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Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist der Weltgesundheitsorganisation zufolge möglicherweise schwerer als bislang gedacht. Es gebe Hinweise in den betroffenen Ländern, dass das tatsächliche Ausmass des Ausbruchs weit grösser sei als es die Zahl der Todesopfer und Erkrankungen erkennen liessen, teilte die WHO am Donnerstag mit.
Zuletzt wurden 1069 Todesfälle und 1975 Krankheitsfälle gezählt. Die internationale Hilfe soll nun unter Koordination der WHO weiter hochgefahren werden. Zudem prüfen Hilfsorganisationen Möglichkeiten, die Menschen in den Krisengebieten besser mit Lebensmitteln zu versorgen, wie die Weltbank erklärte. So könnten etwa die Hunger leidende Bevölkerung in Teilen Liberias und Sierra Leones, die zum Schutz vor einer Ausbreitung der Seuche abgesperrt wurden, mit Lebensmittel aus der Luft versorgt werden.
Auch in Nigeria Tote
Am schwersten betroffen von der Epidemie sind Guinea, Sierra Leone und Liberia, vier Todesfälle gibt es inzwischen auch im bevölkerungsreichsten afrikanischen Land Nigeria. Die WHO hat wegen der Viruserkrankung den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen und sich für den Einsatz kaum erprobter Wirkstoffe zur Bekämpfung ausgesprochen.
(reuters/dbe)