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Einen Tag nach dem knappen Scheitern von Marcel Fischer hat Gianna Hablützel-Bürki der Schweiz die erste Olympia-Medaille im Fechten seit 24 Jahren gesichert, und die erste Einzel-Medaille seit 48 Jahren.
Die 31-jährige Baslerin erreichte den Final des Degenturniers und verlor diesen gegen die Ungarin Timea Nagy mit 11:15. Nach dem ersten Drittel des Finals führte Hablützel-Bürki noch mit 6:3, geriet im zweiten Abschnitt aber mit 7:8 in Rückstand. Beim letzten Schweizer Olympia-Medaillengewinn kam das Schweizer Degenteam der Männer 1976 in Montreal auf Platz 3.
Im Halbfinal führte Hablützel-Bürki kurz vor Ablauf der Zeit gegen die erst 20-jährige Russin Tatjana Logunowa mit 12:10, liess sich dann aber zum 12:12 einholen. In der notwendig gewordenen Verlängerung setzte sie den entscheidenden Treffer zum 13:12.
Die neue Olympiasiegerin Timea Nagy ist 30-jährig und war bereits Weltcupsiegerin 2000 sowie Mannschafts-Weltmeisterin. In ihrem Halbfinal bezwang Nagy die Französin Laura Flessel, die Olympiasiegerin von 1996 in Atlanta.
Auch Lamon und Romagnoli stark
Aber auch Bürkis Teamkolleginnen hinterliessen einen ausgezeichneten Eindruck: Sowohl Sophie Lamon als auch Diana Romagnoli erreichten die Achtelfinals, wo sie an Logunowa (Lamon mit 8:15) und Zuleydis Ortiz (Romagnoli mit 11:15) scheiterten.
Zuvor hatte Sophie Lamon, mit 15 Jahren die jüngste Schweizer Olympia-Teilnehmerin aller Zeiten, die Europameisterin und Weltranglisten-Dritte Cristina Cascioli mit stupender Überlegenheit 15:12 aus dem Turnier geworfen.
Die Degen-Disziplin figuriert erst seit 1989 im WM-Programm, seit 1996 ist sie olympisch.
swissinfo und Agenturen