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Fragen und Antworten
Der empfohlene Behandlungsbeginn besteht aus drei Infusionen in den Wochen 0, 2 und 6. Nach diesen ersten drei Dosen erhalten Sie regelmässig alle 8 Wochen, also 6 mal pro Jahr, eine Erhaltungsdosis.
- 1. Behandlung Woche 0
- 2. Behandlung 2 Wochen nach der 1. Behandlung
- 3. Behandlung 6 Wochen nach der 1. Behandlung
- Weitere Behandlungen in der Regel alle 8 Wochen.
Bitte bemühen Sie sich, alle geplanten Infusionstermine wahrzunehmen. Es ist wichtig, dass Ihr Ansprechen auf Remicade® regelmässig von einer medizinischen Fachperson überprüft wird. Wenn Sie einen Termin verpassen, kontaktieren Sie bitte schnellstmöglich Ihren Arzt, damit ein neuer Termin vereinbart werden kann.
- Machen Sie sich eine entsprechende Notiz in Ihrer Agenda.
- Nutzen Sie die Erinnerungsfunktion Ihres Mobiltelefons.
- Befestigen Sie eine Notiz an Ihrem Kühlschrank.
- Bitten Sie einen Angehörigen, Sie rechtzeitig an den Termin zu erinnern.
Remicade® wurde für die Langzeittherapie entwickelt und zugelassen. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken bezüglich einer Langzeittherapie haben.
Sprechen Sie vor der Anwendung von Remicade® mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder während der Anwendung von Remicade® über eine Schwangerschaft nachdenken. Es wird empfohlen, dass Sie während mindestens 6 Monaten nach Ihrer letzten Remicade®-Infusion einer Schwangerschaft vorbeugen und geeignete empfängnisverhütende Massnahmen treffen.
Die Anwendung von Remicade® wird für schwangere Frauen nur empfohlen, wenn dies unbedingt notwendig ist, da einige wenige Fälle von unerwünschten Wirkungen gemeldet wurden. Mütter sollten ihren Kinderarzt und anderes medizinisches Fachpersonal über ihre Anwendung von Remicade® während der Schwangerschaft informieren, da der Säugling während der ersten 6 Monate nach der Geburt keinen Lebendimpfstoff erhalten sollte.
Sprechen Sie vor der Anwendung von Remicade® mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder eventuell stillen möchten. Ihre letzte Behandlung mit Remicade® muss mindestens 6 Monate zurückliegen, bevor Sie mit dem Stillen beginnen können. Wenn Sie mit Remicade® behandelt werden sollen, müssen Sie vorher abstillen.
Bisher wurde nicht darüber berichtet, dass die Wirkung von Remicade® durch Alkohol beeinflusst wird. Zum Schutz Ihrer Gesundheit ist es jedoch von Vorteil, den Alkoholkonsum zu begrenzen, unabhängig davon, ob Sie Remicade® erhalten oder nicht.
Sprechen Sie generell frühzeitig mit Ihrem Arzt über geplante Reisen ins Ausland. Auslandsreisen können eine vorherige Impfung erfordern. Während der Behandlung mit Remicade® sollten Sie nicht mit bestimmten Lebendimpfstoffen geimpft werden, z.B. gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio und Windpocken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie vor kurzem geimpft wurden bzw. Ihnen eine Impfung bevorsteht.
Es wurden keine Studien durchgeführt, die die Auswirkungen auf das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen untersuchten. Wenn Sie sich nach der Infusion mit Remicade® müde oder unwohl fühlen, verzichten Sie darauf, selber Auto zu fahren. Als Vorsichtsmassnahme können Sie jemanden bitten, Sie zu Ihrem Kliniktermin zu fahren und wieder abzuholen.
Zum Schutz Ihrer Gesundheit ist es von Vorteil, den Tabakkonsum zu begrenzen oder vollständig mit dem Rauchen aufzuhören, unabhängig davon, ob Sie Remicade® erhalten oder nicht. Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Behandlung mit Remicade®, falls Sie an der Lungenkrankheit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden oder starker Raucher sind. Für PatientInnen mit erhöhtem Krebsrisiko aufgrund starken Rauchens ist die Behandlung mit Remicade® vorsichtig abzuwägen.
Remicade® kann die Abwehrkraft Ihres Immunsystems herabsetzen, so dass sich Ihre Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen kann. Sie werden auf Tuberkulose getestet, bevor Sie Remicade® anwenden. Informieren Sie Ihren Arzt in jedem Fall, wenn Sie in der Vergangenheit an Tuberkulose erkrankt sind oder mit einem Tuberkulose-Kranken in Kontakt standen. Typische Anzeichen für Tuberkulose sind: anhaltender Husten, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Fieber oder Nachtschweiss.
Mit Fragen oder Problemen im Zusammenhang mit Remicade® wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Ausserdem gibt es Patientenorganisationen, die für Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen sowie für deren Angehörige, Freunde und Betreuer spezielle Unterstützung anbieten. Dies bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen, die Ihre Situation verstehen.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind:
- Probleme beim Atmen, etwa Nasennebenhöhleninfektionen und Halsentzündung
- Kopfschmerzen
- Hautausschlag
- Husten
- Bauchschmerzen
Weitere häufige unerwünschte Wirkungen sind Schwindel, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, Fieber, einschiessende Hautrötung, Schwäche oder Müdigkeitsgefühl, Leberfunktionsstörungen, erhöhte Lebertransaminasen, allergische Reaktionen (z. B. Serumkrankheit, Nesselausschlag, juckender Hautausschlag oder trockene Haut), Virusinfektionen (z. B. Herpes oder Grippe), Bronchitis, Lungenentzündung und Brustschmerzen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über alle unerwünschten Wirkungen und berichten Sie ihm alle etwaigen allergischen Reaktionen so schnell wie möglich.
Am ehesten kommt es in Verbindung mit der Infusion etwa zu Kurzatmigkeit, Nesselausschlag und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen kann während der Verabreichung eine schwere allergische Reaktion auftreten. Für den Fall, dass unerwünschte Wirkungen auftreten, werden Sie während der Infusion und 1–2 Stunden danach sorgfältig beobachtet. Wenn Sie auf die Behandlung ungünstig reagieren sollten, wird die Infusion gestoppt und es werden geeignete Massnahmen ergriffen.
Die meisten unerwünschten Wirkungen von Remicade® sind leicht bis mittelstark ausgeprägt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie auf die Möglichkeit von schwerwiegenderen unerwünschten Wirkungen vorbereitet sind. Lesen Sie hierzu den Abschnitt über unerwünschte Wirkungen vollständig durch und sprechen Sie stets mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen.