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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00688 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Schwegler Urteil vom 29. März 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1972, meldete sich am 2. März 2011 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Dekompensation, Konzentrationsstörung, Depression und ADHS zum Leis tungsbezug an ( Urk. 8/3). Die IV-Stelle tätigte berufliche und medizinische Abklärungen und sprach eine Arbeitsvermittlung zu, welche mit Verfügung vom 3. Juli 2012 wieder eingestellt wurde ( Urk. 8/67, vgl. auch Urk. Urk. 8/63 ). Daraufhin holte die IV-Stelle das Gutachten von Dr. med. dip l. -psych. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 1. Juni 2013 ein ( Urk. 8/82) und wies das Leistungsbegehren n ach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Vorbescheid vom 2 6. Februar 2014, Urk. 8/86; Einwand vom 2 7. März 2014, Urk. 8/88; ergänzende Einwandbegründung vom 1 6. Mai 2014, Urk. 8/92) mit Verfügung vom 2 7. Mai 2014 ab ( Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 2 5. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente zu bezahlen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 ( Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-95) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Be schluss vom 3. März 2016 wurde die Anordnung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens in Aussicht gestellt (Urk. 11 ) und - nachdem die Parteien diesbezüglich Stellung genommen hatten ( Urk. 13, Urk. 14, Urk. 16) - mit Be schluss vom 3. August 2016 angeord net (Urk. 18), wozu sich die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 1 7. August 2016 erneut äusserte ( Urk. 20). Dr. med. Z.___, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete das Gerichtsgutachten am 1 9. November 2016 (Urk. 23 ). Die Beschwerdeführerin nahm dazu am 2 2. Dezember 2016 Stellung (Urk. 27 ), worauf die Beschwerdegegnerin verzich tete (Urk. 28), worüber die Parteien am 1 1. Januar 2017 jeweils in Kenntnis gesetzt wurden ( Urk. 29). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali denrente hat. 2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krank heitswert besteht, welche s die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.3 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.). 3. Dr. Z.___ diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 1 9. November 2016 ( Urk. 23 S. 9 ) 1) eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( ADHS, ICD-10 F90.0), 2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgra dige Episode (ICD-10 F33.0) und 3) Probleme durch negative Kindheitserleb nisse : negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen (ICD-10 Z61.2) sowie Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge habe n, (ICD-10 Z61.3)/akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1). Dr. Z.___ konstatierte ( Urk. 23 S. 9 ff.), dass Depression und ADHS seit längerem bekannt seien und vom behandelnden Psychiater Dr. med. univ. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und v om Vorgutachter Dr. Y.___ ihres Erachtens nachvollziehbar begründet worden seien. Aus Zeit gründen w ü rden die Diagnosen deshalb nicht nochmals begründet. Obwohl keine neuropsychologis che Untersuchung durchgeführt wo rde n sei, könne die Diagnose ADHS anhand von Anamnese und klinischem Bild als nachvollziehbar erachtet werden. Eine somatoforme Schmerzstörung k ö nn e aufgrund der Beur teilung vom April 2016 durch das Schmerzzentrum im B.___ ausgeschlossen werden. Zusätzlich und zum Verständnis von Krankheitsentste hung un d Krankheitsverlauf wichtig seien die Probleme durch negative Kind heitserlebnisse mit Ausprägung einer Persönlichkeitsakzentuierung. Einerseits habe die Beschwerdeführerin Ü berforderung zuhause durch die Erkrankung der Mutter und in der Schule durch Lernschwierigkeiten nicht zuletzt im Rahmen des ADHS erlebt. Zudem hab e sie mindestens zuhause starke Entwertungen und auch Vernachlässigung mit Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl erlebt. Andererseits verfüge sie über gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft sowie Kämpfertum. Die Belastun gen in Kindheit und Jugend hätten in dieser spezifischen Kombination zu einer sogenannten und für die Konstellation typisch ausgeprägten Persönlichkeitsak zentuierung mit einseitiger Leistungsorientierung bei verminderter Selbstwahr nehmungs - und Selbstfürsorgefähigkeit geführt. Ressourcen und Persönlich keitsakzentuierung könn t en gleichsam als zwei Seiten derselben Münze gesehen werden. Die insgesamt wenig erfolgreiche Beziehungsgestaltung k ö nn e ebenfalls im Rahmen dieser Problematik verstanden werden, wobei das ADHS Bezie hungsgestaltung ebenfalls erschwer e. Durch die lange Zeit vorhandene Mög lichkeit, die eine Seite der Münze unter Aufbietung aller Kräfte zu nutzen, sei es ihr als Realschülerin letztendlich gelungen, die Ausbildung zur Pflegefachfrau DNI und bis 2008 etliche Zusatzausbildungen abzuschliessen. Von 2002 bis 2010 habe sie eine Kaderstelle in einer privaten Pflegeeinrichtung inne gehabt. Die Defizite von Seiten des ADHS und der ab 2007 zunehmend in Erscheinung tretenden Erschöpfungsdepression habe sie mit Hilfe ihrer auf der Kindheit begründeten Persönlichkeitsakzentuierung mit weiterhin einseitiger Leistungs orientierung bei verminderter Selbstwahrnehmungs- und Selbstfürsorgefähig keit kompensiert. Sie habe sämtliche Kräfte mobilisiert und alle Energiespeicher entleert. Die letzten Jahre ihrer Berufstätigkeit hätten auf der ausschliesslichen Bündelung aller Kräfte für die Arbeit und auf dem Verzicht auf ein Privatleben basiert. Sie habe gearbeitet, gegessen und geschlafen. Dadurch sei sie in einen Strudel von sich konstant verstärkender Depression und wahrscheinlich zuneh mender Dekompensation des ADHS mit verstärkter Impu l sivität und kognitiven Störungen geraten, wodurch sich die Arbeitsbeziehungen bis zum Eklat mit Stellenverlust 2010 verschlechtert haben dürften. Danach sei ein eindrück l icher und destruktiver sozialer Abstieg bis hin zur Abhängigkeit vom Sozialamt erfolgt. Die Beschwerdeführerin lebe mehrheitlich ausserhalb der Gesellschaft, nehme kaum an normalen gesellschaftlichen Aktivitä ten teil. Ihr Bezugsnetz bestehe v.a. aus professionellen Bezie hungen im Helfernetz, privat habe sie eher wenige Kontakte. In der gesamten Zeit seit 2010 habe sie sich immer bemüht im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig zu sein. Das ADHS mit übersteigertem Antrieb und der Unmöglichkeit, untätig zu sein und die Depression mit Antriebshemmung h ätten sich dabei fluktuierend die Waage gehalten. Aktuell habe sich die Beschwerdeführerin eigenverantwortlich und -initiativ eine adä quat erscheinende persönliche Situation mit neuer Wohnung und Freiwilligen arbeit im C.___ eingerichtet. Das aktuelle Setting entspreche wohl einer opti mal angepassten Nische. Insbesondere die unbezahlte Tätigkeit sei deshalb möglich, weil sie sich dabei komplett selber strukturieren kö nn e - im 1. Arbeitsmarkt wären derart günstige Bedingungen wohl kaum realisierbar. Wenn sich die Depression unter Behandlung und adäquater berufliche r Anfor derung auch gebessert habe und a ktuell leichtgradig vorhanden sei, so sei doch in der Kombination mit dem ADHS langfristig von einem erhöhten Rückfallri siko der rezidivierenden depressiven Störung auszugehen, insbesondere unter inadäquater Belastung. Das psychische Gleichgewicht sei aktuell knapp kom pensiert und unter der adäquaten Behandlung wohl in absehbarer Zeit besten falls so stabil zu erhalten. Unter erhöhter Belastung sowie den für die Beschwerdeführerin mit dem ADHS erhöhten Anforderungen, sich fremdbe stimmen zu lassen und s ich einfügen zu müssen, erscheine die Gefahr in einem normalen Angestelltenverhältnis im 1. Arbeitsmarkt übermässig gross, dass sich der psychisc he Zustand erneut verschlechtere. Wenn auch sowohl eine Depression als auch ein ADHS an und für sich gu t behan delbare Erkrankungen seien, so trä ten sie bei der Beschwerdeführerin in Kombination und auf dem Boden einer durch negative Kindheitserlebnisse geprägten Persönlichkei tsakzentuierung auf. Deshalb sei insgesamt von einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung mit Polymorbidität auszug ehen. Die Erkrankung präsentiere sich mehrhei tlich unveränderlich und bestehe seit 2 010 dauerhaft. Dadurch entstünden gravierende Auswirkungen auf Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit und die Progno se und die Arbeitsfähigkeit würden massgeblich ungünstig beeinflusst. Relevante Funktionseinschränkungen erg ä ben sich aus der beschriebenen komplexen psychischen Erkrankung im Bereich von Stimmungsschwankungen mit entsprechend inkonstanter Leistungsfähig keit, mit immer wieder auftretenden Erschöpfungszuständen bei Selbstüberfor derung, mit verminderter Fähigkeit zur Selbststeuerung mit Impulsivität und Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung mit erhöhter Konfliktanfälligkeit und verminderter Lösungsfähigkeit. Durch die durch das ADHS bedingte Antriebserhöhung mit der Unfähigkeit, sich zu entspannen w e rd e die depressi onsbedingte Antriebsminderung mehrheitlich überdeckt, insgesamt komm e die Beschwerdeführerin gerade in dieser Konstellation immer wieder in eine Erschöpfung ( Urk. 23 S. 10 f.). Dr. Z.___ hielt dafür, dass der Beschwerdeführerin sowohl eine Tätigkeit im Pflegebereich mit leitender Funktion als auch ohne leitende Funktion nicht zumutbar sei. Eine Tätigkeit in geschützter Umgebung sei der Beschwerdeführe rin im Umfang von 30 % zumutbar ( Urk. 23 S. 12). 4. 4.1 Das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 9. November 2016 beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevan ten Vorakten (Urk. 23 S. 2 ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Vorakten (Urk. 23 S. 12). Es berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Grundsätzlich erfüllt es die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2. 3). Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es allerdings zu beachten, dass d ie Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbe messung wie folgt verteilt sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztli cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Fol genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juris tische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zuge mutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen). Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizi nischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2 3. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen). 