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GM2CD7805 (Doppel-CD)
J.S.Bach: Goldberg Variations & Works for Organ
Goldbergvariationen BWV 988 / Fantasie (Pièce d'Orgue) in G-Dur BWV 572 / Präludium & Fuge (Geigenfuge) in d-Moll BWV 539 / Passacaglia & Fuge in c-Moll BWV 582
Martin Heini, Orgel
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There-and-back-again journeys
“It does seem,” wrote the late musicologist Peter Williams of J.S. Bach’s compositional strategies, “to be the nature of the Goldberg [Variations] to inspire a range of hypotheses.” It also seems to be the nature of the Goldberg Variations to inspire a range of interpretations. (...) Among the reasons for the Variations’ perennial popularity: its considerable technical demands (those who execute them can silence anyone who doubts their dexterity), its meticulously symmetrical structure, its expansive emotional range, and its cyclical nature. Ending where it began, it takes on the there-and-back-again characteristics of a journey, perhaps even a lifetime. (...)
In beginning with Bach’s Fantasia in G Major and Prelude and Fugue in D Minor, the Swiss organist Martin Heini adds two “preludes” to his two-disc Goldberg Variations (Guild), postponing his arrival at the initial Aria (the “tender sarabande”) by 15 minutes. (He also follows the concluding Aria with Bach’s Passacaglia and Fugue in C Minor.)
But when Heini finally reaches the Variations, he imbues them with a fullness and a grandeur that can’t simply be explained by the fact that the Goll organ (of the Parish Church of St. Katharina, Horw, Switzerland) on which he performs produces a vaster array of sounds than harpsichords and pianos do.
Most impressively, Heini retains the composition’s graceful fluidity, subtly shaping his playing so that it never suggests a ballet-dancing elephant. The ethereality of his Variation 11 and Variation 26 could give the expression “angels dancing on the head of a pin” a new and positive connotation.
WORLD MAGAZINE - September 01, 2018
"When an organ recording of the Goldberg Variations pops up, one is faced once again with the question as to whether performing Bach’s manualiter keyboard repertoire on the organ is a valid exercise. The present eloquent interpretation suggests that, in certain circumstances at least, the translation is more than worthwhile. Indeed, the Lucerne organist Martin Heini plays throughout this double CD-set with such precision and elegance that it’s difficult to understand why he isn’t better known. The organ, an all-mechanical III/43 Goll in a historic case and favourable acoustics, is immaculately finished and consistently attractive without ever sounding ‚old‘ (rather like a Metzler, the flutes especially reminiscent of their best work). Heini uses the instrument intelligently; the gigue (var.7) for example, played on the French duo registration of Cornet décomposé versus Cromorne, is immediately reminiscent of similar movements in the French literature Bach knew so well. Of the organ repertoire included, Heini’s one-registration Passacaglia ends somewhat quicker than it begins but its irrepressible momentum ensures the listener’s attention never flags."
CHOIR & ORGAN - May/June 2018
"I just wanted to let you know what a wonderful CD you sent me of the Goldberg Variations. I can’t remember when I have enjoyed an organ recording so much. Your playing is superb and clear and I love the registrations you used. The organ is perfect, also, for such a recording. I congratulate you on such a masterful recording."
Diane Bish, The Joy of Music Television Series
Goldberg-Wurf
„Wer sich auf die Goldbergvariationen BWV 988 von Johann Sebastian Bach einlässt, steht tatsächlich vor einem klingenden, kaum überwindbaren faszinierenden Berg - nicht zuletzt auch der Rezensent… Es gibt Werke, die man immer wieder umrundet und, um deren Inneres zu kennen, verschiedentlich auch bearbeitet.
… Martin Heini bleibt der bachschen „Clavier-Übung (IV) vors Clavicimbal mit 2 Manualen“ verpflichtet, die mit den 30 kunstreichen Variationen genügend herausfordernd bleibt und die er nun höchst farbenreich auf seiner 43 Register umfassenden Goll-Orgel aus dem Jahre 1996 in Horw interpretiert. Das Ergebnis: Martin Heini gelingt ein restlos überzeugender Goldberg-Wurf! Mit Ausrufezeichen.
… Die Faszination in Heinis Interpretation aber liegt für mich in der absoluten „Unaufgeregtheit“ und in seiner „genau richtigen“ Natürlichkeit, die ohne extraordinäre Zutaten von unbedingt auffallend sein wollenden Artikulationen auskommt. Auch der glückliche Verzicht von „bisher noch nie gehörten“ Registrierungen trägt dazu bei, dass Heinis Interpretation auf absolut klare Weise logisch schlüssig wird. Präzis dies zeichnet das Exquisite und damit auch die Überlegenheit dieser Aufnahme aus.
