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Ich habe Status F ist eine sehr eindrückliche Lektüre. Menschen mit vorläufiger Aufnahme erzählen über das Leben in der Schweiz mit Status F. Nur Menschen, die nachweisen können, dass sie ganz persönlich verfolgt waren, erhalten den Status des Flüchtlings. Ist ein Mensch einfach vor der Bedrohung des Krieges geflohen, wird dies nicht als persönliche Verfolgung eingestuft und mensch muss zurückkehren, sobald sich die Situation im Herkunftsland verbessert hat. Dies hat zur Folge, dass eine Person mit Status F sich permament in dem Spannungsfeld zwischen Ankommen und Weggehen befindet, obwohl in den meisten Fällen, eine Rückkehr über Jahrzehnte nicht möglich ist, war oder sein wird. Eine Publikation, die bewegt und erklärt. Sehr empfehlenswert. apKlappentext:
Die vorläufige Aufnahme wurde 1987 eingeführt. Sie sollte ursprünglich in Krisensituationen vorübergehend Schutz gewähren, unter der Bedingung, dass
bei einer Stabilisierung der Lage im Herkunftsland die Betroffenen wieder zurückkehren müssen.
Viele geflüchtete Menschen, die Opfer von kriegerischen Auseinandersetzungen, Gewalt und Verfolgung in ihrem Herkunftsland geworden sind, werden wegen der hohen Anforderungen an den Nachweis zielgerichteter Verfolgung nicht als Flüchtlinge anerkannt. Sie erhalten auch keinen alternativen Status, sondern einen negativen Asylentscheid mit einer Wegweisungsverfügung. Der Vollzug der Wegweisung ist jedoch nicht möglich, nichtzulässig oder nicht zumutbar (Art. 83 Bundesgesetz über Ausländer:innen und Integration AIG). Wenn eines dieser Vollzugshindernisse vorliegt, wird eine vorläufige Aufnahme als Ersatzmassnahme angeordnet. Die Mehrheit der vorläufigen Aufnahmen wird wegen Unzumutbarkeit einer Wegweisung erteilt.
Dies bedeutet, dass für die betroffene Person eine Bedrohung aufgrund von Krieg, Gewalt oder fehlender medizinischer Betreuung im Herkunftsstaat vorliegt. In den letzten Jahren flüchteten vorläufig aufgenommene Personen hauptsächlich aus Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan, Somalia oder Eritrea. Da Kriege und andere politische Krisen meist über Jahre andauern, bleibt die überwiegende Mehrheit dieser Menschen dauerhaft in der Schweiz. Die Bezeichnung "vorläufig" ist deshalb irreführend.
In dieser Publikationen berichten Menschen mit vorläufiger Aufnahme über das Leben in der Schweiz mit Status F. Mit einem Vorwort von Dr. Fana Asefaw und Mortaza Shahed.Preis: CHF 30.00