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Text: Chantal Herger / Illustration: Jihyun Lee / Foto: Stocksy / Alamy
Die Geschichte des Jumpsuits (zusammengesetzt aus den englischen Wörtern «to jump» und «suit» – «springen» und «Anzug») beginnt in den 1910er-Jahren, als Harriet Quimby, die erste bedeutende amerikanische Pilotin, zum Fliegen einen pflaumenfarbenen Satinanzug trug. Als ursprüngliche Arbeitskluft für Fallschirmspringer und -springerinnen konzipiert, drang der Jumpsuit auch in andere Arbeitsbereiche wie die Fabrik oder Landwirtschaft vor und wurde vermehrt auch von den dort arbeitenden Frauen getragen. Und auch der Overall hat seinen Ursprung in der Arbeitswelt. Im Gegensatz zum enganliegenden Jumpsuit sitzt dieser lockerer. Er diente einst als Schutzkleidung und wurde über die normalen Kleider angezogen.
In den 30er-Jahren entwarf die Designerin Elsa Schiaparelli dann einen Jumpsuit speziell für Frauen. Wirklich durchsetzen konnte sich das Kleidungsstück im Modealltag jedoch (noch) nicht. Zwar trugen Hollywood-Ikonen wie Katharine Hepburn seidige Einteiler, doch erst in den 60er- und 70er-Jahren wurde der Jumpsuit richtig populär. Die Sängerin Cher, aber auch Sänger wie David Bowie und Elvis Presley lancierten das Kleidungsstück dann als Bühnenoutfit, ausgestattet mit ganz viel Bling-Bling. 1980 wurde der Jumpsuit vom amerikanischen Designer Geoffrey Beene als «Ballkleid des nächsten Jahrhunderts» bezeichnet. Doch es dauerte nochmals ein Weilchen, bis dieser kam, um zu bleiben. 2002 entwarf der Modedesigner Nicolas Ghesquière eine moderne Version des Jumpsuits. Seitdem ist der modische Einteiler aus der Fashionwelt nicht mehr wegzudenken.
Klassischer Jumpsuit
T-Shirt und Hose miteinander kombiniert und vernäht ergibt den Jumpsuit. Der Einteiler ist leicht tailliert und es gibt ihn von Baumwolle über Denim bis zu Seide. Das Tolle an einem Jumpsuit: Du kannst ihn ins Büro anziehen (mit einem Strickjäckchen oder einer Jeansjacke kombiniert) oder auch zu einer Hochzeitsfeier (mit Blazer und hohen Schuhen) tragen. Den perfekten Jumpsuit für die eigene Figur zu finden, ist zwar anspruchsvoll, aber es lohnt sich.
Romper
Oben kurz, unten kurz: Der Romper oder auch Playsuit ist die sommerliche Variante des Jumpsuits. Der Saum reicht bis etwa zur Mitte des Oberschenkels, perfekt also, um deine sonnengebräunten Beine zu zeigen. Der Einteiler ist eher luftig geschnitten und oft bunt -gemustert. Obenrum reichen die Varianten von schulterfrei bis zu kurzen Ärmeln. Den Romper kannst du auch in der kalten Jahreszeit tragen – mit Strumpfhose und Rollkragenpulli darunter.
Onesie
Kuschelig, kuscheliger, Onesie: Dieser locker sitzende Einteiler ist der Inbegriff von Coziness. Die langärmligen Ganzkörperanzüge haben eine Kapuze, die sich bis über den Kopf mit einem Reissverschluss schliessen lässt, und sind meist aus Fleece oder Plüsch. Also perfekt für einen gemütlichen Filmabend zu Hause oder eine etwas ausgedehntere Pyjamaparty. Mit einem Onesie vor die Tür zu gehen, braucht etwas Mut – oder einen heftigen Kater. Apropos: Viele Teenies tragen an der Fasnacht tierische Onesies.
Catsuit
Seien wir ehrlich: Wirklich alltagstauglich sind Catsuits nicht. Die körperbetonten und enganliegenden Einteiler bestehen häufig aus Latex, Elastan oder Nylon. Dementsprechend sind sie sehr stretchy, was praktisch ist – aber man sieht eben auch alles. Vermutlich geht der Name auf die Superheldin Catwoman zurück, die in der Comic-Serie «Batman» ein enges, schwarzes Kostüm trägt. Auch andere Superheldinnen und -helden sind oft in Catsuits oder Ganzkörperanzüge gekleidet. Fun Fact: Sogar zum Tennisspielen lässt sich ein Catsuit tragen – Serena Williams hats vorgemacht.
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