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Wie bereits in der Antwort zu Frage 13 ausgeführt, kommt der Frage der Wasserhaltung eine zentrale Bedeutung zu. Wasserführende Zonen – dazu gehören auch Karsterscheinungen – werden, wie im NTB 02-02 in Kapitel 4.3.2 beschrieben und im Untertagbau gängige Praxis, von der Tunnelbrust aus mit ca. 30 m bis 50 m langen, schirmartig nach aussen gerichteten Injektionsbohrungen soweit abgedichtet, dass der Zugangstunnel durch diese Zone hindurch geführt werden kann. Ist dies erfolgt, werden radiale Ergänzungsinjektionen ausgeführt, mit welchen die Wasserzutritte in den Tunnel minimiert werden. Nicht verdrängbares Bergwasser wird gefasst und in einer Drainage der Pumpstation zugeführt, von wo es an die Erdoberfläche gefördert wird. Eine dauerhafte Abdichtung der wasserführenden Strecken im Malm, über die Einlagerungs- und Beobachtungsphase hinaus, ist nicht möglich, aber auch nicht notwendig. Nach dem Verschluss des Lagers wird der Wasserzufluss zu der Lagerzone durch die nachfolgend beschriebenen, dauerhaft wirksamen Barrieren verhindert.
Die Versiegelung des geologischen Tiefenlagers erfolgt, wie im NTB 02-02, Kapitel 8 ausgeführt stufen- bzw. phasenweise, sodass der Verschluss des Gesamtlagers letztlich aus einem System gestaffelter, passiver Sicherheitsbarrieren aus Streckenverfüllungen, Betonpfropfen und Versiegelungen besteht. Die oberste Versiegelung wird dabei in den über dem Opalinuston liegenden gering(st) durchlässigen Rahmengesteinen eingebaut. Als Versiegelungsmaterial wird kompaktierter Bentonit, für die Widerlager Kies-Bentonit- Gemische und Schotter eingesetzt (siehe Figuren 8.4 – 8.6 in NTB 02-02), also in der Natur vorkommende Stoffe deren Langlebigkeit aufgrund von Analogstudien gesichert ist. Die Versiegelungen (Bentonit) inklusive ihrer mechanischen Widerlager sind auf hohe hydraulisch Drücke ausgelegt (7-13 MPa).
Je nach Befund können, falls nötig, in den Zugangsbauwerken weitere Versiegelungszonen zur Erhaltung des Grundwasserstockwerkbaus in den überliegenden Schichten eingebaut werden.