Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03630.jsonl.gz/1184

Ein Sonderstaatsanwalt untersucht, ob der Elektronikkonzern Samsung Choi mit Millionenbeträgen schmierte, damit der Staat die umstrittene Fusion zweier Samsung-Töchter im vergangenen Jahr genehmigt. Der Rentenfonds, ein wichtiger Anteilseigner von Samsung, trug seinerzeit durch seine Zustimmung dazu bei, dass der Deal vollzogen wurde.
Die Nachrichtenagentur Yonhap meldete, es habe zehn verschiedene Durchsuchungen gegeben - ausser bei NPS auch im Gesundheitsministerium, dem der Rentenfonds untersteht.
NPS betreut Fonds in Höhe von umgerechnet fast 443 Milliarden Euro und ist damit die weltweit drittgrösste staatliche Pensionskasse. Bereits im vergangenen Monat hatte es Razzien bei NPS gegeben.
Die Ermittler bemühten sich ausserdem um einen Haftbefehl gegen Chois Tochter Jeong Yu Ra, die sich derzeit in Europa befindet. Sie wird beschuldigt, sich durch Bestechung Zugang zu einem College in Seoul verschafft zu haben. Choi selbst ist wegen Betrugs und Machtmissbrauchs angeklagt.
Persönlich bereichert
Die seit sieben Wochen inhaftierte Choi soll ihre Beziehungen zur Staatschefin genutzt haben, um von südkoreanischen Unternehmen wie Samsung Spenden für ihre angeblich wohltätigen Stiftungen einzutreiben, aus denen sie sich dann persönlich bereichert haben soll. Darüber hinaus wird Choi vorgeworfen, Einfluss auf Parks Regierungsarbeit genommen zu haben.
Das südkoreanische Parlament hatte wegen der Affäre Anfang Dezember für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park gestimmt. Ihre Befugnisse gingen an den Regierungschef Hwang Kyo Ahn über, Park behält aber ihren Titel und bleibt im Präsidentenpalast, bis das Verfassungsgericht über die Amtsenthebung entschieden hat. Wird diese bestätigt, verliert sie den Posten endgültig.
(AWP)