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Saisonende
Im Oktober bestritt ich noch drei Rennen in Italien. Das erste war ein UCI 1.2 Rennen, Piccolo Giro di Lombardia. Die Woche vorher konnte ich gut trainieren und fühlte mich lange gut. Das schlechte Wetter war dann aber nicht sehr gesund und ich erkrankte zwei Tage vor dem Rennen. Nachdem ich mich so gut wie möglich zu pflegen versuchte, startete ich den Renntag trotzdem. Das Rennen verlief erstaunlich gut und ich hielt mich oft im vorderen Teil des Feldes auf. Das Rennen war geprägt von Stürzen und nach etwas mehr als 100km war ich auch in einem Massensturz verwickelt. Ich verletzte mich an den Fingern, jedoch nichts schlimmes. Beim Aufsteigen aufs Velo, war dieses ziemlich kaputt und ich musste mich auf den Sitz des Begleitautos setzten und das Rad aufs Dach verladen lassen.
Es folgte eine etwas durchzogene Woche. Lieferverzögerung mit den Ersatzteilen "zwangen" mich, fast die ganze Woche nur auf dem Bike oder auf dem Zeitfahrvelo unterwegs zu sein. Am darauffolgenden Sonntag stand ein hartes Rennen auf dem Programm, welches ich rund 20 km vor dem Ziel beenden musste. Trotzdem blieb meine Motivation hoch und ich trainierte weiter. Die Saison war bis zu diesem Zeitpunkt ziemlich lange. Trotzdem wollte ich am letzten Rennen der Saison, der Coppa d'Inverno noch teilnehmen.
Als die Temperaturen dann nicht mehr über 5° Celsius kamen, setzte ich mein Training bei Regentagen auf der Rolle fort. Das letzte Rennen der Saison verlief dann etwas speziell. Ich hielt mich während den ersten 60-70 km immer im vorderen Teil des Feldes auf. Als ich mich dann einmal nach hinten begab um zum Begleitauto zu gehen und neue Bidons zu holen, ging plötzlich die Post richtig ab. Ich erwischte den dümmsten, den allerdümmsten Moment des Rennens. Vorne teilte sich das Feld und es fuhren 40 Fahrer weg. Hinten versuchte jeder, wieder irgendwie nach vorne zu kommen, doch leider war es zu spät. Aus Sicherheitsgründen musste so ein Fahrerfeld mit 40-60 Fahrer das Rennen nach etwa 130km beenden. Auf eine Art verständlich, auf die andere Art ein wenig enttäuschend.
Nun gibt es erst einmal ein paar Tage Pause, bevor es dann Anfgangs November mit der Vorbereitung für die nächste Saison weitergeht.
Milano-Rapallo
Wer hat noch keine Panini? Nehmt eure Brötchen mit und esst genug. Das Rennen heute wird lang. Fahrt vorne mit. Passt auf in der Abfahrt in Richtung Meer, sie ist technisch und gefährlich. In den letzten Berg müsst ihr zuvorderst reinfahren. Unser sportliche Leiter gab uns viele Tipps aufs Rennen mit, zum Glück. Für mich war es das erste Mal, dass ich überhaupts eine so lange Distanz von knapp 210 km auf dem Rad absolvierte.
Trasferimento von 3 km bis zum offiziellen Start. Irgend ein italienischer Kommissär gibt den Startpfiff und der Tross macht sich auf den Weg. Ich irgendwo in Mitten vom Feld. Bis es nun das erste Mal das "Loch hoch geht" waren nun mal 150 km zu absolvieren. Zugegeben, etwas ungewohnt. Bumm!! Nach etwa 70 km erwischte ich ein Loch. Den Sattel haute es mir in den Allerwertesten und kurz darauf war mein Pneu leer. Hand hoch, ans Ende des Feldes, Radwechsel und wieder so schnell wie möglich zurück ins Feld. Alles ging für einmal reibungslos. Später kam ich in den ersten 20 Positionen über den Berg. Die Abfahrt in Richtung Meer war spektakulär. Das Feld zog es in die Länge und ich konnte den ersten Fahrern am Rad bleiben. Der Gedanke an einen Sturz, an den darfst du in diesen Momenten nichteinmal denken! Unten waren wir zwischenzeitlich nur noch etwa 20-30 Fahrer. Wir waren uns aber nicht einig und schnell holten uns weitere Fahrer wieder ein. Eine eher lockere Phase welche ich nutzte, um eines der letzten Panini, gefüllt mit Marmelade zu essen.
