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Im WM-Final setzte ein Bodycheck Christoph Kramer ausser Gefecht. Schiedsrichter Rizzoli berichtet nun, wie benommen der Deutsche danach war: Er habe ihn gefragt, ob er wirklich im Endspiel stehe.
Der deutsche Weltmeister Christoph Kramer hatte im WM-Endspiel mit der deutschen Fussball-Nationalmannschaft gegen Argentinien nach dem Zusammenprall mit Ezequiel Garay einen Blackout. Direkt nach dem Spiel hatte er erklärt, sich nicht an die ersten Halbzeit zu erinnern.
Nun gab Final-Schiedsrichter Nicola Rizzoli in der Sporttageszeitung «Gazzetta dello Sport» ein weiteres Detail zu Kramers zwischenzeitlichem Gedächtnisverlust preis.
«Nach dem Schlag, den Christoph Kramer von Garay bekommen hatte, kam Kramer zu mir und fragte: ‹Schiri, ist das das Finale?› Ich dachte, er macht einen Witz, und sagte, er soll die Frage wiederholen. Da sagte er: ‹Ich muss wissen, ob das wirklich das Finale ist.› Ich sagte verblüfft ‹Ja›, und er antwortete: ‹Danke, das war wichtig, das zu wissen.› Ich habe Bastian Schweinsteiger informiert, und Kramer ist ersetzt worden», erzählte der 42 Jahre alte Referee.
Kramer war von Garay in der 17. Minute des WM-Finals am vergangenen Sonntag in Rio de Janeiro im Strafraum mit der Schulter hart am Kopf getroffen und zu Boden gerammt worden. Trotz seiner Auswechslung konnte der 23-Jährige nach Spielschluss an der Siegerehrung teilnehmen.
Danach sagte er: «An viel kann ich mich nicht erinnern, aber das ist auch egal jetzt.» Und: «Ich muss einen Gruss an meine Oma senden, die hatte Geburtstag.» (pre/buc/sid)