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Die Juden schlagen Hitler
Julia Rentsch mit Lola
Zehn Mal wurde er nominiert, sechs Mal hat's geklappt: Die Komödie Alles auf Zucker! des Schweizers Dani Levy war der grosse Gewinner bei der 55. Verleihung des Deutschen Filmpreises. Die deutsch-jüdische Komödie gewann den mit 500.000 Euro dotierten Hauptpreis für den besten Spielfilm. Ausserdem wurden Levy als bester Regisseur und Henry Hübchen als bester Hauptdarsteller mit goldenen Lolas geehrt. Deutsche Filmpreise in Silber, dotiert mit 400.000 Euro, gingen an Die fetten Jahre sind vorbei von Hans Weingartner und Sophie Scholl - Die letzten Tage von Marc Rothemund. Julia Jentsch, die für ihre Rolle als Widerstandskämpferin Sophie Scholl bei der Berlinale bereits den Silbernen Bären gewonnen hatte, bekam die Lola für die beste Hauptdarstellerin. Das Führerbunker-Drama Der Untergang ging dagegen leer aus.
Mit dem Komponisten Niki Reiser war neben Levy ein weiterer Schweizer unter den Ausgezeichneten. Reiser gewann in der Kategorie "Beste Filmmusik" ebenfalls für Alles auf Zucker.
Zum ersten Mal war nicht mehr eine unabhängige Jury aus Politikern und Kirchenvertretern für die Wahl der Preisträger verantwortlich, sondern die 650 Mitglieder der deutschen Filmakademie, allesamt Filmschaffende. Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt rund 2,9 Millionen Euro der höchst dotierte nationale Kulturpreis Deutschlands.
Die Preisträger der einzelnen Kategorien in der Übersicht:
Ehrenpreis:
Reinhard Hauff
Quelle: Deutscher Filmpreis
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8 Kommentare
es gibt deutsche Filmpreise? also so richtig nördlich von der schweizer Grenze und etwas südlicher von den Nobelvergaben werden Filmpreise plus Geld abgegeben? und das schon zum 55.Mal? - aber Spass beiseite - einige der Namen sehe ich hier zum ersten Mal, aber vielleicht sollte ich mich auch mehr mit deutschen Filmen auseindandersetzen.
Der Verleih freut sich!
Ich fand den Spiegel-Online Bericht[1] zur Veranstaltung etwas daneben (Stichwort: "Weit vom Oscar entfernt"). Aber er sagte an einer Stelle, das offensichtliche: Niemand geht einen Film gucken, nur weil er einen deutschen Filmpreis gewonnen hat. Oder hat jemand schon einen Trailer gesehen, der vom "Lola-Winning Masterpiece" schwafelte?
Preis UND Stutz. Liegt wohl in der Geschichte des Preise. Was ich vermutet habe, steht im Wikipedia-Artikel[2] schwarz auf weiss. Was als reine Filmförderung mit D-Mark begann, hat erst seit 1999 ein Statuette dazu. Und erst seit der diesjährigen Veranstaltung ein Gremium aus Filmschaffenden, das die Preise verteilt. Man gleicht sich also dem grossen US-Vorbild immer mehr an, behält aber das Preisgeld und mach die Awards-Show auch nicht viel spannender. Dafür zeigt das Fernsehen sie nicht live und nur die Highlights. Die Preisgelder sind übrigens zweckgebunden für neue Produktionen. Filmförderung einfach mit öffentlichem Spass und Tränen also.
:-D:-D:-D