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Zum fünfjährigen Todestag der Historikerin am 12. Mai 2003
von Runhild Böhm
Wenige Jahre nach der offiziellen Beendigung der Kriegshandlungen sah sich das mitteleuropäische Deutschland, nach rußigen Trümmern, Quäkerspeisung und Abbau der verbliebenen Logistik, ohne Friedens- vertrag und Souveränität, den Neuzugängen ganzer Waffenarsenale gegenüber, als 1957 der polnische Aus- senminister Adam Rapacki der UNO-Vollversammlung einen später nach ihm benannten Plan vorlegte, der «ein Verbot der Herstellung und Stationierung von Atomwaffen und ihrer Träger in Polen, der CˇSSR und in beiden Teilen Deutschlands vorsah, von westlicher Seite aber abgelehnt wurde, da durch ihn das militärische Gleichgewicht in Europa zugunsten der in konventio- neller Rüstung überlegenen Staaten des Warschauer Pakts angeblich verschoben worden wäre», wie es im Volkslexikon des Bibliographischen Instituts Mann- heim 1981 heißt.