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Genre: Fiktion, Politik,
Literatur: Huang Quan von Tianxia Guiyuan
Regie: Shen Yan / Liu Haibo
Episoden: 70 à 45 Minuten, gekürzte TV-Version 56
Cast:
Chen Kun (Ning Yi)
Ni Ni ( Feng Zhiwei/Wei Zhi)
Ni Dahong (Ning Shizheng/Kaiser)
Hai Yitian (Ning Chuan /Kronprinz)
Shi An (Ning Sheng, Halbbruder von Ning Yi)
Liu Zhehui (Ning Qiao, Halbbruder von Ning Yi)
Li Tannuo (Ning Yan, Halbbruder von Ning Yi)
Qu Gaowei (Ning Qi, Halbbruder von Ning Yi)
Wang Kaiyi (Ning Ji, Halbbruder von Ning Yi)
Xu Hao (Ning Shao, Halbschwester von NIng Yi))
Mei Ting (Yale, Mutter von Ning Yi)
Yu Mingjia (Chang Yongmei, Mutter von Ning Shen)
Zhu Rui (Yueling)
Wang Qulei (Lady Wang, Mutter von Ning Qi)
Zhao Lixin (Xin Zhiyan)
Hou Yansong (Zhao Yuan, Chefeunuch)
He Lei (Ning Chen, Persönlicher Leibwächter und Vertrauter von Ning Y)
Liu Mintao (Qui Mingying, Mutter von Feng Zhiwei)
Zhang Xiaochen (Helian Zheng)
Quelle: Wikipedia
Handlung:
Ning Yi wurde 8 Jahre lang von seinem Vater im Tempel gefangengehalten. Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, am angeblichen Verrat an seinem Vater durch Ning Qiao beteiligt gewesen zu sein. Ning Qiao, sein älterer Halbbruder, wurde wegen falscher Anschuldigungen hingerichtet. Nachdem ihn sein Vater freigelassen hat, plant er Rache für den unschuldig hingerichteten Ning Qiao. Während seiner Zeit Im Tempel hat Ning Yi ein heimliches Netzwerk im Palast gesponnen, das vom Direktor der Akademie, Xin Zhiyan) angeführt wird.
Ning Yi wird nach seiner Freilassung von niemandem ernst genommen, da er während seiner Haft im Tempel das Weben erlernt hat. Doch hinter seiner unschuldigen Miene versteckt sich ein eiserner Wille.
Feng Zhiwei ist die Nichte von Oberst Qiu, in dessen Haushalt sie, ihre Mutter und ihr Bruder nach dem Tod des Vaters/Ehemanns Unterschlupf gefunden haben. Sie soll anstelle ihrer Cousine mit Ning Yi verheiratet werden, da Ning Yi als erst kürzlich rehabilitierter Prinz nicht als wirklich gute Partie angesehen wird. Feng Zhiwei schwört ihrer Mutter, Ning Yi unter keinen Umständen zu heiraten. Nachdem sie fälschlicherweise des Mordes an der Konkubine ihres Onkels beschuldigt wird, muss Feng Zhiwei fliehen. Ning Yi nimmt sie unter seine Fittiche und versteckt sie als Schüler von Xin Zhiyan in dessen Akademie. Sie gewinnt einen Wettbewerb um das Amt des Senior Scholar bwz Seniorberater des Kaisers und wird an den Hof gerufen. Nur wenige kennen ihre wahre Identität.
Der Kaiser will Wei Zhi/Feng Zhiwei mit seiner Tochter verheiraten. Dadurch wird Feng Zhiwei gezwungen, ihre wahre Identität zu enthüllen. Dank der Intervention von Xin Zhiyan wird sie begnadigt und zusammen mit Ning Yi mit einer gefährlichen diplomatischen Mission betraut. Während dieser Mission kommen sich die beiden näher und beschliessen zu heiraten.
Nach ihrer Rückkehr an den Hof muss Feng Zhiwei mit ansehen, wie ihre Mutter und ihr Bruder auf Befehl des Kaisers vergiftet werden. Sie wendet sich daraufhin von Ning Yi ab und willigt stattdessen in die Ehe mit Heng Zhelian ein.
Irgendwann findet sie heraus, dass sie die letzte Ueberlebende des vorhergegangen Kaiserreichs ist.
Die Serie ist auf Netflix zu sehen.
Ich habe sie unter folgendem Link gestreamt: ww2.dramacool.movie
Kritik
Die oben beschriebene Handlung ist der Hauptstrang – der rote Faden – der sich durch das Drama zieht. Daneben gibt es unzählige Sub-, sub-sub- und sub-sub-sub-Plots, so dass man am Schluss nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht.
