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Der Kanzler habe zu Beginn des Gesprächs die Äusserungen von Abbas erneut zurückgewiesen und verurteilt, teilte Lapids Büro am Donnerstag nach dem Gespräch mit. Scholz sei es demnach wichtig gewesen, dies persönlich und öffentlich klarzustellen. Lapid ist selbst Sohn eines Holocaust-Überlebenden.
Beide betonten nach israelischen Angaben die Bedeutung der Beziehungen zwischen Israel und Deutschland und vereinbarten, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen fortzusetzen. Zudem sei ein baldiges Treffen geplant. Nähere Angaben zu einem möglichen Zeitpunkt wurden nicht gemacht.
Abbas hatte Israel am Dienstag bei einem Besuch in Berlin vielfachen "Holocaust" an den Palästinensern vorgeworfen und damit Empörung ausgelöst. "Israel hat seit 1947 bis zum heutigen Tag 50 Massaker in 50 palästinensischen Orten begangen", sagte Abbas bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz und fügte hinzu: "50 Massaker, 50 Holocausts."
Der Kanzler erwiderte darauf in der Pressekonferenz nichts und distanzierte sich erst später deutlich von den Äusserungen. Dass Scholz der Aussage nicht sofort widersprach, wurde vielfach kritisiert.
(sda)