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Liebe Seth-Leserin, lieber Seth-Leser
Als in den 1970er Jahren die New-Age-Bewegung in den U.S.A. nach und nach größer wurde, kamen nicht nur immer mehr Bücher dieser Sparte auf den Markt, sondern auch zahlreiche Zeitschriften, die sich mit dieser neuen Denkweise oder Lebenseinstellung befassten. Hierzu gehörte auch das Magazin INNER SPACE - THE MAGAZINE OF THE PSYCHIC AND OCCULT. Redakteur war niemand anderes als Professor Raymond van Over, der 1970 das Vorwort zu DAS SETH-MATERIAL von Jane Roberts geschrieben hatte.
Im gleichen Jahr erschien als erster Text einer Artikelserie über zeitgenössischen Mediumismus in Inner Space ein Artikel von C. C. Chambers, Raymonds Ehefrau, über Jane Roberts, die eben ihr Buch Das Seth-Material veröffentlicht hatte. Er trug den Titel Jane Roberts: Ein modernes Medium. Raymond und seine Frau Camilla besuchten Jane und Rob 1970, und Seth führte für sie eine (unveröffentlichte) Sitzung durch. Camilla und Jane fühlten von Anfang an eine tiefe Beziehung zueinander.
Raymond hat uns freundlicherweise die Erlaubnis gegeben, dieses äußerst interessante Zeitdokument zu übersetzen und unseren Newsletter-Lesern in voller Länge zu präsentieren.
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Bevorstehende Veröffentlichungen: Kurz vor Abschluss stehen die Arbeiten an Band 3 von Lynda Madden Dahls Reihe Lebe dein sicheres Universum.
Ebenfalls in Vorbereitung: Zauberer des Bewusstseins von Lynda Madden Dahl, Abenteuer Astralreise, von Rick Stack und Erschaffe deine eigene Realität von Nancy Ashley.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieses Seth-Newsletters,
Maurizio Vogrig und Ursula Lang, Ihr Seth-Verlag
ZEITDOKUMENT VON C.C. CHAMBERS
JANE ROBERTS - EIN MODERNES MEDIUM
Jane Roberts sitzt in ihrem gemütlichen Wohnzimmer. Sie unterhält sich angeregt, und plötzlich fällt sie, beinahe mit einem Fingerschnippen, in Trance. Das Licht wurde nicht zurückgedreht und auch keinerlei ausgefeilte Atemübungen sind ihrer Trance vorausgegangen. Ihre Stimme bekommt einen männlichen Klang, die Pupillen ihrer Augen verdunkeln und weiten sich deutlich. Seths Persönlichkeit ist angekommen.
Die meisten Medien empfangen angeblich Botschaften aus anderen Sphären, oft von kürzlich Verstorbenen. Einige haben spezielle Führer oder „alternative Persönlichkeiten.“ Man weiß noch nicht genau, wer oder was eine Kontrollpersönlichkeit ist. Eileen Garrett hat zum Beispiel Uvani, Douglas Johnson Chiang, Mrs. Leonard hatte Feda - und Jane Roberts hat Seth. Zu einem gewissen Grad benutzt Seth Jane Roberts' Körper. Ihr Gesichtsausdruck verändert sich. Ihre Augen blicken einen direkt an, wenn sie mit Seths Stimme spricht, aber es sind nicht länger ihre Augen.
Zu Beginn mag man sich vielleicht fragen, ob sie nur schauspielert, aber nach Stunden und Stunden in Trance zeichnet sich die Persönlichkeit Seths deutlich ab. Das hier Beschriebene steht tatsächlich in starkem Kontrast zu den üblichen Seancen, wie das Beispiel einer persönlichen Erfahrung zeigen soll. JENES Medium, dessen Name ich nicht nennen möchte, kommt in Turnschuhen und Trainingsanzug und trägt seine zusammensteckbare Aluminiumtrompete in einem Strickkorb. Seine Kleidung erklärt es damit, dass es in Trance stark schwitze. Tatsächlich ist es sehr heiß, aber die Fenster müssen mit vielen Schichten der New York Times zugeklebt bleiben, um ja kein Licht durchdringen zu lassen. Wir bilden einen Kreis, halten uns an den Händen, gießen Salzwasser in eine Schale und singen, um positive Vibrationen auszusenden. Das Medium keucht immer wieder und sagt schließlich, nachdem viel Zeit vergangen ist, Dinge wie „Wer kennt einen John? Ich empfange einen John.“ Offensichtlich kennt niemand einen John. Jegliche hervorgebrachten Informationen sind bestenfalls bruchstückhaft. Das Ganze dauert endlos lang und ist eine wahre Komödie.
