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Der Ausdruck «positives Recht» bedeutet so viel wie das «vom Menschen gesetzte Recht». Der Gegenbegriff dazu ist das «überpositive Recht», auch als «Naturrecht» bezeichnet.
Das überpositive Recht kann je nach Blickwinkel im Wesen des Menschen liegen, von Gott vorgegeben oder naturgegeben sein, während das positive Recht immer vom Menschen geschaffen wird. Diese zwei Begriffe bilden aber nicht inhaltliche Gegensätze, denn auch überpositives Recht kann zu positivem Recht werden, wenn es verbindlich festgelegt wird.
Da das positive Recht vom Menschen geschaffen wird, ist es auch veränderbar. Das überpositive Recht dagegen ist konstant und besteht unabhängig vom Menschen. Gebraucht werden diese Begriffe vor allem im rechtsphilosophischen Diskurs.