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In der Natur entsteht die Gletschermilch durch den Abrieb der Gletscher, die sich bis 50 cm pro Tag zu Tal bewegen. Der Abrieb wird an der Gletschermündung ausgeschwemmt und erscheint als gräulich, milchiges Wasser, welches bis in die Weltmeere fliesst. Wenn Bergflüsse über die Ufer treten, wird das umliegende Erdreich mineralisiert und der Boden wird sehr fruchtbar.
Dieses Wissen nutzen die Walliser mit Ihren Suonen, Südtiroler oder auf Madeira. Weltweit auch heute noch beziehen die Ukukus (Inka Nachfolger) Südamerika, die Einwohner Aserbaidjans, die Armenier, das Volk von Atsaka am nördlichen Ural (Russland) und ein kleines Volk im Osten von Pakistan und West Tibet ihr Trinkwasser und ihr Wasser zum Bewässern ihrer Felder von schmelzenden Gletschern (Gletschermilch). Allen gemeinsam ist ein hohes Lebensalter (teilweise über 100 Jahre) und eine bis ins hohe Alter anhaltende Zeugungsfähigkeit.
Der natürliche Entstehungsprozess wird in der Produktion von Gletschermineralien nachgeahmt, indem ganz bestimmte Arten von Steinplatten aus dem St. Gotthard zuerst grob gebrochen und im Anschluss durch Luftdruck feinst zerstäubt werden. Damit entsteht ein Pulver mit einer Korngröße von 6 μm (=Mikrometer = 1/1000 Millimeter). Im Vergleich haben andere Steinmehle 20 bis 200 Mikrometer (darum fühlen sich diese im Mund auch gröber an) und die meisten sind Oberflächen-Gesteine und damit Umweltbelastungen ausgesetzt.
Gletschermineralien sind ein Tiefengestein und damit reines Urgestein ohne Umweltverunreinigungen.