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Die besten Brauereien in Belgien
Afflichem ist das wohl bekannteste und meist preisgekrönte Bier Belgiens. Schon im Jahr 1074 brauten Mönche das erste Affligem Bier in flämisch Brabant. Die qualitativ sehr hochstehenden Biere werden heute durch die Brauerei Alken Maes (Heineken-Konzern) hergestellt. Alken Maes ist eine der grösseren belgischen Brauereien aber mit viel Gespür für Tradition und Innovation braut Alken Maes charaktervolle Biere zum Geniessen.
Der britische Brauer John Martin kreierte dieses Bier in Antwerpen 1909 und erregte viel Aufsehen durch seine für Belgien neue Dry Hopping Technik. Durch Zugabe von frischen Hopfendolden am Ende des Gärprozesses erhält das Bier seinen charakteristisch fruchtig-hopfigen Geschmack. Das IPA (India pale Ale) entstand da das Bier über lange Distanzen auf Schiffen zu den Kolonien transportiert werden musste. Um es haltbarer zu machen fügten englische Brauer extra viel Hopfen zu.
Die Familienbrauerei Boon ist in Lembeek flämisch Brabant beheimatet. Die Ursprünge der heutigen Brauerei datieren aus dem Jahr 1680, als J. B. Claes in Lembeek einen Bauernhof kaufte und dort eine Brauerei einrichtete. 1860 erwarb Louis Paul die Prokutionsgebäude von der Familie Claes und begann mit der Herstellung des Lambic- und Faro Biers. Die Brauerei hatte zu dieser Zeit den Namen „Brasserie de Saint Roch“. Eine neue Mälzerei kam 1890 hinzu. 1875 begannen erste Brauversuche zur Produktion von Geuze-Lambic. 1978 kaufte Frank Boon den Betrieb und benannte ihn nach seinem Familiennamen um. 1989 verlegte Boon den Braubetrieb aus Kapazitäts- und Platzgründen in das Zentrum von Lembeek, dort wurde die Bierherstellung im Jahr 1989 wieder aufgenommen.
Die Brauerei Bosteels wurde 1791 in der Gemeinde Buggenhout in Ostflandern gegründet und befand sich bis 2016 in siebter Generation in Familienbesitz. Das bronze-goldene Tripel Karmeliet welches nach einem alten Rezept aus dem Jahre 1679 gebraut wird, und das champagnerartige Deus Brut prickeln moussierend im Gaumen und haben einen fantastisch cremigen Schaum.
Die Brauerei Oude Caert (Craywinckelhof) ist eine sehr kreative Brauerei. Hier wird das Oude Caert, ein topfermentiertes vollmundiges Tripel gebraut. Da Craywinckelhof auch eine Distillerie ist, werden einige Biere in Rum, Whisky, Cognac und Portfässern ausgebaut. Das Oude Caert Bourbon Barrel reift in Fässern nach, wo vorher Bourbon Whisky gelagert wurde. Göttliche Geschmacks-Verbindungen!
Die Geschichte von Der Brauerei d’Achouffe La Chouffe beginnt Ende der Siebziger-Jahre, als die Schwäger Chris Bauweraerts en Pierre Gobron auf die Idee kamen im „Tal der Feen“ Bier zu brauen. Das Resultat sind herrlich schmeckende Biere und eine fulminante Erfolgsstory der Zwei Braumeister mit ihren Zwergen!
Der Brugse Zot (Narr von Brügge) wird durch die Brauerei De Halfe Maan (Halbmond) in der westflandernschen Stadt Brügge gebraut. Die Halfe Maan Brauerei wird seit 1856 als Familienbetrieb in sechster Generation geführt. Durch viel Kreativität und Innovation ist eine topmoderne Brauerei entstanden.
Die Trappisten Abtei Tilburg gründete 1900 in Zundert, das Kloster Maria-Toevlucht. Die neu gebaute Brauerei Kievit (Kiebitz) stellt seit 2013 unter Aufsicht der Mönche das Trappistenbier Zundert her. Ein fantastisches Biere mit eigenem Stil und Charakter. Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit!
Die Geschichte der Brauerei De Poes startete in 2012. David Stijn der seine Ausbildung zum Bäcker und Diätkoch abgeschlossen hatte, beschliesst seine Passion für das Essen und vor Allem dem Bier weiter auszubauen. Die Brouwerij De Poes gründete er in 2014 und sie verdankt ihren Namen dem Lieblingshaustier von David Stijn, seiner Katze. Am Anfang liess er seine meisterhaften Rezepte noch bei Deca Services NV in Woesten brauen. In 2016 installierte er seine eigene Mikro Brauerei in Tieltse mit einer Kapazität von 10 Hektoliter (1000 Liter) pro Tag. Klasse statt Masse das machen seine Biere aus!
