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Widerristhöhe: beide 25 – 30 cm
Gewicht: beide 5 – 8 kg
Lebenserwartung: 12 – 18 Jahre
Herkunft: England
Art: Jagdhund
Charakter: der Jack Russell Terrier ist temperamentvoll, intelligent, fröhlich, wachsam, selbstbewusst
Grundfarbe: weiß / Flecken: schwarz, braun, lohfarben
Verhalten und Wesen vom Jack Russell Terrier
Der Jack Russell Terrier ist ein sehr lernfähiger, unerschrockener Hund, welcher ein sehr starkes Selbstbewusstsein zeigt. Er braucht viel Aufmerksamkeit, weshalb er ständigen Kontakt zum Besitzer und dessen Familie sucht.
Bekannt ist der Jack Russell Terrier dabei für seine unglaubliche Ausdauer. Jäger setzen ihn deshalb heute noch sehr oft als Begleithund ein. Die Rasse liebt es, Neues zu lernen und überall mit dabei zu sein. Mit Einsamkeit kommt der Terrier überhaupt nicht klar.
Ursprung und Geschichte
In England züchteten die Menschen für fast jede Jagdart eine eigene Hunderasse. So entstand dabei 1820 der Jack Russell Terrier, welcher aus verschiedenen Einkreuzungen mit bunten und einfarbigen Terriern entstand.
Der Namensgeber John (Jack) Russell wurde 1795 geboren. Er widmete sich bereits im Teenageralter wegen der Leidenschaft zu Hunden dieser Zucht. Zusätzlich hatte er großes Interesse an der Jagd.
Sein Ziel war es in erster Linie, einen arbeitstauglichen Jagdhund zu erschaffen. Er sollte dann vorwiegend Füchse aus ihren Bauten jagen, um diese anschließend dem Jäger vor die Flinte zu treiben.
Dazu eigneten sich eher kleinere Hunde mit einer großen Wendigkeit, welche aber trotzdem sehr schnell auf den Pfoten waren, um mit den größeren Fox Terriern mithalten zu können. Als der für John erste perfekte Hund gezüchtet worden ist, benannte man die Rasse dann nach ihrem Besitzer.
Haltungsempfehlung
Bei dieser Hunderasse ist eine konsequente Erziehung, aufgrund der teilweise extremen Sturheit, ein Muss. Der Jack Russell Terrier ist für Leute, die eher bequem sind, überhaupt nicht geeignet. Die Rasse braucht jeden Tag körperliche Auslastung verbunden mit viel Kopfarbeit.
Ansonsten wird der Terrier zu Hause alles auf den Kopf stellen. Die Rasse ist für ausgedehnte Spaziergänge und Erlebnisse aller Art zu haben. Darum steht einer Haltung in einer Familie nichts im Wege.
Auch eine Haltung mit Kleinkindern ist im Normalfall kein Problem, denn der Jack Russell weist einen sehr nervenstarken und unempfindlichen Charakter auf. Zusätzlich versteht sich dieser Terrier in der Regel sehr gut mit anderen Hunden.
Beschäftigungsmöglichkeiten für den Jack Russell Terrier
Nebst ausgiebigen Spaziergängen, Fahrradtouren und weiteren Familienaktivitäten ist der Jack Russell Terrier für viele sportliche Aktivitäten zu haben. Hier ein paar Beispiele, welche Abwechslung in den Hundealltag bringen.
Sportliche Aktivitäten
Ausbildungen
- Begleithundeprüfung
- Jagdleistungsprüfung
Typische Krankheiten für den Jack Russell Terrier
Ataxie
Bei einer Ataxie handelt es sich um eine Erbkrankheit, wobei verschiedene organische Veränderungen im zentralen- oder peripheren Nervensystem stattfinden. Die Folge dieser Umstellung sind Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen, wobei der Hund tänzelt, stolpert oder gar rückwärts stürzt.
Atopie (Atopische Dermatitis / AD)
Bei einer Atopie handelt es sich um eine genetische Veranlagung, wobei der Hund auf harmlose Substanzen, sogenannte „Allergene“, übermäßig reagiert. Das Hauptsymptom dabei ist starker Juckreiz.
