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Drei neue SNF-Grants für das Departement
2019-05-23: Das Departement hat vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) drei Forschungsgrants im Gesamtwert von fast 1,4 Millionen Schweizer Franken erhalten. Christian Ruffs ForschungsprojektEffects of acute stress on social behavior: Combining model-based neuroeconomics and social-affective neuroscience,, Philippe Toblers Mechanisms for social learning und Roberto Webers Redistribution, Deservingness and Self-serving Beliefs wurden evaluiert und zur Unterstützung ausgewählt. .
Die vielfältigen Vorteile der Mehrwertsteuer (MwSt.)
2019-05-20: In einem Artikel in The New York Times werden die Vorteile der Mehrwertsteuer, Value Added Tax (VAT), erläutert, die in den USA wenig bekannt ist. Die Mehrwertsteuer wird von Unternehmen und nicht von Haushalten erhoben. Die erleichtert die Erhebung, insbesondere in weniger entwickelten Volkswirtschaften, in denen die meisten Menschen selbständig sind und dazu neigen, ihr eigenes Einkommen zu niedrig zu deklarieren. Darüber hinaus hat die Mehrwertsteuer, da sie auf jeder Produktionsstufe erhoben wird, eine selbstdurchsetzende Wirkung: Die Steuerabzüge eines Produktionsunternehmens sind die Steuerschuld eines anderen Unternehmens derselben Produktionskette. Der Artikel zitiert Dina Pomeranz' Forschung "No Taxation without Information: Abschreckung und Selbstdurchsetzung in der Mehrwertsteuer", in der sie mit den chilenischen Behörden zusammenarbeitete und erfolgreich einen Ansatz zur Steigerung der ausgewiesenen Erträge und damit der Steuereinnahmen testete.
Artikel
Paper
Zusammenfassung Paper
AER Excellence in Refereeing Award 2018 für Lorenzo Casaburi
2019-05-19: Die «American Economic Review» veröffentlichte die Liste der Gutachter, die sich in 2018 durch die Menge und hohe Qualität ihrer Gutachten, sowie ihre Unterstützung in besonders anspruchsvollen Fällen, ausgezeichnet haben. Dieses Jahr erhielt Lorenzo Casaburi den «Excellence in Refereeing Award» für sein Engagement und die Zeit, die er der Weiterentwicklung der Ökonomie widmete.
Penny Goldberg - Handel und Entwicklung: Das nächste Kapitel
2019-05-13: Penny Goldberg (Yale, Chief Economist World Bank) hielt am 13. Mai einen öffentlichen Vortrag. In einem überfüllten Auditorium skizzierte Professor Goldberg die Rolle der Weltbank, die Entwicklung ihrer Vision und ihre persönliche Perspektive auf den Kampf gegen die globale Armut.
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In ihrem Vortrag erläuterte sie, wie die Weltbank vom Washingtoner Konsensansatz (Washington Consensus) - basierend auf Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung - zu Human Capital Development, mit den Schwerpunkten Gesundheit und Bildung, übergegangen ist. Zugegebenermassen lieferte der bisherige Fokus der Weltbank auf Unternehmen und Märkte einige Erfolgsgeschichten, z.B. das ökonomische Wachstum in den ostasiatischen Ländern und China. Diese Erfolge konnten jedoch in weiten Teilen Afrikas und Lateinamerikas nicht wiederholt werden, da diese Regionen vor anderen Herausforderungen stehen. Um diese zu integrieren, verfolgt die Weltbank nun einen komplementären Ansatz, und richtet sich neu auch direkt an Menschen. Professor Goldberg ging auf die Stärken und Grenzen dieser neuartigen Ansätze ein. Investitionen in Humankapital erfordern das Vorhandensein grundlegender staatlicher Funktionen, was in Entwicklungsländern oft fehlt. Darüber hinaus stellt die Langfristigkeit des Humankapitalwachstums eine eigene Herausforderung dar, da diese langfristige Perspektive oft im Widerspruch zu den kurzfristigen Anreizen der Politiker steht, Wahlen zu gewinnen.
