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Die Mitralklappe ist richtungsweisend: Gemeinsam mit den drei weiteren Herzklappen verantwortet sie den korrekten Blutfluss aus dem Lungenkreislauf in die linke Hauptkammer.
Die Mitralklappe besteht aus zwei Segeln. Sie dienen wie ein Tor zwischen dem linken Vorhof und der linken Hauptkammer. Wenn dieses Tor nicht richtig schliesst, fliesst Blut aus dem Vorhof zurück in den Lungenkreislauf. Wir sprechen dann von einer Mitralklappeninsuffizienz.
Der Rückfluss des Blutstroms führt zu einer Dehnung des Vorhofs, später auch der Hauptkammer. Das Herz ist mit einer immer stärkeren Belastung konfrontiert.
Patienten einer Mitralklappeninsuffizienz leben oft frei von Symptomen. Nimmt die Undichtigkeit aber zu, können Herzklopfen, Atemnot bei körperlicher Belastung, nächtliche Hustenanfällen und Vorhofflimmern auftreten.
Die Ursachen für eine Mitralklappeninsuffizienz sind vielseitig: Sie reichen von altersbedingter Veränderungen am Gewebe (z. B. Verdickung oder Verlängerung) über angeborene Gewebedefekte mit anschliessendem Gewebevorfall bis hin zu Verkalkungen, Entzündungen und Veränderungen der Grösse und Funktion der linken Herzkammer.
Wenn eine Mitralklappe stark undicht ist, hat dies mitunter Auswirkungen auf die Lunge, den Kreislauf und das allgemeine Leistungsvermögen.
Diese Aspekte werden mit verschiedenen Belastungstests (Sechs-Minuten-Gehtest, Laufband- oder Fahrradtest) abgeklärt. Eine häufige Komplikation bei gravierender Mitralklappeninsuffizienz sind Herzrhythmusstörungen; daher erfolgt eine Kontrolle anhand einer Ruhe-Herzstromkurve (EKG) sowie anhand einem Langzeit-EKG über ein bis zwei Tage.