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Venen sind Gefässe, die das Blut zum Herzen zurücktransportieren. Sie enthalten Venenklappen, damit das Blut nur in eine Richtung fliest. Es gibt das tiefe Venensystem (Leit-/Hauptvenensystem) und die oberflächlichen Venen. Erst durch das Zusammenspiel der Muskeln, den umgebenden Bindegewebshüllen und den Venenklappen wird das Blut Richtung Herz zurückgepumpt („Muskel-Venen-Pumpe“).
Eine erweiterte oberflächliche Vene nennt man Krampfader oder Varize. Die Erweiterung der Vene hat zur Folge, dass die Klappenfunktion zunehmend verloren geht. Dies wiederum führt zu einem Fortschreiten des Blutrückflusses und somit der Erweiterung. Krampfadern sind familiär vererbbar und eine sehr häufige Erkrankung. Sie finden sich in unterschiedlicher Ausprägung bei fast jedem zweiten Erwachsenen. Faktoren wie Bewegungsarmut, stehende Arbeit, Übergewicht, Schwangerschaften und der Einfluss von Hormonen beschleunigen die Ausbildung der Krampfadern. Von medizinischer Bedeutung sind die Stamm- und Seitenastkrampfadern. Die Retikulär- und Besenreiser-Krampfadern sind nur kosmetisch störend.
Je nach Ausprägung der Krampfadern muss die geeignete Behandlung festgelegt werden. Die nicht-operative Behandlung der Krampfadern erfolgt mittels Kompressionsstrümpfen und/oder Medikamenten (Venenmittel).
Die Verödung (Sklerotherapie) ist eine etablierte Methode zur Behandlung von Krampfadern. Inzwischen wurde diese weiter entwickelt und kann heute sowohl bei Retikulär- und Besenreiser-Krampfadern als auch zur Behandlung von grösseren Krampfadern eingesetzt werden. Die Sklerotherapie erfolgt ambulant.
Bei der endovaskulären Behandlung werden die Krampfadern in örtlicher Betäubung von innen her durch Laser oder Radiofrequenz verschweisst. Es können mit diesen Therapien aber nicht alle Formen der Krampfadern behandelt werden. Bei beiden Verfahren erfolgt die Behandlung ambulant.
Bei der herkömmlichen Krampfaderoperation werden gezielt die krankhaft veränderten Stammvenen und die sonstigen erweiterten Seitenastkrampfadern entfernt. Retikulär- und Besenreiser-Krampfadern können mit diesem Eingriff nicht angegangen werden. Der Eingriff erfolgt in einer Teil- oder Vollnarkose und ist in der Regel mit einer Kurzhospitalisation verbunden.
Die entfernten Venenabschnitte können sich nicht neu bilden. Mit der Operation kann aber die ererbte Veranlagung zur Krampfaderbildung nicht beseitigt werden. Im Laufe der Zeit kann es daher erneut zur Ausbildung von Krampfadern kommen. Neu aufgetretene Retikulär- oder Besenreiser-Krampfadern können dann mittels Verödung verschlossen werden, bei grösseren Krampfadern ist unter Umständen eine erneute Operation notwendig.
Im Anschluss an eine Krampfader-Behandlung ist immer eine Kompressionstherapie mit Strümpfen notwendig. Die Dauer hängt vom jeweiligen Verfahren ab.
Krampfadern (Varizen)
Unter Krampfadern (Varizen) versteht man eine Erweiterung der oberflächlichen Venen. Diese Erkrankung ist familiär vererbbar. Falls die erweiterten Venen Beschwerden verursachen oder zu Komplikationen führen, so sollten sie ausgeschaltet oder entfernt werden. Zur Ausschaltung kommen die Verödung (Sklerotherapie) oder der Verschluss (endovaskuläre Behandlung) mit Laser oder Radiofrequenz zum Einsatz. Bei der üblichen Operation werden die Krampfadern chirurgisch entfernt.
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