Professor Goldberg erläuterte auch die wichtigsten Fragen, die ihre Arbeit und Vision bei der Weltbank bestimmen. Erstens haben globale Wertschöpfungsstrukturen die Produktionsprozesse zerlegt und damit die Art des internationalen Handels definiert. Diese Veränderung war für die Entwicklungsländer sowohl ein Segen als auch ein Fluch, wobei der Gesamteffekt noch offen ist. Sie betonte auch, dass wir "Entwicklung brauchen, um die Entwicklung zu fördern", was bedeutet, dass es für erfolgreiche Entwicklungsinitiativen ein bestehendes Entwicklungsniveau geben muss, z.B. eine relativ stabile politische Infrastruktur. Die Automatisierung ist eine zusätzliche Herausforderung und Chance für Schwellenländer, da sie zu globalen Outsourcing-Mustern arbeitsintensiver Aufgaben führen kann, bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität. Schließlich wirft die Gegenreaktion der Globalisierung Fragen nach dem Kompromiss zwischen Handelsliberalisierung und Importschutzmaßnahmen auf.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Weltwirtschaft strebt die Weltbank die Förderung der länderübergreifenden Koordination, die Verbesserung der Fähigkeiten und die Verbesserung der Entwicklung des Humankapitals im Kampf gegen die Armut an.
Gründe für den Handelsstreit
2019-05-14: Die grossen chinesischen Handelsüberschüsse werden oft als Hauptgrund für die von den USA erhobenen Sonderzölle und den Handelsstreit genannt. Im Interview mit der «Tagesschau» erläutert Ralph Ossa eine Reihe von weiteren Gründen: Einerseits gibt es Bedenken bezüglich des Schutzes von geistigem Eigentum und andererseits hat China immer noch eine sehr hohe Anzahl von Staatsbetrieben. Die Vergabe von Krediten und Subventionen an Staatsbetriebe in China ist intransparent. Daher befürchten marktwirtschaftlich orientierte Länder, dass die globalen Wettbewerbsbedingen verzerrt werden und ihre Betriebe nicht mit den chinesischen Mitbewerbern konkurrieren können.
SRF Tagesschau (ab min. 12:00)
Schrottplatz der Technologie-Fantasien
2019-04-09: David Dorn relativiert in seiner aktuellen «Finanz und Wirtschaft» Kolumne die allgemein angenommene Geschwindigkeit des technologischen Wandels. «Die grossen Innovationen mit Durchschlagkraft liegen Dekaden zurück,» sagt er. So fliegen wir heute immer noch mit Maschinen, die sich aus technischer Sicht nicht grundlegend von den Flugzeugen vor 60 Jahren unterscheiden. Manche potentiell bahnbrechende Innovation, wie z.B. die Magnetschwebebahn, scheitert schlicht daran, dass sie nicht wirtschaftlich sind. Andere, aktuellere Innovationen wie z.B. unbemannte Transportdrohnen müssen v.a. Hürden der gesellschaftlichen oder regulatorischen Akzeptanz überwinden. Solche gesellschaftlichen Vorbehalte können die Verbreitung neuer Technologien wesentlich einschränken.
Ist der Mensch altruistisch oder egoistisch?
2019-04-17: Dieser Frage geht die «Sternstunde Philisophie» des SRF nach. Im Interview erklärt Ernst Fehr, wie sich mit kleinen Spielen Vertrauen oder Gerechtigkeitssinn beobachten lässt. Er ist der Meinung, dass prinzipiell beide Verhaltensweisen – Egoismus und Altruismus – im Menschen angelegt sind, dass es jedoch von den Anreizen, oder Spielregeln, abhängt, welche stärker zum Zug kommt. Lässt sich dies jedoch auch auf die grossen, globalen Themen wie Klimawandel oder Organspenden anwenden? Sendung schauen
Die WTO feiert ihr 25-jähriges Bestehen
2019-04-15: Protektionismus statt freier Handel, Strafzölle statt Abbau von Handelsschranken. Weltweit ist die liberale Wirtschaftsordnung in den letzten Jahren unter Druck geraten. Das spürt auch die Welthandelsorganisation (WTO), die zunehmend an Einfluss verliert. SRF Tagesschau spricht dazu mit Ralph Ossa, der auf die zweifaltige Aufgabe der WTO hinweist: «Auf der einen Seite ist die WTO dafür da die Handelsliberalisierung voranzutreiben. Andererseits, und das wird oft vergessen, soll die WTO ja auch Handelskriege verhindern». Ralph Ossa erinnert dabei an die Anfänge der WTO, bzw. ihres Vorgängers, des GATT: «Diese entstanden aus der Erfahrung, dass Handelskriege keine Gewinner kennen, weswegen sich die Länder auf gemeinsame Handelsabkommen geeinigt haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Staaten auch aus der jetzigen Krise lernen und sich neu zu Handelskooperationen bekennen.»
