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ACTARES, Aktionärinnen und Aktionäre für nachhaltiges Wirtschaften, fordert an der Generalversammlung von Holcim am 17. April 2013 eine raschere Gangart und eine offenere Kommunikation bei der Lösung der Konflikte mit illegal beschäftigen Leiharbeitern in Indien. Viele von ihnen sind seit vielen Jahren bei Holcim tätig und müssten eigentlich fest angestellt werden.
Die Probleme mit der langjährigen Beschäftigung von günstigen Leiharbeitern, deren Zahl ein mehrfaches der Festangestellten beträgt, bestanden schon bei der Übernahme der Zementwerke im indischen Chattisgarh im Jahr 2005. Mehrfach wurde von Gerichten festgestellt, dass dies illegal ist. Ernsthafte Lösungsversuche wurden jedoch erst vor wenigen Jahren unternommen.
Gegenüber ACTARES erklärte Holcim, dass in den indischen Zementwerken eine grosse Zahl der Leiharbeiter eigentlich nicht benötigt würden. In Europa habe eine vergleichbare Fabrik etwa 300 Angestellte, in Indien seien es 1500. Zudem gebe es ein kompliziertes Geflecht von langjährigen Verpflichtungen mit den umliegenden Gemeinden, die alle Arbeitsplätze für ihre BewohnerInnen fordern.
Holcim plant über mehrere Jahre hinweg pro Jahr 10 bis 15% der überzähligen Leute zu entlassen. Dies soll begleitet werden von Ausbildungs- und Trainigsmassnahmen, damit diese lokal eine Beschäftigung aufnehmen könnten. Parallel dazu sollen die Leute, die Holcim braucht, im Werk aus- und weitergebildet werden.
In der Antwort von Holcim auf eine Anfrage zum Stand der Dinge, erhielt ACTARES kürzlich nur eine allgemeine Antwort. Nennenswerte Fortschritte scheint es seit der letzten Generalversammlung kaum gegeben zu haben. Dies trotz der Veröffentlichung eines vorbildlichen Holcim-Grundsatzpapiers zur Leiharbeit im Januar 2012.
ACTARES verlangt deshalb von Holcim, die Anstrengungen zur Lösung des Problems zu verstärken und öffentlich über die erreichten Teilziele zu kommunizieren.