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Die ausländischen Diplomatinnen und Diplomaten in der Schweiz haben ihren Sitz in Bern und in Genf. Sie werden traditionsgemäss vom Vertreter des Heiligen Stuhls geleitet.
Das Diplomatische Corps ist die Gemeinschaft aller Mitglieder des in einen Staat entsandten diplomatischen Personals. Die Führung des Diplomatischen Corps obliegt dem Doyen. In der Schweiz nimmt der Nuntius (Vertreter des Heiligen Stuhls) diese Funktion wahr.
Diplomatinnen und Diplomaten vertreten die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und militärischen Interessen ihres Heimatlands im Gastland. Ausserdem nehmen sie die Interessen ihres Heimatlandes gegenüber und innerhalb von internationalen Organisationen wahr.
Interessenwahrung
Rund 170 Länder haben eine Botschafterin oder einen Botschafter beim Bundesrat akkreditiert. Die Hälfte dieser Vertretungen hat ihren Sitz in Bern, knapp ein Viertel befindet sich jedoch in Genf, da deren Chefs gleichzeitig Leiter der Ständigen Missionen sind. Diese Personen verfügen somit über eine Doppelakkreditierung beim Bundesrat und bei der UNO.
Rund ein Viertel der in der Schweiz akkreditierten Botschafterinnen und Botschafter leitet eine diplomatische Mission mit Sitz im Ausland. Das Wiener Übereinkommen von 1961 über diplomatische Beziehungen regelt die besondere Stellung der Diplomatinnen und Diplomaten.
Bilaterale Diplomatie findet zwischen zwei Staaten statt. Bei der multilateralen Diplomatie suchen die Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Staaten nach einer gemeinsamen Lösung. Dies ist z.B. in der UNO der Fall.
Neujahrsempfang
Gemäss eidgenössischem Protokollreglement überbringt der päpstliche Nuntius als Doyen des Diplomatischen Corps der Bundespräsidentin oder dem Bundespräsidenten Mitte Januar im Bundeshaus die Glückwünsche zum neuen Jahr. Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident erwidert die guten Wünsche namens des Bundesrats in einer Ansprache an das in der Schweiz akkreditierte Diplomatische Corps.
An dieser Zeremonie nehmen die Botschafterinnen und Botschafter,Geschäftsträgerinnen und Geschäftsträger, die Präsidentinnen und/oder Präsidenten von National- und Ständerat, die Präsidentinnen und/oder die Präsidenten der Aussenpolitischen Kommissionen sowie der Vorsteher des EDA teil. Vorher nimmt die Schweizer Regierung die guten Wünsche der Berner Behörden entgegen (Kanton, Stadt und Burgergemeinde).