Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/1101

Was ist Craniosacraltherapie?
Die Craniosacraltherapie beschäftigt sich mit dem 3. Rhythmus im Körper, der Bewegung des Hirnwassers und leitet sich ab von der craniosacralen Osteopathie, die um 1920 vom osteopathischen Arzt W.G. Sutherland (Missouri, USA) begründet wurde.
Wie Ebbe und Flut bewegt sich das Hirnwasser innerhalb der Hirnhäute langsam hin und her. Diese Pulsation überträgt sich auf das Cranio-Sacral-System, d.h. auf die Hirnhäute, die einzelnen Schädelknochen, die Wirbelsäule und das Kreuzbein. Von dort schwingt die Bewegung über das Skelett weiter auf den ganzen Organismus. Mit Sensibilität ist diese Bewegung nicht nur am Kopf, sondern auch am ganzen Körper mit unseren Händen erfahrbar.
Wenn jedoch durch emotionalen oder mentalen Stress der ganze Organismus chronisch unter Spannung steht oder in der Vergangenheit die Schädelknochen, Wirbelkörper oder das Kreuzbein traumatisiert wurden, dann bleibt meist eine Verhärtung des verbindenden Gewebes und damit eine Bewegungsblockierung innerhalb des Cranio-Sascral-Systems zurück.
Sind die knöchernen Strukturen und die Hirnhäute nicht mehr beweglich, bzw. elastisch, wird die Fluktuation des Hirnwassers und die cerebrale Blutzirkulation reduziert. In der Folge ist die Funktion des zentralen Nervensystems eingeschränkt. Einige Beschwerden, die sich aus dieser Funktionseinschränkung entwickeln können, sind chronische Spannungsschmerzen, körperliche und seelische Überempfindlichkeit, bei Kinder insbesondere Lernschwierigkeiten.
Die craniosacrale Bewegung ist schliesslich die heilende Kraft selbst. Der Therapeut braucht keine Hilfsmittel, nur die unbegrenzte Aufmerksamkeit seiner Hände, mit denen er diese subtile Bewegung begleitet. Mit feinen Mobilisationsbewegungen werden Widerstandsmuster, Traumen und Schock im Körper erkannt und gelöst. Dies ist oft verbunden mit einem psychoemotionalen Prozess, der zu einer umfassenden Selbstheilung führen kann.
Wann ist Craniosacraltherapie sinnvoll? Bei:
- Lernproblemen
- Rehabilitation nach Unfällen
- Schleudertrauma
- Geburtstrauma
- Kopfschmerzen, Migräne
- Kiefergelenkbeschwerden
- Schwindel
- Tinitus
- Sinusitis
- Erkrankung der Wirbelsäule und Gelenke
- Schlafstörungen,
- Erschöpfungszustände, Depressionen
- Verdauungsstörungen
- Menstruationsbeschwerden
- Asthma