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Metanetz. Eine Fantasie
von Cedric Weidmann
Von CÉDRIC WEIDMANN.
Es gibt kein Internet-an-sich mehr. Weil die Hardware personalisiert wurde, ist sie mit dem gewöhnlichen Internet, das vom Kühlschrank über den Kleiderschrank, den Tram-Fahrplan, die Wetterprognose, bis hin zum Hormonhaushalt viel Nützliches koordiniert und verbunden hat, nicht mehr ohne Weiteres kompatibel. Natürlich hätte es viel von seinem Sinn verloren, wenn das Internet nicht mehr seine ursprüngliche Eigenschaft, Menschen miteinander zu verbinden, mit sich brächte. Das ist immer noch möglich. Es bedeutet aber, dass man sein Internet (sowie die Kollektivverbindungen innerhalb von Freundes- und Familiengruppe, wenn man innerhalb dieser Gruppen kurzfristige Hochleistungskommunkationsnetze spannt), nur an bestimmten Stellen und Anknüpfungspunkten mit dem Internet anderer verlinkt. Die Überschneidung ist überschaubar und begrenzt. Einige Dinge sind nicht mehr möglich: Man kann nicht mehr per Zufall auf andere stossen, es ist unwahrscheinlich, die grosse Liebe zu finden oder jemanden kennenzulernen, der dich davon überzeugt, dass du dein Leben komplett anders leben müsstest…
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