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Dubrovnik hiess ursprünglich Ragusa und wurde erst 1921 in Dubrovnik umbenannt. Die Ursprünge von Dubrovnik gehen auf die Besiedelung einer dem Festland vorgelagerten Insel zurück. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. hatten auf dieser Insel Illyrer gesiedelt und in der Römerzeit war die Insel befestigt worden. Als während der Völkerwanderung die Awaren und Slawen das Gebiet der späteren Stadt Dubrovnik überrannten und zerstörten, flohen viele Bewohner auf diese Insel. Die Slawen ihrerseits gründeten auf dem eroberten Gebiet einen neuen Ort. Nach den Stürmen der Völkerwanderung entstanden zwischen den Inselbewohnern und den slawischen Festlandbewohnern freundschaftliche Beziehungen. Die beiden Siedlungen schlossen sich zusammen, unterstanden aber bis ins 10. Jahrhundert der byzantinischen Oberhoheit. Im 12. Jahrhundert wurde der Kanal zwischen der Insel und Festland aufgeschüttet, sodass die beiden Orte geographisch eine geschlossene Einheit bildeten. Bis zum Jahre 1358 war Ragusa zeitweise von Venedig abhängig, wurde jedoch ab dem Jahr 1358 eine freie Stadtrepublik, allerdings nun unter der Oberhoheit des kroatisch-ungarischen Königs. Im 14. bis 17. Jahrhundert dehnte sich der Stadtstaat weiter aus und entwickelte sich zu einer blühenden Handelsstation, deren Bürger in grossem Wohlstand lebten. Der offizielle Name lautete nun Republik Ragusa. Im 16. Jahrhundert war die Handelsflotte Ragusas die grösste im Mittelmeerraum. Dank eines Friedens- und Handelsabkommen mit den Osmanen, die grosse Teile von Südosteuropa bedrohten und erobert hatten, konnte sich Ragusa diesen Feind vom Hals halten, musste sich aber immer wieder gegen die Republik Venedig zur Wehr setzen. Als die Mittelmeerschifffahrt wegen neuer Handelsrouten nach Amerika und Asien in eine Krise geriet, ausserdem ein schweres Erdbeben im Jahre 1667 grosse Teile der Stadt zerstörte, begann der Niedergang der Republik. Eine Pestepidemie war ein weiteres Unglück. 1808 wurde der Stadtstaat von napoleonischen Truppen besetzt, die Republik wurde aufgelöst und das Staatsgebiet der französischen Regierung unterstellt. 1815 wurde Ragusa aufgrund einer Entscheidung des Wiener Kongresses ein Kronland Österreichs und blieb dies bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. 1921 wurde der Name Ragusa in Dubrovnik abgeändert. Von 1918 bis 1941 gehörte Dubrovnik zu Jugoslawien, nach 1945 zur Teilrepublik Kroatien und seit dem Ende des Serbisch-Kroatischen Krieges 1991 zur Republik Kroatien.
Die Hauptattraktion von Dubrovnik ist zweifellos die Mauer, die die äusserst malerische Altstadt umschliesst, und mit deren Bau bereits im 8. Jahrhundert begonnen wurde. Die Stadtmauer gilt als das besterhaltene Befestigungssystem in Europa und hat ihre Schutzfunktion bis in die neueste Zeit bewiesen: auch im kroatisch-serbischen Krieg (1990/91) hielt sie der Beschiessung durch serbische Truppen stand. Die Mauer ist ca. 2 km lang, mit Türmen und Bastionen versehen und war ehemals mit Kanonen bestückt. Sie ist vollständig begehbar und gewährt einen herrlichen Blick über Dubrovnik sowie über die malerische Küstenlandschaft: 360°Grad Dubrovnik – ein grossartiges Erlebnis.
Das 1337 erbaute Franziskaner-Klosters gehört zu den bedeutendsten Monumenten der Stadt. Die Anlage befindet sich gleich hinter dem Pile-Tor an der Hauptstrasse Strodun. Beeindruckend ist der Kreuzgang mit prächtigen Säulen. Zum Kloster gehört auch eine der ältesten Apotheken Europas, die jedoch nicht als Museum, sondern als ganz moderne Apotheke dient.
Im Rektorenpalast führte einst der Rektor von Ragusa, eine Art Bürgermeister, die Amtsgeschäfte der Stadt, auch diente der Bau dem Rektor als privater Wohnpalast. Heute ist den Räumen des Palastes das städtische Museum untergebracht.