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Lebensorte
Bereits die Anfänge der franziskanischen Bewegung sind von Brüdern geprägt, die "durch die Welt ziehen", und von "Orten", wo sie "sich finden und verweilen". Schon damals teilten Schwesterngemeinschaften wie San Damiano ihre Quellen mit Menschen aus der Stadt und mit Suchenden aller Art. Allein in der Deutschschweiz finden sich mehr als 50 grössere, kleinere und kleinste Gemein-schaften und Kreise, die im Geist von Franz und Klara leben. Sie haben ihren inneren Reichtum und ihr Beziehungsnetz. Begegnungsorte sind offene Gemeinschaften und Häuser, die Kurse und spirituelle Vertiefung anbieten.
Eine Übersicht zu den verschiedenen franziskanischen Gemeinschaften in der Schweiz gibt untenstehende Darstellung.
Stammbaum der franziskanischen Bewegung in der Schweiz
Ein Olivenbaum erinnert an den Ursprung der Ordensfamilie in Umbrien. Wie im jahrhundertealten knorrigen Ölbaum ursprünglich drei Bäumchen zu einem Stamm und einem Wurzelwerk verwachsen und gemeinsam Frucht bringen, ist die franziskanische Bewegung aus drei Orden entstanden und verwachsen. Der Erste Orden der Brüder (links) feiert seine Entstehung 1208/09, der Zweite Orden der kontemplativen Schwestern (Mitte) wurzelt in Klaras Aufbruch (1211), der Dritte Orden erhält seine erste Gestalt 1221, entfaltet sich über die katholische Kirche hinaus und bildet einen Regulierten Ordenszweig aus mit Brüdern (rechts), aktiven Schwesternkongregationen und heute kontemplativen Schwestern, die meist in die Beginenbewegung zurückreichen. Säkularistitute und neue Aufbrüche entfalten sich zunächst auf Vereinsbasis, ohne einem der drei Ordenszweige anzugehören.
© Christiane Wuchse (Aquarell) - Sr. Marianne Jungbluth (Struktur)