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Bei der vorletzten Zielpassage bot sich ein Bild, das an die Stärkeverhältnisse vor ein paar Jahren erinnerte. Cologna nahm die Schlussrunde in einer Fünfergruppe im Rücken von Alexander Bolschunow und Johannes Hösflot Klaebo in Angriff. Der in Davos sesshaft gewordene Routinier hatte einiges investiert, um sich in diese Ausgangslage zu bringen. Als Bolschunow dann voll aufs Tempo drückte, war es um Cologna geschehen. Er hatte auch bei kompakten, schnellen Verhältnissen keine Chance, im Windschatten mitzuhalten.
Cologna wurde vom Feld der Verfolger geschluckt und büsste auf der Schlussrunde 40 Sekunden ein. Auch Jonas Baumann (13.) zog am Team-Leader vorbei, Beda Klee (16.) folgte unmittelbar hinter Cologna.
Im Gesamtklassement der Tour de Ski behauptete Klaebo die Leader-Position problemlos. Der sprintstarke Norweger nahm in der letzten Abfahrt Bolschunow noch ein paar Sekunden ab führt 45 Sekunden Landsmann Paal Golberg und 47 Sekunden vor dem Russen. Die Tour de Ski in dieser Saison ist mit zwei Sprints und drei Massenstartrennen bei sechs Etappen auf die Sprinter zugeschnitten. Klaebo dürfte der zweite Gesamtsieg kaum zu nehmen sein.
Cologna liegt mit 2:58 Minuten Rückstand als bester Schweizer im 15. Rang. Der Bündner hegt aber bei seiner Tour-de-Ski-Dernière keine Ambitionen im Gesamtklassement, sondern er will seinen Formstand an ausgewählten Etappen testen. Im Sprint am Neujahrstag dürfte er defensiv ans Werk gehen.
Diggins wieder in Gelb
Die Titelverteidigerin Jessie Diggins eroberte in der 3. Etappe das Gelbe Trikot zurück. Die Amerikanerin gewann das Massenstart-Rennen über 10 km Skating.
Aus Schweizer Sicht überzeugte die junge Nadja Kälin. Die 20-jährige Bündnerin lief bei ihrem ersten Massenstart-Rennen auf Weltcupstufe mit einem Rückstand von 40 Sekunden in den 19. Rang. Lydia Hiernickel klassierte sich als 29. ebenfalls in den Punkterängen. Nadine Fähndrich (34.) hingegen zog einen schwächeren Tag ein. Am Neujahrstag will sie im Sprint wieder vorne mitlaufen.
Das Tour-de-Ski-Klassement der Frauen verspricht mehr Spannung als jenes der Männer. Die Top 4 liegen innerhalb von 21 Sekunden. Auch die im 7. Rang klassierte Schwedin Frida Karlsson dürfte ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden, sofern sie das Etappenrennen fortsetzt.