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Die Fortifikation Hauenstein
Die Fortifikation Hauenstein war eine 48 Kilometer lange Kette von Verteidigungsanlagen in der Nordwestschweiz während des Ersten Weltkriegs. Sie befand sich auf den Jurahöhen des Hauensteins, wo die Kantone Basel-Landschaft und Solothurn aufeinandertreffen. Die Fortifikation Hauenstein war neben der Fortifikation Murten und der Fortifikation Bellinzona die wichtigste Verteidigungslinie der Schweizer Armee. Sie bildete einen halbkreisförmigen Brückenkopf nördlich von Olten und sollte unter anderem so das schweizerische Mittelland gegen einen Angriff aus Nordwesten sichern.
Zu Kampfhandlungen kam es bei der Fortifikation Hauenstein allerdings nie – ganz im Gegensatz zur in Sichtweite liegenden Frontlinie auf dem Vogesenkamm, wo in den blutigen und verlustreichen Kämpfen schliesslich alleine am Lingekopf und am Hartmannswillerkopf 47’000 französische und deutsche Soldaten den Tod fanden. Die ersten Kämpfe im Elsass waren auch der Auslöser, weshalb General Ulrich Wille bereits am 11. August 1914 eine Konzentration der Schweizer Truppen im Jura anordnete. Die französische Armee hatte seit 4. August 1914 den Befehl, ins Elsass, das seit der Annexion von 1871 zum Deutschen Kaiserreich gehörte, vorzustossen und die Täler und wichtigsten Städte zu erobern.
Die Fortifikation Hauenstein hinterlässt bis heute noch sichtbare Spuren und Relikte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Sie sollen eine anschauliche Auseinandersetzung mit der Geschichte ermöglichen, sie sollen das historische Bewusstsein schärfen und uns vor Augen führen, dass Sicherheit und Selbstbestimmung nichts Selbstverständliches sind.