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Das Wichtigste in Kürze
- Wegen der Corona-Pandemie hatte die Regierung ihre Pläne für eine Rentenreform vorübergehend auf Eis gelegt..
Es sei «im Interesse der Franzosen und im Interesse Frankreichs, dass jeder (...) länger arbeitet», sagte Le Maire am Dienstag in Paris dem Fernsehsender Cnews. Zu Details äusserte er sich nicht. In der Regierung gibt es aber Druck, das Alter für die Vollrente von derzeit 62 auf 64 Jahre anzuheben.
Wegen der Corona-Pandemie hatte die Regierung ihre Pläne für eine Rentenreform vorübergehend auf Eis gelegt. Sie ist eines der wichtigsten Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron, rief aber Massenproteste hervor.
Le Maires Äusserungen werden deshalb als Testballon gewertet. Macron hatte angedeutet, die umstrittenen Reformpläne noch vor der Präsidentschaftswahl in zehn Monaten wiederaufnehmen zu wollen. Er will die mehr als 40 verschiedenen Rentensysteme der verschiedenen Branchen vereinheitlichen und das Milliardendefizit der Rentenkassen abbauen.
Im linken Lager stiessen die Überlegungen auf Unmut: Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei, Olivier Faure, sagte dem Fernsehsender LCI, ein höheres Eintrittsalter führe zu einer «krassen Ungerechtigkeit». Er werde in diesem Fall erneut auf die Strasse gehen und im Parlament dagegen stimmen. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen die Bürger in Frankreich deutlich früher in Rente als in den meisten EU-Staaten.