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Das Monokel ist verschwunden, spätestens seit die Vorteile einer beidseitigen Sehkorrektur bekannt sind. Dasselbe gilt für Hörgeräte. In vielen Fällen macht ein einzelnes Hörgerät wenig Sinn, denn das menschliche Hören funktioniert nach dem Prinzip der Stereofonie. Als Vergleich: die ersten Tonträger wurden über nur ein Mikrofon aufgenommen. Musik und Sprache wirkten flach und unnatürlich. Längst ist dieses Verfahren durch die Stereoaufnahmetechnik ersetzt. Diese Aufnahmen über zwei Mikrofone klingen natürlich und lebendig.
Das Hörzentrum des Gehirns ist auf beide Ohren angewiesen. Arbeitet nur ein Ohr korrekt, bereitet es Mühe, Sprache im Lärm zu verstehen oder Geräusche richtig zu orten. Unsere beiden Ohren dienen als Empfangsstation für das Hörzentrum im Gehirn. Eine Ohrmuschel ist nach links, die andere nach rechts gerichtet. Erfassen unsere Ohren ein Geräusch, ermittelt das Gehirn die Richtung, aus der es kommt. Möglich ist das, weil ein Ohr das Geräusch um den Bruchteil einer Sekunde früher und etwas lauter hört als das andere. Diese Fähigkeit warnt uns zum Beispiel vor herannahenden Autos beim Überqueren einer Strasse. Dies ist jedoch nur möglich, wenn beide Ohren funktionieren. Aus diesem Grund werden heute bei beidseitiger Hörminderung in der Regel auch an beiden Ohren Hörsysteme angepasst. Auch Ihrer Sicherheit zuliebe.