Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/2955

Die im Nordosten Brasiliens gelegene Stadt Natal wartet nicht nur mit Traumstränden auf, sondern auch mit historischen Straßenzügen. Diese sind nun unter Denkmalschutz gestellt worden. Wer also seinen Urlaub in der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Norte verbringt, der kann nicht nur Strand und Kultur gleichzeitig genießen sondern auch tief in die Geschichte Brasiliens eintauchen.
Insgesamt 28 Hektar umfassen die Bereiche, die nun per Dekret geschützt sind und mit entsprechenden Maßnahmen erhalten werden sollen. Es umfasst die Stadtteile Cidade Alta, Ribeira und Rocas, die sich alle in der Ostzone der Stadt befinden und das einstige Wirtschafts- und Handelszentrum bildeten. Im Gespräch war die Unterschutzstellung bereits seit einigen Jahren. Im Jahr 2008 wurde dazu eine eingehende Studie begonnen. 2010 wurden die historischen Bereiche bereits vorläufig unter Schutz gestellt.
Die meisten der erhaltenen, historischen Gebäude und Stadtteile stammen aus der Kolonialzeit und wurden Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Die Stadt wartet aber auch mit Kirchen aus dem 18. Jahrhundert sowie Monumente aus dem 19. Jahrhundert auf. Dazu gehört unter anderem das Theater Alberto Maranhão. Mit seinem Bau wurde 1898 begonnen, 1910 wurde es erstmals renoviert und mit Elementen aus dem Art Deco versehen. Sehenswert ist ebenso die Rua Chile, eine der ersten Straßen Natals, die mit etlichen Kolonialbauten bestückt ist.
Die Kirche Nossa Senhora do Rosário dos Pretos stammt aus dem Jahr 1714 und war für die Armen und Sklaven erbaut worden. Um das Jahr 1766 wurde die Hauptkirche Natals, die Igreja de Santo Antônio gebaut, der auch das Wohnhaus des Bischofs angegliedert ist. Dort beginnt der „Corredor Cultural“, ein Rundweg durch die Geschichte. Das offizielle Gründungsdatum Natals war 1599. Die Anfänge der Siedlung liegen jedoch weiter zurück. Ein geschichtliches Monument ist ebenso die Wehranlage „Fortaleza dos Reis Magos“, das heute als heimatkundliches Museum dient.