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(chines., »ausgetrocknetes Meer«),
das große, zwischen Thianschan und Kuenlün und weiter nach O. zwischen niedrigen
Ketten eingeschlossene Becken, welches am Hochland von Pamir
[* 3] unter 75° östl. L. v. Gr.
beginnt und sich von dort in einer durchschnittlichen Breite
[* 4] von 700 km, in flachem, nach N. geöffnetem Bogen
[* 5] etwa 4000 km
weit nach ONO. zieht, bis es durch das Chingangebirge von der Mandschurei getrennt wird. In der Mitte besitzt dieses Becken
zwei Fortsetzungen, eine nordwestlich gerichtete, breitere, zwischen den östlichen Ketten des Thianschan
und des Altai eingeschlossene, die Dsungarei, und eine südöstliche bis in die Nähe des obern Hoangho führende; beide haben
von jeher als Völkerthore für das zentrale Gebiet eine große Bedeutung gehabt.
Das Han-hai stellt zum größten Teil den Boden eines ehemaligen Binnenmeers dar, dessen etwa vorhandene fließende
Gewässer keinen Abfluß zum Meer haben, daher den Boden von seinen dem Pflanzenwuchs schädlichen salzigen Beimischungen nicht
befreien können. Es schließt ausgedehnte Sandwüsten und viele mit Kieselstückchen besäete Flächen ein und leidet unter
großer Trockenheit und verheerenden Sandstürmen. Niedrige Bodenanschwellungen trennen das Becken in zwei Teile, einen
kleinern westlichen, das Tarimbecken, und einen größern östlichen, die Wüste Gobi.