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Conductors' Academy 2021/22 – das sind die Akademist*innen
Unter 271 Bewerber*innen hat Music Director Paavo Järvi sechs Kandidat*innen ausgewählt, welche im April vier Tage mit ihm und dem Orchester verbringen dürfen, um ihr technisches Können weiterzuentwickeln.
Er entschied sich für drei Frauen und drei Männer aus sechs verschiedenen Nationen im Alter von 26 bis 30 Jahren.
Hier stellen wir Ihnen die Kandidat*innen der diesjährigen Conductors' Academy vor:
Anthony Fournier
Anthony Fournier ist nicht nur Dirigent, sondern auch Komponist und Violinist. Im Alter von 20 Jahren gab er sein Solisten-Debüt in der Victoria Hall mit der Camerata Armin Jordan (Orchestre de la Suisse Romande).
Durch eine Dystonie war Anthony Fournier gezwungen, die Karriere als Geiger aufzugeben. Daher beschloss er vor drei Jahren, mit dem Dirigieren zu beginnen. So folgte ein Dirigierstudium bei Donato Renzetti und Giuseppe Montesano in Italien, das er derzeit bei Aurélien Azan-Zielinski in Lausanne fortsetzt. Der 29-jährige aus Sion stammende Musiker dirigierte bereits verschiedene Orchester wie die Mährische Philharmonie, das Symphonieorchester Szolnok und das Savaria Symphonieorchester.
Aivis Greters
Aivis Greters schloss sein Dirigierstudium an der Lettischen Musikakademie bei Mārtiņš Ozoliņš im Juni 2021 ab. Er besuchte bereits zahlreiche Meisterkurse, so etwa bei Zbigniew Graca, Lutz Kohler und Alexander Polianichko. Zudem nahm er 2019 und 2021 an der Järvi Academy in Pärnu teil.
In der Saison 2020/2021 gab Aivis Greters sein Debüt bei den drei wichtigsten lettischen Orchestern – dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester, der Sinfonietta Riga und dem Liepāja-Sinfonieorchester. Anfang 2021 erhielt er den «Grand Music Award» in der Kategorie «Young Artist of the Year 2020». Ausserdem wurde er 2021 mit dem zweiten Preis beim Wettbewerb «Deutscher Dirigentenpreis» ausgezeichnet.
Zofia Kiniorska
Zofia Kiniorska studierte zunächst Klavier an der Nationalen Musikhochschule Jozef Elsner in Warschau, bevor sie im Anschluss von 2016 bis 2021 ein Dirigierstudium an der Warschauer Fryderyk-Chopin-Universität für Musik bei Marek Pijarowski und Monika Wolińska absolvierte.
Die 1996 in Warschau geborene Dirigentin hat bereits mit verschiedenen Sinfonieorchestern zusammengearbeitet und diverse Uraufführungen von Werken polnischer Komponisten geleitet. Sie nimmt regelmässig an Meisterkursen teil, so beispielsweise schon bei Marin Alsop, Carlo Montanaro, George Tchitchinadze und Yu Feng. Sie arbeitete zudem bereits als Dirigierassistentin mit Monika Wolińska, Paweł Przytocki und Rafał Janiak.
Nach ihrer Ausbildung als Pianistin und Organistin begann sich Liubov Nosova 2017 mit dem Dirigieren zu beschäftigen. Sie absolvierte internationale Kurse in Tschechien, Bulgarien und Spanien mit Rodolfo Fischer, Johannes Schlaefli, James Lowe und Vladimir Fedoseev. Seit 2018 besucht sie ein CAS-Programm mit Iwan Wasilevsky in Orchesterleitung an der ZHdK. 2019 folgte ein Dirigierstudium an der UdK Berlin bei Steven Sloane und Harry Curtis sowie am Sankt Petersburger Konservatorium bei Alexander Titov. 2021 erhielt Liubov Nosova den zweiten Preis bei der International Conducting Competition «Llíria, City of Music». Seit 2021 ist sie Stipendiatin des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats.
Yerry Park
Die junge Südkoreanerin Yerry Park studierte sowohl Komposition als auch Dirigieren bei Kim Kyoung Hee an der Sookmyung Women’s University in Seoul. Weiterführende Studien im Dirigieren bei Simeon Pironkoff führten sie zudem an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Um ihre Fähigkeiten zu verfeinern, nahm Yerry Park u. a. an den Meisterkursen der Korean Conductors Association teil, so etwa 2017 bei Julian Kovatchev und 2019 bei Kim Kyoung Hee, oder im gleichen Jahr beim Gyeonggi Philharmonic Orchestra, wo sie das Abschlusskonzert leitete.
Janne Valkeajoki
Der 1992 geborene Finne Janne Valkeajoki studierte Dirigieren bei Jorma Panula an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Hochschule für Musik Würzburg, wo er von Ari Rasilainen ausgebildet wurde. Während seines Studiums dirigierte er zahlreiche Ensembles in Finnland und Deutschland, so u. a. die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und die Nürnberger Symphoniker.
Zudem ist Janne Valkeajoki ein weltweit gefragter klassischer Akkordeonist. Daher tritt er regelmässig als Dirigent und Solist bei europäischen Festivals auf, so schon beim Musica nova Helsinki, beim Festival «Acht Brücken» in Köln sowie bei der «Langen Nacht der Musik» in München.
Livestream
Die vier Kursblöcke und das Abschlusskonzert werden vom 07. bis 09. April per Livestream übertragen. Das Publikum erhält im Anschluss an das Abschlusskonzert die Gelegenheit den*die Publikumssieger*in zu küren.
Unterstützt vom Freundeskreis Tonhalle-Orchester Zürich – exklusiver Projektpartner
Kost und Logis der Akademisten unterstützt von Ruth Burkhalter