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Abwasserzweckverband
Geschichte des Abwasserzweckverband
Am Anfang der Abwasserreinigung im Verbandsgebiet stand der Auftrag Mitte der fünfziger Jahre der Kantonsregierung für die Projektierung einer Kläranlage für die Spitalabwässer.
Aus der Erkenntnis, dass mit der Reinigung der Abwässer aus den Spitälern nur ein Teilerfolg erreicht würde, weil die Abwässer aus den Wohnbauten, Gewerbe- und Industriebetrieben weiterhin die Ufer und namentlich die Buchten verschlammen würden, wurde das ursprüngliche Projekt aufgegeben und an einem neuen Standort, demjenigen der heute bestehenden ARA Rietwiesen eine neue, grössere Kläranlage projiziert und auch gebaut.
Bauherr und Eigentümer der Anlage war der Kanton Thurgau.
Mit den Ortsgemeinden Bottighofen, Kreuzlingen und Scherzingen wurden Anschlussverträge für die Mitbenutzung der Kläranlage abgeschlossen. Die Gemeinden unter sich schlossen für die Mitbenutzung der Kanalisationen weitere Verträge ab. Diese Mitbenützungsverträge der Kanalisationen waren ein wertvolles Lernbeispiel dafür, dass künftig für gemeinsam benützte Anlagen eine Regelung getroffen werden musste, die keine Gemeinde benachteiligt oder andere dafür bevorzugte.
Mit Altnau, Landschlacht und Oberhofen wurden im Laufe der Zeit weitere Ortsgemeinden an die Kläranlage angeschlossen.
Die 1964 in Betrieb genommene Kläranlage vermochte durch die angestiegene Belastung den Anforderungen nicht mehr zu genügen. Der in den achtziger Jahren anstehende Ausbau war der Anlass die Gründung des Abwasserzweckverbandes Münsterlingen an die Hand zu nehmen. Nebst den bereits an die Kläranlagen angeschlossenen Gemeinden wurden die Ortsgemeinden Herrenhof, Illighausen, Langrickenbach, Schönenbaumgarten und Zuben zusätzlich in den Zweckverband einbezogen.
1981 wurde durch die angeschlossenen Gemeinden der Abwasserzweckverband Münsterlingen gegründet und die Kläranlage, ein Regenbecken und der Verbindungskanal vom Spital zur Kläranlage kostenlos übernommen.
Im Zusammenhang mit der Erarbeitung der 1. Generellen Entwässerungsplanung wurde auch das Organisationsreglement des Abwasserzweckverbandes angepasst und überarbeitet. Weitere Anlageteile gingen dabei in den Besitz des Abwasserzweckverbandes über. Es trat 2006 in Kraft.
Die Gemeinden Altnau, Bottighofen, Kreuzlingen (mit Bezug auf den Ortsteil Kurzrickenbach), Lengwil Langrickenbach (mit Bezug auf die Ortsteile Schönenbaumgarten, Zuben, Herenhof, Langrickenbach und Belzstadel), Münsterlingen sowie der Kanton Thurgau (mit Bezug auf die Spitalbauten Münsterlingen bilden den Abwasserzweckverband Münsterlingen.