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Von der einstigen Jagd- und Kriegswaffe hat sich das Bogenschiessen über die Jahrtausende zur olympischen Wettkampfdisziplin entwickelt. Doch wo sind die Ursprünge von Pfeil und Bogen und inwiefern hilft das sportliche Bogensportschiessen bei der Persönlichkeitsentwicklung?
Woher kommt das Bogenschiessen?
Archäologen haben bei Ausgrabungen in Tunesien Pfeilspitzen aus Horn und Knochen gefunden. Sie verweisen auf eine Zeit vor etwa 50’000 Jahren, die Periode der letzten europäischen Eiszeit. Aufgrund der Funde ist davon auszugehen, dass schon damals Pfeil und Bogen zum Einsatz gekommen sind.
Die Forscher merken auch an, dass zuvor schon Pfeile aus Holz im Einsatz gewesen sein könnten, die aufgrund der vergänglichen Materie des Holzes heute nicht mehr auffindbar sind. Somit bleiben die wahren Ursprünge des Bogenschiessens im Dunkeln.
Sicher ist, dass die Menschen in der Steinzeit als Sammler und Jäger unterwegs waren. In den Anfängen wurden Keulen und Speere als Waffen verwendet. Später wurde dann der Bogen, die erste mechanische Jagdwaffe, erfunden. Durch ihn war es möglich, aus sicherer Entfernung Beute zu erlegen.
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Das Bogenschiessen als Kriegswaffe und Volkssport
Viele alte Kulturen setzten Pfeil und Bogen zu Kriegszwecken ein. Das Steppenvolk der Skythen eroberte im 8. Jahrhundert vor Christus mit dieser Waffe weite Teile Asiens. Damit gelten diese Reiternomadenvölker als die erfolgreichsten Bogenschützen des Altertums.
Im 12. Jahrhundert erlangte das Bogenschiessen in England grosse Popularität. Der wohl bekannteste Bogenschützenheld der Insel war Robert Fitzooth, besser bekannt als Robin Hood. Damals waren die Bürger auf Anordnung ihres Königs Edwards III sogar dazu verpflichtet, an Feiertagen das Bogenschiessen als körperliche Ertüchtigung auszuüben. Im Jahre 1264 wurde historisch nachweislich der erste Bogenschützenclub Europas gegründet - und zwar in Bern!
Das Bogenschiessen als olympische Disziplin
Die Griechen waren diejenigen, die das Bogenschiessen zu einer Wettkampfform machten. Zwar war es damals noch kein Bestandteil der Olympischen Spiele, zählte aber zu den Wettkampfdisziplinen bei den Istmischen und Nemischen Spielen. Nach der Wiederaufnahme der Olympischen Spiele im Jahre 1894 führte man in der zweiten Auflage der Wettkämpfe auch das Bogenschiessen als olympische Disziplin ein.
Bogenschiessen in der Therapie
Bogenschiessen ist mehr als nur eine Sportart. Vor allem in der Erlebnis-Therapie kommt es vermehrt zum Einsatz, denn es erfordert sehr viel Körperspannung und eine hohe Körperbeherrschung. Ausserdem fördert es die Wahrnehmungsfähigkeit und Konzentration des Bogenschützen. Bei diesem attraktiven Sport wird der Bewegungsapparat gezielt eingesetzt. Zudem werden durch die Körperhaltung sowohl der Rücken als auch die Wirbelsäule gestärkt. Es entspannt und verhilft vielen Menschen auch dazu, einen neuen Blick auf die eigene Lebenssituation zu bekommen.Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016