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China will seinen Devisenmarkt weiter öffnen und ausländischen Notenbanken den direkten Handel mit der heimischen Währung ermöglichen. Bis Ende des Jahres sollen die Möglichkeiten dazu geschaffen werden, sagte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang auf dem «Sommer-Davos» genannten Treffen des Weltwirtschaftsforums in der nordostchinesischen Stadt Dalian.
Dieser Schritt wird China dabei helfen, dass der Yuan neben dem Dollar, Euro, Yen und Pfund in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen wird. Dies gilt wiederum als Voraussetzung dafür, dass der Yuan zu einer wichtigen Reservewährung aufsteigt.
Kein «Währungskrieg» geabsichtigt
Die chinesische Regierung hatte anderen Notenbanken erst vor kurzem den Zugang zum Anleihehandel zwischen Finanzinstituten ermöglicht. Mit dieser Massnahme will die Regierung erreichen, dass Zentralbanken weltweit einen Teil ihrer Reserven in Yuan-Anleihen anlegen.
Li versuchte erneut, die Sorgen vor einer weiteren Abwertung der Landeswährung Yuan zu dämpfen. Der Kurs solle auf einem angemessenen Niveau bleiben, sagte er. Bereits am Mittwoch hatte er gesagt, dass es keine Basis dafür gebe, dass sich die Abwertung des Yuan fortsetzt. China habe nicht die Absicht, die Exporte des Landes durch einen schwächeren Yuan anzukurbeln oder «in einen Währungskrieg einzutreten».
Überraschende Yuan-Abwertung
Mitte August hatte die chinesische Zentralbank die auch Renminbi genannte Währung überraschend in mehreren Schritten um rund drei Prozent abgewertet und damit im Ausland Sorgen um die Situation der chinesischen Wirtschaft geschürt. Zudem gilt die Abwertung als ein Grund für die jüngsten Börsenturbulenzen.
(awp/dbe/chb)