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Zur Systemrelevanz
grosser Kommunikationsfirmen

Mit der zunehmenden Vernetzung wird die Informationsgesellschaft immer abhängiger von der Qualität dieser Netze.
Die Schäden entstehen, wenn einerseits ganze Netze regional oder landesweit oder andererseits einzelne Anschlüsse ausfallen.
Regionale oder landesweite Ausfälle sind selten und werden in der Regel gut beherrscht. Es ist nachvollziehbar, dass hier grosse Schäden entstehen, da in der betroffenen Gegend Teile des Produktionsapparats ausfallen.
Weniger bekannt ist, dass auch die Summe der Schäden aus dem Versagen einzelner oder kleiner Gruppen von Anschlüssen erheblich ist.
Was gemeint ist zeigen einige Beispiele:
1 Lehrer Peter kann zu Hause die Aufgaben für die nächsten zwei Tage nicht an seine Schüler weitergeben.
2 Herbert kann nicht zur Arbeit fahren, da sein Elektroauto mit leeren Batterien da steht. Herbert schaltet das Aufladen von zu Hause aus über das Internet ein. Das Auto steht fünf Bahnstationen entfernt.
3 Erika führt die Buchhaltung ihres Arbeitgebers von zu Hause aus. Sie benötigt den Zugriff auf den Firmenserver.
Zunehmend wird von zu Hause aus produktive Arbeit geleistet, was stabile und gewartete Netze voraussetzt.
Kommunikationsfirmen, die über mehr als 10% der Internetanschlüsse herrschen, gelten für mich in einer Informationsgesellschaft als "systemrelevant" und tragen eine entsprechende Verantwortung.
Werden Kunden im 21sten Jahrhundert mehr als einen Tag lang – ohne Einfluss höherer Gewalt –vom Internet getrennt, gilt das als unzumutbar.
Ähnlich wie in anderen Bereichen sollten hier Regeln gelten. Insbesondere könnte die Politik durchsetzen:
a) einen 24h erreichbaren express Pikettdienst (Mängelbehebung),
Wie in anderen Bereichen erhalten die Betroffenen eine Entschädigung von den Netzbetreibern. (1 Monat Erlass der Abogebühr pro 6 Stunden Netzausfall).