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Ich musste bei meiner ersten Begegnung mit dem Phänomen zweimal hinschauen. Bei Parkbänken bemerkte ich grosse Ansammlungen von Sonnenblumenkernen Hülsen. Ich fragte mich zuerst woher diese wohl stammen. Ob ein spezielles Eichhörnchen oder anderes Nagetier solche seltsamen Spuren hinterlässt.
In einem Park in Almaty sah ich dann Gruppen von jungen Kasachen, die genüsslich Sonnenblumenkerne aus kleinen Plastiktüten knabberten. Die Überreste rieselten dann auf den Asphalt und bildeten diese mir zuerst unerklärlichen Häufchen.
Immer wieder sehe ich nun vor allem in Parkanlagen oder nach einem Gespräch auf offener Strasse zwischen zwei Kasachen im Anschluss ein Häufchen Sonnenblumenkern Hülsen.
Selber wollte ich diese Tätigkeit einmal ausprobieren. Ich schaffte es aber anfänglich nicht, die Kerne zwischen Daumen und Zeigefinger aufzudrücken, sodass der Inhalt unverletzt blieb. Die Variante mit dem aufknacken unter Beihilfe der Zähne fruchtete bei mir schneller. Wenn man aber den Kasachen zuschaut, mit welcher Geschwindigkeit die Kerne aufgeknackt werden und anschliessend mit einer Schwungvollen Bewegung in den Mund befördert werden bekommt man einen natürlichen Respekt.