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Ich möchte, dass die Gesetzgebung so angepasst wird, dass bei unadressierter Briefkastenwerbung vom geltenden Opt-Out System zu einem Opt-In-System gewechselt wird. Werbung soll also nur erhalten, wer dies explizit möchte. Anderenfalls werden keine unadressierten Werbesendungen zugestellt, mit Ausnahme der Sendungen, auf welche sich die Zustellorganisationen mit den Konsumentenschutzorganisationen geeinigt haben (insbesondere Sendungen von Behörden, amtliche Publikationsorgane sowie Sendungen von politischen Parteien).
In der Schweiz soll neu die Opt-in Lösung für unadressierte Werbung eingeführt werden. Mit einer solchen Lösung können künftig unnötige Papierabfallberge vermieden werden. Nachhaltigkeit beginnt vor der Haustür und damit im eigenen Briefkasten. Zudem entspricht es einem liberalen Lösungsansatz zu sagen, wenn man etwas will und nicht, wenn man etwas nicht will.
Grundsätzlich werden unadressierte Werbesendungen nicht zugestellt, wenn an einem Briefkasten ein “Stopp Werbung”-Kleber angebracht ist. Zu diesem Grundsatz gibt es aber einige Ausnahmen, auf welche sich die Zustellorganisationen mit den Konsumentenschutzorganisationen geeinigt haben. Dazu gehören insbesondere Sendungen von Behörden, amtliche Publikationsorgane sowie Sendungen von politischen Parteien.
Tatsache jedoch ist, dass viel zu viel unerwünschte Werbung im Briefkasten und danach direkt im Müll landet, sei es, dass kein Kleber angebracht wurde oder dass dieser nicht beachtet wurde.
Nachforschungen ergeben, dass die Mehrheit (53 Prozent) die Werbung nur teilweise (28 Prozent) oder gar nicht (25 Prozent) anschaut. Diese Papierabfallberge können mit einer Umkehr des Systems vermieden werden.
In Amsterdam findet man keine “Stopp Werbung” Kleber an den Briefkästen, sondern welche mit “Bitte Werbung”. Die niederländische Hauptstadt hat das Problem bereits gelöst, in dem es bei Briefkastenwerbung von einem Opt-Out zu einem Opt-in System gewechselt hat. Dadurch spart die Stadt nach eigenen Angaben jährlich 6000 Tonne Müll.