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Werte und Ziele
Lysistrada vertritt die Haltung, dass das Sexgewerbe eine Realität ist, die nicht abgeschafft werden kann und soll. Das Engagement des Vereins zielt dahin, die Arbeits- und Lebenssituationen von Sexarbeitenden zu verbessern und Sexarbeit zu entstigmatisieren. Verschärfte Gesetze und Reglementierungen führen im Verständnis der Fachstelle nicht zu derartigen Verbesserungen, sondern verstärken Marginalisierung und Illegalität von Sexarbeitenden. Sexarbeitende haben nämlich unterschiedliche Realitäten, denen in einheitlichen Gesetzgebungen oder durch Verbote nicht Rechnung getragen wird: Ein Teil der Sexarbeitenden hat die Arbeit frei gewählt und verfügt über eine Berufsidentität; andere haben sich aufgrund einer ökonomischen Notlage für das Sexgewerbe entschieden; wieder andere arbeiten unter Zwang von Dritten im Sexgewerbe. Nur wenn Prostitution legal ist, kann freiwillig ausgeübte Sexarbeit von solcher, die unter Zwang erfolgt, unterschieden werden. Lysistrada berät Sexarbeitende unabhängig von sexueller Orientierung, Herkunft, sozialem und rechtlichem Status, Religion oder Lebensform und verfolgt bei der Beratung einen ganzheitlichen Ansatz, der die Sexarbeitenden nicht auf ihre Arbeitsrolle reduziert. Oberster Grundsatz ist die Förderung und Unterstützung von selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Handeln.
In unserem Leitbild legen wir dar, wie wir unsere Ziele konkret zu erreichen versuchen.
Als Mitglied des gesamtschweizerischen Netzwerks PROKORE zur Verteidigung der Rechte von Personen, die in Berufen des Sexgewerbes arbeiten, vertritt Lysistrada dessen Haltung und verfolgt dessen Ziele bezüglich der Sexarbeit. Ausführlich formuliert finden sich diese in der Charta von PROKORE.