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Tamilisch
Für die Seelsorge der tamilischen Sprachgemeinschaft gibt es in der Schweiz einen Priester.
Das Gemeindeleben, an dem auch nicht-katholische Tamilen teilnehmen, ist rege. Auffallend ist die enge Beziehung zu Marienwallfahrtsorten (Einsiedeln, Mariastein), die zu Treffpunkten für die Tamilen geworden sind.
Grundinformationen zur tamilischen Sprachgemeinschaft und Situation im Herkunftsland
Entwicklung der Zuwanderung
in die Schweiz
Kennzahlen des Herkunftslandes
(Tamilen – Wikipedia Stand 2011)
- Einwohnerzahl 65.3 Mio
- Anteil Röm. Kath. 6.1 %
- BIP pro Einwohner keine Angaben
- Arbeitslosenquote keine Angaben
Geschichte der Mission und Migration
Eine große tamilische Emigrationswelle geht seit den 1980er Jahren von Sri Lanka aus, da viele Tamilen dem Bürgerkrieg dort zu entfliehen versuchten. Die meisten Flüchtlinge flohen nach Australien, Europa, Nordamerika und Südostasien. Die größten Gemeinschaften außerhalb Südasiens sind heute in Durban, Toronto, London, Paris sowie der Schweiz zu finden.
In der Schweiz wurde aufgrund der anhaltenden Zuwanderung am 21.10.1995 die tamilisch-kath. Gemeinde vom damaligen Weihbischof Amédée Grab gegründet. Vor der Gründung dieser Mission wurden die tamilischen Katholiken in der Schweiz von Priester Francis Jeya Segaram aus Osnabrück/Deutschland her begleitet.Der erste für die Tamilen in der Schweiz beauftragte Seelsorger war ab 1995 Pfr. Victor Avithappar Saviry. Es folgten ihm mit einer Amtszeit von 5 Jahren Pfr. Soyai Joyce Peppi, und Pfr. Motham Paul.Die Aussicht auf bessere berufliche Perspektiven hat des weiteren viele junge tamilische Berufstätige aus Indien und Sri Lanka dazu veranlasst, in die Schweiz zu immigrieren, was auch die stetig steigenden aktuellen Zuwanderungszahlen veranschaulichen.
Wiederkehrende pastorale Angebote und Situation
Die tamilischsprachige Seelsorgestelle umfasst die ganze Schweiz. An 13 Orten wird regelmässig Gottesdienst gefeiert. An jedem grösseren Ort, vor allem aber wo die Gottesdienste gefeiert werden, gibt es eine tamilisch-katholische Gruppe. Aus den Delegierten der örtlichen Gruppen wird ein nationales Zentralkomitee von 25 Mitgliedern gebildet, das sich viermal jährlich trifft. Zudem gibt es an verschiedenen Orten Chöre, welche die Gottesdienste mitgestalten, und Ministrantengruppen. Ehrenamtliche Katecheten erteilen Religionsunterricht in grösseren Ortschaften. Wenn in der Region kein tamilischsprachiger Gottesdienst stattfindet, besuchen die Gläubigen üblicherweise die Ortspfarrei. Der Missionar publiziert einmal monatlich eine Missionszeitung.
Besondere Veranstaltungen sind verschiedene Marienfeste und die Wallfahrten nach Maria-Stein und Einsiedeln, wo auch Hindus teilnehmen. Besonders das Fest der schwarzen Madonna, unserer Lieben Frau von Annaivelankanni, unserer Lieben Frau von Madhu, St. Anton und das Kind-Jesu-Fest sind beliebt.
Besondere Anliegen des Missionars sind die Familienbesuche, Jugendarbeit und die Gespräche mit den Gläubigen nach den Gottesdiensten. Weiter besucht er Kranke und Alte. Ein besonderer Akzent wird auf religiöse Weiterbildung der Gläubigen durch Vorträge und Einkehrtage vor Hochfesten gelegt.