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Zeitgeist
Mit seiner Kolumne «Hundert Zeilen Hass» zerlegte der Autor Maxim Biller die «öko-pazifistisch-feministischen Trantüten» der achtziger und neunziger Jahre. Leider vergeblich.Von Peter Keller
Hass muss produktiv machen. Sonst ist es gleich gescheiter, zu lieben», schrieb vor hundert Jahren der Satiriker Karl Kraus, der in seinen Lesungen die Literaturschranzen seiner Zeit sezierte und die Moralspiesser mit der Wucht eines Scharfrichters sprachkritisch auseinandernahm. Wer richtig liebt, kann auch deftig hassen. Der 1960 geborene Schriftsteller Maxim Biller ist eines dieser streitbaren Restexemplare; einer, der die Polemik als Kunstform betreibt, die Beleidigung nicht scheut und einen Hohlkopf einen Hohlkopf nennt.
«Hundert Zeilen Hass» heisst die Sammlung dieser von ...