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Am frühen Morgen des Samstags, den 28. Juli 2007, (Flüge
die um 1 Uhr Morgens ankommen sollten verboten werden) kommen
unsere Freunde Roger und Katarina von Frankreich im nassen
und kalten Perth an.
Wir kennen Roger seit 1995, als wir zusammen auf demselben
Schiff reisten:
Von
Europa nach Australien via dem Panama Kanal auf dem Container-Frachter
"CMA CGM Matisse"
.
Roger reiste mit uns von Le Havre (FR) nach Tahiti, wo er
uns "seine" Insel zeigte.
Nun ist es an uns ihm "unsere" Insel zu zeigen
..... oder besser gesagt, Teile davon ....
Um die beiden erst an die 8 Stunden Zeitdifferenz zu gewöhnen
fahren wir am ersten Tag nur ins Stadtzentrum von Perth ....
... besuchen den Kings Park mit seinen vielen Blumen ...
im Regen ....
.... den Swan Bell Tower ... schwatzen viel und geniessen
Kaffee und Kuchen bei Mrs. Maud's .... und beobachten einige "Eingeborene"
...
Am Montag den 30. Juli verlassen wir Perth in Richtung Beverly,
wo wir vorhaben
Robert
und Cherry Williamson auf ihrer Schaffarm
zu besuchen.
Das Wetter ist grässlich; Regen, Regen und nochmals
Regen… Wir hoffen weiter östlich auf besseres
Wetter.
Das Land ist mit Wasser getränkt, gewisse Gebiete
sind sogar leicht überflutet.
Es ist nun schon das vierte Mal, dass wir hier vorbei kommen
und zum ersten Mal sehen wir auch Wasser in den Creeks (Flüsse,
welche im Sommer trocken sind).
Viele, aber noch lange nicht alle Wasserdämme, sind
voll.
Der letzte kleine Fluss vor Williamsons Farm ist eben daran über
die Ufer zu treten.
Später erzählt Robert, dass es für sie, bezüglich
des Regens, ein durchschnittliches Jahr sei, so wie sie es
früher gewohnt waren.
Natürlich müssen wir über Nacht bleiben
....
Wie immer ist es sehr lustig bei ihnen und es wird wieder
einmal spät.
Nach einer stürmischen Nacht mit ziemlich intensivem
Regen und Temperaturen bis auf 9°C runter, bricht am
Morgen, wenn auch nicht für lange, die Sonne durch.
Cherry organisiert für uns einen Besuch bei Roberts
Schwester in Hyden.
Das ist fantastisch!
Nach einem letzten Festessen mit
Cherrys
super Dattelkuchen
(sorry, nur auf Englisch erhältlich) und Instruktionen
betreffen einiger lokaler touristischer Attraktionen, fahren
wir in einen verregneten Tag.
Einmal mehr:
Herzlichen Dank dass wir unsere Freunde mitbringen durften!
Das Land ist grün und sehr schön.
Die Schafe sehen aus wie kleine Wolken in einem grünen
Meer.
Beim
Corrigin
Hunde Friedhof
halten wir an und besuchen auch das kleine Naturreservat
gleich gegenüber.
Einige Blumen beginnen gerade erst zu blühen. Die Strasse
ist aber ziemlich nass.
Dann drehen wir südlich Richtung Kulin um
den "Tin Can / Tin Horse Highway"
zu
besuchen.
Entlang der Strasse nach Kulin sind lustige Pferdestatuen
aus Büchsen und Fässern ausgestellt, die Werbung
für die alljährlich im Oktober stattfindenden Pferderennen
machen sollen.
Als wir ein weiteres Mal einen Fotostopp einlegen, um die
drolligen Statuen abzulichten, macht Ruedi ein erstes Mal
Bekanntschaft mit den nach der langen Regenperiode aufgeweichten
Strassenrändern ....
Glückerweise können wir uns mit Hilfe des Allradantriebs
und der Differenzialsperren problemlos wieder freifahren.
Beim Lake Grace dürfen wir leider
nicht weiter, da die Strasse wegen Schäden für
Fahrzeuge über 3.5 Tonnen gesperrt ist.
Das heisst umkehren und zurück nach Kulin, was unsere
heutige Tour um 50 km verlängert.
Erst beim Eindunkeln erreichen wir Hyden und
treffen auf der Farm von Garry und Wendy Whitwell
ein.
Wir verbringen einen sehr schönen Abend. Garry und
Ruedi spielen Gitarre und wir singen viele bekannte und weniger
bekannte Lieder.
Am Mittwoch zeigt uns Garry den Maschinenpark der Farm.
Garry, Wendy und ihre Söhne bestellen eine Fläche
von 4'800 – 5'000 ha.
Zum Säen benötigen 4 Leute beinahe 2 Monate (6
Wochen à 24 Stunden non Stopp).
Zwei Fahrer wechseln sich in 12 Stunden Schichten ab, eine
Person organisiert und beschafft das benötigte Material
und die Ersatzteile und eine Person entfernt grosse Steine
und Wurzeln.
Die Maschine zum Säen ist 18.5 m breit.
