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Organic Chemistry Portal: Delépine Reaction
Delépine-Reaktion
Die Delépine-Reaktion ermöglicht die Synthese von primären Aminen aus Alkylhalogeniden durch Reaktion mit Hexamethylentetramin (Urotropin) und anschliessender, saurer Hydrolyse des quartären Hexamethylentetraminsalzes.
Mechanismus
Eine SN2-Reaktion führt zum Hexamethylentetraminsalz. In Chloroform sind die Ausgangsmaterialien löslich, aber das Produkt kristallisiert aus. Eine Aufreinigung des Salzes ist normalerweise nicht möglich.
Hexamethylenetetramin wird nahezu quantitativ durch Kondensation von Ammoniak und Formaldehyd gebildet:
Die Verbindung ist relativ stabil - normalerweise sind dihetero-substituierte Methylengruppen hochreaktiv. In neutraler, wässriger Lösung bleibt Urotropin auch bei erhöhten Temperaturen stabil. In saurer Lösung zersetzt sich Urotropin und auch das Zwischenprodukt zum Hydrochloridsalz des gewünschten Amins bzw. Ammoniumsalzen und Formaldehyd (bzw. Formaldehyddiethylacetal).
Im Verlauf der Hydrolyse oder Ethanolyse werden zuerst Halbaminale gebildet, die dann weiter zu Formaldehyd, Ammoniumsalzen und zum Hydrochlorid-Salz des Amins abgebaut werden:
Für eine Übersicht über Hexamethylentetramin - ein vielseitiges Reagenz in der organischen Synthese - siehe Blažević (Synthesis, 1979, 161-176. DOI).