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Bei einer Analyse der genetischen Vielfalt in der Schweiz gilt es, die räumliche Verbreitung der Arten wie auch die verschiedenen Regionen des Landes, insbesondere die sechs biogeografischen Regionen, zu berücksichtigen. Für die Sammelstrategie wurden folgende Ansprüche definiert:
- Berücksichtigt werden weit verbreitete Arten, welche in allen sechs biogeographischen Regionen der Schweiz vorkommen, aber auch weniger weit verbreitete Arten.
- Pro biogeografische Region werden mindestens 3 Populationen untersucht. Diese sollen einen Abstand von mindestens 5 km und höchstens 50 km zwischen zwei benachbarten Populationen aufweisen und darüber hinaus zufällig ausgewählt werden.
- Pro Population werden nach Möglichkeit 10 Individuen untersucht. Von diesen wird mit modernsten Sequenziermethoden das gesamte Genom (Erbgut) untersucht.
Für die Pilotstudie werden zwei der fünf untersuchten Arten auch retrospektiv analysiert. Je nach Verfügbarkeit von Proben in wissenschaftlichen Sammlungen und Museen werden jeweils ca. 100 Individuen aus dem vergangenen Jahrhundert untersucht. Damit liefert die geplante retrospektive Analyse Informationen zu Veränderungen der genetischen Vielfalt im Verlaufe der Zeit. Diese Untersuchungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Sammlungen und Museen. Die Zugänglichkeit solcher Sammlungen für Wissenschaft, Bildung und Kultur ist Bestandteil einer laufenden SCNAT Initiative.