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Julien Wanders liess sich in Ras Al Khaimah (VAE) in einem Feld mit internationalen Spitzenläufern zu einer Wahnsinnszeit anspornen und erlebte einen neuerlichen Meilenstein seiner Karriere. Als weitaus bester Europäer lief er auf den 4. Platz.
Fünfter Europäer unter 60 Minuten
Auf den kenianischen Sieger Stephen Kiprop (58:42) büsste Wanders lediglich 31 Sekunden ein. Mit seiner Zeit von 59:13 Minuten war er nicht weniger als 19 Sekunden schneller als Mo Farah 2015 in Lissabon. «Es wäre sogar eine 58er-Zeit möglich gewesen. Aber ich habe den Europarekord und bin sehr zufrieden», sagte Wanders anschliessend im Interview.
Seine eigene Bestmarke unterbot der 22-jährige Genfer um 56 Sekunden. Er ist erst der fünfte Europäer, der diese Distanz in weniger als 60 Minuten gelaufen ist.
Ich bin auch ein bisschen enttäuscht. Ich wollte um den Sieg rennen.
Auf der völlig flachen Strecke zeigte der aus seiner kenianischen Trainingsbasis angereiste Schweizer keine Schwäche. Er hielt sich während des ganzen Rennens in den vordersten Positionen auf, und als sich an der Spitze zwei Läufer absetzten, leistete er an dritter Position laufend immer wieder Nachführarbeit.
Trotzdem hätte sich Wanders am Ende noch mehr gewünscht: «Ich bin auch ein bisschen enttäuscht, denn eigentlich wollte ich um den Sieg rennen. Aber die anderen waren einfach stärker, ich gratuliere ihnen.»
Zweifacher Europarekordhalter
Nach seinen beiden Europarekorden über 10 km auf der Strasse im Oktober in Durban (27:32) und im Dezember in Houilles (27:25) reihte sich Wanders nun auch über die Halbmarathondistanz ganz zuvorderst in Europas Bestenliste ein.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 08.02.19, 07:00 Uhr