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Die Winterhilfe Thurgau ist eine von 26 Kantonalorganisationen der Winterhilfe Schweiz. Organisiert ist die Winterhilfe Thurgau als Stiftung. Sie unterstützt armutsbetroffene Menschen mit Wohnsitz im Kanton Thurgau, mit bescheidenen finanziellen Mitteln oder in finanzieller Notlage, bei denen keine Gelder der öffentlichen Hand beansprucht werden können, mit punktuellen Unterstützungsleistungen. Konkrete Beispiele sind die Begleichung einer ausserordentlichen Rechnung oder eine Überbrückung bei engem Haushaltsbudget. Auch wird mit Sachleistungen wie die Finanzierung von Betten, Kleidern oder mit Lebensmittelgutscheinen geholfen. Ein wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Hilfe, d.h. die Winterhilfe Thurgau ist bemüht den Betroffenen Lösungen anzubieten, die längerfristig Entlastung oder Verbesserung bringen. So gehört z.B. die Weitervermittlung an Fachstellen auch zu den Aufgaben der Winterhilfe. Die Winterhilfe Thurgau trägt das Gütesiegel der Stiftung ZEWO für vertrauenswürdige Hilfswerke.
Im Herbst 1936, mitten in der Weltwirtschaftskrise, gründeten angesehene Politiker die Winterhilfe Schweiz. 1951 wurde die Winterhilfe Thurgau von Frauenorganisationen im Thurgau als Kantonalorganisation gegründet. Die Gesuche wurden an den Sitzungen besprochen und zu Beginn die entsprechende Unterstützungshilfe direkt an die Klienten verteilt. Im 1. Jahresbericht ist zu lesen, dass 12 Sitzungen nötig waren, um die 350 Gesuche zu bearbeiten. Über 50 Jahre wurde das Sekretariat für eine bescheidene Entschädigung ehrenamtlich geführt. 1999 wurde die Winterhilfe Thurgau in eine Stiftung umgewandelt. 2006 wurde mit dem Thurgauer Landfrauenverband (TLFV), dem Thurgauisch Gemeinnützigen Frauenverein (TGF) und der Thurgauisch Evangelischen Frauenhilfe (TEF) eine Vereinbarung abgeschlossen, welche die Zusammenarbeit bestätigt und fördert. Leider stimmte der Thurgauisch Katholische Frauenbund (TKF) dieser Vereinbarung nicht zu. 2008 konnte auch mit der Thurgauer Frauenzentrale (TFZ) die Vereinbarung abgeschlossen werden. 2010 wurde eine Geschäftsführerin mit einem Pensum von 40% und festen Bürozeiten angestellt. 2015 ist das Pensum auf 50% erhöht worden. Dadurch sind die operativen und strategischen Arbeiten getrennt. Die von der Geschäftsstelle vorabgeklärten Gesuche werden vom Stiftungsrat an den monatlichen Sitzungen behandelt.
Die vielen wertvollen positiven Rückmeldungen der Klienten motivieren ganz besonders und geben uns die Gewissheit, dass sich unser Einsatz als Stiftungsrat lohnt. Wir arbeiten ehrenamtlich und für uns bedeutet es Erfolg, zu sehen, wie Menschen durch unsere Direkthilfe etwas Mut für die oft düsteren Zukunftsaussichten erhalten.