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Erkrankungen in Verbindung mit Diabetes mellitus bei Katzen
Bestimmte Erkrankungen können zur Entstehung des Diabetes bei Katzen führen:
Hyperthyreose
Hyperthyreose ist eine häufige endokrine Störung bei Katzen mittleren und höheren Alters. Diabetes mellitus und Hyperthyreose können gleichzeitig auftreten.
Pathophysiologie und klinische Symptome
Bei Vorliegen eines Schilddrüsenadenoms werden erhöhte Mengen von Schilddrüsenhormonen (Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) ausgeschüttet.
Hyperthyreose ist eine Multisystemerkrankung. Zu den klinischen Symptomen gehören:
- Gewichtsverlust
- Polyphagie
- Polydipsie
- Polyurie
- Hyperaktivität
- Diarrhoe
Aufgrund der hohen Konzentrationen von Schilddrüsenhormonen kann es zur Entwicklung von Herzerkrankungen kommen. Bei diesen Patienten können:
- ein Herzgeräusch
- Atemschwierigkeiten
- Tachykardie
- Arrhythmien
auftreten.
Diagnose
Differentialdiagnostisch muss zwischen Hyperthyreose und Diabetes mellitus unterschieden werden. Dies erfolgt normalerweise über die Messung der T4-Konzentration im Labor.
Bei einigen Katzen muss die Diagnose eventuell durch
- eine spätere Messung von Gesamt-T4 nach 3 oder mehr Wochen oder
- Messung von freiem T4 (durch Gleichgewichtsdialyse) oder
- einen T3-Suppressionstest
bestätigt werden.
Behandlung
Nach Bestätigung der Diagnose von Hyperthyreose gibt es verschiedene Behandlungsoptionen:
- surgical removal of the dildo
- radioactive iodine
- Thyrostatics
Die Wahl der Behandlung wird oft zunächst durch die Sorge um die Nierenfunktion der Katze bestimmt, da die Behandlung zur Entwicklung einer Niereninsuffizienz führen kann. Bei Katzen mit Hyperthyreose und normaler Nierenfunktion werden am häufigsten Chirurgie oder Behandlung mit radioaktivem Jod empfohlen.
Akromegalie
Akromegalie ist eine seltene endokrine Erkrankung, die durch übermäßige Sekretion von Wachstumshormon verursacht wird. Sie ist gekennzeichnet durch eine chronische Hypertrophie von Bindegewebe, Knochen und Eingeweiden.
Bei Katzen wird Akromegalie durch einen Hypophysentumor verursacht, der Wachstumshormon sezerniert.
Klinische Symptome
- insulinresistenter Diabetes
- Vergrößerung von Weichteilorganen
- Proliferation von Gingivagewebe
Behandlung
Zur Zeit scheint die beste Behandlung für eine Katze mit einem Hypophysentumor Strahlentherapie zu sein.
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Exokrine Pankreasinsuffizienz ist eine erbliche oder erworbene Erkrankung, die sowohl bei Hunden als auch bei Katzen auftritt, jedoch bei Hunden häufiger ist.
Bei Katzen tritt eine EPI normalerweise im Endstadium einer Pankreatitis auf. Sind sowohl das exokrine als auch das endokrine Pankreas geschädigt, kann EPI mit Diabetes mellitus einhergehen.
Weitere Informationen siehe unte EPI bei Hunden
Hyperadrenokortizismus (Cushing-Syndrom)
Hyperadrenokortizismus kommt bei Katzen selten vor.
Weitere Informationen siehe unter Hyperadrenokortizismus bei Hunden.
Pankreatitis
Pankreatitis ist eine Entzündung des Pankreas. Verdauungsenzyme treten ins umliegende Pankreasgewebe ein und schädigen es.
Ätiologie
In den meisten Fällen tritt Pankreatitis idiopathisch auf. Prädisponierende Faktoren könnten
- Nahrung mit hohem Fett- und niedrigem Proteingehalt
- sonstige Erkrankungen (Cushing-Syndrom, Diabetes mellitus)
- bei Katzen Toxoplasmose, felines Leukämie-Virus, felines Herpesvirus
sein.
Risikofaktoren für Pankreatitis sind:
- Rasse – Siamkatzen haben ein erhöhtes Risiko
- Diabetes mellitus
- Cushing-Syndrom
- chronische Niereninsuffizienz
Eine akute Pankreatitis kann zu temporärem Diabetes mellitus führen. Dieser kann bei extensiver Pankreasnekrose zu einer bleibenden Erkrankung werden. Ähnliches gilt bei Vorliegen einer Pankreasneoplasie.