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Kein Volk der Welt glaubt, dass sein Staatsoberhaupt von einem Berg abstammt. Ausser die Nordkoreaner. Die Macht von Kim Jong Un beruht auf einem kuriosen Führermythos - und einer Berglandschaft.
Kim Jong Un hat neulich einen Berg bestiegen. Das ist nicht nur insofern eine besondere Nachricht, als der Diktator den Aufstieg mit geschätzten 130 Kilo und feinen Lederschuhen geschafft haben soll. Der Paektu ist genauso wenig irgendein Berg, wie der Besuch irgendein Wanderausflug ist: Kim hat dort oben schon öfters den Gipfel des Personenkults zelebriert: 2015 zum Beispiel, als er verkündete, dass die geistige Energie des Paektu stärker sei als jede Art von Atomwaffen. Oder 2013, bevor er seinen Onkel hinrichten liess.