Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/183473

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweizer Wirtschaft hat die Eurokrise insgesamt gut überstanden.</p><p>- Wie sieht die Situation aus, wenn die Zahlen ohne den Beitrag der grossen multinationalen Unternehmen (z. B. Nestlé, Chemie, Versicherungen/Banken) dargestellt werden?</p><p>- Wie sehen die Zahlen für die Schweizer Grenzgebiete aus (z. B. Tessin, St. Galler Rheintal)?</p><p>- Wie viele Arbeitsplätze der MEM-Industrie sind in den letzten zwei Jahren verlorengegangen oder ins Ausland verlagert worden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Frankenschock traf die Industrie, das Gastgewerbe, aber auch den Detailhandel stark. In den letzten beiden Quartalen zeigten sich in der Industrie und im Gastgewerbe klare und breite Erholungszeichen. So legen die Exporte seit Ende 2016 auch ausserhalb der dominierenden Exportbranche Pharma/Chemie klar zu, dies betrifft auch die MEM-Exporte. Über die Situation in den Grenzregionen alleine können aufgrund mangelnder Daten keine genauen Aussagen gemacht werden. Jedoch zeigen Übernachtungszahlen, dass die Lage in vielen exponierten Tourismusregionen in Berg- und Grenzgebieten sich ebenfalls entspannt. Trotzdem kann noch nicht davon gesprochen werden, dass die Krise vollständig überstanden ist. Einzelne Unternehmen in allen Industrien und insbesondere der Detailhandel sehen sich nach wie vor hartem Konkurrenzdruck gegenüber, wobei die Ursachen für anhaltende Herausforderungen immer mehr auch anderen Faktoren wie der Digitalisierung (E-Commerce) zuzuschreiben sind. Bezüglich der Beschäftigung: Diese ging in der MEM-Branche in den letzten zwei Jahren um 8900 Stellen zurück. Es ist nicht bekannt, wie viele Stellen ins Ausland verlagert wurden.</p>