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Nazca: Linien, Pyramiden und Aquädukte
Rätselhafte Linien, Pyramiden, Aquädukte und eine hügelige Landschaft erwarteten mich in Nazca, wo ich einen kurzen Stopp auf meiner Reise von Ica/Huacachina nach Arequipa einlegte.
Die Linien durfte ich während einem 35-minütigen Flug bestaunen. Die eindrucksvollen “Graffiti” erstrecken sich über eine 500 Quadratkilometer grosse, trockene, von Felsbrocken und Erhebungen übersäte Ebene. Nicht nur längliche, trapezförmige oder dreieckige Formen, sondern auch Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen sind zu sehen. Wir flogen mit einer Cessna über die Wüste und unser Pilot zeigte uns die eindrücklichen Formen.
Doch wer hat das getan und zu welchem Zweck? Die Wissenschaft ist sich nicht einig. Maria Reiche, eine deutsche Mathematikerin und langjährige Erforscherin der Linien, stellte die Theorie auf, die Linien seien ein astronomischer Kalender, der mithilfe ausgefeilter Mathematik und einem langen Seil in die Wüste gescharrt wurde. Oder sind es rituelle Wege, die zu einem Wasser- bzw. Fruchtbarkeitskult gehören oder Landebahnen für Ufos??? Niemand weiss es ganz genau. Sicher ist, dass die Linien zum UNESCO-Kulturerbe gehören und jährlich von tausenden Touristen besucht werden. Für mich war es doppelt faszinierend: zum einen nicht zu wissen woher die Linien kommen und zum anderen diese Scharrbilder zu sehen.
Cantalloc-Aquädukt
Da ich vor der Abfahrt nach Arequipa abends um 22 Uhr noch Zeit hatte, führte mich mein Guide zu den Cantalloc-Aquädukten und zu den Pyramiden Cahuachi. Vor über 2000 Jahren, in der Vorinkazeit, entwickelten die Bewohner von Nazca ein System von unterirdischen Aquädukten zur Bewässerung des trockenen Landes. Es existieren mehr als 20 Aquädukte, die besichtigt werden können. Das Wasser, das durch diesen Kanal fliesst ist Trinkwasser und trotz der Hitze sehr frisch. Die örtlichen Bauern nutzen die Installationen noch heute zur Bewässerung und zum Anbau von Baumwolle, Getreide, Mais, Bohnen und Kartoffeln.
Die spiralförmigen Löcher in der Erde sind dafür da, damit der Wind in das Bewässerungssystem gelangt. Durch diese Öffnungen gelangen die Bewohner auch in die Kanäle um die notwendigen Säuberung -und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Eindrücklich, dass diese Aquädukte noch heute in so einem guten Zustand sind!
Ciudad Perdida de Cahuachi
Am späten Nachmittag führte mich mein Guide dann zur Ciudad Perdida de Cahuachi. Die Fahrt zu den Pyramiden war abenteuerlich. Sie liegen ca 20 Kilometer ausserhalb der Stadt und der grösste Teil der Strecke führte durch die Wüste. Die staubige und sandige Strasse war nicht wirklich zu sehen. Ich fragte meinen Guide mehrmals ob wir wirklich richtig sind, als wir mit seinem super kleinen Kia über Sand und Steine fuhren. Er lachte nur!
Und dann auf einmal waren sie da, die Cahuachi-Pyramiden. Das Areal umfasst eine Fläche von etwa 24 Quadratkilometer und beheimatet sechs Pyramiden, die aus luftgetrockneten Ziegeln bestehen. Es ist eine der grössten Zeremonialstätten, die aus der präkolumbischen Zeit bekannt sind. Wir waren fast alleine an diesem mystischen Ort. Leider hat es sehr stark gewindet und so fuhren wir schon nach kurzer Zeit zurück.
Ich hatte den Stopp in Nazca eigentlich nicht eingeplant, bin aber sehr froh, dass ich diesen Nachmittag da verbacht habe! Die Linien sind ein absolutes Must-See und auch die Aquädukte und die Pyramiden sind sehr eindrücklich. Es lohnt sich das Ganze mit einem Guide zu machen, da die Orte sehr abgelegen sind und gemäss meinem Guide und auch Lonely Planet nicht sehr sicher sind. Ich habe die ganze Tour über das Busunternehmen Cruz del Sur direkt im Büro in Huacachina gebucht, als ich die Weiterfahrtstickets von Ica nach Arequipa gekauft habe.
Hier habe ich gebucht