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Universelle Weisse Bruderschaft (UWB)
Gründer der Universellen Weissen Bruderschaft ist der Bulgare Peter Deunov (1864-1944). Deunov war Sohn eines bulgarisch-orthodoxen Priesters, und absolvierte ein Theologiestudium an einer methodistischen Universität in den USA. In den USA kam Deunov mit der theosophischen Bewegung in Kontakt.
Im Jahr 1897 nahm Deunov den spirituellen Namen Beinsa Douno an und gründete die „Gesellschaft zur Erhebung des religiösen Geistes des bulgarischen Volkes“, welche im Jahr 1919 in „Universelle Weisse Bruderschaft UWB“ umbenannt wurde.
Im Alter von 17 Jahren wurde Omram Mikhaël Aïvanhov (1900-1986) Schüler von Deunov. Im Jahr 1937 beauftragte Deunov seinen Schüler Aïvanhov, nach Frankreich überzusiedeln und die Botschaft der Universellen Weisse Bruderschaft nach Westeuropa zu bringen. Aïvanhov hielt Tausende von Vorträgen, die von seinen Anhängern in mittlerweile über 100 Buchtiteln ediert wurden.
Ab 1945 kam Aïvanhof regelmässig in die Schweiz, und hielt in der Genferseeregion Vorträge. Mit der Zeit wuchs die Anhängerschaft, so dass im Jahr 1962 die Schweizerische Vereinigung Universelle Weisse Bruderschaft gegründet werden konnte. Im selben Jahr wurde das Zentrum in Les Monts-de-Corsier oberhalb von Vevey errichtet.
Die Anhänger der Universellen Weissen Bruderschaft UWB halten sich an das Schrifttum von Omraam Mikhaël Aïvanhof. Sie sehen in ihm gleichsam die Brücke zwischen einer himmlischen Universellen Bruderschaft und ihrem Gegenstück, den Zusammenkünften auf Erden. Die himmlische Bruderschaft umfasst nach den von der Theosophie mitgeprägten Vorstellungen Aïvanhofs alle grossen Meister, Eingeweihten, Heiligen und Propheten. Sie wirken durch Aïvanhof auf die irdische UWB ein.
Oberster Leiter beider UWB ist Jesus Christus. Es ist allerdings laut Aïvanhof nicht Jesus, wie ihn Christen verstehen. Er ist vielmehr angeblich mehrere Male erschienen; er wird auch «das Über-Ich» genannt. «Und das Über-Ich, der Heilige Geist, die Weltseele, das Himmelsfeuer, die Himmelsmutter erscheinen dabei als Schattierungen desselben göttlichen Seins» (Aïvanhof: «Weihnachten»). Als Repräsentant Christi gilt die Sonne, welche für die UWB eine grosse Bedeutung hat.
Die UWB vertritt die Lehre von der Reinkarnation in ihrer theosophischen Variante.
Die Anhänger der UWB praktizieren Surya-Yoga (Sonnen-Yoga) jeweils bei Sonnenaufgang. Sonntags wird die von Peter Deunov entwickelte Paneurythmie getanzt. Das Yoga der Ernährung, Hrani-Yoga, empfiehlt vegetarische Ernährung, wobei einmal in der Woche für 24 Stunden gefastet werden soll.