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Vor dem Besuch des neuen US-Aussenministers Antony Blinken und des Pentagon-Chefs Lloyd Austin in Südkorea hat Nordkorea die gemeinsamen Militärübungen der beiden verbündeten Länder verurteilt und die USA gewarnt.
Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf der neuen US-Regierung vor, Ärger zu verursachen. «Falls sie in den nächsten vier Jahren in Frieden schlafen will, hätte sie besser davon abgesehen, als ersten Schritt Stunk zu machen», wurde Kim am Dienstag von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. An Südkorea gewandt, drohte sie mit dem Rückzug Nordkoreas aus einem bilateralen Militärabkommen von 2018.
Die Streitkräfte der USA und Südkoreas hatten in der vergangenen Woche ein Frühjahrsmanöver in reduziertem Umfang begonnen. Die Kommandoübung, die noch bis zum Donnerstag dauert, wurde nach Angaben Seouls unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie und der Diplomatie im Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm reduziert.
Nordkorea sieht sich durch die regelmässigen Militärübungen der USA mit Südkorea provoziert. Den Vorwurf Pjöngjangs, damit einen Angriff vorzubereiten, weisen beide Länder zurück. «Kriegsübungen und Feindseligkeit können niemals mit Dialog und Zusammenarbeit zusammengehen», hiess es in der Erklärung Kim Yo Jongs, die schon seit Jahren als einflussreiche Beraterin ihres Bruder Kim Jong Uns gilt.
Die Koordinierung der Nordkorea-Politik wird auch ein zentrales Thema bei den Gesprächen Blinkens und Austins mit der südkoreanischen Regierung sein. Beide US-Minister werden am Mittwoch in Seoul erwartet. (sda/dpa)