Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03284.jsonl.gz/2426

www.cheops-pyramide.ch Copyright 2006 Franz Löhner und Teresa Zuberbühler
Transport des Pyramidions auf die Spitze der Pyramide -Methoden von Franz Löhner
Der oberste pyramidenförmiger Stein der auf der Pyramidenspitze tront wird Pyramidion (Mehrzahl Pyramidia) genannt. Die Pyramidenspitze und auch die Spitze der Obelisken wurde ben-ben (benben, bnbnt, ben-benet) genannt. Benben ist der Name des göttlichen Steins, der in einem Tempel in Heliopolis aufbewahrt wurde und pyramidenförmig gewesen sein soll. Es wird angenommen, dass das Wort vom ägyptischen Verb "wbn" welches "scheinen" oder "glänzen" bedeutet abstammt. Das Wort wird aber auch mit "bnw" in Verbindung gebracht, die Bezeichnung für "Reiher" [14]. Mit "benben" wurde von den alten Ägyptern auch ein kegelförmiges Brot bezeichnet.
Verschiedene Quellen [14] zeigen auf, dass die Spitzen der Pyramiden aus dem Mittleren Reich und der Obelisken aus dem Neuen Reich mit Gold, Elektrum (Legierung aus Gold und Silber) oder Kupfer bedeckt waren. Obelisken mit glänzenden Spitzen wurden in Paaren bei den Eingängen zu Tempeln platziert und der Morgensonne und Abendsonne geweiht. Die goldenen Spitzen fingen das Sonnenlicht ein und schafften so eine Verbindung von der Erde zur Sonne.
Die Spitzen der Pyramiden erglänzen als erstes in der Morgensonne und werden noch von den letzten Strahlen der Abendsonne beleuchtet. So werden die Pyramiden in den Pyramidentexten auch oft als "Treppen" oder "Rampen" bezeichnet, auf denen der Pharao nach seinem Tod den Himmel erreichen kann.
Man kann davon ausgehen, dass dem Aufsetzen des Pyramidions auf die Pyramide eine besondere Bedeutung zukam, wahrscheinlich war es ein eigentlicher sakraler Akt, sozusagen die Krönung des Bauwerks mit dessen Spitze. Sicher war der Pharao, sein Hofstaat und die Hohepriester dabei und das Ganze war mit aufwendigen Festlichkeiten verbunden.
Wenn man den Fries des Djehutihotep in Deir El Berscheh betrachtet, so sieht man, dass der Transport von wichtigen Bestandteilen eines Bauwerks (hier einer Kolossalstatue) mit einer grossen Zeremonie verbunden war [13]. Die Statue ist hier auf einem speziell gezimmerten Schlitten in Form einer Barke befestigt. Dies hat wohl eine religiöse Bedeutung, denn der Sonnengott Re überquert den Himmel tagsüber in einer Sonnenbarke.
Mit den Methoden von Franz Löhner kann das Pyramidion in einem Zug vom Fuss der Pyramide bis zur Spitze heraufgezogen werden - die Verbindung zum Aufstieg der Sonnenscheibe in den Himmel ist hier schon gegeben.
Nach dem Aufsetzen des Pyramidions waren ausserdem keine weitere Bauphasen nötig.
Danach, wenn alle Geleise abgebaut sind und die herausstehenden Steinbosse
abgeschlagen werden, die zur Verankerung der Gleisanlage dienten, wird
die Pyramide zu einem unbesteigbaren Gebilde - ein weisses abstraktes
geometrisches Symbol, dass zum Himmel aufragt und das täglich
von der Sonnenscheibe überquert wird!
Das Problem bei praktisch allen Rampenmodellen ist, wie der Bau der obersten
50 Meter der Pyramide bewerkstellt wird. Diese umfassen zwar nur 3 Prozent
der Baumasse [2], bedingen jedoch bei allen Rampen-Theorien
einen unverhältnismässigen Anstieg des benötigten Rampenvolumens.