4.2 4.2.1 Das Bundesgericht hat wiederholt erkannt, dass leichte bis höchstens mittel schwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (mit Hinweisen: Urteil des Bundesgerichts 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.2). Damit eine mittelschwere depressive „Störung“ ausnahmsweise als invalidisierend bewertet wird, muss eine konsequente Depressionstherapie befolgt werden, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom 3. April 2014 E. 4.2 und 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1). Dass die depressive Störung der Beschwerdeführerin gut therapierbar ist, geht vorliegend deutlich aus den im Recht liegenden Akten hervor: Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2012 noch eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) nach sogenannten Kontaktanlässen mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56; Urk. 8/53). Dr. Y.___ konnte im von der Beschwerdegegnerin einge holten Gutachten vom 2 1. Juni 2013 ( Urk. 8/82/11) nur noch eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode, anhaltend, im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung (ICD-10 F33.11) feststellen. Dr. Z.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär tig leichtgradige Episode (E. 3 ). Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depressive Störung in casu - wie vom Bundesgericht in der Regel angenommen - gut therapierbar und entsprechend rückläufig ist. D amit ist zumindest fraglich, ob die depressive Störung eine langfristige invalidisierende Einschränkung zu begründen vermag. 4.2.2 Vorliegend besteht nebst der depressive n Störung eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (IC D-10 F90.0). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin trotz des ADHS - und den von Dr. Z.___ darauf zurückgeführte n Lernschwierigkeiten bereits während der Schulzeit ( Urk. 23 S. 10 oben) - möglich war, die Schule sowie die Ausbildung zur Krankenpflege rin erfolgreich abzuschliessen. Des Weiteren bildete sie sich neben der Berufstä tigkeit weiter ( Urk. 8/2/4 ff.) und war erfolgreich im Arbeitsleben, so dass sie zuletzt als stellvertretende Geschäftsleiterin für einen privaten Pflegedienst tätig war (Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009, Urk. 8/16). Dies zeigt, dass die Beschwerdeführerin während vielen Jahren trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung in der Lage war, erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Hinzu kommt, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung aktu ell medikamentös mit 20 mg Ritalin SR behandelt wird, wodurch die Beschwer deführerin besser fokussieren könne, die Belastbarkeit höher und sie innerlich wenig er aggressiv sei ( Urk. 23 S. 5). Demnach ist davon auszugehen, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung für sich allein genommen besser kompensiert ist, als dies während der jahrelangen erfolgreichen Berufstä tigkeit der Fall war, da die Erkrankung erst im Jahr 2010 diagnostiziert und entsprechend früher auch nicht behandelt wurde (vgl. Urk. 23 S. 5; Urk. 8/12; Urk. 8/13). 4.2.3 Die von Dr. Z.___ angeführten Probleme durch negative Kindheitserleb nisse (negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen [ICD-10 Z61.2], Ereignisse die den Verlaust des Selbstwertgefühls zur Folge haben [ICD-10 Z61.3], akzentuierte Persönlichkeitszüge [ICD-10 Z73.1]; vgl. E. 3) stellen als Z-codierte Belastungsfaktoren nach der Rechtsprechung keine rechtserhebliche Beeinträchtigung dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_468/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2). 4.2.4 Zusammenfassend ist die von Dr. Z.___ attestierte vollumfängliche Arbeits unfähigkeit - insbesondere unter Berücksichtigung der rückläufigen depressiven Störung und der trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksam keitsstörung jahrelang erfolgreichen beruflichen Tätigkeit - gestützt auf die von ihr erhobenen Diagnosen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. 4.3 Aus dem Gutachten von Dr. Z.___ gehen darüber hinaus gute Ressourcen hervor, welche es der Beschwerdeführerin ermöglichen sollten, die psychischen Einschränkungen zumindest so weit zu überwinden, als dass ihr bei Aufbietung allen guten Willens eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt zumutbar ist (vgl. E. 2.1): 4.3.1 Dr. Z.___ hielt fest, d ass die Beschwerdeführerin gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Kämpfer tum zeige ( Urk. 23 S. 11). 4.3.2 Auch der aktive Alltag der Beschwerdeführerin zeigt gute Ressourcen, so leistet sie seit ca. September 2015 an ca. drei Tagen die Woche Freiwilligenarbeit in einer Fenstermontagefirma in D.___ ( Urk. 23 S. 7): An den Tagen, an denen sie nach D.___ arbeiten gehe, stehe sie zwischen 6 :00 und 6:30 Uhr auf. Sie trinke Kaffee und füttere die Katzen und rauche ein paar Zigaretten. Nachdem sie sich zurecht gemacht habe, fahre sie mit dem Bus oder mit dem Velo ins Geschäft, wo sie um ca. ca. 8:30 Uhr ankomme. Dort schaue sie zuerst einmal, was anstehe und erledige verschiedene Arbeiten. Manchmal gehe sie am Nachmittag einkaufen, wenn ein Auto frei sei, oder sie verbringe den Nachmittag im Lager. Das Mittagessen nehme sie je nachdem alleine oder mit den anderen ein, wenn diese nicht auf Montage seien. Zwischen 15 :00 und 20:00 Uhr gehe sie wieder nach Hause - das sei abhängig davon, wer im Geschäft sei und was man noch zusammen mache. Sie mache in D.___ manchmal kleine Bastelarbeiten aus Holz, zum Beispiel Mobiles, das sei ihr lange nicht mehr möglich gewesen und sie habe das nun wieder entdecken können. Sie habe eine kleine Nähmaschine be kommen und nähe selber Vorhänge. S ie habe auch wieder mit Stricken begonnen. Abends sichte sie die Post, versorge die Katzen und esse zu Abend. Manchmal koche sie nun wieder selber, manchmal wärme sie nur ein Fertigge richt im Backofen. Je nachdem, ob ihr Handy funktioniere, schaue sie anschliessend etwas fern oder DVDs. Dabei habe sie Mühe still zu sitzen, sie müsse imm er wieder aufstehen. Zwischen 1 0 :00 und 11:00 Uhr gehe sie schla fen. Die Schlafqualität sei unterschiedlich, zurzeit etwas ruhiger, manch mal erwache sie schweissgebadet. M anchmal wache sie morgens auf und merke, dass sie Stunden in derselben Position gelegen habe. Insgesamt schlafe sie bes ser als 201 0. An den Tagen, an denen sie nicht nach D.___ gehe, stehe sie um ca. 7:00 Uhr auf, trinke länger Kaffee, habe nun in der neuen Wohnung erstmals wieder eine Badewanne und geniesse es zu baden. Danach nehme sie Termine wahr und gehe einkaufen, koche sich ein Mittagessen und gönne sich seit kurzem danach einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag gehe sie laufen oder nähe oder bastle etwas. Sie habe Mühe gar nichts zu tun, sie könne nicht einfach sein. Ihr Gehirn sei immer am Laufen. Sie komme schlecht zur Ruhe. Am Abend erledige sie Wäsche oder Sachen im Haushalt, aktuell sei sie daran, die Wohnung einzu richten. Früher habe sie immer alles sofort machen wollen, jetzt versuche sie, die Arbeiten sukzessive zu erledigen. Sie dürfe sich nicht zu viel vornehmen, sie merke, dass sie länger brauche. Sie mache sich selber zu viel Druck. Wenn sie übertreibe, dann „ litze es sie": Sie habe dann die Tränen zuv o rderst und sage nicht viel. Unter Schlafmangel gehe sie auf Tauchstation. 4.3.3 Darüber hinaus verfügt die Beschwerdeführerin - nebst der professionellen Betreu ung durch Dr. A.___, die Casemanagerin der E.___ und die F.___ - auch über Kontakte zur jüngeren Schwester und den Mitarb eitern der Fenster montagefirma ( Urk. 23 S. 7). 4. 4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegende depressive Störung unter Therapie rückläufig und damit therapierbar ist. Des Weiteren war es der Beschwerdeführerin trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstö rung möglich, jahrelang erfolgreich im Pflegebereich tätig zu sein. Auch wird das ADHS seit ca. 1 Jahr medikamentös behandelt, wodurch sich eine Besserung einstellte. Darüber hinaus verfügt sie über gute Ressourcen, was sich insbeson dere im aktiven Tagesablauf und der seit über einem Jahr regelmässigen Frei willigenarbeit ca. dreimal wöchentlich zeigt. Entsprechend ist der Beschwerdeführerin die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sozial-praktisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumutbar (vgl. E. 2. 1 ). Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen ist allerdings zu verneinen, dass sie den hohen Anforderungen im Pflegebereich gerecht werden könnte. E ine Hilfsarbeitertätigkeit, in der sie ohne zu viel Druck ihren Arbeitseinsatz zu einem grossen Teil selbst strukturieren kann, ist ihr allerdings überwiegend wahrscheinlich in einem vollen Pensum zumutbar. 5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Ein schränkung. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypotheti schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfäl lige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü gungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzufüh ren (BGE 129 V 222 E. 4.2 in fine, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003). 5.2 Gestützt auf d ie Ausführungen von Dr. Z.___ ist von einer vollumfängli chen Arbeitsun fähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit Oktober 2010 aus zugehen ( Urk. 23 S. 12). Die Anmeldung erfolgte am 2. März 201 1. Massgebender Zeitpunkt für den Einkommensvergleich ist damit der 1. Oktober 2011 (vgl. E. 2.2 und Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Gestützt auf den Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009 ( Urk. 8/16) ist das Validen einkommen für das Jahr 2011 auf Fr. 136‘500.-- jährlich festzusetzen ( Fr. 10‘500.-- x 13, vgl. auch Auszug aus dem individuellen Konto vom 5. März 2012, Urk. 8/54). Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik (LSE 2010) für eine Hilfsarbeitertätigkeit für eine Frau in Höhe von Fr. 4‘225.-- festzusetzen (TA1 Monatlicher Bruttolohn [ Zentral wert ] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor, einfache und repetitive Tätigkeiten, Total, Frauen). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2011 (BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Total, Basis 2010 = 100, 2011 = 101) sowie die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total, Jahr 2011 = 41.7) resultiert für das Jahr 2011 ein anrechenbares Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 ( Fr. 4‘225.-- : 40 x 41.7 : 100 x 101 x 12). 5.4 Stellt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 136‘ 500.-- dem Invalidenein kommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 gegenüber resultiert eine Ein kommenseinbusse in Höhe von Fr. 83‘116.70 ( Fr. 136‘500.-- - Fr. 53‘383.30), was einem Invaliditätsgrad von rund 61 % ( Fr. 83‘116.70 : Fr. 136‘500.--) ent spricht. Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und festzuhalten, dass die Beschwerdefüh rerin mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 1‘0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6. 