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Marcus Tullius Cicero ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der späten römischen Republik. Dem Ritterstand angehörend, gelang ihm der Aufstieg in die senatorische Laufbahn mit dem Konsulat als krönendem Abschluss. Als typischer ›homo novus‹ verkörperte er wie kaum ein anderer die Ideale der altrömischen Tugenden – und geriet gerade deswegen in den Strudel der untergehenden republikanischen Ordnung. Den römischen Staat sah er gefährdet durch sozialrevolutionäre Politiker wie Catilina – und wurde damit automatisch zum Gegenspieler Caesars. Als dieser ermordet wurde, jubelte er – und ahnte zu spät, dass er wieder auf der falschen Seite stand: Im Bürgerkrieg gegen die Caesarmörder wurde er eines der ersten Opfer der Proskriptionen. Die tragische Verwicklung Ciceros in die historischen Auseinandersetzungen seiner Zeit steht im Mittelpunkt der neuen Biographie von Klaus Bringmann. Dabei geht er auch auf das umfangreiche literarische Werk ein, das die politischen Ideen, aber auch die privaten Eindrücke und Gedanken Ciceros widerspiegelt.
Portrait
Klaus Bringmann lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt a. M. Er war "Visiting Member" am Institute for Advanced Study in Princeton und ist Mitglied des DAI. Forschungsschwerpunkte: Die Geschichte der römischen Republik und des Hellenismus sowie die Geschichte der Juden in hellenistischer und römischer Zeit. Manfred Clauss, geb. 1945, ist Professor für Alte Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der römischen Kaiserzeit und die Sozialgeschichte der Antike.