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Sex, Drugs and Britpop! Das ist kurz und knapp der Inhalt von «Kill Your Friends». Hier die ausführlichere Version: Steven Stelfox (Nicholas Hoult) ist 27, Talentförderer bei einer Plattenfirma in Grossbritannien. Er mag nur eines im Leben: seine Karriere. Er verfolgt ein Ziel: Chef der Plattenfirma zu werden.
Als seinem Kumpel genau diese Stelle angeboten wird, brennen Steven die Sicherungen durch. Er erwürgt ihn. Ein Problem weniger, aber nicht das einzige. Auf seinem Weg an die Spitze kommen ihm noch andere Freunde in die Quere.
Das extremste Zitat
«Erfolg ist ein Gangbang, Misserfolg ein einsamer Vergewaltiger», sagt Steven Stelfox.
Der Schauspieler
Der britische Schauspieler Nicholas Hoult («X-Men»,«Mad Max: Fury Road») wurde bekannt durch seine Rolle in der romantischen Komödie «About a Boy» (2002) an der Seite von Hugh Grant. Da spielte er einen «verschupften» Aussenseiter. «Verschupft», das ist Nicholas Hoult in seiner Rolle als Steven Stelfox in «Kill Your Friends» nicht. Eher ein Misanthrop, der das soziale Beisammensein mit Freunden nur an einem Tisch mit viel weissem Pulver aushält.
Fakten, die man wissen sollte
Die schwarze Komödie «Kill Your Friends» basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Niven. Der schottische Autor war selber einmal Talentförderer und arbeitete bei der Plattenfirma PolyGram. Diese gehörte eine Zeit lang zu den grössten Medienkonzernen weltweit. Seine persönlichen Erfahrungen aus der Musikbranche verarbeitete Niven in seinem Buch, das 2005 in Grossbritannien und Deutschland ein grosser Erfolg war.
Das Urteil
«Kill Your Friends» zeigt auf überspitzte Art und Weise am Beispiel des jungen Talentförderers Stelfox, wie sich die britischen Musikszene selbst feiert. Es ist eine Komödie über die goldene Zeit Ende der 90er Jahre, als der «Britpop» den Zenit seines Erfolges erreichte. Ein durchschnittlicher Film. Für die, die schwarzen Humor mögen, sind ein paar Lacher dabei. Und Musik-Nostalgiker werden ihren Spass am Soundtrack haben: Oasis und Blur dröhnen aus den Lautsprechern und singen nach dem Kinobesuch im Kopf weiter.