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Wer von Paris auf dem schnellsten Weg nach Gent, Brügge oder Antwerpen fahren will, wählt den Canal du Nord. Viel Berufsfahrt, speditives Schleusen, wenig Liegemöglichkeiten. Nach Péronne, wo man unbedingt das dem Ersten Weltkrieg gewidmete Museum besuchen sollte, kreuzt die Somme den Canal du Nord. Eine wenig einladende Reihe roter Bojen markiert eine Untiefe in der Einfahrt der kanalisierten Somme. Dass die Bojen auf der falschen Seite gesetzt sind (oder die falsche Farbe haben), macht das Fahrwasser auch nicht einladender.
Eigentlich beginnt der Canal de la Somme in Saint-Simon als Abzweigung vom Canal de Saint-Quentin. Aber die Schifffahrt auf dem Teilstück bis Voyennes ist nach offizieller Darstellung «derzeit» eingestellt. Wer die Leidensgeschichte der unterbrochenen Sambre oder der ebenso unterbrochenen Scarpe kennt, weiss, was das im heutigen Frankreich bedeutet: Für den Schiffsverkehr definitiv verloren. Aber wenden wir uns dem zu, was wir befahren können, nämlich dem Canal de la Somme von Péronne bis Saint-Valery-sur-Somme. Genau genommen benützt der Canal du Nord ein Teilstück des Canal de la Somme, aber wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst.
Das Teilstück von Péronne bis zur ersten Schleuse und die Schleuse selbst sind noch im Hoheitsgebiet der Voies Navigables de France (VNF). Dann aber befindet man sich im Gebiet, welches dem Conseil Général de la Somme untersteht und dieses Gebiet erstreckt sich von Feuillères, wo man quasi eincheckt, bis zur Einmündung der Somme in den Atlantik bei Saint-Valery-sur-Somme. War die VNF-Schleuse noch vollautomatisch, so wird man ab jetzt von Schleusen- und Brückenwärtern betreut, die man jeweils mindestens eine halbe Stunde vor Abfahrt informiert. Das klappt während der sechs Wochen, die wir auf der Somme verbringen, tadellos.
Die 136 km lange Somme wurde Ende des 18. bis anfangs des 19. Jahrhunderts mit insgesamt 23 Schleusen im Freycinet-Mass (38.50 x 5.08 m) schiffbar gemacht. Die Absicht war, den vom Ärmelkanal herkommenden Frachtschiffen die Zufahrt über die Somme-Bucht bis nach Abbeville und Amiens zu ermöglichen. Aber der Atlantik hat einen enormen Tidenhub von mehreren Metern und das bedeutet, dass die Flut immer wieder Sand heranführt. Was die Belgier in Antwerpen und die Niederländer in Rotterdam machten und immer noch machen – ständig die Fahrstrasse ausbaggern –, war in der Somme-Bucht angesichts des erwähnten Tidenhubs aussichtslos. Die Flut führte viel mehr Sand heran, als die Ebbe wieder mitnahm. So können heute bei Ebbe nicht einmal mehr die Touristenboote aus Saint-Valery-sur-Somme auslaufen und die Fischerflotte hat sich in alle Winde verstreut.
Freizeitboote sind deshalb heute auf der Somme unter sich und die Verwaltung des Departements, eben der Conseil Général de la Somme, unternimmt viel, um den Bootstourismus zu fördern. Offiziell heisst das Gewässer zwar Canal de la Somme, aber mit einem Kanal hat es nicht viel zu tun. Die Somme ist ein Fluss mit natürlichen Ufern, links und rechts gesäumt von unzähligen Seen, Weihern, Sumpfgebieten und Mooren. Hier wurde Torf gestochen, als Torf noch als Brennmaterial verwendet wurde und die Gegend war wohlhabend. Heute lebt die Gegend hauptsächlich von den unzähligen Hobbyfischern und vom Schlachtentourismus, die Industrie ist unbedeutend. Das hat denn auch in den letzten hundert Jahren zu einer markanten Abwanderung geführt.
