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Zirka 10 Prozent aller Kinder und 5 Prozent aller Erwachsenen leiden an Asthma, auch «Asthma bronchiale» genannt. Schon wenige Monate alte Babys können daran erkranken, jedoch tritt Asthma am häufigsten zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr auf. Wird Asthma zu spät erkannt, kann dies in Lungenschäden oder auch Entwicklungsstörungen münden.
Kinder leiden am häufigsten an allergischem Asthma.
Dieses Form des Asthmas wird durch Allergien verursacht. Einige Patienten leiden an beiden Asthma-Arten gleichzeitig. Parallel zu einem allergischen Asthma leiden die Patienten oft an einer allergischen Rhinitis (Nasenentzündung) und/oder Konjunktivitis (Bindehautentzündung).
Die Ursachen von allergischem Asthma können sein:
Kinder leiden weniger häufig an nicht-allergischem Asthma, hingegegen sind Erwachsene davon öfter betroffen. Nicht-allergisches Asthma wird durch Umweltreize und emotionale Faktoren ausgelöst:
Beim Asthma-Anfall schwellen die Schleimhäute in den Atemwegen an. Die Muskeln um die Bronchien ziehen sich zusammen und verursachen «Krämpfe».
Die Entzündung fördert die Bildung von Schleim, der sich in den Luftröhren absetzt. Dadurch fällt das Atmen schwerer und das Kind hustet. Eine hörbare, pfeifende Ausatmung und Atemnot sind ein klassisches Warnsignal für ein eventuell bestehendes Asthma.
Auch ein tiefsitzender, trockener, auch nächtlicher Husten oder wenn Ihr Kind mit dem Tempo der anderen Kinder nicht mithält, kann auf Asthma hindeuten.
Weitere häufige Asthma-Symptome sind:
Heilbar ist die Krankheit leider nicht. Jedoch lässt sich Asthma bronchiale bei Kindern heutzutage medikamentös behandeln. Die gute Nachricht: bei fast der Hälfte der betroffenen Kinder verschwinden die Symptome nach der Pubertät. Häufig bleibt aber eine Überempfindlichkeit bestehen.
Es ist wichtig, Asthma bronchiale von einem Arzt/einer Ärztin diagnostizieren zu lassen.
Ein nichtbehandeln von Asthma kann gravierende Auswirkungen auf das Wohlbefinden Ihres Kindes haben: die kleinen Lungenbläschen können überblähen und die Lunge dauerhaft Schaden nehmen.
Für kleine Patienten mit leichtem Asthma und selten auftretenden Symptomen reichen oft bronchienerweiternde Medikamente, die inhaliert werden. Bei schwereren Symptomen empfiehlt der Arzt oft zusätzlich, regelmässig zu inhalieren. Diese Behandlung bedarf einer ausführlichen Beratung und guten Betreuung durch den Kinderarzt.
Ein schwerer Asthma-Anfall ist ein medizinischer Notfall. Der/Die Betroffene muss schnellstens ärztlich behandelt werden.