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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00725 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 1 5. August 2022 in Sa chen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Zogg Advokatur Bülach Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1964 geborene X.___ arbeitet seit 1988 in dem zunächst se inen Eltern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft. Dieses wurde bis 2019 als Aktiengesellschaft (AG) und wird seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma betrie ben (Urk. 6/51/1 -3 ; www.zefix.ch ). Am 1 1. April 2019 meldete sich X.___ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/2, Urk. 6/6). Die IV-Stelle führte in der Folge mit X.___ ein Standortgespräch durch ( Urk. 6/4), liess einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) erstellen ( Urk. 6/12) und holte Bericht e von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Urk. 6/23) und von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, ( Urk. 6/26) ein und gab bei Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein Gutachten in Auftrag, welches am 2 2. August 2020 erstattet wurde ( Urk. 6/31). Mit Vorbescheid vom 2 7. Oktober 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Rentenanspruch von X.___ zu verneinen ( Urk. 6/33). Dagegen liess dieser Einwand erheben ( Urk. 6/36, Urk. 6/42). In der Folge forderte die IV-Stelle X.___ auf, die Erfolgsrechnungen der letz ten drei Jahre vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung sowie die Erfolgsrechnungen seit Eintritt des Gesundheitsschadens und die aktuellste Bei tragsverfügung der zuständigen Ausgleichskasse einzureichen ( Urk. 6/43). Am 9. April 2021 reichte X.___ diverse Unterlagen ein ( Urk. 6/47, Urk. 6/48). Am 2 9. Juni 2021 führte die IV-Stelle mit X.___ ein Abklärungsgespräch durch und verfasste dazu am 3 0. Juni 2021 einen Abklä rungsbericht für Selbständigerwerbende ( Urk. 6/51). X.___ liess sich am 4. Oktober 2021 dazu vernehmen ( Urk. 6/55). Mit Verfügung vom 1. Novem ber 2021 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von X.___ ( Urk. 2). 2. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 ( Urk. 1) liess X.___ Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwech sels. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 5. Januar 2022 ( Urk. 7) unter dem Hinweis, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriften wechsels nicht als erforderlich erachte, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen, mitgeteilt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) genommen hatte, beantragte er mit Stellungnahme vom 2 1. März 2022, es sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, Stellung dazu zu nehmen, weshalb sie ihm mit Aktenzustellung vom 2 0. November 2020 nicht die vollständigen Akten habe zukommen lassen und weshalb sich ein Ausweis von « B.___ » in den Akten befinde. Mit Verfügung vom 2 3. März 2022 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um sich zur Stellungnahme vom 2 1. März 2022 vernehmen zu lassen ( Urk. 14). Die Beschwerdegegnerin reichte am 2 9. April 2022 eine Stellungnahme ein ( Urk. 16), welche dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 1 0. Mai 2022 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch i n dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Re - gelfall beachtlichen Standardindikatoren ( BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 1.5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.5.2 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungs fä higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätz liche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Me thode ( Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel mehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leis tungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwen digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter scheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselb ständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstä tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrem Entscheid ( Urk. 2) fest, dass eine Arbeits fähigkeit (auch in der bisherigen Tätigkeit) von 80 % bestehe. Den Einkommens vergleich nahm sie gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 33 %, dies bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'960.15 und ein em Invalideneinkommen von Fr. 45'407.5 9. Sie setzte dabei das Valideneinkommen gestützt auf den vom Beschwerdeführe r in den Jahren 2015 bis 2018 ausbezahlten Lohn von jeweils Fr. 50'135.-- zuzüglich zusätzli chen behinderungsbedingten Lohnkosten für Mitarbeiter von Fr. 17'825.15 fest (vgl. Urk. 6/51/9). Das Inv a lideneinkommen bestimmte sie aus dem Betriebsge winn der Einzelfirma im Jahr 2019 von Fr. 42'666.11 zuzüglich im Ge schäftsab schluss 2019 enthalten e Lohnaufwendungen für zwei inzwischen nicht mehr beschäft igt e Mitarbeiter in Höhe von Fr. 13'837.1 8. Gleichzeitig zog sie gesund heitsbedingt anfallende Lohnkosten für die Ehefrau von Fr. 14'375. ab und addierte AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 3'279.30 (Urk. 6/51/9). Die Beschwerde gegnerin erklärte dazu, f ür die E r werbstätigkeit des Beschwerdeführers würden eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötigt. Da er aber auf selbständi ger Basis arbeite, fielen natürlich administrative Arbeiten an, wofür er Platz für einen Computer brauche. Der in der Jahresrechnung 2019 verbuchte M ietzins von Fr. 2'000. könne daher angerechnet werden, was als grosszügig erachtet werden könne. Da d er Beschwerdeführer mit den verbliebenen Aufträgen ausgelastet sei, sei ke in höherer Werbeaufwand als verbucht zu berücksichtigen. 2.2 Der Beschwerdeführer liess zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen vorbringen ( Urk. 1), da er selbständig sei, habe er sich fortwährend an die sich schleichend verschlechternde Gesundheitssituation anpassen können. Dieser Anpassungsprozess sei bis zuletzt soweit fortgeschritten, dass er eine enge Ver traute (insbesondere seine Ehefrau) um sich haben müsse, die ihn in alltäglichen und für eine Arbeitstätigkeit essentiellen Dingen begleite. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stelle n iemand eine Person ein, der aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation immer eine andere, ih r vertraute Person zur Seite gestellt werden müsse. Bei seiner jetzigen Stelle handle es sich um eine Stelle auf dem zweiten Arbeits markt. Er arbeite lediglich 30 % im Büro. 70 % seiner Tätigkeiten seien ausser Haus. Diese Tätigkeiten könne er nur in Begleitung seiner Frau ausführen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. A.___ sei unbegründet und nicht nachvoll ziehbar. Sie stehe in völligem Widerspruch zu den von ihm festgestellten Ein schränkungen. Dieser Widerspruch zeige sich auch darin, dass Dr. A.___ die Dia gno se einer Agoraphobie stelle und gleichzeitig ausführe, dass für eine Agora phobie keine ausreichenden Anhaltspunkte bestünden. Auch brauche er aus gesundheitlichen Gründen einen Mitarbeiter, um Aufträge zu generieren, was zeige, dass er seine Tätigkeit nicht mehr ausüben k önne – sicherlich nicht in einem Umfang von 80 %. Er habe anlässlich der Begutachtung unter dem Einfluss von Temesta gestanden. Das Bild, das Dr. A.___ von ihm erhalten habe, sei als o nicht geeignet, die Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen, weil es nicht der Rea lität (wie sie ohne Benzodiazepine sei) entsprochen habe. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden dürfe. Dr. A.___ begründe zudem nicht schlüssig und rechtsgenüglich anhand der Standardindi katoren, inwiefern sich aus funktionellen Ausfällen eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit ergebe. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ sei vielmehr aus der Luft gegriffen. Dr. A.___ setz e sich zudem auch nicht rechts genüglich mit dem Bericht von Dr. Y.___ auseinander. Die Beschwerdegegnerin habe einen Betätigungsvergleich vorgenommen. Die Beurteilung der Abklärungsperson, gemäss welcher ein Invaliditätsgrad von lediglich 33,18 % resultiere, sei unzutreffend. Hinsichtlich des Valideneinkom mens lasse die Beschwerdegegnerin ausser Acht, dass sich d ie Krankheit über Jahre schleichend entwickelt habe. Der Beginn sei weit vor 2015 gewesen. Somit sei es nicht korrekt, wenn für die Bestimmung des Valideneinkommens der Durchschnittslohn gemäss IK-Buchungen 2015 bis 2018 genommen werde und ein gesundheitsbedingter Mehraufwand a n Personalkosten addiert werde. Er habe seine Tätigkeit fortwährend der sich verschlechternden Gesundheit angepasst. So sei es ihm gesundheitsbedingt seit Länge rem nicht mehr möglich, den Lohn zu erzielen, den er ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielen würde. Er sei bei spielsweise in der Akquise ein ge schränkt (er mache diese nur noch telefonisch), der persönliche und spontane Kontak t zu Kunden s ei nicht mehr möglich. Er könne auch nicht auf Messen gehen. Vor seiner Erkrankung habe er weit mehr verdient. 1993 habe er beispielsweise ein Einkommen von Fr. 131'900. -- erzielt. Die Beschwerdegegnerin müsse als V a lideneinkommen demzufolge den Lohn nehmen, den er vor Beginn seiner gesundheitlichen Einschränkung erzielt habe. Alternativ könne auch auf Tabellenlöhne zurückgegriffen werden. Gemäss LSE T17, 2018, Ziffer 11, resultiere für Geschäftsführer, die älter als 50 Jahre als seien, für das Jahr 2019 unter Anpassung a n die Nominallohnentwicklung ein Einkom men von Fr. 152'329.4 5. Es sei zudem nicht korrekt, wenn sich die Beschwerdeg eg nerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens eins zu eins auf den Geschäftsabschluss 2019 abstütze. Es seien Korrekturen vorzun ehmen. Die Mietkosten von Fr. 2’ 000. -- seien nicht marktgerecht bewertet. Bei einer Drittmiete müssten für Büro, Maschinen, Ein richtungen und Fahrzeugstellplätze mindestens Fr. 1'000. pro Monat aufgewen d et werden. Dass er – wie von der Beschwerdegegnerin angenommen – für seine Erwerbstätigkeit eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötige, sei Unsinn. Ein Bettwarengeschäft brauche sehr wohl Geschäftsräumlichkeiten, bei spielsweise um Produkte zu präsentieren, Laufkundschaft zu empfangen, Probe liegen etc. Er führe seine Tätigkeit nur deshalb vom Keller seines eigenen Hause s aus, weil er au f grund seiner gesundheitlichen Situation immer weniger verdient und dementsprechend an allen Ecken und Enden Einsparungen betrieben habe, um wenigstens seinen Lebensunterhalt noch halbwegs bestreiten zu können. Die fehlenden G eschäftsräumlichkei ten, die er sich nicht mehr leisten könne, hätten den Effekt, dass der Umsatz weiter sinken werde. Zudem seien im Jahr 2019 die Werbeausgaben mit Fr. 23.65 praktisch inexistent gewesen. Auch hier müsse eine Korrektur auf eine marktgerechte Höhe erfolgen. Bei 5 % des Umsatzes betrage die Korrektur Fr. 10'000.--. Er würde selbstverständlich mehr in die Werbung investieren, wenn sich sein Umsatz nicht aus gesundheitlichen Gründen derart vermindert hätte. Auch betreffend Werbung sei er unverschuldet in einer Abwärtsspirale. Insgesamt ergebe sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 25'407.5 9. Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invali d eneinkom mens resultiere ein Invaliditätsgrad von 83,3 %. 2.3 Nach Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) macht e der Beschwerdeführer m it Stellungnahme vom 2 1. März 2022 gel tend ( Urk. 12), die von der Beschwerdegegnerin dem Gericht eingereichten Akten stimmten nicht mit denjenigen überein, welche ihm zugestellt worden seien. So sei nachträglich das Aktenstück mit dem Namen «Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine mediz inische Abklärung – DFS – A.___ » eingefügt worden. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdegegnerin die Akten selektiv zustelle. Die unvollständige Aktenzustellung stelle eine krasse Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Das vorenthaltende Aktenstück sei sehr zentral, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. A.___ gehe. So wi e die Beschwerdegegnerin den Auftrag erteilt habe, nehme sie dem Gutach ten a priori je gliche Objektivität. Dies d eshalb, weil der Auftrag an Dr. A.___ unzähli g e Suggestiv-Element enthalte. Der medizinische Sachverhalt sei zudem von der Beschwerdegegnerin Dr. A.___ präsentiert worden, was von vorn her e in bereits fragwürdig sei, denn die Ermittlung des medizinischen Sachverhalts sei gerade eine der Kernaufgaben eines Gutachters. Wenn die Beschwerdegegne rin dann im Auftrag noch Hinweise auf die eigene Beurteilung mitliefere, könne ein Gutachter unmöglich mehr unvoreingenommen sein. Der Gutachter werde durch die Instruktion zu einem internen Arzt, womit bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S c hlüss igkeit der ärztlichen Feststellungen genügten, damit ergänzende (externe) Abklä rungen, vorzunehmen seien. Vorl i egend seien mehr als geringe Zweifel am Gutachten vo n Dr. A.___ vorha n d en. In den Einlegerakten sei zudem ein Ausweis von « B.___ » enthalten. Er könne diesen Ausweis in keinen Zusammenhang mit dem vorliegenden Fall bringen. 2.4 Die Beschwerdegegnerin erklärte dazu mit Stellungnahme vom 2 9. April 2022 ( Urk. 16), d as Aktenstück « Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine medizinische Abklärung – DFS – A.___ » sei au fgrund eines offensichtlichen Ve rsehens dem Beschwerdeführer nich t zugestellt worden. Das entspre chende Aktenstück beinhalte insbesondere die Stellungnahme des regio nalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. April 2020, welche dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden sei. Der Ausweis von « B.___ » sei komplett aus dem Dossier entfernt worden. 3. 3.1 Es liegen die folgenden ärztlichen Berichte und Gutachten vor: 3.2 Dr. Y.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 4. Januar 2020 ( Urk. 6/23), der Beschwerdeführer sei als selbständiger Geschäftsführer einer Bett warenfabrik tätig. Er sei in den 1990er Jahren in die Firma, welche von seinen Eltern gegründet worden sei, eingetreten. Die Firma habe seit den 0er Jahren einen schleichenden Niedergang erlebt. Dabei hätten die psychischen Einschrän kungen des Beschwerdeführers sicher eine Rolle gespielt. Der Beschwerdeführer habe sich in seiner Firma eine auf ihn und seine Einschränkungen optimierte Struktur eingerichtet. So habe er für die notwendigen Ausfahrten zu Kunden immer jemanden mit genommen. Für den Rahmen, dass er aktiv habe sein können, habe seine Frau anwesend sein müsse n. Nach Einschätzung des Beschwerde - führers, welche er teile, würde er – der Beschwerdeführ er – mit seinen konstitutio nellen Voraussetzungen an einer «sogenannt normalen» Arbeitsstelle nicht bestehen können. Er habe de shalb die Bettwarenfabrik so lange wie möglich auf - recht erhalten, obwohl ihm dies in den letzten Jahren zunehmend schwerer gefallen sei. Der Tod des Vaters im Mai 2018 habe eine weitere depressive Krise ausgelöst und den Ni edergang der Firma beschleunigt. Psychisch offensichtlich sei die Agoraphobie, die den Aktionsradius des Beschwerdeführers ohne Begleitpe r son auf die Region zwischen Wohnort und Firmenstandort beschränk e. Auch sei d er Beschwerdeführer nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Weniger offensichtlich, aber auch ein schränkend, seien die interpersonellen Schwierigkeiten. Der Beschwerdeführer gerate in seinem privaten Umfeld wiederholt mit diversen Personen (Herkunfts familie, Nachbarn) in teilweise langanhaltende und eskalierende Konflikte. Dies wäre auch in einem Arbeitsumfeld so zu erwarten. Es bestehe jedoch auch eine abhängige Beziehungsgestaltung. Fü r sein Funktionieren sei d er Beschwerdefüh rer auf die Anwesenheit von vertrauten Personen angewiesen; ohne diese trä t en ma ssive diffuse Ängste auf. Alleine Wohnen wäre nicht möglich. Schwergewich tig gehe es darum, das Funktionsniveau zu erhalten und weitere Einschränkungen zu verhindern. Neben der fixierten Angst- und Persönlichkeitssymptomatik liege phasenweise ein rezidivierendes de pressives Zustandsbild vor, das sich im Inter val l bisher ohne grosse Resid uen aufgelöst habe. Aufgrund der genannten Ein schränkungen erachte er eine 50%ige Tätigkeit im Rahmen der bisherigen Tätig keit als realisierbar, wobei d ie aktuelle Tätigkeit bereits einer Arbeit in einem geschützten Rahmen entspreche. Eine zusätzliche Steigerung der Einsatzfähigkeit durch Eingliederungsmassnahmen sei nicht zu erwarten. Er erachte den Beschwerdeführer für eine normale T ätigkeit als Angestellter als nicht einsetzbar bzw. seine Arbeitsfähigkeit als nicht verwertbar. Als Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ an: - chronische Angststörung mit/ b ei - chronischer Agoraphobie ohne Panikattacken - Verlustängste - akzentuierte Persönlichkeitszüge, hauptsächlich abhängig - rezidivierende depressive Episoden - aktuell unter Medikation teilremittiert Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. Y.___ eine Adipositas. 3.3 Dr. Z.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 0. März 2020 ( Urk. 6/26), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner somatischen Leiden bei ihm in Behandlung. Als somatische Diagnosen führte Dr. Z.___ an: arterielle Hypertonie, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Adipositas. Die somatischen Erkrankungen seien gut eingestellt, es fänden lediglich zwei bis drei Konsultatio nen pro Jahr statt. Die Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit könne nur der behan delnde Psychiater festlegen. 3.4 Dr. A.___ nannte in seinem Gutachten vom 2 2. August 2020 ( Urk. 6/31) als Dia gno sen: - Dysthymia (ICD-10 F34.1) - Agoraphobie (ICD-10 F40.0) - a kzentuierte Persönlichkeit mit ängstlichen und abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1) Dazu führte Dr. A.___ aus, in der heutigen Untersuchung habe sich der Beschwer deführer als intelligenter und umgänglicher Mensch gezeigt, freundlich, leicht bekümmert über sein berufliches Versagen. Er habe die subjektiven Einschrän kungen, insbesondere die Ängste seit seiner Kindheit, die zahlreichen Enttäu schungen und die damit verbundenen Kränkungen betont. Für eine depressive Erkrankung gebe es nur leichte Hinweise: Grübeln, Klagen, Schlafstörungen und das Gefühl eigener Unzulänglichkeit. Trotzdem stehe der Beschwerdeführer jeden Morgen auf und versuche sein Leben zu meistern. In den Ferien und wenn er seine Ruhe habe, gehe es ihm deutlich besser. In diagnostischer Hinsicht entspre che dies einer Dysthymia. Agoraphobische Symptome, die Suche nach einem sicheren Platz, vorzugsweise zu Hause, seien übereinstimmend von verschiedenen Untersuchern fest gestellt worden und h ätten in der Darstellung des Beschwerde führers eine wichtige Rolle gespielt. Andererseits sei der Beschwerdeführer durch seine Symptome nicht an sein Haus gefesselt, sondern habe sich privat wie beruflich eine Umgebung geschaffen, mit er dieses Defizit weitgehend zu kom pensieren vermöge. Für eine chronische Angststörung und Agoraphobie bezie hungsweise eine generalisierte Angststörung finde er – Dr. A.