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Jane Hart hat kürzlich in Zusammenarbeit mit der eLearning Guild eine Umfrage zum Thema informelles Lernen durchgeführt und als Studie publiziert (vgl. den Blogbeitrag auf den Seiten des Learning Solutions Magazine dazu, der auch eine Grafik aus der Studie zeigt).
Jane Hart hat für die Studie ca. 400 „Learning Professionals“ aus verschiedenen Branchen befragt. Die zentralen Ergebnisse aus ihrer Sicht sind:
- Das Verständnis von „informellem Lernen“ (IL) variiert. Das Begriffsverständnis reicht von „individuelles Lernen“ bis „workplace learning“. Dabei wird informelles Lernen häufig mit innovativen, nicht-instruktionistischen Lernformen („non-traditional training“) gleichgesetzt.
- Die meisten der von den Befragten als „informelles Lernen“ bezeichneten Initiativen beziehen sich auf die Integration von „non-instructional approaches“ (z.B. kurze Lernvideos im Selbstbedienungsmodus) in herkömmliche Kurse
- Das „naturwüchsige“ Lernen von Einzelpersonen innerhalb und ausserhalb von Unternehmen & Organisationen wird dagegen von den Learning Professionals kaum zum Thema gemacht.
Sie schliesst mit folgender Feststellung:
Many L&D professionals, managers, and others clearly need help in understanding the value of non-instructional learning and its importance in the workplace. An organization’s learning strategy needs to take account of the need to develop a new learning culture.“
Besonders interessant fand ich die folgenden zwei Übersichten bzw. Ergebnisse der Studie:
1) Welche Formen informellen Lernens finden MIT bzw. OHNE Beteiligung von Personalentwicklern statt?
Das Ergebnis ist in der nachfolgenden Abbildung dokumentiert. Und es bestätigt noch einmal, dass sehr viel mehr informelles Lernen ohne die Beteiligung von Personalentwicklern stattfindet als mit deren Beteiligung.
2) Wie wichtig ist informelles Lernen für verschiedene Berufsgruppen?
Dieses Ergebnis (vgl. Tabelle unten) hat mich überrascht und ich glaube, hier liegen die befragten Learning Professionals falsch. Ich denke, dass informelles Lernen auch für Berufsgruppen, die manuelle Arbeit leisten, sehr wichtig ist. Wenn ich an meine Studienzeit und meine Semesterferien als Möbelpacker zurückdenke – da habe ich überhaupt keine Einweisung erhalten und alle Handgriffe, Techniken und Vorgehensweisen von den erfahreneren Kollegen abgeschaut oder (mehr oder weniger nette) Hinweise bekommen …