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In dieser Schulabteilung werden dem Besucher verschiedene Themen aus der Blütenbiologie, der Verbreitungsbiologie sowie besondere Ernährungsweisen anhand typischer lebender Pflanzen nähergebracht. Besonders nützlich ist die Abteilung für den praktischen Anschauungsunterricht. Was im Schulzimmer theoretisch vermittelt wurde, kann hier am Objekt veranschaulicht werden. Die zahlreichen Erklärungsschilder in den Pflanzbeeten helfen dabei.
Blütenbiologie: Fast alle Pflanzen werden entweder durch unterschiedliche Tiere oder durch den Wind bestäubt. Diese Vielfalt in der Übertragung des Blütenstaubes manifestiert sich in einer Vielfalt von Blütenformen. In separaten Beeten sind neben Windbestäubern typische Beispiele von Fliegenblumen, Bienen- und Hummelblumen, Tag- und Nachtfalterblumen, Vogelblumen und Fledermausblume entsprechend beschriftet. Ein weiteres Beet ist der Geschlechtsverteilung auf einer Blüte gewidmet. Hier finden wir zwittrige Pflanzen (Staub- und Fruchtblätter in derselben Blüte), einhäusige Pflanzen (Staub- und Fruchtblätter auf derselben Pflanze, aber getrennt) und zweihäusige Pflanzen (ein Individuum entweder nur Staubblätter oder nur Fruchtblätter).
Verbreitungsbiologie: Das Ziel aller Anstrengungen der Pflanzen, des Keimens, Wachsens und Blühens ist es, Früchte und Samen zu bilden. Damit ist es aber noch nicht getan. Damit der Nachwuchs nicht im Umkreis der Mutterpflanze zugrunde geht, müssen die Früchte und Samen von der Mutterpflanze weggebracht werden. Dazu sind verschiedene Arten aus eigener Kraft in der Lage. Die meisten nehmen aber Hilfe von aussen in Anspruch, den Wind, das Wasser oder Tiere. Anhand ausgewählter Arten werden die unterschiedlichen Ausbreitungsmethoden vorgestellt.
Ernährungsweisen: Zum überwiegenden Teil sind die Samenpflanzen autotroph, d.h. sie können sich selbständig ernähren, indem sie aus anorganischen Stoffen organische Substanzen aufbauen. Von diesem "Normalfall" kommen folgende Abweichungen vor:
Parasiten: Sie haben ihr Blattgrün, das sie zur selbständigen Ernährung befähigt, vollständig reduziert. Damit leben sie vollständig auf Kosten anderer Arten. Beispiel: Teufelszwirn (Cuscuta campestris).
Halbparasiten: Als Blattgrün haltige Pflanzen sind sie in der Lage, Kohlenhydrate selber aufzubauen. Das Wasser mit darin gelösten Nährsalzen beziehen sie von anderen Pflanzen. Beispiel: Mistel (Viscum album).
Symbiose: Man spricht von Symbiose, wenn zwei verschiedene Organismen so zusammenleben, dass schlussendlich beide Partner Nutzen daraus ziehen können. Beispiel: Lebensgemeinschaft zwischen der Erle (Alnus) mit Strahlenpilzen.
Fleisch fressende Pflanzen: Dank ihrer Fähigkeit, einen Teil ihrer Nahrung mit gefangenen Insekten und anderen kleinen Tieren abzudecken, kann diese Pflanzensipppe auf sehr nährstoffarmen Böden leben, wo andere Arten versagen.