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Glacier du Miage
Glacier du Miage ist der längste Gletscher der italienischen Alpen (allerdings nicht der flächengrösste). Vom Col de Bionnassay auf 3892m fliesst er 10 km weit ins Val Veney hinunter und überwindet dabei eine Höhendifferenz von etwa 1770 Metern. Weitere Informationen befinden sich unten auf dieser Seite.
Der Mont Blanc de Courmayer (4765 m) thront über dem Glacier du Miage. Bildmiite: Glacier du Breuillat; rechts Glacier de Frêney. Juli 1982. JA.
Ähnliches Foto wie das vorherige, aber von einem etwas höheren Standpunkt aus aufgenommen. Beachte Schneelawinenablagerungen auf dem Glacier du Miage links im Bild. Juli 1982. JA.
Teleaufnahme des Lac du Miage, zwischen der Moräne aus der kleinen Eiszeit und dem Gletscherrand. Juli 1982. JA.
Gleicher Ausschnitt wie im vorangehenden Bild, hier aber als Anaglyphenbild. Um den 3D-Effekt zu sehen ist eine rot-blaue Brille erforderlich. JA.
Die schuttbedeckte Zunge gesehen vom Weg auf den Tour du Mont Blanc. Der Wald zwischen den zwei Zungenteilen heisst Jardin du Miage. Juli 2007. MH.
Bräunlich verwitterndes metamorphes Gestein (links auf dem Gletscher) kontrastiert mit hellerem Granit (rechts). Die zungenartigen Formen rühren von Bergstürzen her. Das Wasser des Lac du Miage wird von Schwebestoffen türkis gefärbt. Juli 2007. MH.
Blick bergwärts durch das trogförmige Tal des Glacier du Miage. Der Gletscher ist fast auf seiner ganzen Länge schuttbedeckt. Der Gipfel ganz hinten ist die Dôme de Goûtier (4306m). Juli 2007. MH.
Im See befinden sich teilweise überflutete Moränenrücken. Die verschiedenen Färbungen des Wassers sind durch unterschiedlich starke Sedimentmengen zurück zu führen (grau-braun: höhrer Konzentration) MH.
Lac du Miage im Jahr 1982. Vergleiche mit dem nächsten Bild, das von beinahe der gleichen Position aus entstand. JA.
Lac du Miage im Juli 2007. Der Seespiegel liegt deutlich tiefer als 1982, und es bilden sich weniger Eisberge. MH.
In der Eiswand am Rand des the Lac du Miage ist deutlich Foliation erkennbar. Juli 2007. MH.
Kalbungen erzeugen im Lac du Miage nicht nur Eisberge, sondern auch Schwallwellen, durch die auch schon Touristen zu Schaden gekommen sind. Aufnahme Juli 1982. JA.
Schilder warnen vor Eisabbrüchen und Schwallwellen im Lac du Miage. MH.
Verzweigtes Gerinne im Gebiet des ehemaligen Lago di Combal , einem früher vom Glacier du Miage aufgestauten See. 1982. JA.
Italienisch-britische Wetterstation auf der Gletscherzunge. Juli 2007. MH.
Heute schwindet der Gletscher massiv, und seine Oberfläche sinkt ein. MH.
Glacier du Breuillat im Jahr 1982 (links) und 2007 (rechts) oberhalb der Zunge des Glacier du Miage. Beachte den massiven Schwund der Zunge. JA and MH.

Fotos Jürg Alean (JA) und Michael Hambrey (MH).

Aus den steilen, mehrheitlich aperen Felsflanken beidseits des Gletschers gehen häufig Steinschlag und Bergstürze auf den Gletscher nieder. Deshalb ist die Zunge vollständig schuttbedeckt. Sie teilt sich und umschliesst das Naturschutzgebiet Jardin du Miage. Der Schutt reduziert die Ablation im Zungenbereich, und der Gletscher reagiert nur träge auf Massenbilanzveränderungen. Anstatt deutlich vorzustossen oder sich zurückzuziehen, wird die Zunge dicker (wie in den 1970er und 1980er Jahren) oder wird dünner, wie in den letzten Jahren
Eine spektakuläre Besonderheit ist der Gletschersee Lac du Miage, welcher von der Moräne aus der Kleinen Eiszeit und dem Gletscherrand umschlossen wird. Je nach Zustand des Abflusssystems im Innern des Eises schwank sein Wasserstand erheblich. Der Gletscher wird im Rahmen eines Italienisch-schottischen Forschungsprogramms erforscht. Dank an Prof. Claudio Smiraglia (Universität Milano) und Dr. Ben Brock (University of Dundee).