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Geschätzt war der sogenannte Bomberg-Talmud auf rund sechs Millionen Dollar. Das sei das teuerste Stück Judaica, das je versteigert worden sei, hiess es vom Auktionshaus.
Der Bomberg-Talmud ist so etwas wie die Gutenberg-Bibel des Judentums. Der Buchdrucker Daniel Bomberg, ein Christ, hatte zwischen 1519 und 1523 in Venedig das heilige Buch der Juden in einer ersten Gesamtausgabe gedruckt. Es umfasst in der sogenannten Babylon-Fassung neun Bände mit zusammen fast 3500 Seiten, jeder 40 Zentimeter hoch und in Leder gebunden.
Die jetzt versteigerte Ausgabe sei in einem erstaunlich guten Zustand gewesen, hiess es von Sotheby’s. Die Bände gehörten dem Gelehrten Richard Bruarne, nach seinem Tod 1565 lagen sie zunächst in Oxford in einer Kirche und dann 350 Jahre in der Westminster Abbey. Wer sie jetzt kaufte, wurde zunächst nicht bekannt.
(SDA)