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Kenia: Zwei Schwestern für die Menschenwürde
Kenia 223 km liegen zwischen Nambale im Nordwesten Kenias und Kisii im Südwesten. Was beide Orte verbindet, ist, dass beiderorts Franziskanerinnen im Dienste der Menschenwürde ihre Lebenszeit jenen widmen, die ohne ihre Hilfe kaum Überlebenschancen haben: Schwester Teddy schenkt in Nambale ihre ganze Lebenskraft den körperlich und geistig behinderten Mädchen und Jungen. Sie leitet das Sankt Martin Heim, in dem 50 behinderte Kinder wohnen. Viele dieser Kinder wurden von ihrer Familie verstossen oder verlassen, waren sich selbst überlassen und damit zahllosen gewalttätigen Übergriffen ausgeliefert. Im Heim werden sie liebevoll gefördert, erhalten Essen und werden medizinisch betreut.
Schwester Teddy berichtet uns, dass eine der grossen Herausforderung der Mangel an sauberem Wasser ist. Mit Dachrinnen und Tanks wird das Regenwasser aufgefangen, das zur Reinigung und zum Waschen genutzt wird. Leider reicht es für eine gute Hygiene bei weitem nicht aus. Neben dem Heim steht eine weiterführende Schule, die auch von den Franziskanerinnen geleitet wird. Auch hier fehlt Wasser. Der Unterricht muss täglich unterbrochen werden, da die Kinder Wasser aus dem nahegelegenen Fluss holen müssen. Mit dem Bau eines Brunnens kann allen geholfen werden. Die Franziskanerinnen verfügen leider nicht über die notwendigen Mittel. Deshalb senden sie ihren Hilferuf zu uns in die Schweiz. Mit einem Beitrag von 18 000 Franken können wir den Brunnenbau unterstützen.
Schwester Beatrice arbeitet im Krankenhaus von Kisii. Hier werden alle Kranken aus armen Familien kostenlos behandelt. Schwester Beatrice berichtet uns, dass sie mit einfachsten Mitteln arbeiten müssen und oft genug an ihre Grenzen stossen. Schwierig ist auch, dass das Krankenhaus über keine eigenen Analysegeräte verfügt. So müssen Laboruntersuchungen extern durchgeführt werden. Diese Analysen sind sehr teuer und zeitaufwendig. Die richtige Diagnose ist die Basis für eine richtige Behandlung. So bittet Schwester Beatrice uns um unsere Mithilfe, damit sie ein Blutanalysegerät und ein chemisches Analysegerät besorgen kann. Mit 26 400 Franken können wir hier helfen.
Mexiko: Zwei Brunnen für «Laudato Si»
«Laudato Si» heisst die ökologische Finca der Franziskaner in Adolfo López Mateos. Sie wurde für Flüchtlinge aus Mittelamerika gebaut, die in Mexiko Asyl beantragt haben. Die Behörden verschleppen die Bearbeitungen und verlängern die Wartezeiten, um die Menschen zu entmutigen. Die Franziskaner nehmen die Asylsuchenden, die von Gewalt, Menschenhandel, Drogenkriegen und Morden im eigenen Land geflohen sind, auf.
In der Finca «Laudato Si» sollen 1 200 Personen einen Platz finden. Leider hat die Finca keinen Wasserzugang, auch gibt es keine Flüsse oder Bäche in der Nähe. Trinkwasser und Wasser für die Felder fehlen. Pater Tomás bittet uns um einen Beitrag von 39 600 Franken für den Bau von zwei Brunnen auf dem 20 ha grossen Gelände.
Brasilien: Saatgut und Bildung
Die indigenen Volksgruppen in Brasilien erleben eine massive Zerstörung ihres Lebensraumes und ihrer Kultur. Immer weiter drängen die Grossgrundbesitzer in die Reservate der Indianer ein. Die Volksstämme sind nach wie vor mit einer Vielzahl von lebensbedrohlichen Ereignissen konfrontiert: illegalem Holzhandel, weiträumiger Viehzucht, Alkoholismus, Krankheiten, Ausbeutung als billige Arbeitskräfte, Rückgang des Fischund Wildbestandes, Verschmutzung der Gewässer, ökonomischer Abhängigkeit und Perspektivlosigkeit. Vor allem die Jugend leidet am Werteverlust der eigenen Kultur.
Der Indianer-Missionsrat CIMI im Bundesstaat Mato Grosso engagiert sich bereits seit Jahren für die Bewusstseinsbildung in den indigenen Dorfgemeinschaften. Schwester Maria setzt sich in den ersten Reihen für die Rechte der Indianer ein. Ein wichtiger Aspekt ist die Nahrungssouveränität als Gegenmodell zur industrialisierten Landwirtschaft. Entscheidend ist die lokale Eigenständigkeit und Kontrolle über die eigenen Ressourcen. Dazu gehört das Recht, frei über die Nahrung zu entscheiden, Nahrungsmittel selbst anzubauen und hierfür eigenes Saatgut benützen zu können. Deshalb ist der Schutz des heimischen Saatguts und die Erfassung und Aufbewahrung von Saatgut für den lokalen Gebrauch und Tausch von vorrangiger Bedeutung. Schwester Maria möchte 60 Bildungsseminare zur Stärkung der traditionellen und nachhaltigen Landwirtschaft in 20 Dorfgemeinschaften anbieten.
Insgesamt sollen 4 900 Indigene aus verschiedenen Ethnien davon profitieren. Damit diese Bildungskurse durchgeführt werden können, bittet Schwester Maria uns um eine Unterstützung von 36 000 Franken für Raummieten, Unterhaltskosten, didaktische Materialien und Nahrungsmittel.
Bangladesh: Bildung für ein besseres Leben
Dinajpur liegt im Norden von Bangladesch. Viele Eltern hier haben keine Schulbildung genossen. So ist es ihnen nicht möglich, ihre Kinder auf den Schulbesuch vorzubereiten. Diese Kinder haben im Vergleich zu Kindern aus gebildeten Familien grosse Nachteile. Sie brechen den Schulbesuch oft ab.
Weil sich mit Bildung der Teufelskreis der Armut durchbrechen lässt, haben die Franziskaner in Dinajpur erfolgreich ein Tagesheimzentrum mit Vor- und Grundschule für Kinder im Alter von drei bis elf Jahren aufgebaut. Der Andrang ist sehr hoch, und der Platz reicht bei weitem nicht aus. Die Franziskaner möchten das Schulgebäude um mehrere Klassenzimmer erweitern.
Entstehen soll ein dreistöckiges Gebäude, damit 450 Mädchen und Jungen aus armen Familien neu aufgenommen werden können und so eine gute schulische Bildung erhalten. Mit einem Beitrag von 32 400 Franken möchten wir dem Hilferuf von Pater Augustine sehr gerne nachkommen. Bildung hilft den Menschen, langfristig und nahhaltig in ein besseres Leben zu gehen.
Sambia: Träume verwirklichen
Sie wollen Perspektiven. Sie wollen Chancen. Sie wollen lernen. Und sie haben Hoffnung, ihre Träume zu verwirklichen. Die Jugend im Slumviertel New Kabanana-Ngwerere am Stadtrand von Lusaka und ihre Familien wissen, dass der Weg aus dem Teufelskreis von Armut, Krankheit und Unwissenheit über eine gute Schulbildung möglich ist, ja sogar wahrscheinlich. Zurzeit gibt es im Umkreis des Ortes keine Sekundarschule. Die Familien können sich Schulkleidung und Transportkosten in weiter entfernt gelegene Orte nicht leisten.
So bleibt für viele Mädchen und Jungen die Düsternis von Plastik, Wellblech und Müll, Kinderarbeit, frühe Heirat, Drogen und Gewalt. Die Familien haben die Franziskanerinnen vor Ort inständig darum gebeten, eine Sekundarschule zu bauen und den Töchtern und Söhnen eine nachhaltige Bildung an einer guten weiterführenden Schule zu ermöglichen. Mittlerweile sind es 875 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren, die darauf warten. Die Franziskanerinnen haben die erste Bauphase bereits realisiert.
Nun soll zügig die zweite Bauphase umgesetzt werden, damit so schnell wie möglich alle unterrichtet werden können. Schwester Loice arbeitet mit Entschlossenheit daran, schnell alle notwendigen Mittel aufbringen zu können. Sie sendet ihre Bitte um Unterstützung zu uns in die Schweiz.
Mit unserem Beitrag von 58 000 Franken für den Bau des gesamten zweiten Stockwerkes möchten wir dazu beitragen, dass 875 Mädchen und Jungen in Sambia ihre Träume verwirklichen können.
Madagaskar: Neues Leben
Es ist die große Not, die Armut, die viele Familien in die Städte treibt. Die Hoffnung, dort Arbeit und ein besseres Leben zu finden, stirbt spätestens dann, wenn sie in den Armenvierteln noch größere Not und Verzweiflung finden als auf dem Land. Die wirtschaftliche Situation des Inselstaates Madagaskar verschärft sich zusehends, ohne dass die Weltöffentlichkeit Notiz davon nimmt. Medizinische Versorgung, Nahrung, Bildung, Infrastruktur – auf allen Gebieten verschlimmert sich die Situation. Mittlerweile leidet vielerorts die Hälfte der Kinder an Mangelernährung.
Die Franziskaner auf Madagaskar haben es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, regelmäßig Familien aus den Armenvierteln der Städte aufs Land zurückzuführen. In diesem Jahr sollen es 20 Familien, davon 51 Erwachsene und 73 Kinder und Jugendliche sein, die unterstützt werden, sich ein selbständiges und menschenwürdiges Leben auf dem Land aufbauen zu können. Natürlich können die Franziskaner dieses große Vorhaben nicht alleine stemmen. Sie brauchen finanzielle Hilfe von außen. So bittet Pater Jacques uns um Hilfe.
Alle Familien sollen in einem Dorf auf dem Land in Zentralmadagaskar ein eigens Haus mit zwei Zimmern erhalten. Dabei sind die Familien selbst für den Bau der Küche und der Latrinen verantwortlich. Weiterhin soll jede Familie für den Start in das neue Leben drei Hektar Land erhalten, einfache landwirtschaftliche Werkzeuge, zwei Zebus, eine Kuh, Saatgut und Baumsetzlinge.
