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Ein Sprecher von Cevian sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass eine Abspaltung der Stromnetzsparte und eine separate Börsenkotierung den Unternehmenswert für die Aktionäre um 60% erhöhen würde. Er sieht den kombinierten Wert der beiden Unternehmen bei 35 CHF je Aktie. ABB sollte die Sparte Stromnetze abspalten und separat an die Börse bringen, wird der Sprecher bei Reuters zitiert. Es entstünden "zwei grossartige Unternehmen", welche langfristig wachsen und prosperieren würden.
Sinngemäss äusserte sich Cevian bereits am Vorabend in einem Interview mit der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet". Und in der Vorwoche portierte die ebenfalls in Schweden erscheinende "Dagens Nyheter" ähnliche Vorschläge des zweiten Grossaktionärs von ABB, der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Investor AB. Diese hat bei der letzten Offenlegungsmeldung einen Anteil von knapp über 10% angegeben, Cevian hält gemäss den letzten Angaben gut 5%. Der dritte grössere Aktionär ist Blackrock mit einem Anteil von gut 3%.
ABB-CEO Ulrich Spiesshofer sagte im Juni gegenüber AWP, dass sich das Unternehmen weiterhin im Überprüfungs-Prozess für die Sparte befinde, wobei man sich auch mit externen Experten austausche. Die Frage, ob er Power Grids lieber behalten möchte, beantwortete Spiesshofer nicht direkt. Er verwies aber darauf, dass in diesem Markt "Nachfragedynamik definitiv vorhanden" sei.
Dass Cevian auf die Strategieüberprüfung für die Sparte einen Einfluss habe, verneinte er dagegen. Die Planung für die Strategieüberprüfung des Bereichs Stromnetze sei bereits vor der Beteiligungsnahme von Cevian eingeleitet worden.
ABB will über die weitere Zukunft der Sparte anlässlich des Capital Markets Day vom kommenden 4. Oktober berichten.
An der Börse verzeichnen ABB am Dienstag im frühen Geschäft ein Plus von 0,7% und bewegen sich damit in etwa mit dem Gesamtmarkt.
(AWP)