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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2017.00188 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiber Volz Urteil vom 24. August 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG Rechtsdienst Haftplicht- und Versicherungsrecht lic. iur. Y.___ Postfach 2577, 8401 Winterthur gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1983, war vom 1. September 2011 bis 3 1. Mai 2016 als Bauspengler bei der Z.___, tätig und über diese bei der Suva, Luzern, gemäss dem Bundes gesetz über die Unfallversicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche Körper schädigungen und Berufskrankheiten versichert ( Urk. 7/1), als er am 6. April 2016 beim Aufräumen des Lagers unter Rücken schmerzen litt und deswegen am 1 1. April 2016 einen Arzt konsultierte ( Urk. 7/7). Mit Verfügung 1 6. Januar 2017 ( Urk. 7/36) verneinte die Suva einen Anspruch des Versicherten auf Ver si cherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 201 6. Die vom Versicherten am 2 7. Januar 2017 dagegen erhobene Ein sprache ( Urk. 7/37) wies die Suva mit Entscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 7/43 = Urk. 2) ab. 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 2 4. August 2017 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 6. September 2017 beantragte die Suva, die Be schwe r de sei abzuweisen ( Urk. 6 S. 1), wovon dem Beschwerdeführer am 13. Dezem ber 2017 eine Kopie zugestellt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 2 5. September 2015 re vi dierten Bestimmungen des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten (AS 2016 4375; Botschaft vom 3 0. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5395; Zusatzbotschaft vom 1 9. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallver sicherung, BBl 2014 7911). Auf den gleichen Zeitpunkt sind die Änderungen vom 9. November 2016 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten (AS 2016 4393). 1.2 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 143 V 341 E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2017 vom 3. November 2017 ) hat diese Bestimmung indes zum Inhalt, dass Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten der revi dierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor die sem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden. Mit hin ist der Wortlaut dieser Bestimmung indes nicht so zu verstehen, dass darin lediglich die Anwendung des neuen Rechts für die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten geregelt wäre. Vielmehr umfasst Abs. 1 der Übergangs be stim mungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 auch die unfall ähn li che n Körperschädigungen. 1.3 Da vorliegend Ansprüche auf Versicherungsleistungen für die Folgen eines Er eig nis ses vom 6. April 2016 im Streite stehen, gelangen die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen revidierten, materiellen Bestimmungen des UVG und der UVV nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verord nungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts A nderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis 3 1. Dezember 2016 in Kraft standen. 1.4 Gemäss Art. 6 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). 1.5 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren F aktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sund heit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1.6 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Le bensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 1.7 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) be stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be gründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Ver änderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro - grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Un ge wöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2). 1.8 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie un voll ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenig stens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 9 Die leistungsansprechende Person hat daher das Vorliegen eines Unfalles bezie hungsweise die Unfreiwilli gkeit der Schädigung nachweisen, wobei ihr in dem vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess keine sub jek tive Beweisführungslast im Sinne von Art. 8 des Zivilgesetz buches ( ZGB ) ob liegt. Eine Beweislast besteht nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre chen. Als Indizien, mit welchen ein behauptete r, von keinen Zeugen beobach tete r Unfall nachge wie sen werden kann, fallen vorab der Zeitpunkt und das Motiv der Unfall meldung, die Zeitspanne zwischen Ereignis und Meldung sowie die Anamnese, namentlich ob diese frühere gleiche oder analoge Gesund heits störungen enthält, die erfah rungsgemäss auch als alleinige Folge von Krank heiten auftreten können, in Be tracht. Von erheblicher Bedeutung für die Be weiswürdigung ist auch, ob die erste Schilderung des Unfallgeschehens mit späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, in wesentlichen Punkten übereinstimmt. 1.10 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignis ses lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Den m edi zini schen Erkenntnissen bezüglich der traumatischen oder pathologischen Ursa chen eines Gesundheits schadens kommt im Rahmen der Beweiswürdigung von unkla ren Unfallsach verhalten indes die Bedeutung von Indizien zu (Urteile des Bundes gerichts 8C_727/2007 vom 2 6. August 2008 E. 2.2 f., U 161/04 vom 3 0. Novem ber 2004 und U 117/02 vom 9. Mai 2003 E. 1; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E. 2). Dabei gilt es zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine patho logische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im Rechts sinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlich keit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts U 236/98 vom 3. Januar 2000 E. 2d). 1.11 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, kann der Bundesrat Körper schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück zu führen sind, auch ohne ungewöhn liche äussere Einwirkung den Unfällen gleich gestellt: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körper schädigungen ist ab schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei ze risches Unfall versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202). 1.12 Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen genügt es für die Begründung der Leistungspflicht, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Merk male des Unfallbegriffs erfüllt sind. Für das Vorliegen einer unfallähnlichen Körper schädigung ist tatbestandsmässig ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall erforderlich. Wo ein sol ches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezähl ten Gesund heits schadens, ist eine eindeutig krankheits- oder degenerativ be dingte Gesund heits schädigung gegeben (Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2009 vom 12. No vem ber 2009 E. 6.1). Besondere Bedeutung kommt hierbei der Vo raussetzung des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, ob jek tiv fest stell baren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) davon aus, dass das Ereignis vom 6. April 2016 den Unfallbegriff nicht erfülle, und dass dieses mangels einer entsprechenden Diagnose auch keine unfallähnliche Körperschädigung darstelle (S. 6). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte hiegegen vor, dass er anlässlich des Ereignisse s vom 6. April 2016 Treppenwangen in dafür nicht geeignete Regale habe ver stauen müssen, und dass es dabei infolge einer Verkantung zu einem planwid ri gen, abrupten Unterbruch des Hebevorgangs gekommen sei, weshalb der Unfall - begriff von Art. 4 ATSG erfüllt und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 zu bejahen sei ( Urk. 1 S. 4). 3. 3.1 Vorerst gilt es zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 6. April 2016 um einen Unfall im unfallversicherungsrechtlichen Sinne ge han delt hat. 3.2 Die Z.___ erwähnte im Formular «Schadenmeldung UVG» vom 1 2. April 2016 (Urk. 7 /1), dass beim Ereignis vom 6. April 2016 eine « Wange » (Treppenwange = tragendes, schrägliegendes Bauteil links und rechts der Treppen stufe einer Wangentreppe) beteiligt gewesen sei und beschrieb den Ereignis her gang folgen dermassen : « Beim Aufräumen des Lagers, hat sich der Mitarbeiter verletzt ». 3.3 Der Beschwerdeführer führte im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 zum Ereignishergang sinngemäss das Folgende aus (Urk. 7/9/1-2 Ziff. 1 ): Wir mussten am 6. April 2016 auf Anweisung des Geschäftsführers (der Z.___ ) die ungefähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen auf ein drei Meter hohes, nicht für die Wangen vorgesehenes Gestell heben. Beim Heben der Wangen auf das Gestell zwickte es mir von der Schulter her in den Rücken. Die Frage, ob sich anlässlich des Ereignishergangs etwas Besonderes, wie beispiels weise ein Ausgleiten, ein Sturz, ein Anschlagen oder Ähnliches, ereignet e bejahte der Beschwerdeführer und führte dazu aus, dass er ein Zwicken und ein Knallen im Schulter- und Rückenbereich empfunden habe (Urk 7/9/1-2 Ziff. 3). 3.4 Dr. A.___, Chiropraktor, beschrieb in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 (Urk. 7/10) auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers den folgenden Ereig nishergang: « Am 6.4.2016 hat sich der Patient verhoben, seither Schulter- und Nacken be schwerden rechts ». 3.5 I n seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 2 2. September 2016 (Urk. 7/25/1-2) nahm der von der AXA-ARAG Rechtsschutz AG vertretene Be schwer deführer Stellung zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20/1), worin ihm mitgeteilt wurde, dass für die Folgen des Ereig nis ses vom 6. April 2016 keine Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Zum Unfallbegriff führte der Beschwerdeführer darin aus : « Die Wangen wurden zuerst zu d ritt und im Zeitpunkt als sich unser Klient di e Verletzung zuzog nur noch zu z weit vom Gabelstapler über die überragenden Längsstangen auf die obere Ablage gehoben. Die Arbeit gestaltete sich zum einen schwierig, da der Stand auf dem (grünen) Regal äussert unstabil war und zum anderen, da die Wangen, aus welchen noch Schrauben ragten, beim Hochheben immer wieder ineinander verhakten. Beim Hochheben einer Wange verletzte sich unser Klient, als sich diese verhakte und der Hebevorgang abrupt, wegen des höheren Gewichtes der verhakten zwei ten Wange, gebremst wurde. Die Schmerzen verspürte unser Klient umgehend nach dem Vorfall. Er musste die Arbeit unterbrechen und schmerzbedingt eine Pause machen.» 3. 6 Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgi e, Leitender Arzt des C.___, erwähnte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34/1-2 ), dass der Beschwerde führer den folgenden Ereig nishergang angegeben habe: « Der Patient berichtet, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal über Kopfhöhe einen Stich in der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den Hals und in den Rücken erlitt. Er konnte dann initial den Arm nicht mehr heben. » 4. 4.1 Die erwähnten Schilderungen des Ereignishergangs weich en in Bezug auf die Einzelheiten des Ereignisablaufs teilweise voneinander a b. Einerseits sagte der Beschwerdeführer am 9. Mai 2016 ( vorstehend E. 3.3 ) aus, dass er beim Heben von 50 bis 90 Kilogramm schwere r Treppenwangen auf ein Gestell ein schmerz haftes Zwicken in den Bereichen der Schulter und des Rücken s erlitten habe, und dass sich ausser dem erwähnten Zwicken im Schulter- und Rückenbereich nichts Besonderes, insbesondere kein Ausgleiten, kein Sturz und k ein Anschlagen ereig net habe. Damit übereinstimmend umschrieb Dr. A.___ am 1 8. Mai 2016 ( vorste hend E. 3.4 ) das Ereignis damit, dass sich der Beschwerdeführer verhoben habe. Andererseits gab der Beschwerdef ührer am 2 2. September 2016 ( vorstehend E. 3.5 ) an, dass die Schmerzen aufgetreten seien, als sich eine Treppenwange beim Heben (zu zweit, zusammen mit einem anderen Mitarbeitenden der Z.___ ) verkeilt habe, wodurch es zu e inem abrupten Brems en des Hebe vorgang es gekommen sei. Schliesslich schilderte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. B.___ einen Ereignis hergang, bei welchem stichartige, ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Schul ter beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal aufgetreten seien (vorstehend E. 3.6 ). 4.2 Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicheru ngsrechts in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbe wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit ändert, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann indes nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu er war ten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 f., Urteile des Bundesgerichts U 236/03 vom 1 9. Mai 2004 E. 3.3.4; 8C_637/2016 vom 1 3. Dezember 2016 E. 3.2: 8C_648/2013 vom 1 8. Februar 2014 E. 3.2 und 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 2). 4. 3 Vorliegend widersprechen die nachträglichen Ausführungen des Beschwerde führers vom 2 2. September 2016 (vorstehend E. 3.5 ) und gegenüber Dr. B.___ (vorstehend E. 3.6) den ursprünglichen Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. M ai 2016 (vorstehend E. 3.3 ). Während der Be schwer deführer in seiner ursprünglichen Schilderung des Ereignisses angab, dass die fraglichen Schmerzen beim Heben von Treppenwangen aufgetreten seien und dabei besondere Vorkommnisse, abgesehen von einem schmerzhaften Zwick im Schulter- und Rückenbereich, insbesondere ein Ausgleiten, ein Sturz, ein An schla gen oder Ähnliches ausdrücklich verneinte (vorstehend E. 3.3), seien die Schmerzen gemäss den Angaben des Beschwerdeführers vom 2 2. September 2016 durch ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange ausgelöst worden (vorstehend E. 3.5). Gegenüber Dr. D.___ gab der Beschwerdeführer sodann an, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal stichartige Schmerzen verspürt habe (vorstehend E. 3.6 ). 4.4 Demzufolge steht fest, dass die in den Akten enthaltenen Angaben des Beschwer deführers zum Ereignis hergang voneinander abweichen, und dass mit zu neh men dem Zeitablauf eine Dramatisierung in der Darstellung des Ereignisses festzu stellen ist. Die späteren Angaben vom 2 2. September 2016 sowie diejenigen ge genüber Dr. D.___ zum Ereignishergang stellen daher nicht lediglich Ergän zun gen beziehungsweise Präzisierungen der ursprünglichen Ereignisschil de rung durch den Beschwerde führer vom 9. Mai 2016 dar. Vielmehr handelt es sich hier bei um in Bezug auf massgebliche Sachverhaltselemente erheblich von einander abweichende Sachverhaltsschilderungen. 4.5 In Bezug auf die Einzelheiten des Hergangs des fraglichen Ereignisses vom 6. April 2016 gilt es vorliegend die Erfahrungstatsache zu beachten, dass das menschliche Erinnerungs vermögen in Bezug auf Einzelheiten eines Geschehens re lativ rasch verblasst. Aus diesem Grunde wäre selbst, wenn feststünde, dass weitere Personen beim fraglichen Ereignis anwesend waren, von einer Einver nahme dieser Personen als Zeugen keine neue n Erkenntnisse zum Ereignisher gang zu erwarten. Da von weiteren Beweismassnahmen zum Ereignis vom 6. April 201 6 daher keine neue n Erkenntnisse zu erwarten sind, ist davon abzu sehen (antizipierte B eweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b). 