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Pippin mit den Satelitten-OhrenAm 17. März 2014 hatte Lu aus Alaska einen Gästeauftritt bei The Daily Corgi, wo sie über ihre aussergewöhnliche Beziehung zu Pippin berichtet, dem attraktiven und grossherzigen Cardigan Corgi, der sie als Servicehund und bester Freund begleitet.
Lu und Pippin
Pippin trat in mein Leben im Februar 2012. Ich hatte lange nach einer Cardigan Züchterin gesucht, die imstande war, mir einen Servicehund zu vermitteln, der mir bei meinem fortschreitenden Hörverlust assistieren konnte. Entscheidend war vor allem, dass wir vom Temperament und der Persönlichkeit her harmonierten.
Aber warum ausgerechnet ein Cardigan Welsh Corgi? Ich benötigte keinen "grossen" Hund für meine Mobilität. Stattdessen suchte ich einen kleineren, robusten Hund, der sich für ein Leben in Alaska eignete. Einen Hund mit Stockhaar, d.h. einem Pelz bestehend aus Deckhaar und dichter Unterwolle, dem die Kälte nichts ausmachen konnte.
In Paula O'Donnell, Züchterin von Telltail Cardigans in Florida, fand ich die grossartigste Person, welche sich die Corgi Nation vorstellen kann. Sie war bereit, die Herausforderung anzunehmen; sie hatte bereits früher Cardigans aus ihrer Zucht als Service- und Therapie-Hunde platziert. Es dauerte ein gutes Jahr und forderte viel Geduld bis sie mir per E-Mail mitteilte, dass sie überzeugt war, den richtigen Welpen für mich gefunden zu haben!
Paula hatte Pippin während vier Monaten beobachtet, um ganz sicher zu sein. Die ganze Zeit wurde der Welpe von einer wunderbaren Trainerin begleitet. Als es soweit war, flog ich nach Palm City, wo das Treffen mit Paula, der Trainerin und Pippin zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Es war SCHICKSAL! Während fünf Tagen beobachtete ich ihn beim Schafe hüten, arbeitete mit ihm in der Hundeschule und sah wie er mit seinen Cardigan Geschwistern (mehr als ein Dutzend!) spielte.
Pippin nach getaner Arbeit
Ich war im siebten Himmel! Pippin war genau RICHTIG. Meine neuen, persönlichen Satelliten-Ohren. Zusammen flogen wir zurück nach Fairbanks, wo wir unsere gemeinsame Reise fortsetzten.
Als mein Hörvermögen versagte, begleitete er mich auf meiner Reise nach Seattle, um beim Swedish Neuroscience Institute, beidseitig ein Cochleaimplantat einsetzen zu lassen. Pippin war ein Teil von mir geworden und musste auch bei meiner Genesung anwesend sein. Er war damals mein Heiler im wahrsten Sinne. Er kuschelte sich nach der Operation an mich und tröstete mich. Eine solche Anteilnahme seitens eines so jungen Hundes zu spüren, war unglaublich.
Pippin führt ein Leben voller Abenteuer hier in Alaska, wo er in der Gemeinschaft bekannt und überall willkommen ist. Er hat viele Freundinnen, er liebt Kinder über alles und ist ein hervorragender Bahnbrecher bei Kindern, die Angst vor Hunden haben. Pippin ist mein Clown und eine stetige Quelle der Freude. Er ist immer zu Spass aufgelegt und liebt es, Zeit im Freien zu verbringen.
Seit dem Tag, als wir uns zum ersten Mal sahen, sind wir unzertrennlich. Das einzige Mal, dass wir nicht zusammen waren, war nach seiner kürzlichen Knieoperation als er die Nacht in der Tierklinik verbringen musste. Mir wurde damals bewusst, wie wichtig seine Ohren für mich geworden waren, denn wenn die Hörprothese nachts abgeschaltet ist, bin ich völlig taub. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie abhängig ich von ihm geworden war mit Bezug auf Geräusche, Geborgenheit und Sicherheit. Was für ein erstaunlicher kleiner Kerl!
Wunderbare Menschen in der Corgi Nation hatten Pippins Operation ermöglicht, indem sie Geld sammelten, um die Kosten zu decken.
Der Weg zu meiner Genesung ist länger als ich erwartet hatte, und jeder Tag ist eine Herausforderung für mein Gehör. Ungleich andere Patienten erhielt ich nach der Operation und Therapie mein Hörvermögen nicht sofort zurück. Pippin verleiht mir extra Ohren - meine Satelliten-Ohren - und gibt mir Geborgenheit. Ich bin so froh, dass er da ist und mir hilft.
Pippin ist mein Leben und ohne seine Zuneigung hätte ich die vielen lieben Menschen der Corgi Nation nicht kennen gelernt.
Übersetzung ANo mit freundlicher Genehmigung.