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Jedes Schulkind kennt den Spruch über Karl den Kühnen: „Bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut, bei Nancy das Blut.“
Und so kam es dazu: Karl der Kühne war ein Burgunder Herzog, der im 15. Jahrhundert lebte. Als ehrgeiziger Mann wollte er sein Herzogtum in ein Königreich umwandeln. Dazu musste er seine Ländereien erweitern, sprich: neue Gebiete erobern. Das war der Beginn der Burgunderkriege. Im Zuge seines Vorstosses nach Westen gelangte Karl im Februar 1476 mit rund 20’000 Mann zum Schloss Grandson am Neuenburgersee. Mit seinem Heer belagerte er das Schloss. Die Bewohner mussten nach kurzer Zeit aufgeben, weil ihnen die Nahrungsmittel ausgingen. Karl machte mit ihnen kurzen Prozess und liess sie hinrichten.
Als die Eidgenossen davon erfuhren, stand ihnen der Sinn nach Rache. Und so mobilisierten sie 18’000 Mann, die Karl und sein Heer in die Flucht schlugen. Karl verlor dabei einen grossen Teil seines Guts, das er in Grandson zurücklassen musste und das an die Eidgenossen fiel: Goldstücke, Schmuck, Geschirr, Wandteppiche. Dazu Schiesspulver, Kanonen, Pferde und anderes. Mehr dazu erfahren Sie auf Wikipedia.
Auf dieses Ereignis bezieht sich die Aussage über Karl den Kühnen: Bei Grandson das Gut.
Heute ist Grandson ein schmuckes Schloss mit Blick auf den See, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Es beherbergt verschiedene Sammlungen, durch die sich die Geschichte erfahren lässt. Unter anderem ist auch die Beute der Burgunderkriege zu sehen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Und wie es mit Karl weiterging, lesen Sie im nächsten Blog: „… bei Murten den Mut“