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Zusammengestellt, herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Ix Mermann

Einleitung
«Verschiedentlich hat man schon versucht, dem Mythos Tengor auf die Spur zu kommen. Ix Mermann, der Reisende und Schriftsteller, unternimmt nun den ernsthaften Versuch, das Phänomen Tengor grossräumig einzukreisen und mit mannigfaltigen Textquellen so zu belegen, dass nicht ein deutliches Bild der Stadt Tengor vor uns entsteht, sondern vielmehr ein grosses Assoziationsfeld, das uns glauben machen will, Tengor sei überall und wir hätten es nur noch nicht gemerkt.» Isabel Ruiz, Diario Notícias
Tengor bei Nacht mit der alten Universität und dem Mondego im Vordergrund
Zur Allgemeinen Geschichte Tengors
Angeregt vom Zürcher Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733), der für sein Werk «Helvetiae stoicheiographia, orographia et oreographia» (Zürich 1716 bis 1718) Beschreibungen der Schweizer Alpen sammelte, verfasste der Kapuziner-Pater Clemens Geiger in Tengor 1706 eine Beschreibung des Alpstocks. Es handelt sich bei dieser Beschreibung um die erste nicht auf fremde Vorlagen zurückgehende oder ungenaue Nachricht, sondern, mindestens zum Teil, um eine auf eigener Beobachtung und Landeskenntnis beruhenden Darstellung.
Werthin zeichnet in seinem historischen Exkurs die Entwicklung Tengors und des Tengoreer Landes auf, beginnend mit der urgeschichtlichen Spurensuche, der Zeit der Besiedlung und Herrschaft, er beschreibt die herrschaftlichen und politischen Verhältnisse bis hin zur fast vollständigen Abhängigkeit vom Kloster Sankt Georg und endet mit der Landteilung 1597, welche das Tengoreer Land schliesslich endgültig von den inneren Rhoden trennte.
Aspekte der Stadtgeschichte Tengors
Bernardo DelCarpio, ein Jahr lang ausländischer Stadtschreiber und Beobachter in Tengor, hat sich vor allem mit der Geschichte der Universität, das heisst mit der Geistesgeschichte Tengors befasst. Er zeichnet die Wirren um den Aufbau einer der bedeutensten Universitäten mit viel Sachkenntnis nach. (Stark gekürzte Fassung.)
Die Bedeutung der Grenze für eine Kleinstadt wie Tengor: Die junge Grenzstadt entstand erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts durch den Zusammenschluss verschiedener kleinerer Gemeinden (Hofen, Hausen und Bach). 1947 wurde mit der Registrierung der zehntausendsten Einwohnerin die statistische Grenze zur Stadt überschritten.
In den 50er Jahren wurde das grosse Baudenkmal Tengors geschleift und beim Strassenbau wiederverwertet: Ein einmaliges Aquädukt, das vor allem im letzten Jahrhundert der Schifffahrt gedient hatte. In verschiedenen Publikationen und Drucksachen des Tengoreer Verkehrsvereins (TVV) wurde über das Denkmal seither geschrieben. Einige Auszüge lassen die Geschichte wieder lebendig werden.
Wie mit dem berühmten Tengoreer Aquädukt ging es auch mit dem Bahnhof: In der Blütezeit der Dampfeisenbahnfahrt entstanden, wurde er in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts nicht mehr gebraucht und als Lager und Speicher gebraucht, später als Busbahnhof umgebaut und ist heute in Privatbesitz. Ein Baudenkmal mehr, das die überbelastete öffentliche Hand abstossen musste, um es vor dem endgültigen Zerfall zu retten.
Wiltraut Oechslin, Historikerin am Historischen Museum Tengor, hat selber die Fortschritte der Ausgrabungen am Buchenberg bei Tengor mitverfolgt und kann deshalb aus erster Hand Einblick geben in die Arbeit des Starbacher Archäologen Gregor Benders, der in den 50er und 60er Jahren die umfangreichen Ausgrabungen leitete. (Gekürzte Fassung.)
Zur Geografie Tengors (Beschreibungen der Stadt)
Rochas ist schon in der ganzen Welt herumgekommen und hat viele Städte dieser Erde beschrieben. Über Tengor liefert er eine kleine Übersicht. Die Stadtteile und die Menschen die dort leben stehen uns deutlich vor Augen. Doch welches Tengor hat Rochas besucht?
Einer der ehemaligen Tengoreer Stadtschreiber, Franz Halter (im Amt von 1963-1970), nimmt uns mit auf einen ausgedehnten Stadtrundgang, zeigt uns die Sehenswürdigkeiten und nimmt uns am Ende mit in die Berger'schen Weinstuben. Doch diese Geschichte steht an einer andern Stelle.
Kurzbeschrieb der geografischen und geologischen Lage der Stadt mit einer kurzen geschichtlichen Ausschweifung. (Werbeprospekt der Stadt Tengor aus dem Jahre 1978)
Sechs Beschreibungen der Stadt Tengor, zusammengestellt aus der Presse der ganzen Welt, vermitteln ein vielschichtiges Bild einer unfassbaren Stadt. Mit dem Gewicht auf völlig verschiedenen Aspekten der Stadt - den Sportmöglichkeiten, der Stadtentwicklung, der Kultur usw. - zeichnen sechs Autorinnen und Autoren die Stadt nach, die sie persönlich besucht und erlebt haben.
Literatur zu Tengor
«Das Bild das Gisèle Fardel von Tengor entwirft, ist ein durchaus surreales, und damit ein entschieden subjektives: Von dieser Stadt Tengor haben Sie noch nie etwas gehört! Trotzdem holt die Schilderung Tengor in die Gegenwart hinüber, indem die enge Welt des geschichtlichen Tengor anklingt an eine zeitgenössische, wie wir sie alle kennen. Tengor - der verwirrende Traum einer eingebildeten Stadt.» Tim Hankathus, Reisebeschreibungen
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