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Erfinder vom Leben in Bademantel und des Playboy, Hugh Hefner, ist vor ein paar Tagen im Alter von 91 Jahren in seiner Mansion gestorben. Hefner sei Zuhause, in seinem Haus „The Playboy Mansion“ im Kreis geliebter Menschen, eines natürlichen Todes gestorben, teilte das Unternehmen Playboy Enterprise am Mittwochabend mit.
Legendär war sein roter Samt-Bademantel, in dem er häufig für Fotos posierte. Der Pionier der Mainstream-Erotikpresse lebte auch selbst die sexuelle Freizügigkeit aus. In seiner „Playboy Mansion“ in Los Angeles feierte er ausschweifende Sex-Partys und stets zeigte er sich in Begleitung junger Frauen. Hefner hatte vor mehr als 60 Jahren den „Playboy“ gegründet. Das Magazin mit Ablegern in zahlreichen Ländern setzt bis heute auf eine Mischung aus Erotikfotos und Berichten über Mode, Kultur und Politik. Immer wieder lassen sich prominente Frauen wie Kim Basinger, Sharon Stone und Madonna nackt für den „Playboy“ ablichten. So zierte Marilyn Monroe das erste Titelbild, später liessen sich Ikonen wie Jayne Mansfield, Ursula Andress, Nancy Sinatra und Katarina Witt für das Hochglanzmagazin mit der Ausklappseite die Hüllen fallen.
Als Hefner 1953 seine erste Playboy-Ausgabe in die Schreibmaschine tippte, ahnte er noch nicht, dass die Mischung aus Nacktaufnahmen, Artikeln, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit dem anderen Geschlecht einen derartigen Erfolg haben würde. Ihm selbst ging es auch darum, dem puritanischen Teil Amerikas eine Antwort zu liefern. Hefner war aber auch politisch engagiert, so hatte er sich in den 60er Jahren etwa für die Gleichbehandlung von Schwarzen und Weissen eingesetzt. Er liess afroamerikanische Jazz-Grössen wie Ella Fitzgerald, Sammy Davis Jr., Dizzy Gillespie und Dick Gregory in seinen TV-Shows und in den Playboy-Clubs auftreten. Schwarze Paare mischten sich, wenn auch in begrenzter Zahl, unter die weissen „Bunnies“ in einer Zeit, als so ein Nebeneinander eher selten war. Mit Model Jennifer Jackson wurde in einer Ausgabe von 1965 erstmals eine Afroamerikanerin zum „Playmate“.
Hefner war drei Mal verheiratet. Sein letztes Jawort gab er mit 86 Jahren der 60 Jahre jüngeren Crystal Harris. Hefner ist Vater von vier Kindern und hatte nach eigenen Angaben über 1000 Liebschaften. Erst in den letzten Jahren war es um den legendären Lebemann ruhiger geworden. Seine für ausgelassene Partys bekannte „Playboy Mansion“ hatte Hefner 2016 für 100 Millionen Dollar an einen Nachbarn verkauft. Sein langjähriges Luxusdomizil gab er damit aber nicht auf, er handelte ein lebenslanges Wohnrecht aus.
In meinem Leben habe ich ungefähr zwei Playboys durchgeblättert und fand das Magazin nie so wirklich interessant, aber die Marke des Playboy war natürlich immer sehr viel stärker, als das eigentliche Magazin, und startete (leider) so ein bisschen das, was man heute Lifestyle nennt. Aber mit dem Playboy trug Hugh Hefner natürlich auch in nicht geringem Maße zur sexuellen Befreiung der 60s bei – und dafür wurde Hefner völlig zurecht zur Ikone. Übrigens hat er mit der Playboy-Foundation 1970 die 5000$ Startkapital für die Gründung von NORML spendiert. Ohne Hefner könnte man daher heute kein legales Cannabis irgendwo in den Staaten kaufen
Mach’s gut, Hugh, danke für die Bunnies und lass es auch im Himmel krachen
(via Lifestyle Department)