Der Name Corsendonk leitet sich vom 1398 gegründeten gleichnamigen Augustinerkloster bei Oud Turnhout in Brabant ab. Im Jahr 1982 wurde das Bier von Jef Keersmaekers erstmals im Auftrag des Priorats Oud-Turnhout gebraut. Heute stellt die Brasserie du Bocq gegründet 1858 in Yvoir, für Corsendonk diese hervorragenden Abtijbiere her.
Duvel Moortgat ist eine belgische Familien Brauerei in Breendonk in der Provinz Antwerpen. Sie wurde durch Jan Leonardus Moortgat 1871 gegründet und ist seither immer in Familienbesitz. Das Duvel (Teufel) ist eines der bekanntesten belgischen Biere überhaupt. Das Duvel steht als Inbegriff der starken hellen Biere.
Die Brauerei wurde ursprünglich im Jahr 1471 in Mechelen gegründet und 1872 in Het Anker (der Anker) umgetauft. Das Goude Carolus Tripel wurde erstmals 1491 gebraut für die Ritter vom Goldenen Band. Gebraut wird mit 100% natürlichen Rohstoffen wie eigenen Hefen, helles Malz und einheimischem Hopfen.
Die Brauerei hatte ursprünglich den Namen Hobbybrouwerij Het Nest und entstand im Jahr 2000 aus einer Gruppe von Bierliebhabern im belgischen Ort Turnhout. Mit dem Schuppenboer (Spielkarte Schaufel Bauer) hatten die Freunde bereits ihren ersten grossen Erfolg. Gebraut wird oft mit dem unter Craft Beer Brauern sehr beliebten Aromahopfen “Cascade” und unter Beigabe von feinen Kräutern.
Der Belgier Léon Huyghe welcher im Jahr 1906 die Brauerei Appel in Melle kaufte und ab 1936 unter seinem Namen Bier produzierte, legte den Grundstein für eine aussergewöhnlich erfolgreiche Brauerdynastie. 1989 entwickelte die Brauerei das Bier Delirium Tremens welches 1997 von Stuart A. Kallen als „bestes Bier der Welt“ nominiert wurde!
Das Kloster Koenigshoeve (Königshof) wurde 1881 in Tilburg gegründet. Für seinen Lebensunterhalt betrieb das Kloster ab 1884 eine eigene Brauerei, die noch heute bei Bavaria das Trappistenbier La Trappe herstellt. Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit!
Die Gründung der Familienbrauerei erfolgte 1876 durch Jules Lefèbvre im Ort Quenast, sie wurde jedoch während des Ersten Weltkriegs von den Besatzern demontiert. Jules Sohn Auguste baute sie 1921 wieder auf und wird heute in sechster Generation durch Paul Lefèbvre geführt. Das exzellente Blanche de Bruxelles “Witbier” gehört zu den bekanntesten Produkten der Brasserie Lefèbvre.
Lupulus
Im Jahr 2004 gründete der Meisterbrauer Pierre Gobron, dem Createur des berühmten Biers La Chouffe, seine eigene Brauerei die Les Trois Fourquets. Er produziert seit 2007 ausschliesslich das Lupulus in kleinen Mengen, wovon das Lupulus Organicus nach biologischen Richtlinien hergestellt wird. Qualität vor Quantität, das ist bei der Brasserie Lupulus (formals Les 3 Fourquets) das Leitmotiv!
Das Trappistenkloster Notre Dame de St. Rémy in Rochefort stammt aus dem Jahr 1230 und seit 1595 wird dort Bier gebraut. Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit! In der St. Rémy Abtij wird das Rochefort Bier unter Aufsicht der Mönche hergestellt. Das Rochefort No. 10 ist mit 11.3 % Alkoholgehalt das stärkste Trappistenbier überhaupt!
Seit 1860 verbindet sich mit der Abtei Scourmont in der Provinz Hennegau ein von den Mönchen gebrautes Bier unter dem Namen Chimay, sowie die Käsemarke Abbaye de Chimay. Es werden Vier Biere gebraut, das Dorée, Rouge, Tripel und Bleu. Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit!
Seit 1932 wird das Trappistenbier Orval (goldenes Tal) in der Zisterzienserabtei Notre-Dame d’Orval in der belgischen Provinz Luxemburg von Mönchen gebraut und nur Eines wird im Handel verkauft. Das amberfarbige Orval mit 6.2% Alkohol. Orval ist Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit!
