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Die neuste FED-Zinserhöhung war für die Märkte bei weitem keine Überraschung, hatten die Notenbank-Mitglieder in den letzten Monaten doch deutliche Signale gesendet. Eine weitere Zinserhöhung 2017 wurde von der US-Notenbank angedeutet und 2018 sollten drei weitere Erhöhungen folgen. Laut einem Kommentar von Witold Bahrke, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management, rechnet der Markt aber momentan nur mit ein bis zwei Erhöhungen bis Ende 2018.
Gemäss Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton (BNY Mellon), setzen weitere Zinsschritte ein weiterhin gutes Wirtschaftswachstum und einen steigenden Inflationsdruck voraus. Und genau dort liegt die Schwierigkeit: die Lage der US-Wirtschaft dürfte weiterhin angespannt bleiben und die Inflationsrate dürfte sich etwas abschwächen. Als Resultat dürfte sich der Spread zwischen kurz- und langfristigen Zinskurven verengen, so Brain.
Für Witold Bahrke dürfte sich vor allem in denjenigen Marktsegmenten die Volatilität erhöhen, welche von der US-Dollar-Liquidität abhängen und so zunehmend mit der monetären Verschärfung konfrontiert werden.
Eine weitere interessante Neuigkeit des letzten FED-Meetings war die Andeutung, dass sie damit aufhören würden, den Erlös von fällig werdenden Anleihen und Coupons zu reinvestieren. Dies ist eine Form von geldpolitischer Straffung und sorgt dafür, dass wieder mehr Anleihen auf dem Markt zu kaufen sind. "Quantitative Tightening" sorgt in der Regel dafür, Wachstum und Inflationserwartungen zu reduzieren und stützt Staatsanleihen, während hingegen neues Geld den Markt belasten könnte. "Alles in allem wird dieser graduelle Prozess der Bilanzreduktion bedeuten, dass die Wirkung auf die Anleihepreise unbedeutend wird, falls sich die Konjunktur abschwächt oder die neue Administration eine Steuersenkung beschliesst", sagt Brain.