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CHROM – Regelung der Glukose-Toleranz
Chrom ist ein essentielles Spurenelement, dem eine Bedeutung bei der Glukose-Toleranz und der Insulinwirkung zugeschrieben wird. Es fördert den Einbau von Zucker in das Muskel- und Lebergewebe und verbessert die Wirksamkeit von körpereigenem oder zugeführtem Insulin bei Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ II) und somit die Blutzuckereinstellung. Auch im Fett-, Aminosäuren- und Schilddrüsen-Stoffwechsel spielt Chrom als Bestandteil von Enzymen und Coenzymen eine wichtige Rolle. Ursachen von Chrommangel sind Stress, Infektionen sowie starke sportliche Betätigung, die infolge einer vermehrten Cortisonfreisetzung zu erhöhter Chromausscheidung und erhöhtem Zuckerverbrauch führen können. Chronisch niedrige Chromwerte und zu schneller Verbrauch des Blutzuckers nach Mahlzeiten sind typisch für das Krankheitsbild der sogenannten funktionellen Hypoglykämie. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die man auch Hyperinsulinismus nennt und deren Pathogenese mit chronisch übermäßiger Zufuhr von Zucker erklärt werden kann. Wenn das Pankreas wiederholt und über den ganzen Tag verteilt Insulinmengen produzieren muss, um den zugeführten Zucker zu verarbeiten, kommt es bei jeder erneuten Zuckereinnahme zu Überreaktionen mit übermässiger Insulinfreisetzung. Kurzzeitiger Insulinüberschuss bewirkt hingegen wieder eine schnelle Abnahme des Blutzuckerspiegels, der in gewissen Fällen von Hypoglykämie auch unter den Nüchtern-Glukosewert sinken kann. Typische Symptome von zu tiefen Glukosewerten sind Müdigkeit und Energielosigkeit, Schlaflosigkeit, niedriger Blutdruck, Schwindelgefühl, Hypothermie, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Stimmungs-Schwankungen bis zu Depressionen, Kopfschmerzen, Migräne, Muskel- und Gelenkschmerzen und typischerweise eine ständige Lust nach Süssigkeiten. Morgens nach dem Aufstehen sind die Symptome am deutlichsten ausgeprägt (Müdigkeit trotz Schlafens, Erwachen mit Kopfschmerzen), weil während der Nacht der Zuckerspiegel im Blut stark absinkt. Hypoglykämische Symptome treten auch häufig wenige Stunden nach einer Mahlzeit auf oder nach einem körperlichen oder seelischen Stress. Labordiagnose: Die Bestimmung von Spermin im Vollblut mittels HPLC-Methode ist eine seit Jahren bewährte Methode um hypoglykämische Zustände zuverlässig anzuzeigen. Sie ersetzt auf sinnvolle Weise den für die Patienten sehr aufwendigen Glukosetoleranztest. (siehe Broschüre „Biogene Amine“) Bei einem chronischen Chrommangel aufgrund von regelmässiger Zufuhr von raffinierten Kohlenhydraten, die ihres natürlichen Nährstoffgehaltes beraubt worden sind, kommt es gleichzeitig zu einem Mangan- und Zinkmangel. Zur Kompensation werden Elemente wie Kalzium und Magnesium vermehrt mobilisiert, weshalb in der Haaranalyse zu Beginn sehr hohe Kalzium- und Magnesiumspiegel sowie niedrige Werte von Chrom, Mangan und Zink gefunden werden.
Interpretation der Messergebnisse der Spermin-Bestimmung:
1.2 – 1.5 μg/ml: Normalwerte für Spermin im Vollblut
< 1.0 μg/ml: chronische Hypoglykämie
Mit zunehmendem Lebensalter verschlechtert sich die Chromverwertung. Einseitige Ernährungsgewohnheiten mit einem hohen Anteil chromarmer Produkte wie z.B. raffinierte Zucker und Weissmehl können eine chronische Unterversorgung mit Chrom verursachen. Ein Chrommangel ist vor allem bei lang andauernder Mangelernährung im Kindesalter zu beobachten. Zeichen einer Unterversorgung mit Chrom sind: Zuckerstoffwechsel-Störungen, Unterzuckerung, erhöhtes Insulin, Müdigkeit, Energielosigkeit, Übergewicht, Lust nach Süssigkeiten, erhöhte Cholesterin- und Triglyceridwerte, Arteriosklerose, Nervenschädigungen, Allergien, Hornhautverletzungen und grauer Star, Sehstörungen, Doppelsehen, chronische Infekte, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Depressionen, Hyperaktivität, Aggressivität, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten.