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Die meisten Beschwerden, welche Hirntumore verursachen, weisen nicht eindeutig auf einen Hirntumor hin. Die Symptome sind abhängig von der Lage, der Grösse und der Wachstumsgeschwindigkeit der Geschwulst.
Die häufigsten Beschwerden sind:
Kopfschmerzen
Übelkeit, Erbrechen und langsamer Puls sind evtl. Zeichen eines erhöhten Hirndrucks
Krampfanfälle (ähnlich den epileptischen Anfällen)
Dazu können je nach Tumorart und Lokalisation Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen, Hörstörungen, Sehstörungen, Schluckstörungen oder Sprachstörungen kommen
Nachfolgend werden noch einige spezielle Merkmale einzelner Tumorarten beschrieben:
Glioblastom: Sehr bösartiger Tumor, welcher sehr rasch in die Umgebung einwächst. Ist der häufigste Hirntumor; Altersgipfel zwischen 40 und 60 Jahren. Bereits nach wenigen Wochen oder Monaten treten Lähmungen und Sprachstörungen auf. Das Überleben nach der Diagnose beträgt häufig nur noch Monate bis wenige Jahre.
Ependymom und Medulloblastom: Sind typische Hirntumore des Kindes- und Jugendalters. Das Ependymom macht häufig Hirndruckzeichen (Kopfschmerzen, Erbrechen, langsamer Puls). Die Patienten können nach der Diagnose noch viele Jahre leben.
Meningeom: Ist ein grundsätzlich gutartiger Tumor, welcher aber bei schnellem Wachstum die umliegenden Strukturen verdrängen kann. Wenn ein Meningeom nicht oder nur langsam wächst, können Beschwerden ausbleiben.
Hypophysentumore: Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert Hormone. Typische Symptome der Hypophysentumore sind in erster Linie hormonelle Störungen (Störungen des Wachstums, Müdigkeit, dünne und runzlige Haut, Potenzstörungen). Häufig sind auch Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle). Hypophysentumore kommen vor allem zwischen dem 30. und 50- Alterjahr vor.
Neurinom: Am häufigsten geht der Tumor von den Hüll-Zellen des 8. Hirnnerven aus (Akustikusneurinom). Typische Symptome sind zunehmende Abnahme des Gehörs, Ohrgeräusche, Gleichgewichtsstörungen und Lähmungserscheinungen im Gesicht.