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Lebhaft erinnere ich mich an mein Studium, an einen dunklen Hörsaal an der ETH in Zürich und an meinen Geologieprofessor. Er erzählt gerade mit leuchtenden Augen und ausladenden Handbewegungen von einem Vulkanausbruch.
15 Jahre später stehe ich an dem Ort, von dem er damals so begeistert berichtete: Mount St. Helens. Vor 29 Jahren ging hier der halbe Berg hopps. Zuerst rutschte die halbe Nordflanke zu Tal, destabilisiert vom Rumpeln tief im Erdinnern. Befreit von der Erdlast entluden sich alle angestauten Gase und Dämpfe explosionsartig, was dazu führte, dass erstens alle Bäume in der Umgebung umkippten wie Streichhölzer und zweitens auch noch der verbleibende Teil der Nordflanke in die Luft flog. Es entstand eine Schlammlawine, die kilometerweit zu Tale donnerte. Die ausgeworfene Asche machte den Tag zur Nacht. Innert Minuten war die Landschaft rund um Mount St. Helens tot.
Heute liegt der Vulkan friedlich da. Die Landschaft rundherum erholt sich, auch wenn man die Wunden von damals noch sieht. Das Ganze erinnert an ein Gletschervorfeld, wo ebenfalls innert weniger Jahre vielfältiges neues Leben entsteht.
Die Zerstörung durch den Vulkanausbruch mutet gigantisch an. Noch beeindruckender ist aber die Regenerationsfähigkeit der Natur.