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Der Märzenbecher (Leucojum vernum)
Ihre Blütezeit und der Form der Blüten wegen nannte man sie Märzenbecher. Ein weiterer gebräuchlicher Name ist Frühlings-Knotenblume, da die Pflanze am Grund der Blüte einen kleinen Knoten trägt. Der Gattungsname «Leucojum» setzt sich aus den griechischen Worten «leukos» für weiss und «ion» für Veilchen zusammen, wohl daher, weil die Blüten veilchenartig riechen. Der Artname «vernum» kommt vom lateinischen «veris» für Frühling.
Der Märzenbecher wächst in Gruppen, bildet jedoch nur selten grössere Bestände. Als ursächliche Gefährdung sind in erster Linie Eingriffe in den Lebensraum der Pflanze zu sehen, wie beispielsweise die Umwandlung naturnaher Wälder oder auch die Entwässerung und Wiederaufforstung von Moorflächen. Ebenso tragen Wildverbiss und Sammler zur Bestandsminderung bei.
Die Pflanzenart beansprucht bestimmte Standorte: feuchte, nährstoffreiche, mässig saure Ton- und Lehmböden, die als Humusform in der Regel auch Mull aufweisen. Auf solchen Standorten wachsen natürlicherweise Linden-Bergahornwälder oder Hartholz-Auwälder. Auch in der anthropogen bedingten Folgegesellschaft der letzteren – den nährstoffreichen Nasswiesen – kann man den Märzenbecher finden. Die Frühlingsknotenblume ist ein Feuchtigkeitsanzeiger und besiedelt ihre Standorte bis in Höhen von 1600 m.ü.M
Sie gilt als besonders geschützt und nach der Roten Liste als gefährdet.