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Im Mittelpunkt des ökologischen Landbaus steht das Prinzip der so genannten Kreislaufwirtschaft: Ein Hof wird – soweit es geht – in einem geschlossenen Kreislauf bewirtschaftet. Um Tiere zu füttern, baut der Landwirt zum Beispiel grundsätzlich das Futter selbst an. Auch andere Maßnahmen sind in den Kreislauf eingebettet. Erntereste werden frisch oder kompostiert zur Bodenverbesserung in die Äcker eingepflügt. (1)
In einem schweizer Talbetrieb rechnet man mit maximal 2.5 GVE (Grossvieheinheiten) pro Hektar, damit der Kreislauf funktioniert. Die Kennzahl GVE wird für die Berechnung von Lagerkapazitäten (Futter, Gülle, Mist) benötigt. In der Westschweiz ist die Durchschnittsfläche der Betriebe am grössten bei eher geringem Viehbesatz. In der Zentral- und Ostsweiz herrschen kleinere und mittlere Betriebe mit grösserem Viehbesatz (2 GVE) vor, während im Mittelland die Betriebe eine durchschnittliche Grösse und einen eher unter- durchschnittlichen Viehbesatz aufweisen.
Heute gibt es fast keine traditionellen Miststöcke mehr; die modernen Landwirtschaftsbetriebe sind mit Entmistungsanlagen ausgerüstet.
Das macht die moderne (konventionelle aber leider auch zu einem wichtigen Teil die Bio-) Landwirtschaft wegen der hohen Ammoniak-Emissionen zu einem der grössten Umweltverschmutzer. Giftig für den Menschen, verschmutzen diese Giftgase auch unsere Luft, den Boden und das Wasser. Durch Minderung der Viehbestände, Fütterungsumstellungen und Reduzierung der Güllewirtschaft würden die Ammoniak- und Stickoxid-Freisetzungen vermindert. Das wäre nicht nur in ökologischer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht wünschenswert. Was uns in der Nase stört, stört im Boden und im Wasser noch viel mehr!
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