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Ursprünglich nur als einmaliger Anlass geplant, fand am 4. Dezember 1993 die zweite Jugendsession statt. Die Pläne der SAJV und der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen sahen vor, die Jugendsession zu institutionalisieren. Künftig sollten jedes Jahr 200 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren einen Tag lang über eine Vielzahl politischer Themen diskutieren.
Wichtige Themen der Jugendsession waren Bildung und Arbeit, Gewaltprävention sowie «Ausländerhass». Ebenfalls ein Thema war das Recht auf Freiräume für Jugendliche, da das Wohlgroht-Areal, die grösste Besetzung der Schweiz, wenig vorher gewaltsam geräumt worden war: das Plenum forderte eine gesetzliche Verankerung von Jugend-Freiräumen.
Die zentrale Forderung der Jugendsession in Form einer Petition mit über 6000 Unterschriften war die Schaffung eines ständigen Jugendparlamentes mit demokratisch gewählten Jugendlichen. Dieses sollte über ein eigenes Budget, thematische Kommissionen, Einsitz in den parlamentarischen Kommissionen und ein kollektives Initiativrecht in den eidgenössischen Räten verfügen.
Weiter forderten die Jugendlichen ein harmonisiertes und durchlässiges Bildungssystem, eine antizyklische und progressive Wirtschaftspolitik sowie mehr Gewaltprävention an Schulen und ausserhalb.
Als Gegenmassnahme gegen «Ausländerhass» forderten die Jugendlichen erleichterte Einbürgerungen und auf kommunaler Ebene volle politische Rechte für Ausländerinnen und Ausländer.