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Systen Sequi Matrixpfl 8 Stück
29.50 Fr.
Was ist Systen Sequi und wann wird es angewendet?
Systen Sequi wird bei Frauen mit intaktem Uterus zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden, die durch Hormonmangel bedingt sind, eingesetzt. Dazu gehören Beschwerden wie Hitzewallungen, nächtliche Schweissausbrüche, Stimmungsschwankungen und Blasen- und Scheidenbeschwerden.
Systen Sequi besteht aus zwei unterschiedlichen Pflastern. Die eine Sorte Pflaster (Systen Sequi Phase 1) enthält nur Estradiol, die andere Sorte (Systen Sequi Phase 2) eine Mischung aus Estradiol und Norethisteronacetat (NETA). Es sind 16 cm² grosse durchsichtige Matrixpflaster, welche auf eine Schutzfolie aufgeklebt sind. Der Haftfilm der Pflaster enthält als Wirkstoff entweder Estradiol allein (Systen Sequi Phase 1) oder eine Mischung aus Estradiol und Norethisteron (Systen Sequi Phase 2). Wird ein solches Pflaster auf die Haut geklebt, so gelangen die Hormone - unter Umgehung von Magen und Leber - direkt in die Blutbahn.
Estradiol wird von der Pubertät bis zu den Wechseljahren in den Eierstöcken produziert. Während den Wechseljahren (Klimakterium) wird die Produktion zunächst vermindert und später ganz eingestellt.
Die Monatsblutungen werden unregelmässig, bis sie schliesslich ganz ausbleiben. Die Senkung der Estradiolproduktion ist für die typischen Beschwerden der Wechseljahre wie z.B. Hitzewallungen, nächtliche Schweissausbrüche, Stimmungsschwankungen, Blasenbeschwerden (Brennen) und Veränderungen der Schleimhaut der Scheide (trockene Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr), verantwortlich.
Estradiol regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an, was zu unregelmässigen Blutungen oder zu Erkrankungen der Gebärmutter, wie z.B. Endometriumshyperplasie (Gewebevermehrung der Gebärmutterschleimhaut), führen kann. In den fruchtbaren Jahren der Frau wird die Gebärmutter-Schleimhaut während den Periodenblutungen regelmässig abgestossen. Ein übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut wird so verhindert. Diese Menstruationszyklen werden durch das Progesteron (Gelbkörperhormon) gesteuert, welches ebenfalls im Eierstock produziert wird.
Norethisteronacetat (NETA) hat eine ähnliche Wirkung wie das Progesteron auf die Gebärmutterschleimhaut. Während der Behandlung mit Systen Sequi erhalten Sie fortlaufend (kontinuierlich) Estradiol und während 2 Wochen (sequentiell) zusätzlich Norethisteronacetat. Dadurch kommt es, fast wie bei einem normalen Menstruationszyklus, zu einer Periodenblutung, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestossen wird.
Systen Sequi darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Eine Hormonersatztherapie kann mit erhöhten Risiken für Brustkrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs und Herz-Kreislaufkrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, venöse Thrombosen und Lungenembolien in Verbindung gebracht werden (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Systen Sequi Vorsicht geboten?»). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen dieses Nutzen-Risiko Verhältnis abwägen.
Systen Sequi hat keine empfängnisverhütende Wirkung.
Wann darf Systen Sequi nicht angewendet werden?
Systen Sequi darf nicht angewendet werden, wenn Sie an einem Tumor der Brust oder der Gebärmutter oder Vorstufen davon (z.B. unbehandelte Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut) oder an einer Lebererkrankung (inkl. gut- oder bösartigen Lebertumoren) leiden oder einmal gelitten haben. Ebenfalls dürfen Sie Systen Sequi nicht anwenden, wenn Sie an Erkrankungen der Blutgefässe aufgrund von Bildung von Blutgerinnseln (z.B. Thrombose, Lungenembolie, Schlaganfall, Herzinfarkt) leiden oder einmal gelitten haben oder bei Ihnen ein erhöhtes Risiko zum Auftreten einer solchen Erkrankung vorliegt (z.B. Gerinnungsstörung oder Auftreten dieser Krankheiten in der nahen Verwandtschaft).
