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Der Schach-Weltmeister Magnus Carlsen kassiert seine erste Niederlage seit dem 31. Juli 2018 beim Bieler Schachfestival – allerdings im Final eines völlig neuen WM-Formats.
Der 28 Jahre alte Norweger verlor das Endspiel der Fischer-Random-Weltmeisterschaft in Oslo mit 2,5:13,5 gegen den Amerikaner Wesley So. Der zwei Jahre jüngere Kontrahent setzte sich am Wochenende mit vier Siegen und zwei Remis überraschend deutlich gegen den Weltmeister im klassischen Schach durch.
Die Idee des Random (Zufalls)-Schachs hatte einst der legendäre Ex-Weltmeister Bobby Fischer – die nach dem Amerikaner benannte neue Schach-Variante feierte nun in der norwegischen Hauptstadt ihre WM-Premiere. Beim Fischer Random Schach oder Chess960 wird die Stellung der Figuren auf der Grundreihe zufällig gewählt. Daraus können 960 verschiedene Kombinationen entstehen, wodurch die gängige Eröffnungstheorie im klassischen Schach wegen der unzähligen Möglichkeiten nicht anwendbar ist.
Die zuvor letzte Niederlage hatte Carlsen im Juli 2018 beim Grossmeisterturnier in Biel gegen Schachrijar Mamedjarow aus Aserbaidschan kassiert. In 101 Partien blieb Carlsen seither im klassischen Schach ungeschlagen – das untermauert seinen Nimbus als zur Zeit mit Abstand bester Schachspieler der Welt. Diese Serie ist von der Niederlage in Oslo nicht beeinträchtigt, Carlsen dürfte sie weiter ausbauen.