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Hintermann Series H2®
Hintermann Series H2® Total-Sprunggelenk-Ersatzsystem
Das Hintermann Series H2® Total-Sprunggelenks-Ersatzsystem (Hintermann Series H2) ist ein semi-constrained Sprunggelenk-Totalersatzsystem bestehend aus einer Taluskomponente, einer Tibia-Montagekomponente und einer PE-Inlay-Montagekomponente. Prof. Beat Hintermann hat die Hintermann Series H2 basierend auf seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung mit der Implantation seines erfolgreichen Hintermann Series H3® Sprunggelenks ausserhalb der USA entwickelt. Prof. Hintermann sah die Notwendigkeit, ein semi-constrained Implantat zu entwickeln, das zur Behandlung von Sprunggelenkinstabilität entwickelt wurde. Nach der Implantation wird die Hintermann Serie H2 in einer patientenspezifisch optimierten Position gehalten, um das umliegende Gewebe weiter zu stützen und Stabilität gegen Translations- und Rotationskräfte des normalen Sprunggelenks zu bieten. Dieses Gerät verwendet die gleiche chirurgische Vorbereitung und Vorgehensweise wie die Hintermann Series H3, einschliesslich der Instrumentierung.
Die Auflagefläche der Talarkomponente der Hintermann Series H2 ist anatomisch geformt und weist eine kegelstumpfförmige Oberfläche auf, die eine physiologische Talarbewegung durch Eversion mit Dorsalflexion ermöglicht, um die Belastung des Weichteilgewebes, das das Sprunggelenk stützt, zu minimieren. Die medialen und lateralen Ränder helfen, die Bewegung der UHMWPE-Lagereinheit zu führen, während die anterioren Zapfen die sagittale Stabilität und Positionierung des Talarimplantats verbessern. Für Patienten mit geringerem Knochenangebot ist eine flach geschnittene, talare Option erhältlich.
Die tibiale Baugruppe der Hintermann Series H2 umfasst einen tibialen Schlitten und ein Tray. Die Tibiakomponente verfügt über ein flaches anteriores Schild, das die Rotationsstabilität der Komponente gewährleisten und Narbenbildung und Knochenbildung verhindern soll, die die Gelenkbewegung behindern könnten. Die oberen Spitzen an der Schnittstelle zwischen Implantat und Knochen dienen der Verankerung im subchondralen Knochen, um die Stabilität gegen Translation und Rotation zu unterstützen. Das Tibiagleitstück wird in die Tibiaschale eingesetzt, um die anteriore/posteriore Position des Polyinlays zu fixieren und gleichzeitig eine Innen-/Aussenrotation zu ermöglichen, bis der Chirurg die richtige endgültige Rotationsausrichtung des rekonstruierten Sprunggelenks bestimmt hat. Sobald die richtige Ausrichtung gefunden ist, wird die Feststellschraube angezogen, um die Rotation des Poly-Inlays gegenüber dem Tibia-Implantat zu fixieren.
Das PE-Inlay besteht hauptsächlich aus ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMWPE), das Röntgenmarker aus einer Titanlegierung enthält. Das Inlay ist so konzipiert, dass es anterior in das Tibiaimplantat eingesetzt wird, und ist in drei Offsets (anterior, neutral und posterior) erhältlich, um dem Chirurgen eine korrekte Rekonstruktion des Sprunggelenks zu ermöglichen und die korrekte Ausrichtung zwischen Tibia und Talus zu gewährleisten.
Primär- und Revisionschirurgie
Das Hintermann Series H2 Sprunggelenk-Totalendoprothesensystem ist für die Primär- oder Revisionschirurgie von Sprunggelenkgelenken indiziert, die geschädigt sind durch: systemische Arthritis des Sprunggelenks (z. B. rheumatoide Arthritis, Hämochromatose), primäre Arthritis (z. B. degenerative Erkrankungen) und sekundäre Arthritis (z. B. posttraumatische, avaskuläre Nekrose, vorausgesetzt, es bleibt genügend Talus erhalten, um das Implantat zu tragen). Die Hintermann Series H2 ist auch für Patienten mit einer fehlgeschlagenen früheren Sprunggelenkoperation und Revisionseingriffen nach einem fehlgeschlagenen totalen Sprunggelenkersatz oder einer non-union/mal-union Sprungelenkslarthrodese indiziert, sofern ausreichend Knochenmaterial vorhanden ist.
Hauptmerkmale und Vorteile
Grösse der Komponente
Tibiakomponente:
Grössen 2 – 6 in rechter oder linker Ausrichtung
Talar-Komponente:
Grössen 1 – 6 in rechter oder linker Ausrichtung
PE-Einlage:
Grössen 1-6 in rechter oder linker Ausrichtung
Vier Dicken (5, 6, 7 und 9 mm)
Drei Offsets (anterior, neutral und posterior)