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Demnach müssen künftig deutsche Steuerzahler jede Geschäftsbeziehung zu einer Briefkastenfirma im Ausland offenlegen, "und zwar unabhängig davon, ob sie an dem Unternehmen formal beteiligt sind oder nicht", zitiert die Zeitung aus dem Gesetzesentwurf. So wolle das Finanzministerium verhindern, dass verschleiert werde, wer in einer Briefkastenfirma sein Vermögen verwahrt. Um den wirklich Begünstigten herauszufinden, solle das steuerliche Bankgeheimnis teilweise aufgehoben werden.
Zuletzt hatte Panama wegen seiner vielen Briefkastenfirmen Negativschlagzeilen geschrieben. Anfang April hatten zahlreiche Medien über gut 200 000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung der "Panama Papers" führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer internationalen Debatte über Steueroasen und Geldwäsche./sk/DP/stk
(AWP)