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Bei der progressiven Muskelentspannung (PME) oder Muskelrelaxation nach Jacobson handelt es sich um eine ganzheitliche, niederschwellige Methode, die leicht erlernbar ist. Die Methode hat eine umfassende Wirkung auf Körper, Psyche und Kognition. PME (engl. PMR) kann in der Prävention und Rehabilitation unterstützend zur psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden. Auch bei psychosomatischen oder rein körperlichen Beschwerden ist die Progressive Muskelentspannung geeignet.
Die physiologischen und neurophysiologischen Veränderungen während des Übens von PME zeigt deutlich eine raschere Senkung der Herz- und Atemfrequenz als bei übliche Entspannung oder hypnoseähnlicher Entspannung.
Progressive Muskelentspannung kann als Coping Skill bei Stress, Angst aber auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden.
Auch bei Kindern und Jugendlichen kann die Entspannungsmethode angesetzt werden, da sie einfach erlernbar ist. Kinder und Jugendliche reagieren auf Stress meist mit körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Nervosität, Aggressivität, Lustlosigkeit, Bauchschmerzen oder Verhaltensstörungen.
Stress, Verspannungen, Angst- oder Panikzuständen, Schlafstörungen, Burnout, Migräne, chronische Schmerzen, Zittern, Schwindel Reizdarm, Demenz, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, Sucht, Tinnitus, Zwangsstörungen
ADHS, Angstanfälle, Depression, Erschöpfung, Fibromyalgie, Hitzewallung, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nervosität, Phobien, Prüfungsangst, Anspannung, mangelndes Selbstvertrauen, Nikotinentzug, Reizdarm, Wechseljahrbeschwerden, Gedankenkarussell, Mobbing, etc.
Sie erlernen selbstständig das nachhaltige Können zur kurzfristigen, körperlichen Entspannung. Durch regelmässiges Üben können Sie die körperliche und emotionale Selbstwahrnehmung verfeinern und adäquat reagieren (Coping Skill) und ihre Resilienz verbessern. Sie können feststellen, wie der Stresspegel sinkt, innere Ruhe einkehrt und die allgemeine muskuläre Anspannung reduziert wird.
Die progressive Muskelentspannung wurde 1946 vom amerikanischen Arzt Edmund Jacobson (1888 – 1983) erfunden. Seine Arbeiten, die 1908 and er Havard University in New York begann, zeigen, dass Muskelkontraktion (Anspannung) auch psychische Anspannungen auslösten. Das heisst Muskelspannung beeinflusst direkt das Körpergefühl und das Seelenleben.
Er befand, dass die meisten Menschen im Alltag einen zu hohen Muskeltonus haben, auch bei Muskelgruppen, die nicht bei einer bestimmten Tätigkeit benötigt werden.
Deshalb entwickelte er, eine Methode, die durch willentliche An- und Entspannung von Muskelgruppen, eine muskuläre Veränderung herbeigeführt, deren Wirkung auf psychische Erleben einen Effekt hat.