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Bei akuten Nasennebenhöhlen-Entzündungen ist die entzündungshemmende und schleimhautabschwellende Wirkung von Kortison-Sprays meist relativ gering. Häufig wird deshalb Kortison als Tablette verabreicht. Wie die folgende Analyse zeigt, bringt aber auch diese Therapie keinen zusätzlichen Nutzen.
Kortison
hilft nicht bei
Nasennebenhöhlen-
Entzündungen
An der Studie beteiligten sich 68 Hausärzte und 175 Patienten aus den Niederlanden. Die Patienten wurden zwischen 2008 und 2011 wegen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung behandelt.
Während 7 Tagen erhielten die Teilnehmer entweder täglich 30 mg Kortisontabletten oder Placebo. Zusätzlich mussten die Patienten während 14 Tagen ihre Symptome und deren Verlauf dokumentieren.
Für die Forscher standen dabei Gesichtsschmerzen und Druckgefühl in den Nasennebenhöhlen im Fokus. Nach zwei Wochen waren bei 62.5% der Kortison-Gruppe und 55.8% der Placebo-Gruppe sowohl die Gesichtsschmerzen als auch die Druckgefühle verschwunden. Mit 7% Differenz zwischen den beiden Gruppen kann somit nicht von einem signifikanten Unterschied gesprochen werden.
Auch bezüglich anderer Symptome (rinnende Nase, Sekretabfluss, verstopfte Nase, Husten) sowie der Lebensqualität unter der Therapie fanden die Forscher keine merklichen Unterschiede. Die Kortisontherapie wird von den Forschern aber insgesamt als sicher beurteilt.
Fazit der Autoren: Kortisontherapien bringen bei einer aktuen Nasennebenhöhlen-Entzündung keinen merklichen Zusatznutzen, das heisst die Heilung wird dadurch nicht beschleunigt.