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Vergleicht man die Höchsttemperatur mit der 30-Jährigen Norm von 1961-1990 sehen wir, dass auch in diesen Jahren die Tageshöchsttemperaturen der kommenden Woche vergleichsweise kühle gewesen wäre. Zumindest auf der Alpennordseite. Im Süden wäre dieser Kaltluftausbruch nicht sonderbar auffällig gewesen. Es ist natürlich auch sofort ersichtlich, dass die Temperatur in der Schweiz (wie auch im Rest der Welt) über die letzten Dekaden angestiegen ist, dass also die kommenden kühlen Temperaturen aussergewöhnlicher geworden sind.
Natürlich fragen sich auch einige, ob es den Klimawandel, wegen den folgenden 5-7 kühlen Tagen gar nicht gibt, dazu bleibt Folgendes zu sagen:
Die Klimaänderung kann nicht anhand einzelner Wetter-Episoden interpretiert werden. Das Klima ist das Wetter über lange Zeit gemittelt. Als Klimaperiode werden 30 Jahre verwendet. Innerhalb einer solchen Klimaperiode gibt es zum Teil grosse Schwankungen von Jahr zu Jahr oder von Monat zu Monat. Das war früher so, das ist heute so, und das wird auch in Zukunft so bleiben. Eine einzelne kühle Periode ist also überhaupt nicht repräsentativ für die laufende Klimaentwicklung. Von der vorindustriellen Periode 1871-1900 bis zur Periode 1993-2022 ist die Schweiz um 2 °C wärmer geworden. Die Temperatur des Jahres 2022 lag deutlich über den bisher wärmsten Jahren seit Messbeginn 1864. Die fünf wärmsten Jahre seit Messbeginn wurde alle nach dem Jahr 2010 gemessen. Das ist die Charakteristik der laufenden Klimaänderung.
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