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Der russische Geiger Ilya Gringolts überzeugt mit äußerst virtuosem Spiel und feinfühligen Interpretationen und sucht dabei stets nach neuen musikalischen Herausforderungen. Als gefragter Solist widmet er sich neben dem großen Orchesterrepertoire auch selten gespielten sowie zeitgenössischen Werken; daneben gilt sein künstlerisches Interesse der historischen Aufführungspraxis. So schmücken virtuoses frühes Repertoire von Tartini, Leclair oder Locatelli sowie Uraufführungen von Augusta Read Thomas, Michael Jarrell, Christophe Bertrand und Albert Schnelzer seine Konzertprogramme; in der Saison 2020/21 folgen Uraufführungen von Bernhard Lang, Beat Furrer, Andrej Tchaikovsky und Nicolaus Richter de Vroe.
Gemeinsam mit dem Münchener Kammerorchester startet der Geiger mit mehreren Konzerten in die Saison; als Solist ist er zudem beim National Symphony Orchestra Taiwan, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre National des Pays de la Loire, dem Warsaw Philharmonic, dem Orchestra della Toscana, der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern Saarbrücken sowie beim Musikkollegium Winterthur eingeladen. Vom Instrument aus leitet er Projekte mit dem Franz Liszt Chamber Orchestra und dem Arctic Philharmonic.
Ilya Gringolts konzertierte mit namhaften Orchestern wie dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Finnish Radio Symphony Orchestra, St. Petersburg Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, Singapore Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem Mahler Chamber Orchestra und den beiden Orchestern des SWR. Jüngste Höhepunkte waren Projekte mit dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Orquesta Sinfónica de Galicia, dem Israel Philharmonic Orchestra sowie dem Radio Filharmonisch Orkest.
Als Primarius des Gringolts Quartetts feierte er Erfolge unter anderem bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, dem Edinburgh Festival, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Luxembourg, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Konzerthaus Dortmund oder dem Teatro La Fenice in Venedig. Als äußerst geschätzter Kammermusiker arbeitet Ilya Gringolts regelmäßig mit Künstlern wie James Boyd, Itamar Golan, Peter Laul, Aleksandar Madzar, Nicolas Altstaedt, Christian Poltera, David Kadouch, Antoine Tamestit und Jörg Widmann zusammen.
Seiner Diskografie mit hochgelobten CD-Produktionen für die Deutsche Grammophon, BIS, Hyperion, Orchid Classics und Onyx fügte er 2013 die von der Kritik gefeierte Einspielung von Paganinis 24 Capricen für Violine solo hinzu. Der Aufnahme von Mieczysław Weinbergs Violinkonzert mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra folgten weitere CDs mit Violinkonzerten: Dvořák mit der Prague Philharmonia sowie Korngold und Adams mit dem Copenhagen Philharmonic unter Santtu-Matias Rouvali. 2018 erschien der zweite Teil seiner Einspielung des kompletten Violinwerks von Strawinsky, aufgenommen mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia unter Dima Slobodeniouk und ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or. Im Januar 2021 legte er seine Aufnahme von Locatelli-Konzerten vor, für die er das Finnish Baroque Orchestra vom Instrument aus leitet: „Ilya Gringolts’ Aufnahme wird dem Virtuosen ebenso gerecht wie den kunstvollen Verzierungen. Der Vortrag ist durchgehend frisch, einfallsreich, detailfreudig und klar phrasiert.“ (Pizzicato, Remy Franck)
Im Sommer 2020 gründete Ilya Gringolts gemeinsam mit Ilan Volkov die I&I Foundation zur Förderung zeitgenössischer Musik, die Aufträge an junge Komponistinnen und Komponisten vergibt. Eine erste Serie kurzer Solowerke entsteht bereits in der laufenden Saison.
Nachdem er zunächst Violine und Komposition in St. Petersburg studiert hatte, setzte Ilya Gringolts sein Studium bei Itzhak Perlman an der Juilliard School fort. Er ist bis heute jüngster Gewinner des internationalen Violin-Wettbewerbs Premio Paganini (1998) und war BBC New Generation Artist der ersten Stunde. Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste wurde ist Ilya Gringolts ab 2021 an die renommierten Accademia Chigiana in Siena berufen. Er spielt eine Violine von Stradivari (1718 „ex-Prové“).