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Die ethisch reflektierte Position der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld der Suizid- und Sterbebegleitung im Alter
Eine Untersuchung der zentralen ethischen und moralischen Werten
Das Ziel der vorliegenden Bachelor Thesis ist, herauszuarbeiten aufgrund welcher ethischen und moralischen Gesichtspunkten die Professionellen der Sozialen Arbeit in der Debatte um die Suizid- und Sterbehilfe ihre Position finden und reflektieren können. Daraus ergibt sich folgende Hauptfrage «Wie sollte sich die Soziale Arbeit aus berufsethischer Perspektive gegenüber der Sterbe- und Suizidhilfe im Alter positionieren?»
Zur Beantwortung der Haupt- und Unterfragen wurden zuerst die Belastungen und die Situation alter Menschen betrachtet. Anschliessend wurden die wichtigsten ethischen und moralischen Prinzipien der Sozialen Arbeit herausgearbeitet. In einem weiteren Schritt wurden diese Erkenntnisse mit der Medizinethik verglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in den Kontext von Thomas Machos Buch «Das Leben nehmen» eingebunden, nach dem wir zur Zeit in einer suizidfaszinierten Kultur leben.
Die Recherchen zeigen auf, dass die Situation betagter Menschen besonders durch körperliche Erkrankungen und oftmals von sozialer Isolation und Einsamkeit geprägt ist. Dies führt zu Suizidgedanken. In der Debatte spielen die Werte der Autonomie, Selbstbestimmung, Fürsorge und Zurückweisung der Diskriminierung eine zentrale Rolle. Diese Werte stimmen häufig mit den Werten der Medizinethik überein.
Gemäss der ausgearbeiteten zentralen Werten für die Soziale Arbeit ist es wichtig, dass sich die Professionellen der Sozialen Arbeit für die Integrierung der alten Menschen in die Gesellschaft einsetzen und Diskriminierungen aufgrund des Alters zurückweisen. Gleichzeitig ist es wesentlich, dass die Autonomie und die Selbstbestimmung der alten Menschen geschützt wird.