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Ursprünglich wäre an dieser Stelle die Aufführung von Gustav Mahlers 9. Sinfonie in Kooperation mit der Nationalphilharmonie Litauen geplant gewesen. Unter den aktuellen Umständen kann dieses grossbesetzte Werk jedoch nicht realisiert werden. Sowohl die Sinfonie als auch die Idee der Kooperation mit dem Orchester aus Litauen, das ebenfalls unter der Leitung unseres Chefdirigenten Modestas Pitrenas steht, liegen uns sehr am Herzen, weshalb dieses Programm auf einen Zeitpunkt mit normalisierten Bedingungen verschoben wird. Ganz ohne Mahler wollen wir diese Saison aber doch nicht begehen: Glücklicherweise verlangen Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen ein kleineres Orchester, was sie somit auch mit Sicherheitsabstand bestens aufführbar macht. Der Solist in diesem vierteiligen Zyklus ist der Bariton Shea Owens, Ensemblemitglied am Theater St.Gallen. Dem Zyklus voraus geht Arnold Schönbergs Verklärte Nacht, dessen Originalversion für Streichsextett kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert entstand. Der spätestromantische Impetus in diesem Werk des «tonalen» Schönberg wird in der Version für Streichorchester noch ins Vielfache gesteigert. In Antonín Dvořáks späten sinfonischen Dichtungen, die kurz vor 1900 entstanden und den Abschluss seiner Orchesterwerke bilden, zeigt sich der grosse Sinfoniker des 19. Jahrhunderts von einer innovativen Seite. Die auf den märchenhaften Balladen des Dichters Karl Jaromir Erben basierenden Werke wie Die Waldtaube sind von einer differenzierten und subtilen Tonsprache und erinnern in ihrer verwunschenen Klangwelt an das frühe Schaffen Mahlers.