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Im Soziologieunterricht werden die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme, die in vielen anderen Fächern zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen, direkt zum Thema gemacht.
Dadurch fördert der Unterricht die Fähigkeit, gesellschaftliche Strukturen und die in ihnen wirkenden Kräfte wahrzunehmen, die eigene Situation und die Stellung anderer Menschen und Gruppen in der Gesellschaft zu erfassen und das soziale Umfeld aktiv mitzugestalten.
Die Lernenden werden mit den Grundfragen der Soziologie vertraut gemacht. Sie lernen verschiedene Fragestellungen und entsprechende soziologische Theorien kennen, sowie diese zu unterscheiden, z. B. symbolischer Interaktionismus, Konfliktansatz und Systemtheorie.
Dazu gehören auch die soziologischen Grundbegriffe, wie Klasse und Schicht, Normen und Werte, Identität und Rolle etc. Die Lernenden beginnen, diese Begriffe auf eigene Fragestellungen anzuwenden.
Damit wird es möglich, die Sozialstruktur einer Gesellschaft zu analysieren, die soziale Schichtung und Ungleichheit zu erkennen und die Lebensbedingungen sozialer Gruppen zu erfassen und zu diskutieren.
Wenn das Soziale mit der Begegnung zweier Menschen anfängt, so hat es umgekehrt seine äusserste Grenze im Begriff der Weltgesellschaft. Die Globalisierung hat tendenziell alle Menschen miteinander verbunden.
Diese Fragen gemeinsam zu untersuchen und zu diskutieren ist wichtig, um dann später an konkreten sozialen Problemen arbeiten zu können.