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Unter Medikamentenmissbrauch versteht man das Einnehmen von bestimmten Arzneimitteln, ohne dass dafür eine medizinische Notwendigkeit besteht oder aber die Einnahme höherer Dosierungen als für die Behandlung einer Krankheit notwendig wäre.
Zum überwiegenden Teil werden bei einem Medikamentenmissbrauch bestimmte Medikamente mit dem Drang nach Rauschzuständen, Entspannung, Beruhigung und Euphorie entweder in Kombination und/oder in Überdosierungen eingenommen.
Bei Missbrauch führen sie zu schwerer Abhängigkeit und zu körperlichem Zerfall. Medikamentenabhängigkeit entwickelt sich langsam und bleibt in der Regel lange ohne Behandlung. Die Symptome einer Medikamentenabhängigkeit sind eher unscheinbar: Appetitlosigkeit, Vergesslichkeit oder Gleichgültigkeit.
Der Medikamentenmissbrauch stellt eine Suchtproblematik dar, welche mehr Menschen betrifft als der Konsum illegaler Drogen. Die am häufigsten eingenommenen Medikamente, die auch abhängig machen, sind legale Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel. Die Nachwirkungen von Schlaf- und Beruhigungsmittel führen zu Einschränkungen der Reaktions- und oordinationsfähigkeit. Die Einnahme einiger Medikamente fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.