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Nachdem die Sharepoint Conference 2020 auf März 2021 verschoben wurde, hatten einige erwartet, dass geplante, grosse Sharepoint-News an der "Build" präsentiert würden. Aber Sharepoint war kein Riesenthema, von einem gewissen Interesse ist aktuell primär die Ankündigung von "Microsoft Lists".
In Sharepoint versteht man unter einer "Liste" die Option, unterschiedliche Daten selbst zu organisieren. Bei "Microsoft Lists" handelt es sich laut dem Konzern um eine neue Microsoft-365-Anwendung, die als "eine Weiterentwicklung von Sharepoint Lists" zu verstehen sei. Man könne damit ebenfalls Daten finden und organisieren.
Microsoft plant die Veröffentlichung von Microsoft Lists für Sharepoint Online und Microsoft Teams. Sie wird auch als App im Microsoft 365 Launcher verfügbar sein. Darüber hinaus wird es mobile Versionen von Microsoft Lists für Android- und iOS-Plattformen geben. Sie wird voraussichtlich diesen Sommer für Microsoft 365-Abonnenten verfügbar sein.
Nun haben Millionen von Sharepoint-Usern bereits Listen im Einsatz. Diese sollen sich keine Sorgen machen, erklärt der Konzern in einem separaten Blogpost: "Seien Sie versichert, dass alle Ihre Listen, einschliesslich der Listen, die Sie heute innerhalb von Sharepoint-Websites haben, von allen Neuerungen profitieren werden." Und in einer poetischen Anwandlung mit einer Referenz an ein Gertrude-Stein-Gedicht heisst es: "Listen sind Listen sind Listen sind Listen."
Oder, ein bisschen prosaischer: Microsoft Lists umfasse Sharepoint-Listen, eine neue Listen-Homepage, Listen in Microsoft-Teams und die kommende mobile Anwendung Lists. "Es gibt nur ein Lists-Produkt, und wir entwickeln es weiter."
Damit erhalten User diverse Templates zur Verfügung, Exportmöglichkeiten und regelbasierte Ablagemöglichkeiten. Nun stellt sich die Frage: Was genau ist der Unterschied zu Microsoft Excel, Microsoft Planner, Microsoft To Do und Microsoft Tasks? In Beantwortung der Frage sagte ein Product Manager von Sharepoint dem Microsoft-fokussierten 'Redmondmag.com'
, dass die Microsoft-Listen hauptsächlich für "Arbeitsmanagement" und "Arbeits-Tracking" verwendet werden sollen. Im Unterschied dazu sei Excel ein Analysewerkzeug und die restlichen Listen-Apps von Microsoft seien für das Task-Management nützlich.
Übrigens wurde am 6. Mai 2020 die beliebte App Wunderlist eingestellt, welche Microsoft aufgekauft hatte und die ebenfalls gewisse Organisations- und Listen-Aufgaben wahrnahm. Sie wurde laut Microsoft durch den Service "To Do" ersetzt.