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Seinem linken Ufer folgen die
Thalstrasse und die Gotthardbahn.
Fliesst mit
schwachem Gefälle durch schönes und fruchtbares Wiesengelände. Um das anliegende Land gründlicher zu entwässern und
intensiverem Anbau zugänglich zu machen, ist die Seewern mit finanzieller Beihilfe des Bundes in den
letztvergangenen Jahren korrigiert worden.
Die Ausdehnung des Kreises in der Richtung des Hauptthales von O. nach W. ist eine sehr geringe und beträgt,
wo sie am grössten ist, höchstens 7 km, wogegen die Breite von der Rätikonkette bis auf die
Höhe der Hochwangkette 23 km
misst. Die beiden Gemeinden
Fanas und Seewis liegen am rechtsseitigen Thalgehänge des
Prätigaues und werden durch
das tief eingebettete Taschinestobel voneinander getrennt;
Valzeina befindet sich in einem durch den
Schrankenbach gebildeten
linksseitigen Nebenthal zum
Prätigau. In der Richtung des Hauptthales führen sowohl die Strasse als die Eisenbahn (Landquart-Davos),
mit welchen alle drei Gemeinden durch Kunststrassen verbunden sind.
Nach Seewis führt täglich der Postwagen, während sichFanas und
Valzeina einstweilen noch mit Fussboten
begnügen müssen. Seewis besitzt ein Postbureau mit Telegraph und Telephon, wogegen die beiden andern Gemeinden nur eine
Postablage haben. Der Kreis Seewis zählt 315
Häuser und 1399 deutschsprechende Einwohner, von denen 1326 reformiert und 73 katholisch
sind. Den Haupterwerbszweig der Bevölkerung bildet die Landwirtschaft, und zwar insbesondere
Wiesen-
und Alpwirtschaft mit Viehzucht, neben welcher auch, besonders in Seewis und
Fanas, Obstbau getrieben wird. Seewis und
Valzeina
sind Luftkurorte. Der jetzige Kreis Seewis mit Ausnahme von
HinterValzeina, das bis 1851 einen Bestandteil des Hochgerichts
Fünf Dörfer bildete, gehörte bis dahin zum Hochgericht
Schiers und Seewis. Vergl. die Artikel
Fanas,
Seewis und
Valzeina; ferner: Fient, G. DasPrätigau.
Davos 1897. - Ludwig, Dan.
Aug. DerPrätigauerFreiheitskampf.Schiers 1901.
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imPrätigau (Kt. Graubünden,
Bez. Unter Landquart, Kreis Seewis). 964 m. Gem. und Pfarrdorf, am SO.-Hang des Piz Vilan in schöner
und sonnenreicher Lage; 3,6 km n. der in der Thalsohle gelegenen Station Seewis der Linie Landquart-Davos.
Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen zur Station. Gemeinde, mit Pardisla und Schmitten: 182 Häuser, 901 reform. Ew. deutscher
Zunge; Dorf: 94 Häuser, 248 Ew. Wiesenbau und Viehzucht. Gasthöfe. Beliebter Sommeraufenthalt und Luftkurort.
Durch eine Feuersbrunst ist das Dorf 1864 fast vollständig zerstört worden. Denkmal zur Erinnerung
an die Freiheitskämpfe des Prätigaus (1622). Ausgangspunkt für die Besteigung der Scesaplana (etwa 6 Stunden). Heimat des
Geschlechtes derer von Salis-Seewis, von denen der Dichter Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834) auf dem hiesigen Friedhof,
wo er ein schönes Grabmal hat, beerdigt ist und dessen Enkel Gaudenz von Salis (1825 bis 1886) sich als
Volksredner und Staatsmann einen Namen gemacht hat.
Das Stammhaus des Geschlechtes wurde nach dem Brand von 1864 von der Gemeinde angekauft und zum Schul- und Pfarrhaus eingerichtet.
In der Kirche zu Seewis wurde der Kapuzinerpater Fidelis von Sigmaringen, der den Katholizismus zu predigen
wagte, am Palmsonntag von dem empörten Landvolk niedergemacht. Fund von Steinbeilen und römischen Kupfermünzen.
Letzi bei der Burgruine Fragstein. 1290: Sewens; 1350: Süwis. Vergl. Goll, Friedr. Seewis imPrätigau; Luft- und Molkenkurort. 3. Aufl.
Zürich
1871. - Fient, G. DasPrätigau. Davos 1837. - Ludwig, Dan. Aug. DerPrätigauerFreiheitskampf.Schiers 1901.