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Wenn Bakterien einen Teppich im See auslegen
Sobald die Wassertemperaturen gegen Ende Sommer in den Seen ihren Höhepunkt erreichen, kommt die Zeit der Algenblüte. Die unbeliebte Blaualge geniesst dabei einen zwielichtigen Bekanntheitsgrad.
Bakterium führt zur Algenblüte
Genau genommen sind Blaualgen keine Algen, sondern Bakterien. Ein hoher Nährstoffgehalt und steigende Wassertemperaturen begünstigen die Vermehrung dieser sogenannten Cyanobakterien, welche entgegen ihrem Namen oft grün oder sogar rot und nicht blau sind. Wenn die Bedingungen stimmen, d.h. viel Licht und wenig Wind, können sich innerhalb kurzer Zeit Blaualgenblüten bilden. Die Bedingungen für eine solche Algenblüte sind im Spätsommer am günstigsten. Wenn im September und Oktober milde Temperaturen herrschen, können die Algenteppiche auch im Herbst noch auftauchen. Blaualgen sind natürlicherweise in Gewässern zu finden und bei normaler Konzentration ungefährlich.
Algenblüte erkennen
Ein wesentliches Merkmal beginnender Algenblüten ist die Einschränkung der Sichttiefe durch eine Trübung des Badegewässers. Ist eine rote Färbung zu erkennen, kann es sich um die Burgunderblutalge handeln, welche ebenfalls zu den Blaualgen gehört. Während einer Blüte bilden die Blaualgen, etwa 20-30 cm unter der Wasseroberfläche einen schwebenden Teppich. Häufig wird dieser in Ufernähe und Buchten angeschwemmt. Dabei unterscheidet sich die Blaualgenblüte von der Algenblüte der echten Algen. Diese findet im Frühling statt und stellt keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen dar.
Aktueller Fall in Freienbach
Eine grössere Blaualgendichte trat jüngst in der Gemeinde Freienbach beim Durchstichkanal (Zürichsee) auf. Die Meldung kam von einem Hundehalter, dessen Hund vermutlich Seewasser trank, das Giftstoffe der Blaualgen enthielt. Bei einer explosionsartigen Vermehrung der Blaualgen, werden teilweise Giftstoffe abgegeben und beeinflussen die Wasserqualität. Der Hund ist wieder wohlauf. Als Sofortmassnahme wurde der entsprechende Seeuferbereich durch die Gemeinde mit Hinweistafeln versehen. Die durch das Amt für Gewässer entnommenen Wasserproben ergaben, dass es sich tatsächlich um Blaualgen handelte. Eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier kann dabei vor allem durch das Schlucken des Wassers nicht ausgeschlossen werden. Seewasser sollte im Allgemeinen nicht getrunken werden. Des Weiteren wird nach dem Baden eine gründliche Reinigung des Körpers mit Seife empfohlen.
Wo kann ich Beobachtungen melden?
Melden sie allfällige Fundstellen von Blaualgen der kantonalen Fachstelle für Gewässerschutz (Amt für Gewässer, Tel. 041 819 21 12).
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