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Eine Bar
erinnert an die russische Ärztin Paulette Raygrodski
Im Sihlfeld existiert eine Bar, die im Wappen einen stilisierten rot-schwarzen Frauenkopf trägt. Das "Raygrodski", so ihr Name, ist erst ab abends 18 Uhr geöffnet und bietet
eine Vielzahl raffinierter Cocktails an. Die Drinks sind nicht billig, aber von erlesener Qualität und heissen "Hot Russian", "The Tsederica" oder "Scherbatsky". Die Gesellschaft,
die hier auftaucht, setzt sich zusammen aus Kreativen, Schicken und Schönen, aus Hipstern, Bankern und Büezern. Genau jener Mix von urban people, die man rund um den Idaplatz vor
allem in den wärmeren Tagen trifft.
Benannt ist die Bar nach der Sexualreformerin Paulette Raygrodski, die mit ihrem Ehemann, dem Zürcher Armenarzt Fritz Brupbacher, in den 1920er Jahren das linke Milieu in Aussersihl (zu dem damals auch Wiedikon gehörte) aufmischte.