Sind bei Ihnen in letzter Zeit Vaginalblutungen aufgetreten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf aufmerksam machen, denn erst wenn deren Ursache geklärt ist, wird er/sie sich bei Ihnen für oder gegen eine Anwendung von Systen Sequi entscheiden können.
Teilen Sie ihm/ihr des weiteren mit, ob an Störungen des Fettstoffwechsels leiden, wenn Sie gegen den Wirkstoff Estradiol, Norethisteronacetat oder eine andere der in Systen Sequi enthaltenen Substanzen überempfindlich (allergisch) reagieren oder wenn Sie schwanger sind oder stillen, denn in allen diesen Fällen dürfen Sie Systen Sequi nicht verwenden.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wissen, was in solchen Fällen zu tun ist.
Wann ist bei der Anwendung von Systen Sequi Vorsicht geboten?
Vor Beginn einer Behandlung mit Systen Sequi sollte eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden. Solange Sie Systen Sequi verwenden, sollten Sie sich regelmässig, z.B. einmal im Jahr, ärztlich untersuchen lassen. In gewissen Fällen sind auch häufigere Untersuchungen erforderlich. Dabei werden, wie für alle Frauen, auch für die, die eine Hormonersatzbehandlung erhalten, regelmässige Brustuntersuchungen (durch einen Arzt oder eine Ärztin und durch Selbstuntersuchung) empfohlen.
Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Nutzen und Risiken einer Hormonsubstitutionstherapie mit Ihnen besprechen.
Falls während einer Hormonersatztherapie eine der folgenden Situationen auftritt, müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren: Auftreten oder Verdacht auf Symptom einer Blutgerinselbildung (wie z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzliche Schmerzen im Brustkasten, Atemnot); Erstmaliges Auftreten mirgräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen; Plötzlicher vollständiger oder teilweiser Sehverlust; Plötzliche Hörstörungen; wesentlicher Anstieg des Blutdrucks; Gelbsucht; Zunahme epileptischer Anfälle und Schwangerschaft
Wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden oder an solchen bei einer Schwangerschaft oder früheren Hormontherapie gelitten haben, liegt es im Ermessen des behandelnden Arztes, resp. der behandelnden Ärztin darüber zu entscheiden, ob eine Hormonersatztherapie mit Systen Sequi eingeleitet werden kann: Bluthochdruck, Epilepsie, Nieren-, Leberfunktionsstörungen (z.B, Gelbsucht; Gallensteine), Herzprobleme, erhöhtes Risiko zur Bildung von Blutgerinnsel (wie Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Herzinfarkt), Migräne oder schwere Kopfschmerzen, Zuckerkrankheit, gutartigen Brustknoten, Bildung von Gebärmuttergewebe ausserhalb der Gebärmutter (Endometriose), Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, schwere chronische Depression, sowie gutartiger Tumor des Hypophysenvorderlappens (Prolaktinom), erhöhte Blutfettwerte, Hyperpigmentierung (Chloasma) und schmerzlose, selten juckende Schwellung im Gesicht (Angiödem), schwere Fettsucht, anhaltender Juckreiz bzw. Bläschenausschlag (systemischer Lupus erythematodes), «Veitstanz» (Chorea minor), Asthma, Stoffwechselerkrankung mit Störung der Blutfarbstoffbildung (Porphyrie), Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose).
Wenn Sie Schilddrüsenhormone einnehmen müssen, kann sich während der Anwendung von Systen Sequi der Bedarf an Schilddrüsenhormonen ändern. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird dies entsprechend überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Informieren Sie auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt, resp. Ihre behandelnde Ärztin, wenn Sie an einer der oben erwähnten Krankheiten leiden, oder wenn eine solche neu auftreten sollte.