___ – keine ausrei chenden Anhaltspunkte. Sie würde mit einer ständigen Nervosität, vegetativen Beschwerden und verschiedensten Zukunftsängsten einhergehen, was beim Beschwerdeführer angesichts seines souveränen Auftretens in der Untersuchung und seiner langjährigen selbständigen Tätigkeit als Unternehmer nicht nachvoll ziehbar sei. I n der a usgeübten Tätigkeit als Geschäftsführer seiner Firma für Bettenreinigung könne der Beschwerdeführer bis zu acht Stunden tä g lich anwesend sein. Die Arbeit unterteile sich in die morgendlichen Fahrten mit seinem Transporter und die nachmittägliche Büroarbeit. Dem Beschwerdeführer fehle aufgrund seiner ängstlichen und depressiven Symptome die Fähigkeit, seine Arbeit als Chauffeur ohne die Anwesenheit seiner Ehefrau durchzuführen. Auch fehle ihm die Aggres sivität im Umgang mit Kunden, sodass er nicht in der Lage sei, selber Aufträge zu akquirieren. Er habe für diese Aufgabe einen eigenen Mitarbeiter angestellt. Andererseits müsse man die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich das notwen dige private wie berufliche Umfeld zu schaffen, auch als eine besondere Fähigkeit ansehen, die seine Handicaps im Wesentlichen auszugleichen vermöge. Daraus resultiere insgesamt eine Leistungseinschränkung von etwa 20 %. Bis zu seinem sogenannten Nervenzusammenbruch vor 25 Jahren sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsfähig gewesen. Seither habe eine schrittweise Minderung ein gesetzt, die eine fortgesetzte psychiatrische Betreuung notwendig gemacht und seine Arbeitsfähigkeit schrittweise auf etwa 80 % reduziert habe. 4. 4.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich unbestritten ermassen, dass der psychi sche Gesundheitszustand des Beschw erdeführers beeinträchtigt ist und er auf grund dieser Beeinträchtigungen in seiner L eistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. E. 3.). Hinsichtlich der Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers gilt es zu berücksichtigen, dass er seit 1988 in dem zunächst seinen El tern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft tätig ist, wobei er diese s seit 200 8 zunächst im Rahmen der bestehenden AG und seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma selb ständig füh rt ( Urk. 6/31/5, Urk. 6/51/1-3; www.zefix.ch ). Wie sich aus den medi zinischen Akten ergibt, besteht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Umfang seit etwa 25 Jahren (E. 3; Urk. 6/31/16). Sie dürfte sich ent sprechend auch seit vielen Jahren auf den Betrieb des Beschwerdeführers ausge wirkt haben. Da sich nicht schlüssig feststellen lässt, inwieweit die betriebliche Entwicklung der letzten Jahre krankheitsbedingt und inwieweit durch invalidi tätsfremde, insbesondere wirtschaftsstrukturelle Gründe beeinflusst war, ist eine Ermittlung des Valide n einkommens gestützt auf das vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens nicht möglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 463/02 vom 1 7. Februar 2003 E. 3.2; vgl. auch Urk. 6/51/3). Entsprechendes gilt auch für eine Ermittlung gestützt auf Tabellenlöhne. Die Voraussetzungen für die Anwendung der Einkommensvergleichmethode sind daher nicht erfüllt. Vielmehr ist der Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit nicht um einen geschützten Arbe i tsplatz handelt, sondern um einen Nischenarbeitsplatz (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 3 0. März 2012 E. 3.1), ist es ihm doch möglich, auf dem ersten Arbeitsmarkt ein relevantes Erwerbseinkommen zu erzielen. Anzufügen bleibt hierbei allerdings, dass ein allfälliger zukünftiger Ver lust des Nische n arbeitsplatzes einen Revisionsgrund darstellen kann ( Thomas F lück iger, in: Basler Kommentar ATSG, 2020, Art. 17 N 27), wo bei vorliegend jedoch – wie nachfolgend zu zeigen – offenbleiben kann, ob dem Beschwerde führer nicht auch eine andere angepasste Tätigkeit zumutbar ist. 4.2 4.2.1 Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand d er Vorgaben von BGE 128 V 29 E. 4c zu erfolgen. Danach ist für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer Tätigkeit von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen aus zugehen; diese können etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden. Der Invaliditätsgrad ist anhand der Formel (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 ) : (T1 x s1 + T2 x s2) festzulegen. Dabei entspricht T dem Anteil der ent - sprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (T1 + T2 = 100 % ), B der Arbeits - unfähigkeit im jeweiligen Bereich des Geschäftes in Prozenten und s dem Stundenlohnansatz für den betreffenden Bereich. Letzterer kann auch durch Brut tomonats- bzw. Bruttojahreslöhne ersetzt werden, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2015 vom 1 8. Juni 2015 E. 4.2.2). 4. 2. 2 Anlässlich der am 2 9. Juni 2021 durchgeführten Abklärung für Selbständiger werbende ( Urk. 6/51) erklärte der Beschwerdeführer, dass er bei seiner Tätigkeit zu 70 % im Aussendienst und zu 30 % mit der Erledigung von administrativen Aufgaben beschäftigt sei. Die geschilderten Tätigkeiten könne er im Prinzip wei terhin selbständig ausführen. Sein erhebliches Problem würde bei der Fortbewe gung liegen. In der näheren Umgebung habe er auch damit keine grösseren Pro ble me. Wenn er aber beispielsweise mit dem Aut o eine Str ecke nach C.___ zurücklegen sollte, so wäre ihm dies alleine unmöglich. Er könne also solche Fahrten nur mit einer Begleitperson unternehmen. Er könne auch nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, da er auch solche nicht oder kaum benützen könne. Für die Erledigung von Aufträgen bei Kunden würde er wirklich bis zur Haustür begleitet werden. Er werde seit 1993 bei seinen Arbeitseinsätzen von Drittpersonen begleitet. Diese Person würde ihn aber nicht für eine Mithilfe bei den Arbeiten begleiten. Noch im Jahr 2019 habe er für diese gesundheitsbe dingte Unterstützung Angestellte beschäftigt. Den einen der beiden würde er inzwischen alter s - und pflegebedingt nicht mehr beschäftigen und mit dem anderen habe die Zusammenarbeit nicht geklappt. Von daher habe er jetzt also keine Angestellten mehr respektive nur noch seine Ehefrau. Ihr geleisteter Arbeitsaufwand würde rund zwei bis drei Stunden pro Tag betragen, dies an fünf Tagen pro Woche ( Urk. 6/51/4). Einschränkungen für administrative Tätigkeiten schilderte der Beschwerdeführer a nlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 nicht. So kontaktiert er seine Kunden regelmässig telefonisch. Zudem unterhält er seinen Online-Shop selbst ( Urk. 6/51/3). Gegenüber dem Gutachter Dr. A.___ hatte er demgegenüber noch angegeben, dass er für die Generierung von Aufträgen einen Mitarbeiter brauche ( Urk. 6/31/10). Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zur Angabe des Beschwerdeführers anlässlich des Standortgesprächs mit der Beschwerdegeg nerin vom 1 3. Mai 2019 ( Urk. 6/4), hatte er dabei doch ausdrücklich erklärt, dass er während den Verkaufsgesprächen mit den Kunden keine Probleme habe ( Urk. 6/4/3). Seit der Umstrukturierung seines Betriebes beschäftigt der B eschwer deführer mit Ausnahme seiner Ehefrau keine Mitarbeiter mehr. Es ist daher davon auszugehen, dass er zumindest seit der Aufgabe der Geschäftsräumlichkeiten sel ber in der Lage ist, mittels Online-Shop und telefonische Kontaktaufnahme die Kundenkontakte zu pflegen, gab er doch – wie eben ausgeführt – anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 ( Urk. 6/51) nur noch bei Fahrten zu Kunden zur Ausübung von Arbeiten Einschränkungen an. Für die Tätigkeit im Aussendienst besteht unbestrittenermassen eine Einschrän kung, ist der Beschwerdeführer dabei doch auf die Begleitung durch seine Ehefrau angewiesen, sofern es sich nicht um Fahrten in der näheren Umgebung handelt ( Urk. 8/51/4, vgl. auch Urk. 8/23/2, Urk. 8/31/3). Die Ehefrau des Beschwerdefüh rers, welche mit Ausnahme der Begleitung keine Tätigkeiten für den Bettwaren betrieb ausübt, arbeitet gemäss Angaben des Beschwerdeführer s zwei bis drei Stunden pro Tag, und zwar fünf Tage pro Woche. Dabei erzielt sie ein Einkommen von Fr. 25. -- pro Stunde ( Urk. 6/51/4). Dieses Arbeitspensum entspricht in etwa einem 30%-Pensum. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Hi lf stätigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht höher zu werten ist bzw. entlöhnt wird als die ausführende Tätigkeit des Beschwerdeführers selbst, kann für die Täti gkeit im Aussendienst von einer Einschränkung von maximal 30 % ausgegangen wer den. 4.2.3 Zur Ermittlung der Gesamtinvalidität wäre grundsätzlich zu ermitteln, welcher Lohn für die administrativen und welcher Lohn für Tätigkeiten im Aussendienst heranzuziehen wäre, das heisst es wäre eine wirtschaftliche Gewichtung der ver schiedenen Tätigkeiten vorzunehmen (vgl. E. 4.2.1). Eine solche kann vorliegend jedoch unterbleiben, da die administrativen Tätigkeiten, für welche keine rele vante Einschränkung besteht, zumi n dest gleichwertig zu veranschlagen sind, wie die ausführenden Tätigkeiten im Aussendienst (vgl. BGE 128 V 29 E. 4d). Unter der Annahme, dass auch die unterstützende Tätigkeit der Ehefrau gleich hoch zu gewichten ist wie die vom Beschwerdeführer selbst ausgeübten Tätigkeiten ergibt sich so ein Invaliditätsgrad von 30 % (Anteil Aussendienst: 70 %, Invaliditäts grad: 42,8 % [Einschränkung von 30 % bei einem 70 %-Pensum]; Anteil admi nistrative Tätigkeiten: 30 %, Invaliditätsgrad: 0 %). Bei einem Invaliditätsgrad von 30 % besteht kein Rentenanspruch. 5. Nachdem der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst während des Beschwer deverfahrens Einsicht in die vollständigen Akten nehmen konnte, keine Aufhe bung der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigt (BGE 142 II 218 E. 2.8.1, BGE 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen), erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de m unterliegenden Beschwerdefüh rer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Adrian Zogg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00725 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 1 5. August 2022 in Sa chen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Zogg Advokatur Bülach Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1964 geborene X.___ arbeitet seit 1988 in dem zunächst se inen Eltern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft. Dieses wurde bis 2019 als Aktiengesellschaft (AG) und wird seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma betrie ben (Urk. 6/51/1 -3 ; www.zefix.ch ). Am 1 1. April 2019 meldete sich X.___ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/2, Urk. 6/6). Die IV-Stelle führte in der Folge mit X.___ ein Standortgespräch durch ( Urk. 6/4), liess einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) erstellen ( Urk. 6/12) und holte Bericht e von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Urk. 6/23) und von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, ( Urk. 6/26) ein und gab bei Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein Gutachten in Auftrag, welches am 2 2. August 2020 erstattet wurde ( Urk. 6/31). Mit Vorbescheid vom 2 7. Oktober 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Rentenanspruch von X.___ zu verneinen ( Urk. 6/33). Dagegen liess dieser Einwand erheben ( Urk. 6/36, Urk. 6/42). In der Folge forderte die IV-Stelle X.___ auf, die Erfolgsrechnungen der letz ten drei Jahre vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung sowie die Erfolgsrechnungen seit Eintritt des Gesundheitsschadens und die aktuellste Bei tragsverfügung der zuständigen Ausgleichskasse einzureichen ( Urk. 6/43). Am 9. April 2021 reichte X.___ diverse Unterlagen ein ( Urk. 6/47, Urk. 6/48). Am 2 9. Juni 2021 führte die IV-Stelle mit X.___ ein Abklärungsgespräch durch und verfasste dazu am 3 0. Juni 2021 einen Abklä rungsbericht für Selbständigerwerbende ( Urk. 6/51). X.___ liess sich am 4. Oktober 2021 dazu vernehmen ( Urk. 6/55). Mit Verfügung vom 1. Novem ber 2021 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von X.___ ( Urk. 2). 2. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 ( Urk. 1) liess X.___ Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwech sels. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 5. Januar 2022 ( Urk. 7) unter dem Hinweis, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriften wechsels nicht als erforderlich erachte, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen, mitgeteilt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) genommen hatte, beantragte er mit Stellungnahme vom 2 1. März 2022, es sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, Stellung dazu zu nehmen, weshalb sie ihm mit Aktenzustellung vom 2 0. November 2020 nicht die vollständigen Akten habe zukommen lassen und weshalb sich ein Ausweis von « B.___ » in den Akten befinde. Mit Verfügung vom 2 3. März 2022 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um sich zur Stellungnahme vom 2 1. März 2022 vernehmen zu lassen ( Urk. 14). Die Beschwerdegegnerin reichte am 2 9. April 2022 eine Stellungnahme ein ( Urk. 16), welche dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 1 0. Mai 2022 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch i n dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Re - gelfall beachtlichen Standardindikatoren ( BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 1.5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.5.2 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungs fä higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätz liche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Me thode ( Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel mehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leis tungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwen digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter scheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselb ständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstä tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrem Entscheid ( Urk. 2) fest, dass eine Arbeits fähigkeit (auch in der bisherigen Tätigkeit) von 80 % bestehe. Den Einkommens vergleich nahm sie gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 33 %, dies bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'960.15 und ein em Invalideneinkommen von Fr. 45'407.5 9. Sie setzte dabei das Valideneinkommen gestützt auf den vom Beschwerdeführe r in den Jahren 2015 bis 2018 ausbezahlten Lohn von jeweils Fr. 50'135.-- zuzüglich zusätzli chen behinderungsbedingten Lohnkosten für Mitarbeiter von Fr. 17'825.15 fest (vgl. Urk. 6/51/9). Das Inv a lideneinkommen bestimmte sie aus dem Betriebsge winn der Einzelfirma im Jahr 2019 von Fr. 42'666.11 zuzüglich im Ge schäftsab schluss 2019 enthalten e Lohnaufwendungen für zwei inzwischen nicht mehr beschäft igt e Mitarbeiter in Höhe von Fr. 13'837.1 8. Gleichzeitig zog sie gesund heitsbedingt anfallende Lohnkosten für die Ehefrau von Fr. 14'375. ab und addierte AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 3'279.30 (Urk. 6/51/9). Die Beschwerde gegnerin erklärte dazu, f ür die E r werbstätigkeit des Beschwerdeführers würden eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötigt. Da er aber auf selbständi ger Basis arbeite, fielen natürlich administrative Arbeiten an, wofür er Platz für einen Computer brauche. Der in der Jahresrechnung 2019 verbuchte M ietzins von Fr. 2'000. könne daher angerechnet werden, was als grosszügig erachtet werden könne. Da d er Beschwerdeführer mit den verbliebenen Aufträgen ausgelastet sei, sei ke in höherer Werbeaufwand als verbucht zu berücksichtigen. 2.2 Der Beschwerdeführer liess zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen vorbringen ( Urk. 1), da er selbständig sei, habe er sich fortwährend an die sich schleichend verschlechternde Gesundheitssituation anpassen können. Dieser Anpassungsprozess sei bis zuletzt soweit fortgeschritten, dass er eine enge Ver traute (insbesondere seine Ehefrau) um sich haben müsse, die ihn in alltäglichen und für eine Arbeitstätigkeit essentiellen Dingen begleite. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stelle n iemand eine Person ein, der aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation immer eine andere, ih r vertraute Person zur Seite gestellt werden müsse. Bei seiner jetzigen Stelle handle es sich um eine Stelle auf dem zweiten Arbeits markt. Er arbeite lediglich 30 % im Büro. 70 % seiner Tätigkeiten seien ausser Haus. Diese Tätigkeiten könne er nur in Begleitung seiner Frau ausführen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. A.___ sei unbegründet und nicht nachvoll ziehbar. Sie stehe in völligem Widerspruch zu den von ihm festgestellten Ein schränkungen. Dieser Widerspruch zeige sich auch darin, dass Dr. A.___ die Dia gno se einer Agoraphobie stelle und gleichzeitig ausführe, dass für eine Agora phobie keine ausreichenden Anhaltspunkte bestünden. Auch brauche er aus gesundheitlichen Gründen einen Mitarbeiter, um Aufträge zu generieren, was zeige, dass er seine Tätigkeit nicht mehr ausüben k önne – sicherlich nicht in einem Umfang von 80 %. Er habe anlässlich der Begutachtung unter dem Einfluss von Temesta gestanden. Das Bild, das Dr. A.___ von ihm erhalten habe, sei als o nicht geeignet, die Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen, weil es nicht der Rea lität (wie sie ohne Benzodiazepine sei) entsprochen habe. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden dürfe. Dr. A.___ begründe zudem nicht schlüssig und rechtsgenüglich anhand der Standardindi katoren, inwiefern sich aus funktionellen Ausfällen eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit ergebe. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ sei vielmehr aus der Luft gegriffen. Dr. A.___ setz e sich zudem auch nicht rechts genüglich mit dem Bericht von Dr. Y.___ auseinander. Die Beschwerdegegnerin habe einen Betätigungsvergleich vorgenommen. Die Beurteilung der Abklärungsperson, gemäss welcher ein Invaliditätsgrad von lediglich 33,18 % resultiere, sei unzutreffend. Hinsichtlich des Valideneinkom mens lasse die Beschwerdegegnerin ausser Acht, dass sich d ie Krankheit über Jahre schleichend entwickelt habe. Der Beginn sei weit vor 2015 gewesen. Somit sei es nicht korrekt, wenn für die Bestimmung des Valideneinkommens der Durchschnittslohn gemäss IK-Buchungen 2015 bis 2018 genommen werde und ein gesundheitsbedingter Mehraufwand a n Personalkosten addiert werde. Er habe seine Tätigkeit fortwährend der sich verschlechternden Gesundheit angepasst. So sei es ihm gesundheitsbedingt seit Länge rem nicht mehr möglich, den Lohn zu erzielen, den er ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielen würde. Er sei bei spielsweise in der Akquise ein ge schränkt (er mache diese nur noch telefonisch), der persönliche und spontane Kontak t zu Kunden s ei nicht mehr möglich. Er könne auch nicht auf Messen gehen. Vor seiner Erkrankung habe er weit mehr verdient. 