Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/375

Gestern Nachmittag stürzte ein Tessiner Helikopter in Italien nahe der Schweizer Grenze ab – eine 40-Jährige Italienerin kam ums Leben. Zwei Männer überlebten den Crash praktisch unverletzt: Der 57-jährige italienische Pilot und ein Tessiner Geschäftsmann (70), der Besitzer des Helis.
Dieser hat vor knapp sieben Jahren bereits einen ähnlichen Helikopter-Absturz überlebt, berichtet «20 Minuti». Der Mann aus Agno ist am 28. Februar 2010 trotz schlechten Wetters mit einem schwarzen Agusta Westland AW 109, dem gleichen Modell wie beim gestrigen Crash, abgehoben. Der Helikopter machte auf dem Berninapass eine Bruchlandung – dem Untersuchungsbericht zufolge wegen den Wetterverhältnissen. Alle drei Insassen überlebten damals wie durch ein Wunder praktisch unverletzt.
Dieses Glück hatte Stefania F. (†40) nicht. Die begeisterte Heli-Pilotin erlag nach dem gestrigen Absturz in Norditalien ihren Verletzungen. Es war unklar, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt zum Absturz geführt hatte. Die Staatsanwaltschaft von Varese (I) eröffnete ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Piloten.
Der Helikopter war am Nachmittag vom Flughafen Lugano-Agno aus gestartet. Die Maschine stürzte darauf nahe der Landesgrenze in einer bewaldeten Gegend am Monte Minisfreddo ab. Laut Polizeiangaben herrschte zu dem Zeitpunkt Nebel. (rey/SDA)Publiziert am 20.11.2016 | Aktualisiert am 09.01.2017