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Holzvorrat
Der Holzvorrat ist das stoffliche Kapital des Waldes. Er ist das Resultat aus natürlichen Einflüssen sowie aus Handlungen der Menschen. In diesem Sinne ist er keine Steuerungsgrösse (der Indikator ist folglich nicht bewertbar), wohl aber ein wichtiger Indikator beispielsweise für Überlegungen zum gebundenen Kohlenstoff. Zur Erhaltung der Stabilität des Waldes sowie aus waldbaulichen und ökologischen Gründen kann ein örtlich und zeitlich begrenzter Vorratsabbau sinnvoll sein.
Gesamthaft ist der Holzvorrat über die letzten Jahrzehnte stabil geblieben. Eine stetige Zunahme ist in den Alpen und auf der Alpensüdseite, sowie in Jura nachgewiesen, v.a. wo die Geländeverhältnisse die Holznutzung erschweren. Hingegen sank der Holzvorrat im Mittelland gemäss LFI3 (2004/06) und LFI4 (2009/15), weil der Wald dort stärker genutzt und durch Sturmschäden, sowie Borkenkäferbefall, beinträchtig wurde
Obwohl für den Holzvorrat kein Ziel auf nationaler Ebene definierbar ist, stellt der Indikator eine wichtige Messgrösse für den Wald dar. Zielvorräte können jedoch lokal aufgrund der Standortbedingungen, der Bewirtschaftungsziele und der waldbaulichen Massnahmen definiert werden.
Der Schweizer Wald hat im europäischen Ländervergleich mit rund 350 m3 pro Hektar den grössten Holzvorrat (» FOREST EUROPE 2015); insbesondere in den schwierig zugänglichen Gebieten der Alpen und Südalpen ist die Holznutzung mit hohen Kosten verbunden.
Die Daten zum Holzvorrat werden mit den Grundlagen von Luftbildern und der kontinuierlich laufenden Stichprobenerhebung im Wald sowie mit der anschliessenden Modellierung bereitgestellt.
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