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Internet-Auktion «Trésor»
Restaurierungsprojekt
In einem ersten Schritt fliesst der Erlös dieser Auktion vollumfänglich in die Restaurierung des U-Boots Mesoscaph «Auguste Piccard», das weltweit erste touristische U-Boot.
Als einer der bedeutendsten Tiefseeforscher brach Jacques Piccard sämtliche Tiefenrekorde und schrieb mit seinen ausserordentlichen Leistungen Geschichte. Im Herbst 2008 ist er mit 86 Jahren verstorben und kann es leider nicht mehr miterleben, wie sein Mesoscaph wieder «auftaucht».
Der Tiefseepionier Jacques Piccard, der mit dem Bathyscaphe „Trieste“ 1961 im Marianengraben die tiefste Stelle der Welt erreicht hatte, baute 1964 das U-Boot „Mesoscaph“ für die Landesausstellung in Lausanne. Er taufe es zu Ehren seines Vaters „AUGUSTE PICCARD“. Mit 28,5 Metern Länge, 7,5 Metern Höhe und 165 Tonnen ist es das erste und grösste touristische Tauchboot.
Das U-Boot „made in switzerland“ brach nach seinem EXPO-Einsatz vom Genfersee auf zu seiner abenteuerlichen Reise durch die Weltmeere. Wesentlich umgebaut tauchte der „Mesoscaph“ vor Kanada für den Bau einer Erdgas-Pipeline, für den US Geological Survey sowie die US Navy. Das grösste Abenteuer erlebt die „Auguste Piccard“ 1981/82 vor der kolumbianischen Küste bei Cartagena. Mit dem „Mesoscaph“ wurde die spanische Galeone „San José“ von 1708 entdeckt, welche tonnenweise Gold, Silber und Edelsteine an Bord haben soll. Kolumbien stoppte die Mission. 2002 trat das U-Boot an der EXPO’02 in Murten wieder an eine breitere Öffentlichkeit in der Schweiz.
Das Verkehrshaus der Schweiz hat das U-Boot 2005 in einer eiligen Bergungsaktion gesichert. Als der Mesoscaph 2007 im Verkehrshaus der Schweiz an ihren definitiven Liegeplatz umgebettet wurde, kam auch der damals 85-jährige Jacques Piccard nach Luzern, um die Restaurierung zu besprechen. Im Sinne von Jacques Piccard entschied sich das Verkehrshaus für eine Restaurierung und Teilrenovierung auf den für die Schweiz relevanten Zustand als innovative Pioniertat. Der lange weisse Rumpf mit dem roten Band und dem Plexiglasturm wurde zum Emblem der EXPO’64, das sich in den Köpfen einbrannte. Im Inneren soll die Geschichte als Forschungsboot und als Wracktauchboot lebendig bleiben.
Ziel des Engagements des Verkehrshauses ist es, das U-Boot nicht nur für die Nachwelt zu erhalten, sondern als besonderes Erlebnis auch für seine Besucher zugänglich zu machen. Die Arbeiten werden kontinuierlich fortgesetzt, das Wrack wird ausserdem in einem Werftzelt geschützt, um die Restaurierung besser vorantreiben zu können.
Retten wir dieses Symbol für den Schweizer Pioniergeist!