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Der internationale Wettkampf der Indigenen Spiele wird in Palmas (Bundesstaat Tocantins), vom 15. bis 27. September 2015 stattfinden (wir berichteten darüber), unter Mitwirkung von mehr als 2.000 indigenen Athleten aus 30 Ländern.
Der Präsident des “Instituto Brasileiro de Turismo (Embratur)”, Vicente Neto, traf sich in dieser Woche mit dem Präfekten von Palmas. Das Meeting war anberaumt worden, um über eine Verbreitung der “Jogos Mundiais Indígenas (JMI)“ zu debattieren.
Die Spiele werden vom 15. bis 27. September in der Hauptstadt von Tocantins stattfinden, unter Teilnahme von mehr als 2.000 indigenen Athleten aus 30 Ländern. “Als Fortsetzung der erfolgreichen Partnerschaft mit dem Sportministerium schlagen wir eine touristische Promotion Brasiliens auf dem internationalen Markt vor, mit einer Verbreitung der 1. Internationalen Spiele Indigener Völker“, sagte Vicente Neto.
Während des Meetings bestätigte der Präsident der Embratur, dass die Veranstaltung der Spiele in Brasilien eine Gelegenheit sei, der ganzen Welt die kulturelle Vielfalt und die der indigenen Völker zu demonstrieren. “Der Erfolg dieses Events wird sich in eine bedeutende internationale Promotion unseres Landes verwandeln, mit positiven Ergebnissen für das Image Brasiliens, und einer grossartigen Perspektive für die touristische Destination des Bundesstaates Tocantins und anderen Regionen Brasiliens“, sagte er.
Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Promotion Brasiliens mit den repräsentativsten kulturellen Manifesten der Indios zu assoziieren (die Gastronomie, die Musik, den Tanz und das Kunsthandwerk), als Werkzeuge zur Kräftigung des Landes-Images und als einzigartige touristische Destination.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Embratur die Präsenz der indigenen Kultur auf der Internationalen Touristikbörse (ITB) in Berlin (Deutschland), vom 4. bis 8. März, verstärken – mit spezifischen Aktionen in Zusammenarbeit mit Touristik-Agenturen, der Fachpresse und anderen meinungsbildenden Organen. Unser Vorschlag ist eine Ausstellung der Stadt Palmas innerhalb des Embratur-Standes, ausserdem die kulturelle Präsentation einer indigenen Gruppe.
Wachstum
Unter den Touristen, die als Urlauber reisen, kommen fast 40% wegen der Segmente Natur, Ökotourismus und Abenteuer nach Brasilien. “Die Unterstützung der Embratur ist fundamental für den Erfolg der Spiele. Der gesamte Bundesstaat Tocantins hat ein enormes touristisches Potenzial, und das müssen wir bewerben – weit über die schon bekannten Attraktionen wie “Jalapão“ und das Kunsthandwerk mit dem “Capim dourado“! Wir haben historische Städte und unzählige Lokalitäten für einen Abenteuer-Tourismus“, erklärte der Präfekt von Palmas.
Vorgesehen ist auch die Teilnahme der Hauptstadt von Tocantins an Aktionen in Verbindung mit der internationalen Presse während der ITB, und ein Workshop mit dem interessierten Publikum zur Vorstellung der “Jogos Mundiais Indígenas“.
Weitere Initiativen
Die Partnerschaft mit der Embratur begann 2014, mit der Verbreitung des Events während der Messen WTM – World Travel Market, in London (England), und der EIBTM, in Barcelona (Spanien).
Mit dem Slogan “2015 sind wir alle Eingeborene“, bereitet sich die Stadt Tocantins auf den Empfang der Athleten aus Dutzenden von Ethnien aus der ganzen Welt vor. Die “Secretaria Extraordinária dos Jogos Mundiais Indígenas” wurde gegründet, die für die gesamte Organisation des Events verantwortlich ist.
Ausser den amerikanischen Eingeborenen werden Völker aus Australien, Japan, Norwegen, Russland, China und den Philipinen anwesend sein. Allein aus Brasilien dürften zirka 22 Ethnien an diesem Wettkampf teilnehmen. Im Bundesstaat Tocantins gibt es sieben Ethnien mit einer Bevölkerung von etwa 10.000 Personen. Schiessen mit Pfeil und Bogen, Speerwerfen, Seilziehen, Einhundert-Meterlauf, traditonelles Kanurennen, Wettlauf mit “Tora“ (Baumstamm), Ringkampf, Fussball, “Xikunahati“ (Kopfball), Schwimmen und Leichtathletik gehören zu den Modalitäten, die in Palmas zur Austragung kommen.
Die “Jogos dos Povos Indígenas“ wurden in Brasilien zum ersten Mal 1996 veranstaltet, und zwar in Goiânia (Bundesstaat Goiás), durchgeführt vom “Comitê Intertribal Memória e Ciência Indígena“, mit Unterstützung der Landesregierung. Seither hat dieser nationale Event schon dreizehnmal stattgefunden. Jetzt wird das indigene Turnier zum ersten Mal mit internationalen Teilnehmern ausgetragen.