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Walden two (Futurum zwei), (1948 und 1976)

Verbal Behavior (1957)

Lesekreis (Passwort)

Bildquelle: Wikipedia
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Skinner, Burrhus Frederic (1904-1990), in Susquehanna (Pennsylvania) geborener amerikanischer Psychologe. Skinner gilt als der führende Vertreter des psychologischen Behaviorismus. Auch entwickelte er den programmierten Unterricht, eine linear verlaufende Lehrmethode, die, an eine technische Apparatur (Computer, Tonband etc.) gebunden, dem Schüler kleine, abgeschlossene Lerneinheiten präsentiert, die aufeinander aufbauen. Skinner verfasste mehrere Schriften, darunter Behaviour of organisms (Verhalten der Organismen, 1938), den Roman Walden two (Futurum zwei, 1948) und The technology of teaching (Erziehung als Verhaltensforschung, 1968). In Beyond freedom and dignity (Jenseits von Freiheit und Würde, 1971) sprach sich Skinner dafür aus, Massenkonditionierung als Mittel sozialer Kontrolle einzusetzen. Zu seinen späteren Arbeiten zählen Particulars of my life (Angaben zu meinem Leben, 1976) und Recent issues in the analysis of behaviour (Neueste Ergebnisse zur Analyse des Verhaltens, 1978).
Das Werk Skinners
Skinner lehnt die Vorstellung eines cartesianischen Steuermannes ab, der gewissermassen im Innern des Kopfes sitzend den Menschen steuert; der Mensch als ganzes Individuum ("Organism as a whole") verhält sich auf eine bestimmte Weise ("molarer Behaviorismus"), aufgrund der Umwelteinflüsse, denen er in seiner aktuellen und vergangenen Umwelt unterworfen war und ist sowie aufgrund der Umwelteinflüsse, denen seine Vorfahren in der Phylogenese unterworfen waren.
Skinner im Web:
B. F. Skinner Foundation
Programmierter Unterricht, Lehrverfahren, bei dem eine Abfolge überprüfbarer Lernschritte durchlaufen wird. Der programmierte Unterricht wird manchmal auch als programmiertes Lernen bezeichnet. Er ist das Produkt sorgfältig entwickelter, reproduzierbarer Unterrichtseinheiten.
Geschichte
Seinen grössten Anstoss erhielt der programmierte Unterricht durch die Arbeit des amerikanischen Psychologen B.~F.~Skinner, der 1954 die wissenschaftliche Entwicklung von Lernprogrammen beschrieb. Ende der fünfziger Jahre gab es bereits Programme für alle Unterrichtsstufen sowie für das Militär und die Industrie. In den meisten frühen Lernprogrammen wurde die Information in kleinen Schritten vermittelt. Die Schüler lasen ein oder zwei Sätze und beantworteten danach eine Frage durch Ausfüllen eines Leerfeldes oder indem sie aus mehreren Antworten auswählten. Dann schlugen sie die richtige Antwort nach und überprüften die Richtigkeit ihrer eigenen. Diese Form, die nur auf triviale Lernziele ausgerichtet war, scheint angesichts der heute zur Verfügung stehenden, abwechslungsreichen Programme überholt. Intellektuelle Fähigkeiten wie Problemlösen, Entwicklung und Ausdruck neuer Gedanken sowie Erforschung neuer Gebiete können heute durch detailliert ausgearbeitete Programme gelehrt werden.
Verstärkung
Die ersten Programme basierten auf Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass spontane Verhaltensweisen wiederholt auftreten, wenn ihnen sofort angenehme Konsequenzen folgen. Sagt ein Kind z.~B. „bitte“, wenn es nach etwas fragt, und erhält es dann sofortige Aufmerksamkeit, so wird das Kind das spontane „bitte“ in der Zukunft wahrscheinlich wiederholen. Solche für eine Person angenehme Konsequenzen nennt man Verstärkungen.
Noten, Diplome und Preise sind als Verstärkungen nicht so effektiv, wie man vielleicht meinen könnte, da sie meistens zu stark zeitversetzt auftreten. Zwar werden manchmal auch materielle Verstärker (wie Geld oder Süssigkeiten) eingesetzt, doch scheinen Personen eher verstärkt zu werden, wenn ihr Verhalten in ihrer Umgebung zum Erfolg führt. Auf Schüler wirkt es häufig in hohem Masse verstärkend, wenn sie die richtige Antwort auf eine Frage finden, die sie selbst als Herausforderung empfinden. Ein gutes Lernprogramm ist so aufgebaut, dass die Schüler auf herausfordernde Situationen reagieren müssen und durch richtige Antworten häufig erfolgsverstärkt werden. Diese Art führt zu einer wesentlich anderen Motivation als bei einem tradionellen Unterricht, in dem Schüler normalerweise arbeiten, um unangenehme Konsequenzen zu vermeiden.
