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Wintersport wird immer sicherer. Dies besagt zumindest die Statistik. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos wertete die Daten über Lawinenopfer in der Schweiz bis zurück zu den Jahren 1936/37 aus. Demnach starben in den Schweizer Alpen in den letzten 80 Jahren fast 2000 Personen in mehr als 1000 Lawinen.
In gesicherten Gebieten, also auf Skipisten, Strassen, Bahnstrecken und in Siedlungen, ging die Opferzahl markant zurück. Laut SLF starben dort Ende der 1940er-Jahre im 15-jährigen Schnitt noch 15 Personen pro Jahr, während es 2010 weniger als eine Person im war.
Die Experten gehen davon aus, dass grosse Investitionen in Lawinenverbauungen, bessere Gefahrenkarten, Sperrungen, Evakuationen oder künstliche Lawinenauslösungen massgeblich dazu beigetragen haben, dass heute viel weniger Menschen in Lawinen umkommen als früher.
Freies Gelände: Weniger Opfer trotz mehr Sportlern
Ein anderes Bild ergaben die Untersuchungen der Unfälle im freien Gelände. Lag dort das 15-jährige Mittel zu Beginn der 1950er-Jahre bei weniger als zehn Opfern pro Jahr, stieg es in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich an und erreichte in den 1980er-Jahren mit 27 Lawinenopfern im Schnitt die Höchstzahl.
Der starke Anstieg der Opferzahlen im freien Gelände ging einher mit einer rasanten Entwicklung des Wintertourismus. Erstaunlich ist, dass in der Folge die Zahlen der Lawinenopfer in den 1990er-Jahren wieder auf 20 im Mittel sanken, obschon sich weiter immer mehr Freizeitsportler abseits gesicherter Pisten tummelten.
Den Rückgang führt das SLF auf eine verstärkte Präventionsarbeit zurück, auf bessere Informationen über die Lawinensituation und auf den vermehrten Einsatz von Lawinennotfallgeräten wie Suchgeräte, Sonden oder Schaufeln. Trotzdem: Die meisten Lawinenunfälle der letzten Jahre betrafen Freizeitsportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs waren.