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… Alt sein heisst, sich der Illusion hingeben, beliebig viel Zeit zur Verfügung zu haben, dabei wartet der Tod nicht mehr an der übernächsten, sondern bereits an der nächsten Strassenecke. …
… Er lag auf dem Sofa, das Bierfläschchen bequem in Reichweite auf dem Salontisch, den Blick auf den grossen Bildschirm an der Wand gerichtet. Emil hatte sich den neuen Fernseher aus den zusammengesparten Überstundengeldern geleistet – eine Aktion des Video-Marktes hatte ihn überzeugt.
Der Nachmittag war längst angebrochen und heiter; die Sonne schien, was Emil nicht davon abhielt, fernzusehen. Das Wohnzimmer war gut geheizt, und der Vorhang gezogen, so dass keine Strahlen der tief stehenden Sonne auf den Bildschirm fielen. Emil räkelte sich entspannt. Entspannung tat gut, und eben hatte der Kriminalfilm angefangen. Alles war perfekt. Mikki war an der Arbeit, und würde gegen Abend nach Hause kommen; er würde das Abendessen vorbereiten und dann bald einmal ins Bett gehen.
Bevor der Krimi anfing, hatte Emil die letzten Sequenzen einer Diskussion halb gelangweilt, halb interessiert mitbekommen. Über Robotik und KI. Künstliche Intelligenz. Irgendwelche Leute von der Uni. Wissenschaftler und Ökonomen. Es ging um die Frage, wie lange es dauern würde, bis alle Arbeiten von programmierbaren Maschinen übernommen worden sind. Emil schüttelte den Kopf. Natürlich war ihm bekannt, dass die Autos, wenigstens die kostspieligeren, selbständig einparkieren konnten. Bald würden sie ganz selbständig fahren. Emil verzog die Lippen. Er war ÖV-Benutzer. Die Busse und Eisenbahnen fuhren immer schon ohne Emils Zutun. Allerdings nicht selbständig, sondern mit Chauffeuren und Lokführern.
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