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Fünf Prozent weniger Kulturschaffende
2020 hat sich die Zahl der Kulturschaffenden im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent reduziert. In den ländlichen Gemeinden war die Abnahme fast dreimal so hoch wie in den Städten. Frauen und Kulturschaffende mit Teilzeitpensen sind stärker betroffen.
Bei den Erwerbstätigen mit einem kulturellen Beruf im Kultursektor (etwa Musikerin in einem Orchester) hielt sich das Minus einigermassen in Grenzen (minus 1,8 Prozent), bei den nicht-kulturellen Berufen im Kultursektor (zum Beispiel Buchhalter in einem Theater) war die Abnahme hingegen mit 6 Prozent deutlich stärker, und bei kulturellen Berufen ausserhalb des Kultursektors (zum Beispiel Grafikerin in einer Bank) kam sie mit 7,8 Prozent sogar noch höher zu liegen.
2020 wurden 298'000 Erwerbspersonen in der Schweiz zu den Kulturschaffenden gezählt. Dies sind 4,7 Prozent weniger verglichen mit 2019, als es noch 312'000 waren. Es handelt sich dabei um den stärksten Rückgang seit 2010. Die in den Jahren 2016 und 2017 festgestellte Abnahme fiel jeweils deutlich geringer aus. Im Durchschnitt ist die Zahl der Kulturschaffenden bis 2019 hingegen um 1,3 Prozent pro Jahr gewachsen.