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Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino bekräftigt die Haltung der FIFA gegenüber der Super League.
Die «New York Times» hatte am Donnerstag (Ortszeit) berichtet, dass die FIFA in den vergangenen Monaten an Gesprächen mit den Super-League-Gründern beteiligt gewesen sein soll.
«Ich habe es gesagt, und ich sage es noch einmal ganz klar: Die FIFA ist gegen ein solches Projekt», sagte der Schweizer während seiner Rede beim Kongress des Weltverbandes, der online abgehalten wurde. Grundsätzlich sagte Infantino allerdings auch, dass das existierende Modell im Fussball «nicht perfekt» sei und kritisierte, dass die grössten Ressourcen auf ein paar wenige Clubs verteilt seien. «Ist Fussball wirklich global?», fragte der 51-Jährige. «Nein, ist er nicht.» Er sehe ein grosses Ungleichgewicht.
Laut der US-Zeitung soll die Unterstützung der FIFA zeitweise Voraussetzung für die Gründer gewesen sein, den Plan einer eigenen Liga abseits der Europäischen Fussball-Union fortzuführen. In den Gesprächen sei es demnach auch um mögliche Synergieeffekte zwischen der Super League und der neuen Club-WM der FIFA gegangen, die auf 24 Teilnehmer aufgestockt wird.
Zwölf europäische Topclubs, darunter sechs englische Premier-League-Vereine, hatten in der Nacht zum 19. April die Gründung einer eigenen Super League angekündigt. Diese wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten, die diese Pläne wie auch die FIFA und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Deutsche Clubs waren nicht unter den Super-League-Gründern. Nach dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Super League vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen drohen deshalb Sanktionen der UEFA.