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(franz. Poisson d'avril »Aprilfisch«;
engl. April-fool, ital. Calandrino, nach dem bekannten gefoppten Narren des Boccaccio),
Spottname eines »in den April Geschickten«.
Die Sitte, am 1. April jemand
anzuführen, zu einem vergeblichen Gang
[* 3] zu vermögen, mit einem ihn lächerlich machenden
Auftrag irgendwohin zu schicken etc., soll aus der Sitte der römischen Kirche, die Leidensgeschichte Christi öffentlich darzustellen,
herrühren und wäre ursprünglich nur eine Veranschaulichung des spottvollen Hin- und Herschickens Christi. Andre leiten die
Sitte von dem veränderlichen und trügerischen Aprilwetter ab. Dem germanischen Altertum ist sie unbekannt und hat erst
in den letzten Jahrhunderten von Frankreich her bei uns Eingang gefunden.
Die an Neujahrsgeschenke gewöhnten Personen wären seitdem von dem 1. Januar auf den 1. April und umgekehrt vertröstet worden. Den
Namen Poisson d'avril leitet Quitard von dem Frühlingszeichen der Fische
[* 4] (der Tierkreis war damals viel populärer als heute),
andre von dem Beginn der Fischerei
[* 5] am 1. April und der Verwendung einer nur zu dieser Zeit an den französischen
Küsten gefangenen wohlschmeckenden Makrele, die ebenfalls den Namen Poisson d'avril führt und ein gebräuchliches Neujahrsgeschenk
gewesen sein soll, ab.