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(Kt. Freiburg,
Bez. Sense).
1630, 1621 und 1617 m. Breiter und an manchen
Stellen sumpfiger Bergrücken
mit Alpweiden und zahlreichen im Sommer bewohnten
Hütten; nw. über dem
Schwarzsee und von hier aus in 1½ Stunden bequem
zu erreichen. Ziemlich schöne Aussicht. Vom althochdeutschen Personennamen Swein herzuleiten.
Den Namen Schweiz oder schweizerische Eidgenossenschaft (französisch Suisse, Confédération Suisse oder Confédération
Helvétique; italienisch
Svizzera, Confederazione Svizzera oder Confederazione Elvetica; rätoromanisch
Svizzera oder Confederaziun Svizzera) trägt der im Herzen Westeuropa's zwischen Frankreich, Deutschland, Oesterreich und
Italien gelegene republikanische Bundesstaat, der sich aus 25 souveränen kleinen Einzelrepubliken, den sog. Kantonen, zusammensetzt.
Der Name Schweiz ist eine für die deutsche Schriftsprache mundgerecht gemachte Form des AusdruckesSchwyz
(mit
langem i), womit die Deutschschweizer in ihren verschiedenen Dialekten ihr Heimatland bezeichnen und der sich zuerst ausschliesslich
blos auf einen der Urkantone, Schwyz,
bezog. Diese Benennung muss im allgemeinen Sprachgebrauch zur Zeit der ersten
Bünde der
Eidgenossen
in Gebrauch gekommen sein, und wir finden sie nach der Schlacht am
Morgarten bei den Chronisten sowohl
für den Kanton Schwyz
allein als auch für die drei
Waldstätte überhaupt verwendet.
Dabei kam der Ausdruck
«Schwyzer» für die Bewohner des Landes stets häufiger zur Anwendung als der Name "Schwyz"
für das Land selbst. 1320 finden wir Sweicz und 1350 die lateinische FormSuicia für das Land, und
Suitenses für das Volk, sowie zur gleichen Zeit auch Swiz. Die Annalen des österreichischen
Klosters Zwetl schreiben 1352,
d. h. nach dem Beitritt
Zürichs zur Eidgenossenschaft: Dux Albertus pugnaturus contra provinciam quae dicitur Sweincz und
bezeichnen mit diesem Namen die sämtlichen
Eidgenossen gemeinsam.
Nach dem Sempacherkrieg umfasste der Name die
Eidgenossen, ihre Verbündeten und ihre Untertanen, und
seit 1415 fand er auch in den offiziellen Schriftstücken, die bis dahin von der Schweiz als den «oberdeutschen
Bünden» gesprochen hatten, Eingang. So findet sich in einem vom Herzog Sigismund von Oesterreich zu dieser Zeit
ausgestellten Geleitsbrief die Stelle «allen Landlüten und
Stätten in Switz», worunter offenbar die Eidgenossenschaft als Ganzes verstanden sein will.
Bis ins 18. Jahrhundert wechselten bei den deutschen Schriftstellern die Dialektform Schwyz
und die schriftdeutsche Form Schweiz
regellos miteinander ab, indem man mit beiden Bezeichnungen bald die ganze Eidgenossenschaft und bald nur den Kanton belegte.
Johannes von Müller gab dann 1785 den beiden Formen dadurch ihre endgiltige und eindeutige Fassung,
dass
er den Namen Schwyz
für den
Flecken und den Kanton, den Namen Schweiz dagegen für das ganze Land in Anwendung brachte.
Vor der Zeit der ersten eidgenössischen
Bünde trugen die Landschaften zwischen
Alpen undJura die Namen
der sie bewohnenden Volksstämme, nämlich Helvetien westlich und
Rätien östlich einer vom
St. Gotthard zum
Bodensee reichenden
Linie. Die Grenzen dieser beiden Gegenden entsprachen aber, soweit sich wenigstens aus den Werken der lateinischen Schriftsteller
erkennen lässt, keineswegs dem heutigen Gebiete der Schweiz. So wohnten im NW., d. h. im heutigen
Berner Jura
und in den Kantonen Solothurn
und Basel,
die Rauraker und in den Thälern und auf den Hochflächen des
Jura die Sequaner, während Genf
eine der Hauptstädte
der Allobroger war und im Wallis
die Nantuaten, Veragrer, Seduner und - zu oberst - noch die Uberer, die wahrscheinlich zu
den Lepontiern gehörten, sassen.
Alle diese Stämme gehörten mit Ausnahme der Rätier der grossen gallischen Nation an und sprachen das Keltische in verschiedenen
Dialekten. Das von den Lepontiern bewohnte Tessingebiet südlich der
Alpen gehörte zum zisalpinen
Gallien.
