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COMFORTRUST
Schweizer Projekt, Schweizer Produkt
Das Projekt startete im Jahr 2000 als Forschungsprojekt zwischen der Gruppe Rüstung (heute armasuisse), der EMPA St. Gallen und der Firma Christian Eschler AG.
Nach zweijähriger Entwicklung im Labor konnte das System in einem ersten Truppenversuch der Schweizer Armee 2002 unter den echten Umgebungsbedingungen getestet und die ersten Erkenntnisse konnten gewonnen werden.
1. Erste Technische Erkenntnis aus dem Projekt „Sweatmanagement“ (EMPA) und den Truppenversuchen
Das Projekt „Sweatmanagement“ hat neue, interessante Erkenntnisse gebracht, sowie alte Erkenntnisse bestätigt:
- In Bezug auf den Feuchtigkeitstransport erzielt Polyester sogar bessere Ergebnisse als z.B. Polypropylen.
- Die Problematik der Membranen und Beschichtungen in Bezug auf den Rückfluss von Kondenswasser.
Eine wichtige Erkenntnis aus der Studie ist die folgende Aussage: Textilien müssen aufgrund Ihres Einsatzbereiches genau definierte Funktionen erhalten. Denn ein Textil kann nicht alle Funktionen auf einmal erfüllen. Als Beispiel sei hier die Funktion von Unterwäsche erwähnt:
Die Unterwäsche eines Profiradfahrers hat eine andere Funktion zu erfüllen als die eines Skifahrers. Das Textil des Radfahrers muss eine definierte Menge des Schweisses auf der Haut garantieren, besser diese auf dem Oberkörper verteilen um das körpereigene Kühlsystem zu unterstützen. Auf der anderen Seite muss die Unterwäsche eines in der Freizeit betreibenden Skifahrers den produzierten Schweiss verstärkt nach aussen transportieren um dem Freizeitsportler warm und trocken zu halten. Aufgrund dieser vielfältigen Funktionen, die ein Bekleidungsstück erfüllen soll und kann, ist die Kommunikation des Einsatzbereiches zwischen Stoffhersteller und Konfektionär von sehr grosser Bedeutung.
Die Untersuchungsergebnisse der EMPA, welche bereits im Januar 2001 beim Symposium der Gruppe Rüstung vorgestellt wurden, warfen zum Teil neue Fragen auf.
Eine dieser Fragen bezieht sich auf die mittlere und äussere Schicht, bezüglich hydrophiler oder hydrophober Funktion und dem daraus resultierenden Kondensationseffekt.
Diese Frage ergab in enger Entwicklungsarbeit zwischen der GR, EMPA und Chr. Eschler AG ein ganz neues Produkt. Ein Zweilagenlaminat mit einer hydrophilen Innenseite und einer hydrophoben Aussenseite. Dieses Produkt wird im Sinne des „Sweatmanagement“ Konzepts in der Isolationsschicht positioniert. Die hydrophile Innenseite sorgt als Feuchtepuffer für einen trockenen Körper. Die hydrophobe Aussenseite verhindert das Zurückfliessen von Kondenswasser und schütz vor Nebel, Nieselregen und Schnee.
Das ComforTrust Bekleidungs-System wird als Zusammenspiel zwischen Körper, Klima und Kleidung definiert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die einzelnen Kleidungsstücke aufeinander abgestimmt sind. Ein mehrschichtiges Bekleidungssystem, das nach dem Zwiebelprinzip aufgebaut ist. Dieses System gewährleistet eine optimale Thermoregulation des menschlichen Körpers und sorgt durch sein „Sweatmanagement“ für optimalen Tragekomfort.
2. Erkenntnisse aus dem Projekt „Skischule“
Die breit angelegte Testserie des Sweatmanagement – Approved by armasuisse mit zivilen Organisationen, sogenannten „Protagonisten“, hat grundlegend die Funktionstüchtigkeit des Bekleidungssystems „Sweatmanagement – Approved by armasuisse“ vollumfänglich bestätigt !
3. Die Markteinführung
ComforTrust AG – Approved Lizenznehmerin – konfektioniert und vertreibt dieses wohl einzigartige aufeinander abgestimmte, kombinierbare Bekleidungssystem der Zukunft. Zum einen wurde in enger Zusammenarbeit mit der armasuisse die Armee-Linie weiter optimiert und zum anderen auch eine zivile Kollektion entwickelt. Die erste ComforTrust-Kollektion wurde auf die Saison 2004/2005 lanciert. In aufwendigen Praxistest mit ausgesuchten zivilen Organisationen in verschiedenen Anwendungsbereichen wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen welche in die Weiterentwicklung der nächsten Kollektion einflossen. Auch das stark steigende Interesse im In- und Ausland an diesem innovativen Bekleidungssystem unterstreichen das Qualitätsniveau.
Auch durften im Bereich des Privatlabels erste Erfolge verzeichnet werden. So wurden unsere Layer 1 bis 3 in die Ausrüstung der Schweizer Teilnehmer der olympischen Winterspiele 2006 in Turin integriert.
„Swiss Activewear System“ ein Bekleidungssystem, das neue Massstäbe setzt.