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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00304 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 1 3. November 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war zuletzt vom Juni 2015 bis Oktober 201 8 als Architekturz eichnerin tätig ( Urk. 7/20, Urk. 7/30 ). Unter Hinweis auf Rücken, Schulter- und Nackenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten seit einem Unfall vom 2 6. November 2017 meldete sie sich am 2 4. April 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /10 Ziff. 6 ). Die Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Suva bei ( Urk. 7/12) und gewährte der Versicherten mit Mitteilung vom 1 8. Juli 2018 ( Urk. 7/18) ein internes Job Coaching zum Erhalt ihres derzeitigen Arbeitsplatzes, welche s mit Mitteilung vom 9. Oktober 2018 abgeschlossen wurde ( Urk. 7/31). Die IV-Stelle holte insbeson dere bei der Suva und dem Krankentaggeldversicherer weitere Akten ein ( Urk. 7/41, Urk. 7/45, Urk. 7/48) und stellte mit Vorbescheid vom 2 1. Februar 2019 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 7/50). Nach Ablauf der Ein wand frist gegen den Vorbescheid ersuchten die behandelnden Ärzte der Y.___ die IV-Stelle mit Bericht vom 2 8. März 2019 um eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund einer Verschlechterung des Gesund heitszustands der Versicherten ( Urk. 7/54). Mit Verfügung vom 3. April 2019 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 7/57). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/61, Urk. 7/69), in welchem die Versicherte einen weiteren Arztbericht zu den Akten reichte ( Urk. 7/68) und weitere Akten der Krankentaggeldversicherung eingingen ( Urk. 7/70-71), trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 3. März 2020 auf das neue Leistungsbegehren vom 2 8. März 2018 nicht ein ( Urk. 7/74 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 1 3. Mai 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei auf das Leistungsbegehren einzutreten. Eventuell sei ein medizinisches Gutachten anzu ordnen, welches die psychiatrischen Diagnosen und das Vorliegen einer Ver schlechterung des Gesundheitszustands beurteile. Subeventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung des Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die IV-Stelle zurückzu weisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad s eit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Ver waltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/ Mosimann /Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, Mosimann, N 20 zu Art. 17 ATSG). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass gemäss der Stellungnahme des Regional en Ärztlichen Dienstes keine Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sei (S. 1). Es könne weder eine mittelgradige noch eine schwere depres sive Sympto matik erkannt werden. Ferner sei die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung n icht gemäss den ICD-10-Kriterien hergeleitet worden und sei daher nicht plausibel nachvollziehbar. Somit könne keine Veränderung respektive Ver schlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2020 schlüssig und nachvollziehbar eine aktuell mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) diagnostiziert habe. Eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit 2018 sei damit zumindest glaubhaft gemacht, weshalb auf das erneute Leistungsgesuch vom 1. April 2019 einzutreten sei (S. 4 Ziff. 2). Insbesondere aufgrund der vorliegend übereinstimmenden Diagnostik durch verschiedene vonei nander unabhängige Spezialärzte bestünden erhebliche Zweifel an der Einschätzung durch die RAD Ärztin. Werde nicht ohnehin auf den Bericht des behandelnden Psychiaters abges tellt, sei zwingen d ein neutrales Gutachten einzuholen (S. 5 Ziff. 3.1). Wenn bereits im Jahr 2018 eine Depression sowie eine Persönlichkeitsstörung, welche die Depression verursacht habe, vorhanden gewesen sei en, müsse die erste Ver fügung der Beschwerdegegnerin vom 3. April 2019 revidiert oder in Wiederer wägung gezogen werden und unter den neuen Gesichtspunkten beurteilt werden (S. 6 Ziff. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung zu Recht nicht eingetreten ist. Prozessthema ist, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand seit der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57 ) wesentlich verschlech tert hat. 3. 3.1 Beim Erlass der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) lagen im Wesentlichen die nachfo lgenden medizinischen Berichte vor : 3.2 Die Ärzte des Spitals Z.___ nannten im Notfallbericht vom 1. Dezember 2017 über die Behandlung vom 2 6. November 2017 ( Urk. 7/12/21-22) die folgenden Diagnosen (S. 1) : - Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) Grad II vom 2 6. November 2017 - Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 2 6. November 2017 3.3 Im Bericht der Ärzte der Rehaklinik A.___ vom 2 5. Mai 2018 über das ambu lante Assessment vom 2 2. Mai 2018 ( Urk. 7/12/167-174) wurden die folgenden Diagnosen genannt (S. 1): - HWS-Distorsion Grad II nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - LWS-Kontusion nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - Röntgen der HWS/ Dens axis vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar, Dens axis nicht überlagerungsfrei darstellbar - Röntgen der LWS inklusive thoraco -lumbaler Ü ber gang vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar - CT der HWS vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar Aus medizinisch-diagnostischer Sicht sei bei guter Kooperation und Leistungsbe reitschaft mit einem intensiven trainingsorientierten Reha bilitations programm eine Verbesserung der Beschwerden und der arbeitsbezogenen Belastbarkeit zu erreichen (S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 3 0. Juli 2018 über die Untersuchung vom 2 7. Juli 2018 ( Urk. 7/41/201-202) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Heckauffahrkollision am 2 6. November 201 7 - episodische Migräne - cervikospondylogenes Schmerzsyndrom - stark reduzierte Belastbarkeit - Verdacht auf depressive Entwicklung mit Schlafstörung Die Beschwerdeführerin leide seit dem Unfall vom 2 6. November 2017 unter einer episodischen Migräne mit immer wieder exzessiven Attacken. Für eine struktu relle Läsion im Bereich des Zentralnervensystems oder peripher würden sich anamnestisch und klinisch keine Hinweise ergeben. Die Migräne sei zwar schon früher aufgetreten, seit Juni 2017 sei die Beschwerdeführerin jedoch beschwer defrei gewesen, sodass das Rezidiv eine direkte Unfallfolge sei. Ebenfalls seit dem Unfall leide die Beschwerdeführerin unter hartnäckigen Schulter-Nacken schmerzen rechts (sehr wahrscheinlich cervikospondylogen bedingt) und unter einer stark reduzierten Belastbarkeit mit einer Ein- und Durchschlafstörung, durchwegs direkte Unfallfolgen. Bezüglich der stark reduzierten Belastbarkeit müsse die Belastungsgrenze respektiert werden, was vorderhand eine Arbeitsun fähigkeit von mindestens 50 % bedeute, mittel- bis langfristig könne aber mit einer langsamen Besserung gerechnet werden (S. 1). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom 1 9. Oktober 2018 ( Urk. 7/33) die folgenden Diagnosen ( Ziff. 1): - Status nach unerwarteter Heckauffahrkollision am 2 6. November 2017 - HWS-Distorsion sowie Schmerzen im lumbosakralen Übergang - Entwicklung eines posttraumatischen Belastungssyndroms und Exazerbation der vorbestehenden Kopfschmerzthematik mit Spannungskopfschmerzen und Migräne Durch die initial verminderte psychische und physische Belastbarkeit, beziehungsweise im Verlauf vor allem psychische Komponente, sei die Beschwer deführerin nur beschränkt arbeitsfähig. Bezüglich der aktuellen Situation ver weise er auf die behandelnde psychiatrische Praxis ( Ziff. 2). Durch die manuelle Therapie gelinge es die somatische Situation aktuell stabil zu halten beziehungs weise sei diesbezüglich ein erfreulicher Verlauf zu verzeichnen. Schwierig gestalte sich vielmehr das posttraumatische Belastungssyndrom ( Ziff. 9). 3.6 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 2. November 2018 (7/37/2-6) aus, dass er die Beschwerde führer i n seit 1 2. Juli 2018 ambulant behandle ( Ziff. 1.1), und nannte eine schwer gradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) als Diagnose ( Ziff. 2.5) Die Arbeitsfähigkeit werde ab 2019 schrittweise erhöhbar sein ( Ziff. 2.7). Aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, wobei die Prognose zur Einglieder ung günstig sei ( Ziff. 4.1-4.3). 3.7 Dr. D.___ (vorstehend E. 3.6 ) und lic. phil. E.___, Psychotherapeut, führten in ihrem Bericht vom 2. November 2018 ( Urk. 7/37/7-8) aus, dass sich mindestens seit Behandlungsbeginn im Juli 2018 ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie am Arbeitsplatz gezeigt habe. Dies habe insgesamt dazu geführt, dass eine psychische Dekompensation stattge funden habe und die Beschwerdeführerin die auf sie prallenden Probleme nicht mehr von sich aus zu lösen vermocht habe. Sie sei rasch zu 100 % krankge schrieben worden (S. 1). Mittels dem am 1 3. August 2018 erhobenen «Beck-Depressionsinventar», welche s einen Wert von 29 Punkten ergeben habe, habe zusammen mit dem Rapportierten eine schwergradige depressive Episode diagnostiziert werden können. Die aktuelle Unfähigkei t, jedweder Arbeit nach zu gehen, würden sie als momentan schwergradig, jedoch heilbar be urteilen, da die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Sie seien optimistisch, dass die Patientin in einigen wenigen Monaten wieder zumindest teilweise arbeitsfähig sein werde. Bei gutem Verlauf würden sie von einer zukünftigen 100%igen A rbeitsfähigkeit ausgehen, wobei die Beschwerde führerin noch zirka 4-6 Wochen brauchen werde, damit sie min destens teilweise wieder arbeitsfähig sei. Aus medizinsicher Sicht seien die vor einem Monat gemessenen Symptome bereits leicht abklingend (S. 2). 3.8 Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 1 5. Februar 2019 Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 7/49/5-6). Sie führte aus, dass aufgrund des Arztberichts von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 zuhanden d er IV-Stelle (vgl. vorstehend E. 3.6 ) nur schon wegen fehlendem psychopathologischem Befund und einer nicht adäquaten medikamentösen Behandlung keine schwer gradige depressive Episode nachvollzogen werden könne. Zudem seien verschiedene psychosoziale Belastungen (familiäre Probleme, beruflicher Druck und Überforderung, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Kündigung der Arbeitsstelle) in der Vorgeschichte beschrieben worden, vor allem auch Schwierigkeiten am Arbeitsplat z, sodass der Verdacht entstehe, dass sich die Beschwerdeführerin aus Arbeitsplatzgründen habe krankschreiben lassen (S. 5). Im Bericht vom November 2018 zuhande n der Suva (vgl. vorstehend E. 3.7 ) seien im psychopathologischen Befund vor allem Aussagen der Beschwerdeführerin beschrieben worden. Ferner sei angegeben worden, dass die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Aktuell sei kein lang anhaltender Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 6). 3.9 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. H.___, Psychologin, Y.___, führten in ihrem Bericht vom 2 8. März 2019 ( Urk. 7/54), bei der Beschwerdegegnerin eingegangen am 3. April 2019 (vgl. Urk. 7/60/1), aus, die Beschwerdeführerin sich seit 1 8. Februar 2019 in stationärer Behandlung. Es sei eine mittelgradige depressive Episode vorbekannt. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden seien erstmals nach einem Auffahrunfall mit Schleudertrauma Ende 2017 aufge treten. Im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, insbesondere der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmenden sozialen Isolierung und familiärer Konflikte sei es zu einer weiteren Verstärkung der Symptomatik gekommen. In der Gesamtschau zeige sich bei der Beschwerde führerin unabhängig von der aktuellen Krisensituation eine sehr unsichere Per sönlichkeitsstruktur mit vielen Ängsten und Niedergeschlagenheitsgefühlen sowie einem hohen Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben und Perfektionismus seit der frühen Kindheit. Vor diesem Hintergrund erweise sich die aktuelle Arbeits situation für die Beschwerdeführerin als überfordernd. Zwar habe im Rahmen der gegenwärtigen Behandlung auf der Spezialstation für Depressionserkrankungen eine gewisse Zustandsverbesserung (Antriebssteigerung, Stimmungsaufhellung) erreicht werden können, kognitive Einschränkungen in Form von Konzentra tionsstörungen und hohe eigene Leistungsansprüche gepaart mit Überforderungs- und Insuffizienzgefühlen sowie eine damit einhergehende Blockierung bezüglich der Planung der beruflichen Reintegration würden jedoch persistieren. Bei fehlender Unterstützung in diesem Bereich sei eine erneute Verschlechterung des Stimmungszustands und langfristig eine Chronifizierung der depressiven Störung zu prognostizieren. Für eine längerfristige Stabilisierung des Zustands würden daher eine engmaschige Begleitung im schrittweisen beruflichen Wiederein gliederungsprozess sowie belastungsreduzierende Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Daher werde die IV-Stelle mit diesem Schreiben um eine erneute Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung gebeten (S. 1). 3.10 Gestützt auf diese Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) davon aus, dass die psychiatrischen Einschränkun gen erstmalig aufgetreten und vor allem durch psychosoziale Belastungen aus gelöst worden seien, was von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden könne. Somit liege aus Sicht der IV-Stelle keine langandauernde Gesund heitseinschränkung vor, welche eine bleibende Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit mit sich bringe (S. 2). 4. 4.1 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) lagen im Wesentlichen die folg enden medizinischen Berichte zugrunde : 4.2 Am 1 6. Juli 2019 führte Dr. F.___ (vgl. vorstehend E. 3.8) zum Bericht von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vgl. vorstehend E. 3.9) aus, es könne darin keine Verschlechterung erkannt werden. Es werde darin keine eigene Diagnose, sondern die vorbekannte mittelgradige depressive Episode genannt und auch kein psychopathologischer Befund aufgeführt. Zudem habe während der Hospitalisation eine gewisse Zustandsverbesserung erreicht werden können. Im Arztbericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7) sei noch eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, demzufolge wäre eine Verbesserung eingetreten. Ferner sei im aktuellen Arztbericht festgehalten worden, dass es in der Zwischenzeit im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, wie der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmend sozialen Isolierung sowie familiärer Konflikte zu einer weiteren Ver stärkung der Symptomatik gekommen sei. Insgesamt könne noch immer kein langanhaltender Gesundheitsschaden erkannt werden. Aus RAD-Sicht wäre eine Unterstützung bei der Stellensuche jedoch erneut zu befürworten, damit die Beschwerdeführerin im Berufsleben möglichst bald wieder Fuss fassen könne. 4.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von med. pract. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, vom 1 1. November 2019 ( Urk. 7/68) ein. Darin wurden die folgenden Diagnosen genannt ( Ziff. 4): - schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen Die beschriebene kombinierte Persönlichkeitsstörung wirke als eine im Hinter grund bestehende Erkrankung, welche überall im Umgang mit Drittpersonen und Institutionen zu Schwierigkeiten sowie seit einiger Zeit zu einer depressiven Ent wicklung führe ( Ziff. 5). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustandsverbesserung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 6). Therapieziel seien die Symptomremission und das Ändern von dysfunktionalen Verhaltensmustern. Die Beschwerdeführerin benö tige zur Wiedereingliederung sicherlich eine externe Hilfe, so wie es die Invali denversicherung anbiete. Zusätzlich wäre ein Job Coach zur Unterstützung im Umgang mit der arbeitsbezogenen Problematik sinnvoll ( Ziff. 7). 4.4 Der Beschwerdegegnerin wurden am 3 0. Dezember 2019 die medizinischen Akten der Taggeldversicherung zugestellt (vgl. Urk. 7/70). Dr. D.___ und lic. phil. E.___ (vgl. vorstehend E. 3.6 und 3.7) nannten in ihrem Bericht vom 1 5. März 2019 ( Urk. 7/71/15-17) als Diagnose eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2; Ziff. 4). Bisher sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig; langfristig sehe man an einer anderen Arbeitsstelle eine vollständige Arbeitsfähigkeit als Hochbau zeichnerin ( Ziff. 5). Sie habe sich ab 1 8. Februar 2019 in stationäre Behandlung begeben ( Ziff. 7). 4.5 Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ (vgl. vorstehend E. 3.9) nannten in ihrem Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 7/71/19-23) über die bis 2 6. März 2018 geplante stationäre Behandlung (vgl. Ziff. 11) die folgenden Diagnosen (S. 2 Ziff. 4): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Schleudertrauma der Halswirbelsäule - Migräne mit Aura Die Beschwerdeführerin sei am 1 8. Februar 2019, auf Zuweisung des behandeln den Psychologen lic. phil. E.___, freiwillig und geplant zu ersten psychiatri schen Hospitalisation in die Klinik Y.___ eingetreten. Sie habe sich deutlich niedergeschlagen, angespannt und weinerlich, aber auch motiviert für eine stationäre Behandlung präsentiert. Sie hätten bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Als auslösende sowie auf rechterhaltende Faktoren seien der Auffahrunfall, die Kündigung, der Auszug aus dem Familienhaus, aber auch prägende Beziehungserfahrungen über die Lebens spanne vor dem Hintergrund einer stark selbstunsicheren Persönlichkeitsstruktur zu erachten (S. 2 Ziff. 2). Im Rahmen der depressiven Symptomatik sei die Beschwerdeführerin vom ambulanten Behandler zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden, was sie in Anbetracht der Stärke der Symptomatik und der Beeinträchtigung in den meisten Lebensbereichen für klar gerechtfertigt erachten würden (S. 3 Ziff. 5). Aktuell werde ihr weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei eine Prognosestellung über den weiteren Krankheitsverlauf und die berufliche Leistungsfähigkeit schwierig sei. Es werde aber davon ausge gangen, dass durch eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, zunächst noch im stationären Setting, anschliessend im teilstationären und ambulanten Rahmen, eine weitere Reduktion der Symptomatik erreicht werden könne. In diesem Rahmen sei auch eine schrittweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess denkbar (S. 3 Ziff. 6). Die Beschwerdeführerin zeige durch die bisherige Behandlung eine leichte Stabilisierung des Zustands, eine Verbesserung des Schlafs und eine Steigerung des Antriebs (S. 4 Ziff. 10). Im Anschluss werde dringend die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung im ambulanten Setting empfohlen. Zudem könne sich eine vorübergehende Anbindung in einer Tagesklinik als prognostisch günstig auswirken (S. 4 Ziff. 11). 4.6 Med. pract. I.___ diagnostizierte mit Bericht vom 2 0. Mai 2019 ( Urk. 7/71/10 13) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1; Ziff. 4) und hielt fest, es sei trotz der intensiven Therapie keine wesentliche Zustands besserung eingetreten; es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ( Ziff. 5). Es bestünden ausschliesslich medizinische Gründe für die Arbeitsun fähigkeit, dies aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrations störungen, des Ruminierens sowie der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der Erschöpfung ( Ziff. 7). Er betreue die Patientin erst seit 6 Wochen ( Ziff. 10). Diese Angaben wiederholte med. pract. I.___ im Wesentlichen in seinem Bericht vom 6. September 2019 ( Urk. 7/71/6-8). 4.7 Im Bericht vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 7/71/2-4) nannte med. pract. I.___ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) als Diagnosen ( Ziff. 4). Er führte aus, dass sich im Rahmen einer im Oktober 2019 durchgeführte Testung sowie eines Interviews eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom Cluster A (paranoide sowie schizoide Persönlichkeitsstörung) sowie vom Cluster C (vermeidend-selbst unsichere und zwanghafte Persönlichkeitsstörung) ergeben habe. Die Persönlich keits störung werde als Grunderkrankung angesehen, welche rascher und eher zu relevanten psychischen Krisen und Erkrankungen wie der vor liegenden rezidi vierenden depressiven Störung führe, da bei der Persönlich keitsstörung das Handlungsrepertoire im Umgang mit Dritten oder Ereignissen nicht variabel, sondern rigide sei. Die aktuelle depressive Symptomatik bestehe offenbar seit Herbst in dieser Form. Genauere Angaben könne med. pract. I.___ nicht machen, da die Behandlung erst am 2 8. März 2019 begonnen habe. Vom 1 8. Fe b ru ar bis 2 6. März 2019 habe wegen des schlechten Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eine stationäre Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik Y.___ stattgefunden. Kurz nach Beginn der ambulanten Behandlung bei med. pract. I.___ sei die Beschwerdeführerin zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teilzeit in die K linik J.___ ein getreten. Seit dem Austritt aus der J.___ sei ihr Gesund heitszustand gleich bleibend und es komme weiterhin engmaschig zu ambulant psychiatrisch-psy chotherapeutischen Konsultationen ( Ziff. 1). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustands verbesse rung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 5). Hinsichtlich der Prognose könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerde führerin in absehbarer Zeit langsam und stetig erholen könne. Eine genaue zeit liche Prognose könne jedoch nicht gestellt werden. Nachteilig sei ebenfalls, dass sie auf verschiedene klassische Antidepressiva mit massiven Nebenwirkungen reagiert habe, wobei sie das ebenso wirksame Johannis krautpräparat jedoch gut vertrage ( Ziff. 6). Für die Arbeitsunfähigkeit bestünden ausschliesslich medizini sche Gründe, so liege insbesondere die Kündigung der letzten Arbeitsstelle schon lange zurück und spiele keine Rolle mehr. Haupt sächlich bestehe die Arbeitsun fähigkeit aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrationsstörungen, des Ruminierens, der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der starken Erschöpfung ( Ziff. 7). 