Rätien reichte
im O. weit über die heutige Landesgrenze hinaus und umfasste noch das südliche Baiern und Tirol. Alle
diese einzelnen Namen gingen dann zur Zeit der Eroberung des Landes durch die
Römer und der zahlreichen Barbareneinfälle
zugleich mit den Völkerstämmen, die sie trugen, unter, bis einzelne von ihnen mit der Zeit der fortschreitenden Zivilisation
und der Renaissance wieder zu Ehren gezogen wurden, so namentlich der Name Helvetien, der während der
Epoche der französischen Revolution, als antike, griechisch-römische Bezeichnungen allgemein Modesache geworden waren,
mit Vorliebe dem ganzen Gebiet der Eidgenossenschaft beigelegt ward und
¶
Name,
Lage, Grösse und Gestalt, Fläche, Höhenverhältnisse, Grenzen, geschichtliche Entwicklung der Grenzen, Neutralität Savoyens
und zollfreie Zonen, Einzelbeschreibung der Grenzen
IV 626
TrigonometrischeLandesvermessung. Allgemeines, Anlage des Triangulationsnetzes. Messung der Winkel, Messung der Grundlinien und deren Anschluss
an das Netz, Berechnung der Fixpunkte, Projektion, Höhen und Höhenmessung, Geschichtliches
Einwohnerzahl
nach ältern Schätzungen und den eidgenössischen Volkszählungen
V 1
Bevölkerung
der Schweiz im Jahr 1900: Vergleichende Zusammenstellungen 1858-1900, Verschiebung im Innern, Volksdichte, Verteilung nach
dem Geschlecht, Altersverhältnisse, Heimat, Einbürgerung, Konfession, Muttersprache
PolitischeOrganisation des Bundes Verfassung, juristische Natur, Kompetenzen, Beziehungen zu den Kantonen, Organisation
der Behörden, Befugnisse, Gesetzgebung, eidg. Verwaltung, Rechtspflege, Revision der Bundesverfassung, völkerrechtliche
Stellung der Schweiz
Eisenbahnabteilung
(Geschichte der eidg. Eisenbahnpolitik, schweizerische Eisenbahnen im Allgemeinen, Entwicklung des Eisenbahnnetzes seit 1905. Spezialfragen,
Organisation der Abteilung für Eisenbahnwesen, schweizerische Bundesbahnen)
noch heute, besonders in der poetischen Sprachweise, oft zur Verwendung kommt. Für den Kanton Graubünden
seinerseits hat sich die alte Form
Rätien in dem immer noch gebräuchlichen Ausdruck «Alt Fry Rätia» erhalten. Vergl. den Artikel Schweiz in Prof. Dr. J. J.
Egli'sNomina Geographica. 2. Aufl. Leipzig 1893.
Lage, Grœsse und Gestalt.
Obwohl die Schweiz nirgends an das Meer stösst, nimmt sie doch dank ihrer zentralen Lage und ihrer Berge, die sie abschliessen
und vor äussern Eingriffen schützen, eine sehr wichtige Stellung in Europa ein. Diese Lage im Herzen und an den Flanken
eines seiner Höhe nach den ganzen Erdteil beherrschenden Gebirges hat den Bewohnern eine grössere Kraft,
einen festeren inneren Zusammenhang und eine stärkere wirtschaftliche Macht verliehen, die ihnen trotz der räumlich kleinen
Ausdehnung ihrer Heimat gestatteten, der Begehrlichkeit der Nachbarn erfolgreich zu widerstehen und sich mitten unter diesen
als selbständiges Volk und Staat zu erhalten. Das Schweizerland liegt zwischen 45° 49' 2" und 47°
48' 32" NBr. und zwischen 3° 37' 12" und 8° 9' 26" OL. von Paris (oder 5° 57' 26" und 10° 29' 40" OL. von Greenwich).
Die geographischen Koordinaten des politischen Landeszentrums Bern
(Observatorium) sind 46° 57 6" NBr. und 5° 6'
11" OL. von Paris (oder 7° 26' 25" OL. von Greenwich), während der Schwerpunkt der Oberfläche der Schweiz in 46° 48'
und 5° 57' liegt.
Die äussersten Punkte des Landes, d. h. die Tangentialpunkte der Grenzlinie zu den Meridianen und Parallelkreisen, sind:
im Westen die Mündung des Nant de Vosogne in die Rhone unterhalb Genf;
im Süden der Grenzstein 75A bei Chiasso am äussersten S.-Ende des Tessin;
Folgendes
sind die rechtwinkligen Koordinaten dieser vier Punkte bezogen auf Bern:
Abstand im Meridian Y
Abstand in der Senkrechten X
Westpunkt
114550 m W.
89920 m S.
Südpunkt
122770 m O.
124690 m S.
Ostpunkt
233830 m O.
32769 m S.
Nordpunkt
84620 m O.
95910 m N.
Durch Addition von Y des Westpunktes zum Y des Ostpunktes, sowie von X des Südpunktes zum X des Nordpunktes
erhalten wir die Länge und Breite der Schweiz längs dem Meridian bezw. dem Parallelkreis gemessen:
Das schweizerische Landgebiet kann in ein Oval eingeschrieben werden, dessen Kurve durch die vier eben
genannten äussersten Punkte geht.
Flæche.
Die Fläche der Schweiz umfasst nach den neuesten Angaben des Eidgenössischen Statistischen Bureaus 41323,99 km2. Fügt
man dieser Zahl die Flächen der in unserm Land eingeschlossenen kleinen fremden Enklaven, nämlich