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Damit mischte die Olympia- und WM-Zweite im Zeitfahren fast auf den Tag genau vier Jahre nach ihrem schweren Sturz mit dreifachem Beckenbruch und Bruch des untersten Wirbels erstmals in einem bedeutenden Klassiker ganz vorne mit. Reusser zeigte ein sehr aktives Rennen. Sie griff mehrmals an und lag auch am Paterberg, dem letzten von elf kurzen Anstiegen des Tages 15 km vor dem Ziel, noch an der Spitze. Kurze Zeit später musste die 30-Jährige aus Hindelbank in der Ebene jedoch abreissen lassen.
Von Reussers Vorarbeit profitieren konnte ihre Teamkollegin Lotte Kopecky. Die belgische Meisterin wurde im Dreiersprint nach 158,6 km ihrer Favoritenrolle gerecht und strich vor dem frenetischen Heimpublikum die Siegprämie von 20'000 Euro ein. Zum ersten Mal kassierten die Frauen das gleiche Preisgeld wie bei den Männern.
Hinter Kopecky belegten die niederländische Vorjahressiegerin Annemiek van Vleuten und ihre Landsfrau Chantal van den Broek-Blaak, eine weitere Teamkollegin aus Reussers starkem Team SD Worx, die weiteren Podestplätze. 40 Sekunden dahinter wurde Reusser im Sprint der Verfolger Zweite und rundete als 5. das ausgezeichnete Teamergebnis ab.