4. 8 Am 1 3. März 2020 nahm RAD-Ä rztin Dr. F.___ erneut Stellung zum medizini schen Sachverhalt ( Urk. 7/72/3- 4). Sie führte aus, dass die im Bericht der behan delnden Fachpersonen der Y.___ vom 1 8. März 2019 (vgl. vorste hend E. 4.5 ) berichteten Beschwerden und der psychopathologische Befund keine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den ICD-10-Kriterien erkennen lassen würden. Des Weiteren sei eine stark selbstunsichere Persönlichkeitsstruktur beschrieben worden, was höchstens als Persönlichkeitsakzentuierung interpretiert werden könne. Zudem bestünden die psychischen Auffälligkeiten seit dem Auto unfall im Jahr 2017 bei zusätzlichen psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Arzt bericht von med. pract. I.___ vom 1 6. Dezember 2019 sei erstmals neben der mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) aufgeführt worden, wobei der angegebene ICD-10-Code keine Persönlichkeitsstörung beschreibe. Die Persönlichkeitsstörung sei mittels einer Testung und eines spezifischen Interview s diagnostiziert worden, allerdings könne dies alleine keinesfalls eine entspre chende Diagnose begründen. Bei unauffälliger Schul- und Berufslaufbahn wären beispielsweise die allgemeinen Bedingungen für eine Persönlichkeitsstö rung gemäss ICD-10 nicht erfüllt. Im Bericht von med. pract. I.___ vom 1 1. Novem ber 2019 sei im Gegensatz zum Bericht vom 1 6. Dezember 2019 eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, was nicht glaubhaft sei (S. 3). Da weder eine mittelgradige, geschweige denn eine schwere depressive Symptomatik erkannt werden könne, und die nicht gemäss ICD-10-Kriterien her gel eitete Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht plausibel nachvollziehbar sei, könne keine Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 4). 4. 9 Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich des im Rahmen des Beschwerdever fahrens eingereichten Berichtes von med. pract. I.___ vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) erfüllt, weshalb dieser vorliegend berücksichtigt werden kann. 4. 10 Med. p ract. I.___ führte in seinem Bericht vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) aus, dass für die Diagnose einer mittelgradig en depressiven Episode gemäss ICD-10 sechs übereinstimmende Symptome vorhanden seien, obwohl nur vier Symptome not wendig wären. Er könne daher nicht nachvollziehen, weshalb RAD-Ärztin Dr. F.___ das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode verneine. In Übereinstimmung mit der Stellungnahme der RAD-Ärztin müsse der ICD 10 Code für die kombinierte Persönlichkeitsstörung richtigerweise F61.0 lauten. Wieso seit Ende 2019 zusätzlich die Diagnose einer kombinierten Persön lichkeitsstörung gestellt worden sei, erkläre s ich dadurch, dass in der Therapie keine Konflikte aufgetreten seien und sich keine Notwendigkeit ergeben habe, eine Testung durchzuführen. Im Laufe der Therapie könnten sich oft zusätzliche Diagnosen ergeben (S. 1). Des Weiteren sei der depressive Zustand definitionsge mäss episodisch und könne so innert einem Monat von mittelgradig bis schwer oder umgekehrt variieren, was klinisch bei Weitem keine Seltenheit sei (S. 1 f.). Aktuell bestehe wiederum ein mittelgradig depressiver Zustand. Des Weiteren hätten sich in der Entwicklung der Beschwerdeführer in immer dieselben Konflikt felder gezeigt. Da die Persönlichkeitsstörung als Grunderkrankung immer wieder depressive Episoden verschiedenen Ausmasses beding en könne, sei vorliegend von einer Zustandsverschlechterung auszugehen (S. 2). 5. 5.1 Nach der Einschätzung der Beschwerdegegnerin vermochte die Beschwerde führerin seit Erlass der Verfügung vom 3. April 20 19 ( Urk. 7/57 ) keine Verschlechterung ihres Gesundhe itszustands glaubhaft z u machen (vgl. vorste hend E. 2.1 ). 5.2 Dem im Rahmen der erstmaligen Anmeldung eingereichten Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom Nov ember 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7 ) ist eine schwergradige depressive Episode als Diagnose zu entnehmen. Sie stellten ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie Problemen am Arbeitsplatz fest, welches in der Folge zu einer psychischen Dekompensation bei der Beschwerdeführerin geführt habe. Die erstmalig aufge tretene depressive Störung führten sie sodann explizit auf externale Faktoren zurück. Gestützt auf die medizinische Aktenlage und insbesondere den Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ gelangte RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahme v om Februar 2019 (vorstehend E. 3.8 ) zum Schluss, dass aufgrund des fehlenden psychopathologischen Befundes keine schwergradige depressive Symptomatik nachvollzogen werden könne und ferner diverse psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen würden. Sie verneinte schliesslich das Vorliegen eines langanhaltenden Gesundheitsschadens. 5.3 Das Schreiben von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vorste hend E. 3.9 ), mit welchem sie die IV-Stelle um eine erneute Prüfung des Leist ungsanspruchs ersuchten, ging nach Lage der Akten am Tag des Erlasses der Verfügung vom 3. April 2019 ein (vgl. Urk. 7/60/1). D er Beschwerdegegnerin war somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 3. April 2019 bekannt, dass die Beschwer deführerin seit 1 8. Februar 2019 hospitalisiert war, was aber nicht in die Verfü gung vom 3. April 2019 einfloss; der Austrittsbericht wurde gar nicht abgewartet. Dies relativiert vorliegend den Grundsatz, dass an die Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Veränderung grundsätzlich höhere Anforderungen zu stellen sind, wenn die erneute Anmeldung nur kurze Zeit nach der ersten Ablehnungsverfügung erfolgt (vgl. vorstehend E. 1.3). 5.4 Dem im Rahmen des Vorbescheidve rfahrens eingereichten Bericht des behandeln den Psychiaters med. pract. I.___ vom November 2019 (vorstehend E. 4. 3 ) ist neben einer schweren dep ressiven Episode (ICD-10 F32.2) indessen neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen zu entnehmen. Med. p ract. I.___ beurteilte die auf Grundlage einer Testung und eines Interviews diagnostizierte Persönlichkeitsstörung als eine im Hintergrund bestehende Erkrankung, welche insbesondere zu de r depressiven Entwicklung der Beschwerdeführerin geführt habe. In seinen Berichten vo m Dezember 2019 (vor stehend E. 4. 7 ) und Mai 2020 (vorstehend E. 4. 10 ) bestätigte er die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, ging jedoch von einer derzeit mittelgradi gen Ausprägung der depressiven Störung aus. Ferner habe sich die Beschwerde führerin nach der stationären Hospitalisation vom 1 8. Februar bis 2 6. März 2019 zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teil zeit in eine Tagesklinik begeben und nehme seither weiterhin engmaschig ambu lant psy chiatrisch-psychotherapeutische Konsultationen in Anspruch (vgl. vor stehend E. 4. 7 ). 5. 5 Mit der vom behandelnden Psychiater neu genannten Diagnose einer kombinier ten Persönlichkeitsstörung sowie der in psychiatrischer Hinsicht erhöhten Behandlungsintensität (stationäre Hospitalisation, teilstationäre Behandlung und engmaschige ambulante Betreuung ) bestehen somit gewichtige Hinweise auf eine möglicherweise anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, welchen eine Relevanz nicht ohne Weiteres abgesprochen werden kann. Persönlichkeitsstörungen treten bekanntermassen meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter ( Dilling / Mombour /Schmidt (Hrsg.), ICD-10, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1 0. Auflage, S. 274). So hielt RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahm e vom März 2020 (vorstehend E. 4. 8 ) insbesondere fest, dass bei einer unauffälligen Schul- und Berufslaufbahn die allgemeinen Voraussetzungen gemäss ICD-10 für eine Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt wären. Die für eine diesbezügliche Beur teilung erforderliche n Abklärungen wurden durch die Beschwerdegegnerin indessen nicht getätigt, sodass einzig gestützt auf die Beurteilung der RAD-Ärztin eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerde führerin nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Der Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ gingen ferner keine eigenen Unter suchungen voraus, was deren Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.5 ) grundsätzlich schmälert. Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Ver gleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 1 1. Juni 2013 E. 3.4). Des Weiteren kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 5. 6 Nach dem Gesagten vermag die Aktenbeurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ mangels einer diesbezüglich plausiblen Begründung die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose sowie eine möglicherweise relevante Verschlechte rung des Gesundheitszustands nicht zu widerlegen. Für das Beweismass des Glaubhaftmachens genügt es, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend. E. 1.3-1.4 ). Mit den zuhanden der Taggeldversicherung erstatteten Berichten und den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten des behandelnden Psychiater s und der darin neu genannten Diagnose einer kombi nierten Persönlichkeitsstörung liegen konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der letztmaligen Prüfung der Verhältnisse im April 2019 vor, womit die entsprechend erhöhten Anforderungen an das Beweismass des Glaubhaftmachens hinsichtlich einer erst kürzlich erlassenen Ablehnungsver fügung (vgl. vorstehend E. 1.3 und E. 5.3 ) erfüllt sind. Die Beschwerdeführerin hat mit den von ihr eingereichten medizinischen Berich ten eine Verschlechterung seit April 2019 zumindest glaubhaft dargelegt. 5. 7 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass das Verfahren zu erneuten Prüfung auch des ersten Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 4), ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Das vorliegende Verfahren bezieht sich demzufolge auf das Leistungsgesuch vom 2 8. März 2019, auf welches die Beschwerdegegnerin mit der vorliegend angefochtenen Verfü gung vom 1 3. März 2020 nicht eintrat - folglich ist einzig das Eintreten streitig. 5. 8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 zu Unrecht nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beur teilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistunge n geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest zulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 6.3 Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, der Beschwerdeführerin in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ein e Prozessentschädigung von Fr. 1’800-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) auszurichten. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1 3. März 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen, damit sie auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 eintrete und dieses materiell prüfe. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00304 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 1 3. November 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war zuletzt vom Juni 2015 bis Oktober 201 8 als Architekturz eichnerin tätig ( Urk. 7/20, Urk. 7/30 ). Unter Hinweis auf Rücken, Schulter- und Nackenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten seit einem Unfall vom 2 6. November 2017 meldete sie sich am 2 4. April 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /10 Ziff. 6 ). Die Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Suva bei ( Urk. 7/12) und gewährte der Versicherten mit Mitteilung vom 1 8. Juli 2018 ( Urk. 7/18) ein internes Job Coaching zum Erhalt ihres derzeitigen Arbeitsplatzes, welche s mit Mitteilung vom 9. Oktober 2018 abgeschlossen wurde ( Urk. 7/31). Die IV-Stelle holte insbeson dere bei der Suva und dem Krankentaggeldversicherer weitere Akten ein ( Urk. 7/41, Urk. 7/45, Urk. 7/48) und stellte mit Vorbescheid vom 2 1. Februar 2019 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 7/50). Nach Ablauf der Ein wand frist gegen den Vorbescheid ersuchten die behandelnden Ärzte der Y.___ die IV-Stelle mit Bericht vom 2 8. März 2019 um eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund einer Verschlechterung des Gesund heitszustands der Versicherten ( Urk. 7/54). Mit Verfügung vom 3. April 2019 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 7/57). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/61, Urk. 7/69), in welchem die Versicherte einen weiteren Arztbericht zu den Akten reichte ( Urk. 7/68) und weitere Akten der Krankentaggeldversicherung eingingen ( Urk. 7/70-71), trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 3. März 2020 auf das neue Leistungsbegehren vom 2 8. März 2018 nicht ein ( Urk. 7/74 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 1 3. Mai 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei auf das Leistungsbegehren einzutreten. Eventuell sei ein medizinisches Gutachten anzu ordnen, welches die psychiatrischen Diagnosen und das Vorliegen einer Ver schlechterung des Gesundheitszustands beurteile. Subeventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung des Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die IV-Stelle zurückzu weisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad s eit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Ver waltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/ Mosimann /Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, Mosimann, N 20 zu Art. 17 ATSG). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass gemäss der Stellungnahme des Regional en Ärztlichen Dienstes keine Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sei (S. 1). Es könne weder eine mittelgradige noch eine schwere depres sive Sympto matik erkannt werden. Ferner sei die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung n icht gemäss den ICD-10-Kriterien hergeleitet worden und sei daher nicht plausibel nachvollziehbar. Somit könne keine Veränderung respektive Ver schlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2020 schlüssig und nachvollziehbar eine aktuell mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) diagnostiziert habe. Eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit 2018 sei damit zumindest glaubhaft gemacht, weshalb auf das erneute Leistungsgesuch vom 1. April 2019 einzutreten sei (S. 4 Ziff. 2). Insbesondere aufgrund der vorliegend übereinstimmenden Diagnostik durch verschiedene vonei nander unabhängige Spezialärzte bestünden erhebliche Zweifel an der Einschätzung durch die RAD Ärztin. Werde nicht ohnehin auf den Bericht des behandelnden Psychiaters abges tellt, sei zwingen d ein neutrales Gutachten einzuholen (S. 5 Ziff. 3.1). Wenn bereits im Jahr 2018 eine Depression sowie eine Persönlichkeitsstörung, welche die Depression verursacht habe, vorhanden gewesen sei en, müsse die erste Ver fügung der Beschwerdegegnerin vom 3. April 2019 revidiert oder in Wiederer wägung gezogen werden und unter den neuen Gesichtspunkten beurteilt werden (S. 6 Ziff. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung zu Recht nicht eingetreten ist. Prozessthema ist, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand seit der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57 ) wesentlich verschlech tert hat. 3. 3.1 Beim Erlass der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) lagen im Wesentlichen die nachfo lgenden medizinischen Berichte vor : 3.2 Die Ärzte des Spitals Z.___ nannten im Notfallbericht vom 1. Dezember 2017 über die Behandlung vom 2 6. November 2017 ( Urk. 7/12/21-22) die folgenden Diagnosen (S. 1) : - Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) Grad II vom 2 6. November 2017 - Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 2 6. November 2017 3.3 Im Bericht der Ärzte der Rehaklinik A.___ vom 2 5. Mai 2018 über das ambu lante Assessment vom 2 2. Mai 2018 ( Urk. 7/12/167-174) wurden die folgenden Diagnosen genannt (S. 1): - HWS-Distorsion Grad II nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - LWS-Kontusion nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - Röntgen der HWS/ Dens axis vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar, Dens axis nicht überlagerungsfrei darstellbar - Röntgen der LWS inklusive thoraco -lumbaler Ü ber gang vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar - CT der HWS vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar Aus medizinisch-diagnostischer Sicht sei bei guter Kooperation und Leistungsbe reitschaft mit einem intensiven trainingsorientierten Reha bilitations programm eine Verbesserung der Beschwerden und der arbeitsbezogenen Belastbarkeit zu erreichen (S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 3 0. Juli 2018 über die Untersuchung vom 2 7. Juli 2018 ( Urk. 7/41/201-202) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Heckauffahrkollision am 2 6. November 201 7 - episodische Migräne - cervikospondylogenes Schmerzsyndrom - stark reduzierte Belastbarkeit - Verdacht auf depressive Entwicklung mit Schlafstörung Die Beschwerdeführerin leide seit dem Unfall vom 2 6. November 2017 unter einer episodischen Migräne mit immer wieder exzessiven Attacken. Für eine struktu relle Läsion im Bereich des Zentralnervensystems oder peripher würden sich anamnestisch und klinisch keine Hinweise ergeben. Die Migräne sei zwar schon früher aufgetreten, seit Juni 2017 sei die Beschwerdeführerin jedoch beschwer defrei gewesen, sodass das Rezidiv eine direkte Unfallfolge sei. Ebenfalls seit dem Unfall leide die Beschwerdeführerin unter hartnäckigen Schulter-Nacken schmerzen rechts (sehr wahrscheinlich cervikospondylogen bedingt) und unter einer stark reduzierten Belastbarkeit mit einer Ein- und Durchschlafstörung, durchwegs direkte Unfallfolgen. Bezüglich der stark reduzierten Belastbarkeit müsse die Belastungsgrenze respektiert werden, was vorderhand eine Arbeitsun fähigkeit von mindestens 50 % bedeute, mittel- bis langfristig könne aber mit einer langsamen Besserung gerechnet werden (S. 1). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom 1 9. Oktober 2018 ( Urk. 7/33) die folgenden Diagnosen ( Ziff. 1): - Status nach unerwarteter Heckauffahrkollision am 2 6. November 2017 - HWS-Distorsion sowie Schmerzen im lumbosakralen Übergang - Entwicklung eines posttraumatischen Belastungssyndroms und Exazerbation der vorbestehenden Kopfschmerzthematik mit Spannungskopfschmerzen und Migräne Durch die initial verminderte psychische und physische Belastbarkeit, beziehungsweise im Verlauf vor allem psychische Komponente, sei die Beschwer deführerin nur beschränkt arbeitsfähig. Bezüglich der aktuellen Situation ver weise er auf die behandelnde psychiatrische Praxis ( Ziff. 2). Durch die manuelle Therapie gelinge es die somatische Situation aktuell stabil zu halten beziehungs weise sei diesbezüglich ein erfreulicher Verlauf zu verzeichnen. Schwierig gestalte sich vielmehr das posttraumatische Belastungssyndrom ( Ziff. 9). 3.6 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 2. November 2018 (7/37/2-6) aus, dass er die Beschwerde führer i n seit 1 2. Juli 2018 ambulant behandle ( Ziff. 1.1), und nannte eine schwer gradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) als Diagnose ( Ziff. 2.5) Die Arbeitsfähigkeit werde ab 2019 schrittweise erhöhbar sein ( Ziff. 2.7). Aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, wobei die Prognose zur Einglieder ung günstig sei ( Ziff. 4.1-4.3). 3.7 Dr. D.___ (vorstehend E. 3.6 ) und lic. phil. E.___, Psychotherapeut, führten in ihrem Bericht vom 2. November 2018 ( Urk. 7/37/7-8) aus, dass sich mindestens seit Behandlungsbeginn im Juli 2018 ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie am Arbeitsplatz gezeigt habe. Dies habe insgesamt dazu geführt, dass eine psychische Dekompensation stattge funden habe und die Beschwerdeführerin die auf sie prallenden Probleme nicht mehr von sich aus zu lösen vermocht habe. Sie sei rasch zu 100 % krankge schrieben worden (S. 1). Mittels dem am 1 3. August 2018 erhobenen «Beck-Depressionsinventar», welche s einen Wert von 29 Punkten ergeben habe, habe zusammen mit dem Rapportierten eine schwergradige depressive Episode diagnostiziert werden können. Die aktuelle Unfähigkei t, jedweder Arbeit nach zu gehen, würden sie als momentan schwergradig, jedoch heilbar be urteilen, da die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Sie seien optimistisch, dass die Patientin in einigen wenigen Monaten wieder zumindest teilweise arbeitsfähig sein werde. Bei gutem Verlauf würden sie von einer zukünftigen 100%igen A rbeitsfähigkeit ausgehen, wobei die Beschwerde führerin noch zirka 4-6 Wochen brauchen werde, damit sie min destens teilweise wieder arbeitsfähig sei. Aus medizinsicher Sicht seien die vor einem Monat gemessenen Symptome bereits leicht abklingend (S. 2). 3.8 Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 1 5. Februar 2019 Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 7/49/5-6). Sie führte aus, dass aufgrund des Arztberichts von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 zuhanden d er IV-Stelle (vgl. vorstehend E. 3.6 ) nur schon wegen fehlendem psychopathologischem Befund und einer nicht adäquaten medikamentösen Behandlung keine schwer gradige depressive Episode nachvollzogen werden könne. Zudem seien verschiedene psychosoziale Belastungen (familiäre Probleme, beruflicher Druck und Überforderung, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Kündigung der Arbeitsstelle) in der Vorgeschichte beschrieben worden, vor allem auch Schwierigkeiten am Arbeitsplat z, sodass der Verdacht entstehe, dass sich die Beschwerdeführerin aus Arbeitsplatzgründen habe krankschreiben lassen (S. 5). Im Bericht vom November 2018 zuhande n der Suva (vgl. vorstehend E. 3.7 ) seien im psychopathologischen Befund vor allem Aussagen der Beschwerdeführerin beschrieben worden. Ferner sei angegeben worden, dass die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Aktuell sei kein lang anhaltender Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 6). 3.9 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. H.___, Psychologin, Y.