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Zur Darstellung gewalttätiger Frauen in Filmen und ihrer Bedeutung für die feministische Filmtheorie
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Anglistik/Amerikanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die neuen Heldinnen Hollywoods sind aggressiver, cleverer und gewalttätiger als ihre männlichen Vorreiter. Sie verkörpern eine neue Form von Gewalt und eine neue Darstellung von Weiblichkeit innerhalb des Mediums Film. Doch eben an der Frage, ob diese Repräsentation wirklich etwas Neues beinhaltet, scheiden sich vor allem die Geister der feministischen Filmtheorie. Die Reaktionen auf Heldinnen wie die Braut in Tarantinos Kill Bill beispielsweise, reichen von Gefallen und Begeisterung bis hinzu Skepsis und Empörung. Doch wie genau kann vor allem die negative Kritik am Fokus einer Filmheldin interpretiert werden? Welche Konsequenzen hat eine Bezeichnung der Heldinnen als pseudo males? Welchen Möglichkeiten verschließt man sich durch diese Interpretation und warum ist es überhaupt so schwierig, Heldinnen einzuordnen?
In dieser Arbeit soll versucht werden, eine Antwort auf diese Fragen zu finden und somit zu klären, was die verschiedenen Interpretationen von aktiv handelnden Heldinnen in Filmen uns ermöglichen oder was uns entgeht, wenn wir sie als Ersatz des Helden sehen. Im ersten Abschnitt dieser Arbeit geht es deshalb darum, einen kurzen Abriss der feministischen Filmtheorie und entsprechender theoretischer Ansätze zu geben. Diese Darstellung soll es dann ermöglichen, die verschiedenen Reaktionen auf aktive Frauen in Filmen besser zu verstehen und auch mögliche Mängel der Theorien aufzuzeigen.
[...]Der zweite Teil wird sich aus diesem Grund auf eine Zusammenfassung verschiedener, über die Zeiten entstandener stereotyper Darstellungen heterosexueller Frauen in amerikanischen Filmen beziehen. [...]
Im darauf folgenden Teil werden die feministische Filmtheorie und Darstellungen aktiver Frauen im Film im Hinblick auf die Ausgangsfrage zusammengeführt. Dieser Abschnitt beinhaltet die Analyse der Darstellung der Heldinnen und die Interpretationen der neuen Heldinnen aus Sicht der feministischen Filmtheorie, sowie entsprechende Kritik. Daraus soll geschlussfolgert werden, welche Bedeutung die aktive, durchaus auch gewalttätige Frau im Film hat.
Im Anschluss an die Klärung der theoretischen Ausgangssituation soll in der Filmanalyse Quentin Tarantinos Filmen Death Proof und dem Zweiteiler Kill Bill gezeigt werden, wie Heldinnen durch spezifische filmische Inszenierungsstrategien konstruiert werden. Analysiert werden wird, wie Veränderungen der Konventionen dargestellt, narrativ begründet und filmisch umgesetzt werden.