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Der Begriff „Warten“ allein impliziert noch keine Qualität desselben, ob also das Warten als Mittel dem Erreichen eines guten oder eines schlechten Zweckes dient. Im positiven Sinne spricht man von Ausdauer, Geduld, Beharrungsvermögen usw. Im negativen heißt es dann „geduldig wie ein Schaf“ zu sein (das man zur Schlachtbank führt) – bis hin zur Abhängigkeit und zum Masochismus.
Dazwischen befindet sich der große Bereich der unvermeidlichen alltäglichen, banalen Situationen, die von all denen ein Warten erfordern, die nicht dank ihres sozialen und finanziellen Status' privilegiert sind, überall sofort bedient zu werden, zum Beispiel als Privatpatient beim Arzt. Der Kassenpatient muss nun mal warten.
So kann dieser Begriff auch ein Synonym für soziale und sonstige Ungerechtigkeiten sein – mit nicht selten völlig gegensätzlicher Bedeutung: Manche schuften ihr Leben lang, um am Ende von ihrer Rente nicht einmal ihre Grundbedürfnisse stillen zu können, während andere nur darauf warten müssen, dass ihr Geld Kinder und Enkelkinder bekommt. usw. usf.
Interessantes, aber auch sehr allgemeines Thema, – viel zu allgemein, wenn niemand eine spezifische Sichtweise zur Diskussion stellt.