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Beinahe wäre es nichts mit dem Hubble-Weltraumteleskop geworden: Als es 1990 an Bord der Raumfähre Discovery in die Erdumlaufbahn gebracht wurde, hatte es den Budgetrahmen bereits gesprengt, war Jahre hinter dem Zeitplan und dann auch noch kurzsichtig – ein Konstruktionsfehler bei einem Spiegel führte zu Verzerrungen und unbrauchbarer Bildqualität.
1978 rechnete die NASA mit 400 Millionen US-Dollar für das Projekt, welches 1983 hätte realisiert werden sollen. 1986 wäre Hubble dann bereit gewesen, der Start wurde jedoch wegen dem Challenger-Unglück auf unbestimmte Zeit verschoben. Alleine die Lagerung von Hubble kostete monatlich sechs Millionen US-Dollar.
Dafür lieferte es schliesslich 1995 ein atemberaubendes Bild des Universums, dass später “Säulen der Schöpfung” genannt wurde. Hubble fotografierte damals den 7’000 Lichtjahre entfernten Adlernebel. Zum Vergleich: Unsere Sonne befindet sich 0.000158 Lichtjahre entfernt von der Erde. Bei diesem Nebel handelt es sich um von Sonnenwinden geformte Riesen-Molekülwolken, aus der sich Sterne bilden. Die Säulen alleine sind fünf Lichtjahre, also 47.5 Billionen Kilometer, lang. Die schwarze Fläche oben rechts im Bild entstand, weil eine der vier Hubble-Kameras mit einer viel grösseren Auflösung fotografierte und dafür weniger Fläche auf einmal abdecken konnte.
Erst dank einer Reparatur-Mission konnte Hubble 1993, mit zehn Jahren Verspätung, in Betrieb genommen werden und solche Fotos schiessen. Das Weltraumteleskop kostete laut einer Schätzung aus dem Jahr 2010 nach 20 Jahren in Betrieb bereits um die 10 Milliarden US-Dollar, also mehr als das 20-fache des geplanten Betrags.