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Die Ursprünge der Burgergemeinde sind sehr alt. Sie stammen aus der Zeit, da die Be-völkerung hauptsächlich von der Landwirtschaft lebte und die Gemeinschaften begannen, das Land um die Dörfer zu roden, um es bepflanzbar zu machen. Diese Arbeit wurde in Form von freiwilliger Fronarbeit geleistet. Die Landvögte "Seigneurs" übertrugen den Brüderschaften, das heisst Bewohnern der Dörfer, welche an dieser Rodung teilgenommen hatten, Rechte über dieses Land. Später nahmen die Bevölkerungsverschiebungen zu, und die Brüderschaften versuchten, ihre Rechte gegenüber den Neuankömmlingen zu bewahren.
In Leubringen wurde im Jahr 1850, also 2 Jahre nach dem Inkrafttreten unserer Bundes-verfassung, eine offizielle Urkunde betreffend Klassifizierung der Güter und Zuteilung der Aufgaben zwischen der Burgergemeinde (früher Brüderschaft genannt) und der Ein-wohnergemeinde erstellt. Es ist schwierig, mehr Einzelheiten zu finden, denn das gesamte Archiv aus dieser Zeit wurde im letzten Jahrhundert Opfer eines Brandes.
Wenn wir heute über Details betreffend Klassifizierung der Güter verfügen, so dank dem Exemplar der Einwohnergemeinde. Man liest zum Beispiel unter den Rechten der Burger-gemeinde, dass diese ihr Land und die Wälder nutzen kann, jedoch verpflichtet ist, Holz für das Schulhaus, das Gemeindehaus und die Wohnung des Lehrers zu liefern, sowie Land für dessen Gemüsegarten zur Verfügung zu stellen. Im Laufe der Zeit und mit der Modernisierung sind diese Rechte abgegolten worden. Erinnern wir uns, dass es die Burgergemeinde war, die das Holz für das bestehende Gemeindehaus geschenkt hat. Eine Pflicht, die heutzutage immer noch erfüllt wird, ist die materielle und moralische Unterstützung aller Burger (burgerliche Armenpflege).
Die Nachkommen der alten Leubringer Familien tragen die Namen Allemand, Jean und Villars. Ungefähr 65 von ihnen leben heute noch in der Gemeinde.
Die Burgergemeinde hat als Pflicht den Unterhalt der Wälder (50 ha), welche keinen Ertrag mehr abwerfen, aber zum grossen Garten der Oeffentlichkeit geworden sind. Sie verwaltet ebenfalls ihre Landwirtschaftsbetriebe von 50 ha zwischen Leubringen und Magglingen, sowie die Métairie d'Evilard mit einer Grösse von 160 ha, welche sich oberhalb Les Près-d'Orvin befindet. Hier verbringen ca. 250 Rinder den Sommer.
Die Burgergemeinden des Kantons sind denselben Gesetzen wie die Einwohnergemeinden unterstellt und werden vom Regierungsstatthalter kontrolliert. Ihre Organisation ist mit jener der Einwohnergemeinde vergleichbar. Sie hat eine Executive (einen Rat von 7 Mitgliedern) unter der Leitung des Präsidenten der Burgergemeinde und eine Legislative, die Burgerversammlung, welche mindestens zweimal im Jahr tagt.
Präsidentin: Jean Beatrice
Geschäftsführer: Baumann Rolf
Burgergemeinde Evilard
Route Principale 44
2533 Evilard
Tel. 032 323 22 21
<email-pii>
Gemeindeverwaltung
Route Principale 37
2533 Evilard
Telefon: 032 329 91 00
Telefax: 032 329 91 01
E-Mail
|Montag||

09.00–12.00
|Dienstag||

09.00–12.00
|Mittwoch||

geschlossen
|Donnerstag||

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07.30–14.00