Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/3008

Sie ist rund und gesund, sie ist orange und sieht aus wie eine Mandarine, und ist doch keine: die Clementine. Was alles in ihr steckt.
Vitamin C ist bekannt als Radikalfänger und Antioxidans. Pro Tag sollten erwachsene Männer durchschnittlich 105 Milligramm zu sich nehmen, das entspricht etwa drei Clementinen oder zwei Orangen. Bei Frauen beträgt der von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE empfohlene Wert 95 Milligramm. Für Kinder liegen die Werte zwischen 20 (1 bis 4 Jahre) und 85 (13 bis 15 Jahre) Milligramm pro Tag.
Die Clementine ist eine klassische Winterfrucht. Von November bis März liegt sie in den Früchtekörben. Sie ist wie ihre Artverwandten, die Orange und die Mandarine, eine wahre Vitaminbombe.
Besonders reich ist sie an Vitamin C. 100 Gramm enthalten knapp 50 Milligramm davon. Sie deckt damit rund die Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen ab. Auch B-Vitamine (Folsäure, 24 Milligramm) machen die Zitrusfrucht interessant. Zudem enthält sie viele Mineralien, vor allem Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen.
Die Clementine ist so etwas wie ein Zufallsbastard. Sie ist eine Kreuzung zwischen Mandarine und Bitterorange. Sie hat eine etwas dickere Schale als die Mandarine, enthält aber keine oder kaum Kerne und lässt sich auch gut lagern, in der Kühle bis zu zwei Monaten.
Entdeckt wurde sie Anfang des Jahrhunderts eher zufällig in einem Garten von Frère Clément bei Oran (Algerien). Vom Entdecker hat die vitaminreiche und kalorienarme Frucht auch ihren Namen. Sie wächst an Bäumen, die bis zu sechs Meter hoch werden.
Da die Clementinen im Vergleich zu anderen Zitruspflanzen relativ kältetolerant sind, werden sie auch in Frankreich und Florida angebaut. Hauptanbaugebiet sind jedoch Südeuropa (Italien, Spanien) und Nordwestafrika (Algerien, Ägypten, Marokko).