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Was ist Didaktik?
die Wissenschaft vom Lehren und Lernen
Wer gilt als Begründer der Didaktik?
Johann Amos Comenius (1592 - 1670
Skizziere Sokrates' Mäeutik und ordne sie zeitlich ein.
Sokrates - Philosoph der griechischen Antike 469 v. Chr. bis 399 v. Chr
Mäeutik = "Hebammenkunst" - durch geschickte Fragetechnik dem Lernenden zur eigenen Erkenntnis verhelfen = ihn seinen Lernerfolg "gebären" lassen
Skizziere die rhetorische Lehrweise des Römischens reichs und ordne es zeitlich ein.
Wissensermittlung, Wissensverarbeitung und Wissensweitergabe durch öffentliche Rede
ca. ab 2. Jahrhunderts v. Chr.
Skizziere die katechetische Unterweisungsform nach Augistinus und ordne sie zeitlich ein.
die theoretische und praktische Einführung in den christlichen Glauben in der Familie und in speziellen Gemeindeveranstaltungen
Gegensatz zum Religionsunterricht, dessen Ziel Wissensvermittlung ist, will die Katechese in die Glaubenspraxis einführen
Augustinus, römischer Bischof und Kirchenlehrer, 354-430
Skizziere die scholastische Methode und ordne sie zeitlich ein.
12. bis 14. Jahrhundert
Methode der Beweisführung zur Erörterung wissenschaftlicher Fragen -->These, pro- und contra-Argumentation, Schluss nach logischer Argumentation
bekannte Scholastiker:
Johannes Scottus Eriugena
Anselm von Canterbury
Petrus Abaelardus
Albertus Magnus
Thomas von Aquin
Wilhelm von Ockham
Meister Eckhart
Skizziere die humanistische Bildungskonzeption des Erasmus von Rotterdam (v.a. der dialogorientierte Sprachunterricht) und ordne sie zeitlich ein.
Disiderius Erasmus von Rotterdam, niederländischer Gelehrter des Renaissance-Humanismus vmtl. 1467 - 1536
Er legte eine Sammlung verschiedener Anekdoten, Redewendungen usw. der lateinischen Sprache an und war überzeugt, dass durch Lesen und gemeinsames Gespräch über diese Geschichten seine Schüler zum Einen den Sprachgebrauch natürlich erlernen als auch sich darüber die Sitten, Gedanken und Kultur aneignen und so ganzheitlich gebildet werdden. Der Lehrer gilt als wohlwollender und em Lernenden zugewandter Partner.
Wer war Wolfgang Ratke und was war sein Verdienst?
deutscher Didaktiker und Pädagoge (1571 bis 1635)
veröffentlichte 1612 "Memorial" - ein bildungspolitisches Programm
Schulpflicht für Jungen und Mädchen gleichermaßen
allgemeinbildender Unterricht
Was waren Comenius' zwei bedeutendste Werke?
"Große Didaktik" 1633 auf Tschechisch erschienen - eine umfassende Anleitung für Lehrende
1658 veröffentlichung des ersten europäischen Schulbuchs
Wie sahen Comenius und Ratke Schule und Schulunterricht?
als Zentrum der Erziehung
Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
Johann Friedrich Herbart gilt als Begründer der Didaktik.
Die „Große Didaktik“ ist ein Werk von Johann Amos Comenius.
Die Idee, Jungen und Mädchen gemeinsam zu unterrichten, kam erst ab etwa 1800 auf.
Aus Sicht der Aufklärer sollte Erziehung dem gesellschaftlichen Fortschritt dienen.
Welche neuen Ziele und Ansätze verfolgten die Pädagogen der Aufklärung?
Lernen soll dem gesellschaftlichen Fortschritt dienen, "nützlich" sein.
Einbezug der Beobachtung und der praktischen Erfahrung, Verbindung von Schule und Leben
neue Lehrmittel wie Bücher, Modelle, Globen
Nennen und beschreibe kurz das hier relevante Buch von Basedow.
