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Zum Aufwärmen das Woll- und Baumwolltuch um den Körper des Patienten legen. Das Leinentuch in frisches, kaltes Wasser tauchen und gut auswringen. Den Trockenwickel ablösen, den nassen Wickel anlegen und einwickeln mit Baumwoll- und Wolltuch. Nach einem kurzen Kältereiz nimmt das nasse Leinentuch ohne wesentlichen Wärmeentzug die Körpertemperatur an und staut die Wärme, die der Körper selbst bildet.
Liegedauer
Er bleibt bis zur Erwärmung und Blutstauung im gewickelten Körperteil liegen. Die auftretende Dunstbildung wird nach etwa 1–11⁄2 Stunden unterbrochen, bevor es zum Schweissausbruch kommt. Nach Abnahme des Wickels eine Stunde Bettruhe und Nachdünsten. Anschliessend lauwarme Waschung.
Wirkung
Ableitend, beruhigend, schlaffördernd, schmerzlindernd, erwärmend, stoffwechselanregend, entschlackend, verdauungsfördernd, blutdruckstabilisierend, krampflösend, durchblutungsfördernd, die Tätigkeit der Schweissdrüsen anregend.
Zu empfehlen
– bei allen vegetativ bedingten Beschwerden
– als Unterstützung von Entschlackungs- und Entfettungskuren
– als Abhärtung
– bei nicht infektiösen fieberhaften Erkrankungen 
– bei chronisch veränderten und versteiften Gelenken (Arthrose)
– bei Knochenbrüchen
Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier