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Das Wichtigste in Kürze
- Grundsätzlich ist es erlaubt, Strassenhunde zu adoptieren.
- Am besten adoptieren Sie einen Strassenhund über eine Tierschutzorganisation.
- Strassenhunde müssen tierärztlich durchgecheckt werden.
- Sie brauchen viel Zeit und Geduld für die Eingewöhnung.
Hunde ohne Besitzer, auch Streuner genannt, dürfen in der Regel aufgenommen werden. Von Land zu Land kann es hier aber unterschiedliche Bestimmungen geben.
Die Regelungen, die für die Schweiz gelten, müssen nicht für Rumänien oder Spanien gelten. Informieren Sie sich über die geltenden Regeln, wenn sie sich in den Ferien in einen Strassenhund verlieben.
Natürlich muss hundert Prozent sicher sein, dass der Hund keinen Besitzer hat. Wenn Sie in den Ferien ein herrenloses Tier auf der Strasse entdecken, sollten Sie zunächst herumfragen, ob jemand einen Hund vermisst.
Am besten kommen Sie mehrere Male wieder, um wirklich sicher zu sein, dass es sich um ein herrenloses Tier handelt. Bringen Sie den Hund zudem zum Tierarzt, um zu überprüfen, ob er gechippt ist.
Haben Sie sich entschieden, den Hund aufzunehmen, muss er als erstes beim Tierarzt auf Erkrankungen untersucht und gechippt werden. Gerade bei Hunden von der Strasse kann es sein, dass Wurmerkrankungen, Infektionen oder sogar Tollwut vorliegen.
In manchen Ländern können Hunde erst nach einer gewissen Zeit nach den Impfungen ausreisen, das müssen Sie also einberechnen, wenn Sie den Hund legal über die Grenze bringen möchten.
Strassenhunde über eine Tierschutzorganisation adoptieren
Grundsätzlich ist es sinnvoller, Strassenhunde durch eine seriöse Tierschutzorganisation zu adoptieren.
Solche Organisationen gibt es in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Sie arbeiten zusammen mit lokalen Tierschützern in vielen süd- und osteuropäischen Ländern, zum Beispiel Spanien, Rumänien, Griechenland oder Italien.
Diese Organisationen stehen Ihnen bei der Adoption eines Vierbeiners zur Seite. Die Tierschutzorganisationen nehmen die Hunde oft vor Ort in einem privaten Tierheim oder einer Pflegestelle auf.
Strassenhunde landen nicht selten auf Tötungsstationen, wo sie nach wenigen Wochen eingeschläfert werden. Tierschützer holen regelmässig Hunde aus diesen Tötungsstationen und geben sie zur Vermittlung frei.
Zuvor werden sie aber von den Tierschutzorganisationen tierärztlich untersucht, kastriert, geimpft und wenn nötig gesundheitlich behandelt.
Die Organisation kann nach einer gewissen Zeit auch Auskunft über den Charakter und mögliche Problemfelder des Hundes benennen. Nicht selten haben die Strassenhunde traumatische Erlebnisse hinter sich, was sich in einem gestörten Verhalten ausdrücken kann.
Strassenhunde sind zudem nicht an das Leben in einem Haus gewöhnt. Adoptieren Sie einen Welpen von der Strasse, wird er sich schnell einleben. Ist das Tier jedoch bereits etwas älter und auf der Strasse aufgewachsen, benötigen Sie besonders viel Geduld für die Eingewöhnung.
Strassenhunde sind Überraschungstüten
Seriöse Tierschutzorganisationen führen vor der Adoption immer ein Gespräch mit den zukünftigen Hundebesitzern oder machen sogar Hausbesuche.
Ist alles gut, können Sie den Hund gegen eine Schutzgebühr adoptieren. Die Organisation übernimmt dann den Transport und die Einreisemodalitäten.
Ein Strassenhund ist immer eine Wundertüte. Wie er sich bei Ihnen einlebt und welche Charaktereigenschaften er entwickelt, wird sich erst mit der Zeit zeigen.
Begegnen Sie dem Hund mit Geduld, Ruhe und Verständnis. Bei manchen geht die Eingewöhnung schnell, andere brauchen mehr Zeit.
Holen Sie sich einen Hundetrainer, wenn es Schwierigkeiten gibt. Die Investition lohnt sich. Es erwartet Sie eine tierische Freundschaft fürs Leben.