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Die geburtenstärksten Jahrgänge aus der Babyboomzeit stellen nicht mehr die grösste Altersjahrgruppe im Kanton Zürich, sondern die Jahrgänge um 1980 – dies im Gegensatz zur übrigen Schweiz. Eine aktuelle Studie des Statistischen Amts geht der Frage nach, wie und weshalb sich die Altersstruktur im Kanton Zürich in den letzten Jahren verändert hat.
Die Jahrgänge aus der Babyboomzeit prägen seit über einem halben Jahrhundert die Form der Alterspyramide. Der Babyboom kam damals in der Schweiz in zwei Wellen, mit einem ersten Höhepunkt 1946 und einem zweiten 1964. Im Kanton Zürich war allerdings das Jahr 1963 noch etwas geburtenreicher als 1964. Heute leben im Kanton Zürich rund 23’000 Personen, die 1964 geboren wurden. Davon kamen etwa 9000 im Kanton Zürich zur Welt, was der Hälfte der damals Geborenen entspricht. Die andere Hälfte ist im Lauf der Zeit weggezogen, oder, zu einem geringen Teil, bereits gestorben. Folglich sind 14’000 Personen mit Jahrgang 1964 nicht im Kanton Zürich geboren, sondern, mehrheitlich in jungen Jahren, aus der übrigen Schweiz oder aus dem Ausland zugezogen.
Im Verlauf der Jahrzehnte haben sich die geburtenstarken Jahrgänge in der Alterspyramide nach oben verschoben. Landesweit ist der Jahrgang 1964 noch heute am zahlreichsten. Im Kanton Zürich, wie auch in Basel-Stadt, ist dies hingegen nicht mehr der Fall. Hier haben die Jahrgänge um 1980 die Jahrgänge um 1964 in den letzten Jahren überflügelt. So leben im Kanton Zürich heute 25’000 Menschen mit Jahrgang 1980.
Verjüngende Zuwanderung
Ursache dafür ist vor allem die starke Zuwanderung von jungen Leuten in den letzten Jahren. Deren bevorzugtes Ziel sind die beiden grossen Städte Zürich und Winterthur, die als Wirtschafts- und Hochschulstandorte für junge Leute aus dem In- und Ausland attraktiv sind. Auch im Limmat- und im Glattal sind die Jahrgänge um 1980 unterdessen stärker vertreten als jene um 1964. In den meisten Gebieten des Kantons Zürich sind die Jahrgänge um 1964 aber nach wie vor am stärksten.
Die Bevölkerung der Stadt Zürich ist im Schnitt deutlich jünger als jene im übrigen Kantonsgebiet. Ursache dafür ist nicht nur die Zuwanderung junger Leute, sondern auch der Umstand, dass die Stadt per Saldo Familien und ältere Menschen verliert. Dementsprechend haben die Über-45-Jährigen und besonders die Babyboomer im übrigen Kantonsgebiet ein viel höheres Gewicht als in der Kantonshauptstadt.