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Röteln-Impfung: Kann sie eine Rötelnembryopathie verhindern?
Die Krankheit
Röteln sind eine harmlose Kinderkrankheit, die jedes Kind, ob Bub oder Mädchen, durchmachen sollte.
Durch in der Kindheit durchgemachte Röteln verringert sich das Risiko im späteren Leben an Krebs zu erkranken (Kesselring, J Schweiz Wochenschr 1990, 120:1083-1090). Werden die Röteln in die Pubertät verschoben, verwischt sich dieser Schutz deutlich. Über 95 Prozent der Mädchen haben einen Schutz vor Röteln, mit oder ohne sichtbar durchgemachter Krankheit (Bottinger M., Vaccine 1995, 13(18): 1759-1762).
Die Impfung
Die Impfung ist auf abgetriebenen, menschlichen Föten gezüchtet. Weltweit impft nur Japan mit einem anderen Impfstoff. In den USA nehmen die Röteln trotz intensivem Impfen in der Erwachsenenbevölkerung zu. Zuletzt machten sie 65 Prozent der Erkrankungsfälle aus (CDC, MMWR 1998/47(RR-8), 1-57).
Da es keine Schutzwirkung durch die Rötelnimpfung gibt, besteht die Gefahr einer Ansteckung im ersten Drittel der Schwangerschaft. Hier kann es zu einer sogenannten Rötelnembryopathie des Kindes kommen. Es treten bei vorschriftsmässig geimpften Schwangeren immer wieder Rötelnembryopathien auf. Heute sagt uns die Medizin, dass es dank der Rötelnimpfung weit weniger Fälle von Rötelnembryopathien gebe. Das stimmt allerdings nicht. Die Gynäkologen bestätigen, dass es genauso viele Fälle von Rötelnembryopathien gibt, aber es werden weniger Kinder mit einer Rötelnembryopathie geboren. Dank den modernen Schwangerschaftsuntersuchungen werden viele Fälle von Missbildungen früh festgestellt, und so treiben heute die meisten Frauen diese Kinder ab. In der Schweiz hat es von 1995-2001 vier gemeldete Fälle von Rötelnembryopathie gegeben, wovon zwei Frauen vorschriftsmässig gegen Röteln geimpft waren. (Bulletin BAG 36/2001).
Oft wird den Müttern geraten, bei ihren Töchtern eine Titerbestimmung vornehmen zu lassen, um zu wissen, ob das Mädchen gegen Röteln geschützt ist. Grundsätzlich muss dazu gesagt werden, dass Antikörper nichts über einen allfälligen Schutz vor einer Krankheit aussagen. Sie zeigen lediglich an, dass dieser Organismus einmal Kontakt mit dem Erreger hatte. Zum anderen sind Titerbestimmungen nicht standardisiert, d.h. wenn man eine Titerbestimmung von verschiedenen Herstellern machen lässt, kommt jedes Mal eine andere Antwort dabei heraus.