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Obwohl Jahr für Jahr mehr als ein Dutzend Mitglieder nach Alaska fahren, scheut man sich, die eigenen Erfahrungen mitzuteilen. Vermutlich ist es so, dass die besten Geschichten zu gut sind, um sie anderen zugänglich zu machen.
Vielleicht könnte ja der Vorstand mit einem guten Beispiel vorangehen oder zumindest die entsprechenden Mitreisenden zu einer kleinen Beschreibung ihrer Eindrücke motivieren. Vielen Dank.
Bevor es offiziell wurde, vermuteten viele Alaska-Kenner, dass die rückläufigen Königslachsbestände mittels Fangrestriktionen geschützt werden müssen. Also verlegten sie den Zeitpunkt ihrer Alaska-Reise auf die 2. Hälfte Juli und den Monat August mit den Zielfischen Silber- und Rotlachs. Falls sich aber ein Angler im Leben einmal einen Traum erfüllen möchte, um einen King zu besiegen und dafür jahrelang gespart hat, ist das Angelverbot auf diese Fischart eine bittere Erfahrung. Wenn im Dezember oder Januar die Reise gebucht und bezahlt wurde, waren die Massnahmen von Fish&Game noch nicht bekannt. Auf was sonst, kann man ab Mitte Juni bis anfangs Juli an diesen Fluss angeln? Sind Äsche, Forelle, Whitefish oder in den Seen der Hecht eine Alternative? Braucht man deswegen nach Alaska zu fahren?
Die Restriktionen für den Fang von Kings bleiben auch für das Jahr 2015 bestehen. Pro Jahr dürfen max. zwei Königslachse behändigt werden. An 4 Tagen pro Woche ist das Angeln auf diese Spezies erlaubt und an 3 Tagen gilt "catch and release".
Die Fangbeschränkungen von 2013 für den Königslachs bleiben auch für das Jahr 2014 in Kraft.
Im Einzugsgebiet des grossen Susitna Rivers wurde die Königslachs-Population in den letzten fünf Jahren durch die Berufsfischerei überstrapaziert. Zwar müssen die Netzfischer im Meer während der Pollack- und Dorschfischerei im Mai und Juni die Königslachse als unerlaubter Beifang zurücksetzen. Aber diese sind dann ja meistens tot... Ein unsinniges Gesetz lässt jedes Jahr Hunderttausende von Königslachsen zugrunde gehen. Schätzungen liegen bei einer halben Million! Nun versucht man die Berufsfischerei seit zwei Jahren etwas einzuschränken, indem man die Pollack- und Dorschfischerei einstellen will, wenn zu wenig Lachse aufsteigen. Währenddessen müssen sich Sportfischer mit zwei Königslachsen pro Saison (!) begnügen, was bei vielen Lodges zu Buchungsausfällen im Juni führte. Das ist nicht nur ein fischereiliches Debakel, sondern auch ein finanzielles. Denn ein vom Sportfischer gefangener Lachs bringt dem Land ein Mehrfaches ein als ein vom Berufsfischer erbeuteter. Insbesondere, wenn ein toter Lachs ins Meer geworfen werden muss...
Für alle Alaska Reisenden ist es also wichtig, sich vorgängig zu informieren – für jede „Unit“ können „Emergency Orders“ verhängt werden – auch sehr kurzfristig und plötzlich.
Inzwischen sind die Regulations 2013 von Fish & Game publiziert und auch die Sondermassnahmen sind bekannt. Auf der Homepage von Fish & Game sind unter „Sport Fishing“ und dann unter „Emergency Order“ die Einzelheiten aufgelistet.
Für Unit 4 (Yentna drainage) ist es tatsächlich so, dass
• das Jahres-Fanglimit auf 2 Kings beschränkt wurde und
• nur an Freitag/Samstag/Sonntag und Montag Kings entnommen werden können. An den anderen Wochentagen gilt Catch & Release.
Für den Talachulitna gilt an allen Tagen Catch & Release.
Für alle Alaska Reisenden ist es also wichtig, sich vorgängig zu informieren – für jedes „Unit“ können „Emergency Orders“ verhängt werden – auch sehr kurzfristig und plötzlich.
18.03.
