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Die Haut – Spiegel der Seele. Die haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers und hat neben der Schutzfunktion “Abgrenzung der Innenwelt zur Aussenwelt” noch andere Aufgaben, wie die Aufnahme von Sinneseindrücken, Regulation der Körpertemperatur sowie des Wasserhaushaltes. Sie ist auch eine Art “Spiegel der Seele”, in diesem Sinne ein Kommunikationsorgan. Die Haut widerspiegelt oftmals die psychische Befindlichkeit des Menschen. Man kann auch sagen, dass die Farbe unter der Haut die “Innenwelt” nach aussen projeziert.
Das Organ Haut ist an verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedlich dick, abhängig von der Schutzfunktion und besteht aus drei Schichten; Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.
Die oberste Schicht der Oberhaut, die Hornschicht, besteht aus alter Haut im letzten Stadium vor dem abschuppen. Man kann diese toten Hautzellen wegkratzen, ohne eine Blutung zu verursachen. Das Horn erhöht die mechanische Festigkeit und gibt der Haut ihre Wasserabweisende Eigenschaft. Die darunterliegende Keimschicht lebt, sie wird von unten her ernährt. Die zweite Hautschicht, die Lederhaut ist mit Bindegewebe aufgebaut und enthält viele Gefässe, Nerven, und die Kombination von eiweisshaltigen und elastischen Fasern macht die Haut dehnbar und stabil. Unter der Lederhaut liegt die Unterhaut. Sie besteht aus lockerem Bindegewebe, ist nur gering durchblutet und enthält mehr oder weniger Fettzellen als Energiespeicher, sowie Druck- und Vibrationstastkörperchen.
Das tätowieren der Haut
Bei Nadelarbeiten, auf und in der Haut, entsteht immer eine bestimmte menge Wundgewebe. Dadurch wird die natürliche Aktivität der Zelle gestört und durch neues Gewebe ersetzt. Dieses neue, so genannte Granulationsgewebe, bestehend aus Gefässzellen und Fasernhaltigem Bindegewebe, ist die Basis der Regeneration des Gewebeverlustes. Es stellt den Gewebezusammenhang wieder her.Wenn der Farbstoff in die Oberhaut eingebracht wird, kommt nach einiger Zeit viel davon, am Gewebe des Narbenprozesses haftend, an die Oberfläche. Dies ist das mehr oder weniger sichtbare Narbengewebe der Tätowierung.
Farbstoffteile, die im Bindegewebe der Lederhaut abgesetzt werden, sind in dessen Fasern eingespritzt. Diese Schicht ist weicher und einfacher durchdringbar als die der Oberhaut. Diese Fasern werden durch die Nadeln verletzt und erhalten eine Narbenformung. Zusammen mit den Farbpigmenten prägen sie das unter der Oberhaut liegende Gewebe. Dieser Prozess gibt der Tätowierung seine Dauer.