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Waale und Wanderungen im Planeiltal
Gegend: Planeiltal
Das Planeiltal erstreckt sich von der Malser Haide in nordöstlicher Richtung und endet an der Planeilscharte auf 3000 Metern Höhe, ab hier ist ein Übergang ins Langtauferstal möglich. Der einzige Ort ist Planeil auf 1590 Metern Höhe.
Waale im Planeiltal:
Der Obere Gaschitschaswaal war 4.5 Km lang und wurde auf 2100 Metern Höhe am Puinibach gefasst. Er verlief an den Steilhängen des Planeiler Sonnenhanges bis zu den Wiesen nordöstlich von Planeil, wo er auf 1870 Metern Höhe endete. Um 1965 wurde der Waal aufgelassen und ist nur noch in Resten vorhanden
Der Untere Gaschitschaswaal war 2.5 Kilometer lang und lief mehr oder weniger parallel zum Oberen Gaschitschaswaal. Er wurde auf 1950 M.ü.M. an der Puni gefasst. Er wurde um 1970 aufgelassen und ist ebenfalls nur noch in Resten vorhanden. Die Beaufsichtigung der beiden Gaschnischaswaale oblag einem Waalaufseher.
Der Planeiler Almwaal war 2.5 Km lang und wurde nahe der verfallenen Ausserberghütte auf 2380 Metern Höhe gefasst. Er verlief durch die steinigen Hänge bis zur Planeiler Alm, und lief in den Almwiesen aus. Der Waal wurde ca. 1965 aufgelassen, die Reste sind aber noch gut sichtbar. Der Waal wurde von den Bauern auf der Planeiler Alm instand gehalten.
Der Petesetteswaal war ein 2 Km langer Waal, der im innersten Planeiltal auf 2100 Metern an der Puni gefasst wurde. Er führte auf der Schattenseite bis zu den heute planierten Hofwiesen des ehemaligen Petesetteshofes, wo heute der Almweg zur Planeileralm den Talboden verlässt und nach Südwesten ansteigt. Das Restwasser des Petesetteswaales wurde in den Oberen Gumpatschwaal geleitet. Zusammen mit der Aufgabe des Petesetteshofes Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch der Waal aufgelassen. Den Hangweg, der aus dem ehemaligen Waal entstanden ist, bezeichnete man weiterhin als 'Waal'.
Der Obere Gumpatschwaal war 2 Km lang und wurde an den von der Schattenseite herunterkommenden Bächen auf 1950 Metern gefasst. Ebenfalls floss ursprünglich auch das Restwasser des Petesetteswaales in den Oberen Gumpatschwaal. Er verlief am oberen Wieserand der Schattenseite des Planeiltales und endete im Bereich der Gumpatschwiesen östlich von Planeil. Der Waal ist weitgehend aufgelassen, führt aber noch streckenweise das Wasser der kleinen Bäche, die er kreuzt.
Der Untere Gumpatschwaal wurd auf ca. 1900 M.ü.M. an der Puni abgeleitet und quert die Wiesen der Schattenseite des Planeiltales bis gegen Planeil. Er wurde 1983 aufgelassen und ist nur noch in Resten vorhanden.
Unsere Wanderungen im Planeiltal:
Rundwanderung im Planeiltal: 04.10.2008
Planeil Ausserberger Kapelle, Planeiler Alm, Kofelboden, Stoamandl, Salisatis, Planeil
ca 18 Km, Höhendifferenz ca. 1150 m Auf- und Abstieg
Planeiler Alm (Schneeschuhtour): 26.02.2014
Planeil Petesettes Planeiler Alm Planeil
ca. 12 Km, Höhendifferenz ca. 700 Hm Auf- und Abstieg
Quelle: Südtiroler Waalwege 40 schöne Wanderungen von Hanspaul Menara ISBN 978-88-8266-829-7