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Die Zahl schliesst Erst- und Zweitimpfungen ein. 356 010 Bürger erhielten die zweite Impfung, nach der bei den derzeit vorhandenen Impfstoffen der weitestgehende Schutz entsteht.
In Hinblick auf die Impfrate steht Serbien in Europa an zweiter Stelle hinter Grossbritannien. Das hohe Tempo bei den Impfungen erreicht das Balkanland mit sieben Millionen Einwohnern, weil es neben den westlichen auch russische und chinesische Vakzine verabreicht. Dabei spielt eine Rolle, dass die Führung in Belgrad gute Beziehungen zu Moskau und Peking pflegt. Vor allem aus China konnte sie deshalb relativ zügig grosse Mengen an Impfstoff besorgen.
«Wir haben Tag und Nacht an nichts anderem gearbeitet», sagte der serbische Präsident Aleksandar Vucic in einem Interview mit «bild.de», das in der Nacht zum Mittwoch veröffentlicht wurde. Die weitaus meisten Impfungen erfolgen mit dem chinesischen Vakzin Sinopharm, das in der EU nicht zugelassen ist.
Auf Kritik an der Menschenrechtslage in den beiden autokratisch regierten Ländern wollte Vucic in dem «Bild»-Interview nicht eingehen. «Wir müssen uns um uns selbst kümmern, um unsere eigenen Leute.» In die inneren Angelegenheiten anderer Länder mische er sich grundsätzlich nicht ein, erklärte er.