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Einige Soldaten kehrten mit dem Krieg in ihre alte Heimat zurück
Der Einsiedler Richard Schönbächler weiss noch zu erzählen, dass der sprachgewandte Gastpater Pater Lorenz Eberhard (1874 bis 1962) mit amerikanischen Offizieren Führungen im Kloster gemacht hatte. Er hätte es nicht so genau genommen beziehungsweise ihm sei nicht bewusst gewesen, dass auch uniformierte weibliche Militärangehörige dabei waren, welche er durch die Klausur führte … Und die schwarzen Amerikaner hätten Freude an der schwarzen Madonna gehabt.
Nicht selten kam es offenbar auch vor, dass Amerikaner auf Englisch angesprochen wurden und diese dann eine «unverfälschte schwyzerdütsche Antwort » gaben, so der Einsiedler Anzeiger. Sie hätten die träfen Ausdrücke ihrer Altvorderen benutzt. Bekannt ist, dass auch Benedikt Kälin (geboren 1907) vom «Steig» wieder in seine Heimat zurückgekehrt war. «Er kann, wie all jene Urlauber, welche nachweisen können, dass sie in der Schweiz Blutsverwandte haben, eine Woche hier bleiben. Im Dienste war er der 3. Armee General Pattons zugeteilt und war Dolmetscher seines Kompanie-Hauptmanns.» Von einem eigenartigen Zusammentreffen war sodann im Einsiedler Anzeiger vom 9. Januar 1945 zu lesen: Just am Tag, da Grossvater Joseph Kälin («s’ Hebamme », 1860 bis 1944) beerdigt wurde, soll sein Enkel, ein Sohn des ehemaligen Grosser Lehrers Adelrich Kälin-Späni (1892 bis 1920), aus einer von der schweizerischen Flab angeschossenen amerikanischen Maschine mittels Fallschirm in seiner Heimat gelandet sein.
Nicht vergönnt, nach Einsiedeln zu gehen, wie er das seinen Eltern Josef («Agnese Sefi») und Bertha Kälin in einem Brief geschrieben hatte, war es Leutnant Billy Kälin aus New Jersey. Er fiel am 14. Juni 1944 in der Normandie.
«Als die Amerikaner kamen» – 75 Jahre sind seither vergangen, bei den Zeitzeugen aber unvergessen geblieben. Einsiedeln war gut zwei Monate lang amerikanisch! Patrick Schönbächler