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wohl Basel, 1839
signiert AB (Achilles Benz?, 1766-1852)
Papier, Gouache
H. 30,6 cm, B. 51,4 cm
Inv. 2003.103.
Mit der Jahreszahl 1839 datiert ist das Aquarell, das einen Gerichtssaal zeigt. Dieser ist als baselstädtisch erkennbar durch die an Stühlen und an der Konsole des Deckenbalkens sichtbaren Baselstäbe. Der Maler zeigt in Guckkastenperspektive ein breit gelagertes Interieur. Licht fällt von den Fenstern in den mit schlichtem Mobiliar ausgestatteten Raum.
Auf der linken Seite sitzen und stehen Männer in schwarzer Amtskleidung um einen Tisch. Anscheinend ratlos greift sich ein Gerichtsherr ans Kinn. Rechts ist der Raum durch eine Schranke unterteilt, die die Amtsherren vom Volk trennt. Die Menschengruppe hinter diesem Möbel wartet möglicherweise auf eine Gerichtsverhandlung. In deren Mitte steht mit hohem schwarzem Hut ein Polizist. Bemerkenswert ist die Inschrift an der Seitenwange der Schranke: «Si fecisti nega», «Wenn du es getan hast, leugne es». Für einen Gerichtssaal, dem Ort der Wahrheitssuche, eine eher überraschende Anweisung. Der Maler scheint in diesem Aquarell das (geringe) Vertrauen der Bevölkerung in die Gerichtbarkeit der Stadt Basel mit einem ironischen Augenzwinkern festgehalten zu haben. N.