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CONSEIL FÉDÉRAL Procès-verbal de la séance du 4 octobre 19181
Deutsche Friedensofferte
Politisches Departement. Mündlich
Herr Bundespräsident Calender verliest den Wortlaut einer Note des Deutschen Reiches2, worin die eidgenössische Regierung gebeten wird, den Präsidenten von Nordamerika telegraphisch zu ersuchen, zur Einleitung von Friedensverhandlungen Hand zu bieten. Das Programm des Präsidenten Wilson soll als Grundlage der Friedensverhandlungen dienen. Zugleich wird das Gesuch um Abschluss eines Waffenstillstandes gestellt.
Es wird festgestellt, dass die Schweiz als Vertreterin der deutschen Interessen in Amerika ohne weiteres verpflichtet ist, dem Ansuchen zu entsprechen. Das Telegramm ist von hier aus im Urtext, also in deutscher Sprache an die schweizerische Gesandtschaft in Washington abzuerlassen und diese zu beauftragen, eine unverbindliche Übersetzung mit dem deutschen Original der nordamerikanischen Regierung zuzustellen. Das politische Departement wird mit dem Vollzug dieses Beschlusses beauftragt3.
Dans sa séance du 15 octobre 1918, le Conseil fédéral sera amené à prendre position sur le rôle de la Suisse dans l’échange de notes entre le gouvernement allemand et le gouvernement américain. Il approuve le refus opposé par F. Calonder à une démarche allemande visant à obtenir que le Ministre de Suisse à Washington fasse des commentaires sur certains points de la note allemande: Der Bundesrat billigt einstimmig die von Herrn Bundespräsidenten Calonder eingenommene Haltung. Die Regierung der Eidgenossenschaft hat sich darauf zu beschränken, die Noten oder Mitteilungen weiterzuleiten, und darf sich in keiner Weise in die Verhandlungen einmischen, wenn sie dem Grundsätze der Neutralität treu bleiben will. Allfällige schriftliche Mitteilungen der deutschen Regierung an die amerikanische Regierung werden im Aufträge der erstem übermittelt, da die Schweiz die Vertretung Deutschlands in Nordamerika während des Krieges übernommen hat. Cf. E 1005 2/1.↩