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Die als Nummer 9 gesetzte Bencic (WTA 12) zeigte gegen die in der Weltrangliste 15 Positionen hinter ihr klassierte Amerikanerin Pegula eine sehr solide Leistung und gestand ihrer Gegnerin nur einen Breakball zu - beim Stand von 2:0 im zweiten Satz. Diesen wehrte sie mit einem Aufschlagwinner souverän ab, worauf sie bei eigenem Service nichts mehr anbrennen liess.
Bencic hatte schon bei 5:2 einen Matchball, den Pegula mit einem Vorhandwinner abwehrte. Die zweite Chance nutzte die 24-jährige Ostschweizerin dann zum zweiten Sieg im zweiten Duell mit der Amerikanerin. Der erste Servicedurchbruch war der Schweizerin bei 3:3 im ersten Durchgang gelungen, mit ihrem insgesamt sechsten Breakball und dank einem Doppelfehler von Pegula. Danach gewann sie sieben Games in Folge.
«Ich bin sehr zufrieden, wie ich gespielt habe. Ich fühlte mich von Anfang an wohl, machte nicht viel schlecht und setzte meinen Plan um», freute sich Bencic. Sie war erstaunt, dass sie vom Resultat her dermassen glatt gewonnen hatte, da Pegula eine starke Hartplatz-Spielerin ist. «Ich sah es als schwere Aufgabe», so Bencic.
Ihre nächste Gegnerin ist die japanische Linkshänderin Misaki Doi (WTA 94), gegen die sie sämtliche drei bisherigen Duelle für sich entschieden hat. «Es ist eine unangenehme und solide Gegnerin. Ich muss schon aufpassen, weiss aber, wie ich gegen sie spielen sollte.»
Golubic im Eiltempo
Bloss 59 Minuten zeigte die Uhr im Stadion an, als Golubic (WTA 50) bei ihrem ersten Matchball von einem Rückhand-Fehler von Osorio Serrano (WTA 79) profitierte. Sie jubelte und rief «Hopp Schwiiz». Die 28-jährige Zürcherin war angesichts der Hitze froh, dass die Partie nur so kurz dauerte. «Es fühlte sich gut an», bilanzierte sie.
Einen kritischen Moment gab es für Golubic in diesem Spiel, als sie nach dem 5:1 drei Games in Folge verlor und dabei zweimal gebreakt wurde. In ihren ersten drei Aufschlagspielen hatte sie der 19-Jährigen nur einen Punkt zugestanden. Sie reagierte jedoch mit dem Selbstvertrauen einer Wimbledon-Viertelfinalistin und gewann daraufhin sechs Games in Folge. «Für einen kurzen Moment war das Momentum auf ihrer Seite. Solche Phasen gibt es», so Golubic. «Wichtig ist, dann nicht einzuknicken. Ich glaube, dass ich diesbezüglich nun ein besseres Gleichgewicht habe. Das hilft.»
Läuft alles normal, ist ihre nächste Gegnerin von einem ganz anderen Kaliber. Nach Papierform träfe Golubic nämlich ebenfalls auf eine Einheimische, die die als Nummer 2 gesetzte Naomi Osaka, der am Freitag die Ehre zuteil gekommen ist, das olympische Feuer zu entzünden. «Das wäre natürlich ein spezieller Moment und eine riesige Herausforderung für mich», blickt Golubic voraus.
Beide an der Eröffnungsfeier dabei
Obwohl Bencic und Golubic am Samstag im Einsatz standen, hatten es sich die beiden nicht nehmen lassen, am Vorabend an der Eröffnungsfeier dabei zu sein. Sie absolvierten allerdings nur die kurze Runde und waren um 22.30 Uhr wieder zurück in der Unterkunft. «Ich wollte das bei meinen ersten Olympischen Spielen nicht verpassen und andere Sportler treffen. Solche Momente geben mir viel Inspiration», begründete Golubic.
In die gleiche Richtung äusserte sich Bencic, die von der «positiven» Olympia-Atmosphäre enorm angetan ist. «Ich schätze jeden Moment hier. Es ist schön, andere Athleten kennenzulernen. Es ist für mich eine ganz andere Welt.» Am Sonntag treten Bencic und Golubic gemeinsam im Doppel an.