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Hintergrund
Der soziale Kontext hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen. Außerhalb der Klinik sind soziale Kontexte vermutlich für circa 33% der Besserung der Patienten in der Psychotherapie verantwortlich. Trotzdem existiert wenig Forschung darüber, wie soziale Faktoren die Wirksamkeit von Psychotherapie und das Wohlbefinden und Funktionieren von Gruppen verbessern könnten.
Ziel
Mit diesem Forschungsprojekt wird der Einfluss von sozialem Kontext auf Veränderung und umgekehrt der Einfluss von Veränderung auf den sozialen Kontext untersucht. Hierbei wird untersucht, ob für Patienten und Dyaden (Paare) aus der Allgemeinbevölkerung die gleichen sozialen Faktoren relevant sind. Im Besonderen wird eine Intervention eingesetzt, welche psychologische Flexibilität trainiert, um zu testen, ob und wie psychiatrischen Patienten kurz- und langfristig geholfen werden kann. Dafür werden verschiedene soziale Kontexte in die Beurteilung miteinbezogen. Außerdem wird untersucht, ob psychologische Flexibilität die Menge an Wohlbefinden innerhalb von Dyaden erhöhen kann. Dies wird durchgeführt mit a.) einer Untersuchung zur Therapiewirksamkeit (Studie 1) und b.) einem experimentellen Design mit Dyaden (Studie 2). Beide Studien werden zusätzlich die täglichen Erfahrungen der Probanden erheben, indem diesbezüglich wiederholt Fragen auf dem Smartphone beantwortet werden müssen.
Bedeutung
Die eng verknüpfte Forschung mit der Nutzung von Erkenntnissen aus Klinik, Labor und realer Welt dient dazu, den wissenschaftlichen und klinischen Fortschritt weiterzubringen. Faktoren, die das Behandlungsergebnis moderieren könnten, werden getestet und gleichzeitig der Grad des Einflusses auf Dyaden ebendieser Faktoren untersucht. So werden die beiden Studien zur klinischen Fürsorge beitragen.