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Lindsay Davenport schlug Jelena Dokic im Swisscom Challenge-Final klar mit 6:3, 6:1. Die Amerikanerin siegte in einem mehrheitlich enttäuschenden und einseitigen Spiel.Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2001 - 17:39 publiziert
Sie fühle sich in der Halle ganz einfach am wohlsten, sagte Lindsay Davenport nach der nur 63-minütigen Partie. Dass es aber erneut so gut für sie laufen würde, habe sie vor ihrer Anreise nach Kloten nicht gedacht. Für einen Start am Schluefweg hatte sich die 25-Jährige aus Kalifornien erst wenige Tage vor Turnierbeginn entschieden.
Davon, dass die Indoor-Plätze zum bevorzugten Territorium von Lindsay Davenport zählen, war indes lange Zeit nichts zu spüren, denn ihr unterliefen im ersten Satz ungewohnt viele Fehler. Dass sich die Amerikanerin trotzdem schadlos halten konnte, lag an ihrer Gegnerin.
Schon das erste Game liess erahnen, dass Jelena Dokic für ihre Klotener Finalpremiere nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Sie ging trotz vier (!) Doppelfehlern in Führung. Doch ihr gewohntes Rendement erreichte die 18-Jährige nie. Sie vermochte nur bis zum 3:3 im ersten Satz mitzuhalten, verlor dann aber acht Spiele in Folge und damit die Aussicht auf ihren vierten Turniersieg.
Fünfter Titel in der Schweiz
Der neuerliche Triumph von Lindsay Davenport nach der Niederlage im letztjährigen Final gegen Martina Hingis erscheint logisch. Zum einen hat sie in den vier Begegnungen mit Jelena Dokic erst einen Satz abgegeben. Zum andern ist die Schweiz für sie seit jeher ein fruchtbarer Boden.
5 ihrer nunmehr 36 Titel - den Olympiasieg von 1996 in Atlanta eingerechnet - hat sie hierzulande geholt; 1993, zu Beginn ihrer Profikarriere. 1994 war sie bereits in Luzern auf Sand (!) erfolgreich.
In Zürich beziehungsweise Kloten hat sich nur noch Steffi Graf öfter in die Siegerliste eintragen können als Davenport. Die Deutsche hatte das Turnier zwischen 1986 und 1992 gleich sechsmal für sich entschieden.
Weiterhin die Nummer 3
Obwohl Lindsay Davenport von Ende März bis Mitte Juni wegen einer Knieverletzung hatte pausieren müssen, gewann sie nach Tokio, Scottsdale, Eastbourne, Los Angeles und Filderstadt ihren bereits sechsten Titel in diesem Jahr. In der Halle ist sie in dieser Saison noch ungeschlagen.
Gleichwohl bleibt sie in der Weltrangliste hinter Jennifer Capriati und Martina Hingis die Nummer 3. Ihr Punktekonto konnte sie nur um 131 Punkte äufnen, weil ihr aus dem Vorjahr die Punkte für den Turniersieg in Linz aus der Wertung fallen.
Für Dokic Grund zur Zufriedenheit
Jelena Dokic hat trotz des missratenen Final-Auftritts allen Grund, nicht nur mit den Leistungen in dieser Woche, sondern mit ihrer gesamten Saison zufrieden zu sein. Einen Weltranglisten-Platz unter den ersten 15 hatte sie sich zum Ziel gesetzt; mittlerweile gehört sie bereits zu den Top-ten-Spielerinnen.
Im neuesten Ranking wird sie sich auf Kosten von Serena Williams von der 10. an die 9. Stelle verbessern und damit so gut wie noch nie klassiert sein.
swissinfo und David Bernold (sda)
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