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Rhynchophis boulengeri
Spitz- oder Langnasennatter (Mocquard 1897)
Vorkommen: Nordvietnam und Südchina. (Reptile- Database)
Die Elterntiere von unseren Nachzuchttieren kommen aus dem Norden Vietnams, Tam Dao, einem Hochland ca. 70 km nordwestlich von Hanoi.
Diese schlanke, ungiftige Natter kommt in einem hellen graubraun oder stahlblau mit schwarzen oder dunkelbraunen kleinen, unregelmässigen Flecken auf die Welt. Im Alter färben sie sich in ein kräftiges Grün um. Zum Teil schimmert schwischen den Schuppen weisse bis blaue Hautbereiche durch. An der Schnauze haben sie einen auffälligen, flexiblen Schnauzenvortsatz.
Die durchschnittliche Länge dieser Natter ist um die 120cm, kann jedoch in Ausnahmen auch bis 160cm sein.
Lebensraum
Rhynchophis boulengeri bewohnt den immergrünen subtropischen Regenwald bis 2000m ü. M. , zum Beispile vom Hochland Nordvietnams. Das Klima im Hochland von Nordvietrnam ist bis ca. 800 m.ü.M tropisch und darüber subtropisch. Vor allem in höheren Regionen wird es zum Teil sehr Kalt, wobei wir auch schon beim Wichtigsten Punkt in der Haltung von der Langnasennatter sind. Zu warme und trockene Temperaturen mögen sie nicht. Sie halten sich meist auf Sträucher und den unteren Regionen der Bäume auf.
Haltung und Zucht
Adulte Tiere sollten in einem grösseren, gut strukturiertem Regenwaldterrarium gehalten werden, mit genügend Pflanzen als Versteckmöglichkeiten. Ein grösseres Wasserbecken darf nicht fehlen. Ganz Wichtig ist auch mindestens ein feuchtes Versteck, eine art Schlupfhöhle mit Moos, Spagnummoos und feuchter Erde. Auch Vogelnistkästen werden gerne angenommen. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 22 bis 24°C sein. Örtlich kann man mit einem Spot auf 30°C einen Sonnenplatz gestallten. Die Luftfeuchtigkeit sollte nach Möglichkeit immer zwischen 50 und 80% betragen. In der Nacht dürfen die Temperaturen ohne weiteres bis auf 18°C sinken. Im Winter kann man eine kühlere Phase von zwei Monaten bei 12 bis 15° C machen was danach zugleich auch eine Parung auslösen wir. Rhynchophis legt bis zu 16 Eier, die man bei ca. 27° C Inkubieren kann. Nach rund 60 Tagen schlüpfen die bis zu 25cm langen Babys.
Als Futter kann man Mäuse, Rattenbabys, Vögel und Echsen anbieten.
Nachzucht
Die Aufzucht bereitet manchmal etwas Schwierigkeiten. Wichtig ist, dass man die kleinen nicht zu warm hält und immer ein feuchtes, dunkles Versteck vorhanden ist. Leider fressen die meisten Babys nicht gleich nackte Mäuse und müssen oft gestopft werden. Man kann das mit Rinderherz machen oder Mäusebabys stopfen. Man kann aber auch einfach etwas Geduld haben und zuwarten und zwischendurch probieren, sie zum Fressen zu bewegen. Eine Methode die sehr gut ist, ist das Baby in eine kleine Dose die natürlich Luftlöcher hat, mit etwas feuchtem Moos und einem nacktes Mäusschen über Nacht lassen. Mit etwas Glück wird die Maus so gefressen. Wir hatten aber auch schon mit Echsen Erfolg. Ein kleiner Hausgecko in die Aufzuchtbox und über Nacht lassen. Selbst Tiere die noch keine Mäuse fressen nehmen Echsen. Auch das Umstellen auf Mäusen bereitet in der Regel keine Probleme. Mäuse werden später gerne genommen. Eine weitere Methode sind kleine lebende Fische ins Wasserbecken geben. Manche Tiere stürzen sich wie wild auf Fische. Gibt man lebende Fische so hat man auch weniger Probleme mit Mangelerscheinungen wie wenn man nur irgendwelche Fischfile's geben würde.
Beispiel von Stopfen bei Rhynchophis boulengeri
Hier