4.6 Der Beschwerdeführer hat den Hergang des Ereignisses vom 6. April 2016 erst mals im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) schrift lich festgehalten. Diese Schilderung hat der Beschwerdeführer verhältnis mässig kurze Zeit nach dem Ereignis vom 6. April 2016 verfasst, weshalb die darin ent haltenen Angaben beweismässig als spontane Aussagen der ersten Stunde zu wer ten sind. Es kommt diesen Angaben daher ein vorrangiger Beweiswert zu. Sodann stimmen die se Angaben inhaltlich mit den in der Unfallmeldung vom 1 2. April 2016 (vorstehend E. 3.2 ) und im Bericht von Dr. A.___ vom 1 8. Mai 2016 ( vor stehend E. 3.4 ) enthaltenen Schilderungen des Ereignisher gangs, wonach sich der Beschwerdeführer beim Aufräumen des Lagers verletzt habe beziehungsweise, wonach er sich verhoben habe, überein. Zudem g ilt es zu berücksichtigen, dass der Versicherte die ausdrückliche Frage, ob sich während des Geschehensablaufs etwas Besonders zugetragen habe, am 9. Mai 2016 bejahte und mit den Worten umschrieb: « Zwicken, Knallen im Schulter- und Rücken bereich». Es ist daher da von auszugehen, dass der Beschwerdeführer derart wesentliche Sachverhaltsele ment e wie ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange oder ein Abfangen einer ver rutschten Last im Fragebogen zum Unfallbegriff erwähnt hätte, wenn sich der Sachverhalt so zugetragen hätte. Die Aussage des Beschwerdeführers im Frage bogen zum Unfallbegriff vom 9. Mai 2016 (vorstehend E 3.3 ) stellen daher ein gewichtiges Indiz, welches gegen die spätere n, erst nach Kenntnis des die Leis tungspflicht verneinenden Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20) verfassten Version en spricht. 4.7 Ergänzend gilt es zudem zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung eine Darlegung des entsprechenden Sachverhalt s durch die versicherte Person nach einer Verneinung des Leistungsanspruchs nicht überzeugt, wenn der Unfallver sicherer in Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorher eine detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen durch geführt hat ( Urteile des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 4.2 und 8C_436/2009 vom 2 2. Oktober 2009 E. 6.2). 4. 8 Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) ist daher davon auszugehen, dass der Beschwer de führer am 6. April 2016 beim Heben zu zweit von Treppenwangen mit eine m Gewicht von ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm auf ein Gestell einen Zwick bezieh ungsweise einen Knall im Bereich der Schulter und des Rücken s verspürte und anschliessend am nächsten Tag (vgl. Urk. 7/9/1 Ziff. 4) unter Schmerzen litt. Ab gesehen vom erwähnten Zwick oder Knall im Rücken- und Schulterbereich hat sich gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2016 anlässlich des Ereignisses vom 6. April 2016 indes nichts Unge w öhnliches zugetragen. Dem zufolge ist eine Beeinträchtigung des natürlichen Ab laufs der Körperbewegung en durch etwas Programmwidriges oder Sinnfä lliges, insbesondere ein Ausgleiten, ein Stolpern, ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes oder etwas Ähnliches nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. 4.9 Etwas Ungewöhnliches lässt sich ferner auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher beim Heben der ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen zu zweit erfor derlich war. Denn einerseits ist davon auszugehen, dass es sich da bei um eine Verrichtung han delte, welche zum ge wöhnlichen Arbeitsalltag des Beschwerdeführers gehörte. Andererseits handelte es sich hierbei schon deshalb nicht um ein ungewöhnli ches Ereignis, weil der Beschwerdeführer dabei lediglich einer tatsächlichen Gewichtsbelastung von 25 bis 45 Kilogramm ausgesetzt war. Dabei handelte es sich indes um eine zu geringe Gewichtsbelastung, um eine Überanstrengung anzu neh men. Denn eine den Unfallbegriff erfüllende Überan stren gung wurde bisher bei Lasten vo n mehr als 100 Kilogramm bejaht ( vgl. Urteile des Bundesgerichts U 222/05 vom 21. März 2006 E. 3.2 und U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.10 Die Einwendungen des Be schwerdeführers vermögen an d iesem Ergebnis nichts zu ändern. Nach Gesagtem steht demnach fest, dass es dem Ereignis vom 6. April 2016 an einem für den Unfallbegriff vorausgesetzten unge wöhnlichen äusseren Faktor fehlt. 5. 5.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 besteht. 5.2 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Zwischen bericht vom 3. Mai 2016 ( Urk. 7/7/2) fest, dass der Beschwerdeführer unter Schul ter- und Rückenschmerzen rechts nach einem Verhebetrauma leide, wobei die Motorik und die Schulterbeweglichkeit beim Heben und bei der Rota tion des rech ten Armes verringert sei. Vom 1 1. April bis 3. Mai 2016 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 5.3 Dr. A.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 ( Urk. 7/10) ein akutes zervikospondylogenes Syndrom rechts sowie ein lumbovertebrales Syn drom median nach Verhebetrauma und stellte eine günstige Prognose mit lang samem, regredienten Schmerzverlauf. 5.4 Die Ärzte der F.___, erwähnten in ihrem Bericht vom 2 8. April 2016 ( Urk. 7/17), dass eine gleichentags durchgeführte Magnetreso nanz tomographie (MRI) der Halswirbelsäule (HWS) des Beschwerdeführers eine Fehlstreckhaltung zervikal mit geringen Degenerationen ohne Nachweis einer Hernie beziehungsweise einer Nervenwurzelkompression ergeben habe. 5.5 Dr. B.___ stellte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34) die fol gende Diagnose (S. 1): - prolongierter Verlauf bei Status nach Verhebetrauma am 6. April 2016 mit zervikospondylogenem Schmerzsyndrom rechts und lumboverte bra lem Schmerzsyndrom Er erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter Schmerzen im Bereich seiner rech ten Schulter und seines rechten Armes leide, dass deswegen der Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion bestanden habe, weshalb die Arthro - MRI der Schul ter durchgeführt worden sei. Diese Untersuchung habe jedoch kein e entspre chende Läsion ergeben (S. 1). 6. 6.1 Den obenerwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer deführer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rücken schmerzen im Sinne eines zervikospondylogenen Schmerzsyndrom s rechts und eines lumboverte bralem Schmerzsyndrom s litt (vorstehend E. 5.2 ), wobei eine am 2 8. April 2016 durchgeführte MRI der HWS lediglich geringe Degenerationen und weder eine Hernie noch eine Nervenwurzelkompression zeigte (vorstehend E. 5.4). Sodann hat eine Arthro-MRI der Schulter des Beschwerdeführers keine Rotato ren manschettenläsion und damit keinen Sehnenriss ergeben (vorstehend E. 5.5 ). 6.2 In Würdigung der medizinischen Akten ist daher mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rückenschmerzen im Rahmen eines zervikospondylogenen und eines lumboverte bralen Schmerz syn droms litt. Dieses Leiden fällt indes nicht unter die in Art. 9 Abs. 2 UVV aufge listeten unfallähnlichen Körperschädigungen ( vorstehend E. 1.1 1 ). Demzu folge fällt eine Leistungspflicht der Beschwerde gegenerin für die Folgen des Ereig nisses vom 6. April 2016 unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung schon deshalb ausser Betracht, weil nach Lage der medizinischen Akten keine Hinweise dafür bestehen, dass sich der Beschwerdeführer dabei eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend aufgezählten Körperschädigungen zuge zogen hätte ( vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 und 123 V 43 E. 2b). 7. Nach Gesagtem steht fest, dass ein Leistungsanspruch des Beschwerdeführers für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 weder unter dem Titel des Unfalls noch unter dem jenigen der unfallähnlichen Körperschädigung ausgewiesen ist, weshalb die ge gen den angefochte nen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 (Urk. 2) erho bene Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - AXA-ARAG Rechtsschutz AG - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannVolz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2017.00188 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiber Volz Urteil vom 24. August 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG Rechtsdienst Haftplicht- und Versicherungsrecht lic. iur. Y.___ Postfach 2577, 8401 Winterthur gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1983, war vom 1. September 2011 bis 3 1. Mai 2016 als Bauspengler bei der Z.___, tätig und über diese bei der Suva, Luzern, gemäss dem Bundes gesetz über die Unfallversicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche Körper schädigungen und Berufskrankheiten versichert ( Urk. 7/1), als er am 6. April 2016 beim Aufräumen des Lagers unter Rücken schmerzen litt und deswegen am 1 1. April 2016 einen Arzt konsultierte ( Urk. 7/7). Mit Verfügung 1 6. Januar 2017 ( Urk. 7/36) verneinte die Suva einen Anspruch des Versicherten auf Ver si cherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 201 6. Die vom Versicherten am 2 7. Januar 2017 dagegen erhobene Ein sprache ( Urk. 7/37) wies die Suva mit Entscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 7/43 = Urk. 2) ab. 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 2 4. August 2017 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 6. September 2017 beantragte die Suva, die Be schwe r de sei abzuweisen ( Urk. 6 S. 1), wovon dem Beschwerdeführer am 13. Dezem ber 2017 eine Kopie zugestellt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 2 5. September 2015 re vi dierten Bestimmungen des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten (AS 2016 4375; Botschaft vom 3 0. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5395; Zusatzbotschaft vom 1 9. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallver sicherung, BBl 2014 7911). Auf den gleichen Zeitpunkt sind die Änderungen vom 9. November 2016 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten (AS 2016 4393). 1.2 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 143 V 341 E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2017 vom 3. November 2017 ) hat diese Bestimmung indes zum Inhalt, dass Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten der revi dierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor die sem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden. Mit hin ist der Wortlaut dieser Bestimmung indes nicht so zu verstehen, dass darin lediglich die Anwendung des neuen Rechts für die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten geregelt wäre. Vielmehr umfasst Abs. 1 der Übergangs be stim mungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 auch die unfall ähn li che n Körperschädigungen. 1.3 Da vorliegend Ansprüche auf Versicherungsleistungen für die Folgen eines Er eig nis ses vom 6. April 2016 im Streite stehen, gelangen die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen revidierten, materiellen Bestimmungen des UVG und der UVV nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verord nungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts A nderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis 3 1. Dezember 2016 in Kraft standen. 1.4 Gemäss Art. 6 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). 1.5 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren F aktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sund heit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1.6 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Le bensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 1.7 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) be stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be gründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Ver änderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro - grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Un ge wöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2). 1.8 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie un voll ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenig stens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 9 Die leistungsansprechende Person hat daher das Vorliegen eines Unfalles bezie hungsweise die Unfreiwilli gkeit der Schädigung nachweisen, wobei ihr in dem vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess keine sub jek tive Beweisführungslast im Sinne von Art. 8 des Zivilgesetz buches ( ZGB ) ob liegt. Eine Beweislast besteht nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre chen. Als Indizien, mit welchen ein behauptete r, von keinen Zeugen beobach tete r Unfall nachge wie sen werden kann, fallen vorab der Zeitpunkt und das Motiv der Unfall meldung, die Zeitspanne zwischen Ereignis und Meldung sowie die Anamnese, namentlich ob diese frühere gleiche oder analoge Gesund heits störungen enthält, die erfah rungsgemäss auch als alleinige Folge von Krank heiten auftreten können, in Be tracht. Von erheblicher Bedeutung für die Be weiswürdigung ist auch, ob die erste Schilderung des Unfallgeschehens mit späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, in wesentlichen Punkten übereinstimmt. 1.10 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignis ses lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Den m edi zini schen Erkenntnissen bezüglich der traumatischen oder pathologischen Ursa chen eines Gesundheits schadens kommt im Rahmen der Beweiswürdigung von unkla ren Unfallsach verhalten indes die Bedeutung von Indizien zu (Urteile des Bundes gerichts 8C_727/2007 vom 2 6. August 2008 E. 2.2 f., U 161/04 vom 3 0. Novem ber 2004 und U 117/02 vom 9. Mai 2003 E. 1; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E. 2). Dabei gilt es zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine patho logische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im Rechts sinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlich keit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts U 236/98 vom 3. Januar 2000 E. 2d). 1.11 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, kann der Bundesrat Körper schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück zu führen sind, auch ohne ungewöhn liche äussere Einwirkung den Unfällen gleich gestellt: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körper schädigungen ist ab schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei ze risches Unfall versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202). 1.12 Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen genügt es für die Begründung der Leistungspflicht, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Merk male des Unfallbegriffs erfüllt sind. Für das Vorliegen einer unfallähnlichen Körper schädigung ist tatbestandsmässig ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall erforderlich. Wo ein sol ches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezähl ten Gesund heits schadens, ist eine eindeutig krankheits- oder degenerativ be dingte Gesund heits schädigung gegeben (Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2009 vom 12. No vem ber 2009 E. 6.1). Besondere Bedeutung kommt hierbei der Vo raussetzung des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, ob jek tiv fest stell baren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) davon aus, dass das Ereignis vom 6. April 2016 den Unfallbegriff nicht erfülle, und dass dieses mangels einer entsprechenden Diagnose auch keine unfallähnliche Körperschädigung darstelle (S. 6). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte hiegegen vor, dass er anlässlich des Ereignisse s vom 6. April 2016 Treppenwangen in dafür nicht geeignete Regale habe ver stauen müssen, und dass es dabei infolge einer Verkantung zu einem planwid ri gen, abrupten Unterbruch des Hebevorgangs gekommen sei, weshalb der Unfall - begriff von Art. 4 ATSG erfüllt und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 zu bejahen sei ( Urk. 1 S. 4). 3. 