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Australien: Debatte um Kernenergienutzung geht weiter
Die australische Regierung stellte am 17. Dezember 2013 ein weiteres Weissbuch zur künftigen Energieversorgung des Landes vor und plant für Mai 2014 die Publikation eines Grünbuches. Das EPI – ein unabhängiger nationaler Thinktank – nahm im Februar 2014 Stellung zum Weissbuch und findet für die künftige Sicherstellung der Energieversorgung Australiens klare Worte. Australien müsse eine langfristige Energiestrategie festlegen, die auf vier Elementen beruhe: ein belastbares Versorgungssystem, steigende Exporte, eine kohlenstoffarme Gesellschaft sowie Innovationen bei der Energieproduktion und -versorgung. Zudem solle die australische Energiestrategie auf einem breiten Konsens aus allen beteiligten Anspruchsgruppen beruhen und durch institutionalisierte Mechanismen regelmässig methodisch überprüft und angepasst werden. Das EPI forderte die Regierung weiter auf, alle diskriminierenden und marktverzerrenden Massnahmen der bisherigen Energiepolitik Australiens auszumerzen. Dazu gehört es, so das EPI in seinem Positionspapier, das Verbot des Uranabbaus und der Stromproduktion mit Kernenergie aufzuheben.
Ein Abschnitt des EPI-Positionspapiers ist der künftigen Rolle der Kernenergie in Australien gewidmet. Das EPI bezeichnet darin die Weiterführung des Verbots der Kernenergienutzung als «unnötig». Es sollte aufgehoben werden. Weiter sollten die Befugnisse der Australian Radiation Protection and Nuclear Safety Agency (Arpansa) ausgebaut und verstärkt werden. Grosses Potenzial sieht das EPI im Einsatz von kleinen modularen Reaktoren (SMR) in Australien. Sie seien weniger kapitalintensiv als grosse Kernkraftwerke und könnten bei der Versorgung abgelegener Minen und Städte in vielen Teilen Australiens zum Einsatz kommen.