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Der Kanton Freiburg scheint gewillt zu sein, das Projekt einer Fusion von Grossfreiburg stärker zu unterstützen als bisher bekannt gegeben. Die Finanzhilfe an die sich beteiligenden Gemeinden könnte von den bisher in Aussicht gestellten 19 Millionen auf 50 Millionen Franken ansteigen. Dies sagte Finanzdirektor Georges Godel (CVP) am Dienstag in der Sendung «Forum» des Westschweizer Radios RTS. Christine Carrard, Sprecherin der Freiburger Finanzdirektion, bestätigte diese Information gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Godel machte die Ankündigung einen Tag nach der Präsentation der Staatsrechnung mit einem Gewinn von 70 Millionen Franken.
Der Finanzdirektor zeigte sich bereit, die Staatskasse zu öffnen, um den Prozess des Fusionsprojekts Grossfreiburg voranzutreiben. Die Erhöhung des Betrags ist auch eine Reaktion auf Kritiken, die dem Staatsrat bisher eine zu zögerliche Haltung zum Projekt vorgeworfen hatten.
Die Arbeitsgruppen des Fusionsprojekts haben in den letzten zehn Tagen ihre Berichte präsentiert. Die konstituierende Versammlung kam gestern wieder zusammen, um die Berichte zu diskutieren. Eine zweite Versammlung folgt am 11. April.
Die Fusion der Gemeinden Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne soll zu einer neuen Gemeinde mit 75 000 Einwohnern führen.