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Der Interimsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Neubewertung von Goldreserven gebilligt. Damit soll der Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt finanziert werden. An der Finanzierung beteiligt sich auch die Schweiz.Dieser Inhalt wurde am 27. September 1999 - 11:34 publiziert
Der Interimsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Neubewertung von Goldreserven gebilligt. Damit soll der Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt finanziert werden. An der Finanzierung beteiligt sich auch die Schweiz.
Der Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt könne nun beginnen, verkündete der britische Finanzminister Gordon Brown am Sonntag (26.09.) nach der Sitzung des IWF-Interimsausschusses in Washington. Die Beiträge der Mitgliedstaaten zum internationalen Treuhandfonds näherten sich der Summe von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar (3,8 Mrd. Franken). Deutschland, Grossbritannien, die USA und andere Länder erklärten sich bereit, mehr als ursprünglich vorgesehen einzuzahlen. Zudem gab der IWF-Interimsausschuss grünes Licht dafür, den Erlös aus der Neubewertung von bis zu 14 Millionen Fein-Unzen aus einen Goldreserven beizusteuern.
Die Neubewertung der IWF-Goldreserven geht nicht über Verkäufe auf dem freien Markt vor sich, die den Preis des Edelmetalls drücken könnten. Vielmehr sollen die Zentralbanken reicher Mitgliedstaaten beim IWF Gold ankaufen, um dann am nächsten Tag damit ihre Schulden an den Fonds zu bezahlen.
Der Schweizer Finanzminister, Bundesrat Kaspar Villiger (Bild, rechts), begrüsste es, dass sich der IWF über die Finanzierung der Entschuldung von hochverschuldeten und armen Ländern einigte.
Die Schweiz will sich mit 2,4 Prozent der Summe aller Beiträge beteiligen. Die enstspricht voraussichtlich einem Betrag von 77 Millionen Franken. Der Schweizer Wirtschaftsminister, Bundesrat Pacal Couchepin, wies in Wasington darauf hin, dass der Weltbank-Teil der Finanzierung noch nicht geklärt sei. Die Schweiz befürworte höhere Beiträge der reichen Länder und sei erst dann selber bereit, allenfalls mehr Mittel beizusteuern.
Auf der Jahrestagung von Weltbank und IWF hat sich die Schweiz mit mehreren Notenbanken Europas und der USA auch auf den koordinierten Verkauf von Goldreserven verständigt. Demnach werden in den nächsten fünf Jahren nur die bereits vereinbarten Mengen Gold verkauft. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Hans Meyer (Bild, links) würdigte die Vereinbarung als wichtiges Element zur Stabilisierung des Goldpreises und zur Beruhigung der Märkte.
SRI und Agenturen
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