechenden Gremien gelöst. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen im Ausland werden intensiviert.

- Indem die besondere Stellung Graubündens in der Schweiz sichtbar gemacht wird und durch vermehrtes Standort-Marketing wird die Attraktivität für Einheimische, Zuziehende und Investierende erhöht.

Prioritäten setzen

In Anbetracht der finanziell angespannten Situation will sich die Regierung auf eigentliche Kernaufgaben und grundsätzliche Ziele konzentrieren. Auf bloss Wünschbares muss verzichtet werden. In erster Linie sollen Projekte angegangen werden, die die Finanzierung der Staatsaufgaben sichern. Dazu gehören insbesondere Vorschläge für Strukturreformen und gezielte Einsparungen.

Als prioritär unter dem Gesichtspunkt, die finanziellen Mittel zu sichern, erachtet die Regierung u.a. das Bestreben, in den Bereichen Zivilschutz und Katastrophenhilfe, Sanität und Feuerwehr die Strukturen zu verbessern und die Entscheidungswege zu verkürzen. Synergien müssen besser genutzt werden. Ähnliches gilt mit Bezug auf die Leistungen auf dem Spitalplatz Chur. Unter dem gleichen Titel soll der Finanzausgleich effizienter ausgestaltet werden, wobei Gemeindereformen aktiv gefördert werden.

Im Übrigen wurden u.a. die folgenden Ziele als vorrangig für das politische Handeln in der Planperiode 2001 bis 2004 eingestuft:

- Regierung und Verwaltung nehmen bei der notwendigen Öffnung nach aussen eine aktive Rolle ein.

- Staatliches Handeln muss effizient, wirtschaftlich, zeit- und sachgerecht sein. Das NPM-Projekt "GRiforma" wird zügig vorangetrieben.

- Die Zusammenarbeit mit dem Bund, anderen Kantonen und weiteren Partnern im In- und Ausland wird besser koordiniert.

- Graubünden wird als Aus- und Weiterbildungs-Standort gestärkt. U.a. soll das Lehrstellen-Angebot ausgeweitet und im Bereich der Höheren Fachschulen die internationale Ausrichtung und die Informatikausbildung verstärkt werden.

- Die kulturelle Vielfalt wird intensiv gepflegt, Rumantsch Grischun breiter angewendet.

- Die Kosten des Gesundheitswesens werden gesenkt, indem die Politik stärker auf Prävention setzt.

- Beim Ausbau und Unterhalt des Strassennetzes stehen der öffentliche Verkehr und Umfahrungen im Zentrum.

- Der Wirtschaftsstandort Graubünden und seine Wettbewerbsfähigkeit (Tourismus, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen) werden gestärkt. Es wird die "Marke Graubünden" geschaffen.

- Neue Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Rahmen einer Gesamtstrategie gezielt gefördert.

- Subventionen (Kantonsbeiträge) werden zielgerichtet, leistungs- und wirkungsorientiert ausgerichtet. Das Gesamtvolumen von derzeit über 470 Mio. Franken pro Jahr muss gekürzt werden.

Finanzen bereiten Sorgen

Die Kantonsfinanzen sind nicht im Lot. Bereits das Defizit 2001 der Laufenden Rechnung übertrifft mit über 81 Mio. Franken den zulässigen Maximalwert von 40 Mio. Franken um mehr als das Doppelte. Ohne Gegenmassnahmen wird das Defizit auch in den Folgejahren in dieser Grössenordnung bleiben. Auch der prognostizierte Finanzierungs-Fehlbetrag ist untragbar hoch, liegen die entsprechenden Beträge doch zwischen 107 und 129 Mio. Franken. Dass das Defizit in der Planperiode 2001-2004 ansteigt, wird u.a. verursacht durch wichtige Projekte des Regierungsprogramms und den Aufwand der Kantonsbeiträge, welche das Verhältnis zwischen Ausgaben und Erträgen markant verschlechtern.

Diese schlechten Finanzperspektiven stehen in seltsamem Kontrast zur wirtschaftlichen Erholung in der Schweiz und zur Tatsache, dass die Staatshaushalte des Bundes und anderer Kantone sich verbessern. Seit der Bündner Kantonshaushalt 1997 einen nachhaltigen Einbruch erlitten hat, steigen die Defizite kontinuierlich an. Daran vermochten weder das umfassende Sparprogramm noch deutlich verringerte Investitionen etwas zu ändern. Überdies muss Graubünden in der kommenden Finanzplan-Periode die Auswirkungen des Stabilisierungsprogramms 98 des Bundes sowie erhebliche Lastenverschiebungen beim Finanzausgleich unter den Kantonen verkraften. Dadurch ergeben sich zusätzliche Belastungen von mehr als 40 Mio. Franken pro Jahr.

