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TAIJI QUAN Ruhe in der Bewegung – Bewegung in der Ruhe
Die innere Kampfkunst
Taiji Quan, auch chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine Jahrhunderte alte Kampfkunst, die im Kaiserreich China entwickelt wurde. Sie beinhaltet sowohl Formen der Selbstverteidigung wie auch gesundheitsförderliche Aspekte und dient ebenfalls zur Meditation.
Korrekt wird die Kampfkunst Taiji Quan bezeichnet, da „Quan“ übersetzt „Faust“ bedeutet. „Taiji“ hat eine philosophische Grundbedeutung. So wie sich die Gegensätze Yin und Yang im Taiji, dem höchsten Prinzip des Kosmos, vereinigen, ist auch das Ziel des Taiji Quan das Einswerden in absoluter Harmonie.
Innerhalb der Kampfkünste wird Taiji Quan zu den inneren Kampfkünsten gerechnet. Als Begründer wird Zhang Sanfeng betrachtet. Der Legende nach entdeckte er die Prinzipien in den Wudang-Bergen, nachdem er den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachtet hatte.
Es gibt verschiedene Taiji Quan-Stile. In Ballwil wird der offizielle Yang-Stil unterrichtet.
Effektive Kampfkunst
Man sollte sich von den langsamen und fliessenden Bewegungen nicht täuschen lassen. Taiji Quan ist eine effektive Kampfkunst, die Bewegungen sind Verteidungs- und Angriffstechniken. Nur wenn man die Anwendung kennt, kann man die Bewegungen auch richtig ausführen.
Im Unterricht in Ballwil wird zwar nicht gekämpft im eigentlichen Sinne, die Anwendungen aber immer wieder auch trainiert, um die Prinzipien des Taiji Quan zu verstehen.
Die Kraft des Gegeners wird verewendet, umgelenkt und so gegen ihn verwendet. Dabei zeigt sich, wie wichtig es ist, die Bewegungen fliessend, rund auszuführen und wie Kraft oft keine Rolle spielt.