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Darmkrebs
Die Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und Mastdarms (Rektumkarzinom) werden unter dem Namen kolorektales Karzinom zusammengefasst. Bei diesen kommt es zu bösartigen Wucherungen in der Schleimhaut des Darms. Oft redet man auch von Darmkrebs, wobei andere Abschnitte des Darms (z.B. der Dünndarm) eher selten betroffen sind.
Zur Hauptrisikogruppe gehören Männer nach dem 50. Lebensjahr, die in Industrieländern wohnhaft sind; in Entwicklungsländern tritt diese Krebsart nur selten auf.
Häufig entstehen die bösartigen Wucherungen aus gutartigen Schleimhautgeschwüren oder auch Polypen genannt (polypösen Adenomen). Was genau die unlimitierte Wucherung bösartiger Zellen auslöst ist nicht bekannt.
Risikofaktoren sind:
- Geschlecht (Mann über 50-jährig)
- Familiäre Häufung
- Genetische Veranlagung für und Vorhandensein von Polypen
- Ernährung: Fett- und fleischreiche, ballaststoffarme Kost
- Übergewicht
- Rauchen
- Chronische Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
Früherkennungsuntersuchungen haben das Ziel, eine möglicherweise bestehende Erkrankung zu diagnostizierten, bevor Symptome auftreten.
Ab dem 50. Lebensjahr ist eine Früherkennungsuntersuchung (Screening) empfohlen, um den Dickdarmkrebs in einem möglichst frühen und somit oft noch heilbaren Stadium zu entdecken.
Zwei Methoden der Früherkennung haben sich etabliert und werden in der Schweiz von der Krankenkasse vom 50. bis zum 69. Lebensjahr übernommen:
- Dickdarmspiegelung: bei diese sehr zuverlässigen Untersuchung werden auch nicht-blutende Tumore entdeckt und Vorstufen (Polypen) können meist in der gleichen Untersuchung entfernt werden. Die Dickdarmspiegelung sollte alle 10 Jahre wiederholt werden (beim Vorliegen von Risikofaktoren, wie z.B. familiäre Häufung oder bereits Abtragung von Polypen, werden kürzere Abstände definiert).
- Stuhluntersuchung auf Blut (oft nicht sichtbar): diese einfache und kostengünstige Untersuchung ist alle 2 Jahre empfohlen. Allerdings ist bei dieser Untersuchung die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse leider ziemlich hoch und es können nur blutende Tumore (oft erst bei bereits fortgeschrittener Erkrankung) detektiert werden.
Bei frühzeitiger Entdeckung und konsequenter Behandlung sind die Heilungschancen relativ gross.
Vorbeugende Massnahmen (Ausschluss der Risikofaktoren)
- Gesunde, abwechslungsreiche Ernährung (fett- und fleischarm, viel Obst und Gemüse)
- Regelmässige Bewegung
- Senkung von Übergewicht
- Nikotinstopp
- Wenig Alkohol
Im Frühstadium verursacht der Darmkrebs keine Beschwerden. Es ist deshalb wichtig, dass Risikopersonen ab dem 50. Altersjahr regelmässig untersucht werden. Mögliche Symptome sind:
- Häufig erstes Zeichen: Änderungen im Stuhlverhalten (Durchfälle wechseln sich ab mit Verstopfungen), ungewollter Stuhlabgang
- Blut im Stuhl; oft sieht man das Blut nicht, da die Menge gering ist
- Bauchschmerzen, Blähungen
- Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit
- Blutarmut durch den unentdeckten Blutverlust (Anämie)
- Tumore können zum Darmverschluss führen (Notfall)