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GS steht für Geländesport, in dem der bayerische Motorradhersteller BMW in den siebziger Jahren sehr erfolgreich war. Deswegen wurden ab 1980 auch GS Modelle für Kunden hergestellt.
Für das erste Modell wurde der robuste 800 Kubikzentimeter-Zweizylindermotor verwendet, der in einen robusten Rahmen mit Einarmschwinge verbaut wurde. Da Yamaha mit der XT 500 sehr erfolgreich war, setzte das bayerische Unternehmen auch auf einen soliden Motor und lange Federwege.
Erst 1988 folgten GS-Modelle mit der modernen Einarmschwinge und dem größeren 1000 Kubikzentimeter-Motor. Mit diesen Modellen war BMW sehr erfolgreich auf der Rallye Paris Dakar. Erst 1994 wurde die 1100 GS und die 850 GS auch mit Vierventil-Technik ausgeliefert.
Die GS-Modelle mit dem bewährten Boxermotor gelten heutzutage als die Reiseenduros schlechthin. Sie sind zwar nur bedingt geländetauglich, bezwingen aber jeden Schotterweg und andere unbefestigte Pisten. Viele Filme dokumentieren lange Reisen mit diesen Motorrädern, die letztendlich für diesen Zweck sehr bequem sind.
Durch den großen Erfolg der GS-Motorräder entwickelte BMW im Jahr 2000 auch eine Serie mit Einzylinder-Motoren. Die F 650 GS verfügt über einen 650 Kubikzentimeter großen Einzylinder-Motor mit vier Ventilen. 2018 wurde sie dann um ein weiteres Modell mit 310 Kubikzentimeter erweitert. Die Lücke zwischen den großen Motoren mit bis zu 1200 Kubikzentimetern und den Einzylinder Modellen wurde dann 2008 geschlossen, mit Zweizylindermotoren von 650-800 Kubikzentimetern.
Die Enduro-Sparte wurde bei BMW immer erfolgreicher, sodass das Unternehmen 2007 Husquarna Motorcycles erwarb, um den Bereich noch stärker zu fördern. Im gleichen Jahr stellte BMW auch die G 450 X vor, mit der das Unternehmen auch aktiv im Geländesport teilnahm. Dafür wurde 2006 das Speedbrain Race Management gegründet. 2007 startete das Team dann das erste Mal auf der WEC, mit den besten Fahrern der Welt, wie Juha Salminen, David Knight, Marko Takkala und Simo Kirssi. Ziel von Speedbrain war die Weltmeisterschaft zu gewinnen, was Juha Salminen 2009 mit einem 2. Platz nur knapp verpasste.
Erzielte Erfolge:
- 2007 Gewinner Europa Cross Country
- 2008 2. Erzberg
- 2008 Deutscher Cross Country Meister
- 2009 Vizeweltmeister Enduro 2
- 2009 Markenweltmeister Enduro 2
- 2010 Deutscher Cross Country Meister
- 2010 Europäischer Cross Country Meister
Auf dem Erzberg 2005 wurde die HP2 das erste Mal in einem Enduro-Wettbewerb eingesetzt. Diese Extrem-Enduro mit dem für BMW typischen Boxer-Motor und 175 Kilogramm Leergewicht gewann mit dem Fahrer Simo Kirssi das Rennen und wiederholte den Sieg in 2006 und 2007. Die Produktion der HP2 wurde 2008 eingestellt.
2011 entschied sich BMW nach mäßigen Erfolgen, aus dem Endurosport auszutreten.