Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03509.jsonl.gz/379

Es gibt zuwenig öffentliche Schulen. Die Klassen sind überfüllt, ungefähr siebzig Kinder sitzen in einer Klasse. In den öffentlichen Schulen müssen die Eltern kein Schulgeld bezahlen, aber alles Schulmaterial und oft sogar eine Schulbank finanzieren.
Die Eltern sehen sich oft gezwungen, ihre Kinder in eine Privatschule zu schicken. Jeden Monat regelmässig das Schulgeld aufzubringen, ist aber für viele Eltern eine riesige Belastung und manchmal gar unmöglich. Das führt dazu, dass die Kinder zeitweise von der Schule ausgeschlossen werden, oder sogar gar keine Schule besuchen.
DYARAMA finanziert für solche Kinder die Schulbeiträge.
Mâ wohnt mit ihren Eltern und kleineren Geschwistern in einem sehr einfachen Haus, ohne Strom und Wasser. Das WC, eine Sickergrube, befindet sich ausserhalb der Wohnung und wird von mehreren Familien zusammen benutzt.
Der Vater von Mâ hat ein Augenleiden und sieht sehr schlecht. Er verdient den Unterhalt der Familie mit der Herstellung von Backsteinen – von Hand gefertigt! Obwohl das Einkommen äusserst gering ausfällt, ist ihm die Schulbildung seiner Kinder ein grosses Anliegen.
Mâ ist eine gute, sehr gewissenhafte und fleissige Schülerin. Als älteste Tochter muss sie auch noch viel im Haushalt mithelfen. Ihre Aufgaben macht sie oft abends bei Kerzenschein. Sie hatte vom Vater eine alte Wandtafel geschenkt bekommen, darauf repetierte und übte sie unermüdlich.
Dyarama hat ab 2012 das Schulgeld für Mâ übernommen.
Im Sommer 2015 hatte Mâ ihr Baccalaureat mit Bravour abgeschlossen
und im Herbst 15 hatte sie mit dem Jus-Studium begonnen.
Bis zum Bachelorabschluss kann sie staatlich finanziert studieren. Das Masterstudium wird sie nicht mehr kostenlos absolvieren können.
Dyarama kann nun vorläufig die Finanzierung für sie einstellen und übernimmt dafür die Schulkosten für ihren Bruder.
Wir besuchen Mâ ab und zu. Sie kommt gut voran mit ihrem Studium und ist sehr glücklich und dankbar, dass sie diese finanzielle Unterstützung erhalten durfte.
Mariama und Hawa Yalani finanzierten wir ab Januar 2016 die Schulkosten. Ihr Vater ist seit seiner Inhaftierung aus politischen Gründen im berüchtigten Militärgefängnis Camp Boiro arbeitsunfähig.
Die Kosten für beide Mädchen zusammen belaufen sich auf 250 Franken/Jahr.
2017 hatten wir diese Finanzierung wieder eingestellt, da der Vater eine Einnahmequelle gefunden hat.
Helfen Sie uns mit Ihrer Spende oder mit einer Patenschaft weitere Schulbesuchmöglichkeiten zu finanzieren oder Einzelfall-Hilfe zu leisten. Vielen Dank!