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[mit deutscher Zusammenfassung] I’ve been growing up in a small village on the countryside. There you still know the animals. Cows, for example. Since people don’t want the cows walking through the village they take certain precautions. They put electric fences around the meadows. My witty mind tells me that there has to be some electricity in those fences, since cows are rather big animals and it probably won’t do if the fence only tickles the cow.
Lately someone told me that they grabbed such an electric fence for fun, just to see whether it would electrocute them. I would never have done that. You might think that this was due to me being a nice little girl not ever doing anything bad. But actually I think that electricity is something that really frightens me a bit.
My problem is thought that my charger cable is broken again. It’s wrenched and something blackish is coming out of it. Every time I but the cable into my smartphone I am afraid and prepared to be shocked. Fortunately lots of people around me know their way with electricity and they tell me that this shock wouldn’t put me underground. Still it might feel unpleasantly or even hurt a bit. I wouldn’t know, since it hasn’t happen to me, yet. And telling me stories about the feeling you get when touching an electrical fence („It feels like your heart gets ripped in pieces.“ he told me, and no, apparently they weren’t drunk when they tried that) isn’t helpful either.
Hot hot hotplate
Do you remember when as a kid you first touched the hot hotplate? I do. I was about three years old. I had some small injury at my finger and some of the adults had sat me on the counter, telling me, that under no circumstances I should touch the hotplate. Whilst looking for a bandaid they turned away and I sat up there. You can imagine that in a blink of an eye my hand was on the hotplate. It hurt, I remember. But there is no scar. Now: Do you remember when as a kid (or an adult) you touched the hot hotplate for the second time? I’m guessing that you don’t. Because if you touch it once you probably have the lesson of your life. Like the cow has, walking to close at the electric fence.
No risk, no fun, no innovation
I do not suggest that you should put your children on the kitchen counter (no one does that anymore today), neither you should shove them into an electric fence. But: If I was shocked by the charger cable once I actually would know about what I am dealing with here. And if it hurt too bad I probably already had a new cable, again. Gaining experiences helps us to navigate through our life. And making experiments (with electrical fences or less shocking things) helps us to find out what works and what doesn’t.
If you don’t have to fear for your safety take a chance now and then. Try an experiment and find new ways of solving a problem. Wanna track your experiments? Have a look at the celebration grid from Happy Melly.
Zusammenfassung auf Deutsch
Ich bin auf dem Land aufgewachsen, in einem kleinen Dorf. Da kennt man noch die Tiere, zum Beispiel Kühe. Und Kühe sind erstaunlich gross, wenn man sie mal so richtig vor sich hat. Damit die Kühe nicht einfach im ganzen Dorf rumlaufen, gibt es Zäune um die Weiden rum. Die bestehen unter anderem aus elektrisch geladenen Drähten. Mein Verstand sagt mir, dass da soviel Elektrizität drin sein muss, dass es die Kuh, die ein paarmal so gross ist wie ich, nicht nur kitzelt.
Letzthin hat mir jemand erzählt, er hätte mal aus Spass so einen Draht angefasst und es hat ihm eins gefitzt. Ich habe nie einen solchen Draht angefasst. Es wäre mir nicht im Traum in den Sinn gekommen. Man könnte denken, dass ich halt ein wohlerzogenes kleines Mädchen war und nie Unsinn gemacht habe. Noch heute ist es ein kleineres Drama, jedes mal wenn ich beim Wandern über oder unter einem geladenen Zaun hindurch kriechen muss. Elektrizität ist mir etwas unheimlich.
Die Sache mit dem Ladekabel
Das ist aber nicht eigentlich mein Problem. Mein Problem ist, dass schon wieder das Ladekabel meines Smartphones defekt ist. Es gucken die Drähte aus der weissen Umhüllung raus und ich frage mich jedes Mal wenn ich das Telefon einstecke, ob es mir eins fitzt. Zum Glück habe ich viele Menschen um mich, die sich mit so was auskennen. Weil sie Elektriker sind beispielsweise. Oder weil sie schon mal einen Kuhzaun angefasst haben. Mag sein, dass sie sich über mein Unbehagen vor Elektrizität auch ein bisschen amüsieren. Aber sie versuchen mich auch wirklich zu beraten.
Die Sache ist nur diese: Ich glaube denen zwar, dass mich ein Stromschlag vom Smartphone-Ladekabel nicht unbedingt unter die Erde bringen wird. Aber angenehm wird es vielleicht auch nicht. Und ich weiss es nicht, nicht aus eigener Erfahrung. Auch ein Kuhzaun sei offenbar nicht angenehm. Es fühle sich an, wie wenn es einem das Herz zerfetzt (und nein, sie waren nicht betrunken, hat er gesagt).
Die Sache mit der Herdplatte
Ich erinnere mich daran, wie ich das erste mal auf eine heisse Herdplatte gefasst habe. Ich hatte eine kleine Verletzung am Finger und jemand hat mich hochgehoben und auf die Küchenablage gesetzt, um sich die Sache genauer anzuschauen. Es ging nicht lange und meine Hand war auf der noch heissen Herdplatte. Es hat sehr weh getan, ich weiss noch genau, wie es sich angefühlt hat. Wie sieht es aber aus mit der Erinnerung daran, wie ich das zweite Mal an auf die heisse Herdplatte gefasst habe? Keine Erinnerung. Ich vermute, ich habe nach diesem ersten, eindrücklichen Erlebnis kein zweites Mal drauf gefasst.
Ich schlage nun nicht etwa vor, dass Kinder heisse Herdplatten oder elektrische Kuhzäune anfassen sollen. Man setzt heute ja zum Glück Kinder auch nicht mehr auf Küchenablagen ab. Aber: Wenn es mir schon mal ein gefitzt hätte vom Ladekabel, dann wüsste ich, woran ich bin. Und ich würde es entweder in Kauf nehmen oder ich hätte schon lange ein neues Kabel. Wenn wir uns auf Experimente einlassen, Risiken eingehen, dann lernen wir sehr schnell: Was funktioniert und was nicht? Und solange wir nicht um unser Leben fürchten müssen oder sonstige Sicherheitsbedenken haben, schlage ich vor: Warum nicht ab und zu ein Experiment wagen. Wir lernen dabei völlig neue, vielleicht viel bessere Möglichkeiten kennen, wie wir mit Herausforderungen umgehen können.