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Turnen - Giulia Steingruber kämpft an den Europameisterschaften in Moskau am Sprung um die Medaillen. Die 19-Jährige gewann die Qualifikation an ihrem Paradegerät vor der Russin Maria Paseka.
Nachdem Steingruber zum Auftakt des Qualifikation-Wettkampfs am Schwebebalken das Gerät hatte verlassen müssen, gab sie sich am Sprung keine Blösse. Sowohl der Tschussowitina, mit dem sie mit 15,300 Punkten den Tageshöchstwert erzielte, als auch der Tsukahara mit einer Schraube gelangen der Ostschweizerin vorzüglich. Mit 14,783 Punkten lag Steingruber am Ende knapp vor Paseka, die allerdings ihren schwierigsten Sprung, den Amanar, noch nicht gezeigt hat.
Gelingt Steingruber im Final am Samstag eine ähnlich starke Leistung, dürfte ihr ihre zweite EM-Medaille am Sprung nach Bronze im letzten Jahr in Brüssel kaum zu nehmen sein. Mehrere Konkurrentinnen, die in den vergangenen Jahren an Grossanlässen am Sprung auf dem Podest gestanden waren, sind in Moskau nicht am Start. So verzichtete unter anderen auch die Olympiasiegerin Sandra Izbasa aus Rumänien, die an den letzten beiden Europameisterschaften den Titel gewonnen hatte, wegen Trainingsrückstands kurzfristig auf die Titelkämpfe.
Neben dem Einzug in den Sprung-Final schaffte Steingruber als Neunte auch die Qualifikation für den Mehrkampf-Final der besten 24 am Freitag locker. Dort strebt sie einen Diplomrang an. Zudem wird die St. Gallerin auch am Sonntag am Boden um die Medaillen kämpfen. Ebenfalls im Mehrkampf-Final steht Ilaria Käslin, die bei ihrem Debüt bei den Aktiven einen Wettkampf ohne groben Schnitzer zeigte und 18. wurde.
SDA-ATS