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Das Einstallen der Tränker für die Grossviehmast ist herausfordernd. Eine bedarfsdeckende Protein- respektive Aminosäurenversorgung spielt dabei eine zentrale Rolle. Schliesslich hängt von ihr nicht nur das Wachstum ab, sondern auch die Entwicklung der Immunantwort.
Leistungsgrenze erreicht?
Am Agrovet-Strickhof wurde untersucht, ob die verbesserte Aminosäurenversorgung der Jungtiere einen Einfluss auf die Mastleistung hat. Der Versuch wurde gemeinsam mit der Futtermittelfirma Meliofeed AG durchgeführt.
Alle Proteine bestehen aus lediglich 20 verschiedenen Bausteinen, den Aminosäuren. Im Gegensatz zu den Pflanzen können die Tiere von den 20 Aminosäuren nur elf selber synthetisieren. Neun, die sogenannten essentiellen Aminosäuren, müssen die Tiere über die Nahrung aufnehmen. Für jedes Protein im Körper liegt ein klar festgelegter Aminosäureplan vor. Fehlen nun Aminosäuren zur Synthese des Proteins, so kann das Zielprotein nicht erstellt werden. Dies hat zur Folge, dass das Tier sein Leistungspotenzial nicht voll ausschöpfen kann und/oder die Aufrechterhaltung der Gesundheit nicht gewährleistet ist.
Bei den monogastrischen Tieren hat die Futterrezeptierung auf Basis des Aminosäurebedarfes ihren festen Platz. Dies nicht zuletzt, um so auch die Effizienz der Proteinversorgung zu steigern.
Der Wiederkäuer ist weitgehend unabhängig von der Zufuhr essentieller Aminosäuren. Grund dafür sind sein Futtereiweissabbau durch die Mikroben im Pansen sowie die Neusynthese von bakteriellen Proteinen. Letztere kommt aber durch die Fortschritte in der Zucht, der Fütterung und dem...