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Mark McNulty wird im Oktober 64 Jahre alt. In Bad Ragaz ist er in dieser Woche dennoch zum ersten Mal am Start und demnach in gewisser Weise ein Neuling.
Golfliebhabern muss man den gutaussehenden Gentleman und Frauenschwarm aus Simbabwe eigentlich nicht näher vorstellen, zumal er den Golfsport von Mitte der Achtziger- bis Mitte der Neunzigerjahre nachhaltig mitgeprägt hat. In jener Zeit gehörte er 83 Wochen lang den Top 10 der Weltrangliste an. Als er 1979 am Greater Manchester Open seinen ersten Sieg im Rahmen der PGA European Tour errang, hiess sein Heimatland noch Rhodesien. Und die Hauptstadt seines Heimatlandes, das heutige Harare, hiess noch Salisbury.
Zwei Dinge aus der Vita des grossartigen Golfers sind besonders hervorzuheben. Die meisten seiner 16 Turniersiege auf der grossen Europa-Tour errang er, wenn er die flache weisse Mütze trug. Sie brachte ihm Glück, wenn es darum ging, namhafte Konkurrenten auf den 2. Platz zu verweisen. McNulty gab Cracks wie Ian Woosnam, Sam Torrance, Severiano Ballesteros, Nick Price, Lee Westwood und Justin Rose das Nachsehen.
Mark McNulty ist trotz seiner grossen Reputation nicht der bedeutendste Golfer Simbabwes. Er kam nie ganz an die Erfolge seines vier Jahre jüngeren Freundes Nick Price heran, der hauptsächlich durch seine drei Majorturnier-Siege zwischen 1992 und 1994 (British Open und zweimal US PGA Championship) bekannt wurde. Dennoch hätte sich auch McNulty beinahe in den Siegerlisten der Majors verewigt. Am British Open 1990 in St. Andrews musste er sich nur dem damaligen Übergolfer Nick Faldo geschlagen geben.
Seit seinem 50. Geburtstag im Jahr 2003 besitzt Mark McNulty auch die irische Staatsbürgerschaft. Seine Grossmutter mütterlicherseits stammt aus Ballymena in Nordirland. McNulty wollte mit dem Schritt sicherstellen, dass er überhaupt eine Staatsbürgerschaft besitzen würde. Denn das Bauerngut, das seine Familie in Simbabwe während mehr als 40 Jahren bewirtschaftet hatte, wurde unter dem Regime von Robert Mugabe konfisziert.