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PMS (Prämenstruelles Syndrom)
PMS ist die Abkürzung für prämenstruelles Syndrom. Es ist gekennzeichnet durch verschiedene Beschwerden, die vor und während der Menstruation auftreten. Dazu gehören Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten und Schmerzen im Unterleib. Zur Behandlung können verschiedene Medikamente wie pflanzliche Präparate, Schmerzmittel und Verhütungsmittel eingesetzt werden.
Etwa 8 von 10 Frauen leiden unter Beschwerden vor der Menstruation. Beim PMS sind diese Beschwerden so stark ausgeprägt, dass die Betroffenen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind. Die genaue Ursache des prämenstruellen Syndroms ist nicht bekannt. Sicher spielen die weiblichen Geschlechtshormone eine entscheidende Rolle. Frauen, die unter dem PMS leiden, scheinen besonders sensibel auf die Hormonveränderungen während dem weiblichen Zyklus zu reagieren. Insbesondere ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und dem Gelbkörper-Hormon Progesteron wird dabei als mögliche Ursache vermutet. Betroffen vom prämenstruellen Syndrom sind vor allem Frauen über 30 Jahren. Mit der Menopause und dem Ausbleiben der Regelblutung verschwinden die Beschwerden.
Die Symptome beim PMS sind vielfältig. Charakteristisch ist eine Kombination von psychischen und körperlichen Anzeichen, die einige Tage vor der Monatsblutung einsetzen.
Typische Symptome des PMS sind:
- Stimmungsveränderungen (Reizbarkeit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder Aggressivität)
- Kopfschmerzen
- Wassereinlagerungen an Händen oder Füssen
- schmerzhafte und berührungsempfindliche Brüste
- Unterleibskrämpfe
Eine noch ausgeprägtere Form des PMS stellt die sogenannte prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) dar. Dieses Krankheitsbild äussert sich in starken psychischen Beschwerden und kann zu schwer depressiven Zuständen führen. Die Lebensqualität bei den betroffenen Frauen wird durch PMDS deutlich beeinträchtigt.
Störungen der Menstruationsblutung werden hingegen nicht zu den PMS-Beschwerden gezählt. Sie gehören damit nicht zum prämenstruellen Syndrom und werden im Kapitel Menstruationsstörungen beschrieben.
Diagnostiziert wird das PMS aufgrund der typischen Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Menstruation stehen. Eine Hormonanalyse im Blut und der Ausschluss von anderen Ursachen wie Endometriose oder Schilddrüsenunterfunktion gehören weiter zu den diagnostischen Abklärungen.
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Ausprägung der Beschwerden. Oft helfen bereits Entspannungsübungen oder pflanzliche Präparate (z. B. Mönchspfeffer). Zur Schmerzbekämpfung werden Schmerzmittel eingesetzt. Bei ausgeprägten depressiven Verstimmungen kommen stimmungsaufhellende Medikamente (Antidepressiva) zum Einsatz.
Mit einer hormonellen Verhütung wird das prämenstruelle Syndrom sehr effektiv behandelt. Wenn der Eisprung hormonell verhindert wird, verschwinden die Beschwerden.
Weil die genauen Ursachen des PMS bisher nicht geklärt sind, kann auch den Beschwerden nur bedingt vorgebeugt werden. Eine bewährte Massnahme ist es allerdings, Stress rechtzeitig abzubauen oder vorausschauend zu vermeiden. Meditation, Yoga, autogenes Training und Massagen können hierbei zur Entspannung beitragen und den Beschwerden vorbeugen. Neben körperlicher Aktivität und regelmässige Bewegung kann weiter auch eine ausgewogene Ernährung den Symptomen des prämenstruellen Syndroms entgegenwirken.