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Meistens bin ich wütend, wenn ich mit einem Raptext beginne. Ich haue meinen Frust ins Handy rein. So trage ich ihn immer mit mir rum. Die Wut verwandelt sich dann meistens in Satire. Fertig werden die Texte aber erst im Studio: Ich rappe zum immer selben Loop. Bis der Rhythmus sitzt und der Tonfall stimmt.
In meinem ersten Stück, «Waderai Ka Beta», entstand so eine Satire auf die Söhne reicher Feudalherren in Pakistan. Sie werden selbst für Morde nicht belangt. Wir haben bei Freunden Geld gesammelt und auch ein Video produziert. Das pakistanische Fernsehen fand den Clip zu kontrovers, auf Youtube aber hatten wir innerhalb eines Monats eine Million Klicks. Ich will für die Leute sprechen. Ich will einer sein, der für Veränderungen kämpft, der Leute informiert. Wenn ich das Publikum mit meinen Auftritten zum Lachen oder Nachdenken bringe, bin ich glücklich.
Ali Gul Pir lebt als Komiker und Rapper in Karachi. Er erhielt von verschiedenen Gruppierungen Todesdrohungen.