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Häufig gestellte Fragen zu Weihnachten
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- Wie alt war Maria, als sie schwanger wurde?
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- Wieso berichteten die Engel gerade den Hirten vom Christkind?
- Warum sind die Berichte in der Bibel über Jesus historisch glaubwürdig?
- Gibt es ausserbiblische geschichtliche Quellen, die von Jesus berichten?
- Seit wann feiern wir Weihnachten?
- Warum fällt Weihnachten auf den 25. Dezember?
- Was ist die Bedeutung des Wortes «Weihnachten»?
- Wieso schmücken wir den Weihnachtsbaum?
- Wieso machen wir zu Weihnachten Geschenke?
- Welche Texte eignen sich, um in der Familie am Weihnachtsfest zu lesen?
- Warum reden wir vom Samichlaus / Weihnachtsmann / St. Nikolaus?
- Wieso reden wir vom Christkind?
- Was hat das Christkind als Geschenk erhalten?
- Was ist nach Weihnachten mit dem Christkind passiert?
- Wo ist das Christkind heute?
- Warum sollte jemand glauben, dass der einzig wahre Gott gerade in Jesus von Nazareth zur Welt kam?
- Was ist das Besondere daran, dass Gott die Gestalt eines Menschen annahm?
- Warum sind viele Menschen an Weihnachten unglücklich?
Ist Weihnachten, wie es heute gefeiert wird, ein christliches Fest?
Ja, denn gefeiert wird die Geburt von Jesus Christus, wie sie die Bibel berichtet, im Städtchen Bethlehem (etwa 10 km südlich von Jerusalem). Laut der Bibel geschah dabei Sensationelles: Engel erschienen Hirten in der Nacht, Weise aus einem fernen Land suchten das Neugeborene und erkannten in diesem Baby namens Jesus den Held der Menschheit.
Feiern wir in diesem Jahr Weihnachten tatsächlich zum 2018. Mal?
Nein. Als man sich im 6. Jahrhundert unter Papst Johannes I. entschloss, die Zeitrechnung an der Geburt Jesu festzumachen, kam es leider beim Zurückrechnen zu einem Fehler. Es gilt heute als sicher, dass Jesus zwischen 4 und 7 Jahren vor dem Jahr 0 geboren wurde.
Wie ging das zu mit der Jungfrauengeburt?
In seinem Evangelium schreibt Matthäus, dass Maria ohne Geschlechtsverkehr schwanger wurde – Joseph war zu diesem Zeitpunkt mit ihr verlobt. Er wird nirgends als leiblicher Vater von Jesus bezeichnet, auch wenn dieser als Sohn Josephs erwähnt wird. Die Bibel berichtet von einem einmaligen Wunder: Maria wurde vom Heiligen Geist schwanger. Nur so konnte Jesus seinem späteren Anspruch gerecht werden, Gottes Sohn zu sein. Obwohl er nicht sein leiblicher Vater war, stand sein Pflegevater Joseph zu ihm. Jesus wuchs mit ihm und seiner leiblichen Mutter Maria auf. «Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, von einer Frau geboren…, damit wir seine Kinder würden», fasst der Apostel Paulus die Aussagen der Bibel zusammen.
Waren es drei Weise? Wo ist das Morgenland?
Die Gruppe von Weisen kam aus dem Osten (dem Land der aufgehenden Sonne, vielleicht Babylon) und brachte drei Geschenke für den neugeborenen König – Jesus – mit. Die Weisen werden auch Sterndeuter genannt (das griechische Wort 'Magos' bedeutet im orientalischen Sprachgebrauch 'Sterndeuter', 'Wissenschaftler'). Dass sie zu dritt unterwegs waren, wurde aus den drei Geschenken abgeleitet. Dass sie Kaspar, Melchior und Balthasar hiessen, ist eine spätere Tradition.
Wieso berichteten die Engel gerade den Hirten vom Christkind?
Hirten waren Aussenseiter der Gesellschaft. Da sie jeden Tag mit kranken Tieren und öfters mit Kadavern in Kontakt kamen, wurden sie von der Bevölkerung gemieden. Gerade an ihnen wollte Gott ein Zeichen setzen: Auch die Outsider haben das Recht, von dieser guten Nachricht zu hören. Sie erhielten zuerst Kunde von der Geburt – und fanden das Neugeborene in einer Futterkrippe für Tiere.
Warum sind die Berichte in der Bibel über Jesus historisch glaubwürdig? Sie wurden doch von eher einfachen Männern geschrieben.
Zunächst muss festgehalten werden, dass es unter den Schreibern der Evangelien auch einen Mann wie Lukas gab, der als Arzt durchaus sehr gebildet war. Gerade von ihm stammen ja die ausführlichsten Berichte über die Geburt von Jesus. Und warum sollte ein Bericht unglaubwürdig sein, nur weil der Schreiber keine besondere Schulbildung hatte? Zudem wird die Glaubwürdigkeit der Bibel heute durch etliche archäologische Funde und historische Erkenntnisse unterstrichen.
