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Ökonom Eichenberger sieht und erklärt die Welt wissenschaftlich aus seiner Sicht auf den Zürichsee. Ein afrikanischer Bauer, der von seinem Land vertrieben wurde und in einer erbärmlichen Vorstadtsiedlung nicht weiss, wie er seine Familie ernähren kann, sieht die Welt anders und erklärt sie (ja, ebenfalls als Homo oeconomicus) auch ganz anders. Was die Europäer in Vergangenheit und Gegenwart in Komplizenschaft mit lokalen Eliten und mit strukturierten Finanzprodukten ihm und seinem Land an Leid, Kosten und Verhinderung von Entwicklung und Wohlstand verursacht haben und verursachen (die Geprellten könnten auf entgangene Profite in Trilliardenhöhe klagen), rechnen Ökonomen nicht. Dafür reicht ihr Zählrahmen nicht, und dazu müssten sie die Geschichte mitberücksichtigen. Eine solch ganzheitliche Wissenschaft wird auch nicht gelehrt und wäre nicht populär. Sie müsste unbequeme Forderungen stellen: die Beseitigung der modernen Formen von Kolonialismus und Ausbeutung. Und statt dass die Immigranten zur Kasse gebeten werden, müssten die Nutzniesser der Geschichte allermindestens 4000 bis 5000 Franken pro Jahr Wiedergutmachung zur Entwicklung der geplünderten Länder bezahlen. Dann ginge die Zuwanderung zurück. Alle würden profitieren. Aber wer will das schon?
José Balmer, Tafers