Der Traktor, der die Maschine und den zusätzlich Tank
mit dem Flüssig-Stickstoff zieht, ist mit Raupen versehen,
was den Druck auf den Boden verringert.
Das ganze Graben, Säen, Düngen und Zudecken der
Saat wird in einem einzigen Arbeitsgang durchgeführt.
Die Grabarme aus Wolfram sind flexibel aufgehängt, so
dass sie über grössere Steine wegschleifen können.
Der Dünger wird leicht versetzt zur Saat gestreut -
nah genug um zu düngen, aber weit genug weg um die junge
Pflanze nicht zu verbrennen.
Schlussendlich wird noch Stickstoff (Flexi-N) versprüht, aber auch dieses
in sicherem Abstand zur Pflanze.
Das dahinter folgende Rad schliesst den Graben und komprimiert den Boden.
Die Maschine ist betreffend der Grabentiefe und des Bodendrucks
einstellbar, um sie den verschiedenen Bedingungen anzupassen.
Alle 50 – 60 ha muss die Maschine mit Saat, Dünger
und Flüssig-Stickstoff neu beladen werden.
Auf der Farm werden Lupinen als Schaffutter, Fabar Bohnen
und Gerste zum menschlichen Verbrauch, sowie Raps zur Ölproduktion
angebaut.
Im Schuppen steht noch weiteres schweres Gerät, bereit
für den Einsatz.
Die ganze Maschinerie wird lokal gewartet.
Der Sprühanhänger ist ausgefahren ganze 45 m
breit. Er wird von einem Traktor mit Rädern gezogen,
weil damit weniger Pflanzen flach gefahren werden.
Mit dem 7'000 Liter fassenden Tank können 120 – 150
ha besprüht werden..
Der Traktor wird über ein GPS automatisch gesteuert.
Dank Differenzial-GPS wird die vom Rechner berechnete Route
mit einer Genauigkeit von 3 cm abgefahren.
Garrys Rolle besteht im Wesentlichen aus der Überwachung
des ganzen Prozesses. Alles andere funktioniert automatisch.
Die heutigen, modernen Bauern brauchen ein gutes Verständnis
für Computer und müssen in der Lage sein komplexe
Systeme und Maschinen selbständig zu bedienen und zu
Unterhalten.
Später am Tag muss Garry den Traktor und den Sprühanhänger
zu einem 60 km nördlich liegenden Gebiet seiner Farm
verschieben.
Roger und Katarinas Camper wird, als Begleitfahrzeug, mit
dem "Oversize" Schild versehen, Ruedi klettert
zusammen mit Garry in den Traktor, wir schalten das Funkgerät
auf UHF Kanal 40 (dem Lastwagen Kanal) und fahren los.
Roger muss etwa 500 m vor dem Traktor herfahren.
Susi bedient das UHF Funkgerät; sie muss den Gegenverkehr
vor dem Traktor und Garry vor dem Gegenverkehr warnen, so
dass er am Rand der Strasse anhalten kann.
Der grösste Teil der Strecke ist Naturstrasse. Rogers
Camper ist nicht für diese Strassen gebaut und hat zeitweise
leichte Probleme damit.
Auf dem Wellblech verliert der Wagen auch einen Raddeckel,
der aber von Garry und Ruedi aufgelesen wird.
Am Ende schaffen wir das Ziel und sind mächtig stolz
etwas geholfen zu haben.
Auf dem Gelände prüft Garry den Regenmesser.
Seit 10 Tagen, als er das letzte Mal hier war, sind 38 mm
Regen gefallen.
Garry ist damit sehr zufrieden.
Es sieht so aus, als ob dieses, nach sechs schlechten, ein
gutes Jahr werden könnte.
Garry erklärt, dass bis vor einigen Wochen so wenig
Regen gefallen sei, dass in einigen Gebieten die Saat nicht
einmal getrieben hätte.
Einige der Lupinen seien so klein geblieben, dass es beinahe
unmöglich sein werde, sie mit der Maschine zu ernten.
Trotz dieses späten Regens sei es nicht mehr möglich,
dass die Lupinen aufholen würden, aber die Samen die
noch nicht getrieben hätten, bekämen jetzt ihre
Chance.
Auf dem Rückweg halten wir bei "Mulka's Cave" und
"The Humps".
Wir beschliessen die "Humps", eine Ansammlung von
Felsen, von welchen man eine 360° Aussicht geniesst,
zu besteigen.
"The Humps" werden auch "der Wave Rock des
kleinen Mannes" genannt.
Beide Felsen wurden durch unterirdische Erosion gebildet
wurden. Dabei hat konstante Feuchtigkeit der Umgebung den
Stein zerfressen.
Kleine Gärten bedecken Teile des Felsens.
Es hat eine grosse Anzahl an Sonnentau, die mit ihren klebrigen
Blättern Insekten fangen und sie dann "fressen".
Auch die Felsfarne (Cheilanthes austrotenuifolia), die
entlang der Felsbrocken wachsen, sind interessant.
Sie sind eine Art "Auferstehungs-Pflanzen" - der
Dürre und Hitze ausgesetzt verkommen sie zu einem vertrockneten,
hutzeligen Gestrüpp, das mehr tot als lebendig aussieht,
aber kaum bekommen sie Wasser, sind sie innert 24 Stunden
wieder fit und sehen ganz gesund und munter aus!
