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Die Philippinen (amtlich Republik der Philippinen, filipino Republika ng Pilipinas,
englisch Republic of the Philippines) sind ein Staat und Archipel im westlichen Pazifischen
Ozean und gehören zu Südostasien. Ihren Namen erhielten sie von dem Entdecker Ruy
López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las
Islas Filipinas nannte. Der Archipel, der sich vom 5 bis 21 Grad nördlicher Breite
und von 117 bis 125 Grad östlicher Länge erstreckt, bildet den fünftgrößten Inselstaat
der Welt nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan.
Sprachen
Laut Ethnologue werden auf den Philippinen 171 Sprachen gesprochen; praktisch jede
Region hat ihre eigene Sprache oder Dialekt. Die meisten Sprachen auf den Philippinen
sind Malayo-Polynesische Sprachen, die einen Zweig der Austronesischen Sprachen darstellen.
Bevölkerung
Die Bezeichnung für die Einwohner ist Philippiner / Philippinerin, Eigenbezeichnung
Filipino oder Filipina (span.) und Pinoy oder Pinay (Tagalog, Umgangssprache). Die
Gesamtbevölkerung liegt laut Zählung aus dem Jahr 2007 bei 88.574.614 Einwohnern.
Das CIA World Factbook schätzt aber für 2011 bereits eine Gesamtbevölkerung von 101.833.938
Einwohnern.
Sie setzt sich in der Mehrheit (95 %) aus ethnischen Gruppen zusammen, die Austronesische
Sprachen sprechen, in sukzessiven Wellen aus Taiwan eingewandert sind und sich mit
späteren Einwanderern aus Südchina vermischten. Sie können in drei große Gruppierungen
unterteilt werden:
· Christen, die durch die spanische Kolonialherrschaft geprägt wurden. Sie bilden
mehr als 90 % der philippinischen Bevölkerung.
· Moslems, die erst in der amerikanischen Kolonialzeit unterworfen wurden. Etwa 5
% der philippinischen Bevölkerung gehören dazu.
· Stämme, die kaum vom Islam und den Spaniern beeinflusst wurden.
Klima
Das Klima der Philippinen wird vor allem durch die Nähe zum Meer geprägt, denn kein
Ort ist weiter als 200 km von der Küste entfernt. Die Lage der Inseln in den niederen
tropischen Breiten und der Einfluss der umgebenden Meere bewirken eine über das Jahr
sehr ausgeglichene Temperatur von rund 26 °C mit nur geringen Schwankungen.
Die meisten Niederschläge fallen im Zusammenhang mit dem Südwest-Monsun vor allem
in der Zeit von Mai bis November. An der Westküste (Manila) bringt der Nordost-Monsun
nur geringe Niederschläge, während an der Ostküste (Davao) ganzjährig humides Klima
herrscht. Wegen des überwiegend in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gebirges fallen
an der Westseite der Inselgruppe deutlich weniger Niederschläge als an der Ostseite.
Von August bis Oktober ziehen häufig Taifune über die Mitte und den Norden der Philippinen;
zwischen 1945 und 2000 wurden die Philippinen von 349 Taifunen überquert oder gestreift.
Land und Meer
Die philippinische Tierwelt ist der indonesischen sehr ähnlich. Auf den Philippinen
existieren insgesamt über 5000 verschiedene Tier- und unzählige Insektenarten sowie
14.000 verschiedene Pflanzen. Darunter sind Wasserbüffel (Carabao), Papageien, Flughörnchen,
Delfine, Krokodile, Schlangen, Koboldmakis, Schildkröten, Echsen und andere.
Auf den Philippinen leben eine Vielzahl endemischer Tiere, darunter allein auf Palawan
das Palawan-Schuppentier Manis (Paramanis) culionensis, der Rotsteißkakadu (Cacatua
haematuropygia), der Binturong, Marderbär (Arctictis binturong), der hauskatzengroßen
Bengalkatze (Priohailurus bengalensis), der Palawan-Pfaufasan, die Palawan-Ratte
und das Palawan-Bartschwein. Nur auf den Philippinen verbreitet ist die Philippinenente,
eine Art aus der Stockenten-Gruppe [4]. Weitere Tiere sind das Philippinen-Spitzhörnchen,
der Philippinenadler und die Philippinen-Schwarzstrichtaube.
Im Meer, das die vielen Inseln umgibt, findet man auch heute noch viele Korallen
mit ihren bunten Fischen. Die Korallenbleiche hat die Philippinen bisher weitgehend
verschont und ist nur vereinzelt aufgetreten. Weltbekannten Korallenriffe gibt es
um Tubbataha und im Cagayan-Archipel - an anderen Orten hat die Cyanid- und Dynamitfischerei
große Schäden angerichtet.