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Er sei nicht überrascht gewesen vom Dopingskandal um die russische Leichtathletik, der Anfang Woche durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA aufgedeckt wurde. Federer verriet, dass er in diesem Jahr etwa fünfmal ausserhalb der Wettkämpfe getestet worden sei. Bei Turnieren sind es zwar deutlich mehr, für Federer dennoch nicht genug. “Wenn ich ein Turnier gewonnen habe und nicht getestet werde, denke ich jeweils: Wo ist der Doping-Typ?”
Es sei wichtig, dass immer getestet werde, sobald es um viel Geld und viele ATP-Punkte gehe, damit die Spieler nicht auf “dumme Ideen” kämen. Federer hielt auch fest, dass die Dopingbekämpfung in der Schweiz seiner Meinung nach “top” sei. Wie die zusätzlichen Kontrollen finanziert werden sollen, liess der 34-jährige Basler allerdings offen. Der Frage, ob man einen Teil des Preisgelds (am US Open beispielsweise über 3 Mio. Dollar für den Sieger) dafür verwenden könnte, wich er aus.
Rafael Nadal und Stan Wawrinka sprachen sich derweil dafür aus, dass alle Dopingkontrollen öffentlich gemacht werden. “Dann müsste sich niemand mehr fragen, ob der Gegner wohl ähnlich oft kontrolliert wird”, sagte Nadal. Der Schweizer betonte, er werde fast jedes Mal getestet, wenn er zuhause sei (gemäss eigener Einschätzung etwa 15 Mal in diesem Jahr); einmal sogar zweimal innerhalb von zwei Stunden, erst durch den Internationalen Tennisverband ITF, dann durch Swiss Olympic. “Es wäre gut, wenn man hier besser koordinieren würde, um die vorhandenen Mittel bestmöglich einzusetzen”, findet Wawrinka deshalb.
(SI)