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Westernreiten entspricht der Arbeitsreitweise der Cowboys. Diese müssen stundenlang im Sattel sitzen und vom Pferd aus, Herden treiben und betreuen. Im Westernreiten gibt es verschiedene Disziplinen, die auch an Wettkämpfen ausgetragen werden.
Ursprünglich stammt das Westernreiten aus den USA. Der Alltag der Cowboys bestand und besteht darin, bis zu 16 Stunden im Sattel zu sitzen. Für diese Arbeit benötigen sie ausdauernde Pferde mit bequemen Gängen.
Der Cowboy oder Westernreiter gibt seinem Pferd feinste und unsichtbare Hilfen. Die Pferde sind in der Regel so ausgebildet, dass sie auf die kleinsten Gewichts- und Druckeinwirkungen reagieren. Sie gehen so lange einer Hilfe ihres Reiters nach, bis dieser etwas Neues von ihm verlangt. Bei der Klassischen Reitweise hingegen, wirkt der Reiter zum Beispiel auch nach einem Gangartwechsel ständig auf das Pferd ein. Im Westernreiten wird einhändig geritten, da die Cowboys die zweite Hand für die Lassoführung frei haben mussten.
Fürs Westernreiten können beliebige Pferderassen eingesetzt werden. In Wettkämpfen auf hohem Niveau findet man aber speziell auf die Anforderungen gezüchtete Rassen. Dies sind zum Beispiel Quarter Horses, Paint Horses oder Appaloosas. Bei diesen Rassen werden Pferde mit einer Widerristhöhe bis zu 160 Zentimeter und einem „rechteckigen Rahmen“ bevorzugt. Der Rechteck-Rahmen ergibt sich durch die erwünschte lange Hüfte und grosse Schulter des Westernpferdes bei eher kurzem Rücken.
Reining – die Königsdisziplin des Westernreitens
Eine der Disziplinen des Westernreitens ist das Reining. Reining wird als Königsdisziplin des Westernreitens bezeichnet und ist seit 2002 eine offizielle Disziplin des Weltreiterverbandes FEI. Die Ursprünge des Reinings (von engl. «rein» = Zügel) liegen in der amerikanischen Arbeitsreitweise.
Die dabei notwendigen Manöver wurden in Anlehnung an die klassische Dressur zu eigenständigen Lektionen weiterentwickelt. Die Programme (genannt «Pattern») einer Reining-Prüfung werden im Galopp geritten und enthalten spektakuläre Sliding Stopps, Spins oder Rollbacks. Gefragt ist dabei die exakte Kontrolle des Pferdes am losen, in der Regel einhändig geführten Zügel durch minimale, unsichtbare Hilfengebung.