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Das in Prag ansässige Pavel Haas Quartet hat sich nach dem 1944 in Auschwitz ermordeten tschechischen Komponisten Pavel Haas benannt, einem Schüler von Leoš Janácek, der drei beeindruckende Streichquartette hinterlassen hat. Sie markieren in den Programmen des Ensembles einen Schwerpunkt, aber selbstverständlich umfasst das Repertoire auch Werke von Haydn und Mozart bis Schostakowitsch und Britten. Ausgebildet wurden die zwei Geigerinnen Veronika Jaruskova und Eva Karova sowie ihre beiden Kollegen Pavel Nikl (Viola) und Peter Jarusek (Violoncello) u. a. von Piero Farulli (Quartetto Italiano), Norbert Brainin (Amadeus Quartett), Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) und Christophe Coin (Quatuor Mosaïques); eine enge Zusammenarbeit verbindet sie ausserdem mit Milan Škampa (Smetana Quartett) und Walter Levin (LaSalle Quartet). Schon kurze Zeit nach seiner Gründung gewann das Pavel Haas Quartet im Frühjahr 2005 den renommierten «Premio Paolo Borciani» in Reggio Emilia und begann seine steile internationale Karriere. In der Saison 2007/08 gehörte es zu den «Rising Stars» der Europäischen Konzertsaal-Vereinigung und debutierte auf vielen wichtigen Podien: im Londoner Barbican Centre, der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, dem Festspielhaus Baden-Baden, im Amsterdamer Concertgebouw, dem Brüsseler Palais des Beaux-Arts und dem Konserthuset Stockholm. Im vergangenen Jahr gab das Quartett seinen Einstand in der Berliner Philharmonie, beim City of London Festival, am Salzburger Mozarteum und im Louvre zu Paris. Die erste Einspielung des Quartetts mit Leoš Janáceks Intimen Briefen und Aus den Affenbergen von Pavel Haas wurde vom BBC Music Magazine zum «Newcomer of the Year» gewählt. Die zweite Platte, die das Erste und das Dritte Streichquartett von Haas und Janáceks Kreutzer-Sonate enthält, wurde im Januar 2009 in Cannes mit dem MIDEM Classical Award als beste Kammermusikeinspielung des Jahres preisgekrönt.
30. April 2009