Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03310.jsonl.gz/680

Das Meer war für die Menschen seit jeher sowohl faszinierend als auch furchteinflößend: Einerseits glitzerndes, tiefblaues Wasser, andererseits unergründliche Tiefen und Monsterwellen.
Unbezähmbare Wellen
Bei gutem Wetter sind sie ein Traum für Surfer und sorgen für einen feuchtfröhlichen Tag am Meer, bei Sturm türmen die Wellen sich teilweise zu bedrohlichen Wasserwänden auf. Man muss kein Experte zu sein, um zu ahnen, dass in der Wellenbewegung des Meeres ein enormes Energiepotential steckt. Doch als Wissenschaftler versuchten, diese für die Stromproduktion zu nutzen, scheiterten sie. Dies lag daran, dass die Wellenbewegung nur sehr unzuverlässig Energie lieferte und die Technik außerdem zu teuer war, um mit Windrädern und anderen Formen der Stromgewinnung konkurrieren zu können.
Ebbe und Flut
Doch auch wenn bislang kein Weg gefunden wurde, um die Kraft der Wellen zu nutzen, so ist es doch möglich die Kraft des Meeres für die Stromerzeugung zu nutzen. Jedoch nicht die Wellenbewegung, sondern den Wechsel zwischen Ebbe und Flut.
Dabei treibt die Strömung Turbinen an, die sich unter Wasser befinden. Wenn die Turbinen sich drehen, entsteht Strom. Um wettbewerbsfähig zu sein, ist es bei Gezeitenkraftwerken jedoch sinnvoll, mehrere Turbinen auf einmal zu bauen und in Betrieb zu nehmen, da sich dadurch Skaleneffekte erzielen lassen.