Der zweitletzte Berg stand kurz vor uns. Lars, mein Teamkollege, führte Lorenzo und mich fast an die Spitze des Feldes. Lorenzo verlor den Kontakt zu ihm und so fuhr ich ihm vor. Lorenzo sollte möglichst weit vorne im Feld in die Steigung. Da war sie, die 3 km lange Steigung. Nach 196 km. Meine Beine waren langsam leer aber ich versuchte trotzdem noch möglichst zügig hochzufahren. Bis ganz oben war ich in einer etwa 10 köpfigen Gruppe. Vor uns waren noch etwas mehr als 20-30 Fahrer. Und schon war es vorbei. Im Ziel nach 206 Rennkilometern. Eine tolle Erfahrung! Nächstes Jahr wieder! Aber dann weiss ich schon, was mich erwartet und wie es sich anfühlt, über 200 km am Stück zu fahren :-)
Trofeo Lampre
Ein schnelles Rennen. 140 km in weniger als 3h und schon machten wir uns wieder auf den Heimweg. Das Rennen in irgendeinem Dorf in der Umgebung Milano, genannt Bernareggio, war topfeben. Einzig die Zielgerade war ein ganz klein wenig ansteigend. Doch die grossen Sprinterteams aus Italien zogen auch dort hoch das Tempo konstant durch. Nur wenige Kurven, keine grossen Technischen Ansprüche. Im Sprint gegen die grossen Sprintmannschaften mit über 10 Fahrer hatten wir von Mendrisio leider keine Chance. Ich beendete das Rennen irgendwo auf dem 30 Rang. Der Fokus ist auf das längste Rennen der Saison gesetzt. Milano-Rapallo, 210 km. Von Milano bis ans Meer fahren.
Teamzeitfahren La Brévine
Teamzeitfahren in La Brévine
Das Finale der Schweizer Elite Saison ist traditionell das Teamzeitfahren in La Brévine über 84 km. In 6er Teams ging man an den Start, zu viert musste man ankommen. Der VC Mendrisio startete mit einem Team. Bereits am Morgen um 9 Uhr fuhren wir zusammen eine Runde damit wir bestimmen konnten, in welchen Positionen wir fahren werden. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann bereit für das eigentliche Rennen. Wichtig war, dass wir uns laufend steigern konnten und während den vier Runden nicht einbrechen würden. Jeder fuhr seine Ablösung... Immer und immer wieder!
Nach etwas mehr als einer Stunde tat jedem vom Team langsam etwas weh, sei es Rücken, Po, oder die Oberarme vom langen Sitzen in der aerodynamischen Position. Als es auf die letzte Runde ging, "verloren" wir noch unseren 5ten Mann, da dieser nicht mehr genügend Power hatte. Auch ich war langsam am Ende und musste meinen Kollegen ab und zu einen Wechsel abgeben. Denn jetzt war es das allerwichtigste, einfach zusammenzubleiben, mit einem möglichst hohen Tempo.
Wir erreichten das Ziel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 49 km/h und waren happy. Nur noch das EKZ Racing Team war schneller als wir. So durften wir dann auf das zweite Träppchen vom Podium steigen und unsere tolle Teamleistung geniessen. Einen herzlichen Dank geht an meine phantastischen Teamkollegen!!
Pessano-Roncola
Je weiter man rauf fährt, desto angenehmer werden die Temperaturen. Dies war die perfekte Einstellung für den letzten Sonntag. Das Rennen mit Start in der Lombardei und Ankunft in Bergamont ging über 143 km mit einem Schlussanstieg auf den Passo Roncola von 12 km.
Die ersten Kilometer waren auf einem flachen Rundkurs mit ettlichen Kurven zu absolvieren. Zum Glück war der Start bereits um 10 Uhr, so waren die Temperaturen gut erträglich. Ein Angriff hier, ein Angriff da, doch weg kam vorerst keine Fluchtgruppe. Auch ich versuchte es nach einer durchzogenen Trainingswoche auch mehrere Male. Als wir den Rundkurs verliessen, waren etwas mehr als 70 km absolviert. Der Weg führte nun über relativ gut geteerte Strassen in Richtung Schlussanstieg. Davor gab es aber noch zwei kurze Bergpreise zu absolvieren. Das Feld reduzierte sich am zweiten Anstieg bereits stark. Vor dem letzten Berg setzte sich dann das Italienische Team Colpack vorne ans Feld und drückte richtig aufs Tempo. Die Wirkung davon liess sich zeigen und das Feld reduzierte sich auf noch lediglich 25-35 Fahrer.
Nach zwei Kilometern am Pessano musste ich dann die Spitze ziehen lassen. Ich war ziemlich K.O., konnte aber noch einen guten Rythmus fahren. Bis dann die unehrlichen (und das waren ettliche) Italiener, an Auto's hängend, an mir vorbeifuhren, ohne auch nur eine Anstrengung zu zeigen. Da es lediglich 4 Jurymitglieder hatte an diesem Rennen und diese alle vorne vertreten waren, schien dies niemanden zu interessieren. Sehr unsportlich und unehrlich!!
Mit meiner Leistung bin ich jedoch zufrieden. Es freute mich, dass ich so gut mitfahren konnte, obwohl ich noch mit einer Halsentzündung zu kämpfen hatte in vorgehender Woche. Weiter geht's mit der SM im Teamzeitfahren nächsten Samstag in La Brévine.
GP Colli Rovescalesi
Als Ersatz erhielt ich am Dienstag die Nachricht, dass ich auch an dem Wochenende wieder nach Italien reisen sollte. So machte ich mich am Samstag nach der Arbeit auf den Weg. Das Rennen fand in Rovescala, rund 2 h von Mendrisio entfernt, statt.
