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Liebe ist stärker als die Wissenschaft
Die hübsche, junge Mary Reilly (Julia Roberts) lebt im Jahre 1885 als Dienstmädchen im Haushalt eines seltsam verschlossenen Forschers namens Dr. Jekyll (John Malkovich). Sie fühlt sich zu dem einsamen Mann hingezogen, ja sogar seelenverwandt. Mary trägt Erinnerungen an eine traumatische Vergangenheit mit sich herum. Jekyll ist entschlosen, das Geheimnis von Mary zu ergründen.
Doch im Kellerlabor von Jekyll gehen hinter verschlossenen Türen unheimlich Dinge vor sich. Mit seinem Assistenten Mr. Hyde führt der Doktor geheime Experimente durch, um die Schattierungen des menschlichen Charakters, das Wechselspiel zwischen Gut und Böse zu erforschen. Die Schreie, die immer wieder aus Jekylls Labor dringen, verunsichern Mary. Sie konstatiert ratlos die langsame Metamorphose ihres Dienstherrn, der sich immer mehr zrückzieht und immer schwächer wird, bis er schliesslich das Haus dem unberechenbaren, gewalttätigen Mr. Hyde überlässt.
Hyde bekundet offen Interesse an Mary und zeigt seine Zuneigung ohne Gewissen und Rückischt auf gesellschaftliche Zwänge. Gleichzeitig abgestossen und trotzdem auf eine seltsame Weise angezogen von Hydes Bekunden, erfährt Mary schliesslich das grausige Geheimnis von Jekylls Bewusstseinsexperimenten und deren fatale Konsequenzen. Nachdem sich im Haus ein schrecklicher Mord ereignet hat, entschliesst sich Mary, ihre Koffer zu packen. Als sie, von Stöhnen angelockt, ein letztes Mal in Jekylls Labor geht, findet sie einen von Mordlust und wilder Leidenschaft gleichzeitig gezeichneten Hyde vor. Ihr Mitleid, ihre Zärtlichkeit und ihre Liebe schaffen schliesslich etwas, was Jekyll mit all seinen wissenschaftlichen Experimenten nicht erreichen konnte: Sie weist dem gequälten Hyde den Weg aus seinem Martyrium...
Mary Reilly basiert auf dem gleichnamigen Roman von Valerie Martin, der Robert Louis Stevensons klassische Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde aus der Perspektive einer Frau erzählt. Das Drehbuch wurde von Christopher Hampton ("Carrington") verfasst. Regisseur Stephen Frears hat mit "Dangerous Liaisons" (ebenfalls nach einer Vorlage von Christopher Hampton) bereits erfolgreich sein Talent für die sensible Umsetzung klassischer Stoffe bewiesen.
Angaben zum Film