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Bauern gründen eine Schule
Die Entwicklung der Schule Horgenberg geht zurück auf das 17. Jahrhundert, als reicher Kindersegen die einzelnen Bauern dazu bewog, sich mit der Schulausbildung ihrer Kinder zu befassen. Bis im 18. Jahrhundert fand dieser Unterricht, oft nur im Winter, in den Privatstuben der Lehrer statt. 1809 begannen die Horgenbergler im Dorfteil Wührenbach im Frondienst mit einem ersten Schulhausbau, obwohl ein Beitrag der Dorfwacht anfänglich verweigert wurde. Bis 1919 behauptete sich Horgenberg als selbständige Zivil- und Schulgemeinde, danach wurden Schulhaus und Verwaltungsaufgaben der politischen Gemeinde Horgen übergeben.
Das Schulgebäude, das auch heute noch benutzt wird, wurde 1898 erbaut und 1922 mit Hilfe der „Notstandsarbeiter“ (Arbeitslosen-Beschäftigungsprogramm) erweitert.
In einem seiner Räume befand sich eine 1876 gegründete öffentliche Bibliothek, die heute über 1500 Bände umfasst, unter anderem das gesamte signierte Werk der Kinderbuchautorin Olga Meier. Die bekannte Schriftstellerin war anfangs des Jahrhunderts selbst einmal Lehrerin an der Schule Horgenberg.
Das Schulareal wird erweitert
1995 wurde das Schulareal mit umfangreichen Neubauten ergänzt. Ein Mehrzweckgebäude mit Turnhalle, in welchem nun auch die Bibliothek untergebracht ist, sowie das Kindergartengebäude gruppieren sich um den neu gestalteten Pausenplatz.
Kindergarten und Schule öffnet sich
Nicht nur Kinder aus Sihlwald, sondern seit rund fünf Jahren haben auch Kinder aus Horgen die Möglichkeit, den Kindergarten und die Schule im Horgenberg zu besuchen. Anfangs nahmen Gastfamilien die auswärtigen Kinder zur Betreuung über Mittag und nach Schulschluss auf und unterstützten mit ihrem Engagement die Schule, die mit einer sinkenden Schülerzahl aus dem Horgenberg zu kämpfen begann.
Blockzeiten auf dem Berg
2003 wird auf Betreiben der Lehrerschaft ein neues Schulmodell initiiert. Blockzeiten und ein erweitertes Betreuungsprogramm sollen den veränderten gesellschaftlichen Ansprüchen Rechnung tragen und zur Sicherung der Kinderzahlen und somit der Schule beitragen. Ab Januar 2004 wird die Abwartwohnung zur Erweiterung der Schulräumlichkeiten in den Schulbetrieb integriert. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, einen Mittagstisch mit Mittagsbetreuung, ein Spielzimmer und ein Ruheraum, zusätzlichen Schulraum für einzelne Klassen sowie Lehrer- und Sitzungszimmer neu einzurichten.
Ausserdem wurden die Unterrichtszeiten den Postautofahrplänen angepasst, dass jedes auswärtige Kind selbständig mit dem Postauto zur Schule kommen kann.
Tagesschule Horgenberg
Am 21. August 2006 hat die Schule Horgenberg die Tore geöffnet zur ersten öffentlichen Tagesschule am linken Zürichsee-Ufer. Tagesschulkinder können nun neu von Montag bis Freitag von7 – 18 Uhr beschult und betreut werden.