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Projekt "blubber"
|Blubber
ist mein Luftbefeuchter

Ja, ich weiss: "Gehört denn das wirklich auf eine Homepage?" Nun, ich finde, schliesslich heisst es ja eben "home"-page und daheim steht er ja auch, mein Luftbefeuchter und daher darf er auch auf meiner Homepage nicht fehlen.
Wozu ein Luftbefeuchter gut sein soll, weiss a.) jeder und b.) sagt das schon sein Name: Er erhöht die Luftfeuchtigkeit... Warum denn das ganze Getue hier?? Ich habe meinen Luftbefeuchter "etwas" modifiziert. In der Computerwelt würde man wohl von "modding" sprechen. Mein Blubber muss nur einmal pro Woche aufgefüllt werden und macht keinen weissen Staub auf Möbeln und Geräten!
Ich habe mich für das Modell "Boneco", Modell 7136 mit automatischen Hygrostat von der Migros für Fr. 169.- entschieden (hey, das klingt ja wie ein Bericht im Kassensturz ;-)
Also, der Boneco ist ein sogenannter "Kaltzerstäuber". Das heisst, er erwärmt das Wasser nicht, bis es verdampft, sondern mittels einer Ultraschallmembran wird das Wasser zu einem feinen Nebel, der dann mit einem Gebläse in die Umgebung geblasen wird. Der Nachteil gegenüber dem Verdampfer ist der, das der Kalk im Wasser mitzerstäubt wird und sich an Möbeln und vor allem an Geräten wie Fernseher, Stereoanlage etc. in Form von kreideartigem schneeweissen Staub niederschlägt. Um dies zu vermindern, besitzt der Boneco einen Kalkfilter.
Wem das zu wenig genau ist, hier eine Erklärung von Casi mit den ergänzenden wissenschaftlichen Hinweisen.
Zitat: "Wenn du schon Nachteile der Kaltzerstäuber aufführst, darfst nicht auslassen, dass dieses Verfahren zwar wenig Leistung beansprucht (Dein Gerät ist zwar für nur 40 W Anschlussleistung ausgewiesen) dadurch das Wasser eben nicht als "in Luft gelöster Dampf" sondern als "in Luft suspendierter Wasserstaub" daherkommt. Der Unterschied ist klein aber fein: Der Wasserstaub ist an sich noch quasi in flüssigem Aggregatszustand und er wird der Luft Energie in form von Wärme entziehen, um in den Aggregatszustand Dampf zu gelangen. Das heisst die Luft kühlt ab und es muss u.U. entsprechend mehr geheizt werden. Verdampfergeräte, welche das Wasser erhitzen und so direkt als heisser Dampf in die Luft bringen, brauchen eher so um die 500 - 1000 W Leistung. Je nach Heizverhältnisse in der Wohnung ist die eine oder andere Kombination vorteilhafter: Alte Wohnungen mit schlechter Wärmeisolation und bescheidener Heizleistung fahren mit Verdampfern besser - in modernen, gut wärmeisolierten und somit tendenziell eher überheizten Wohnungen fährt man mit Kaltzerstäubern besser (auch wenn so eine mit Reserve dimensionierter Heizung mit Öl befeuert wird, kann sie durchaus eine positivere ökonomische und ökologische Bilanz gegenüber einzelnen el. betriebenen Verdampfer-Befeuchtern haben)." Zitat Ende.
OK, in der Bedienungsanleitung steht, der Kalkfilter müsse alle 2 - 3 Monate ersetzt werden. Nach zwei Wochen allerdings war bei mir alles weiss... aber was mich am meisten geärgert hat, war das kleine Wassertänklein (5 Liter), das pro Füllung keine zwei Tage lang hält.
Da ich in letzter Zeit immer etwa wieder in der Micasa (es fällt wohl langsam eine gewisse Sympathie für diese mit "M" beginnende Firma auf...) nach verschiedenen Möbeln Ausschau hielt, fielen mir dort diese grossen Wasserspender für durstige Kunden auf. Die, mit den 5-Galonen-Flaschen auf dem Kopf... solche Flaschen besorgte ich mir uns füllte diese mit destilliertem Wasser, das ich mit einem Industriedestillator selber herstelle. So einen Destillator bekommt man z.B. bei der Calisa in Steinhausen. Er sieht nicht sehr spektakulär aus - ist im Grunde nichts weiter als ein Wasserfilter, der mittels Harz das Kalk aus dem Wasser wäscht.
|So sieht der Boneco 7136 im Originalzustand aus||unter der Haube verbirgt sich unter dem Dom auf der linken Seite der Ultraschallzerstäuber und das hellblaue rechts ist der 5-Liter-Tank||Wenn die Membran keinen Ultraschallton von sich gibt, liegt sie ganz harmlos etwa 2 cm unter der Wasseroberfläche. Schräg links oben von der Membran befindet sich der Wasserstandsmesser, der bei das Gerät bei Ebbe ausschaltet.|
|Sobald sie eingeschalten wird, sieht man den kleinen Springbrunnen, den sie erzeugt. Den dabei entstehenden Wasserstaub musste ich wegblasen, da man sonst auf dem Bild nichts erkennt.||Und dieses Bild ist extra für Casi, damit er meinen Wasserdestillier-Apparat sieht...||... hier noch im Detail...|
|Vier Brettchen, ein paar Schrauben und etwas Silikonschlauch und schon ist die Konstruktion fertig||Der Wasservorrat von fast 19 Litern reicht für weit über eine ganze Woche||Fast wie eine Duracel-Hase (säuft und säuft und säuft...)|
|Na ja, einen kleinen Haken hat die Sache doch... Wie der Name "Blubber" schon verrät, entsteht beim Nachfliessen des Wassers ein etwas gewöhnungsbedüftiges und ziemlich lautes Geräusch (so etwa alle halbe Stunde) ich kann es mit Worten nicht so gut beschreiben; es ist eine Art Gurgeln... Hier ist eine Hörprobe: Aber das Problem mit dem Kalkniederschlag ist gegessen -> nicht der Hauch von weissem Staub!|
|Anmerkung der Redaktion: Die Sache mit dem Luftbefeuchter hat unter gewissen Umständen einen weiteren Haken: Wenn man die grossen Wasserflaschen etwas unvorsichtig auf den Boden stellt (bzw. fallen lässt...), dann bersten diese sofort und die ganze Herrlichkeit ergiest sich über den Wohnzimmerboden unter dem Sofa durch bis in den Gang... Raini (laut fluchend und mit Badetüchern umhereilend) ist dann einige Zeit damit beschäftigt, den Wasserschaden soweit als möglich einzugrenzen... (Himmel A... und Z... !!!)|