Dany De Smet studierte 1992 Brauengineer an der Hochschule in Gent und arbeitete mehrere Jahre für die Huyghe Brauerei (Delirium). Er lässt seine hervorragenden Rezepte für das Slaapmutske Bier bei der renommierten Proefbrouwerij in Hijfte brauen. Eine geniale Kombination von Kreativität, Professionalität und modernsten Braumethoden.
Gegründet wurde die Brauerei Roman durch Joos Roman im Jahr 1545 im Dorf Mater an der Handelsroute zwischen Deutschland und Frankreich. Der Betrieb wird heute in zwölfter (!) Generation durch Louis Ch. J. Roman geführt. Die ursprünglich im Nebenerwerb betriebene Braustätte wurde zu einer florierenden Brauerei fortentwickelt welche heute Dreizehn verschiedene Sorten Bier herstellt.
Die Abtei Achel, offizieller Name St. Benedictus-Abdij, war seit 1844 ein Kloster der Trappisten in der Provinz Limburg und seit 1852 wird hier Bier gebraut. 1998 wurde mithilfe von Mönchen aus Westmalle und Rochefort die 1917 zerstörte Klosterbrauerei wieder eröffnet, um die wirtschaftliche Existenz der Abtei zu sichern. Das Achel ist eines von nur Dreizehn weltweit von Mönchen hergestellten Trappistenbieren.
Seit 1838 brauen die Mönche der Abtei Saint-Sixtus das weltberühmte Trappist Westvleteren Bier. Auf der Suche nach einem Braupartner fanden sie eine Käserei im nahe gelegenen Watou, bekannt als Refuge Notre Dame de St. Bernard. 1945 schlossen sich die Mönche mit Evarist Deconinck, dem Betreiber der Käserei zusammen und lizenzierten ihn, ihre Trappistenbiere zu brauen. 1946 gründeten sie offiziell die Brauerei St. Bernard. Der Braumeister der Abtei, Mathieu Szafranski, lieferte die Bierrezepte, den berühmten Saint-Sixtus-Hefestamm und das technische Know-how. 1962 vereinbarten beide Parteien, dass der Inhaber Deconinck das Bier unter dem Namen Brewery St. Bernard brauen und verkaufen darf.
Die Brauerei St. Feuillien wurde im Jahr 1873 von der Familie Friart gegründet und wird heute in vierter Generation von dieser geführt. Benannt hatten die Friarts ihre Brauerei nach dem irischen Heiligen Feuillien, der 655 in Le Rœulx ermordet wurde. Zunächst errichtete man zu seinem Gedenken dort eine Kapelle, die dann aber im Jahr 1125 durch das Kloster Saint-Feuillien du Rœulx ersetzt wurde. Die Chorherren brauten im dortigen Kloster über Jahrhunderte auch eigenes Bier.
Die Brauerei The Musketeers liegt in der Nähe von Antwerpen. Sie wurde 1999 von Vier Brauingenieuren gegründet. Die Originalbiere wurden noch in der Proefbrouwerij in Lochristi gebraut, doch 2018 öffnete die Brauerei ihre Tore in St.-Gillis-Waas. Diese Brauerei braut ein breites Spektrum an Bieren, das Troubadour Magma ist das wohl berühmteste. Hopfen und Bitteraromen im amerikanischen Stil kombiniert mit dem sanften Geschmack eines belgischen Tripels.
Die Abtei Val-Dieu wurde 1216 durch Zisterziensermönche des Klosters Hocht in der Provinz Lüttich gegründet. Die Brasserie Val-Dieu befindet sich innerhalb der Mauern des Klosters Val-Dieu. In der hauseigenen Brauerei werden seit 1997 wieder verschiedene Abteibiere gebraut, angeknüpft wurde hierbei an die Jahrhunderte alte Brautradition und an Rezepturen der Zisterziensermönche, die seit 1216 in der Abtei ansässig waren und 2001 das Val-Dieu verliessen.
Jean Baptise De Bruin gründete im Jahr 1784 die Brauerei De Peer welche 1919 vom Brauer Van Steenberge umbenannt wurde. 1990 übernahm Paul Van Steenberge den Betrieb und investierte grosse Summen in die Erneuerung und Modernisierung. 1992 stand Belgiens damals erste vollautomatisierte Brauerei, ein Meisterstück!
Die Abtei von Westmalle wurde 1794 gegründet und erhielt danach den Status einer Trappistenabtei. Der Abt Martinus Dom entschied 1836 eigenes Bier zu brauen. Seit 1921 findet man das Bier auch ausserhalb der Klostermauern. Eine von nur Dreizehn Trappistenbrauereien weltweit. Das Westmalle Trappist Tripel ist das erste 1934 gebraute Tripel überhaupt!