1993 habe er beispielsweise ein Einkommen von Fr. 131'900. -- erzielt. Die Beschwerdegegnerin müsse als V a lideneinkommen demzufolge den Lohn nehmen, den er vor Beginn seiner gesundheitlichen Einschränkung erzielt habe. Alternativ könne auch auf Tabellenlöhne zurückgegriffen werden. Gemäss LSE T17, 2018, Ziffer 11, resultiere für Geschäftsführer, die älter als 50 Jahre als seien, für das Jahr 2019 unter Anpassung a n die Nominallohnentwicklung ein Einkom men von Fr. 152'329.4 5. Es sei zudem nicht korrekt, wenn sich die Beschwerdeg eg nerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens eins zu eins auf den Geschäftsabschluss 2019 abstütze. Es seien Korrekturen vorzun ehmen. Die Mietkosten von Fr. 2’ 000. -- seien nicht marktgerecht bewertet. Bei einer Drittmiete müssten für Büro, Maschinen, Ein richtungen und Fahrzeugstellplätze mindestens Fr. 1'000. pro Monat aufgewen d et werden. Dass er – wie von der Beschwerdegegnerin angenommen – für seine Erwerbstätigkeit eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötige, sei Unsinn. Ein Bettwarengeschäft brauche sehr wohl Geschäftsräumlichkeiten, bei spielsweise um Produkte zu präsentieren, Laufkundschaft zu empfangen, Probe liegen etc. Er führe seine Tätigkeit nur deshalb vom Keller seines eigenen Hause s aus, weil er au f grund seiner gesundheitlichen Situation immer weniger verdient und dementsprechend an allen Ecken und Enden Einsparungen betrieben habe, um wenigstens seinen Lebensunterhalt noch halbwegs bestreiten zu können. Die fehlenden G eschäftsräumlichkei ten, die er sich nicht mehr leisten könne, hätten den Effekt, dass der Umsatz weiter sinken werde. Zudem seien im Jahr 2019 die Werbeausgaben mit Fr. 23.65 praktisch inexistent gewesen. Auch hier müsse eine Korrektur auf eine marktgerechte Höhe erfolgen. Bei 5 % des Umsatzes betrage die Korrektur Fr. 10'000.--. Er würde selbstverständlich mehr in die Werbung investieren, wenn sich sein Umsatz nicht aus gesundheitlichen Gründen derart vermindert hätte. Auch betreffend Werbung sei er unverschuldet in einer Abwärtsspirale. Insgesamt ergebe sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 25'407.5 9. Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invali d eneinkom mens resultiere ein Invaliditätsgrad von 83,3 %. 2.3 Nach Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) macht e der Beschwerdeführer m it Stellungnahme vom 2 1. März 2022 gel tend ( Urk. 12), die von der Beschwerdegegnerin dem Gericht eingereichten Akten stimmten nicht mit denjenigen überein, welche ihm zugestellt worden seien. So sei nachträglich das Aktenstück mit dem Namen «Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine mediz inische Abklärung – DFS – A.___ » eingefügt worden. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdegegnerin die Akten selektiv zustelle. Die unvollständige Aktenzustellung stelle eine krasse Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Das vorenthaltende Aktenstück sei sehr zentral, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. A.___ gehe. So wi e die Beschwerdegegnerin den Auftrag erteilt habe, nehme sie dem Gutach ten a priori je gliche Objektivität. Dies d eshalb, weil der Auftrag an Dr. A.___ unzähli g e Suggestiv-Element enthalte. Der medizinische Sachverhalt sei zudem von der Beschwerdegegnerin Dr. A.___ präsentiert worden, was von vorn her e in bereits fragwürdig sei, denn die Ermittlung des medizinischen Sachverhalts sei gerade eine der Kernaufgaben eines Gutachters. Wenn die Beschwerdegegne rin dann im Auftrag noch Hinweise auf die eigene Beurteilung mitliefere, könne ein Gutachter unmöglich mehr unvoreingenommen sein. Der Gutachter werde durch die Instruktion zu einem internen Arzt, womit bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S c hlüss igkeit der ärztlichen Feststellungen genügten, damit ergänzende (externe) Abklä rungen, vorzunehmen seien. Vorl i egend seien mehr als geringe Zweifel am Gutachten vo n Dr. A.___ vorha n d en. In den Einlegerakten sei zudem ein Ausweis von « B.___ » enthalten. Er könne diesen Ausweis in keinen Zusammenhang mit dem vorliegenden Fall bringen. 2.4 Die Beschwerdegegnerin erklärte dazu mit Stellungnahme vom 2 9. April 2022 ( Urk. 16), d as Aktenstück « Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine medizinische Abklärung – DFS – A.___ » sei au fgrund eines offensichtlichen Ve rsehens dem Beschwerdeführer nich t zugestellt worden. Das entspre chende Aktenstück beinhalte insbesondere die Stellungnahme des regio nalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. April 2020, welche dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden sei. Der Ausweis von « B.___ » sei komplett aus dem Dossier entfernt worden. 3. 3.1 Es liegen die folgenden ärztlichen Berichte und Gutachten vor: 3.2 Dr. Y.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 4. Januar 2020 ( Urk. 6/23), der Beschwerdeführer sei als selbständiger Geschäftsführer einer Bett warenfabrik tätig. Er sei in den 1990er Jahren in die Firma, welche von seinen Eltern gegründet worden sei, eingetreten. Die Firma habe seit den 0er Jahren einen schleichenden Niedergang erlebt. Dabei hätten die psychischen Einschrän kungen des Beschwerdeführers sicher eine Rolle gespielt. Der Beschwerdeführer habe sich in seiner Firma eine auf ihn und seine Einschränkungen optimierte Struktur eingerichtet. So habe er für die notwendigen Ausfahrten zu Kunden immer jemanden mit genommen. Für den Rahmen, dass er aktiv habe sein können, habe seine Frau anwesend sein müsse n. Nach Einschätzung des Beschwerde - führers, welche er teile, würde er – der Beschwerdeführ er – mit seinen konstitutio nellen Voraussetzungen an einer «sogenannt normalen» Arbeitsstelle nicht bestehen können. Er habe de shalb die Bettwarenfabrik so lange wie möglich auf - recht erhalten, obwohl ihm dies in den letzten Jahren zunehmend schwerer gefallen sei. Der Tod des Vaters im Mai 2018 habe eine weitere depressive Krise ausgelöst und den Ni edergang der Firma beschleunigt. Psychisch offensichtlich sei die Agoraphobie, die den Aktionsradius des Beschwerdeführers ohne Begleitpe r son auf die Region zwischen Wohnort und Firmenstandort beschränk e. Auch sei d er Beschwerdeführer nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Weniger offensichtlich, aber auch ein schränkend, seien die interpersonellen Schwierigkeiten. Der Beschwerdeführer gerate in seinem privaten Umfeld wiederholt mit diversen Personen (Herkunfts familie, Nachbarn) in teilweise langanhaltende und eskalierende Konflikte. Dies wäre auch in einem Arbeitsumfeld so zu erwarten. Es bestehe jedoch auch eine abhängige Beziehungsgestaltung. Fü r sein Funktionieren sei d er Beschwerdefüh rer auf die Anwesenheit von vertrauten Personen angewiesen; ohne diese trä t en ma ssive diffuse Ängste auf. Alleine Wohnen wäre nicht möglich. Schwergewich tig gehe es darum, das Funktionsniveau zu erhalten und weitere Einschränkungen zu verhindern. Neben der fixierten Angst- und Persönlichkeitssymptomatik liege phasenweise ein rezidivierendes de pressives Zustandsbild vor, das sich im Inter val l bisher ohne grosse Resid uen aufgelöst habe. Aufgrund der genannten Ein schränkungen erachte er eine 50%ige Tätigkeit im Rahmen der bisherigen Tätig keit als realisierbar, wobei d ie aktuelle Tätigkeit bereits einer Arbeit in einem geschützten Rahmen entspreche. Eine zusätzliche Steigerung der Einsatzfähigkeit durch Eingliederungsmassnahmen sei nicht zu erwarten. Er erachte den Beschwerdeführer für eine normale T ätigkeit als Angestellter als nicht einsetzbar bzw. seine Arbeitsfähigkeit als nicht verwertbar. Als Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ an: - chronische Angststörung mit/ b ei - chronischer Agoraphobie ohne Panikattacken - Verlustängste - akzentuierte Persönlichkeitszüge, hauptsächlich abhängig - rezidivierende depressive Episoden - aktuell unter Medikation teilremittiert Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. Y.___ eine Adipositas. 3.3 Dr. Z.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 0. März 2020 ( Urk. 6/26), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner somatischen Leiden bei ihm in Behandlung. Als somatische Diagnosen führte Dr. Z.___ an: arterielle Hypertonie, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Adipositas. Die somatischen Erkrankungen seien gut eingestellt, es fänden lediglich zwei bis drei Konsultatio nen pro Jahr statt. Die Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit könne nur der behan delnde Psychiater festlegen. 3.4 Dr. A.___ nannte in seinem Gutachten vom 2 2. August 2020 ( Urk. 6/31) als Dia gno sen: - Dysthymia (ICD-10 F34.1) - Agoraphobie (ICD-10 F40.0) - a kzentuierte Persönlichkeit mit ängstlichen und abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1) Dazu führte Dr. A.___ aus, in der heutigen Untersuchung habe sich der Beschwer deführer als intelligenter und umgänglicher Mensch gezeigt, freundlich, leicht bekümmert über sein berufliches Versagen. Er habe die subjektiven Einschrän kungen, insbesondere die Ängste seit seiner Kindheit, die zahlreichen Enttäu schungen und die damit verbundenen Kränkungen betont. Für eine depressive Erkrankung gebe es nur leichte Hinweise: Grübeln, Klagen, Schlafstörungen und das Gefühl eigener Unzulänglichkeit. Trotzdem stehe der Beschwerdeführer jeden Morgen auf und versuche sein Leben zu meistern. In den Ferien und wenn er seine Ruhe habe, gehe es ihm deutlich besser. In diagnostischer Hinsicht entspre che dies einer Dysthymia. Agoraphobische Symptome, die Suche nach einem sicheren Platz, vorzugsweise zu Hause, seien übereinstimmend von verschiedenen Untersuchern fest gestellt worden und h ätten in der Darstellung des Beschwerde führers eine wichtige Rolle gespielt. Andererseits sei der Beschwerdeführer durch seine Symptome nicht an sein Haus gefesselt, sondern habe sich privat wie beruflich eine Umgebung geschaffen, mit er dieses Defizit weitgehend zu kom pensieren vermöge. Für eine chronische Angststörung und Agoraphobie bezie hungsweise eine generalisierte Angststörung finde er – Dr. A.___ – keine ausrei chenden Anhaltspunkte. Sie würde mit einer ständigen Nervosität, vegetativen Beschwerden und verschiedensten Zukunftsängsten einhergehen, was beim Beschwerdeführer angesichts seines souveränen Auftretens in der Untersuchung und seiner langjährigen selbständigen Tätigkeit als Unternehmer nicht nachvoll ziehbar sei. I n der a usgeübten Tätigkeit als Geschäftsführer seiner Firma für Bettenreinigung könne der Beschwerdeführer bis zu acht Stunden tä g lich anwesend sein. Die Arbeit unterteile sich in die morgendlichen Fahrten mit seinem Transporter und die nachmittägliche Büroarbeit. Dem Beschwerdeführer fehle aufgrund seiner ängstlichen und depressiven Symptome die Fähigkeit, seine Arbeit als Chauffeur ohne die Anwesenheit seiner Ehefrau durchzuführen. Auch fehle ihm die Aggres sivität im Umgang mit Kunden, sodass er nicht in der Lage sei, selber Aufträge zu akquirieren. Er habe für diese Aufgabe einen eigenen Mitarbeiter angestellt. Andererseits müsse man die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich das notwen dige private wie berufliche Umfeld zu schaffen, auch als eine besondere Fähigkeit ansehen, die seine Handicaps im Wesentlichen auszugleichen vermöge. Daraus resultiere insgesamt eine Leistungseinschränkung von etwa 20 %. Bis zu seinem sogenannten Nervenzusammenbruch vor 25 Jahren sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsfähig gewesen. Seither habe eine schrittweise Minderung ein gesetzt, die eine fortgesetzte psychiatrische Betreuung notwendig gemacht und seine Arbeitsfähigkeit schrittweise auf etwa 80 % reduziert habe. 4. 4.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich unbestritten ermassen, dass der psychi sche Gesundheitszustand des Beschw erdeführers beeinträchtigt ist und er auf grund dieser Beeinträchtigungen in seiner L eistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. E. 3.). Hinsichtlich der Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers gilt es zu berücksichtigen, dass er seit 1988 in dem zunächst seinen El tern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft tätig ist, wobei er diese s seit 200 8 zunächst im Rahmen der bestehenden AG und seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma selb ständig füh rt ( Urk. 6/31/5, Urk. 6/51/1-3; www.zefix.ch ). Wie sich aus den medi zinischen Akten ergibt, besteht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Umfang seit etwa 25 Jahren (E. 3; Urk. 6/31/16). Sie dürfte sich ent sprechend auch seit vielen Jahren auf den Betrieb des Beschwerdeführers ausge wirkt haben. Da sich nicht schlüssig feststellen lässt, inwieweit die betriebliche Entwicklung der letzten Jahre krankheitsbedingt und inwieweit durch invalidi tätsfremde, insbesondere wirtschaftsstrukturelle Gründe beeinflusst war, ist eine Ermittlung des Valide n einkommens gestützt auf das vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens nicht möglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 463/02 vom 1 7. Februar 2003 E. 3.2; vgl. auch Urk. 6/51/3). Entsprechendes gilt auch für eine Ermittlung gestützt auf Tabellenlöhne. Die Voraussetzungen für die Anwendung der Einkommensvergleichmethode sind daher nicht erfüllt. Vielmehr ist der Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit nicht um einen geschützten Arbe i tsplatz handelt, sondern um einen Nischenarbeitsplatz (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 3 0. März 2012 E. 3.1), ist es ihm doch möglich, auf dem ersten Arbeitsmarkt ein relevantes Erwerbseinkommen zu erzielen. Anzufügen bleibt hierbei allerdings, dass ein allfälliger zukünftiger Ver lust des Nische n arbeitsplatzes einen Revisionsgrund darstellen kann ( Thomas F lück iger, in: Basler Kommentar ATSG, 2020, Art. 17 N 27), wo bei vorliegend jedoch – wie nachfolgend zu zeigen – offenbleiben kann, ob dem Beschwerde führer nicht auch eine andere angepasste Tätigkeit zumutbar ist. 4.2 4.2.1 Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand d er Vorgaben von BGE 128 V 29 E. 4c zu erfolgen. Danach ist für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer Tätigkeit von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen aus zugehen; diese können etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden. Der Invaliditätsgrad ist anhand der Formel (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 ) : (T1 x s1 + T2 x s2) festzulegen. Dabei entspricht T dem Anteil der ent - sprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (T1 + T2 = 100 % ), B der Arbeits - unfähigkeit im jeweiligen Bereich des Geschäftes in Prozenten und s dem Stundenlohnansatz für den betreffenden Bereich. Letzterer kann auch durch Brut tomonats- bzw. Bruttojahreslöhne ersetzt werden, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2015 vom 1 8. Juni 2015 E. 4.2.2). 4. 2. 2 Anlässlich der am 2 9. Juni 2021 durchgeführten Abklärung für Selbständiger werbende ( Urk. 6/51) erklärte der Beschwerdeführer, dass er bei seiner Tätigkeit zu 70 % im Aussendienst und zu 30 % mit der Erledigung von administrativen Aufgaben beschäftigt sei. Die geschilderten Tätigkeiten könne er im Prinzip wei terhin selbständig ausführen. Sein erhebliches Problem würde bei der Fortbewe gung liegen. In der näheren Umgebung habe er auch damit keine grösseren Pro ble me. Wenn er aber beispielsweise mit dem Aut o eine Str ecke nach C.___ zurücklegen sollte, so wäre ihm dies alleine unmöglich. Er könne also solche Fahrten nur mit einer Begleitperson unternehmen. Er könne auch nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, da er auch solche nicht oder kaum benützen könne. Für die Erledigung von Aufträgen bei Kunden würde er wirklich bis zur Haustür begleitet werden. Er werde seit 1993 bei seinen Arbeitseinsätzen von Drittpersonen begleitet. Diese Person würde ihn aber nicht für eine Mithilfe bei den Arbeiten begleiten. Noch im Jahr 2019 habe er für diese gesundheitsbe dingte Unterstützung Angestellte beschäftigt. Den einen der beiden würde er inzwischen alter s - und pflegebedingt nicht mehr beschäftigen und mit dem anderen habe die Zusammenarbeit nicht geklappt. Von daher habe er jetzt also keine Angestellten mehr respektive nur noch seine Ehefrau. Ihr geleisteter Arbeitsaufwand würde rund zwei bis drei Stunden pro Tag betragen, dies an fünf Tagen pro Woche ( Urk. 6/51/4). Einschränkungen für administrative Tätigkeiten schilderte der Beschwerdeführer a nlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 nicht. So kontaktiert er seine Kunden regelmässig telefonisch. Zudem unterhält er seinen Online-Shop selbst ( Urk. 6/51/3). Gegenüber dem Gutachter Dr. A.___ hatte er demgegenüber noch angegeben, dass er für die Generierung von Aufträgen einen Mitarbeiter brauche ( Urk. 6/31/10). Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zur Angabe des Beschwerdeführers anlässlich des Standortgesprächs mit der Beschwerdegeg nerin vom 1 3. Mai 2019 ( Urk. 6/4), hatte er dabei doch ausdrücklich erklärt, dass er während den Verkaufsgesprächen mit den Kunden keine Probleme habe ( Urk. 6/4/3). Seit der Umstrukturierung seines Betriebes beschäftigt der B eschwer deführer mit Ausnahme seiner Ehefrau keine Mitarbeiter mehr. Es ist daher davon auszugehen, dass er zumindest seit der Aufgabe der Geschäftsräumlichkeiten sel ber in der Lage ist, mittels Online-Shop und telefonische Kontaktaufnahme die Kundenkontakte zu pflegen, gab er doch – wie eben ausgeführt – anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 ( Urk. 6/51) nur noch bei Fahrten zu Kunden zur Ausübung von Arbeiten Einschränkungen an. Für die Tätigkeit im Aussendienst besteht unbestrittenermassen eine Einschrän kung, ist der Beschwerdeführer dabei doch auf die Begleitung durch seine Ehefrau angewiesen, sofern es sich nicht um Fahrten in der näheren Umgebung handelt ( Urk. 8/51/4, vgl. auch Urk. 8/23/2, Urk. 8/31/3). Die Ehefrau des Beschwerdefüh rers, welche mit Ausnahme der Begleitung keine Tätigkeiten für den Bettwaren betrieb ausübt, arbeitet gemäss Angaben des Beschwerdeführer s zwei bis drei Stunden pro Tag, und zwar fünf Tage pro Woche. Dabei erzielt sie ein Einkommen von Fr. 25. -- pro Stunde ( Urk. 6/51/4). Dieses Arbeitspensum entspricht in etwa einem 30%-Pensum. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Hi lf stätigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht höher zu werten ist bzw. entlöhnt wird als die ausführende Tätigkeit des Beschwerdeführers selbst, kann für die Täti gkeit im Aussendienst von einer Einschränkung von maximal 30 % ausgegangen wer den. 4.2.3 Zur Ermittlung der Gesamtinvalidität wäre grundsätzlich zu ermitteln, welcher Lohn für die administrativen und welcher Lohn für Tätigkeiten im Aussendienst heranzuziehen wäre, das heisst es wäre eine wirtschaftliche Gewichtung der ver schiedenen Tätigkeiten vorzunehmen (vgl. E. 4.2.1). Eine solche kann vorliegend jedoch unterbleiben, da die administrativen Tätigkeiten, für welche keine rele vante Einschränkung besteht, zumi n dest gleichwertig zu veranschlagen sind, wie die ausführenden Tätigkeiten im Aussendienst (vgl. BGE 128 V 29 E. 4d). Unter der Annahme, dass auch die unterstützende Tätigkeit der Ehefrau gleich hoch zu gewichten ist wie die vom Beschwerdeführer selbst ausgeübten Tätigkeiten ergibt sich so ein Invaliditätsgrad von 30 % (Anteil Aussendienst: 70 %, Invaliditäts grad: 42,8 % [Einschränkung von 30 % bei einem 70 %-Pensum]; Anteil admi nistrative Tätigkeiten: 30 %, Invaliditätsgrad: 0 %). Bei einem Invaliditätsgrad von 30 % besteht kein Rentenanspruch. 5. Nachdem der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst während des Beschwer deverfahrens Einsicht in die vollständigen Akten nehmen konnte, keine Aufhe bung der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigt (BGE 142 II 218 E. 2.8.1, BGE 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen), erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de m unterliegenden Beschwerdefüh rer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Adrian Zogg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber HurstWyler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00725 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler Urteil vom 1 5. August 2022