In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde berichtet, dass das Risiko für Brustkrebs bei Frauen, die länger als 5 Jahre eine Hormonsubstitutionstherapie anwenden, leicht erhöht ist. Dieses erhöhte Risiko nimmt in den ersten fünf Jahren nach dem Absetzen der Hormonsubstitution langsam ab und ist dann wieder vergleichbar mit demjenigen von Frauen, die keine Hormonsubstitutionstherapie angewendet haben.
Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin sollte auch über Fälle von Brustkrebs, bei Ihnen selber oder in Ihrer Familie, Bescheid wissen.
Das Risiko unter einer Oestrogenmonotherapie an Gebärmutterkrebs zu erkranken ist höher als bei unbehandelten Frauen. Die Risikoerhöhung ist dabei abhängig von Östrogendosis und Behandlungsdauer. Durch die zusätzliche Gabe eines Gestagens (anderes Geschlechtshormon) wie das in Systen Sequi Phase 2 enthaltene NETA, kann das Risiko einer Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, was als Vorstufe von Gebärmutterkrebs angesehen wird, vermindert werden.
Es ist daher wichtig, dass Sie regelmässig gynäkologisch untersucht werden. Melden Sie sich insbesondere bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie anhaltende oder wiederkehrende ungewöhnliche Blutungen haben.
In einigen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde über ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei Frauen unter Hormonsubstitutionstherapie berichtet.
In seltenen Fällen wurden nach Anwendung hormonaler Wirkstoffe gutartige, seltener, bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet, die vereinzelt zu lebensgefährlichen inneren Blutungen im Bauchbereich geführt haben. Wenn bei Ihnen starke Oberbauchbeschwerden auftreten, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.
Oestrogen oder kombinierte Oestrogen-Gestagen Ersatztherapien sind mit einem erhöhten Risiko einer venösen Thromboembolie (Blutgerinnselbildung in den Gefässen z.B. Venenthrombose, Lungenembolie) verbunden. Das Risiko scheint in den ersten Jahren der Behandlung höher zu sein. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sollte deshalb auch über Fälle von Blutgerinnselbildung (Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Herzinfarkt), bei Ihnen selber oder in Ihrer Familie, Bescheid wissen. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, sobald Sie sich eines möglichen thrombo-embolischen Symptoms bewusst werden (z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzliche Schmerzen im Brustkasten, Atemnot).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch rechtzeitig, wenn bei Ihnen eine Operation mit nachfolgender Bettruhe geplant ist, da die Hormonersatztherapie mit Systen Sequi 4-6 Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden sollte.
Grosse klinische Studien zeigten ein erhöhtes Risiko einer koronaren Herzerkrankung bei Einnahme einer kombinierten Hormonersatztherapie. In klinischen Studien zeigte sich bei Frauen unter Hormonersatztherapie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Schlaganfalles.
In Studien mit anderen Hormonersatzpräparaten bei älteren Frauen wurde in seltenen Fällen eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet.
Wie die meisten Arzneimittel enthält auch Systen Sequi neben den Wirkstoffen noch andere Substanzen, die für die Herstellung und die Haltbarkeit der Pflaster notwendig sind. Falls Sie an einer Allergie leiden, kann Ihnen der Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin sagen, ob eine dieser Substanzen für Sie eventuell problematisch sein könnte.
