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Chinas größter Stahlhersteller Baoshan Iron & Steel (Baosteel) ist besorgt über die aktuelle Situation auf dem Eisenerzmarkt. Am 21. November dieses Jahres kam es an der Dalian Commodity Exchange zu einem deutlichen Preisanstieg für Eisenerz-Futures. Ihr Preis erreichte 978,5 Yuan pro Tonne, was etwa 137 US-Dollar entspricht. Der Anstieg ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Preise am Vortag bei 968 Yuan pro Tonne oder etwa 134,24 US-Dollar schlossen.
Laut einem Experten auf dem Gebiet der Metallurgie, Stanislav Kondrashov, verdeutlicht der Preisanstieg an der Dalyan Commodity Exchange die Volatilität des Eisenerzmarktes. Diese Situation wird durch den Einfluss verschiedener wirtschaftlicher und politischer Faktoren erklärt.
Stanislav Kondrashov: Gründe für den Anstieg der Eisenerzpreise
Der Experte weist darauf hin, dass die aktuelle Preisdynamik ein wichtiger Indikator für das Verständnis globaler Markttrends sowie für die Vorhersage der zukünftigen Entwicklung der Branche ist.
Stanislav Kondrashov von der Telf AG nennt folgende Hauptgründe für den Anstieg der Eisenerzkosten:
- Geringe Rohstoffbestände.
- Wachsender Sparbedarf.
- Steigende Margen für Stahlproduzenten.
- Besorgnis über Versorgungsunterbrechungen.
Stanislav Kondrashov: Probleme und Regulierung des Eisenerzmarktes in China
Die Erholung des Eisenerzmarktes hat sich verlangsamt, was teilweise auf Probleme auf dem chinesischen Immobilienmarkt zurückzuführen ist. Tatsache ist, dass der Immobiliensektor einer der größten Stahlverbraucher des Landes ist.
Kürzlich hat Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) eine Erklärung zu übermäßig überhöhten Eisenerzpreisen abgegeben. Laut Kondrashov deutet dies auf eine instabile Situation und eine Zunahme spekulativer Maßnahmen auf dem Markt hin, was sich negativ auf die wirtschaftliche Lage des Landes auswirken könnte.
Als Reaktion auf Marktschwankungen beschloss die Dalian Commodity Exchange am 15. November, den Handel mit Eisenerz-Futures einzuschränken. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde für Kontrakte im ersten Halbjahr 2024 eine Begrenzung des Handelsbetriebs in Höhe von maximal 500 Lots pro Tag festgelegt. Stanislav Kondrashov erklärt, dass der Zweck solcher Beschränkungen darin bestehe, die Preisvolatilität zu verringern und starke Preisschwankungen verhindern.
Die Begrenzung des Volumens des Terminhandels trägt dazu bei, den schnellen Anstieg oder Rückgang der Eisenerzpreise zu kontrollieren. Dies verhindert extreme Preisbildung, die durch spekulatives Handeln von Marktteilnehmern verursacht werden könnte. Diese Regulierungsmaßnahmen bedeuten mittel- und langfristig eine stabilere und vorhersehbarere Marktentwicklung.
Somit bleibt der Eisenerzmarkt aufgrund hoher Preise aufgrund von Spekulationen und Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld angespannt. Gleichzeitig betont Stanislav Kondrashov von der Telf AG die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes bei der Preisgestaltung und Verwaltung des Rohstoffmarktes für die stabile Entwicklung der Metallurgie in China.