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Der Trend zur Überproduktion zeichnet sich am Weinmarkt bereits seit den 90er-Jahren ab. Wie eine aktuelle Auswertung von Statista bestätigt, hat sich daran bis heute nichts geändert: 2018 wurden etwa 285 Millionen Hektoliter Wein produziert, verkauft wurden jedoch lediglich 245 Millionen Hektoliter. Dadurch entsteht ein nachhaltiger Überbestand insbesondere an Spitzenweinen – mit schweren Folgen für kleinere Winzer: Obwohl sie meist die wirklich hochwertigen Spitzenweine produzieren, werden sie häufig Opfer der Marktschwemme. Ihre Weine werden zu Essig und Industriealkohol verarbeitet oder vernichtet, um in Fässern und Lagern Platz für neuen Wein zu schaffen.
Dem möchte 90+Wines entgegenwirken, indem sie den Winzern anbieten, derartige Bestände unter der eigenen Marke 90+Wines zu verkaufen. Bei der Auswahl der Weine vertraut das Unternehmen bekannten Weinkritikern wie Robert Parker oder James Suckling. Stufen diese ein Produkt mit mindestens 90 Punkten oder einer vergleichbaren Topbewertung ein, kommt er infrage. Zwar muss der Winzer dann einen deutlich reduzierten Preis in Kauf nehmen, eine kostenschädliche Weiterverwendung bleibt ihm jedoch erspart.