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Veröffentlichung: 03.06.14; Aktualisierung: 03.06.14
Konservierungsstoffe sollen die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern, sie verzögern das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefe- und Schimmelpilzen. Zudem ermöglichen sie auch (unsinnig) lange Transportwege und Lagerzeiten und leisten einer hygienisch nachlässigen Verarbeitung Vorschub.
E 210 – 213 (Benzonsäure und Benzoate). Benzoesäure ist ein Konservierungsstoff und kommt natürlich in diversen Früchten sowie in Honig, Joghurt, Sauermilch und Käse vor. Als Lebensmittelzusatzstoff wird Benzoesäure jedoch chemisch synthetisiert. Sie hemmt das Wachstum von Hefen und Bakterien und ist unter anderem für alkoholfreies Bier, Spirituosen, zuckerreduzierte Konfitüren, Marmeladen, Gelees und Oliven zugelassen.
Benzonsäure und ihre Derivate können Allergien oder allergieähnliche Symptome hervorrufen. Zudem können sie auch Beschwerden der Verdauungsorgane, Krämpfe und Beeinträchtigungen des Nervensystems verursachen.
E 214 – 219 (p-Hydroxidbenzoesäureester). P-Hydroxidbenzoesäureester sind Konservierungsstoffe hemmen das Wachstum von Schimmel und Hefe und dürfen unter anderem Gelatineüberzüge von getrockneten Fleischwaren, Knabbererzeugnissen aus Getreide oder Kartoffeln, Saucen, Feinkostsalate und Süsswaren eingesetzt werden. PHB-Ester wirken gefässerweiternd und allergieauslösend.
E 220 (Schwefeldixid). Schwefeldioxid ist ein Antioxidationsmittel und Konservierungsstoff, kommt in der Natur als Gas vor und wirkt gegen Hefen, Pilze und Bakterien, da es Enzyme blockiert. Schwefeldioxid zerstört das Vitamin B1 (Thiamin).
Erlaubt ist Schwefeldioxid u.a. in folgenden Lebensmitteln: Gemüse- und Obstkonserven, Trockenfrüchten, Kartoffelerzeugnisse. Weit verbreitet ist auch der Einsatz von Schwefeldioxid in der Weinherstellung.
E 220 kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizungen des Magen-Darm-Traktes sowie Asthma auslösen.
E 221 – 228 (Sulfite). Sulfite sind Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe und wirken gegen Hefen, Pilze und Bakterien, da es Enzyme blockiert. Sulfite zerstören das Vitamin B1 (Thiamin).
Erlaubt sind Sulfite u.a. in folgenden Lebensmitteln: Gemüse- und Obstkonserven, Trockenfrüchten, Kartoffelerzeugnisse. In der Weinherstellung kommen Sulfite ebenfalls zum Einsatz.
Sulfite können bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen, Asthmaanfälle und Übelkeit hervorrufen.
E 230 (Biphenyl; Diphenyl). Biphenyl ist ein Konservierungsstoff, der synthetisch hergestellt wird und Schimmelpilzbefall auf Schalen und Zitrusfrüchten vorbeugt. E 230 fördert Blasenkrebs. Zudem fand man in Tierversuchen heraus, dass Biphenyl zu Organveränderungen und inneren Blutungen führte.
E 231 – 232 (Orthophenylphenole). E 231 und 232 sind Konservierungsstoffe, welche synthetisch hergestellt werden und Schimmelpilzbefall auf Schalen und Zitrusfrüchten vorbeugen. Orthophenylphenole werden auch als Pestizide verwendet. Orthophenylphenole fördern Blasenkrebs. In Tierversuchen fand man heraus, dass Orthophenylphenole zu Organveränderungen und inneren Blutungen führen.
E 233 (Thiabendazol). E 233 wurde aus der Liste der Zusatzstoffe gestrichen und wird jetzt unter der Insektizid-Nummer INS 233 geführt. Thiabendazol dient jedoch weiterhin als Schimmelschutz für Zitrusfrüchte und Bananen, die Schadstoffe werden beim Schälen über die Hände aufgenommen.
Schädigungen von Leber, Nieren, Milz, Herz sowie krebsartige Veränderungen der Schilddrüse sind möglich.
E 280 – 283 (Propionate). Die Konservierungsstoffe Propionate werden synthetisch hergestellt. Sie werden eingesetzt, um das Wachstum von Schimmel, Hefen und Bakterien einzudämmen. Zugelassen sind Propionate zur Konservierung von industriell hergestellten Backwaren, wie abgepacktem Brot oder Aufbackbrot.
Im Tierversuch wurden krebsartige Veränderungen des Vormagens festgestellt. Zudem können Propionate gentechnisch hergestellt werden.
