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Matthias Glarner
Wer beim Schwingen vom «Bösen» spricht, meint damit nicht in etwa einen fiesen Gegner, sondern lediglich einen Schwinger, der in seiner Karriere einen eidgenössischen Kranz gewonnen hat.
Keine juwelenbesetzte Krone könnte ein Schwingerhaupt mehr krönen als ein Lorbeerkranz. Der Lorbeerkranz wird nur an mind. 15 Prozent und max. 18 Prozent aller Schwinger beim Eidgenössischen vergeben.
Damit ist weder ein Hausgang gemeint noch eine Gangart. Ein Gang ist vielmehr eine Kampfrunde beim Schwingen. Die Zeitdauer eines solchen Kampfes variiert zwischen 4 (Regionalfest) und 16 Minuten (Eidgenössisches).
Es gibt sowohl Preisgelder als auch Naturalpreise am «Gabentisch». Die erfolgreichsten Schwinger dürfen sich die Preise aussuchen: Traditionell sind das Kuhglocken, Möbel, als Hauptpreis aber auch oft ein Muni. So ein Lebendpreis kann ganz schön schwer werden – bis zu einer Tonne!
Sägemehlring. Er ist kreisförmig, hat 7 bis 14 Meter Durchmesser und ist mit mindestens 23 Kubikmetern Sägemehl gepolstert.
Das Putzen ist eine respektvolle Geste des Gewinners gegenüber dem Verlierer. Sobald der Verlierer aufsteht, putzt ihm der Gewinner die Sägespäne vom Rücken ab.