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Klee’s Engel
Klees Engel sind das Leitmotiv seines Spätwerks. Diesen Engeln könnte man überall begegnen. Es können hoffnungsvolle, arme, vergessliche, unsichere, übervolle, unfertige Engel sein oder sie können «noch weiblich» sein. Aber sie können auch schelmisch sein wie etwa der Schellenengel
Bereits 1883 begann Paul Klees Darstellung seiner Engel: mit der Kinderzeichnung vom Christkind. Während das vierjährige Paulchen auf Weihnachten wartet, nimmt er seine Buntstifte und malt sich einfach mit wenigen Strichen sein eigenes Christkind Christkind ohne Flügel. Das Christkind hat noch keine Flgel und läuft mit kleinen Trippelschritten durch den Garten, um so in das Haus in Bern zu gelangen, in dem Paul sehnsüchtig wartet. Im Jahr darauf malt er das Christkind gleich mehrere Male, und erstmals entsteht ein Bild, in dem er das himmlische Wesen mit Flügeln malt: Es ist das Bild Weihnachtsbaum mit Chistkind u. Eisenbahn. Das Christkind schwebt – wie ein Engel – mitten im Weihnachtszimmer der Musikerfamilie Klee, gleich neben dem Weihnachtsbaum. Unter ihm trohnt auf einem Tischchen eine Spielzeugeisenbahn – vielleicht der grösste Traum des kleinen Jungen, der auch gerne mit Puppen spielt. Im selben Jahr stirbt seine geliebte Grossmutter, die ihn regelmässig mit Papier und Buntstiften versorgt hatte. Paul sieht zum ersten Mal mit grösstem Schrecken einen gestorbenen Menschen. Die Stifte nimmt er nun nur noch selten zur Hand. Später schreibt Klee über diese Zeit, dass er sic h als «Bildner verwaist» fühlte.
Angelus Novus 1920, 32
Engel voller Hoffnung 1939, 892
Vergesslicher Engel, 1939, 880