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Lausanne, 20. September 2006
Nettohalbjahresgewinn der Gruppe steigt um 71,6%
Per Ende des ersten Halbjahres 2006 verzeichnet die Gruppe Vaudoise Versicherungen einen konsolidierten Gewinn nach Steuern in Höhe von CHF 22,5 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 71,6%. Der konsolidierte Gesamtumsatz beläuft sich auf CHF 798,5 Millionen. Die versicherungstechnischen Resultate fallen weitestgehend positiv aus. Auch die finanzielle Solidität der Gruppe hat sich erneut verbessert: So beläuft sich das Eigenkapital inzwischen auf CHF 400,2 Millionen, während die technischen Rückstellungen auf CHF 6,5 Milliarden zu beziffern sind. Dank der Dividendenausschüttung ihrer beiden operativen Gesellschaften kann die Vaudoise Versicherungen Holding einen Gewinn von CHF 10,7 Millionen vorweisen - mehr als das Doppelte als noch ein Jahr zuvor.
Rolf Mehr, Verwaltungsratsdelegierter und Präsident der Generaldirektion, erklärt hierzu: «Die Halbjahresergebnisse untermauern, dass die Gruppe Vaudoise Versicherungen erneut einen Schritt nach vorne getan hat. Die Integration des Vermögensversicherungsbestands der «La Suisse», die Abtretung des BVG-Portfolios sowie die Massnahmen zur Verbesserung unserer Rentabilität und der Stärkung unserer finanziellen Basis haben sich ausgezahlt.»
Aufgrund der Transaktionen durch die Übernahme des Vermögensversicherungsbestands der «La Suisse» und die Abtretung des Versicherungsbestands der beruflichen Vorsorge an die Swiss Life - die rückwirkend zum 1. Januar 2005 durchgeführt wurden - ist ein Vergleich der Zahlen der beiden Geschäftsjahre nicht in allen Bereichen aussagekräftig.
Gute Ergebnisse im Nichtlebenbereich
Durch die Übernahme des Vermögensversicherungsbestands der «La Suisse» und die Dynamik des Vertriebsnetzes konnte die Vaudoise Allgemeine die Zahl der versicherten Risiken und die Prämieneinnahmen signifikant erhöhen. Gleichzeitig weisen zwei wichtige Indikatoren für das Nichtlebengeschäft auf eine erfreuliche Verbesserung der Rentabilität hin. Das Verhältnis zwischen dem Schadenaufwand und den verdienten Prämien hat sich günstig entwickelt und sank Ende Juni 2005 von 72,5% auf 70,6%. Die Combined Ratio brutto beläuft sich auf 99,3%, nachdem sie Ende Juni 2005 bei 100% gelegen hatte. Aufgrund der 25,5 Millionen Franken, die das Finanzergebnis beisteuerte, steht das technische Ergebnis des Nichtlebengeschäfts bei CHF 16,0 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 8,1%.
Erfreuliche Ergebnisse beim Lebengeschäft
Die Gruppe Vaudoise Versicherungen konzentriert sich künftig auf die Einzelvorsorge. Die Entwicklung des Sektors ist im Hinblick auf die Prämieneinnahmen besonders positiv verlaufen. Auf dem Schweizer Markt hat sich das Prämienvolumen von CHF 81,7 Millionen praktisch nicht verändert. Die ausländische Tochtergesellschaft Valorlife, die in erster Linie Versicherungsprodukte mit Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Zeichner anbietet, hat Prämieneinnahmen von CHF 396,6 Millionen verzeichnet. Dies entspricht einem äusserst starken Zuwachs um 49.3%.
Die Abtretung des BVG-Portfolios an die Swiss Life führt selbstverständlich zu einem Rückgang der Versicherungsleistungen und der Betriebs- und Verwaltungskosten. Damit beläuft sich das versicherungstechnische Ergebnis des Lebengeschäfts – obwohl das Finanzergebnis im Vergleich zu Juni 2005 (CHF 110,1 Millionen) einen um CHF 5,4 Millionen geringeren Beitrag beisteuerte - auf CHF 23,8 Millionen (+98.8%). Von diesem Betrag werden CHF 11,6 Millionen in Form von Überschussbeteiligungen an die Begünstigten von TRENDVALOR-Verträgen gezahlt, die im Juni 2006 ablaufen.
