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|Der Genesisbericht und die Evolution|
Kommentar zum Diskussionsbeitrag von Peter Rüst und Armin Held aus dem VBG-Institut 1/2003
Auf Seite 1 im Abschnitt (b) schreiben die Autoren, der sogenannte „Schöpfungsbericht“ sei ein Stammbaum. Das ist er keinesfalls. Der Untertitel in 1. Mose 2,4 (Dies ist die Entstehungsgeschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden) sagt deutlich, dass es sich um eine Geschichte handelt. Eine Geschichte ist kein Stammbaum, sowenig wie ein Stammbaum eine Geschichte ist.
Seite 2, letzter Absatz: Der kurzzeitkreationistische Ansatz widerspreche „gesicherten wissenschaftlichen Befunden“. Gesicherte wissenschaftliche Befunde sind solche, die man experimentell überprüfen kann. Das ist mit keiner Altersbestimmungsmethode möglich. Insbesondere nicht mit den radiometrischen Methoden, auf die sich die Autoren hauptsächlich abstützen. Bei jeder Altersbestimmung muss man Annahmen über die Zustände in der Vergangenheit machen, die nicht zuverlässig überprüft werden können. Bei den radiometrischen Methoden operiert man z.B. immer mit der Annahme von geschlossenen Systemen. Doch diese gibt es in der Natur nicht. Die Proben waren in der Vergangenheit den Einwirkungen ihrer Umwelt ausgesetzt. Sie konnten durch eindringendes Wasser, Gase, Erdbeben, Vulkanausbrüche u.a. verändert werden. Es gibt ausserdem eine Reihe von nichtradiometrischen Methoden, deren Ergebnisse bei weitem nicht mit den radiometrischen übereinstimmen. Es ist daher verfehlt, von gesicherten wissenschaftlichen Befunden zu sprechen.
Seite 3, zweiter Abschnitt: Die Autoren meinen, die Bibel verhalte sich gegenüber der Evolutionstheorie neutral. Sie lehnt diese jedoch eindeutig ab. In ungefähr 50 verschiedenen Stellen wird wiederholt gesagt, dass Gott den Himmel und die Erde geschaffen habe. Es ist nirgends eine Andeutung von Entwicklung zu finden. Besonders deutlich steht es im Hebräerbrief (11,3): „Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Dingen, die mit den Sinnen wahrgenommen werden können, geworden ist.“ Zur Zeit des Neuen Testamentes war bereits eine Evolutionslehre bekannt. Der Schreiber des Hebräerbriefes nimmt offensichtlich darauf Bezug. Er verwirft eindeutig jeden Gedanken an eine Entwicklung und betont Schöpfung durch das Wort.
Dritter Abschnitt: Die übereinstimmenden Teile des menschlichen Genoms mit dem der Schimpansen sind keine Beweise für gemeinsame Abstammung. Der Schöpfer hat wie in einem Baukastensystem überall die selben Sequenzen eingesetzt, weil dies sinnvoll und ökonomisch ist. Die Unterschiede sind zudem noch so gross, dass sie nicht mit Mikroevolution erklärt werden können. (siehe www.progenesis.ch klicken Sie dann auf : in der Presse – ProGenesis-Pressedienst – 6. Menschen und Schimpansen)
Seite 6, „Was ist Schöpfung – was ist Evolution?“ Dritter Abschnitt: „Doch der Grossteil dessen, was zwischen diesen Ereignissen (von 1. Mose 1) geschah, bestand aus Entwicklungsvorgängen! Hier steht typischerweise ^asah (machen). Dieses Verb findet auch für menschliches Tun Verwendung“. Doch menschliches Tun ist oft mit schöpferischem Handeln verbunden. Gott hat die Dinge zubereitet. Sie haben sich nicht entwickelt. Und „machen“ bedeutet nicht entwickeln, sondern „erschaffen“, oder „herstellen“.
