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Das britische Mandat über Palästina erlischt. In Tel Aviv wird der souveräne Staat Israel gegründet.
Ein fanatischer Hindu ermordet den Führer der indischen Freiheitsbewegung Mahatma Ghandi.
Die Olympischen Spiele in London (zum zweiten Mal nach 1908) finden mit 136 Disziplinen ohne Deutschland und Japan (die nicht dürfen) und auch ohne die Sowjetunion (die nicht will) statt. Wegen der Rationierung von Lebensmitteln in England bringen die meisten Mannschaften ihr eigenes Essen mit.
In Göttingen wird die Max-Planck-Gesellschaft aus der Nachfolge der wissenschaftlichen Kaiser-Wilhelm-Gesellschalt gegründet.
Der Klettverschluss, die Langspielplatte, der Transistor und die Holographie werden erfunden. IBM bringt mit dem Modell 604 den ersten Computer mit Lochkartensteuerung auf den Markt.
Der amerikanische Mathematiker Norbert Wiener begründet die fachübergreifende Wissenschaft der Kybernetik.
Der in den USA mit Empörung aufgenommene Kinsey-Report über das Sexualverhalten der Amerikaner wird Arbeitsbasis für eine Vielzahl von Sozialwissenschaftlern in aller Welt.
Die Westalliierten und die Benelux-Staaten beraten ab März in der "Sechsmächte"- Konferenz ohne die UdSSR über die zukünftige Integration Westdeutschlands. Die Russen verlassen die anschließende Tagung des Alliierten Kontrollrates unter Protest, weil sie nicht ausführlich über die Konferenz informiert worden seien. Im Juni endet die Sechsmächte-Konferenz mit einem Kommuniqué zur Bildung einer westdeutschen Bundesregierung.
In Vorbereitung dieses Teilungsbeschlusses für Deutschland wird für die drei Westzonen und den Westsektor Berlins in einer Währungsreform am 20.6. die inflationäre Reichsmark abgelöst: 40.-DM erhält jeder Bürger sofort, 20.-DM im August; RM-Guthabentausch im Verhältnis 1:10.
Damit die wertlos gewordene RM den Ostsektor nicht überflutet, wird auch dort das Geld (im Verhältnis 1:1) ausgetauscht.
Die deutsche Teilung ist damit vollzogen. Als Protest auf die Ausdehnung der Währungsreform von den drei Westzonen auf den Westsektor in Berlins und die damit verbundene Spaltung Berlins sperren die Russen am 24.6. sämtliche Landverbindungen sowie alle Energie-, Wasser- und Kommunikationsleitungen zur ganzen Stadt, die sie am liebsten alleine beherrschen würden. Die Westalliierten erklären darauf, sich nicht aus Berlin vertreiben zu lassen, und versorgen die Stadt aus der Luft. Die bis Mai 1949 dauernde Berlinblockade hat begonnen.
Nach durch die SED angezettelten Tumulten ziehen die Abgeordneten des Berliner Westsektors aus dem in Ostberlin gelegenen Neuen Rathaus aus. Die politische Spaltung Berlins ist damit vollzogen. Die Westalliierten bringen den Streit um Berlin vor den UN-Sicherheitsrat, der aber von der UdSSR mit Vetos und Auszug blockiert wird. Zur finanziellen Unterstützung der Luftbrücke wird das "Notopfer Berlin" in Form einer 2-Pfg.-Briefmarke erhoben. Die Besatzungskosten verschlingen etwa 40 % des westdeutschen Steueraufkommens.
Im Saargebiet wird die französische Währung eingeführt.
Deutschland erhält etwa 550 Mio. US-$ Wiederaufbauhilfe aus dem Marshall-Plan.
Vor 70.000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion gewinnt der 1.FC Nürnberg die erste deutsche Fußballmeisterschaft durch ein 2:1 über den 1.FC Kaiserslautern.
Die Freie Universität Berlin wird im Titania-Palast eröffnet.