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Die Inselgruppe, eine ehemalige portugiesische Kolonie, besteht aus 10 Inseln (9 davon sind bewohnt) und mehreren kleinen, unbewohnten Inselchen. Die Inseln sind durch die verschiedenen Passatwinde in zwei Gruppen unterteilt.
Im Norden die Ilhas do Barlavento (Inseln über dem Wind) Santo Antão, São Vicente, die kleinen unbewohnten Inseln Santa Luzia, Razo und Branco sowie die Inseln São Nicolau, Sal und Boavista.
Im Süden die Ilhas do Sotavento (Inseln unter dem Wind) Maio, Santiago, Fogo und Brava sowie die unbewohnte Inselgruppe der Ilheus do Rombo.
Santo Antão ist mit 779 km2 die zweitgrößte und westlichste Insel der Kapverden. Sie gilt als grünste Insel des Archipels. Steile Aufstiege in mediterrane Hochebenen wechseln sich ab mit unbeschwerten Wanderungen durch tropisch-feuchte Täler. Santo Antão ist die Wanderinsel schlechthin.
São Vicente gehört mit seinen 227 km2 zu den kleineren und trockeneren Inseln der Kapverden. Wer von São Vicente spricht meint eigentlich Mindelo. Eine idyllische Hafenmetropole mit einem eindrucksvollen Naturhafen, der einst als Welthafen Ruhm erlangte und für sämtliche große Seefahrer der Weltgeschichte als Zwischenstopp für die Weiterreise nach Nord- und Südamerika diente.
São Nicolau gilt als absoluter Geheimtipp für Wanderer und Entdecker. Die 346 km2 große Insel bietet eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten. Bizarre Gebirgsketten, fruchtbare Täler und eine große Anzahl an seltenen Drachenbäumen prägen die Landschaft von São Nicolau.
Die Insel gilt als kleine Schwester von Santo Antão. São Nicolau ist noch fernab von jeglichen Touristenströmen und Hotelanlagen.
Sal gehört mit seinen 216 km2 eher zu den kleineren Inseln der Kapverden. Die flache Insel, die ihren Namen dem reichhaltigen Salzvorkommen zu verdanken hat, ist die touristischste Insel der Kapverden.
Vor allem das aufstrebende Städtchen Santa Maria im Süden der Insel mausert sich zu einer touristischen Hochburg. Warme Temperaturen und kilometerlange Sandstrände ziehen jährlich eine Vielzahl an Wassersportler und Pauschaltouristen auf Santa Maria.
Die Insel Boavista ist seit je her vom Sand geprägt. Kilometerlange einsame Sandstrände wechseln sich mit gewaltigen Sanddünen ab. Oasen und Steinwüsten prägen das sich ständig verändernde Landschaftsbild. Mit 620 km2 ist Boavista die drittgrösste Insel der Kapverden.
Die Sandinsel Maio gehört mit ihren 269 km2 zu den kleinsten Inseln der Kapverden. Maio steht für Einsamkeit und Ruhe und eignet sich hervorragend für Erholungsurlaub für gestresste Menschen.
Einsame Sandstrände, Sanddünen, Ziegen und freundliche Menschen sind Merkmale dieser kleinen Insel.
Maio wirkt auf den ersten Blick sehr wüstenhaft, das Inselinnere zeigt jedoch eine ungeahnte Vielfalt an Landschaftsbildern.
Fogo ist wie der Name schon sagt die Feuerinsel schlechthin. Auf der 476 km2 großen Insel befindet sich der 2‘829 Meter hohe Pico do Fogo – die höchste Erhebung der Kapverden und der größte aktive Vulkan im Atlantik.
Brava ist die kleinste und wahrscheinlich kühlste der neun bewohnten Inseln der Kapverden. Sie misst gerade mal 64 km2 und ist nur mit dem Schiff von Fogo aus zu erreichen. Bei guter Fernsicht ist Brava von Fogo aus gut zu sehen. Brava wird oft von einer Nebeldecke umgeben die die Insel stets kühl und grün hält.