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Graduierungen
In einem Einführungskurs lernt der Anfänger die Grundtechniken im Ansatz, Schrittfolgen, Roll-Techniken vorwärts und rückwärts und deren japanische Bezeichnungen (siehe auch Kapitel Prüfungsprogramm).
Nach 8 - 12 Lektionen kann man als Anfänger den Trainingseinheiten für Fortgeschrittene folgen und ist soweit in der Lage, seinen persönlichen Umständen und Fertigkeiten entsprechend die bestmöglichen Fortschritte zu erzielen.
Mit Abschluss des Einführungskurses wird der Anfänger in den Grad "Mu Kyu" ("kein Kyu-Grad") erhoben.
Mit regelmässigem Besuch weiterer Lektionen ist der "frisch gebackene" Aikidoka in der Lage, nach ca. einem viertel bis einem halben Jahr Praxis die erste Prüfung zum 6. Kyu-Grad, dem ersten Schüler-Grad, abzulegen.
Die Anmeldung zu einer Prüfung ist freiwillig. Es wird niemand zum Ablegen einer Prüfung angehalten. Warum? Das pro-aktive Anhalten unterstützt inflationäres Leistungsstreben. Auf dem persönlichen Entwicklungsweg hat dies nichts verloren. Das Wachsen der inneren Bereitschaft, das eigene Können durch Ablegen einer Prüfung zum nächst höheren Grad selbst zu überprüfen, ist die konstruktivere Form.
Das System der Gradierung entspricht der klassischen japanischen System und kennt 6 Schüler- und 9 Dan-Grade: 6. bis 1. Kyu - weisser Anzug mit weissem Gurt, ab 1. Dan-Grad - weisser Anzug mit schwarzer Gurt und dunklem Hakama.
Die technische Entwicklung als aktiver Aikidoka ist mit der Prüfung zum 4. Dan abgeschlossen. Das bedeutet, dass mit Ablegen der Prüfung zum 4. Dan die technische "Meisterschaft" erreicht ist. Die Grade des 5. und 6. Dan werden vom Verband beim Zentraldojo in Japan beantragt und aufgrund geleisteter Dienste für die Verbreitung des Aikidos im eigenen Wirkungsbereich verliehen. Sie sind somit Promotionsgrade ohne Ablegen einer technischen Prüfung.
Dies bedeutet auch, dass das gesamte technische Programm und Konzept des Lehrsystems "Aikido", wie es im Aikido-Club Aarau zwischen der ersten Lektion im Einführungskurs und dem Ablegen der Prüfung zum 4. Dan-Grad gelernt und verinnerlicht wird, mit der 4. Dan-Stufe abgeschlossen ist. Der technische Entwicklungsweg ist dann zumindest prüfungshalber zu Ende; siehe auch Prüfungsprogramm.
Was haben die höheren Dan-Gradierungen zu bedeuten?
- 5. und 6. Dan-Grad sind Promotionsgrade, welche aufgrund positivem Wirkens im eigenen Wirkungskreis verliehen werden. Der 5. Dan im Umkreis des eigenen Dojos und im eigenen Land, der 6. Dan sowieso schweizweit und international.
- 7. und 8. Dan-Grad sind ebenfalls Promotionsgrade. Sie werden auch aufgrund überaus bedeutenden Wirkens im Rahme von Unterricht, der Förderung von Aikido im Weltverband wie auch der Weiterentwicklung von didaktischen Lehrsystemen in der Unterrichtserteilung verliehen.
- Der 9. Dan-Grad erfordert darüber hinaus eine grosse Nähe zur Leitung der weltweiten Aikido-Stiftung ("Aikikai-so-Hombu") in Tokio.
- Der 10.Dan-Grad wird nur posthum verliehen.
Der Aikido-Club Aarau richtet sich beim Inhalt und in der Durchführung der Prüfungen nach der von Sensei Masatomi Ikeda, Shihan (Lehrbeauftragter), 7. Dan, in der Schweiz herausgegebenen Prüfungsprogramm.
Dabei können Prüfungen in sämtlichen Kyu-Graden bis zur 3. Dan-Stufe vor Experten des Dojos Aarau abgelegt werden. Prüfungen im 4. Dan-Grad werden vor Experten des Verbandes im 6. Dan-Grad.
Die Daten der nationalen und internationalen Stages können der Internet-Seite des Verbandes entnommen werden. Sie werden auch im Dojo regelmässig publiziert.