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Vor der Folie eines Vergleiches zwischen den Wiener und Berliner Philharmonikern im „Dritten Reich“ liefert Fritz Trümpi eine detailreiche Studie über nationalsozialistische Musikpolitik. Die Politisierung der beiden Konkurrenzorchester, welche überdies den Städtewettbewerb zwischen Wien und Berlin repräsentierten, diente beiderseits der nationalsozialistischen Herrschaftssicherung, war in ihrer Ausführung aber von signifikanten Unterschieden geprägt. Ausgehend von einem vergleichenden Aufriss der Frühgeschichte der beiden Orchester untersucht der Autor Kontinuitäten und Brüche im Musikbetrieb nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und dem "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland. Dazu greift Trümpi auf ebenso brisante wie vielfältige Archivmaterialien zurück, die hier zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Portrait
Fritz Trümpi, Dr. phil., studierte Allgemeine Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Wien und Berlin. Lebt und arbeitet als Historiker und freier Journalist in Wien; Lehrbeauftragter an der Universität Zürich.