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Bern, 04.07.2012 – Der Bundesrat hat das revidierte Objektblatt aus dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Bern-Belp genehmigt. Das neue Objektblatt berücksichtigt die Pläne des Flughafens, die Anlagen für die Geschäfts- und die Sportfliegerei auf die Südseite der Hauptpiste zu verlegen. Gegenüber der alten Version aus dem Jahr 2002 ist die Lärmbelastungskurve kleiner geworden. Grund dafür sind unter anderem Anpassungen beim Flugbetrieb der Helikopter. Neben demjenigen für den Flughafen Bern-Belp hat der Bundesrat auch das Objektblatt für den Flugplatz Thun sowie eine Anpassung des Objektblatts für den Regionalflugplatz Lausanne-La Blécherette verabschiedet.
Die Betreiberin des Flughafens Bern-Belp, die Alpar AG, will den heutigen Flugbetrieb entflechten. Vorgesehen ist, die Anlagen des Geschäftsreiseverkehrs, der Wartungsfirmen, der Flugschulen und der Sportfliegerei südlich der Hauptpiste anzusiedeln. Damit verbunden ist auch eine Zusammenlegung der Gras- und Segelflugpiste und eine Verlegung des Helikopterlandeplatzes in den Südwesten des Flughafenareals. Zudem ist geplant, ein satellitengestütztes Anflugverfahren von Süden auf die Piste 32 einzurichten. Diese Neuerungen erfordern eine Anpassung des SIL-Objektblattes, das den raumplanerischen Rahmen für den Flugbetrieb vorgibt. Keine Änderungen sind an den Betriebszeiten und an der Funktion des Flughafens vorgesehen. Bern-Belp soll weiterhin als Regionalflugplatz dienen und die Anbindung der Region an den internationalen Luftverkehr sicherstellen. Ausgehend von den Plänen des Flughafens sind die Verkehrsprognose und die Lärmbelastung für das Jahr 2020 aktualisiert worden. Daraus hat sich im Vergleich zum heutigen Objektblatt eine Reduktion der Lärmbelastungskurve sowohl im Südwesten wie im Osten ergeben. Diese ist vor allem auf geplante Anpassungen an den An- und Abflugrouten für Helikopter zurückzuführen. Die Anzahl der prognostizierten Flugbewegungen im Jahr 2020 beläuft sich unverändert auf 75‘000 pro Jahr. Der Bundesrat hat zudem im Objektblatt die Erwartung formuliert, dass der Flughafen Bern-Belp die Parkplätze konsequent bewirtschaftet und das Angebot an Parkplätzen nur zurückhaltend erweitert. Ausgebaut werden soll auch die Busverbindung von Bern zum Flughafen. Ziel dieser Massnahmen ist es, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs als Zubringer weiter zu steigern. Gleichzeitig mit dem SIL-Objektblatt für den Flughafen Bern-Belp hat der Bundesrat auch dasjenige für den Flugplatz Thun genehmigt. Das Objektblatt Thun basiert auf dem heutigen Flugbetrieb, der in erster Linie dem Motor- und Segelflugsport sowie der fliegerischen Aus- und Weiterbildung dient. Im Objektblatt für den Regionalflugplatz Lausanne-La Blécherette wurde der Flugplatzperimeter geringfügig angepasst.
Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL).