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Der Anteil der Working Poor an der erwerbstätigen Bevölkerung ist von 2007 bis 2008 von 4,8 auf 3,8 Prozent zurückgegangen. Laut dem Bundesamt für Statistik waren Ende 2008 rund 118'000 Personen trotz Erwerbstätigkeit arm.Dieser Inhalt wurde am 04. November 2010 - 11:50 publiziert
Den Rückgang um einen Prozentpunkt erklärt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit dem Wirtschaftswachstum und der Abnahme der Arbeitslosenzahlen in den Jahren 2006 bis 2008. Die Working-Poor-Quote folgt mit einer zeitlichen Verzögerung der (damals noch günstigen) Konjunkturentwicklung.
Besonders von Arbeitsarmut betroffen sind nach wie vor Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Weitere Risikogruppen sind Personen mit geringer Bildung, mit Erwerbsunterbrüchen, in nicht-dauerhaften Arbeitsverhältnissen, Ausländer und selbständig Erwerbende.
Die provisorischen Ergebnisse basieren auf einer verbesserten Datengrundlage. Aus diesem Grund sind die aktualisierten Quoten mit jenen früherer Jahre nicht vergleichbar.
Zur Definition der Armutsgrenze zieht das BFS Daten über Wohnkosten, Grundbedarf und Krankenversicherungs-Prämien heran. 2008 betrug die so definierte Armutsgrenze pro Monat 2300 Franken für Alleinstehende, 3900 Franken für eine allein erziehende Person mit zwei Kindern und 4800 Franken für ein Ehepaar mit zwei Kindern.
Die Untersuchung stützt sich auf die Daten der Schweizerischen Arbeitskräfte-Erhebung Sake. Die Erhebung 2008 umfasste rund 48'000 befragte Personen der ständigen Wohnbevölkerung.
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