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Muhammad Ali ist tot. Der mehrfache Box-Weltmeister und Olympiasieger starb nach den Angaben eines Sprechers der Familie im Alter von 74 Jahren.
Von Andreas Horchler, ARD-Studio Washington
Einer der größten Sportler ist tot. Muhammad Ali starb im Alter von 74 Jahren in Phoenix, Arizona. Dort war er in einem Krankenhaus wegen Atemproblemen behandelt worden. Bereits seit drei Jahrzehnten hatte der ehemalige Boxweltmeister an der Parkinson-Krankheit gelitten.
1942 als Cassius Marcellus Clay in Louisville, Kentucky geboren, begann Ali im Alter von zwölf Jahren mit dem Boxen und wurde 1964 erstmalig Schwergewichtsweltmeister gegen Sonny Liston. In insgesamt 61 Kämpfen unterlag er nur fünf Mal. Der «Rumble in the Jungle» in Kinshasa gegen George Foreman ging ebenso in die Geschichte ein wie der «Thriller in Manila» der Weltmeisterschafts-Kampf gegen Joe Frazier in Manila 1975.
Der Boxer machte auch außerhalb des Rings immer wieder von sich Reden: Als Großmaul, als Stegreifdichter. Als er Mitte der 1960-er Jahre zum Islam konvertierte und zum Symbol für die schwarze Bürgerrechtsbewegung wurde. Muhammad Ali verweigerte den Kriegsdienst in Vietnam. Weltmeisterschaftstitel und Boxlizenz wurden ihm für fast vier Jahre aberkannt Anschließend feierte er ein Comeback. 1984 wurde die Parkinson-Krankheit diagnostiziert, Ali trat aber trotz zunehmender Beschwerden weiterhin öffentlich auf.
Bis vor einigen Monaten blieb er seinem Ruf treu, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auf die Forderung des Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump, Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern, schrieb Ali, er sei nie verdächtigt worden, politisch korrekt zu sein. Politische Anführer sollten ihre Position nutzen, um das Verständnis des Islam voranzubringen. Die jüngsten Terroranschläge hätten den Blick der Menschen darauf, was den Islam wirklich ausmacht, verstellt.