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Schnarchen stört den Tiefschlaf und Traumschlaf. Schnarchende wecken sich selbst immer wieder mitten in der Nacht. Sie sind am Morgen nicht richtig ausgeschlafen.
Verschiedene Erhebungen lassen vermuten, dass bis zu ein Drittel der Bevölkerung in den Industriestaaten Schlafstörungen haben kann. Der zu kurze und/oder durch das eigene Schnarchen immer wieder gestörte Schlaf verringert die Lebensqualität, indem er die Leistungsfähigkeit der Betroffenen einschränkt. Die Gefahren des Schnarchens sind u.a. erhöhte Müdigkeit am Tag und damit eine erhöhte Unfallgefahr auf der Arbeit und beim Autofahren.
Thomas Pollmächer vom Zentrum für psychische Gesundheit am Klinikum Ingolstadt in Deutschland stellte das gemeinsame Auftreten von Schlafstörungen und Depressionen fest. Oft folgen Depressionen auf jahrelange Schlafstörungen.
Nach Wulf Rössler von der Klinik für Soziale Psychiatrie und Allgemeinpsychiatrie der Universität Zürich haben Menschen mit Schlafstörungen ein bis zu 90 Prozent höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken, als diejenigen ohne Schlafstörungen. Nachgewiesen ist, dass Schlafmangel die Gefässverkalkung unterstützt. Folgen davon sind das Auftreten von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Wer wenig schläft, leidet eher unter Übergewicht, erhöhtem Alkoholkonsum und/oder Diabetes. Manche Schnarcher entwickeln eine obstruktive Schlafapnoe, bei der die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt. Am Tag leiden diese Menschen wegen ihrem nächtlichen Atemstillstand unter Tagesmüdigkeit mit erhöhter Einschlafneigung und Konzentrationsstörungen.