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Hergestellt von Hallicrafters Co., Chicago IL.
Beim SX-43 handelt es sich um einen leichtgradig abgespeckten Nachfolger des SX-42, der damals einer der Allwellenempfänger mit der grössten Frequenzabdeckung im Amateursegment war.
Der SX-43 besitzt ein 47 x 22,5 x 30,5 cm grosses Metallgehäuse, ein Klappdeckel erlaubt den Zugang zum Geräteinneren beispielsweise zum Röhrentausch.
Die amerikanische Originalversion des SX-43 arbeitet nur mit 110 Volt, die teurere Version SX-43U ist mit dem Universaltransformer zum Betrieb mit 110/130/150/220/250 V ausgestattet.
Der Hallicrafters SX-43 entspricht technisch einem abgespeckten SX-42, im UKW-Bereich ist nur FM-Empfang möglich.
Auch in seinem Äusseren gleicht der SX-43 mit der grünlich hintergrundbeleuchteten Halbrundskala dem grossen Bruder, dem SX-42.
Der Bandbereichsschalter findet sich links unterhalb der Frequenzskala, im Gegensatz zum SX-42 mit den schwer lesbaren Bezeichnungen auf der Aussen- resp. Schmalseite des Schalters sind die Positionen einfach abzulesen, dafür lediglich die Bereichsnummern und nicht die Bandbereichsgrenzen angegeben. Der SX-43 deckt die Bereiche 540 kHz - 1,7 MHz, 1,7 - 5 MHz, 5 - 16 MHz, im Bereich 3 A das gespreizte 20m- Amateurfunkband mit 14 - 14,4 MHz, gefolgt von den Bereichen 4 - 6 respektive 15,5 - 44, 44 - 54 und 86 - 109 MHz ab, das VHF-Band zwischen dem 6 m Amateurfunkband und dem UKW-Rundfunkband ist nicht abgedeckt.
Der Hautabstimmknopf ist rechts unterhalb der Skala lokalisiert, daneben die Abstimmung für die Bandspreizung mit ihrer separaten Skala.
Zum Empfang in den Kurzwellenbereichen 1 - 4 wird zur Abstimmung der Hauptabstimmung die Bandspreizung auf die höchste Frequenz eingestellt, wenn die Bandspreizskala verstellt ist, sind die Frequenzmarken auf der Hauptskala nicht mehr korrekt. Wenn die Bandspreizung in den Amateurfunkbändern eingesetzt werden soll, wird die Hauptabstimmung auf die rote Marke im jeweiligen Band eingestellt, dann sollten die Frequenzangaben auf der Bandspreizskala korrekt sein. In den VHF-Bereichen 5 und 6 ist die Hauptabstimmung abgeschaltet, die Abstimmung erfolgt nur mit der Bandspreizskala.
Unter den Abstimmknöpfen finden sich die Schalter für die Tonblende, ein Sende-Empfangsumschalter (wenn der Empfänger zusammen mit einem Sender betrieben wird, kann er in Standby versetzt werden) und der Störbegrenzer. Rechts unter dem S-Meter finden sich sechs relativ ähnliche Drehregler. Links unten der Bandbreitenschalter, mit dem aus zwei Spulenfiltern und zwei Quarzfilterpositionen ausgewählt werden kann, mit aktiviertem Quarzfilter kann ein Störsignal mittels CRYSTAL PHASING eliminiert werden, der Regler liegt gleich darüber. In der Mitte unten findet sich der mit dem Hauptschalter kombinierte Lautstärkeregler und darüber der Regeler für die HF-Verstärkung, der mit SENSITIVITY beschriftet ist, rechts unten der BFO-Regler zum CW- und Einseitenbandempfang und darüber der Betriebsartenschalter.
