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Porträt des Künstlers als Milchgesicht: Der «Nowhere Boy» alias John Lennon.
Der junge Mann kann es gar nicht fassen, als er in der Wochenschau sieht, wie Elvis die Mädchen in Ekstase versetzt. «Warum hat Gott nicht mich diesen Mann sein lassen?», stammelt er. «Weil er sich dich dafür aufgehoben hat, John Lennon zu sein», lautet die Antwort. Tatsächlich erzählt «Nowhere Boy» davon, wie sich ein Milchgesicht in den Mann verwandelt, der mit den Beatles «berühmter wurde als Jesus». Insbesondere macht das feinfühlig erzählte Drama zwei Frauen dafür verantwortlich: Lennons labile Mutter, von der er das musikalische Talent (und das für Exzesse) hatte. Sowie ihre pflichtbewusste, nur vordergründig biedere Schwester (Kristin Scott Thomas), die dem jungen Mann Halt gab. So vielschichtig und berührend sind diese beiden Charaktere geschildert – da stört es gar nicht, dass Lennon selbst zuweilen zum Nebendarsteller seines eigenen Coming of Age gerät.
«Nowhere Boy» von der 43-jährigen Regisseurin Sam Taylor-Wood, die seit den Dreharbeiten mit dem 20 Jahre alten Darsteller des John Lennon, Aaron Johnson, zusammen ist
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