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Projektleitung: PD Dr. Robin Rehm
Die Zürcher Militärkaserne, nach Plänen des Staatsbauinspektors Johann Jakob Müller zwischen 1871 und 1873 errichtet, bildet den Endpunkt für einen spezifisch historistischen Kasernenbautypus in der Schweiz. Der drei Stockwerke hohe, achsensymmetrisch angelegte Baukörper zeichnet sich durch ein emporragendes Mittelrisalit sowie sich jeweils von den Seitenflügeln absetzende Eckrisalite aus. Orientiert sich die Ostfassade des Monumentalbaus am Verlauf der Sihl, so wendet sich demgegenüber die Westfassade dem weitläufigen Exerzierfeld zu, das sihlseitig im Süden von der Polizeikaserne und im Westen von Johann Caspar Wolffs Zeughäusern mit dem repräsentativen Waffensaal begrenzt wird. Seit den 1820er Jahren entstehen Militärkasernen in beinahe allen größeren Städten Europas. Bei der Bewältigung der Bauaufgabe setzt sich Mitte des 19. Jahrhunderts ein verschiedene Stile umfassender Bautypus in Berlin (Karl Friedrich Schinkel), München (Friedrich von Gärtner) und Wien durch. Ausgegangen wird bei der Stiladaption hauptsächlich von historischen Arsenalen und Festungen in England, Italien und Österreich. Untersucht werden die Farbgebung und die Stilistik der Hauptfassade der Zürcher Militärkaserne.