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Im Sommer 2013 hat die Stadt Zürich in Absprache mit dem Kanton entschieden, das Projekt Marina Tiefenbrunnen nicht selbst zu realisieren, sondern eine Beteiligung von Privaten ins Auge zu fassen (vgl. Medienmitteilung vom 25. Juni 2013). Zudem wurde das Konzept nochmals überprüft und angepasst.
Zusammen mit Segelclubs, der KIBAG Gruppe und der Mobiliar
Die Stadt Zürich hat für Bau und Betrieb einer Marina in Tiefenbrunnen verschiedene Trägerschaftsmodelle geprüft und für die Finanzierung Gespräche mit Investorinnen und Investoren geführt. Als das am besten geeignete Trägerschaftsmodell bietet sich eine Aktiengesellschaft mit Gewinnbeschränkung an. Es ist geplant, dass sich an dieser die Stadt Zürich, der Zürcher Segel Club, der Zürcher Yacht Club und der Segel-Club Enge sowie die KIBAG Gruppe und die Versicherungsgesellschaft Die Mobiliar beteiligen. Die Mitglieder der Trägerschaft verfügen zusammen über das nötige Fachwissen und die finanziellen Mittel, um die Marina umzusetzen und zu betreiben.
Verbesserungen am Hafenprojekt
Das Leitbild Seebecken der Stadt Zürich von 2009 strebt unter anderem eine Verlagerung von Bootsplätzen aus dem Seebecken in einen neuen Hafen Tiefenbrunnen vor. Damit sollen Nutzungskonflikte entschärft werden. Zudem soll in Tiefenbrunnen ein attraktiver Ort mit Hafen-Atmosphäre entstehen. Das Gesamtvorhaben Marina Tiefenbrunnen verfolgt diese Ziele. Es umfasst einen Hafen mit Wassersportzentrum, eine Parkanlage und einen allfälligen Neubau der Wasserschutzpolizei. Erste Abklärungen in den Jahren 2012 und 2013 veranschlagten dafür rund 90 Millionen Franken. Um die Kosten zu senken, hat die Stadt Zürich das Projekt nochmals überarbeitet. Die Kostenschätzung für die Hafenanlage mit den Bootsplätzen und dem Wassersportzentrum, für die breite, öffentlich zugängliche Mole und für ein Gastronomie-Angebot beläuft sich neu auf rund 40 Millionen Franken. Neben der Verlagerung von ungefähr 250 Bojenplätzen im unteren Seebecken verbessert das Projekt die Bedingungen der von den Segelclubs betriebenen Nachwuchsförderung deutlich. Weiter ermöglicht das Projekt die künftige Erweiterung des kleinen öffentlichen Parks und die Erstellung einer besseren Anbindung ans Quartier mit einer Gleisüberführung. Diese sind aber davon abhängig, ob ein Teil der heutigen Aufgaben der Wasserschutzpolizei über den See ans Mythenquai verlegt werden kann.
Nächste Schritte für die Umsetzung
Die Mitglieder der geplanten Trägerschaft werden als Nächstes einen Architekturwettbewerb für die Marina ausschreiben und durchführen. Basierend darauf wird ein raumplanerisches Verfahren, inklusive der Erarbeitung eines Gestaltungsplans, durchgeführt. Nach diesen Vorarbeiten wird der Stadtrat dem Gemeinderat der Stadt Zürich den Gestaltungsplan, die Beteiligung der Stadt an der Trägerschaft und nach Erarbeitung des Vorprojekts den Baurechtsvertrag für die Marina Tiefenbrunnen zur Beratung und Entscheidung vorlegen. Der Wettbewerb und das raumplanerische Verfahren werden 2017 und 2018, die Beratung im Parlament voraussichtlich ab 2019 stattfinden.