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In den Jahren 1996 bis 2004 wurde in Norwegen das Mammografie-Screening bei Frauen von 50-69 Jahren alle zwei Jahre standardmässig eingeführt.
Heute gehen 77% der Frauen zu diesen regelmässigen Vorbeugeuntersuchungen gegen Brustkrebs.
Es zeigte sich, dass die Sterbefälle auf Grund von Brustkrebs in dieser Zeit bei den mammografierten Frauen von 25.3 auf 18.1 pro 100.000 Personenjahre zurückgegangen waren – dies entspricht einem Rückgang von 30%. Ältere Studien, die vor den 90er Jahren durchgeführt wurden, belegen etwa dieselben Zahlen.
Allerdings verbesserte sich die Behandlung des Brustkrebses seither stark. Dies führte dazu, dass die Sterblichkeit wegen Brustkrebs auch bei nicht voruntersuchten Frauen um die Differenz von 4.8 auf 100’000 Personenjahre reduziert wurde.
Das ergibt: Nur 2.4 Todesfälle weniger auf 100.000 Personenjahre können direkt auf die Mammografie-Untersuchungen zurückgeführt werden. Das bedeutet, dass die Vorbeugeuntersuchungen die Sterblichkeit wegen Brustkrebs nur um 10% gesenkt haben – und nicht um 30%.
Diese Resultate bestärken die Forscher in ihrem Gefühl für den eher geringen Nutzen der regelmässigen Mammografie. Das Risiko einer 50-jährigen Frau bis zu ihrem 60. Lebensjahr an einem tödlichen Brustkrebs zu erkranken betrage mit Mammografie 4 Promille, ohne Mammografie 4.4 Promille.
Um einen einzigen Brustkrebstodesfall zu vermeiden, müssten 2'500 Frauen während 10 Jahren regelmässig Mammografien über sich ergehen lassen. Von den anderen 2’499 Frauen würden vermutlich mehr als 1'000 Frauen mindestens einmal durch einen falschpositiven Befund verunsichert und bei 5 bis 15 Frauen würde aufgrund einer falsch positiven Diagnose unnötigerweise operiert.
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