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Bis vor kurzem konnte man auf SPON Artikel zum Klimawandel vom Diplom-Geologen Axel Bojanowsky lesen. Jetzt schreibt die Artikel eine promovierte Historikerin.
Heute war es mal wieder sehr dramatisch.
Zitat:» Der Meeresspiegel steigt noch schneller, die Eismassen schmelzen dramatisch ab»
Dazu das Bild eines Jungen, der bis zum Hals im Wasser steht.
Das dramatische Ansteigen des Meeresspiegels kann man z. B. hier sehen.
Im Artikel wird erwähnt, um wie viel das Eis in der Antarktis jedes Jahr abnimmt (3mal der Bodensee).
Es wird nicht erwähnt, wie viel Eis es in der Antarktis gibt.
Laut Wikipedia nimmt das Eisvolumen in der Antarktis jedes Jahr um 1 Hunderttausendstel ab. Wenn der Prozess also linear verläuft (was sicherlich nicht der Fall ist), dauert es etwa 100’000 Jahre bis die Antarktis abgeschmolzen ist.
Als Physiker frage ich mich, wie man etwas so genau messen kann. Das Eis in der Antarktis ist etwa 2000 m dick. Es schmelzen im Jahr daher etwa 2 cm ab. Laut Artikel haben sich diese 2 cm um etwa 5% erhöht. Es sind jetzt 2.1 cm, also 1 mm mehr. Damit das Messergebnis signifikant ist, muss die Messgenauigkeit noch geringer sein. Man kann also die mittlere Eisdicke in der Antarktis auf weniger als einen 1mm genau bestimmen. Hört sich formidabel an, nur mir fehlt der Glaube.
Meiner Meinung nach ist das Dramatisieren in der Klimawandelproblematik kontraproduktiv. Es verhindert jede sachliche Diskussion. Am Ende stehen sich alle mit geschlossenem Visier gegenüber und nichts passiert.
Sitzen zwei Touristen («Landratten») bei auflaufendem Wasser auf einer Bank auf dem Deich. «Schau mal wie der Meeresspiegel steigt! So dramatisch hatte ich mir das gar nicht vorgestellt!»