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Das Verfahren kam bereits 2005 auf Grundlage von Informationen der Lufthansa in Gang, der Straffreiheit gewährt wurde. Im November 2010 erliess die Kommission gegen elf andere Luftfracht-Unternehmen wegen Beteiligung an einem Kartell zunächst Geldbussen von insgesamt gut 799 Millionen Euro. Alle betroffenen Unternehmen bis auf die australische Qantas klagten gegen die Strafen und erreichten im November 2015 vor dem EU-Gericht, dass sie vorerst nicht zahlen mussten.
Den Fluggesellschaften wird in dem Verfahren vorgeworfen, von 1999 bis 2006 die Kerosin- und Sicherheitszuschläge für Frachtflüge abgesprochen zu haben. Dies soll zulasten von DB Schenker gegangen sein, der Frachttochter der Deutschen Bahn.
"Millionen von Unternehmen hängen von Luftfracht-Dienstleistungen ab", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. "Die Zusammenarbeit in einem Kartell anstelle eines Wettbewerbs zum Angebot besserer Dienstleistungen für Kunden kann die Kommission nicht hinnehmen." Die Summe der Geldbussen liegt diesmal etwas niedriger, weil der Umsatz als Massstab bei einem Unternehmen - Martinair - 2016 niedriger war als 2009./vsr/DP/she
(AWP)