IV.2021.00725

IV.2021.00725

IV.2021.00725 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiber Wyler

Urteil vom 1 5. August 2022

Urteil vom 1 5. August 2022 in Sa chen

in Sa chen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Zogg

vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Zogg Advokatur Bülach

Advokatur Bülach Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach

Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1964 geborene X.___ arbeitet seit 1988 in dem zunächst se inen Eltern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft. Dieses wurde bis 2019 als Aktiengesellschaft (AG) und wird seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma betrie ben (Urk. 6/51/1 -3 ; www.zefix.ch ). Am 1 1. April 2019 meldete sich X.___ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/2, Urk. 6/6). Die IV-Stelle führte in der Folge mit X.___ ein Standortgespräch durch ( Urk. 6/4), liess einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) erstellen ( Urk. 6/12) und holte Bericht e von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Urk. 6/23) und von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, ( Urk. 6/26) ein und gab bei Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein Gutachten in Auftrag, welches am 2 2. August 2020 erstattet wurde ( Urk. 6/31). Mit Vorbescheid vom 2 7. Oktober 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Rentenanspruch von X.___ zu verneinen ( Urk. 6/33). Dagegen liess dieser Einwand erheben ( Urk. 6/36, Urk. 6/42). In der Folge forderte die IV-Stelle X.___ auf, die Erfolgsrechnungen der letz ten drei Jahre vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung sowie die Erfolgsrechnungen seit Eintritt des Gesundheitsschadens und die aktuellste Bei tragsverfügung der zuständigen Ausgleichskasse einzureichen ( Urk. 6/43). Am 9. April 2021 reichte X.___ diverse Unterlagen ein ( Urk. 6/47, Urk. 6/48). Am 2 9. Juni 2021 führte die IV-Stelle mit X.___ ein Abklärungsgespräch durch und verfasste dazu am 3 0. Juni 2021 einen Abklä rungsbericht für Selbständigerwerbende ( Urk. 6/51). X.___ liess sich am 4. Oktober 2021 dazu vernehmen ( Urk. 6/55). Mit Verfügung vom 1. Novem ber 2021 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von X.___ ( Urk. 2).