E 310 – 312 (Gallate). Gallate sind Antioxidationsmittel. Sie werden chemisch synthetisiert und sinf für fetthaltige Lebensmittel zugelassen, u.a. häufig in Knabbererzeugnissen aus Getreide, Trockensuppen und Würzmitteln, Kaugummi und Kuchenmischungen zu finden.
Gallat können allergische Reaktionen wie Hautreizungen oder Reizungen der Mundschleimhaut auslösen.
E 315 (Isoascorbinsäure). E 315 wird als Antioxidationsmittel eingesetzt. Der Einsatz von Isoascorbinsäure hilft, Geschmacks- und Farbverluste hervorgerufen durch Sauerstoffeinwirkung zu verhindern. So kann Isoascorbinsäure zusammen mit Nitritpökelsalz die rote Fleischfarbe bewahren. E 315 ist denn auch ausschließlich zur Behandlung von gepökelten und konservierten Fleischwaren, Konservenfisch sowie getrockneten Fischerzeugnissen und wärmebehandelter Sahne zugelassen.
Isoascorbinsäure steht in Verdacht, die Aufnahme von natürlichem Vitamin C zu verhindern.
E 320 (Butylhydroxcianisol (BHA)). Butylhydroxcianisol ist ein Antioxidationsmittel. BHA ist für verschiedene fetthaltige Lebensmittel zugelassen. Desweitern ist E 320 zu finden in Kuchenmischungen, Knabbererzeugnissen aus Getreide, Kaugummi sowie Trockensuppen und Würzmitteln.
BHA wird derzeit intensiv untersucht. Es werden sowohl krebsfördernde als auch krebshemmende Wirkungen sowie Veränderungen an Immunsystem, Blutbild, Leber und Schilddrüse diskutiert.
E 321 (Butylhydroxitoluol (BHT)). Butylhydroxitoluol ist ein Antioxidationsmittel. BHT ist für verschiedene fetthaltige Lebensmittel zugelassen. Desweitern ist E 321 zu finden in Kuchenmischungen, Knabbererzeugnissen aus Getreide, Kaugummi sowie Trockensuppen und Würzmitteln.
E 385 (Calcium-Dinatrium-Ethylendiamintetraacetat). Calcium-dinatrium-ethylen-diamin-tetraacetat (EDTA) bildet mit Schwermetallen sehr feste Komplexe und unterstützt auf diese Weise die Wirkung von Antioxidationsmitteln. So wird Fett am Ranzigwerden gehindert und Farbveränderungen in Glas- und Dosenkonserven unterdrückt. Es wird synthetisch hergestellt und nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen, zu denen zählen emulgierte Saucen, Konserven von Hülsenfrüchten, Pilzen, Artischocken, Weich- und Krebstieren.
E 385 ist ein umstrittener Stoff, da er u.a. ökologisch nicht besonders verträglich ist: er kann schlecht abgebaut werden und reichert sich somit in der Umwelt an. Durch seine metallbindende Wirkung ist er in der Lage Schwermetalle in der Umwelt lösen können und so bioverfügbar machen.
E 412 (Guarkernmehl). Guarkernmehl ist ein natürliches Produkt, das aus der Guarkernpflanze hergestellt wird. E 412 darf auch für Bio Produkte verwendet werden. Guarkernmehl wird häufig in Speiseeis, Milchmischgetränken, Backwaren, Marmelade, Konfitüre, Gelees und Obst-und Gemüsekonserven verwendet.
Da E 412 keinen Beschränkungen in der Verwendung unterworfen ist und auch für Bio Produkte zugelassen ist, sollte der Lebensmittelzusatz unbedenklich sein. Aber Guarkernmehl scheint Allergien auszulösen und es besteht der Verdacht, dass er Kreuzreaktionen bei Soja-Allergikern auslösen kann. In grossen Mengen löst E 412 auch Blähungen und Bauchkrämpfe aus.
E 413 (Traganth). Traganth ist ein natürliches Produkt und wird aus der in Asien beheimateten Pflanze Astralagus hergestellt. E 413 kann auch für Bio Produkte eingesetzt werden.
Die gummiartige Absonderung der Pflanze kann gewonnen werden, indem die Pflanze angeritzt wird und der austretende Pflanzensaft aufgefangen wird. Anschließend wird der Saft gereinigt bis er lebensmittelrein ist. Traganth ist schon in sehr geringen Mengen sehr wirksam und macht aus Flüssigkeiten eine dickflüssige Masse.
E 413 ist ohne Beschränkungen für alle Lebensmittel zugelassen Traganth wird vorrangig in folgenden Lebensmitteln eingesetzt: Desserts, Speiseeis, Backwaren, Fertiggerichte, Suppen, Mayonnaise und Saucen.
Traganth ist umstritten, denn es steht in Verdacht schwere allergische Reaktionen auszulösen.