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Der Ton aller Tasteninstrumente des Barock war nicht oder zu wenig modulationsfähig. Um diesen Mangel zu beheben, wurde eine neue Konstruktion erfunden: die Hammermechanik.
Mit ihrer Erfindung beginnt die eigentliche Entwicklung des Klaviers.
1709 entwickelt der italienische Cembalobauer Bartolomeo Cristofori die Konstruktion einer Hammermechanik.
Anteil an der Weiterentwicklung des Klaviers haben u. a. der deutsche Klavierbauer Gottfried Silbermann, dessen „Pianoforte“ unter dem Namen Hammerklavier populär wurde.
Johannes Zumpe, Schüler von Silbermann wandert nach England aus und legt zusammen mit John Broadwood den Grundstein zur heute verwendeten Repetitionsmechanik, die als ausgereifte Form „Englische Mechanik“ genannt wird.
1728 wird mit Broadwood in London der älteste heute noch aktuelle Markennamen gegründet.
Das älteste Tafelklavier stammt aus dem Jahr 1742, gebaut von JohannSocher in Sonthofen.
JohannAndreasStein , auch ein Schüler von Silbermann, erfindet 1775 die sog. „WienerMechanik“ (Prellmechanik) zusammen mit seiner Tochter und dem Schwiegersohn J.A.Streicher.
1794 baut J.A.Ibach in Beyenburg bei Wuppertal sein erstes Tafelklavier und begründet die älteste heute noch bestehende und sich immer noch in Familiebesitz befindliche Klavierfabrik in Deutschland.
1811 beginnt die Entwicklung des ersten Pianinos durch R.Wornum, die 1826 abgeschlossen ist und das Tafelklavier ablöst.
1828 Gründung der Firma Bösendorfer, Wien, eine der berühmtesten Klavierfabriken, die nach wechselvoller Geschichte wieder eine österreichische Firma ist.
1821 erfindet SebastianErard die Repetitionsmechanik, was bedeutet, dass die Taste nicht erst vollständig in die Ruhestellung zurückkehren muß, um erneut anschlagen zu können.
1853 gründen Steinway, New York, Bechstein, Berlin und Blüthner in Leipzig ihre Firmen, die noch heute zu den berühmtesten Marken gehören.