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Wieder tot? Es gibt eine Reihe von Relikten aus den PC-Anfangszeiten, die die Kunst beherrschen, periodisch - meist mit grösserem Mediengetöse - Wiederauferstehungen zu feiern und dann wieder still zu sterben. Immer wieder. Meistens kamen diese Wiederauferstehungen zustande, weil ein neues Unternehmen die alten Markenrechte aufkaufte und versuchte, sie umzumünzen. Die bekanntesten dieser Relikte sind Commodore, dessen frühere Marken Amiga und C64 sowie Atari.
Die aktuelle Auflage von Atari, gegenwärtig ein französisches Unternehmen, hat nun in Frankrech und den USA Insovenzverfahren eingeleitet und Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen ist im Gamebusiness beheimatet und brachte in letzter Zeit neben einigen neuen Games vor allem Neuauflagen alter Atari-Hits wie Pong oder Asteroids für Smartphones auf den Markt.
Je nach Zählung wäre dies der vierte oder fünfte "Tod" von Atari, beziehungsweise von Unternehmen, die diesen Namen trugen oder ihn für Produkte verwenden durften. Die Geschichte der Marke ist von unzähligen Übernahmen, Teilübernahmen und Verkäufen von Namensrechten geprägt.
Das 1972 gegründete ursprüngliche Unternehmen Atari prägte mit Spielen wie Pong oder Asteroids die Anfangszeit der Video- und Computerspiele in den 70er-Jahren. In den 80er-Jahre stieg Atari zum weltweit grössten Hersteller von Videospielen für die damaligen "Spielsalons" auf. Ab 1985 produzierte Atari auch einen PC. Die Ataris waren damals vor allem bei Heimkonsumenten eine ernsthafte Konkurrenz für Macs, Commodores Amigas und die ganze Schar der "IBM-kompatiblen". (hjm)