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Text und Begründung:
Der Regierungsrat hat die Motion Getrud Häseli ed.al. als Postulat (GR.19.235) entgegengenommen. Er vertritt darin die Haltung vollkostenbasierter Pauschalen für das Frauenhaus, welche auf ei-ner realistischen Auslastung berechnet sind. Damit soll eine transparente Grundlage für eine zu stär-kende interkantonale Zusammenarbeit gelegt werden.
Die Interpellantinnen bitten um Beantwortung von folgenden Fragen:
- Wie hoch war die Auslastung des Frauenhauses Aargau-Solothurn von März 2020 bis Juni 2020?
- Wie viele Frauen und Kinder mussten in der Zeit vom März 2020 bis Juni 2020 in Frauenhäusern von anderen Kantonen untergebracht werden?
- Gab es während der Zeit der Krise Kontakt zwischen dem Regierungsrat und der Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn und was waren die Themen?
- Bestand die Möglichkeit im Kanton Aargau, infizierte Frauen und Kinder getrennt von den nicht infizierten Personen unterzubringen?
- Hält der Regierungsrat an seiner Haltung fest, dass die Finanzierung von Frauenhäusern und an-deren Institutionen für betreuungsbedürftige Personen über vollkostenbasierter Pauschalen in Zeiten von Krisen und Notlagen zweckdienlich ist?
- Aus China ist bekannt, dass es nach Vollzug der Lockerung zu sehr vielen Trennungen kam. Eine Trennung in finanziell schwierigen Zeiten ist für die Familien noch schwieriger zu bewältigen und die Unmöglichkeit, zwei Haushalte finanzieren zu können, kann sich in Gewalt umschlagen. Wie beurteilt der Regierungsrat die Lage von gewaltbetroffenen Frauen nach Abflauen der Krise?
- Hatte der Regierungsrat während der Zeit der Krise auch Kontakt zum Männerhaus und wie hat sich die Auslastung in der Zeit von März bis Juni 2020 dort entwickelt?
- Wie schätzt der Regierungsrat die personelle Situation ein, war es den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses möglich, die Krisensituation nicht nur bettenmässig, sondern auch personell zu bewälti-gen?