3.1 Vorerst gilt es zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 6. April 2016 um einen Unfall im unfallversicherungsrechtlichen Sinne ge han delt hat. 3.2 Die Z.___ erwähnte im Formular «Schadenmeldung UVG» vom 1 2. April 2016 (Urk. 7 /1), dass beim Ereignis vom 6. April 2016 eine « Wange » (Treppenwange = tragendes, schrägliegendes Bauteil links und rechts der Treppen stufe einer Wangentreppe) beteiligt gewesen sei und beschrieb den Ereignis her gang folgen dermassen : « Beim Aufräumen des Lagers, hat sich der Mitarbeiter verletzt ». 3.3 Der Beschwerdeführer führte im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 zum Ereignishergang sinngemäss das Folgende aus (Urk. 7/9/1-2 Ziff. 1 ): Wir mussten am 6. April 2016 auf Anweisung des Geschäftsführers (der Z.___ ) die ungefähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen auf ein drei Meter hohes, nicht für die Wangen vorgesehenes Gestell heben. Beim Heben der Wangen auf das Gestell zwickte es mir von der Schulter her in den Rücken. Die Frage, ob sich anlässlich des Ereignishergangs etwas Besonderes, wie beispiels weise ein Ausgleiten, ein Sturz, ein Anschlagen oder Ähnliches, ereignet e bejahte der Beschwerdeführer und führte dazu aus, dass er ein Zwicken und ein Knallen im Schulter- und Rückenbereich empfunden habe (Urk 7/9/1-2 Ziff. 3). 3.4 Dr. A.___, Chiropraktor, beschrieb in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 (Urk. 7/10) auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers den folgenden Ereig nishergang: « Am 6.4.2016 hat sich der Patient verhoben, seither Schulter- und Nacken be schwerden rechts ». 3.5 I n seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 2 2. September 2016 (Urk. 7/25/1-2) nahm der von der AXA-ARAG Rechtsschutz AG vertretene Be schwer deführer Stellung zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20/1), worin ihm mitgeteilt wurde, dass für die Folgen des Ereig nis ses vom 6. April 2016 keine Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Zum Unfallbegriff führte der Beschwerdeführer darin aus : « Die Wangen wurden zuerst zu d ritt und im Zeitpunkt als sich unser Klient di e Verletzung zuzog nur noch zu z weit vom Gabelstapler über die überragenden Längsstangen auf die obere Ablage gehoben. Die Arbeit gestaltete sich zum einen schwierig, da der Stand auf dem (grünen) Regal äussert unstabil war und zum anderen, da die Wangen, aus welchen noch Schrauben ragten, beim Hochheben immer wieder ineinander verhakten. Beim Hochheben einer Wange verletzte sich unser Klient, als sich diese verhakte und der Hebevorgang abrupt, wegen des höheren Gewichtes der verhakten zwei ten Wange, gebremst wurde. Die Schmerzen verspürte unser Klient umgehend nach dem Vorfall. Er musste die Arbeit unterbrechen und schmerzbedingt eine Pause machen.» 3. 6 Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgi e, Leitender Arzt des C.___, erwähnte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34/1-2 ), dass der Beschwerde führer den folgenden Ereig nishergang angegeben habe: « Der Patient berichtet, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal über Kopfhöhe einen Stich in der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den Hals und in den Rücken erlitt. Er konnte dann initial den Arm nicht mehr heben. » 4. 4.1 Die erwähnten Schilderungen des Ereignishergangs weich en in Bezug auf die Einzelheiten des Ereignisablaufs teilweise voneinander a b. Einerseits sagte der Beschwerdeführer am 9. Mai 2016 ( vorstehend E. 3.3 ) aus, dass er beim Heben von 50 bis 90 Kilogramm schwere r Treppenwangen auf ein Gestell ein schmerz haftes Zwicken in den Bereichen der Schulter und des Rücken s erlitten habe, und dass sich ausser dem erwähnten Zwicken im Schulter- und Rückenbereich nichts Besonderes, insbesondere kein Ausgleiten, kein Sturz und k ein Anschlagen ereig net habe. Damit übereinstimmend umschrieb Dr. A.___ am 1 8. Mai 2016 ( vorste hend E. 3.4 ) das Ereignis damit, dass sich der Beschwerdeführer verhoben habe. Andererseits gab der Beschwerdef ührer am 2 2. September 2016 ( vorstehend E. 3.5 ) an, dass die Schmerzen aufgetreten seien, als sich eine Treppenwange beim Heben (zu zweit, zusammen mit einem anderen Mitarbeitenden der Z.___ ) verkeilt habe, wodurch es zu e inem abrupten Brems en des Hebe vorgang es gekommen sei. Schliesslich schilderte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. B.___ einen Ereignis hergang, bei welchem stichartige, ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Schul ter beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal aufgetreten seien (vorstehend E. 3.6 ). 4.2 Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicheru ngsrechts in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbe wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit ändert, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann indes nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu er war ten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 f., Urteile des Bundesgerichts U 236/03 vom 1 9. Mai 2004 E. 3.3.4; 8C_637/2016 vom 1 3. Dezember 2016 E. 3.2: 8C_648/2013 vom 1 8. Februar 2014 E. 3.2 und 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 2). 4. 3 Vorliegend widersprechen die nachträglichen Ausführungen des Beschwerde führers vom 2 2. September 2016 (vorstehend E. 3.5 ) und gegenüber Dr. B.___ (vorstehend E. 3.6) den ursprünglichen Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. M ai 2016 (vorstehend E. 3.3 ). Während der Be schwer deführer in seiner ursprünglichen Schilderung des Ereignisses angab, dass die fraglichen Schmerzen beim Heben von Treppenwangen aufgetreten seien und dabei besondere Vorkommnisse, abgesehen von einem schmerzhaften Zwick im Schulter- und Rückenbereich, insbesondere ein Ausgleiten, ein Sturz, ein An schla gen oder Ähnliches ausdrücklich verneinte (vorstehend E. 3.3), seien die Schmerzen gemäss den Angaben des Beschwerdeführers vom 2 2. September 2016 durch ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange ausgelöst worden (vorstehend E. 3.5). Gegenüber Dr. D.___ gab der Beschwerdeführer sodann an, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal stichartige Schmerzen verspürt habe (vorstehend E. 3.6 ). 4.4 Demzufolge steht fest, dass die in den Akten enthaltenen Angaben des Beschwer deführers zum Ereignis hergang voneinander abweichen, und dass mit zu neh men dem Zeitablauf eine Dramatisierung in der Darstellung des Ereignisses festzu stellen ist. Die späteren Angaben vom 2 2. September 2016 sowie diejenigen ge genüber Dr. D.___ zum Ereignishergang stellen daher nicht lediglich Ergän zun gen beziehungsweise Präzisierungen der ursprünglichen Ereignisschil de rung durch den Beschwerde führer vom 9. Mai 2016 dar. Vielmehr handelt es sich hier bei um in Bezug auf massgebliche Sachverhaltselemente erheblich von einander abweichende Sachverhaltsschilderungen. 4.5 In Bezug auf die Einzelheiten des Hergangs des fraglichen Ereignisses vom 6. April 2016 gilt es vorliegend die Erfahrungstatsache zu beachten, dass das menschliche Erinnerungs vermögen in Bezug auf Einzelheiten eines Geschehens re lativ rasch verblasst. Aus diesem Grunde wäre selbst, wenn feststünde, dass weitere Personen beim fraglichen Ereignis anwesend waren, von einer Einver nahme dieser Personen als Zeugen keine neue n Erkenntnisse zum Ereignisher gang zu erwarten. Da von weiteren Beweismassnahmen zum Ereignis vom 6. April 201 6 daher keine neue n Erkenntnisse zu erwarten sind, ist davon abzu sehen (antizipierte B eweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b). 4.6 Der Beschwerdeführer hat den Hergang des Ereignisses vom 6. April 2016 erst mals im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) schrift lich festgehalten. Diese Schilderung hat der Beschwerdeführer verhältnis mässig kurze Zeit nach dem Ereignis vom 6. April 2016 verfasst, weshalb die darin ent haltenen Angaben beweismässig als spontane Aussagen der ersten Stunde zu wer ten sind. Es kommt diesen Angaben daher ein vorrangiger Beweiswert zu. Sodann stimmen die se Angaben inhaltlich mit den in der Unfallmeldung vom 1 2. April 2016 (vorstehend E. 3.2 ) und im Bericht von Dr. A.___ vom 1 8. Mai 2016 ( vor stehend E. 3.4 ) enthaltenen Schilderungen des Ereignisher gangs, wonach sich der Beschwerdeführer beim Aufräumen des Lagers verletzt habe beziehungsweise, wonach er sich verhoben habe, überein. Zudem g ilt es zu berücksichtigen, dass der Versicherte die ausdrückliche Frage, ob sich während des Geschehensablaufs etwas Besonders zugetragen habe, am 9. Mai 2016 bejahte und mit den Worten umschrieb: « Zwicken, Knallen im Schulter- und Rücken bereich». Es ist daher da von auszugehen, dass der Beschwerdeführer derart wesentliche Sachverhaltsele ment e wie ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange oder ein Abfangen einer ver rutschten Last im Fragebogen zum Unfallbegriff erwähnt hätte, wenn sich der Sachverhalt so zugetragen hätte. Die Aussage des Beschwerdeführers im Frage bogen zum Unfallbegriff vom 9. Mai 2016 (vorstehend E 3.3 ) stellen daher ein gewichtiges Indiz, welches gegen die spätere n, erst nach Kenntnis des die Leis tungspflicht verneinenden Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20) verfassten Version en spricht. 4.7 Ergänzend gilt es zudem zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung eine Darlegung des entsprechenden Sachverhalt s durch die versicherte Person nach einer Verneinung des Leistungsanspruchs nicht überzeugt, wenn der Unfallver sicherer in Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorher eine detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen durch geführt hat ( Urteile des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 4.2 und 8C_436/2009 vom 2 2. Oktober 2009 E. 6.2). 4. 8 Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) ist daher davon auszugehen, dass der Beschwer de führer am 6. April 2016 beim Heben zu zweit von Treppenwangen mit eine m Gewicht von ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm auf ein Gestell einen Zwick bezieh ungsweise einen Knall im Bereich der Schulter und des Rücken s verspürte und anschliessend am nächsten Tag (vgl. Urk. 7/9/1 Ziff. 4) unter Schmerzen litt. Ab gesehen vom erwähnten Zwick oder Knall im Rücken- und Schulterbereich hat sich gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2016 anlässlich des Ereignisses vom 6. April 2016 indes nichts Unge w öhnliches zugetragen. Dem zufolge ist eine Beeinträchtigung des natürlichen Ab laufs der Körperbewegung en durch etwas Programmwidriges oder Sinnfä lliges, insbesondere ein Ausgleiten, ein Stolpern, ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes oder etwas Ähnliches nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. 4.9 Etwas Ungewöhnliches lässt sich ferner auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher beim Heben der ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen zu zweit erfor derlich war. Denn einerseits ist davon auszugehen, dass es sich da bei um eine Verrichtung han delte, welche zum ge wöhnlichen Arbeitsalltag des Beschwerdeführers gehörte. Andererseits handelte es sich hierbei schon deshalb nicht um ein ungewöhnli ches Ereignis, weil der Beschwerdeführer dabei lediglich einer tatsächlichen Gewichtsbelastung von 25 bis 45 Kilogramm ausgesetzt war. Dabei handelte es sich indes um eine zu geringe Gewichtsbelastung, um eine Überanstrengung anzu neh men. Denn eine den Unfallbegriff erfüllende Überan stren gung wurde bisher bei Lasten vo n mehr als 100 Kilogramm bejaht ( vgl. Urteile des Bundesgerichts U 222/05 vom 21. März 2006 E. 3.2 und U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.10 Die Einwendungen des Be schwerdeführers vermögen an d iesem Ergebnis nichts zu ändern. Nach Gesagtem steht demnach fest, dass es dem Ereignis vom 6. April 2016 an einem für den Unfallbegriff vorausgesetzten unge wöhnlichen äusseren Faktor fehlt. 5. 5.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 besteht. 5.2 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Zwischen bericht vom 3. Mai 2016 ( Urk. 7/7/2) fest, dass der Beschwerdeführer unter Schul ter- und Rückenschmerzen rechts nach einem Verhebetrauma leide, wobei die Motorik und die Schulterbeweglichkeit beim Heben und bei der Rota tion des rech ten Armes verringert sei. Vom 1 1. April bis 3. Mai 2016 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 5.3 Dr. A.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 ( Urk. 7/10) ein akutes zervikospondylogenes Syndrom rechts sowie ein lumbovertebrales Syn drom median nach Verhebetrauma und stellte eine günstige Prognose mit lang samem, regredienten Schmerzverlauf. 5.4 Die Ärzte der F.___, erwähnten in ihrem Bericht vom 2 8. April 2016 ( Urk. 7/17), dass eine gleichentags durchgeführte Magnetreso nanz tomographie (MRI) der Halswirbelsäule (HWS) des Beschwerdeführers eine Fehlstreckhaltung zervikal mit geringen Degenerationen ohne Nachweis einer Hernie beziehungsweise einer Nervenwurzelkompression ergeben habe. 5.5 Dr. B.___ stellte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34) die fol gende Diagnose (S. 1): - prolongierter Verlauf bei Status nach Verhebetrauma am 6. April 2016 mit zervikospondylogenem Schmerzsyndrom rechts und lumboverte bra lem Schmerzsyndrom Er erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter Schmerzen im Bereich seiner rech ten Schulter und seines rechten Armes leide, dass deswegen der Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion bestanden habe, weshalb die Arthro - MRI der Schul ter durchgeführt worden sei. Diese Untersuchung habe jedoch kein e entspre chende Läsion ergeben (S. 1). 6. 6.1 Den obenerwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer deführer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rücken schmerzen im Sinne eines zervikospondylogenen Schmerzsyndrom s rechts und eines lumboverte bralem Schmerzsyndrom s litt (vorstehend E. 5.2 ), wobei eine am 2 8. April 2016 durchgeführte MRI der HWS lediglich geringe Degenerationen und weder eine Hernie noch eine Nervenwurzelkompression zeigte (vorstehend E. 5.4). Sodann hat eine Arthro-MRI der Schulter des Beschwerdeführers keine Rotato ren manschettenläsion und damit keinen Sehnenriss ergeben (vorstehend E. 5.5 ). 6.2 In Würdigung der medizinischen Akten ist daher mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rückenschmerzen im Rahmen eines zervikospondylogenen und eines lumboverte bralen Schmerz syn droms litt. Dieses Leiden fällt indes nicht unter die in Art. 9 Abs. 2 UVV aufge listeten unfallähnlichen Körperschädigungen ( vorstehend E. 1.1 1 ). Demzu folge fällt eine Leistungspflicht der Beschwerde gegenerin für die Folgen des Ereig nisses vom 6. April 2016 unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung schon deshalb ausser Betracht, weil nach Lage der medizinischen Akten keine Hinweise dafür bestehen, dass sich der Beschwerdeführer dabei eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend aufgezählten Körperschädigungen zuge zogen hätte ( vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 und 123 V 43 E. 2b). 7. Nach Gesagtem steht fest, dass ein Leistungsanspruch des Beschwerdeführers für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 weder unter dem Titel des Unfalls noch unter dem jenigen der unfallähnlichen Körperschädigung ausgewiesen ist, weshalb die ge gen den angefochte nen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 (Urk. 2) erho bene Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - AXA-ARAG Rechtsschutz AG - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannVolz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2017.00188 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiber Volz Urteil vom 24. August 2018

