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Jens Stoltenberg zeigt sich besorgt über einen möglichen russischen Einfluss auf die Abspaltunsgstendenzen in Bosnien-Herzegowina.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist besorgt über einen möglichen russischen Einfluss auf die Abspaltunsgstendenzen in Bosnien-Herzegowina. «Wir sind besorgt wegen sezessionistischer und abspalterischer Rhethorik und wegen bösartiger ausländischer Einmischung, darunter jener Russlands», sagte Stoltenberg am Montag in Sarajevo bei einer Pressekonferenz mit der Vorsitzenden des Ministerrats von Bosnien-Herzegowina, Borjana Kristo.
Der Nato-Chef äusserte sich mit Blick auf die seit Jahren andauernden mehrfachen Aktionen des Präsidenten des ethnisch mehrheitlich serbischen Landesteils Republika Srpska, Milor Dodik, die auf Abspaltung dieser Region abzielen. Dodik pflegt enge Beziehungen zum Kreml. «Dies bedroht die Stabilität und behindert die Reformen», sagte Stoltenberg. Die Alliierten würden die Souveränität und territoriale Integrität Bosnien-Herzegowinas mit Nachdruck unterstützen.
«Ihre Sicherheit ist bedeutend für die Westbalkan-Region und für Europa», fügte der Nato-Chef hinzu. Bosnien-Herzegowina hatte sich nach einem blutigen Krieg von 1992 bis 1995 auch mit Hilfe der Nato und den USA vom damaligen Jugoslawien abgespalten.
Stoltenberg hatte am Sonntag eine mehrtägige Reise durch mehrere Westbalkan-Länder begonnen, die ihn auch in das Kosovo, nach Serbien und nach Nordmazedonien führt.