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Erste Hinweise für die medizinische Verwendung des Schröpfens fand man auf einem mesopotamischen Arztsiegel aus der Zeit um 3300 v. Chr. Auch in der traditionellen Medizin Indiens, Chinas, Südamerikas und Ägyptens war Schröpfen eine anerkannte Heilmethode. Im Griechenland der Antike gab es sogar einen Gott des Schröpfens und das Verfahren wurde so häufig eingesetzt, dass die Schröpfgläser zum Symbol der Ärzte wurden.
Die Baunscheidt-Therapie geht auf den deutschen Mechaniker und Erfinder Carl Baunscheidt (1809-1873) zurück. Er litt unter Rheuma (andere Literaturangaben zufolge unter Gicht), als er in seine heftig schmerzende Hand an einem Sommerabend von Mücken gestochen wurde, stellte er fest das daraufhin die Schmerzen nachliessen. Aufgrund dieser Erfahrung entwickelte Baunscheidt ein Nadelgerät und ein Kräuteröel, das die Wirkung des Mückensekretes nachahmen sollte.
Die Baunscheidt-Therapie wurde von der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn klinisch untersucht und empfohlen und wurde in den 1860 er Jahren von vielen Ärzten angewendet. Heute wird das Verfahren hauptsächlich von Naturheilpraktikern eingesetzt.