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Das Alte Zeughaus wurde 1609 bis 1614 erbaut. Das imposante Gebäude diente als Aufbewahrungsort für die persönliche Wehrausrüstung der Solothurner Bürger und war Symbol für die Wehrhaftigkeit des Stadtstaates. Zugleich war es Waffen- und Rüstungslager für den Söldnerhandel.
Konfliktreiche Vergangenheit
Eidgenossen waren während Jahrhunderten europaweit als Krieger gefragt. Tausende standen als Söldner und Soldunternehmer im Dienst europäischer Herrscher und zogen für sie in die Schlacht. Auch unter den Eidgenossen selbst gab es Konflikte: Obwohl miteinander verbündet, waren sich die Orte selten einig. Konfliktpotenzial ergab sich zudem aus der geografischen Lage der Eidgenossenschaft. Im Herzen von Europa gelegen, war sie umgeben von Grossmächten, die erbittert um die Vorherrschaft kämpften. Harnische, Waffen und Beutestücke zeugen von dieser konfliktreichen Vergangenheit.
Museale Nutzung
Bereits im 18. Jh. wurde das Alte Zeughaus auch museal genutzt. Besuchende bestaunten die Rüstungen und Beutestücke im zweiten Stock. 1845 wurde eine Figurengruppe aufgestellt, welche die Tagsatzung zu Stans zeigt. Sie ist eine der ältesten bis heute existierenden musealen Inszenierungen der Schweiz. 1907 wurde der Zeughausbetrieb eingestellt und das Haus komplett zum Museum umfunktioniert. Von 2014 bis 2016 wurde das über 400 Jahre alte Gebäude umgebaut, umfassend saniert und die Dauerausstellung erneuert