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Wie schon berichtet
, hat Sony gleich nach dem Erdbeben zwei Fabriken zur Produktion von Akkuzellen im Katastrophengebiet vorübergehend schliessen müssen. Der Produktionsausfall berührt vor allem Li-Ionen-Akkus für Notebooks, wäre aber laut Digitimes Research angesichts der saisonal schwachen Marktlage gar nicht so dramatisch und könnte von Sony noch aufgefangen werden, wenn nicht auch eine Reihe von japanischen Zulieferern für Lithium-Akkus von den Folgen des Erdbebens betroffen worden wären.
Japan hat 2010 nach Produktionswert immerhin noch 55,9 Prozent der weltweit gebrauchten Materialien für Notebook-Akkus gestellt. Hitachi Chemical behauptet rund 50 Prozent des Weltmarktes für Batterieanoden, produziert aber vornehmlich in oder nahe des Katastrophengebiets. So auch JX Nippon Mining & Metals, einer der führenden Hersteller von Material für Batteriekathoden. Furukawa Electric wiederum beherrscht 55 Prozent des Weltmarktes für die in Batterien und Akkus gebrauchten elektrolytischen Kupferfolien, wovon laut Digitimes Research 70 Prozent der Kapazitäten PC-Produkten und Handys vorbehalten sind. Das Unternehmen produziert zu 100 Prozent in den betroffenen Gebieten, wird also auch Produktionsausfälle haben. Mitsubishi Electrics hat zwar nur 20 Prozent der Kapazitäten im Katastrophengebiet, beherrscht aber 20 bis 25 Prozent des Weltmarktes für Akku-Elektrolytzusammensetzung.
Digitimes Research geht aufgrund der genannten Unternehmen davon aus, dass die Verfügbarkeit von Notebook-Akkus über die kommenden Monate gestört sein wird. TDK ist nicht nur einer der führenden Anbieter von CD- und DVD-Rohlingen, sondern ein wichtiger Lieferant von PC-und Notebook-Komponenten. Der Hersteller musste wegen der verordneten Stromrationierung nach den auf das Erdbeben von Freitag folgenden Reaktorunfällen die Produktion herunterfahren – mit ungewissen Auswirkungen auf den Notebook-Weltmarkt. (Klaus Hauptfleisch)