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DIE STADT FÜR SONNE UND FERIEN - ANTALYA
Antalya ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Anatoliens. Nur etwa 25 km nordwestlich vom Zentrum von Antalya befindet sich in den Kalksteinhängen des Berges Şam die Karain Höhle, einst Heimstatt einer Gemeinschaft von 80 Menschen, mit Hinweisen auf eine Besiedlung seit dem Paläolithikum. Die Höhle wurde seit dem Jahr 1946 von Professor Ismail Kılıç Kökten von der Universität Ankara erforscht. Funde aus der Höhle sind in einem kleinen Museum am Fusse des Berghangs, im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara und im prähistorischen Saal des Museums von Antalya ausgestellt.
Von 1400 v. Chr. bis zum Untergang des Reiches unterlag die Region dem Einfluss der Hethiter. Vom 11. bis zum 8. Jh. v. Chr. regierten im Gebiet des heutigen Antalya zunächst die Lykier, dann die Perser.
Auf seinem Weg nach Persien und Indien brach Alexander der Grosse im 4. Jh. v. Chr. die persische Vormachtstellung über Anatolien. Die Zeit zwischen seinem Tod und der Ankunft der Römer wird als hellenistische Ära bezeichnet. Als kultureller Repräsentant dieser Epoche gilt in Kleinasien das Königreich Pergamon. Der König von Pergamon, Attalos II (159-138 v. Chr.), liess im Jahre 158 v. Chr. einen kleinen Hafen bauen und gründete oberhalb des Hafens den Ort, der heute nach Attalos „Attaleia“ bzw. Antalya heisst.
Nach dem Tod des Königs Attalos wurde die Stadt in das römische Reich eingegliedert und gewann unter der Herrschaft der Römer an Reichtum und Bedeutung. Das durch Klippen gegen das Meer abgeschirmte Attaleia erhielt auf der Landseite eine starke Mauer, die später Kaiser Hadrian erweitern liess. Ein Triumphbogen am Rande der Altstadt erinnert an den Besuch des Kaisers im Jahre 130.
Die Byzantiner verteidigten die Stadt im 7. und 8. Jh. gegen arabische Überfälle. Im Jahr 1207 eroberten die Seldschuken unter Sultan Keyhüsrev I. das Gebiet. Zahlreiche Bauwerke in der Stadt zeugen noch heute von dieser Epoche. Im 14. Jh. bezeichnete der Reisende Ibn Battuta Antalya als eine der „schönsten Städte der Welt“.
Unter den Osmanen, die die Stadt im 14 Jh. übernahmen, blieb Antalya zwar Hafen der Osmanen, doch der Handel verringerte sich und die Stadt verlor an Bedeutung.
Im Friedensvertrag von Sèvres wurde Antalya Italien zugesprochen und am 05. Juli 1921 Teil der jungen türkischen Republik. Danach beruhte die ökonomische Grundlage zunächst auf Landwirtschaft und Fischfang, inzwischen ist Antalya das wichtigste touristische Zentrum der Türkei und des östlichen Mittelmeeres.
Westlich von Antalya entstand die erste bedeutende Konföderation der Geschichte, der Lykische Bund. Die Mitgliedstaaten erhielten entsprechend ihrer Grösse und Bedeutung ein Stimmrecht von 1, 2 oder 3 Stimmen. Die Lykier siedelten zwischen Antalya und Fethiye und im Bergland oberhalb der Küste. Homer beschreibt in der „Ilias“ die Lykier ebenso wie die Karer als Verbündete der Trojaner während des Trojanischen Krieges.
Östlich von Antalya erstreckte sich Pamphylien, das „Land aller Stämme“. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten mit steilen Bergen und nur wenigen Ebenen zog diese Gegend lange Zeit Piraten an. Diese überfielen nicht nur die Handelsschiffe, sondern sie eroberten und besetzten von Zeit zu Zeit auch die Städte.
Viele Bauten aus der frühen Christenheit zeugen davon, dass das Christentum hier seinen Ursprung nahm. Die Museen der Region beherbergen Funde aus vorchristlicher, christlicher und islamischer Zeit. Der in der ganzen Welt bekannte und verehrte heilige Nikolaus stammt aus der Region Antalya. Legenden, Mythen und Erinnerungen an die reiche Geschichte sind hier stets gegenwärtig.
Viele Bauten aus der frühen Christenheit zeugen davon, dass das Christentum hier seinen Ursprung nahm. Die Museen der Region beherbergen Funde aus vorchristlicher, christlicher und islamischer Zeit. Der in der ganzen Welt bekannte und verehrte heilige Nikolaus stammt aus der Region Antalya. Legenden, Mythen und Erinnerungen an die reiche Geschichte sind hier stets gegenwärtig.
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