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Die folgende Aufnahme von der Galaxie NGC7331 im Sternbild Pegasus entstand in Zürich Affoltern bei nahezu klarem Himmel. Eigentlich war nur maximal eine Stunde klarer Himmel vorhergesagt und ich wollte in Vorbereitung der nächsten Nacht bereits erste Aufnahmen machen. Dann kam es doch anders, und ich konnte 1 1/2 Stunden Belichtungszeit (Einzelaufnahme 10 Minuten) sammeln.
Die Spiralgalaxie NGC 7331 ist ca. 12 Mpc (46 Mio. Lichtjahre) von uns entfernt und liegt vor einer 6.5 mal so weit entfernten Gruppe von 4 Galaxien (links im Bild) mit der sie nicht im Zusammenhang steht. Die scheinbare Asymmetrie in der äusseren Scheibe verschwindet in Infrarot Aufnahmen der Galaxie und wird durch Absorption in breiten Staubbändern verursacht. Gemäss dem Klassifizierungsmodell von de Vaucouleur, wird die Morphologie von NGC 7331 mit SA(s)b klassifiziert, wohingegen die Milchstrasse eher vom Typ SAB(rs)b sein sollte. Doch obwohl NGC 7331 mit einem Durchmesser von 140'000 Lichtjahren (43 kpc) deutlich grösser als die Milchstrasse ist (100'000 Lichtjahre = 30 kpc), wird sie oft als Zwilling der Milchstrasse bezeichnet.
Diese Galaxie habe ich bereits vor zwei Jahren auf der Rigi fotografiert und ein direkter Vergleich zeigt, dass ich seitdem doch einige Fortschritte gemacht habe. Hier eine Gegenüberstellung der Aufnahmeparameter:
- Zürich Peripherie nahe Flughafen und Grossstadt anstatt Rigi
- Leichter Hochnebel anstatt klare Bergluft
- 9 Aufnahmen à 10 Minuten, anstatt 29 Aufnahmen à 30 Sekunden
- Astrel-Instruments CCD AST8300-A-M-FW anstatt Canon EOS 700D
- 10 Micron GM1000HPS Montierung anstatt Celestron GG-5.
Trotz schlechterem Himmel (Zürich und leichter Hochnebel) ist das Bild deutlich weniger verrauscht und tiefer als die nur 3 mal längere Gesamtbelichtungszeit erwarten lassen würde. Der Haupteffekt dürfte wohl der Verzicht auf Farbe und die höhere Lichtausbeute der CCD Kamera sein. Aber auch die stabilere Montierung trägt nicht unerheblich bei, habe ich doch weniger Ausschuss und kann mich mehr auf das Fotografieren konzentrieren. Ganz ohne Autoguider komme ich jedoch noch nicht aus. Die Sterne wandern ohne Autoguider etwa 7 Pixel weit während einer 10 Minuten Aufnahme. Merkwürdigerweise aber nur in Deklination.