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Wissenschaftler des Universitätskrankenhauses Brno in Tschechien untersuchten die Wirkung einer Nasenspülung mit isotonischer Salzlösung zur Behandlung und Vorbeugung eines akuten Schnupfens (Rhinitis) bei Kindern.
An der Studie nahmen 401 Kinder im Alter von 6-10 Jahren mit einem akuten Schnupfen (Rhinitis) während einer unkomplizierten Erkältung oder Grippe teil. Sie wurden in zwei Behandlungsgruppen eingeteilt.
Eine Gruppe erhielt die Standardbehandlung. Die zweite Gruppe bekam zur Standardbehandlung zusätzlich Nasenspülungen mit einer isotonischen Salzlösung.
Dabei interessierte die Wissenschaftler vor allem die Besserung der Nasenbeschwerden. Als weitere Studienendpunkte fungierten: das Wiederauftreten einer Erkältung oder Grippe, der Medikamentenbedarf, Komplikationen sowie Schulabsenzen und Krankheitstage während den letzten Studienwochen (Präventionsphase). Der Beobachtungszeitraum betrug 12 Wochen.
Nach dem Ende der Akutphase (2. Kontrolle) wurden bei der Gruppe mit Nasenspülung, im Vergleich zur Gruppe ohne, deutliche Verbesserungen in der Symptomatik festgestellt. Die Kinder aus der Nasenspülgruppe hatten geringfügigere Probleme mit laufender oder verstopfter Nase, beobachteten die Forscher.
Bei der 3. Kontrolle – 8 Wochen nach dem Start der Studie – zeigten sich bei den Kindern mit Nasenspülung bei folgenden Beschwerden wesentlich bessere Ergebnisse: Halsschmerzen, Husten, Schleimhautabschwellung und Sekretion. Im Vergleich mit der Gruppe ohne Salzlösungen war bei ihnen der Bedarf an Medikamenten (Fiebermittel, abschwellende Nasentropfen, schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente) geringer und Komplikationen traten deutlich seltener auf. Die Resultate in der Woche 12 waren vergleichbar mit denen in der Woche 8.
Auch anschließend wirkte sich die Salzspülung weiterhin günstig aus und beugte weiteren Infektionen vor: Halsschmerzen, Husten und Schnupfen waren dann weniger ernst als bei Kindern, die nur eine Standardtherapie erhalten hatten. Die Kinder der Nasenspülungs-Gruppe brauchten darüber hinaus längst nicht so viele Medikamente wie fiebersenkende Mittel (9 Prozent statt 33 Prozent), abschwellende Nasensprays (5 Prozent statt 47 Prozent), Schleimlöser (10 Prozent statt 37 Prozent) oder Antibiotika (6 Prozent statt 21 Prozent). Sie verpassten weniger Schultage und entwickelten seltener Komplikationen.
Die Nasenspülungen wurden im Allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen wie beispielsweise Nasenbluten traten nur in seltenen Fällen auf. Bisher sei nicht geklärt, ob die positive Wirkung hauptsächlich durch die mechanische Reinigung des Nasenschleims zustande kommt oder ob auch Salze und Spurenelemente im Meerwasser eine wichtige Rolle spielen, schreiben die Forscher.
Die Autoren der Studie kommen zu folgendem Schluss: Nasenspülungen mit isotonischer Salzlösung lindern bei Kindern die Beschwerden eines akuten Schnupfens und können als Vorbeugemassnahme angewendet werden.
Salzlösung für Nasenspülungen selber herstellen
Die Prozedur mit den Nasenspülungen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wer schon Erfahrung hat, verwendet dazu eine sogenannte Nasenspülkanne, gefüllt mit einer lauwarmen Salzlösung. Dazu löst man einen guten Teelöffel normales Haushaltssalz in einem halben Liter Wasser auf. Den Kopf hält man dann schräg über das Waschbecken und giesst die Flüssigkeit so in das eine Nasenloch, dass sie zum anderen wieder herausläuft. Den ganzen Vorgang am anderen Nasenloch wiederholen.
Quelle:
http://archotol.ama-assn.org/cgi/content/abstract/134/1/67?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=Ivo+Slapak&searchid=1&FIRSTINDEX=0&resourcetype=HWCIT
http://www.sprechzimmer.ch
Kommentar:
Wieder mal ein Beispiel dafür, dass oft simple und billige Massnahmen ausgesprochen effektiv sein können. Kochsalzlösungen kann man auch mit einer Spritze (natürlich ohne Nadel) in die Nase applizieren. Die Kochsalzlösung muss nicht steril sein, weil Nase und Stirnhöhlen sowieso nie steril sind. Einzig nach Nasenoperationen müssen allfällige Spülungen mit sterilen Produkten durchgeführt werden.
Leider wird für das simple Naturheilmittel “Kochsalz-Spülung” nicht viel Propaganda gemacht, weil daran kaum etwas zu verdienen ist. Darum hier mal ein kleiner Werbespot für ein Mittel ausserhalb der Heilpflanzen-Welt.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
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