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Paul S. war seit zehn Jahren als Geschäftsführer eines globalen IT-Unternehmens tätig. Er war Mitte 50 und konnte auf eine langjährige und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er gehörte zu jenem Typus Mensch, den man in der Branche gemeinhin als Dinosaurier bezeichnet, und der sich bis jetzt noch über jede Krise hinwegretten konnte. Diesmal aber sollte alles anders kommen.
Es begann damit, dass die Umsätze innert Wochen um fast 30 Prozent einbrachen. Und dann wurde just in dieser Zeit in der Europazentrale auch noch sein Chef entlassen, mit dem er seit Jahren ein enges Vertrauensverhältnis pflegte. Mit dem neuen Vorgesetzten verstand er sich auf Anhieb nicht, hätten die beiden doch gegensätzlicher nicht sein können. Da war Paul S., ein erfahrener Manager, der Entscheidungen gerne aus dem Bauch heraus fällte. Und auf der anderen Seite war da ein technokratischer Jungmanager, für den die Mitarbeiter nichts weiter als ein Kostenfaktor auf einem Spreadsheet waren und die Gewinnmaximierung an erster Stelle stand. Sein Hang zur Effizienzsteigerung zeigte sich auch in der Art, wie er seine Nachrichten verfasste, jeweils nämlich möglichst kurz und sachlich. So dachte sich Paul S. deshalb nichts dabei, als er eines Abends eine dieser knackig formulierten Botschaften in seiner Mail-Box vorfand, die wie folgt lautete: «Bin morgen in Zürich! Bitte alle Termine canceln. Will mit dir den Forecast besprechen!»