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Es ist nicht einfach, sich vorzustellen, wie ein Einfamilienhaus um eine oder zwei Wohnungen erweitert werden kann. Es lohnt sich aber diese Vorstellung zu entwickeln, denn eine zusätzliche Wohnung hat viele Vorteile.
Zum Beispiel:
Um ein solches Projekt zu starten, sollte man zumindest ansatzweise davon überzeugt sein, dass es auch möglich ist. Es hilft, ein paar Gestaltungsgrundsätze zu kennen, eine Art Alphabet, um den Eindruck zu überwinden, das Haus sei ohnehin zu klein oder ungeeignet, um ein solches Projekt zu realisieren!
Eine neue Wohnung hinzufügen oder das Haus teilen sind die beiden ersten Varianten. Der Rahmen der Überlegungen kann durch jeweils drei Optionen erweitert werden: Ergänzen, Umbauen und Ersetzen. Untersuchen wir die sechs Varianten.
Damit die zusätzliche Wohnung Platz findet, wird das bestehende Einfamilienhaus um einen Anbau ergänzt.
Das Haus wird nicht vergrössert, sondern so umgebaut, dass zusätzlicher Wohnraum entsteht. Zum Beispiel, indem der Dachboden ausgebaut wird, um dort die neue Wohnung einzurichten.
Beiden Optionen können miteinander kombiniert werden: Eine Garage kann zum Beispiel zum Wohnen ausgebaut und durch einen Anbau ergänzt werden. Zusammen schaffen sie Platz für eine zusätzliche Wohnung.
Hier wird das Dach nicht ausgebaut, sondern ersetzt, z.B. durch eine Attika-Wohnung mit Terrasse.
In den vorgängigen Varianten wurde die bestehende Wohnung nicht oder nur leicht verändert. Dies kann den Handlungsspielraum einschränken.
Wir können den Spielraum erweitern, indem wir die bestehende Wohnung einbeziehen und einen Teil ihrer Fläche für die Gestaltung der neuen Wohnung nutzen.
Das Einfamilienhaus wird in zwei Wohnungen geteilt. In den meisten Häusern entstehen dadurch nur zwei kleine Wohnungen. Die Wohnung im Erdgeschoss kann durch einen Anbau vergrössert werden. Die Wohnung im Obergeschoss kann das Dach des Anbaus als Terrasse nutzen.
Um zwei geräumigere Wohnungen zu erhalten, kann auch das Obergeschoss durch einen Anbau ergänzt werden.
Die beiden durch Teilung entstandenen Wohnungen können auch durch den Umbau bestehender Volumen vergrössert werden, z. B. durch den Ausbau eines Dachbodens, einer Garage oder eines Kellers.
Anstatt ein Volumen umzubauen, kann es ersetzt werden. Zum Beispiel, indem ein Schrägdach durch ein grosszügigeres Attikageschoss ersetzt wird. Die Wohnung im Obergeschoss wird vergrössert und erhält ihre eigene Terrasse.
Die zwei folgenden Beispiele zeigen, wie die verschiedenen Varianten miteinander kombiniert werden können.
Die Eigentümer dieses Hauses aus den 1940 Jahren möchten ein älteres Familienmitglied bei sich aufnehmen. Ihr Haus ist jedoch zu klein, um ein Stockwerk abzutrennen, und der Garten zu eng, um eine separate Wohnung zu bauen.
Um das Projekt dennoch zu realisieren, wird der vordere Teil des Kellers zum Wohnen ausgebaut und durch einen Anbau ergänzt. Darin wird eine 2.5-Zimmer-Wohnung eingerichtet. Sie ist zum Garten hin geöffnet, hat einen ebenerdigen Zugang und ist barrierefrei gestaltet.
Das Dach des Anbaus bietet der Familienwohnung, die in den oberen Stockwerken liegt, den fehlenden Aussenraum.
Der Eigentümer möchte das Erdgeschoss seines Chalets umbauen, um ebenerdig wohnen zu können. Um das Projekt zu finanzieren, soll der Bau in zwei übereinanderliegende Wohnungen geteilt werden. Die beiden Stockwerke sind jedoch zu klein, um je eine Wohnung aufzunehmen.
Mit dem Bau einer Aussentreppe erhält das Obergeschoss einen unabhängigen Zugang. Das bestehende Gebäude wird durch einen zweistöckigen Anbau ergänzt, damit die fehlenden Räume Platz finden und die Wohnung im Obergeschoss eine sonnige Terrasse erhält.
Mit der Gestaltung von zwei grosszügigen Wohnungen bereitet der Hausbesitzer bereits die Erbteilung seines Hauses für seine beiden Kinder vor.
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