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Er werde auch in Zukunft mit dem Fussball im Allgemeinen und mit dem FFV im Besonderen eng verbunden bleiben, versicherte der scheidende Präsident Bernard Sansonnens am Samstag an der Delegiertenversammlung in Château-d’Oex. «Es wird mir nun möglich sein, vermehrt Spiele anzuschauen, zu denen ich besondere Beziehungen hege. Dazu werden diejenigen des FC Montbrelloz gehören, wo meine aktive Laufbahn als junger Fussballer begonnen hat, sowie die des 2.-Liga-Aufsteigers Belfaux, bei dem mein Sohn mitspielt.» Zu seinem Abschied übergaben Sansonnens auch die zwanzig Deutschfreiburgervereine ein Geschenk und liessen durch ihren Sprecher Robert Sturny verlauten, dass der scheidende Präsident stets die Minderheit respektiert habe.
Der Vize übernimmt
Mit der Wahl in die Juniorenkommission hat die administrative Laufbahn von Bernard Sansonnens 1993 begonnen. Drei Jahre später übernahm er als Nachfolger von Michel Allemann das Präsidium dieser Kommission. Die Delegierten wählten Sannsonens an der DV im August 1996 zusammen mit den beiden Senslern Sigi Perroulaz und Hans-Peter Piller in den Zentralvorstand des FFV. An der Delegiertenversammlung vom August 2001 wurde Sannsonens dann schliesslich als Nachfolger von Bernard Carrel zum Präsidenten gewählt.
Es sei weder Amtsmüdigkeit noch eingefahrene Routine, die ihn nach dreizehn Jahren als Präsident zum Rücktritt bewege, hielt Sannsonens fest. Die neu geschaffenen Statuten des Verbandes sehen vor, dass das Präsidium maximal fünf Mandate zu drei Jahren dauert. Er habe sich in seinem letzten Mandat auf die Nachfolge konzentriert und nun in der Person von Vizepräsident Benoît Spicher seinen Nachfolger in die Geschäfte des Verbandes eingeführt. Der 54-jährigen OS-Lehrer Spicher ist Mitglied des FC Farvagny/Ogoz. Er wurde 2001 in den Zentralvorstand gewählt und ist seit 2010 deren erster Vizepräsident. Er hat als aktiver Fussballer alle Stufen bis zur zweiten Liga durchlaufen und war lange Vereinsfunktionär des FC Farvagny/Ogoz.
Einige Meilensteine
Unter Präsident Sannsonens hat das Zentralkomitee in den vergangenen Jahren einige markante Neuerungen vorgenommen und dabei einige Erfolge verzeichnen können. So ist es gelungen, mit der Einführung der Aktiven-Gruppierung mit Doppel-Lizenz die Tendenz zu den Vereinsfusionen etwas zu bremsen. Die freien Auswechslungen in der vierten und fünften Liga wurden eingeführt und erfolgreich abgeschlossen. Das Konzept wird in der kommenden Saison auch in der dritten Liga eingeführt. Weitere Erfolge waren die Finalspiele für die fünfte Liga sowie die Organisation des Cups der vierten und fünften Liga.
Die Aufstockung der zweiten Liga auf vierzehn Mannschaften mit der Gründung des Teams FFV und die Organisation und Durchführung der 100-Jahr-Feier des FFV fielen ebenfalls in die Amtszeit von Sansonnens.
Tiefpunkt 2007
Der Präsident und seine Leute im Vorstand hatten aber auch schwierige Phasen zu überstehen. Mit dem Aufruf zum Schiedsrichterstreik im November 2007 erlebte der 61-jährige Lehrer aus Châtonnaye eine seiner grössten Enttäuschungen als Präsident. Die Gewalt auf Fussballfeldern hatte vorübergehend Dimensionen angenommen, die nicht mehr toleriert werden konnten. Es ging sogar so weit, dass der Oberamtmann Auftritte des FC Schönberg im Sensebezirk vorübergehend verbieten wollte. Der Verband seinerseits griff damals hart durch und schloss den Stadtklub mit sofortiger Wirkung vom Wettbewerb aus.
Als erster Kanton in der Westschweiz hat der FFV unter Sansonnens vor zwei Jahren das Strafpunkteklassement eingeführt. Diese Massnahme hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Gelben und Roten Karten gingen merklich zurück, wodurch allerdings das Budget im ersten Jahr mit 30 000 Franken Mindereinnahmen–die Klubs zahlen für Karten jeweils Bussen–argstrapaziert wurde.
Versammlung: Rechthalten der fairste Verein
Zweimal erhoben sich die Delegierten des FFV an ihrer Delegiertenversammlung am Samstag in Château-d’Oex zu stehenden Ovationen. Mit der ersten wurde der scheidende Präsident Bernard Sannsonens zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die zweite Ovation galt dem neuen Ehrenmitglied des FFV, Gérald Rosset vom FC Portalban/Gletterens. Rosset hat seine fussballerische Karriere als 15-Jähriger beim FC Montagny-la-Ville begonnen und seinen Spielerpass erst mit 82 Jahren als ältester lizenzierter Fussballer der Schweiz abgegeben. Seine fussballerische Karriere dauerte 67 Jahre, dabei hat er von der ersten Liga (FC Payerne) bis zu den Veteranen in allen Ligen gespielt.
Für den durch den Abgang von Präsident Sannsonens frei gewordene Sitz im Vorstand, wählten die Delegierten den 44-jährigen Informatiker Christophe Delley vom FC Courtepin.
Gesunde Finanzen
Finanzchef Alain Defferrard wartete mit positiven Zahlen auf. Die Jahresrechnung schloss bei Einnahmen von 657 243 und Ausgaben von 613 874 Franken mit einem Gewinn von 43369 Franken ab. Von diesem Gewinn werden 30000 Franken für die Juniorenbewegung verwendet, 7000 für die Informatik und 5000 Franken werden für das nächste Jubiläum auf die hohe Kante gelegt.
Der FC Rechthalten-St. Ursen wurde vom Schiedsrichterverband als fairster Verein der vergangenen Saison ausgezeichnet und durfte den von Jean-Marie Macheret gestifteten Wanderpreis in Empfang nehmen. or
FFV
Zahlreiche Ehrungen
Goldenes Verdienstabzeichen:
Christine Bucheli20 Jahre beim FC Bösingen.
Kurt Benninger21 Jahre beim FC Cressier.
Laurent Burgy20 Jahre beim FC Cugy-Montet.
Alexandre Joye16 Jahre beim FC Fétigny/Ménières
Luc Déglise12 Jahre beim FC Marly.
Véronique Strüby10 Jahre Frauenfussball.
Verdienstmedaille des SFV:
Robert Raia5 Jahre Zentralvorstand.
Wappenscheibe des FFV
Oliver SiffertFC Alterswil, 25 Jahre Schiedsrichter.