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Ausserhalb der Schneesaison beschreibt der Lawinenwarndienst lawinenrelevante Ereignisse in diesem Blog. Im Anschluss an grössere Schneefälle, welche die Kriterien für ein Sommerbulletin erfüllen, wird der Blog aktualisiert. Über neue Blogeinträge können Sie sich in der App WhiteRisk via Push-Notification informieren lassen.
Nachdem der September zunächst recht sonnig und sehr mild verlief, brachte ein Wintereinbruch am 19. September in den Alpen verbreitet Schnee, im Hochgebirge des Westens teils bis zu 50 cm.
Am Samstag, 18. September setzte im Süden schwacher Niederschlag ein, die Schneefallgrenze lag bei rund 3000 m. Am Sonntag, 19. September verstärkte sich der Niederschlag und die Schneefallgrenze sank im Westen am Morgen rasch auf 2000 m, lokal bis auf 1600 m. Im Süden und Osten sank sie im Tagesverlauf gegen 2000 bis 2300 m.
Vom 18. bis zum 20. September fielen oberhalb von rund 2500 m im Norden und Westen 10 bis 20 cm, im südlichen Wallis und im Aletschgebiet bis 30 cm. Im Hochgebirge fielen im Westen 20 bis 40 cm, lokal bis 50 cm Schnee. Der Wind wehte in der Höhe mässig aus West bis Nord, im Simplongebiet zeitweise stark.
Eine geschlossene Altschneedecke lag vor diesen Schneefällen vor allem im vergletscherten Hochgebirge oberhalb von rund 3300 m. Sonst fiel der Schnee verbreitet auf den aperen und noch warmen Boden. Beim Wandern und Bergsteigen sind in hohen Lagen und im Hochgebirge in den nächsten Tagen feuchte Rutsche zu erwarten. Die Mitreiss- und Absturzgefahr sollte beachtet werden. Im vergletscherten Hochgebirge ist eine vorsichtige Routenwahl empfohlen.
Auch die letzten Tage des meteorologischen Sommers passten ins Bild dieses Sommers: erneut war es verbreitet nass. Erstmals seit Mitte Juli sank die Schneefallgrenze zeitweise wieder gegen 2000 m.
Von Samstagmorgen bis Montagmorgen fiel besonders von den Berner Alpen bis ins Liechtenstein, sowie in Nordbünden Niederschlag. Da die Schneefallgrenze gegen Niederschlagsende gegen 2500 m anstieg, wurden folgende Schneemengen erst oberhalb von 2800 m erreicht:
Auch wenn dies unterhalb von 3000 m vielerorts der erste Schnee des nahenden Herbstes war, sind beim Wandern und Bergsteigen im schneebedeckten Gebirge in den nächsten Tagen vor allem im Hochgebirge feuchte Rutsche möglich. Die Mitreiss- und Absturzgefahr sollte beachtet werden.
Nachdem es oberhalb von 3000 bis 3500 m von Ende Juni bis Mitte Juli wiederholt geschneit hatte, fielen vom Montag, 12.07. bis Freitag, 16.07. in diesen Höhenlagen erneut grössere Schneemengen. Die ergiebigen Niederschläge, welche in der ersten Phase von ausserordentlich heftigen, unwetterartigen Gewittern begleitet waren, führten zu einer ausserordentlichen Hochwassersituation.
Die Schneefallgrenze sank am Montag mit dem Einsetzen der Niederschläge von rund 4000 m langsam ab. Am Dienstag sank sie allmählich unter 3000 m, und bis am Dienstagabend am zentralen Alpennordhang bis gegen 2000 m (vgl. Abb. 1.1). Danach stieg sie tagsüber jeweils an und erreichte am Donnerstag- und Freitag wieder gebietsweise 3000 m.
Oberhalb von 3500 m fielen in Summe von Montagnachmittag bis Freitagnachmittag (vgl. Abb. 1.2):
Unterhalb von 3500 m nahmen die Neuschneemengen deutlich ab, unter 3000 m schmolz der sehr wenige Neuschnee rasch weg.
Am Mittwoch wurde ein Lawinenbulletin publiziert, welches vor erheblicher Lawinengefahr im Hochgebirge der Hauptniederschlagsgebiete warnte. Diese dürfte ab Sonntag allmählich abnehmen. Die Lawinensituation sollte in den höchsten Lagen aber auch danach noch vorsichtig beurteilt werden.
Gefahrenentwicklung
Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.