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"Wir sehen, dass die Situation in Darfur fragil bleibt", sagte der stellvertretende britische UNO-Botschafter Peter Wilson. "Aber wir können auch nicht leugnen, dass sich die Situation weiterentwickelt hat. Wir werden unsere Aufmerksamkeit nicht von Darfur abwenden."
Darfur liegt im Westen des ostafrikanischen Sudans. 2003 war dort ein Krieg ausgebrochen, bei dem hunderttausende Menschen starben und Millionen vertrieben wurden. Seit 2007 sind die Vereinten Nationen gemeinsam mit der Afrikanischen Union mit der UNAMID genannten Friedensmission vor Ort, die sich vor allem um den Schutz von Zivilisten kümmern soll.
Die Mission ist mit rund einer Milliarde Dollar pro Jahr eine der teuersten Aktivitäten der UNO.
Hintergrund für den Beschluss des Sicherheitsrats sind geplante Budgetkürzungen bei den UNO-Missionen auf Druck der neuen US-Regierung. Am Mittwoch war nach zähen Verhandlungen vereinbart worden, dass die Ausgaben für friedenserhaltende Missionen im kommenden Haushaltsjahr um fast 600 Millionen Dollar auf 7,3 Milliarden Dollar gesenkt werden. Die UNO-Vollversammlung sollte darüber am Freitag abstimmen.
In den Verhandlungen hatte die US-Regierung sogar eine noch deutlichere Absenkung der Mittel für die Blauhelm-Einsätze um knapp eine Milliarde Dollar verlangt. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar verfolgen die USA, der grösste Beitragszahler der Organisation, eine Strategie der Kostensenkung.
Die USA tragen bisher mit 28,5 Prozent zu den Missionen für die Friedenssicherung bei. US-Präsident Trump will diesen Beitrag auf unter 25 Prozent drücken.
(SDA)