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In meinen aktuellen Arbeiten werden landschaftliche Umrisse präsentiert. Unter dem Ausstellungstitel Umrisse verbirgt sich einerseits eine weitere Betrachtung des Territoriums sowie ein erneuter Blick auf die Repräsentation und Wahrnehmung von Berglandschaften.
Untersucht wird die Repräsentation eines Landes, bzw. eines Territoriums als Karte oder Plan und wie sich die räumlichen Eigenschaften abbilden. Die Abstraktion auf eine Karte lässt die Konturen eines Geländes wie wieder erscheinen. Die Projektion stellt ein Land als eine politische, kulturelle, soziale und auf die Identität bezogene Einheit dar. Aus dem Abstrahieren mittels Formen und deren Kombinationen, sowie aus der reduzierten Auswahl von Farben sollen die Umrisse eines Territoriums im Wechsel ersichtlich sein: eine bildliche Darstellung des Begriffes der Grenzen und des Landes als Entität. Angedeutet sind damit die Ideen des erträumten Landes, die mit auf die Flucht genommen werden und des zeitgleichen Verlusts einer Heimat - die Erfahrung der Grenzen als die simultane Wahrnehmung der Nähe und der Weite, des Vertrauten und des Unbekannten.
Schwarze und weisse Flächen verflechten sich in einem dichten Gewebe. Sporadisch brechen Linien und Ritze dieses Geflechts auf und verleihen ihm Tiefe. Die Reduktion auf Schwarz und Weiss heben sowohl die Umrisse der Berglandschaft hervor, wie auch deren Mächtigkeit und Rohheit.