Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/2669

FERIEN MARTINIGUE
Ferien auf Martinique
Im März 2018 haben wir unsere Ferien auf Martinique verbracht.
Unser Hotel hatten wir im Süden der Insel - "Pierre & Vacances".
Eine tolle französische Hotelanlage, mit allem Drum und Dran. Gebucht haben wir wie immer nur das Frühstück, so dass wir abends auswärts essen konnten.
Unterwegs waren wir mit einen Audi A3 Cabriolet, was wir sehr genossen haben.
Martinique
Martinique (Quelle) ist eine Insel in der Karibik und gehört zu den kleinen Antillen – genauer gesagt zu den Inseln über dem Winde. Sie ist ein Überseedepartement und eine Region Frankreichs.
In der Sprache der Ureinwohner wurde die Insel Madinina (Blumeninsel) genannt, diese Bezeichnung wird auch heute noch oft von den Einheimischen verwendet.
Martinique ist ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der Europäischen Union.
Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean 25 km südlich von Dominica und 37 km nördlich von St. Lucia. Sie liegt ungefähr 6.850 km von Paris und 3.150 km von New York entfernt sowie 440 km vor der Küste Venezuelas.
Die Insel hat eine Länge von 73 km und eine Breite von 39 km. Die Küstenlinie ist rund 350 km lang. Die Insel ist bergig. Im Norden der Insel liegt der Vulkan Montagne Pelée, der eine Höhe von 1.397 m hat.
9,4 % der Landfläche der Insel ist verstädtert. Landwirtschaft wird auf 11,3 % der Fläche betrieben.
Das Klima ist tropisch und die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober. Der Norden ist feucht mit einer üppigen Vegetation. Im Süden ist das Klima trockener, dort befinden sich auch die meisten touristischen Ziele. Die mittleren Lufttemperaturen liegen im Januar und Februar zwischen min. 21 °C und max. 27 °C, im August und September zwischen min. 24 °C und max. 30 °C. Die Monate Juni bis November zeichnen sich durch hohe Luftfeuchtigkeit aus.
Der Februar hat im Mittel 12 Regentage, der Juli 22. Die Wassertemperatur kann im Juli bis Oktober 28 °C überschreiten und liegt auch im Februar nicht unter 26 °C. Zwischen Juni und November können Wirbelstürme auftreten.
Nachfolgend nun eine Zusammenfassung der Reise und der Ferien.
Der Hinflug
Am 16. März 2018 sind wir von Basel / Mulhouse nach Paris Orly geflogen - in einem Propellerflugzeug der Air France.
In Paris angekommen hatten wir sehr wenig Zeit den Terminal zu wechseln. Die Franzosen waren sehr nett und machen uns Platz in der sehr langen Warteschlage, die wir überholen mussten um den Flug nicht zu verpassen.
Von Paris Orly flogen wir dann in einer Boeing, ca 8 Stunden nach Martinique.
Die Fotos wurden mit dem Handy aufgenommen. Diejenigen, die aus dem Flugzeug aufgenommen wurden sind unscharf, da sich über den Karibik-Inseln oft Dunst befindet.
Besuch des Bananen-Museums
Es gibt so viel mehr Bananensorten als die bekannte Chiquita-Banane und hier kann man einige der gut 300 verschiedenen Sorten bestaunen und viel über sie lernen.
Zunächst geht man durch eine interessante Ausstellung, wo man umfassend informiert wird über alles zum Thema Bananen. Von der Pflanzengattung über die Geschichte des Anbaus, die Ernte und den Transport der Frucht in unsere Lebensmittelmärkte.
Die Tafeln sind sowohl auf Französisch und Englisch.
Anschliessend geht der Besuch mit einem Spaziergang durch den weitläufigen Park weiter, wo man verschiedenste Bananenpflanzen bestaunen kann. Die Anlage ist schön und einladend gemacht und es gibt viel zu lernen und zu staunen. Auf der Rückfahrt haben wir die angrenzenden Bananenplantagen mit anderen Augen gesehen.
Besuch der Rumdestillerie "Rhum J.M"
Im Norden der Insel haben wir die Destliierie "Rhum J.M" besucht.
