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10. Politische / behördliche Massnahmen zur Linderung der Wohnungsproblematik
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- Erstellt: Sonntag, 07. April 2013 15:37
Es ist offensichtlich, dass die überall spürbare Not, bezahlbaren Wohnraum zu finden, den Druck auf Lösungsfindung erhöht. Gleichzeitig ist verständlich, dass sich diese zunächst auf Symptombekämpfung beschränkt. Einzelne geradezu absurde Beispiele sind dafür symptomatisch. Die Behörden einer Nachbargemeinde Zürichs stellten fest, dass die Einwohnerschaft immer älter wird und die soziale Durchmischung gefährdet ist, weil junge Familien es sich nicht leisten können, die in dieser Gemeinde verlangten Mieten zu bezahlen. Die Gemeinde entwickelte 2011 die Idee, dass Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 130'000 Franken (!) Mietkostenzuschüsse erhalten sollten. Die Idee wurde schliesslich nicht umgesetzt. - Stossend ist, dass jede Wohnbauförderung auf eine staatliche Kompensation der Bodenrente hinausläuft und damit einer Umverteilung von Steuermitteln zugunsten von Bodeneigentümern basiert. Dies ist beispielsweise auch der Fall, wenn eine Gemeinde (z.B. Zürich) Boden kauft, um ihn verbilligt an Wohnbaugenossenschaften abzutreten. Bei Wohneigentumsförderung handelt es sich zudem meist um die öffentliche Unterstützung privater Vermögensbildung.