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Arbeitslose im Alter von 45 und älter sind weltweit von Altersdiskriminierung und Problemen bei der Arbeitssuche konfrontiert, wie eine Studie von Generation belegt
London (ots/PRNewswire) –
- Generation, eine internationale gemeinnützige Organisation zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt, hat eine Studie aus sieben Ländern vorgestellt, die belegt, dass Arbeitnehmer mittleren Alters mit zunehmenden Hindernissen bei der Beschäftigung konfrontiert sind und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Vermittelbarkeit vor - Altersdiskriminierung ist weit verbreitet. Zwar meinen Arbeitgeber weltweit, dass ihre über 45-jährigen Mitarbeiter genauso gut oder besser arbeiten als jüngere Mitarbeiter, doch räumen sie ein, dass Personalverantwortliche bei der Einstellung Zweifel haben, dass über 45-jährige Kandidaten leicht neue Fähigkeiten erlernen, neue Technologien ausprobieren und sich schnell in die Unternehmenskultur einfügen können - Arbeitgeber und Arbeitnehmer erkennen den Wert der Weiterbildung an, um einen Karrierewechsel zu ermöglichen, aber die Arbeitslosen über 45, die vor den größten Herausforderungen in Bezug auf Finanzen und Bildung stehen, zögern am meisten, an einer Weiterbildung teilzunehmen
London (ots/PRNewswire) – Heute veröffentlichte die internationale gemeinnützige Organisation zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt Generationunter dem Titel Meeting The World“s Midcareer Challenge („Die weltweite Midcareer-Problematik“), die Ergebnisse einer Studie, die auf einer Umfrage unter 3.800 Beschäftigten und Arbeitslosen sowie 1.404 Personalverantwortlichen basiert, und die internationale Trends auf dem Arbeitsmarkt aufdecken soll.
Die Studie beleuchtet den Arbeitsmarkt für Menschen zwischen 45 bis 60 Jahren in sieben Ländern – Brasilien, Indien, Italien, Singapur, Spanien, Großbritannien und den USA – mit besonderem Augenmerk auf diejenigen, die eine Stelle im unteren oder mittleren Segment der Karriereleiter suchen oder innehaben, keine formale postsekundäre Bildung abgeschlossen haben und Niedrigverdiener sind. Die Ergebnisse verdeutlichen die großen Risiken von Arbeitslosigkeit für Arbeitnehmer in der Mitte ihrer Laufbahn und bieten Einblicke in die Gründe für ihre Schwierigkeiten.
Diese Trends bestanden vor der Pandemie, aber die Studienergebnisse zeigen auch, dass die Coronakrise negative Konsequenzen auf die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer dieser Altersgruppe hatte und sich ihre Arbeitsbedingungen verschlechtert haben. 37 Prozent der Arbeitnehmer, die in ihrer Lebensmitte die Stelle gewechselt haben, und 50 Prozent der Arbeitssuchenden geben an, dass die Coronakrise großen Einfluss auf ihren Beschäftigungsstatus hatte.
Arbeitgeber sehen Kandidaten über 45 Jahre im Vergleich zu jüngeren Bewerbern als schwächer qualifiziert an, obwohl über 45-jährige Mitarbeiter im selben Unternehmen die gleiche oder eine bessere Leistung am Arbeitsplatz erbringen als ihre jüngeren Arbeitskollegen.
Die Umfrage zeigt, dass Menschen im Alter von über 45 Jahren auf dem globalen Arbeitsmarkt steigenden Druck ausgesetzt sind und dass ihr Alter eines der größten Hindernisse bei der Stellensuche ist. 71 Prozent der aktuellen Arbeitssuchenden sehen ihr Alter als ein großes Hindernis an. Arbeitnehmer aus unterrepräsentierten Gemeinschaften stehen sogar noch größeren Hürden gegenüber: Sie müssen 53 Prozent mehr Vorstellungsgespräche als ihre Altersgenossen führen, um ein Stellenangebot zu erhalten.
