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Die FIFA ist ein Verein in der Schweiz, der für die Zulassung als Berater die Absolvierung einer Prüfung verlangt, die im eigenen Hause gestellt wird. Insbesondere aufgrund der Machtposition der FIFA ist diese Prüfung in der derzeitigen Form bedenklich, zumal die Nichtbestehensquote nicht selten 50% - 70% beträgt.
Ein erster wichtiger Aspekt ist das anwendbare Recht bei der Anfechtung der Beraterprüfung FIFA. Die FIFA hat ihren Sitz in der Schweiz. Die Anwendbarkeit der Schweizer oder einer anderen Rechtsordnung hängt davon ab, ob es vertragliche Regelungen mit der FIFA gibt oder die gesetzliche Regelung gilt.
Die FIFA geht aufgrund ihrer eigenen Regularien davon aus, dass die Prüfung unanfechtbar ist und reagiert häufig nicht, wenn ein Prüfling sich über die Prüfungsbewertung oder die Prüfungsabläufe beschwert. Diese Position der Prüfung ist nicht haltbar. Auch die FIFA-Prüfung ist anfechtbar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle.
Einerseits ist die gehobene Machtposition der FIFA beachtlich. Diese darf insbesondere bei Beratern, die vor Einführung der Prüfung schon Jahre als solche tätig waren, nicht zu einem faktischen Berufsverbot führen, zumal es in der Schweiz und in Deutschland eine mittelbare Drittwirkung der Grundrechte gibt, die im Rahmen einer zivilrechtlichen Überprüfung zusätzlich zu berücksichtigen ist. Auch Berufsstartern darf der Zugang zum Beratermarkt aber nicht willkürlich verwehrt werden.
Bei Prüfungsanfechtungen wird insbesondere zwischen formellen und inhaltlichen Fehlern unterschieden. Das gilt auch für die Prüfungsanfechtung im Rahmen der Beraterprüfung der FIFA.
Formell ist es zum Beispiel bedenklich, wenn Kandidaten unterschiedlich lange oder verzögerte Prüfungszeiten haben. Ebenso verstößt es unter anderem gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn die Kandidaten nicht vergleichbare Prüfungsfragen erhalten. Selbstverständlich gelten allgemeine prüfungsrechtliche Grundsätze ebenso wie die Besonderheiten der Multiple-Choice-Prüfung.
Inhaltlich können zum Beispiel die Fragestellungen als solche angegriffen werden. Die Fragen der Prüfung zum FIFA-Berater können missverständlich oder sogar fachlich falsch sein.