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Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Führungspositionen des Agrarsektors in Neuseeland bedeuten, dass eine Fülle von Fähigkeiten nicht genutzt werden, die für die Erreichung künftiger Ziele nötig sind. Das meint die Agrarunternehmerin Bridgit Hawkins, die vor kurzem das Projekt Fields of Change ins Leben gerufen hat, um eine, wie sie sagt, längst überfällige Diskussion über die Führungsrolle von Frauen in der Landwirtschaft anzustossen.
Nach Angaben der neuseeländischen Zeitschrift Farmers Weekly sind etwa 80% der Führungskräfte in den neuseeländischen Unternehmen im Primärsektor Männer, obwohl mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen in der Landwirtschaft Frauen sind.
Hawkins sagte, das Projekt ziele darauf ab, herauszufinden, warum dem Sektor eine Generation von weiblichen Führungskräften fehle, was dazu führe, dass die neuseeländische Landwirtschaft nun darum kämpfe, ihren Status als weltweit führend zu behalten. «Es gibt einen grundlegenden Unterschied in der Struktur unserer grossen Organisationen und in der Art der Programme, die sie anbieten. Nichts ist heute anders als in den 1980er und 1990er Jahren», so Hawkins.
Da mehr als die Hälfte der Absolventenprogramme grosser Unternehmen des Primärsektors mit Frauen besetzt waren, fragte sich Hawkins, wohin sie nach ihrem Abschluss gingen. «Wir müssen verstehen, was sich ändern muss, damit mehr von ihnen tatsächlich eine Karriere bis an die Spitze von Unternehmen einschlagen können», sagte sie. Und weiter: «Wir müssen uns für bessere Möglichkeiten für Frauen einsetzen, die im Agrarsektor oft im mittleren Management verschwinden, an eine Obergrenze stossen und den entscheidenden Weg in die Führungsetagen verpassen, wo sie positive Veränderungen bewirken und echten Einfluss auf das Tagesgeschäft nehmen könnten».