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Für vergoldeten Schmuck wird ein geformtes Rohmaterial mit einer dünnen Goldschicht überzogen. Zum Vergolden eignet sich jedes leitfähige Metall wie etwa Messing, Silber oder Kupfer. Der Vorteil von vergoldetem Schmuck: Er sieht hübsch aus, ist aber nicht so teuer wie echter Goldschmuck. Wenn du jedoch auf Modeschmuck allergisch reagierst, solltest du bei vergoldetem Schmuck darauf achten, dass das Rohmaterial aus Silber ist. Zudem kann es sein, dass sich die Goldschicht mit der Zeit abnutzt.
Der Begriff Karat beschreibt die Reinheit von Gold. Feingold, also reines Gold, hat 24 Karat (K). Dieses Gold ist jedoch zu weich für die Schmuckherstellung. Deshalb wird es für Ohrringe und Co. mit anderen Metallen wie Silber verschmolzen. Karat gibt also an, wie hoch der Anteil Feingold in so einer Legierung (Metallmischung) ist. Bei einem Schmuckstück aus 8 Karat beträgt der reine Goldanteil also einen Drittel des Gesamtgewichts. Gold mit 24 K hat einen sogenannten Feingehalt von 99,99 Prozent. Wegen möglicher Verunreinigungen sind es nicht 100 Prozent. Bei achtkarätigem Gold ist der Feingehalt demzufolge bei 33,3 Prozent. Die Reinheit von Gold wird neben Karat auch in 1/1000-Teilen angegeben. Das heisst, von tausend Anteilen sind bei achtkarätigem Gold 333 aus Feingold. Deshalb wird achtkarätiges Gold auch 333er-Gold genannt.
Weiss ist Weissgold eigentlich nicht, sondern Silberfarben. Es wurde als Alternative zu Silberschmuck entwickelt, weil es im Gegensatz zu Silber nicht oxidiert. Das heisst, nicht mit Wasser und Luft reagiert und mit der Zeit schwarz wird. Bei der Herstellung wird dem Feingold durch den Zusatz von Nickel, Platin oder Palladium die Intensität der gelben Farbe genommen. Je nachdem, wie hoch der Anteil der beigemischten Metalle ist, verändert sich die Farbe. Oft wird Weissgoldschmuck zusätzlich mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, wodurch eine silbrig-bläuliche Färbung entsteht.
Rotgold ist wohl die farblich abwechslungsreichste Goldlegierung. Der rötliche Schimmer kommt zustande, weil dem Feingold Kupfer beigemischt wird. Teilweise werden auch kleine Mengen Silber beigegeben, um die Verarbeitung zu Schmuck zu vereinfachen. Eine beliebte Variante des Rotgolds ist Roségold. Es besitzt einen geringen Kupfer- und einen hohen Goldanteil, weshalb die rote Farbe nur leicht durchschimmert. Das sieht besonders fein und edel aus.
Gelbgold kommt wegen seiner gelben Farbe dem Feingold am nächsten. Doch auch wenn Gelbgoldstücke dadurch optisch am wertvollsten aussehen, müssen sie es nicht zwingend sein. Weiss- oder Rotgold-Schmuckstücke können gleich oder wertvoller sein. Ausschlaggebend ist immer der Anteil Feingold. Denn auch der Gelbgoldlegierung werden neben reinem Gold, Silber und Kupfer zugefügt. Je nachdem, wie das Verhältnis ausfällt, entsteht ein anderer Goldton.
Edelmetalle sind meistens mit einem sogenannten Feingehaltstempel versehen. Goldschmuck erkennst du normalerweise an den Zahlen 333 (8 K), 585 (14 K) und 750 (18 K). Leider gibt es auch Fälschungen, die über solche Stempel verfügen. Schau also auch auf Verfärbungen. Schimmern bei einem Gelbgoldstück graue oder kupferfarbene Stellen durch, handelt es sich um vergoldeten Schmuck. Ebenso sollte echtes Gold nicht mit der Haut reagieren. Da Feingold für Schmuck mit anderen Metallen verschmolzen wird, ist aber auch auf dieses Indiz nie hundertprozentig Verlass. Besser ist der Wassertest: Echtes Gold ist nämlich schwer und sinkt. Hast du einen starken Magneten zu Hause, kannst du es auch damit testen. Gold sollte nicht vom Magneten angezogen werden. Mit einem Stück Keramik lässt sich zudem ein Abriebtest durchführen. Ziehe das Schmuckstück über die Keramik. Hinterlässt es eine Goldspur, ist es echtes Gold.
Wenn wir schon echten Goldschmuck haben, dann wollen wir ihn auch möglichst täglich tragen. Und dafür ist Gold prima geeignet. Es ist nämlich sehr widerstandsfähig, oxidiert nicht und verträgt Wasserkontakt. Nur wenn du im Swimmingpool eine Runde schwimmen willst, solltest du deinen Schmuck ausziehen, da Chlor dem Gold die Farbe nehmen kann. Obwohl sie hart im Nehmen sind, solltest du deine goldenen Schätze ab und zu reinigen. Denn Cremes, Parfum und Co. hinterlassen ihre Spuren. Die Reinigung ist aber ganz easy. Poliere den Schmuck mit einem weichen Tuch, um ihn wieder zum Glänzen zu bringen. Reicht das nicht, gibst du etwas milde Seife oder Spülmittel auf das Schmuckstück und wäschst es mit lauwarmen Wasser ab. Ganz harten Fällen gehts mit der Zahnbürste an den Kragen. Aber Achtung, versenk vor der Reinigung den Lavabostöpsel, damit deine Lieblingsohrringe nicht im Abfluss landen. Nach dem Reinigen trocknest du den Schmuck gut mit einem weichen Baumwolltuch ab. Vergoldeter Schmuck ist empfindlicher als solcher aus Echtgold, da sich die Vergoldung mit der Zeit vom Rohmaterial ablösen kann. Du solltest die Schmuckstücke also, wenn möglich, zum Duschen oder Sporttreiben abnehmen. Möchtest du den Schmuck reinigen, musst du vorsichtig sein, damit du die dünne Goldschicht nicht wegschrubbst. Poliere ihn sanft mit einem weichen Tuch. Wenn der Schmutz nicht weggeht, tut es auch lauwarmes Seifenwasser. Danach sanft abtrocknen.