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Forscher an der RMIT University haben einen neuen Fotodetektor mit einem grösseren Spektrum entwickelt, als menschliche Augen jemals erfassen könnten. Es reicht von Infrarot bis Ultraviolett. Zudem ist die Innovation noch 100 Mal dünner als ein herkömmliches Gerät. Einsetzbar ist er in Spielekonsolen, der Glasfaserkommunikation, der medizinischen Bildgebung, Bewegungsmeldern und anderen Anwendungen. So ausgestattete Geräte werden deutlich kleiner.
Auch bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit glänzen die neuen Detektoren. Normalerweise würden elektrooptische Systeme wie Detektoren leistungsschwächer, wenn man sie verkleinert, sagt Entwicklungsleiterin Vaishnavi Krishnamurthi. "Aber wir haben es geschafft, ein Gerät zu entwickeln, das hohe Leistung bietet, obwohl es dünner als ein Nanometer ist, was ungefähr eine Million Mal kleiner als die Breite eines Stecknadelkopfes ist." Die neue Technologie können dazu beitragen, tragbare bildgebende medizinische Geräte zu bauen, die leicht in Regionen gebracht werden können, deren Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist.
Die Güte von Fotodetektoren hängt weitgehend von drei wesentlichen Faktoren ab: ihrer Betriebsgeschwindigkeit, ihrer Fähigkeit, auch bei widrigen Lichtverhältnissen etwas zu erkennen und dem Umfang des Spektrums, das sie erfassen können. Ingenieure, die versucht haben, einen dieser Faktoren zu verbessern, verschlechterten mindestens einen anderen. Das liegt daran, dass Fotodetektoren aus vier Schichten bestehen. Schrumpft eine davon, verändert sich das Gesamtverhalten zum Negativen. Die RMIT-Experten haben auf das Stapelmodell verzichtet und ein Verfahren entwickelt, mit dem sich eine nur eine Atomlage dicke Folie auf einer Unterlage in einen Fotodetektor mit bisher nicht vorstellbaren Eigenschaften verwandeln lässt. Als lichtempfindliches Material dient Zinnmonosulfid.
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