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Als wir – die Tee-Reisegruppe in Pinglin waren, waren wir vor einer Meeresgöttin Masu 媽祖. Dort hat Atong uns die Geschichte des Formosa Tee Abenteuers erzählt.
Formosa Oolong wurde zuerst angepflanzt in der Nähe von Taiwan, das so genannte Wenshan-Region. Angebaut von dem eingewanderten Chinesen, produziert wurde immer noch von den Tee-Profis aus dem Festland. Die pendelnden Teeprofis wurden immer im Frühling abgeholt und kehrten nach dem Herbsternte (heute als Winterernte bezeichnet) nach Heimat zurück. Das Schlimmste von der ganzen Reise war die Überquerung der Formosa Strasse! Die meisten Schiffe gelangen es nicht den tiefen wellenstarken Kluften zwischen China und Taiwan zu überwinden, so dass diese Überquerung ein Alptraum wurde. Wer hätte die Teeprofis in diesen gefährlichen Situationen beschützen sollen als der Masu?
Die schöne Göttin, die auf dem Weg zur ihrer Hochzeit war, das schlimme Geburt von Schaffe sah und sich entschied, die Hochzeit zu entfliehen, blieb als Jungfrau und beschützt ihr Volk – das Volk vom Meer.
Wir sind ein Volk vom Meer, sagte mein Großvater immer zu uns. Taiwanese kamen aus dem Meer, leben am Meer und zurück zum Meer, wenn wir tot sind. Das Meer ist der Ursprung aller Lebewesen! Wenn er konnte, verlangte er meinen Vater uns zur Küste zu bringen. Der Pazifik war seine Heimat. Er konnte am Hafen einfach sitzen, gültig und lieb. Auch er und meine Großmutter waren treuen Anbeter von Masu. Auf unseren Familie-Atar sitzt Masu 媽祖 gelassen und gültig, nun bei meinem Bruder in seiner gestylten Luxus-Wohnung.
Zur Einweihung von Shui Tang übergabt mir Jürg Meier, Präsident von Teeclub ein Geschenk! Ein Foto von Masu in Pinglin!
Er sagte mir, eigentlich hätten sie, die Reisegruppe mir gerne eine richtige Masu-Statue 媽祖 geschenkt, leider funkte die Sprache dazwischen. Atong sollte sie Shui Tang bringen, aber er dachte an ein Foto anstatt an ein Live-Masu! Als Jörg dieses stolze Foto von Atong sah, war er mehr als geschockt und entsetzt! Sie hätten mir so gerne eine richtige Masu geschenkt!
Ein Masu, der Shui Tang hütet. Ein Masu, der den Leuchtturm des Tees in Europa beschützt – sagte er. Ich war mehr als berührt und beeindruckt. Wie hat Shui Tang verdient, von diesen Menschen so viel Liebe und Respekt zu erhalten? Wie kann Shui Tang es erwidern?
Das Leben in Shui Tang ist mehr als nur hart. Mein Leben beginnt mit einer neuen Ära. Viele alte Gewohnheiten funktionieren nicht mehr. Ich habe stets mit Menschen zu tun. Wo bist Du, frage ich mich immer öfters. Meine Familie macht sich in der Ferne Sorgen wie jede Familie. Meine Schwester kam mir helfen um Engpass von Weihnachten zu überwinden. Heute überwindet man die Kluften zwischen Kontinenten mit eisernen Vögeln. Sie brachte mir ein Buddha. Ein Buddha voller Weisheit und Liebe.
Ehrlich zugegeben war ich sprachlos vor diesem Geschenk. Wo sollte ich denn diesen Buddha platzieren? Was denken denn die Klienten über diesen Buddha? Passt er überhaupt in Shui Tang. Schwester spürte meine Zurückhaltung. Sie wollte den Buddha wieder einpacken, weil sie mir kein Problem bereiten wollte. Sie wollte mir nur Gutes tun, sagte sie.
Ein Masu von europäischen Liebe und Segen, steht nun vor der Kasse an der Wand. Sie bewacht, das Meer des Geldes. Der Buddha sitzt nun neben unserem Antik-Tisch. Jeder, der am Tisch sitzt, wird gesegnet. Jeder bekommt, was sein Geist denkt, sowohl positiv als auch negativ. Jeder bekommt, was er mitnehmen kann. Ich genieße die Liebe aus zwei Welten, die Shui Tang reichlich beschenken und füllen.
Auch heute gehen Menschen weg von ihrer Heimat. Manche verlassen sie, um ihre Träume zu verwirklichen. Manche gehen, weil sie es müssen. Egal, wer und wegen was man tut, freut man sich auf dem Weg, geliebt, beschützt und gesegnet zu werden!