1. Der 1964 geborene X.___ arbeitet seit 1988 in dem zunächst se inen Eltern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft. Dieses wurde bis 2019 als Aktiengesellschaft (AG) und wird seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma betrie ben (Urk. 6/51/1 -3 ; www.zefix.ch ). Am 1 1. April 2019 meldete sich X.___ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/2, Urk. 6/6). Die IV-Stelle führte in der Folge mit X.___ ein Standortgespräch durch ( Urk. 6/4), liess einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) erstellen ( Urk. 6/12) und holte Bericht e von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Urk. 6/23) und von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, ( Urk. 6/26) ein und gab bei Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein Gutachten in Auftrag, welches am 2 2. August 2020 erstattet wurde ( Urk. 6/31). Mit Vorbescheid vom 2 7. Oktober 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Rentenanspruch von X.___ zu verneinen ( Urk. 6/33). Dagegen liess dieser Einwand erheben ( Urk. 6/36, Urk. 6/42). In der Folge forderte die IV-Stelle X.___ auf, die Erfolgsrechnungen der letz ten drei Jahre vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung sowie die Erfolgsrechnungen seit Eintritt des Gesundheitsschadens und die aktuellste Bei tragsverfügung der zuständigen Ausgleichskasse einzureichen ( Urk. 6/43). Am 9. April 2021 reichte X.___ diverse Unterlagen ein ( Urk. 6/47, Urk. 6/48). Am 2 9. Juni 2021 führte die IV-Stelle mit X.___ ein Abklärungsgespräch durch und verfasste dazu am 3 0. Juni 2021 einen Abklä rungsbericht für Selbständigerwerbende ( Urk. 6/51). X.___ liess sich am 4. Oktober 2021 dazu vernehmen ( Urk. 6/55). Mit Verfügung vom 1. Novem ber 2021 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von X.___ ( Urk. 2). 2. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 ( Urk. 1) liess X.___ Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwech sels. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 5. Januar 2022 ( Urk. 7) unter dem Hinweis, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriften wechsels nicht als erforderlich erachte, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen, mitgeteilt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) genommen hatte, beantragte er mit Stellungnahme vom 2 1. März 2022, es sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, Stellung dazu zu nehmen, weshalb sie ihm mit Aktenzustellung vom 2 0. November 2020 nicht die vollständigen Akten habe zukommen lassen und weshalb sich ein Ausweis von « B.___ » in den Akten befinde. Mit Verfügung vom 2 3. März 2022 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um sich zur Stellungnahme vom 2 1. März 2022 vernehmen zu lassen ( Urk. 14). Die Beschwerdegegnerin reichte am 2 9. April 2022 eine Stellungnahme ein ( Urk. 16), welche dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 1 0. Mai 2022 zur Kenntnis gebracht wurde.

2. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 ( Urk. 1) liess X.___ Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwech sels. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 4. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 5. Januar 2022 ( Urk. 7) unter dem Hinweis, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriften wechsels nicht als erforderlich erachte, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen, mitgeteilt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) genommen hatte, beantragte er mit Stellungnahme vom 2 1. März 2022, es sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, Stellung dazu zu nehmen, weshalb sie ihm mit Aktenzustellung vom 2 0. November 2020 nicht die vollständigen Akten habe zukommen lassen und weshalb sich ein Ausweis von « B.___ » in den Akten befinde. Mit Verfügung vom 2 3. März 2022 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um sich zur Stellungnahme vom 2 1. März 2022 vernehmen zu lassen ( Urk. 14). Die Beschwerdegegnerin reichte am 2 9. April 2022 eine Stellungnahme ein ( Urk. 16), welche dem Beschwerdeführer mit Ver fügung vom 1 0. Mai 2022 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch i n dieser Fassung zitiert werden.

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch i n dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).

1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Re - gelfall beachtlichen Standardindikatoren ( BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Re gelfall beachtlichen Standardindikatoren ( BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5

1.5 1.5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).

1.5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.5.2 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungs fä higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätz liche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Me thode ( Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel mehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leis tungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwen digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter scheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselb ständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).

1.5.2 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungs fä higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätz liche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Me thode ( Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel mehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leis tungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwen digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter scheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselb ständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstä tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).

Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstä tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrem Entscheid ( Urk. 2) fest, dass eine Arbeits fähigkeit (auch in der bisherigen Tätigkeit) von 80 % bestehe. Den Einkommens vergleich nahm sie gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 33 %, dies bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'960.15 und ein em Invalideneinkommen von Fr. 45'407.5 9. Sie setzte dabei das Valideneinkommen gestützt auf den vom Beschwerdeführe r in den Jahren 2015 bis 2018 ausbezahlten Lohn von jeweils Fr. 50'135.-- zuzüglich zusätzli chen behinderungsbedingten Lohnkosten für Mitarbeiter von Fr. 17'825.15 fest (vgl. Urk. 6/51/9). Das Inv a lideneinkommen bestimmte sie aus dem Betriebsge winn der Einzelfirma im Jahr 2019 von Fr. 42'666.11 zuzüglich im Ge schäftsab schluss 2019 enthalten e Lohnaufwendungen für zwei inzwischen nicht mehr beschäft igt e Mitarbeiter in Höhe von Fr. 13'837.1 8. Gleichzeitig zog sie gesund heitsbedingt anfallende Lohnkosten für die Ehefrau von Fr. 14'375. ab und addierte AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 3'279.30 (Urk. 6/51/9). Die Beschwerde gegnerin erklärte dazu, f ür die E r werbstätigkeit des Beschwerdeführers würden eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötigt. Da er aber auf selbständi ger Basis arbeite, fielen natürlich administrative Arbeiten an, wofür er Platz für einen Computer brauche. Der in der Jahresrechnung 2019 verbuchte M ietzins von Fr. 2'000. könne daher angerechnet werden, was als grosszügig erachtet werden könne. Da d er Beschwerdeführer mit den verbliebenen Aufträgen ausgelastet sei, sei ke in höherer Werbeaufwand als verbucht zu berücksichtigen.

2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrem Entscheid ( Urk. 2) fest, dass eine Arbeits fähigkeit (auch in der bisherigen Tätigkeit) von 80 % bestehe. Den Einkommens vergleich nahm sie gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 33 %, dies bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'960.15 und ein em Invalideneinkommen von Fr. 45'407.5 9. Sie setzte dabei das Valideneinkommen gestützt auf den vom Beschwerdeführe r in den Jahren 2015 bis 2018 ausbezahlten Lohn von jeweils Fr. 50'135.-- zuzüglich zusätzli chen behinderungsbedingten Lohnkosten für Mitarbeiter von Fr. 17'825.15 fest (vgl. Urk. 6/51/9). Das Inv a lideneinkommen bestimmte sie aus dem Betriebsge winn der Einzelfirma im Jahr 2019 von Fr. 42'666.11 zuzüglich im Ge schäftsab schluss 2019 enthalten e Lohnaufwendungen für zwei inzwischen nicht mehr beschäft igt e Mitarbeiter in Höhe von Fr. 13'837.1 8. Gleichzeitig zog sie gesund heitsbedingt anfallende Lohnkosten für die Ehefrau von Fr. 14'375. ab und addierte AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 3'279.30 (Urk. 6/51/9). Die Beschwerde gegnerin erklärte dazu, f ür die E r werbstätigkeit des Beschwerdeführers würden eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötigt. Da er aber auf selbständi ger Basis arbeite, fielen natürlich administrative Arbeiten an, wofür er Platz für einen Computer brauche. Der in der Jahresrechnung 2019 verbuchte M ietzins von Fr. 2'000. könne daher angerechnet werden, was als grosszügig erachtet werden könne. Da d er Beschwerdeführer mit den verbliebenen Aufträgen ausgelastet sei, sei ke in höherer Werbeaufwand als verbucht zu berücksichtigen. 2.2 Der Beschwerdeführer liess zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen vorbringen ( Urk. 1), da er selbständig sei, habe er sich fortwährend an die sich schleichend verschlechternde Gesundheitssituation anpassen können. Dieser Anpassungsprozess sei bis zuletzt soweit fortgeschritten, dass er eine enge Ver traute (insbesondere seine Ehefrau) um sich haben müsse, die ihn in alltäglichen und für eine Arbeitstätigkeit essentiellen Dingen begleite. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stelle n iemand eine Person ein, der aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation immer eine andere, ih r vertraute Person zur Seite gestellt werden müsse. Bei seiner jetzigen Stelle handle es sich um eine Stelle auf dem zweiten Arbeits markt. Er arbeite lediglich 30 % im Büro. 70 % seiner Tätigkeiten seien ausser Haus. Diese Tätigkeiten könne er nur in Begleitung seiner Frau ausführen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. A.___ sei unbegründet und nicht nachvoll ziehbar. Sie stehe in völligem Widerspruch zu den von ihm festgestellten Ein schränkungen. Dieser Widerspruch zeige sich auch darin, dass Dr. A.___ die Dia gno se einer Agoraphobie stelle und gleichzeitig ausführe, dass für eine Agora phobie keine ausreichenden Anhaltspunkte bestünden. Auch brauche er aus gesundheitlichen Gründen einen Mitarbeiter, um Aufträge zu generieren, was zeige, dass er seine Tätigkeit nicht mehr ausüben k önne – sicherlich nicht in einem Umfang von 80 %. Er habe anlässlich der Begutachtung unter dem Einfluss von Temesta gestanden. Das Bild, das Dr. A.___ von ihm erhalten habe, sei als o nicht geeignet, die Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen, weil es nicht der Rea lität (wie sie ohne Benzodiazepine sei) entsprochen habe. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden dürfe. Dr. A.___ begründe zudem nicht schlüssig und rechtsgenüglich anhand der Standardindi katoren, inwiefern sich aus funktionellen Ausfällen eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit ergebe. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ sei vielmehr aus der Luft gegriffen. Dr. A.___ setz e sich zudem auch nicht rechts genüglich mit dem Bericht von Dr. Y.___ auseinander.

2.2 Der Beschwerdeführer liess zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen vorbringen ( Urk. 1), da er selbständig sei, habe er sich fortwährend an die sich schleichend verschlechternde Gesundheitssituation anpassen können. Dieser Anpassungsprozess sei bis zuletzt soweit fortgeschritten, dass er eine enge Ver traute (insbesondere seine Ehefrau) um sich haben müsse, die ihn in alltäglichen und für eine Arbeitstätigkeit essentiellen Dingen begleite. Auf dem ersten Arbeitsmarkt stelle n iemand eine Person ein, der aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation immer eine andere, ih r vertraute Person zur Seite gestellt werden müsse. Bei seiner jetzigen Stelle handle es sich um eine Stelle auf dem zweiten Arbeits markt. Er arbeite lediglich 30 % im Büro. 70 % seiner Tätigkeiten seien ausser Haus. Diese Tätigkeiten könne er nur in Begleitung seiner Frau ausführen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. A.___ sei unbegründet und nicht nachvoll ziehbar. Sie stehe in völligem Widerspruch zu den von ihm festgestellten Ein schränkungen. Dieser Widerspruch zeige sich auch darin, dass Dr. A.___ die Dia gno se einer Agoraphobie stelle und gleichzeitig ausführe, dass für eine Agora phobie keine ausreichenden Anhaltspunkte bestünden. Auch brauche er aus gesundheitlichen Gründen einen Mitarbeiter, um Aufträge zu generieren, was zeige, dass er seine Tätigkeit nicht mehr ausüben k önne – sicherlich nicht in einem Umfang von 80 %. Er habe anlässlich der Begutachtung unter dem Einfluss von Temesta gestanden. Das Bild, das Dr. A.___ von ihm erhalten habe, sei als o nicht geeignet, die Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen, weil es nicht der Rea lität (wie sie ohne Benzodiazepine sei) entsprochen habe. Dies sei ein weiterer Grund, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden dürfe. Dr. A.___ begründe zudem nicht schlüssig und rechtsgenüglich anhand der Standardindi katoren, inwiefern sich aus funktionellen Ausfällen eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit ergebe. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ sei vielmehr aus der Luft gegriffen. Dr. A.___ setz e sich zudem auch nicht rechts genüglich mit dem Bericht von Dr. Y.___ auseinander. Die Beschwerdegegnerin habe einen Betätigungsvergleich vorgenommen. Die Beurteilung der Abklärungsperson, gemäss welcher ein Invaliditätsgrad von lediglich 33,18 % resultiere, sei unzutreffend. Hinsichtlich des Valideneinkom mens lasse die Beschwerdegegnerin ausser Acht, dass sich d ie Krankheit über Jahre schleichend entwickelt habe. Der Beginn sei weit vor 2015 gewesen. Somit sei es nicht korrekt, wenn für die Bestimmung des Valideneinkommens der Durchschnittslohn gemäss IK-Buchungen 2015 bis 2018 genommen werde und ein gesundheitsbedingter Mehraufwand a n Personalkosten addiert werde. Er habe seine Tätigkeit fortwährend der sich verschlechternden Gesundheit angepasst. So sei es ihm gesundheitsbedingt seit Länge rem nicht mehr möglich, den Lohn zu erzielen, den er ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielen würde. Er sei bei spielsweise in der Akquise ein ge schränkt (er mache diese nur noch telefonisch), der persönliche und spontane Kontak t zu Kunden s ei nicht mehr möglich. Er könne auch nicht auf Messen gehen. Vor seiner Erkrankung habe er weit mehr verdient. 1993 habe er beispielsweise ein Einkommen von Fr. 131'900. -- erzielt. Die Beschwerdegegnerin müsse als V a lideneinkommen demzufolge den Lohn nehmen, den er vor Beginn seiner gesundheitlichen Einschränkung erzielt habe. Alternativ könne auch auf Tabellenlöhne zurückgegriffen werden. Gemäss LSE T17, 2018, Ziffer 11, resultiere für Geschäftsführer, die älter als 50 Jahre als seien, für das Jahr 2019 unter Anpassung a n die Nominallohnentwicklung ein Einkom men von Fr. 152'329.4 5.

