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Stadttore
Der älteste Teil der Befestigung der Stadt St.Gallen, geht bis ins 10. Jahrhundert zurück, und umschloss bis ins 15. Jahrhundert nur den oberen Stadtteil. 1377, beim Ausbruch der Appenzellerkriege, wurden die Stadtmauern repariert und verstärkt und bei der Spiservorstadt wurde ein Palisaden-Zaun errichtet. Nach dem grossen Stadtbrand 1418, bei dem alle Häuser bis auf 17 abbrannten, wurde nicht nur die Stadt neu aufgebaut, ebenfalls wurde nun die untere Stadt, also das St.Mangenquartier, auch eingemauert und mit neuen Stadttoren versehen. Im 19. Jahrhundert wurden diese Zeugen der Zeit, bis auf das Karlstor alle abgebrochen. Ein kleiner Teil der alten Stadtmauer ist bis heute noch bei der Zeughausstrasse erhalten geblieben.
Brühltor
Seinen Namen erhielt das Brühltor von der im Nordosten davor gelegenen Allmend, dem sogenannten Brühl. Das Tor wurde nach dem grossen Stadtbrand von 1418 errichtet. 1573 beschloss der Kleine Rat das Brühltor neu zu bauen. 1575 entstand der stumpfe, im Halbkreis vorspringende Turm so wie eine Fallbrücke. Doch das mit Steinplatten abgedeckte Tor war offenbar ungenügend, so dass der Rat 1586 den offenen Dachumgang mit Kupfer überziehen liess. Aber schon 1607 baute man das Tor so hoch, dass es zu einem der imposantesten Bauwerke der Stadt wurde. 1788 wurde dann beschlossen, eine steinerne Brücke zu bauen, da die hölzerne Fallbrücke zu wanken begann. Diese wurde noch im selben Jahr mit zwei Schild- oder Wachthäuschen fertiggestellt. Im Juli 1836 hatte das Brühltor seine Zeit vollendet und seine Steine wurden abgetragen.
1642-2020
Multertor
Der Name vom Multertor wurde vom Bäckerhandwerk abgeleitet. Muelt = Backtrog, Muelter = der mit dem Backtrog arbeitende, der Bäcker. Laut Aufzeichnungen gab es 1470 schon an die 50 Häuser vor dem Tor. Jedoch wurde die Zahl um 1490 verkleinert, als vor dem Platz-, Spiser- und Multertor, Häuser niedergebrannt und Bäume gefällt wurden, um bessere Verteidigungschancen zu erhalten. 1776 war das äussere Portal in einem schadhaften Zustand, da es zu keinem Nutzen mehr war, wurde es beseitigt. 1839 fiele das Tor selber dem Zeitgeist zum Opfer und der Stadtgraben wurde aufgefüllt. Der Schenkenhof, der an die Nordseite des Multertores angebaut war, musste 1890 für den Neubau der Schweizerischen Unionbank (heute UBS) weichen.
1830-2020
Müllertor
Das Müllertor wurde nach dem grossen Stadtbrand 1368 erbaut, damit der Zugang der vielen Menschen, die in der Mühlenschlucht arbeiteten zu erleichtert. Ursprünglich hiess das Müllertor einmal Haustor oder sogar Loch, da es noch kein Tor gab. 1569 wurde dann das Müllertor umgebaut. Nach 1596 wurde ein Vorbau an der Südseite des Tores mit drei quadratischen Schusslöchern, einen Zwinger mit eingeschossigem Torbau mit Pultdach sowie eine feste Brücke errichtet. 1823 wurde der äussere Teil des Vorwerks abgetragen und im Sommer 1836 wurde dann das Müllertor als erstes der Stadttore abgerissen.
1830-2020
Schibenertor
Der Name des Schibenertors entstammte einem Geschlecht, den Schibinern, welche in der Nähe davon wohnten und von 1525-1528 und 1525-1528 dessen Tor Beschliesser waren. Nach einer kleinen Verbesserung 1549, wurde dann 1625 ausserhalb des Tores ein Zwingerhof erbaut. 1786 wurde dann die Hauptstrasse zum Schibenertor gesetzt. Im Jahre 1837 wurde das Schibenertor dann ein Opfer des modernen Zeitgeistes und wurde abgebrochen.
1830-2020