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Luxemburg, das Land, welches amtlich »Grossherzogtum Luxemburg« heisst, ist als Parlamentarische Erbmonarchie ein demokratischer Staat, welcher zu den sechs Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zählt und im Einigungsprozess Europas eine bedeutende Rolle spielt. Die dem Land gleichnamige Hauptstadt ist der Verwaltungssitz der Europäischen Union (EU), Sitz des Europäischen Gerichtshofs, des Europäischen Rechnungshofs, des Sekretariats des Europäischen Parlaments, der Europäischen Investitionsbank, und der Dienststellen der Europäischen Kommissîon, Tagungsort des Rates der Europäischen Union (Ministerrat) sowie Sitz des EFSF, des European Financial Stability Facility, sprich: «Euro-Rettungsschirm».
Die obenstehende Abbildung zeigt das Wappen der Parlementarischen Erbmonarchie Herzogtum Luxemburg. Es hat den Wahlspruch: «Mir wëlle bleiwe wat mir sinn.» – «Wir wollen bleiben, was wir sind.» – «Nous voulons demeurer ce que nous sommes.»
Aus Luxemburg stammt der Konditor Camille Studer. Im Jahr 1957 nahm er ein Rezept eines französischen Zuckerbäckers mit nach Zürich und hat es im Rahmen eines Wettbewerbes verfeinert. Das von ihm erfundene Konfekt sieht eigentlich aus wie ein Mini-Sandwiche, misst aber im Durchmesser nur etwa 2,5 cm und besteht aus zwei Makrönchen aus Mandeln, geschlagenem Eiweiss mit Zucker und einer Crème- oder Ganache-(Pariser Crème-) füllung. Die Füllungen werden in verschiedenen Geschmacksrichtungen – unter anderen Schokolade, Cappucino, Marron, Zitrone, Feige, Haselnuss, Himbeer und Vanille – hergestellt. Der ursprüngliche Name dieser himmlischen Köstlichkeit soll angeblich »Baiser de Mousse« geheissen haben, was in die deutsche Sprache übersetzt »Schaumkuss« heisst. Dieser Name soll aber der Kundschaft nicht gelegen gekommen sein – und, da man den Confiseur aus Luxemburg den Spitznamen »Luxemburgerli« gegeben hat, taufte man die leckeren, bunten, kleinen Schönheiten kurzerhand in »Luxemburgerli« um.
Das untere Bild zeigt die »Luxemburgerli« in Reih und Glied aufgeschichtet. Es handelt sich bei den abgebildeten Leckerein um solche mit einer Cappucino-Füllung.
Das Konfekt wird als Spezialität in der Confeserie Sprüngli in Zürich hergestellt. Die Unternehmung wurde im Jahr 1836 von David Sprüngli und seinem Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann gegründet. In ihrer gut laufenden Konitorei an der Marktgasse stellten sie Schokolade her und zogen im Jahr 1859 in ein neu errichtetes Gebäude am Paradeplatz an der Bahnhofstrasse. Im Jahr 1892 teilte sich die Unternehmung in die Confeserie Sprüngli und in die Lindt & Sprüngli, welche sich weiterhin mit der Herstellung von Schokolade beschäftigte. Heute wird die Confeserie Sprüngli operativ bereits in sechster Generation geführt.
Heute, am 14. Februar wird der Valentinstag gefeiert. Der Tag der Liebenden, unter dem er auch bekannt ist, geht auf die Überlieferung von Bischof Valentin von Terni zurück. Valentin, der verschiedene Brautpaare getraut haben soll, darunter auch Soldaten, die nach dem Befehl vom Kaiser unverheiratet bleiben mussten, wurde auf Befehl des Kaisers Claudius II. am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens – als christlicher Märthyrer – enthauptet. Der Valenstinstag, der von Papst Gelasius I. im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt wurde, ist in der ganzen Welt in verschieder Tradition bekannt.
Bild oben: 6 x 6 assortierte »Luxemburgerli« – 36 »Luxemburgerli« mit Füllungen in sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen – in einer Geschenkspackung präsentiert.
In unserem Kontinent werden an diesem Tag besonders Blumen, aber auch Schokolade und andere Süssigkeiten geschenkt. Wie wärs zum Beispiel mit »Luxemburgerli«? Wenn Sie den Valentinstag vergessen haben, sind bei Ihren Liebsten die köstlichen Konfekte wahrscheinlich auch morgen noch willkommen.
Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: www.miss-geschenke.de