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Studienauftrag zur Entwicklung des Bahnhofareals in Engelberg, 2015
Grundstücksevaluierung und städtebauliche Studie
Auftraggeber: zb Zentralbahn AG / Post Imobilien AG
Die Studie bildet die Vorlage für den später ausgeführten städtebaulichen Projektwettbewerb. Es werden darin volumetrische Varianten für eine ortsverträgliche Verdichtung und Platzierung von Bauvolumen im städtischen Gefüge unter dem Aspekt der Nutzungsorganisation, der Erschliessung und der möglichen Etappierbarkeit geprüft. Als städtebaulich und wirtschaftlich am sinnvollsten erweisen sich zwei Hauptstossrichtungen, deren beider Ziel es ist, den bestehenden Bahnhofsplatz als zentralen Ort zu stärken. Dieses Vorgehen steht in Einklang mit den übergeordneten Zielen des durch die Auftraggeber formulierten Konzeptpapiers Chance Engelberg.
In Bebauungsvorschlag 1 wird der heutige Bahnhof an seinem Standort bestätigt, erhält aber durch die vorgeschlagene Fünfgeschossigkeit eine adäquate Fassade hin zum vorgelagerten repräsentativen Platz und zu seinem prominenten Gegenüber, dem Hotel Bellevue. Die explizit geforderten Nutzungen können vollumfänglich an dieser wichtigen Adresse untergebracht werden. Der Bereich entlang der Geleise wird typologisch dem Quartier zugeschlagen: Wohn- oder Gewerbehäuser mit zwei bis drei Obergeschossen.
In Bebauungsvorschlag 2 konzentrieren sich sämtliche Nutzungen in zwei markanten Volumen entlang der Geleise. Auch hier wird das Areal durch zusätzliche drei- bis viergeschossige Wohn- und Gewerbebauten verdichtet und mit dem Quartier verwoben. Als Geste zum Platz wird eine multifunktionale Überdachung vorgeschlagen, welche die Anbindung des Bahnhofs sowohl an das Dorf als auch an die verschiedenen weiteren Destinationen gewährleistet.