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Es konnte nicht verwundern, dass Liverpools Trainer Jürgen Klopp nach den jüngsten Misserfolgen in der Meisterschaft - die Reds holten aus den letzten drei Spielen keinen Punkt - für den Match gegen Leipzig das Hauptgewicht der Taktik auf Vorsicht und Defensive legte. Die Rechnung ging auch resultatmässig bestens auf. Das Rückspiel an der Anfield Road wird erst am 10. März stattfinden. Bis dorthin könnten die Spieler mit besseren Ergebnissen auch in der Premier League erholen und das Selbstvertrauen ganz zurückgewinnen, das man vom FC Liverpool der letzten zwei Jahre kennt.
Um sich das äusserst günstige Resultat zu erarbeiten, benötigten die Engländer auch Glück. Jeweils zu Beginn der Halbzeiten verpassten die Leipziger das Führungstor knapp. Nach fünf Minuten traf Dani Olmo mit einem Hechtkopfball den Pfosten so, dass der Ball vor der Torlinie auf die andere Seite rollte. Nach 47 Minuten verpasste der Franzose Christopher Nkunku die Führung, weil Liverpools Goalie Alisson den Ball in höchster Not neben das Tor lenken konnte. Auch bei den eigenen Toren von Mohamed Salah und Sadio Mané früh in der zweiten Halbzeit brauchten die Liverpooler Glück - beziehungsweise schwerste Abwehrfehler der Leipziger. Xherdan Shaqiri kam in den letzten 20 Minuten anstelle des glücklosen Roberto Firmino zum Einsatz.
Nach einer Siegesserie in der Meisterschaft erlitt der FC Barcelona einen herben Rückschlag. Im Nou Camp lösten beide Mannschaften nach 27 Minuten die Handbremse, als Lionel Messi Barça mit einem souverän verwerteten Foulpenalty in Führung gebracht hatte. Es war das 119. Tor des Argentiniers in der Königsklasse. Hatten sich die Teams bis dorthin abgetastet, boten sie jetzt über weite Strecken ein Spektakel, zu dem auch das rasche Ausgleichstor von Kylian Mbappé gehörte. Der Youngster, der in Abwesenheit der verletzten Neymar und Angel Di Maria PSGs Offensivspiel hochhalten musste, nutzte ein kurzes, raffiniertes Zuspiel von Marco Verratti, um sich auf engem Raum etwas Platz zu verschaffen und aus kurzer Distanz abzuschliessen. Später machte sich Mbappé mit zwei weiteren Toren zum Mann des Abends.
Weitere gute Chancen auf beiden Seiten hätten das Skore noch in der ersten Halbzeit deutlich erhöhen können. Mbappé staubte Mitte der zweiten Halbzeit zum 2:1 ab, als Barcelonas Goalie Marc-André ter Stegen eine Hereingabe verfehlt hatte.
Obwohl seit dem legendären Abend fast vier Jahre vergangen sind, erinnerte man sich schon im Vorfeld an die Champions-League-Achtelfinals von 2017, als PSG das Hinspiel 4:0 gewonnen hatte und das Rückspiel in Barcelona - auch nach zweifelhaften Schiedsrichterentscheiden - 1:6 verlor und ausschied. Jene Ereignisse werden gerade jetzt wach, wenn sich PSG in Barcelona derart überzeugend revanchiert.