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Forscht Apple mit Tarnfirma an Automobil-Projekt?
Veröffentlicht am Montag, 16. März 2015, um 07:05 Uhr von Patrick Bieri
Apple soll sich einer Tarnfirma bedienen, um ein Forschungs-Projekt im Automobil-Sektor zu betreiben. Das Projekt läuft angeblich unter dem Namen «Titan» und ist bereits über das Vorstadium hinaus fortgeschritten.
Nur wenige Autominuten vom 1 Infinite Loop entfernt, in Sunnyvale, sollen Apples Ingenieure an einem Automobil-Projekt arbeiten, wie AppleInsider meldet. Intern soll das Projekt den Codenamen «Titan» haben, wie mit der Sache vertraute Personen berichten.
Damit das Projekt kein Aufsehen erregt, soll Apple zahlreiche Vorkehrungen unternommen haben.
Bedient sich Apple einer Tarnfirma?
Im letzten Mai mietete sich Apple in Sunnyvale in mehreren Gebäuden ein, die zuvor vom Halbleiterhersteller Maxim Integrated genutzt worden sind. Auf dem Gelände könnte Apple Qualitäts-Kontrollen durchführen. Das Gelände, auf welchem sich Apple einmietete, wird nicht exklusiv von Apple genutzt: Zahlreiche andere Mieter finden sich auf dem Gelände.
Im Gebäude mit der Nummer 175 hat sich das Marktforschungs-Unternehmen «SixtyEight Research» eingemietet. Das Unternehmen verfügt über eine uninformative Webseite, auf welcher auf die Markforschungs-Aktivitäten des Unternehmens hingewiesen wird. Referenzen sucht man allerdings vergeblich.
AppleInsider spekuliert nun, dass es sich dabei um eine Tarnfirma von Apple handeln könnte.
Sicherheits-Vorkehrungen wie bei Apple
Die Fenster des Gebäudes, in welchem sich «SixtyEight Research» eingemietet hat, sind aus Milchglas oder verdunkelt. An der Fassade des Gebäudes finden sich zahlreiche Überwachungs-Kameras. Für ein unbekanntes Marktforschungs-Unternehmen scheint dies ungewöhnlich. Die Sicherheits-Vorkehrungen gleichen eher den Gegebenheiten, wie sie von Apples Einrichtungen bekannt sind.
An der Türe des Gebäudes werden die Besucher aktuell informiert, dass sich der Empfang des Unternehmens in einem Nebengebäude befindet. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, welches von Apple genutzt wird. Dieser Umstand verstärkt die Vermutung, dass es sich bei «SixtyEight Research» um ein Unternehmen von Apple handeln könnte.
Dass dieses Unternehmen Markforschung betreibt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Viel grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen im Zusammenhang mit Apples Automobil-Plänen steht.
Umbau für Automobil-Forschung?
Auf einen Zusammenhang zwischen der angeblichen Marktforschungs-Unternehmung und Apples Forschungsaktivitäten deuten die Räumlichkeiten des Gebäudes hin. So befinden sich im Gebäude 175 eine Garage und ein Büro-Trakt. In der Vergangenheit wurden Umbauarbeiten durchgeführt, die allerdings nicht näher spezifiziert worden sind.
Im letzten Jahr hat Apple zahlreiche Ingenieure aus der Automobil-Branche abgeworben. Einige dieser Ingenieure sollen auf dem Campus in Sunnyvale arbeiten. Damit sie kein Aufsehen erregen, wurden die Ingenieure angeblich dazu angehalten, ihren Firmen-Badges verdeckt zu halten.
Forschung bereits weit fortgeschritten?
Insidern zufolge hat Apple in der Vergangenheit zahlreiche Komponenten erhalten, die im Zusammenhang mit dem Automobil-Projekt des Unternehmens stehen. Das Projekt «Titan» soll sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Wie weit man von der Marktreife eines Produktes entfernt ist, ist allerdings völlig unklar.
Mit der Tarnfirma hätte Apple die für die Forschung benötigten Komponenten in der Vergangenheit unbemerkt beschaffen können.
Arbeiten bald 1000 Entwickler am Projekt «Titan»?
Gerüchten zufolge arbeiten mehrere hundert Ingenieure an Apples Auto-Projekt. Angeblich wird das Projekt von Steve Zadesky geleitet. Dieser war bei der Entwicklung des iPhones und des iPads massgeblich beteiligt. Tim Cook soll Zadesky erlaubt haben, bis zu 1000 Angestellte für das Projekt zu engagieren.
Gemäss den Angaben des sozialen Netzwerkes LinkedIn arbeiten aktuell 50 Angestellte bei Apple, welche zuvor bei Tesla gearbeitet haben. Die meisten dieser 50 Angestellten haben zuvor als Ingenieure beim Elektroauto-Hersteller gearbeitet. Es handelt sich dabei um Robotik- und Produktions-Spezialisten. Andererseits hat auch Tesla zahlreiche Apple-Ingenieure abgeworben.
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