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Zunächst war es der allgemeine Währungszerfall nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, der besonders der Uhrenindustrie in Biel und im südlichen Jura schwer zusetzte; der hohe Frankenkurs machte zusammen mit strukturellen Problemen die Konkurrenzfähigkeit zunichte und führte in Uhrenbetrieben, die in der Kriegszeit teilweise auf die Produktion von Munition umgestellt hatten, zu hohen Arbeitsplatzverlusten. Noch massiver waren die Auswirkungen der 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise, welche die Arbeitslosenzahl in Biel auf über 5000 hochschnellen liess.
Zwar traten in der Zwischenkriegszeit auch im Seeland und im südlichen Jura (Schüpfen, Büren, Sankt-Immer) Krisenerscheinungen im industriellen Sektor zutage, doch grundsätzlich gewann die Industrie in der gesamten Region weiter an Bedeutung. In Lyss, wo sich bereits nach der Jahrhundertwende eine Reihe von Firmen aus dem Metall- und Uhrensektor angesiedelt hatte, setzte sich das industrielle Wachstum besonders in den Zeiten der Kriegswirtschaft kontinuierlich fort, wobei der Schwerpunkt im Maschinenbau lag. Auch in Biel und im südlichen Jura, wo die Uhrenindustrie noch immer dominierte, fassten in der Zwischenkriegszeit neue Betriebe Fuss, so die Emaillerie SA in Corgémont und die Schokoladenfabrik Bloch in Courtelary. In Biel entstanden mit dem Automontagewerk General Motors, das sich 1935 auf städtische Initiative hin ansiedelte, und dem Werk Mett der Vereinigten Drahtwerke die ersten grossflächigen Industriebetriebe.
Die Wirtschaftskrise 1930 bis 1936 förderte in Biel wie im Jura die Diversifizierung der einseitig auf die Uhrenproduktion ausgerichteten Industrie und trieb gleichzeitig die Konzentration im Uhrensektor voran. 1930 verbanden sich Unternehmen der Bieler Uhrenindustrie, mit Omega und Tissot an der Spitze, zur Société suisse pour l'industrie horlogère (SSIH), 1931 entstand mit der Allgemeinen schweizerischen Uhrenindustrie AG (Asuag) ein weiteres Konglomerat von Uhrenbetrieben. Die Sanierungsbemühungen wurden unterstützt durch Massnahmen des Bundes, der 1934 die Eröffnung von Uhrenbetrieben sowie den Uhrenexport einer öffentlich-rechtlichen Bewilligung unterstellte und damit einen umfassenden staatlichen Interventionismus einleitete. Letztlich halfen die 1936 beschlossene Abwertung des Frankens und der Durchbruch der Sozialpartner zum «Arbeitsfrieden» 1937 auch der Uhrenindustrie in Biel aus dem wirtschaftlichen Tief heraus.