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Fokus auf vulnerable Personen mit HIV
Werden wie im IeDEA Forschungsprogramm Daten über einen längeren Zeitraum erhoben, lassen sich wichtige Trends erkennen und gesundheitspolitisches Handeln besser steuern. Die grossen Datensätze der globalen IeDEA-Kollaboration erlauben es zudem, mathematische Modelle auf der Ebene von Ländern zu erstellen. Die Erkenntnisse aus der Berner Forschung sind von grossem Interesse für internationale Public Health-Partner wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder UNAIDS.
In den letzten Jahren wurden immer mehr Studien durchgeführt, welche sehr gezielt spezifischen Fragen nachgehen. Diese setzen beispielsweise einen besonderen Fokus auf vulnerable Gruppen wie Kinder und Jugendliche mit HIV, oder sie widmen sich dem immer grösser werdenden Problem der chronischen Krankheiten wie Krebs. Eine frühe antiretrovirale Therapie ist wichtig für die Krebsprävention bei Erwachsenen mit HIV. Dasselbe gilt für Säuglinge, die perinatal mit HIV angesteckt wurden: je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser ist die Prognose. Allerdings geht die HIV-Infektion in dieser Altersgruppe weiterhin mit einer hohen Sterblichkeitsrate einher.
Während der letzten zwei Jahre war das einzigartige IeDEA-Netzwerk prädestiniert, Auswirkungen der COVID-Pandemie auf HIV-Infizierte zu untersuchen. Unter anderem zeigte eine Studie in Gesundheitseinrichtungen im Western Cape bei Kapstadt, dass die COVID-19-Sterblichkeit bei Menschen mit HIV oder Tuberkulose deutlich erhöht ist.
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