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«Ich bin die erste Mathematikerin, die den Preis gewonnen hat», das sei eine wunderbare Sache, sagt Cheryl Praeger. Im Jahr 1983, damals als Mutter von zwei kleinen Jungen, wurde sie als Professorin für Mathematik an die «University of Western Australia» berufen.
Zu den Anwendungen ihrer Forschungen – die sich über Jahrzehnte und mehr als 400 Veröffentlichungen in Zeitschriften erstreckt haben – gehört die «Public-Key-Kryptographie», die beispielsweise die Kommunikation mit der Bank sicher macht. Ein weiterer Beitrag ist die Entwicklung von Algorithmen, die in globalen mathematischen Computersystemen verwendet werden.
Nicht sehen, aber erforschen
Früh während der High School begann sie sich für Mathematik zu begeistern. «Mathematik erklärte viele überraschende Dinge über die Welt.» Es war für sie, als würde sie einen Teil der Schöpfung entdecken. Zum Glauben gefunden hatte sie noch als Kind auf einer Veranstaltung von Billy Graham.
Der Glaube habe auch ihre Forschung geprägt, denn sie sehe Gottes schöpferische Hand am Werk. «Ich sehe die erstaunlichsten mathematischen Strukturen – ich sehe das als einen anderen Teil der Realität. Wir können sie nicht sehen, aber sie ist da und wir können sie erforschen.»
Lösungen im Schlaf
Es sei schon vorgekommen, dass ihr Gehirn während des Schlafens die Lösung zu einigen ihrer schwierigsten mathematischen Probleme entdeckt habe. «Früh in meiner Karriere war ich intensiv auf ein mathematisches Problem fokussiert. Mein Gehirn war so verdrahtet, dass das eigentliche Problem fast im Schlaf gelöst wurde.»
Ab und an auch in einzelnen Schritten: «Manchmal konnte ich nicht schlafen und ich dachte darüber nach, wie ich ein Problem lösen könnte, und machte mir Notizen, damit ich wieder einschlafen konnte.»
Mit Blick auf die Zukunft ist sie begeistert von der Möglichkeit eines Quantencomputers … sowie den Herausforderungen, die solche Geräte für die Mathematik mit sich bringen werden. «Ich hoffe, dass ich mich daran beteiligen kann.»