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<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie wird ch.ch genutzt (Nutzungsstatistiken), und welche Schlüsse sind daraus zu ziehen?</p><p>2. Welche Seiten von ch.ch werden am meisten konsultiert?</p><p>3. Wurde schon einmal eine Umfrage über die Zufriedenheit mit der Website durchgeführt?</p><p>4. Welche Weiterentwicklungen sind vom Bundesrat geplant, und wie sieht deren Finanzierung aus?</p><p>5. Was ist die Haltung der Kantone und der Gemeinden, also der Partner des Bundes in diesem Unternehmen?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Die Bevölkerung soll Informationen der Behörden im Internet einfach finden, verstehen und nutzen können. Um dies zu gewährleisten, hat E-Government Schweiz den "Zugang zu elektronischen Behördenleistungen für die Bevölkerung" zur strategischen Leistung erklärt. Verantwortliche Leistungserbringerin ist die Bundeskanzlei, Kernaufgabe ist der Betrieb und die Weiterentwicklung der Website ch.ch. Als schweizweites Referenzportal soll ch.ch den nutzerfreundlichen Zugang zu Behördeninformationen auf allen staatlichen Ebenen garantieren. Das Portal wird in enger Zusammenarbeit mit den Behörden der ganzen Schweiz entwickelt und betrieben. Die Website ch.ch beantwortet heute pro Jahr fast 13 Millionen Anfragen von Menschen im In- und Ausland zu Behördengängen. Damit entlastet ch.ch die Behörden von der individuellen Beantwortung von Anfragen.</p><p>1. Seit der Erneuerung des Portals 2013 hat sich die Zahl der Besuche wie folgt entwickelt:</p><p>2013: 2,7 Millionen Besuche</p><p>2014: 6 Millionen Besuche</p><p>2015: 8,5 Millionen Besuche</p><p>2016: 10,03 Millionen Besuche</p><p>2017: 12,9 Millionen Besuche</p><p>Rund 44 Prozent der Besuche entfallen auf das deutschsprachige Angebot, 27 Prozent auf das französischsprachige, 16 Prozent auf das englischsprachige, 10 Prozent auf das italienischsprachige und der Rest auf weitere Sprachen, darunter Rätoromanisch.</p><p>Rund 75 Prozent der Besuche kommen via Suchmaschine auf ch.ch. Der Mehrwert von ch.ch besteht darin, dass die Website die Nutzerinnen und Nutzer nicht einfach auf weitere Seiten verweist, sondern Fragen kurz, in einer verständlichen Sprache und aus behördlicher Sicht korrekt beantwortet. In vielen Fällen ist damit das Informationsbedürfnis erfüllt. Im Bedarfsfall leitet ch.ch an die zuständige Behörde beim Bund, bei einem Kanton oder bei einer Gemeinde weiter.</p><p>2. Am meisten nachgefragt werden Auskünfte zu folgenden Themen:</p><p>- Verkehrsbestimmungen (Autobahnvignette, Tempolimiten, Bussen)</p><p>- Zollinformationen (Einfuhr von Waren in die Schweiz)</p><p>- Arbeit (Kündigung des Arbeitsvertrags, Mindestlöhne in der Schweiz)</p><p>- Pension (AHV-Rente, dritte Säule)</p><p>- Steuern (Steuerrechner, Mehrwertsteuer)</p><p>3. 2013 wurde ch.ch erneuert, dies mit dem Ziel, das Angebot konsequent den Bedürfnissen der User anzupassen. Statt Userbefragungen wurden seither zwei Tests mit Fokusgruppen durchgeführt. Dabei ging es um den Zugang zu Behördenleistungen generell: Wie funktioniert der Zugang, und wie zufrieden sind die User damit? Auch die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen wurden berücksichtigt. Die User äussern sich immer wieder spontan positiv zum Informationsangebot. Die Rückmeldungen, die Ergebnisse der Befragungen und die Erkenntnisse aus der Nutzungsstatistik verwendet die Bundeskanzlei für die kontinuierliche Verbesserung und die Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Portals.</p><p>4. Die Bundeskanzlei hat mit E-Government Schweiz für die Jahre 2016 bis 2019 eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Darin sind die Massnahmen und Lieferobjekte aufgeführt:</p><p>- Erstellung eines Konzeptes "Elektronischer Zugang der Öffentlichkeit im In- und Ausland zu Leistungen der Schweizer Behörden". (abgeschlossen) Link auf das Konzept: <a href="https://www.ch.ch/de/netzwerk/">https://www.ch.ch/de/netzwerk/</a></p><p>- Die für den Zugang zu elektronischen Behördenleistungen relevanten E-CH-Standards, Best Practices, Musterlösungen und Hilfsmittel werden erstellt oder überarbeitet. (in Bearbeitung)</p><p>- Für das Schweizer Behördenportal ch.ch und den One-Stop-Shop des Seco werden bis Ende 2017 auf Basis des Zugangskonzeptes Produktstrategien erarbeitet. (abgeschlossen) Link auf die Strategie "Zugang zu Behördenleistungen": <a href="https://www.ch.ch/de/netzwerk/">https://www.ch.ch/de/netzwerk/</a></p><p>- Ein vereinheitlichtes Corporate Identity/Corporate Design für nationale E-Government-Portale wird eingeführt. (abgeschlossen)</p><p>- Die am stärksten nachgefragten Behördenleistungen für die Bevölkerung werden in das Portal ch.ch integriert. (in Arbeit)</p><p>- Betrieb und Weiterentwicklung des Behördenportals www.ch.ch.</p><p>Die Aufwendungen hat E-Government Schweiz pro Jahr mit rund 1 Million Schweizerfranken budgetiert. Finanziert werden sie hälftig vom Bund und von den Kantonen. Bund und Kantone erarbeiten derzeit die E-Government-Strategie 2020-2023. Für den Erfolg von E-Government ist es entscheidend, dass die digitalen Informationen und Dienstleistungen schnell gefunden, verstanden und genutzt werden. Daher wird der digitale Zugang zu Leistungen auch in der künftigen Strategie eine wichtige Rolle spielen. Die künftigen Aufgaben und Ziele von ch.ch werden im Rahmen der Strategieentwicklung definiert.</p><p>5. Basis der strategischen Leistung ist die öffentlich-rechtliche Rahmenvereinbarung über die E-Government-Zusammenarbeit in der Schweiz (2016-2019). Bund, Kantone und Gemeinden haben mit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung den Auftrag für die Umsetzung der strategischen Projekte und Leistungen gegeben, darunter den erwähnten Betrieb von ch.ch im Rahmen des "Zugangs zu elektronischen Behördenleistungen für die Bevölkerung". </p></text>