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„You are all under my command!“ – Sechs Schöpfungstage nach der biblischen Erzählung aus dem 1. Buch Mose (Gen 1,1–2,4a); in einer Animation, die in Bild und Ton an ein Arcade-Game der 80er-Jahre erinnert.
Der Kurzfilm zeichnet grob die sechs Schöpfungstage als die verschiedenen Levels eines Computerspiels nach. Am siebten Tag wartet der sehr anthropomorph animierte „Supernatural Creator 2“ mit einer bösen Überraschung auf: Erst nach der Sprengung gibt es Ruhe. Die biblisch erst ab Kapitel 6 (Gen 6–8) eintretende kosmologische Krise der Sintflut wird damit in die Schöpfungsgeschichte hineingetragen – theologisch völlig legitim.
Im Unterricht könnte zunächst – ausgehend von der Film-Dramaturgie – der Verlauf der biblischen Schöpfungserzählung untersucht werden: Wo bleibt der Film nah an der Vorlage (Gen 1,1–2,4a), wo entfernt er sich? Was lässt der Film weg und wo fokussiert er wie? Vor allem: Wie lassen sich die Differenzen betreffend des siebten Tages innerhalb des Films begründen?
Da der Film selbst die Verbindung zur Sintfluterzählung (Gen 6–8) herstellt, bietet sich auch im Unterricht an, die Geschichte wenigstens in einer knappen Zusammenfassung zu untersuchen: Wo trägt bereits diese Geschichte die Züge eines (Computer-) Spiels? Wo liegen die Parallelen von „Game over“ und Sintflut oder wo die Parallelen von „try again“ und der Rettung von Noahs Familie?
Der „Supernatural Creator 2“ verzichtet auf ein „try again“, seine Ruhe am siebten Tag ist ein inhaltsloses „ZZZ“, das sich schliesslich in einem „Game over“ totläuft. Für den Unterricht wäre schliesslich die erzählerische (und theologische) Pointe der beiden Geschichten zu vergleichen: Wie lässt sich – auf Grund der hier und der dort erzählten Geschichte – Gott charakterisieren?