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Flughafen Zürich / Aufwertung Gate E67 für Airbus A380
Ab Frühjahr 2010 setzt die Singapore Airlines täglich einen A 380 auf der Strecke Zürich – Singapur ein. Dazu erfolgte bis Ende 2010 die Nachrüstung eines Standplatzes am Dock E für zweigeschossiges Boarden.
Bereits beim Bau des Dock E 1999 bis 2001 wurde konzeptionell die Abfertigung von zweigeschossigen Flugzeugen, die damals in Entwicklung waren, berücksichtigt. Beim jetzt umgebauten Standplatz wurde die Decke EG flächig für die Aufnahme von höheren Lasten ausgelegt. Die bestehende Passerelle über die Servicestrasse zum Vorfeldturm ist nun aufgestockt und seitlich erweitert. Damit hat sie etwa das dreifache Volumen und Gewicht der jetzigen Passerelle. Das Boarding des A 380 erfolgt jetzt aus zwei Geschossen des Docks.
Der Weg vom Vorfeldturm zum Flugzeug führt nun zusätzlich über eine verglaste feste und anschliessend bewegliche Fluggastbrücke auf dem Niveau des oberen Decks. Diese Bauteile wurden durch die Firma Thyssen Krupp geplant, geliefert und montiert. Somit können heute zwei Türen im unteren Deck des Flugzeugs und eine Türe im oberen Deck gleichzeitig bedient werden.
Die folgenden Massnahmen mussten an der bestehenden Tragkonstruktion vorgenommen werden:
- Vorbereitungsarbeiten am Deckenrand Dock E mit Verstärkung des Deckenrandes
- Erweiterung der schwimmenden Pfahl-Fundation und Bodenriegel beim Vorfeldturm
- Erweiterung von Betonbauteilen am Vorfeldturm
- Aufstockung und seitliche Erweiterung der Passerelle mit Stahlkonstruktion unter Betrieb
- Aufstockung und Erweiterung der Stahlkonstruktion auf dem Vorfeldturm
- Anpassung der Fassade Dock E
Die Bautätigkeit beim Standplatz lief unter Betrieb. Täglich wurde vormittags der A 380 abgefertigt, und die Passagiere benutzten den bestehenden Teil der umzubauenden Passerelle. Die Servicestrasse unter der Passerelle musste während der ganzen Zeit des Flugbetriebs offen sein. Damit konnten die meisten Arbeiten nur nachmittags, bzw. nachts erfolgen. Die Montage der Stahlkonstruktion für die Passerelle erfolgte in zwei Nachteinsätzen.
Die ineinandergreifenden Anforderungen an die Sicherheit des Flugbetriebs, der Passagiere und der Baustelle, sowie die engen Platzverhältnisse auf der Baustelle erforderten eine sehr detaillierte Planung der einzelnen Arbeitsschritte der Bauausführung.
Die Rohbauarbeiten benötigten drei Monate, anschliessend wurden die Ausbauarbeiten, Fassadenarbeiten, Inbetriebnahmen und Funktionstests in nur drei Monaten abgewickelt und das fertige Bauwerk termingerecht dem Betrieb übergeben.