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Das Werk im kanadischen St. Thomas habe ein geplantes Produktionsvolumen von bis zu 90 Gigawattstunden pro Jahr, wie Volkswagen am Freitag bekanntgab. Das sei genug für rund eine Million Elektrofahrzeuge. "Nordamerika spielt eine Schlüsselrolle in unserer globalen Batteriestrategie", verkündete VW -Konzernvorstand Thomas Schmall. Die Region werde neben Europa das zweite Standbein der internen Batteriesparte PowerCo.
Die Zellfabrik soll nach Angaben von VW bis zu 3000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Sie werde auf einer Fläche von rund 150 Hektar errichtet, was mehr als 210 Fussballfeldern entspreche. Produktionsstart in St. Thomas - etwa auf halber Strecke zwischen der kanadischen Metropole Toronto und der US-Autostadt Detroit gelegen - soll 2027 sein. Der Baubeginn ist im kommenden Jahr geplant. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau war bei der Vorstellung der Pläne am Freitag vor Ort. Er bezeichnete die Fabrik als "Gewinn für die Arbeitnehmer, für die Gemeinschaft und für die Wirtschaft".
VW profitiert bei dem Grossprojekt offenbar von enormen staatlichen Anreizen. Laut Kreisen überbot Kanada das Nachbarland USA beim Buhlen um den Standort mit einem "beispiellosen" Subventionsvertrag. Die Fördermittel könnten langfristig theoretisch 13 Milliarden kanadische Dollar (8,7 Mrd Euro) übersteigen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Dies hänge jedoch von etlichen Faktoren ab. Der wirtschaftliche Nutzen, einen der grössten Autobauer nach Kanada zu holen, sei weit grösser als die Kosten der Subventionen, argumentierte der für Industrieangelegenheiten zuständige Minister Francois-Philippe Champagne. VW wollte sich nicht dazu äussern.
(AWP)