Sie haben schon richtig gelesen: Schlachtentourismus. Im Ersten Weltkrieg tobte an der Somme vom 1. Juli bis 18. November 1916 eine der blutigsten und sinnlosesten Schlachten der Weltgeschichte – wenn es denn überhaupt sinnvolle Schlachten gibt. In diesen knapp fünf Monaten fiel rund eine Million Soldaten, ohne dass eine der beiden Seiten einen nennenswerten Geländegewinn erzielt hätte. Erneut zum Kampfgebiet wurde die Somme mit der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 und der alliierten Gegenoffensive im August 1918, welche mit zur Kriegsentscheidung beitrug. Den Truppen des deutschen Kaiserreichs standen auf alliierter Seite Franzosen, Briten, Neuseeländer, Kanadier und Australier gegenüber. Mit ihrem Blut wurde der Boden getränkt und ihre Nachfahren, eben die heutigen Schlachtentouristen, besuchen die Gräber ihrer Grossväter und Urgrossväter sowie die zahlreichen Gedenkstätten und Museen. Uns als Schweizern geht die persönliche Betroffenheit ab, es bleibt beim geschichtlichen Interesse.
Für die historisch interessierte Schiffsbesatzung ist die Picardie, so heisst die Region, eine unerschöpfliche Fundgrube, für den Freizeitkapitän das reine Vergnügen.
Unsere erste Anlegestelle ist Frise, oberhalb der Schleuse «Frise supérieure». Sie bietet gerade ausreichend Platz für unsere 22.5 Meter Länge und hat keine Einrichtungen wie Strom und Wasser. Dafür ist es ruhig, sicher und idyllisch.
Von Frise bis Cappy sind es knapp sieben Kilometer, zwei Schleusen und eine Hebebrücke, wofür man nicht einmal zwei Stunden benötigt. Cappy bietet gute Liegemöglichkeiten: Früher war hier eine Basis der Locaboat, welche aber im Oktober 2014 mangels Umsatz geschlossen wurde. Geblieben sind die Quais. In Cappy finden wir einen Bäcker sowie einen Gemüsebauern, bei dem wir selber Erdbeeren pflücken können. Das nur drei Kilometer entfernte Bray-sur-Somme verfügt über einen kleinen, aber gut assortierten Supermarkt, einen guten Bäcker und einen noch besseren Metzger. Im Nebenraum macht er vor unseren Augen Bratwürste mit der von uns gewünschten Füllung. Frischer geht’s nicht!
Kurz nach Cappy, in Froissy, passiert man am linken Ufer einen unscheinbaren kleinen Quai mit Ringen. Für Liebhaber von Schmalspur- und Dampfeisenbahnen ist hier ein Halt obligatorisch. Erstens ist direkt neben diesem Quai ein sehenswertes, kleines Museum zum Thema Schmalspurbahnen und zweitens fährt hier ab Mitte April «le p’tit train touristique de la Haute Somme» jeden Sonntag, in den Monaten Juli und August sogar täglich.
Wem das Dampfzügli in Froissy nicht genügt, wird in Saint-Valery-sur-Somme auf seine Kosten kommen. Doch davon später.
Von Cappy bis Corbie sind es 24 Kilometer mit vier Schleusen und einer Hebebrücke. Die mächtige Abteikirche von Corbie zeugt von vergangener Grösse: Die Siedlung war in merowingischer Zeit eines der wichtigsten religiösen Zentren des Frankenreichs. Den Bootstouristen wird interessieren, dass der Liegeplatz mit Strom und Wasser ausgerüstet ist und dass man sich dank Supermarkt, Bäcker und Metzger verproviantieren kann.
Von Amiens, der Hauptstadt des Departements Somme, trennen uns nur noch neunzehn Flusskilometer und drei Schleusen. Wir lagen zehn Tage in Amiens und denken mit gemischten Gefühlen an diesen Aufenthalt zurück. Da wäre der an sich einladende Schwimmsteg – aber die Strom- und Wasseranschlüsse wurden von Vandalen zerstört und von der Stadt lange nicht mehr instand gestellt. Kurze Zeit nach unserem Aufenthalt brachen in der Stadt Unruhen aus, welche in regelrechten Strassenschlachten zwischen Hundertschaften von Polizisten und Jugendlichen aus den Banlieues gipfelten. Die ersten zwei Nächte hatten wir unerwünschten Besuch an Bord und wäre unser Gasgrill nicht angekettet gewesen, hätte er uns unfreiwillig verlassen. Er wurde uns dann später – trotz Stahlseil – in Mecklenburg-Vorpommern gestohlen.
