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Im Einklang mit der kürzlich erfolgten Abstimmung zum Energiegesetz befürworten 78 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer einen Ausstieg aus der Kernenergie. Dies ergab eine repräsentative Befragung, die Umweltökonomen der Eawag durchgeführt haben. Die Eidgenossen wären bereit, durchschnittlich mindestens 160 Franken oder rund ein Fünftel pro Jahr und Haushalt mehr für den Strom zu bezahlen, wenn dafür alle Schweizer Kernkraftwerke abgeschaltet würden. Die Befunde liegen auf der Linie der Energiestrategie 2050 des Bundes, die einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie vorsieht. Dabei soll eine stärkere Nutzung der Wasserkraft die wegfallenden AKW teilweise ersetzen. Laut der Eawag-Studie ziehen die Schweizer Haushalte den Ausbau bestehender Wasserkraftwerke Neubauten vor, da dies mit geringeren Umweltbelastungen einhergeht. Dafür nähmen sie zusätzlich zu den Mehrkosten für den Atomausstieg eine um 180 Franken höhere Stromrechnung in Kauf. Die Forschenden sehen deshalb für die Wasserkraft auch zukünftig ein wirtschaftliches Potenzial, obwohl sie im teilliberalisierten Schweizer Strommarkt momentan einen schweren Stand hat.