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1825 gründete Johann Jakob Sträuli im Haus zum Sonnenberg in der Seferen eine Kerzengiesserei und Seifensiederei. Weil das Bahngleis 1875 die am Seeufer gelegene Seifen- und Kerzenfabrik vom Hinterland abgeschnitten hatte, kauften Carl und Jakob Sträuli, Enkel des Gründers, 1886 ein Grundstück an der neu angelegten Einsiedlerstrasse und errichteten hier eine Fabrik. Produziert wurden zur Hauptsache Seifen für Haushalt und technische Zwecke sowie Talg- und Stearinkerzen. Ab 1918 stellte die Firma auch Seifen- und Waschpulver her und ab 1928 in Lizenz das schwedische Osmos-Schaumbad «Peng».
1926 wurde die Fabrik um einen zweistöckigen Flachdachbau mit Dampfkesselanlage erweitert. Grosse Bestellungen seit dem Einzug vollautomatischer Waschmaschinen im Haushalt bedingten 1946 einen weiteren Ausbau der Fabrikanlagen, eines modernen vierstöckigen Betonbaus mit Flachdach. 1950 wurde die Seifenfabrik Sträuli
in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In den 1990er Jahren ging die Produktion von Stückseifen mehr und mehr zurück. Dies führte zur schrittweisen Stilllegung des Betriebs. Im Oktober 2011 begann der Abbruch der Fabrikbauten. An ihrer Stelle liess die Sträuli AG einen fünfgeschossigen Neubau erstellen, in dem nebst vier Attikawohnungen der Campus Rothus der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
eingemietet ist. Das Gebäude wurde 2013 bezogen. [pzi]