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Die Behandlung eines „Burnout“ richtet sich einerseits nach der vorliegenden Symptomatik, andererseits nach den Entstehungsbedingungen.
Liegen Symptome einer Depression oder Angststörung (oder beides) vor, so erfolgt die Behandlung entsprechend der Behandlungsempfehlungen für die Therapie einer Depression oder Angststörung. Auch Schlafstörungen und Schmerzsyndrome müssen entsprechend der aktuell etablierten Behandlungsoptionen für diese Erkrankungen therapiert werden.
Die Behandlungen schliessen in der Regel psychotherapeutische, medikamentöse und weitere zusätzliche therapieverfahren (z.B. Lichttherapie, Physio-, Bewegungstherapie) ein.
Hat sich ein Krankheitsbild wie z.B. eine Depression auf der Grundlage einer Burnout Aetiologie (im Rahmen einer chronischen Stressbelastung) entwickelt, sind zusätzliche, spezifische auf die Behandlung der Burnout-Konstellation bezogene Therapieoptionen einzubeziehen.
In erster Linie sind hier Stressbewältigungsstrategien im Rahmen psychotherapeutischer Therapieansätze zu nennen. Hinzu kommen Methoden der Entspannung, der Ressourcenförderung und der Entwicklung einer guten Work-Life Balance.
Von besonderem Wert sind insbesondere die mit dem Patienten gemeinsam zu erarbeitenden arbeitsorganisatorischen Massnahmen am Arbeitsplatz im Hinblick auf ein Erlernen von Struktur und Effizienz, die auch das Arbeitsverhalten und die Arbeitsorganisation des Patienten selbst betreffen.
Die Entwicklung von Stressbewältigungsstrategien, die Förderung von Ressourcen und gesunden Anteilen der Person durch Erholungs- und Entspannungstechniken sowie die Hilfe zur Entwicklung einer effizienten Arbeitsorganisation sind Massnahmen, die auf jeder Stufe der Burnoutprozesses zum Einsatz kommen müssen.