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10. HAUTPFLEGE
Allgemeine Empfehlungen für eine gesündere und schönere Haut
Chemikalien in Kosmetika – Bloß nicht!
Die als ”Creme” für Gesicht oder Körper bezeichnete Konsistenz wurde in den letzten hundert Jahren für viele Menschen zu einer Gewohnheit.
Diese Konsistenz ist uns Menschen angenehm, da sie ein wenig einer Verbindung aus Schweiß und hauteigenen Fetten ähnelt.
In der Natur jedoch ist diese Konsistenz nicht stabil, da sie eine Mischung von Wasser und Öl vorschreibt. Bakterien vermehren sich in einer Umgebung, die sowohl Wasser als auch organische Stoffe enthält, wohingegen es ihnen schwer fällt, in reinem Öl zu leben. Deshalb bleibt ein Bällchen Streichkäse lange frisch, wenn es in einem mit Öl aufgefülltem Einweckglas aufbewahrt wird, oder in reinem Wasser. Deshalb müssen den Cremes verschiedene Stoffe hinzugefügt werden, um deren Haltbarkeit zu gewährleisten.
Die Hersteller sind nicht dazu verpflichtet, die Namen der Inhaltsstoffe zu erläutern und die meisten Begriffe sind auf Englisch und Latein formuliert, dass ein Mensch sie kaum verstehen kann. Deshalb werden wir nun einige dieser Stoffe beschreiben:
PEG Polyethylen Glycol – Wird unter chemischen Prozessen aus giftigen Gasen hergestellt, kann winzige Mengen sehr giftiger Nebenerzeugnisse enthalten.
Lauric ether sulphate – Inhaltsstoff wässriger Lotionen, Shampoos usw.
Es wurden darin gelegentlich vorkommende Reste giftiger Dioxyne nachgewiesen.
Paraben, Butyl paraben Methyl paraben - dienen als Konservierungsstoffe. Sie können zu Allergien führen und die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut angreifen. Als Konservierungsstoffe sind sie über einen langen Zeitaum beständig, in Studien wurde nachgewiesen dass sie sich im Körper anhäufen.
BHA und BHT – Konservierungsstoffe, die bei hoher Dosierung Magenkrebs verursachen.
Inhalstsstoffe, die teilweise in Cremes vorzufinden sind: Butoxydiglicol oder Ethylene glycol ethyl ether oder Propylene Glycol Dimethyl ether-1 und ähnliche Stoffe, die als Lösemittel dienen, dringen um ein zehnfaches stärker in die Haut ein als die meisten Lösemittel. Einige reizen die Haut und andere neigen dazu, die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit zu schädigen.
Resorcinol – Farb- und Desinfizierungsmittel; reizt die Haut bis hin zu Ekzemen.
Triclosan – Geruchs- und Konservierungsstoff; wird sehr gut von der Haut absorbiert und kann Reizungen hervorrufen.
Formaldehyde – Konservierungsstoff; kann Allergien hervorrufen
(Aus: Kursbuch Kosmetik, Rita Stiens, 1998)
Warum sind pflanzliche Inhaltsstoffe zu bevorzugen?
Pflanzliche Inhaltsstoffe, besonders aus biologischem Anbau, werden schon seit Tausenden von Jahren von der Menschheit angewendet. In den meisten Pflanzen besteht ein Gleichgewicht vieler Stoffe in niedrigen Mengen. Viele Pflanzen sind reich an natürlichen Antioxidantien, die für die Haltbarkeit des Produktes sorgen und Alterungsprozesse der Haut verlangsamen.
Warum verwenden Hersteller nicht pflanzliche Stoffe anstelle synthetischer Stoffe?
Künstliche Inhaltsstoffe sind normalerweise um 100-1000 mal günstiger als parallele pflanzliche Inhaltsstoffe. Letztendlich liest der Kunde nicht die Inhaltsangabe (auf Englisch oder Latein) und ist hin und wieder sehr beeindruckt von der Abbildung einer frischen und gesunden Pflanze auf der Produktverpackung.
Auch Produkte mit einem Aloevera - oder Avocado-Bild sollten auf ihre Inhaltsangabe hin überprüft werden. Der pflanzliche Inhaltsstoff erscheint normalerweise an weit von der erstgenannten Zutat entfernter Stelle, da er wohl in einer sehr geringen Konzentration im Produkt enthalten sein wird. Zusatzlich haben sich viele Kunden seit ihrer Kindheit an die künstlichen Gerüche der Kosmetik- und Toilettenprodukte auf so eine Weise gewöhnt, dass Gerüche natürlicher Pflanzen hin und wieder als unangenehm wahrgenommen werden.
