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Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viele unterschwellige Konflikte im Team entstehen, weil unklar oder zu wenig kommuniziert wird?
Wie schnell sind wir verärgert, wenn sich unsere Vorgesetzten durch Stress im Ton vergreifen oder unklar kommunizieren? Haben Sie sich schon einmal geärgert, weil Lob gefehlt hat und Kritik nicht konstruktiv war?
Jeder im Team sollte sich daher stets an Grundregeln der Kommunikation erinnern.
Seien Sie emphatisch
Denken Sie immer daran, wie sich Ihr Gegenüber fühlt, wenn Sie mit ihm kommunizieren. Diese Grundregel sollten Sie einhalten, auch wenn Sie unter Druck stehen.
Empathie bedeutet, sich auf die Gefühle und Gedanken des Gegenübers einzulassen.
Dies funktioniert nur, wenn man sich selbst wahrnimmt: je offener man für seine eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten. Halten Sie besonders auch in Stresssituationen inne, um in sich zu gehen.
In der aktuellen Zeit (38/2015) im Artikel „Woran scheitern Manager? „wird fehlende Empathie übrigens als ein Hauptgrund für das Scheitern von Führungskräften aufgezählt.
Achten Sie auf die Körpersprache
Kleine Signale können Ihnen verraten, ob bei Ihrem Gegenüber alles klar ist. Hat er oder sie den Auftrag etwa nicht verstanden? Fühlt er sich überfordert? Spielt er mit dem Hemdkragen, weil er sich unwohl fühlt? Ist sie unsicher und blickt auf den Boden? Deuten Sie stets die Körpersprache, um Misskommunikation zu vermeiden.
Stellen Sie offene Fragen
Dieser Punkt funktioniert natürlich nicht immer. Dennoch sollten Sie im Team möglichst darauf achten, den anderen Freiraum in der Kommunikation zu lassen.
Offene Fragen (diese starten stets mit einem Fragewort: warum, wie, was etc.) überlassen dem Antwortenden die Entscheidung, wie er antworten möchte. Vor allem zu Beginn des Gesprächs sind sie wichtig. Hier einige Beispiele:
- “Was wären für Sie die wichtigsten Ziele des Workshops?”
- “Wie stellen Sie sich die konkrete Umsetzung des Konzepts vor?”
- “Woran lag es Ihrer Meinung, dass die Kooperation mit XY nicht so reibungslos funktioniert hat?”
Kommen Sie auf den Punkt
Gerade wenn wir unangenehme Botschaften kommunizieren müssen, tendieren wir dazu, unnötig auszuschweifen. Dabei erkennt unser Gegenüber rasch, dass etwas nicht stimmt. Verkomplizieren Sie die Situation also nicht unnötig!
Sprechen Sie davon, was die anderen können, nicht was sie nicht können
Betonen Sie nicht, was andere nicht können. Vor allem nicht vor dem ganzen Team. Mit Lob kommen Sie stets weiter als mit Tadel! Dieser Punkt is vor allem wichtig, um ein gute Atmosphäre im ganzen Team zu produzieren.
Sagen Sie immer auch etwas Nettes
Extremer formuliert: Wenn Sie in Ihrer Botschaft nicht auch etwas Nettes sagen können, ist es besser, nichts zu sagen.
Kommunikation im Team – auf einen Blick
Sie sehen also: mit wenig Aufwand etablieren Sie eine positive Kommunikationskultur in Ihrem Team. So macht nicht nur die Arbeit mehr Spass – sie verhindern auch Probleme im Ablauf, weil nicht gut genug kommuniziert worden ist.
Janine Wolf-Schindler