Die Bedienung wird bei dem recht komplexen Empfänger erleichtert, indem die Stellungen für normalen AM-Empfang im Mittelwelenband rot markiert sind, also alle Knöpfe und Drehregler auf „rot“. Wenn eine Drahtantenne angeschlossen und das Gerät mit der Erde und dem Stromnetz verbunden ist (Vorsicht in Europa: der originale SX43 aus den USA wird mit 110 V Wechselspannung betrieben, beim Anschluss des Geräts muss unbedingt ein Transformer oder Regeltransformer eingesetzt werden, die in Europa hohe Netzspannung von 230 V kann zur Zerstörung des Empfängers führen), und alle Knöpfe in Position rot stehen (RECEIVE, Bereich 1, SELECTIVITY auf rot (weites Spulenfilter), SENSITIVITY auf 10 (voll aufgedreht) und Betriebsart auf AM - dann sollten Stationen aus dem Mittelwellenband hörbar werden. Als nächstas kann man im 49 m - Kurzwellenband (im unteren Bereich des Bands 3) auf Wellenjagd gehen, oft muss dazu auf das schmale Filter (SELECTIVITY NORMAL- SHARP) gewechselt werden.
Zum Empfang der Morsezeichen von CW-Stationen wird dann der BFO zugeschaltet (RECEPTION auf CW), dass die Morsezeichen hörbar werden, oftmals muss mit dem schmaleren Filter gearbeitet werden, teils kann mit dem CRYSTAL FILTER ein benachbartes Störsignal durch sorgfältige Bedienung eliminiert werden. Die Abstimmung in den Amateurfunkbereichen ist einfacher, wenn die Hauptabstimmung auf die rote Marke des 80, 40, 20 oder 10 m - Bands gebracht wird und die Abstimmung dann mit der Bandspreizskala erfolgt.
Die ersten Empfänger des Typs SX-43 waren offenbar mit einer Farbcodierung mit grünen Marken zur Erleichterung des FM-Empfangs versehen, bei meinem fehlen diese. UKW-Rundfunksender werden im Band 6 empfangen, die Betriebsart muss auf FM stehen. Zur Abstimmung wird nur die kleine Bandspreizskala benutzt. Nur in Ausnahmefällen wird man im 6 m - Band, welches in der Frühzeit in den USA zum UKW-Empfang zugewiesen war, auf die Pirsch nach Amateurfunkstationen im 6 m - Band um 50 MHz gehen.
Der SX-43 ist ein auch heute noch interessantes Gerät, da es - weniger schwergewichtig als der SX-42 - die Amateurfunkbereiche inkl. des eher selten verfügbaren 6 m - Bands um 50 MHz als auch den UKW-Rundfunkbereich abdeckt; es kann als Klassiker zum Abhören der Amateurfunkbänder in einer Nostalgiestation und dank dem UKW-Bereich als 50er - Jahre high tech - Wohnzimmerradio dienen, zum Fernempfangs - Hobby geeignete Weltempfänger mit höherer Frequenzstabilität und digitaler Frequenzanzeige gibt es ja viele andere.
In den AM-Bereichen wird das vom Antennenanschluss kommende HF-Signal zunächst einmal verstärkt (6BA6) und wird im ersten Mischer (7F8, auch Oszillator) auf die Zwischenfrequenz vom 455 kHz umgesetzt. Nach drei ZF-Verstärkerstufen (6SG7, 6SH7, 6SH7) wird das Signal demoduliert (6H6) und nach einer Vorverstärkung (6SQ7) auf die NF-Endstufe gegeben (6V6GT). Der BFO (6J5) wird zum CW- und Einseitenbandempfang zugeschaltet. Eine 6L5 kommt als FM - Ratiodetektor zum Zug, nur im Bereich 5, der 44 - 55 MHz abdeckt, arbeitet der SX-43 als Doppelsuper, die 6SH7 ist dann als zweiter Mischer geschaltet und setzt auf die FM - Zwischenfrequenz von 10,7 MHz um; nur in diesem Bereich ist AM und FM-Empfang möglich. Als elfte Röhre wird im Netzteil die Zweiweggleichrichterröhre 5Y3GT eingesetzt.
Das Gerät ist röhrenbestückt.