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Süssstoff Aspartam könnte Krebs erzeugen – moderater Konsum harmlos
Ein häufig in Softdrinks, Joghurt und Kaugummi eingesetzter Süssstoff kann laut einer neuen Experteneinstufung unter Umständen bei Menschen Krebs auslösen – aber in den üblichen konsumierten Mengen dürfte er kein Problem darstellen.
Es geht um Aspartam, einen von elf in der EU zugelassenen Süssstoffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ändert ihre Richtlinien trotz der neuen Einstufung nicht. Sie sieht in den zugrundeliegenden Studien keine Hinweise darauf, dass ein Verzehr im Rahmen der empfohlenen Höchstwerte gefährlich sein könnte. Wer sich daran halte, setze sich nach derzeitigem Wissensstand keinem höheren Krebsrisiko aus, berichtete die WHO.
“Ein Softdrink ab und zu, oder Kaugummi: Da sollte man sich nach jetzigem Stand keine Sorgen machen”, sagte Francesco Branca, Direktor der WHO-Abteilung für Ernährung und Lebensmittelsicherheit. “Wir empfehlen nicht, dass Verbraucher gänzlich auf Süssstoffe verzichten, aber wir empfehlen Zurückhaltung.” Wer im Supermarkt überlege, ob er Softdrinks mit Zucker oder mit Süssstoff kaufen soll, ziehe am besten eine dritte Variante in Betracht, sagte Branca: “Wasser trinken” – oder andere Getränke ohne Süssmittel.
Die empfohlene Höchstmenge von Aspartam liegt bei 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Den Grenzwert würde ein Mensch mit 70 Kilogramm Gewicht erst erreichen, wenn er an einem Tag neun bis 14 Dosen herkömmlicher Grösse mit stark aspartamhaltigem Diät-Getränk trinkt, berichtete die WHO.
(text:sda/bild:keystone)
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