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Bereits die alten Römer entwickelten Kanalgitter, um Passanten zu schützen, aber auch, um Objekte aufzuhalten, die hineinfallen oder hineingeworfen werden könnten. Diese Deckel waren fast immer aus Stein gehauen.
Schachtdeckel können geöffnet werden und ermöglichen so einen Abstieg in den Kontrollschacht bzw. das Kanalsystem. Sie können rückstausicher, gas- und geruchsdicht und/oder wasserdicht ausgebildet sein. Daneben gibt es aber auch Deckel, welche Lüftungsöffnungen besitzen. Diese Öffnungen sind aber sehr klein, so dass größere Gegenstände den Kanal nicht verschmutzen können. Teilweise ist zu diesem Zweck direkt unter dem Deckel ein grobes Sieb, der sogenannte Schmutzfänger, angeordnet.
Sphärogussdeckel mit Scharnier
Ältere Kanaldeckel, oft aus Gusseisen (Grauguss) gefertigt, sind häufig mit dem Stadtwappen verziert. In Deutschland wurden während und nach dem Zweiten Weltkrieg die Deckel mit einem mit Beton gefüllten Kern versehen, um das zu dieser Zeit knappe Metall zu sparen. Diese Bauart wird auch heute noch aus Kostengründen eingesetzt. Die teurere Ganzmetallversion wird in Deutschland heute bei sog. einwalzbaren Schachtabdeckungen oder oft an repräsentativen Orten verwendet.