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Nackenschmerzen treten meist haltungsbedingt aufgrund von Muskelverspannungen auf
Schmerzen im Bereich des Nackens kommen sehr häufig vor und hängen wahrscheinlich stark mit unseren häufig sitzenden und vornüber gebeugten Positionen bei der Arbeit im Büro zusammen. Nackenschmerzen kommen daneben nach Verletzungen oder zum Beispiel bei Bandscheibenvorfällen im Bereich der Halswirbelsäule vor (typischerweise mit Ausstrahlung in den Arm). Wenn Nackenschmerzen mit einer Nackensteifheit und Kopfschmerzen und allenfalls noch Fieber auftreten, besteht der Verdacht einer Infektion der Hirnhäute (Meningitis), welche unverzüglich abgeklärt, respektive behandelt werden muss.
Wie äussert sich das Symptom?
Nackenschmerzen sind Schmerzen im Nacken- und/oder Schulterbereich und gehen oft mit weiteren Beschwerden einher:
Fehlhaltung (Schonhaltung) des Kopfes, um die Nackenschmerzen erträglicher zu machen.
Ausstrahlende Schmerzen zum Hinterkopf, in den Rücken oder in die Arme
Durch die Schonhaltung kann ein Teufelskreis aus Verspannungen, Schmerzen, Schonhaltung und weiteren Verspannungen entstehen. Bei unbehandelten Nackenschmerzen besteht immer die Gefahr, dass sie chronisch werden.
Begleitsymptome: Kopfschmerzen, ausstrahlende Schmerzen oder Gefühlsstörungen in Arme und Hände
Welche Krankheit kann dahinter stecken?
Es gibt viele Ursachen für Nackenschmerzen. Diese reichen von harmlosen Muskelverspannungen (schlechte Sitzhaltung am Computer oder beim Autofahren) über Verletzungen (z.B. Sturz oder Schleudertrauma ) bis hin zu altersbedingten Abnutzungserscheinungen und Nackenschmerzen im Rahmen von verschiedenen Erkrankungen.
Ursachen für Nackenschmerzen :
Verspannungen durch Fehlbelastung oder Fehlhaltung der Muskulatur
Schiefhals (Blockade der Halswirbel oder extrem verkrampfte Muskulatur, Auslöser ist oft Zugluft oder eine längere ungünstige Kopfhaltung z.B. beim Schlafen)
Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Nackenmuskulatur
Pausen bei sitzenden Tätigkeiten (aufstehen, strecken, dehnen, lockern)
Regelmässiger Sport zum Ausgleich bei einseitiger Muskelbelastung; aber Vorsicht: kein Krafttraining bei akuten Schmerzen
Stressabbau
Kurzzeitige Einnahme von Schmerzmitteln nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker
Wann zum Arzt?
Bei längeren oder starken bzw. zunehmenden Nackenschmerzen sollte ein Arzt immer die Ursache abklären. Ebenso bei Nackenschmerzen nach einem Unfall (z.B. Sturz, Autounfall) oder wenn eine Osteoporose oder eine Tumorerkrankung bekannt ist. Nackenschmerzen sollen früh und konsequent behandelt werden, damit sie nicht chronisch werden.
Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.
Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
Fragen zu den Nackenschmerzen selbst: seit wann, wo genau lokalisiert, Stärke und Charakter (stechend, ziehend), Ausstrahlung (Hinterkopf oder Arme), erstmalig oder früher bereits aufgetreten, etc.
Lebensumstände, beruflicher und sozialer Hintergrund
Lebensgewohnheiten: Ernährung, Schlaf, Genussmittel (Kaffee, Alkohol, Nikotin, Drogen), Stress, etc.
Körperliche Untersuchung Bei der körperlichen Untersuchung geben dem Arzt vor allem die Spannung der Muskulatur und die Beweglichkeit der Gelenke weitere Aufschlüsse über die Ursache. Auch die Reflexe und die Funktion von Nerven und Muskeln in Armen und Beinen werden geprüft.
Lumbalpunktion (Gewinnung von Hirn-Rückenmarksflüssigkeit)
Mehr Informationen zur Abklärung (Diagnostik) finden Sie in den jeweiligen Krankheitsbildern.
Ärztliche Behandlung
Die Behandlung von Nackenschmerzen richtet sich nach der Ursache. Je früher die Behandlung beginnt, umso geringer ist die Gefahr einer Chronifizierung der Schmerzen. Zu den Behandlungsmöglichkeiten, die oft auch kombiniert werden, zählen:
Medikamente
Schmerzlindernde, entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente