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Die 22-jährige, als Nummer 2 gesetzte Italienerin (WTA 42) setzte sich im Final gegen die Französin Clara Burel (WTA 84) nach mehr als zweieinhalb Stunden 7:5, 4:6, 6:4 durch.
Die ausserplanmässig mit einer neunstündigen Autofahrt aus Ancona an der Adriaküste an den Genfersee angereiste Cocciaretto (WTA 42) lag gegen die ausgeprägte Defensivspielerin Burel (WTA 84) im entscheidenden Durchgang 2:4 in Rückstand, ehe sie das Blatt noch einmal wendete.
Dass sie sich für ihren Durchhaltewillen belohnte, stand sinnbildlich für die ganze Woche. Zweimal hatte sich Cocciaretto in den Runden zuvor nach abgewehrtem Matchball durchgesetzt: in der 1. Runde gegen Céline Naef und im Halbfinal gegen die Ungarin Anna Bondar.
Für die gleichaltrige Burel, die Cocciaretto seit dem Jugendalter gut kennt und die weiter auf ihren ersten Turniersieg wartet, war es die zweite Finalniederlage in Lausanne nach 2021. Zwar wich sie nach dem verlorenen ersten Satz etwas von ihrer extrem passiven Spielweise ab, nach wie vor minimierte sie aber jegliches Risiko und überliess das Spieldiktat letztlich zu sehr ihrer Gegnerin.
Cocciaretto, , die sich in der Weltrangliste auf Platz 30 verbessern wird, folgt in der Siegerliste des Ladies Open auf die Kroatin Petra Martic. Eine Schweizerin gewann das Heimturnier, das heuer über die ganze Woche verteilt 8253 Zuschauer verzeichnete, noch nicht.