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Athen - Für die Griechen schlägt die "Stunde der Wahrheit". Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will seinen Landsleuten weitere harte Sparmassnahmen zur Rettung des überschuldeten Landes vorstellen.
Am Vormittag wird Papandreou zunächst seinen Ministerrat über die Massnahmen unterrichten. Anschliessend will er Präsident Karolos Papoulias informieren. Danach sind Treffen mit den Führungen der grössten Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände geplant.
Am Nachmittag werden Papandreou oder sein Finanzminister Giorgos Papakonstantinou die Massnahmen in Detail verkünden, die Griechenland vor dem "finanziellen Untergang" retten sollen, berichtete die Athener Presse.
Es wird damit gerechnet, dass die Sparmassnahmen das Einfrieren aller Renten, die Erhöhung der Mehrwertsteuer und Kürzungen bei den Gehältern der Staatsbediensteten sowie die Erhebung von höheren Steuern auf Luxusautos, Yachten und grossen Immobilien beinhalten werden.
Am Vorabend hatte der Regierungschef den Abgeordneten seiner Partei bereits Sparpläne im Umfang von knapp fünf Milliarden Euro vorgestellt. "Es ist nicht die Schuld der anderen Europäer, dass wir in dieser Lage sind", sagte er. "Die Tage, Wochen und Monate, die kommen werden, werden nicht leicht sein."
Die Gespräche und die Beratungen mit Brüssel und Hauptstädten "wichtiger EU-Staaten" über den Umfang der Massnahmen gingen die ganze Nacht weiter, wie griechische Medien berichteten.
Das Land hat mehr als 300 Milliarden Euro Schulden. Athen muss das riesige Haushaltsdefizit von 12,7 Prozent binnen eines Jahres um 4 Prozentpunkte drücken.
SDA-ATS