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Die Operation Dragoon
Inzwischen hatte die Operation Dragoon begonnen: Französisch-amerikanische Truppen landeten an der Côte d'Azur am 15. August 1944. Bis zum 12 September hatte die Wehrmacht Südfrankreich und das Rhonetal geräumt. Der Kontakt der gelandeten 7. amerikanischen und 1. französischen Armee zu den alliierten Truppen der Operation Overlord war hergestellt. Sie unterstanden nun ebenfalls dem Befehl Eisenhowers.
(ausführlicher und übersichtlicher Artikel)
Karte links:
Auch Marseille, Lyon und Dijon sind befreit
Bereits zwei Wochen nach dem Beginn der Landeoperation am 15. August war die Provence eingenommen. Am 17. August war der Befehl des OKW an die Armeegruppe G zur Räumung Südfrankreichs ergangen, nachdem auch die Truppen in Nordfrankreich nach der Bildung des Kessels von Falaise lediglich versuchen konnten, sich mit möglichst geringen Verlusten über die Seine zurückzuziehen. Grössere Häfen an der Atlantik- und Mittelmeerküste sollten dabei besetzt gehalten werden und in aussichtsloser Lage unbrauchbar gemacht werden. Es gelang französischen Truppen aber, Toulon schon am 23. August und Marseille am 29. August ohne grössere Zerstörungen zu befreien. Vorauseinheiten des VI. US-Korps erreichten Grenoble am 23. August – 83 Tage früher als geplant. Ende August kam es bei Montélimar im Rhônetal zu einer grösseren Schlacht, nachdem die alliierten Voraustruppen den deutschen Rückzugsweg durch das Rhônetal am Nebenfluss Drôme blockiert hatten. Der deutschen 19. Armee gelang mit hohen Verlusten ein Durchbruch. Am 1. September wurde nach heftigen Strassenkämpfen zwischen der Résistance und deutschen Truppen auch Nizza befreit, zwei Tage später betraten französische Einheiten Lyon. Der schnelle Rückzug der 19. Armee, von der 11. Panzer-Division nur zeitweilig verzögert, gab der Schlacht den Beigeschmack eines nordwärts eilenden Rennens durch das Rhônetal. Nordwärts ziehende Truppen der französischen 1. Infanterie-Division trafen am 11. September in Saulieu, westlich von Dijon, auf Aufklärungseinheiten der 6. US-Panzerdivision aus General Pattons 3. US-Armee – 77 Tage früher als geplant. Zur gleichen Zeit hatte der rechte Flügel der 7. US-Armee die Burgundische Pforte bei Montbéliard erreicht.