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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Regierung unterstreicht volkswirtschaftliche Bedeutung von Spielcasinos

Die Bündner Regierung kann den Entwurf für eine Spielbanken-Verordnung des Bundes nicht unterstützen. Sie lehnt die zahlreichen Verschärfungen der Spiel- und Betriebsvorschriften klar ab, weil diese den Fortbestand der Spielbanken stark gefährden würden.

Die Bündner Regierung vertritt die Auffassung, dass Spielbanken einen massgeblichen Beitrag dazu leisten, den Tourismus zu fördern. Sie hält in diesem Zusammenhang fest, dass die Spielbanken für den Kanton Graubünden auch eine wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt und zur Entlastung des Finanzhaushalts beigetragen haben. Die Regierung ist deshalb an einer sorgfältigen Ausführungs-Gesetzgebung zum Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken (SBG) sehr interessiert. Sie erwartet aber auch, dass die vor und während den parlamentarischen Beratungen des Spielbanken-Gesetzes wiederholt abgegebenen Beteuerungen und Erklärungen auch eingehalten werden, wonach die Spielbanken-Abgaben massgeblich dazu verwendet würden, die vielfältigen touristischen Anstrengungen zu unterstützen. Der vorliegende Verordnungsentwurf mit den zahlreichen Belastungen, Auflagen, Verboten und Einschränkungen lasse indessen wenig Hoffnung aufkommen, dass ein prosperierendes und volkswirtschaftlich nutzbringendes Spielbanken-Gewerbe ermöglicht werden soll. Vielmehr befürchtet die Regierung, dass wegen der hohen Abgaben und einschneidenden Betriebsvorschriften das Betreiben insbesondere von Spielbanken mit einer B-Konzession unattraktiv wird. Damit wäre einerseits der Fortbestand der bestehenden drei Kursäle in Graubünden (Arosa, Davos und St. Moritz) ernsthaft gefährdet und andererseits die Eröffnung weiterer Betriebe wohl ausgeschlossen. Eine solche Entwicklung wäre nicht nur wegen des Verlusts von Arbeitsplätzen sehr zu bedauern, sondern auch mit Blick auf die anderen positiven Auswirkungen der Kursäle im touristischen Bereich. Der Kanton verlöre eine wichtige Einnahmequelle und die Standort-Gemeinden der heutigen Casinos würden an Attraktivität einbüssen. Die Bündner Regierung ersucht den Bundesrat daher mit Nachdruck, den Entwurf zur Spielbanken-Verordnung nochmals eingehend zu überarbeiten und zu vereinfachen. Dabei sei den Spielbanken-Betreibenden eine grössere Eigenverantwortung zuzugestehen und die fiskalischen Auswirkungen der Vorlage müssten besonders beachtet werden.

Spielbanken mit A-Konzession sind sog. Grand-Casinos mit Tischspielen und Spielen am Glücksspiel-Automaten. Sie dürfen verschiedene Jackpots auch untereinander vernetzen.

Spielbanken mit B-Konzession sind sog. Kursäle mit höchstens drei Tischspielen und Spielen am Glücksspiel-Automaten, wobei das Verlust- und Gewinnpotenzial begrenzt ist. Sie dürfen nur ein limitiertes Jackpot-System betreiben.

Einheitliche Aufnahmeprüfungen an Bündner Mittelschulen

Das neue Bündner Mittelschul-Gesetz verlangt nach Massnahmen, um die Ausbildungsqualität zu sichern. In diesem Sinn wird eine neue Verordnung über die Aufnahmeprüfungen an die Bündner Mittelschulen erlassen und die bisherige Verordnung über die Aufnahmeprüfungen und Promotionen an den Gymnasialabteilungen und an der Handels-Mittelschule der Bündner Kantonsschule entsprechend bereinigt. Materiell regelt der neue Erlass den Eintritt in das Gymnasium (einschliesslich Untergymnasium), die Handels-Mittelschule und die Diplom-Mittelschule an Bündner Mittelschulen. Folgende Neuerungen stechen hervor:

- Die Aufnahmeprüfungen sind einheitlich gestaltet, werden zeitgleich dezentral durchgeführt und einheitlich bewertet.

