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Jonathan Robin Meese (*23.1.1970 Tokio) ist ein deutscher Künstler. Seine Werke umfassen Malerei, Skulpturen, Installationen, Performances, Collagen, Videokunst und Theaterarbeiten. Dabei thematisiert er überwiegend Persönlichkeiten der Weltgeschichte, Ur-Mythen und Heldensagen. Jonathan Meese lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin. Ab 1999 nahm Meese an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Dabei wurden besonders Rauminstallationen und Performances gezeigt. Im Zentrum seines Oeuvres steht Meese selbst; ob in Form von Selbstporträts oder verkleidet in persona, in Aktionen, Collagen, Bildern und Zeichnungen. Die thematischen Inhalte entstammen überwiegend dem Nationalsozialismus, daneben gibt es sprachliche und theatralische Bezüge zur deutschen Philosophie- und Literaturgeschichte.
Jonathan Meese wurde als drittes Kind seiner Eltern, einer Deutschen und eines Walisers, in Tokio, Japan, geboren. Seine Mutter, die in Stuttgart geborene Brigitte Renate Meese, Geburtsname Wetzler, kehrte mit den Kindern und ohne den Vater (er starb 1988) nach Deutschland zurück. Da Meese nach seiner Rückkehr nach Deutschland nur Japanisch sprach, hatte er Anpassungsschwierigkeiten.
1989 machte Meese sein Abitur an der Stormarnschule im holsteinischen Ahrensburg. Als ein „Spätentwickler“ war er mit 22 Jahren auf dem Entwicklungsstand eines 16-Jährigen.
Das Interesse für Kunst begann im Alter von 22 Jahren. Zu seinem Geburtstag wünschte er sich Zeichenblock und Buntstifte. Darauf folgten Zeichen- und Radierkurse.
Meese studierte von 1995 bis 1998 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Franz Erhard Walther, brach das Studium jedoch ohne Abschluss ab. Der Maler Daniel Richter empfahl seinen Freund Meese den Galeristen Nicole Hackert und Bruno Brunnet von der Berliner Galerie „Contemporary Fine Arts“, woraufhin diese den jungen Künstler unter Vertrag nahmen und dies bis heute seine wichtigste Galerie geblieben ist.
2004 wandte sich Meese auch der Theaterbühne zu.
Bei der art KARLSRUHE 2017 bekam er den Hans-Platschek-Preis überreicht.