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Das nordkoreanische Olympische Komitee habe entschieden, «nicht an den 32. Olympischen Spielen teilzunehmen, um die Athleten vor der weltweiten Gesundheitskrise zu schützen, die durch Covid-19 ausgelöst wurde», hiess es auf einer vom nordkoreanischen Sportministerium betriebenen Website.
Das IOC reagierte überrascht auf die Ankündigung und erklärte, bisher über eine Absage vom nationalen Olympischen Komitee Nordkoreas nicht informiert worden zu sein. Derweil bestätigte das Internationale Paralympische Komitee (IPC), dass Nordkorea seine Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Tokio in diesem Sommer offiziell abgesagt habe.
Nordkorea ist eines der wenigen Länder, die noch keinen einzigen Corona-Fall gemeldet haben. Beobachter gehen aber davon aus, dass es im Land von Machtinhaber Kim Jong-Un bereits zu Erkrankungen gekommen ist.
Experten gehen ausserdem davon aus, dass die Corona-Pandemie nicht der einzige Grund ist, weshalb Nordkorea nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen will. Das Verhältnis zwischen Pjöngjang und Tokio gilt als äusserst belastet, weil die japanische Regierung immer wieder Kritik an der Menschenrechtslage in Nordkorea äussert.
2018 hatte Nordkorea an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilgenommen, was Hoffnungen auf eine Entspannung im Atomkonflikt mit Südkorea genährt hatte.