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Es war ein kalter Tag Ende Januar, als Kaja Kallas feierlich ihren Amtseid ablegte. Die 43-jährige Juristin und Chefin der liberalen Reformpartei schrieb Geschichte: Als erste Frau an der Spitze der Regierung des kleinen baltischen Landes. Und das mit einem Kabinett, das fast zur Hälfte weiblich besetzt ist. Auch das Staatspräsidium hat mit Kersti Kaljulaid eine Frau. An der Spitze des Staates haben nun die Frauen das Sagen.
In einer anonymisierten Umfrage der feministischen Friedensorganisation cfd konnten sich Männer* dazu äussern, inwiefern sie sich aufgrund von Geschlecht benachteiligt fühlen. An der Umfrage beteiligten sich 30 Männer*, von denen mehr als jeder zweite angab, sich aufgrund seines Geschlechts schon unwohl gefühlt zu haben. 53% der Männer* wünschen sich mehr Zeit für Freundschaften und viele Männer* fühlen sich gesellschaftlich unter Druck gesetzt, traditionellen Männlichkeitsvorstellungen zu entsprechen. Die Umfrage wurde im Rahmen der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen*» durchgeführt, die kürzlich endete.