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Helen Suzman wurde von sechs Universitäten der Ehrendoktor verliehen. 1978 erhielt sie den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen, im Jahr 2002 wurde sie mit dem Preis der Freiheit der Liberalen Internationalen ausgezeichnet. Suzman wurde zudem mit dem Bundesverdienst-
kreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Moses-Mendelssohn-Preis des Berliner Senats bedacht.
Johannesburg - Die südafrikanische Anti-Apartheidsaktivistin Helen Suzman ist tot. Suzman, die lange Zeit die einzige weisse Apartheidsgegnerin im Parlament war, starb laut ihrer Tochter im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Johannesburg.
Pressedienst
01:01:2009
Suzman war von 1953 bis 1989 Abgeordnete im südafrikanischen Parlament. Von 1961 bis 1974 war sie die einzige Vertreterin der liberalen Progressiven Partei (PFP) im Abgeordnetenhaus, während alle anderen Abgeordneten das rassistische Apartheids-Regime unterstützten.
Ihre wiederholten Angriffe auf die Apartheids-Regierung trugen ihr beim früheren Regierungschef Pieter Willem Botha den Schimpfnamen "kleine teuflische Katze" ein.
Als erste Abgeordnete hatte Suzman den Anti-Apartheidskämpfer Nelson Mandela in seiner Gefängniszelle auf Robben Island besucht. Nach seiner Wahl zum Präsidenten verlieh Mandela ihr 1997 die südafrikanische Verdienstmedaille in Gold.
Zu ihrem 90. Geburtstag im vergangenen Jahr ehrte Mandela Suzman erneut als "Galionsfigur in der Geschichte Südafrikas", die sich mit ihrem Mut, ihrer Rechtschaffenheit und ihrem Engagement für die Gerechtigkeit hervorgetan habe.
Suzmans Stiftung erklärte, Südafrika habe mit der 91-Jährigen eine grosse Patriotin und furchtlose Kämpferin gegen die Apartheid verloren.
Die am 7. November 1917 als Tochter eines aus Litauen eingewanderten Kaufmanns in Germiston bei Johannesburg geborene Suzman hatte zunächst Ökonomie studiert und später auch gelehrt.
Durch ihre Arbeit über die wirtschaftliche Lage der Schwarzen fand sie zur Politik.
Quellen: Radio SRI/ swissinfo, SDA-ATS.