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The Enchantment Emporium
- Bewertet: Einband: Taschenbuch
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"Wenn du das liest, bin ich tot" Allie Gale staunt nicht schlecht, als sie von ihrer Großmutter einen Brief mit diesen Worten erhält. Sie zögert nicht lange und reist nach Calgary, um dort nach der Großmutter zu sehen und ihren Trödelladen namens "Enchantment Emporium" zu übernehmen. Hier trifft Allie auf eine Vielfalt übernat... "Wenn du das liest, bin ich tot" Allie Gale staunt nicht schlecht, als sie von ihrer Großmutter einen Brief mit diesen Worten erhält. Sie zögert nicht lange und reist nach Calgary, um dort nach der Großmutter zu sehen und ihren Trödelladen namens "Enchantment Emporium" zu übernehmen. Hier trifft Allie auf eine Vielfalt übernatürlicher Gestalten halb so wild, immerhin ist die Familie Gale selbst ein wenig... übernatürlich. Doch als Allie den Grund erfährt, warum sich die Tauben immer verstecken, schwant ihr Übles... Von Tanya Huff kannte ich bisher nur die "Blood Books" um Vicky Nelson: Urban Fantasy über eine Detektivin und einen Vampir. "The Enchantment Emporium" geht stilistisch in eine ähnliche Richtung, ohne jedoch Handlung, Charaktere oder Setting zu kopieren. In der kanadischen Großstadt Calgary gibt es nämlich keine Vampire, sondern Zauberer, Drachen, Leprechauns und allerlei mystische Gestalten nicht zu vergessen Allies "aunties" (Tantchen), eine Horde selbstbewusster älterer Damen, die sich ununterbrochen in Allies Leben einmischen und auf ihre eigene Art sympathisch sind. Der Einstieg in die Geschichte erfolgt mir ein wenig zu abrupt: was es mit den Gales auf sich hat, wird erst im Laufe des Buches nach und nach angedeutet sehr gut gemacht, aber ein paar Infos mehr hätten nicht geschadet. Doch sobald man einmal drin ist, lässt das Buch einen nicht mehr los: humorvoll und temporeich erzählt Tanya Huff, wie ihre Heldin sich in der fremden Stadt einlebt, Freundschaften schließt und nach und nach herausbekommt, was in Calgary vor sich geht. Allie wird von gleich mehreren Cousins begleitet, von denen besonders die blauhaarige Charlie als sehr sympathisch herüber kommt. Mehrere kleine Running Gags (wie die Tauben oder die Jojos) lockern die Geschichte zusätzlich auf. Manches ist leider vorhersehbar, anderes kommt unerwartet; auch das Ende ging etwas zu flott und fast zu einfach. Trotzdem ist "The Enchantment Emporium" ein sehr gutes Buch, bei dem das Lesen Spaß macht - ich war regelrecht enttäuscht, als es nach 450+ Seiten schon aus war! Wie so oft bei paranormaler Fantasy gibt es auch in "The Enchantment Emporium" eine Liebesgeschichte, die sogar einen recht großen Teil der Geschichte einnimmt, aber niemals kitschig oder schmalzig wird. Im Gegenteil: es ist eine Freude, Allie zuzusehen, wie sie sich verliebt und gleichzeitig ganz nüchtern ihre eigenen Ziele verfolgt. Probleme bereitete mir das kanadische Englisch: manche Sätze musste ich zweimal lesen, um sie zu verstehen, was vielleicht auch an dem einen oder anderen Tippfehler lag: mehrmals steht "liked" statt "like", und einmal fehlt sogar ein Wort. Allerdings gewöhnt man sich rasch an das kanadische Englisch, und spätestens ab der Hälfte des Buches liest es sich flüssig. "The Enchantment Emporium" ist in sich abgeschlossen und kann damit als Einzelband gelesen werden. Wie es weitergeht, wird in "The Wild Ways" (November 2011) aus Charlies Sicht erzählt. Ich bin gespannt!