Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03575.jsonl.gz/599

Diese Heilpflanze (Sibirische Herzgespann, Marihuanilla von 'Marijuanillo' spanisch direkt übersetzt 'kleiner Hanf', Sibirischer Löwenschwanz, Sibirisches Mutterkraut.) aus der Familie der Lippenblütler (Labiatae) ist in Sibirien, China und der Mongolei beheimatet und bietet kleine weisse und/oder rosa-rote Blüten.
Aussaat:
Die Aussaat erfolgt im Herbst (September-November) oder Frühjahr (März-April). Die Keimung dauert zwei bis drei Wochen bei 18/20°C und es ist ratsam, die Samen nicht zu bedecken. Sie können auch vor der Aussaat für einige Wochen gekühlt werden (im Kühlschrank), um eine eventuelle Keimruhe zu brechen.
Pflege:
In sehr gemässigten Regionen kann diese Art mehrjährig werden. Bei der Kultur in Töpfen ist es ratsam, die Pflanzen über den Winter ins Haus zu holen.
Verwendung:
Diese äusserst medizinische Art wird in Asien traditionell (Wurzeln, Blütensomiten und Samen) wegen ihrer entzündungshemmenden, antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften verwendet. Sie enthält zum Beispiel zwei Flavonoide, Rutin und Quercetin, die für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt sind. Sie wurde auch zur Behandlung von Malaria, unregelmässiger Menstruation, Amenorrhoe, Bluthochdruck, männlicher Impotenz, Uterusblutungen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen... Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin sind ihre Samen aphrodisierend und regenerierend und die ganze getrocknete Pflanze gilt als allgemeines Tonikum. Traditionell wird der Saft der frischen Pflanze zur Stillung von Blutungen, Schuppenflechte, chronischen Hautausschlägen, Krätze und Menstruationsschmerzen verwendet. Die Anwendung wird für schwangere Frauen während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht empfohlen. Diese Art wird auch 'kleine Marie-Jeanne' genannt, weil ihre Blätter geraucht oder zu Kräutertees für milde psychoaktive und sedierende Effekte aufgebrüht werden - ein bis zwei Gramm getrocknete Blätter in einem Glas Wasser für ein bis drei Stunden. Die Pflanze hat auch allelopathische Wirkungen.
Die Anwesenheit von Leonurus sibiricus hemmt z. B. die Keimung von Salat, Mais und Tomaten, nicht aber die von Brunnenkresse oder Rettich. Andererseits fördert seine Anwesenheit die Keimung von Reis, Weizen und Senf.
Die Texte auf der Tüte der Samen sind in Französisch. Eine Aussaatanleitung wird auf Deutsch mitgeliefert.
Fotos: Association Kokopelli