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In der Zeit kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges begann Walter Regli (1901-1982) in Zumdorf die Furkareuss auszubeuten. Insbesondere durch den in der Folge ausbrechenden Weltkrieg bedingt, wurden die Festungsbauten in Andermatt intensiviert, und der Bedarf an Sand und Kies wuchs. 1942 gründete er mit seinen Brüdern Alfred Regli (1894-1987) und Franz Regli (1902-1991) die Sand- und Schotterwerk Regli AG mit einem Aktienkapital von insgesamt CHF 150’000.--. 1969 hielt die zweite, 1994 die dritte Generation Einzug in den Verwaltungsrat. 2001 übernahm die Firma Arnold & Co AG, Flüelen die Aktien der Erben Franz Regli.
Anfänglich erfolgte die Ausbeutung mit reiner Handarbeit, im Laufe der Zeit wurde diese zusehends motorisiert. Mit dem Grossausbau 1970 (Vorbrecheranlage) wurde die Produktion weitgehend auf den Abbau der Grosstalrufi umgestellt. Der letzte grosse Quantensprung im Ausbau war durch die Lawinenkatastrophe von 1987 bedingt. Damals wurde das gesamte Werk modernisiert und das Kieswerk in den Berg verlegt.
1979 diversifizierte das ursprünglich ausschliesslich Kies herstellende Werk in die Betonproduktion. Die ursprünglich gekaufte Occasionsanlage wurde bereits drei Jahre nach deren Erwerb still gelegt und durch ein moderneres, grösseres Werk ersetzt.
1996 erfolgte die Namensänderung auf „Kies und Beton Regli AG.
Viele Jahrzehnte hatte das Unternehmen mit der Qualität des Produktes zu kämpfen. Bedingt durch die Reussausbeutung war der Glimmeranteil zu hoch und das Reussmaterial zu sehr mit Holz verschmutzt. Beim Ausbau hatte das Unternehmen deshalb Gewicht auf insbesondere bessere Qualität gelegt. Diese kostenintensive Werkverbesserung hat dazu geführt, dass heute eine anerkannt gute Qualität geliefert werden kann. Das Unternehmen bemühte sich, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. So wurde schon 1989/90 die Steuerung von Kieswerk und Betonanlage computerisiert und der SIA-Norm entsprechend mit einer geeichten Protokolliervorrichtung versehen.
Der Ausbau und die Verbesserung der Anlage war nur möglich, weil die Aktionäre sich bereit erklärten, auf eine angemessene Rendite des investierten Kapitals zu verzichten. Der Gewinn wurde fast vollumfänglich reinvestiert. Seit 1973 wurden insgesamt über CHF.7’000’000.-- ins Werk investiert und vollumfänglich abgeschrieben. Der Ausbau erforderte zudem anfänglich Fremdfinanzierungsbeiträge. Rechtzeitig (vor Einsetzen der Hochzinsphase und des Niedergangs im Baugewerbe) hat sich der Verwaltungsrat bemüht, die Fremdverschuldung abzubauen.
Ein weiterer Ausbau erfolgte zwischen 2008 und 2010 mit dem neuen Kies- und Betonwerk. Dadurch konnte die Qualität der Produkte weiter gesteigert werden. Das Investitionsvolumen betrug ca. CHF 12‘000‘000.00.