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Muslimische Jugendliche neigen laut einer neuen Studie der Universität Zürich zu mehr Gewalt. Für Pascal Gemperli von der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz wirft dieses Resultat Fragen auf. «Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Religionszugehörigkeit keinen kriminalitätsfördernden Faktor darstellt.» Das sagte Gemperli gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung», die ihn mit einer neuen Langzeitstudie der Universität Zürich konfrontiert hat. Diese stellt laut der Zeitung fest, dass muslimische Jugendliche eher zu Gewalt tendieren als nicht-muslimische.
Aus Sicht von Gemperli wirft die neue Studie Fragen auf. Faktoren wie Religion und Kultur seien «höchst abstrakte Konzepte», weshalb ihm direkte Rückschlüsse auf das Gewaltrisiko «fragwürdig» erschienen. Da spielten weitere Faktoren eine Rolle, so der Sprecher des muslimischen Dachverbands. Das bestätigten auch die gängigen Theorien zur Jugendgewalt. Weiter kritisiert Gemperli an solchen Studien, dass die Resultate von Medien oft so aufgenommen würden, dass falsche und schnelle Pauschalisierungen geschaffen würden. Diese produzierten Islamophobie. «Spätestens seit dem 11. September 2001 haben Muslime auch in der Schweiz ein Reputationsproblem», so Gemperli.