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In Folge der Verabschiedung des Globalen Aktionsplans für tiergenetische Ressourcen im Jahr 2007 in Interlaken, hat die FAO einen Fonds („Trust Account“), um Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanzieren zu können, gegründet. Nach über drei Jahren sind dank der Unterstützung durch die Schweiz, Norwegen und Deutschland genügend finanzielle Ressourcen vorhanden, um eine erste Runde von Projekten zur Umsetzung des globalen Aktionsplans gewährleisten zu können. Die eingereichten Projekte werden eine Liste von Kriterien der FAO-Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft erfüllen müssen.
Am 21. Juli 2011 fand im Rahmen der 13. Sitzung dieser Kommission eine Pressekonferenz statt, um den Startschuss für die Projekteingabe zur Umsetzung des globalen Aktionsplans für tiergenetische Ressourcen zu geben.
Die Erhaltung tiergenetischer Ressourcen ist für die nationale und internationale Agrarpolitik sehr wichtig. Seit 1999 hat die Schweizer Regierung über 40 Projekte zur Erhaltung und Förderung gefährdeter Schweizer Rassen finanziell unterstützt. Beispielsweise wurde ein Käse aus Appenzellerziegenmilch lanciert und das Erhaltungsprojekt Widderzentrum gestartet. Mit letzterem wird den gefährdeten Schweizer Schafrassen zu einer ausreichenden Auswahl an ausgewachsenen, männlichen Zuchttieren verholfen. Auf internationaler Ebene unterstützt die Schweiz die Aktivitäten der FAO, die von unseren Erfahrungen zur Umsetzung innovativer und nachhaltiger Projekte in Ländern, wie zum Beispiel in Rwanda, profitieren kann.
Bild: Biberstein AG, Switzerland (Wikimedia Commons)