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Wettbewerb im offenen Verfahren, 2014
Crassier, VD
Zusammenarbeit mit Kathrin Merz
Ein Bildungscampus wird definiert durch das Alleinstehen auf der Wiese und einem Ensemble von mehreren Gebäuden mit verschiedenen Nutzungen. Schulgebäude neben Turnhallen und Mensa neben Bibliotheken. Die Schulgebäude von Crassier sind mit einem Wohnquartier zusammengewachsen und bilden gemeinsam einen Weiler in einem ruralen Kontext.
Der konzeptionelle Ansatz beruht auf der Idee des Weiterbauens des Ortes, sowohl städtebaulich als auch architektonisch.Das neue Gebäude mit Mensa und Bibliothek befindet sich im nördlichsten Teil des Bauperimeters und schliesst das Ensemble der Schulgebäude ab. Die Turnhallen, der Kindergarten, das bestehende Schulhaus und das neue Gebäude umschliessen kreisförmig den Pausenplatz. Das Gebäude steht nahe an der Rue de la Tour, leicht zurückversetzt von der Schule, aber vor der Turnhalle. Durch diese mittlere Position ist der neue Hauptzugang gut sichtbar von der im Westen gelegenen Bushaltestelle. Das Gebäude versteht sich als öffentliches Haus. Diese Determinierung zeigt sich architektonischen Ausdruck der Fassaden und in der Materialität.
Die Tragstruktur inspiriert sich von seinem Nachbar, der Turnhalle, gebaut von Capua-Mann. Die Holztragstruktur ist ein Stützen-Balken System mit Stützen aus Vollholz und kreuzweise angeordneten Balken aus Brettschichtholz mit einer statischen Höhe von 1 Meter, die einerseits der Aufnahme der grossen Spannweiten dienen und anderseit das Gebäude aussteiffen.Die Mischbauweise der Holz-Beton-Decken sorgt für gute Wärmespeicherkapazität und gute Akustik. Der Holzbau steht auf einem Betonsockel mit auskragenden Betonbalken.