Es gab sieben Runden zu absolvieren, mit einer langen Steigung von ca. 5km pro Runde. In der zweitletzten Runde musste ich das Feld an der Steigung ziehen lassen. Dieses war aber auch schon relativ klein geworden. Von den rund 180 gestarteten Fahrern waren zu diesem Zeitpunkt noch etwa 70 Fahrer im Rennen. Bis am Schluss fuhren dann noch knapp 40 Fahrer das Rennen fertig. Dies zeigt auch, wie anspruchsvoll die Strecke war. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden und ich freue mich auf das Rennen von nächster Woche von Pessano auf den Passo Roncola. 145 km mit einem Schlussanstieg!
GP Capodarco UCI 1.2
Etwa 1'800 km lang war das letzte Wochenende. Dies bezieht sich auf reine Autokilometer, um an das internationale Rennen in Capodarco zu kommen. Das Rennen in Capodarco war dann 163 km lang. Zwischen Ancona und Pescara, findet jedes Jahr exakt am 16. August ein Radrennen statt. Ich fühlte mich gut, fühlte mich sogar noch besser, als es angefangen hat zu regnen und die Temperaturen eher tief waren. Die ersten 60 km waren auf der Fläche, am Meer entlang. Der Regen verstärkte sich nun mehr in ein richtiges Gewitter. Es kam zu Stürzen und es war zwischenzeitlich sehr gefährlich. Als es dann in die erste, von sieben Runden ging, wurde der Regen dann schwächer. Die Runde war gespickt mit einer 4 km langen Steigung. In den letzten zwei Runden ging es dann die letzten Meter zum Ziel noch in eine 20 % Steigung.
Ich konnte dem Tempo in den ersten Runden gut folgen, versuchte sogar einmal noch den Sprung in eine Fluchtgruppe. Wir wurden aber auch kurzum wieder gestellt. Plötzlich verliessen mich in der Steigung, vier Runden vor Schluss etwas die Kräfte. Trotzdem kam ich in der Abfahrt wieder ins Feld zurück. Die gleiche Situation wiederholte sich dann in den folgenden Runden. Als es dann in die letzte Runde ging, kam ich nicht mehr ins kleingewordene Feld zurück. Ich fuhr das Rennen im Grupetto fertig. Ganz toll waren die vielen Zuschauer am Strassenrand. Man fühlte sich schon fast, wie an einer grossen Rundfahrt.
Das Rennen gibt mir wieder Selbstvertrauen. Ich konnte mich schlussendlich zwar "nur" auf dem 80. Rang klassieren, doch bei solch einem Niveau kann ich mich damit zufrieden geben. Nun geht es am 30. August mit dem nächsten Rennen in Italien weiter.
GP Sportivi di Poggiana UCI 1.2
Für eines der wichtigsten Radrennen im italienischen Elitekalender wollte ich mich gut vorbereiten. So konnte ich die Zeit nach meiner LAP voll nutzen und sehr viel trainieren. Bereits am Tag vorher reisten wir nach Poggiana - in der Nähe von Bassano del Grappa, im Vittorio Veneto - damit wir am Tag bereits dort waren. Noch am Abend war es sehr heiss. So auch am nächsten Tag, als wir um 13.30 Uhr starteten für 178 km. Mein Ziel war es, das Rennen bis zum Schluss fertig zu fahren. Doch leider musste ich dieses Vorhaben nach rund 70-80 km bereits aufgeben. Die Hitze und diverse weitere Faktoren erlaubten es mir nicht, mit dem Feld mitzuhalten. So erging es aber sehr vielen Fahrern. Von 185 gestarteten Fahrern kamen nur etwa 30 im Ziel an. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht mit meinem Renngeschehen. Ich hoffe, dass es beim nächsten Rennen wieder besser läuft und es eventuell nicht mehr Temperaturen über 40° Celsius haben wird. 25 reichen für mich aus
Cirié - Pian della Mussa
Das Rennen in Cirié, hoch nach Pian della Mussa war zwar "nur" 110 km lang, doch ab dem 60. Kilometer praktisch nie mehr flach. Ich war trotz der Hitze sehr motiviert und freute mich. Schliesslich war das Ziel auf 1850 Meter über Meer, wo uns Fahrer die kühle Luft erwartete. Am Morgen machten wir uns von Mendrisio auf den Weg in Richtung Turin, wo auch gleich Cirié war. Das Rennen startete auf einem flachen Rundkurs. Gleich dort setzte sich eine Fluchtgruppe ab. Von uns war auch jemand dabei. Beim ersten Anstieg reduzierte sich das Feld dann auf nur noch etwa 20-30 Fahrer. Vorne war nach wie vor eine 15 Köpfige Spitzengruppe weg, wovon aber von Zeit zu Zeit Fahrer zurückfielen. Der Schlussanstieg war dann rund 30 km lang. Rund 12 km vor dem Ziel startete der italienische Meister einen Angriff. Ich konnte dem Tempo nicht mehr folgen und fuhr meinen Rythmus bis ins Ziel. Die Fluchtgruppe wurde gestellt und der italienische Meister feierte seinen Sieg. Für mich resultierte ein 35. Schlussrang. Für mich ist es ein sehr gutes Resultat und ich freue mich darüber. Nun folgt eine kurze Pause, bevor es dann am 9. August am internationelen GP Poggiana UCI 1.2 weitergeht.
