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Der Geiger Salvatore Accardo startete mit seinem ersten öffentlichen Auftritt im Alter von 13 Jahren. Kaum zwei Jahre später gewann er den ersten Preis beim Genfer Wettbewerb und danach beim Paganini-Wettbewerb in Genua.
Diese ersten Erfolge bestätigten sich rasch, denn von diesem Zeitpunkt an spielte er mit den grössten internationalen Orchestern und Dirigenten, wobei er einen Teil seiner Tätigkeit der Kammermusik widmete. Auch dirigierte er die erste moderne Version der Messa di Gloria beim Pesaro-Festival, danach in Wien mit den Wiener Symphonikern.
Sein Interesse an der Pädagogik führte ihn 1986 dazu, mit seinen Kollegen Giuranna, Filippini und Petracchi die Walter-Stauffer-Akademie in Cremona zu gründen. Sein breites Repertoire reicht von der Barockmusik bis hin zu zeitgenössischen Werken, und er ist auch Widmungsträger vieler neuerer Werke: Sciarrino, Piazzolla und Xenakis, um nur einige zu nennen, welche ihm Werke gewidmet haben.
Seine beeindruckende Diskographie wurde bei mehreren Labels aufgenommen, darunter befinden sich DGG, Philips, ASV, Dyna Sony Classical, Collins Classic oder Foné.
Als Anerkennung für sein aussergewöhnliches Spiel und seine Interpretationen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen gekrönt, wie bspw. mit dem Abbiati-Preis, den er von italienischen Musikkritikern erhielt. Er erhielt aber auch die Preise «A Life for the Music» und Gold Medal for the Arts vom Kennedy Center in New York. Ausserdem erhielt er die höchste italienische Auszeichnung «Cavaliere di Gran Croce». 1996 ernannte ihn das Pekinger Konservatorium zum «Most honourable Professor» und 1999 wurde er vom Fürstentum Monaco zum «Commandeur de l’Ordre du Mérite culturel» ernannt.
Mit den besten Studenten der Stauffer-Akademie konnte er 1996 das Orchestra da Camera Italiana wiederbeleben und nahm mit ihnen alle Violinkonzerte von Paganini (EMI), das Concerto per la Costituzione und Piazzollas Werke für Violine in 3 Bänden (Foné) auf.
Salvatore Accardo spielt eine Violine der Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1730, die sogenannte « Hart ».