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Auf dem Reuenthaler-Plateau, im Gebiet „Chrüzli“, wurde ein rund drei Hektar grosses Areal aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Dieser Schritt wurde notwendig, da es Ende Oktober 2016 erneut zu einer Geländeabsenkung kam.
Unter der landwirtschaftlich genutzten Fläche befindet sich das ehemalige Gipsbergwerk Felsenau. Bereits im März 2012 war es auf einer Fläche von ca. 40 Aren zu einer Geländeabsenkung von bis zu zwei Meter gekommen. Das betroffene Areal wurde seitdem via GPS-Messungen und seit Oktober 2015 via terrestrischem Laserscanner (TLS) regelmässig überwacht. Gegen Ende Oktober 2016 kam es nun zu einer unvorhergesehenen erneuten Geländeabsenkung angrenzend an den bisherigen Senkungsbereich. Nach ersten Abschätzungen ist derzeit (Stand: 02.11.2016) von einer betroffenen Fläche in der Grössenordnung von ca. drei Hektar auszugehen. Der betroffene Bereich sowie das angrenzende Gelände werden derzeit vermessungstechnisch engmaschig überwacht. Weitergehende Untersuchungen und Abklärungen sind im Gange, die Aufschluss über die Hintergründe und Ursachen der Geländeabsenkung geben sollen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Geländeabsenkung und unter Berücksichtigung der bisherigen Erkenntnisse kann eine weitere Absenkung des betroffenen Areals zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Die Besitzerin des Gipsbergwerks, die AG Hunziker, eine Tochtergesellschaft der Holcim (Schweiz) AG, hat in Abstimmung mit der Gemeinde Full-Reuenthal sowie den kantonalen und kommunalen Behörden beschlossen, das Senkungsgebiet vorerst grossräumig abzusperren, um eine Gefährdung auszuschliessen. Die betroffenen Landwirte wurden durch die Gemeinde Full-Reuenthal informiert.
Geländeabsenkungen durch nachrutschenden Schotter
Im Gebiet Reuenthaler-Plateau befinden sich in einer Tiefe von rund 80 - 120 Meter gips- und anhydrithaltige Schichten, die von mächtigen Schichten aus Dolomit- und Kalkfels überlagert sind. Über dem Fels befindet sich eine rund 50 Meter dicke Schotterschicht aus sandigem Kies. Die natürliche Verkarstung des Dolomit- und Kalksteins durch Lösungsprozesse führte im Fels lokal zu dolinenartigen Schloten. In diese Hohlräume kann der darüber liegende Schotter nachrutschen. Bricht ein solcher Karstschlot in die Stollen des ehemaligen Gipsbergwerkes ein, so rutscht der Schotter nach und verfüllt diese, wodurch lokale Geländeabsenkungen an der Terrainoberfläche entstehen.
Kontaktperson für die Medien:
Dr. Robert Nothnagel, Holcim (Schweiz) AG Tel: +41 58 850 55 32
Ingeborg Spillmann, Communications, Holcim (Schweiz) AG Tel: +41 58 850 67 42