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Regesten der Urkunden
Regesten sind knappe Inhaltszusammenfassungen von Urkunden oder Akten, mit Angabe von Datum, Ort, Überlieferungsform sowie Orts- und Personennamen. Die Regesten im Staatsarchiv Basel-Stadt gliedern sich in zwei grosse Serien, die sogenannten städtischen Urkunden/Staatsurkunden und die Klosterurkunden. Hinzu kommen vereinzelte Urkunden aus Privatarchiven.
Die Regesten sind bis auf wenige Ausnahmen handschriftlich verfasst. Jedes Regest beschreibt eine Urkunde. Manche sind sehr knapp gehalten, andere recht ausführlich. In der Kopfzeile finden sich Ausstellungsdatum (links) und Archivsignatur (rechts). Ein Textfeld beschreibt den wesentlichen Inhalt der jeweiligen Urkunde. In einer rechten Spalte werden die früheren, mit der Neuordnung des Archivs Ende des 19. Jahrhunderts aufgelösten Signaturen vermerkt.
Ursprünglich wurden die Regesten als Karteikarten angelegt und im Lesesaal in Schubladen aufbewahrt. Seit 2010 sind sie digitalisiert und in den Online-Archivkatalog integriert. Ein Standortkatalog der städtischen Urkunden, zugleich Konkordanz zwischen den geltenden und den alten Archivsignaturen, steht zudem im Repertorienraum (Rep. G 8). Ein Ausstellerverzeichnis der Pergamenturkunden von 1301 bis 1465 (auch der Klosterurkunden) wurde in den Jahren 1963-1967 von Dr. Karl Mommsen angefertigt. Es befindet sich ebenfalls im Repertorienraum (Rep. H 3,1 bis H 3,5).
Städtische Urkunden / Staatsurkunden
Diese chronologisch abgelegten Regesten umfassen im Kern die sogenannten "städtischen Urkunden", die von 1180 bis ins Jahr 1785 reichen sowie die "Staatsurkunden" von 1801 bis 1997. Für die Serie der Urkunden sind die Regesten das zentrale Fundmittel, da die Urkunden im Repertorium und damit auch im Online-Archivkatalog nicht detailliert erschlossen sind. Hinzu kommen Urkunden aus beinahe allen Abteilungen des Älteren Hauptarchivs sowie der Älteren Nebenarchive (Kirchenarchiv, Universitätsarchiv).
Klosterurkunden
Diese Regesten umfassen die Urkunden der diversen Klosterarchive. Hinzu kommen Urkunden aus den Älteren Nebenarchiven (Direktorium der Schaffneien, Elendenherberge, Spitalarchiv). Innerhalb der einzelnen "Abteilungen" sind die Regesten chronologisch abgelegt.
Hilfsmittel zu den Regesten
Die in den Regesten vorkommenden Personen und Orte sind in der zentralen Personenkartei (gelbe Rückenschilder ) und in der topographischen Kartei (braune Rückenschilder) verkartet, die sich beide im genealogischen Arbeitsraum befinden. Der auf den einzelnen Karteikarten verwendete Stempel "Regesten zu Staatsurkunden" ist irreführend; es sollte heissen "Regesten zu städtischen Urkunden".
Literatur
Urkundenbuch der Stadt Basel,
hrsg. von der historischen und antiquarischen Gesellschaft zu Basel, bearb. von Rudolf Wackernagel und Rudolf Thommen, Bd. 1-11, Basel 1890-1910.