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Der Yoga hat eine sehr alte Tradition, die über die Jahrhunderte hinweg durch unzählige Generationen von Menschen überliefert worden ist, die nach Methoden suchten, um Körper und Atem zur Beruhigung ihres unsteten Geistes einzusetzen.
Gleich zu Beginn von Patañjalis Yoga-Sūtra, einer in Sanskrit verfassten Lehrschrift des Yoga, steht in Vers 1.2: Yoga Citta Vritti Nirodhah, auf deutsch „Yoga ist, wenn der Geist zur Ruhe kommt“. Nur wenn unser Geist ruhig wird, können wir die wertvollen Früchte der Praxis ernten: Gleichmut, Liebe, Mitgefühl und Lebensfreude. Diese Qualitäten und Empfindungen sollten Basis und Rahmen jeder Yogastunde sein, die die Präsenz im Moment fördert und zur genauen Beobachtung unserer gegenwärtigen Situation inspiriert.
Yoga ist ein Begriff aus dem Sanskrit und kann mit „Einheit“ oder „Verbindung“ übersetzt werden. Yoga bezeichnet sowohl einen Zustand, als auch die Handlungen und Übungen, die zu ihm führen können. Der Zustand des Yoga besteht darin, dass der Übende nicht länger seinen endlosen Gedankensprüngen ausgeliefert ist. Stattdessen ist er in der Lage, eine tiefe Bewusstheit zu erfahren, in der er sich mit einer grösseren Instanz identifizieren kann als dem individuellen Ego. Die Praxis des Yoga konzentriert sich auf konkrete, praktische Aspekte der Techniken, die diesen Zustand herbeiführen sollen. Dazu zählen die Qualität des Atems, das Wahrnehmen des Körpers und das Beobachten der Gedanken und Gefühle, während wir Yoga üben. <<mehr>>