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Der Lebensweg von Ernst Maire begann am 25.März 1913 in Biel, wo ihm Leonie Noth das Leben schenkte. Nach sieben Wochen haben ihn sein Götti Modeste und zwei Tanten an der Chrommenstrasse, in Plaffeien, aufgenommen. Mit zwei Halbgeschwistern wuchs er auf und besuchte die Schule in Plaffeien. Schon in den Kinderjahren bekam er die Härten des Lebens zu spüren, galt es doch infolge bitterer Armut mit Wenigem auszukommen.
Der Schule entlassen, konnte er in Pieterlen eine Lehrstelle als Schreiner antreten. Nach abgeschlossener Lehre kehrte er nach Plaffeien zurück, wo er seinen Beruf vorerst bei der Firma Lötscher in Zumholz ausübte. Als acht Jahre später bei der Firma Louis Brügger eine neue Arbeitskraft gesucht wurde, liess er sich dort engagieren. Diese Stelle hatte er während 37 Jahren – bis zu seiner Pensionierung – inne. Aber auch als Rentner arbeitete er dort noch aushilfsweise mit.
1940 vermählte er sich mit Josefine Rumo und wurde Vater von zwei Kindern. Für diese sowie für die Stieftochter trug er die väterliche Sorge und Verantwortung. Ein Jahr nach der Eheschliessung übernahm er das Haus seiner Pflegeeltern. In harter Arbeit baute er es nach und nach um, bis es für seine Familie ein wohnliches Daheim war. Wenn auch der berufliche Einsatz ihn stark forderte, fand er im Aufziehen und Betreuen von Schafen eine willkommene Freizeitbeschäftigung.
Der verstorbene erfreute sich zeitlebens einer guten Gesundheit. Mit zunehmendem Alter lebte er recht zurückgezogen in seinem Haus. Der Umstand, dass er innert neun Monaten zwei Halbgeschwister zu Grabe tragen musste, machte ihm zu schaffen und liess ihn sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen. Als dann ein überraschender Krankheitsausbruch die Einweisung ins Spital erforderte, musste er das Nahen des Todes geahnt haben, verlangte er doch die Angehörigen zu sehen. Nur wenig später konnte er eines ruhigen Todes sterben und in das Land aufbrechen, wo ewiger Frühling herrscht, wo ihm wahres Glück beschieden ist.