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Lange galt als gesichert, dass Vulkanausbrüche das Klima beeinflussen, so zum Beispiel der Ausbruch 1812 in Indonesien, dem ein Jahr «ohne Sommer» folgte und weltweit Missernten und Seuchen zur Folge hatte.
etzt mehren sich aber die Belege dafür, dass umgekehrt auch das Klima – beziehungsweise die Erderwärmung – die innere Dynamik des Planeten anregen. Wissenschaftler des Geomar-Helmholtz-Zentrums in Kiel konnten zusammen mit Kollegen der Uni Harvard nachweisen, dass rasch einsetzende Warmzeiten auf der Erde stets einer erhöhten vulkanischen Aktivität vorausgingen, wie «Geo» berichtete. Nach Ansicht der Forscher steckt folgender Mechanismus dahinter: Klettern die Temperaturen, schmelzen die Eismassen und der Meeresspiegel steigt. Das wiederum verändert die Spannungen der Erdschichten in der Nähe der Vulkane erheblich und vergrössert so das Risiko von Eruptionen. Trotzdem muss nicht zwingend mit einer Häufung von Vulkanausbrüchen gerechnet werden, denn heute gibt es auf der Erde wesentlich weniger Eis als am Ende der letzten Kälteperiode. Ob die durch die Erwärmung ausgelösten Spannungen genügen, um die Aktivität der Vulkane zu erhöhen, können die Wissenschaftler nicht abschliessend beantworten. Und auch wenn wir am Ende einer Warmphase leben, eine Verstärkung der Eruptionstätigkeit macht sich erst mit rund 4000 Jahren bemerkbar. Für uns eine Unendlichkeit, für den Planeten die Zeit einer Kaffeepause.
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