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Was ist Influencer Marketing?
Influencer Marketing ist eine Werbeform, bei der man mit sogenannten Influencern zusammenarbeitet um die Bekanntheit seiner eigenen Marke zu stärken. Man kann es als eine Form Mundpropaganda beschreiben, weil der Influencer eine Empfehlung ausspricht für das angeworbene Produkt und auf der anderen Seite kann man es aber auch als eine Art Product Placement ansehen – ähnlich zu Filmen, wo Marken dafür bezahlen, dass ihr Produkt vorkommt. Bspw. Coca Cola bezahlt dafür, dass es in einer Szene vorkommt während der Hauptcharakter Mittag isst.
Nun zur Frage, ob sich Influencer Marketing lohnt
Influencer Marketing lohnt sich auf alle Fälle, wenn man die richtige Strategie hat. Man muss sich im Klaren sein, was Influencer Marketing ist und wie man das richtig angeht. Die meisten denken, dass man mit einem grossen Influencer, der mehrere hundert tausend Abonnenten hat, zusammenarbeitet und dann tausende neue Bestellungen hineinflattern. Das passiert leider nur selten. Dies erreicht vielleicht ein Influencer wie Kim Kardashian oder Kylie Jenner. Aber im Normalfall passiert sowas nicht bei einem „durchschnittlichen“ Influencer. Denn so „viel“ Einfluss hat der Influencer dann doch nicht.
Was man sich im Klaren sein muss ist nämlich folgendes, wenn man sich erwünscht, dass sowas passieren würde: Der Influencer müsste nicht nur in der Lage sein, dass Produkt zu vermarkten, sonder auch das Bedürfnis nach einem solchen Produkt wecken. Mit einem einzigen Post von einem Influencer ist das meist nicht möglich. Zusammengefasst, bei der Kaufentscheidung spielen mind. zwei Sachen eine Rolle: 1) Die Person muss sich bewusst sein, dass sie ein Problem hat und deshalb ein Bedürnfis entwickeln nach einem Produkt, welches dieses Problem löst 2) die Person muss herausfinden, für welches der unzähligen Marken sie sich entscheidet.
Das heisst wenn ein Influencer einen Post veröffentlicht über Protein Shakes und ihre Abonnenten sich gar nicht bewusst sind, für was Protein Shakes gut sind und auch überhaupt nichts mit Fintess und einem solchen Lifestyle zu tun haben, dann wird es richtig schwer. Wenn der Influencer jedoch sowieso viele Abonnenten hat, die ins Fitness gehen und sich gesund ernähren, dann kann ein solcher Post die Markenbekanntheit erhöhen. Heisst nicht, dass all ihre Abonnenten nun auf den Online Shop gehen und diesen Shake kaufen, aber die Bekanntheit dieser Marke ist bereits erhöht. Und wenn sich eine dieser Abonnenten das nächste Mal im Powerfood oder einem ähnlichen Laden befindet und sich zwischen 20 Protein Shakes entscheiden muss, und einen davon schon einmal in Form eines Posts und „Empfehlung“ gesehen hat, dann wird sie sich wahrscheinlich für diesen Shake entscheiden, da ihr zu den anderen Shakes Informationen fehlen.
Das kann der Effekt von Influencer Marketing sein.
Wie geht man Influencer Marketing richtig an
Als erstes muss man sich wirklich entscheiden, wenn man erreichen möchte. Sind es Fitnessfreaks, sind es Fashionfreaks oder Schüler, die jetzt ihr Studium beginnen. Dann muss man sich fragen, wo diese Leute ihre Zeit verbringen. Ist es auf Instagram, auf Snapchat, auf Youtube oder auf irgendeiner andere Plattform. Es muss nicht nur eine Plattform sein, es können auch mehrere sein. Sobald man das weiss, fragt man sich, welches sind die relevanten Influencer.
Wichtig ist, dass man nicht nur Influencer mit über 100’000 Abonnenten beachtet, sondern wirklich alle Personen mit über 1’000 Abonnenten. Auch die sind Influencer und meistens mit einer höheren Engagement-Rate und einem günstigeren Preis (oder sogar kostenlos).
Dann muss man sich fragen, wie viel Budget man zur Verfügung hat und wie man dieses einteilen möchte. Ich empfehle immer zu Beginn mit kleineren Influencern zu partnern (unter 25’000 Abonnenten), den mit diesen kann man oft experimentieren und das Budget hält länger. Ausserdem muss einem auch klar sein, dass ein Post alleine nicht viel ausmachen wird. Wenn man aber mit dutzenden Influencern zusammenarbeitet und jede Woche ein Post hat, wird sich das über die Zeit positiv auswirken. Deshalb zu Beginn wirklich auf Quantität setzten bei kleineren Influencern, da sich das besser lohnt.
Und dann muss man schauen, dass man eine tolle Partnerschaft mit den Influencer eingehen möchte. Ich empfehle längerfristige Partnerschaften, statt einmalige Posts. Das ist für den Influencer besser, für die Abonnenten (Marken-Loyalität), wie auch für die Marke besser (meistens bessere Konditionen).
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Inhalt bestimmen vs Freiheit für den Influencer
Ich würde absolut empfehlen, dass man dem Influencer nicht vorschreibt, wie er einen Post oder Video gestalten muss. Denn wenn man sowas macht, dann riechen ihre Abonnenten von weitem, dass es sich um einen Influencer Post handelt. Man kann klar abmachen mit was das Produkt nicht in Verbindung gebracht werden soll, aber ansonsten sollte man dem Influencer absolute kreative Freiheit lassen. Sie oder er kennen ihre Abonnenten viel besser als wir und wissen genau, was funktioniert und was nicht.
Ein Influencer möchte auch sich und seine eigene Persönliche Marke schützen und ihr Profil nicht mit Werbung versehen. Deshalb wird sie ihre Posts auch nicht gestalten, als ob sie Werbung wäre.
Fazit: Entscheide mit welchen Influencer und der Influencer entscheidet was er postet
Nun lohnt es sich?
Ja, wenn man sich bewusst ist, dass es nicht nur 1 Post oder Video ist und mit einem langfristigen Mindset an die Sache herangeht, dann lohnt sich Influencer Marketing auf alle Fälle. Es pusht die Markenbekanntheit auf eine „organische“ Art.