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Parteivorsitzende Gudrun Schyman an einer Wahlveranstaltung.
Staat fördert feministische Partei
In Schweden erhält die «Feministische Initiative» erstmals staatliche Parteienförderung. Grund ist der Stimmenanteil bei den Parlamentswahlen.
Die feministische Partei hat mit 3,1 Prozent die 4 Prozent-Hürde und damit einen Sitz im schwedischen Parlament zwar knapp verpasst. Sie hat aber die Hürde für die staatliche Parteienfinanzierung, die bei 2,5 Prozent der Stimmen liegt, übertroffen. Bei der letzten Wahl 2010 lag der Stimmenanteil der 2005 gegründeten «Feministischen Initiative» erst bei 0,4 Prozent.
Erfolgreicher Wahlkampf
Dem Erfolg ging ein ungewöhnlicher Wahlkampf voraus. Die Partei war sehr präsent in den sozialen Netzwerken und führte «Homepartys» durch: Die charismatische Parteivorsitzende Gudrun Schyman und andere Parteimitglieder besuchten interessierte Bürgerinnen und Bürger in deren eigenen vier Wänden. Laut «Arte» hat die «Feministische Initiative» mittlerweile mehr Mitglieder als die etablierten schwedischen Grünen.
Druck auf grosse Parteien
Der Erfolg der feministischen Partei setze die grossen Parteien unter Druck, feministische Themen aufzugreifen, schreibt der «Guardian». Insbesondere die Linke sehe darin auch ein Mittel, um den Aufstieg der rechten Schwedendemokraten zu bremsen.
Sitz im EU-Parlament
Im Frühjahr hat die «Feministische Initiative» bei den Europawahlen 5,3 Prozent der Stimmen und damit erstmals einen Sitz im EU-Parlament erhalten. Erfolgreich war die Partei auch auf regionaler Ebene. Sie hat insgesamt 27 Parlamentssitze erobert.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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