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der Behörden diese selbst und das Volk über alle einschlägigen Fragen zu belehren suchen und damit den zahlreichen Sportfischern unter den fremden Kurgästen ein neues Feld für ihre Liebhabereien öffnen. Diese Liebhaber treiben fast ausschliesslich Angelfischerei mit der Ellritze oder der künstlichen Mücke als Köder. Einige ehemals den Patrizierfamilien oder den Klöstern zustehende Fischereirechte sind jetzt an den Staat übergegangen, der sie als sog. «nançoirs», d. h. als Rechte für den Fischfang mit Reusen (nasses), zu verpachten pflegt. Im Kanton Genf werden die Forelle und Aesche meist mit der Angel und der künstlichen Fliege oder dem Löffelköder gefangen, während zum Fang der übrigen Fischarten grosse Netze, tramails genannt, zur Anwendung kommen. Die gesamte Fischerei in der Rhone ist durch eidgenössisches Gesetz und durch kantonale Gesetze und Spezialverordnungen geregelt.
Die folgenden Angaben über die Flora verdanken wir dem freundlichen Entgegenkommen von Prof. Dr. Chodat in Genf. Oberhalb des Genfersees ist die Rhone zu stark mit Sinkstoffen beladen, als dass sich in ihr ein reicheres pflanzliches Leben zu entwickeln und zu erhalten vermöchte. Doch sind zahlreiche derjenigen Gerölle, die bald trocken und bald unter Wasser liegen, mit Fadenalgen (besonders Cladophoren, Vaucheria, Ulothrix) und Diatomeen überzogen. Vom Juli an tragen die aus den Eisregionen kommenden Nebenflüsse der Rhone den Hydrurus penicillatus zu, der im Winter auch in der untern Rhone bis Lyon vorkommt, hier aber zu Beginn des Frühjahres verschwindet.
Unterhalb des Genfersees ist von der Mont Blanc Brücke an das Plankton der Rhone zunächst identisch mit demjenigen des Sees. Die am Grund liegenden Steine sind mit einem olivengelben Ueberzug von Diatomeen und mit Cyanophyceen (Tolypothrix, Chamaesiphon) bedeckt. Dazu findet sich hin und wieder als Phanerogame Potamogeton pectinatus. Unterhalb der Mündung der städtischen Abzugskanäle hat sich auf den an den Ufern wachsenden Zannichellien und Laichkräutern (Potamogeton) eine ganze kleine Florula von verschiedenartigen Bakterien angesiedelt.
Die Selbstreinigung des Flusses erfolgt zugleich durch die Tätigkeit der Vegetation und durch die Sedimentation, die das
trübe und schwere
Wasser der
Arve wesentlich beschleunigt. Von der
Jonction an findet man stellenweise auf überfluteten
Steinen
die seltene Bangia atropurpurea und bei der
Brücke von
Peney in den bei Niedrigwasser zwischen den
Steinen
zurückbleibenden Wasserlachen den Haematococcus lacustris, der diese letztern blutrot färbt. Das gleiche zeigt sich auch
bei der Perte du
Rhône.
Bibliographie.
Wasserverhältnisse der
Schweiz: Rhonegebiet; herausgegeben
vom Eidgen. hydrometrischen Bureau in Bern.
Bern
1898; Lenthéric, Ch. Le
Rhône; histoire d'un fleuve. Paris 1892; Bourdon, G. Le cañon du
Rhône et le lac de
Genève. Paris
1894; Chantre, Dan. Rapport
sur les inondations de 1860 dans le
Haut
Valais.
Genève 1860;
Forel F. A. Le
Léman.
Tome 1.
Lausanne 1892.
[L. Courthion.]