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Die Abteilung Wirtschaft (WI) erarbeitet, im Rahmen eines integrierten und kohärenten Wirtschaftsstatistischen Systems, Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft. Sie befasst sich mit der Konzeption, Durchführung und Auswertung von Erhebungen bei den Unternehmen in der Landwirtschaft sowie im Industrie- und Dienstleistungssektor. Erhoben werden Informationen zur Struktur und Demographie der Unternehmen, Buchhaltungsdaten sowie Informationen über Preise, Löhne, Beschäftigung, Produktion und Umsatz. Neben statistischen Basis-Informationen über die Struktur und die Aktivitäten der Unternehmen sowie über die Wirtschaftsentwicklung und den Konjunkturverlauf, erstellt die Abteilung WI makroökonomische Synthesen (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) und Analysen.
Die Sektion Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) hat den Auftrag eine Synthesestatistik zu erstellen, wobei es sich um die sogenannte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung handelt. Deren Ziel ist die makroökonomische Darstellung der ökonomischen Aktivitäten, welche in der Schweiz während einem Jahr erwirtschaftet wurden. Das wesentliche und auch bekannteste Aggregat der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung stellt das Bruttoinlandprodukt (BIP) dar. Das kantonale Bruttoinlandprodukt, die Fremdenverkehrsbilanz, das Satellitenkonto Tourismus und der nichtfinanzielle Kapitalstock sind ebenfalls Erzeugnisse der Sektion VGR. Überdies werden in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbank die Finanzierungskonten erstellt.Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung hat das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) als Grundlage, wobei das ESVG auch den konzeptuellen Rahmen für einen grossen Teil des Systems ökonomischer Statistiken liefert, indem es die Begriffe wie Institutionelle Einheit, den Produktionsbegriff, die ständige Wohnbevölkerung oder die Beschäftigung definiert. Infolgedessen liefert die Sektion Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung eine konzeptuelle Unterstützung und ermöglicht es, eine Rolle als Garant der Kohärenz zu spielen.
Das Ziel der Sektion Wirtschaftsstruktur und -analysen (WSA) besteht darin, Konzepte zu erarbeiten und die Rahmenbedingungen festzulegen, um Erhebungen und Analysen in folgenden Bereichen durchzuführen: Land- und Forstwirtschaft (Erhebungen und Analysen), Unternehmensstruktur (Analysen), Unternehmensdemografie (Analysen), Wachstum und Dynamik der Schweizer Wirtschaft (Analysen), Forschung und Entwicklung (Erhebungen und Analysen) sowie Informationsgesellschaft (Erhebungen und Analysen).Die Sektion produziert zudem zwei regelmässig aktualisierte Indikatorensysteme zu «Wissenschaft und Technologie» und zur «Informationsgesellschaft». Anhand dieser Systeme können die Entwicklungen in den entsprechenden Bereichen verfolgt und internationale Vergleiche angestellt werden.Innerhalb des BFS begleitet die Sektion WSA die verschiedenen Berechnungsphasen des Bruttoinlandproduktes (BIP) kritisch und spielt eine aktive Rolle bei der Gewährleistung der Kohärenz der verschiedenen grundlegenden bzw. synthetischen Wirtschaftsstatistiken, die vom BFS produziert werden.
