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Die Antarktis gehört der Wissenschaft und untersteht keiner Regierung. Der sechste Kontinent darf weder militärisch noch industriell genutzt werden - so will es der seit 1961 geltende Antarktisvertrag. Obwohl mehrere Länder Gebietsansprüche in der Antarktis erheben und zahlreiche Männer und Frauen die Flaggen ihrer Nationen im ewigen Eis gehisst haben, existiert bis heute keine offizielle Flagge für den weissen Kontinent.
Arktische Eiderenten und ihre Eier dienen kanadischen Inuit-Gemeinschaften als Nahrung; die Daunenfedern sind für Winterkleidung wertvoll. Daher gibt es auch einen lokalen Handel rund um die Mitiq, wie Inuit die Enten bezeichnen. In einer neuen Studie berichten Forschende um Catherine Soos vom kanadischen Umweltministerium darüber, wie sich die Geflügelcholera auf eine Entenpopulation ausgewirkt hat, die auf Mitivik Island brütet, einer 24 Hektar grossen Insel im kanadischen Territorium Nunvavut. Bei ihren Untersuchungen hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein besonderes Augenmerk auf eine mögliche Herdenimmunität, also auf die Frage, ob ein hoher Anteil der Population immun geworden ist, so dass auch nicht-immune Individuen dadurch besser geschützt sind.
Unter dem antarktischen Eis sind bislang mehr als 400 Seen entdeckt worden – vom renommierten Fachjournal Nature einst als „das grösste unerforschte Ökosystem des Planeten" bezeichnet. Einer neuen theoretischen Studie zufolge könnten in diesen Seen Bedingungen herrschen, die mikrobielles Leben mehr begünstigen als bisher angenommen.
Die nördlichen Meere – der Arktische Ozean und das Europäische Nordmeer – enthielten in wenigstens zwei Eiszeiten kein Salzwasser. Stattdessen sammelte sich in den Ozeanbecken Süsswasser an, das von mehr als 900 Meter dickem Schelfeis bedeckt war. Dies haben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und des MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen durch die Analyse von Ablagerungen am Meeresboden herausgefunden. Diese Erkenntnisse widersprechen den bisherigen Vorstellungen von der Geschichte des Arktischen Ozeans im Eiszeitklima. Das Wissen über die Änderungen des Klimas und der Umwelt in der Vergangenheit ist entscheidend für das Verständnis des heutigen und des künftigen Wandels in der Arktis.
Albatrosse und Sturmvögel verbringen den grössten Teil ihres Lebens in den Weiten des Ozeans. Die Langstreckenflieger segeln majestätisch durch eisige Winde, jagen Fische, Krill und Tintenfisch und steuern nur selten Festland an. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass sich die Vögel dabei 39% der Zeit in internationalen Gewässern aufhalten, wo ihr Schutz nicht gewährleistet werden kann. Da die Hälfte der Arten vom Aussterben bedroht ist, fordern die Studienverantwortlichen jetzt globale Abkommen, um die Vögel auch ausserhalb von nationalen Hoheitsgewässern zu schützen.
Eigentlich ist der arktische Seeweg entlang der sibirischen Küste von November bis Juli zugefroren. Frachtschiffe zwischen Asien und Europa fahren dann auf der südlichen Route via den Suezkanal, was etwa zehn Tage länger dauert. Um Zeit und Geld zu sparen haben deshalb vor allem Russland und China den Frachttransport durch die Nordostpassage in den Sommermonaten intensiviert. Sie haben auch die Eisverhältnisse in der schmelzenden Arktis genau beobachtet, um von den zunehmend offenen Schifffahrtswegen zu profitieren. Erstmals hat nun ein Frachtschiff den östlichen Teil der Nordostpassage im tiefsten arktischen Winter befahren.
Im Permafrost bei Longyearbyen auf Spitzbergen lagern unbezahlbare Schätze: Im „Global Seed Vault“ wird Saatgut aus der ganzen Welt gespeichert. Hier sollen die Samen Katastrophen jeglicher Art überstehen. Der Saatgutspeicher ist ein wahrer Tresor und als solcher nicht für jedermann zugänglich. Gerade bei Reisenden existiert aber das Bedürfnis, mehr über den Speicher zu erfahren. Genau dazu ist „The Arc“ vorgesehen.
Die Antarktis könnte in Zukunft wieder grüner werden, wenn sie sich erwärmt. Neue Arten könnten sich ansiedeln. Gleichzeitig könnten andere Arten zurückgehen oder aussterben, sagen die Wissenschaftler eines internationalen Forscherteams. Die Erkenntnisse basieren auf hunderten Fachartikeln des letzten Jahrzehnts, die nun unter der Leitung des Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung umfassend ausgewertet wurden.
Erst im Oktober ist die „Polarstern“ von ihrer einjährigen Arktis-Drift-Expedition zurückgekehrt. Am 20. Dezember geht es für das Deutsche Forschungsschiff bereits wieder los, diesmal in entgegengesetzter Richtung in die Antarktis. Die „Polarstern“ bringt dabei wie üblich Material und Treibstoff zur Neumayer-Station III. Corona-bedingt reist aber diese Saison auch das ganze Überwinterungsteam per Schiff auf den Südkontinent.
Wenn hungrige Eisbären im Herbst darauf warten, bis die Hudson Bay zufriert und sie wieder auf Robbenjagd gehen können, stellen die Tiere eine Gefahr für die 900 Menschen dar, die in Churchill leben. Die Stadt arbeitet nun an einem Plan zur Verhinderung von Konflikten zwischen den Bären und den Menschen. Dabei soll ein neues Radarsystem verwendet werden, das beobachten und warnen kann, wenn sich ein Bär der Stadt nähert.
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