Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/127

Auf der Webseite von Belinda Bencic (http://www.belinda-bencic.com/) schreibt sie:
„Ich wurde am 10. März 1997 in Flawil im Kanton St. Gallen geboren. Die ersten paar Jahre verbrachte ich mit meinen Eltern in Oberuzwil, nicht weit weg von meinen Grosseltern väterlicherseits, welche im Jahre 1968 aus der damaligen Tschechoslovakei in die Schweiz kamen.
Bereits mit 2 ½ Jahren schlug ich auf dem Vorplatz meines Eltern-Hauses mit meinem Vater Ivan die ersten Tennis-Bälle.
Nachdem ich im Jahre 2001 als vierjähriges Mädchen etwa zwei Jahre lang sporadisch in der Tennis-Schule von Melanie Molitor mittrainieren durfte, entwickelte ich eine enorme Tennis-Begeisterung. Meine Eltern entschlossen sich daher, mit Papa’s Jugendfreund und Hockey-Kollegen Marcel Niederer einen Investor für unser Tennis-Projekt an Bord zu holen.
Mit der nun vorhandenen finanziellen Absicherung beschlossen wir, als ganze Familie im Herbst 2003 für ein halbes Jahr nach Florida zu reisen. Ich durfte im berühmten Tennis-Camp von Nick Bolletieri am Tennis der grossen weiten Welt schnuppern und konnte mit vielen gleichgesinnten Tennisspielerinnen trainieren und spielen und machte grosse Fortschritte.
Im Frühling 2004 – wieder zurück in der Schweiz – erklärte sich Melanie Molitor bereit, mit mir (ich war mittlerweile siebenjährig) fast täglich intensiv zu trainieren. Ich und mein Vater hatten damit die einzigartige Möglichkeit, vom riesigen Erfahrungsschatz der Mutter und Trainerin von Martina Hingis zu profitieren.
Aufgrund der täglichen Trainings zügelten wir (Papa, Mama Dana und Bruder Brian) nach Wollerau und ich konnte so während acht Jahren unter äusserst fachkundiger Anleitung von Cheftrainerin Melanie Molitor sehr erfolgreich trainieren.
Mein Vater war bei praktisch jedem Training dabei und konnte seinerseits ebenfalls viel lernen.
Marcel Niederer, der ursprüngliche Investor, wurde mehr und mehr zum Manager und konnte für unser Tennis-Projekt weitere Unterstützer finden. So stiegen nach und nach das Immobilien-Unternehmen Forol , der Diamanten-Veredler Zipangu, der Sportausrüster Adidas, die Tennis-Schläger-Firma Yonex und der Verpackungsspezialist Fromm als Sponsoren und Werbepartner ein.
Anfangs 2012 fand meine Trainerin dann, dass wir in Zukunft nur noch alle paar Monate bei ihr ein paar Trainings-Tage verbringen sollten und dass es nun an der Zeit sei, alleine mit Vater in die weite Tenniswelt zu gehen und fortan möglichst viele Turniere selbständig zu bestreiten.
Von den von mir bestrittenen Turnieren im 2012, welche ich speziell erwähnen möchte, sind natürlich meine ersten beiden Einsätze im Schweizer Fed-Cup-Team gegen Australien und Weissrussland und die Premieren-Turnier-Siege, nämlich das erste Turnier der höchsten Juniorenklasse, die Czech International Junior Indoor Championships sowie die ersten zwei Profi-Turniere auf ITF-Ebene, die zwei USD 10‘000 Turniere im ägyptischen Sharm-El-Sheik (beide sorgar gleich nacheinander).
Das erste WTA-Spiel bestritt ich im Oktober 2012 in Luxembourg beim BGL BNP Paribas Open ($220‘000), und das war dann wirklich wie ein Paukenschlag, gegen Venus Williams. Dieses Spiel verlor ich leider mit 3:6 und 1:6, gewann jedoch wieder weitere unbezahlbare Erfahrungen.
Im 2013 habe ich in Indian Harbour Beach in Florida erstmals das Halbfinale eines USD 50‘000 – Turnieres erreicht. Diese Leistung bestätigte ich mit den Siegen in Santa Croce (G1) und in Milano (GA), beides Top-Junioren-Turniere. Die Krönung folgte mit den Siegen der Junioren Grand Slam Titel in Paris und Wimbledon, meinen bis heute grössten Siegen.
Ausserdem konnten die Dienste der Sportmanagement-Firma Octagon gesichert werden, welche mit Rat und Tat zur Seite steht und auch schon die eine oder andere wertvolle Wild-Card organisiert hat.
Nun bin ich auf der WTA-Profitour angekommen und stand bei den US Open 2014 in den Viertelfinals und ich konnte mit meiner Doppelpartnerin Katerina Siniakova den WTA-Doppel Titel in Prag feiern.
Am 27. Juni 2015 ging ein grosser Traum für mich in Erfüllung, als ich in Eastbourne meinen ersten WTA-Titel bejubeln durfte. Ich bin stolze Gewinnerin der Aegon International at Devonshire Park in Eastbourne.
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie die weitere Entwicklung meiner Tennis-Karriere auf meiner Website verfolgen würden.“
Nachtrag vom Dienstag, 18.8.2015
WTA-Turnier in Cincinnati
Belinda Bencic fegt Deutschlands Nummer 1 weg
Die Siegesserie von Belinda Bencic geht weiter.
Angie Kerber, geb. 18. Januar 1988, welche seit ihrem dritten Lebensjahr Tennis spielt, nahm als Teenager auch an Schwimmwettkämpfen teil. Nach ihrem Realschulabschluss entschied sie sich für eine Karriere als Tennisprofi.
Ihre Managerin ist ihre deutsche Mutter Beata, trainiert wurde sie zunächst von ihrem polnischen Vater Sławek. Als ihr „zweites Zuhause“ bezeichnet sie Puszczykowo (dt.: Unterberg) an der Warthe. Auch ihren ersten Wohnsitz verlegte sie Ende 2012 von Kiel nach Puszczykowo, wo sie regelmäßig im Tennis Centre Angie ihres Grossvaters trainiert.
Nachtrag vom Donnerstag, 20.8.2015
WTA-Turnier in Cincinnati
Belinda Bencic muss gegen die 10 Jahre ältere Lucie Safarova ( geb. 4.2.1987) nach dem ersten Satz verletzungsbedingt aufgeben.Im Achtelfinal ist also Schluss: Nach acht Siegen in Serie muss Belinda Bencic wegen einer Schlaghandverletzung in Cincinnati die Koffer packen.
Die Kraftreserven sind schlichtweg aufgebraucht.