Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/3369

Philipp Gilgen beendet Karriere
17.09.2004 - Felix Gmünder:
Nach mehr als 20 Jahren aktivem Schwimmsport beendet Philipp Gilgen vom SV beider Basel seine Karriere um sich neu auszurichten. Der bald 28-jährige Delfin-Schwimmer startet eine Zweitausbildung zum Industrie Designer an der Fachhochschule in Aarau. Gilgen war schon während seiner Aktivzeit kreativ tätig als er den Lead beim Design der Swiss-Swimming-Ausrüstung übernahm. Der in Casablanca (Marokko) geborene Hochbauzeichner feierte seine internationale Premiere 1998 im Alter von 21 Jahren bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Sheffield. Ein Jahr später startete er bereits an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Hongkong und an den Europameisterschaften in Istanbul. Den sportlichen Höhepunkt in Gilgens sportlicher Laufbahn stellt die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney dar. Als schnellster Rückenschwimmer des Landes qualifizierte sich Philipp Gilgen mit der 4 x 100 m Lagenstaffel. 10 Monate nach den Jahrhundertspielen vertrat der 17-fache Schweizermeister sein Land bei den Welttitelkämpfen im japanischen Fukuoka und stellte damit sicher, dass er bei jeder Art von internationalen Titelkämpfen am Start war. Letztmals an der EM 2004 in Madrid, wo er seinen letzte Chance auf eine zweiten Olympia-Start vergab. Der für den SV beider Basel startende Gilgen sammelte in seiner langjährigen Karriere 17 goldene, 24 silberne und 20 bronzene Einzelmedaillen an nationalen Titelkämpfen und hält mit 2:01.10 Minuten seit der EM?02 den Schweizerrekord über 200 m Delfin. Seine beste Rangierung auf der internationalen Schwimmbühne war ein vierter Platz mit der 4 x 50 Freistil Staffel an der Kurzbahn-EM 2000 in Valencia (Spanien). Auf die Frage welches denn nun sein schönster Wettkampf war antwortete er: ?Die EM in Helsinki, da bin ich so richtig gut geschwommen und konnte mich für Sydney qualifizieren?. Neben Gilgen haben im Olympia-Jahr bereits die Nationalmannschaftsschwimmer Adrian Andermatt, David Richard und die dreifache Olympia-Starterin Chantal Strasser ihre Badehose respektive ihr Badekleid an den berühmten Nagel gehängt.