Vierter Abschnitt: „Ein zweites Missverständnis erwartet, dass Gottes Schöpfertätigkeit jeweils unmittelbar und sofort das Endprodukt erzeugte.“ Weil Gott ausserhalb der Zeit steht, braucht sein Tun auch keine Zeit, ganz im Gegensatz zu einer Entwicklung, die Zeit braucht. Aus 1. Mose 1 geht hervor, dass Gott für den jeweiligen Schöpfungsakt ausser einem Arbeitstag keine Zeit brauchte. In Ps. 33,9 heisst es: „Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.“ Das ist keine Entwicklung, das ist momentane Schöpfung. Das Produkt ist in einem fertigen (erwachsenen) Zustand. Eine Entwicklung hinein zu interpretieren ist auf Grund des Gesamtzeugnisses der Schrift nicht möglich.
Seite 8, letzter Abschnitt: „’Ist Schöpfung oder Evolution die wahre Erklärung für die Entstehung der Lebewesen?’ Unsere Antwort lautet: ‚beides!’ Die Bibel verbindet sie untrennbar.“ Die Bibel stellt keine Verbindung von Schöpfung und Evolution her, im Gegenteil, in der schon erwähnten Stelle von Hebr. 11,3 distanziert sie sich vom Evolutionsgedanken. Das Substantiv toledot in 1. Mose 2,4 mit Zeugungsfolgen zu übersetzen, ist hier nicht zulässig. Dieses Wort bezieht sich hier auf eine Abfolge von Ereignissen (also auf eine Geschichte) und nicht auf Personen.
Seite 9, dritter Abschnitt: „Der Text verbindet Abstammung, welche eine Entwicklung (Evolution) über lange Zeiträume beinhaltet mit dem Ausdruck ‚in ihrem Geschaffenwerden’.“ In 1. Mose 1 eine Entwicklung über lange Zeiträume zu sehen, ist nicht möglich. Nichts im biblischen Text lässt einen Bezug zu langen Zeiträumen zu. Auch hier muss auf Grund von 2. Mose 20,11 ein extrem kurzer Zeitrahmen angenommen werden. Alles ist fertig und in einem erwachsenen Zustand geschaffen worden. Es macht auch gar keinen Sinn, etwas im Embryonalzustand zu erschaffen, um es dann in langen Zeiträumen einer risikoreichen Entwicklung zu überlassen. Es hat keine Entwicklung stattgefunden.
Seite 9, letzter Abschnitt: Die Autoren schreiben: „In den Fragen nach der wissenschaftlichen Deutung der Natur richten wir uns nach den naturwissenschaftlichen Befunden, nicht nach dem Bibeltext.“ Hier muss man sich fragen: Was hat Priorität? Steht die Offenbarung der Schrift über der menschlichen Erkenntnis in Form von naturwissenschaftlichen Befunden, oder ist es umgekehrt? Die Autoren werten offenbar wissenschaftliche Erkenntnisse höher als die offenbarte Schrift. Naturwissenschaftliche Befunde wurden im Lauf der Geschichte schon unzählige male revidiert und neu formuliert, weil immer wider neue Erkenntnisse hinzukommen. Zudem ist die moderne Naturwissenschaft geprägt von einer naturalistisch-atheistischen Philosophie. Man tut daher gut daran, der Bibel die Priorität zu geben. Hinzu kommt, dass es keine einzige klare Aussage in der Bibel gibt, die der empirischen (experimentellen) Naturwissenschaft eindeutig widerspricht. Es sind immer nur die Interpretationen, welche zu Diskussionen Anlass geben.
Seite 10, dritter Abschnitt: „Nach Vers 1 wird die Existenz von Sonne, Mond und Sternen als gegeben vorausgesetzt.“ 1. Mose 1,1 ist eindeutig ein Titel. Es steht nichts davon, dass Sonne, Mond und Sterne schon am Anfang existierten. Dann hätten sie nämlich in Vers 16 nicht nochmals gemacht werden müssen! Hier 10 Milliarden Jahre hinein interpretieren kann man nur, wenn man den Text vergewaltigt.
