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Die Internetzeitung Zentralplus stellte der ehemaligen CVP-Nationalrätin Judith Stamm am 20. Juli 2014 fünfzig Fragen. Frage 44 lautet: „[Der Zuger Nationalrat Gerhard] Pfister findet es auch toll, dass die CVP Zug als, “Wirtschaftspartei” wahrgenommen wird.” Sie antwortet: „Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Das ist natürlich überhaupt nicht toll.“
Eine solche Reaktion der verdienten CVP-Politikerin irritiert. Wie ist das zu verstehen? Ich vermute, sie meint die Exzesse und groben Fehlleistungen, die mit der Wirtschaft in den letzten Jahren in Verbindung gebracht werden. Vielleicht spricht sie auch die zunehmende Entfremdung eines Teils der globalisierten Wirtschaft zur Gesellschaft an, die sich unter anderem in einer Absenz von Kaderleuten aus der Wirtschaft in der Politik ausdrückt. Wenn man sein eigenes politisches Engagement als umfassendes Engagement versteht, dann stösst es vielleicht ab, wenn wirtschaftlich Verantwortliche ihr Handeln nicht als umfassende Verantwortung verstehen. Dafür habe ich Verständnis.
Allerdings meine ich, dass Wirtschaftspolitik eben doch eine zentrale Aufgabe der Politik ist, gerade auch für die CVP, die für Werte einsteht. Eine erfolgreiche Wirtschaft ist die Grundlage für Arbeitsplätze und Wohlstand. Sie ist auch eine Grundlage einer aktiven, attraktiven und auch gerechten Gesellschaft. Judith Stamm ist nicht die einzige, die sich beim Stichwort Wirtschaft schaudert. In Gesprächen werde ich immer wieder damit konfrontiert. Diese verbreitete Stimmung muss uns Sorge bereiten.