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Indiens Wirtschaft wuchs im 1. Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8% – mehr, als angesichts der globalen Marktturbulenzen erwartet worden war. Dennoch wächst die Sorge, dass das Momentum nicht mehr lange anhält. Die Regierung ringt mit Problemen, die das langfristige Wachstum gefährden, darunter die unzureichende Infrastruktur und das Fehlen von Facharbeitern. Dies verzögert den Bau von dringend benötigten Hotels und Büroräumen.
Im Gegensatz zu China hat Indien bisher nur wenig in Strassen, Brücken und Flughäfen investiert. «Die allgemeine Infrastruktur steht kurz vor dem Kollaps», sagt Dharmakirti Joshi, Analyst der Ratingfirma Crisil.
Währenddessen klettern die Preise. Die Teuerungsrate stieg Mitte Mai auf 8,1%. Das ist der höchste Stand seit September 2004. Neben dem Wertverlust der Rupie dürfte auch der jüngste Schritt der Regierung die Inflation weiter antreiben. Vor wenigen Tagen hob sie die hoch subventionierten Treibstoffpreise in Indien so stark an wie seit einem Jahr nicht mehr. Zuletzt hatten die staatlichen Ölfirmen des Landes, die Benzin zu festgelegten Preisen verkaufen, aber zu Weltmarktpreisen einkaufen müssen, Milliardenverluste angehäuft.