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Zürich, 13.11.2020
Die Schweiz hat sich am Freitag besorgt gezeigt über die Entwicklungen in Äthiopien. Das Aussendepartement EDA hat eine Reisewarnung erlassen und die Konfliktparteien in einer Stellungnahme zur Deeskalation und zum Dialog aufgerufen.
Das EDA hat in einem Tweet von Reisen in die Region Tigray in Äthiopien abgeraten. Wer sich vor Ort befinde, solle grösste Vorsicht walten lassen und die Anweisungen der lokalen Behörden befolgen. Eine Verschlechterung der Sicherheitslage könne auch in anderen Landesteilen nicht ausgeschlossen werden.
Äthiopiens Regierung hatte nach Monaten der Spannungen zwischen Addis Abeba und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) jüngst eine Offensive gegen die bewaffnete Gruppe und die Regierungspartei von Tigray begonnen. Über die Lage vor Ort ist wenig bekannt, da Internet, Telefonverbindungen und Strom gekappt und Strassen blockiert sind.
Die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht im Konflikt um die Region Tigray seien zu respektieren, heisst es in einer separat publizierten Stellungnahme des EDA weiter. Die humanitäre Hilfe für bedürftige Zivilpersonen dürfe nicht behindert und müsse genehmigt und erleichtert werden.
Das EDA nimmt in der Stellungnahme auch Bezug auf Berichte, wonach Hunderte von Zivilisten im Westen der Region Tigray getötet worden seien. In diesem Zusammenhang ruft das Departement zu einer transparenten Untersuchung von allen mutmasslichen Verletzungen des Völkerrechts auf.