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Was ist das für ein Käfer? Wir haben hunderte davon.
Beim abgebildeten Insekt handelt es sich um eine Wanzen-Art. Die Mehrheit der Wanzen sind harmlose "Lästlinge". Seit kurzem gibt es jedoch auch einige "fremde" Wanzen, welche Schäden verursachen können. Die Schädlichen, mamorierte Baumwanze lässt sich im Adulten Stadion an folgenden Merkmalen erkennen:
Unterhalb des Halsschildes befinden sich 5 gelbliche Punkte, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können. Anhand dieses Merkmals lässt sich die Wanze im Gelände am einfachsten identifizieren.
Die Antennen sind schwarz-weiss gestreift.
Der Hinterleib der Wanze ist von schwarz-weissen Saum umgeben.
Die Beine besitzen eine deutliche schwarz-weisse Bänderung.
Die sogenannte Membran, der dünnhäutige, durchsichtige Teil der Flügel, besitzt langgestreckte schwarze Flecken.
(Dokumentation der Unterscheidungsmerkmale mit Fotos unter nachfolgender Verknüpfung: http://www.halyomorphahalys.com/merkmale-characteristics.html)
Bei den Nymphenstadien sind am Halsschild spezielle Stacheln zu erkennen (Bild links).
Die Graue Gartenwanze sieht dem fremden Schädling jedoch sehr ähnlich. Die Körperoberseite ist graubraun gefärbt und trägt viele dunkle Punkte, die hellen sichtbaren Seitenränder des Hinterleibes sind deutlich schwarz gefleckt. Die Basis der beiden letzten, sonst dunkel gefärbten Fühlerglieder ist deutlich weissgelb gefärbt. Körperunterseits sind die Tiere hell gefärbt mit schwarzen Punkten, hier fällt auch ein sichelförmiger Fortsatz auf. Wie bei allen Wanzen sind die Mundwerkzeuge zu einem Stechrüssel umgebildet.
Die wärmeliebenden und tagaktiven Tiere vollziehen eine Generation pro Jahr wobei die Insekten am Stamm unter Borkenschuppen überwintern, aber auch (in teils hoher Zahl) Wohnungen und Häuser zur Überwinterung genutzt werden können und die Tiere dann häufig als Lästlinge in Erscheinung treten. Die Populationsentwicklung wird durch einen trocken-warmen Sommer deutlich gefördert.
Wanzen machen eine sog. hemimetabole Entwicklung durch. Im Gegensatz zu Käfern oder Schmetterlingen fehlt ihnen das Puppenstadium. Die Gartenwanze lebt überwiegend vom Saft verschiedener Laubbäume. Hier saugen sie v. a. an Blättern und Samen. Gelegentlich saugen die Tiere auch an toten Insekten. Alle Wanzen sondern ein übel riechendes Abwehrsekret ab, wenn sie sich bedroht fühlen.
Eine unmittelbare Gefahr für die Pflanzen besteht nicht. Die Graue Gartenwanze kann allenfalls als Lästling eingestuft werden. Falls die Wanzen an gewissen Orten trotzdem allzu lästig werden, führen wir mit 'Ecofort' und 'Rapasan' zwei natürliche Vertreibungsmittel auf absolut biologischer Basis.
'Ecofort' stärkt die Pflanzen und hindert so die Entwicklung und die Ausbreitung von Pilzkrankheiten und Schädlingen. Das Produkt wirkt wie ein "Pfefferspray": Die enthaltenen Pfefferschotenauszüge, das Öl des schwarzen Senfes und Rapsöl können im Zusammenspiel Attacken von Schädlingen erfolgreich abwehren. Die Pfefferschotenauszüge wirken zudem leicht antibakteriell; dadurch wird die Widerstandskraft der Wurzeln verbessert.
'Rapasan liquide' wirkt gegen Schädlinge und "Lästlinge" noch etwas intensiver und ist auf Basis von Pflanzenölen und Zimtrindenessenz. Es wird dann eingesetzt, wenn Insekten die Pflanzen bereits angegriffen haben. In diesem Fällen werden die beiden Produkte gemischt: 1/3 'Rapasan liquide' + 2/3 'Ecofort'.