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1991 führt die Schweiz das sogenannte «Drei-Kreise-Modell» ein. Dieses ist eine Antwort auf die veränderte Zusammensetzung der Zuwanderer und spiegelt den Wunsch, sich an die Europäische Gemeinschaft anzunähern, ohne ein direktes Mitglied zu werden.
Das Drei-Kreise-Modell bedeutet, dass Zuwanderer je nach ihrem Herkunftsland in einen von drei Kreisen eingeteilt werden, und damit verschiedene Einreise- und Aufenthaltsrechte bekommen:
1. Der innere Kreis: Dieser bezieht sich auf Menschen aus der Europäischen Gemein¬schaft (EG) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA). Schweizer Unternehmen sollen Menschen aus diesem Kreis anstellen, sie erhalten eher eine Arbeitsbewilligung.
2. Der mittlere Kreis: Dieser umfasst Länder wie Kanada oder die USA, die ähnlich wie die Schweiz funktionieren, die gute Handelbeziehungen mit der Schweiz pflegen oder die traditionelle Herkunftsländer für Arbeitsmigranten sind wie das ehemalige Jugoslawien.
3. Der äusserste Kreis: Dieser bezieht sich auf alle anderen Staaten, die nicht in den zweiten Kreis aufgenommen werden.
Dieses Modell schafft es, zwei Seiten zu beruhigen: die Unternehmen, welche ausländische Arbeitskräfte benötigen, und jene Parteien, die Angst vor einer «Überfremdung» haben. Gleichzeitig gelingt es dem Bundesrat mit dieser neuen Migrationspolitik, die Annäherung an die Europäische Gemeinschaft nicht in Gefahr zu bringen.