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Der Initiant der 1856 gegründeten mechanischen Weberei, Mathias Legler, stammte aus Diesbach. Seit Jahren schon war er im Bereich der Heimweberei tätig gewesen. Der Erfolg der Firmengründung erlaubte recht schnell eine Ausweitung der Tätigkeit. 1870 bekam die Spinnerei ein eigenes Gebäude.
1888 ging die Familie Legler ganz neue Wege bei der Energiegewinnung, indem sie auf die damals noch wenig bekannte Elektrizität setzte. Das Hochdruckkraftwerk mit der Wasserfassung oberhalb des Diesbachfalls war die erste derartige Anlage in der Schweiz. Auch die elektrische Fernleitung vom Fuss des Diesbachfalls zum Fabrikareal war eine Pionierleistung.
Die Herstellung von Garn war anfänglich eine Ergänzung zur Tuchproduktion. Die Spinnerei erhielt jedoch immer mehr Gewicht was 1910 zum Bau der "Neuen Spinnerei", einem Gebäude mit neuartigem Flachdach führte.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Spinnerei an Bedeutung. Seit 1966 war der Betrieb wieder eine reine Weberei.
Bereits 1875 wagte die Familie Legler den Schritt ins Ausland. In Ponte San Pietro bei Bergamo (Italien) gründete sie eine weitere Spinnerei und Weberei. Von dort aus entstand der internationale Textilkonzern Legler, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu den grössten in Europa zählte.
Im Jahre 2001 wurde die Produktion in Diesbach eingestellt.
(Quelle: Industriekultur im Kanton Glarus, Streifzüge durch 250 Jahre Geschichte und Architektur)