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Die Geschichte der Normierung von Farben ist lang. Die Erklärungsversuche, wie
Farben zustande kommen, noch viel länger. Auch J.W. v. Goethe hat sich daran versucht und war auf seine Resultate sehr stolz.
Die Impressionisten wie Seurat kamen der Sache schon sehr nahe. Seurat malte Bilder mit nur
drei Grundfarben. Er nahm damit die Farbseparation des heutigen Druckes vorweg.
Das Farb-Spektrum besteht aus den Grundfarben in der Reihenfolge:
rot, gelb, grün, himmelblau, blau, violett und zurück zu rot.
Die englischen Namen sind gebräuchlicher: (dieselbe Folge)
red, yellow, green, cyan, blue, magenta ... red.
Dazu kommen noch weiss und schwarz, aber auch alle 8 Grundfarben reichen nicht um ein 6 mal 6
Memory zu füllen, daher wird hier auf Stufe 2 gestartet.
Das additive Farbmodell (Bildschirm) setzt die Farben aus den Grundfarben:
Rot, Grün und Blau zusammen (Abkürzung: RGB). 100% von jedem gibt zusammen weiss.
Das subtraktive Modell benutzt: Cyan, Magenta, Yellow und Black. Abkürzung: CMYK.
Jeder Farbdrucker braucht diese Farben. Eigentlich sollte eine Mischung
von 100% jeder dieser Farben Schwarz geben. Da es sich aber um reale Farben handelt, ist das
Resultat regelmässig ein mehr oder weniger dunkles Braun. Um Abhilfe zu schaffen,
wird bei dunklen Farbmischungen ein Teil jeder bunten Farbe durch Schwarz ersetzt.
Diese beiden Farbmodelle lassen sich durch einfache Rechnungen ineinander überführen:
Cyan = 1- Rot etc. Damit handelt es sich im Ganzen um eine Kugel, welche allerdings in der Abbildung etwas eckig geraten ist.
Ein drei-dimensionales Modell mit Schwarz am Ursprung, den Achsen Rot, Grün und Blau.
Dazwischen sind Cyan, Magenta und Yellow und gegenüber von Schwarz ist Weiss.
Mit diesem Modell lässt sich zwar bequem rechnen, es entspricht jedoch nur
schlecht dem menschlichen Farbempfinden. Dazu wurde das HSL-Modell entwickelt:
Hue (für den Ort im Spektrum, 0 bis 360°), S: Sättigung und L: Luminescence (Helligkeit) (je 0 bis 100%).
Statt des Würfels mit seinen kartesischen Koordinaten werden nun Polarkoordinaten
benutzt. Je gesättigter, desto reiner die Farben. Wobei die reinsten Farben im Spektrum
des Lichts zu finden sind.
Genau genommen ist Rot keine Spektralfarbe, sondern wird bewirkt durch eine Mischung von dem gelbstichigen
Rot am Anfang des Spektrums mit etwas Violett vom Ende.