Vor hunderten von Millionen Jahren war das Klima hier tropisch
und die "Humps" waren mit Pflanzen des Regenwaldes
bewachsen.
Eine der überlebenden Spezies ist die "Silber Prinzessin" (Eucalyptus
caesia subspecies caesia), welche mit ihren blass-silber-weissen
Rinde und den rosa Blüten zu den beliebtesten Bäumen
in Australien zählt.
"The Humps" sind umgeben von
Sheoaks (Allocasuarina huegeliana).
Ihre walnuss-grossen holzigen Nüsse sind so rau, dass
sie Emus manchmal essen, um beim Zermalen des Futters während
der Verdauung nachzuhelfen!
Die Felsskulpturen sind meistens das Resultat von Wind und
Wetter, sowie etwas Hilfe von chemischen Reaktionen und Mikroorganismen.
Die Löcher und Höhlen (tafone) in den Felsen, "wachsen" von
innen nach aussen. Irgendwann bricht die Wand dann durch
und formt damit die "Fenster".
Diese Löcher können einige Meter gross werden.
Die "Mulka's Cave" (nicht im Bild) ist ein gutes
Beispiel dafür.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem Damm vorbei und
lesen, dass diese Dämme, die für die Tiere wichtig
sind, mithelfen, eingeschlepptes Unkraut zu vermehren.
Leider sind die lokalen Pflanzen bei der Konkurrenz ums überleben
meistens nicht die Gewinner.
Der eben erst gefallene Regen hat viele Wasserpfützen
hinterlassen, welche die Tiere natürlich lieben ....
der Regenbogen ist herrlich!
Wir kehren zur Farm zurück und verbringen einen interessanten
Abend mit sehr persönlichen Diskussionen über Gott
und die Welt.
Es ist kaum zu glauben, wie nahe man sich in so kurzer Zeit
kommen kann. Super!
Nach einer kalten Nacht mit lediglich 6.9°C wachen
wir zu einem warmen, sonnigen Tag auf.
Während dem Packen verwöhnt uns Wendy noch zusätzlich.
Danke Garry und Wendy!
Es war sehr schön bei euch.
Wir fahren zum Einkauf in die "Stadt" und finden
diese komische Gruppe ...
... das Pferd hat sogar innere Organe ....
Dann ist es Zeit für die Hyden – Norseman
Road.
Dieses Mal nehmen wir uns Zeit (mehr oder weniger), um die
verschiedenen Schilder am Weg zu lesen und die Attraktivitäten
zu besuchen.
Wir kommen am State Barrier Fence vorbei
und erfahren, für was er gebaut wurde.
Für
Details hier klicken.
Wir hatten in Coober Pedy (
dog
fence
) und in Roxby Downs (
Arid
Recovery Project
) früher im Jahr schon ähnliche Zäune gefunden.
Kurze Zeit später passieren wir den Einstieg in den
Holland Track.
Die wenigen, bereits blühenden Pflanzen wecken Erinnerungen
an die wunderschöne
Fahrt
entlang dem blumenübersäten Holland Track von 2006
.
Dann erreichen wir die Gemeindegrenze.
Etwas Statistik ....

Grösse:
Misst lediglich 40 km von der Nord- bis zur Südgrenze,
aber mehr als 200 km von der West- bis zur Ostgrenze.
Die Gemeinde Kondinin hat innerhalb von West Australien
eine mittlere Grösse und ist 7'340 Quadratkilometer
gross.

Grösse:
Erstreckt sich östlich über mehr als 900
Kilometer bis Eucla nahe der Grenze zu Süd Australien.
Die Gemeinde Dundas ist unglaubliche 92'725 Quadratkilometer
gross - mehr als 10 x so gross wie die Gemeinde Kondinin.

Einwohner:
In der Gemeinde leben etwa 1'200 Leute, aufgeteilt
in Farmen, einige Minen-Lager, kleine Ortschaften
und die drei Städte - Hyden, Karlgarin und Kondinin.

Einwohner:
Ein grosser Teil des Gemeindegebietes ist unbesiedelt,
so dass die Einwohnerzahl ebenfalls lediglich 1'200
Personen beträgt - etwa gleichviel wie die westliche
Nachbargemeinde.
Die obige Statistik zeigt deutlich, dass wir und definit
in Richtung "Outback" bewegen .... wo es viel Platz
und nur wenige Leute gibt - viel "Nichts" also.
Das heisst aber auch, dass wir uns in Gebiete begeben, wo
wir etwas vorsichtiger sein müssen, betreffend dem was
wir tun.
Hier draussen werden wir nicht vielen Fahrzeugen und Personen
begegnen, die uns helfen könnten.
[Eben in der Woche wo wir diesen Bericht schreiben (Ende
September), sind in genau diesem Gebiet drei Australier mit
Flugzeugen und Fahrzeugen gesucht worden, da sie von einem
4 Stunden Trip nicht zurückkehrten. Sie wurden schlussendlich
nach drei Tagen, nahe am verdursten, aber lebend gefunden.
