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Langzeitmessung der arteriellen Gefässsteifigkeit
Ziel der Untersuchung
Die arterielle Gefässsteifigkeit gilt als wichtiger Prädiktor (Vorhersager) für Herzinfarkt und Schlaganfall. In Kombination mit der Langzeitblutdruckmessung kann die Steifigkeit der Arterien, namentlich die Pulswellengeschwindigkeit, der zentrale Blutdruck und der Augmentationsindex, zusätzlich gemessen werden. Es konnte bereits gezeigt werden, dass die Werte der arteriellen Gefässsteifigkeit aus der Langzeitmessung mit dem Eintreten eines Herzinfarkts in Verbindung stehen. Auch war die Wanddicke der linken Herzkammer bei Patienten mit erhöhter arterieller Steifigkeit verdickt. Ob die Langzeitmessung der arteriellen Gefässsteifigkeit (vergleichbar mit der Langzeitblutdruckmessung) die punktuelle Messung im Sinne eines Goldstandards ablösen wird, ist noch nicht klar. Eine wichtige Erweiterung des diagnostischen Spektrum stellt sie auf jeden Fall dar.
Ablauf der Untersuchung
Die Langzeitmessung der arteriellen Gefässsteifigkeit erfolgt wie die Langzeitblutdruckmessung nichtinvasiv über eine Oberarmmanschette, die über die Zeitdauer der Messung (meist 24 Stunden) getragen wird. Über einen Schlauch wird die Manschette aufgepumpt und die Werte werden in einem kleinen, leichten Kästchen (ca. 8cm*6cm*2cm) aufgezeichnet. Die Manschette wird tagsüber alle 15 min, in der Nacht alle 30 min für 20-30 sec aufgepumpt. Die Arbeit und Alltagsaktivitäten können – sollen sogar – weitergeführt werden. Nur sehr wenige Menschen wachen nachts von der Messung auf.
Dauer der Untersuchung
Meist 24 Stunden, Anlegen ca. 5 Minuten