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Strategien mit höherem Beta wie Event Driven und L/S Equity erzielten eine Outperformance. Im Gegensatz dazu litten CTAs unter den Trendumschwüngen und Market-Neutral-L/S-Equity-Fonds unter der Faktorrotation.
Nach der Sommerflaute nahm die Risikoaversion im September zu, da die Zentralbanken weiterhin im Fokus standen. Bedenken hinsichtlich einer Abkehr von der globalen akkommodierenden Geldpolitik führten weltweit zu einer Versteilerung der Renditekurven. Einerseits beliess die EZB am 8. September den Leitzins unverändert, während sich die BOJ für eine umfassendere Negativ-Zinspolitik und eine steilere Kurve aussprach. Andererseits schlug die Fed in ihren Äusserungen weiterhin restriktive Töne an. Aktien und Anleihen erlebten einen Abverkauf, wobei dieser nur von kurzer Dauer war. Die Märkte erholten sich nach dem Status quo der Fed und der beruhigenden Äusserung von Janet Yellen am 21. September. Insgesamt gerieten die 10-jährigen deutschen Zinsen im Monatsverlauf etwas unter Druck, während die Renditen 10-jähriger US-Treasuries unverändert blieben. Aktien verzeichneten gemischte Ergebnisse in allen Regionen (geringfügige Verluste in den Industrieländern und geringfügige Gewinne in den Schwellenländern). In Europa litt der Bankensektor unter dem Stress im Zusammenhang mit der Solvenz der Deutschen Bank. Im Unternehmensanleihensegment weiteten sich die Spreads in Europa aus, verengten sich aber bei den US-Hochzinsanleihen. Rohöl der Marke Brent verzeichnete Auf- und Abwärtsentwicklungen. Der Barrelpreis schloss Ende Monat schliesslich bei über 50 USD (+6%), nachdem die OPEC-Mitgliedstaaten beim Treffen in Algier beschlossen hatten, die Produktion einzufrieren. Der USD entwickelte sich uneinheitlich gegenüber anderen Währungen und nahm gegenüber dem EUR, CHF und JPY ab, während er gegenüber dem GBP und MXN zulegte.
Trotz dieser etwas ungünstigen Umstände erzielten Hedgefondsstrategien mit höherem Beta, wie L/S-Equity- und Event-Driven Fonds, eine Outperformance. Demgegenüber erzielten „Long Volatility“-Strategien eine Underperformance, beispielsweise CTAs. Der Lyxor Hedge Fund Index verzeichnete insgesamt geringe Gewinne.
Event-Driven-Manager erzielten im September eine überdurchschnittliche Entwicklung und verzeichneten ihr bestes Quartal seit dem 4. Quartal 2013. Merger-Arbitrage-Fonds erzielten dank des Abschlusses mehrerer spektakulärer Transaktionen in unseren Portfolios (EMC Corp. und Dell, ARM Holdings und Softbank, Medivation und Pfizer) weiterhin gesunde Renditen. Aufgrund der Tatsache, dass die Fusions- und Übernahmeaktivitäten im 3. Quartal auf Hochtouren laufen, dürfte es weiterhin umfangreiche Chancen geben. Einige aktivistische Manager trieben die Performance von Special-Situations-Fonds dank Geschäften nach Zusammenschlüssen (Willis Tower, AB Inbev) sowie spezifischen Geschäften wie Baxter an. Im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen setzten Event-Driven-Manager auf eine vorsichtigere Positionierung. Sie stiessen einen Teil ihrer Aktienpositionen ab und erhöhten ihr Engagement in defensiven Sektoren (vor allem im nichtzyklischen Konsumgütersektor und im Kommunikationssektor).
Die Manager mit dem stärksten Long- und Variable-Bias erzielten innerhalb der L/S-Equity-Strategie eine Outperformance. Europäische Manager schnitten inmitten der Marktabschwünge besser ab, was auf ihr geringeres Markt-Beta und ihre Bevorzugung defensiver Sektoren zurückzuführen war. US-Fonds litten unter ihrem höheren Nettoexposure, als Aktien einen Abverkauf erlebten, schnitten jedoch gut ab, als diese wieder zulegten. Sie behielten ihre Tendenz zu zyklischen Sektoren bei. Quantitative Modelle und Market-Neutral-Fonds wurden von der Faktorrotation und Marktbewegungen, die weniger durch Fundamentaldaten geprägt waren, in Mitleidenschaft gezogen.
