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Exploration und Förderung in bisher unzugänglichen Regionen
Um den künftigen Welt-Erdölbedarf zu decken, wird neben der Weiterentwicklung der bereits bekannten Erdölreserven auch die Suche nach neuen Vorkommen in bisher weniger erforschten Regionen vorangetrieben.
Nicht nur bei den Fördermethoden, sondern auch bei der Exploration konnten in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erzielt werden. Erfolgversprechende geologische Strukturen können mittels Satellitenvermessung, Seismik und elektromagnetischer Resonanzabklärung auf ölführende Schichten untersucht werden. Modernste Computertechnik erlaubt eine mehrdimensionale und realitätsnahe Modellierung der Sedimente. Selbst deren historische Entwicklung kann detailliert nachgerechnet werden. Der Aussagegehalt geologischer Bodenuntersuchungen konnte dadurch massgebend präzisiert und damit die Chancen für erfolgreiche Bohrungen entsprechend erhöht werden.
Der technologische Fortschritt baut die Möglichkeiten der Ölexploration und -förderung in immer unzugänglicheren Fördergebieten und unter diffizileren Bedingungen kontinuierlich aus. Von weiteren Technologiefortschritten mit positiven Effekten auf die Rahmenbedingungen der Erdölgewinnung ist auszugehen.
Grosse Potenziale für neue Öl- und Gasfunde bestehen in Russland, insbesondere in der russischen Arktis, in der westsibirischen Senke, im Lena Delta (Sibirien) und in den Küstengewässern der Beringsee sowie im Norden und Osten der Sachalin-Insel und im kaspischen Becken.
Gute Perspektiven bestehen in der Arktis, in China und in Zentralasien, insbesondere in Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan.
Die neuesten Funde im Tschad und im Sudan zeigen, dass auch in Afrika noch bedeutende Vorkommen auf ihre Entdeckung warten dürften. Auch die Küstengewässer zwischen Libyen, Tunesien und Malta gelten als aussichtsreich.
Grosse Potenziale bestehen sodann in den Tiefengewässern der Kontinentalsockel entlang der Küstenlinien des Atlantiks, in der Karibik und im Golf von Mexiko, im Pazifik und im Indischen Ozean sowie am Rande des Schwarzen Meers.
Bedeutende Schwerölvorkommen schlummern in den Teersanden Kanadas und Venezuelas sowie in den Teergürteln von Madagaskar (Bernolanga), Nigeria und Russland. Und schliesslich finden sich grosse Vorräte an Ölschiefern vor allem in Australien, Brasilien, China, Russland, Südafrika und den USA.