Sie hatten nur 2 platte Reifen und einen lecken Kühler
...
Grund: Schlechte Vorbereitung.
Kosten: schlappe 100'000 AUD]
Es ist nicht einfach zu verstehen, was "Outback" in
Bezug auf seriöse Vorbereitung tatsächlich heisst,
z.B. Mitführen von genügend Wasser, tragen von
gutem Schuhwerk (Tongs und Sandalen gehören, auch wenn
es heiss ist, nicht in den Busch) etc.
Man muss offensichtlich selber zuerst in echte Schwierigkeiten
geraten (oder froh sein, davon verschont geblieben zu sein),
bevor man sich entsprechend zu vorbereiten beginnt.
Dann finden wir "The Breakaways".
Fasziniert stehen wir vor den verschiedenfarbigen Gesteinsbrocken.
Die Breakaways, die mit einer harten Kappe überzogenen,
farbigen Felsen, sind eine der ältesten geologischen
Regionen der Erde (Yilgarn Block).
Alle weicheren Erdtypen sind durch den dauernden Einfluss
von Wind und Wetter wegerodiert worden.
Nur die Bereiche die mit einer harten Lateritschicht (ironstone
/ granite) überzogen waren, widerstanden den Elementen.
Dort wo die harte Kruste überlebt hat, bildet sie weiterhin
einen Schutz für das alte Gestein, dort wo sie zerbröckelt
ist, bilden sich durch die Erosion der darunterliegenden
weichen Schichten, steile Klippen.
Die intensiven Farben, die man vielfach bei diesen Klippen
findet, sind den verschiedenen Erdtypen zuzuschreiben, wobei
ihnen die verschiedenartigen Lateritschichten eine rost-rote
oder graue, die Sandsteinarten eine gelbe, oder weisse Farbe
geben.
Hier können wir auch sehen, wie sich einige der Eukalypten
schälen.
Im späten Frühling, Sommer oder Herbst hängen
lange Bänder aus Rinde graziös an den Eukalypten
- Teil des jährlichen Austauschs der Rinde.
Wir erreichen die ersten Minen, stoppen zum Mittagessen
an der Kreuzung mit der Forrestania - Southern Cross Road
und wundern uns, was für Fahrzeuge wir wohl zu Gesicht
bekommen werden ...
Das Vehikel oben macht einen riesigen Krach, da hinten an
jedem Element ein Motor läuft.
Wir lesen auch viel über die lokalen Nickel-Minen,
für
Details hier klicken.
Aber die Zeit eilt. Wir wollen bis zum Einnachten Norseman
erreichen.
Also haben wir keine Zeit, die weiteren Attraktionen entlang
der Strecke zu erkunden.
Mit dem letzten bisschen Tageslicht kommen wir in Norseman
an und verbringen eine ruhige Nacht auf dem lokalen Caravan
Park.
Am Freitagmorgen ist es sonnig aber recht kalt.
Ein Camper mit seinem Papagei ist auf einen Spaziergang
und stoppt für einen Schwatz ....
Da wir gestern wegen der einbrechenden Dunkelheit keine
Bilder des Salzsees nehmen konnten fahren wir nochmals zum Lake
Cowan zurück.
Er ist schon beeindruckend, vor allem wenn man nachliest,
was da so alles drin leben kann;
für
Details hier klicken
.
Unser nächster Halt ist am Bacon Hill Lookout.
Die alten Teile der Mine sind gut sichtbar, die neueren
Teile sind unter der Erde.
Am Ausguck hat es gute Tafeln mit vielen alten Fotos über
die Geschichte von Norseman,
für
Details (leider noch auf Englisch) hier klicken.
Unsere Zeit vergeht im Fluge und schon bald ist es Zeit
nach Kalgoorlie, weiter zu ziehen, in dessen
Nähe wir im Bush übernachten.
Die Sonne weckt uns nach einer kalten Nacht mit nur 5.6°C.
Rogers Camper-Batterie hat den Geist aufgegeben und muss
ersetzt werden, also fahren wir in die Stadt.
Kalgoorlie ist eine kleine, nette Stadt.
Der Brunnen in der Mitte der Stadt erinnert an Paddy Hannan.
Der Wassersack "funktioniert" tatsächlich!
Als Paddy hannan im Jahre 1893 Gold entdeckte und seine
Schürfrechte registrierte, folgen ihm in wenigen Tagen
etwa 700 Leute und begannen in der ganzen Gegend nach Gold
zu suchen.
Innert 5 Jahren, hatte die Bevölkerungszahl so stark
zugenommen, dass sich zwei Städte gleichzeitig entwickelten
- Kalgoorlie und Boulder.
Die gesunde Wirtschaft hatte zur Folge, dass die Städte
bereits 1910 über eine Frischwasserversorgung (gespiesen über
eine Pipeline vom 500 km östlich liegenden Mundaring
Wehr), Elektrizität, viele schöne Gebäude,
eine Tramlinie entlang der Hannan Street und jeden anderen
erdenklichen Komfort, verfügten.
Viele der Original-Gebäude stehen heute noch und wurden
mittlerweile schön restauriert ...
