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2022 lag das Wachstum bei 2,7 Prozent, deutlich unter den von der WTO erwarteten 3,5 Prozent. Im vierten Quartal sei der Welthandel wegen hoher Rohstoffpreise, steigender Zinsen sowie der strengen Corona-Massnahmen in China eingebrochen, hiess es. Deutschland war 2022 wie auch in den Jahren davor weltweit der drittgrösste Warenimporteur und -exporteur hinter China und den Vereinigten Staaten.
Für dieses Jahr hob die WTO ihre Prognose an, weil sich der Ausblick auf das globale Wirtschaftswachstum von ursprünglich 2,3 auf 2,4 Prozent verbesserte. Dies hat eine deutliche Auswirkung auf Europa: Das erwartete Exportwachstum der Region wurde von 0,8 auf 1,8 Prozent hinaufgesetzt. Damit wird Europa aber weniger stark zulegen als Nordamerika und Asien. Für Russland und andere ehemalige Sowjetrepubliken sagten die WTO-Experten einen Export-Anstieg von 2,8 Prozent voraus, der sich vor allem durch den kriegsbedingt niedrigen Vorjahreswert erklärt.
2024 erwartet die WTO ein globales Handelswachstum von 3,2 Prozent. Geopolitische Spannungen, Versorgungsengpässe auf dem Nahrungsmittelmarkt und negative Effekte der Zinserhöhungen könnten diesen Wert jedoch dämpfen, hiess es./al/DP/jha
(AWP)