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Algerien: Für Saïd Chitour geht der Albtraum weiter
Saïd Chitour, Stringer und Mitarbeiter einer Reihe renommierter internationaler Medien wie etwa BBC und «Washington Post», wurde am 5. Juni 2017 auf dem Internationalen Flughafen von Algier vom Geheimdienst verhaftet. Seither wird er im Gefängnis El Harrach in Algier festgehalten.
Die Behörden warfen ihm Spionage vor, ausserdem habe er geheime Dokumente an ausländische Diplomaten verkauft. Doch laut seinen Anwälten ist die betreffende Strafakte völlig leer.
Dennoch hat die Anklagekammer des Gerichts Bir Mourad Rais in Algier am 12. November den Fall am Strafgericht vorgelegt und beantragt, dass Chitour wegen dieser schweren Delikte nach Artikel 65 des algerischen Strafgesetzes zu einer langen Strafe verurteilt werde. Ihm droht eine lebenslängliche Gefängnisstrafe!
Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt dieses Vorgehen und fordert das algerische Justizsystem auf, Saïd Chitour umgehend freizulassen. ROG ist ausserdem besorgt, denn Chitour wird unter sehr schwierigen Haftbedingungen festgehalten und leidet an gesundheitlichen Problemen.
«Mein Sohn ist Diabetiker, er hat 20 kg abgenommen und läuft Gefahr, im Gefängnis zu sterben. Seine drei Kinder sind zutiefst beunruhigt», sagt Chitours Mutter, Louisa Chitour. Er selbst fügt bei: «Holt uns aus diesem Albraum heraus, der uns auf kleinem Feuer röstet!»
Unterstützen Sie uns bei der Forderung nach Saïds Freilassung, indem Sie diese Petition unterschreiben! Jede Unterschrift zählt!
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