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Basler Edition der Bernoulli-Briefwechsel (BEBB)
Das Projekt sieht die vollständige digitale Edition der Korrespondenz einer Gruppe von Mathematikern und Physikern aus Basel vor. Die Briefe mit über 400 Korrespondenten – darunter viele Gelehrte von Weltrang, werden in einer kritischen, kommentierten Online-Edition präsentiert.
Die Edition wurde in den Jahren 2017-2020 vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert, und die Fortsetzung für die Jahre 2021–2024 wurde inzwischen von der SAGW genehmigt. Sie sieht die Umsetzung der Textkonstitution mittels TEI XML und die Präsentation im TEI Publisher vor. Die Daten der BEBB werden längerfristig in die digitale Plattform Bernoulli-Euler-OnLine BEOL integriert.
Die elektronische Edition der Bernoulli-Briefwechsel hat die Korrespondenzen der folgenden Basler Mathematikern und Physikern des 17. und 18. Jh. zum Gegenstand:
Aus den Briefwechseln des Bernoulli-Kreises sind einige Korrespondenzen seit 1955 innerhalb der Bernoulli-Edition in Buchform ediert worden: Der Briefwechsel von Jacob Bernoulli (1993), der Briefwechsel von Johann Bernoulli, Bd. 1 (u. a. mit L’Hôpital) (1955), Bd. 2 und Bd. 3 (mit Pierre Varignon) (1988 u. 1992). Der dritte und letzte Teil des Briefwechsels mit Varignon ist zur Zeit in Bearbeitung und soll ebenfalls noch in Buchform erscheinen.
Die Korrespondenzen der Bernoulli mit Euler wurden im Rahmen der Opera Omnia (Series IVA) von der Euler-Kommission in Basel ediert, diejenigen mit G.W. Leibniz vom Leibniz-Archiv Hannover. Einige weitere Korrespondenzen sind im Lauf des 20. Jahrhunderts separat herausgegeben worden.
Ziel der elektronischen Edition der Bernoulli-Briefwechsel ist die frei zugängliche Online-Präsentation sorgfältig konstituierter und zitierfähiger Brieftexte im Internet. Etappenweise werden den edierten Texten die Bilder der handschriftlichen Textzeugen beigegeben. Die Brieftexte sind mit Stellenkommentaren in Fussnoten versehen, die nach und nach bearbeitet und ergänzt werden.
Die edierten Texte sowie die Bilddateien der Handschriften sind mit den Einträgen im elektronischen Basler Inventar der Bernoulli-Briefwechsel (BIBB) verlinkt. Dadurch sind die Briefe über ihre strukturierten Metadaten recherchierbar; die Texte selbst sind für Volltextrecherche erschlossen. Die elektronische Edition bietet den Vorteil einer beliebigen Gruppierung bei der Präsentation der Briefe (chronologisch, nach Verfassern, Korrespondenzen etc.) sowie einer etappenweisen editorischen Weiterbearbeitung. Für die Texte steht auch eine Druckversion zur Verfügung.
Die "Basler Edition der Bernoulli-Briefe" (BEBB) wird in Kooperation zwischen dem BEZ und dem DHLab weitergeführt. Das Teilprojekt zum Abschluss der Edition der Korrespondenz zwischen Johann I Bernoulli und Pierre Varignon (parallel in Buchform und auf der Online-Plattform) ist seit Ende 2015 im Gang. Im 2016 wurde durch den Schweizerischen Nationalfonds die Fortsetzung der Edition für die Jahre 2017–2020 genehmigt.