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Z.B. der Bericht zu Rumänien – Frankreich:
«Versuchen wir doch, sachlich zu bleiben, zum Beispiel so: Himmel, Arsch und Zwirn. Jaja, gut, ich weiß: 2000 ist lange her, dass Frankreich ansehnlichen Fußball gespielt hat ist lange her, dass Regen vom Himmel fiel auch, wenn auch nicht ganz so lange. Aber trotzdem, niemand hat das Recht, mich auf derartige Weise über 90 Minuten zu quälen. Schon gar nicht Raymond Domenech.
Wäre Domenech Architekt, und man gäbe ihm den Auftrag, einen 43 Meter Wolkenkratzer zu errichten, er würde ein 40 Meter tiefes Loch ausheben und einen Bunker bauen. Der wäre vielleicht erdbebensicher, aber selbst das ist nicht erwiesen. Okay, Domenech ist ein Abwehspezialist: Aber muss er sich so sehr beweisen, dass er durch seine Aufstellung auch noch die eigenen Offensivkräfte neutralisiert? Okay, Domenech ist ein Feingeist: Aber muss er das taktische Korsett so eng schnüren, dass selbst dem Zuschauer die Luft wegbleibt? Vor Entsetzen, wohlgemerkt, vor maßlosem Entsetzen.»
Oder der Bericht zu Holland – Italien:
«Was die Niederlande gespielt hat, war bar jeder Vernunft. Die Abwehr fünf Meter zu weit vorne, das Mittelfeld aufgedröselt in den Zwischenräumen, der Sturm weit nach hinten hängend an den Flügeln und in der Mitte van Nistelrooy. Van Nistelrooy entscheidet an guten Tagen Spiele, an mittelmäßigen nicht. Schlechte Tage, davon hat er nie gehört. Schließlich ist er kein Kreativer, sondern eher ein sehr begabter Galerist: er weiß, was man machen kann. Und wie. Und wie. Es fiel das 1:0 aus seiner Sicht: natürlich. Für den Rest der Welt: kurios. Ruud van Nistelrooy-Tore sind selten spektakulär, häufig aber bemerkenswert. Sie stehen am Ende da, in der Statistik, in der Grauzone zwischen Fußball und Schicksal. Heute wieder.»
Und auch unser Lüchi kennt sich im Fussball aus.