Gibt es ausserbiblische geschichtliche Quellen, die von Jesus berichten?
Konkret zur Geburt von Jesus nicht. Doch dass Jesus gelebt und gewirkt hat, dass seine Jünger auch nach seinem Tod noch an ihn glaubten und behaupteten, er sei auferstanden, wird auch von antiken Schriftstellern wie Cornelius Tacitus, Flavius Josephus und anderen bestätigt.
Seit wann feiern wir Weihnachten?
Für die ersten Christen war Ostern die wichtigste Festzeit, der Auferstehungstag von Jesus das bedeutendste Ereignis. Bis ins 4. Jahrhundert gehörte Weihnachten nicht zum christlichen Festkalender. Man vermutete, dass Jesus zu einer anderen Jahreszeit geboren wurde, da im jüdischen Land die Hirten nur von März bis November mit ihren Herden im Freien übernachteten. Nachdem Kaiser Konstantin (gest. 337) das Christentum befürwortet hatte, breitete sich die Feier des Weihnachtsfestes, von Rom gefördert, aus.
Warum fällt Weihnachten auf den 25. Dezember?
Mit dem Datum des 25. Dezembers konnte das römische Fest der Wintersonnenwende ersetzt werden. Die Römer hatten an diesem Tag den «Geburtstag der unbesiegten Sonne» gefeiert. Kaiser Konstantin hielt die Bürger an, nicht mehr die Sonne anzubeten, sondern Christus, der sich selbst als «das Licht der Welt» bezeichnete.
Was ist die Bedeutung des Wortes «Weihnachten»?
Der Name hat einen alten Ursprung und bedeutet: «die geweihten Nächte um die Wintersonnenwende». Der 21. Dezember ist auf der Nordhalbkugel der Erde der kürzeste Tag, ab diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger. Die Wintersonnenwende war nicht nur in Europa ein wichtiges Fest, sondern auch in anderen antiken Kulturen.
Wieso schmücken wir den Weihnachtsbaum?
Einst war der mit Lichtern geschmückte Nadelbaum ein heidnisches Symbol, mit welchem im Norden Europas die nach der Sonnwende wiederkehrende Sonne begrüsst wurde. Der christliche Brauch des Weihnachtsbaumes könnte aus dem Elsass stammen. Ein Protokoll aus dem Jahr 1597, ausgefertigt im Städtchen Türckheim, listet Ausgaben für Christbaumschmuck auf und nennt Lebkuchen, Äpfel, bunte Fäden, Zuckerzeug und Papierblumen als Schmuck am Tannenbaum. Die Strohsterne erinnern an Christus als den Morgenstern (Offenbarung, Kapitel 22, Vers 16), den Stern der drei Weisen und das Stroh der Krippe zu Bethlehem. In der Schweiz hielt der Weihnachtsbaum erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts Einzug.
Wieso machen wir zu Weihnachten Geschenke?
Weihnachten ist ein Fest der Freude. Zuerst Freude darüber, dass Jesus geboren wurde, der Erlöser der Menschen. Gott selbst wurde Mensch, sagte Ja zum Menschsein. Als Echo auf dieses Geschenk haben Menschen begonnen, andere zu beschenken. Wenn heute mit Weihnachten Geschäfte gemacht und Millionen verdient werden, droht die Betriebsamkeit den Blick auf das Wesentliche zu verstellen: dass Gott uns alle beschenkt hat.
Welche Texte eignen sich, um in der Familie am Weihnachtsfest zu lesen?
Unzählige Weihnachtsgeschichten umkreisen das lichtvolle Geheimnis des Festes. Die eigentliche Geschichte von Weihnachten steht im Neuen Testament und wartet jedes Jahr darauf, vorgelesen zu werden. Die Evangelisten Matthäus und Lukas in der Bibel erzählen je verschiedene Teile des Geschehens.
Ankündigung der Geburt von Jesus:
Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 26-38 (Vorlesezeit 2-3 Minuten)
Weihnachten: Die Reise nach Bethlehem, die Geburt, die Engel und die Hirten:
Lukasevangelium, Kapitel 2, Verse 1-20 (Vorlesezeit 3-4 Minuten)
Weihnachten: Die schwangere Verlobte Maria, die Geburt, der Besuch der Weisen:
Matthäusevangelium, Kapitel 1, Vers 18 bis Kapitel 2, Vers 12 (Vorlesezeit 3-4 Minuten)
Warum reden wir vom Samichlaus / Weihnachtsmann / St. Nikolaus?
Im 4. Jahrhundert soll ein Nikolaus Leiter der christlichen Gemeinde von Myra (heute Südtürkei) gewesen sein. Von ihm erzählte man, er habe sich selbstlos um Arme gekümmert und die Kinder geliebt. Nikolaus wurde Schutzheiliger zahlreicher Berufsgruppen. Sein Namenstag im kirchlichen Kalender ist der 6. Dezember. Martin Luther verlegte 1535 die Bescherung auf Weihnachten, aber nun brachte der «heilige Christ» die Gaben.
