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Roma
Film von Alfonso Cuarón mit Yalitza Aparicio (Cleo), Maria de Tavira (Sofía) u.a.
Mexiko 2018, DCP, OV/d, 135', ab 16 J.
Mexiko-Stadt, 1971: Die Mixtekin Cleo lebt als Haushälterin und Kindermädchen bei Sofia, Antonio und deren vier Kindern im vermögenden Viertel Roma. Die Kinder lieben Cleo und sie kümmert sich um sie, als wären sie ihre eigenen. Nach der Trennung des Ehepaars kümmert sie sich noch stärker um den Familienzusammenhalt – trotzdem bleiben Klassenunterschiede allgegenwärtig.
In drei parallelen Handlungen erzählt Erfolgsregisseur Alfonso Cuarón von Cleos ungewollter Schwangerschaft, der Scheidung der Eltern und einem Massaker an Studierenden. Der Film ist autobiographisch inspiriert – Cuarón nutzte seine eigenen Kindheitserinnerungen und widmete ihn jener Haushälterin, die in seinem Elternhaus sein eigenes Leben mitgeprägt hat.
Seine Geschichte verfilmte er in Schwarzweiss – und wechselt «zwischen langen, fast meditativen Einstellungen, in denen Cleo, das Hausmädchen, ihre täglichen Pflichten verrichtet, und komplexen Plansequenzen, in denen so viele Akteur*innen zu sehen sind, dass die Einstellungen oft einem Wimmelbild gleichen. Die tiefenscharfen Bilder halten dabei eine Fülle von Eindrücken visuell fest, in einer Dichte, die überwältigend ist.» (Murièle Weber, Filmbulletin, 5.12.2018)
«Ich wollte mich den Elementen, die mich erschaffen haben, widmen», erklärte Cuarón am Filmfestival von Toronto. «Den Frauen, der Familie und dem Land, die mich geformt haben.»
Das Werk wurde 2019 mit drei Oscars für die beste Regie, als bester fremdsprachiger Film und für die beste Kamera ausgezeichnet.