Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/39

Auch diese Burg hatte die natürliche Lage als Schutzwehr ausgenutzt und war auf einem Hügel vorsprung errichtet worden. Indem man die Unregelmässigkeiten des Geländes sorgfältig ausglich, gewann man auf dem Hügel ein rechteckiges Plateau von 35:15 Meter, dessen Hänge man durch Mauern stützte. Für die Anlage der Burg selber sind wir nur auf Vermutungen angewiesen. Vielleicht bot sie nur einen türmartigen Hauptbau, der rings von hoher Mauer umgeben war, die dem Aussenrand des Plateaus folgte, denn für mehrere Gebäude bot der kleine Bezirk keinen Raum. An der Süd-westecke war die Anlage anscheinend durch einen quadratischen Turm verstärkt, von dessen Unterbau sich noch Reste erhalten haben, in Sandsteinquadern, deren bindende sehr dünne Mörtelschicht mit schindelartig flachen Ziegeln durchsetzt ist, eine Technik, die man bei keiner andern Freiburger Burg wiederfindet. Der Zugang war auf der Ostseite, wo eine Zugbrücke über einen breiten Graben führte, der noch grossenteils erhalten ist.
Innerhalb dieses alten Burgbezirkes steht in der Nord-Ostecke eine grosse Kapelle des 17.-18. Jahrhunderts, möglicherweise zum Teil auf den Fundamenten eines früheren Baues. Es ist eine Doppelkapelle über tiefem Keller, der aus dem Felsen gehauen ist und vielleicht der alten Gruft entspricht. Das jetzige Gewölbe ist aus dem 19. Jahrhundert, aber die Treppe und der einmal abgesetzte Zugang sind bedeutend älter. Im Innern, mit zwei flachen Decken, steht im Untergeschoss noch der alte Altartisch mit grosser steinerner Mensa.
Von der Geschichte der Burg und ihrer Besitzer wissen wir fast nichts. 1189 wird schon ein Graf von Dasberg genannt. Wenn die Vermutung richtig ist, dass hier schon eine römische Warte bestanden hat zur Bewachung des Galternübergangs, so wäre auch hier die mittelalterliche Burg wie bei Kastels und Maggenberg, die Fortsetzung der früheren festen Anlage gewesen. 1386 wurde mit Kastels, Maggenberg und Schönfels auch Tasberg von den Bernern eingeäschert. Über den Umfang der Zerstörung und die eventuelle Wiederherstellung ist bisher nichts bekannt.
Bibliographie