Schließlich gesteht das Medium, dass es keine gute Nacht sei und erklärt, es habe nicht erkannt, dass unsere Vibrationen auf einer so hohen Ebene schwingen. Es sagt uns, dass es in New Jersey ausgesprochen gut funktioniert und dass dort die Trompete mehrere Male in der Luft geschwebt habe.
War es ein Betrüger? Jemand mit exhibitionistischen Wünschen? Oder einfach jemand, der als Medium noch nicht allzu fortgeschritten war? Die Qualität der Informationen, die man während solcher Seancen erhält, ist leider weder erleuchtend noch stimulierend. Hier hat man es eher mit schlechtem Theater zu tun, wobei ich zugeben muss, dass der Eintritt billig war. Im Gegensatz dazu ist das Seth-Material interessant, regt zum Nachdenken an und strömt beinahe nonstop aus Janes Mund. Die Themengebiete sind weit gefächert: persönliches Wachstum, die Natur der physischen Realität, Reinkarnation, Zeit, Religion, Träume, Krankheit etc. Diese Themen werden in einer Tiefe behandelt, die der Fähigkeit des Fragestellers Fragen zu stellen entspricht. Seth antwortet wie ein Lehrer (was er auch in früheren Leben gewesen zu sein behauptet), immer bemüht, das Material mit verständlichen Symbolen oder Analogien zu erklären. Er verfügt über einen eigenen Stil und eine eigene Persönlichkeit.
Robert Butts, Janes Ehemann, schreibt jede Sitzung haargenau in einer eigenen Kurzschrift nieder, und zwar schon seit 1963, als alles begann. Eine Sitzungen dauert für gewöhnlich eineinhalb Stunden, manchmal auch länger. Das gesammelte Material umfasst zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 5000 Schreibmaschinenseiten.
Jane Roberts hatte geglaubt, sie habe ihr Leben voll geplant. Sie ist eine Schriftstellerin, deren Texte veröffentlicht werden, ihr Mann ist Kunstmaler. Sie lebten das Leben der normalen Welt. Wie die meisten Medien hatte auch sie während ihrer Kindheit keine übersinnlichen Erfahrungen, und sie kannte sich auch mit Okkultismus nicht aus. Der Ausdruck Trance war ihr vage bekannt. Besonders interessant ist, dass ihr erster übersinnlicher Schritt aufgrund ihrer Poesie geschah. Vielleicht ist das der Grund, warum sie glaubt, dass für uns alle die kreative Erfahrung ein Tor zum Unbewussten darstellt. In ihrem Buch Das Seth-Material, das vor kurzem bei Prentice Hall erschienen ist, erzählt sie ihre ganze Entwicklung zum Medium und das Auftauchen von Seth Schritt für Schritt. Ausführlich beschreibt sie ihr erstes Erlebnis. Spätabends arbeitet sie an einem ihrer Gedichte. . .
„Von einer Minute zur anderen strömte eine phantastische Lawine seltsamer Ideen mit unglaublicher Kraft durch meinen Kopf, als ob mein Schädel eine Art Empfangsstation wäre, auf unerträgliche Lautstärke eingestellt. Nicht nur Ideen kamen durch diesen Kanal, sondern auch intensivste, pulsierende Gefühle. Ich war eingestimmt, eingeschaltet, wie immer man das auch nennen möchte, mit einer unglaublichen Ladung verbunden. Ich hatte nicht einmal Zeit, Rob zu rufen. Es war, als ob die physische Welt plötzlich dünn wie Seidenpapier war, grenzenlose Dimensionen der Realität verbergend, und als ob ich plötzlich mit einem Geräusch des Zerreißens durch das Seidenpapier hindurchgeschleudert würde. Mein Körper saß am Tisch, meine Hände kritzelten wie wild die Wörter und Ideen nieder, die durch meinen Kopf blitzten. Gleichzeitig schien ich aber auch irgendwo anders zu sein, durch Dinge hindurchreisend. Ich stürzte durch ein Blatt und sah, wie sich ein ganzes Universum vor mir öffnete; und von dort wurde ich in etwas anderes hineingezogen. Ich fühlte mich, als ob Wissen direkt in meine Zellen implantiert würde, so dass ich es nicht mehr vergessen konnte - ein zelluläres Wissen oder eine biologische Spiritualität.“
Das ist ganz bestimmt eine erstaunliche kreative Erfahrung. Keats würde es als „Hitze des Geistes“ oder Blake als eine Inspiration aus einem „ewigen Reich“ bezeichnet haben. Später würde Jane sagen, dass sich dieses Erlebnis so sehr von der gewöhnlichen Inspiration kreativer Arbeit unterschied „wie ein Vogel von einem Wurm.“
Jane erfuhr von Seth, dass dies einer seiner ersten Versuche gewesen sei, mit ihr in Kontakt zu treten. In ihrem Buch erzählt sie humorvoll, dass sie zu jenem Zeitpunkt tatsächlich Angst gehabt hätte oder überwältigt gewesen wäre, wäre Seth noch weiter gegangen oder hätte er mit seiner Stimme zu sprechen begonnen. Eine weitere Kommunikation wäre so nicht möglich gewesen.