Global-Macro-Fonds entwickelten sich beinahe unverändert. Ihre Long-Positionierung im USD (insbesondere gegenüber Industrieländerwährungen) und ihre gebündelten Short-Positionierung in festverzinslichen Wertpapieren beeinträchtigten die Performance am meisten. Die Renditeunterschiede zwischen den einzelnen Managern blieben jedoch gross. Die Mehrheit der Macro-Manager ist nun von einer höheren Gewichtung in USD (long) und überbewerteten US-Aktien (short) überzeugt. Auf Fondsniveau litten Manager, die bei europäischen Anleihen auf eine Baisse und bei europäischen Aktien auf eine Hausse setzten, am meisten. Macro-Fonds verzeichneten dank des Anstiegs der Ölpreise und der Long-Positionen in Gold einige Gewinne bei ihren Rohstoffportfolios. Aufgrund der geringen Allokation in dieser Anlageklasse waren ihre Gewinne jedoch begrenzt.
Credit-Arbitrage-Manager verzeichneten geringfügige Verluste, da die Kreditmärkte eine höhere Volatilität verzeichneten. Folglich hielten sie ein vorsichtiges Exposure aufrecht. Einige europäische Manager gingen short in der Eurozone. Insgesamt gelang es den meisten Managern nicht, von der Outperformance der US-Unternehmensanleihen gegenüber den europäischen zu profitieren. Im Fixed-Income-Arbitrage-Segment war die globale Versteilerung der Renditekurve für Manager abträglich. Hausse-Wetten auf US-Anleihen und Short-Positionen in der Duration in Europa erwiesen sich für die Strategie als äusserst kostspielig.
CTAs erzielten im September schwache Ergebnisse. Der Grossteil der Verluste wurde in einer Woche erzielt, in der Renditekurven für globale Staatsanleihen sich versteilerten, während Aktien einen Abverkauf erlebten. Long-Positionen in Aktien und festverzinslichen Wertpapieren, die von mittelfristigen Modellen gehalten wurden, litten aus diesem Grund. Manager machten ihre Verluste wieder wett, als die Fed entschied, die Zinsen unverändert zu lassen. Insgesamt wirkte sich der Währungskorb negativ aus. Die Long-Positionen im JPY glichen die Verluste (unter anderem) bei den Short-Positionen im CHF und EUR nicht aus. Die Modelle litten unter ihrem Short-Exposure im Energiesektor. Long-Positionen in Edelmetallen zahlten sich aus. Im Laufe des Septembers änderten die Modelle die Gewichtung ihrer Portfolios beträchtlich (geringeres Exposure in festverzinslichen Wertpapieren, höhere Risikofreude in Bezug auf risikoreiche Anlagen, verstärkte Long-Position im USD). In diesem Zusammenhang verloren CTAs vorübergehend einen Teil ihrer Absicherungswirkung, blieben jedoch langfristig gute Anlagen zur Diversifizierung innerhalb von Portfolios.
„Nach mehreren Quartalen mit gesunden Renditen nehmen Merger-Arbitrageure allmählich eine vorsichtige Positionierung ein und setzen bei ihren Portfolios auf starke Überzeugungen mit gemässigtem aufsichtsrechtlichen/politischen Risiko. Dies sind gute Nachrichten im Hinblick auf die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen. Das politische Risiko hat zugenommen, insbesondere für den Pharmasektor, da sich die US-Präsidentschaftskandidaten für eine Kontrolle von Arzneimittelpreisen ausgesprochen haben. Künftig rechnen wir mit moderaten Gewinnen für Merger-Arbitrageure aufgrund der vorsichtigen Positionierung von Managern. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass die Strategie widerstandsfähig ist, wenn die Risikoaversion im 4. Quartal zunimmt“, so Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management.