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Der Volkswagen Golf wird 40 Jahre alt. Als er im Juni 1974 auf den Markt kam, ahnte vor 40 Jahren kaum jemand, welch gewaltiger Erfolg der Wagen werden würde. Seine Qualitäten stellte er bereits im Sommer des gleichen Jahres im Rahmen eines spektakulären Härtetests über 30 514 Kilometer unter Beweis. Der legendäre Motorjournalist Fritz B. Busch ging damals zusammen mit vier Begleitern in zwei identischen, gelben Golf 1,5 Liter 70 PS auf ganz große Tour – von Alaska nach Feuerland. Die Kompaktwagen und der T2b-Teambus kamen durch. Die beiden Golf sind heute die wohl ältesten noch existierenden Exemplare der Baureihe. Einer davon ist in der Stiftung Auto-Museum Volkswagen ausgestellt.
Binnen 94 Tagen absolvierten Fritz B. Busch und seine vier Begleiter die Strapazen reiche Tour. Von Fairbanks in Alaska starteten sie im Oktober 1974 über den amerikanischen Doppelkontinent in Richtung Süden – durch den Yellowstone-Park, über den Großen Salzsee, durchs Tal des Todes. Fast alle Staaten Mittelamerikas wurden durchquert, bis man in Südamerika die Anden und am Abra Anticona mit 4843 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Stelle erreichte. Endstation war im Januar 1975 das chilenische Ushuaia auf Feuerland.
Die zwei Test-Golf kamen weitgehend unbeschadet im Frühjahr 1975 nach Deutschland zurück. Aufgerissene Tanks, einige Beulen, abgerissene Zierleisten und zerstörte Scheinwerfer waren bleibende Zeugnisse der Tour; der auf den Schotterpisten der Anden aufgerissene Tank des Busch-Fahrzeugs wurde repariert. (ampnet/nic)