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Die Statistiker vergleichen die wöchentlichen Todesfälle mit den statistisch zu erwartenden. Erstmals seit Mitte April sei in der Zentralschweiz in der Woche vom 19. bis 25. Oktober bei den Über-65-Jährigen eine Übersterblichkeit beobachtet worden, teilte Lustat mit.
Lustat errechnet eine Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Diese erstreckte sich in der fraglichen Woche bei den Menschen im Pensionsalter zwischen 73 und 124 Todesfällen. Eingetreten waren in der Zentralschweiz aber aufgrund einer Hochrechnung 129,7 Todesfälle.
In der gleichen Woche kam es zu hochgerechnet 13,6 Todesfällen von Personen, die jünger als 65 sind. Die Bandbreite in dieser Altersklasse betrug 4 bis 24 Todesfälle.
Die zu erwartenden Todesfälle werden mit Hilfe der Fallzahlen der letzten fünf Jahre berechnet. Verteilt werden die Todesfälle auf die 52 Wochen eines Jahres aufgrund des Medianwerts der letzten zehn Jahre. Schliesslich wird eine Bandbreite errechnet, innerhalb der Schwankungen als zufällig gewertet werden.
Die Berechnung der erwarteten Todesfälle sei somit kein Durchschnittswert, sondern berücksichtige zufällige Schwankungen und die Veränderung der Bevölkerung, teilte Lustat mit.
Die tatsächlichen Todesfälle basieren auf den Zahlen der Zivilstandsämter. Unter Annahme eines konstanten Meldeflusses schätzen die Statistiker dann die Fallzahlen.
In der Zentralschweiz kamen am Mittwoch über 500 weitere bestätigte Coronainfektionen dazu. In Luzern erhöhte sich die Zahl um 314 auf 5669 seit Beginn der Pandemie, in Schwyz um 96 auf 3577 und in Zug um 72 auf 1967. Dazu kamen 13 neue Fälle in Obwalden (total 468), 46 in Nidwalden (585) und 43 in Uri (529).
187 Coviderkrankte befanden sich in der Zentralschweiz in Spitalpflege. Mehr als die Hälfte, nämlich 100, waren im Kanton Luzern hospitalisiert.
(sda)