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Heute feiern wir den Gedenktag des Heiligen Georg. Er lebte in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Kleinasien. Er soll als Sohn einer reichen und angesehenen Familie in Kappadokien geboren und dort in einem Kloster getauft worden sein. Seine Mutter sei Christin gewesen, sein Vater starb wohl als Georg noch sehr jung war. Georg kam zur römischen Armee, wo er sich als mutiger Soldat erwies und zum Heerführer aufstieg. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihn. Die berühmteste ist jene vom Kampf gegen den Drachen:
In einem See vor der Stadt Silena (wohl im heutigen Libyen?) lebte ein Drache und verpestete die Stadt mit seinem giftigen Atem. Um den Drachen milde zu stimmen, mussten ihm die Einwohner Tieropfer bringen. Als keine Tiere mehr da waren, brachten die Bewohner ihre Söhne und Töchter. Da erschien Georg und als der Drache auftauchte, schwang Georg mit dem Zeichen des Kreuzes die Lanze und brachte den Drachen zu Fall. Er versprach den Drachen zu töten, wenn die Leute sich zu Christus bekehrten. Daraufhin liess sich der König mit dem ganzen Volk taufen und Georg tötete den Drachen.
Georg wird als ritterlicher, edler Mensch verehrt, der bis zu seinem Tod das Böse bekämpfte. Georg zählt zu den vierzehn Nothelfern und ist unter anderem der Schutzpatron der katholischen Pfadfinder und der Nationalheilige Englands.
Jacqueline Meier