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Der unterirdische Durchgangsbahnhof soll Engpässe im Luzerner Bahnnetz beseitigen. Geplant ist, unter dem bestehenden Kopfbahnhof einen unterirdischen Bahnhof zu bauen, der von beiden Seiten mit Tunnels erschlossen wird.
Der Bund prüft derzeit eine etappierte Realisierung des Bauwerks. In Luzern wird deswegen befürchtete, dass am Schluss kein Durchgangsbahnhof, sondern erneut ein Sackbahnhof gebaut wird.
Der Durchgangsbahnhof müsse als Gesamtprojekt weiter geplant, finanziert und realisiert werden, erklärte der Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Anfrage von Ferdinand Zehnder (Mitte). Eine Aufteilung in Teilprojekte komme nicht in Frage.
Gemäss den Ausführungen des Regierungsrats hätte eine Etappierung diverse negative Folgen: der Bau würde länger dauern und die Stadt länger belasten, der Ausbau des Zugangebots und in der Folge die Erreichung der Mobilitäts- und Umweltziele des Kantons würden behindert, und die Zentralschweiz wäre im Vergleich mit anderen Regionen weniger gut erreichbar.
Eine deutliche Verbesserung der Erreichbarkeit von Luzern sei nur mit baulichen Massnahmen und nur mit der Realisierung des gesamten Projekts möglich, erklärte der Regierungsrat. Denn erst mit dem Durchgangsbahnhof könnten häufigere, schnellere und direktere Verbindungen geschaffen werden. Die Busse könnten das erwartete Wachstum der Passagierzahlen ohne Durchgangsbahnhof nur teilweise übernehmen. Die Verkehrsprobleme würden sich folglich akzentuieren.
Der Regierungsrat will sich deswegen bei den SBB und den Bundesstellen weiterhin für die Realisierung des gesamten Durchgangsbahnhofs einsetzen. Es sei aber wichtig, dass die gesamte Zentralschweiz, auch die Bevölkerung und die Wirtschaft, ihr Interesse am Durchgangsbahnhof sichtbar machen würden.