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Der Zuckermarkt ist im Februar regelrecht kollabiert. Was war geschehen? Nachdem neue Höchstwerte zu Beginn des Monats erzielt worden waren, fiel der Preis bis Ende Februar um fast 20%. Die Zuckerpreise konnten sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln, da einerseits die Ernte in Brasilien, dem grössten Produzenten, durch starke Regenfälle massgeblich beeinträchtigt worden war und anderseits auch Indien, der zweitgrösste Produzent, grosse Verluste aufgrund von lang anhaltenden Trockenperioden hinnehmen musste.
Future-Preise kletterten am 1. Februar auf über 30 US-Cents, so hoch wie zuletzt im Jahre 1981. Im März fiel der Preis für Rohzucker jedoch drastisch weiter und steht zurzeit bei rund 16.6 US-Cents pro Pfund; das ist 45% tiefer als noch vor zwei Monaten, und damit ist er wieder beim niedrigsten Stand seit neun Monaten angelangt.
Bleibt der Zuckerpreis tief?
Dieser Preiszerfall kann teilweise dadurch erklärt werden, dass Zuckerrohre momentan vermehrt in Zucker anstelle von Ethanol verarbeitet werden. Obwohl sich die weltweiten Lagerbestände auf einem Minimum befinden, deutet vieles darauf hin, dass es noch einige Zeit gehen kann, bis die Zuckerpreise wieder steigen. Es gibt verschiedene Indikatoren, die einen Preisaufschwung herbeiführen können.
Zum einen wandelte sich China in den vergangenen Wochen aufgrund von langen Dürreperioden von einem Zuckerverkäufer zu einem Käufer. Die weltweite Nachfrage nach Zucker hat sich jedoch nicht substanziell verändert. Zahlreiche Länder, die ihre Importe in der Hoffnung auf tiefere Preise hinausgeschoben haben und in den nächsten Monaten kaufen werden, könnten die Nachfrage und damit auch die Preise nach oben drücken.
Zum anderen steigt auch beispielsweise der Ethanolverbrauch in den USA sowie in Brasilien, dem weltweit grössten Produzenten von alternativer Energie, stetig weiter an. Auf der anderen Seite wird jedoch gleichzeitig Brasiliens Produktionsmenge schätzungsweise auf über 40 Mio t ansteigen und auch Indien wird voraussichtlich um die 8 Mio t produzieren. Dies sind gewichtige Faktoren, die den Preis auch mittelfristig gesehen weiter nach unten drücken können.
Angesichts der Tatsache, dass der Zuckerpreis auch zu einem grossen Teil davon abhängt, wie stark oder schwach der Monsunregen in diesem Jahr ausfällt, ist es äusserst schwierig, eine genaue Prognose über die zukünftige Entwicklung der Preise abgeben zu können. Aus diesem Grund empfehlen wir Anlegern, die gerne an den weltweiten Rohstoffmärkten teilhaben möchten, über Hedge-Fonds zu investieren, da sie damit die Möglichkeit haben, nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitieren zu können.
Hedge-Fonds bevorzugen
Ein weiterer Faktor, der gerne übersehen wird, sind die sogenannten Rollverluste. Ende des vergangenen Jahres wunderten sich beispielsweise zahlreiche Anleger über die effektive Performance ihrer Gold- oder Öl-Anlagen, nachdem sie sich zuerst über die positiven Medienberichte in Bezug auf die stetigen Kursgewinne gefreut hatten. Unter Berücksichtigung der Rollverluste blieb am Ende dann nicht mehr viel von der Rendite übrig.
Dies ist ein Problem, das Long-only-Anlagen oft haben. Durch Hedge-Fonds können jedoch solche Rollverluste zu grossen Teilen vermieden werden. Alternative Rohstoffanlagen bieten gegenüber Long-only-Ansätzen einerseits eine überlegene Performance und andererseits auch einen besseren Schutz vor Kurs- und Rollverlusten.
Zudem hat die Vergangenheit gezeigt, dass Rohstoffe zeitweise sehr stark mit Aktien korrelieren. Auch hier schaffen Hedge-Fonds-Anlagen Abhilfe, indem sie eine tiefe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen bieten, und dem Investor somit eine gute Diversifikation für sein Portfolio sicherstellen.