Ein Brunnen mit Handpumpe für die Versorgung mit Trinkwasser soll gebaut werden. Zudem steht allen 20 Familien für die Landarbeit ein gemeinschaftlicher Traktor zur Verfügung. Für all das bittet Pater Jacques uns um eine Mithilfe von 29 000 Franken. Wir bitten Sie um Ihre Großherzigkeit.
Bolivien: Eine mobile Klinik
„San Lucas“ heißt die Organisation in Chapare, die die Franziskanische Familie bereits vor 28 Jahren gegründet hat. Die Arbeit der Franziskanerinnen und Franziskaner umfasst im Rahmen von „San Lucas“ vor allem die kurative und präventive Medizin für die indigenen Volksgruppen, die nur zu oft von jeglicher Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind. In der Region Chapare ist die Kindersterblichkeit sehr hoch.
So liegt der Fokus in der Arbeit bei Kindern unter sechs Jahren. Sie brauchen besondere medizinische Fürsorge, weil sie oftmals durch Nahrungsmangel und daraus resultierende Krankheiten bereits vor ihrem sechsten Lebensjahr sterben. Für die Familien ist der Tod eines Kindes immer traumatisch und bringt viel Schmerz und Leid. Pater Gaspar möchte vermehrt Sensibilisierungsprogramme, Gesundheits- und Ernährungskurse für Frauen und Kinder anbieten sowie regelmäßige Beratungen in den schwer zugänglichen Dörfern. Auch sollen die Kinder in den Schulen ein Frühstück erhalten.
Ebenso soll eine mobile Klinik dazu beitragen, dass die Familien der Ethnien der Quechuas und Laraty eine bessere medizinische Versorgung bekommen. Für all das sowie für Medikamente und die Lohnkosten der Ärzte bittet Pater Gaspar uns um einen Beitrag von 34 800 Franken, die wir gerne nach Bolivien senden möchten.
Indien: Menschenwürde und Fürsorge
Wie schwer ist es, durch Krankheit und Armut den Schmerzen und dem Verfall aller Lebendigkeit völlig ausgeliefert zu sein. Wie schwer ist es, wenn Kinder dabei zusehen müssen, wie der Tod vernichtend langsam Mutter oder Vater zu sich holt oder gar das eigene Kind. In Indien ist die Angst vor HIV/Aids nach wie vor groß und die Stigmatisierung Betroffener weit verbreitet.
Die Erkrankung durch den HIV-Virus trifft zahllose arme Menschen besonders hart. Sie können sich keine Medikamente, Pflege und Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung leisten. Seit über zehn Jahren setzen sich die Franziskaner in Dindigul im Süden Indiens für Aidskranke ein. Neben einer umfangreichen Bewusstseins- und Aufklärungsarbeit helfen Pater Sahaya und seine Mitbrüder in ihrem Zentrum betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen konkret mit der Ausgabe von Lebensmitteln, Medikamenten, Betreuung und Pflege.
Sie kümmern sich darum, dass die Kinder betroffener Familien die Schule weiter besuchen können. Zudem ermöglichen sie den Aufbau von Kleingewerbe, da erkrankte Erwachsene aufgrund ihrer Schwäche die Arbeit als Tagelöhner oder Bauern nicht mehr verrichten können. Sie sorgen für ein menschenwürdiges Leben. Mit dem erbetenen Beitrag von 29 000 Franken möchten wir diese wichtige Arbeit von Pater Sahaya unterstützen.
Äthiopien: Dringender Hilferuf aus Tambaro
Über Nacht gibt es plötzlich kein Wasser mehr im Krankenhaus der Franziskanerinnen von Tambaro. Auch die Kinder im Kindergarten und in der Grundschule sind betroffen, ebenso die Menschen in der Nachbarschaft. Gross ist die Aufregung. Was ist passiert? Es stellt sich schnell heraus, dass die Zuleitungen und Wasserrohre aus dem 2km entfernten Fluss gestohlen wurden. Das hat es noch nicht gegeben! Unvorstellbar! Der gesamte Wasserzufluss ist unterbrochen.
Gerade für die Patienten im Krankenhaus ist das eine sehr schwierige Situation. Aber auch für die Kinder. Sie bekommen nun kein sauberes Trinkwasser mehr. Die Familien zapften bisher ihr Trink- und Brauchwasser aus dem Fluss, Tiere wurden damit getränkt und Gemüsegärten bewässert. Jetzt ist es dringend notwendig, so schnell wie möglich neue Leitungen zu legen und diese vor Diebstahl zu schützen.
Zudem sollen zwei Wassertanks gewährleisten, dass in Zukunft, sollte es kurzzeitig zu Unterbrechungen kommen, der Wasserzufluss für eine gewisse Zeit sichergestellt ist. Damit der Zugang zu Wasser für das Krankenhaus, den Kindergarten, die Schule, die Franziskanerinnen und Franziskaner sowie für die Familien zügig wieder funktionieren kann, bitten Schwester Celine und Pater Birhanu uns um dringende Unterstützung.
