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An der Swisscanto-Umfrage 2011 mit Stichtag 31.12.2010 haben 361 (Vorjahr 278) Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögenstotal von 426 (379) Mia. Franken teilgenommen. Die Beteiligung hat damit ein Rekordniveau erreicht und unterstreicht die Bedeutung, welche der Umfrage beigemessen wird. Rund die Hälfte der Versicherten sowie rund 70% der von den Vorsorgeeinrichtungen verwalteten Vermögen werden von der Umfrage erfasst. Insbesondere im Bereich der mittleren und grossen Vorsorgeeinrichtungen weisen die Ergebnisse damit eine hohe Repräsentativität auf. Bis auf eine Ausnahme haben sich alle kantonalen Pensionskassen beteiligt und auch die Vorsorgeeinrichtungen der grossen Städte sind fast vollständig vertreten. Auf Seite der privaten Kassen ist zu vermerken, dass alle SMI-Gesellschaften mit eigener Pensionskasse teilgenommen haben.
Das Jahr 2009 war von einer raschen Erholung nach dem Crash von 2008 geprägt. Der vermögensgewichtete Deckungsgrad stieg in jenem Zeitraum von 85% auf 90% (öffentliche Kassen) und von 97% auf 105% (private Kassen). Diese Entwicklung hat sich 2010 nicht fortgesetzt: Die Deckungsgrade nahmen nur um je knapp einen Prozentpunkt auf 91% bzw. 106% zu. Die Deckungsgrade liegen damit weiterhin deutlich unter der Marke von 115%, welche von den teilnehmenden Pensionskassen (ohne Staatsgarantie) im Mittel als Ziel angegeben wird und die auch die notwendigen Schwankungsreserven enthält. Die Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen verfügt also nicht über eine ausreichende Risikofähigkeit für Aktienanlagen und andere Vermögenskategorien, die grösseren Kursschwankungen unterliegen.
Die unter den Erwartungen liegende Verbesserung der Finanzierungssituation ist eine Folge der schwachen Anlageperformance im Berichtsjahr. Der ermittelte Durchschnitt der 2 Performance beträgt für alle Pensionskassen-Segmente 2,95% (Vorjahr +10,3%). Dem steht eine Sollrendite von 3,7% gegenüber, mit welcher der bestehende Deckungsgrad gehalten werden kann. 41% weisen eine Rendite von unter 2,5% aus, 49% zwischen 2,5% und 5%. Das ist angesichts des hohen Renditeerfordernisses nicht genügend, um die Reserven zu verstärken. Das Ergebnis für 2011 ist auch im mittelfristigen Rahmen unbefriedigend. So zeigt die Entwicklung seit dem Jahr 2000, dass die Sollrendite nur gerade fünf Mal oder im Schnitt lediglich jedes zweite Jahr erzielt werden konnte.