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Autoimmunerkrankungen und Krebs haben äusserst interessante, für neuartige Therapieansätze nutzbare Parallelen. Tumore, die von endokrinen (hormonproduzierenden) Organen, wie der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse, der Hypophyse oder des Magen-Darm-Traktes, abstammen, zeichnen sich häufig durch eine übermäßige Hormonproduktion aus und behalten dabei oft funktionelle und molekulare Eigenschaften ihres Ursprungsorgans. Von den viel häufiger vorkommenden Autoimmunerkrankungen gegen endokrine Organe (z.B. Typ-1-Diabetes) ist bekannt, dass körpereigene Antikörper hormonproduzierende Zellen oft vollständig zerstören. Dieses Prinzip wird nun genutzt, um endokrine Tumore aus dem gleichen zellulären Ursprung mit spezifischen Immuntherapien anzugreifen, ähnlich wie dies bei Autoimmunerkrankungen geschieht. Zwar wird dabei das ganze Organ zerstört. Im Unterschied zu anderen lebenswichtigen Organen kann die Funktion von endokrinen Organen durch modernen Hormonersatz jedoch wiederhergestellt werden. Damit schlägt das Konsortium, bestehend aus 14 Forschungsgruppen von vier Institutionen, einen eleganten Weg für eine sehr wirksame, spezifische und sichere Therapie ein.