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Die 22-Jährige, Tochter einer Venezolanerin und eines Spaniers, setzte sich gegen die zehn Jahre ältere Stosur (WTA 24) mit 6:2, 6:4 durch. Muguruza dominierte die Partie deutlich, nahm der Australierin fünfmal den Aufschlag ab und hätte den Match früher beenden können, wenn sich bei ihr beim Stand von 5:2 im zweiten Satz nicht etwas Nervosität breit gemacht hätte.
Muguruza, eine der grossen Aufsteigerinnen der letzten Saison, wird in der Weltrangliste auf jeden Fall von Platz 4 auf 3 vorstossen. In Paris konnte sie bislang voll und ganz überzeugen. Sie gab einen Satz ab, den allerersten gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova in der 1. Runde. Muguruza ist die erste Spanierin im French-Open-Final seit Conchita Martinez von 16 Jahren.
Wie bereits in Wimbledon spielt Muguruza gegen die Weltranglisten-Erste Serena Williams um den Titel. Die Amerikanerin gewann ihren Halbfinal gegen die Niederländerin Kiki Bertens (WTA 58) 7:6 (9:7), 6:4 und strebt am Samstag ihren 22. Grand-Slam-Triumph im Einzel an, wodurch sie mit Steffi Graf gleichziehen würde.
Muguruza und Serena Williams standen sich bislang fünfmal gegenüber, immer bei Grand-Slam-Turnieren. Beim French Open 2014 hatte Muguruza die Favoritin in der 2. Runde völlig überraschend eliminiert. Es ist bis dahin der einzige Erfolg gegen die WTA-Dominatorin geblieben. Serena Williams geht als Favoritin ins Endspiel. Sie gewann in Roland Garros schon 2002, 2013 und 2015. Dass sie aber ganz speziell auf Sand nicht unverwundbar ist, zeigte sich im Halbfinal erneut.
Kiki Bertens, die im Viertelfinal Timea Bacsinszky geschlagen hatte, führte im ersten Umgang mit einem Servicedurchbruch und kam später im Tiebreak zu einem Satzball. Nach 98 Minuten musste sie sich nach zwölf gewonnen Matches in Serie wieder einmal geschlagen geben. Für sie war das Turnier auch so ein riesiger Erfolg. Als erste Niederländerin seit 1977 hatte sie einen Grand-Slam-Halbfinal erreicht.
(SDA)