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Weiterer Schlussbericht zu Fukushima-Daiichi
Parallel zur durch das Parlament bestellten Nuclear Accident Independent Investigation Commission (NAIIC) und der Independent Investigation Commission der Rebuild Japan Initiative Foundation (RJIF) hat die Regierung im Mai 2011 durch einen Kabinettsbeschluss einen weiteren Untersuchungsausschuss eingesetzt. Seine Aufgabe war es, die Ursachen und Folgen des Reaktorunfalls in Fukushima-Daiichi zu untersuchen und Empfehlungen auszusprechen, wie eine weitere Ausbreitung der durch den Unfall verursachten Schäden verhindert und eine Wiederholung solcher Unfälle in Zukunft vermieden werden kann. Der Ausschuss besichtigte die beiden Kernkraftwerksstandorte Fukushima-Daiichi und Fukushima-Daini und befragte insgesamt 772 Personen unter anderen die Bürgermeister und Bewohner betroffener Gemeinden.
Der Untersuchungsausschuss legte bereits am 26. Dezember 2011 seinen Zwischenbericht vor. Er kritisierte darin die Regierung sowie die Tepco massiv. Im Schlussbericht wiederholt er seine schweren Vorwürfe. Zudem legt der Ausschuss verschiedene Empfehlungen dar, wie ein solcher Unfall künftig zu vermeiden ist und Schäden gemildert werden können. So schlägt er vor, bei der Prüfung der bestehenden Sicherheitsmassnahmen in Kernkraftwerken das Risiko komplexer grossräumiger Katstrophen gebührend einzubeziehen. Alle potentiellen Risiken beim Bau und Betrieb von Kernkraftwerken müssten aus Sicht möglicher Betroffener evaluiert werden. In die Notfallvorsorge müssten auch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse laufend einfliessen. Zudem seien regelmässig Notfallübungen durchzuführen.