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Bei der Bevölkerung im solothurnischen Niederamt stossen die Pläne für ein AKW Gösgen II und ein Atomendlager weitgehend auf Ablehnung. Dies zeigt eine sozioökonomische Studie im Auftrag der Präsidenten der 15 Gemeinden mit 32’800 Einwohnern zwischen Aarau und Olten.
Wie die Bevölkerungsbefragung zeigt, lehnen 45% der befragten Niederämter diePläne für das Atomkraftwerk Gösgen II ab, während 38% dafür sind. Ein Lager für radioaktive Abfälle wird von der Bevölkerung sehr deutlich abgelehnt: 71% sind dagegen, 15% dafür. Als negative Auswirkungen der neuen kerntechnischen Anlagen befürchtet die Mehrheit der befragten Einwohner Unruhe aufgrund von Protestveranstaltungen, einen Attraktivitätsverlust des Wohnorts, Spannungen in der Bevölkerung und einen tieferen Wert der Liegenschaften.
Die Regionalgruppen „Nie Wieder Atomkraftwerke“, NWA Solothurn und NWA Aargau, fordern, dass die Gemeindepräsidenten Niederamt die Meinung der Bevölkerung respektieren
und sich gegen den Bau eines zweiten Kernkraftwerks und Tiefenlagers in der Region einsetzen. Von Behörden sämtlicher Gegenden, in denen Atomkraftwerke geplant sind, verlangen sie alternative Entwicklungspläne.