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Nach Ablauf der Pfändung, spätestens am Ende des Pfändungsjahres, erhält der Gläubiger das ihm zustehende Geld, einen Teil des Geldes, oder einen definitiven Verlustschein, falls seine Forderung nicht oder nicht vollständig gedeckt werden konnte.
Der Verlustschein ist unverzinslich und verjährt innert 20 Jahren.
Er verliert also an Wert und kann deshalb oft mit einem Vorschlag für einen Teilerlass "zurück gekauft" werden und dann gelöscht werden. Siehe Schuldensanierung oder Verlustscheinsanierung
Später muss er wieder von vorn anfangen.
Ein Verlustschein bedeutet, dass Sie im Bereich des Existenzminimums leben müssen, oder soviele und so hohe Schulden in Betreibung sind, dass die Pfändung auch über ein ganzes Jahr nicht genügend einbringt.
Mit dem Verlustschein wird der Gläubiger informiert, dass Sie diese Forderung zur Zeit nicht bezahlen können oder konnten. Für den Gläubiger ist damit das ganze Inkassoverfahren vorerst abgeschlossen. Manche Gläubiger delegieren das Inkasso bereits vor der Betreibung, manche delegieren erst das Verlustscheininkasso an ..... Inkassobüros; und manche Gläubiger verkaufen ihre Forderung weiter.
Ist von vornherein klar, dass weder eine Einkommens- noch eine Sachpfändung möglich ist, erstellt die Betreibungsbeamtin provisorische Verlustscheine. Provisorisch ausgestellte Verlustscheine verpflichten Sie zur Mitteilung an das Betreibungsamt, wenn Sie im Verlauf des Pfändungsjahres ein pfändbares oder ein besseres als das berechnete Einkommen oder geringere anrechenbaren Ausgaben haben.
Es gibt zwei Arten von Verlustscheinen: Pfändungsverlustscheine und Konkursverlustscheine. Näheres zum Konkursverlustschein siehe Privatkonkurs.