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Sylviane Berthod tritt zurück
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Sie wäre gerne weiter gefahren. Aber der Rücken machte nicht mehr mit und die Resultate sprachen dagegen: Einen Monat nach ihrem 31. Geburtstag hat Sylviane Berthod im Olympischen Museum in Lausanne ihren Rücktritt bekannt gegeben.
Der Entscheid zum Rücktritt ist ihr indes nicht leicht gefallen. "Bis zuletzt habe ich an eine Weiterführung meiner Karriere geglaubt", erklärte sie. Doch die Resultate der vergangenen Saison entsprachen weder ihren Vorstellungen noch den Zielsetzungen des Trainerstabes. Sylviane Berthod wurde von Swiss Ski ausgemustert. "Dieser Rückschritt war neben meinen gesundheitlichen Problemen das zweite Argument, welches mich zum Rücktritt bewogen hat."
Sylviane Berthod wird im Herbst 2009 die Ausbildung zur Rettungssanitäterin antreten wird und vorher ein Praktikum absolvieren.
Die Weltcupkarriere von Sylviane Berthod begann im Januar 1996 in Garmisch-Partenkirchen. Bereits zwei Monate später fuhr die zweifache Juniorenweltmeisterin im Super-G in Kvitfjell/Hafjell unter die Top-20. Knapp ein Jahr nach ihrem Debüt stand die damals 22- jährige als zweite im Super-G von Cortina D`Ampezzo zum ersten Mal auf dem Weltcup-Podest.
Sylviane wurde in der Folge zu regelmässigen Top-10-Fahrerin und zu einer wichtigen Stütze im Schweizer Frauen-Team. Sie erreichte bei 182 Weltcupstarts sechs Podestplätze, den letzten im Dezember 2005 als Zweite der Abfahrt von Lake Louise. Ihren einzigen Sieg feierte Sylviane Berthod im Heimrennen in St. Moritz von 2001: "Dies ist eine der schönsten Erinnerungen die ich mitnehme. Ein Sieg ist schon etwas besonderes, aber dann noch in der Abfahrt und erst noch daheim, ist einmalig." Es war auch so etwas wie eine Versöhnung mit der Engadiner Piste. Denn zwei Jahre vor dem Sieg hatte sich Sylviane dort das Kreuzband gerissen - ohne zu stürzen.
Willensstärke als Grundlage ihrer Karriere
Für Hugues Ansermoz, Cheftrainer der Schweizer Frauen, tritt mit Sylviane Berthod ein zentrales Teammitglied und eine grossartige Sportlerin zurück: "Sylviane war im Team diejenige mit der grössten Erfahrung. Nicht viele Athletinnen schaffen es in unserem Sport, über so lange Zeit der Weltspitze anzugehören. Ein Grundstein für ihre lange Karriere war sicherlich ihr unglaublicher Wille, mit dem sie ihre sportlichen Ziele in Angriff nahm. Ich bin mir sicher, dass sie mit dieser Charaktereigenschaft auch ihre Zukunft abseits der Rennpiste mit Bravour meistern wird."