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Als Abschluss der Voltige-Weltmeisterschaft wurde heute in Herning der Nationenpreis ausgetragen. Das Schweizer Nationenpreisteam mit Andrin Müller, Danielle Bürgi und der Gruppe aus Lütisburg turnte schöne, aber nicht ganz fehlerfreie Küren und erreichten den 6. Schlussrang.
Ein Nationenpreisteam besteht aus zwei Einzelvoltigiererinnen bzw. Einzelvoltigierern und einer Gruppe, die je eine Kür absolvieren. Die Kürnoten der drei Teammitglieder werden addiert und für die Schlussnote durch drei geteilt.
Andrin Müller ging als erster Schweizer in den Zirkel, wiederum mit seinem verbeinigen Partner an dieser WM Consilio v. Schlösslihof CH an der Longe von Petra Baumann. Er zeigte eine turnerisch dynamische Übung, nur mit zwei kleinen Unsicherheiten im Stehen. Belohnt wurde er für die tolle Vorstellung mit einer Note von 8.565. Eine sehr gute Vorlage für das Schweizer Team! Nach dem Durchgang der ersten acht Athleten lag die Schweiz hinter Frankreich (8.846) auf dem 2. Zwischenrang.
Danielle Bürgi auf Livanto Cha CH mit Mirjam Degiorgi an der Longe zeigte wiederum eine Vorstellung mit Höhepunkten, aber auch mit ein paar Unsicherheiten. Nicht hilfreich war dabei, dass Livanto nicht ganz exakt auf dem Zirkel ging und diesen im Laufe der Prüfung verkleinerte, was für Danielle Bürgi erschwerend dazu kam. Eine Note von 8.249 war das Resultat. Die Schweiz rutschte damit nach der zweiten Runde auf den 4. Zwischenrang.
Team Lütisburg startete in etwas anderer Zusammensetzung als im Gruppenwettkampf und vertraute auf Acardi van de Kapel, longiert von Monika Winkler-Bischofberger. Leider kam es während der sehr schwierigen Kür von Lütisburg zu mehreren Unregelmässigkeiten von Acardi, unter anderem auch mit einer kurzen Bockeinlage. Dies machte es für das Team unglaublich schwierig, den Rhythmus in der Kür zu behalten und eine tiefe Note für das Pferd sowie ein Total von 7.668 warfen die Schweizer zurück. Mit einem Gesamttotal von 8.414 erreichten sie den finalen 6. Rang.
«Andrin hat mit seiner heutigen Leistung eine gute Ausgangslage für das Team geschaffen. Das Pferd von Danielle war etwas kribbelig, sie voltigierte in der Situation aber sehr clever und brachte so ebenfalls einen sicheren Wert heim. Beim Team wussten wir, dass es mit Acardi an der Longe keine einfache Aufgabe werden würde. Umso bewundernswerter ist es, dass das gesamte Team mit Moni an der Longe auch nach der ‹Explosion› von Acardi die Ruhe wieder gefunden und souverän weitergeturnt hat. Wir haben alle gesehen, zu was dieses Team fähig ist», bilanzierte Equipenchefin Marlis Schmid diesen letzten Wettkampftag zufrieden.
Gewonnen wurde der Nationenpreis von Frankreich (9.146) vor Dänemark (8.669) und Österreich (8.383).