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Jane
Regie: Brett Morgen
Mitw.: Jane Goodall u.a.
Schimpansen sind ihre grosse Leidenschaft, ihrer Beobachtung und Erforschung widmet sie ihr ganzes Leben: Der Dokumentarfilm zeichnet das intime Porträt der berühmten Forscherin Jane Goodall, die nicht zuletzt dank der Unterstützung ihrer Mutter einen unkonventionellen Lebensweg einschlug. 1960 reiste die 26-jährige Jane Goodall nach Tansania, um wilde Schimpansen zu studieren. Im Gegensatz zu ihren männlichen Forschungskollegen ist sie keine Akademikerin, ihre Herangehensweise ist revolutionär: Sie setzt auf ihre grosse Liebe zu den Tieren, Geduld und unvoreingenommene Beobachtung. Jane Goodall erlangt das Vertrauen der örtlichen Schimpansen und entdeckt, dass die Tiere intelligent und sozial sind. Ihre Beobachtung, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen, geht wie ein Lauffeuer um die Welt und revolutioniert nicht nur die Primatenforschung, sondern auch unser Naturverständnis, indem sie die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu definierte. Der amerikanische Regisseur Brett Morgen («Kurt Cobain: Montage of Heck») hatte Zugang zu über hundert Stunden bislang unveröffentlichtem Filmmaterial aus dem National-Geographic-Archiv, vieles davon stammt vom bekannten Naturfilmer Hugo van Lawick, Jane Goodalls Ehemann. Dieses Material kombinierte Morgen mit Interviews, persönlichen Familienvideos und Goodalls wissenschaftlichem Material – und den sexistischen Reaktionen in der damaligen Presse: Trotz bahnbrechender Erkenntnisse wurde Goodall als «hübsches Fräulein» («comely miss») auf ihr Äusseres reduziert. Brett Morgen ist ein aufschlussreicher und berührender Film über das frühe Leben der Umweltaktivistin und Friedensbotschafterin geglückt, der den Zuschauerinnen und Zuschauern den Eindruck vermittelt, Goodalls Entdeckungen vor Ort mitzuerleben. Für die Filmmusik zeichnet kein Geringerer als der amerikanische Minimalmusiker Philip Glass verantwortlich, dessen Kompositionen mit Original-Tierstimmen aus dem Gombe-Nationalpark der 1980er-Jahre kombiniert werden. «Jane» ist das mitreissende Porträt einer aussergewöhnlichen Frau, die sich gegen starke Widerstände durchsetzte, um ein selbstbestimmtes zu Leben führen und so eine der meistbewunderten Naturschützerinnen der Welt wurde. «Morgen hat das ultimative Porträt von Goodall geschaffen, sowohl erstaunlich zugänglich, als auch fast unerträglich zart … ein Film von tiefer emotionaler Schönheit.» Indiewire
Die Premiere am 5. Juli findet in Anwesenheit von Rahel Noser, Primatologin und Mitarbeiterin des Jane Goodall Instituts Schweiz, statt.