Estradiol kann die Ergebnisse gewisser medizinischer Labortest beeinflussen. Es ist deshalb wichtig auch Ihre weiteren Ärzte bzw. Ärztinnen zu informieren, dass Sie Systen Sequi anwenden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Hormonersatzpräparate wie Systen Sequi, welche Östrogen enthalten, können die Wirkung von Medikamenten mit dem Wirkstoff Lamotrigin, einem Antiepileptikum, herabsetzen. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel können die Wirkung von Östrogenen beeinträchtigen. Dazu zählen gewisse Beruhigungsmittel (Barbiturate, Meprobamat), Arzneimittel gegen Epilepsie (Hydantoine, Carbamazepin), Depressionen (Antidepressiva) und andere psychische Erkrankungen (Neuroleptika), gewisse Antibiotika (Penicilline, Tetrazykline, Makrolide), gewisse Antibiotika zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Azol-Antimykotika), gewisse Arzneimittel gegen den HIV-Virus (Ritonavir, Nelfinavir), gewisse Arzneimittel gegen Viren (Nevirapin, Efavirenz), Bosentan (ein Arzneimittel gegen pulmonale arterielle Hypertonie) sowie Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten (= pflanzliche Produkte, welche bei gedrückter Stimmung und depressiven Symptomen eingesetzt werden).
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Systen Sequi während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Systen Sequi darf während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.
Wirkstoffe, wie sie in Systen Sequi enthalten sind, können die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes und des Säuglings beeinträchtigen. Deshalb darf Systen Sequi während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden. Für dieses Präparat gibt es in der Schwangerschaft und Stillzeit auch keine medizinisch begründete Anwendung.
Sollten Sie Systen Sequi unbeabsichtigt während der Schwangerschaft angewendet haben oder unter einer Behandlung mit Systen Sequi schwanger werden, müssen Sie so rasch wie möglich den Arzt oder die Ärztin benachrichtigen.
Wie verwenden Sie Systen Sequi?
a) Dosierung
Ein Behandlungszyklus Systen Sequi enthält 4 Pflaster Systen Sequi Phase 1 und 4 Pflaster Systen Sequi Phase 2. Sie beginnen die Therapie mit einem Systen Sequi Phase 1 Pflaster. Die Pflaster werden zweimal wöchentlich angewendet, d.h. ein Pflaster wird üblicherweise während 3-4 aufeinanderfolgenden Tagen auf der Haut belassen und nach dem Entfernen sofort durch ein neues ersetzt.
Zwei Wochen lang verwenden Sie ohne Unterbruch 2mal wöchentlich 1 Systen Sequi Phase 1 Pflaster (= 4 Pflaster).
Während den 2 darauffolgenden Wochen wird 2mal wöchentlich 1 Systen Sequi Phase 2 Pflaster angewendet; auch hier muss das Pflaster alle 3-4 Tage gewechselt werden.
Der nächste Behandlungszyklus wird wieder mit Systen Sequi Phase 1 begonnen, und zwar unmittelbar nach dem Entfernen des letzten Systen Sequi Phase 2 Pflasters. Die Pflaster werden kontinuierlich, das heisst ohne Unterbruch, angewendet.
Die zyklische Anwendung einer Progesteron-ähnlichen Substanz wie NETA (in Systen Sequi Phase 2 enthalten) führt im allgemeinen zu einer regelmässigen Blutung, die zwischen dem 8. und 13. Tag der Anwendung von Systen Sequi Phase 2 einsetzt. Die Blutung dauert ca. 6 Tage an. Das Fortführen der Behandlung mit dem ersten Systen Sequi Phase 1 Pflaster wird unabhängig von der Blutung begonnen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
b) Korrekte Anwendung
Wo wird das Pflaster aufgeklebt?
Systen Sequi sollte auf eine saubere, trockene und intakte Hautstelle am Rumpf unterhalb der Taille geklebt werden. Cremes, Körperlotionen oder Puder können die Klebeeigenschaften des Pflasters beeinträchtigen. Das Pflaster darf nicht in der Nähe der Brüste oder auf den Brüsten aufgeklebt werden. Die ausgewählte Hautstelle darf weder verletzt noch gereizt sein. Die Gürtellinie sollte als Applikationsstelle gemieden werden, um Scheuerstellen auf dem Pflaster zu vermeiden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass am Gesäss weniger Hautreizungen auftreten als an anderen Körperstellen. Es ist daher ratsam, das Pflaster möglichst am Gesäss anzubringen.
