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8E. Das Weltbild
1. Weltbild der Wissenschaft
Die (Lamarck-)Darwinschen Lehren gehören zur materialistischen Weltanschauung, denn Elemente wie "Empfinden", "Geist", "Seele" oder "Liebe" haben darin keinen Platz, ausgenommen evtl. Liebe in Bezug auf die Zuchtwahl; ob dabei stets die Liebe den Ausschlag gibt und erst noch bei beiden Partnern wird von Darwin aber nicht angesprochen. Eine geistige resp. nicht-materialistische Erklärung über die Herkunft des Menschen, die den naturwissenschaftlich gebildeten Menschen zufrieden stellen könnte, gibt es bis heute nicht. So hat diese Erklärung ihren Siegeszug ungehindert angetreten und die biblische Erklärung verdrängt. Es gibt weiterhin eine grosse Gruppe von Menschen, die weder mit der naturwissenschaftlichen Erklärung noch mit der biblischen Erklärung restlos zufrieden sind. Eine plausible alternative Erklärung haben diese Menschen kaum.
Die Hutersche Schöpfungs-Entwicklungslehre ist als eine plausible alternative Erklärung zu betrachten. Huter nennt seine Weltanschauung "die geistige Weltanschauung".
Die dominante Stellung des materialistischen Weltbildes manifestiert sich darin, dass es in der heutigen Naturwissenschaft keinen Platz gibt, die Phänomene anders als materialistisch, d.h. als Wirkung von Kraft und Stoff zu erklären. Wenn sich ein Phänomen auf diese Weise nicht erklären lässt, dann lässt man es nicht zu, das Phänomen unter Erweiterung des Weltbildes zu erklären. Deshalb lassen sich noch längst nicht alle physikalischen Phänomene anschaulich und befriedigend erklären, z.B. die Gravitation, die Ausbreitung des Lichts (resp. von elektro-magnetischen Wellen) und viele andere Erscheinungen, die damit in Verbindung stehen.
Der Einfluss des Materialismus ist ganz deutlich in der Kunst erkennbar. Die Erzeugnisse der schöpferischen Künstler (Dichtung, Malerei, Skulptur, Tonkunst) haben sich ab 1850 stark verändert. Sie vermitteln eine Sicht der Dinge (oder ein Weltbild), das zunächst mit realistisch, nüchtern charakterisiert werden kann. Schon kurze Zeit später, um 1900 vermitteln manche Künstler eine Sicht der Dinge, die als pessimistisch, verneinend oder sogar als selbstzerstörend, auflösend zu bezeichnen ist. Dieser Trend hat sich seither und bis heute verstärkt, d.h. nach Breite (Anzahl Künstler) und Tiefe (die Kunstwerke vermitteln diese Weltsicht immer umfassender). Sollte einmal ein Übergang zu einem geistigen Weltbild erfolgen (der in 50 oder 100 Jahren zu erwarten ist) wird sich dies auch in den künstlerischen Schöpfungen und in den Normen unserer Gesellschaft einen sichtbaren Ausdruck finden. Siehe auch 8F. Empfindungsenergie: Schönheit, Proportion
In vielen Staaten bildeten sich politische Parteien und Regierungen, die mehr oder weniger (sozial-)darwinistische Tendenzen aufwiesen, sowohl im linken Parteispektrum als auch im rechten Parteienspektrum. Von den politischen Parteien haben nur christlich-orientierte Parteien eine wirklich nicht-materialistische Weltanschauung. Carl Huter plante die Gründung der «Hochwart-Partei». Er hoffte, dass diese Partei unter den vielen Menschen, die sich mit den heutigen Weltanschauungen und den heutigen Parteien nicht restlos identifizieren können, eine grosse Anhängerschaft gewinnen wird. In dieser Partei sollten sich jene Menschen sammeln, die sich an seiner geistigen Weltanschauung orientieren.
2. Weltbild in Staat und Gesellschaft
In unserer Weltanschauung kennt man nur die darwinistische, materialistische Weltanschauung oder dann die religiöse Weltanschauung (z.B. im Christentum, im Islam).
Würde man die darwinistische Weltanschauung konsequent leben, so wäre das ganze Leben eine einzige Abfolge von Wettbewerb, Wettstreit, Verdrängung, etc. In wenig entwickelten Staaten und in diktatorischen Staaten sind solche Verhältnisse anzutreffen. Hier gilt oft das Recht des Stärkeren, das Recht des Rücksichtsloseren.
