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Im Rahmen des Projekts zur Prüfung der Aufgaben und Strukturen hat das Wirtschaftsforschungsinstitut BAKBASEL im Auftrag des Staatsrates einen interkantonalen Vergleich in Sachen Personaldotation der staatlichen und halbstaatlichen Einrichtungen angestellt. Die Resultate zeigen, dass die Personaldotation im Wallis im gesamtschweizerischen Vergleich und auch im Vergleich zu strukturähnlichen Kantonen insgesamt unterdurchschnittlich ist. Der Expertenbericht attestiert dem Kanton Wallis im interkantonalen Vergleich einen sparsamen Umgang mit den Personalressourcen. Die Schlussresultate des PAS-Gesamtprojekts sowie die diesbezüglichen Entscheide des Staatsrates werden im Frühjahr erwartet.
Die Studie des BAKBASEL basiert auf den Zahlen des Bundesamtes für Statistik und des Bundesamtes für Gesundheit und stellt einen interkantonalen Vergleich in sechs staatlichen bzw. halbstaatlichen Aufgabenfeldern an: Verwaltung, obligatorische Schule und allgemeinbildende Schulen, berufliche Grundbildung, Pflegeheime, Spitäler und ambulante Krankenpflege.
Für jeden dieser Bereiche hat das BAKBASEL für den Kanton Wallis die Personalressourcen pro Einwohner und pro Dienstleistungsbezüger (z.B. Anzahl Lehrer pro Schüler) berechnet. Anschliessend wurden diese Resultate mit dem schweizerischen Durchschnitt und dem Durchschnitt strukturähnlicher Kantone (Bern, Freiburg, Tessin, Graubünden, Jura) verglichen. Die Personaldotation der staatlichen sowie der halbstaatlichen Einrichtungen des Kantons Wallis wurde auch spezifisch mit den Zahlen anderer zweisprachiger Kantone verglichen (Bern und Freiburg).
Ergebnisse:
- Über alle Bereiche hinweg und im Verhältnis zur Bevölkerung ist die Personaldotation im Wallis im Vergleich zum schweizerischen Schnitt um 15% und im Vergleich zu strukturähnlichen Kantonen um 14% tiefer. Einzig im Bereich der obligatorischen Schule und der allgemeinbildenden Schulen liegt das Wallis leicht über dem schweizerischen Durchschnitt (+2%) und dem Durchschnitt der strukturähnlichen Kantone (3%).
- Stellt man die globale Personaldotation der tatsächlichen Nutzung gegenüber, liegt das Wallis um 9% unter dem schweizerischen Durchschnitt und um 8% unter dem Durch-schnitt der strukturähnlichen Kantone.
Über dem schweizerischen Durchschnitt liegt das Wallis in drei Bereichen: obligatorische Schule und allgemeinbildende Schulen (3%), berufliche Grundbildung (8%) und Pflegehei-me (6%). Im Vergleich zu strukturähnlichen Kantonen weisen nur zwei Bereiche eine höhere Personaldotation auf: obligatorische Schule und allgemeinbildende Schulen (4%) sowie Pflegeheime (1%). Die Resultate des Experten-berichts zeigen, dass das Wallis im interkantonalen Vergleich mit seinen Personalressourcen sparsam umgeht.
Diese Studie ist integrierender Bestandteil des Projekts zur Prüfung der Aufgaben und Strukturen, das planmässig vorankommt und zum Ziel hat, die Kantonsfinanzen im Gleichgewicht zu halten und die nötigen Mittel bereitzustellen, um die künftigen Herausforderungen zu meistern. Die Resultate des PAS-Gesamtprojekts sowie die diesbezüglichen Entscheide des Staatsrates werden im Frühjahr erwartet.