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Automobil
Automarken und ihre Logos Folge 27: Skoda
Von Heinz Schneider
Mitte der achtziger Jahre wird es dramatisch: Skoda braucht, um weiterhin existieren zu können, dringend einen starken Partner. Doch der Richtige lässt lange auf sich warten. Genauer gesagt bis Ende 1990, als sowohl Renault – damals noch mit Volvo liiert – als auch die Volkswagen AG ihre festen Übernahmeabsichten mit entsprechenden Offerten bekräftigen. Schliesslich erteilt Skoda den Deutschen im Jahre 1991 das Ja-Wort. Unter anderem deshalb, weil diese gewillt sind, rund acht Milliarden Franken in die Hochzeit mit der tschechischen Braut zu investieren und den damals 23 000 Angestellten einen festen Arbeitsplatz zu garantieren.
Dass VW sich heute am rentierenden Fahrzeughersteller Skoda erfreuen darf, ist ursprünglich mit das Verdienst der Firma «Akciova Spolecnost Skodovy Zavody». Sie produzierte in der Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs Bauteile für Schiffe, übersiedelte nach dem Ersten Weltkrieg nach Pilsen (Böhmen) und tat sich in Mlada Boleslav in der Nähe von Prag mit der Firma «Laurin & Klement» zusammen.
Die von Vaclav Laurin (1865 – 1930) und Vaclav Klement (1868 – 1938) im Jahre 1895 als Veloreparatur-Werkstatt gegründete Unternehmung hatte bereits Erfahrungen im Bau von leichten Motorrädern gemacht und 1905 den ersten Personenwagen präsentiert – den 40 km/h schnellen Zweisitzer «L & K Type A Voiturette» mit 7-PS-Zweizylindermotor. Ab 1914, zwei Jahre nach der Titanic-Tragödie, die 1523 Menschenleben gefordert hatte, wurden in den L&K-Produktionshallen auch Kriegsmaterialien und Armee-Ambulanzfahrzeuge hergestellt.
1925 fusioniert L&K mit den von Emil Skoda (1839 – 1900) gegründeten Skoda-Werken, die sich zuvor mit Lizenzfertigungen (z.B Hispano Suiza 6-Litre Six-Cylinders) beschäftigt hatte und im Bereich Lokomotiven, Brücken und Dampffahrzeugen tätig war. Die ersten Personenwagen, die nicht mehr mit L&K bezeichnet sind, sondern den Namen Skoda tragen, rollen 1928 auf die Strassen. Sie sind mit dem Emblem geschmückt, das Skoda am 15. Dezember 1923 hatte eintragen lassen. Es zeigt einen geflügelten Pfeil und soll Symbol sein für die Grundgedanken der mobilen Gesellschaft: Der Pfeil bedeutet technischen Fortschritt, das Auge steht für die Wachsamkeit und der Flügel für den menschlichen Schöpfergeist.