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Oppositionelle Aktionäre von Clariant haben ihren Anteil am Schweizer Chemiekonzern erhöht. Sie wollen keine Fusion mit Huntsman aus den USA.
Beim Chemiekonzern Clariant haben die oppositionellen Aktionäre, die sich gegen den geplanten Zusammenschluss mit dem amerikanischen Konkurrenten Huntsman aussprechen, ihren Anteil erhöht. Die in der Aktionärsgruppe White Tale vereinten Investoren besitzen per 18. Juli 10,06 Prozent der Clariant-Aktien.
Dies geht aus einer Pflichtmeldung an die Börsenbetreiberin SIX hervor. Anfang Juli hatte White Tale selber den Anteil noch mit 7,2 Prozent angegeben.
Mangel an strategischen Gründen
Hinter White Tale steht das US-Familienunternehmen Standard Industries sowie der als aktivistisch geltende Hedgefonds Corvex Management. Der im Mai angekündigten Fusion mangle es an strategischen Gründen, Clariant solle sich daher nach Alternativen umsehen, lautet die Forderung von Corvex und Standard Industries gemäss früheren Angaben. Die Fusion in der vorgeschlagenen Form bewerte die Clariant-Aktien zu tief - mit alternativen Transaktionen könne «weit mehr» Wert geschaffen werden.
«Ein weiterer Ausbau der Beteiligung ist nicht ausgeschlossen», sagte ein Sprecher von White Tale Anfang Juli zur Finanznachrichtenagentur AWP. Mit dem aktuellen Stimmenanteil ist White Tale kein Leichtgewicht. Denn die ausserordentliche Generalversammlung von Clariant, diese wird voraussichtlich im vierten Quartal abgehalten, muss den Deal mit einer Zweidrittelmehrheit der Aktienstimmen absegnen.
(sda/chb/ise)