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Funkverbindungen
Funkamateure nutzen den Mond seit mehreren Jahrzehnten als passiven Reflektor, um interkontinentale Funkverbindungen im VHF-/SHF-Bereich zu verwirklichen.
Mit Erde-Mond-Erde (EME) – international Moonbounce genannt – bezeichnet man eine Funkverbindung, bei der der Mond als passiver Reflektor verwendet wird.
Die ersten Radarechos vom Mond wurden 1946 beobachtet. Im wissenschaftlichen Interesse standen Mondechos jedoch vor allem in den sechziger Jahren. Zur Vorbereitung der Mondlandung erhoffte man Aufschluss über die Oberflächen-und Materialbe-schaffenheit des Erdtrabanten.
Die Technik wurde vom US-amerikanischen Militär kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Der erste erfolgreiche Empfang von Echos vom Mond gelang John Hibbett DeWitt am 10. Januar 1946 in Fort Monmouth, New Jersey. Praktische Anwendung fand das Verfahren anschliessend zum Beispiel bei der US-Navy, die es für Fernschreiber-Verbindungen zwischen Pearl Harbor (Ha-waii) und dem Hauptquartier in Washington nutzte. In der Zeit vor der Satellitenkommunikation war eine Funkverbindung ohne die Unsicherheiten der ionosphärischen Ausbreitung etwas Revolutionäres.
1953 gelang der erste Empfang von Signalen vom Mond durch Funk-amateure. Das Funksignal benötigt für die rund 770.000 km zum Mond hin und zurück zur Erde nur rund 2,5 Sekunden.
Auf 1296 MHz hat ein 4-m-Parabolspiegel rund 35 dB Antennengewinn gegen-über einer Dipolantenne. Dies bedeutet, dass die Energie gebündelt, wie vergleichbar das Licht einer Taschenlampe, den Mond ausleuchtet. Das reflektierte Licht, bzw, die reflektierten Radiosignale können bereits bei 100 Watt Sendeleistung signifikant von der gleichen Antenne nach 2,5 Sekunden zurück gehört werden .
Seit 2003 zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Digitale Betriebsarten wie WSJT verdrängen allmählich die klassische Morse-telegrafie. Dies führt unter anderem dazu, dass mit weniger technischem Aufwand die anspruchsvolle Be-triebsart EME durchgeführt werden kann.
Amateurfunksatelliten sind Satelliten oder Raumsonden, die von Funkamateuren gebaut oder betrieben werden und zur Kommunikation die Amateurfunkbänder benutzen. Manche dieser Satelliten enthalten Transponder, die als Relaisstationen für verschiedene Betriebsarten genutzt werden können. Andere enthalten Experimente oder Kameras, deren Daten zur Erde übertragen werden. Einige Amateurfunksatelliten mit einer Erdumlaufbahn werden als OSCAR bezeichnet.