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Autor: Josef jungo
An der Versammlung der Vereinigung der Zuckerrübenpflanzer vom Freitag in Domdidier musste Präsident Pierre-André Burnier für das letzte Rübenjahr 2010 eine durchzogene Bilanz präsentieren. Der hohen Lagerbestände von Zucker wegen musste die Rübenfläche um zehn Prozent reduziert werden. Zudem gingen die Erträge gegenüber dem Vorjahr von 84 Tonnen pro Hektare auf 72 Tonnen zurück. Im Mittel erreichte der Zuckergehalt 18,5 Prozent.
Gesamtschweizerisch wurden 215 000 Tonnen Zucker produziert. Für das Anbaujahr 2011 wurde die Zuckerquote von der Branchenorganisation auf 230 000 Tonnen festgesetzt.
Höhere Produktionskosten
Die Zuckerrübenkultur ist anspruchsvoll, wie dies an der Versammlung in Domdidier hervorgehoben wurde. Die Produktionskosten belaufen sich pro Hektare auf über 7000 Franken. «Wir haben bei gleichen Ausgaben weniger Rüben produziert, was bedeutet, dass der Kostenanteil gestiegen sind», führte Burnier aus. Bei einem mittleren Ertrag von 9500 Franken pro Hektare verbleibe für Arbeit, Abschreibungen usw. zu wenig, sagte er. «Diese Situation zwingt uns, die Strukturen anzupassen, damit wir mit dem europäischen Markt mithalten können», lautet seine Devise.
Über den Verlauf der Verarbeitungskampagne in der Zuckerfabrik informierte Fritz Blaser. Er ist verantwortlich für das «Management Rüben». Die Kampagne dauerte 76 Tage.
Über die Weiterentwicklung der Direktzahlungen, wie sie im Programm der Agrarpolitik 2014-17 vorgesehen ist, wird demnächst eine Vernehmlassung eröffnet. Wie Frédéric Ménétrey, Direktor der Landwirtschaftskammer, ausführte, geht es dabei um eine Verlagerung der Beiträge, dies mit der Konsequenz, dass zahlreiche Betriebe mit Einkommenseinbussen rechnen müssten. Es sei denn, sie setzten vermehrt auf Biodiversität. Dies veranlasste Burnier zu einer scharfen Reaktion: «Wie sollen die Produzenten ermuntert werden, gute Qualität zu liefern, wenn man ihnen die Direktzahlungen kürzt? Das ist der Weg zur Mittelmässigkei …»