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Die Fiberglass Chairs gehören zu den wenigen Beispielen einer gelungenen Synthese aus formaler und technischer Innovation. Erstmals in der Designgeschichte nutzten Charles und Ray Eames die freie plastische Verformbarkeit des Kunststoffs für die Entwicklung einer komfortablen, dem menschlichen Körper angepaßten Sitzschale. Die Idee einer dreidimensional verformten Schale geht zurück auf einen Entwurf von 1940. Der ursprüngliche Versuch, die Schale aus Sperrholz zu fertigen, scheiterte jedoch an den extremen Belastungen, denen das Material bei der Verformung ausgesetzt ist. Erst die Anwendung der neuartigen Fiberglas-Technologie brachte den gewünschten Erfolg. 1950 gingen die ersten Fiberglass Chairs in Produktion.
Nach langjährigen Experimenten hatten Charles und Ray Eames ihr Ziel erreicht: ein industriell produzierbarer Stuhl, der preiwert, robust und bequem ist. Die Fiberglass Chairs gibt es mit einer A-Schale (»armchair«) oder einer S-Schale (»side chair«) auf verschiedenen Untergestellten, zum Beispiel der berühmten »Eiffel Tower« base. Bis 1968 produzierte Herman Miller auch eine Schaukelstuhlversion. Jeder Mitarbeiter, der ein Kind erwartete, erhielt sie bis 1984 als Geschenk.
Die hier angebotene Miniatur von Vitra (Maßstab 1:6) besteht aus einer Kunststoffschale in off-white und einem Eisendraht-Untergestell "eiffel Tower".