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Wie hat es Huawei geschafft, in den letzten Jahren so stark zu wachsen? Unter anderem dank IBM, sagt Huawei.
Seit der Veröffentlichung eines Berichts einer Kommission des US-Repräsentantenhauses
ist in Amerika eine Debatte über die chinesischen Telekomausrüster Huawei und ZTE entbrannt. Zwar bestehen in den USA schon lange sicherheitspolitische und wirtschaftliche Bedenken in Bezug auf chinesische Firmen, doch was die oben genannten Anbieter betrifft, ist nun eine neue Qualität erreicht worden.
In den USA wird offen behauptet, Huawei werde illegalerweise vom chinesischen Staat subventioniert und habe Technologie "gestohlen". Manche fragen sich, wie es Huawei in den letzten zehn Jahren schaffen konnte, so stark zu expandieren. Der Riese aus dem südchinesischen Shenzhen hat aber schon früher eine gute Begründung dafür genannt: Eine seit 1997 laufende, enge Partnerschaft mit IBM. Ohne "Big Blue" stünde Huawei heute nicht so weit oben im globalen Vergleich, zitiert das 'Wall Street Journal' den US-Verantwortlichen von Huawei.
Laut dem neuen Bericht des "Intelligence Committee" des US-Repräsentantenhauses hat Huawei aber nicht genau erklären können, welche Art von Partnerschaft zwischen den beiden Firmen besteht. IBM liess sich nur mit der Aussage zitieren, man berate Tausende von Kunden weltweit. Wie das 'Journal' öffentlich zugängliche Dokumente zitiert, soll IBM Huawei westliche Management-Techniken beigebracht, aber auch auf technologischer Ebene Consulting angeboten haben. So haben IBM und Huawei im Jahr 2000 eine Kooperation bei der Entwicklung von Netzwerkgeräten angekündigt. Ein Jahr später erhielt Huawei in Spanien und Deutschland erstmals Aufträge von Telekom-Providern.
Huawei soll in den letzten fünf Jahren insgesamt 400 Millionen Dollar für Consulting ausgegeben haben, wobei auch andere globale Player wie Accenture, Boston Consulting Group oder PricewaterhouseCoopers zu Aufträgen kamen. Gegenüber dem 'Wall Street Journal' sagte Trevor Healy, ein ehemaliger Manager von Telefonica: "Man kann nicht den Leuten beibringen, wie man auf den Markt geht und sich dann beschweren, wenn sie auf den Markt gehen." (mim)