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Die Kartause la Part-Dieu wurde 1307 gegründet und 1848 aufgehoben. Heute befindet sie sich in Privatbesitz und wird als Veranstaltungsort für Meditationsseminare, Konzerte und Ausstellungen genutzt.
La Part-Dieu liegt an der Flanke des Moléson und ist völlig intakt geblieben. Sie wird nur für einige Führungen, Konzerte, Ausstellungen oder Seminare geöffnet. Die einen Kilometer lange Klostermauer, der Mittelteil und die Kirche wurden grösstenteils bewahrt. Das Studio auf dem Gelände kann gemietet werden, um die friedliche Atmosphäre des Ortes zu geniessen.
Vor ihrem Tod wollte Guillemette, Gräfin von Greyerz, einen Teil ihres Besitzes Gott widmen, den «Anteil Gottes» (part de Dieu). Sie kaufte Land am Ufer des Flusses Trême und schenkte es den Kartäusern, die dort leben sollten. Über die ersten Jahrhunderte der Existenz des Klosters ist nicht viel bekannt. Die Kartäuser hievten Bausteine aus dem Fluss und transportierten sie mit Wagen, die von Rindern gezogen wurden, bis zum Kloster.
1600 und 1800 wurden die Gebäude durch Brände beschädigt. 1848 beschloss die Freiburger Regierung die Schliessung von La Part-Dieu und die Säkularisierung aller Güter. Bevor der Staat den Besitz verkaufen konnte, verschlechterte sich sein Zustand, es heisst sogar, dass dort zügellose Feste gefeiert wurden. Heute ist La Part-Dieu Privateigentum, eine Stiftung kümmert sich um den Erhalt der Gebäude.
Seit der Gründung des Klosters kamen arme Leute hierher, um um ein Stück Brot oder einen Teller Suppe zu bitten. An einem «Armenschalter» konnten die Menschen Nahrungsreste für sie hinterlegen. Auch die Milch nach dem morgendlichen Melken war für die Bedürftigen bestimmt. Ab Bulle kann man dem «Pfad der Armen» folgen, auf dem die armen Leute einst zur Kartause kamen.
Der Sage nach besitzt die Quelle von Bonnefontaine über dem Kloster magische Eigenschaften. Sie ist das Ziel vieler Pilger, die dort Gaben zurücklassen, um sich für in Erfüllung gegangene Wünsche zu bedanken. Diese Gaben gehören den Kartäusern, mitunter bedienen sich jedoch Passanten daran.
Führung sonntags von 10 bis 12 Uhr