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Bild:U.S. Department of State from United States [State Department photo by Ron Przysucha/Public Domain] License: Public Domain https://bit.ly/3ktAXCW
Es hat den Anschein, als ob der saudische De-facto-Herrscher, Kronprinz Mohammed bin Salman, sich auf einer Mission befindet, den Ölgiganten der Welt nach und nach durch schlecht durchdachte wirtschaftliche Entscheidungen zu vernichten. Jetzt, da MBS erneut verzweifelte Kürzungen der saudischen Ölpreise anordnet, implodiert seine Wirtschaft von allen Seiten – vom dummen Plan “Vision 2030” bis hin zum traditionellen Ölsektor, aus dem 87% des britischen Haushalts stammen. Der wirtschaftliche Niedergang Saudi-Arabiens wird enorme geopolitische Konsequenzen über den Nahen Osten hinaus haben.
Als hätte es nichts aus seinem Ölpreiskrieg von 2014 gelernt, der damals auf die wachsende Ölschieferindustrie der USA abzielte, ordnete der saudische Prinz MBS im März einen neuen Ölpreiskrieg an. Dies geschah, nachdem Russland, das kein offizielles OPEC-Mitglied ist, sich weigerte, eine zusätzliche Fördermengenkürzung um 300.000 Barrel pro Tag zu akzeptieren. Das russische Argument war, dass dies in einem sehr unsicheren Weltölmarkt töricht und kontraproduktiv wäre. Die Russen hatten Recht. Anfang April überschwemmten die Saudis die Weltmärkte mit zusätzlichen 3 Millionen Barrel pro Tag. Das war genau der Zeitpunkt, an dem die weltweite Panik um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 de facto zu einem Stillstand der weltweiten Nachfrage nach Fluggesellschaften, Autos, Lastwagen und Schiffskraftstoffen führte. MBS vergaß dies zu berücksichtigen, und die Ölpreise stürzten ab. Damit fielen auch die saudischen Öleinnahmen für den Staatshaushalt.
Fehlzündung
Innerhalb von zwei Wochen nach dem saudischen Ölkrieg vom März, der sich sowohl gegen Russland als auch gegen die USA richtete, waren die Weltölpreise von fast 60 Dollar pro Barrel auf unter 30 Dollar gefallen. Eine Katastrophe, um es milde auszudrücken. Saudi-Arabien braucht für das Öl 90 Dollar pro Barrel, um seinen Staatshaushalt nach Angaben von Fitch Ratings auszugleichen. Im April, als die Coronavirus-Sperren weltweit in vollem Umfang in Kraft waren, waren die….