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«Scary Movie»? Dieser Blödel-Film, der dennoch eine ganze Generation latent mitgeprägt hat? Dieser Schwachsinn, der bis heute Teil einer Subkultur ist? Der wird dieses Jahr 20. 20. Jahre. Alt.
Man mag vom Film halten, was man will. Hohe cineastische Kunst ist es mutmasslich ja nicht. Dennoch ist die Art der Parodie von beinahe geschichtsträchtiger Natur. Indem ein ganzes Genre (und sogar ein wenig darüber hinaus) derart kompromisslos und vulgär durch den Kakao gezogen wurde, konnte filmisch eine neue Metaebene entstehen.
Was «Die Nackte Kanone» für das Krimi- und Thriller-Genre war, ist «Scary Movie» (2000) fürs Horror-Genre. In seiner Machart nicht die Bohne pointiert, sondern einfach direkt auf die Fresse. Und somit womöglich jenes Kulturgut, das die 1990er in seiner trashig-popkulturellen Gesamtheit am einheitlichsten repräsentiert.
Da der Film vermeintlich nicht so gut gealtert ist, wollen wir immerhin mal nachsehen, wie es denn um die Darstellerinnen und Darsteller von damals so steht.
Nachdem sie mit «Scary Movie» ihren schauspielerischen Durchbruch schaffte, gelang es Faris verhältnismässig gut, ihre Schauspielkarriere am Laufen zu halten. Neben den «Scary Movie»-Sequels ergatterte sie sich so zum Beispiel eine Gastrolle in «Friends» (2004), sowie weitere Rollen in Kinofilmen wie «Lost in Translation» (2003), «Brokeback Mountain» (2005) oder «Der Diktator» (2012).
Seit 2013 spielt sie zudem die Hauptrolle in der erfolgreichen US-Comedyserie «Mom». Privat war sie zwischen 2009 und 2017 mit Hollywoodstar Chris Pratt verheiratet. 2012 kam ihr gemeinsamer Sohn Jack zur Welt.
Jon Abrahams' Durchbruch kam mit dem Coming-of-Age-Film «Kids» (1995). Nach «Scary Movie» wurde er für weitere Komödien gecastet, darunter «Meine Braut, ihr Vater und ich» (2000) und «Finger weg von meiner Tochter» (2003), ehe er mit «House of Wax» (2005) einen Abstecher ins Horror-Genre wagte.
Neben einem Gastauftritt in der Crime-Serie «Law & Order: Special Victims Unit» kam karrieretechnisch aber nicht mehr viel zustande. Jüngst versuchte er sich mit «Clover» auch als Regisseur. Privat ist wenig bis nichts über ihn in Erfahrung zu bringen.
Mit der Rolle von Shannon Elizabeth als Buffy Gilmore wurde das hübsche Horror-Dööfi erstmals so richtig karikiert. Zuvor war sie bereits als Nadia in «American Pie» (1999) zu sehen. Nach Scary Movie folgten diverse weitere Rollen in Blödel-Komödien («Jay und SIlent Bob schlagen zurück», «Tomcats», beide 2001). Auch eine kleine Rolle in «Die wilden Siebziger» konnte sie sich ergattern. Generell blieb es jedoch bei kleineren Rollen in kommerziell mässig erfolgreichen Filmen.
Neben der Schauspielerei war Shannon Elizabeth zwischenzeitlich eine äusserst erfolgreiche Pokerspielerin. Ihre Schauspielkarriere ist momentan eher auf Sparflamme. Dafür engagiert sie sich umso stärker für den Umwelt- und Tierschutz und ist überzeugte Veganerin.
Eine schwere Sportverletzung hinderte den 1966 geborenen Kanadier daran, seinen Traum vom Profisport zu erfüllen. Stattdessen wurde er Schauspieler. Obwohl nach «Scary Movie» die grossen Erfolge erwartungsgemäss (sind wir mal ehrlich) ausblieben, schaffte es Munro dennoch, ein solides Karrierefundament zu etablieren.
