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Die "New York Times" berichtete indes über heftige Kritik an der Entscheidung. "Es ist ein Schlag ins Gesicht der US-Arbeiter", zitierte das Blatt Robert Martinez Jr., der als Vorsitzender einer Gewerkschaft die Interessen vieler Harley-Angestellter vertritt. "Warum können sie nicht in den USA herstellen und exportieren?", fragte Leo W. Gerard, ein weiterer hochrangiger US-Gewerkschafter.
Die Entscheidung des Motorradbauers zeigt das Dilemma, in dem Trump steckt, der Industrie-Jobs entsprechend seiner Devise "Amerika zuerst" in die USA zurückholen will. Trump hat Harley-Davidson als vermeintliches Opfer ungerechter Handelspraktiken zum Symbol seines Kampfes gegen die angebliche Benachteiligung von US-Unternehmen auf dem Weltmarkt gemacht und wiederholt seine Wertschätzung für die Firma zum Ausdruck gebracht.
"Wir sind stolz auf euch! Made in America, Harley-Davidson", jubelte Trump im Februar bei einem Empfang im Weissen Haus den Harley-Bossen zu. Doch die Firma, die im Auftaktquartal einen kräftigen Gewinnrückgang verbuchte, muss wirtschaftlich denken. Sie erzielt einen grossen Teil der Erlöse im Ausland, wo die Herstellung oft günstiger ist. Dennoch gebe es "eine Absicht, die US-Produktion zu reduzieren", versichert Harley-Davidson. Man werde den US-Heimatmarkt und andere globale Märkte weiter von Amerika aus beliefern./hbr/DP/she
(AWP)