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Als kardiovaskuläres System wird das System von Herz und Blutgefässen bezeichnet. Seine Aufgabe besteht darin, jede einzelne Körperzelle mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Auch werden im Blutkreislauf Stoffwechselprodukte, Hormone und Abfallprodukte, wie Kohlendioxid, Zellreste und sonstige Stoffe transportiert.
Die Zirkulation besteht aus einem systemischen und einem Lungen-Kreislauf. Arterien transportieren das Blut unter Druck in die Peripherie. Deshalb ist der muskuläre Anteil ihre Wände gross. Demgegenüber ist der Druck im venösen System (zum Herzen hin) klein und die Wände dementsprechend dünner gebaut.
Durch den Pumpvorgang des Herzens variiert der Blutdruck im kardiovaskulären System beträchtlich. So herrscht in der Aorta während eines Blutauswurfes aus dem Herzen ein Druck von ca. 120 mmHg (Systole) und fällt während der Diastole (kein Blutauswurf) auf 80 mmHg. Durch die lokale Druckerhöhung weitet sich das Gefäß und speichert so einen Teil der Energie. Während der Diastole (es strömt kein Blut aus dem linken Herzen) kann nun die in der Gefäßwand gespeicherte Energie wieder an das Blut abgegeben werden. Man bezeichnet das auch als Windkesselfunktion.