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Die Partie zwischen Roger Federer (ATP 3) und der Weltnummer 30 aus Frankreich war lange ausgeglichen. Keiner der beiden liess einen Breakball zu, so dass der erste Satz im Tiebreak entschieden werden musste.
Gelungenes Tiebreak und Demonstration im 2. Satz
Dort stand es nach 4 verlorenen Aufschlagpunkten 2:2. Als Benneteau das 5. Minibreak zum 3:2 gelang, schien der Baselbieter kurz mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Federer reagierte aber unbeeindruckt, holte sich das Minibreak sofort wieder zurück und zog auf 6:3 davon. Der mögliche Gegner des Schweizers im Davis-Cup-Final Ende November konnte in der Folge nicht mehr reagieren.
Der Start in den 2. Umgang glückte Federer perfekt. Gleich im 1. Game nahm er dem Franzosen den Aufschlag ab. Zwei weitere Servicedurchbrüche brachten die endgültige Entscheidung. Den Matchball verwertete Federer standesgemäss mit einem Ass.
Zufriedener Federer
«Ich denke, ich spielte schon sehr gut gegen Roberto Bautista-Agut, aber heute Abend war das noch ein bisschen besser», sagte Federer nach dem Spiel gegen den unbequemen Gegner aus Frankreich. Dem Schweizer bereitete vor allem die Art und Weise seines Sieges Freude: «Als ich einmal in Führung lag, war ich fähig, das Spiel in die Hand zu nehmen und 10 bis 15 Minuten zu diktieren.»
Der Steigerungslauf von Federer in Schanghai ist umso eindrücklicher, wenn man an sein Startspiel gegen den Argentinier Leonardo Mayer zurückdenkt. In extremis wehrte Federer 5 Matchbälle ab und verhinderte so, dass er bereits nach einem Spiel die Koffer packen musste.
Jetzt wartet die Weltnummer 1
Stattdessen steht er in der chinesischen Metropole im Halbfinal und trifft dort auf den Titelverteidiger Novak Djokovic, der sich gegen den Spanier David Ferrer mit 6:4 und 6:2 mühelos durchsetzte. Mit dem Serben hat Federer seit seiner 5-Satz-Niederlage im diesjährigen Final von Wimbledon noch eine Rechnung offen.
Sendebezug: Radio SRF 1, 10.10.14, 16-Uhr-Bulletin