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| Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat

7. Buch
20. Von den Mysterien der eleusinischen Ceres.
Unter den Ceresfeiern werden die bekannten eleusinischen Feste hervorgehoben, die bei den Athenern sehr berühmt waren. Varro gibt keine Auslegung davon, außer was den Getreidebau betrifft, den Ceres erfand, und was Proserpina betrifft, die Orcus der Ceres geraubt hat; Proserpina, sagt er, bedeute die Fruchtbarkeit der Samen; als diese einmal ausblieb und die Erde über diese Unfruchtbarkeit trauerte, sei die Meinung entstanden, daß Orcus die Tochter der Ceres, eben die Fruchtbarkeit, die vom Hervorsprossen [proserpendo] Proserpina benannt worden sei, entführt habe und in der Unterwelt festhalte; darüber sei öffentliche Trauer veranstaltet worden; und weil sich nun die Fruchtbarkeit wieder einstellte, so habe man sich über die Herausgabe der Proserpina gefreut und infolgedessen die Festfeier eingeführt. Er erwähnt dann noch, daß bei ihren Mysterien vieles überliefert werde, was sich nur auf den Getreidebau beziehe.