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Wie oft war Gottéron schon in den Playoffs? Wann gewannen die Freiburger letztmals eine Serie? Und wie viele Serien haben sie insgesamt gewonnen. Dieser Blog gibt die Antworten.
Nächste Woche beginnt für jeden Hockeyfan die schönste Zeit des Jahres. An jedem zweiten Tag steht ein Spiel an, jetzt zählts (wirklich). Auch wir Fans haben zwischen den Spielen nur einen Tag (spiel)frei, der Rhythmus bleibt in den bis zu sechs Wochen dauernden Stichkämpfen sehr hoch. Die TV-Geräte sind jeden zweiten Abend reserviert, Spieler und Fans rasieren sich nicht mehr und lassen einen Playoff-Bart spriessen, nichts ist in dieser Zeit wichtiger als die schwarze Hartgummischeibe auf hartem H2O.
Gottéron zum 23. Mal dabei
Seit der Saison 1985/86 wird der Schweizer Eishockey-Meister in den Playoffs auserkoren. Es ist schon eine Weile her, und nicht viele erinnern sich daran, aber teilnahmeberechtigt waren ursprünglich die vier Bestplatzierten der Qualifikation. Die allerersten Halbfinalpaarungen hiessen Lugano-Siders und Davos-Kloten. Ab der Saison 1988/89 wurde das Format erweitert, und fortan begann man mit dem Viertelfinale. In dieser Saison qualifizierte sich Gottéron denn auch zum ersten Mal für die Ausscheidungsserien – und unterlag Lugano in einer Best-of-3-Serie mit 0:2. Seit Beginn der Playoffs qualifizierte sich Gottéron 23-mal für die Playoffs, letzte Saison mitgezählt. Warum die letztjährige Serie gegen den EV Zug nie ausgespielt wurde, muss ich wohl nicht erklären. In den übrigen 22 Playoff-Viertelfinals schied Gottéron 11-mal aus und kam 11-mal weiter. In den darauffolgenden 11 Halbfinalserien verlor Freiburg 7-mal, schaffte es auch ganze 4-mal in den Final. Die Statistik im Final ist irgendwie unauffindbar, meine Exceltabelle spuckt nur eine 0 aus. Ich werde dem noch nachgehen, promis juré.
172 Schlachten
Insgesamt 37 Playoff-Serien spielte Gottéron seit der Einführung, vermochte in all den Jahren 15 davon zu gewinnen. In total 172 Schlachten ging Gottéron an 74 Abenden als Sieger vom Eis. Die längste Playoff-Saison der Freiburger war jene 2013, als man insgesamt 18 Spiele austrug, die kürzeste Post-Season war die schon angesprochene Premiere gegen Lugano 1988/89 mit nur zwei Spielen. Der letzte Gewinn einer Serie liegt jedoch schon einige Jahre zurück, Gottéron bezwang in den Playoffs 2014 Ambrì mit einem 4:0-Sweep. Seither konnte Gottéron keine einzige Playoff-Serie für sich entscheiden. In all den Playoffs seit 1985/86 hatte Gottéron nur 9 verschiedene Gegner, und spielte in der Post-Season beispielsweise überhaupt noch nie gegen die aktuellen National League Clubs Lausanne, Rapperswil und Langnau.
Am öftesten traf Gottéron in den Playoffs bisher auf Lugano und Bern, konnte aber von je 6 Serien nur jeweils eine gewinnen. Sozusagen Lieblingsgegner auf Playoff-Eis sind für die Freiburger Ambri, Biel und der ZSC. Gegen diese Teams schied Gottéron in den Playoffs noch nie aus, gewann alle Serien (4 gegen Ambri, 4 gegen den ZSC und 2 gegen Biel). Gegen ein Team kam Gottéron in all den Jahren kein einziges Mal weiter, und zwar gegen unseren bisherigen Angstgegner Genf, gegen wen wir ab nächste Woche um den Einzug in den Halbfinal kämpfen werden.
Jedem Gottéron-Fan ist wohl bewusst, dass mit Genf ein richtig harter Brocken auf die Saanestädter wartet. Doch falls wir es schaffen sollten, die Granatfarbenen mal rauszukegeln, dann sehe ich durchaus eine Chance, auch mal drei Serien hintereinander zu gewinnen. Meinen Playoff-Baum habe ich jedenfalls ausgeschrieben, und so wie es aussieht, gewinnen wir im Final gegen Zürich. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ab jetzt gibt es nur noch ein Gesprächsstoff: PLAYOFFS! Allez Gottéron!