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Die Villa Dessauer gilt als bedeutendes Baudenkmal der "deutschen Renaissance", einer um 1880 einsetzenden und etwa bis 1890 dauernden Stilrichtung. Der jüdische Hopfenhändler Carl Emanuel Dessauer wollte seine gesellschaftliche Stellung und seinen Reichtum auch nach außen hin zeigen. Darum ließ er sich ein repräsentatives Bauwerk errichten, das er im Jahre 1885 der vornehmen Gesellschaft präsentierte. Lange Zeit blieb die Villa gesellschaftlicher Mittelpunkt Bambergs. Das nationalsozialistische Terror-Regime bereitete dann dem "Traum vom privaten Frieden" ein Ende. Die Villa befand sich zu dieser Zeit im Besitz des jüdischen Fabrikanten Max Pretzfelder. Die Nationalsozialisten verschleppten und ermordeten das Ehepaar Pretzfelder und beschlagnahmten das Gebäude. Nach dem Krieg erhielt Pretzfelders Sohn Paul die Villa zurück und verkaufte sie an die Stadt Bamberg. 1986 beschloss der Stadtrat, die Villa als Ausstellungsgebäude zu nutzen. Am 24. September 1987 eröffnete der damalige Oberbürgermeister Paul Röhner die "Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer". Seither bietet die Stadtgalerie Villa Dessauer Raum für Wechselausstellungen. Sowohl internationale als auch ortsansässige und regionale Künstler zeigen dort ihre Werke.