Jane und Rob probierten dann das Ouija-Brett aus. Das erste Anzeichen für etwas Außergewöhnliches war, dass Jane zuerst einzelne Wörter und dann ganze Sätze vorauszuwissen begann. Sie fing an, die Wörter zu „hören“ und bekam das Verlangen, sie auszusprechen. Schließlich tat sie es und Seth kam zum ersten Mal durch.
Verständlicherweise durchlebte sie eine lange, von Zweifeln über Seth und sich selbst erfüllte Zeit. Zum Teil fuhr sie aus Neugier mit den Sitzungen fort, denn sie sah, dass das Material interessant und weit besser als das war, was sie auf bewusste Weise selbst produzieren konnte. Natürlich begegneten sie und Rob Seth mit Fragen. Wer oder was war Seth? Warum hatte er sich ausgerechnet Jane ausgesucht?
Seth antwortete:
„Die Bezeichnungen ‚Geist‘, ‚Medium“ etc. sind lächerlich. Du nutzt ganz einfach deine inneren Sinne. Diese Sinne sind nicht magisch. Ich bin nicht irgendeine Zweitpersönlichkeit und auch kein wachsamer Geist, der auf Wolke Neun sitzt. Tatsache ist, dass ich als Mensch gelebt habe. Ich trete mit dir durch dein Unterbewusstsein in Kontakt, also durch die inneren Sinne. Ich habe absolut nichts mit jenem Teil des Unterbewusstseins zu tun, der mit deiner persönlichen Erinnerung oder mit dem Aufbau deiner Persönlichkeit zu tun hat. Ihr fragt mich, warum euch dieses Material übermittelt wird. Meine Antwort ist, dass - neben meiner großen Zuneigung für euch - ihr keinerlei Kult oder besonderen geistigen Schule angehört. Ihr seid offenen Geistes und keine Narren; und ihr werdet mich auch nicht in die Verkleidung eines dickbäuchigen Amors, Buddhas, Heiligen oder Teufels stecken. Solche Menschen sind nicht leicht zu finden.“
In anderen Sitzungen führte Seth weiter aus, dass Jane ausgewählt worden war, weil ihre Egostruktur stark genug war, denn jemand, der schwächer gewesen wäre, wäre von einer solchen Erfahrung wie der Trance niedergeschmettert worden, denn dies bedeutet das Einbringen einer anderen Persönlichkeit in das eigene Leben.
Wie haben Jane und Rob auf diese erstaunlichen Geschehnisse reagiert? Sie waren gleichzeitig fasziniert und skeptisch. Besonders Jane wunderte sich. Holte sie all diese Dinge aus ihrem unterbewussten Geist? Handelte es sich hierbei um eine neue Form eines kreativen Ventils? Suchte sie einfach Aufmerksamkeit? War die Persönlichkeit Seths eine psychotische Manifestation wie in Die drei Gesichter von Eve?
