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Tomaten – interessante Geschichte
Quelle: zentrumdergesundheit.de)
Ursprünglich stammt die Tomate aus Mittelamerika und wurde von den Maya bereits in der vorchristlichen Zeit genutzt. Die Azteken gaben ihr den Namen Xitomatl, was so viel wie "Nabel des dicken Wassers" bedeutet.
In Folge der Eroberung und Erschliessung des mittel- und südamerikanischen Festlandes, wurden die Spanier auf die prachtvollen Beeren aufmerksam.
Der Missionar Bernardino de Sahagún beschrieb bereits um 1530, dass die Azteken aus Tomaten, Chilis und Kürbiskernen eine leckere Salsa zauberten.
In Spanien und Italien fühlte sich die Tomate aufgrund des dort vorherrschenden Klimas schnell heimisch und wurde bald mit grosser Freude angebaut.
Allerdings nicht zum Genuss, sondern als Zierpflanze. Anfangs konnten sich nur die Reichen die exotischen Pflanzen leisten und verwendeten sie, um Fenster, Innenhöfe und Festtafeln zu schmücken.
Als die Tomate nach Europa kam, wurden anfangs auch die grünen Pflanzenteile und die unreifen Früchte gegessen, was aufgrund des Stoffes Solanin zu Vergiftungen führte.
Die ersten Tomatenpflanzen, die nach Spanien gebracht wurden, landeten im Garten des Arztes Nicolàs Monardes Alfaro, der in den Früchten sogleich ein grosses medizinisches Potential erkannte.
So wurden sie eingesetzt, um den Körper zu reinigen und um Schwellungen zu lindern. Tomatensaft beispielsweise wurde bei Entzündungen angewandt. Bei Kopfschmerzen, Gicht und Ischias wurden Tomaten-Umschläge gemacht – und Tomatenöl wurde verwendet, um Brandwunden zu kurieren.
Nicht zuletzt galten Tomaten als Aphrodisiakum und kamen beim Liebeszauber zum Einsatz. Auf diesem Glauben beruhte die Sitte französischer Männer, ihren Angebeteten eine Tomatenpflanze zu schenken, weswegen die Früchte als pomme d'amour (Liebesapfel)
bezeichnet wurden.
In Italien nannte man die Tomate hingegen pomodoro, also goldener Apfel. Dies deutet darauf hin, dass die Frucht anfänglich gelb war und die rote Farbe erst infolge züchterischer Bemühungen entstand.
Tomaten schmecken süsslich und säuerlich zugleich. Für den sauren Geschmack sind einerseits das Vitamin C, andererseits die enthaltenen Fruchtsäuren wie die Zitronen- oder auch die Apfelsäure verantwortlich. Reife Tomaten schmecken deshalb süsser, da der Zuckergehalt im Laufe des Reifungsprozesses zunimmt, während sich der Fruchtsäuregehalt verringert.
Anders als oft angenommen wird, zählen Tomaten trotz des säuerlichen Geschmacks zu den Basenbildnern, da sie reich an basischen Mineralstoffen wie z. B. Kalium, Kupfer und Eisen sind. Ausserdem enthalten sie die Vitamine K, E, B9, C und Betacarotin.
Die Antioxidantien und der hohe Wassergehalt der Frucht helfen, dass überschüssige Säuren und Giftstoffe besser neutralisiert und ausgeleitet werden können. Tomaten sind also eine sehr gute Wahl, um das Säure-Basen-Gleichgewicht zu regulieren.
Tomaten sind ausserdem gut gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sie schützen vor Sonnenbrand, wirken Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoporose, dem Verschleiss der Knochen, sowie dem Muskelabbau entgegen.
Tomaten sind nur dann lecker und gesund, wenn sie aus biologischer und im Idealfall regionaler Landwirtschaft stammen. Dann nämlich werden sie reif geerntet und sind im Grossen und Ganzen frei von Schadstoffen.
Da die vollreifen Früchte nicht lagerfähig sind, werden Tomaten in der Regel zu früh geerntet, was sich negativ auf ihren Vitalstoffgehalt und den Geschmack auswirkt.
Wer jetzt meint, dass es sich bei Tomaten aus dem Süden um Freilandgemüse handelt, der irrt sich. So findet sich in Südspanien die grösste Anbaufläche unter Folie auf der Welt. 36.000 Hektar sind in der Provinz Almería inzwischen mit Plastik überzogen, weshalb sie auch „mar del plástico“ (Meer aus Plastik) genannt wird.
Hier noch ein Rezept, das vielleicht nicht jeder kennt:
Tomaten-Paprika-Ketchup
1 kg Tomaten / 3 Paprika, rot + gelb / 250 g. Zwiebeln / 2 Knoblauchzehen / 1 Peperocini
4 Lorbeerblätter / 1 EL Salz / 1 EL Pfefferkörner / ½ EL Pimentkörner / 5 Nelken
2 EL Balsamicoessig / 2 EL Tomatenmark /
Gemüse putzen, in grobe Stücke schneiden, alles in einen großen Topf geben. Pfeffer- und Pimentkörner sowie die Nelken in einen Teebeutel geben, diesen zubinden. Mit Tomatenmark und Salz zum Gemüse geben, durch umrühren. Zum Kochen bringen und 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Etwas abkühlen lassen, Teebeutel herausnehmen. Alles mit dem Mixstab pürieren oder durch den Mixer geben. Zurück in den Topf, den Teebeutel und die Lorbeerkörner wieder zugeben und alles ca. 30 Minuten leicht einköcheln lassen. Zuletzt den Essig zufügen.
Den Ketchup sofort in die vorbereiteten Gläser füllen und den Deckel aufschrauben.
15 Minuten auf dem Kopf stehen lassen.
Für eine Curryvariante kurz vor Ende der Kochzeit 2 EL Curry unterrühren. Dann so wie oben beschrieben weiter verfahren. Wer es sehr scharf mag, kann auch mehr Chili zufügen.