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13 Fragen und Antworten zum Trinkwasser:
- Wer überwacht das Trinkwasser in der Schweiz?
- Welche Anforderungen muss das Trinkwasser erfüllen?
- Wie erfahre ich, was in meinem Leitungswasser drin ist?
- Woher kommt das Wasser?
- Woher stammt Mineralwasser?
- Beeinflussen Leitungen und Armaturen das Leitungswasser?
- Was kann man tun, damit möglichst einwandfreies Wasser aus dem Hahn kommt?
- Ist es gesundheitlich bedenklich, Leitungswasser selbst zu sprudeln?
- Ist Brunnenwasser in der Schweiz immer unbedenklich?
- Womit stillt man den Durst am besten?
- Wie viel Wasser sollte man trinken?
- Was passiert, wenn man zu wenig trinkt?
- Kann man zu viel Wasser trinken?
Wer überwacht das Trinkwasser in der Schweiz?
Die Wasserversorgung und die Eigentümer öffentlicher Gebäude. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in ausreichender Menge versorgt werden. Sie kontrollieren es regelmässig und greifen ein, wenn die Qualität nicht stimmt. Die kantonalen Laboratorien prüfen das Wasser und überwachen die Wasserversorgungen.
Welche Anforderungen muss das Trinkwasser erfüllen?
Es muss unauffällig riechen und schmecken, klar aussehen und darf die Gesundheit nicht gefährden . Es muss genaue Vorschriften in mikrobiologischer und chemischer Hinsicht erfüllen. So ist etwa definiert, wie viel Kupfer, Zink oder Chlor es höchstens enthalten darf. Sollte das Wasser verschmutzt sein, muss die Bevölkerung sofort informiert werden.
Wie erfahre ich, was in meinem Leitungswasser drin ist?
Unter Trinkwasser.ch können Sie Ihre Postleitzahl eingeben und bekommen Informationen zur Qualität. Oder Sie fragen direkt beim Wasserversorger nach. Er muss die Messwerte mindestens einmal jährlich offenlegen und dabei etwa angeben, wie hart das Wasser ist und ob es die gesetzlichen Anforderungen erfüllt hat. Wenn Sie nicht wissen, wer zuständig ist, fragen Sie bei der Gemeinde nach.
Woher kommt das Wasser?
Zu 40 Prozent aus Quellen, zu 40 Prozent aus dem Grundwasser und zu 20 Prozent aus Seen und Flüssen.
Woher stammt Mineralwasser?
Aus Mineralquellen. In der Schweiz gibt es 20 Quellen , an denen natürliches Mineralwasser abgefüllt wird. Nicht jedes Wasser, das in Flaschen verkauft wird, ist aber natürliches Mineralwasser. Der Begriff ist geschützt – das Wasser muss sich etwa durch seinen besonderen geologischen «Fingerabdruck» und die enthaltenen Mineralien auszeichnen. Je nachdem, woher das Mineralwasser stammt, ist es etwas anders zusammengesetzt.
Beeinflussen Leitungen und Armaturen das Leitungswasser?
Ja. Die letzten Meter sind massgebend für das, was aus dem Hahn kommt. Alte, verschmutzte Rohre und Armaturen können Schwermetalle abgeben – und so das Wasser belasten. Die Wasserversorgung ist dafür nicht zuständig – sie garantiert nur bis zum Hausanschluss für die Qualität. Was danach kommt, ist Sache der Hauseigentümerschaft.
Was kann man tun, damit möglichst einwandfreies Wasser aus dem Hahn kommt?
Zunächst sollte man Hausinstallationen nur durch ausgewiesene Fachleute einbauen, kontrollieren und warten lassen sowie die Armaturen und Siebeinsätze regelmässig reinigen. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfachs SVGW zertifiziert geeignete Materialien, die hygienisch unbedenklich sind. Um Legionellen zu vermeiden , sollte das Wasser im Boiler ausserdem immer auf mindestens 60 Grad aufgeheizt werden. Wenn Sie ein paar Tage ausser Haus sind und kein Wasser brauchen, sollten Sie die Leitungen gut spülen, wenn Sie zurück sind. Konkret: Lassen Sie das Wasser länger laufen, bevor Sie es trinken.
Ist es gesundheitlich bedenklich, Leitungswasser selbst zu sprudeln?
Nein. Sprudelwasser kann höchstens den Harndrang etwas verstärken und bei körperlicher Anstrengung aufstossen. Wichtig ist, dass die verwendeten Flaschen regelmässig gereinigt werden, genauso wie das Gerät selbst.
Ist Brunnenwasser in der Schweiz immer unbedenklich?
Wenn der Brunnen in einem Dorf oder in der Stadt steht, grundsätzlich ja – es sei denn, er ist mit dem Hinweis «Kein Trinkwasser» gekennzeichnet. Die Gemeinden sind dafür verantwortlich, dass ihre Brunnen sicher und sauber sind. Auf einem privaten Grundstück oder auf einer Alp oder Bergweide ist Brunnenwasser nicht unbedingt trinkbar. Solche Brunnen müssen kein Trinkwasser führen und auch nicht entsprechend angeschrieben sein.
Womit stillt man den Durst am besten?
Mit Leitungswasser oder Mineralwasser. Leitungswasser ist günstiger und auch umweltfreundlicher, weil Verpackungsabfall und Transportwege wegfallen. Man muss zudem keine schweren Flaschen schleppen. Ein geeignetes Mineralwasser kann hingegen helfen, einen bestimmten Bedarf zu decken, etwa an Kalzium.
Wie viel Wasser sollte man trinken?
Einen bis 1,8 Liter pro Tag. Die optimale Menge ist aber individuell. Sie hängt davon ab, was man isst, wie viel man sich bewegt, wie viel man schwitzt und wie alt man ist. Wer sich an die Lebensmittelpyramide hält, «isst» bereits mehr als einen Liter Wasser und muss daher entsprechend weniger trinken. Alle Nahrungsmittel enthalten Wasser – ausser Zucker und Öl. Gemüse und Früchte bestehen bis zu 95 Prozent aus Wasser, bei Brot sind es etwa 35 Prozent.
Was passiert, wenn man zu wenig trinkt?
Man bekommt trockene, juckende Haut und rissige Lippen. Man leidet unter Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, fühlt sich unwohl oder es wird einem schwindlig. Langfristig drohen Nierenkrankheiten und chronische Verstopfung.
Kann man zu viel Wasser trinken?
Ja, wer es innert kürzester Zeit mit dem Trinken übertreibt , kann sogar eine Wasservergiftung erleiden. Wie viel zu viel ist, ist allerdings individuell unterschiedlich und hängt von der Temperatur, der körperlichen Bewegung oder vom Essen ab. «Ohne Durstgefühl mehr als die empfohlene Menge von einem bis zwei Liter zu trinken, macht in der Regel für Gesunde keinen Sinn», sagt Stéphanie Bieler von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Wer über längere Zeit grösseren Durst verspürt, sollte das ärztlich abklären lassen.
Brauchen wir zwei Liter Wasser am Tag?
Täglich acht Gläser Wasser trinken? Das ist ein Mythos. Dr. med. Claudia Twerenbold erklärt, wie viel Wasser der Körper wirklich braucht.
Quelle: Beobachter Bewegtbild