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Das klassische Masking Tape (dt. Kreppband) des japanischen Herstellers Kamoi Kakoshi wurde ursprünglich auf Baustellen oder in Lackierereien verwendet, um zu verhindern, dass bestimmte Teile mit Farbe in Kontakt kamen. Mit der Zeit entwickelten Fans des schlichten Klebebandes aus Reispapier neue Einsatzmöglichkeiten und nutzten das Masking Tape für dekorative Zwecke.
Die Geschichte von Masking Tape beginnt 1923: Die Firma Kamoi Kokashi wird gegründet. Der japanische Hersteller spezialisiert sich auf die Fertigung von Kreppband aus traditionellem "Japanpapier" - ein Papier, das per Hand aus asiatischen Sträuchern hergestellt wird. Da das Naturpapier über hervorragende Eigenschaften verfügt, zum Beispiel lässt es sich rückstandsfrei entfernen, wurde Kamoi Kokashi schnell ein beliebter Lieferant von Krepppapier. Anfangs wurde das Kreppband vor allem zum Lackieren benutzt: Fassaden, Autos und Möbel ließen sich mit dem Japanpapier von Kokashi hervorragend bearbeiten. Die japanische Firma erlebte viele erfolgreiche Jahrzehnte durch ihre Expertise in Herstellung und Bearbeitung von Kreppband.
Im Sommer 2006 erhielt die Kamoi Kakoshi eine Nachricht von Liebhabern des filigranen Krepps: Sie hatten das Klebeband für dekorative Zwecke im Zusammenhang mit der Gestaltung eines Buches verwendet und wollten nun eine Tour durch die Klebebandfabrik machen. Kurz darauf erhielt Kamoi eine Ausgaben des Buches „Little Press“, das mit den Masking Tapes gestaltet worden war.
Die Gestalterinnen des Buches kamen bald darauf zur Besichtigung in die Fabrik der Masking Tapes und baten den Hersteller, weitere Farben zu produzieren. Der Rest ist Geschichte: Zunächst kamen 20 unterschiedliche helle und elegante Farbvarianten auf den Markt, die die Eigenschaften des filigranen Reispapiers perfekt ergänzten. Mittlerweile ist das Masking Tape in zahlreichen weiteren Farben und mit unterschiedlichen Motiven und Mustern erhältlich.
Die Nutzung zu dekorativen Zwecken machte Masking Tape schließlich auch über die Grenzen Japans hinaus bekannt: Mittlerweile war der Hersteller auch oft auf renommierten Möbelmessen in Europa vertreten. 2012 eröffnete das Kamoi Museum in einer alten Fabrik in der japanischen Provinz Okayama. Viele Ausstellungen, auch in anderen Städten wie Tokio, Kyoto, Seoul oder Bangkok machten Masking Tape über Insiderkreise hinaus bekannt. Auf der "mt Expo" in Shibuya präsentiert Kamoi neue Ideen für die Benutzung des Krepppapiers, indem das Masking Tape an Wänden, Möbeln und auf Böden zum integralen Bestandteil der Architektur wird.
Auf diese Weise erkennen immer mehr Privatleute: Das Masking Tape bietet mit seinen sanften Farben und den Eigenschaften des filigranen Reispapiers zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Es hinterlässt keine Rückstände wenn es entfernt wird, man kann auf ihm schreiben, es zum Zukleben von Geschenken und Anbringen von Notizzetteln am Kühlschrank nutzen.
Internetseite von MT - Masking Tape