Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03143.jsonl.gz/920

Obwohl heutzutage das Konzept von «Stress» oftmals banalisiert wird, bleibt er dennoch der Auslöser für zahlreiche Krankheiten, seien diese dermatologischer, respiratorischer, kardiovaskulärer oder gastroenterologischer Art. Man muss Stress als ausschlaggebenden oder verschlimmernden Faktor von bereits bestehenden Störungen anerkennen. Stressfaktoren aufzudecken und sich deren anzunehmen, wird somit zu einem grossen, volksgesundheitlichen Anliegen.
Wie funktioniert Stress?
Es handelt sich um ein Warnsignal, das unser Körper bei Bedrohung seiner körperlichen oder psychischen Gesundheit sendet. Dabei werden hauptsächlich die Nebennieren aktiviert und es läuft in 3 Schritten ab:
Die aktue Phase wird «Alarmphase» genannt und bedeutet eine massive Produktion von Noradrenalin durch die Nebennieren, was zu Pulsanstieg, Gefässverengung oder auch zu Pupillenerweiterung führen kann.
Die «Widerstandsphase» stellt sich ein, wenn die Stress-Situation anhält. Die Absonderung von Noradrenalin verringert sich und jene von Cortisol steigt an, was sich entzündungshemmend, hyperglykämisch und immunsuppressiv auswirkt.
Während dieser Phase erhöhen sich auch die Werte von Dopamin und Serotonin. Leider lassen die Absonderungen dieser Hormone und Neurotransmitter allmählich nach: man redet von der «Erschöpfungsphase» und fühlt sich «ausgelaugt».
Einige Anzeichen: Reizbarkeit, Ungeduld, Einschlafstörungen, Süsshunger weisen auf einen Serotonin-Mangel hin.
Allumfassende Lösungen
Adaptogene Pflanzen müssen die Grundlage zur Behandlung von Stresspatienten bilden. Nennen wir z. B. die Rosenwurzpflanze, deren Extrakt die Leistungsfähigkeit verbessert. Es wird auch der Einsatz einer essenziellen Aminosäure empfohlen: des Tryptophans, welches unser Körper nicht herzustellen vermag. Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin, dessen antidepressive Wirkung dokumentiert ist. Serotonin wiederum wird in Melantonin umgewandelt, das Schlafhormon schlechthin. Magnesium zügelt die Reizbarkeit, die mit Stress einhergeht, und Vitamine der Gruppe B erleichtern die Übertragung an die Nerven. Das sind Wirkstoffe, die im Falle von Stress hilfreich sind. Gleichzeitig eingenommen wirken sie verstärkt. Diese Mischung von Wirkstoffen könnte zum Beispiel am Nachmittag mit einer Zwischenmahlzeit bestehend aus Dörrobst aufgenommen werden. Tatsächlich verbessert Zucker die Aufnahme von Tryptophan und optimiert somit seine Umwandlung in Melantonin am Ende des Tages, was auf eine bessere Nachtruhe vorbereitet.
Regelmässige körperliche Bewegung fördert auf natürliche Weise die Serotonin-Synthese und hilft negative Gedanken fernzuhalten.
Anzeichen für ein Serotonindefizit
- Gereiztheit, Ungeduld
- Impulsivität, Aggressivität
- Stressempflindlichkeit
- Einschlafstörungen
- Naschen zwischen den Mahlzeiten, speziell gegen Abend
- Tendenz zu Suchtverhalten (Nikotin, Alkohol, Sport, …)