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Die Folgen der Weltwirtschaftskrise erreichten in der Schweiz im Winter 1935/36 ihren Höhepunkt. Über 100'000 Menschen waren arbeitslos. Die finanzielle Notlage machte sich vor allem in den Wintermonaten bemerkbar, wenn zusätzliche Aufwendungen für Heizmaterial, feste Schuhe, Winterbekleidung oder teureres Gemüse und Obst anfielen.
Aus dieser Not heraus wurde die Schweizerische Winterhilfe für Arbeitslose gegründet. In den Kleiderstuben der Winterhilfe wurden Kleider und Mäntel, Wäsche und Schuhe von jeder Art und Grösse abgegeben. Gespendet von jenen, die sie entbehren konnten. Die Hilfeleistung erstreckte sich vom Säugling bis zum Greis.
Ausschnitte einer Radioreportage von 1943
Elisabeth Thommen hat 1943 für Radio Beromünster die Kleiderstube in Zürich besucht und sich mit verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterhalten. Das Tonmaterial aus dieser Zeit ist zum Teil beschädigt. Die gesamte Reportage steht als Tondokument leider nicht mehr zur Verfügung. Aber ein Zusammenschnitt intakter Teile ergibt trotzdem ein Bild der Aktivitäten in der Kleiderstube.