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Ich habe einen Bock geschossen. Berufskollegen würden an meiner Stelle vielleicht sagen, es hätte sich ein Fehler eingeschlichen. Nur weiss ich eigentlich nicht, wie sich das ansieht, wenn ein Fehler dahergeschlichen kommt.
Es war im SonntagsBlick Magazin vom vergangenen Sonntag. Der Artikel handelte von reinen Risikotodesfallversicherungen. Solche schliesst man ab, wenn der Tod einer Person für die Hinterbliebenen gravierende finanzielle Konsequenzen zeitigt. Und diese drohenden finanziellen Einbussen wiederum hängen auch davon, ob ein Paar verheiratet und via Pensionskasse versichert ist. Nichtverheiratete und Eltern ohne berufliche Vorsorge sollten meines Erachtens den Bedarf einer Risikotodesfallversicherung zumindest prüfen.
Grundsätzlich kann man sagen: je mehr Kinder, desto besser der Versicherungsschutz. Das gilt vor allem für verheiratete Paare, bei denen beide bei einer Pensionskasse versichert sind. Stirbt der Vater, erhält die überlebende Ehefrau je eine Witwenrente von der AHV und der Pensionskasse. Und dann gibt es pro Kind ebenfalls je eine Rente von der ersten und der zweiten Säule. Bei einer Familie mit drei (ich schrieb irrtümlicherweise zwei) unterstützungspflichtigen Kindern gibt es acht Renten, je vier von der ersten und der zweiten Säule.
Addiert man die Renten, so kann die Summe gut und gerne das Einkommen des Verstorbenen übersteigen. Das könnte fatale Anreize schaffen. Deshalb wird die Pensionskasse ihre Rentenzahlungen so weit beschränken, dass die Hinterbliebenen nicht mehr als 90 Prozent des Einkommens des Verstorbenen erhalten.
Aufgrund des unten stehenden Zahlenbeispiels, wie es Swiss Life mit plausiblen Daten erstellte, ist klar ersichtlich: Je tiefer der Lohn, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit einer Kürzung der Renten. Dies aus dem einfachen Grund, weil die Renten der ersten Säule weniger stark vom Einkommen abhängig sind als jene der zweiten Säule.
Erschienen im SonntagsBlick am 2. Dezember 2018