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Kaufkraft und Mangel
Seit dem Mittelalter gehört der Markt zu den Wesensmerkmalen einer Stadt, genauso wie ein Stadtrecht und eine Stadtmauer. In ihren engen Gassen konzentrierte sich die Wohnbevölkerung, und die Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung erhöhten die Zahl potenzieller Konsumenten zusätzlich. Nach der Stadtvereinigung von 1893 entwickelte sich Zürich bald zu einem eigentlichen Konsumparadies weiter, mit der Bahnhofstrasse als international renommierter Einkaufsmeile.
Märkte und Detaillisten
Traditionelle städtische Warenbezugsorte waren die Verkaufslokale von Produzenten wie Bäckereien und Metzgereien sowie von Krämern und Händlern, die sich auf bestimmte Waren spezialisierten. Daneben boten Wochen- und Jahrmärkte temporäre Verkaufsplattformen für auswärtige Anbieter.
Vor der Stadtvereinigung 1893 konzentrierten sich die Zürcher Wochenmärkte bereits ausserhalb der Altstadtgassen, wo mehr Platz für die Waren und die vielen Menschen war: an den Quais im oberen Limmatraum (Rathausquai und Sonnenquai), an der Bahnhofstrasse und im Seilergraben sowie auf der Rathausbrücke, auf der schon seit dem 14. Jahrhundert der Gemüsemarkt stattfand. Der grosse Jahrmarkt fand an Martini im November auf dem Seiler- und Hirschengraben statt und zog Leute aus dem ganzen Kanton an.
Nach der Stadtvereinigung entstand ein ständiger Wochenmarkt am Helvetiaplatz und nach 1934 auch am Marktplatz in Oerlikon und am Lindenplatz in Altstetten, während sie in der Innenstadt allmählich verschwanden und sich ab 1931 auf dem Bürkliplatz konzentrierten.
Märkte im Gebiet der Stadt Zürich
Daneben existierte der traditionelle private Detailhandel weiter, der meist aus Produktionsbetrieben herauswuchs und familiär und kleingewerblich geprägt war wie Bäckereien, Metzgereien, Drogerien oder Eisenwarengeschäfte. In den Quartieren gab es überdies ein enges Verteilnetz von Hausiererinnen und Ausläufern.
Warenhäuser und Luxuswaren
Mit dem schnellen Stadtwachstum Ende des 19. Jahrhunderts potenzierte sich auch das Wirtschaftswachstum und die Kaufkraft. Bis zum ersten Weltkrieg nahmen die Haushalteinnahmen (und damit auch die Konsumausgaben) schnell zu, bevor sie ab 1920 (in realen Preisen) zu stagnieren begannen.
Mittlere jährliche Ein- respektive Ausgaben eines Haushalts
Um 1900 entwickelten sich der westliche Teil der Altstadt zur City und die Bahnhofstrasse zu einer Flaniermeile mit Geschäften des gehobenen Bedarfs und riesigen Schaufenstern wie bei Seiden-Grieder, Franz Carl Weber oder Sprüngli. 1899 baute die seit 1833 als Modehändlerin in Zürich tätige Firma Jelmoli an den ehemaligen Seidenhöfen ein Warenhaus als Glaspalast nach Pariser Vorbild, und bald folgten Konkurrenten wie Julius Brann (heute Manor) und der Annahof sowie später Modissa und Globus, der seine Wurzeln im ersten Zürcher Warenhaus, dem «Bazar ohne Gleichen» von 1892 auf der Bahnhofbrücke hatte. So wurde in der City die gehobene Kaufkraft in Konsumtempeln und Luxusgeschäften abgeschöpft.
