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Ein hoher Cholesterinspiegel ist ein Risikofaktor für eine ganze Reihe von Krankheiten. Eine im Fachmagazin »Nature« veröffentlichte Studie zeigt nun, dass in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen der Cholesterinspiegel seit 1980 ansteigt und in Ländern mit hohem Einkommen dagegen zurückgeht. Für die Analyse haben fast 1000 Forscher aus der ganzen Welt Daten aus insgesamt 1127 Studien von rund 100 Millionen Erwachsenen ausgewertet.
Beim Cholesterin unterscheidet man zwei Arten: das schlechte Cholesterin, das sich in den Blutgefässen festsetzt, und das gute, das sich nicht ablagert. Der Wert des schlechten Cholesterins ist ein Schlüsselmarker für die Risikoeinschätzung cholesterinbedingter Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Autoren stellten fest, dass der nicht gute Cholesterinspiegel in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, insbesondere in Ost- und Südostasien, gestiegen ist. In den westlichen Ländern mit hohem Einkommen, vor allem in Nordwesteuropa, sowie in Mittel- und Osteuropa ist der Wert hingegen gesunken. Die Menschen in Belgien und Island verzeichneten den stärksten Rückgang des schädlichen Cholesterins seit 1980.
Da besonders sehr fettreiche Lebensmittel zu einem hohen Cholesterinspiegel im Blut führen können, glauben die Autoren, dass für die beobachtete Entwicklung Veränderungen in der Ernährung verantwortlich sind. Aber auch Verhaltensänderungen oder die Einnahme von Medikamenten gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel können einen Einfluss haben.