So kam und kommt er immer wieder zu Auftritten in populären Serien und Filmen. Dazu zählen Serien wie «Charmed», «CSI», «The Mentalist», «Without a Trace» und «Riverdale». Er ist seit 1997 verheiratet und hat zwei Kinder, Magdalen und Hudson.
Wayans spielte nicht nur die Rolle von Ray, sondern schrieb ebenfalls am Drehbuch von «Scary Movie» mit. Seine eher dünne Filmographie besteht denn auch hauptsächlich aus satirischen Filmverschnitten. So zum Beispiel «Dance Flick – der allerletzte Tanzfilm» (2009) oder «Ghost Movie» (2013). Dabei wurde er bereits zweimal mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet («Schlechtester Darsteller» und «Schlechtestes Leinwandpaar»).
Neben der Schauspielerei ist Wayans vor allem als Club-DJ und Stand-Up-Comedian aktiv.
Marlon ist der jüngere Bruder von Shawn Wayans. Gemeinsam wurden sie Mitte der 90er-Jahre mit der Sitcom «Wayans Bros.» in den USA landesweit bekannt. Nach «Scary Movie» stiess er jedoch auf etwas mehr Anklang bei Castings als sein Bruder – obwohl er die Goldenen Himbeeren mit ihm teilt.
Er wurde von Tim Burton zweimal als Batmans Gehilfe Robin in Betracht gezogen, was aufgrund des zu vollen Drehbuchs («Batman Returns») und eines Regiewechsels («Batman Forever») nicht zustande kam. Neben der Schauspielerei ist er zudem als Drehbuchautor und Produzent tätig. Auch er befasst sich dabei hauptsächlich mit Genre-Parodien. Mit seiner Ex-Freundin hat er zudem zwei Kinder.
Obwohl Regina Hall nach Scary Movie diverse kleinere Rollen in namhaften Filmen und Serien bekam (so zum Beispiel in «Ally McBeal», «Gesetz der Rache» oder «Law & Order: LA») und grösseren Rollen in gelobten Kleinproduktionen, bleibt sie aufgrund ihrer Hauptrollen in den «Scary Movie»-Sequels bis heute hauptsächlich mit der Filmreihe assoziiert.
Seitdem bei ihrer Mutter 2004 Dermatosklerose diagnostiziert wurde, widmet sie sich in ihrer Freizeit freiwillig Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind. 2010 wollte sie nach einer schwierigen Trennung Nonne werden, was aufgrund ihres damaligen Alters (40) nicht mehr möglich war (die Altersobergrenze dafür ist 39). Ansonsten ist sie in Bezug auf ihr Privatleben äusserst verschlossen.
Auch Carmen Electra blieb dem Persiflage- und Comedy-Genre treu. Dabei ergatterte sie sich eine Goldene Himbeere bei zwei Nominationen. Vor allem aber fasste sie in der TV-Unterhaltung Fuss: Sie moderierte diverse TV-Shows oder war als Kandidatin Teil davon. Des Weiteren versuchte sie sich als Sängerin, was sie bereits vor «Scary Movie» tat.
Ihr Privatleben überstrahlt ihre eigentliche Karriere in Sachen Popularität bei weitem. Insbesondere ihre kurzweilige Ehe mit dem NBA-Star Dennis Rodman sorgte dabei für Schlagzeilen. Danach war sie mit diversen Musikern liiert, ehe sie unter anderem bei einer Bachelorette'esquen Dating Show als Celebrity Bachelorette teilnahm.
Insbesondere in der Zeit kurz nach «Scary Movie» konnte Sheridan vom Erfolg des Films profitieren. So spielte er in «Ghost House» (2001) an der Seite von Steve Buscemi und Scarlett Johanson. Ansonsten musste auch er sich vornehmlich mit filmischem Rollen-Treibholz zufrieden geben, ohne je wieder gross ins Filmgeschäft zu kommen.
Immerhin ist er in zwei Musikvideos der Red Hot Chili Peppers zu sehen («By the Way» und «Universally Speaking»).
Vielleicht hätten wir doch lieber nicht an seinem Finger gerochen ...
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