___, führten in ihrem Bericht vom 2 8. März 2019 ( Urk. 7/54), bei der Beschwerdegegnerin eingegangen am 3. April 2019 (vgl. Urk. 7/60/1), aus, die Beschwerdeführerin sich seit 1 8. Februar 2019 in stationärer Behandlung. Es sei eine mittelgradige depressive Episode vorbekannt. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden seien erstmals nach einem Auffahrunfall mit Schleudertrauma Ende 2017 aufge treten. Im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, insbesondere der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmenden sozialen Isolierung und familiärer Konflikte sei es zu einer weiteren Verstärkung der Symptomatik gekommen. In der Gesamtschau zeige sich bei der Beschwerde führerin unabhängig von der aktuellen Krisensituation eine sehr unsichere Per sönlichkeitsstruktur mit vielen Ängsten und Niedergeschlagenheitsgefühlen sowie einem hohen Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben und Perfektionismus seit der frühen Kindheit. Vor diesem Hintergrund erweise sich die aktuelle Arbeits situation für die Beschwerdeführerin als überfordernd. Zwar habe im Rahmen der gegenwärtigen Behandlung auf der Spezialstation für Depressionserkrankungen eine gewisse Zustandsverbesserung (Antriebssteigerung, Stimmungsaufhellung) erreicht werden können, kognitive Einschränkungen in Form von Konzentra tionsstörungen und hohe eigene Leistungsansprüche gepaart mit Überforderungs- und Insuffizienzgefühlen sowie eine damit einhergehende Blockierung bezüglich der Planung der beruflichen Reintegration würden jedoch persistieren. Bei fehlender Unterstützung in diesem Bereich sei eine erneute Verschlechterung des Stimmungszustands und langfristig eine Chronifizierung der depressiven Störung zu prognostizieren. Für eine längerfristige Stabilisierung des Zustands würden daher eine engmaschige Begleitung im schrittweisen beruflichen Wiederein gliederungsprozess sowie belastungsreduzierende Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Daher werde die IV-Stelle mit diesem Schreiben um eine erneute Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung gebeten (S. 1). 3.10 Gestützt auf diese Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) davon aus, dass die psychiatrischen Einschränkun gen erstmalig aufgetreten und vor allem durch psychosoziale Belastungen aus gelöst worden seien, was von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden könne. Somit liege aus Sicht der IV-Stelle keine langandauernde Gesund heitseinschränkung vor, welche eine bleibende Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit mit sich bringe (S. 2). 4. 4.1 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) lagen im Wesentlichen die folg enden medizinischen Berichte zugrunde : 4.2 Am 1 6. Juli 2019 führte Dr. F.___ (vgl. vorstehend E. 3.8) zum Bericht von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vgl. vorstehend E. 3.9) aus, es könne darin keine Verschlechterung erkannt werden. Es werde darin keine eigene Diagnose, sondern die vorbekannte mittelgradige depressive Episode genannt und auch kein psychopathologischer Befund aufgeführt. Zudem habe während der Hospitalisation eine gewisse Zustandsverbesserung erreicht werden können. Im Arztbericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7) sei noch eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, demzufolge wäre eine Verbesserung eingetreten. Ferner sei im aktuellen Arztbericht festgehalten worden, dass es in der Zwischenzeit im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, wie der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmend sozialen Isolierung sowie familiärer Konflikte zu einer weiteren Ver stärkung der Symptomatik gekommen sei. Insgesamt könne noch immer kein langanhaltender Gesundheitsschaden erkannt werden. Aus RAD-Sicht wäre eine Unterstützung bei der Stellensuche jedoch erneut zu befürworten, damit die Beschwerdeführerin im Berufsleben möglichst bald wieder Fuss fassen könne. 4.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von med. pract. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, vom 1 1. November 2019 ( Urk. 7/68) ein. Darin wurden die folgenden Diagnosen genannt ( Ziff. 4): - schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen Die beschriebene kombinierte Persönlichkeitsstörung wirke als eine im Hinter grund bestehende Erkrankung, welche überall im Umgang mit Drittpersonen und Institutionen zu Schwierigkeiten sowie seit einiger Zeit zu einer depressiven Ent wicklung führe ( Ziff. 5). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustandsverbesserung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 6). Therapieziel seien die Symptomremission und das Ändern von dysfunktionalen Verhaltensmustern. Die Beschwerdeführerin benö tige zur Wiedereingliederung sicherlich eine externe Hilfe, so wie es die Invali denversicherung anbiete. Zusätzlich wäre ein Job Coach zur Unterstützung im Umgang mit der arbeitsbezogenen Problematik sinnvoll ( Ziff. 7). 4.4 Der Beschwerdegegnerin wurden am 3 0. Dezember 2019 die medizinischen Akten der Taggeldversicherung zugestellt (vgl. Urk. 7/70). Dr. D.___ und lic. phil. E.___ (vgl. vorstehend E. 3.6 und 3.7) nannten in ihrem Bericht vom 1 5. März 2019 ( Urk. 7/71/15-17) als Diagnose eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2; Ziff. 4). Bisher sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig; langfristig sehe man an einer anderen Arbeitsstelle eine vollständige Arbeitsfähigkeit als Hochbau zeichnerin ( Ziff. 5). Sie habe sich ab 1 8. Februar 2019 in stationäre Behandlung begeben ( Ziff. 7). 4.5 Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ (vgl. vorstehend E. 3.9) nannten in ihrem Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 7/71/19-23) über die bis 2 6. März 2018 geplante stationäre Behandlung (vgl. Ziff. 11) die folgenden Diagnosen (S. 2 Ziff. 4): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Schleudertrauma der Halswirbelsäule - Migräne mit Aura Die Beschwerdeführerin sei am 1 8. Februar 2019, auf Zuweisung des behandeln den Psychologen lic. phil. E.___, freiwillig und geplant zu ersten psychiatri schen Hospitalisation in die Klinik Y.___ eingetreten. Sie habe sich deutlich niedergeschlagen, angespannt und weinerlich, aber auch motiviert für eine stationäre Behandlung präsentiert. Sie hätten bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Als auslösende sowie auf rechterhaltende Faktoren seien der Auffahrunfall, die Kündigung, der Auszug aus dem Familienhaus, aber auch prägende Beziehungserfahrungen über die Lebens spanne vor dem Hintergrund einer stark selbstunsicheren Persönlichkeitsstruktur zu erachten (S. 2 Ziff. 2). Im Rahmen der depressiven Symptomatik sei die Beschwerdeführerin vom ambulanten Behandler zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden, was sie in Anbetracht der Stärke der Symptomatik und der Beeinträchtigung in den meisten Lebensbereichen für klar gerechtfertigt erachten würden (S. 3 Ziff. 5). Aktuell werde ihr weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei eine Prognosestellung über den weiteren Krankheitsverlauf und die berufliche Leistungsfähigkeit schwierig sei. Es werde aber davon ausge gangen, dass durch eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, zunächst noch im stationären Setting, anschliessend im teilstationären und ambulanten Rahmen, eine weitere Reduktion der Symptomatik erreicht werden könne. In diesem Rahmen sei auch eine schrittweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess denkbar (S. 3 Ziff. 6). Die Beschwerdeführerin zeige durch die bisherige Behandlung eine leichte Stabilisierung des Zustands, eine Verbesserung des Schlafs und eine Steigerung des Antriebs (S. 4 Ziff. 10). Im Anschluss werde dringend die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung im ambulanten Setting empfohlen. Zudem könne sich eine vorübergehende Anbindung in einer Tagesklinik als prognostisch günstig auswirken (S. 4 Ziff. 11). 4.6 Med. pract. I.___ diagnostizierte mit Bericht vom 2 0. Mai 2019 ( Urk. 7/71/10 13) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1; Ziff. 4) und hielt fest, es sei trotz der intensiven Therapie keine wesentliche Zustands besserung eingetreten; es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ( Ziff. 5). Es bestünden ausschliesslich medizinische Gründe für die Arbeitsun fähigkeit, dies aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrations störungen, des Ruminierens sowie der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der Erschöpfung ( Ziff. 7). Er betreue die Patientin erst seit 6 Wochen ( Ziff. 10). Diese Angaben wiederholte med. pract. I.___ im Wesentlichen in seinem Bericht vom 6. September 2019 ( Urk. 7/71/6-8). 4.7 Im Bericht vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 7/71/2-4) nannte med. pract. I.___ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) als Diagnosen ( Ziff. 4). Er führte aus, dass sich im Rahmen einer im Oktober 2019 durchgeführte Testung sowie eines Interviews eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom Cluster A (paranoide sowie schizoide Persönlichkeitsstörung) sowie vom Cluster C (vermeidend-selbst unsichere und zwanghafte Persönlichkeitsstörung) ergeben habe. Die Persönlich keits störung werde als Grunderkrankung angesehen, welche rascher und eher zu relevanten psychischen Krisen und Erkrankungen wie der vor liegenden rezidi vierenden depressiven Störung führe, da bei der Persönlich keitsstörung das Handlungsrepertoire im Umgang mit Dritten oder Ereignissen nicht variabel, sondern rigide sei. Die aktuelle depressive Symptomatik bestehe offenbar seit Herbst in dieser Form. Genauere Angaben könne med. pract. I.___ nicht machen, da die Behandlung erst am 2 8. März 2019 begonnen habe. Vom 1 8. Fe b ru ar bis 2 6. März 2019 habe wegen des schlechten Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eine stationäre Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik Y.___ stattgefunden. Kurz nach Beginn der ambulanten Behandlung bei med. pract. I.___ sei die Beschwerdeführerin zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teilzeit in die K linik J.___ ein getreten. Seit dem Austritt aus der J.___ sei ihr Gesund heitszustand gleich bleibend und es komme weiterhin engmaschig zu ambulant psychiatrisch-psy chotherapeutischen Konsultationen ( Ziff. 1). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustands verbesse rung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 5). Hinsichtlich der Prognose könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerde führerin in absehbarer Zeit langsam und stetig erholen könne. Eine genaue zeit liche Prognose könne jedoch nicht gestellt werden. Nachteilig sei ebenfalls, dass sie auf verschiedene klassische Antidepressiva mit massiven Nebenwirkungen reagiert habe, wobei sie das ebenso wirksame Johannis krautpräparat jedoch gut vertrage ( Ziff. 6). Für die Arbeitsunfähigkeit bestünden ausschliesslich medizini sche Gründe, so liege insbesondere die Kündigung der letzten Arbeitsstelle schon lange zurück und spiele keine Rolle mehr. Haupt sächlich bestehe die Arbeitsun fähigkeit aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrationsstörungen, des Ruminierens, der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der starken Erschöpfung ( Ziff. 7). 4. 8 Am 1 3. März 2020 nahm RAD-Ä rztin Dr. F.___ erneut Stellung zum medizini schen Sachverhalt ( Urk. 7/72/3- 4). Sie führte aus, dass die im Bericht der behan delnden Fachpersonen der Y.___ vom 1 8. März 2019 (vgl. vorste hend E. 4.5 ) berichteten Beschwerden und der psychopathologische Befund keine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den ICD-10-Kriterien erkennen lassen würden. Des Weiteren sei eine stark selbstunsichere Persönlichkeitsstruktur beschrieben worden, was höchstens als Persönlichkeitsakzentuierung interpretiert werden könne. Zudem bestünden die psychischen Auffälligkeiten seit dem Auto unfall im Jahr 2017 bei zusätzlichen psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Arzt bericht von med. pract. I.___ vom 1 6. Dezember 2019 sei erstmals neben der mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) aufgeführt worden, wobei der angegebene ICD-10-Code keine Persönlichkeitsstörung beschreibe. Die Persönlichkeitsstörung sei mittels einer Testung und eines spezifischen Interview s diagnostiziert worden, allerdings könne dies alleine keinesfalls eine entspre chende Diagnose begründen. Bei unauffälliger Schul- und Berufslaufbahn wären beispielsweise die allgemeinen Bedingungen für eine Persönlichkeitsstö rung gemäss ICD-10 nicht erfüllt. Im Bericht von med. pract. I.___ vom 1 1. Novem ber 2019 sei im Gegensatz zum Bericht vom 1 6. Dezember 2019 eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, was nicht glaubhaft sei (S. 3). Da weder eine mittelgradige, geschweige denn eine schwere depressive Symptomatik erkannt werden könne, und die nicht gemäss ICD-10-Kriterien her gel eitete Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht plausibel nachvollziehbar sei, könne keine Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 4). 4. 9 Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich des im Rahmen des Beschwerdever fahrens eingereichten Berichtes von med. pract. I.___ vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) erfüllt, weshalb dieser vorliegend berücksichtigt werden kann. 4. 10 Med. p ract. I.___ führte in seinem Bericht vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) aus, dass für die Diagnose einer mittelgradig en depressiven Episode gemäss ICD-10 sechs übereinstimmende Symptome vorhanden seien, obwohl nur vier Symptome not wendig wären. Er könne daher nicht nachvollziehen, weshalb RAD-Ärztin Dr. F.___ das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode verneine. In Übereinstimmung mit der Stellungnahme der RAD-Ärztin müsse der ICD 10 Code für die kombinierte Persönlichkeitsstörung richtigerweise F61.0 lauten. Wieso seit Ende 2019 zusätzlich die Diagnose einer kombinierten Persön lichkeitsstörung gestellt worden sei, erkläre s ich dadurch, dass in der Therapie keine Konflikte aufgetreten seien und sich keine Notwendigkeit ergeben habe, eine Testung durchzuführen. Im Laufe der Therapie könnten sich oft zusätzliche Diagnosen ergeben (S. 1). Des Weiteren sei der depressive Zustand definitionsge mäss episodisch und könne so innert einem Monat von mittelgradig bis schwer oder umgekehrt variieren, was klinisch bei Weitem keine Seltenheit sei (S. 1 f.). Aktuell bestehe wiederum ein mittelgradig depressiver Zustand. Des Weiteren hätten sich in der Entwicklung der Beschwerdeführer in immer dieselben Konflikt felder gezeigt. Da die Persönlichkeitsstörung als Grunderkrankung immer wieder depressive Episoden verschiedenen Ausmasses beding en könne, sei vorliegend von einer Zustandsverschlechterung auszugehen (S. 2). 5. 5.1 Nach der Einschätzung der Beschwerdegegnerin vermochte die Beschwerde führerin seit Erlass der Verfügung vom 3. April 20 19 ( Urk. 7/57 ) keine Verschlechterung ihres Gesundhe itszustands glaubhaft z u machen (vgl. vorste hend E. 2.1 ). 5.2 Dem im Rahmen der erstmaligen Anmeldung eingereichten Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom Nov ember 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7 ) ist eine schwergradige depressive Episode als Diagnose zu entnehmen. Sie stellten ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie Problemen am Arbeitsplatz fest, welches in der Folge zu einer psychischen Dekompensation bei der Beschwerdeführerin geführt habe. Die erstmalig aufge tretene depressive Störung führten sie sodann explizit auf externale Faktoren zurück. Gestützt auf die medizinische Aktenlage und insbesondere den Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ gelangte RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahme v om Februar 2019 (vorstehend E. 3.8 ) zum Schluss, dass aufgrund des fehlenden psychopathologischen Befundes keine schwergradige depressive Symptomatik nachvollzogen werden könne und ferner diverse psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen würden. Sie verneinte schliesslich das Vorliegen eines langanhaltenden Gesundheitsschadens. 5.3 Das Schreiben von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vorste hend E. 3.9 ), mit welchem sie die IV-Stelle um eine erneute Prüfung des Leist ungsanspruchs ersuchten, ging nach Lage der Akten am Tag des Erlasses der Verfügung vom 3. April 2019 ein (vgl. Urk. 7/60/1). D er Beschwerdegegnerin war somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 3. April 2019 bekannt, dass die Beschwer deführerin seit 1 8. Februar 2019 hospitalisiert war, was aber nicht in die Verfü gung vom 3. April 2019 einfloss; der Austrittsbericht wurde gar nicht abgewartet. Dies relativiert vorliegend den Grundsatz, dass an die Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Veränderung grundsätzlich höhere Anforderungen zu stellen sind, wenn die erneute Anmeldung nur kurze Zeit nach der ersten Ablehnungsverfügung erfolgt (vgl. vorstehend E. 1.3). 5.4 Dem im Rahmen des Vorbescheidve rfahrens eingereichten Bericht des behandeln den Psychiaters med. pract. I.___ vom November 2019 (vorstehend E. 4. 3 ) ist neben einer schweren dep ressiven Episode (ICD-10 F32.2) indessen neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen zu entnehmen. Med. p ract. I.___ beurteilte die auf Grundlage einer Testung und eines Interviews diagnostizierte Persönlichkeitsstörung als eine im Hintergrund bestehende Erkrankung, welche insbesondere zu de r depressiven Entwicklung der Beschwerdeführerin geführt habe. In seinen Berichten vo m Dezember 2019 (vor stehend E. 4. 7 ) und Mai 2020 (vorstehend E. 4. 10 ) bestätigte er die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, ging jedoch von einer derzeit mittelgradi gen Ausprägung der depressiven Störung aus. Ferner habe sich die Beschwerde führerin nach der stationären Hospitalisation vom 1 8. Februar bis 2 6. März 2019 zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teil zeit in eine Tagesklinik begeben und nehme seither weiterhin engmaschig ambu lant psy chiatrisch-psychotherapeutische Konsultationen in Anspruch (vgl. vor stehend E. 4. 7 ). 5. 5 Mit der vom behandelnden Psychiater neu genannten Diagnose einer kombinier ten Persönlichkeitsstörung sowie der in psychiatrischer Hinsicht erhöhten Behandlungsintensität (stationäre Hospitalisation, teilstationäre Behandlung und engmaschige ambulante Betreuung ) bestehen somit gewichtige Hinweise auf eine möglicherweise anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, welchen eine Relevanz nicht ohne Weiteres abgesprochen werden kann. Persönlichkeitsstörungen treten bekanntermassen meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter ( Dilling / Mombour /Schmidt (Hrsg.), ICD-10, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1 0. Auflage, S. 274). So hielt RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahm e vom März 2020 (vorstehend E. 4. 8 ) insbesondere fest, dass bei einer unauffälligen Schul- und Berufslaufbahn die allgemeinen Voraussetzungen gemäss ICD-10 für eine Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt wären. Die für eine diesbezügliche Beur teilung erforderliche n Abklärungen wurden durch die Beschwerdegegnerin indessen nicht getätigt, sodass einzig gestützt auf die Beurteilung der RAD-Ärztin eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerde führerin nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Der Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ gingen ferner keine eigenen Unter suchungen voraus, was deren Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.5 ) grundsätzlich schmälert. Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Ver gleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 1 1. Juni 2013 E. 3.4). Des Weiteren kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 5. 6 Nach dem Gesagten vermag die Aktenbeurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ mangels einer diesbezüglich plausiblen Begründung die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose sowie eine möglicherweise relevante Verschlechte rung des Gesundheitszustands nicht zu widerlegen. Für das Beweismass des Glaubhaftmachens genügt es, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend. E. 1.3-1.4 ). Mit den zuhanden der Taggeldversicherung erstatteten Berichten und den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten des behandelnden Psychiater s und der darin neu genannten Diagnose einer kombi nierten Persönlichkeitsstörung liegen konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der letztmaligen Prüfung der Verhältnisse im April 2019 vor, womit die entsprechend erhöhten Anforderungen an das Beweismass des Glaubhaftmachens hinsichtlich einer erst kürzlich erlassenen Ablehnungsver fügung (vgl. vorstehend E. 1.3 und E. 5.3 ) erfüllt sind. Die Beschwerdeführerin hat mit den von ihr eingereichten medizinischen Berich ten eine Verschlechterung seit April 2019 zumindest glaubhaft dargelegt. 5. 7 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass das Verfahren zu erneuten Prüfung auch des ersten Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 4), ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Das vorliegende Verfahren bezieht sich demzufolge auf das Leistungsgesuch vom 2 8. März 2019, auf welches die Beschwerdegegnerin mit der vorliegend angefochtenen Verfü gung vom 1 3. März 2020 nicht eintrat - folglich ist einzig das Eintreten streitig. 5. 8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 zu Unrecht nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beur teilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistunge n geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest zulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 6.3 Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, der Beschwerdeführerin in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ein e Prozessentschädigung von Fr. 1’800-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) auszurichten. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1 3. März 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen, damit sie auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 eintrete und dieses materiell prüfe. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00304 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 1 3. November 2020