UV.2017.00188

UV.2017.00188

UV.2017.00188 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiber Volz

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiber Volz

Urteil vom 24. August 2018

Urteil vom 24. August 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG

vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG Rechtsdienst Haftplicht- und Versicherungsrecht

Rechtsdienst Haftplicht- und Versicherungsrecht lic. iur. Y.___

lic. iur. Y.___ Postfach 2577, 8401 Winterthur

Postfach 2577, 8401 Winterthur gegen

gegen Suva

Suva Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1983, war vom 1. September 2011 bis 3 1. Mai 2016 als Bauspengler bei der Z.___, tätig und über diese bei der Suva, Luzern, gemäss dem Bundes gesetz über die Unfallversicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche Körper schädigungen und Berufskrankheiten versichert ( Urk. 7/1), als er am 6. April 2016 beim Aufräumen des Lagers unter Rücken schmerzen litt und deswegen am 1 1. April 2016 einen Arzt konsultierte ( Urk. 7/7). Mit Verfügung 1 6. Januar 2017 ( Urk. 7/36) verneinte die Suva einen Anspruch des Versicherten auf Ver si cherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 201 6. Die vom Versicherten am 2 7. Januar 2017 dagegen erhobene Ein sprache ( Urk. 7/37) wies die Suva mit Entscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 7/43 = Urk. 2) ab.

