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Baustelle AKW
» Die Risse im Kernmantel wachsen ungebremst.
» Die Kühlwasseransaugstutzen können bei Hochwasser weiterhin verstopfen.
» Eine unabhängige Kühlwasserversorgung fehlt.
» Diverse Systeme (2011: 17) sind nicht erdbebensicher gebaut.
» Das Management schenkt der Anlage zuwenig Beachtung.
Viele Dokumente bleiben geheim
» Wie stark die Staumauer bei Erdbeben ausschwingt, bleibt geheim.
» Wie viele Liter Diesel die Notstrom-Generatoren pro Stunde benötigen, und wieviele Liter der Tank fasst, ist geheim.
» Inspektionsprotokolle der Staumauer sind nur geschwärzt erhältlich.
Systematische Verharmlosung durchs ENSI
» Zwei Tage nach Beginn der Katastrophe in Fukushima lässt das ENSI verlauten, bei uns sei eine solche Katastrophe nicht möglich, obwohl kaum gesicherte Tatsachen zum Ablauf vorlagen.
» ENSI suggeriert, ein gezielter Flugzeugabsturz auf ein AKW sei schwierig, obwohl Swiss-Piloten einen Anflug als Routine bezeichnen.
» Die Erdbebengefahr wurde offiziell unterschätzt, auf definitive neue Werte wartet man seit über zehn Jahre.
» Fristen für Nachbesserungen betragen oft mehrere Jahre.
» Kritische Fragen werden nicht beantwortet. Stattdessen liefert das ENSI eine Flut von irrelevanten - immerhin teilweise korrekten - Fakten und suggeriert, es bestehe kein Problem
» Der nur in der Schweiz verwendete Begriff "Stand der Nachrüsttechnik" ... dient lediglich dazu, die existierenden Sicherheitsdefizite ... zu verschleiern.(Dieter Mayer, Leiter der Deutschen Atomaufsicht bis 2012)
Drei Tage Regen» Die Wohlensee-Staumauer ist nur für einen 2-tägiger Dauerregen ausgelegt.
» Die Erdbebengefahr wurde etwa um den Faktor 2 zu klein geschätzt. Diverse Systeme sind nicht erdbebensicher und würden nicht mehr funktionieren.
» Die Staumauer entspricht nicht den gültigen Erdbebenvorgaben; sie bleibt gemäss Berechnungen zwar knapp stehen, die vom Gesetz verlangte Sicherheitsmarge wird nicht eingehalten.
» Die Gefahr von Hangrutschen in den Wohlensee und der resultierenden Flutwelle über die Staumauer interessiert das ENSI nicht.
Verbotene Ereignisse
» 3 Tage Starkregen
» ein grosses Erdeben
» Starkregen mit kleinem Erdbeben (→Hangrutsch)
» Terroranschlag
» Bruch der Staumauern vom Greyerzersee und Schiffenensee (FR)
» Bedienungsfehler der Mannschaft
» Bruch gewisser Leitungen im Reaktor
» Ermüdungsbruch des Reaktorbehälters
Diese Ereignisse führen alle zu einer Katastrophe wie in Fukushima.
Sie, und vor allem Hauseigentümer und Bauern, sollten also vorbereitet sein.
Bei Fragen wenden Sie sich nicht ans Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS). Man ist sich dort einig, dass man für eine Katastrophe nicht vorbereitet ist.
Konstruktionsfehler Betonfundament» Die Notfallsysteme wie Wasserpumpen stehen alle im selben Raum. Statt in mehreren durch dicke Betonwände getrennte Räume wurden in Mühleberg die Pumpen einfach unterhalb des Reaktors und unterhalb des Brennelementbecken aufgestellt. Dieser enorme Schwachpunkt lässt sich nicht beheben; bereits beim Giessen des Fundaments wurde diese Möglichkeit verbaut.
Konstruktionsfehler zweite Wassereinspeisung» Ein AKW benötigt zwei unabhängige Kühlmittelversorgungen. Ausser Mühleberg. Fällt die Versorgung mit Wasser aus der Aare aus, kann der Unfall mit der Wasser aus der Trinkwasserversorgung nur um ein paar Stunden herausgezögert werden.
Ineffiziente Stromproduktion, kein Schadenersatz
» Das AKW produziert den Strom für 7 Rappen pro kWh. Der Marktpreis liegt bei 4 Rappen pro kWh. Dies ergibt ein Defizit von 3 Rappen.
» Der Strompreis wird sinken, da EU Strom deutlich billiger ist.
» Die herumgebotenen Schadenersatzforderungen in dreistelligem Millionenbereich sind Phantasien der BKW, als sie mit einem Betrieb bis 2026 rechneten. Es wird im Gegenteil mit gar keinen Klagen gerechnet.
» Statt 170 Mio will die BKW nur 15 Mio in dringend nötige Nachrüstungen investieren. Das entspricht der jahrzehnte langen "Money first"-Strategie der BKW.
AKW liefert wenig Strom
Das AKW liefert mit 3 TWh nur gerade 5 Prozent vom Schweizer Stromverbrauch von 68 TWh.
Das AKW musste 20013 fünf Mal ungeplant vom Netz und ist damit kein für die Stromversorgung zuverlässiges Kraftwerk.
Es hat genug Strom: Der Wegfall der 300 MW Leistung hat niemand bemerkt. Die Stromnetze verfügen über genügend Reserve.
Terrorgefahr wird ignoriert
» AKW sowie Staumauer sind gegen Flugzeugabstürze nicht gesichert.
» Die Staumauer ist auch gegenüber konventionellen Bombenattentaten nicht geschützt.
» Die Aare darf überall frei befahren werden.
» Der Luftraum über dem AKW und der Staumauer dürfen frei beflogen werden, und wird von schweizerischen und ausländischen Militärflugzeuge (!) überflogen.
» Das AKW Gelände ist klein, nur umzäunt und daher leicht zugänglich.
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