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Sein Land werde "vielleicht viel früher" die Krise hinter sich lassen als bisher geplant, sagte Tsipras weiter. Einen Schuldenschnitt als Lösung sprach er nicht an. "Es gibt technische Lösungen, die zu einer substanziellen Reduzierung der Schulden führen", sagte Tsipras. Er denke an eine Verlängerung der Zahlungsfristen.
EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis dämpfte die Athener Erwartungen jedoch. Die Eurogruppe werde bei ihrer anstehenden Tagung am 24. Mai weder über mittel- noch über langfristige Massnahmen zur Reduzierung der griechischen Schulden entscheiden, sagte er der Athener Zeitung "Kathimerini" vom Sonntag.
Der griechische Vizeregierungschef Giannis Dragasakis sagte der Athener Zeitung "Naftemporiki" am Samstag, er gehe davon aus, dass nach einer Einigung mit den Gläubigern neun bis zwölf Milliarden Euro nach Athen fliessen könnten. Ein grosser Teil davon werde die griechische Wirtschaft beleben, sagte Dragasakis.
In Brüssel wird ebenfalls von einer neuen Auszahlung in der Grössenordnung von neun bis zwölf Milliarden Euro gesprochen. "Es ist noch nichts entschieden, das müssen die (Euro-)Finanzminister am 24. Mai machen", sagte ein Experte. Ziel sei es, bei diesem Treffen der Eurogruppe zu einer "umfassenden Vereinbarung" zu kommen.
(AWP)