Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/2037

||Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschliessend diese Markierung.

Antiarrhythmikum ist ein Oberbegriff für Arzneistoffe, die zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Traditionell werden Antiarrhythmika nach ihren elektrophysiologischen Wirkungsmechanismen in vier Klassen (I bis IV nach Vaughan/Williams) eingeteilt.
Vaughan/Williams-Klassifikation
1970 veröffentlichten E.M. Vaughan und D.M. Williams eine noch heute verwendete Klassifikation der Antiarrhythmika:
- Klasse I (Natriumkanalblocker)
- Klasse Ia (mit Verlängerung des Aktionspotentials), u. a. Chinidin, Procainamid, Disopyramid und Ajmalin,
- Klasse Ib (mit Verkürzung des Aktionspotentials), u. a. Lidocain, Mexiletin und Phenytoin,
- Klasse Ic (ohne Wirkung auf die Dauer des Aktionspotenzials), u. a. Flecainid und Propafenon,
- Klasse II (Betablocker), u. a. Metoprolol, Bisoprolol und Nebivolol,
- Klasse III (Kaliumkanalblocker), u. a. Amiodaron, Sotalol und die in Deutschland nicht zugelassenen Dofetilid, Dronedaron und Bretylium,
- Klasse IV (Calciumkanalblocker), u. a. Verapamil und Diltiazem.
Der Nutzen dieser Klassifikation ist seither vielfach in Frage gestellt worden, weil einige Antiarrhythmika Eigenschaften mehrerer Klassen aufweisen und andere, insbesondere neue Substanzen nicht in das Schema passen. Amiodaron und Dronedaron beispielsweise verfügen über Eigenschaften aller vier Klassen. Für Substanzen, die in die Klassen I bis IV nicht eingruppiert werden konnten, wurde später von einigen Autoren die
für Digitalispräparate, Adenosin und Andere hinzugefügt.

||Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort eingesehen werden (Autorenliste). Der Artikel steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation.
Unsere Website dient einzig Informationszwecken. Sie ersetzt keinesfalls die persönliche Untersuchung, Beratung und Behandlung durch Fachkräfte. Bitte beachten Sie auch unsere Rechtlichen Nutzungsbedingungen.