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Bizarre Creations gehörte für lange Zeit zu den angesehensten Spiele-Entwicklern. Bereits auf der Dreamcast machte das Studio mit Metropolis Street Racer auf sich aufmerksam. Danach folgten Project Gotham Racing und Geometry Wars. Und dann kam Activision.
2007 kaufte Activision das beliebte englische Studio auf. Und danach lief es nicht mehr so richtig rund mit Bizarre. The Club blieb unter den Erwartungen, das Autorennspiel Blur wurde von Split/Second überschattet.
Nun berichtet Ars Technica, dass Activision das Studio schliessen könnte. Laut Activision ist Bizarre nicht profitabel. Der Misserfolg von Blur hat dem Studio anscheinend einen zu grossen Schaden zugefügt.
Das Herstellen von modernen Spielen ist derart teuer, dass bereits ein einziger Misserfolg ein kleineres oder sogar mittelgrosses Studio zerstören kann, egal wie gut das Studio ansonsten ist. Wir haben bereits verschiedene Beispiele dafür sehen müssen: Das PS3-Spiel Lair hat den tollen deutschen Spiele-Entwickler Factor 5 zerstört, der seit Amiga-Zeiten aktiv war. Der ansonsten für geniale Shooter wie TimeSplitters bekannte Entwickler Free Radical wurde vom Misserfolg von Haze komplett überwältigt, musste beinahe alle Mitarbeiter entlassen, und wurde von Crytek aufgekauft. Der schottische Crackdown-Entwickler Realtime Worlds musste aufgeben, nachdem APB nicht genügend oft gekauft wurde.
Bizarre ist aber kein eigenständiges Studio mehr. Activision besitzt Bizarre, und Activision hat definitiv genügend Geld, um ein paar Misserfolge zu überleben. Dazu kommt, dass keines der Bizarre-Games schlecht war.
Damit stellt sich die Frage, weshalb ein gutes Studio wie Bizarre von Activision nicht mehr Unterstützung erhält. Es bleibt also zu hoffen, dass die Situation für Bizarre nicht so schlimm ist wie sie aktuell aussieht.
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