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Valeria Curti ist Schweizer Fagottistin mit italienischen Wurzeln. Sie versteht sich als Künstlerin, deren zentrales Anliegen es ist, mit ihren Instrumenten und ihrer Interpretation die Musik jeder Epoche lebhaft und kommunikativ darzustellen. Sie stellt dabei technische Brilanz nicht in Vordergrund, sondern benutzt sie, um sensibel die Klangfarben, Rhythmen und die Dynamik zu erkunden und darzustellen. Parallel zu ihrem modernen Fagott spielt sie in der historischen Aufführungspraxis auch ein original spätromantisches Heckel Fagott aus dem Jahr 1893 und ein Barockfagott.
Neben ihrer Tätigkeit als Solistin, Orchester- und Kammermusikerin betätigt sich Valeria Curti auch als Forscherin für unbekannte Fagott-Literatur, die sie in Archiven findet und zur Aufführung bringt.
Nach dem Grundstudium an der Musikschule Brugg (bei Patrik Lüscher) wurde sie im Alter von 14 Jahren als Jungstudentin von der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Matthias Racz aufgenommen. Nach dem mit Auszeichnung abgeschlossenen Bachelorstudium schloss sie zwei Master-Studiengänge mit der Bestnote ab: an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Marco Postinghel und an der Musikakademie Basel bei Sergio Azzolini. Seit September 2022 verfeinert sie ihr Fagottspiel in der Solistenklasse der Musikakademie Basel.
Ihre interpretatorische Kompetenz wurde u.a. mit dem bedeutenden Göhner Musikpreis (2021) und dem 1. Preis am IDRS Young Artist Competition (2015) in Tokyo ausgezeichnet. Sie erhielt ausserdem Stipendien verschiedener Stiftungen, wie z.B. des Rahn Kulturfonds (2020), des Migros Kulturprozent (2017), der Stiftung Ruth und Ernst Burkhalter und der Friedl Wald Stiftung (2013).
Als Orchestermusikerin ist Valeria Curti im In- und Ausland tätig. Sie spielte bereits an namhaften Festivals wie zum Beispiel an den Salzburger Festspielen oder am Lucerne Festival. Sie war Mitglied der Schleswig-Holstein Orchesterakademie (2014/15), dem Gustav-Mahler-Jugendorchester (2018) und spielte projektweise als Solofagottistin mit dem Royal Philharmonic Orchestra in London, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Royal Scottish National Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Scottish Chamber Orchestra. Seit der Saison 2022/23 ist sie als Solofagottistin des Musikkollegiums Winterthur engagiert. Zusammen mit verschiedenen Orchestern hat sie bereits alle bedeutenden klassischen Fagottkonzerte aufgeführt. (Mozart, Weber, Hummel, Rossini, u.a.).
Ihre kommunikativen Fähigkeiten als Musikerin und Mensch werden auch in der Kammermusik besonders geschätzt. So musizierte Valeria Curti schon mit Emmanuel Pahud, Emmanuel Ceysson oder Daniel Bard. Kammermusikalische Höhepunkte waren das Konzert in der Suntory Hall, Japan (2015), die Ernennung zum “Guest Artist” am Zodiac Festival in Frankreich (2022) oder das Début am Festival Musikdorf Ernen (2022), über das Madelein Hirsiger schreibt: ”Es war ein wahres Vergnügen, ihr dabei zuzusehen, wie sie die dunklen Klangfarben mit spielerischer Sensibilität solistisch in die Musik des Orchesters integrierte.“
Als Mitgründerin des Trios Lusinea pflegt Valeria Curti die rare Literatur für Fagott, Flöte und Harfe.
Offizielle Website: www.valeriacurti.com