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Sportanlage Deutweg
Das einstige Festgelände des Eidgenössischen Turnfests 1936 hat sich seither zur modernen und vielfältigen Sportanlage entwickelt. Die Leichtathletikanlage Deutweg bietet eine Spielwiese, eine Rundbahn, eine Kugelstossanlage sowie eine Anlage für Diskus- und Hammerwurf. Gastrecht haben auch diverse andere Sportarten.
Das Stadion Deutweg ist das Leichtathletikstadion in Winterthur. Es ist das Heimstadion des Leichtathletikvereins «LV Winterthur», des American Footballclubs «Winterthur Warriors» und des Rugbyclubs «Rugby Club Winterthur». Das Stadion fasst 3000 Zuschauer. Es gibt eine Tribüne mit 540 Sitzplätzen sowie rund um das ganze Stadion zwei Stehplatzstufen.
Neben dem Stadion gibt es noch ein Cricketplatz («Kreuzplatz»), dort sind die beiden erstklassigen Cricketclubs „Winterthur Cricket Club“ und „Power Winterthur CC“ aktiv. Des Weiteren hat es neben den klassischen Leichtathletikanlagen noch drei Tennisplätze, einen Beachsoccerplatz, drei Beachvolleyballfelder, drei kleine Sportfelder (für Fussball, Basketball und Unihockey), einen Schwingraum (der benutzt wird vom Schwingklub Winterthur), eine Kleinturnhalle und einen Kraftraum des LV Winterthur.
Die ganze Leichtathletikanlage Deutweg mit dem Stadion zusammen ist Teil der Sportgrossanlage Deutweg, dazu gehören auch die Eishalle Deutweg, die AXA Arena sowie der Fussballplatz Talgut.
Erläuternder Bericht des Stadtrates zu einer Ausbauvorlage an die Volksabstimmung vom 3. Dezember 1972:
Die Sportanlagen «Deutweg», die aus Anlass des Eidgenössischen Turnfestes 1936 erstellt wurden, dienen vor allem leichtathletischen Übungen und Wettkämpfen sowie Rasenspielen. Die Anlagen werden jährlich von 25-30000 aktiven Sportlern benützt. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Erweiterungen und Verbesserungen vorgenommen (Weitsprung-Anlauf, Hochsprunganlagen, Kleinfeld-Handball-Plätze mit Beleuchtung, Schwinghütte). Sie wurden verwirklicht im Bewusstsein, dass in der zwischen dem Gutschickquartier und Seen liegenden Grünzone später weitere Sportanlagen erstellt werden sollen.
Dies wird im Hinblick auf die Bevölkerungszunahme und die Breitenentwicklung des Sports notwendig werden. Die Erklärung des Deutwegareals zur Bauzone ergibt auch die Möglichkeit von Hochbauten (Tribüne), während in Grünzonen höchstens einstöckige Garderobeanlagen zulässig sind. Die Beibehaltung des Sportplatzes Deutweg entspricht der in Bearbeitung befindlichen Sportstättenplanung und städtebaulichen Erkenntnissen, wonach in Wohnzonen Freiflächen erhalten bleiben sollen. Die bestehenden Anlagen sind veraltet und zu klein geworden. Das vorliegende Projekt trägt den heutigen Bedürfnissen in einem vernünftigen Rahmen Rechnung und lässt insbesondere die in den letzten Jahren erstellten Anlagen bestehen.
Die Sportanlage um die Rundbahn blieb in den folgenden Jahrzehnten im Konzept unverändert. Das Projekt der 1970er-Jahre sah im Wesentlichen vor: Ausstattung der Rundbahn mit einem Kunststoffbelag, Erweiterung auf acht Bahnen mit einem Innenradius von 36,5 m, Einrichtung für elektronische Zeitmessung.
