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Harninkontinenz ist das Unvermögen, den Urin in der Blase zurückzuhalten und kontrolliert zu entleeren. Die Ursache dieser Funktionsstörung liegt entweder in der Blase oder in der Beckenbodenmuskulatur, oder sie geht auf eine fehlerhafte Steuerung durch das vegetative (unwillkürliche) Nervensystem zurück.
Die Harninkontinenz ist ein häufiges Problem älterer Frauen und Männer, doch leiden auch jüngere Menschen daran. Durch den ungewollten Verlust von Urin entstehen peinliche Situationen, die sogar zur Einschränkung von sozialen Kontakten führen können.
Dem Symptom der Harninkontinenz können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen; umgekehrt kann die gleiche Ursache zu verschiedenen Erscheinungsformen von Inkontinenz führen.
Die Bezeichnung der Krankheit spricht für sich. Die Patientin, der Patient hat die Blasenentleerung nicht unter Kontrolle, was unbemerkt oder bei vollem Bewusstsein geschehen kann und oft die Lebensqualität einschränkt.
Namentlich die unbehandelte Überlaufinkontinenz kann zu Nierenschädigung führen, in schweren Fällen bis zum Nierenversagen. Eine weitere mögliche Komplikation ist die Urosepsis, das akute Eindringen von Bakterien in den Blutkreislauf mit heftigen Symptomen.
Der Arzt sollte Ursache und Form der Inkontinenz ermitteln. Die Untersuchung umfasst Urinmessungen, Ultraschall, Zystoskopie (Blasenspiegelung), röntgenologische und neurologische Abklärung.
Neben den oben genannten Massnahmen (vgl. „Was man selbst tun kann“) stehen therapeutisch zur Verfügung: