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Es schien eigentlich unmöglich: Der Euro kostete nur noch einen Franken. Genau das passierte vor einem Jahr.
Als am 9. August 2011 für einen Euro nur noch 1.0075 Franken bezahlt werden musste, stockte vielen Schweizern der Atem. Ein Szenario, das nur wenige Monate vorher eigentlich undenkbar schien, wurde plötzlich Realität. Der Euro-Franken-Kurs hatte für wenige Minuten Parität erreicht.
An diesem Tag wurden die Stimmen nach einer Intervention der Nationalbank noch lauter. Am 6. September 2011 legte dann die Nationalbank (SNB) einen Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken fest. Die Begründung des damaligen SNB-Präsidenten Philipp Hildebrand: Die «massive Überbewertung» des Frankens stelle «eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar.»
Am 9. Januar 2012 muss dann Philipp Hildebrand zurücktreten, weil er über private Dollargeschäfte stolperte, die er im Vorfeld der Einführung des Mindestkurses tätigte. (tun)