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Eine Hangmure ist ein an steilen Hängen erfolgendes, schnelles Abfahren eines Gemisches aus Lockergestein (Steine, Holz, Boden und Vegetationsbedeckung) und viel Wasser. Gelegentlich werden Hangmuren auch durch oberflächliche Rutschungen ausgelöst, sehr oft jedoch auch ohne Vorhandensein einer Gleitfläche.
Instabile Hänge, welche ca. 6% der Gesamtfläche der Schweiz ausmachen, stellen beim Vorhandensein der entsprechenden Auslösebedingungen (stark wassergesättigte Bodenhorizonte) auch potenzielle Ursprungsorte für die Bildung von Hangmuren dar. Wie auch andere Rutschprozesse bedrohen die Hangmuren in der Schweiz Gebäude und Verkehrsinfrastrukturen von steigendem Wert.
Da es sich bei Hangmuren um einen Mischprozess zwischen einer Rutschung und Fliessprozessen handelt, spielt die Verfügbarkeit von Wasser eine zentrale Rolle für die Häufigkeit und das Volumen von Hangmuren. In Zukunft muss deshalb durch die Folgen des Klimawandels auch mit häufigerem und weiter verbreitetem Auftreten von Hangmuren gerechnet werden: Durch eine erwartete Zunahme der Starkniederschläge sowie eine Zunahme der Winterniederschläge in Kombination mit der steigenden Schneefallgrenze steht zukünftig mehr Wasser zur Auslösung von Hangmuren zur Verfügung.