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Hashimoto-Thyreoiditis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Das eigene Immunsystem greift die Schilddrüse an und es kommt zu einer chronischen Entzündung, die dies zunehmend zerstört. Durch die Zerstörung des Gewebes gerät die Schilddrüse zunehmend in eine Unterfunktion, da weniger Schilddrüsenhormone produziert werden. Das Gehirn reagiert darauf mit einer stärkeren Stimulierung der Schilddrüse durch Steuerungshormon TSH (seine Menge steigt an). Gleichzeitig wird aber auch die Entzündung in der Schilddrüse befeuert.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) können sich symptomatisch alle Zeichen eines erniedrigten Grundumsatzes zeigen. Dazu gehören:
In meiner Praxis fällt auf, dass es vor allem Frauen sind, die an einer Schilddrüsenunterfunktion bis hin zu Hashimoto leiden. Die Oftmals neigen diese Frauen zu einer Östrogendominanz mit Progesteronmangel. Oft stören Pestizide, Schwermetalle und fettlösliche Schadstoffe das hormonelle Gleichgewicht.
Die Schilddrüse steuert die Geschwindigkeit von Vorgängen in unserem Körper. Sie ist von persönlichen genetischen Einflüssen beeinflusst aber auch von Einflüssen aus unserer Umwelt abhängig. Vor allem Lichteinflüsse durch die Sonne spielen eine zentrale Rolle. Druch die elektromagneischen Wellenlängen des Lichts gibt es eine jahreszeitliche Anpassung der Hormone, so auch der Schilddrüsenhormone. Die Lichtinformation gelangt einerseits über die Netzhaut des Auges, andererseits über die Haut an die Zentrale, das Gehirn. Durch den niedrigen Sonnenstand und die Filterung der Atmosphäre gelangen von Oktober bis Februar/März keine energiereichen UV-B-Strahlen zu uns durch. Daher ist auch keine Vitamin D Produktin in der Haut möglich. Das zwischen Vitamin D Mangel und Hashimoto-Thyreoiditis ein Zusammenhang besteht, wurde in mehreren Studien gezeigt.