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Nachdem ich eine Woche hart gearbeitet hatte und deshalb blind im Mainstream mitgeschwommen war, habe ich am Wochenende in Ruhe ein paar Überlegungen angestellt.
Zunächst war mir aufgefallen, dass die derzeitige Mortalität von COVID-19 in der Schweiz erfreulicherweise "nur" 0.6% beträgt und die Verstorbenen aus derselben Risikogruppe stammen wie bei Influenza (ältere kranke Menschen). Nehmen wir eine Dunkelziffer (nicht getestete Infizierte) von 90% an, liegt sie derzeit bei 0.06% (Influenza: ca. 0.1%).
Dann habe ich mir die Übersterblichkeit in Europa angesehen, welche in der "Grippesaison" in erster Linie dem Influenzavirus angelastet wird. Bis Woche 10 (aktuell Ende Woche 11) lag sie, auch in Italien, tiefer als während der letzten "Influenzasaison".
Daraus schliesse ich, dass SARS-CoV-2 kein "Killervirus" ist, sondern in etwa in der Liga von Influenza mitspielt, und es stellt sich die weitere Frage, ob wir sicher sind, dass sich tatsächlich SARS-CoV-2 extrem rasch ausbreitet oder nicht vielmehr die Anzahl getesteter Personen.
Würden wir auf Influenza genauso aggressiv testen wie derzeit auf SARS-CoV-2, fänden wir in der Schweiz jährlich hunderttausende Infizierte und ca. 500 Verstorbene, global millionen Infizierte und hunderttausende Verstorbene, die (auch) mit Influenza infiziert sind, und je mehr Menschen wir testen würden, desto höher würden beide Zahlen ausfallen.
Wir tun dies nicht.
Es geht letztlich auch um die Problematik Fall-Sterblichkeit (COVID-19) versus Übersterblichkeit (Influenza).
Dr. med. Thomas Binder, Baden