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La Montagne Pelée und Saint Pierre - September 2005
Weltweit gibt es viele Siedlungen an Vulkanen, aber nur wenige, die in historischer Zeit von derart folgenschweren Katastrophen getroffen wurden wie Pompeji am Vesuv oder Armero beim Nevado del Ruiz. Eines der jüngsten Beispiele ist Saint Pierre am Fuss der Montagne Pelée in Martinique. Diese Seite zeigt den aktuellen Zustand, während eine andere die Tragödie von 1902 dokumentiert.
Das Observatorium auf Morne des Cadets wurde nach der letzten Eruption von 1929-1932 errichtet; man sah hier also nie rezente Tätigkeit. Venus scheint in der rosafarbenen Wolke.
Der Blick vom Observatorium auf La Montagne Pelée und die Stadt Saint Pierre an der Küste ist bei klarem Wetter höchst eindrücklich.
La Pelées Ostflanke vom Plateau des Palmistes. Vom Parkplatz in der Bildmitte führt ein Weg auf den Gipfel des L'Aileron (links, 1107m.ü.M).
Nach L'Aileron führt der Weg auf das Plateau des Pamistes, unterhalb der Staukuppe Pointe Savane (1174m.ü.M, rechts). Unten links: Rivière des Pères und Saint Pierre an der Küste (Mitte).
L'Aileron (1107m.ü.M) bietet den besten Blick auf den Gipfel der Staukuppe. Genau unterhalb des Gipfels erreicht der Pfad das Plateau des Palmistes. Staukuppe Pointe Savane links.
Das Plateau des Palmistes wird durch den Rand der Caldera de L'Etang Sec durchschnitten. Roby (winzige Figur in der Vergrösserung) auf dem Gipfel der 1902er Staukuppe.
Etwa 15m Jahresniederschlag werden auf dem Plateau des Palmistes registriert. Die Lava wird schnell von Pflanzen kolonisiert. Lycopoden haben Äste, die auf das Einfangen von Wassertröpfchen spezialisiert sind.
Saint Pierre und La Pelée sind in vielerlei Hinsicht ein Gegenbeispiel zu Neapel und Vesuv. Nach der Eruption von 1902 war St. Pierre eine Geisterstadt und wurde erst vor wenigen Jahrzehnten wieder aufgebaut - für wie lange?
Der Bereich rund um das Theater ist heute ein Museum, das die zerstörerische Gewalt der Glutlawinen dokumentiert. Der Vulkan steht immer noch drohend über dem Eingang.
Eine Glutlawine zerstört alles, was sich ihr in den Weg stellt. Das wird auch hier offenkundig: Nur der rechteckige Orchestergraben blieb intakt (rechts).
Nahaufnahme des Orchestergrabens: Beachte, dass der Boden gegen vorn geneigt ist, so dass die Musiker den Dirigenten besser sehen konnten.
Das Theater war über einem Gefängnis gebaut worden und schützte dieses vor den Auswirkungen der Glutlawinen. Blick auf das Dach der Zelle des Gefangenen Cyparis, eines der wenigen Überlebenden.