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Jährlich verletzen sich rund 400'000 Sportlerinnen und Sportler. Gemäss der am Donnerstag vom Bundesamt für Sport veröffentlichten Studie "Sport und Wirtschaft Schweiz" ist in den letzten Jahren kein anderer Bereich so stark gewachsen: Die Bruttowertschöpfung stieg 2014 gegenüber der letzten Untersuchung 2011 um ganze 21%.
Über 7400 Beschäftigte erwirtschafteten mit der Schattenseite des Sports gut 1 Mrd CHF. In diesen Kosten eingeschlossen sind Rettungs- oder Behandlungskosten, nicht aber die Kosten des Ausfalls am Arbeitsplatz. Wintersportarten verursachen gemäss der Studie den grössten Teil der Kosten, gefolgt von Fussball.
Die Unfallkosten steigen, weil es immer mehr Unfälle gibt. Hinzu kommt, dass die Gesundheitskosten generell steigen und dass immer mehr ältere Menschen Sport treiben. Bei Unfällen führt das zu tendenziell höheren Kosten.
Mit 26% tragen Sportanlagen den grössten Teil zur Wertschöpfung der Sportwirtschaft bei. Rund ein Fünftel erwirtschaftet der Sporttourismus, gefolgt von den Sportvereinen und -verbänden mit 14%. Darin sind auch die internationalen Sportverbände mit Sitz in der Schweiz eingeschlossen.
Seit 2011 ist die Sportwirtschaft im Gleichschritt mit der Gesamtwirtschaft gewachsen. Davon haben aber nicht alle Bereiche gleichermassen profitiert: Während Sporttourismus oder der Handel seit längerem unter Druck stehen, profitieren zum Beispiel Fitnesscenter vom allgemeinen Trend oder Sportverbände von Grossereignissen.
(AWP)