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Die lange Herrschaft der alten Römer war eng mit der Verbreitung des Weinbaus in ganz Europa verbunden. Wie kaum eine andere Kultur hat das alte Rom den heutigen Anbau von Wein geprägt. Die Ursprünge der römischen Weinkultur reichen bis ins zweite Jahrhundert vor Christus zurück: Zu dieser Zeit gaben die Etrusker ihre Anbaumethoden an die Römer weiter und schafften damit die Grundlage für den römischen Wein-Feldzug durch Europa.
Vor dem Hintergrund der langen römischen Weinbautradition mag es verwundern, dass es erst seit dem Jahr 2011 eine offiziell anerkannte DOC Roma gibt. Noch beeindruckender ist es, dass der Weinanbau in den Gemeinden rund um Rom erst im Jahr 2018 weitgehend professionalisiert wurde. Durch die Gründung eines Schutzgremiums für die DOC rückten Aspekte wie das Marketing, der Vertrieb und die externe Kommunikation der römischen Weinkeller mehr in den Fokus. Durch diese Entwicklung gelang es, dem Wein auch ausserhalb Roms zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verhelfen.
Heute wird rund um die Ewige Stadt eine Fläche von etwa 235 Hektar von 17 verschiedenen Betrieben bewirtschaftet. Die DOC Roma ist damit eines der kleinsten Gebiete Italiens. Das Weinspektrum des Gebiets reicht von den Roma-DOC-Rosso-Rotweinen, die mindestens einen Anteil von 50 Prozent Montepulciano enthalten müssen, bis zu den DOC-Bianco-Weissweinen mit 50 Prozent Anteil an Malvasio del Lazio.