Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03502.jsonl.gz/965

Das Äussere der 1796 geweihten Pfarrkirche St. Luzia zeigt einen einfachen barock-klassizistischen Bautyp. Markant ist der erst 1908 erbaute Turm mit seinem im Seetal eher untypischen Zwiebeldach. Die Kirche weist mit ihrem Chor nach Osten, hin zur aufgehenden Sonne. Die Farben gelb und rot der Kirche fügen sich harmonisch in die wunderbare Landschaft von Tal und See ein.
Der Hochaltar zeigt die Patronin der Kirche, die Hl. Luzia. Dort ist sie dargestellt als junge, starke Frau, die öffentlich bekennt, dass ihr Gott im Himmel zu finden ist. Rechts von ihr steht drohend der Götzenpriester, welcher verlangt, dass Luzia eine Götzenfigur anbeten soll, die er in den Händen hält. Links neben der Hl. Luzia ist der Henker zu sehen, der sie umbringen wird, weil sie sich weigert dies zu tun. Verdeckt durch den Tabernakelaufbau wäre der Scheiterhaufen mit dem Feuer zu sehen, auf dem Luzia hingerichtet wurde.
Aus dem Expertenbericht, den der Organist Johann Elogy Banz von Ruswil im November 1822 abgab, geht hervor, dass 1820 erstmals eine Orgel in der Pfarrkirche Aesch errichtet wurde. Erbauer dieses Instrumentes waren die Brüder Joseph (* ca. 1788) und Anton Frantz (ca. 1792- 1850) aus Liesberg, die bald darauf in den Sundgau/Elsass zogen, wo sie einige kleinere Orgeln bauten.
Die Aescher Orgel, Goll opus 117, bekam im Oktober 1893 von Seminarlehrer Josef Schildknecht aus Hitzkirch und vom Chorregenten Nicolas Estermann vom Stift Beromünster eine ausgezeichnete Expertise. Die sorgfältige Ausarbeitung und die tadellose Mechanik werden gerühmt. Goll baute damals noch mechanische (Kegelladen) Orgeln und erst kurz darauf pneumatische. Das ältere System ist das präzisere und robustere und so konnte man es anlässlich der grossen Kirchenrestauration 1980 bezüglich Orgel bei einer Revision belassen und ein originales Instrument aus der Jahrhundertwende erhalten.
Im Dezember 2005 wurde die Orgel durch die Firma Goll in Luzern einer gründlichen Revision unterzogen. Die Revision wurde gemäss Beschreibung durchgeführt, insbesondere gründliche Reinigung und Behandlung von Schimmelpilz und Holzwurm befallene Elemente. Bei der Abnahme der Orgel am 17.01.2006 durch die Firma Goll und Vertreter der Denkmalpflege und des Aescher Kirchenrates wird die sorgfältige handwerkliche Ausführung und technische Anlage im Innern der Orgel begutachtet und gerühmt. Seit der Revision erklingt sie wieder in den schönsten Tönen.
Im Einweihungs-Gottesdienst am 19. Februar 2006 hat Kirchenchorleiter Martin Bucheli der Orgel mit festlicher Musik die wunderbarsten Töne entlockt. Herr Hebeisen der Firma Goll, Luzern hat kurz den Ablauf der Revision erläutert und dabei diese Orgel als besonders wertvoll bezeichnet.
Im Jahre 2017 wurde eine neue elektrische Steuerung eingebaut um Licht und Heizung mit moderner Technologie zu steuern. Im Rahmen dieser Erneuerung wurden in den Kronleuchtern moderne schattenlose LCC-Leuchtmittel eingesetzt, die sich problemlos dimmen lassen.