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Bei Rindvieh wurden auf bayerischen Höfen mit nahen Mobilfunksendern bereits Ende der 1990er Jahre teils dramatische Gesundheitsprobleme bekannt. Das bayerische Umweltministerium veranlasste eine Studie, nahm aber verharmlosenden Einfluss auf deren Ergebnisse. Nach deren Veröffentlichung behauptete der Minister glattweg, die Studie zeige "keine Auffälligkeiten durch den Einfluss von Mobilfunk", was trotz der Verharmlosung nicht stimmte. Die Studienautoren widersprachen dieser amtlichen Vertuschung der Tatsachen öffentlich.
Später kamen Meldungen gleichartiger Schäden aus ganz Mitteleuropa. Es wurde gehäuft von Euterentzündungen, verminderter Milchleistung, Verhaltensstörungen, äusseren und inneren Geschwüren, Fruchtbarkeitsstörungen, Tot- und Missgeburten berichtet. Eine notfallmässige Umstallung betroffener Kühe auf einen unbelasteten Hof bewirkte jeweils eine rasche Besserung. Nach der Rückkehr auf den belasteten Hof folgte prompt der Rückfall. – Aus der Schweiz sind neben denselben Schäden überdies Fälle von gehäufter Kälberblindheit (Katarakt; grauer Star) bekannt.
Dass Mobilfunkstrahlung Tieren schadet, zeigte sich in Studien und Praxis auch an Verhaltensstörungen bei Vögeln, Ameisen und Fröschen sowie an Hühnerembryos. Bei Honigbienen wurde unter Mobilfunkstrahlung eine gestörte Rückfindung der Sammelbienen zum Bienenstock festgestellt. Ferner reagierten Völker auf eine Strahlungserhöhung selbst im Winter (!) unverzüglich mit dem charakteristischen Signal, das sonst vor dem Ausschwärmen eines Volkes hörbar ist. – Der dramatische Rückgang von Fluginsekten seit den 1980er Jahren um bis zu 80% wird wohl zu Recht den Pestiziden und der Zerstörung natürlicher Lebensräume zugeschrieben. Er fällt aber auch zusammen mit dem Auf- und Ausbau der Mobilfunknetze. Hier besteht grosser Forschungsbedarf.