Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/662

Doo
(spr. duh), George Thomas, engl. Kupferstecher in Linienmanier, geb. zu Christ-Church, machte seine Studien in London unter den besten Meistern und erntete schon 1824 mit einem seiner ersten Werke, dem Herzog von York (nach Lawrence), großen Beifall, was ihn bewog, auch nach Paris zu gehen, wo er sich unter Suisse noch weiter bildete und das Atelier von Gros besuchte, von dem er namentlich die Methode des Zeichenunterrichts nach lebenden Modellen erlernte.
Nach seiner Rückkehr hielt er theoretische und praktische Vorträge über Kupferstecherkunst und Kunstgeschichte im Kensington-Museum. Zu seinen besten Stichen gehören: Christus als Knabe das Kreuz umarmend, nach Raffael;
Ecce homo und eine heil. Familie, nach Correggio;
die Predigt des John Knox, nach Wilkie;
die Pilger beim Anblick der heiligen Stadt, nach Eastlake;
Auferweckung des Lazarus, nach Sebastiano del Piombo (1864);
St. Augustinus und seine Mutter Monica, nach Ary Scheffer, und zahlreiche Porträte. Er ist Hofkupferstecher (seit 1836), Mitglied der Akademie in London (seit 1857) und mehrerer andern Akademien.