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Grosses Engagement für das CERN
Peter Jenni hat massgeblichen Anteil am Erfolg des ATLAS-Experiments am CERN und damit an der Untersuchung des Standardmodells der Teilchenphysik. Für sein Engagement erhält der Berner Physiker die Ehrendoktorwürde der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät.
en. Seit seinem Engagement am CERN in den 1980er Jahren setzte sich Peter Jenni für die Weiterentwicklung des Teilchenbeschleunigers ein. So initiierte er die erste Proto-Kollaboration, aus der in den 1990er Jahren das Projekt ATLAS hervorging. ATLAS ist einer der vier grossen Teilchendetektoren entlang des Teilchenbeschleunigerrings des Large Hadron Collider (LHC) im CERN. Der ATLAS-Detektor war 2012 unter anderem an der Entdeckung des Higgs-Teilchens beteiligt – ein Meilenstein in der Überprüfung des Standardmodells der Teilchenphysik.
eter Jenni gilt als einer der Gründungsväter des ATLAS-Projekts, an dem aktuell 3000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 38 Ländern beteiligt sind. Von 1995 bis 2009 – während der Konzept- und Bauphase des Detektors – amtete er als Sprecher dieses Grossprojekts. Gemäss der Laudatio zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an der Universität Bern hat er dabei ausserordentliches Talent bewiesen, «grosse internationale Kollaborationen zu führen».
Der Berner Peter Jenni, geboren 1948, schloss sein Physik-Studium 1973 an der Universität Bern ab und wechselte danach an die ETH Zürich, wo er 1976 promovierte. Es folgten Anstellungen an der ETH, am Stanford Linear Accelerator Centre (SLAC) der Stanford University (USA) und am CERN bei Genf, wo er von 1980 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2013 als Wissenschaftler tätig war. Peter Jenni ist heute Honorarprofessor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutschland) und setzt auch nach der Pensionierung seine Forschungsarbeit am ATLAS-Experiment fort.