Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/590

In den letzten zwanzig Jahren hat die Gemeinde von Monte Carasso mit dem wertvollen und ausschlaggebenden Beitrag des Architekten Luigi Snozzi eine Planungsstrategie entwickelt, die sie bis heute weiterführt und die eine qualitative Nutzung des Gebiets mittels innovativer Bauvorschriften fördert.
Vordergründiges Ziel des Plans war die Neuqualifizierung des zentralen Gemeindegebiets, an dem sich verschiedene zivile und religiöse Einrichtungen befinden. Dazu wurden folgende Eingriffe vorgenommen:
- Der historische Ortskern wurde durch eine Umfahrungsstraße, die eine Art Vergrößerung der ehemaligen Klostermauer darstellt, klar eingegrenzt.
- Das ehemalige Kloster der Augustinerinnen wurde saniert und umgebaut; dort sind jetzt die Grundschule und das Kultur- und Freizeitzentrum untergebracht und es wurden Außenbereiche zur öffentlichen Nutzung eingerichtet.
- Für die Zukunft ist die Einrichtung eines öffentlichen Gebäudes vorgesehen, das als Begrenzungselement zusammen mit dem Rathaus und der neuen Bank den Dorfplatz neu eingrenzen wird.
- Eine eventuelle Vergrößerung des Friedhofs auf beiden Seiten und die Erstellung von zwei Fußgängerwegen, die die beiden Ortskerne mit den beiden Eingängen der Kirche verbinden, stehen in Aussicht.
Die geltenden Bestimmungen zielen auch auf eine Neuqualifizierung des für das private Bauwesen bestimmten Gemeindegebiets ab, durch eine genaue Überwachung sämtlicher Eingriffe, die mit der Art und der Beschaffenheit jedes einzelnen Blocks im Einklang stehen müssen.
Das „Projekt Monte Carasso“ wurde sehr aufmerksam verfolgt und hat großes Interesse geweckt, was sich unter anderem durch zwei wichtige Auszeichnungen bestätigt:
- „Wakkerpreis 1993“ des Schweizer Heimatschutzes und
- Preis „Prince of Wales 1993“ der Harvard University of Boston (USA).