In den höchstentwickelten Kulturstaaten
a. wird der einzelne Mensch in allen seinen Lebensabschnitten auf menschliche Art und Weise behandelt: im Kinderhort, in der Grundschule, in der Hauptschule, in der Berufslehre, im Gymnasium, im Berufsleben, etc.
b. stellt der Staat die genannten Bildungseinrichtungen zur Verfügung und der Zugang ist kostenlos, mindestens von Alter 5 bis Alter 16-20. Der Schulbesuch ist in diesem Lebensabschnitt obligatorisch. Auch der kostenlose Zugang der Berufslehre und die freie Berufswahl sind sichergestellt. Die Berufsausbildung lässt sich üblicherweise bis Alter 18-21 abschliessen.
c. sind die Grundrechte des einzelnen Menschen in der Verfassung verankert, auch die obgenannten Grundsätze in Bezug auf Bildung und Beruf. Sie sind gleich oder ähnlich ausgestaltet wie sie in der Europäischen Menschenrechtdeklaration und der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (UNO) enthalten sind.
d. ist die staatliche Gewalt dreigeteilt in Legislative, Exekutive und Judikativ, da der Staat naturgemäss viel mächtiger als der einzelne Mensch ist. Die Gefahr, dass die staatliche Macht missbraucht wird, lässt sich auf diese Weise entscheidend reduzieren. Die Bürger, jeder Mann und jede Frau, ab ca. Alter 18, besitzen das Wahlrecht (Demokratie).
Würde sich das Zusammenleben der Menschen in einem Staat an den darwinistischen Prinzipien orientieren, würde ein grenzenloser Wettstreit bestehen. Jede Person ist aufgerufen, sich und die Seinen zu schützen, evtl. in Verbindung mit Mistreitern. In einem solchen Staat besteht nirgends Raum für Solidarität und Arbeitsteilung. Es wäre unmöglich, dass sich die Menschen im Beruf eine Nische schaffen, wo sie ungestört und geschützt eine hochwertige Arbeitsleistung erbringen können. Sie müssten sich stets gegen Bedrohungen aller Art wehren, sie wären stets im Kampf gegen Seinesgleichen. Es könnte niemals eine arbeitsteilige Wirtschaft entstehen, es könnte kaum Qualitätsarbeit geleistet werden, es kann keine Kultur entstehen, etc. Eine solche Gesellschaft würde wohl nach kurzer Zeit zugrunde gehen.
3. Hutersche Lehren zur Abstammung und zum Weltbild: Schlussgedanken
1. Die Darwinsche Erklärung über die Abstammung der Arten erweist sich als unvollständig.
2. In der Materie tritt das Empfindungsvermögen in einer schlummernden Weise auf. In der lebenden Zelle kommt das Empfindungsvermögen zum Erwachen. Es zeigt sich organisierend und schöpferisch. Je höher entwickelt das Lebewesen ist, desto mehr Bewusstsein und Gewissen besitzt das Lebewesen. Es ist nicht deckungsgleich mit dem naturwissenschaftlich orientierten Weltbild und nicht deckungsgleich mit dem Weltbild einer der heutigen Religionen.
4. Jede Form und Erscheinung ist ein Ausdruck der innewohnenden Kräfte und Stoffe. Beim Menschen lässt sich das Innere besonders gut im Äusseren erkennen.
5. Eine wichtige Lebensaufgabe besteht in der Stärkung der Helioda.
Huter hat seine Weltsicht in vielen Texten dargelegt, vgl. mit der Rubrik 10E. Welt-Religion und dem dort abrufbaren Dokument über die Grundthesen der Kallisophie.
6. Die Herkunft des Menschen: Schöpfung oder Entwicklung? Oder Schöpfung und Entwicklung?
- Wenn das Empfindungsvermögen ein Grundelement unserer Welt ist, dann ist nicht auszuschliessen, dass der Mensch nicht einzig durch Evolution entstanden ist. Möglicherweise haben dann (Zwischen-)Schöpfungen stattgefunden. Diese sind aber nicht zu vergleichen mit der Schöpfung, die in der Bibel beschrieben ist, nämlich die Erschaffung des Menschen aus dem Staube, aus dem Nichts. "Zwischenschöpfung" bedeutet, dass es unter ganz
- Carl Huter vertritt entschieden die Ansicht, dass der Mensch seine Herkunft sowohl evolutionären Prozessen*) als auch Zwischen-Schöpfungsprozessen verdankt, die unter ganz besonders günstigen Umständen auf unserer Erde an besonders bevorzugten Orten aufgetreten sind.
*) Höher entwickelte Lebewesen sind nicht nur durch Evolution im Sinne der Erklärungen von Darwin und Lamarck entstanden, sondern insbesondere und zur Hauptsache dank dem Mitwirken der Empfindungsenergie! Man kann dies als eine "intelligenten Mitwirkung" bezeichnen.
History
Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertiggestellt. Sie wurde am 27. und 29. März 2018 ergänzt. Sie wird regelmässig geprüft und überarbeitet, letztmals am 12. Januar 2019, am 15. April 2019, am 20. Februar 2020 und am 7. November 2020.
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