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Das Medienteam hat in den ersten Tagen eines Grand-Slam-Turniers alle Hände voll zu tun. Es gilt, die Pressekonferenzen und Interviews sämtlicher Spieler in den vier zur Verfügung stehenden Räumen zu koordinieren. Kommt ein Spieler oder eine Spielerin zu spät, kann es schon mal hektisch werden. Das Programm liest sich wie ein Abflug-Display an einem stark frequentierten Flughafen.
Bei den Deutschen herrscht bereits am 3. Tag Katzenjammer. Nach dem Auftakt-Out von Angelique Kerber strauchelte auch Mitfavorit Alexander Zverev gleich bei der ersten Hürde. Als der 20-Jährige in der Pressekonferenz gefragt wurde, weshalb er gegen Verdasco verloren habe, nahm er kein Blatt vor den Mund: «Because I played absolute s***».
Federer-Coach Severin Lüthi war heute in Paris zu Besuch. Im Studio der Kollegen von RTS wurden ihm die Bilder unseres Interclub-Beitrags gezeigt. RTS-Experte Marc Rosset konnte sich ein paar faule Sprüche nicht verkneifen. «Gib doch auch ein Comeback im Interclub», forderte ihn Lüthi auf. Rosset reagierte auf diesen offenbar verwegenen Vorschlag mit schallendem Gelächter.
Auf dem Trainingsplan vom Dienstag war viermal der Name «Thibault Venturino» eingetragen. Der 28-jährige Franzose ist jedoch kein Teilnehmer, sondern dient während des Turniers als Sparring-Partner. So absolvierte er unter anderem mit Stan Wawrinka und John Isner das Warm-Up. Venturino macht diesen Job schon seit einigen Jahren, seine eigene Profikarriere beendete er 2013.
Das australische Tennislager beschäftigt aktuell die homophoben Aussagen der 24-fachen Grand-Slam-Siegerin Margaret Court. Die Australierin hatte sich mehrfach gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. «Genug ist genug», twitterte die lesbische Doppelspielerin Casey Dellacqua vor einigen Tagen und erhielt sofort Unterstützung von Kyrgios, Sam Stosur und Co. Es wird nun offenbar diskutiert, den nach Court benannten Platz im Melbourne Park umzubenennen.