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In unserer Praxis wenden wir Prinzipien des funktionellen Trainings an, um ein alltagsrelevantes, individuell angepasstes und sportartübergreifendes Trainingstherapieprogramm zu realisieren.
Sich funktionell trainieren bedeutet, im Gegensatz zum traditionellen Krafttraining, bei dem oft ein Grossteil der Übungen an Geräten absolviert wird, komplexe Bewegungsabläufe zu beüben, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen.
Wenn man die normalen Bewegungen des Menschen im (Sport-)Alltag betrachtet, ist es eindeutig, dass praktisch keine Bewegung auf nur ein Gelenk beschränkt ist. Deshalb ist es unzweckmäßig nur eine bestimmte Muskelgruppe isoliert trainieren. Entscheidend und effektiv ist es daher immer in diesem Kontext funktionell zu Trainieren. Zudem erreichen Sie über funktionelles Training schnelleren Erfolg und haben ein abwechslungsreiches, motivierendes Training.
Trainingsprinzipien
Funktionelle Trainingsprogramme versetzen den Athleten gewollt in eine instabile Lage. Der Sportler muss reagieren und mit gezielten Bewegungen Stabilität wiederaufbauen. Es besteht überwiegend aus Übungen, bei denen der Athlet mit seinem eigenen Körpergewicht als Widerstand arbeitet. Durch die Übung selbst, durch instabile oder labile Unterlagen oder durch einen äusseren Reiz (z.B. Trainer) wird eine instabile Gleichgewichtssituation hervorgerufen, in welcher sich der Sportler stabilisieren beziehungsweise ausbalancieren muss. Diese instabile Situation muss jedoch in progressiver Art appliziert werden. Das bedeutet, dass die Übungen nach und nach komplexer und schwieriger werden. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis über den derzeitigen Leistungsstand des Trainierenden, denn es macht einen Unterschied, ob ein Patient nach einer Verletzung ein funktionelles Training erfährt oder ein Athlet in der Hochleistungsphase. Die Übungsauswahl sollte Kraft, Schnellkraft, Balance, Stabilität, Flexibilität und Ausdauer verbessern.
Trainingsequipment
Es existieren viele Trainingsutensilien, die durch ihre Beschaffenheit oder deren Anwendung einen neuen Reiz setzen können. Man unterscheidet zwischen instabilen und labilen Unterlagen für ein Gleichgewichtstraining der unteren Extremität und diversen Kleingeräten, die ein Training der oberen Extremität unter Instabilität ermöglichen.
Ziele und praktische Anwendungsgebiete
- Leistungs-Steigerung, – Erhaltung, – Wiedererlangung
- Steigerung der Rumpfstabilität
- Verbesserung von Balance, Flexibilität, Stabilisation, Koordination, Kraft, Schnellkraft und Gleichgewicht