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Ihre Mutter wird offenbar gegen ihren Willen festgehalten und Sie fühlen sich übergangen. Oft sind Akutpflegestationen nicht auf Patienten mit neurokognitiven Beeinträchtigungen eingestellt. War für die Diagnose nur das Delir massgebend? Auch Narkosen oder bestimmte Medikamente können eine vorübergehende Verwirrtheit auslösen. Da ein Besuch in einer Memory Clinic geplant ist, zeigen Sie dem dortigen Spezialisten die Medikamente Ihrer Mutter.
Erinnern Sie den Arzt in einer E-Mail an Ihre Rechte als therapeutische Vertretung und verlangen Sie nach einem Gespräch: Er muss Sie über Behandlungsentscheide und die Verlängerung des Spitalaufenthalts informieren. Sie können Ihre Meinung äussern, ihm Fragen stellen, gegen Unterschrift einen Spitalaustritt auf eigenes Risiko beschliessen und eine Nachbetreuung zuhause organisieren. Damit Ihre Mutter mit ihren Freundinnen in Kontakt bleibt, könnten Sie beim Tagesheim anfragen, ob sie ihr vielleicht einen Brief schreiben möchten.