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Die Gemeinde Avenches lädt die Organisatoren der drei Sommerfestivals und das Tourismusbüro zu einem runden Tisch ein. Zu einem späteren Zeitpunkt könne sie sich auch vorstellen, den Kreis der Gesprächsteilnehmer auf den ganzen regionalen Kulturbereich auszuweiten. Sie reagiert auf eine Anfrage der Avenches Opéra um finanzielle Unterstützung (die FN berichteten). In einer Mitteilung hält die Gemeinde fest, dass sie die Veranstalter bereits bei den Abgaben entlaste, ihnen geringere Kosten für Dienstleistungen verrechne und schon einiges an Mitteln in die Infrastruktur in der Römerarena gesteckt habe. Dort gehen seit Jahren die Opéra, das Tattoo und das Rock Oz’Arenes über die Bühne.
«Nicht unsere Aufgabe»
Die Gemeinde Avenches hält ferner fest, dass es nicht ihre Rolle sei, im Alleingang diese Festivals zu retten. Genauso wenig sei es ihre Aufgabe, die Betriebsdefizite zu decken. Sie habe das Gemeinwohl der ganzen Bevölkerung im Auge und könne nicht bestimmte Gruppen bevorzugen. Die Gemeinde sichere den Veranstaltern aber zu, innerhalb ihrer Möglichkeiten gute Rahmenbedingungen für die Durchführung der Festivals zu schaffen.
Die Aufführung der Oper «Madama Butterfly» im letzten Sommer fuhr einen Verlust von 465 000 Franken ein. Wegen des wachsenden Fehlbetrags in der Kasse hat die Stiftung Avenches Opéra bekannt gegeben, dass sie dieses Jahr auf die Durchführung des Anlasses verzichtet. Sie plane die nächste Aufführung für 2018. Sie sei dafür aber auf die Unterstützung der öffentlichen Hand angewiesen. Die Organisatoren beziffern ihren zusätzlichen Finanzbedarf mit gegen 400 000 Franken.