Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/144

Im Jahr 1950 wurde der Leonhardplatz umfassend saniert. Bereits damals kannte aber kaum jemand diese offiziellen Bezeichnung, sondern man nannte ihn schon seit längerem Central. Also beschloss die Stadt Zürich, den Platz nach dem Umbau in Central umzubenennen.
Das namensgebende Hotel wurde Anfang der 80er Jahre komplett renoviert und ausgehöhlt. Die Fassade wurde aber erhalten.
Im Gebäude, wo sich eine der Coop City Filialen befindet, war zuvor die EPA zuhause. Noch früher, im Vorgängergebäude, gab es das Kino Urban, und dahinter das Hotel Urban. Der Name Urban war übrigens keine Anspielung auf die moderne Stadtkultur. Der Name kommt vom kleinen Strässen zwischen Theaterstrasse und Stadelhoferstrasse: der St. Urban-Gasse.
Schon früher musste man als Verkehrsteilnehmen kühlen Kopf bewahren, um das Bellevue zu umrunden. Stets muss man achtsam sein, damit man keinen Fussgänger oder ein herannahendes Tram übersieht. Auf der rechten Seite erkennt man auf beiden Bildern das VBZ CE 4/4 Tram, bekannt als „Elefant“. 1949 noch im Tagesbetrieb, ist das heute historische Tram noch für Anlässe und Sonderfahren im Einsatz. 1949 ist übrigens das Gründungsjahr der VBZ.
Ein Szene vom Sechseläutenplatz, als dieser gerade mal 2 Jahre so hiess (bis 1947 Tonhallenplatz). In bedrohlicher Schieflage steht er auf seinem Scheiterhaufen, der Böög aus dem Jahre 1949. Und doch blieb er oben stehen, bis zum bitteren Ende. Ein Jahr später vermochte er sich allerdings nicht mehr oben zu halten und stürzte zu Boden. Man warf Ihn danach ins offene Feuer zurück, wo dann doch noch sein Kopf explodierte und dem Sommer nichts mehr im Wege stand. Dieser Zwischenfall wiederholte sich dann nochmals in den Jahren 1960, 1993 und 1994.
Bis ins Jahr 1947 hiess der berühmte Platz zwischen Bellevue und Stadelhofen noch Tonhallenplatz. Seit 1902 findet hier neben diversen Veranstaltungen das alljährliche Sechseläuten statt. In der Zeit zwischen den Events war die Wiese allerdings eher ein Acker und wurde nicht genutzt.
Am 22. April 2014 wurde der neugestaltetet und mit Valser Quarzit ausgelegten Sechseläutenplatz eröffnet und kann jetzt das ganze Jahr durch – ohne sich die Schuhe schmutzig zu machen – betreten werden.
Die Uraniastrasse damals noch mit Tramschienen. Im Vordergrund die im Korbbogen-Stil gebaute Brücke, über welche die Lindenhofstrasse führt. Im Hintergrund das Hauptgebäude der Universität an der Rämistrasse, welches nach einem Neubau im Jahr 1914 bezogen wurde.