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Meisterhäuser, Gartenmauer, Trinkhalle
Bomben fielen im März 1945 auf Dessau. Die Gründer und Meister des Bauhauses, einer weltberühmten Geburtsstätte der Moderne, hatten Deutschland bereits lange zuvor verlassen müssen. Einige von ihnen gründeten später in den USA das Bauhaus Chicago und blieben zu Lebzeiten international gefragte Künstler – auch in Deutschland.
Nun, 69 Jahre nach dem Bombardement, das das Meisterhausensemble teilweise zerstörte, erstrahlen die Wohnhäuser, die von Bauhaus-Lehrern zwischen 1926-1932 auch als Experimentierfeld im Zusammenspiel zwischen Architektur und Kunst genutzt wurden, wieder in neuem Glanz.
Rekonstruiert, aber neu interpretiert, wurde die Doppelhaushälfte von Moholy-Nagy, die Gropius entwarf. Sie soll als Veranstaltungsort dienen. Aber auch die Gartenmauer mit integrierter Trinkhalle von Mies van der Rohe ist neu entstanden. Das Haus Gropius wird nach Auskunft der Stiftung das Entrée bilden und selbst ein Exponat sein.
Als Eröffnungsprogramm werden unter dem Titel «Dessau 1945» bislang unveröffentlichte Werke des weltberühmten Fotografen Henri Cartier-Bresson gezeigt, der im April 1945 vor Ort war, um den Auszug französischer Zwangsarbeiter aus der Bauhaus-Stadt zu dokumentieren.(tw)