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Die Universelle Weisse Bruderschaft ist eine spirituelle Bewegung, die auf der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) beruht. Sie stammt von der Weissen Bruderschaft ab, die im Jahr 1900 von Peter Deunov (1864 – 1944) in Bulgarien gegründet wurde.
Peter Deunov wurde als Sohn eines orthodoxen Geistlichen geboren. Da für ihn eine Laufbahn in der orthodoxen Kirche vorgesehen war, studierte er Theologie und anschliessend Medizin in den USA. Als er 1895 nach Bulgarien zurückkehrte, empfand er den starren Rahmen der Institutionen und Dogmen der orthodoxen Kirche als beengend. Ab 1900 fing er an, öffentliche Vorträge zu halten, die den traditionellen christlichen Lehren ein neues Leben einhauchten. Mit Unterstützung einiger Schüler begann er Kongresse zu organisieren, die seine Bewegung allmählich in ganz Europa bekannt machten.
Im Jahr 1937, als der Zweite Weltkrieg nahte und Peter Deunov vorausahnte, dass die politischen Wirren in Bulgarien ein Verbot aller spirituellen Vereinigungen nach sich ziehen würden, fasste er den Entschluss, einen seiner Schüler, Mikhaël Ivanoff, zur Aufrechterhaltung, Verbreitung und Weiterentwicklung seiner Lehre nach Frankreich zu schicken.
Mikhaël Ivanoff der dereinst in Indien den Namen Omraam Mikhaël Aïvanhov erhalten sollte, setzte diese Arbeit fort, indem er in Frankreich und den meisten anderen Ländern Europas, später auch in Nordamerika, öffentliche Vorträge hielt. In der Schweiz trat er erstmals 1945 auf. Die Veröffentlichung seiner wichtigsten Vorträge in Form von Büchern, die nach und nach in mehrere Sprachen übersetzt wurden, machte diese Lehre in der ganzen Welt bekannt.
Zum vertieften Studium dieser Lehre förderte Omraam Mikhaël Aïvanhov die Schaffung von Zentren geschwisterlichen und kollektiven Lebens. So hat sich die Universelle Weisse Bruderschaft in nicht gewinnorientierten Vereinigungen in mehr als dreissig Ländern und auf allen fünf Kontinenten organisiert. In diesen Ländern finden in den Zentren der Vereinigungen wöchentliche Treffen und regelmässige Kongresse statt, damit die Teilnehmenden die Lehre entdecken, besser verstehen und in die Praxis umsetzen lernen.
Steigert in euren Herzen die Überzeugung, dass ihr alle Mitglieder dieser Bruderschaft seid, die ihren Ursprung in der göttlichen Welt hat.
Die Universelle Weisse Bruderschaft lebt auch nach dem Tod von Omraam Mikhaël Aïvanhov im Jahr 1986 durch ihre Vereinigungen und Zentren weiter. Die Methoden, die er gelehrt hat, werden dort weiterhin angewandt, und das Studium seiner Lehre erfolgt anhand von Video und Audioaufnahmen seiner Vorträge.
Ein Tag in der Bruderschaft sieht folgendermassen aus: gemeinsame Gebete und Meditationen, Gymnastikübungen, vegetarische Mahlzeiten in Stille, Chorsingen und das Anhören von Tonbandaufnahmen von Vorträgen von Omraam Mikhaël Aïvanhov. Dazu kommen die Zubereitung der Mahlzeiten, Haushaltsarbeiten, Unterhaltsarbeiten an Räumlichkeiten und Aussenanlagen, Gartenarbeit und künstlerische Tätigkeiten.
Im Frühling und im Sommer beginnt der Tag bei schönem Wetter mit dem Sonnenaufgang. Die Teilnehmenden gehen ins Freie und schauen sich das Schauspiel am Himmel an: ein besonders geeigneter Moment für das Nachdenken, die Meditation und das Gebet. An Sonntagen versammelt sich die Bruderschaft auf einer Wiese zur Paneurythmie. Die Paneurythmie ist ein Tanz, der die Kräfte der Harmonie im Menschen weckt. Eine Abfolge schlichter Bewegungen, zusammengestellt von Peter Deunov, der auch die Musik dazu komponierte.