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Michael Sanderling zählt zu den herausragenden Dirigenten seiner Generation. Mit Beginn der Saison 2021/22 wird er Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters. Er zeichnet sich insbesondere durch seine außergewöhnliche musikalische Integrität und Tiefe aus und hat sich für seine objektive Annäherung an die Musik international einen Namen gemacht.
In Berlin geboren, begann er seine Karriere als Cellist, bevor er sich mehr und mehr dem Dirigieren zuwandte. Der überaus vielseitige Künstler hegt eine besondere Leidenschaft für transparenten Klang, differenzierteste Dynamik und klare Strukturen. Im Juli 2019 beendete Michael Sanderling nach acht höchst erfolgreichen Jahren seine Tätigkeit als Chefdirigent der Dresdner Philharmoniker. In diese Ära fallen die Einspielung sämtlicher Sinfonien von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch sowie 345 Konzerne in 78 Ländern.
Darüber hinaus ist Michael Sanderling ist musikalischer Partner vieler hervorragender Orchester. Mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Münchner Philharmonikern, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Guerzenich Orchester Köln und den Sinfonieorchestern des SWR und des WDR ist Michael Sanderling als Gastdirigent eng verbunden. Sein Debüt gab er kürzlich bei den Berliner Philharmonikern und beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Demnächst dirigiert er erstmalig das San Francisco Symphony Orchestra, das Indianapolis Symphony Orchestra, das Hong Kong Philharmonic Orchestra und das BBC Scottish Symphony Orchestra.
Als Operndirigent trat er an der Oper Köln mit der Neueinstudierung von Sergej Prokofjews «Krieg und Frieden» sowie it Philip Glass’ «The Fall of the House of Usher» in Potsdam in Erscheinung.
Der gebürtige Berliner ist einer der wenigen, der aus dem Orchester heraus eine höchst erfolgreiche Dirigentenkarriere verwirklichen konnte. Mit 20 Jahren wurde er im Jahre 1987 Solo-Cellist des Gewandhausorchesters Leipzig unter Kurt Masur, von 1994-2006 war er in gleicher Position im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Als Violoncello-Solist gastierte er u.a. beim Boston Symphony Orchestra, beim Los Angeles Philharmonic und beim Orchestre de Paris. Mehrere CD’s mit Werken von Dvorak, Schumann, Schostakowitsch, Prokofjew und Tschaikowski repräsentieren sein Schaffen als Cellist. Seit 2010 tritt Michael Sanderling nur noch in Ausnahmefällen als Violoncello-Solist öffentlich in Erscheinung.
Als Dirigent trat Michael Sanderling Jahr 2000 in einem Konzert des Kammerorchesters Berlin erstmals an das Dirigentenpult - und fing Feuer. Als Sohn des legendären Kurt Sanderling mit dem Dirigentenhandwerk von klein auf vertraut, übernahm Michael Sanderling immer mehr Dirigate und wurde 2006 zum Chefdirigenten und künstlerischem Leiter der Kammerakademie Potsdam ernannt.
Eine Herzensangelegenheit ist Michael Sanderling die Arbeit mit dem musikalischen Nachwuchs. Er unterrichtet als Professor an der Musikhochschule Frankfurt/Main und arbeitet regelmäßig mit dem Bundesjugendorchester, dem Jerusalem Weimar Youth Orchestra, der Jungen Deutschen Philharmonie sowie mit dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester zusammen. Von 2003 bis 2013 war er der Deutschen Streicherphilharmonie als Chefdirigent verbunden. Sein musikalischer Horizont reicht von Bach und Händel über Beethoven und Schostakowitsch bis hin zu inzwischen zahlreichen Uraufführungen.