Spielraum ausgeschöpft

Der Kanton hat kaum mehr Spielraum, diese Situation zu verbessern. Die bisher ergriffenen Sparmassnahmen sind ausgeschöpft. Gewisse Entlastungen sind dennoch vorgesehen. Dazu gehören insbesondere die Struktur- und Sparprojekte des Regierungsprogramms, das Beibehalten der Beherbergungsabgabe bis Ende 2002, das lineare Kürzen von Investitionsbeiträgen an Dritte und das Aufwerten von kantonseigenen Liegenschaften. Auf Grund der schlechten Finanzperspektiven ist auch eine Steuererhöhung nicht ganz auszuschliessen.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 21.02.2000

Il program da la regenza ed il plan da finanzas 2001-2004: Il Grischun vul trair a niz sias schanzas

Il program da la regenza ed il plan da finanzas 2001-2004 stattan sut il motto "Il Grischun - singular, varià". Cun ina sauna franchezza manifestescha il chantun triling confidenza en sia funcziun da punt tranter las culturas. Questa funcziun al dat la pussaivladad da s'avrir ulteriuramain e da tgirar activamain contacts.

Il program da la regenza ed il plan da finanzas èn ils instruments strategics da gestiun da la regenza. Els fixan las prioritads politicas, resguardond adina er las pussaivladads finanzialas. En il senn d'ina nova entschatta ha la regenza empruvà da planisar ils champs d'incumbensa e da colliar qua las incumbensas e las finanzas ina cun l'autra. Il cussegl grond vegn a tractar il program da la regenza ed il plan da finanzas en la sessiun da matg 2000. El vegn ad avair la pussaivladad da far in'atgna valitaziun da la situaziun.

Il Grischun - singular, varià

Il chantun Grischun ha senza dubi sias fermezzas e spezialitads specificas. Ellas èn da chapir sco ina schanza e da trair a niz correspundentamain. Il Grischun triling dat essenzialmain la tempra a la varietad culturala da la Svizra. Il Grischun furma la punt tranter ils spazis economics impurtants da l'Europa; el porscha las pussaivladads correspundentas da scuntrada, collavuraziun e svilup economic. En il Grischun chattan ins cundiziuns da viver attractivas ed in lieu interessant per lavurar, sa scolar e per far investiziuns. Il Grischun posseda ina natira per gronda part intacta, ensemen cun l'avertadad e l'ospitalitad da la populaziun è quai in ambient ideal per sa revegnir e sa recrear. En il Grischun exista la convivenza paschaivla da differentas linguas, culturas e confessiuns sco en in model.

Directivas

Da questas realitads spezialas deducescha la regenza las suandantas directivas programmaticas:

- Il Grischun è degn da vegnir vivì ed abel da viver. La colonisaziun decentrala dal chantun vegn mantegnida, las raits socialas vegnan rinforzadas.

- Il Grischun sto daventar in lieu attractiv da lavur, vita, scolaziun, cultura e da recreaziun per giuven e vegl.

- Il Grischun s'avra vers l'exteriur e tgira activamain contacts per sa metter pli e pli en il center dals interess economics e culturals.

- Il Grischun sa collia cun il spazi economic che s'augmenta da Turitg e tgira contacts intensivs cun las conferenzas regiunalas dal chantuns da muntogna e da la Svizra orientala. Uschia cuntanscha il Grischun ina clera posiziun tranter ils chantuns da la Svizra.

- Ils problems che surpassan ils cunfins vegnan schliads en ils gremis correspundents. La collavuraziun cun las regiuns vischinas da l'exteriur vegn intensivada.

- Cun render vesaivla la posiziun speziala dal Grischun en Svizra e cun intensivar il marketing dal lieu vegn augmentada l'attractivitad per indigens, immigrads ed investiders.

Metter prioritads

En vista a la situaziun finanziala precara vul la regenza sa concentrar sin sias incumbensas centralas per propi e sin finamiras da princip. Ella sto desister da quai ch'ella giavischass. En emprima lingia sto ella s'occupar da projects per segirar la finanziaziun da las incumbensas chantunalas. Da quests projects fan part en emprima lingia las propostas per refurmas da structura ed ils respargns specifics.

