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Gounerbluet (von Kurt Hutterli)
Das Stück zeigt das Leben des Ein- und Ausbrecherkönigs Bernhart Matter: 1821 im "Bären" zu Muhen geboren und als 33-jähriger unter dem Schwertstreich des Scharfrichters in Lenzburg gestorben.
Er schwänzte schon früh nicht selten die Schule und beging schon als Knabe regelmäßig Diebstahl. Mit geschickten Methoden verstand er es meist, sich einer Festnahme durch die Polizei zu entziehen. Wenn es gelang, ihn zu verhaften, fand er stets einen Fluchtweg. Er versteckte sich in Muhen, und die Dorfbewohner gaben seinen Aufenthaltsort nicht preis.
Am 11. Januar 1853, in einer Sturmnacht, gelang ihm sein Meisterstück: Nach mehrwöchiger Vorbereitung «verliess» er das bislang ausbruchsichere Zuchthaus in Aarburg. Am Neujahrstag 1854 wurde er in einer Herberge entdeckt und erneut festgenommen. Die zuständigen Richter verurteilten ihren «Staatsfeind Nr. 1» am 15. April zum Tode.
Ein letzter Ausbruchsversuch misslang, und sein Gnadengesuch wurde, nachdem auch das Obergericht das Urteil bestätigt hatte, vom Aargauer Grossen Rat abgelehnt.
Am Abend des 24. Mai 1854 wurde der Volksheld in Lenzburg aufs Schafott geführt und geköpft.