Konsumvereine und Migros
Die grosse Mehrheit der städtischen Bevölkerung konnte sich das vielfältige und kostbare Angebot der Bahnhofstrasse jedoch nicht leisten und war für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände auf den lokalen Detailhandel angewiesen. Aber auch hier hatten sich neue Handelsformen entwickelt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts schlossen sich Leute aus der Arbeiterschaft, später auch Angestellte, Beamte und Bauern, zusammen, um den «Handelswucher» auszuschalten und ihre Konsuminteressen durch gemeinschaftliche Vermittlung von Gütern des täglichen Bedarfs zu fördern. 1851 wurde aus dem Grütliverein um Karl Bürkli heraus der Konsumverein Zürich (KVZ) gegründet, der als älteste erfolgreiche Konsumgenossenschaft auf dem europäischen Kontinent gilt. Er etablierte sich schnell und war Vorbild für die Gründung vieler weiterer Konsumvereine in der Schweiz. Es waren meist Arbeiter der Zürcher Industriebetriebe, vor allem aus der Escher Wyss, die Anteilscheine des KVZ zeichneten. Weil sich der Konsumverein anfänglich nicht im Lebensmittelbereich engagierte, kam 1878 mit dem Lebensmittelverein Zürich (LVZ) ein lokaler Konkurrent dazu, der sich 1890 – im Gegensatz zum KVZ – dem Verband der Schweizerischer Konsumvereine anschloss, aus dem die heutige Coop-Genossenschaft herauswuchs.
Schliesslich hat mit der Migros ein weiterer Pfeiler des heutigen Detailhandels seine Ursprünge in Zürich. Gottlieb Duttwiler wuchs im Kreis 4 als Sohn eines Verwalters des LVZ auf und wandte sich dem Grosshandel zu. 1925 gründete er die Migros AG; er setzte mit ihr auf hohe Umsätze von Gütern des täglichen Bedarfs bei niedrigen Margen. Um die Kosten tief zu halten, wurde der Verkauf anfänglich ab Lastwagen organisiert, die in die Quartiere und Dörfer fuhren. Als früher Discounter etablierte sich das Unternehmen mit effizienten Abläufen und viel Marketing gegen die Konkurrenz. 1940 wandelte Duttweiler seine AG in eine Genossenschaft um und positionierte sie für den Nachkriegsaufschwung, in der sich die Migros zur Marktführerin im Schweizer Detailhandel entwickelte.
Preisentwicklung und Warenmix
1914 war die Schweiz nicht auf einen längeren Krieg eingestellt. Mangelnde Vorsorge, Nahrungsmittelknappheit und steigende Preise verschärften die soziale Not. Erst in den letzten Kriegsjahren rationierten die Behörden Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch. Hohe Preise bei stagnierenden Löhnen, eine prekäre Lebensmittelversorgung und Wohnungsnot führten gegen das Ende des Ersten Weltkriegs zu einer revolutionären Grundstimmung, die im Landesstreik vom November 1918 gipfelte.
Preisindex
Der Streik wurde zwar ergebnislos abgebrochen, aber die Forderungen des Oltener Aktionskomitees – darunter die Sicherung der Lebensmittelversorgung – fanden Eingang in den politischen Prozess. Das veranlasste die Statistischen Ämter, die Entwicklung der Lebenshaltungskosten zu verfolgen und rückwirkend bis 1912 Preisindices zu erarbeiten. Eine wichtige Grundlage dafür war die Ermittlung des repräsentativen Warenkorbes, das heisst der Zusammensetzung der typischerweise konsumierten Warenmengen.
Warenkorb
Die Warenkorb-Grafik zeigt für das erste, vom Weltkrieg 1914–1918 geprägte Jahrzehnt einen deutlichen Anstieg der Lebensmittel- und Mietpreise. Im langfristigen Zeitverlauf wird aber bei den Lebensmitteln ein deutlicher Bedeutungsrückgang ersichtlich, der in der Hochkonjunkturzeit zwischen 1950 und 1975 besonders ausgeprägt war. Gab man 1919 noch rund die Hälfte der verfügbaren Mittel für Lebensmittel aus, sind es heute noch etwa zehn Prozent. Eine ähnlich rückläufige Entwicklung ist bei den Ausgaben für Bekleidung festzustellen. Hingegen verdoppelten sich über die lange Frist die Ausgaben für Wohnen und Energie von 15 auf 29 Prozent. Ein noch stärkeres Wachstum ist in den Bereichen Verkehr (von 2 auf 13 Prozent) und Gesundheit (von 2 auf 15 Prozent) festzustellen. Und erst seit den 1960er Jahren werden die Ausgaben für Hotel und Restaurant separat ausgewiesen – ihr Anteil liegt seither bei rund 9 Prozent.