2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversi cherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2‘ 5 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 7. Mai 2014 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerd eführerin ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels rente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschä digung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstSchwegler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00688 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Schwegler Urteil vom 29. März 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1972, meldete sich am 2. März 2011 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Dekompensation, Konzentrationsstörung, Depression und ADHS zum Leis tungsbezug an ( Urk. 8/3). Die IV-Stelle tätigte berufliche und medizinische Abklärungen und sprach eine Arbeitsvermittlung zu, welche mit Verfügung vom 3. Juli 2012 wieder eingestellt wurde ( Urk. 8/67, vgl. auch Urk. Urk. 8/63 ). Daraufhin holte die IV-Stelle das Gutachten von Dr. med. dip l. -psych. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 1. Juni 2013 ein ( Urk. 8/82) und wies das Leistungsbegehren n ach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Vorbescheid vom 2 6. Februar 2014, Urk. 8/86; Einwand vom 2 7. März 2014, Urk. 8/88; ergänzende Einwandbegründung vom 1 6. Mai 2014, Urk. 8/92) mit Verfügung vom 2 7. Mai 2014 ab ( Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 2 5. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente zu bezahlen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 ( Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-95) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Be schluss vom 3. März 2016 wurde die Anordnung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens in Aussicht gestellt (Urk. 11 ) und - nachdem die Parteien diesbezüglich Stellung genommen hatten ( Urk. 13, Urk. 14, Urk. 16) - mit Be schluss vom 3. August 2016 angeord net (Urk. 18), wozu sich die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 1 7. August 2016 erneut äusserte ( Urk. 20). Dr. med. Z.___, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete das Gerichtsgutachten am 1 9. November 2016 (Urk. 23 ). Die Beschwerdeführerin nahm dazu am 2 2. Dezember 2016 Stellung (Urk. 27 ), worauf die Beschwerdegegnerin verzich tete (Urk. 28), worüber die Parteien am 1 1. Januar 2017 jeweils in Kenntnis gesetzt wurden ( Urk. 29). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali denrente hat. 2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krank heitswert besteht, welche s die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.3 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.). 3. Dr. Z.___ diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 1 9. November 2016 ( Urk. 23 S. 9 ) 1) eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( ADHS, ICD-10 F90.0), 2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgra dige Episode (ICD-10 F33.0) und 3) Probleme durch negative Kindheitserleb nisse : negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen (ICD-10 Z61.2) sowie Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge habe n, (ICD-10 Z61.3)/akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1). Dr. Z.___ konstatierte ( Urk. 23 S. 9 ff.), dass Depression und ADHS seit längerem bekannt seien und vom behandelnden Psychiater Dr. med. univ. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und v om Vorgutachter Dr. Y.___ ihres Erachtens nachvollziehbar begründet worden seien. Aus Zeit gründen w ü rden die Diagnosen deshalb nicht nochmals begründet. Obwohl keine neuropsychologis che Untersuchung durchgeführt wo rde n sei, könne die Diagnose ADHS anhand von Anamnese und klinischem Bild als nachvollziehbar erachtet werden. Eine somatoforme Schmerzstörung k ö nn e aufgrund der Beur teilung vom April 2016 durch das Schmerzzentrum im B.___ ausgeschlossen werden. Zusätzlich und zum Verständnis von Krankheitsentste hung un d Krankheitsverlauf wichtig seien die Probleme durch negative Kind heitserlebnisse mit Ausprägung einer Persönlichkeitsakzentuierung. Einerseits habe die Beschwerdeführerin Ü berforderung zuhause durch die Erkrankung der Mutter und in der Schule durch Lernschwierigkeiten nicht zuletzt im Rahmen des ADHS erlebt. Zudem hab e sie mindestens zuhause starke Entwertungen und auch Vernachlässigung mit Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl erlebt. Andererseits verfüge sie über gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft sowie Kämpfertum. Die Belastun gen in Kindheit und Jugend hätten in dieser spezifischen Kombination zu einer sogenannten und für die Konstellation typisch ausgeprägten Persönlichkeitsak zentuierung mit einseitiger Leistungsorientierung bei verminderter Selbstwahr nehmungs - und Selbstfürsorgefähigkeit geführt. Ressourcen und Persönlich keitsakzentuierung könn t en gleichsam als zwei Seiten derselben Münze gesehen werden. Die insgesamt wenig erfolgreiche Beziehungsgestaltung k ö nn e ebenfalls im Rahmen dieser Problematik verstanden werden, wobei das ADHS Bezie hungsgestaltung ebenfalls erschwer e. Durch die lange Zeit vorhandene Mög lichkeit, die eine Seite der Münze unter Aufbietung aller Kräfte zu nutzen, sei es ihr als Realschülerin letztendlich gelungen, die Ausbildung zur Pflegefachfrau DNI und bis 2008 etliche Zusatzausbildungen abzuschliessen. Von 2002 bis 2010 habe sie eine Kaderstelle in einer privaten Pflegeeinrichtung inne gehabt. Die Defizite von Seiten des ADHS und der ab 2007 zunehmend in Erscheinung tretenden Erschöpfungsdepression habe sie mit Hilfe ihrer auf der Kindheit begründeten Persönlichkeitsakzentuierung mit weiterhin einseitiger Leistungs orientierung bei verminderter Selbstwahrnehmungs- und Selbstfürsorgefähig keit kompensiert. Sie habe sämtliche Kräfte mobilisiert und alle Energiespeicher entleert. Die letzten Jahre ihrer Berufstätigkeit hätten auf der ausschliesslichen Bündelung aller Kräfte für die Arbeit und auf dem Verzicht auf ein Privatleben basiert. Sie habe gearbeitet, gegessen und geschlafen. Dadurch sei sie in einen Strudel von sich konstant verstärkender Depression und wahrscheinlich zuneh mender Dekompensation des ADHS mit verstärkter Impu l sivität und kognitiven Störungen geraten, wodurch sich die Arbeitsbeziehungen bis zum Eklat mit Stellenverlust 2010 verschlechtert haben dürften. Danach sei ein eindrück l icher und destruktiver sozialer Abstieg bis hin zur Abhängigkeit vom Sozialamt erfolgt. Die Beschwerdeführerin lebe mehrheitlich ausserhalb der Gesellschaft, nehme kaum an normalen gesellschaftlichen Aktivitä ten teil. Ihr Bezugsnetz bestehe v.a. aus professionellen Bezie hungen im Helfernetz, privat habe sie eher wenige Kontakte. In der gesamten Zeit seit 2010 habe sie sich immer bemüht im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig zu sein. Das ADHS mit übersteigertem Antrieb und der Unmöglichkeit, untätig zu sein und die Depression mit Antriebshemmung h ätten sich dabei fluktuierend die Waage gehalten. Aktuell habe sich die Beschwerdeführerin eigenverantwortlich und -initiativ eine adä quat erscheinende persönliche Situation mit neuer Wohnung und Freiwilligen arbeit im C.___ eingerichtet. Das aktuelle Setting entspreche wohl einer opti mal angepassten Nische. Insbesondere die unbezahlte Tätigkeit sei deshalb möglich, weil sie sich dabei komplett selber strukturieren kö nn e - im 1. Arbeitsmarkt wären derart günstige Bedingungen wohl kaum realisierbar. Wenn sich die Depression unter Behandlung und adäquater berufliche r Anfor derung auch gebessert habe und a ktuell leichtgradig vorhanden sei, so sei doch in der Kombination mit dem ADHS langfristig von einem erhöhten Rückfallri siko der rezidivierenden depressiven Störung auszugehen, insbesondere unter inadäquater Belastung. Das psychische Gleichgewicht sei aktuell knapp kom pensiert und unter der adäquaten Behandlung wohl in absehbarer Zeit besten falls so stabil zu erhalten. Unter erhöhter Belastung sowie den für die Beschwerdeführerin mit dem ADHS erhöhten Anforderungen, sich fremdbe stimmen zu lassen und s ich einfügen zu müssen, erscheine die Gefahr in einem normalen Angestelltenverhältnis im 1. Arbeitsmarkt übermässig gross, dass sich der psychisc he Zustand erneut verschlechtere. Wenn auch sowohl eine Depression als auch ein ADHS an und für sich gu t behan delbare Erkrankungen seien, so trä ten sie bei der Beschwerdeführerin in Kombination und auf dem Boden einer durch negative Kindheitserlebnisse geprägten Persönlichkei tsakzentuierung auf. Deshalb sei insgesamt von einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung mit Polymorbidität auszug ehen. Die Erkrankung präsentiere sich mehrhei tlich unveränderlich und bestehe seit 2 010 dauerhaft. Dadurch entstünden gravierende Auswirkungen auf Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit und die Progno se und die Arbeitsfähigkeit würden massgeblich ungünstig beeinflusst. Relevante Funktionseinschränkungen erg ä ben sich aus der beschriebenen komplexen psychischen Erkrankung im Bereich von Stimmungsschwankungen mit entsprechend inkonstanter Leistungsfähig keit, mit immer wieder auftretenden Erschöpfungszuständen bei Selbstüberfor derung, mit verminderter Fähigkeit zur Selbststeuerung mit Impulsivität und Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung mit erhöhter Konfliktanfälligkeit und verminderter Lösungsfähigkeit. Durch die durch das ADHS bedingte Antriebserhöhung mit der Unfähigkeit, sich zu entspannen w e rd e die depressi onsbedingte Antriebsminderung mehrheitlich überdeckt, insgesamt komm e die Beschwerdeführerin gerade in dieser Konstellation immer wieder in eine Erschöpfung ( Urk. 23 S. 10 f.). Dr. Z.___ hielt dafür, dass der Beschwerdeführerin sowohl eine Tätigkeit im Pflegebereich mit leitender Funktion als auch ohne leitende Funktion nicht zumutbar sei. Eine Tätigkeit in geschützter Umgebung sei der Beschwerdeführe rin im Umfang von 30 % zumutbar ( Urk. 23 S. 12). 4. 4.1 Das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 9. November 2016 beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevan ten Vorakten (Urk. 23 S. 2 ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Vorakten (Urk. 23 S. 12). Es berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Grundsätzlich erfüllt es die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2. 3). Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es allerdings zu beachten, dass d ie Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbe messung wie folgt verteilt sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztli cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Fol genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juris tische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zuge mutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen). Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizi nischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2 3. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen). 4.2 4.2.1 Das Bundesgericht hat wiederholt erkannt, dass leichte bis höchstens mittel schwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (mit Hinweisen: Urteil des Bundesgerichts 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.2). Damit eine mittelschwere depressive „Störung“ ausnahmsweise als invalidisierend bewertet wird, muss eine konsequente Depressionstherapie befolgt werden, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom 3. April 2014 E. 4.2 und 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1). Dass die depressive Störung der Beschwerdeführerin gut therapierbar ist, geht vorliegend deutlich aus den im Recht liegenden Akten hervor: Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2012 noch eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) nach sogenannten Kontaktanlässen mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56; Urk. 8/53). Dr. Y.