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Grabwespen,
Mordwespen (Sphegidae), eine Familie der stacheltragenden Hautflügler [* 3] mit Arten von sehr verschiedener Größe (wenige Millimeter bis mehrere Centimeter), die entweder einfarbig schwarz sind oder auf schwarzem Grunde gelbe, seltener weiße oder rote Zeichnungen tragen. Sie sind meist gedrungen gebaut, besonders Kopf und Oberkiefer kräftig entwickelt. Gesellig lebende Arten, wie bei Bienen, Faltenwespen und Ameisen, kommen nicht vor, vielmehr höhlt jedes Weibchen in sandiger Erde oder in altem Holze eine Röhre aus, in die das Weibchen Insekten, [* 4] Insektenlarven oder Spinnen [* 5] einträgt, die durch einen Stich gelähmt, aber nicht getötet wurden, sodaß sie, ohne sich bewegen zu können, weiter leben. An eins der eingetragenen Tiere wird das Ei [* 6] gelegt und dann der Bau verschlossen.
Die aus dem
Ei ausschlüpfende fußlose Larve verzehrt nacheinander die von der
Wespe eingetragenen Beutestücke und verpuppt
sich dann in der
Röhre, nachdem sie sich mit einem Gespinst umgeben hat. Man kennt etwa anderthalb Tausend
Arten der besonders in den wärmern Gegenden zahlreich vorkommenden
Grabwespen. Die meisten machen sich durch Vertilgung
schädlicher
Insekten nützlich; schädlich ist der
Bienenwolf (s. d.), der Honigbienen für seine
Brut einträgt.