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Pfeifen- oder Kirchenorgel: Die Orgel hat ihren Platz traditionell in der Kirche. Jede Orgel wird für den Raum geplant, in dem sie erklingen soll, daher gibt es (von sehr kleinen Instrumenten abgesehen) keine zwei genau gleichen Orgeln. Die Orgel fasziniert durch ihre unterschiedlichen Klangfarben (Register). Wegen der Vielfalt ihrer Klangmöglichkeiten wird sie bereits seit dem 17. Jahrhundert mit dem Orchester verglichen.
Das Spiel auf der Orgel wird in der Regel erst nach einigen Jahren Klavier-Unterricht erlernt, Ausnahmen sind möglich. Eine Besonderheit der Orgel stellt die Klaviatur zum Spiel mit den Füßen dar (Pedal). Es existieren viele Stücke ohne Pedal, die sich auch für junge SpielerInnen eignen. Wer das Pedalspiel erlernen möchte, sollte jedoch eine Körpergröße von 1.50 Metern erreicht haben. Der Unterricht und das Üben finden in einer der örtlichen Kirchen statt.
Die Orgel ist das einzige Musikinstrument, für das in allen Epochen komponiert wurde – vom späten Mittelalter bis heute. Deshalb existiert eine riesige Menge von interessanten Solostücken aller Schwierigkeitsgrade. Außerdem wurde auf der Orgel zu allen Zeiten viel improvisiert. Zusammenspiel mit anderen Instrumenten ist ebenfalls möglich, vor allem im Bereich der Musik des 17./18. Jahrhunderts. Wer will, kann nach mehrjährigem Unterricht nebenberuflich als OrganistIn in einer Kirchgemeinde tätig werden.