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Österreich liegt an der Grenze zwischen Ost- und Westeuropa. Schon zur Zeit der Römer diente diese Region als Puffer zwischen dem römischen Reich und den einfallenden Völkern aus dem Osten. Später besiegte das Heer Österreichs die anrückenden Türken vor den Toren Wiens und verhinderte damit die drohende Islamisierung Westeuropas. Auch während des Kalten Krieges in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts bildete es wieder die Grenze zwischen Ost und West. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist es nun zum Tor Richtung Osten geworden und bildet ein wichtiges Bindeglied für die neuen EU-Mitglieder aus Zentraleuropa und dem Balkan.
Das heutige Österreich war bis 1918 das Herz des Kaiserreiches Österreich-Ungarn. Die Habsburg-Monarchie wurde nach dem militärischen Zusammenbruch am Ende des 1. Weltkrieges im Oktober/November 1918 aufgelöst. Seitdem ist es - mit einer Unterbrechung während der Zeit des Nationalsozialismus - eine Mehrparteiendemokratie.
Heute ist Österreich ein wohlhabendes, hochindustrialisiertes Land, welches aber auch grossen Wert auf die Pflege der Kultur und der Landschaft legt und damit zu einer wichtigen Tourismusdestination geworden ist. Das mit Abstand grösste Siedlungsgebiet ist die Region Wien mit einer Einwohnerzahl von ca. 2 Millionen. Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Staates in der Hauptstadtregion.
Der christliche Glaube hat die Geschichte Österreich entscheidend geprägt. Bereits seit dem Jahr 174 kann die Existenz des Christentums in Österreich nachgewiesen werden. Während der Reformation war die Mehrheit der Bevölkerung evangelisch, doch durch die Verfolgung während der Gegenreformation, als viele Reformierte vertrieben oder umgebracht wurden, erfolgte eine Rekatholisierung der Bevölkerung. Die letzte staatliche Volkszählung (2001) hat ergeben, dass von den 8.3 Millionen Einwohnern ungefähr 71% der Katholischen Kirche angehören und etwa 4.5 % den Evangelischen Kirchen (Lutherische Kirche und Reformierte Kirche).
Die evangelikale Bewegung ist trotz des grossen Einsatzes von meistens ausländischen Missionaren noch klein und zersplittert und kann ohne die Unterstützung aus dem Ausland kaum ausgebaut werden. In vielen Gemeinden ist noch die erste Generation vertreten, in andern Gemeinden arbeitet bereits die zweite oder sogar die dritte Generation mit, was mithilft, dass Einheimische mehr und mehr die Verantwortung übernehmen können. Auch an den Universitäten hat das Evangelium einen fruchtbaren Boden gefunden. Viele Studenten haben in den letzten 40 Jahren zum Glauben an Jesus Christus gefunden und sind nun oft in den Leitungsgremien der freikirchlichen Gemeinden anzutreffen.
Doch es braucht weitere Missionare, um die evangelistische Arbeit und den Gemeindebau voranzutreiben. Die Gemeinden sind oft noch zu klein, um einen Pastor oder Missionar finanziell selber tragen zu können und es fehlen auch weiterhin österreichische junge Christen mit einer gründlichen theologischen Ausbildung, die entsprechende Stellen besetzen könnten.