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Wie entstand die Vorstellung von Gott als Gesetzgeber?
Judentum, Christentum und Islam kennen die Idee von Gesetzen, die von Gott selbst erlassen worden sind. In den letzten zwei Jahrtausenden ist diese Vorstellung politisch und religiös prägend geworden. Das kulturvergleichende Forschungsprojekt von Konrad Schmid, Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte an der Theologischen Fakultät, untersucht die historischen Hintergründe, die zur Idee von Gott als Gesetzgeber geführt haben. Diese Vorstellung wurde in der Tora der Hebräischen Bibel zum ersten Mal formuliert. Im Rahmen der altorientalischen Rechtsgeschichte bedeutet sie eine Innovation sondergleichen, denn Gesetze wurden im Alten Orient auf Könige, und nicht auf Gottheiten zurückgeführt.