Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/267012

<h2>SubmittedText<h2><p>In den vergangenen gut 25 Jahren hat der Bund viele Steuergesetzrevisionen vorgenommen. Von diesen Steuersubventionen profitierten vor allem die Kapitaleigentümer wie beispielsweise von der Abschaffung der Kapitalsteuer auf Bundesebene, der privilegierten Dividendenbesteuerung, der steuerfreien Ausschüttung von Dividenden aus Kapitaleinlagen. Dazu wurde die Stempelsteuer (quasi die Mehrwertsteuer auf Finanz- und Versicherungsprodukten) 13 mal gesenkt oder teilweise abgeschafft. Hingegen wurden die natürlichen Personen mit einer mehrfachen Erhöhung der Mehrwertsteuer, sowie der Erhöhung diverser Abgaben zusätzlich belastet. Nun stehen verschiedene Finanzierungen wesentlicher Projekte an, die die Kaufkraft der natürlichen Personen stärken. Beispielsweise unter anderem die Krankenkassen-Prämienfinanzierung, die Finanzierung der Kinderbetreuung oder die Individualbesteuerung. Dabei werden Steuererhöhungen von der Finanzdirektorin im öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Gemeint sind dabei aber immer nur die Steuern der natürlichen Personen. In diesem Zusammenhang stellen sich verschiedene Fragen.</p><p>1. Bei den vergangenen vielen Steuersubventionen ans Kapital wurde immer von dynamisch-positiven Effekten gesprochen. Wurden solche im Bereich der 13 Steuersenkungen oder Befreiung gewisser Tatbestände von der sogenannten Stempelsteuer nachgewiesen?&nbsp;<br>2. Wie viel von den in der Schweiz ausgeschütteten Dividenden fliessen ins Ausland, werden also nicht reinvestiert wie behauptet? Wie viel davon sind steuerbefreit?&nbsp;<br>3. Wie viele Steuerausfälle resultierten durch die Ausnahmen von der Stempelbesteuerung (z.B. Befreiung bei Coco-Bonds, Emissionsabgabe bei Fremdkapital usw.) in den vergangenen 30 Jahren? Wie viel durch die Senkung der Steuersätze und Erhöhung der Freigrenzen?&nbsp;<br>4. Wie hoch waren die Steuerausfälle durch die Abschaffung der Kapitalsteuer? Wie hoch wären die zusätzlichen Steuereinnahmen durch die Wiedereinführung einer Kapitalsteuer von 0,1%?<br>5. Wie hoch schätzt der Bundesrat die zusätzlichen Steuereinnahmen durch eine Einführung des automatischen Informationsaustausches im Inland?</p>