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Trambahn Basel–Aesch
|Kürzel||TBA|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1907-12-07|
|Mutiert||Ab 1974-01-01 Baselland-Transport|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1907 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte TBA war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Sie führte ab dem Aeschenplatz in der Stadt Basel über Ruchfeld und Reinach bis nach Aesch. Den Betrieb besorgten die Basler Strassenbahnen (BStrB) zunächst auf Rechnung, ab 1914 in Pacht. Der Jahreszins betrug anfänglich 16'000 Franken, später 20'000 Franken. Nach der Verpachtung konnte die Statistik viele Zahlenreihen zur TBA nicht mehr separat ausscheiden. Sie sind in den Werten der BStrB enthalten. Ferner fehlen für 1915 die Angaben zu den zurückgelegten Achskilometern (ab 1916 wurden diese wieder aufgeführt). Die durchgehend einspurig erstellte TBA verfügte über kein eigenes Rollmaterial.
Wegen der limitierten statistischen Angaben sind nur beschränkte Aussagen über die Finanzen der TBA möglich. Bis 1913 erwirtschaftete die ausschliesslich auf den Personenverkehr ausgerichtete Bahn jedenfalls stets positive Betriebsergebnisse. Ab 1910 richtete sie – auch nach der Pachtnahme durch die BStrB – alljährlich eine Dividende aus, die jedoch mit Ausnahme des Jahres 1920 immer unter 4 Prozent des Aktienkapitalwerts lag. Nimmt man die Dividendenzahlungen als Gradmesser, beeinträchtigte die Kriegslage den Geschäftsgang der TBA nicht. Die Statistik dokumentierte die Entwicklung der Passagierzahlen oder der Einnahmen nach der Verpachtung ab 1914 nicht mehr. Passivsaldi musste die TBA jedenfalls keine vortragen und ihre schwebenden Schulden waren gering.
Die Baukosten der TBA waren mit 54'900 Franken pro Bahnkilometer aussergewöhnlich tief (Stand 1920). Ein Grund dafür lag darin, dass die TBA kein eigenes Rollmaterial besass. Dessen Kostenrelevanz war bei den Trambahnen beträchtlich. Im Mittel aller Unternehmen machte das Rollmaterial 31 Prozent der Gesamtaufwendungen aus und war damit der mit Abstand grösste Kostenfaktor überhaupt. Bei der TBA war dies indessen der Oberbau, auf welchen 41 Prozent der Ausgaben entfielen. Selbst unter Berücksichtigung dieser Umstände konnte die TBA jedoch sehr günstig gebaut werden.
Die TBA ging am 1. Januar 1974 in der neu gegründeten Gesellschaft Baselland-Transport (BLT) auf.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.