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Der sozialistische Koka-Bauer Evo Morales hat die Präsidentschaftswahl in Bolivien mit deutlichem Abstand gewonnen. Laut Hochrechnungen erhielt der Indio-Führer rund 50 Prozent der Stimmen. Sein konservativer Gegenkandidat, Ex-Präsident Jorge Quiroga, kam mit etwa 31 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei. Quiroga räumte seine Niederlage ein und gratulierte Morales zum Sieg. Der 46-jährige Gewerkschaftsführer kündigte Reformen an. «Die neue Zeit Boliviens bricht an, für Gleichheit in Frieden und für den Wechsel, den das bolivianische Volk erhofft», rief er seinen Anhängern in seinem Heimatort Cochabamba in den Anden zu. Das Institut Apoyo stützte seine Hochrechnungen auf die Auszählung von rund 60 Prozent der Stimmen. Demnach lag Morales bei 51 Prozent der Stimmen. Sollten die Hochrechnungen durch die ersten offiziellen Ergebnisse bestätigt werden, wäre Morales der erste Indio-Führer in einem Präsidentenamt in Südamerika.