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(Morbilli eigentlich die Verkleinerungsform von Morbus, was nur Krankheit bedeutet)
Es handelt sich um eine hoch ansteckende, akute Viruserkrankung. Meist trifft sie Kinder. Typisch ist ein zweiphasiger Krankheitsverlauf. Nach der Ansteckung (über direkten Kontakt oder durch Tröpfcheninfektion) erfolgt eine Entzündung der Schleimhäute kurz charakterisiert mit „verrotzt, verheult, verschwollen“. Dazu kommt hohes Fieber bis 41°C. Später kommt der typische Hautausschlag. Eine Behandlung kann nur die Symptome lindern. Weil es immer wieder zu schwerwiegenden und lebensbedrohenden Komplikationen kommen kann, ist eine Impfung der einzig wirkliche Schutz. Bitte bedenken Sie, dass Sie damit auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen! Bei einem unkomplizierten Verlauf bleibt man ein Leben lang immun.
Ursache:
Es handelt sich um einen RNA-Virus aus der Gruppe der Paramyxoviren. Übertragen wird er durch Tröpfcheninfektion, also durch Ansprechen, Anhusten, Anniesen oder Ähnliches. Menschen sind der einzige Wirt des Virus, deshalb wäre es mit einer weltweit flächendeckenden Impfung möglich das Virus zu eliminieren! Durch die hohe Ansteckungsfähigkeit des Virus werden sehr schnell sehr viele Menschen krank. Sie hören immer wieder von Masernausbrüchen!
Symptome:
Die Erkrankung beginnt unspezifisch mit Fieber, Schnupfen und Husten. Die Mund- und Rachenschleimhaut ist entzündet, ebenso die Bindehäute. Das Kind ist richtig krank und lichtscheu. Es kann mit hohem Fieber (bis zu 41°C), Übelkeit, Halsschmerzen und Kopfschmerzen einhergehen. (Die oft erwähnten Koplikflecken an der Wangenschleimhaut gegenüber den Backenzähnen sind je nach Literatur eher selten zu beobachten). Nach 12 bis 13 Tagen beobachtet man eine Rötung und Schwellung im Gaumen und ab dem 14. und 15. Tag erfolgt der typische Hautausschlag. Er beginnt typischerweise hinter den Ohren und breitet sich innert eines Tages über den ganzen Körper aus. Der Fieberverlauf ist häufig zweigipfelig. Ein erster Gipfel erscheint im Anfangsstadium und der zweite während der Ausschlagzeit mit einer kurzen Fieberpause dazwischen.
Komplikationen:
Sie sind gefürchtet und treten bei ungefähr 20-30% der Erkrankungen auf. Als häufigste werden Durchfall (bei 8%), Mittelohr-Entzündungen (7%) und Lungenentzündungen (6%) genannt. Eine Sterblichkeitsrate ist ebenfalls der Literatur zu entnehmen und liegt bei 1:1000. (In Entwicklungsländern ist sie deutlich höher!) Therapie:
Eine echte, kausale Therapie gibt es nicht. In der akuten Phase soll die Bettruhe eingehalten werden! Ausreichendes Trinken, allgemein Flüssigkeitszufuhr ist wichtig! Fiebersenkende Medikamente Husten-Mittel können je nach Fall Linderung schaffen. Ein Kontakt mit Gesunden ist zu vermeiden!
Vorbeugung:
IMPFEN! Jede Familie muss für sich entscheiden, wie sie mit der persönlichen und weltweiten Situation umgehen möchte.
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