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Der Einsatz von Medikamenten ist dann sinnvoll, wenn die Schwellungstendenz im Verlaufe des Tages sehr gross ist und stört, oder die unten genannten Symptome bestehen.
Wenn die dynamische Schwellungstendenz im Vordergrund der Beschwerden steht, können wassertreibende Mittel (Diuretika) in Einzelfällen helfen. Sie führen zu einem messbaren Gewichtsverlust durch Ausschwemmung des überflüssigen Wassers, was im Körpergewebe eingelagert wurde. Allerdings sollten Diuretika nicht langfristig eingenommen werden.
Bei Beschwerden wie Druck- und Berührungsempfindlichkeit des Gewebes können sogenannte Venentherapeutika gute Dienste leisten, die fast alle auf pflanzlicher Basis bestehen (Phytotherapeutika). Ihre Grundsubstanzen werden aus der Rosskastanie, dem roten Weinlaub, aus Steinklee, Mäusedorn und anderen Pflanzen gewonnen.
Kein Medikament kann die generelle Schwellungstendenz des Lipödems verringern oder gar heilen. Medikamente können helfen, die Beschwerden zu lindern oder die Schwellung zu verringern, eine nachhaltige Verbesserung des Lipödems ist dadurch aber leider nicht erreichbar. Medikamente werden üblicherweise von der Krankenkasse übernommen.