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Die Debatte um den Lehrermangel hat einige Schwachstellen im heutigen Bildungswesen offengelegt. Nun gilt es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dafür muss ein Tabu fallen.
Die Swisscom hat diesen Sommer für Aufsehen gesorgt: Sie will für die Auswahl von Lehrlingen in der Deutschschweiz keine Schulzeugnisse mehr sehen.
Hannah Arendt hielt 1958 eine Rede über die Krise der Erziehung. (Darin steht der wunderbare Satz: »In der Erziehung entscheidet sich, ob wir die Welt genug lieben, um die Verantwortung für sie zu übernehmen […]«) Aus amerikanischer Perspektive spricht sie darin über das britische System, Studierende auszuwählen: Was in England erzielt
Die Angst vor einem Kollaps der Volksschule wächst, wie sich in verschiedenen Kantonen zeigt. In Genf hat die Stimmbevölkerung soeben die rote Karte gezogen.
«Die Lehrpersonen der Volksschule haben in der Pandemie einen hervorragenden Job gemacht», sagt der oberste Zuständige für die Gymnasien im Kanton Zürich.
Schüler aus einfachen Verhältnissen sind besonders hoch motiviert und schaffen daher die Matura. Allerdings müssen sie dafür hart kämpfen, wie eine neue Studie der Bildungsforscherin Margrit Stamm zeigt.
Diese Woche habe ich zwei Folgen von Malcolm Gladwells Podcast Revisionist History gehört. Darin geht er der Frage nach, was Zeitdruck für einen Einfluss auf Prüfungsergebnisse ausübt. Dabei bezieht er sich auf eine Studie von William Henderson, der LSAT-Prüfungen untersucht hat, mit denen US-amerikanische Law Schools Zulassungen kontrollieren. Die Einsichten