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Gegen Versuche – für Tiere
Soziale Themen Zehn Millionen Tiere werden in Europa jährlich für Tierversuche geopfert. Die aktuellsten europäischen Statistiken zeigen, dass diese Zahlen innerhalb von nur drei Jahren um zehn Prozent angestiegen sind. Über die Hälfte all dieser Labortiere werden in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien eingesetzt. Im Jahr 2009 wurden alleine in Schweizer Forschungslabors 706 000 Tiere für Versuche geopfert. Über 21 000 Hunde wurden eingesetzt und an rund 10 000 Primaten neurologische und toxikologische Forschung angestellt. An 4000 Tieren wurden ausserdem Haushaltprodukte, an weiteren 16 500 Tieren Nahrungsmittelzusätze getestet.
Vivisektion bezeichnet den Eingriff am lebenden Tier, der heute noch immer auf der Tagesordnung steht. Und das, obwohl kaum noch jemand bestreitet, dass Tiere ein schlechtes Modell zur Erforschung des Menschen darstellen. Nicht nur neue Medikamente werden an Tieren getestet. Sehr häufig sind die Labortiere lediglich dazu da, die Toxizität verschiedenster chemischer Erzeugnisse zu testen. Im Wettkampf um die absurdesten Versuche gibt es kaum noch Grenzen, schreibt die SLGV. So hätten französischen Wissenschaftler Hühnern Zähne wachsen lassen, während ein amerikanisches Forschungsteam in den Eingeweiden von Ratten Schweinezähne wachsen liessen. Wegen solcher absurden Tests, aber in erster Linie wegen der Grausamkeit von Vivisektionen, bemühen sich hiesige Organisationen darum, dass in der Schweiz für Tierversuche verwendete öffentliche Gelder für die Erforschung und Entwicklung neuer Modelle eingesetzt werden, die ohne Tiere auskommen.