Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03411.jsonl.gz/1095

Archäologische Funde belegen, dass Menschen bereits ca. 8000 v. Chr. mit dem Freitauchen ihren Lebensunterhalt bestritten. Die ersten dafür bekannten Völker waren die Haenyo in Korea und die Amas aus Japan; beide tauchten mit angehaltenem Atem in die Tiefe, um Muscheln und Schwämme zu sammeln und später zu verkaufen. Auch die Speerfischer rund ums Mittelmeer bilden geschichtlichen Hintergrund für die Entwicklung des Apnoesports.
Auch heute wird das Freitauchen von den Amas noch traditionell fortgeführt. Ama ist in Japan der Begriff für Frauen, die sich durch das Tauchen mit angehaltenem Atem ihren Lebensunterhalt verdienen. Die meisten in Japan lebenden Amas findet man in Shirahma, einem Ort ca. 160km südlich von Tokyo. Ohne ihre Liebe zum Ozean und seinen Schätzen könnten diese tapferen Frauen des Meeres ihrer schwierigen und teilweise auch gefährlichen Beschäftigung nicht nachgehen. Die meisten Amas sind Mütter, die ein vollkommen normales Familienleben führen oder auch einen anderen „bürgerlichen“ Beruf ausüben. Das Volk der Amas ist in seiner Mentalität sehr autonom veranlagt und der Konkurrenzkampf unter Amas war stets präsent, da dieser Beruf sich damals wie heute als sehr profitabel erweist. Heutzutage liefern Speerfischer und Perlentaucher im Pazifik den praktischen Hintergrund des Apnoetauchens als Sport.