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Der US-Flugzeugbauer Boeing hat zum Start der Luftfahrtmesse in Farnborough deutlich weniger Bestellungen eingesammelt als sein europäischer Rivale Airbus. Während letzterer am Montag Aufträge und Vorverträge für 155 Maschinen für 21,3 Milliarden US-Dollar verkündete, kam Boeing lediglich auf 51 Jets im Wert von rund 6 Milliarden Dollar. Staatsaufträge dürften angesichts des Sparzwangs kaum dabei sein. Der Trend geht Richtung engere Bestuhlung in kleineren Verkehrsmaschinen.
Grossauftrag für Boeing ohne Militär
Immerhin bahnt sich der grösste Auftrag für die Amerikaner erst an – und dies ausgerechnet auf Kosten des Wettbewerbers: Die britische Monarch Airlines stellt ihre Mittelstreckenflotte von Airbus auf Boeing um. Die Fluggesellschaft bestellt 30 Boeing 737-MAX-8. Der Listenpreis würde 3,1 Milliarden Dollar betragen.
Angesichts der schrumpfenden Armeebudgets westlicher Industriestaaten macht sich Boeing indes keine Hoffnung auf ein Wachstum seiner Rüstungssparte in diesem Jahrzehnt. Für die Zeit nach 2020 rechnet sich der Airbus-Rivale dann wieder Wachstumschancen aus.
Wachstum für Boeing Rüstungssparte nach 2020
Voraussetzung für das Wachstum in der Rüstungssparte von Boeing wäre ein Grossauftrag des US-Militärs. Der Auftrag muss jedoch erst noch ausgeschrieben werden. Der Konzern möchte zusammen mit Lockheed Martin einen neuen Langstreckenbomber bauen und ausserdem Überwachungsdrohnen für die Marine herstellen.
(awp/sda/lur/moh)