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Das klang alles vielversprechend. Doch zwischen den Zeilen liest sich eine andere Geschichte heraus. In den fünf Briefen, welche Rudolf Heer seiner Mutter zwischen 1868 und 1872 geschrieben hatte, war Geld das Hauptthema. Immer und immer wieder verglich er die Preise in den USA mit jenen in der Schweiz, betonte, was wie teuer war und wer ihm Geld schuldete beziehungsweise, wem er Geld schuldete. Selbst als die jüngere Tochter Maria schwer krank wurde, ging es nur um die Höhe der Arztrechnung:
«Marieli ist schon 3 Wochen krank an der Brustfellentzündung, es war sehr krank so das man keine Hoffnung mehr hatte es zu retten, nun ist es auch wieder auf der Besserung. Wenn man zum Doktor geht so kostet es 3 Dollar, wenn der Doktor ins Haus kommen muss, kostet jeder Besuch 5 Dollar, dann bekommt man das Retzept in die Apotheke wo man extra bezahlen muss. Deswegen man es manchmal zu lang anstehen lässt, bis man zum Doktor geht.»
Kein Wort der Sorge um das Kind. Es scheint, als wäre die Rudolph Heer finanziell nicht vom Fleck gekommen. Ob er trotzdem «glücklicher als in der alten Heimat» war, scheint mehr als fraglich. Auch den Plan, Land zu erwerben, verwarf er später wieder.
«Meinen Entschluss in das Land zu gehen habe ich forläufig wieder aufgegeben und befinde mich hier ganz gut und bin bis dato zufrieden.»