___ konnte im von der Beschwerdegegnerin einge holten Gutachten vom 2 1. Juni 2013 ( Urk. 8/82/11) nur noch eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode, anhaltend, im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung (ICD-10 F33.11) feststellen. Dr. Z.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär tig leichtgradige Episode (E. 3 ). Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depressive Störung in casu - wie vom Bundesgericht in der Regel angenommen - gut therapierbar und entsprechend rückläufig ist. D amit ist zumindest fraglich, ob die depressive Störung eine langfristige invalidisierende Einschränkung zu begründen vermag. 4.2.2 Vorliegend besteht nebst der depressive n Störung eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (IC D-10 F90.0). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin trotz des ADHS - und den von Dr. Z.___ darauf zurückgeführte n Lernschwierigkeiten bereits während der Schulzeit ( Urk. 23 S. 10 oben) - möglich war, die Schule sowie die Ausbildung zur Krankenpflege rin erfolgreich abzuschliessen. Des Weiteren bildete sie sich neben der Berufstä tigkeit weiter ( Urk. 8/2/4 ff.) und war erfolgreich im Arbeitsleben, so dass sie zuletzt als stellvertretende Geschäftsleiterin für einen privaten Pflegedienst tätig war (Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009, Urk. 8/16). Dies zeigt, dass die Beschwerdeführerin während vielen Jahren trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung in der Lage war, erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Hinzu kommt, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung aktu ell medikamentös mit 20 mg Ritalin SR behandelt wird, wodurch die Beschwer deführerin besser fokussieren könne, die Belastbarkeit höher und sie innerlich wenig er aggressiv sei ( Urk. 23 S. 5). Demnach ist davon auszugehen, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung für sich allein genommen besser kompensiert ist, als dies während der jahrelangen erfolgreichen Berufstä tigkeit der Fall war, da die Erkrankung erst im Jahr 2010 diagnostiziert und entsprechend früher auch nicht behandelt wurde (vgl. Urk. 23 S. 5; Urk. 8/12; Urk. 8/13). 4.2.3 Die von Dr. Z.___ angeführten Probleme durch negative Kindheitserleb nisse (negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen [ICD-10 Z61.2], Ereignisse die den Verlaust des Selbstwertgefühls zur Folge haben [ICD-10 Z61.3], akzentuierte Persönlichkeitszüge [ICD-10 Z73.1]; vgl. E. 3) stellen als Z-codierte Belastungsfaktoren nach der Rechtsprechung keine rechtserhebliche Beeinträchtigung dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_468/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2). 4.2.4 Zusammenfassend ist die von Dr. Z.___ attestierte vollumfängliche Arbeits unfähigkeit - insbesondere unter Berücksichtigung der rückläufigen depressiven Störung und der trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksam keitsstörung jahrelang erfolgreichen beruflichen Tätigkeit - gestützt auf die von ihr erhobenen Diagnosen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. 4.3 Aus dem Gutachten von Dr. Z.___ gehen darüber hinaus gute Ressourcen hervor, welche es der Beschwerdeführerin ermöglichen sollten, die psychischen Einschränkungen zumindest so weit zu überwinden, als dass ihr bei Aufbietung allen guten Willens eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt zumutbar ist (vgl. E. 2.1): 4.3.1 Dr. Z.___ hielt fest, d ass die Beschwerdeführerin gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Kämpfer tum zeige ( Urk. 23 S. 11). 4.3.2 Auch der aktive Alltag der Beschwerdeführerin zeigt gute Ressourcen, so leistet sie seit ca. September 2015 an ca. drei Tagen die Woche Freiwilligenarbeit in einer Fenstermontagefirma in D.___ ( Urk. 23 S. 7): An den Tagen, an denen sie nach D.___ arbeiten gehe, stehe sie zwischen 6 :00 und 6:30 Uhr auf. Sie trinke Kaffee und füttere die Katzen und rauche ein paar Zigaretten. Nachdem sie sich zurecht gemacht habe, fahre sie mit dem Bus oder mit dem Velo ins Geschäft, wo sie um ca. ca. 8:30 Uhr ankomme. Dort schaue sie zuerst einmal, was anstehe und erledige verschiedene Arbeiten. Manchmal gehe sie am Nachmittag einkaufen, wenn ein Auto frei sei, oder sie verbringe den Nachmittag im Lager. Das Mittagessen nehme sie je nachdem alleine oder mit den anderen ein, wenn diese nicht auf Montage seien. Zwischen 15 :00 und 20:00 Uhr gehe sie wieder nach Hause - das sei abhängig davon, wer im Geschäft sei und was man noch zusammen mache. Sie mache in D.___ manchmal kleine Bastelarbeiten aus Holz, zum Beispiel Mobiles, das sei ihr lange nicht mehr möglich gewesen und sie habe das nun wieder entdecken können. Sie habe eine kleine Nähmaschine be kommen und nähe selber Vorhänge. S ie habe auch wieder mit Stricken begonnen. Abends sichte sie die Post, versorge die Katzen und esse zu Abend. Manchmal koche sie nun wieder selber, manchmal wärme sie nur ein Fertigge richt im Backofen. Je nachdem, ob ihr Handy funktioniere, schaue sie anschliessend etwas fern oder DVDs. Dabei habe sie Mühe still zu sitzen, sie müsse imm er wieder aufstehen. Zwischen 1 0 :00 und 11:00 Uhr gehe sie schla fen. Die Schlafqualität sei unterschiedlich, zurzeit etwas ruhiger, manch mal erwache sie schweissgebadet. M anchmal wache sie morgens auf und merke, dass sie Stunden in derselben Position gelegen habe. Insgesamt schlafe sie bes ser als 201 0. An den Tagen, an denen sie nicht nach D.___ gehe, stehe sie um ca. 7:00 Uhr auf, trinke länger Kaffee, habe nun in der neuen Wohnung erstmals wieder eine Badewanne und geniesse es zu baden. Danach nehme sie Termine wahr und gehe einkaufen, koche sich ein Mittagessen und gönne sich seit kurzem danach einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag gehe sie laufen oder nähe oder bastle etwas. Sie habe Mühe gar nichts zu tun, sie könne nicht einfach sein. Ihr Gehirn sei immer am Laufen. Sie komme schlecht zur Ruhe. Am Abend erledige sie Wäsche oder Sachen im Haushalt, aktuell sei sie daran, die Wohnung einzu richten. Früher habe sie immer alles sofort machen wollen, jetzt versuche sie, die Arbeiten sukzessive zu erledigen. Sie dürfe sich nicht zu viel vornehmen, sie merke, dass sie länger brauche. Sie mache sich selber zu viel Druck. Wenn sie übertreibe, dann „ litze es sie": Sie habe dann die Tränen zuv o rderst und sage nicht viel. Unter Schlafmangel gehe sie auf Tauchstation. 4.3.3 Darüber hinaus verfügt die Beschwerdeführerin - nebst der professionellen Betreu ung durch Dr. A.___, die Casemanagerin der E.___ und die F.___ - auch über Kontakte zur jüngeren Schwester und den Mitarb eitern der Fenster montagefirma ( Urk. 23 S. 7). 4. 4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegende depressive Störung unter Therapie rückläufig und damit therapierbar ist. Des Weiteren war es der Beschwerdeführerin trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstö rung möglich, jahrelang erfolgreich im Pflegebereich tätig zu sein. Auch wird das ADHS seit ca. 1 Jahr medikamentös behandelt, wodurch sich eine Besserung einstellte. Darüber hinaus verfügt sie über gute Ressourcen, was sich insbeson dere im aktiven Tagesablauf und der seit über einem Jahr regelmässigen Frei willigenarbeit ca. dreimal wöchentlich zeigt. Entsprechend ist der Beschwerdeführerin die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sozial-praktisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumutbar (vgl. E. 2. 1 ). Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen ist allerdings zu verneinen, dass sie den hohen Anforderungen im Pflegebereich gerecht werden könnte. E ine Hilfsarbeitertätigkeit, in der sie ohne zu viel Druck ihren Arbeitseinsatz zu einem grossen Teil selbst strukturieren kann, ist ihr allerdings überwiegend wahrscheinlich in einem vollen Pensum zumutbar. 5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Ein schränkung. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypotheti schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfäl lige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü gungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzufüh ren (BGE 129 V 222 E. 4.2 in fine, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003). 5.2 Gestützt auf d ie Ausführungen von Dr. Z.___ ist von einer vollumfängli chen Arbeitsun fähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit Oktober 2010 aus zugehen ( Urk. 23 S. 12). Die Anmeldung erfolgte am 2. März 201 1. Massgebender Zeitpunkt für den Einkommensvergleich ist damit der 1. Oktober 2011 (vgl. E. 2.2 und Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Gestützt auf den Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009 ( Urk. 8/16) ist das Validen einkommen für das Jahr 2011 auf Fr. 136‘500.-- jährlich festzusetzen ( Fr. 10‘500.-- x 13, vgl. auch Auszug aus dem individuellen Konto vom 5. März 2012, Urk. 8/54). Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik (LSE 2010) für eine Hilfsarbeitertätigkeit für eine Frau in Höhe von Fr. 4‘225.-- festzusetzen (TA1 Monatlicher Bruttolohn [ Zentral wert ] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor, einfache und repetitive Tätigkeiten, Total, Frauen). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2011 (BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Total, Basis 2010 = 100, 2011 = 101) sowie die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total, Jahr 2011 = 41.7) resultiert für das Jahr 2011 ein anrechenbares Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 ( Fr. 4‘225.-- : 40 x 41.7 : 100 x 101 x 12). 5.4 Stellt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 136‘ 500.-- dem Invalidenein kommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 gegenüber resultiert eine Ein kommenseinbusse in Höhe von Fr. 83‘116.70 ( Fr. 136‘500.-- - Fr. 53‘383.30), was einem Invaliditätsgrad von rund 61 % ( Fr. 83‘116.70 : Fr. 136‘500.--) ent spricht. Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und festzuhalten, dass die Beschwerdefüh rerin mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 1‘0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6. 2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversi cherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2‘ 5 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 7. Mai 2014 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerd eführerin ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels rente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschä digung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstSchwegler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2014.00688 IV.2014.00688

