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Im Rahmen der Euler-Jahres werden mit dem Prix Schläfli Arbeiten zum Thema «Mathematik oder Anwendung der Mathematik» prämiert. Zwei Kandidaten wurden für diesen Preis auserwählt. Der Prix Schläfli zeichnet die Arbeiten von Frau Tatiana Mantuano und Herr Christian Wüthrich.
Tatiana Mantuano wuchs in Corcelles-Cormondrèche im Kanton Neuenburg auf. Am 13. Februar dieses Jahres wurde die studierte Mathematikerin (Universität Neuenburg) 28 Jahre alt. Nach ihrem Diplom (Note sehr gut) promovierte sie unter der Leitung von Professor Bruno Colbois im Rahmen eines Projektes des Schweizerischen Nationalfonds zum Doktor der Wissenschaften. Seit 2006 bildet sie sich an der Pädagogischen Hochschule BEJUNE weiter.
Vereinfachung mathematischer Demonstration
Ziel der Dissertation von Tatiana Mantuano ist das Studium verschiedener Laplace-Operatoren, die in der Riemannschen Geometrie auftreten, über eine neue Herangehensweise, der so genannten Diskretisation. Genauer gesagt geht es darum, das Spektrum dieser Laplace-Operatoren mit der Diskretisation einheitlich mit diskreten Laplace-Operatoren zu vergleichen, die auf vektoriellen Räumen endlicher Grösse handeln.
Christian Wüthrich, geboren am 11. Februar 1976 und aufgewachsen im bernischen Utzenstorf, studierte in Genf Mathematik. Er doktorierte in Cambridge/England unter der Leitung von Professor John Coates und arbeitete zwei Jahre an der EPFL, bevor er dank eines Stipendiums des Schweizerischen Nationalfonds ein Gaststudium an den Universitäten Keio in Tokyo und McGill in Montreal absolvierte. Seit September 2007 unterrichtet er an der Universität Nottingham in England als Lecturer die Theorie der Zahlen.
Von elliptischen Kurven zur theorie der Zahlen
Christian Wüthrichs Forschung beschäftigt sich mit der Kreuzung der Geometrie und der Theorie der Zahlen im Bereich der arithmetischen Geometrie. Es geht darum, in den rationalen Zahlen Lösungen auf polynomische Gleichungen mit ganzen oder rationalen Koeffizienten zu suchen. Christian Wuthrich interessiert sich vor allem für elliptische Kurven, die zahlreiche zusätzliche Strukturen enthalten. In der prämierten Arbeit hat er ihre Beziehung zu modularen Formen untersucht, um neue algebraische Lösungen zu finden, die auf natürliche Weise mit den Kurven verbunden sind. Diese Lösungen bilden ein als „nicht-kommunikatives Euler-System“ beschriebenes System.
Jury Prix Schläfli 2007
Die diesjährige jury unter dem Präsidium der « Platform MAP » und Norbert Hungerbühler, Professor am Departement für Mathematik der Universität Freiburg, setzt sich folgendermassen zusammen:
Prof. Dr. Robert Dalang, EPFL
Prof. Dr. Andrew D. Barbour, Universität Zürich
Prof. Dr. Pierre de la Harpe, Universität Genf
Prof. Dr. Roberto Ferretti, Università della Svizzera Italiana
Prof. Ben Schweizer, Universität Basel
Prof. Dr. Frank Kutzschebauch, Universität Bern
Prof. Dr. Alain Valette, Universität Neuenburg