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Die globale Studie untersucht, welche Fähigkeiten heutige und künftige Arbeitnehmende erwerben müssen, um in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein.
Bezogen auf die Schweiz zeigt die Studie, dass...
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von regelmässigen Weiterbildungen zur Kompetenzerweiterung oder zu Umschulungszwecken. Sie beleuchten den aktuellen Fachkräftemangel und zeigen die aktuellen Weiterbildungstendenzen von Seiten Unternehmen, Arbeitnehmenden und Staat auf.
Im Fokus der Studie stehen Angestellte zweier Branchen (Finanzen/Versicherungen und Konsumgüter/Einzelhandel) in neun Ländern (China, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Singapur, Schweiz, GB und USA). Die Ergebnisse für die Schweiz werden heute vorgestellt, die komplette Studie wird Mitte November 2018 veröffentlicht werden.
Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse stellen wir fest, dass Schweizer Arbeitnehmende am meisten Unterstützung bei der Identifikation ihres Weiterbildungsbedarfs erhalten (52% stellen Lücken im Rahmen des jährlichen Leistungsbeurteilungsgesprächs im Unternehmen fest, gegenüber 44% insgesamt) und dass sie bei ihrer Weiterentwicklung weniger proaktiv sind als Arbeitnehmende in anderen Ländern (24% der Schweizer Arbeitnehmenden entdecken Kompetenzlücken durch eigene Recherchen, gegenüber 38% insgesamt). Selbst wenn sich Schweizer Arbeitnehmende hinsichtlich des Erwerbs neuer Kompetenzen selbst in der Pflicht sehen, besteht noch immer eine Erwartungshaltung gegenüber dem Arbeitgeber, Weiterbildungsmöglichkeiten für sie zu entwickeln (69%, gegenüber 59% insgesamt). Interessant dabei ist, dass sie die Weiterbildungen lieber bei spezialisierten Anbietern als bei ihrem Arbeitgeber wahrnehmen würden (49%, gegenüber 37% insgesamt).
Die Studie zeigt ausserdem, dass Schweizer Arbeitnehmende beim Erwerb digitaler Kompetenzen den Arbeitnehmern in den anderen Ländern leicht hinterherhinken (z. B. Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Data Analytics, Data Mining, Design Thinking, Digital Design, Digital Marketing, Programmieren, Datenanalyse) und eher am Ausbau tätigkeitsspezifischer und technischer Kompetenzen interessiert sind (z.B. Buchhaltung, Marketing, Finanzen, Personalwesen, Analysis, IT). Von den Schweizer Befragten gaben 19% an, zuletzt digitale Kompetenzen erworben zu haben, gegenüber 39% in der Gesamtbetrachtung aller Länder. Gleichzeitig gaben 48% der Schweizer Befragten an (gegenüber 30% insgesamt), technische oder auf die Tätigkeit bezogene Kompetenzen erworben zu haben.
Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz, erklärt dazu: «Der aktuelle Fachkräftemangel ist darauf zurückzuführen, dass die auf dem Markt verfügbaren Kompetenzen nicht mit den nachgefragten Kompetenzen übereinstimmen. Weiter werden in den kommenden Jahren weniger junge Personen in den Schweizer Arbeitsmarkt treten, während die zahlreicheren «Babyboomer» in Rente gehen werden. Daher sind wir gut beraten, in die Weiterbildung von digitalen Kompetenzen zu investieren. So können die neuen, digitalen Tools besser genutzt werden und die Produktivität jedes Einzelnen kann gesteigert werden.»
Daniel Kessler, Partner und Managing Director sowie Schweiz-Chef bei der Boston Consulting Group, ergänzt: «Wie Unternehmen sich auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten können, ist derzeit ein viel diskutiertes Thema bei den meisten unserer Kunden. Wir beobachten, dass Führungskräfte sich häufig Sorgen machen, ob ihre Mitarbeitenden dazu bereit sind, sich zu verändern und neue Kompetenzen zu erwerben. Es ist sehr positiv, dass Arbeitnehmende die Verantwortung zur Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten bei sich selbst sehen, und es ist ein starkes Signal an die obere Führungsebene eines Unternehmens, ihre Beschäftigten zu unterstützen.»