Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/1844

In den USA folgt der «Black Friday» auf den «Thanksgiving»-Donnerstag (3. Donnerstag im November), ein traditionelles Erntedankfest. Der «Black Friday», der vor einigen Jahren in der Schweiz eingeführt wurde, hat keine lokal verankerte Tradition. Es ist eine einfache kommerzielle Aktion, die dazu bestimmt ist, die Besucherzahlen und Käufe in den Läden durch oft grosse Rabattangebote zu erhöhen. Sie bietet einen Anreiz für übermässigen Konsum, den wir in einer Zeit, in der nachhaltige Entwicklung, Ethik und «vernünftiger Konsum» wichtige gesellschaftliche Prioritäten sind, für ungeeignet halten.
In der Schweiz leben mehr als eine halbe Million Menschen, darunter 115’000 Kinder, in Armut (Quellen: Caritas). Es ist uns ein grosses Anliegen, KonsumentInnen und BürgerInnen über die bestehende Armut zu informieren und sie zu mobilisieren, etwas dagegen zu tun. Deshalb haben wir beschlossen, eine Aktion mit dem Titel «Fair Friday» ins Leben zu rufen und uns an den Armutsprojekten von Caritas Schweiz zu beteiligen, die auch auf die Eingliederung von Menschen in prekären Verhältnissen abzielt: «Diese Menschen sind auf Hilfe angewiesen, um ihre Lebensbedürfnisse zu decken. Aber das kann nur ein Minimalziel sein. Die Projekte von Caritas sollen darüber hinaus eine soziale Existenz, einschließlich der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, gewährleisten. Sie orientieren sich an dem Grundsatz der Förderung der Autonomie und erweitern den Handlungsspielraum der von Armut betroffenen Menschen.»
Das gesammelte Geld soll armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz helfen. Sir erhalten unter anderem die Möglichkeit, von Caritas organisierte Ausbildungs- und Eingliederungsprogramme zu absolvieren.
Diese Initiative wird von Payot SA koordiniert.