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Verschiedene Arten von Dämmerungen
Sobald die Sonne untergegangen ist, bricht die Dämmerung herein. Wäre man auf dem Mond, würde gleich nach Sonnenuntergang schlagartig die Nacht hereinbrechen und ein tintenschwarzer Himmel mit unzähligen Sternen sichtbar werden.
Die Erdatmosphäre jedoch sorgt dafür, dass das Sonnenlicht gestreut wird und deshalb zwischen Tag und Nacht der sanfte Übergang der Dämmerung stattfindet. Dabei treten verschiedene Dämmerungsphasen auf. Die «bürgerliche Dämmerung» beginnt nach Sonnenuntergang und dauert so lange, bis sich die Sonne 6 Grad unter dem Horizont befindet; in dieser Zeit ist es immer noch hell, sodass man draussen noch lesen kann. Bei der «nautischen Dämmerung» versinkt die Sonne bis 12 Grad unter den Horizont; in dieser Phase erscheinen bereits die ersten hellen Sterne am Himmel. Schliesslich erfolgt die «astronomische Dämmerung», bis sich die Sonne 18 Grad unter dem Horizont befindet. Danach ist die vollständige Nacht hereingebrochen. Während der kurzen Juni-Nächte wird es ab einem Breitengrad von rund 60 Grad Nord gar nicht mehr richtig dunkel, da immer eine Dämmerung vorhanden ist – es ist die Zeit der «weissen Nächte», wie sie im gleichnamigen Roman von Dostojewski beschrieben wird.
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