Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/1949

Bei dem Fund handelt es sich um einen mehr als 17 Zentimeter langen und 11 Zentimeter hohen Schwanzwirbel, den die Forscher anhand seiner Form und Grösse einem Vertreter der Lithostrotia zuordnen. Diese Gruppe von Sauropoden konnte sich besonders lange halten und starb erst vor rund 65 Millionen Jahren aus. Bereits früher wurden Fossilien von Dinosauriern gefunden worden – darunter etwa Überreste des nashorngrossen und mit Knochenplatten gepanzerten Antarctopelta. Das Alter dieses Ankylosauriers war auf höchstens 75 Millionen Jahre geschätzt worden.
«Zwar sind zahlreiche Fossilien von Sauropoden auf der Südhalbkugel der Erde und ganz besonders in Südamerika gefunden worden», so die Paläontologen um Ignacio Cerda von der Universidad Nacional del Comahue. «Aus der Antarktis gab es bislang jedoch keine Belege für die Anwesenheit dieser Linie». Der neue Fund schliesse diese Lücke und belege somit die weltweite Verbreitung der Sauropoden, schreibt die Gruppe im Fachblatt «Naturwissenschaften».
Weil grosse Teile des antarktischen Kontinents von mehr als drei Kilometer dickem Eis bedeckt sind, ist die Suche nach Zeugnissen vergangenen Lebens äusserst schwierig. Vermutlich gibt es dort viel zu entdecken, denn der südlichste aller Kontinente war nicht immer so unfreundlich wie heute. Während der Kreidezeit, vor 145 – 80 Millionen Jahre, lag die Antarktis weiter nördlich als heute und hatte daher ein deutlich milderes Klima und üppige Vegetation. Der Kontinent war ausserdem noch über Landbrücken mit Australien und Südamerika verbunden. Vermutlich sind die Sauropoden über diese Verbindungen in die Antarktis eingewandert.
Aktuellste Artikel