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Weil er mit einem illegalen Kellerbau mehrere Häuser zum Einsturz brachte, droht einem chinesischen Abgeordneten heftiger Ärger. Medienberichten zufolge leiteten die Behörden am Donnerstag eine Fahndung nach dem flüchtigen Politiker Li Baojun ein.
Li wollte ohne Genehmigung im Hof seines traditionellen Hauses in Peking einen fünf Stockwerke tiefen Keller anlegen. Mitten während der Bauarbeiten tat sich jedoch am Wochenende ein riesiger Krater auf und verschluckte Lis Haus sowie vier weitere Häuser, wie die staatliche Zeitung «China Daily» berichtete.
Das Haus des Abgeordneten der ostchinesischen Stadt Xuzhou steht in einem historischen Teil des Pekinger Viertels Xicheng. Auf Fotos im Internet ist ein zehn Meter tiefer Krater zu sehen, der bis zur Strasse reicht.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, doch 15 Nachbarn sind den Berichten zufolge nun obdachlos. Li, der auch einen Handel mit Autoteilen leitet, ist seit dem Wochenende auf der Flucht.
Der Abgeordnete hatte demnach eine Genehmigung für die Restaurierung des alten Hofs, um den herum sein Haus liegt. Den Bau eines Kellers umfasste die Erlaubnis aber nicht.
Trotz intensiver Bautätigkeit gibt es in Peking noch einige Gegenden mit traditionellen kleinen Gassen, an denen die typischen niedrigen Häuser liegen. Viele von ihnen wurden inzwischen zu Luxusresidenzen umgebaut. (sda/afp)