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Obdachlos, Stripperin, Gorillas – dann Doktor der Anthropologie: Die Lebensgeschichte von Dawn Price-Hughes, bei der mit 36 Jahren das Asperger-Syndrom diagnostiziert wird. Heute lebt sie mit einer Frau zusammen und beide haben ein gemeinsames Kind. Berührende Einblicke in eine fremde Erlebniswelt. Sechsunddreissig Jahre lang versucht Dawn Prince-Hughes vergeblich, in einer Welt zu leben, die ihr immer bedrohlicher erscheint. Dann erst erfährt sie die erschütternde Diagnose: Sie leidet am Asperger-Syndrom, einer seltenen Form von Autismus. In ihrer bewegenden Geschichte erzählt die heute promovierte Anthropologin, wie sie trotz Krankheit in der Welt zurechtkommt. Wenn Dawn Prince-Hughes heute an ihre Kindheit und Jugend zurückdenkt, dann erinnert sie sich vor allem an ihre hilflosen Versuche, mit den vielen Eindrücken, die ungefiltert auf sie einströmten, zurechtzukommen. Sie lernt sprechen, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, sie kommuniziert lieber mit Bäumen und Strassen als mit ihrer Familie, und irgendwann geben die Eltern die Hoffnung auf, dass ihre Tochter ein normales Kind werden wird. Mehr als dreissig Jahre treibt Dawn ziellos durchs Leben, bis sie im Woodland-Park-Zoo eine Anstellung findet. Fasziniert von den Gorillas, in deren Verhalten sie Parallelen zu ihrer eigenen Lebensweise erkennt, beginnt sie Anthropologie zu studieren. Erst während ihrer wissenschaftlichen Ausbildung stellt sich heraus, dass Dawn an einer speziellen Form von Autismus leidet: dem Asperger Syndrom ... Die Autorin Dawn Prince-Hughes, geboren 1964, hat in Interdisziplinärer Anthropologie der Universität Herisau in der Schweiz, promoviert und lehrt heute an der Anthropologischen Fakultät der Western Washington University. Sie lebt in Bellingham, Washington.