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In Vanity Fair (22.3.2021) wird erwähnt, dass der damalige CDC-Direktor Robert Redfield, der stets die Auffassung vertrat, alle Erklärungsversuche näher zu prüfen, nicht an der Konferenz teilgenommen hat. Redfield hatte den Eindruck, dass die Gruppe dort bewusst die Entscheidung getroffen hat, nur noch einer Erklärung, der Spillover-Theorie, nachzugehen: »They were going to push one point of view only.«
Es ist allerdings nicht immer klar, ab wann bei einem Eingriff in die Genstruktur eines Virus oder Erregers von gain-of-function gesprochen werden kann. Prinzipiell bedeutet gain-of-function nicht, dass das Virus gefährlicher wird. Erst wenn dabei die Pathogenität und/oder die Übertragbarkeit erhöht wird, wird gain-of-function gefährlich (vergleiche Drostens Antwort, Neues zur Laborthese oder die Anmerkung von Shi Zhengli weiter unten).
Der Pandemieplan Schweiz, in der aktuellen Fassung der Influenza-Pandemieplan Schweiz 2018, ist ein Planungsinstrument, das Strategien und Massnahmen zur Vorbereitung der Schweiz auf eine (Influenza-)Pandemie dokumentiert. Er wird von der Eidgenössischen Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegeben.
Der erste Pandemieplan für die Schweiz wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Robert Steffen ausgearbeitet. Die Vorarbeiten wurden 1995 begonnen; der erste schweizerische Influenza-Pandemieplan wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Ein zentrales Anliegen sei laut Steffen dabei gewesen, dem Bund die Führung zu überlassen.
Nach den Erfahrungen in der Bewältigung der Influenza-Pandemie 2009 wurde der Schweizer Pandemieplan vollständig revidiert.
Kristian G. Andersen et al, The proximal origin of SARS-CoV-2,
(abgerufen am 2.5.2020)