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Ruth Gattiker erhielt auf Beginn des Wintersemesters 1970/71 die Venia legendi für das Gebiet der Anästhesiologie. Die Medizinerin interessierte sich bereits Anfang der Sechzigerjahre intensiv für die sich aus der Herzchirurgie ergebenden Fragestellungen und erwarb sich die erforderlichen Grundkenntnisse für die Anästhesie in der offenen Herzchirurgie. Ihr Anteil am Aufbau der Herzanästhesie am Universitätsspital Zürich war wesentlich. Bei der ersten Herztransplantation der Schweiz 1969 war sie als Anästhesistin beteiligt. 1976 wurde sie zur Leitenden Ärztin für dieses Spezialgebiet am Universitätsspital Zürich gewählt und wurde zur Titularprofessorin ernannt.
Nationale wie internationale Anerkennung erlangte Ruth Gattiker auch durch ihre zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen, – es sind über 100 Arbeiten, eingeschlossen mehrere Buchbeiträge. Sie befassten sich vorwiegend mit Problemen aus dem Gebiet der kardiovaskulären Anästhesiologie.
Ihre ausgedehnte persönliche klinische Erfahrung und ihre klinisch-experimentelle wissenschaftliche Tätigkeit hat Ruth Gattiker 1970 in ihrer Habilitationsschrift mit dem Titel «Anästhesie in der Herzchirurgie» niedergelegt, die damals vom renommierten Herzchirurgen Äke Senning als «die bedeutendste Arbeit auf diesem Gebiet in ganz Europa» beurteilt wurde. Ende des Wintersemesters 1985/86 trat Ruth Gattiker als Titularprofessorin zurück.