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Nikotin-Abhängigkeit wird mit dem ersten Glimmstängel eröffnet und die Sucht bleibt ein Leben lang bestehen.
Nikotin ist nebst dem Alkohol das weit verbreiteste legale Sucht- und Genussmittel in allen westlichen Industrieländern.
Durch Rauchen wird dem Körper der Suchtstoff Nikotin zugeführt. Die Wirkungen des Tabaks treten sehr schnell ein und lassen rasch wieder nach. Auftretende Entzugssymptome lassen sich durch die nächste Zigarette wieder beseitigen. Das ist auch der Grund, weshalb man schnell abhängig wird.
Nüchterne Zahlen
Der längere Aufenthalt in einem stark verqualmten Raum ist so, als würde man ca. 5 Zigaretten pro Stunde rauchen.
Häufiges Passivrauchen fördert Atemwegskrankheiten wie zum Beispiel Asthma**.
Frauen sind empfindlicher auf Passivrauchen als Männer**.
Nikotin macht richtig süchtig, ähnlich den 'harten' Drogen wie Heroin oder Kokain ***
Die Hälfte aller Raucher sterben an den Folgen ihrer Sucht*
Raucher leben 8 bis 10 Jahre weniger lang.*
Raucher haben ein sechsmal höheres Risiko für ein COPD (chronisch-obstruktive Lungenkrankheit und ein um zehn mal höheres Risiko für Lungenkrebs. Fast 90% der Sterbefälle wegen COPD gehen auf chronischen Nikotinkonsum zurück.*
Rauchen ist die wichtigste vermeidbare Ursache für vorzeitiges und gehäuftes Auftreten von Krankheit, Invalidität und Tod.
Rauchen schadet beinahe jedem Organ im menschlichen Körper*.
Das Risiko, einen Zahn zu verlieren ist bei Rauchern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.
Kinder von Raucherinnen sind kleiner, leichter, neigen eher zu Allergien und Infektionen; leiden vermehrt unter bronchialen Beschwerden, Husten, Halsentzündungen, Kopfschmerzen, und Mittelohrentzündungen.
Ein Kleinkind kann an einer einzigen verschluckten Zigarette sterben.
Kinder von Raucherinnen neigen als Erwachsene verstärkt zur Gewalt, haben häufiger Platzangst, Panik und allgemeine Angststörungen und Asthma.
Rauchende Jugendliche werden viermal häufiger depressiv als ihre nichtrauchenden Altersgenossen.
82% der Raucher haben vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen.
Innerhalb eines Jahres nach dem ersten Ausprobieren mit Zigaretten werden Jugendliche nikotinsüchtig.
Das Rückfallrisiko bei Exrauchern ist bei gleichzeitigem Alkoholkonsum verdoppelt.
Gesundheitskosten: In der Schweiz belaufen sich die Gesundheitskosten jährlich auf insgesamt 5 Milliarden Franken - ärztliche Behandlungen, Arbeitsausfälle, Invalidität, vorzeitiger Tod.*
Rauchen beim Autofahren: Messungen der Harvard Universtität ergaben Feinstaubbelastungen beim Rauchen im Auto - auch bei geöffnetem Fenster - von 505 Mikrogramm pro Kubikmeter - im Vergleich zu Nichtraucherautos, wo 1.25 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen wurden.
Aus dem Gesetzbuch
Es ist verboten, für Zigaretten im Fernsehen oder im Radio zu werben.
Es ist verboten, Gratis-Rauchproben an Jugendliche unter 18 Jahren weiterzugeben.
Auf jeder Zigarettenschachtel muss stehen, dass Rauchen Krebs, Herzkrankheiten oder Gefässkrankheiten verursacht.
Die Vollkaskoversicherung kommt nicht für Schäden am eigenen Wagen auf, wenn der Unfall z.B. dadurch entstanden ist, dass der Fahrer sich nach einer heruntergefallenen Zigarette gebückt hat.
Passivrauchen gilt als Eingriff auf das "Schutzgut körperlicher Unversehrtheit
Multiple Sklerose: Rauchstopp verbessert den Verlauf Nebst Lungenkrebs und Gefässverschlüssen fördert Rauchen auch das Fortschreiten der Multiplen Sklerose. Im Vergleich zu Nichtrauchern, erhöht Rauchen das Risiko einer Verschlechterung der Krankheit um mehr als 50%, konnten Britische Forscher in einer Studie belegen.
Rauchfrei in die Ferien fahren Je länger die Autoreise bis zum Ferienparadies, desto drängender das
Bedürfnis Rauchgewohnter, auch im Auto zu rauchen. Nur: Sind Kinder
an Bord, atmen sie sowohl den Rauch der glimmenden Zigaretten wie
auch den ausgeatmeten Rauch der Erwachsenen ein. Mit Folgen, von
denen die Eltern meist nichts ahnen. Tipps von der Schweizerischen Herzstiftung.
Sucht Schweiz: Familien im Fokus der Prävention In der Prävention von Sucht- und anderem Risikoverhalten nehmen Eltern eine zentrale Rolle ein. Seit langem bietet Sucht Schweiz Vätern und Müttern Rat in Erziehungsfragen rund um Sucht und Suchtmittelkonsum. Mit dem Ziel, einen Überblick über die aktuelle Situation in der Schweiz zu vermitteln, führte Sucht Schweiz am 25. April 2013 in Biel den nationalen Kongress „Familien im Fokus der Prävention: Potenziale und Herausforderungen – ein Blick über die Landesgrenzen“ durch.
