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Honolulu ist die Hauptstadt von Hawai’i. Aber Honolulu ist nicht Hawai’i, und Hawai’i ist nicht allein. Hawai’i ist wo Barak geboren wurde, und jetzt ist Hawai’i Donaldland (nicht Disneyland – oder doch?). Der neueste Blogpost kommt darum aus Honolulu, Hauptstadt des jüngsten Bundesstaates der USA.
Dachte eigentlich, ich könnte das Problem Trump umgehen. Will ich auch, aber weil er mir unlängst im Zug begegnet ist (auf den hawaiianischen Inseln gibt es keine Züge, die Begegnung war noch in Sydney) und weil er eben jetzt der Neue ist, mach‘ ich nun doch ein paar Sätze zu ihm.
Nun leider hat mich dieser Trump nicht erkannt und darum auch nicht gegrüsst. Dacht‘ ich mir, lässt‘ ihn halt in Ruh‘ seine Zeitung lesen (dabei sagt er doch, er liest keine??) und seine Iwana weiterlismen.
Nunist aber genug Trump. Wollte Euch nur das Bild nicht vorenthalten.
Honolulu liegt auf O’Ahu, der drittgrössten Insel der Inselkette im Pazifik, die man allgemein als Hawai’i bezeichnet (oder Hawaii). Hawai’i deshalb, weil es selbst auch eine Insel ist, und zwar die grösste. Aber irgendwie hat es halt Honolulu zur Hauptstadt geschafft und das hat auch mit den Amerikanern und ihrer Militärbasis Pearl Harbour zu tun, die in Honolulu liegt. Ja Pearl Harbour gibt es wieder, wurde wieder auf- und noch ausgebaut nach jenem denkwürdigen Angriff der Japaner am 7. Dezember des jahres 1941. Es war der Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg. In der Folge schickten die USA eine halbe Million Soldaten nach Pearl Harbour, was fast so viele Menschen waren wie Einheimische auf den Inseln wohnten.
Die Amerikaner sind heute noch da. Sie haben die Einwohner mehr oder weniger genötigt, sich zuerst unabhängig zu erklären und dann in die Vereinigten Staaten einzutreten. Das war 1959, im Jahr als in der Schweiz mindestens ein begnadeter Reiseautor zur Welt kam (das Eine hat mit dem Anderen aber wenig zu tun, nur insofern, als dass ich jetzt darüber schreibe aber die Anderen nicht über mich). Seither ist Hawaii 50 Bundesstaat der USA mit allen Rechten und Pflichten. Das heisst also, ich, der ebensoalte, aber Nichtamerikaner, bin jetzt in den US. Mit allen Rechten und Pflichten. Was mich aber jetzt im täglichen Alltag enad nicht gross beeinflusst. Das einzig Störende hier ist, dass alles ziemlich teuer ist. Ausser Benzin und Diesel (ca. 80 Rappen je der Liter), was mich aber wieder nicht betrifft, da ich ÖV benutze. Die Einheimsichen motiviert dieser Umstand logischerweise zu exzessivem Autobesitz und -gebrauch.
Heute leben etwa 1,2 Millionen Menschen auf den Hawai’ischen Inseln. Etwa 390’000 davon in Honolulu. Die grösste Bevölkerungsgruppe ist nicht die der Ureinwohnenden, auch nicht die der eingewanderten Nordamerikaner, sondern mit 42 Prozent die der Asiaten (Japaner, Philippinos und Chinesen). Und tatsächlich sind etwa je ein Viertel Amerikaner und Europäer, bzw. europäischer Herkunft. Knapp 2 Prozent sind Schwarze und nur 6.6 Prozent haben echte hawaiianische Gene. Zur Multikultigesellschaft kommen jährlich noch an die 6 Mio Touristen, die offenbar bereit sind, die horrenden Preise zu zahlen. Und exakt im Tourismusbereich sind die Preise am höchsten: 300 $ für ein Hotelzimmer (wobei es pauschal dann noch etwas günstiger kommen kann). Alle grossen und teuren Hotelketten sind da, und das nicht etwa kleinspurig, sonder echt grossgekotzt. Hoteltürme mit 30 Stockwerken und 300 Zimmern (à 300 $, chasch sälber rechne etz) machen die Skyline von Waikiki (Stadtteil von Honolulu).
Von Pearl Harbour aus kontrolliert nun Herr Trump den ganzen pazifischen Raum. Man mag ihn zwar auch hier nicht wirklich (61 Prozent wählten Hillary) und er wird wohl auch nie das Ehrenbürgerrecht erhalten. Das hat nur Barak. Ausserdem hier geboren ist auch Joseph Kekeku, der Erfinder der Hawai’i-Gitarre, oder Charles Lindhberg (kennt man) und Bette Midler (die mit «The Rose»), oder Robby Naish, Surfer und Nicole Scherzinger (Who the fögg is Nicole Scherzinger?). Gestorben (worden) ist hier James Cook, Seefahrer. Hasselhoff ist zwar kein Hiergeborener, aber er war auch hier, alle Baywatch-Staffeln wurden auf Waikiki-Beach gedreht (nicht Malibu imfall). Ja und auch Kollege Thomas Magnum hatte die Ehre und The King in «Girls! Girls! Girls!» sowie Montgomery Clift in «Verdammt in alle Ewigkeit» und der Typ mit den Glotzaugen in «Jurassic Park». Naheliegenderweise wurde auch «Pearl Harbour» hier gedreht ebenso wie «Nie wieder Sex mit der Ex» in dem Heidi Klum ca. 10 Sekunden zu sehen ist und «Wind on Water» mit Bo Derek (w.t.f.i.B.D.?).
Die hawai’ianische Inselgruppe ist aus erloschenenen Vulkanen entstanden und weil der Pazifik hier ziemlich tief ist, sind es die grössten Vulkane der Erde überhaupt. Der ehemalige Vulkan Mauna Kea ist dabei der höchste Berg der Welt, doch von ihm sieht man nur 4205 Meter weil 5400 Meter unter Wasser sind. Der Mauna Loa auf Hawai’i will ihm den Rang streitig machen und spukt darum immer noch Lava aus sich heraus, was ihn jeden Tag ein bitzli wachsen lässt.
Nach der Ankunft der ersten Menschen (Polynesier) irgendwann zwischen dem 2. und 6. Jahrhundert starben rund die Hälfte aller Vogelarten auf den Inseln aus. Nach der Ankunft von James Cook im Jahr 1778 und der europäischen Missionare 1820 starben vier Fünftel der 300’000 Polynesier aus.
Hawai’i hat einen Staatsfisch der Humuhumunukunukuapua’a heisst und ist der einzige Staat der USA, in dem Ananas und Bananen produziert werden.