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Beschreibung
Das bekannteste Weingut Australiens hat ein unheimlich breites Portfolio. Doch natürlich ist der Grange das Herzstück von Penfolds.
Penfolds ist das älteste Weingut Australiens. 1844 gründete der Englische Auswanderer Christopher Rawson Penfold seine Winery in Magill, östlich von Adelaide und pflanzte Rebstöcke, welche er vor seiner Abreise in Frankreich gekauft hatte. Er pflanzte die Reben in der Nähe seines Wohnhauses undbenannte den Rebberg nach der Heimat seiner Frau Mary „The Grange“. Als Arzt glaubte er an die heilende Wirkung von Wein und produzierte „Substanzen“ ähnlich wie Sherry- oder Portweine. Das Geschäft lief gut und nach Penfolds Tod erweiterte die zweite Generation Rebland und Weingut.
Sie steigerten die Produktion auf eine stolze Menge von über 500‘000 Flaschen pro Jahr. Anfangs 20. Jahrhundert wurde der Familienbetrieb in eine Gesellschaft umgewandelt. Erst in den 40er Jahren begann man auf Penfolds richtige Tafelweine zu produzieren, um damit auf den Wandel des
Konsumverhaltens zu reagieren.
Die Versuche des damaligen Kellermeisters Max Schubert (er war übrigens kein ausgebildeter Önologe) führte 1951 schliesslich zum ersten Jahrgang des berühmtesten und wertvollsten Weins Australiens: Dem Shiraz Grange Hermitage. Seit 1990 schlichtweg Grange genannt. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts waren geprägt von vielen Übernahmen. Seit 2005 gehört Penfolds zur Foster’s Gruppe.
Neben dem berühmten Grange produziert Penfolds eine Reihe weiterer hochwertiger Rotweine, wie der Cabernet Sauvignon Bin 707, RWT (Red Winemaking Trial), St. Henri oder den Magill Estate. Der Bin 389 wird auch oft als „Baby Grange“ bezeichnet, da er in den Fässern gelagert wird, die zuvor für den Grange benutzt wurden. Aber auch geringe Mengen an Weissweinen und Likören werden produziert.
Max Schubert entwickelte für die Bezeichnung der Weine ein System durchnummerierter Fässer, so genannter „Bins“, in welchen die Weine gelagert werden. Der erste dieser Weine war der Bin 2 des Jahres 1962. Die Lancierung des Grange Anfangs der 50er Jahre erwies sich als äusserst schwierig. Schubert blieb sich doch der Stilrichtung treu. Aufgrund des breiten Weinportfolios wollte er dem Grange seine eigenständige Charakteristik beibehalten.
Ab den 60er Jahren ging es dann aufwärts. Grange gewann viele damals wichtige Weinauszeichnungen und Medaillen. Diese Ratings wurden jeweils fein säuberlich auf die Etiketten gedruckt.