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Verwertete Sonderabfälle
Sonderabfälle sind Abfälle, deren unsachgemässe Entsorgung ein erhöhtes Risiko für Mensch und Umwelt darstellt. Um dieses Risiko zu minimieren, bestehen besondere technische und organisatorische Massnahmen. Diese sind in der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) und in der Technischen Verordnung über Abfälle (TVA) vorgeschrieben. Die mengenmässig wichtigsten Sonderabfälle sind Abfälle aus der Sanierung von Altlasten, Filterstaub aus Kehrichtverbrennungsanlagen, Shredderrückstände aus der Altautoentsorgung (RESH), Lösungsmittel sowie Strassensammlerschlämme. Sofern sie nicht vermieden werden können, sollten sie, wenn immer möglich, verwertet, d.h. recycelt werden. Die grösste Menge der nicht recycelten Sonderabfälle der Schweiz wird einer thermischen Verwertung (Verbrennung) zugeführt. Hierbei wird Strom und Wärm zu Heizzwecken erzeugt. Nur ein geringer Teil wird auf Deponien abgelagert oder chemisch-physikalisch behandelt.
Der Indikator ist ein Mass dafür, wie stark die Abfallwirtschaft den Grundsatz befolgt, dass Abfälle, wenn immer möglich, wieder verwertet werden sollen.
In der Schweiz wurden im Jahr 2019 rund 40% der Sonderabfälle verwertet, d.h. recycelt. Dieser Anteil ist seit 2007 stark angestiegen, da Abfälle aus der Sanierung von Altlasten zunehmend dem Recycling zugeführt wurden. Im internationalen Vergleich schneiden die Schweiz mit ihrer Quote an wiederverwerteten Sonderabfällen gut ab. Aus diesem Grund wird der Zustand als positiv bewertet.
Im internationalen Vergleich schneidet die Schweiz mit ihrem Anteil an wiederverwerteten Sonderabfällen sehr gut ab .
Herkunft der Daten: Die Rohdaten zur Sonderabfallstatistik werden aus der Webapplikation www.veva-online.ch generiert. Die im Inland verwerteten Sonderabfälle werden durch die Entsorger direkt in die Datenbank eingegeben, die im Ausland verwerteten Sonderabfälle (Export) werden durch das Bundesamt für Umwelt BAFU erfasst. Die Exportdaten basieren auf den sog. Begleitdokumenten, die der Transporteur beim Grenzübertritt dem Zoll abgeben muss. Dieser schickt die Dokumente sodann an das BAFU zurück. Berechnungsmethode: Die in der Schweiz angefallenen Sonderabfälle (Inland + Export) werden entweder verbrannt, deponiert, chemisch-physikalisch behandelt oder verwertet (recycliert). Die hier angegebene Prozentzahl errechnet sich aus der Menge der verwerteten (recyclierten) Sonderabfälle die im Inland behandelt oder im Ausland recycliert wurden, im Verhältnis zur Gesamtmenge der in der Schweiz angefallenen Sonderabfälle.
|Angestrebte Entwicklung||Anfangswert||Endwert||Veränderung in %||Beobachtete Entwicklung||Beurteilung|
|Zunahme||Mittel 1992-1994||Mittel 2017-2019||218.05%||Zunahme||positiv|
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