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Mit 60 Hemden, 20 Paar Schuhen und 75 Krawatten reist Maurice Ravel 1928 auf dem Transatlantikdampfer France nach New York. Vier Monate bespielt er die berühmtesten Konzerthallen Amerikas, feiert mit Gershwin Geburtstag, besucht Chaplin in Hollywood und kehrt nach Frankreich zurück. In Luxuszügen setzt er seine Reisen fort, raucht viel, schläft schlecht, komponiert en passant den »Boléro« und für Paul Wittgenstein das Konzert »Für die linke Hand«.Mondän sind die Empfänge, die man ihm bereitet, doch bleibt der kauzige Dandy immer für sich, bis ihm die Welt aus den Fugen gerät.
Rezension
»Ein sehr geistreiches Buch, das komponiert ist wieein Stück in Moll. Eine gescheite, schöne Raffinesse.« (Elke Heidenreich, Lesen!)
Portrait
Jean Echenoz est né à Orange en 1947. Il a obtenu le prix Médicis en 1983 et le prix Goncourt en 1999. Hinrich Schmidt-Henkel, geboren 1959, lebt in Berlin, übersetzt Prosa und Theaterstücke aus dem Französischen, Norwegischen und Italienischen, zuletzt vor allem Jean Echenoz, Yasmina Reza, Jon Fosse, Erlend Loe und Louis-Ferdinand Céline.
Hier erzählt Echenoz in seiner bekannt lakonische und minimalistische Weise Episoden aus dem Leben Ravels, der dement endete und seine eigene Musik nicht mehr erkannte.
Idealer Einstieg, psychologisch subtil geschildert, anrührend.