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Das ist noch nicht das Wunder, aber die Geschichte, die er mit dem Wunder von Samedan verbindet. Das eigentliche Wunder ereignete sich unweit des Schulhauses, nämlich auf dem Dorfplatz. Denn dort pflegten damals Soldaten ihr Mittagsmahl einzunehmen. Aber an jenem Tag heute vor 78 Jahren war man wegen des schlechten Wetters in die Beiz ausgewichen. Der Platz war also ausnahmsweise leer, als um die Mittagszeit eine Fliegerbombe mitten darauf fiel und einen bis zu zwölf Meter breiten und mehrere Meter tiefen Krater hinterliess. Weitere Bomben waren an den Rändern des Dorfes und ausserhalb detoniert. Es gab Sachschaden, aber niemand kam ernsthaft zu Schaden.
Die Bomben stammten von amerikanischen Flugzeugen, die ihre tödliche Fracht über Deutschland hätten abwerfen sollen. Wegen der geschlossenen Wolkendecke konnten sie aber ihre Ziele nicht identifizieren. Sie kehrten also um, und einige entledigten sich ihrer Bomben auf dem Rückweg mit sogenannten Notwürfen. Eine dieser blind abgeworfenen Bomben fiel auf den sonst immer belebten Dorfplatz. Zum Glück nicht auf den Pausenhof. Die Druckwelle der Explosion wäre dem neugierigen Jungen am Fenster nicht gut bekommen. Man kann verstehen, dass die Menschen dort noch heute vom Wunder von Samedan sprechen.