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US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Beitragszahlungen der USA an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einzustellen. Er wirft der grössten Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen einen unzureichenden Umgang mit der Corona-Pandemie vor.
Mit dieser Kritik steht Trump nicht alleine da, auch europäische Politiker kritisieren, dass die WHO die ersten Stellungnahmen aus China zum Ausmass der Pandemie zu wenig hinterfragt habe. Dass Taiwan auf chinesischen Druck von der WHO ignoriert wird und beispielsweise keinen Zugang zu Informationsmaterial der Organisation zum Coronavirus hat, wird ebenfalls bemängelt.
Dennoch stösst die Ankündigung Trumps, die finanziellen Mittel zu streichen, auf Kritik, wird doch die WHO dadurch ausgerechnet in der aktuellen Krise geschwächt. Von Deutschland aus wird nun die Initiative verfolgt, die US-Zahlungen durch die Europäische Union und Grossbritannien zu kompensieren. Ob dieses Vorhaben erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.
Die WHO mit Sitz in Genf finanziert sich zu etwa einem Viertel aus Mitgliedsbeiträgen. Diese werden nach der Bevölkerungsgrösse und dem Wohlstand des Landes bemessen. Die USA sind mit knapp 116 Millionen pro Jahr die mit Abstand grössten Geber.