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Ein Schweizer Tourist betritt in einem texanischen Kaff einen Saloon, setzt sich zwischen ausgestopften Bisons an ein Tischchen und bestellt ein Bier. Lange bleibt er nicht allein: Ein Cowboy grüsst ihn mit einem herzlichen «Howdy», nimmt vis-à-vis Platz und will alles über die Ferienpläne des Fremden wissen.
Diese Szene erleben Teilnehmer eines neuartigen Englischkurses der Klubschule Migros hautnah: Dank Virtual-Reality-Brillen sitzen sie mitten in der Kneipe; der Cowboy scheint sie direkt anzusprechen. Im Blickfeld erscheinen jeweils verschiedene mögliche Antworten als kleine Texte. Werden sie mit einem Controller angeklickt, reagiert der Texaner darauf und setzt das Gespräch in seinem urchigen Englisch fort. «Die Virtual Reality wirkt sehr unmittelbar», sagt Lehrer Jeremy Blanchard (38), der an der Klubschule Basel unterrichtet. «Das Sprachtraining ist so viel intensiver als etwa bei einem simplen Rollenspiel.» Blanchard war an der Entwicklung des Kurses beteiligt, der in der Deutschschweiz und der Romandie angeboten wird.