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bei Waren die äußere Ausstattung, die einzelnen oder mehrern Stücken einer Ware oder deren Mustern beigefügt
wird, um dieselben in möglichst vorteilhafter Gestalt dem Abnehmer vorlegen oder in Schaufenstern, Musterlagern u. s. w.
zur Ausstellung bringen zu können. Bei der Auswahl der zur Aufmachung zu verwendenden Zuthaten
(farbige Bänder, Papier, Bilder, Schachteln, Sammetunterlagen u. dgl.)
ist die Geschmacksrichtung und die Gewöhnung des in Betracht kommenden Abnehmerkreises zu berücksichtigen.
Die Aufmachung wechselt deshalb je nach der Mode und zeigt in den verschiedenen Gegenden und zu verschiedenen Zeiten große Abweichungen.
Für den Absatz ist die von erheblicher Bedeutung. Insbesondere ist beim Verkehr mit auswärtigen Absatzgebieten
auf eine der jeweiligen Geschmacksrichtung möglichst entsprechende Aufmachung. Bedacht zu nehmen. In China
[* 3] und Japan, in Kleinasien,
in Südafrika,
[* 4] Brasilien,
[* 5] Columbia,
[* 6] Neusüdwales u. s. w. spielt die Aufmachung eine so große
Rolle, daß oft eine bessere Ware hinter einer schlechtern lediglich wegen der geschicktern der letztern
zurückgesetzt wird.
Die Franzosen und Engländer haben sich in dieser Hinsicht sehr ausgezeichnet, und die engl.
Industrie verdankt namentlich in den asiat. Staaten einen großen Teil ihrer Erfolge der ins Auge
[* 7] fallenden, die Käufer anlockenden
Aufmachung. Die deutsche Industrie hat früher auf die äußere Ausstattung nicht besonderes Gewicht gelegt, ist
aber in den letzten Jahren - namentlich infolge der Anforderungen überseeischer Absatzgebiete - mehr und mehr bemüht gewesen,
eine geschmackvolle, gefällige und den Gewohnheiten der Kundenkreise angepaßte Aufmachung durchzuführen.