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Gemäss einer Studie des Büro ECOPLAN im Auftrag der Aufsichtskommission der Arbeitslosenversicherung haben prekäre Arbeitsverhältnisse trotz anhaltend guter Konjunkturlage seit der ersten Studie von 2003, mit 0,4% leicht zugenommen. Der Anstieg der prekären Arbeitsverhältnisse ist auf die Zunahme von Arbeit auf Abruf und auf die befristeten Arbeitsverhältnisse zurückzuführen. Rund zwei Drittel der neuen befristeten und atypisch-prekären Arbeitsverhältnisse seit 2004 sind den Praktika (inkl. Volontariate) zuzuschreiben. Seit 2004 wurden 13‘000 neue Praktikumsstellen geschaffen, welche unter die Definition atypisch-prekär fallen. Besonders gefährdet von atypisch-prekären Arbeitsbedingungen sind Frauen, Jugendliche, Ausländer und Personen mit unzureichender Ausbildung.
Weiter zeigen die Auswertungen, dass atypisch-prekäre Arbeitsverhältnisse häufig im Übergang von der Erwerbslosigkeit bzw. Arbeitslosigkeit in ein Normalverhältnis oder zwischen zwei Normalarbeitsverhältnissen ausgeübt werden. Gut 60% derjenigen, die aus der Erwerbslosigkeit oder der Arbeitslosigkeit ein atypisch-prekäres Arbeitsverhältnis eingehen, wechseln anschliessend in ein Normalarbeitsverhältnis. Arbeitnehmer, die bereits vor dem atypisch-prekären Arbeitsverhältnis in einem Normalarbeitsverhältnis tätig waren, wechseln sogar zu gut 80% wieder zurück in ein Normalarbeitsverhältnis. Insgesamt deuten die Zahlen darauf hin, dass im Schweizer Arbeitsmarkt eine hohe Durchlässigkeit vorhanden ist.
Flexible Arbeitsverhältnisse wie Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Arbeit auf Abruf und Temporärarbeit sind nicht zwingend schlecht. Sie können sowohl Arbeitgebern wie Arbeitnehmern zusätzlichen Freiraum geben. Prekär sind Arbeitsverhältnisse dann, wenn die Arbeitnehmer einer beträchtlichen Unsicherheit ausgesetzt sind, ohne dafür ausreichend abgegolten zu werden. Arbeitnehmer akzeptieren solche Arbeitsverhältnisse, wenn sie ausser Erwerbslosigkeit keine Alternativen haben.