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Immuntherapie bei kindlicher Hymenopterenallergie
Ohne dass diese Hypothese mit guten Daten belegt ist wird angenommen, dass Kinder allergische Reaktionen auf Insektenstiche zu einem beträchtlichen Teil „auswachsen“. Folgende Studie hat die natürliche Geschichte von Hymenopterenallergien bei Kindern zwischen 10 und 20 Jahren untersucht und geprüft, wie sich eine Immuntherapie auf den Outcome auswirkt.
Zwischen 1978 und 1985 wurde bei 1033 Kindern eine Hymenopterenallergie diagnostiziert, wovon 356 eine Immuntherapie erhielten. Per Telefon und Mail erfolgte zwischen 1997 und 2000 eine Kontaktaufnahme mit diesen Patienten, um den Outcome und die Reaktionen auf Insektenstiche in den Jahren 1987 bis 1999 zu erfragen.
Die Hälfte der kontaktierten Patienten antwortete auf die Befragung. Der mittlere Follow up betrug 18 Jahre, die Immuntherapie, wo erfolgt, dauerte im Durchschnitt 3.5 Jahre und die Inzidenz von Insektenstichen in der erfragten Periode lag bei 43%. Systemische Reaktionen nach Insektenstich traten bei den Immuntherapierten in 3% der Fälle auf, bei den nicht Behandelten in 17% der Fälle (p=0.007). Mittelschwere und schwere Reaktionen erfolgten nach Immuntherapie bei 5%, ohne Therapie bei 32% (p=0.007). Bei immuntherapierten Patienten mit milder systemischer Reaktion im Kindesalter (nur Haut betroffen) trat keine einzige systemische Reaktion mehr auf.
Konklusion der Autoren: Ein beträchtlicher Teil der Kinder mit einer Hymenopterenallergie wächst das Leiden nicht aus. Eine Immuntherapie im Kindesalter ist mit einem signifikant reduzierten Risiko für systemische Reaktionen assoziiert, auch nach 10 – 20 Jahren noch.
Abstract
NEJM 2004;351:668-674 - D. B. K. Golden et al
12.08.2004 - dde