Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/1131

Bei den Marathon-Weltmeisterschaften in Italien auf der Insel Elba fährt die 19-Jährige Mona Mitterwallner zu Gold vor Maya Wloszczowska und Natalia Fischer. Bei den Männern siegt Andreas Seewald, Silber und Bronze gehen an Diego Alfonso Arias Cuervo und Jose Dias. Die Schweizer Ariane Lüthi und Marc Stutzmann belegen jeweils Rang fünf. Nino Schurter und Ramona Forchini beenden die Rennen nicht.
Die Insel Elba weckt eher Ferien- anstatt Renngefühle. Doch bevor es für die meisten Mountainbike-Profis in die Saisonpause geht, wird an den Marathon-Weltmeisterschaften auf der italienischen Mittelmeerinsel um die begehrten Regenbogentrikots gekämpft. Aus Schweizer Sicht sind Cross-Country-Weltmeister Nino Schurter und Titelverteidigerin Ramona Forchini die interessantesten Fahrer. Doch es kommt anders.
Auch bei den Frauen gesellen sich eine Cross-Country-Stars dazu, unter anderem Rebecca McConnell (AUS), Alessandra Keller oder Maya Wloszczowska. Es ist vorerst auch die Polin Wloszczowska, die den Takt angibt. In der zweiten Runde schliesst dann aber Mona Mitterwallner, die U23-Weltmeisterin im Cross Country, zur Spitzengruppe auf. Die erst 19-Jährige Österreicherin fährt vorne aber nicht nur mit, sondern übernimmt bald das Zepter. Nur Wloszczowska kann noch mithalten, muss aber gegen Schluss abreissen lassen und muss sich zum Karriereende mit Rang zwei begnügen.
Mitterwallner wird nach 80 Kilometern und über 3'100 Höhenmetern nicht nur jüngste Marathon-Weltmeisterin. Es ist auch das erste Marathon-Rennen das die Österreicherin bestreitet. Auf Platz drei fährt die Spanierin Natalia Fischer. Ariane Lüthi kann knapp nicht an ihre Leistung vom Vorjahr anknüpfen, zeigt aber ein starkes Rennen und belegt Rang fünf. Alessandra Keller wird gute Siebte. Titelverteidigerin Ramona Forchini erwischt einen schlechten Tag und muss das Rennen nach zwei Dritteln aufgeben.
Top-Stars chancenlos
Im Rennen der Männer stehen Fahrer wie Nino Schurter, Lars Forster oder der Olympiadritte David Valero-Serrano weit oben auf der Favoritenliste. Bis zur Hälfte des 115 Kilometer langen Wettkampfs schaut es so aus als hätte Schurter in der Spitzengruppe noch Reserven. Doch diese gehen jäh zu Ende, als ihn Magenprobleme aus dem Rennen nehmen.
Mit dem die Cross-Country-Stars allmählich aus der Entscheidung fallen, schrumpft die Spitzengruppe auf drei Fahrer. Diego Alfonso Arias Cuervo aus Kolumbien und der Portugiese Jose Dias versuchen das horrende Tempo des Deutschen Andreas Seewald zu halten, jedoch vergeblich. Silbermedaillengewinner Arias Cuervo verliert auf den letzten zehn Kilometern noch über zwei Minuten, Dias über fünf, während Seewald sich nach über 4'500 Höhenmetern und sechs Stunden Fahrzeit als neuen Weltmeister feiern lässt.
Ein überraschendes Resultat fährt Marc Stutzmann ein. Der Berner steigert sich während des Rennverlaufs zusehends und belegt am Ende den hervorragenden fünften Rang – ein Resultat, das angesichts der starken Konkurrenz umso beachtlicher ist.