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Betreuungsangebote für Schulkinder tragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Die Schulen sind verpflichtet bei Bedarf einen Mittagstisch anzubieten.
Angebotspflicht beim Mittagstisch
Die Schulen sind gesetzlich dazu verpflichtet, bei Bedarf seitens der Schülerinnen und Schüler einen Mittagstisch anzubieten. Dieser beinhaltet entweder eine gesunde Verpflegung oder die Benutzung eines Aufenthaltsraums über Mittag, wo mitgebrachtes Essen eingenommen werden kann. Für die Betreuung ist die Schule zuständig.
Der Besuch des Mittagstischs ist freiwillig und stellt keine Unterrichtszeit dar. Die Eltern können an den Kosten beteiligt werden. In Verbindung mit den Blockzeiten am Vormittag im Kindergarten und in der Primarschule kann mit dem Mittagstischangebot ein betreuter Rahmen von 8 bis 13.30 Uhr sichergestellt werden. Die Schulen können zudem freiwillig zusätzliche Betreuungseinheiten während der schulfreien Zeit nachmittags, frühmorgens sowie in den Ferien anbieten.
Förderung der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung
Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung ist Teil der Schwerpunktplanung der St.Galler Regierung in den Jahren 2017 bis 2027 (> 2.3 Neue Arbeitswelt). Folgende Vorhaben sind derzeit in Erarbeitung oder wurden in den letzten Jahren realisiert:
Wie eine Erhebung des Forschungsbüros Infras zeigt, wurden im Jahr 2016 Kinder zwischen 5 bis 12 Jahre wie folgt betreut:
- 1'400 Kinder morgens
- 4'600 Kinder mittags
- 2'600 Kinder nachmittags
Die Erhebung identifizierte folgende Herausforderungen:
- Angebotslücken
- Hohe finanzielle Belastung von Eltern
- Mangelndes Wissen zu den Angeboten
Um diesen Problemen zu begegnen, formulierte die Regierung im Jahr 2018 in einem Bericht an den Kantonsrat Massnahmen und Handlungsempfehlungen zur Förderung des Angebots im Kanton St.Gallen.
Finanzhilfen des Bundes
Der Bund fördert mittels Anschubfinanzierung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Über die Gewährung der Finanzhilfen entscheidet das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV).