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Heute habe ich folgende dringliche Anfrage eingereicht:
Dringliche Anfrage Peter Fässler und Mit. über die Vermeidung von Corona-Dichtestress auf den Strassen
Während der Lockdown-Monate waren die Strassen im dichten Siedlungsgebiet der Städte und Agglos ziemlich leer. Die Leute blieben in Ihrer Freizeit zu Hause. Viele konnten im Homeoffice arbeiten. Der ÖV wurde aus Distanzhaltungsgründen von den Menschen gemieden. Viele derjenigen, die das Haus trotz Pandemie verlassen mussten um zu arbeiten oder einkaufen, wichen auf Velos, E-Bikes, Trottinetts oder andere langsame Verkehrsmittel aus. Viele Leute entdeckten das Velofahren auf leeren Strassen wieder. Es gab gerade in den Siedlungsgebieten wieder genug Platz für den Langsamverkehr. Der Lärm nahm ab, die Luftqualität zu.
Mit der schrittweisen Lockerung des Lockdowns bewegen sich wieder mehr Menschen auf den Strassen. Der Autoverkehr nimmt rapide zu, es kommt zu Staus in den Städten. Der Platz für den Langsamverkehr wird wieder knapp, das Fahren gefährlich und stressig. Der ÖV hingegen wird weiterhin gemieden.
Aus diesen Feststellungen stellen wir folgende Fragen:
- Welche Möglichkeiten hat der Kanton Luzern in seinem Einflussgebiet, Verkehrsströme in dichten Siedlungsgebieten mit schnellen Entscheiden zu lenken? Schnell heisst innert 1-2 Monaten.
- Welche schnellen temporären Möglichkeiten hat der Kanton Luzern, um den während der Pandemie gewachsenen Langsamverkehr mengenmässig zu halten und zu fördern? Als Beispiel dient die temporäre Aufhebung von Parkplätzen für das Gastgewerbe als wirtschaftliche Soforthilfemassnahme.
- Wären dazu Massnahmen wie temporäre Temporeduktionen, Freihalten von Fahrbahnspuren für den Langsamverkehr oder neuen Einbahnregime im dichten Siedlungsgebiet möglich?
- Würde der Kanton Luzern von solchen Möglichkeiten, falls vorhanden, Gebrauch machen wollen?
Peter Fässler