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Die Idee, die Ausbildung von Berufsoffizieren der Schweizer Armee an der eidgenössichen polytechnischen Schule durchzuführen, tauchte bereits in der Gründungsdebatte um 1854 auf. Doch erst 1877 beschloss der Bundesrat, die militärwissenschaftliche Ausbildung von Offizieren am Polytechnikum in Zürich einzurichten und im Wintersemester 1878/79 nahm die Militärsektion als spezielle Sektion der Freifächerabteilung ihre Lehrtätigkeit auf. Mit der Bildung von "Militärschulen" wurde die theoretische und praktische Ausbildung der Miliz- und Berufsoffiziere 1911 weiter ausgebaut und 1929 wurde die Militärabteilung zu einer eigenständigen Abteilung, der Abteilung XI für Militärwissenschaften der ETHZ.
Bis in die 1980er Jahre blieb die Berufsausbildung der Instruktoren an den Militärschulen I, II und III die Hauptaufgabe der Abteilung XI. 1981 wurde eine neue Rechtsgrundlage geschaffen, gemäss der die drei Militärschulen rechtlich und organisatorisch von der militärwissenschaftlichen Abteilung XI der ETHZ getrennt wurden. Die Abteilung XI blieb für die Militärschulen zwar federführend, doch als Hochschulabteilung, die nun ausschliesslich der ETH Ordnung unterstellt war, konnte sie auch andere Aufgaben in Lehre und Forschung wahrnehmen. So verschoben sich seit den 1980er Jahren die Forschungs- und Lehrgebiete der Abteilung XI fort von den Ingenieurwissenschaften hin zu den Sozial- und Geisteswissenschaften (Sicherheitspolitik und strategische Studien, Militärpädagogik und Rhetorik, Allgemeine und Schweizer Militärgeschichte, Gesellschaft und Armee, Technik und Streitkräfte sowie Ökonomie der Streitkräfte). 1986 übernahm die neu geschaffene Professur für Sicherheitspolitik und Konfliktforschung (1986-2002 Kurt R. Spillmann) die Leitung der Abteilung XI. Damit wurde die Trennung zwischen den Militärschulen und der Abteilung für Militärwissenschaften der ETHZ weiter vollzogen. Der Direktor der Militärschulen hatte nur noch das militärische Kommando der Schule inne.

||Ende der 1990 Jahre wurde die Abteilung XI A Militärwissenschaften ins neu gebildete Departement für Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften (D-GESS) integriert. Die ehemaligen Militärschulen wurden 2002 in die heutige Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK / ETH Zürich) überführt. Bis heute wird die Ausbildung der Berufsoffiziere der Schweizer Armee von der ETHZ in Zusammenarbeit mit der MILAK angeboten.|
Von den 1960er Jahren bis in die Mitte der 1980er Jahre erfolgte die militärwissenschaftliche und praktische Ausbildung der Instruktoren in drei "Militärschulen" von unterschiedlicher Dauer. Während die Militärschulen I und II der Grundausbildung der Offiziere dienten, war die Militärschule III als Weiterbildung für erfahrene Instruktionsoffiziere vorgesehen. Unterrichtet wurden die Führungskräfte der Schweizer Armee in Pädagogik und Führungslehre, in militärischem Fachwissen und in Allgemeinbildung (staats-, wirtschafts- und politikwissenschaftliche Schwerpunkte). Ab 1988 war die Matura oder ein äquivalenter Abschluss Voraussetzung für die Ausbildung zum Berufsoffizier an der ETH Zürich.
Ab dem Wintersemester 1993/94 wurde der Ausbildungsgang zum Berufsoffizier neu als sechssemestriges Diplomstudium geführt. Die Absolventen verbrachten vier Semester an der ETHZ und zwei Semester in einem von der Militärischen Führungsschule MFS (ehemals Militärschulen) durchgeführten Praktikum. Der von der ETHZ angebotene akademische Teil der Ausbildung bestand in einem Einführungsstudium in verschiedene Bereiche der Sozial- und Geisteswissenschaften. Dazu gehörten Recht, Ökonomie, Politikwissenschaften, Soziologie, Geschichte, Konfliktforschung, Sicherheitspolitik, Internationale Beziehungen und Verhaltenswissenschaften. Auch Ökologie, Technologie und Informatik wurden angeboten. Die eigentlichen Militärwissenschaften (Militärgeschichte, Militärsoziologie, Führungslehre und Didaktik) wurden von hauptamtlichen Dozenten der Militärischen Führungsschule unterrichtet.
Eine weitere Neuausrichtung der Ausbildung wurde auf das Wintersemester 2002/2003 eingeführt: Die Grundausbildung für angehende Berufsoffiziere wurde in einen dreijährigen Bachelorstudiengang umgewandelt. Fünf der insgesamt sechs Semester verbringen die Studierenden seither an der ETHZ, wo sie eine allgemeine Ausbildung in Sozial- und Staatswissenschaften erhalten (Betriebswirtschaftslehre, Geschichte, Internationale Beziehungen, Pädagogik, Psychologie, Sicherheitspolitik, Soziologie, Technologie). Die militärwissenschaftliche und militärfachliche Ausbildung (Militärgeschichte, Militärpsychologie und -didaktik, Militärsoziologie, Taktik) wird im Praktikumssemester und in der semesterfreien Zeit an der MILAK vermittelt. Nach dem erfolgreichen Prüfungsabschluss und Verfassen der Diplomarbeit erhalten die Absolventen das Eidgenössische Diplom als Berufsoffizier sowie das von der ETHZ verliehene Bachelor-Diplom in Staatswissenschaften.
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2005
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31.3.2005 |
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