Mit einem Gesamtbetrag von 33 400 Franken für die Rohre der Wasserleitung, zwei Tanks, zwei Gestelle und die Installation können wir schnell helfen.
Mexiko: Die Wand aus Metall
Rostig braun reicht die Metallwand weit hinaus ins Meer. Sie zerschneidet Wasser, Land und Herzen. Sie trennt in der Stadt Tijuana die USA von Mexiko. Keine Mauer wird es je verhindern, dass Menschen die gefährliche Pazifikströmung riskieren, durch die Wüste wandern oder Tunnel graben. Sie kostet nur Menschenleben.
Friendship Park heisst der fast blickdichte Gitterbereich in der Wand, an dem Grossmütter ihre Enkel kennenlernen, Familien sich austauschen und mit der Spitze des kleinen Fingers sich durch das Gitter berühren können. Nur an den Wochenenden zwischen zehn und vierzehn Uhr dürfen sich die Menschen auf der amerikanischen Seite der Wand nähern. Ein Zugeständnis an die unzähligen getrennten Familien. Was die Menschen aus vielen Teilen Mittel- und Südamerikas an diese Grenze in Tijuana zieht, ist der grosse Traum von einem besseren, sicheren Leben. Seit die amerikanische Regierung die Immigrationspolitik verschärft hat, stecken Tausende Menschen in Tijuana fest, mittellos und verzweifelt. Jeglicher Hoffnung beraubt, suchen viele Zuflucht in Migrantenhäusern. Eines dieser Häuser ist das Haus der Armen der Franziskanerinnen.
Fünf Schwestern führen es mit der Unterstützung vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer. Die Not und die Zahl der Menschen nehmen zu. Die Franziskanerinnen bieten tägliche Mahlzeiten, verteilen Essenspakete, Kleidung, Decken, Schulkleidung und Schulmaterialien an Kinder und Jugendliche. Zudem erhalten die Hilfesuchenden medizinische Versorgung und notwendige Medikamente. Betreuung erfahren auch Familien, die im Hinterland gestrandet sind. 285 000 Kinder, Frauen und Männer erhalten im Haus der Armen jährlich Zuwendung und Hilfe.
Die Arbeit der Schwestern mit all ihren Helferinnen und Helfern ist unersetzlich. Mit einem Beitrag von 41 300 Franken für Nahrungsmittel, medizinische Betreuung und Medikamente sowie für Schulstipendien möchten wir der Bitte Schwester Armidas um Hilfe sehr gerne nachkommen.
Brasilien: Ein zweites Zuhause
Drastisch sind die Einschränkungen, die soziale Einrichtungen in Brasilien treffen. Die Rezession trifft besonders die Armen, die in den vergangenen Jahren von den sozialen Programmen aufgefangen werden konnten. Betroffen sind auch Schulen und Kindergärten. Im Armenviertel Francilândia am Stadtrand von Abaetetuba steht ein Kindergarten der Franziskanischen Gemeinschaft. 215 Mädchen und Jungen kommen täglich dorthin. Für sie alle bedeutet dieser Ort Schutz und ein zweites sicheres Zuhause. Viele der Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren erfahren in ihrem familiären Umfeld Gewalt und Missbrauch. Im Kindergarten können sie entspannen und sich sicher fühlen. Sie erhalten nahrhafte Mahlzeiten und werden gefördert. All das ist in einem von Elend und Armut geprägten Zuhause oft unmöglich. Durch die drastischen Einschränkungen der Regierung ist es der Franziskanischen Gemeinschaft nicht mehr möglich, die Kosten alleine tragen zu können. Besonders schwierig ist es zurzeit, Nahrungsmittel zu finanzieren. Pater Antonio setzt sich dafür ein, dass dieser Ort den Kindern erhalten bleibt. Er sendet seine Bitte um einen Beitrag von 29 300 Franken zu uns in die Schweiz, damit Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch und Milch über ein Jahr für die Kinder besorgt werden können.
Libanon: Bessere Zukunft
Für viele Kinder aus armen Familien im Libanon bedeutet das im Dezember letzten Jahres neu eingeführte Gesetz, dass sie am Schulunterricht nicht mehr teilnehmen können. Das ist für die Mädchen und Jungen aus armen Familie ein heftiger Schlag.
Da die Regierung per Gesetz vorschreibt, dass die Gehälter der Lehrkräfte um 35 % angehoben werden müssen, sie aber keine Mittel dafür zur Verfügung stellt, bleibt den Franziskanerinnen in Menjez nichts anderes übrig, als die Schulgebühren zu erhöhen und vermehrt um Spenden zu bitten. Menjez liegt nahe der Grenze zu Syrien. Die schwierige wirtschaftliche und politische Situation ist hier in Grenznähe besonders spürbar.
Schwester Beatrice setzt sich dafür ein, dass alle Kinder weiter zu Schule gehen können. Es gibt 95 Mädchen und Jungen in Menjez, deren Familien unmöglich die höheren Gebühren entrichten können. Damit sie alle weiter den Unterricht besuchen und in eine bessere Zukunft gehen können, bittet Schwester Beatrice uns um eine Unterstützung von 29 500 Franken für die Schulgebühren.
