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(spr. ssártehn),John, britisch-amerikan. Kupferstecher
in Mezzotinto, geb. 1808 zu London, zog, nachdem er sich bereits in England als Stecher bekannt
gemacht, 1830 nach Amerika und ließ sich in Philadelphia nieder, wo er durch seine Arbeiten großes
Aufsehen erregte und mit Ehrenbezeigungen überhäuft wurde. Zu seinen Hauptblättern gehören: Christus mit Pilatus vor
dem
Volk, nach Benjamin
West;
Scene aus dem Leben des Salomo, nach K. Schussele;
die Schlacht von Gettysburg, nach Peter
Rothermel;
die Kaiserin Eugenie von Frankreich und ihre Hofdamen, nach Winterhalter;
die Heimkehr vom Markt, nach Krimmel, u. a. 1878 erhielt er den Orden der Krone Italiens. -
Seine Tochter Emily S., geb. 1841 zu Philadelphia, welche die dortige Akademie besuchte und in
Paris vier Jahre Schülerin von Evariste
Luminais war, hat sich in der Malerei und im Stahlstich einen
Namen gemacht. - Sein Sohn William S., geb. 1843 zu Philadelphia, der ein halbes Jahr die dortige
Akademie besuchte, sich nachher sieben Jahre unter
Bonnat in Paris ausbildete, mehrere Reisen nach Algier machte, in Rom und
in Sevilla lebte und dann nach Amerika zurückkehrte, brachte neuerdings auf die dortigen Ausstellungen
mehrere durch ihre Lichtwirkung sehr ansprechende
Genre- und Architekturbilder, z. B.: Hof eines Hauses in Paris, italienisches
Mädchen,
Straße in Algier u. a.
(spr. ssätt'rlih),Walter, amerikan. Genremaler,
geb. 1844 zu Brooklyn, besuchte die dortige Zeichenakademie, war eine Zeitlang Schüler von Edwin
White in New York und bildete sich dann unter Léon
Bonnat in Paris.
Seit 1868 stellte er dort zahlreiche
Ölbilder und Aquarelle aus, unter denen die bedeutendern sind: die Kontemplation, Kommt her, ihr Betrübten! der Friedensstifter,
Margarete, die Liebe im Sonnenschein, die Liebe im Schatten, Liebesscene in Capri und Vor hundert Jahren.
(spr.
ssotéh),PaulEmile, franz. Genremaler, geb. zu
Amiens, wurde von den Jesuiten seiner Vaterstadt ausgebildet, kam 1860 in die École des beaux-arts zu Paris, war Schüler
von
Robert-Fleury und
Lefèbvre und hielt sich 1865-70 in Italien auf. Unter seinen sehr geist- und effektvollen Genrebildern
werden besonders genannt: die Scala santa in Rom (1868), Pilger vor der Kapelle San Pietro in Carcere
(1870), Fiesole malt den Kapitelsaal im Kloster San Marco zu Florenz (1872),
die Porta santa von San Giovanni in Laterano, der Tag vor einer Hinrichtung in Rom (1875, im Luxembourg), der heil.
Buonaventura (1878, Museum in Nantes), der verbannte Dante und die heil. Elisabeth
von Ungarn (1860). Seit 1870 erhielt er mehrere Medaillen.
HenriFrançois, belg.
Genre- und Marinemaler in Antwerpen, malt Marine- und Seeschlachten von kühner, lebensvoller
Komposition, die freilich im Kolorit oft die Wahrheit verletzen, z. B.: Kampf um die Schleuse
(1860), Schlacht bei Trafalgar (Museum in Antwerpen) und namentlich das meisterhafte Bild: Wegnahme der
Flotte vor Lissabon durch die Niederländer 1572. Er ist
Ritter des Leopoldsordens.
Laurenz, Porträtmaler, geb. 1840 zu Lüftelberg bei Bonn, bezog 1856 die Akademie
in Düsseldorf, wo er Schüler von Sohn und
Bendemann war.
Nachdem er einen Schutzengel für die Fürstin von Hohenzollern
gemalt hatte, widmete er sich fast ausschließlich dem Bildnis und brachte es hierin zu sehr charaktervollen Leistungen,
z. B.: Porträt des bei Königgrätz gefallenen Prinzen Anton von Hohenzollern, des Fürsten
von Hohenzollern, des Fürsten von Schaumburg-Lippe und andere in Düsseldorf 1880 ausgestellte.
August, Landschaftsmaler, geb. zu Wien, erhielt
1852-56 an der dortigen Akademie unter Steinfeld den ersten Unterricht, der für ihn wenig fruchtbringend war. Weit mehr
bildete er sich durch Studien in dem damals noch an landschaftlichen Reizen so reichen Prater und durch Reisen in den
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mehr
Hochgebirgen, in Ungarn, Oberitalien und an der Nordsee. Seine Stimmungslandschaften zeugen von einem tüchtigen Formensinn,
von poetischer Auffassung und feinem Verständnis der Natur. Luft und Licht weiß er meisterhaft darzustellen. Dahin gehören:
Waldbild aus den Karpathen (1857), Stimmungsbild an der Nordsee, ungarischer Wald (1864, im Belvedere) und besonders die seit 1870 entstandenen:
Eichenwald (ein größerer in der Sammlung der Akademie und ein kleinerer), Morgen im Hochgebirge, St. Wolfgangsee, Mondaufgang
bei Novemberdämmerung, Heimkehr vom Prater, Partie aus dem Wald bei Purkersdorf, Winterlandschaft, Küstenbild von Helgoland
u. a. 1876 gab er mit Pausinger zwölf Originalzeichnungen in Kupferdruck aus dem kaiserlichen Tiergarten heraus. Er
ist Mitglied der Akademie in Wien.