Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/92300

<h2>SubmittedText<h2><p>Wie ich erfahren habe, sollen alle gemeinsamen Grundkurse im Rahmen der Master-Studiengänge (auf Französisch "maîtrise" und eingedeutscht "Magister") für die ganze Westschweiz in Lausanne abgehalten werden. Am Anfang war vorgesehen, dass diese Konzentration in Lausanne nur für den Engineering-Studiengang gelten soll. Jedoch scheint es nun, dass auch die Kurse der anderen Studiengänge, namentlich Wirtschaft und soziale Arbeit, mit Ausnahme der bildenden Künste, in Lausanne gegeben werden, obschon dort anscheinend zu wenig Unterrichtsräumlichkeiten zur Verfügung stehen. Die Fachhochschule der Westschweiz (HES-SO) hat dazu gesagt, dass die Wahl Lausannes als einziger Standort vom Bund verlangt wurde.</p><p>Warum hat der Bundesrat auf einem einzigen westschweizerischen Standort für die Pflichtkurse der Master-Studiengänge bestanden, wo es doch durchaus möglich gewesen wäre, die Kurse auf mehrere Fachhochschulen in der Westschweiz zu verteilen, z. B. in Yverdon-les-Bains, Freiburg, Neuenburg usw.?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) bestimmt und akkreditiert die Studiengänge (Art. 16 Abs. 3 und 17a Abs. 2 des Fachhochschulgesetzes vom 6. Oktober 1995; SR 414.71). Die Anforderungen an die Führung von Master-Studiengängen werden in der Vereinbarung zwischen dem Bund und den Kantonen über den Aufbau von Master-Studiengängen an Fachhochschulen vom 24. August 2007 (SR 414.713.1) näher ausgeführt. Das EVD hat sich weder bei der HES-SO noch bei einer anderen Fachhochschule zum Standort eines Master-Studiengangs oder zu den Örtlichkeiten der Durchführung eines Teils des Angebotes (troncs communs) geäussert. Massgebend für die Bewilligung waren vielmehr namentlich der Nachweis der erforderlichen Mindestanzahl Studierender, ein stufengerechtes Kompetenzprofil, die Abstützung auf einen Forschungsschwerpunkt von mindestens nationaler Bedeutung und eine optimale Aufgabenteilung und Kooperation, wenn sich aus der Zusammenarbeit ein finanzieller oder qualitativer Nutzen ergibt. Im Weiteren ist die Subventionierung der Infrastruktur einer Fachhochschule (einschliesslich Mieten) durch den Bund davon abhängig, dass die Angebote auch räumlich zweckmässig, wirtschaftlich und effizient ausgestaltet sind.</p><p>Standortentscheide sind demgegenüber Sache der Fachhochschulen. Die Fachhochschulen haben zur Förderung der Schwerpunktbildung unterschiedliche Formen von Kooperationen gewählt und dabei auch Standortentscheide innerhalb einer Fachhochschule oder über die Fachhochschulgrenzen hinaus getroffen. Diese Entscheide bildeten eine wesentliche Grundlage, um die Anforderungen für die Bewilligung von Master-Studiengängen zu erfüllen und die auf Master-Stufe angestrebte Exzellenz zu erreichen.</p>  Antwort des Bundesrates.