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Plättchenreiches Plasma fällt gänzlich durch
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 15. Dezember 2021
In der Zeitschrift JAMA sind drei Studien erschienen, die sich mit der Anwendung von plättchreichem Plasma befasst und alle ein negatives Ergebnis geliefert hatten.
In der ersten Studie erhielten 240 Personen mit einer ansatzfernen Tendinopathie der Achillessehne eine einmalige Injektion von plättchenreichem Plasma in die Sehne oder eine Scheininjektion; nach 6 Monaten fand man in beiden Gruppen bezüglich Schmerzen und körperlichen Einschränkungen keinen signifikanten Unterschied.
In der zweiten Studie behandelte man 100 Personen mit einer Arthrose des oberen Sprunggelenks mit zwei intraartikulären Injektionen von plättchenreichem Plasma oder Placebo im Abstand von 6 Wochen. Nach 26 Wochen hatten sich Schmerzen und Funktionsfähigkeit in beiden Gruppen gleichermassen verändert.
Für die dritte Studie stellten sich 288 Personen mit einer medialen Gonarthrose zur Verfügung. Ihnen verabreichte man wöchentlich drei intraartikuläre Injektionen mit plättchenreichem Plasma oder Placebo. Nach 12 Monaten war die Wirkung von plättchenreichem Plasma auf die Symptome und auf das Knorpelvolumen nicht besser als bei Placebo.
Kurzformen der Studien: (1) Effect of Platelet-Rich Plasma Injection vs Sham Injection on Tendon Dysfunction in Patients With Chronic Midportion Achilles Tendinopathy (2) Platelet-Rich Plasma Injections vs Placebo on Ankle Symptoms and Function in Patients With Ankle Osteoarthritis (3) Effect of Intra-articular Platelet-Rich Plasma vs Placebo Injection on Pain and Medial Tibial Cartilage Volume in Patients With Knee Osteoarthritis
«pharma-kritik»-Text (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Plättchenreiches Plasma
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