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Die Ernährung spielt nachweislich eine Rolle bei der Pathogenese von Morbus Crohn
Zahlreiche Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und dem Risiko der Entwicklung von Morbus Crohn1.
Dabei zeigt sich insbesondere ein Zusammenhang zwischen der Inzidenz von Morbus Crohn und einer «westlichen» Ernährung, die durch einen hohen Anteil an Fett, Zucker, tierischem Protein und gluten- und zusatzstoffhaltigen Lebensmitteln, sowie durch einen geringen Anteil an Nahrungsfasern und resistenter Stärke gekennzeichnet ist.1
Tatsächlich spielt die Ernährung eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der intestinalen Mikrobiota, der Barrierefunktion des Darmes, der angeborenen Immunität und des Metaboloms.1
Bei der exklusiven enteralen Ernährungstherapie, die laut ECCO-ESPGHAN Leitlinie erste Therapiewahl bei Kindern mit aktivem luminalen Morbus Crohn ist2, wurden diese Erkenntnisse berücksichtigt. In der Praxis ist die exklusive enterale Ernährungstherapie jedoch durch eine geringe Compliance gekennzeichnet.
Auch bei Erwachsenen ist eine Diät als ergänzende Therapie zur Behandlung von Morbus Crohn unter Berücksichtigung bestimmter Voraussetzungen anerkannt.1
1. Levine A, et al. Gut. 2018;66:1-13
2. Van Rheenen PF et al. J Crohn’s Colitis 2021; 15 : 171–194