Aber Amiens hat mit dem nächtlichen Lichtspektakel an seiner Kathedrale und den «Hortillonnages», den «schwimmenden» Gärten, Sehenswürdigkeiten, für die man (jedenfalls wir) gewisse Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt. Insbesondere die nächtliche Illumination der Kathedrale ist eindrücklich. Nach Einbruch der Nacht werden alle Lichter in der Umgebung gelöscht und aus fünf riesigen Laserkanonen wird die graue, nüchterne Fassade der Kathedrale millimetergenau «bemalt», während Hunderte von Zuschauern mit offenem Mund staunen.
Wir bleiben natürlich nicht nur wegen der Kathedrale und den schwimmenden Gärten zehn Tage in Amiens, sondern weil die Somme nach tagelangen Regenfällen (zu) stark strömt. Die Somme schlängelt sich unterhalb Amiens in engen Windungen durch Wald und dichtes Gebüsch. Bei starker Strömung kann das mit einem 23 Meter langen Schiff recht abenteuerlich werden.
Wir laufen erst aus Amiens aus, wie sich die Strömung etwas beruhigt hat. Aber auch jetzt noch fliesst die Somme mit fünf Stundenkilometern sehr munter und um die engen Windungen ist es wie Kanufahren, Quer durch die Kurven zu sliden und mit dem Heck ohne Uferberührung auszuschwingen, ist echte Konzentrationsarbeit. Aber es macht unglaublich Spass, wenigstens solange kein Schiff entgegenkommt. Denn welcher Mietbootkapitän weiss schon, dass der Talfahrer immer Vortritt hat? Heute hat sich das Problem von selbst erledigt: Es gibt hier keine Mietboote mehr.
Wenn Sie Ihre Kinder oder Enkelkinder an Bord haben, so werden Sie um einen Besuch des prähistorischen Freiluftmuseums Samara nicht herum kommen. «Museum» tönt für Kinder eher abschreckend, aber nur solange, bis sie selber nach Steinzeitart Feuer machen lernen oder Körner zu Mehl mahlen oder Wurfspeer schleudern oder… Das Freilichtmuseum liegt zwischen Amiens und Picquigny und hat eine eigene Anlegestelle.
Picquigny, Long und Pont-Rémy bieten weitere Liegemöglichkeiten, bis wir in Abbeville einlaufen. Abbeville, «die Stadt des Abtes», wurde schon in der Altsteinzeit besiedelt. Dank der Verbindung zum Atlantik war Abbeville seit dem 12. Jahrhundert ein wichtiger Handelshafen und sogar Mitglied der Londoner Hanse. Damals zählte es beinahe doppelt so viele Einwohner wie heute. Mit der Versandung der Somme-Bucht ging es auch ökonomisch bergab. Von den Glanzzeiten der Stadt zeugt die Stiftskirche Saint Vulfran, ein Meisterwerk spätgotischer Baukunst.
Vom Atlantik trennt uns nur noch ein zwölf Kilometer langer, schnurgerader Kanalabschnitt. Dann erreichen wir Saint-Valery-sur-Somme an der Somme-Bucht, der «Baie de Somme», welche sich über zehn Kilometer Länge von Südost nach Nordwest erstreckt. Eigentlich ist es gar keine Bucht, sondern eine Flussmündung, die erst noch unter Naturschutz steht. Aber ob Bucht oder Flussmündung, sie ist überwältigend schön. Sie besteht aus etwa 1’500 Hektaren Schlickzonen und Salzwiesen sowie 3’000 Hektaren Sanddünen.
Mit Ebbe und Flut ist die Landschaft in ständiger Bewegung, ein unablässiges Naturschauspiel. Wir schliessen uns einer geführten Wanderung an, weil man ja nicht gerne irgendwo draussen auf einer Sandbank von der Flut überrascht werden möchte. Die Führerin trägt ein starkes Fernglas auf einem Stativ mit sich. Irgendwann stellt sie es ab, richtet es und erklärt feierlich, da draussen habe es Robben. Tatsächlich sehen wir durch das Fernglas weit draussen auf einer Sandbank einen kleinen grauen Fleck.
