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Der Bund will Betriebe aufgrund der Frankenstärke administrativ entlasten. Er verschiebt zwei statistische Erhebungen um ein Jahr und prüft bei einer dritten eine Reduktion.
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat zur administrativen Entlastung der Unternehmen das Bundesamt für Statistik (BFS) beauftragt, wegen der Frankenstärke kurzfristige und temporäre Massnahmen zu ergreifen. Insgesamt sei mit einer für die Unternehmen spürbaren Entlastung zu rechnen, teilt das EDI mit. Die beteiligten Partner seien über die Massnahmen vororientiert worden.
- Erstens wird die Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung um ein Jahr verschoben. Der Informationsbedarf im Bereich der betrieblichen Weiterbildung sei zwar sowohl national wie international ausgewiesen, schreibt das EDI. Es rechnet aber nicht damit, dass die Verschiebung um ein Jahr zu einer gravierenden Informationslücke führen könnte.
- Zweitens wird die Erhebung über Forschung und Entwicklung (F&E) ebenfalls um ein Jahr verschoben. Die F&E-Erhebung ist bereits mehrmals im Vierjahresrhythmus durchgeführt worden. Die daraus gewonnenen Kenntnisse spielten eine wesentliche Rolle bei der Sicherung von Wettbewerbsvorteilen und der Marktpräsenz der Schweizer Unternehmen. Weil sich ein erhöhter Informationsbedarf gezeigt habe, werde mit einem neuen Konzept ein kürzerer Erhebungsabstand angestrebt. Das Prinzip dieser Erhebung sei nicht in Frage gestellt, die Verkürzung der Periodizität auf den Zweijahresrhythmus werde jedoch um ein Jahr hinausgeschoben.
- Drittens wird die Verkleinerung der Stichprobe für die Lohnstrukturerhebung 2012 geprüft. Die heutige Lohnstrukturerhebung basiere auf einer relativ grossen Stichprobe, da der entsprechende Informationsbedarf hoch sei. Eine Verkleinerung dieser Stichprobe würde jedoch zu einer gewissen Entlastung der Unternehmen führen. Der Informationsverlust bei einer allfälligen Stichprobereduktion sei zurzeit in Abklärung.