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Spermien können an einer Fehlgeburt schuld sein
Die Qualität der Spermien ist genauso entscheidend für eine erfolgreiche Befruchtung wie die Qualität der Eizellen, das ist bekannt. Kommt es zu einer Befruchtung, müssen aber weitere Bedingungen stimmen, damit die Einnistung der Eizelle und die ersten Tage der Schwangerschaft ungestört verlaufen.
Bei etwa einer von fünf Schwangerschaften ist das nicht der Fall, sie endet in einer Fehlgeburt – oft schon in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Die Ursache bleibt meist unklar. Wird nach Risikofaktoren gesucht, dann normalerweise auf Seiten der Frauen. Aber es sind nicht immer nur die Mütter: Erleidet eine Frau mehrere Fehlgeburten, kann auch an einer geringen Spermaqualität ihres Partners liegen. Für Frauen, die nach einem unglücklichen Schwangerschaftsausgang mit Schuldgefühlen, Scham und Selbstvorwürfen zu kämpfen haben, ist es vielleicht ein tröstender Gedanke, nicht alleine verantwortlich zu sein.
Einige wissenschaftliche Untersuchungen konnten bereits zeigen, dass die Spermienqualität mit dem Alter nachlässt. War der Vater älter als 35 Jahre, erlitten 30 Prozent mehr Frauen eine Fehlgeburt als wenn der Erzeuger jünger als 35 war. Die Forscher konnten auffällig viele DNA-Schäden an den Spermien der Männer finden, deren Frauen Fehlgeburten innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen hatten. Diese DNA-Schäden führen dann zu einer fehlerhaften Entwicklung der Plazenta und des Embryos, so dass beides in den ersten Schwangerschaftswochen abgestossen wird.
Ausserdem fanden sich im Sperma der Männer, deren Partnerinnen von Fehlgeburten betroffen waren, vermehrt sogenannte Sauerstoffradikale. Diese werden in der Samenflüssigkeit gebildet und sollen die Spermien vor Bakterien und Infektionen schützen. In erhöhter Konzentration können sie jedoch die Spermazellen erheblich schädigen und damit die Ursache für die vermehrten Erbgutschäden in den Spermien sein.
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Übelkeit und Erbrechen | 10.10.2016
Schwangere, die in den ersten Wochen nach der Befruchtung unter Übelkeit und Erbrechen litten, haben ein deutlich niedrigeres Risiko auf eine Fehlgeburt. US-Forscher untersuchten bei 797 Frauen bereits vor der Schwangerschaft täglich den Urin auf das Schwangerschaftshormon hCG. Dadurch wurden auch frühe Fehlgeburten erfasst, die in der Frühschwangerschaft möglicherweise gar nicht bemerkt worden wären. Schon in der 2. SSW klagten fast 18 Prozent der Frauen über Übelkeit und 2,7 Prozent über Übelkeit und Erbrechen. Diese Anteile stiegen bis zur 8. Woche auf 57,3 Prozent bzw. 26,6 Prozent. Wie in den früheren Untersuchungen war Morgenübelkeit sehr deutlich mit einer 50 Prozent niedrigeren Rate von Fehlgeburten verbunden. Bei Übelkeit mit Erbrechen war das Risiko sogar um 75 Prozent niedriger als bei Frauen ohne Schwangerschaftsübelkeit.
Letzte Aktualisierung : 27-03-19, BH