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Aus einem urspünglichen Wehrturm heraus entwickelte sich das Schloss Schauenstein, gegen Süden and Westen entstanden die Wehranlagen und die späteren Wohnbauten. Der dem Schloss Schauenstein vorangegangene Bau war im 17. Jahrhundert bereits stark zerfallen. Die beiden Vettern Rudolf von Schauenstein und Johann Rudolf von Schauenstein erwarben den zerfallenen Bau und unterzogen ihn von 1667-1676 grundlegenden Erneuerungen. Das heutige Schloss geht auf diesen Uni- und Erweiterungsbau zurück.
1723 wurde das Schloss vom letzten Baron von Schauenstein an Carl Ulysses von Stampa verkauft. Der durch den Brand von 1742 zerstörte Bau wurde in seinem östlichen Teil in altem Glanz, im südlichen Trakt aber bedeutend einfacher wiederhergestellt. 1769 veräusserte die Witwe von Carl Ulysses das Schloss an Barbara von Planta. Der westliche Schlossflügel wurde in ein Erziehungsheim umgewandelt und so dienten die Räumlichkeiten von 1824-1840 einem Internatsbetrieb. Anschliessend wurde es vermietet und die Verwahrlosung schritt voran. 1863 kaufte es Peter von Planta, sein Sohn Robert von Planta machte das Anwesen zum Mittelpunkt Gelehrter.
Das Schloss wurde 1941 von Gaudenz von Planta an Rudolf Schoeller and von diesem 1961 an die Emser Werke verkauft. 1998 erwarb die Heinrich Schwendener-Stiftung das Schloss.
Heute als Restaurant und Hotel genutzt. Winkelförmiger Grundriss; im O Rustikaportal 1676 mit Flachreliefs und den Initialen des Johann Rudolf und der Margareta v. Schauenstein- Ehrenfels; anstelle des ehem. Schauenstein- Wappens heute ein Planta-Wappen. Über dem Portal des W-Traktes an der S-Front Allianzwappen 1667 des Rudolf v. Schauenstein und der Emilie Molina. Treppenhaus mit skulptiertem Säulenpaar, Türgewände 1695 mit Schauenstein-Wappen. Im O-Flügel Saal mit gemalten Landschaftspanneaux nach 1742 im Rokokostil, Biedermeier-Stuckdecke wohl 1862; daneben Kabinett mit Steckborner Ofen 1729 von Daniel Meyer aus der Churer Schneiderzunft. Gartenanlage, jenseits der Strasse fortgesetzt.
Bibliographie