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Bienen nutzen Propolis als natürliches Antibiotikum. Dazu nutzen sie die Ausscheidungen an Knospen, Blättern, Zweigen und Rinden von Bäumen, welche diese harzige Masse produzieren, um sich vor Infektionen zu schützen. Diese Kittharze, auch Propolis genannt, transportieren die Bienen als "Höschen" an den Hinterbeinen in den Bienenstock und nutzen sie zu Hygienezwecken.
Im Bienenstock werden sämtliche Spalten abgedichtet und die Innenwände damit desinfiziert. Eindringlinge wie Hornissen oder Mäuse welche von den Bienen nicht abtransportiert werden können, werden mit Propolis mumifiziert.
Gesammelt wird Propolis überwiegend an warmen Tagen, weil dann die Harze weich sind und von den Bienen "geerntet" werden können. Dazu zieht die Biene die klebrige Masse von den Knospen und mischt diese mit Sekreten ihrer Mandibeldrüsen zu einer geschmeidigen Masse und klebt diese in den Körbchen der Hinterbeine zu einem "Höschen" fest. Erreicht eine mit Propolis bepackte Bienen den Bienenstock, bleibt sie regungslos stehen und lässt sich die "Ladung" von den Stockbienen "abnagen".
Ein Bienenvolk sammelt pro Jahr 50-150 Gramm Propolis
Propolis wird gerne zu apitherapeutischen Zwecken gesammelt und der Imker nutzt zur Gewinnung das Bestreben der Bienen, undichte Stellen im Bienenstock verkitten zu müssen, indem er spezielle Gitter oder Netzte über dem Bienenvolk platziert. Propolis wird zwischen April-Oktober gesammelt und zu Tinkturen verarbeitet.
Beim Sammeln von Propolis sollten immer Handschuhe getragen werden, da häufiger und intensiver Hautkontakt zu Hautausschlägen führen kann.