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Wer kennt es nicht: Das Verlangen nach etwas Süssem! Zucker ist heute eine Selbstverständlichkeit und von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Das war nicht immer so. Das einzige Süssungsmittel, das in unserer Region vor der Verwendung von Zucker zur Verfügung stand, war Honig.
Felsmalereien in der Provinz Valencia (Spanien) zeigen die ersten bildlichen Darstellungen mit Honigbienen. Darauf zu sehen sind Menschen mit umgehängten Taschen, wie sie auf halsbrecherischen Leitern wildlebende Bienenvölker ausbeuten. Sie zeigen, dass bereits in der Mittelsteinzeit – die Zeit der Jägerinnen und Sammler (10 000 und 6 000 v. Chr.) – Wachs und Honig von wildlebenden Honigbienen gesammelt wurde. Die Zeidlerei, wie das Sammeln von Produkten wildlebender Honigbienen auch genannt wird, war noch bis weit in die Neuzeit hinein in Mittel- und Osteuropa ein wichtiges Gewerbe. Erst der Import von Rohrzucker aus den Überseekolonien und schliesslich der Anbau von Zuckerrüben im 19. Jahrhundert machte Süssstoffe für eine immer breitere Masse erschwinglich und läutete langsam den Niedergang dieses uralten Gewerbes ein.
Die ältesten Bienenbehausungen
Honig steht nicht unbegrenzt zur Verfügung und so begann man Bienen eine Behausung zur Verfügung zu stellen und sie zu halten. Dabei wurden die Bienenprodukte vielseitig verwendet.
Die frühesten Nachweise für die Bienenhaltung gehen bis in die Jungsteinzeit zurück. Wann von Menschen für Bienen geeignete Behausungen aufgestellt wurden und damit eine gezielte Haltung die Ausbeutung wildlebender Honigbienen ergänzte, ist unbekannt. Sicher ist frühestens mit dem Einsetzen der Jungsteinzeit damit zu rechnen, die Epoche, die durch Ackerbau, Viehzucht und Vorratshaltung definiert ist. Die damit einhergehende Sesshaftigkeit erleichterte die Bewirtschaftung von Bienenvölkern.
In der Schweiz beginnt die Jungsteinzeit ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. In den