Dabei beginnt der Hund sich an verschiedenen Körperstellen zu kratzen und beißen. Dies führt zu Haarausfall sowie geröteter, offener und verdickter Haut.
Degenerative Myelopathie
Eine Degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende Rückenmarkserkrankung, welche bei älteren Hunden auftritt. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die die Zerstörung der Nervenhülle im Rückenmark bewirkt.
Hunde, die an dieser Erkrankung leiden, können die hinteren Beine nicht mehr richtig koordinieren. Sie heben die Pfoten nicht mehr korrekt und die Reflexe nehmen mit der Zeit ab. Die Krankheit führt letztendlich zu einer kompletten Lähmung der hinteren Gliedmaßen.
Dermatophytose (DM)
Ist der Hund von einer Dermatophytose betroffen, leidet er an einer ansteckenden Pilzinfektion. Spezielle Schimmelpilze, sogenannte Dermatophyten, greifen das Fell und die Haut des Hundes an.
Sie ernähren sich von Keratin, wobei kreisrunde und haarlose Stellen entstehen. Begleitend zu diesem Krankheitsbild leidet der Hund bei einer Ansteckung an starkem Juckreiz.
Dilution (Extreme Weissfärbung)
Bei einer Dilution handelt es sich um ein Gendefekt des Dilute-Gens. Ist der Hund von dieser Erkrankung betroffen, kommt es zu einer übermäßigen Weißfärbung oder zu unerwünschten Fellfarben wie zum Beispiel lemon, blau oder grau.
Katarakt / Grauer Star
Katarakt, bekannt unter der Bezeichnung grauer Star, ist eine häufig auftretende Krankheit beim Jack Russell Terrier. Es ist eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung beim Hund. Katarakt bezeichnet dabei eine Trübung der Linse im Auge.
Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein. Eine ärztliche Behandlung ist dann notwendig. Leider vererbt sich die Krankheit immer wieder. Hier findest du weitere Infos über den Katarakt bei Hunden.
Legg-Calvé-Perthes
Bei Legg-Clavé-Perthes handelt es sich um eine Wachstumsstörung des Oberschenkelkopfes. Sie entsteht durch eine Durchblutungsstörung, wobei ein Teil des Oberschenkelkopfes nicht ausreichend mit Blut versorgt wird und dadurch abstirbt.
Es entstehen Arthrosen und Knochenbrüche. Der Hund leidet an starken Schmerzen und läuft deshalb oftmals nur auf drei Beinen.
Linsenluxation (LL)
Bei einer Linsenluxation löst sich die Linse des Auges aus ihrer Position und beginnt sich im Augeninneren frei zu bewegen. Bei der Krankheit unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten:
- Die primäre Linsenluxation (PLL): genetisch bedingt, entsteht ohne Vorerkrankung
- Die sekundäre Linsenluxation: entsteht aufgrund einer Vorerkrankung (Katarakt, Glaukom, Uveitis ec.)
Patellaluxation
Von Patellaluxation sind vor allem kleinere Hunderassen wie Jack Russell Terrier, Mops und Chihuahua betroffen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung im Kniegelenk, die bis zur Lähmung führen kann. Auslöser ist dabei die Kniescheibe, die nicht korrekt im Kniegelenk liegt. Das führt dann zu Schmerzen.
Taubheit
Ist der Hund von einer Taubheit betroffen, unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten:
Die sensorineurale Taubheit:
Das Innenohr eines Hundes besteht aus der sogenannten Schnecke, der Cochlea. Diese ist mit kleinen feinen Haarzellen ausgestattet. Die Zellen sind dabei für die Schallübertragung zuständig.
Ist dieser Mechanismus gestört, funktioniert das Leiten der Signale bis hin zum Gehirn nicht mehr. Es kommt dann zu einer Degeneration und Zerstörung der Innenohrstrukturen. Die Folge davon ist dann eine ein- oder beidseitige Taubheit.
Die konduktive Taubheit:
Diese Art von Taubheit entsteht durch einen Defekt im äußeren Gehörgang des Mittelohres. Schuld daran ist dabei meistens eine Tumorbildung oder eine chronische Ohrenentzündung (Otitis).