Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/237154

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat die Anfrage 21.7790 nicht beantwortet:</p><p>2018 sind 101 Personen wegen Artikel 190 StGB verurteilt worden.</p><p>Welche Nationalitäten weisen diese auf?</p><p>2019 sind 72 Personen wegen Artikel 190 StGB verurteilt worden.</p><p>Welche Nationalitäten weisen diese auf?</p><p>Die Antworten dazu müssen also aus einer Auflistung von Staatsangehörigkeiten bestehen...</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie in der Antwort auf die Frage 21.7790 schon dargestellt, publiziert das BFS seit 2014 die Zahlen zu den Nationalitäten der verurteilten Personen nach Strafgesetzbuch, Strassenverkehrsgesetz, Betäubungsmittelgesetz und Ausländer- und Integrationsgesetz. Um sich ein Bild von der Kriminalitätsbelastung bestimmter Nationalitäten zu machen, werden Belastungsraten berechnet, indem die Anzahl verurteilter Personen zu jener der entsprechenden Wohnbevölkerung ins Verhältnis gesetzt wird. Bei diesen Belastungsraten gilt es zu berücksichtigen, dass bei Nationalitäten, von denen sich nur sehr wenige Personen in der Schweiz aufhalten, der Einfluss einer einzelnen verurteilten Person auf die Belastungsrate sehr gross ist Deshalb sind die Ergebnisse für die einzelnen Nationalitäten bei einer Auswertung nach Artikel 190 des Strafgesetzbuches als Folge der kleinen Zahlen nicht aussagekräftig genug. 2018, sind 102 Personen wegen Artikel 190 StGB verurteilt worden, davon 33 Schweizer und 69 Ausländer. Aus den oben genannten Gründen ist das BFS nicht in der Lage, die Nationalität dieser Personen anzugeben. Das BFS gibt jedoch den Aufenthaltsstatus dieser Personen an: 36 Ausländer mit B-, C- und Ci-Ausweis; 26 Andere Ausländer (z. B. Grenzgänger, Touristen oder Flüchtlinge): und 7 Ausländer mit unbekanntem Aufenthaltsstatus. 2019, sind 81 Personen wegen Artikel 190 StGB verurteilt worden, davon 22 Schweizer und 59 Ausländer: 35 Ausländer mit B-, C- und Ci-Ausweis; 19 Andere Ausländer; und 5 Ausländer mit unbekanntem Aufenthaltsstatus. Eine Darstellung der Zahlen nach Nationalitäten für einzelne Straftraten des Strafgesetzbuches (StGB) durch das BFS braucht Aufwand und würde eine eingehende methodische Prüfung und rechtliche Abklärung in enger Zusammenarbeit mit Fachexperten bedeuten. In diesem Zusammenhang müsste insbesondere die Aussagenkraft der Daten und die Fragen des Datenschutzes geprüft werden. Dies ist ein langer und nicht einfacher Prozess.</p>