Heinis Spiel bleibt stets swingend und ist der klar sprechenden, subtilen Artikulation verpflichtet. Dennoch atmet der Organist in wunderbar grossen Linien, wie dies zum Beispiel auch die CD-ergänzende „Passacaglia und Fuge in c-moll“ BWV 582 zusätzlich unterstreicht.“
MUSIK UND LITURGIE - 2/2018
Goldberg-Variationen auf der Orgel
"Sein umfangreichstes Einzelwerk für Tasteninstrumente hat Bach nicht „seinem“ Instrument, der Orgel, zugedacht: Die „Goldberg-Variationen“ sind bekanntlich ein Cembalostück. Verständlich, dass bei den Organisten der Wunsch aufkommt, diese monumentale Komposition der Orgel anzuverwandeln. Dies ist vor dem Hintergrund der Repertoiregemeinschaft unter den Tasteninstrumenten, die zu Bachs Zeit noch nicht gänzlich verschwunden ist, gut begründbar. Dazu lässt die Faktur des Stücks eine Wiedergabe auf der Orgel problemlos zu, und aus klanglicher Sicht ist ebenfalls nichts gegen den Transfer einzuwenden. Zudem stellt die Orgel - für die Bach übrigens auch eine Reihe von Variationswerken geschrieben hat - eine grosse Klangpalette zur Verfügung, die zahlreiche Differenzierungen erlaubt. Gesetzt bleibt, dass die Goldberg-Variationen ein technisch höchst anspruchsvolles Werk sind, über das es zudem einen grossen Bogen zu spannen gilt. Martin Heini, der sich auf diese Herausforderung einlässt, löst die Aufgabe mit handwerklicher Souveränität und musikalischer Feinfühligkeit. Die klangschöne Goll-Orgel in Horw trägt das Ihrige zum Gelingen des Projekts bei. Eine einzige Qualität nur kommt den Goldberg-Variationen beim Spiel auf der Orgel abhanden: Die sanfte Nachtmusik, als die sie Bach der Anekdote nach komponiert hätte, ist sie bei der Wiedergabe auf der Königin der Instrumente natürlich nicht mehr."
MUSIK & THEATER - Januar/Februar 2018
Gipfelwerk inmitten der Montafoner Bergwelt
Martin Heini krönte den Orgelschwerpunkt der "Resonanzen".
"Tschagguns - So hat man Bachs geheimnisumwitterte Goldberg-Variationen in unserer Region noch nie gehört. Der international tätige Luzerner Martin Heini spielte dieses strapaziöse Gipfelwerk europäischer Klavierkunst am Donnerstag zum Auftakt des letzten Schwerpunkt-Wochenendes der „Montafoner Resonanzen“ inmitten der Bergwelt erstmals an einer Orgel. Dass ihm dabei die klanglich so vielfältige, 200 Jahre alte Bergöntzle-Orgel in der Pfarrkirche zur Verfügung stand, war ein besonderes Glück, auch für die zahlreichen begeisterten Zuhörer.
Das historische Instrument von Tschagguns reizte ihn, wie er den VN erklärte, besonders wegen seiner französischen Klangfarben für dieses mit französischen Elementen versehene Werk. Genau hier wird das staunende Publikum nun ... fast meditativ in den Sog dieser unablässig sich verändernden, dramaturgisch genial aufgebauten Variationenreihe hineingezogen, vergisst in langen 90 Minuten Spieldauer sogar die Härte der geschnitzten Kirchenbänke. Bewundert werden neben der Ruhe, der Sachkenntnis im Umgang mit barocker Klangrede, geschmackvollen Verzierungen und Phrasierungen vor allem auch die technischen Fertigkeiten des Organisten.
Wirklich veredelt wird diese Aufführung aber durch Heinis unerschöpfliche Fantasie im Erfinden immer neuer Klangkombinationen mit den 40 Registern der Orgel, in der diese Fassung dem gleichbleibenden Klang von Klavier oder Cembalo meilenweit voraus ist. Da lässt er die Trompete erschallen, die Flöten tanzen, die Zungen schnarren und das Pleno mit seiner etwas altersschwachen Mixtur aufleuchten, dass es eine Freude ist."
VORARLBERGER NACHRICHTEN - September 2017
"Bachs 30 Goldberg-Variationen, entstanden 1742, angeblich um einem Grafen seine schlaflosen Nächte zu verkürzen, sind unbestritten ein Gipfelwerk barocker Variationskunst. Der engagierte Luzerner Organist Martin Heini, der bereits im Vorjahr in Tschagguns ein Konzert an drei Orgeln gab, geht in dieser Einspielung neue Wege. Er verwendet kein original vorgesehenes Cembalo und auch nicht den heute üblichen Flügel, sondern bearbeitete das Werk für Orgel und entlockt ihm dadurch in einer packenden Gestaltung nicht nur neue Klangfarben, sondern auch Details in der oft komplexen Stimmführung, die sonst verloren gehen.
