Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03558.jsonl.gz/64

Was ist Feinstaub?
Feinstaub ist ein Gemisch aus kleinsten Staubteilchen.
Diese haben einen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer und werden deshalb auch PM10 (Particulate Matter) genannt. Staubteilchen, die weniger als 2.5 Mikrometer resp. 1.0 Mikrometer Durchmesser haben, werden als PM2.5 resp. PM1 bezeichnet.
Die Wirkungsmechanismen und Auswirkungen der gröberen Fraktion Feinstaub (PM10) und der feineren Fraktion (PM2.5) sind teilweise verschieden. Daher wurde zusätzlich zu den Grenzwerten für PM10 ein Jahresmittelgrenzwert für PM2.5 in die LRV aufgenommen.
Der Grenzwert von 10ug/m3, für das Jahresmittel entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.
Mit der Revision der Luftreinhalteverordnung (LRV) vom 11. April 2018 gelten in der Schweiz folgende Immissionsgrenzwerte:
Feinstaub ist ein komplexes Gemisch. Es besteht aus direkt emittierten, primären Partikeln und bildet sekundäre Partikel aus Vorläuferstoffen. Die primären Partikel stammen aus:
- Verbrennungsprozessen von Motoren und Holzheizungen;
- mechanischem Abrieb von Reifen, Bremsen, Strassenbelag;
- Aufwirbelung;
- natürlichen Quellen wie Vulkane, Erosion, Salz aus Meeresgischt).
Die sekundären Partikeln bilden sich erst in der Luft aus gasförmigen Vorläuferschadstoffen (Schwefeldioxid, Stickoxide, Ammoniak, flüchtige organische Verbindungen).
Besonders im Winter leiden Städte und verkehrsnahe Gebiete noch unter zu hohen Feinstaub-Belastungen. Diese übermässigen Immissionen sind mit einer konsequenten Weiterführung der Luftreinhalte-Politik und einer Vielzahl von Massnahmen zu vermindern, welche auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ergriffen werden müssen.