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Die Speicherung von Energie ist, neben der Produktion von Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie, ein weiterer Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Energiewende. Grundwasser scheidet als Speicher grösserer Energiemengen aufgrund der restriktiven Gewässerschutzgesetzgebung in der Regel aus. Deshalb können hier künstlich erzeugte Tiefengeothermie-Speicher (EGS-Speicher) eine wichtige Rolle spielen. Das Konzept sieht eine modifizierte Form des Multi-Stage-Stimulationssystems mit horizontal orientierten Rissen vor, welche durch vertikale Bohrungen angelegt werden. Je nach Bedarf kann Wärme im Geo-Speicher ein- oder ausgespeichert werden. Energie Wasser Bern (ewb) plant ein Pilotprojekt in Bern.
Sowohl in Europa als auch anderswo in der Welt sind bereits Geospeicher in Betrieb. Diese speichern in der Regel Wärme im Niedrig-Temperaturbereich zwischen 20 und 30°C.
Seltener sind auch Hochtemperaturspeicher zu finden. Ein entsprechendes Beispiel befindet sich im Zentrum von Berlin unter den Parlamentsbauten im Berliner Spreebogen („Wärme- und Kälteverbund Deutscher Bundestag“). Die Anlage besteht aus zwei Speichern. Einem oberflächennahen Kältespeicher (Quartäre Lockergesteine) und einem ca. 300 m tiefen Wärmespeicher mit Speichertemperaturen von etwa 70°C. Gleich wie in Bern baut sich der Wärmespeicher aus Sandsteinschichten auf. Die Anlage ist seit 1999 erfolgreich in Betrieb.
Speicherkonzept des „Wärme- und Kälteverbundes Deutscher Bundestag“ in Berlin (Bartels et al., 2014).
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