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Es kann zwar ganz romantisch sein mit dem Velo bei Finsternis zur Arbeit und wieder nach Hause zu fahren, aber ich bin trotzdem nicht traurig, dass am heutigen 11. Dezember der Tag mit dem frühesten Sonnenuntergang in der Schweiz ( in Bern um 16.41 Uhr) bereits erreicht ist, einen Tag früher als normalerweise, und die Sonne von nun an am Abend wieder etwas länger scheint, wenn zunächst auch kaum bemerkbar. Der Nachteil ist, dass der spätestete Sonnenaufgang dafür in der Regel erst um den 2. Januar stattfindet (2016 am 1. Januar), aber der fällt ja dafür in die Ferienzeit, wenn ich sowieso nicht so früh aufstehen muss. Dass der früheste Sonnenuntergang nicht mit dem kürzesten Tag zusammenfällt (2015 am 22. Dezember), hat einerseits mit der elliptische Form der Erdbahn um die Sonne, andererseits mit der die Neigung der Erdachse zur Bahnebene zu tun. Auf der Internetseite der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft ist das mit folgenden Worten erklärt:
„Bekanntlich umkreist die Erde die Sonne auf einer leicht elliptischen Bahn, was dazu führt, dass sie Anfang Januar schneller, im Juli hingegen langsamer unterwegs ist. Da die Erdrotation aber gleichmässig ist, haben wir den Eindruck, als stünde die Sonne mal zu früh, dann wieder zu spät im «Mittag». Diesen Effekt gilt es übrigens auch beim Ablesen von Sonnenuhren zu korrigieren. Besonders ungenau geht die Sonnenuhr Anfang November und um den 11. Februar herum. Wir nennen diese Vorauseilen oder Hinterherhinken die Zeitgleichung. Am 11. Dezember müsste das Tagesgestirn theoretisch um 12:26 Uhr MEZ im Süden stehen, würde die Erde mit gleichmässiger Geschindigkeit die Sonne umkreisen. In der Tat ist Mittag jedoch bereits um 12:19 Uhr MEZ, also 7 Minuten zu früh. Entsprechend verfrüht sich auch der Sonnenuntergang (16:35 Uhr MEZ).“
Alles klar?