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Molekulare Diagnostik
Dank feinerer Diagnostik entpuppen sich immer mehr Patienten mit einer sogenannt essentiellen Hypertonie als Patienten, die eine Störung im Bereich der Nebennierenrinde oder des corticalen Sammelrohrs der Nieren aufweisen.
Die Inseldirektion hat diesen neuen Errungenschaften der medizinischen Forschung Rechnung getragen und unterstützt deshalb seit Juni 2001 ein innovatives Dienstleistungsangebot für eine integrierte Abklärung und Therapie der arteriellen Hypertonie unter der Leitung der Universitätsklinik für Nephrologie und Hypertonie.
Die Abbildung zeigt eine GC/MS-Analyse des Urins eines hypertonen Patienten mit einer Überproduktion von Deoxycortico-steron als Ursache des hohen Blutdrucks (aus dem Labor der Nephrologie/Hypertonie).
MR-Untersuchung der Nebennieren im Institut für Diagnostische Radiologie des Inselspitals. Solche Adenome, die zuviel Hormone mit mineralocorticoider Wirkung produzieren und dadurch eine arterielle Hypertonie induzieren, werden von den Chirurgen der Urologischen Klinik des Inselspitals laparoskopisch entfernt.
Analyse des Gens 11ß-Hydroxysteroid Dehydrogenase. Die Mutation dieses Gens führt zu einer fehlenden Inaktivierung von Cortisol in der Niere dieser Patientin und dadurch zu einer Cortisol induzierten Natriumretention im Corticalen Sammelrohr, was zu einer sog. low renin, low aldosterone hypertersion führte (Labor Nephrologie / Hypertonie), die sich dank rationaler Pharmakotherapie normalisieren liess.