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BESONDERS DER SCHMETTERLINGE,
WIE AUCH IHRE ÜBRIGEN EIGENSCHAFTEN
UND ÖKONOMIE BETREFFEND
796-179
Weimar, am 17. Mai 1798
Öffnete ich das Sphinx Ligustri und fand:
1. Das sogenannte Nervensystem wie bei der Raupe.
2. Ein schlängliches Drüsensystem.
3. Den ganzen Körper mit Eiern ausgefüllt, welche smaragdgrün erschienen, sobald sie aber nur ein wenig an der Luft gelegen hatten, gelbgrün wurden; sie hingen sämtlich paternosterförmig aneinander; die nach dem Unterleibe zu, wie Hirsenkörner groß, hielten einen starken Druck der Pinzette aus; die nach dem Rücken zu waren kleiner, unvollendeter und ließen sich zusammendrücken.
An diesen konnte man bemerken, daß sie sich in einem völlig durchsichtigen zarten Eingeweide bildeten; man konnte sie bis zu ihren ersten Anfängen verfolgen, indem sie sich in dem, wie es schien, letzten Teile des langen Gefäßes immer kleiner zeigen.
Der sämtliche Eierstock war
4. Mit silberweißen Bälglein überlegt und schien damit durchwirkt zu sein; sie scheinen sich von dem Bronchialsystern herzuschreiben und erweiterte Luftgefäße zu sein. Am Rücken gegen den After zu lagen zwei völlig durchsichtige Bläschen mit einer klaren Feuchtigkeit angefüllt; sie schienen unterwärts mit den Zeugungsteilen und oberwärts mit dem Eierstocke in Verbindung zu stehen; vielleicht sind sie eine Erweiterung des langen Gefäßes woraus der Eierstock besteht, bewirkt durch den Zufluß des männlichen Samens; der Magen und das Eingeweide waren leer, das im Rücken pulsierende Eingeweide zeigte lange seine Verrichtungen. Die Muskeln, welche die Ringe verbinden und bewegen scheinen viel kürzer zu sein als bei den Raupen.
Die sämtlichen Luftgefäße scheinen sehr ausgedehnt, das fettartige Drüsensystem scheint sehr vermindert.
Man kommt immer auf die äußerst merkwürdige Betrachtung zurück, wie der obere Teil des Insekts sich zur mechanischen Bewegung, der untere zur Fortpflanzung ausbildet; die zu Balgen veränderten Luftgefäße welche ich auch schon bei Maikäfern bemerkte, scheinen eine der Hauptveränderungen der organischen Verwandlung bei den Insekten zu sein.
Oberer Teil
Von unten hinauf, wenn der Körper abgetrennt ist.
Nach dem Rücken zu ein Gewebe, das dein Gewebe eines durchsägten Knochens ähnlich sieht.
Die membranöse Lamelle des ersten Ringes.
Die Organisation der Flügelbewegung.
Fußbewegung.
Da die erste wegen ihrer ungeheuren Energie besonders bei den Sphinxen merkwürdig ist, so würde man sich wohl zunächst von derselben einen deutlichen Begriff zu machen haben.
eod.
sezierte eine Hummel und fand an derselben außen fünf spinnenartige Läuse von ziemlicher Größe sowie den ganzen Unterleib voll Würmer; der Speisekanal war mit einem braunen Saft erfüllt.
Langes Leben ausgekrochner Raupen ohne Futter.
Beobachtungen über die Entwicklung der Flügel des Schmetterlings
Phalaena grossularia
Den 30. Juli 1796
In der Puppe ist der Teil der Hülse, welcher die Flügel einschließt drei Linien lang.
Ebenso lang ist der Flügel des Schmetterlings, wenn er auskriecht.
Sie sind nicht etwa zusammengeschlagen wie die unter den Flügeldecken der Käfer, sondern man sieht alle Flecken darauf, in der völligen Ordnung wie nachher, nur alles kleiner und näher beisammen.
Der Schmetterling sucht sogleich kriechend einen dämmrigen Ort und hängt sich, mit dem Kopfe nach oben, mit den Vorderfüßen, in perpendikularer Richtung an.
Nach zehn Minuten wurden sie unruhig, veränderten ihren Platz und ließen etwas trübe Feuchtigkeit fahren.
Sie veränderten den Ort nochmals. Mit der achtzehnten Minute fangen die Flügel zu wachsen an.
Es scheint eine Feuchtigkeit in die Gefäße zu strömen, sie werden von der Wurzel herein höckrig und da sie sich nicht durchaus im gleichen Grade ausdehnen, so bleiben einige @Teile zurück und es entstehn Falten.
Der Hauptstrom scheint dahin zu gehen, wo die Flügelrippen, welches die großen Gefäße zu sein scheinen, hingerichtet sind.
Die weißen Stellen scheinen sich früher zu füllen als die gelben und schwarzen.
Während dieser Zeit drängen sich die vier Flügel, welche gleich im Wachstum zunehmen, gegen den Rücken zusammen.
Mit der dreißigsten Minute ist das Wachstum vollendet. Die Flügel stehen zusammengeschlagen an dem Rücken. Sie sind noch schlapp und nicht ganz glatt.
Die obern sind nunmehr neun Linien lang und sind also in zwölf Minuten uni einen halben Zoll gewachsen.
Die Veränderung geht so schnell vor, daß man sie recht gut bemerken kann, obgleich in dem kleinen Raum die Bewegung nicht gesehen werden kann.
In diesem Zeitpunkt der dreißigsten Minute schlagen sie einigemal mit den Flügeln und die Flügel werden immer glätter.
Nach einiger Zeit legen sie solche flach ausgebreitet wider die Wand, an der das Geschöpf hängt.
Nicht gar eine Stunde geht bis zur Vollendung vorbei. Das Tier scheint in gedachter Stellung die meiste Zeit seines Lebens zu verharren.
Wenn es den Ort verändert, nimmt es solche gleich wieder an.
Es liebt die Dämmerung und scheint sie auch bei der Entwicklung seiner Flügel zu suchen. Denn ich konnte sie an der Lichtseite, wohin ich sie zu besserer Beobachtung gebracht hatte, selten erhalten.