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Umsetzung auf Mikroebene: ausbildungsübergreifender Projektunterricht im Bereich Technik Aufgabenstellung
Mehrheitlich werden Bildungsgänge im Bereich Technik HF fächersystematisch aufgebaut. Fächer können dabei klassische Fächer sein, die sich an der wissenschaftlichen Disziplin (Mathematik, Physik) orientieren. Sie können sich auch auf Arbeitsfelder (software engeneering) oder gar Tätigkeiten (Projektmanagement) beziehen. In der Arbeitswelt von ausgebildeten HF Absolventinnen und Absolventen wird diese Fächersystematik nicht sichtbar. Vielmehr wird in interdisziplinären Teams fächer- und ausbildungsübergreifend gearbeitet.
Das folgende Beispiel nimmt diese Situation auf und gestaltet einen fächer- und ausbildungsübergreifenden Unterricht, indem eine konkrete Problemaufgabe in Gruppen über einen längeren Zeitraum gelöst wird. In diesem Zusammenhang wird mit Hilfe der berufsfelddidaktischen Fragen auf Mikroebene die Frage beantwortet, inwieweit ein solches Lernsetting transferunterstützend ist.
Sind die Lernprozesse auf Transfer ausgerichtet? Sind die Aufgaben problemhaltig und realistisch? Sind die Aufgaben auf andere Situationen übertragbar?
- Die Lernprozesse sind fachübergreifend organisiert.
- Teammitglieder aus den Fachgebieten Mechanik, Elektronik und Informatik arbeiten an einem echten Problem.
- Die Aufgabe ist so gestellt, dass die Lösung nur im Team lösbar ist.
- Die Aufgabe ist gestellt, dass das Abrufen bestehenden Wissens allein nicht ausreicht, sondern der Erweiterung und Neukonstruktion bedarf.
- In der Kompetenzbeschreibung werden Fähigkeiten beschrieben, die auf eine Generalisierung hindeuten, d.h. dass die dort erworbenen Fähigkeiten in anderen Situationen entfaltet werden können (z.B. Selbsteinschätzung, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Eigeninitiative, Kommunikative Fähigkeiten)
- In der Aufgabenbeschreibung wird ein kumulatives Lernen deutlich: das Fachwissen setzt sich aus Grundlagenwissen und dem darauf aufbauendem Spezialwissen zusammen. Beides wird zur Problemlösung benötigt und erweitert.
Die Aufgabe ist so gestellt, dass nicht nur ein Transfer unterstützt und angebahnt, sondern vielmehr ganzheitliche Bildungsprozesse in Gang gesetzt werden.