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Auch hier auf dem Dorfplatz von Riom dominiert die von italienischen Vorbildern inspirierte Schaufassade der Laurentius-Kirche.
Die Laurentiuskirche darf als ältestes Heiligtum des Oberhalbsteins angesehen werden. Der älteste Bau an dieser Stelle geht auf das 6./7. Jahrhundert zurück. Auch wenn das Patrozinium im Mittelalter nicht bezeugt ist, wird später immer Laurentius als Schutzherr bezeichnet. St. Laurentius wirkte in Rom als Archidiakon unter Papst Sixtus II. und erlitt zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Valerian 285 den Zeugentod durch das Schwert. In der Kunst wird er in der Amtstracht des Diakons und mit rechteckigem Rad dargestellt, weil die Legende vom Tod auf dem Rost berichtet.
Vorgängerkirchen wurden 1461 und 1493 geweiht. Der heutige Barockbau ist am 2. Oktober 1677 konsekriert worden. Der Dorfbrand von 1864 hat auch die Laurentiuskirche in Mitleidenschaft gezogen. Die letzten Restaurierungen erfolgten 1936 und 1955.