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Am Montag, 18. Juni 2012 habe ich von der IV einen Brief bekommen.
Kurz, meine Invalidenrente bleibt unverändert, weil bei der Revision keine Veränderung festgestellt wurde. Wegen meinem Invaliditätsgrad von 90% erhalte ich eine volle Rente. Das bleibt so bis auf weiteres.
Eigentlich sollte ich mich jetzt freuen. Es hat geklappt, ich darf meine Rente behalten! Aber innen spüre ich eine gewisse Leere.
Ich möchte noch auf zwei Sätze in der Verfügung aufmerksam machen: «Ihre medizinische, persönliche und erwerbliche Situation wird laufend überprüft.» Bedeutet das, dass in meinem Leben die IV die ganze Zeit in meinem Nacken sitzt?
Der zweite Satz tönt auch relativ drohend: «[Es] können jederzeit Massnahmen der Wiedereingliederung [...] durchgeführt werden.» Bedeutet das, dass ich nicht in die Ferien darf, weil die IV möglicherweise genau dann eine Massnahme beschliesst?
Ich erwarte von einer Institution wie die IV, wie hier schon ganz am Anfang beschrieben, Respekt und Menschlichkeit. Warum sollte ich mich über diese Verfügung freuen, wenn mir gedroht wird, jederzeit in mein Leben einzugreifen? Durch dieses Verhalten werden Betroffene ihr Leben lang in Schwebe und Unsicherheit gehalten.
Darum fühle ich mich leer.