Ergebnis aus Kapitalanlagen
Die Rendite der etwa 3 Milliarden Franken an verwaltetem Vermögen, die mit dem BVG-Portfolio an die Swiss Life übertragen wurden, fehlt selbstverständlich im Jahre 2006. Gleichwohl konnte sie grösstenteils durch die ertragsreichen Kapitalanlagen wettgemacht werden, die Valorlife für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen vorgenommen hat (CHF 2,0 Milliarden, ggü. CHF 1,2 Milliarden Ende Juni 2005). Das Ergebnis aus Kapitalanlagen beträgt CHF 140,3 Millionen und ist damit im Vergleich zu Juni 2005 um CHF 4 Millionen gesunken. Der grösste Teil des Anlageergebnisses wurde der versicherungstechnischen Rechnung der Leben- und der Nichtlebenbranchen zugewiesen.
Die beträchtliche Abnahme der finanziellen Erfolgsrechnung (von CHF 17,8 Millionen auf CHF 4,2 Millionen) ist auf die ungünstige Entwicklung des Wechselkurses des US-Dollars und des Euros gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen. Der Aktienanteil beträgt 5,3%, nachdem er Ende 2005 bei 4,6% gelegen hatte.
Ziel: Senkung der allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten
Die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten der Gruppe sind um CHF 10,4 Millionen auf CHF 121,7 Millionen angewachsen. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf Massnahmen zur Bindung der von «La Suisse» übernommenen Kunden sowie auf die Einstellung von etwa 240 Mitarbeitern dieses Unternehmens zurückzuführen. Der Kostensatz für die Prämieneinnahmen wird mittelfristig durch verschiedene Massnahmen verbessert, darunter ein schrittweiser Personalabbau durch Frühpensionierungen und natürliche Fluktuationen. Gleichzeitig strebt die Gruppe eine Stärkung der Produktivität sowie die systematische Schaffung von Mehrwert bei Produkten und Leistungen an. «Wirtschaftliche Sachzwänge dürfen nicht die Qualität unserer Dienstleistung beeinträchtigen», erklärt hierzu Rolf Mehr.
Solide finanzielle Basis
Die Bilanzsumme beträgt CHF 7,5 Milliarden und ist damit seit 31. Dezember 2005 um 7,8% gestiegen. Einen wesentlichen Beitrag leistete hierbei die Wertentwicklung der Kapitalanlagen, die von Valorlife (Liechtenstein) für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen vorgenommen wurden. Das Eigenkapital ist um CHF 9,8 Millionen auf CHF 400,2 Millionen angewachsen. Die Solvabilitätsspanne der Vaudoise Allgemeinen und der Vaudoise Leben bleibt auf einem hohen Niveau und beläuft sich auf jeweils 153% und 221% der erforderlichen Beträge.
Vaudoise Versicherungen Holding verdoppelt Gewinn
Die Vaudoise Versicherungen Holding hat einen Gewinn von CHF 10,7 Millionen erwirtschaftet. Vor einem Jahr hatte sich diese Zahl auf CHF 5,1 Millionen belaufen. Grund hierfür ist die Ertragskraft unserer beiden wichtigsten in der Schweiz tätigen operativen Gesellschaften der Schweiz. Die Vaudoise Allgemeine hat dieses Jahr eine Dividende von CHF 9,0 Millionen ausgeschüttet - ggü. CHF 6,0 Millionen im Jahre 2005. Die Vaudoise Leben hat Gewinne in Höhe von CHF 3,0 Millionen ausgezahlt, nachdem sie das Jahr zuvor auf eine Ausschüttung verzichtet hatte, um ihre finanzielle Basis zu stärken.
Perspektiven
Die Ergebnisse des ersten Halbjahres lassen mit Zuversicht auf das zweite Halbjahr blicken. Als Störfaktoren könnten sich jedoch eine ungünstige Entwicklung an den Finanzmärkten und unvorhergesehene Schadensbelastungen erweisen. Wie bereits im April angekündigt, erwartet die Gruppe - nachdem im letzten Jahr ein aussergewöhnliches Ergebnis verzeichnet wurde – auch für 2006 ein gutes Resultat.
Ihr Ansprechpartner
Bernard Grobéty, stellvertretender Generaldirektor
Tel. dir. 021 618 82 22, <email-pii>
Die Gruppe Vaudoise Versicherungen
Die Gruppe Vaudoise Versicherungen ist die einzige unabhängige westschweizerische Versicherungsgesellschaft. Sie zählt zu den zehn bedeutendsten Privatversicherern auf dem Schweizer Markt. Sie wurde 1895 gegründet und verfügt in allen Versicherungs- und Vorsorgebereichen über anerkannte Kompetenzen. Die Kundschaft findet dank der Agenturen kundennahe Dienstleistungen in den Bereichen Beratung und Schadenregulierung. Die Gruppe beschäftigt rund 1'400 Mitarbeiter, darunter rund hundert Lehrlinge.
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