Reich und Arm
Insgesamt zeigen alle verfügbaren statistischen Zeitreihen ein Wachstum von Einkommen und Wohlstand in den letzten 100 Jahren. Allerdings reihen sich durchaus unterschiedliche Perioden aneinander, wie der Verlauf der realen (inflationsbereinigten) Maurerlöhne aufzeigt.
Maurerlöhne
Ein deutliches Einkommenswachstum ist in den 1920er Jahren und wieder zwischen 1955 und 1975 feststellbar. Hingegen gingen die Realeinkommen von 1909 bis 1918 und von 1933 bis 1942 zurück, und von 1975 bis 2008 war die Reallohnzunahme eines Maurers äusserst gering.
Ein ähnliches Bild scheint die Entwicklung des durchschnittlichen steuerbaren Einkommens aufzuzeigen (vgl. nächste Grafik). Es stieg ebenfalls zwischen 1945 und 1975 stark und stagnierte seither. Die steuerbaren Vermögen zeigen während langer Zeit eine ähnliche Entwicklung wie die Einkommen. Seit 1990 ist indes ein klares Vermögenswachstum erkennbar, das bis heute anhält. Bei beiden Zeitreihen sind jedoch die gesellschaftlichen Änderungen der letzten fünfzig Jahre zu berücksichtigen. Um 1970 wurden noch zu einem viel grösseren Anteil Familienvorstände besteuert. Heute sind es deutlich mehr Einzelpersonen, da die Eheschliessungen zurückgingen, die Scheidungen zunahmen und die Einpersonenhaushalte zahlreicher wurden. Von den Durchschnittseinkommen und -vermögen zehrten 1970 somit noch mehr Personen als heute.
Durchschnittliches steuerbares Einkommen und Vermögen
Zu beachten ist bei der Entwicklung des durchschnittlichen Vermögens hingegen, dass auch heute noch bei einem Drittel der Steuerpflichtigen das Vermögen kaum über der Mindestschwelle der Besteuerung liegt, wie die folgende Grafik zeigt. Die in den vergangenen zwanzig Jahren steigenden Durchschnittsvermögen sind also nicht gleichmässig verteilt. Dennoch ist die heutige Vermögensverteilung breiter als früher: 1921 besassen drei Viertel aller Steuerpflichtigen kein Vermögen.
Für die folgende Grafik wurden die Kategoriengrenzen der Steuerstatistik von 1921 der langfristigen Teuerung angepasst. Demnach verfügten die zwei wohlhabendsten Prozent von 1921 in heutige Preise umgerechnet über mehr als 600 000 Franken steuerbares Vermögen – heute sind es zwei Millionen. Dasselbe Vorgehen für die Einkommen bedeutet: 1921 erzielten zwei Drittel aller Steuerpflichtigen ein Einkommen von weniger als 20 000 Franken in heutigen Preisen – die damalige Mittelschicht konnte sich also nicht mehr leisten als heutige Steuerpflichtige, die mit einem Einkommen von 20 000 Franken auskommen müssen. Die reichsten zwei Prozent erzielten ein Einkommen, das heute 90 000 Franken entspricht. Dazu kommt, dass die Einkommen häufig für Grosshaushalte reichen mussten, während sie heute oft einer einzelnen Person zur Verfügung stehen.
