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Hoffen auf ein Schweizer Podest
Die Duos Joana Mäder/Anouk Vergé-Dépré und Tanja Hüberli/Nina Brunner wecken am Pro-Tour-Turnier in Gstaad Hoffnungen auf den ersten Schweizer Podestplatz seit elf Jahren.
Die Duos Joana Mäder/Anouk Vergé-Dépré und Tanja Hüberli/Nina Brunner wecken am Pro-Tour-Turnier in Gstaad Hoffnungen auf den ersten Schweizer Podestplatz seit elf Jahren.
Der Coup wird an der 23. Austragung des Turniers im Berner Oberland vor allem Hüberli und Brunner zugetraut, die bei ihren drei Teilnahmen an Elite-16-Turnieren in diesem Jahr konstant stark spielten. Je einmal erreichten sie den Viertelfinal (5. Platz in Uberlandia), den Halbfinal (4. Platz in Ostrava) und den Final (2. Platz in Doha).
Mit Gstaad haben die Europameisterinnen von 2021 zudem eine Rechnung offen: Im letzten Jahr waren sie mit grossen Hoffnungen angetreten, scheiterten aber bereits in den Achtelfinals. 2019 war das Duo am Heimturnier bis in den Halbfinal vorgestossen und nahe dran, den ersten Schweizer Podestplatz seit dem 3. Rang von Simone Kuhn und Nadine Zumkehr 2012 zu feiern. Am Ende mussten sie sich jedoch mit dem 4. Platz begnügen.
Leichter Rückschlag für Mäder
Mit etwas tieferen Ambitionen steigen Mäder und Vergé-Dépré ins Gstaader Turnier. Nach Mäders komplizierter Schulterverletzung an der letztjährigen WM, die eine Operation und eine lange Wettkampfpause zur Folge hatte, bestreiten die Olympia-Bronzegewinnerinnen von 2020 erst seit Ende April wieder Wettkämpfe - dies jedoch mit Erfolg. In Uberlandia und Ostrava erreichten sie je die Viertelfinals, womit sie bewiesen, dass sie bereits auf hohem Niveau mithalten können.
Am Turnier in Tschechien vor gut einem Monat erlitt Mäder jedoch einen leichten Rückschlag. Erstmals seit langer Zeit verspürte die 31-jährige Zürcherin während der Viertelfinal-Partie wieder Schmerzen in der Schulter, was sie beim Spielen beeinträchtigte. Gstaad wird daher ein weiterer Test, wie weit die Belastung bereits wieder möglich ist.
Ein Schweizer Männerduo gesetzt
Während bei den Frauen mit Esmée Böbner und Zoé Vergé-Dépré ein drittes Schweizer Team direkt im Hauptfeld steht, ist es bei den Männern bloss ein Duo. Marco Krattiger und Florian Breer werden versuchen, ihren Exploit am letztjährigen Turnier zu bestätigen. Damals erreichten sie als erstes Schweizer Männerteam seit 2009 den Viertelfinal, in dem sie an den späteren Überraschungssieger Esteban und Marco Grimalt scheiterten.
Die chilenischen Titelverteidiger stehen aufgrund ihrer Klassierung nicht im Hauptfeld und müssen sich in der am Mittwoch beginnenden Qualifikation durchsetzen, in der pro Geschlecht die vier letzten Plätze vergeben werden. In dieser treten auch die Schweizer Männer-Duos Quentin Métral/Yves Haussener und Adrian Heidrich/Leo Dillier sowie das Frauenteam Menia Bentele/Anna Lutz an.