Rauchstopp senkt Herz-Kreislaufrisiko - trotz Gewichtszunahme Ein Rauchstopp senkt trotz Gewichtszunahme das Herz-Kreislaufrisiko, wie eine Studie belegt. Nach der Studie sollten dies auch Diabetiker beherzigen, auch bei ihnen scheint die Gewichtszunahme nach Rauchstopp demnach das kleinere Übel zu sein, als Weiterrauchen.
Auch Wenig-Raucherinnen haben ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Herztod Rauchen schädigt die Gefässe und erhöht das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung sowie für einen plötzlichen Herztod. Forscher belegen auf Grund einer Datenanalyse aus der grossen Nurses' Health Study, dass Wenig-Raucherinnen ein doppelt so hohes Risiko für einen plötzlichen Herztod tragen, wie Nichtraucherinnen.
Passivrauchen erhöht das Risiko für Hirnhautentzündungen bei Kindern Dass Passivrauch bei Kindern das Infektionsrisiko – insbesondere jenes der Atemwege – erhöht, ist längst bekannt. Forscher der Universität Nottingham belegen nun, dass bei Kindern von rauchenden Müttern das Risiko für eine bakterielle Hirnhautentzündung durch Meningokokken erhöht ist.
Rauchen reduziert Gedächtnisleistung schneller als Bluthochdruck Rauchen und Bluthochdruck beeinflussen die Hirnleistung und gehören zu den bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Britische Forscher haben in einer Studie an über 8‘000 über 50-Jährigen festgestellt, dass bei aktiven Rauchern die geistige Leistung bereits nach vier Jahren deutlich schlechter war als bei Nichtrauchern.
Tabak: Zigaretten sind für Jugendliche leicht zu beschaffen Obwohl man sich schon seit über 50 Jahren mit den Gefahren des Tabakkonsums auseinandersetzt, bleibt noch einiges zu tun. In den meisten Kantonen schützt die Gesetzgebung heutzutage zwar die Jugendlichen, doch die Realität sieht anders aus: Zigaretten sind für Jugendliche immer noch leicht zu beschaffen; 69.8% bzw. 63% der Testkäufe, die Sucht Schweiz im Auftrag von CIPRET in den Kantonen Waadt resp. Freiburg durchführten, haben zu einem Verkauf geführt.
Nikotinkonsum: Viele Mütter rauchen nach Geburt wieder Auch wenn viele Mütter während der Schwangerschaft dem Glimmstengel abschwören, beginnen die meisten nach der Geburt wieder zu rauchen. Der Passivrauch ist aber sehr schädlich für die Entwicklung des Kindes und erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen, warnen Experten des Moffitt-Krebszentrums in München.
Suchtmonitoring Schweiz: Tabak, Alkohol und Cannabis verbreitet Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat das Suchtmonitoring Schweiz lanciert, ein Berichterstattungssystem, das den Konsum von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol, Tabak, Cannabis oder Kokain erfasst. Erste Resultate vermitteln einen Einblick in die Verbreitung der Suchtproblematik in der Schweiz.
Rauchfreie Arbeitsplätze verbessern die Gesundheit des Gastronomiepersonals Das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen, das seit Mai 2010 in der Schweiz gilt, steigert die Gesundheit des Servicepersonals. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, die an der Swiss Public Health Konferenz in Lausanne vorgestellt wurde.
Sucht Info Schweiz: Ja zur Passivrauchen-Initiative Die Schädlichkeit von Passivrauchen ist heute in der Bevölkerung zwar besser bekannt. Trotzdem verursacht es in der Schweiz jährlich immer noch 3'000 verlorene Lebensjahre. Sucht Schweiz engagiert sich für die Gesundheit der Nichtrauchenden, insbesondere der Arbeitnehmenden, und empfiehlt daher ein JA zur Initiative ''Schutz vor Passivrauchen''.
Bundesrat sagt Nein zur Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'' Das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen, das am 1. Mai 2010 in Kraft getreten ist, hat grundlegende Verbesserungen für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung bewirkt. Die Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'', die am 23. September zur Abstimmung kommt, will die heutige, breit akzeptierte Regelung verschärfen. Bundesrat und Parlament halten den bestehenden Schutz jedoch für ausreichend und empfehlen, die Volksinitiative abzulehnen.
Breite Allianz engagiert sich für rauchfreie Arbeitsplätze in allen Kantonen Mit der Annahme der eidgenössischen Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'' am 23. September 2012 werden endlich alle Arbeitnehmer der Schweiz vor dem gesundheitsschädigenden Passivrauchen geschützt. Eine breite Allianz von mehr als 50 Gesundheits-, Konsumenten-, Jugend- und Arbeitnehmerorganisationen sowie Parteien von links bis rechts setzen sich für die Initiative ein.
Rauchstopp: Einfluss auf das Gewicht ist grösser als gedacht Nikotin hat eine appetithemmende Wirkung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen nach dem Rauchstopp einige Kilos zunehmen. Die durchschnittliche Gewichtszunahme dürfte allerdings höher liegen als bisher gemeint. Und: Die Variationsbreite ist gross, wie eine aktuelle Analyse im britischen Ärztefachblatt zeigt.