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Nachdem Holzfirmen jahrzehntelang den Regenwald auf Borneo zerstört haben, wollen sie ihr Holz international als nachhaltig vermarkten. Erste Zertifikate wurden bereits vergeben, obwohl die betroffenen Indigenen weder informiert noch konsultiert wurden. Dieser Nachhaltigkeitsschwindel wird durch die internationale Holzzertifizierungsstelle PEFC mit Sitz in der Schweiz gedeckt. Die Organisation «SAVE rivers» hat mit dem «Bruno Manser Fond» eine Petition lanciert.
Die Holzzertifizierungsstelle PEFC beurteilt, ob das malaysische Nachhaltigkeitszertifikat MTCS (Malaysian Timber Certification Standard) den internationalen Anforderungen entspricht. Betroffene Dörfer wehren sich jedoch gegen die Missachtung ihrer Landrechte. Dazu John Jau Sigau aus dem Dorf Long Tungan: «Niemand vom MTCC (Malaysian Timber Certification Council) hat uns in Long Tungan jemals besucht. Wir wurden nicht konsultiert und hatten keine Kenntnis von diesem Nachhaltigkeitszertifikat. Wir sind dagegen, aber wir wissen nicht, an wen wir uns wenden sollen. Wie können sie behaupten, dass wir unser Einverständnis gegeben haben? Wer hat ihnen die Erlaubnis gegeben?» Das Überleben der Indigenen hängt massgeblich von einem intakten Regenwald ab.
PEFC überprüft derzeit das malaysische Zertifizierungssystem und kann die Unterstützung zurückziehen, wodurch die malaysischen Unternehmen ihr Holz nicht länger als nachhaltig auf dem internationalen Markt verkaufen können.
Unter diesem Link können Sie die Petition unterzeichnen, die an den CEO von PEFC Ben Gunneberg gerichtet ist.