Ernennungen des Universitätsrats: David Dorn und Ralph Ossa
2019-04-10: Prof. Dr. Ralph Ossa, geb. 1978, wurde auf den 10. April 2019 zum ordentlichen Professor für Internationalen Handel, Kühne-Stiftung Professur für Internationalen Handel, ernannt. Prof. Ossa studierte Management und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten/Herdecke und an der London School of Economics (LSE). 2007 erlangte er an der LSE die Promotion. Im selben Jahr übernahm Prof. Ossa an der Princeton University eine Anstellung als «Postdoctoral Research Associate». Ab 2008 forschte und lehrte er an der University of Chicago, zunächst als «Assistant Professor» und später dann als «Associate Professor» in Economics. Seit 1. Januar 2017 ist Prof. Ossa an der UZH ordentlicher Professor für Ökonomik der Globalisierung und der Schwellenländer (künftig Professur für Globalisierung und Arbeitsmärkte), gestiftet vom UBS International Center of Economics in Society.
Prof. Dr. David Dorn, geb. 1979, wurde auf den 10. April 2019 zum ordentlichen Professor für Globalisierung und Arbeitsmärkte, gestiftet vom UBS International Center of Economics in Society, ernannt. Prof. Dorn studierte an der Universität St. Gallen und erlangte dort den Ph.D. in Economics. Nach Tätigkeiten als „Visiting Scholar“ an verschiedenen Institutionen (u.a. MIT, Boston University) arbeitete er ab 2009 am CEMFI in Madrid, zunächst als „Assistant Professor of Economics“ und später dann als „Associate Professor of Economics“. Seit September 2014 ist Prof. Dorn ordentlicher Professor ad personam für International Trade and Labor Markets an der UZH.
Rationalität und Emotionen in ökonomischen Entscheidungen
2019-04-10: Die relativ junge Disziplin der Neuroökonomie untersucht mit Hilfe von biologischen Mechanismen das menschliche Entscheidungsverhalten: entscheiden wir rein rational oder nehmen Emotionen teilweise die Überhand? Mit Hilfe von Gehirnscans und Magnetstimulation lässt sich dies nicht nur messen, sondern auch manipulieren. So kann man beobachten wie sich Entscheidungen verändern, wenn man die Probanden z.B. unter Stress setzt oder gewisse Gehirnregionen mit elektromagnetischen Wellen stimuliert. Die Sendung «Tempi Moderni» des RSI wirft einen Blick über die Schulter der Forscher im SNS Lab und will wissen, wozu – ausser Marketingzwecken – die gewonnen Erkenntnisse dienen können.
Sendung ansehen (auf Italienisch)
Studierende initiieren Vortragsreihe mit Jean-Michel Gauthier (HEC Paris)
2019-04-04: Der Fachverein Oekonomie (fvoec) initiierte dieses Semester die Vortragsreihe "OecTalk". Über 350 interessierte Zuhörerinnen kamen am 21. März in die Aula der Universität, um Jean-Michel Gauthier (HEC Paris) zum Thema «Energy Transition: The cost of a new Revolution in Europe» zu hören. Wie entwickelt sich das Verhältnis von fossilen vs. erneuerbaren Energien? Können wir die Klimaziele aus den Pariser Abkommen überhaupt noch erreichen? In welchen Ländern haben die von Europa initiierten politischen Massnahmen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energie geschaffen? Diese Fragen und viel mehr beantwortete Jean-Michel Gauthier anhand von Daten.
