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Frau Bodo will das Familienvermögen ihren Kindern vererben. Allerdings soll das Familienvermögen auch dann in der Familie verbleiben, wenn eines ihrer Kinder keine Nachkommen haben sollte. Mit dem Instrument der Vor- und Nacherbschaft kann dies verbindlich und erst noch steuerlich verträglich erreicht werden.
Ebenso wäre vorzugehen, sollte Frau Bodo oder eines ihrer Kinder keine Nachkommen haben. Dann stellt Frau Bodo mit der Einsetzung ihres Ehemanns als Vorerbe und verpflichtender Einsetzung ihrer Kinder/Geschwister als Nacherben sicher, dass das von ihrer Familie stammende Familienvermögen nach dem Tod des Ehemanns in der Familie bleibt. Würde der Ehemann das Familienvermögen mittels eigenem Testament den Geschwistern der vorverstorbenen Ehefrau vererben, führte dies zu einer erheblichen Steuerbelastung. Mit der Vor- und Nacherbeneinsetzung wird also vermieden, dass die Zufälligkeit der Abfolge des Versterbens über den Verbleib des Familienvermögens entscheidet.
Die beiden Fallbeispiele sollen diese beiden Szenarien veranschaulichen.