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Die Huftierforschung hat im Nationalpark eine lange Tradition. Seit den 1920er Jahren werden Bestandszahlen erhoben. Umfassende Huftierprojekte wurden in den 1990er Jahren gestartet. Dank Telemetrie und räumlichen Analysen lässt sich Raumnutzung und Wanderverhalten individueller Tiere erfassen und graphisch darstellen. Saisonale Zählungen und Kartierungen dienen der Überwachung der Verteilung und Zusammensetzung der Huftierpopulationen. Aus diesen Resultaten erhoffen sich die Forschenden Aufschlüsse über die Dynamik der Huftierpopulationen, beispielsweise als Folge der Klimaveränderung oder der Wiedereinwanderung von grossen Beutegreifern. In enger Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen wird der Einfluss der Huftiere auf andere Lebensgemeinschaften untersucht.