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News
Schlangenmeldungen 2020 - Zunahme dank Smartphones
15. Oktober 2020
Mit WhatsApp und über unsere Website gelangen hin und wieder Meldungen von Beobachtungen zu uns. Bei mir, Hans Schmocker, landen vor allem Schlangenmeldungen. 2020 waren betrafen diese:
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17 Kreuzottern (Vipera berus)
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10 Barrenringelnattern (Natrix helvetica)
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4 Schlingnattern (Coronella austriaca), wie auf dem Bildbeispiel (Fotos: Iso Albin)
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1 Würfelnatter (Natrix tessellata)
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1 Äskulapnatter (Zamenis longissimus)
Grasfrösche (Rana temporaria): 2020 - ein gutes Jahr in der Val Susauna
20. Juli 2020
Im Gegensatz zum Vorjahr war es für die Fortpflanzung des Grasfrosches ein sehr erfolgreiches Jahr in der Val Susauna. Trockneten die vor allem vom Schmelzwasser gespiesenen Tümpel in der Val Susauna 2019 noch sehr früh aus, führten sie in diesem Jahr ausreichend Wasser den gesamten Sommer über. So sah es dann an einigen Stellen so aus wie auf dem Bild: Dicht drängten sich die Kaulquappen in die warmen Randzonen der sonnenbeschienen Tümpel.
Im Spätsommer konnte man dann in diesem Gebiet den berühmten "Froschregen" erleben. An verschiedenen Stellen im Tal musste man eine Zeitlang gut darauf achten, wo man seinen Fuss aufsetzte, um nicht auf einen Jungfrosch zu stehen
Mauereidechse (Podarcis muralis) mit Gabelschwanz
16. Juli 2020
Es ist ja bekannt, dass unsere Echsen einen Teil ihres Schwanzes abwerfen können (Autotomie). Es ist nicht so, dass dies nur passiert, wenn eine Echse am Schwanz gepackt wird. Auch unter Stress - aus welchem Grund auch immer - kann eine Eidechse einen Teil ihres Schwanzes abwerfen, auch wenn an diesem gar nicht gezogen wird. Aber manchmal gelingt dieses Abwerfen nicht ganz. Neben dem angebrochenen Stück des ursprünglichen Schwanzendes wächst ein zweites Schwanzstück nach mit dem Ergebnis, dass sich ein Gabelschwanz bildet. Das Bild ist im Südpuschlav entstanden, wo die Mauereidechsen natürlicherweise (autochthon) vorkommen. (Foto: Roland Bodenmann)
Fressen und gefressen werden
4. Juli 2020
Das Bild hat der ehemalige Reptilienkursteilnehmer Stefan Wassmer aufgenommen. Er schreibt dazu: "Der Zwergtaucher hat seinen Jungen einige Fadenmolche verfüttert." Jetzt denken die Amphibienfachleuten natürlich: Fadenmolche? Dann kann dieses Bild aber nicht in Graubünden gemacht worden sein... Richtig! Fadenmolche gibt es Graubünden nirgends.
Dass dieser Zwergtaucher ausgerechnet Molche an seine Jungen verfüttern muss! Auf diesen natürlich nicht ernst gemeinten Hinweis meinte Stefan Wassmer: "Ich habe aber auch schon Filmaufnahmen aus der Schweiz gesehen, wie alte Seefrösche junge Zwergtaucherli fressen." Eben, siehe Titel! (Foto: Stefan Wassmer)
Barrenringelnatter - das grosse Werben um die Weibchen
20. April 2020
Das Bild links wurde im Bündner Rheintal aufgenommen, aber nicht im Talboden, sondern auf fast 1400 m ü. M. Auf dieser Höhe ist der 20. April als früher Paarungszeitpunkt für die Barrenringelnatter (Natrix helvetica) zu betrachten.
