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Territet–Mont-Fleurie
|Kürzel||TMF|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1910-07-30|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1910 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Gleichstrom; ab 1954 Drehstrom) TMF war im Besitz einer Aktiengesellschaft. Die ganzjährig verkehrende TMF führte ausgehend von Territet, das heute eingemeindeter Stadtteil des Touristenzentrums Montreux ist, zum Hotel «Mont-Fleuri». Gemäss der Statistik soll die nur rund 380 Meter lange Bahn fünf Stationen bedient haben. 60 der insgesamt 120 verfügbaren Plätze pro Wagen waren Stehplätze. Den Bau der TMF besorgte die Firma Von Roll AG Bern.
1912 wandelte die TMF ihre schwebenden Schulden in feste Anleihen um. Die Betriebsergebnisse reichten schon zu diesem Zeitpunkt kaum noch aus, die Zinsverpflichtungen zu decken. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, der einen empfindlichen Rückgang des Reiseverkehrs auslöste, verschärfte sich die Situation umgehend, was die TM 1915 zu einem radikalen Kapitalschnitt zwang. Der Aktienkapitalwert musste um 225'000 Franken oder 90 Prozent herabgesetzt werden. Die so gewonnenen Gelder wurden zur Schuldentilgung und zur Bildung von Reserven verwendet. Damit hatte die TMF jedoch angesichts weiterhin ungenügender Betriebsergebnisse ihre finanziellen Probleme noch nicht überwunden. Zwar nahmen die Passagierzahlen nach dem Kriegsende wieder zu. Die schwebenden Schulden stiegen aber bis 1920 ebenfalls wieder auf 147'000 Franken an.
Die Baukosten der zweischienigen und überwiegend auf Dämmen geführten TMF waren mit 1.3 Mio. Franken pro Bahnkilometer aussergewöhnlich hoch. Diesen Wert übetrafen nur zwei andere Bahnen, nämlich die Lausanne–Ouchy-Bahn (LO) und die Zürichbergbahn (ZB). Mit Abstand wichtigster Posten in der Baurechnung der TMF war der Unterbau, auf welchen über zwei Drittel der Gesamtausgaben entfielen. Mitverantwortlich dafür war der 126 Meter lange Mont-Fleuri-Tunnel. Hinter dem Unterbau folgte der Landerwerb mit einem Kostenanteil von 9 Prozent. Die Ausgaben für das Rollmaterial berechnete die TMF ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Aufwendungen für das Drahtseil (1400 Franken) sowie für die elektrischen und mechanischen Einrichtungen (rund 22'000 Franken) gesondert ausgewiesen wurden.
Die TMF stellte 1992 den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.