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Ein absolut überraschender und erfrischender Roman über die erotische Anziehung zwischen zwei jungen Frauen. Der Roman Thérèse und Isabelle wurde 1955 geschrieben, erst 2000 in der unzensurierten Fassung in der Originalsprache Französisch publiziert und nun einundzwanzig Jahre später auf Deutsch übersetzt. Intensiv von Anfang an wird das sexuelle Erwachen in ausdruckstarker Sprache und ungewohnten Naturmetaphern von Begehren und Anziehung erzählt. Bestechend ist nicht nur worüber Leduc schreibt, sondern wie sie es tut. Es geht nie darum, ob die Gefühle und das Tun sein dürfen. Es geht immer darum tiefe Gefühle, auch solche die nicht immer wünschenswert sind, zu erkunden und darzustellen. Der autobiografisch gefärbte Roman ist eine Entdeckung! apKlappentext:
Die Liebesgeschichte von Thérèse und Isabelle galt im Frankreich der sechziger Jahre als skandalös und wurde nur zensiert veröffentlicht. Erst kürzlich ist die Originalfassung erschienen, die jetzt auf Deutsch vorliegt: Ein katholisches Internat, zwei Schülerinnen, die sich jede Nacht heimlich besuchen und mit ihren jungen Körpern auf Entdeckungsreise gehen.
In einem mutigen, lyrischen, kraftvollen Ton schreibt Violette Leduc von der erotischen Mädchenliebe wie es keine Autorin vor und nach ihr vermocht hat. Zu ihren grössten Bewunderinnen gehörte Simone de Beauvoir, mit der sie eine enge Freundschaft verband. Leducs Erzählung ist ein einziger Rausch, ein radikales Eintauchen in den Moment der Lust. Thérèse und Isabelle ist eine Wiederentdeckung, die jeden Nachttisch erleuchten wird.Über die Autorin / über den Autor:
Violette Leduc (1907-1972) wurde in Arras geboren. Sie war Sekretärin in einem Verlag, bevor sie anfing zu schreiben. Ihre Autobiographie (La bâtarde, 1964) mit einem Vorwort von Simone de Beauvoir machte sie berühmt. Jean Genet, Nathalie Sarraute and Albert Camus verehrten sie. Leduc selbst litt ein Leben lang an ihrer "illegitimen" Herkunft: Der Vater aus wohlhabender Familie erkannte sie nie an, zur verbitterten Mutter pflegte sie eine heftige Hassliebe. Die eigenen Kämpfe um Glück und Liebe waren stets Anlass zum Schreiben. Ihr Leben wurde 2013 von Martin Provost verfilmt.
Sina de Malafosse lebt als Übersetzerin und Lektorin in Toulouse. Sie übersetzt u.a. Adeline Dieudonné, Pauline Delabroy-Allard und Victor Jestin.Preis: CHF 28.90