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Agroscope untersuchte im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), wie sich die Produktion und der Transport von Nahrungsmitteln unterschiedlicher Herkunft auf die Umwelt auswirken. Dabei untersucht wurden Brot aus Weizen, Futtergerste, Speisekartoffeln, Käse und Rindfleisch. Diese Produkte stammten jeweils aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Zusätzlich miteinbezogen wurden niederländische Kartoffeln, italienischer Käse und brasilianisches Rindfleisch.
Von den fünf untersuchten Produkten schnitten Käse und Kartoffeln aus dem Inland überwiegend günstiger als Import-Produkte ab. Beim Brot aus Weizen, beim Rindfleisch und bei der Futtergerste waren die Ergebnisse dagegen nicht eindeutig. Die Wirkung von Schweizer Käse oder Rindfleisch auf die Abholzung ist zwar geringer als bei importierter Ware. Hingegen war aber der Flächenbedarf der Schweizer Produkte etwas höher.
Einen Standortvorteil gegenüber dem Ausland hat die Schweizer Milchproduktion. Dieser Vorteil könnte laut Agroscope durch eine konsequentere Nutzung des Futterpotenzials des Graslandes noch besser genutzt werden. Auch zeichnete sich die Produktion in der Schweiz durch einen tieferen Bewässerungsbedarf aus. Verbesserungspotenzial besteht aber bei der Reduktion der Transporte und der Vermeidung von Abfällen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette.
Damit die Qualitätsführerschaft der Schweizer Landwirtschaft im Bereich Umwelt umgesetzt werden kann, muss das Know-how aus verschiedenen Fachgebieten zu einem Gesamtsystem kombiniert werden. Durch eine Verringerung der Umweltbelastung bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität, liessen sich die Auswirkungen der Erzeugung von Agrarprodukten auf die Umwelt vermindern. Solche Anstrengungen sind notwendig, damit Schweizer Agrarprodukte gegenüber Importen ihre ökologische Konkurrenzfähigkeit halten oder verbessern können.
Bild: Mike Lehmann (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons