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Quallen haben kein Gehirn, kein Herz, keine Lunge und kein Blut und bestehen vor allem aus Wasser. Sie gehören zu den Nesseltieren. Hier geht es vor allem um die Schirmquallen, die man auch Echte Quallen nennt. Allein von ihnen gibt es über 200 Arten.
Quallen leben in allen Ozeanen der Erde. Je nach Art leben sie entlang von Sandstränden, zwischen Korallenriffen, nahe an der Wasseroberfläche. Es gibt auch Quallenarten, die im Süsswasser leben.
Über ihren Mund nehmen Quallen Nahrung auf, vor allem winzige Tierchen, die im Meer treiben oder kleine Krebse. Einige Quallen fressen Wasserflöhe, Fische und andere Quallen. Im Magen verdaut die Qualle die Nahrung. Da Quallen häufig durchsichtig sind, sieht man manchmal sogar die Beute in ihrem Körper.
Die meisten Quallen fangen ihre Beute mit den Tentakeln. Schirmquallen haben an den Tentakeln viele Nesselzellen. Wenn die Tentakel etwas berühren, schiesst eine winzige Harpune aus der Nesselzelle.
Quallen leben nicht bewusst zusammen. Immer öfter hört man aber von Quallenblüten. Das heisst, dass sich Quallen an einigen Orten extrem vermehren und ansammeln. Warum das so ist, erfährst du weiter unten im Kapitel «Bedrohung».
Manche Quallen sind Männchen und Weibchen zugleich. Bei den meisten Schirmquallen gibt es jedoch Männchen und Weibchen. Das Männchen gibt Samenzellen ab, das Weibchen Eier. Die Samenzellen befruchten die Eier und eine Planula-Larve entsteht. Aus ihr entwickelt sich ein Polyp, der auf dem Boden haftet.
Wenn das Wasser genug warm ist und die Polypen genug gefressen haben, strecken sie sich in die Länge und erinnern so an Mini-Tellerstapel. Man nennt den Polypen in diesem Zustand Strobila.
Von der Strobila beginnen sich die Scheiben abzulösen, die sogenannten Ephyra-Larven.
Mit der Zeit verschmelzen die Arme miteinander und bilden eine Schirmform. Die kleinen Quallen wachsen schnell und vermehren sich, um danach zu sterben.
Schau dir weiter unten in einem Video an, wie eine Qualle entsteht.
Lebewesen im Meer sind voneinander abhängig und helfen mit, dass das Meer im Gleichgewicht bleibt. Auch Quallen haben hier ihren Platz.
In letzter Zeit hört man oft, dass Quallen sich an einigen Orten extrem vermehren – das Gleichgewicht zwischen den Meereslebewesen ist gestört.
Ein Grund ist die Klimakrise: Im Gegensatz zu anderen Tierarten, darunter Fische und Korallen, kommen Quallen gut mit dem wärmeren Wasser zurecht. Sie wachsen sogar schneller und vermehren sich stärker.
Auch die Überfischung trägt dazu bei – wenn man also mehr Fische aus den Meeren holt als nachwachsen können. Wenn die Fische fehlen, haben die Quallen mehr Beutetiere und weniger Feinde, können sich also noch stärker vermehren.
Der WWF informiert Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt, wie sie von Erdöl, Erdgas und Kohle auf klimafreundliche Energie umstellen können. Er setzt sich dafür ein, dass sich alle Länder der Welt zu weiteren Klimaschutzmassnahmen verpflichten und schaut, dass man diese Massnahmen auch umsetzt.
Ausserdem begleitet der WWF auf der ganzen Welt Projekte für gesunde Meere und setzt sich für nachhaltige Fischerei und gegen Überfischung ein.