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Das türkische Welfare-Regime unter der AKP: vom konservativen südeuropäischen zum muslimischen Typus?
DOI:https://doi.org/10.18753/2297-8224-88
Schlagworte:Türkei, AKP, Sozialstaat, Reformen, muslimisches Welfare-Regime
AbstractIn der Republik Türkei hat sich aufgrund zweier historischer Besonderheiten, einem rigiden Laizismus und sehr starken staatlichen Strukturen, ein stark fragmentierter, hierarchischer und korporatistischer Sozialstaat etabliert, welcher der Familie eine wichtige Rolle innerhalb der sozialen Wohlfahrt zuweist. Mit der verstärkten Einbindung der Türkei in die globale Marktwirtschaft in den 1980er Jahren entstanden neue Formen von Armut und die Finanzierung des Sozialstaats kam immer stärker unter Druck. Die islamisch-konservative AKP (Adalet ve Kalkınma Partisi), die seit 2002 an der Macht ist, leitete folglich sozialpolitische Reformen ein. Diese können als Ausdruck der wirtschaftsliberalen und islamisch-konservativen Ideologie der AKP verstanden werden und haben insbesondere durch die Förderung der privaten Wohltätigkeit unabhängig von Markt, Staat und Familie zu einer Annäherung der Türkei an ein sogenanntes muslimisches Welfare-Regime geführt.
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Artikel
Ausgabe 2/2017
Rubrik
Forum
Nummer
Forum2.1
Sprache
Deutsch
Veröffentlicht
21.12.2017
Lizenz
Copyright (c) 2017 Noemi Trucco
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.
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