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Vor zwei Jahren führte der Freiburgische Rotfleckviehzuchtverband nach einigem Widerstand bei zahlreichen Züchtern die Lineare Beschreibung und Einstufung (LBE) für Kühe ein, d.h., die Tiere werden von Experten auf den Betrieben bewertet. Die logische Folge davon wäre nun, dieses Verfahren auch für die Stiere einzuführen, ist der Verantwortliche für Tierzucht beim Landwirtschaftsdepartement, Jean-Pierre Yerly, überzeugt.
Nicht dieser Meinung sind Charly Dorthe, Präsident des Zuchtverbandes, seine Vorgänger Erwin Schwaller und der Experte Hansruedi Brand. Die Einführung der LBE wäre das Ende des Zuchtstiermarktes in Bulle, befürchten sie. Für die Züchter sind die Märkte und Schauen wichtig, damit sie vergleichen können. Wenn die LBE für Stiere eingeführt werden soll, müsse auf schweizerischer Ebene eine Lösung gefunden werden.
Durchzogene Bilanz
In Plaffeien wurde allen 36 Stieren die Herdebuchberechtigung zuerkannt. Bezüglich Qualität zog Hansruedi Brand eine durchzogene Bilanz. Bei den Altersgruppen von Januar bis Juni registrierte er vielversprechende Jungstiere. Etwas weniger gut fiel die Qualität der älteren Stiere aus. Die qualitativ besseren Stiere werden in Bulle präsentiert, begründete Brand diese Entwicklung.
Auf kantonaler Ebene wurden letztes Jahr 120 Stiere aufgeführt, dieses Jahr waren es 95. Wie Jean-Pierre Yerly ausführte, konnten im vergangenen Herbst am Zuchtstiermarkt Stierkälber von sechs Monaten präsentiert werden. Insgesamt waren es 50 Jungstiere. Dies erkläre den Rückgang der Anzahl Stiere an den Januarschauen, die noch an fünf Plätzen durchgeführt werden.