... die Markthalle...
Einige Hausbesetzer hatten sich in den alten Mauern
des Marktes kleine Geschäfte eingerichtet.
Jedem Versuch der Verwaltung sie zu vertreiben wurde Widerstand
entgegengesetzt.
Sir John Forrest versprach der Verwaltung, dass, sollten
sie in der Lage sein, diese Leute zu vertreiben, das Land
der Gemeinde als Stiftung gegeben würde.
Mit dem typischen "Goldminen eigenen Charakter" nahm
die Gemeindeverwaltung den kürzestes Weg und kaufte
die illegalen Siedler einfach aus.
…
die Hotels und Verkaufsläden …
…
das Gerichtsgebäude und die Stadthalle …
Es hat hier einen schönen Brunnen zu Ehren der heiligen
Barbara, der Schutzpatronin der Mineure.
Die heilige Barbara war die christliche Tochter eines
noblen Heiden, welcher sie einem nicht christlichen Freier
versprochen hatte.
Sie floh und versteckte sich in den Untertagbau-Minen, wo
sie von den Mineuren beschützt wurde. Im Gegenzug lehrte
und erklärte sie den Männern die Werte der christlichen
Religion.
Sie blieb für zwei Jahre in den Minen, bis ihrem Vater
durch Schafhirten ihr Versteck verraten wurde.
Als sie eines Tages Wasser holen ging, wurde sie gefangen
genommen, zum Tode verurteilt und durch ihren eigenen Vater
geköpft.
Beim Touristen Centre erfahren wir, dass am Super
Pit, der welt-grössten Tagbau-Goldmine um
13 Uhr gesprengt werde.
Also nichts wie hin ...
Der Super Pit ist, obwohl wir nicht das erste Mal hier sind,
immer noch sehr beeindruckend.
Der verwendete Maschinenpark ist in allen Belangen imposant
- nicht nur in der Grösse der einzelnen Maschinen ....
für
mehr Details (leider noch auf Englisch) hier klicken.
Hier noch zwei weitere Grössenvergleiche ...
Es ist schon bald 1 Uhr und wir versuchen immer noch, aber
leider erfolglos, herauszufinden in welchem Bereich der Grube
gesprengt wird.
Bei der Besucherplattform werden bereits die letzten Funkdurchsagen
und der Countdown vor der Sprengung übertragen.
Die Spannung steigt und alsbald hören wir drei weit
entferne Detonationen und spüren eine leichte Erschütterungen.
War das alles?
Ja, das war's ... Wir sind enttäuscht. Die Sprengungen
fanden in einem nicht einsehbaren Bereich der Mine statt.
Das einzige was man sieht, sind kleine aufsteigende Staubfahnen.
Wenn die Sprengungen allerdings gross und nah gewesen währen,
währe die Besucherplattform wahrscheinlich sowieso geräumt
worden.
Nächster Halt ist die Miner's Hall of Fame.
Wir kommen gerade rechtzeitig zur Demonstration des Goldgiessens.
Wir schauen gebannt zu, wie das Gold in die Barrenform gegossen
wird ... erst danach erklärt der Giesser, dass es sich
hier natürlich nicht um echtes Gold, sondern eine Mischung
aus Kupfer und anderer Mineralien handle ... ist bei den
heutigen Goldpreisen von über 700 $ pro Unze (28 g)
auch verständlich.
Dann ist es Zeit für die Tour in eine stillgelegte
Untertagbau-Mine.
Wir fassen einen Helm und werden in einem kleinen Lift 15
m unter die Erde gebracht, in den Schacht einer Original-Mine
der frühen "Golden Mile".
Unser Führer ist ein pensionierter Mineur, welcher
uns die verschiedensten Werkzeuge zeigt und teilweise demonstriert,
welche früher in diesen Minen verwendet wurden.
Er meint nur: "Das Bezahlung war gut, aber die Arbeit
schrecklich".
Für mehr Bilder und Info
bitte
hier klicken.
Es gäbe noch viel mehr zu sehen und zu berichten ....
da wir aber bis zum Abend Menzies erreichen müssen ist
es Zeit diesen interessanten Platz zu verlassen.
Ein weiterer Grund Kalgoorlie nochmals (manches Mal) zu besuchen.
Wir erreichen Menzies mit dem letzten
Sonnenstrahl und nisten uns auf dem lokalen Campingplatz
ein.
Die Nacht ist mit 10.9°C nicht zu kalt - wir kommen weiter
nördlich in wärmeres Klima.
Uns soll es recht sein!
Am Sonntag fahren wir zum Lake Ballard.
Wir wollen uns die bekannten, von Antony Gormley kreierten
Stahlstatuen ansehen.
Wir erklimmen den kleinen Hügel im Salzsee, von wo
man eine schöne Aussicht hat.
Die 51 Figuren sind veränderte Abbildungen von "Laser
Scans"
von noch lebenden Einwohnern aus Menzies. Na ja ...... Kunst
ist bekanntlich Geschmacksache.
Nach den kürzlich Regenfällen sind Bereiche der
Oberfläche des Salzsees noch feucht-nass. Die Schuhe
hinterlassen ihre Spuren
Es ist interessant die verschiedenen Tierspuren und die wachsenden
Salzkristalle im langsam austrocknenden See zu untersuchen.