Neben der Rache für seinen unschuldig hingerichteten Halbbruder und der Beziehung zu Feng Zhiwei gibt es den unvermeidlichen Streit um den Thron zwischen den verschiedenen Prinzen, hinzu kommt der Plot um die Rache für das untergegangene Kaiserreich sowie die Machtkämpfe der Höflinge und der Prinzen in den anderen zwei Königreichen. Kaum ist ein Plot aufgeklärt und die darin verwickelten Personen – meist gewaltsam – ums Leben gekommen, werden wieder neue Figuren bzw die mit ihnen verbundenen Geschichten eingeführt. So sehr ich intelligente Plots und politische Ränkespiele liebe, aber in „The rise of phoenixes“ ist das Ganze schlicht und einfach zuviel des Guten.
Zudem krankt das Drama am langsamen Tempo – es schleppt sich sehr lange dahin, bis es einigermassen spannend ist. Dies dauert aber nicht lange und schon wieder ist die Geschichte mehr als schleppend. Nach Episode 50 geht es steil bergab – die ganzen internen Wirren der beiden anderen Königreiche hätte man sich definitiv sparen können. Der einzige Grund, warum dies auch noch in das Drama integriert wurden ist wohl der Tatsache geschuldet, dass Ning Yi von einer Vereinigung der drei Königreiche träumt.
Ausstattung, Kostüme, Musik und Cinematographie sind nahe der Perfektion – es wird dem Zuschauer definitiv etwas geboten.
Das ganz grosse Plus dieses Dramas ist aber sicher die schauspielerische Leistung des Cast. Chen Kun als Ning Yi und Ni Ni als Feng Zhiwei/Wei Zhi sind beide überragend. Sie sind schlicht perfekt – ihre Performance war der Grund, mir das Drama bis zum Schluss anzuschauen. Vor allem Chen Kun hat mich umgehauen – seine Figur Ning Yi hat viele verschiedene Gesichter und Stimmungen und er schafft es, diese bis zur Perfektion darzustellen. Auch die Chemie stimmt zwischen den beiden Hauptdarstellern – anscheinend hat Chen Kun Ni Ni für die Rolle als Feng Zhiwei vorgeschlagen. Man merkt an ihrer Interaktion, dass sich die beiden hervorragend verstehen und auch sonst kennen.
Was Feng Zhiwei betrifft, bin ich mir ob ihrer Motive nicht so sicher. Einerseits schwört sie ihrer Mutter zu Beginn des Dramas, dass sie Ning Yi nie heiraten wird, dann aber willigt sie nach langem Hin und Her doch in eine Heirat mit ihm ein. Helian Zhen ist für sie nur ein Spielzeug, das sie nach Belieben benutzt und schlussendlich wegwirft…….Sie macht alle anderen für das Geschehene verantwortlich, ohne sich die Frage nach ihrer Rolle zu stellen. Ist sie einfach nur naiv, dumm oder berechnend und eiskalt? Zudem erscheint es mir als ziemlich unwahrscheinlich, dass sie am Hof so lange als Mann durchgehen konnte, da mindestens die Hälfte der Höflinge wahre Identität kannte.
Der Schluss des Dramas wird von vielen kritisiert – anscheinend sieht die Novelle ein Happy End vor. Allerdings muss ich sagen, dass ein Happy End nach allem was passiert ist, schlicht unrealistisch gewesen wäre.
„The rise of phoenixes“ wird oft mit „Nirvana in fire“ verglichen (siehe Besprechung). Die Geschichte ist sicher ähnlich – gut, welche nicht? Beide Dramen handeln von Verrat, Rache, Rehabilitierung etc pp – aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Bei „Nirvana in fire“ stimmt einfach alles – während in „The rise of phoenixes“ an schlicht zuviel Plots und einem schleppenden Gang der Geschichte krankt. Der einzige Punkt, an dem „The rise of the phoenixes“ an „Nirvana in fire“ herankommt ist die Performance von Chen Kun als Ning Yi.
Es wundert mich nicht wirklich, dass das Drama beim Publikum nicht so gut angekommen ist, wie es – trotz allem -verdient hätte. Weniger ist halt in den meisten Fällen mehr, das gilt auch bei diesem Drama.
Einmal mehr bestätigt sich, dass die besten Schauspieler, die teuerste Ausstattung und eine tolle Cinematographie nicht das Entscheidende für einen Erfolg einer Serie sind. Wenn die Geschichte nicht stimmt, zu kompliziert ist, zu viele Ungereimtheiten aufweist, kann nichts die Serie retten. Um es mit einem abgewandelten Bonmot von Bill Clinton zu auszudrücken: It s the story, stupid!
Trailer:
Copyright Corinne Mathieu 2020