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Umfrage
Wer gewinnt: Trump oder Clinton?
1'234 Votes zu:Wer gewinnt: Trump oder Clinton?
- 21%Trump! Er kann die Massen begeistern.
- 79%Clinton! Sie ist zu mächtig, um zu verlieren.
Der hier gewählte Titel ist zugegebenermassen vulgär. Aber genau deshalb passt er zum beschriebenen Gegenstand: Hillary Clinton wird seit Jahr und Tag für Dinge kritisiert, die bei männlichen Politikern keinerlei Bedeutung haben. Worin liegt der Unterschied zwischen ihr und diesen Männern? Eben. Zum Beweis werden hier eine Reihe klassischer Ressentiments gegen Clinton aus dem Zeitraum 1979 bis 2015 aufgelistet – und jeweils mit aufschlussreichen Gegenbeispielen männlicher Politiker ergänzt:
First Lady von Arkansas Hillary Clinton hinterliess gemäss diesem Journalisten nicht bei allen Beobachtern den Eindruck einer liebenswürdigen Gastgeberin in der Gouverneurs-Residenz. Vergleichen wir das einmal mit einem x-beliebigen First Gentleman, zum Beispiel mit Michael Haley, Ehemann von Nikki Haley, der aktuellen Gouverneurin von South Carolina.
Ob er am oben abgebildeten Weihnachtsempfang 2014 in der Gouverneurs-Residenz Spass hatte, ist nicht bekannt. Es fragt ihn auch niemand danach. Weil es niemanden interessiert. Weil es niemand für wichtig hält. Weil es nicht wichtig ist.
Hillary Clinton studierte an der Elite-Uni Yale Jura. Sie arbeitete in einer renommierten Anwaltskanzlei. Nach elf Jahren als First Lady von Arkansas und weiteren acht Jahren als First Lady der USA an der Seite von Ehemann Bill wurde sie Senatorin. Und dann Aussenministerin. Und jetzt demokratische Präsidentschaftskandidatin. Ja, Hillary Clinton kann getrost als ehrgeizig bezeichnet werden.
Nehmen wir Ted Cruz, der in Princeton und Harvard Jura studierte, ein Praktikum am Obersten Gerichtshof ergatterte, mit 42 in den Senat gewählt und vier Jahre später bereits Präsident werden wollte. Niemand würde ihm vorwerfen, er sei zu ehrgeizig. Weil dies absurd wäre. Natürlich sind Spitzenpolitiker auf der ganzen Welt ehrgeizig. Sonst würden sie nie Spitzenpolitiker werden.
Dass Hillary Clinton nicht bereit war, ihre besten Jahre als Statistin an der Seite ihres Mannes zu verbringen, brachte sie mit ihrer legendären Cookie-Aussage unmissverständlich zum Ausdruck.
Konservative Amerikaner legten ihr dies als Geringschätzung der Arbeit von Müttern und Hausfrauen aus. Cookie-Gate markiert den Anfang der Attacken, die bis heute anhalten.
«Herr Obama/Herr Romney/Herr McCain/Herr Bush, glauben Sie, dieses Land ist bereit, Sie als nationalen Kandidaten zu akzeptieren?» Klingt irgendwie albern, oder?
Hillary Clintons Stimme passt offenbar nicht allen. Dasselbe liesse sich über Ex-Präsidentschaftskandidat Ben Carson (spricht auffällig leise und langsam) oder Senator/Ex-Präsidentschaftskandidat Lindsey Graham (seltsamer Südstaaten-Akzent) sagen.
Wäre es nicht klüger darauf zu achten, was diese Leute sagen, statt mit welcher Stimme sie es sagen? Oder noch besser: Was sie tun, statt was sie sagen? Für Hillary Clinton gilt das offenbar nicht.
Senator John Edwards, der 2008 für die Demokraten US-Präsident werden wollte, äusserte sich in einer Debatte abschätzig über die Garderobe seiner Mitbewerberin. Die Verachtung in seinem Blick ist grenzenlos.
Auch hier stellt sich die Frage: Wer macht sich über die Garderobe des Kongressabgeordneten Jared Polis lustig (siehe Bild unten)? Niemand. Warum ist dann Clintons Anzug ein Thema?
Aus purer Boshaftigkeit könnte man auch auf diesen schlecht geschnittenen Anzug ihres Ehemanns verweisen. Gut, in den 1990ern wurden sie gerne etwas weiter getragen. Aber gar so weit dann doch nicht.
Wessen Frisur ist ebenfalls ein Dauerthema? Genau.
Aber niemand kommt auf die Idee, aus seiner Frisur irgendwelche Schlüsse auf seine politischen Positionen zu ziehen.
Das amerikanische Newsportal National Memo hat diese und weitere sexistische Fragen an Hillary Clinton aus vier Jahrzehnten in einem Video zusammengefasst:
Dieser Fokus auf völlig irrelevante Eigenschaften ist nicht nur sexistisch, er verstellt auch den Blick auf wirklich problematische Aspekte in der Persönlichkeit Hillary Clintons. Über einen bestimmten wird in einem Folgeartikel zu sprechen sein.
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Mitten im Steuerstreit spendete die Deza an die Clinton Foundation – die Wohltätigkeitsstiftung der Familie der damaligen US-Aussenministerin Hillary Clinton.
Das Jahr 2011 begann schlecht für den Schweizer Finanzplatz. Im Februar liess die US-Justiz vier Angestellte der Grossbank Credit Suisse verhaften und leitete wenig später Strafuntersuchungen gegen zehn weitere Banken ein. Schritt für Schritt erhöhten die Amerikaner den Druck auf den Bundesrat, die Banken zur Herausgabe von Kundendaten zu zwingen.
Nun zeigen Recherchen, dass die Schweiz in dieser äusserst angespannten Phase des Steuerstreits eine Spende in der Höhe von knapp einer halben …