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Expressiver, kompromissloser als Gringolts kann man kaum Geige spielen. (Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht)
Der russische Geiger Ilya Gringolts überzeugt mit äusserst virtuosem Spiel und feinfühligen Interpretationen und sucht dabei stets nach neuen musikalischen Herausforderungen. Als gefragter Solist widmet er sich neben dem grossen Orchesterrepertoire auch selten gespielten sowie zeitgenössischen Werken; Kompositionen von Peter Maxwell Davies, Augusta Read Thomas, Christophe Bertrand und Michael Jarrell wurden von ihm uraufgeführt. Daneben gilt sein künstlerisches Interesse der historischen Aufführungspraxis. So arbeitet er regelmäßig mit Klangkörpern wie dem Finnish Baroque Orchestra oder Arcangelo zusammen.
Ilya Gringolts konzertierte mit namhaften Orchestern in Europa, USA und Japan. Jüngste Höhepunkte waren Projekte mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, Singapore Symphony Orchestra sowie den Bamberger Symphonikern.
Nach Solo- und Duoauftritten beim Verbier- und MiTo-Festival startet Ilya Gringolts fern von seiner Schweizer Wahlheimat in die Saison 2018/19: Mit der Hong Kong Sinfonietta bestreitet er die asiatische Erstaufführung von Michael Jarrells Violinkonzert und leitete vom Solistenpult aus Locatellis Violinkonzert Il labirinto armonico, ehe er in einem play-conduct-Programm mit dem Australian Chamber Orchestra auf einer Tournee durch die fünf grössten australischen Städte Werke von Paganini, Vivaldi, Bach und Bartók zu Gehör bringt.
Als Primarius des 2008 gegründeten Gringolts Quartetts feierte er Erfolge unter anderem bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, dem Menuhin Festival Gstaad und am Teatro La Fenice in Venedig; in der laufenden Saison debütiert das Quartett u.a. am Concergebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg und am Konzerthaus Dortmund. Als äusserst geschätzter Kammermusiker arbeitet Ilya Gringolts ausserdem mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Nicolas Altstaedt, Andreas Ottensamer, Antoine Tamestit und Jörg Widmann zusammen.
Nachdem er zunächst Violine und Komposition in St. Petersburg studiert hatte, setzte Ilya Gringolts sein Studium bei Itzhak Perlman an der Juilliard School fort. 1998 ging er als Gewinner des internationalen Violin-Wettbewerbs Premio Paganini hervor, als jüngster Finalteilnehmer der Wettbewerbsgeschichte. Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste wirkt Ilya Gringolts regelmässig als Violin International Fellow am Royal Scottish Conservatoire in Glasgow. Er spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri «del Gesù», Cremona 1742-43.
Expressiver, kompromissloser als Gringolts kann man kaum Geige spielen. (Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht)