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Ein dunkelbraunes und ockerfarbenes Tor rahmt den Blick auf ein Objekt. In kräftigen, doch keineswegs grellen Farbflächen mit feinen Abstufungen werden Formen in einer Körperlichkeit dargestellt, die dreidimensional wirken. 1970 erstellt Myrha eine Mappe mit neun grossformatigen Siebdrucken, die den Titel «Portes» trägt. Zum ersten Mal finden sich in seinem Schaffen diese Tore, die einem erlauben, das Unbekannte zu entdecken. Myrha beginnt mit diesen Toren ein imaginäres Innen und Aussen zu trennen und gleichzeitig zu verbinden. Sie definieren einen Vordergrund, einen Hintergrund und eine grosse räumliche Tiefe. Während im Siebdruck bereits die Technik zu eben- und gleichmässigen Oberflächen verhilft, hat der Künstler diese Wirkung auf seine Acrylmalereien übertragen. René Myrha schafft ein Gleichgewicht zwischen Illusion durch Tiefe und Räumlichkeit, sowie der Objektivität durch verschieden farbige Flächen und Statik. Betitelt sind seine Torformationen oft auch mit den Entstehungsdaten. So ist dieses Gemälde in den Monaten April und Mai im Jahr 1972 entstanden.
Anja Seiler
Wir sehen ein Tor in Schwarz und Ocker.
Es trennt Innen und Aussen.
Draussen werden farbige Flächen
zu Formen im Raum.
Das Tor öffnet unseren Blick auf Unbekanntes.
Der Titel verweist auf die Zeit der Entstehung.
Der Künstler malte das Bild im April und Mai 1972.
Es gibt viele weitere Bilder mit dem Titel Porte.
Porte ist Französisch und heisst Tor.
Sara Smidt