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Der Titelhalter blutet, aber er gewinnt trotzdem
Mit Verlust ist zu rechnen im Profitennis. Das weiss auch Juan-Martin Del Potro. Die Weltnummer 5 steht in Basel am Sonntag wie im Vorjahr im Endspiel. Der Argentinier brauchte gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasselin drei Sätze und musste die Ablenkung durch ein Nasenbluten überwinden. Das kann passieren, wenn die Stars durch abrupte Bewegungen den Blutdruck hochjagen und verletzliche, feinste Gefässe platzen. Im Regelfall setzt der Arzt bei Nasenbluten ein Tampon ein, was Del Potro nicht wünschte, weil er sonst nicht mehr genügend Luft gekriegt hätte. Der Arzt schob ihm stattdessen eine blutstillende Paste in eines der Nasenlöcher. Der Südamerikaner greift in Basel nach dem 4. Saisontitel nach Rotterdam, Washington und Tokyo. Del Potro gilt aktuell als eine der heissesten Nummern in der Tour. Die Experten sind sich einig, dass er bald Rang 4 oder 3 angreifen wird, zumal der rekonvaleszente Andy Murray pausiert und ATP-Punkte verlieren wird. Del Potro deutete an, dass er im Final gerne gegen Roger Federer anträte. Und eine Reprise des Erfolges von 2012, gegen diese Konstellation hätte der Riese auch nichts einzuwenden. Ein Sieg wäre dann 348 000 Euro Preisgeld wert. Das reicht dann bestimmt für ein Corona-Bier.