Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/75433

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss "Sonntagszeitung" vom 18. März 2007 hat die linksextreme Gewalt im Jahr 2006 um 62 Prozent zugenommen. Die Zahl der rechtsextremen Fälle war nahezu stabil.</p><p>Welches waren die Resultate absolut und in Prozenten in den einzelnen Kantonen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Zahl der relevanten Vorfälle im Bereich Linksextremismus ist von 140 im Vorjahr um 62 Prozent auf 227 angestiegen. Die Steigerung ist auf die massive Zunahme von Solidaritätsaktionen zugunsten Inhaftierter zurückzuführen, die rund 35 Prozent der registrierten Ereignisse ausmachten. Weitere Gründe für den Anstieg sind die vermehrten Anschläge im Raum Zürich im Zusammenhang mit dem 1. Mai sowie die erhöhte Zahl von Ausschreitungen im Umfeld der Berner Reithalle. Mit Gewalt gegen Personen oder Sachen waren rund 65 Prozent der registrierten Vorfälle verbunden. </p><p>In absoluten Zahlen (und prozentual gerundet) betroffen waren die Kantone Zürich mit 66 (29,1 Prozent), Bern 63 (27,8 Prozent), Luzern 18 (7,9 Prozent), Basel-Stadt und Thurgau je 14 (je 6,2 Prozent), Basel-Landschaft 13 (5,7 Prozent), Aargau 9 (4 Prozent), Solothurn 7 (3,1 Prozent) und St. Gallen 6 (2,6 Prozent), Zug, Graubünden und Tessin je 3 (1,3 Prozent) und Wallis mit 2 (0,9 Prozent) Vorfällen. In den Kantonen Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Waadt, Neuenburg und Genf wurde je ein Einzelfall (0,5 Prozent) registriert. Koordinierte Sprayaktionen in verschiedenen Kantonen wurden als ein einzelner Vorfall verzeichnet.</p><p>Im Bereich des Rechtsextremismus gelangten dem Dienst für Analyse und Prävention 2006 insgesamt 109 Ereignisse zur Kenntnis, zwei weniger als im Vorjahr. Die Zahl der politischen Veranstaltungen blieb unverändert. Die gewaltsamen Vorfälle haben um 12 auf 64 relativ stark zugenommen, die allgemeinen Treffen sind von 35 auf 20 gesunken. Beinahe 60 Prozent der Vorfälle waren mit Gewalt - vornehmlich gegen Personen - verbunden, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um etwa 12 Prozent bedeutet. Kleine Verschiebungen ergeben sich, wenn die Art der Vorfälle berücksichtigt wird. Die Anzahl der Konzerte nahm von 8 auf 9 zu. Statt 17 Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksextremen wurden im Berichtsjahr 20 gezählt, dagegen sank die Gewalt gegenüber Ausländern mit 14 gegenüber 16 Vorfällen. Die Anzahl der Veranstaltungen mit Bezug zur Politik blieb mit 16 stabil.</p><p>In absoluten Zahlen (und prozentual gerundet) betroffen waren die Kantone Aargau mit 23 (21,1 Prozent), Zürich 20 (18,3 Prozent), Solothurn 16 (14,7 Prozent), Bern 13 (11,9 Prozent), Luzern 12 (11 Prozent), Basel-Landschaft 7 (6,4 Prozent), Thurgau 4 (3,7 Prozent), Schwyz 3 (2,8 Prozent), Freiburg, St. Gallen, Graubünden und Wallis mit je 2 (1,8 Prozent) Vorfällen. In den Kantonen Glarus, Basel-Stadt und Schaffhausen wurde je ein Einzelfall (1 Prozent) registriert.</p>  Antwort des Bundesrates.