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Paul Vogt übernahm als reformierter Pfarrer seine erste Amtsstelle im Jahr 1929 in der Appenzeller Gemeinde Walzenhausen. Für ihn entsprangen die dortigen sozialen Probleme der hohen Arbeitslosigkeit und dem mangelnden Gottvertrauen.
Er kaufte ein leerstehen-des Stickerhaus und funktionierte es zum Arbeiterheim „Sonneblick“ um. In dessen Räumlichkeiten wurden Arbeitsprogramme angeboten und das religiöse Zusammensein geför-dert. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland wollte er die Schweiz wachrütteln. Er schrieb Briefe, verfasste Gedichte und hielt Vorträge.
Bei vielen weiteren sozialen Engagements war er federführend: Er organisierte Reisepässe für die Verfolgten und kümmerte sich um die seelsorgerischen und wirtschaftlichen Anliegen der Flüchtlinge. Durch seinen unbeirrbaren Tatendrang hat Paul Vogt der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts seinen Stempel aufgedrückt.