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Im Zentrum: Holzpfeiler, Schale
Die vier in einem Quadrat angeordneten zentralen Holzpfeiler bergen in ihrer Mitte eine runde, nach oben geöffnete Schale – Sinnbild für Leere, Empfangs- und Aufnahme-bereitschaft. Das Viereck galt schon in der frühen griechischen Antike als Symbol für den Menschen, während der (im Viereck eingeschlossene) Kreis das Göttliche repräsentiert. In den griechischen Wohnhäusern und Tempeln brannte an zentraler Stelle ständig das Herd- bzw. Tempelfeuer. Der wichtigste Platz im Haus versinnbildlichte so die Anwesenheit des Heiligen, Göttlichen unter den Menschen.
Wände: Kreuz, Ikone, Wolke
Die Stirnwand über dem Altar schmückt ein Kreuz aus plastisch gestaltetem Material, eingefasst in einen Kreis. Die Arme des Kreuzes ragen wie Baumäste in die Höhe und berühren den Kreis. Das Kreuz in Gestalt des Lebensbaums symbolisiert Christus, den Ursprung des Lebens. Ebenso weist an der Längswand eine Christus-Ikone auf die Quelle unseres Glaubens hin.
Das vom Künstler, Alois Spichtig, geschaffene Wolkenrelief nimmt die Mitte der Längswand ein. Die Wolke als Bild der Verhüllung steht für Gott. Der Künstler erinnert damit gemäss seiner eigenen Deutung an Gottes Führung des Volkes Israel bei dessen Zug durch die Wüste sowie an die Verklärung (Tabor) und die Himmelfahrt Jesu.