- Die bestandene Aufnahmeprüfung berechtigt zum Eintritt in jede Bündner Mittelschule.

- Die Prüfungsfächer berücksichtigen die Anliegen aus Italienischbünden und der Rumantschia.

- Die Übertrittsnote der Lehrkraft der abgebenden Schulstufe wird berücksichtigt.

Kulturbeiträge

Aus Mitteln der interkantonalen Landeslotterie werden Beiträge für kulturelle Zwecke im Gesamtbetrag von rund 354'000 Franken an 66 Adressaten ausgerichtet.

Vernehmlassungen an den Bund

Die Regierung begrüsst grundsätzlich die Bestrebungen des Bundes, die Medizinalausbildung zu reformieren. Der Vorentwurf für ein Bundesgesetz über die universitäre Ausbildung in den medizinischen Berufen deckt die bisher vom Freizügigkeitsgesetz geregelte Phase der akademischen Grundausbildung der Ärzte, Zahnärztinnen, Veterinäre, Apothekerinnen und neu auch der Chiropraktoren ab. Die zentralen Anliegen des Gesetzesentwurfs gehen dahin, eine qualitativ hochstehende medizinische Versorgung durch optimale Ausbildung zu erhalten und zu fördern sowie die interkantonale und internationale Freizügigkeit für Medizinalpersonen zu gewährleisten. Den Studierenden soll zudem mehr Flexibilität beim Gestalten des Studiums gegeben werden, wobei auch die Mobilität gefördert wird. Positiv bewertet die Regierung insbesondere, dass die Studiengestaltung durch vermehrtes Ausrichten auf Lernziele flexibilisiert, das Studium in ein Kern- und ein Mantelstudium aufgeteilt und dass eine Akkreditierung der Ausbildungsstätten eingeführt werden soll. Bedauert wird aber, dass das Weiterbildungs-Obligatorium für gewisse Berufe nicht gelten soll. Ungelöst ist zudem das Problem, dass für einen schweizerischen Facharzt-Titel eine Weiterbildungszeit von mindestens fünf Jahren erforderlich ist, während entsprechende europäische Diplome in wesentlich kürzerer Zeit erworben werden können. Diese Benachteiligung der einheimischen Ärzteschaft ist im Hinblick auf einen freien Personenverkehr unhaltbar und muss beseitigt werden. Im Entwurf fehlen zudem Übergangsbestimmungen, die die Besitzstandswahrung z.B. für praktizierende Ärzte und Ärztinnen ohne Facharzt-Titel regeln. Die Regierung erachtet es als unerlässlich, diese Fragen im Gesetz zu klären.

In Übereinstimmung mit den Ostschweizer Kantonen nimmt die Bündner Regierung Stellung zum Inventar und zur Verordnung der Amphibien-Laichplätze von nationaler Bedeutung. Dabei stelle sich die Frage, wie zweckmässig es ist, ein neues Bundesinventar über einen Teil der Fortpflanzungs-Gewässer für eine ausgewählte Artengruppe zu erlassen. Im Churer Rheintal oder in der Mesolcina wäre eine räumlich ausgerichtete Betachtungsweise vorzuziehen, da nicht die zufällige Anzahl von Inventarobjekten für das Erhalten der Arten bedeutsam ist, sondern die Vernetzung der einzelnen Lebensräume. Deshalb wäre zu prüfen, ob nicht "Schwerpunkt-Gebiete für den Amphibienschutz" bezeichnet werden könnten.

Aus Regionen und Gemeinden

Das Projekt für den Neubau eines Schulpavillons auf dem Areal der Herold-Schule in Chur wird definitiv genehmigt. An die anrechenbaren Kosten von 975'000 Franken wird ein kantonaler Baubeitrag von zehn Prozent zugesichert.

Gutgeheissen werden die Teilrevisionen der Kreisverfassungen Rhäzüns und Thusis, die neue Verfassung von Disentis/Mustér, die geänderten Verfassungen von Castasegna und Trun, die Teilrevision der Statuten des Abfallbewirschaftungs-Verbands Mittelbünden sowie die Teilrevision der Ortsplanung von Alvaschein.

