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Tiefbau
Einwohnergemeinde Zermatt
Ersatzneubau Getwingbrücke
Die bestehende Strassenbrücke wurde vor mehr als 50 Jahren (1968) erbaut und weist verschiedene gravierende Mängel auf. In den letzten Jahren wurden diverse Abklärungen durchgeführt, um zu klären, ob die Brücke saniert werden kann, verschoben oder ersetzt werden muss. Als Resultat verschiedener Aspekte zeigte sich, dass eine Sanierung der bestehenden Brücke keine Option darstellt und dass ein Ersatzneubau notwendig wird.
Die Getwingbrücke ist der meistbenutzte Verkehrsknotenpunkt in Zermatt. Mit einem Ersatzneubau an anderer Stelle könnten kostenintensive Umleitungen über Provisorien vermieden werden. Deshalb wurde die Möglichkeit einer Verschiebung der Brücke an einen neuen Standort ebenfalls geprüft. Es zeigte sich jedoch sofort, dass aufgrund der komplexen Kreuzungssituation eine Verschiebung aus verkehrstechnischen Gründen und unter dem Aspekt der Sicherheit der Fussgänger anhaltende Nachteile mit sich bringen würde. Der Gemeinderat hat sich für einen Ersatzneubau am bestehenden Standort ausgesprochen.
Projektinformationen
- Infomationsplakat (PDF: 967 KB / 1 Seite)
- Terminprogramm (PDF: 466 KB / 1 Seite)
- Situationsplan (Installationsplan) (PDF: 580 KB / 1 Seite)
- Querprofil (PDF: 317 KB / 1 Seite)
Das Bewilligungsverfahren sowie die Vergabe des Auftrags für die im Herbst 2019 realisierten provisorischen Überquerungen der Vispa wurden getrennt vom eigentlichen Brückenprojekt durchgeführt. Dadurch liess sich das Terminprogramm deutlich verkürzen.
Während der öffentlichen Auflage des Neubauprojekts zwischen dem 13. März und 14. April 2020 wurden keine Einsprachen eingereicht. Der Staatsrat fällte den Plangenehmigungsentscheid am 8. September 2020.
Hochwasserschutz
Mit dem Ersatzneubau kann die Durchflusskapazität unter der neuen Brücke heute noch nicht wesentlich erhöht werden. Das Projekt bietet jedoch die Gewähr, dass durch eine Sohlenabsenkung oder eine Ufermauererhöhung im Bereich der neuen Brücke die Abflussmenge künftig erhöht werden kann.
Um die Langlebigkeit der neuen Betonbauteile im Sohlenbereich zu erhöhen wird zusätzlich eine spezielle Schutzschicht aus einem ultrahochfestem Faserbeton (UHFB) aufgebracht. Damit wird der Abrasion entgegengewirkt.
Terminprogramm
Die Vispa führt im Winter deutlich weniger Wasser, so dass in dieser Zeit keine Gefahr eines Hochwassers besteht. Darum müssen die Monate November bis April für die Arbeiten im Bachbett genutzt werden. Der Gemeinderat hat folgendes Bauprogramm beschlossen:
Im November 2020 wird das Wasser der Vispa in einen Kanal im Bachbett geleitet, damit die Arbeiten im Trockenen ausgeführt werden können. Anschliessend beginnt der Abbruch der bestehenden Brücke und alle Arbeiten, die den Durchfluss der Vispa einschränken würden, müssen bis im Mai 2021 abgeschlossen sein. Ende Juli 2021 soll die neue Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss werden die Abschlussarbeiten ausgeführt und im November 2021 ist der Rückbau der Provisorien geplant.
Verkehrsführung
Während der Bauzeit ist die Durchfahrt aufgrund der engen Platzverhältnisse eingeschränkt. Zudem passieren viele Fussgänger und Fahrräder diesen Bereich. Über die zwei provisorisch erstellten Brücken kann der Verkehr mit punktuellen Einschränkungen verkehren. Die heutigen Bushaltestellen können während der Bauzeit nicht bestehen bleiben. In Richtung Bahnhof und Spiss verkehrende Busse halten zwischen dem Hotel Perren und dem Snowboat. Die Haltestelle in Richtung Winkelmatten sowie Matterhorn Glacier Paradies muss leider temporär aufgehoben werden. Vor dem Baubeginn wird auch der bestehende Abfallunterstand optimiert, damit die Entsorgung möglichst ohne grössere Einschränkungen gewährleistet werden kann. Die dazu notwendigen Vorbereitungsarbeiten wurden bereits ausgeführt.
Infopoints
Für die Passanten werden zwei Infopoints vor Ort aufgestellt. Über den Newsletter von Zermatt Tourismus werden wichtige Informationen zum Beispiel über Verkehrsbehinderungen usw. verbreitet.