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Turn- und Mehrzweckhalle
Detail SüdfassadeDownload
Turn- und Mehrzweckhalle
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Turn- und Mehrzweckhalle
Innenraum (Erschliessung)
Turn- und Mehrzweckhalle
Adresse
6010 Kriens
LU
Architektur
Die Turnhalle folgt der konzeptionellen Idee eines Pavillons im Park. Der Bau lässt dem bestehenden Schulhaus Raum, ordnet sich diesem jedoch nicht unter. Niklaus Graber und Christoph Steiger spielen gekonnt mit dem Wechsel zwischen Innenraum und Kontext und überzeugen durch ihre klare Formensprache.
Chronologie
Die Turn- und Mehrzweckhalle Kuonimatt wurde von den Architekten Niklaus Graber und Christoph Steiger konzipiert und realisiert. Sie ist Teil der Krienser Schulanlage Kuonimatt. Eingereicht wurde der Wettbewerbsentwurf der Einfachturnhalle im Jahr 1999, 2002 konnte der Bau bezogen werden.
Lage
Die Kuonimatt liegt südöstlich von Kriens, zwischen der Luzerner Allmend und Horw. Mitten im Wohngebiet erschliesst die Kreuzstrasse das von Hecken umsäumte Schulareal und umspannt zusammen mit dem Schulhaus und der Turnhalle einen öffentlich wirkenden Pausenplatz. Die Turnhalle fungiert als Mittlerin zwischen dem Pausenplatz und dem westlich angrenzenden Sportfeld, sie zoniert die einzelnen Bereiche. Sie ist ebenerdig erschlossen und bietet unmittelbaren Zugang zum angrenzenden Sportrasen.
Beschreibung
Die im Vergleich zum bestehenden Schulhaus von Paul Essig grossvolumige Turnhalle wird im Norden und im Osten von einem eingeschossigen Nebentrakt gefasst: Die überhohe Turnhalle überragt den tieferen Nebentrakt. Die flach gedeckten Bauvolumen werden so als zwei Gebäudeteile wahrgenommen. Die verglasten Längsseiten sind jeweils durch ein weit auskragendes Flachdach geschützt, das zugleich einen geschützten Aufenthaltsort im Freien bietet. Die grossen Glasscheiben kontrastieren mit einer feinen, vertikalen Gliederung. Die Stirnseiten des Baukörpers sowie die rückseitige und seitliche Fassung des Turnhallenaufsatzes sind mit grauen Paneelen geschlossen, die von den dunkleren Eckpfeilern und der massiven Fassung der Dachflächen gerahmt werden. Die Fenster der Eingangsseite sind mit fest installierten Fensterläden geschützt – eine Ausnahme macht der Eingangsbereich.
Die Erschliessung zieht sich längs durch den Baukörper und schafft eine grosszügige Zone zwischen den Nebenräumen und der Turnhalle. Ein durchgehendes Oberlichtband sorgt für Helligkeit, ausserdem zwei raumhohe Fenster an den Stirnseiten. Der schwarze Bodenbelag und die weiss lasierten Holzoberflächen vermitteln der Erschliessungszone ein stimmiges Gesamtbild. Die Turnhalle wird von einer Stahlkonstruktion überspannt, die als Grundgerüst für die Deckenverkleidung aus Holz dient und sich im Bereich der Vordächer am Aussenbau fortsetzt: Die Raumgrenze in die Umgebung ist fliessend.
Literatur