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Die kabelgebundene Vernetzung von Gebäuden wird in Primär-, Sekundär, und Tertiärbereiche unterteilt. Diese findet ausschließlich im anwendungsneutralen Kontext Berücksichtigung.
Primärbereich
Der Primärbereich beinhaltet die Verkabelung baulich getrennter Liegenschaften und schließt die Anbindung am Standortbackbone, sowie die Gebäudeverteiler ein. Dieser Bereich wird durch lange Leitungslängen und wenig Anschlüsse charakterisiert. Weiterhin muss eine ausreichend dimensionierte Übertragungskapazität kalkuliert werden. Als Medium eignet sich idealerweise der Lichtwellenleiter, da hier eine ausreichend Bandbreite und damit einhergehend hohe Übertragungsraten garantiert werden können. Zur Planung leitungsgebundener Verkabelung im Primärsektor sollte auf eine ausreichende Reserve, im Idealfall 50 Prozent, geachtet werden. Weiterhin gilt es, die maximalen Leitungslängen (LWL 1500 Meter; Kupfer 900 Meter) nicht zu überschreiten.
Sekundärbereich
Der Sekundärbereich ist bereits Bestandteil der Gebäudeinternen Verkabelung und kennzeichnet die Vernetzung der einzelnen Etagen. Wichtige Komponenten dieser Ebene sind die Switches, welche die Daten vom Gebäudeverteiler in die einzelnen Etagen vernetzen. Die Switches befinden sich üblicherweise in Server- oder Netzwerkschränken und bilden damit den Übergang in die Tertiärebene.
Tertiärbereich
In diesem Bereich erfolgt die Etagenverkabelung bis hin zu den Netzwerkdosen, bildet also somit das System zwischen den Etagenverteiler und dem Teilnehmeranschluss. Die Verkabelung in dieser Ebene wird meist durch Ethernetkabel (Twisted Pair UDP/ SDP Cat6 oder ähnlich) realisiert.
Normen, die der Inhouse Verkabelung zugrunde liegen, sind zumeist ein Mix aus Standards verschiedener Technologien (Ethernet, Telefon) und durchaus etwas angestaubt. Dieser Umstand und die eigentliche Motivation der Normierungen, internationale Einigung auf technologischer Basis zu erzielen, bedürfen einer genauen Betrachtung.
Notwendigkeit strukturierter Verkabelung:
- Gewährleistung und Sicherung der Leistungsfähigkeit produktiver Kommunikations- und Informationsnetzwerke
- Kompatibilität aktueller Kommunikations- und Informationssysteme, einschließlich Endgeräte
- Bereitstellung kapazitiver Reserven; bzw. flexible Erweiterbarkeit
- Anwendungsneutralität und Herstellerneutralität