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Franciscus [Johannes] Nagler (1873–1957) wurde in Prausitz (Sachsen) geboren, er war wie schon sein Vater Schulmeister und Kantor, neben seine Berufstätigkeit betätigte er sich als Heimatdichter und Komponist.
Franciscus Nagler war Sopransolist im Thomanerchor in Leipzig und besuchte später das Lehrerseminar in Dresden und nach einer Weiterbildung am Konservatorium Leipzig übernahm er 1898 seine erste Stelle als Kantor in Limbach. Von 1902 bis 1936 war er Kantor und Kirchenmusikdirektor in Leisnig. 1910 Wurde es zum Königlichen Musikdirektor ernannt. 1936 zog er nach Dresden in die Traubestraße 4, kehrte aber nach dem Krieg zurück nach Leisnig.
Franciscus Nagler leitete in Leisnig nebst seiner Kantorenstelle auch den Männergesangsverein, den Frauenchor und den Sängerbund. Er komponierte Choralvorspiele für Orgel und ca. 130 Motetten, Kantaten, Singspiele und weitere Chorwerke. Er veröffentlichte auch zahlreiche Novellen, Märchen und Texte für volkstümliche Lieder, Kinderfestspiele und Heimatstücke. Seine schriftstellerischen Werke sind heute besser bekannt als seine Kompositionen.
Veranstaltungen mit Musik von Franciscus Nagler