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Die Sammlung in Winterthur, die zwischen 1905 und 1936 von Arthur Hahnloser (1870 - 1936) und seiner Gattin Hedy Hahnloser-Bühler (1873 - 1952) zusammen getragen wurde, ist in mehrerer Hinsicht ausserordentlich. Sie entstammt dem freundschaftlichen Austausch mit zahlreichen Künstlern wie Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti, Félix Vallotton und Pierre Bonnard.
Ein Grossteil der Werke der Sammlung wurde direkt im Atelier der Maler oder dann bei den renommierten Händlern von Paris wie Bernheim-Jeune, Ambroise Vollard oder Eugène Druet erworben. Die engen Verbindungen, die Hahnlosers zur Kunstszene gepflegt haben sind auch belegt durch die zahlreichen Aufenthalte der Künstler bei ihren Sammlern. Diese haben sie regelmässig in der Villa Flora, ihrem Haus in Winterthur, oder in ihrer Winterresidenz in Cannes empfangen. Nach dem Tod von Arthur (1936) und von Hedy (1952) gründeten ihre Nachkommen 1980 die Hahnloser/Jaeggli Stiftung. Auf diese Anregung ist es zurückzuführen, dass die Villa Flora, die 1858 erbaut wurde und mehrmals verändert und vergrössert wurde, um die Sammlung aufzunehmen, im Jahr 1995 als Museum für das Publikum geöffnet werden konnte.
Die Ausstellung führt zum ersten Mal in diesem Umfang Meisterwerke der Villa Flora mit Perlen der ehemaligen Sammlung Hahnloser zusammen, die heute in Privatbesitz sind. Die Schau vereinigt mehr als 150 zentrale Werke aus dem Ende des 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie wird mit wunderbaren Werkgruppen von Hodler und Giovanni Giacometti, die zuerst in die Sammlung gelangten, eröffnet. Es kommt eine ausgezeichnete Auswahl von Werken des Symbolisten Odilon Redon hinzu. Weiter versteht sich die Ausstellung als Hommage an die 'Neue Malerei' mit Gemälden von Cézanne, Manet, Renoir, Van Gogh oder auch von Toulouse-Lautrec. Mit Bonnard, dem Lieblingskünstler der Winterthurer Sammler, und Vallotton, dem 'Flaggschiff' der Sammlung, konzentriert sie sich auf die Gruppe der Nabis, die ebenfalls Werke von Vuillard, Denis und Maillol beinhaltet. Der Fauvismus ist mit Bildern von Matisse, Marquet und Manguin sowie mit einer bemerkenswerte Werkgruppe von Rouault repräsentativ vertreten.
Die Villa wird ab Herbst 2018 umfassend renoviert und erweitert, weshalb bis zur Wiedereröffnung 2022 keine Ausstellungen gezeigt werden können. Die Werke der → Hahnloser/Jaeggli Stiftung sind vorübergehend im Kunstmuseum Bern zu sehen.
Der Trägerverein Flora organisiert Veranstaltungen, begleitet die Renovationsphase und wird die Aktivitäten der Villa Flora vor und nach der Wiedereröffnung ideell und finanziell tatkräftig unterstützen. Helfen Sie mit, werden Sie Mitglied.