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Sammlung Swiss Olympic
Als Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, 2007 seinen Sitz von der Laubeggstrasse in Bern nach Ittigen wechselte, beschlossen die Verantwortlichen von Swiss Olympic, die hauseigene, bis dato der Öffentlichkeit nicht zugängliche Sammlung an Sportmemorabilia dem Sportmuseum zu übergeben. Im Mittelpunkt stehen heute 86 interessante Objekte bzw. Objekt-Teilbestände, die vom Sportmuseum digital erschlossen wurden.
Hier eine Auswahl:
Paul Egli
Paul Egli war ein Radrennfahrer, der als erster Schweizer 1936 das Gelbe Trikot bei einer Tour de France tragen durfte. Neben dieser Errungenschaft wurde er zweimal Strassen-Weltmeister der Amateure und avancierte später zum Mentor Ferdy Küblers.
Albert „Tiger“ Geromini
In den glorreichen Schweizer Eishockey-Jahrzehnten zwischen 1920 und 1940 stand Albert Geromini unter anderem bei der Bronzemedaille an Olympia 1928 oder beim EM-Sieg 1926 mit auf dem Eis.
Lolette Payot
1942 und 1945 gewann die Tennisspielerin Lolette Payot das French Open von Paris. Ihre Titel wurden allerdings aufgrund des damals stattfindenden 2. Weltkrieges nie offiziell anerkannt. Den Pariser Mixed-Titel 1935 allerdings behielt sie auf Lebzeiten.
Paul Martin
Auf der internationalen Mittel- und Langstrecken-Bühne, blieb dem Schweizer Leichtathleten Paul Martin zwischen 1920 und 1936 ein grosser Erfolg vergönnt. National stellte er aber nicht weniger als 18 Landesrekorde auf!
Georges „Giorgio“ Miez
Die Schweiz war in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg eine wahre Turner-Hochburg. Eines der Aushängeschilder war Georges Miez, der viermal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze an Olympischen Spielen zwischen 1924 und 1936 gewann.
Robert „Röbi“ Roth
In den 1920er Jahren war Röbi Roth ein erfolgreicher Schweizer Ringer und Schwinger, der im olympischen Ringen 1920 eine Goldmedaille gewann, aber auch im nicht-olympischen Schwingen zweimal Schweizer Schwingerkönig wurde.
Richard „Bibi“ Torriani
Als Teil des legendären „ni“-Sturmes, gewann Bibi Torriani mit Hans und Pic Cattini 18 Eishockey Schweizermeistertitel mit dem HC Davos zwischen 1930 und 1950. Ausserdem holte er für die Schweiz viele Olympia- und WM-Medaillen, leider aber nie eine goldene.
Charles Aeschlimann
Charles Aeschlimann gehörte 1923 zur ersten Schweizer Davis-Cup-Equipe, die Tschechien mit 3:2 schlug. Er nahm auch an den Olympischen Sommerspielen in Paris 1924 teil, schied dort aber im Einzel und im Doppel schon früh aus.
Georges Schneider
Ende der 1940er und in den 1950er Jahren galt Schneider als einer der weltbesten Slalom- und Riesenslalom-Fahrer, der seine von nur wenigen Grosserfolgen geprägte Karriere mit einem WM-Titel 1950 in Aspen/USA krönen konnte.
Madeleine Chamot-Berthod
Madeleine Chamot-Berthod ist eine ehemalige Schweizer Skirennfahrerin, die 1954 in Åre bei den Weltmeisterschaften je eine Silbermedaille im Riesenslalom und in der Kombination gewann. 1956 wurde sie Abfahrts-Olympiasiegerin in Cortina d’Ampezzo.
Max „Xam“ Abegglen
Zu seiner Zeit in den 1920er und 1930er Jahren galt Max Abegglen als einer der besten Läufer auf einem europäischen Fussballfeld. Mit 32 Nationalmannschaftstoren ist er bis heute der drittbeste Torschütze für die Schweiz.
Karl Zimmermann
Karl Zimmermann war ein sehr erfolgreicher Schweizer Sportschütze, der zwischen 1922 und 1947 30 Mal Weltmeister im Schiessen in verschiedenen Disziplinen wurde, davon 19 Mal im Einzel.
