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Das Kino in der Reitschule präsentiert: ZOMBIE POLITICS
Der Regisseur und Filmautor George A. Romero führte die Zombies in die Pop-Kultur ein: Mit THE NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) und vor allem mit DAWN OF THE DEAD (1978) begründete er ein eigenes Sub-Genre des Horrorfilms.
Dabei ging es ihm nicht bloss um die Inszenierung grober Splatter- und Gore-Effekte, er kritisierte auch die bürgerliche Konsumgesellschaft, Rassismus, staatlichen Machtmissbrauch, selbstherrlich agierende Militärs und sensationshungrige Medien.
Inzwischen haben sich unzählige Filmemacher*Innen bei ihm bedient. Remakes, Parodien, Neu-Interpretationen, Komödien und unzählige B-Movies vom Zombie-Musical bis zur Zombie-Weihnachtsgeschichte entstehen Jahr für Jahr. Einige davon übernehmen nicht nur die Untoten, sondern auch das Element politischer, gesellschaftskritischer Botschaften von Romero. Eine Auswahl solcher Zombiefilme mit politischer Botschaft zeigt das Kino in der Reitschule im Zyklus ZOMBIE POLITICS.
Neben den zwei Klassikern DAWN OF THE DEAD (Konsumkritik – Zombies im Shoppingzentrum, USA 1978), 28 DAYS LATER (Kritik am Staat und militärischem Machtmissbrauch, UK 2002), und ihren sogar noch gesellschaftskritischeren Parodien SHAUN OF THE DEAD (Gesellschaftskritik – Zombies im Büro, UK 2004), THE DEAD DON'T DIE (Zombies in der US-Provinz, USA 2019), liegt der Fokus auch auf jungen politischen Filmen ausserhalb von Hollywood.
Neben dem koreanischen TRAIN TO BUSAN (Mittelschicht kämpft gegen Zombies, Südkorea 2016) und dem feministischen Zombiedrama ENDZEIT aus Deutschland (2019) findet mit ATLANTIQUE (Senegal 2019) ein Gewinnerfilm des Grand Prix du Jury in Cannes 2019 den Weg auf die Leinwand im Kino in der Reitschule.