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FranzWilhelm, Architekt und Maler, geb. 1813 zu Leipzig, Schüler von
Dahl, machte sich durch seine in Skandinavien
aufgenommenen Landschaften und die für
Dahls Werk gezeichneten norwegischen Holzbauten einen Namen.
Später
brach er im Auftrag
Friedrich Wilhelms IV. die Holzkirche zu Vang in Norwegen ab, die bei Warmbrunn in Schlesien wieder aufgebaut
wurde.
Nach dem Brand von
Bergen (1855) ließ er sich dort nieder und führte mehrere größere Monumentalbauten aus.
Traugott, Landschaftsmaler, geb. 1834 zu Herisau (Kanton Appenzell),
kam 1854 nach
München, wo er Schüler von J. G. (Anmerkung des Editors: Johann Gottfried)
Steffan wurde. 1858-59 bildete er sich noch unter
Koller in Zürich
weiter aus und machte dann eine Kunstreise nach Köln und Antwerpen. Seine ersten Bilder waren hauptsächlich
großartige Gebirgslandschaften von ausgeprägtem, bisweilen etwas manieriertem Naturalismus, z. B.:
zwei Partien aus den Schweizer Alpen, am Wallensee in der Schweiz, Hochplateau auf den Schweizer Alpen. Später wandte er
sich mehr zu lieblichen Idyllen und brachte hierin manche vorzügliche Leistung.
Jost, Landschafts- und Architekturmaler, geb. 1825 zu Zürich,
erhielt dort den ersten
vorbereitenden Unterricht in der Kunst und ging, da er sich für die genannten Fächer entschieden hatte, 1850 nach
München, wo er der Lieblingsschüler Ed.
Gerhardts wurde. 1870 nahm er seinen Wohnsitz in Salzburg. Seine Landschaften sind
entweder Stimmungsbilder, oder stellen malerische Alpengegenden dar, oft durch treffliche Beleuchtungsreflexe (Mondnacht,
Gewittern) gehoben. Ebenso zeichnen sich die Architekturen durch tadellose
Perspektive und charakteristische
Auffassung aus. Man hat auch viele Bleistiftzeichnungen und Aquarellmalereien von ihm, letztere durch feinen Sinn für Energie
und Breite in der Farbengebung wie durch markige Behandlung ausgezeichnet.
Heinrich,
Landschafts- und Strandmaler, geb. 1815 zu Warendorf in Westfalen, war auf der Akademie
zu Düsseldorf Schüler von
Schirmer und Lessing, bildete sich zwei Jahre in Antwerpen weiter und besuchte
dann die Schweiz, Tirol und die Küsten der Nord- und der Ostsee. Seine Waldbilder zeugen von großer Innigkeit der Auffassung.
Sein bestes Werk ist wohl eine für den
Herzog von Braunschweig gemalte Jagd bei Blankenburg; treffliche
Waldlandschaften im Besitz des Großherzogs von Oldenburg: Partie aus dem Neuenburger
Wald (1876) und Waldmotiv aus Hasbruch
im Großherzogtum Oldenburg.
Johannes, Bildhauer, geb. zu Mittweida in
Sachsen, kam in der frühesten Kindheit nach Dresden,
wo er schon als
Knabe die Kunstschätze kennen lernte. Mit 14 Jahren fand er Aufnahme in der Akademie,
wurde 1845 Rietschels Privatschüler, genoß dessen Unterricht bis 1850 und schuf sein nachher in
Bronze ausgeführtes Erstlingswerk:
Amor und Psyche. Nachdem er dann 1851-52 in
Drakes Atelier zu Berlin gearbeitet hatte, kehrte er nach Dresden zurück, trat
noch auf ein Jahr in
Hähnels Atelier und schuf in zwei
Medaillons Jupiter und Venus, die ihm ein Reisestipendium
für einen zweijährigen Aufenthalt in Italien einbrachten, wo (1854-56) sein verwundeter Achilles und das
Relief einer Kentaurin
mit einem Amor entstanden. 1856 gründete er in Dresden ein eignes Atelier und begann seine Thätigkeit für das damals im
Bau begriffene neue Museum, wo er denFries auf der linken Seite des
Vestibüls (die deutschen und niederländischen
Maler) ausführte.
Daran schlossen sich fast gleichzeitig im Palais des Prinzen Georg eine Allegorie der Vokal- und Instrumentalmusik, bald
nachher für Freiburg
an der Unstrut die Bronzebüste des Turnvaters Jahn, für Görlitz die Erzstatue des Oberbürgermeisters
Demiani (1861) und bald nach Rietschels Tod (1861) die Figur der Stadt Speier für das große Luther-Denkmal
in
Worms. Mehr noch als durch alle diese Arbeiten stieg sein Ruf durch die leider nur in Sandstein ausgeführten Gruppen
der
¶
mehr
vier Tageszeiten auf der Brühlschen Terrasse, eine unter den Schöpfungen der modernen Plastik unerreichte Arbeit von harmonischem
Aufbau und edelstem Schönheitssinn. Sowohl an der Konkurrenz für das Schiller-Denkmal in Wien als für das große Nationaldenkmal
auf dem Niederwald beteiligte er sich und ging aus beiden als Sieger hervor. Ersteres wurde in gelungenster
Weise 1876 vollendet, letzteres, ein unvergleichliches Meisterwerk, in Angriff genommen, um hoffentlich 1882 die Vollendung
und Aufstellung zu sehen.
Unter seinen übrigen jüngsten Werken, die den genannten völlig ebenbürtig sind, nennen wir namentlich: die herrliche
Büste Rietschels, die auf der Brühlschen Terrasse jene Stelle ziert, wo des Meisters Werkstatt stand,
ferner das eherne Maximilian-Denkmal in Triest von geistvoller Erfindung und großer Schönheit der Figuren,
die Panther-Quadriga auf dem neuen Hoftheater in Dresden, das etwas allzu komplizierte eherne Kriegerdenkmal in Hamburg und
die edle Marmorstatue des Phidias in der Loggia des Museums zu Leipzig. 1868 wurde er Professor an der
Akademie in Dresden.