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Wie die IEA am 30. Mai 2011 bekannt gab, wurden im letzten Jahr 30,6 Gigatonnen des Treibhausgases emittiert. Dies entspricht einer Zunahme von 5% seit dem letzten Rekordjahr 2008 (29,3 Gigatonnen). Der stetige Anstieg wurde 2009 einzig von der Weltwirtschaftskrise unterbrochen. Den rasanten Anstieg verursachten vor allem Länder, die nicht der OECD angehören – allen voran China und Indien. Rechnet man die CO2-Emissionen auf die Einwohnerzahl um, so liegen allerdings die OECD-Staaten mit 10 t pro Kopf immer noch weit vor China (5,8 t pro Kopf) und Indien (1,5 t pro Kopf).
Rückschlag im Kampf gegen Klimaerwärmung
Der Chefökonom der IEA, Fatih Birol, sprach bei der Präsentation der Ergebnisse von einem herben Rückschlag für das Ziel, die globale Erwärmung auf 2°C zu begrenzen. Denn um dieses Ziel zu erreichen, dürften im Jahr 2020 maximal 32 Gigatonnen CO2 ausgestossen werden. Die jährlichen Emissionen müssten also in den nächsten zehn Jahren in etwa gleich hoch bleiben wie 2010. Für die IEA ist das wenig realistisch: Sie geht davon aus, dass 80% der für das Jahr 2020 prognostizierten Emissionen des Elektrizitätssektors unvermeidbar sind, da sie aus fossil befeuerten Kraftwerken stammen, die bereits in Betrieb oder im Bau sind.
Quelle
D.S. nach IEA, Medienmitteilung, 30. Mai 2011