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... aber bin selbst eher minimalistisch unterwegs. Natürlich gönne ich mir auch alles was ich brauche oder will aber eben nicht in diesem "unnötigen" Rahmen a la "ich muss jetzt noch die 10te teure Luxusuhr haben".
Vielleicht ist auch das Teil Deines Männerproblems.
Der gelebte Minimalismus ist in unserer Gesellschaft wohl der größte Luxus, den wir uns gönnen. Und selbst da ist "minimalistisch" oft eine Beschreibung dafür, dass alles, wirklich alles, da ist, was man haben möchte und braucht. Selbst diejenigen, die 9 Luxusuhren haben, kokettieren dann noch damit, dass sie keine 10 brauchen. Eigentlich Spott über diejenigen, die wirklich zu wenig haben.
Was ist Deine Erwartung an einen Partner? Dass ihr gemeinsam eure Kinder in einer 65 qm-Wohnung großzieht, natürlich ohne Auto, Urlaub braucht man eigentlich nicht, Kleidung kann man 2nd-hand kaufen und Bio-Lebensmittel aus dem einschlägigen Supermarkt müssen auch nicht sein?
Ich hatte eine Partnerin, die zu der Zeit 1000 DM verdient hat, ich damals gut das dreifache. Sie war auch relativ minimalistisch eingestellt und meinte dann allen Ernstes: "Wenn wir mal Kinder haben, bleibst Du zu Hause und ich gehe arbeiten".
Neben dem Problem, dass die Leistung, die ich dafür erbringe, dass ich gut verdiene, nicht gewertschätzt wird (weil ja nicht nötig) bleibt die Frage offen: "Will ich so leben". Meine Antwort für mich war ein klares "Nein", denn ich habe mich natürlich nicht angestrengt, um dann auf Sozialhilfeniveau zu leben. Sondern, um das sichere Gefühl zu haben, dass ich mir einen angenehmen Lebensstil leisten kann.
Ich hatte dieses Thema dann auch in meiner Ehe später nochmal. Sie hat sich in die Hausfrauenrolle gestürzt, weil das die Rolle war, die übrig blieb. Mein Eindruck ist, dass manchen Menschen Geld nicht wichtig ist, solange sie selbst hart dafür arbeiten müssten.
Minimalistisch eingestellt Frauen, die das ernst meinen, sollten dann vielleicht einfach Männer daten, deren Einkommen zu diesem Lebensstil passt. Funktionieren wird eine Beziehung nur, wenn beide da eine ähnliche Sicht haben.
Für mich ist genau das bei einer Partnerschaft heute ein wichtiger Aspekt: gleiche Lebensvorstellungen auch was das Niveau anbelangt. Die Einstellung "Er hat mehr, dann ist doch selbstverständlich, dass er mir abgibt" ist für mich nicht mehr akzeptabel. Ich möchte auch das Gefühl haben, dass eine Partnerin meinen Beitrag wertschätzen kann, mindestens nicht als überflüssig geringschätzt.
Wie sehen das Deine Datepartner? Ist Dein "minimalistischer Lebensstil" Thema oder klar erkennbar? Es könnte durchaus sein, dass Du die Männer, die Du datest, damit abstößt.