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Meghan entschuldigt sich bei Gericht für Erinnerungslücken
Herzogin Meghan hat vor Gericht zurückgerudert: Sie habe sich zunächst nicht an die Gespräche zu dem geplanten Buch über sich und Prinz Harry erinnert, räumte sie im Rechtsstreit mit der «Mail on Sunday» ein. Sie habe «absolut nicht die Absicht» gehabt, das Gericht in die Irre zu führen.
Die Herzogin von Sussex hat sich dafür entschuldigt, dass sie ein britisches Gericht über das Ausmass ihrer Zusammenarbeit mit den Autoren eines verständnisvollen Buches über sich und Prinz Harry in die Irre geführt hat.
Die gebürtige Meghan Markle hatte in London den Herausgeber der «Mail on Sunday» und die Webseite «MailOnline» wegen Verletzung der Privatsphäre und des Urheberrechts verklagt, weil diese Teile eines Briefes, den sie nach ihrer Hochzeit mit Harry im Jahr 2018 an ihren Vater schrieb, veröffentlicht hatten. Ein Richter des High Court entschied im Februar zu ihren Gunsten und erklärte, die Veröffentlichung des Briefes sei «offensichtlich übertrieben und daher rechtswidrig».
Der Verlag Associated Newspapers versucht nun, diese Entscheidung vor dem Berufungsgericht aufzuheben. Der Verlag argumentiert, Meghan habe den Brief in dem Wissen geschrieben, dass er veröffentlicht werden könnte und durch die Zusammenarbeit mit Omid Scobie und Carolyn Durand, den Autoren von «Finding Freedom», private Informationen öffentlich gemacht.
Die Anwälte der 40-Jährigen hatten zuvor bestritten, dass sie oder Harry mit den Autoren zusammengearbeitet haben.
Meghan rudert zurück
Jason Knauf, der ehemalige Kommunikationsdirektor des Paares, sagte jedoch vor Gericht aus, er habe den Autoren Informationen gegeben und diese mit Harry und Meghan besprochen. Das Buch sei «mehrmals direkt mit der Herzogin persönlich und per E-Mail besprochen» worden. Auch aus E-Mails von Knauf, die im Rahmen seiner Zeugenaussage veröffentlicht wurden, geht dies hervor.
In einer Zeugenaussage, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, räumte Meghan ein, «dass Herr Knauf den Autoren einige Informationen für das Buch zur Verfügung gestellt hat und dass er dies mit meinem Wissen für ein Treffen tat, das er in seiner Eigenschaft als Kommunikationssekretär mit den Autoren geplant hatte.»
Entscheidung steht noch aus
Als sie zu einem früheren Zeitpunkt in dem Fall aussagte, habe sie sich nicht an die Gespräche mit Knauf erinnert, sagte sie weiter, «ich entschuldige mich beim Gericht dafür, dass ich mich damals nicht an diesen Austausch erinnert habe. Ich hatte absolut nicht den Wunsch oder die Absicht, den Angeklagten oder das Gericht in die Irre zu führen».
Das Berufungsverfahren wird am Donnerstag fortgesetzt. Eine Entscheidung wird zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.
dpa