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Am Sonntag (11.11.2018) erhielt Pater Hans Stapel, der Gründer der Fazenda da Esperança, als Auszeichnung die „goldene Friedenstaube“. Sie ist ein Zeichen der Anerkennung für seine geleistete Arbeit für Menschen, welche in einer Sucht gefangen sind, gefährdete Minderjährige, HIV-Infizierte und andere. Die Preisverleihung fand während der Feier des 30-jährigen Bestehens der ersten Frauenfazenda im Zentrum in Guaratingueta (Brasilien) statt.
Anfang Oktober bekam Pater Hans bezüglich der Auszeichnung einen Brief von Pater Marcelino Pungulimue von der Erzdiözese in Angola. Pater Marcelino selbst hatte im Juni 2017 für seine geleistete Arbeit diese Auszeichnung erhielt. Er war Direktor des „Hauses der Jugend“ und kümmerte sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche. Da es sich bei der „goldenen Friedenstaube“ um eine Wanderauszeichnung handelt, wird immer wieder eine neue Person bzw. Institution gewählt.
„Als ich die Nachricht erhielt“, erzählt Pater Hans, „wusste ich nicht, um was für eine Auszeichnung es sich da handelt. Als ich im Internet nachforschte und sah, welche Personen diesen Preis bereits erhalten hatten, dachte ich, Pater Marcelino habe sich bestimmt geirrt. Ich fand, dass andere Personen diese Anerkennung eher verdienen würden.“ Nach einem Gebet zu Gott sagte er: „Dieser Preis ist nicht für mich, sondern für den Frieden, den wir alle in die Welt tragen.“ Weiter meinte Pater Hans, es sei sehr schön, die Liebe von Pater Marcelino für Brasilien und für das Werk der Fazenda da Esperança zu spüren.
Bei der Ehrungs-Zeremonie sprach Pater Marcelino davon, dass er Pater Hans die Verantwortung wie einen Pass zuspiele, handele es sich doch dabei um die zweithöchste internationale Auszeichnung im Bereich der Menschenrechte. Er fügte an: „Ich fühle mich sehr geehrt, heute diese Taube an Pater Hans zu übergeben, an einem Tag, an welchem wir auch den 30. Jahrestag der ersten Frauenfazenda feiern und zugleich 43 Jahre der Unabhängigkeit Angolas.“
Pater Hans meinte im Anschluss: „Sie alle verdienen diese Auszeichnung, dieses Symbol des Friedens, durch welchen wir uns weiterhin gedrängt fühlen Friedensboten zu sein.“
Die „Goldene Taube“ wird an Personen und Organisationen verliehen, die durch ihr Handeln den Wunsch und die Suche nach Frieden und Ruhe ausdrücken. Dieser Friedenspreis wurde im Jahr 2008 vom deutschen Künstler Richard Hillinger anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschaffen und wird international als wanderndes Symbol des Friedens anerkannt.Bemerkenswert sind die Gewinner in der Vergangenheit: u.a. Amnesty International, Greenpeace, Nelson Mandela, Michail Gorbatschow, Papst Benedikt XVI.