Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03580.jsonl.gz/749

Archäologen dachten jahrzehntelang, diese Fragen wären abgehakt: Alle verfügbaren Belege deuteten darauf hin, dass sich Großwildjäger aus Asien – die unter dem Namen „Clovis“ bekannt wurden – als Erste vor etwa 13 000 Jahren auf die Reise in die Neue Welt begeben hatten, auf einer Route durch die heute vom Meer bedeckten Beringia-Landbrücke.
Dann aber, seit Beginn der 2000er Jahre, tauchten immer mehr Indizien auf, die eine frühere Besiedlung des amerikanischen Kontinents nahelegten – und das „Clovis-Zuerst“-Modell ad acta. Allmählich nahm eine neue Lehrmeinung Gestalt an: Homo sapiens kam per Boot entlang der Westküste vor mindestens 15 000 Jahren.
Einige neuste Funde aber belegen, dass Menschen bereits vor 130 000 Jahren, also im frühen Pleistozän, in Amerika gelebt haben.
Es handelt sich um gebrochenen Skelettknochen eines Mastodons (eines ausgestorbenen Verwandten des Elefanten) sowie abgenutzte und zerbrochene Steinbrocken, die in Südkalifornien ausgegraben wurden.
Andere Forscher weisen darauf hin, dass die vorgestellten Funde eben nicht die Anwesenheit des Menschen beweisen – oder dass sie nicht mit Sicherheit so alt sind wie behauptet. Experimentel versuchten einige Forscher Elefantenknochen zu zerbrechen um die Handauswirkung des Homo Sapiens nachzuweisen.