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Die ersten Basler Zünfte wurden 13. Jahrhundert gegründet und waren damals Gewerbe- oder Handwerksvereinigungen, z.B. Schmiede, Schuhmacher, Brotbäcker, Schneider, Kürschner, Gerber usw. Früher traten Gerber und Schuhmacher als sogenannte Doppelzunft gemeinsam auf. Allerdings gab es so viele Streitigkeiten, dass beider Zünfte schliesslich getrennt wurden.
Basler Leder war ein begehrter Exportartikel und die Gerberzunft erlebte ihre Blütezeit im 16. und 17. Jahrhundert. Die findigen Gerber kauften ihr Rohmaterial en gros ein und errichteten eigene Gerbereien für die Zunftmitglieder. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts siedelten sich die Gerber auch im Kleinbasel an, in der Gegend der Ochsengasse, der Utengasse und der Rheingasse. Ihre Häute wässerten sie im mittleren Teil des Riehenteichs und liessen dabei die Abfälle dem Rhein zufliessen. Später hatten die Gerber unter Import- und Exportbeschränkungen zu leiden und ihre Zahl ging stark zurück. Das Handwerk der Gerber in Basel erlosch im Jahre 1910.