Analphabetismus scheint in Australien ein Problem zu sein,
da einige Leute offensichtlich die Warnschilder nicht lesen
können und mit ihren Fahrzeugen auf den See hinausgefahren
sind.
Ihre Spuren werden bis zur nächsten Flut, oder auch
länger bestehen bleiben.
Mit Genugtuung betrachten wir die Spuren eines Fahrzeugs,
welches im Salzwasser tüchtig eingesunken war - recht
so!!
Auf dem weiteren Verlauf der Naturstrasse lässt sich
ein kleiner Warran (ca. 40 cm lang) geduldig fotografieren.
Daneben bietet die Strecke bis Leonora nichts Spezielles.
In Leonora erspähen wir diesen Baum
.... erstaunlich was Leute alles für Ideen haben.
Wir besuchen die
Geisterstadt
von Gwalia
die wir letztes Jahr schon besichtigten.
Es ist traurig mit anzusehen, wie schnell sich der Zustand
der
"Ausstellung" durch die Umwelteinflüsse verschlechtert.
Für die Nacht fahren wir zum Malcom Damm.
Die Nacht ist wiederum wärmer als ihr Vorgänger,
die Temperatur fällt nur noch auf 12°C.
Bei schönstem Sonnenschein wachen wir auf. Die Oberfläche
des Sees sieht aus wie flüssiges Metall.
Wir haben Glück: Die Wettervorhersage für die Region
um Leonora ist gut, ganz im Gegensatz zur Südküste
und der Gegend um Norseman, wo es regnen soll.
Uns soll's recht sein ...
Wir fahren nordwärts. Am Strassenrand blühen
immer mehr Blumen.
Wir fahren definitiv in die richtige Richtung.
Wir verspüren starken Gegenwind. Der Dieselverbrauch
wird für diese Strecke entsprechend hoch sein, bei 90
km/h Geschwindigkeit und 30 km/h Gegenwind.
Wir fahren in Leinster, einer kleinen
jungen Stadt ein, welche erst 1977, zur Unterstützung
des lokalen Minenbetriebs, gebaut wurde.
Als wir uns bei der lokalen Polizei nach dem Strassenzustand
erkundigen, raten sie uns nicht via Wiluna nach Mekatharra
zu fahren.
Die Strasse sei im besten Fall sehr stark corrugated (= Wellblech)
und damit nichts für den Camper von Katarina und Roger.
Also fahren wir westwärts in Richtung Sandstone.
Der Wind trifft uns nun von der Seite, was für Roger
und Katarina eine kleine Herausforderung ist, da ihr Camper
leicht ist, aber eine grosse Angriffsfläche bietet … dem
OKA mit seinem Gewicht ist das egal.
Für einmal ist das hohe Gewicht von Vorteil.
Das Wetter ist genial - Sonnenschein und eine Temperatur
von 25.5°C!!
Nach der Durchfahrt der Booylgoo Range trifft uns der Wind
wieder frontal und wir können nicht einmal mehr die
90 km/h schnell fahren.
Dann erreichen wir die kleine, verschlafene Stadt Sandstone,
welche innerhalb der Black Range liegt.
Es ist die klassische Entwicklungsgeschichte einer Stadt
im Goldgräbergebiet ....
1894 wurde in der Umgebung Gold gefunden.
1907 betrug die Einwohnerzahl bereits 6'000 bis 8'000 Leute,
es hatte vier Hotels, viele Kaffees, vier Metzger, eine vollbesetzte
Polizeistation und zwei Banken und im Juli 1910 kam ein Bahnanschluss
dazu.
1919 war alles vorbei und übrig blieben ganze 200 Einwohner.
Viele Gebäude wurden abgebaut, in andere Städte
transportiert und viele leere Plätze blieben im Ort übrig.

Die Bewohner von Sandstone unternehmen viel um ihre
Stadt attraktiv zu halten.
Die breite Hauptstrasse ist mit hübschen Blumen
dekoriert, die Häuser sind renoviert, altes Gerät
der Mineure wird als Blumentöpfe verwendet ....
im Pub werden sogar "skimpy nights" (oben-ohne
Bedienung) organisiert. ...
Viele andere Dinge machen einem aber klar, wie weit
vom Schuss der Ort ist.
Sandstone Sanitätsstation, welche vom Royal Flying
Doctor Service betrieben wird ... einen Tag alle drei
Wochen! Dazwischen hat man gefälligst nicht krank
zu werden!
Die nächste medizinische Versorgung ist in Mt.
Magnet (150 km auf asphaltierter Strasse) oder Mekatharra
(195 km auf Naturstrasse).
Das ist wirklich "out bush" …
Die Poststelle ist typisch für eine kleine Stadt im
Outback. Im gleichen Raum befinden sich sowohl Poststelle,
der allgemeine Einkaufsladen und die Bank.
Uns interessieren die lokalen, touristischen Aktivitäten
und so besuchen wir das Tourist Information Centre.
Es ist hübsch gemacht und beinhaltet gleichzeitig auch
das lokale Museum.
