Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/2595

Geschichte des Labradors
Der Labrador stammt ursprünglich aus Neufundland, der kanadischen Ostseeküste, wo er bereits seit mehreren hundert Jahren den Fischern bei der Arbeit half. Im 19. Jahrhundert kamen die ersten schwarzen Hunde nach England, wo sie schnell Fuss fassten, da der Adel ihn bei der Jagd bald als Apportierhund einsetzte. Damals war der Labrador auch als St. John's Dog bekannt - benannt nach einer vorgelagerten Insel von Neufundland.
Noch bevor die Rasse anerkannt wurde, kamen die ersten gelben und braunen Welpen auf die Welt. Schwarz blieb aber die dominante Farbe (kein Wunder, wenn man die Farbvererbung anschaut...).
Die Reinzucht begann Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Hunde kamen in den Kennels Lord Malmesbury, Buccleuch und Munden zur Welt.
Buccleuch Avon
Nachdem der Labrador trotzdem fast ausgestorben wäre, wurde er 1904 durch den Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt. In diesem Jahr nahm auch der erste Labrador, die Hündin Munden Single, neben all den Spaniels, Setter und Pointern an Field Trials teil.
Munden Single
Das gute Abschneiden der Labradore an Arbeitsprüfungen, trug zum steigenden Bekanntheitsgrad bei. Zu dieser Zeit waren die Züchter noch darauf bedacht, dass die Hunde sowohl auf der Jagd als auch im Ausstellungsring erfolgreich waren.
Peter of Faskally
Ab den Dreissiger Jahren fingen die Linien sich an zu trennen. Auf der einen Seite wurde der "Show dog" gezüchtet, bei dem - als Ausstellungshund - stark auf die Schönheit geschaut wird. Auf der anderen Seite entstand der "Field Trial Dog", bei dem die Arbeitsleistung im Vordergrund steht. Beide Linien werden nach dem gültigen Standard gezüchtet, trotzdem unterscheiden sie sich vom Aussehen her stark.
So oder so, der Labrador entwickelte sich zu einer der beliebtesten Hunderassen. Als robuster und arbeitsfreudiger Hund wird er als Blindenführhund, (Drogen-)Suchhund, Lawinensuchhund,... ausgebildet. Und auch in zahlreichen Hundesportarten ist er sehr erfolgreich unterwegs. Nicht zu toppen ist er aber weiterhin in der Retrieverarbeit. Auch noch hundert Jahre nach den Rasseanfängen gibt es einige Verrückte , die - auch bei Regen - den ganzen Tag mit ihren Labbis auf die "Jagd" gehen.
Quellen:
- D. Taylor: Mein grosses Hundebuch
- R. Wild: Der Labrador Retriever