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Nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai am 15. Januar haben die Menschen im Südseestaat Tonga erstmals wieder vollen Internetzugang. Auf der Hauptinsel Tongatapu und auf der Insel 'Eua seien die Verbindungen wieder hergestellt, berichteten lokale Medien. Ein wichtiges Unterseekabel, das zur Übertragung fast aller digitalen Informationen dient und von dem Vulkanausbruch verursachten Seebeben beschädigt worden war, sei repariert worden.
Laut regionalen Medienberichten war das Kabel, das Tonga mit den Fiji-Inseln verbindet, an zwei oder vielleicht auch mehreren Stellen gebrochen. Für die Reparatur mussten Spezialschiffe die verschiedenen Teile zuerst finden und danach wieder verbinden oder ersetzen.
Die "virtuelle Cyber-Dunkelheit" auf dem Inselkönigreich sei nun beendet, schrieb das Nachrichtenportal 'Kaniva Tonga'. Ein Einwohner jubelte auf Facebook: "Danke, Glasfaser-Internet. Jetzt können wir die Welt wieder sehen."
Aufgrund der gewaltigen Eruption war es Mitte Januar zu schweren Zerstörungen auf der Inselgruppe gekommen, die insgesamt 107'000 Einwohner beheimatet. Teile der Inseln waren zeitweise von einer dicken Ascheschicht bedeckt, die auch das Trinkwasser verschmutzte. Experten zufolge war es eine der weltweit schwersten Eruptionen seit Jahrzehnten. Der Ausbruch löste einen Tsunami aus, der sogar weit entfernte Regionen wie Alaska, Japan und Südamerika erreichte.
Nach dem Ausbruch gab es tagelang kaum Informationen aus Tonga, das 2300 Kilometer nordöstlich von Neuseeland liegt.