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Die neuen Wohnhäuser für die Wohnbaugenossenschaft Im Gut sind als prägnantes Gebäudepaar konzipiert, dass über die Gutstrasse hinweg eine lose vis-à-vis Beziehung bildet. Wie das britische Künstlerduo Gilbert & George, das sich fast identisch kleidet, unterscheiden sich die beiden Häuser vor allem in ihrer Grösse, während ihre äussere Erscheinung aus Variationen gleicher Elementen gebildet wird.
Der Kindergarten ist als Gartenpavillon ausgebildet und nimmt Bezug auf das prägnante Hochhaus von Karl Egender. Haus D ist ein Pavillion mit der Geschäftsstelle vorgelagert. Der südseitige Garten ist mit einem umlaufendes Schattendach als ‚Hortus Conclusus’ ausgebildet.
Die Wohnungen sind in beiden Häusern als ökonomische Hallenwohnungen mit sorgfältig formulierten Eingangszonen konzipiert. Die Länge des Wohn/Essraumes lässt sich entlang der Hauptwand flexibel gut in unterschiedliche Bereiche möblieren. Die Küchen sind bewusst an der kommunikativen Strassenseite angeordnet.
Alle Wohn-und Schlafräume werden konsequent über die ruhigen Seiten natürlich belüftet. Die Hauptbäder liegen als helle, grosszügige Badezimmer an der Fassade. Dies wird bei den Kleinwohnungen geschätzt, die oft als Alterswohnungen genutzt werden, und auch bei den grösseren Familienwohnungen. In beiden Wohnhäusern kann sowohl auf eine kontrollierte Lüftung als auch auf die Badlüftung verzichten werden. Einzig die Duschbäder in den grossen Wohnungen werden mechanisch entlüftet.
Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit bestimmen die Bauweise und die Materialisierung. Die Wohnhäuser werden in Holzelementbauweise mit Treppenkernen in Ortbeton errichtet. Die Fassaden sind mit geschuppten hellen Welleternittafeln verkleidet. Die erdgeschossigen Fronten der Häuser, des Pavillons und des Kindergartens bestehen aus gestrichenem Holz. Die Gesamterscheinung ist leicht und offen und verbindet sich gut mit dem grünen Siedlungsraum.