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Dass das Durchbrechen des klassischen Line-Ups mit DJ oder gar DAT und MC(s) durch den Einbezug einer Live-Band im Hip Hop ein schwieriges Unterfangen ist, und oft zu unbefriedigenden Ergebnissen führt, ist eine bekannte Tatsache: Ausnahmen, von den Last Poets über The Roots hin zu gewissen Aktivitäten von DJ Vadim zum Beispiel, bestätigen da leider die Regel.
Es ist ein Verdienst des innovativen Unterlabels von Ninja Tune, Big Dada, die Experimente in dieser Richtung von MC und Musiker Ty zu unterstützen, die sich schon mit seinem Debut «Awkward» (2001) ankündigten. Mit dem letztjährigen Album «Upwards», von einigen Kritikern schon jetzt als Klassiker bezeichnet, bringt der Sohn einer aus Nigeria emigrierten Familie sein Unterfangen aus dem Zustand des Experimentierens zur selbstsicheren Meisterschaft, der Untergrund-Künstler mutiert zur reifen Persönlichkeit.
Dabei deckt er ein breites musikalisches Spektrum ab, in dem, seinen sehr persönlichen Lyrics entsprechend, immer der Soul mitschwingt, aber auch musikalische Stile wie Ragga, Funk oder UK Garage und Rare Groove anklingen.
Hatte er für sein Album mit verschiedenen Grössen, wie zum Beispiel dem früheren Drummer von Fela Kuti, Tony Allen zusammengearbeitet, wird er auf seiner Tour, die ihn im April auch ans North Sea Jazz Festival in Cape Town / Südafrika führen wird, von einer eigens zusammengestellten Band begleitet, bestehend aus Drums, Bass, Gitarre, Keyboards, Perkussion, und zwei Background-Sängerinnen.