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Erneut sorgt der malaysische Staatsfonds 1MDB für Schlagzeilen. Bei einem Gemälde des französischen Malers Claude Monet soll es sich um Raubgut handeln. Eine Schweizer Bank ist in die Affäre verwickelt.
Das Gemälde «Water Lilies with Reflections of Tall Grass» zählt zu den wichtigsten Werken Monets, die er in der Normandie geschaffen hat. Das angeblich 57 Millionen Dollar teure Bild gehört zu jenen Kunstwerke, welche die US-Behörden vor vier Monaten im Zuge ihrer Ermittlungen konfiszierten, wie auch finews.ch berichtete.
Neben diversen Gemäldern gehören damals auch Immobilien, ein Flugzeug sowie andere Aktiven im Gesamtwert von einer Milliarde Dollar, welche die Ermittler aus dem Fundus des malaysischen Staatsfonds 1MDB unter ihre Fittichen nahmen.
Zahlung via BSI-Konti?
Bislang wurde vermutet, der im 1MDB-Komplex als zweifelhafter Verbindungsmann agierende Jho Low sei der Besitzer des Kunstwerks. Entsprechende Ermittlungen zeigten auf, dass Low über Konti der Tessiner BSI Bank in Singapur das Gemälde sowie andere Objekte von dem Kunsthändler David Nahmad erworben habe.
Nun aber macht der in Monte Carlo ansässige Nahmad geltend, er sei der Besitzer des Wasserlinien-Gemäldes, wie das amerikanische «Wall Street Journal» (Artikel kostenpflichtig) schreibt. Entsprechend rekurriert er nun vor einem Gericht in Kalifornien gegen den Entscheid der US-Behörden, das Gemälde konfisziert zu haben.
Deal nie vollzogen
Nahmad, behauptet, das Gemälde vor vier Jahren bei einer Auktion für 13,6 Millionen Dollar erstanden zu haben, und dass der Deal mit Low nie vollzogen worden sei. Low habe zwar Teilzahlungen geleistet, aber offenbar lässt sich nur schwer nachverfolgen, ob er die gesamte Summe bezahlt hat. Hier gehen die Meinungen auseinander.
Es ist indessen nicht das erste Mal, dass die Familie Nahmad für Aufsehen sorgt. Die so genannten Panama Papers legten nahe, dass die Nahmads die Besitzer eines Kunstwerk von Modigliani seien, das die Nazis einem jüdischen Kunsthändler stahlen, und das in der Folge im Genfer Zollfreilager deponiert wurde.
Raubgut der Nazis?
Nahmad bestreitet diese Anschuldigungen und erklärte unlängst, dass er bereit sei, das Werk von Modigliani zurückzugeben, sofern es sich um Raubgut der Nazis handle.