Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03629.jsonl.gz/910

Über die nächsten vier Jahre wird die SRG 250 Vollzeitstellen streichen. Die Fernsehanstalt begründet dies unter anderem mit der Corona-Pandemie, die in der ersten Hälfte 2020 zu einem deutlichen Rückgang der Werbeeinnahmen geführt habe sowie mit der Verschiebung oder Absage von Sport- und Kulturveranstaltungen.
Man versuche den Stellenabbau «hauptsächlich über natürliche Fluktuationen zu realisieren», teilte die SRG am Dienstagnachmittag mit. Entlassungen seien aber nicht zu vermeiden.
«Die SRG sieht deshalb in Absprache mit ihrem Sozialpartner zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen im Bereich der beruflichen Umschulung und der freiwilligen Frühpensionierung vor.»
Von 2021 bis 2024 werde ein neuer Sparplan von 50 Millionen Franken umgesetzt. Die 250 Stellen würden von den insgesamt 5’500 Angestellten unternehmensweit abgebaut .
Für die SRG werde der Rückgang der kommerziellen Einnahmen, «der hauptsächlich auf die Gesundheitskrise im ersten Halbjahr zurückzuführen ist, in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr 65 Millionen Franken betragen», wie die SRG schreibt und dabei das Auseinanderfallen der Vermarktungsfirma Admeira unerwähnt lässt, die bereits Anfang Jahr im Forecast ein Minus für die SRG für das laufende Jahr budgetiert hatte.
Im kommenden November werde die SRG ihre neue nationale Streaming-Plattform Play Suisse lancieren. «Play Suisse bietet Schweizer Filme, Serien und Dokumentationen aus allen vier Sprachregionen mit Untertiteln und personalisierten Empfehlungen», so der Sender abschliessend.