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Wer dachte, der Markenname für den bekannten deutschen Sekt solle darauf hindeuten, dass die Menschen durch den Konsum mehr Mumm (=Mut) bekommen, hat sich geirrt. Tatsächlich hiessen die Gebrüder Gottlieb, Jacobus und Phillipp, die 1827 im französischen Reims eine Champagnerkellerei gründeten, mit Nachnamen Mumm. Nachdem es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Familie kam, spaltete sich das Unternehmen in G.H. Mumm & Co KG sowie Jules Mumm & Co auf, nur um etwa 60 Jahre später durch den Aufkauf der Marke Jules Mumm wieder vereint zu werden. Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs gab es wiederum zwei Mumm-Kellereien: Eine in Reims und eine in Frankfurt. In den 70er Jahren begann schliesslich die Ära der grossen Firmenaufkäufe; in diesem Fall war es der kanadische Konzern Seagran, der Interesse an dem deutsch-französischen Sekt hatte. 1981 lief der erste TV-Spot für Mumm über die Bildschirme und bis heute sorgen die gross angelegten Werbekampagnen für Gesprächsstoff. Auch lässt sich die einstige Spaltung daran erkennen, dass das heutige Unternehmen Godefroy H. von Mumm & Co. Sektkellereien GmbH zwei Marken mit unterschiedlicher Klientel besitzt: Das wäre einmal Mumm Sekt für die erwachsenen, seriösen Sekttrinker und einmal Jules Mumm für die jüngeren, leicht verrückten Konsumenten (immerhin tritt in der neuesten Kampagne ein rosa Lama namens Jules auf!).
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