Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/755

Ondrej Zdrahala schaffte es mit dem tschechischen Nationalteam vor zwei Wochen an den Europameisterschaften in Kroatien auf den sechsten Schlussrang. Dazu war der Beitrag des 34jährigen extrem gross, denn er erzielte 55 Tore. Dies trug ihm den Titel des Torschützenkönigs der Europameisterschaften ein und er reihte sich damit in die Liste der ganz grossen Spieler des Welthandballs ein.
Doch nun muss sich Ondrej Zdrahala wieder in der Schweizer Provinz durchschlagen – mit St.Otmar in der Abstiegsrunde der Nationalliga A. Nun sind die Gegner wieder Fortitudo Gossau, der TV Endingen oder GC Amicitia Zürich und nicht mehr Teams wie Olympiasieger Dänemark, Kroatien, Deutschland oder der neue Weltmeister Spanien. Den sportlichen Kulturschock sieht er jedoch pragmatisch:
- Ich bin kein Einzelsportler, spiele für eine Mannschaft und spiele so gut wie es meine Mitspieler zulassen.
- Mit dem Titel des EM-Torschützenkönigs konnte ich nicht rechnen.
- Der Titel des EM-Torschützenkönigs hat dazu geführt, dass das Interesse an mir von ausländischen Clubs gewachsen ist. Es kann sein, dass ich meinen Vertrag bis 2019 bei St. Otmar erfülle – aber auch, dass ich wieder ins Ausland wechsle.
- Der Wechsel zu einem andern Verein wäre für mich wohl die letzte Chance nochmals in einer grossen Liga zu spielen.