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Amantadin und Ondansetron beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. Auch Amantadin kann die QT-Zeit verlängern, weshalb EKG-Kontrollen vor Therapiebeginn mit Amantadin, 1 und 3 Wochen danach, bei Dosiserhöhungen und ansonsten mindestens 1xjährlich empfohlen werden. In der Literatur sind Fälle von Torsades de pointes unter Amantadin bei Überdosierung beschrieben [Schwartz M, 2008][Sartori M, 1984]. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie/Dosis, bei i.v.-Applikation von Ondansetron, hoher Amantadin-Dosis und bei Risikofaktoren für Arrhythmien (z.B. Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie) werden empfohlen. Gemäss Fachinformation (Amantadin) ist die gleichzeitige Therapie mit QT-Zeit-verlängernden Substanzen kontraindiziert.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018