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Noah wurde blind mit verheiltem Kieferbruch aufgefunden und ins Tierheim gebracht. Als ich nach ihr fragte, befand das Tierheim leider, dass sich besser jemand um sie kümmere, der nicht 100% arbeite wie ich. Es vergingen Monate. Sie konnten Noah nicht vermitteln und sie begann zu kreisen, was als Stress abgetan wurde. Plötzlich erhielt ich ein Telefon und konnte sie notfallmässig abholen.
Es schien, als betrübe die Blindheit Noah überhaupt nicht. Völlig offen, kontaktfreudig und voll Energie war sie. Ich hoffte, sie könnte mit ihren 8 Jahren noch viele weitere bei uns verbringen. Die Diagnosen (Netzhautablösung und Herzkrankheit) erwiesen sich dann als nicht abgeklärt und falsch und bis wir durch den Herzultraschall und das MRI waren, war es bereits zu spät. Das Hirnödem von Noah drückte mittlerweilen auf lebenswichtige Hirnareale, so dass es jederzeit zu einem schrecklichen Tod hätte führen können. Medikamente hätten nach der Diagnosestellung eventuell kurzzeitig geholfen mit dem unveränderten Risiko eines schlimmen Todes. Noah entschied sich bei diesen Aussichten ihr Katzenkörperchen zu verlassen. Noah verloren zu haben, tut mir bis heute schrecklich weh, weil es frühzeitig möglich gewesen wäre, sie zu retten. Ich habe einen Monat lang 20 Stunden am Tag bei ihr verbracht und trotz der kurzen Zeit war die Beziehung zu ihr tief. Sie war voller Liebe und Zutrauen. Noah bedankte sich bei mir, dass sie mit Liebe gefülltem Herzen gehen konnte und sagte, ich hätte ihr mein eigenes Herz zu Füssen gelegt wie niemand zuvor. Sie legte ihrerseits als Geschenk ein wunderbares Licht über unser zu Hause.