IV.2014.00688 IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Philipp

Sozialversicherungsrichter Vogel

Gerichtsschreiberin Schwegler

Urteil vom 29. März 2017

Urteil vom 29. März 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring

vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner

Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich

Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1972, meldete sich am 2. März 2011 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Dekompensation, Konzentrationsstörung, Depression und ADHS zum Leis tungsbezug an ( Urk. 8/3). Die IV-Stelle tätigte berufliche und medizinische Abklärungen und sprach eine Arbeitsvermittlung zu, welche mit Verfügung vom 3. Juli 2012 wieder eingestellt wurde ( Urk. 8/67, vgl. auch Urk. Urk. 8/63 ). Daraufhin holte die IV-Stelle das Gutachten von Dr. med. dip l. -psych. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 1. Juni 2013 ein ( Urk. 8/82) und wies das Leistungsbegehren n ach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Vorbescheid vom 2 6. Februar 2014, Urk. 8/86; Einwand vom 2 7. März 2014, Urk. 8/88; ergänzende Einwandbegründung vom 1 6. Mai 2014, Urk. 8/92) mit Verfügung vom 2 7. Mai 2014 ab ( Urk. 2).

1. X.___, geboren 1972, meldete sich am 2. März 2011 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Dekompensation, Konzentrationsstörung, Depression und ADHS zum Leis tungsbezug an ( Urk. 8/3). Die IV-Stelle tätigte berufliche und medizinische Abklärungen und sprach eine Arbeitsvermittlung zu, welche mit Verfügung vom 3. Juli 2012 wieder eingestellt wurde ( Urk. 8/67, vgl. auch Urk. Urk. 8/63 ). Daraufhin holte die IV-Stelle das Gutachten von Dr. med. dip l. -psych. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2 1. Juni 2013 ein ( Urk. 8/82) und wies das Leistungsbegehren n ach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Vorbescheid vom 2 6. Februar 2014, Urk. 8/86; Einwand vom 2 7. März 2014, Urk. 8/88; ergänzende Einwandbegründung vom 1 6. Mai 2014, Urk. 8/92) mit Verfügung vom 2 7. Mai 2014 ab ( Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 2 5. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente zu bezahlen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 ( Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-95) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Be schluss vom 3. März 2016 wurde die Anordnung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens in Aussicht gestellt (Urk. 11 ) und - nachdem die Parteien diesbezüglich Stellung genommen hatten ( Urk. 13, Urk. 14, Urk. 16) - mit Be schluss vom 3. August 2016 angeord net (Urk. 18), wozu sich die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 1 7. August 2016 erneut äusserte ( Urk. 20). Dr. med. Z.___, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete das Gerichtsgutachten am 1 9. November 2016 (Urk. 23 ). Die Beschwerdeführerin nahm dazu am 2 2. Dezember 2016 Stellung (Urk. 27 ), worauf die Beschwerdegegnerin verzich tete (Urk. 28), worüber die Parteien am 1 1. Januar 2017 jeweils in Kenntnis gesetzt wurden ( Urk. 29).

2. Hiergegen erhob die Versicherte am 2 5. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente zu bezahlen ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 ( Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-95) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Be schluss vom 3. März 2016 wurde die Anordnung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens in Aussicht gestellt (Urk. 11 ) und - nachdem die Parteien diesbezüglich Stellung genommen hatten ( Urk. 13, Urk. 14, Urk. 16) - mit Be schluss vom 3. August 2016 angeord net (Urk. 18), wozu sich die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 1 7. August 2016 erneut äusserte ( Urk. 20). Dr. med. Z.___, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete das Gerichtsgutachten am 1 9. November 2016 (Urk. 23 ). Die Beschwerdeführerin nahm dazu am 2 2. Dezember 2016 Stellung (Urk. 27 ), worauf die Beschwerdegegnerin verzich tete (Urk. 28), worüber die Parteien am 1 1. Januar 2017 jeweils in Kenntnis gesetzt wurden ( Urk. 29). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali denrente hat.

1. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali denrente hat. 2.

2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krank heitswert besteht, welche s die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ).

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krank heitswert besteht, welche s die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.3 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).

2.3 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.). 3. Dr. Z.___ diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 1 9. November 2016 ( Urk. 23 S. 9 ) 1) eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( ADHS, ICD-10 F90.0), 2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgra dige Episode (ICD-10 F33.0) und 3) Probleme durch negative Kindheitserleb nisse : negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen (ICD-10 Z61.2) sowie Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge habe n, (ICD-10 Z61.3)/akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1).

3. Dr. Z.___ diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 1 9. November 2016 ( Urk. 23 S. 9 ) 1) eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( ADHS, ICD-10 F90.0), 2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgra dige Episode (ICD-10 F33.0) und 3) Probleme durch negative Kindheitserleb nisse : negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen (ICD-10 Z61.2) sowie Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge habe n, (ICD-10 Z61.3)/akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1). Dr. Z.___ konstatierte ( Urk. 23 S. 9 ff.), dass Depression und ADHS seit längerem bekannt seien und vom behandelnden Psychiater Dr. med. univ. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und v om Vorgutachter Dr. Y.___ ihres Erachtens nachvollziehbar begründet worden seien. Aus Zeit gründen w ü rden die Diagnosen deshalb nicht nochmals begründet. Obwohl keine neuropsychologis che Untersuchung durchgeführt wo rde n sei, könne die Diagnose ADHS anhand von Anamnese und klinischem Bild als nachvollziehbar erachtet werden. Eine somatoforme Schmerzstörung k ö nn e aufgrund der Beur teilung vom April 2016 durch das Schmerzzentrum im B.___ ausgeschlossen werden. Zusätzlich und zum Verständnis von Krankheitsentste hung un d Krankheitsverlauf wichtig seien die Probleme durch negative Kind heitserlebnisse mit Ausprägung einer Persönlichkeitsakzentuierung. Einerseits habe die Beschwerdeführerin Ü berforderung zuhause durch die Erkrankung der Mutter und in der Schule durch Lernschwierigkeiten nicht zuletzt im Rahmen des ADHS erlebt. Zudem hab e sie mindestens zuhause starke Entwertungen und auch Vernachlässigung mit Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl erlebt. Andererseits verfüge sie über gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft sowie Kämpfertum. Die Belastun gen in Kindheit und Jugend hätten in dieser spezifischen Kombination zu einer sogenannten und für die Konstellation typisch ausgeprägten Persönlichkeitsak zentuierung mit einseitiger Leistungsorientierung bei verminderter Selbstwahr nehmungs - und Selbstfürsorgefähigkeit geführt. Ressourcen und Persönlich keitsakzentuierung könn t en gleichsam als zwei Seiten derselben Münze gesehen werden. Die insgesamt wenig erfolgreiche Beziehungsgestaltung k ö nn e ebenfalls im Rahmen dieser Problematik verstanden werden, wobei das ADHS Bezie hungsgestaltung ebenfalls erschwer e. Durch die lange Zeit vorhandene Mög lichkeit, die eine Seite der Münze unter Aufbietung aller Kräfte zu nutzen, sei es ihr als Realschülerin letztendlich gelungen, die Ausbildung zur Pflegefachfrau DNI und bis 2008 etliche Zusatzausbildungen abzuschliessen. Von 2002 bis 2010 habe sie eine Kaderstelle in einer privaten Pflegeeinrichtung inne gehabt. Die Defizite von Seiten des ADHS und der ab 2007 zunehmend in Erscheinung tretenden Erschöpfungsdepression habe sie mit Hilfe ihrer auf der Kindheit begründeten Persönlichkeitsakzentuierung mit weiterhin einseitiger Leistungs orientierung bei verminderter Selbstwahrnehmungs- und Selbstfürsorgefähig keit kompensiert. Sie habe sämtliche Kräfte mobilisiert und alle Energiespeicher entleert. Die letzten Jahre ihrer Berufstätigkeit hätten auf der ausschliesslichen Bündelung aller Kräfte für die Arbeit und auf dem Verzicht auf ein Privatleben basiert. Sie habe gearbeitet, gegessen und geschlafen. Dadurch sei sie in einen Strudel von sich konstant verstärkender Depression und wahrscheinlich zuneh mender Dekompensation des ADHS mit verstärkter Impu l sivität und kognitiven Störungen geraten, wodurch sich die Arbeitsbeziehungen bis zum Eklat mit Stellenverlust 2010 verschlechtert haben dürften. Danach sei ein eindrück l icher und destruktiver sozialer Abstieg bis hin zur Abhängigkeit vom Sozialamt erfolgt. Die Beschwerdeführerin lebe mehrheitlich ausserhalb der Gesellschaft, nehme kaum an normalen gesellschaftlichen Aktivitä ten teil. Ihr Bezugsnetz bestehe v.a. aus professionellen Bezie hungen im Helfernetz, privat habe sie eher wenige Kontakte. In der gesamten Zeit seit 2010 habe sie sich immer bemüht im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig zu sein. Das ADHS mit übersteigertem Antrieb und der Unmöglichkeit, untätig zu sein und die Depression mit Antriebshemmung h ätten sich dabei fluktuierend die Waage gehalten. Aktuell habe sich die Beschwerdeführerin eigenverantwortlich und -initiativ eine adä quat erscheinende persönliche Situation mit neuer Wohnung und Freiwilligen arbeit im C.___ eingerichtet. Das aktuelle Setting entspreche wohl einer opti mal angepassten Nische. Insbesondere die unbezahlte Tätigkeit sei deshalb möglich, weil sie sich dabei komplett selber strukturieren kö nn e - im 1. Arbeitsmarkt wären derart günstige Bedingungen wohl kaum realisierbar. Wenn sich die Depression unter Behandlung und adäquater berufliche r Anfor derung auch gebessert habe und a ktuell leichtgradig vorhanden sei, so sei doch in der Kombination mit dem ADHS langfristig von einem erhöhten Rückfallri siko der rezidivierenden depressiven Störung auszugehen, insbesondere unter inadäquater Belastung. Das psychische Gleichgewicht sei aktuell knapp kom pensiert und unter der adäquaten Behandlung wohl in absehbarer Zeit besten falls so stabil zu erhalten. Unter erhöhter Belastung sowie den für die Beschwerdeführerin mit dem ADHS erhöhten Anforderungen, sich fremdbe stimmen zu lassen und s ich einfügen zu müssen, erscheine die Gefahr in einem normalen Angestelltenverhältnis im 1. Arbeitsmarkt übermässig gross, dass sich der psychisc he Zustand erneut verschlechtere.

