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Karl Glatt
1912 - 2003
1912 - kommt Karl Glatt als zweites von fünf Kindern von Gustav und Anna Marie Glatt-Gisin zur Welt. Als er sieben Jahre alt ist, zieht die Familie nach Birsfelden, wo er seine Kinder- und Jugendjahre verbringt. Eine Grafiklehre an der Basler Gewerbeschule bricht er ab und geht nach Wien.
1932 - 1934 - Er wird Meisterschüler von Professor Sterrer an der Wiener Kunstakademie. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz hält er sich viel in den Bergen auf und reist und wohnt auch in Südfrankreich. Bei ersten Ausstellungen mit Künstlerfreunden trifft er seine spätere Frau Lucie Notz.
1937 - wird er in Basel sesshaft.
1941 - heiratet er Lucie. Das Paar bekommt zwei Kinder, Aglaya und Markus. Er wird Mitbegründer des Kreis 48, tritt später in die Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSAMBA) ein und wird Mitglied der eidgenössischen Kunstkommission.
1956 - kauft er ein kleines Jurahaus. Damit bekommt die Familie nicht nur einen festen Ferienort, sondern Karl als Maler einen Standort für seine Landschaftsmalerei. Für Viele steht er für die Darstellung der Juralandschaft, die er zeitlebens abbildet. Auch als Porträtist wird er geschätzt. Ferner gestaltet er Glasbilder, Mosaike und großformatige Wandbilder an und in öffentlichen Gebäuden. Seine Reisen nach Spanien, auf die Balearen und die Kanarischen Inseln inspirieren ihn zu einer Fülle von Aquarellen. Im Lauf der Jahre wandelt sich sein expressiver Stil, wird flächiger, abstrahierender. In dieser Form stellt er eine Vielfalt von Themen dar: Schriftbilder, Selbstbildnisse, Atelierbilder, Familienbilder, Stilleben, Blumen, Liebespaare, Schwimmer, vegetative Formen und Farben.
1996 - Nach 55 jähriger Ehe stirbt seine Frau Lucie. Ein Blumenstrauß zu ihrem Begräbnis inspiriert ihn zur Darstellung von Bildern, die er „Vegetative Formen und Farben“ nennt. Diese letzte Schaffensperiode des über Achtzigjährigen zeigt eine neue Art seines künstlerischen Ausdrucks.
2003 - im April stirbt Karl Glatt über neunzig Jahre alt.