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Der Weinfelder Simon Beerli muss seine Karriere als Leistungssportler aus gesundheitlichen Gründen beenden.
Simon Beerli startete seine Unihockeylaufbahn beim UHC emotion Weinfelden und wechselte danach zu den U18A-Junioren des HC Rychenberg Winterthur, mit denen er in seiner zweiten Saison den Schweizermeistertitel gewann. Beim HC Rychenberg Winterthur wurde er zum Center und Flügelspieler ausgebildet.
Als Beerli beim Winterthurer Verein alle Juniorenstufen durchlaufen hatte, wechselte er auf die Saison 2016/2017 zum NLB-Team von Floorball Thurgau. Während den ersten beiden Jahren bei den Mostindern wurde der Weinfelder als rechter Flügel eingesetzt. Seine Laufbereitschaft und sein taktisches Verständnis machten ihn zu einem effizienten und für den Gegner unangenehmen Steuerflügel. Beerli etablierte sich zur Stammkraft im Herrenteam von Floorball Thurgau. In der Saison 2018/2019 wurde er kurzerhand zum Verteidiger umgeschult, ein weiteres Indiz für die Vielseitigkeit von Beerli. Gleichzeitig wurde ihm das Amt des Captains anvertraut. So gelang es ihm, seine zwischenmenschlichen Stärken mit ins Team einfliessen zu lassen und die Mannschaft auf und neben dem Platz zu führen.
Auf die Saison 2019/2020 hin folgte der nächste Karriereschritt von Beerli mit dem Wechsel zum UHC Uster in die NLA. Beim UHC Uster wurde er von Beginn an als Center der zweiten Linie eingesetzt. Im Winter 2020 erlitt er in einem Training seine zweite schwere Gehirnerschütterung und er sah sich gezwungen, seine zweite Saison in der NLA vorzeitig zu beenden.
Auf die Saison 2021/2022 gelang es den Verantwortlichen von Floorball Thurgau, den verlorenen Sohn nach Weinfelden zurückzuholen. Beerli und Floorball Thurgau freuten sich sehr auf die gemeinsame Zukunft. Schnell übernahm Simon innerhalb des Herrenteams Verantwortung und wurde Teil des Captainsclub der ersten Mannschaft. Er war massgeblich daran beteiligt, dass der Start in die Saison glückte. Im Spiel gegen die Iron Marmots Davos-Klosters erlitt Beerli aufgrund eines Zusammenpralls mit einem Gegenspieler erneut eine Gehirnerschütterung, seine Vierte insgesamt. Die bis dahin verschwundenen Seh-und Gleichgewichtsstörungen waren wieder da, nur leider ausgeprägter als zuvor. Trotz einem zwischenzeitlichen Comeback Ende November war die Diagnose im Dezember klar. Das Spiel mit Stock und Ball soll auf ärztliche Empfehlung hin mit sofortiger Wirkung beendet werden, da eine weitere Gehirnerschütterung massive lebensverändernde Folgen mit sich bringen könnte. Schweren Herzens entschied sich Simon im Dezember 2021 dazu, seine Karriere als Leistungssportler zu beenden. Dieser Entscheid war für ihn einerseits der Startschuss für eine langwierige Genesungsphase, sowie für eine grundlegende Neuorientierung seiner Zukunft. Trotz angeschlagenem Gesundheitszustand unterstützte er sein Team, wo er nur konnte. Zum Schluss war Beerli als Betreuer, Berater und Fan mit dabei, als sein Team den Aufstieg in die NLA realisieren konnte.
Sportchef Daniel Costa sagt zum frühzeitigen Karriereende von Simon Beerli: «Es ist sehr schade, dass ein so vorbildlicher, motivierter und talentierter Spieler wie Simon seine Karriere so früh und abrupt beenden muss. Wir hatten mit ihm für die nächsten Jahre in der NLA geplant. Wir wünschen Simon für die Zukunft nur das Beste.»
Auch seitens des Headcoaches Jukka Ruotsalainen tönt es ähnlich: «Ich plante damit, Simon zum Eckpfeiler dieser NLA-Mannschaft zu machen. Sehr schade, dass dies nicht mehr möglich ist. Simon wird uns fehlen.»
Die gesamte Floorball Thurgau Familie wünscht Simon für seine Zukunft nur das Beste, gepaart mit viel Gesundheit. Mach’s guet Simon!
«Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei all den Menschen bedanken, die mich auf dieser unglaublich spannenden, lehrreichen und intensiven Unihockeyreise begleitet haben! Menschen, welche mir in Höhen und Tiefen immer zur Seite gestanden und mir die Möglichkeit geboten haben, stets das Beste aus mir rauszuholen, sportlich wie auch als Person. Im Herzen werde ich immer ein Teil der Floorball Thurgau Familie sein. Ich bin stolz darauf, was wir diese Saison als Mannschaft und als gesamter Verein erreicht haben. Wenn die Jungs, der Coachingstaff und der Verein als Ganzes die Arbeit mit dieser Leidenschaft und Qualität so weiterführen werden, so sehe ich eine erfolgsversprechende Zukunft für Floorball Thurgau! Mein persönlicher Weg führt mich diesen Sommer nach Basel, wo ich mich beruflich und persönlich neu ausrichten werde. DANKE!»
Simon Beerli, #29