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Die Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen ist ein globales Problem. Rund 50% des gesamten Plastiks dient dem Einwegverbrauch und landet letztlich im Müll. Davon enden jedes Jahr 30 Millionen Tonnen als Plastikabfall im Meer. Teilweise sind die Kunststoffe biologisch abbaubar. Viele Teile lösen sich aber nicht auf, sondern gelangen als Mikroplastikteile in die Nahrungskette.
EU erlässt Verbot
Diese Woche hat das EU-Parlament beschlossen, ab 2021 Einwegprodukte aus Kunststoff wie Trinkhalme und Plastikteller zu verbieten. 2025 sollen zudem 90% der Einweg-Getränkeflaschen getrennt gesammelt und rezykliert werden müssen. Diese Massnahme ist nicht zuletzt eine Reaktion auf Chinas Ankündigung Anfang 2018, nicht mehr als Abfallbehälter der Welt zu dienen. Seit 1992 hat China schätzungsweise 45% des Plastikmülls der Welt absorbiert.
Während die Regierungen das Ziel der Verringerung der Umweltverschmutzung verfolgen, steigt der Druck auf den Privatsektor, ebenfalls tätig zu werden. Immer mehr Investoren verlangen von den Unternehmen, das Recycling zu verbessern und mehrjährige Abfallreduktionspläne offenzulegen.
Beitrag leisten mit Investitionen
Für Investoren gibt es laut einer Analyse von Nordea AM zwei Möglichkeiten, die Reduktion der Kunststoffverschmutzung zu fördern: Einerseits mit Investitionen in Unternehmen mit klarem Fokus auf Recyclingzielen. Zu diesen zählen beispielsweise Kimberley Clark und Procter&Gamble, welche ihre Plastikabfälle bis 2020 um 125'000 Tonnen bzw. 110'000 Tonnen reduzieren wollen. Andererseits mit Investitionen in Unternehmen, die Alternativen zu Kunststoff anbieten. Beispiele der letzten Kategorie sind BillerudKorsnaas und WestRock.