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Caryota
L. (Brennpalme), Gattung aus der Familie der Palmen, [* 2] Bäume mit oft sehr hohen, ringförmig genarbten Stämmen, doppelt gefiederten ¶
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Blättern mit keilförmigem schief ausgezackten Segmenten und nickenden Blütenkolben, deren Ähren oft in Büscheln wie Pferdeschweife
herabhängen. Die Blüten sind einhäusig, die runden, rötlichen Beeren enthalten oft nur einen Samenkern und sauren Saft.
Die Brennpalmen blühen nur einmal, der erste Kolben erscheint oben am Gipfel, und wenn er verblüht ist,
entwickelt sich eine andre, bis dahin ruhende Blütenknospe tiefer am Stamm. So folgen die Blüten von oben nach unten, und wenn
der letzte Kolben am Fuß des Stammes erscheint, stirbt die oft mächtige Pflanze ab.
Caryota urens L. (s. Tafel »Palmen I«) ist ein
in Indien und auf den Inseln des Indischen Archipels einheimischer Baum mit bis 12,5 m hohem Stamm, welcher
in der Jugend ganz von den vertrockneten Blattscheiden umgeben ist, im Alter aber glatt wird und naß dem daran Hinaufkletternden
Brennen verursacht.
Die doppelt gefiederten Blätter sind bis 6 m lang und bis 4 m breit. Aus den Blatthüllenfasern, Crin végétal
(zum Teil), Black fibre, Kittul genannt, fertigt man sehr starke Stricke, Bürsten, Besen, Körbe, Hüte etc.; auch dienen sie zum
Polstern. Das sehr feste Holz
[* 4] dient als Zimmer- und Nutzholz. Aus den unentwickelten männlichen Blütenkolben fließt nach dem
Anschneiden eine Menge Saft, aus welchem man Palmwein und Palmzucker (Jaggery) gewinnt. Das mehlhaltige Mark
alter Stämme, woraus man Grütze und Brot
[* 5] bereitet, soll dem besten Sago nicht nachstehen. Die jungen Blatttriebe werden als
Kohl genossen. Das Fleisch der Früchte schmeckt brennend, fast ätzend scharf.
Caryota urens und noch mehr
Caryota Cumingii Lodd. sind
sehr empfehlenswerte und harte Zimmerpflanzen.
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