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Seit 2006 betreibt FuniCar, bereits seit längerem Transportbeauftragter der Bieler Verkehrsbetriebe, auch die Postautolinien auf dem Plateau de Diesse. Passend zum Reisewagenpark des Unternehmens wurden auch die Tessenberger Linien Anfangs hauptsächlich mit Bova-Fahrzeugen bedient. Der Ruf nach Niederflurbussen wurde angesichts der mit ihren extremen Einstiegshöhen für den Linienverkehr nicht uneingeschränkt geeigneten Bova aber rasch lauter, und noch im Übernahmejahr 2006 kam der erste MAN Lion's City in den Einsatz. Diese Aufnahme vom 26.10.2009 zeigt Fahrzeuge beider Bauarten am Bahnhof Neuveville.
Anfang 2012 wurden die beiden Bova im Täglichen Planeinsatz weitgehend durch zwei weitere MAN-Niederflurbusse ersetzt - das Argument, dass diese für den harten Bergeinsatz im Winter nicht tauglich sind, konnte weitestgehend widerlegt werden, auch diese Aufnahme vom 11.12.2008 aus Diesse hilft, diese Vorurteile zu widerlegen. FOTO: FuniCar/Peter Moser.
Das Plateau de Diesse wird von drei Linien erschlossen, zwei davon ab La Neuveville. Einige Kurse fahren von dort über Le Landeron bergwärts und erreichen die Hochebene bei Lignières, die meisten aber über Prêles, Lamboing und Diesse nach Nods. Am Ende des Aufstiegs, bei Prêles, besteht Anschluss aus Biel mithilfe der Standseilbahn Ligerz - Tessenberg, deren Fahrplan auf denjenigen der Postautos abgestimmt sind. Aufnahme am 17.4.2011 bei der Bergstation.
Erstes Dorf auf der Fahrt von der Bergstation über die Hochebene ist im Dorf Prèles (Prägels), wo am 9.4.2012 diese Aufnahme vom MAN Nr. 20 entstand. Der Wagen wurde ursprünglich vor allem zwischen Marin und Le Landeron eingesetzt, kommt aber insbesondere am Wochenende auch auf dem Plateau de Diesse zum Einsatz.
Die eigentlichen Ausmasse der Hochebene oberhalb des Bielersees sind auf diesem Bild zu erkennen, das die östliche Hälfte des Plateaus zeigt. Überwacht wird die Szenerie mit ihren stattlichen Dörfern vom Chasseral, der auch 50 Kilometer weiter noch zu sehen ist. Aufnahme zwischen Lamboing und Prêles am 17.4.2011, im Hintergrund das Dorf Diesse, das der Hochebene ihren französischen Namen "Plâteau de Diesse" gab. 2011 wurden die Bova an Wintersonntagen oft eingesetzt, um Kilometer zu generieren.
Die dritte Linie auf das Plateau führt ab St-Blaise bei Neuchâtel über Enges nach Lignières. Teilweise sind die Kurse dort verknüpft mit denen der Hauptlinie aus Neuveville, auch dieser Bova, der am 26.10.2009 aus Neuveville in Lignières ankommt, wird gleich weiterfahren in den Neuenburger Vorort.
Auf derselben Linie entstand am 9.4.2012 diese Aufnahme von einem der beiden neuesten Zugänge der FuniCar-Flotte. Eine grossangelegte Flottenumgestaltung der PostAuto-Tochter im Fürstentum Liechtenstein stellte unter anderem auch zwei 11.2 Meter lange MAN A22 frei, die seit Anfang 2012 die Flotte am Tessenberg ergänzen. Mit ihrer Leistung von 350-360 PS (statt 320 beim A20) lassen die Fahrzeuge die steilen Strecken vom See auf die Hochebene mühelos bewältigen. Die Aufnahme zeigt den Wagen auf Berfahrt von Lignières nach Vallon...
...und früher am Morgen desselben Tages auf Bergfahrt durch einen österlichen Schneesturm oberhalb Enges, dem einzigen grösseren Ort an der Linie.
Die beiden Halblinien auf den Tessenberg ab Neuveville über Landeron und Lignières oder über Prèles und Lamboing enden jeweils in Nods, teilweise sind sie auch als Rundkurse durchgebunden. Da die Variante über Le Landeron am Sonntag nicht gefahren wird, bieten dann einige Kurse Neuveville - Prèles - Nods Anschluss nach Lignières, in der Regel durch das Fahrzeug der Linie St-Blaise - Lignières gefahren. Am 9.4.2012 war dies der "neue" A22 Nr. 17, der in Nods soeben den Anschluss vom Wagen 20, aus Neuveville kommend, abnimmt.
An Sommer-Wochenenden fährt das Postauto drei Mal täglich weiter auf den Chasseral, den wohl bekanntesten Schweizer Juragipfel, der vor Einführung der Buslinie ab Nods mit einer Sesselbahn erschlossen wurde. Mit dem weitherum sichtbaren Fernsehturm im Hintergrund hat MAN Nr. 20, der nur am Wochenende auf dem Plateau de Diesse anzutreffen ist, seine Talfahrt angetreten, die ihn zuerst auf die Passhöhe des Chasseral und dann in rund 45 Minuten Fahrzeit ins 1300 Meter tiefer gelegene Neuveville führt. Aufnahme am 28.8.2011.
Weiter unten ist früher am Morgen derselbe Wagen unterwegs. Von der Abzweigung bei Nods bis kurz unterhalb der Passhöhe führt die Strasse durch dichten felsdurchsetzten Wald. Die Aufnahme entstand unweit der Abzweigung Métairie de l'Ile am 28.8.2011.
Nach der langen Walddurchfahrt beeindruckt das Panorama umso mehr: Während richtung Südosten der Blick über das Seeland zu den Berner Alpen Schweift (Aufnahme von Peter Moser/Funicar am 27.7.2007)...
...ist gegen Südwesten der Blick frei auf den grössten "eigenen" See der Schweiz, den Lac de Neuchâtel. Aufnahme am 28.8.2011 kurz unterhalb der Passhöhe.
Ebenfalls zum FuniCar-Rayon gehört die Ende 2008 neu eingeführte Linie von Le Landeron nach Marin. Für diese Linie wurde der MAN A20 Nr. 20 beschafft, der im Regelfall nur hier in der Ebene zum Einsatz kommt. Die Aufnahme entstand am 26.10.2009 am Bahnhof von Le Landeron.