Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/303

Unter den täglichen Richtigstellungen wegen Fehlern in Artikeln hat die «New York Times» ein besonderes Korrigendum erwähnt: Ein Schreibfehler in einem Text aus dem Jahr 1853.
Am Wochenende hat Steve McQueen für seinen Film ‹12 Years A Slave› den Oscar gewonnen. Die wahre Schicksalsgeschichte um den amerikanischen Staatsbürger Solomon Northup, der in die Sklaverei gezwungen wurde und durch ein autobiografisches Buch über sein zwölfjähriges Martyrium berühmt wurde, wurde 1853 in der New York Times veröffentlicht. Dank der filmischen Adaption erlebt der Text jetzt ein Revival.
Nun hat eine spitzfindige Leserin, die Buchautorin Rebecca Skloot, im Artikel einen Fehler entdeckt. Das Blatt schreibt den Nachnamen Solomons im Lauftext doppelt falsch: Einmal Northrop und einmal Northrup. Richtig wäre Northup.
Das ist weder schockierend noch lustig noch überhaupt irgendwie von Belang – schliesslich passieren Journalisten ständig Tippfehler. Dennoch hat sich das Weltblatt den Fehler zu Herzen genommen und eine Richtigstellung verfasst. Nach 161 Jahren.
Im selben Atemzug lobt die «New York Times» den Artikel. Gemäss «The Times» gebe es bis dato keine «komplettere und authentischere Aufzeichnung als diese».
(dwi)