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SCHWANGERSCHAFT
Medikamente:
Viele Medikamente können die Plazentaschranke passieren und damit in den fetalen Kreislauf gelangen.
Bei ungefähr 7% der Lebendgeburten finden sich angeborene Defekte. 1-5% davon sind durch Drogen oder Medikamente bedingt.
Medikamente können während der ganzen Schwangerschaft und/oder Stillzeit Schäden verursachen.
Alle Medikamente, die für den Markt eine Zulassung haben, sind durch Tierexperimente gesichert.
Trotzdem sind die Kenntnisse und Untersuchungen über die Auswirkung eines Medikamentes beim Menschen äusserst unzureichend. Ein klassisches Beispiel ist das Medikament Thalidomid. Bei Laborraten zeigte das Medikament keine Schädigungen, bei Menschen jedoch erreichte es einen 100% teratogenen Effekt. Deswegen gilt für die Verabreichung von Medikamenten während der Schwangerschaft, dass in erster Linie Präparate mit ausreichend langer und umfangreicher klinischer Erfahrung verordnet werden sollten. Beispielsweise können Mundspülungen mit Chlorhexidin bei bestimmungsgemässem Verbrauch kurzfristig vorbehaltlos eingesetzt werden. Es gibt zahlreiche Berichte über den komplikationslosen monatelangen Einsatz von Chlorhexidin bei Schwangeren.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Einnahme von Medikamenten auf ein Mindestmass begrenzt werden soll.
Röntgendiagnostik:
Entsprechen einer Stellungnahme des American College of Radiology gibt es keine radiologisch-diagnostische Massnahme, die bei einmaliger Anwendung zu einer Strahlungsdosis führt, die ausreichend wäre, die normale Entwicklung eines Embryos oder Fetus zu gefährden. Dies gilt für sämtliche radiologischen Untersuchungen am Menschen.
Trotzdem sollten insbesondere im 1.Trimenon Röntgenuntersuchungen nur bei zwingender Indikation durchgeführt werden.
"Stressfreie Behandlung" ist eine sehr wichtiger Punkt während einer Zahnbehandlung bei Schwangeren.