Wir gratulieren dem Fachverein Oekonomie zum gelungen Start der OecTalks und freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen.
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Von der Verhaltens- zur Neuroökonomie
2019-03-29: Prof. Carlos Alòs-Ferrer präsentierte im Spanisch-Schweizer Forum (Foro HispanoSuizo) in Zürich die Entwicklung der Ökonomie von der Verhaltens- hin zur Neuroökonomie. Die spanische Botschafterin in der Schweiz, Aurora Diaz-Rato, der spanische Generalkonsul in Zürich, Juan Carlos Gafo Acevedo, der Chefökonom der spanischen Botschaft Ricardo Santamaria Burgos, sowie verschiedene Vertreter von Schweizer Unternehmen aus allen Branchen nahmen teil.
Was funktioniert? Ansätze zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern
2019.03.29: Am 15. März 2019 fand die 4. Jahreskonferenz des «Center for Child Well-Being and Development» am Department statt. Die eintägige Veranstaltung brachte Forschende, politische Entscheidungsträger und private Geldgeber zusammen. Dreh- und Angelpunkt der Konferenz waren Fragen zum Kindeswohl: Wie können die Chancen von Kindern in benachteiligten Regionen der Welt verbessert werden? Neben der Präsentation von aktuellen Forschungsergebnissen tauschten sich die Teilnehmenden auch über Erfahrungen aus eigenen Projekten aus. Die Konferenz war für die 70 Teilnehmenden eine ausgezeichnete Gelegenheit, Forschende von der UZH, ETH, LSE und Weltbank zu treffen und, zusammen mit Vertetern der Jacobs Foundation, der WHO, des UNICEF Office of Research - Innocenti, Middle East Nonviolence and Democracy, sowie Policy Analytics Switzerland, konkrete Handlungspläne auszuarbeiten.
Negative Emotionen verringern das Vertrauen in andere
2019-06-13: Negative Gefühle machen Menschen misstrauischer gegenüber anderen. Auch dann, wenn der Auslöser für die schlechten Emotionen unabhängig von der aktuellen Situation ist. Christian Ruff und Ernst Fehr haben mit Forschenden der Universität Amsterdam untersucht, wie negative Gefühle das Vertrauen in Andere beeinflussen, auch wenn diese nichts mit der Ursache für die schlechten Emotionen zu tun haben.
Globalisierung, Handelskriege und Jackson Hole
2019-03-13: Wie hat sich die Volkswirtschaftslehre in den letzten 30 Jahren verändert? Mit dieser Frage steigen Roger Schawinski und David Dorn im Radiointerview ins Gespräch ein. Sie unterhalten sich über die Entwicklungen in der VWL und welche Rolle das empirische Arbeiten für Dorns Forschung spielt. Das Interview spannt einen Bogen über Themen wie Globalisierung, Handelskriege und Chinas Bedeutung für die Weltwirtschaft, und darüber hinaus erfährt man etwas über David Dorns Werdegang und seinen Musikgeschmack.
«Ein Gebot der Vernunft»
2019-02-26: Ernst Fehr war einer von 3300 Ökonomen, welche letzte Woche einen Aufruf zur sofortigen Einfuhr einer globalen CO2-Steuer unterzeichneten. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärt er, warum er eine solche Steuer als notwendig erachtet und weshalb alle politischen Parteien im Prinzip hinter dieser Forderung stehen können
Moral oder Moneten? Wie wir soziale Entscheidungen treffen
2019-02-06: Wertvorstellungen prägen unser Handeln. Allerdings kommen uns finanzielle Anreize dabei oft in die Quere. In einer neuen Studie hat eine internationale Gruppe von Neuroökonomen unter Christian Ruff untersucht, wo moralische und materielle Motive im Gehirn gegeneinander abgewogen werden und zeigen, dass wir uns sozialer verhalten, wenn dieser Abwägungsprozess unterbunden wird.