Hier oben auf über 100 Metern wird es immer enger und schwieriger
und so behelfen sich einige Modelle mit verschiedenen Hilfskonstruktionen
bei denen die Steine über allerlei Rämpchen hinaufgezogen werden
oder mit Hebelbalken hochgehoben werden. Ein weiteres Problem ist, wie
das schwere Pyramidion bis zur Spitze transportiert und dort aufgesetzt
wurde.
Mit Löhners Seilrollenbock (Umlenkbock) kann auch dieses Problem gelöst werden, und es sind dabei nur einige zusätzlichen Vorkehrungen an der Spitze nötig.
In Ägypten sind Erdbeben und Sandstürme keine Seltenheit, deshalb mussten die Pyramidenbauer berücksichtigen, dass die Spitze der Pyramide sich lösen und hinunterstürzen könnte. Rekonstruktionen der Chefren-Spitze zeigen, dass die obersten Steinlagen sehr wahrscheinlich besonders gut ineinander verzahnt waren, zum Beispiel mit Zapfen und den entsprechenden Vertiefungen in der darunter liegenden Steinschicht [1]. Archäologen haben mehrere Pyramidia gefunden, die einen grossen zylinderförmigen Zapfen an der Grundfläche hatten, der in den darunter liegenden Stein einrastete. Dies ermöglichte eine ausgezeichnete Stabilität der Spitze.
Zuerst wurde das Pyramidion zugehauen. Trotz aller Baupräzision liefen die vier Grate und Seitenflächen wohl nie milimetergenau aufeinander zu. Der Schlussstein wurde deshalb etwas "zurechtgebogen", das heisst die Steigungswinkel etwas geändert, dass das Pyramididon einen Spitz bildet. Deshalb wurde wohl, als nur noch wenige Lagen fehlten ein Lehrgerüst aus Holzlatten errichtet, um die tatsächliche Neigung aller Grate genauestens zu berücksichtigen.
Das Pyramidion wurde wahrscheinlich nur grob zugehauen vom Steinbruch geliefert und erst in der Bauhütte (nicht auf der Pyramide!) wurde die entgültige Form durch die Steinmetze herausgearbeitet. Das Lehrgerüst diente als genaue Vorlage für die Form der Grate.
Danach wurde der Stein von den Steinschleifern aufs Beste geschliffen.
Der Block wurde gekantet, damit die zu bearbeitende Seite immer waagrecht
lag. Viele tausend Male muss der Schleifstein darüber gezogen werden.
Ständig waren Wasserträger unterwegs, um einen Bottich zu füllen
von dem aus ein dünnes Rinnsal über die Schleiffläche lief.
Dann wurde Quarzsand und Schmirgel benutzt und, falls es ein Granitstein
war, ganz zuletzt mit dicken Wergballen (= grobe Wolle) richtig in den
Stein hineingerieben, bis er wunderbar glänzte.
Mit wachsender Höhe der Pyramide reduzieren sich Arbeitsfläche und Arbeitsvolumen zusehends. Die Schlittenaufzüge werden einer nach dem andern abgebaut, bis auf die letzte Höhe nur noch eine einzige Gleisanlage führt. Dank der Seilrollenböcke treten auch auf der stark reduzierten Arbeitsfläche kaum zusätzliche Probleme auf. Die Tura-Steine der Pyramide waren schon bis zur obersten Lage geglättet.
Die schliesslich verbleibende Schleppmannschaft kann auch auf einem arg kleingewordenen Areal - beispielsweise 15 mal 15 Meter - noch einen Stein bewegen. Sie behilft sich mit zwei Seilrollenböcken, die gegenüber den Aufwegsböcken vor der hinteren Kante der Bauoberfläche angebracht werden. Ausserdem lassen sich die immer kürzeren Strecken auf dem Plateau auch mit Hebelkraft bewältigen. So gibt es bis zur eigentlichen Spitze keine Probleme.
Für die letzten Steinschichten sind die Ecksteine mit grosser Präzision
zugehauen worden, die Grate müssen exakt auf die Pyramidenspitze
zulaufen. Alle Steine werden besonders gut miteinander verzahnt, um der
ganzen Spitze eine grosse Stabilität zu geben. Ausserdem bestanden
die letzten 10m der Pyramide eventuell nur aus weissen Tura-Steinen [2].
