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Ausstellung
Brückenschlag
Der Seedamm bei Rapperswil wird heute in erster Linie als Problem wahrgenommen. Unzählige Visionen und Projekte zur Verkehrsentlastung sind in den letzten sechzig Jahren diskutiert worden, eine Lösung ist bis heute nicht in Sicht.
Der Damm und seine Vorläufer weisen eine spannende und sehr lange Geschichte auf. Die seichte Untiefe zwischen den beiden Seeufern überwinden die Bewohner*innen der Gegend schon vor mehr als 3500 Jahren mit Stegen. Im 14. Jahrhundert errichten die Habsburger Herzöge aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen eine feste Holzbrücke zwischen der Stadt Rapperswil und Hurden. Heerscharen von Pilger*innen nutzen in der Folge den Übergang auf ihrem Weg nach Einsiedeln oder gar nach Santiago de Compostela. Die Brücke erlebt kriegerische Zeiten, wird teils zerstört, wieder aufgebaut und 1819 komplett erneuert. 1878 verschwindet sie für immer und wird durch ein Symbol der Industrialisierung ersetzt, den Seedamm. Er bietet Platz für eine breite Fahrstrasse und einen Schienenstrang, der Rapperswil mit der geplanten Gotthardstrecke verbinden soll.
Die Ausstellung widmet sich der wechselvollen Geschichte dieses aussergewöhnlichen Seeübergangs anhand zahlreicher Bilder, Filme und Texte.