Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/2007

Vortrag in französischer Sprache im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle über Nikis Werk Hommage à Jean von Caroline Schuster Cordone, Vizedirektorin des MAHF.
Hommage à Jean gehört zu den ersten Werken Niki de Saint Phalles, die man als Assemblagen bezeichnet und die in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren geschaffen wurden. Die Arbeit beruht auf der Faszination der Künstlerin für unbedeutende Objekte, die ihr zufällig in die Hände fielen und von ihr in faszinierenden Montagen vereint wurden. Die Assemblagen zeugen auch von den Anregungen, die Saint Phalle in der Art Brut fand, einer Kunst, die keine akademischen Regeln kennt und deren einzige Gesetze die Fantasie und die absolute Freiheit des oder der Kunstschaffenden sind.
In diesem Werk steht die autobiografische Dimension im Zentrum: Zur Zeit seiner Entstehung war das Paar Tinguely – Saint Phalle dabei, sich zu finden. Der Vorname «Jean» dominiert die Komposition und verwandelt sie geradewegs in eine Hommage an den Geliebten. Die Künstlerin fügte kleine suggestive Spielwaren hinzu, wie Tiere, Autos oder Würfel, die zwar zur Kinderwelt gehören, doch auch ihre Beziehungen zu Tinguely und das Bild, das sie sich von ihm machte, zeigen.