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Dieses Konzertprogramm hat zum Ziel, Musik zu präsentieren, die von den Musikern komponiert wurde, die von der Königin Christina von Schweden angestellt und unterstützt wurden. Als «Pallas des Nordens» wurde Königin Christina von Schweden verehrt. Zur Zeit ihrer Regentschaft blühten Künste und Wissenschaft am Hof in Stockholm. Als sie dreissig Jahre alt war, verzichtete sie auf die Krone, ging nach Rom und widmete sich dort bis zum Ende ihres Lebens der Förderung von Kunst und Künstlern. Besonders der Musik galt ihre Leidenschaft, sie ist Widmungsträgerin mehrerer Werke. In der Geschichtsschreibung ist es eine Besonderheit, dass eine Königin, die auch die Religion in ihrem Land repräsentiert, in diesem Fall den Protestantismus, sich der anderen Religion Katholizismus, dem damaligen Gegnern, bekennt. Zu ihrer Conversions-Zeremonie wurde von Cesti ein Werk komponiert, und Papst Alexander VII. empfing sie mit grosser Ehre. Vermutlich begünstigte dies alles ihren Wohnsitzwechsel nach Rom. Dort wurde sie auch bekannt als grosszügige Mäzenin von Wissenschaft und Kunst.
Am 8. Januar 1671 wurde das Teatro Tor di nona eröffnet, das erste öffentliche Theater der Stadt, wo auch Frauen spielten oder sangen, was für damalige Zeit unüblich war. Ganz Rom war begeistert von dieser Erneuerung, doch schon 5 Jahre später wurde das Theater durch Papst Innozenz XI. geschlossen. Sehr wahrscheinlich spielte Königin Christina selbst Violine und beauftragte Alessandro Stradella und Bernardo Pasquini für Kompositionen. Sie liebte Barockmusik. Giacomo Carissimi und Alessandro Scarlatti (1680–1683) wurden ihre Kapellmeister. Arcangelo Corelli widmete ihr sein Opus 1 und spielte es 1685 in Rom anlässlich der Krönung Jakobs II.
Königin Christina von Schweden wurde 1689 in der ewigen Stadt bestattet.
Ensemble mit Maria Krasnikova und Aurore Baal
Werke von Frescobaldi, Scarlatti, Opern usw.