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Kombination ACE-Hemmer + ARB im klinischen Alltag problematisch
Einerseits ist gerade bei Proteinurie eine effektive Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems gewünscht, andererseits birgt die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem ARB das Risiko für unerwünschte renale Effekte. McAlister und Kollegen haben die Outcomes einer grossen Anzahl Patienten mit dieser Kombinationstherapie ausgewertet.
Die Autoren haben die medizinischen Daten von 32'312 älteren Patienten, welche neu einen ACE-Hemmer, einen Angiotensinrezeptor-Blocker (ARB) oder eine Kombination dieser beiden Wirkstoffe erhielten, ausgewertet. Die Outcomes von Patienten, welche eine Kombination von ACE-Hemmern und ARBs erhielten, wurden mit denjenigen mit einer ACE-Hemmer- oder ARB-Monotherapie verglichen.
1750 (5.4%) der über 32’000 durchschnittlich 76-jährigen Teilnehmer erhielten eine Kombinationstherapie. 86% davon (1512) hatten allerdings keine entsprechende Indikation wie eine Herzinsuffizienz oder eine Proteinurie. Eine Nierenfunktionsstörung trat unter Kombination signifikant häufiger auf als unter ACE-Hemmer- oder ARB-Monotherapie (5.2 versus 2.4 Ereignisse pro 1000 Patienten pro Monat, HR 2.36). Ebenfalls höher war das Risiko einer Hyperkaliämie in der Kombinationsgruppe (2.5 versus 0.9 Ereignisse pro 1000 Patienten pro Monat, HR 2.42). Eine Kombinationstherapie wurde im Durchschnitt lediglich während 3 Monaten eingenommen, danach wieder abgesetzt.
Konklusion der Autoren: Eine Kombination ACE-Hemmer/ARB wurde meistens bei Patienten ohne Indikation dafür verschrieben und war mit einem erhöhten Risiko für renale unerwünschte Ereignisse assoziiert.
Link zur Studie
CMAJ 2011, online Publikation 21. März - McAlister FA et al
30.03.2011 - dde