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Eine prestigeträchtige Nobelmedaille, ein Diplom und ein sattes Preisgeld: Wer diese Auszeichnungen in diesem Jahr erhält, entscheidet sich in diesen Tagen in Stockholm und Oslo. Den Startschuss gibt erneut der Medizin-Nobelpreis.
Es geht wieder los: Mit der Bekanntgabe der Preisträger in Medizin beginnen in Skandinavien die Tage der Nobelpreis-Verkündungen. Die Nobelversammlung des Karolinska-Instituts in Stockholm will am Montag frühestens um 11.30 Uhr präsentieren, wen sie diesmal für den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin auserkoren hat.
Wie im vergangenen Jahr ist die renommierte Auszeichnung mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 1,06 Millionen Franken) pro Kategorie dotiert. 2020 waren die Amerikaner Harvey J. Alter und Charles M. Rice sowie der Brite Michael Houghton für die Entdeckung des Hepatitis C-Virus mit dem Preis ausgezeichnet worden.
Nomination geheim
Die Bekanntgabe des Medizin-Nobelpreisträgers stellt traditionell den Startschuss des Nobelpreisreigens dar. Am Dienstag und Mittwoch folgen zwei weitere wissenschaftliche Preise: die in den Kategorien Physik und Chemie. Am Donnerstag ist der Literaturnobelpreis dran, am Freitag der Friedensnobelpreis, der als einzige der Auszeichnungen in Oslo verliehen wird.
Zum Abschluss werden am nächsten Montag in Stockholm dann die Preisträgerinnen und Preisträger in Wirtschaftswissenschaften bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um den einzigen der Nobelpreise, der nicht auf das Testament von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896) zurückgeht. Wer jeweils alles für die Auszeichnungen nominiert worden war, wird auch im Nachhinein von den verschiedenen Auswahlkomitees traditionell 50 Jahre lang streng geheimgehalten.
Preisvergabe am 10. Dezember
Vergeben werden die Preise allesamt an Nobels Todestag, dem 10. Dezember. Dabei erhalten die Ausgewählten auch ihre prestigeträchtigen Nobelmedaillen und Diplome. Die Nobelstiftung teilte bereits mit, dass zumindest bei der Preisverleihung in Stockholm wie im Vorjahr keine Preisträger in der schwedischen Hauptstadt vor Ort sein werden. Sie werden stattdessen in ihren Heimatländern geehrt, das Ganze wird dann mit einer Zeremonie im Stockholmer Rathaus verwoben. Grund dafür sind nach Angaben der Nobelstiftung Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und damit verbundene Reisebeschränkungen.
Einzig das norwegische Nobelkomitee liess sich noch die Möglichkeit offen, Preisträger für die Verleihung nach Oslo zu holen. Endgültig darüber entscheiden will das Komitee Mitte Oktober. Wegen der Pandemie waren die sonst höchst feierlichen Preisvergaben bereits 2020 deutlich kleiner und anders ausgefallen als üblicherweise.