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Keine Bezirksverwaltung auf dem Areal Einsiedlerhof - Abtretung des Grundstückes nur im Baurecht
Mit Beschluss vom 3. März 2011 stellte der Bezirksrat die Beendigung der Zusammenarbeit der Swiss Performance AG mit dem Bezirk Einsiedeln durch die SPR fest und beschloss seinerseits die Beendigung der im Jahre 2008 begonnenen Zusammenarbeit im Hinblick auf ein Hotelprojekt. Auf den 25. August 2011 lud der Bezirksrat die Ortsparteien zu einem "runden Tisch" zum Thema Einsiedlerhof. Dieser ergab sehr unterschiedliche Meinungen zur Zukunft des Areals Einsiedlerhof. Weitgehend Einigkeit bestand nur zur Frage, ob das Grundstück veräussert werden soll oder nicht. Ein Verkauf wurde grossmehrheitlich abgelehnt. Die Diskussion mit den Parteien und in der Öffentlichkeit hat ergeben, dass ein Verkauf des Grundstückes in einer Abstimmung kaum mehrheitsfähig wäre. Es wurde weit herum die Meinung geäussert, der Bezirk dürfe sein "Tafelsilber" nicht verkaufen. Hingegen würde die Abgabe im Baurecht als Möglichkeit akzeptiert, sofern der Bezirk kein eigenes Projekt realisiert. Der Bezirksrat teilt heute diese Meinung, auch wenn der eine oder andere Investor dadurch von einem Engagement abgehalten werden könnte. Eine allfällige Ausschreibung des Grundstückes soll sich deshalb auf eine Abtretung im Baurecht beschränken. Zur Zeit erarbeitet das Ressort Liegenschaften Sport Freizeit ein Liegenschaften- und Raumkonzept, welches anfangs 2012 vorliegen wird. Dabei wird die Befriedigung der mittel- und langfristigen Raumbedürfnisse der Bezirksverwaltung ein zentraler Punkt sein. Obwohl in der Öffentlichkeit und von einzelnen Parteien immer wieder die Idee geäussert wurde, das Grundstück Einsiedlerhof zumindest teilweise für die Verwaltung zu nutzen, lehnt der Bezirksrat eine solche Option ab. Ohne dem Raumkonzept vorgreifen zu wollen, zeichnet sich infolge des im kommenden Jahr erfolgenden Auszugs der Amtsvormundschaft (aufgrund der Übernahme durch den Kanton per 1. Januar 2013) eine kurz- bis mittelfristige Entspannung der Raumsituation ab, das heisst die bestehenden und in den nächsten Jahren erwarteten Bedürfnissen sollten mit den eigenen Verwaltungsgebäuden und den gemieteten Räumlichkeiten befriedigt werden können. Deshalb hat die Erstellung eines Verwaltungsgebäudes - auch in Anbetracht der vielen Investitionsvorhaben im Bezirk mit erwarteten Kosten von über Fr. 100 Mio. - nicht Priorität, zumal in der Investitionsplanung auch kein Verwaltungsgebäude enthalten ist. Der Bezirksrat geht davon aus, dass für ein Verwaltungsgebäude andere Möglichkeiten als das Grundstück Einsiedlerhof zur Verfügung stehen werden. Die Nutzung des Areals Einsiedlerhof für ein Verwaltungsgebäude erscheint dem Bezirksrat aufgrund der exklusiven Lage des Grundstückes und damit des hohen Wertes der Liegenschaft in wirtschaftlicher Hinsicht nicht angebracht. Auch soll das Grundstück für Nutzungen zur Verfügung stehen, die Einsiedeln als Fremdenverkehrs- und Wohnort mehr Nutzen bringen können als ein Verwaltungsgebäude. Nach Vorliegen des Raumkonzepts wird der Bezirksrat der Öffentlichkeit das weitere Vorgehen in Bezug auf die Raumbedürfnisse der Verwaltung kommunizieren können. Mit dem Ausschluss der Option Einsiedlerhof wird im Hinblick auf eine Ausschreibung des Grundstückes Klarheit geschaffen.
Der Bezirksrat erhofft sich eine Erhöhung der Akzeptanz für alternative Lösungen, wenn aufgezeigt werden kann, dass die Raumbedürfnisse der Verwaltung langfristig auf andere Weise gelöst werden können. Im Hinblick auf eine allfällige Ausschreibung des Grundstückes sind Ausschreibungsunterlagen zu erarbeiten, welche auch die baurechtlichen Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. Davon ausgehend, dass ein Investor an einer möglichst intensiven baulichen Nutzung interessiert ist, sollen im Bewerberdossier die Überbauungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dabei besteht die Problematik, dass die Nutzungsmöglichkeit mit Ausnahmebewilligungen in der Regel erhöht werden können, diese aber natürlich nicht zum vornherein zugesichert werden können. Weiter steht das Leitbild Häuserfront Hauptplatz noch nicht in Kraft. Schliesslich ist es aufgrund des stark abfallenden Terrains schwierig, ohne konkretes Projekt und aufgrund der mit der Neigung des Terrains einhergehenden Änderung der möglichen Bauhöhen ein maximales Bauvolumen zu berechnen. Grundsätzlich ist es allerdings Sache eines Investors, ein baurechtskonformes Projekt zu präsentieren und sich um die Realisierbarkeit seines Projektes zu bemühen. Trotzdem sollen nach Möglichkeit Unterlagen im Hinblick auf die Art und das Ausmass von Grundstücksnutzungen erarbeitet werden. Dies wird nun verwaltungsintern bis Ende Februar 2012 geschehen. Anschliessend wird der Bezirksrat wieder über das weitere Vorgehen beraten und entscheiden.
Verschiedenes
Der Bezirksrat
beschliesst, dass die Abstimmungsbriefkästen auf den Vierteln an den Abstimmungssonntagen bereits um 09.00 Uhr statt um 10.30 Uhr geleert werden (erstmals am Wahl- und Abstimmungssonntag vom 11. März 2012);
erteilt die Bewilligung zum Betrieb des Natureisfeldes in Euthal an Louis Schönbächler, Gaswerkstrasse 30, Einsiedeln;
entlässt Major Emil Kälin per 31. Dezember 2011 nach 36-jähriger Tätigkeit, davon 12 Jahre als Kommandant unter bester Verdankung der geleisteten Dienste aus der Feuerwehr Einsiedeln und ernennt Kilian Ochsner per 1. Januar 2012 zum Kommandanten und Roland Fässler zum zweiten Vizekommandanten.
Baubewilligungen Ordentliches oder vereinfachtes Verfahren:
Konkrad Künzli und Daniel Baumann, Anbau Abstellraum, Schlapprig 8, Egg
Trütsch Roman und Barbara, Etzelstrasse 42b, Einsiedeln: Anbau Velo- und Holzunterstand