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Foto: Dr. Ursula Jones-Strebi
Die tausend Leben der Ursula Jones heisst das jüngst erschienene Buch von Heinz Stalder über Ihre Person. Wie sehen diese tausend Leben aus?
Es hat damit angefangen, dass ich sehr gerne Archäologie studiert hätte. Doch meine Eltern sprachen sich jedoch dagegen aus und empfahlen mir, etwas zu studieren, mit dem ich mir meinen Lebensunterhalt verdienen könnte. So habe ich mich damals, es war in den 1950er Jahren, für «Sprachen» entschieden. Ich bin nach Heidelberg gegangen und habe dort in einer Dolmetscherschule Deutsch, Französisch und Italienisch studiert. Meine Eltern waren froh, dass ich richtig Deutsch lernen würde. Wenn sie allerdings während der Luzerner Musikfestwochen Künstler und deutsche Freunde zu uns nach Hause einluden, dann rügte mich meine Mutter, ich solle nicht so streng Deutsch sprechen wie eine Deutsche. [*lacht*]
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Foto: Mussad Bassam
Sie wurden im Sudan geboren, als Sohn ägyptischer Eltern. Was sind Ihre frühesten musikalischen Erinnerungen?
Im Sudan, wo ich aufgewachsen bin, gab es kaum Instrumentalmusik. Meine ersten musikalischen Eindrücke erhielt ich in der Kirche, im Gottesdienst, aber da wurden nicht Bach-Choräle oder so etwas gesungen, sondern afrikanische Kirchenlieder, die von der dortigen Volksmusik geprägt sind.
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Valentine Michaud: Winner of the 2017 Prix Credit Suisse Jeunes Solistes
I’m very fascinated by the fact that you make your own clothes! I can imagine that there’s a link between music and fashion. Am I right?
In my opinion, fashion is just another way to express your character and feelings. The stage is probably the strongest link between the two of them. I think the concert is a special moment between the musician and the audience. People come all the way to my concert, and indeed I must offer them an elegant presentation! How I dress can be very classic, or more crazy, I would wear anything as long as it reflects myself and the music at the moment. Beyond the concert situation, as Shakespeare once said, «All the world’s a stage, And all the men and women merely players.» Therefore, your costume is an integral part of your life’s score!
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Michael Haefliger (Foto: Marco Borggreve)
Das Luzerner Sommer-Festival 2017, das am kommenden Freitag beginnt, widmet sich einem brisanten Thema: der Identität. Um welche Aspekte geht es hier vor allem?
Im Mittelpunkt steht zunächst einmal der künstlerische Aspekt: Die Musik spiegelt stets die Persönlichkeit und die Identität eines Komponisten, und oft ist sie auch ein Reflex auf gesellschaftliche Entwicklungen. Man muss nur an Béla Bartók oder Zoltán Kodály denken, die über den gesamten Balkan wanderten, in die entlegensten Dörfer, um die uralte Bauernmusik zu erforschen und aufzuzeichnen. Dadurch haben sie auch Verbindungen aufzeigen können, den Austausch zwischen verschiedenen Völkern und ihrer Musik. Ein anderes Beispiel wäre Gustav Mahler, der folkloristische Themen immer wieder ins Zentrum seiner Musik gestellt hat, Weiterlesen
Von Gustav Mahler stammt eine berühmte Äusserung zum Thema Identität: «Ich bin dreifach heimatlos: als Böhme unter den Österreichern, als Österreicher unter den Deutschen und als Jude in der ganzen Welt.» Hört man diese Identitäten in Mahlers Musik: das Böhmische, das Österreichische, das Jüdische? Und kann man auch die Fremdheit in der Musik entdecken?
Das Zitat, das durch die in dieser Hinsicht nachweislich nicht sehr zuverlässige Alma Mahler überliefert wurde, hat ganze Generationen von Hörern und Musikethnologen dazu verführt, nach vermeintlich «böhmisch» oder «jüdisch» klingenden Stellen in Mahlers Werk zu fahnden. Es steht ausser Frage, dass es vielerlei folkloristische und volkstümliche Einflüsse darin gibt – im Rahmen einer stilistisch ja ohnehin schillernden Musik. Weiterlesen
Miriam Manasherov (Foto: Meirav Kadichevski)
Sie gehören dem West-Eastern Divan Orchestra seit seiner Gründung an. Als Sie damals, 1999, davon hörten, dass Daniel Barenboim plane, ein Orchester mit Musikern aus Israel und der arabischen Welt zu bilden: Was waren Ihre ersten Gedanken?
Ich war damals achtzehn und superjung, spielte noch Violine und nicht Viola. Für mich war das eine tolle Sache, obwohl es ziemlich überstürzt zuging: Im Mai gab es die Probespiele, im Juli fand dann schon die erste Arbeitsphase statt, und zwar in Weimar, das seinerzeit Kulturhauptstadt Europas war. Wir alle wussten überhaupt nicht, was auf uns zukommen würde – für uns stand zunächst nur fest, dass Maestro Barenboim ein Orchester gründen wollte und wir mit ihm arbeiten könnten. Weiterlesen
Riccardo Chailly und das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA im Sommer 2016 (Foto: Peter Fischli/LUCERNE FESTIVAL)
Woran erkennt man die Identität eines Orchesters?
Riccardo Chailly: Üblicherweise geht die Identität eines Orchesters mit seinem Repertoire einher, mit den Komponisten. Unter Claudio Abbado war die Identität des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA eindeutig durch die Auseinandersetzung mit Gustav Mahler geprägt, durch ein bestimmtes Klangbild und die Präzision der Ausführung – beides kann bei Mahler nicht getrennt werden.
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The Hong Kong New Music Ensemble
Of the 1,104 musicians to have passed through the LUCERNE FESTIVAL ACADEMY since 2004, a significant majority live and work in either Europe or North America. Whilst this will undoubtedly remain a fact for the immediate future, Asia is rapidly increasing in significance as a hub for musicians eager to explore their artistic potential and creative opportunities. We approached some of our alumni based in Japan, Malaysia, China, and Hong Kong to ask for their reflections on living and working in this diverse, complex, and continually evolving part of the planet’s contemporary musical landscape. Weiterlesen
Philippe Jordan (Foto: Philippe Gontier)
Sie stammen aus Zürich und sind heute Musikdirektor der Pariser Nationaloper und Chef bei den Wiener Symphonikern: Wo würden Sie Ihre eigene (künstlerische) Identität verorten?
Philippe Jordan: Genau zwischen diesen verschiedenen Sphären, zwischen der französisch-romanischen und der deutsch-österreichischen Kultur. Und gleichzeitig zwischen der Oper und der Sinfonik, denn es ist mir wichtig, beide Felder mit derselben Intensität zu bestellen. Weiterlesen
Damit LUCERNE FESTIVAL seinen Besuchern auch in Zukunft den bestmöglichen Service bieten kann, hat unser Verkaufsteam bereits zum dritten Mal durch Vermittlung der SWISS einen Workshop beim Lufthansa Aviation Training besucht: Weiterlesen
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