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(Glacierde) (Kt. Wallis,
Bez. Conthey).
2512-2292 m. Regenerierter kleiner
Gletscher von 550 m Länge und 370 m Breite; in einem
mächtigen Kar der S.-Flanke derDiablerets zwischen dem Hauptgipfel und der
Tour Saint Martin. Wird durch
die Eisblöcke genährt, die von dem über den Rand der Felswand vorstossenden Diableretsgletscher herniederbrechen. Der
auf den ältern Ausgaben der Siegfriedkarte verzeichnete Name Glacier de Tschiffaz ist in der Gegend selbst unbekannt, indem
hier das Eisfeld meist
Glacier d'Osé genannt wird.
Die Thälchen
Tschitta und
Rots sind durch botanische Raritäten berühmt. In geologischer Hinsicht darf man die Tschimas da Tschitta
mit dem
Piz Val Lung zur Errgruppe rechnen, da der grüne Granit dieser Kette auf der S.- und
SW.-Seite
der
Gräte noch in kleinern Riffen aus den Schiefern hervorbricht. Hauptformation der Tschimas aber sind grüne und rote
Bündnerschiefer, Hauptdolomit und obere Rauhwacke wie am
Piz Val Lung. Im O. setzt sich der
Grat der Tschimas in
die gerundete und schöne Vorhöhe Falô fort, an welcher wieder Granit aus bunten Schiefern hervorbricht.
auch
Zingel und (in Graubünden)
Schaingel, französ.
Sangla und Sanglioz. Häufig vorkommende Ortsnamen des Alpengebietes,
vom
lateinischen cingulum = «Gürtel, Band» herzuleiten. Bezeichnen eine
von Felswänden zirkusförmig umrahmte Stelle oder auch eine beraste Nische zwischen zwei Felswänden.
900 m. Gemeindeabteilung und Dorf in schöner und sonniger Lage auf steilem Hang
rechts über dem
Thunersee, etwa 100 m ob der Terrasse von
Sigriswil und über einer zum
Tobel des
Guntenbaches abfallenden Felswand. 1 km
n.
Sigriswil und mit diesem Dorf (20 Minuten) gleich wie mit
Oberhofen (1 Stunde) durch eine Strasse verbunden.
Von Tschingel führen eine Strasse nach dem noch höher gelegenen
Schwanden und ein guter Weg über Ringoltingen nach
Heiligenschwendi.
(Kt. Graubünden,
Bez. Unter
Landquart). 2544 m. Gipfel in der Falknisgruppe des
Rätikon, zwischen
Grauspitz und
Scesaplana
und an der Grenze von Graubünden
gegen Vorarlberg. Die Mulde des SO.-Hanges heisst der
Heuberg; im S. folgt eine von
vielen Grasbändern unterbrochene Felsterrasse mit den Höhen 2235 und 2198 m, darunter die Terrasse Sanalada über den Steilabstürzen
der von wilden Runsen durchschnittenen «Töbel» der Gegend des ehemaligen
SchwefelbadesGaney (vergl. den Art.
Taschinesbach). Am W.-Rand von Sanalada folgt das Kehritobel und weiterhin in gleicher
Richtung das Engitobel.
Auf dieser
Seite des Tschingel führen Passübergänge durch das «Tschingelthäli»
und über
«Auf den Platten» ins Gampertonthal, weiter westwärts das Jes- oder Saminafürkli (2352 m) ins Saminathal hinab;
östl. des Tschingel stellen
die Grosse und
Kleine Furka (2367 und 2238 m) die Verbindung der Gegend mit dem Gampertonthal
her. Zwischen den zuletzt genannten Pässen erhebt sich die
«Kurze Gäng» oder
Hornspitz (2540 m). Von
Jes kann man auf dem Uebergang
«Auf den Platten» hinter dem Tschingel auf
die Grosse und
Kleine Furka und nach der
SeewiserAlp Fasons
(1788 m) am Fusse des
Scesaplana-Alpsteinstockes gelangen. Der Berg wird von der W.- und
N.-Seite her (durch
das Tschingelthäli und von Jes, sowie von der Grossen
Furka aus) gewonnen. Die geologischen Verhältnisse sind sehr kompliziert:
Auf dem eozänen Flysch der
Tiefe
(Ganey, Sanalada) lagern auf einer nach S. gerichteten flachen Ueberschiebungsebene graue
Kalke mit Hornsteinen und Falknisbreccie des
¶
mehr
Tithon oder Oberjura, während die höchste Wand des Tschingel zur Hauptsache aus unterer Kreide (mit Breccieneinlagen) besteht.
An der Hornspitz (Kurze Gäng) endlich ist die ostalpine Trias auf die untere Kreide herüber geschoben.