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In dem vor Afrikas Ostküste gelegenen Inselstaat Madagaskar bringt die schlimmste Dürre seit 40 Jahren im Süden des Landes Zehntausende Menschen an den Rand des Hungertods.
«Familien leiden und es gibt bereits Menschen, die an akutem Hunger sterben - das ist nicht wegen eines Kriegs oder Konflikts, sondern wegen des Klimawandels», sagte der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, bei einem Besuch in der Region. Die Region habe nichts zur Erderhitzung beigetragen, zahle aber den höchsten Preis. Er rief dringend zu Spenden auf - nötig seien 78 Millionen Dollar.
Zahlreiche Kinder seien chronisch unterernährt und müssten ärztlich behandelt werden, sagte er. Von den rund 1,1 Millionen Menschen mit akuter Nahrungsmittelknappheit stünden 14'000 kurz vor dem Hungertod - eine Zahl, die sich bis Okotber zu verdoppeln drohe.
Beasyle beschrieb Menschen, die sich von Schlamm und Kaktusblüten ernähren, und Hunderte von abgemagerten Kindern mit schlaffen Hautfalten an den Gliedmassen. «Das sieht man sonst nur in Horrorfilmen.»
Als Auslöser der Hungersnot hatte das WFP zuvor unter anderem mehrere Dürrejahre in Folge und Sandstürme genannt, die viele Felder unbestellbar gemacht hätten. Auch in diesem Jahr habe es bislang wenig geregnet. Madagaskar war einst französische Kolonie und hat etwa 28 Millionen Einwohner. (sda/dpa)