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Wenn die Schule ihren Beitrag zur Integration von Kindern und Jugendlichen aus anderen Kulturen leisten will, muss sie zwingend neben dem Standarddeutsch auch die Mundart pflegen. Den Schülern und Schülerinnen schweizerische Redensweisen beibringen und Gelegenheiten geben, sich in der Mundart auszudrücken. Durch die Mundart werden diese Kinder rascher integriert und fühlen sich rascher hier heimisch. Die Mundart nicht zu pflegen, muss als ein Ausgrenzungsakt verstanden werden: Man verweigert diesen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme und Integration in unsere Kultur.
Wenn die Schule die Sprachkompetenzen fördern will und die Grundlage zum Erlernen verschiedener Sprache legen will, dann muss sie unbedingt bei der Sprache ansetzen, die hier effektiv gesprochen wird. Es gilt dem Kind oder Jugendlichen zu helfen, sich eloquent auszudrücken, Freude an Wörtern zu bekommen und einen Sinn für Grammatik. Sind sie in der Identifikationssprache erfolgreich, dann lernen Schüler und Schülerinnen leichter andere Idiome, sei es Deutsch oder Englisch.
Primäre Sprachförderung geschieht immer in der Sprache, die effektiv gesprochen wird. Es zeugt von ausgrenzendem Provinzialismus, wenn die Sprache unserer deutschen Nachbarn zur einzigen erlaubten Sprache in der Schule erhoben wird. Man wird unangenehm erinnert an Bestrebungen der angelsächsischen Ländern, das Oxford Englisch zur einzigen erlaubten Ausdrucksweisen zu erheben. Zum Glück sind diese Tendenzen dort längst überwunden.
Ich selber wünsche mir, dass in der Schule wieder Mundart gesprochen wird, mit Ausnahme im Deutsch-Unterricht oder in der Literatur.