Frank „Frankie“ Séchehaye
Frank Séchehaye war ein Schweizer Fussballtorhüter mit 37 Länderspielen zwischen 1927 und 1935. Nicht nur ob seiner intelligenten und eleganten Spielweise erlangte er Berühmtheit, sondern auch durch seinen stilprägenden Kleidungsstil mit Mütze und Pullover.
Ferdy Kübler
Ferdinand „Ferdy“ Kübler ist zusammen mit Hugo Koblet, der wie Kübler (1950) die Tour de France gewinnen konnte, die dominierende Radsportfigur der 1940er und 1950er Jahre und gilt heute noch als eine der grossen Schweizer Sportikonen.
Fritz Feierabend
Fritz Feierabend war ein von 1933 bis 1955 aktiver Bobfahrer, der zu seiner Zeit zu den erfolgreichsten Bobpiloten gehörte. Neben 12 WM- und 5 Olympia-Medaillen, baute er mit seinem Vater Carl den ersten komplett aus Stahl bestehenden Bob, den „Feierabend-Bob“.
Teller Nagano 1998
Nagano 1998 ist der bislang am weitesten südlich gelegene Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Das Highlight aus Schweizer-Sicht war der Olympiasieg von Gian Simmen. Er gewann in der Halfpipe. Snowboardmedaillen wurden in Nagano zum ersten Mal vergeben.
„Der Kurhusser“
Hornussen gehört neben Schwingen und Steinstossen zu den Schweizer Nationalsportarten.
Das Bild "Der Kurnusser" zeigt einen angreifenden Spieler vor dem Abschlag der Nouss.
Olympic Games London Diploma (1948) «World Championship for Cycling» by A.W. Diggelmann
Ebenfalls an den Olympischen Spielen in London 1948 war Alex W. Diggelmann mit Silber und Bronze bei den Kunstwettbewerben erfolgreich.
Autogrammplakat Lillehammer 94
Die Spiele zeichneten sich durch ihre speziell freundliche und angenehme Atmosphäre aus. Die Organisation legte viel Wert auf eine umweltfreundliche Austragung (Stichwort: «grüne Spiele»).
17 Medaillen Schweizerischer Fussballverband
Die Geschichte des Schweizerischen Fussballverbands beginnt 1895 als «Swiss Football Association» (SFA). 1905 gründete die SFA (heute: SFV) mit sechs weiteren Landesverbänden die FIFA.
Neun Medaillen Paul Simon-Gedenklauf in Klosters
Paul Simon war Ende der 1930er Jahre Zentralpräsident des Schweizerischen Skiverbands (Swiss Ski) und ein wichtiger Autor der Schweizer Skigeschichte.
12 Medaillen Schweizerischer Tennisverband
Diverse Medaillen des Schweizerischen Tennisverbands (Swiss Tennis). Heute zählt der Tennisverband mehr als 54'000 lizenzierte Spieler.
Acht Abzeichen der Rad-Weltmeisterschaften
Oben links ist die Medaille der Strassen-Rad-Weltmeisterschaften 1946 in Zürich zu sehen. Gewonnen wurde das Rennen von Hans Knecht, der als Stadtzürcher den Heimvorteil ausnutzen konnte und somit seinen grössten Erfolg feiern durfte.
15 Medaillen Eidgenössischer Kleinkaliber Schützenverband
Der Schützenverein wurde 1824 gegründet und zählt heute ungefähr 175'000 Mitglieder. Zu sehen sind hier Kleinkaliber-Abzeichen aus den Jahren 1968, 1972 und 1985. Das Pistolenschiessen wurde erstmals 1919 ausgetragen.
25 Medaillen Union der Europäischen Fussballverbände (UEFA)
Zwischen 1967 und 1978 trug die UEFA insgesamt vier Mal den Amateur Cup aus.
Turnband mit 22 Abzeichen und 12 Abzeichen
Das Zürcher Kantonsfest findet zurzeit alle sechs Jahre statt. Auf schöne Erinnerungsabzeichen wurde stets viel Wert gelegt. Hier sind die Abzeichen von 1945, 1954, 1961 und 1970 zu bestaunen.