Beim Bau der zweitletzten Steinschicht werden vier Spezial-Turasteine eingebaut, auf denen die Seilrollenböcke leicht abgesetzt vom Pyramidenplateau installiert werden können. Bevor das Pyramidion positioniert wird muss die Arbeitsfläche völlig frei sein. Deshalb werden etwa einen halben Meter unterhalb des Pyramidenplateaus provisorisch östlich und westlich Arbeitsbühnen aus Holz errichtet. Auf der nördlichen Seite wird diese Bühne etwa einen Meter tiefer aufgebaut. Während des Kippvorgangs und des Zurechtrückens des Pyramidions ist auf dem Plateau kein Platz für Menschen. Die Arbeiter stehen auf den seitlichen Arbeitsbühnen.
Ein bis zwei Meter unterhalb der Pyramidenkante umspannt ein Seil die Pyramide, von beiden Seiten mit Keilen gespannt, daran sind alle verwendeten Teile und alle Menschen mit Seilen gesichert.
Das Aufsetzen des Pyramidions musste besonders gut vorbereitet werden. Bei diesem wichtigen Akt, der sicher auch eine tiefe religiöse Bedeutung hatte, durfte nichts schief gehen. Ziel war es, das Pyramidion in einem Zug, ohne Zwischenhalte und Wiederanfahren bis zur Spitze hinaufzuziehen und auch gleich zu positionieren.
Für das Hinaufziehen des Pyramidions brauchte es mit vier Seilrollenstationen
und einer fünften an der Kante ganz oben etwa 500 Mann. Dieser ununterbrochene
Aufzug verlangte für diesen schweren Stein (5-6 Tonnen) mehr Zugkraft
als sonst und wie immer einen fliegenden Wechsel an den Seilrollenstationen.
Auf jeder Seilrollenstation stand eine zusätzliche Mannschaft bereit,
auf dass der feierlich-gemessene Aufzug unter peinlichster Kontrolle ablaufen
konnte.
Es wird ein besonders grosser Schlitten verwendet, und das Pyramididon so befestigt, dass es vorne ein Stück herausragt und dass der Schlitten hinten etwa einen Meter übersteht. Dies ist wichtig, weil die Zugseile an der letzten Seilrollenstation hinten angehängt werden mussten, um höher an die Kante zu kommen und den Kipppunkt dort leichter zu erreichen.
Die Gleithölzer (= Querhölzer) standen vorher mit ihren Unterseiten zwei Wochen in einer Ölwanne und wurden nochmals einmal dick mit Talg eingelassen.
Verstrebungen und Schalungen wurden am Schlitten angebracht, damit der Stein beim Hinaufziehen nicht hinunterrutschen konnte. Jedigliches Holz, dass den polierten Stein berührte musste mit Stoff umhüllt werden, damit nichts den Glanz des Steins beeinträchtigen konnte.
Der ganze Arbeitsablauf, wie das Pyramidion in einem Zug hinaufgezogen werden konnte, musste sicher nochmals gründlichst besprochen werden. Man muss aber bedenken, dass hier Arbeiter eingesetzt wurden, die vorher schon Tausende von Steine über Jahre hochgezogen hatten, denen also jeder Griff sass und die schon jedwelche Schwierigkeiten gemeistert hatten. Trotzdem, das Pyramidion war ein 5-6 Tonnen schwerer Steinblock und die üblichen Steine, die auf dieser Höhe verarbeitet wurden waren um einiges kleiner (oben sind die Steine etwa 1m mal 1m und 0.5m hoch und wiegen um die 1.3 Tonnen).
Beim Heraufziehen durfte auf keinen Fall etwas passieren, deshalb wurden nochmals alle Teile der Gleisanlage überprüft, Seile erneuert, Querhölzer ausgetauscht, die Seilrollenböcke (Umlenkböcke) überprüft, neu geschmiert, exakt positioniert und verkeilt. Die Aufwegschienen wurden neu geschmiert, ihr fester Sitz überprüft und an manchen Stellen mit Keilen verbessert [4].
