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2300-514 m. Am
Piz Vilan (2380 m) über
Malans entspringende und 4,2 km lange Wildwasserfurche, deren Richtung im grössern
Verlauf SSW. ist und sich später, vor ihrer Vereinigung mit der zwischen
Malans und
Jenins herabkommenden
Selvirüfe, in NW.
und W. ändert.
Beide Fachfurchen vereinigen sich 700 m sö. vom Dorf
Jenins und münden dann zu dem aus
der «Mus» hergeleiteten Mühlbach nahe dem
Rhein aus. Der in der Gegend des «Buchwaldes» ausgebreitete trockene
alte Schuttkegel der
Rüfe zeigt, dass die letztere hier einst in sw. Richtung weiter ins Thal hinab sich ergoss.
eines der seltenen Beispiele vom Verschwinden
einer Ortschaft in neuerer Zeit. 1,5 km s.
Thierachern auf einem Moränenzug an der Strasse nach
Amsoldingen
gelegen, zählte der
Weiler mit den anstossenden
Höfen Hasliholz noch am Anfang des 19. Jahrhunderts 10
Häuser und 82 reform.
Ew. der Kirchgemeinde
Thierachern.
Durch Erweiterung des Schiessplatzes von
Thun bis an den Rand des Hügelzuges, auf dem Ueltschenacker
lag, und infolge Steigerung der Schussweite durch Sprengstücke und Geschosse gefährdet, wurde der
Weiler
durch die Eidgenossenschaft angekauft, worauf die Gebäulichkeiten abgebrochen und die Grundstücke der Bewirtschaftung durch
die eidg.
Liegenschaftsverwaltung überlassen wurden.
Die Strasse
Thierachern-Amsoldingen wird durch eine 800 m lange
Mauer
gegen die Geschosse geschützt. In der Nähe befindet sich ein
Turm zur Beobachtung der Schiessresultate
und eine von der Eidgenossenschaft erstellte grosse Musterscheune mit Stallungen.
(Kt. Luzern
und Aargau).
700-406 m. 17 km langer Bach; entspringt bei
Mosen auf
Luzerner Boden, durchfliesst in nördl. Richtung
ein schmales, aber fruchtbares Thälchen und mündet in
Ober Entfelden von links in die
Suhr. In
Uerkheim
treibt die Uerke eine
Mühle, die schon 1362 als Eigentum des Ritters Walthard von
Büttikon urkundlich genannt wird.
Obst- und Weinbau, Viehzucht. 1212: Urreshusin. 1460 gehörte der
Ort zur
GrafschaftFrauenfeld.
In der Nähe die Burgruine
Helfenberg an der nach
Nussbaumen führenden Strasse. Im Kilchhölzli hat man einen Grabhügel mit
Skeletten aufgedeckt.
Der Piz Uertsch fällt nach der Albulaseite hin furchtbar schroff und fast ohne Seitenzweige ab. Der schlanke und kühne,
kegelförmige Gipfel macht von hier aus einen imposanten Eindruck und kann aus den
Wagen der Albulabahn kurz oberhalb
des Schmittentobel-Viaduktes, sowie vom
ValTisch-Viadukt aus bewundert werden. Die erste Ersteigung erfolgte 1847 durch Oberforstinspektor
J. Coaz von N. her. Der Berg ist auch vom Albulahospiz aus schon bezwungen worden, doch ist der beste Ausgangspunkt für
die Ersteigung das Bergwirtshaus
Weissenstein (2030 m), von dem aus man in 3-4 Stunden über steile Grashalden
und Geröll rechts zu einer Einsattelung und darauf über
Schutt und Fels zur
Spitze gelangt.
Grossartige Fernsicht. Im Jahr 1855 beobachtete Professor Theobald während eines vom Wallis
her sich ausbreitenden Erdbebens, wie
sich vom
Piz Albula plötzlich Gesteinstrümmer,
Eis- und Schneemassen von allen
Seiten ablösten und donnernd
der
Tiefe zueilten. Der Bergstock besteht im Gegensatz zu der jenseits des Albulapassthales ragenden Granitkette der
Crasta Mora
ganz aus sedimentären Bildungen, von denen Hauptdolomit, obere Rauhwacke (Raiblerschichten) und Arlbergdolomit der Trias
die höhern Partien zusammensetzen.
Diese Massen ruhen auf jüngern Schieferbildungen des
Hintergrundes des
Val Plazbi,
Val Tisch und des Albulapassthales,
die da und dort Belemniten liefern und zum grössern Teil dem Lias, aber auch dem Tithon und wahrscheinlich noch der Kreide
angehören. Es erscheint wahrscheinlich, dass die Schieferformation die eigentliche Grundlage des Gebirges bildet und die
Triasdolomite nur überschobene Glieder der ostalpinen Decke darstellen. Im
Val Plazbi an der N.-Flanke
des Piz Uertsch wurde einst ein ausgezeichneter Eisenglimmer (Roteisenerz) gegraben; ebenso finden sich alte
Gruben auf Eisenglimmer
im obersten
Val Tisch und ferner in den
Töbeln der rechten Thalseite Spuren eines Bergbaues auf Kupferkies und Fahlerz.