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Im kargen piemontesischen Bergdorf Ughettera tragen fast alle denselben Nachnamen: Ughetto. Das Leben am Ende des 19. Jahrhunderts ist entbehrungsreich und es gibt kaum genug Arbeit und Essen für die Familien, die überwiegend als Bergbauern arbeiten. Deshalb macht sich Luigi Ughetto, als zweitältester Sohn von zwölf Kindern, mit zwei Brüdern auf, um in Frankreich und in der Schweiz Arbeit zu finden. Beim gefährlichen Bau des Simplontunnels trifft Luigi auf Cesira, deren Vater ebenfalls aus Italien stammt. Die beiden heiraten und kehren nach Fertigstellung des Tunnels wieder in die Heimat zurück. In den folgenden Jahrzehnten erlebt die schnell wachsende Familie Freude, aber auch viel Leid. Bittere Armut und mehrere Kriege bringen Hunger, Angst und Unsicherheit. Auf der Suche nach einem besseren Leben beschliesst die Familie, ins Ausland zu emigrieren.
Mit dem liebevoll inszenierten Stop-Motion-Film setzt Animationsfilmemacher Alain Ughetto nicht nur der Lebensgeschichte seiner Grosseltern ein eindrückliches Denkmal, sondern verweist auf die oft harte Lebensrealität einer ganzen Generation von Italienerinnen und Italienern, die im Ausland ihr Glück suchten.