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Filmkritik: Stolz und Vorurteil in den Weiten der Arktis
1908 macht sich Josephine Peary (Juliette Binoche), die Frau des berühmten Arktisforschers Robert Peary, im abgelegensten Teil Grönlands auf die Suche nach ihrem Mann. Dieser befindet sich seit Monaten auf einer Expedition zum Nordpol, den er als erster Mensch der Welt entdecken und überqueren möchte. Von Sehnsucht und Liebe getrieben, möchte Josephine, allem guten Zureden von Freunden und Einheimischen zum Trotz, die beschwerliche Reise zu ihrem Mann auf sich nehmen.
Bepackt mit für sie wichtigem Reisegepäck wie Plattenspieler und Silberbesteck, wird sie von Bram Trevor (Gabriel Byrne), einem erfahrenden Polarreisenden, begleitet. Die Angst vor dem einbrechenden Winter treibt die Gruppe voran, dezimiert sie aber auch. Am letzten Basislager Pearys angelangt, beschliesst Josephine als Einzige, dort zu überwintern und auf ihren Mann zu warten. Nur die Inuitfrau Allaka (Rinko Kikuchi), die vor der Hütte in einem Iglu lebt, leistet ihr Gesellschaft. Durch die Enge lernen sie sich nicht nur besser kennen, sondern helfen sich gegenseitig, die rauen Seiten des Polarwinters zu überleben.