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Dieses japanische Teehaus auf Stelzen, Takasugi-an, welches sich in der japanischen Nagano Präfäktur befindet, wurde von Architekt Terunobu Fujimori kreiert und hat nur Platz für zwei Tatamimatten. Denn wussten Sie, dass japanische Räume nach Tatamimatten bemessen werden, und Tatami so in Japan als Flächenmass dient? Ganz auf die Region ankommend, ist ein Tatami auf 85 cm x 170 cm festgelegt. So ist zum Beispiel ein traditionnelles Teezimmer, in dem Gäste zur Teezeremonie empfangen werden, 4,5 Tatami gross, ein Standardzimmer 6 Tatami gross.
Um auf den Punkt zu kommen: ein 2 Tatami grosses Teehaus in der Luft ist ganz schön einengend, auch wenn die Aussicht noch so beeindruckend ist. Ausserdem muss man erstmal in das Häuschen gelangen: da ist Klettern angesagt, schliesslich steht es auf zwei Kastanienbaumstämmen, welche immerhin 6 Meter hoch sind.
Fujimori dient das Teehaus zur Introversion, übersetzt bedeutet Takasugi-an in etwa “Überaus hohe Einsiedlung”, und dieser Name ist sicherlich treffend. Es handelt sich hier eher um ein Baumhaus als um ein Teehaus, oder vielleicht um ein Baumteehaus. Da es der Einsiedelei und Introversion dient, ist hier nur Platz für eine Person: zwei Tatamimatten reichen da völlig aus. Wir wollen hoffen, dass Professor Fujimori in der Höhe der Baumwipfel die Ruhe findet, die er sich bei Errichtung dieser überaus bemerkenswerten Konstruktion erhoffte.