47° MEDAGLIA D'ORO NINO RONCO A.M (Ornago IT)
Bereits um 9.15 Uhr starteten rund 140 Fahrer für neun Runden und 140 relativ flache Kilometer. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch und es wollten alle Teams ihre Fahrer in eine Fluchtgruppe bringen. Nach etwa 50 km kam diese dann auch weg. Niemand von uns war vertreten, was natürlich eher schlecht war, da vorne 17 Fahrer wegg waren. Trotzdem überliessen wir die Nachführarbeit anderen Teams. Wir waren mit "nur" sechs Fahrern am Start und mussten die Kräfte also ein wenig einteilen. Ich versuchte das ganze Rennen in den ersten zwanzig Positionen zu fahren. Dies gelang mir sehr gut und es machte mir Spass! Trotzdem konnte die Fluchtgrupee nie gestellt werden. Zwar kamen wir zwischenzeitlich auf 12 sec. wieder an die Gruppe ran, aber wir holten sie nie ganz ein. Zu viele Fahrer waren bereits weg. So kam es nach 140 km zum Sprint. Vorne waren die ersten 17 Plätze natürlich vergeben. Im Sprint vom Feld holte ich den zweiten Rang und somit den 19. Schlussrang.
Das Resultat ist für mich sehr zufriedenstellend. Trotzdem ist es schade, konnte die Fluchtgruppe nicht gestellt werden. Ich weiss aber, dass ich im Sprint gute Chancen haben kann. Nächste Woche geht die Reise wieder nach Italien. Das Rennen Cirié - Pian della Mussa führt über hügelige Kilometer und zum Dessert folgt ein Schlussanstieg von 15 km auf rund 1800 Meter über Meer. Der Start des Rennens ist auf ca. 350 MüM. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf das Rennen.
Schweizermeisterschaft Strasse U23
Bei hitzigen Temperaturen ging es am Sonntag an die U23 Strassen Schweizermeisterschaften auf der Strasse. Unser Team reiste bereits am Vorabend an, so dass wir die Strecke noch besichtigen konnten. Es hatte zwar keine lange Steigung, doch immer wieder mal eine Welle oder Gegenwind, was das Rennen hart gestaltete. Schon beim Frühstück wurde uns die Taktik fürs Rennen bekannt gegeben. Von Beginn weg wurde sehr schnell gefahren. Mehrere Fahrer versuchten den Sprung in die Fluchtgruppe. Auch ich versuchte es, es gelang mir jedoch nicht. Nach 20-30 km löste sich eine 14er Fluchtgruppe und holte schnell einen beträchtlichen Vorsprung heraus. Da wir jedoch "nur" einen Fahrer vorne in der Fluchtgruppe hatten und andere Teams mit zwei oder drei Fahrern vertreten waren, war das Risiko zu hoch, die Gruppe ziehen zu lassen. Die Nachricht vom Teammanager aus dem Begleitauto war also: Nachführen und Fluchtgruppe stellen. So kam es, dass das Team VC Mendrisio während fast 100 km Nachführarbeit leistete. Wir waren 5 Fahrer und gaben uns ständig den Wechsel. Beim Kilometer 130-140 holten wir dann die Fluchtgruppe effektiv ein. Unser Leader Frank Pasche, konnte sich während der ganzen Zeit schonen und griff somit sofort an. Eine neue Fluchtgruppe bildete sich und kam bis ins Ziel durch. Frank ersprintete sich den zweiten Schlussrang, wegen ein paar Meter nicht den Schweizermeistertitel.
Ich fuhr das Rennen auf dem 35. Rang zu Ende. Nach Beendigung der Führungsarbeit war ich K.O. und fuhr ein lockeres Tempo weiter. Es freut mich, dass sich die Teamarbeit für uns ausbezahlt hat. Das nächste Mal wird hoffentlich jemand von uns das rote Trickot mit dem weissen Kreuz anziehen dürfen!!
Schweizermeisterschaft Strasse Elite
Für das Strassenrennen vom Sonntag war ich sehr motiviert. Obwohl ich im Voraus wusste, dass ich nicht um den Sieg mitmischen kann, da Fahrer wie Fabian Cancellara, Martin Elmiger oder Danilo Wyss am Start waren. Mein Ziel war also, so lange wie möglich das Hinterrad der Profis zu halten.
So ging es um 13.00 Uhr bei ziemlich warmen Temperaturen los. Ich fühlte mich gut, bis mir nach etwas mehr als 20 km das Schaltkabel der hinteren Schaltung gerissen ist. Die Ursache, Pech!! Ich konnte also vorne noch zwischen der kleinen und der grossen Scheibe wechseln, während ich hinten im grössten Gang festgerastet war. Eine weitere Runde, also ca. 24 km, konnte ich mich so noch über die Hügel bringen. Teilweise noch mit einer Trittfrequenz von 20 Umdrehungen pro Minute (Norm zwischen 75-120) Danach konnte ich vom neutralen Wagen endlich ein Ersatzvelo entgegen nehmen. Dieses war aber rund 4 Rahmennummern zu klein. Egal, der Wille war da! Der Wechsel ging gut, die Leute halfen mir dann, während der Fahrt den Sattel so hoch wie möglich einzustellen. Doch musste ich schon zum X-ten Mal wieder ins Feld fahren da ich schon vorhin diverse Male zum Teamauto musste. Die Kraft war dann nach etwas mehr als 70-80 km zu Ende.
