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Der Mönch Jodokus Stirneman (1654-1706; Taufname Peter) lebte 36 Jahre im Kloster Muri. Er hinterliess ein Tagebuch, das vom Leben im Kloster berichtet. Er schuf damit ein wertvolles Dokument, das uns einen Einblick in den klösterlichen und zivilen Alltag des 17. Jahrhunderts gibt.
Dank der finanziellen Unterstützung von unserem Verband der Familien Stirnimann-Stirnemann wurde dieses Tagebuch vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt.
In unseren Rundbriefen finden sich immer wieder Auszüge aus diesem Tagebuch.
Siehe Rundbriefe.
Konventscheibe Kloster Muri 1694. (zur Vergrösserung auf Bild klicken!)
Konventscheibe Kloster Muri 1694. (zur Vergrösserung auf Bild klicken!)
Ein weitere Konventscheibe finden Sie auf der Webseite des Klosters Muri-Gries.
Das heutige Kloster Muri-Gries (bei Bozen/Südtirol, Italien) hat viele Dokumente des aufgelösten Klosters Muri/AG archiviert.
Siehe dazu ein Link zu Jodok
Hintergrund
Da im Kanton Luzern das Erbrecht des Ältesten galt, der in der Regel den Hof erbte, hatte Jodok als dritter Sohn der Familie kein Anrecht auf ein Erbe. So musste er sein Glück im Leben auf andere Weise machen. Oft war es aber so, dass es einem Kind bestimmt war, für die Familie zu beten. So kommt er mit 16 Jahren als Novize ins Kloster, wo er zum Mönch ausgebildet wird. Im Auskaufbrief, datiert auf den Tag vor seiner Profess (21.3.1673), sichern ihm seine Brüder 5000 Gulden (heute geschätzte sfr. 200‘000.-) für den Einkauf im Kloster Muri zu. In seiner beruflichen Karriere steigt er im Kloster zum Verwalter auf, der die klösterlichen Güter ausserhalb der Mauern des Klosters überwacht und verwaltet. Oft kränklich, scheint seine Gesundheit nicht robust zu sein. Badekuren sollen ihm helfen. Er stirbt im Alter von 52 Jahren.