Mit solchen Fragen zu leben und sie unbeantwortet zu lassen, schien keine sehr angenehme Lösung zu sein. In gewisser Hinsicht war die einzige Möglichkeit, Antworten zu finden, die Experimente mit den Sitzungen fortzuführen. Jane begann auch, sich detailliert an ihre Träume zu erinnern und außerkörperliche Erfahrungen zu machen (astrale Projektionen). Ihre Gedanken waren nun durch häufiges Lesen sowohl beruhigt als auch aufgebracht. Ihre Meinung jedoch blieb unentschlossen:
„Ich fand die Ideen, die im Seth-Material dargestellt wurden, faszinierend, aber ich hatte nicht vor, sie als die gleiche Art gesicherter Fakten zu betrachteten wie etwa, sagen wir, den Speck, den ich zum Frühstück aß. Jetzt weiß ich, dass sie weit wichtiger sind. . . Die Wirkung meiner eigenen Erfahrung konnte nicht geleugnet und ignoriert werden, aber dennoch hielt ich mich zurück. Für mich bedeutete nur schon die Möglichkeit zuzugeben, dass Seth tatsächlich jemand, eine Persönlichkeit war, die den Tod überlebt hatte, so viel wie intellektuellen Selbstmord.“
Schließlich wurde sie von einem Erlebnis überzeugt, dass sie all dies überhaupt nicht einfach nur erfunden hatte. Während einer Sitzung saß ihr physischer Körper in ihrem Wohnzimmer, Seth sprach und Rob machte die Aufzeichnungen. Plötzlich hatte sie eine außerkörperliche Erfahrung, wobei sie ins 3000 Meilen entfernte Kalifornien projizierte wurde. Seths Stimme beschrieb, was sie sah. Als die Details von zwei völlig fremden Menschen bestätigt wurden (es war deren Zuhause, das sie beschrieben hatte), lösten sich ihre Zweifel langsam auf. Jane wusste, dass dies kein Betrug war. Sie hatte exakte hellsichtige Informationen durchgegeben. Seit jener Zeit haben sich zahllose andere ähnliche Geschehnisse ereignet, die Jane noch weiter überzeugten, dass Seth - ungeachtet seiner Eigenart - ihr geholfen hat, genaue außersinnliche Wahrnehmungen zu machen.
Der vielleicht am schwierigsten zu zerstreuende Zweifel war, dass Seth eine Zweit- oder Alternativpersönlichkeit sein könnte. Als sie andere Fälle dieser Art studierte, entdeckte sie, dass eine Zweitpersönlichkeit beinahe immer versuchte, das Ego zu untergraben und schließlich zu übernehmen, was dazu führte, dass sich die Persönlichkeit auflöste. Aber Seth hat zu keiner Zeit versucht, in ihr „Selbstgefühl“ einzudringen. Wenn sie seine Anwesenheit spürt, kann sie ihn auch davon abhalten „durchzukommen“. Viel eher hat sich ihr Ego gestärkt und ihre Lebensqualität als Ganzes verbessert.
Und was ist über das Seth-Material selbst zu sagen? Es folgen ein paar wenige gedankenanregende Zitate, die zufällig aus Janes Buch Das Seth-Material ausgewählt wurden:
„Die Persönlichkeit ist multidimensional. Das Individuum ist grundsätzlich frei von Raum und Zeit. Das Schicksal von uns allen liegt in unseren eigenen Händen. Probleme, die in diesem Leben nicht angegangen werden, werden in einem anderen gelöst werden müssen. Wir können weder Gott, die Gesellschaft oder unsere Eltern für unser Unglück verantwortlich machen, denn vor diesem physischen Leben haben wir die Umstände ausgesucht, in die wir geboren werden wollten, und die Herausforderungen, die für unsere Entwicklung am besten sind. Wir gestalten physische Materie so mühelos und unbewusst wie wir atmen. Telepathisch sind wir alle der Massengedanken bewusst, aufgrund derer wir unsere allgemeine Vorstellung der physischen Realität erschaffen.“
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„Das Ego ist jener Teil des Wachbewusstseins, der sich mit der Manipulation der physischen Realität abgibt.“
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„Viele Konzepte und praktische Erfindungen warten einfach im Traumsystem in der Schwebe, bis sie jemand als Möglichkeiten innerhalb des physischen Rahmens der Realität betrachtet. . . Phantasie weckt des Menschen Verbindung mit dem Traumsystem. Phantasie setzt häufig Traumdaten wieder in Kraft und wendet sie auf bestimmte Situationen oder Probleme im täglichen Leben an. Das Traumuniversum verfügt daher über Konzepte, die eines Tages die Geschichte unserer physischen Welt völlig transformieren werden, aber das Leugnen solcher Konzepte als Möglichkeiten zögert ihr Auftauchen heraus.“
