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Am Sternenhimmel im Januar 2020
Obschon meteorologisch der Winter am 1.12.2019, astronomisch am 22.12.2019 begonnen hat, erfolgte der früheste Sonnenuntergang bereits am 11.12.2019 um 16:41 Uhr, der späteste Sonnenaufgang aber erst am 2.1.2020 um 8:14 Uhr.
Die Erde durchläuft auf ihrer Bahn um die Sonne am 5.1. um 8:47 Uhr den sonnennächsten Punkt, den sogenannten Perihel. Die Distanz zur Sonne beträgt nun lediglich 147.1 Millionen Kilometer, knapp 5 Millionen Kilometer weniger als am 4.7. wenn die Sonne in maximaler Distanz stehen wird. Die Sonner erscheint dadurch mehr als 3% grösser als im Sommer.
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 58m von 8h 35m auf 9h 33m zunimmt
Die Sonne durchläuft bis zum 20.1. das Sternbild des Schützen, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Steinbocks fortzusetzen.
Merkur entfernt sich den ganzen Monat über scheinbar von der Sonne weg und kann gegen Ende des Monats in der Abenddämmerung tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden.
Venus zeigt sich den ganzen Monat über immer länger als prächtiger Abendstern in den ersten Nachtstunden über dem südwestlichen Horizont.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 7.1. scheinbar das Sternbild der Waage, um danach lediglich bis zum 15.1. eine Ecke des Sternbildes des Skorpions zu durchqueren und danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Schlangenträgers fortzusetzen. Mars kann den ganzen Monat über immer früher vor dem Morgen über dem östlichen Horizont gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und bewegt sich dabei scheinbar von der Sonne weg. Jupiter kann gegen Monatsende in der Morgendämmerung tief über dem flachen östlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und bewegt sich dabei scheinbar an der Sonne vorbei, so dass er den ganzen Monat über nicht gesehen werden kann. Saturn steht am 13.1. in Konjunktion zur Sonne.
Der Lauf des Mondes:
Erstes Viertel am 3.1. um 5:45 Uhr
Vollmond am 10.1. um 20:20 Uhr
Letztes Viertel am 17.1. um 13:58 Uhr
Neumond am 24.1. um 22:42 Uhr
Am Abend des 10. Januar durchwandert der Vollmond den äusseren Schatten der Erde. Diese Halbschatten-Mondfinsternis ist ab 18:11 bis 22:12 Uhr leider praktisch fast nicht zu erkennen.
In den frühen Nachtstunden im Januar erstreckt sich die Milchstrasse vom Westhorizont über den Zenit bis an den Osthorizont. Sie umfasst damit die Bühne des gestirnten Himmels. Denn gegen Westen hin sind die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda, mitsamt der von blossem Auge sichtbaren Spiralgalaxie M31 zu sehen. Gegen Osten erhebt sich das prächtige Wintersechseck mit so schönen Sternbildern wie dem Orion und dem Stier. Und hier gibt es vieles zu entdecken. Zum Beispiel junge, eben erst entstandene Sterne, oder die Trümmerwolke eines alten und explodierten Sterns. Bereist von blossem Auge zeigen sich wunderschön die Plejaden und laden zu einem weitergehenden Ausflug in die Tiefen des Universums ein.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!