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Am Fall der erzählenden Literatur verfolgt Leo Löwenthal die Sonderentwicklung des bürgerlichen Bewußtseins im Deutschland des 19. Jahrhunderts. In seiner Darstellung fügen sich der romantische Antimodernismus des "Jungen Deutschland", Mörikes "gestörte Bürgerlichkeit", Freytags "bürgerlicher Materialismus", Conrad Ferdinand Meyers "großbürgerlicher Heroismus" etc. zusammen zum Syndrom der gescheiterten bürgerlichen Revolution. In diesen "Studien zum deutschen Roman des 19. Jahrhunderts" wird auf der Basis literarischen Materials die Frage entwickelt, warum sich ein aufgeklärtes bürgerliches Bewußtsein in Deutschland nie hat festigen können.