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Für die Orientierungsläuferin Valérie Aebischer war es eine Premiere: Sie startete am Sonntag an ihrer ersten internationalen Meisterschaft in der Elitekategorie. Genauer an der Europameisterschaft im Tessin. Am Morgen galt es, sich im Qualifikationslauf in Bellinzona einen der 50 Startplätze im Finallauf zu sichern. Mit einem zwölften Rang in einem der drei Vorläufe schaffte Aebischer das problemlos. Allerdings: Ihr Rückstand auf die Siegerin war grösser als erwartet.
Im Finallauf in Mendrisio blieb dann der erhoffte Exploit aus. Die 21-jährige Aebischer wählte zum fünften Posten nicht die kürzestmögliche Route, wodurch sie etwa 20 Sekunden verlor. Auch danach kam sie irgendwie nicht auf Touren. Und nach dem Posten 15 lief sie in eine falsche Richtung weg, wodurch sie wieder Sekunden liegen liess. Über alles gesehen zeigte sich, dass sie noch nicht in der Lage ist, das hohe Tempo der Weltbesten mitzugehen.
Während die überragende Siegerin Tove Alexandersson aus Schweden den 3,8 Kilometer langen Parcours in 15 Minuten und 16 Sekunden absolvierte, benötigte Aebischer für den Lauf 17 Minuten und 56 Sekunden. Zu einer Top-20-Klassierung fehlten ihr 50 Sekunden.
Der Lauf über die Sprintdistanz war der einzige Einsatz von Aebischer an der EM. Die Läuferin des OLC Omström Sense widmet sich nun ab sofort wieder den Prüfungen in ihrem Physiotherapiestudium.
Hubmann und Kyburz zeitgleich Europameister
Die Schweizer Männern gewannen an den OL-Europameisterschaften gleich zwei Goldmedaillen. Der Routinier Daniel Hubmann und der Titelverteidiger Matthias Kyburz holten beim Lauf durch Mendrisio ex aequo Gold. Das Duo distanzierte den Briten Kristian Jones um 15 Sekunden.sny