Äthiopien: Gesund leben mit sauberem Wasser
Reichhaltig und sauber ist das Wasser hier bei uns in der Schweiz. Wir brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen, ob Wasser da ist. Wir drehen einfach den Hahn auf, und es fliesst erfrischend und sauber. Für uns besteht keine gesundheitliche Gefahr. Ein kostbarer Schatz.
Die Menschen im äthiopischen Jajura müssen vielfach ohne diesen kostbaren Schatz leben. Sie bewegen sich täglich in einem Kreis aus Armut, Wasserund Nahrungsmittelmangel und den daraus resultierenden Krankheiten. Schwester Abinet leitet die franziskanische Gesundheitsstation in Jajura. Hier werden Kranke kostenlos behandelt. In der Krankenstation gibt es kein fliessend Wasser.
Es ist schier unmöglich und äusserst riskant, gerade in den Trockenzeiten Menschen zu behandeln. Bedingt durch den Klimawandel dauern diese Trockenzeiten immer länger. In der Gesundheitsstation werden die Waschbecken inzwischen als Ablage genutzt, da schon seit langem kein Wasser mehr aus den Hähnen fliesst.
Täglich kommen bis zu 80 Patienten zu den Franziskanerinnen, darunter viele Kleinkinder und Frauen. Mit sauberem Wasser könnten die Menschen gesünder leben und die Patientinnen und Patienten besser behandelt werden. Schwester Abinet bittet uns um eine Unterstützung von 38 550 Franken für die Bohrung in 270 Meter Tiefe und den Bau eines Brunnens. Gerne möchten wir gemeinsam mit Ihnen helfen.
Kenia: Leben retten
Schwester Irene arbeitet im «St. Clare Health Centre» in Elburgon, einem dicht besiedelten Gebiet im mittleren Westen Kenias. Das Einzugsgebiet des Krankenhauses umfasst 500 000 Menschen, vorwiegend aus Slums. Die Menschen verdienen mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt durch Kleinhandel und landwirtschaftliche Aktivitäten.
Die meisten Familien leben zu siebt oder mehr Familienmitgliedern in einem Raum, der zugleich Küche, Schlafzimmer und Vorratsraum ist. Viele Kinder brauchen gesundheitliche Unterstützung. Zahlreiche Bewohner von Elburgon sind an der Immunschwäche HIV/AIDS erkrankt. Schwester Irene berichtet uns, dass das Krankenhaus für viele Menschen einzig mögliche Anlaufstelle in Krankheitsfällen ist.
Die Mittel, die zur Verfügung stehen, sind sehr einfach und begrenzt. Damit mehr Menschenleben gerettet werden können und Kranke bessere Hilfe erfahren, bittet Schwester Irene uns um einen dringenden Beitrag von 23 600 Franken für ein Anästhesiegerät, einen Patientenmonitor, einen OP-Tisch, eine OP-Lampe und chirurgisches Besteck.
Brasilien: Der Kampf um die Existenz
Seit mehr als 20 Jahren legt der Indigenenmissionsrat der brasilianischen Bischofskonferenz CIMI einen Bericht vor. Jedes Jahr wird die Gewalt gegen die indigenen Volksgruppen in Brasilien schlimmer. Massive Vertreibung, Morde, Selbstmorde, Gewalt, Korruption, Rechtlosigkeit, die Liste der Verbrechen gegenüber den Völkern ist immens. Alles wird ihnen genommen, Existenz, kulturelle Identität bis hin zum Leben. Systematisch werden indigene Völker kriminalisiert.
Für untergeschobene Vergehen landen viele im Gefängnis. Beweise sind höchst fraglich oder nicht vorhanden. Die Öffentlichkeit schweigt, die Politik bleibt tatenlos. Schwester Lucia gehört bereits seit Jahren zum Bildungsteam von CIMI. Sie kämpft für die Rechte der indigenen Volksgruppen im Süden des Landes. Zurzeit ist sie vorwiegend im Bundesstaat Rio Grande do Sul tätig. Hier setzt sie sich für die Wiedererlangung und den Schutz der indigenen Territorien ein. Zudem möchte sie Möglichkeiten zur Selbstversorgung der Familien mit Einkommen schaffenden Massnahmen aufbauen.
Ausbildung und Vernetzung der verschiedenen Gemeinden sind ihr ein Anliegen ebenso wie die Bildung von Bündnissen und der Zugang zu den öffentlichen Regierungsorganen, um sich für die Rechte der indigenen Volksgruppen einzusetzen. Dabei zählt das Recht auf Land, Gesundheit, Ausbildung, Selbstunterhalt und vieles mehr. Für diese wichtige Arbeit an den Menschen und am Erhalt der Schöpfung bittet Schwester Lucia uns um eine Mithilfe von 35 400 Franken. Damit können 5 500 Indigene verschiedener Ethnien in 30 Gemeinden überlebenswichtige Unterstützung erhalten.
