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Den "Big Brother Award" in Form von Beton-Pokalen erhielten die Securitas, die Krankenkasse CSS und die Basler Staatsanwaltschaft für angeblich schwere Datenschutz-Verletzungen. Er wurde am Samstag in der "Reitschule Bern" vergeben.
"Big Brother Awards" wurden erstmals 1998 in Grossbritannien von der Organisation "Privacy International" verliehen. Seither haben gemäss Angaben der Schweizer Organisatoren weltweit 60 "Ehrungen" in 19 Ländern stattgefunden.
In der Schweiz sind die Preise zum 9. Mal verteilt worden. Es folgt auch ein Eintrag in die "Hall of Shame" im Internet.
Eine der Staatsanwaltschaft Basel unterstellte Abteilung der Kantonspolizei hatte laut den Award-Vergebern Fichen über türkischsstämmige Grossräte angelegt, was im Juni bekannt wurde.
Das Sicherheitsunternehmen Securitas hatte vor und während des G8-Gipfels von Evian im Jahr 2003, der obwohl in Frankreich abgehalten in der Schweiz zu grossen Ausschreitungen geführt hatte, die globalisierungskritische Organisation Attac Waadt bespitzelt.
CSS erhielt den Award für ihr "Absenzenmanagement". Gewerkschafter bezeichneten dieses Angebot der CSS an andere Unternehmen als Schnüffelei.