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Die ersten starken Gewitter der Saison sind in den letzten Tagen über die Schweiz gezogen und lokal kamen in kurzer Zeit viel Regen zusammen. Aber nicht jedes Regenwetter bringt grosse Regenmengen. Die Art des Regens und unter anderem auch die Grösse der Regentropfen sind entscheidend.
Nieselregen
Beispielsweise in der Region Basel regnete es am Sonntag immer wieder. Da es sich aber nur um Nieselregen handelte, wurde in 24 Stunden nicht einmal 1 mm Regen registriert. Der Grund für die geringe Regenmenge findet man in der Tröpfchengrösse. Beim Nieselregen handelt es sich um den Niederschlag mit den kleinsten Tröpfchen. Sie haben einen Durchmesser von nur 0.1 bis 0.5 mm. Die kleinen Nieselregentröpfchen entstehen durch das Zusammenfliessen von Wolkentröpfchen bei tiefen Wolken (zum Beispiel im Hochnebel).
«Riesentropfen» beim Gewitter
Im Gegensatz zum Nieselregen sind die Regentropfen bei einem Schauer oder Gewitter viel grösser und können uns in kurzer Zeit vollständig durchnässen. Der Gewitterregen entsteht durch starke vertikale Luftbewegungen innerhalb einer hochreichenden Gewitterwolke (Cumulonimbus). In unseren Breitengraden steht am Ursprung eines Regentropfens jeweils ein Eiskern, welcher sich zu einer Schneeflocke weiterentwickelt. Nur beim Nieselregen und teilweise beim Regen in den Tropen wird diese Eisphase ausgelassen. Wenn die Schneeflocke nun zu gross und zu schwer wird, fällt sie runter, beginnt zu schmelzen und kollidiert mit weiteren kleinen Wassertröpfchen, wodurch der Regentropfen weiter anwächst. Ab einem Durchmesser von ungefähr 5 mm beginnen die Tropfen aufgrund des Luftwiderstands zu zerplatzen. In Einzelfällen können Regentropfen jedoch auf einen Durchmesser von fast 1 cm heranwachsen.
«Normaler» Regen oder Landregen
Irgendwo in der Mitte zwischen dem Nieselregen und dem Gewitterregen gibt es noch den «normalen» Regen. Dabei haben die Regentropfen meist einen Durchmesser von ungefähr 2 mm. Diese Art von Regen entsteht typsicherweise in Nimbostratus-Wolken bei einer Warmfront. Darin sind die vertikalen Luftbewegungen nur mässig und die Schneeflocken und später die Regentropfen werden dadurch nicht riesig. Wenn es lange regnet, können jedoch auch mit dieser Tröpfchengrösse grosse Regenmengen zusammen kommen. Man spricht dann häufig von Dauerregen oder Landregen.