Dr. Z.___ konstatierte ( Urk. 23 S. 9 ff.), dass Depression und ADHS seit längerem bekannt seien und vom behandelnden Psychiater Dr. med. univ. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und v om Vorgutachter Dr. Y.___ ihres Erachtens nachvollziehbar begründet worden seien. Aus Zeit gründen w ü rden die Diagnosen deshalb nicht nochmals begründet. Obwohl keine neuropsychologis che Untersuchung durchgeführt wo rde n sei, könne die Diagnose ADHS anhand von Anamnese und klinischem Bild als nachvollziehbar erachtet werden. Eine somatoforme Schmerzstörung k ö nn e aufgrund der Beur teilung vom April 2016 durch das Schmerzzentrum im B.___ ausgeschlossen werden. Zusätzlich und zum Verständnis von Krankheitsentste hung un d Krankheitsverlauf wichtig seien die Probleme durch negative Kind heitserlebnisse mit Ausprägung einer Persönlichkeitsakzentuierung. Einerseits habe die Beschwerdeführerin Ü berforderung zuhause durch die Erkrankung der Mutter und in der Schule durch Lernschwierigkeiten nicht zuletzt im Rahmen des ADHS erlebt. Zudem hab e sie mindestens zuhause starke Entwertungen und auch Vernachlässigung mit Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl erlebt. Andererseits verfüge sie über gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft sowie Kämpfertum. Die Belastun gen in Kindheit und Jugend hätten in dieser spezifischen Kombination zu einer sogenannten und für die Konstellation typisch ausgeprägten Persönlichkeitsak zentuierung mit einseitiger Leistungsorientierung bei verminderter Selbstwahr nehmungs - und Selbstfürsorgefähigkeit geführt. Ressourcen und Persönlich keitsakzentuierung könn t en gleichsam als zwei Seiten derselben Münze gesehen werden. Die insgesamt wenig erfolgreiche Beziehungsgestaltung k ö nn e ebenfalls im Rahmen dieser Problematik verstanden werden, wobei das ADHS Bezie hungsgestaltung ebenfalls erschwer e. Durch die lange Zeit vorhandene Mög lichkeit, die eine Seite der Münze unter Aufbietung aller Kräfte zu nutzen, sei es ihr als Realschülerin letztendlich gelungen, die Ausbildung zur Pflegefachfrau DNI und bis 2008 etliche Zusatzausbildungen abzuschliessen. Von 2002 bis 2010 habe sie eine Kaderstelle in einer privaten Pflegeeinrichtung inne gehabt. Die Defizite von Seiten des ADHS und der ab 2007 zunehmend in Erscheinung tretenden Erschöpfungsdepression habe sie mit Hilfe ihrer auf der Kindheit begründeten Persönlichkeitsakzentuierung mit weiterhin einseitiger Leistungs orientierung bei verminderter Selbstwahrnehmungs- und Selbstfürsorgefähig keit kompensiert. Sie habe sämtliche Kräfte mobilisiert und alle Energiespeicher entleert. Die letzten Jahre ihrer Berufstätigkeit hätten auf der ausschliesslichen Bündelung aller Kräfte für die Arbeit und auf dem Verzicht auf ein Privatleben basiert. Sie habe gearbeitet, gegessen und geschlafen. Dadurch sei sie in einen Strudel von sich konstant verstärkender Depression und wahrscheinlich zuneh mender Dekompensation des ADHS mit verstärkter Impu l sivität und kognitiven Störungen geraten, wodurch sich die Arbeitsbeziehungen bis zum Eklat mit Stellenverlust 2010 verschlechtert haben dürften. Danach sei ein eindrück l icher und destruktiver sozialer Abstieg bis hin zur Abhängigkeit vom Sozialamt erfolgt. Die Beschwerdeführerin lebe mehrheitlich ausserhalb der Gesellschaft, nehme kaum an normalen gesellschaftlichen Aktivitä ten teil. Ihr Bezugsnetz bestehe v.a. aus professionellen Bezie hungen im Helfernetz, privat habe sie eher wenige Kontakte. In der gesamten Zeit seit 2010 habe sie sich immer bemüht im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig zu sein. Das ADHS mit übersteigertem Antrieb und der Unmöglichkeit, untätig zu sein und die Depression mit Antriebshemmung h ätten sich dabei fluktuierend die Waage gehalten. Aktuell habe sich die Beschwerdeführerin eigenverantwortlich und -initiativ eine adä quat erscheinende persönliche Situation mit neuer Wohnung und Freiwilligen arbeit im C.___ eingerichtet. Das aktuelle Setting entspreche wohl einer opti mal angepassten Nische. Insbesondere die unbezahlte Tätigkeit sei deshalb möglich, weil sie sich dabei komplett selber strukturieren kö nn e - im 1. Arbeitsmarkt wären derart günstige Bedingungen wohl kaum realisierbar. Wenn sich die Depression unter Behandlung und adäquater berufliche r Anfor derung auch gebessert habe und a ktuell leichtgradig vorhanden sei, so sei doch in der Kombination mit dem ADHS langfristig von einem erhöhten Rückfallri siko der rezidivierenden depressiven Störung auszugehen, insbesondere unter inadäquater Belastung. Das psychische Gleichgewicht sei aktuell knapp kom pensiert und unter der adäquaten Behandlung wohl in absehbarer Zeit besten falls so stabil zu erhalten. Unter erhöhter Belastung sowie den für die Beschwerdeführerin mit dem ADHS erhöhten Anforderungen, sich fremdbe stimmen zu lassen und s ich einfügen zu müssen, erscheine die Gefahr in einem normalen Angestelltenverhältnis im 1. Arbeitsmarkt übermässig gross, dass sich der psychisc he Zustand erneut verschlechtere. Wenn auch sowohl eine Depression als auch ein ADHS an und für sich gu t behan delbare Erkrankungen seien, so trä ten sie bei der Beschwerdeführerin in Kombination und auf dem Boden einer durch negative Kindheitserlebnisse geprägten Persönlichkei tsakzentuierung auf. Deshalb sei insgesamt von einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung mit Polymorbidität auszug ehen. Die Erkrankung präsentiere sich mehrhei tlich unveränderlich und bestehe seit 2 010 dauerhaft. Dadurch entstünden gravierende Auswirkungen auf Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit und die Progno se und die Arbeitsfähigkeit würden massgeblich ungünstig beeinflusst. Relevante Funktionseinschränkungen erg ä ben sich aus der beschriebenen komplexen psychischen Erkrankung im Bereich von Stimmungsschwankungen mit entsprechend inkonstanter Leistungsfähig keit, mit immer wieder auftretenden Erschöpfungszuständen bei Selbstüberfor derung, mit verminderter Fähigkeit zur Selbststeuerung mit Impulsivität und Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung mit erhöhter Konfliktanfälligkeit und verminderter Lösungsfähigkeit. Durch die durch das ADHS bedingte Antriebserhöhung mit der Unfähigkeit, sich zu entspannen w e rd e die depressi onsbedingte Antriebsminderung mehrheitlich überdeckt, insgesamt komm e die Beschwerdeführerin gerade in dieser Konstellation immer wieder in eine Erschöpfung ( Urk. 23 S. 10 f.).

Wenn auch sowohl eine Depression als auch ein ADHS an und für sich gu t behan delbare Erkrankungen seien, so trä ten sie bei der Beschwerdeführerin in Kombination und auf dem Boden einer durch negative Kindheitserlebnisse geprägten Persönlichkei tsakzentuierung auf. Deshalb sei insgesamt von einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung mit Polymorbidität auszug ehen. Die Erkrankung präsentiere sich mehrhei tlich unveränderlich und bestehe seit 2 010 dauerhaft. Dadurch entstünden gravierende Auswirkungen auf Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit und die Progno se und die Arbeitsfähigkeit würden massgeblich ungünstig beeinflusst. Relevante Funktionseinschränkungen erg ä ben sich aus der beschriebenen komplexen psychischen Erkrankung im Bereich von Stimmungsschwankungen mit entsprechend inkonstanter Leistungsfähig keit, mit immer wieder auftretenden Erschöpfungszuständen bei Selbstüberfor derung, mit verminderter Fähigkeit zur Selbststeuerung mit Impulsivität und Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung mit erhöhter Konfliktanfälligkeit und verminderter Lösungsfähigkeit. Durch die durch das ADHS bedingte Antriebserhöhung mit der Unfähigkeit, sich zu entspannen w e rd e die depressi onsbedingte Antriebsminderung mehrheitlich überdeckt, insgesamt komm e die Beschwerdeführerin gerade in dieser Konstellation immer wieder in eine Erschöpfung ( Urk. 23 S. 10 f.). Dr. Z.___ hielt dafür, dass der Beschwerdeführerin sowohl eine Tätigkeit im Pflegebereich mit leitender Funktion als auch ohne leitende Funktion nicht zumutbar sei. Eine Tätigkeit in geschützter Umgebung sei der Beschwerdeführe rin im Umfang von 30 % zumutbar ( Urk. 23 S. 12).

Dr. Z.___ hielt dafür, dass der Beschwerdeführerin sowohl eine Tätigkeit im Pflegebereich mit leitender Funktion als auch ohne leitende Funktion nicht zumutbar sei. Eine Tätigkeit in geschützter Umgebung sei der Beschwerdeführe rin im Umfang von 30 % zumutbar ( Urk. 23 S. 12). 4.

4. 4.1 Das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 9. November 2016 beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevan ten Vorakten (Urk. 23 S. 2 ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Vorakten (Urk. 23 S. 12). Es berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Grundsätzlich erfüllt es die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2. 3).

4.1 Das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 9. November 2016 beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevan ten Vorakten (Urk. 23 S. 2 ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Vorakten (Urk. 23 S. 12). Es berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Grundsätzlich erfüllt es die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2. 3). Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es allerdings zu beachten, dass d ie Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbe messung wie folgt verteilt sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztli cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Fol genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juris tische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zuge mutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).

Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es allerdings zu beachten, dass d ie Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbe messung wie folgt verteilt sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztli cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Fol genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juris tische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zuge mutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen). Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizi nischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2 3. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).

Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizi nischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2 3. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen). 4.2

4.2 4.2.1 Das Bundesgericht hat wiederholt erkannt, dass leichte bis höchstens mittel schwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (mit Hinweisen: Urteil des Bundesgerichts 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.2). Damit eine mittelschwere depressive „Störung“ ausnahmsweise als invalidisierend bewertet wird, muss eine konsequente Depressionstherapie befolgt werden, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom 3. April 2014 E. 4.2 und 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1).

