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Zwei 1000-Liter-Tanks mit Rot- und Weißwein hat Winzer Josef Möth aus Bregenz aktuell im Bodensee versenkt. Der Weißwein soll etwa für ein halbes Jahr, der Rotwein bis Herbst 2020 in einer Tiefe von 60 Metern in den Edelstahltanks gelagert werden. Möth möchte durch die Aktion herausfinden, wie sich die gleichbleibende Temperatur von vier Grad, der in der Tiefe herrschende Druck und die spärlichen Lichtverhältnisse auf Qualität und Geschmack des Weins auswirken. Die größte Herausforderung bei der Aktion sei es, die Fässer vor dem Absinken in den schlammigen Seeboden zu bewahren. „Wir haben ein Stelzengerüst entwickelt, das die Tanks stützen soll“, sagte Möth.
Er ist dabei nicht der erste, der Wein in einem See reifen lässt. 2017 etwa hat Gabriele Bianchi vom Weingut „Azienda Agricola Bianchi“ im Tessin etliche Flaschen seines Schaumweines „Mara“ ein Jahr lang in 24 Meter Tiefe im Luganersee hängend gelagert. Nach Bianchis Ansicht würden in der Tiefe des Sees bessere Reifebedingungen herrschen als in einem Weinkeller.