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All die täglichen Auswahlentscheidungentrifft jeder selbstverständlich auf seine Art und Weise. Dennoch gelingt es der Ökonomik durchaus, das Verhalten der Individuen repräsentativ nachzubilden. Sie geht dazu klassischerweise von rationalen, wissenden, nutzen- oder gewinnmaximierenden Akteuren aus. Dies heisst nichts anderes, als dass die Entscheidung fundiert und überlegt ist und den eigenen Präferenzen entspricht. Ein Spätaufsteher, welcher wenig Gefallen an einem englischen Frühstück findet, wird also gemäss der ökonomischen Theorie seinen eigenen Nutzen dadurch maximieren, dass er sich bei seinem Aufenthalt in England für das Ausschlafen entscheidet.
Es gibt heute immer mehr Erweiterungen und Zweige der Mikroökonomik und damit auch eine bessere Fundierung der Makroökonomik, in denen weniger rigorose Annahmen zum menschlichen Verhalten getroffen werden. Dies gilt beispielsweise für die Neue Institutionenökonomik. Sie befasst sich mit der Rolle von Institutionen in Markt und Staat, in welchen begrenzt rationale, im Wissen eingeschränkte, opportunistische (listige) Individuen strategisch interagieren.
Auszug aus Hostettler M, Saurer M (2007). Kleines ökonomisches Glossar, Schweiz Z Forstwes 158 12: 364 – 367.