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Besseres Arbeitsgedächtnis bei Kindern mit hohen motorischen Kompetenzen
Der derzeitige Forschungsstand bestätigt einen Zusammenhang zwischen der Ausdauerleistungsfähigkeit und verschiedenen höheren kognitiven Funktionen. Im Gegensatz dazu liegen deutlich weniger Erkenntnisse zu dem Einfluss der motorischen Kompetenzen auf diese kognitive Domäne vor. Da die Ausreifung der höheren kognitiven Funktionen jedoch parallel zur Entwicklung der motorischen Kompetenzen verläuft, ist ein Zusammenhang sehr wahrscheinlich. Um dies zu überprüfen, haben Forscher der Arbeitsgruppe Sportwissenschaft des DSBG in einer Querschnittsstudie untersucht, ob Kinder mit hohen motorischen Kompetenzen auch ein besseres Arbeitsgedächtnis haben. Zusätzlich wurden mittels Elektroenzephalographie kognitive Vorbereitungsprozesse während der Konsolidierungsphase des Arbeitsgedächtnisses erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit hohen im Vergleich zu niedrigen motorischen Kompetenzen über ein besseres Arbeitsgedächtnis verfügen. Dies bildete sich auch in der Messung der Gehirnfunktion ab, so dass höhere motorische Kompetenzen mit einer effektiveren Vorbereitung auf den Abruf der im Arbeitsgedächtnis gespeicherten Informationen verbunden war. Die Ergebnisse werden so interpretiert, dass die Leistung bei motorischen und höheren kognitiven Aufgaben von nahezu den gleichen Gehirnstrukturen abhängt (speziell präfrontaler Kortex, Basalganglien und Kleinhirn). In ausführlicher Fassung lassen sich die Ergebnisse in Neural Plasticity nachlesen:
Ludyga, S., Herrmann, C., Mücke, M., Andrä, C., Brand, S., Pühse, U., & Gerber, M. (2018). Contingent Negative Variation and Working Memory Maintenance in Adolescents with Low and High Motor Competencies, Neural Plasticity, 9628787, 1-9.