Vermögens- und Einkommensstruktur 1921 und 2015
Wie lebte die Oberschicht der Stadt Zürich? Dazu existieren zwar Fotos, Statistiken zum Reichtum sind hingegen Mangelware. Die Verbreitung teurer Konsumgüter kann nur in seltenen Fällen quantitativ erfasst werden, und zudem ist der Statuswert eines Konsumguts im Verlauf der Zeit Änderungen unterworfen.
So waren Autos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fraglos noch Luxusgüter – 1939 besassen erst 2 Prozent aller Stadtzürcherinnen und -zürcher einen eigenen Wagen. Das änderte sich nach dem Krieg rasant; bis um 1970 wurde das Auto auch in der Stadt zur Standard-Ausstattung eines Haushalts.
Eine interessante Entwicklung machte die Hundehaltung durch. Einen Hund in der Stadt zu halten, deutete auf einen gewissen Wohlstand hin, denn Hunde mussten gefüttert und betreut werden, und sie waren in der dicht bevölkerten und hygienisch ohnehin belasteten Stadt grundsätzlich nicht gern gesehen. Die Hundehaltung wurde deshalb besteuert. Um 1900 scheint es in der Stadt Zürich auf eine Bevölkerung von 200 000 Personen rund 3000 Hunde gegeben zu haben. Ihre Zahl verdreifachte sich bis 1960. Kurzzeitige Abnahmen waren in den Weltkriegsjahren zu beobachten; eine markante Zunahme gab es hingegen in den 1950er Jahren. 1980 registrierte man mit rund 9700 die höchste Hundezahl in der Stadt, seither ging sie in der allmählich dichter werdenden Stadt zurück, bis sie in den letzten Jahren offenbar wieder leicht anstieg.
Hundezahl
Eine städtische Erscheinung im Spannungsfeld von Reichtum und Armut waren um 1900 die Auswanderungsagenturen. Die Schweiz war lange Zeit ein Auswanderungsland. Die Emigration nach Übersee stellte aber grosse organisatorische Probleme, was ein Betätigungsfeld eröffnete: Auswanderungsagenturen verkauften ihren Kunden die Schiffskarten nach Übersee, organisierten die Reise zum Einschiffungshafen und sorgten für Unterkunft und Verpflegung. Führend in der Schweiz war die Basler Agentur Zwilchenbart, deren Zürcher Büros sich an bester Lage am Bahnhofplatz befand (im 2018 ausgebrannten Eckhaus). Interessanterweise waren die Auswandernden gegen Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend Landwirte mit ihren Familien, die eine Auswanderung nach Übersee der Migration in die Stadt vorzogen. Gemeinhin unterschätzt wird auch der rege Verkehr in Gegenrichtung; so kehrten 40 Prozent der nach Argentinien Ausgewanderten wieder zurück. Nicht wenige von ihnen dürften sich in den Grossstädten niedergelassen haben. Um 1900 etablierten sich auch professionelle Reisen von europäischen Unternehmern in das Wirtschaftswunderland USA. So verlegten sich die Agenturen vom allmählich stagnierenden Emigrationsgeschäft auf das junge Geschäftsfeld des Tourismus. Das führende Reisebüro Kuoni entstand 1906 allerdings aus einem Speditionsunternehmen heraus. Die seit der Zwischenkriegszeit zahlreich gegründeten Reisebüros dokumentieren, wie auch Fernreisen im 20. Jahrhundert vom Luxus- zum Massenphänomen wurden.
Mangel und Unterstützung
Während Zeitreihen über die Verbreitung von Konsumgütern selten sind, wandte sich die Statistik schon früh der Erfassung der Sozialfürsorge zu. Hier sah man gegen Ende des 19. Jahrhunderts grossen Handlungsbedarf, denn mit der Industrialisierung und dem Stadtwachstum waren unzählige soziale Notlagen verbunden. Bis um 1870 herrschte ein liberales Denken, das dem Individuum die Schuld an Notsituationen gab. Mit den offensichtlichen Schattenseiten des schnellen Stadtwachstums erhielten sozialreformerische Bestrebungen Auftrieb. Nach dem Vorbild des Deutschen Reiches strebte man nun auch in der Schweiz Sozialversicherungen für Kranke, Verunfallte, Alte und Beeinträchtigte an. Die Stimmbürger folgten den Anliegen aber nur zurückhaltend, und so dauerte es beispielsweise bis 1947, als die AHV nach verschiedenen Anläufen eingeführt wurde.
