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Migranten aus Afrika
in Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz, rund 18 000 Personen, stammt aus Marokko, Tunesien und Algerien. Zu dieser Bevölkerungsgruppe hat das Bundesamt für Migration eine Studie in Auftrag gegeben, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Die Publikation «Die marokkanische, die tunesische und die algerische Bevölkerung in der Schweiz» hält fest, dass die Ende 2010 begonnenen politischen Umwälzungen in verschiedenen arabischen Ländern die Immigration aus Nordafrika in die Schweiz verstärkt haben und, so der Befund der Studie, angesichts des demografischen Wandels in den drei untersuchten Maghreb-Ländern und der Schwierigkeiten, die neu in einen gesättigten Arbeitsmarkt drängenden Menschen zu absorbieren, noch anhalten werde. Die Verfasser der Studie raten der Schweiz daher, die Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Partnerstaaten eng zu halten. Betreffend der religiösen Praxis hält der Bericht fest, dass der Anteil der praktizierenden Muslime mit 14 Prozent etwa gleich gross ist wie beim Rest der muslimischen Bevölkerung der Schweiz. Die aktive Zugehörigkeit zu einer Moscheegemeinschaft unter Nordafrikanern diene jedoch weniger der kulturellen Verbundenheit, sondern sei Resultat einer persönlichen Entscheidung: unter Nordafrikanern lasse sich einerseits der grösste Teil der glühenden Anhänger des Islam beobachten, andererseits sei auch der Anteil der Atheisten konstant. Insbesondere die jüngsten Einwanderungswellen hätten einen Konsens zwischen den Neuankömmlingen und den «etablierten» Nordafrikanern in der Frage des Platzes der Religion erschwert: während letztere versuchten, eine eigene Form des Glaubens in einer pluralistischen Gesellschaft zu finden, kämen die Einwanderer der letzten Jahre aus einem Lebensumfeld, in dem die Rolle der Religion neu und kontrovers diskutiert werde.