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In Frankreich ist Gendersprache offiziell vom Bildungsminister verboten. Doch auch dort wandeln sich manche Ausdrucksweisen.
«Hürde für das Erlernen unserer Sprache»: Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer will nicht, dass an Schulen Genderschreibweisen benutzt werden.
Foto: Alain Jocard (AFP)
Die Rolle des Gendersternchens übernimmt im Französischen der Punkt. Er soll es ermöglichen, Worte so zu schreiben, dass sie gleichzeitig die männliche und die weibliche Form einer Bezeichnung sichtbar machen. Allerdings reicht im Deutschen ein Stern pro Wort aus, um männliche und weibliche Form gemeinsam unterzubringen: Wähler*innen zum Beispiel. Im Französischen hingegen verändern die meisten Wörter in ihrer weiblichen Form auch die Endung, man kann also nicht einfach wie im Deutschen die Endung «-innen» anhängen, sondern muss zwei verschiedene Wortendungen sichtbar machen. Dafür reicht nicht ein Stern, dafür braucht es zwei Punkte. Aus «électeurs», Wähler, wird dann: «électeur.rice.s». Ein aus «électeur» und «électrice» (Wählerin) zusammengebautes Wort, das den Regeln der «inklusiven Schreibweise» folgt, wie gendernde Sprache in Frankreich genannt wird.