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South African Food and Agriculture Impacts
Umwelthotspots in der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten in Südafrika
SAFARI
Das Projekt SAFARI hat zum Ziel, die Umwelthotspots in der Wertschöpfungskette von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Produkten in Südafrika zu analysieren. Das Projektkonsortium besteht aus fünf Partnern aus Südafrika und der Schweiz: drei akademische Partner (Universität Kapstadt UCT, Universität Stellenbosch US und die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und ein Geschäftspartner (The Green House TGH, ein Beratungsunternehmen in Ökobilanzen).
Ökobilanzen von Mais, Kuhmilch und Rindfleisch wurden, basierend auf Daten aus Südafrika und auf landesspezifischen Statistiken, durchgeführt. Hierzu wurden Datensätze zu bewässertem und unbewässertem Körner- und Silagemais erstellt. Neben dem Datensatz zur Rohmilch wurden Datensätze zur Milchverarbeitung sowie von verschiedenen Milchprodukten wie Butter, Rahm, Jogurt, Hüttenkäse und Maas (ein fermentiertes Milchprodukt), erarbeitet.
Die Treibhausgasemissionen werden hauptsächlich durch die Nutzung von Dünger, Bewässerung, direkte Emissionen und den Dieselverbrauch verursacht. Die Analyse der Umweltauswirkungen von Rohmilch hat gezeigt, dass die Methanemissionen der Milchkühe den grössten Anteil der Treibhausgasemissionen verursachen, für die anderen Umweltauswirkungen hingegen sind die Futtermittel am relevantesten. Die Fütterung von Additiven zur Methan-Hemmung wird daher empfohlen um die Umweltauswirkungen zu reduzieren, wenn die längerfristige Sicherheit gewährleistet werden kann.
Neben der Analyse der oben genannten landwirtschaftlichen Produkten, wurden die folgenden Clean-Tech Massnahmen und deren Reduktionspotenzial modelliert: Die Nutzung von Strom aus Photovoltaikanlagen für die Maisbewässerung, die Installation von Frequenzumrichtern in Pumpen in Bewässerungssystemen und die Verwendung von Futtermittelergänzungen, welche die enterischen Methanemissionen der Milchkühe reduzieren.
Der Ersatz von Strom aus dem Netz durch erneuerbaren Strom aus Photovoltaikanlagen führt zu einer Reduktion des Treibhauspotenzials von bewässertem Mais um 34%. Wird dieses Reduktionspotenzial auf nationale Ebene hochgerechnet, könnten die südafrikanischen Treibhausgasemissionen um 536'000 t CO2-eq. pro Jahr verringert werden. Der nicht erneuerbare Energiebedarf, die Süsswassereutrophierung, die Versauerung und die Feinstaubemissionen werden ebenfalls deutlich reduziert. Der Einsatz von Frequenzumrichtern in Bewässerungspumpen führt zu einer Reduktion um 11-18% bei den Wirkungskategorien Klimaänderung, nicht erneuerbarer fossiler bzw. nicht erneuerbarer nuklearer Energiebedarf, Süsswassereutrophierung, Krebs sowie Human- und Süsswasserökotoxizität. Durch die Beimischung von Futtermittelergänzungen ins Viehfutter werden die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch um 18% verringert. In anderen Wirkungskategorien bleibt diese Massnahme ohne wesentliche Änderungen der Umweltauswirkungen.
Projektpartner:
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Forschungsgruppe Ökobilanzierung
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Fachgruppe Geography of Food
- Universität Kapstadt (UCT)
- Universität Stellenbosch (US)
- The Green House (TGH)
Projektmitarbeiter: