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Hierzu zählt auch der Besitzer der in diesem neuen Buch der Reihe EDITION SPÉCIALE dokumentierten Sammlung, der anonym bleiben will und seine Kap-Sammlung unter dem Pseudonym „Besançon“ vorstellt. Er verfolgt einen traditionellen Sammelansatz, weniger einen postgeschichtlichen. Das Buch präsentiert die einzelnen Serien, beginnend mit den seltenen Probedrucken, der Ausgabe von 1853 (1 d. und 4 d., jeweils auf gebläutem Papier mit ihren zahlreichen Tönungsunterschieden), die zuerst von Perkins Bacon in England gedruckt wurden. 1855/63 folgten die Wertstufen 1 d., 4 d., 6 d. und 1 S. auf cremefarbenen bis weißem Papier, ebenso wieder mit zahlreichen Tönungen.
Bekannt sind die „Woodblocks“, die der einheimische Drucker Paul Salomon 1861 Mangels der 1 d. und 4 d.-Marken in einfacher Gestaltung herstellte – sie sahen aus, als ob sie mit Druckstöckeln aus Holz produziert worden seien. Geradezu legendär sind deren Farbfehldrucke, die heute zu den berühmtesten in der Philatelie zählen und sehr selten sind. All diese Ausgaben finden sich auch in der „Besançon“-Kollektion, erneut differenziert nach Farbtönungen.
Abgelöst wurden die Drucke von Perkins Bacon und die von Salomon 1863/64 durch vier Werte, die von der Nachfolgedruckerei De La Rue in England produziert wurden. Specimen verschiedener Ausführungen werden in dieser Kollektion ebenso belegt wie die diversen Farbtönungen dieser Marken, wobei sich diese teils doch recht deutlich von den Vorgängerausgaben unterscheiden. Der letzte Teil dieser Sammlung ist einer hervorragenden Dokumentation der ersten viereckigen Serie („sitzende Hoffnung / Hope Seated“) gewidmet, die ab 1864/67 ebenfalls von De La Rue produziert wurde und deren Feinheiten und Seltenheiten in großer Varianz – das Markenmotiv wurde über einen Zeitraum von fast 30 Jahren für diverse Ausgaben verwendet – in dieser Sammlung zu finden sind.
Alle Ausgaben sind zwar nur kurz beschrieben, doch die Schönheit der durchweg erstklassig erhaltenen Briefmarken steht für den Betrachter im Vordergrund. Seltene größere Einheiten finden sich ebenso wie Marken in Luxuserhaltung mit breitem Schnitt. In dieser Form und mit dieser Ausstrahlungskraft kann die Schönheit früher klassischer Briefmarken erst recht zur Geltung kommen.
— Wolfgang Maaßen (AIJP)
128 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, in Englisch