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In der Interpersonellen Therapie geht man davon aus, dass Probleme und Störungen häufig im zwischenmenschlichen Kontext liegen. Das individuelle Erleben und das Beziehungserleben hängen in verschiedener Hinsicht zusammen. Haben Sie beispielsweise Beziehungsprobleme, Konflikte in der Partnerschaft oder in der Familie, so wirkt sich dies auf Ihr Wohlbefinden aus. Oder Sie leiden an einer körperlichen oder psychischen Erkrankung. Dies führt wiederum zu Veränderungen der beruflichen und sozialen Rollen. Ihr Umfeld ist mitbetroffen.
Im Lebenszyklus stehen immer wieder neue Herausforderungen an, wie zum Beispiel die Familiengründung oder die Pensionierung. Es kann zudem auch zu (unvorhergesehenen) Veränderungen wie der Erkrankung eines Familienmitglieds oder einem Stellenverlust kommen. Dies stellt Anforderungen sowohl an die Entwicklung des Einzelnen als auch an das soziale/ familiäre Umfeld.
Gute, stabile und zuverlässige Beziehungen sind ein Grundbedürfnis. Werden diese frühkindlich nicht genährt oder sogar verletzt, kann es im Erwachsenenalter zu Interaktionsschwierigkeiten kommen. Sie ertappen sich dabei, immer wieder in dieselben Beziehungsmuster zu verfallen (zum Beispiel: “ich gerate immer wieder an den falschen Mann/die falsche Frau”).
Es gilt, diese Beziehungsmuster im Hier und Jetzt anzuschauen, sie in den biographischen Kontext einzuordnen und zu verstehen, um sie schliesslich unter Berücksichtigung der Ressourcen zu verändern. Hierzu können Bezugspersonen in die Therapie miteinbezogen sowie soziale Kompetenzen und Kommunikationsstrategien trainiert werden.