Auch bekommen wir dort den Schlüssel zur Kirche.
Sie wurde 1908 gebaut, ist klein und war ursprünglich
eine katholische Kirche.
1995 wurde sie restauriert und wurde zur konfessionslosen
Kirche erklärt.
Die Hauptattraktion ist das grosse Glasfenster, das die lokale
Umgebung mit ihren Tieren und Pflanzen zeigt.
Dann fahren wir zur London Bridge.
Es ist ein, vermutlich 350 Millionen Jahre alter Felsbogen
aus Sandstein.
Die Erosion nagt aber auch hier laufend am Gestein.
Um 1900 konnte die Brücke noch mit Pferd und Wagen befahren
werden .... heute wird mit Hinweisschildern vor dem betreten
des Felsbogens gewarnt.
Über Nacht bleiben wie auf dem staubigen, lokalen Campingplatz.
Ein Gewitter entlädt sich über dem Ort, bringt
aber nur wenig Wasser für die von der Dürre geplagte
Gegend.
In "normalen" Jahren sollte um diese Jahreszeit
in dieser Gegend die rote Erde mit einem farbigen Blumenteppich überdeckt
sein.
Die Reiseführer erwähnt aber die Abhängigkeit
von Jahreszeit und Regen - und der Regen blieb dieses Jahr
aus.
Langsam zweifeln wir, ob wir noch Gegenden durchfahren werden
wo die Wildblumen blühen ....
Am Dienstagmorgen ziehen wir weiter und besuchen Mount
Magnet, die älteste, aktive Goldgräber
Siedlung in West Australien.
Auch hier wurden einige alte Gebäude restauriert.
Im lokalen Laden können Anleitungen und Schürf-Ausrüstungen
zur Goldsuche gekauft werden.
Sie haben eine spezielle Art freie Arbeitsstellen auszuschreiben!
Hier die ungefähre Übersetzung (bitte entschuldigt
die Sprache ....):

"Ist Dir das normale Leben verleidet?
Möchtest DU Dein leben zu Hause ruinieren, Dich
von deiner Frau scheiden lassen, saufen wie ein Alkoholiker,
KEINE Freunde und kein Geld haben, Dich nur noch für
Deine Arbeit interessieren, Deinen Verstand verlieren,
fett und schlampig werden, behandelt werden wie ein
Kind, beschissen aussehen ....
WENN DAS DEINE ANGESTREBTEN WERTE SIND, DANN BIST DU
GENAU DIE PERSON DIE WIR SUCHEN!
KOMM ZU UNS IN DIE MINEN, wir haben all das zu bieten,
und noch viel mehr ...
Kennst Du die Tage, an denen Du nicht weisst, was
Du zur Arbeit anziehen sollst?
Na ja, Du musst Dir darüber nicht mehr den Kopf
zerbrechen, genehmige Dir ein paar Drinks in der nassen,
dreckigen Umgebung und gehe in den Kleidern zu Bett
die Du gerade anhattest und wache am nächsten
Morgen wieder auf.
Kein Problem betreffend interessant aussehen, sei wie
Du bist.
Wenn Du gerne 24 Stunden am Tag arbeitest, ist das
kein Problem, da die nasse Schweinerei genau dazu gut
ist, Tag für Tag, Tonne um Tonne.
Wenn Du eine Frau oder eine Freundin hast, mach Dir
keine Sorgen, das wird nicht mehr lange so sein, wenn
sie erst gesehen haben, wie Du heute bist ....
Wenn Du Hobbys hast, ist es für uns ein leichtes
Dich von diesen zu befreien. Das einzige Hobby das
Du brauchst ist saufen.
Wenn Du Manieren hast, dann werden diese auch verschwinden
müssen. Das einzige Vokabular das Du kennen musst
ist das Folgende ...
Eine Kiste Bier, Arschlecker, Wichser, schöne
Brüste, meine Klimaanlage geht nicht, wo ist mein
Lohn und NEIN ich war's nicht!
(ODER IN ANDEREN WORTEN - LASS DICH NICHT ERWISCHEN!)
DAS IST NUR EINE GROBE BESCHREIBUNG DES LEBENS IN
DEN MINEN.
Für einen kompletten, farbigen Prospekt (6'789 Seiten),
schreibe bitte an ....
"
Man sieht, wir sind wieder zurück auf dem Great Northern
Highway.
Auf dieser Strasse wird viel schweres Material verschoben.
Wir fahren zu "The Granites",
Felsabbrüche in schönen orangen, rot-gelben und
weissen Farben.
Die Erosion hat interessante Formen hervorgebracht.
Dann geht's weiter durch Cue, eine weitere
Goldgräber Stadt.
Es stehen nur noch wenige Gebäude, einige warten immer
noch auf ihre Restauration.
Wir kommen zu den "Walga Rocks".
Die Felsbrocken sind recht schön und imposant.
Die Felszeichnungen aber, haben ziemlich gelitten.
Interessant und bekannt ist die Zeichnung eines Schiffes
mit einer Art Schrift darunter … es ist definitiv
nicht traditioneller Aboriginal Malstil …
Wir schlagen unser Lager auf, holen Stühle, Fotoapparate,
Portwein und Salznüsse hervor und geniessen den Sonnenuntergang.
