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Es wäre sehr wichtig, in diesem Beitrag von "sexualisierter Gewalt" und nicht von "sexueller Gewalt" zu schreiben. Es überrascht und enttäuscht mich etwas, das auf der Republik so undifferenziert zu lesen.
Nach unserem Sprachverständnis ist Vergewaltigung sexuelle Gewalt. Sexualisiert ist in diesem konkreten Fall verharmlosend.
Vielen Dank für die rasche Antwort. Auch mir geht es in keinem Fall um eine Verharmlosung - eher im Gegenteil um eine Präzisierung. Ich beziehe mich damit auf eine Begriffsdefinition aus der historischen Gewaltforschung, dabei geht es darum, dass Sexualität nicht per se an Gewalt gekoppelt ist, sondern - beispielsweise bei Vergewaltigungen - mit Mitteln der Sexualität ausgeübt wird. Dabei geht es um die Perspektive, dass sexualisierte Gewalt keine Form von Sexualität ist und als solche auch nicht wahrgenommen werden soll, sondern eben primär als eine Gewaltform.
Ich werfe Ihnen nicht vor, dass Sie diese Meinung vertreten; mein Kommentar kann schriftlich wohl auch etwas zu harsch daherkommen. Mir war und ist allerdings die Berücksichtigung der Debatte um den Begriff wichtig. Zu nennen wäre neben Stimmen aus der historischen Gewaltforschung (Bsp. Loetz) auch unbedingt Carolin Emcke.