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© 2012 CC Silvaplana

10 Fragen

an Peter Baumgartner, CC Kloten

1986 bestritt Peter Baumgartner vom CC Kloten
mit Evi Hunziker, Ralph Specogna und Ruedi Keller
seine erste COPPA ROMANA. Als echten Curler
zeichnet sich Peter Baumgartner auch neben dem
Platz aus. So versäumte er z.B. im Jahre 2001 wegen
Ferienabwesenheit die rechtzeitige Anmeldung
zum Turnier und musste somit auf eine Teilnahme
verzichten, was er und sein Team anstandslos
akzeptierten.

Die bevorstehende Austragung bedeutet für den
Coppa Romana Veteranen die 24. Teilnahme.

- Was hat Sie zur Ausübung des Curlingsports
bewogen, im Speziellen Open Air ?
Die Ende der Siebzigerjahre vom Fernsehen übertragenen
WM- und EM-Spiele mit den Gebrüdern
Attinger aus Dübendorf haben mich so wahnsinnig
begeistert, dass ich beschloss, diesen wunderbaren
Sport auch auszuüben. Hans Stephan und Dölf
Honauer vom CC Kloten haben mich ins schöne
Curlingspiel eingeführt und mich schon bald zu
verschiedenen Turnieren mitgenommen. Xavi Müggler
und Peter Broglie schwärmten oft vom grössten
Openair-Turnier der Welt in Silvaplana, und so
startete ich als 3. Klotener-Team 1986 zum ersten Mal
an der COPPA ROMANA. Es hat mich von Anfang an
völlig begeistert.
- Die Coppa Romana wird jeweils unter einem
bestimmten Motto durchgeführt.
Welches Motto gefiel Ihnen besonders?
Es fällt mir wirklich schwer, ein bestimmtes Motto zu
meinen Favoriten zu erklären.
Denn alle bis jetzt ausgewählten Slogans waren interessant
und wurden hervorragend umgesetzt,
denn sie hatten direkt oder indirekt mit Curling bzw.
der COPPA ROMANA zu tun.
Sei es Schottland mit „Tattoo“ oder „Grand National“,
oder die verschiedenen Parolen um das Wort
SPIELEN, nämlich „Rouge et Noir“ oder „EUROulette“.
Aber auch die Wortverwandtschaft mit der „Copacabana“ mit den rassigen Rio-Girls oder dem letztjährigen Thema „Circus Maximus“ war gut gewählt.
Nach langem Überlegen würde ich „Tattoo“ auf den
ersten Platz setzen.
- Das Motto der 45. Austragung lautet COPPA
CLAN. Wie interpretieren Sie dieses Motto ?
Ehrlich gesagt tappe ich noch im Dunkeln, was dahinter
steckt. Wenn man aber jeweils an der Eröffnung
der COPPA ROMANA erscheint, sieht man so viele
vertraute Gesichter, dass man sich wie in einem Clan
fühlt.
- Welche COPPA ROMANA Erinnerungen sind für
Sie unvergesslich ?
Die COPPA 1987 ist für mich unvergesslich. Morgens
um 8 Uhr bei Minus 30 °C und eisigem Wind vom
Julier her kommend auf dem Eis zu stehen, war schon
ein einmaliges Erlebnis. Einige Curler fielen vor Kälte
um und andere trugen Frostbeulen davon. Die COPPA
wurde unterbrochen, und seit diesem Vorkommnis
wird sie erst um 9 Uhr gestartet. Auch vergesse ich
den sehr cleveren Verkäufer von „Kopfparisern“
nicht, der innert Minuten Unmengen von diesen
warmen Kopfbedeckungen verkaufen konnte.
Auch bleiben mir die zwei guten 3. Ränge in guter
Erinnerung, die ich mit Thomas Barth, Fritz
Aemmissegger und Hansruedi Wagner erreicht habe.

- Was führte Sie erstmals ins Engadin ?
In der 3. Sekundarschule führte uns eine dreitägige
Schulreise vom Aversertal über den Septimerpass ins
Bergell und später ins Engadin. Leider wurde diese
Reise in St. Moritz wegen schlechten Wetters vorzeitig
abgebrochen, sodass wir vom schönen Engadin
nicht viel mitbekamen. Einige Jahre später lernte ich
dann mit meiner Familie das wunderschöne Engadin
kennen und bin ihm bis heute treu geblieben.
- Am Turnier nehmen unterdessen auch sehr starke
Teams teil. Wie empfinden Breitensportler/innen
diese Situation ?
Natürlich werden einerseits die Chancen der Hobby-Teams
auf einen sehr guten Rang geschmälert, aber
anderseits macht es auch ein Riesenspass gegen ein
Olympiasieger-Team oder andere Spitzenteams spielen
zu können. Das Turnier als solches bietet jedem
Curling Spieler auch neben dem Eis so viel, dass nur
schon das Mitmachen ein Riesenaufsteller ist.
- Wie hat sich aus Ihrer Sicht Silvaplana seit 1986
verändert ?
In Silvaplana wurde in letzter Zeit viel gebaut, aber
zum Glück nicht verbaut. Die neuen Häuser wurden
alle in einem ortsgerechten Stil hochgezogen, sodass
sich das Ortsbild von Silvaplana eher verbessert
hat. Mit der im Bau befindlichen Umfahrungsstrasse
(Julierpass-St. Moritz) wird sich die Wohnungsqualität
nochmals nachhaltig verbessern.
- Was motiviert Sie am meisten, jedes Jahr im
Januar nach Silvaplana zu reisen?
Im Januar, wenn wir im Mittelland eher im grauen
Nebel verschwinden, ins sehr schöne Engadin zu
reisen, ist für mich wie eine Befreiung. An der COPPA
alte Freunde und Bekannte in einem sehr schönen
Umfeld zu treffen, bereitet mir jedes Jahr viel Freude.
- Diese Jahr endet das Dinner auf dem Piz Corvatsch statt.
Freuen Sie sich auf dieses
gemeinsame Nachtessen, dass sich traditionellerweise
nur alle 5 Jahre wiederholt?
Auch das traditionelle Dinner in der Mittelstation, mit
den verschiedenen Überraschungen und Darbietun-
gen ist für mich jedes Mal ein Höhepunkt meiner
Ferien im Engadin. Ich möchte diesen speziellen
Anlass nicht missen.
- Möchten Sie noch etwas erwähnen, wovon hier
noch nicht die Rede war, oder haben Sie wegweisend
gute Tips?
Gute Tipps kann ich nicht geben, denn es ist schon
alles bestens. Erwähnen möchte ich, dass mich
neben dem grossartigen Rahmenprogramm auch die
Betreuung der Rinks durch die ortseigene Hotellerie
jedes Jahr wieder begeistert.
Ich bin gespannt, was uns das Thema „COPPA CLAN“
alles bieten wird. Ich freue mich darauf.