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Spielt die homologe Rekombinationsreparatur eine Rolle?
In der Interimsanalyse der Studie TALAPRO-2 stand die Kombination aus Talazoparib plus Enzalutamid beim fortgeschrittenen kastrationsresistenten Prostatakarzinom im Fokus. Sie zeigt eine Überlegenheit gegenüber Enzalutamid. Darüber, ob dies auf einen Effekt der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) zurückzuführen ist, gab es am ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2023 aber unterschiedliche Einschätzungen.
Die Studie TALAPRO-2 prüfte, ob die Kombination aus einem PARP-Inhibitor plus einer neuen hormonellen Therapie (NHT) synergistisch wirkt. Es handelt sich um die erste Phase-III-Studie ihrer Art. Das betont Professor Dr. Neeraj Agarwal vom Huntsman Cancer Institute der University of Utah (1).
Bei 805 Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) wurde darin in der Erstlinientherapie Enzalutamid plus/minus Talazoparib verglichen – und zwar unabhängig vom HRR-Alterationsstatus. In beiden Armen erfolgte ergänzend eine Androgendeprivationstherapie (ADT). Der PARP-Inhibitor Talazoparib hat bislang für diese Indikation keine Zulassung, Enzalutamid/ADT ist eine der Standardtherapien in der Erstlinie des mCRPC.
Positiver Einfluss auf die Lebensqualität beobachtet
- Agarwal N et al. ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2023; LBA17
- Castro E. ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2023; Oral Abstract Session A: Prostate Cancer