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Die zwei linken Abbildungen zeigen deutlich den Prozess der demografischen Alterung, wie er zwischen 1981 und 2017 stattgefunden hat. In diesem Zeitraum sind insbesondere die Bevölkerungsanteile der meisten Altersgruppen zwischen 0 und 42 Jahren teils deutlich zurückgegangen. Zugenommen hat im Gegenzug die Bedeutung der Altersgruppen ab 43 Jahren aufwärts. Besonders gross sind die Unterschiede relativ betrachtet vor allem bei den Altersgruppen ab 80 und mehr Jahren, deren Anteilswerte sich überwiegend mehr als verdoppelten. Gemäss mittlerem kantonalen Bevölkerungsszenario wird sich dieser Prozess der abnehmenden Anteile junger Menschen und der zunehmenden Anteile alter Menschen auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen.
Gut erkennbar ist in den drei Alterspyramiden, wie sich geburtenstarke Jahrgänge im Zeitverlauf in der Pyramide nach oben schieben und eine Art "Echoeffekt" verursachen, weil sie in der Familienphase wieder für viele Geburten sorgen.
Die Verteilung der Anteile der einzelnen Altersgruppen am Bevölkerungstotal zeigt die zahlenmässige Bedeutung der verschiedenen Altersgruppen. Je nach Verteilung resultieren andere gesellschaftliche Konsequenzen. Hohe Anteile junger Altersklassen beispielsweise haben einen erhöhten Infrastrukturbedarf im Kinderbetreuungs- und Bildungsbereich zur Folge. Hohe Anteile der oberen Altersklassen signalisieren einen hohen Infrastrukturbedarf im Bereich des Spitalwesens und der Alten- und Krankenpflege. Die Anteile der mittleren Altersgruppen weisen auf das Potenzial an Erwerbspersonen hin, die mit ihrer Erwerbstätigkeit die Mittel für Infrastrukturausgaben erwirtschaften können.
Die Altersverteilung bietet auch Hinweise darauf, welches Potential eine Gesellschaft hat, sich selbst durch Nachwuchs zu reproduzieren. Hat die Verteilung eine Pyramidenform, so ist das in hohem Masse der Fall. Der Name "Alterspyramide" für Grafiken zur Altersverteilung stammt aus einer Zeit, in der die Pyramidenform die vorherrschende Altersverteilung repräsentierte.
Beobachtungswerte ESPOP/STATPOP, ab 2018 Werte gemäss Bevölkerungsszenarien. Dargestellt wird der Anteil der Einjahresalterklassen nach Geschlecht an der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Jahres. Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren gehören nicht dazu. Die Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik stellen im Wesentlichen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: "Trend", "Hoch" und "Tief". Die Ergebnisse aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2015, BR-00-2015 und CR-00-2015) zu den Bevölkerungsbewegungen werden eins zu eins als Vorgabe für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Geburten- und Sterbezahlen sowie das Wanderungsvolumen. Die Leistung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien besteht vor allem darin, die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen zur Bevölkerungsbewegung unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig herunterzubrechen.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 31.1.2020
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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