Das Pflaster darf nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Es ist an einer Hautstelle anzubringen, die von der Kleidung bedeckt wird.
Die Applikationsstelle sollte im Intervall von mindestens einer Woche gewechselt werden.
Öffnen des Beutels und Aufkleben des Pflasters
Systen Sequi Phase 1 und Systen Sequi Phase 2 Pflaster sind in luftdichten Beuteln verpackt. Die Pflaster sollen sofort nach Entnahme aus dem Schutzbeutel aufgeklebt werden. Zur Entnahme eines Pflasters wird ein Beutel an den eingekerbten Stellen an zwei Seiten aufgerissen. Das auf die Schutzfolie aufgeklebte Pflaster wird dem Beutel entnommen und mit der Schutzfolie nach Aussen, entlang dem S-förmigen Einschnitt, so weit gebogen, bis der S-förmige Einschnitt in der Schutzfolie aufklafft. Der eine Teil der Schutzfolie wird, ohne den darunterliegenden Haftfilm zu berühren, entfernt. Das Pflaster wird mit der nun freiliegenden Hälfte des Haftfilms auf die Haut geklebt und der zweite Teil der Schutzfolie wird abgezogen, wiederum ohne den Haftfilm zu berühren. Drücken Sie das durchsichtige Pflaster 10 Sekunden lang, mit dem Handballen, fest. Durch das Anpressen und die Erwärmung auf Körpertemperatur werden die Hafteigenschaften optimiert. Eine Faltenbildung beim Aufkleben sollte vermieden werden.
Wechsel des Pflasters
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, das Pflaster jeweils an gleichbleibenden Wochentagen (z.B. Montag und Donnerstag, oder Dienstag und Freitag etc.) zu wechseln. Sollte sich einmal ein Pflaster losgelöst haben oder sonst unbrauchbar geworden sein, ersetzen Sie es sofort. Wechseln Sie es am nächsten festgelegten Tag wieder aus, unabhängig davon, wie lange Sie dieses Pflaster getragen haben. Machen Sie weiter im üblichen Rhythmus (z.B. Montag und Donnerstag, oder Dienstag und Freitag etc.).
Sollten Sie einmal vergessen haben, ein Pflaster zum üblichen Zeitpunkt abzunehmen, ist dies nicht weiter von Bedeutung, es kann jedoch zu Zwischen- oder Schmierblutungen kommen. Ersetzen Sie es sobald als möglich durch ein neues. Wechseln Sie es am nächsten fixen Tag wieder aus, unabhängig davon, wie lange Sie dieses Pflaster getragen haben. Machen Sie weiter im üblichen Rhythmus (z.B. Montag und Donnerstag, oder Dienstag und Freitag etc.).
Zum Duschen und Baden soll das Pflaster nicht entfernt werden. Es wird allerdings empfohlen, das Pflaster vor einem Saunabesuch zu entfernen und das neue Pflaster unmittelbar nach Beendigung zu applizieren.
Um das Pflaster zu entfernen soll es sorgfältig von der Ecke her entfernt werden. Wenn Reste des Klebstoffes auf der Haut verbleiben, können sie durch Waschen mit Seife oder durch Abrubbeln mit den Fingern entfernt werden.
Systen Sequi wird bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Systen Sequi haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Systen Sequi auftreten:
Sehr häufig: Juckreiz oder Hautausschlag oder Rötungen an der Applikationsstelle, Häufig: Depression, Schlaflosigkeit, emotionale Labilität, Nervosität, Migräne, Kopfschmerzen, Sehstörungen, hoher Blutdruck, Bauchschmerzen, Störungen des Gastrointestinaltraktes, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Juckreiz, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen und -krämpfe, Brustschmerzen, Regelschmerzen (Dysmenorrhö), Zwischenblutungen (Metrorrhagie), verlängerte Monatsblutung (Menorrhagie), Schmerzen, Unwohlsein, Gewichtszunahme, Wassereinlagerung (Ödeme).
