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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Fachkräfte-Initiative das inländische Fachkräftepotenzial besser zu nutzen, indem er die Chancen der Alleinerziehenden auf dem Arbeitsmarkt durch gezielte Weiterbildung und Nachholbildung nachhaltig verbessert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Von staatlicher Seite her sorgen die Kantone für ein bedarfsgerechtes Angebot an berufsorientierter Weiterbildung (Art. 31 BBG; SR 412.10). Die Kantone haben in erster Linie die Aufgabe, den freien Markt zu beobachten. Sie sind nur dann in der Pflicht, selber aktiv zu werden, wenn ein Marktungleichgewicht herrscht oder aus volkswirtschaftlicher Sicht weitere beziehungsweise andere Bildungsangebote angezeigt sind. Der Bundesrat misst dem Thema Weiterbildung eine hohe Bedeutung zu. Deshalb fördert er die Bildungsangebote über die Pauschalbeiträge an die Kantone (Art. 53 BBG; SR 412.10), die frei über deren Einsatz entscheiden.</p><p>Weiterbildung liegt primär in der Eigenverantwortung der einzelnen Mitarbeitenden. Es ist jedoch auch im Interesse der Arbeitgeber, die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden auf allen Stufen zu fördern. Mit dem neuen Weiterbildungsgesetz soll die hauptsächlich privat organisierte und individuell verantwortete Weiterbildung gestärkt werden. Dabei werden die Rahmenbedingungen optimiert, welche eine individuelle Entwicklung durch Weiterbildung und eine flexible Anpassung der Weiterbildungsangebote versprechen. Direkte staatliche Eingriffe stehen nicht im Vordergrund.</p><p>Erwachsene können auf unterschiedlichen und etablierten Wegen einen Berufsabschluss erlangen. Auch individuell angepasste Lösungen sind möglich. Unabhängig vom gewählten Weg sind erwachsenengerechte Rahmenbedingungen zentral. Diese betreffen neben der Finanzierung auch die Beratung, Information und Begleitung der qualifizierungswilligen Erwachsenen sowie die Struktur der Bildungsangebote. Mit dem Projekt "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" fördert der Bund die Berufsabschlüsse Erwachsener, wobei insbesondere die Rahmenbedingungen überprüft und verbessert werden sollen.</p><p>Alleinerziehende und ihre Kinder, die von Armut betroffen oder armutsgefährdet sind, gehören zu den wichtigen Zielgruppen des nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut. Ihre Situation wird in verschiedenen Programmaktivitäten thematisiert. Pilot- und Modellprojekte von Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen, die sich an diese Zielgruppe richten können, werden unterstützt. Darüber hinaus sind derzeit Studien zum Thema Nachholbildung sowie über kommunale Strategien, Massnahmen und Leistungen zur Prävention und Bekämpfung von Familienarmut in Vorbereitung.</p><p>Ein wichtiges Handlungsfeld der Fachkräfte-Initiative ist die "Nach- und Höherqualifizierung entsprechend den Bedürfnissen der Arbeitswelt". Die Thematik wurde im Frühjahr 2015 in den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen des Bundes und der Kantone verankert, und soll in der BFI-Botschaft 2017-2020 berücksichtigt werden. Unterstützend sollen Studien vertieft Aufschluss geben über die Zielgruppen, deren Potenzial, allfällige Hürden für Erwachsene eine Grundbildung anzugehen und die Erfolgsfaktoren eines solchen Bildungsweges. Die Massnahmen in diesem Handlungsfeld tragen dazu bei, die Rahmenbedingungen für Berufsabschlüsse und Berufswechsel für Erwachsene effizient und erwachsenengerecht zu gestalten. Dies mit dem Ziel, die Abschlussquote zu erhöhen.</p><p>Dem Anliegen der Motionärin wird damit bereits vollumfänglich Rechnung getragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.