Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03312.jsonl.gz/1278

An der diese Woche in New York stattfindenden "Advertising Week" hat Microsoft ein neues Werkzeug vorgestellt, mit welchem Unternehmen in soziale Netzwerke "hineinhören", an diesen teilnehmen und sie gleichzeitig analysieren können. Mit dem "Proof-of-concept-Prototyp" namens "LookingGlass"
sollen Unternehmen Informationen aus den verschiedensten Web 2.0-Angeboten wie Twitter, Facebook, YouTube oder Flickr sammeln und diese mit Kundendatenbanken oder Verkaufsstatistiken verbinden können.
Microsoft nennt als Beispiel für den Einsatz etwa das Marketing-Team des Multimedia-Players Zune, dass mit "LookingGlass" die Reaktionen der Nutzer auf das Gerät überwachen könnte. "Looking Glass" sammelt diese Informationen und taxiert diese automatisch als Positiv oder Negativ, woraus die Marketeers wiederum schliessen können, wie die potentiellen Kunden auf das Gerät als solches oder auch auf eine bestimmte Werbekampagne reagieren. Das Team könnte so auch schnell auf negative Reaktionen auf Twitter oder Facebook reagieren, indem es an den Diskussionen aktiv teilnimmt.
Hinter "LookingGlass" steht wohl die Bemühung Microsofts, Firmen eine einfachere Überwachung darüber zu ermöglichen, was in sozialen Netzwerken über sie geschrieben wird und diese Informationen weiter zu verarbeiten. Der Dienst soll einerseits als Online-Service verfügbar sein, aber auch lokal installiert werden können und es damit ermöglichen, die gesammelten Daten firmenintern weiter auszuwerten oder in Applikationen zu integrieren. Microsoft erachtete es als grossen Vorteil, einem ganzen Team den Zugriff auf die Daten zu geben, anstatt lediglich einzelnen Mitgliedern Zugriff auf die Firmenprofile bei Facebook, Twitter und Co. zu geben. (Tom Brühwiler)