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Das Ministerium habe sich seit Jahresbeginn an die Firmen gewandt und sie auf mögliche Folgen aufmerksam gemacht, wie ein Sprecher am Mittwoch (Ortszeit) der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte. "Wir versuchen, die Unternehmen über das Risiko zu informieren und sie zu drängen, sich zurückzuziehen, bevor es zu spät ist", sagte eine US-Regierungsmitarbeiter.
Demnach könnte das Aussenministerium am Donnerstag oder Freitag einen Bericht über Unternehmen veröffentlichen, von denen es glaubt, dass sie den Bau der Pipeline unterstützen. Dazu gehören auch solche, die Versicherungen anbieten, bei der Verlegung der Unterwasserrohren helfen oder die Bauausrüstung des Projekts überprüfen. Dazu könne auch der Versicherer Zurich Insurance Group gehören, sagte ein Regierungsmitarbeiter. Zurich sagte dazu, es sei verpflichtet, "alle anwendbaren Sanktionsbestimmungen vollständig einzuhalten".
Die Verlege-Arbeiten an der rund 1200 Kilometer langen Pipeline sind seit Dezember 2019 unterbrochen. Die USA haben vor einer zu grossen Abhängigkeit Europas von Russland gewarnt. Die Amerikaner wollen zudem selbst ihr Gasgeschäft in Europa ausbauen. Durch die Pipeline soll Gas von Russland nach Deutschland und in weitere Staaten strömen. Es müssen dem Konsortium zufolge noch etwa 120 Kilometer Pipeline in dänischen und etwas über 30 Kilometer in deutschen Gewässern verlegt werden. Zu den Finanzpartnern gehören die deutschen Konzerne Uniper und BASF sowie OMV aus Österreich.
(Reuters)