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| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Zehntes Gleichnis
3. Kap. Hermas wird den Jungfrauen übergeben.
1. „Ich habe dir diese Jungfrauen geschickt, dass sie bei dir wohnen; ich habe nämlich gesehen, dass sie dir zugetan sind. Sie sind als Helferinnen bei dir, damit du die Gebote dieses (Hirten) um so leichter halten kannst; denn es ist nicht möglich, ohne die Jungfrauen diese Gebote zu halten. Ich sehe aber, dass sie gerne bei dir sind; gleichwohl befehle ich ihnen, dein Haus nie zu verlassen. 2. Du aber reinige dein Haus; denn in einem reinen Hause werden sie gerne wohnen; sie sind nämlich alle rein, keusch, fleißig und in Gnaden bei Gott. Wenn sie also bei dir ein reines Haus haben, werden sie bei dir bleiben; wenn aber in irgendeinem Stücke auch nur im geringsten was Unreines geschieht, werden sie sogleich dein Haus verlassen; denn diese Jungfrauen lieben durchaus keine Befleckung.“ 3. Ich entgegnete: „Ich hoffe, Herr, es werde ihnen gefallen, so dass sie immer [S. 288] gerne in meinem Hause weilen, Und wie dieser, dem du mich übergeben hast, nichts über mich zu klagen hat, so werden auch jene nicht klagen.“ 4. Da wandte er sich zu diesem Hirten mit den Worten: „Ich sehe, dass der Diener Gottes das Leben erlangen, diese Gebote halten und in keuscher Gemeinschaft mit diesen Jungfrauen zusammenwohnen will.“ 5. Nach diesen Worten übergab er mich noch einmal diesem Hirten, rief jene Jungfrauen heran und sagte ihnen: „Da ich sehe, dass ihr gerne in dem Hause dieses Mannes wohnet, empfehle ich euch ihn und sein Haus, auf dass ihr gar nie von seinem Hause weichet.“ Sie aber nahmen diese Worte freudig auf.