Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03387.jsonl.gz/1673

Die "The Document Foundation", die sich im letzten September aufgrund von Differenzen mit Oracle vom OpenOffice-Projekt abgespalten hat
. (Da LibreOffice eine Weiterentwicklung von OpenOffice.org ist, startet die neue, kostenlose Bürosuite gleich mit der Versionsnummer 3.3.)
An der Oberfläche hat sich gegenüber der letzten OpenOffice-Version wenig getan, und auch die Zahl der neuen Funktionen und Features
ist noch gering. In dieser Beziehung soll die nächste LibreOffice-Version 3.4, welche für Mitte Jahr angekündigt ist schon wesentlich mehr Neuerungen bringen.
Die grossen Änderungen bei LibreOffice 3.3 befinden sich für User noch unsichtbar "unter der Haube" im zugrundeliegenden Softwarecode. Das dringlichste Anliegen der Entwickler, die sich dem Projekt angeschlossen haben, ist es, die Software neu zu schreiben und die Abhängigkeit von Code, der noch von Oracle beziehungsweise Sun stammt, schnell zu verringern.
Am Anfang war ein generelles "Aufräumen" der Software angesagt. Beispielsweise wurden Softwareteile entfernt, die schon lange nicht mehr gebraucht werden. Die Softwarebasis von OpenOffice stammt teilweise noch von der Bürosuite StarOffice beziehungsweise dem 1999 von Sun aufgekauften deutschen Unternehmen Star Division. Wie Italo Vignoli, einer der Mitründer der Document Foundation gegenüber 'News.com' erklärte, wurden nun beispielsweise viele noch im Quellcode steckende deutsche Kommentare für LibreOffice auf englisch übersetzt.
Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein Open-Source-Projekt, das Freiwillige Mitentwickler aus aller Welt anziehen möchte. Laut Vignoli wechselten ursprünglich zwanzig, beziehungsweise rund ein Drittel der eigentlichen OpenOffice.org-Entwickler zu LibreOffice. Mittlerweile habe das Projekt aber bereits rund hundert zusätzliche Entwickler angezogen. (hjm)