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Kernling ist eine weisse Rebsorte, die durch Mutation aus der Rebsorte Kerner entstand. 1974 fand Ludwig Hochdörffer diese Mutation in einer Kerner-Rebfläche in der Gemeinde Nussdorf bei Landau in der Pfalz. Die Sorte erhielt 1991 den Sortenschutz und wurde 1995 in die Sortenliste des deutschen Bundessortenamts eingetragen.
Der Name setzt sich zusammen aus der Silbe Kern (Hinweis auf die Mutterpflanze Kerner) und ling (als Hinweis auf den Riesling, da der Weintyp ähnlich ist).
Im Jahr 2007 wies die deutsche Rebstatistik eine bestockte Fläche von 18 Hektar aus.
In der Schweiz wird Kernling auf 120 Aren angebaut (Stand 2009).
Die Kernling treibt relativ spät aus (kurz nach der Müller-Thurgau). Dadurch entgeht sie eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ein bis zwei Tage nach der Müller-Thurgau. Die Kernling zeichnet eine gute Winterfrosthärte aus. Als Nachteil der Kernling gilt ihre krankheitsanfälligkeit, besonders gegen Odium (Echter Mehltau) aber auch gegen den Falschen Mehltau. Die Rebsorte neigt genetisch bedingt zu erhöhter geiztriebbildung wenngleich weniger ausgeprägt als beim Kerner. Aus diesem Grund erfordert die Kernling eine besonders sorgfältige Pflege in den Weinbergen.
Kernling eergibt eine ähnliche Weinqualität wie der Kerner.