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Die Corona-Krise trifft Personen mit tieferen Einkommen besonders stark. Das zeigt auch eine heute erschienene Studie der KOF ETH. Haushalte mit einem Monatseinkommen von weniger als 4000 Franken erleiden die grössten Einkommenseinbussen. Sie haben nur noch knapp 80 Prozent ihres Einkommens vor der Krise. In einer noch etwas genaueren Betrachtung zeigt sich, dass die finanzielle Lage bei Berufstätigen in Kurzarbeit, Arbeitslosen und Selbständigen viel schwieriger geworden ist.
Die unteren Einkommen sind signifikant häufiger in Kurzarbeit. Bei den Haushalten mit einem Einkommen von weniger als 4000 Fr. ist es rund ein Viertel. Dabei wird bei nur einem kleinen Teil von Ihnen der Lohn auf 100 Prozent aufgestockt. Auch hohe Einkommen sind von Kurzarbeit betroffen – allerdings in wesentlich geringerem Mass. Zudem erhält ein grösserer Teil von ihnen weiterhin den vollen Lohn.
Die Studie zeigt, wie dringend es ist, dass das Parlament in der Märzsession die Lage der Geringverdienerinnen und Geringverdiener verbessert. Das Departement von Bundespräsident Parmelin weigert sich, dem Parlament eine Verlängerung des 100-Prozent-Lohnersatzes für KurzarbeiterInnen mit tiefen Löhnen zu beantragen. Der Ball ist nun beim Parlament, das die 80-Prozent-Entschädigung auf den vollen Lohn erhöhen muss. Zudem muss es die Taggelder für Langzeitarbeitslose verlängern, damit es keine Aussteuerungen mehr gibt.