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Das Programm des Gebäudes zeigt mit seiner überraschenden Kombination von Busdepot und Schule den Willen, Ressourcen zu schonen und Synergien zu nutzen. Das Gebäude von Dürig AG an der Schellerstrasse leistet einen Beitrag zur Verdichtung der Siedlungsstrukturen und damit zum Schutz der Landschaft und des Bodens.
Städtebau
Das Gebäude steht in einem industriellen, grossmasstäblichen Ort entlang der übergeordneten Infrastruktur der Bahn, aber auch im örtlichen Kontext des Quartiers Medikon. Die horizontal geschichtete Silhouette des Gebäudes schafft einen ruhigen Pol im Quartier. In der Fernwirkung, insbesondere von der Kirche St. Franziskus an der Messikomerstrasse und dem Gebiet Bühl, wirkt das langgestreckte Gebäudevolumen niedrig und unaufgeregt. Die weit über das Schulgebäude hinausragenden Mauern des Busdepots strecken die Proportionen zusätzlich und verankern den Komplex optisch im flachen Terrain.
Architektur
Die Überlagerung von Busdepot und Schule wird zum architektonischen Thema im Entwurf der Architekten Dürig AG. In der Komposition bedingen und bereichern sich die beiden Teile gegenseitig und bilden eine unverwechselbare Einheit. Über dem schwer wirkenden Sockel aus glasiertem Klinkerstein schwebt der entmaterialisiert scheinende Glas-Aluminium-Körper des Schulhauses. Dabei bilden beide Raumprogramme eine Einheit mit sich ergänzenden Strukturen, überlagernden Volumina, unterschiedlichen Materialisierungen und zwei Erschliessungsrichtungen. Es entsteht ein Bau mit öffentlichem Charakter und mit einer eleganten, dynamischen Zeichenhaftigkeit.
Busdepot
Im Erdgeschoss befindet sich, in der Längsrichtung des Gebäudes, das Busdepot. Vorgesehen sind acht Bahnen mit je einer nutzbaren Länge von 98 Metern und nutzbaren Breite von 3,90 m. Die Waschanlage ist in einem separat abschliessbaren Raum untergebracht, dessen Boden und Decke gegenüber dem übrigen Busdepot abgesenkt resp. überhöht sind. Alle vier Betankungsanlagen sind im Inneren des Busdepots angeordnet und bedienen die acht Bahnen. Der Umschlagplatz für das Tanklastfahrzeug ist ebenfalls im Gebäudeinneren angeordnet.
Schule
Die Schule befindet sich in den zwei Obergeschossen über dem Busdepot. Der Zugang erfolgt direkt über die beiden Längsseiten, wo die Sockelmauern des Busdepots und die Auskragung der Schule gschützte Zugangs- und Pausenbereiche bilden. Der Hauptzugang zur Schule erfolgt über die Schellerstrasse. Die Obergeschosse werden über vier einläufige Treppen in den Gebäudeecken und eine strassenseitige, einläufige Treppe in der Gebäudemitte erschlossen. Entlang der Fassaden und um die beiden mittigen Turnhallen herum sind die Schulzimmer angeordnet. Die Erschliessungskorridore werden durch die zentral liegende Cafeteria, dem Eingangsfoyer und den Treppenzugängen aufgeweitet und bringen Tageslicht ins Gebäudeinnere, wie auch ein begehbarer Innenhof. Die Turnhalle wird über das erste, die Mensa vom zweiten Obergeschoss aus erschlossen.
Materialisierung
Zwei lange Mauern, mit blau glasierten Klinkersteinen verkleidet, definieren das Busdepot und seine beiden Vorplätze. Diese Struktur bildet den Sockel für das darüber schwebende, auf allen Seiten auskragende Volumen des Schulhauses. Es ist mit einer vertikal gegliederten, leicht wirkenden Hülle aus Glas und Aluminium verkleidet. Die direkt an die Mauern angebauten, unter der Auskragung liegenden Gebäudevolumen sind in Glas-Stahl konstruiert. Im Gebäudeinneren setzt sich dieser Ausdruck in der Materialität fort. Verwendet werden wenige, gezielt eingesetzte Materialien, die einerseits einen starken Materialcharakter haben, und andrerseits widerstandsfähig, unterhaltsfreundlich und unfallsicher sind.
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