"Elementarwerk" 1774
Curriculum als illustriertes Schülerbuch mit zugeordnetem Methodenbuch für Lehrende
Nennen und beschreibe kurz das hier relevante Buch von Trapp.
"Vom Unterricht überhaupt" 1787
eine empirische Unterrichtslehre
Darstellung verschiedener auf Erfahrung beruhender Unterrichtsmethoden - und prinzipien
Wie stellte sich Herbart Unterricht vor?
Johann Friedrich herbart (1776 - 1841)
als erziehenden individuellen Unterricht durch Hauslehrer, der Auseinandersetzung Heranwachsender mit iher Umwelt folgend
seine Artikulationsstufen ds Unterrichts sind variabel und den Interessen des Lernenden folgend
Was entwickelten Rein und Ziller aus Herbarts Ansätzen?
Umdeutung auf das staatliche Pflichtschulsystem mit Klassenunterricht
streng methodische Unterrichtsführung und entsprechende Lehrerbildung
Entwicklung von strikt einzuhaltenden Formalstufen des Unterrichts
Was waren die 5 Formalstufen des Unterrichts nach Ziller?
Analyse - Anknüpfen an Bekanntes
Synthese - Erklären des neuen Inhalts
Assoziation - Verbinden von Bekanntem und Neuem
System - fachwissenschaftliche Einordnung des neuen Inhalts
Methode - Üben des Gelernten
Nenne die Merkmale reformpädagogischer Strömungen (7).
Noten und Leistungsdruck werden abgelehnt.
Lehrperson als Lern- und Entwicklungsbegleiter, nicht als Autoritätsperson
demokratischer, auf Partizipation und Wertschätzung beruhender Unterricht
Entwicklung von Selbstständigkeit und Selbstbildung
Förderung von spielerisch-entdeckendem, intrinsisch motiviertem Lernen
Förderung von sozialen, emotionalen und kreativen Komponenten
Berücksichtigung von entwicklungspsychologischen und medizinischen Erkenntnissen
Erläutere den Grundsatz reformpädagogischen Lernens:
Menschen entwickeln sich.
Pädagogik muss den Entwicklungsphasen folgen.
Maria Montesssori (1870 - 1952) "HIlf mir, es selbst zu tun."
Rudolf Steiner (1861 - 1925), Waldorfpädagogik
Erläutere den Grundsatz reformpädagogischen Lernens:
Menschen lernen ganzheitlich.
Handeln, Denken und Sprechen gehören im Lernprozess zusammen.
Lernen sollte nicht in Fächern stattfinden, sondern von Erlebnissen ausgehen.
Berthold Otto (1859 - 1933) - gegen die "Buchschule"
John Dewey (1850 - 1952) - didaktisches Stufenmodell - US-amerikanisches Pendant zur Reformpädagogik "progressive education"
Erläutere den Grundsatz reformpädagogischen Lernens:
Lernen ist Arbeit.
Selbststätigkeit des Lernens, Anerkennung der Wichtigkeit des Vorgangs
Integration in Staat und Gesellschaft
Otto Scheibner (1877 - 1961) - Techniken nicht nur kennen, sondern auch beherrschen
Georg Kerschensteiner (1854 - 1932) - Arbeitsunterricht in Labor, Schulküchen und Werkstätten
Was charakterisiert Petersens Jena-Plan-Schule?
Gemeinschaftserziehung
jahrgangsübergreifende Stammgruppen und Fachkurse
selbstständiges Lernen mit Wochenplänen
Klassenzimmer als Schulwohnstuben eingerichtet
keine Noten
Welche Aspekte enthielt Wenigers geisteswissenschaftliche Didaktik?
Zusammenfassung der verschiedenen reformpädagogischen Aspekte in eine Einheit
schulische BIldung = Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden beim Erarbeiten von Inhalten
Lehrplan = Diskussionsergebnis gesellschaftlicher Kräfte wie Kirche, Staat, Wissenschaft, Wirtschaft mit letzlicher Entscheidungsgewalt durch den Staat