1. X.___, geboren 1983, war vom 1. September 2011 bis 3 1. Mai 2016 als Bauspengler bei der Z.___, tätig und über diese bei der Suva, Luzern, gemäss dem Bundes gesetz über die Unfallversicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche Körper schädigungen und Berufskrankheiten versichert ( Urk. 7/1), als er am 6. April 2016 beim Aufräumen des Lagers unter Rücken schmerzen litt und deswegen am 1 1. April 2016 einen Arzt konsultierte ( Urk. 7/7). Mit Verfügung 1 6. Januar 2017 ( Urk. 7/36) verneinte die Suva einen Anspruch des Versicherten auf Ver si cherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 201 6. Die vom Versicherten am 2 7. Januar 2017 dagegen erhobene Ein sprache ( Urk. 7/37) wies die Suva mit Entscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 7/43 = Urk. 2) ab. 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 2 4. August 2017 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk 1 S. 2).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 2 4. August 2017 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 6. September 2017 beantragte die Suva, die Be schwe r de sei abzuweisen ( Urk. 6 S. 1), wovon dem Beschwerdeführer am 13. Dezem ber 2017 eine Kopie zugestellt wurde ( Urk. 8).

Mit Beschwerdeantwort vom 2 6. September 2017 beantragte die Suva, die Be schwe r de sei abzuweisen ( Urk. 6 S. 1), wovon dem Beschwerdeführer am 13. Dezem ber 2017 eine Kopie zugestellt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 2 5. September 2015 re vi dierten Bestimmungen des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten (AS 2016 4375; Botschaft vom 3 0. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5395; Zusatzbotschaft vom 1 9. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallver sicherung, BBl 2014 7911). Auf den gleichen Zeitpunkt sind die Änderungen vom 9. November 2016 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten (AS 2016 4393).

1.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 2 5. September 2015 re vi dierten Bestimmungen des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten (AS 2016 4375; Botschaft vom 3 0. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5395; Zusatzbotschaft vom 1 9. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallver sicherung, BBl 2014 7911). Auf den gleichen Zeitpunkt sind die Änderungen vom 9. November 2016 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten (AS 2016 4393). 1.2 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 143 V 341 E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2017 vom 3. November 2017 ) hat diese Bestimmung indes zum Inhalt, dass Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten der revi dierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor die sem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden. Mit hin ist der Wortlaut dieser Bestimmung indes nicht so zu verstehen, dass darin lediglich die Anwendung des neuen Rechts für die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten geregelt wäre. Vielmehr umfasst Abs. 1 der Übergangs be stim mungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 auch die unfall ähn li che n Körperschädigungen.

1.2 Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 143 V 341 E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2017 vom 3. November 2017 ) hat diese Bestimmung indes zum Inhalt, dass Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten der revi dierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor die sem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden. Mit hin ist der Wortlaut dieser Bestimmung indes nicht so zu verstehen, dass darin lediglich die Anwendung des neuen Rechts für die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten geregelt wäre. Vielmehr umfasst Abs. 1 der Übergangs be stim mungen zur Änderung des UVG vom 2 5. September 2015 auch die unfall ähn li che n Körperschädigungen. 1.3 Da vorliegend Ansprüche auf Versicherungsleistungen für die Folgen eines Er eig nis ses vom 6. April 2016 im Streite stehen, gelangen die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen revidierten, materiellen Bestimmungen des UVG und der UVV nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verord nungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts A nderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis 3 1. Dezember 2016 in Kraft standen.

1.3 Da vorliegend Ansprüche auf Versicherungsleistungen für die Folgen eines Er eig nis ses vom 6. April 2016 im Streite stehen, gelangen die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen revidierten, materiellen Bestimmungen des UVG und der UVV nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verord nungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts A nderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis 3 1. Dezember 2016 in Kraft standen. 1.4 Gemäss Art. 6 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3).

1.4 Gemäss Art. 6 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). 1.5 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren F aktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sund heit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).

1.5 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren F aktors auf den menschlichen Kör per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sund heit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1.6 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Le bensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).

1.6 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Le bensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 1.7 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) be stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be gründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Ver änderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro - grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1).

1.7 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) be stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be gründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Ver änderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Un ge wöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2).

Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Un ge wöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2). 1.8 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie un voll ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenig stens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

1.8 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie un voll ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenig stens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 9 Die leistungsansprechende Person hat daher das Vorliegen eines Unfalles bezie hungsweise die Unfreiwilli gkeit der Schädigung nachweisen, wobei ihr in dem vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess keine sub jek tive Beweisführungslast im Sinne von Art. 8 des Zivilgesetz buches ( ZGB ) ob liegt. Eine Beweislast besteht nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre chen. Als Indizien, mit welchen ein behauptete r, von keinen Zeugen beobach tete r Unfall nachge wie sen werden kann, fallen vorab der Zeitpunkt und das Motiv der Unfall meldung, die Zeitspanne zwischen Ereignis und Meldung sowie die Anamnese, namentlich ob diese frühere gleiche oder analoge Gesund heits störungen enthält, die erfah rungsgemäss auch als alleinige Folge von Krank heiten auftreten können, in Be tracht. Von erheblicher Bedeutung für die Be weiswürdigung ist auch, ob die erste Schilderung des Unfallgeschehens mit späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, in wesentlichen Punkten übereinstimmt.

1. 9 Die leistungsansprechende Person hat daher das Vorliegen eines Unfalles bezie hungsweise die Unfreiwilli gkeit der Schädigung nachweisen, wobei ihr in dem vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess keine sub jek tive Beweisführungslast im Sinne von Art. 8 des Zivilgesetz buches ( ZGB ) ob liegt. Eine Beweislast besteht nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre chen. Als Indizien, mit welchen ein behauptete r, von keinen Zeugen beobach tete r Unfall nachge wie sen werden kann, fallen vorab der Zeitpunkt und das Motiv der Unfall meldung, die Zeitspanne zwischen Ereignis und Meldung sowie die Anamnese, namentlich ob diese frühere gleiche oder analoge Gesund heits störungen enthält, die erfah rungsgemäss auch als alleinige Folge von Krank heiten auftreten können, in Be tracht. Von erheblicher Bedeutung für die Be weiswürdigung ist auch, ob die erste Schilderung des Unfallgeschehens mit späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überle gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, in wesentlichen Punkten übereinstimmt. 1.10 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignis ses lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Den m edi zini schen Erkenntnissen bezüglich der traumatischen oder pathologischen Ursa chen eines Gesundheits schadens kommt im Rahmen der Beweiswürdigung von unkla ren Unfallsach verhalten indes die Bedeutung von Indizien zu (Urteile des Bundes gerichts 8C_727/2007 vom 2 6. August 2008 E. 2.2 f., U 161/04 vom 3 0. Novem ber 2004 und U 117/02 vom 9. Mai 2003 E. 1; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E. 2). Dabei gilt es zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine patho logische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im Rechts sinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlich keit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts U 236/98 vom 3. Januar 2000 E. 2d).

1.10 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignis ses lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Den m edi zini schen Erkenntnissen bezüglich der traumatischen oder pathologischen Ursa chen eines Gesundheits schadens kommt im Rahmen der Beweiswürdigung von unkla ren Unfallsach verhalten indes die Bedeutung von Indizien zu (Urteile des Bundes gerichts 8C_727/2007 vom 2 6. August 2008 E. 2.2 f., U 161/04 vom 3 0. Novem ber 2004 und U 117/02 vom 9. Mai 2003 E. 1; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E. 2). Dabei gilt es zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine patho logische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im Rechts sinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlich keit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts U 236/98 vom 3. Januar 2000 E. 2d). 1.11 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, kann der Bundesrat Körper schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück zu führen sind, auch ohne ungewöhn liche äussere Einwirkung den Unfällen gleich gestellt:

1.11 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, kann der Bundesrat Körper schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV, in der bis 3 1. Dezember 2016 geltenden Fassung, Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück zu führen sind, auch ohne ungewöhn liche äussere Einwirkung den Unfällen gleich gestellt: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körper schädigungen ist ab schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei ze risches Unfall versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202). a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körper schädigungen ist ab schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei ze risches Unfall versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202). 1.12 Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen genügt es für die Begründung der Leistungspflicht, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Merk male des Unfallbegriffs erfüllt sind. Für das Vorliegen einer unfallähnlichen Körper schädigung ist tatbestandsmässig ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall erforderlich. Wo ein sol ches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezähl ten Gesund heits schadens, ist eine eindeutig krankheits- oder degenerativ be dingte Gesund heits schädigung gegeben (Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2009 vom 12. No vem ber 2009 E. 6.1). Besondere Bedeutung kommt hierbei der Vo raussetzung des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, ob jek tiv fest stell baren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2).

1.12 Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen genügt es für die Begründung der Leistungspflicht, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Merk male des Unfallbegriffs erfüllt sind. Für das Vorliegen einer unfallähnlichen Körper schädigung ist tatbestandsmässig ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall erforderlich. Wo ein sol ches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezähl ten Gesund heits schadens, ist eine eindeutig krankheits- oder degenerativ be dingte Gesund heits schädigung gegeben (Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2009 vom 12. No vem ber 2009 E. 6.1). Besondere Bedeutung kommt hierbei der Vo raussetzung des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, ob jek tiv fest stell baren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) davon aus, dass das Ereignis vom 6. April 2016 den Unfallbegriff nicht erfülle, und dass dieses mangels einer entsprechenden Diagnose auch keine unfallähnliche Körperschädigung darstelle (S. 6).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 ( Urk. 2) davon aus, dass das Ereignis vom 6. April 2016 den Unfallbegriff nicht erfülle, und dass dieses mangels einer entsprechenden Diagnose auch keine unfallähnliche Körperschädigung darstelle (S. 6). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte hiegegen vor, dass er anlässlich des Ereignisse s vom 6. April 2016 Treppenwangen in dafür nicht geeignete Regale habe ver stauen müssen, und dass es dabei infolge einer Verkantung zu einem planwid ri gen, abrupten Unterbruch des Hebevorgangs gekommen sei, weshalb der Unfall - begriff von Art. 4 ATSG erfüllt und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 zu bejahen sei ( Urk. 1 S. 4).

2.2 Der Beschwerdeführer brachte hiegegen vor, dass er anlässlich des Ereignisse s vom 6. April 2016 Treppenwangen in dafür nicht geeignete Regale habe ver stauen müssen, und dass es dabei infolge einer Verkantung zu einem planwid ri gen, abrupten Unterbruch des Hebevorgangs gekommen sei, weshalb der Unfall begriff von Art. 4 ATSG erfüllt und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 zu bejahen sei ( Urk. 1 S. 4). 3.

3. 3.1 Vorerst gilt es zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 6. April 2016 um einen Unfall im unfallversicherungsrechtlichen Sinne ge han delt hat.

