Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/131915

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Kommt die heutige Subventionierung der Pumpspeicherwerke (PSW) nicht einer Marktverzerrung in Sachen Speichersystemen gleich?</p><p>2. Weshalb werden die heutigen Pumpenbetreiber mit 50 bis 65 Millionen Schweizerfranken jährlich subventioniert, wenn das Geschäft heute nachweislich nichts mit der Ausregelung erneuerbarer Energien zu tun hat?</p><p>3. Wie viel kosten die Netzaus- und -neubauten, die durch den Anschluss der PSW (in Bau und eventuell in Planung) nötig sind?</p><p>Die Projekte sind auf dem Tisch (Strategie Netz 2020) und die Kosten abschätzbar.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b des Stromversorgungsgesetzes ist der Elektrizitätsbezug für den Antrieb von Pumpen in Pumpspeicherkraftwerken nicht als Endverbrauch definiert und damit von der Bezahlung von Netznutzungsentgelten ausgenommen. Da andere Speichertechnologien jedoch als Endverbraucher definiert sind, könnte eine Marktverzerrung bezüglich der Kostentragung von Netznutzungsentgelten gemäss dem heute geltenden Ausspeiseprinzip bestehen, wobei die Marktreife anderer Energiespeicher heute noch nicht gegeben ist. Sofern die Marktreife anderer Energiespeicher eintritt, sind die Marktverzerrungen erneut zu prüfen.</p><p>2. Diese Regelung entspricht dem Willen des Parlamentes und wurde mit Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b des Stromversorgungsgesetzes umgesetzt.</p><p>3. Der Bericht des Teilprojektes Energienetze und Ausbaukosten, der vom Bundesamt für Energie am 6. Juni 2012 publiziert wurde, weist einen Investitionsbedarf für die Erneuerung und den Ausbau des Übertragungsnetzes bis 2020 von 3,2 Milliarden Franken aus. Bisher ist nicht abschliessend bekannt, welche Kostenanteile eindeutig der Einbindung von Pumpspeicherkraftwerk-Projekten zugewiesen werden können. Im Rahmen der Netzübergabe an Swissgrid, der Erstellung der Mehrjahrespläne und der Restrukturierung des Assetmanagements werden Abschätzungen hinsichtlich dieser Kosten möglich werden. Klar ist, dass die zusätzlichen Netzkapazitäten nicht nur den Pumpspeicherkraftwerk-Projekten dienen, sondern auch dazu, Überschüsse aus erneuerbaren Energien aus dem Ausland, z. B. Wind aus der Nordsee oder Sonne aus Italien, in die Schweiz zu importieren. </p>