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Die Stadt Freiburg ist über ihre Burgergemeinde und deren Weingut bereits seit dem 14. Jahrhundert im Lavaux ansässig.
Sie produziert hervorragende Rot-, Rosé- und Weissweine, die jedes Jahr mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet werden.
Carnotzet
Geschichte
Der Rebberg wurde zu Beginn des zweiten Jahrtausends n. Chr. an den Hängen des Lavaux angelegt. Alles deutet darauf hin, dass auch das Land rund um die Weingüter Domaine de la Bourgeoisie in Riex und Le Dézaley bereits zu dieser Zeit mit Reben bepflanzt worden ist.
Das Gutshaus, ein imposantes Gebäude, das über dem Dorf Riex thront, wurde damals als Wohnhaus gebaut, vor allem aber, um darin die Trauben zu verarbeiten und den Wein herzustellen.
Bei einem heutigen Besuch des Weingutes und des Kellers ist es besonders beeindruckend, auf eine über tausendjährige Geschichte des Weinbaus und der Weinherstellung zurückblicken zu können.
1362 stand die Burgergemeinde Freiburg in Kontakt mit dem Waadtland. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Rebberge im Dorf Riex im Besitz der Herren von Billens (Glane). Finanzielle Rückschläge hatten zur Folge, dass die letzten Vertreter dieses Geschlechts, Aymon IV. und sein Bruder Pierre VII., sich von der Domaine de Riex trennen mussten. Am 30. August 1362 verkauften sie die Rebberge, das Haus und die Weinpresse an den jungen Stadtstaat Freiburg.
Aus der Schenkungsurkunde vom 5. Oktober 1362 geht hervor, dass das Weingut im gleichen Jahr einer burgerlichen Institution im Dienste der Stadt überlassen wurde, nämlich dem "ehrwürdigen und barmherzigen" Liebfrauenspital.
Im 15. Jahrhundert vergrösserte sich das burgerliche Weinbaugebiet durch neue Erwerbungen oder Vermächtnisse in der Gemeinde Riex und im 16. Jahrhundert durch den Kauf des in La Tour-de-Peilz gelegenen Weingutes Domaine de Béranges. Zur gleichen Zeit vermachte der Apotheker Hans de Pled dem Spital seine Reben in den Gebieten Dézaley und Epesses. Die letzten Akquisitionen wurden im Jahre 1970 (1'777 m2 in Béranges) und 1975 (4'000 m2 in Riex) getätigt.
Verteilt auf fast 6 Hektaren produzieren die Weingüter Domaine de Riex und Domaine de Béranges heute eine breite Auswahl hervorragender Weine.
Produktion
Die Domaine de la Bourgeoisie erstreckt sich über 5,82 Hektaren.
Die Reben befinden sich in der Region Lavaux (Appelation AOC) in den Weinbauregionen Epesses, Dézaley und Vevey-Montreux. Die Produktionsrechte werden vom Kanton Waadt festgelegt. Heute beträgt der mittlere Ertrag an Rot- und Weisswein der Domaine de la Bourgeoisie rund 55'000 Liter pro Jahr. 10-15% der Fläche besteht aus Brachland zur Erneuerung der Reben - hierbei ist anzumerken, dass ein Rebstock zwischen 20 und 30 Jahre alt wird. Um sowohl in qualitativer als auch in wirtschaflicher Hinsicht den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nachkommen zu können, wird die Erneuerung der Weingüter mit jungen Rebstöcken derzeit rascher vorangetrieben. Seit über zwanzig Jahren wird eine naturnahe Traubenproduktion betrieben, dies bedeutet, dass alle Arbeiten umweltverträglicher und im Einklang mit dem natürlichen Gleichgewicht der Rebe und der Böden ausgeführt werden.
Labels und Preise
Alle im Domaine de la Bourgeoisie verarbeiteten Weissweine und der Rosé sind mit dem waadtländischen Qualitätslabel Lauriers d’Or Terravin ausgezeichnet worden.
Die Weine der Burgergemeinde des Jahrgangs 2019 holten ausserdem Gold und Silber in folgenden Wettbewerben:
Kelterung
Die gesamte Ernte wird von François Meylan, Ingenieur-Önologe und von Beat Blatter, Kellermeister, zu Wein verarbeitet und zwar in unserem High-Tech-Weinkeller, den wir im Jahre 2011 in unserem Rebgut Domaine de la Bourgeoisie in Riex eingerichtet haben.
Dank dieser neuen Anlage ist die Burgergemeinde in der Lage, eine gleichbleibende Qualität sowie hochwertige Produkte zu gewährleisten.