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Universitätsgebäude in der Ukraine werden zerstört, Wissenschaftler*innen haben das Land verlassen, kämpfen in der Armee oder sind in zivilem Einsatz: Wie sollen in so einer Situation Lehre und Forschung wieder aufgenommen werden? Wie ordnen Historiker*innen und Literaturwissenschaftler*innen die aktuellen Ereignisse ein? Und vor welchen Herausforderungen steht die Osteuropawissenschaft in der Schweiz?
Olha Martynyuk ist eine ukrainische Historikerin, sie dissertierte zum russischen Nationalismus und studierte ukrainische und mitteleuropäische Geschichte in Kiew und Budapest. Bis vor Kurzem unterrichtete sie an der Nationalen Technischen Universität in Kiew, vergangenes Jahr schloss sie ihren Postdoc in Geschichte an der Universität Basel ab. Seit Anfang März ist sie in Basel.
Roman Dubasevych ist Juniorprofessor für Ukrainische Kulturwissenschaft am Institut für Slawistik der Universität Greifswald. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes «Sirenen des Krieges. Diskursive und affektive Dimensionen des Ukraine-Konflikts» (Kadmos 2019). Zu seinen Forschungsinteressen zählen u.a. ukrainische, russische und polnische Literaturen der Gegenwart, Theorien des kulturellen Gedächtnisses und der Postmoderne, die Postkoloniale Theorie in Mittel- und Osteuropa. Er wird per Zoom am Gespräch teilnehmen.
In Kooperation mit dem Slavischen Seminar der Universität Zürich. Das Gespräch führt Sylvia Sasse: Sie lehrt Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und ist Mitbegründerin und Mitglied des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK). Sie ist Herausgeberin der Online-Magazine «novinki» und «Geschichte der Gegenwart».