Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/2561

Verkehrssituation wird analysiert
Region Sense ermöglicht Verkehrsstudie für den ganzen Bezirk
Im Rahmen eines kantonalen Studienprojekts wird die Verkehrssituation im Unteren Sensebezirk analysiert. Der Gemeindeverband Region Sense nimmt die Gelegenheit wahr, die wichtigsten Verkehrsdaten auch für den restlichen Bezirk erheben zu lassen.
Von ANTON JUNGO
Für die Erhebung der Verkehrsdaten und die Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen für allfällig aufgedeckte Probleme hat die Region Sense 60 000 Franken ins Budget 2006 aufgenommen. Oberamtmann Marius Zosso, Präsident der Region Sense, sieht diese Erhebung als Ergänzung zu einer kantonalen Studie. Die Ausarbeitung eines Verkehrskonzepts für den Sensebezirk ist einerseits
Bestandteil des Aktionsprogramms des Gemeindeverbandes. Andererseits hatte der Grosse Rat eine
Motion überwiesen, die eine Verkehrsanalyse für den Unteren Sensebezirk und Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation verlangt hatte.
Marius Zosso wies gestern an der Delegiertenversammlung der Region Sense darauf hin, die Gemeinde Wünnewil-Flamatt wünsche, dass in die Verkehrsstudie auch die Gemeindestrassen einbezogen werden. Die Gemeinden Heitenried und Giffers andererseits stellten den Antrag, dass zuerst die Resultate der kantonalen Studie abgewartet und vorläufig auf die Verkehrsstudie für den restlichen Sensebezirk verzichtet werde. Mit 38 gegen sieben Stimmen lehnte die Versammlung diesen Antrag ab.
Ist Label «Energiestadt Region Sense» notwendig?
Bei der Diskussion über das Budget erklärte Erwin Grossrieder, Delegierter der Gemeinde Wünnewil-Flamatt, dass sich seine Gemeinde frage, ob es notwendig sei, dass der Sensebezirk auf die Erreichung des Labels «Energiestadt Region Sense» hinarbeite. Es reiche, die Vorschriften des Energiegesetzes einzuhalten. Wie er betonte, brachte das Projekt «Energiestadt» ausser viel Papier noch kaum etwas Konkretes. Der Oberamtmann wies darauf hin, dass der Vorstand entschieden habe, bei diesem Projekt einen Marschhalt einzuschalten. Im Frühling soll dann entschieden werden, wie es weitergeht. Im Budget sind für dieses Projekt 8000 Franken vorgesehen.
Das Budget 2006 der Region Sense, das von Ausgaben und Einnahmen von rund 351 000 Franken ausgeht, wurde von den Delegierten einstimmig angenommen. Angenommen wurden ebenfalls die Budgets des IBS-Projekts (integrale Berglandsanierung) sowie des Rechenzentrums der Gemeinden Deutschfreiburgs (RZGD), das einen Aufwand und Ertrag von rund 895 000 Franken vorsieht. Zu den 14 bisherigen Gemeinden hat sich neu auch Greng gesellt. Fredy Huber, Verantwortlicher für den Betrieb des RZGD, wies darauf hin, dass der gemeinsame Rechner die Gemeindeverwaltungen zusammengeschweisst habe.
Unter Verschiedenes gab Marius Zosso seiner Freude über das gute Abschneiden von Betrieben aus dem Sensebezirk beim kantonalen Innovationspreis 2005 Ausdruck. Die Firma Extramet AG in Plaffeien war mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden (vgl. FN vom 10. November).
Reservierte IHG-Gelder
Der Präsident der Region Sense, Marius Zosso, wies auch darauf hin, dass der Vorstand für zwei Projekte von grosser wirtschaftlicher Bedeutung IHG-Gelder reserviert habe. Zum einen für das geplante Wellness-Thermalbad in Schwarzsee und zum andern für die Schaffung einer Arbeitszone von kantonaler Bedeutung in Birch bei Düdingen.
Für die Schaffung der Arbeitszone Birch hat die Gemeindeversammlung von Düdingen im Oktober 2004 dem Kauf einer Landparzelle von rund 50 000 m2 zugestimmt. Wie aus der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom kommenden 14. Dezember hervorgeht, soll mit dem Kauf einer Parzelle von 9434 m2 zum Preis von 52 Franken pro Quadratmeternun ein weiterer Schritt getan werden. Der Gemeinderat hält in der Botschaft fest, die fragliche Parzelle liege für die Verwirklichung und Erschliessung der Arbeitszone an einem äusserst wichtigen Standort. Der Kauf der Parzelle werde die weitere Planung wesentlich erleichtern und es könnten allenfalls notwendige Arrondierungen mit Nachbarparzellen vorgenommen werden.
Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die zusammenhängende östliche Hälfte der Arbeitszone von 100 000 m2 inklusive der eingezonten Grundstücke im Privatbesitz innert nützlicher Frist baureif gemacht werden könne. «Dies ist für die Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes und des Regionalzentrums Düdingen sehr wichtig», betonte er. ja