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Baumartenzusammensetzung
Der Wald ist für die biologische Vielfalt in der Schweiz von grosser Bedeutung: Fast die Hälfte der einheimischen Tiere und Pflanzenarten ist auf ihn angewiesen. Die Schweizer Landschaft wäre von Natur aus überwiegend von Buchen- und Fichtenwäldern geprägt, die relativ artenarm sind. Wälder, die reich an unterschiedlichen Baumarten sind, entstehen entweder auf natürliche Weise in langen (Klimax) oder kurzfristig durch menschliche Eingriffe.
Im heutigen, vom Menschen geprägten Wald herrschen vielerorts Mischbestände vor. Da mit der Höhe die Vielfalt natürlicherweise abnimmt, sind die Wälder im Mittelland, unabhängig von menschlichen Eingriffen, reicher an unterschiedlichen Baumarten als Wälder in den Bergen. Seit Mitte der 80er Jahre hat die Vielfalt der Baumarten zugenommen.
Die meisten Wirtschaftswälder bestehen überwiegend aus wirtschaftlich interessanten Baumarten wie Fichten, Tannen, Buchen und Eschen. Die Förderung konkurrenzschwacher, ökologisch wertvoller Baumarten erhöht die biologische Vielfalt und in vielen Fällen auch die Stabilität der Wälder. Waldreservate geben hingegen nicht à priori Garantie für Vielfalt und Stabilität.
Der Indikator wird im Rahmen der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (Forest Europe) verwendet und ist damit europaweit vergleichbar.
Die Baumartenzusammensetzung wird in Stichproben im Wald erhoben, anschliessend modelliert und auf die Gesamtwaldfläche sowie die Produktionsregionen aufgerechnet.
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