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Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an die schwedische Gesellschaftssatire «The Square» von Ruben Östlund. Das teilte die Jury am Sonntagabend mit. Das Werk erzählt von einem Museumskurator, dessen Leben ausser Kontrolle gerät, als er sein Handy verliert.
Regisseur Ruben Östlund wirft dabei Fragen zu Moral, Männlichkeit und Bigotterie der bürgerlichen Schicht auf. Es ist die erste Goldene Palme für Schweden.
Östlund zeigte sich bei der Preisverleihung überrascht von der Auszeichnung mit dem Hauptpreis. «Oh mein Gott, oh mein Gott», rief der Filmemacher bei Bekanntgabe der Auszeichnung durch die Jury unter dem Vorsitz des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar.
Mit dem Grossen Preis der Jury, der zweitwichtigsten Auszeichnung des Festivals, wurde das Aids-Drama «120 battements par minute» des Franzosen Robin Campillo gewürdigt, in dem der Schweizer Schauspieler Simon Guélat mitspielt. Der Film erzählt vom Kampf französischer Aids-Aktivisten Anfang der 1990er Jahre um Anerkennung, mehr Präventionskampagnen und vor allem staatliche Unterstützung.