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Bei europäischen Kindern und Heranwachsenden ist im Laufe der letzten drei Jahrzehnte immer häufiger Krebs festgestellt worden. Eine entsprechende Analyse präsentiert eine internationale Forschergruppe im Fachblatt „The Lancet“. Im Zeitraum 1970 bis 1999 ist die Zahl der Erkrankungen demnach pro Jahr um 1 bzw. 1,5 Prozent gestiegen. Über den Gesamtzeitraum belegten die Zahlen „einen klaren Anstieg der Krebsinzidenz und eine Beschleunigung dieses Trends“, schreiben die Forscher aus Lyon. Pro Jahrzehnt sei es zu 11 zusätzlichen Erkrankungsfällen pro einer Million Kinder bzw. 23 zusätzlichen Fällen pro Million Heranwachsender gekommen. In den 90er-Jahren betrug die Inzidenzrate schliesslich 140 bzw. 157 Neuerkrankungen pro Million Kinder bzw. Jugendliche. Dieses Phänomen betraf bei Kindern praktisch alle Krebsarten, in der Gruppe der Heranwachsenden vorrangig bestimmte Krebsarten wie Lymphome oder Tumoren des Zentralnervensystems. Nach Ansicht der Forscher kann kein einzelner Faktor für den Anstieg verantwortlich gemacht werden.