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Diese Europameisterschaften der behinderten Leichtathleten finden nicht im selben Stadion wie die WM, sondern in einem kleineren, ausserhalb Helsinkis statt. Urs Kolly hatte an der EM vor zwei Jahren vier Medaillen heimgebracht: Gold (Weit und Fünfkampf), Silber (Speer) und Bronze (Diskus).
Gestern zum Auftakt verteidigte er im Speerwerfen seinen 2. Rang von 2003. Kolly warf 48,54 m weit. Der russische Sieger kam auf 51,02 m. Kollys Kommentar: «Ich habe nach meinem jetzigen Formstand mit 45 Metern gerechnet. Umso zufriedener bin ich mit meiner Leistung.» Kolly weist eine persönliche Bestweite von 49 Metern auf. In seiner Wurfserie war sein schwächster Wurf 44 Meter weit.
Auf die Frage, wie er an diesen Wettkampf herangetreten sei, mit dem Wissen nicht in Topform zu sein, erklärte Kolly: «Speerwerfen ist sehr technisch. Bei mir ist das eine Sache des Kopfes, der Konzentration. Ich habe mir den Ablauf genau in Erinnerung gerufen und versuchte, ganz locker zu werfen. Und das ist mir gelungen.» Heute Dienstag stehen für Urs Kolly der Weitsprung und das Kugelstossen an.
Hendry zweimal Sechster
Der blinde Lukas Hendry startete gestern in zwei Läufen. Über 100 m startete er mit Begleiter Martin Kuriger. Hendry lief 13,09 Sekunden und wurde unter 13 Athleten Sechster. Die Zeit wurde bei einem Gegenwind von 4 Metern pro Sekunde gemessen. Seine PB beträgt 12,62 Sekunden.
Über 400 m wurde Lukas Hendry von Benedikt Sturny begleitet. In 57,49 Sekunden wurde er erneut Sechster. Damit blieb Hendry über seiner PB von 56,06. Lukas Hendry wird übermorgen Mittwoch wieder im Einsatz sein, und zwar über 200 m.