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Identifikation
Signatur:
Ar 696
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1926-1994
Umfang:
0.2 m
Kontext
Abgebende Stelle
Helga Schreiber, PRO FILIA
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Gegründet 1896 unter dem Namen "Schweizerischer Mädchenschutzverein" (Association nationale suisse des œuvres de protection de la jeune fille). Vereinszweck war die Behebung der sozialen Not, die durch die Industrialisierung und Verstädterung entstanden war. Viele junge Mädchen – oft erst 14 bis 15 Jahre alt – verliessen ihr Zuhause, um ihren Lebensunterhalt in den Städten oder im Ausland zu bestreiten. Die Gründung fällt auch in die Zeit der sogenannten ersten Frauenbewegung, deren wichtigste Forderung war, Frauen den Zugang zur Bildung zu verschaffen. Ziel des Mädchenschutzvereines war es, sich für die Würde und Stellung der Frau einzusetzen, vor allem aber auch, die jungen Mädchen vor Ausbeutung und Prostitution zu schützen und sie in ihrem Leben in der Fremde zu begleiten. Später (vor 1934) erfolgte eine Namensänderung zu "Schweizerischer Nationalverband der katholischen Mädchenschutzvereine", ab 1966: PRO FILIA.
Ab 1896 entstanden in den meisten Schweizer Kantonen Kantonalvereine, 1897 der internationale Verband ACISJF, Association Catholique Internationale de Services pour la Jeunesse Féminine, gegründet.
PRO FILIA ist heute die Dachorganisation der Kantonalvereine, die Au-Pair-Stellenvermittlungen und Sprachschulen anbieten, mit besonderem Augenmerk auf die nachhaltige Betreuung der jungen Menschen und der Gastfamilien. Aus Tradition betreiben einige Kantonalvereine Häuser mit kostengünstigen Unterkünften. Eine weitere Dienstleistung von PRO FILIA ist die SOS BahnhofHilfe.
Der Vorstand des schweizerischen Dachverbandes besteht aus ehrenamtlich tätigen Mitgliedern und einer Teilzeitsekretärin. 10 Kantonalvereine arbeiten autonom und gewährleisten die Dienstleistung für PRO FILIA.
Übernahmemodalitäten
Übernommen im März 2021 aus dem Sekretariat von PRO FILIA, Beckenhofstr. 16, CH-8006 Zürich
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Archivsplitter; vorhanden sind Unterlagen aus den Jahren 1926-1994 mit einem Schwerpunkt auf den Nachkriegsjahren: Protokolle, Einladungen, Jahresrechnungen, Drucksachen.
Bewertung und Kassation
Mit Ausnahme von Doubletten und Mehrfachexemplaren wurden keine Kassationen vorgenommen.
Neuzugänge
Es werden Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen meist in deutscher Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Der Bestand wurde im Mai 2021 bearbeitet von U. Kälin