3.1 Vorerst gilt es zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 6. April 2016 um einen Unfall im unfallversicherungsrechtlichen Sinne ge han delt hat. 3.2 Die Z.___ erwähnte im Formular «Schadenmeldung UVG» vom 1 2. April 2016 (Urk. 7 /1), dass beim Ereignis vom 6. April 2016 eine « Wange » (Treppenwange = tragendes, schrägliegendes Bauteil links und rechts der Treppen stufe einer Wangentreppe) beteiligt gewesen sei und beschrieb den Ereignis her gang folgen dermassen :

3.2 Die Z.___ erwähnte im Formular «Schadenmeldung UVG» vom 1 2. April 2016 (Urk. 7 /1), dass beim Ereignis vom 6. April 2016 eine « Wange » (Treppenwange = tragendes, schrägliegendes Bauteil links und rechts der Treppen stufe einer Wangentreppe) beteiligt gewesen sei und beschrieb den Ereignis her gang folgen dermassen : « «

« Beim Aufräumen des Lagers, hat sich der Mitarbeiter verletzt ». Beim Aufräumen des Lagers, hat sich der Mitarbeiter verletzt ».

Beim Aufräumen des Lagers, hat sich der Mitarbeiter verletzt ». 3.3 Der Beschwerdeführer führte im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 zum Ereignishergang sinngemäss das Folgende aus (Urk. 7/9/1-2 Ziff. 1 ):

3.3 Der Beschwerdeführer führte im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 zum Ereignishergang sinngemäss das Folgende aus (Urk. 7/9/1-2 Ziff. 1 ): Wir mussten am 6. April 2016 auf Anweisung des Geschäftsführers (der Z.___ ) die ungefähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen auf ein drei Meter hohes, nicht für die Wangen vorgesehenes Gestell heben. Beim Heben der Wangen auf das Gestell zwickte es mir von der Schulter her in den Rücken. Wir mussten am 6. April 2016 auf Anweisung des Geschäftsführers (der Z.___ ) die ungefähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen auf ein drei Meter hohes, nicht für die Wangen vorgesehenes Gestell heben. Beim Heben der Wangen auf das Gestell zwickte es mir von der Schulter her in den Rücken.

Wir mussten am 6. April 2016 auf Anweisung des Geschäftsführers (der Z.___ ) die ungefähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen auf ein drei Meter hohes, nicht für die Wangen vorgesehenes Gestell heben. Beim Heben der Wangen auf das Gestell zwickte es mir von der Schulter her in den Rücken. Die Frage, ob sich anlässlich des Ereignishergangs etwas Besonderes, wie beispiels weise ein Ausgleiten, ein Sturz, ein Anschlagen oder Ähnliches, ereignet e bejahte der Beschwerdeführer und führte dazu aus, dass er ein Zwicken und ein Knallen im Schulter- und Rückenbereich empfunden habe (Urk 7/9/1-2 Ziff. 3).

Die Frage, ob sich anlässlich des Ereignishergangs etwas Besonderes, wie beispiels weise ein Ausgleiten, ein Sturz, ein Anschlagen oder Ähnliches, ereignet e bejahte der Beschwerdeführer und führte dazu aus, dass er ein Zwicken und ein Knallen im Schulter- und Rückenbereich empfunden habe (Urk 7/9/1-2 Ziff. 3). 3.4 Dr. A.___, Chiropraktor, beschrieb in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 (Urk. 7/10) auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers den folgenden Ereig nishergang:

3.4 Dr. A.___, Chiropraktor, beschrieb in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 (Urk. 7/10) auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers den folgenden Ereig nishergang: « «

« Am 6.4.2016 hat sich der Patient verhoben, seither Schulter- und Nacken be schwerden rechts ». Am 6.4.2016 hat sich der Patient verhoben, seither Schulter- und Nacken be schwerden rechts ».

Am 6.4.2016 hat sich der Patient verhoben, seither Schulter- und Nacken be schwerden rechts ». 3.5 I n seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 2 2. September 2016 (Urk. 7/25/1-2) nahm der von der AXA-ARAG Rechtsschutz AG vertretene Be schwer deführer Stellung zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20/1), worin ihm mitgeteilt wurde, dass für die Folgen des Ereig nis ses vom 6. April 2016 keine Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Zum Unfallbegriff führte der Beschwerdeführer darin aus :

3.5 I n seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 2 2. September 2016 (Urk. 7/25/1-2) nahm der von der AXA-ARAG Rechtsschutz AG vertretene Be schwer deführer Stellung zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20/1), worin ihm mitgeteilt wurde, dass für die Folgen des Ereig nis ses vom 6. April 2016 keine Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Zum Unfallbegriff führte der Beschwerdeführer darin aus : « «

« Die Wangen wurden zuerst zu d ritt und im Zeitpunkt als sich unser Klient di e Verletzung zuzog nur noch zu z weit vom Gabelstapler über die überragenden Längsstangen auf die obere Ablage gehoben. Die Arbeit gestaltete sich zum einen schwierig, da der Stand auf dem (grünen) Regal äussert unstabil war und zum anderen, da die Wangen, aus welchen noch Schrauben ragten, beim Hochheben immer wieder ineinander verhakten. Beim Hochheben einer Wange verletzte sich unser Klient, als sich diese verhakte und der Hebevorgang abrupt, wegen des höheren Gewichtes der verhakten zwei ten Wange, gebremst wurde. Die Schmerzen verspürte unser Klient umgehend nach dem Vorfall. Er musste die Arbeit unterbrechen und schmerzbedingt eine Pause machen.» Die Wangen wurden zuerst zu d ritt und im Zeitpunkt als sich unser Klient di e Verletzung zuzog nur noch zu z weit vom Gabelstapler über die überragenden Längsstangen auf die obere Ablage gehoben. Die Arbeit gestaltete sich zum einen schwierig, da der Stand auf dem (grünen) Regal äussert unstabil war und zum anderen, da die Wangen, aus welchen noch Schrauben ragten, beim Hochheben immer wieder ineinander verhakten.

Die Wangen wurden zuerst zu d ritt und im Zeitpunkt als sich unser Klient di e Verletzung zuzog nur noch zu z weit vom Gabelstapler über die überragenden Längsstangen auf die obere Ablage gehoben. Die Arbeit gestaltete sich zum einen schwierig, da der Stand auf dem (grünen) Regal äussert unstabil war und zum anderen, da die Wangen, aus welchen noch Schrauben ragten, beim Hochheben immer wieder ineinander verhakten. Beim Hochheben einer Wange verletzte sich unser Klient, als sich diese verhakte und der Hebevorgang abrupt, wegen des höheren Gewichtes der verhakten zwei ten Wange, gebremst wurde. Die Schmerzen verspürte unser Klient umgehend nach dem Vorfall. Er musste die Arbeit unterbrechen und schmerzbedingt eine Pause machen.»

Beim Hochheben einer Wange verletzte sich unser Klient, als sich diese verhakte und der Hebevorgang abrupt, wegen des höheren Gewichtes der verhakten zwei ten Wange, gebremst wurde. Die Schmerzen verspürte unser Klient umgehend nach dem Vorfall. Er musste die Arbeit unterbrechen und schmerzbedingt eine Pause machen.» 3. 6 Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgi e, Leitender Arzt des C.___, erwähnte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34/1-2 ), dass der Beschwerde führer den folgenden Ereig nishergang angegeben habe:

3. 6 Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgi e, Leitender Arzt des C.___, erwähnte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34/1-2 ), dass der Beschwerde führer den folgenden Ereig nishergang angegeben habe: « «

« Der Patient berichtet, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal über Kopfhöhe einen Stich in der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den Hals und in den Rücken erlitt. Er konnte dann initial den Arm nicht mehr heben. » Der Patient berichtet, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal über Kopfhöhe einen Stich in der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den Hals und in den Rücken erlitt. Er konnte dann initial den Arm nicht mehr heben. »

Der Patient berichtet, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal über Kopfhöhe einen Stich in der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den Hals und in den Rücken erlitt. Er konnte dann initial den Arm nicht mehr heben. » 4.

4. 4.1 Die erwähnten Schilderungen des Ereignishergangs weich en in Bezug auf die Einzelheiten des Ereignisablaufs teilweise voneinander a b. Einerseits sagte der Beschwerdeführer am 9. Mai 2016 ( vorstehend E. 3.3 ) aus, dass er beim Heben von 50 bis 90 Kilogramm schwere r Treppenwangen auf ein Gestell ein schmerz haftes Zwicken in den Bereichen der Schulter und des Rücken s erlitten habe, und dass sich ausser dem erwähnten Zwicken im Schulter- und Rückenbereich nichts Besonderes, insbesondere kein Ausgleiten, kein Sturz und k ein Anschlagen ereig net habe. Damit übereinstimmend umschrieb Dr. A.___ am 1 8. Mai 2016 ( vorste hend E. 3.4 ) das Ereignis damit, dass sich der Beschwerdeführer verhoben habe.

4.1 Die erwähnten Schilderungen des Ereignishergangs weich en in Bezug auf die Einzelheiten des Ereignisablaufs teilweise voneinander a b. Einerseits sagte der Beschwerdeführer am 9. Mai 2016 ( vorstehend E. 3.3 ) aus, dass er beim Heben von 50 bis 90 Kilogramm schwere r Treppenwangen auf ein Gestell ein schmerz haftes Zwicken in den Bereichen der Schulter und des Rücken s erlitten habe, und dass sich ausser dem erwähnten Zwicken im Schulter- und Rückenbereich nichts Besonderes, insbesondere kein Ausgleiten, kein Sturz und k ein Anschlagen ereig net habe. Damit übereinstimmend umschrieb Dr. A.___ am 1 8. Mai 2016 ( vorste hend E. 3.4 ) das Ereignis damit, dass sich der Beschwerdeführer verhoben habe. Andererseits gab der Beschwerdef ührer am 2 2. September 2016 ( vorstehend E. 3.5 ) an, dass die Schmerzen aufgetreten seien, als sich eine Treppenwange beim Heben (zu zweit, zusammen mit einem anderen Mitarbeitenden der Z.___ ) verkeilt habe, wodurch es zu e inem abrupten Brems en des Hebe vorgang es gekommen sei. Schliesslich schilderte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. B.___ einen Ereignis hergang, bei welchem stichartige, ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Schul ter beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal aufgetreten seien (vorstehend E. 3.6 ).

Andererseits gab der Beschwerdef ührer am 2 2. September 2016 ( vorstehend E. 3.5 ) an, dass die Schmerzen aufgetreten seien, als sich eine Treppenwange beim Heben (zu zweit, zusammen mit einem anderen Mitarbeitenden der Z.___ ) verkeilt habe, wodurch es zu e inem abrupten Brems en des Hebe vorgang es gekommen sei. Schliesslich schilderte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. B.___ einen Ereignis hergang, bei welchem stichartige, ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Schul ter beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal aufgetreten seien (vorstehend E. 3.6 ). 4.2 Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicheru ngsrechts in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbe wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit ändert, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann indes nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu er war ten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 f., Urteile des Bundesgerichts U 236/03 vom 1 9. Mai 2004 E. 3.3.4; 8C_637/2016 vom 1 3. Dezember 2016 E. 3.2: 8C_648/2013 vom 1 8. Februar 2014 E. 3.2 und 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 2).

