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Die Tendino-Muskulären Meridiane, TMM, repräsentieren ein Muskel- und Sehnensystem, dass den gesamten Bewegungsapparat durchsetzt. Sie verbinden die Gesamtheit der knöchernen und muskulären Strukturen und gewährleisten die Gelenkfunktion. Es handelt sich um ein eigenständiges System in der Akupunktur/TCM-Lehre, das vielfach in Theorie und Praxis der TCM vernachlässigt wurde. Physiologie und Pathologie dieses Systems haben ihre eigenen Besonderheiten und verlangen ein spezielles Verständnis und spezielle Behandlungsmethoden. Die Lehre basiert auf der Annahme, dass z. B. Kniegelenkschmerzen eher tendino-muskulärer Herkunft sind, da der Knorpel selbst nicht betroffen ist. Nach wiederholten Verletzungen, mit nachfolgender Regeneration und daraus resultierender erhöhter Beanspruchung der Tendino-Muskulären Ansätze am Knochen, werden sogenannte “tendinöse Knoten” gebildet. Die daraus resultierende pathologische Narben- oder Knotenbildung beeinträchtigt die Gelenkfunktion. Dadurch entstehen die Schmerzen.
Die TMM repräsentieren Funktions- und Muskelketten, zu denen der jeweilige Meridian eine topographische Beziehung hat, das heisst, über die er verläuft. Das wesentliche an der Vorstellung des IMM ist die Erklärung dafür, dass eine Funktionsstörung in einem Gelenk nicht als isoliertes Geschehen betrachtet werden kann, sondern sich störend auf der ganzen Muskelfunktionskette auswirken muss. Daraus ergibt sich, dass die Behandlung eines Gelenkes sich nicht nur auf lokale Massnahmen beschränken darf, sondern die betroffene Muskelfunktionskette einbezogen werden sollte.
Da die TMM- Skelettmuskeln und Sehnen an der Körperoberfläche verlaufen, werden sie auch leicht durch bioklimatische Einwirkungen gestört, was zu rheumatischen Erkrankungen führen kann. Hauptsymptome hierfür sind: Krämpfe, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Extremitäten
Die TCM bezeichnet das Gelenk als Schranke, hier wird die Zirkulation (Informationsfluss) im Meridiansystem kontrolliert. Im Bereich solcher Schranken können leicht Behinderungen der Zirkulation entstehen, die wir als Stase oder Stagnation bezeichnen. Die Deblockierung einer solchen Stagnation dient zur Förderung der Zirkulation im Meridiansystem, Blut- Lymphgefässsystem und Nervensystem. Bezeichnend ist, dass gerade um die Gelenke viele wichtigen Meridianpunkte liegen.
Durch gezielte Behandlungstechniken müssen solche Knoten aufgelöst werden un definitiv schmerzfrei zu werden und uneingeschränkte Beweglichkeit zurück zu erlangen.
“Ein guter Akupunkteur behandelt zuerst die Haut, dann das Fleisch, dann die Muskeln und die GefäÃe, dann die Hohlorgane und zuletzt die Organe.” (Nei Jing Su Wen, Kap. 5)
Anwendungsbereiche:
Bei der Behandlung fördern wir die lokale Durchblutung und verbessern damit die Regeneration. Die Behandlung fördert wiederum die Durchblutung, verbessert die Muskelspannung und beschleunigt die Rückresorption des lokalen Ãdems. Die lokalen Griffe beseitigen auch die Sehnen- und Muskelverwachsungen. Symptome wie Schmerzen, Muskelverspannungen, Muskelkrämpfe und Muskelschwäche sind Indikationen für die Anwendung von TMM- Therapie.
Hervorragend geeignet um Wohlbefinden, Gesundheit und den optimalen Ablauf aller Körperfunktionen zu unterstützen.
Schmerzen jeglicher Art, insbesondere des Bewegungsapparates:
- Hals-,Brust- , Lendenwirbelsäule
- Bandscheibenvorfall
- Schulter- Arm- Syndrom (Periarthropathia humeroscapularis)
- Epikondylitis (Tennisellbogen)
- Tendovaginitis (Sehnenscheidentzündung)
- Ischialgie, Lumbalgie
- HWS- Syndrom
- Phantomschmerzen
- Rheumatoide Arthritis
- Funktionelle Fehlstatik
- Skoliose (seitliche Verkrümmung der WS)
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Trigeminusneuralgie , Fazialisparese (Gesichtslähmung)
- Lähmung nach Schlaganfall
- Morbus Menière (Drehschwindel, Ohrengeräusche)
- Spannungskopfschmerzen
Funktionelle Organstörung:
- Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
- Neurologische Blasendysfunktion (Blasenentleerungsstörung)
Erkrankungen der Atemweg:
- Asthma bronchiale (Bronchial Asthma)
- Bronchitis
Neuromuskuläre Traumaverletzungen:
- Aufarbeitung von Pyschotraumata (Schockerlebnisse)
Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern:
- Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom (ADS)
- Legasthenie oder Dyskalkulie
- Aufmerksamkeits- Hyperaktivitäts- Störung (ADHD)
Funktionelle Störungen des Kauapparates
Kurse diese Therapiethechnik zu erlernen finden Sie bei:Ausbilungszentrum BELIKA GmbH Ch 8820 Wädenswil