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Hintergrund
Ruanda unterzieht sich gegenwärtig einer ökonomischen und sozialen Transformation und erhält für seine progressive Gleichstellungspolitik internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Kommerzialisierung der Landwirtschaft führt zu einer Verschärfung der Landfrage und ökonomisch schwache Haushalte sehen sich vermehrt gezwungen, als Tagelöhner*innen ihre Lebensgrundlage zu sichern. Tagelöhner*innenarbeit in der Landwirtschaft ist stark «feminisiert». Das heisst, in diesem Bereich werden mehrheitlich Frauen beschäftigt und die hier bezahlten Löhne gehören zu den tiefsten auf dem gesamten ländlichen Arbeitsmarkt. Der Lohn reicht nur knapp zum Überleben und um alltägliche Bedürfnisse wie Essen und Kleidung zu finanzieren. Tagelöhner*innen ist es nur sehr begrenzt möglich, Geld zu sparen, Bildung zu erwerben und neue Einkommensquellen aufzubauen.
Ziel des Projektes
Das Ziel dieses Implementierungsprojekts ist es, die finanzielle Situation und das Wohlbefinden der Taglöhner*innen durch neue Einkommensmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Landwirtschaftssektors zu verbessern. Begünstigte des Projektes, welches über einen Zeitraum von 12 Monaten geplant ist, sind 430 landwirtschaftliche Tagelöhner*innen in der nördlichen und östlichen Provinz Ruandas. Kernelement des Projekts bilden die eigenständige Organisation von Spargruppen in Zusammenarbeit von Tagelöhner*innen, Arbeitgebern und Finanzinstituten sowie die Erarbeitung projektbegleitender und maßgeschneiderter Schulungsinstrumente. Es wird erwartet, dass sich durch das Projekt die finanzielle Situation von landwirtschaftlichen Tagelöhner*innen verbessert, ihr Wohlbefinden steigert und sie sich neue Einkommensquellen erschliessen können. Um die Zielerreichung abzuschätzen, wird dieses Implementierungsprojekt mittels randomisiert-kontrolliertem Studiendesign, Umfragen und Gruppendiskussionen wissenschaftlich begleitet.