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Am Diamond-League-Meeting in Paris verpasste Simon Ehammer seinen ersten Sieg an einem Diamond-League-Meeting nur um zwei Zentimeter. In Oslo siegte der Appenzeller im Weitsprung am Donnerstagabend dank einem Versuch auf 8,32 Meter und ist damit der erste Schweizer Leichtathlet, der an einem Diamond-League-Meeting einen Wettkampf gewinnen kann. «Es fühlt sich wunderschön an. Es war ein grosses Ziel von mir. Mit meinem Sprung im Zehnkampf von Götzis auf 8,45 Meter vor einem Jahr, wusste ich, dass ich auch bei den Spezialisten konkurrenzfähig bin. In der Spezialdisziplin ist mir eine solche Weite aber bisher noch nicht gelungen. Umso schöner ist es, dass ich nun auch bei den Spezialisten ein Resultat erzielen konnte, das über die 8,20 Meter hinausreicht. Dies ist supercool.»
Bei den Frauen ist dies bislang zweimal Sprinterin Ajla del Ponte (2020 in Monaco und Stockholm über 100 m), Léa Sprunger (2018 in Birmingham über 400 m Hürden) und Nicole Büchler (2017 in Stockholm im Stabhochsprung) gelungen. Dieser Sieg in Oslo, nach dem dritten Platz im Vorjahr, ist umso höher einzustufen als im Gegensatz zu Paris die Top-5 der Welt am Start waren. Der Amerikaner Marquis Dendy wurde mit 8,26 m Zweiter, Olympiasieger Miltiadis Tentoglou mit 8,21 Dritter. Die 8,32 Meter bedeutet gleichzeitig der zweitbeste Sprung von Simon Ehammer an einem Wettkampf. Erst einmal, in Götzis 2022, ist er weiter gesprungen (8,45). Mit einem Sprung in dieser Weite hätte er in einigen Wochen dann auch gleichzeitig die Olympiaqualifikation für Paris 2024 erreicht. Die Qualifikationsweite liegt bei 8,27. Da man sich aber im Weitsprung erst 12 Monate vor Beginn der Olympischen Spiele qualifizieren kann, zählt die Weite von Simon Ehammer noch nicht für die Olympia-Qualifikation. «Es war sein sehr cooler Wettkampf. Einmal abgesehen von den ungültigen Versuchen fiel mir der Wettkampf sehr viel leichter als in Paris. Ich bin wieder in den Flow gekommen. Umso schöner ist es, dass ich ein Diamond League Meeting gewinnen konnte. Es war sicher auch etwas Glück, dass der Absprung genau gepasst hat», freute sich Simon Ehammer im anschliessenden TV-Interview mit SRF. Er sei sehr gelöst angetreten, führte der WM-Dritte des letzten Jahres (8,16 m) aus. Es sei in Oslo ein Teilnehmerfeld gewesen wie an einer WM. An der WM in Eugene (USA) 2022 belegte Zehnkämpfer Simon Ehammer im Weitsprung Rang 3 und gewann die Bronzemedaille.