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Der Auftakt in den Sommer 1999 war trotz der ersten Saisonniederlage verheissungsvoll verlaufen, als Ende Juli 1999 die Verpflichtung des Stürmers Ionel Gane von Dinamo Bukarest bekannt gegeben wurde. Mit Charles Amoah hatte Marcel Koller bereits einen neuen Stürmer in seinem Kader, die Verantwortlichen wollten aber das Kader mit "einer richtigen Nummer 9" weiter verstärken. Mit zwei Saisons für Osasuna in Spanien hatte der Neue zudem schon erste Ausland-Erfahrungen gemacht.
Als Gane am 7. August 999 erstmals auflief, benötigte er gerade einmal 6 Minuten für seinen ersten Torerfolg. Yverdon-Sport wurde dank zwei weiterer Goals von Amoah 3:2 bewzungen und die Tabellenführung wieder übernommen.
Die Mannschaft beendete die Qualifikation mit acht und mehr Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz, zum Start der Finalrunde wurden die Zähler jedoch halbiert. Beim legendären Auftaktspiel auf dem Hardturm, dem 4:4 gegen die Grasshoppers, war Gane ebenso Torschütze wie in seinen vier folgenden Einsätzen - ein seltenes Kunststück. Am Saisonende lagen Gane und Giorgio Contini mit 9 Saisontoren gleichauf, und auch wenn Torschützenkönig Amoah alle überragte, haben die beiden zweifellos grossen Anteil am historischen Meistertitel.
Ein Jahr später lag Gane am Ende der Qualifikation mit Amoah mit je 12 Treffern gleichauf. Einen Gala-Nachmittag hatte er dabei am 3. Dezember 2000 im Heimspiel gegen Yverdon, in dem er als fünffacher Torschütze auftrumpfte. 7:0 hiess es am Ende.
Und weil "Charly" Amoah im Winter an Sturm Graz verkauft wurde, wurde "Jerry" Gane zum wichtigsten Stürmer. Die Titelverteidigung wurde von Marcel Kollers Mannschaft in der letzten Runde verpasst. Sie musste sich mit Platz 3 zufrieden geben, war aber immerhin im UEFA-Cup, und Gane hatte 17 Tore auf seinem Konto. Er blieb auch in der dritten Saison ein sicherer Wert (15 Goals), auch als für die Finalrunde Gérard Castella den von GC abgeworbenen Koller ersetzte.
Ein Happy End war Gane in seiner Zeit in Grün-Weiss trotzdem nicht vergönnt. Im Herbst 2002 lief fast alles schief. Heinz Peischl kam, um den FCSG vor dem Zusammenbruch zu bewahren, sortierte zum Saisonende einige Spieler aus, darunter Gane. 65 Tore in 141 Pflichtspielen für den FCSG stehen in Ganes persönlichem Palmarès.
Gane bestritt noch eine Saison für die Grasshoppers, wohin ihn Koller holte, der aber im Herbst nach einer Negativserie zurücktrat. Gane selbst hatte für die Zürcher 16 Mal getroffen, zog es aber nach Saisonende trotzdem vor, in sein Heimatland zurückzukehren zu seinem Stammverein Universitatea Craiova. Nebst kurzen Engagements in China und bei Kollers VfL Bochum spielte unser Meisterstürmer bis 2007 auch noch für Rapid Bukarest und Arges Pitesti.
Seit 12 Jahren ist Ionel Tersinio Gane als Trainer tätig. Zuletzt bis im vergangenen März als Cheftrainer bei Dinamo Bukarest, davor auch gut drei Jahre als Assistenztrainer bei Rumäniens Nationalteam.
Ganes zweiter Vorname Tersinio übrigens soll in Anlehnung an den Brasilianer Jairzinho gewählt worden sein, für den sich sein Vater an der WM 1970 begeisterte.
Herzlichen Glückwunsch, La multe ani, Ionel!