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Ergebnisse der Kohorte
In dieser Rubrik möchten wir wichtige Erkenntnisse aus der Kohorte in verständlicher Sprache kurz und knapp darstellen.
Wirkung von einer frühen Verwendung von Immunmodulatoren und TNF Hemmern bei Morbus Crohn
Bisher war unbekannt, ob eine frühe Therapie mit stärkeren Medikamenten wie Immunmodulatoren (IMM) oder TNF-Hemmern die Schäden, welche die Entzündung im Darm verursacht, tatsächlich hemmen kann. Dafür wurden die Daten der SIBDCS analysiert und Crohn Patienten verglichen, deren Krankheit entweder seit weniger oder mehr als 2 Jahren diagnostiziert wurde.
In der „frühen“ Gruppe (<2 Jahre) waren 292 Patienten und in der „späteren“ Gruppe (> 2 Jahre) waren 248 Patienten. Die Analyse ergab, dass eine frühe Therapie mit IMM oder TNF-Hemmern mit einer tieferen Rate an Strikturen einherging, diese Patienten auch ein tieferes Risiko hatten, operiert werden zu müssen und auch weniger häufig Komplikationen hatten.
Originalartikel: Safroneeva E et al., Impact of the early use of immunomodulators or TNF antagonists on bowel damage and surgery in Crohn's disease. Aliment Pharmacol Ther. 2015 Aug 14. doi: 10.1111/apt.13363.
Topische Therapien werden zu wenig oft verwendet bei Colitis ulcerosa
Seit einiger Zeit sind neue topische Therapien in der Kategorie der 5-Aminosalycilaten (5-ASA) oder topische Steroide verfügbar, welche weniger Nebenwirkungen und eine höhere therapeutische Wirksamkeit haben als vergleichbare systemische Therapien.
In dieser Analyse der Daten der SIBDC interessierten wir uns vor allem für die Frage, wie häufig die topischen Therapien bei Patienten mit Proktitis verwendet werden.
16% der Patienten in der Kohorte hatten Proktitis. Topische Therapien mit 5-ASA oder Steroide wurden bei nur einem Viertel dieser Patienten eingesetzt. Dies ist weniger als erwartet und diese wirksame und sichere Therapieform sollte gerade bei Proktitis häufiger eingesetzt werden.