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Am 13. Oktober wurde bekannt, dass Bob Dylan den Literaturnobelpreis erhält. Danach war von Dylan erst mal nichts zu hören, dann hiess es, er komme «nach Möglichkeit» zur Übergabe nach Stockholm.
Nun hat er dem Nobelpreis-Komitee jedoch eine Abfuhr erteilt: Dylan habe am Dienstag per Brief abgesagt.
Die Schwedische Akademie zitiert aus dem Brief: «Er wünschte, er könnte den Preis persönlich entgegennehmen, aber andere Verpflichtungen machen das leider unmöglich. Er betonte, dass er sich durch den Nobelpreis sehr geehrt fühlt.»
Ungewöhnlich, aber nicht aussergewöhnlich
Dass ein Nobelpreisträger nicht nach Stockholm reisen kann, um den Preis entgegenzunehmen, sei ungewöhnlich, aber nicht aussergewöhnlich, schrieb die Jury.
Auch andere Preisträger hätten aus verschiedenen Gründen für die Preisverleihung abgesagt – etwa Doris Lessing, Harold Pinter und Elfriede Jelinek. Die Kanadierin Alice Munro, die den Preis 2013 bekam, hatte die Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten können.
Eine Bedingung muss Dylan erfüllen
Den Preis bleibe Dylan trotz seiner Abwesenheit bei der Preisverleihung am 10. Dezember zuerkannt, erklärte die Akademie. Unter einer Bedingung: «Wir freuen uns auf Bob Dylans Nobel-Vorlesung, die er – das ist die einzige Voraussetzung – innerhalb von sechs Monaten ab dem 10. Dezember 2016 halten muss.»
Bob Dylan hatte die diesjährige Auszeichnung im Oktober als erster Musiker für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition zuerkannt bekommen.
Beiträge zum Thema:
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Sendung: Radio SRF 4 News, Nachrichten, 17.30 Uhr