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Ein schweres Erdbeben hat am Sonntag den Süden Chiles erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,7 befinde sich 40 Kilometer südwestlich der Stadt Puerto Quellón auf der Insel Chiloé.
Das berichtete die US-Erdbebenwarte USGS. Das Tsunami-Warnzentrum für die Pazifikregion auf Hawaii gab für fünf Regionen eine Tsunami-Warnung aus, diese galt aber nur kurzzeitig. Es gab nach ersten Berichten Schäden an Häusern und Strassen, aber keine Verletzten.
Der chilenische Katastrophendienst Onemi gab Tsunami-Alarm, die Evakuierung von Küstenorten der Region Los Lagos wurde angeordnet. Über Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Ein Nachbeben der Stärke 5,2 folgte nur zehn Minuten nach dem ersten Beben.
Chile liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt, stossen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Weil sie ständig in Bewegung sind, wird Chile immer wieder von Erdstössen erschüttert.
Im Februar 2010 waren durch ein Beben der Stärke 8,8 und einen anschliessenden Tsunami in Chile mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Die damalige Schadenssumme belief sich auf umgerechnet rund 27 Milliarden Euro. (sda/reu/dpa/afp)