Personelles

Patricia Schmed-Sialm, geb. 1969, von Untervaz und Disentis/Mustér, wohnhaft in Chur, wird Lehrerin für Romanisch (Sursilvan) und ein weiteres Fach am Seminar mit einem Pensum von 60 Prozent.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 16.09.1999

La regenza accentuescha la muntada economica dals casinos

La regenza grischuna na po betg sustegnair il sboz per in'ordinaziun federala davart ils casinos. Ella refusescha cleramain las numerusas restricziuns da las prescripziuns da gieu e da gestiun perquai che quellas periclitassan fitg l'existenza da las bancas da gieu.

La regenza grischuna è da l'avis che las bancas da gieu gidian considerablamain a promover il turissem. Ella constatescha en quest connex che las bancas da gieu hajan er ina muntada economica fitg impurtanta per il chantun Grischun e hajan er gidà a distgargiar las finanzas dal chantun. Perquai è la regenza interessada fitg d'ina legislaziun executiva conscienziusa tar la lescha federala davart ils gieus da fortuna e las bancas da gieus (LBG). Ella spetga dentant er che las decleranzas ed ils votums ch'èn vegnids fatgs repetidamain en il rom da la discussiun en il parlament davart la lescha da bancas da gieu vegnian observads, tenor ils quals las consegnaziuns da las bancas da gieu vegnian impundidas essenzialmain per sustegnair las diversas stentas turisticas. Il sboz preschent d'ordinaziun cun las numerusas grevezzas, pretaisas, restricziuns e cun ils numerus scumonds dettia dentant be ina pitschna speranza ch'i vegnia pussibilità in manaschi da bancas da gieu prosperant e cun in niz economic. Plitost tema la regenza ch'i na saja spezialmain betg attractiv da manar bancas da gieu cun ina concessiun B pervia da las prescripziuns da gestiun restrictivas. Cheutras fiss periclitada d'ina vart l'existenza da las trais salas da cura existentas en il Grischun (Arosa, Tavau e San Murezzan) e da l'autra vart pli probabel exclusa l'avertura d'ulteriurs manaschis. In tal svilup na fiss betg mo da deplorar pervia da la sperdita da plazzas da lavur, mabain er en vista a las ulteriuras consequenzas positivas da las salas da cura per il sectur turistic. Il chantun perdess ina funtauna d'entradas impurtanta e las vischnancas cun ils casinos existents perdessan ina part da lur attractivitad. La regenza grischuna supplitgescha perquai il cussegl federal cun insistenza da repassar e simplifitgar anc ina giada il sboz per in'ordinaziun davart las bancas da gieu. En quest connex saja da dar als possessurs da las bancas da gieu ina responsabladad pli gronda e las consequenzas fiscalas dal project stoppian vegnir obeservadas spezialmain.

Bancas da gieu cun ina concessiun A èn uschenumnads grand-casinos cun gieus a la maisa e gieus vi d'automats da gieus da fortuna. Ellas dastgan er colliar differents jackpots in cun l'auter.

Bancas da gieu cun ina concessiun B èn uschenumnadas salas da cura cun maximalmain trais gieus a la maisa e gieus vi d'automats da gieus da fortuna. En quest connex è limità il potenzial da sperdita e da gudogn. Ellas dastgan manar be in sistem limità da jackpot.

Examens d'admissiun unifitgads a las scolas medias grischunas

La nova lescha grischuna davart las scolas medias pretenda mesiras per garantir la qualitad da la scolaziun. En quest senn vegn relaschada ina nov'ordinaziun davart ils examens d'admissiun a las scolas medias grischunas e repassada l'ordinaziun existenta davart ils examens d'admissiun e la promoziun a las partiziuns dal gimnasi ed a la scola media commerziala da la scola chantunala grischuna. Materialmain regla il nov decret l'entrada en il gimnasi (inclusiv en il gimnasi inferiur), en la scola media commerziala ed en la scola media da diplom da las scolas medias grischunas. Las sequentas novaziuns dattan en egl:

- Ils examens d'admissiun èn furmads a moda unifitgada, vegnan fatgs dezentralmain il medem temp e vegnan valitads a moda unifitgada.

