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Auf der Südseite der Julierpassstrasse herrschten wegen starker Winde am Samstagnachmittag teilweise schlechte Strassenbedingungen, wie die Kantonspolizei Graubünden am Sonntag mitteilte. Da es zu grösseren Schneeverwehungen kam, wurde eine Schneeschleuder zur Räumung der Fahrbahn eingesetzt.
Als sich diese kurz vor dem Julier-Hospiz befand, wurde der geschleuderte Schnee vom Wind erfasst und über die Gegenfahrbahn getragen. Durch die darauf folgende Sichteinschränkung hielt ein in Richtung Silvaplana fahrender Verkehrsteilnehmer an, wie es weiter hiess. Nachfolgende Automobilisten versuchten auf der teilweise eisigen Strasse erfolglos anzuhalten. Auch sie hatten wegen des aufgewirbelten Schnees schlechte Sicht.
In die folgenden Auffahrkollisionen waren sechs Fahrzeuge involviert. Drei Personen mussten zur Kontrolle mit Ambulanzen der Rettung Oberengadin ins Spital Samedan überführt werden. Es kam zu erheblichem Sachschaden. Die Strasse musste zeitweise während längerer Zeit gesperrt werden.
Der Julierpass auf knapp 2300 Metern über Meer verbindet das Gebiet Oberhalbstein und das Engadin.