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Zehn weitere Uran-Anreicherungsanlagen im Iran
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Der Iran will sein Uran künftig selbst auf 20 Prozent anreichern. Nun wurde die iranische Atomenergiebehörde angewiesen, demnächst fünf neue Anreicherungsanlagen zu bauen und für fünf weitere jeweils einen Standort zu suchen.
Nachdem Teheran den internationalen Vorschlag zurückgewiesen hatte, das Uran Irans im Ausland anreichern zu lassen, geht die Eskalation weiter: Die iranische Atomenergiebehörde wurde angewiesen, demnächst fünf neue Anreicherungsanlagen zu errichten und für fünf weitere Standorte zu suchen. Für die Volkswirtschaft des Irans, die mit vielfältigen Problemen - wie etwa Teilboykotte und Arbeitslosigkeit - konfrontiert ist, dürften diese forcierten Investitionen in die Atomtechnologie eine erhebliche Belastung darstellen.
Der internationale Vorschlag sollte verhindern und garantieren, dass der Iran kein Uran bis zum Atomwaffen tauglichen Grad von 100 Prozent anreichert. Die auch am Wochenende nicht zum ersten Mal gemachte Beteuerung, der Iran halte am Atomwaffensperrvertrag festhalten und wolle Atomtechnologie nur für friedliche Zwecke nutzen, wird von der internationalen Gemeinschaft immer mehr in Zweifel gezogen.
Die Legitimation für diesen Entscheid bezieht die iranische Führung unter anderem aus einem von 226 der 290 Parlamentariern unterzeichneten Schreiben, in dem verlangt wird, das Atomprogramm "ohne die geringste Verzögerung" fortzusetzen und einen Plan zur Einschränkung der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu erarbeiten. Das letzte Wort zu diesen Vorlagen liegt beim geistlichen Führer Ajatolla Ali Chamenei.
Die USA, England und Deutschland werfen dem Iran vor, sich nicht an die entsprechenden internationalen Abmachungen zu halten und rufen Iran dazu auf, seinen Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft nachzukommen. Eine Resolution der Uno-Atombehörde vom 27. November, die darin ihr Unbehagen über das iranische Atomprogramm zum Ausdruck bringt, fand auch Unterstützung von Russland. (sda/mai)