Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/1934

Unter der sechsjährigen Ägide der früheren eBay-Chefin spaltete sich der Traditionskonzern Hewlett Packard auf und entliess Zehntausende Mitarbeiter. Neben HPE gibt es heute den ebenfalls börsennotierten Computer- und Druckeranbieter HP. Nachfolger von Whitman wird zum 1. Februar der HPE-Präsident und Computeringenieur Antonio Neri.
An der Börse kam der Abgang der 61-Jährigen, die sich auch stark in der Republikanischen Partei engagiert, gar nicht gut an: Die HPE-Aktie brach nachbörslich mehr als sechs Prozent ein. Allerdings hat das Papier seit der Aufspaltung fast 47 Prozent an Wert gewonnen. Im Vergleich dazu kam der S&P-Index im gleichen Zeitraum auf ein Plus von knapp 28 Prozent.
STARKER UMBAU
HPE hat sich in einer massiv verändernden Unternehmenslandschaft angesichts einer immer stärkeren Digitalisierung und dem Trend, immer mehr Prozesse in die Cloud zu verlagern, neu positioniert. Erst im September 2016 hatte der Konzern in einem 8,8 Milliarden Dollar schweren Deal sein Software-Geschäft an den britischen Wettbewerber MicroFocus verkauft.
Vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen an, seinen sechs Jahrzehnte alten Hauptsitz in Palo Alto zu veräussern. HPE konzentriert sich nunmehr auf Netzwerke, Datenspeicherung und IT-Dienstleistungen. Im abgelaufenen Quartal stieg der Gewinn von HPE auch wegen Einsparungen um 73 Prozent auf 524 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um knapp fünf Prozent auf 7,66 Milliarden Dollar zu.
Whitman erklärte, sich eine Auszeit nehmen zu wollen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sie sich erneut um ein politisches Amt bemühen könnte. 2010 hatte sie sich ohne Erfolg für den Posten als Gouverneurin von Kalifornien beworben. Sie verlor gegen Jerry Brown. Zudem unterstützte sie die Präsidentschaftskandidaturen von Mitt Romney und Chris Christie. Im vergangenen Jahr stellte sie sich dann hinter die Demokratin Hillary Clinton.
(AWP)