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In der Praxis wird der Silomais teilweise einsiliert und gleich mit der Entnahme und der Verfütterung begonnen. In einer Studie wurde untersucht, wie sich dieses Prozedere auf die Gärqualität, die mikrobiologische Qualität und die aerobe Stabilität auswirkt. Dabei wurden sechs 700 l Behälter mit Silomais, der einen Trockensubstanz (TS)-Gehalt von durchschnittlich 37 % aufwies, gefüllt. Bei drei Behältern wurde am Tag nach dem Einsilieren mit der Entnahme begonnen, drei weitere Behälter wurden verschlossen und erst nach einer zweimonatigen Lagerdauer die Silagen aussiliert. Folgende drei Verfahren wurden bei der sofortigen und der nach der zweimonatigen Lagerdauer verzögerten Entnahme angewandt: 5 cm tägliche Entnahmeschicht; 10 cm tägliche Entnahmeschicht; 5 cm tägliche Entnahmeschicht, wobei die Silage beim Einsilieren mit einem Siliermittel behandelt worden war. Bei den Silagen, bei denen ein Tag nach dem Einsilieren mit der Entnahme begonnen wurde, fand die Gärung und pH-Absenkung nur langsam statt und sie zeichneten sich durch einen hohen Keimbesatz an Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien aus. Die Silagen waren bereits in den Behältern warm und aerob instabil. Dies war auch beim Verfahren mit Siliermitteleinsatz der Fall. Gemäss diesen Ergebnissen kann eine sofortige Entnahme der Silagen nach dem Einsilieren nicht empfohlen werden. Nach der zweimonatigen Lagerdauer war die Milchsäuregärung in den Silagen abgeschlossen, der Keimbesatz in den meisten Fällen im normalen Bereich und die Silagen wiesen eine bessere aerobe Stabilität auf. Einerseits durch die grössere Entnahmeschicht und andererseits durch den Siliermittelzusatz konnte die Stabilität noch verbessert werden.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.