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Es ist eines jener Bilder, die sogar von Kunstbanausen sofort erkannt werden: das Porträt von Marilyn Monroe im Pop-Art-Stil. Insgesamt fünf verschiedene davon hat Andy Warhol in den 60er-Jahren gemalt, mit den Hintergrundfarben Rot, Orange, Blau, Türkis und «Sage Blue» (zu Deutsch: «Salbeiblau»). Das letztere kommt nun am Montag, 9. Mai, unter den Hammer – unter Umständen sogar als das teuerste je versteigerte Gemälde.
Warhols Marilyn-Porträt wird vom Auktionshaus Christie's versteigert. Christie's gab im März bekannt, dass das Bild für rund 200 Millionen Dollar versteigert werden könnte. Es wäre damit das teuerste je versteigerte Kunstwerk aus dem 20. Jahrhundert. Und: Von allen Kunstwerken mit einem offiziellen «Preisschild» wäre nur noch das sagenumwobene «Salvator Mundi» wertvoller – ein Gemälde, dessen Herkunft umstritten ist, das einige Experten aber Leonardo da Vinci zuschreiben.
Allerdings wird jetzt verschiedentlich spekuliert, «Shot Sage Blue Marilyn» könnte gar diesen Rekord brechen. Der Grund: Auch das teuerste je versteigerte Kunstwerk, «Salvator Mundi», wurde vor seiner Versteigerung 2017 massiv unterschätzt. Christie's rief damals einen Schätzpreis von 100 Millionen Dollar aus – versteigert wurde das Bild am Ende für rund 450 Millionen Dollar. Ob das Auktionshaus auch bei Warhols Marilyn so weit drunter liegt, wird sich am Montag zeigen.
Andy Warhol brauchte das Gesicht Monroes für eine Serie von Kunstwerken. Die Vorlage ist ein Foto von Monroe, die Umsetzung ein sogenannter fotografischer Siebdruck. Diese Technik war relativ einfach, und der Künstler konnte so seine Werke auch im Nachhinein noch leicht verändern. Die Serie mit dem Gesicht der Schauspielerin zementierte Warhol als berühmtesten Vertreter der Pop-Art-Kunst.
«Shot Sage Blue Marilyn» ist 1964 entstanden. Es gehört aktuell der Stiftung Thomas und Doris Ammann in Zürich. Thomas Ammann, 1950 geboren, war einer der weltweit bedeutendsten Kunsthändler. Er begann bereits an der Kantonsschule mit dem Sammeln von Kunst und lernte später Andy Warhol persönlich kennen. Warhol wurde zu einem engen Freund und Förderer Ammanns, der 1993 verstarb.
Die Thomas und Doris Ammann Stiftung will laut Christie's alle Einnahmen aus der Versteigerung für wohltätige Zwecke verwenden. (lak, mit Material der sda)
Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hat wegen mehrerer Fälle von Affenpocken in Europa zur Wachsamkeit aufgerufen. Reiserückkehrer aus Westafrika sowie Männer, die sexuellen Kontakt mit Männern haben, sollten bei ungewöhnlichen Hautveränderungen «unverzüglich eine medizinische Versorgung aufsuchen», teilte das RKI am Mittwoch mit.