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Wer in weiser Voraussicht sein Vermögen rechtzeitig an die Erben weiterleitet, wird in Notlagen jederzeit auf die Ergänzungsleistungen der AHV zurückgreifen können. So lauten die Schlaumeiereien bei vielen (noch) vermögenden älteren Personen. Es ist jedoch bekannt, dass die Behörden solche vorzeitigen Geschenke zur Unterstützung von notleidenden Eltern von der Erben/Beschenkten zurückfordern kann. Oder aber die Ergänzungsleistungen werden gekürzt/verweigert.
Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass es nicht unbedingt Schenkungen und Vorvererbungen braucht. Auch ein übermässiger Verbrauch des vorhandenen Vermögens (mehr als 10 % Verbrauch pro Jahr) kann als Vermögensverzicht interpretiert werden. Als Beispiel kann hier der Barbezug des Pensionskassengeldes mit nachfolgender Weltreise und dem Kauf eines Ferraris mit anschliessender Notlage gelten.
Letztlich sei einmal mehr darauf hingewiesen, dass Nachkommen, beschenkt oder nicht beschenkt, nach dem Gesetz eine Unterstützungspflicht gegenüber den Eltern haben. Das relativiert ein wenig die oft gehörte Meinung, dass auf Schenkungen/Vorvererbungen, welche länger als 10 Jahre zurückliegen, nicht mehr zugegriffen werden kann.