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Safien
(Kt. Graubünden, Bez. Heinzenberg). Kreis; umfasst das von der Rabiusa durchflossene und von rechts zum Thal des Vorderrhein sich öffnende, enge Safienthal. Grenzt im O. an die Kreise Thusis und Schams, im S. an den Kreis Rheinwald, im W. an das Lugnez und im N. an den Kreis Ilanz (Gemeinde Versam). In dem 5 km langen obern Abschnitt, wo die zerstreuten Siedelungen der Kirchgemeinde Safien Thal liegen, ist das Thal ziemlich breit, worauf es sich aber bald schluchtartig einengt.
Mit Ausnahme der Häusergruppe
Safien
Platz liegen hier fast alle Siedelungen hoch oben am linksseitigen
Thalgehänge. Die wenigen ehemals am rechten Ufer gestandenen
Häuser sind verschwunden und haben Alpweiden
Platz machen müssen.
Die am
Safierberg entspringende und unterhalb
Versam von rechts in den
Vorderrhein mündende
Rabiusa hat 1868 zusammen mit einigen
ihrer Nebenadern, wie z. B. des vom Plankenhorn herabkommenden und bei
Safien
Platz von links mündenden
Wildbaches, im obern Thalabschnitt grausige Verheerungen angerichtet.
Der Kreis
Safien umfasst die Gemeinden Safien (455 Ew.) und
Tenna (130 Ew.) mit zusammen 123
Häusern und 585 reform. Ew. deutscher
Zunge und ist nach
Avers der am wenigsten Bewohner zählende Kreis des Kantons. 1850 zählte er noch 847 Ew.;
seither ist die Zahl der Bewohner stetig zurückgegangen. Sehr rauhes Klima. Im obern Thal gedeiht die Kartoffel nicht mehr.
Einzige Bodenerzeugnisse sind hier Heu und etwas Gemüse. Viehzucht und Alpwirtschaft. Das Thal liegt noch ziemlich abseits
vom Fremdenverkehr.
Tenna und
Safien
Neukirch haben je einen Gasthof. Eine 22,4 km lange Strasse mit Postwagenkurs
verbindet seit 1883
Versam
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mit der Kirche Safien Thal. Eine zweite Strasse (2,8 km lang) zweigt von der Thalstrasse nach Tenna hinauf ab. Vor dem Bau der
Thalstrasse vollzog sich der Verkehr über den nach Thusis führenden Glaspass (zwischen Heinzenberg und Piz Beverin), weshalb
auch der Kreis
Safien zum Bezirk Heinzenberg gehört. Tenna, dessen Verkehr immer nur unbedeutend war,
stand dagegen mit Versam in Verbindung. Nach Splügen führt der Pass über den Safierberg, und mit dem Lugnez steht das Thal
über eine Reihe von wenig bedeutenden Pässen in Verbindung. Urkundliche Formen vom 9.-12. Jahrhundert: Saviona, Saviena,
Sapona.