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Geschichte
Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zu der bewegten Geschichte des Gasthof "Kreuz"
Der Gasthof zum Kreuz in Sumiswald einst und jetzt
Viele, die den Gotthelfsaal im „Kreuz“ zu Sumiswald erstmals sehen, werden nicht recht schlüssig, warum ihnen dieser Raum so bekannt vorkommt.
Der Grund liegt meist darin, dass sie den Saal aus den Gotthelf-Verfilmungen von Franz Schnyder kennen. Wer beispielsweise den Film .Uel! der Pächter“ gesehen hat, erinnert sich ohne Zweifel an die Versteigerungsszene, welche im Saal des „Kreuzes“ spielte. Ebenso bekannt sein dürften auch die Tanzszenen aus „Geld und Geist“ und „Käserei in der Vehfreude“, die ebenfalls im „Kreuz“ aufgenommen wurden.
Beim Gotthelfsaal mit seiner umlaufenden Galerie handelt es sich um den ältesten hölzemen Saal des Emmentals überhaupt. Bis in die fünfziger Jahre wurde er sogar noch als Turnhalle benützt.
Als der Maler Albert Anker 1897 im Emmental weilte, um Land und Leute für /IIustrationen in Gotthelf Büchern zu skizzieren, schrieb er am 9. Juni an seine Familie: „Ich logiere im Hotel Kreuz, ein sehr altes Haus mit einem grossen Tenzsesi“.
Das spätbarocke „Kreuz“ stammt aus dem Jahre 1742. Man vermutet aber, dass hier schon ab 1664 ein Gasthof bestanden habe. Entsprechende Hinweise auf einer Wappenscheibe in der Kirche Sumiswald werden jedenfalls so gedeutet. Albert Anker schrieb in seinem Brief vom 9. Juni 1897 gar: „Nach Aussage des Besitzers stammt das Wirtshausschild von 1635“.
An der prächtigen hölzernen Hauptfassade fällt auf, dass ein Teil des Hauses aus Sandstein besteht. Betrachtet man die Türen zu diesem Hausteil, so kann man feststellen, dass diese stark mit Eisen beschlagen sind, um so vor Brand und Einbruch zu schützen. Der Grund für diese Bauweise lag darin, dass man dem Haus eine absolute Sicherheitszone geben wollte. So wurden denn sämtliche Wertsachen innerhalb dieses Bereichs aufbewahrt. Auch das Postbüro des Dorfes war für eine gewisse Zeit in diesem Trakt des „Kreuzes“ eingerichtet. Eine alte Sumiswalder Geldkiste aus dieser Zeit ist heute noch im Verkehrshaus in Luzern zu sehen.
Ideal gelegen war das „Kreuz“ in Sumiswald aber auch für die damalige Pferdepost, welche von Bern über Sumiswald-Huttwil-Wolhusen nach Luzem fuhr. Im „Kreuz“ in Sumiswald angelangt, mussten die Pferde ausgewechselt werden.
Das heutige kunstvoll gestaltete Wirtshausschild von 1743 ist unübersehbar. Wie eh und je leuchten seine Farben und der Name des damaligen Kreur-Besltzers, Ullrich Hirschbrunner, ist zu lesen wie am ersten Tag.
Die heutigen Gastgeber, Yvonne und Arthur Nyffeler-Eisenhut, pflegen das altehrwürdige Haus sorgsam und mit viel Herzblut. Sie sind sich aber auch bewusst, dass sie Gäste haben, die eine Küche mit einem hohen Standard und mit einem reichhaltigen Weinangebot schätzen. Diesen Ansprüchen fühlt sich das Wirte-Ehepaar verpflichtet. Küche und Service, aber auch die Atmosphäre müssen stimmen und der Gast soll sich hier noch als König fühlen …
Ein Blick auf die Speisekarte zeigt, dass nebst vielen kulinarischen Spezialitäten auch die traditionelle Emmentaler Küche mit viel Liebe gepflegt wird: Bernerplatte, Sumiswalderrollen mit Butterrösti und Gemüsebouquet, Sure Mocke mit Karoffe/stock, geschnetzelte Kalbsleber in Butter, Kreuz-Geschnetzeltes, und zum Dessert Änneli’s visitencreme. sind nur einige dieser Köstlichkeiten.