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1904: Von der Deichsel durchbohrt
Die Polsterung der Holzkisten war notwendig, weil die Strassen noch nicht geteert waren. In der Regel waren sie gepflastert oder wiesen einen Makadam-Belag auf. Das Verkehrsaufkommen war zwar noch gering und Unfälle selten. Aber bisweilen widerfuhr auch einem perfekt geplanten Transport etwas Unvorhergesehenes.
So ereignete sich im Herbst 1904 in Münchenstein ein derart aussergewöhnlicher Zwischenfall, dass die Presse darüber berichtete. Von der "Gruthgrube" kam "ein Steinwagen gefahren. Der Knecht des Steinfuhrwerks versuchte, den Radschuh unterzulegen. Da dem des Weges kommenden Möbelfuhrwerk der Firma Settelen ein Ausweichen vor dem daherstürmenden Steinwagen unmöglich wurde, folgte ein furchtbarer Anprall. Ein Pferd des Möbelfuhrwerks wurde von der Deichsel des Steinwagens buchstäblich durchbohrt und blieb tot auf dem Platze. Die Knechte blieben unverletzt" (National-Zeitung, 6. 11. 1904). Leider ist zu diesem Vorfall nur die kurze Zeitungsnotiz erhalten. Wann der Umzug schliesslich abgeschlossen werden konnte, ist nicht dokumentiert.