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Die Schaffhauser Nachrichten veröffentlichte heute einen interessanten Artikel über die "starke Auslastung des pädagogisch-therapeutischen Dienstes (PTD) im Kanton Schaffhausen".
Laut SN kümmern sich im Kanton 27 Therapeutinnenn um Schulkinder mit kleineren und grösseren Störungen. Karin Ris, die Leiterin des kantonal organisierten PTD sagt: "Vor vielleicht zwanzig Jahren brauchte nur eine Minderheit Begleitung in der Schule - das hat sich geändert."
Durch die sogenannte Reihenabklärung in allen Kindergärten des Kantons versucht der PTD jeweils im Herbst "auffällige" Kinder möglichst frühzeitig zu erfassen. In Absprache mit Lehrperson und Eltern werde dann eine Therapie vereinbart.
Kritiker des Systems der Reihenabklärung bezweifeln, dass man während dem kurzen Test wirklich Relevantes über ein Kind herausfindet. Romedius Alber, Kinderarzt und Buchautor, ist der Ansicht, dass wirklich therapiebedürftige Kinder früh auffallen, und zwar allen Beteiligten. Durch die Reihenabklärung werden laut Alber heute Kinder erfasst, die Reifeprobleme oder auffällige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel das undeutliche "r" aufweisen. Diese Probleme müsse man nicht therapieren. Sie "verwachsen" sich in den allermeisten Fällen von alleine.