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Die Agglomeration Lugano, eine der grossen städtischen und wirtschaftlichen Realitäten der Schweiz, hat ein ambitiöses Programm der räumlichen Neuorganisation begonnen. 2004 wurden die Baustellen Verkehrsplans des Luganese (PTL) geöffnet, der insgesamt Investitionen von ca. 1 Milliarde CHF für wichtige Infrastrukturbauwerke vorsieht. Neben der Mobilität werden vor allem den Anforderungen der Raumentwicklung besondere Beachtung geschenkt: Die Realisierung des Verkehrsplan bietet die Gelegenheit, das Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr zu entlasten und zu entwickeln und ehemals periphere Gebiete aufzuwerten.
Seit Juli 2012 verbindet ein neuer Strassentunnel das Stadtzentrum direkt mit der Autobahnachse. Diese Verbindung eröffnet dem bisher peripheren Cornaredo neue Entwicklungsperspektiven. Das Neue Quartier Cornaredo, das ca. 1 Million Quadratmeter umfasst, wird damit zum neuen „Eingangstor“ der Stadt Lugano. Es nimmt zudem einen grossen intermodaler Verkehrsknoten mit Parkräumen für die Pendler (Park & Ride) als weitere Massnahme für das Mobilitätsmanagement auf.
Um zu städtebaulich wie auch ökonomisch und funktional attraktiven Lösungen für diese herausfordernde Aufgabe zu gelangen, wird 2004 ein internationaler städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnisse in den Masterplan NQC münden. Der darauf beruhende Interkommunale Nutzungsplan wird im Juni 2010 genehmigt, und seither von der am 15. Februar 2012 eingesetzten Entwicklungsagentur NQC umgesetzt.