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Plastiktüten sind eine Gefahr für die Umwelt. Denn oft landen sie nach dem Gebrauch nicht im Müll, sondern irgendwo in der Landschaft und schlimmstenfalls in Flüssen, wodurch sie ins Meer gespült werden. Und dort können sie hunderte Jahre verbleiben, bevor sie sich abgebaut haben und währenddessen Fischen, Vögeln und Meeressäugern das Leben kosten.
Deshalb soll jetzt in der EU durchgesetzt werden, was auch schon in der Schweiz beschlossen wurde: Ein Verbot oder zumindest eine Steuer auf Einweg-Plastiktüten. Denn diese dünnen Plastiksäcke von weniger als 0,05 Millimetern Dicke, welche man vor allem aus dem Supermarkt mitnimmt, werden meist nur für den Transport der gekauften Produkte verwendet und anschliessend bereits entsorgt.
Laut EU-Kommission verbraucht jeder Europäer durchschnittlich 200 Plastiktüten pro Jahr. Besonders in Osteuropa und Portugal ist der Verbrauch noch höher, hier werden mehr als 500 dieser Tüten im Jahr verbraucht. Eine Steuer könnte den Gebrauch um bis zu 80 Prozent senken. Denn in Dänemark, wo es bereits eine solche Steuer gibt, werden jetzt nur noch 4 dünne Plastiksäcke pro Jahr und pro Person verbraucht.
Grundsätzlich soll den Staaten überlassen werden, wie der Plastikmüll reduziert wird, ob durch ein Verbot oder durch eine Steuer. Betroffen sollen aber auf jeden Fall nur dünne Plastiktüten sein; Pläne, gleich alle Plastiksäcke zu verbieten, gibt es nicht. In der Schweiz wird voraussichtlich ab Januar 2015 die Gratisausgabe von Wegwerf-Plastiksäcken in Supermärkten verboten. Diese werden ab dann etwas kosten. Alternativen können günstige Mehrwegsäcke aus Biokunststoff an den Kassen sein. Oder ganz einfach: einen Stoffbeutel oder Einkaufskorb zum Einkaufen mitnehmen!
Bild: Ivy Main [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons