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Es war das vierte Mal, dass Moura in dem Fall verurteilt wurde. Der Prozess wurde neu aufgerollt. Zweimal war das Urteil annulliert worden. Stang hatte im Norden Brasiliens gegen die illegale Regenwaldabholzung gekämpft und sich für die Rechte der Landlosen eingesetzt. Die damals 73-Jährige wurde am 12. Februar 2005 in der Nähe der Stadt Anapu im Amazonas-Bundesstaat Pará mit sechs Schüssen getötet. Der Fall erregte international Aufsehen.
«Sie (Dorothy Stang) wurde wegen der Landkonflikte auf eine feige Art und ohne Grund ermordet. Die Strafe soll als Beispiel dienen», sagte Richter Raimundo Flexa bei der Urteilsverkündigung nach einer 15-stündigen Verhandlung am späten Donnerstagabend (Ortszeit).
Stang, deren Schicksal 2008 in einem US-Dokumentarfilm gezeigt wurde, lebte 30 Jahre in Brasilien und hatte aus Protest gegen den Irak-Krieg ihre US-Staatsbürgerschaft abgegeben.