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Apple verkauft 5% aller Computer — macht damit 45% aller PC-Gewinne
Veröffentlicht am Freitag, 19. April 2013, um 13:20 Uhr von Patrick Bieri
Asymco hat in dieser Woche eine neue Studie veröffentlicht, in welcher die Umsätze und Gewinne der grössten Computer-Hersteller der Welt im Fokus stehen. Für die Studie hat das Unternehmen die Umsatz- und Gewinnzahlen der Unternehmen sowie die Verkaufszahlen, welche von Gartner errechnet und geschätzt worden sind, zusammengenommen und analysiert.
Bei der Auswertung der Zahlen zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Smartphones und Tablets. Obwohl Apple mengenmässig deutlich weniger Geräte absetzt als die Konkurrenz, erreicht der Konzern mit ihnen einen überdurchschnittlichen Gewinn. Im vierten Quartal 2012 generierte Apple demnach 45 Prozent der Gewinne, welche im Computer-Markt erzielt worden sind. Dabei verkauft Apple lediglich 5 Prozent aller Computer und kommt im weltweiten Ranking der grössten Computer-Hersteller nicht einmal in die «Top 5». Die fünf grössten PC-Hersteller der Welt kamen dagegen zusammen lediglich auf einen Gewinnanteil von rund 34 Prozent.
Asymco geht davon aus, dass Apple im Durchschnitt pro verkauften Mac einen Gewinn von 26 Prozent erzielt. Davon abzuziehen sind Entwicklungs- und Verkaufskosten, welche die Analysten auf rund 7.1 Prozent schätzen. Apple verdiente so im vierten Quartal 2012 pro Gerät wohl rund 18.9 Prozent. Diese Zahlen dürften auch im vergangenen Quartal stabil geblieben sein.
Der höhere Gewinn von Apple kommt auch durch die höheren Verkaufspreise der Macs zu Stande. So kostet ein Gerät von HP, Lenovo, Acer oder Asus im Schnitt unter 600 US-Dollar, ein Gerät von Dell etwas weniger als 1’000 US-Dollar und ein Mac kostet etwas weniger als 1’400 US-Dollar.
Gemäss Asymco sind die geringen Margen der PC-Hersteller grundsätzlich noch keine Bedrohung für die Industrie, weil die Gewinne in dieser Branche traditionell tief waren. Allerdings sinken vor allem seit der Einführung der Tablets die Computer-Verkaufszahlen, was zusätzlich auf die Margen drückt und in Zukunft für Probleme sorgen könnte. Die PC-Hersteller sind davon abhängig, dass Microsoft mit Windows die richtige Strategie wählt und so die PC-Verkäufe weiter stützen kann.
Apple ist gegen diese Entwicklung zwar nicht immun, hat sich aber durch die Lancierung des iPads und anderer Services gut im Markt positioniert.
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