Nachfolgend etwas zum Rum:
Rum (Quelle) ist ein alkoholisches Getränk. Er wird aus Melasse des Zuckerrohrs hergestellt.
Rum wird in der Karibik, in Mittelamerika, Südamerika sowie den Philippinen, Australien, Madagaskar, Mauritius, Indien, Réunion, den Kanaren, Kap Verde und in einigen anderen Ländern produziert.
Rum entstand im 17. Jahrhundert als Abfallprodukt des Zuckerrohranbaus, der Entstehungsort ist nicht ganz sicher. Die britische Kolonie Barbados wird am häufigsten als Entstehungsort genannt. Sehr früh wurde Rum auch in kleinen Mengen exportiert. Zu den ersten Berichten von Rum gehört eine Erwähnung durch den britischen Seekapitän John Josselyn, der im September 1639 von einem Dinner auf einem Schiff vor der Küste des heutigen Maine berichtete, bei dem ihm ein anderer Kapitän mit Rum zuprostete.
Die erste urkundliche Erwähnung fand das Getränk um 1650. Die Entwicklung des Rums ist eng verbunden mit dem Zuckerrohranbau. Zucker stellte im 17. Jahrhundert ein so wertvolles landwirtschaftliches Produkt dar, dass das Vermögen der zuckeranbauenden Plantagenbesitzer auf der kleinen Insel Barbados das der übrigen Kolonialisten in Nordamerika um ein mehrfaches übertraf.
Erste Exporte von Rum gab es bereits 1638. Die geschätzten 4 Millionen Liter Rum, die um 1655 auf Barbados produziert wurden, wurden jedoch fast ausschließlich auf der Insel und angrenzenden Kolonien europäischer Siedler konsumiert. Selbst 1698 betrug der Export nach England noch nicht einmal 1000 Liter.
Die geringe Exportmenge nach Europa hängt möglicherweise mit der geringen Qualität des Produktes zusammen. Besucher der Karibik beschrieben den Geschmack in den ersten Jahrzehnten dort produzierten Rums durchgängig als unangenehm. Allmählich entwickelte sich jedoch eine Nachfrage unter den Kolonialisten auf dem nordamerikanischen Festland. Um 1730 exportierte Barbados bereits mehr als 3 Millionen Liter dorthin.
Aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt auch die Assoziation von Rum mit Piraterie: Zu der Beute der zwischen der amerikanischen Ostküste und den Bahamas kreuzenden Piraten gehörte regelmäßig Rumfässer, die von der Karibik nach Nordamerika transportiert werden sollten. Blackbeard, einer der bekanntesten Piraten jener Zeit, war auch für seinen ungewöhnlich hohen Rumverbrauch bekannt. Auch heute werben noch einige Rummarken wie beispielsweise Captain Morgan noch mit einer Piratenfigur.
Guter Rum zeichnet sich im Gegensatz zu den meisten anderen Zuckerrohrbränden durch eine lange Reifung in Holzfässern aus, ähnlich Whisky oder Cognac. Je länger das Destillat im Holzfass reift, desto abgerundeter erscheint sein aromatisches Geschmacksbild. Ein Nebeneffekt ist die erst gelbliche, dann braune Färbung, die das zunächst farblose Destillat dabei annimmt.
click me
Besuch des botanischen Gartens auf Martinique
Der botanische Garten von Balata (Quelle) wurde Ende des 20. Jahrhunderts angelegt und zählt zu den schönsten Gärten der Karibik. Auf einer Fläche von etwa 3 Hektar werden Blütenpflanzen und Palmen aus aller Welt zur Schau gestellt.
Der botanische Garten von Balata („Jardin de Balata“) ist eine etwa 3 Hektar grosse private Gartenanlage auf der französischen Karibikinsel Martinique. Er befindet sich in Richtung Balata etwa 10 km von Martiniques Hauptstadt, Fort-de-France, entfernt und zählt mit seiner Pflanzenwelt aus der ganzen Welt zu den spektakulärsten Gärten der Karibik.