Seite 10, fünfter Abschnitt: „Die ‚Tiefe’ (in 1. Mose 1,2) bezeichnet den Ozean. Die Erde war von Wasser und Finsternis bedeckt, womit indirekt gesagt wird, dass es anderswo Licht gab.“ Nein, das Licht wurde erst später geschaffen. Man muss dem Text wiederum Gewalt antun, wenn man „indirekt“ schon Licht sieht. Es heisst ausdrücklich, dass Finsternis über der Tiefe (dem Wasser auf der Erdoberfläche) war. Es gab noch keine Sonne, die wurde erst später geschaffen. Es gab zu dieser Zeit nur die mit Wasser bedeckte Erde.
Seite 11, erster Abschnitt. „Die Erde entstand vor 4,56 Milliarden Jahren durch die Zusammenballung kleinerer Massen, sogenannter Planetesimale.“ Hier übernehmen die Autoren eine der gängigen Entstehungshypothesen der Wissenschaftler. Diese steht wiederum in direktem Widerspruch zum biblischen Text. Dieser betont zum Beispiel, dass die Urerde ganz am Anfang schon mit Wasser bedeckt war. Im Szenario der Autoren hingegen ist die Oberfläche der Urerde anfänglich mit geschmolzenem Silikat bedeckt.
Seite 12, dritter Abschnitt: „Weitere Abkühlung und chemische Veränderungen der Atmosphäre ermöglichten es dann, dass das Sonnenlicht – zunächst noch gestreut durch eine permanente Wolkendecke – die Erdoberfläche erreichen konnte, wodurch der Wechsel von Tag und Nacht entstand.“ In Vers 4 steht aber: „Und Gott sah das Licht, dass es gut war;“ Das bedeutet, dass es vor der Erschaffung des Lichtes in Vers 3 kein Licht gegeben hat. Der Wechsel von Tag und Nacht entsteht primär durch die Rotation der Erde um ihre eigene Achse in 24 Stunden. Sichtbar wurde diese Rotation erst nach der Erschaffung des Lichtes.
Seite 13, erster Abschnitt: „Das Auftauchen der Kontinente und ihre Besiedelung mit Pflanzen in einen einzigen Tag zu zwängen, oder zu erwarten, dass Meerestiere durch natürliche Vermehrung in 24 Stunden die Ozeane füllten, würde dem Text Gewalt antun.“ Gott sagte, dass sich das Wasser an einem Ort sammeln soll, und dass das Trockene sichtbar werden soll. Hier wird ein einziger Kontinent und ein einziges Weltmeer ins Dasein gesprochen (Psalm 33,9: Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.). Dazu brauchte es keine Zeit. Gott sagte ebenfalls, dass die Erde Gras hervorsprossen lasse. Das heisst, dass auf Grund seines Wortes auf der ganzen Erde an allen geeigneten Stellen sofort Gras, Kraut und Fruchtbäume vorhanden waren. Die Fruchtbäume enthielten gemäss Vers 11 sogar schon ihren Samen. Ähnliches gilt für die Meerestiere und die Vögel (Vers 20-21). Es heisst ausdrücklich: „Es sollen die Wasser vom Gewimmel lebender Wesen wimmeln,“ Also wimmelte von Anfang an das Meer und die Seen von Lebewesen! Im Vers 21 wird nochmals auf die Mehrzahl von Lebewesen hingewiesen, die von Anfang an im Wasser wimmelten. Gott schuf nicht nur einen Fisch, sondern gleichzeitig Millionen von ihnen in allen Arten.
Zweiter Abschnitt: „Die Erklärung des Sabbatgebots, ‚denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht’, setzt die Schöpfungstage nicht mit unseren Tagen gleich.“ Doch, denn die Gleichsetzung der Schöpfungstage mit menschlichen Arbeitstagen ist im Sabbatgebot in 2. Mose 20, 11 ausdrücklich aufgeschrieben, und zwar nicht von irgend jemandem, sondern von Gott selbst! Den Schöpfungstagen eine symbolische Bedeutung mit langen Zeiträumen zuzuweisen, ist daher nicht möglich.
