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- Insiderhandel im CAPM
Die Erarbeitung des Capital Asset Pricing Model (CAPM) wird bis heute als bedeutende Entwicklung in der Geschichte der Finanzwirtschaft betrachtet. Damit war es auf einfache Weise möglich, Kapitalanlagen anhand eines einzigen Faktors zu bewerten. Das Risiko bestimmt die Risikoprämie und damit mit dem sicheren Zins die geforderte Rendite. Die individuelle Risikoeinstellung hat für die Zusammensetzung des risikobehafteten Portfolios keine Bedeutung. Die damit einhergehende Delegierbarkeit ist eine zentrale Aussage des CAPM.
In den darauffolgenden Jahren beschäftigte sich die Wissenschaft mit zahlreichen Erweiterungen des ursprünglichen CAPM, mit dem Ziel die Annahmen aufzuweichen und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Aussagen des Standard-CAPM zu analysieren.
Von besonderem Interesse ist das Modell von Lindenberg (1979). Der Autor unterstellt, dass es institutionelle Grossinvestoren gibt, die ihren Kurseinfluss bei der Abgabe der optimalen Nachfrage berücksichtigen.
Eine Weiterentwicklung des Modells von Lindenberg stellt den Kern dieser Arbeit dar. Dabei wird die Annahme über die homogene Informationsverteilung aufgehoben. Es ist plausibel anzunehmen, dass institutionelle, marktmächtige Grossinvestoren über bessere Informationen verfügen als die Kleinanleger. Die Kursbeeinflusser aus Lindenberg sind nun auch Insider.