Die Beschwerdegegnerin habe einen Betätigungsvergleich vorgenommen. Die Beurteilung der Abklärungsperson, gemäss welcher ein Invaliditätsgrad von lediglich 33,18 % resultiere, sei unzutreffend. Hinsichtlich des Valideneinkom mens lasse die Beschwerdegegnerin ausser Acht, dass sich d ie Krankheit über Jahre schleichend entwickelt habe. Der Beginn sei weit vor 2015 gewesen. Somit sei es nicht korrekt, wenn für die Bestimmung des Valideneinkommens der Durchschnittslohn gemäss IK-Buchungen 2015 bis 2018 genommen werde und ein gesundheitsbedingter Mehraufwand a n Personalkosten addiert werde. Er habe seine Tätigkeit fortwährend der sich verschlechternden Gesundheit angepasst. So sei es ihm gesundheitsbedingt seit Länge rem nicht mehr möglich, den Lohn zu erzielen, den er ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielen würde. Er sei bei spielsweise in der Akquise ein ge schränkt (er mache diese nur noch telefonisch), der persönliche und spontane Kontak t zu Kunden s ei nicht mehr möglich. Er könne auch nicht auf Messen gehen. Vor seiner Erkrankung habe er weit mehr verdient. 1993 habe er beispielsweise ein Einkommen von Fr. 131'900. erzielt. Die Beschwerdegegnerin müsse als V a lideneinkommen demzufolge den Lohn nehmen, den er vor Beginn seiner gesundheitlichen Einschränkung erzielt habe. Alternativ könne auch auf Tabellenlöhne zurückgegriffen werden. Gemäss LSE T17, 2018, Ziffer 11, resultiere für Geschäftsführer, die älter als 50 Jahre als seien, für das Jahr 2019 unter Anpassung a n die Nominallohnentwicklung ein Einkom men von Fr. 152'329.4 5. Es sei zudem nicht korrekt, wenn sich die Beschwerdeg eg nerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens eins zu eins auf den Geschäftsabschluss 2019 abstütze. Es seien Korrekturen vorzun ehmen. Die Mietkosten von Fr. 2’ 000. -- seien nicht marktgerecht bewertet. Bei einer Drittmiete müssten für Büro, Maschinen, Ein richtungen und Fahrzeugstellplätze mindestens Fr. 1'000. pro Monat aufgewen d et werden. Dass er – wie von der Beschwerdegegnerin angenommen – für seine Erwerbstätigkeit eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötige, sei Unsinn. Ein Bettwarengeschäft brauche sehr wohl Geschäftsräumlichkeiten, bei spielsweise um Produkte zu präsentieren, Laufkundschaft zu empfangen, Probe liegen etc. Er führe seine Tätigkeit nur deshalb vom Keller seines eigenen Hause s aus, weil er au f grund seiner gesundheitlichen Situation immer weniger verdient und dementsprechend an allen Ecken und Enden Einsparungen betrieben habe, um wenigstens seinen Lebensunterhalt noch halbwegs bestreiten zu können. Die fehlenden G eschäftsräumlichkei ten, die er sich nicht mehr leisten könne, hätten den Effekt, dass der Umsatz weiter sinken werde. Zudem seien im Jahr 2019 die Werbeausgaben mit Fr. 23.65 praktisch inexistent gewesen. Auch hier müsse eine Korrektur auf eine marktgerechte Höhe erfolgen. Bei 5 % des Umsatzes betrage die Korrektur Fr. 10'000.--. Er würde selbstverständlich mehr in die Werbung investieren, wenn sich sein Umsatz nicht aus gesundheitlichen Gründen derart vermindert hätte. Auch betreffend Werbung sei er unverschuldet in einer Abwärtsspirale. Insgesamt ergebe sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 25'407.5 9. Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invali d eneinkom mens resultiere ein Invaliditätsgrad von 83,3 %.

Es sei zudem nicht korrekt, wenn sich die Beschwerdeg eg nerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens eins zu eins auf den Geschäftsabschluss 2019 abstütze. Es seien Korrekturen vorzun ehmen. Die Mietkosten von Fr. 2’ 000. seien nicht marktgerecht bewertet. Bei einer Drittmiete müssten für Büro, Maschinen, Ein richtungen und Fahrzeugstellplätze mindestens Fr. 1'000. pro Monat aufgewen d et werden. Dass er – wie von der Beschwerdegegnerin angenommen – für seine Erwerbstätigkeit eigentlich gar keine Geschäftsräumlichkeiten benötige, sei Unsinn. Ein Bettwarengeschäft brauche sehr wohl Geschäftsräumlichkeiten, bei spielsweise um Produkte zu präsentieren, Laufkundschaft zu empfangen, Probe liegen etc. Er führe seine Tätigkeit nur deshalb vom Keller seines eigenen Hause s aus, weil er au f grund seiner gesundheitlichen Situation immer weniger verdient und dementsprechend an allen Ecken und Enden Einsparungen betrieben habe, um wenigstens seinen Lebensunterhalt noch halbwegs bestreiten zu können. Die fehlenden G eschäftsräumlichkei ten, die er sich nicht mehr leisten könne, hätten den Effekt, dass der Umsatz weiter sinken werde. Zudem seien im Jahr 2019 die Werbeausgaben mit Fr. 23.65 praktisch inexistent gewesen. Auch hier müsse eine Korrektur auf eine marktgerechte Höhe erfolgen. Bei 5 % des Umsatzes betrage die Korrektur Fr. 10'000.--. Er würde selbstverständlich mehr in die Werbung investieren, wenn sich sein Umsatz nicht aus gesundheitlichen Gründen derart vermindert hätte. Auch betreffend Werbung sei er unverschuldet in einer Abwärtsspirale. Insgesamt ergebe sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 25'407.5 9. Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invali d eneinkom mens resultiere ein Invaliditätsgrad von 83,3 %. 2.3 Nach Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) macht e der Beschwerdeführer m it Stellungnahme vom 2 1. März 2022 gel tend ( Urk. 12), die von der Beschwerdegegnerin dem Gericht eingereichten Akten stimmten nicht mit denjenigen überein, welche ihm zugestellt worden seien. So sei nachträglich das Aktenstück mit dem Namen «Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine mediz inische Abklärung – DFS – A.___ » eingefügt worden. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdegegnerin die Akten selektiv zustelle. Die unvollständige Aktenzustellung stelle eine krasse Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Das vorenthaltende Aktenstück sei sehr zentral, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. A.___ gehe. So wi e die Beschwerdegegnerin den Auftrag erteilt habe, nehme sie dem Gutach ten a priori je gliche Objektivität. Dies d eshalb, weil der Auftrag an Dr. A.___ unzähli g e Suggestiv-Element enthalte. Der medizinische Sachverhalt sei zudem von der Beschwerdegegnerin Dr. A.___ präsentiert worden, was von vorn her e in bereits fragwürdig sei, denn die Ermittlung des medizinischen Sachverhalts sei gerade eine der Kernaufgaben eines Gutachters. Wenn die Beschwerdegegne rin dann im Auftrag noch Hinweise auf die eigene Beurteilung mitliefere, könne ein Gutachter unmöglich mehr unvoreingenommen sein. Der Gutachter werde durch die Instruktion zu einem internen Arzt, womit bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S c hlüss igkeit der ärztlichen Feststellungen genügten, damit ergänzende (externe) Abklä rungen, vorzunehmen seien. Vorl i egend seien mehr als geringe Zweifel am Gutachten vo n Dr. A.___ vorha n d en.

2.3 Nach Einsicht in die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten ( Urk. 6/1-57) macht e der Beschwerdeführer m it Stellungnahme vom 2 1. März 2022 gel tend ( Urk. 12), die von der Beschwerdegegnerin dem Gericht eingereichten Akten stimmten nicht mit denjenigen überein, welche ihm zugestellt worden seien. So sei nachträglich das Aktenstück mit dem Namen «Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine mediz inische Abklärung – DFS – A.___ » eingefügt worden. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdegegnerin die Akten selektiv zustelle. Die unvollständige Aktenzustellung stelle eine krasse Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Das vorenthaltende Aktenstück sei sehr zentral, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. A.___ gehe. So wi e die Beschwerdegegnerin den Auftrag erteilt habe, nehme sie dem Gutach ten a priori je gliche Objektivität. Dies d eshalb, weil der Auftrag an Dr. A.___ unzähli g e Suggestiv-Element enthalte. Der medizinische Sachverhalt sei zudem von der Beschwerdegegnerin Dr. A.___ präsentiert worden, was von vorn her e in bereits fragwürdig sei, denn die Ermittlung des medizinischen Sachverhalts sei gerade eine der Kernaufgaben eines Gutachters. Wenn die Beschwerdegegne rin dann im Auftrag noch Hinweise auf die eigene Beurteilung mitliefere, könne ein Gutachter unmöglich mehr unvoreingenommen sein. Der Gutachter werde durch die Instruktion zu einem internen Arzt, womit bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S c hlüss igkeit der ärztlichen Feststellungen genügten, damit ergänzende (externe) Abklä rungen, vorzunehmen seien. Vorl i egend seien mehr als geringe Zweifel am Gutachten vo n Dr. A.___ vorha n d en. In den Einlegerakten sei zudem ein Ausweis von « B.___ » enthalten. Er könne diesen Ausweis in keinen Zusammenhang mit dem vorliegenden Fall bringen.

In den Einlegerakten sei zudem ein Ausweis von « B.___ » enthalten. Er könne diesen Ausweis in keinen Zusammenhang mit dem vorliegenden Fall bringen. 2.4 Die Beschwerdegegnerin erklärte dazu mit Stellungnahme vom 2 9. April 2022 ( Urk. 16), d as Aktenstück « Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine medizinische Abklärung – DFS – A.___ » sei au fgrund eines offensichtlichen Ve rsehens dem Beschwerdeführer nich t zugestellt worden. Das entspre chende Aktenstück beinhalte insbesondere die Stellungnahme des regio nalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. April 2020, welche dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden sei. Der Ausweis von « B.___ » sei komplett aus dem Dossier entfernt worden.

2.4 Die Beschwerdegegnerin erklärte dazu mit Stellungnahme vom 2 9. April 2022 ( Urk. 16), d as Aktenstück « Auftrag an Gutachter / FORM_002 / Auftrag für eine medizinische Abklärung – DFS – A.___ » sei au fgrund eines offensichtlichen Ve rsehens dem Beschwerdeführer nich t zugestellt worden. Das entspre chende Aktenstück beinhalte insbesondere die Stellungnahme des regio nalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. April 2020, welche dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden sei. Der Ausweis von « B.___ » sei komplett aus dem Dossier entfernt worden. 3.

3. 3.1 Es liegen die folgenden ärztlichen Berichte und Gutachten vor:

3.1 Es liegen die folgenden ärztlichen Berichte und Gutachten vor: 3.2 Dr. Y.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 4. Januar 2020 ( Urk. 6/23), der Beschwerdeführer sei als selbständiger Geschäftsführer einer Bett warenfabrik tätig. Er sei in den 1990er Jahren in die Firma, welche von seinen Eltern gegründet worden sei, eingetreten. Die Firma habe seit den 0er Jahren einen schleichenden Niedergang erlebt. Dabei hätten die psychischen Einschrän kungen des Beschwerdeführers sicher eine Rolle gespielt. Der Beschwerdeführer habe sich in seiner Firma eine auf ihn und seine Einschränkungen optimierte Struktur eingerichtet. So habe er für die notwendigen Ausfahrten zu Kunden immer jemanden mit genommen. Für den Rahmen, dass er aktiv habe sein können, habe seine Frau anwesend sein müsse n. Nach Einschätzung des Beschwerde - führers, welche er teile, würde er – der Beschwerdeführ er – mit seinen konstitutio nellen Voraussetzungen an einer «sogenannt normalen» Arbeitsstelle nicht bestehen können. Er habe de shalb die Bettwarenfabrik so lange wie möglich auf - recht erhalten, obwohl ihm dies in den letzten Jahren zunehmend schwerer gefallen sei. Der Tod des Vaters im Mai 2018 habe eine weitere depressive Krise ausgelöst und den Ni edergang der Firma beschleunigt.

