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Schützen Sie ihn nicht, indem Sie Ausreden erfinden! Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Alkoholabhängige nur funktionieren, weil die sogenannten Co-Alkoholiker - Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen - ihnen helfen, die Folgen der Krankheit zu vertuschen.
Diese Co-Alkoholiker räumen leere Flaschen weg, die der Alkoholiker liegen gelassen hat. Sie stehen für ihn mit fadenscheinigen Begründungen gerade, wenn er sich verspätet oder etwas vergisst. Die Co-Alkoholiker wollen verhindern, dass der Alkoholkranke in Schwierigkeiten gerät.
Ein Lebensproblem mag bei vielen der Auslöser für den Griff zur Flasche sein. Aber: Der Langzeitabhängige trinkt längst nicht nur, weil er im Geschäft oder zu Hause Probleme hat, sondern er hat Probleme, weil er trinkt. Alkoholismus ist eine Krankheit, die man nicht heilt, indem man sie verschweigt und vertuscht.
Wenden Sie sich besser an eine Suchtberatungsstelle. Diese hilft nicht nur Betroffenen, sondern auch deren Angehörigen. Man muss dem Kranken klar machen, dass man bereit ist, ihm zu helfen, vom Alkohol loszukommen, dass er jedoch selber für seine faulen Ausreden und seine leeren Flaschen zuständig ist. Dies ist ein langer und mühseliger Prozess, für den Betroffene Hilfe von aussen benötigen.