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Klima-Notfall-Fonds der methodistischen Kirche in Grossbritannien
10. November 2023
Ein Kirchendistrikt der Methodistenkirche in Grossbritannien hat einen Klima-Notfall-Fonds eingerichtet, um Kirchgemeinden auf ihrem Weg zur Erreichung des Netto-Null-Ziels zu unterstützen.
«Wir möchten mehr Kirchen dazu ermutigen, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie auf lokaler und globaler Ebene praktische Massahmen zum Schutz der Umwelt ergreifen können», sagt der methodistsiche Diakon John Brobbey, der zur Klimagruppe des Kirchendistrikts Manchester und Stockport gehört.
Netto-Null bis 2023
Die Idee, einen Klima-Notfall-Fonds einzurichten, entstand aus den monatlichen Diskussionen dieser Klimagruppe. Eines der Ziele ist die Förderung von Massnahmen zur Bewältigung der Klimakrise. Auf diese Weise wollen die Verantwortlichen gemäss dem von der Methodistenkirche in Grossbritannien unter dem Titel «Action for Hope» beschlossenen Plan bis 2030 das Netto-Null-Ziel für alle Kirchgemeinden ihrer Region erreichen.
Leihen anstatt Zuschüsse geben
Als die methodistische Kirche in dem Distrikt eine Immobilie verkaufte, floss rund ein Drittel des Erlöses in den Fonds, um so den Kirchgemeinden bei der Verkleinerung ihres ökologischen Fussabdrucks zu helfen. Anstatt den Kirchgemeinden einfach Zuschüsse zu gewähren, entschieden sich die Verantwortlichen, das Geld zu leihen.
Nachhaltige Wirkung fördern
Das bedeutet, dass die Kirchgemeinden einen Teil des Erlöses, den sie aus den Einsparungen erzielen, an den Klima-Notfall-Fonds zurückgeben müssen. Dieses Geld soll dann in andere Kirchgemeinden investiert werden. «Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass die Gelder eine nachhaltige Wirkung haben», sagt Richard Baker, der ebenfalls zur Klimagruppe gehört, die den Fonds initiiert hat.
Interessierte Kirchgemeinden führen zunächst ein «Energieaudit». Die Kosten übernimmt der Klimafonds. «Dann entscheiden wir, wie, ob und wieviel Geld aus dem Klimafonds sie für ihre Vorhaben in Anspruch nehmen können», erklärt Richard Baker.
Wo Herausforderungen liegen
Die Verantwortlichen sind sich auch bewusst, dass es finanzielle und soziale Ungleichheiten zwischen den Kirchgemeinden gibt. «Es gibt eine Reihe von Kirchen, die es sich leisten können, solche Risiken einzugehen. Doch es gibt auch weniger wohlhabende Kirchen, die Unterstützung brauchen, um den Weg zur ‹Öko-Kirche› zu gehen», sagt John Brobbey.
Eine weitere Herausforderung sehen die Verantwortlichen darin, Kirchgemeinden zu finden, die für ihr Umfeld auch längerfristig relevant sind und Wachstumspotenzial haben. Ansonsten sei es schwierig, solche Investition zu rechtfertigen.
Verantwortung übernehmen
«Wir sind fest davon überzeugt, dass wir das richtige Programm haben, um unsere Gemeinden zu unterstützen, und hoffen, dass dies wie ein Leuchtturm im ganzen Distrikt sichtbar wird«, sagt John Brobbey. «Wir alle haben eine Verantwortung für die Pflege und den Schutz von Gottes kostbarem Geschenk.»