Bevor das Pyramidion seinen zukünftigen Standplatz erreicht, müssen alle Arbeiter und alles Gerät diesen räumen. Die Kipp-Zugmannschaft (A) steht auf dem Gerüst an der Nordseite, wo es sich an der Pyramidenschräge kräftig abstützen kann. Die Hebler stehen beidseits (also auf den Gerüsten östlich und westlich). Während die Zugmannschaft den Stein hochzieht, bereiten sich hinter ihnen die Männer, die das Kippen kontrollieren, auf ihre Aufgabe vor.
Die Umlenkböcke standen seitlich des Pyramidenplateaus auf herausstehenden Steinen, ein zweites Paar an der hinteren Kante. Das Seil verlief von der vorderen über die hintere Umlenkrolle und zurück.
Illustration: Pyramidion wird über Kante direkt auf die letzten Steinlagen gezogen. A Kipp-Zugmannschaft / B dickes Rundholz / C dünneres Rundholz. Nicht eingezeichnet sind Hebler und Männer, das grüne Seil spannen und auf der Arbeitsbühne D stehen. Zapfen des Pyramidions ist nicht eingezeichnet.
Beim letzten Seilwechsel wurde das Seil (rot) am hinteren Querholz des Schlittens angehängt, der auch hinten ca. ein Meter überstand. An diesem Seil zieht die eigentliche Schleppmannschaft den Stein hoch.
Kurz unterhalb der Kante, die mit einem Wippholz gesichert war, wurden Seile (blau) am vorderen Holz angebracht und, sobald das vordere Querholz auftauchte, kräftig daran gezogen, so dass es sich zur Plattform neigte. Die Kipp-Zugmannschaft (A) konnte sich dabei an der Westschräge abstützen. Zug Südseite und Zug Nordseite mussten sich so ergänzen, dass schliesslich der Kipp-Schwerpunkt erreicht und überschritten war.
Nun bremste eine zweite Zugmannschaft mit einem Seil (grün), das beidseits am hinteren Querholz angebracht war, den Kippvorgang ab - eine kitzlige Angelegenheit. Diese stehen auf der Arbeitsbühne D.
So sank der Vorderteil des Pyramidions langsam auf die etwas dickere Rolle (B). Gleichzeitig werden von beiden Seiten Hebel eingesetzt (Hebler stehen auf Arbeitsbühne D) und die das Pyramidion weiter in Richtung der zweiten, dünneren Rolle (C) bewegen. Die schützenden Verstrebungen und Schalungen werden gelöst und der Schlitten nach und nach entfernt.
Natürlich wurde das Kippen zusätzlich durch die bereits bekannten dicken Hebeln und Seile gesichert. Nun wurde das Pyramidion weiter auf das Plateau gezogen, die Vorwärtsbewegung durch an der hinteren Seite wirkende Hebel unterstützt, und das Pyramidion glitt auf die kleinere Rolle und wurde so auf seinen zukünftigen Platz geschoben. Die Seilzieher-Südseite mussten natürlich vorher rechtzeitig nachlassen.
Ein kurzer Querbalken und Hebel bewahrten das Pyramidion davor, über
den Plateaurand hinaus zu gleiten. Dann wurde es von hinten etwas angehoben,
das letzte Querholz entfernt und damit stand das Pyramidion an seinem
Platz.