4.2 Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicheru ngsrechts in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbe wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit ändert, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann indes nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu er war ten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 f., Urteile des Bundesgerichts U 236/03 vom 1 9. Mai 2004 E. 3.3.4; 8C_637/2016 vom 1 3. Dezember 2016 E. 3.2: 8C_648/2013 vom 1 8. Februar 2014 E. 3.2 und 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 2). 4. 3 Vorliegend widersprechen die nachträglichen Ausführungen des Beschwerde führers vom 2 2. September 2016 (vorstehend E. 3.5 ) und gegenüber Dr. B.___ (vorstehend E. 3.6) den ursprünglichen Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. M ai 2016 (vorstehend E. 3.3 ). Während der Be schwer deführer in seiner ursprünglichen Schilderung des Ereignisses angab, dass die fraglichen Schmerzen beim Heben von Treppenwangen aufgetreten seien und dabei besondere Vorkommnisse, abgesehen von einem schmerzhaften Zwick im Schulter- und Rückenbereich, insbesondere ein Ausgleiten, ein Sturz, ein An schla gen oder Ähnliches ausdrücklich verneinte (vorstehend E. 3.3), seien die Schmerzen gemäss den Angaben des Beschwerdeführers vom 2 2. September 2016 durch ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange ausgelöst worden (vorstehend E. 3.5). Gegenüber Dr. D.___ gab der Beschwerdeführer sodann an, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal stichartige Schmerzen verspürt habe (vorstehend E. 3.6 ).

4. 3 Vorliegend widersprechen die nachträglichen Ausführungen des Beschwerde führers vom 2 2. September 2016 (vorstehend E. 3.5 ) und gegenüber Dr. B.___ (vorstehend E. 3.6) den ursprünglichen Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. M ai 2016 (vorstehend E. 3.3 ). Während der Be schwer deführer in seiner ursprünglichen Schilderung des Ereignisses angab, dass die fraglichen Schmerzen beim Heben von Treppenwangen aufgetreten seien und dabei besondere Vorkommnisse, abgesehen von einem schmerzhaften Zwick im Schulter- und Rückenbereich, insbesondere ein Ausgleiten, ein Sturz, ein An schla gen oder Ähnliches ausdrücklich verneinte (vorstehend E. 3.3), seien die Schmerzen gemäss den Angaben des Beschwerdeführers vom 2 2. September 2016 durch ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange ausgelöst worden (vorstehend E. 3.5). Gegenüber Dr. D.___ gab der Beschwerdeführer sodann an, dass er beim Abfangen einer verrutschten Last aus einem Regal stichartige Schmerzen verspürt habe (vorstehend E. 3.6 ). 4.4 Demzufolge steht fest, dass die in den Akten enthaltenen Angaben des Beschwer deführers zum Ereignis hergang voneinander abweichen, und dass mit zu neh men dem Zeitablauf eine Dramatisierung in der Darstellung des Ereignisses festzu stellen ist. Die späteren Angaben vom 2 2. September 2016 sowie diejenigen ge genüber Dr. D.___ zum Ereignishergang stellen daher nicht lediglich Ergän zun gen beziehungsweise Präzisierungen der ursprünglichen Ereignisschil de rung durch den Beschwerde führer vom 9. Mai 2016 dar. Vielmehr handelt es sich hier bei um in Bezug auf massgebliche Sachverhaltselemente erheblich von einander abweichende Sachverhaltsschilderungen.

4.4 Demzufolge steht fest, dass die in den Akten enthaltenen Angaben des Beschwer deführers zum Ereignis hergang voneinander abweichen, und dass mit zu neh men dem Zeitablauf eine Dramatisierung in der Darstellung des Ereignisses festzu stellen ist. Die späteren Angaben vom 2 2. September 2016 sowie diejenigen ge genüber Dr. D.___ zum Ereignishergang stellen daher nicht lediglich Ergän zun gen beziehungsweise Präzisierungen der ursprünglichen Ereignisschil de rung durch den Beschwerde führer vom 9. Mai 2016 dar. Vielmehr handelt es sich hier bei um in Bezug auf massgebliche Sachverhaltselemente erheblich von einander abweichende Sachverhaltsschilderungen. 4.5 In Bezug auf die Einzelheiten des Hergangs des fraglichen Ereignisses vom 6. April 2016 gilt es vorliegend die Erfahrungstatsache zu beachten, dass das menschliche Erinnerungs vermögen in Bezug auf Einzelheiten eines Geschehens re lativ rasch verblasst. Aus diesem Grunde wäre selbst, wenn feststünde, dass weitere Personen beim fraglichen Ereignis anwesend waren, von einer Einver nahme dieser Personen als Zeugen keine neue n Erkenntnisse zum Ereignisher gang zu erwarten. Da von weiteren Beweismassnahmen zum Ereignis vom 6. April 201 6 daher keine neue n Erkenntnisse zu erwarten sind, ist davon abzu sehen (antizipierte B eweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b).

4.5 In Bezug auf die Einzelheiten des Hergangs des fraglichen Ereignisses vom 6. April 2016 gilt es vorliegend die Erfahrungstatsache zu beachten, dass das menschliche Erinnerungs vermögen in Bezug auf Einzelheiten eines Geschehens re lativ rasch verblasst. Aus diesem Grunde wäre selbst, wenn feststünde, dass weitere Personen beim fraglichen Ereignis anwesend waren, von einer Einver nahme dieser Personen als Zeugen keine neue n Erkenntnisse zum Ereignisher gang zu erwarten. Da von weiteren Beweismassnahmen zum Ereignis vom 6. April 201 6 daher keine neue n Erkenntnisse zu erwarten sind, ist davon abzu sehen (antizipierte B eweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b). 4.6 Der Beschwerdeführer hat den Hergang des Ereignisses vom 6. April 2016 erst mals im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) schrift lich festgehalten. Diese Schilderung hat der Beschwerdeführer verhältnis mässig kurze Zeit nach dem Ereignis vom 6. April 2016 verfasst, weshalb die darin ent haltenen Angaben beweismässig als spontane Aussagen der ersten Stunde zu wer ten sind. Es kommt diesen Angaben daher ein vorrangiger Beweiswert zu. Sodann stimmen die se Angaben inhaltlich mit den in der Unfallmeldung vom 1 2. April 2016 (vorstehend E. 3.2 ) und im Bericht von Dr. A.___ vom 1 8. Mai 2016 ( vor stehend E. 3.4 ) enthaltenen Schilderungen des Ereignisher gangs, wonach sich der Beschwerdeführer beim Aufräumen des Lagers verletzt habe beziehungsweise, wonach er sich verhoben habe, überein. Zudem g ilt es zu berücksichtigen, dass der Versicherte die ausdrückliche Frage, ob sich während des Geschehensablaufs etwas Besonders zugetragen habe, am 9. Mai 2016 bejahte und mit den Worten umschrieb: « Zwicken, Knallen im Schulter- und Rücken bereich». Es ist daher da von auszugehen, dass der Beschwerdeführer derart wesentliche Sachverhaltsele ment e wie ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange oder ein Abfangen einer ver rutschten Last im Fragebogen zum Unfallbegriff erwähnt hätte, wenn sich der Sachverhalt so zugetragen hätte. Die Aussage des Beschwerdeführers im Frage bogen zum Unfallbegriff vom 9. Mai 2016 (vorstehend E 3.3 ) stellen daher ein gewichtiges Indiz, welches gegen die spätere n, erst nach Kenntnis des die Leis tungspflicht verneinenden Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20) verfassten Version en spricht.

4.6 Der Beschwerdeführer hat den Hergang des Ereignisses vom 6. April 2016 erst mals im Fragebogen zum Unfallbegriff am 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) schrift lich festgehalten. Diese Schilderung hat der Beschwerdeführer verhältnis mässig kurze Zeit nach dem Ereignis vom 6. April 2016 verfasst, weshalb die darin ent haltenen Angaben beweismässig als spontane Aussagen der ersten Stunde zu wer ten sind. Es kommt diesen Angaben daher ein vorrangiger Beweiswert zu. Sodann stimmen die se Angaben inhaltlich mit den in der Unfallmeldung vom 1 2. April 2016 (vorstehend E. 3.2 ) und im Bericht von Dr. A.___ vom 1 8. Mai 2016 ( vor stehend E. 3.4 ) enthaltenen Schilderungen des Ereignisher gangs, wonach sich der Beschwerdeführer beim Aufräumen des Lagers verletzt habe beziehungsweise, wonach er sich verhoben habe, überein. Zudem g ilt es zu berücksichtigen, dass der Versicherte die ausdrückliche Frage, ob sich während des Geschehensablaufs etwas Besonders zugetragen habe, am 9. Mai 2016 bejahte und mit den Worten umschrieb: « Zwicken, Knallen im Schulter- und Rücken bereich». Es ist daher da von auszugehen, dass der Beschwerdeführer derart wesentliche Sachverhaltsele ment e wie ein abruptes Bremsen des Hebevorganges infolge eines Verkeilens einer Treppenwange oder ein Abfangen einer ver rutschten Last im Fragebogen zum Unfallbegriff erwähnt hätte, wenn sich der Sachverhalt so zugetragen hätte. Die Aussage des Beschwerdeführers im Frage bogen zum Unfallbegriff vom 9. Mai 2016 (vorstehend E 3.3 ) stellen daher ein gewichtiges Indiz, welches gegen die spätere n, erst nach Kenntnis des die Leis tungspflicht verneinenden Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 2 5. Juli 2016 ( Urk. 7/20) verfassten Version en spricht. 4.7 Ergänzend gilt es zudem zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung eine Darlegung des entsprechenden Sachverhalt s durch die versicherte Person nach einer Verneinung des Leistungsanspruchs nicht überzeugt, wenn der Unfallver sicherer in Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorher eine detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen durch geführt hat ( Urteile des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 4.2 und 8C_436/2009 vom 2 2. Oktober 2009 E. 6.2).

4.7 Ergänzend gilt es zudem zu berücksichtigen, dass nach der Rechtsprechung eine Darlegung des entsprechenden Sachverhalt s durch die versicherte Person nach einer Verneinung des Leistungsanspruchs nicht überzeugt, wenn der Unfallver sicherer in Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorher eine detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen durch geführt hat ( Urteile des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1 4. November 2013 E. 4.2 und 8C_436/2009 vom 2 2. Oktober 2009 E. 6.2). 4. 8 Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) ist daher davon auszugehen, dass der Beschwer de führer am 6. April 2016 beim Heben zu zweit von Treppenwangen mit eine m Gewicht von ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm auf ein Gestell einen Zwick bezieh ungsweise einen Knall im Bereich der Schulter und des Rücken s verspürte und anschliessend am nächsten Tag (vgl. Urk. 7/9/1 Ziff. 4) unter Schmerzen litt. Ab gesehen vom erwähnten Zwick oder Knall im Rücken- und Schulterbereich hat sich gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2016 anlässlich des Ereignisses vom 6. April 2016 indes nichts Unge w öhnliches zugetragen. Dem zufolge ist eine Beeinträchtigung des natürlichen Ab laufs der Körperbewegung en durch etwas Programmwidriges oder Sinnfä lliges, insbesondere ein Ausgleiten, ein Stolpern, ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes oder etwas Ähnliches nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.

