Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/1961

Kurz nach 10 Uhr lag ich auf meinem Wisa Gloria um weiterzufahren, die Strasse aber war gesperrt für eine besondere Art des Stierkampfes das in der Carmague stattfindet. Um halb zwölf Uhr fand dann das "Abrivado" statt.
.
Vor diesen Spielen findet vielerorts ein Abrivado statt, bei der die Stiere von den Gardians, den berittenen Rinderhirten der Camargue, von der Weide bis zur Arena durch die Strassen des Ortes getrieben werden. Dabei werden die Stiere von den dicht nebeneinander galoppierenden Reitern keilförmig eingeschlossen. Traditionell versuchen Einheimische oder besonders waghalsige Zuschauer das ungestörte Vorankommen der Reiterformation zu stören, die Stiere zum Ausbrechen zu bewegen und so ihren eigenen Mut zu beweisen. Nicht selten sieht man gestandene Frauen auf Blumenkübel klettern, die dann versuchen mit Hilfe eines Baguettes die Reiter auseinander zu treiben; Kinder und Jugendliche wetteifern darum wer sich traut den Stier am Schwanz zu ziehen oder einfach dicht hint...
Die ersten 20 Kilometer bei bewölktem Himmel mehrheitlich dem Meer entlang. Um 12:45 Uhr sah ich das Meer bei einem Kaffeehalt zum letztem mal, danach der Rhone entlang Richtung Norden, das letzte Stück zum CP auf einer wenig befahrenen Strasse. Unterwegs musste ich die noch die Regenschuhüberzüge anziehen, damit ich nicht an den Füssen fror.
.
Seit ich Südspanien mit der Fähre verlassen habe sind die Temperaturen Nachts wieder im einstelligem Grad Bereich.
Nach vier Nächten auf Schiffen, davon drei in einem Bett, erreichten wir um ca. elf Uhr das Festland von Frankreich, zuerst einmal einen Kaffee trinken, gehen die Stadt Sete ein wenig ansehen, danach weiter. Ich wollte zuerst einen weiter entfernten CP "anpeilen", da aber Regen angesagt ist, wollte ich vor dem Regen mein Zelt aufstellen, frühzeitig konnte ich noch mich einrichten bevor der Regen einsetzte. Duschen, eine Pizza im Restaurant des Camping`s Essen und ab in den Schlafsack. Die Temperaturen sind auch nicht mehr so hoch wie im Süden von Europa.
Das Schiff sollte direkt in 34 Stunden von Nador nach Sete fahren. Nicht nur dass das Schiff eine sechsstündige Verspätung hatte, nein es fuhr noch einen "Umweg" nach Tanger, welche die Reisezeit auf 53 Stunden anwachsen lies, somit legt das Schiff erst morgen mit einer Verspätung von 26 Stunden in Sete an.
.
Auf dem Schiff war noch ein Töffahrer welcher am Dienstag seine Arbeit wieder aufnehmen sollte, sowie die Frau der Luzernerfamilie. Fazit: Plane genug Zeit ein wenn du die Reise mit einer Fähre einplanst.
Nach einer ruhigen "halb"Nacht Kaffee an der Bar, den Rest des Tages Geräte aufladen und Abends mit einer Luzerner-Familie mit ihren zwei noch nicht Schulpflichtigen Kindern ein leichtes Abendessen im Selbstbedienungsrestaurant zu mir nehmen.
