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Edgar Werner Bürgi
Edgar Werner Bürgi ist am 30. Oktober 1887 in Bern geboren und verstarb in Bern am 25. August 1986. Er war das neunte und jüngste Kind seiner Eltern. Sein Vater betrieb einen Käse-Grosshandel in Bern. Werner Bürgi stammte somit aus einem Unternehmermilieu.
Seine Schulzeit schloss er mit der Matura ab. Das Gymnasium der Stadt Bern befand sich damals noch am Waisenhausplatz. Er besuchte hernach die ETH in Zürich und schloss dort seine Studien ab mit dem Diplom eines Architekten.
Im Militär bekleidete er den Rang eines Hauptmanns. Als solcher war er Kommandant einer Feldbatterie.
Am 18. August 1927 verheiratete sich Werner Bürgi mit Hildegard Johanna Willert, der Tochter eines österreichischen Diplomaten. Er war stolz darauf, eine Wienerin geheiratet zu haben und unterhielt enge Beziehungen zu deren Verwandten in Wien. Die Ehe blieb leider kinderlos.
Werner Bürgi war als selbstständiger Architekt fast ausschliesslich in der Stadt Bern tätig. Seine Büros hatte er in seinem Hause Monbijoustrasse 134, wo er selber auch wohnte. Hauptsächlich in diesem Quartier baute er Wohnhäuser, so eine ganze Anzahl an der Wabernstrasse und der Monbijoustrasse. Die von ihm erbauten Wohnungen zeichneten sich durch einen grosszügigen Grundriss aus.
Eine Auswahl von Häusern die von Werner Bürgi in Bern entworfen wurden:
Gegen Ende seines Lebens, vor allem nach dem Tode seiner Ehefrau, entschloss sich Werner Bürgi eine Stiftung zu gründen – die heutige Bürgi-Willert-Stiftung – welcher er zwei Zweckrichtungen zuordnete:
- Unterstützung in Not geratener Betagter sowie sozial gefährdeter und sozialgeschädigter Jugendlicher
- Förderung des kulturellen Lebens in der Stadt Bern sowie Förderung junger Künstler
Er bestimmte, dass die Tätigkeit der Stiftung sich auf das Gebiet der Stadt Bern beschränken sollte. Seine Verbundenheit mit Österreich brachte er dadurch zum Ausdruck, dass bei Ausrichten der Stiftungsleistungen Österreicher den Schweizerbürgern gleichzustellen sind.
Am 26. April 1977 verfasste Werner Bürgi ein Memorandum zu der von ihm ins Leben gerufenen Stiftung.
Er schrieb:
«Der Beweggrund zur Errichtung einer Stiftung entsprang dem innigen Wunsch, Wesen und Wirken meiner lieben Frau und Lebensgefährtin, ihren Geist und ihren Charme, ihre Güte und ihre kluge Lebensführung über den Tod hinaus lebendig und segensreich zu erhalten.»
«Die alljährlich zur Verfügung stehenden Mittel sind nicht sehr gross, aber auch nicht ganz klein, so dass bei sinnreicher Verwendung manche Not gelindert, manch junges Talent gefördert und viel Freude verbreitet werden kann.»
Werner Bürgi hat die Stiftung zur Haupterbin seines Vermögens bestimmt. Nach seinem Tode 1986 hat die Stiftung das Vermögen angetreten und die Tätigkeit im Sinne des Stifters aufgenommen.