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Finanzmärkte sind global vernetzt und Regulierungsfragen zunehmend komplex. Deshalb ist die internationale Zusammenarbeit für die Stabilität der Finanzmärkte von zentraler Bedeutung. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Financial Stability Board (FSB), das bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelt ist. Die Hauptaufgabe des FSB ist die Koordination der Arbeiten seiner Mitgliedstaaten sowie internationaler Gremien im Bereich der Finanzmarktregulierung und -aufsicht. Das FSB treibt - oft basierend auf einem Mandat der G20 - internationale Finanzmarktreformen voran, beispielsweise auf dem Gebiet systemrelevanter Finanzinstitute, der Derivatemärkte, der Finanzmarktinfrastrukturen oder der Finanzintermediation im Nichtbankensektor. Zudem überwacht und evaluiert das FSB bei den Mitgliedsstaaten die Umsetzung internationaler Regulierungsstandards und setzt in einzelnen Bereichen selbst Standards.
Die Schweiz hat als Mitglied zwei Sitze im FSB, die vom EFD und der SNB eingenommen werden. Seitens des EFD koordiniert das SIF gemeinsam mit der SNB und der FINMA die Schweizer Position im FSB und nimmt in der Plenarversammlung und diversen Gremien und Arbeitsgruppen des FSB teil. Die Interessenswahrung der Schweiz umfasst sowohl eine aktive Mitwirkung an den internationalen Regulierungsarbeiten als auch das frühzeitige Erkennen relevanter Entwicklungen im Bereich der Finanzstabilität und Regulierung.
Die Entwicklung internationaler Regulierungsstandards erfolgt in der Regel in den einschlägigen Standardsetzungsgremien wie etwa dem Basler Ausschuss für Bankenregulierung (BCBS), der Internationalen Vereinigung von Versicherungsaufsichtsbehörden (IAIS) oder der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO). An diesen Arbeiten sind Schweizer Behörden ebenfalls beteiligt.