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235 Königstiger leben heute in Nepal. 2009 waren es noch ca. die Hälfte. 235 klingt nach wenig? Ist es gar nicht! Denn leider leben auf der Welt nur noch knapp 4’000 Tiger in freier Wildbahn.
Nepal hat sich 2010 zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2022 ihre Tigerpopulation zu verdoppeln. 12 andere Länder, in denen Tiger leben, taten dasselbe. Obwohl Nepal zu den ärmsten Ländern innerhalb dieser «Global Tiger Initiative» zählt, gehören sie zu den erfolgreichsten.
Das Rezept für Nepals Erfolg
«Das Rezept für das Überleben der Tiger ist Frieden und Beute», sagt John Goodrich. Er ist einer der Leiter des Tiger-Programms in der Organisation «Panthera». Panthera ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich der Erhaltung von Großkatzen und ihrer Ökosysteme rund um den Globus verschrieben hat.
In Nepal war eine der Zutaten im Rezept auf Frieden und Beute, Tiger vor Menschen zu schützen. Es wurden Gebiete angelegt, in denen die Tiger frei von menschlicher Belästigung leben können. Über 8’000 Einsatzkräfte patrouillieren die Grenzen dieser Gebiete und schützen die Tiere vor Wilderern und Eingriffen in ihren Lebensraum.
Hintergrund
Die Zählung der Tiger in Nepal erfolgte durch die Organisation Panthera und die Zoologische Gesellschaft London. Den ersten grossen Erfolg verzeichnete der Parsa Nationalpark in Nepal. Vor 2010 lebten dort praktisch keine Tiger. Inzwischen hat der Park eine gesunde Tigerpopulation und bietet auch Asiatischen Elefanten, Lippenbären, Pferdehirschen, Doppelhornvögeln und Panzernashörnern ein Zuhause.
Königstiger leben in den Dschungeln des Indischen Subkontinents. Sie sind die noch am weitesten verbreitete Tiger-Art. Aufgrund von Wilderei, Lebensraumverlust und Beutemangel wird der Königstiger als gefährdet eingestuft. 1930 wurde der Könistigerbestand auf 40’000 geschätzt. In den nächsten 30 Jahren wurden schätzungsweise 30’000 Königstiger getötet. Heute leben noch ca. 2’500 Individuen.
Alle Bilder: DNPWC/NTNC/PANTHERA/WWF/ZSL
Bettina hat Journalismus studiert und arbeitet seit drei Jahren in diesem Beruf. Sie interessiert sich für Klimaschutz und die Natur und setzt sich für die Rechte von Tieren ein.