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Schutzgebiete im Nordosten von Madagaskar. Das Naturreservat Mahimborondro
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Identität:
- 75.163 ha
- Erstellt: 2015
- Ein Teil des Klassifizierten Waldes von Sadrankota (1967/ 89.000 ha) ist im Naturreservat Mahimborondro (Réserve de Ressources Naturelles de Mahimborondro) integriert.
- Das Reservat ist Teil des Komplexes Ambohimirahavavy – Marivorahona- CAPAM, der auch 2015 eingerichtet wurde.
- Verantwortung: The Peregrine Fund
Infrastruktur sowie Zugang:
- Das Naturreservat Mahimborondro, was soviel bedeutet wie „neben den Wolken“, liegt im Norden von Madagaskar. Seine nördliche Grenze wird durch die Wasserscheide des oberen Sambirano gebildet.
- Das Forschungscamp von Bemanevika, das unmittelbar ans Reservat grenzt, bietet eine gewisse Infrastruktur für den Besuch des Reservats.
- Die Besuchs- sowie Aufenthaltsmodalitäten sind mit dem Verantwortlichen in seinem Büro in Antananarivo zu besprechen.
- Die Zufahrt zum Reservat beginnt beim Kilometer 115 zwischen Antsohihy und Bealanana, entlang der RN31, dann folgt man der Nebenstrasse, die zum Dorf Bemanevika führt, wo sich das Forschungscamp von Peregrine Fund befindet. Informationen über den Zugang zum Reservat sind dort erhältlich.
Klima – Fauna und Flora:
- Das Reservat liegt im Bereich des subhumiden Klimas des nördlichen Teils von Madagaskar mit einer Regenzeit von November bis April. Die kälteste Jahreszeit ist zwischen Juni sowie August mit einer Tiefsttemperatur von bis zu 4 °C. Die heisseste Jahreszeit ist vom Dezember bis Februar, aber die Spitzentemperaturen können zwischen September sowie November 28,5 °C erreichen.
Orchidee im Naturreservat Mahimborondro
- Die Hälfte des Gebietes ist mit dichtem, feuchtem, immergrünem Wald von mittlerer Höhe im Ambondrona-Massiv sowie im Norden der Bemanevika-Hochebene bedeckt. Die Gebirgskämme sind mit Erikoiddickicht bedeckt. In den tieferen Lagen befinden sich Wiesen sowie Sekundärweiden.
- Die Flora umfasst Arten, die im Bereich des Sambirano-Flusses und im Norden von Madagaskar endemisch sind: Acanthopale cuneifolia (Acanthaceae). Drei Arten sind nur aus Mahimborondro bekannt. Melastomataceae – Medinilla ankaizinensis; Urticaceae; Pouzolzia tsaratananensis sowie Orchidaceae – Cynorkis lemurica.
- Im Reservat findet man 23 Amphibien-, 27 Reptilien-, 83 Vogel-, vier Nagetier- sowie sieben Lemurenarten.
Kultur sowie sozioökonomische Praktiken:
- Einheimische haben Zugang zu Teilen des Gebietes für ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten.
- Verschiedenen Formen der Ausbeutung der Waldressourcen belasten das Reservat: die Gewinnung von Melicope- oder Bilahy-Rinde zur Herstellung von lokalem Alkohol und Prunus africana oder Kotofy für pharmazeutische Zwecke. Juncus und Cyperus werden zur Herstellung von Körben und Matratzen verwendet.
Naturreservat Mahimborondro und weitere Nationalparks © WWF