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Die No-Billag-Initiative gefährdet nicht nur die SRG, sondern auch die regionalen Radio- und Fernsehsender. Deren Verbände haben am Freitag für ein Nein in der Abstimmung vom 4. März geworben.
43 Lokalradios und 13 Regionalfernsehen erhalten Geld aus dem Gebührentopf. Sie sind durch einen Leistungsvertrag verpflichtet, über Regionales und Lokales zu berichten.
Die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren würde bei den meisten zu einem Sendeschluss führen, sagen die Verbände. Sie warnen vor einem Kahlschlag, insbesondere in der Westschweiz, dem Tessin sowie in den Berg- und Randregionen.
Im Durchschnitt lassen sich die Sender nur zu 50 Prozent mit Werbung finanzieren. Zürich ist die einzige Region, die genug Werbeerträge hergibt für eine rein kommerzielle Finanzierung. Die Verbände halten es deshalb für eine Illusion, dass die wegfallenden Gebühren durch mehr Werbung ersetzt werden könnten.
Die Werbeeinnahmen würden viel mehr sinken, weil neu auch die SRG Radio-Werbung machen dürfte, sagte Martin Muerner, der Vizepräsident des Verbandes Schweizer Privatradios. Die Initianten bezeichnete er als Dilettanten.
Auch eine Finanzierung über Kundenabonnemente ist laut den Verbänden unrealistisch. Nirgendwo auf der Welt könnten Informationssendungen über Abonnemente finanziert werden, geben sie zu bedenken. Pay-TV funktioniere nur für Unterhaltung, Live-Sport und Sex, sagte Marc Friedli, der Geschäftsführer von TELESUISSE, dem Verband der Schweizer Regionalfernsehen. (sda)