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Der Obsan-Bericht 2013 beschreibt, wie stärkere depressive Symptome sehr eng mit Leistungseinbussen am Arbeitsplatz und erhöhten Arbeitsabsenzen zusammenhängen:
- Arbeitnehmende mit stärkeren depressiven Symptomen fehlten innerhalb des letzten Monats vor der Befragung an jedem zweiten bis dritten Arbeitstag.
- Zudem arbeiten Personen mit depressiven Symptomen häufiger aus gesundheitlichen Gründen Teilzeit.
- Depressive Symptome schlagen sich bei den Männern (nicht bei den Frauen) auch im Erwerbseinkommen nieder: Während beschwerdefreie Männer 2007 ein mittleres Einkommen von CHF 6100 hatten, betrug dieses bei denjenigen mit leichten depressiven Symptomen noch CHF 5400 und bei solchen mit mittleren bis schweren Symptomen rund CHF 4900. Dies mag auch mit der häufigeren Teilzeitarbeit und mit einer niedrigeren beruflichen Position zu tun haben.
- Entgegen gängiger Meinungen berichten Erwerbstätige mit depressiver Belastung aber nicht besonders häufig über Belastungen durch Multitasking, laufende Neuerungen oder PC-Arbeit, sondern häufiger über körperlich belastende Arbeiten.
- Weiter erleben Arbeitnehmende mit depressiven Symptomen sehr viel weniger Arbeitszufriedenheit und sehr viel mehr Überforderung, Nervosität, Ängste und vor allem Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren als beschwerdefreie Personen. Entsprechend können sie besonders häufig nach der Arbeit nicht mehr «abschalten».
(Quelle: Baer, N., Schuler, D., Füglister-Dousse, S. & Moreau-Gruet, F. (2013). Depressionen in der Schweiz. Daten zur Epidemiologie, Behandlung und sozial-beruflichen Integration (Obsan Bericht 56). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.)