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Plant Trump-Administration Truppenabzug aus Osteuropa?
Tausende US-Militärs sind in direkter Nähe zu Russland untergebracht. Nun wurde bekannt, dass ein Trump-Berater den teilweisen Abzug der US-Truppen aus Osteuropa zur Verbesserung der Beziehungen mit Russland vorgeschlagen hatte, berichtet The Daily Beast.
Nach Angaben des Blattes, das sich auf Angaben von zwei ehemaligen Vertretern der Regierung bezieht, hatte der Berater von US-Präsident Donald Trump in strategischen Fragen und Experte des Nationalen Sicherheitsrates der USA (NSC), Kevin Harrington, bereits im Februar 2017 im Weissen Haus vorgeschlagen, einen Teil der amerikanischen Truppen aus Osteuropa abzuziehen. Ziel sei es gewesen, die Beziehungen mit Moskau zu verbessern. Das sagte ein hoher Beamter der Trump-Regierung in einem Gespräch mit dem Online-Medium.
Harrington soll dabei angezweifelt haben, dass die Vereinigten Staaten überhaupt wichtige nationale Interessen in der Region hätten. Explizit habe er auch die Validität von US-Interessen in den baltischen Staaten hinterfragt.
Berater soll auch Wirtschaftssanktionen infrage gestellt haben
Nach Harringtons Vorschlag sollte ein neues Konzept zu den US-amerikanischen aussenpolitischen Interessen ausgearbeitet werden, um eine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau zu ermöglichen. Neben den aussenpolitischen Interessen soll der Berater außerdem argumentiert haben, dass die antirussischen Wirtschaftssanktionen auch den Vereinigten Staaten einen grossen Schaden zufügen würden und im Anschluss für deren Aufhebung oder Lockerung geworben haben.
Es heisst, der Strategieberater habe diese Fragen mit verschiedenen hochrangigen Beamten im Weissen Haus diskutiert und in einem Strategiepapier vorgelegt, jedoch keine Unterstützung für seinen Vorschlag gefunden. Dennoch habe dieser Vorfall für Aufmerksamkeit gesorgt. Es sei nämlich der erste bekannte Fall gewesen, dass ein hochrangiger Vertreter in der direkten Umgebung eines US-Präsidenten vorgeschlagen hätte, US-Streitkräfte zu Gunsten Russlands zu verschieben.