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Atemprobleme und Herz-Kreislaufbeschwerden
Atemnot zeigt sich bei verschiedensten Lungen- und Herzkrankheiten und ist oft von einem unangenehmen Angstgefühl begleitet. Atemtherapie kann keine medizinische Behandlung ersetzen, aber sie kann Patienten ganz behutsam mit ihrem Atemmuster in Kontakt bringen. Der Atembefund wird in Ruhe, beim Sprechen und Bewegen erhoben. Die wegbereitende Arbeit an der Atmung schliesst den ganzen Körper mit ein.
Atmung und Kreislauf sind zwei aufeinander abgestimmte Funktionssysteme mit der gemeinsamen Aufgabe, die Zellen des Organismus mit Sauerstoff zu versorgen und die Stoffwechselendprodukte (CO2 und Wasser) abzutransportieren.
Bei fehlender Zwerchfellbewegung in die Tiefe, bei starren Rippen und bei hektischem Atmen leidet das Herz-Kreislaufsystem gleich dreifach. Hier gilt es einen wichtigen Funktionszusammenhang zwischen der Atmung und Herzleistung wieder hervorzuheben: die Atempumpe. Beim Tiefertreten des Zwerchfells wird bei der Einatmung das Pericard (Herzbeutel), das mit dem Zwerchfell verbunden ist, mit in die Tiefe gezogen, dadurch entsteht ein grösserer Sog auf das venöse Niederdrucksystem. Das Herz füllt sich besser, was wiederum das Schlagvolumen erhöht. Atemübungen zeigen immer wieder deutliche Wirkung. Das Mittel der Wahl in der Atemschulung ist die Anwendung der rhythmischen Phonation, die wie das Singen, den Herzrhythmus positiv beeinflusst.