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Die Belastung des Menschen durch höhere Anforderungen im Beruf und durch ständig zunehmende Einflüsse aus der Umwelt nehmen erheblich zu. Somit gilt es Konzepte zu entwickeln, die helfen können, unsere allgemeine Widerstandskraft zu verbessern. Durch zum Teil starke unerwünschte Nebenwirkungen von herkömmlichen pharmazeutischen Produkten ist der Verbraucher mehr und mehr auf der Suche nach schonenden Alternativen. Diese sollen zudem präventiv wirken, um negative Einflüsse schon im Vorfeld zu kompensieren. Beta-Glucan ist eine Faser, welche ohne Nebenwirkungen das Autoimmunsystem stimuliert.
Was ist Beta-Glucan? Beta-Glucan ist ein pflanzliches Naturprodukt und steigert die Immunabwehr ähnlich wie das Pflanzenextrakt Echinacea, jedoch um das mehrfache, und ist zudem geschmacksneutral. Beta-Glucan kann aus Hefezellwänden oder Pilzen isoliert werden. Beta-Glucan ist ein Polysaccharid, bestehend aus einer Hauptkette mit verbundenen Glukoseeinheiten mit einem niedrigen Gehalt an interund intramolekularen Verzweigungen. Es ist äusserst wichtig für die Wirkung von Beta-Glucan, dass die Glucanmoleküle intakt und ohne Denaturierung freigelegt werden. Nur der natürliche Zustand der Glucane ermöglicht eine optimale Immunreaktion.
Nur (1,3)-(1,6)-ß-D-Glucane sind Immunmodulatoren
Nicht alle Glucane sind in der Lage, das Immunsystem zu aktivieren. Merkmal der aktiven Glucane ist die ß-(1,3)-Kette aus Glucoseeinheiten. Diese Glucane werden oft als Beta-Glucane bezeichnet. Beta-Glucane sind jedoch schlechte Immunmodulatoren, es sei denn, es gibt Verzweigungen der ß-(1,3)-Kette, die entweder aus einzelnen oder aus Ketten von Glucoseeinheiten bestehen. Glucane mit solchen spezifischen Verzweigungen nennt man (1,3)-(1,6)-ß-D-Glucane und es ist diese Gruppe von Glucanen, die das Immunsystem aktivieren können. Die richtige Anzahl und Länge der (1,3)(1,6)-Verzweigungen, resp. die richtige Proportion unterein- ander (so wie es bei Hefe-Glucan zu finden ist) bestimmt die Fähigkeit, das Immunsystem optimal zu stimulieren. Somit gibt es grosse Unterschiede in der Wirksamkeit der auf dem Markt erhältlichen Beta-Glucan-Produkte. Beta-Glucan stärkt durch Aktivierung eines bestimmten Typs von weissen Blutzellen, den Makrophagen, das Immunsystem von Mensch und Tier.
Das Immunsystem und die Funktion von Beta-Glucan
Das Immunsystem basiert auf sehr komplex ablaufenden Mechanismen. Es ist von hoher Bedeutung für die Widerstandsfähigkeit und die allgemeine Gesundheit von Mensch und Tier. Durch schlechte Ernährung, Stress, ungesunden Lebensstil oder Umweltgiftstoffe haben heute viele Menschen ein geschwächtes Immunsystem. In der asiatischen Kultur wird die positive Wirkung von Pilzen seit Jahrtausenden geschätzt. Beta-Glucan ist eines der Inhaltstoffe solcher Pilze, das für diese positive Effekte verantwortlich ist, da es zur Stärkung der Abwehrkräfte beiträgt. Studien belegen, dass die Verabreichung von Glucan die Resistenz gegenüber einer grossen Anzahl von Infektionen signifikant verbessert, welche durch Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten verursacht werden.
