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Boris Nemzow – Tod an der Kremlmauer
- Mittwoch, 24. Februar 2016, 22:55 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Mittwoch, 24. Februar 2016, 22:55 Uhr, SRF 1
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Wiederholung:
- Donnerstag, 25. Februar 2016, 5:10 Uhr, SRF 1
- Montag, 29. Februar 2016, 11:15 Uhr, SRF 1
Am 27. Februar 2015, gegen 23:30 Uhr, wird vor den Mauern des Kremls Boris Nemzow erschossen, der bekannteste russische Oppositionspolitiker. Warum musste Boris Nemzow sterben? Wer war er?
Der Dokumentarfilm von Michail Fishman, Milana Minajewa, Ljubow Kamyrina und Stephan Kühnrich sucht mit einer Fülle von Archivaufnahmen und den Erinnerungen zahlreicher Wegbegleiter Nemzows Antworten. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Biografie und ein Blick hinter die Kulissen der russischen Politik. Die Spur der Täter führt nach Tschetschenien.
Boris Nemzow wird schon früh politisch aktiv: Nach der Katastrophe von Tschernobyl protestiert der junge Physiker gegen ein neues Atomkraftwerk in seiner Heimatstadt Gorki, dem heutigen Nischni Nowgorod, und beweist hier zum ersten Mal sein politisches Talent. Kurz darauf wird er Gouverneur der Industrieregion. 1997 holt Präsident Jelzin den Reformer Nemzow als Vizepremier nach Moskau, wo er sich schnell einen Namen im Kampf gegen die wilde Privatisierung der 90er-Jahre macht. In der Wirtschaftskrise 1998 tritt Nemzow zurück.
Seit Putins Machtantritt engagiert sich Boris Nemzow für die Opposition in Russland, gegen die von Geheimdienst und Militär beeinflusste Politik. «Russland ohne Putin» ist einer seiner Slogans während der Proteste gegen Wahlfälschungen 2011 und 2012. Besonders setzte er sich dafür ein, die Korruptionsvorwürfe in Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in seiner Geburtstadt Sotschi 2014 aufzudecken.
Noch am Tage seines Todes wendet sich Boris Nemzow im einzigen halbwegs freien Radiosender «Echo Moskwy» gegen die widerrechtliche Annektion der Krim.
Zu Wegbegleitern Nemzows, die einen Einblick in das Leben des wichtigsten russischen Oppositionspolitikers geben, zählen der Unternehmer Michail Chodorkowski, der Dissident Wladimir Bukowski, der ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow und der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny.
Ein Film von Michail Fishman, Milana Minajewa, Liubow Kamyrina und Stephan Kühnrich.
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