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Ausdifferenzierung, Individualisierung und Digitalisierung machen das Individuum zu einem Flüchtling, der auf der Suche nach Sicherheit, Verwirklichung, Entwicklung und Anerkennung ist. Der Flüchtlingsstatus folgt der Loslösung aus festen Strukturen sowie aus der Relativierung von Raum und Zeit. Das Ich kann sich nie sicher sein, dass ein Freundeskreis, eine Stelle oder ein Wohnort Bestand haben werden. Das macht die Identität dynamisch. Um nicht verletzt zu werden, seine Unabhängigkeit und seinen Erfolg zu sichern, orientiert sich das Individuum in erster Linie an seinem eigenen Wohl. Dieser Egoismus1 wird dadurch unterstrichen, dass in der Wissensgesellschaft die Kreativität, das Wissen und das Wissensmanagement des einzelnen Individuums über den Erfolg entscheiden.