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Implantologie

In den letzten
Jahren ist das Wort "Implantat" ein wichtiger
Begriff in der Zahnheilkunde geworden. Wie der
Name sagt wird eine "Schraube", welche eine
Zahnwurzel ersetzen soll, eingesetzt,
implantiert. Die Schraube ist meistens aus
Titan, hat ein Gewinde, welche die
Primärstabilität sichert. Zudem ist die
Oberfläche der Schraube speziell behandelt und
rau, so dass dich der Knochen in den ersten 8 -
12 Wochen nach der Implantation mit der Schraube
fest verankert. Die Schrauben haben eine gewisse
Länge 6 - 14 mm und eine gewisse Dicke 3.3 - 6
mm. Da die Schraube eine gewisse Stabilität
haben soll, ist eine längere und dickere
Schraube besser als eine kurze und dünne
Schraube. Zudem sind dünne Schrauben einer
Bruchgefahr ausgesetzt. Hier wird schon das
Problem ersichtlich: da jede Schraube eine
gewisse Länge und Dicke haben muss, muss der
Knochen ebenfalls eine gewisse Länge und Dicke
aufweisen. Dies ist aber nicht immer der Fall,
so dass oft Kompromisse eingegangen werden
müssen.

Die Wahl der Schraubenlänge wird zudem auch von der Anatomie eingeschränkt. So kann beim Setzen eines Implantates der Nerv nicht verletzt werden. Im Oberkiefer wird die Schraubenlänge oft von der Kieferhöhle eingeschränkt. Man liest in der Literatur von Knochenaufbau, von Knochenregeneration uvm. Diese Techniken helfen sicherlich beim Setzen eines Implantates, aber diese Techniken sind mit Vorsicht zu geniessen. Der Knochenkamm kann nicht "einfach so hergestellt" werden. Viel wichtiger wäre es, den Knochen im Verlaufe der Jahre nicht zu verlieren (Parodontitis!). Die Prophylaxe ist somit wieder das A und O, und es sei immer wieder betont, dass ohne Mundhygiene nichts geht.
Es wäre falsch zu glauben, dass bei einem parodontal geschädigten Zahn der Zahn gezogen und ein Implantat eingesetzt werden kann. Der verlorene Zahn hat einen Knochenverlust erlitten, die Bakterien waren aggressiv und haben den Zahnverlust verursacht. Auch ein Implantat wird von den Bakterien besiedelt und statt einer Parodontitis entsteht eine Periimplantitis, welche auch zum Implantatverlust führen wird. Schliesslich ist das beste Implantat der eigene Zahn!
Gewisse Faktoren fördern die Perimplantitis: Das Rauchen, die schlechte Mundhygiene, gewisse Allgemeinerkrankungen (Diabetes), Immunschwäche und vieles mehr.
Das Implantat ist eine sinnvolle Hilfe beim Aufstellen eines Therapieplanes, bei der Wahl einer Behandlungslösung, aber man hüte sich vor dem Trend:"Zahn raus, Implantat rein!"