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18. Jun 2020
Die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) hat im Rahmen der Pilotausschreibung für unternehmerische Inkubation des Programms "Entrepreneurship and Appropriate Technologies" in Partnerschaft mit den Schwellenländern der Frankophonie E&TA eine Finanzierung für ein Projekt der HSW-FR bewilligt.
Das Programm « Entrepreneuriat et technologies appropriées en partenariat avec les pays émergents de la Francophonie » ist ein aF&E-Programm des Rektorats der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO). Das finanzierte Projekt « Implantation d'un système digital pour la gestion du supply chain pour l'aide humanitaire mis à disposition des ONG et des organismes de santé au Maroc » wird unter der Leitung von Prof. Maurizio Caon, Leiter des Digital Business Center, durchgeführt.
Der neue Beitrag ermöglicht die weitere unternehmerische Aufwertung des Projekts SMSer, das zwischen 2018 und 2019 unter der Leitung der Hochschule für Wirtschaft Freiburg in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg und der Hochschule für Gesundheit Freiburg sowie der Université Saint Joseph de Beyrouth (Libanon) als ausländischem Partner durchgeführt wurde. Das Ergebnis dieses Projekts ist ein auf Webtechnologie basierendes System, das es ermöglicht, jedes mobile Gerät (Smartphone, Tablet, Laptop) für die Verwaltung und Verfolgung von Medikamenten zu nutzen. Durch die Entwicklung von Web-Schnittstellen und plattformübergreifenden mobilen Anwendungen ist das System mit den meisten vorhandenen mobilen Geräten kompatibel. Mit diesem System können alle Arten von Waren verwaltet werden, aber die aktuelle Schnittstelle wurde an Medikamente angepasst und das System wurde im ICRC Weapon-wounded Trauma and Training Centre (WTTC) in Tripoli (Libanon) getestet.
Seit etwa 15 Jahren verzeichnet Marokko einen regelmässigen Migrationsstrom, hauptsächlich aus Westafrika. Seit 2013 hat das Königreich eine Aufnahmestrategie eingeführt, die jedoch Mühe hat, die Zahl der Ankömmlinge zu decken. Eine NGO kümmert sich um die Gesundheit der Migranten und hat ein System eingerichtet, um kranke Migranten möglichst alltagsnah zu betreuen. Die eingerichtete Logistikkette deckt einige Bedürfnisse ab, doch die Organisation sucht nach effizienteren Möglichkeiten, um den stetig wachsenden Bedarf zu decken. Die Einführung eines digitalen Supply-Chain-Systems würde die Wirksamkeit der Massnahmen um ein Vielfaches steigern.