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Im April zeigte Elon Musks Neurotech-Startup Neuralink stolz ein Experiment mit einem Makakenaffen, dem zwei „Link“-Geräte ins Gehirn eingepflanzt worden waren und der ein Videospiel allein mit seinen Gedanken spielte. Der nächste Schritt, so Musk, wäre die Erprobung des Geräts am Menschen. Während dieser Zeitplan noch in der Schwebe ist, machen einige der stillen Konkurrenten von Neuralink bereits schnelle Fortschritte.
Synchron, ein New Yorker Startup-Unternehmen stellte zwischenzeitlich eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI) her, die der von Neuralink ähnelt. Diese hat nun von der FDA die Genehmigung erhalten, das Gehirngerät in einer sogenannten frühen Machbarkeitsstudie an menschlichen Patienten zu testen.
Das implantierbare Gerät von Synchron, mit dem Namen Stentrode, ist kleiner als ein Streichholz. Im Gegensatz zum „Link“-Gerät von Neuralink, für dessen Installation ein zwei Millimeter großes Loch in den Schädel des Patienten gebohrt werden muss, ist Stentrode klein genug, um über ein Blutgefäß an der Basis des Halses implantiert zu werden. Das Gerät wird dann zu einem Gefäß im Gehirn manövriert.
Stentrode funktioniert, indem es über einen winzigen Draht mit einem zweiten Implantat in der Brust kommuniziert. Ein Sender sendet dann Signale an einen externen Computer in der Nähe des Patienten.
„Wir haben zusammen gearbeitet, um den Weg für die erste kommerzielle Zulassung eines dauerhaft implantierten BCI für die Behandlung von Lähmungen zu ebnen“, sagte Synchron-CEO Thomas Oxley am Mittwoch in einer Erklärung.
Das Unternehmen plant, im Laufe dieses Jahres sechs Patienten in seine US-Studie aufzunehmen. Ein von der FDA zugelassenes Produkt könnte bereits in drei bis fünf Jahren auf den Markt kommen.
Letztes Jahr hat Synchron eine Studie mit vier Patienten in Australien durchgeführt. In der US-Studie werden Sicherheitsaspekte, einschließlich physischer Risiken und Cybersicherheit, genauer untersucht, so Oxley.
Die Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer ist die jüngste Grenze zwischen künstlicher Intelligenz und Biologie. Die Technologie befindet sich zwar noch in einem sehr frühen Stadium, doch eine wachsende Zahl von Unternehmen will sie kommerziell nutzen, was die FDA vor eine Herausforderung stellt.
Im April genehmigte die FDA das erste Gerät, das in ihre BCI-Kategorie fällt – ein Roboter-Wearable namens IpsiHand, das vom Start-up-Unternehmen Neurolutions der Universität Washington entwickelt wurde. Das Wearable soll Menschen, die durch einen Schlaganfall behindert sind, helfen, die Kontrolle über ihre Arm- und Handfunktionen durch ihre Gedanken wiederzuerlangen.