Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/258237

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, wie die Erkenntnisse und Resultate aus den "3R-Symposien", insbesondere aus dem Symposium von 2020 zur Erforschung von Alternativen zur CO2-Betäubung, in die weitere Förderung und Implementierung von humaneren Betäubungsmethoden einfliessen werden. Konkret sollen dabei die nächsten Schritte in Bezug auf die Erforschung und Förderung von Alternativen zu CO2 und die Strategie, wie aktuelle Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden könnten, aufgezeigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit 2018 werden regelmässig Symposien mit internationaler Beteiligung durchgeführt zu den 3R-Prinzipien (Replace, Reduce, Refine, d.h. Ersatz und Reduktion von Tierversuchen sowie Verringerung der Belastungen für Versuchstiere). Diese beinhalteten Alternativen zur CO2-Euthanasie von Labortieren.</p><p>CO2 wird jedoch nicht nur bei Labortieren angewendet, sondern beispielsweise auch bei der Betäubung von Tieren vor der Schlachtung. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ist Ende 2022 eine Zusammenarbeit mit der Universities Federation for Animal Welfare (UFAW) eingegangen, um bis 2027 drei weitere Symposien zum Thema Tötung von Tieren zu organisieren. Für die Symposien wählt ein Expertengremium aktuelle Themen unabhängig der Tierart aus. Dank dieses Austausches mit internationalen Expertinnen und Experten erhofft man sich, Lösungen für möglichst schonende Tötungsmethoden unabhängig der Tierart zu identifizieren und zu fördern.</p><p>Im Jahr 2021 wurde der Universität Zürich der Forschungsauftrag «Das Leben von Tieren humaner beenden» vergeben. Dabei werden mögliche CO2-Alternativen zur Euthanasie von Labortieren erforscht, die weniger (oder kein) Leiden hervorrufen. Umfassende Ergebnisse sind im Jahr 2025 zu erwarten. Im Jahr 2027 ist beabsichtigt, dass erste Ergebnisse aus Projekten des Nationalen Forschungsprogramms 79 «Advancing 3R - Tiere, Forschung und Gesellschaft» (NFP 79) publiziert werden. Das NFP 79 hat zum Ziel, die 3R in allen Bereichen zu fördern.</p><p>Zukünftige Erkenntnisse werden in Fachinformationen des BLV für die kantonalen Vollzugbehörden und die Forschenden einfliessen und in Zusammenarbeit mit den Vollzugsorganen verbindlich umgesetzt. Das BLV sorgt für die Umsetzung der Fachinformationen im Rahmen seiner Aufgabe, den einheitlichen Vollzug zu fördern und in Weiterbildungen für Vollzugsorgane, Tierversuchskommissionen und Tierschutzbeauftragte. Im Rahmen der Oberaufsicht des BLV im Tierversuchsbereich wird auch die Umsetzung der Fachinformationen überprüft.</p><p>Die detaillierte Umsetzungsplanung und die Festlegung des Ressourcenbedarfes hängen von den konkreten Erkenntnissen ab, welche die laufenden Forschungsaktivitäten liefern werden. Sie können somit erst erfolgen, wenn diese Erkenntnisse vorliegen.</p><p>Vor diesem Hintergrund würde ein Bericht zum aktuellen Zeitpunkt keinen Mehrwert bringen.</p>