12 Erinnerungsmedaillen St. Moritz und Lausanne
St. Moritz war Austragungsort der Olympischen Winterspiele in den Jahren 1928 und 1948. Zum 30jährigen bzw. 50jährigen Jubiläum wurden 1978 Erinnerungs-Medaillen herausgegeben.
Medaillen Alte Sektion Zürich
Der 1820 gegründete Turnverein Alte Sektion Zürich ist einer der ältesten Turnvereine in der Schweiz.
Hier sind 11 Medaillen aus Turnen und Schiessen zu betrachten: «Dem Kommenden zum Gelöbnis und dem Vergangenen zum Gedächtnis.»
Auszeichnung Association Olympique Suisse
Auszeichnung der 1979 gegründeten ACNO (Association des Comités Nationaux Olympiques) aus Anlass ihres 20-jährigen Jubiläums für die «Association Olympique Suisse» aufgrund der geleisteten Dienste für die olympische Bewegung.
Jubiläums-Geschenk der Sport-Toto Gesellschaft
Dieses Papier beurkundet 1988 das Jubiläums-Geschenk der Sport-Toto Gesellschaft zum 50-jährigen Bestehen an den Schweizerischen Landesverband für Sport (3 Millionen Schweizer Franken zur Schaffung eines Fonds für Ausbildung und Gesundheit im Schweizer Sport).
UEFA Collage
Eine Collage zum 25-Jahr-Jubiläum der UEFA. Der europäische Fussballverband wurde 1954 in Basel gegründet und umfasst heute 54 nationale Verbände.
18 Kranz-Auszeichnungen Schiessen
Das Eidgenössische Feldschiessen ist das grösste Schützenfest der Welt und kann auf eine über 130-jährige Tradition zurückblicken.
Eine Serie von Kranzabzeichen zwischen 1947 und 1953 – alle zum Sujet «Die Entwicklung des Schiesswesens» – ist hier zusammengestellt.
Acht Medaillen Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften 1944
Medaillen der Leichtathletik-Schweizermeisterschaften 1944. Überragende Athletin der Meisterschaften war die Zürcherin Rina Baumgartner. Sie siegte im Fünfkampf, im Hochsprung und im Kugelstossen!
Frau bei den Olympischen Spielen
Das Gemälde von Magda Blau zeigt eine Frau bei Olympischen Spielen. Die erstmalige Beteiligung von Frauen an Olympischen Spielen war in Paris, 1900.
Banner Sion 2006
Sion bewarb sich als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2006. Mit 53 zu 36 Stimmen bekam allerdings Turin den Zuschlag. Sion war damit nach 1976 und 2002 zum dritten Mal bei der Bewerbung gescheitert.
Ligapokal
Der Schweizer Ligapokal wurde 1972 bis 1982 mit den Teams der Nationalligen A und B ausgetragen.
The Goalkeeper
«The Goalkeeper» stammt von Victor Vasarely (1906 – 1997), dem bedeutenden ungarisch stämmigen französischen Künstler und Mitbegründer der Kunstrichtung Op-Art.
Medaillen Internationaler Skiverband (FIS)
Die Weltmeisterschafts-Medaillen des Internationalen Skiverbands (FIS) werden seit 1952 im gleichen Design vergeben.
Zieleinfahrt Radrennen
Das Bild stammt von Hans Weidmann (1918 – 1997), einem Künstler der Basler Kunstgruppe Kreis 48.
Medaille Kunstwettbewerb
Der Schweizer Grafiker Alex W. Diggelmann gewann die Goldmedaille an den olympischen Kunstwettbewerben in Berlin 1936.
Bild Stabhochsprungszene Jean-Blaise Evéquoz
Jean-Blaise Evéquoz (* 1953) war Spitzensportler und Künstler zugleich.
Swiss Olympic und das Sportmuseum Schweiz arbeiten eng zusammen. Aktiv setzen sie sich für die Erhaltung und Zugänglichkeit des Schweizer Sportkulturguts ein.
Wer sich detaillierter für diesen Bestand interessiert, wendet sich an: <email-pii>