Um 1900 war das soziale Auffangnetz also noch weitmaschig und beruhte zu einem guten Teil auf privater und genossenschaftlicher Initiative. Zu dieser Zeit begannen die Städte, ihre sozialen Leistungen auszubauen und die Fürsorgeämter zu professionalisieren. Ab 1905 tagte regelmässig die Schweizerische Armenpflegerkonferenz, die sich zur heutigen Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) entwickeln sollte. Zwischen 1898 und 1914 verdoppelten sich in Zürich die realen Nettoaufwendungen der Stadt für die Sozialhilfe pro Einwohner resp. Einwohnerin von 25 auf 50 Franken.
Sozialhilfefälle, Aufwendungen für Sozialhilfe und Arbeitslosenzahl
Die verbreitete Not und die sozialen Turbulenzen gegen Ende des Weltkriegs spiegeln sich nur wenig in der Entwicklung der Sozialkosten. Erst mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929, die in der Schweiz lange anhielt und ab 1936 endlich mit dem allmählichen Rückgang der Arbeitslosigkeit abflaute, stiegen die Aufwendungen in zuvor unbekannte Höhen. In der Stadt Zürich wurden 18 000 Sozialhilfedossiers geführt, so viele wie nie mehr seither.
Die Jahre nach 1945 waren durch Vollbeschäftigung und die sukzessive Einführung neuer Sozialversicherungen geprägt: der AHV 1948, der IV 1960, der Ergänzungsleistungen zur AHV 1966, der Arbeitslosenversicherung 1976 und schliesslich der beruflichen Vorsorge 1985. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der städtischen Sozialhilfe bis in die frühen 1970er Jahre. In dieser Zeit reformierten viele Kantone die Sozialhilfe. Einzelfallabklärungen und die Förderung der Selbständigkeit erhielten mehr Gewicht als Kontrolle und Disziplinierung. Auch das Wohnsitzprinzip in der Sozialhilfe ersetzte nun endgültig das überholte System der Zuständigkeit der Heimatkantone für die Armenpflege.
Nach der Rezession von 1974/75 nahmen die Sozialfälle wieder zu, obwohl die Rückwanderung vieler saisonaler Arbeitskräfte dämpfend wirkte. Besonders ab 1990 stiegen die Sozialkosten scheinbar unaufhaltsam. Eine langanhaltende Rezession, die zur weitgehenden Desindustrialisierung der Stadt führte, und die zunehmend ungünstige Bevölkerungsstruktur sowie die Globalisierung des Arbeitsmarktes spielten dabei eine wichtige Rolle. Bis 2005 stieg die Sozialhilfequote mit jeder Krise weiter an.
Zwischen 2005 und 2012 entwickelten sich die realen Nettoausgaben für die Sozialhilfe rückläufig. Seit 2013 steigen Fallzahlen und Ausgaben wieder. Das drückt sich in den Pro-Kopf-Werten noch nicht aus, weil die Bevölkerungszahl stark wächst.
Weihnachten
An Weihnachten treffen Konsum und Mangel besonders deutlich aufeinander. Darum endet hier die Zeitreise mit einer Fotostrecke zu Weihnachtsbäumen und -beleuchtungen. Im Mittelpunkt steht natürlich die Bahnhofstrasse, deren Bau als Verbindungsboulevard vom Paradeplatz zum Bahnhof 1863 beschlossen wurde. Zur Zeit des Fin-de-siècle machte sie sich sich als renommierte Einkaufsstrasse international einen Namen. 1971 erhielt sie eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung und rundete damit das Einkaufserlebnis auf der Nobelmeile ab.