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Gesamtes (Total) oder teilweises Entfernen eines Gewebes oder Gewebeteils aus therapeutischen oder diagnostischen Gründen. Wenn der Verdacht auf ein Melanom besteht, wird die entsprechende Hautveränderung in örtlicher Betäubung herausgeschnitten und feingeweblich von einem Pathologen untersucht. Das entnommene Gewebe heißt Exzisat oder Exzidat. Es erfolgt eine Nachexzision, bei der ein unterschiedlich großer Gewebestreifen gesunder Haut (= Sicherheitsabstand) um die erste Operationsstelle entfernt wird. Melanome in situ (also die Melanomfrühformen, welche noch nicht invasiv geworden sind) werden mit einem halben Zentimeter in die Umgebung nachoperiert, dünne Melanome mit 1 cm und dicke Melanome bis zu 2 cm. Auch dieses Gewebe wird feingeweblich auf Tumorzellen untersucht.
Operative Komplettentfernung eines gut abgegrenzten, meist bekapselten Tumors, selten wird ein ganzes Organ wie z. B. die Milz entfernt.
Die teilweise Entfernung eines Organs oder Gewebeabschnitts durch eine Operation. Das entfernte Gewebe nennt man Resektat, den Vorgang selbst resezieren.
Keilförmige Teilentfernung eines Organs an nicht anatomischen Grenzebenen (in der Tumorchirurgie wäre das Ziel beispielsweise eine Metastase mit diesem keilförmigen Resektat komplett zu entfernen).
Der Arzt/ Chirurg muss bei der gesamten Entfernung eines Tumors einen ausreichenden „Sicherheitsabstand" einhalten und zusätzlich zum Krebsgewebe gesundes Gewebe entfernen um sicherzugehen, dass keine bösartigen Zellen im Körper verbleiben und wieder wachsen können.
Operative Entfernung von mehreren Lymphknoten.
Der Begriff wird zum Beispiel verwendet, um auszudrücken, dass ein Organ oder Tumor vollständig chirurgisch entfernt wurde.
Wenn bösartige Tumoren operativ entfernt werden, wird umgebendes Gewebe großzügig mit entfernt, auch wenn es mit bloßem Auge gesund erscheint. Die feingewebliche Untersuchung ergibt dann, ob tatsächlich im Gesunden/in sano geschnitten wurde.
Als adjuvante Therapie bezeichnet man in der Onkologie eine Therapie, die im Anschluss an die operative Entfernung einer Tumorerkrankung durchgeführt wird, wenn ein hohes Risiko besteht, dass die Erkrankung fortschreitet. Sie zielt darauf ab, möglicherweise vorhandene, nicht sichtbare Metastasen ("Mikrometastasen") zu behandeln und somit die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens der Erkrankung zu senken. Beim Melanom wird die operative Krebsbehandlung medikamentös oder - heute nur noch in Ausnahmefällen - strahlentherapeutisch unterstützt, mit dem Ziel einer kompletten Heilung ohne Rückfall.
Eine medikamentöse Therapie erfolgt vor und nach der kompletten Entfernung der Tumormanifestation. Diese Art der Therapie wird im Melanom zurzeit im Rahmen von klinischen Studien untersucht.
Die erste medikamentöse Therapie für die Behandlung einer Krebserkrankung im fortgeschrittenen/metastasierten Stadium. Sollte die Erstlinientherapie nicht den gewünschten Effekt zeigen oder ihre Wirkung verlieren, wird die Therapie meist umgestellt (Zweitlinientherapie, 2L).
Eine Immuntherapie, heute meist mit Antikörpern (sogenannten Checkpointinhibitoren) zur Behandlung von Krebserkrankungen hat das Ziel, Tumore mithilfe des eigenen Immunsystems zu bekämpfen. Anders als beispielsweise bei einer Chemotherapie zielen die Medikamente nicht direkt auf die Krebszellen ab. Stattdessen bewirken sie, dass die körpereigenen Immunzellen die Krebszellen wieder erkennen können, angreifen und zerstören. Idealerweise werden dabei gesunde Körperzellen nicht geschädigt.
Eine Therapie mit Medikamenten, die sich ganz speziell gegen bestimmte molekulare Angriffsziele in Krebszellen richten. Beim Melanom im Speziellen wird bei ca. 50% der Patienten eine Mutation in dem BRAF-Gen gefunden, welche zu einem verstärkten Wachstum der Krebszellen führt. Mithilfe eines zielgerichteten Therapeutikums, das dieses Wachstum unterdrückt, indem es direkt in den BRAF Signalweg eingreift, kann der Krebs bekämpft werden.
Immunvermittelte Nebenwirkung: Im Rahmen der Immuntherapie können aktivierte Immunzellen, welche sich gegen den Tumor richten und diesen so bekämpfen sollen, auch gesundes Gewebe angreifen und eine Entzündung hervorrufen.
Die Behandlung von Hautkrebserkrankungen heute ist eine komplizierte Angelegenheit. Für uns Ärzte ist es eine grosse Herausforderung, die verschiedenen Möglichkeiten unseren Patienten allgemein verständlich zu erläutern, damit Sie in der Lage sind, Vor-und Nachteile zu erkennen und mitzuentscheiden. Noch wichtiger ist, dass bei den Behandlungsmöglichkeiten auch über klinische Studien diskutiert wird, die dazu beitragen, unsere Entscheidungsgrundlagen für die nächsten Jahrzehnte zu verbessern. Leider neigen Ärzte dazu, sich in ihrer Fachsprache zu verstricken. Hier sollte diese Information helfen. Aber, liebe Patientinnen und Patienten: Sie dürfen und sollen auch immer nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bleiben bzw. werden Sie gesund!
Im Klinikalltag kann es vorkommen, dass Fachbegriffe fallen, welche Patienten nicht verstehen und letztendlich zu einer Verunsicherung führen. Spätestens beim Lesen von Arztbriefen wird der Patient mit der medizinischen Terminologie konfrontiert. Wir hoffen, dass anhand dieser Zusammenfassung von erklärten Begriffen Patienten geholfen wird, Ihre Erkrankung und die diagnostischen und therapeutischen Schritte, welche anstehen, besser zu verstehen. Unabdingbar bleibt aber die vertrauensvolle Arzt-Patienten-Kommunikation, welche eine der Grundsteine der Medizin ist.
In den letzten Jahren hat sich eine wahrhaftige Revolution in der Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms durch Einführen moderner Therapien ergeben. Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft ist nun für Melanompatienten jedwelchen Erkrankungsstadiums möglich.
Wir möchten unsere Patienten auf diesem Weg so gut wie möglich begleiten und uns stetig in jeder Hinsicht verbessern.