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Um an den Pollen der Nachtschattengewächsen zu gelangen müssen Hummeln das richtige «Schütteln» der Blüten üben. Neonicotinoide beeinträchtigen dabei das Erlernen der Vibrationstechnik.
Bei Nachtschattengewächsen wie Aubergine, Kartoffel oder Tomate reicht es nicht aus, wenn der Bestäuber die Blüte nur berührt um an den Pollen zu gelangen. Der Blütenstaub muss regelrecht aus den Staubblätter geschüttelt werden und erst dann kann der Bestäuber den Pollen von Blüte zu Blüte tragen und die Pflanze auch befruchten.
Dazu haben Hummeln eine spezielle Technik entwickelt: Sie krümmen sich über die Staubblätter und halten sich mit ihren Mundwerkzeugen an dessen Basis fest. Nun wird mit den Flügeln eine kräftige Vibration erzeugt, und der Pollen kommt aus den Staubblätter wie Pfeffer aus dem Pfefferstreuer.
Die Strategie der pelzigen Bienen ist schon lange bekannt. Neuerdings wurde herausgefunden, dass die Bienen nicht als «Schüttel-Meister» geboren werden, sie müssen die Technik erst erlernen. Je mehr die Hummeln üben, desto mehr Pollen sammeln sie und desto mehr Blüten können sie bestäuben.
Das Insektizid Thiamethoxam, dass zu den Neonicotinoiden gehört, stört dabei den Lernprozess. Hummeln die dem Pestizid ausgesetzt worden sind, können die Vibrationstechnik nicht effizient anwenden und verbessern so auch nicht ihre Sammelaktivität, berichtet the Guardian.