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Karrikaturen zu eintönigen und einseitigen Büro- oder Bildungsarbeit zeigen, dass Sport und Spiel in den frühen dreissiger Jahren als Ausgleich gross geschrieben wird.
Die Jugendabteilung des KVS unternimmt ab den 30er-Jahren verstärkte Anstrengungen in diesem Bereich. An der Jugendtagung 1930 in Solothurn wurden auch erstmals Wettbewerbe unter Scheinfirmen ausgetragen und eine deutsche Abteilung des G.D.A [Gewerkschaftsbund der deutschen Angestellten] unter der Leitung des «Reichsjugendführers» (1920–1933 Fritz Mewes war zu Gast. Für heutige Wahrnehmung sind die Diktion vom Dienst am Volk oder Aktivitäten wie Fahnenweihe (siehe unten) grenzwertig.
«Mit voller Absicht wurde die Feier zur Hauptsache ins Feie hinaus verlegt, wo nicht nur unsere Sportwettkämpfe und Tummelspiele sich abwickelten, sondern auch die Bannerweihe und wo ebenfalls die Theaterspieler, Preissänger und Wettstrickerinnen auftraten; auch dass wir die Singfreude aller Teilnehmer durch gemeinsam gesungene Lieder hoben, hat in den Gruppen draussen Schule gemacht. (…) Zum Sinnspruch des Tages wurde gewählt: Für Volk und Berufsstand die Kräfte üben, Verantwortung tragen; in Freiheit dienen… Durch Arbeit an sich selbst – Dienst am Volke.»
Schweizerische Jugendtagung in Solothurn am 9. und 10. August, Verbandsarbeit im 58. Jahr 1930, S. 63 – 65, hier S. 64.