Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03612.jsonl.gz/845

Die beiden Mehrfamilienhäuser an der Calandastrasse in Chur sind Teil eines städtischen Quartierplans auf dem zentrumsnahen Gebiet der ehemaligen Kunsteisbahn in Chur und bestehen aus einer mehrgeschossigen, monolithischen Gebäudehülle aus Ytong-Dämmsteinen mit tragender und wärmedämmender Funktion. Dieses Einsteinmauerwerk knüpft an die Qualität der Massivbauweise der Wohnbauten des Quartiers an, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Weitere Elemente des historischen Kontextes, wie die vertikale Aussenraumschicht und der mineralische Strukturputz mit seinen Körnungsvariationen, werden in der Fassadengestaltung aufgegriffen. Die Wohnungstypologie ist geprägt von den parallel angelegten Zimmer- und Wohnraumschichten, die ein in Ost-West- Richtung durchgestecktes Wohnen mit zweiseitigen Aussenräumen aufbauen. Die Wohnschicht kann durch ein Schaltzimmer zu einem dreiseitig orientierten, mäandrierenden Raum erweitert werden, der bewusst die klassischen Tag- und Nachtzonen zugunsten flexibler Wohnformen aufhebt und unterschiedlichen Familienformen Raum bietet. Die Fertigstellung der Mehrfamilienhäuser ist für April 2018 geplant. Den Studienauftrag gewann 2014 die Architektin Corinna Menn, welche am Anlass über die Idee und deren Umsetzung berichten wird. Konstruktion und Ausdruck des konkreten Beispiels werden mittels Mock-Up «Be-Greifbar» aufgezeigt.