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Biotope von nationaler Bedeutung
Viele ehemals verbreitete Lebensräume existieren nur noch in stark reduzierter Ausdehnung. Um die Vielfalt der Lebensräume und darin vorkommende seltene und bedrohte Arten zu erhalten, sind Auen, Moore, Amphibienlaichgebiete sowie Trockenwiesen und -weiden durch nationale Biotop-Inventare geschützt.
Lebensräume werden von speziellen Arten bewohnt, welche an die dort herrschenden Bedingungen angepasst sind. Verändert sich die Qualität des Standorts, droht der Verlust dieser spezialisierten Arten. Übrig bleiben die weit verbreiteten «Generalisten», und es wandern neue Arten ein. Der ursprüngliche Lebensraum und die damit verbundenen spezifischen Arten verschwinden, Funktionen des Ökosystems gehen verloren.
Zwischen den beiden Erhebungsperioden von 1997/2001 bis 2002/2006 haben sich die Nährstoffverhältnisse in 61 von 268 Hoch- oder Flachmooren verschlechtert. In 194 Mooren blieb die Situation unverändert und nur in 13 Mooren haben sich die Verhältnisse verbessert. Die Entwicklung der Nährstoffverhältnisse in Hoch- und Flachmooren ist somit negativ bewertet, weil sie den im Gesetz festgeschriebenen Erhaltungszielen zuwiderläuft. Die Ursache für die Verschlechterung sind vor allem Stickstoffeinträge aus der Luft, durch die die Moore einer unerwünschten Überdüngung ausgeliefert sind. Flachmoore leiden in vielen Fällen zusätzlich unter Düngereinträgen aus angrenzenden Landwirtschaftsflächen oder zufliessenden Gewässern.
Für die anderen Inventarbiotope liegen zur Zeit noch keine systematischen Evaluationen vor; Erhebungen sind am Laufen.
- Verwandte Indikatoren
- Schutzgebiete
Hoch- und Flachmoore sind zurzeit die einzigen nationalen Schutzgebiete, für die eine systematische Evaluation der Lebensraumqualität vorliegt. Für die anderen Inventarbiotope sind Erhebungen am Laufen.
In 102 über die ganze Schweiz verteilten Stichprobequadraten mit einer Seitenlänge von je einem Kilometer wurden mithilfe von Luftbildern sämtliche Ausschnitte von Moorobjekten kartiert, die im Inventar der Hoch- und Übergangsmoore beziehungsweise im Inventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung verzeichnet sind. Auf den kartierten Flächen wurde im Feld das Vorkommen von Pflanzen- und Moosarten sowie deren Deckungsgrad bestimmt. Für jede Art existieren ökologische Zeigerwerte, die angeben, wie stark die Art in ihrem Vorkommen auf bestimmte Umweltbedingungen eingeschränkt ist (Feuchtigkeit, Nährstoffe etc.). Aus den Mittelwerten der ökologischen Zeigerwerte werden die Nährstoffverhältnisse in den jeweiligen Moorobjekten hergeleitet.
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