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Therapie
Überlegen Sie sich eine Therapie zu machen? Hier finden Sie nützliche Informationen für anfängliche Abklärungen, die Ihnen helfen, eine geeignete Therapie zu finden.
Vorbereitung
Bevor Sie sich auf die Suche nach einem*r Therapeut*in begeben, sollten Sie sich ein paar grundlegende Überlegungen machen. Zum Beispiel: Welche Kosten kann ich tragen? Welche Art von Behandlung ist für mich geeignet?
Es lohnt sich, wenn Sie sich im Vorfeld überlegen, was Sie sich von der Therapie erhoffen und unter welchen Rahmenbedingungen eine Behandlung stattfinden sollte. Sie können sich beispielsweise fragen:
- Was sind meine Beweggründe?
- Was sind meine Ziele?
- Was sind meine Erwartungen an die Fachperson?
- Wie viel zeitliche Ressourcen möchte/kann ich aufwenden? Was kann und will ich in eine Therapie einbringen?
- Wie arbeite ich gerne? Brauche ich regelmässige Aufgaben?
- Sollen Angehörige / Bezugspersonen in die Therapie miteinbezogen werden?
Nach der Anmeldung bei einer Praxis erfolgt in der Regel ein unverbindliches Erstgespräch mit der behandelnden Fachperson. An diesem Termin können Sie sich gegenseitig kennenlernen und relevante Fragen stellen.
Leitfaden für Erstgespräch
Dieser Leitfaden beinhaltet Fragen, die Sie in den ersten Sitzungen mit dem/der psychologischen oder psychiatrischen Psychotherapeut*in besprechen können.
Download Leitfaden (PDF, 2 Seiten)
Therapieformen
- «…etwa 30% des Effekts von Psychotherapien gehen auf den Wirkfaktor Beziehung (zwischen Therapeut*in und Patient*in) zurück.» Asay und Lambert (2001)
Psychische Erkrankungen werden vorwiegend durch psychologische Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen behandelt.
Psychiater*innen haben ein Medizinstudium und anschliessend eine Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie absolviert. Sie dürfen Medikamente verschreiben. Psychologische Psychotherapeut*innen verfügen über ein Psychologiestudium und eine anschliessende Psychotherapieausbildung.
Welche Behandlungen gibt es?
Es gibt verschiedene Therapierichtungen, die unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der Behandlung verfolgen. Je nach Krankheitsbild, Persönlichkeit und Krankheitsausprägung eignen sich unterschiedliche Therapiemethoden und Herangehensweisen. Wir empfehlen Ihnen, sich über die gängigsten Therapieformen zu erkundigen und sich zu überlegen, welche Richtung Ihnen zusagt.
Kunst- Tanz- und Bewegungstherapie, Angebote aus der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM, Shiatsu-Therapie und viele andere Formen ergänzen die Vielfalt an Therapiemöglichkeiten und bieten die Möglichkeit, seinen individuellen Genesungspfad mitzugestalten.
Psychische Belastungen?
Eine Broschüre mit nützlichen Tipps und Infos zur Psychotherapie vom Bundesamt für Gesundheit BAG, erhältlich auf Französisch und Deutsch.
Therapeut*innen finden
Für die Suche nach einer geeigneten Fachperson für Ihre Therapie empfehlen wir Ihnen online Suchportale. Eine weitere Möglichkeit ist, bei Ihrer Hausarztpraxis nachzufragen. Auf folgenden Webseiten können Sie nach einer/einem Therapeut*in suchen:
Kosten
Wenn Sie möchten, dass die Krankenversicherung Ihre Behandlung übernimmt, gilt es folgendes zu beachten:
- Die Behandlung von psychischen Erkrankungen durch Psychiater*innen wird über die Grundversicherung gedeckt.
- Therapien von Psycholog*innen übernimmt die Grundversicherung im Moment nur, wenn die Behandlung von delegiert arbeitenden psychologischen Psychotherapeut*innen durchgeführt wird.
- Ab Sommer 2022 können Sie mit einer Verordnung von einem Arzt / einer Ärztin der Grundversorgung direkt zu psychologischen Psychotherapeut*innen in Behandlung gehen, ähnlich wie bei der Physiotherapie.
- Es gibt einige Zusatzversicherungen, die komplementärmedizinische Behandlungen und Therapien von Psycholog*innen, die nicht delegiert arbeiten, mitfinanzieren.
- Je nach Franchise und Selbstbehalt Ihrer Krankenversicherung müssen Sie die Kosten bis zu einem bestimmten Betrag selbst bezahlen.
- Wir raten Ihnen, sich vor einer Behandlung bezüglich der Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse zu informieren.
Weitere Ausführungen zu Kostenübernahmen von Psychotherapien
Datenschutz
Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen und sämtliche angestellte Personen in stationären Kliniken sowie ambulanten Praxen unterstehen einem Berufsgeheimnis (gesetzliche Schweigepflicht nach Art. 321 Strafgesetzbuch sowie gemäss kantonalen Gesetzen und Behandlungsvertrag) und sind an das Schweizerische Datenschutzgesetz gebunden. Informationen über Klient*innen / Patient*innen dürfen grundsätzlich nur mit deren Einverständnis weitergegeben werden.
Behandler*innen müssen ihre Akten mindestens 10 Jahre aufbewahren und diese danach vernichten. Als Klient*in / Patient*in können Sie jederzeit Auskunft sowie Einsicht in Ihre Akten einfordern.