Mit weiteren Fahrern aus anderen Teams fuhr ich dann noch ein Stück weiter, so dass wir noch ein kleines Training anhängen konnten. Ich hatte für einmal ziemliches Pech, fühlte mich aber grundsätzlich gut! Nächste Woche geht's weiter mit den CH-Meisterschaften Strasse U23. Dort hoffe ich auf gute Beine und etwas mehr Glück!
Schweizermeisterschaft Einzelzeitfahren
Nach dem GP Luzern und nach der Prüfungswoche konnte ich mich wieder voll dem Training widmen. Mit einem Abstecher ins Tessin an das Bergrennen Mendrisio-Monte Generoso schmückte ich die zwei Trainingswochen. Mein nächstes Ziel waren und sind nach wie vor die Schweizermeisterschaften. Der Startschuss dazu erfolgte mit dem heutigen Einzelzeitfahren. Die U23 starteten in Chalet à Gobet, in der Nähe von Lausanne, auf eine Runde von etwas mehr als 20 km. Die Strecke führte auf der einen Strassenseite hoch, in einem Dorf wurde in einer kleinen Schleife umgekehrt und dann wieder retour. Nur die ersten 500m und die letzten 500m waren auf diversen Strecken.
Nach einem guten Einfahren auf der Rolle erfolgte der Start für mich um 14:07 Uhr. Der Parcours war wellig, nie hatte man Zeit zum verschnaufen oder erholen. Ein ständiges Auf und Ab. Ich fühlte mich gut und konnte mit einem hohen Rythmus starten. Leider konnte ich diesen nicht ganz durchziehen und hatte einmal einen kleinen Einbruch. Gegen Schluss versuchte ich jedoch noch einmal alles aus mir heraus zu holen. Ich kam ins Ziel und war völlig fertig!
Ich freute mich sehr, als die Nachricht kam, dass ich mich auf dem achten Schlussrang platzieren konnte. Dies ist für mich eine sehr erfreuliche Leistung und ich bin zufrieden damit.
Am Sonntag geht es dann weiter mit der Elite Schweizermeisterschaft auf der Strasse. Dort erwarten uns 192 km. Am Start sind Profis wie Fabian Cancellara, Martin Elmiger oder Matthias Frank. Dies wird ein Rennen sein, an dem ich das erste Mal mit Profis starten werde. Deswegen, mal schauen wie es läuft und möglichst viele Erfahrungen sammeln.
GP Luzern
Nach einer durchzogenen Trainings- und Rennzeit in Hinsicht auf meine Abschlussprüfungen, startete ich erstmals wieder an einem Strassenrennen. Bei ziemlich warmen Temperaturen starteten wir Elite um 13.30 Uhr unser Rennen. Die Strecke war gespickt mit vielen Auf und Ab. Gleich von Beginn weg wurde sehr schnell gefahren. Das ganze Feld splittete sich. Ich befand mich vorerst in einer kleineren Gruppe, irgendwo mittendrin. Danach konnten wir auf das vordere Feld aufschliessen. In diesem kleineren Feld, vor uns etwa 15-20 Fahrer, fuhr ich dann das Rennen weiter. Etwa 40km vor Schluss begannen mich in der längeren der kurzen Steigungen, Krämpfe zu plagen. Obwohl ich während dem Rennen ständig trank, schien mein Körper zu wenig Flüssigkeit zu haben. Es kam so weit, dass ich rund 20km vor dem Ziel das Rennen aufgeben musste, da ich meine Beine kaum noch drehen konnte. Die Enttäuschung war ziemlich gross. Trotzdem kann ich einige positive Dinge aus dem Rennen ziehen. Nun geht es weiter - ohne lernen für die LAP - mit trainieren für die Schweizermeisterschaften.
Den aktualisierten Rennplan findet ihr auf der Website online. Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit!!
Nationales Einzelzeitfahren Amsoldingen
Die erste LAP Prüfung brachte ich am Mittwoch hinter mich. Ich freute mich sehr auf das Zeitfahren in Amsoldingen. Die letzten zwei Jahre als Junior und Amateur musste ich dort jeweils eine Runde à 15km zurücklegen. Bei den Elite war erst nach der zweiten Runde Schluss. Mein Ziel war es, dieselbe Durchschnittsgeschwindigekeit zu fahren wie im letzen Jahr. Nämlich 45km/h. Nach der ersten Runde war ich sogar ein wenig schneller unterwegs, jedoch fühlte ich mich schon ziemlich ausgepumpt. Ich versuchte trotzdem, den Rythmus so hoch wie möglich weiter zu fahren. Trotz einem kleinen Einbruch der Leistung während ca. fünf Kilometern konnte ich am Schluss noch den Rest aus mir herausholen. Im Ziel wurde ich 17. und erreichte mein Ziel mit einem Schnitt von 45.7 km/h. Es half also, ein Jahr lang ab und zu ein wenig Ovo Schoggi zu essen. Ich konnte es sogar noch ein bisschen besser, aber auch länger ;-) der Erstplatzierte erreichte einen Schnitt von 48 km/h.
