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Eine Schweizer Familie hat ihr Hotel in Kenia nach jahrelangem Streit zurück. Das Hickhack um das Touristenhotel Mawimbi Lodge in Watamu nahm seinen Lauf, als 1999 der Schweizer Daniel H.* verstarb. Nun endete es damit, dass die Polizei eine Kenianerin aus dem Hotel zerren musste.
Was war passiert? Teresiah M.* arbeitete zu seinen Lebzeiten als Hotelmanagerin und Übersetzerin für den Schweizer. Dies berichtet der kenianische «Standard» . Nachdem auch sie im Jahr 2008 starb, begann ihre Tochter Damaris N.*, das Hotel für sich zu beanspruchen.
Damaris N. begründete dies damit, die Stieftochter des Schweizers zu sein. Er hätte damals ihre Mutter unter Gewohnheitsrecht geheiratet. Beweise gab es dafür nicht.
Obendrauf gabs noch eine Entschädigung
Das passte den eigentlichen Erben nicht: Die Tochter des verstorbenen Schweizers, Elizabeth H.*, und Enkel Daniel R. protestierten im Juli 2012 vor Gericht gegen die ungewöhnliche Behauptung der Kenianerin.
Die Schweizer bekamen Recht: Der Richter entschied, dass die beiden Nachfahren die eigentlichen Besitzer des Hotels sind. Zudem sprach er ihnen eine Entschädigung von 20 Mio. Kenia-Schilling (rund 190'000 Franken) zu.
Damaris N. liess sich allerdings nicht so leicht vertreiben. Die Richter mussten sogar die Polizei holen, um sie aus dem Hotel zu holen und die Liegenschaft den rechtmässigen Besitzern zu übergeben.
Die Erben sind glücklich, wie Joyce R., Ehefrau des Enkels des verstorbenen Hotelbesitzers, gegenüber dem «Standard» sagt: «Wir haben viel gelitten und hoffen nun, dass die Sache damit ein für alle mal abgeschlossen ist.» (pma)
* Namen der Redaktion bekannt