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Die Geschichte der Blue Community
Blue Communities setzen sich für Prinzipien ein, die dabei helfen sollen das Recht auf Wasser und sanitäre Anlagen der UNO einzuhalten und durchzusetzen. Das Blue Community Netzwerk unterstützt sie dabei und koordiniert wenn nötig den Informationsfluss und den Austausch untereinander. Die Prinzipien der Blue Community betreffen sowohl die lokalen Verhältnisse und Politikfelder, als auch die internationalen. Bei beiden sind die partizipativen Strukturen ausschlaggebend, die eine politische Kraft entwickeln sollen.
Das Blue Community Projekt ist eine gemeinsame Initiative der kanadischen Umweltorganisation „Council of Canadians“ und der kanadischen Gewerkschaftsvereinigung „Canadian Union of Public Employees“. Es wurde 2009 geschaffen, um Aktivistinnen und -aktivisten sowie Entscheidungsträgern auf lokaler Ebene zu helfen, ihr Wasser als Gemeingut zu erhalten und zu schützen. Die Wasserquellen wurden damals und auch heute von grossen Wasserfirmen wie Nestlé zu einem geringen Preis ausgebeutet und durch die Suche nach Ölvorkommen verschmutzt.
2011 wurde die Stadt Burnaby in Britisch-Kolumbien die erste Blue Community Kanadas. Die Stadt und die Universität Bern sowie die Kirchgemeinde Johannes in Bern wurden 2013 die ersten Blue Communities ausserhalb Kanadas. Seitdem nimmt die Anzahl der Blue Communities stetig zu. Mittlerweile gibt es in mehreren Ländern Nord- und Südamerikas sowie in weiteren europäischen Staaten Blue Communities. In der Schweiz haben sich seit 2013 rund 40 Kirchgemeinden, Städte, Gewerkschaften, Universitäten und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen der Initiative angeschlossen.