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«Die Untätigkeit des IOC gefährdet die sauberen Athleten und die Zukunft der olympischen Bewegung», heisst es in einem Statement von 17 nationalen Anti-Doping-Agenturen. Bisher seien «weniger als 100 der potenziellen 1000 russischen Dopingfälle» abgeschlossen worden.
Athleten auf der ganzen Welt würden sich aufgrund der «falschen Behandlung der russischen Dopingkrise schon fragen, ob die globalen Anti-Doping-Regularien noch wirksam sind und ihr fundamentales Recht auf sauberen Sport überhaupt noch eine Rolle spielt».
Der geforderte Ausschluss der Russen für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang wird von den Agenturen mit der «erwiesenen Korruption bei den Olympischen Winterspiele in Sotschi und anhaltender Missachtung seiner Verpflichtungen für einen sauberen Sport» begründet.
«Das IOC muss seine Verzögerungstaktik aufgeben und unverzüglich wirksame Konsequenzen ziehen», heisst es. Fünf Monate vor Beginn der Winterspiele in Südkorea äusserten die Anti-Doping-Agenturen «ernsthafte Zweifel daran, dass die Spiele 2018 sauber sein werden, bedingt durch die unvollständige Untersuchung des massiven Beweismaterials für individuelles Doping russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi».
Das IOC und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA müssten darauf drängen, dass Russland ihnen das entscheidende zusätzliche Beweismaterial übergibt. «Einen vollständigen Bericht und Gerechtigkeit für die sauberen Athleten kann es ohne diese Informationen nicht geben.»
Bei den 17 Agenturen, die einen Ausschluss von Russland fordern, handelt es sich um Österreich, Australien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Japan, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Singapur, Schweden, Grossbritannien, die USA sowie das in Bonn beheimatete Institut der nationalen Anti-Doping-Organisationen.
(SDA)