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Paul Gauguin – Leben und Wirken
Gauguin wurde 1848 in Paris geboren. Mit 17 Jahren ging er zur Marine, nahm dann jedoch eine Stelle in einer Bank an. 1873 heiratete er die Dänin Mette-Sophie Gatt, die ihm fünf Kinder gebar. 1882 beschloss Gauguin, sich ausschließlich der Malerei zu widmen und lebte von nun an in finanzieller Unsicherheit. Er trennte sich von seiner Frau, die mit den Kindern nach Kopenhagen zog.
Gauguin hatte in Europa keinen Erfolg mit seiner Kunst. Die folgenden Jahre verbrachte er größtenteils auf Tahiti, wo er ein einfaches, ursprüngliches Leben fernab von der westlichen Welt führen wollte. Hier lebte Gauguin mit einem dreizehnjährigen Mädchen zusammen, das ihm für viele Bilder Modell stand. Später nahm er ein anderes junges Mädchen bei sich auf, das ihm einen Sohn gebar.
Bald musste Gauguin feststellen, dass seine Vorstellung von Tahiti als unberührtes Paradies wenig mit der Realität zu tun hatte: Durch die Kolonisierung wurden viele Traditionen der tahitischen Bevölkerung verdrängt. Aus gesundheitlichen Gründen musste Gauguin immer wieder nach Frankreich zurückkehren. Dort fanden seine farbenfrohen Werke mit exotischen Motiven keine Anerkennung. Gauguins Bilder waren ein Flop in der damaligen Zeit.
Gauguins gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich zunehmend, 1997 hatte er einen Herzanfall. Daraufhin malte er innerhalb weniger Wochen sein wohl bekanntestes Werk, die Trilogie „Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?“. Schließlich folgte ein missglückter Selbstmordversuch.
Um 1900 begann Gauguins Erfolg in Europa. Zum ersten Mal sicherte ihm seine Malerei ein regelmäßiges Einkommen. Gauguin zog auf die Insel Hiva Oa, wo die Menschen noch ein traditionelles Leben führten. Hier lebte er mit einem vierzehnjährigen Mädchen zusammen, das ihm ebenfalls einen Sohn gebar.
In dieser Zeit hatte Gauguin verstärkt Probleme mit religiösen und politischen Autoritäten, da er sich für die Rechte der einheimischen Bevölkerung einsetzte und Kritik an der katholischen Kirche übte. 1903 wurde er wegen Verleumdung verurteilt, starb jedoch kurz darauf.