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Ein gut strukturierter Inhalt hilft Menschen beim Verstehen und Lernen. Aber auch Workflow-Tools können besser arbeiten, wenn der Content möglichst konsistent strukturiert ist.
Strukturen durch Titel
Die einfachste Art und Weise, einen Inhalt zu strukturieren ist die Vergabe von Titeln und Untertiteln. Das kennen wir alle aus unserem Alltag:
- Jedes Buch hat einen Titel, darin hat wiederum jedes Kapitel einen Titel.
- Jeder Track auf einer CD oder bei einem Cloud-Musikdienst hat einen Titel.
- Auf einer DVD oder sonst einem Video kann man Kapitel über ihre Titel anspringen.
Die Titel unterteilen einen Gesamtinhalt in einzelne Teile und geben diesen einen Namen. Zudem dienen sie der Navigation, indem bestimmte Content-Titel direkt angesprungen werden können. Gut gesetzte Titel sind Basis für jedes vernünftige Inhaltsverzeichnis.
Titel-Hierarchien
Gerade bei Inhaltsverzeichnissen ist es wichtig, dass die verschiedenen Titel klaren Hierarchien zugeordnet sind. Der oberste, wichtigste Titel wird durch eine Überschrift der Hierarchiestufe H2 bezeichnet. Jeder weitere Untertitel liegt dann auf der Stufe H2, weitere Zwischentitel auf H3 oder H4. Mehr als vier Titelhierarchien sind selten sinnvoll – in diesem Falle sollte man eher darüber nachdenken, den gesamten Inhalt in kleinere Teile aufzusplitten.
In Wikipedia-Artikeln sind Titelhierarchien sehr gut erkennbar. Der oberste Titel H1 ist zugleich die Bezeichnung des Wikipedia-Eintrags. Darauf folgen dann H2 und H3, die auch im Inhaltsverzeichnis jeder Seite angezeigt werden.
Weitere Strukturelemente
Gerade in Lernmedien sind Strukturen wie bei Wikipedia essentiell. Sie geben Orientierung, benennen Teile des Inhalts und helfen dem Lernenden den Stoff zu ordnen, zu priorisieren und zu referenzieren.
Nebst Überschriften gibt es in Lernmedien auch andere Strukturelemente, die immer wieder auftauchen. Beispielsweise ein Advance Organizer zu Beginn einer Contenteinheit. Er erklärt den Lernenden, was sie erwartet, welche Schlüsselworte auftauchen und welche Ziele der Content verfolgt.
Genauso macht am Ende einer Contenteinheit ein Post Organizer Sinn, der zum Beispiel ein Summary der Inhalte oder ein paar Fragen zum Textverständnis enthält.
Auch innerhalb einer Contenteinheit helfen Strukturen bei der Orientierung. Zitate, Beispiele, Quellen und andere «Boxen» helfen dem Lernenden, Wichtiges von Vertiefendem zu trennen.
Den Strukturen Gestalt geben
Selbstverständlich machen semantische Strukturen nur Sinn, wenn sie auch sichtbar sind. Für den lesenden Menschen ist es wichtig, dass er die einzelnen Strukturen auf den ersten Blick einordnen kann. Dasselbe gilt für lesende Maschinen: Mit klaren Strukturen ist es einfacher, einen Inhalt durch Workflow-Tools zu bearbeiten. Beispielsweise können alle Zitate aus einem Text herausgegriffen und in gesammelter Form an einem anderen Ort platziert werden.
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