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Angebot an günstigem Wohnraum
Das Angebot an preisgünstigem Wohnraum ist vor allem für einkommensschwache Haushalte von Bedeutung, weil die Mietkosten das Haushaltsbudget stark belasten und die wirtschaftliche Selbständigkeit gefährden können.
Statistischer Kommentar
Im Jahr 2016 liegt im Kanton Luzern der Anteil der preisgünstigen Mietwohnungen am Gesamtmietwohnungsbestand bei 15,8 Prozent. Im Vergleich zu 2010 ist eine wesentliche Zunahme zu beobachten. Bei grösseren Wohnungen mit 4 oder mehr Zimmern ist der Anteil leicht höher als bei kleineren Wohnungen mit bis zu 3 Zimmern.
Normative Anbindung
Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.
Eine anteilmässige Zunahme an preisgünstigen Wohnungen ist wünschenswert. Aus sozialer Perspektive würden sich dadurch die Versorgungschancen für Bevölkerungskreise in beschränkten finanziellen Verhältnissen erhöhen. Die Zunahme wird entsprechend positiv beurteilt.
- Bedürfnisdeckung Die Deckung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung ist langfristig sicherzustellen. Bei der Deckung der darüber hinaus gehenden materiellen und immateriellen Bedürfnisse soll den Individuen ein angemessener Spielraum eingeräumt werden.
- Diskriminierungsverbot Niemand darf aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert werden.
- Existenzsicherung Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Die Existenzsicherung soll in erster Linie durch die bezahlte Erwerbsarbeit sichergestellt werden. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft erhalten Solidaritätsleistungen.
- Integration Benachteiligter Die Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen und Regionen ins wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben soll gefördert werden.
- Soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation Die soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation für alle soll gefördert werden.
Definition
Der Indikator erfasst den Anteil preisgünstiger Mietwohnungen am Gesamtmietwohnungsbestand. Bei Differenzierung nach Wohnungsgrössen gilt der entsprechende Anteil am Gesamtbestand der jeweiligen Wohnungsgrössenklasse. Als preisgünstig gelten Wohnungen, deren Mietpreis weniger als 70 Prozent des durchschnittlichen Mietpreises der Wohnungen mit gleicher Zimmerzahl beträgt. Massgebend ist der monatliche Nettomietzins (ohne Neben- und Heizkosten) von Mieter- und Genossenschafterwohnungen mit bekannter Zimmerzahl.