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Symptome
Ängstlich, vermeidende Persönlichkeit(sstörung)
Für die Beurteilung einer vorliegenden Persönlichkeitsstörung kommen zwei verschiedene Systeme zur Anwendung.
DSM Das Diagnostische und statistische Manual psychischer Störungen der American Psychiatric Association (APA). Die aktuelle Bezeichnung lautet DMS-5 und mindestens vier der folgenden Kriterien müssen für eine vorliegende ängstlich, vermeidende Persönlichkeit(sstörung) erfüllt sein.
- Vermeidet aus Angst vor Kritik, Missbilligung oder Zurückweisung berufliche Aktivitäten, die engere zwischenmenschliche Kontakte mit sich bringen.
- Lässt sich nur widerwillig mit Menschen ein, sofern er/sie nicht sicher ist, dass er/sie gemocht wird.
- Zeigt Zurückhaltung in intimen Beziehungen, aus Angst beschämt oder lächerlich gemacht zu werden.
- Ist stark davon eingenommen, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden.
- Ist aufgrund von Gefühlen der eigenen Unzulänglichkeiten in neuen zwischenmenschlichen Situationen gehemmt.
- Hält sich für gesellschaftlich unbeholfen, persönlich unattraktiv und anderen gegenüber unterlegen.
- Nimmt außergewöhnlich ungern persönliche Risiken auf sich oder irgendwelche neuen Unternehmungen in Angriff, weil sich dies als beschämend erweisen könnte.
ICD Die Abkürzung steht für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die aktuelle Bezeichnung lautet ICS-10, wobei die Ziffer 10 für die 10. Revision der Klassifikation steht. Auch hier müssen vier der folgenden Kriterien erfüllt sein.
- Andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit.
- Überzeugung, selbst sozial unbeholfen, unattraktiv oder im Vergleich mit anderen minderwertig zu sein.
- Übertriebene Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden.
- Persönliche Kontakte nur, wenn Sicherheit besteht, gemocht zu werden.
- Eingeschränkter Lebensstil wegen des Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit.
- Vermeidung beruflicher oder sozialer Aktivitäten, die intensiven zwischenmenschlichen Kontakt bedingen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung.
Da es diverse Persönlichkeitsstörungen gibt, kann eine Diagnose erst gestellt werden, wenn die Symptome mit denen der anderen Störungen verglichen wurden. Nachzulesen sind die Persönlichkeitsstörungen entweder im Netz oder im Buch von Peter Fiedler und Sabine C. Herpertz: Persönlichkeitsstörungen, Beltz Verlag, Weinheim, ISBN 978-3-621-28013-6.