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Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes
Änderungen in Art-Wechselbeziehungen könnten für viele der Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme und Biodiversität verantwortlich sein. Die ökologischen Konsequenzen von neuartiger Art-Interaktionen, insbesondere zwischen Pflanzen und Bodenmikroben, sind jedoch nur unzureichend untersucht, obwohl gerade diese eine Schlüsselrolle für die Bildung zukünftiger Pflanzengemeinschaften und ihrer Ökosystemprozesse spielen könnten.
In diesem Projekt werden wir zunächst untersuchen, wie schnell neuartige Pflanzen-Boden-Interaktionen in Bergökosystemen entstehen können. Dafür analysieren wir Pflanzen- und Bodengemeinschaften, welche aus einem internationalen Netzwerk von Experimenten entstammen. Im nächsten Schritt, werden lokal Gewächshaus- und Feldexperimente etabliert, um die Auswirkungen dieser neuartigen Interaktionen auf die Zusammensetzung von Pflanzengemeinschaften zu testen. Schließlich werden wir prüfen, inwiefern neue Art-Interaktionen die Auswirkungen des Klimawandels auf Nährstoff- und Kohlenstoffkreisläufe in diesen Ökosystemen beeinflussen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Dieses Projekt wird unser grundsätzliches Verständnis hinsichtlich des Einflusses neuartiger Pflanzen-Boden-Interaktionen auf die Bildung von Artgemeinschaften und Funktionsprozesse von Ökosystemen erweitern. Ziel ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf alpine Ökosysteme besser verstehen zu können, und somit effektive Managementmassnahmen für diese kulturell und ökonomisch wichtigen Landschaften zu erzielen.