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Bei der geplanten Sonderausstellung, die in Kooperation mit der Schweizerischen Vereinigung für Studentengeschichte (SVSt) erfolgt, geht es um die Schnittstellen zwischen Korporations- und Schützenwesen, welche in der Ausstellung dargestellt werden. Gemeinsame Anfänge liegen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sich viele Schützen und Korporierte kooperativ für (Liberale) oder gegen (Konservative) den Bundesstaat engagierten.
Nach der Gründung desselben entstand 1861 mit dem heutigen Schützenverein Schweizerischer Studierender in Zürich die erste und bislang einzige Studentenverbindung, die bis heute aktive Schiesssektion des Schweizer Schiesssportverbandes ist. Beleuchtet werden auch die Schiess-Sektionen des Schweizerischen Zofingervereins, welche anfangs des 20. Jh. ins Leben gerufen wurden und bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestanden sowie der Akademikertag an den Eidgenössischen Schützenfesten, 1934 in Freiburg eingeführt und bis heute Bestandteil der Eidgenössischen. Auch an anderen Wettkämpfen beteiligten und beteiligen sich studentische Korporationen oder führten sie selber durch.
Illustriert wird in der Ausstellung zudem das Pistolenduell, welches von Studenten im 18. und 19. Jh. vom Adel und Militär übernommen wurde. Ausserdem wird ein Blick auf die Schweizer Persönlichkeiten geworfen, die sich sowohl im Schützen- wie auch dem Korporationswesen engagierten, etwa die Bundesräte Henri Druey und Louis Ruchonnet, die beide korporiert und für jeweils zwei Jahre Zentralpräsident des Schweizerischen Schützenvereins waren.
Fotografie: Paarschiessen mit dem Luftgewehr am Weihnachtsball 1952 des Schützenvereins Schweizer Studierender (abgebildet sind O. Büttner und H. Gnepf), aus: Schützenverein Schweizer Studierender Zürich 1861–2011, Festschrift zur 150-Jahr-Feier, S. 66.