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1912
Am Anfang…
Unsere Geschichte beginnt 1912 in einem Laden im Faubourg Saint-Antoine, dem Pariser Stadtviertel, wo einst die Kunsthandwerker ihre Werkstätten hatten.
Georges Libéron übernahm dort eine Fabrik, in der Artikel für Maler und Vergolder hergestellt wurden, und eröffnete ein Geschäft im Gebäude 163 rue Saint-Denis. Die meisten Kunden des Geschäfts waren Handwerker wie Vergolder und Tischler.
Als leidenschaftlicher Visionär holte Georges Libéron seinen Schwager Paul Chotard in die Firma und erweiterte ihr Angebot um ein neues Sortiment im Bereich Möbelpflege: die „Blaue Linie“. Aufgrund des Erfolgs des neuen Angebots begann Georges Libéron, auch Reinigungsmittel für den Haushalt zu entwickeln.
Kennen Sie „O.Ké“?
Auf der Grundlage eines Patents für eine Politur entwickelte Georges Libéron seine Sortimente für die Hausfrau. Das auf der Pariser Weltausstellung 1900 prämierte Produkt besaß antiseptische Eigenschaften und schützte vor Parasitenbefall.
Die als Paste oder Flüssigwachs angebotenen Reinigungsmittel der „Blauen Linie“ erleichterten die Pflege von Böden und Möbeln. Die O.Ké- Paste, ein „konkurrenzloses Produkt“, wurde zum „Wundermittel“ für alle Materialien mit der Garantie für perfekte Sauberkeit und unübertroffenen Glanz.
Die 50er- und 60er-Jahre
„Libérons-nous“… (Befreien wir uns...)
Das idealisierte Bild der perfekten Hausfrau veränderte sich zunehmend. Unter dem Einfluss des amerikanischen Vorbilds verbreiteten Werbung, Film und Mode ein neues Bild der Frau, immer fröhlich, kokett und dynamisch… die moderne Hausfrau war geboren!
Libéron begeisterte die häufig auch berufstätigen Hausfrauen mit Produkten, die für die modernen Flächen und die neuen Erwartungen angepasst waren: Vapocire gab es im Zerstäuber, Rapid-Lak in der Schlauchverpackung „Berlingot“… Die Verpackung wurde an die Verwendungsweise des Produkts angepasst.
Die „Rote Linie“ mit ihrem Spitzenprodukt Black Bison ergänzte die „Blaue Linie“.
„Libérons-nous“: Befreien wir uns, rief Libéron, Schluss mit Stahlwolle und Tüchern!
In den 1950-er Jahren versprach alles, was aus Amerika kam, Fortschritt und Modernität. Der Bison, ein sinnbildliches Tier, symbolisiert Kraft und Robustheit. Das Adjektiv „schwarz“ verweist auf die Farbe der Paste, die damals als Wachs und Politur erhältlich war.
Die Werbefachleute lieben den Verweis auf die Tierwelt. Die Tiere werden mal überraschend, mal in perfekter Entsprechung eingesetzt: So war „Lion noir“, der „schwarze Löwe“, eine Schuhcreme, die „Biene“ stand immer für Wachs, der Waschbär für eine Waschmaschine…
Die 70er- bis 90er-Jahre
Von den Antiquitätenhändlern in den Baumarkt
Die Marke richtete sich wieder verstärkt an die Fachwelt der Tischler und Holzhandwerker und erweiterte ihr Angebot von technischen Produkten.
In den 90er-Jahren wurde die Marke von der V33-Gruppe übernommen, die ihre Liebe zu schönen Materialien mit allen teilen will und Libéron in den Bau- und Heimwerkermärkten einführte.
Hier erfreute sich Libéron einer wachsenden Beliebtheit und wurde zur Referenzmarke für Produkte für Holz und andere edle Materialien (Fliesen, Marmor, Leder…).
Die 2000er-Jahre
Die Leidenschaft für Kreativität
Flohmärkte, Trödelmärkte und Second-Hand-Läden kamen immer mehr in Mode und ziehen Schnäppchenjäger und DIY-Begeisterte an, die nach dem ultimativen Stück suchen, das sie restaurieren, umgestalten oder aufhübschen können.
Aufgrund dieser Feststellung aktualisierte Libéron die alten dekorativen Maltechniken: So entstand das Sortiment mit Farben und Dekoreffekten! Gekalkt, Patina, Farbe im alten Stil… Als echte Alternative zur Holzoptik erlaubt es dieses neue Angebot jedem, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und seinen persönlichen Stil zu finden. Dann wurde das Sortiment auf immer mehr Untergründe, Materialien, Effekte und einfachere Verwendungsweisen (ohne Grundierung, Produkte auf Wasserbasis…) erweitert, so dass jeder das Gewünschte findet.
2010
Holz-Styling
Traditionelle Möbel und Antikmöbel sind out. Die Kunden wünschen sich trendige Finishs, die einfacher aufzutragen, ökologischer und gesünder sind.
Mit dem Sortiment „Esprit Campagne“ erweitert Libéron sein Sortiment von Antikfinishs für Holz um einfache, neuartige und authentische Lösungen (Beizen, Wachse, Lacke…) für alle Liebhaber von Holz.
Die Kalkfarbe
Die Kalkfarbe oder Tünche ist eine jahrhundertealte Technik auf Kalkbasis und wird seit der Antike verwendet, um Innen- und Außenwände der Häuser zu verschönern. Bei der Aktualisierung dieser Art von Farbe umgeht Libéron die komplexe Verarbeitung des Kalks, bewahrt jedoch die ganze Schönheit und Subtilität der Farbe. Mit ihrer matt-pudrigen und leicht transparenten Optik überzieht Le Badigeon Balken, Türen, Möbel, Profilbretter oder Holzsockel mit einer zarten, weiß- oder gräulichen Patina.