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Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden neue Territorial-Bataillone aufgestellt. Eines erhielt die besondere Aufgabe, das Armeehauptquartier und den Kommandoposten des Oberkommandierenden zu schützen. Das Ter. Bat. 195 wurde deshalb auch «Generalsbataillon» genannt.
1949 erschien ein Erinnerungsbuch, das die Erlebnisse der Bataillonsangehörigen während des Aktivdienstes zusammenfasste. Darin wird die Ausbildung an den neuen Waffen – zum Beispiel Infanteriekanone und Fliegerabwehrkanone – geschildert, der Minenwerferunfall in Habkern kommt zur Sprache, aber auch die Manöver im Gantrischgebiet.
Ein Grossteil seiner Dienstzeit absolvierte das Ter. Bat. 195 in Interlaken, wo sich der General sein Hauptquartier eingerichtet hatte. Aber statt intensiv die Abwehr feindlicher Angriffe auf das Nervenzentrum der Armee zu üben, mussten neben dem Wachtdienst dauernd Büroarbeiten erledigt werden. Für die Ausbildung blieb wenig Zeit. Das Fazit des Kommandanten noch gegen Ende des Krieges: Die Beurteilung «kriegsungenügend» wurde das Bataillon nie los.
Die Neuauflage des Erinnerungsbuches wurde durch Bildmaterial aus dem Bundesarchiv ergänzt. Ansonsten wurden die Beschreibungen der Arbeiten und die Anekdoten aus den einzelnen Kompanien möglichst unverändert übernommen – inklusive der Schreibweisen und einiger Geschichten in französischer und italienischer Sprache, da dieses Bataillon aus Soldaten aller Sprachregionen zusammengesetzt war.
Ergänzend wurden zwei detaillierte Verteidigungsbefehle von 1941 und 1944 für Interlaken und ein kurzes Kapitel über heute noch sichtbare Spuren von General Henri Guisan im Raum Berner Oberland eingefügt.