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14.9.1907 Basel, zwischen 28.12.1940 und 23.1.1941 Castel San Pietro, vermutlich prot., von Basel. Sohn des Heinrich, Lithografen, und der Rosa Friederike Magdalena geb. Albrecht. Ledig. W. erkrankte als Säugling an Kinderlähmung, an deren Folgen er zeitlebens litt. 1923-27 besuchte er die Gewerbeschule Basel, 1927 ein Semester lang die staatl. Hochschule für angewandte Kunst in München. W. pflegte Kontakt zur Künstlergruppe Das Neue Leben. 1927-30 hielt er sich mit seinen Freunden Otto Abt und Walter Bodmer (1903-73) in Paris auf und unternahm ausgedehnte Reisen durch Frankreich. Im südfranz. Collioure und im Tessin malte er idyll. Landschaften. Ab 1928 nahm W., der in seinem Elternhaus lebte und arbeitete, regelmässig an der Jahresausstellung der Basler Künstler und an Wettbewerben des Staatl. Kunstkredits Basel teil. Ab 1930 setzte er sich zunehmend mit sozialen Gegensätzen auseinander. 1933 gehörte er zu den Mitgründern der Gruppe 33. W. entwarf sein erstes grosses Bild "Alles in Allem" und erhielt 1934 mit Abt das Stipendium der Basler Albert-Friedrich-His-Stiftung. Unter Kriegsängsten leidend, schuf er seine an der surrealist. Montagetechnik orientierten Hauptwerke. 1936 führte er in der Aula des Gottfried-Keller-Schulhauses in Basel den einzigen Kunstkredit-Auftrag seines Lebens aus. Ende 1940 kehrte W. in Castel San Pietro von einem Spaziergang nicht mehr zurück und wurde Wochen später in der Breggiaschlucht tot aufgefunden. 1941 wurde er in Basel mit einer grossen Gedächtnisausstellung geehrt. W.s Werk leistet mit seiner schonungslosen Erfassung der Zeitstimmung einen zentralen Beitrag zur Schweizer Kunst der Zwischenkriegszeit.
Literatur
– BLSK, 1124 f.
– Walter Kurt W., Ausstellungskat. Zug und Mendrisio, 2002
Autorin/Autor: Stephan E. Hauser