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Alter Übergang (1992 m) von Morbegno im Veltlin über Albaredo in das Valle Brembana der heutigen Provinz Bergamo. Der Bergeinschnitt in der Orobischen Alpenkette hiess zu Beginn des 16. Jh. einfach Giogo (Joch) oder Monte Albit. 1552 begehrten die Trafficanti des Valle Brembana den Ausbau des Passwegs; dasselbe verlangte 1557 auch Friedrich von Salis, Abgesandter Graubündens in Venedig. Ein moderner Ausbau der Passstrasse erfolgte in enger venezian.-bündner. Zusammenarbeit 1592-93. Als leitender Ingenieur dieses Werks wirkte Alvise Priuli, venezian. Senator und Podestà in Bergamo. Nach ihm wurde die neue Strasse Via Priulana genannt; der Pass, an dessen südl. Seite ein Hospiz erstellt wurde, heisst seit damals S. Der Passweg diente v.a. dem internat. Warentransport von Venedig nach Flandern und Frankreich und umgekehrt. Er hatte den Vorteil, dass man nicht feindliches mailänd.-span. Gebiet passieren musste. Im 18. Jh. scheiterte ein venezian. Ausbauprojekt der Passstrasse an der österreichfreundlichen bündner. Haltung. Der S. verlor an Bedeutung und diente nur noch dem Lokalverkehr. Mit dem Bau der Nuova Priulana zu Beginn der 1980er Jahre steht eine moderne Touristenstrasse zur Verfügung.
Literatur
– M. Bundi, Frühe Beziehungen zwischen Graubünden und Venedig, 1988, 202-210
Autorin/Autor: Martin Bundi