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Fernando gehört zur autochthonen Ethnie der Kamëntsa aus dem Sibundoy-Tal im Süden Kolumbiens. Mit über 40 Jahren lebt er noch immer im Haus seiner Grossmutter und geht oft feiern. Er ist beliebt und verdient seinen Lebensunterhalt als Moderator im örtlichen Radio. Seine Familie billigt sein Verhalten nicht, da er nicht versucht, den Lebensstil zu ändern, an dem er Gefallen gefunden hat … Fernando wurde kürzlich zum Sheriff gewählt. Die Gemeinschaft der Kamëntsa verfügt über ein eigenes Rechtssystem mit eigenen Vertretern. Dies ermöglicht, in diesem Gebiet, gemäss der eigenen Weltsicht Recht zu sprechen. Fernando steht nun vor der schwierigen Aufgabe, in seiner kleinen Stadt für die Achtung des Gesetzes zu sorgen: Angeklagte einbestellen, vor Gericht aussagen oder die zur Strafe angeordneten Peitschenhiebe verabreichen. The Sheriff ist die Geschichte einer Erlösung, als Erzählungsform wurde ein roher, ergreifender Schnitt gewählt. Die im Wechsel gezeigten Szenen aus Fernandos Alltag, sei es in der Ausübung seiner neuen Macht oder bei seinen üblichen Eskapaden, lassen eine Frage aufkommen: Werden seine neuen Aufgaben sein früheres Verhalten in Vergessenheit geraten lassen?