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Der Betreiber der havarierten Atomkraftwerke von Fukushima hat jetzt zugegeben, dass die Kernschmelze im Reaktor 1 bereits 6 Stunden nach dem Erdbeben einsetzte. Gemäss einem revidierten Bericht erhitzten sich schon am Tag des Erdbebens die Brennstäbe auf rund 2800 Grad Celsius, in den folgenden 10 Stunden schmolzen sie und sanken auf den Boden des Reaktordruckbehälters.
Durch den beschädigten Behälterboden sickert seitdem radioaktives Kühlwasser in das Containment, den Boden und das Meer. Wie Tepco am Sonntag einräumte, versagte das Kühlsystem in Fukushima unmittelbar nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami. Innerhalb weniger Stunden lagen die Brennstäbe völlig frei und begannen zu schmelzen. 16 Stunden nach dem Tsunami waren sie komplett zerstört. Der Boden des Druckbehälters sei durch die extreme Temperatur beschädigt. Obwohl jetzt noch ständig Kühlwasser hereingepumpt werde, steige der Wasserstand nicht an. Tepco räumt ein, dass dies auf Lecks im Boden des Druckbehälters hindeutet, allerdings nur „in beschränktem Mass“.
Die frühe Kernschmelze sei „entdeckt“ worden, nachdem man die Messinstrumente wieder zum funktionieren gebracht habe, sagte Tepco. Dasselbe versuche man jetzt auch bei Reaktor 2 und 3.
Greenpeace kritisiert, dass Tepco zwei Monate gebraucht hat, um die Öffentlichkeit über die Kernschmelze zu informieren und fürchtet, dass der Betreiber und die Regierung die Situation in Fukushima weiter verharmlosen.