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Ashtar Command
Der Ashtar Command – mehr eine Strömung, getragen von gemeinsamen Hoffnungen und Ideen, als eine einheitliche oder gar einheitlich geführte Organisation – geht zurück auf die (theosophische) I AM-Bewegung. Diese wurde von Guy Ballard (1878–1939) als theosophische Gemeinschaft gegründet, welche durch den Gründer selbst Botschaften sog. «Aufgestiegener Meister» erhielt, die den Eintritt eines Neuen Zeitalters und die Weiterentwicklung der Menschheit zum Inhalt hatten und zu Lichtmeditationen, «Lichtarbeit», als Vorbereitung auf diesen Entwicklungsschritt aufriefen.
Nach dem Tod von Ballard empfingen verschiedene Medien durch automatisches Schreiben oder durch Trance-Durchsagen Botschaften der «Meister», was zu einer Aufsplitterung der I AM-Bewegung in zahlreiche kleine Gemeinschaften von «Lichtarbeitern» führte.
In manchen dieser Lichtarbeiter-Gruppen meldeten sich anfangs der 1950er Jahre neben den «Aufgestiegenen Meistern» plötzlich auch Besatzungen von Ufos. Diese Ufos würden, so die Botschaften, um die Erde kreisen, um die «Meister» bei der bevorstehenden Reinigung der Erde zu unterstützen. Als Anführer dieser Ufonen gab sich ein «Ashtar Sheran» oder «Commander Ashtar» zu erkennen, der einem «Sananda» oder «Jesus-Sananda» unterstellt sei.
Die um die Erde kreisenden Ufo-Besatzungen würden von verschiedenen, im Vergleich mit der Erde höher entwickelten Planeten stammen, die zu einer interplanetaren «Föderation» resp. «Allianz» zusammengeschlossen seien. Im Rahmen dieser Allianz würde den «Santinern», Bewohnern eines Planeten in der Nähe von Alpha Centauri, eine besondere Bedeutung zukommen, welcher Name deshalb als Bezeichnung für alle Ufonen dienen könne. Nur seien die Ufos, deren Tausende im Moment (seit den 50er Jahren) die Erde umkreisen, nur beschränkt sichtbar, da sie höheren Dimensionen resp. einer höheren Schwingungsfrequenz angehören würden. Manchmal würden sich die Ufos allerdings als Ufo-förmige Wolkenformen zu erkennen geben. Die Gesamtzahl der Besatzungen dieser Ufos geht in die Millionen. Dazu kommen allerdings noch «Aussenteams» auf der Erde. Diese haben sich in irdische Körper inkarnieren lassen, um ihre Genossen in den Ufos durch «Lichtarbeit» zu unterstützen. Allerdings müssen sich diese Mitglieder der Aussenteams erst ihrer ausserirdischen Herkunft bewusst werden und sich einer «Lichtarbeiter»-Gruppe anschliessen. (Die Angehörigen der «Ashtar Command»-Bewegung empfinden sich folglich als Mitglieder dieser «Aussenteams», also als Ausserirdische in menschlichen Körpern.)
Haben die «Aussenteam»- Mitglieder einmal ein Bewusstsein ihrer Funktion gewonnen, können sie mit den Ufonen in telepathischen Kontakt treten und Botschaften empfangen. Zum Beispiel: Diese Weltzeit geht zu Ende. Es stehen apokalyptische Ereignisse bevor: Die Erdachse wird sich verschieben. Grosse Meteorite werden auf die Erde prallen, Kontinente sich verschieben, Erdteile überschwemmt werden. Das monetäre System wird zusammenbrechen. Dies alles sollte sich nach ursprünglicher Prognose zwischen 1984 und 1996, spätestens 1999 ereignen.
In diesen apokalyptischen Ereignissen werden die ausserirdischen Zivilisationen Menschen mit ihren Mutterraumschiffen, die die Erde umkreisen, und mit kleinen Kugelraumschiffen, die auf der Erde landen werden, so lange evakuieren oder gar auf ihrem Planeten aufnehmen, bis diese Erde wieder bewohnbar wird. In dieser Zeit werden die Evakuierten von den Ufonen Grundregeln einer neuen, höheren Zivilisation lernen. Sie sind bereit, die gereinigte, umgepolte Erde wieder zu betreten.
Doch nur diejenigen Menschen können diese Rettungsraumschiffe besteigen, die sich schon hienieden um ihre Reinigung bemüht haben. Diese Reinigung besteht, hier sind sich die verschiedenen Ashtar-Kanäle einig, in einem gereinigten Verhalten.
Worin dieses besteht, darüber existieren unterschiedliche Ansichten, ebenso darüber, wie weit diese Vorschriften bereits praktisch umgesetzt sein müssen. Genannt werden etwa als Regeln:
– Regelmässige Lichtmeditation
– Vegetarismus, z.T. unter Bevorzugung von Rohkost
– Verzicht auf Geschlechtsverkehr, der nicht der Zeugung von Kindern dient (dies ein Erbe der I AM-Bewegung)
– allenfalls gar ein Verzicht auf mündliche Kommunikation (dies bei einer Ashtar-Gemeinschaft, die im Zusammenhang mit dem Kometen Hale-Bopp den Weltuntergang erwartete).
Das Ausbleiben der immer wieder neu vorausgesagten Ereignisse wurde dann jeweils so erklärt, dass die Ufonen den Zusammenbruch der Erde noch etwas aufzuhalten vermocht hätten. Ums Jahr 2000 herum haben gewisse Ashtar-Medien eine neue Lehre entworfen: Den Ufonen um Ashtar sei es gelungen, die Reinigung der Erde ohne Weltuntergang einzuleiten. Der Übergang in die gereinigte, paradiesische Zeit würde also ein allmählicher sein, der Weltuntergang wird unnötig.
Nach dem Jahr 2000 ist der Ashtar Command als Bewegung weitgehend im weiteren Umfeld der Lichtarbeit aufgegangen, aus welchem er einst entstammte. In Lichtarbeiter-Kreisen melden sich heute Ashtar-Command-Ufonen wie Ashtar Sheran und Jesus Sananda neben klassisch theosophischen Meistern wie Kuthumi, El Moria, Saint Germanin, Serapis Bey etc. Aufgabe der Raumschiffe ist heute weniger die Evakuation der Menschheit, sondern ihre Unterstützung beim bevorstehenden Aufstieg der Erde in die 5. Dimension.