Auch diese Felsen wechseln währen des Sonnenuntergangs
ihre Farbe, jedoch nicht so extrem wie der Ayers Rock oder
die Olgas.
Dennoch, die Stimmung ist sehr friedlich.
Die Temperatur fällt schnell, so dass wir schon bald
in den Campern Schutz vor dem Wind suchen.
Währen der Nacht geht das Quecksilber wieder bis auf
5.6°C hinunter.
Heute Mittwoch stehen wir früh auf, da wir noch im
Laufe des Morgens Mekatharra erreichen möchten, um die
School of Air (Schulbetrieb über Funk) und die Royal
Flying Doctor Basis besuchen zu können.
Da wir schon um 7:30 unterwegs sind sehen wir auf unserem
Weg viel Kängurus.
Auf dem Weg nach Norden fahren wir an vielen Minen vorbei,
wobei wir bei einigen der Strasse entlang, riesige Maschinen
bestaunen können.
Schon kurz nach 10 erreichen wir Mekatharra.
Nachdem wir die School of Air nicht finden können, erklärt
man uns im Tourist Office, dass diese vor 12 Monaten abgebrannt
sei - macht also Sinn.
Betreffend der Royal Flying Doctor Basis sagt man uns, dass
diese etwas knapp an Personal seien und möglicherweise
niemand auf der Basis anzutreffen sei - was dann auch der
Fall war.
Wir sind etwas frustriert, werden es aber nach dem Einkaufen
und einer Tour durch das Städtchen, nochmals versuchen.
Überall im Ort ist historisches Material aufgestellt,
das es zu studieren gilt.
Für Details über die eine Entwicklung in der Minentechnik
in Mekatharra im letzten Jahrhundert
bitte
hier klicken.
Wir erkunden Mekatharra.
Die Stadt ist sehr sauber, aber alle Fenster sind verrammelt
und vergittert, was der Stadt einen abweisenden Charakter
verleiht.
Wir ziehen weiter nordwärts, zur nächsten Stadt
- Newman - 422 km weit weg.
Auf der Strasse herrscht viel Verkehr, hauptsächlich
Road Trains und zwischendurch ein paar verstreute Touristen
mit ihren Gefährten.
Wir schaffen Newman nicht vor der Dunkelheit und übernachten
beim Capricorn Roadhouse.
Mit den vielen Kängurus und anderen Tieren welche nachts
die Strasse überqueren ist es ist zu gefährlich
im Dunkeln zu fahren.
Das erste Mal können wir im Freien essen.
Die Temperatur geht aber gegen Morgen immer noch auf 5.6°C
zurück.
Am Donnerstagmorgen stehen wir früh auf und sind schon
vor 8 Uhr im Tourist-Office von Newman.
Die freundliche Bedienung informiert uns, dass die Tour von
8:30 nicht stattfinde und die 10 Uhr Tour bereits ausgebucht
sei.
Wir sind enttäuscht, entscheiden aber unsere Pläne
zu ändern, einzukaufen und Kleider zu waschen und dann
an der 14 Uhr Tour teilzunehmen.
Während Katarina und Roger ihre Wäsche waschen,
geht Susi einkaufen und Ruedi macht sich beim Tourist-Office
an die Arbeit, um endlich den neuen Reservereifen richtig
auf die Felge zu montieren.
Irgendetwas ist falsch und die beiden Felgenhälften
lassen sich nicht zusammenschrauben.
Die Ungeduld wächst und die verwendeten Werkzeuge werden
immer grösser ... aber es geht einfach nicht.
Da Ruedi den Reifen montieren muss bevor wir weiter können,
gibt Susi die Tourbillette wieder zurück. Katarina und
Roger müssen alleine gehen.
Ruedi und Susi unternehmen einen neuen Versuch, Beadlock-Schlauch,
Beadlockmantel, Dichtungsring, Reifen und Felgenhälften
sauber zusammenzubauen.
Plötzlich geht es wie von selbst, alles passt und die
Felgenhälften können zusammengeschraubt werden.
Es ist bereits nach 13 Uhr. Susi rennt zurück zum Tourist-Office
und kauft die Billette nochmals.
Wir schaffen es gerade noch, alles zu putzen und einzupacken
und dann ist es Zeit für die Tour.
Der Autobus holt uns beim Tourist-Office ab und fährt
durch die Sicherheitskontrolle in die Mt. Whaleback
Mine.
Mt. Whaleback ist die weltgrösste Tagbau-Eisenmine.
Schon bald staunen wir über die riesigen Maschinen,
sowie die technischen Details und Zahlen die uns die Tourleiterin
erzählt.
Die Ganze ist zwar eine riesige Werbetour für BHP Billiton,
für die wir erst noch bezahlten, aber wir sind trotzdem
sehr beeindruckt und können die Tour nur empfehlen!
Für Fotos und Details der Tour
bitte
hier klicken
.
Schon bald ist es Zeit weiter zu ziehen.
Wir fahren zum Mt. Robinson und übernachten bei der
dortigen Raststelle.