Der Mechanismus für die Ausübung der nützlichen Effekte des Glucans liegt in der Wechselwirkung mit spezifischen, auf den Makrophagen (weisse Blutkörperchen) befindlichen, Glucan-Rezeptoren . Makrophagen sind Zellen, die körperfremde Organismen (Bakterien, Viren, Pilze, tote, mutierte oder Krebszellen usw.) oder andere Substanzen erkennen, einschliessen und zerstören können. Sie können auch bestimmte essentielle Zytokine produzieren, die in der Lage sind, das Immunsystem allgemein zu stimulieren und die Produktion von Knochenmark zu verstärken. Neben ihrer hohen Affinität zu Toxinen spielen Makrophagen eine lebenswichtige Rolle in der Einleitung und Aufrechterhaltung der Immunreaktion. Sobald ein Fremdstoff den Körper angreift, werden die Makrophagen aktiviert und eine Kettenreaktion wird ausgelöst, die das gesamte Immunsystem mobilisiert und verstärkt. Beta-Glucan bindet sich mit kleinen auslösenden Rezeptoren, die sich auf der Oberfläche von Makrophagen, Granulozyten und natürlichen Killerzellen (eine Gruppe spezialisierter weisser Blutkörperchen, Phagozyten genannt, die Fremdorganismen eliminieren) befinden. Die aktivierte Phagozyte umschliesst solche Fremdorganismen oder Toxine, die, sofern sie nicht kurzfristig aus dem Körper entfernt bzw. eliminiert werden, in den meisten Fällen zu Erkrankungen führen. Ausserdem setzen auf diese Art aktivierte Makrophagen Botenstoffe (z.B. Zytokine) frei, die eine Kettenreaktion von immunbezogenen Funktionen auslösen: einige stimulieren die Bildung von weiteren Makrophagen, andere senden Nachrichten an B- und T-Zellen, die eine anpassungsfähige Immunreaktion veranlassen, wiederum andere regulieren die Entzündungsreaktionen. In jüngsten Untersuchungen wurden Teile dieses komplexen Mechanismus analysiert. Es konnte gezeigt werden, dass Leukozyten und extravaskuläre Makrophagen einen spezifischen Glucan Rezeptor aufweisen.
Anwendungen
Im Rahmen einer allgemeinen Prävention kann die Einnahme von Beta-Glucan für alle Personen mit geschwächter Immunabwehr empfohlen werden. Dies gilt z.B. insbesondere in den Wintermonaten zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Erkältungs- und Grippekrankheiten. Die empfohlene Tagesdosis an Beta-Glucan beträgt 400mg. Darüber hinaus ist der Einsatz bei allen sinnvoll, die besonderer Belastung ausgesetzt sind. Dies sind z.B. Senioren, Schüler, Sportler, Patienten nach Operationen oder auch Pflege personal und Menschen in Dienstleistungsberufen mit viel Menschen kontakt. Es konnte gezeigt werden, dass das postoperative Risiko durch Beta-Glucane erheblich gesenkt werden konnte. Viele Komplikationen im Zusammenhang mit Operationen entstehen häufig erst durch sekundäre Infektionen. Diese können mit Glucanen in erheblichem Masse reduziert werden.
Weitere Wirkungen
Studie: Beta-Glucan aus Hefe helfen Kindern, gesund zu bleiben
Laut einer neuen Studie können Beta-Glucan aus Hefe bei täglicher Aufnahme das Risiko von Erkrankungen der oberen Atemwege deutlich senken.
Beta-Glucan sind natürliche Kohlenhydrate, die in den Zellwänden von Bakterien, Hefen, Pilzen und Getreide vorkommen und denen eine unterstützende Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben wird. Ziel der Studie war es, zu untersuchen, ob Beta-Glucan aus Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae) in der Lage sind, bei Kindern das Risiko von Erkältungskrankheiten zu senken. Vorgänger der noch unveröffentlichten Untersuchung ist eine klinische Studie mit Drei- und Vierjährigen, die immunfördernde Effekte einer Folgemilch mit DHA (eine Omega-3-Fettsäure), Präbiotika und Beta-Glucanen aus Hefe nachwies.
