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Ökologie
Eine Veränderung in der Art und Weise bewirken, wie wir uns fortbewegen ist für den Ökologischen Übergang notwendig. Im Jahr 2018 wurden fast 16 Millionen Tonnen CO2 durch Kraftstoffe ausgestoßen, davon fast drei Viertel von Autos mit 4-7 Sitzplätzen, während diese im Durchschnitt nur eine Auslastung von 1,56 Personen haben. Der kostenlose Öffentliche Verkehr würde diese Emissionen begrenzen, indem die Nutzung privater Autos verringert und die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel erhöht würde. In Aubagne (Frankreich) beispielsweise betrug der Anstieg des Busverkehrs 5 Jahre nach Inkrafttreten des kostenlosen Öffentlichen Verkehrs 170%, davon 63% auf Kosten der Autos. Dies entspricht einem Rückgang der Autos in der Innenstadt von 15 bis 20%.
Sozial
Während der Verkehr zu einer Notwendigkeit geworden ist, bleibt sein Preis für einen Teil der Bevölkerung einschränkend. Im Jahr 2009 empfanden 76% der Freiburger den Öffentlichen Verkehr als zu teuer und die Preise sind seitdem noch weiter angestiegen. Der kostenlose Öffentliche Verkehr würde die Haushaltsausgaben um mehrere hundert Franken pro Jahr senken, insbesondere für grosse Familien und Haushalte mit niedrigem Einkommen, dank der vorgeschlagenen sozialen Finanzierung, nämlich einer sozialen Erhöhung der Steuern (Auf hohe Einkommen, Vermögen und/oder Erbschaft). Der freie Zugang zu Öffentlichen Verkehrsmitteln würde die soziale Integration bestimmter Personengruppen, insbesondere älterer Menschen, fördern. Dies würde die Verbindung zwischen den Städten und dem Land, vor allem auch den Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den Schulen verbessern. Die Öffentliche Gesundheit würde ebenfalls von dieser Änderung profitieren, da die Feinstaubemissionen, die Lärmbelastung und die Verkehrsunfälle verringert würden. In der Schweiz gibt es jedes Jahr 2.200 vorzeitige Todesfälle und 12.000 Fälle von akuter Bronchitis bei Kindern aufgrund von Luftverschmutzung.
Wirtschaft
Wirtschaftlich gesehen ist der kostenlose Öffentliche Verkehr nicht nur erreichbar, sondern hat auch Vorteile für die Bevölkerung. Erstens würden Einsparungen bei den Ausgaben für den Kauf von Tickets (Verkaufsautomaten, Schaffner, Verwaltung usw.) erzielt, die 5,3 Millionen Franken pro Jahr ausmachen. Darüber hinaus würden die tatsächlichen Kosten einer Reise dank der Zunahme der Besucherzahlen erheblich gesenkt (-34% in Aubagne, für die tatsächlichen Kosten einer Reise). Dies würde auch neue Arbeitsplätze schaffen, da das Angebot an Dienstleistungen erhöht werden muss, um der zunehmenden Benutzung des Öffentlichen Verkehrs gerecht zu werden: In Dunkerque (Frankreich) wurden nach der Einführung des kostenlosen Öffentlichen Verkehrs die Anzahl Fahrer um fast einen Viertel erhöht. Aus wirtschaftlicher und touristischer Sicht wäre der Kanton attraktiver. Einsparungen würden auch durch die Verringerung der mit der Luftverschmutzung verbundenen Gesundheitsprobleme erzielt, die jährlich 6,5 Milliarden Franken kosten. Die Zahl der Autounfälle, für die jährlich CHF 9 Milliarden ausgegeben werden, würde ebenfalls sinken.
Nützlichkeit
Praktisch gesehen würde der kostenlose Öffentliche Verkehr eine Erhöhung des Angebots an Transport und somit einen dichteren Fahrplan bedeuten, der den Nutzern zur Verfügung steht. Die Streichung aller Ticketkauf- und Kontrollmechanismen würde die Boarding-Zeit und Verspätungen reduzieren. Darüber hinaus würde eine Verringerung der Anzahl an Fahrzeugen auf der Straße einen reibungsloseren Verkehr ermöglichen. In Tallinn (Estland) ist die Verkehrsbelastung dank kostenloser Öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb eines Jahres um 15% zurückgegangen. Dieser Rückgang in der Innenstadt würde es auch einfacher machen, Parkplätzen zu finden (15-20% weniger Parknutzung in Aubagne).