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Wir kennen alle das Phänomen: Fällt Regen und gleichzeitig ist auch die Sonne zu sehen, entsteht ein Regenbogen, vorausgesetzt der Beobachtungswinkel stimmt. Dabei wird das Sonnenlicht von den Regentropfen reflektiert. Für den Beobachter tritt der Regenbogen entsprechend immer auf der sonnenabgewandten Seite auf. Für eine Lichtbrechung braucht es aber nicht zwingend einen klassischen Regentropfen. Die Reflexion funktioniert grundsätzlich an jedem Wassertropfen. Daher ist auch im Garten beim Rasensprengen ein Regenbogen zu sehen, vorausgesetzt der Beobachtungswinkel stimmt. Auch bei einem Wasserfall entstehen durch die Wasserspritzer farbige Reflexionen. Auf Grund der chaotischen Verteilung der Wassertropfen reicht es aber in der Regel nicht für einen ganzen Bogen.
Der kleine Bruder: Nebelbogen
Auch Nebel besteht aus Wassertropfen, die allerdings bedeutend kleiner sind als Regentropfen. Entsprechend kann auch ein Farbbogen entstehen, der sogenannte Nebelbogen. Weil die Nebeltropfen kleiner sind, ist der Brechungseffekt aber weniger intensiv, und daher sind die Farben beim Nebelbogen viel weniger ausgeprägt. Genau wie beim Regenbogen ist auch beim Nebelbogen ein äusserer Bogen möglich. Meistens bleibt er aber dem menschlichen Auge verborgen, weil er zu lichtschwach ist.