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Lawinen
Lawinenkunde 7/9: Erste Hilfe am Berg
Worauf es bei Erstversorgungs-Maßnahmen im Ernstfall ankommt, erfährst du hier.
Red Bull Ultra Natural 2013 - Nelson © [unknown]
In Europa sterben bei Lawinenunfällen jedes Jahr etwa 100 Menschen. Wer von einer Lawine mitgerissen oder verschüttet wird, befindet sich in akuter Lebensgefahr. Viel Zeit bleibt nicht, um nach einem Lawinenabgang Verschüttete zu bergen. Wirst du in den ersten 15 Minuten gefunden und ausgegraben, liegt deine Überlebenschance bei 90 Prozent. Nach dieser Zeit sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit stark ab. Du erstickst, erliegst deinen Verletzungen oder erfrierst. Laut Statistik sterben 25 Prozent der Lawinenopfer durch mechanische Verletzungen innerhalb der ersten Minuten. Ohne die sofortige Hilfe durch Freunde die mit auf Tour sind oder andere Tourengehern wirst du eine Verschüttung nicht überleben. Wer im Umgang mit dem LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) geübt ist, kann dich unter idealen Bedingungen in etwa zwei bis fünf Minuten orten. Das Ausgraben aus einer Tiefe von etwa einem Meter dauert im Normalfall weitere zehn bis 15 Minuten. Es bleibt also nicht viel Zeit!
Wissenswerte Fakten
- Im Durschnitt wird wirst du von einer Lawine etwa einen Meter tief im Schnee begraben.
- Je tiefer du verschüttet bist, desto geringer sind deine Überlebenschancen.
- Nach etwa 15 Minuten leben nach einer Totalverschüttung noch etwa 90 Prozent der Verschütteten. [weiter]