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Potenzial des Vorhabens
Ursprungsländer der Albaner
In Albanien wohnen 3.5 Millionen Albaner, in Kosova mehr als 2.3 Millionen, d.h. 92% der dortigen Bevölkerung, in Mazedonien gegen 700’000, d.h. etwa 30% der Bevölkerung. Auch in Montenegro, Griechenland und Südserbien bestehen albanische Gemeinschaften.
Die Oberfläche von Albanien beträgt 28’748 km².
Die Oberfläche von Kosova beträgt 10’887 km².
Die Oberfläche von Mazedonien beträgt 25’713 km².
Als Vergleich: die Oberfläche der Schweiz beträgt 41’258 km².
Etwa jeder 11. Kosova-Albaner lebt in der Schweiz.
Wie verschiedene Quellen aufzeigen, stammt fast ein Drittel der aus dem Ausland kommenden kosovarischen Devisen von der albanischen Diaspora in der Schweiz (die offizielle Währung im Kosova ist der Euro). Daraus ergibt sich auch die entscheidende Bedeutung, welche die Schweiz für Kosova und seine Einwohner hat, umso mehr als ungefähr 40% der aktiven Bevölkerung in Kosova über keine feste Anstellung verfügt.
Enge Verbindungen bestehen auch zwischen Mazedonien, Albanien und der Schweiz.
Albaner in der Schweiz
Es handelt sich um die grösste Gemeinschaft, deren Muttersprache keiner unserer Landessprachen entspricht (nach gewissen Schätzungen über 270’000). Rund 100’000 Albaner in der Schweiz sind weniger als 16 Jahre alt.
In ihrer Mehrzahl stammen sie aus Kosova (200’000), aus Mazedonien (50’000). Ungefähr 20’000 kommen aus anderen albanischen Gebieten des Balkans (Albanien, Südserbien und Montenegro).
Die Albaner sind im Wesentlichen in drei Wellen in die Schweiz gekommen:
In den Jahren 1960-70: Hauptsächlich alleinstehende Männer, Saisonarbeiter.
Zu Beginn der 90er-Jahre: Junge Kosova-Albaner, welche dem Militärdienst im früheren Jugoslawien entrinnen wollten, zudem neu Ankommende im Rahmen der Familienzusammenführung.
Ende der 90er-Jahre: Die in den späten 1990-er-Jahren angekommenen Albaner aus Albanien sowie die damaligen Flüchtlinge aus Kosova sind inzwischen mehrheitlich in ihre Herkunftsgebiete zurückgekehrt.
Die überwiegende Mehrheit der gegenwärtig in der Schweiz lebenden Albaner verfügt über einen geregelten Aufenthaltsstatus (Bewilligung B bzw. C oder eingebürgert).
Die albanischen Kinder im schulpflichtigen Alter in der Schweiz werden auf 100’000 geschätzt. Es werden indes lediglich rund hundert Universitätsstudenten kosovarischer Herkunft gezählt.
Schweiz
Zum Personenkreis, den das ISEAL interessieren könnte, gehören Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Mitarbeiter des medizinischen Bereichs, gerichtliche Behörden, Angehörige von NRO sowie des Tourismusbereichs, Unternehmer, Forscher, Historiker, Künstler, Politiker.
Internationale Organisation in der Schweiz
Ungefähr 200 internationale Organisationen in der Schweiz (darunter das IOK, die FIFA oder die UEFA) könnten für verschiedene Ausbildungslehrgänge, Auskünfte, Publikationen, aber auch um sich zu dokumentieren, an das ISEAL gelangen.
Europäische Union
Verschiedene EU-Länder beherbergen zahlreiche Albaner. Das ISEAL könnte diesen Ländern als Referenzstelle dienen.
In Deutschland leben etwa 350’000 Albaner, in Griechenland etwa 300’000, ebenso viele in Italien, sowie mehrere Hunderttausend in Österreich, Finnland, Frankreich, Dänemark, Schweden und im Vereinigten Königreich.
Albanien, Kosova und Mazedonien sind bestrebt, der Europäischen Union beizutreten. Diese könnte im ISEAL einen neutralen und vertrauenswürdigen, verständnisvollen Gesprächspartner mit entsprechendem Wissen haben.
Ebenso könnte der Europarat ein bevorzugter Partner sein.
Drittländer
Zahlreiche Albaner leben in mehreren Ländern ausserhalb der EU, namentlich gegen eine Million in den USA; ebenso viele in der Türkei, mehrere Zehntausend in Australien und in Argentinien. Diese Länder könnten das Wissen des ISEAL abrufen.
Diese Angaben beruhen auf Schätzungen der Gastländer. Weder Albanien noch Kosova oder Mazedonien, die Herkunftsländer der Albaner, konnten Nachforschungen anstellen oder zuverlässige Statistiken über die Anzahl ihrer ausgewanderten Staatsangehörigen erstellen.