4. 8 Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zum Geschehensablauf vom 9. Mai 2016 (vorstehend E. 3.3 ) ist daher davon auszugehen, dass der Beschwer de führer am 6. April 2016 beim Heben zu zweit von Treppenwangen mit eine m Gewicht von ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm auf ein Gestell einen Zwick bezieh ungsweise einen Knall im Bereich der Schulter und des Rücken s verspürte und anschliessend am nächsten Tag (vgl. Urk. 7/9/1 Ziff. 4) unter Schmerzen litt. Ab gesehen vom erwähnten Zwick oder Knall im Rücken- und Schulterbereich hat sich gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2016 anlässlich des Ereignisses vom 6. April 2016 indes nichts Unge w öhnliches zugetragen. Dem zufolge ist eine Beeinträchtigung des natürlichen Ab laufs der Körperbewegung en durch etwas Programmwidriges oder Sinnfä lliges, insbesondere ein Ausgleiten, ein Stolpern, ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes oder etwas Ähnliches nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. 4.9 Etwas Ungewöhnliches lässt sich ferner auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher beim Heben der ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen zu zweit erfor derlich war. Denn einerseits ist davon auszugehen, dass es sich da bei um eine Verrichtung han delte, welche zum ge wöhnlichen Arbeitsalltag des Beschwerdeführers gehörte. Andererseits handelte es sich hierbei schon deshalb nicht um ein ungewöhnli ches Ereignis, weil der Beschwerdeführer dabei lediglich einer tatsächlichen Gewichtsbelastung von 25 bis 45 Kilogramm ausgesetzt war. Dabei handelte es sich indes um eine zu geringe Gewichtsbelastung, um eine Überanstrengung anzu neh men. Denn eine den Unfallbegriff erfüllende Überan stren gung wurde bisher bei Lasten vo n mehr als 100 Kilogramm bejaht ( vgl. Urteile des Bundesgerichts U 222/05 vom 21. März 2006 E. 3.2 und U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4).

4.9 Etwas Ungewöhnliches lässt sich ferner auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher beim Heben der ungef ähr 50 bis 90 Kilogramm schweren Treppenwangen zu zweit erfor derlich war. Denn einerseits ist davon auszugehen, dass es sich da bei um eine Verrichtung han delte, welche zum ge wöhnlichen Arbeitsalltag des Beschwerdeführers gehörte. Andererseits handelte es sich hierbei schon deshalb nicht um ein ungewöhnli ches Ereignis, weil der Beschwerdeführer dabei lediglich einer tatsächlichen Gewichtsbelastung von 25 bis 45 Kilogramm ausgesetzt war. Dabei handelte es sich indes um eine zu geringe Gewichtsbelastung, um eine Überanstrengung anzu neh men. Denn eine den Unfallbegriff erfüllende Überan stren gung wurde bisher bei Lasten vo n mehr als 100 Kilogramm bejaht ( vgl. Urteile des Bundesgerichts U 222/05 vom 21. März 2006 E. 3.2 und U 360/02 vom 9. Oktober 2003 E. 3.4). 4.10 Die Einwendungen des Be schwerdeführers vermögen an d iesem Ergebnis nichts zu ändern. Nach Gesagtem steht demnach fest, dass es dem Ereignis vom 6. April 2016 an einem für den Unfallbegriff vorausgesetzten unge wöhnlichen äusseren Faktor fehlt.

4.10 Die Einwendungen des Be schwerdeführers vermögen an d iesem Ergebnis nichts zu ändern. Nach Gesagtem steht demnach fest, dass es dem Ereignis vom 6. April 2016 an einem für den Unfallbegriff vorausgesetzten unge wöhnlichen äusseren Faktor fehlt. 5.

5. 5.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 besteht.

5.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 besteht. 5.2 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Zwischen bericht vom 3. Mai 2016 ( Urk. 7/7/2) fest, dass der Beschwerdeführer unter Schul ter- und Rückenschmerzen rechts nach einem Verhebetrauma leide, wobei die Motorik und die Schulterbeweglichkeit beim Heben und bei der Rota tion des rech ten Armes verringert sei. Vom 1 1. April bis 3. Mai 2016 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.

5.2 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Zwischen bericht vom 3. Mai 2016 ( Urk. 7/7/2) fest, dass der Beschwerdeführer unter Schul ter- und Rückenschmerzen rechts nach einem Verhebetrauma leide, wobei die Motorik und die Schulterbeweglichkeit beim Heben und bei der Rota tion des rech ten Armes verringert sei. Vom 1 1. April bis 3. Mai 2016 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 5.3 Dr. A.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 ( Urk. 7/10) ein akutes zervikospondylogenes Syndrom rechts sowie ein lumbovertebrales Syn drom median nach Verhebetrauma und stellte eine günstige Prognose mit lang samem, regredienten Schmerzverlauf.

5.3 Dr. A.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2016 ( Urk. 7/10) ein akutes zervikospondylogenes Syndrom rechts sowie ein lumbovertebrales Syn drom median nach Verhebetrauma und stellte eine günstige Prognose mit lang samem, regredienten Schmerzverlauf. 5.4 Die Ärzte der F.___, erwähnten in ihrem Bericht vom 2 8. April 2016 ( Urk. 7/17), dass eine gleichentags durchgeführte Magnetreso nanz tomographie (MRI) der Halswirbelsäule (HWS) des Beschwerdeführers eine Fehlstreckhaltung zervikal mit geringen Degenerationen ohne Nachweis einer Hernie beziehungsweise einer Nervenwurzelkompression ergeben habe.

5.4 Die Ärzte der F.___, erwähnten in ihrem Bericht vom 2 8. April 2016 ( Urk. 7/17), dass eine gleichentags durchgeführte Magnetreso nanz tomographie (MRI) der Halswirbelsäule (HWS) des Beschwerdeführers eine Fehlstreckhaltung zervikal mit geringen Degenerationen ohne Nachweis einer Hernie beziehungsweise einer Nervenwurzelkompression ergeben habe. 5.5 Dr. B.___ stellte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34) die fol gende Diagnose (S. 1):

5.5 Dr. B.___ stellte in seinem Bericht vom 2 9. November 2016 (Urk. 7/34) die fol gende Diagnose (S. 1): - prolongierter Verlauf bei Status nach Verhebetrauma am 6. April 2016 mit zervikospondylogenem Schmerzsyndrom rechts und lumboverte bra lem Schmerzsyndrom

prolongierter Verlauf bei Status nach Verhebetrauma am 6. April 2016 mit zervikospondylogenem Schmerzsyndrom rechts und lumboverte bra lem Schmerzsyndrom Er erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter Schmerzen im Bereich seiner rech ten Schulter und seines rechten Armes leide, dass deswegen der Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion bestanden habe, weshalb die Arthro - MRI der Schul ter durchgeführt worden sei. Diese Untersuchung habe jedoch kein e entspre chende Läsion ergeben (S. 1).

Er erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter Schmerzen im Bereich seiner rech ten Schulter und seines rechten Armes leide, dass deswegen der Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion bestanden habe, weshalb die Arthro MRI der Schul ter durchgeführt worden sei. Diese Untersuchung habe jedoch kein e entspre chende Läsion ergeben (S. 1). 6.

6. 6.1 Den obenerwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer deführer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rücken schmerzen im Sinne eines zervikospondylogenen Schmerzsyndrom s rechts und eines lumboverte bralem Schmerzsyndrom s litt (vorstehend E. 5.2 ), wobei eine am 2 8. April 2016 durchgeführte MRI der HWS lediglich geringe Degenerationen und weder eine Hernie noch eine Nervenwurzelkompression zeigte (vorstehend E. 5.4). Sodann hat eine Arthro-MRI der Schulter des Beschwerdeführers keine Rotato ren manschettenläsion und damit keinen Sehnenriss ergeben (vorstehend E. 5.5 ).

6.1 Den obenerwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer deführer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rücken schmerzen im Sinne eines zervikospondylogenen Schmerzsyndrom s rechts und eines lumboverte bralem Schmerzsyndrom s litt (vorstehend E. 5.2 ), wobei eine am 2 8. April 2016 durchgeführte MRI der HWS lediglich geringe Degenerationen und weder eine Hernie noch eine Nervenwurzelkompression zeigte (vorstehend E. 5.4). Sodann hat eine Arthro-MRI der Schulter des Beschwerdeführers keine Rotato ren manschettenläsion und damit keinen Sehnenriss ergeben (vorstehend E. 5.5 ). 6.2 In Würdigung der medizinischen Akten ist daher mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rückenschmerzen im Rahmen eines zervikospondylogenen und eines lumboverte bralen Schmerz syn droms litt. Dieses Leiden fällt indes nicht unter die in Art. 9 Abs. 2 UVV aufge listeten unfallähnlichen Körperschädigungen ( vorstehend E. 1.1 1 ). Demzu folge fällt eine Leistungspflicht der Beschwerde gegenerin für die Folgen des Ereig nisses vom 6. April 2016 unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung schon deshalb ausser Betracht, weil nach Lage der medizinischen Akten keine Hinweise dafür bestehen, dass sich der Beschwerdeführer dabei eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend aufgezählten Körperschädigungen zuge zogen hätte ( vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 und 123 V 43 E. 2b).

6.2 In Würdigung der medizinischen Akten ist daher mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde führer nach dem Ereignis vom 6. April 2016 unter Schulter- und Rückenschmerzen im Rahmen eines zervikospondylogenen und eines lumboverte bralen Schmerz syn droms litt. Dieses Leiden fällt indes nicht unter die in Art. 9 Abs. 2 UVV aufge listeten unfallähnlichen Körperschädigungen ( vorstehend E. 1.1 1 ). Demzu folge fällt eine Leistungspflicht der Beschwerde gegenerin für die Folgen des Ereig nisses vom 6. April 2016 unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung schon deshalb ausser Betracht, weil nach Lage der medizinischen Akten keine Hinweise dafür bestehen, dass sich der Beschwerdeführer dabei eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend aufgezählten Körperschädigungen zuge zogen hätte ( vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 und 123 V 43 E. 2b). 7. Nach Gesagtem steht fest, dass ein Leistungsanspruch des Beschwerdeführers für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 weder unter dem Titel des Unfalls noch unter dem jenigen der unfallähnlichen Körperschädigung ausgewiesen ist, weshalb die ge gen den angefochte nen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 (Urk. 2) erho bene Be schwerde abzuweisen ist.

7. Nach Gesagtem steht fest, dass ein Leistungsanspruch des Beschwerdeführers für die Folgen des Ereignisses vom 6. April 2016 weder unter dem Titel des Unfalls noch unter dem jenigen der unfallähnlichen Körperschädigung ausgewiesen ist, weshalb die ge gen den angefochte nen Einspracheentscheid vom 2 6. Juni 2017 (Urk. 2) erho bene Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - AXA-ARAG Rechtsschutz AG

AXA-ARAG Rechtsschutz AG - Suva

Suva - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

MosimannVolz