An der Untersuchung nahmen 174 Kinder im Alter zwischen 12 und 48 Monaten teil, die in den drei Monaten vor Studienbeginn mindestens zweimal an Infekten der oberen Atemwege erkrankt waren. Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt. Teilnehmer erhielten zwölf Wochen lang täglich 35 beziehungsweise 75 Milligramm Beta-Glucan aus Bäckerhefe oder Placebo. Achtzehn Probanden schieden vorzeitig aus der Studie aus. Die Auswertung der Daten der übrigen 156 Teilnehmer zeigte, dass die Kinder der beiden Beta-Glucan-Gruppen signifikant seltener und kürzer erkrankten als die der Placebo-Gruppe. In der Placebo-Gruppe waren 85 Prozent der Kinder einmal oder öfter krank, während es in den Beta-Glucan-Gruppen nur 47 beziehungsweise 32 Prozent waren.
Zum Wirkungsmechanismus der Beta-Glucan erklären die Autoren, die Substanzen würden im Verdauungstrakt von Immunzellen aufgenommen und in die Immunorgane transportiert. Dort würden sie in Fragmente zerlegt und an CR3-Rezeptoren an der Oberfläche von neutrophilen Granulozyten (Fresszellen des Immunsystems) gebunden. CR3-Rezeptoren bewirken eine Aktivierung der Fresszellen, die Krankheitserreger nun schneller und effektiver unschädlich machen können. Die Studie wurde im Auftrag des Herstellers eines Beta-Glucan-Präparats vom US-amerikanischen Auftragsforschungsinstitut H&J CRO International durchgeführt. Die bislang nicht in gedrucker Form veröffentlichten Ergebnisse wurden im Januar 2016 auf der Fachtagung Clinical Nutrition Week der American Society for Parenteral and Enteral Nutrition erstmals vorgestellt. Als Ergänzung bereits vorliegender Ergebnisse sei die Studie, so einer der Auftraggeber, ein klinischer Nachweis für die gesundheitsfördernden und immunstärkenden Eigenschaften von beta-Glucanen aus Bäckerhefe bei Kindern.
Qualitätsunterschiede
Natürliche Hefe?
Hefe ist seit Jahrtausenden ein nützlicher Begleiter der Menschheit. In Deutschland wird das Bier seit 1928 nach dem Deutschen Reinheitsgesetz gebraut und dazu wird eine natürliche Bierhefe verwendet. Eine solche genetisch unveränderte und nicht denaturierte Hefe eignet sich optimal als Ausgangsstoff für Beta-Glucan. Die meisten Beta-Glucan Produkte, welche z.Z. auf dem Markt erhältlich sind, nennen jedoch die Herkuft der Hefezellen nicht, welche auch genverändert sein können.
Denaturiert durch aggressive Chemikalien
Die meisten Beta-Glucan-Fasern werden mit aggressiven Säuren oder Laugen aus den Hefe-Zellwänden isoliert. Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass die Oberfläche von Beta-Glucan beschädigt wird und feine Faserteile zerstört und entfernt werden. Dadurch ist die Oberfläche denaturiert oder glatt und die Wirksamkeit eines solchen Beta-Glucans ist stark reduziert.
Schonende Herstellung ist besser
Seit kurzem gibt es jedoch einen Hersteller, der mit einem patentierten schonenden Verfahren, ohne den Einsatz von Säuren oder Laugen, Beta-Glucan-Fasern aus den Zellwänden deutscher Bierhefe “Saccharomyces cerevisiae” herstellt, so wie sie auch zum Brauen von Bier nach dem Deutschen Reinheitsgesetz gebraucht wird. Dieses Beta-Glucan hat intakte Glucanmoleküle und ist nicht denaturiert. Nicht denaturiertes Beta-Glucan aus natürlicher Hefe unterstützt einen optimalen Immunschutz.
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Website der US Regierung "National Library of Medicine": http://www.nlm.nih.gov
Siehe auch http://diabetes-1-2.com/diabetes/research.htm
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