Monatslöhne erleichtern das Sparen
2019-02-05: In Entwicklungsländern werden die meisten Arbeitnehmer und Bauern täglich bezahlt. Dies erschwert es ihnen, Geld für hohe Ausgaben auf die Seite zu legen. Lorenzo Casaburi zeigt in der aktuellen Ausgabe des American Economic Review, dass Milchbauern und Landarbeiter bereit sind eine Lohnreduktion von bis zu 15% in Kauf zu nehmen, und dafür den Lohn erst Ende Monat zu erhalten. Seine Ergebnisse zeigen auch, dass Zweifel an der Selbstkontrolle der Hauptgrund für den Wunsch nach monatlichen Zahlungen sind.
Paper in American Economic Review
Medienmitteilung
Ein ungeordneter Brexit hätte weitreichende Konsequenzen
2019-01-29: Viele internationale Firmen halten einen Geschäftssitz im Vereinigten Königreich nicht nur um den lokalen Markt zu bedienen, sondern um dadurch direkt in die EU zu exportieren. Ralph Ossa erklärt in der Tagesschau, wie die Unsicherheit über die zukünftige Beziehung zur EU dieses Geschäftsmodell in Frage stellt und welche weitreichenden Konsequenzen damit verbunden sind.
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Einkommenseinbusse nach Geburt
2019-01-28: Eine kürzlich von Josef Zweimüller mitverfasste Studie wirft mediale Wellen. In Deutschland und Österreich hat die Mutterschaft einen einschneidenden Effekt auf das Einkommen der Frau. In Deutschland verdienen Mütter zehn Jahre nach der Geburt des ersten Kindes im Schnitt 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt, in Österreich sind es 51%. Bei Männern sieht man keinen solchen Effekt. Selbst die Krippenplätze und ein ausgebautes Betreuungsangebot haben kaum einen Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten.
Interview mit David Dorn
2019-01-25: Interview mit David Dorn in der «Bilanz». Warum das BIP pro Kopf keine gute Messgrösse für Wirtschaftspolitische Entscheide ist, wie Chinas Integration in den Welthandel die Arbeitsmärkte in unerwarteterweise verändert hat und warum es wichtig ist, einen breit abgestützten Anstieg des Wohlstands sicherzustellen.
Artikel (PDF, 751 KB)
Nudging führt nicht zwangsläufig zu besseren Entscheidungen
2019-01-24: Die Idee, das Verhalten von Menschen ohne Anwendung von Geboten, Verboten oder Zwang zu beeinflussen, beschäftigt Regierungen genauso wie Marketingfachleute. Nudging als Universallösung ist in aller Munde. Doch Nick Netzer relativiert. Ob Nudging unsere Entscheidungen verbessert, hängt davon ab, wie wir Entscheidungen fällen. Und darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht einig.
Risikofreude liegt auch in den Genen
2019-01-24: Pietro Biroli, Christian Zünd und Ernst Fehr haben zusammen mit einer internationalen Forschungsgruppe genetische Varianten identifiziert, die mit Risikobereitschaft verbunden sind. Es handelt sich dabei um eine der ersten Untersuchungen, die Genvarianten mit Verhaltensweisen verknüpft, die für die sozialwissenschaftliche Forschung relevant sind.
Ein Handelskrieg kennt keine Gewinner
Öffentliche Anerkennung und Statuswettbewerb: Leistungssteigerung oder übersteigerte Risikobereitschaft?
2019-01-17: Öffentliche Anerkennung kann dazu führen, dass Mitarbeiter grössere Anstrengungen unternehmen. Der daraus resultierende Statuswettbewerb ist jedoch auch mit überhöhten Ausgaben, Konkurs und Risikobereitschaft bei Vermögensverwaltern verbunden. In einem kürzlich erschienenen Papier untersuchen Joachim Voth und Koautoren die Auswirkungen von Anerkennung und Statuswettbewerb mit Daten über die Leistungen von Piloten im Zweiten Weltkrieg und fanden diese Effekte bestätigt. Während die öffentliche Anerkennung von Kollegen zu höherer Anstrengung führte, waren die Ergebnisse je nach Pilot unterschiedlich. Die besten Flieger haben ihre Leistungen nochmals übertroffen. Der durchschnittliche Pilot jedoch hat zwar seinen Einsatz gesteigert, aber auch die Risiken die er eingegangen ist. Dadurch erhöhte er sein eigenes Sterberisiko.
