Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/3027

- Wendy Bruce-Martin wird neue Cheftrainerin der Schweizer Kunstturnerinnen.
- Die 48-jährige Amerikanerin soll eine ganzheitliche Entwicklung des Frauen-Kunstturnens in der Schweiz vorantreiben.
- In ihrer Aktivzeit gewann sie mit dem US-Team 1992 Olympia-Bronze.
Wendy Bruce-Martin wird Nachfolgerin des Franzosen Fabien Martin, der im September entlassen worden war. Bruce-Martin coachte das Schweizer Team seit Oktober zusammen mit Landsmann Tony Retrosi sowie Giulia Steingruber und Desislava Bürgi bereits interimistisch. Nun verlängerte sie ihren Vertrag über das Jahresende hinaus. Für den technisch-sportlichen Bereich will sie nach Angaben des Schweizerischen Turnverbandes (STV) in den kommenden Wochen ein Team von Trainerinnen und Trainern aufbauen.
Als aktive Kunstturnerin gewann Bruce-Martin an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona mit dem US-Team die Bronzemedaille. Nach ihrem Rücktritt vom Leistungssport blieb sie dem Kunstturnen treu und war in verschiedenen Funktionen als Trainerin, Choreografin, Psychologin und Mentaltrainerin tätig.
«Umfassende Förderung»
Der STV zitierte die neue Cheftrainerin mit den Worten: «Ich will eine Kultur und ein Trainingsumfeld schaffen, das die Athletinnen in einem umfassenden Sinne fördert und ihnen Fähigkeiten vermittelt, die sie dabei unterstützen, sowohl im Sport als auch im Leben erfolgreich zu sein.»
Die Athletinnen müssten Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösungsvermögen, Unabhängigkeit, Belastbarkeit, Motivation und die richtige Arbeitsmoral aufbauen. «So lernen sie auch mit dem Druck umzugehen, der bei Wettkämpfen auf höchstem Niveau herrscht», so Bruce-Martin.
Den Verband konnte Bruce-Martin in den letzten zwei Monaten überzeugen: «Sie hat in kurzer Zeit eine sehr gute Beziehung zu den Athletinnen aufgebaut», sagte David Huser, Chef Spitzensport des STV. «Die Turnerinnen sind sehr motiviert und es herrscht eine gute Stimmung im Team.»