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Der zweite Stammsitz entsteht
In der ersten Hälfte des 13. Jh. bauten die Regensberger auf dem Lägernsporn oberhalb von Dielsdorf einen neuen Wohn- und Herrschaftssitz, das heutige Regensberg. Die Burg im heutigen Regensdorf hiess fortan Alt-Regensberg. Diese Teilung ist der Ursprung der eingangs erwähnten Namensverwirrung.
In der zweiten Hälfte des 13. Jh. geriet die Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Die Nachkommen beider Linien sahen sich gezwungen, ihren Besitz zu verkaufen. 1331 starb mit Lütold IX. der letzte männliche Nachkomme des Geschlechts.
Nach den Regensbergern
Im Jahr 1360 übernahm Hermann von Landenberg-Greifensee die Burg. Darüber, wie genau es dazu gekommen ist, ist wenig bekannt. Sicher ist, dass Hermann von Landenberg-Greifensee zu jener Zeit ein angesehener Dienstmann der Habsburger war und dass die Regensberger bereits nicht mehr existierten.
Die Familie Landenberg-Greifensee nahm als neue Besitzerin weitere Veränderungen am Burgareal vor und fügte dem Bau ihre eigene Schicht Geschichte hinzu. Sie erhöhte die Mauern, liess nordöstlich des Hauptturms einen repräsentativen Saalbau errichten und baute neue Ställe im Innenhof. An den Fundamenten lässt sich ablesen, dass einige der älteren Stallungen und Speicherräume als Unterlagen für die Holzstützen des Saalbaus gedient haben.
Während fünf Generationen residierten die neuen Eigentümerinnen und Eigentümer hier, bis Martha Landen-Greifensee entscheidet, fortan in ihrem Zürcher Stadthaus zu leben. Ihr Ehemann Johannes (Hans) Schwend verkaufte die Burg 1458 in ihrem Namen an den Ravensburger Kaufmann Rudolf Mötteli. Dieser gestaltete das ganze Areal erneut um und modernisiert es. In unserem Zwiebelbild ausgedrückt: Er entfernte alle trockenen Aussenblätter und gab der Knolle neuen Dünger, damit sie gedeihen konnte. Sein Ziel war es, die Burg in einen stattlichen Herrschaftssitz zu verwandeln. So wurde beispielsweise der Hauptturm neu ausgestattet, um ein repräsentatives Ambiente zu schaffen. Mötteli leitete auch die Konstruktion einer neuen Zisterne mit Überlaufkanal ein und liess einen Keller eintiefen, in dem Jahrhunderte später, 1919, das Wasserreservoir für den Weiler Altburg eingebaut wurde.