Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03294.jsonl.gz/2745

5 tote Wölfeim Kanton Graubünden
25. November 2020 Wolf in der Surselva von Auto überfahren
Am frühen Morgen des 25. November wurde in der Surselva ein Wolf überfahren. Zwischen Disentis und Sedrun wurde der Jungwolf von einem Auto erfasst und getötet. Der beteiligte Autofahrer hat den Vorfall sofort dem zuständigen Wildhüter gemeldet.
Das männliche Tier stammt wahrscheinlich aus dem diesjährigen Wurf des Stagias Rudel. Das Streifgebiet dieses Rudels erstreckt sich vom Oberalppass über Sedrun bis Disentis und das ganze Val Medel. Der getötete Wolf wird nun für weitere Untersuchungen ans FiWi in Bern beziehungsweise ans Laboratoire de Biologie de la Conservation an der Uni Lausanne transportiert.
Verändertes Verhalten im Winter
Auf Grund des Schnees in den höheren Lagen ist momentan vermehrt damit zu rechnen, dass sich Wölfe auf Futtersuche im Tal und in Siedlungsnähe aufhalten. Dahingehende Beobachtungen sollten jeweils beim zuständigen Wildhüter gemeldet werden.
Freitag, 18. Dezember 2020 Zwei Wölfe zwischen Surava und Alvaneu vom Zug erfasst
Am Mittwochabend wurden zwischen Surava und Alvaneu zwei Wölfe von einem Zug erfasst. Ein Jungwolf wurde auf der Stelle getötet. Das zweite Tier wurde nachgesucht, konnte aber nicht aufgefunden werden. Die Wildhut geht davon aus, dass das Tier noch lebt.
Meldung Kanton Graubünden, 18.12.2020:
Die beiden angefahrenen Raubtiere gehörten zu einer Gruppe von sieben Tieren, welche im Begriff war die Geleise zu überqueren. Die Wildhut geht davon aus, dass es sich dabei um das Muchetta Rudel handelte. Das Streifgebiet dieses Rudels erstreckt sich nach heutigen Erkenntnissen von Tiefencastel bis nach Savognin über Bergün bis nach Davos Wiesen.
Verkehrsunfälle mit Raubtieren könnten sich häufen
Mit diesem Tier sind bereits drei Wölfe in diesem Winter dem Verkehr zum Opfer gefallen. Auch im letzten Winter kam es zu ähnlichen Vorfällen. Auf Grund des Schnees ist momentan vermehrt damit zu rechnen, dass sich Wölfe auf Futtersuche im Tal und in Siedlungsnähe aufhalten. Dabei benutzen die Raubtiere gerne die geräumten Strassen und Geleise als einfach begehbare Routen.
Mittwoch, 23. Dezember 2020 Wolf in der Surselva von Auto überfahren
Am frühen Morgen des 21. Dezember 2020 wurde in der Surselva ein Wolf überfahren. Unterhalb von Siat wurde der Jungwolf von einem Auto erfasst und getötet.
Das männliche Tier stammt wahrscheinlich aus dem diesjährigen Wurf des Ringelspitz Rudel. Das Streifgebiet dieses Rudels erstreckt sich vom Kunkelspass bis Brigels. Dies ist bereits der vierte Wolf, welcher in diesem Winter bei einem Verkehrsunfall getötet wurde.
Dezember 2020 Monatsbericht Grossraubtiere
Zusammenfassung
Die Zahl der dem Amt für Jagd und Fischerei GR gemeldeten Beobachtungen von Wölfen und Luchsen war im Dezember ähnlich hoch wie im vergangenen Monat. Übergriffe auf Nutztiere haben sich keine ereignet. Jedoch wurden im Dezember verschiedene Verkehrsunfälle mit Wölfen gemeldet. Hinweise zur Anwesenheit von Braunbären oder Goldschakalen sind keine eingegangen.
Nutztierrisse
Im Dezember 2020 wurden keine Nutztiere durch Wölfe gerissen. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 244 Nutztierrisse durch Wölfe bestätigt, aufgeteilt in 225 Schafe, 17 Ziegen, ein Kalb und einen Esel.
Verkehrsunfälle
Im Dezember wurden vier Wölfe durch Verkehrsunfälle getötet. Davon mussten zwei Tiere aufgrund ihrer Verletzungen durch die Wildhut erlöst werden. Ein verletztes Tier wurde nachgesucht, konnte jedoch nicht gefunden werden. Zusätzlich wurde ein weiterer Fund von einem Wolfskadaver gemeldet. Dessen Todesursache ist bis anhin noch nicht geklärt.
Weitere Grossraubtiernachweise
Knapp 140 direkte (Sichtung/Fotofalle/Geheul) und indirekte (Spur/Kot/Wildtierriss) Wolfsnachweise wurden dem Amt für Jagd und Fischerei GR im Dezember gemeldet. Die meisten Meldungen stammen aus der Surselva. Beobachtungen wurden erneut auch in den Regionen Albula, Viamala, Landquart und Imboden gemacht.
Betreffend Luchs wurden 41 Beobachtungen erfasst. Die Luchsnachweise wurden aus den Regionen Surselva, Imboden, Viamala, Landquart und Prättigau gemeldet.