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„Telepathie findet beständig statt. Wenn man ständig erwartet, dass sich ein Individuum auf eine bestimmte Weise verhält, dann sendet man ihm fortwährend telepathische Suggestionen, dass es das tut. Jedes Individuum reagiert auf Suggestionen. Je nach den besonderen Umständen, die zu einem Zeitpunkt herrschen, wird sich so ein Individuum mehr oder weniger entsprechend der Massensuggestionen verhalten, die es empfängt. Diese Massensuggestionen umfassen nicht nur jene, die ihm von anderen verbal oder telepathisch übermittelt werden, sondern auch jene, die es sich sowohl im Wach- als auch im Traumzustand selbst gegeben hat. Befindet sich ein Individuum in einem Zustand der Niedergeschlagenheit, dann kommt das daher, dass es bereits Opfer negativer Suggestionen von sich selbst und anderen geworden ist.“
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„Physische Materie ist wie Kunststoff, den wir verwenden, um unsere Sehnsüchte zu formen, und nicht wie Beton, in den unser Bewusstsein gegossen wurde.“
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Man kann sich die Gefühle von Jane Roberts nur vorstellen, als ihr gesagt wurde, dass dieses Material durch sie gekommen sein soll. Vor den Sitzungen hatte Jane an ein Leben nach dem Tod nicht geglaubt, und schon gar nicht an Reinkarnation oder Massentelepathie. Jane sagt über ihr neue Einstellung zum Leben:
„Das Seth-Material hat meine Vorstellungen über die Natur der Realität komplett verändert und meinen Sinn für Identität verstärkt. Ich fühle nicht mehr so wie früher, dass der Mensch ein Sklave von Zeit, Krankheit, Zerfall und der Gnade von eingepflanzten destruktiven Tendenzen ausgeliefert ist, über die er keine Kontrolle hat. Wie nie zuvor fühle ich, dass ich die Kontrolle über mein Schicksal habe, und ich werde nicht länger von Mustern regiert, die unbewusst in meiner Kindheit erstellt wurden.“
Robs Leben wurde auf sehr praktische Weise beeinflusst. Durch die Sitzungen erhielt er große Kenntnisse über seine Familie. Er hat außerdem seine geistige Einstellung in einer Weise korrigiert, dass er endlich seine Rückenprobleme los wurde. Seine Malerei hat neue Impulse erhalten. Rob sieht heute Visionen im Sinne der Tradition von Blake, die sein Malen inspirieren. Er mag sich gerade auf der Fahrt zur Arbeit befinden, wenn eine Vision in seinem Geist erscheint. Mit seinem guten visuellen Gedächtnis ist es ihm dann ein Leichtes, sie zu skizzieren und später zu malen. Er hat sogar genaue Anweisungen erhalten, wie man bestimmte Hauttöne erlangt und auch solch weise Ratschläge wie:
„Stell‘ dir das Individuum als Zentrum allen Lebens vor, so dass das Bild, wenn es vollendet ist, automatisch auf das ganze Universum verweist, von dem das Individuum ein Teil ist. Nichts existiert isoliert, und dies ist das Geheimnis, dass die alten Meister so gut kannten.“
Sowohl Jane als auch Rob haben ihren geistigen Horizont erweitert, aber sie führen ihr normales Leben weiter. Jane schreibt weiterhin und Rob malt besser als je zuvor, aber beide geben mehr in ihr Leben als früher und erhalten andererseits auch mehr von ihm zurück. Beide fühlen, dass sie durch das Seth-Material anderen Menschen helfen können. Seth stimmt ihnen zu, und aus diesem Grund gibt Jane Roberts keine individuellen Sitzungen, wie das die meisten Medien tun, und sie akzeptiert auch niemals Geld.
Von Seth geführt, hat Jane die Aufgabe übernommen, eine lockere ASW-Klasse zu leiten. Diese Klasse ist klein, nur etwa 10 oder 12 Teilnehmer. Größtenteils handelt es sich bei den Mitgliedern um Leute aus der Gegend, die daran interessiert sind, zweimal wöchentlich Experimente zu machen. Einige haben bereits Fortschritte gemacht und eindeutige Fähigkeiten gezeigt. Seth meldet sich regelmäßig während der Sitzungen zu Wort und gibt Kommentare ab.
Wer interessiert ist, dem würde ich raten, Das Seth-Material zu lesen. Es gibt Parallelen zum Cayce-Material und zu anderen philosophischen Vorstellungen, die im Laufe der Geschichte immer wieder mal aufgetaucht sind. Aber ein großer Teil davon ist auch sehr neu. Ungeachtet seiner Quelle ist das Seth-Material voll konstruktiver Ideen, Humor und Geist. Es ist ein wunderbarer Wandel weg von Aussagen, dass der Mensch nur ein feingestimmter Computer oder eine durch seine frühe Lebensumgebung vorprogrammierte Marionette etc. ist.
Wehren wir uns nicht gerade darum, nummeriert und kategorisiert zu werden, weil wir mehr sind, als wir wissen? Laut Seth ist es seine Absicht, uns zu zeigen, wie viel mehr das Leben ausmacht - und uns zu helfen, uns selbst mehr zu schätzen.
(c) Raymond van Over, Seth-Verlag