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Schon vor rund einem Monat liess Siemens verlauten, dass man sich die Zukunft der Handysparte überlege. Siemens liess sich aber alle Optionen offen, von der Sanierung über eine Partnerschaft oder einen Verkauf bis zur Schliessung. Ein aktueller Artikel des "Sunday Telegraph", in dem berichtet wird, dass eine Schliessung der Handyproduktion, die immerhin 5000 Leute beschäftigt, unmittelbar bevorstehen könnte, hat nun in dieser Sache neuen Staub aufgewirbelt.
Siemens wolle seine Handyproduktion schliessen, heisst es in dem Artikel, falls sich nicht in letzter Minute, bis zur Aktionärsversammlung am 27. Januar, noch ein Käufer finde. Als eventuelle Käufer erwähnt der "Telegraph" NEC und – China liegt momentan in der Luft – das chinesische Konglomerat Ningbo Bird. Der "Telegraph" nennt aber keine Quellen für seine Informationen.
Siemens bezeichnete gegenüber der "FAZ" den Artikel denn auch als reine "Spekulation". Weiterhin seien auch die Varianten Sanierung oder Partnerschaft Teil der Überlegungen. Wie es weitergehen werde, wolle man "frühestens" am 27. Januar bekannt geben.
Siemens Mobile liegt zwar nach Marktanteilen gemessen weltweit auf dem respektablen vierten Platz, hat dem Konzern aber in letzter Zeit trotzdem grosse Verluste eingebracht. Allein im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2004, das am 30. September endete, machte Siemens mit seinen Handys einen Verlust von 141 Millionen Euro. Dies lag gemäss Siemens vor allem an Qualitätsproblemen und dadurch verursachte Verspätungen bei der Einführung der 65er-Serie. Im gesamten Geschäftsjahr 2004 betrug der Verlust 152 Millionen Euro. (Hans Jörg Maron)