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Geht zum Dienst habenden Priester und sagt zu ihm: ›Wir bestätigen dem Herrn, deinem Gott, dass wir wirklich in das Land gekommen sind, das er unseren Vorfahren mit einem Eid versprochen hat.‹ 5. Mose 26:3
Hast Du etwas gemerkt in diesem Vers? Vielleicht zuerst etwas zum Kontext. Es geht um die Gabe der Erstlingsfrucht. Um den Zehnten. Doch das Interessante hier ist die Zeitform: dass wir gekommen sind.
In seinem 5. Buch wiederholt Mose alle Gebote und gibt dem Volk Anweisungen für ein Leben im verheissenen Land. Und er gibt dem Volk einen Grund dafür, zu zehnten. Um zu bestätigen, dass Gott sie in das Land geführt hat, wie er es den Vorfahren versprochen hat.
Wie ist es nun mit uns? Das verheissene Land ist – wie alles im Alten Testament – ein äusserliches Symbol für etwas Geistliches. Oft wird das verheissene Land mit dem Himmel gleichgesetzt – ein Ort, den wir irgend einmal erreichen werden. Und damit haben wir alle Versprechen in die Zukunft, ins Jenseits verschoben. Doch schon Oral Roberts hat gesagt: Im Himmel brauchen wir keine Heilung. Dort gibt es keine Krankheit.
Das verheissene Land ist kein Ort im üblichen Sinn. Abraham suchte eine Stadt, die er sein ganzes Leben lang nicht fand. Diese Stadt finden wir in der Offenbarung, sie kommt geschmückt vom Himmel. Und sofort wird uns gesagt, wer diese Stadt ist: die Braut Jesu. Und wer ist die Braut Jesu? Richtig – das sind wir, die an ihn glauben. Und wo ist diese Stadt? Sie ist im Himmel und kommt auf diese Erde. Wie sagt Paulus? Wir sind gesetzt (auf Deutsch: wir sitzen) mit Jesus im Himmel, und mehr und mehr kommen wir auf diese Erde.
Wie nun dies? Wir sind eine neue Kreatur. Vollständig neu. Doch alles, was im Himmel fest steht, gesetzt ist, muss auf Erden etabliert werden. Die Stadt muss auf die Erde kommen. Aber wie?
Wenn wir Zehnten, bestätigen wir, dass Gott uns bereits in das verheissene Land geführt hat. Genau so, wie er es versprochen hat. Das Versprechen wurde in den Propheten gegeben, wenn sie über den Sohn Gottes, den Messias sprachen. Es wurde bei Jesaja gegeben, als er von einem neuen Bund, einem Gesetz sprach, welches in die Herzen geschrieben würde. Jesus hat es nicht nur versprochen, sondern ausgeführt, als er diesen neuen Bund am Kreuz schloss.
Daraus schliesse ich, dass wir bereits im verheissenen Land sind. Jeder, der Jesus als Herrn annimmt, ist bereits im verheissenen Land. Diese Tatsache beschreibt Paulus so: in Christus. Christus ist das verheissene Land. Christus – Jesus der Kopf, wir der Körper – der Gesalbte. Kein verheissenes Land ohne Christus, oder wie Luther und Zwingli sagten: solus Christus.
Wir sind also bereits im verheissenen Land. Diese Tatsache ist im Himmel gesetzt. Wir sind Teil der Stadt, die Abraham suchte. Wir sind lebendige Steine im Tempel, wie Petrus es ausdrückt, oder Gelenke im Körper Christi, wie Paulus sagt. Unser Geist weiss das. Unsere Seele meist noch nicht. Unser Körper erinnert uns täglich daran, dass wir – obwohl wir nicht mehr von dieser Welt sind – wir in dieser Welt leben.
Wir glauben immer noch an unsere alte Natur. Jahrelang wurden wir konditioniert, diese Welt, die Matrix, als die Wahrheit anzusehen. Unser Denken wird bestimmt von den physikalischen, ökonomischen und kulturellen Gesetzen dieser Welt – genauso wie unsere Emotionen. Doch Paulus sagt uns, dass wir täglich für die Rettung, besser Wiederherstellung unserer Seele kämpfen sollen. Aber wie?
Wie also kann diese Stadt auf die Erde kommen, wie können wir für die Wiederherstellung unserer Seele kämpfen? Indem wir glauben, dass wir bereits jetzt im verheissenen Land sind. Wir sind in Christo. Wir sind eine neue Kreatur – das Alte ist vergangen!
Hier ein paar praktische Ratschläge, welche aus dem Kontext unseres Verses entnommen werden können.
Gehe zum Dienst habenden Priester. Heutzutage sind dies die Leiter im fünffachen Dienst. Gehe zum Priester – eingesetzt von Gott, Dich in die Reife und volle Statur zu führen, weil Gott es so bestimmt hat. Gehe zum Priester – den Du anerkennst, als von Gott eingesetzt, Dich in die Reife und volle Status zu führen.
Es gibt viele von Gott eingesetzte Priester, die für Dich keinen Dienst haben, weil sie nicht für Dich eingesetzt wurden. So heisst es hier, dass der Priester die Gaben entgegennehmen und mit Dir zusammen über die Taten Gottes sprechen soll. Versuch das Mal mit einem Fernsehprediger. Aber in einer lokalen Gemeinde geht das. Diese lokale Gemeinde ist auch das Land, in dem für Dich Milch und Honig fliesst. Warum? Weil Gott es so eingerichtet hat, weil er Dich in diese Gemeinde gesetzt hat, weil Du das erkannt und akzeptiert hast.
Bring Deine Gaben in die Gemeinde ein.
Anders ausgedrückt: Deine neue Natur, die im Himmel bereits Wahrheit ist, wird auf Erden Tatsache auch durch die Gemeinde, die Beziehungen, die gegenseitige Unterordnung, die Zusammenarbeit der verschiedenen Gaben. Genauso wie durch Deine individuellen Gebete, Dein Bibellesen. Dies alles arbeitet zusammen.
So kommt das Königreich auf diese Erde.
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