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Man hasst mich für dass was ich bin!Des Zustands, das ich Arm bin und getrennte Ehefrau eines braven,
ehrenhaften, gläubigen Kirchengänger Mannes, der, wie es sich später herausstellte mich nur aus Mitleid heiratete. Drei Jahre hielt ich der Gewalt meines Mannes stand. Dieser zustand war
erst ab der Ehe. Dann floh ich mit meiner zwei Jahre alten Tochter Doris nach Konolfingen zu meiner Schwester. Ich war nicht willkommen, man drängte mich, zu meinem Mann zurück zu
gehen. Schliesslich fand ich in Thun in der Selve eine Arbeit und Unterkunft bei einer älteren Dame, dessen Haushalt ich erledigte. Doris hatte eine liebe Tagesmutter
betreut.
Das Glück mit meiner Doris war perfekt, aber es sollte nicht so bleiben. Mein
getrennter Mann hetzte die Vormundschaft auf mich. Gab mir die Schuld der zerbrochenen Ehe. Man drohte mir mein Kind wegzunehmen, wenn ich nicht zu meinem Mann zurück gehe. Ich blieb stark und
weigerte mich. Die Vormundschaft warf mir Vernachlässigung meines geliebten Kindes vor. Und weg war meine kleine Doris! Im Kinderheim mit dem schönen Namen "Hoffnung" in
Konolfingen, wo ich alle drei Wochen Doris besuchen durfte.
Nach drei Monaten durfte ich im Interesse des Kindes, meine Doris nicht mehr
besuchen und angeblich habe ich die Adoption Unterschrieben. Ich habe lediglich die Zustimmung für eine Pflegefamilie anerkannt, da man mir sagte, dass das Besuchsrecht alle 14 Tage wäre und
mit der Aussicht das meine Doris, sobald eine 2 Zimmer-Wohnung gefunden ist, bei mir wohnt. Mir war nie bewusst unter Vormundschaft zu stehen, welche man mir ab Datum der Scheidung auferlegte.
Ich habe stets getan was die Vormundschaft von mir verlangte und meinen Lebensunterhalt selbst verdient und die Alimente von Doris immer pünktlich bezahlt. Und die Vormundschaft? Die hielt
sich nicht an das versprechen! Ich sah meine Doris nie wieder.
Wo ist da die Hoffnung, die Liebe, die im Zentrum eines jeden Lebens stehen
muss?
Von der Adoption meiner geliebten Doris, hörte ich erst nach einem halben Jahr nach dem Vollzug.
Selbst ein Notar konnte nichts mehr tun. Lebenslang suchte ich Doris und gab nie die Hoffnung auf.
Der 14. April 1996 war der schönste Tag in meinem Leben. Doris nun 28 Jahre
alt, stand vor meiner Haustür. Wir kamen uns schritt weise näher und nun bin ich ein wichtiger Bestandteil ihrer Familie, so wie Claudia K. (wie sie nun heisst) es für mich
ist.