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Neuer Dauereinsatz für die Bundeswehr: Mandat für Mali wird auf den umkämpften Norden ausgeweitet

Auf dem Vorposten der »Festung Europa«: Deutsche Soldaten empfangen Ministerin Ursula von der Leyen (Gao, 5. April 2016)
Foto: Michael Kappeler/Reuters
Wie ein böses Omen überschattete eine Nachricht aus Paris den Beschluss des deutschen Regierungskabinetts zur Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali. Drei tote französische Soldaten wurden vermeldet. Sie waren mit dem Führungsfahrzeug eines Logistikkonvois auf dem Weg von Gao nach Tessalit im Norden des westafrikanischen Landes, als der gepanzerte Truppentransporter am Dienstag morgen von einer Minenexplosion erschüttert wurde. Ein Soldat starb sofort, zwei weitere erlagen in der Nacht zum Mittwoch ihren Verletzungen, wie das Pariser Verteidigungsministerium und der Élyséepalast mitteilten. Der Blauhelmeinsatz unter dem Namen Minusma ist mit aktuell mindestens 78 Toten seit 2013 derzeit die UN-Mission mit der höchsten Todesrate.
Ungeachtet dessen soll die Bundeswehr nun ihren Einsatz in dem Krisenstaat auf den umkämpften Norden des Landes ausweiten. Bisher waren deutsche Soldaten hauptsächlich im ruhigeren Süden in der Nähe der malischen Hauptstadt Bamako stationiert. Dort trainierte die Bundeswehr 8.000 Soldaten – zwei Drittel der Landstreitkräfte des Landes. Künftig werden Militärausbilder auch im Norden des Landes bis zu den Städten Timbuktu und Gao aktiv. 2012 war die Region für einige Monate in die Hände teils….