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Wer war denn eigentlich dieser Valentin, der am 14. Februar gefeiert wird?
«Den» heiligen Valentin, der den Ursprung des Valentinstags bildet, gibt es wohl nicht. In Märtyrerverzeichnissen allerdings finden sich zum 14. Februar vor allem zwei Valentine, die beide im 3. Jahrhundert den Märtyrertod gestorben sind und deren Hagiografie – also die Biografie eines Heiligen – in ganz Europa verbreitet waren: den heiligen Valentin von Rom und den heiligen Valentin von Terni. Derjenige von Terni soll Kranke geheilt haben und viele Leute zum christlichen Glauben bekehrt haben. Eine Legende besagt zudem, dass er in seiner Haft die blinde Tochter eines Aufsehers geheilt und ihr vor seiner Hinrichtung einen Brief mit dem Gruss «dein Valentin» geschrieben haben soll. Valentin von Rom soll Liebespaare verbotenerweise nach christlichem Ritus getraut haben.
Und wie fand der Valentinstag als Tag der Liebe seinen Weg nach Europa?
So, wie wir den Valentinstag heute kennen – mit vielen Herzchen und roten Rosen auf Werbeplakaten – gibt es den Valentinstag in der Schweiz wohl erst seit den 80ern. Als eine der ersten offensiven Unternehmen warb die Migros 1987 mit dem Slogan «Sags mit Blumen – Valentinsstrauss». Und Lindt und Sprüngli beispielsweise sprangen erst 2002 aufs Valentinspferd mit auf. Allerdings gab es bereits früher Versuche, den Valentinstag als Tag der Liebenden zu etablieren. US-amerikanische Soldaten brachten den Valentinstag nämlich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Europa, weswegen in weitaus geringerem Masse bereits in den 50ern und 60ern Blumen verkauft wurden. Davor wurde der Brauch des Valentinstags als «Fest der Liebe» in erster Linie auf den britischen Inseln seit dem Mittelalter gefeiert und dann im 19. Jahrhundert mit dem Kolonialismus über den gesamten Erdball verbreitet.
Am Festtag der romantischen Liebe beschenken viele ihre Liebsten. Das Gefühl der romantischen Liebe fasziniert auch die Forschung. Welche verbreitete Annahme über Liebe wird von den Naturwissenschaften nicht wirklich erforscht?
Was die Forschung bisher feststellen konnte, ist, dass sich das Gefühl der Verliebtheit in chemischer ebenso wie in neuronaler Weise zeigt. Bei einer Studie mit Probandinnen und Probanden, die «deeply in love waren», konnten Forschende feststellen, dass gewisse Hirnareale aktiver waren als andere. Und das Hormon Oxytocin, das zentral ist für den weiblichen Reproduktionsprozess, ist weitläufig als «Liebeshormon» bekannt. Was es jedoch mit der Erzählung über den oder die «Richtige» auf sich hat – und dass Liebe in gewisser Weise auch eine Erfindung ist – dieser Frage nehmen sich vor allem Philosophinnen, Historiker oder Literaturwissenschaftlerinnen an. Als prominentes Beispiel wäre zuletzt Eva Illouz zu nennen, die sich mit dem Gefühl in «Warum Liebe wehtut» auseinandergesetzt hat.
Welche Tierart geht keine Langzeitpartnerschaften ein?
So süss sie aussehen und so gut das in die gesellschaftliche Romantisierung von Zweierbeziehungen hereinpasst, sind Pandas eher Einzelgänger. Pinguine hingegen leben, wenn sie sich einmal gefunden haben, für meistens für immer zusammen – ebenso Präriewühlmäuse. Diese werden übrigens von der Forschung gerne dafür gebraucht, die Wirkungsweise des Hormons Oxytocin weiter zu erforschen. Aber Achtung: Die soziale Partnerschaft von Tieren bedeutet nicht sexuelle Exklusivität!
Wieso zeichnen wir Herzen, wenn wir unsere oder die Liebe von anderen zeigen möchten?
Vor dem 13. Jahrhundert war die Herzform in der westlichen Welt ein rein dekoratives Muster. Erst mit dem Aufkommen der Vorstellung, dass es so etwas wie romantische Liebe gibt, begann man, in Liebesgedichten die Herzform zu verwenden. Denn zu der Zeit glaubte man auch, dass beispielsweise die Gebote Gottes oder die Liebe für Gott oder Jesus im Inneren des anatomischen Herzens aufgeschrieben war. Deswegen ist Antwort a) auch nicht ganz falsch: Die mittelalterliche Herzform ähnelt wirklich einem aufgeschnittenen Vogel- oder Reptilienherz. Und das leuchtet ein, wenn man bedenkt, dass die Anatomie zu der Zeit sich an Tieren orientierte und die Menschen zudem daran glaubten, dass im Inneren des Herzens etwas geschrieben steht.