3.2 Dr. Y.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 4. Januar 2020 ( Urk. 6/23), der Beschwerdeführer sei als selbständiger Geschäftsführer einer Bett warenfabrik tätig. Er sei in den 1990er Jahren in die Firma, welche von seinen Eltern gegründet worden sei, eingetreten. Die Firma habe seit den 0er Jahren einen schleichenden Niedergang erlebt. Dabei hätten die psychischen Einschrän kungen des Beschwerdeführers sicher eine Rolle gespielt. Der Beschwerdeführer habe sich in seiner Firma eine auf ihn und seine Einschränkungen optimierte Struktur eingerichtet. So habe er für die notwendigen Ausfahrten zu Kunden immer jemanden mit genommen. Für den Rahmen, dass er aktiv habe sein können, habe seine Frau anwesend sein müsse n. Nach Einschätzung des Beschwerde führers, welche er teile, würde er – der Beschwerdeführ er – mit seinen konstitutio nellen Voraussetzungen an einer «sogenannt normalen» Arbeitsstelle nicht bestehen können. Er habe de shalb die Bettwarenfabrik so lange wie möglich auf recht erhalten, obwohl ihm dies in den letzten Jahren zunehmend schwerer gefallen sei. Der Tod des Vaters im Mai 2018 habe eine weitere depressive Krise ausgelöst und den Ni edergang der Firma beschleunigt. Psychisch offensichtlich sei die Agoraphobie, die den Aktionsradius des Beschwerdeführers ohne Begleitpe r son auf die Region zwischen Wohnort und Firmenstandort beschränk e. Auch sei d er Beschwerdeführer nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Weniger offensichtlich, aber auch ein schränkend, seien die interpersonellen Schwierigkeiten. Der Beschwerdeführer gerate in seinem privaten Umfeld wiederholt mit diversen Personen (Herkunfts familie, Nachbarn) in teilweise langanhaltende und eskalierende Konflikte. Dies wäre auch in einem Arbeitsumfeld so zu erwarten. Es bestehe jedoch auch eine abhängige Beziehungsgestaltung. Fü r sein Funktionieren sei d er Beschwerdefüh rer auf die Anwesenheit von vertrauten Personen angewiesen; ohne diese trä t en ma ssive diffuse Ängste auf. Alleine Wohnen wäre nicht möglich. Schwergewich tig gehe es darum, das Funktionsniveau zu erhalten und weitere Einschränkungen zu verhindern. Neben der fixierten Angst- und Persönlichkeitssymptomatik liege phasenweise ein rezidivierendes de pressives Zustandsbild vor, das sich im Inter val l bisher ohne grosse Resid uen aufgelöst habe. Aufgrund der genannten Ein schränkungen erachte er eine 50%ige Tätigkeit im Rahmen der bisherigen Tätig keit als realisierbar, wobei d ie aktuelle Tätigkeit bereits einer Arbeit in einem geschützten Rahmen entspreche. Eine zusätzliche Steigerung der Einsatzfähigkeit durch Eingliederungsmassnahmen sei nicht zu erwarten. Er erachte den Beschwerdeführer für eine normale T ätigkeit als Angestellter als nicht einsetzbar bzw. seine Arbeitsfähigkeit als nicht verwertbar. Als Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ an:

Psychisch offensichtlich sei die Agoraphobie, die den Aktionsradius des Beschwerdeführers ohne Begleitpe r son auf die Region zwischen Wohnort und Firmenstandort beschränk e. Auch sei d er Beschwerdeführer nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Weniger offensichtlich, aber auch ein schränkend, seien die interpersonellen Schwierigkeiten. Der Beschwerdeführer gerate in seinem privaten Umfeld wiederholt mit diversen Personen (Herkunfts familie, Nachbarn) in teilweise langanhaltende und eskalierende Konflikte. Dies wäre auch in einem Arbeitsumfeld so zu erwarten. Es bestehe jedoch auch eine abhängige Beziehungsgestaltung. Fü r sein Funktionieren sei d er Beschwerdefüh rer auf die Anwesenheit von vertrauten Personen angewiesen; ohne diese trä t en ma ssive diffuse Ängste auf. Alleine Wohnen wäre nicht möglich. Schwergewich tig gehe es darum, das Funktionsniveau zu erhalten und weitere Einschränkungen zu verhindern. Neben der fixierten Angst- und Persönlichkeitssymptomatik liege phasenweise ein rezidivierendes de pressives Zustandsbild vor, das sich im Inter val l bisher ohne grosse Resid uen aufgelöst habe. Aufgrund der genannten Ein schränkungen erachte er eine 50%ige Tätigkeit im Rahmen der bisherigen Tätig keit als realisierbar, wobei d ie aktuelle Tätigkeit bereits einer Arbeit in einem geschützten Rahmen entspreche. Eine zusätzliche Steigerung der Einsatzfähigkeit durch Eingliederungsmassnahmen sei nicht zu erwarten. Er erachte den Beschwerdeführer für eine normale T ätigkeit als Angestellter als nicht einsetzbar bzw. seine Arbeitsfähigkeit als nicht verwertbar. Als Diagnosen mit Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ an: - chronische Angststörung mit/ b ei

chronische Angststörung mit/ b ei - chronischer Agoraphobie ohne Panikattacken

chronischer Agoraphobie ohne Panikattacken - Verlustängste

Verlustängste - akzentuierte Persönlichkeitszüge, hauptsächlich abhängig

akzentuierte Persönlichkeitszüge, hauptsächlich abhängig - rezidivierende depressive Episoden

rezidivierende depressive Episoden - aktuell unter Medikation teilremittiert

aktuell unter Medikation teilremittiert Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. Y.___ eine Adipositas.

Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. Y.___ eine Adipositas. 3.3 Dr. Z.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 0. März 2020 ( Urk. 6/26), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner somatischen Leiden bei ihm in Behandlung. Als somatische Diagnosen führte Dr. Z.___ an: arterielle Hypertonie, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Adipositas. Die somatischen Erkrankungen seien gut eingestellt, es fänden lediglich zwei bis drei Konsultatio nen pro Jahr statt. Die Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit könne nur der behan delnde Psychiater festlegen.

3.3 Dr. Z.___ erklärte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1 0. März 2020 ( Urk. 6/26), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner somatischen Leiden bei ihm in Behandlung. Als somatische Diagnosen führte Dr. Z.___ an: arterielle Hypertonie, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Adipositas. Die somatischen Erkrankungen seien gut eingestellt, es fänden lediglich zwei bis drei Konsultatio nen pro Jahr statt. Die Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit könne nur der behan delnde Psychiater festlegen. 3.4 Dr. A.___ nannte in seinem Gutachten vom 2 2. August 2020 ( Urk. 6/31) als Dia gno sen:

3.4 Dr. A.___ nannte in seinem Gutachten vom 2 2. August 2020 ( Urk. 6/31) als Dia gno sen: - Dysthymia (ICD-10 F34.1)

Dysthymia (ICD-10 F34.1) - Agoraphobie (ICD-10 F40.0)

Agoraphobie (ICD-10 F40.0) - a kzentuierte Persönlichkeit mit ängstlichen und abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1)

a kzentuierte Persönlichkeit mit ängstlichen und abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1) Dazu führte Dr. A.___ aus, in der heutigen Untersuchung habe sich der Beschwer deführer als intelligenter und umgänglicher Mensch gezeigt, freundlich, leicht bekümmert über sein berufliches Versagen. Er habe die subjektiven Einschrän kungen, insbesondere die Ängste seit seiner Kindheit, die zahlreichen Enttäu schungen und die damit verbundenen Kränkungen betont. Für eine depressive Erkrankung gebe es nur leichte Hinweise: Grübeln, Klagen, Schlafstörungen und das Gefühl eigener Unzulänglichkeit. Trotzdem stehe der Beschwerdeführer jeden Morgen auf und versuche sein Leben zu meistern. In den Ferien und wenn er seine Ruhe habe, gehe es ihm deutlich besser. In diagnostischer Hinsicht entspre che dies einer Dysthymia. Agoraphobische Symptome, die Suche nach einem sicheren Platz, vorzugsweise zu Hause, seien übereinstimmend von verschiedenen Untersuchern fest gestellt worden und h ätten in der Darstellung des Beschwerde führers eine wichtige Rolle gespielt. Andererseits sei der Beschwerdeführer durch seine Symptome nicht an sein Haus gefesselt, sondern habe sich privat wie beruflich eine Umgebung geschaffen, mit er dieses Defizit weitgehend zu kom pensieren vermöge. Für eine chronische Angststörung und Agoraphobie bezie hungsweise eine generalisierte Angststörung finde er – Dr. A.___ – keine ausrei chenden Anhaltspunkte. Sie würde mit einer ständigen Nervosität, vegetativen Beschwerden und verschiedensten Zukunftsängsten einhergehen, was beim Beschwerdeführer angesichts seines souveränen Auftretens in der Untersuchung und seiner langjährigen selbständigen Tätigkeit als Unternehmer nicht nachvoll ziehbar sei.

Dazu führte Dr. A.___ aus, in der heutigen Untersuchung habe sich der Beschwer deführer als intelligenter und umgänglicher Mensch gezeigt, freundlich, leicht bekümmert über sein berufliches Versagen. Er habe die subjektiven Einschrän kungen, insbesondere die Ängste seit seiner Kindheit, die zahlreichen Enttäu schungen und die damit verbundenen Kränkungen betont. Für eine depressive Erkrankung gebe es nur leichte Hinweise: Grübeln, Klagen, Schlafstörungen und das Gefühl eigener Unzulänglichkeit. Trotzdem stehe der Beschwerdeführer jeden Morgen auf und versuche sein Leben zu meistern. In den Ferien und wenn er seine Ruhe habe, gehe es ihm deutlich besser. In diagnostischer Hinsicht entspre che dies einer Dysthymia. Agoraphobische Symptome, die Suche nach einem sicheren Platz, vorzugsweise zu Hause, seien übereinstimmend von verschiedenen Untersuchern fest gestellt worden und h ätten in der Darstellung des Beschwerde führers eine wichtige Rolle gespielt. Andererseits sei der Beschwerdeführer durch seine Symptome nicht an sein Haus gefesselt, sondern habe sich privat wie beruflich eine Umgebung geschaffen, mit er dieses Defizit weitgehend zu kom pensieren vermöge. Für eine chronische Angststörung und Agoraphobie bezie hungsweise eine generalisierte Angststörung finde er – Dr. A.___ – keine ausrei chenden Anhaltspunkte. Sie würde mit einer ständigen Nervosität, vegetativen Beschwerden und verschiedensten Zukunftsängsten einhergehen, was beim Beschwerdeführer angesichts seines souveränen Auftretens in der Untersuchung und seiner langjährigen selbständigen Tätigkeit als Unternehmer nicht nachvoll ziehbar sei. I n der a usgeübten Tätigkeit als Geschäftsführer seiner Firma für Bettenreinigung könne der Beschwerdeführer bis zu acht Stunden tä g lich anwesend sein. Die Arbeit unterteile sich in die morgendlichen Fahrten mit seinem Transporter und die nachmittägliche Büroarbeit. Dem Beschwerdeführer fehle aufgrund seiner ängstlichen und depressiven Symptome die Fähigkeit, seine Arbeit als Chauffeur ohne die Anwesenheit seiner Ehefrau durchzuführen. Auch fehle ihm die Aggres sivität im Umgang mit Kunden, sodass er nicht in der Lage sei, selber Aufträge zu akquirieren. Er habe für diese Aufgabe einen eigenen Mitarbeiter angestellt. Andererseits müsse man die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich das notwen dige private wie berufliche Umfeld zu schaffen, auch als eine besondere Fähigkeit ansehen, die seine Handicaps im Wesentlichen auszugleichen vermöge. Daraus resultiere insgesamt eine Leistungseinschränkung von etwa 20 %. Bis zu seinem sogenannten Nervenzusammenbruch vor 25 Jahren sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsfähig gewesen. Seither habe eine schrittweise Minderung ein gesetzt, die eine fortgesetzte psychiatrische Betreuung notwendig gemacht und seine Arbeitsfähigkeit schrittweise auf etwa 80 % reduziert habe.

I n der a usgeübten Tätigkeit als Geschäftsführer seiner Firma für Bettenreinigung könne der Beschwerdeführer bis zu acht Stunden tä g lich anwesend sein. Die Arbeit unterteile sich in die morgendlichen Fahrten mit seinem Transporter und die nachmittägliche Büroarbeit. Dem Beschwerdeführer fehle aufgrund seiner ängstlichen und depressiven Symptome die Fähigkeit, seine Arbeit als Chauffeur ohne die Anwesenheit seiner Ehefrau durchzuführen. Auch fehle ihm die Aggres sivität im Umgang mit Kunden, sodass er nicht in der Lage sei, selber Aufträge zu akquirieren. Er habe für diese Aufgabe einen eigenen Mitarbeiter angestellt. Andererseits müsse man die Fähigkeit des Beschwerdeführers, sich das notwen dige private wie berufliche Umfeld zu schaffen, auch als eine besondere Fähigkeit ansehen, die seine Handicaps im Wesentlichen auszugleichen vermöge. Daraus resultiere insgesamt eine Leistungseinschränkung von etwa 20 %. Bis zu seinem sogenannten Nervenzusammenbruch vor 25 Jahren sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsfähig gewesen. Seither habe eine schrittweise Minderung ein gesetzt, die eine fortgesetzte psychiatrische Betreuung notwendig gemacht und seine Arbeitsfähigkeit schrittweise auf etwa 80 % reduziert habe. 4.

4. 4.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich unbestritten ermassen, dass der psychi sche Gesundheitszustand des Beschw erdeführers beeinträchtigt ist und er auf grund dieser Beeinträchtigungen in seiner L eistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. E. 3.). Hinsichtlich der Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers gilt es zu berücksichtigen, dass er seit 1988 in dem zunächst seinen El tern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft tätig ist, wobei er diese s seit 200 8 zunächst im Rahmen der bestehenden AG und seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma selb ständig füh rt ( Urk. 6/31/5, Urk. 6/51/1-3; www.zefix.ch ). Wie sich aus den medi zinischen Akten ergibt, besteht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Umfang seit etwa 25 Jahren (E. 3; Urk. 6/31/16). Sie dürfte sich ent sprechend auch seit vielen Jahren auf den Betrieb des Beschwerdeführers ausge wirkt haben. Da sich nicht schlüssig feststellen lässt, inwieweit die betriebliche Entwicklung der letzten Jahre krankheitsbedingt und inwieweit durch invalidi tätsfremde, insbesondere wirtschaftsstrukturelle Gründe beeinflusst war, ist eine Ermittlung des Valide n einkommens gestützt auf das vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens nicht möglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 463/02 vom 1 7. Februar 2003 E. 3.2; vgl. auch Urk. 6/51/3). Entsprechendes gilt auch für eine Ermittlung gestützt auf Tabellenlöhne. Die Voraussetzungen für die Anwendung der Einkommensvergleichmethode sind daher nicht erfüllt. Vielmehr ist der Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit nicht um einen geschützten Arbe i tsplatz handelt, sondern um einen Nischenarbeitsplatz (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 3 0. März 2012 E. 3.1), ist es ihm doch möglich, auf dem ersten Arbeitsmarkt ein relevantes Erwerbseinkommen zu erzielen. Anzufügen bleibt hierbei allerdings, dass ein allfälliger zukünftiger Ver lust des Nische n arbeitsplatzes einen Revisionsgrund darstellen kann ( Thomas F lück iger, in: Basler Kommentar ATSG, 2020, Art. 17 N 27), wo bei vorliegend jedoch – wie nachfolgend zu zeigen – offenbleiben kann, ob dem Beschwerde führer nicht auch eine andere angepasste Tätigkeit zumutbar ist.

