Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/133170

<h2>SubmittedText<h2><p>2014 jährt sich das Uno-Jahr der Familie zum zwanzigsten Mal.</p><p>Zwar ist es seither gelungen, ein paar familienpolitische Meilensteine zu setzen (Anstossfinanzierung für familien- und schulergänzende Betreuung, Mutterschaftsversicherung, Erhöhung der Kinderzulagen, Einführung eines Steuerrabatts, Harmos usw.). Vieles bleibt aber auch noch zu tun.</p><p>Eine besondere Herausforderung für die Schweiz ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Gelingt uns dies nicht, werden wir zunehmend von der Zuwanderung von Fachkräften abhängig sein.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welche Aktivitäten plant er, um das Jubiläumsjahr zur Stärkung der Familie zu nutzen?</p><p>2. Ist er bereit, zusammen mit den Sozialpartnern, den Kantonen, Städten und Gemeinden sowie den Fachorganisationen mit einer Kampagne zur Sensibilisierung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beizutragen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat plant zum Jubiläum des Internationalen Jahres der Familie keine speziellen Aktivitäten. Die im Vorfeld der Abstimmung zum Bundesbeschluss über die Familienpolitik eben erst geführte öffentliche Diskussion war eine gute Gelegenheit, die breite Öffentlichkeit für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu sensibilisieren. Der Bundesrat erachtet deshalb die Lancierung einer breitangelegten Sensibilisierungskampagne im jetzigen Zeitpunkt nicht für nötig.</p><p>Die Thematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist und bleibt für den Bundesrat jedoch wichtig. Dies kommt in folgenden Aktivitäten zum Ausdruck:</p><p>- Das befristete Impulsprogramm, das die Schaffung zusätzlicher Plätze für die Tagesbetreuung von Kindern fördert, damit Eltern Erwerbsarbeit und Familie besser vereinbaren können, setzt der Bund bis Ende Januar 2015 fort.</p><p>- Der Bund unterstützt mittels Finanzhilfen Programme zur Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben. Die Programme dienen u. a. dazu, die Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Aufgaben zu verbessern. Gegenwärtig unterstützt der Bund beispielsweise ein Projekt, das 250 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dazu anregen soll, sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu engagieren. Mit dem Projekt "Der Teilzeitmann" sollen Männer für die Teilzeitarbeit sensibilisiert werden. Die durch den Bund unterstützte Fachstelle "Und" berät Unternehmen und Organisationen bei der Verbesserung der betrieblichen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit.</p><p>- Die Informationsplattform "Vereinbarkeit Beruf und Familie" informiert über die Instrumente, welche die Kantone und Kantonshauptorte in diesem Themenbereich entwickelt haben. Die Plattform ist eine Dienstleistung des Bundes zuhanden der Kantone, Gemeinden und weiterer Kreise, welche Unterstützung bei der Entwicklung politischer Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie suchen.</p><p>- Das Handbuch "Beruf und Familie" für KMU behandelt die unternehmerischen Herausforderungen einer familienfreundlichen Unternehmensführung, enthält Arbeitsmaterialien für KMU und gibt Einblick in die Praxis.</p><p>- Schliesslich ist die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einer der vier Schwerpunkte der Strategie für Fachkräfte in der Schweiz, welche das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz und die Erziehungsdirektorenkonferenz gemeinsam festgelegt haben.</p>  Antwort des Bundesrates.