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In einem am Montag veröffentlichten Brief an die britische Innenministerin Priti Patel warnten die Ärtzte, Julian Assange benötige dringend Hilfe.
Dafür müsse er aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Belmarsh südöstlich von London in eine Universitätsklinik verlegt werden. Andernfalls bestünden «wirkliche Sorgen», dass Julian Assange «im Gefängnis sterben könnte».
Medizinische Lage dringend
«Die medizinische Lage ist dringend. Es gilt, keine Zeit zu verlieren», schrieben die Mediziner aus acht Staaten, darunter Deutschland. Bei ihrer Einschätzung stützten sie sich nach eigenen Angaben auf Augenzeugenberichte von Assanges Gerichtstermin am 21. Oktober 2019 sowie auf einen Bericht von UNO-Berichterstatter Nils Melzer. Die Ärzte äusserten Zweifel daran, dass Julian Assange physisch und psychologisch fit genug für die anstehenden Anhörungen zur von den USA beantragen Auslieferung ist.
Seit April sitzt Julian Assange in Grossbritannien eine fast einjährige Haftstrafe wegen Verstosses gegen Kautionsauflagen ab. Zuvor hatte er sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Die schwedische Justiz hatte vergangenen Dienstag die Ermittlungen gegen Julian Assange wegen mutmasslicher Vergewaltigung eingestellt.
Auslieferungsverfahren läuft
In den USA ist der Wikileaks-Gründer wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstössen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren dazu in Grossbritannien.
Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten in den USA droht Julian Assange dort lebenslange Haft.