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Beethoven und Busoni mit Kirill Gerstein
Beethoven und Busoni - beide waren sie zu ihrer Zeit die tonangebenden Klaviervirtuosen, die ihr Publikum regelrecht in Trance zu versetzen vermochten. Als Beethoven Ende 1792, also mit 22 Jahren, seine Heimatstadt Bonn verliess und nach Wien reiste, übrigens bereits zum zweiten Mal und diesmal für immer, machte er in der Donaumetropole vor allem als Pianist Furore: ein Tastenvirtuose von ganz besonderem Format. Das Publikum war hingerissen und lauschte gebannt; "kein Auge blieb trocken, während manche in lautes Weinen ausbrachen", berichtete Beethovens Schüler Carl Czerny. Busoni wurde 100 Jahre später als einer der führenden Beethoven-Interpreten verehrt. Elias Canetti erzählte in seinen Jugenderinnerungen von seiner Mutter, die Busoni wiederholt live im Konzert erlebt hatte: "Er sei der grösste Meister des Klaviers, den sie je gehört habe, und es sei ein Unfug, dass die anderen alle ebenso wie er Pianisten hiessen." Beethoven und Busoni - eine spannende Konstellation.
"Encore" im Anschluss an das Hauptkonzert:
Ferruccio Busoni Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 e-Moll, op. 36a
Violine Roberto González Monjas
Klavier Kirill Gerstein