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Tomaten Samen
Über 230 Sorten von Tomaten-Samen in unserem Shop
Von der süssen, kleinen "Snowwhite"-Cherrytomate, über die klassischen italienischen Sorten bis hin zu exotischen Züchtungen von Tomatenliebhabern auf der ganzen Welt bieten wir in unserem Samen-Online-Shop die ganze Vielfalt der Tomatenwelt zu kaufen an.
Lange als Liebesapfel oder Goldapfel (daher der italienische Name "Promodoro") bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen "Tomate" erst im 19. Jahrhundert.
Dieser leitet sich von Xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahualt. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendetet rote Fruch,
die eine Beere ist, als Tomate bezeichnet.
Ehemalige botanische Namen und Synonyme sind: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.
Aussaat der Tomate
Tomatensamen sind sehr einfach zu keimen. So geht die Aussaat von Tomaten Samen:
Februar - April. Den Samen auf die Oberfläche feuchter, durchlässiger Aussaaterde aussäen, leicht andrücken und mit gesiebtem Substrat bedecken. Die Aussaatgefässe in ein Zimmergewächshaus stellen oder mit einer dünnen durchsichtigen Folie abdecken (diese ist nach der Keimung zu entfernen). An einem hellen Ort bei 18 bis 22 Grad Celsius keimen die Pflänzchen rasch (7 - 14 Tage). Nach etwa drei Wochen einzeln in Töpfe von 8 - 10 cm Durchmesser pikieren.
Pflege der Tomate
Die Jungpflanzen frühestens ab Mitte Mai in einem Abstand von 50 - 60 cm auspflanzen, am Besten im Tomatenhaus oder auch in Töpfe an geschützter sonniger Stelle. Tomaten benötigen gut durchlässigen, nahrhaften Boden.
Sobald Früchte ansetzen einmal wöchentlich düngen (biologischer Dünger ist zu empfehlen). Die Entfernung der Triebspitze am Ende der Wachstumsperiode beschleunigt das Ausreifen.
Weitere nützliche und hilfreiche Tipps zu Tomaten und Tomatensamen finden Sie hier:Bio-Gärtner: Tomaten-Anbau
Geschichte der Tomate
Das Ursprungsgebiet der Tomate ist Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela verbreitet und beheimatet sind. Die grösste Vielfalt der in Kultur befindlichen Formen ist in Mittelamerika zu finden. Dort wurden Tomaten von den Maya und anderen Völkern etwa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. als "xitomatl" kultiviert. Samen wurden bei Ausgrabungen südlich von Mexiko-Stadt in Höhlen im Tehuacán-Tal gefunden.
Die Tomate zählt in Europa aufgrund ihrer Einführung durch den Menschen zu den hemerochoren Pflanzen und aufgrund ihrer Einführung erst in der Neuzeit (vermutlich um 1500 durch Kolumbus) zu den Neophyten. Allerdings kann die Tomate lediglich als temporärer Neophyt bezeichnet werden, da sie in Europa nur äusserst selten und vorübergehend in der freien Natur anzutreffen ist; im Wesentlichen wird sie kultiviert.
Erste Beschreibungen der Pflanze stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem aus Italien. 1544 beschrieb Pietro Andrea Mattioli die Pflanze zunächst als "Pomi d'oro" (Goldener Apfel) und führte 1554 die gleich zu übersetzende lateinische Bezeichnung "Mala aurea" ein. Andere frühe Beschreibungen und Zeichnungen stammen von Georg Oelinger (1553), Leonhart Fuchs (1561) und Conrad Gesner (1561). Da zu dieser Zeit noch kein einheitliches System zur wissenschaftlichen Benennung von Lebewesen verwendet wurde, taucht die Tomate unter einer Vielzahl unterschiedlicher Namen in der damaligen Literatur auf, unter anderen "mala peruviana", "pomi del Peru" (peruanischer Apfel), "poma aurea", "pomme d'Amour", "pomum amoris" (Liebesapfel) oder auch zusammengesetzte Namen wie "poma amoris fructo luteo" oder "poma amoris fructo rubro".
Bereits früh wurde durch Botaniker die Verbindung zur Gattung Solanum festgestellt, so dass die Tomate oftmals als Solanum pomiferum bezeichnet wurde. 1694 wurde durch Joseph Pitton de Tournefort erstmals der Name Lycopersicon benutzt. Carl von Linné ordnete in seinem Werk "Species Plantarum" die Tomate wieder der Gattung Solanum zu und beschrieb die kultivierte Tomate als Solanum lycopersicum und die wildwachsenden Tomaten als Solanum peruvianum. In der Folge wurde die Tomate von verschiedenen Autoren immer wieder entweder als eigene Gattung Lycopersicon oder als Teil der Gattung Solanum beschrieben. Aufgrund aktueller DNA-Sequenzanalysen und morphologischer Studien schreiben nahezu alle Quellen die Tomate heute der Gattung Solanum zu.
Im 17. und 18. Jahrhundert sah man die Tomate in Europa vor allem als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt. Eine englische Übersetzung von Tourneforts Buch Éléments de botanique erwähnt jedoch 1719, dass die Früchte in Italien gegessen werden. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnete die Encyclopædia Britannica den Einsatz von Tomaten in der Küche als "alltäglich".
Um 1900 war die Tomate auch in Deutschland als Lebensmittel bekannt und wurde überwiegend im Süden vor allem in Saucen, Suppen und Salaten verwendet.
Bei der Wiener Weltausstellung 1873 wurden Tomaten gezeigt. Um 1900 gab es die ersten Paradeiser auf den Wiener Märkten. Im grossen Stil hielten sie jedoch erst nach 1945 Einzug. Im Seewinkel hatten sich als Saisonarbeiter gekommene Bulgaren niedergelassen, die auch Know-How zum Anbau mitbrachten. Aufgrund der verbreiteten Abneigung gegen Unbekanntes und der raueren klimatischen Bedingungen verbreiteten sich Tomaten in den westlichen Bundesländern erst in den 1950er Jahren oder noch später. In manche Alpentäler kamen sie erst mit dem Bau der ersten Supermärkte.
Und zum Schluss noch ein Dada-Gedicht von Fröken Meier:
ODE AN DIE SAMEN DER TOMATE
Erhebende Aussaat, säen oder verhalten;
Tomatensamen pfeifen! Sie säen!
Oh tomatiger Blinddarm...
Ach blausamer Vordergrund...
Fruchtig hoffend!
Tomaten Samen ist tomatig!
Tomaten Samen ist nötig!
Und erfassen! Ja allezeit dicht behangen!
(Fröken Meier 1928)
Quellen: Wikipedia u.a.Zurück zur Startseite