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Anfang März am 2.3.2022 ist der 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Berichts zur Zukunft der Weltwirtschaft Die Grenzen des Wachstums (The Limits to Growth) vom Club of Rome. Verfasst wurde er vom US-amerikanischen Ökonomen Dennis L. Meadows und seiner Ehefrau Donella Meadows sowie dem Norweger Jørgen Randers.
Josef Schmid: Vorlesung von Prof. Dr. Dennis L. Meadows über „Die Grenzen des Wachstums“ an der ETH Zürich am 29.1.1973 (Com_L22-0015-0004A)
Das Resultat der Studie lautete zusammengefasst,
„…dass beim derzeitigen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum durch Nahrungsmittelknappheit, Umweltverschmutzung und Rohstoffknappheit noch vor dem Jahr 2100 die Weltwirtschaft zusammenbrechen wird. Dies hat zur Folge, dass der Wohlstand massiv zurückgehen wird und die Ernährung der Weltbevölkerung nicht mehr gesichert werden kann. Nur durch massive Anstrengungen insbesondere bei der Geburtenkontrolle und im Umweltschutz sowie durch sparsame Rohstoffkreisläufe könne eine langfristige Stabilität der Weltwirtschaft erreicht werden. Die Studie wurde von Meadows und seinen Mitautoren in den Jahren 1992 und 2004 jeweils aktualisiert (Wikipedia, 15.02.2022).“
Die düstere Prognose ging wie ein Schock durch die Welt und löste endlose Diskussionen und harsche Kritiken aus. Die negativen Stimmen scheinen bis heute zu überwiegen. Während die AutorInnen mit ihren Prognosen versuchten, die Welt zu einem nachhaltigeren Verbrauch der Ressourcen zu bewegen, lasen viele Kritiker die Prognosen als Weltuntergangsprophezeiung. Ähnliches lässt sich gemäss Ugo Bardi heute bei den Prognosen zum Klimawandel erkennen.
The difficulty in understanding the problems […] is compounded by the difficulty of putting into practice actions designed to solve them. Global problems require global action. The trouble is that global action, no matter of what kind, cannot be implemented simply by exhortations and good will. It needs political mechanisms and functioning institutions (Bardi, S. 102).
Von solchen globalen Massnahmen scheinen wir auch 2022 noch weit entfernt zu sein, denn die Initiativen gehen immer noch zu sehr von Einzelpersonen und lokalen Bewegungen aus.
Seit 1982 entwirft Dennis L. Meadows Brettspiele, mit denen Denken in Kategorien der Nachhaltigkeit einstudiert werden kann. Eines der bekanntesten ist Fishbanks Ltd.
Literatur:
Link:
Die Grenzen des Wachstums auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums