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Wasserkraft und Solarenergie sind im Sommerhalbjahr besonders produktiv. Im Winter liefern sie weniger Strom, weil ein Teil der Niederschläge als Schnee fällt und die Tage kürzer sind. Bei der Windenergie ist es umgekehrt: Weil die Winde im Winter stärker wehen, liefern die Anlagen zwei Drittel ihrer Produktion im Winter. Genau dann ist unser Energiebedarf fürs Heizen und die Beleuchtung am höchsten. (Grafik: Stromproduktion 2022)
Die Lösung für die Versorgungssicherheit heisst nicht einheimische Solarenergie oder Wasserkraft oder Windenergie. Benötigt wird ein intelligenter Strommix aller erneuerbaren Energien. Aufgrund ihrer hohen Winterproduktion ist die Windenergie systemrelevant. Indem wir Wasserkraft, Solar- und Windenergie kombinieren, können wir unsere Energieimporte senken und unseren Bedarf mit einheimischer und CO2-freier Energie selber decken.
- Dank Windstrom können wir in der Schweiz die Stromimporte im Winter, die heute vor allem aus deutschen Kohlekraftwerken und französischen Atomkraftwerken stammen, reduzieren.
- Unsere Gross- und Urgrossväter haben mit dem Bau der Wasserkraftwerke beste Voraussetzungen für die Nutzung von Solar- und Windenergie geschaffen: Sie bilden die Hauptpfeiler einer erneuerbaren Energievollversorgung über das ganze Jahr.
- Die Schweiz muss nun die Hürden für den zügigen Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion im Inland – vor allem für den Winter – beseitigen, um eine ausreichende Eigenproduktion zu gewährleisten.
- 2020 betrug der Solarstromanteil im Kanton Freiburg, einem der Kantone mit dem höchsten Solarstromanteil der Schweiz, an der gesamten Stromproduktion 9 %. Im Juli betrug die Produktion aller Solarstromanlagen im Kanton 18 % der gesamten Produktion, im Dezember 1 %.