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Die vergangenen Winter waren für viele Schweizer Skisportgebiete unerfreulich. Wenig Schnee und damit weniger Touristen, dafür finanzielle Verluste für Bergbahnen, Hotels und Restaurants. «Im Engadin fiel letztes Jahr bis im März fast kein Schnee», erzählt Hansueli Rhyner, Leiter der Gruppe Schneesport am SLF in Davos. «Die Abhängigkeit von Beschneiungstechnik hat stark zugenommen.»
Rhyner und sein Team forschen seit vielen Jahren an technischen Innovationen für Schneesportgebiete. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Beschneiungsanlagen, wie die «Schneekanonen» im Fachjargon heissen. Mit den ersten Anlagen wurde Wasser durch feine Düsen in die kalte Luft gesprüht, damit dieses gefror und als Schnee zu Boden fiel. «Das funktionierte jedoch nur, wenn die Temperaturen auf minus 7°C bis minus 12°C sanken.» Später entwickelten Forscher die so genannte Nukleationstechnik. Dazu wird Wasser zusammen mit Luft unter hohem Druck durch kleine Düsen geblasen. Dabei entstehen innert Millisekunden winzige Eiskörner, die als Kristallisationskeime dienen. Sobald die Kristallisationskeime auf die Wassertropfen treffen, die aus den Wasserdüsen gesprüht werden, fangen diese an zu gefrieren. Mit dieser Technik kann man selbst bei Temperaturen von minus 2°C bis minus 3°C beschneien.