IV.2020.00304

IV.2020.00304

IV.2020.00304 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Rämi

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Rämi

Urteil vom 1 3. November 2020

Urteil vom 1 3. November 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller

vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Rechtsanwälte

Fertig Keller Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich

Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, war zuletzt vom Juni 2015 bis Oktober 201 8 als Architekturz eichnerin tätig ( Urk. 7/20, Urk. 7/30 ). Unter Hinweis auf Rücken, Schulter- und Nackenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten seit einem Unfall vom 2 6. November 2017 meldete sie sich am 2 4. April 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /10 Ziff. 6 ). Die Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Suva bei ( Urk. 7/12) und gewährte der Versicherten mit Mitteilung vom 1 8. Juli 2018 ( Urk. 7/18) ein internes Job Coaching zum Erhalt ihres derzeitigen Arbeitsplatzes, welche s mit Mitteilung vom 9. Oktober 2018 abgeschlossen wurde ( Urk. 7/31). Die IV-Stelle holte insbeson dere bei der Suva und dem Krankentaggeldversicherer weitere Akten ein ( Urk. 7/41, Urk. 7/45, Urk. 7/48) und stellte mit Vorbescheid vom 2 1. Februar 2019 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 7/50). Nach Ablauf der Ein wand frist gegen den Vorbescheid ersuchten die behandelnden Ärzte der Y.___ die IV-Stelle mit Bericht vom 2 8. März 2019 um eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund einer Verschlechterung des Gesund heitszustands der Versicherten ( Urk. 7/54). Mit Verfügung vom 3. April 2019 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 7/57). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

