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Wettbewerbskommission leitet Untersuchung gegen Berner und Genfer Bauunternehmen ein
Die Wettbewerbskommission hat zwei Untersuchungen wegen Kartellabsprachen gegen zwölf Baugeschäfte in Genf und Bern eröffnet. Im ersten Fall geht es um acht Genfer Abdichtungs- und Asphaltierungsunternehmen. Im zweiten Fall um vier Berner Unternehmen.
Die schweizerische Wettbewerbskommission hat zwei Untersuchungen wegen Kartellabsprachen gegen zwölf Baugeschäfte in Genf und Bern eröffnet. Im ersten Fall geht es um acht Genfer Abdichtungs- und Asphaltierungsunternehmen. Im zweiten Fall um vier bei der Sanierung der Schweizerischen Landesbibliothek engagierte Berner Unternehmen. Die Untersuchungen richten sich in beiden Fällen gegen mögliche kartellistische Absprachen, wie die Wettbewerbskommission am Montag (17.01.) in Bern mitteilte.
Die acht Genfer Unternehmen Etico SA, Geneux Dancet SA, Sanitoit SA, Daniel Schultess, Simon Borga, Cuivretout SA, Dentan Etancheite SA und Etancheite 2000 SA stehen im Verdacht, als Mitglieder der "Chambre genevoise d'etancheite et d'asphaltage" (CGE) Kalkulationshilfen in Anspruch genommen zu haben und sich auf diese Weise gegenseitig abgesprochen zu gaben. Die acht Unternehmen verfügen nach eigenen Angaben über einen Marktanteil von rund 80 Prozent auf dem Genfer Abdichtungs- und Asphaltierungsmarkt, was laut Wettbewerbskommission eine Untersuchung ebenfalls rechtfertigt.
Die zweite Untersuchung gegen die vier Berner Baugeschäfte Betosan AG, Isotech AG, Renesco AG und Weiss & Appetito AG steht im Zusammenhang mit den Offerten für die Sanierung der Schweizerischen Landesbibliothek. Für das Vorliegen einer unzulässigen Wettbewerbsabsprache spreche in diesem Fall die Tatsache, dass alle offerierten Preise der fraglichen Unternehmen den Kostenvoranschlag um über 100 Prozent überstiegen hätten. Alle Offertenpreise lägen überdies in einer engen Bandbreite. Gemäss der Mitteilung der Wettbewerbskommssion stützt sich die Untersuchung im Berner Fall auf eine Eingabe der Eidgenössischen Koordination der Bau- und Liegenschaftsorgane (KBOB) vom 10. Dezember 1999.
Die Wettbewerbskommission ist eine von den Verwaltungsbehörden unabhängige staatliche Institution. Administrativ ist die Wettbewerbskommission dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zugeordnet. Sie ist für die Anwendung des Kartellgesetzes zuständig und besteht aus 15 von der Landesregierung (Bundesrat) bestellten Mitgliedern, wobei neun unabhängigen Sachverständigen sechs Interessenvertreter gegenüberstehen. Die Wettbewerbskommission verfügt über ein Sekretariat, welches die Geschäfte vorbereitet und die Untersuchungen durchführt.
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