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Wallis
FDP Wallis kündigt zweiten Wahlgang an
Am Montagabend treffen sich die Delegierten der FDP Wallis in Martinach. Hauptraktandum: Zweiter Wahlgang Staatsratswahlen.
Die FDP Wallis steigt in einen zweiten Wahlgang für einen Sitz im Walliser Staatsrat an. «Der Vorstand der FDP Wallis hat einstimmig beschlossen, zu einem zweiten Wahlgang für die Walliser Staatsratswahlen anzutreten», schreibt die Partei in einem Communiqué vom Montagnachmittag.
An einer ausserordentlichen Generalversammlung vom Montagabend in Martinach werden die Delegierten darüber beraten, ob sie allenfalls nochmals mit Varone antreten oder mit einem neuen Kandidaten ins Rennen um einen Sitz in der fünfköpfigen Walliser Regierung steigen.
Welche Strategie schlägt die FDP ein?
Tritt die FDP nochmals mit Christian Varone an, verliert sie aller Wahrscheinlichkeit nach ihren Sitz im Staatsrat - so lautet auch der Tenor der Kommentare in den Walliser Medien. Bleiben die Optionen Rückzug der Kandidatur oder ein Kandidatenwechsel.
Als mögliche Kandidaten werden Nationalrat Jean-René Germanier oder der Sittener Stadtpräsident Marcel Maurer am meisten genannt. Bei Maurer stellt sich allerdings das Problem der Bezirksklausel, die nur einen Staatsrat pro Bezirk zulässt. Maurer stammt wie Freysinger aus dem Bezirk Sitten.
Bei Germanier sieht es anders aus. Er wohnt im Bezirk Conthey und wäre somit auch dann wählbar, wenn Freysinger im zweiten Wahlgang am 17. März in die Regierung einziehen würde.
Dann müsste allenfalls SP-Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten, die mit einem Vorsprung von rund 3000 Stimmen vor Varone auf dem fünften Platz gelandet war, um ihren Sitz bangen. In diesem Fall würde die FDP allerdings mit einem welschen Kandidaten einen der beiden Oberwalliser Sitze angreifen. Ob Germanier dafür zur Verfügung steht, ist unklar.
Keiner der sieben Kandidaten für den Walliser Staatsrat erreichte im ersten Wahlgang vom Wochenende das absolute Mehr. Oskar Freysinger erzielte mit 53'178 Stimmen ein Glanzresultat und liess alle amtierenden Staatsräte hinter sich. Seinen direkten Kontrahenten Christian Varone (32'422) von der FDP liess der Vizepräsident der SVP Schweiz mit mehr als 21'000 Stimmen Differenz weit hinter sich.
Hinter Freysinger platzierten sich die amtierenden CVP-Staatsräte Cina (50'256), Melly (47'589) und Tornay (46'728). Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten von der SP erreichte mit 35'491Stimmen den fünften Platz. Der Grüne Clivaz kam auf 15'856 Stimmen.
Bis Dienstagabend 18 Uhr müssen die Kandidaturen bei der Walliser Staatskanzlei hinterlegt werden.
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