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Pascal Kuenlin hatte grosse Pläne: Der FDP-Politiker und Promotor wollte auf dem Gelände des Schlachthofes im Quartier St. Leonhard einen Büroturm samt Parkhaus bauen. Der Kanton sollte die Büroräumlichkeiten zu einem etwas höheren Preis als marktüblich kaufen–und so die Sanierung des Eisstadions sowie den Bau des Hallenbades mit einem 50-Meter-Becken querfinanzieren.
Subvention statt Kauf
Doch der Kanton macht definitiv nicht mit. Auf jeden Fall nicht auf diese Weise. «Der Staatsrat will die Frage der Beiträge an die beiden Sportinfrastrukturen trennen von derjenigen des Kaufs von Grundstücken, deren Preis oder Erwerbsmechanismus eine Unterstützung dieser Sportinfrastrukturen beinhalten würde.» Dies schreibt der Staatsrat in seiner Antwort auf eine Anfrage von SP-Grossrat David Bonny (Prez-vers-Noréaz). Gleichzeitig ist bekannt, dass die Regierung statt wie vorgesehen je zehn Millionen Franken neu je fünfzehn Millionen an Eisstadion und Schwimmbad beitragen wird. Dies kann als ein Ausgleich dafür angesehen werden, dass sie den Büroturm nicht kaufen will.
Laut Kuenlin muss das Projekt, für das er eine Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privaten vorsah, angepasst werden. Weder für die Sanierung und Vergrösserung des Eisstadions noch für den Bau des Schwimmbads liegen konkrete Projekte vor. «Für die Eishalle haben wirverschiedene Projekte, wir müssen sie aber noch mit Gottéron besprechen.» Es sei gut möglich, dass Eisstadion und Hallenbad nicht gleichzeitig gebaut würden. Und noch sei nicht klar, wo das Schwimmbad gebaut werde. Als letzte Variante war als Standort der Parkplatz zwischen der zweiten Eisfläche und dem Friedhof genannt worden.
Eishockey als Business
Der Staatsrat schreibt in seiner Antwort, es sei an der Stadt Freiburg, gemeinsam mit Partnern den Finanzplan zu erstellen. Der städtische Sportdirektor Thierry Steiert (SP) meint dazu, die Stadt sei zwar Besitzerin des Eisstadions. Doch sei Eishockey zu einem Business geworden. «Wir zählen darum auch auf den Klub.» njb