Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/1606

© 2004 SMI
<email-pii>
Powered by Easy-Site ®

Reizdarm lässt sich lindern

Flohsamen, Pfefferminzöl und einige Krampflöser können helfen.
Manche haben Schmerzen und Krämpfe im Unterleib, andere Durchfall oder Verstopfung, oder auch Völlegefühl und Blähungen. Ein Reizdarmsyndrom kann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen. Obwohl die Darmerkrankung recht häufig ist, sind Behandlungen zur Linderung erst in den letzten Jahren besser erforscht worden. Daher hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun Forschungsarbeiten zum Reizdarmsyndrom ausgewertet und veröffentlicht.
Wie es zum Reizdarmsyndrom kommt, ist bisher nicht bekannt. Die Darmerkrankung tritt meist bei Menschen zwischen 35 und 50 Jahren auf. In dieser Altersgruppe sind etwa ein bis zwei von zehn Personen betroffen.
Ballaststoffe: Flohsamen statt Kleie
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht alle für das Reizdarmsyndrom angebotenen Therapien helfen. Es gibt jedoch Behandlungen, die einen Versuch wert sind. 'Mittel aus Flohsamen - einem löslichen Ballaststoff, der Wasser im Darm bindet - scheinen zum Beispiel nützlich zu sein'.In Studien linderten sie die Beschwerden bei etwa einer von zehn Personen. Ob jemand Kleie zu sich nahm oder nicht, machte hingegen keinen Unterschied. Kleie ist ein unlöslicher Ballaststoff, der kaum Wasser bindet.
Auch Pfefferminzöl könnte die Beschwerden verringern - zumindest kurzfristig. In Studien ließen die Beschwerden bei vier von zehn Personen nach, wenn sie mangensaftresistente Kapseln mit Pfefferminzöl einnahmen.
Krampflöser: Auf das Mittel kommt es an
Krampflösende Medikamente könnten Menschen mit Reizdarmsyndrom ebenfalls Erleichterung verschaffen. 'Allerdings kommt es auf den Krampflöser an'. 'Butylscopolamin (=Buscopan) ist ein Mittel, das die Beschwerden lindern könnte. Warum Mebeverin (Duspatalin) bei Reizdarmsyndrom verschrieben wird, lässt sich hingegen nicht aus den Studien ableiten. Für dieses Medikament ist nicht nachgewiesen, dass es hilft.'
zurück