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Unser Gehirn ist sehr perfekt darin, uns ständig mit Gedanken zu versorgen. Etwa 60.000 bis 80.000 Gedanken sind es PRO TAG. Und wenn wir ein Problem oder Sorgen haben, dann kreisen die Gedanken permanent um dieses bestimmte Thema. Unaufhörlich. Sie drehen sich buchstäblich im Kreis. Wie können hier «kognitive Techniken» hilfreich sein?
Der Begriff «kognitiv» stammt vom lateinischen Wort «cognoscere» ab, was so viel wie Wissen oder Erkennen bedeutet und bezeichnet Funktionen des Menschen, die mit dem Denken, der Wahrnehmung, dem Lernen, Erinnern und Wissen in Zusammenhang stehen.
Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen somit unter anderem:
• Erinnerung
• Lernen
• Kreativität
• Planen
• Orientierung
• Wollen
Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen können jegliche Art von Signalen aus der Umwelt wahrnehmen und verarbeiten, woraus folgt, dass Kognition also immer und überall stattfindet. Dabei kann die sogenannte kognitive Intelligenz in verschiedene Unterbereiche aufgeteilt werden:
- Unsere Sinne: sehen, hören, riechen, schmecken und tasten
- Aufmerksam gezielt auf spezielle Geschehnisse (oder Probleme/Sorgen) richten
- Verarbeiten von Informationen im Gehirn (Nachdenken)
- Abspeichern für späteres Erinnern (lernen)
Verändern sich unsere kognitiven Fähigkeiten?
Bestimmt kennen Sie auch zahlreiche Beispiele von Vergesslichkeit. «Wo habe ich den Autoschlüssel hingelegt?» Oder «Wie ist nochmal der Name von meiner neuen Nachbarin?»
Eine gewisse Vergesslichkeit gehört zum normalen Alterungsprozess dazu. Unsere kognitiven Fähigkeiten, ganz besonders die Gedächtnisleistung, lassen mit zunehmendem Alter leider nach, aber mittels einer amerikanischen Studie wurde herausgefunden, dass junge Menschen zwar Informationen rascher aufnehmen und abspeichern können, dass Probanden über 60 Jahre jedoch das beste Vokabular und die höchste Sprachfähigkeit vorweisen.
Wer seine kognitive Fähigkeiten auch mit zunehmendem Alter erhalten möchte, kann laut Wissenschaft sein Gehirn positiv beeinflussen durch:
- Mentale Aktivitäten (z.B. Meditationen)
- Gesunde Ernährung (wenig Salz, Fett und Zucker, viel Omega-3-Fettsäuren)
- Bewegung (gute Durchblutung des Gehirnes)
Und was ist eine kognitive Verhaltenstherapie?
Dabei geht es vor allem darum, sich über seine eigenen Gedanken klar zu werden. Belastende Überzeugungen sollen SELBST erkannt werden und somit ist der Weg frei, diese positiv zu verändern. Der Grundansatz dieser Therapieform besteht darin, dass menschliches Verhalten erlernt worden ist, sei es durch eigene Erfahrungen oder durch «Abschauen» von Verhaltensweisen in der eigenen Kindheit. Und da das Verhalten einmal erlernt worden ist, kann es schliesslich auch NEU gelernt werden.
Viele Menschen mit Insomnie werden von den Gedanken an ihre Alltagsprobleme wachgehalten, die oftmals durch die Gedanken an ihre Schlaflosigkeit noch verstärkt werden. Die Gedanken kreisen um Stressauslöser im Leben, man kann «kaum mehr abschalten» und macht sich Sorgen. Hinzu kommen oft negative Gedanken wie «ich schaffe das nicht» oder «das kann ja nur schiefgehen».
Das führt zu einer Anspannung – und das Schlafen wird noch weiter erschwert.
Negativen Kreislauf durchbrechen
Was also können Sie tun, um diesen negativen Kreislauf zu durchbrechen?
Unser kognitives Training umfasst verschiedene Übungen, die zur Verbesserung der Hirnleistung im Bereich DENKEN beiträgt, denn unsere kognitiven Fähigkeiten tragen massgeblich dazu bei, wie wir Dinge wahrnehmen, sie verarbeiten und abgespeichertes Wissen für logische Schlussfolgerungen nutzen. Durch unsere kognitiven Techniken werden Sie ganz sanft dazu gebracht, Ihre sorgenvollen oder ängstlichen Gedanken nach und nach zu durchschauen und im besten Falle ganz loszulassen. Dabei halten wir uns streng an die S3-Richtlinien für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT-I).
Ein Beispiel aus unserem Therapieangebot:
Kennen Sie den «Gedankenstuhl»?
Wenn Sie sich das nächste Mal schlaflos im Bett wälzen und der Schlaf einfach nicht kommen will, dann stehen Sie wieder auf und setzen sich auf einen gemütlichen Sessel oder bequemen Stuhl, möglichst nicht in Ihrem Schlafzimmer, und beschäftigen sich dort ganz bewusst mit Ihren Sorgen und Problemen. Sagen Sie sich, dass negative Gedanken ab sofort im Bett tabu sind.
In unserem «Sleep Excellence-Programm» gehen wir ausführlich auf den Gedankenstuhl ein und zeigen Ihnen noch weitere kognitive Techniken, um aus Ihrem abendlichen oder nächtlichen Gedankenkarussell aussteigen zu können. Nur wenige Klicks – und wir können Ihnen helfen!