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Gebirgslandeplätze sind Landestellen auf über 1100 m über Meer. Sie dienen Ausbildungs-, Übungs- und sportlichen Zwecken oder der Personenbeförderung zu touristischen Zwecken. Sie verfügen über keine Infrastruktur.
Die Gebirgslandeplätze bilden die Ausbildungs- und Übungsgrundlage für die Zulassung von Piloten für Gebirgslandungen. Sie sichern teilweise die Rettungs- und Transportflüge im Gebirge.
Der Bundesrat hat am 14. Mai 2014 beschlossen, das Netz der GLP auf eine Zahl von 40 möglichen Plätzen zu reduzieren. Er hat den Konzeptteil des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt für die GLP (SIL Teil III B6a) am 21. Oktober 2015 verabschiedet. Daraufhin verfügte das UVEK im Dezember 2016 die Aufhebung der GLP Rosenegg-West und Gumm per Juni 2017. Gegen diese Verfügung wurden Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die Beschwerden haben aufschiebende Wirkung. Somit bleiben die zwei GLP im heutigen Rahmen benutzbar, bis ein rechtskräftiges Gerichtsurteil vorliegt. Wann dies sein wird, kann im Moment nicht abgeschätzt werden.
Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) - Konzeptteil III B6a
Gebirgslandeplätze (GLP) vom 21. Oktober 2015
Das Netz der Gebirgslandeplätze ist zweckmässig und wird in seiner Grösse auf eine Anzahl von 40 reduziert. Dank der unterschiedlichen Lage der GLP und deren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten erfüllt das Netz seine Zweckbestimmung.
Bei einer allfälligen Anpassung des Netzes werden die Rahmenbedingungen festgelegt, um mögliche Konflikte zwischen GLP und Schutzzielen zu identifizieren und angemessene Massnahmen zur Konfliktminderung zu prüfen. Die Wahl der aufzuhebenden Plätze (Gumm und Rosenegg West) zur Erreichung einer Gesamtzahl von 40 GLP ist das Ergebnis einer Interessenabwägung zwischen den Zielen des Natur-, Landschafts- und Wildtierschutzes auf der einen, und den Anliegen der Flugausbildung und des Flugtrainings auf der anderen Seite.
Zum Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel können Kantone Wildruhezonen nach Art. 4ter der Jagdverordnung vom 29. Februar 1988 bezeichnen.
Gesamttouristische Interessen sind im Rahmen der Nutzung der Gebirgslandeplätze zu berücksichtigen. Für die Heliskiingnutzung ist ein gesamttouristisches, qualifiziertes Interesse, wie z. B. mittels eines regionalen oder kantonalen Tourismuskonzepts, nachzuweisen.