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Sebastian Vettel gewann im Ferrari auf äusserst glückliche Art den Grand Prix von Australien. Der Deutsche profitierte von einem für ihn vorteilhaften Rennverlauf.
Bis kurz vor der Hälfte des Rennens lief das Rennen im Albert Park wie erwartet. Der aus der Pole-Position gestartete Lewis Hamilton führte das Feld an und hatte dabei alles unter Kontrolle. Doch dann folgte jene Szene, die das bisherige Geschehen völlig auf den Kopf stellte.
Romain Grosjean musste das Haas-Auto kurz nach seinem Boxenstopp am Strassenrand parkieren, weil beim Reifenwechsel das linke Vorderrad nicht richtig montiert worden war. Das gleiche Missgeschick war den Mechanikern des amerikanischen Teams schon kurz zuvor mit dem linken Hinterreifen am Auto mit Kevin Magnussen am Steuer passiert. Auch der Däne wurde zur Aufgabe gezwungen.
Grosjeans Ausfall zog eine virtuelle Safety-Car-Phase nach sich, was Vettel zu seinem Boxenstopp nutzte. Weil in solchen Momenten aus Sicherheitsgründen nur mit gedrosseltem Tempo gefahren werden darf. Hamilton büsste dadurch seinen Vorsprung von beinahe zwölf Sekunden ein, Vettel kehrte nach seinem Zwischenhalt unmittelbar vor dem Engländer auf die Strecke zurück. Die Verwunderung war allseits gross. Vettel konnte kaum glauben, wie ihm geschah, Hamiltons Verblüffung war noch grösser.
Hamilton versuchte zwar alles, an Vettel vorbeizuziehen. Aber der Deutsche im Ferrari wehrte alle Angriffe ab und kam so zu einem überaus glücklichen Sieg. Es war nach 2011 und dem Vorjahr der dritte im Albert Park, der 48. insgesamt in der Formel 1. Kimi Räikkönen rundete mit Rang 3 den unerwarteten Freudentag für die Scuderia ab.
Von den beiden Fahrern des Teams Alfa Romeo Sauber erreichte nur Charles Leclerc das Ziel. Der Monegasse beendete sein Debüt in der Formel 1 auf Platz 13. Marcus Ericsson wurde schon nach fünf Runden durch einen Hydraulik-Defekt zur Aufgabe gezwungen. (pre/sda)