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ADHS und Psychotherapie
Teil 10 der ADHS-Serie: ADHS gehört zu den häufigsten psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters. Die Betroffenen zeigen Symptome, die mit den Anforderungen an ihre Selbstorganisation im Schul- oder Familienalltag häufig nicht vereinbar sind. Medikamente (Stimulanzien) können diese Symptome verringern. Welche Rolle spielt aber die Psychotherapie bei der ADHS-Behandlung?
Kinder, die unter ADHS leiden, zeigen Verhaltensauffälligkeiten wie der Zappelphilipp in den Bilderbüchern des Frankfurter Arztes Heinrich Hofmann im 19. Jahrhundert. Heute sind die Symptome der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und mangelnden Handlungssteuerung (Impulsivität) Kernmerkmale der ADHS-Diagnose. Treten diese über ein halbes Jahr in zwei oder mehr Lebensbereichen (z. B. Schule, Familie) auf, beeinträchtigen sie die soziale und schulische Entwicklung.
Das Erscheinungsbild der AHDS kann in jedem Lebensalter zur Belastung des Kindes und der Bezugspersonen führen. Im Vorschul- und Schulalter zeigen diese Kinder häufig eine ziellose Aktivität, spielen wenig und haben Lernschwierigkeiten. Meist kommen Probleme mit Gleichaltrigen dazu, welche die Selbstwertentwicklung des Kindes stören. Im Jugendalter geht die Unruhe zurück, während Aufmerksamkeitsprobleme, emotionale Belastung und Probleme im Sozialverhalten anhalten.
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