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Geldpolitik und Finanzmärkte: Was bringt das Jahr 2008?
Thomas Jordan, Mitglied des Direktoriums
Messe Fonds 2008, Zürich, 31.01.2008
Die Probleme im Zusammenhang mit dem amerikanischen Häuser- und Hypothekenmarkt dominierten die Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten im Jahr 2007. Trotz den Problemen auf den Finanzmärkten in der zweiten Jahreshälfte entwickelte sich die Weltwirtschaft 2007 robust. Die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum haben sich für 2008 verschlechtert und sind unsicherer geworden.
Die Verwerfungen im Finanzsektor führten 2007 zu einem deutlichen Anstieg der Risikoprämien, die in letzten Jahren sehr tief waren. Auch nach dem erfolgten Anstieg sind diese Prämien im historischen Vergleich immer noch bescheiden. Die höhere ökonomische Unsicherheit in 2008 dürfte dazu führen, dass der Prozess der Anpassung der Risikoprämien auf verschiedenen Märkten weitergeht.
Für die Schweiz erwartet die Schweizerische Nationalbank aus heutiger Sicht für 2008 eine etwas abgeschwächte, aber weiterhin robuste Wirtschaftsentwicklung. Die Risiken haben jedoch in letzter Zeit zugenommen. Wegen den Preisaufschlägen beim Erdöl dürfte die Inflation in der Schweiz im ersten Halbjahr 2008 auf über 2% ansteigen. Die SNB zieht trotz der erhöhten Volatilität an den Börsen zurzeit keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Die Lagebeurteilung von Mitte März 2008 wird Gelegenheit geben, Inflations- und Konjunkturaussichten mit neuen Daten zu beurteilen.