Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/3179

Goodbye Julia
Die gut situierte Mona aus dem Nordsudan hat unter unglücklichen Umständen den Tod eines Mannes aus dem Süden verursacht. Um ihre Schuld wiedergutzumachen, nimmt sie die in Armut lebende Witwe Julia und deren Sohn bei sich auf. Trotz der sozialen Unterschiede nähern sich die beiden Frauen freundschaftlich an – doch die Wahrheit droht ans Licht zu kommen und die politischen Unruhen nehmen zu. Anfangs 2011 stimmte die Bevölkerung Südsudans mit einer Mehrheit von 99 Prozent für eine Abspaltung vom Norden des Landes. Daraufhin teilte sich das ehemals grösste Land Afrikas offiziell in zwei Staaten und der Südsudan wurde zum jüngsten Land der Erde. Mohamed Kordofani siedelt seinen ersten Spielfilm in den turbulenten Jahren vor der Spaltung an: Das Land ist von Korruption und Missgunst geprägt, im Norden wohnhafte Südsudanes:innen sind Rassismus ausgesetzt und werden wegen ihres christlichen Glaubens diskriminiert.Mit «Goodbye Julia» hat es erstmals ein Film aus dem Sudan ins offizielle Programm von Cannes geschafft. Er erzählt mit poetischer Kraft und grosser Dringlichkeit von einem der vielen vergessenen Krisenherde der Welt. Für seinen Erstling, mitproduziert von der Schauspielerin Lupita Nyong’o («Black Panther», «12 Years a Slave»), wurde Mohamed Kordofani mehrfach ausgezeichnet.
Eintritt
AHV/Studierende 13.–