4.2.1 Das Bundesgericht hat wiederholt erkannt, dass leichte bis höchstens mittel schwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (mit Hinweisen: Urteil des Bundesgerichts 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.2). Damit eine mittelschwere depressive „Störung“ ausnahmsweise als invalidisierend bewertet wird, muss eine konsequente Depressionstherapie befolgt werden, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom 3. April 2014 E. 4.2 und 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1). Dass die depressive Störung der Beschwerdeführerin gut therapierbar ist, geht vorliegend deutlich aus den im Recht liegenden Akten hervor: Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2012 noch eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) nach sogenannten Kontaktanlässen mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56; Urk. 8/53). Dr. Y.___ konnte im von der Beschwerdegegnerin einge holten Gutachten vom 2 1. Juni 2013 ( Urk. 8/82/11) nur noch eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode, anhaltend, im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung (ICD-10 F33.11) feststellen. Dr. Z.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär tig leichtgradige Episode (E. 3 ).

Dass die depressive Störung der Beschwerdeführerin gut therapierbar ist, geht vorliegend deutlich aus den im Recht liegenden Akten hervor: Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2012 noch eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) nach sogenannten Kontaktanlässen mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56; Urk. 8/53). Dr. Y.___ konnte im von der Beschwerdegegnerin einge holten Gutachten vom 2 1. Juni 2013 ( Urk. 8/82/11) nur noch eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode, anhaltend, im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung (ICD-10 F33.11) feststellen. Dr. Z.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär tig leichtgradige Episode (E. 3 ). Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depressive Störung in casu - wie vom Bundesgericht in der Regel angenommen - gut therapierbar und entsprechend rückläufig ist. D amit ist zumindest fraglich, ob die depressive Störung eine langfristige invalidisierende Einschränkung zu begründen vermag.

Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depressive Störung in casu - wie vom Bundesgericht in der Regel angenommen - gut therapierbar und entsprechend rückläufig ist. D amit ist zumindest fraglich, ob die depressive Störung eine langfristige invalidisierende Einschränkung zu begründen vermag. 4.2.2 Vorliegend besteht nebst der depressive n Störung eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (IC D-10 F90.0). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin trotz des ADHS - und den von Dr. Z.___ darauf zurückgeführte n Lernschwierigkeiten bereits während der Schulzeit ( Urk. 23 S. 10 oben) - möglich war, die Schule sowie die Ausbildung zur Krankenpflege rin erfolgreich abzuschliessen. Des Weiteren bildete sie sich neben der Berufstä tigkeit weiter ( Urk. 8/2/4 ff.) und war erfolgreich im Arbeitsleben, so dass sie zuletzt als stellvertretende Geschäftsleiterin für einen privaten Pflegedienst tätig war (Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009, Urk. 8/16). Dies zeigt, dass die Beschwerdeführerin während vielen Jahren trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung in der Lage war, erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen.

4.2.2 Vorliegend besteht nebst der depressive n Störung eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (IC D-10 F90.0). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin trotz des ADHS und den von Dr. Z.___ darauf zurückgeführte n Lernschwierigkeiten bereits während der Schulzeit ( Urk. 23 S. 10 oben) möglich war, die Schule sowie die Ausbildung zur Krankenpflege rin erfolgreich abzuschliessen. Des Weiteren bildete sie sich neben der Berufstä tigkeit weiter ( Urk. 8/2/4 ff.) und war erfolgreich im Arbeitsleben, so dass sie zuletzt als stellvertretende Geschäftsleiterin für einen privaten Pflegedienst tätig war (Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009, Urk. 8/16). Dies zeigt, dass die Beschwerdeführerin während vielen Jahren trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung in der Lage war, erfolgreich im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Hinzu kommt, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung aktu ell medikamentös mit 20 mg Ritalin SR behandelt wird, wodurch die Beschwer deführerin besser fokussieren könne, die Belastbarkeit höher und sie innerlich wenig er aggressiv sei ( Urk. 23 S. 5). Demnach ist davon auszugehen, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung für sich allein genommen besser kompensiert ist, als dies während der jahrelangen erfolgreichen Berufstä tigkeit der Fall war, da die Erkrankung erst im Jahr 2010 diagnostiziert und entsprechend früher auch nicht behandelt wurde (vgl. Urk. 23 S. 5; Urk. 8/12; Urk. 8/13).

Hinzu kommt, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung aktu ell medikamentös mit 20 mg Ritalin SR behandelt wird, wodurch die Beschwer deführerin besser fokussieren könne, die Belastbarkeit höher und sie innerlich wenig er aggressiv sei ( Urk. 23 S. 5). Demnach ist davon auszugehen, dass die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung für sich allein genommen besser kompensiert ist, als dies während der jahrelangen erfolgreichen Berufstä tigkeit der Fall war, da die Erkrankung erst im Jahr 2010 diagnostiziert und entsprechend früher auch nicht behandelt wurde (vgl. Urk. 23 S. 5; Urk. 8/12; Urk. 8/13). 4.2.3 Die von Dr. Z.___ angeführten Probleme durch negative Kindheitserleb nisse (negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen [ICD-10 Z61.2], Ereignisse die den Verlaust des Selbstwertgefühls zur Folge haben [ICD-10 Z61.3], akzentuierte Persönlichkeitszüge [ICD-10 Z73.1]; vgl. E. 3) stellen als Z-codierte Belastungsfaktoren nach der Rechtsprechung keine rechtserhebliche Beeinträchtigung dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_468/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2).

4.2.3 Die von Dr. Z.___ angeführten Probleme durch negative Kindheitserleb nisse (negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen [ICD-10 Z61.2], Ereignisse die den Verlaust des Selbstwertgefühls zur Folge haben [ICD-10 Z61.3], akzentuierte Persönlichkeitszüge [ICD-10 Z73.1]; vgl. E. 3) stellen als Z-codierte Belastungsfaktoren nach der Rechtsprechung keine rechtserhebliche Beeinträchtigung dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_468/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2). 4.2.4 Zusammenfassend ist die von Dr. Z.___ attestierte vollumfängliche Arbeits unfähigkeit - insbesondere unter Berücksichtigung der rückläufigen depressiven Störung und der trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksam keitsstörung jahrelang erfolgreichen beruflichen Tätigkeit - gestützt auf die von ihr erhobenen Diagnosen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar.

4.2.4 Zusammenfassend ist die von Dr. Z.___ attestierte vollumfängliche Arbeits unfähigkeit - insbesondere unter Berücksichtigung der rückläufigen depressiven Störung und der trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksam keitsstörung jahrelang erfolgreichen beruflichen Tätigkeit - gestützt auf die von ihr erhobenen Diagnosen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. 4.3 Aus dem Gutachten von Dr. Z.___ gehen darüber hinaus gute Ressourcen hervor, welche es der Beschwerdeführerin ermöglichen sollten, die psychischen Einschränkungen zumindest so weit zu überwinden, als dass ihr bei Aufbietung allen guten Willens eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt zumutbar ist (vgl. E. 2.1):

4.3 Aus dem Gutachten von Dr. Z.___ gehen darüber hinaus gute Ressourcen hervor, welche es der Beschwerdeführerin ermöglichen sollten, die psychischen Einschränkungen zumindest so weit zu überwinden, als dass ihr bei Aufbietung allen guten Willens eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt zumutbar ist (vgl. E. 2.1): 4.3.1 Dr. Z.___ hielt fest, d ass die Beschwerdeführerin gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Kämpfer tum zeige ( Urk. 23 S. 11).

4.3.1 Dr. Z.___ hielt fest, d ass die Beschwerdeführerin gute Ressourcen im Sinne von Streben nach Autonomie, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Kämpfer tum zeige ( Urk. 23 S. 11). 4.3.2 Auch der aktive Alltag der Beschwerdeführerin zeigt gute Ressourcen, so leistet sie seit ca. September 2015 an ca. drei Tagen die Woche Freiwilligenarbeit in einer Fenstermontagefirma in D.___ ( Urk. 23 S. 7): An den Tagen, an denen sie nach D.___ arbeiten gehe, stehe sie zwischen 6 :00 und 6:30 Uhr auf. Sie trinke Kaffee und füttere die Katzen und rauche ein paar Zigaretten. Nachdem sie sich zurecht gemacht habe, fahre sie mit dem Bus oder mit dem Velo ins Geschäft, wo sie um ca. ca. 8:30 Uhr ankomme. Dort schaue sie zuerst einmal, was anstehe und erledige verschiedene Arbeiten. Manchmal gehe sie am Nachmittag einkaufen, wenn ein Auto frei sei, oder sie verbringe den Nachmittag im Lager. Das Mittagessen nehme sie je nachdem alleine oder mit den anderen ein, wenn diese nicht auf Montage seien. Zwischen 15 :00 und 20:00 Uhr gehe sie wieder nach Hause - das sei abhängig davon, wer im Geschäft sei und was man noch zusammen mache. Sie mache in D.___ manchmal kleine Bastelarbeiten aus Holz, zum Beispiel Mobiles, das sei ihr lange nicht mehr möglich gewesen und sie habe das nun wieder entdecken können. Sie habe eine kleine Nähmaschine be kommen und nähe selber Vorhänge. S ie habe auch wieder mit Stricken begonnen. Abends sichte sie die Post, versorge die Katzen und esse zu Abend. Manchmal koche sie nun wieder selber, manchmal wärme sie nur ein Fertigge richt im Backofen. Je nachdem, ob ihr Handy funktioniere, schaue sie anschliessend etwas fern oder DVDs. Dabei habe sie Mühe still zu sitzen, sie müsse imm er wieder aufstehen. Zwischen 1 0 :00 und 11:00 Uhr gehe sie schla fen. Die Schlafqualität sei unterschiedlich, zurzeit etwas ruhiger, manch mal erwache sie schweissgebadet. M anchmal wache sie morgens auf und merke, dass sie Stunden in derselben Position gelegen habe. Insgesamt schlafe sie bes ser als 201 0.