1. X.___, geboren 1975, war zuletzt vom Juni 2015 bis Oktober 201 8 als Architekturz eichnerin tätig ( Urk. 7/20, Urk. 7/30 ). Unter Hinweis auf Rücken, Schulter- und Nackenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten seit einem Unfall vom 2 6. November 2017 meldete sie sich am 2 4. April 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /10 Ziff. 6 ). Die Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Suva bei ( Urk. 7/12) und gewährte der Versicherten mit Mitteilung vom 1 8. Juli 2018 ( Urk. 7/18) ein internes Job Coaching zum Erhalt ihres derzeitigen Arbeitsplatzes, welche s mit Mitteilung vom 9. Oktober 2018 abgeschlossen wurde ( Urk. 7/31). Die IV-Stelle holte insbeson dere bei der Suva und dem Krankentaggeldversicherer weitere Akten ein ( Urk. 7/41, Urk. 7/45, Urk. 7/48) und stellte mit Vorbescheid vom 2 1. Februar 2019 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 7/50). Nach Ablauf der Ein wand frist gegen den Vorbescheid ersuchten die behandelnden Ärzte der Y.___ die IV-Stelle mit Bericht vom 2 8. März 2019 um eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund einer Verschlechterung des Gesund heitszustands der Versicherten ( Urk. 7/54). Mit Verfügung vom 3. April 2019 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 7/57). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/61, Urk. 7/69), in welchem die Versicherte einen weiteren Arztbericht zu den Akten reichte ( Urk. 7/68) und weitere Akten der Krankentaggeldversicherung eingingen ( Urk. 7/70-71), trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 3. März 2020 auf das neue Leistungsbegehren vom 2 8. März 2018 nicht ein ( Urk. 7/74 = Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/61, Urk. 7/69), in welchem die Versicherte einen weiteren Arztbericht zu den Akten reichte ( Urk. 7/68) und weitere Akten der Krankentaggeldversicherung eingingen ( Urk. 7/70-71), trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 3. März 2020 auf das neue Leistungsbegehren vom 2 8. März 2018 nicht ein ( Urk. 7/74 = Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 1 3. Mai 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei auf das Leistungsbegehren einzutreten. Eventuell sei ein medizinisches Gutachten anzu ordnen, welches die psychiatrischen Diagnosen und das Vorliegen einer Ver schlechterung des Gesundheitszustands beurteile. Subeventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung des Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die IV-Stelle zurückzu weisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3).

2. Die Versicherte erhob am 1 3. Mai 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei auf das Leistungsbegehren einzutreten. Eventuell sei ein medizinisches Gutachten anzu ordnen, welches die psychiatrischen Diagnosen und das Vorliegen einer Ver schlechterung des Gesundheitszustands beurteile. Subeventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung des Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die IV-Stelle zurückzu weisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8).

Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad s eit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).

Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad s eit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Ver waltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/ Mosimann /Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, Mosimann, N 20 zu Art. 17 ATSG).

1.3 Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Ver waltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/ Mosimann /Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, Mosimann, N 20 zu Art. 17 ATSG). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).

Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).

Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2).

1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass gemäss der Stellungnahme des Regional en Ärztlichen Dienstes keine Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sei (S. 1). Es könne weder eine mittelgradige noch eine schwere depres sive Sympto matik erkannt werden. Ferner sei die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung n icht gemäss den ICD-10-Kriterien hergeleitet worden und sei daher nicht plausibel nachvollziehbar. Somit könne keine Veränderung respektive Ver schlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass gemäss der Stellungnahme des Regional en Ärztlichen Dienstes keine Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sei (S. 1). Es könne weder eine mittelgradige noch eine schwere depres sive Sympto matik erkannt werden. Ferner sei die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung n icht gemäss den ICD-10-Kriterien hergeleitet worden und sei daher nicht plausibel nachvollziehbar. Somit könne keine Veränderung respektive Ver schlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2020 schlüssig und nachvollziehbar eine aktuell mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) diagnostiziert habe. Eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit 2018 sei damit zumindest glaubhaft gemacht, weshalb auf das erneute Leistungsgesuch vom 1. April 2019 einzutreten sei (S. 4 Ziff. 2). Insbesondere aufgrund der vorliegend übereinstimmenden Diagnostik durch verschiedene vonei nander unabhängige Spezialärzte bestünden erhebliche Zweifel an der Einschätzung durch die RAD Ärztin. Werde nicht ohnehin auf den Bericht des behandelnden Psychiaters abges tellt, sei zwingen d ein neutrales Gutachten einzuholen (S. 5 Ziff. 3.1). Wenn bereits im Jahr 2018 eine Depression sowie eine Persönlichkeitsstörung, welche die Depression verursacht habe, vorhanden gewesen sei en, müsse die erste Ver fügung der Beschwerdegegnerin vom 3. April 2019 revidiert oder in Wiederer wägung gezogen werden und unter den neuen Gesichtspunkten beurteilt werden (S. 6 Ziff. 4).

2.2 Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2020 schlüssig und nachvollziehbar eine aktuell mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) diagnostiziert habe. Eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit 2018 sei damit zumindest glaubhaft gemacht, weshalb auf das erneute Leistungsgesuch vom 1. April 2019 einzutreten sei (S. 4 Ziff. 2). Insbesondere aufgrund der vorliegend übereinstimmenden Diagnostik durch verschiedene vonei nander unabhängige Spezialärzte bestünden erhebliche Zweifel an der Einschätzung durch die RAD Ärztin. Werde nicht ohnehin auf den Bericht des behandelnden Psychiaters abges tellt, sei zwingen d ein neutrales Gutachten einzuholen (S. 5 Ziff. 3.1). Wenn bereits im Jahr 2018 eine Depression sowie eine Persönlichkeitsstörung, welche die Depression verursacht habe, vorhanden gewesen sei en, müsse die erste Ver fügung der Beschwerdegegnerin vom 3. April 2019 revidiert oder in Wiederer wägung gezogen werden und unter den neuen Gesichtspunkten beurteilt werden (S. 6 Ziff. 4). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung zu Recht nicht eingetreten ist. Prozessthema ist, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand seit der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57 ) wesentlich verschlech tert hat.

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung zu Recht nicht eingetreten ist. Prozessthema ist, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand seit der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57 ) wesentlich verschlech tert hat. 3.

3. 3.1 Beim Erlass der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) lagen im Wesentlichen die nachfo lgenden medizinischen Berichte vor :

3.1 Beim Erlass der Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) lagen im Wesentlichen die nachfo lgenden medizinischen Berichte vor : 3.2 Die Ärzte des Spitals Z.___ nannten im Notfallbericht vom 1. Dezember 2017 über die Behandlung vom 2 6. November 2017 ( Urk. 7/12/21-22) die folgenden Diagnosen (S. 1) :

3.2 Die Ärzte des Spitals Z.___ nannten im Notfallbericht vom 1. Dezember 2017 über die Behandlung vom 2 6. November 2017 ( Urk. 7/12/21-22) die folgenden Diagnosen (S. 1) : - Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) Grad II vom 2 6. November 2017

Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) Grad II vom 2 6. November 2017 - Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 2 6. November 2017

Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 2 6. November 2017 3.3 Im Bericht der Ärzte der Rehaklinik A.___ vom 2 5. Mai 2018 über das ambu lante Assessment vom 2 2. Mai 2018 ( Urk. 7/12/167-174) wurden die folgenden Diagnosen genannt (S. 1):

3.3 Im Bericht der Ärzte der Rehaklinik A.___ vom 2 5. Mai 2018 über das ambu lante Assessment vom 2 2. Mai 2018 ( Urk. 7/12/167-174) wurden die folgenden Diagnosen genannt (S. 1): - HWS-Distorsion Grad II nach Heckkollision vom 2 6. November 2017

HWS-Distorsion Grad II nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - LWS-Kontusion nach Heckkollision vom 2 6. November 2017

LWS-Kontusion nach Heckkollision vom 2 6. November 2017 - Röntgen der HWS/ Dens axis vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar, Dens axis nicht überlagerungsfrei darstellbar

Röntgen der HWS/ Dens axis vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar, Dens axis nicht überlagerungsfrei darstellbar - Röntgen der LWS inklusive thoraco -lumbaler Ü ber gang vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar

Röntgen der LWS inklusive thoraco -lumbaler Ü ber gang vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar - CT der HWS vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar

CT der HWS vom 2 6. November 2017 : Keine frische ossäre Läsion sichtbar Aus medizinisch-diagnostischer Sicht sei bei guter Kooperation und Leistungsbe reitschaft mit einem intensiven trainingsorientierten Reha bilitations programm eine Verbesserung der Beschwerden und der arbeitsbezogenen Belastbarkeit zu erreichen (S. 2).

Aus medizinisch-diagnostischer Sicht sei bei guter Kooperation und Leistungsbe reitschaft mit einem intensiven trainingsorientierten Reha bilitations programm eine Verbesserung der Beschwerden und der arbeitsbezogenen Belastbarkeit zu erreichen (S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 3 0. Juli 2018 über die Untersuchung vom 2 7. Juli 2018 ( Urk. 7/41/201-202) die folgenden Diagnosen (S. 1):

3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 3 0. Juli 2018 über die Untersuchung vom 2 7. Juli 2018 ( Urk. 7/41/201-202) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Heckauffahrkollision am 2 6. November 201 7

Heckauffahrkollision am 2 6. November 201 7 - episodische Migräne

episodische Migräne - cervikospondylogenes Schmerzsyndrom

cervikospondylogenes Schmerzsyndrom - stark reduzierte Belastbarkeit

stark reduzierte Belastbarkeit - Verdacht auf depressive Entwicklung mit Schlafstörung

Verdacht auf depressive Entwicklung mit Schlafstörung Die Beschwerdeführerin leide seit dem Unfall vom 2 6. November 2017 unter einer episodischen Migräne mit immer wieder exzessiven Attacken. Für eine struktu relle Läsion im Bereich des Zentralnervensystems oder peripher würden sich anamnestisch und klinisch keine Hinweise ergeben. Die Migräne sei zwar schon früher aufgetreten, seit Juni 2017 sei die Beschwerdeführerin jedoch beschwer defrei gewesen, sodass das Rezidiv eine direkte Unfallfolge sei. Ebenfalls seit dem Unfall leide die Beschwerdeführerin unter hartnäckigen Schulter-Nacken schmerzen rechts (sehr wahrscheinlich cervikospondylogen bedingt) und unter einer stark reduzierten Belastbarkeit mit einer Ein- und Durchschlafstörung, durchwegs direkte Unfallfolgen. Bezüglich der stark reduzierten Belastbarkeit müsse die Belastungsgrenze respektiert werden, was vorderhand eine Arbeitsun fähigkeit von mindestens 50 % bedeute, mittel- bis langfristig könne aber mit einer langsamen Besserung gerechnet werden (S. 1).

Die Beschwerdeführerin leide seit dem Unfall vom 2 6. November 2017 unter einer episodischen Migräne mit immer wieder exzessiven Attacken. Für eine struktu relle Läsion im Bereich des Zentralnervensystems oder peripher würden sich anamnestisch und klinisch keine Hinweise ergeben. Die Migräne sei zwar schon früher aufgetreten, seit Juni 2017 sei die Beschwerdeführerin jedoch beschwer defrei gewesen, sodass das Rezidiv eine direkte Unfallfolge sei. Ebenfalls seit dem Unfall leide die Beschwerdeführerin unter hartnäckigen Schulter-Nacken schmerzen rechts (sehr wahrscheinlich cervikospondylogen bedingt) und unter einer stark reduzierten Belastbarkeit mit einer Ein- und Durchschlafstörung, durchwegs direkte Unfallfolgen. Bezüglich der stark reduzierten Belastbarkeit müsse die Belastungsgrenze respektiert werden, was vorderhand eine Arbeitsun fähigkeit von mindestens 50 % bedeute, mittel- bis langfristig könne aber mit einer langsamen Besserung gerechnet werden (S. 1). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom 1 9. Oktober 2018 ( Urk. 7/33) die folgenden Diagnosen ( Ziff. 1):

3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom 1 9. Oktober 2018 ( Urk. 7/33) die folgenden Diagnosen ( Ziff. 1): - Status nach unerwarteter Heckauffahrkollision am 2 6. November 2017

Status nach unerwarteter Heckauffahrkollision am 2 6. November 2017 - HWS-Distorsion sowie Schmerzen im lumbosakralen Übergang

HWS-Distorsion sowie Schmerzen im lumbosakralen Übergang - Entwicklung eines posttraumatischen Belastungssyndroms und Exazerbation der vorbestehenden Kopfschmerzthematik mit Spannungskopfschmerzen und Migräne

Entwicklung eines posttraumatischen Belastungssyndroms und Exazerbation der vorbestehenden Kopfschmerzthematik mit Spannungskopfschmerzen und Migräne Durch die initial verminderte psychische und physische Belastbarkeit, beziehungsweise im Verlauf vor allem psychische Komponente, sei die Beschwer deführerin nur beschränkt arbeitsfähig. Bezüglich der aktuellen Situation ver weise er auf die behandelnde psychiatrische Praxis ( Ziff. 2). Durch die manuelle Therapie gelinge es die somatische Situation aktuell stabil zu halten beziehungs weise sei diesbezüglich ein erfreulicher Verlauf zu verzeichnen. Schwierig gestalte sich vielmehr das posttraumatische Belastungssyndrom ( Ziff. 9).

Durch die initial verminderte psychische und physische Belastbarkeit, beziehungsweise im Verlauf vor allem psychische Komponente, sei die Beschwer deführerin nur beschränkt arbeitsfähig. Bezüglich der aktuellen Situation ver weise er auf die behandelnde psychiatrische Praxis ( Ziff. 2). Durch die manuelle Therapie gelinge es die somatische Situation aktuell stabil zu halten beziehungs weise sei diesbezüglich ein erfreulicher Verlauf zu verzeichnen. Schwierig gestalte sich vielmehr das posttraumatische Belastungssyndrom ( Ziff. 9). 3.6 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 2. November 2018 (7/37/2-6) aus, dass er die Beschwerde führer i n seit 1 2. Juli 2018 ambulant behandle ( Ziff. 1.1), und nannte eine schwer gradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) als Diagnose ( Ziff. 2.5) Die Arbeitsfähigkeit werde ab 2019 schrittweise erhöhbar sein ( Ziff. 2.7). Aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, wobei die Prognose zur Einglieder ung günstig sei ( Ziff. 4.1-4.3).

