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Hohes Dach, elektrische Schiebetür, kompakte Aussenmasse und viel Platz für Passagiere: Woran erinnert dich dieses Konzeptauto? Richtig, an einen Minivan; vielleicht der erste seiner Art.
Die New Yorker Checker Cabs waren in den 1950er- und 1960er-Jahren mindestens so berühmt wie die Freiheitsstatue. Doch die gelben Taxis kamen allmählich in die Jahre und es wurde ein Nachfolgemodell gesucht. So lud die New Yorker Verkehrsbehörde und das Museum of Modern Art 1976 einige Autohersteller ein, ein speziell für den New Yorker Taxibetrieb konzipiertes Auto zu entwickeln. Volvo nahm die Herausforderung an und setzte den italienischen Autodesigner Sergio Coggiola darauf an.
Der zuvor bei Ghia tätige Designer Sergio Coggiola war bis anhin vor allem für seine atemberaubenden Sportwagenkonzepte bekannt. Coggiola arbeitete bereits mehrfach für Volvo und unterstützte das Designteam um Jan Wilsgaard unter anderem bei der Entwicklung von Modellen wie dem Volvo 262 C oder dem Prototypen Volvo ESC Viking Coggiola.
Da bei einem Taxi die Vielseitigkeit seines Einsatzes im Vordergrund steht und die Ästhetik hinten anstehen muss, ist das Konzeptfahrzeug vor allem unter diesem Aspekt zu sehen. Heraus kam ein nur 4,4 Meter langes Hochdach-Vehikel, das nebst Gepäck und Passagieren auch Platz bot für einen Rollstuhl. So wurde das Taxi Concept quasi zum Vorläufer heutiger Kompakt-Vans.
Im Fonds hatten drei Personen Platz, zwei auf der teilbaren Rückbank, eine auf dem zugewandten Klappsitz, gleich neben dem Fahrer, der hinter einer kugelsicheren Kabine sitzen sollte. Rechts gab es eine Schiebetür, die den Ein- und Ausstieg für die Passagiere direkt auf das Trottoir vereinfachen sollte. Die Schiebetür konnte bequem vom Fahrer elektrisch betätigt werden.
Da Volvo schon damals seit 50 Jahren erfolgreich Taxis baute und darum grosse Erfahrung hatte mit den Bedürfnissen der Taxifahrerinnen und -fahrer, liess man diese ins Taxi Concept einfliessen. Zum Beispiel bei der Motorisierung. Man entschied sich für einen starken, sparsamen und besonders langlebigen Motor. Schliesslich war man stolz auf die vielen Kilometer-Millionäre unter den schwedischen Taxifahrer/innen. Der im Konzept vorgesehene Sechszylinder-Diesel mit Frontantrieb, der 70 PS leistete, wäre ein Garant gewesen für ein langes, zuverlässiges Motorleben. Leider blieb es beim Konzept.