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In der Mythologie der Tolteken und Azteken hatten Xolos eine wichtige Bedeutung, indem sie die Seele der Toten durch die Unterwelt (Mictlan) ins Jenseits führten. Während der vierjährigen Reise durch neun Stufen waren Xolos treue Begleiter, welche als einzige den richtigen Weg kannten. Bei Begräbniszeremonien wurden sie daher häufig geopfert und auch gegessen.
Xolos werden auch vielfältige Heilungskräfte zugesprochen; sie sollen helfen gegen rheumatische Beschwerden, sowie Rücken-, Bauch- und Zahn- schmerzen. Dies beruht hauptsächlich darauf, dass sie liebend gerne mit Menschen unter der Bettdecke kuscheln, und aufgrund des fehlenden Fells dabei viel Wärme abgeben, eine lebende Bettflasche sozusagen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie weder Läuse, Flöhe noch Zecken beherbergen. Indianer haben ihren Gästen oft 2-3 Xolos zum Schlafen angeboten.
Nach einer Überlieferung haben die Spanier bei der Eroberung Perus in Palästen an der Küste kühle, abgedunkelte Räume mit vielen Orchideen vorgefunden. Darin wurden offenbar tagsüber auch hellhäutige Nackthunde gehalten, die nur nachts Auslauf erhielten, damit sie sich an der Sonne nicht verbrannten. Diese Legende hat den peruanischen Nackthunden poetische Namen wie "Moonflower Dog" oder "Peruvian Inca Orchid" beschert, unter letzterem wurde die Rasse 1980 bei der FCI zunächst auch eingetragen.