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Haiti befindet sich in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und humantiären Krise. Im Jahr 2021 hat sich diese weiter verschärft, unter anderem durch die Ermordung von Präsident Moïse, das Erdbeben vom 14. August 2021 und den Tropensturm Grace. Der Süden wurde davon besonders getroffen.
Die Landwirtschaft ist für die haitianische Wirtschaft von immenser Bedeutung, obwohl sie nur 40% des nationalen Verbrauchs deckt und damit fast die Hälfte der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit bedroht ist. Trotz dieser enormen Bedeutung findet die Landwirtschaft unter umweltschädlichen Bedingungen statt, ohne ausreichende Forschung, Infrastruktur oder Unterstützung. Kleinere Betriebe haben kaum Zugang zu Produktionsmitteln, Finanzkapital und Know-how im Bereich der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen. Diese Situation, die vor allem durch Probleme wie fehlende Versorgungswege, unzureichende Bewirtschaftung der Wasserressourcen, rasche Umweltzerstörung, Entkapitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen und unzureichende technische Unterstützung gekennzeichnet ist, führt dazu, dass die Landwirtschaft ihre wirtschaftlichen und sozialen Funktionen immer weniger erfüllt. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, der zu Dürren, Erosion und Überschwemmungen führt.