Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/2768

Tanzania Reisen - Entdeckung in der "Schlucht des Lebens"
Dass es nicht immer schulischer Glanzleistungen bedarf, um im späteren Leben erfolgreich zu sein, zeigt sich am Beispiel der Mary Leakey. Obwohl sie niemals eine Universität von innen gesehen hatte, wurde aus ihr eine erfolgreiche Wissenschaftlerin. Ihrem Forscherdrang verdankt es das ostafrikanische Land Tanzania, dass man diese Region des Schwarzen Kontinents als "Wiege der Menschheit" betrachtet. Am 17. Juli 1959 führte die Engländerin ihre sechs Dalmatiner aus und stiess dabei am Rande der Serengeti auf Knochenfragmente, den versteinerten Schädel eines Urzeitaffen, der wegen seiner starken Backenzähne als "Nussknackermensch" Eingang in die Geschichtsbücher fand. Die Bantu nennen den Ort des Fundes seither "Schlucht des Lebens". Tanzania ist reich an Geschichten, die die Einwohner des Landes von Generation zu Generation weitertragen.
Ein Schiff, das über die Berge kam
So auch jene Begebenheit, das in das Jahr 1913 zurückreicht und wo ein Schiff die Hauptrolle spielt. Das wurde auf einer Werft im emsländischen Papenburg gebaut, in unzählige Einzelteile zerlegt und in 5000 Kisten verpackt, um dann auf dem Seeweg das damalige Deutsch-Ostafrika zu erreichen. Per Eisenbahn und auf den Rücken vieler Träger wurde das Material durch den Dschungel und über die Berge zum Tanganjikasee transportiert, wurde dort zusammengebaut und in Dienst gestellt. Dieser koloniale Wahnsinn in der Zeit des 1. Weltkriegs wurde mit Katharine Hepburn und Humphrey Bogart als "African Queen" verfilmt. Wer heute als Urlauber Tanzania bereist, der kann das historische Original noch immer besichtigen. Es schippert wie eh und je unter dem Namen "Liemba" auf dem Tanganjikasee.
Zu den Schimpansen der Jane Goodall
Auf einer Tanzania Rundreise wird der Urlauber mit zahlreichen Fassetten dieses grossen Landes südlich des Äquators konfrontiert. Mit einer subtropischen Vegetation in den Bergwäldern von Gombe und des Mahale-Mountain-Nationalparks, wo Schimpansen die Bäume bevölkern und sich stets auf der Suche nach ihren Lieblingsspeisen, den süsssauren Beeren, befinden. Dreissig Jahre lang hat hier die Engländerin Jane Goodall die bedrohten Tiere studiert. Heute führen erfahrene Guides ihre Gäste zu den Rückzugsgebieten der Primaten. Die Überbleibsel von Früchten und Kot weist ihnen den Weg zu der grössten Schimpansen-Population auf der Welt. Stimmungsvoll ist aber auch die Übernachtung im Camp am Tanganjikasee, der sich nach der eindrucksvollen Tanzania Safari zu den Schimpansen zu einem kühlen Bad anbietet.
Menschen, Tiere und viele Sensationen
Doch was wäre ein Tanzania-Urlaub ohne die berühmte Serengeti mit ihrem unglaublich grossen Tierbestand? Wer mit dem Kleinflugzeug auf der sandigen Piste der Savanne landet, der bekommt sehr rasch einen Eindruck von Afrika in seiner ursprünglichen Form. Denn manches ist seit jeher unverändert. Es kann schon mal passieren, dass neben der Landebahn eine Löwenfamilie offensichtlich unbeeindruckt die Szenerie beobachtet. Oder dass eine Büffelherde aufkreuzt und sich von den Kuhreihern die Insekten aus dem Fell auflesen lässt. Menschen, Tiere und viele Sensationen! Das sind die Serengeti und der Ngorongoro, einer der grössten Krater der Welt und eine Spielwiese der Natur. Allein 7000 Weissbartgnus haben auf dieser Ebene mit ihrem Durchmesser von 22 Kilometern den Lebensraum. Der Serengeti hat Bernhard Grzimek mit seinen Fernsehauftritten und seinem unbeugsamen Willen, dieses Paradies zu erhalten, ein Denkmal gesetzt.
Dramatischer Wildwechsel und das "Dach Afrikas"
Safari-Lodges in Tanzania sind bewährte und behagliche Unterkünfte während einer Rundreise. Mit ein wenig Glück bekommt der Urlauber den dramatischen Wildwechsel zu sehen, wenn Millionen Zebras und Gnus auf der Suche nach neuem Weideland die Flüsse durchqueren - stets getrieben von der Angst vor den im Wasser lauernden Krokodilen. Auf so manchen Afrika-Reisen erfüllt sich erst beim Trekking der Traum eines aussergewöhnlichen Urlaubs. Wer es sich zutraut und eine gute Kondition mitgebracht hat, der wird sich am Kilimandscharo versuchen. Aus dem dichten Dschungel geht es durch eine Heidelandschaft hinauf in Regionen, in denen die Luft immer dünner wird. Mehrere Routen führen zum majestätischen Gipfel mit seinem schneeweissen Kragen. 5895 Meter hoch - dies ist das "Dach Afrikas".
Paradiesische Strände - ein Paradies für Taucher
Wer beim Trekking zum Kilimandscharo seine Grenzen getestet hat, der wird sich als weitere Krönung seines Tanzania-Urlaubs nach entspannenden Tagen am Strand sehnen. Und ihnen allen kann geholfen werden, denn der halbautonome Teilstaat Zanzibar, die paradiesische Insel im Indischen Ozean, lockt mit traumhaften Stränden und erstklassigen Hotels und Resorts und bietet ideale Voraussetzungen für Zanzibar Badeferien. Jahrhundertelang wurde Zanzibar zum Spielball der Mächte, denn das Eiland war eine wichtige Station der alten Handelsrouten zwischen Afrika und dem arabischen Raum. Doch inzwischen hat sich Zanzibar dem Tourismus geöffnet. Taucher und Schnorchler finden auch auf der im Norden gelegenen Insel Pemba und auf Mafia Island im Süden eine bunte Unterwasserwelt. Wer sich für die Lodges und Bungalowanlagen an den unberührten Stränden des tansanischen Festlands entscheidet, der sollte es nicht versäumen, die lebhafte Metropole Dar es Salaam zu besuchen.