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Worauf soll ich denn hoffen, Herr? Ich setze meine Hoffnung auf Dich! (Psalm 39,8)
Ich fliege nicht gern.
Jeder Flug ist für mich Stress. Wenn der Flug ruhig ist, spüre ich das kaum. Der Stress versteckt sich irgendwo in der Tiefe und verstummt. Wenn das Wetter hinter dem Bullauge schlecht ist, Turbulenzen auftreten, kommt der Stress hervor und Panik macht sich breit. Die einzige Hoffnung, die mir dann bleibt, ist, ich weiss wann der Flug endet.
Die aktuelle Situation in der Pandemie erinnert mich an die inneren Gefühle eines schwierigen Fluges, welcher keine festgelegte Landezeit hat. Die ganze Menschheit «fliegt» durch eine Schlechtwetterfront und niemand weiss, wann wir landen.
Bei einem echten Flug setzt ein Passagier seine Hoffnung in die Besatzung und den Kapitän, in ihre Ausbildung, Erfahrung, um in jeder unvorhergesehenen Situation das Richtige zu tun. In der Pandemie besteht unsere Crew aus Ärzten, Krankenpflegern, Kassiererinnen, Wissenschaftlern, Pharmaunternehmen, Politikern, die alle dafür kämpfen, die Krankheit einzudämmen und gleichzeitig die Versorgung zu sichern und die Wirtschaft irgendwie am Laufen zu halten.
Danke, Gott, für Dein Dasein.
Anna Hemme-Unger