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Gründerin und Chefin Elizabeth Holmes war mit ihrem von Investoren zwischenzeitlich mit über neun Milliarden Dollar bewerteten Start-up eine Zeit lang ein umjubelter Star im Silicon Valley. Theranos versprach, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren. Dann warf eine Serie von Enthüllungsberichten im "Wall Street Journal" jedoch erhebliche Zweifel an der Technologie auf und stiess die Firma in eine tiefe Krise.
Theranos musste in grossem Stil Testergebnisse zurückziehen, verlor die Lizenz zum Betrieb von Laboren und wurde von Geschäftspartnern wie der Drogeriekette Walgreens fallengelassen. Theranos wehrt sich weiter gegen Manipulationsvorwürfe sowie Klagen von Investoren und Kunden, zugleich laufen Ermittlungen von US-Behörden. Allein Walgreens hatte rund 140 Millionen Dollar in Theranos investiert.
Jetzt soll mit "miniLab" ein Neustart versucht werden. Diese Technik soll an andere Labore verkauft werden. Das setzt neben der Entwicklungszeit einen langen Zulassungsprozess voraus. Die verbliebenen 220 Mitarbeiter seien das "Kernteam" für diese Pläne, erklärte Theranos./hbr/so/DP/edh
(AWP)