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Die Pioda-Kapelle oberhalb Maggia ist vom Dorf aus zu Fuss in einer halben Stunde erreichbar. Vor der Kapelle ein kleiner Portikus, im Innern einige Fresken, wovon eine auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurückgehen dürfte. Der Portikus ist dem Bau aus dem späten Mittelalter im Jahre 1715 vorgelagert worden, 1735 wurden etliche Restaurierungsarb
eiten durchgeführt. Die ursprüngliche Kapelle dient nun als Apsis des rechteckigen Gebäudes. In der Mitte der Chorwand ein Fresko der Thronenden Madonna zwischen den Heiligen Petrus und Johannes der Täufer, das gemäss Anderes der Werkstatt der Seregnesi zugeschrieben werden kann. Ein Inschrift seitlich des heiligen gibt die Jahrzahl 1479 an.
Oben links sind noch Teile einer Inschrift lesbar: "fecit ... Antonius" könnte den Namen des Auftraggebers bedeuten.
Die beiden Heiligen seitlich der Nische sind später angebracht worden, wie auch die Fresken seitlich des Bogens, die die Heiligen Georg, Martin, Gregor und Agatha darstellen, das Ergebnis von Veränderungen im 17/18. Jahrhundert sind. Seltsam das Fresko einer Darstellung Christi mit drei Köpfen, die als blasphemischer Ausdruck betrachtet wird und um 1715, in der Zeit nach dem Konzil, entstanden ist.
Im Gewölbe der Nische die Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes, umgeben von Heiligen (18. Jahrhundert). Das erwähnte Fresko des 15. Jahrhunderts wurde kürzlich restauriert.