Wer durch den botanischen Garten von Balata schlendert, weiss sofort, warum Martinique auch „isle des fleurs“, Blumeninsel, genannt wird. Liebevoll angelegte Wege schlängeln sich durch malerisch geformte Blumenbeete und Palmenhaine. Der botanische Garten von Balata enthält etwa 3‘000 verschiedene tropische Pflanzenarten, die aus der ganzen Welt zusammengesammelt wurden.
Ein Höhepunkt ist die Hängebrücke, die sich in Teilabschnitten gegliedert, durch die ganze Parkanlage schlängelt.
300 verschiedene Palmenarten gedeihen im Garten und spenden den Besuchern angenehmen Schatten vor der karibischen Sonne. Neben den karibisch charakteristischen Palmen werden auch Zierbananen, Bambus und die aufgrund ihres Tropenholzes beliebten Mahagoni-Bäume kultiviert. Unter ihren Wipfel können farbenprächtige Orchideen, Bromelien und Begonien, in unglaublicher Anzahl ihre prachtvollen Blüten entfalten.
click me
Besuchs des Zoos auf Martinique
Der Zoo liegt idyllisch gelegen und eingebettet in einer alten Rumdestillerie aus dem 19. Jahrhundert.
Etwas ganz besonderes waren die beiden Raubkatzen - der Jaguar und der schwarze Panther.
Die in 1643 gegründete Zuckerplantage (Quelle) des Kapitäns Latouche ist wohl das älteste Gutshaus auf der Insel Martinique. Die Plantage befindet sich in der Nähe der Bucht Latouche, auf dem Gemeindegebiet von Le Carbet.
Von diesem ehemaligen Gutshaus sind noch schöne Ruinen über, das meiste wurde aber bei dem schlimmen Ausbruch des Vulkans Pelée am 8. Mai 1902 zerstört, bei dem auch die unweit liegende Stadt Saint-Pierre verwüstet wurde. Dieses große Anwesen, das von dem Fluss Anse Latouche durchquert wird, ist heute ein wunderschöner botanischer Garten, der von dem Landschaftsgärtner Jean-Philippe Thoze ausgedacht wurde, der auch schon das Design für den Balata-Garten entworfen hatte.
Bei einem äusserst angenehmen Spaziergang erkunden Sie neben den Ruinen des Herrenhauses, der ehemaligen Destillerie, der Indigo- und Maniokpflanzenzucht auch eine wunderschöne Folge von Palmen, Kakteen, Orchideen, Bromeliengewächsen und anderen tropischen Pflanzen! Ein kleines Pflanzenparadies, in dem die Ruinen der Vergangenheit besonders schön betont werden…
Seit Juli 2014 befindet sich auf dem Anwesen des Gutshauses Latouche auch ein sehr schöner Tierpark: der Zoo von Martinique. Affen, Pumas, Jaguare sowie Waschbären, Leguane und Loris können in aller Ruhe entlang des angelegten didaktischen Parcoures betrachtet werden.
Nebst den Zootieren kann man sich an der üppigen Natur erfreuen und an der Erzählung der Geschichte der alten Destilliere.
click me
Heimreise
Am 26. März 2018 waren unsere Ferien auf Martinique beendet und wir flogen zurück nach Europa.
Beim check in für den Rückflug teilte man uns mit, dass das Flugzeug ausgebucht sei und wir erhielten ein sog SB (stand by) Ticket, ohne Sitznummer.
Das Ganze erledigte sich dann, nachdem alle eingecheckt hatten und man doch noch zwei Plätze für uns fand.
Conny in der Reihe 16, ich in der Reihe 52..
Wir bereits auf dem Hinflug waren wir auch dieses Mal in Eile, das Boarding nicht zu verpassen - man hat uns sogar über Lautsprecher ausgerufen.
Erst im Flugzeug wurde uns der Grund für die Aufregung klar. Der hintere Teil des Flugzeugs wurde kurzerhand in ein Spital umfunktioniert. Mit Ärzten, Infusionen usw. Da sind die Franzosen gleich wie die Amerikaner - Landsleute werden ohne Wenn und Aber einfach ausgeflogen.
Der Rückflug nach Basel / Mulhouse erfolgte via Paris Orly.
Ein grosses Merci an Amina vom "First-Reisebüro" aus Frankfurth. Amina hat auch dieses Mal wieder, unsere Ferien toll organisiert.