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Peter Stähli, Gründer und Co-CEO des Swiss Economic Forums (SEF), kann sein Glück noch kaum fassen. Nach sieben Jahren Verhandlungen ist es ihm und seinem Kompagnon Stefan Linder gelungen, einen der erfolgreichsten Unternehmer der Welt, den Briten Richard Branson, als Referenten nach Thun einzuladen, wo am 14. und 15. Mai das 11. SEF stattfindet. «Sir Richard Branson hat in seiner Karriere viele schwierige Situationen und Krisen erlebt», sagt Stähli. «Er ist kein Schönwetterpilot, und wir versprechen uns von ihm handfeste Hinweise und Rezepte für die Teilnehmenden.»
Branson: Unkonventionell ...
Branson ist für jeden unternehmerisch denkenden Menschen ein Vorbild. Neue Geschäftsideen und Visionen sind für ihn stets Anreize, die eigenen Grenzen zu überschreiten und unkonventionelle Wege zu suchen. Branson steckt mit seinem Enthusiasmus und Gespür die Umwelt und die Mitarbeiter an und spornt sie so zu Höchstleistungen an.
Das meiste, was Branson anpackt, ist sehr erfolgreich - aber nicht alles. 1970 legte er als 20-Jähriger den Grundstein des Virgin-Imperiums, indem er einen Schallplattenversand gründete. 1972 nahm er mit dem damals unbekannten Musiker und Bassisten Mike Oldfield «Tubular Bells» auf. Die Aufnahme wurde zum Weltbestseller und bildete die finanzielle Basis für sämtliche weiteren unternehmerischen Tätigkeiten Bransons.
... und krisenerprobt
Die Gründung der Airline Virgin Atlantic Airways brachte den erfolgverwöhnten Branson in den frühen 1990er Jahren jedoch in finanzielle Bedrängnis. Der Unternehmer war gezwungen, sein erstes grosses Unternehmen, Virgin Records, zu verkaufen. Branson liess sich nicht unterkriegen und weitete in den Folgejahren sein Virgin-Imperium aus.
Seine neuste Idee: Touristen mit eigens konzipierten Flugzeugen in den Weltraum zu bringen. Branson entwickelt neue Technologien und scheut sich nicht da-vor, gar die US-Raumfahrtbehörde Nasa herauszufordern.
Neben Branson werden am SEF auch Andreas Jacobs, VR-Präsident von Barry Callebaut & Jacobs Holding, Fred Kindle, Partner bei der Private-Equity-Gesellschaft Clayton, Dubilier&Rice und ehemaliger Chef von Sulzer und ABB, sowie Philip Mosimann, CEO des Mischkonzerns Bucher, auftreten. Sie werden sich mit den gegenwärtig harschen Bedingungen auseinandersetzen, die wirtschaftliche Lage analysieren und mögliche Auswege aufzeigen. Der dreifache Pulitzer-Preisträger und Bestsellerautor Thomas Friedman («Die Welt ist flach») erklärt am SEF, wie wir uns im 21. Jahrhundert neu erfinden müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.
Stähli und Linder wollen mit dem diesjährigen Forum einen «Beitrag zur Krisenbewältigung» leisten. «Schon im Jahre 2001, nach dem Platzen der Dotcom-Blase, blieb die Nachfrage hoch. Networking und neue Impulse sind auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten gefragt», so Stähli.