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Lafarge Holcim entwickelt neuen Ziegelstein
Durabric heisst Lafarge Holcims Alternative zum gebrannten Ziegel. Das Unternehmen hat ihn entwickelt, um der Entwaldung entgegenzuwirken. In Malawi wird er bereits eingesetzt. Nun soll er auch in anderen Ländern genutzt werden.
Entwaldung und Waldschädigung sind die Treiber des Treibhausgasausstosses in Malawi. Hierfür zum grossen Teil mitverantwortlich sind gebrannte Ziegel, das meist genutzte Baumaterial des südostafrikanischen Landes. Bei deren Herstellung kommen nämlich mit Holz befeuerte Brennöfen zum Einsatz. Um dem entgegen zu wirken, hat der frisch fusionierte Baustoffhersteller Lafarge Holcim eine Alternative entwickelt, wie er in einer Mitteilung schreibt. Durabric sei vom konzerneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum konzipiert worden. Das Produkt werde hergestellt, indem eine Mischung aus Erde und Zement in einer Gussform gepresst werde und ohne Brennen in der Sonne aushärte. Ausserdem seien diese Steine widerstandsfähiger als gebrannte Ziegel, und die Baukosten könnten verringert werden.
Mehr als drei Millionen Steine sind nach Angaben des Unternehmens in Malawi bereits produziert und in über 500 Gebäuden verbaut worden. Zurzeit wird eine Produktionsstätte errichtet, um die Verfügbarkeit zu verbessern.
Durabric soll nun auch für andere Länder zugänglich werden, die von der Entwaldung als Ergebnis von mit Holz gebrannten Ziegeln betroffen sind. Hierfür möchte Lafarge Holcim zusammen mit der CDC Group, einer Organisation zur Entwicklungszusammenarbeit aus Grossbritannien, ein neues Unternehmen gründen. Dieses soll die Produktion und die Verbreitung des neuen Baustoffs vor allem in aufstrebenden Märkten fördern. (pd/mt)