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2005 bis 2008 erlebte der Holzmarkt nach Flautejahren einen Aufschwung. Die Holzpreise stiegen und ermöglichten so eine vermehrte Holznutzung im Schweizer Wald. Gründe für die steigende Holznachfrage waren
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise bremste diesen Aufwärtstrend von 2009 bis 2010. Zwar blieb die Inlandnachfrage nach Holz durch eine solide Bauwirtschaft stabil. Infolge von Überkapazitäten in der mitteleuropäischen Holzindustrie schwächte sich die Nachfrage der Nachbarländer aber ab.
Die Waldbewirtschaftung ist in der Schweiz nicht immer kostendeckend. Die oft kleinstrukturierte Bewirtschaftung der Wälder in der Schweiz verteuert die Waldbewirtschaftung. Optimierungspotenzial liegt insbesondere in einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Forstbetrieben und damit zwischen den Waldeigentümern.
Ausserdem erbringen Forstbetriebe Leistungen, die gar nicht, nicht direkt oder nur teilweise finanziell entschädigt werden. Für zahlreiche Waldleistungen existiert noch kein Markt, wie beispielsweise
Diese Leistungen werden von der Gesellschaft erwartet , aber nicht entschädigt. Damit tragen die Waldbesitzenden die zusätzlichen Kosten für die nötigen Pflegemassnahmen selbst.
Gemäss einer Studie zum monetären Erholungswert des Waldes beträgt der Wert des Waldes für Freizeit und Erholung zwischen CHF 1778 und 3066 pro Person und Jahr. Die durchschnittlichen Mehraufwendungen der Waldbewirtschafter in typischen Freizeit- und Erholungswäldern betragen zwischen CHF 50.- und 500.- pro Jahr und ha Waldfläche. Diese Mehrkosten sind aber häufig nicht gedeckt. Deshalb sind Pflege und Unterhalt von Freizeitwäldern längerfristig in Frage gestellt.
Der gesamte jährliche Holzzuwachs wurde zwischen 2000 bis 2010 jeweils zu rund 75% genutzt. Die effektiv genutzte Holzmenge beläuft sich im gleichen Zeitraum durchschnittlich auf 7.2 Millionen m3 pro Jahr.
Auf der Basis des aktuellen Zuwachses und unter Berücksichtigung von physikalischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzungseinschränkungen ist ein Holznutzungspotenzial von jährlich 8.2 Mio. m3 berechnet worden.
Das Holznutzungspotenzial wird zur Zeit nicht voll ausgeschöpft und der Holzvorrat in der Schweiz wächst an. Zwischen 1995 und 2006 betrug die Vorratszunahme 14 Mio. m3.
Der Holzvorrat wächst nicht in allen Regionen gleich stark: Auf der Alpensüdseite ist er um fast 20% angestiegen, während er im Mittelland sogar um 7% abgenommen hat.
Die internationalen Turbulenzen wirkten sich im Jahr 2009 auf die Waldwirtschaft in der Schweiz aus. Die Holzernte betrug rund 4.88 Mio. m3 Holz. Das sind rund 7% oder 380'000 m3 weniger als 2008.
Durch die tieferen Holzpreise und die geringere Holznutzung vergrösserte sich der finanzielle Verlust der Waldwirtschaft um 24% auf CHF 164 Mio.
Die Waldwirtschaft und die Holzindustrie sind, besonders im ländlichen Raum, wichtige Arbeitgeber:
Die vor allem im Alpenraum und auf der Alpensüdseite regional ungenügende Holznutzung hat Einfluss auf verschiedene Funktionen der Wälder:
Die Zahl der Beschäftigten in der Waldwirtschaft nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Dies ist vor allem auf die laufenden Restrukturierungsmassnahmen (Fusionen von Forstbetrieben) und Effizienzsteigerungen zurückzuführen.
Infolge des Wirtschaftsaufschwungs und der guten Lage der Bauwirtschaft hat die Zahl der in der gesamten Holzwirtschaft Beschäftigten zwischen 2005 und 2008 um rund 5% zugenommen. Anders verhält es sich in der schweizerischen Papier-, Karton und Zellstoffindustrie: Wertschöpfung und Beschäftigte gehen seit Jahren zurück.
Die Waldeigentümer und Waldbewirtschafter orientieren sich an den im Waldgesetz verankerten Grundsätzen zur nachhaltigen Bewirtschaftung, mit dem Ziel, die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Leistungen des Waldes zu erhalten und weiter zu entwickeln. Die Nachhaltigkeit wird auf kantonaler Ebene mit der Waldplanung (Waldentwicklungspläne) koordiniert und kontrolliert.
Der Aktionsplan Holz setzt die Ressourcenpolitik Holz des Bundes um. Von 2009 bis 2012 initiiert und unterstützt der Aktionsplan Projekte, die sich mit dem Rohstoff Holz und seiner Verwertung auseinandersetzen.
Mit der Weiterentwicklung des Waldprogramms Schweiz (WAP-CH) des Bundes sollen, neben anderen Zielen,
Zertifikate der internationalen Labelorganisationen für umwelt- und sozialverträglich produziertes Holz (FSC-Label auf internationaler Ebene, auf nationaler Ebene das Q-Label) dienen als Informationsinstrument. Sie sollen den Konsumentinnen und Konsumenten erleichtern, insbesondere bei ausländischer Herkunft umweltgerechte und sozial verträgliche Produkte zu erkennen.
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