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© REUTERS/Kim Hong-Ji
Südkoreanische Ärztekammer drängt Regierung zur Aussetzung des Grippeschutzimpfungsprogramms, nachdem 13 Menschen nach einer Impfung gestorben sind
Der koreanische Ärzteverband hat die Regierung des Landes aufgefordert, ihren Plan, Millionen von Bürgern zu impfen, zu stoppen, nachdem mehr als ein Dutzend Menschen nach einer Grippeimpfung gestorben sind.
Die Impfstoff-Initiative, die als Strategie zur möglichen Komplikationen von Covid-19 angekündigt wurde, zielt darauf ab, 19 Millionen Menschen kostenlose Grippeimpfungen zur Verfügung zu stellen. Doch das ehrgeizige Vorhaben ist unter Beschuss geraten, nachdem 13 Menschen starben, darunter ein 17-jähriger Junge und ein Mann in den 70er Jahren, nachdem sie an dem Programm teilgenommen hatten.
Die Impfkampagne wurde für drei Wochen ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass etwa fünf Millionen Dosen, die gekühlt werden müssen, bei Raumtemperatur gelagert wurden, während sie in eine medizinische Einrichtung transportiert wurden. Das Programm wurde am 13. Oktober wieder aufgenommen. Keiner der Verstorbenen erhielt die zurückgerufenen Dosen.
Während einer Pressekonferenz am Donnerstag forderte Choi Dae-zip, Präsident der koreanischen Ärztekammer, dass die Kampagne zur Grippeimpfung so lange ausgesetzt wird, bis die Sicherheitsbedenken bezüglich des Impfstoffs angemessen berücksichtigt werden können.
Die koreanischen Gesundheitsbehörden behaupten, dass sie keinen direkten Zusammenhang zwischen den gemeldeten Todesfällen und der Grippeimpfung gefunden haben.
“Die Zahl der Todesfälle hat zugenommen, aber unser Team hält es für unwahrscheinlich, dass die Todesfälle auf die Impfungen zurückzuführen sind”, sagte Jeong Eun-kyeong, Direktor der koreanischen Behörde für Krankheitsbekämpfung und -prävention, vor dem Parlament. Gesundheitsminister Park Neung-hoo räumte ein, dass die Menschen “besorgt” über den Impfstoff seien, sagte aber, dass das Programm fortgesetzt werde.
Eine vorläufige Untersuchung von sechs der Todesfälle fand keine direkte Verbindung zu dem Impfstoff, den sie erhielten.
Seit der Wiederaufnahme des Programms haben 8,3 Millionen Koreaner eine Grippeimpfung erhalten, wobei nach Angaben von Gesundheitsbeamten etwa 350 negative Reaktionen auf die Impfung gemeldet wurden.