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Augustin Hadelich wurde 1984 als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Er begann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel, erhielt Unterricht von Uto Ughi, Christoph Poppen, Igor Ozim sowie Norbert Brainin und trat schon im Kindesalter international auf. Später studierte er am Istituto Mascagni in Livorno und von 2004 bis 2007 bei Joel Smirnoff an der New Yorker Juilliard School. Ein bedeutender Karrieresprung gelang Hadelich 2006 mit dem Gewinn des Internationalen Violinwettbewerbs von Indianapolis. Weitere Auszeichnungen folgten: 2009 erhielt er in New York den prestigeträchtigen Avery Fisher Career Grant, 2011 wurde er mit einem Fellowship des Borletti-Buitoni Trust geehrt. Seither konzertierte er mit den bedeutendsten amerikanischen Sinfonieorchestern, aber auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem London und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, den Münchner Philharmonikern und dem NHK Symphony Orchestra in Tokio. 2016 debutierte er bei den BBC Proms, 2018 bei den Salzburger Festspielen und 2021 beim Verbier Festival. Im Herbst 2021 gab Hadelich seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern; als Associate Artist des NDR Elbphilharmonie Orchesters war er 2021/22 mehrfach in Hamburg zu Gast. Augustin Hadelich hat eine umfangreiche Diskographie vorzuweisen. 2016 wurde er für seine Aufnahme von Dutilleux’ L’Arbre des songes mit dem Grammy ausgezeichnet. Für seine CD Bohemian Tales mit Dvořáks Violinkonzert erhielt er den Opus Klassik. Das Fachmagazin Musical America wählte ihn 2018 zum «Instrumentalist of the Year». Zuletzt veröffentlichte er im vergangenen Jahr Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo. Seit 2021 lehrt Hadelich, der heute amerikanischer Staatsbürger ist, an der Yale School of Music. Er spielt auf einer Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1744, die zuvor dem polnischen Geiger Henryk Szeryng gehörte.
Juli 2022