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14 verschiedene Bantu-Sprachen
14 verschiedene Bantu-Sprachen
ca. 3,75 Mio.
Christentum, Naturreligionen, wenig Islam
von gar nichts bis ganzes NT in 9 Sprachen
Die Stadt Mbeya liegt im Südwesten des Landes in einer sehr schönen, fruchtbaren und hügelreichen Gegend mit vielen Seen. Die Region ist für den Anbau einer breiten Palette von Nahrungsmitteln bekannt, darunter Mais, Reis, Sorghum-Hirse, Bohnen, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Maniok, Bananen, Erdnüsse, Obst und Gemüse. Einige Sprachgruppen des Projekts leben in der Mbeya-Region, andere in den Nachbarregionen Songwe und Njombe.
Das Projekt begann 2003 und diente anfangs 10 Sprachgruppen, wobei in jeder Sprache Übersetzer und muttersprachliche Lehrer für Alphabetisierung ausgebildet wurden. Nach ein paar Jahren wurde es auf drei weitere Sprachgruppen ausgedehnt und 2022 kamen nochmals zwei nahe verwandte Dialekte dazu. Das Projekt deckt folgende Sprachen ab: Bena, Bungu, Kisi, Kinga, Malila, Manda, Ndali, Nyakyusa, Nyiha, Pangwa, Safwa, Sangu, Sichela/Wanda und Vwanji.
Das ganzheitlich aufgebaute Mbeya-Gemeinschaftsprojekt umfasst folgende Bereiche: Sprachforschung, Alphabetisierung, Übersetzung, Bibel im Gebrauch und auch Radiosendungen. Das Hauptbüro des Mehrsprachenprojekts befindet sich in der Stadt Mbeya, wo rund 30 einheimische und ausländische Mitarbeiter verschiedene Aufgaben in den genannten Bereichen wahrnehmen. Der Teamleiter des Projekts ist Tansanier.
Dank deutscher Missionare, die vor über 100 Jahren in die Gegend kamen, ist das Christentum heute weit verbreitet. Viele verschiedene Denominationen haben Fuss gefasst und sich ausgebreitet. Vielerorts besuchen Leute zwar christliche Kirchen, praktizieren aber daneben weiterhin ihre Naturreligionen.
Damit der christliche Glauben wirklich Leben verändern kann, ist es notwendig, dass die Menschen dieser Regionen die Bibel in einer verständlichen, aktuellen Fassung in ihrer eigenen Sprache erhalten und sie auch lesen können.
Die Linguisten analysierten und dokumentierten jede Sprache. Denn eine von der jeweiligen Sprachgemeinschaft anerkannte Rechtschreibung ist Voraussetzung für den Druck des Neuen Testaments. Für die Alphabetisierung wurden Alphabet-Blätter, Lesefibeln und kleine Bücher mit traditionellen Geschichten mit dazugehörigen Handbüchern für Lehrer erarbeitet und Lehrer ausgebildet. Für Pastoren und Sonntagsschullehrer gab es Schulungsangebote, wie übersetzte Bibelteile im Alltag sinnvoll genutzt werden können. Dazu wurden Bibelstudienhilfen in die jeweilige Zielsprache ebenfalls übersetzt.
Durch Tonaufnahmen von übersetzten Bibelteilen soll das Wort Gottes der ganzen Bevölkerung nahegebracht werden, auch denen, die keine Möglichkeit hatten oder haben werden, lesen zu lernen.
Das Neue Testament ist bereits in folgenden 9 Sprachen erhältlich: Kinga, Nyakyusa und Vanji (2019); Malila, Ndali und Sangu (2020); Nyiha (2022); Bena und Safwa (2023). (Die Jahreszahl in Klammer gibt das Jahr an, in dem die gedruckten NT in Tansania angekommen sind und somit verteilt werden konnten.)
Das Endziel ist, das ganze Neue Testament und Auszüge aus dem Alten Testament in jede der genannten Sprachen zu übersetzen. Durch Alphabetisierung und Aktivitäten im Bereich Bibel im Gebrauch sollen die Sprecher all dieser Sprachen die Möglichkeit bekommen, die übersetzten Bibelteile auch lesen und den Inhalt im Alltag umsetzen zu können.