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Das Stuttgarter Kammerorchester wurde 1945 von Karl Münchinger gegründet, der dem Ensemble mehr als vier Jahrzehnte vorstand. Zu seinem Markenzeichen wurde früh eine schlackenfreie Interpretation barocker und klassischer Werke, die bewusst auf jede Romantisierung verzichtete und damit der historisch informierten Aufführungspraxis den Weg ebnete. Dennis Russell Davies, der das Orchester von 1995 bis 2006 als Chefdirigent leitete und ihm heute als Ehrendirigent verbunden ist, erweiterte das Repertoire insbesondere um Werke des 20. Jahrhunderts. Seit 2006 steht mit Michael Hofstetter ein ausgewiesener Barockexperte an der Spitze des Stuttgarter Kammerorchesters, der u. a. das Spiel mit Barockbögen einführte, um ein authentischeres Klangbild zu erreichen; ausserdem engagiert sich Hofstetter mit Kompositionsaufträgen für die zeitgenössische Musik. Als erster Gastdirigent amtiert seit 2009 Wolfram Christ. International renommierte Solisten konzertieren mit dem Stuttgarter Kammerorchester: etwa die Geiger Kolja Blacher, Julia Fischer, Daniel Hope und Frank Peter Zimmermann, die Pianisten Andrei Gavrilov, Fazil Say, Lars Vogt und Christian Zacharias oder die Cellisten Mischa Maisky, Daniel Müller-Schott und Heinrich Schiff. Gastspiele führen das Ensemble in alle Welt: 2010 absolvierten die Musikerinnen und Musiker eine ausgedehnte Chinatournee, 2011 stehen Reisen nach Spanien, Italien, Japan, Indien und Nepal auf dem Programm. Seit 1948 spielt das Stuttgarter Kammerorchester regelmässig Schallplatten ein; zuletzt erschienen Werke von Bartók und Händel, eine Aufnahme der Streichersinfonien Mendelssohns und eine Gesamtaufnahme aller Haydn-Sinfonien. Das Orchester wird vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch GmbH gefördert. 2008 wurde ihm der Kammermusikpreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1951 mit Werken von Pergolesi, Bach und Purcell, die Karl Münchinger dirigierte.
August 2011