Ist eine Veränderung möglich?
Ja, Europa führt den Trend an, hier wurden Standards für Kosmetikprodukte mit organischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen festgelegt. Nichtsdestotrotz, gewährleisten die europäischen Standards immer noch eine Vermischung bestimmter künslicher Inhaltsstoffe in pflanzlichen Kosmetikprodukten.
Über die Hautalterung
Die ersten Veränderungen, die sich in der einer anhaltenden, ultravioletten Bestrahlung ausgesetzten Haut abspielen, ist die Bildung von Stoffen, die freie Radikale enthalten, was zur Peroxidation ungesättigter Fette der Zellmembranen führt. Dieses Phänomen kommt häufiger bei Hellhäutigen vor. Stoffe, die freie Radikale enthalten, erhöhen die Mutationen der DNA in den Mitochondrien der Hautzellen und führen somit zu Veränderungen von Aufbau und Funktion der Zellmembranen, der Proteine und der Fettsäuren. Die Alterung hat mit einem Rückgang der Konzentration an Anti-Oxidanten im Blut zu tun, wie Glutathion und mit einer Erhöhung sauerstofflicher Schadensmerkmale, wie die Resultate der Peraoxidation von Fetten.
Oxidation von Proteinen
Eine faltige Haut wird oft mit einem Mangel am Kollagen in Verbindung gebracht. Ein Oxidationsschaden an Proteinen kann äußerst ausschlaggebend für den Alterungsprozess der Haut sein, da oxidierte Proteine deaktiviert werden, dazu neigen, sich in Zellen anzuhäufen und zu einem Zellverfall führen können.
Glykation
Glykation ist eine Kuppelung der Glucose-Karbonyl-Gruppe an Aminosäuren. Die Schicht der Dermis und der elastischen Fasern beginnt so einen Prozess zu durchlaufen bei Leuten ab dem Alter von 35. Sonnenbestrahlung beschleunigt sehr wahrscheinlich diesen Vorgang. Antioxidanten-haltige Inhaltsstoffe können diesen Ablauf verzögern.
Veränderungen in der Dermis
Reguläre Konzentrationen an Zytokinen werden wahrscheinlich für die Homeostasis der Hautzellen benötigt (das Streben der Zellen, zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückzukehren). Störungen der Zytokinwerte führen zu einer Bildung von Schäden und Falten. Das Gleichgewicht der Zytokine in der Haut verändert sich mit fortschreitendem Alter. Es sieht danach aus, dass sich Hautptsächlich die Reaktion auf Interleukin-1 ändert, welches ein Zytokin ist, das in Zellen gebildet wird, die bei Allergien involviert sind.
Antioxidantenreiche Verbindungen zur Verzögerung der Hautalterung
Unter den für die Hautpflege gefragten Antioxidanten sind: Vitamin A, Beta-Karotin, Vitamin C, Vitamin E. Alle Vitamine verzögern sowohl eine Ausbreitung von Fibroplasten als auch eine Prostaglandin-Synthese. Pflanzliche Bestandteile die solche Vitamine enthalten: Weizenkeimöl, Jojobaöl, Sheabutter, Karotte, Zitrusfrüchte, Donalilale-Alge, bestimmte Schalen der Palmenfrucht u.a.
Es existieren Pflanzen, die in ihrer antioxidanten Wirkungweise ausgezeichnet sind: Rosmarin (insbesondere die darin enthaltene Rosmarin-Säure), verschiedene Oregano-Sorten, italienische Strohblume usw.
Es ist interessant zu bemerken, dass pflanzlische Antioxidantien manchmal stärker sind als Vitamine ( so z.B. das in trockener Zwiebel enthaltene Quercetin).
Allgemeine Empfehlungen für eine gesündere und schönere Haut
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Sonnenbestrahlung einschränken und Rauchen meiden.
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ein guter Verzehr von Proteinen, alle drei bis vier Stunden über den Tag verteilt
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Täglich mindestens 20 Minuten körperliche Aktivität
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Seifen nur eingeschränkt verwenden, ebenso synthetische Cremes und Shampoos
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regelmäßiger Schlaf von mindestens sechs Stunden täglich
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Gesichtsmassage, mindestens einmal pro Woche