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|Neue Investition||
28.05.2023 14:22:00

Seltene Erden: Was sich dahinter verbirgt und wie Anleger davon profitieren können
Seltene Erden spielen in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle, da sie in vielen Bereichen Anwendung finden, die für die Energiewende von zentraler Bedeutung sind: darunter unter anderem Windräder und Elektroautos.
• Für die Herstellung verschiedener Produkte, darunter auch High-Tech-Produkte, benötigt
• Erwerb der Aktien von Minenbetreibern als alleinige Investitionsmöglichkeit
Was sind Seltene Erden?
Unter Seltenen Erden versteht man 17 chemische Elemente der dritten Gruppe des Periodensystems, welche in Form von Metallen auftreten. Diese Elemente treten niemals alleine als reine Metalle, sondern ausschliesslich in Verbindungen in Erzen auf. Unterschieden wird unter den Seltenen Erden zwischen leichten und schweren Seltenen Erden. Über 95 Prozent der vorkommenden Seltenen Erden gehören, wie der Metallhändler Tradium berichtet, zu den leichten Seltenen Erden: Cer, Lanthan, Neodym und Praseodym. Das Vorkommen von den schweren Seltenen Erden - Dysprosium, Erbium, Europium, Gadolinium, Holmium, Lutetium, Promethium, Samarium, Scandium, Terbium, Thulium, Ytterbium und Yttrium - liegt demnach bei unter fünf Prozent. Ebenso wie Technologiemetalle, gehören Seltene Erden zu den "Strategischen Metallen", was bedeutet, dass diese von ausschlaggebender Bedeutung für technologische Innovationen sind.
Der Prozess der Gewinnung von Seltenen Erden ist äusserst aufwendig. Dafür werden die Erze, welche die benötigten Elemente enthalten, zunächst abgebaut und zerkleinert. Mittels chemischer Prozesse sollen die Seltenen Erden dann aus den Erzen herausgelöst werden. Für alle unterschiedlichen Zusammensetzungen der verschiedenen Elemente muss dafür stets eine spezifische chemische Lösung genutzt werden, was die Gewinnung verkompliziert. Ausserdem treten Seltene Erden häufig dort auf, wo auch radioaktive Elemente vorkommen, was das Herauslösen dieser zusätzlich deutlich erschwert. Wie Tradium weiter festhält, kommen Seltene Erden vor allem in China, Brasilien, Vietnam, Russland, Indien und Australien vor.
Dafür werden Seltene Erden genutzt
Da Seltene Erden zu den Strategischen Metallen gehören, ist deren Nutzungsgebiet sehr weit gefasst. Ein verhältnismässig grosser Anteil der Seltenen Erden wird für die Herstellung von leistungsstarken Dauermagneten genutzt. Verwendet werden diese Magneten unter anderem in Windkrafträdern, Elektromotoren, Kernspintomographen oder Kopfhörern, so Tradium. Aber auch in der Lichttechnik finden Seltene Erden zahlreiche Anwendungen. Europium und Yttrium werden zum Beispiel für die Herstellung von LED- und Plasmabildschirmen genutzt. Auch in der Medizin werden Seltene Erden verwendet: So wird Scandium zum Beispiel in der Röntgentechnik und Gadolinium sogar als Kontrastmittel in der Kernspintomographie verwendet. Seltene Erden und deren besondere Eigenschaften werden auch in vielen weiteren Bereichen gebraucht, Praseodym findet beispielsweise Anwendung in Brillengläsern, um die UV-Absorption zu verbessern. Terbium ist ein Aktivator für fluoreszierende Leuchtstoffe und in Verbindung mit Zirkondioxid dient das Element als Stabilisator von Hochtemperatur-Brennstoffzellen.
Wie kann man in Seltene Erden investieren?
Anders als zum Beispiel Gold und Silber, sind Seltene Erden nicht an Rohstoff-Börsen gelistet. Können sie dennoch als Geldanlage dienen? Thomas Altmann, Leiter des Portfoliomanagements von QC Partners, hält in einem Artikel bei Focus fest: "Die einzige Investitionsmöglichkeit besteht derzeit im Kauf von Aktien der Minenbetreiber - mit all den potenziell kritischen Aspekten in Bezug auf ESG-Kriterien". Allgemein halte Altmann solche Investitionen jedoch nicht als Kernbestandteil eines Portfolios, sondern eher als eine Ergänzung. "Im Hinblick auf die Performance sehen wir am Beispiel des MVIS Rare Earth/Strategic Metals Index, dass die Aktien zuletzt gut bis sehr gut liefen. Die Wertsteigerung liegt per Juni 2021 (YTD) bei 30 Prozent und über einen 12-Monats-Zeitraum bei 122 Prozent." Obwohl die Kurse steigen, können die Gewinne der Unternehmen, die im MVIS Rare Earth/Strategic Metals Index enthalten sind, nicht mit den Aktienkursentwicklungen mithalten.
E. Schmal / Redaktion finanzen.ch
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