Das Risiko, das jeder Künstler mit diesem spieltechnisch schwierigen Werk von knapp 100 Minuten Spieldauer eingeht, verringert sich bei einer CD-Produktion mit ihren Korrekturmöglichkeiten. Martin Heini wagt bei den Montafoner Resonanzen aber auch das künstlerische Abenteuer einer Livedarbietung. Konzert: 7. September, 20.15 Uhr, Pfarrkirche Tschagguns."
VORARLBERGER NACHRICHTEN - Juli 2017
"Der bekannte Organist Martin Heini (Schweiz) begeisterte das Publikum von Kiew mit seiner Interpretation der Goldberg-Variationen. Es ist nicht übertrieben, die Aufführung von Bachs Meisterwerk als Heldentat zu bezeichnen. Dabei geht es nicht nur um die kolossale Länge des Werkes. Dieses kann und darf nur integral aufgeführt werden, diese Musik bietet ihrem Interpreten keine Alternative. Martin Heini gelang es, die Grösse und Unermesslichkeit von Bachs Klangwelt neu aufzuzeigen. Dank seiner Orgelversion erhielten die Goldbergvariationen einen enormen Reichtum an Klangfarben.
Alle Barockmelismen wurden mit grossem Respekt, die virtuosen Passagen mit unglaublicher Leichtigkeit gespielt! Die Architektur der vollkommenen Kanons mit ihren strengen Gesetzen der Polyphonie wurde gewahrt, die lyrischen liedhaften Motive wurden mit sanften Pastellfarben ausgemalt, monumentale Akkorde zeigten die mächtige Klangfülle der Orgel und die tänzerischen Motive schillerten wie die Farben des Regenbogens. ...
Dieses Konzert wurde zum musikalischen Ereignis und für die Mehrheit des Publikums zur klanglichen Entdeckung. Es waren viele Fachleute (Organisten, Pianisten, Musikpädagogen) und Musikliebhaber aller Alterskategorien anwesend. Das Publikum bedankte sich beim schweizerischen Künstler mit stehenden Ovationen, Bravo!-Rufen und mit vielen Blumen."
DEN Kiew - Juli 2017
Auf dem Goldberg-Gipfel
"Der Horwer Organist Martin Heini geht immer wieder neue Wege. Er musiziert mit Barock-Ensembles, im Duo mit Alphorn oder Cello, gibt Workshops für Kinder und unterrichtet an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Aber es gibt auch Konstanten und insbesondere ein Werk, mit dem er sich ein Leben lang auseinandersetzen werde, wie er am Sonntag in der Pfarrkirche St. Katharina vor zahlreichen Besuchern sagte. Da spielte er Bachs Goldberg-Variationen in einer eigenen Fassung für Orgel, die er während eines Stipendium-Aufenthalts auf Elba eingerichtet hat.
Für ein Cembalo mit zwei Manualen geschrieben, werden die Variationen heute meist auf einem Konzertflügel gespielt, was wegen der Stimmkreuzungen zu Kompromissen zwingt. Die Klangmöglichkeiten einer Orgel haben aber weder Cembalo noch Flügel und das nutzte Martin Heini auf der dreimanualigen Goll-Orgel beeindruckend.
Spiel mit Kontrasten
Er setzte die Register sparsam-effizient ein, gestaltete die Aria schlicht und durchsichtig, liess die erste Variation silbrig glitzern. Und er nutzte hervorragend die Tatsache, dass die Töne auf der Orgel so lange klingen, wie ein Finger auf der Taste liegt. So wurden Zusammenhänge hörbar, die auf dem Cembalo verschwinden und am Flügel nur mit Pedal zu erreichen sind. Das machte das Werk neben aller Farbigkeit ungemein spannend.
Besonders eindrucksvoll gelang der Kontrast der 10. Variation mit sattem Klang zur 11. Variation, die sich zart schwebend wie mit Engelsflügeln in den Kirchenraum schwang. Heini spielte die Ouvertüre (Variation 16) mit brausendem Tutti, die Melodie des Adagio (Var. 25) dagegen wie einen leisen Klagegesang über tröstlichen Harmonien. Mühelos perlten die schnellen Variationen, Punktierungen und Verzierungen wurden exakt gesetzt, und manches klang wie ein Choral. Nach dem letzten Ton herrschte ergriffene Stille, die sich in lang anhaltenden Applaus und Standing Ovations löste."
LUZERNER ZEITUNG - Februar 2017