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oder
Caractacus (der Caradoc der Sagen von Wales), ein Sohn des Königs Cunobellinus von Camalodunum, war
der namhafteste Führer der
Kelten Britanniens, als die
Römer
[* 3] dieses Land unter
KaiserClaudius ihrer Herrschaft
zu unterwerfen begannen. Nachdem er sein eigenes
Reich an die
Römer verloren, stellte er sich an die
Spitze der kriegerischen
Bergvölker von Wales, der Siluren und der Ordoviker, und leistete den
Römern tapfern
Widerstand, als diese 50 n. Chr.
unter dem Legaten P. Ostorius
Scapula ihre
Angriffe auf Wales richteten. Caratacus wurde aber besiegt und als Flüchtling durch die
Königin der
Briganten, Cartismandua, an Ostorius verraten, der ihn 51 nach
Rom
[* 4] schickte, wo Caratacus im
Triumph aufgeführt, aber
bald nachher begnadigt wurde. Er starb 54 n. Chr.
M.
Aurel.
Valerius, ein Menapier von niedriger Abkunft, hatte sich unter dem röm.
Cäsar
Maximian in dem
Kriege gegen die sociale Bauernrevolution der Baganden (s. d.) im nördl.
Gallien 285 n. Chr. so sehr ausgezeichnet, daß ihn Maximian mit der
Aufgabe betraute, als Führer der röm. Kanalflotte die
seeräuberischen
Franken und
Sachsen
[* 5] zu vertreiben, die damals die
Küste des
Kanals bis zur
Bretagne unsicher
machten. Als aber Maximian (jetzt
Kaiser) 286 erfuhr, daß Carausius die neue
Stellung nur zu seiner persönlichen
Bereicherung benutzte,
so verurteilte er ihn zum
Tode. Carausius aber gewann durch sein
Gold
[* 6] die Flotte für sich, segelte nach Britannien, riß
auch hier die
Truppen zum
Abfall fort und nahm 287 den Kaisertitel an. Durch ein vortreffliches Regiment fesselte er die
Provinzan sich und gewann durch Werbungen unter
Sachsen und
Franken eine solche Macht, daß die
Kaiser Diocletian und Maximian nach
dem vergeblichen Versuch (289), den
Usurpator zu vertreiben, 291 sich entschließen mußten, ihn als
Kaiser
von Britannien (mit Einschluß des gall.
HafensBononia) anzuerkennen.
(spr. -wádscho),MichelangeloAmerighi da Caravaggio, ital.
Maler, Hauptmeister der naturalistischen
Richtung, geb. 1569 zu
Caravaggio im Mailändischen, studierte in Mailand
[* 11] und
Venedig
[* 12] die großen
Meister, ging dann nach
Rom, wo er gegen
die unselbständige, oberflächlich ideale
Richtung der Malerei auftrat. Nachdem er eines
Mordes wegen
Rom 1605 hatte verlassen
müssen, kam er nach
Malta, wo er wegen seiner trefflich dargestellten Enthauptung des heil.
Johannes, im Betsaale der Konventualkirche,
zum Ritter des Johanniterordens geschlagen wurde.
Wegen eines Streites ins Gefängnis geworfen, entfloh er, wurde aber bei Porto Ercole überfallen und starb 1609 an den empfangenen
Wunden.
C.s Streben ging auf gewaltsam leidenschaftliche
Darstellung, auf ergreifende Wahrheit in
Ausdruck und Form. Dem in
jener Zeit vorzugsweise durch die
Carracci immer mehr gesteigerten Kult des «Ideals»
gegenüber wollte er der natürlichen Erscheinung ihr gleiches
Recht als Vorwurf der künstlerischen
Darstellung wahren und
stellte dem zierlich Schönen das abschreckend Häßliche als «Natur» entgegen.
Seine Schatten
[* 13] sind tief, seine Hintergründe finster.
Eins seiner vorzüglichsten
Bilder ist: Die falschen
Spieler (im Palazzo
Sciarra zu
Rom undDresdenerGalerie). Auch wo er heilige Gegenstände behandelte, verleugnete er seine
derb realistische Vortragsweise nicht.
C.s berühmtestes
Bild ist eine Grablegung Christi in der
Galerie des
Vatikans zu
Rom;
Stadt im brasil.
StaatBahia,
[* 18] links am
Flusse Caravellas, 8 km oberhalb seiner Mündung, steht durch natürliche
Kanäle mit den kleinern Hafenorten Villa Viçosa und
São José, durch Eisenbahnen mit S.
Clara in dem
fruchtbaren Hinterland in
Verbindung, hat gegen 4000 E., einen vorzüglichen
Hafen und Ausfuhr von
Kaffee, Kokosnüssen und
Fischthran.
(spr. karäjóng),Auguste, franz.
Historiker, geb. zu Saumur, gest. zu Poitiers.
Er wurde
Jesuit und schrieb über die Geschichte seines
Ordens die auf Originalquellen und unveröffentlichten Dokumenten beruhenden
verdienstvollen Werke: «Documents inédits concernant la compagnie de
Jésus» (18 Bde., Poitiers 1863 - 75),