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Anfang Juli haben im Hauptstadtdistrikt die lila-blühenden Ipês für bunte Farbtupfer in der Stadt und auf dem Land gesorgt. Jetzt herrscht zur Freude der Passanten die Pracht der gelbblühenden Ipês vor. Während Kinder in Europa im Herbst das herunter gefallene Laub mit den Füßen aufwirbeln, tun sie dies in Brasilien mit den abgefallenen Blütenmengen der Ipês.
Die gelben Ipês sorgen nicht nur wegen ihrer Schönheit für Freude, sondern auch, weil sie das bevorstehende Ende des subtropischen Winters anzeigen. Dieser beeinträchtigt wiederum die Blütenpracht. Je kälter und trockener der Winter ist, desto stärker blühen sie, nachdem sie vorher all ihre Blätter abgeworfen haben.
In vielen Städten des brasilianischen Südens und Südostens werden sie als Alleebäume, auf Plätzen und in Parks angepflanzt. Auch in Goiás und im Hauptstadtdestrikt durchziehen sie die Siedlungen. In letzterem soll es 600.000 Ipê-Bäume geben, wobei 200.000 im Plano Piloto in Brasília stehen.
In Brasília werden sie seit den Anfängen der Stadt, Ende der 60er Jahre, gepflegt und neu angepflanzt. Allein in diesem Jahr sind bereits zwischen 40.000 und 50.000 Jungpflanzen über das Stadtgebiet verteilt worden.
Gesetzt wurden sowohl weißblühende Bäumchen als auch gelb-, violett- und rosablühende. Jeder von ihnen trägt seine Blütenpracht für etwa zwei Wochen. Weil sie nacheinander in Blüte stehen zieht sich das Ereignis über mehr als zwei Monate hin. Den Auftakt gibt der Ipê-roxo (violett), gefolgt von den gelben, den rosafarbenen und schließlich den weißen.