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Fische sind die artenreichste Wirbeltiergruppe, sie sind Hauptakteure in aquatischen Ökosystemen, liefern verschiedene Ökosystem-Dienstleistungen und reagieren stark auf Umweltveränderungen. Wir untersuchen ihre Ökologie, Evolution and ihren Erhaltung. Wir untersuchen die Vielfalt der Fische in morphologischen Charakteristika und deren Genetik und Genomik bis zu der Vielfalt an Artzusammensetzungen in verschiedenen Seen und ihre Veränderungen und deren Folgen für Ökosysteme. Uns interessiert ganz besonders das Entstehen von endemischer Vielfalt innerhalb bestimmter Ökosysteme, wie z.B. die explosive Artbildung der Buntbarsche der afrikanischen Seen und die Radiation von Felchen in den Seen rund um die europäischen Alpen. Unsere Forschungsgruppe an der Universität Bern wird von Ole Seehausen geleitet, aber Ole leitet auch das Departement Fischökologie und Evolution am Eawag Zentrum für Ökologie, Evolution and Biogeochemie, Kastanienbaum, wo drei weitere Forschungsgruppen zu Hause sind, die alle mit dem IEE (Institut für Ökologie und Evolution) assoziiert sind. Die Arbeit des Eawag Departements ist motiviert durch das Ziel zu der einsetzenden Synthese zwischen Evolutionsbiologie und Ökosystem-Biologie beizutragen. An der Eawag in Kastanienbaum ist auch der Sitz der Fischereiberatungsstelle FIBER, die eng mit uns zusammenarbeitet.
JEB - Distinct colonization waves underlie the diversification of the freshwater sculpin (Cottus gobio) in the Central European Alpine region
Kay und Kollegen haben herausgefunden dass innerhalb des Aare Einzugsgebietes die Populationen von geographisch weit entfernten Seen näher miteinander verwandt sind, als mit den nahen Flusspopulationen. Dieses Muster ist eher konsistent mit zwei unterschiedlichen Kolonisierungswellen als mit parapatrischer ökologischer Artbildung nach einer einzigen Kolonisierungswelle. Ausserdem finden sie zwei Tiefenverteilungsmodi in drei Seen des Aare-Einzugsgebietes (seicht und tief) und signifikante genomweite Dieferenzierung zwischen diesen in einem See. Die Groppen des Aare-Einzugsgebietes sind möglicherweise in einem frühen Stadium einer adaptiven Radiation mit der Entwicklung von einer See-Linie, die sich von den parapatrischen Flussgroppen unterscheidet und dem wiederholten Beginn von Tiefen-angepasster Differenzierung.