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Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888
s. v. w.
Neuwieder Blau.
Im Merck`s Warenlexikon, 1884
(Neuwiederblau), ist eine Farbe für
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Tüncher, welche in viereckigen Stücken oder Täfelchen vorkommt und wie das Bremerblau aus Kupferoxydhydrat besteht, aber
daneben noch Gips enthält.
Sie entsteht als Niederschlag aus Kupfervitriol, dem etwas Salmiak beigegeben ist, mittels Kalkmilch.
Das hierbei gleichzeitig frei werdende Ammoniak bewirkt die höhere Bläuung des Niederschlags. - Zollfrei. Vgl. auch Anilinfarben.
Blau (Kalkblau), blaue Farbe, wird erhalten, indem man eine Lösung von Kupfervitriol und Salmiak in Kalkmilch
gießt und den blauen Niederschlag auswäscht und trocknet. Es besitzt eine reinere Nüance als Bremer Blau, deckt ziemlich
gut in Wasser, wenig in Öl, ist auch haltbarer als Bremer Blau und eignet sich gut zum Nüancieren grüner
Kupferfarben. Durch Schwefelwasserstoff wird es geschwärzt. Man benutzt es besonders in der Tapetenfabrikation. Hierher gehört
auch das künstliche Bergblau, welches man durch Fällen von Kupferchloridlösung mit Kalkmilch, Behandeln des abfiltrierten
Niederschlag mit Kalkmilch und Pottasche und Macerieren des Präparats mit Kupfervitriol- und Salmiaklösung
in verschlossenen Flaschen erhält.