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Das Coronavirus SARS-CoV-2 und die Krankheit COVID-19
Der Erreger der Krankheit COVID-19, SARS-CoV-2, gehört zur Gruppe der Coronaviren. Coronaviren sind weit verbreitet und schon seit Jahrzehnten bekannt als Erreger grippaler Infekte und Atemwegserkrankungen.
SARS-CoV-2 trat erstmals im Dezember 2019 bei Menschen in China auf und verbreitete sich rasch weltweit. Global war SARS-CoV-2 damals ein neues Virus, mit dem das menschliche Immunsystem noch niemals zuvor in Berührung gekommen war, weshalb nahezu alle Personen, die mit dem Virus in Kontakt kamen, an COVID-19 erkrankten.
COVID-19: Übertragung
Das SARS-CoV-2 überträgt sich vorwiegend durch Aerosole und Tröpfchen. Diese können sich einige Zeit in der Luft halten und besonders bei engem Kontakt zu Infektionen führen.
Ein weiterer Übertragungsweg ist der Kontakt mit Händen, Oberflächen und Gegenständen (z.B. Türklinken, Haltegriffe in der Bahn), an denen die Viren haften. Sie können darauf einige Stunden überleben. Wer anschliessend mit den verunreinigten Händen den Mund, die Nase oder Augen berührt, kann sich anstecken.
Hygienemassnahmen wie regelmässiges Lüften, Distanz halten, das Tragen von Masken, aber auch Händedesinfektion und das Reinigen von Oberflächen helfen, die Übertragung der Viren zu vermindern.
COVID-19: Häufigkeit und Alter
Mit SARS-CoV-2 können sich Menschen jeglichen Geschlechts und Alters anstecken: Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen. Hochbetagte, geschwächte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf. Jüngere und Personen ohne Vorerkrankungen haben in der Regel einen milden Verlauf.
COVID-19: Symptome
Die Symptome bei einer SARS-CoV-2-Infektion sind vielfältig und ähnlich wie bei anderen viralen Atemwegserkrankungen. Typisch ist zum Beispiel der plötzliche Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, häufig sind die Symptome aber weitgehend unspezifisch. Schwere Verläufe sind gekennzeichnet durch sauerstoffbedürftige Atemnot und Komplikationen wie Thrombosen und Embolien. Das gilt besonders für ältere und geschwächte Menschen. COVID-19 kann sich über die akute Erkrankung hinaus auch länger hinziehen bis zum sogenannten Long-COVID mit über Monate oder Jahre dauernder Leistungseinschränkung.
Long Covid Sprechstunde
In unserer Long-COVID-Sprechstunde werden Patienten und Patientinnen mit anhaltenden Problemen nach COVID-19 Infektion interdisziplinär beurteilt und betreut.
COVID-19: Behandlung
Verschiedene Medikamente verringern die Virusproduktion und helfen so dem Immunsystem, mit dem Virus besser fertig zu werden. In der Vergangenheit halfen auch Antikörper, die gegen SARS-CoV-2 gerichtet waren. Unterdessen hat sich das Virus aber derart verändert, dass diese Therapieform kaum mehr zur Anwendung kommt. Bei schweren Verläufen steht die Entzündung im Vordergrund, was den Einsatz von Steroiden oder anderer immunsuppressiver Massnahmen notwendig macht.
COVID-19: Impfung
Seit Anfang 2021 gibt es in der Schweiz Impfungen gegen SARS-CoV-2, die im Lauf der Zeit dem sich verändernden Virus angepasst wurden. Die Impfungen schützen vor allem vor schweren Krankheitsverläufen, weshalb sie bei älteren Menschen und Personen mit gesundheitlichen Risiken empfohlen werden.
Weitere Informationen zu COVID-19, Impf- und Testmöglichkeiten finden Sie auf der Informationsseite des Bundesamts für Gesundheit BAG.