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«Das Recht der Frau, erwerbstätig zu sein, ist eine der wichtigsten Forderungen im Kampf für die weltweite Emanzipation.» Ungewohnte Worte waren das, die Elsa Cladera de Bravo an einem Gewerkschaftskongress in Bolivien 1968 an die Menge richtete. Ein Militärputsch zwang die Frauenrechtlerin kurze Zeit später zu einer gefährlichen, heimlichen Flucht nach Chile. Als dort 1973 General Pinochet an die Macht kam und Sympathisanten von Linksparteien und Gewerkschaften systematisch verfolgte und folterte, flüchtete sie weiter in die Schweiz.
Flucht in die Schweiz
Der Bundesrat hatte beschlossen, Flüchtlinge aus Chile aufzunehmen. Elsa, wie sie genannt wurde, gehörte zu den ersten Chilenen, die in die Schweiz einreisen durften. Sie liess sich in Freiburg nieder–und wollte den Kampf für die Frauen hier fortsetzen, sich vor allem aber auch für die Integration der Flüchtlinge einsetzen, wie ihre Tochter den FN erzählt. Nadezhda Bravo Cladera de Nilsson hat eine Biografie über das Leben und Wirken ihrer Mutter geschrieben. Elsa habe Gruppen für Exil-Südamerikaner gegründet, Filmabende veranstaltet, aber auch den kulturellen Austausch mit Schweizern gefördert. Elsa habe somit in Freiburg Spuren hinterlassen: Sowohl für das bekannte Filmfestival als auch für den Frauenraum Espacefemmes seien Elsas Initiativen wichtige Vorläufer gewesen. Auch eine Spanisch-Schule in Freiburg trägt ihren Namen.
Bravo Cladera de Nilsson stellt ihr Buch morgen Abend in Freiburg vor. Die Biografie ist in spanischer Sprache verfasst; der ebenfalls spanischsprachige Vortrag wird auf Französisch übersetzt. ko
Universität,Weiterbildungsstelle, Romstrasse 6, Freiburg. Di., 3. Nov., 18.30 Uhr.