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Der Regisseur von so unterschiedlichen Filmen wie "The Revenant", "Birdman", "Babel", Alejandro González Iñárritu, hat in "Amores Perros" einen Film für alle Hundeliebhaber gedreht, der in die Cinematographiegeschichte als sog. Episodenfilm eingegangen ist. Durch einen Autounfall werden die Schicksale seiner Protagonisten zu einem Kaleidoskop verbunden, durch das man die Realität besser sehen kann.
Schon andere Regisseure hatten es versucht, was Alejandro González Iñárritu mit "Amores Perros" meisterhaft gelungen ist: die lineare Erzählform des Blockbusterkinos aufzubrechen und neue Perspektiven und Annäherungen an ein Thema zu entwickeln. Mexiko-City wird so zum Schauplatz der Dreiecksgeschichte von Octavio, seinem Bruder Ramiro und seiner Frau Susanna. Octavio selbst verdient sein Geld mit illegalen Hundekämpfen, damit er mit seiner Schwägerin endlich "weglaufen" kann. Er glaubt an seinen Traum vom besseren Leben anderswo, auch wenn Susanna ihn gar nicht teilt. Ramiro überfällt Supermärkte. Alle drei leben sie mit dem Baby von Susanna bei der Mutter der beiden Brüder.
Das zweite Kapitel respektive die zweite "Episode" dreht sich um das erfolgreiche "Enchant"-Model Valeria, die nach dem von Octavio verursachten Motorradunfall im Rollstuhl sitzt. Vor dem Apartment ihres neuen Apartments mit dem verheirateten Daniel ist ein riesiges Transparent mit ihrem Körper an der Hauswand vis à vis angebracht und macht auf "Enchant", das neue Parfum, das sie in einer sexy Pose bewirbt, aufmerksam. Aber in ihrem neuen Apartment kann sie nur mehr mit ihrem Hund spielen, denn die Aufträge bleiben aus. Die dritte Geschichte wiederum handelt von dem Auftragskiller El Chivo, ein ehemaliger Guerillero, der sich als Obdachloser tarnt und dennoch mit seinen sieben Hunden auf einem Haufen Kohle sitzt. Er hat eine Tochter, die ihn für tot hält, aber das will El Chivo nun ändern.
Alejandro González Iñárritu verknüpft in "Amores Perros" die Schicksale der drei unterschiedlichen Charaktere und ihres Umfelds mit Hilfe eines Hundes, des Rottweilers von Octavio, der nach dem Autounfall bei El Chivo landet und von ihm aufgepäppelt wird. Aber das Mitgefühl, das er dem Hund gegenüber zeigt, hat er nicht Menschen gegenüber. Dafür muss auch El Chivo bitter bezahlen. Iñárritu zeigt in allen seinen Filmen sehr viel Gespür für intelligente Unterhaltung und Spannung. Auch der Soundtrack zum Film ist hörenswert. "Porque también somos lo que hemos perdido", lässt Alejandro González Iñárritu seine Zuschauer am Ende des Films wissen: Weil wir auch das sind, was wir verloren haben. Ein Film wie ein Gebet.