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Bestände
Zählt man die geschätzte Anzahl Brutpaare bzw. Reviere in der Schweiz über alle Vogelarten zusammen, so kommt man auf etwas über 10 Millionen Paare. Rund die Hälfte der Vögel brütet unter 1000 m. Städtische und waldreiche Gebiete beherbergen am meisten Brutvögel. Die höchsten Brutpaarzahlen pro Kilometerquadrat finden sich in Flächen mit grossen Kolonien.
Basierend auf den Bestandsschätzungen der einzelnen Arten ist davon auszugehen, dass in der Schweiz jährlich gut 10 Millionen Paare brüten oder zumindest ein Revier besetzen. Rund die Hälfte aller Brutpaare geht auf das Konto der zehn häufigsten Arten (Buchfink, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Amsel, Zaunkönig, Haussperling, Tannenmeise, Kohlmeise, Sommer- und Wintergoldhähnchen). Die beiden häufigsten Arten – Buchfink und Mönchsgrasmücke – kommen zusammen auf rund 2 Millionen Paare.
Bestände 2013–2016 pro Atlasquadrat
Basierend auf den Punktkarten sowie den Schätzungen von Dichte und Vorkommen für die einzelnen Arten berechneten wir die Brutpaarzahl pro Atlasquadrat (10 × 10 km). Berücksichtigt wurden nur Atlasquadrate, welche zu mindestens 50 % in der Schweiz (inklusive Liechtenstein) liegen. Die höchsten Bestandsdichten wurden hauptsächlich in siedlungsreichen Atlasquadraten gefunden. Siedlungen beherbergen viele kolonial oder zumindest geklumpt vorkommende Arten wie Saatkrähe, Strassentaube oder Haussperling. Zusammen mit den meist eher hohen Beständen häufiger Singvogelarten kann dies zu ausserordentlichen Brutpaardichten führen. Weiter grenzt die Siedlung in urbanen Zentren oft direkt an den Wald. Kulturland, ein meist eher vogelarmer Lebensraum, ist dort nur wenig vorhanden.
Bestände 2013–2016 pro Kilometerquadrat
Am meisten Brutpaare werden in Kilometerquadraten (1 × 1 km) mit grossen Kolonien (Saatkrähen, Möwen) gefunden. Dies ist beispielsweise in den Städten Basel oder Bern der Fall, am Fanel BE/NE brüten sogar gegen 1000 Paare in einem Kilometerquadrat. Im Allgemeinen hat es in eher tief gelegenen Quadraten mit viel Siedlungs- oder Waldfläche viele Reviere, die Werte gehen bis 500, bisweilen sogar bis 600 Paare/km2. Oberhalb von 1500 m nehmen die Bestände stark ab, auf 2000 m hat es im Mittel noch gut 100 Paare/km2. Oberhalb von 3000 m brüten kaum noch Vögel.