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Rund ein Prozent der Bevölkerung in der Schweiz muss täglich blutverdünnende Medikamente einnehmen, viele von ihnen während Jahren oder lebenslang. Die wichtigsten Gründe für diese Behandlung sind eine künstliche Herzklappe, wiederholte Thrombosen und Lungenembolien sowie Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern). Bei einer künstlichen Herzklappe soll die medikamentöse Blutverdünnung (auch orale Antikoagulation genannt) verhindern, dass sich auf der metallenen Herzklappe Gerinnsel bilden, die dann als Embolien ins Gehirn oder in andere Organe verschleppt werden. Nach einer Thrombose oder einer Embolie soll mit der Blutverdünnung ein weiteres solches Ereignis verhindert werden.
Wer eignet sich dafür?
Diese Methode eignet sich ganz generell für Patienten mit Langzeit-Blutverdünnung (Dauer-Antikoagulation) mit einem Vitamin K Antagonisten, also Marcoumar oder Sintrom. Sie sind motiviert, Ihren Quick-Wert selber zu bestimmen und dosieren Ihr Medikament selbständig. Seit 1998 haben Patienten und Patientinnen in der Schweiz die Möglichkeit, ihre Antikoagulation selbst zu überwachen. Mittlerweile wenden diese Methode schweizweit gegen 4000 Patienten an. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Bei Kindern können die Eltern geschult werden, bei Behinderten die Betreuer.