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Die Suche des Online-Riesen Amazon nach einem Standort für sein zweites grosses Hauptquartier hat in den USA und Kanada ein regelrechtes Wettrennen ausgelöst. Um sich gegenüber der Konkurrenz von mehr als 130 Bewerbern durchzusetzen und so namhafte Städte wie New York oder Dallas auszustechen, greift die Stadtverwaltung der kleinen Provinzmetropole Stonecrest im Bundesstaat Georgia nun zu drastischen Mitteln. Sie will den IT-Konzern im Fall eines Zuschlags insgesamt 345 Morgen (rund 140 Hektar) Land zur Verfügung stellen, um dort eine neue Stadt zu errichten, die auf den Namen "Amazon" getauft werden soll.
"Es gibt sicherlich viele US-amerikanische Städte, die Amazon haben wollen. Aber keine davon bietet diesem phantastischen Unternehmen derartige Möglichkeiten, die eigene Marke auszubauen, wie wir", zitiert die "Seattle Times" den Bürgermeister von Stonecrest, Jason Lary. Der Vorschlag, dass man dem Online-Händler ein riesiges Stück Land bereitstellen will, das dieser nach sich selbst benennen darf, sei von den Mitgliedern der hiesigen Stadtverwaltung mit vier zu zwei Stimmen angenommen worden. "Was könnte es für dieses Unternehmen im 21. Jahrhundert besseres geben, als sein neues Hauptquartier in einer Stadt zu bauen, die Amazon heisst?", so Lary.