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Hochverehrter Herr & Freund!
Ich wollte mich eben anschicken, Ihnen betreffend den Antrag der Direction der Gotthardbahn an den Verwaltungsrath ein Paar Zeilen zu schreiben, als ich Ihr sachbezügliches Telegramm erhielt.
Ihre Vermuthung, daß wir um Erledigung des Antrages auf dem Wege der Präsidialverfügung ersuchen ist vollkommen begründet. Wir nehmen an, daß Sie keinerlei Bedenken hegen werden, in dieser Weise vorzugehen. Es kann ja keinen Augenblick zweifelhaft sein, welchen Weg die Gotthardbahngesellschaft hinsichtlich des | fraglichen Ausschlußrechtes einzuschlagen hat. Der Bund hat sich das Recht vorbehalten, das Ausschlußrecht aufzuheben & es unterliegt keinem Zweifel, daß er von dieser Befugniß Gebrauch machen würde, wenn wir das Ausschlußrecht geltend machen wollten. Der nothwendige Schluß aus diesen Prämissen ist in unsern Antrag niedergelegt.
Ich werde Morgen früh 7 Uhr 56 Min. mit Peyer durch Aarau nach Bern fahren. Sollten Sie mich in der eben berührten Angelegenheit noch mündlich sprechen wollen, so wäre bei meiner Durchreise Anlaß dazu geboten.
In freundschaftlicher Hochachtung Ihr ergebene
Dr A Escher
Zürich
7 Sept. 1873.