Fünfter Abschnitt: „Wissenschaftlich ist der allgemeine Zeitrahmen der Geschichte des Universums und des Lebens zuverlässig nachgewiesen.“ Das stimmt einfach nicht. Wir müssen uns vom Philosophen Andreas Urs Sommer (Das Magazin, 2003) sagen lassen, dass „auch das erdgeschichtlich Vergangene nur in Gestalt von Überresten erfassbar ist, dass Geschichte daher stets konstruiert und keine wissenschaftliche Tatsache ist!“ Es gibt mehr als 10 nichtradiometrische Methoden zur Altersbestimmung der Erde, welche geringere Werte ergeben als 62 Millionen Jahre (H. Stutz, Die Millionen fehlen, Schwengeler Verlag, 1996, Seite 30). Schon eine Altersbestimmung, die als höchst möglichen Wert 62 Millionen Jahre ergibt (Salzgehalt der Ozeane), bedeutet, dass die radiometrischen Methoden weit daneben sein müssen. Eine Ausnahme bildet die Radiokarbonmethode, die im Bereich von einigen tausend Jahren gute Resultate liefern kann. Sedimentation und Erosion in der Geologie zeigen, dass die Kontinente nicht älter als 10 Millionen Jahre sein können (Ariel A. Roth, Some Questions about Geochronology, Origins Vol. 13, Nr. 2, 1986, Seite 65), siehe auch: www.intelligente-schoepfung.ch
Seite 16, dritter Abschnitt: „Sonne und Mond werden am 4. Tag nicht ausdrücklich benannt.“ Doch, in Vers 16 heisst es ausdrücklich: Gott machte das grössere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht. Damit wird ganz eindeutig die Erschaffung von Sonne und Mond beschrieben.
Seite 17, fünfter Abschnitt: Zur Erschaffung der Landtiere in 1. Mose 1, 24-25 schreiben die Autoren: „Diese neuen lebenden Seelen (Landtiere) mussten aus den Ozeanen gekommen sein, welche unmittelbar zuvor als ‚von lebenden Seelen wimmelnd’ beschrieben worden waren.“ Dass niemals eine Entwicklung von Wassertieren zu Landtieren stattgefunden haben kann, zeigt Vers 25, in dem es ausdrücklich heisst, dass Gott die wilden Tiere und das Vieh nach ihrer Art gemacht hat. Er hat demnach alle Arten von Landtieren geschaffen. Eine Entwicklung von Wassertieren zu Landtieren bedingt Makroevolution. Dafür fehlt aber der dazu nötige Mechanismus und zugleich jeder empirische Beweis.
Seite 19, zweiter Abschnitt: Den Ausspruch Gottes „Lasst uns Menschen machen“ deuten die Autoren als Zubereitung eines Entwicklungsprozesses, der aus den Tieren zum Menschen führt. Das ist eine unzulässige Deutung, denn „Lasst uns Menschen machen“ steht ganz eindeutig als eine Absichtserklärung Gottes und als nichts anderes.
Dritter Abschnitt: „Er hiess sie, die Erde zu füllen, und ‚es geschah so’, bevor der 6. Tag vollendet war. Offenbar umfasste dieser 6. Tag bereits eine lange menschliche Geschichte.“ Hier wird etwas in den biblischen Text hineininterpretiert, was nicht dasteht. Das „es geschah so“ steht am Schluss des längeren Abschnittes von Vers 24 bis 31und bezieht sich daher auf diesen ganzen Abschnitt. Er kann nicht auf den Menschen allein angewendet werden.
