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Die
fünf Punkte des Yoga (gemäss Swami Vishnudevananda)
1957 schickte Guru und Jivanmukta (befreite Seele) Swami Sivananda
(8. September 1887 – 14. Juli 1963) seinen Jünger, Swami
Vishnudevanada, mit den Worten „Die Menschen warten“ in
den Westen, um die alte Wissenschaft des Yoga zu verbreiten.
Swami Vishnudevanada (31. Dezember 1927 – 9. November 1993),
der einer der berühmtesten Yogis in der modernen Zeit war, brachte
mit diesen Worten die Weihe seines Meisters und mit einem Dollar
in der Tasche die Yogaphilosophie nach Amerika.
Als er in Nordamerika ankam, reiste er durch das Land, unterrichtete
Yoga und beobachtete den westlichen Lebensstil.
Nach einigen Jahren erforschte und entwickelte Swami Vishnudevanada
die fünf Punkte des Yoga. Mit diesen fünf Punkten können
wir die Yogaphilosophie einfach in unser Leben einbringen und daraufhin
alle die Wohltaten erfahren, die dazu kommen.
Der Körper ist der Tempel oder das Transportmittel der Seele,
und wir müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, damit
er geschmeidig läuft und die optimale Lebensdauer erreicht.
Diese Anforderungen können mit einem Auto verglichen werden.
Ein Auto braucht fünf Dinge: Ein Schmiersystem, eine Batterie,
ein Kühlsystem, Benzin und einen verantwortlichen Fahrer, der
das Fahrzeug steuert. Jetzt schauen wir uns an, was der Mensch braucht.
1. Das Schmiersystem
Richtige Körperübungen
= Asanas = Yoga Stellungen
Durch Stärkung des Kreislaufes und Verbesserung der Beweglichkeit
werden die Muskeln, die Gelenke, die Wirbelsäule, das Knochensystem
und andere Körperteile geschmiert, gedehnt und gespannt. Auch
die inneren Organe, das Herz, die Lungen, das Endokrine- und das
Zentrale Nervensystem werden durch die Asanas angeregt und dadurch
gesund erhalten.
2. Die Batterie
Richtige Atmung = Pranayama
Hilft dem Körper mit seiner Batterie, dem Solarplexus zu verbinden,
in dem ein ungeheures Energiepotential liegt. Durch bestimmte Yoga-Atemübungen
(Pranayama) wird diese Energie angezapft und sorgt so für körperliche
und geistige Verjüngung.
Man kann einen Monat ohne Essen leben. Man kann vielleicht eine Woche
ohne zu trinken leben. Aber man kann nicht mehr als einige Sekunden
ohne atmen zu leben. So wichtig ist die Atmung. Wer richtig atmet,
wird gemäss den Yogis wie die Sonne scheinen.

3. Das Kühlsystem
Richtige Entspannung = Savasana
Entspricht der Kühlung im Auto. Wenn Körper und Geist ständig
arbeiten, lassen ihre Kräfte nach. Die Entspannung ist der natürliche
Weg, den Körper wieder mit Energie aufzuladen.
Savasana, die Totenstellung, ist das Asana, das uns hilft in diesen
tiefenden Zustand der Entspannung zu kommen.
Das Tiefe, von angemessenen Anhalteperioden unterbrochene atmen
während der Yoga-Übungen erhöht die Sauerstoffaufnahme
beträchtlich. Dabei wird nur wenig Milchsäure erzeugt, die
zudem durch basische Stoffe in Blut und Gewebe leicht zu neutralisieren
ist. Somit kommt es kaum zu Ermüdungserscheinungen.
Selbstverständlich weiss man, dass sowohl der Atem als auch die
Entspannung direkt verbunden sind. Daraus können wir folgern: Je
langsamer wir atmen, desto locker können wir werden. Aber zuallererst
gilt es klar zu machen, dass der Geist unbewusst trainiert wird, um in
die Ruhe zu kommen.
4. Das Benzin
Richtige Ernährung = Vegetarisch
Gibt dem Körper den richtigen Treibstoff. Die optimale Verwertung
von Nahrung, Luft, Wasser und Sonnenlicht ist sehr wichtig.
Esse um zu leben, lebe nicht, um zu essen.
5. Der verantwortlichen Fahrer
Positives Denken und Meditation = Dhyana
Die niedere Natur wird durch Stetigkeit und Konzentration bewusst
in die Ruhe geführt. Alle unerwünschten Gedanken verschwinden
langsam.
Höhere Konzentrationsstufen bringen uns zum Frieden.
Wenn der Geist ruhig ist, werden wir finden was wir suchen. Wenn
der Geist ruhig ist, können wir Frieden finden.
Liebe, gib, diene, reinige dich, meditiere, verwirkliche dich
www.yogaclasico.ch