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Nicht eine Rakete, ganze Pakete von Feuerwerk erleuchten heute den Nachthimmel. Die bengalischen Zündhölzchen haben ausgedient, es muss krachen und knallen. Soweit so gut, das gehört zum 1. August.
Dann sind da aber noch andere, fast vergessene Bräuche: Die Höhenfeuer. Es gibt verschiedene Erklärungen dieser Höhenfeuer: Die eine sagt, dass sie von den Hochwacht-Feuern abgeleitet sind und eine Mahnfunktion, ja sogar einen warnenden Charakter haben. Eine andere Theorie leitet die Feuer aus der Mittsommer- bzw. Mittwintertradition ab, wobei diese Feuer zur Abwehr böser Geister dienen sollten. Am Schweizer Bundesfeiertag, am 1. August, werden auf den Berggipfel und Anhöhen ebenfalls Höhenfeuer entzündet und diese sollen an die brennenden Burgen nach der Befreiung aus der Knechtschaft erinnern.
Feuer haben also eine besondere Bedeutung für Menschen. Für mich ist etwa das Osterfeuer, welches in der Osternacht entzündet wird immer ein besonderer Moment im Jahreskreis. Wenn ich am 1. August ein Höhenfeuer sehe, muss ich aber immer auch an das Volk Israel denken: Am Tag folgte es der Wolkensäule, in der Nacht der Feuersäule. So gelangten sie ins gelobte Land. Wenn ich ein Höhenfeuer sehe denke ich daran, dass Gott mit mir durchs Leben geht, mir den Weg weist, dass er auch da ist wenn es dunkel ist in meinem Leben, dass er meine Dunkelheit erhellt.
Sie sind schön, die Höhenfeuer, ich mag dieses schweigende Lodern und brauche dann weder Kracher und Knaller noch grosse Reden.