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Offensichtlich sind das E-Dampfen, die Geräte und Liquids ausserhalb der Dampfergemeinschaft nahezu unbekannt. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Modelle die sich im Gebrauch voneinander unterscheiden. Das Grundprinzip ist allerdings bei allen das gleiche. Eine Flüssigkeit, die hauptsächlich aus Propylenglykol, Glyzerin und Aromastoffen besteht, läuft durch kleine Kapillaren zu einem elektrischen Widerstand. Dort wird das Liquid durch eine kleine Heizspirale leicht erwärmt. Die so erwärmten Moleküle kondensieren die Wassermoleküle des Atemstroms und es entsteht Dampf, der vom Benutzer ein- und ausgeatmet wird. Nebelmaschinen im Theater, an Konzerten oder in der Nachtgastronomie funktionieren nach dem Gleichen Prinzip und mit denselben Substanzen.
Ein E-Dampfgerät kann in zwei Hauptteile gegliedert werden. Den Verdampfer und die Batterie oder den Akku.
Der Verdampfer.
Anfangs bezeichnete dieser Begriff nur die eigentliche Heizwendel. Mit der Zeit hat sich dieser Begriff aber als allgemeine Bezeichnung für den gesamten dampfbildenden Teil etabliert, bestehend aus dem Sockel mit Akkuanschluss, der Luft- und Liquidführung, der Heizwendel, der Verdampferkammer und meist einem Liquidtank oder Depot.
Heutzutage ist die Mehrheit der erhältlichen Verdampfer aus Edelstahl, verfügt über einen Tank aus Pyrexglas oder Makrolon und lässt sich für die Reinigung in seine Einzelteile zerlegen. Das Liquid gelangt vom Tank durch einen oder mehrere Dochte aus Glasfaser- oder Silikatschnur zum Heizwendel. Dieser besteht aus Kanthal- oder Nickel-Chrom-Draht, Legierungen die sich erhitzen wenn sie von einem elektrischen Strom durchlaufen werden. Die Heizwendel, also Docht und Draht ist Verbrauchsmaterial, das sich leicht austauschen lässt sobald die Leistung nachlässt. Der Tank lässt sich sehr einfach befüllen. Dazu wird der obere oder untere Teil des Tanks aufgeschraubt und das Liquid direkt aus dem Fläschchen eingefüllt.
Die Batterie, resp. der Akku.
Der Akku liefert den nötigen Strom um die Heizwendel des Verdampfers zu erwärmen. Bei einigen Modellen sind alle Komponenten, also Akku, Elektronik, Taster, Auflade-System und Verdampferanschluss in einem Metallrohr verschweisst. Dieses lässt sich nicht in Einzelteile zerlegen und wird „Kombiakku“ genannt. Der Verbraucher muss jeweils über zwei Kombiakkus verfügen, damit er den einen verwenden kann währendem der andere am Laden ist. Bei anderen Modellen, von den Benutzern „Akkuträger“ genannt, ist ein handelsüblicher Industrie Akku eingesetzt, der sich entfernen und in einem separaten Ladegerät aufladen lässt. Einige Akkuträger verfügen über eine elektronische Regelung, andere wiederum funktionieren gänzlich mechanisch.
Nahezu alle Verdampfer und Akkus verfügen über ein Standardgewinde als Verbindung, auch „510er Gewinde“ genannt. Es handelt sich hier um einen ganz simplen Gewindeanschluss, mit dem sich der Kombiakku oder der Akkuträger mit fast allen gängigen Verdampfern verbinden lässt. Diese Normierung hat sich durch die Weiterentwicklung der Produkte von selbst ergeben. Dem Verbraucher bietet sich so eine grosse Auswahl an möglichen Kombinationen.
Der Gerätemarkt entwickelt sich sehr schnell weiter. Jedes Jahr kommen dutzende neuer Verdampfer und Akkuträger auf den Markt, einige davon sind Verbesserungen vorhergehender Modelle. Aufmerksam verfolgen die Hersteller die Kritik der Verbraucher. Der grösste Teil der Geräte kommt aus China, aber es gibt auch viele europäische und amerikanische Hersteller die E-Dampfgeräte in höchster Qualität produzieren. Heute sind die Geräte sicher, einfach in der Handhabung und leistungsstark. Alle E-Dampfgeräte und deren Zubehör können frei auf dem Schweizer Markt verkauft werden.
Systeme mit nicht auffüllbaren Patronen werden praktisch nicht mehr verwendet. E-Dampfgeräte in Zigarettenform sind meist zu klein um qualitativ guten Dampf zu erzeugen und bieten zu wenig Platz für das Liquid und eine leistungsfähigen Batterie.
Das Liquid setzt sich hauptsächlich aus Propylenglykol (PG), Glycerin (VG) und Aromastoffen zusammen. Diese Stoffe sind weit verbreitet und werden in der Agrar- und Lebensmittelindustrie, sowie in der Kosmetik- und in der Pharmaindustrie verwendet. Sie sind in vielen alltäglichen Gebrauchsgütern enthalten und gelten als unbedenklich für die Gesundheit. In einer Studie wurde Propylenglykol sogar in extrem hoher Dosierung in einem Inhalationstest geprüft, ohne dass eine Toxizität erkannt wurde [1]. Einige Liquids enthalten zudem wahlweise Nikotin in unterschiedlicher Konzentration.
Quellenangaben :
[1] O.H. Robertson, C.G. Loosli et al. (1947) : Tests for the chronic toxicity of propylene glycol and triethylene glycol on monkeys and rats by vapor inhalation and oral administration, Journal of Pharmacology and Experimental Therapeuthics.
R.L. Suber, R. Deskin, I. Nikiforov, X. Fouillet, C.R. Coggins (1989) : Subchronic nose-only inhalation study of propylene glycol in Sprague-Dawley rats, Food and Chemical Toxicology. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2807102
M.S. Werley, P. McDonald, P. Lilly et al. (2011) : Non-clinical safety and pharmacokinetic evaluations of propylene glycol aerosol in Sprague-Dawley rats and Beagle dogs, Toxicology.