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14.01.2015
Mit Beginn des Jahres 2015 wird an der Reha Rheinfelden das Leistungsspektrum für stationäre Rehabilitationen erweitert. Neu werden neben den bestehenden stationären Indikationen (neurologische, muskuloskelettale und orthopädische Rehabilitation sowie Sklerodermie) Patientinnen und Patienten für geriatrische, für internistisch-onkologische und für psychosomatische Rehabilitationen aufgenommen.
Geriatrische Rehabilitation gegen Verlust der Selbstständigkeit
Die geriatrische Rehabilitation kommt zur Anwendung bei altersbezogenen Mehrfacherkrankungen
sowie psychischen und sozialen Einschränkungen, welche ohne Behandlungen rasch zum Verlust der
Selbständigkeit oder zu einer umfangreichen Pflegebedürftigkeit führen würden. Der Entscheid zur
geriatrischen Rehabilitation orientiert sich nicht an einer bestimmten Altersgrenze. Vielmehr sollte die
Kostengutsprache zur Durchführung einer geriatrischen Rehabilitation unter Berücksichtigung und
Bewertung der verbliebenen körperlichen Fähigkeiten des Betroffenen stattfinden. Typische
Einschränkungen finden sich vor allem als Kombination verschiedener Leistungsebenen:
- physisch (z.B. verminderte Belastbarkeit, eingeschränkte Koordination, verringerte kardiopulmonale
Leistung),
- mental (z.B. verminderte Gedächtnisleistung, unzureichende Orientierung, geringer Antrieb), aber auch
- (selbst-) pflegerisch (z.B. beeinträchtigte Ernährung, anhaltende Inkontinenz) oder
- sozial (z.B. zunehmende Isolation).
Mit geeigneten Assessments werden realistische Rehabilitationsziele definiert, um geeignete
Therapieprogramme einzuleiten. Inhaltlich müssen die Programme zur geriatrischen Rehabilitation den
verschiedenen Leistungseinschränkungen entsprechen und den individuellen Möglichkeiten und
Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten angepasst werden. Angestrebte Ziele sind die
Wiedererlangung oder der Erhalt eines weitgehend autonomen Lebens in der angestammten oder einer
angepassten Wohnumgebung, ebenso wie das Management der beeinträchtigten Fähigkeiten.
Aufgrund der Vorerfahrungen der Reha Rheinfelden innerhalb der Memory Clinic und mit der
bestehenden internistischen Kompetenz sind die für geriatrische Rehabilitationen notwendigen
Ressourcen vorhanden.
Erhalt der Lebensqualität dank internistisch-onkologischer Rehabilitation
Die internistisch-onkologische Rehabilitation eignet sich für Betroffene nach schweren
beziehungsweise langwierigen Behandlungen oder Eingriffen. Hierzu gehören neben erschöpfender
Chemotherapie bei onkologischen Diagnosen insbesondere auch belastende Operationen und
langandauernde Aufenthalte im Akut-Spital beispielsweise nach infektiologischen Erkrankungen.
Ziele dieser Rehabilitationsmassnahme sind die Wiedererlangung einer ausreichenden körperlichen
Belastbarkeit für Alltagsanforderungen, die Minderung der Pflegebedürftigkeit sowie der Erhalt von
Lebensqualität und möglichst langer Autonomie.
Bewährtes Behandlungskonzept im Bereich psychosomatische Rehabilitation
Innerhalb der psychosomatischen Rehabilitation werden Therapieprogramme zur Beeinflussung
begleitender psychischer Begleiterscheinungen sowie anhaltender psychischer Syndrome im Rahmen
der Hauptindikationen angeboten. Patientinnen und Patienten, bei denen die medizinische
Diagnosekonstellation von einer psychosomatischen Problematik dominiert wird, erfüllen die Kriterien
zur Durchführung einer psychosomatischen Rehabilitation. Ziel der rehabilitativen Intervention ist die
Reintegration der Betroffenen in ihre etablierten Sozialstrukturen und die Einleitung weiterführender
ambulanter Betreuungsstrukturen.
Aufgrund der langjährigen Erfahrungen des Therapeuten-, Pflege- und Ärzte-Teams der Reha
Rheinfelden mit psychosomatischen Begleitindikationen kann hierfür ein bewährtes
Behandlungskonzept angeboten werden.
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