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Seoul - Im Konflikt um die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes hat Nordkorea all seine Beziehungen zu Südkorea abgebrochen. Zudem gab es Berichte, wonach die nordkoreanischen Streitkräfte in Kampfbereitschaft versetzt worden seien.
Nordkorea kündigte an, alle Beziehungen zu Südkorea abzubrechen. Alle Kommunikationsverbindungen würden abgebrochen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Alle südkoreanischen Mitarbeiter des gemeinsam betriebenen Industriekomplexes Kaesong in Nordkorea würden ausgewiesen.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit dem Sinken des südkoreanischen Kriegsschiffes "Cheonan" nach einem mutmasslichen Beschuss durch Nordkorea angespannt.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il habe vergangene Woche den Befehl zur Kampfbereitschaft erteilt. Dies berichtete die in Seoul ansässige Gruppe Solidarität Nordkoreanischer Intellektueller (NKIS) unter Berufung auf Informanten in Nordkorea.
Damit habe Kim auf einen Untersuchungsbericht in Südkorea reagiert, wonach die Korvette "Cheonan" Ende März bei einem Torpedoangriff durch Nordkorea versenkt wurde.
Kim wolle keinen Krieg. Sollte Südkorea aber weiter in die nordkoreanische Gewässer vor der Westküste der Halbinsel eindringen, müsse es mit militärischen Aktionen rechnen, teilte die Regierung in Pjöngjang weiter mit.
Unterdessen nahm das südkoreanische Militär wie angekündigt nach sechsjähriger Unterbrechung wieder anti-nordkoreanische Propagandasendungen auf. Das Radioprogramm mit Nachrichten und westlicher Musik wird unter dem Titel "Stimme der Freiheit" ausgestrahlt.
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