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Adaption verarbeiten
Mögliche Themen:
- Ratlosigkeit
- Bindungsschwierigkeiten
- Nicht gelebte Wut
- Nicht gelebte Trauer
- Nicht Wissen wo/wer die leiblichen Eltern sind
- Starkes Anpassungsverhalten
- Immer wieder in die gleichen, schwierigen Situationen gelangen
- Trauma wegen des Verlusts/dem Tod der Eltern
- Sucht
- Unsicherheit
- Sich selber wertlos finden oder sich so verhalten
Wenn du adoptiert bist, wird von dir verlangt, dass du damit glücklich bist. Dass du ein Trauma davon haben könntest, das deine Eltern nicht da sind kommt bei die meisten Menschen nicht auf. Jeder nicht adoptierte darf um den Verlust eines Stofftieres trauern. Nur du nicht um den Verlust deiner Eltern, weil du ja adoptiert bist.
Es gibt mittlerweile mehrere Studien die beweisen, dass adoptierte Kindern meistens traumarisiert sind. Als kleines Wesen wurdest du alleine gelassen, als du noch nicht für dich einstehen/sprechen konntest. Von dem Menschen, dem du am meisten vertraut hast, den du am besten gekannt hast, dem du am ähnlichsten warst von der Bewegungen und vom Aussehen her, aus dessen Körper du stammst (du warst 9 Monaten im Bauch deine Mutter. Das erste Geräusch, was du gehört hast war ihr Herzschlag und ihre Worten. Das erste, was du gefühlt hast, war ihr Bauch. Das erste, was du gerochen hast, war sie). Diesen Menschen zu verlieren, und auch deinen Vater (aus dem du zu 50% stammst) steht gleich mit dem plötzlichen Tod eines geliebten Menschen heute.
Wenn du heute als Erwachsener dein Kind, Partner oder Eltern plötzlich verlierst, dann ist es völlig gesellschaftlich akzeptiert, dass du dadurch traumarisiert bist. Es gibt jegliche Unterstützungsformen. Ärzte und Therapeuten sind darüber aufgeklärt.
Sobald du aber adoptiert bist, wird von dir erwartet, dass du da nicht so ein Drama daraus machst. Adoptive Eltern lügen dich an, weil sie Angst haben dich zu verlieren: ist das echte Liebe? War deine Adoption eine richtiger Akt aus Liebe für dich? Oder ging es deinen Adoptiv Eltern (bewusst oder unbewusst) darum, sozial als liebenswert zu gelten? Du sollst nicht nach deinen Eltern suchen, weil sie dich nicht wollten oder du sollst die Vergangenheit ruhen lassen. Du darfst nicht wütend sein oder trauern, weil es schon lange her ist und du doch froh sein solltest, dass du adoptiert bist. Es hätte ja noch viel schlimmer kommen können. Deine Erkennungsmerkmale, deine Eltern, sind aber weg - vielleicht sogar für immer.
Was macht so ein Wesen mit der Erfahrung eines so weltgrossen Verlustes?
Es passt sich an wo es hinkommt, weil es sich die Schuld gibt, dass die Eltern weg sind. Es denkt, dass wenn ich mich nur anpasse, dann bleiben die Erwachsenen. Es versucht exakt so zu sei wie die Adoptive Eltern, was unmöglich ist, weil es nicht die gleichen Gene hat. Es wird nie gleich sein. Das führt zu einem Gefühl der Selbstunsicherheit und Wertlosigkeit.
Es gibt jegliche Unterstützung für die Adoptions Eltern, aber nicht für das Kind oder den Erwachsene Adoptierte, die unter Umständen seit mehr als 40 Jahren traumarisiert durch die Welt geht. Weil die Adoptierten müssen doch glücklich sein, dass sie adoptiert wurden.
Wenn du als kleines Wesen die Möglichkeit bekommen hättest, um den Verlust deiner leiblichen Eltern wirklich zu trauern und später wirkliche Unterstützung bekommen hättest, um Kontakt zu deinen leiblichen Eltern zu bekommen, dann wären viele Sachen in deinem Leben heute anders gelaufen. Du hättest mehr Selbstvertrauen gehabt und wärst selbstsicherer, was deine Persönlichkeit angeht. Und damit wäre es um einiges einfacher, gute Beziehungen einzugehen und deinen Beruf oder Berufung zu finden.