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Auftakt fürs grosse Finale
Die Geschichte. Der Riesenslalom ist eine sehr alte alpine Disziplin, bei grossen Meisterschaften fand sie aber erst in den 1950er-Jahren Aufnahme. Erste Weltmeisterin wurde 1950 in Aspen Dagmar Rom (Ö). Den Riesenslalom als Mittelding zwischen Slalom und Abfahrt abzutun, ist völlig falsch: der Riesenslalomschwung ist die Basis aller Skitechnik, in Fachkreisen ist diese Disziplin deshalb die eigentliche Königsdisziplin - auch wenn bei Fans zumeist die Abfahrt diese Rolle einnimmt.
Die Vorgaben. Die Höhendifferenz muss zwischen 300 und 400 Höhenmetern betragen, in St. Moritz sind es 355. Die Anzahl Richtungsänderungen muss zwischen 11 und 15 Prozent der Höhendifferenz betragen.
Der Ski. Er muss mindestens 188 Zentimeter lang sein, die Seitenbreite unter der Bindung muss mindestens 6,5 cm betragen, vor der Bindung im Minimum 10,3 cm. Der Mindestradius beträgt 30 Meter.
Der Modus. Bis 1977 wurde der Riesenslalom bei den Damen in nur einem Lauf entschieden, seit der WM 1978 sind es zwei Durchgänge, die von zwei verschiedenen Kurssetzern gesteckt werden. Da in der Regel frühe Nummern im Vorteil sind, weil die Strecke weniger Schläge und Löcher aufweist, wird die Startreihenfolge unter den besten 15 Fahrerinnen ausgelost: die ersten 7 erhalten die Nummern 1 bis 7, die Fahrerinnen zwischen 8 und 15 erhalten eine Nummer zwischen 8 und 15. Im zweiten Durchgang fahren die 30 Erstplatzierten des ersten Durchgangs in umgekehrter Reihenfolge.
Die WM-Strecke. Der Damenstart erfolgt oberhalb des “grossen Lochs”. Die Strecke ist gekennzeichnet durch viele Geländewechsel, die den Fahrerinnen erlauben, schöne Riesenschwünge zu ziehen. Es wird schöne sportliche Bilder fürs Auge geben.
Die Titelverteidigerin. Anna Veith (Ö) gewann vor Viktoria Rebensburg (D) und Jessica Lindell-Vikarby (Sd). Wendy Holdener war als 17. beste Schweizerin, den letzten WM-Titel für Swiss-Ski in dieser Disziplin holte Sonja Nef 2001.
Die Favoritinnen. Bei den sieben Rennen in dieser Saison gewann Tessa Worley dreimal, dreimal wurde die Französin Zweite. Lara Gut (Sz), Mikaela Shiffrin (USA) und Sofia Goggia (It) standen je dreimal auf dem Podest. Die Generalprobe beim Weltcup Final 2016 gewann Viktoria Rebensburg (D) vor Taina Barioz (Fr) und Gut, für die die WM verletzungsbedingt bereits zu Ende ist.