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Vor Korsika, einer französischen Mittelmeerinsel mit politischem Sonderstatus, wurden schon vermehrt Schätze versteckt, gesucht und zum Teil gefunden. Einige meinen mit Schatz vielleicht den reichen Meeresboden, der mit wunderschönen Korallen überzogen ist und als Taucherparadies gilt. Andere wiederum meinen damit Reichtümer in Form von Gold und Silber.
2014 hat der Kultursender Arte einen Dokumentarfilm herausgebracht, der sich mit dem Katz-und-Maus-Spiel zwischen französischen Behörden und Schatzsuchern auseinandersetzt. Auslöser dafür war die Versteigerung einer römischen Goldmünze im Internet für 800’000 Euro.
Laut Muenzenwoche.de stamme die Münze aus einem Goldschatz, der in den 1950er-Jahren vor Korsikas Küste gefunden worden sei. Bevor sich die staatlichen Behörden einschalten konnten, sei der angeblich gefundene Schatz unter Ganoven, Hobbytauchern und korsischen Nationalisten aufgeteilt und verscherbelt worden. Ab 1957 tauchten die besagten Schatzmünzen zuerst stück- und dann gruppenweise im internationalen Antiquitätenhandel auf.
Wenn Schätze in französischem Hoheitsgebiet gefunden werden, sind sie per Gesetz Staatseigentum. Deswegen gilt das Verkaufen dieser Wertgegenstände als Unterschlagung und Hehlerei. Der Haken an der Sache: Niemand weiss, ob es je nur einen grossen Schatzfund gegeben hat. Davon, dass die Münzen auch aus anderen Funden an anderen Orten stammen könnten, will Frankreich nichts wissen.