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Im Fussball treffen manchmal seltsame Teams aufeinander. Herzlich willkommen in Kolumbien, dem Geburtsland Johan Vonlanthens!
Wie in den meisten südamerikanischen Ländern weisen auch die kolumbianischen Teams tolle Übernamen auf. In der obersten Spielklasse, der Liga Postobón kämpfen 18 Mannschaften um den Titel.
Da treffen wir zum Beispiel auf die Ölhändler aus dem Herzen der Erdölraffinerien, der Stadt Barrancabermeja, also ‹los Petroleros›, wie der Club Alianza Petrolera auch genannt wird. Zwischenzeitlich mussten die Ölhändler, deren Farben gelb-schwarz sind, schwer untendurch, im Jahr 2009 fehlten dem Club Sponsoren, Spieler und Trainer …
Dass Deportes Quindio in seiner Geschichte erst einen Titel gewonnen hat, ist mehr als erstaunlich. Schliesslich sollten hier alle hellwach sein, wenn ‹los Cafeteros›, also die Kaffeebauern, auf den Platz kommen. Ihre Heimatstadt Armenia ist eines der Zentren des Kaffeeanbaus und weil die Gegend so hüglig ist, holen sich die kolumbianischen Radfahrer dort die Form für die Tour de France.
Mit dem Club Independiente Santa Fe kommt der Erfolg in diesen Beitrag, siebenfacher Meister sind ‹los Cardenales›, also die Kardinäle aus der Hauptstadt Bogota. Santa Fe spielt in roten Trikots mit weissen Ärmeln, weil ein Gründungsmitglied grosser Fan des Arsenal FC gewesen war. Ärgster Feind der Kardinäle sind die Ambassadoren, ‹los Ambassadores›, wir sprechen vom Millonarios FC, der ebenfalls in Bogota zuhause ist und schon 14 Mal Meister wurde. Dieser Übername geht auf die 50er Jahre zurück, als die Millonarios mit Alfredo Di Stéfano eine der wohl weltweit stärksten Clubmannschaften war. Fünfmal etwa mass man sich mit Real Madrid, zwei Siege und drei Unentschieden waren die stolze Bilanz. Wahrlich Botschafter für den kolumbianischen Fussball!
Zwischen den Ambassadoren und den Kardinälen findet ‹El Clásico Capitalino›, das Haupstadtderby statt. Also so wie der BSC YB gegen FC Bern irgendwie.