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Das Wappenwesen geht auf das Mittelalter zurück. Wappen dienten der Unterscheidung von Rittern und Heerhaufen in der Schlacht. Mit der Zeit verloren die Wappen ihre militärische Bedeutung; sie wurden zu Bild-Symbolen von bedeutenden Familien und zunehmend auch von Körperschaften wie Städten, Gerichten oder Zünften.
Heute führen in Graubünden der Kanton und die politischen Gemeinden ein Wappen zum Zeichen ihrer Identität und Bedeutung. Ihre Wappen sind erstmals 1953 verbindlich definiert worden; der aktuelle Stand findet sich im digitalen Wappenregister des Kantons.
Die Blasonierung des Wappens von Ilanz lautet: In Rot schrägrechts durch goldene Krone herabfliessend silberbordierter blauer Strom (Rhein). Das Motiv des durch eine Krone fliessenden Rheins geht auf ältere Siegelbilder der Stadt Ilanz sowie der Gemeinde in der Gruob zurück.
Die Krone im Ilanzer Wappen muss wohl als Mauerkrone (Sinnbild der Stadtmauer) gedeutet werden und betont den Status von Ilanz als stolzer Stadt am Rhein. Ilanz besass bereits vor über 700 Jahren das Stadtrecht und war von einer Mauer umschlossen. Das Stadtwappen mit dem roten Schild, der goldenen Krone und dem blauen Rhein ist nicht nur in älteren Wappensammlungen überliefert, sondern auch auf dem Obertor der Stadt Ilanz bezeugt.
Seit der Gemeindefusion vom 1.1.2014 gehören die ehemaligen Gemeinden in der Gruob als Fraktionen zur heutigen Gemeinde Ilanz. Die neue Gemeinde hat das Stadtwappen von Ilanz unverändert für sich übernommen. Die Wappen der Fraktionen dürfen jedoch bei Dorfanlässen weiterhin verwendet werden. Sie sind jeweils bei den Portraits der Fraktionen auf dieser Seite abgebildet.