überprüfbarkeit
Um überprüfbar zu sein, müssen Unterrichtsprogramme ein bestimmtes Ziel besitzen. Die Schüler müssen das Ziel erreichen, auf das das Programm ausgerichtet ist. Eine solche überprüfbarkeit setzt zwei Dinge voraus.
Erstens müssen die allgemeinen Unterrichtsziele so festgelegt werden, dass ihr Erreichen messbar ist. Die Frage, die sich alle Unterrichtenden stellen, lautet: Wozu müssen die Schüler nach dem Unterricht in der Lage sein? Die Beantwortung dieser Frage sollten die Ersteller von Unterrichtsprogrammen so deutlich wie möglich formulieren und dabei Techniken der Aufgaben- und Inhaltsanalyse anwenden, um die allgemeinsten, lohnendsten Unterrichtsziele festzulegen. Aus dieser Analyse ist auch ersichtbar, wie das Erreichen von Zielen gemessen werden kann; entweder über direktes Beobachten oder über die Abprüfung der Schülerleistung in Aufgaben.
Die frühen Programme erschienen in Textform oder wurden mit Hilfe mechanischer Geräte, sogenannter Lehrmaschinen, dargeboten. Heute werden Computer eingesetzt, besondere Trainingssimulatoren, Multimediamaterialien wie Videokassetten und sogar komplexe Unterrichtssysteme mit umfassenden Unterrichtshandbüchern, in denen die für den Lehrer und das Hilfspersonal vorgesehenen Rollen beschrieben sind.
Entwicklung eines Programms
Der erste Schritt bei der Entwicklung eines Programms ist die Definition der Lernziele nach messbaren, vom Schüler zu erwerbenden Fähigkeiten. Eine Aufgabenanalyse liefert die Grundlage für den Aufbau von überprüfungstests. Jeder Test prüft repräsentativ die zu erwerbenden Fertigkeiten. Die Tests werden zunächst an einer kleinen Schülergruppe ausprobiert und auf der Grundlage der Schülerleistung überarbeitet. Nach Zielanalyse und Testentwicklung werden die ersten Entwürfe für die Abfolge der Unterrichtsschritte erstellt. Auch sie basieren auf der Aufgabenanalyse, wobei die Schüler in den ersten Programmschritten auf die folgenden vorbereitet werden sollen. Anfangs setzt man Hinweise und Vorschläge ein, um die Chancen richtiger Antworten zu erhöhen, doch nach und nach werden diese Hilfestellungen abgebaut. Genau wie bei Tests prüft man die Unterrichtsentwürfe an einigen Schülern und verbessert sie danach.
In der letzten Phase der Programmentwicklung werden die Unterrichtsmaterialien in Schulen von Lehrern eingesetzt, die eigens dafür geschult wurden. Dieser Schritt liefert den Nachweis, dass das Unterrichtsprogramm funktioniert, d.~h. dass es den Schülern tatsächlich die Fähigkeiten vermittelt, für die es entwickelt wurde.
Vorteile des programmierten Unterrichts
Ein häufig angeführter Vorteil des programmierten Unterrichts ist, dass bei den meisten Programmen die Geschwindigkeit von den Schülern selbst bestimmt werden kann. Schnell arbeitende Schüler werden nicht aufgehalten, und diejenigen, die langsamer arbeiten müssen, können erst zur nächsten Stufe vorrücken, wenn sie die vorherige wirklich beherrschen. Unter solchen Lernbedingungen kann der kontinuierliche Fortschritt im Lernstoff vom Lernenden selbst nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet werden.
In Wissenschaft und menschliches Verhalten schreibt er: "Er isst und er ist hungrig beschreiben ein und dieselbe Tatsache. (...) Die Gewohnheit, eine Feststellung durch eine andere zu erklären, ist insofern gefährlich, als sie den Eindruck erweckt, dass wir der Ursache auf die Spur gekommen sind und deshalb nicht weiter zu suchen brauchen." Skinner lehnt die Vorstellung eines cartesianischen Steuermannes ab, der gewissermassen im Innern des Kopfes sitzend den Menschen steuert; der Mensch als ganzes Individuum ("Organism as a whole") verhält sich auf eine bestimmte Weise ("molarer Behaviorismus"), aufgrund der Umwelteinflüsse, denen er in seiner aktuellen und vergangenen Umwelt unterworfen war und ist sowie aufgrund der Umwelteinflüsse, denen seine Vorfahren in der Phylogenese unterworfen waren.