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Die Eindämmung der rasanten Klimaveränderung, die durch die Menschheit verursacht wird, ist das Hauptziel des WWF.
Klimaveränderungen waren im Laufe der Erdgeschichte ein natürlicher und ständig ablaufender Prozess. Das Besorgniserregende an der gegenwärtigen Klimaveränderung sind deren Tempo und Ursache.
Durch starke Belastungen der Umwelt mit CO2, Ozonvernichtung in der oberen Atmosphäre und die Folgen wirtschaftlicher Aktivitäten wie Vernichtung grosser Waldgebiete und Verschmutzung der Meere, erwärmt sich die Erdoberfläche in unnatürlich hohem Tempo. Dies bewirkt die Verschiebung der Vegetation und mit ihr der Menschen, welche von ihr abhängig sind. Gewaltige Veränderungen ganzer Ökosysteme finden statt und ganze Völker werden zur Migration gezwungen. Gebiete wie diverse Südseeinseln, die Malediven und Teile von Bangladesch werden durch den steigenden Meeresspiegel bedroht oder verschwinden gar.
In der Schweiz äussern sich diese Entwicklungen durch:
- zunehmende Einwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen
- Verlagerung des Vegetationsgürtels in höhere Lagen in den Alpen, Verwaldung
- Schmelzen von Gletschern und Permafrost mit darauf folgenden Rüfen-Niedergängen
- Verlagerung der Schneegrenze mit Folgen für die Wintersportbetriebe
Das Thema Energie hängt mit dem Thema Klima eng zusammen. Denn die menschgemachten CO2-Emissionen sind zur Hauptsache auf die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdölprodukte, Erdgas und Kohle zurückzuführen. All dies sind Energieträger, die vor Jahrmillionen gebildet wurden und im Erdinnern gelagert sind. Sie werden nun in einem am Erdalter gemessenen kurzen Augenblick verbraucht! Bei der Reduktion der CO2-Emissionen muss zweischienig gefahren werden:
1. Energie sparen
Der Grossteil der weltweiten elektrischen Energie stammt noch aus Kohle- und Erdölkraftwerken, in der Schweiz jedoch vorwiegend aus Wasserkraft. Der Hauptverbrauch von fossiler Energie erfolgt hierzulande im motorisierten Strassenverkehr, im Luftverkehr und beim Heizen. Häufig liessen sich hier mit nur wenig Komfortverlust weitaus sparsamere Lösungen finden.
Das bedeutet z.B.:
- Bedachter, vernünftiger Gebrauch von sparsamen und dem Einsatzbereich angemessenen Motorfahrzeugen
- Elektrischen Strom sparen (z.B. keine Standby-Schaltung bei Geräten)
- Heiztemperatur senken
- Wenn immer möglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen
2. Nutzung erneuerbarer, einheimischer Energiestoffe
- Wasserkraftwerke zur Erzeugung von elektrischer Energie. In der Schweiz ist das ökologisch vertretbare Wasserkraft-Potential allerdings schon weitgehend ausgeschöpft.
- Holz zum Heizen und Erzeugen von elektrischer Energie
- Sonnenenergie nutzen durch den Einsatz von photovoltaischen Anlagen zur Stromerzeugung und von Kollektoren zum Erzeugen von Warmwasser. Dieses Potential ist nach wie vor sehr gross, wie eine aktuelle Untersuchung des WWF Schweiz zeigt.
- Windkraft ebenfalls zur Erzeugung elektrischer Energie
- Biogas ersetzt Erdgas und Erdöl