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Wer im Köchelverzeichnis die Nummer 196 sucht, findet dort die Oper "La finta giardiniera". Mozart war 18 Jahre alt, als er dieses achte Bühnenwerk, eine Opera buffa, komponierte. Bestellt wurde es vom bayrischen Kurfürsten für den Münchner Fasching. Im Geiste der commedia dell’arte hat Mozart eine zugleich virtuose und charmante Oper in drei Akten ersonnen und ihr eine orchestrale Sinfonia vorangestellt, wie es in der italienischen Oper üblich war. Vielleicht durch den Erfolg der Münchner Erstaufführung am 13. Januar 1775 motiviert, beschloss der Komponist, die Ouverture in eine Sinfonie zu integrieren. Zurück in Salzburg ergänzte er die zweisätzige Opernouverture mit einem dritten Satz. Möglicherweise ist dieser Satz eine ältere Komposition, die Mozart zwei Jahre zuvor in Mailand schrieb. Der schnelle Schlusssatz ist nämlich auf dem gleichen Papier notiert, das er damals benutzte.