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Das Ferrari-Duo führt das Klassement nach dem zweiten Training für den Grand Prix von Kanada an. Charles Leclerc fährt vor Sebastian Vettel Bestzeit.
Leclerc war auf seiner besten Runde 74 Tausendstel schneller als Vettel. Ob die Plätze 1 und 2 auf eine Leistungssteigerung der Roten zurückzuführen ist oder ob es sich nur um eine Momentaufnahme handelt, wird sich spätestens am Samstag im Qualifying zeigen.
Auf jeden Fall kommen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Montreal die Stärken des Ferrari mit dem leistungsfähigen Antrieb gut zum Tragen. Valtteri Bottas im Mercedes klassierte sich vor dem überraschenden Spanier Carlos Sainz im McLaren als Dritter.
Im ersten Training waren Leclerc und Vettel noch rund eine Sekunde hinter den Fahrern von Mercedes gelegen. Lewis Hamilton war vor Bottas der Schnellste gewesen. Dem Engländer und dem Finnen steht an diesem Wochenende die erste Ausbaustufe des Antriebsstrangs zur Verfügung.
Hamilton musste das Vorbereitungsprogramm während des zweiten Trainings unfreiwillig unterbrechen. Der Weltmeister hatte mit dem rechten Hinterrad in der Streckenbegrenzung angeschlagen und sich dabei Reifen und Felge beschädigt. In der Garage wurde danach auch die Hinterachse und das Getriebe getauscht, was rund eine Stunde in Anspruch nahm. Hamilton fand sich in der Rangliste auf Platz 6 wieder.
Ein Getriebetausch am Freitag zieht keine Strafe mit sich. Wird der Wechsel am Samstag oder am Sonntag vor den sechs Grands Prix vorgenommen, die ein einzelnes Getriebe gemäss Reglement eingesetzt werden muss, hat dies die Rückversetzung von fünf Plätzen in der Startaufstellung zur Folge.
Kimi Räikkönen aus der Equipe Alfa Romeo klassierte sich auf den Plätzen 6 und 16. Antonio Giovinazzi verpasste einen grossen Teil beider Trainings. Der Italiener hatte am Morgen rund eine halbe Stunde vor dem Ende der Einheit nach einem Dreher mit dem Heck die Begrenzungsmauer touchiert. Neben der beschädigten Hinterrad-Aufhängung wechselten die Mechaniker als Vorsichtsmassnahme auch das Getriebe, so dass Giovinazzi während einer knappen Stunde nur Zuschauer war.
SDA