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Das Wichtigste in Kürze
- Indien wird die Exportbeschränkung von Weizen noch strenger kontrollieren.
- Diese wurde aufgrund der Hitzewelle und der dadurch geringeren Ernte im Land gemacht.
- Indien ist nach China der zweitgrösste Weizenproduzent der Welt.
Indien überprüft die Einhaltung der Exportbeschränkung für Weizen nun schärfer. Die Aussenhandelsbehörde wies regionale Behörden an, physisch alle Dokumente zum Weizenexport zu überprüfen, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Es solle damit ein Hintertürchen geschlossen werden und vordatierte Dokumente gefunden werden. Indien ist nach China der zweitgrösste Weizenproduzent der Welt, sein seit Mitte Mai verhängtes Exportverbot führte international zu Verunsicherung.
Das Ministerium präzisierte kurz danach, dass es Ausnahmen gebe, etwa vor dem Verbot getroffene Abmachungen mit Kreditbrief. Oder auch Sondergenehmigungen der indischen Regierung für den Export in bestimmte Länder, um deren Lebensmittelversorgung sicherzustellen.
Angesichts eines drohenden Weizenmangels auf dem Weltmarkt im Zuge des Ukraine-Kriegs wolle man helfen und deutlich mehr Weizen zu exportieren. Das hatten indische Regierungsvertreter noch kurz vor dem Verbot verkündet.
Lieferengpässe und Preiserhöhungen von Weizen
Auch die Ukraine und Russland sind bedeutende Weizenexporteure. Zuletzt gab es wegen des Krieges Lieferengpässe und Preiserhöhungen. Indische Weizenexporteure hatten seit Kriegsbeginn Exportabkommen mit Ländern wie Ägypten und der Türkei geschlossen.
Dann kam aber eine Hitzewelle in Indien dazwischen. Diese verringert die Weizenernte. Auch warnten mehrere Ökonomen vor einer möglichen Weizenkrise in Indien. Indien produziert rund 100 Millionen Tonnen Weizen pro Jahr.
Bislang hat das Land kaum etwas davon exportiert. Das Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen benötigt selbst viel Weizen. Die Regierung kauft jeweils grosse Mengen ein, um unter anderem die arme Bevölkerung im Land zu versorgen.