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Die Luzerner Mittellandseen enthalten zu viel Phosphor. Um den Eintrag aus der Landwirtschaft zu reduzieren, wurde ab 1999 ein Phosphorprojekt mit dem Sempachersee als Pilotprojekt gestartet. 2000 kam der Baldeggersee und ab 2001 der Hallwilersee dazu. Das gesamte Einzugsgebiet umfasst 720 Landwirtschaftsbetriebe mit rund 12‘000 ha LN. Die Teilnahme am Projekt ist für die Betriebe freiwillig. Aktuell nehmen rund 70 % der direktzahlungsberechtigen Betriebe am Seevertrag teil (460 Betriebe).
Auf 2021 ist Projektphase III angekündigt. Bis 2025 soll Phosphor, der von den landwirtschaftlich genutzten Flächen in die Seen gelangt, um 20 % gesenkt werden. Dabei verpflichten sich die Bauern:
- reduzierter Einsatz von Phosphor: Die Entschädigung beträgt 16 bis 25 CHF pro nicht eingesetztem kg P2O5 kg zwischen 60% und 90% des Bedarfs der Kulturen.
- Einreichen der kontrollierten ÖLN-Bilanz
- keine Winterbrache
- bauliche Massnahmen
- Wasserrückhalt mit Retensionsweihern
- Verbot für innerbetriebliche Aufstockung, dafür Impulsbeitrag für Einkommensalternativen
In der Schweiz haben die Phosphor-Überschüsse seit 1990 sehr stark abgenommen. Seit 2000 gehen die Überschüsse jedoch kaum weiter zurück. Mit zunehmendem Phosphor-Gehalt im Boden steigt die Gefahr, dass Phosphor in Gewässer und andere ökologisch sensible Lebensräume gelangt.