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Eine Ausstellung mit Originalbildern von Ernesto Che Guevara aus den frühen Jahren der kubanischen Revolution ist durch ein Dutzend Schweizer Städte gereist. Die Vereinigung Schweiz-Cuba, Veranstalterin der Wanderausstellung, will damit dem vor 50 Jahren verstorbenen emblematischen Guerilla-Krieger gedenken.
Der Kampf des Arztes Che Guevara, 1928 in Argentinien geboren, begann während seiner Studienzeit. Er setzte sich für die Idee eines "neuen Menschen" ein, der sensibel und unterstützend sein sollte. Er trotzte auch seinem Asthma, unter dem er seit seiner frühesten Kindheit litt.
In Mexiko lernte er die beiden Brüder Raùl und Fidel Castro kennen, mit denen er sich 1956 auf das Schiff Granma begab, um den Feldzug gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista zu lancieren.
Nach der erfolgreichen Revolution 1959 nahm "Che" verschiedene öffentliche Funktionen im neuen kubanischen Staat ein, bevor er seinen Kampf weiterführte, zuerst in Afrika und dann wieder in Lateinamerika, namentlich in Bolivien. Dort wurde er am 9. Oktober 1967 von der örtlichen Armee auf Befehl der CIA erschossen. Doch sein Gedankengut, das heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört, ist immer noch lebendig.
Die Wanderausstellung "¡El Che vive!" zeigt Szenen aus dem Leben des Kommandanten aus der Zeit nach der kubanischen Revolution. Die Fotografien sind eine Auswahl aus Tausenden von Negativen, die viele Jahre lang unbeachtet in den Archiven der Zeitung Granma schlummerten. Sie wurden erst kürzlich im Fotobuch "Che: Die ersten Jahre. Unveröffentlichte Fotos 1959-1964" von René Lechleiter und Richard Frick veröffentlicht.
"Damals hat man, wegen der Dringlichkeit der Informationen, nicht auf die Negative geachtet, sondern oft dieselben Fotografien verwendet, so dass viele von ihnen ungenutzt blieben", sagt Delfín Xiques, Archivleiter der Zeitung Granma. Jetzt wird dieses Erbe in der Schweiz digitalisiert.