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Die Nasenreflextherapie (endonasale Reflextherapie), oder auch Nasenrödern genannt, basiert auf ähnlichen Überlegungen wie die Fussreflexzonentherapie oder auch die Ohrakupunktur. Genau wie in den beiden letztgenannten werden Stellvertreter-Zonen bzw. Reflexzonen bearbeitet. Die Nasenschleimhaut ist durch den Trigeminusnerv (Hirnnerv V) mit dem verlängerten Mark verbunden, in welchem sich auch wichtige Zentren der vegetativen Funktionen befinden.
Durch die Behandlung der Nasenschleimhaut wird über die Reflexzonen vermutlich eine Wirkung im vegetativen Nervensystem ausgelöst. Durch diese Verbindung zum Sympathikus kann eine Nasenreflextherapie daher eine aktivierende Wirkung auf die Luftwege, den Kreislauf, die Verdauung, den Urogenitaltrakt und die Psyche haben. Es gibt auch Vermutungen, dass durch das Rödern eine (in)direkte Wirkung auf die Hypophyse und das vegetative Zwischenhirn ausübt.
Beim Nasenrödern sitzt der Patient und der Therapeut steht hinter ihm und fixiert seinen Kopf. Daraufhin wird ein mit Reflexöl getränktes Wattestäbchen vorsichtig mit drehenden Bewegungen in die Nasenhöhlen eingeführt. Im oberen Nasengang erfolgt dies in etwa parallel zum Nasenrücken; im mittleren Nasengang ca in Richtung auf die Schädelbasis oder den ersten Halswirbel und im unteren Nasengang etwa auf den 7. Halswirbel zu.