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Weshalb gibt es Reservate für Wasservögel und Zugvögel? Standorte wie das Wauwilermoos bieten diesen gefiederten Tieren Platz zum Überwintern, zum Brüten oder für einen Zwischenhalt auf ihrem Zug ins Winter- oder Sommerquartier. In der Schweiz gibt es 10 Reservate von internationaler Bedeutung und 25 Reservate von nationaler Bedeutung. Eines davon ist das Wauwilermoos. Es zeichnet sich über seine zentrale Lage im schweizerischen Mittelland aus.
Zwischenstopp für die Nahrungsaufnahme
Watvögel (Limikolen) suchen ihre Nahrung hauptsächlich im Übergangsbereich zwischen Wasser und Land, u.a. auch auf zeitweise überschwemmtem Kulturland. Watvögel auf ihrer Zugroute aus Nordeuropa, rasten häufig in der Schweiz. Sie bauen dabei ihre Fettreserven wieder auf, bevor sie weiter Richtung Süden ziehen. Für den Kiebitz ist heute das Wauwilermoos sein noch grösstes Brutgebiet in der Schweiz. Als Kulturfolger brütet er auf feuchten Äckern und Wiesen. Sein ursprünglicher Lebensraum waren jedoch die Riedwiesen.
Im Reservat gelten insbesondere diese Regeln:
Ein kleiner Teil des einstigen Feuchtgebiets ist erhalten
Die Landschaft der Wauwiler Ebene wurde von einem Seitenarm des Reussgletschers geformt. Als sich der Gletscher zurückzog, blieb der Wauwiler See übrig. Seespiegelabsenkungen und Verlandungen liessen die Seefläche schrumpfen. Die Moore im Wauwilermoos sind ein Relikt einer ursprünglich sehr grossen Moorlandschaft. In der Wauwiler Ebene nahm die Fläche der Feuchtgebiete um 94 % ab (Hodel, 1989). Ein Grossteil des Wasser- und Zugvogelreservates wird heute landwirtschaftlich intensiv genutzt wobei dank der Bereitschaft von Landwirten bereits an verschiedenen Standorten ökologische Aufwertungen z.B. Flutmulden realisiert und Flächen extensiviert wurden.