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Waldbau für Stadtbäume
Bäume in der Stadt leben unter Bedingungen, die sich massgeblich von ihrem natürlichen Standort in der offenen Landschaft unterscheiden. Die Standortbedingungen in der Stadt beeinträchtigen nicht nur die Vitalität, sondern auch die Lebenserwartung.
Damit auch künftige Generationen von einem stabilen und gesunden Baumbestand profitieren, wirkt Grün Stadt Zürich mit Neupflanzungen einer Überalterung des Baumbestandes entgegen. Pflanzungen und Fällungen erfolgen zeitversetzt: Fällungen von nicht mehr bruch- oder standfesten Bäumen finden in der Regel in den Monaten Dezember bis Februar – während der Vegetationspause – statt, Pflanzungen entweder im Frühjahr oder Herbst.
Waldbauliche Prinzipien für die Stadtbäume
Dort wo es der Standort erlaubt, sollen in vorausschauender Planung neue Bäume gepflanzt werden, bevor ein Baum auf natürliche Weise abstirbt. Somit kann ein fliessender Übergang von Jung- und Altbäumen sichergestellt werden. Nach waldbaulichen Prinzipien werden mehrere Bäume an einem Standort gepflanzt, damit sie zu einem dichten und waldartigen Bestand heranwachsen können. Einige Bäume werden während den nächsten 50 Jahre gross und entwickeln ein Kronenvolumen. Andere sterben mangels Platz, Licht oder wegen Krankheit und Schäden ab, oder müssen gefällt werden. Während alle Baumarten die gleichen Startmöglichkeiten erhalten, setzen sich nur diejenigen Bäume durch, die am gegebenen Standort am besten zurechtkommen.
In einem Pilotprojekt wurden auf einer Fläche von 520 m², Ecke Schweighofstrasse / Döltschiweg, 45 einheimische Gehölze gepflanzt, um die Vor- und Nachteile der Anwendung von waldbaulichen Prinzipien zu beobachten. Der Pilot dient der Förderung von vitalen Stadtbäumen und schafft noch mehr Lebensraum für Tiere und Organismen.