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Zur Bestimmung des “fairen” Wechselkurses gibt es verschiedene Methoden. Eine Methode ist die so genannte Kaufkraftparität. Diese besagt, dass ein Produkt in verschiedenen Ländern gleich viel kostet, wenn die Preise um die Wechselkursunterschiede korrigiert werden. Heute hat das Bundesamt für Statistik einen internationalen Preisvergleich veröffentlicht. Gemäss diesem Preisvergleich wären die Produkte des Privatkonsums in der Schweiz (in Franken) 2.08 mal teurer als in der EU (in Euro).
In Bezug auf den Franken-Euro-Kurs hiesse das, dass die Konsumgüter in der Schweiz und in der EU dann gleich viel kosten, der Kurs bei 2:1 liegt. Also wenn für einen Euro zwei Franken bezahlt werden müssen. Ähnliche Resultate ergeben die von der # OECD geschätzten Kaufkraftparitäten. Diese ergeben einen Franken-Euro-Kurs von rund 1.80 Fr./Euro.
Was diese Vergleiche nicht berücksichtigen, ist die Handelbarkeit der Konsumgüter. Eine Wohnung in Zürich lässt sich nicht aus Zürich verschieben. Das gilt über weite Strecken auch für persönliche Dienstleistungen. Bei den Landwirtschaftsprodukten gibt es Zollschranken. Zudem gibt es zahlreiche Bereiche wie das Gesundheitswesen, dessen Preise reguliert sind. Die internationalen Preisvergleiche zeigen, dass die Schweiz vor allem in diesen Bereichen höhere Preise als das Ausland hat.
Wählt man nur die handelbaren Produkte aus, so ergeben sich Verhältnisse zwischen 1.4:1 bis 1.6:1. Erwähnenswert sind Foto und IT-Geräte (1.417:1); Möbel (1.406:1); Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik (1.644:1) oder Fahrzeugbau (1.52:1). So gesehen würde der “faire” Franken-Euro-Kurs zwischen 1.4 und 1.65 Franken/Euro liegen. Auch das wäre immer noch deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 1.22 Franken/Euro.
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