Nachdem uns die Führerin verabschiedet hat, wandern wir auf eigene Faust der Küste entlang. Wir klettern um eine Sanddüne und trauen unseren Augen nicht: Keine hundert Meter entfernt, nur durch einen schmalen Streifen Meer von uns getrennt, aalen sich zwei Robben auf einer Sandbank in der Sonne. Im Vergleich zu den Robben bei der geführten Wanderung sind «unsere» Robben geradezu in Streicheldistanz. Es sieht so aus, als würden sich die Robben beim Anblick unseres Teleobjektivs richtiggehend in Pose werfen. Wenigstens haben wir Kamera und Tele nicht umsonst mitgeschleppt …
Von der Schmalspurbahn in Froissy zur Meterspur rund um die Baie de Somme: Die 1887 gebaute Strecke des «Chemin de Fer de la Baie de Somme» fährt von Le Crotoy über Saint-Valery-sur-Somme nach Cayeux-sur-Mer. Im Gegensatz zur Schmalspurbahn sind hier «richtige» Dampflokomotiven im Einsatz. Unser Schweizerherz schlägt deutlich höher, wie wir an einem der sorgfältig restaurierten Bahnwagen den Vermerk «BOB» lesen. Auf Nachfrage wird uns bestätigt, dass hier tatsächlich auch ehemalige Wagen der Berner Oberland-Bahn im Einsatz sind.
Saint-Valery-sur-Somme ist übrigens sehr – sehr! – touristisch und wo es touristisch ist, gibt es Touristenfallen. Man kann sie sich einfach merken: Die Restaurants mit Blick auf die Somme-Bucht bieten ungeniessbares Essen zu horrenden Preisen. Es mag Ausnahmen von der Regel geben, aber die guten Beizlein findet man in den kleinen Gassen.
Wenn man schon in Saint-Valery ist, sollte man einen Abstecher per Fahrrad oder per Mietwagen zu den geradezu unwirklich schönen Kreidefelsen westlich der Sommebucht machen. Hier fühlt man sich winzig klein …
Natürlich ist es ein Privileg, wenn man sich sechs Wochen Zeit für einen nicht überwältigend langen Fluss nehmen kann. Aber selbst wenn man weniger Zeit zur Verfügung hat, bietet eine Befahrung der Somme alles, was man in seinen Bootsferien erwartet: Ein Fahrwasser von mittlerem Schwierigkeitsgrad mit gut unterhaltenen Schleusen und Hebebrücken, mit einem Naturschutzgebiet von europäischem Rang, mit ausreichend Anlegemöglichkeiten, mit Dampfbahnen, mit einem prähistorischem Freilichtmuseum, mit der grössten Flussmündung Europas und nicht zuletzt mit historisch bedeutenden Gedenkstätten. Nicht erwähnt haben wir das Maison Jules Verne in Amiens, das hundertjährige und noch heute funktionsfähige Turbinenkraftwerk in Long, die unzähligen Wanderwege und und und – entdecken Sie die Gegend doch selbst!
Mietboote: Die Mietbootbasis von Locaboat wurde im Oktober 2014 geschlossen. Keine anderen Mietmöglichkeiten bekannt.
Verwendete Karten: Fluviacarte Nr. 24 «Picardie»
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Aus dem Logbuch :
- Frise. Anlegemöglichkeit oberhalb Schleuse Frise supérieure linkes Ufer, Quai 16 m, drei Poller, Platz für Schiff bis 25 m. Sonst vor Silo. Wassertiefe 1.7 m. Kleine Épicerie/Bar, sehr rudimentär. Brot in Cappy 6 km kaufen.
- Cappy. Liegemöglichkeiten oberhalb der ehemaligen Locaboat-Basis (kein Wasser/Strom). Sehr stimmungsvolles Restaurant «L’Escale de Cappy» von Madame Claude Serminet, die das Buch «Aimer la cuisine Picarde» geschrieben hat. Typische Küche der Picardie, aber nicht immer überzeugend. Bäcker (Di. geschlossen). Kleine Épicerie mit sehr beschränktem Angebot, hauptsächlich Fischerei-Artikel. Gute Einkaufsmöglichkeiten im 3 km entfernten Bray-sur-Somme mit Supermarkt und sehr guter Boucherie/Charcuterie/Traiteur/Épicerie «Les 3 Gourmands». Am Dorfausgang Richtung Bray-sur-Somme linkerhand grosse Gemüsegärtnerei (Erdbeeren und Gemüse zum Selberpflücken).
- Corbie. Liegemöglichkeit am Steg beim Campingplatz. Strom und Wasser. Einwurf 2 Euro, reicht für etwa 8 Stunden Strom/Wasser. Supermarkt «Simply», Bäcker und Metzger in Gehdistanz. Restaurants.
