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In der ganzen Schweiz werden Mauswiesel und Hermelin in zahlreichen Projekten gefördert. Die nach den Aufwertungsmassnahmen durchgeführten Erfolgskontrollen und andere Erhebungen mit Spurentunneln ergeben jedoch in den meisten Fällen nur vereinzelte Nachweise von Hermelinen und selten Mauswieselnachweise. Zudem gibt es Hinweise, dass die Präsenz von Hermelinen und Mauswieseln in den einzelnen Gebieten zwischen den Jahren stark schwankt. Diese Faktoren erschweren es, Aussagen über die Populationsgrössen der beiden Mustelidenarten im Mittelland zu machen, aber auch den Effekt der umgesetzten Aufwertungsmassnahmen zu evaluieren und Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Wieselförderung zu definieren.
Mit dem Pilotprojekt „Wiesel Mittelland“ werden Grundlagen zusammengestellt und ein Vorgehensvorschlag erarbeitet, mit welchem Lebensraumqualität und Erfolg von Aufwertungsmassnahmen für Wiesel besser studiert werden können.
Ziele des Pilotprojekts sind:
- Die bisher bekannten Lebensraumfaktoren, welche für Wiesel von Bedeutung sein können, sind zusammengestellt und in einem Aufnahmeprotokoll festgehalten.
- Die Methode zur effektivsten und aussagekräftigsten Erfassung der Wühlmausdichte für einen Standort ist definiert und ein Aufnahmeprotokoll erstellt.
- Das Vorgehen zur Analyse der Korrelation zwischen Lebensraumfaktoren und Präsenz der Wiesel ist definiert.
In den Wiesel-Populationsräumen „Jurapark Aargau“, „Tafeljura“ und "Bachsertal-Studenland" ist das Vorgehen beispielhaft angewandt worden.
Januar 2019 – Dezember 2020
Amt für Wald (Abteilung Jagd und Fischerei), Kanton Aargau
Verein Minimus (Eigenleistung)
Adrian Dietrich, <email-pii>