Nun steht eine Woche voller Prüfungen vor mir. Am Donnerstag habe ich dann meine LAP abgeschlossen und werde dann "nur" noch die Resultate abwarten können...
Bergrennen Silenen
Mittlerweile war mir die Strecke vom Bergrennen Silenen-Bristen bereits bekannt. Ich wusste, dass die ersten drei Kilometer eher flach sind und es dann einfach weitere drei Kilometer voll "das Loch hoch" ging. Am Start war ich extrem motiviert und zuversichtlich, ein gutes Resultat einfahren zu können. Die ersten zwei Kilometer der Steigung gingen mir auch ziemlich gut. Doch als noch ca. 1000 Meter bis zum Ziel fehlten, brach ich ein. Dies hatte zur Folge, dass ich die Spitzengruppe ziehen lassen musste und mich danach noch mehrere Fahrer ein und überholten. Im Ziel war es dann ein 15. Schlussrang. Die Leistung war zwar gut, jedoch noch lange nicht ausreichend um zuvorderst mithalten zu können. An meinen Bergfähigkeiten muss ich also noch weiterhin arbeiten.
Berner Rundfahrt
Auf dieses Rennen freute ich mich extrem und meine Motivation war hoch. Doch nachdem ich in Frankreich zwei Wochen vorher nicht wirklich überzeugen konnte, ging ich mit gemischtem Gefühl an den Start. Ich hatte zwar sehr gut trainiert, doch die Tatsache, dass das Niveau hoch sein wird und dass es ein UCI 1.2 Rennen, das viertwichtigste Rennen nach der Tour de Suisse, Tour de Romandie und dem GP Gippingen war, machte mich ein wenig angespannt.
Die Strecke führte über fünf Runden und ein Total von 170km mit ettlichen Höhenmetern. In der ersten Runde wurde der Frienisberg, der Bergpreis, sehr schnell gefahren. Ich fühlte mich jedoch nicht schlecht und konnte mich über den Berg retten. Mein Ziel war es, immer in den vordersten Postionen zu fahren. Auch die zweite Runde überstand ich so relativ gut. In der dritten Runde wurde ich dann jedoch am Berg abgehängt. In der Abfahrt gelang es mir dann, in der Wagenkollonne wieder zum Verfolgerfeld aufzuschliessen. Dieses schloss dann kurz vor der Zielpassage wieder auf die Spitze auf. Kurze Zeit nach der Zieldurchfahrt ging es dann bereits wieder hoch. Die Kräfte, welche ich während den vorherigen 15-20km durchs zurückfahren ins Feld verschossen hatte, fehlten mir nun. Meine Beine waren leer und ich musste das Rennen in der vierten Runde aufgeben. Trotzdem ziehe ich positive Punkte aus dem Rennen. Es steht mir nach wie vor viel Training und Geduld bevor. Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Rennen.
In drei Wochen werde ich dann meine LAP Prüfungen absolvieren. Die Prüfungen sind einmal ein Rennen anderer Art ;-) Trotzdem werde ich am Donnerstag noch ein Bergrennen und in zwei Wochen das Zeitfahren in Thun absolvieren. Die Reisen nach Italien oder Frankreich erspare ich mir jedoch und werde diese Zeit fürs Lernen oder Erholen nutzen.
GP Raiffeisen Oberwangen
Nachdem ich letztes Wochenende im Wallis nach rund 100km den Anschluss zum Feld verlor, war ich gestern ein wenig angespannt am Start des GP Raiffeisen in Oberwangen in der Ostschweiz. Schon am Tag zuvor fuhr ich nach Gündlikon zu einem meiner Teamkollegen und durfte bei ihm übernachten.
Da der Start jedoch erst um 14.00 Uhr erfolgte, hatten wir am Morgen keinen Stress und konnten uns in Ruhe vorbereiten. Als sich dann die rund 120 Fahrer auf die 13 Runden aufmachten, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Von Anfang an wurde das Rennen sehr schnell gefahren. Am Start war auch ein italienisches sowie ein deutsches Team. Immer wieder versuchten Fahrer eine Fluchtgruppe zu starten. So auch wir vom VC Mendrisio. Nach mehreren Versuchen gelang es dann meinem Teamkollegen Matthias, sich mit anderen Fahrern definitiv abzusetzen. Für die restlichen Fahrer von Mendrisio hiess das, vorne im Feld das Tempo drosseln und Störarbeit zu leisten, dass diese Fluchtgruppe bis ins Ziel kommt. Dies gelang sehr gut und Matthias wurde fünfter, ein sehr gutes Resultat. Die Führarbeit während den letzten zwanzig Kilometern spürte ich dann auch im Sprint und ich beendete diesen dann auf dem 26. Schlussrang.
