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Wie begann die Salsa in Kolumbien?
Die Salsa hat sich in Kolumbien so verbreitet wie es fast immer auch mit anderen Musikrichtungen in anderen Ländern geschieht. Dank grossen Events organisiert von grossen Musikproduzenten, Radiostationen, Live-Konzerten und natürlich den Massenmedien.
Ohne Zweifel war es kein leises heranschleichen dieser Musikrichtung "Salsa"! Im Gegenteil! Die schnelle Verbreitung von Salsa verdanken wir hervorragenden Artisten wie zum Beispiel Richie Ray, ein Salsero welcher es schaffte, alle Bevölkerungsschichten mit seiner Musik zu begeistern: von den Armen bis zu den Reichen, von den Schwarzen bis zu den Weissen, von den Dicken bis zu den Schlanken, von den jungen Mädchen bis hin zu den älteren Damen! Richie war der einzige, welcher in sämtliche Viertel aller Städte mit seiner Musik ungebremst eindringen konnte, bis hin zu den grossen Veranstaltungen in Cali und Bogotà , aber auch Barranquilla und Cartagena... Dies alles dank seines unumstrittenen Talentes und seine akademischer Persönlichkeit und Präsents!
Mit Richie Ray begann in Kolumbien eine neue Etappe der Salsa welche sich dann mit der Geschichte der "Fania" koppelt und dem, was später in New York geschah. Alles was man vor ihm an neuer Musik in Kolumbien hörte waren Klänge aus Kuba und den Antillen, dies auch der Hauptgrund warum bis in die Anfänge der sechziger Jahre sehr viel oder besser gesagt nur kolumbianische Volklore wie cumbia, gaita, porro, fandango, chandé, vallenato, currulao und jalaito gespielt und gehört wurde.
Auch die Mehrheit der kolumbianische Jugend war zu jener zeit nicht unbedingt dazu geneigt sich in Lokale zu treffen sondern bevorzugte sich in familiärer Umgebung zu treffen und zu tanzen.
Vor allem aber grössere Feste wie zum Beispiel die "carnavales" haben dem Volk Mut gegeben auch auf der Strasse zu tanzen! Und so ist das Tanzen auch hier zu etwas Öffentlichem geworden, nicht wie in anderen bekannten Latino Länder, wo das Tanzen exklusiv in Nightclubs und vor allem von den "Reichen und Adligen" praktiziert wurde.
Diess war der erste Schlüssel für die Öffnung der Salsa in Kolumbien ... Und so öffneten zahlreiche Salsotecas in progressiver Geschwindigkeit ihre Tore. Zu Beginn nur mit Tanz-Nachmittagen genannt "matinés bailables".
Um die siebziger Jahre verzeichnet man den Wechsel in Kolumbien. Das Phänomen Salsa lässt viele nationale Orchester, speziell in der Stadt Cali entstehen, welche sich sehr vom Leitfaden aus Puertorico motivieren lassen, die Insel welche Kolumbien zusammen mit Miami in dieser Zeit sehr stark beeinflusste. Viele kolumbianische Gruppen liessen sich stark von La Sonora Poncena, Willie Rosario oder El Gran Combo de Puertorico inspirieren!
Das wichtigste Orchester aus Kolumbien welches die Salsa am meisten geprägt und mit kolumbianischen Toucht versehen hatte war ohne Zweifel die im Jahre 1970 in Medellin von José Maria Fuentes (Besitzer der "discoteca discografica" FUENTES) gegründete Gruppe: Fruko y sus Tesos.
Der Direktor Julio Ernesto Estrada von allen "Joselito" genannt war ein junger Artist mit grossem Talent welcher bereit im Alter von nur 12 Jahren begann zu arbeiten um seiner Familie zu helfen. Er kommt in die Disco FUENTES im 1963 und bereits 1965 war er Teil der Gruppe Los Corraleros de Majagual mit welcher er 7 Jahre lang zusammenarbeitete. "Joselito" wurde somit immer bekannter und seine eigene Gruppe "Fruko y sus Tesos" wurde Ende siebziger Jahre die Salsa Leader Gruppe in Kolumbien!
Auch Joe Arroyo war Mitglied dieser Formation im Jahre 1973, "Piper" Pimienta Diaz , Wilson Mayoma ersetzten in etwa gleichwertiger Art und Weise die Musik der Fania (New York) in Kolumbien, dies waren die typischen kolumbianischen Exponenten der "salsa dura"!
Joe Arroyo auch bekannt als "El sonero de America" entscheidet sich dann für eine Solo Karriere indem er im Jahre 1981 seine eigene Band "La verdad" gründete und so zum Salsa Symbol aus Kolumbien wurde. Er mischte, basierend auf seiner unmissverständlichen Stimme, afrikanische und karibische Rhytmen mit Harmonie und Allegria.
Unter anderen historischen kolumbianischen Gruppen erinnern wir auch an Grupo Niche gegründet 1980 von Jairo Varela in Bogotà. Varela zeigte der Welt mit NICHE, dass auch Kolumbien in der Lage war Salsa auf die ganze Welt zu exportieren! Nicht nur Vallenato und Cumbia! Er hat der kolumbianischen Salsa den internationalen modernen Hauch verpasst und so einen jungen Musikstil geschaffen welcher auch von dem älteren Semester geschätzt wurde! Auch möchten wir an das Orquesta Guayacán, erinnern, welches im 1986 von Alexis Lozano geboren wurde, welches den Namen des Baumes trägt welcher ebenfalls Symbol für Kolumbien darstellt. Aus der neueren Generation entstehen Band`s wie zum Beispiel die Sonora Caruseles gegründet 1995 vom Musiker Diego Galé welche grosse Erfolge in America und auch in Europa verzeichnet mit ihrem modernen, schnellen aber auch hartem Sound, welcher die Tänzer an ihre Leistungsgrenze treibt...