Typisch ist, dass sich oft mehrere Männchen um ein Weibchen bemühen. Sind es auf dem Bild vier, fünf oder sechs Männchen, die sich für das grosse Ringelnatterweibchen interessieren?
Zu beachten ist der Grössenunterschied: Während die Weibchen der Barrenringelnatter bei uns Längen von gut 120 cm erreichen können, werden Männchen nur ganz selten grösser als 80 cm. (Foto: Fausto Mazzoleni)
Die Kreuzottern sind in diesem Jahr früh dran
12. April 2020
Die Paarungszeit für die Kreuzottern findet im Oberengadin meist Ende April oder Anfang Mai statt. Dieses Jahr konnte man die ersten Paarungsaktivitäten schon vor Mitte April feststellen. Auf dem Bild bemühen sich zwei graue Männchen um das braune Weibchen. Manchmal hat man den Eindruck, dass ein Männchen ein Weibchen bewacht, damit kein anderes Männchen zum Zug kommt. Doch klappt das meist schlecht, hat man doch herausgefunden, dass die Jungen eines Weibchens meistens zwei oder gar drei Väter haben.
Strasseninstandsetzung bei Tavanasa: umfangreiche Amphibienschutzmassnahmen
15. März 2020
Das Projekt für die Instandsetzung der Oberalpstrasse im Abschnitt zwischen dem Anschluss Andiasterstrasse bis Tavanasa ist von der Regierung genehmigt worden. Da die Oberalpstrasse innerhalb des Projektabschnitts auf einer Länge von 2,8 Kilometern eine wichtige Amphibienzugstrecke kreuzt, sind im Projekt verschiedene Amphibienschutzmassnahmen vorgesehen. Das Gebiet grenzt ebenfalls an ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Die Kosten des Bauvorhabens betragen rund 24,6 Millionen Franken.
Weitere Informationen: Link!
Die Zauneidechse - Reptil des Jahres 2020
28. Februar 2020
Die DGHT, die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde, wählt jedes Jahr das Reptil oder den Lurch des Jahres. Die Schweiz, Österreich und Liechtenstein und Luxemburg machen bei dieser Wahl auch mit. Für 2020 fiel die Wahl auf die Zauneidechse. Wie jedes Jahr wurden auch für diese Echsenart interessante Begleitmaterialien bereitgestellt, die im Internet angeschaut und auch heruntergeladen werden können.
bigra-Tag 2020: TümpelGRuppen-Sitzung und 9. bigra-Tagung
15. Februar 2020
Wie es Tradition ist, starteten wir das neue bigra-Jahr mit dem bigra-Tag 2020, neu diesmal in Jenins. Ging es am Vormittag bei der Sitzung der TümpelGRuppe um Informationen zu Amphibienfragen, folgte am Nachmittag die 9. bigra-Tagung mit 10 Kurzreferaten zu einem bunten Themenstrauss (Kurse, Alpensalamander, Giftschlangenbisse usw.). Fast 40 Leute waren anwesend, die sich in der Pause und beim abschliessenden Apéro austauschten und neue Kontakte knüpften. Wer zum Tagesablauf mehr wissen möchte, kann hier das detaillierte anschauen.
Webfauna-Melderinnen und -Melder
12. Februar 2020
Unsere Adressliste ist mit den Jahren immer mehr angewachsen. Ende Januar 2020 wurden erstmals auch Leute mit unserem bigra-Rundbrief bedient, welche in den letzten Jahren ihre Reptilien- und Amphibienbeobachtungen aus Graubünden über die Webfauna ans die zentrale Schweizer Fauna-Datenbank gemeldet haben. Über zwanzig Rückmeldungen waren positiv, und die Adressen konnten neu in unsere Liste aufgenommen werden. Ein Beispiel: Sehr erfreut war der Aargauer Martin Brügger über den bigra-Rundbrief. 2019 hatte er im Unterengadin Kreuzottern beobachtet und auf Webfauna gemeldet. Links: eines seiner Kreuzottern-Bilder.