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Die Zwanzigerjahre begannen mit einer verheerenden
Pockenepidemie, auf Grund dessen das Konzert vom Dezember
1921 auf den März 1922 verschoben werden musste. Eine
Konzertreise im Sommer 1922 mit den Stationen Brugg-Biel-Bern
und der Besuch des Eidgenössischen Musikfestes in Zug
im Jahr 1923 bildeten den Auftakt für ein Jahrzehnt, welches
vollgespickt war mit verschiedenen Schweizerreisen und
Konzerten aller Art. Für die grosse Jubiläumsfeier der
50-jährigen Mitgliedschaft von Kapellmeister Feldmann
im April 1929 wurde wiederum eine neue Uniform angeschafft.
Im Jahre 1930 machte sich die HMG auf zur ersten Auslandreise,
welche die Musikanten nach Innsbruck und München führte.
1931 wurde das Gesellschaftshaus Ennenda eingeweiht, und
kurz darauf nahm die HMG das bis heute letzte mal an einem
Eidgenössischen Musikfest (in Bern) teil, wo sie in der
1. Klasse den sechsten Rang erreichte. Am 21. März 1936
gab der Ehrendirektor Jaques Feldmann mit der HMG sein
Abschiedskonzert, an dem hochstehende Werke wie die "Festouvertüre"
von K. Reissiger, die "Meistersinger" von Richard
Wagner oder die "Ouvertüre 1812" von P. Tschaikowsky
aufgeführt wurden.
Am 18. Juni 1939 fand, organisiert von der HMG, das erste
Glarner Kantonalmusikfest statt. Mit Beginn des zweiten
Weltkrieges trat die Vereinstätigkeit dann wieder stark
in den Hintergrund. Hauptkonzerte konnten nicht stattfinden,
Platzkonzerte mussten wegen frühzeitiger Verdunkelung
abgebrochen werden und viele Musikanten waren im Aktivdienst.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kam wieder Leben
in die zivilen Vereine, so dass im Juni 1947 das 2. Glarner
Kantonalmusikfest in Niederurnen stattfinden konnte. Die
Harmoniemusik Glarus nahm in der ersten Klasse teil, wo
sie den ersten Rang mit dem prädikat "vorzüglich"
erreichte.