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Es gibt wenige Leute auf der Welt, die das Drama in einer Höhle in Thailand wirklich nachempfinden können - zu diesen Menschen gehört der Chilene Mario Sepúlveda. Der Bergarbeiter war Anführer der 33 Kumpel, die 2010 aus einer Mine in 700 Meter Tiefe gerettet wurden.
Sepúlveda sagt, die Entdeckung durch die Aussenwelt bedeute für einen Eingeschlossenen keineswegs Erleichterung: «Wenn man gefunden wird, da beginnt eine Etappe sehr grosser Angst, grosser Sorge, dass es gut ausgeht. Man beginnt, sich Gedanken zu machen, die einen Menschen äusserst zermürben», sagte Sepúlveda dem kolumbianischen Fernsehsender NTN24.
Die Wartezeit zwischen Entdeckung und Rettung sei schwieriger als die ersten Tage, in denen man von der Aussenwelt vollkommen abgeschlossen sei. Die Lage der Eingeschlossenen in Thailand sei zwar technisch anders als die der 33 Kumpel in Chile, aber psychologisch gebe es viele Ähnlichkeiten, erklärte Sepúlveda. Die gedankliche Verbindung mit der Familie und der Humor seien entscheidend für das Überleben. «Das hilft viel, um voranzukommen, und auch das Vertrauen in diejenigen, die professionell ihre Aufgabe erledigen.»
Die 33 in einer Mine in Nordchile verschütteten Bergleute waren im Jahr 2010 nach 69 Tagen unter Erde lebend an die Oberfläche gebracht worden. Sie gelten als die Helden des «Wunders von Chile». (sda/dpa)