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US-Präsident Obama telefonierte am Montag mit Collins. Gerade für junge Menschen, die mit der Entscheidung über ein Coming-Out ringen, sei Collins ein «Vorbild, zu dem sie aufschauen können», sagte Obama.
Die Präsidenten-Gattin Michelle Obama gratulierte dem Basketballer ebenfalls über den Kurznachrichtendienst Twitter. «So stolz auf dich, Jason Collins!» schrieb sie: «Das ist ein grosser Schritt nach vorn für unser Land.»
Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Weissen Hauses lobende Worte für Collins' Entscheidung gefunden. «Wir betrachten das als ein weiteres Beispiel für den Fortschritt, der gemacht wurde, und der Entwicklung, die in diesem Land stattgefunden hat. Wir loben ihn für seinen Mut und unterstützen ihn», sagte Jay Carney.
Seltenes Bekenntnis
Das Coming-Out war für Collins überfällig geworden. «Ich habe Jahre des Kummers hinter mir und sehr viel auf mich genommen, um diese Lüge zu leben. Ich war mir sicher, dass meine Welt zusammenbricht, wenn es irgendjemand wüsste», sagte Collins auf der Homepage der US-Zeitschrift «Sports Illustrated».
Collins ist der erste aktive Spieler aus einer der vier grossen US-Ligen NBA, NHL (Eishockey), MLB (Baseball) und NFL (American Football), der sich geoutet hat. «Ich bin ein 34 Jahre alter NBA-Center, ich bin schwarz und ich bin schwul», hatte Collins am Montag gesagt.
Nicht nur Obama zollte dem Profisportler dafür Anerkennung und versicherte ihm seine Unterstützung. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bezeichnete Collins' Coming-Out als «aufrichtiges Statement eines guten Menschen, der nichts anderes will wie viele andere auch: So sein zu können, wie er ist, seine Arbeit zu machen, eine Familie zu haben und zur Gemeinschaft beizutragen».