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Über das Leben von Giovannico Pisano, einem sardischen Müllerssohn aus der Provinz Sassari, ist nicht viel bekannt. Der Gerichtsbericht erzählt dessen bisheriges Leben anhand von ein paar Zahlen.
Pisano hatte sechs Geschwister. Als er sieben Jahre alt war, starb die Mutter. Während fünf Jahren besuchte er die Schule, unterrichtet wurde er allerdings nur während jeweils vier Monaten. Später arbeitete Pisano als Schafhirt und wanderte dann zunächst nach Deutschland aus.
Bereits dort fiel er auf mit ersten Gewaltausbrüchen und kleineren Delikten. So habe er in einer Italienerunterkunft, einer Barackensiedlung, bei einem Wutausbruch randaliert und eine Türe beschädigt. Ein Polizeirapport hielt fest, dass er anderen Bewohnern mit einem Messer in der Hand gedroht habe, er werde alle umbringen. Daraufhin hatte Pisano in Deutschland zweimal nach kurzer Zeit seine Stelle gewechselt. Dann zog er im Sommer des letzten Jahres in die Schweiz, nachdem er «wegen einer Geschichte mit minderjährigen Mädchen von der deutschen Polizei aufgesucht worden war».
In Zürich arbeitete Pisano als Hausbursche in einem Restaurant. Er arbeitete von frühmorgens bis um 14 Uhr. In der Freizeit las er, vorwiegend psychologische Werke, und besuchte gelegentlich ein Restaurant oder ein Kino.
Im Kino war er auch an jenem folgenschweren Abend gewesen. Nicht bis zum Schluss, es war drückend heiss gewesen, Pisano verliess das Kino in der Pause. Im Restaurant seiner Arbeitsstelle traf er auf seine Landsleute und Berufskollegen, mit denen der spätere Abend im Platzspitz-Park dann seinen unheilvollen Verlauf nahm.