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Artikel MAZ
Kartenentwurf und Fotos Hanspeter Meier
Viele kennen die Bunker, welche sich am südlichen Waldrand auf der Rütihard befinden und bunt mit Scraffiti angemalt sind. Wer mit offenen Augen diesem Waldrand bis zum Rothallebächli folgt, findet überall noch weitere Überbleibsel des zweiten Weltkrieges. So findet man viele, nur wenige Meter vom Waldrand entfernte, Betonsockel. Sie sollten als Panzerhindernis dienen. Zuest Baumstämme, später Eisenstangen, waren bereitgelegt um in die Betonsockel eingebaut zu werden. Sie alle sind Teil einer Befestigungslinie.
Befestigungslinie
Die Befestigungslinie auf Muttenzer Boden beginnt im Auhafen, zieht sich der Hard entlang, quert die Ebene beim Rangierbahnhof und zieht sich hoch zur Ruine Vorderer Wartenberg, wo eine Kommandozentrale und eine Beobachtungsposten eingerichtet waren. Durch die Reberge bis zum Geispel querte die Linie mit einer Panzermauer das Riedmatttäli. Diese Panzermauer lässt sich dann wieder vom Geispelhof an bis zu den Gruetächern verfolgen, wo die Linie sich als «Toblerone» (Höckerlinie) hoch zur Schönmatt zieht. Ein Abzweiger zieht sich wie oben erwähnt auf der Rütihard dem Waldrand entlang.
Militärhistorisches
Eine Woche vor der Allgemeinen Kriegsmobilmachung am 2.9.1939 wurden Truppen aufgeboten, um das Stadtgebiet Basels zu verteidigen. Unmittelbar danach wurden die Kampfinfrastrukturen der Sperrstelle «Basel-Stadt» gebaut. Auf Muttenzer Boden gehörten zu dieser Sperrstelle die Teilsperren Birsfelden-Hard an der Rheinfelderstrasse Richtung Schweizerhalle, die Teilsperre Muttenz-Rütihard sowie die Sperrstelle Wartenberg.
Ab September 1939 wurden die Truppen dem Stadtkommando Basel unterstellt. Zu Beginn des deutschen Westfeldzuges am 10. Mai 1940 standen rund 12’000 Mann unter diesem Befehl. Dann erfolgte die ad hoc gebildete Division Gempen, jedoch am 3. Juli 1940 wurde diese aufgehoben, und am 6. Juli die dem Stadtkommando unterstellten Truppen entlassen, da sich die Armee ins Reduit zurückzog. Basel wurde zur offenen Stadt erklärt.
Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz
Weitere Einzelheiten unter Muttenz und der Zweite Weltkrieg
Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit Museen Muttenz