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Basel, um 1750
Eichenholz
H. 298, B. 431 cm
Inv. 1903.316.
Ein Alkoven ist ein zumeist als Schlafnische dienender kleiner fensterloser Nebenraum, der durch eine grosse Wandöffnung mit dem Wohnraum verbunden ist. Diese aus der arabischen Wohnkultur stammende innenarchitektonische Einrichtung kam in der Mitte des 17. Jahrhunderts, wie der Name, über Spanien nach Europa, fand hauptsächlich in Frankreich Verbreitung und gehörte seit dem 18. Jahrhundert auch zur Innenausstattung zahlreicher Basler Bürgerhäuser. Die aus Eichenholz geschnitzte Alkovenboiserie im Louis-XV-Stil aus einem Haus der ehemaligen "Neuen Vorstadt" in Basel ist symmetrisch gegliedert: Die mit einem Vorhang versehene Mittelöffnung, hinter welcher das Schlafgemach verborgen liegt, wird von zwei zu Ankleide- und Toilettenkabinetten führenden Türen flankiert. Der reich profilierte, geschwungene Mittelteil mit geschnitzter Kartusche im Bogenscheitel sowie die geschweiften Füllungen der Seitenflächen und die oben verglasten, unten parkettierten Türchen sind charakteristische Merkmale des Rokoko.