Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/140

Die «Sea-Watch 3» hatte in den vergangenen Tagen in mehreren Aktionen Hunderte Menschen gerettet. Einige Migranten wurden von den Behörden aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands bereits von Bord geholt.
Wegen schlechten Wetters kreuzte das Schiff zuletzt schon vor der sizilianischen Küste. Erst am Donnerstag schickte die Besatzung einen weiteren Appell an Italien: An Bord seien mehr als 200 Kinder, davon 167 ohne Eltern oder Begleiter. Sie alle seien in Libyen mit kleinen Booten in See gestochen, viele kämen aus Ländern südlich der Sahara.
In dieser Woche hatte zuvor das Schiff «Geo Barents» der Organisation Ärzte ohne Grenzen mit fast 558 Bootsmigranten im sizilianischen Hafen von Augusta anlegen dürfen. Die Migranten versuchen meist von Nordafrika über die gefährliche Mittelmeerroute nach Italien zu kommen; sie erhoffen sich in der EU ein besseres Leben.