Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03611.jsonl.gz/696

Im Monat April blühen im Winterthurer Wald bereits zahlreiche Krautpflanzen: Das Scharbockskraut, der Persische Ehrenpreis, das Busch-Windröschen, der Huflattich oder das Wechselblättrige Milzkraut.
Im Monat März sind im Winterthurer Wald bereits zahlreiche Pflanzen in voller Blüte anzutreffen: Die Eibe, der Haselstrauch, die Grau-Erle, das Märzenglöckchen, der Echte Seidelbast, das Leberblümchen, das Busch-Windröschen, die Wald-Schlüsselblume, der Huflattich oder das Dunkelgrüne Lungenkraut.
Im Monat August blühen im Winterthurer Wald zahlreiche Pflanzen der Kraut-, Strauch- und Baumschicht. So zum Beispiel die Herbstzeitlose, der Schwalbenwurz-Enzian (Bild), die Besenheide, der Kriechende Hauhechel, die Gemeine Flockenblume, das Grosse Springkraut, die Ästige Graslilie, der Klebrige Salbei oder das Zottige Weidenröschen.
Die Wald-Schlüsselblume (Primula elatior) oder auch Hohe Schlüsselblume kommt in der ganzen Schweiz verbreitet vor. In Winterthur ist sie in allen Waldgebieten vom Hulmen im Osten bis zum Hardholz im Westen anzutreffen: im Waldinnern, an Wegrändern, unter Gebüschen und auf feuchten Wiesen. Die Wald-Schlüsselblume blüht von März bis Mai und gehört damit zu den Frühblühern….
Im Monat Juli blühen im Winterthurer Wald zahlreiche Pflanzen der Kraut- und Strauchschicht: das Rote Waldvögelein (Bild), die Echte Wallwurz, die Skabiosen-Flockenblume, das Weidenblättrige Ochsenauge, die Braunrote Stendelwurz, die Nesselblättrige Glockenblume, die Gewöhnliche Kratzdistel, das Wald-Habichtskraut oder das Echte Johanniskraut.
Im Monat Juni blühen im Winterthurer Wald zahlreiche Pflanzen der Kraut- und Strauchschicht: der Rote Fingerhut (Bild), der Türkenbund, die Hunds-Rose, die Akelei, die Scheinerdbeere, die Bach-Nelkenwurz, die Zaun-Wicke, die Grosse Brennnessel, das Weisse Breitkölbchen, der Wald-Ziest, die Schwarze Tollkirsche, die Gelbe Schwertlilie und der Schwarze Holunder.
Im Monat Mai blühen im Winterthurer Wald zahlreiche Krautpflanzen: Das Vielblütige Salomonssiegel, der Gelbe Frauenschuh (Bild), das Purpur-Knabenkraut, die Vierblättrige Einbeere, die Gemeine Traubenhyazinthe, die Wald-Erdbeere, das Grosse Zweiblatt, das Hain-Veilchen, der Gewöhnliche Hornklee, die Zypressen-Wolfsmilch, der Gefleckte Aronstab oder die Vogel-Nestwurz.
In den Sommermonaten trifft man in den Winterthurer Wäldern häufig auf den Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia). Die auffällige Pflanze mit ihren hohlen, elfenbeinfarbigen Stängeln und quirlständigen Blättern gedeiht auf nassen Standorten in Laubwäldern und kann hier bis über einen Meter hoch werden. Der Riesen-Schachtelhalm gehört damit zu den grössten Vertretern der einheimischen Schachtelhalme. Die fruchtbaren Sprosse erscheinen ab März vor den sterilen Stängeln und werden nur 20 bis 50 Zentimeter hoch und etwa 15 Millimeter dick. Sie sind blassbraun und sterben nach der Sporenreife ab. Waldzeit-Leserin Yvonne Wertli und ihr Mann Thomas haben das Werden und Sterben eines Riesen-Schachtelhalms in einem sehenswerten Kurzfilm dokumentiert.
In den strukturreichen Wäldern von Winterthur, auf Waldlichtungen und im Übergangsbereich zwischen Wald und Kulturland gedeihen Hunderte von verschiedenen krautigen Pflanzen, Gräsern und Zwergsträuchern. Diese Pflanzengruppen bilden zusammen die Krautschicht, welche höchstens anderthalb Meter hoch wird und nicht verholzt ist. Der Winterthurer Biologe Jakob Forster hat rund 100 verschiedene Pflanzen der Wald-Krautschicht aufgespürt, fotografiert und ausführlich beschrieben.
Auf dem Gebiet der Stadt Winterthur kommen über 40 verschiedene Waldgesellschaften vor; die meisten gehören zu den Buchenwäldern. Kein Wunder, denn auf den hiesigen Böden ist die Buche am konkurrenzfähigsten gegenüber anderen Baumarten. Hier kann sie bisweilen Reinbestände ausbilden. Je nach Bodenbeschaffenheit gesellen sich zur Buche andere Laubbäume: im feuchteren, eher kalkhaltigen Bereich beispielsweise der Bergahorn, die Esche oder die Bergulme, auf feucht-sauren Böden hingegen die Winterlinde oder die Hagebuche. Auf eher trockeneren Böden findet man neben der Buche verschiedene Eichenarten, die Mehlbeere oder wiederum die Hagebuche. Bei extremen Bodenverhältnissen ist die Buche nicht mehr konkurrenzfähig. Sie wird abgelöst durch die Schwarzerle, die Esche, die Birke oder die Föhre.