Nicaragua: Weiterbildung durch Radioschulen
Pueblo Nuevo ist eine Kleinstadt im Nordwesten von Nicaragua. Die Umgebung ist geprägt von Trockenheit und wenig fruchtbaren Böden. Die Lebenssituation der Familien ist äusserst schwierig. Bodenerosion, massive Abholzung und der starke Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln stellen ein grosses Problem dar. Zudem herrscht aufgrund klimatisch bedingter Trockenheit permanent Wassermangel. Pater Bonifacio leitet die Organisation «Radioschulen von Nicaragua».
Sie setzt sich dafür ein, dass die arme ländliche Bevölkerung gerade in den schwer zugänglichen Gebieten eine Verbesserung ihrer Lebenssituation durch lokale konkrete Massnahmen erfährt. In einem umfangreichen Programm möchte Pater Bonifacio dafür sorgen, dass die Lebensmittelsicherheit durch eine Verbesserung der Wasserversorgung und eine angepasste organische und diversifizierte Landwirtschaft hergestellt wird. Mit Hygiene und Prävention soll die Gesundheitssituation deutlich verbessert werden.
Die Vermarktung der Agrarprodukte bringt für die Familien eine Verbesserung ihres Einkommens. In sieben Dörfern sollen insgesamt 92 Familien dabei unterstützt werden, Mischfrucht und Gemüse anzubauen und eigene Wasserzisternen zum Sammeln des Regenwassers selbst zu bauen. In den regelmässigen Radioprogrammen werden die Familien in den Dörfern durch bildende Radioprogramme von geschulten Leitungspersonen und Sozialarbeitern gefördert und unterrichtet.
Hier können die einzelnen Bauern auch selbst zu Wort kommen. Für die bildenden Radioprogramme, Schulungen und den Bau von sechs Zisternen bittet Pater Bonifacio uns um eine Unterstützung von insgesamt 35 400 Franken.
Elfenbeinküste: Ein Brunnen für Akpessékro
Pater Gabriel aus dem Dorf Akpessékro freut sich, dass eine Idee beginnt, Form anzunehmen. Seine und die Idee seiner Mitbrüder war es, Land in der Umgebung zu bewirtschaften und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem sollen Jugendliche und junge Erwachsene eine Ausbildung in Land- und Viehwirtschaft erhalten und lernen, wie Familienlandwirtschaft im Einklang mit der Umwelt und gewinnbringend gestaltet werden kann.
Die Arbeit auf den Feldern und mit den Tieren wird eine Einnahmequelle für die arme Bevölkerung vor Ort sein. Mittlerweile haben die Franziskaner 25 Hektar Land erworben. Ein Stall für die Schweinezucht ist bereits gebaut, ein Wohnhaus für die Landarbeiter gibt es auch schon. Was ein grosses Problem darstellt, ist Wassermangel. Ohne Wasser können Mensch und Tier nicht leben, Pflanzen nicht wachsen.
Jetzt möchte Pater Gabriel einen Brunnen auf dem Gelände bauen lassen. Eine Wasserquelle wurde bereits lokalisiert. Den Franziskanern fehlen die Mittel für den Bau eines Rohrbrunnens mit einem Hochtank. Dafür sendet er seinen Hilferuf zu uns in die Schweiz und bittet uns um eine Unterstützung von 46 000 Franken. Wir können mitwirken, dass Wasser fliesst, eine Stromleitung gebaut werden kann, Arbeitsgeräte für die Landwirtschaft besorgt werden können sowie Futter für die Tiere.
Bolivien: Ein gutes Leben
Eine rote Lagune, eine weisse Salzwüste und ein grüner Regenwald, das sind drei der zahlreichen unglaublichen Naturschauspiele, die Bolivien zu bieten hat. Das Land, mitten in Südamerika, reicht mit seiner vielfältigen Landschaft von den Anden über die Atacamawüste bis zum Regenwald im Amazonasbecken. Knapp elf Millionen Menschen leben in Bolivien und weit mehr als die Hälfte von ihnen unter der Armutsgrenze.
Von Armut am schwersten betroffen sind die indigenen Volksgruppen. Pater Gaspar wirkt im Verwaltungskreis Chapare im tropischen Tiefland, das grossteils aus Urwald besteht. Er arbeitet in der Organisation «San Lucas» mit, die vorwiegend kurative und präventive Gesundheitsarbeit in den Dörfern leistet. Die Menschen dort sind sehr arm. Sie haben durchschnittlich acht bis neun Kinder. Höchstens sechs Kinder in jeder Familie überleben die ersten fünf Lebensjahre. Die Frauen sind das tragende Element, um den Lebensunterhalt in den Familien zu sichern, die Kinder gesund aufwachsen zu lassen und Kindersterblichkeit zu reduzieren.
So bietet die Organisation «San Lucas» unterschiedliche Programme für Schwangere und Mütter in den Dörfern an. Es gibt verschiedene Ausbildungsseminare wie Ernährung und Unterernährung, Umgang mit Neugeborenen, Erste Hilfe, Alternativmedizin, Gewalt in der Ehe, Menschenrechte und vieles mehr. Auch für Kinder werden Gesundheitskurse und Aktionen in Schulen durchgeführt. Ziel ist es, den Familien ein gutes Leben auf dem Land zu ermöglichen und sie zu unterstützen. Pater Gaspar sendet seinen Hilferuf zu uns in die Schweiz. Mit einem Beitrag von 34 500 Franken können wir seine wichtige Arbeit unterstützen und dafür sorgen, dass Kindern ein gutes Leben ermöglicht wird.
