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Stan Wawrinka hat sich mit einer beeindruckenden Leistung für die 3. Runde des French Open qualifiziert. Der Waadtländer bezwang den Chilenen Cristian Garin mit 6:1, 6:4, 6:0. Roger Federer schlug den deutschen Lucky Loser Oscar Otte (ATP 144) mit 6:4, 6:3, 6:4.
Oscar Otte bestritt erst seinen fünften Match auf ATP-Niveau. Doch der 25-jährige Kölner schlug sich trotz wenig Erfahrung auf dieser Stufe beachtlich. Der Weltranglisten-144. schnupperte zum Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Satzes sogar an einem Break. Der Weltranglisten-Dritte wehrte die Möglichkeiten aber ab.
Federer hatte etwas Mühe, ohne dabei wirklich in Verlegenheit zu geraten. Er schlug im richtigen Moment zu: Er nahm Otte den Service im ersten Satz zum 6:4, im zweiten Satz zum 5:3 und im letzten Umgang zum 5:4 ab. Nach 96 Minuten verwertete der 37-Jährige seinen ersten Matchball mit einem schönen Stoppvolley.
Als nächstes trifft Federer auf einen weiteren unerfahrenen Spieler. Der 20-jährige Norweger Casper Ruud (ATP 63) erreichte zum ersten Mal bei einem Grand Slam die 3. Runde - dank dem 6:4, 7:5, 6:3 gegen den Italiener Matteo Berrettini (ATP 31). Bemerkenswert: Als Federer 1999 sein erstes French Open bestritt, stand auch Ruuds Vater Christian im Hauptfeld.
Den ersten Test an diesem French Open hat Wawrinka mit Bravour bestanden. Der Turniersieger von 2015 trat bestechend auf, machte gegen den schwierigen Gegner viel Druck und hatte nur in der Startphase des ersten Satzes zwei heikle Servicegames. Nachdem er beim Stand von 3:1 drei Breakchancen hintereinander abgewehrt hatte, war er nicht mehr zu stoppen. Mit seinem Tempo und seiner Wucht überforderte er den 22-jährigen Chilenen.
Der Weltranglisten-37. Garin hat in diesem Jahr auf Sand schon einige bemerkenswerte Resultate erreicht und in Houston und München seine ersten ATP-Turniere gewonnen. Seine unbestrittene Klasse auf dieser Unterlage konnte der Südamerikaner aber gegen Wawrinka kaum mal ausspielen. Ganz zu Beginn hätte er der Partie womöglich eine andere Wendung geben können. Doch er spielte speziell in den wichtigen Momenten zu wenig genau.
Wawrinka hingegen liess zu keinem Zeitpunkt nach, machte ununterbrochen Druck mit der Vor- und der Rückhand. Einiges erinnerte an seine Auftritte in Paris vor den Knieoperationen, als er zwischen 2015 und 2017 Sieg, Halbfinal und Final aneinandergereiht hatte. In den letzten Wochen konnte er oft nicht einen ganzen Match auf höchstem Niveau durchspielen. Diesmal blieb er beharrlich und konzentriert. Im zweiten Satz schaffte er das entscheidende Break zum 3:2 mit seiner sechsten Möglichkeit. Das Game dauerte über zehn Minuten. Der dritte Satz war dann eine einzige Demonstration der Stärke.
In der 3. Runde trifft Wawrinka entweder auf Marin Cilic (ATP 13) oder Grigor Dimitrov (ATP 46). Gegen Cilic führt er in den Direktduellen mit 12:2, gegen Dimitrov gewann er zwei von drei Begegnungen auf Sand. (zap/sda)