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Januar 2015
Februar 2015
März 2015
Ursprünglich Fest der Fruchtbarkeit der Erde und der reichen Ernten ist Holi heute als Fest der Farben bekannt, mit dem der anbrechende Frühling gefeiert sowie Vishnu, Krishna und dessen Gefährtin Radha verehrt werden. Für einige wird der Name des Fests von Holika abgeleitet, der Dämonin, deren übernatürliche Kräfte Prahlad, ein begeisterter Verehrer Vishnus, zunichte macht.
Am Vorabend des Fests werden Feuer entzündet und Bildnisse Holikas verbrannt. An Holi, in einer ausgelassenen, an den Karneval gemahnenden Atmosphäre, bespritzen die Menschen einander mit gefärbtem Wasser und bunten Pigmenten von Farben (gelb, rot, violett, grün usw.), die als glückbringend gelten. Das Fest versetzt die Bevölkerung in heitere Stimmung, vergleichbar jener, die zwischen dem Gott Krishna und den Kuhhirtinnen (gopi) im mythischen Wald von Vrindavan herrscht. Gegen Ende des Fests waschen sich alle und besuchen in weissen Kleidern ihre Familien und ihre Freunde. Damit setzen sie auch der temporären Aufhebung der Schranken, die unter den Mitgliedern der Gesellschaft normalerweise gelten, ein Ende. Holi ist auch eine Gelegenheit, festliche Speisen mit anderen Menschen zu teilen.
April 2015
August 2015
September 2015
Oktober 2015
Das Hindu-Jahr kennt vier Serien von neun Nächten (navaratra), die für den Kult (puja) der Göttin günstig sind. Die Serie im Herbst ist die günstigste und heute die am meisten gefeierte. In Bengalen wird die Göttin Durga gefeiert: Ihr übertragen sämtliche Gottheiten den gefährlichen Auftrag, den Büffeldämon Mahishasura zu vernichten. Die in ihrem kriegerischen Aspekt dargestellte Göttin wird mehrere Tage lang in den vielen, eigens errichteten und mit ihrem göttlichen Bildnis geschmückten Schreinen (pandals) gefeiert. Beim «Sieg am zehnten Tag» (vijayadashami) wird dieses Bildnis zum nächsten Gewässer (Teich oder Ganges) getragen, wo es unter Beifall ins Wasser eingetaucht wird: «Sieg der Mutter!».
November 2015
Die Festlichkeiten an Diwali dauern mehrere Tage. Jeden Tag wird eine bestimmte Gottheit gefeiert, im Einklang mit den von Region zu Region unterschiedlichen Traditionen. Am wichtigsten ist der Neumond-Tag des Monats Kartika. Er ist Lakshmi, Göttin des Wohlergehens, geweiht. Um Lakshmi in ihr Haus zu locken, verzieren die Frauen die Türschwelle mit farbigen geometrischen Ornamenten, im Norden Indiens rangoli genannt. Bei anbrechender Dunkelheit zünden sie kleine Öllampen an und stellen sie in die Fenster. Das ausstrahlende Licht symbolisiert die Präsenz der Göttin. Um die bösen Geister zu vertreiben, zünden die Kinder Feuerwerk und werfen Knallkörper. Ganz allgemein feiern die Hindu mit diesem Fest den Sieg des Lichts über die Dunkelheit und im weiteren Sinne den Sieg des Guten über das Böse. Im Norden Indiens würde mit dem Fest auch eines mythischen Geschehen gedacht: der Rückkehr von König Rama aus dem Exil nach dessen Sieg über den Dämon Ravana. Die Bezeichnung Dipavali bedeutet «Reihen von Lampen» und erinnert an den mit Lampen bestückten Weg, die dem König und seiner Gemahlin leuchteten und das Paar bei seiner Rückkehr ins Königreich feierten.
An Diwali gibt es viel Unterhaltung (Spektakel, Jahrmärkte usw.) sowie prächtige Feste. Enge Verwandte beschenken einander, man trägt neue Kleider und geniesst verschiedene Süssigkeiten.