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Zu Beginn der Erkrankung des Restharns in der Blase stehen häufiges Wasserlassen am Tage und in der Nacht sowie Blasenschmerzen im Vordergrund. Von Restharn Betroffene schildern einen mit der Blasenfüllung zunehmenden Schmerz, der sie zwingt den Urin der Blase in kurzen Intervallen zu entleerten. Der Schmerz klingt einige Zeit nach der Entleerung ab. Unter normalen Umständen wird die Blase beim Wasserlassen vollständig entleert. Ist der Vorgang des Wasserlassens hingegen gestört, kann nach dem Wasserlassen Urin in der Blase zurückbleiben, der als sogenannter Restharn bezeichnet wird.
Die Ursachen des Restharns können sein eine Fehlfunktion der nervlichen Steuerung, eine Schwäche des Blasenmuskels und eine Abflussbehinderung. Diese Ursachen können die Blasenentleerung einschränken und zu einer unvollständigen Entleerung der Blase führen. Verbleibt ein gewisser Restharn nach dem Wasserlassen, ist die Blase schneller wieder voll, dieser banale Zusammenhang kann ein Grund für häufiges Wasserlassen sein. Weiterhin begünstigt Restharn die Ausbildung von Blasenentzündungen.
Sind die Nervenverbindungen zur Harnblase zum Beispiel durch eine Erkrankung geschädigt, kann die Blasenmuskulatur den zur Entleerung notwendigen Druck nicht aufbringen, die Blase entleert sich unvollständig und es verbleibt ein Restharn nach dem Wasserlassen in der Blase. Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule, eine Operation im Becken oder ein Diabetes mellitus können für eine unvollständige Blasenentleerung verantwortlich sein. Ist die Blasenmuskulatur selbst zum Beispiel nach einem Harnverhalt überdehnt, kann sich dies auf die Entleerungsfähigkeit auswirken und zur Bildung von Restharn führen. Schlussendlich kann auch eine Abflussbehinderung der Harnblase so zum Beispiel durch eine vergrößerte Prostata oder Harnröhrenverengung zur Bildung von Restharn führen.
In Abhängigkeit der Ursache des Restharns bieten sich unterschiedliche Therapien angezeigt. Etabliert hat sich das regelmäßige Katheterisieren. Vorteil: Der Betroffene kann die Katheterisierung selbst durchführen, sie reduziert die Gefahr von Infektionen und durch die anschließende Kontraktion der Blase wird eine Verdickung der Blasenwand durch Überdehnung vermieden. Eine Verdickung der Blasenwand aufgrund von Restharn kann leicht chronifizieren. Neurogene Blasenfunktionsstörungen können medikamentös in Tablettenform oder mit einer Stimulationstherapie behandelt werden. Ein Abflusshindernis erfordert meist eine operative Therapie, so etwa eine Prostataoperation oder die Beseitigung einer Harnröhrenengstelle.
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