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Wie jedes Jahr erreicht die Meereisausdehnung in der Arktis ihr Minimum. Laut Prognosen wird dies nicht so gering ausfallen wie im Jahr 2007, als die geringste Ausdehnung seit Satelliten diese aufzeichnen, gemessen wurde. Meereisphysiker vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, Deutschland sind um das längjährige Gleichgewicht im Nordpolarmeer besorgt. Ihre Forschung zeigt, dass die Masse des Meereises schwindet, weil ihre Dicke abnimmt. Um dies zu beweisen, messen sie die Eisdicke nördlich und östlich von Grönland mit einem Forschungsflugzeug. Ihr Ziel ist es, den Export von Meereis aus der Arktis zu bestimmen. Denn hier findet ca. ein Drittel bis die Hälfte des Süsswasserexports aus dem Nordpolarmeer statt. Dies ist ein wichtiger Antriebsfaktor im globalen Ozeanströmungssystem.
Jährlich driften etwa 3’000 Kubikkilometer Eis aus dem Nordpolarmeer. Das Eis exportiert Süsswasser, das wiederum ins Nordpolarmeer gelangt. Dabei wird dessen Salzgehalt konstant gehalten. Seit Jahren wird das Eis in den arktischen Breiten immer dünner. Dadurch speichert und exportiert das Eis weniger Süsswasser was zur Abnahme des Salzgehaltes (Salinität) des Arktischen Ozeans führt. Neben den Meeresbewohnern beeinflussen Änderungen der Salinität auch die Strömungsmuster der globalen Ozeanzirkulation.