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Mina Rosita liegt im immer noch schwer zugänglichen atlantischen Teil von Nicaragua. In früheren Zeiten wurde in der Gegend im grossen Stil von amerikanischen Minenbaufirmen Gold abgebaut. Die ärmsten Verhältnisse, in denen die Menschen in Rosita leben, lassen kaum mehr erahnen, welche Reichtümer vormals den Ort verlassen haben.
Heute ist der Ort ein regionales Zentrum für die kleinbäuerlichen und indigenen Siedlungen in der Region. Immer noch ist die Gegend sehr dünn besiedelt und wird vom Regenwald dominiert. So bildet denn auch nebst der eher auf Selbstversorgung gerichteten Landwirtschaft die Holzindustrie die beinahe einzige Einnahme- und Arbeitsquelle für die Bevölkerung. Schon seit längerem haben wiederum ausländische Firmen dieses Potential entdeckt und betreiben vor Ort einen Raubbau an den bestehenden Wäldern. Die Einheimischen werden zu Billigstlöhnen angestellt.
Nicaragua gehört heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Geschichte des Landes ist geprägt von der Einflussnahme anderer Mächte. Nachdem Spanien und England ihre Kolonien verloren, übten die USA weiterhin Druck aus. Das Land machte durch die Revolution von 1979 auf sich aufmerksam, als es gelang, die Diktatur der Familie Somoza abzuschütteln. Schnell jedoch bestimmte der kalte Krieg die weiteren Geschicke des Landes und die revolutionäre Regierung sah sich mit einem von aussen finanzierten Bürgerkrieg konfrontiert. Nach der Abwahl der sandinistischen Regierung wurde das Land von rechts-liberalen Regierungen geprägt. Seither wurden viele soziale Errungenschaften rückgängig gemacht. Im Gesundheits- und Schulwesen wurde gespart. Durch die enorme Verschuldung besteht auch wenig Spielraum für soziale Verbesserungen. Es wird nicht damit gerechnet, dass die neue, seit 2007 wiederum sandinistische Regierung sehr viele Möglichkeiten hat, um die angekündigten sozialen Pläne zu verwirklichen.
Nicaragua zählt etwa 6 Mio Einwohner und umfasst 120 000 km². Die beiden Departemente Nordatlantik und Südatlantik mit ihrem hohen Anteil an indigener Bevölkerung besitzen – wenigstens auf dem Papier- eine gewisse Teilautonomie.