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Jede 20. Schwangere Patientin in Großbritannien ist adipös. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die im Königreich für gesundheitspolitische Schlagzeilen sorgt. Die Gutachter kritisieren, dass in den Hausarztpraxen und in den Kliniken nicht genug für die Prävention von Adipositas bei Schwangeren unternommen werde.
Die Gutachter verlangen außerdem, dass innerhalb des NHS mehr unternommen wird, um starkem Übergewicht während der Schwangerschaft rechtzeitig vorzubeugen. Das rette Patientenleben und sei „volkswirtschaftlich sinnvoll“, da es langfristig Behandlungskosten einspare.
Ok ok, die gesundheitlichen Komplikationen sind bekannt. Selbstverständlich ist das Risiko für die Schädigung des Kindes erhöht. Und dass Dicke unwirtschaftlich sind (ausser wenn es darum geht Diäten, Medikamente, Workshops von dubiosen Anbietern sowie Operationen zu vermarkten) ist auch ungelogen. Dicksein wird immer noch als eine freie Entscheidung wahrgenommen, welche mit ein paar einfachen Worten „wegtherapiert“ werden kann (als ob man dicken Menschen nur den gesunden Menschenverstand näher bringen müssten, als hätten sie selber keinen!). Dass solche Nachrichten jedoch kontraproduktiv sind weil sie Ängste schüren und den Druck erhöhen, das ist den Gutachtern natürlich egal. Dass es ein strukturelles Problem ist welches nicht einfach weggeschwafelt werden kann (ähnlich wie Amokläufe auch), dass fällt den Polemisierern schwer.