Hallo Freunde, nachts minus 25 grad, tagsueber 3 grad plus, wolkenloser Himmel, Nordlichter, viele Tiere, all das kann man im Winter hier in Alaska geniessen.
Herzliche Gruesse von den Fish Lakes
Heinz Weisskopf
20.03. Hallo Chinookler
hier noch der Report ueber das Eisfischen
sack stark, innerhalb 14 Tagen sage und schreibe
25 Hechte, allesamt zwischen 55 und 80 cm.
Aus 3 Loechern, alle innerhalb einem Radius von 6 m
als Koeder dienten Heringe oder auch nur Brustflossen
von gefangenen Hechten.
Unglaublich, wie viele Hechte hier an den Fish Lakes sind. Dan von der Fish Creek Lodge hat ein tolles Essen zubereitet und versteht es, graetefrei zu filetieren.
Also bis zum naechsten Mal.
Gruesse aus Alaska
Euer Presi Heinz
14-tägige Rundreise mit Felix Schneider in Gegenden und Orte, die bisher vom Tourismus grösstenteils veschont geblieben sind. Dazu gehörte: Busfahrt nach Cooper-Landing und Wanderung zum Russian River Fall, vorbei am Kenai Lake (schönster See der Kenai-Halbinsel), im Kenai River wird der Königslachs ab 22. Juni gesperrt, ein flly-out zu den muschelsuchenden Bären, Besuch von Halibut Cove per Schiff, 6-stündige Rundfahrt im Kenai Fiord mit Walbeobachtung, Seelöwenkolonien und kalbende Gletscher, 40-Meilen-Bootsfaht zur 1- Million-$-Brücke am Copper River, Besichtigung einer stillgelegten Goldmine im Wrangell-St. Elias National Park (wird leider ab 2013 für Besichtigungen geschlossen).
Cordova, ein hübsches, weltvergessenes Fischernest am Ostende des Prince William Sound ist unter Naturfreunden vor allem als Ausgangspunkt für Touren in das Copper River Delta beliebt. Früher wurde in Cordova das per Bahn angelieferte Kupfererz der Kennecott Mine auf Schiffe umgeschlagen.
Gegen Ende Juni: interessantes und abwechslungsreiches Fliegenfischen auf Rotlachse am Eyak River. Tageslimit beträgt 3 Sockeyes.
Am 1. Juli Flug zum Chignik River. Hervorragendes Angeln auf Königslachse. Fanglimite 5 Kings/Jahr. Kampfstarke Lachse zwischen 30 - 45 amerikanische Pfund. Silberne Torpedos forderten uns heraus. Alte Erinnerungen wurden wieder wach und alte Träume zu neuem Leben erweckt.
Fisch & Game hat festgestellt, das im Vergleich zu den Vorjahren viel weniger Königslachse in die Susitna River drainage (dazu gehört auch der Lake Creek) einsteigen. Deshalb wurde mit Wirkung ab 15. Mai das Jahresfanglimit von 5 auf 2 Königslachse reduziert und das gesamte Susitna Einzugsgebiet ab 25. Juni für die Kingangelei definitiv gesperrt.
Tony Martin und Freddy Cramer
siehe auch: Reiseberichte Alaska / USA > Minibustour 2012
Kurzinfo vom 12.07.11: Alaska / Canada - Juni/Juli 2011
Nichts ist beständiger als der (Klima)Wandel!
Zum ersten Mal mehr Pilze als Königslachse.
Früher war der Zeitpunkt, an dem wir dieses Jahr den Kings nachstellten die sogenannte Königswoche am Lake Creek. Die Reglementierung gleich wie vor 2010, nämlich ein Königslachs/Tag, insgesamt deren fünf pro Jahr. Aufgrund der Veränderungen des Flusslaufes blieb uns eigentlich nur die Bootsfischerei (15 PS-Motoren) im Mündungsgebiet übrig.
Manpower: 4 Angler während 5 Tage
Ergebinis: total 4 Fische
Gewicht total: frisch 33kg, filetiert und geräuchert 20kg
Anmerkung: der "alte" Lake Creek unterhalb der ersten Wand ist ein Rinnsal; die erste Wand kann zu Fuss ereicht werden. Hauptarm ist nun der Little Lake Creek, der wegen vielen umgefallenen Bäumen nicht mehr mit dem Jet-Boot befahren werden kann
Zur Abwechslung begaben wir uns auf Morchelsuche (Pilze) in British Columbien.
