Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/1549

Der 18-jährige Luca hatte einen Geistesblitz. Nun wird er mit Robotern, die sein Vater – Erfinder Francesco Mondada – entwickelte, mit den besten angehenden Wissenschaftlern Europas konkurrieren. In seinem Experiment übernimmt er mit Gehirnströmen die Kontrolle über Roboter. (Carlo Pisani, swissinfo.ch)
Luca Mondada suchte nach einer Idee, um seine verschiedenen Interessengebiete zu vereinen: ein aussergewöhnliches Gespür für Mathematik, seine Programmierkünste und eine Vorliebe für die Biologie, besonders Neurowissenschaften.
Der Westschweizer gewann beim diesjährigen Wettbewerb der Stiftung "Schweizer Jugend forscht" einen Spezialpreis für sein Experiment in Schwarm-Robotik (Koordination mehrerer Roboter), bei dem er diese mittels der elektrischen Aktivität des Gehirns bewegen konnte.
Am Wettbewerb der Europäischen Union für Nachwuchsforschende (EUCYS 2015), der vom 17. bis 22. September in Mailand stattfinden wird, vertritt Mondada mit seinem Projekt die Schweiz.
Der Teenager konnte bei dieser Arbeit auf die Unterstützung seines Vaters zählen. Francesco Mondada ist ausserordentlicher Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), wo er die "Miniature Mobile Robots Group" leitet. Seinem Sohn lieh er einen Roboter aus – und sein Gehirn: Mondada Senior war die erste Testperson, die mit Hilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) die Roboter zu steuern versuchte. Enzephalografie ist eine von verschiedenen Möglichkeiten, um elektrische Gehirnaktivitäten zu messen.