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Publiziert: 29 Oktober 2020
Vor 160 Jahren wurde Marianne von Werefkin geboren. Asconas Kunstmuseum widmet ihr und Alexej von Jawlensky eine Ausstellung.
Die im russischen Tula geborene Marianne von Werefkin kam 1914 ins Schweizer Exil und fünf Jahre später nach Ascona. 1924 gehörte sie zu den Mitbegründern der Künstlergruppe “Grosser Bär” wie auch des heutigen Museo Comunale Ascona. Am Lago Maggiore entstand ein bemerkenswerter Fundus an Bildern, in denen sie die wildromantische Berglandschaft des Sees in eine mystische Farben- und Formenwelt übersetzte. Sie hinterliess ein grandioses künstlerisches Werk des Spätexpressionismus, das sie zu ihren Lebzeiten jedoch nicht mehr erfolgreich an die internationalen Drehkreuze der Kunst der 1920er anzuschliessen vermochte.
Ascona war künstlerische Provinz. Zudem verfügte Marianne von Werefkin über einen besonderen Eigensinn in der Auswahl der Käufer ihrer Bilder. Besucher und potentielle Kaufinteressenten, die ihre Werke nicht verstanden, strafte sie mit Verachtung. “Nicht zu sprechen.” Das kleine Schild brachte sie in ihren letzten Lebensjahren am Balkon des Hauses der Casa Perucchi, dem heutigen Hotel la Meridiana an der Piazza Giuseppe Motta an. Aufdringliche Besucher waren ihr ein Gräuel. Von den Bewohnern im kleinen Ort Ascona wurde sie respektiert und bewundert. Als sie 1938 verstarb, folgte ihr ein langer Zug von Menschen auf ihrem letzten Weg. Auf dem Friedhof von Ascona fand sie ihre letzte Ruhestätte.
Die von Mara Folini kuratierte Ausstellung beleuchtet zum ersten Mal die Beziehung zwischen Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938), die einzeln und als Paar einen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet haben. Die Ausstellung "Lebensmenschen" mit rund 100 Werken verfolgt in chronologischer Reihenfolge die Entwicklung ihrer Partnerschaft, die im Frühjahr 1892 durch ihren gemeinsamen Lehrer Ilja Repin begann.
Preis
Erwachsene CHF 10.-, ermässigt CHF 7.-, Jugendliche bis 18 Jahre freier Eintritt
Bis 10. Januar 2021, Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00, Samstag 10.00 bis 17.00, Sonntag und Feiertage 10.00 bis 16.00 Uhr