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Die Plattform zur Flucht vor Naturkatastrophen (Platform on Disaster Displacement) in Genf setzt die Schutzagenda um, die im Rahmen der Nansen Initiative erarbeitet wurde. Die Schweiz hatte die Nansen Initiative 2012 zusammen mit Norwegen lanciert und die sie 2015 zum Abschluss gebrachtkam.
Plattform zu Flucht vor Naturkatastrophen
Ziel der Nansen Initiative war, den Schutz für Menschen zu verbessern, die wegen Naturkatastrophen und der negativen Folgen von Klimawandel ausser Landes flüchten. Diese Menschen werden gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht als Flüchtlinge anerkannt. Zwar finden die allgemeinen Menschenrechte Anwendung, aber der Schutz ist lückenhaft, etwa bei Einreise und Aufenthalt.
Um diese Schutzlücken zu schliessen, trug die Nansen Initiative innovative Lösungsansätze und gute Praktiken Beispiele aus betroffenen Staaten zusammen. Unter anderem soll eine bessere Vorbereitung auf den Katastrophenfall solche Vertreibungen verhindern und Betroffene besser davor schützen. Massnahmen und Praktiken in den Bereichen Katastrophenvorsorge, Anpassung an den Klimawandel und humanitäre Hilfe wurden in eine umfassende Schutzagenda integriert, die von 109 Staaten im Oktober 2015 in Genf verabschiedet wurde. Die Plattform zur Flucht vor Naturkatastrophen überwacht und setzt diese Schutzagenda gemeinsam mit den Staaten und verschiedenen anderen Akteuren um.