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Das traditionelle Pistolenschiessen begann in der Schweiz gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund der Einführung des Revolvers als Dienstwaffe bei der Schweizer Armee. Diese sogenannten Ordonnanzpistolen erfreuten sich rasch grosser Beliebtheit. Seit 1896 ist es eine olympische Disziplin, ab 1919 wurde das Feldschiessen um einen Pistolenwettkampf erweitert. In den Nachkriegsjahren entwickelte sich die Technik rasch und zahlreiche neue Disziplinen wurden geschaffen.
Es gibt unglaublich viele Pistolen, aber nicht alle sind zum sportlichen Schiessen zugelassen. Bei den Ordonnanzpistolen ist die klassische Armeepistole, die SIG 210, ebenso beliebt wie bewährt. Bei den Sportpistolen wird individuell entschieden, welche am besten geeignet ist.
Geschossen wird auf eine Zielscheibe in 25 oder 50 Meter Entfernung. Das Zentrum variert je nach Wettkampf und Disziplin, ist aber meist kaum grösser als ein Fünfliber. Ordonnanzpistolen werden mit beiden Händen, Sportpistolen mit einer Hand gehalten. Es wird grundsätzlich stehend geschossen, Menschen im Rollstuhl schiessen von ihrem Stuhl aus.
Die offizielle Pistolensaison dauert von Mitte März bis Ende Oktober. In dieser Zeit wird regelmässig in der Schiesssportanlage Feldacker in Zuchwil trainiert. Zusätzlich werden das ganze Jahr hindurch verschiedene Wettkämpfe und Schiessanlässe sowie mindestens ein kantonales Schützenfest besucht.