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In der Hauptstadt Tallinn kamen mehrere Tausend Menschen auf dem Freiheitsplatz in der Innenstadt zusammen, um gegen den Krieg zu protestieren. Nach Polizeiangaben waren zeitweise geschätzt bis zu 30'000 Demonstranten bei der Kundgebung und dem sich anschliessenden Solidaritätskonzert für die Ukraine anwesend. Sie hielten Plakate und schwenkten ukrainische und estnische Fahnen, wie der estnische Rundfunk berichtete.
«Die Welt, die wir vor einer Woche kannten, existiert nicht mehr», sagte Staatspräsident Alar Karis in seiner Rede bei der Kundgebung. Der gegenwärtige Krieg in der Ukraine sei «unfassbar, absurd und entsetzlich». «Dies ist kein Krieg des russischen Volkes gegen die Ukraine und die Ukrainer. Das ist Präsident Putins Krieg», betonte der Staatschef des an Russland angrenzenden EU- und Nato-Landes.
«Als Vater und Grossvater, wie auch als Mensch, schmerzt es mich zu sehen, wie Familien mit Kindern in der Ukraine vor dem Krieg fliehen, wer weiss wohin gehen, und ihre Kinder können nur einen Teddybären mitnehmen. Und das alles passiert gerade jetzt, mitten in Europa», sagte Karis. Er appellierte an seine Landsleute, die «Seelen und die Türen Estlands für die ukrainischen Flüchtlinge zu öffnen».
Auch in anderen Städten wie etwa der Universitätsstadt Tartu und der estnisch-russischen Grenzstadt Narva kam es zu Kundgebungen. Verschiedene Kirchen riefen zu Gebeten auf.