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|schandfleck.ch_archiv/2000/nr.2||

chinesisches märchen

warum es keinen krieg gibt
| als
der krieg zwischen den beiden benachbarten ländern unvermeidlich war,
schickten die generäle beider seiten späher aus. diese sollten
erkunden, wo sie am leichtesten ins nachbarland einfallen könnten.

die kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden seiten dasselbe: es gebe nur eine stelle an der grenze, die sich dafür eigne. dort aber, sagten sie, wohnt ein braver kleiner bauer mit seiner anmutigen frau in einem kleinen haus. sie haben einander lieb, und es heisst, sie seien die glücklichsten menschen auf der welt. sie haben ein kleines kind. wenn wir nun über ihr grundstück marschieren, dann zerstören wir das glück! also kann es keinen krieg geben.
das sahen die generäle ein, und der krieg fand nicht statt - wie jeder mensch wohl begreifen wird....