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Thomas Platter und
Das Dorfmuseum
Thomas Platter, Grächen / Basel. geb. 1499 / gest. 1582
Sein Geburtshaus stand Z Blattu in Grächen. In seiner Jugend hütete er die Geissen. Mit 17 Jahren lernte er als Autodidakt lesen und schreiben. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten betätigte er sich unter anderem auch als Seiler und Buchdrucker. Er war ein berühmter Humanist und ist vor allem durch seine einzigartige Biografie bekannt geworden. In Basel war er Rektor der Schule „Auf Burg“, welche er selber gegründet hatte. Er unterrichtete vor allem die Sprachen Lateinisch, Griechisch und Hebräisch. Berühmte Zeitgenossen waren z.B.: Ulrich Zwingli in Zürich, Kardinal Matthäus Schiner im Wallis.
Thomas Platter als Geisshirt.
Sein Vater hiess Anthoni Platter. Auf einer Reise ins Berner Oberland, starb er an der Pest. Er liegt in Steffisburg begraben. Seine Mutter Amilli war eine geborene Summermatter. Sie heiratete wieder und zog nach Herbriggen.
Thomas Platter als Rektor an der Schule „Auf Burg“ in Basel
Dieses Bild aus einem Geografiebuch des Kantons Basel 1902, zeigt das alte Haus Z Blattu, welches 1674 erbaut und 1934 abgetragen wurde. Hier stand das Geburtshaus von Thomas Platter, der 1499 geboren ist. (Dieses Haus konnte nicht das Geburtshaus von Thomas Platter sein.)
Felix Platter, Sohn von Thomas Platter, geb. 1536 / gest. 1614.
Er ist ein berühmter Arzt geworden. Er hat erstmals eine Leiche seziert. Seine Beobachtungen hat er in seinem Buch die „paxis medica“ aufgeschrieben. Dieses Buch findet in Mediziner Kreisen noch heute grosse Beachtung.
Das Halterhaus in Grächen, erbaut 1824
Die erste Etage diente bis 1956 als Gemeindestube. 1984 wurde die Stiftung „Grechu ischi Heimat“ gegründet. Die Gemeinde stellte die alte Gemeindestube der Stiftung zur Verfügung, wo diese das Ortsmuseum einrichtete. Erstes Thema: Verkehrsgeschichte von Grächen. Zweites Thema: Holzverarbeitung früher und in der modernen Zeit. Drittes Thema: seit 1999 Thomas Platter, anlässlich seines 500. Geburtstages.
Im Museum von Grächen.
Links: original offene Feuerstelle, die „Trächa“, rechts Ecke mit Werkzeugen eines Schuhmachers. Drehbank und Schreinerwerkzeug von Johann Schnidrig 1899 – 1992. Johann hatte diese Werkzeuge von seinem Patenonkel Moritz Amstutz geerbt.