Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/161851

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit den IBR-Problemen in der Schweiz ist mittlerweile klar, dass Österreich erst nach rund zwei Monaten, am 17. Februar 2015, das BLV informiert hat. Bis heute wurde auch kein Fall bei der OIE gemeldet. Hätte Österreich - entsprechend den internationalen Abmachungen - umgehend seine IBR-Fälle gemeldet, hätten die Importtiere noch während der amtstierärztlichen Überwachung auf IBR getestet und erfasst werden können.</p><p>Was tut der Bundesrat, damit Österreich seinen Verpflichtungen nachkommt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Verdacht auf infektiöse bovine Rhinotracheitis (IBR) wurde von den österreichischen Veterinärbehörden Ende Januar 2015 gestellt, die Bestätigung der Krankheit erfolgte Anfang Februar 2015. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wurde am 17. Februar 2015 informiert und hat sich umgehend mit den österreichischen Veterinärbehörden in Verbindung gesetzt, um weitere Informationen über den Fall zu erhalten. Auf technischer Ebene hat das BLV die erhofften Informationen über betroffene Tierhaltungen und Tiere sowie Verlauf der Seuche erhalten.</p><p>Das Bundesamt hat den österreichischen Behörden auch Fragen zur etwas späten Information der Schweiz und zur Nichtnotifikation der Krankheit bei der Weltorganisation für Tiergesundheit gestellt. Die Antwort ist am 12. März 2015 eingetroffen. Gemäss den schriftlichen Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben die örtlichen epidemiologischen Abklärungen erst zu einem späten Zeitpunkt eine mögliche Verbindung zwischen dem Seuchenbetrieb und Tieren, welche in die Schweiz verbracht wurden, ergeben. Entsprechende Meldungen an die Schweiz sind anschliessend umgehend erfolgt. Weiter sei die Notifikation bei der Weltorganisation für Tiergesundheit in Vorbereitung.</p><p>Das BLV hat mit den kantonalen Behörden alle erforderlichen Massnahmen getroffen, um eine weitere Verbreitung der Tierseuche im Inland zu verhindern.</p>