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If you can't beat'em, join'em.
Sun hat wie im Dezember angekündigt
und unter eine Open Source-Lizenz gestellt. Zukünftige 64-Bit Sparc-Prozessoren sollen auf der gleichen Architektur basieren, so dass Sun im Prinzip die ganze Sparc-Plattform öffnet.
Wie nun klarer wird, möchte Sun damit vor allem erreichen, dass weitere Betriebssysteme neben Solaris auf die neuen Chips portiert werden. "Wenn wir Linux- oder BSD-ports für den UltraSPARC T1 hätten, würde dies den Sparc-Markt deutlich ausweiten", erklärte zum Beispiel Suns President Jonathan Schwartz anlässlich der Ankündigung an der gerade stattfindenden Open Source Business Conference in San Francisco. Und im Gespräch mit dem 'Wall Street Journal' im Vorfeld meinte er: "Uns geht es dabei nicht darum, unsere installierte Basis zu stabilisieren. Nun geht es uns darum, die der anderen anzugreifen."
Durch die Veröffentlichung der Spezifikationen, zum Beispiel der kompletten "Instruction Sets" soll die Portierung von anderen Betriebssystemen und Applikationen, insbesondere Linux, auf die Sparc-Plattform stark erleichtert werden. Zwar gibt es schon Linux-Installationen auf Sparc-Maschinen, aber diese werden meist nicht von grösseren Linux-Anbietern unterstützt.
Sun rückt damit von seiner bisherigen Strategie ab, die Verbreitung seiner Sparc-Server durch die exklusive Verbindung mit dem von Sun als überlegen angepriesenen eigenen Betriebssystem Solaris zu fördern. Dabei geht es wahrscheinlich weniger um "Linux-only" auf Sparcs. Ein wichtigerer Punkt könnte der Wunsch von manchen Kunden sein, verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig benutzen zu können, ein Feature das einige Konkurrenten anbieten können.
Die Frage ist allerdings noch, ob die Open Source-Anbieter mitspielen.
Handlungsbedarf besteht jedenfalls. Gemäss Zahlen von Gartner wurden zum Beispiel im dritten Quartal des letzten Jahres 400'000 Linux-Server verkauft, 44 Prozent als ein Jahr davor. Bei Solaris-Servern dagegen sank der Absatz um 4 Prozent auf 72'000. (Hans Jörg Maron)