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Auslöser des Abbruchs war eine Keilerei zwischen den Spielern in der 67. Minute. Russlands Roman Schirokow hatte kurz zuvor einen Elfmeter verschossen. Danach wurde offenbar ein russischer Spieler von einem Gegenstand aus dem Publikum getroffen.
Akinfejew am Kopf getroffen
Doch der Skandal hatte in Podgorica bereits viel früher seinen Lauf genommen. Keine Minute war gespielt, als Russlands Torhüter Igor Akinfejew von einer Petarde am Kopf getroffen wurde. Das Geschoss war von der Tribüne hinter dem Tor abgefeuert worden. Der Keeper musste auf einer Trage vom Feld getragen werden.
Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Deutschland unterbrach die Partie in Podgorica anschliessend für rund 30 Minuten. Danach wurde weitergespielt. Akinfejew kehrte jedoch nicht zurück und wurde durch Juri Lodigin ersetzt.
Brandverletzungen
Nach einer ersten Untersuchung wurde Akinfejew ins Spital gebracht, wie ein russischer Sprecher mitteilte. Der 28-Jährige soll Brandverletzungen erlitten haben, war aber bei Bewusstsein.
Der Skandal in Podgorica dürfte ein Nachspiel für Montenegro haben. Es ist durchaus möglich, dass die UEFA das abgebrochene Spiel zugunsten Russlands wertet. Erst in dieser Woche hatte sich UEFA-Präsident Michel Platini in Wien besorgt über steigende Gewalt in Stadien und Rassismus gezeigt.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.03.2015, 20:00 Uhr