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Im Orient wollte einst ein König seinen Untertanen eine Freude bereiten.
Er brachte ihnen eine Sonnenuhr von seiner Reise in ferne Länder mit.
Uhren waren bislang unbekannt und das Geschenk des Königs wurde von seinem Volk mit Freude und viel Neugier aufenommen.
Das königliche Geschenk veränderte das Leben aller Mesnchen.
Sie konnten nun die die Tageszeiten unterscheiden und begannen, ihre Zeit einzuteilen. Dadurch wurden sie pünktlicher, ordentlicher, zuverlässiger und fleissiger und brachten es zu grossem Reichtum und Wohlstand.
Viele Jahre später starb der König und das Volk war sehr traurig.
Sie überlegten sich, wie sie ihm ein Denkmal setzen konnten.
Sie erinnerten sich zuerst an die Sonnenuhr, weil sie das Symbol für die Güte des Königs war. Sie beschlossen einen prachtvollen Tempel um die königliche Sonnenuhr zu bauen. Ein grosser Tempel mit goldener Kuppel überspannte fortan die Uhr.
Wie sich jeder denken kann, erreichten fortan auch die Sonnenstrahlen die Uhr nicht mehr und das Volk konnte die Zeit nicht mehr ablesen, die Zeit nicht mehr einteilen. Der gemeinsame Orientierungspunkt war verschwunden.
Verschwunden war fortan auch die Pünktlichkeit. Die Menschen vergassen, was es hiess zuverlässig, ordentlich und fleissig zu sein.
Jeder ging fortan seinen eigenen Weg. Das gemeinsame Zentrum zerbröckelte und das Königreich zerfiel.
(Nossrat Peseschkian)