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Eine der erfolgreichsten, wenn nicht DIE erfolgreichste Lambretta-Lizenz-Produktion gab es in Frankreich, genauer gesagt in der Nähe von Troyes, der Hauptstadt der Champagne.
Ab 1951 wurden hier vor allem die Lambretta-Modelle der Serie D und LD in grosser Zahl für den französischen Markt hergestellt.
Natürlich hatten auch die Franzosen einige Änderungen zum Original aus Italien vorgenommen.
So wurden z.B. Vergaser der Marken "Gurtner" oder "Zenith" anstelle der italienischen Dell'Ortos verbaut. Auch die Sättel und Lampen der französischen Lambrettas waren anders als bei italienischen Modellen, um hier nur einige Beispiele der Abweichungen zu nennen.
Auch eine französische Besonderheit: auf den Motoren aus Troyes ist das Kürzel "SIT" eingestanzt - es steht für "Société Industriel de Troyes".
Nebst den vielen 125er und 150er LDs wurden in der Fabrik von Troyes auch sehr viele Dreiräder (franz.: "triporteur" oder "fourgonette") der Serie F300 produziert (entspricht dem italienischen Modell "FD"). Diese gab es dann mit allen möglichen Aufbauten zu kaufen; also Pritschen aus Holz oder Blech, Kasten aus Metall, mit Tanks drauf, etc., etc..
Das Büchlein "Usine de Troyes" zeigt sehr schön den gesamten Produktionsprozess der Lambretta auf!
Vom Rohprodukt "Eisenrohr" über das Zuschneiden, Biegen und Schweissen der Rahmen über das Stanzen der übrigen Carosserie-Teile, das Lackieren und dann die "assemblage" in der Montage-Strasse.
Oder auch die riesigen Maschinen für die Produktion der Motoren-Teile: z.B. die Zylinder-Bohrmaschine, die die Herstellung von 350 Zylinder pro Tag erlaubte - grandios!
Es lohnt sich also, das gesamte Büchlein mal in der hier angebotenen PDF-Version herunterzuladen und in Ruhe anzuschauen!!!
Wer sich darüber hinaus noch mehr für die französischen Lambrettas interessiert -
hier gibt es eine französische Internet-Seite mit noch mehr Infos: