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Heinrich Hössli
Heinrich Hössli (1784-1864) aus Glarus war von Beruf Hutmacher und Textilkaufmann. Aufgewühlt durch einen „Mord aus Leidenschaft“ im Jahr 1817, widmete er sich historischen und philosophischen Studien und publizierte eine siebenhundert Seiten umfassende zweibändige Abhandlung „Eros – die Männerliebe der Griechen“ (1836 und 1838).
Darin legte er als erster Autor überhaupt dar, dass die soziale Ächtung und strafrechtliche Verfolgung der „Männerliebe“ ähnlich wie die Hexenverfolgung auf Aberglauben und Vorurteilen beruhe. Allein Aufklärung und Erkenntnis der Wahrheit könne die „Männerliebenden“ von der Bestrafung befreien und ihnen soziale Geltung verschaffen, so wie sie einst zur Zeit des „göttlichen Plato“ existiert habe.