Die Studie findet auch klare Beweise dafür, dass die Wahrnehmung von Altersdiskriminierung begründet ist. Personalmanager haben eine negative Meinung über Kandidaten über 45: Sie geben an, dass nur 17 Prozent bereit für eine Stelle seien, 18 Prozent über relevante Fähigkeiten oder Erfahrungen verfügen und 15 Prozent in die Unternehmenskultur passen.
Dieselben Personalverantwortlichen, die sich negativ über Kandidaten im mittleren Lebensalter geäußert haben, räumen ein, dass 87 Prozent der über 45-Jährigen ihre Stellung genauso gut oder besser ausführen als jüngere Mitarbeiter. In der Studie gaben Personalverantwortliche auch an, dass 90 Prozent ihrer über 45-jährigen Mitarbeiter potentiell genauso lange oder länger bei einem Unternehmen bleiben wie jüngere Mitarbeiter.
Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer schätzen hochwertige Weiterbildungsmaßnahmen, aber die Arbeitssuchenden über 45, die sie am meisten benötigen würden, nehmen am wenigsten daran teil.
Die Umfrage belegt, dass Weiterbildung funktioniert: In allen sieben Ländern sehen 74 Prozent der Arbeitnehmer, die in ihrer Lebensmitte erfolgreich eine neue Laufbahn eingeschlagen haben, die in der Weiterbildung erlernten Fähigkeiten als entscheidend für die Sicherung der neuen Stelle an. Und drei von vier Arbeitgebern geben an, dass Schulungen und Zertifizierungen bei der Einstellung mit einschlägiger Erfahrung gleichzusetzen sind.
Dennoch zögern die Arbeitslosen über 45, deren Aussichten sich am meisten durch eine Weiterbildung verbessern würden, am meisten: 57 Prozent geben an, dass sie zögern, und nur 1 Prozent meint, dass eine Weiterbildung ihr Selbstvertrauen bei der Jobsuche erhöhen könne. Diese Gruppe der über 45-jährigen Arbeitssuchenden würde am meisten von einer Weiterbildung profitieren – 70 Prozent von ihnen haben Schwierigkeiten, den täglichen Bedarf zu decken und 63 Prozent haben einen Sekundarschulabschluss oder weniger. Mögliche Gründe für diese Ansicht könnte die Wahrnehmung sein, dass Weiterbildung ein Luxus ist, den sie sich nicht leisten können, oder aber negative Erfahrungen mit formaler Bildung in der Vergangenheit.
Die wichtigsten Empfehlungen:
Um die Herausforderungen zu lösen, mit denen Arbeitssuchende und Arbeitnehmer in der mittleren Lebensphase konfrontiert sind, bedarf es einer Reihe von Initiativen. Der Bericht bietet vier Ansatzpunkte:
1.Verbesserung der nationalen und globalen Beschäftigungsstatistiken und der Berichterstattung, so dass darin engere Altersgruppen berücksichtigt werden. Damit würde die besondere Problematik der Bevölkerung über 45 besser beleuchtet.
2.Die direkte Verknüpfung von Ausbildungsprogrammen mit Arbeitsmöglichkeiten und die Bereitstellung von Stipendien zur Unterstützung von Menschen über 45, die vor einer Weiterbildung zurückschrecken.
3.Änderung der Einstellungspraktiken, um potenzielle altersbedingte Vorurteile zu überwinden und das Potenzial von Bewerbern über 45 besser einschätzen zu können, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Fähigkeiten konkret in praxisnahen Beispielen zu demonstrieren.
4.Ein Überdenken der derzeitigen Weiterbildungsansätze von Arbeitgebern, um es einfacher zu machen, neue Positionen mit bestehenden Mitarbeitern über 45 zu besetzen, anstatt ausschließlich auf Neueinstellungen zurückzugreifen.