Brasilien: Liebe, die heilt
Die einst grösste Mülldeponie Brasiliens ist der Boden, auf dem Familien leben und Kinder spielen. Keine Berge mit Bäume, Wiesen oder Blumen sind ihr Umfeld. Die Berge, auf die sie klettern, bestehen aus Müll. Hütten aus Wellblech, Pappe und Plastik sind das Zuhause, das umgeben ist von extremer Armut, Gestank, Gefahr und Lethargie. «Jardim Gramacho» heisst das Armenviertel am Rande der Metropole Rio de Janeiro.
Schulen gibt es keine. Fast alle Bewohner sind Analphabeten, und damit bleibt die Tür zu staatlichen Sozial- und Wohnungsbauprogrammen verschlossen. «Ich war zutiefst erschrocken, als ich das sah und konnte mir nicht vorstellen, dass so etwas überhaupt existiert», berichtet uns Pater Paulo. Die Erfahrung mit den Menschen dort hat Pater Paulo dazu motiviert, ein Projekt mit dem Namen «Amor que cura» – «Liebe, die heilt», umzusetzen. «Liebe kann man nicht kaufen, aber man kann sie stets weitergeben», schreibt er. Einmal im Monat fährt er mit freiwilligen Helferinnen und Helfern in das Armenviertel. Gemeinsam werden Zelte und Pavillons aufgebaut, um kostenlos verschiedene Dienstleistungen wie ärztliche Behandlungen und Schulunterricht anzubieten. Auch eine Suppenküche wird eingerichtet, und die Menschen werden mit Lebensmittelpaketen, Wasser und Kleidung versorgt.
Kulturprogramme sollen Kindern neue Perspektiven geben. Pater Paulo bittet uns ebenfalls um eine Unterstützung von 34 500 Franken für Nahrungsmittel, Kleidung, Miete von Mobiltoiletten, Zelte, Transporte der Freiwilligen und Materialien für die ärztlichen Behandlungen sowie für einen Stromgenerator. Wir möchten helfen.
Thailand: Ein Ort der Fürsorge
Pater Francis’ Herz schlägt für die Aidskranken im Hospiz «Saint Clares Hospice». Bereits seit 25 Jahren gibt es dieses kleine Hospiz, das für viele Aidskranke im Endstadium einziger Ort war und ist, der ihnen zur fürsorglichen Pflege auch Wärme, seelischen Beistand und ein würdiges Gehen aus dieser Welt ermöglicht.
Pater Francis ist selbst Krankenpfleger und arbeitet im Hospiz nach dem «Familienpflegemodell», wobei die schwächeren von den kräftigeren Patienten versorgt und betreut werden. Das spart Kosten und schafft eine gemeinschaftliche Atmosphäre. Einmal wöchentlich kommen «Ärzte ohne Grenzen» ins Hospiz, um alle Patienten zu untersuchen und zu behandeln. Bis zu 34 Patienten finden im Hospiz einen fürsorglichen Platz. Zudem werden 290 Patienten ambulant versorgt. Pater Francis schreibt uns, dass all diese Arbeit nicht aus eigenen Mitteln gestemmt werden kann.
Um alle laufenden Kosten tragen zu können, braucht er Hilfe von aussen. So sendet er seine Bitte um eine Unterstützung von 28 750 Franken für Nahrungsmittel, Medikamente, medizinisches Verbrauchsmaterial und Gehälter von Pflegekräften zu uns in die Schweiz.
Brasilien: Alle Erfolge für die Gemeinschaft
Eingezwängt in kleine, überfüllte Reservate führen viele Guarani-Indianer in Japorã ein menschenunwürdiges Dasein. Durch die Abholzung der Wälder wurde ihr einst fruchtbares Heimatland zu einem Ödland aus Viehweiden und Zuckerrohrplantagen für Brasiliens Biotreibstoff-Industrie. Das schreit zum Himmel. Der Anbau, die Jagd und das Sammeln von Beeren und Pilzen sind für die Familien unmöglich geworden.
Der Staat hält die Menschen mit unregelmässigen Lebensmittelpaketen von sich abhängig. Mit Herzblut setzt sich Pater Álido Rosa seit zwanzig Jahren für bessere Lebensbedingungen der Guarani ein. Besonders wichtig ist ihm, dass auch ihre Kultur der Reziprozität weiter gefördert wird: Erfolge, die erarbeitet werden, kommen immer der Gemeinschaft zugute und sorgen nicht nur für das Wohlbefinden einzelner Personen oder Familien. Wasser- und Nahrungsmittelknappheit sind neben vielem anderen zentrale Probleme des täglichen Lebens.
Um 1770 Menschen aus zwei Reservaten helfen zu können, möchte Pater Álido Rosa eine Baumschule aufbauen, drei Brunnen bauen und vorhandene Brunnen reparieren lassen. Alle Familien erhalten dadurch Zugang zu sauberem Trinkwasser, und die Baumschule kann bewässert werden. Mit einem Beitrag von 23 760 Franken möchten wir gemeinsam mit Ihnen helfen.
