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Variety / SiP
11. Mai 2020
Die so genannten «Zehn Gebote des sicheren Filmens» beinhalten Maßnahmen zur Prävention von Covid-19 Ansteckungen bei der Filmproduktion, wie der Einsatz von persönlichem Schutzmaterial (Maske, Atemgerät, Gummihandschuhe), Temperaturmessungen aller Filmcrewmitglieder oder die Absicherung des Drehortes. Jeder Film erfordere spezifische und risikobasierte Massnahmen, die vor dem Beginn der Produktion berücksichtigt werden müssten. Es handelt sich um Empfehlungen, wobei davon auszugehen ist, dass die meisten europäischen Länder nationale Protokolle erarbeiten, die an die jeweiligen Gesetzgebungen gebunden sind.
Der Zweck dieser vorgeschlagenen Massnahmen bestehe darin, «bewährte Praktiken auszutauschen und zusammenzuarbeiten, um Koproduktionen zu erleichtern», sagt Nevina Satta, Leiterin der sardischen Film Kommission in Italien. Satta merkt an, dass der Dekalog keinen spezifischen rechtlichen Wert hat, weil er nicht von allen europäischen Staaten anerkannt wird, er könne jedoch «dazu beitragen, dass sich europäische Produktionen einigen».
Unterschiedliche Lage
In Schweden, Dänemark und Island dürfen zur Zeit Filme gedreht werden. Deshalb existieren für diese Länder bereits detaillierte Sicherheitsprotokolle zur Filmproduktion. Anders ist die Lage in Ländern wie Italien und Spanien, wo es zuerst Lockerungen beim Lockdown braucht. Die britischen Filmverbände arbeiten an eigenen Protokollen, die sie der Regierung vorlegen werden. Auch in Frankreich werden Richtlinien erarbeitet, die am 8. Mai dem Gesundheitsminister des Landes vorgelegt wurden.
Die Liste aller empfohlenen Massnahen kann hier eingesehen werden.