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Ein Band, der die Überlegungen und Beiträge des Dritten Kontinentalen Theologenkongresses 2018 in San Salvador sammelt, ist kürzlich erschienen. Entstanden ist ein Buch, dass den Reichtum des Erbes von Medellín im Kontext der Befreiungstheologie in Lateinamerika bezeugt.
Die zweite Generalkonferenz der lateinamerikanischen Bischöfe, die 1968 in Medellín (Kolumbien) stattfand, war in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein für die Kirche in Lateinamerika und der Karibik:
- für ihre Beiträge
- für den historischen Moment, in dem sie verwirklicht wurde
- für ihren Empfang des Zweiten Vatikanischen Konzils und
- für ihren Einfluss auf die theologische Reflexion auf dem Kontinent.
Nicht umsonst wurde das Medellín-Dokument als «Identitätskarte» einer Kirche angesehen, die sich nach und nach ein eigenes Gesicht, ein eigenes theologisches und pastorales Profil erworben hat.
Den Schrei der Armen und der Erde
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums dieser grossen Veranstaltung wurde nun in San Salvador (El Salvador) der dritte kontinentale Theologiekongress durchgeführt. Organisiert wurde dieser von Amerindia und der Mittelamerikanischen Universität José Simeón Cañas und dauerte vom 30. August bis 2. September 2018. Im Lichte der Befreiungstheologie wurde dort Schrei der Armen und der Erde aufgenommen, von dem auch Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika Laudato Si‘ spricht.
Die Präsentationen, Überlegungen, Zeugnisse und Beiträge des Kongresses wurden nun in einem Band zusammengefasst. Dank der Beiträge einiger NGOs, darunter auch Fastenopfer, wurde dieser im Mai 2019 als Antwort auf die Einladung von Papst Franziskus veröffentlicht , «den Reichtum des Erbes von Medellín zu bewahren und fliessen zu lassen».