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3,5 Jahre Gefängnis für Betrug mit gefälschten iPhones
Das Bezirksgericht Baden AG hat einen 34 Jahre alten Chinesen wegen gewerbsmässigen Betrugs und gewerbsmässiger Markenrechtsverletzung zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte in verschiedenen Läden in der Schweiz gefälschte iPhones in Originalgeräte umgetauscht.
Zudem wird der Mann für sieben Jahre des Landes verwiesen. Seine 56-jährige Mutter, die ebenfalls vor Gericht stand, erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. Sie hatte ihren Sohn teilweise beim Betrug unterstützt.
Gemäss der Anklageschrift, die der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt, hatte der 34-Jährige insgesamt über 1000 gefälschte iPhones zwischen 2015 und 2019 in Originalgeräte umgetauscht. Dabei wies er darauf hin, dass die gefälschten Produkte einen Wasserschaden oder Probleme mit der Batterie hätten. Weil bei solchen Vorfällen die Angestellten in den betroffenen Läden die iPhones aus Sicherheitsgründen nicht öffnen, erkannten sie die Fälschungen nicht.
Die erhaltenen Originalgeräte leitete der Chinese an unbekannte Dritte in Hongkong weiter. Pro iPhone erhielt er dafür mindestens zehn Franken. Durch die Herausgabe von neuen Geräten sei ein Schaden von mindestens einer Million Franken entstanden, hiess es in der Anklageschrift weiter.
Der Verurteilte habe berufsmässig gehandelt und mit seinem Betrug ein regelmässiges Nebeneinkommen erzielt. Indem er sich gefälschte iPhones aus Hongkong habe schicken lassen, habe er sich zudem der gewerbsmässigen Markenrechtsverletzung schuldig gemacht.