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Der Walliser Bogenschütze Pascal Héritier erreicht an der Europameisterschaft in Rom eine neue persönliche Bestleistung: in der Qualifikationsrunde am Dienstag schoss er 687 Punkte. Am Donnerstag scheidet er in der K.O.-Runde gegen den Isländer Thorsteinn Halldorsson aus. Somit endet die EM für den Walliser.
An seinen ersten Europameisterschaften erreicht Pascal Héritier unter der heissen römischen Sonne die Sechzehntel-Finals. «Ich bin ein wenig enttäuscht, dass ich nicht ein oder zwei Runden weitergekommen bin, es war sehr knapp, aber das Mentale spielte eine grosse Rolle. Auf dem technischen Niveau hätte alles gepasst», berichtet Pascal Héritier.
Angestrebt hat der Walliser eine Top-Ten-Platzierung in der Qualifikationsrunde, welche er mit Rang sieben locker erreichte. In der K.O.-Runde trafen die Pfeile des Isländers Thorsteinn Halldorsson dann etwas präziser, Pascal Héritier verlor um knappe zwei Punkte und schied aus.
Trotzdem ist die EM für den Schweizer Bogenschützen ein Erfolg. Der Walliser schoss in im Sechzehntel-Final sieben Punkte mehr als beim Europacup im tschechischen Novo Mesto Anfang Juli. Zudem erreichte er eine neue persönliche Bestleistung in der Qualifikationsrunde am vergangenen Dienstag, er verbesserte diese um fünf Punkte. Darüber freue er sich sehr.
«Man lernt aus seinen Niederlagen»
«Allgemein bin ich sehr zufrieden mit der Leistung an der ersten EM, ich konnte doch einige Punkte holen», sagt der Walliser, der weitere internationale Turniererfahrungen sammeln möchte. «Man lernt ja aus seinen Niederlagen», so Héritier. Für ihn stehen bis Saisonsende noch drei Turniere auf dem Programm. An den Schweizermeisterschafen am 20. und 21. August in Jussy GE möchte er gute Resultate erzielen.
Pascal Héritier sitzt seit 2013 mit Hemiplegie im Rollstuhl. Zwischen 2005 und 2013 musste er mehrere Operationen wegen eines gutartigen Hirntumors in Kauf nehmen. 2016 trat er dem Bogenschiesssport bei. Der Walliser trainiert erst seit einem Jahr ohne medizinische Probleme. An der EM wurde er vom Swiss Archery Nationaltrainer «Compound» Tiziano Xotti betreut. Mit ihm arbeitet er auf nationaler und auf privater Ebene zusammen.