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Chinesisch
Es gibt zur Zeit für die ganze Schweiz eine katholische Seelsorgerin chinesischer Herkunft. Die Seelsorgestelle wurde in 2010 errichtet.
a) Wie viele chinesischsprachige Menschen gibt es in der Schweiz? Und wie wird sich die Immigration von chinesischsprachigen entwicklen?
Es muss von mind. 15'000 chinesischsprachigen Menschen ausgegangen werden. Grundsätzlich macht man die Erfahrung, dass wenn sich in einem Land chinesische Geschäftsnetzwerke etablieren, auch mit einer Zuwanderung gerechnet werden muss. In der Schweiz haben sich in den letzten Jahren vermehrt chinesische Unternehmen niedergelassen, und auch chinesische Restaurants, Nahrungsmittelläden, Medizininstitute und Billigshops haben zugenommen, woraus man schliessen kann, dass die chinesischsprachige Zuwanderung wachsen wird.
Entwicklung der Zuwanderung
in die Schweiz
Kennzahlen des Herkunftslandes:
(China - Wikipedia Stand 2011)
Einwohnerzahl 1‘340 Mio
Anteil Röm. Kath. 5 - 7 % (Christen)
BIP pro Einwohner $ 7‘518 (CH $ 69'838)
Arbeitslosenquote 4.1 %
b) Wer sind die chinesischsprachigen Immigranten in der Schweiz?
Der Grossteil kommt aus China. Weiter kommen chinesischsprachige Immigranten aus Taiwan, Singapur und Malaysia. Die meisten sind Akademiker (Ärzte, Ingenieure, Informatiker) oder Studenten. Jedoch auch die Präsenz von chinesischen Restaurants, Billig-Shops, Medizininstitute und Nahrungsmittelläden weisen auf weniger qualifizierte Immigranten aus China hin. Es ist zudem davon auszugehen, dass es Chinesen ohne Aufenthaltsbewilligung gibt. Es gibt auch zahlreiche Chinesinnen, die mit Schweizern verheiratet sind. Überhaupt dominiert der Frauenanteil chinesischer Immigranten mit 3/5 gegenüber den männlichen Immigranten.
c) Auf welche Kantone verteilen sich die Chinesischsprachigen, die nur eine ausländische Staatsbürgerschaft haben?
d) Was kann zur Religiosität der Chinesischsprachigen gesagt werden?
Seit der Kulturrevolution (1965-1976) wird in China religiöses Leben unterdrückt. Viele Chinesen zählen sich deshalb zu keiner Religion, und nur eine Minderheit, zum Teil im geheimen, zählen sich zu einer christlichen Kirche. Der Aufenthalt in Europa eröffnet ihnen aber neue Freiheiten, um sich mit Glaubensfragen und Religionsgemeinschaften auseinanderzusetzen. Entsprechend haben Chinesen in der Schweiz Interesse am christlichen Glauben. Besonders gut kann man dies in gemischten Ehen sehen, wenn es um die religiöse Erziehung der Kinder geht.
e) Wie funktioniert die katholische chinesischsprachige Seelsorge in der Schweiz?
Es gibt seit 2010 für die ganze Schweiz eine katholische chinesischsprachige Seelsorgerin, Frau lic. theol. Rita Chen Baumann, die selber chinesischer Herkunft ist und Jahrzehnte lange Asien- Seelsorgeerfahrung hat. Die Seelsorge umfasst seit 2012 vierzig Prozent Arbeitspensum. Zusammen mit ihrem Schweizer Ehemann, Peter Baumann, der selber sechs Jahre in Asien gearbeitet hat und seine Frau in der seelsorgerlichen Arbeit unterstützt, hat Frau Chen in der Schweiz ein Netzwerk mit Mitgliedern von Schweizer Missionsinstituten aufgebaut: P. Daniel Salzgeber CR, Brig, Br. Laurenz Schelbert SMB, Immensee sowie chinesischen Priestern, die in Europa studieren. In verschiedenen Städten (z.B. St. Gallen, Luzern usw.) gibt es kleine Gruppen, die sich regelmässig zur Glaubensfindung und Vertiefung sowie zu Gottesdiensten treffen. Bei Bedarf werden auch Katechumenenkurse durchgeführt, Taufen vorbereitet und chinesischsprachige Bibelgruppen organisiert.
Weiter begleitet sie Einzelpersonen, Paare und Familien bei verschiedenen Lebensproblemen, ist behilflich bei Ehevorbereitungen und Eheschliessungen, Haussegnungen usw.. Zweimal im Jahr organisiert sie für Chinesen Einkehrtage im Missionshaus Bethlehem in Immensee.
Neben ihrer seelsorgerlichen Tätigkeit in der Schweiz ist Frau Chen Baumann in Taiwan und Singapur in der Weiterbildung von chinesischsprachigen Seelsorgern engagiert. Auch für chinesische Seelsorger, die in Europa studieren, führt sie in der Schweiz Kurse in Kommunikativer Theologie durch.
Kontakt: Frau Rita Chen Baumann, Chlösterlistrasse 8, 6403 Küssnacht, Tel. 041 850 41 18
Email: <email-pii>