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Die Familie Rudella stammte ursprünglich aus Murten und siedelte 1525 nach Freiburg über. Dort wurde Franz Rudella 1528 geboren. Sein Vater Jakob war von 1526 bis 1530 Landvogt von Everdes im Greyerzerland. Franz Rudella ist vermutlich im Burgquartier aufgewachsen, vertrat doch sein Vater dieses Quartier im Rat der 100 und der 60. 1543 ist er an der Universität Freiburg im Breisgau als Student immatrikuliert.
1556 kaufte er sich als Bürger der Stadt Freiburg mit einem Haus in der Reichengasse ein und stieg zu einflussreichen Stellungen auf. Er war Mitglied des Rats der 100, des Kleinen Rates und des Rats der 60. Seine letzte Amtszeit im Kleinen Rat (1570 bis 1587) musste er offensichtlich wegen finanzieller Schwierigkeiten vorzeitig beenden.
Er war Verwalter der Vogtei Surpierre und Vogt von Lugano. 1570 bis 1582 vertrat er Freiburg an eidgenössischen Tagsatzungen. Er genoss grosses Ansehen und war Mitglied verschiedener Verhandlungsdelegationen bei Streitigkeiten. Franz Rudella starb zwischen dem 24. Mai und dem 1. August 1588.
Rudella hat seine Chronik vor allem in den Jahren 1567 bis 1568 verfasst. Sie endet mit dem Jahr 1568. Weshalb er seine Arbeit nie zu Ende geführt hat, ist nicht klar; hätte er doch bis zu seinem Tod noch 20 Jahre Zeit gehabt. Er hat sich bei seiner Arbeit auf vorhandene Chroniken, Archivmaterial und auf mündliche Überlieferungen abgestützt. Es ist der erstmalige Versuch, die Geschichte Freiburgs über mehrere Jahrhunderte hinweg darzustellen.