Im Vergleich zum bestehenden Rotgrandbelag bietet ein Kunststoffbelag wesentliche Vorteile. Er ist wetterbeständig und benötigt praktisch keinen Unterhalt. Die Trainings- und Wettkampfbedingungen bleiben konstant. Wegen des Zustandes der Bahn müssten künftig im Gegensatz zu heute weder Trainings- noch Wettkämpfe abgesagt oder verschoben werden. Die Bahnabgrenzungen, alle Startstriche und weitere Markierungen könnten dauerhaft gezeichnet und müssten nicht immer wieder erneuert werden. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass andere und kleinere Gemeinden bereits Bahnen mit Kunststoffbelägen besitzen und deshalb die Sportler begonnen haben, zu anderen Vereinen zu wechseln. Kunststoffanlagen stehen zur Verfügung in Zürich (Letzigrund und Utogrund), in Zug, Küsnacht ZH, Magglingen, Lugano, Wallisellen, Brugg, Lachen, Genf, Baden und Basel. In Zollikon, Bern, Aarau und St. Gallen sind Kunststoffbahnen im Bau oder projektiert.
Weiter ist zu vermerken, dass in Zukunft durch die Leichtathletik-Verbandsbehörden bedeutende Anlässe nur noch an Veranstalter vergeben werden, die Kunststoffanlagen mit acht Bahnen und mit Normalradien von 36,5 m zur Verfügung haben (der jetzige Kurvenradius beträgt 30 m und ist zu eng). Zurzeit befinden sich auf dem Markt verschiedene Arten von Kunststoff. Sie sind im Preis und in der Qualität recht unterschiedlich. Nach eingehender Prüfung durch die aus Fachleuten zusammengesetzte Sportplatzkommission, nach Rücksprache mit Sachverständigen der ETS und nach praktischen Versuchen soll einem Belag der mittleren Preislage den Vorzug gegeben werden, der haltbar ist und zudem Gewähr für Rutschfestigkeit bei feuchtem Wetter bietet.
Neubau der Garderoben und der Tribüne.
Die Garderoben sind zurzeit in Baracken untergebracht. Die Holz-Tribüne enthält einige wenige Duschanlagen mit ungenügender Warmwasser-Versorgung sowie die Toiletten. Die Bauten und Einrichtungen sind veraltet und widersprechen normalen Anforderungen. Die Räume sind nicht heizbar. Die bestehenden Zustände können nicht weiter verantwortet werden. Die Anlagen könnten selbst mit relativ hohen Kosten kaum in befriedigender Weise renoviert werden, so dass sich der Abbruch der bestehenden Bauten und ein Neubau aufdrängen. Er bietet 300 Garderobenplätze, 700 Sitzplätze und die nötigen sanitären Einrichtungen an. Vorgesehen ist der Einbau eines Kioskes zur Abgabe von alkoholfreien Getränken und einfachen Speisen (Betrieb durch den Platzwart). In der Baute soll auch eine Kraft-Trainingshalle untergebracht werden, die mit einem Sägemehlabteil versehen ist. Weiter ist beabsichtigt, in dieser Halle Geräte unterzubringen, damit auch den Kunstturnern Benützungsmöglichkeiten geboten sind. Zwischen der Decke der Garderobeanlagen und dem Tribünendach können zwei Unterkunftsräume eingerichtet werden, die bei Anlässen Gastmannschaften dienen werden.
Das Projekt ist für die Stadt Aarau verfasst worden, wurde jedoch aus finanzpolitischen Gründen nicht ausgeführt und kann ohne wesentliche Kosten und Änderungen übernommen werden. Es ist beabsichtigt, nach der Kreditgenehmigung die Bauleitung einem noch zu bestimmenden Winterthurer Architekten zu übergeben. Die Baute gewährleistet einen reduzierten Winterbetrieb, der bis jetzt nicht möglich war.
Diese Beschreibungen zeigen deutlich auf, wie die einstige Grossanlage aus der Vorkriegszeit saniert und der damaligen Neuzeit angepasst wurde. In der Zwischenzeit wurden laufend Erneuerungen und Anpassungen vorgenommen. Nach wie vor präsentieren sich diese Sportplätze vorbildlich und zeitgemäss. Durch den Bau der Eishalle 2002, des Sportzentrums WIN4 mit der AXA Arena 2018 und den Einbau eines Kunst-Rasenfeldes 2019 im Fussballbereich zeigt sich im grossen Umfeld der Rundbahn-Anlage eine vorbildliche polysportive Einrichtung, die seines Zeichen sucht.