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Architekt Arata Isozaki mit 91 Jahren gestorben
Am 29. Dezember ist Arata Isozaki im Alter von 91 Jahren gestorben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press und beruft sich dabei auf die japanische Kunstzeitschrift Bijutsu Techo und andere Medien. Isozaki war 2019 mit dem Pritzkerpreis geehrt worden.
Quelle: Pritzker Architecture Prize
Pritzker-Preisträger 2019: Der japanische Architekt Arata Isozaki.
„Isozaki wird von seinen internationalen Kollegen als Visionär gepriesen“, hiess es damals in der Medienmitteilung. Seine Architektur stütze sich auf ein tiefes Verständnis nicht nur der Architektur, sondern auch der Philosophie, Geschichte, Theorie und Kultur, hielt die Jury dazu fest. „Er hat Ost und West zusammengebracht, nicht durch Nachahmung oder als Collage, sondern in dem er neue Wege beschritten hat.“
Werke von Isozaki finden sich auf der ganzen Welt. Zu den bekanntesten zählen das Museum für moderne Kunst in Los Angeles, das Olympia-Stadion von Barcelona und das Turiner Eishockey-Stadion. Eine seiner Bauten hat übrigens einen Schweizer Bezug: „Ark Nova“, eine portable, aufblasbare Konzerthalle, die er in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler Anish Kapoor entworfen hatte. Sie geht auf eine Initiative des „Lucerne Festival“-Intendanten Michael Haefliger und Masahide Kojimoto, Präsident von Kajimoto Music, zurück und war dem Erdbeben von Fukushima in den zerstörten Gebieten auf Tournee.
Geprägt vom Wiederaufbau von Japan
Dass sich Isozaki für die Menschen in den von der Katastrophe heimgesuchten Regionen engagiert hatte, dürfte nicht von ungefähr kommen. Der 1931 in Ōita auf der Insel Kyushu geborene Architekt war vom Wiederaufbau Japans nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt.
„Als ich alt genug war, um die Welt zu verstehen, wurde meine Heimatstadt niedergebrannt. Auf der anderen Seite der Küste wurde die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen“, wurde er in der Medienmitteilung zum Pritzkerpreis zitiert. Er sei gewissermassen auf Ground Zero aufgewachsen. „Es gab nur Ruinen, es gab keine Architektur, keine Gebäude und nicht einmal eine Stadt. Ich war nur von Baracken und Bunkern umgeben. Meine erste Erfahrung mit Architektur war damit die Leere der Architektur. Ich begann zu überlegen, wie die Menschen ihre Häuser und Städte wieder aufbauen könnten.“ (mai)