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Amiodaron und Flecainid beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für Kardiotoxizität
Mechanismus
Amiodaron hemmt neben diversen anderen CYP-Isoenzymen auch CYP2D6, welches am Abbau von Flecainid beteiligt ist. Es kann zu erhöhten Flecainidkonzentrationen kommen [Funck-Brentano C, 1994]. Bedingt durch ihren Wirkmechanismus können beide Arzneistoffe die QT-Zeit im EKG verlängern, wodurch es zu additiven Effekten kommen kann. Das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien von Typ Torsades de pointes kann daher erhöht sein.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation von Amiodaron ist die Kombination mit Flecainid kontraindiziert. Unter der Kombination kann es zu additiven QTc-Zeit-verlängernden Effekten kommen. Das Risiko für Kardiotoxizität mit Torsades de pointes und Herzstillstand kann daher erhöht sein. Unter der Kombination mit Amiodaron kann der Flecainid-Plasmaspiegel um circa einen Drittel erhöt sein [Shea P, 1986]. In einer Studie mit 78 Patienten waren Senkungen der Flecainiddosis um bis zu 50% nötig [Leclercq JF, 1990]. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Amiodaron kann diese Interaktion auch nach Absetzen von Amiodaron fortbestehen.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation von Amiodaron ist die Kombination mit Flecainid kontraindiziert.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018