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Weiter Luftaufnahmen von Bavois
Welch schöne Lage! Vom oberen Teil des Hügels liegt Schloss Bavois über der ausgedehnten Ebene von Orbe.
Schloss Bavois, sogar älter als das von Champvent, das ihm Zeichen von der anderen Seite der Ebene gibt, hat sein feudales Aussehen verloren, so es dass heute eher wie ein befestigtes Haus aussieht.
Im vergangenen Jahrhundert, besass es einen zweiten Turm, der noch in einer Gravur von Wagner aus 1838 sichtbar ist. Ein Turm, der heute auf Dachhöhe vom zentralen Gebäude verkürzt wurde, steht noch da.
Wenn man in die Geschichte zurück geht, entdeckt man, dass die Territorien von Bavois vom 12. Jahrhundert den Herrschaften von Joux gehörte. Das Schloss Joux steht noch auf der Strasse von Pontarlier links am oberen Teil der Felsen, bevor man in dieser Stadt ankommt.
In 1263 gaben die Herrschaften von Joux Schloss Bavois dem Grafen Peter II von Savoyen, von dem man weiss, dass er durch alle Mittel, Kriege und Käufe versuchte, seinen Besitz im Norden des Genfer Sees auszudehnen. Wahrscheinlich war es dieser, der die runden Türme an den Ecken des Schlosses bauen liess, seinerzeit eine bemerkenswerte Innovation.
Man kennt die Liste der aufeinanderfolgenden Eigentümer des Schlosses Bavois ziemlich gut. Fast in jeder Generation änderten sie den Name, obwohl es in der gleichen Familie blieb oder nach und nach weil das Gebiet von den Frauen als Mitgift zu ihrem Ehemann gelangte. Diese Lage dauerte mehrere Jahrhunderte lang und wurde noch komplizierte, da es damals in Bavois zwei Schlösser gab. Das von Ober-Bavois und das von Unter-Bavois, das sich mehr im Norden befand und heute verschwunden ist.
In 1747 kaufte die Familie Pillichody Unter-Bavois und in 1794 Ober-Bavois und vereinigte beide Gebiete.
Leider wurde der letzte Herr, Francois Pillichody, in 1798 der Verteidiger des alten Regimes und organisierte in Orbe den Widerstand gegen die Revolution. Zu dieser Zeit machte sich ein anderer Bürger von Bavois, Agassis, zum Kopf der Bourla-Papey in 1802. Ein wilder Kampf zwischen den zwei Chefs entbrannte. Agassis begann damit, in das Schloss zu dringen, von Pillichody, und er brannte alle feudalen Titel der Herrschaften von Bavois nieder.
Nach dem Weggang der Pillichody wurde das Schloss zum Staatseigentum. Da dieser unter Geldnot litt, verkaufte er es einschliesslich der Möbel, deren Auktion eine Woche dauerte, an eine Privatperson.
Von diesem Verkauf, der das Schloss von seinen wertvollen Möbeln leerte, musste man zwei sehr hohe Schränke ausschliessen, da man sie nicht aus den Zimmern herausnehmen konnte.
Während der Burgunder Kriege hatte das Schloss das Glück, dem Feuer und der Plünderung zu entkommen, die von den Schweizern im Waadtland aus einem nichtigen Grund unternommen wurde. Der Herr von Gléresse, in der Nähe von Nidau, hatte soeben Béatrice von Montsaugeon geheiratet, Dame von Bavois (noch eine Besitzübertragung durch die Frauen!). Und da die Familie von Gléresse in Bern Bürger war und da die Freunde unserer Freunde auch unsere Freunde sind.... gingen die Schweizer an Bavois mit Respekt vorbei.
Dieser Zwischenfall erklärt, weshalb das Gebäude bis heute in einem ziemlich bemerkenswerten Zustand trotz einiger Umbauten überlebt hat. Es umfasste vier Türme, zwei im Norden, die noch ganz sind, und einen im Süden, der im letzten Jahrhundert enthauptet worden ist, um ihn mit demselben Dach zu bedecken wie das zentrale Gebäude.
Das Schloss Bavois von Augustin Lombard, Vater des aktuellen Eigentümers (1988)
Das Schloss ist heute Privateigentum.
Bibliographie