Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/2886

Betriebsarten
Verschiedenste Techniken haben sich während den Jahren in der Funktechnik etabliert. Heutzutage werden von altbekanntem Morsen bis zu neuen via Internet verbindenden Techniken diverse Lösungen angewandt. Folgend werden die gängigsten Techniken vorgestellt.
Amateurfunk
Dies sind die Stationen, deren Operator eine Prüfung beim BAKOM abgelegt hat. Sie besitzen Rufzeichen mit einem Präfix HB9 oder HB3. Die HB9 - Prüfung ist die anspruchsvollere der beiden Prüfungen, mit welcher man sowohl sämtliche Amateurfunk-Frequenzen benützen, mit einer hohen Leistung senden und Funkgeräte selber bauen kann. Amateurfunker machen Verbindungen in Sprechfunk, Morse-Telegraphie und digitalen Betriebsarten.
PMR
Die PMR sind die kleinen Handfunkgeräte, die man von fast überall her kennt. Sie brauchen keine Lizenz, nicht wie fast alle anderen Betriebsgeräte. Die Funktionen und die Reichweite dieser Geräte sind ziemlich begrenzt. Die Rechweite beträgt je nach Umgebungsbedingungen ca. 10 bis 20km. Die Anzahl der Kanäle ist auf sechs begrenzt. Wobei man sich mittels digitaler Kodierung zusätzliche Kanäle innerhalb dieser schaffen kann. Verwendet werden sie meistens bei lokalen Aktivitäten und Anlässen, bei welchen man auf Sichtidistanz arbeitet.
eQSO
Beim eQso Verfahren wird die Sprache nach dem Funkgerät über einen Funk - Gateway in das Internet übertragen. Das heisst, dass die Funksignale auch in anderen Ländern gehört werden können. Für eQSO werden PMR's verwendet, somit muss dafür keine Prüfung abgelegt werden.
EchoLink
Das EchoLink Verfahren ist ähnlich mit dem eQSO Verfahren. Der Unterschied besteht in der Lizenz, die der Anwender haben muss. Für den Betrieb von EchoLink muss, im Gegensatz zu eQSO, eine HB3- oder HB9-Lizenz vohanden sein. Echolink ist eine Computer-Software, die es einem Funkamateur ermöglicht, via Internet auf einer Funkfrequenz zu senden und umgekehrt darauf zu lauschen. Man kann somit Verbindungen in alle Teile der Erde haben mit sehr wenig Aufwand. Natürlich ist eine Verbindung über Internet nicht vergleichbar mit einer direkten Verbindung über die Luft auf Kurzwelle. Aber als Ergänzung ist dieses Verfahren sehr interessant.
CB-Funk
Prüfungsfreie Möglichkeit, mehr oder weniger lokale Verbindungen zu tätigen.
Modulationsarten
Frequenzmodulation und Amplitudenmodulation (FM und AM) - Sprechfunk
Wenn die Frequenz moduliert wird, wird die Trägerfrequenz so verändert, dass sie nach dem Muster der Nutzfrequenz verändert wird. Das heisst, dass die Frequenz sich ständig verändert. Diese Veränderung repräsentiert die Information, die übertragen werden soll. Diese Variante ist die technisch etwas anspruchsvollere.
Bei der Amplitudenmodulation wird die Stärke (Amplitude) der Trägerfrequenz nach dem Muster der Nutzfrequenz verändert. Das heisst, dass sich die Amplitude des Signals während der Übertragung verändert und dadurch die Information übertragen wird.
Single Side Band Modulation (SSB) - Sprechfunk
Dies ist die angewandte Modulationsart auf Kurzwelle für Sprachverbindungen. Dabei wird nur ein Seitenband übermittelt. Man erhält somit eine bessere Ausnützung der aufgewendeten Leistung und kann, grob gesagt, höhere Distanzen zurücklegen, mit einer geringen Bandbreite.
Morse-Telegraphie (CW)
Dies ist eine traditionelle Modulationsart, die mit sehr primitiven Mitteln hohe Distanzen erreichen kann.
Digitale Betriebsarten (PSK31, Packet Radio, PACTOR, ...)
Es gibt eine ganze Reihe von digitalen Betriebsarten, wobei mit dem PC kommuniziert wird. Bei Packet Radio benützt man ein Netzwerk von sogenannten Digi-Peatern. Dies sind im Prinzip Access Points auf einer bestimmten Frequenz mit einem Mailbox-System. Zwischen verschiedenen Knoten können Linkstrecken oder das Internet die Verbindung herstellen.