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Es gibt in der jüngsten Geschichte einige Beispiele für erfolgreiche Desinvestitionskampagnen, bei denen sich Investoren von Aktien, Anleihen oder Investmentfonds getrennt haben, die unökologisch oder unter ethischen Gesichtspunkten fragwürdig sind. Beispiele sind Tabak, Sudan und andere, die grösste und wirkungsvollste hatte die Apartheid in Südafrika im Visier. Bis Mitte der 1980er Jahre hatten 155 Universitäten in den USA, darunter einige der höchst angesehenen, ihr Vermögen aus Unternehmen abgezogen, die in Südafrika wirtschafteten. Die Regierungen von 26 US-Bundesstaaten und 90 Städten, darunter einige der grössten im Land, deinvestierten ihr Vermögen aus multinationalen Unternehmen. Die südafrikanische Desinvestitionskampagne war äusserst erfolgreich. Sie trug dazu bei, dem Apartheidregime das Rückgrat zu brechen und in Südafrika der Demokratie zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Desinvestitions-Bewegung gegen Kohle, Erdöl und Erdgas wird dazu beitragen, die öffentliche Akzeptanz sowie den enormen globalen Einfluss der fossilen Brennstoffindustrie zu schwächen und schliesslich aufzuheben. Gleichzeitig wird die wichtige Debatte über die Nachhaltigkeit und langfristige Rentabilität von fossilen Brennstoffen sowie über die Notwendigkeit eines Übergangs zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Weltwirtschaft in Gang gesetzt.
Investitionen in fossile Brennstoffe stellen ein Risiko für Investoren und für den Planeten dar – darum fordern wir die Schweizer Pensionskassen dazu auf, ihr Vermögen aus diesen Unternehmen abzuziehen.
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