Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/220584

<h2>SubmittedText<h2><p>Den gastronomischen Unternehmen fehlen gemäss Berechnungen ihres Verbandes mit dem 2-Meter-Tischabstand durchschnittlich 38 Prozent der üblichen Sitzplatzkapazitäten für einen rentablen Betrieb. Jede Woche gingen so als direkte Folge der Tischmindestabstände 200 Millionen Franken Umsatz verloren.</p><p>Wenn diese Abstände, die in vielen anderen Bereichen nicht mehr gelten, für die Gastronomie, ebenso für den Detailhandel, eine solch zentrale Rolle spielen, weshalb passt der Bundesrat die Massnahme nicht an?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Einhaltung der Distanzregeln ist nach wie vor ein zentrales Element bei der Bekämpfung des neuen Coronavirus. Falls Abstandsregeln jedoch begründbar nicht eingehalten werden können, sind andere Schutzmassnahmen wie Trennwände möglich. Im Bereich der Gastronomie ist zudem seit dem 6. Juni die Beschränkung der Gruppengrösse auf vier Personen aufgehoben. Es können somit wieder grössere Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen durchgeführt werden. Der Bundesrat wird sich per Ende Juni im Rahmen der weiteren Massnahmenlockerungen zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Verhaltensregeln zur Bekämpfung des neuen Coronavirus äussern. Unter der Voraussetzung, dass die Fallzahlen weiterhin tief bleiben, soll ebenfalls eine Reduktion des Mindestabstands diskutiert werden.</p>