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Der Ursprung des Phänomens Salsa: Die Migration Puertorico, wie viele sicherlich bereits wissen, ist sehr verbunden mit den vereinigten Staaten von Amerika. Zwischen 1915-1930 sind mehr als 60.000 Puertoricaner in die USA ausgewandert und zwischen 1940 und 1969 waren es sogar über eine Million Menschen welche zum grössten Teil in die Gegend von New York emigriert sind.
Ohne weiteres hatte Kuba den grössten Einfluss auf die Geburt und Entstehung der Salsa, aber was die Verbreitung und Weiterentwicklung angeht steht Puertorico ohne Zweifel im Vordergrund. Vor allem geht es hierbei um die nach New York ausgewanderten Puertoricaner. Schauen wir uns nur mal alle in der Welt der Salsa produzierten Filme an; fast alle wurden von Puertoricaner geschrieben, gedreht und auch gespielt.
Diese Mischung zwischen den beiden Ländern hat dem Salsaphänomen unheimlich viel Leben eingehaucht, mehrheitlich wenn nicht vollumfänglich von Puertoricaner beeinflusst.
Das Leben der puertoricanischen Emigranten in den sechziger Jahren in New York war alles andere als ein Paradies. Die meisten lebten in den ärmsten Viertel und Vororten der Stadt (Bronx etc.) und mussten nicht selten um zu Überleben Job`s zu miserablen Arbeitsbedingungen akzeptieren. Einer der wenigen Formen sich zu amüsieren war die Musik, welche sie weiterhin an Familienanlässen und anderen Festen genannt "homeland" spielten um die eigenen Traditionen zu erhalten.
Plena e la Bomba
Auch wenn diese oft zusammen genannt werden sind La Plena und La Bomba zwei verschiedene Musikrichtungen.
La bomba ist von den afrikanischen Sklaven im 17. Jahrhundert auf die Zuckerplantagen auf welchen sie gearbeitet haben importiert worden. Es ist eine rythmusreiche Musik gespielt auf zwei handgefertigten Trommeln mit Tierhäuten. Eine grosse und eine kleine Trommel genannt "subidor"
Die Trommeln werden von rhytmischen Schlägen von Stöcke und den Maracas begleitet.
In den meisten Fällen eine von Perkussion dominierte Musik in welcher sich die Tänzer vor allem von den Trommeln und Maracas berauschen lassen.
La Bomba ist also aus rein afrikanischem Ursprung. La plena hingegen mischt die Elemente aus den beiden Kulturen Spaniens und Puertoricos und enthält ebenfalls Musikelemente welche von den eingeborenen Stämme von Taíno während ihrer Zeremonien angewendet wurden. Diese Art von Musik entstand vor ca. 100 als "la plena" zur Spanischen und Puertoricanischen Tradition wurde.
Die in der plena verwendeten Musikinstrumente sind el güiro, und in seinen Variationen el guicharo und la guira portoricana , welche in der Antike die indischen Taínos konstruierten indem sie ein Kürbis austrockneten und in dessen Oberfläche parallele Fugen einschitten, so dass ein kleiner Stock, mit wenig Kraft über die Oberfläche gezogen, einen rhythmischen Klang wiedergab.
Ebenfalls in der plena vorhanden eine gitarre el cuarto als national Instrument von Puertorico definiert, von den spanischen "conquistadores" in die neue Welt importiert.
Diesen beiden Instrumenten (el güiro/el cuarto) wird noch eine Art Tamburin zugefügt el pandero welches ursprünglich aus Afrika stammt. La Plena hat sich im Verlaufe der Zeit in Puertorico zu einer Art "sprechenden Zeitung" entwickelt in welcher Politik, aktuelle News aber auch Satirik und Kronik behandelt wurden.
La Plena und la Bomba verstehen sich auch heute noch als Volksmusik in Puertorico.
La Salsa
Die Hauptmusik welche aus Puertorico kommt ist Salsa; Der Rhythmus der Insel!
Ursprünglich entwickelt in der puertoricanischen "Emigrantengemeinde" in New York, entsteht diese aus der Fusion der afrikanischen & karibischen Rhytmen. Aktuell kann man behaupten, dass sie wieder ein Zentrum zur Weiterentwicklung und Verbreitung gefunden hat nämlich auf der wunderschönen "isla del encanto"
Die Salsa ist also wie wir gesehen haben in den Vororten und Armenviertel von New York weiterentwickelt und angereichert worden in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Der berühmteste und bekannteste Musiker aus Puertorico war Tito Puente , welcher an der Musikschule Juilliard in New York Perkussion studiert hatte. Er hatte di Fähigkeiten die Karibischen Rhytmen mit dem Jazz zu vermischen und hat so dem Latin Jazz Leben gegeben. "El Rey del timbal" hat mit allen gespielt und alle haben mit ihm gespielt... wir glauben nicht, dass es nötig ist ihn noch weiter vorzustellen.
Die Salsa aus Puertorico ist in der ganzen Welt präsent. Puertoricanische Orchester haben meistens eine immense Selektion an Blasinstrumenten und Perkussion, güiros , maracas, bongos , timbales , congas und la clave
Es würde schwierig werden sämtliche puertoricanische Artisten im Amerikanischen und Puertoricanischen Markt aufzuzählen. Auch werden einige von ihnen im Kapitel "Salsa in New York" genannt, da wie gesehen die beiden Orte musikalisch gesehen viele Gemeinsamkeiten haben.
Hier einige Veteranen: Willie Colón , l EL Gran Combo de Puerto Rico und Hector Lavoe und noch einige aus der neueren Generation: Luis Enrique, Gilberto Santa Rosa , La India ,Tito Nieves,Tony Vega, Eddie Santiago , Tito Rojas , Victor Manuelle , Jerry Rivera, Domingo Quiñones nur um ein paar wenige zu nennen.
Ebenfalls unter den Artisten der Latino Welt befinden sich: Ricky Martin die wunderschöne Jennifer Lopez, der talentierte Marc Anthony , der Sänger und Schauspieler Chayanne... Nationalität? Puertorico, natürlich!!!