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Der Projektierungskredit umfasst den anspruchsvollen und komplexen Prozess, die Idee vom heutigen strategisch-konzeptionellen Stand zu einem abstimmungsreifen Projekt mit Kostenvoranschlag zu entwickeln. Das Vorhaben beinhaltet zwei Projektierungsphasen: zuerst den Projektwettbewerb, danach die Ausarbeitung eines Vorprojekts "plus".
Der Architektur- bzw. Projektwettbewerb ist als selektives Verfahren mit Präqualifikation gemäss SIA-Ordnung 142 vorgesehen: Das Verfahren steht für alle Bewerbenden mit entsprechender fachlicher Qualifikation offen. Der Gemeinderat publiziert mit der Ausschreibung, wie viele Projekte gewünscht sind bzw. wie viele Architekturbüros im Rahmen der Präqualifikation ausgewählt werden. Die eingesetzte Wettbewerbsjury wählt auf Basis der vorgängig deklarierten Kriterien aus den Bewerbungen die gesuchte Anzahl Architekturbüros aus. Unter den ausgewählten Büros sollen ein bis zwei "Nachwuchsbüros" sein. In einer zweiten Stufe erarbeiten die ausgewählten Büros ihre Projektvorschläge und reichen sie anonym ein. Die Jury beurteilt die Projekte wieder anhand vordefinierter Kriterien, rangiert sie und empfiehlt dem Gemeinderat ein Projekt zur Ausführung, der Entscheid liegt beim Gemeinderat. Das ausgewählte Projekt wird dann der Bevölkerung vorgestellt, verbunden mit der Einladung zur Meinungsäusserung und Mitwirkung im Sinne der Optimierung des Projekts. Für den Wettbewerb sind rund 300'000 Franken veranschlagt (Wettbewerbshonorare, Experten-Entschädigungen für Jury- und Projektgruppen-Mitglieder sowie für die Mandate zur Durchführung des Verfahrens und Bauherren-Vertretung).
Im Anschluss an den Wettbewerb werden im Rahmen des Projektierungskredits auch gleich faktenbasierte Grundlagen geschaffen: Der Gemeinderat kann die Rahmenbedingungen und das Programm aufgrund der Erkenntnisse aus dem Wettbewerb noch einmal justieren. Zudem formuliert die Jury in der Regel Empfehlungen für die weitere Bearbeitung. Auf dieser Basis wird dann ein umsetzungsreifes Vorprojekt erarbeitet: Jetzt wird definitiv sichtbar, wie das Haus dereinst funktionieren und aussehen soll. Um für die Berechnung der Kosten eine genügende Bearbeitungstiefe und entsprechende Kalkulationssicherheit zu erreichen, wird der Auftrag an Architekten und Fachplaner zu einem Bauprojekt "light" ausgeweitet. Die Stimmberechtigten entscheiden schliesslich an der Urne über ein konkretes Vorprojekt mit Kostenvoranschlag. Für Vorprojekt, Bauprojekt und Kostenvoranschlag sind rund 550'000 Franken veranschlagt.
Dieses Vorgehen gewährleistet aus Sicht des Gemeinderates am besten, mit vertretbarem Aufwand fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. Wenn die Arbeiten im Rahmen des Projektierungskredits abgeschlossen sind, werden die Stimmberechtigten beurteilen können: Wie sieht es aus? Was kostet es? Wann wird es fertig? Auf dieser Basis können sie dann an der Urne den Entscheid über die Ausführung fällen. Zugleich kann die Bevölkerung jeweils vor den Abstimmungen und an Veranstaltungen zwischen den Projektphasen mitwirken.