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Mit dem geplanten britischen EU-Austritt verlässt auch Europas wichtigstes Finanzzentrum London die Europäische Union. Sowohl Frankfurt als auch Amsterdam, Dublin, Luxemburg und Paris werben um umzugswillige Banken, die deshalb einen Teil ihrer Stellen verlagern könnten. Die Institute benötigen für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft in der Europäischen Union rechtlich selbstständige Tochterbanken mit Sitz in einem EU-Staat.
"Die Strategie, die wir verfolgen und dem Platz Frankfurt und Deutschland vorschlagen wollen, ist, im Kontext des Brexits die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen europäischen Kapitalmarktunion zu beschleunigen", so de Bresson. Dieser Begriff bezeichnet eine geplante engere Verzahnung der Märkte in der EU mit dem Ziel, privates Kapital für Investitionen zu aktivieren.
De Bresson hält dabei grosse Übereinstimmungen zwischen Deutschland und Frankreich für möglich: "Denn ich glaube, dass wir die gleiche Vision der Notwendigkeit haben, einen Finanzplatz zu schaffen, der den Bedürfnissen der Wirtschaft und der Unternehmen dient." Die Zusammenarbeit könnte nach seinen Worten einen verstärkten Dialog zwischen den Instanzen der Finanzplätze in beiden Ländern bedeuten, "in noch zu bestimmenden Formen"./sku/DP/oca
(AWP)