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Woher kommt der Begriff „Ostern“?
Die Herkunft des Begriffes ist nicht genau geklärt. So könnte der Begriff zum Beispiel von der angelsächsischen Frühlingsgöttin „Eostre“ abgeleitet sein. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass der Name von dem heidnischen Ostara-Fest stammt. Ostara ist der Name der „Göttin der Fruchtbarkeit“ aus dem Altgermanischen. Am wahrscheinlichsten jedoch ist, dass der Name „Ostern“ von dem Begriff „Eostro“ stammt, welcher bis ins 8. Jahrhundert zurück geht und „Morgenröte“ bedeutet.
Warum bringt der Hase die Eier?
Auch dieser Brauch soll auf die in der damaligen Religion existierenden Göttinnen zurückzuführen sein. Die griechische Göttin der Fruchtbarkeit Aphrodite, sowie die germanische Erdgöttin Holda hatten beide den Hasen als ihr Zeichen. Holda zählte neben dem Hasen sogar auch noch das Ei zu ihren Symbolen. Sowohl der Hase als auch das Ei stehen also für Fruchtbarkeit und Symbole für den Frühling und das Osterfest.
Die Aufgabe als alleiniger „Eierbringer“ hat der Hase jedoch noch nicht so lange. In Westfalen hat früher der Fuchs die Eier gebracht, in der Schweiz der Kuckuck, in Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich der Hahn und in Thüringen der Storch.
Die bunten Ostereier
Da die Christen in der Karwoche keine Eier essen durften, gab es in dieser Zeit einen Überschuss an Eiern, denn die Hühner haben weiter fleißig Ihre Eier gelegt. Damit die vielen Eier nicht faulten, wurden sie gekocht und während der Karwoche bunt angemalt, um sie von den rohen Eiern zu unterscheiden.
Das Osterlamm
Das Lamm wurde früher zu religiösen Anlässen geopfert, da es Wehrlosigkeit und Unschuld symbolisiert. Heute noch benutzt man den Begriff „Unschuldslamm“. Das Lamm wurde am Osterfest geschlachtet und das Fleisch geweiht. Zur Feier der Auferstehung Jesu am Ostersonntag wurde das geweihte Fleisch dann von den Christen verspeist.
Karfreitag
Der Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag. Der Name setzt sich aus dem altdeutschen Wort „chara“, welches Trauer bedeutet und unserem Wochentag „Freitag“ zusammen. An diesem Tag gedenken die Christen dem Tod Jesus Christus. Unter anderem wird die Trauer durch strenges Fasten ausgedrückt. Es ist ein Tag der Besinnlichkeit, Stille und wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt. In der Kirche gibt es bis zum Ostertag kein Orgelspiel. In Deutschland sind öffentliche Feste und z.B. Sportveranstaltungen an diesem Tag verboten.
Ostersamstag/Osternacht
Der Karsamstag ist der letzte Tag der 40-tägigen Fastenzeit. In der Osternacht vor Ostersonntag wird traditionell das Osterfeuer entzündet. In den Kirchen finden Gottesdienste statt, bei denen die Osterkerze entzündet wird. Das Licht gilt als Symbol für Jesus Christus.
Ostersonntag
Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung Jesus Christus. Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Die Kinder freuen sich an diesem Tag besonders darauf, die Ostereier zu suchen.
Die Osterzeit endet nach 50 Tagen an Pfingsten.