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Samstag 28-November-2015
Frühere Studien hatten gezeigt, dass bei verschiedenen gynäkologischen Erkrankungen niedrige Vitamin-D-Spiegel zu beobachten sind. Zum Beispiel beim prämenstruellen Syndrom, schmerzhafter Periode, verfrühter Menopause, Myomen und vaginalen Infektionen. Nun scheinen Defizite auch bei unregelmäßiger Menstruation aufzutreten.
An der Studie nahmen 636 Frauen zwischen 30 und 49 Jahren teil. Etwa 8 Prozent aller Frauen hatte einen unregelmäßigen Menstruationszyklus, 29 Prozent einen verkürzten (weniger 25 Tage) und 11 Prozent einen verlängerten (mehr als 32 Tage). Ungefähr die Hälfte aller Frauen hatte einen normalen Zyklus.
Der durchschnittliche Vitamin-D3-Spiegel lag bei den Frauen bei 35 nmol/l. Drei Viertel aller Frauen hatte einen Vitamin-D3-Spiegel von weniger als 50 nmol/l. Dies ist deutlich niedriger als der ideale orthomolekulare Wert von etwa 80 nmol/l.
Bei niedrigeren Vitamin-D3-Spiegeln kam unregelmäßige Menstruation strukturell häufiger vor. Jede Verringerung um 25 nmol/l brachte in etwa eine Verdoppelung des Risikos für eine unregelmäßige Menstruation mit sich. Bei Frauen unter 50 nmol/l war das Risiko etwa um das 2,5-fache höher als bei Frauen, die darüber lagen. Der D3-Gehalt schien übrigens nicht im Zusammenhang mit der Länge des Menstruationszyklus zu stehen.
Die Forscher schlagen bereits einen Wirkmechanismus vor, betonen aber, dass hier noch mehr Forschung stattfinden muss. Demzufolge reguliert Vitamin D die Expression des Hormons AMH, das an der Entwicklung der Eizellen beteiligt ist. Vitamin D könnte auf diese Weise auf die Eierstöcke einwirken und somit die Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus beeinflussen.