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Für die 27-jährige Neuenburgerin, deren Olympia-Teilnahme an sich erst durch das verletzungsbedingte Out von Tanja Frieden zu Stande kam, wäre sogar noch mehr drin gelegen. Im hochkarätig besetzten Final mit Weltmeisterin Helene Olafsen, Weltcup-Leaderin Ricker und der routinierten Anthonioz verlor Nobs als Zweite fahrend in einem denkbar dummen Moment die Balance und schaffte es kaum mehr über das folgende Hindernis. Weil hinter ihr fast gleichzeitig aber auch Olafsen zu Fall kam, reichte es der öfter als minimalistisch beschriebenen Westschweizerin zum grössten Erfolg ihrer Karriere. Sie holte Olympia-Bronze.
Weniger gut lief es den beiden Zimmergenossinnen aus Flims. Simona Meiler, die im ersten Durchgang der Qualifikation heftig stürzte und sich dabei glücklicherweise nur an der Lippe (Platzwunde) verletzte, schied im Viertelfinal-Lauf mit Francon als Dritte aus. «Den Start habe ich völlig verpasst», analysierte die 20-jährige Bündnerin, die in der Folge nicht mehr aufholen konnte. «Ich war eigentlich nahe dran, hatte aber nicht genügend Speed zum Überholen.»
Sandra Frei fiel in ihrem Heat erst auf Rang 3 zurück und dann in den Fangzaun neben der Strecke. «Ich flog zu weit, weil ich zu wenig aktiv war», ärgerte sich Frei über den verpatzten Auftritt in der ersten K.o.-Runde. Für Meiler endete das Rennen im neunten Rang, Frei wurde Elfte.