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Der schwedische Beitritt zu einem Militärblock, der Russland feindlich gegenüberstehe, werde sich negativ auf die Stabilität in Nordeuropa und in der Ostseeregion auswirken, erklärte die russische Botschaft in Stockholm. Entgegen der Aussagen von Nato-Verbündeten werde die Ostsee niemals zu einem «Nato-Meer» werden.
Russland werde Vergeltungsmassnahmen politischer und militärisch-technischer Natur ergreifen, um Bedrohungen seiner nationalen Sicherheit zu unterbinden, hiess es in dem Kommentar, den die Botschaft am späten Dienstagabend veröffentlichte.
Der genaue Inhalt der Massnahmen werde von den Bedingungen und dem Ausmass der Integration Schwedens in die Nato abhängen, etwa der möglichen Entsendung von Nato-Truppen und Waffen in das skandinavische Land.
Aufnahme Schwedens in die Nato
Ungarn hatte am Montag als letztes der 31 Mitgliedsländer der Aufnahme Schwedens in die Nato zugestimmt. Es stehen allerdings noch Formalien aus, ehe das nordeuropäische EU-Land offiziell als 32. Mitglied in dem westlichen Verteidigungsbündnis begrüsst werden kann, darunter die Unterschrift des ungarischen Präsidenten.
Schwedischen Medienberichten zufolge wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass es mit der Nato-Aufnahme noch in dieser Woche etwas wird. Nach Angaben der Tageszeitung «Dagens Nyheter» könnte es noch eine oder sogar mehrere Wochen dauern, ehe Schweden offiziell Nato-Mitglied wird.