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Seit 1300 lebten Juden in verschiedenen historischen Epochen und unter verschiedenen kantonalen und regionalen Herrschern im Großraum Luzern. Erst Anfang 1800 wurde die jüdische orthodoxe Gemeinde gegründet und es wurde ihr der rechtlich-öffentliche Status verliehen. Die Vereinigung der Juden Luzerns und mit den Juden aus den nahe liegenden Siedlungen zu einer offiziellen Gemeinde erfolgte im Jahr 1870.
Später, 1892 verwalteten mehrere jüdische Familien, deren Mitglieder verschiedener Herkunft waren, die vereinigte jüdische Gemeinde Luzern. Durch ihre Unterstützung wurden Schiurim und Gottesdienste jeden Schabbat sowie das Fest durchgeführt, außerdem wurden sowohl die Synagoge, Mikwe Mohel als auch eine jüdische Schule, eine Bäckerei geführt, die alle alltäglichen Bedürfnisse der Gemeinde abdeckten
Mit der Zeit wuchs die Gemeinde dadurch, dass jüdische Familien aus anderen europäischen Ländern während der I. und II. Weltkriege, geflohen vor Holocaust, hierher kamen.
Die herrliche alte Synagoge, die einzige in Luzern, war im März 1912 vorwiegend dank den Spenden von Herrn Joseph Croner aus Karlsruhe, der Anfang des Jahrhunderts bei einem der hiesigen Gemeindemitglieder zu Besuch war, gebaut worden. Herr Croner war von dem Ort selbst und von der Gemeinde sehr beeindruckt. Dabei fiel ihm auf, wie bescheiden und klein die örtliche Synagoge war, dass er beschloss, sein Geld für den Bau einer prächtigen Synagoge zu vermachen.
Die Synagoge von Luzern ist tatsächlich eines der schönsten und sehenswertesten Gebäude in der Schweiz und ganz Europa. Sie wurde nach dem Entwurf von Max Seckbach (1866-1922), gebaut, der auch die Friedberg-Synagoge in Frankfurt –am-Main entworfen hatte und die leider sowie hunderte andere Synagogen während der Kristallnacht und später im Laufe des Holocausts zerstört wurde. Heutzutage gilt die Synagoge in Luzern als die einzige, die den Zerstörungen nicht ausgesetzt wurde und ihr einmaliges Aussehen des vorigen Jahrhunderts behalten hat.
Die alte Synagoge hat etwa 200 Plätze für Mann und Frau. Über 100 Jahre dient sie der Gemeinde, die maximal 150 Familien zählte, als der Staat Israel gegründet wurde. Mit der Gründung des Staates Israel nahm deren Zahl jedoch wieder ab, denn ein grosser Teil der Jugend machte Alijah.
Und einige andere Familien zogen dann in dieser Zeit nach Zürich, Basel oder in die anderen Städte, wo die Gemeinden größer waren.Die jüdische Gemeinde Luzern wurde mit jedem Tag immer kleiner
Heute die etwa 40 Familien große Gemeinde unterhält die Synagoge und führt minyan alle Shacharit, Mincha und Arvit und jeden Schabbat und das Fest durch, wobei sie von den Studenten von Jeschiva unterstützt wird, und ist somit in Luzern die einzige Synagoge, wo die Gottesdienste wie angebracht durchgeführt werden. Die Synagoge bietet einem jeden Juden und jedem Mitglied der Gemeinde von Luzern alle religiösen und gemeinschaftlichen Dienstleistungen an.
In der Synagoge gibt es koschere Mikwe für Frauen, Mikwe für Männer und eine separate Mikwe für Geschirr, wenn Sie darüber mehr erfahren möchten, klicken Sie MIKWE an.
In der Gemeinde ist kein eigener Rabbi angestellt, aber für alle Fragen über Halacha, Mikwe, Kashrut, Chevra Kadisha und anderes stehen Ihnen Rabbi Chaim Moshe Levy, Rabbi of the Community Eshurun in Zürich zur Verfügung. Möchten Sie mehr über die Jüdische Gemeinde Luzern erfahren, klicken Sie den Link an.
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