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This is a summary of the club désirer week in Bar 7 Rayos. The extended english version of this post you can find here:
Während der ganzen Woche des club désirer Woche in der Bar 7 Rayoswar relativ viel los und es gab interessierte Gäste, die aus den vielfältigsten Gründen hereinschauten.
Wir haben Clemente Padin kennengelernt, einen Performance und Mail Art Künstler, der während der Militärdiktatur im Gefängnis sass und danach mit Hausarrest festgehalten wurde. Clemente hat uns Bücher und eine DVD mit Videos und Performances mitgebracht und über diese Zeit in Uruguay berichtet. Maurizio Bruno, ein junger Historiker, hat uns die Geschichte Uruguays näher gebracht und unter anderem davon berichtet, wie der Uruguayer Präsident Batlle in den 30er Jahren Schweizer Elemente in die Urugayer Politik aufnehmen wollte.
Urbano ist ein Kulturzentrum von Obdachlosen in Montevideo und sie besuchten uns am Mittwoch. Melina und Maurizio haben uns ihre Lebensgeschichte erzählt und uns über das System der Obdachlosenasyle in Montevideo aufgeklärt. Beide leben in einem Obdachlosenheim, weil sie Schwierigkeiten mit der Familie hatten und ausgestossen wurden. Sie arbeiten im Kulturzentrum und leiten dort Kurse für Theater, Literatur, Video, Kunst und weitere und studieren an der Universität Lehramt. Wenn wir im Oktober wiederkommen, werden wir das Kulturzentrum besuchen.
Der Parlamentspräsident Alejandro Sanchez kam mit einer Reihe von Mitarbeitern und wir diskutierten über Begriffe, die wir mit Demokratie verbinden: Freiheit, Meinungsfreiheit, Partizipation, Gleichheit und wie diese die eigene politische Ausrichtung zeigen. Alejandro Sanchez hat in diesem Jahr ein Parlamentsprojekt lanciert, das ‚nochmal 30 Jahre Demokratie‘ heisst und mit dem wir kooperieren können. Die Diskussion geht weiter um Beteiligung, Sichtbarkeit in der Demokratie und die Frage nach der Zeit für politische Aktivität. Sanchez meint auch, dass sich demokratisches Handeln nicht nur auf alle 5 Jahre wählen gehen beschränken darf. Juan Bervejillo sang uns dann einige seiner sehr bekannten (und zum Teil zensurierten Songs).
Am Donnerstag sprach Jorge Castrillón über die Podemos Bewegung in Spanien, ihre Entwicklung und ihre Schwierigkeiten im Moment sowohl von rechts als auch von links und von den Medien attackiert zu werden. Esteban Ramirez hat eine Studie zur Zensur in Uruguay in der Zeit der Demokratie erarbeitet und berichtet uns von seinen Ergebnissen. Dabei wird klar, dass Uruguay und Spanien grosse Schwierigkeiten haben im Umgang mit den Opfern der Militärdiktatur und dass die Aufarbeitung (vor allem auch mit künstlerischen Mitteln) schwierig ist.
Am Samstag stellte Paula Delgado, Künstlerin, die Frage nach dem Gesetzt Nr 17.515, das die Sex Arbeit in Uruguay regelt.
Das Gesetz ist von Männern gemacht und macht auch sehr klar, dass es aus der Perspektive des Konsumenten formuliert ist.
An diesem Abend findet sich ein sehr internationales Publikum im club désirer ein (Uruguay, Peru, Kolumbien, Venezuela, Schweiz, Deutschland, Polen/Argentinien) und es wird angeregt und heftig über mehrere Stunden diskutiert. Der angeregte Abend endet mit einer Parillada (Barbecue) vor der Bar.
Ana Laura berichtet uns, dass die Barbesitzer sehr froh sind, dass der club désirer Station in der Bar gemacht hat. Es gibt der Bar ein neues Image und hilft, sie wieder attraktiver zu machen. San Martin, der Barmann, erzählt, dass sowohl er als auch die Gäste immer wieder nach dem club désirer gefragt wurden und das es jeden Tag angeregte Diskussionen in der Bar gab. Sie werden in Zukunft öfter wieder Veranstaltungen machen und San Martin meinte: ihr müsst uns, eure neuen Freunde, unbedingt wieder besuchen!