- Amiens. Liegemöglichkeiten im Port d’amont, direkt oberhalb der Schleuse und unterhalb der Schleuse im Port d’aval. Port d’amont hat theoretisch Strom und Wasser, war aber im Juli 2012 vandalisiert. Berichte von nächtlichen Belästigungen durch Betrunkene. Sehr laut wegen Parkplatz und Spätheimkehrern aus den zahlreichen Bars in der Umgebung. Sehenswürdigkeiten: Kathedrale, Maison Jules Verne, Hortillonnages («schwimmende» Gärten). Markt am Samstag am Quai Bélu und bei der gedeckten Markthalle. Der beste Metzger: «La boucherie du Beffroi» am Marktplatz.
- Picquigny. 50 m langer Quai mit Pollern am linken Ufer oberhalb der Schleuse. Zughaltestelle in Gehdistanz. Seit 2014 Elektrisch. Zwei Bäcker, ein sehr guter Metzger, gepflegter kleiner Carrefour über die Brücke rechts in ca. 400 m Distanz. Restaurant «L’Olivier» Nähe Hafen ist seit 2011 geschlossen, ebenso die kleine Épicerie im Dorf. Sehenswürdigkeiten: Château aus dem 14. Jahrhundert (Ruinen) und Collégiale St Martin (Kirche) mit Schiff aus dem 13. Jahrhundert.
- Samara. Gemäss FLUVIAL Nr. 249/2015 verfügt die kleine Anlegestelle seit Oktober 2014 über Stromanschluss. Prähistorischer Naturpark mit zahlreichen Animationen, Vorführungen und Ausstellungen. Kinder können an zahlreichen Aktivitäten teilnehmen. Täglich geöffnet vom 22. März bis 1. November.
- Long. Liegemöglichkeit direkt oberhalb Schleuse am linken Ufer, ca. 40 m langer Quai mit Pollern. Strom und Wasser (Einwurf 2 Euros). Einkaufsmöglichkeiten: Metzgerei mit Dépôt de pain und recht assortierter Épicerie. Sehr empfehlenswertes Restaurant «Le Comptoir Bleu» mit Terrasse auf die Somme, direkt gegenüber dem Liegeplatz. Sehenswürdigkeiten: Château de Long aus dem 18. Jahrhundert mit eindrücklichem Park. Wasserkraftwerk von 1902, immer noch betriebsfähig.
- Pont-Rémy. 50 m langer Quai mit Pollern am linken Ufer ca. 300 m oberhalb der Schleuse. Strom und Wasser (Einwurf 2 Euros). Bäcker, Metzger mit angegliederter Épicerie. Im Office de Tourisme kann die Wegbeschreibung für eine lohnenswerte 10 km-Rundwanderung auf die Höhen von Pont-Rémy bezogen werden.
- Abbeville. 80 m langer Quai mit Pollern am rechten Ufer oberhalb der Schleuse. Strom und Wasser (Einwurf 2 Euros). Wenn besetzt, Liegemöglichkeiten unterhalb der Schleuse im «Port Maritime», langer Quai mit Ringen. Keine Einrichtungen. Achtung: Tidenhub ca. ein Meter. Direkt neben dem oberen Liegeplatz Carrefour mit Tankstelle und allen üblichen Gasflaschen. Gegenüber dem oberen Liegeplatz «Espace Auto», Fiat- und Seat-Garage mit günstigen Miettarifen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Empfehlenswertes Restaurant «L’Étoile du Jour». Markt Donnerstag und Samstagmorgen. Alle Einkaufsmöglichkeiten.
- Saint-Valery-sur-Somme. Liegeplatz entweder am Ponton oberhalb der Seeschleuse (Strom und Wasser, Einwurf 2 Euro) oder im Seehafen unterhalb der Seeschleuse (Boote >12 m Euro 32/Tag). Sehr touristischer Ort. Restaurants mit Blick auf die Sommebucht unter allen Umständen meiden: Das Essen ist durchwegs ungeniessbar und die Preise absurd. Empfehlenswertes Restaurant: «Le Vélocipède». Markt Mittwochmorgen und Sonntagmorgen. Sehenswürdigkeiten: Historische Dampfbahn, Ökomuseum Picarvie, Kräutergarten «Herbarium des remparts». Ausfahrten mit Schiff «Commandant Charcot» in die Bucht. Geführte Wanderungen (Zeitpunkt abhängig vom Gezeitenstand).