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Vor den rund 2900 Delegierten sagte Regierungschef Li Keqiang, das Defizit werde aber weiterhin nur drei Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, was allgemein als kritische Schwelle angesehen wird. Er äusserte sich aber besorgt über die hohe Verschuldung von Unternehmen, die "schrittweise auf ein akzeptables Niveau gebracht" werden solle.
In seinem Rechenschaftsbericht hatte Li Keqiang zuvor das Wachstumsziel für die zweitgrösste Volkswirtschaft in diesem Jahr auf rund 6,5 Prozent gesenkt. Im Vorjahr hatte die Zielvorgabe mit "6,5 bis 7 Prozent" noch darüber gelegen. Trotz schwächerer Konjunktur waren aber 6,7 Prozent Wachstum erreicht worden. Das allerdings war so wenig wie seit 26 Jahren nicht mehr.
Der Premier versprach, die proaktive Haushaltspolitik fortsetzen zu wollen, um die Wirtschaft zu stützen. Die Ausgaben der Zentralregierung sollen laut Haushaltsentwurf um 6,5 Prozent steigen. Das sind ein halber Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Die Inflation soll bei rund drei Prozent gehalten werden./lw/DP/stk
(AWP)