Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130100

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass sichergestellt ist, dass neue Kindermedikamente und die bereits auf dem Markt befindlichen Arzneimittel voll und ganz den spezifischen Bedürfnissen der Kinder angepasst sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, wonach die Anwendungssicherheit von Arzneimitteln in der Kinderheilkunde verbessert werden muss. Er hat diese Problematik in der laufenden ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes (zweite Etappe) aufgegriffen und schlägt im Rahmen seiner Botschaft vom 7. November 2012 die notwendigen Rahmenbedingungen vor, damit der Einsatz und die Anwendung von Arzneimitteln bei Kindern sicherer werden. Es sollen vermehrt kindergerechte Arzneimittel zugelassen und auf den Markt gebracht werden. Gleichzeitig sind Massnahmen vorgesehen, welche die Anwendung von Arzneimitteln an Kindern verbessern sollen.</p><p>Damit vermehrt kindergerechte Arzneimittel zugelassen werden, soll künftig systematisch überprüft werden, ob ein neues Arzneimittel auch für die Kinderheilkunde erforderlich ist. Dies muss in einem pädiatrischen Prüfkonzept dargelegt und bei der Stellung eines Gesuchs um Zulassung eines Arzneimittels dem Schweizerischen Heilmittelinstitut, Swissmedic, vorgelegt werden.</p><p>Für den zusätzlichen Aufwand zur Entwicklung von Kinderarzneimitteln soll die pharmazeutische Industrie mit einer Verlängerung des Patent- resp. Unterlagenschutzes entschädigt werden.</p><p>Nach Auffassung des Bundesrates besteht gleichzeitig die dringende Notwendigkeit, die sichere Anwendung von Arzneimitteln an Kindern zu unterstützen, um Medikationsfehler zu vermeiden. Die bereits vorhandenen Daten aus der klinischen Praxis sollen besser genutzt werden. Eine Verbesserung der Situation kann beispielsweise mit der Schaffung einer nationalen Datenbank erreicht werden, welche verlässliche Informationen zur Arzneimitteltherapie in der Pädiatrie sammelt und bei der Anwendung den Fachleuten zur Verfügung steht. Der Bundesrat schlägt daher in der Revision des Heilmittelgesetzes vor, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, die eine solche nationale Datenbank ermöglicht.</p><p>Aus den aufgeführten Gründen ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Anliegen der Motion mit der laufenden ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes vollständig erfüllt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.