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Der Kurzstrecken-Funkstandard Bluetooth, der auf Distanzen bis zu 100 Metern arbeitet, kann trotz aktivierter Sicherheitsfunktionen im Handumdrehen geknackt werden. Dies demonstrierten Avishai Wool und Yaniv Shaked von der Uni von Tel Aviv. Sie griffen dabei auf eine bereits im April 2004 von Ollie Whitehouse, Angestellter beim Sicherheitsunternehmen @Stake, entdeckte Schwachstelle im Bluetooth-Protokoll zurück: Diese ermöglicht ohne Kenntnis des Geräte-PINs eine Kontaktaufnahme, funktioniert allerdings nur, wenn zwei Bluetooth-Geräte während der ersten Kontaktaufnahme Identitätsinformationen austauschen und noch keine verschlüsselte Verbindung aufgebaut haben – dieser Prozess wird Pairing genannt. Sobald die Geräte das Pairing hinter sich haben, war ein Angriff mit dieser Methode bisher erfolglos.
Nun haben Wool und Shaked
aber einen Weg gefunden, die Geräte dazu zu veranlassen, den Pairing-Prozess von neuem zu beginnen, indem sie einem der Geräte signalisiert haben, dass das andere angeblich die Kontaktdaten vergessen habe. Mit einem handelsüblichen Computer waren sie dank dieser Schwachstelle in der Lage, innert Sekundenbruchteilen in jedes Mobiltelefon einzubrechen und beispielsweise Telefonate auf fremde Kosten zu führen.