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Charfaz
oder Tsarfas (Kt. Wallis, Bez. Martinach und Saint Maurice).
672 m. Felsgrat, ö. von der Mündung des Thales von Salvan ins Rhonethal;
fällt nach O. jäh ab und springt spornartig in das hier eingeengte Rhonethal vor. Er überragt den auf einer Terrasse gelegenen Weiler Gueuroz, wohin ein kurzer, längs der rechten Thalseite des Trient im Zickzack aufsteigender Fussweg führt.
Grenze zwischen den Bezirken Martinach und Saint Maurice.
^[Note:] Der Ort hat durch die Ereignisse des blutigen Bürgerkrieges von 1844 einen in der Geschichte des Wallis berühmten Namen erhalten.
Nach der Einnahme der Hauptstadt durch die Klerikalen zogen die Liberalen des Unterwallis auf Geheiss ihrer Führer Barman und Joris ihrem heimatlichen Herd zu.
Als die Männer von Monthey und Saint Maurice zusammen mit zahlreichen Kameraden aus Martinach am zur Trientbrücke kamen, empfieng sie hier das mörderische Feuer der in den Felsen versteckten Leute aus dem Gebirge von Salvan. In diesem wahren Blutbad fielen 70 Mann.
Diese Vernichtungsszene, ein trauriges Andenken an die politische Zerrissenheit der damaligen Eidgenossenschaft, ist von Eduard Rod in seinem Hochgebirgsroman Là-Haut in packender und durchaus der Wahrheit entsprechender Darstellung verewigt worden.