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Mikroenzephalie vs. Anenzephalie
Links im Bild: Es liegt eine auf einer Mikroenzephalie beruhende Mikrozephalie vor als Gegenteil einer Makrozephalie. Die Diagnose basiert auf einem Kopfumfangwert unter der 3. Perzentilen und einem Missverhältnis zwischen Gesichtsschädel und Hirnschädel. Diese primären Mikroenzephalie beruht auf einer pränatalen Ursache. Rechts im Bild: Hier handelt es sich um eine Anenzephalie. Es fehlen Kalotte und die Hemisphären des Grosshirns. Die rötlichen Weichteilmassen entsprechen Resten von Hirnstruktur. Nebst der Myelomeningozele und der Enzephalozele gehört die Anenzephalie zu den dritthäufigsten dysrhaphi- schen Missbildungen, welche durch eine alpha-Fetoproteinbestimmung in der Amnionflüssigkeit erfasst werden. Anenzephale Neugeborene können gelegentlich einige Wochen überleben.
Bei beiden Neugeborenen ist im Vergleich zum Gesichtsschädel der Hirnschädel mangelhaft entwickelt. Links im Bild: Das Neugeborene, welches den Untersucher scheinbar anblickt, weist stark entwickelte Kopfhaare auf, welche die niedrige Stirn etwas verstecken. Rechts im Bild: Bei diesem Neugeborenen sind die Augen trotz der deutlich vorstehenden Bulbi nahezu verschlossen. Ein Hirnschädel fehlt ebenso wie kräftiges Kopfhaar, und die Diskrepanz zwischen Gesichtsschädel und nicht vorhandenem Hirnschädel fällt besonders angesichts der relativ grossen Ohren auf. An der Kuppe des Schädels sind rötliche Weichteile erkennbar.