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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Obwohl diese differenzierte Behandlung Mitgliedstaaten schon mehrmals von internationalen Juristen untersucht worden ist, wurde sie bei den internationalen Beziehungen bisher weitgehend übersehen. Anekdotische Evidenz zeigt jedoch, dass die differenzierte Behandlung substantielle Effekte auf der internationalen Kooperation haben kann.
Ziel dieses Projekts ist es also zu analysieren, (1) wie das spezifische Design der differenzierten Behandlung Mitgliedstaaten bei unterschiedlichen internationalen Umweltabkommen verabschiedet worden ist, und (2), ob und wie verschiedene Arten von differenzierter Behandlung die langfristige Kooperation zwischen Mitgliedern jener Umweltabkommen beeinflusst hat. Um diese Fragen zu beantworten wird eine Mischung aus qualitativen Fallstudien und aus quantitativem statistischen Analysen durchgeführt, unterstützt durch einer textbasierten Datensammlung.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Das Projekt stellt einen wesentlichen Beitrag für die institutionelle internationale Beziehungen Literatur dar, sowohl durch die neuen theoretischen Ideen zu den Effekten von institutionellem Design auf internationaler Kooperation, wie auch durch der breiten Datensammlung und der methodologischen Vielfalt. Es wird zudem praktische Lösungsansätze für das Design zukünftiger internationaler Abkommen vorschlagen, vor allem im Bezug auf die Lastenverteilung bei komplexen multilateralen Kooperationsproblemen.