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Täglich nach dem Frühstück zieht sich mein Vater in sein Studierzimmer zurück, um sich der Pflege seiner Tabakpfeifen zu widmen. Eine nach der anderen – sieben an der Zahl – nimmt er aus dem Pfeifenständer, wo sie seit dem Vorabend auskühlen. Heute wird er beim täglichen Ritual von zwei Enkelinnen beobachtet, die ihm aufmerksam über die Schultern schauen. Als erstes werden mit dem Pfeifenbesteck Aschenreste ausgeräumt, dann die Pfeifen auseinander geschraubt, die teerig-feuchten Filter entfernt, Pfeifenholm und Mundstück feinsäuberlich auf dem Schreibtisch aufgereiht, bevor die Rauchkanäle mit einem Pfeifenputzer aus saugfähigen Baumwollfasern gereinigt werden. Beim Ausbohren eines verengten Rauchkanals klemmt es plötzlich, so dass Pipa zur Freude der Enkelinnen eine Zange holen muss, um Holm und Bohrer wieder voneinander zu trennen.
- Sohn: 1965, Nichtraucher
- Vater: 1935, passionierter Pfeifenraucher
- Enkelinnen: 2007/ 2009, Zaungäste
- Jahr der Szene: 2018