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Der Rat folge damit mit 60 zu 10 Stimmen der Haltung der Regierung. Diese war der Ansicht, dass ein solches Kraftwerk nicht weiter zu verfolgen sei. Das Postulat verlangte die Prüfung eines Pumpspeicherkraftwerks zwischen dem Ägerisee und dem Zugersee.
Die Zuger Regierung teilte grundsätzlich das Anliegen des Postulats, die einheimische, CO2-freie Stromproduktion zu fördern, wie sie in der Stellungnahme schrieb. Sie nannte aber auch zahlreiche Argumente, die gegen ein Pumpspeicherkraftwerk sprechen. Beispielsweise die aufwendige Erstellung, die fehlende Rentabilität oder den geringen energiepolitischen Nutzen.
Die Idee, Wasser vom Zugersee in den Ägerisee zu pumpen, um es zur Stromproduktion wieder in den Zugersee fliessen zu lassen, sei nur schon aufgrund der unterschiedlichen Wasserqualitäten der zwei Gewässer schlicht absurd, sagte Emil Schweizer (SVP). Dem stimmte Peter Letter (FDP) zu und nannte das Vorhaben ein «Hirngespinst».
Auch für die GLP-Fraktion sei eine stabile Stromversorgung - generiert mit erneuerbaren Energien - ein «essenzielles Anliegen», sagte Martin Zimmermann. Doch die Begründung der Regierung, weshalb ein Pumpspeicherkraftwerk zwischen dem Zuger- und dem Ägerisee einen zu kleinen Beitrag leisten könne, um die Eingriffe in die Natur zu rechtfertigen, überzeuge die Fraktion.
Nicht alles Machbare sei auch sinnvoll, sagte Beat Iten (SP). Als Ägerer würde es ihm natürlich weh tun, wenn der Ägerisee zu einem Ausgleichsbecken und damit zu einem Stausee degradiert würde.
Er erwähnte auch die Auswirkungen auf die Natur, die Landschaft und die Tiere sowie die Verschlechterung der Wasserqualität im Ägerisee. Ein solch massiver Eingriff lasse sich nur rechtfertigen, wenn damit auch wirklich ein massgeblicher und wirtschaftlich sinnvoller Beitrag zur Stromversorgungssicherheit erzielt werden könne. Dies sei offensichtlich mit einem Pumpspeicherkraftwerk zwischen dem Zuger- und dem Ägerisee nicht möglich, sagte Iten.
Stéphanie Horat (ALG) sagte, die Zeit und das Geld für weitere Abklärungen für ein Pumpspeicherwerks zwischen dem Zuger- und Ägerisee setze man besser für andere Projekte ein, da es glasklar sei, dass dies niemals bewilligungsfähig sein werde.
Postulant Andermatt betonte, das Postulat fordere noch keinen Bau, sondern die baurechtliche Prüfung aller Möglichkeiten. Er zeigte sich überzeugt: «Wenn wir dies nicht tun, dann vergeben wir jetzt und heute eine grosse Chance.»