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Filmkritik: Der Tragödie beide TeileZurich Film Festival 2019
Der Künstlerin Johanna Faust liegt etwas auf der Seele. Sie könnte in Oxford einen Studiengang absolvieren, müsste dazu aber ihre beiden fünfjährigen Kinder in der Schweiz zurücklassen. Auch wenn sie weiss, dass sie gut versorgt wären und sie sich gerne in ihrem Beruf weiterentwickeln möchte, so ist sie doch gerne Mutter und fühlt sich in ihrer Familie wohl. Ausserdem weiss sie nicht, was es in den Kindern auslösen würde, wenn sie ihre Siebensachen packte und wegzöge.
Sie erinnert sich an ihre Mama Margaret, welche in Kinderjahren von ihrer Mutter verlassen wurde. Als die Seniorin, die mit Mann und Bruder in den USA lebt, zu Besuch kommt, spricht sie Johanna auf das Thema an. Mehr noch, sie stochert so stark in der Vergangenheit herum, dass ihre depressive Mutter in Tränen ausbricht. Hätte sie gewusst, schluchzte sie, dass es ihr darum gehe, sie hätte sich wohl nicht auf dieses Gespräch eingelassen. Doch Johanna bleibt unnachgiebig.