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Überfunktion der Schweissdrüsen (Hyperhidrosis)
Überfunktion der Schweissdrüsen (Hyperhidrosis)
Mit dem Begriff «Hyperhidrosis» bezeichnet man eine übermässige Schweissbildung.
Um lebenswichtige Körperfunktionen wie Kreislauf, Atmung und Verdauung aufrecht zu erhalten, muss ständig Energie aus Nährstoffen umgesetzt werden. Dadurch entsteht Wärme. Diese Verbrennungswärme wird teilweise durch Abstrahlung, überwiegend aber durch Schwitzen abgegeben. Schwitzen ist also im Rahmen der Thermoregulation überlebenswichtig.
Frischer Schweiss ist geruchslos. Der charakteristische Schweissgeruch kommt durch Hautbakterien zustande, die sich im feuchtwarmen Milieu gut vermehren können (insbesondere Achselhöhle).
Einteilung
Es wird die primäre, d.h. angeborene Hyperhidrosis, von der sekundären Form, welche Folge einer Krankheit ist, abgegrenzt. Eine Unterscheidung kann der Arzt nach einer Anamnese stellen.
Örtlich begrenzt tritt die Hyperhidrosis zu 60% an den Handflächen oder Fussflächen, zu 40% in den Achselhöhlen, zu 10% am Kopf (Stirn) und selten an anderen Körperstellen auf.
Fördernde Ursachen
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Hohe Temperaturen, zu warme Socken und Schuhe
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Socken aus Kunstfasern und Schuhe aus Kunstleder
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Übermässige körperliche Betätigung
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Zu stark gewürzte, scharfe Speisen, Coffein und Nikotin
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Auch Angst, Stress oder Nervosität können den Schweiss ankurbeln
Therapie der Hyperhidrosis an den Hand- und Fussflächen
1. Aluminiumchlorid-Behandlung – Die Aluminiumsalze dringen in die Schweisskanäle, verbinden sich mit dem dortigen Keratin und verstopfen damit die Drüsenausführungsgänge.
2. Leitungswasseriontophorese – ist eine Gleichstromtherapie ohne Einsatz von Wirkstoffen oder Medikamenten. Hierzu werden die Füsse in je eine Wanne voll Wasser gelegt. In den Wannen ist ein elektrischer Leiter, der den Stromkreis schliesst.
3. Botulinumtoxin Injektion (Botox) bei der temporär die Schweisssekretion gehemmt werden kann.