Gelegentlich: Pilzinfektionen (Candidiasis), Bindegewebswucherungen in der Brust, Brustkrebs, Überempfindlichkeit, Veränderung des Sexualtriebes, Ängstlichkeit, Schwindel, Empfindungsstörungen (wie Taubheit, Kribbeln), Zittern, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Herzklopfen und –rasen, Hitzewallungen, niedriger Blutdruck, Erbrechen, Gallestauung (Cholestase), verstärkte Körperbehaarung, Akne, Haarausfall, erhöhte Blutfettwerte und Leberfunktionswerte, Brustdrüsenvergrösserung, Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-Hyperplasie), Bindegewebsgeschwulst der Gebärmutter, Veränderungen der Scheide.
Selten (Einzelfälle): Gebärmutterkrebs, Stimmungschwankungen, Epilepsie, Thrombosen (Blutgerinnsel) z.B. tiefe Beinvenen- oder Beckenboden- Lungenembolie und Schlaganfälle, Gallensteine, Hautrötung (mit dunklem Zentrum) mit massiver Beteiligung der Schleimhäute sowie Blasen im Mund Rachen und Genitalbereicht einhergehend mit schlechtem Allgemeinbefinden, hohem Temperaturen und Augenbindehautentzündung (Steven-Johnson Symptome).
Bei der Anwendung von anderen Hormonsubstitutionspräparaten wurde auch noch über Appetitsteigerung, Verdauungsbeschwerden inkl. Verstopfung, Nesselsucht, vaginaler Ausfluss, gutartiger Geschwulst des Gebärmutterhalses (Zervixpolyp) und Eierstockzysten berichtet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Bewahren Sie Systen Sequi - wie alle Arzneimittel - ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.
Systen Sequi sollte nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Nicht im Kühlschrank lagern, nicht einfrieren. Der in Systen Sequi enthaltene Wirkstoff Estradiol wird durch ultraviolettes Licht zersetzt. Die Pflaster dürfen daher nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.
Entsorgung des gebrauchten Pflasters
Nach der Entfernung sollte das gebrauchte Pflaster mit der Klebeseite nach innen umgefaltet werden, so dass die Wirkstoffmembran nicht freiliegt. Danach sollte das Pflaster an einem sicheren, für Kinder unzugänglichen Ort mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Systen Sequi enthalten?
1 Packung Systen Sequi enthält je 4 Systen Sequi Phase 1 und Systen Sequi Phase 2 Matrixpflaster, d.h. insgesamt 8 Pflaster.
Systen Sequi Phase 1 enthält als Wirkstoff 3,2 mg Estradiol-Hemihydrat (entspr. 3,10 mg Estradiol) sowie Hilfsstoffe.
Pro Tag werden 50 µg (µg = Mikrogramm) Estradiol durch die Haut in die Blutbahn freigesetzt.
Systen Sequi Phase 2 enthält als Wirkstoff 3,2 mg Estradiol-Hemihydrat (entspr. 3,10 mg Estradiol) und 11,2 mg Norethisteronacetat (entspr. 9,82 mg Norethisteron) sowie Hilfsstoffe.
Pro Tag werden 50 µg Estradiol und 170 µg Norethisteronacetat durch die Haut in die Blutbahn freigesetzt.
Ein Matrixpflaster hat eine Fläche von 16 cm².
Zulassungsnummer
54716 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Systen Sequi? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
1-Monats-Packung enthält je 4 Matrixpflaster Systen Sequi Phase 1 und Systen Sequi Phase 2 (d.h. insgesamt 8 Pflaster).
Zulassungsinhaberin
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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