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Káli-Becken
Erloschene Vulkane umrahmen das geschützte, seit Urzeiten bewohnte Becken. Schon die Römer kannten die Quelle bei Kékkút, deren Mineralwasser unter dem Markennamen Theodora vertrieben wird. Mittelalterliche Palast- und Kirchenruinen, die Basaltsäulen von Hegyestü, die Kraterseen von Fekete-Hegy (Schwarzberg) und die zerklüfteten Felsformationen auf dem Steinfeld von Szentbékkálla, Kovágóörs und Salföld gehören zu den vielen Sehenswürdigkeiten.
Balaton, oder: Die größte Badewanne der Welt
Der Balaton ist mit seinem 596 km2 großen Wasserspiegel der größte Binnensee Mittel- und Westeuropas. Von Südwesten nach Nordosten erstreckt sich der See über 75 km Länge, seine schmalste Stelle befindet sich mit 1500m bei der Halbinsel Tihany, die breiteste beträgt ca. 14 km.
Die Durchschnittliche Tiefe beträgt ganze drei Meter, was auch das Geheimnis der hohen Wassertemperaturen (kann im August schon mal 27 Grad sein) in den Sommermonaten ist. Die größte Tiefe befindet sich wiederum nahe der Halbinsel Tihany (ca.11 m), wo auch eine Autofähre den Balaton überquert.
Heviz
Der weltbekannte Kurort Héviz liegt etwa 6 Kilometer nordwestlich vom Balaton, nahe der Stadt Keszthely und zählt zu den wohl bekanntesten Orten in Ungarn. Der Hévizer Thermalsee ist der zweitgrößte Thermalteich weltweit, er besitzt eine Größe von 4,4 Hektar und ist ca. 36 Meter tief. Der See wird von einer unterirdischen Thermal- quelle gespeist, er hat somit auch im Winter noch eine angenehme Temperatur von etwa 25 Grad Celsius. Im Sommer beträgt die Wassertemperatur um die 35 Grad Celsius.
Héviz an sich hat etwa 6000 Einwohner, rechnet man die vielen Touristen und Besucher dazu, sind es aber weitaus mehr. Das Herz der Stadt, der Thermalsee, hatte seinen Ursprung vor mehreren zehntausend Jahren. Damals entsprangen die warmen Quellen, die heute den bekannten Thermalsee speisen.
Schon die alten Römer kannten die heilsame Wirkung des Hévizer Wassers und nutzten sie auch. Im Jahre 1795 ließ Graf Festetics den Ort zum Heilbad ausbauen, indem verschiedene Badehäuser und Kureinrichtungen errichten ließ. Heutzutage besuchen etwa 900.000 Besucher den Ort jedes Jahr.
Das Wasser des Hévizer Sees ist zur Behandlung verschiedener Krankheiten geeignet. Alle großen Hotels und die vielen medizinischen Einrichtungen bieten dem Kurgast verschiedene Therapien und Einzelanwendungen an, die ärztliche Versorgung, auch für Individualtouristen, ist sehr gut. Kurzum: In Héviz findet der Gast alles was man für einen schönen und erholsamen Kuraufenthalt braucht, und die ungarische Gastfreundschaft ist ja sowieso weltbekannt.
Zalakaros
Unter den vielen Kurorten Ungarns ist Zalakaros wohl einer der schönsten. Der Ort liegt etwa 25 Kilometer südwestlich von Keszthely, mitten im Naturschutzgebiet Kis Balaton (kleiner Balaton) in einer wunderschönen Umgebung. Im Jahre 1962 wurden hier die heilenden Quellen entdeckt, die mit bis zu 95 Grad zu den heißesten Thermalquellen in ganz Europa gehören. Das Wasser ist besonders geeignet zur Behandlung von Gelenkschäden sowie bei Hautkrankheiten, rheumatischen Leiden, Stoffwechselkrankheiten oder neurologischen Krankheiten. Den Besuchern stehen ein modernes Thermal- und Erlebnisbad zur Verfügung, die Wasserfläche in den Innen- und Aussenbereichen der Anlagen beträgt zur Zeit etwa 3500 m2.
In Zalakaros wird Wellness und Erholung ganz groß geschrieben. Neben dem Thermalbad stehen den Gästen noch viele weitere Kur- und Sporteinrichtungen zur Verfügung.
Auch das schöne Umfeld trägt zum Wohlbefinden bei. Das Naturschutzgebiet Kis Balaton ist europaweit bekannt für seine einzigartige Vogel- und Pflanzenwelt. Naturfreunde können hier zu Fuß die Gegend auf Wanderwegen erkunden oder an einer Führung im Naturschutzgebiet teilnehmen.
Badeurlaub
Das Badeleben am Balaton begann Ende des vorigen Jahrhunderts. Seit jener Zeit sind zwar die Garderoben etwas einfacher geworden, aber das Wichtigste ist unverändert geblieben: in dem Süßwassersee ist das Baden ein Vergnügen, denn die Wassertemperaturen sind in den Sommermonaten zwischen 22 - 28°C, so dass auch die Kleinsten den ganzen Tag im Wasser planschen können, ohne Gefahr sich zu erkälten. Für den Familienurlaub oder für Nichtschwimmer eignet sich besonders das Südufer des Sees. Hier ist das Wasser noch 200-300 Meter vom Ufer entfernt kaum einen Meter tief.
Oft wird das Wasser als seidig bezeichnet, zumindest signalisiert die Haut diese Wirkung. Das ist keine Illusion: Das Wasser ist schwach alkalisch und weich, man könnte es aufgrund der feinen Schwebestoffe und mineralischen Partikel sogar als stark verdünntes Mineralwasser bezeichnen. Die auf Sonneneinstrahlung basierende Heliotherapie, das Mikroklima und das zwar nicht salzhaltige, aber an Mineralien reiche Wasser ermöglichen ähnliche Badefreuden wie am Meer und das oft schon ab Mai bis hin zum Frühherbst. Der Balaton ist jedoch nicht nur ein riesiges Strandbassin, sondern ein lebendes Wasser.
Obwohl hier früher ein Meer wogte, ist der Balaton kein Rudiment dieses Meeres, sondern mit seinen zehntausenden Jahren noch verhältnismäßig jung. Niederschläge füllten eine geologische Senke auf, die in alten Zeiten noch weitaus größer war.
Im Vergleich zu vielen europäischen Seen ist das Wasser des Balaton sehr rein, deshalb gilt es als oberstes Gebot, dieses Wasser vor zahlreichen Gefahren der modernen Zivilisation zu bewahren.
Wegen der strengen Wasserschutzvorschriften mussten z.B. Motorbootfahrer in andere Gewässer ausweichen! Um so wohler fühlen sich die Segler, die zahlreichen Surfer und natürlich die Badegäste.