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Die Teilnehmer der Studie waren 1'383 im Schnitt 44-jährige Personen, die an einer Alkholabhängigkeit litten.
Die Behandlung dauerte 16 Wochen, die Beobachtung und Untersuchung der Teilnehmer bis ein Jahr nach Studienbeginn.
Die Teilnehmer wurden in verschiedene Behandlungsgruppen eingeteilt. Zur Therapie standen folgende Methoden zur Verfügung: Medikamente (Naltrexon und/oder Acamprostat), Scheinmedikament (Placebo), Verhaltenstherapie.
Die Behandlungen wurden entweder einzeln oder kombiniert angewendet. Eine Gruppe erhielt nur Verhaltenstherapie, ohne Pillen.
Wichtig war den Forschern die Zahl der alkoholfreien Tage nach 16 Wochen und die Zeit bis zum nächsten schweren Alkoholkonsum.
Resultate nach 16 Wochen
In allen Gruppen zeigte sich eine deutliche Abnahme des Alkoholkonsums.
Bei Patienten, die Naltrexon bekamen, und solchen, die sich einer Verhaltenstherapie unterzogen, war die Anzahl alkoholfreier Tage am höchsten. Alkoholabhängige unter Naltrexon waren am wenigsten gefährdet, erneut massiv Alkohol zu trinken.
Bei den andern Behandlungsmethoden hingegen, allein oder in Kombination angewendet, war das Risiko für einen heftigen Alkoholabsturz grösser.
Eine optimale medizinische Versorgung schien wichtiger zu sein als die Verhaltenstherapie. Nach einem Jahr waren die Unterschiede zwischen den Gruppen ausgeglichen.
Fazit der Autoren
- Naltrexon und/oder Verhaltenstherapie scheinen bei optimaler medizinischer Versorgung den Alkoholkonsum effektiv zu senken.
- Kombinationsbehandlungen scheinen nicht effektiver zu sein als einzelne Behandlungen.
- Die intensive medizinische Betreuung, auch unter einem Scheinmedikament, wirkt sich sehr positiv auf die Alkoholabstinenz aus.
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