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Flußvermessung
(Stromvermessung). Zum Zweck der Aufnahme einer Stromkarte bedarf es der topographischen Vermessung mit dem Meßtisch [* 2] oder der geometrischen Theodolitvermessung; für kleinere Strecken genügt die Meßtischaufnahme. Dieselbe schließt sich am besten an die bereits vorhandenen Punkte der Landesaufnahme (s. d.) und Triangulierung an. Maßstab [* 3] ist je nach Bedarf zwischen 1:1000 und 1:10,000 wechselnd, und man unterscheidet hier nach Übersichts-, Spezial- und Detailstromkarten;
Detailprojekte und Baupläne entwirft man auch in noch größern Dimensionen.
Die Horizontal- oder Situationsaufnahme geschieht ganz analog den für jede Aufnahme geltenden feldmesserischen u. topographischen Regeln (s. Aufnahme, topogr.). Man arbeitet während des niedrigsten Wasserstandes, um von den Ufern soviel wie nur irgend möglich darzustellen. Jedenfalls müssen die Uferränder für niedrigen, mittlern und hohen Wasserstand, auch die Sommerufer, Winterufer und bez. auch etwanige Inundationsgrenzen angegeben werden. Das Längennivellement erstreckt sich auf die Ermittelung der Höhenverhältnisse des Wasserspiegels, Gefällverhältnisse mittels geometrischer Nivellements (s. d.), wobei von dem Nivellement des Ufergeländes ausgegangen wird. Sehr wichtig ist die Ermittelung und Darstellung des Stromstrichs, d. h. der Linie des Wasserspiegels, welche senkrecht über der tiefsten Stelle des Flußbettes streicht. Die letzte Arbeit, die Tiefenaufnahme oder Verpeilung, erheischt die Feststellung möglichst vieler Querprofile, welche entweder durch Leinen (Peilleine) oder durch Baken [* 4] (Stangen, Tonnen) abgesteckt werden. (S. Tiefenmessungen.)