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ADHS zählt zu den häufigsten Störungen im Bereich Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken. Man geht davon aus, dass vier bis acht Prozent aller Schulkinder unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom leiden.
Von einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) wird dann gesprochen, wenn ein Kind länger als 6 Monate sowohl im Kindergarten, in der Schule als auch zu Hause durch ausgeprägt unaufmerksames und impulsives Verhalten aufgefallen ist. Kommen motorische Unruhe und übermässiger Bewegungsdrang (Hyperaktivität) hinzu, spricht man von einem ADHS.
Ebenfalls Erwachsene können unter ADHS leiden. Die Symptome sind etwas anders als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die körperliche Hyperaktivität ist eher dann eher eine starke Unruhe und es kommt nicht selten zu Depressionen und Angststörungen.
Welche Ursachen kann ADHS haben
Die Entstehung von ADHS ist komplex und es spielen verschiedene neurobiologische Faktoren eine Rolle. Diskutiert werden genetische Einflussfaktoren, Störungen im Neurotransmitterhaushalt (z.B. Dopamin), Störungen im Energiehaushalt des Gehirns. Weitere Einflussfaktoren können Lebensmittelzusatzstoffe (künstliche Süssstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe), gehärtete Fette und Transfettsäuren (Frittiertes und Ausgebackenes), zuckerhaltige Getränke und Speisen sowie eine generell mikronährstoffarme Ernährung haben.
Wie äussert sich ADHS
- Aufmerksamkeitsdefizit
- Hyperaktivität
- Motorische Unruhe
- Gestörtes Sozialverhalten
- Aggressivität
- Lernprobleme
- Leistungsprobleme
- Lese- und Rechtschreibschwäche
- Verträumtheit
Ernährung bei ADHS
Eine Vitalstoffreiche, ausgewogene, frische und Vollwerternährung mit guten Mengen Gemüse, Obst, Nüssen, Kartoffeln, Obst, Hülsenfrüchten und mageren Milchprodukten ist von Vorteil. Auf Zucker und die mit raffiniertem Zucker verarbeiteten Nahrungsmittel sollten gemieden werden.
1-2x wöchentlich Fisch aus den kalten Meeren wie Lachs, Thun, Hering, Makrele. Geringere Mengen Fleisch und Eier.
Den Flüssigkeitsbedarf mit Wasser und ungesüsstem Kräutertee decken.
Mikronährstoffe bei ADHS
Eine gezielte Ergänzung mit Mikronährstoffen kann die ADHS Symptomatik deutlich vermindern. Dazu zählen z.B. die B-Vitamine, Vitamin D, C und E, Magnesium, Calcium, Zink, Eisen, Selen, Chrom und L-Carnitin sowie Phosphatidylserin. Weiter sind Omega-3-Fettsäuren (vor allem DHA) für den Dopamin/Serotoninstoffwechsel und die Entwicklung des Gehirns wichtig. Eine eventuelle Behandlung mit Methylphenidat (Ritalin©) wird nicht negativ beeinflusst. Zink kann die Wirksamkeit sogar verbessern und den Bedarf an Medikamenten verringern.