Carlos Alós-Ferrer wird Editor-in-Chief beim Journal of Economic Psychology
2019-01-16: Carlos Alós-Ferrer hat zum 1. Januar 2019 die Rolle des Chefredaktors des «Journal of Economic Psychology» übernommen. Das Journal befasst sich mit dem Einfluss von psychologischen Aspekten auf ökonomische Phänomene auf allen Ebenen: von Entscheidungen auf individueller oder Haushaltsebene bis hin zur Makroökonomischen Phänomenen, z.B. Inflation, Arbeitslosigkeit, Steuern, Wirtschaftsentwicklung etc.
David Hemous erhält "Excellence in Refereeing Award"
2019-01-16: David Hémous erhielt 2018 den "Excellence in Refereeing Award" vom Journal of the European Economic Association (JEEA): Die Auszeichnung würdigt die herausragende Arbeit der Referees, deren Engagement massgeblich zur Qualität des Journals beigetragen hat.
Bankenintegration innerhalb der Europäischen Währungsunion muss enger werden
2019-01-11: Während die länderübergreifende Kreditvergabe zwischen Banken im Euroraum zugenommen hat, bleibt die grenzüberschreitende Kreditvergabe in den privaten Sektor hinein tief. Ein Beitrag von Mathias Hoffmann, Egor Maslov et al. im VOX CEPR Policy Portal erklärt wie Volkswirtschaften mit hohem KMU-Anteil und grosser Abhängigkeit von inländischen Bankkrediten verstärkt Risiken aus globalen Bankenschocks ausgesetzt sind. Die Vorteile der Bankenintegration sind nur dann robust gegenüber globalen Schocks, wenn die Bankenintegration in Form von grenzüberschreitenden Krediten an Unternehmen und Haushalte erfolgt.
Jakub Steiner zum ausserordentlichen Professor ernannt
2019-01-10: Prof. Dr. Jakub Steiner wurde auf den 1. Januar 2019 zum ausserordentlichen Professor ad personam für Mikroökonomische Theorie ernannt. Jakub Steiner studierte ursprünglich Physik und erlangte 2006 am Center for Economic Research and Graduate Education – Economic Institute (CERGE-EI) in Prag einen PhD in Economics. Nach einer Tätigkeit als Lecturer an der University of Edinburgh war er Assistenzprofessor an der Northwestern University. Nach 2012/2013 hielt er – je mit einem Pensum von 50% – eine Professur an der University of Edinburgh, sowie eine Professur am CERGE-EI und am Center for Theoretical Study in Prag. Seit Juni 2018 forscht Jakub Steiner im Rahmen seines eingeworbenen ERC Consolidator Grant am Department of Economics der UZH als Senior Research Associate. Seine Forschung beschäftig sich mit theoretischen Modellen für menschliches Verhalten.
David Dorn: Einer der meistzitierten Ökonomen unserer Zeit
2019-01-08: David Dorn ist einer der global meistzitierten zeitgenössischen Ökonomen hinsichtlich Aktualität und Einfluss. Gemäss dem REPEC-Zitate-Ranking, welches Anzahl der Zitate, Gewichtung nach Impact-Faktor und Aktualität erfasst (WDScCites), rangiert er weltweit auf dem hervorragenden 9. Platz.
Die einflussreichsten Ökonomen der Schweiz
Interview mit David Hémous
Abschottung statt Innovation?
2019-01-07: Zum Jahresbeginn wirft das Wirtschaftsmagazin «Trend» von Radio SRF einen Blick auf die aktuelle Weltwirtschaftslage. Im Gespräch mit David Dorn geht die Sendung der Frage nach, wieso die Skepsis gegenüber dem Freihandel steigt und was die Folgen der wirtschaftlichen Abschottung einzelner Länder sind. David Dorns Forschung zeigt wie die Arbeitsplatzverluste der letzten zwei Jahrzehnte mit diesen Entwicklungen zusammenhängen und wie wirtschaftliche Veränderungen auch politische Veränderungen mit sich bringen.