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Hilfsorganisationen fordern globale Rettung
Die humanitären Kosten der wirtschaftlichen Folgen könnten schlimmer sein als das Virus selbst, da die Welt in eine tiefe und möglicherweise lang anhaltende Rezession stürzt. Im gesamten Süden der Welt wird das zu Krankheit und Hunger führen.
«Täglich könnten bis zu 12´000 Menschen an COVID-bedingtem Hunger sterben, das sind mehr als jene, die täglich an dem Virus selbst sterben», warnt Abby Maxman, Präsidentin von Oxfam, dem internationalen Verbund verschiedener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Aus diesem Grund bittet Oxfam die Weltgemeinschaft darum, das "Wirtschaftliche Rettungspaket für alle" anzunehmen. Es umfasst sechs Hauptmerkmale:
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Massive Barzuschüsse für alle, die sie brauchen: Der Plan verlangt kein universelles Grundeinkommen, hält aber fest, dass massive Subventionen nötig sein könnten, um die Armen vor dem Hunger zu bewahren, die Selbständigen über Wasser zu halten und vieles mehr.
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Ein verantwortungsbewusstes Rettungspaket für Unternehmen: Im Gegensatz zum finanziellen Rettungspaket von 2008, bei dem Großunternehmen für ihre Leichtfertigkeit belohnt wurden. Im jetzigen Rettungsplan sollen kleine Unternehmen Vorrang erhalten, die Mittel sollen in erster Linie zur Deckung der Lohn- und Gehaltskosten verwendet werden, und Unternehmen, die in der Gewinnung fossiler Brennstoffe tätig sind, sollen überhaupt nicht gerettet werden.
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Schuldenaufschub und -erlass: Nach 2008 waren die armen Länder gezwungen, strenge Sparmaßnahmen zu ergreifen, um ihren Zahlungen nachzukommen. Dies darf sich nicht wiederholen.
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Ausgabe von Sonderziehungsrechten (SZR): Der Internationale Währungsfonds schuf SZR als Mittel, um den Ländern mehr Spielraum zu geben, Geld für lebenswichtige öffentliche Dienstleistungen auszugeben. Sie sollten auch hier verwendet werden.
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Ein neues internationales Hilfspaket: Viele der ärmsten Länder benötigen dringend internationale Hilfe, um die gegenwärtige medizinische und wirtschaftliche Krise zu überwinden.
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Notfall-Vermögenssteuern: Um dies zu finanzieren, sollten neue Steuern auf Finanztransaktionen, Luxusgüter, übermäßige Unternehmensgewinne und Privatvermögen eingeführt werden.
Die Folgen der Nicht-Handlung werden äußerst gravierend sein. Die Vereinten Nationen haben im Juli ihren Bericht 2020 veröffentlicht, in dem sie den Stand der Lebensmittelsicherheit und Ernährung beschreiben und schätzen, dass mindestens 83 Millionen zusätzliche Menschen, möglicherweise sogar 132 Millionen weltweit, infolge der durch das Coronavirus verursachten Wirtschaftskrise hungern werden. Auch wird davon ausgegangen, dass es zum Teil zu einem Zusammenbruch von Handel und Versorgungswege kommt.
Die Zahl der hungernden Menschen in der Welt ist in den letzten fünf Jahren um etwa 60 Millionen gestiegen, und das Ziel der Vereinten Nationen, extreme Armut und Hunger bis 2030 zu beseitigen, scheint zunehmend unmöglich.
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