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Aus Sicht von impressum ist die Expansion der Tamedia AG in den Bereich der Privatradios kritisch zu bewerten, dies insbesondere unter dem Aspekt der Medienvielfalt. Dem Geschäftsbericht der Tamedia AG 2018 ist zu entnehmen, dass die Tamedia AG sowohl im Bereich der Bezahlmedien als auch im Bereich der Pendlermedien vielerorts bereits jetzt über eine dominante Stellung verfügt.
Zu vermuten ist, dass die Übernahme der Konzession der Radio 1 AG durch die Tamedia AG den Beginn einer Expansion in den Radiobereich markiert. Darum sollte diese Konzessionsübertragung auch unter dem Aspekt der Medienvielfalt kritisch geprüft werden. Schon heute muss das Informationsangebot der Radio 1 AG (Radio Planet 105) selbst im Vergleich zu den generell nicht als informationslastig bekannten anderen Privatradios als unterdurchschnittlich bezeichnet werden. Wird die Konzession nun an die Tamedia AG übertragen, werden auch die Informationsinhalte des bisherigen Radio Planet 105 neu aus dem Newsroom der Tamedia AG in Zürich kommen. Das bedeutet, dass selbst dann, wenn die Information inskünftig einen quantitativ grösseren Anteil innerhalb des Programms des neuen 20 Minuten Radios ausmachen sollte, sich deren Inhalte gegenüber den Informationsinhalten aller anderen Informationsmedien aus dem Hause der Tamedia AG nicht mehr unterscheiden und damit auch keinen qualitativen Mehrwert mehr aufweisen können.
Aus diesem Grund ist impressum der Meinung, dass das zuständige BAKOM die Übertragung der Veranstaltungskonzession der Radio 1 AG (Radio Planet 105) auf die Tamedia AG auch unter dem Gesichtspunkt der Medienkonzentration beziehungsweise der Medienvielfalt betrachten sollte. Nicht umsonst verbietet das Kartellgesetz ein Marktverhalten, das sozial schädliche Auswirkungen hat. In diesem Sinne fordert impressum das BAKOM auf, die in Frage stehende Konzessionsübertragung nicht technokratisch und isoliert zu betrachten, sondern als ein weiteres Element eines wirtschaftlichen Konzentrationsprozesses zu würdigen, dessen Ergebnis insbesondere in Bezug auf die Medienvielfalt sozial schädliche Auswirkungen zeitigen wird.