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Genf (awp/sda) - Die Stadt Genf hat 2010 eine Zivilklage gegen den früheren Revisor der Genfer Kantonalbank (BCGE) eingereicht. Sie wirft ihm vor, die Stadt 2001 über den Zustand der Bank falsch informiert zu haben. Genf investierte 67,6 Millionen Franken in Aktien, um der Bank unter die Arme zu greifen.
"Die BCGE ist mit Geld der Allgemeinheit rekapitalisiert worden", sagte die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno am Mittwoch zur Nachrichtenagentur SDA. Man wolle nicht, dass die Bürger den Eindruck erhielten, sie seien dadurch finanziell geschädigt worden. Damit bestätigte Salerno einen Bericht der Genfer Tageszeitung "Tribune de Genève".
Die Verantwortlichen der Stadt Genf werfen der Revisionsgesellschaft Ernst&Young vor, der Preis der Aktien sei im Vergleich zum Zustand der Bank zu hoch gewesen. Genf will daher mehrere Dutzend Millionen Franken zurück. Da sich Genf und die Revisionsgesellschaft nicht einigen konnten, reichte die Stadt eine Zivilklage ein.
mk
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