3.6 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 2. November 2018 (7/37/2-6) aus, dass er die Beschwerde führer i n seit 1 2. Juli 2018 ambulant behandle ( Ziff. 1.1), und nannte eine schwer gradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) als Diagnose ( Ziff. 2.5) Die Arbeitsfähigkeit werde ab 2019 schrittweise erhöhbar sein ( Ziff. 2.7). Aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, wobei die Prognose zur Einglieder ung günstig sei ( Ziff. 4.1-4.3). 3.7 Dr. D.___ (vorstehend E. 3.6 ) und lic. phil. E.___, Psychotherapeut, führten in ihrem Bericht vom 2. November 2018 ( Urk. 7/37/7-8) aus, dass sich mindestens seit Behandlungsbeginn im Juli 2018 ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie am Arbeitsplatz gezeigt habe. Dies habe insgesamt dazu geführt, dass eine psychische Dekompensation stattge funden habe und die Beschwerdeführerin die auf sie prallenden Probleme nicht mehr von sich aus zu lösen vermocht habe. Sie sei rasch zu 100 % krankge schrieben worden (S. 1). Mittels dem am 1 3. August 2018 erhobenen «Beck-Depressionsinventar», welche s einen Wert von 29 Punkten ergeben habe, habe zusammen mit dem Rapportierten eine schwergradige depressive Episode diagnostiziert werden können. Die aktuelle Unfähigkei t, jedweder Arbeit nach zu gehen, würden sie als momentan schwergradig, jedoch heilbar be urteilen, da die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Sie seien optimistisch, dass die Patientin in einigen wenigen Monaten wieder zumindest teilweise arbeitsfähig sein werde. Bei gutem Verlauf würden sie von einer zukünftigen 100%igen A rbeitsfähigkeit ausgehen, wobei die Beschwerde führerin noch zirka 4-6 Wochen brauchen werde, damit sie min destens teilweise wieder arbeitsfähig sei. Aus medizinsicher Sicht seien die vor einem Monat gemessenen Symptome bereits leicht abklingend (S. 2).

3.7 Dr. D.___ (vorstehend E. 3.6 ) und lic. phil. E.___, Psychotherapeut, führten in ihrem Bericht vom 2. November 2018 ( Urk. 7/37/7-8) aus, dass sich mindestens seit Behandlungsbeginn im Juli 2018 ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie am Arbeitsplatz gezeigt habe. Dies habe insgesamt dazu geführt, dass eine psychische Dekompensation stattge funden habe und die Beschwerdeführerin die auf sie prallenden Probleme nicht mehr von sich aus zu lösen vermocht habe. Sie sei rasch zu 100 % krankge schrieben worden (S. 1). Mittels dem am 1 3. August 2018 erhobenen «Beck-Depressionsinventar», welche s einen Wert von 29 Punkten ergeben habe, habe zusammen mit dem Rapportierten eine schwergradige depressive Episode diagnostiziert werden können. Die aktuelle Unfähigkei t, jedweder Arbeit nach zu gehen, würden sie als momentan schwergradig, jedoch heilbar be urteilen, da die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Sie seien optimistisch, dass die Patientin in einigen wenigen Monaten wieder zumindest teilweise arbeitsfähig sein werde. Bei gutem Verlauf würden sie von einer zukünftigen 100%igen A rbeitsfähigkeit ausgehen, wobei die Beschwerde führerin noch zirka 4-6 Wochen brauchen werde, damit sie min destens teilweise wieder arbeitsfähig sei. Aus medizinsicher Sicht seien die vor einem Monat gemessenen Symptome bereits leicht abklingend (S. 2). 3.8 Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 1 5. Februar 2019 Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 7/49/5-6). Sie führte aus, dass aufgrund des Arztberichts von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 zuhanden d er IV-Stelle (vgl. vorstehend E. 3.6 ) nur schon wegen fehlendem psychopathologischem Befund und einer nicht adäquaten medikamentösen Behandlung keine schwer gradige depressive Episode nachvollzogen werden könne. Zudem seien verschiedene psychosoziale Belastungen (familiäre Probleme, beruflicher Druck und Überforderung, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Kündigung der Arbeitsstelle) in der Vorgeschichte beschrieben worden, vor allem auch Schwierigkeiten am Arbeitsplat z, sodass der Verdacht entstehe, dass sich die Beschwerdeführerin aus Arbeitsplatzgründen habe krankschreiben lassen (S. 5). Im Bericht vom November 2018 zuhande n der Suva (vgl. vorstehend E. 3.7 ) seien im psychopathologischen Befund vor allem Aussagen der Beschwerdeführerin beschrieben worden. Ferner sei angegeben worden, dass die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Aktuell sei kein lang anhaltender Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 6).

3.8 Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 1 5. Februar 2019 Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 7/49/5-6). Sie führte aus, dass aufgrund des Arztberichts von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 zuhanden d er IV-Stelle (vgl. vorstehend E. 3.6 ) nur schon wegen fehlendem psychopathologischem Befund und einer nicht adäquaten medikamentösen Behandlung keine schwer gradige depressive Episode nachvollzogen werden könne. Zudem seien verschiedene psychosoziale Belastungen (familiäre Probleme, beruflicher Druck und Überforderung, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Kündigung der Arbeitsstelle) in der Vorgeschichte beschrieben worden, vor allem auch Schwierigkeiten am Arbeitsplat z, sodass der Verdacht entstehe, dass sich die Beschwerdeführerin aus Arbeitsplatzgründen habe krankschreiben lassen (S. 5). Im Bericht vom November 2018 zuhande n der Suva (vgl. vorstehend E. 3.7 ) seien im psychopathologischen Befund vor allem Aussagen der Beschwerdeführerin beschrieben worden. Ferner sei angegeben worden, dass die Depression erstmalig und klar auf externale Faktoren abgestützt werden könne. Aktuell sei kein lang anhaltender Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 6). 3.9 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. H.___, Psychologin, Y.___, führten in ihrem Bericht vom 2 8. März 2019 ( Urk. 7/54), bei der Beschwerdegegnerin eingegangen am 3. April 2019 (vgl. Urk. 7/60/1), aus, die Beschwerdeführerin sich seit 1 8. Februar 2019 in stationärer Behandlung. Es sei eine mittelgradige depressive Episode vorbekannt. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden seien erstmals nach einem Auffahrunfall mit Schleudertrauma Ende 2017 aufge treten. Im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, insbesondere der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmenden sozialen Isolierung und familiärer Konflikte sei es zu einer weiteren Verstärkung der Symptomatik gekommen. In der Gesamtschau zeige sich bei der Beschwerde führerin unabhängig von der aktuellen Krisensituation eine sehr unsichere Per sönlichkeitsstruktur mit vielen Ängsten und Niedergeschlagenheitsgefühlen sowie einem hohen Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben und Perfektionismus seit der frühen Kindheit. Vor diesem Hintergrund erweise sich die aktuelle Arbeits situation für die Beschwerdeführerin als überfordernd. Zwar habe im Rahmen der gegenwärtigen Behandlung auf der Spezialstation für Depressionserkrankungen eine gewisse Zustandsverbesserung (Antriebssteigerung, Stimmungsaufhellung) erreicht werden können, kognitive Einschränkungen in Form von Konzentra tionsstörungen und hohe eigene Leistungsansprüche gepaart mit Überforderungs- und Insuffizienzgefühlen sowie eine damit einhergehende Blockierung bezüglich der Planung der beruflichen Reintegration würden jedoch persistieren. Bei fehlender Unterstützung in diesem Bereich sei eine erneute Verschlechterung des Stimmungszustands und langfristig eine Chronifizierung der depressiven Störung zu prognostizieren. Für eine längerfristige Stabilisierung des Zustands würden daher eine engmaschige Begleitung im schrittweisen beruflichen Wiederein gliederungsprozess sowie belastungsreduzierende Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Daher werde die IV-Stelle mit diesem Schreiben um eine erneute Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung gebeten (S. 1).

3.9 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. H.___, Psychologin, Y.___, führten in ihrem Bericht vom 2 8. März 2019 ( Urk. 7/54), bei der Beschwerdegegnerin eingegangen am 3. April 2019 (vgl. Urk. 7/60/1), aus, die Beschwerdeführerin sich seit 1 8. Februar 2019 in stationärer Behandlung. Es sei eine mittelgradige depressive Episode vorbekannt. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden seien erstmals nach einem Auffahrunfall mit Schleudertrauma Ende 2017 aufge treten. Im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, insbesondere der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmenden sozialen Isolierung und familiärer Konflikte sei es zu einer weiteren Verstärkung der Symptomatik gekommen. In der Gesamtschau zeige sich bei der Beschwerde führerin unabhängig von der aktuellen Krisensituation eine sehr unsichere Per sönlichkeitsstruktur mit vielen Ängsten und Niedergeschlagenheitsgefühlen sowie einem hohen Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben und Perfektionismus seit der frühen Kindheit. Vor diesem Hintergrund erweise sich die aktuelle Arbeits situation für die Beschwerdeführerin als überfordernd. Zwar habe im Rahmen der gegenwärtigen Behandlung auf der Spezialstation für Depressionserkrankungen eine gewisse Zustandsverbesserung (Antriebssteigerung, Stimmungsaufhellung) erreicht werden können, kognitive Einschränkungen in Form von Konzentra tionsstörungen und hohe eigene Leistungsansprüche gepaart mit Überforderungs- und Insuffizienzgefühlen sowie eine damit einhergehende Blockierung bezüglich der Planung der beruflichen Reintegration würden jedoch persistieren. Bei fehlender Unterstützung in diesem Bereich sei eine erneute Verschlechterung des Stimmungszustands und langfristig eine Chronifizierung der depressiven Störung zu prognostizieren. Für eine längerfristige Stabilisierung des Zustands würden daher eine engmaschige Begleitung im schrittweisen beruflichen Wiederein gliederungsprozess sowie belastungsreduzierende Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Daher werde die IV-Stelle mit diesem Schreiben um eine erneute Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung gebeten (S. 1). 3.10 Gestützt auf diese Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) davon aus, dass die psychiatrischen Einschränkun gen erstmalig aufgetreten und vor allem durch psychosoziale Belastungen aus gelöst worden seien, was von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden könne. Somit liege aus Sicht der IV-Stelle keine langandauernde Gesund heitseinschränkung vor, welche eine bleibende Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit mit sich bringe (S. 2).

3.10 Gestützt auf diese Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) davon aus, dass die psychiatrischen Einschränkun gen erstmalig aufgetreten und vor allem durch psychosoziale Belastungen aus gelöst worden seien, was von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden könne. Somit liege aus Sicht der IV-Stelle keine langandauernde Gesund heitseinschränkung vor, welche eine bleibende Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit mit sich bringe (S. 2). 4.

4. 4.1 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) lagen im Wesentlichen die folg enden medizinischen Berichte zugrunde :

4.1 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1 3. März 2020 ( Urk. 2) lagen im Wesentlichen die folg enden medizinischen Berichte zugrunde : 4.2 Am 1 6. Juli 2019 führte Dr. F.___ (vgl. vorstehend E. 3.8) zum Bericht von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vgl. vorstehend E. 3.9) aus, es könne darin keine Verschlechterung erkannt werden. Es werde darin keine eigene Diagnose, sondern die vorbekannte mittelgradige depressive Episode genannt und auch kein psychopathologischer Befund aufgeführt. Zudem habe während der Hospitalisation eine gewisse Zustandsverbesserung erreicht werden können. Im Arztbericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7) sei noch eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, demzufolge wäre eine Verbesserung eingetreten. Ferner sei im aktuellen Arztbericht festgehalten worden, dass es in der Zwischenzeit im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, wie der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmend sozialen Isolierung sowie familiärer Konflikte zu einer weiteren Ver stärkung der Symptomatik gekommen sei. Insgesamt könne noch immer kein langanhaltender Gesundheitsschaden erkannt werden. Aus RAD-Sicht wäre eine Unterstützung bei der Stellensuche jedoch erneut zu befürworten, damit die Beschwerdeführerin im Berufsleben möglichst bald wieder Fuss fassen könne.

4.2 Am 1 6. Juli 2019 führte Dr. F.___ (vgl. vorstehend E. 3.8) zum Bericht von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vgl. vorstehend E. 3.9) aus, es könne darin keine Verschlechterung erkannt werden. Es werde darin keine eigene Diagnose, sondern die vorbekannte mittelgradige depressive Episode genannt und auch kein psychopathologischer Befund aufgeführt. Zudem habe während der Hospitalisation eine gewisse Zustandsverbesserung erreicht werden können. Im Arztbericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom November 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7) sei noch eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, demzufolge wäre eine Verbesserung eingetreten. Ferner sei im aktuellen Arztbericht festgehalten worden, dass es in der Zwischenzeit im Rahmen weiterer psychosozialer Belastungsfaktoren, wie der Kündigung des Arbeitsplatzes im Sommer 2018, der zunehmend sozialen Isolierung sowie familiärer Konflikte zu einer weiteren Ver stärkung der Symptomatik gekommen sei. Insgesamt könne noch immer kein langanhaltender Gesundheitsschaden erkannt werden. Aus RAD-Sicht wäre eine Unterstützung bei der Stellensuche jedoch erneut zu befürworten, damit die Beschwerdeführerin im Berufsleben möglichst bald wieder Fuss fassen könne. 4.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von med. pract. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, vom 1 1. November 2019 ( Urk. 7/68) ein. Darin wurden die folgenden Diagnosen genannt ( Ziff. 4):

4.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von med. pract. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, vom 1 1. November 2019 ( Urk. 7/68) ein. Darin wurden die folgenden Diagnosen genannt ( Ziff. 4): - schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2)

schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen Die beschriebene kombinierte Persönlichkeitsstörung wirke als eine im Hinter grund bestehende Erkrankung, welche überall im Umgang mit Drittpersonen und Institutionen zu Schwierigkeiten sowie seit einiger Zeit zu einer depressiven Ent wicklung führe ( Ziff. 5). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustandsverbesserung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 6). Therapieziel seien die Symptomremission und das Ändern von dysfunktionalen Verhaltensmustern. Die Beschwerdeführerin benö tige zur Wiedereingliederung sicherlich eine externe Hilfe, so wie es die Invali denversicherung anbiete. Zusätzlich wäre ein Job Coach zur Unterstützung im Umgang mit der arbeitsbezogenen Problematik sinnvoll ( Ziff. 7).

Die beschriebene kombinierte Persönlichkeitsstörung wirke als eine im Hinter grund bestehende Erkrankung, welche überall im Umgang mit Drittpersonen und Institutionen zu Schwierigkeiten sowie seit einiger Zeit zu einer depressiven Ent wicklung führe ( Ziff. 5). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustandsverbesserung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 6). Therapieziel seien die Symptomremission und das Ändern von dysfunktionalen Verhaltensmustern. Die Beschwerdeführerin benö tige zur Wiedereingliederung sicherlich eine externe Hilfe, so wie es die Invali denversicherung anbiete. Zusätzlich wäre ein Job Coach zur Unterstützung im Umgang mit der arbeitsbezogenen Problematik sinnvoll ( Ziff. 7). 4.4 Der Beschwerdegegnerin wurden am 3 0. Dezember 2019 die medizinischen Akten der Taggeldversicherung zugestellt (vgl. Urk. 7/70).

4.4 Der Beschwerdegegnerin wurden am 3 0. Dezember 2019 die medizinischen Akten der Taggeldversicherung zugestellt (vgl. Urk. 7/70). Dr. D.___ und lic. phil. E.___ (vgl. vorstehend E. 3.6 und 3.7) nannten in ihrem Bericht vom 1 5. März 2019 ( Urk. 7/71/15-17) als Diagnose eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2; Ziff. 4). Bisher sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig; langfristig sehe man an einer anderen Arbeitsstelle eine vollständige Arbeitsfähigkeit als Hochbau zeichnerin ( Ziff. 5). Sie habe sich ab 1 8. Februar 2019 in stationäre Behandlung begeben ( Ziff. 7).

