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Der Graubündner SVP-Nationalrat Heinz Brand soll im Dezember zweiter Vizepräsident des Nationalrates werden und 2021 turnusgemäss ins Präsidium nachrücken. Seine Fraktion hat ihn am Dienstag nominiert.
Brand setzte sich gegen seine Fraktionskollegen Andreas Aebi (BE), Pierre-André Page (FR) und David Zuberbühler (AR) durch, wie die SVP am Abend mitteilte. Die Fraktion brauchte vier Wahlgänge, um den Kandidaten zu bestimmen. Das dreiköpfige Präsidium des Nationalrates wird am Anfang der Wintersession gewählt.
Brand, ehemaliger Chef der Kantonalen Fremdenpolizei in seinem Heimatkanton, machte sich als Migrationsexperte bei einem Kernthema der SVP einen Namen und gilt als umgänglich. Auch in der Gesundheitspolitik kennt er sich aus; er ist zudem Präsident des Krankenkassen-Dachverbandes Santésuisse.
2011 wurde er in den Nationalrat gewählt; 2015 schaffte er mit einem Spitzenresultat die Wiederwahl. Im Spätherbst 2015 war er einer von elf Kandidaten für einen zweiten Bundesratssitz der SVP und wurde als Kronfavorit gehandelt.
Auf dem Dreierticket der Fraktion mit Kandidaturen aus allen drei Sprachregionen stand dann aber Thomas Aeschi (ZG) als Vertreter der Deutschschweiz. Zum Nachfolger von Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) wurde schliesslich der Waadtländer Guy Parmelin gewählt.
Brand ist 63 Jahre alt und wohnt in Klosters. Er ist Mitglied der Gesundheitskommission (SGK) und der Staatspolitischen Kommission (SPK) der grossen Kammer. Seit 2012 ist er Präsident der SVP Graubünden. (sda)