Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/70

Ein unter dem Namen „Heinrich Meyers P.“ neuerer Zeit auch in den deutschen Handel kommender
großer fetter Dorsch, norwegisch Skrei genannt, der von Mitte Januar bis Mitte April in großen Mengen (jährl. 70 Mill.
Stück im Gewicht von 3½-4 Mill. Ztr.) an der Westküste Norwegens gefangen wird. Sein Fleisch ist wohlschmeckend und nahrhaft
und sehr billig. England, Portugal, Spanien, Italien und Österreich sind die Hauptabnehmer und es gehen
nach diesen Ländern ansehnliche Mengen des P. Die frisch geschlachteten Fische werden äußerlich vom Schleim befreit und
ausgenommen; die
¶
mehr
große Rückengräte wird alsdann bis auf das unterste Ende entfernt und das Fleisch hierauf nach sorgfältigster Reinigung
eingepökelt. Soll der Skrei lange aufbewahrt werden, so bleibt er in dichtgeschlossenen Fässern in der Salzsole liegen und
heißt dann Laberdan, soll er bald nach dem Fange verbraucht werden, so wird er neuerer Zeit frisch geschlachtet
in durchlöcherten Holzfässern eingesalzen, so daß die sich bildende Salzsole abfließen kann. (Vergl. auch Kabliau.) -
Zoll s. S. 236.