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77 Euro – soviel beträgt die monatliche Rente für Senioren in Rumänien. Davon müssen sie sich Lebensmittel, Kleider und Medizin kaufen und für Heiz- und Wasserkosten aufkommen. Wie das funktionieren soll? Tut es nicht! Rentner in ländlichen Gebieten Rumäniens sind dringend auf Hilfe angewiesen. Ihre Kinder oder Verwandten wenden sich nicht selten ab, weil sie selber in Geldnot sind oder weil sie in wirtschaftlich erfolgreichere Gebiete ziehen, wie in die Hauptstadt Bukarest. Die Rentner verarmen oder sind zu schwach, um im Wald Brennholz zu sammeln und werden von den eisig kalten Wintern lebensgefährlich bedroht.
Wir von SILOAH finden: Ältere Menschen in Not sollten niemals in Vergessenheit geraten. Deshalb unterstützen wir ein Obdachlosenheim in Gheorgheni, einer ländlichen Stadt in der Region Siebenbürgen. Für rund 20 bedürftige Senioren wird dort ein warmer Zufluchtsort und Nahrung gesichert. Weitere Rentner werden monatlich mit einer Patenschaft unterstützt, was sie vor dem Verarmen und der Obdachlosigkeit schützt.
Ein Rentner, der vom Obdachlosenheim profitieren kann ist Imre Baricz. Er wurde am 14. Dezember 1942 geboren und wuchs in grosser Armut unter der kommunistischen Herrschaft Rumäniens auf. Als diese 1990 gestürzt wurde, ging es ihm, anders als erhofft, nicht im Geringsten besser. Die Regierung war fortan zu sehr beschäftigt mit dem Aufbau einer Marktwirtschaft, sodass Menschen, die in Armut und Not lebten, keine Priorität darstellten.
Imre Baricz litt besonders schwer. Er hatte kein Geld, keine Verwandten mehr und kämpfte zusätzlich mit seiner psychischen Behinderung. Das einzige was er hatte, war ein kleines klappriges Haus, das er bis heute sein Zuhause nennen darf. Bis in ein stolzes Alter von 74 Jahren hat er es zusammen mit SILOAH Mitarbeitern vor Ort geschafft, sich dort mehr oder weniger selber versorgen zu können. Doch im Herbst 2015 wurde er krank und zu schwach, um alleine überleben zu können.
Imre zog ins Obdachlosenzentrum, wo es ihm sofort viel besser ging. Er bekam zu essen, ein warmer Schlafplatz, konnte sich gut erholen und gesund werden. Dort bleiben möchte Imre jedoch lieber nicht, dafür vermisse er sein Zuhause viel zu sehr, vor allem seine Bücher! Imre hat nämlich ein ganzes Zimmer mit zahlreichen Büchern ausgestattet, wovon er jedes einzelne liebt und pflegt, wie ein eigenes Kind.
Leider kann SILOAH nicht verantworten, dass Imre wieder zurück nach Hause zieht, denn sein Haus ist stark einsturzgefährdet. Eine Patenschaft würde ihm und dem Obdachlosenheim den Alltag aber deutlich erleichtern. Gerne würden wir von SILOAH so vielen Senioren aus dem Heim wie möglich eine Patenschaft vermitteln, doch dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Übernehmen Sie noch heute die Patenschaft für Imre oder einen anderen Senioren und gewähren Sie ihnen einen würdevollen Rest ihres Lebens! Helfen Sie einem Senioren aus Gheorgheni und fühlen Sie die unglaublich starke Dankbarkeit selbst!
Übrigens: Wie wird SILOAH eigentlich auf Rentner in Not aufmerksam? Darum kümmert sich die Geschäftsführerin Terez persönlich. Im Winter fährt sie in abgelegene Dörfer und sucht nach verwitterten Häusern, wie Imre in einem lebte. Hat sie eines gefunden, schaut sie kurz über den Zaun und prüft, ob im Schnee Fussspuren zu sehen sind, die vom Haus zum Brennholzlager im Garten führen. Wenn keine Fussspuren im Schnee sind, wohnt dort meistens ein Senior oder eine Seniorin, die zu schwach ist, um selber Holz zu holen und folglich auch um sich selber zu versorgen. Terez spricht mit diesen Menschen und hofft, sie mit nach Gheorgheni ins Obdachlosenheim nehmen zu können.
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