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König,
Karl Wilhelm Otto, Bildhauer, geb. 1838 zu Meißen, war in Dresden Schüler von Hähnel und zog später nach Wien, wo er Professor am österreichischen Museum und Leiter der dortigen Bildhauerschule ist. In kleinen Gruppen aus Bronze und anderm Metall, sowohl in ideal durchgeistigten, wie in realen, entfaltete er eine überaus reiche Thätigkeit. Der Tod seiner Gattin und seiner drei Kinder, den er auf einer Kunstreise in Italien 1874 erfuhr, gab ihm Veranlassung zu verschiedenen lieblichen Familiengruppen und einem rührenden Denkmal der Seinigen. Unter seinen übrigen teils vorher, teils nachher entstandenen Bildwerken nennen wir nur: Amor als Briefträger in Bronze, Venus und Amor, Pan mit dem Bacchusknaben (Bronze), ein Tafelaufsatz mit den Allegorien vom Wasser und Wein, acht Gruppen von der Erziehung des Amor und ein größeres Denkmal des Kaisers Maximilian von Mejiko in Pola. Ebenso schuf er zahlreiche Porträtmedaillons.