Pyramidion der Cheops-Pyramide:
Oberste vorhandene Steinschichten Cheops-Pyramide nach einer Luftaufnahme [8] - Foto - Ein Kern mit senkrechten Schichten konnte weder bei der Cheops-Pyramide noch an der Chefren Pyramide nachgewiesen werden. Er sollte jedoch zu mindestens an der Spitze der Cheops-Pyramide, an der ja mindestens 9 Steinschichten fehlen, sichtbar sein. Mehr zum Thema Verkleidungssteine (Kernmantel)
Pyramidion der Chefren-Pyramide:
Um ein Pyramidion hinunter zu stürzen muss man die Spitze erreichen können. Dies war jedoch solange die glatte Aussenfläche intakt war nicht möglich. Ein Teil der "Verkleidung" hängt schon seit Jahrhunderten sozusagen in der Luft, denn die unteren Steine fehlen, diese wurden langsam von unten nach oben entfernt. Aber noch im Jahre 1639 schrieb der Brite John Greaves, dass an der Chefren-Pyramide ausser auf der Südseite noch die ganze äussere Steinoberfläche intakt war [10]. Wie wurde also das Pyramidion auf der Spitze entfernt? Schriftliche Quellen dazu gibt es nicht - eine Vermutung wäre jedoch, dass ein Erdbeben die Spitze verückte und dabei das Pyramidion und die obersten 3 Schichten hinunterstürzten - aber ebensogut könnten es Menschen gewesen sein.
Illustration - Die letzten drei Steinschichten werden gelegt und das Pyramidion werden auf der Chefren-Pyramide aufgesetzt (nach [1]).
Hier zeigt sich auch, wie viel kleiner die zur Verfügung stehende Arbeitsoberfläche wird, zuletzt schrumpft sie auf etwa 2 mal 2 Meter (Seitenlänge 4 Ellen, Gewicht des Pyramidions ca. 5 Tonnen).
Über das Pyramidion der Mykerinos-Pyramide ist nichts bekannt.
Im Pyramidenbezirk von Sahure haben M. Verner und Z. Hawass [11] einen Block mit dem Abbild einer Schleppmannschaft gefunden, die ein Pyramidion auf flachem Gelände zur Pyramidenbaustelle zieht. Aus dem Text auf dem Block geht hervor, dass das Pyramidion mit Gold bedeckt war. Leider befindet sich die Abbildung des Pyramidions selbst auf einem nachfolgenden Block, der noch nicht gefunden wurde. Der Text beschreibt ein Pyramidion (Benbenet) welches mit Gold bedeckt ist.
Es wurden nur wenige Pyramidia gefunden, so dass auch nur vermutet werden
kann, aus welchen Gesteinen sie bestanden, ob aus Kalkstein, Granit oder
Diorit. Man kennt aus dem Alten Reich nur Pyramidia aus Kalkstein, etwa
das undekorierte Pyramidion
der Roten Pyramide (Snofru) aus Tura-Kalkstein, von der
Kultpyramide des Mykerinos G3a das Kalksteinpyramidion
und das der kleinen Nebenpyramide G1d. Aus dem Mittleren Reich fand man
auch Pyramidia aus Granit und Diorit, etwa das bekannte Pyramidion
des Amenemhet III in Dahschur aus schwarzem Granit mit
einem Bild der geflügelten Sonnenscheibe.
Pyramidion gemäss antiken Geschichtsschreibern:
Zahlenspekulationen zum Pyramidion der Cheops-Pyramide:
Gerechnet wurde mit einem Seked von 5½ Handbreit oder 22 Fingern und der Rohdichte von Kalkstein von 2,6 g/cm³. Die Angaben in Klammern sind das Gewicht des Pyramidions, falls es aus Granit anstatt aus Kalkstein bestand.
G. Goyon [12] vermutet, die Pyramidenbauer könnten das Pyramidion im Massstab von 1 zu 100 zugehauen haben und es als steinernes Modell der Pyramide selber verwendet haben. Wir sind der Meinung, dass es zwar durchaus ein Modell der Pyramide gegeben haben kann, aber dass das Pyramidion genau auf die Verhältnisse an der Spitze angepasst werden musste. Der Schlussstein wurde deshalb etwas "zurechtgebogen", das heisst die Böschungswinkel waren wohl nicht exakt gleich.
Die hier vorgestellten Methoden zum Pyramidenbau wurden 1993 erstmals im Buch von Heribert Illig und Franz Löhner "Der Bau der Cheops-Pyramide" publiziert.
[1] D. Arnold Lexikon der
Ägyptischen Baukunst / Building in Egypt
www.cheops-pyramide.ch Copyright 2006 Franz Löhner und Teresa Zuberbühler