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Pflaumenwickler
Der Pflaumenwickler (Grapholita funebrana) ist ein naher Verwandter des Apfelwicklers. Die Larven des kleinen, mottenartigen Falters sind bedeutende Schädlinge an Pflaume, Zwetschge und Mirabelle.
Die Tiere überwintern als Larve in einem Kokon unter Borkenschuppen oder anderen Verstecken. Im April erfolgt die Verpuppung im Kokon und ab Ende April/Anfang Mai beginnt der Schlupf der ersten Faltergeneration. Die Tiere fliegen mit beginnender Abenddämmerung.
Die Weibchen legen ihre Eier an die noch jungen Früchte. Die daraus schlüpfenden Larven fressen einen Gang in die Frucht. Nachdem die Larvenentwicklung abgeschlossen ist, findet die Verpuppung im Boden statt. Befallene Früchte fallen vom Baum ab. Typisches Erkennungsmerkmal für einen Befall ist das Bohrloch. Ganz ähnliche Schäden verursachen die Larven der Pflaumensägewespen.
Ab Juli treten die Falter der zweiten Generation auf. Deren Larven schädigen die reifenden Früchte zum Teil erheblich, so dass in starken Befallsjahren ein grosser Teil der Früchte zerfressen werden kann.
Massnahmen gegen den Pflaumenwickler
Die Bekämpfung des Pflaumenwickler ist schwierig. Oft werden Pheromonfallen zum Fang der Falter empfohlen. Diese Klebefallen ziehen mit ihren Sexuallockstoffen die Männchen an. Eine ausreichende Bekämpfung ist mit diesen Fallen aber nicht zu erreichen. Sie dienen ausschliesslich der Beobachtung des Falterflugs. Auch der Einsatz der Schlupfwespenart Trichogramma cacoeciae, die als Nützling zur Bekämpfung des Pflaumenwicklers gezüchtet wird, kann einen stärkeren Befall im Garten meist nicht verhindern.
Zugelassene Pflanzenschutzmittel für die nichtberufliche Verwendung im Garten stehen nicht zur Verfügung.