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Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs können durch Abstrich, Kolposkopie und Ultraschall entdeckt werden.
Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs wird vom Gebärmutterhals ein Abstrich entnommen und dieser mikroskopisch untersucht. Der Gebärmutterhals ist der untere Teil der Gebärmutter, der mit dem Muttermund an die Vagina anschließt. Gebärmutterkrebs entsteht dagegen im oberen Teil der Gebärmutter. Er entwickelt sich aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).
In dem Abstrich werden Vorstufen von Krebszellen sichtbar, schon lange bevor sich ein „richtiger“, d.h. ins gesunde Gewebe einwachsender und Metastasen bildender Krebs entwickelt.
Durch einen Abstrich werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und unter einem Mikroskop auf Krebsvorstufen überprüft. Mittels einer Kolposkopie kann der Gebärmutterhals stark vergrößert betrachtet werden. Bei einer Ultraschalluntersuchung wird die Gebärmutterschleimhaut auf Veränderungen untersucht.
Diese Vorstufen werden in leichte, mittelschwere und schwere Zellveränderungen eingeteilt. Der Test wird auch Pap-Test genannt, nach dem griechischen Gynäkologen Papanicolaou, der diesen Test erfunden hat.
Nach heutiger Erkenntnis werden die Zellveränderungen u.a. durch Viren (humane Papillomaviren, HPV) ausgelöst. Diese weitverbreiteten Viren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Das bedeutet: Sobald eine Frau Geschlechtsverkehr hat, sollte sie regelmäßig einen Krebsabstrich vornehmen lassen.
Ein weiterer Bestandteil der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist die Kolposkopie. Hierbei handelt es sich um eine Betrachtung des Gebärmutterhalses mit einem Kolposkop. Dieses Gerät wird zur Untersuchung nicht in die Vagina eingeführt. Es ist ein lupenoptisches Gerät, mit dem unter Benutzung einer starken Lichtquelle und einer 6- bis 40-fachen Vergrößerung der Oberflächenstrukturen kleinste Auffälligkeiten entdeckt werden können. Besteht eine verdächtige Veränderung, werden gezielte Abstriche, ggf. auch kleine, schmerzlose Gewebeentnahmen durchgeführt.
In unserer Praxis besteht auch die Möglichkeit der Videokolposkopie. Eine in das Kolposkop integrierte Videokamera ermöglicht eine gezielte Dokumentation auffälliger Befunde. Zusätzlich bietet sich Ihnen dadurch die Möglichkeit, die Untersuchung an einem Bildschirm mit zu verfolgen.
Hat sich der Verdacht auf eine Krebsvorstufe bestätigt, genügt in den meisten Fällen die Entfernung des befallenen Gewebes durch eine Konisation. Liegt ein bösartiger Tumor vor, so werden Gebärmutter, ein Teil der Vagina, Lymphknoten und Bindegewebe (Parametrien) neben der Gebärmutter entfernt. Kann der Tumor nur unvollständig entfernt werden, schließt sich eine Strahlenbehandlung an.
Bei Gebärmutterkrebs weist der Abstrich meistens keine Veränderungen auf. Daher bringt eine regelmäßige vaginale Ultraschalluntersuchung, mit der die Gebärmutterschleimhaut beurteilt werden kann, mehr Sicherheit.
Besteht der Verdacht auf Veränderungen, wird eine Gebärmutterausschabung und -spiegelung vorgenommen, um die Gebärmutterschleimhaut auf bösartiges Gewebe zu untersuchen. Bei der Diagnose Gebärmutterkrebs muss häufig eine sogenannte „Totaloperation“ durchgeführt werden. Es werden dabei Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter entfernt. Ist die Krebserkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium, schließt an die Operation eine Strahlenbehandlung an.