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Rabat - Spanien und Marokko haben ihren jüngsten Zwist um Grenzkontrollen in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla beigelegt. "Die Sache gehört der Vergangenheit an", sagte der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba am Montag.
Spanien und Marokko seien übereingekommen, die Zusammenarbeit ihrer Polizeieinheiten zu intensivieren, sagte Rubalcaba nach einem Treffen mit seinem marokkanischen Kollegen Taieb Cherkaoui in Rabat.
Der spanische Minister war zuvor vom marokkanischen König Mohammed VI. in Casablanca zu einer Audienz empfangen worden. Diese ungewöhnliche Geste wurde in Spanien als Beweis der Freundschaft gewertet.
In den vergangenen zwei Wochen hatten marokkanische Demonstranten zweimal die Grenze zu Melilla blockiert und die Versorgung der spanischen Stadt mit frischem Fisch, mit Obst und Gemüse unterbrochen. Damit wollten sie gegen angebliche Übergriffe spanischer Polizisten bei den Grenzkontrollen protestieren.
Von König zu KönigMarokkanische Stellen hatte zuvor den spanischen Grenzbeamten in einer Serie von fünf Communiqués Rassismus sowie Übergriffe auf Marokkaner und afrikanische Flüchtlinge vorgeworfen. Spanien wies die Vorwürfe zurück.
Vor knapp zwei Wochen rief der spanische König Juan Carlos den marokkanischen Monarchen an, um eine weitere Zuspitzung des Zwists abzuwenden. Beide Könige stimmten darin überein, dass es sich um ein "Missverständnis" handele, das die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht beeinträchtigen dürfte.
Marokko erhebt seit Jahren Ansprüche auf das zu Spanien gehörende Melilla mit 74'000 Einwohnern und auf die Schwesterstadt Ceuta mit 79'000 an der Küste Nordafrikas.
SDA-ATS