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Bei den Polizeiaktionen zur Verhinderung des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums in der spanischen Region Katalonien sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Die katalanische Regionalregierung sprach am Sonntagnachmittag von 337 Verletzten.
Die Betroffenen seien überwiegend wegen Schwächeanfällen und leichteren Beschwerden in Kliniken und Gesundheitszentren behandelt worden, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden der katalanischen Regionalregierung am Sonntag.
Referendum gegen Willen der Zentralregierung
Bei 91 sei eine Verletzung bestätigt, darunter eine schwere Augenverletzung, fügte sie hinzu. Auch die Rettungsdienste Kataloniens sprachen von mindestens 91 Verletzten. Die Betroffenen wurden aufgerufen, bei der katalanischen Polizei Anzeige gegen die staatliche Polizeieinheit Guardia Civil zu erstatten.
Das von der katalanischen Regionalregierung von Carles Puigdemont ausgerufene «verbindliche Referendum» findet trotz eines Justizverbotes und gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid statt. Zur Verhinderung der Abstimmung hat Madrid rund 4000 staatliche Polizisten nach Katalonien geschickt. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid wurden auch mindestens elf spanische Polizisten verletzt. Sie wurden mit Steinen beworfen.
(sda/me)