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Russland bereitet den Aufbau eines Systems für den elektronischen Zahlungsverkehr vor. Hintergrund ist offenbar die Sorge, neue Sanktionen könnten das Land vom führenden Finanzdaten-Transfersystem Swift abschneiden.
Die Regierung habe bereits ein entsprechendes Gesetz vorbereitet, erklärte am Mittwoch Vize-Finanzminister Alexej Moiseew russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Es solle jedoch erst in Kraft treten, wenn klar sei, dass die Notenbank über die dafür nötige Technologie verfüge.
Russland hat bereits ein eigenes nationales Zahlungssystem für Kreditkarten in die Wege geleitet, nachdem MasterCard und Visa wegen der Sanktionen Geschäfte mit einigen russischen Banken einstellten.
Iranische Banken wurden 2012 wegen der Atomprogramm-Sanktionen von Swift abgeschnitten - mit dramatischen Folgen für den Aussenhandel des Landes.
Swift ist das grösste Netzwerk für den weltweiten Austausch von Finanzdaten und hat seinen Hauptsitz in Belgien. Die Abkürzung steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication.
Der 1973 gegründete Verband sorgt dafür, dass Mitgliedsbanken rund um den Globus Geschäfte über ein einheitliches Telekommunikationsnetz, das Swift-Netz, machen können. An das Netz sind mehr als 10'000 Finanzinstitute angeschlossen. (sda/reu)