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Der Brite Eddie Redmayne ist für seine Rolle als Physiker Stephen Hawking in «Die Entdeckung der Unendlichkeit» mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Das gab die Filmakademie in Hollywood bekannt. Er stach Steve Carell, Bradley Cooper, Benedict Cumberbatch und Michael Keaton aus. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Julianne Moore für ihre Rolle in «Still Alice».
Die Komödie «Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit» von Alejandro G. Iñárritu ist mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet worden. Es ist das erste Mal in diesem Jahrtausend, dass eine Komödie in der Hauptkategorie geehrt wurde. Die Satire mit Michael Keaton in der Hauptrolle gewann vier Oscars. Ausserdem waren in der Königskategorie das Scharfschützendrama «American Sniper», der Weltkriegs-Thriller «The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben» sowie das US-Bürgerrechtsdrama «Selma», der Musikfilm «Whiplash» und «Die Entdeckung der Unendlichkeit» über den britischen Astrophysiker Stephen Hawking vertreten.
Im vergangenen Jahr hatte das Historiendrama «12 Years a Slave» als bester Film triumphiert. Der Mexikaner Alejandro G. Iñárritu hatte zuvor bereits den Oscar für die beste Regie gewonnen.
Die bildgewaltige Komödie «Grand Budapest Hotel» von Wes Anderson gewann bei der 87. Oscar-Verleihung in der Nacht zu Montag drei Trophäen, allerdings in Nebenkategorien: Für das beste Kostümdesign, das Produktionsdesign und das beste Make-up. Drei Oscars gingen auch an das Musikerdrama «Whiplash» von Damien Chazelle. Der 60-jährige J.K. Simmons wurde für seine Rolle als aggressiver Musiklehrer als bester Nebendarsteller geehrt; weitere Preise gab es für die Tonmischung und den Filmschnitt.
Ausgerechnet zwei Dankesreden gehörten zu den Höhepunkten dieser sonst eher durchschnittlichen Oscar-Nacht. Schauspielerin Patricia Arquette (beste Nebendarstellerin im Jugenddrama «Boyhood») nutzte ihre Rede zu einem kämpferischen Aufruf für Frauenrechte. Sänger John Legend (bester Filmsong «Glory» im Bürgerrechtsdrama «Selma») erinnerte daran, wie aktuell das Thema Rassismus ist.
Den Oscar in der Kategorie Dokumentation gewann die US-Regisseurin Laura Poitras mit «Citizenfour» über den Whistleblower Edward Snowden – eine deutsche Co-Produktion. Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film geht an die polnische Produktion «Ida». Es ist nach Akademie-Angaben der erste Oscar für Polen. Die Geschichte einer im Waisenhaus aufgewachsenen jungen polnischen Nonne, die kurz vor ihrer endgültigen Entscheidung für das Leben im Kloster erfährt, dass sie eigentlich Jüdin ist, hatte in den USA sehr positive Kritiken erhalten.
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(feb/sda/dpa)