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So, 06. Dezember 2020
Nuestras Madres
NUESTRAS MADRES
von César Diaz, Guatemala 2019, 77 Min., OV/d,f
Guatemala war während dreissig Jahren ein Land im Bürgerkrieg. Ernesto ist ein junger Forensiker, der heute hilft, Menschen zu identifizieren, die in jener Zeit verschwunden sind. Eines Tages glaubt er, eine Spur seines Vaters gefunden zu haben, der als Guerillakämpfer zu den Verschollenen gehört. Auf der Suche nach der Wahrheit stürzt er sich entgegen dem Wunsch seiner Mutter in den Fall – und macht eine unerwartete Entdeckung.
Ein menschliches Skelett hat etwa zweihundertsechs Knochen. Sauber abgepinselt liegen sie auf einem Schragen, werden einer nach dem anderen vorsichtig zusammengefügt – bis da wieder ein ganzer Mensch liegt. Ein Mann, der Jahrzehnte zuvor verschwand, dessen Überreste in einem der vielen Massengräber gefunden wurden und die Ernesto jetzt, nach langwieriger Kleinarbeit, der Familie überreichen kann. Wir sind im Forensisch Medizinischen Institut von Guatemala, wo der junge Forensiker täglich Leichen rekonstruiert. Opfer der Militärdiktatur, die gegen verschiedene Guerillagruppen kämpften und den indigenen Gemeinden schreckliche Gewalt aufzwangen.