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Die US-Amerikaner wollen unbedingt ihr genetisch manipuliertes Überschuss-Fleisch nach Europa exportieren. Weil viele Mitgliedstaaten der EU sich in den Weg stellen, hat sich ein amerikanischer Agrarlobbyist, Tom Vilsack, derart geäussert: „Ihr in Europa könnt nicht Eure Kultur, Politik oder Konsumentenforderungen in die Verhandlungen einbringen.“ Er empfahl, der Konsument könne seine Wahl nur im Rahmen eines offenen Marktes treffen. Die Europäer sollten sich im Rahmen der TTIP-Verhandlungen, denen auch die Schweiz folgen will, für den freien Markt entscheiden.
Das würde bedeuten, dass europäische Qualitätsprodukte immer weniger Menschen zur Verfügung stehen. Diese würden so teuer, dass die Mehrheit der Europäer auf das bekannte US-Junkfood umsteigen müssten. Wollen wir das?
Was die europäische Kultur angeht, bleibt mir bis heute unverständlich, weshalb wir eine Biennale von Venedig brauchen. Die dort vorgestellten Kunstwerke sind von einer beliebigen Belanglosigkeit, die nur erschrecken kann. Der diesjährige Leiter der 56. Biennale, Okwul Enwezor, erklärt programmatisch: „Es geht mir nicht um platte Kapitalismuskritik, sondern um die Reflexion der inhärenten Widersprüche und extremen Ausschläge des Kapitals.“
Dort soll nicht „platt“, d.h. direkt, kritisiert werden. Dort sollen auch die Widersprüche und „extremen Ausschläge des Kapitals“ nicht offen gelegt werden. Dort soll vielmehr darüber reflektiert werden. Aha. Und die weniger extremen Ausschläge, was machen wir mit denen?
Kannitverstan.