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Korruption hat zahlreiche Facetten. Allen gemeinsam ist, dass sie sehr hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Kosten verursachen. Entsprechend finden sich Bestimmungen zur Bekämpfung von Korruption in der gesamten Rechtsordnung der Schweiz. Die Regelungen werden stetig verschärft, was früher als Kavaliersdelikt galt, wird heute häufiger verfolgt und strenger bestraft. Bestechung zwischen Privatpersonen und Amtsträgern wird z. B. mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, Bestechung unter Privatpersonen mit drei Jahren und/oder hohen Geldstrafen bestraft.
Aber nicht nur natürliche Personen haften. Bei Bestechung kann auch das Unternehmen haftbar gemacht und bestraft werden. Gemäss Art. 102 StGB kann sich ein Unternehmen in zwei Fällen für Korruptionstaten natürlicher Personen (sprich seiner Mitarbeitenden) strafbar machen:
- Wenn ihm vorzuwerfen ist, dass es nicht alle erforderlichen und zumutbaren organisatorischen Vorkehrungen getroffen hat, um eine Korruptionstat zu verhindern.
- Wenn eine Korruptionstat wegen mangelhafter Organisation des Unternehmens keiner bestimmten natürlichen Person zugerechnet werden kann.
Ein Korruptionsskandal kann für ein Unternehmen fatale Folgen haben. Neben hohen Kosten leidet die Reputation schwer, ein einziger Korruptionsskandal kann den guten Ruf innert kürzester Zeit ruinieren. Daher gilt es, Massnahmen zu ergreifen, damit es nicht zu (un-)beabsichtigtem korruptem Handeln kommt. Eine Massnahme ist, die Mitarbeitenden zu informieren und ihnen eine Richtschnur für integres und transparentes Handeln zu geben. Und genau das macht das grösste Detailhandelsunternehmen der Schweiz – die Migros.