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Angetrieben durch sein wiederhergestelltes Vertrauen in die Menschheit und inspiriert durch Supermans selbstloses Handeln, holt Bruce Wayne (Ben Affleck) die Hilfe seiner neu entdeckten Verbündeten Diana Prince (Gal Gadot) ein um einem noch stärkeren Gegner gegenüberzutreten: Steppenwolf (Ciarán Hinds).
Gemeinsam machen sich Batman und Wonder Woman an die Arbeit ein Team von Metamenschen zu finden und zu rekrutieren und sich der neu erwachten Gefahr zu stellen. Aber trotz der Formierung dieses bisher nie dagewesenen Bündnisses von Helden – Batman, Wonder Woman, Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) – könnte es bereits zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff katastrophalen Ausmasses zu bewahren.
Es war ein bisschen eine Zangengeburt, diese langerwartete, erstmalige Union von DC Superhelden… Eigentlich war schon 2007 ein «Justice League»-Film geplant, doch der konnte dann letzten Endes doch nicht realisiert werden, so dass Marvel mit seinen Avengers freie Bahn hatten, einen Kinohit nach dem anderen zu landen. Höchste Zeit also, dass DC mit seinen Superhelden Gas gab. Leider gab es viel Kritik für die meisten ihrer Filme, insbesondere für «Batman v Superman: Dawn of Justice», der vielen einfach zu düster und zu humorlos war.
Der Regisseur des eben genannten Filmes, Zack Snyder, wurde auch für «Justice League» verpflichtet, konnte die Dreharbeiten aufgrund des tragischen Selbstmordes seiner Tochter aber nicht zu Ende führen. «Avengers»-Regisseur Joss Whedon sprang ein, schrieb fast einen Drittel des Drehbuchs um, feuerte den Komponisten Junkie XL und verpflichtete stattdessen Danny Elfman und liess 2 Monate lang Nachdrehs machen, wofür zusätzliche 25 Millionen Dollar Budget nötig waren. Plus jede Menge ungeplante CGI-Effekte, um den Schnurrbart eines Darstellers digital zu entfernen (wir nennen jetzt keine Namen), der zu jenem Zeitpunkt bereits für ein neues Projekt verpflichtet war (bei dem er dann auch den Schnurrbart nicht abrasieren durfte).
Nach all dem Ungemach ist der 300 (!) Millionen Dollar teure Film jetzt endlich fertig und soll, wenn es nach seinen Machern geht, der beste Superhelden-Film aller Zeiten sein. Wurde dieses Ziel erreicht? Nun, nicht direkt. Der Streifen bietet genau das, was Fans erwarten: Brachiale Superhelden-Action, wobei gleich drei neue Helden vorgestellt werden. Aquaman, Cyborg und The Flash hatten zwar alle in vergangenen DC-Filmen kurze Cameos, jetzt aber erfahren wir, wie sie zu Mitgliedern der Justice League werden.
Und als ob es nicht genug wäre, all diesen Superhelden in einem Film genügend Raum zu geben, trachtet auch noch ein gewaltiger Bösewicht (Ciarán Hinds) nach der gesamten Erde. Hier verschiesst der Film leider ein wenig sein Pulver, denn Steppenwolf bleibt etwas blass – und das liegt nicht nur an seiner Gesichtsfarbe. Da die letzten Filme sehr trocken waren, peppen die Macher hier den Film mit einer guten Prise Humor auf, wobei vor allem Barry Allen alias The Flash mit seinem Nerd-Humor für Sympathiepunkte sorgt.
Fazit: Ob es tatsächlich 300 Millionen Dollar gebraucht hätte, damit der Film so herauskam wie er eben herauskam, muss wohl jeder selber beurteilen. Jedenfalls enttäuscht der Streifen nicht, trägt nach wie vor die DC-Handschrift, bietet ein Wiedersehen mit all unseren beliebtesten Superhelden (ja, mit allen), lässt uns ab und zu sogar schmunzeln und macht Lust auf mehr (auf jeden Fall bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben)!
Writers:
Criss Terrio, Joss Whedon
Cast:
Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Gal Gadot, Jason Momoa, Ezra Miller, Raymond Fisher, Willem Da