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Die Picasso-Geschichte beginnt mit einer Tragödie: Am 20. April 1967 stürzt ein Flugzeug der Basler «Globe Air» ab. Über 120 Personen sterben, die Airline geht konkurs. Der Hauptaktionär, der Basler Peter G. Staechelin, sitzt plötzlich auf Schulden in Millionenhöhe. Um sie zu tilgen, beginnt er, Kunst aus seiner wertvollen Sammlung zu verkaufen.
Bald sickert durch: Staechelin will aus seiner Sammlung auch zwei Picasso-Bilder verkaufen, die als Leihgabe öffentlich im Kunstmuseum Basel hängen.
Kunstliebhaber reagieren entsetzt: «Für mich war das ein Schock», erinnert sich der Basler Künstler Kurt Pauletto (80) an die Nachricht. «Ich war immer davon ausgegangen, dass Bilder im einem Museum fester Besitz der Basler Bürger seien.»
«All you need is Pablo»
Die Basler Regierung und der Grosse Rat bewilligen einen Kredit von 6 Mio. Franken, um Staechelin die Bilder abzukaufen und sie so in Basel zu behalten. Gegen diesen Beschluss bringt der Garagist und spätere Grossrat der «Nationalen Aktion», Alfred Lauper, allerdings ein Referendum zustande.
Nach einem bunten, lauten Abstimmungskampf, in dem junge Baslerinnen und Basler unter dem Motto «All you need is Pablo» Aufbruchstimmung der späten 1960er Jahre spüren lassen, sagen 54% der Stimmbevölkerung Ja zum Millionenkredit. Private Spender bringen weitere Millionen dazu; die Picasso-Bilder sind gerettet.
Pablo Picasso selber ist von der Nachricht aus Basel derart gerührt, dass er der Stadt vier weitere Werke vermacht. Und die Basler Mäzenin Maja Sacher spendet ihrerseits noch ein Bild aus ihrer Sammlung.