Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03295.jsonl.gz/298

Wir müssen zugeben: Die Geschichte von einem fünfjährigen Jungen aus Knoxville, Tennessee, der in den Armen eines Santa-Claus-Darstellers verstarb, liess auch unsere Augen nicht trocken. Wie US-Medien jetzt berichten, scheint es sich jedoch um einen Hoax zu handeln.
Es ist eine Geschichte, die man gerne glauben möchte: Ein todkrankes Kind wünscht sich, den Samichlaus vor seinem Tod zu treffen und stirbt in dessen Armen. So jedenfalls lautete die Meldung aus Knoxville, Tennessee:
Santa-Claus-Darsteller Eric Schmitt-Matzen sei ans Krankenbett eines Fünfjährigen gerufen worden. Während der Junge in den Armen des 60-jährigen Ingenieurs lag, sei das Kind verstorben.
Wie US-Medien jetzt berichten, könnte es sich bei der rührseligen Geschichte allerdings um einen Hoax handeln. Scheinbar konnten die Angaben, welche Schmitt-Matzen machte, nicht verifiziert werden, so Jack McElroy, Redaktor bei «Knoxville News Sentinel». «Zwar liegt kein Beweis vor, dass Schmitt-Matzen Falschangaben machte. Trotzdem kann nicht bewiesen werden, dass seine Angaben richtig sind», schreibt er. Schmitt-Matzen wolle weder Angaben darüber machen, um wen es sich bei der betroffenen Familie handelt, noch in welchem Krankenhaus der Vorfall stattfand.
Schmitt-Matzen sei nicht direkt zu ihnen gekommen – die Geschichte wurde von einer anderen Person an Zeitung herangetragen. Die Reporter hätten sämtliche Krankenhäuser in und um Knoxville kontaktiert, um die emotionale Geschichte bestätigen zu lassen. Das Ergebnis der Recherche: Keines der Spitäler hatte je davon gehört. Da die Angaben nicht überprüft werden können, distanzieren sich deshalb die Reporter von der Geschichte.
Schmitt-Matzen allerdings hält noch an seinen Aussagen fest, wie er gegenüber der «Washington Post» sagte: «Nun gut, wenn mich einige einen Lügner nennen wollen – damit kann ich besser umgehen, als mit einen fünfjährigen Kind, dass in meinen Armen stirbt.»
(gin)