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Bei einer Asset Allocation, zu Deutsch Anlageaufteilung oder Anlagestrategie, handelt es sich um die Zusammensetzung des Portefeuilles hinsichtlich verschiedener Anlagekategorien. Ziel ist es gewöhnlich, den Gewinn zu maximieren und/oder über eine möglichst gute Diversifikation mögliche Verluste zu minimieren.
Die Asset Allocation kann zum Beispiel Anlagekategorien wie Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Immobilien, Rohstoffe oder Bargeld umfassen. Ziel ist eine optimale Auswahl und Gewichtung der Kategorien für das gewünschte Risikoprofil des Anlegers.
Dabei gibt es eine Vielzahl von Methoden und Modellen. Die meisten Modelle basieren auf der Modernen Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz, der für seine Theorie zur Optimierung der Asset Allocation im Jahr 1990 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt.
Grundsätzlich wird zwischen der strategischen und taktischen Asset Allocation unterschieden.
Die strategische Asset Allocation dient als Grundlage für die Zusammenstellung und langfristige Gewichtung eines Portefeuilles. Die Aufteilung der Investitionsobjekte richtet sich nach den Anlagezielen und dem Anlagehorizont, insbesondere aber nach der Risikobereitschaft des Investors.
Je nach Risikobereitschaft variiert der Anteil an wertbeständigen und risikoreichen Anlageobjekten. Als Faustregel für die Ausrichtung eines Portfolios von mindestens zehn Jahren Laufzeit gilt: Der wertbeständige Anteil sollte nicht unter 30 Prozent liegen, der risikoreiche Anteil hingegen mindestens 20 Prozent betragen.
Relativ häufig ist eine 50-50-Verteilung: 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen. Dabei gelten Aktien auch bei vielen Schweizer Banken immer noch als risikoreich und Obligationen als risikoarm. In den letzten Jahren ist diese vereinfachte Sicht allerdings mehr und mehr ins Wanken geraten, da Obligationen je nach Typ sogar riskanter sein können als Aktien.
Eine Umschichtung der Anlagen ist jederzeit möglich. Allerdings wird empfohlen, möglichst nah an der prozentualen Erstausrichtung der Finanzobjekte festzuhalten, um Schwankungen im Kapitalmarkt auszugleichen. Empfohlen wird eine regelmässige Anpassung des Portefeuilles, ein so genanntes Rebalancing. Ein Rebalancing berücksichtigt im Idealfall die individuellen Lebensumstände des Anlegers und trägt Veränderungen der Risikobereitschaft und Risikofähigkeit Rechnung.
Die taktische Asset Allocation widerspiegelt die kurzfristige Anpassung des Portfolios und erfolgt innerhalb der strategischen Ausrichtung der Anlageobjekte. Die eigentliche Anlageausrichtung wird zugunsten der Marktentwicklung variiert. Durch eine taktische Umschichtung der Anlageklassen soll eine höhere Rendite erzielt werden.