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Im folgenden Beschrieb erkläre ich einige wichtige Grundregeln bei der Gestaltung in einem definierten Raum oder Format. Oft will der Laie das gesamte Format vollständig gleichmässig ausfüllen. Das führt zu irritierenden Ergebnissen, die weder harmonisch noch schön sind.
Der Goldene Schnitt
Als Goldenen Schnitt bezeichnet man das Teilungsverhältnis einer Strecke oder anderen Grösse, bei dem das Verhältnis des Ganzen zu seinem grösseren Teil (auch Major genannt) dem Verhältnis des grösseren zum kleineren Teil (dem Minor) entspricht.
Einfach ausgedrückt will das bedeuten, dass man den verfügbaren Raum oder das gewählte Format in 1 zu 2 Drittel teilt.
Diese Aufteilung ähnelt dem Goldenen Schnitt und wird vom Auge als besonders harmonisch wahrgenommen.
Das will heissen, man gruppiert die Gestaltungselemente nicht immer zwingend in der Mitte, sondern verteilt sie sie in den verschiedenen Layoutbereichen, von denen der eine 1 Drittel der Fläche einnimmt und der andere 2 Drittel.
Weissraum
Damit wird die Fläche bezeichnet, die nicht mit Text, Bildern oder Grafiken gefüllt wird.
Der Weissraum muss nicht zwingend weiss sein, auch wenn er so bezeichnet wird.
Es geht vielmehr um Ruhezonen in einem Layout. Diese Zonen dienen dem Auge als Ruhepol und erzeugen zugleich eine Spannung im Layout. Um mit Weissfläche zu arbeiten bedarf es Erfahrung und Können. Es eignen sich nicht alle Ecken und Orte in einem Layout/Format für den Weissraum. Oft sieht ein gestaltetes Medium mit harmonischem Weissraum besser aus als ein vollgestopfter Flyer ohne Ruhezonen und Luft.
Layout und Platzierung
Ordnen Sie die einzelnen Gestaltungselemente so an, dass Gruppen entstehen. So orientiert sich der Betrachter schneller und erkennt, welche Bestandteile der Informationen zusammengehören.
Wichtig sind auch Grösse, Proportionen und Verhältnisse. Wichtige Bestandteile sollen grösser und auffälliger sein als Zusatzinformationen. Dabei sind ein guter Mix und die richtige Abstufung entscheidend.
Text und Bild
Die Wahl von Text und Bildern sollte harmonisch und ausgeglichen sein. In der Regel sagt man im Verhältnis von ca. 1 zu 1. Das heisst, dass die Bildflächen in etwa den Textflächen entsprechen sollten.
Dabei ist v.a. bei den Schriften die Lesbarkeit wichtig, wenn z.B. Texte über Bildern platziert werden. Weiter gilt zu beachten, dass man bei der Font Auswahl eine passende Schrift wählt und in einem Layout nicht zu viele verschiedene Schriften platziert. In der Regel 1-2 verschiedene Schriften sind ausreichend. Z.B. eine Titelschrift und eine Laufschrift.
Bei den Bilder gilt zu beachten dass es Bildrahmen gibt und Bildausschnitte. Die müssen nicht zwingend gleich sein. Ein Bildausschnitt sollte so spannend wie möglich gewählt werden und es können auch Teile angeschnitten sein.