Seite 21, vierter Abschnitt: „Seit kurzem aber findet man ebenso hoch signifikante Ähnlichkeiten zwischen Sequenzen, welche mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Funktion ausüben. Dies stellt uns wieder vor die Alternative: entweder stammen Mensch und Schimpanse wirklich von einem gemeinsamen Vorfahren ab (vor 5-7 Millionen Jahren), oder Gott täuscht uns in seinem ‚Buch der Schöpfung’“. Zunächst: Gott täuscht uns nie. Er schreibt über 50 mal in der Bibel, dass er Himmel und Erde gemacht hat. Wenn Menschen nun behaupten, er täusche uns, weil er ein fertiges Universum gemacht hat, dann haben sie die Schrift nicht recht gelesen. Ganz abgesehen davon, dass Gott in einem Augenblick Neues schaffen kann. Und dieses Neue macht er logischerweise fertig, nicht halbfertig. Dann spricht man von ähnlichen Sequenzen, die keine Funktion ausüben sollen. Wie kann man das überhaupt wissen? Es könnte doch sein, dass man plötzlich eine Funktion entdeckt. Das Argument der Funktionslosigkeit kann man nicht testen, es ist daher wertlos.
Seite 22, fünfter Abschnitt: „Es heisst wörtlich: ‚Und Gott Jahweh bildete den Adam, Staub vom Ackerboden’. Gott bildete also den Adam, der Staub war. Er bildete ihn nicht aus Staub, das Wort ‚aus’ steht nicht im Grundtext.“ Das ist ein Widerspruch zu 1. Mose 1,27, wo es zweimal ausdrücklich heisst, dass Gott den Menschen schuf. 1. Mose 2,7 wird allgemein so verstanden, dass er ihn aus Staub vom Ackerboden oder Lehm gebildet hat. Der Text macht nicht die geringste Andeutung einer Entwicklung aus dem Tierreich.
Seite 23, vierter Abschnitt: „Wir postulieren deshalb, dass Adam nicht der erste Mensch im Sinne von 1. Mose 1,26-27 war, sondern dass er aus der bereits 100'000 Jahre alten, ‚nach dem Bild Gottes’ geschaffenen Menschheit stammte.“ Das steht aber nicht im Text von 1. Mose 1 und 2. Es ist zudem im Widerspruch zu 1. Tim. 2,13 und zu 1. Kor.15,45, wo Adam ausdrücklich als erster Mensch bezeichnet wird.
Seite 25. „Tod in der Schöpfung.“ Die Evolution ist mit der natürlichen Selektion eine brutale Angelegenheit. Es ist undenkbar, dass Gott damit gearbeitet hat. Der Tod ist gemäss Röm. 6,23 der Sünde Sold und kann daher vor dem Sündenfall nicht existiert haben. Der Tod widerspricht der Schöpfung, er ist ein Feind Gottes (1. Kor. 15,26). Wenn Gott sich der Evolution bedienen würde, wäre er auch der Schöpfer des Todes.
Seite 26, zweiter Abschnitt: „Da ausserdem eine Biosphäre ohne Populationsgleichgewichte nicht andauern kann, hätte eine vormenschliche Ökologie ohne Tod zwangsweise innerhalb kürzester Zeit zu Ende kommen müssen.“ Auch Ökosysteme ohne Tod sind denkbar. Sobald eine gewisse Populationsdichte erreicht ist, kann zum Beispiel Unfruchtbarkeit einsetzen.
Vierter Abschnitt: „Dies führte zum tohu wa-bohu von 1. Mose 1,2, zu Tod und Leiden für die ‚lebenden Seelen’.“ Zur Zeit von 1. Mose 1,2 hat es noch keine ‚lebenden Seelen’ gegeben.
Seite 27, „Die Mythologisierung der Bibel“. Was die Autoren in diesem Kapitel schreiben, kann ich weitgehend bejahen. Nur: Auch die grossen Zeiträume kann man mit vielen und guten wissenschaftlichen Argumenten ablehnen und kommt so dem biblischen Text noch viel näher.
Hansruedi Stutz
24. Juli 2003