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In meiner Arbeit setzte ich mich mit dem Suchen, Finden und Aufbereiten des Materials Lehm auseinander. Dabei war es mir ein Anliegen, diesen selbst im Wald zu finden und zu stechen. Einen Teil des Bodens habe ich aus 15 – 40 cm Tiefe entfernt, zur plastischen Masse transformiert und im Toni-Areal platziert. Die Plastik (18 cm × 18 cm × 35 cm) verweist auf einen bestehenden Aussenraum, der sich nicht im Toni-Areal befindet, aber parallel als ein realer Ort existiert.
Die Plastik befindet sich in einem feuchten Zustand in kompakter Form und somit in einem Moment des «Gestaltungspotenzials». Feuchte Lappen und eine Sprühflasche erhalten dieses Gleichgewicht. Ich sehe mich in dieser Arbeit nicht als Verbraucherin, sondern als Herstellerin. Die 21 kg Lehm werden nach der Ausstellung ihren Weg zurück in den Wald finden, um wieder zu Nährboden zu werden.
<sub>Bild 1: Feuchte Lappen erhalten den plastischen Zustand des Objekts.
Bild 2: «Mit dem Draht schneide ich langsam durch den 21kg schweren Lehmblock. Es knirscht, es ist kein gerader Schnitt. Ein kleines Steinchen fällt zu Boden. Ein erdiger Geruch steigt mir in die Nase. Kleine Wurzeln schnüren sich um meinen Draht, klammern sich fest.»
Bild 3: Aufbereitung von Erdklumpen zu plastischem Lehm.</sub>