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Dvořák / Bruckner
Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello h-Moll op. 104
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 4 Es-Dur («Romantische»)
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Der Cellist Jan Vogler im Gespräch mit Michael Küster.
Die Philharmonischen Konzerte werden unterstützt von Evelyn und Herbert Axelrod
Dvořák / Bruckner
Kurzgefasst
Dvořák / Bruckner
Das Violoncellokonzert h-Moll ist im letzten Winter von Antonín Dvořáks Amerika-Aufenthalt entstanden. Der unverkennbar böhmische Tonfall des Werks lässt die Sehnsucht des Komponisten nach seiner Heimat erahnen. Mit der hervorragenden Balance zwischen Virtuosität und inhaltlichem Anspruch gehört Dvořáks Violoncellokonzert zu den bedeutendsten Werken dieser Gattung im 19. Jahrhundert. Als Solist ist im 2. Philharmonischen Konzert der deutsche Cellist Jan Vogler zu hören, der seine Karriere bereits mit 20 Jahren als Solocellist der Staatskapelle Dresden begonnen hat und zu den bedeutendsten Cellisten seiner Generation zählt.
Die Vierte Sinfonie von Anton Bruckner, die Generalmusikdirektor Fabio Luisi in der zweiten Konzerthälfte dirigiert, ist 1881 in Wien zum ersten Mal erklungen. Für Bruckner war die Aufführung ein durchschlagender Erfolg. Noch heute gehört die «Romantische» mit ihrem charakteristischen Hornruf-Beginn zu den beliebtesten Werken des grossen Sinfonikers.
Fabio Luisi, Dirigent
Fabio Luisi
Fabio Luisi stammt aus Genua. Er ist Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und designierter Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino. Von 2011 bis 2017 war Fabio Luisi Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York, zuvor Chefdirigent der Wiener Symphoniker (2005-2013), Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007) und Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Er ist Musikdirektor des «Festival della Valle d’Itria» in Martina Franca (Apulien) und Gastdirigent renommierter Klangkörper, darunter das Philadelphia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokio, die Münchener Philharmoniker, die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Saito Kinen Orchester sowie zahlreiche namhafte Opernorchester. Bei den Salzburger Festspielen trat er mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena hervor. Zu seinen bedeutendsten Dirigaten am Opernhaus Zürich zählen bisher u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie Rigoletto, Fidelio, Wozzeck und Verdis Messa da Requiem. Wichtige CD-Aufnahmen sind Verdis Aroldo, Bellinis I puritani und I Capuleti e i Montecchi, sämtliche Sinfonien von Robert Schumann sowie Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen. Er ist Träger des Bruckner-Ringes der Wiener Symphoniker sowie Kavalier der italienischen Republik. Im 2015 neu gegründeten Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich erschienen unter seiner Leitung bisher Werke von Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninow, Bruckner, Rimski-Korsakow und Frank Martin sowie die DVDs zu Rigoletto (Regie: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (Regie: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (Regie: Christof Loy) und die Messa da Requiem (Regie/Choreografie: Christian Spuck).
Jan Vogler, Cello
Jan Vogler
Jan Vogler gehört zu den renommiertesten Instrumentalsolisten der Gegenwart. Der dreifache Echo-Preisträger tritt regelmässig mit einigen der weltweit bedeutendsten Orchestern auf, darunter dem New York Philharmonic, dem Boston, Pittsburgh und Montreal Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Mozarteumorchester Salzburg und dem Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia und arbeitete bisher u. a. mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Fabio Luisi, Sir Antonio Pappano, Valery Gergiev, Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck und Kent Nagano zusammen. In der Saison 2016-17 konzertiert Jan Vogler u. a. mit dem Orchester des Mariinsky-Theaters, spielt Brittens Cello Symphony mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Blochs Schelomo mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Orchester des Teatro La Fenice, sowie Dvořáks Cellokonzert in Seoul mit dem KBS Symphony Orchestra. In Rezitalen ist er mit seinen Duopartnern Hélène Grimaud, Martin Stadtfeld und Lise de la Salle zu erleben. Sein neues Projekt «Bill Murray, Jan Vogler und Freunde» verbindet amerikanische Literatur und europäische Musik.
Zu seinen jüngsten Einspielungen für Sony Classical gehören Schumanns Cellokonzert mit dem Dresdner Festivalorchester unter Ivor Bolton sowie ein Tschaikowski-Album mit dem hr-Sinfonieorchester unter Andrés Orozco-Estrada und dem Moritzburger Festival Ensemble. Jan Vogler ist Künstlerischer Leiter und Initiator des Moritzburg Festivals bei Dresden, einer der ersten Adressen für Kammermusik in Deutschland, und seit 2008 Intendant der Dresdner Musikfestspiele. 2006 wurde er mit dem Europäischen Kulturpreis und 2011 mit dem Erich-Kästner-Preis für Humanität, Toleranz und Völkerverständigung ausgezeichnet. Jan Vogler spielt das Stradivari-Cello «Castelbarco/Fau» von 1707.