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Nach dem Ausstieg aus einer klassischen Karriere als Orchestermusiker hat sich Hans Koch einen Namen gemacht als einer der innovativsten improvisierenden Holzbläser Europas. Seit den achtziger Jahren hat er neben der regelmässigen Zusammenarbeit mit Martin Schütz mit vielen Grössen wie z.B. Cecil Taylor oder Fred Frith gearbeitet. Als Komponist prägte er von Anfang an den eigenständigen Sound des international bekannten Trios "Koch-Schütz-Studer" und komponierte Musik für Hörspiele und Filme. Mit Elektronik, Sampling und Computer, erweiterte er seit den neunziger Jahren die Klänge seiner Instrumente. Als Holzbläser entwickelte er einen sehr eigenständigen Stil, welchen ihn zu einem der originellsten Bläser der aktuellen Szene gemacht hat.
Lüdi verlebte seine ersten Jahre im Puschlav und seine Jugend in Landquart, wo er in einer Kapelle Akkordeon spielte. Er entdeckte den Cool Jazz und spielte in der Band von Toni Schädler Baritonsaxophon. 1958 zog er nach Hamburg, wo er sich an Jamsessions beteiligte, dabei Peter Brötzmann kennenlernte, aber zunächst keinen Anschluss an eine Band des Modern Jazz finden konnte. 1964 ging er für ein Jahr als Altsaxophonist mit der Band von Gunter Hampel auf Tournee und dann nach München, wo er mit Pierre Favre jammte, bevor er 1966 in die Schweiz zurückkehrte, um als Photograph und in der PR-Abteilung einer Reifenabteilung zu arbeiten. Er war dann als Texter in einer Werbeagentur tätig. 1981 stieg Lüdi wieder in die Jazzszene ein: Gemeinsam mit Stephan Wittwer, Fredy Studer und Léon Francioli gründete er die Gruppe Sunnymoon. 1984 spielten Hans Koch, Martin Schütz, Timo Fleig und Lüdi unter diesem Namen freie Improvisationsmusik. Ihren Auftritt auf dem Jazz Festival Zürich 1984 wertete die Kritik als „Sternstunde des Schweizer Jazz“. Später spielten Koch, Schütz und Lüdi mit Wittwer und Paul Lovens zusammen, Ende der 1980er Jahre spielte er mit Mani Neumeier, Wädi Gysi und dem Trompeter Mich Gerber als Blauer Hirsch. Er galt als das „Wildschwein unter den Schweizer Freejazzmusikern“. Später trat er mit Brötzmanns Märzcombo auf, spielte mit Butch Morris, Sainkho Namtchylak und Peter Kowald, trat aber auch mit William Parker, Saadet Türköz, Burhan Öçal (auf dem Montreux Jazz Festival), Peter Conradin Zumthor oder Daniel Seiler auf. Daneben hatte er eine regelmäßige Kolumne in der WoZ; für seine Tournee-Reportage „From Russia with Laugh“ wurde ihm der Zürcher Journalistenpreis verliehen.
der musiker martin schütz lebt in biel/bienne und arbeitet als improvisator und komponist mit elektrischem und akkustischem cello und elektronischen mitteln. seit den 80er jahren hat er mit unzähligen musikern aus europa, usa und anderswo gespielt. in den letzten jahren ist er vorallem als mitglied des trio's "koch-schütz-studer" und als komponist und live-musiker im theater (u.a. mit den regisseuren christoph marthaler, luc bondy und ruedi häusermann am schauspielhaus zürich, in berlin an der volksbühne und am berliner ensemble, am burgtheater wien und in münchen am residenztheater und den kammerspielen etc.) sowie in verbindung mit tanz (u.a. musik für zwei produktionen der tänzerin/choreographin anna huber) in erscheinung getreten. daneben schreibt und produziert er auch regelmässig musik für film (u.a. für filme von peter liechti, dieter gränicher und tobias ineichen) und hörspiel.
nach der ausbildung zum klassischen cellisten hat sich schütz dem jazz und der improvisation zugewandt. ab mitte der 80er jahre begann er sich für elektrische musik und elektronische manipulation des akkustischen klangs zu interessieren. daraus resultierte unter anderem der bau des "electric 5-string-cello" welches er seit da zu seinem hauptinstrument gemacht hat.