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Mehr Gewinn und Umsatz bei HP. Aber bei der Belegschaft bahnen sich weitere Kürzungen an.
Gestern veröffentlichte Hewlett-Packard in Kalifornien die Quartalszahlen des Ende April abgelaufenen zweiten Quartals 2005. Der Chief Executive Officer und Präsident Mark Hurd sprach von einem "solid quarter". Tatsächlich resultierte ein erneutes Umsatz-, wie auch ein Gewinnwachstum.
Der Gesamtumsatz über drei Monate belief sich auf 21,6 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 7,2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn stieg ebenfalls von 884 Millionen Dollar auf 966 Millionen.
Nach Regionen verteilt, haben Europa, der Nahe Osten und Afrika (EMEA) mit 9,1 Milliarden Dollar am meisten Umsatz generiert. Im Vergleich zu 2004 stieg hier der Umsatz um 10 Prozent. Etwas weniger (9 Prozent) wuchs der asiatische Markt auf 3,6 Milliarden Dollar Anteil. Wenig gestiegen, aber dennoch solid, ist der Anteil in Amerika; 4 Prozent Umsatzsteigerung entsprechen 8,8 Milliarden Dollar Umsatz.
Drucker besser als PCs
Im Januar dieses Jahres bildete HP aus der ehemaligen PC-Sparte PSG und der Drucker-Sparte IPG die Imaging and Personal Systems Group (IPSG). Die Umsätze werden aber trotzdem noch separat ausgewiesen. Beide Gruppen erzielten je 6,4 Milliarden Umsatz, wobei der Umsatz der PSG im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent stieg, während der von IPG nur um 5 Prozent erhöht werden konnte. Bemerkenswert ist nach wie vor der frappante Unterschied bei der Marge. Die PC-Gruppe erwirtschaftete eine operative Marge von 2,3 Prozent (147 Millionen Reingewinn), die Drucker-Gruppe 12,7 Prozent (814 Millionen Reingewinn).
Trotzdem nahm der Reingewinn der Drucker-Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 138 Millionen Dollar ab. HP erklärte dies mit der Investition von 71 Millionen Dollar in "Arbeitskraftsreduktions-Kosten", Preisprogrammen, Hardware-Wachstum und verändertem Produktemix beim Verbrauchsmaterial. Dafür werden immer mehr Farblaser-Drucker verkauft. Verglichen mit dem Vorjahr konnte Hewlett-Packard 96 Prozent mehr Colorlaser absetzen und es gingen 61 Prozent mehr Multifunktionsgeräte (also Drucker mit integriertem Kopierer, Scanner, Fax) als vor einem Jahr über den Ladentisch.
Weitere Kürzungen vorgesehen
Die so genannten "Arbeitskraftsreduktions-Kosten" beinhalten "freiwillige Abgänge", wie sie HP bereits angekündigt
. Wenn man bedenkt, dass im Mai bereits 2'000 Arbeitsplätze gestrichen wurden, kann man auf den Schluss kommen, dass bis Ende Jahr mindestens weitere 2'000 Angestellte den Arbeitsplatz räumen müssen oder dürfen.
Hurd machte gestern Nacht in einer Telefonkonferenz klar, er verfolge eine Politik der kleinen Schritte zur Verbesserung der Profitabilität des Mega-IT-Konzerns. Überraschende Strategiewechsel sind keine zu erwarten. "There is no quick fix to achieve the kind of results I think this company is capable of", sagte er. Sinngemäss: "Es gibt keine einfache und schnelle Lösung, um das Potential der Firma auszuschöpfen." (Maurizio Minetti)