Philippinen: Gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder
Der Norden der philippinischen Hauptinsel Luzon ist nur wenig entwickelt. Die Menschen leiden unter Armut, fehlender Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen und an oftmals kaum vorhandener Infrastruktur. Schwester Josefine und ihre Mitschwestern sind für die Menschen in Santa Ana und Umgebung da.
Sie setzen sich vor allem für Schul- und Berufsbildung von Kindern und Jugendlichen ein und unterstützen Frauenförderung und indigene Bevölkerungsgruppen. Die Schwestern leiten einen kleinen Kindergarten und mehrere Schulen. Bei sehr vielen Familien müssen beide Eltern tagsüber arbeiten. Für die Kinder gibt es keinen Ort, an dem sie fürsorglich und kindgerecht betreut werden.
Die Franziskanerinnen möchten den bestehenden alten Kindergarten erneuern und vergrössern. Das Gebäude soll dann zu einem ganzheitlichen Förderzentrum für 60 Kleinkinder im Alter von drei bis fünf Jahren und für 200 Grundschulkinder werden. Es ist so wichtig, dass sie alle ein gutes Lernumfeld und beste Entwicklungsmöglichkeiten erhalten, damit sie ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben gehen können. Schwester Josefine bittet uns um eine Hilfe von 34 100 Franken für den Bau des neuen Förderzentrums für Kinder.
Indien: Zwischen Arm und Reich
Wird ein reicher Mensch krank, so kann er sich aussuchen, wo und wie er behandelt werden möchte. Wird ein armer Mensch krank, so kann er nur hoffen, irgendwo ein Krankenhaus zu finden, das ihm trotz seiner Zahlungsunfähigkeit hilft. Eines dieser Krankenhäuser, die die Türen für bedürftige Menschen offen halten, ist das «Child Jesus Hospital» in Tiruchirapalli im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Hier arbeiten 46 Franziskanerinnen, die sich täglich um 350 Patienten kümmern.
Weil ein Viertel der Patienten die Behandlungskosten nicht tragen kann und viele weitere nur kleine Teilbeträge leisten können, ist es den Franziskanerinnen unmöglich, dringend notwendige Ausrüstung für das Labor und eine Blutbank, die Leben retten hilft, anzuschaffen.
Schwester Alice sendet ihren Hilferuf zu uns in die Schweiz und bittet uns um eine Unterstützung von 24 200 Franken für zwei Blutbankkühlschränke, zwei medizinische Kühlschränke, eine Thrombozytenmixmaschine mit Inkubator, eine Zentrifuge, eine Blutspenderliege und weitere Labortechnik.
Kenia: Wasser für einen Zufluchtsort
Bevor wir ein Haus bauen, ist es erstmal wichtig zu prüfen, ob die Bedingungen dafür vorhanden sind. Weil Wasser eine Grundvoraussetzung für Leben ist, muss immer geprüft werden, ob Zugang zu Wasser besteht. Schwester Agneta und ihre Mitschwestern besitzen ein Grundstück in Mumoi. Der Ort liegt etwa 30 km nördlich von Subukia. Die Franziskanerinnen sehen in ihrem Umfeld die Not vieler Frauen. Besonders betroffen sind sehr junge Frauen.
Nach der lokalen Tradition werden Mädchen immer noch beschnitten und oft minderjährig schon zwangsverheiratet. Sie sind voller Angst. Ihr Schicksal ist häufig unerträglich. Schwester Agneta möchte ein Zentrum auf dem Grundstück errichten, in dem Frauen einen Zufluchtsort und eine Alternative zu ihrer gegenwärtigen Lebenssituation finden.
Der erste Schritt ist die Sicherstellung von Wasser. Deshalb bittet Schwester Agneta uns um eine Unterstützung von 23 760 Franken für den Bau eines Tiefenbrunnens mit einer Solarpumpe. Sehr gerne möchten wir helfen.
Sambia: Basteln, Malen, Schneiden
Wie erstaunt ist ein Kind, wenn es einen Malstift in der Hand hält und sich selbst auf einem Blatt Papier erfahren kann. So ist es auch für die Kinder aus armen Familien in Solwezi. Schwester Pascalina berichtet uns, dass die Kinder, aber auch die Eltern, sehnsüchtig auf die Eröffnung des neuen Kindergartens mit eingebundener Vorschule warten.
Der Bau steht schon. Es fehlen jedoch noch Dach, Fenster, Türen, Kacheln und der Anstrich. Auch sollen die Klassenzimmer mit Bänken, Tischen, Schränken, Regalen und Tafeln bestückt werden. Da viele Kinder der armen Familien unterernährt sind, möchten ihnen die Franziskanerinnen täglich eine nahrhafte Mahlzeit kochen.
Insgesamt 120 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren freuen sich auf den Kindergarten und die Vorschule. Mit einem Beitrag von 11 000 Franken können wir mithelfen, dass sie endlich mit Basteln, Malen, Schneiden und vielem anderen, was sie lernen möchten, beginnen können.