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Avishai Cohen ist ein multikultureller Jazzmusiker, so wie Miles Davis einer war. Er versteht es, Davis gleich, der Trompete höchst ergreifende Töne, ja fast menschliche Schreie zu entlocken (New York Times). Nach einem vielbeachteten Auftritt beim Newport Jazzfestival präsentiert das Trio Triveni nun seine zweite CD voller Spielfreude und einem gehörigen Mass an jüdischer Chuzpe. Schon früh habe Cohen von den Grössten des Jazz gelernt: Louis Armstrong, Miles Davis, John Coltrane, Sonny Rollins, Thelonious Monk. Ihre Sprache lernte er sprechen. Als Cohen 14 Jahre zählte, kam der Saxophonist Arnie Lawrence nach Israel und begann mit ihm zu spielen. Laut Cohen war er sein einziger richtiger Lehrer. Weiter prägte ihn der Sinn fürs Liedhafte in der älteren Israelitischen Musik. An bestimmten Tagen spielte das Radio melancholische Stücke. Diese Musik war meistens gesungen oder verbreitete ein gesungenes Gefühl. Durch die unterschiedlichen melodischen Sensibilitäten Osteuropas und den jüdischem Kulturmix sowie die Nordafrikanischen Rhythmen bildet Israel musikalisch eine Kreuzung zwischen Ost und West. Dadurch geprägt, bedeutet Musik Avishai weit mehr als einfach ein Produkt; er sieht in ihr einen fortlaufenden Prozess. Um seine Musik zu entwickeln, nimmt er sich viel Zeit und bewegt sich mit seiner Arbeit an Orten, wo nichts selbstverständlich ist und stets Neues bereit liegt. Als jüngster der phänomenalen Cohen-Geschwister ist Avishai ein begnadeter Musikant. Und er gilt mit seinen 34 Jahren bereits als einer der respektiertesten Vertreter seines Instruments.