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Name: Achim Stößer Permalink: https://tierrechtsforen.de/7/505/627

Datum: 17.06.03 12:21
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> ich hab mal mangels Lebenszeichen der angeschriebenen
> Herstellerfirmen selber recherchiert, was problematisch sein
> kann, insbesondere bei der Hefeproduktion.
Er meint: er hat wieder mal versucht, irgendetwas zu finden, mit dem er uns an die Karre fahren kann.
> Hefe wird in Melasse gegärt, wobei es mehrere Verfahren gibt.
> Ein Verfahren (das allerdings nicht ernsthaft wirtschaftlich
> genutzt wird) setzt Geliermittel voraus, um die Melasse
> "schnittfest" zu machen. Dies Geliermittel kann auch Gelatine
> sein, da es aber faktisch nur in Labors zur Zucht neuer
> Hefestämme sowie zur Qualitätskontrolle benutzt wird, gehe
> ich davon aus, dass in Deutschland grundsätzlich Agar als
> Geliermittel Verwendung findet.
Blablabla. Wie ich hier bereits sagte: "Ich bezweifle doch stark, daß irgendjemand Hefe auf Gelatine kultiviert (sondern, wie auch überall nachzulesen, auf Melasse), nur weil Volker König in der Schule irgendwann mal Mikroorganismen auf Agar Agar gezogen hat. Die Anfragen, die ich vor Jahren gemacht habe (bezogen auf mögliche andere Zusätze), wurden jedenfalls anstandslos beantwortet."
> Melasse selber ist der Muttersirup der Zuckerproduktion und
> in meinen Augen daher genauso zu problematisieren, wie Zucker
> an sich. Wenn Weisszucker an sich potentiell unvegan ist,
Wie lächerlich kann sich eigentlich noch jemand machen? Das erinnert doch fatal an Radix, die, nachdem wir sie als Betrugsfirma demaskiert hatten, in der TBa fabulierten: Wer "Tofuprodukte ißt, unterstütz immer die Fleischindustrie" (weil Soja auch zur Ernährung ausgebeuteter Tiere verwendet wird).
Melasse wäre nach VK also "problematisch", weil bei der Melasseherstellung auch Zucker hergestellt wird, und dieser Zucker dann irgendwann möglicherweise mit nichtveganen Stoffen weiterverarbeitet. Für denkende Menschen ist damit klar, daß dann dieser weiterverarbeitete Zucker nichtvegan ist, was aber keinen Einfluß auf die Melasse hat. Ebensowenig ist, wenn ich eine halbe Melone kaufe, diese dadurch "problematisch", daß jemand anders die andere Hälfte kauft und mit "Schinken" anrichtet.
> Viel kritischer sehe ich allerdings den genauen
> Gärungscocktail.
Einzig kritisch ist Königs verzweifelter Versuch, Leuten, die konsequent vegan leben, irgendwo einen Fehler nachzuweisen, weil er meint, damit sein eigenens, verantwortungsloses Verhalten rechtfertigen zu müssen.
Da gabe es vor Jahren auch den Fall, daß Tierausbeutungspropagandisten das Gerücht in die Welt setzten, Ahornsirup würde bei der Herstellung zur Verhinderung der Schaumbildung "Schweineschmalz" zugefügt. Eine Lüge, wie sich herausstellte.
Analog dazu der von Tierausbeutungspropagadisten immer wieder gern gepostete Cartoon, der "Vegetarier" beim Besuch auf einem "Bauernhof" zeigt, die dann ganz entsetzt vor einem Pferch stehen, während der Bauer auf die Tiere darin zeigt mit den Worten: "und das sind unsere Tofus".
Es ist so offensichtlich, was König mit seinen plumpen Versuchen erreichen will: konsequenten Veganismus zu unterhöhlen, diejenigen zu diskreditieren, die - im Gegensatz zu ihm - konsequent vegan leben wollen.
Aber das funktioniert nicht: Allwissenheit ist nicht gefordert beim Veganismus. Lediglich das Vermeiden des Vermeidbaren. Und das bedeutet auch, sich ausreichend zu informieren. Wenn es beispielsweise um Essig geht, weiß ich, daß dieser mit Gelatine etc. gefiltert sein kann. Bei ungefiltertem Essig besteht dieses Problem offensichtlich nicht. Eine sinnvolle Anfrage bezüglich Essig bezieht sich also auf die Filterung - nicht darauf, ob nun beispielsweise jemand zur Schaumbildungsverhinderung "Schweineschmalz" zufügt.
Wie gesagt: Allwissenheit ist nicht gefordert. Wenn also ein Tierausbeutungspropagandist wie König irgendwann mal etwas finden sollte, von dem Veganer nichts wußten (was, trotz seiner enormen Anstrengungen, eher unwahrscheinlich ist), etwa, daß als Rieselhilfe für Kochsalz doch irgendwann mal Blutlaugensalz aus Schweineblut benutzt wird oder daß Mineralwasser mit Gorillaknochenmehl angereichter wird oder was auch immer, so mag er zwar triumphieren, an der Realität ändert das aber nichts: Wir setzen uns für Veganismus und Tierrechte ein, er setzt sich gegen uns - und damit gegen Veganismus und Tierrechte - ein.
Ein treffendes Beispiel, das das Verhalten von Leuten wie ihm zeigt, siehe auch http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=1191&t=1191.
Achim