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Die Bündner Skicracks haben am Weltcup-Wochenende in Kitzbühel einen Podestplatz verpasst. Der Bündner Mauro Caviezel erreichte im Super-G von Freitag den starken vierten Platz, hatte in der Abfahrt vom Samstag aber keine Chance. Auch Carlo Janka kam nicht wirklich auf Touren: Trotz einer guten Abfahrt reichte es dem Obersaxner in der Abfahrt nicht ganz nach vorne.
Was für ein Weltcup-Wochenende in Kitzbühel! Eine Woche, nachdem der Bündner Mauro Caviezel bei der Abfahrt von Wengen einen möglichen Sieg nach einem groben Schnitzer verpasste, fuhr der 31-Jährige beim spektakulären Super-G von Freitag erneut ein starkes Rennen, verpasste das Podest aber hinter dem überragenden Sieger Kjetil Jansrud sowie den zeitgleichen Zweitplatzierten Aleksander Kilde und Matthias Mayer.
Caviezel zeigte im Super-G ein durchwegs sauberes Rennen, riskierte insgesamt aber vielleicht ein Mü zu wenig. «Leider ist es nicht ganz mit einem Podestplatz aufgegangen», so der derzeit erfolgreichste Bündner Skifahrer, «insgesamt war die Fahrt aber ok.» Für Caviezel war es der vierte Top-5-Platz im Super-G in Serie in dieser Saison in Serie. Im Kampf um die kleine Kristallkugel im Super-G bleibt Caviezel damit ebenfalls im Rennen. In der Abfahrt vom Samstag hingegen war Caviezel chancenlos. Caviezel und die Streiff, das passt nicht wirklich, wartet der Bündner auf der Streiff doch weiterhin auf einen Top-10-Platz in der Abfahrt. «Das Einzige, was ich von der Abfahrt mitnehme, sind müde Beine», so Caviezel im Ziel-Interview.
Der zweite Bündner am Abfahrtsstart, Carlo Janka, zeigte ein starkes Rennen, verlor aber ab der Hausbergkante und der Zielhang-Einfahrt viel Zeit und lag letztlich als respektabler Zehnter eine knappe Sekunde hinter dem österreichischen Sieger Matthias Mayer. «Seit zehn Jahren verliere ich Zeit in dieser Kurve», so Janka im Ziel-Interview mit einem Schulterzucken. Im Super-G vom Freitag war der Bündner bereits nach wenigen Fahrsekunden ausgefallen.
Die beiden weiteren Bündner, die am Freitag im Super-G-Einsatz standen, reüssierten ebenfalls nicht. Der Samnauner Thomas Tumler verpasste bereits nach wenigen Fahrsekunden ein Tor und schied aus. Und Mauro Caviezels Bruder Gino verlor auf allen Streckenpassagen Zeit und konnte nicht in die Entscheidung eingreifen.
Im Slalom von Sonntag, der mit dem Sieg von Daniel Yule in einem grossen Schweizer Triumph endete, war der einzige gestartete Bündner chancenlos: Sandro Simonet schied als 42. nach dem ersten Lauf aus, für die Qualifikation fehlten dem Lenzerheidner 42 Hundertstelsekunden.
Comeback von Jasmine Flury
Nach ihrer Knieverletzung gab am Freitag in der Abfahrt von Bansko auch die Davoserin Jasmine Flury. Im schwierigen Speed-Rennen war sie in guter Schweizer Gesellschaft. Auch Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin fielen aus, für das Vorzeigeresultat sorgte Joana Hählen auf dem dritten Rang. In der zweiten Abfahrt vom Samstag kam Flury durch und klassierte sich auf dem 20. Rang. Einen ähnlichen Auftritt zeigte die Davoserin im Super-G vom Sonntag mit dem 22. Platz – Resultate, die nach ihrer Verletzungspause sicher Mut machen.
(Bilder: Screenshot SRF)