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Für unterschiedlich tierfreundliche Haltungsformen von Milchkühen wurde ein umfassender wirtschaftlicher Vergleich erarbeitet, in den auch Unterschiede bei der Tiergesundheit, der Arbeitsqualität, den Umweltwirkungen und der Produktequalität einflossen. Die Hauptergebnisse der wirtschaftlichen Analyse zeigen für Laufställe eine höhere durchschnittliche Milchleistung und geringere Aufzuchtkosten. Laufställe sind bei einer Bestandesgrösse von 40 Kühen den Anbindeställen wirtschaftlich deutlich überlegen. Die Umweltwirkungen der Milchproduktion sind hauptsächlich auf die Herstellung der Futtermittel (Anbau, Trocknung, Verarbeitung und Transporte) zurückzuführen. Für eine Reduktion der Umweltwirkungen ist daher in erster Linie die Verwendung von umweltverträglich hergestellten Futtermitteln wichtig. Die Untersuchungen zeigen, dass zwischen Tierwohl und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch besteht. Die bei grösseren Milchvieh-Beständen wirtschaftlicheren Laufställe sind gleichzeitig auch tierfreundlicher.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.
Der Landwirtschaftssektor als Ganzes erwies sich als robust gegenüber dem COVID-19-Schock. Doch wie wirkte sich die Pandemie auf die einzelnen Unternehmen dieses Sektors aus? Am Beispiel der Schweiz zeigen wir erstmals auf, wie Importeure landwirtschaftlicher Erzeugnisse die Pandemie wirtschaftlich überstanden haben.
Die agrarökonomische Forschung verwendet eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen, um bestehende und neue politische Massnahmen zu beurteilen. Dies ist die Grundlage für eine Agrarpolitik, die nachweislich etwas bewirkt, also evidenzbasiert ist.