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Ein seltener Pilz auf einer Raupe ist das Gold des Himalaya. In China verteiben gerissene Geschäftsleute Yarsagumba als Aphrodisiakum und verdienen sich eine goldige Nase. Dies nun als Viagra des Himalaya zu bezeichnen, wie dies neulich in der NZZ zu lesen war, ist irreführend.
Yarsagumba ist in entlegenen Tälern Nepals wie Dolpo und Mugo für die arme Bergbevölkerung die grosse Hoffnung, ein Zusatzeinkommen zu verdienen. Für Trekker steht dann das Leben still. Guesthouse sind geschlossen, Träger und Maultiertreiber auf den Trekks sind auf der Suche nach “der Goldraupe”. Es geht dann nichts mehr für 2-3 Wochen.
Ein Sammler kann vielleicht € 25/T verdienen. Über Zwischenhändler verteuert sich das Gut in Nepal auf € 1000 bis 20’000 pro Kilo. Chinesische Händler verkaufen den Pilz in China für € 30’000 und mehr das Kilo. Für die Sammler bleibt wenig, häufig gibt es Streit und Gewalt um die “Jagdgründe” und der Staat erhebt ebenso Gebühren für die Bewilligung.
Yarsagumba gedeiht im Himalaya in Höhenlagen zwischen 3000 m und 5000 m, bekannt ist seine Verbreitung in Tibet und Nepal. Die Bezeichnung lautet Chinesischer, auch Tibetischer Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis). Yarsagumba hat eine grösse einer Kerze eines Geburtstagskuchens.
Der Pilz infiziert Raupen einer Schmetterlingsfamilie. Im Frühjahr tritt der Fruchtkörper aus dem Kopf der Raupe über die Erdoberfläche. Der zersetzt die Raupe bis auf die weiche Hülle, die mit dem Myzel des Pilzes gefüllt ist. Der Pilz spielt in der traditionellen chinesischen Medizin eine Rolle und ist ein begehrter Heilpilz.