Ich bin sehr zufrieden mit diesem Resultat und freue mich, ab Donnerstag an der Rundfahrt „Tour de Saône et Loire“ in Frankreich teilnehmen zu dürfen.
GP Aaretal
Nach einer turbulenten Trainingswoche, was das Wetter angeht, stand heute der GP Aaretal auf dem Programm. Der Parcours war flach, ohne Hügel und gespickt mit relativ vielen Kurven. Der Start erfolgte erneut mit einem Handicap von drei Minuten auf die Amateure. Auch heute war das Tempo von Start weg sehr hoch und so hatten wir sie nach knapp 20 Kilometern eingeholt. Danach gab es ein kurzes Chaos. Ich versuchte schon von Beginn weg, immer in den ersten zehn bis zwanzig Positionen vom Feld zu fahren. Dies gelang mir mehrheitlich sehr gut, schien mir aber zu viel Kraft ab zu verlangen. Nach etwas mehr als einer Stunde Rennzeit war mein „Akku“ leer. Ziemlich enttäuscht beendete ich das Rennen vorzeitig.
Nun freue ich mich trotzdem auf das Rennen in Fully nächste Woche. Dieses wird dann knapp 160km lang sein und ziemlich hügelig. Dort hoffe ich sehr, das Rennen fertig fahren zu können. Der Wetterbericht für diese Woche sieht zumindest schon deutlich besser aus, als derjenige von letzter Woche ;-)
GP La Courtine
Die Meteorologen sagten es ja schon lange, dass es heute wohl eher nass und windig sein sollte. Doch als wir am Start standen, bei Wind und Regenfall, da war das Ganze bestätigt. Der Start efolgte mit einem "Handicap" von vier Minuten auf das Fahrerfeld der Amateure. Das heisst, wir absolvierten die gleiche Renndistanz wie die Amateure, jedoch starteten wir mit einem Rückstand von vier Minuten. Nach ungefähr 30km haben wir die Fahrer jedoch eingeholt und versuchten, möglichst rasch an ihnen vorbei zu "bolzen". Zwei meiner Teamkollegen fuhren direkt in eine 8-köpfige Spitzengruppe. Dahinter wurde natürlich von anderen Fahrern nachgeführt, jedoch bauten sie vorne ihren Vorsprung aus. Kurze Zeit später löste sich eine 8-köpfige Verfolgergruppe, in der auch ich vertreten war. Die kalten Temperaturen, der Wind und der Regen machten allen Fahrern zu schaffen. So beendeten lediglich 56 der gestarteten 98 Fahrer das Rennen. Vorne blieb die Situation jedoch gleich. Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel schlossen noch ein paar Fahrer zu unserer Verfolgergruppe auf. Während den letzten Kilometern konnte sich jedoch niemand mehr von unserer Gruppe lösen und es kam zum Schlusssprint. Diesen konnte ich relativ gut absolvieren, war jedoch ein wenig zwischen den Fahrern vor mir eingeklemmt. Trotzdem bin ich mit dem 13. Schlussrang sehr zufrieden. Nun freue ich mich sehr, am Ostermontag mein nächstes Rennen zu bestreiten.
Nach dem Rennen war es dann sehr schön, vorerst einmal unter die warme Dusche zu stehen. Auch wenn das Auftauen von Händen und Füssen eher ein unangenehmes Gefühl darstellte ;-)
L'enfer du Chablais
Die Hölle des Chablais. So heisst der Rennname übersetzt auf Deutsch. Wieso? Ein Strassenrennen mit zwei Abschnitten auf Schotterstrasse über 13 Runden verlangte den Fahrern viel ab. Am Start waren wir 10 Fahrer des VC Mendrisio von total ca. 80 Fahrern.
Der Start erfolgte sehr schnell und bereits nach einer Runde konnten sich zwei Teamkollegen, Lars und Frank zusammen mit zwei weiteren Fahrern absetzten. Schon kurze Zeit später hatten sie einen guten Vorsprung und so waren es die Fahrer des BMC Teams welche die Verfolgung aufnahmen. Vom VC Mendrisio konnten drei Fahrer mitfahren. Darunter auch ich. Wir setzten und schnell vom Feld ab und überliessen den BMC Leuten die Nachführarbeit, da wir ja bereits zwei Fahrer vorne hatten. Irgendwann wurde dies den anderen "zu doof" und so starteten die vier BMC Fahrer einen Angriff, welcher auch seine Wirkung zeigte. Sie öffneten ein Loch und wir waren ein wenig abgehängt. Mein Ziel war es, Matthias, einen der drei Fahrer für welche wir heute arbeiten mussten, wieder zurück zu bringen. Dies verlangte mir sehr viel Energie ab, doch es gelang mir.
Leider hats mich jedoch nach diesem Effort so ziemlich "verblasen" und ich musste das Rennen aufgrund starken Schmerzen im Rücken und relativ leeren Beinen aufgeben. Lars, welcher in der ersten Gruppe war, konnte für uns den Sieg einfahren! Herzliche Gratulation. Weiter waren Matthias und Frank auf den Plätzen acht und neun. Eine sehr gute Teamleistung. Es hat sich also gelohnt, für sie zu arbeiten.