4.3.2 Auch der aktive Alltag der Beschwerdeführerin zeigt gute Ressourcen, so leistet sie seit ca. September 2015 an ca. drei Tagen die Woche Freiwilligenarbeit in einer Fenstermontagefirma in D.___ ( Urk. 23 S. 7): An den Tagen, an denen sie nach D.___ arbeiten gehe, stehe sie zwischen 6 :00 und 6:30 Uhr auf. Sie trinke Kaffee und füttere die Katzen und rauche ein paar Zigaretten. Nachdem sie sich zurecht gemacht habe, fahre sie mit dem Bus oder mit dem Velo ins Geschäft, wo sie um ca. ca. 8:30 Uhr ankomme. Dort schaue sie zuerst einmal, was anstehe und erledige verschiedene Arbeiten. Manchmal gehe sie am Nachmittag einkaufen, wenn ein Auto frei sei, oder sie verbringe den Nachmittag im Lager. Das Mittagessen nehme sie je nachdem alleine oder mit den anderen ein, wenn diese nicht auf Montage seien. Zwischen 15 :00 und 20:00 Uhr gehe sie wieder nach Hause - das sei abhängig davon, wer im Geschäft sei und was man noch zusammen mache. Sie mache in D.___ manchmal kleine Bastelarbeiten aus Holz, zum Beispiel Mobiles, das sei ihr lange nicht mehr möglich gewesen und sie habe das nun wieder entdecken können. Sie habe eine kleine Nähmaschine be kommen und nähe selber Vorhänge. S ie habe auch wieder mit Stricken begonnen. Abends sichte sie die Post, versorge die Katzen und esse zu Abend. Manchmal koche sie nun wieder selber, manchmal wärme sie nur ein Fertigge richt im Backofen. Je nachdem, ob ihr Handy funktioniere, schaue sie anschliessend etwas fern oder DVDs. Dabei habe sie Mühe still zu sitzen, sie müsse imm er wieder aufstehen. Zwischen 1 0 :00 und 11:00 Uhr gehe sie schla fen. Die Schlafqualität sei unterschiedlich, zurzeit etwas ruhiger, manch mal erwache sie schweissgebadet. M anchmal wache sie morgens auf und merke, dass sie Stunden in derselben Position gelegen habe. Insgesamt schlafe sie bes ser als 201 0. An den Tagen, an denen sie nicht nach D.___ gehe, stehe sie um ca. 7:00 Uhr auf, trinke länger Kaffee, habe nun in der neuen Wohnung erstmals wieder eine Badewanne und geniesse es zu baden. Danach nehme sie Termine wahr und gehe einkaufen, koche sich ein Mittagessen und gönne sich seit kurzem danach einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag gehe sie laufen oder nähe oder bastle etwas. Sie habe Mühe gar nichts zu tun, sie könne nicht einfach sein. Ihr Gehirn sei immer am Laufen. Sie komme schlecht zur Ruhe. Am Abend erledige sie Wäsche oder Sachen im Haushalt, aktuell sei sie daran, die Wohnung einzu richten. Früher habe sie immer alles sofort machen wollen, jetzt versuche sie, die Arbeiten sukzessive zu erledigen. Sie dürfe sich nicht zu viel vornehmen, sie merke, dass sie länger brauche. Sie mache sich selber zu viel Druck. Wenn sie übertreibe, dann „ litze es sie": Sie habe dann die Tränen zuv o rderst und sage nicht viel. Unter Schlafmangel gehe sie auf Tauchstation.

An den Tagen, an denen sie nicht nach D.___ gehe, stehe sie um ca. 7:00 Uhr auf, trinke länger Kaffee, habe nun in der neuen Wohnung erstmals wieder eine Badewanne und geniesse es zu baden. Danach nehme sie Termine wahr und gehe einkaufen, koche sich ein Mittagessen und gönne sich seit kurzem danach einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag gehe sie laufen oder nähe oder bastle etwas. Sie habe Mühe gar nichts zu tun, sie könne nicht einfach sein. Ihr Gehirn sei immer am Laufen. Sie komme schlecht zur Ruhe. Am Abend erledige sie Wäsche oder Sachen im Haushalt, aktuell sei sie daran, die Wohnung einzu richten. Früher habe sie immer alles sofort machen wollen, jetzt versuche sie, die Arbeiten sukzessive zu erledigen. Sie dürfe sich nicht zu viel vornehmen, sie merke, dass sie länger brauche. Sie mache sich selber zu viel Druck. Wenn sie übertreibe, dann „ litze es sie": Sie habe dann die Tränen zuv o rderst und sage nicht viel. Unter Schlafmangel gehe sie auf Tauchstation. 4.3.3 Darüber hinaus verfügt die Beschwerdeführerin - nebst der professionellen Betreu ung durch Dr. A.___, die Casemanagerin der E.___ und die F.___ - auch über Kontakte zur jüngeren Schwester und den Mitarb eitern der Fenster montagefirma ( Urk. 23 S. 7).

4.3.3 Darüber hinaus verfügt die Beschwerdeführerin - nebst der professionellen Betreu ung durch Dr. A.___, die Casemanagerin der E.___ und die F.___ - auch über Kontakte zur jüngeren Schwester und den Mitarb eitern der Fenster montagefirma ( Urk. 23 S. 7). 4. 4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegende depressive Störung unter Therapie rückläufig und damit therapierbar ist. Des Weiteren war es der Beschwerdeführerin trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstö rung möglich, jahrelang erfolgreich im Pflegebereich tätig zu sein. Auch wird das ADHS seit ca. 1 Jahr medikamentös behandelt, wodurch sich eine Besserung einstellte. Darüber hinaus verfügt sie über gute Ressourcen, was sich insbeson dere im aktiven Tagesablauf und der seit über einem Jahr regelmässigen Frei willigenarbeit ca. dreimal wöchentlich zeigt.

4. 4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegende depressive Störung unter Therapie rückläufig und damit therapierbar ist. Des Weiteren war es der Beschwerdeführerin trotz der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstö rung möglich, jahrelang erfolgreich im Pflegebereich tätig zu sein. Auch wird das ADHS seit ca. 1 Jahr medikamentös behandelt, wodurch sich eine Besserung einstellte. Darüber hinaus verfügt sie über gute Ressourcen, was sich insbeson dere im aktiven Tagesablauf und der seit über einem Jahr regelmässigen Frei willigenarbeit ca. dreimal wöchentlich zeigt. Entsprechend ist der Beschwerdeführerin die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sozial-praktisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumutbar (vgl. E. 2. 1 ). Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen ist allerdings zu verneinen, dass sie den hohen Anforderungen im Pflegebereich gerecht werden könnte. E ine Hilfsarbeitertätigkeit, in der sie ohne zu viel Druck ihren Arbeitseinsatz zu einem grossen Teil selbst strukturieren kann, ist ihr allerdings überwiegend wahrscheinlich in einem vollen Pensum zumutbar.

Entsprechend ist der Beschwerdeführerin die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sozial-praktisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumutbar (vgl. E. 2. 1 ). Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen ist allerdings zu verneinen, dass sie den hohen Anforderungen im Pflegebereich gerecht werden könnte. E ine Hilfsarbeitertätigkeit, in der sie ohne zu viel Druck ihren Arbeitseinsatz zu einem grossen Teil selbst strukturieren kann, ist ihr allerdings überwiegend wahrscheinlich in einem vollen Pensum zumutbar. 5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Ein schränkung.

5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Ein schränkung. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypotheti schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfäl lige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü gungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzufüh ren (BGE 129 V 222 E. 4.2 in fine, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypotheti schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfäl lige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü gungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzufüh ren (BGE 129 V 222 E. 4.2 in fine, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003). 5.2 Gestützt auf d ie Ausführungen von Dr. Z.___ ist von einer vollumfängli chen Arbeitsun fähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit Oktober 2010 aus zugehen ( Urk. 23 S. 12). Die Anmeldung erfolgte am 2. März 201 1. Massgebender Zeitpunkt für den Einkommensvergleich ist damit der 1. Oktober 2011 (vgl. E. 2.2 und Art. 29 Abs. 1 IVG).

5.2 Gestützt auf d ie Ausführungen von Dr. Z.___ ist von einer vollumfängli chen Arbeitsun fähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit Oktober 2010 aus zugehen ( Urk. 23 S. 12). Die Anmeldung erfolgte am 2. März 201 1. Massgebender Zeitpunkt für den Einkommensvergleich ist damit der 1. Oktober 2011 (vgl. E. 2.2 und Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Gestützt auf den Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009 ( Urk. 8/16) ist das Validen einkommen für das Jahr 2011 auf Fr. 136‘500.-- jährlich festzusetzen ( Fr. 10‘500.-- x 13, vgl. auch Auszug aus dem individuellen Konto vom 5. März 2012, Urk. 8/54).

5.3 Gestützt auf den Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2009 ( Urk. 8/16) ist das Validen einkommen für das Jahr 2011 auf Fr. 136‘500.-- jährlich festzusetzen ( Fr. 10‘500.-- x 13, vgl. auch Auszug aus dem individuellen Konto vom 5. März 2012, Urk. 8/54). Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik (LSE 2010) für eine Hilfsarbeitertätigkeit für eine Frau in Höhe von Fr. 4‘225.-- festzusetzen (TA1 Monatlicher Bruttolohn [ Zentral wert ] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor, einfache und repetitive Tätigkeiten, Total, Frauen). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2011 (BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Total, Basis 2010 = 100, 2011 = 101) sowie die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total, Jahr 2011 = 41.7) resultiert für das Jahr 2011 ein anrechenbares Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 ( Fr. 4‘225.-- : 40 x 41.7 : 100 x 101 x 12).

Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik (LSE 2010) für eine Hilfsarbeitertätigkeit für eine Frau in Höhe von Fr. 4‘225.-- festzusetzen (TA1 Monatlicher Bruttolohn [ Zentral wert ] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor, einfache und repetitive Tätigkeiten, Total, Frauen). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2011 (BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Total, Basis 2010 = 100, 2011 = 101) sowie die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total, Jahr 2011 = 41.7) resultiert für das Jahr 2011 ein anrechenbares Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 ( Fr. 4‘225.-- : 40 x 41.7 : 100 x 101 x 12). 5.4 Stellt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 136‘ 500.-- dem Invalidenein kommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 gegenüber resultiert eine Ein kommenseinbusse in Höhe von Fr. 83‘116.70 ( Fr. 136‘500.-- - Fr. 53‘383.30), was einem Invaliditätsgrad von rund 61 % ( Fr. 83‘116.70 : Fr. 136‘500.--) ent spricht.

5.4 Stellt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 136‘ 500.-- dem Invalidenein kommen in Höhe von Fr. 53‘383.30 gegenüber resultiert eine Ein kommenseinbusse in Höhe von Fr. 83‘116.70 ( Fr. 136‘500.-- - Fr. 53‘383.30), was einem Invaliditätsgrad von rund 61 % ( Fr. 83‘116.70 : Fr. 136‘500.--) ent spricht. Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und festzuhalten, dass die Beschwerdefüh rerin mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat.

Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und festzuhalten, dass die Beschwerdefüh rerin mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 6.

6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 1‘0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 1‘0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6. 2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversi cherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2‘ 5 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.

6. 2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversi cherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2‘ 5 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 7. Mai 2014 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerd eführerin ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels rente hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 7. Mai 2014 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerd eführerin ab dem 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels rente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschä digung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschä digung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring

Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstSchwegler