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Das Wichtigste in Kürze:
- Ausdehnung des arktischen Meereises aktuell so tief wie nie um diese Jahreszeit
- minimale Ausdehnung jeweils im September
- Haupttreiber 2020: Eisschmelze nördlich von Russland
Das Meereis in der Arktis nimmt jeden Sommer ab. Mithilfe von Satelliten-Daten wird die Fläche in Quadratkilometern angegeben. Die kleinste Meereisfläche wird jeweils im September erreicht. Die bisher kleinste Meereisfläche wurde im Jahre 2012 mit einer Fläche von weniger als 4 Millionen Quadratkilometern registriert. Aktuell beträgt die Fläche weniger als 7 Millionen Quadratkilometer, so wenig wie noch nie um diese Jahreszeit.
Wie im September in den 90ern
Die aktuelle Ausdehnung ist vergleichbar mit dem Durchschnitt der kleinsten Flächen in den 1990er Jahren. Ob die Meereisausdehnung in diesem Jahr weiter so stark abnimmt und somit auch im September den Minimum-Rekord zu brechen vermag, ist noch offen.
Das arktische Meereis schmilzt jeweils nicht überall gleich schnell. Wie rasch das Eis wo schmilzt, hängt von der regionalen Wetterlage ab. Die erste Jahreshälfte 2020 war bisher in Sibirien aussergewöhnlich warm. Somit ist es nicht erstaunlich, dass das Meereis vor allem in der Karasee, der Laptewsee und der Ostsibirischen See überdurchschnittlich geschmolzen ist.
Hier ist das Eis im Sommer 2020 bisher am stärksten zurückgegangen.