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Eric Butler wurde wegen Betrugs in Milliardenhöhe verurteilt. Das bekommt nun auch die Ehefrau des Ex-Credit-Suisse-Bankers zu spüren.
Es geht um insgesamt 736'060 Dollar. So viel Geld, findet Elizabeth Butler, sollte der Staat ihr auf dem Konto lassen, das sie mit ihrem Mann, Eric Butler, gemeinsam unterhielt. Doch ein Gericht in Brooklyn (New York) verwehrt ihr das.
Eric Butler war 2009 des Betrugs schuldig gesprochen worden. Um insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar hatte er seine Kunden gebracht, indem er ihnen bewusst falsche Informationen über die Sicherheiten hinter ihren Investments gegeben hatte.
Die Frau büsst für die Lügen ihres Mannes
Statt – wie Butler gesagt hatte – vom Staat garantierte Studentenkredite, steckten Hypothekenkredite dahinter. Am 23. Oktober wurde Butlers fünfjährige Haftstrafe für diese Vergehen bestätigt. Auch eine Geldstrafe in Millionenhöhe wurde ihm auferlegt. Der Staat beschlagnahmt seine Konten.
Dagegen hatte sich Elizabeth Butler gewehrt: Es könne nicht sein, dass die Regierung auch Hand auf ihr Geld lege.
Schwierigkeiten, das Kind zu versorgen
Unter anderem floss auf das gemeinsame Konto auch ihr eigenes Gehalt, welches sie als Vorstandsassistentin verdiente, sowie Mieteinnahmen aus einem Appartement in Florida.
Butlers Ehefrau habe zwar glaubwürdig versichert, dass sie Schwierigkeiten habe, ihr Kind zu versorgen, so Richter Jack Weinstein laut der Nachrichtenagentur «Bloomberg». Doch das Gesetz lasse keine andere Entscheidung zu.
Dass das Gericht ihr nun den Zugang zu ihrem eigenen Vermögen verwehre, zeige die Ungerechtigkeit im System auf. «Die Unschuldigen werden mindestens so hart bestrafe wie die Schuldigen», so Weinstein. Das Gericht bedaure die Last zutiefst, die Elizabeth Butler damit aufgebürdet würde.