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<h2>SubmittedText<h2><p>Auch diesen Sommer wurden 2144 motivierte Maturandinnen und Maturanden arg enttäuscht. Sie haben den Eignungstest Medizin nicht geschafft. Der Sinn des Tests ist umstritten, trotzdem hält der Bundesrat daran fest (vgl. Antrag auf Ablehnung der Motion Humbel 15.3687). Es braucht endlich mehr Ausbildungsplätze. Die ETH Zürich will ab 2017 im Bachelor-Studium Medizin 100 Plätze anbieten.</p><p>- Wird dies vom SBFI unterstützt?</p><p>- Was unternimmt das SBFI, damit auch andere Universitäten solche Lehrgänge anbieten und das Angebot an Studienplätzen erhöht wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat im Rahmen seines Umsetzungskonzepts zu Artikel 121a der Bundesverfassung sowie der Fachkräfte-Initiative des WBF am 20. Mai 2015 beschlossen, ein anreizorientiertes Sonderprogramm zu lancieren: Mit Zusatzmitteln des Bundes von maximal 100 Millionen Franken für die Jahre 2017 bis 2020 sollen Projekte von universitären Hochschulen finanziert werden, welche Massnahmen zur nachhaltigen Erhöhung der Anzahl Studienabschlüsse in der Humanmedizin beinhalten. Die Schweizerische Hochschulkonferenz, das hochschulpolitische Organ von Bund und Kantonen, unterstützt ein solches Programm und hat am 28. Mai das SBFI beauftragt, zusammen mit den Kantonen und der Rektorenkonferenz ein Programmkonzept zu erarbeiten. Die Hochschulkonferenz konnte den Konzeptentwurf an ihrer Sitzung vom 3. September diskutieren. Sie wird ihn voraussichtlich an ihrer nächsten Sitzung vom 19. November 2015 verabschieden und damit die Projektausschreibung vornehmen können.</p><p>Die ETH Zürich plant, 2017 ein Pilotprojekt für einen Bachelorstudiengang Medizin zu lancieren, falls die dazu nötigen Voraussetzungen - z. B. die Akkreditierung nach dem Medizinalberufegesetz - erfüllt sind. Der Bundesrat hat am 11. September 2015 die Vernehmlassung zur Änderung des ETH-Gesetzes eröffnet. Damit soll der ETH u. a. ermöglicht werden, analog zu den kantonalen Universitäten Zulassungsbeschränkungen für einen Bachelor-Studiengang in Medizin einzuführen. Das obengenannte Sonderprogramm wie auch die Änderung des ETH-Gesetzes werden dem Parlament im Rahmen der BFI-Botschaft 2017-2020 unterbreitet, welche zurzeit vom WBF bzw. vom SBFI erarbeitet wird.</p>