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Die Aktionäre von Five9 haben eine Übernahme durch Zoom abgelehnt. Die Kaufvereinbarung sei deshalb aufgelöst worden, teilen die Unternehmen mit.
Zoom hatte die Übernahme von Five9 im Juli angekündigt
. Das Unternehmen erklärte, mit dem Zukauf in den Contact-Center-Markt einsteigen und sich längerfristig neue Wachstumschancen erschliessen zu wollen.
Bewertet wurde der Deal damals mit 14,7 Milliarden Dollar. Zoom erklärte, den Zukauf mit eigenen Aktien finanzieren zu wollen. Seit der Ankündigung fiel der Kurs der Zoom-Papiere allerdings von 360 auf 260 Dollar. Damit wurde der Deal für die Five9-Aktionäre deutlich weniger lukrativ.
Nicht geholfen haben dürfte, dass ein Gremium unter der Leitung des US-Justizministeriums den Deal näher untersuchen wollte, wie vergangene Woche bekannt wurde. Es habe Bedenken gegeben, dass die Übernahme durch die Verbindungen von Zoom zu China
nationale Sicherheitsrisiken schaffen könnte.
Der Gründer Eric Yuan ist ein eingebürgerter amerikanischer Staatsbürger, der in China geboren wurde und 1997 als 27-Jähriger in die USA zog. Ein grosser Teil des Entwicklungsteams von Zoom ist in China stationiert. Letztes Jahr gab das Unternehmen ausserdem bekannt, dass es einige Meetings fälschlicherweise über Server in China geleitet hatte.
Der sprichwörtliche Sargnagel, wie 'Tech Crunch' es formuliert
, sei wohl die Empfehlung eines Beratungsunternehmens an die Five9-Aktionäre vor zwei Wochen gewesen, wegen des verlangsamten Wachstums von Zoom gegen die Übernahme zu stimmen.
Der Contact-Center-Markt bleibe eine strategische Priorität für Zoom, so Unternehmens-Chef Eric Yuan in einer Stellungnahme, und er sei "zuversichtlich, dass wir sein Wachstumspotenzial nutzen können." Mit dem Zoom Video Engagement Center will das Unternehmen Anfang 2022 eine Cloud-basierte Contact-Center-Lösung auf den Markt bringen.
Update (8.10): Der Artikel wurde um die Stellungnahme von Eric Yuan ergänzt.