L'emprima prioritad per segirar ils meds finanzials metta la regenza tranter auter en l'intenziun da meglierar las structuras sin ils secturs da la protecziun civila e da l'agid en cas da catastrofas sco er da la sanitad e dals pumpiers e da reducir tras quai las vias da decisiun. Igl è er da trair a niz meglier las sinergias. Medemamain pertutgant las prestaziuns sin il plaz d'ospitals a Cuira. Sut il medem titel vulan ins furmar a moda pli efficazia la gulivaziun da finanzas e quai cun sustegnair activamain refurmas da vischnancas.

Dal rest ha valità la regenza tranter auter las suandantas finamiras sco d'emprima prioritad per l'agir politic durant la perioda dal plan 2001 fin 2004:

- La regenza e l'administraziun giogan ina rolla activa en l'avertura necessaria vers l'exteriur.

- L'agir dal chantun sto esser efficazi, economic e confurm al temp ed a la chaussa. Il project NPM "GRiforma" progredescha spert.

- La collavuraziun cun la confederaziun, auters chantuns e cun ulteriurs partenaris en Svizra ed a l'exteriur vegn coordinada meglier.

- Il Grischun vegn rinforzà sco lieu da scolaziun e da furmaziun supplementara. Tranter auter duai vegnir amplifitgada la purschida da plazzas d'emprendissadi e sin il sectur da las scolas professiunalas superiuras duain vegnir rinforzadas l'orientaziun internaziunala e la furmaziun d'informatica.

- La varietad culturala vegn tgirada intensivamain, il rumantsch grischun vegn applitgà dapli.

- Ils custs dal sectur da sanadad vegnan reducids cun basar la politica pli ferm sin la prevenziun.

- Per amplifitgar e mantegnair la rait da vias stattan en il center il traffic public ed ils sviaments.

- Il Grischun sco lieu economic e sia cumpetitivitad (turissem, industria, mastergn e prestaziuns da servetsch) vegnan rinforzads. I vegn creada la "marca Grischun".

- Las novas tecnologias d'infurmaziun e da communicaziun vegnan promovidas intenziunadamain en il rom d'ina strategia cumplessiva.

- Las subvenziuns (contribuziuns chantunalas) vegnan conderschidas cun cleras finamiras ed orientadas tenor las prestaziuns e l'effect. Il volumen total dad actualmain passa 470 milliuns francs per onn sto vegnir reducì.

Las finanzas fan quitads

Las finanzas chantunalas han perdì l'equiliber. Gia il deficit 2001 dal quint current surpassa cun pli che 81 milliuns francs la valur maximala admissibla da 40 milliuns francs per bundant il dubel. Senza cuntramesiras vegn il deficit a restar er durant ils onns sequents en questa dimensiun. Er il deficit previs è memia aut. Ils imports correspundents sa chattan tranter 107 e 129 milliuns francs. Il fatg ch'il deficit augmenta durant la perioda dal plan 2001-2004 vegn chaschunà tranter auter perquai ch'ils projects impurtants dal program da la regenza ed ils custs da las contribuziuns chantunalas pegiureschan marcantamain la relaziun tranter las expensas e las entradas.

Questas nauschas perspectivas finanzialas contrasteschan curiosamain cun la recreaziun economica da la Svizra e cun il fatg che las finanzas publicas da la confederaziun e d'auters chantuns sa megliereschan. Dapi che las finanzas dal Grischun han subì ina perdita persistenta l'onn 1997, s'augmentan ils deficits cuntinuadamain. Ni il program cumplessiv da spargn, ni las investiziuns evidentamain pli pitschnas n'èn stads buns da midar questa situaziun. Ultra da quai sto il Grischun vegnir a frida en la proxima perioda dal plan da finanzas cun las consequenzas dal program da stabilisaziun 98 da la confederaziun sco er cun ils spustaments considerabels da las grevezzas en connex cun la gulivaziun da finanzas tranter ils chantuns. Quai chaschuna grevezzas supplementaras da passa 40 milliuns francs per onn.

La libertad d'agir è a fin

Il chantun n'ha quasi betg pli ina libertad d'agir per meglierar questa situaziun. Las mesiras da spargn ch'èn vegnidas prendidas fin uss èn a fin. Tschertas distgargias èn tuttina previsas. Da quellas fan part spezialmain ils projects da structura e da spargn dal program da la regenza, il mantegniment da la taxa d'alloschament fin la fin da l'onn 2002, la reducziun lineara da las contribuziuns d'investiziun a terzas persunas e la revalitaziun da las immobiglias dal chantun. Sin fundament da las nauschas perspectivas finanzialas n'è er in augment da la taglia betg d'excluder.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 21.02.2000