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Die Kerzerser Grossräte Ueli Johner-Etter und Ernst Mäder verlangten vor zwei Jahren mittels Postulat einen Bericht über die strasssenbaulichen Absichten zur Lösung der Verkehrsprobleme im Seebezirk, insbesondere zur Umfahrung Kerzers und zur Linienführung der H 10, der Verbindung der A 1 nach Thielle. Hubert Zurkinden regte zudem an, dass in den Bericht auch der öffentliche Verkehr einfliessen solle. «Einen Bericht haben wir bis heute nicht erhalten», erklärt Ueli Johner-Etter.
«In nächster Zeit entscheidet der Bund, ob die H 10 in das Bundesprogramm für Strassenbauten aufgenommen wird», erklärt Johner. Der Entscheid, ob der Anschluss der H 10 in Kerzers oder Löwenberg realisiert werde, sei dabei den Kantonen überlassen. Entscheide man sich für Löwenberg, könnte laut Johner dem sanierungsbedürftigen Viadukt in Kerzers ein Rückbau drohen. «In Löwenberg würde ein neuer Viadukt nötig und Kerzers würde dadurch den Anschluss an die Umfahrungsstrasse verlieren», so Johner. Sein grosses Ziel ist, dass die Umfahrung Kerzers vom Kanton in die Planung aufgenommen wird. «Der Nord-Süd-Transit ist in Kerzers ein Problem, das je länger, je mehr unhaltbar wird», so Johner.
Kantonsingenieur André Magnin versichert, er sei ebenso an einem raschen Bericht interessiert. «Der Entscheid hat sich durch die Überarbeitung des Nationalstrassennetztes durch den Bund verzögert», so Magnin. Man müsse von Seiten des Kantons die Beschlüsse des Bundes abwarten, ehe der Bericht verfasst werden könne. Dies sei voraussichtlich erst nächstes Jahr der Fall. luk