Gegen neun Uhr morgens bei bewölktem Himmel (nicht wie nach Fahrplan um 00:30 Uhr) fand ich mich für „vermeintliche“ 24 Stunden auf festem Boden. Nach dem Ausstieg aus der „Schaukel“ zuerst mal einen Kaffee trinken gehen (hatte schon lange keinen mehr) danach Melilla ansehen, etwas kleines meinem Magen zugeführt und weiter Richtung Grenze. Je näher ich mich der Grenze näherte umso mehr merkte man das man Spanien verlässt. Überall die Stände sogar in Kreiselinnern mit Früchten und Gemüse und was auch immer angeboten wird. Als ich am Grenzposten war wurde ich von Marokannern bestürmt, um einen Stempel in den Pass zu kriegen füllt man zuerst ein Formular aus mit Namen, woher man kommt, wohin man will und weitere Felder zum Ausfüllen. welcher dem Grenzwächter mit dem Pass übergeben wird und eben diese Laute geben dir so ein Formular (der Grenzwächter füllt das Formular nicht aus) das ausgefüllt werden muss und helfen dir dabei, nicht ohne dabei etwas zu verlangen. Endlich drüben merkt man...
Das Essen auf dem Schiff hätte ich mir ersparen können.
.
Pünktlich um 12 Uhr konnte ich mein Wisa Gloria mit samten Gepäck für die Fahrt nach Malaga auf der A7 in den Lieferwagen einladen. Die Strasse führt zum Teil am Meer entlang so das die Gischt des aufspritzendes Meerwassers bis auf die Strasse gelangt und der Fahrer die Scheibenwischer anlassen musste. In Malaga war der Weg am Ufer des Meeres wo ich auf der Hinfahrt nach Marbella fuhr vom Meerwasser überspühlt. Angekommen wollte ich mein Velo am Hafen deponieren um zu Fuss die Stadt zu erkunden, leider war dies nicht möglich und mein Velo unbeaufsichtlich stehen zu lassen wollte ich nicht, so fuhr ich langsam durch die Strassen von Malaga. Um 18 Uhr befand ich mich wieder am Hafen um einzuschiffen. Man schickte mich zum Schalter des Schiffsbetreiber, und dort erfuhr ich das das Schiff nicht wie geplant um 19 Uhr 30 ablegen würde sondern wegen den hohen Wellen und starken Winden der Schiffsverkehr zum Teil lahmgelegt war, später er...
Am Freitag den 21 April werde ich auf dem CP von einem Fahrzeug abgeholt, welcher mich und das Velo an den Hafen von Malaga bringt. Vor der Abfahrt der Fähre werde ich noch Malaga ein wenig ansehen
Habe keine Lust die Strecke nach Malaga zu fahren. (Euro 60.00)
.
Fähre von Malaga nach Melilla
.
Freitag 21. April 17
Abfahrt 19:30 in Malaga (Spanien)
Samstag 22. April 17
Ankunft 00:30 in Melilla (Spanische Exklave)
Fahrzeit: 5 Std. (Euro 39.00)
.
Fähre von Nador nach Sete
.
Samstag 22. April 17
Abfahrt 23.59 in Nador (Marokko)
Montag 24. April 17
Ankunft 09:59 in Sete (Frankreich)
Fahrzeit: 34 Std. (Euro 314.00, Kabine mit Meerblick / die 4er Männerkabine war schon ausgebucht und 34 Std auf einem Pulmann-Sessel ?
.
Die Häfen von Melilla (Spanien) und Nador (Marokko) liegen nahe beieinander, werde versuchen die Städte Malilla und Nador ein wenig anzusehen und versuchen ans Meer zu gelangen um mich ein wenig aufs "Ohr" legen.
Die Spanische Ostern dauern von Gründonnerstag bis Ostersonntag, seit Donnerstag füllt sich der Platz mehr und mehr, so das der CP gegen Abend ausgebucht ist, dementsprechend ist auch viel los, es wird Petanca (Boccia) gespielt es gibt Kinderprogramme und meine Spanischen Nachbarn haben mir einen Teller Paella gereicht.
.
Da wäre noch das Wetter zu erwähnen, gegenüber der Nordschweiz haben die Spanier hier traumhaftes Wetter, seit einem Monat hat es nicht mehr geregnet, meinen letzten Regentag hatte ich am 13. März in Mojacar (siehe Blog vom 13.03.17)