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Der Sirkeli Höyük, einer der größten Siedlungshügel Kilikiens, liegt 40 km östlich der Millionenstadt Adana an einer Stelle, an der sich der Fluss Ceyhan einen Weg durch die Misis-Berge (türk. »Nur Dağ«) bahnt. Hier verläuft die wichtigste Straße durch die Region, die im Osten nach Syrien und im Westen über die »Kilikische Pforte« nach Zentralanatolien führt.
Die Bedeutung dieser historischen Route wird durch die Anlage der mittelalterlichen Burg Yılan Kalesi am gegenüberliegenden Flussufer sowie dem Verlauf der »Bagdad-Bahn« und der modernen Autobahn verdeutlicht, die beide unmittelbar am Sirkeli Höyük vorbeiführen.
Die Ruinenstätte besteht aus dem eigentlichen, ca. 300 m x 400 m großen und 30 m hohen, ovalen Haupthügel, einem nach Norden vorgelagerten trapezoiden Sattel, einer nördlich, westlich und südöstlich anschließenden, flachen Unterstadt und einer auf der gegenüberliegenden Flussseite gelegenen Vorstadt. Im Südwesten schließt sich eine Nekropole an, die auf einer Begkuppe angelegt wurde. Zur südöstlichen Unterstadt gehört ein weiterer, kleinerer Hügel, der durch die »Baghdad-Bahn« geschnitten wurde. Quer durch den Ruinenhügel verläuft von Südwesten nach Nordosten eine Felsrippe, an deren nordöstliche Kante zwei Felsreliefs angebracht sind.
Offenbar war der Ort vom Chalkolithikum (ab ca. 5000 v. Chr.) über die gesamte Bronze- (3000-1200 v. Chr.) und Eisenzeit (1200-300 v. Chr.) bis in die hellenistische Epoche (ca. 100 n. Chr.) besiedelt. Vieles deutet darauf hin, dass er mit der antiken Handels- und Kultstadt Kumanni zu identifizieren ist.