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- Papst Franziskus hat den Rücktritt des höchsten katholischen Würdenträgers Frankreichs, Kardinal Philippe Barbarin, angenommen.
- Barbarin war Ende Januar von einem französischen Berufungsgericht im Prozess um die Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen freigesprochen worden.
- Dennoch reichte er sein Rücktrittsgesuch bei Papst Franziskus ein.
Der Papst habe das Rücktrittsgesuch des Lyoner Erzbischofs am Freitag akzeptiert, teilten die Erzdiözese Lyon und der Vatikan mit. Die letzten vier Jahre seien sehr schmerzhaft gewesen und es sei gut, nun eine neue Seite aufzuschlagen, sagte der 69-jährige Barbarin in einer von der Erzdiözese veröffentlichten Videobotschaft.
Der einflussreiche französische Kirchenmann war im März vergangenen Jahres zunächst überraschend zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden, weil er Fälle sexueller Übergriffe auf Minderjährige nicht angezeigt habe.
Priester Preynat gestand zahlreiche Übergriffe
Kardinal Barbarin und anderen Geistlichen wurde vorgeworfen, Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Priester Bernard Preynat nicht weiter verfolgt zu haben. Dieser soll in den 1980er Jahren Dutzende Kinder sexuell belästigt haben. Während eines aufsehenerregenden Verfahrens im Januar gestand Preynat zahlreiche Übergriffe. Im März will ein Gericht sein Urteil in diesem Fall verkünden.
Barbarin hatte bereits nach dem Schuldspruch im März beim Papst ein Rücktrittsgesuch von seinem Posten als Erzbischof von Lyon eingereicht. Franziskus hatte den Rücktritt allerdings abgelehnt. Barbarin hatte sich dann entschieden, sich für eine Zeit zurückzuziehen und den Generalvikar mit der Leitung der Diözese beauftragt.