4.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich unbestritten ermassen, dass der psychi sche Gesundheitszustand des Beschw erdeführers beeinträchtigt ist und er auf grund dieser Beeinträchtigungen in seiner L eistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. E. 3.). Hinsichtlich der Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers gilt es zu berücksichtigen, dass er seit 1988 in dem zunächst seinen El tern und später ihm gehö renden Bettwarengeschäft tätig ist, wobei er diese s seit 200 8 zunächst im Rahmen der bestehenden AG und seit 2019 im Rahmen einer Einzelfirma selb ständig füh rt ( Urk. 6/31/5, Urk. 6/51/1-3; www.zefix.ch ). Wie sich aus den medi zinischen Akten ergibt, besteht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Umfang seit etwa 25 Jahren (E. 3; Urk. 6/31/16). Sie dürfte sich ent sprechend auch seit vielen Jahren auf den Betrieb des Beschwerdeführers ausge wirkt haben. Da sich nicht schlüssig feststellen lässt, inwieweit die betriebliche Entwicklung der letzten Jahre krankheitsbedingt und inwieweit durch invalidi tätsfremde, insbesondere wirtschaftsstrukturelle Gründe beeinflusst war, ist eine Ermittlung des Valide n einkommens gestützt auf das vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens nicht möglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 463/02 vom 1 7. Februar 2003 E. 3.2; vgl. auch Urk. 6/51/3). Entsprechendes gilt auch für eine Ermittlung gestützt auf Tabellenlöhne. Die Voraussetzungen für die Anwendung der Einkommensvergleichmethode sind daher nicht erfüllt. Vielmehr ist der Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen Methode des Betätigungsvergleichs zu ermitteln. Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit nicht um einen geschützten Arbe i tsplatz handelt, sondern um einen Nischenarbeitsplatz (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 3 0. März 2012 E. 3.1), ist es ihm doch möglich, auf dem ersten Arbeitsmarkt ein relevantes Erwerbseinkommen zu erzielen. Anzufügen bleibt hierbei allerdings, dass ein allfälliger zukünftiger Ver lust des Nische n arbeitsplatzes einen Revisionsgrund darstellen kann ( Thomas F lück iger, in: Basler Kommentar ATSG, 2020, Art. 17 N 27), wo bei vorliegend jedoch – wie nachfolgend zu zeigen – offenbleiben kann, ob dem Beschwerde führer nicht auch eine andere angepasste Tätigkeit zumutbar ist. 4.2

4.2 4.2.1 Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand d er Vorgaben von BGE 128 V 29 E. 4c zu erfolgen. Danach ist für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer Tätigkeit von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen aus zugehen; diese können etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden. Der Invaliditätsgrad ist anhand der Formel (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 ) : (T1 x s1 + T2 x s2) festzulegen. Dabei entspricht T dem Anteil der ent - sprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (T1 + T2 = 100 % ), B der Arbeits - unfähigkeit im jeweiligen Bereich des Geschäftes in Prozenten und s dem Stundenlohnansatz für den betreffenden Bereich. Letzterer kann auch durch Brut tomonats- bzw. Bruttojahreslöhne ersetzt werden, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2015 vom 1 8. Juni 2015 E. 4.2.2).

4.2.1 Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand d er Vorgaben von BGE 128 V 29 E. 4c zu erfolgen. Danach ist für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer Tätigkeit von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen aus zugehen; diese können etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden. Der Invaliditätsgrad ist anhand der Formel (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 ) : (T1 x s1 + T2 x s2) festzulegen. Dabei entspricht T dem Anteil der ent sprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (T1 + T2 = 100 % ), B der Arbeits unfähigkeit im jeweiligen Bereich des Geschäftes in Prozenten und s dem Stundenlohnansatz für den betreffenden Bereich. Letzterer kann auch durch Brut tomonats- bzw. Bruttojahreslöhne ersetzt werden, ohne dass sich am Ergebnis etwas ändert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2015 vom 1 8. Juni 2015 E. 4.2.2). 4. 2. 2 Anlässlich der am 2 9. Juni 2021 durchgeführten Abklärung für Selbständiger werbende ( Urk. 6/51) erklärte der Beschwerdeführer, dass er bei seiner Tätigkeit zu 70 % im Aussendienst und zu 30 % mit der Erledigung von administrativen Aufgaben beschäftigt sei. Die geschilderten Tätigkeiten könne er im Prinzip wei terhin selbständig ausführen. Sein erhebliches Problem würde bei der Fortbewe gung liegen. In der näheren Umgebung habe er auch damit keine grösseren Pro ble me. Wenn er aber beispielsweise mit dem Aut o eine Str ecke nach C.___ zurücklegen sollte, so wäre ihm dies alleine unmöglich. Er könne also solche Fahrten nur mit einer Begleitperson unternehmen. Er könne auch nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, da er auch solche nicht oder kaum benützen könne. Für die Erledigung von Aufträgen bei Kunden würde er wirklich bis zur Haustür begleitet werden. Er werde seit 1993 bei seinen Arbeitseinsätzen von Drittpersonen begleitet. Diese Person würde ihn aber nicht für eine Mithilfe bei den Arbeiten begleiten. Noch im Jahr 2019 habe er für diese gesundheitsbe dingte Unterstützung Angestellte beschäftigt. Den einen der beiden würde er inzwischen alter s - und pflegebedingt nicht mehr beschäftigen und mit dem anderen habe die Zusammenarbeit nicht geklappt. Von daher habe er jetzt also keine Angestellten mehr respektive nur noch seine Ehefrau. Ihr geleisteter Arbeitsaufwand würde rund zwei bis drei Stunden pro Tag betragen, dies an fünf Tagen pro Woche ( Urk. 6/51/4).

4. 2. 2 Anlässlich der am 2 9. Juni 2021 durchgeführten Abklärung für Selbständiger werbende ( Urk. 6/51) erklärte der Beschwerdeführer, dass er bei seiner Tätigkeit zu 70 % im Aussendienst und zu 30 % mit der Erledigung von administrativen Aufgaben beschäftigt sei. Die geschilderten Tätigkeiten könne er im Prinzip wei terhin selbständig ausführen. Sein erhebliches Problem würde bei der Fortbewe gung liegen. In der näheren Umgebung habe er auch damit keine grösseren Pro ble me. Wenn er aber beispielsweise mit dem Aut o eine Str ecke nach C.___ zurücklegen sollte, so wäre ihm dies alleine unmöglich. Er könne also solche Fahrten nur mit einer Begleitperson unternehmen. Er könne auch nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, da er auch solche nicht oder kaum benützen könne. Für die Erledigung von Aufträgen bei Kunden würde er wirklich bis zur Haustür begleitet werden. Er werde seit 1993 bei seinen Arbeitseinsätzen von Drittpersonen begleitet. Diese Person würde ihn aber nicht für eine Mithilfe bei den Arbeiten begleiten. Noch im Jahr 2019 habe er für diese gesundheitsbe dingte Unterstützung Angestellte beschäftigt. Den einen der beiden würde er inzwischen alter s - und pflegebedingt nicht mehr beschäftigen und mit dem anderen habe die Zusammenarbeit nicht geklappt. Von daher habe er jetzt also keine Angestellten mehr respektive nur noch seine Ehefrau. Ihr geleisteter Arbeitsaufwand würde rund zwei bis drei Stunden pro Tag betragen, dies an fünf Tagen pro Woche ( Urk. 6/51/4). Einschränkungen für administrative Tätigkeiten schilderte der Beschwerdeführer a nlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 nicht. So kontaktiert er seine Kunden regelmässig telefonisch. Zudem unterhält er seinen Online-Shop selbst ( Urk. 6/51/3). Gegenüber dem Gutachter Dr. A.___ hatte er demgegenüber noch angegeben, dass er für die Generierung von Aufträgen einen Mitarbeiter brauche ( Urk. 6/31/10). Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zur Angabe des Beschwerdeführers anlässlich des Standortgesprächs mit der Beschwerdegeg nerin vom 1 3. Mai 2019 ( Urk. 6/4), hatte er dabei doch ausdrücklich erklärt, dass er während den Verkaufsgesprächen mit den Kunden keine Probleme habe ( Urk. 6/4/3). Seit der Umstrukturierung seines Betriebes beschäftigt der B eschwer deführer mit Ausnahme seiner Ehefrau keine Mitarbeiter mehr. Es ist daher davon auszugehen, dass er zumindest seit der Aufgabe der Geschäftsräumlichkeiten sel ber in der Lage ist, mittels Online-Shop und telefonische Kontaktaufnahme die Kundenkontakte zu pflegen, gab er doch – wie eben ausgeführt – anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 ( Urk. 6/51) nur noch bei Fahrten zu Kunden zur Ausübung von Arbeiten Einschränkungen an.

Einschränkungen für administrative Tätigkeiten schilderte der Beschwerdeführer a nlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 nicht. So kontaktiert er seine Kunden regelmässig telefonisch. Zudem unterhält er seinen Online-Shop selbst ( Urk. 6/51/3). Gegenüber dem Gutachter Dr. A.___ hatte er demgegenüber noch angegeben, dass er für die Generierung von Aufträgen einen Mitarbeiter brauche ( Urk. 6/31/10). Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zur Angabe des Beschwerdeführers anlässlich des Standortgesprächs mit der Beschwerdegeg nerin vom 1 3. Mai 2019 ( Urk. 6/4), hatte er dabei doch ausdrücklich erklärt, dass er während den Verkaufsgesprächen mit den Kunden keine Probleme habe ( Urk. 6/4/3). Seit der Umstrukturierung seines Betriebes beschäftigt der B eschwer deführer mit Ausnahme seiner Ehefrau keine Mitarbeiter mehr. Es ist daher davon auszugehen, dass er zumindest seit der Aufgabe der Geschäftsräumlichkeiten sel ber in der Lage ist, mittels Online-Shop und telefonische Kontaktaufnahme die Kundenkontakte zu pflegen, gab er doch – wie eben ausgeführt – anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 2 9. Juni 2021 ( Urk. 6/51) nur noch bei Fahrten zu Kunden zur Ausübung von Arbeiten Einschränkungen an. Für die Tätigkeit im Aussendienst besteht unbestrittenermassen eine Einschrän kung, ist der Beschwerdeführer dabei doch auf die Begleitung durch seine Ehefrau angewiesen, sofern es sich nicht um Fahrten in der näheren Umgebung handelt ( Urk. 8/51/4, vgl. auch Urk. 8/23/2, Urk. 8/31/3). Die Ehefrau des Beschwerdefüh rers, welche mit Ausnahme der Begleitung keine Tätigkeiten für den Bettwaren betrieb ausübt, arbeitet gemäss Angaben des Beschwerdeführer s zwei bis drei Stunden pro Tag, und zwar fünf Tage pro Woche. Dabei erzielt sie ein Einkommen von Fr. 25. -- pro Stunde ( Urk. 6/51/4). Dieses Arbeitspensum entspricht in etwa einem 30%-Pensum. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Hi lf stätigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht höher zu werten ist bzw. entlöhnt wird als die ausführende Tätigkeit des Beschwerdeführers selbst, kann für die Täti gkeit im Aussendienst von einer Einschränkung von maximal 30 % ausgegangen wer den.

Für die Tätigkeit im Aussendienst besteht unbestrittenermassen eine Einschrän kung, ist der Beschwerdeführer dabei doch auf die Begleitung durch seine Ehefrau angewiesen, sofern es sich nicht um Fahrten in der näheren Umgebung handelt ( Urk. 8/51/4, vgl. auch Urk. 8/23/2, Urk. 8/31/3). Die Ehefrau des Beschwerdefüh rers, welche mit Ausnahme der Begleitung keine Tätigkeiten für den Bettwaren betrieb ausübt, arbeitet gemäss Angaben des Beschwerdeführer s zwei bis drei Stunden pro Tag, und zwar fünf Tage pro Woche. Dabei erzielt sie ein Einkommen von Fr. 25. pro Stunde ( Urk. 6/51/4). Dieses Arbeitspensum entspricht in etwa einem 30%-Pensum. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Hi lf stätigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht höher zu werten ist bzw. entlöhnt wird als die ausführende Tätigkeit des Beschwerdeführers selbst, kann für die Täti gkeit im Aussendienst von einer Einschränkung von maximal 30 % ausgegangen wer den. 4.2.3 Zur Ermittlung der Gesamtinvalidität wäre grundsätzlich zu ermitteln, welcher Lohn für die administrativen und welcher Lohn für Tätigkeiten im Aussendienst heranzuziehen wäre, das heisst es wäre eine wirtschaftliche Gewichtung der ver schiedenen Tätigkeiten vorzunehmen (vgl. E. 4.2.1). Eine solche kann vorliegend jedoch unterbleiben, da die administrativen Tätigkeiten, für welche keine rele vante Einschränkung besteht, zumi n dest gleichwertig zu veranschlagen sind, wie die ausführenden Tätigkeiten im Aussendienst (vgl. BGE 128 V 29 E. 4d). Unter der Annahme, dass auch die unterstützende Tätigkeit der Ehefrau gleich hoch zu gewichten ist wie die vom Beschwerdeführer selbst ausgeübten Tätigkeiten ergibt sich so ein Invaliditätsgrad von 30 % (Anteil Aussendienst: 70 %, Invaliditäts grad: 42,8 % [Einschränkung von 30 % bei einem 70 %-Pensum]; Anteil admi nistrative Tätigkeiten: 30 %, Invaliditätsgrad: 0 %).

4.2.3 Zur Ermittlung der Gesamtinvalidität wäre grundsätzlich zu ermitteln, welcher Lohn für die administrativen und welcher Lohn für Tätigkeiten im Aussendienst heranzuziehen wäre, das heisst es wäre eine wirtschaftliche Gewichtung der ver schiedenen Tätigkeiten vorzunehmen (vgl. E. 4.2.1). Eine solche kann vorliegend jedoch unterbleiben, da die administrativen Tätigkeiten, für welche keine rele vante Einschränkung besteht, zumi n dest gleichwertig zu veranschlagen sind, wie die ausführenden Tätigkeiten im Aussendienst (vgl. BGE 128 V 29 E. 4d). Unter der Annahme, dass auch die unterstützende Tätigkeit der Ehefrau gleich hoch zu gewichten ist wie die vom Beschwerdeführer selbst ausgeübten Tätigkeiten ergibt sich so ein Invaliditätsgrad von 30 % (Anteil Aussendienst: 70 %, Invaliditäts grad: 42,8 % [Einschränkung von 30 % bei einem 70 %-Pensum]; Anteil admi nistrative Tätigkeiten: 30 %, Invaliditätsgrad: 0 %). Bei einem Invaliditätsgrad von 30 % besteht kein Rentenanspruch.

Bei einem Invaliditätsgrad von 30 % besteht kein Rentenanspruch. 5. Nachdem der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst während des Beschwer deverfahrens Einsicht in die vollständigen Akten nehmen konnte, keine Aufhe bung der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigt (BGE 142 II 218 E. 2.8.1, BGE 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen), erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

5. Nachdem der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst während des Beschwer deverfahrens Einsicht in die vollständigen Akten nehmen konnte, keine Aufhe bung der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigt (BGE 142 II 218 E. 2.8.1, BGE 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen), erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de m unterliegenden Beschwerdefüh rer aufzuerlegen.

6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de m unterliegenden Beschwerdefüh rer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Adrian Zogg

Rechtsanwalt Adrian Zogg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

HurstWyler