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Am Samstag, 3. Juni, traten Eveline
und Miriam Lötscher beim UWW-Turnier, dem Grossen Preis von Deutschland, in
Dormagen an. Gegen starke, internationale Konkurrenz errangen beide Platzierungen im Mittelfeld. Ein wichtiger Meilenstein für die Qualifikation für die Europameister-schaft Ende Juli in Sarajevo.
Begleitet von Armin Gugler machten sich Eveline und Miriam Lötscher am Freitagmorgen um 5.45 auf den Weg nach Deutschland, wo in Dormagen der Grosse Preis von Deutschland unter der Organisation von UWW ausgetragen wurde. In Lupfig, AG schloss sich noch Nationalteambetreuer Viktor Meier der Reisegruppe an. Nach einer sechsstündigen Fahrt kam die Sensler Delegation, die an diesem Wettkampf für den Nationalkader antrat, in Dormagen an. Das offizielle Wiegen am Abend zeigte, dass sich beide Schwestern erfolgreich in die angestrebte Gewichtsklasse positioniert hatten. Die beiden Kadettinnen wurde in die Kategorie bis 56kg (Miriam) und bis 60kg (Eveline) eingestuft.
Ein Sieg und eine Niederlage in der ersten Runde
Nach dem Einmarsch aller Nationen startete zuerst Miriam in den Wettkampf. Das Teilnehmerfeld der Kadettinen bis 56kg bestand aus insgesamt 19 Ringerinnen aus ganz Europa. Gegen die Kasachin Yekaterina Firstova geriet Miriam schnell mit 6:0 in Rückstand, bevor sie sich nach einer Minute durch eine gekonnt ausgeführte Schleuder durch Schulterniederlage geschlagen geben musste. Eveline, die bei den Kadettinnen bos 60kg eine von 16 Ringerinnen war, konnte ihren ersten Kampf für sich entscheiden. Gegen die Tschechin Valerie Pragacova gelang ihr der souveräne 11:1 Sieg durch technische Überlegenheit.
Beide Schwestern erfolgreich in Runde 2
In der zweiten Runde konnte auch Miriam ihre Qualität unter Beweis stellen. Gegen die Russin Nadezhda Anshukova gewann sie bereits nach 1:30 durch einen Schultersieg und qualifizierte sich für die dritte Runde. Eveline tat es ihr gleich und besiegte ihre litauische Gegnerin Ineta Dantaite nach einem Kampf über die volle Distanz durch 1:8 Punktesieg. Eveline qualifizierte sich bis dahin ungeschlagen für die dritte Runde.
Stärkere Konkurrenz mit voranschreitendem Turnierverlauf
Nach der dritten Runde war das Turnier für Miriam nach der zweiten Niederlage beendet. Gegen die Ungarin Anna Szél fand sie leider keine Mittel und musste den Kampf bereits nach ca. 50 Sekunden durch technische Unterlegenheit abgeben. Auch Eveline musste gegen die Russin Ekaterina Ananicheva ihre erste Niederlage hinnehmen. Zwar konnte sie sich über die gesamte Distanz behaupten, jedoch leider ohne einen eigenen Punkt zu erringen, so dass am Ende die 6:0 Niederlage nach Punkten stand. Da es sich um die erste Niederlage des Tages für Eveline handelte, durfte sie in der vierten Runde noch gegen die Italienerin Morena De Vita antreten, die bis dahin mit zwei Punktesiegen und einem Schultersieg ungeschlagen war. Gegen die später Zweitplatzierte fand Eveline dann wie die Konkurrentinnen zuvor keine Mittel. Mit der 9:1 Punkteniederlage war dann auch für Eveline das Turnier beendet.
Miriam beendet das Turnier damit auf dem 12. Platz (von 19) und für Eveline endete das Turnier auf dem 7. Platz (von 16). Die Platzierungen im Mittelfeld der starken, internationalen
Konkurrenz ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Qualifikation für die Europameisterschaft, zeigte jedoch gleichzeitig auch auf, in welchen Bereichen noch Verbesserungspotential besteht.
Nachdem die Wettkämpfe für die Schweizerische Equipe damit beendet waren, wurde am Abend gemeinsam mit Christoph Feyer, der sich ebenfalls in Deutschland aufhielt und sich der Gruppe anschloss, auf die Erfahrungen zurückgeblickt. Am Sonntag wechselten
Athletinnen wie Betreuer dann in die Zuschauerrolle und nutzten die Finalkämpfe um die Konkurrenz zu beobachten. Im Anschluss traten alle die Heimreise Richtung Schweiz an.