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Nördlich des heutigen Promontogno besteht eine natürliche Talsperre.
Offensichtlich wurde dieser Durchgang schon in römischer Zeit benutzt. Der Weg führte von Promontogno auf das Plateau. Hier befanden sich im Mittelalter auf der West- und Ostseite 3 m starke Mauern. Diese gehen vermutlich auf römische Befestigungsmauern zurück. Der Weg führte weiter zum Malojapass.
Gemäss Itinerarium Antonini (eine Liste von Raststationen an wichtigen Strassen, aus der Zeit nach 286 n. Chr.) wurde dieser Ort Murus genannt. Diese staatliche Strassenstation war offensichtlich eine Rast- und Pferdewechselstelle (mutatio), vielleicht auch ein Zollposten.
Gemäss Untersuchungen in den Jahren 1921, 1923, 1925, 1926 und 1928 wurde unter dem mittelalterlichen Wegtrasse ein älterer (römischer?) Strassenkörper gefunden. Südlich der Strasse befand sich ein grösserer Bau mit 12 m Frontlänge. Nördlich befanden sich verschiedene Gebäude. Ein zweiräumiges Badegebäude, wovon ein Raum einen Hypokaust aufwies. Eine 23 m lange Stützmauer (?) verlief entlang der Strasse. Weiter nördlich befand sich ein weiterer Bau von mindestens 23 x 12 m Grösse.
Weitere Funde an diesem Ort sind unter anderem: Ziegelreste, eine tönerne Spinnwirtel, zwei Weihealtärchen an Mercurius Cissonius und Bruchstücke von Lavezgefässen.
Heute sind noch beide mittelalterlichen Sperrmauern zu sehen.
Kurzbeschreibung:
|Was||ja/nein||Bemerkung|
|Im Gelände Sichtbar||Ja||nur mittelalterliche Mauern|
|Informationstafel||Nein|
|- mit Detailinformationen||-|
|- mit Skizze(n)||-|
|Beschilderung||Nein|
|Schutzbau||Nein|
|Immer zugänglich||Ja|
|Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung||Nein|
|Weiteres|