Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03377.jsonl.gz/989

Der Ostschweizer Radprofi Stefan Küng hat an der Rad-WM im italienischen Imola die Bronzemedaille im Zeitfahren gewonnen. Nach 31,7 vorwiegend flachen Kilometern waren nur der Italiener Filippo Ganna, der überlegen neuer Weltmeister wurde, und der Belgier Wout van Aert schneller als der 26-Jährige.
Nach der Corona-Zwangspause war Küng im französischen Plouay bereits Europameister im Zeitfahren geworden. Er war frühzeitig aus der Tour de France ausgestiegen, um sich besser auf das Rennen heute vorbereiten zu können. Ein Entscheid, der sich ausbezahlt hat. Sieben Jahre nach dem letzten Medaillengewinn des vierfachen Weltmeisters Fabian Cancellara (Bronze 2013 in Florenz) gewannen die Schweizer Männer damit erstmals wieder Edelmetall im Kampf gegen die Uhr.
Im Vorjahr hatte Küng im Strassenrennen der WM im englischen Yorkshire bereits die Bronzemedaille gewonnen. In diesem Jahr verzichtet er auf einen Start im Rennen am Sonntag, weil der Parcours seinen Fähigkeiten nicht entgegenkommt. Mit Marc Hirschi, dem Shootingstar der Tour de France, stellt das sechsköpfige Schweizer Team dennoch einen Favoriten.
Ganna löste als Weltmeister Rohan Dennis ab. Der Australier klassierte sich auf Rang 5. Er gehörte damit ebenso zu den Geschlagenen wie der frühere Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas, der Vierter wurde. Küng war sieben Sekunden schneller als der Waliser. Um die Silbermedaille zu gewinnen, hätte er drei Sekunden schneller sein müssen. Gold war ausser Reichweite: Ganna triumphierte überlegen mit 27 Sekunden Vorsprung. (ram)