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Nachdem Pia mit der toten Ixchel im Arm von WeissWald unfreiwillig nach Rio zurückgekehrt ist, muss sie sich für diesen Tod rechtfertigen und landet im Frauengefängnis Santanas im brasilianischen Dschungel. Dort begegnet sie einem alten Bekannten wieder: ihrem Erzfeind Hernandez. Er hat die Leitung des Gefängnisses übernommen, in dem sich immer rätselhafter die magische Welt WeissWalds und die Welt, wie wir sie kennen, ineinanderschieben. Alica und Eirann schlagen sich zu Pia durch, um sie zu befreien, doch sie fordern von Pia, dass sie in die verheerenden Kämpfe, die in WeissWald toben, eingreifen soll. Dabei hat Pia eigentlich nur noch einen einzigen Wunsch: Ihre Tochter wiederzufinden, die ihr nach ihrer Verhaftung von den brasilianischen Behörden weggenommen wurde. Da macht Hernandez ihr ein finsteres Angebot ...
Portrait
Wolfgang Hohlbein, geboren 1953 in Weimar. Inspiriert von seiner Frau Heike verfasste der damalige Nachwuchsautor 1982 den Roman "Märchenmond", der den Fantasy-Wettbewerb des Verlags Carl Ueberreuter gewann. Das Buch beflügelte seinen Aufstieg zum erfolgreichsten deutschsprachigen Fantasy-Autor. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt. Wolfgang Hohlbein lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf.
von einer Kundin/einem Kunden aus Velten am 21.11.2018
Leider ist dieser Band sehr kurz gehalten . Schade dass es ein bisschen durcheinander ist. Ich war enttäuscht. Die anderen beiden Bände waren spannend neugierig was kommt geschrieben.
Zurück zu den Wurzeln
von Ein Schelm aus Aventurien am 07.02.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Pia wurde für einen Mord, den sie nicht begannen hat, zu lebenslanger Haft verurteilt. Fast hat sie sich an ihr Schicksal gewöhnt und sich damit abgefunden, ihre Tochter nie wiederzusehen, als im Gefängnis ein paar alte Bekannte auftauchen...
Mit dem dritten Teil der "Chroniken der Elfen", stellt Wolfgang Hohlbein die Weichen...
Pia wurde für einen Mord, den sie nicht begannen hat, zu lebenslanger Haft verurteilt. Fast hat sie sich an ihr Schicksal gewöhnt und sich damit abgefunden, ihre Tochter nie wiederzusehen, als im Gefängnis ein paar alte Bekannte auftauchen...
Mit dem dritten Teil der "Chroniken der Elfen", stellt Wolfgang Hohlbein die Weichen neu. Während es in den ersten beiden Bänden hauptsächlich um eine Einführung in die Elfenwelt ging, liegt in "Elfentod" der Schwerpunkt auf der Action - was letztendlich eine konsequente Fortführung des tobenden Kriegs aus "Elfenzorn" ist. Die Actionszenen sind damit der wichtigste Teil der Geschichte und auch der gelungenste: Der Autor schafft es wie im Vorgänger, die Kämpfe als etwas wenig heroisches und Töten als dreckiges Geschäft darzustellen, ohne dabei die Grenzen des guten Geschmacks zu verlassen. Auch dramaturgisch ist das Buch im großem und ganzen gelungen: In der ersten Hälfte steuert das Buch kontinuierlich auf eine Klimax zu; die Ruhe vor dem Sturm in der zweiten Hälfte wird zumindest von kleineren Spannungsspitzen unterbrochen. Der im Vergleich zu den ersten beiden Teilen deutlich geringere Umfang tut dem Buch ebenfalls gut, da durch diese Straffung unnötige Längen vermieden werden.
Die Dramaturgie bietet leider auch einen Kritikpunkt. Der Vorgänger endete mit einem Cliffhanger. Leider wird dieser nicht zu Beginn des dritten Bandes aufgelöst, sondern der Leser wird vor vollendete Tatsachen gestellt und muss sich die Ereignisse zwischen "Elfenzorn" und "Elfentod" aus ein paar Sätzen der Figuren rekonstruieren oder den Klappentext lesen. Das hätte man besser lösen können.
Auch die Figuren geben Anlass zur Kritik. Für Eins und Charlie hat Hohlbein tieeef in die Klischeekiste gegriffen, außerdem sind die beiden so überzeichnet, dass sie wie Comic-Figuren wirken. Zur Auflockerung wäre das in Ordnung, leider sind die beiden völlig ernst gemeint. Die Motivation der Figuren hätte ebenfalls sauberer ausgearbeitet werden müssen. Pias wichtigtes Ziel, ihre Tochter zu finden, scheint gegen Ende des Buches völlig in Vergessenheit geraten zu sein, und der Showdown ist Hernandez' Haus ist völlig überzogen, nur um mit jemandem zu reden.
Stilistisch stören zum einen die vielen Wiederholungen (Größe, Gewicht und Kampfkraft der Orks werden gefühlte 200x erwähnt), zum anderen die vielen Einschübe. Die sollen wohl witzig sein, wirken aber wie gewollt und nicht gekonnt.
Leser, die nach den ersten beiden Bänden gehofft haben, dass es im gleichen Stil weitergeht, werden mit dem Buch wenig Freude haben, da der Schwerpunkt nun doch deutlich auf der Action liegt. Wer dagegen mal wieder einen Hohlbein lesen will, dem man anmerkt, dass der Autor eine Menge Spaß hat, wenn es kracht und rummst, ist hier genau richtig. Das Buch lässt sich mit Popcorn-Kino vergleichen: Keine große Kunst, aber gute Unterhaltung, wenn man über die Schwächen hinwegsehen kann.