Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03319.jsonl.gz/1286

Das Ziel dieses Projekts war es, das Potenzial des Windes über komplexem Gelände als Energiequelle im Winter in der Schweiz zu erforschen. Es wurde eine Bewertungsmethode entwickelt, die auf Kurzzeit-Windprofilmessungen mit einem WindLidar und Langzeitmessungen von meteorologischen Stationen basiert. Durch maschinelles Lernen wurden diese Messungen mit einem bestimmten Standort verbunden. COSMO-Daten wurden mithilfe des hochauflösenden numerischen Wettermodells (WRF) zur Erstellung einer Karte des kurzzeitigen räumlichen Musters der lokalen Windgeschwindigkeitspotenzials und vorherrschender Wettermuster genutzt. Darüber hinaus verwenden wir Wind-Topo, ein sehr aktuelles Modell für maschinelles Lernen, welches das Windpotenzial mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung vorhersagt, um zunächst die WRF-Simulationen und dann die jährlichen Durchschnittswerte zu reproduzieren. Die Jahresmittelwerte werden als Vergleichsbasis mit dem Schweizer Windatlas verwendet. Dieser Bericht enthält die lokale Luftströmungsanalyse auf der Grundlage von zwei Messkampagnen in La Stadera, in der Nähe des Lukmanierpasses, GR, und in Cabane, Glacier3000 in der Nähe von Les Diablerets, VD, als Beispiele für die 3D-Windbeurteilung in komplexem Terrain. Darüber hinaus wurde eine frühere Bewertung in der Ostschweiz mit Wind-Topo neu berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass der Schweizer Windatlas eine gute Schätzung des Windpotenzials an den beiden Messstandorten liefert und dass die räumlichen Muster vergleichbar, aber nicht identisch mit Wind-Topo sind. Die eingehende Analyse der räumlichen Muster sowohl von Wind-Topo als auch von WRF legt nahe, dass Gebiete mit hohem Windpotenzial vom Windatlas übersehen werden können, insbesondere in Hanglagen und Tälern. Die hier vorgestellte räumliche Analyse hat nur eine begrenzte Gültigkeit und wir schlagen vor, diese Effekte weiter zu untersuchen und den Schweizer Windatlas mit einer höheren zeitlichen und räumlichen Auflösung zu aktualisieren. Dies erscheint notwendig, um die Umstellung des Schweizer Stromversorgungssystems auf erneuerbare Energiequellen zu unterstützen und zu fördern.