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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Bolivien sind gut, insbesondere im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Bolivien ist ein Schwerpunktland der DEZA.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Bolivien
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Seit mehr als vierzig Jahren ist die DEZA in Bolivien aktiv. Im Rahmen ihrer Kooperationsstrategie werden Projekte in den Bereichen Dezentralisierung und Menschenrechte, Minderung der Folgen des Klimawandels sowie Beschäftigung und Einkommen umgesetzt. Seit 2013 betreut das regionale Konsularzentrum der Anden in Lima die konsularischen Anliegen.
Die Schweiz und Bolivien haben Abkommen in den Bereichen Investitionsschutz, Luftverkehr und technisch-wissenschaftlicher Zusammenarbeit abgeschlossen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der Handel zwischen der Schweiz und Bolivien ist relativ bescheiden. 2016 importierte die Schweiz Güter im Wert von 9,3 Millionen CHF, vor allem landwirtschaftliche Produkte und Bergbauerzeugnisse. Die Schweizer Exporte nach Bolivien beliefen sich im selben Jahr auf 33,3 Millionen CHF in Form von Maschinen, medizinischen Instrumenten und pharmazeutischen Erzeugnissen.
Die Schweizer Direktinvestitionen in Bolivien betrugen Ende 2015 72 Millionen CHF. Schweizer Firmen beschäftigen rund 1100 Angestellte in Bolivien.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Bolivien können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit orientiert sich an den Prioritäten der bolivianischen Regierung im Bereich der Armutsreduktion. Die Entwicklungszusammenarbeit hat zum Ziel, Einkommen, Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität von marginalisierten wie auch armen Bevölkerungsgruppen zu verbessern, um die Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen zu stärken.
Die DEZA ist vor allem in den ländlichen Gebieten des bolivianischen Hochlands und der angrenzenden Täler tätig. Wegen der raschen Verstädterung in den letzten Jahrzehnten stehen nebst den ländlichen Gebieten neu auch die Armutsviertel der Städte im Fokus. Die Entwicklungszusammenarbeit setzt sich in drei Bereichen für die Armutsreduktion ein:
- Einkommen und Beschäftigung
- Minderung der negativen Folgen des Klimawandels
- Dezentralisierung und Menschenrechte
Schweizerinnen und Schweizer in Bolivien
Ende 2017 lebten 1180 Schweizer Staatsangehörige in Bolivien.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz eröffnete in Bolivien 1935 ein Generalkonsulat und 1962 eine diplomatische Vertretung. Sie pflegt mit dem Andenstaat seit 1911 konsularische und seit 1946 auch diplomatische Beziehungen. Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit ist seit 1968 in Bolivien aktiv.