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Haus und Park
Das «Freiämter Strohmuseum» wurde 1976 als Dauerausstellung im Gebäude der ehemaligen Freiämter Bank am Wohler Kirchenplatz eröffnet. Nachdem es in die Jahre gekommen war und allmählich aus allen Nähten platzte, waren die Verantwortlichen interessiert, einen neuen Standort mit neuen Möglichkeiten für ein zeitgemässes Museum zu finden.
Vom Privathaus zur öffentlichen Institution
Die Villa Isler und ihr Park wurden in den 1860er Jahren durch den Strohfabrikanten August Isler erbaut bzw. angelegt. 1926 erfolgte ein grosser Umbau des Hauses, bei dem die Schaufassade auf die gegenüberliegende Seite des Gebäudes zum heutigen Rondell hin gelegt wurde. Die Parkanlage weist einige imposante Gehölze auf, darunter eine rund 200jährige Eibe, einen Ginkgo, eine Magnolie und einen japanischen Ahorn.
1997 äusserte J. Rudolf Isler, der letzte Besitzer und Bewohner des Hauses, erstmals seine Absicht, Vorkehrungen zu treffen, «damit die Liegenschaft an der Bünzstrasse 5 samt Umgelände mit Gartenanlage und Baumbestand auf lange Dauer erhalten bleibt.» Auch soll sie in öffentliches Eigentum überführt werden.
Zehn Jahre später ist es dann soweit: Im August 2007 beschliesst die Ortsbürgergemeinde den Kauf der Villa Isler mit 76 Aren Land, und im Januar 2009 wird die Ortsbürgergemeinde Eigentümerin der Liegenschaft. Noch im Sommer desselben Jahr beschliesst die Ortsbürgergemeinde einen Projektierungskredit für die Umnutzung der Liegenschaft und für die Einrichtung des Strohmuseums in der Villa Isler.
Gut zwei Jahre später verabschiedet die Ortsbürgergemeinde einen Baukredit von Fr. 4’573’000. Dabei wurde dieser Beschluss mit einem sensationellen Ergebnis von 152 : 0 Stimmen angenommen! Die Finanzierungskosten belaufen sich auf total Fr. 4’850’000 (inkl. Planung). Davon konnten fast 70% durch Beiträge Dritter gedeckt werden.
Der Spatenstich erfolgte am 13. Februar 2012. Knapp 15 Monate später, am 3. Mai 2013, konnte die feierliche Neueröffnung des Strohmuseums stattfinden und damit die Villa Isler zu neuem Leben erweckt werden.
Bilder der Restaurierung und des Umbaus (auf wohlen.ch)
Die Ortsbürgergemeinde
Die Ortsbürgergemeinde fördert das kulturelle Leben in Wohlen auf nachhaltige Art, in dem sie sich beteiligt an den Bestrebungen zur Erhaltung und Verschönerung des Dorfbildes von Wohlen. Dank ihr konnte die letzte intakte Liegenschaft, die an die einst blühende Strohindustrie erinnert, für die Wohler Öffentlichkeit gesichert werden. Doch damit nicht genug: Sie unterstützt die Stiftung Freiämter Strohmuseum Wohlen zudem mit einem jährlichen Betriebsbeitrag.