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Die Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer der Stadt Zug ist seit mehr als hundert Jahren Hüterin dieses lebhaften Strassenbrauchs. Als sich die alten Kostüme in einem schlechten Zustand befanden und das Risiko bestand, dass der Brauch eingestellt würde, stimmte das Hauptbott der Zunft am 14. Februar 1887 dem Ankauf einer neuen Ausrüstung für die Greth-Schell-Gruppe zu. 1946 gesellte sich die Figur des «Basters», heute als «Unehelicher» bezeichnet, zur Gruppe. Die meisten Lölis sind namenlos, mit Ausnahme des «Zyt», der ein Zifferblatt auf seinem Rücken trägt, und des «Brun», benannt nach seiner braunen Maske. An ihrem Hauptbotttag, dem Güdelmontag, lässt die Zunft ab 16 Uhr die Figur der Greth Schell und die sieben Lölis, begleitet von den Klängen der Zunftmusik, in den Strassen der Zuger Altstadt tanzen. Wenn die Kinder laut «Greth Schällebei!» rufen, werden sie mit Würstli, Mutschli und Orangen belohnt. Ebenso gilt es, sich vor den Hieben der Süüblatere (Schweinsblasen) in Acht zu nehmen.