Manpower: 4 Mann während 4,5 Tage
Ergebnis: über 52 kg frische Morcheln
Anmerkung: Das Resultat übertraf bei Weitem unsere Erwartungen; sensationell > unglaublich > phänomenal! Ein unvergessliches Erlebnis.
Tony Martin
siehe auch: Reiseberichte Yukon / Canada > Morcheljagd
Nach einer Zwischenlandung in Amsterdam kamen wir nach 14 Stunden am 15.06.1994 in Anchorage an. Gleichentags flogen 9 Teilnehmer mit dem Wasserflugzeug zur McDougall Lodge, während Tony, Ben und ich mit dem Auto Richtung Homer fuhren.
Abschalten, sich an die Ferien gewöhnen, weg vom täglichen Stress war das Motto. Gemütlich wurde die Sache angegangen, so dass überall wo wir auftraten, der Slogan entstand: Those guys have a lot of fun, go on with it“. So rückte der Tag des Halibutfischens heran. Voller Erwartung fuhren wir drei mit dem Boot aufs Meer hinaus, alle top motiviert. Tony sogar mit einem Pflaster gegen Seekrankheit versehen. So kam es wie es kommen musste, beim ersten Bootsstopp riesige Aufregung auf dem Schiff. Tony’s Rute bis zum Zerbersten gebogen. Die Rolle tat nur schwer ihren Dienst und für Tony war der halbstündige Drill ein „Chrampf“. Unbeirrt und mit schweren Armen pumpte er weiter, gewann ein paar Meter Leine, um sie gleich wieder zu verlieren. Ein riesiger Fisch kämpfte am anderen Ende der Leine. Doch die Hektik blieb an Bord. Wurden durch die Crew gleich zwei Gaffs ganz nervös herumgereicht und der Käpt’n fingerte ständig an seinem 44er Magnum-Colt herum. Da - jetzt zeigte sich der Fisch zum ersten Mal. Was für ein Anblick, eine solche "Badewanne". Aber schon war er wieder in der Tiefe des alakanischen Meeres verschwunden. Dann endlich nach etlichen Fluchten kam der Riesenhalibut wieder an die Oberfläche. Jetzt wurde ein gezielter Schuss abgegeben und die beiden Gaffs krallten sich in den Fisch. Mit vereinten Kräften wurde der Halibut an Bord gehievt. Was für ein Prachtskerl, 126 Pfund; bravo Tony.! Ja wo steckt er bloss? Im ganzen Trubel wurde er schlicht vergessen. Erschöpft und schweissgebadet sass er in einer Ecke und bestaunte den Fisch und das ganze Drumherum. Nach den herzlichen Gratulationen und dem obligaten Schluck aus der Jack Daniels-Flasche kehrte ein Schmunzeln in sein Gesicht. „Es ist gar nicht so ein kleiner“, lächelte er. Ruedi Boser
Von hier ist der Denali-Highway nicht mehr geteert. Übungsbesprechung auf den Steigtritten vor unserem aufgebockten Wohncontainer – Franz, Peter und „Jack“ (… alles Heilige) – so etwa bis ein Uhr früh. Der Zufluss zum gletschergrauen River, mitten in der blumenverspielten Trundra, war schon glasklar. Du schaust hinunter drei, vier Meter tief, legst die Rute weg und staunst in ein Aquarium voll von munteren Artic Graylings. Vier etwas grössere – Peter als Koch – schmecken uns ausgezeichnet. Vorher noch die Aufregung, weil Franz als wuchtige Gallionsfigur unserem Guide die Sicht versperrt, dieser uns mit Vollgas auf die Sandbank setzt – alles so selbstverständlich, dass wir zunächst glauben, es gehöre dazu. Ohne Widerhaken wäre noch besser gewesen. Wir wollen es uns merken, memorieren richtig, bis „Jack“ leer ist. So ist das eben. Hinter dem Container, beim gemeinsamen Entspannen unserer Gesichtszüge, weil alles so schön läuft, sind wir uns einig. Nein, nicht angedudelt. Nur begeistert; dies aber schon. Peter Schöb