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Die Wurzeln des modernen Lacrosse lassen sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, wo es im Gebiet des heutigen Kanada von verschiedenen indianischen Stämmen gespielt wurde. Lacrosse hatte für die Ureinwohner Amerikas verschiedene kriegerische, religiöse und politische Hintergründe. So wurde das Spiel nicht nur innerhalb des eigenen Stammes gespielt, sondern wurde auch zwischen verschiedenen Stämmen ausgetragen, um Unstimmigkeiten zu klären und Konflikte beizulegen.
Ein Lacrossespiel konnte zu dieser Zeit mehrere Tage dauern, wobei die Spielzeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang festgelegt war. Dabei war die Grösse des Feldes sehr verschieden; sie reichte von mehreren hundert Metern bis zu mehreren Kilometern. Begrenzt wurde das Feld vorne und hinten durch die Goals, welche beispielsweise ein grosser Stein oder ein Baum sein konnten. In der Breite gab es keine Feldbegrenzung. Oftmals traten mehrere hundert Männer gegeneinander an und es kam auch vor, dass bis zu 1000 Spieler an einem Spiel teilnahmen. Gespielt wurde mit langen Schlägern, an dessen Enden Netze gespannt waren um den Ball fangen, tragen und spielen zu können. Mit diesen durften die gegnerischen Spieler auch angegriffen werden, was zu schweren Verletzungen, Brüchen oder gar zum Tod führen konnte.
Der erste offizielle Lacrosse Club wurde 1856 in Montréal gegründet. Anfangs des 20. Jahrhunderts war Lacrosse auch an den olympischen Spielen vertreten, wurde dann jedoch als offizieller Sport wieder fallen gelassen. In Highschools, Colleges und Universitäten ist Lacrosse jedoch weiterhin weit verbreitet und die Sportart erfreut sich weltweit immer grösserer Beliebtheit.