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Die Fotografie zeigt einen intimen Moment: Zu sehen ist ein Imam in hingebungsvoller Haltung auf einem Teppich im Mausoleum kniend, wohl in seinem täglichen Ritualgebet in Richtung Mekka vertieft. Das kleinformatige Abbild zeugt von der Begeisterung des Fotografen Christian Helmle für verschiedene Kulturen und deren Gebräuche und Rituale. Nach einem abgebrochenen Ethnologiestudium fängt Helmle vermehrt an zu reisen und beginnt, mit einer geschenkten Kamera zu fotografieren. Es ist das Aufspüren, das Sehen und das Erkennen des Besonderen, das Helmle als Fotograf verfolgt. Obwohl er später hauptsächlich auf die digitale Fotografie umstellt, bleibt der Prozess des Fotografierens derselbe. Die Fotografie ist Mittel für eine Art Geschichtsschreibung, was auch im umfassenden Archiv des Künstlers erkennbar wird. Im Jahr 1993 erhält er in Kairo ein Werkstipendium. Ein Jahr später zeigt er im Kunstmuseum Thun Werke aus der Zeit als Artist in Residence in Ägypten und schenkt dem Museum diese Fotografie.
Katrin Sperry
Ein Mann kniet am Boden.
Er stützt seinen Kopf auf einen Teppich.
Der Mann ist am Beten.
Er ist in einem speziellen Gebäude.
Im Gebäude ruht ein toter Mensch.
Das Gebäude wurde extra für den Toten gebaut.
Das Gebäude befindet sich in Kairo.
Das ist in Ägypten.
Der Fotograf hat ein Jahr lang in Kairo gelebt.
Der Künstler ist viel gereist.
Auf seinen Reisen hat er viel fotografiert.