Für mich war das Ganze "nicht auf eigene Kappe fahren" neu. Vor dem Rennen informierte uns der sportliche Leiter genau, wie wir zu fahren haben und wer unsere "Leader" sind, welchen wir helfen mussten. Das Resultat zeigt, dass die Taktik gut aufgegangen ist. Nun freue ich mich sehr auf nächste Woche und auf die nächsten Rennen und hoffe, diese dann bis zum Schluss fertig fahren zu können.
Giron du Nord Vaudois
Voller Freude machte ich mich auf den Weg nach Orny im Kanton Waadt um ein Trainingsrennen zu bestreiten. Dieses führte über eine eher flache Runde von 10km welche sechs Mal zu absolvieren war. Am Start waren etwas mehr als 50 Fahrer. Dabei waren jedoch von Junior über Amateur bis Elite alle Kategorien zusammen gestartet.
Ich versuchte das Rennen offensiv anzugehen. Dies gelang ziemlich gut. Nach einer Zeit fuhr ein Fahrer weg, welcher dann von meinem Teamkollegen Oliver Beer und einem weiteren Fahrer auFgeholt wurde. Leider fehlte mir zu dieser Zeit die Kraft, mitzufahren. Kurze Zeit später war ich jedoch Mitglied einer zehner-Verfolgergruppe. Bis zum Ziel konnten wir die drei Spitzenfahrer jedoch nicht mehr einholen.
Etwa ein Kilometer vor dem Ziel konnten sich ein paar Fahrer noch von unserer Gruppe lösen. Ich war zu wenig aufmerksam, um ihnen nachzufahren. Im Sprint wurde ich dann Zweiter. Dies resultierte ein neunter Schlussrang. Ich bin mit diesem Resultat zufrieden. Ziel für mich war heute, wieder einmal einen Rennrythmus zu fahren und Spass zu haben. Beides ist gelungen :-)
Nun freue ich mich auf die nächsten Rennen!
Training mit VC Mendrisio
Trainingscamp mit dem VC Mendrisio
Mit einer riesigen Vorfreude machte ich mich am 21. Februar auf den Weg ins Tessin. Dort traf ich mich mit dem Team um gemeinsam ins Trainingslager in die Toscana zu fahren. Dort angekommen, zog es uns schon das erste Mal aufs Velo. Wir konnten mit Ausnahme von einem Tag, immer super Trainingswetter geniessen. Am Dienstag kamen dann noch zwei unserer Fahrer direkt aus Paris von der Bahn WM ins Trainingslager in die Toscana.
Zu zwölft konnten wir jeweils in den neuen Tag starten. Zusätzlich hatten wir ein Begleitauto, indem unser sportliche Leiter, sowie der Mechaniker fuhren. Sie waren für die Route zuständig und konnten uns laufend mit Wasser und Verpflegung versorgen. Bei einem Defekt, wechselte uns der Mechaniker gleich das Rad, so musste nicht die ganze Gruppe halten und warten. Im Rennen sollte dann ein Radwechsel praktisch so schnell gehen, wie in der Formel 1 J
Nach den Trainings gab es jeweils eine Dusche und dann gleich etwas zu Essen. So gab es mehr Platz für die Erholung der Fahrer und wir waren am nächsten Tag wieder bereit, unser Training zu starten. Auch wenn wir gegen Ende der Woche unsere Beine immer mehr spürten J
Für mich waren diese 9 Trainingstage ein voller Erfolg. Im Team unterwegs zu sein, macht Spass! Sei es vor, während oder nach dem Training. Die Begleitleute halfen uns, zu genügend Erholung zu kommen zwischen den Trainings, indem sie für Verpflegung, Getränke ect. gesorgt haben. Dies ist nicht zu unterschätzen! Ich freue mich wahnsinnig auf die bevorstehende Rennsaison. Es wird viele neue Dinge geben und wohl auch wieder ein paar Reisekilometer ;-)
Nun hatte ich in der letzten Woche ein bisschen weniger Stunden Training, um der Erholung Platz zu lassen. Doch fürs Wochenende sind wieder lange Trainings auf dem Programm, auf welche ich mich sehr freue. Das Wetter scheint ja nun schon bald auf Frühling umstellen zu wollen.
Nächstes Wochenende werde ich an einem Trainingsrennen im Welschland starten, bevor es dann in der darauffolgenden Woche losgeht. Der provisorische Rennplan steht nun auch in der Lasche „Rennplan 2015“ online J
Trainingslager Spanien
Während der Woche vom 17.-25. Januar flog ich nach Südspanien ins Trainingslager. Dort trainierte ich für 6 Tage sehr intensiv. Ich genoss das gute Wetter und nutzte die Zeit für lange, kontinuierliche Ausfahrten. Ich lernte Einheimische Leute kennen, mit welchen ich auch ab und zu eine Ausfahrt gemacht habe. Umso schwerer ist es jeweils, nach einer super Woche bei perfektem Radwetter wieder in den Winter zurückzukehren. Trotzdem geht für mich das Training weiter. Am 22. Februar fängt dann das Trainingslager mit dem Team VC Mendrisio PL-Valli in der Toscana an. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Kilometer und die tollen Stunden, die mich dort erwarten.