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Die Delegationen tauschten sich aus über den Konflikt in Syrien sowie - auch mit Blick auf eine Mitte November in Palermo geplante internationale Konferenz - über die Lage in Libyen. Beim Thema Migration standen Entwicklungen in der Mittelmeerregion im Zentrum der Diskussion. Die Schweiz und Malta teilen das Ziel einer Reform des Dublin-Systems, um ein solidarisches, ausgewogenes System zur Verteilung von Flüchtlingen in Europa zu erreichen.
Thema des Treffens waren auch die laufenden Verhandlungen über ein institutionelles Abkommen zwischen der Schweiz und der EU. Zur Sprache kam zudem die Ende September vom Bundesrat verabschiedete Botschaft über einen zweiten Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedsstaaten, darunter Malta.
Beide Seiten unterstrichen den Beitrag neutraler Staaten zu den aktuellen globalen Diskussionen und betonten, dass die in jüngerer Vergangenheit erzielte Dynamik in den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Republik Malta aufrechterhalten werden soll. Beim offiziellen Besuch von Präsidentin Coleiro Preca handelte es sich um einen Gegenvisite, nachdem 2016 der damalige Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann in Malta empfangen worden war.
Die Schweiz anerkannte die Republik Malta kurz nach deren Unabhängigkeit 1964. Das wichtigste Abkommen beider Länder betrifft das Hochschulinstitut «Mediterranean Academy for Diplomatic Studies (MEDAC)», welches die Schweiz und Malta 1990 gemeinsam gründeten. 2002 etablierten die Schweiz und Malta zudem gemeinsam die Stiftung «DiploFoundation», deren Ziel es ist, die Chancen zu verbessern, dass die Stimmen von kleineren Staaten und von Entwicklungsländern international Beachtung finden.
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