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Das Kirchenjahr beginnt nicht wie das uns bekannte Kalenderjahr im Januar. Es orientiert sich an der Feier des Lebens Jesu: Darum beginnt das Kirchenjahr mit dem Advent, der Vorbereitungszeit auf Weihnachten – dem Geburtsfest Jesu.
Advent und Weihnachten
Der erste Advent kann Ende November oder anfangs Dezember sein, je nachdem wie Weihnachten fällt: Der Advent umfasst immer vier Sonntage, wobei der vierte Adventssonntag und der 24. Dezember zusammenfallen können.
In die Weihnachtszeit fallen der Stephanstag (26. Dezember), das Fest der Heiligen Familie (1. Sonntag nach Weihnachten), sowie das Fest der Heiligen Drei Könige, welches am 6. Januar gefeiert wird. Im offiziellen kirchlichen Sprachgebrauch heisst dieses Fest „Erscheinung des Herrn“: Die Sterndeuter symbolisieren die damalige bekannte Welt. Vor ihnen „erscheint“ Jesus als der König der Welt, gibt sich also als der von Gott geschickte Retter zu erkennen.
Mit dem Fest der Taufe des Herrn (1. Sonntag nach dem 6. Januar) wird die Weihnachtszeit liturgisch beendet.
Fastenzeit und Ostern
Eine zweite wichtige kirchliche Jahreszeit ist die Fasten- und Osterzeit. Die Fastenzeit dauert sechseinhalb Wochen und ist (ähnlich wie der Advent) eine Zeit der Vorbereitung: Früher gab es strenge Fastengebote. Diese sind heute auf ein Minimum reduziert. Lediglich am Aschermittwoch und am Karfreitag sollen Katholikinnen und Katholiken auf Fleisch und Alkohol verzichten und nach Möglichkeit nur eine voll sättigende Mahlzeit zu sich nehmen.
Viele Menschen bemühen sich in dieser Zeit aber freiwillig, auf dieses oder jenes zu verzichten, einige Tage voll zu fasten oder sich mehr Zeit für Gebet und Besinnung zu nehmen.
An Ostern bricht dann die Freude über die Auferstehung Jesu auf. Dies zeigt sich im üppigeren Kirchenschmuck, in den festlichen Gottesdiensten und den eigens für diese Zeit verfassten Liedern.
Am ersten Sonntag nach Ostern wird in vielen Pfarreien der Weisse Sonntag gefeiert, wo die Kinder zum ersten Mal die Kommunion empfangen dürfen.
Vierzig Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt gefeiert: Dieser Tag erinnert an die Heimkehr Jesu zu seinem Vater.
Abgeschlossen wir die Osterzeit mit dem Pfingstfest – der Erinnerung an die Sendung des Heiligen Geistes –.
Die liturgischen Farben
Jede Zeit des Kirchenjahres hat ihre spezielle Farbe: Im Advent und in der Fastenzeit ist es Violett, an Weihnachten, Ostern und andern Hochfesten wird Weiss getragen. An Gedenktagen von Märtyrern (Christinnen und Christen, die für ihren Glauben gestorben sind), sowie an Pfingsten ist die liturgische Farbe Rot. Für Trauergottesdienste können Grau oder Schwarz getragen werden. Die Farbe des kirchlichen „Alltags“ (= Kirchenjahr ausserhalb besonderer liturgischer Feiern) ist Grün.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kath.ch/beten
oder www.kath.de/Kirchenjahr