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Brasilien hat seinen UN-Entwicklungsindex auf 0,755 Punkte verbessern können. Beim Ranking der 188 Länder hat es aber dennoch einen Platz eingebüßt und ist vom 74. auf den 75. Platz abgesunken, da es von Sri Lanka überholt worden ist. Von den Experten wird das Ergebnis trotzdem als positiv eingestuft, da der Aufwärtstrend des Wohlstandsindikators weiterhin anhält, wie sie konstatieren.
Der UN-Entwicklungsindex berücksichtigt neben dem Pro-Kopf-Einkommen des Landes ebenso die Lebenserwartung, die durchschnittliche Schulbesuchsdauer der Bevölkerung sowie die zu erwartende Bildungsdauer eines Kindes. In beinahe allen Bereichen konnten in Brasilien Verbesserungen erreicht werden. Gesunken ist 2014 indes das nationale Pro-Kopf-Einkommen von 15.288 US$ auf 15.175 US$ im Jahr.
Mit einem Index von 0,755 zählt Brasilien zu der Gruppe der Länder mit einem “hohen” menschlichen Entwicklungsindex. Zwischen 1990 und 2014 konnte Brasilien den größten Zuwachs unter den südamerikanischen Ländern erzielen. Zwischen 2013 und 2014 ist der HDI allerdings lediglich von 0,752 auf 0,755 gestiegen.
Beim Vergleich innerhalb Lateinamerikas wird Brasilien von einigen Nachbarn überrundet. Während es weltweit auf dem 75. Platz liegt, nimmt es innerhalb Lateinamerikas den 13. Platz ein, hinter Mexiko (Weltrang 74) und Venezuela (Weltrang 71). Argentinien und Chile stehen mit einem HDI von 0,836 und 0,832 innerhalb Lateinamerikas hingegen an der Spitze.
Noch wirken sich die Wirtschaftskrise Brasilien und das Negativwachstum nur eingeschränkt auf den HDI aus. Doch wird befürchtet, dass die steten Zuwächse der Vergangenheit nicht anhalten könnten, sollte sich die Rezession des Landes verstärken oder sie über mehr als zwei Jahre hinweg anhalten.