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Forschungsprojekt: Einfluss der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf das schweizerische Rechnungslegungs- und Gesellschaftsrecht
Es geht um die Frage, wie der internationale Rechnungslegungsstandard IFRS in die Schweizerische Rechtsordnung einwirkt. Das Forschungsprojekt umfasst drei Teilprojekte:
- Erstes Teilprojekt: Einwirkung der IFRS auf die Schweizerische Rechtsordnung. Können Regeln der IFRS als allgemein anerkannte kaufmännische Grundsätze oder in an-derer Form anwendbar sein? Kann eine Norm der internationalen Selbstregulierung in die schweizerische Rechtsordnung einwirken?
- Zweites Teilprojekt: Möglichkeit eines einheitlichen IFRS-/Handelsrechts-Abschlusses? Ist es möglich, die Wahl- und Ermessenspielräume in beiden Normsystemen so auszuüben, dass ein einheitlicher Abschluss entsteht, der beiden Normen entspricht?
- Drittes Teilprojekt: Entspricht eine interne finanzielle Berichterstattung, die sich an den Anforderungen der IFRS ausrichtet, dem Aktienrecht? Eine interne finanzielle Berichterstattung, die sich nach den Anforderungen der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ausrichtet, ist anerkanntermassen ungenügend; das allfällige Genügen einer IFRS-Berichterstattung könnte es erlauben, die handelsrechtliche Bilanz und die Bilanz als internes Führungsinstrument zu synchronisieren.
Bedeutsamkeit der Forschungsarbeit
Die praktische Bedeutung des Forschungsprojekts entspricht der praktischen Bedeutung der Rechnungslegung. Eine Klarstellung von offenen Fragen im Rechnungslegungsrecht durch den teilweisen Einbezug der IFRS kann Unklarheiten beseitigen und Lücken schliessen. Die Rechnungslegung definiert wichtige Kennzahlen im Aktienrecht, an die elementare Pflichten der Verwaltungsräte anknüpfen, man denke nur an die Pflicht, bei Überschuldung das Konkursgesuch zu stellen. Mehr zum Forschungsprojekt finden Sie auf der website ifrsproject.org.