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Schneewittli
«Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?»
Vor langer, langer Zeit war einmal eine Königin, die stach sich beim Nähen in den Finger, als sie dem Scheeflockentreiben vor ihrem Fenster zusah. Sie wünschte sich sogleich ein Kind, «so weiss wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz». Sie starb bei der Geburt. Der König heiratet nun eine sehr schöne und von sich sehr eingenommene Frau. Ihr Zauberspiegel muss ihr täglich bestätigen, dass sie die Schönste im Lande ist, eines Tages sagt der Spiegel wahrheitsgemäss, dass Schneewittli tausendmal schöner sei als sie. Die Königin beauftragt daraufhin den Jäger, Schneewittli im Wald zu töten und als Beweis ihre Lunge und Leber mitzubringen. Der Jäger hat Mitleid mit Schneewittli und lässt sie laufen. Er bringt der Königin stattdessen Lunge und Leber eines Frischlings, die die Stiefmutter sofort verspeist.