Dr. D.___ und lic. phil. E.___ (vgl. vorstehend E. 3.6 und 3.7) nannten in ihrem Bericht vom 1 5. März 2019 ( Urk. 7/71/15-17) als Diagnose eine schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2; Ziff. 4). Bisher sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig; langfristig sehe man an einer anderen Arbeitsstelle eine vollständige Arbeitsfähigkeit als Hochbau zeichnerin ( Ziff. 5). Sie habe sich ab 1 8. Februar 2019 in stationäre Behandlung begeben ( Ziff. 7). 4.5 Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ (vgl. vorstehend E. 3.9) nannten in ihrem Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 7/71/19-23) über die bis 2 6. März 2018 geplante stationäre Behandlung (vgl. Ziff. 11) die folgenden Diagnosen (S. 2 Ziff. 4):

4.5 Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ (vgl. vorstehend E. 3.9) nannten in ihrem Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 7/71/19-23) über die bis 2 6. März 2018 geplante stationäre Behandlung (vgl. Ziff. 11) die folgenden Diagnosen (S. 2 Ziff. 4): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Schleudertrauma der Halswirbelsäule

Schleudertrauma der Halswirbelsäule - Migräne mit Aura

Migräne mit Aura Die Beschwerdeführerin sei am 1 8. Februar 2019, auf Zuweisung des behandeln den Psychologen lic. phil. E.___, freiwillig und geplant zu ersten psychiatri schen Hospitalisation in die Klinik Y.___ eingetreten. Sie habe sich deutlich niedergeschlagen, angespannt und weinerlich, aber auch motiviert für eine stationäre Behandlung präsentiert. Sie hätten bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Als auslösende sowie auf rechterhaltende Faktoren seien der Auffahrunfall, die Kündigung, der Auszug aus dem Familienhaus, aber auch prägende Beziehungserfahrungen über die Lebens spanne vor dem Hintergrund einer stark selbstunsicheren Persönlichkeitsstruktur zu erachten (S. 2 Ziff. 2). Im Rahmen der depressiven Symptomatik sei die Beschwerdeführerin vom ambulanten Behandler zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden, was sie in Anbetracht der Stärke der Symptomatik und der Beeinträchtigung in den meisten Lebensbereichen für klar gerechtfertigt erachten würden (S. 3 Ziff. 5). Aktuell werde ihr weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei eine Prognosestellung über den weiteren Krankheitsverlauf und die berufliche Leistungsfähigkeit schwierig sei. Es werde aber davon ausge gangen, dass durch eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, zunächst noch im stationären Setting, anschliessend im teilstationären und ambulanten Rahmen, eine weitere Reduktion der Symptomatik erreicht werden könne. In diesem Rahmen sei auch eine schrittweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess denkbar (S. 3 Ziff. 6). Die Beschwerdeführerin zeige durch die bisherige Behandlung eine leichte Stabilisierung des Zustands, eine Verbesserung des Schlafs und eine Steigerung des Antriebs (S. 4 Ziff. 10). Im Anschluss werde dringend die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung im ambulanten Setting empfohlen. Zudem könne sich eine vorübergehende Anbindung in einer Tagesklinik als prognostisch günstig auswirken (S. 4 Ziff. 11).

Die Beschwerdeführerin sei am 1 8. Februar 2019, auf Zuweisung des behandeln den Psychologen lic. phil. E.___, freiwillig und geplant zu ersten psychiatri schen Hospitalisation in die Klinik Y.___ eingetreten. Sie habe sich deutlich niedergeschlagen, angespannt und weinerlich, aber auch motiviert für eine stationäre Behandlung präsentiert. Sie hätten bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Als auslösende sowie auf rechterhaltende Faktoren seien der Auffahrunfall, die Kündigung, der Auszug aus dem Familienhaus, aber auch prägende Beziehungserfahrungen über die Lebens spanne vor dem Hintergrund einer stark selbstunsicheren Persönlichkeitsstruktur zu erachten (S. 2 Ziff. 2). Im Rahmen der depressiven Symptomatik sei die Beschwerdeführerin vom ambulanten Behandler zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden, was sie in Anbetracht der Stärke der Symptomatik und der Beeinträchtigung in den meisten Lebensbereichen für klar gerechtfertigt erachten würden (S. 3 Ziff. 5). Aktuell werde ihr weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei eine Prognosestellung über den weiteren Krankheitsverlauf und die berufliche Leistungsfähigkeit schwierig sei. Es werde aber davon ausge gangen, dass durch eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, zunächst noch im stationären Setting, anschliessend im teilstationären und ambulanten Rahmen, eine weitere Reduktion der Symptomatik erreicht werden könne. In diesem Rahmen sei auch eine schrittweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess denkbar (S. 3 Ziff. 6). Die Beschwerdeführerin zeige durch die bisherige Behandlung eine leichte Stabilisierung des Zustands, eine Verbesserung des Schlafs und eine Steigerung des Antriebs (S. 4 Ziff. 10). Im Anschluss werde dringend die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung im ambulanten Setting empfohlen. Zudem könne sich eine vorübergehende Anbindung in einer Tagesklinik als prognostisch günstig auswirken (S. 4 Ziff. 11). 4.6 Med. pract. I.___ diagnostizierte mit Bericht vom 2 0. Mai 2019 ( Urk. 7/71/10 13) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1; Ziff. 4) und hielt fest, es sei trotz der intensiven Therapie keine wesentliche Zustands besserung eingetreten; es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ( Ziff. 5). Es bestünden ausschliesslich medizinische Gründe für die Arbeitsun fähigkeit, dies aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrations störungen, des Ruminierens sowie der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der Erschöpfung ( Ziff. 7). Er betreue die Patientin erst seit 6 Wochen ( Ziff. 10).

4.6 Med. pract. I.___ diagnostizierte mit Bericht vom 2 0. Mai 2019 ( Urk. 7/71/10 13) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1; Ziff. 4) und hielt fest, es sei trotz der intensiven Therapie keine wesentliche Zustands besserung eingetreten; es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ( Ziff. 5). Es bestünden ausschliesslich medizinische Gründe für die Arbeitsun fähigkeit, dies aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrations störungen, des Ruminierens sowie der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der Erschöpfung ( Ziff. 7). Er betreue die Patientin erst seit 6 Wochen ( Ziff. 10). Diese Angaben wiederholte med. pract. I.___ im Wesentlichen in seinem Bericht vom 6. September 2019 ( Urk. 7/71/6-8).

Diese Angaben wiederholte med. pract. I.___ im Wesentlichen in seinem Bericht vom 6. September 2019 ( Urk. 7/71/6-8). 4.7 Im Bericht vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 7/71/2-4) nannte med. pract. I.___ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) als Diagnosen ( Ziff. 4). Er führte aus, dass sich im Rahmen einer im Oktober 2019 durchgeführte Testung sowie eines Interviews eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom Cluster A (paranoide sowie schizoide Persönlichkeitsstörung) sowie vom Cluster C (vermeidend-selbst unsichere und zwanghafte Persönlichkeitsstörung) ergeben habe. Die Persönlich keits störung werde als Grunderkrankung angesehen, welche rascher und eher zu relevanten psychischen Krisen und Erkrankungen wie der vor liegenden rezidi vierenden depressiven Störung führe, da bei der Persönlich keitsstörung das Handlungsrepertoire im Umgang mit Dritten oder Ereignissen nicht variabel, sondern rigide sei. Die aktuelle depressive Symptomatik bestehe offenbar seit Herbst in dieser Form. Genauere Angaben könne med. pract. I.___ nicht machen, da die Behandlung erst am 2 8. März 2019 begonnen habe. Vom 1 8. Fe b ru ar bis 2 6. März 2019 habe wegen des schlechten Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eine stationäre Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik Y.___ stattgefunden. Kurz nach Beginn der ambulanten Behandlung bei med. pract. I.___ sei die Beschwerdeführerin zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teilzeit in die K linik J.___ ein getreten. Seit dem Austritt aus der J.___ sei ihr Gesund heitszustand gleich bleibend und es komme weiterhin engmaschig zu ambulant psychiatrisch-psy chotherapeutischen Konsultationen ( Ziff. 1). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustands verbesse rung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 5). Hinsichtlich der Prognose könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerde führerin in absehbarer Zeit langsam und stetig erholen könne. Eine genaue zeit liche Prognose könne jedoch nicht gestellt werden. Nachteilig sei ebenfalls, dass sie auf verschiedene klassische Antidepressiva mit massiven Nebenwirkungen reagiert habe, wobei sie das ebenso wirksame Johannis krautpräparat jedoch gut vertrage ( Ziff. 6). Für die Arbeitsunfähigkeit bestünden ausschliesslich medizini sche Gründe, so liege insbesondere die Kündigung der letzten Arbeitsstelle schon lange zurück und spiele keine Rolle mehr. Haupt sächlich bestehe die Arbeitsun fähigkeit aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrationsstörungen, des Ruminierens, der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der starken Erschöpfung ( Ziff. 7).

4.7 Im Bericht vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 7/71/2-4) nannte med. pract. I.___ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) als Diagnosen ( Ziff. 4). Er führte aus, dass sich im Rahmen einer im Oktober 2019 durchgeführte Testung sowie eines Interviews eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom Cluster A (paranoide sowie schizoide Persönlichkeitsstörung) sowie vom Cluster C (vermeidend-selbst unsichere und zwanghafte Persönlichkeitsstörung) ergeben habe. Die Persönlich keits störung werde als Grunderkrankung angesehen, welche rascher und eher zu relevanten psychischen Krisen und Erkrankungen wie der vor liegenden rezidi vierenden depressiven Störung führe, da bei der Persönlich keitsstörung das Handlungsrepertoire im Umgang mit Dritten oder Ereignissen nicht variabel, sondern rigide sei. Die aktuelle depressive Symptomatik bestehe offenbar seit Herbst in dieser Form. Genauere Angaben könne med. pract. I.___ nicht machen, da die Behandlung erst am 2 8. März 2019 begonnen habe. Vom 1 8. Fe b ru ar bis 2 6. März 2019 habe wegen des schlechten Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eine stationäre Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik Y.___ stattgefunden. Kurz nach Beginn der ambulanten Behandlung bei med. pract. I.___ sei die Beschwerdeführerin zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teilzeit in die K linik J.___ ein getreten. Seit dem Austritt aus der J.___ sei ihr Gesund heitszustand gleich bleibend und es komme weiterhin engmaschig zu ambulant psychiatrisch-psy chotherapeutischen Konsultationen ( Ziff. 1). Trotz der intensiven Therapie (stationär, teilstationär und ambulant) sei leider keine wesentliche Zustands verbesse rung eingetreten. Aktuell bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche auch in naher Zukunft weiterbestehen werde ( Ziff. 5). Hinsichtlich der Prognose könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerde führerin in absehbarer Zeit langsam und stetig erholen könne. Eine genaue zeit liche Prognose könne jedoch nicht gestellt werden. Nachteilig sei ebenfalls, dass sie auf verschiedene klassische Antidepressiva mit massiven Nebenwirkungen reagiert habe, wobei sie das ebenso wirksame Johannis krautpräparat jedoch gut vertrage ( Ziff. 6). Für die Arbeitsunfähigkeit bestünden ausschliesslich medizini sche Gründe, so liege insbesondere die Kündigung der letzten Arbeitsstelle schon lange zurück und spiele keine Rolle mehr. Haupt sächlich bestehe die Arbeitsun fähigkeit aufgrund der Antriebsstörung, der deutlichen Konzentrationsstörungen, des Ruminierens, der Schlafstörungen, der Müdigkeit und der starken Erschöpfung ( Ziff. 7). 4. 8 Am 1 3. März 2020 nahm RAD-Ä rztin Dr. F.___ erneut Stellung zum medizini schen Sachverhalt ( Urk. 7/72/3- 4). Sie führte aus, dass die im Bericht der behan delnden Fachpersonen der Y.___ vom 1 8. März 2019 (vgl. vorste hend E. 4.5 ) berichteten Beschwerden und der psychopathologische Befund keine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den ICD-10-Kriterien erkennen lassen würden. Des Weiteren sei eine stark selbstunsichere Persönlichkeitsstruktur beschrieben worden, was höchstens als Persönlichkeitsakzentuierung interpretiert werden könne. Zudem bestünden die psychischen Auffälligkeiten seit dem Auto unfall im Jahr 2017 bei zusätzlichen psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Arzt bericht von med. pract. I.___ vom 1 6. Dezember 2019 sei erstmals neben der mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) aufgeführt worden, wobei der angegebene ICD-10-Code keine Persönlichkeitsstörung beschreibe. Die Persönlichkeitsstörung sei mittels einer Testung und eines spezifischen Interview s diagnostiziert worden, allerdings könne dies alleine keinesfalls eine entspre chende Diagnose begründen. Bei unauffälliger Schul- und Berufslaufbahn wären beispielsweise die allgemeinen Bedingungen für eine Persönlichkeitsstö rung gemäss ICD-10 nicht erfüllt. Im Bericht von med. pract. I.___ vom 1 1. Novem ber 2019 sei im Gegensatz zum Bericht vom 1 6. Dezember 2019 eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, was nicht glaubhaft sei (S. 3). Da weder eine mittelgradige, geschweige denn eine schwere depressive Symptomatik erkannt werden könne, und die nicht gemäss ICD-10-Kriterien her gel eitete Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht plausibel nachvollziehbar sei, könne keine Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 4).

4. 8 Am 1 3. März 2020 nahm RAD-Ä rztin Dr. F.___ erneut Stellung zum medizini schen Sachverhalt ( Urk. 7/72/3- 4). Sie führte aus, dass die im Bericht der behan delnden Fachpersonen der Y.___ vom 1 8. März 2019 (vgl. vorste hend E. 4.5 ) berichteten Beschwerden und der psychopathologische Befund keine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den ICD-10-Kriterien erkennen lassen würden. Des Weiteren sei eine stark selbstunsichere Persönlichkeitsstruktur beschrieben worden, was höchstens als Persönlichkeitsakzentuierung interpretiert werden könne. Zudem bestünden die psychischen Auffälligkeiten seit dem Auto unfall im Jahr 2017 bei zusätzlichen psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Arzt bericht von med. pract. I.___ vom 1 6. Dezember 2019 sei erstmals neben der mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, vermeidend-selbstunsicheren sowie zwanghaften Anteilen (ICD-10 F60.9) aufgeführt worden, wobei der angegebene ICD-10-Code keine Persönlichkeitsstörung beschreibe. Die Persönlichkeitsstörung sei mittels einer Testung und eines spezifischen Interview s diagnostiziert worden, allerdings könne dies alleine keinesfalls eine entspre chende Diagnose begründen. Bei unauffälliger Schul- und Berufslaufbahn wären beispielsweise die allgemeinen Bedingungen für eine Persönlichkeitsstö rung gemäss ICD-10 nicht erfüllt. Im Bericht von med. pract. I.___ vom 1 1. Novem ber 2019 sei im Gegensatz zum Bericht vom 1 6. Dezember 2019 eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) beschrieben worden, was nicht glaubhaft sei (S. 3). Da weder eine mittelgradige, geschweige denn eine schwere depressive Symptomatik erkannt werden könne, und die nicht gemäss ICD-10-Kriterien her gel eitete Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht plausibel nachvollziehbar sei, könne keine Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustands erkannt werden (S. 4). 4. 9 Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).

4. 9 Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich des im Rahmen des Beschwerdever fahrens eingereichten Berichtes von med. pract. I.___ vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) erfüllt, weshalb dieser vorliegend berücksichtigt werden kann.

Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich des im Rahmen des Beschwerdever fahrens eingereichten Berichtes von med. pract. I.___ vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) erfüllt, weshalb dieser vorliegend berücksichtigt werden kann. 4. 10 Med. p ract. I.___ führte in seinem Bericht vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) aus, dass für die Diagnose einer mittelgradig en depressiven Episode gemäss ICD-10 sechs übereinstimmende Symptome vorhanden seien, obwohl nur vier Symptome not wendig wären. Er könne daher nicht nachvollziehen, weshalb RAD-Ärztin Dr. F.___ das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode verneine. In Übereinstimmung mit der Stellungnahme der RAD-Ärztin müsse der ICD 10 Code für die kombinierte Persönlichkeitsstörung richtigerweise F61.0 lauten. Wieso seit Ende 2019 zusätzlich die Diagnose einer kombinierten Persön lichkeitsstörung gestellt worden sei, erkläre s ich dadurch, dass in der Therapie keine Konflikte aufgetreten seien und sich keine Notwendigkeit ergeben habe, eine Testung durchzuführen. Im Laufe der Therapie könnten sich oft zusätzliche Diagnosen ergeben (S. 1). Des Weiteren sei der depressive Zustand definitionsge mäss episodisch und könne so innert einem Monat von mittelgradig bis schwer oder umgekehrt variieren, was klinisch bei Weitem keine Seltenheit sei (S. 1 f.). Aktuell bestehe wiederum ein mittelgradig depressiver Zustand. Des Weiteren hätten sich in der Entwicklung der Beschwerdeführer in immer dieselben Konflikt felder gezeigt. Da die Persönlichkeitsstörung als Grunderkrankung immer wieder depressive Episoden verschiedenen Ausmasses beding en könne, sei vorliegend von einer Zustandsverschlechterung auszugehen (S. 2).

4. 10 Med. p ract. I.___ führte in seinem Bericht vom 4. Mai 2020 ( Urk. 3) aus, dass für die Diagnose einer mittelgradig en depressiven Episode gemäss ICD-10 sechs übereinstimmende Symptome vorhanden seien, obwohl nur vier Symptome not wendig wären. Er könne daher nicht nachvollziehen, weshalb RAD-Ärztin Dr. F.___ das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode verneine. In Übereinstimmung mit der Stellungnahme der RAD-Ärztin müsse der ICD 10 Code für die kombinierte Persönlichkeitsstörung richtigerweise F61.0 lauten. Wieso seit Ende 2019 zusätzlich die Diagnose einer kombinierten Persön lichkeitsstörung gestellt worden sei, erkläre s ich dadurch, dass in der Therapie keine Konflikte aufgetreten seien und sich keine Notwendigkeit ergeben habe, eine Testung durchzuführen. Im Laufe der Therapie könnten sich oft zusätzliche Diagnosen ergeben (S. 1). Des Weiteren sei der depressive Zustand definitionsge mäss episodisch und könne so innert einem Monat von mittelgradig bis schwer oder umgekehrt variieren, was klinisch bei Weitem keine Seltenheit sei (S. 1 f.). Aktuell bestehe wiederum ein mittelgradig depressiver Zustand. Des Weiteren hätten sich in der Entwicklung der Beschwerdeführer in immer dieselben Konflikt felder gezeigt. Da die Persönlichkeitsstörung als Grunderkrankung immer wieder depressive Episoden verschiedenen Ausmasses beding en könne, sei vorliegend von einer Zustandsverschlechterung auszugehen (S. 2). 5.

5. 5.1 Nach der Einschätzung der Beschwerdegegnerin vermochte die Beschwerde führerin seit Erlass der Verfügung vom 3. April 20 19 ( Urk. 7/57 ) keine Verschlechterung ihres Gesundhe itszustands glaubhaft z u machen (vgl. vorste hend E. 2.1 ).

5.1 Nach der Einschätzung der Beschwerdegegnerin vermochte die Beschwerde führerin seit Erlass der Verfügung vom 3. April 20 19 ( Urk. 7/57 ) keine Verschlechterung ihres Gesundhe itszustands glaubhaft z u machen (vgl. vorste hend E. 2.1 ). 5.2 Dem im Rahmen der erstmaligen Anmeldung eingereichten Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom Nov ember 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7 ) ist eine schwergradige depressive Episode als Diagnose zu entnehmen. Sie stellten ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie Problemen am Arbeitsplatz fest, welches in der Folge zu einer psychischen Dekompensation bei der Beschwerdeführerin geführt habe. Die erstmalig aufge tretene depressive Störung führten sie sodann explizit auf externale Faktoren zurück. Gestützt auf die medizinische Aktenlage und insbesondere den Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ gelangte RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahme v om Februar 2019 (vorstehend E. 3.8 ) zum Schluss, dass aufgrund des fehlenden psychopathologischen Befundes keine schwergradige depressive Symptomatik nachvollzogen werden könne und ferner diverse psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen würden. Sie verneinte schliesslich das Vorliegen eines langanhaltenden Gesundheitsschadens.

5.2 Dem im Rahmen der erstmaligen Anmeldung eingereichten Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ vom Nov ember 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7 ) ist eine schwergradige depressive Episode als Diagnose zu entnehmen. Sie stellten ein Konglomerat bestehend aus Schmerzen, Problemen in der Familie sowie Problemen am Arbeitsplatz fest, welches in der Folge zu einer psychischen Dekompensation bei der Beschwerdeführerin geführt habe. Die erstmalig aufge tretene depressive Störung führten sie sodann explizit auf externale Faktoren zurück. Gestützt auf die medizinische Aktenlage und insbesondere den Bericht von Dr. D.___ und lic. phil. E.___ gelangte RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahme v om Februar 2019 (vorstehend E. 3.8 ) zum Schluss, dass aufgrund des fehlenden psychopathologischen Befundes keine schwergradige depressive Symptomatik nachvollzogen werden könne und ferner diverse psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen würden. Sie verneinte schliesslich das Vorliegen eines langanhaltenden Gesundheitsschadens. 5.3 Das Schreiben von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vorste hend E. 3.9 ), mit welchem sie die IV-Stelle um eine erneute Prüfung des Leist ungsanspruchs ersuchten, ging nach Lage der Akten am Tag des Erlasses der Verfügung vom 3. April 2019 ein (vgl. Urk. 7/60/1). D er Beschwerdegegnerin war somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 3. April 2019 bekannt, dass die Beschwer deführerin seit 1 8. Februar 2019 hospitalisiert war, was aber nicht in die Verfü gung vom 3. April 2019 einfloss; der Austrittsbericht wurde gar nicht abgewartet. Dies relativiert vorliegend den Grundsatz, dass an die Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Veränderung grundsätzlich höhere Anforderungen zu stellen sind, wenn die erneute Anmeldung nur kurze Zeit nach der ersten Ablehnungsverfügung erfolgt (vgl. vorstehend E. 1.3).

5.3 Das Schreiben von Dr. G.___ und Dr. phil. H.___ vom 2 8. März 2019 (vorste hend E. 3.9 ), mit welchem sie die IV-Stelle um eine erneute Prüfung des Leist ungsanspruchs ersuchten, ging nach Lage der Akten am Tag des Erlasses der Verfügung vom 3. April 2019 ein (vgl. Urk. 7/60/1). D er Beschwerdegegnerin war somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 3. April 2019 bekannt, dass die Beschwer deführerin seit 1 8. Februar 2019 hospitalisiert war, was aber nicht in die Verfü gung vom 3. April 2019 einfloss; der Austrittsbericht wurde gar nicht abgewartet. Dies relativiert vorliegend den Grundsatz, dass an die Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Veränderung grundsätzlich höhere Anforderungen zu stellen sind, wenn die erneute Anmeldung nur kurze Zeit nach der ersten Ablehnungsverfügung erfolgt (vgl. vorstehend E. 1.3). 5.4 Dem im Rahmen des Vorbescheidve rfahrens eingereichten Bericht des behandeln den Psychiaters med. pract. I.___ vom November 2019 (vorstehend E. 4. 3 ) ist neben einer schweren dep ressiven Episode (ICD-10 F32.2) indessen neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen zu entnehmen. Med. p ract. I.___ beurteilte die auf Grundlage einer Testung und eines Interviews diagnostizierte Persönlichkeitsstörung als eine im Hintergrund bestehende Erkrankung, welche insbesondere zu de r depressiven Entwicklung der Beschwerdeführerin geführt habe. In seinen Berichten vo m Dezember 2019 (vor stehend E. 4. 7 ) und Mai 2020 (vorstehend E. 4. 10 ) bestätigte er die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, ging jedoch von einer derzeit mittelgradi gen Ausprägung der depressiven Störung aus. Ferner habe sich die Beschwerde führerin nach der stationären Hospitalisation vom 1 8. Februar bis 2 6. März 2019 zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teil zeit in eine Tagesklinik begeben und nehme seither weiterhin engmaschig ambu lant psy chiatrisch-psychotherapeutische Konsultationen in Anspruch (vgl. vor stehend E. 4. 7 ).

5.4 Dem im Rahmen des Vorbescheidve rfahrens eingereichten Bericht des behandeln den Psychiaters med. pract. I.___ vom November 2019 (vorstehend E. 4. 3 ) ist neben einer schweren dep ressiven Episode (ICD-10 F32.2) indessen neu die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit deutlichen zwanghaften und schizoiden Anteilen sowie paranoiden, vermeidend-unsicheren Anteilen zu entnehmen. Med. p ract. I.___ beurteilte die auf Grundlage einer Testung und eines Interviews diagnostizierte Persönlichkeitsstörung als eine im Hintergrund bestehende Erkrankung, welche insbesondere zu de r depressiven Entwicklung der Beschwerdeführerin geführt habe. In seinen Berichten vo m Dezember 2019 (vor stehend E. 4. 7 ) und Mai 2020 (vorstehend E. 4. 10 ) bestätigte er die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, ging jedoch von einer derzeit mittelgradi gen Ausprägung der depressiven Störung aus. Ferner habe sich die Beschwerde führerin nach der stationären Hospitalisation vom 1 8. Februar bis 2 6. März 2019 zur Intensivierung der Behandlung zusätzlich vom 8. April bis 6. Juni 2019 Teil zeit in eine Tagesklinik begeben und nehme seither weiterhin engmaschig ambu lant psy chiatrisch-psychotherapeutische Konsultationen in Anspruch (vgl. vor stehend E. 4. 7 ). 5. 5 Mit der vom behandelnden Psychiater neu genannten Diagnose einer kombinier ten Persönlichkeitsstörung sowie der in psychiatrischer Hinsicht erhöhten Behandlungsintensität (stationäre Hospitalisation, teilstationäre Behandlung und engmaschige ambulante Betreuung ) bestehen somit gewichtige Hinweise auf eine möglicherweise anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, welchen eine Relevanz nicht ohne Weiteres abgesprochen werden kann.

5. 5 Mit der vom behandelnden Psychiater neu genannten Diagnose einer kombinier ten Persönlichkeitsstörung sowie der in psychiatrischer Hinsicht erhöhten Behandlungsintensität (stationäre Hospitalisation, teilstationäre Behandlung und engmaschige ambulante Betreuung ) bestehen somit gewichtige Hinweise auf eine möglicherweise anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, welchen eine Relevanz nicht ohne Weiteres abgesprochen werden kann. Persönlichkeitsstörungen treten bekanntermassen meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter ( Dilling / Mombour /Schmidt (Hrsg.), ICD-10, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1 0. Auflage, S. 274). So hielt RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahm e vom März 2020 (vorstehend E. 4. 8 ) insbesondere fest, dass bei einer unauffälligen Schul- und Berufslaufbahn die allgemeinen Voraussetzungen gemäss ICD-10 für eine Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt wären. Die für eine diesbezügliche Beur teilung erforderliche n Abklärungen wurden durch die Beschwerdegegnerin indessen nicht getätigt, sodass einzig gestützt auf die Beurteilung der RAD-Ärztin eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerde führerin nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Persönlichkeitsstörungen treten bekanntermassen meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter ( Dilling Mombour /Schmidt (Hrsg.), ICD-10, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1 0. Auflage, S. 274). So hielt RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Stellungnahm e vom März 2020 (vorstehend E. 4. 8 ) insbesondere fest, dass bei einer unauffälligen Schul- und Berufslaufbahn die allgemeinen Voraussetzungen gemäss ICD-10 für eine Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt wären. Die für eine diesbezügliche Beur teilung erforderliche n Abklärungen wurden durch die Beschwerdegegnerin indessen nicht getätigt, sodass einzig gestützt auf die Beurteilung der RAD-Ärztin eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerde führerin nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Der Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ gingen ferner keine eigenen Unter suchungen voraus, was deren Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.5 ) grundsätzlich schmälert. Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Ver gleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 1 1. Juni 2013 E. 3.4). Des Weiteren kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Der Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ gingen ferner keine eigenen Unter suchungen voraus, was deren Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.5 ) grundsätzlich schmälert. Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Ver gleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 1 1. Juni 2013 E. 3.4). Des Weiteren kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 5. 6 Nach dem Gesagten vermag die Aktenbeurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ mangels einer diesbezüglich plausiblen Begründung die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose sowie eine möglicherweise relevante Verschlechte rung des Gesundheitszustands nicht zu widerlegen. Für das Beweismass des Glaubhaftmachens genügt es, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend. E. 1.3-1.4 ). Mit den zuhanden der Taggeldversicherung erstatteten Berichten und den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten des behandelnden Psychiater s und der darin neu genannten Diagnose einer kombi nierten Persönlichkeitsstörung liegen konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der letztmaligen Prüfung der Verhältnisse im April 2019 vor, womit die entsprechend erhöhten Anforderungen an das Beweismass des Glaubhaftmachens hinsichtlich einer erst kürzlich erlassenen Ablehnungsver fügung (vgl. vorstehend E. 1.3 und E. 5.3 ) erfüllt sind. Die Beschwerdeführerin hat mit den von ihr eingereichten medizinischen Berich ten eine Verschlechterung seit April 2019 zumindest glaubhaft dargelegt.

5. 6 Nach dem Gesagten vermag die Aktenbeurteilung durch RAD-Ärztin Dr. F.___ mangels einer diesbezüglich plausiblen Begründung die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose sowie eine möglicherweise relevante Verschlechte rung des Gesundheitszustands nicht zu widerlegen. Für das Beweismass des Glaubhaftmachens genügt es, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend. E. 1.3-1.4 ). Mit den zuhanden der Taggeldversicherung erstatteten Berichten und den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten des behandelnden Psychiater s und der darin neu genannten Diagnose einer kombi nierten Persönlichkeitsstörung liegen konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der letztmaligen Prüfung der Verhältnisse im April 2019 vor, womit die entsprechend erhöhten Anforderungen an das Beweismass des Glaubhaftmachens hinsichtlich einer erst kürzlich erlassenen Ablehnungsver fügung (vgl. vorstehend E. 1.3 und E. 5.3 ) erfüllt sind. Die Beschwerdeführerin hat mit den von ihr eingereichten medizinischen Berich ten eine Verschlechterung seit April 2019 zumindest glaubhaft dargelegt. 5. 7 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass das Verfahren zu erneuten Prüfung auch des ersten Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 4), ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Das vorliegende Verfahren bezieht sich demzufolge auf das Leistungsgesuch vom 2 8. März 2019, auf welches die Beschwerdegegnerin mit der vorliegend angefochtenen Verfü gung vom 1 3. März 2020 nicht eintrat - folglich ist einzig das Eintreten streitig.

5. 7 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass das Verfahren zu erneuten Prüfung auch des ersten Gesuchs vom 2 9. Mai 2018 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 4), ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 3. April 2019 ( Urk. 7/57) unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Das vorliegende Verfahren bezieht sich demzufolge auf das Leistungsgesuch vom 2 8. März 2019, auf welches die Beschwerdegegnerin mit der vorliegend angefochtenen Verfü gung vom 1 3. März 2020 nicht eintrat - folglich ist einzig das Eintreten streitig. 5. 8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 zu Unrecht nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beur teilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5. 8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 zu Unrecht nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beur teilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 6.

6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistunge n geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest zulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistunge n geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest zulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.

6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 6.3 Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ).

6.3 Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, der Beschwerdeführerin in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ein e Prozessentschädigung von Fr. 1’800-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.

Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, der Beschwerdeführerin in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ein e Prozessentschädigung von Fr. 1’800-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) auszurichten. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1 3. März 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen, damit sie auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 eintrete und dieses materiell prüfe.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1 3. März 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen, damit sie auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 2 8. März 2019 eintrete und dieses materiell prüfe. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller

Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannRämi