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Der Multibandempfänger Tramp WE 100 wurde von der polnischen Firma Eltra (Unitra) hergestellt, Import nach Deutschland von hgs Vertriebs GmbH, Münster.
Der Tramp WE 100 ist die mono - Variante des polnischen Multibandempfängers Julia Stereo, das Originalgerät verfügt über umschaltbaren mono-/stereo-Empfang und kann vor allem zum Empfang des in Westeuropa gewohnten CCIR und des osteuropäischen OIRT - UKW-Rundfunkbands umgeschaltet werden.
Beim Tramp WE 100 handelt es sich um einen analogen Multibandempfänger, der die AM-Bereiche von der Langwelle über die Mittelwelle bis zu sieben gespreizten Kurzwellen - Rundfunkbändern und UKW abdeckt.
Die Front des Kofferempfängers wird vom Lautsprecher und der grossen Frequenzskala dominiert, sie erinnert entfernt an den Grundig Satellit 2000, die Bereichsumschaltung geschieht aber über ein Drucktastenaggregat und die Bandspreizskalen sind vertikal angeordnet.
Links vom Lautsprecher sind übereinander die Drehregler für Bässe, Höhen und Lautstärke angeordnet, der polnische Julia Stereo hat zuoberst einen vierten Drehregler für die Balance und kann dadurch auch auf Distanz unterschieden werden. Rechts der Skala finden sich in einer vertikalen Reihe die Tasten für die fünf UKW-Presets.
An der Oberseite finden sich die Drucktasten für die Wahl der Bandbereiche inklusive Tasten für die sieben Kurzwellenbereiche, ein Nah-/Fernumschalter und ein Umschalter zwischen der eingebauten Teleskop- und einer externen Antenne.
Das Gerät kann mit acht UM-1 Batterien, einer 12 V - Spannung von der Autobatterie oder mit 220 V vom Netz betrieben werden, eine Umschaltung der Versorgungsspannung ist nicht vorgesehen.
Zum (Netz)Betrieb wird das Gerät mit der Drucktaste „EIN/AUS“ in der linken unteren Ecke der Frontplatte eingeschaltet, der Spannungsschalter auf der Rückseite muss in der richtigen Position für Wechselstrombetrieb stehen, natürlich ist das Gerät auf RADIO-Betrieb und nicht auf Tonbandwiedergabe (TA/TB) zu stellen.
Zum Empfang in den AM-Bereichen wird mit den Drucktasten an der Oberseite der entsprechende Bandbereich gewählt, manchmal bedarf das Drucktastenaggregat einer Kontaktreinigung um gut zu kontaktieren. Der Empfänger verfügt über sieben gespreizte Kurzwellenbereiche. Der Abstimmknopf liegt an der rechten Geräteschmalseite, eine Feinabstimmung ist nicht vorgesehen. Mit kleinen Kunststoffreitern links der Frontplatte können Positionen markiert werden. Dei Überladungssituationen beispielsweise beim Anschluss einer Aussenantenne kann ein Abschwächer in Position „NAH“ eingeschaltet werden.
Zum UKW-Empfang wird der Bereich mit der entsprechenden Taste „UKW“ gewählt, nur mit aktiviertem Bereich „U“ unterhalb der UKW Stationstasten kann im UKW-Bereich abgestimmt werden. Die darüber angeordneten Tasten U1 bis U5 dienen als Stationspresets, ähnlich wie beim Grundig Satellit 3400 kann mit Mehrgangs- Wendelpotentiometern auf der Rückseite eine Station vorgewählt werden. Das eine Instrument zeigt als S-Meterdie Signalstärke an, auf dem zweiten wird die ungefähre Abstimmposition im UKW-Band durch Anzeige der Abstimmspannung angezeigt.
Aufgrund des Konzepts mit dem Drucktastenaggregat ist das Gerät auf Kontaktstörungen relativ anfällig, diese können aber durch Reinigung recht gut behoben werden. Zur Abnahme der Rückwand werden drei Schrauben und weitere drei Schrauben an der Unterseite im Bereich der Standfüsse entfernt. Zur Abnahme der Rückwand kann die Verbindung zum Batteriefach mit einem Spezialkonnektor abgesteckt werden.
In den VHF-Bereichen kann das Gerät zum FM-Schmalbandempfang als Doppelsuper geschaltet werden, das Schema oder das technische Handbuch liegt mir leider nicht vor.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.
Zum Abnehmen der Rückwand werden hinten oben drei und unten jeweils drei Schrauben entfernt, die Rückwand ist dann nach links wegzuklappen, die Antennenanschlüsse sind mit Kupferklammern fixiert. Bei meinem Gerät benötigten die Drucktastenaggregate und die krachenden Kippschalter eine gründliche Reinigung mit Ballistol.
Das Schema oder das technische Handbuch liegt mir leider nicht vor.
Das Gerät wurde in Japan gefertigt, die Herstellerfirma konnte noch nicht definitiv geklärt werden. Das Gerät wurde nicht nur von der Schweizer Firma Globe Electronic als Globephone ICF-2003DX vertrieben, sondern international auch als Tokyo Skylark, MARC oder Shebro NR-52F1 vertrieben.