Die Sektion PREIS liefert Konjunkturindikatoren zur Preisentwicklung und zum Preisniveau der Waren und Dienstleistungen in der schweizerischen Volkswirtschaft. Diese Indikatoren dienen als Grundlage für die Teuerungsbereinigung (in Verträgen sowie für Löhne, Unterhaltsbeiträge, Mieten usw.), für wirtschafts-, sozial- und finanzpolitische Entscheidungen sowie für makroökonomische Analysen. Sie liefern der breiten Öffentlichkeit zudem allgemeine Informationen zur Teuerung in den verschiedenen Wirtschaftssektoren.Für den zeitlichen Vergleich werden die Preise auf den verschiedenen Stufen des Wirtschaftsprozesses von der Produktion (Produzentenpreisindex, Baupreisindex) über den Handel (Importpreisindex) bis zum Privatkonsum (Landesindex der Konsumentenpreise, harmonisierter Verbraucherpreisindex) gemessen und in der Regel in Form von Indexreihen und Veränderungsraten dargestellt. Für den räumlichen Vergleich erhebt die Sektion im Rahmen des internationalen Vergleichsprogramms von Eurostat/OECD Daten zur Berechnung der Kaufkraftparitäten (KKP). Diese erlauben den Vergleich des realen Volumens des Bruttoinlandproduktes und der Preisniveaus der einzelnen Länder
Die Sektion Konjunkturerhebungen KE führt Erhebungen bei Unternehmen durch und erstellt konjunkturelle Informationen über die Beschäftigung, die Produktion, Aufträge und Umsätze sowie über die Bautätigkeit. Die Sektion wurde Anfang 2006 gegründet und umfasst rund 40 Mitarbeitende.Die Resultate der Konjunkturstatistiken stellen den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wichtige statistische Informationen zur Verfügung. Im Weiteren dienen die Resultate der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und zur Berechnung des Bruttoinlandproduktes (BIP).
Die Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen (LOHN) liefert objektive und zuverlässige statistische Informationen zu allen monetären Fragen, die direkt mit dem Schweizer Arbeitsmarkt zusammenhängen. Die untersuchten Bereiche reichen vom Lohnniveau (LSE) über die Lohnentwicklung (SLI), die Arbeitskosten (Ako) und die Komponenten der Entlöhnungssysteme bis hin zu den Erwerbseinkommen und den im Rahmen der Gesamtarbeitsverträge (GAV) festgelegten Arbeitsbedingungen und Lohnabschlüssen.Zur Erfüllung ihres Informationsauftrags nutzt die Sektion unterschiedliche Datenquellen. Sie bezieht Daten aus Direktbefragungen bei Haushalten und Unternehmen, aus Verwaltungsquellen oder auch direkt aus Lohnbuchhaltungen.Aufgrund der Verlegung von Tätigkeiten vom SECO zum BFS wurde die Sektion LOHN mit der Durchführung der Weiterbildungserhebung (Datenproduktion) sowie der Statistik der kollektiven Arbeitsstreitigkeiten (Streik und Aussperrungen) beauftragt. Diese Informationspalette ergibt ein objektives Indikatorensystem zur Entlöhnung sowie zu den Arbeitsbedingungen, auf das sich die sozioökonomischen Akteure im Rahmen der jährlichen Lohnverhandlungen oder zur allgemeinen Einschätzung der Lohnpolitik auf der Stufe der Wirtschaftszweige stützen. Die daraus berechneten Lohnniveaus werden unter anderem für die Berechnung der IV-Renten sowie für die Anpassung der AHV-Renten verwendet (Mischindex). Sie dienen den tripartiten Kommissionen des Bundes und der Kantone zudem als Referenzwerte für ihre Arbeiten zu den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Schweizer Arbeitsmarkt.
Die Wertschöpfungsstatistik basiert auf einer jährlich durchgeführten Stichprobenerhebung bei Unternehmen des sekundären und tertiären Sektors. Ausgenommen sind das Bank- und Versicherungswesen. Diese Statistik untersucht anhand der Buchhaltungsergebnisse die Struktur- und Entwicklung der Unternehmensaktivitäten in den verschiedenen Wirtschaftssektoren.Die Ergebnisse der Erhebung ermöglichen die Berechnung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auf Branchenebene, die Schätzung der wichtigsten makroökonomischen Aggregate (70% des BIP) und den Vergleich relevanter Wirtschaftsdaten auf nationaler und internationaler Ebene.Die Grundgesamtheit umfasst die in der Schweiz domizilierten Unternehmen. Es besteht keine Gliederung nach Regionen. Ab Geschäftsjahr 2009 werden die Ergebnisse der Wertschöpfungsstatistik auf Basis der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008) publiziert. Aufgrund diverser Änderungen können die hochgerechneten Resultate von 2009 nicht mit den Ergebnissen von 2008 verglichen werden. Die Publikation von Zeitreihen ist somit erst ab 2009 möglich.