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Bis 2030 werden fast fünf Milliarden Menschen oder 60% der Weltbevölkerung in urbanen Gebieten leben[1]. Insbesondere in Afrika, wo die Städte wenig vorbereitet sind, die grossflächige Migration aus ländlichen Gebieten zu absorbieren, müssen grosse Herausforderungen angegangen werden.
Die äthiopische Regierung hat das Problem bereits vor 10 Jahren erkannt. Die gegenwärtige Administration fördert vermehrt die Entwicklung neuer städtischer Zentren, die dazu beitragen sollen, die Migration nach Addis Abeba, der aus allen Nähten platzenden Hauptstadt zu reduzieren.
In Übereinstimmung mit der föderalen Verfassung des Landes und den städtebaulichen Zielen der äthiopischen Regierung unterstützt die Arthur Waser Stiftung die Entwicklung von kooperativen Kleinstädten und Nachbarschaften als Alternative zu den kollabierenden Megacities. So entsteht zum Beispiel auf Initiative der Universität von Addis Ababa und den regionalen Behörden Amharas seit 2010 das Modell einer kooperativen Landstadt im Nordwesten Äthiopiens.
Die durch die Arthur Waser Stiftung unterstützten Initiativen illustrieren, wie bestehende, lebenswichtige Herausforderungen in Äthiopien mithilfe interdisziplinärer Modelle der Stadtentwicklung angegangen werden können. Ein besonderes Augenmerk legt die Stiftung deshalb in die Aufarbeitung gemachter Erfahrungen durch die Projektpartner*innen selber und in die Bereitstellung schlüssiger Leitfäden kollektiven Handelns für Schulen, Behörden und zukünftige Stadtgemeinschaften.
[1] United Nations (2014) World Urbanization Prospect. The 2005 Revision. New York: the UN Department of Economic and Social Affairs)