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Steven Sebring sorgte im vergangenen Mai für Schlagzeilen als er "Revolution" vorstellte, einen neuen Ansatz der Fotografie, bei dem hunderte verschiedener Kamerawinkel von hunderten verschiedener Kameras in nur einer Sekunde ein einziges, interaktives Bild kreieren.
"Es ist im Prinzip eine moderne Zeitmaschine", beschreibt der Fashion-Fotograf und Filmemacher den riesigen, kuppelartigen Apparat in seinem Studio in Chelsea in New York City. "Ich denke in der 4. Dimension - die Kollision von Film und Standbild", erklärt Sebring. "Das ist gerade meine größte Leidenschaft. Es ist meine Muse."
Für seine Zusammenarbeit mit Estée Lauder brachte er nur eine seiner vielen Kameras mit, um ein intimes Porträt des Konzeptes von Estée Lauders neustem Duft Modern Muse einzufangen. "Es sind visuelle Konversationen", beschreibt Sebring die entstandenen Kurzfilme mit Schauspielerin Cody Horn und Amandine Albisson, Tänzerin am Paris Opera Ballett. "Die beiden sind zwei wunderschöne, junge Frauen, die intelligent sind und die ihre Zeit mit wunderbaren Dingen verbringen", so Estée Lauder Spokesmodel Arizona Muse, die beide selbst für Sebrings Serie "Modern Muse Moments" auswählte. In The Estée Stories, spricht Sebring über seinen kreativen Prozess und warum sein "nie mit dem Strom schwimmen" seine Vorteile hat.
EL: Sie haben Arizona Muse bereits vor einem Jahr für das erste Modern Muse video gefilmt, aber haben Sie Cody oder Amadine vorher auch schon einmal kennengelernt?
SS: Cody und ich hatten ein Vorbereitungsgespräch, weil wir versucht haben, ihre Muse zu finden, bevor wir in L.A. geshootet haben. Amadine habe ich aber vorher nie getroffen. Die Filme zeigen die beiden so, wie sie sind. Das ist etwas, das man nicht nach Drehbuch machen kann.
EL: War es schwer, von der Modefotografie zu einem Projekt wie diesem zu wechseln?
SS: Naja, einiges, was ich für Magazine wie GQ oder L'Uomo Vogue gemacht habe, hatte bereits einen Dokumentationsstil. Ich mag den menschlichen Aspekt dieser Kurzfilme, weil sie einen realen emotionalen Kontext bieten, den die Leute meiner Meinung nach sehen wollen
EL: Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?
SS: Mein Stil ist mittlerweile eher eine Entdeckungsreise geworden, bei der ich immer wieder nach Neuem suche. Es geht darum, Momente einzufangen, die niemand vorher gesehen hat. Die Idee dabei ist, so intim wie möglich zu werden. Wenn man dann einen halben Tag lang die Kamera liegen lässt, weil es sich nicht richtig anfühlt, dafür hinterher aber 5 oder 10 Minuten großartiges Material bekommt, hat man es im Kasten.
EL: Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Muse für einen Künstler?
SS: Wenn ich an mein 11jähriges Projekt mit der Sängerin Patti Smith für die Dokumentation Dream of Life denke, hat sie mir mehr wirklich sehr viel gegeben. Sie war einzigartig und eine absolute Ikone, was mich sehr inspiriert hat. Großartige Gespräche mit Menschen, können sich zu Musen-Momenten entwickeln und genau das hatten wir, weil wir wirklich gut zusammengearbeitet haben.
EL: Was hat Ihnen bei diesem Projekt am meisten Spaß gemacht?
SS: Es ist immer schön, nach Paris zu reisen! Und es ist toll, nicht zu wissen, was passieren wird und wie die Menschen auf meine Art zu arbeiten reagieren, weil es ja keine große Produktion ist. Hier waren es nur Cody und Amadine, die Kamera und ich. Das macht Spaß. Außerdem ist der Sound für mich sehr wichtig.
EL: Die Musik in beiden Filmen ist großartig - und sehr bewegend.
SS: Absolut. Für Amadines Film haben wir extra neue Musik kreiert. Jessie Smith, Pattis Tochter und ihr Freund machen 90% der Musik für meine Filme. Ich arbeite sehr eng mit Ihnen zusammen. Musik ist immer ein wichtiger Teil von dem, was wir machen. Wichtiger als jedes Bild. Für Codys Film verwendeten wir einen Song einer kleinen Band aus Kanada namens Timber Timbre.
EL: Was hoffen Sie, werden die Zuschauer von dieser Serie mitnehmen?
SS: Ich mag Geschichten und Dialoge. Und niemand sonst macht das momentan in der Fashion- und Beautyindustrie. Daher finde ich es spannend, ein Teil davon sein zu dürfen.