- L'examen d'admissiun absolvì cun success permetta da frequentar ina scola media grischuna.

- Ils roms d'examen resguardan ils interess dal Grischun talian e da la Rumantschia.

- La nota d'admissiun da la persuna d'instrucziun da la scola partenta vegn resguardada.

Contribuziuns culturalas

Or da meds da la lottaria naziunala interchantunala vegnan conderschidas contribuziuns per intents culturals en l'import total da circa 354'000 francs a 66 adressats.

Consultaziuns a la confederaziun

La regenza beneventa da princip las stentas da la confederaziun per refurmar la scolaziun medicinala. Il sboz preliminar per ina lescha federala davart la scolaziun universitara en las professiuns medicinalas tegna quint da la scolaziun academica fundamentala dals medis, dentistas, veterinaris, apotecras e da nov e dals chiropratitgants che vegneva reglada fin uss da la lescha da libra circulaziun. Ils interess centrals dal sboz da la lescha han per mira da mantegnair e da promover in provediment medicinal d'auta qualitad tras ina scolaziun optimala sco er da garantir la libra circulaziun interchantunala ed internaziunala per las persunas medicinalas. Als students duai vegnir dà plinavant dapli flexibilitad da furmar lur studi. En quest connex duai er vegnir promovida la mobilitad. A moda positiva giuditgescha la regenza spezialmain che la furmaziun dal studi vegn flexibilisada tras lavurar pli intensiv cun finamiras, ch'il studi vegn dividì en in studi central e general e ch'ina accreditaziun dals lieus da scolaziun duai vegnir introducida. Deplorà vegn dentant che l'obligatori da scolaziun supplementara na duai betg valair per tschertas professiuns. Betg schlià n'è plinavant il problem ch'i dovra per in titel da medi svizzer spezialist in temp da scolaziun supplementara d'almain tschintg onns, entant che diploms europeics correspundents pretendan in temp ch'è in in bun pau pli curt. Quest pregiudicament da las medias e dals medis indigens na po betg vegnir acceptà en vista a la libra circulaziun da persunas e sto vegnir eliminà. En il sboz mancan plinavant disposiziuns transitorias che reglan la garanzia dal stadi actual p. ex. per medias e medis pratitgants senza titel da medi spezialist. La regenza considerescha per indispensabel da sclerir questas dumondas en la lescha.

En accordanza cun ils chantuns da la Svizra orientala prenda la regenza grischuna posiziun davart l'inventari e l'ordinaziun da las plazzas da frega da muntada naziunala per amfibis. En quest connex èsi da sa dumandar quant cunvegnent ch'igl è da relaschar in nov inventari federal per ina part da las auas da multiplicaziun per ina tscherta gruppa da spezias. En la Val dal Rain grischuna u en la Val Mesauc fiss da preferir in'optica che sa drizza sin il spazi, perquai che betg il dumber casual d'objects d'inventari n'è impurtant per mantegnair las spezias, mabain l'interdependenza dals singuls spazis da viver. Perquai fissi d'examinar, sch'ins na pudess betg definir "territoris da prioritad per la protecziun dals amfibis".

Da las regiuns e da las vischnancas

Il project per la construcziun nova d'in pavigliun da scola sin l'areal da la scola Herold a Cuira vegn approvà definitivamain. Vi dals custs imputabels da 975'000 francs vegn garantida ina contribuziun chantunala da construcziun da diesch pertschient.

Approvadas vegnan las revisiuns parzialas da las constituziuns cirquitalas da Razén e Tusaun, la nova constituziun da Mustér, las constituziuns midadas da Castasegna e Trun, la revisiun parziala da las statutas da la federaziun per economisar il rument dal Grischun central sco er la revisiun parziala da la planisaziun locala d'Alvaschagn.

Fatgs da persunal

Patricia Schmed-Sialm, naschida 1969, da Vaz sut e Mustér, domiciliada a Cuira, daventa magistra per rumantsch (sursilvan) ed in ulteriur rom al seminari cun in pensum da 60 pertschient.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 16.09.1999