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Sport schützt vor Depressionen
Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des australischen Psychiaters Samuel Harvey von der University of New South Wales in Sydney. Das Team analysierte die Daten von 33 908 erwachsenen Norwegern über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren.
Dabei beobachteten die Forschenden die sportlichen Aktivitäten und die Symptome einer Depression bei den Testpersonen. Zusätzlich untersuchten sie weitere Variablen, wie etwa den Body-Mass-Index (BMI) oder Drogenkonsum, die den Zusammenhang zwischen Sport und psychischen Erkrankungen beeinflussen.
Es stellte sich heraus, dass sich 12 Prozent der Erkrankungen hätten verhindern lassen, wenn die Teilnehmenden nur eine Stunde pro Woche körperlich aktiv gewesen wären. Das Potenzial für die Prävention ist gross: Bereits geringfügige Veränderungen des Lebensstils hin zu mehr physischer Aktivität kann eine schützende Wirkung entfalten.
Die Forschenden gehen davon aus, dass die kombinierte Wirkung von verschiedenen körperlichen und sozialen Vorteilen ineinandergreifen. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Testpersonen, die keinen
Sport treiben, über eine um 44 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, an Depressionen zu erkranken, als die körperlich aktiven Versuchspersonen.
Die schützende Wirkung von Sport stellte sich jedoch bei Angstgefühlen nicht ein. Es konnte kein Zusammenhang zwischen dem Ausmass und der Intensität von Sport und der Wahrscheinlichkeit, an Angststörungen zu erkranken, hergestellt werden.
Harvey, S. et al. (2017). Exercise and the Prevention of Depression: Results of the HUNT Cohort Study. The American Journal of Psychiatry. doi: 10.1176/appi.ajp.2017.16111223