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Ab 1898 verband die Stansstad-Engelberg-Bahn den Kurort Engelberg mit der Schiffstation Stansstad. Bei ihrer Eröffnung war sie die längste elektrisch betriebene Eisenbahnlinie der Schweiz. Eine direkte Verbindung zwischen Engelberg und Luzern entstand erst 1964 und heisst seit 2005 «Zentralbahn».
Mit dem Eisenbahnanschluss erlebte Engelberg einen spürbaren Aufschwung des Fremdenverkehrs. Schon früh spezialisierte man sich auf den neuen Tourismustrend, den Wintersport. Dank der 1913 eröffneten und für den Winterbetrieb konzipierten Bergbahn zur Gerschnialp sowie zahlreichen Anlagen für neue Sportarten wie Curling, Eislaufen, Bobsleigh, Skifahren oder Skispringen etablierte sich Engelberg in der Zwischenkriegszeit als wichtigster Wintersportort der Zentralschweiz. Die Luftseilbahn zum Trübsee 1927 und der Sessellift zum Jochpass 1944 machten Engelberg zu einem Pionier der Schweizer Bahntechnik.
Stansstad entwickelte sich im 13. Jahrhundert dank dem aufkommenden Fernhandel mit Italien zu einem wichtigen, befestigten Umschlagplatz für den Güterverkehr über den Vierwaldstättersee. Der Export von Hartkäse (Sbrinz), Butter und Rindvieh prägte die Nidwaldner Wirtschaft bis ins 20. Jahrhundert.
Bis ins Mittelalter pflegte Nidwalden eine Selbstversorgungswirtschaft mit Viehhaltung und Ackerbau. Mit der Expansion von Grossviehhaltung und Käseproduktion verschwand der Ackerbau bis ins 16. Jahrhundert vollständig. Das Getreide kaufte man nun auf dem Markt in Luzern, wo man Rindvieh, Käse und Butter zum Verkauf anbot. Der Handel mit Nidwaldner Vieh und dem als «Sbrinz» bekannten Hartkäse von den Nidwaldner Alpen nach Italien war lange lukrativ. Nidwalden erlebte erst nach den 1930er-Jahren einen verspäteten Strukturwandel. Heute sind noch 4 Prozent der Erwerbstätigen im Agrarsektor tätig.