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Herrlich! Diesen Sonntag können Sie eine Stunde länger schlafen.
Der kommende Sonntag 30. Oktober 2016 wird volle 25 Stunden dauern! Der Tag hat also neuerdings 25 Stunden und wir können unsere Schulbücher in die Ecke schmeissen? Nein, nicht ganz, denn am Sonntag, 30. Oktober 2016, endet die Sommerzeit und es herrscht wieder die normale Zeit. Und wie bei jeder Zeitumstellung stellt sich die grosse Frage am Sonntagmorgen vor der Küchenuhr: Vor oder zurück?
Sommerzeit Ende: Uhren vor oder zurück stellen?
Wir lösen das Rätsel um das Ende der Sommerzeit auf: Die Uhren werden um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr umgestellt, also Uhren 1 Stunde ZURÜCK stellen heisst es am 30. Oktober 2016 und wir können eine zusätzliche Stunde als Geschenk geniessen - nachdem man sie uns allerdings im Frühling gestohlen hatte.
Sommerzeit 2017 beginnt am 26. März 2017
Sofern sie nicht endlich abgeschafft wird, beginnt die Sommerzeit nächstes Jahr 2017 am 26. März und dauert bis am 29. Oktober 2017, danach herrscht wieder "Normalzeit".
Sommerzeit gibts in der Schweiz erst seit 1981
Denn eine "Winterzeit" per Definition gibt es gar nicht, es gibt nur die aufgesetzte, um eine Stunde verschobene "Sommerzeit", die die normale Zeit in der Schweiz seit 1981 um eine Stunde nach vorne drückt. Und das obwohl das Volk sich bei der Abstimmung 3 Jahre zuvor 1978 gegen die Einführung einer Sommerzeit entschieden hatte! Aber eine Schweiz mit anderer Zeit als die umliegenden Länder, die die Sommerzeit ohne Volksbefragung 1980 beschlossen hatten, war einfach zu unpraktisch. Also zog die Helvetische Regierung nach und führte die Sommerzeit ein Jahr verspätet per 1981 ein, das Referendum kam nicht zustande.
Wird die Sommerzeit endlich abgeschafft?
Vielleicht wird die die Konstruktion der Sommerzeit ja irgendwann wieder von ganz Europa abgeschafft. Als Vorbild könnte man sich Russland nehmen: Russland hatte im Oktober 2014 die Sommerzeit abgeschafft und verzichtet seither komplett auf das aufwändige zweimal jährliche Umstellen der Uhren. In Russland herrscht ganzjährlich die Normalzeit.
2016 dauert länger: Schaltsekunde an Sylvester
Ende Jahr werden wir unsere Uhren noch einmal verstellen müssen: In der Nacht von Sylvester auf Neujahr wird eine Schaltsekunde in die weltweite Referenzzeit eingeschoben werden. Diese Referenzzeit, die für alle Zeitzonen den Takt angibt, ist die koordinierte Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC). Sie wird vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht in Paris aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Referenzlaboratorien für die Zeitmessung aus der ganzen Welt ermittelt. Auch fünf Atomuhren des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) liefern einen Beitrag zur koordinierten Weltzeit.
Erneute Schaltsekunde 2016: Unser Planet dreht sich langsamer
Die Schaltsekunde 2016 wird eingefügt, weil die Erde sich zurzeit etwas zu langsam dreht. Während Jahrhunderten war die Zeitmessung an die Drehung der Erde um ihre eigene Achse gebunden: Die Länge eines mittleren Sonnentages wurde per Definition auf 86'400 Sekunden festgelegt. Doch in den 70er Jahren hat man gemerkt, dass sich die Erde nicht konstant dreht, unsere Kugel eiert etwas und die Drehgeschwindigkeit der Erde ist nicht perfekt konstant, sondern ist zur Zeit etwas langsamer.
Seit einigen Jahrzehnten verfügen wir über Atomuhren, mit denen man die Sekunde um ein Vielfaches präziser und stabiler bestimmen kann als mittels der Erddrehung. Deshalb wurde Ende der Sechzigerjahre die Einheit der Zeit, die Sekunde, mithilfe eines atomaren Vorgangs neu definiert.
Damit die atomare Zeit und die astronomische Zeit nicht zu stark voneinander abweichen, werden seit 1972 Schaltsekunden eingefügt. Schaltsekunden können an einem 31. Dezember oder einem 30. Juni eingefügt werden, die letzte kam am 30. Juni 2015 hinzu, jetzt braucht es am 31. Dezember 2016 offenbar schon wieder eine Zusatzsekunde, damit Erddrehung und Atomzeit wieder perfekt zusammenpassen.
Quelle: Eidgenössisches Institut für Metrologie