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Erfolgreicher Rabenvater oder erfolglosere Superpapi?
Ich bin Vater
Der Vaterschaftsurlaub hat nicht die gleichen Ziele wie der Mutterschaftsurlaub. Die Bedürfnisse sind anders, da nur die Frauen gebären, nur sie sich von der Geburt erholen müssen und erfolgreich mit dem Stillen anfangen wollen. Die Bedürfnisse sind verschieden, aber vorhanden und berechtigt.
Die Notwendigkeit, eine elterliche Verbindung zum Neugeborenen zu schaffen, ist ein Bedürfnis, das beide Elternteile haben. Der Vater kann diese Verbindung natürlicher und rascher schaffen, wenn er sich von den ersten Stunden und den ersten Tagen nach der Geburt an um sein Kind kümmern kann. Es ist normal, wenn sich ein junger Vater angesichts der unbekannten Situation etwas überfordert fühlt: Bitten Sie in diesem Fall die in der Frauenklinik anwesenden Fachleute oder die Hebamme um Rat.
Sie können von zwei Dingen ausgehen:
- Sie sind absolut in der Lage, Ihr Neugeborenes zu baden, anzuziehen, zu wiegen und mit dem Fläschchen zu nähren (sofern dies von Geburt an der Fall ist, oder später).
- Es gibt nicht nur eine einzige Art, sich um Ihr Kind zu kümmern. Ihre Art unterscheidet sich von jener Ihrer Partnerin, das ist völlig normal. Ein Kind nimmt diese Unterschiede zwar wahr, gewöhnt sich aber sehr gut daran.
Wenn Sie von Anfang an anwesend und aktiv sind, übernehmen Sie die Rolle als Vater in Ihrer Familie, und zwar sowohl gegenüber Ihrer Partnerin, Ihren anderen Kindern und Ihrer Verwandtschaft wie auch gegenüber der Gesellschaft und dem Arbeitgeber. Der Vaterschaftsurlaub ermöglicht Ihnen, nach der Heimkehr von Mutter und Kind die Hausarbeiten zu übernehmen, die Ihre Partnerin in den ersten Tagen noch nicht wahrnehmen kann, und sich um Ihre anderen Kinder zu kümmern.
Viele Arbeitgeber gewähren den jungen Vätern einen Vaterschaftsurlaub. Informieren Sie sich:
- Fast die Hälfte der kantonalen Verwaltungen gewährt ihren Angestellten einen bezahlten Va- terschaftsurlaub von 5 bis 10 Tagen. Ein weite- rer Viertel bietet drei bis vier bezahlte Tage Va- terschaftsurlaub, der Rest ein bis zwei Tage. Um mehr zu erfahren können Sie die Resultate einer jährlich von Travail.Suisse durchgeführten Umfrage konsultieren.
- Die Bundesverwaltung und die grossen Städte gewähren ihrem Personal ebenfalls mehrere Tage Vaterschaftsurlaub.
- Mehrere Gesamtarbeitsverträge (GAV) oder Firmenverträge sehen einen Vaterschaftsurlaub vor. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Gewerkschaft.
- Zahlreiche private Unternehmen haben erkannt, dass es wichtig ist, den Bedürfnissen ihrer männlichen Angestellten in Sachen Vaterschaft entgegen zu kommen. Der Vaterschaftsurlaub ist zu einem Wettbewerbsvorteil geworden.
- Auf eidgenössischer Ebene sieht das Gesetz keinen Vaterschaftsurlaub vor. Die Idee wird im Parlament aber seit mehreren Jahren regelmässig wieder eingebracht . Sie können Ihren VolksvertreterInnen interpellieren.
Seit mehreren Jahren wird der Vätertag in der Schweiz gefeiert. So entsteht sicher eine ideale Gelegenheit, Ihre Rolle und Präsenz in Ihrer Familie zur Diskussion zu bringen.
Für mehr Informationen: Website über den Vätertag (1. Juni), eine Initiative von männer.ch oder unter www.mamagenda.ch