Mona Mourshed, die Global CEO von Generation, sagte: „Die Aussage von Arbeitgebern, die Arbeitssuchende im Alter von 45 Jahren und älter eingestellt haben, dass diese Arbeitnehmer tendenziell besser abschneiden als ihre jüngeren Kollegen, ist erfreulich, unterstreicht aber auch die Tragik der heutigen Beschäftigungslandschaft.“
„Wir haben die Meinung von Arbeitssuchenden und Arbeitnehmern in der Mitte ihres Berufslebens in sieben Ländern, in denen Generation-Programme laufen, eingeholt, um diese aussagekräftige Studie zu erstellen. Wir hoffen, dass diese neue Studie sowohl Regierungen als auch Arbeitgeber veranlassen wird, Maßnahmen gegen die grassierende Altersarmut zu ergreifen und diese vergessene Altersgruppe in ihre Konjunkturmaßnahmen einzubeziehen.“
Das spezifische Problem der Arbeitslosigkeit in der Mitte des Berufslebens hat bisher weltweit wenig Aufmerksamkeit erhalten. Dieses Studienergebnis markiert einen entscheidenden Punkt für Generation, der internationalen gemeinnützigen Organisation, die in den letzten 6,5 Jahren über 43.000 Menschen erfüllende Karrieren vermittelt hat. Generation weitete im Jahr 2018 seine Programme von einer jungen Klientel auf Menschen mittleren Alters aus und es hat bisher etwa 900 Menschen dieser Altersgruppe geholfen. Generation ist in 14 Ländern und 30 Berufen aktiv und vermittelt innerhalb von drei Monaten nach Abschluss seines Programms 83 Prozent der Absolventen eine Stelle und unterstützt Arbeitgeber bei der Einstellung von Kandidaten in der Lebensmitte.
Die von Generation in Auftrag gegebene Studie fand zwischen März und Mai 2021 statt. Die 3.800 Befragten umfassten sowohl Beschäftigte als auch Arbeitslose im Alter von 18 bis 60 Jahren. In der Umfrage wurden die Befragten entweder als Suchende oder als Quereinsteiger eingestuft. Unter die Suchenden eingestuft wurden Menschen, die sich um ihre Angehörigen gekümmert haben, arbeitslos oder teilzeitbeschäftigt waren und die Vollzeitpositionen am unteren oder mittleren Ende der Karriereleiter suchten. Als Quereinsteiger wurden Menschen eingestuft, die in der Mitte ihres Berufslebens standen, derzeit Vollzeit beschäftigt sind und innerhalb der letzten drei Jahre in einer Position am unteren oder mittleren Ende der Karriereleiter in einem neuen Sektor tätig waren.
Für die Einschätzung der Personalverantwortlichen wurden 1.404 Personen in Brasilien, Indien, Italien, Singapur, Spanien, Großbritannien und den USA befragt. Alle Personalverantwortlichen waren für die Einstellung von Bewerbern am unteren oder mittleren Ende der Karriereleiter verantwortlich, haben dies mindestens dreimal im vergangenen Jahr getan und haben in den letzten drei Jahren mindestens einen Quereinsteiger eingestellt.
Informationen zu Generation
Generation ist eine gemeinnützige Organisation, die die Bildungs- und Beschäftigungslandschaft transformiert, indem sie Menschen die Möglichkeit zur Ausbildung, Vermittlung und Unterstützung verschafft, durch die sie in Berufen arbeiten können, die sonst für sie unerreichbar wären, und so ihr Leben verändert.
Bis heute haben mehr als 43.000 Menschen in 14 Ländern an Programmen von Generation teilgenommen, die sie auf anspruchsvolle Berufe vorbereitet haben. Generation arbeitet partnerschaftlich mit mehr als 4.000 Arbeitgebern und vielen anderen Partnern und Geldgebern bei der Umsetzung seiner Programme zusammen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.generation.org.
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