Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03252.jsonl.gz/1441

Kopfweh ist nicht gleich Kopfweh: Die Fachwelt unterscheidet zwischen mehr als 200 Schmerztypen. Die vier wichtigsten Kategorien und ihre Symptome.
Ausschlaggebende Symptome bei der Migräne sind nicht nur Kopfschmerzen, sondern Begleiterscheinungen wie Licht-, Lärm- und Geruchsüberempfindlichkeit, aber auch Übelkeit und Erbrechen. Typischerweise treten diese Symptome selten gleichzeitig auf.
Migräneanfälle kann man in vier Phasen aufteilen. Die erste wird Prodromalphase genannt, die Phase, die der Krankheit vorangeht. Sie dauert 24 bis 48 Stunden. Mögliche Symptome sind Heisshunger, Stimmungsschwankungen und erhöhte Urinausscheidung. Als nächstes folgt die Phase der Aura, sie dauert 15 bis 60 Minuten an. Mit der Aura sind migränetypische Symptome gemeint, die nun auftauchen können: Gesichtsfeldausfälle, Flimmern in den Augen, Kribbeln in Händen und Gesicht und Sprachstörungen.
In der dritten Phase beginnt das Kopfweh, dieses kann 4 bis 72 Stunden lang anhalten. Es kommen möglicherweise Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Lärmempfindlichkeit (Phonophobie) dazu. In der Phase vier, der sogenannten Postdromalphase, die nach der Krankheit stattfindet, sind Symptome wie eine Stimmungsänderung möglich, man fühlt sich wie wiedergeboren. Sie dauert etwa 24 Stunden an.
In der Regel treten Cluster- Kopfschmerzen einseitig und am häufigsten nachts zwischen ein und zwei Uhr auf. Meist erleidet man innerhalb von 24 Stunden eine bis drei extrem schmerzhafte Attacken, und dies über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen.
Zu den häufigsten Beschwerden am Kopf gehören Spannungskopfschmerzen. Der initiale Mechanismus der Schmerzentstehung ist unklar. Die Schmerzen umfassen den ganzen Kopf. Es tritt weder Übelkeit noch Lichtempfindlichkeit auf. Die Stärke kann variieren.
Die Ursache bei primären Kopfschmerzen ist nach wie vor unklar, während sekundäres Kopfweh beispielsweise auf Stirnhöhlen- oder Hirnhautentzündungen zurückzuführen oder eine Folge von Ausseneinwirkungen ist. Zu den selteneren Formen von primärem Kopfweh gehören: stechender Kopfschmerz (kurze Dauer, diffuse Verteilung); Hustenkopfschmerz (ausgelöst durch Husten oder Pressen); Präorgasmus und Orgasmuskopfschmerz während sexueller Aktivität; Donnerschlagkopfschmerz, der binnen einer Minute maximale Intensität erreicht.