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In der Tschechischen Republik leben viele Kinder in Heimen und einzelne Gruppen von Kindern werden diskriminiert. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für die Rechte des Kindes in der tschechischen Bevölkerung und bei den Fachkräften, welche täglich im Kontakt mit Kindern sind, kaum vorhanden. Das Internationale Institut der Rechte des Kindes (Institut international des Droits de l‘Enfant, IDE) und die gemeinnützige tschechische Organisation Česko-britská wollen dies ändern. Sie setzen sich im Rahmen des Partnerschaftsfonds unter anderem dafür ein, dass die Rechte des Kindes in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Sozial- und Bildungsbereich einbezogen werden.
Aus dieser Zusammenarbeit sind verschiedene Publikationen entstanden, so z.B. 2011 die «Studie über die Rechte des Kindes». Im Jahr 2013 stützte sich der Oberste Gerichtshof der Tschechischen Republik bei einer Entscheidung in einem Fall um ein Kind auf diese Publikation. Das Urteil und die Begründung wurden anschliessend allen Gerichten im Land zur Anwendung bei ähnlichen Fällen zugestellt.
Zwei Jahre später publizierten die beiden Organisationen die Studie «Wege zur Achtung und Erfüllung der Rechte des Kindes» und im Jahre 2014 erschien die Publikation «Partizipation und neue Methoden in der Arbeit mit gefährdeten Kindern und ihren Familien».
Grundlage für ein EU-Programm
Das Tschechische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport verwendet die beiden letztgenannten Publikationen als Grundlage für eine öffentliche Ausschreibung für das neue EU-Operationsprogramm «Forschung, Entwicklung und Bildung», im Juni 2015. Ein Schwerpunkt des Programmes ist die soziale Integration des Kindes, insbesondere die Vorschulerziehung, Prävention von Schulversagen und die Entwicklung von Lehrkräften.
Im Rahmen des Partnerschaftsfonds unterstützt die Schweiz mit rund 5 Millionen CHF 93 Projekte in der Tschechischen Republik. Sie fördert damit den Wissens- und Informationsaustausch zwischen tschechischen Institutionen und Schweizer Partnern.