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Ich schau mir mal das Argumentarium der InitiantInnen an: Die 1:12-Initiative will das Verhältnis der "oberste Löhne" zu "niedrigsten Löhnen" eines Unternehmens auf 1:12 setzen. Die Begrenzung der Lohnschere auf das Verhältnis 1:12 sei ein Garant für gerechtere Löhne, ist das Hauptargument. Weshalb 1:12? Weil das Jahr 12 Monate hat - muss ich aus dem Argumentarium der Initianten schliessen. Das ausführliche Argumentarium der Site datiert am heutigen Tag vom Oktober 2009.
Sind die Argumente dem Politmarketing zum Opfer gefallen? Zumindest verweist die Site auf die Gewerkschafts-Site von travail.suisse. Diese listet die (Spitzen-)Managerlöhne auf - mit Bildchen der 'AbzockerInnen'.
Meine ersten Fragen aber wären:
- Wie haben sich die Löhne (über einen längeren Zeitraum) in der Schweiz entwickelt?
- Wie ausgeprägt ist die „soziale Ungleichheit“ in der Schweiz?
Für eine erste, schnelle Antwort vorweg:
- Durchschnittlich ist die Reallohnentwicklung bescheiden in den letzten 20 Jahren.
- Bezüglich der sozialen Ungleichheit, gemessen an verschiedenen Indikatoren, bewegt sich die Schweiz in europäischen Mittelfeld, rsp. im Mittelfeld der hochindustrialisierten Länder weltweit.
Rasch lassen sich die Fragen der Initative statistisch nicht abhacken. Die detailliertere, statistiklastige Beschäftigung mit dem Thema führt augenblicklich in ein veritables Vexierspiel. Ein Eindruck davon gibt wohl am besten ein "Prezi" wieder.
Wandern die Zahlen beim Initiativ-Komitee auf Fahnen, weil sie sonst schwer zu vermitteln sind? Bleibt bei diesem Abstimmungskampf inhaltlich wieder nur ein weitgehend fantasieloser "ideologische Grabenkampf" - diesmal weil die Materie "zu komplex" ist? Heute weiss ich es nicht - aber vielleicht in einem späteren 'Prezi'.
|Bemerkungen:||Die verwendete Literatur findet sich in der Basisdarstellung des Prezi detailliert aufgelistet.

|Quellen:||

|Datum:||23.9.2013|