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Schadstoffbelastung in der Schweizer Bevölkerung: Resultate einer Pilotstudie
Bern, 16.10.2012 - Die Schweiz hat an einer Pilotstudie zur Erfassung von Schadstoffbelastung (Human Biomonitoring - HBM) teilgenommen – erste Resultate in der Schweizer Bevölkerung zeigen keine kritischen Werte. Untersucht wurden 120 Mutter-Kind-Paare im Kanton Bern. Die Studie ist Teil einer EU-koordinierten Pilotstudie, an der 17 Länder teilgenommen haben.
Unter der Federführung des BAG hat die Schweiz an der ersten EU-koordinierten Pilotstudie „Democophes“ zur Erfassung der Schadstoffbelastung beim Menschen teilgenommen. Democophes wurde gleichzeitig in 17 Ländern in Europa durchgeführt mit dem Ziel, vergleichbare Daten zu erhalten. Europaweit wurden 4000 Probanden rekrutiert, das heisst pro Land 120 Mutter und Kind-Paare. Dabei mussten Stadt- und Landregionen berücksichtigt werden. In der Schweiz wurden 120 Paare aus der Stadt Bern und aus den ländlichen Regionen des Oberaargaus von Oktober bis Dezember 2011 in die Untersuchungen einbezogen. Die Auswahl ist nicht repräsentativ für die gesamte Schweizer Bevölkerung.
Nach aktuellem Wissensstand zeigte die untersuchte Gruppierung keine relevante Belastung durch die Schadstoffe Cadmium, Quecksilber sowie Phthalate (Weichmacher in Weichplastik). Für Cotinin im Urin (Abbauprodukt von Nikotin, im Tabak vorzufinden) wurde der Grenzwert für rauchende Personen bei acht Müttern überschritten. Diese Frauen machten die Angabe, Raucherinnen zu sein.
Die Schweizer Resultate befinden sich allgemein nicht im kritischen Bereich. Die europaweiten Resultate von Democophes werden am 22. bis 24. Oktober 2012 in Zypern bekannt gegeben.
Die Schweiz hatte bisher noch wenig Erfahrung in der Erfassung der Schadstoffbelastung in der Bevölkerung. Mit der Durchführung dieser Pilotstudie konnte die Schweiz wichtige Erfahrungen im Bereich des HBM sammeln und ein nationales und internationales Netzwerk aufbauen.
Am 16. Oktober 2012 findet in Bern ein Symposium zum Thema Human Biomonitoring statt, an dem die Schweizer Resultate präsentiert werden. Die Pilotstudie war ein wichtiger erster Schritt und es soll daher auch die Frage diskutiert werden, ob ein Bedarf nach einer weiteren, repräsentativen Erfassung der Schadstoffbelastung besteht.
Aufgrund der gesammelten Erfahrungen kann nun über die Implementierung eines regulären nationalen HBM-Programmes in der Schweiz entschieden werden.
Adresse für Rückfragen
BAG, Eva van Beek, Abt. Kommunikation, Telefon 031 322 95 05 oder <email-pii>
Herausgeber
Bundesamt für Gesundheit
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Letzte Änderung 20.04.2018