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Bei dem Elektrolythaushalt des Körpers handelt es sich um das Gleichgewicht, das zwischen den Elektrolyten in den Zellen und den Elektrolyten ausserhalb der Zellen besteht. Durch dieses Gleichgewicht wird der Wasserhaushalt des Körpers ebenso reguliert, wie der pH-Wert des Blutes sowie die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen. Natrium- und Kalium-Ionen sind zum Beispiel wichtige Elektrolyte, die das Membranpotenzial von Zellen beeinflussen.
Ionen sind positiv oder negativ geladene Teilchen (gelöste Salze), die in wässrigen Lösungen vorkommen. Positiv geladene Teilchen werden als Kationen bezeichnet, negativ geladene als Anionen. Der Körper besteht zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser. Der überwiegende Teil des Wassers (etwa zwei Drittel) befindet sich innerhalb der Zellen. Der Rest verteilt sich auf die extrazellulären Bereiche wie die Blutgefässe und den Raum zwischen den Zellen. Die Elektrolyte des Körpers sind Ionen, die in diesen Kompartimenten in bestimmten Konzentrationen vorliegen. Die Konzentrationsunterschiede für die einzelnen Ionen zwischen den verschiedenen Bereichen sind essenziell für die physiologische Funktion des Körpers. Gerät das Gleichgewicht durcheinander, können Krankheiten entstehen.
Natrium und Kalium gehören zu den positiv geladenen Teilchen. Weitere Kationen, die zum Elektrolythaushalt des Körpers beitragen, sind Kalzium und Magnesium. Während es sich bei Natrium und Kalium um einfach positiv geladene Ionen handelt, tragen Kalzium und Magnesium in der Lösung eine zweifach positive Ladung. Anionen, die als Elektrolyte eine Rolle spielen, sind Chlorid, Bikarbonat und Phosphat. Kalium und Phosphat befinden sich grösstenteils in der Zelle, während Natrium, Bikarbonat und Chlorid im Körper vor allem extrazellulär auftreten. Über die Ionenkonzentration wird auch der Wassergehalt des Körpers reguliert. Bei Konzentrationsverschiebungen kann sich die Verteilung des Wassers auf die verschiedenen Kompartimente ändern.
Damit die Elektrolyte in den verschiedenen Kompartimenten ihre physiologischen Konzentrationen beibehalten, existieren auf zellulärer Ebene Ionenpumpen. Das sind Proteine, die in den Zellmembranen sitzen und für den Ionenaustausch und -transport zwischen Intra- und Extrazellularraum sorgen. Eine solche Pumpe ist zum Beispiel die Natrium-Kalium-ATPase, die zwei Kaliumionen in die Zelle transportiert, während drei Natriumionen aus der Zelle heraus befördert werden. Auf Körperebene wird der Elektrolythaushalt über den Darm, die Nieren, die Haut und die Lunge reguliert. Mit der Nahrung und über den Darm nimmst du Wasser und Elektrolyte auf. Über die Nieren, die Haut und die Atemluft werden Elektrolyte im Überschuss ausgeschieden.
Dein Körper benötigt Elektrolyte oder einen Elektrolytausgleich, wenn es zu einem Elektrolytmangel oder zu einer Elektrolytverschiebung gekommen ist. Mögliche Ursachen dafür sind:
Die Symptome bei Störungen des Elektrolythaushaltes variieren, je nachdem, ob es sich um einen Überschuss oder um einen Mangel an Elektrolyten handelt. Zudem kommt es darauf an, welche Elektrolyte in zu geringer oder zu hoher Konzentration vorliegen. Möchtest du wissen, ob du unter Elektrolytverschiebungen leidest, kannst du dies mit einer Blutuntersuchung feststellen lassen.
Elektrolyte nimmst du mit der Nahrung und mit Getränken auf. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besteht in der Regel kein Mangel an Mineralstoffen. Bist du bei guter Gesundheit, funktionieren die Regulationsmechanismen des Körpers und halten die Elektrolytverteilung in einem physiologisch angemessenen Bereich. Bei einseitiger Ernährung oder bei Krankheit kann es jedoch sein, dass ein Elektrolytausgleich erfolgen muss. In milden Fällen gelingt das über die passende Ernährung. Eventuell wird dein Arzt dir auch Mineralstoffpräparate empfehlen, vor allem dann, wenn klinische Symptome eines Mangels auftreten. In schweren Fällen muss der Elektrolythaushalt durch Infusionen ausgeglichen werden. Verlierst du kurzfristig viele Elektrolyte (zum Beispiel beim Sport), erreichst du mit isotonischen Getränken einen Ausgleich.
Um den Elektrolythaushalt mit der richtigen Ernährung zu unterstützen, musst du zunächst wissen, welche Mineralstoffe dir fehlen oder welche im Überschuss vorliegen. Bei einer stark salzhaltigen Diät nimmst du Natrium im Überschuss zu dir. Dein Körper wird mit einem erhöhten Durstempfinden reagieren, um eine Wasseraufnahme anzuregen. Einen leichten Kaliummangel kannst du mit kaliumreichen Lebensmitteln sowie mit elektrolythaltigen Sportgetränken ausgleichen. Zu den passenden Lebensmitteln gehören:
Kalzium ist in vielen Milchprodukten enthalten, aber auch in
Achte zudem auf ausreichend Vitamin D. Magnesium findest du in
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