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Baunscheidtieren
Die Baunscheidtmethode ist nach dem Mechaniker „Carl Baunscheidt (1809-1873)“ benannt. Dieser litt schon seit seiner Jugend an rheumatischen, sehr schmerzhaften Anfällen, vor allem am rechten Handgelenk. Man geht davon aus, dass er an Gicht litt. Als er eines Sommers gemütlich auf einer Parkbank sass, wurde er von einem Schwarm Mücken in die Hand gestochen. Natürlich ärgerte er sich über die anschliessende Quaddelbildung und den Juckreiz. Doch nach wenigen Stunden bemerkte er eine deutliche Besserung seiner Beschwerden. Dies brachte ihn dazu, immer wieder nach „hungrigen“ Mücken zu suchen und sich stechen zu lassen. Diesen Effekt versuchte er mit Nadeln und verschiedenen Reizstoffen zu reproduzieren. Er erfand den „Lebenswecker“ und das Baunscheidtöl mit denen noch heute erfolgreich therapiert wird.
Dieser Lebenswecker besteht aus einer Metallplatte in der Grösse eines 20 Rappen Stückes, auf dem 30 spitze Nadeln angebracht sind. Diese Nadeln werden nun mit Hilfe einer Mechanik so auf die Haut gebracht, dass die Nadeln oberflächlich in die Haut eindringen. Dabei entsteht eine leichte Hautverletzung. Darauf wird das hautreizende Baunscheidtöl verrieben, was zu einer Pustelbildung mit Juckreiz führt. Dieses Jucken hält etwa 20 Minuten an. Sollte es länger bestehen und unangenehm sein, kann die Stelle mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden und die Haut beruhigt sich.