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Der Favorit zu Gast
Die Winterthurer Basketballerinnen laden am Sonntag zum Nationalliga-A-Spitzenspiel. Zu Gast ist das noch ungeschlagene Elfic Fribourg, während der BCW mit fünf Siegen und einer Niederlage den zweiten Platz in der Tabelle belegt. Die erste Begegnung zwischen Fribourg und Winterthur entschieden die Westschweizerinnen allerdings gleich mit 33 Punkten Differenz für sich. Drei der anderen NLA-Teams unterlagen den Elfen aber sogar noch höher. Erst Genève Elite gelang es vor einer Woche, das Ergebnis über 40 Minuten einigermassen ausgeglichen zu gestalten.
Ein Blick in die Statistik zeigt, wie stark Elfic Fribourg besetzt ist. Fünf Spielerinnen, die wenigstens 20 Minuten pro Partie im Einsatz sind, haben mehr als 50% ihrer Würfe aus der Nah- und Mitteldistanz im Korb untergebracht - und drei von ihren treffen auch von der Drei-Punkte-Linie mit mindestens jedem dritten Versuch. Nationalspielerin Nancy Fora hat sogar eine Erfolgsquote aus der Langdistanz von 59%. Der neue Elfic-Coach Jan Callewert kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen. Bloss eine Schweizerin und zwei Ausländerinnen kamen in der Zwischensaison neu dazu.
In Winterthur dagegen blieben nach einem Umbruch im Sommer nur zwei Spielerinnen aus der Starting-Five übrig. Darum ist die hohe Niederlage in Fribourg im ersten Spiel der Saison vielleicht etwas hoch ausgefallen. Zuletzt klappte es im BCW mit den Automatismen im Angriff aber immer besser. Gabriela Sakica hat sich im Aufbau als sicherer Wert erwiesen, Keani Albanez gehört zu den besten Skorerinnen der Liga und Maya Singleton zu den stärksten Rebounderinnen. Gerade die Rebounds könnten entscheidend sein. Im Spiel in Fribourg dominierten die Gastgeberinnen die Bretter und sammelten 49 gegen 16 Abpraller ein.
Ballsicher zum Sieg
Gegen Villars will das Team von Daniel Rasljic wieder zum Erfolg zurückfinden. Beide Mannschaften haben von ihren bisherigen neun Partien der Nationalliga-B-Meisterschaft fünf gewonnen und vier verloren. Der Ausgang der Begegnung ist deshalb auch wichtig hinsichtlich der Qualifikation für die Finalrunde. Die erste direkte Begegnung gewann Villars, der amtierende Nationalliga-B-Meister, mit 74:65. Matchwinner war der Amerikaner Larry Slaughter mit 28 Punkten bei einer Trefferquote von 65 Prozent bei seinen Würfen aus dem Feld. Da nützte es auch nichts, dass sich die Winterthurer mehr Rebounds gesichert hatten.
Für einen Sieg müssen die Männer aus dem BCW wieder ballsicherer werden. Zuletzt unterliefen im Spiel gegen Pully Lausanne viel zu viele Turnover, nämlich 21. Sie kosteten in einer engen Partie den Erfolg. Zudem liessen die Winterthurer den Gegner zu oft unter den Korb laufen: Pully Lausanne erzielte 58 Punkte aus der 3-Sekunden-Zone. Ein Problem war zuletzt auch der Ausfall des Slowenen Andraz Rogelja, der Ruhe ins Spiel bringt und in der Verteidigung weiss, was zu tun ist. Dafür waren die Wnterthurer zuletzt stark von der Dreier-Linie mit 58% versenkten Distanzwürfen in den letzten beiden Spielen.
Bild: Stefan Kleiser