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Trocken aber wahr. Entwickler werden in den nächsten Wochen "Pre-Beta"-Versionen erhalten.
Spürt Microsoft, wie so mancher Schweizer Sportler, den vielzitierten leistungsmindernden "Druck" und möchte ihn durch Bescheidenheit abschwächen? Der für die Windows-Entwicklung zuständige Microsoft Vice President Mike Nash kündigte gestern Abend in seinem Blog an
, dass der für die Entwicklung der nächsten Windows-Auflage gebrauchte Codenamen auch der Name des Endprodukts sein wird: Der Nachfolger von Windows Vista wird also schlicht "Windows 7" heissen.
"Einfach gesagt ist dies die siebte Version von Windows und darum macht 'Windows 7' Sinn", so die einfache Bergründung von Nash. Die etwas ausführlichere Begründung lässt tiefer in die Seele Microsofts blicken. Über die Jahre hinweg habe Microsoft die Windows-Versionen auf verschiedene Arten benannt, zum Beispiel mit schlichten Versionsnummmer (Windows 3.11) oder Jahreszahlen (95, 98, 2000). Die letzten beiden Namen XP (abgeleitet von "Experience") und Vista hätten dagegen Ansprüche für das Produkt anzeigen sollen. Ein weiterer Name "mit Anspruch" (aspirational) würde aber nicht dem gerecht werden, was man mit Windows 7 anstrebe. Man halte nämlich an den Intentionen von Windows Vista fest und wolle gleichzeitig die grossen Investitionen in die technologische Plattform, die man für Vista getätigt habe, weiterführen und "verfeinern".
Als Kritiker könnte man das wohl auch so ausdrücken: Mit Vista selbst konnte Microsoft den Anspruch von Vista noch nicht einlösen und braucht noch eine weitere Version, bevor man sich wieder "höheren Zielen" zuwenden kann.
Übrigens dürften in den nächsten Wochen viele neue Details zu Windows 7 bekannt werden. An den kommenden Entwicklerveranstaltungen "PDC" und "WinHEC" wird Microsoft den dort anwesenden Partnern erste Vorversionen von Windows 7 zeigen und abgeben. Die "Professional Developers Conference" PDC findet vom 27. bis 30. Oktober in Los Angeles statt, die "Windows Hardware Egineering Conference" WinHEC vom 5. bis 7. November, ebenfalls in Los Angeles. (Hans Jörg Maron)