Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03592.jsonl.gz/877

Die Autorin hat in ihrer Dissertation ein Modell des Denkens vorgestellt, indem sie ausgehend vom Peirce’schen Zeichenbegriff den Alpha-Prozess (nach Bion) neu darstellt. Dieses Modell des Denkens erlaubt, stark auseinander driftende theoretische Erklärungsmodelle der Psychoanalyse einzuordnen und neue Erklärungen für den Zusammenhang von Kultur, der Wirkung des psychoanalytischen Settings und vielen andern therapeutischen Mechanismen zu generieren. In dieser Arbeit unternimmt sie den Versuch, das Peirce’sche Modell des Zeichens mit jenem des Strukturalismus zu vergleichen um zu zeigen, warum sie sich für das erstere entschieden hat.
Nach den einleitenden Bemerkungen zum Strukturalismus in der Ethnologie deutet sie einige Schwierigkeiten an, die sich aus der Lacan’schen Übertragung der strukturalen Denkweise auf die Psychoanalyse ergeben. Sie stellt den Zeichenprozess dar, wie Peirce ihn analysiert (Semiosis). In ihren Schlussbemerkungen weist sie auf einige grundsätzliche Differenzen zwischen der Philosophie von Lacan und derjenigen ihres Versuches hin, in dem vor allem Autoren aus dem englischen Sprachraum berücksichtigt werden.