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Zum Ersten handelt es sich um die Resultate zweier erfolgreicher Experimente im Rahmen des MCCI-(Melt-Coolability-and-Concrete-Interaction-)Projektes im US-amerikanischen Argonne National Laboratory. Dieses OECD-Projekt wird von 13 OECD-Ländern unterstützt und von der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC) verwaltet. Die jetzigen Tests zeigen experimentell, wie Wasser, das in Ritzen und Poren der Krusten von Kernschmelzfragmenten eindringt, diese langfristig wirksam kühlen kann.
Zum Zweiten handelt es sich um die erfolgreiche Durchführung eines Schmelzexperimentes mit Material, das den Kern eines Leichtwasserreaktors darstellt. Das Experiment mit dem Akronym Masca folgt auf das Projekt Rasplav. Es ist auch ein internationales OECD-Projekt und wird vom russischen Kurtschatow-Institut verwaltet. Im Rahmen dieses Grossexperimentes wurde nun am 17. September 2002 das Kernmaterial unter kontrollierten Bedingungen auf über 2000°C aufgeheizt, dann wurde Stahl der Schmelze beigemischt und mit dem Versuch eine halbe Stunde bis zum Erreichen eines stationären Zustandes weitergefahren. Die Messtechnik hat sich auslegungsgemäss verhalten. Die Fragmente werden jetzt metallurgisch untersucht.
Bei beiden internationalen Projekten geht es letztlich darum, Kernschmelzunfälle im Leichtwasserreaktor besser beherrschen zu können. Solche Unfälle haben zwar eine sehr kleine Eintretenswahrscheinlichkeit, weisen aber ein hohes Schadenpotenzial auf.
Quelle
H.K. nach Pressemitteilungen der NEA vom 18. Oktober 2002