Der Weihnachtsmann ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts; er weist Kennzeichen von Nikolaus (roter Bischofsmantel, aber ohne Bischofsmütze und Stab) und von «Knecht Ruprecht» (Gabensack und Pelzmütze, aber ohne Rute und Kette) auf.
Wieso reden wir vom Christkind?
Maria und Josef gaben dem Kind den Namen Jesus. Sein Ehrentitel ist Christus. Das griechische Wort «christos» entspricht dem hebräischen «maschiach», Messias = der Gesalbte, der von Gott zu Heilstaten Bevollmächtigte. Petrus, einer der ersten Anhänger von Jesus, rief in einem Gespräch aus: «Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!»
Was hat das Christkind als Geschenk erhalten?
Die Sterndeuter aus dem Osten brachten Geschenke mit, die man normalerweise einem König übergab: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Weihrauch ist ein durchsichtiges Harz. Auf Feuer gelegt, verbrennt es langsam und mit knisternder Flamme infolge seines hohen Gehaltes an ätherischen Ölen und verbreitet dabei einen angenehmen Duft. Myrrhe ist das wohlriechende Harz des Balsamodendron.
Was ist nach Weihnachten mit dem Christkind passiert?
Da der Jerusalemer König Herodes seine Nachfolge selbst bestimmen wollte, liess er alle Neugeborenen im Raum Bethlehem töten, nachdem ihm die Weisen die Kunde vom neugeborenen König zugetragen hatten. Jesus entging dem Schwert, weil Josef und Maria nach Ägypten flüchteten. Jahre später kehrte die Familie in die Heimat zurück. Jesus wuchs in Nazareth auf (Luftlinie etwa 100 km nördlich von Bethlehem). Die meisten Bibelforscher gehen davon aus, dass seine Mutter Maria noch weitere Kinder gebar. Mehrere biblische (s. Markus Kapitel 6, Vers 3) und ausserbiblische Zeugnisse deuten darauf hin, dass Jesus vier Brüder und möglicherweise auch mehrere Schwestern hatten. Diese Angaben sind jedoch umstritten. Josef war Zimmermann, also lernte Jesus diesen Beruf wohl auch.
Wo ist das Christkind heute?
Jesus wirkte ums Jahr 30 mehrere Jahre als Wanderprediger und Heiler in seiner Heimat und Judäa, was ihm die Gegnerschaft der Mächtigen einbrachte, die ihn töten liessen. Am dritten Tag nach seiner Hinrichtung am Kreuz wurde er von Gott auferweckt, sein Leib verwandelt. In den folgenden sechs Wochen wurde er noch von einigen hundert Menschen gesehen. Einige davon waren auch Augenzeugen, wie Jesus in den Himmel aufgenommen wurde. Dort lebt er bis zum heutigen Tag. Christen verehren ihn als Herrn der Herren und König der Könige und erwarten seine sichtbare Wiederkunft auf der Erde, um das Reich Gottes zu vollenden.
Warum sollte jemand glauben, dass der einzig wahre Gott gerade in Jesus von Nazareth zur Welt kam und nicht in Gestalt eines Buddha oder Dalai Lama?
Jesus selbst wurde einmal gefragt, woran man denn erkennen könne, dass seine Worte nicht seinen eigenen Ideen entsprängen, sondern wirklich von Gott seien. Er antwortete darauf mit einer ganz konkreten Einladung: Wer sich auf seine Worte einlasse, würde erleben, dass sie nicht von einem Menschen, sondern von Gott selbst stammen. Es gibt in der Tat keinen neutralen Glaubwürdigkeitstest und keine Möglichkeit, die Gottheit Jesu und die Zuverlässigkeit der Bibel als unbeteiligter Dritter zu überprüfen. Aber jeder kann für sich selbst den Test machen, indem er sich auf Jesus einlässt.
Gott hätte es wirklich nicht nötig gehabt, seinen eigenen Sohn als Mensch auf diese Welt zu schicken und ihm hier die ganze Schuld der Menschen aufzuladen! Gott tut dies aus Liebe zu uns. Er hat nach einem Weg gesucht, zugleich seiner Gerechtigkeit und seiner Liebe Ausdruck geben zu können. Das Kreuz, an dem Jesus für uns starb, steht für beides. Hier wird deutlich, dass Gott nicht «fünf gerade sein lassen» kann. Aber auch seine Liebe wird in ihrer ganzen Tiefe sichtbar.
Warum sind viele Menschen an Weihnachten unglücklich?
Wenn andere miteinander feiern können, schmerzt das Alleinsein. Zerbrochene Beziehungen tun weh in diesen Tagen, wo Harmonie zelebriert werden soll. Manche Menschen erleben alles andere als Harmonie und Freude und nehmen sich vor, es «nächstes Jahr» besser zu machen. Diese Vorsätze können enormen Druck bewirken und sind mitverantwortlich dafür, dass es an Weihnachten oft Streit gibt.
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Datum: 21.12.2018
Autor: Thomas Gerber
Quelle: Jesus.ch