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Die Germanisierung von Bonaduz vollzog sich vor allem um die Jahrhundertwende, so ca. zwischen 1880 und 1920. Verschiedene Umstände, wie z.B. die geographische Lage, die wirtschaftliche Tätigkeit der Bevölkerung und die Besetzung des Amtes des Dorfpfarrers mit Pfarrherren aus dem deutschsprachigen Raum, mögen dieses, zur damaligen Zeit vielleicht als modern angesehene Geschehen beschleunigt haben.
Der ehemalige Bonaduzer Sekundarlehrers Pieder Cavigelli (später an der Kantonsschule in Chur tätig / sein Kosename war «Penalty») hat diesen Wandel in seiner umfangreichen Dissertation dokumentiert.
Noch ist das Rätoromanische aber nicht ganz ausgestorben. Kurz vor der Weggabelung Richtung Domleschg/Thusis resp. Versam/Ilanz befindet sich ein Kiosk namens «Bavurtga», was deutsch so viel heisst wie Abzweigung, Weggabelung.