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Die Klasse A3a von Urdorf nahm vom 4. bis 9. September an einem Bergwaldprojekt teil und lebte für sechs Tage in der Bäuerinnenschule in Gurtnellen. Tagsüber arbeiteten die Schüler entweder im Bergwald, in einem Hochmoor auf 1378 Meter über Meer oder auf einer Wiese. Egal ob bei schlechtem Wetter wie am Montag oder bei gutem Wetter wie an den restlichen Tagen der Woche, die Schüler gaben alles und liessen sich von der Motivation der Leiter und Lehrer mitreissen.
Einsatz für die Natur
In drei Gruppen aufgeteilt arbeitete die Klasse an den drei verschiedenen Arbeitsplätzen. Jeder Tag begann gleich mit der Morgenrunde und der Verkündung des Tagesmottos. Am Montag wurde zusätzlich das Wochenmotto verkündet: " Wir hinterlassen positive Spuren." Danach liefen oder fuhren die Schüler mit Punchs zum Arbeitsplatz.
Im Hochmoor musste die Klasse in kleinerer Gruppen mit kleinen Sägen das zugeteilte Gebiet entbuschen oder Bäume fällen mit der Axt und einer grossen Säge. Bei der anderen Arbeit ging es darum, Trockenmauern zu entbuschen und die Sträucher, welche gefällt waren, zu stapeln.
Das Hochmoor ist selten und vielfältig
Das Hochmoor ist sehr selten, da es darin Pflanzen gibt, die sehr selten sind. Das Hochmoor, welches die Klasse bearbeitete, wird auf 12`000 Jahre alt geschätzt und ist 4.8 Meter tief. Es ist wichtig, dass es sich weiterentwickeln kann und durch die Bäume nicht kleiner wird. Ein Hochmoor kann nur entstehen, wenn es Wasser im Überfluss hat, dann bildet sich Torf, welches sich ausschliesslich von Wasser ernährt. Die Torfwurzeln sterben immer wieder ab und die abgestorbenen Wurzeln bilden das Hochmoor, oben wächst eine neue Schicht Torf, wo die Wurzeln wieder absterben. Es ist ein sehr langsamer Prozess und das Moor breitet sich deshalb nur sehr langsam aus. Der Leiter Jannis fand am zweiten Tag eine fleischfressende Pflanze und war selber überrascht, so etwas zu finden. Die Pflanze kann uns Menschen jedoch nichts anhaben, sie ist nicht einmal so gross wie unser Daumen und frisst nur kleine Fliegen. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sich die Natur anpassen kann und wie wichtig es ist, dass sie diese Vielfalt behalten kann.
Pausen und Freizeit werden genossen und gebraucht
Neben den Pausen, in denen sehr viel gegessen wurde und im Hochmoor in den "Villen" aus Plachen stattfanden, wurde jeden Tag ein Werkeintrag im Werkbuch geschrieben, welches vom Bildungswerkstatt Bergwald geschrieben wurde.
Die Abende waren frei, einmal wurde Fussball geschaut oder "Werwölflen" gespielt. Am Mittwochabend hatten die Schüler/innen Zeit, ihr Projekt auszusuchen und teilweise schon daran zu arbeiten.
Abschlussabend am Feuer
Der Abschlussabend begann für ein paar Schüler schon früher. Die Schüler, welche im Hochmoor arbeiteten, konnten nach der Arbeit im Arnisee schwimmen gehen. Trotz der Eiskälte schwammen zwei Schüler quer über den See. Im Häuschen nebenan bekam die Klasse einen kleinen Zvieri und etwas zu trinken. Nachdem alle unten im Lagerhaus ankamen, gab es zuerst Essen und um 21.00 Uhr trafen sich Leiter und die ganze Klasse auf der Auffahrt und machte ein Feuer. Nachdem dies brannte, brätelten sie Schokobananen und assen diese. Als der Klasse langweilig wurde, gingen die Schüler/innen die Bilder anschauen und dann verschiedene Spiele spielen. Um 23.30 Uhr bekamen die Schüler auf Nachfrage Glace, bis die Lehrer sie in die Betten schickten, was gewisse Schülerinnen allerdings nicht gross interessierte - sie redeten und lachten munter weiter. Trotzdem siegte die Müdigkeit und die meisten Schüler schliefen gegen 1.30 Uhr ein.
Bleibt der Tagesablauf immer gleich in der Bildungswerkstatt Bergwald?
Was kannst du über den Beruf Förster sagen?
Es gibt drei Einstufungen als Förster in der Schweiz. Als erstes macht man eine Lehre als Forstwart EFZ. Da geht es darum, die Arbeiten auszuführen, zum Beispiel kleine Bäume pflegen oder Bäume mit der Motorsäge fällen. Als nächstes kann man eine Weiterbildung machen, die ein Jahr geht und man wird ein "richtiger" Förster. Dieser ist der Betriebsleiter, schaut welcher Teil des Waldes diesen Sommer bearbeitet wird oder wer das gefällte Holz kauft. Er ist der Manager und ist auch mal im Büro. Der dritte Beruf wäre der Forstingenieur für den man fünf Jahre studieren muss. Er plant den Ausgleich. Wenn irgendwo viele Bäume gefällt werden, schaut er, wo er neue Bäume pflanzen kann, damit die Natur keinen Schaden hat. Er ist mehr im Büro als draussen, aber auch dann darf man sich vor keiner körperlichen Arbeit scheuen. Meist hat der Förster schon seit der Kindheit die Verbindung zur Natur aufgebaut. Es gibt auch Ausnahmen, aber man merkt es selber, ob man gerne in der Natur ist und sich dafür einsetzen will.
Redaktion Schülerzeitung
Schulhaus Moosmatt
8902 Urdorf
Kontakt:
René Boegli
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