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Stoffkunde: Wie entsteht ein Patchworkmuster?
Beim klassischen Patchwork sammeln Hobbynäher Stoffreste, um sie zu einem neuen Stück zusammenzunähen und daraus Decken, Kissen oder Dekoartikel zu fertigen.
Patchwork hat seinen Ursprung in den Krisenzeiten der Weltwirtschaftskrise; Stoffreste, alte Textilien und Kleider wurden zu neuen Stoffbahnen zusammengenäht und konnten so wiederverwertet werden.
Heutzutage werden auch vorgefertigte Stoffe im Patchworkstil, Patchworkzuschnitte und fertige Heimtextilien in diesem Stil angeboten. Der Name Patchwork kommt von dem englischen Wort „Patch“ für „Flicken“, bedeutet also „Flickwerk“. Ein beliebtes Stück ist die Patchworkdecke, im Amerikanischen „Quilt“, bei der Stoffreste zu vielfältigen Mustern vernäht werden.
Für ein Patchwork werden verschiedene Stücke aus z. B. Filz, Pelz, Seide oder Baumwolle zusammengenäht. Jeans, Cord, Fleece oder Jersey sind dagegen weniger geeignet. Für eine lange „Haltbarkeit“ des Patchworks sollten die Stoffe von hoher Qualität sein. Das einfachste Muster ist eines mit gleich grossen Stoffquadraten, jedoch gibt es auch viele anspruchsvolle Muster.
Nachdem sich für die Stoffe, ein Muster und die Grösse des anzufertigenden Werks entschieden wurde, werden die Stoffreste zugeschnitten und für das gewünschte Muster angeordnet. Anschliessend werden die Flicken zusammengenäht. Sind sie aneinander genäht, wird das fertige Patchwork als Pieced-Work oder Mosaikpatchwork bezeichnet, werden sie aufeinandergelegt als Applikation. Für eine Patchworkdecke wird die Patchworkseite dann auf eine Decke, z. B. aus Fleece oder Baumwolle, genäht, wobei auch ein Rand übrig gelassen werden kann.
Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © PHILIPIMAGE – Shutterstock.com