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Der Bundesrat hat am 13. März 2020 sämtliche Präsenzveranstaltungen in allen Schulen und Hochschulen bis 4. April 2020 verboten.
Der Bundesrat hat am 16. März 2020 die Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19-Verordnung 2) modifiziert und das Verbot des Präsenzunterrichts an Hochschulen bis am 19. April 2020 verlängert.
Am 18. März 2020 hat der Bundesrat in den Erläuterungen die Massnahmen für die Hochschulen wie folgt präzisiert:
«Bei Lehrveranstaltungen und Unterricht an Schulen, Hochschulen und übrigen Ausbildungsstätten (z.B. private Lehrinstitute) befinden sich zahlreiche Menschen auf engen Raum über längere Zeit dicht beieinander. Als Massnahme zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus werden deshalb an solchen Orten Präsenzveranstaltungen verboten (Abs. 1). Die Institutionen an sich sollen aber nicht geschlossen werden, damit beispielsweise Professorinnen und Professoren und Assistentinnen und Assistenten weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können. Denkbar ist auch, dass zum Beispiel eine Lehrveranstaltung via Internet aus einem Hörsaal übertragen wird, was bei einer Schliessung einer Schule, Hochschule oder Ausbildungsstätte kaum mehr möglich wäre. (…) Prüfungen, für die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Massnahme bereits ein Termin festgelegt worden ist, können durchgeführt werden (Abs. 2). Dies aber nur dann, wenn geeignete Schutzmassnahmen getroffen werden, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern (Hygienemassnahmen und social distancing).»
Auf den Websites der Hochschulen finden sich die Informationen über die Umsetzung der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen in ihren Institutionen.
Yves Flückiger, Präsident swissuniversities, zu der Haltung der Hochschulen bei der Bekämpfung des Coronavirus:
"Die Hochschulen sind sich ihrer Verantwortung im Falle dieser Pandemie bewusst. Sie analysieren laufend die Entwicklung, treffen sorgfältig abgestimmte Massnahmen, informieren sachlich und evidenzbasiert über den aktuellen Stand. Die Erfahrungen in den letzten Tagen haben gezeigt, dass die Hochschulen differenziert reagieren können und müssen. So hat sich die Lage beispielsweise im Tessin aufgrund der Grenznähe zu Italien anders entwickelt als in anderen Regionen. Die Hochschulen tauschen sich laufend aus und lernen in dieser aussergewöhnlichen Situation voneinander. Sie sind sich auch ihrer Verantwortung gegenüber den Studierenden bewusst: Die Studierenden sollen so wenig Nachteile wie möglich erfahren. Die Hochschulen setzen deshalb alle technisch verfügbaren Lösungen um, damit die Studierenden ihr Studium wie geplant durchführen können. Alle Blicke richten sich in dieser Krise zudem auf die Forschung: Von ihr werden wissenschaftlich fundierte Antworten erwartet für die Bekämpfung des Coronavirus und die Reaktion auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Deshalb ist es wichtig, dass die Forschung weiter betrieben wird und alle nötigen Massnahmen für den Schutz der Forscherinnen und Forscher umgesetzt werden. Die Hochschulangehörigen arbeiten mit aller Kraft daran, ihren grösstmöglichen Beitrag für die Schadensbegrenzung der Pandemie zu leisten."