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25 Minuten lang lief die Partie ganz im Sinn des HC Lugano. Die Tessiner begannen die Partie ähnlich wie die Viertelfinalpartien gegen Fribourg-Gottéron. Lugano überliess dem Gegner die Initiative und konzentrierte sich aufs Kontern und auf das effiziente Nutzen der eigenen Chancen. Lange ging die Rechnung auf: Trotz 22:7 Torschüssen für Biel führte Lugano bis zur 26. Minute mit 2:1. Luca Fazzini (1:0) und Ryan Johnston (2:1) trafen für Lugano. Biels Goalie Jonas Hiller parierte bis zu diesem Zeitpunkt bloss fünf Schüsse.
Am Ende gewann Jonas Hiller (22 Paraden) das erste Goalie-Duell gegen Elvis Merzlikins trotzdem klar. Denn die Partie entglitt Lugano. Biel entfachte immer grösseren Druck. Der HC Lugano, der Vorjahresfinalist, zerbrach am Gegner. Und auch Merzlikins liess nach. Lettlands Nationaltorhüter parierte 23 der ersten 25 Schüsse auf sein Tor. Danach liess er aber zwischen der 35. und der 42. Minute vier Schüsse nacheinander passieren. Aus dem 2:2 wurde ein 6:2. Und für Merzlikins endete die Partie vorzeitig mit der Auswechslung.
Lugano verlor aber nicht wegen des Torhüters. Lugano ging unter, weil es seine zwei Führungen keine fünf Minuten lang halten konnte. Dominik Diem und Jason Fuchs glichen für Biel das 0:1 und das 1:2 bloss 107 beziehungsweise 185 Sekunden später wieder aus. Lugano verlor ausserdem, weil es zu passiv auftrat und weniger diszipliniert spielte als Biel. Drei Treffer erzielte Biel im Powerplay (aus nur fünf Überzahlchancen), darunter auch die wegweisenden Goals zum 3:2 (durch Diem) und 4:2 (durch Toni Rajala) nach 35 Minuten innerhalb von 38 Sekunden. Vor dem 2:3 leistete sich Luganos Internationaler Gregory Hofmann einen Stockschlag, nach dem 2:3 versetzte Johnston dem Bieler Jacob Micflikier während des Torjubels einen weiteren dummen Stockschlag.
Jacob Micflikier, der einst in Lugano aussortiert worden ist, und Dominik Diem kamen zu je drei Skorerpunkten. Auch Toni Rajala traf wieder; der Finne erzielte in den Playoffs schon sieben Tore.
Beim HC Lugano fehlte der Finne Jani Lajunen an allen Ecken und Enden. Lajunen führte in den Viertelfinals die Sturmlinie mit den Flügeln Hofmann und Maxim Lapierre an. Diese Linie stellte in den Viertelfinals statistisch alle anderen Formationen in den Schatten. Lajunen fehlte nach dem Stockschlag von Freiburgs Lorenz Kienzle aber zumindest im ersten Halbfinalspiel. Für Lajunen rückte Lapierre auf die Center-Position und Luca Fazzini in die Paradelinie. In der neuen Besetzung musste Luganos Paradeformation mit einer Minus-2-Bilanz vom Eis.