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Die "Ehrlichkeitsrangliste" von Netindex zeigt: Der Schweizer Kunde erhält im Gegensatz zu seinen europäischen Nachbarn (D: 80%; A: 74%; I: 67% und F: gar nur 60%) fast die beworbene Internetleistung (96%). Hätte der Preisüberwacher in seinem Preisvergleich für Breitbandinternet statt der beworbenen die effektive Leistung genommen sähe dieser anders aus und müsste nicht als Grund für eine Regulierung herhalten.
Der Preisüberwacher hat in einer Kurzanalyse die Festnetz-Internetangebote der Schweiz mit vier anderen Ländern verglichen und fordert eine rasche Revision des Fernmeldegesetzes. Der Bundesrat hat jedoch vor rund einem Jahr nach einer umfassenden Analyse des gesamten Fernmeldemarktes eine solche Revision abgelehnt. Swisscom teilt die Auffassung des Bundesrats, dass eine Revision unnötig ist und die für die Investitionen unabdingbare Rechtssicherheit gefährden würde.
Viele Telekom-Kunden nutzen heute ein ganzes Bündel von teils kombinierten Angeboten wie Telefonie, Festnetz-Internet, Fernsehen und Mobilfunk. Der Preisüberwacher vergleicht in seiner Analyse jedoch lediglich den Schweizer Festnetz-Internetmarkt mit vier anderen Ländern und fordert eine rasche Revision des Fernmeldegesetzes.
Breit abgestützte Studien von international renommierten Instituten zeigen jedoch ein anderes Bild von den Festnetz-Breitbandmärkten. Studien der OECD zeigen, dass die Schweiz beim Breitbandanschluss kaufkraftbereinigt im Mittelfeld liegt. Auch die Breitbandpreise pro Mbit in der Schweiz gehören im internationalen Vergleich zum Mittelfeld. Der Preisüberwacher berücksichtigt dagegen die Kaufkraftparität nicht, was sich beim schwachen Euro besonders nachteilig für Preisvergleiche mit dem Schweizer Markt auswirkt.
Für die Kunden entscheidend sind beim Internetzugang zudem nicht die offerierten Leistungen, sondern die effektiven Bandbreiten, die genutzt werden können. Ein aktueller Bericht von Akamai zeigt, dass bei diesen Kennzahlen die Schweiz viel besser abschneidet als die Nachbarländer.
Der Vergleich des Preisüberwachers ist eine Momentaufnahme von März bis April 2011, der Markt ist aber dynamisch: Swisscom hat seither die Bandbreiten bei gleich bleibenden Preisen für die Kunden massiv erhöht. Eine umfassende Analyse zeigt somit: Berücksichtigt man die erstklassige Abdeckung, die gute Qualität und die vergleichsweise hohen Gestehungskosten in unserem Land, so steht der Schweizer Breitbandmarkt international gut da