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Die Kirchen- und Baugeschichte
1701/02 wurde die Kirche Holderbank als Stiftung eines Mitgliedes der Adelsfamilie Effinger erbaut.
Baumeister war Samuel Jenner (1653–1720). Der Berner Münsterwerkmeister und Magistrat Samuel Jenner gilt als führender Meisterdes bernischen Hochbarock. Er war der Sohn von Hans Rudolf Jenner, Landvogt von Landshut und wurde in Bern beim berühmten Berner Münsterwerkmeister Abraham Dünz (1630–1688), der sein Schwager werden sollte, zum Steinmetzen ausgebildet. 1680 erlangte er die Meisterwürde, ein Jahr später ehelichte er Anna Maria Pauli, Tochter des Brugger Pfarrers Theodor Pauli und der Johanna Dünz. 1682 wurde er zum Steinwerkmeister der Stadt Bern , 1688 (nach dem Tod von Abraham Dünz) wurde er zu dessen Nachfolger als Münsterwerkmeister gewählt. Nach Bauten in Bern und der Welschschweiz erwarb er 1669 die Konzession der Badequelle in Schinznach und entwarf im folgenden Jahr das neue Kornhaus in Brugg.
1701/02 baute er für Bernhard Effinger die Kirche im aargauischen Holderbank. Er verstarb 1720 in Schinznach. Sein Grab findet sich in der Kirche Birr (rechts beim Eingang).
1917 wurde eine Orgelempore eingebaut, 1978/79 erfolgte eine Aussenrenovierung.
Eine Innenrenovation fand 1995-96 statt, 2013 wurden die Schallläden ersetzt und 2016 der kostbare Taufstein restauriert. Als neustes wurde 2017 ein neuer Teppich in Rot verlegt, der einen markanten Kontrapunkt zum bis dahin etwas düsteren Eindruck des Kircheninnern zu setzen vermag.
2108 ist die von Urs Frick (Möriken) verfasste Broschüre zur Kirche Holderbank mit vielen interessanten Details und Fotos erschienen.
«Reformierte Kirche Holderbank: Hofkirche der Effinger» (PDF 4.8 MB)