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Jagoda Wisniewska × Arsenic
Le Signal L
Die Künstlerin interessiert sich für die Wahrnehmung des weiblichen Körpers und für die Darstellung der sexuellen und reproduktiven Funktionen von Frauen (Geschlechtsverkehr, Menstruation, Geburt und Stillen). Der ausgestellte, sexuell aufgeladene Frauenkörper ist auch ein Körper, der versteckt wird, ein Körper, den Sartre als "eine Abfolge feuchter Löcher und schleimiger Substanzen" beschreibt. Diese sowohl für Lust als auch für Ekel stehende "Feuchtigkeit" ist anregend und bedrohlich zugleich.
In dieser Arbeit erforscht Jagoda Wisniewska die Beziehung zwischen Fotografie und Performance. Sie trifft auf die Arbeit der Choreographin und Tänzerin Tamara Alegre und schlägt ihr vor, die Präsenz der Kamera (und der Fotografin) als Komplizin für Experimente rund um die Darstellung des Körpers und seiner Flüssigkeiten zu nutzen.
Video
Künstlerinnen
Jagoda Wisniewska
Geboren 1987 im polnischen Bydgoszcz studierte Jagoda Wisniewska Fotografie, zunächst an der Napier University in Edinburgh und dann an der ECAL. In ihrer Arbeit geht es um Konzepte der Performativität und des Porträts. Mit ihren Projekten befragt Jagoda Wisniewska die Frauen vor allem in im Familienkreis zugeschriebenen Rollen und lotet sie die ungebrochene Faszination für die Figur der Mutter und ihre Darstellung in der Fotografie aus.
Tamara Alegre
Tamara Alegre arbeitet mit Tanz und Choreografie. Geboren auf Gran Canaria studierte Alegre europäisches Handelsmanagement und Psychologie und arbeitete bis 2016 als Kurator:in für Underground-Musik, DJ und Tour Manager. Nach einem einen Master in Choreografie am DOCH in Stockholm 2018 lancierte Alegre FIEBRE, das seit 2019 zusammen mit Lydia Ö Diakité, Marie Ursin, Nunu Flashdem und Célia Lutangu weiterentwickelt wird. Das Stück wurde an mehreren Orten in Europa aufgeführt und 2021 mit dem Young Choreographer’s Award prämiert. Alegres Arbeiten befassen sich mit sinnlichen Verkörperungen, Fiktionen über Sexualität und Geschlechtsorgane sowie körperliche Grenzzustände als choreografische Werkzeuge. Die Arbeiten sind körperbezogen und voller Widerstände, Intensität und der Freude am gemeinsamen Tanzen.
Ausstellungsansichten
Le Signal L
Das Signal L von Plateforme 10 befindet sich in der Verlängerung des Restaurants Arcadia und bietet Künstlern die Möglichkeit, unseren Teil des Landes, den Kanton Waadt, zu beleuchten, jeder auf seine Weise und mit seinem Bild.
Mehrmals im Jahr wird ein:e Künstler: in eingeladen, sich im Arsenic über eine Institution oder ein Ereignis der französischen Schweiz auszutauschen. Eine abwechslungsreiche Erweiterung für das auf Plateforme 10 vertretene Kunstspektrum aus Bildender Kunst, Design und Fotografie.
Mit des Unterstützung des Stiftung Leenards.
Krediten
Eine Kollaboration mit Arsenic
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Arsenic, einem Kunstzentrum für zeitgenössischen Tanz, Theater und Performance. Als Labor und Plattform für Zusammenarbeit von Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland regen sein Programm und die Förderpolitik neue Positionen und eine neue Ästhetik eines ehrgeizigen Kunstzweigs an. Als Ort für Neuentdeckungen bietet Arsenic durch seinen grenzübergreifenden Ansatz und die erschwinglichen Preise einen leichten Zugang zu den Bühnenkünsten der Gegenwart.