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Bereits mit der Gründung des "Vereins für Vogelschutz und Vogelkunde" 1934 wurden 18 Nistkasten gekauft und im Wald aufgehängt. 1936 kamen 50 weitere Kästen dazu, 1937 betreute der Verein bereits 104 Kästen.
Die Protokolle ergeben kein lückenfreies Bild, sei es, dass keine Angaben geschrieben wurden, sei es, dass des Krieges wegen keine Daten erhoben werden konnten (1945).
Ab 1950 begann der Verein, mit den Schülern zusammen die Kästen zu reinigen und die ehemaligen "Bewohner" aufzulisten. Im Jahr 1961 stellte der Lehrer Hans Kohler - späterer Vereinspräsident - mit den Schülern im handwerklichen Unterricht selber Nistkästen her.
Liest man die Protokolle durch, fällt auf, wie unterschiedlich das Thema "Nistkasten" gewichtet wurde. Dies liegt in der Natur eines solchen Vereins, nehmen sich doch immer wieder andere Personen mit unterschiedlichen Ansichten einer Sache an. Man sieht dies deutlich in der untenstehenden Statistik: Oft ist sie sehr detailliert, oft fehlen die Angaben für ganze Jahre.
In den letzten Jahren hat der Natur- und Vogelschutzverein keine neuen Kästen aufgehängt, die 160 Stück wurden lediglich durch neue ersetzt. Das langjährige Mitglied Rudolf Schlatter hat stets für Ersatz gesorgt, indem er neue gebaut hat mit einer wesentlich besseren und praktikableren Aufhängung (gedrehter Haken).
Bis in die 1960-Jahre waren das Aufhängen und Betreuen solcher Kästen für die Höhlenbrüter eine grosse Überlebenshilfe. Später, bis in die neue Zeit, hat bei den Förstern ein Umdenken in Richtung "Naturbelassenheit" dazu geführt, dass die Vögel immer mehr natürliche Nistgelegenheiten finden und damit auf diese Hilfe nicht mehr in diesem Ausmass angewiesen sind.
Erst 2015 hängten wir weitere 10 Kästen auf, sodass zur Zeit 170 "Wohnungen" zur Verfügung stehen. Wie sie genutzt sind, ist aus der Statistik zu sehen.
Einige interessante Verbindungen zur Jugend ergaben sich ab ca. 1950, als Knaben zur Kontrolle und Reinigung der Kästen beigezogen wurden.
In den letzten Jahren helfen uns 3 bis 4 Gruppen Bezirksschülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Naturkundeunterrichts bei dieser Arbeit.
Seit ca. 5 Jahren hilft die Jugendnaturschutzgruppe "Flinke Finken" jeden Herbst, mindestens 20 Kästen von den Total 170 abzuhängen, den Inhalt zu beurteilen, zu notieren und auszumisten. Anschliessend muss der Kasten wieder aufgehängt werden - eine nicht immer ganz einfache Sache!