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Das Weinjahr im Winter (Dezember bis Februar)
Langsam beginnt nun der Winter und das goldgelbe Herbstlaub fällt. Während die Temperaturen sinken und die ersten Nachtfröste kommen, reift das Rebholz. In der Winterruhe erholen sich die Reben und die bereits gebildeten Winterknospen sind wieder bereit, im Frühjahr zu spriessen. Kritisch sind strenge Winter, denn wenn die Temperaturen unter minus 15°C sinken, können Augen und Rebholz erfrieren. Im Januar und Februar steht der Rebschnitt an. Während in mediterraneren Gebieten Südeuropas bodennahe Erziehungsformen mit Zapfenschnitt häufiger vorkommen, trifft man in kontinentaleren Regionen häufig die Drahtrahmenerziehung an. Die Stecker werden ab März auf den Biegedraht gezogen, am besten bei feuchter Witterung, da sie sich dann am besten biegen lassen.
Im Winter werden in den Weinkellern die Jungweine ausgebaut. Je nach gewünschtem Weinstil findet der Ausbau in Stahltanks und/oder Holzfässern satt. Nach der alkoholischen Gärung verbleiben die Jungweine noch einige Zeit auf dem Hefelager oder werden direkt in neue Tanks abgestochen. Massnahmen wie der biologische Säureabbau, die Lagerung im Barrique und die Schaumweinbereitung geben dem Oenologen viel Gestaltungsfreiheit bei seiner Arbeit.
Alle Wörter, die im Text kursiv geschrieben sind, sind in unserem Weinglossar
erklärt.