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Am 5. Dezember habe der Knabe in einem Gebüsch nahe dem Rathausplatz einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befunden habe, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt von Frankenthal, Hubert Ströber, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Von aussen sei der Behälter mit Klebband umwickelt und mit Nägeln präpariert gewesen. Zum geplanten Attentat habe es aber einen "Hinweisgeber" gegeben, so dass der Rucksack entdeckt wurde.
Herausgestellt habe sich dann, dass der in Ludwigshafen geborene Knabe schon am 26. November versucht habe, einen Nagelbombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Da der Minderjährige strafunmündig ist, sei von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen worden, sagte Ströber.
Das Jugendamt sei informiert und kümmere sich um das Kind. Zugleich liege die Zuständigkeit "bezüglich des Umfeldes" des Kindes bei der Bundesanwaltschaft.
Möglicherweise sei der Knabe bei seiner Tat beeinflusst worden. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte lediglich, dass Ermittlungen wegen des Fundes einer Nagelbombe in Ludwigshafen aufgenommen wurden. Mehr könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
(SDA)