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Bereits zur Zeit des Zweiten Weltkriegs fanden im Raum Ried-Murten Bodenverbesserungen statt. «Damals ging es klar um einen Mehranbau», weiss der frühere Präsident der Bodenverbesserungskörperschaft (BVK) Ried-Murten, Jakob Mäder. Im November 1987 wurden die Statuten der Körperschaft den geltenden Gesetzen angepasst, um erneut eine Güterzusammenlegung vorzunehmen. Mit dieser faktischen Neugründung war die BVK Ried-Murten eine von 25 Genossenschaften, die im Kanton zwischen 1983 und 1994 entstanden sind und deren Gebiete zusammen rund 10 000 Hektaren Land umfassten. Das Ziel hatte sich verschoben und hiess nun in erster Linie Verbilligung der Produktion. «Dennoch wird im Grossen Moos jetzt mehr produziert, als es ohne die Arbeiten der Fall wäre», glaubt Mäder.
Alle deutschsprachigen Gemeinden des Seebezirks – bis auf die ehemalige Gemeinde Liebistorf – haben bis heute eine Güterzusammenlegung durchgeführt oder diese in die Wege geleitet. In vielen französischsprachigen Gemeinden sind ebenfalls Meliorationen im Gang. Jean-Paul Meyer, Chef des kantonalen Amts für Landwirtschaft, hält es für erwiesen, dass dadurch Ersparnisse von mehreren hundert Franken pro Hektare und Jahr erreicht werden. mk