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«Alle Menschen werden Brüder. Und Schwestern. Und alles dazwischen auch!»
«Freude, schöner Götterfunken». Zum Jahreswechsel, bei staatstragenden Anlässen und anderen Feierlichkeiten auf der ganzen Welt wird sie gespielt: Ludwig van Beethovens letzte Sinfonie, die Neunte. Das Chorfinale, eine Vertonung von Schillers Gedicht «An die Freude», ist die unverwüstliche Erkennungsmelodie des Komponisten. Doch was geschieht damit, wenn eine Geigerin die ersten Töne allein anstimmt? Wenn sich das Adagio in eine schwebende Klangwolke verwandelt? Und sich nach und nach weitere Musiker zum Sternmarsch formieren, um schliesslich gemeinsam mit Luzerner Laienchören den Schlusschor anzustimmen? Die Neunte begibt sich aus dem «Elysium» herab auf die Strasse, lädt zum Mitmachen ein und erfüllt so ihre Vision: «Alle Menschen werden Brüder».
Der englische Klangkünstler Matthew Herbert, in Luzern bestens bekannt durch seine Adaption von Mahlers «Kindertotenlieder» in der «Box» (Spielzeit 18/19), öffnet gemeinsam mit stargaze und André de Ridder eine ganz neue Perspektive auf das bekannteste Werk Beethovens – und zelebriert so die verbindende Kraft der Musik.