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Die Eidgenossenschaft entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem starken Gemeinwesen, das 1848 in der Bundesverfassung gipfelte. Die Tagsatzung hatte bereits im Jahre 1815 ein Staatssiegel angenommen, welches ein frei schwebendes Kreuz zeigte. Diese Siegel war der eidgenössischen Medaille aus dem Jahre 1547, dem sogenannten Patenpfennig, nachempfunden, worauf ebenfalls das frei schwebende Kreuz geprägt war.
Das weisse Kreuz auf rotem Grund, ursprünglich frei schwebend, später oft auch durchgehend, war seit Jahrhunderten ein gemeinsames eidgenössisches Symbol gewesen. Bereits in der Schlacht bei Laupen, im Jahre 1339, hatten sich die Eidgenossen im Kampf gegen den Herzog von Savoyen als gemeinsames Erkennungszeichen weisse Kreuze aus Leinen an die Waffenröcke geheftet.
Von da an und bis ins 16. Jahrhundert hinein benutzten die Eidgenossen bei ihren Kriegszügen auf Waffen, Waffenröcken und oft auch auf ihren kantonalen Fahnen ein kleines weisses Kreuz. Dieses wurde gemeinhin als typisch schweizerisches Symbol anerkannt. Die berühmte Stumpfische Chronik von 1548 zeigt im Gebiet der Eidgenossenschaft, das als Helvetii gekennzeichnet ist, eine rote Fahne mit durchgehendem weissen Kreuz.
Das Kreuz war als christliches Symbol den alten Eidgenossen heilig, auch wurden die in der damaligen Schweiz verehrten Heiligen Ursus und Viktor oft zusammen mit einer roten Fahne mit weissem Kreuz abgebildet. In der Bedeutung als Zeichen des vor Gott geschworenen Zusammenhalts auf den alten Kriegsfahnen der Eidgenossen liegt also der Ursprung unseres Schweizerkreuzes.