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Die SAirGroup hat ihre Eigenkapitalquote im vergangenen Jahr trotz diverser Zukäufe von 20 auf 24 Prozent erhöht. Möglich wurde dies durch die neue Bilanzierung der Überschüsse der Pensionskassen, wie Philippe Bruggisser in einem Interview erklärte.Dieser Inhalt wurde am 05. März 2000 - 18:13 publiziert
Die SAirGroup hat ihre Eigenkapitalquote im vergangenen Jahr trotz diverser Zukäufe von 20 auf 24 Prozent erhöht. Möglich wurde dies durch die neue Bilanzierung der Überschüsse der Pensionskassen.
Die Pensionskassen der Gruppe hätten ein Vermögen von 12 Mrd. Franken, sagte der Chef der SAirGroup, Philippe Bruggisser, in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Zur Sicherung der Renten brauche es aber nur 9 Mrd. Franken. Die Pensionskassen der SAirGroup hätten damit eine Überdeckung von 25 Prozent.
Anstieg des Eigenkapitals
Nach den internationalen Rechungslegungsvorschriften IAS müssten Unterdeckungen oder Überschüsse von Pensionskassen neu bilanziert werden. "Wir haben nach langem Hin und Her entschieden, ein Drittel der Pensionskassen- Reserven als Eigenkapital zu bilanzieren", sagte Bruggisser weiter.
Eine knappe Milliarde werde als Forderung in die Bilanz aufgenommen. Das sei gerechtfertigt, weil bei der SAirGroup Schweiz bei der Pensionskasse die Arbeitgeberbeiträge viel höher seien als die Arbeitnehmerbeiträge. "Bei der ordentlichen Pensionskasse haben wir das Verhältnis 11 zu 5 Prozent des Lohnes, bei der Kaderversicherung 17 zu 5 Prozent", erklärte der SAir-Chef.
Bruggisser bejahte, dass die SAirGroup mit der Neubilanzierung der Pensionskassengelder auch einen Besitzanspruch erhebe. "Wir stellen uns auf den Standpunkt, dass etwa zwei Drittel der Beiträge vom Arbeitgeber kommen und demzufolge die Reserven auch zum Teil dem Arbeitgeber gehören", so Bruggisser.
Persönlich finde er, "dass man aufhören sollte, eine AHV zu alimentieren, die jedem, unabhängig davon, was er verdient, eine Rente zahlt", sagte Bruggisser. Wer über 100'000 Franken verdiene brauche die AHV nicht zwingend.
Gewinnbringende Beteiligungen
Zum Vorwurf, die SAirGroup kaufe links und rechts verlustbringende Beteiligungen auf, sagte Bruggisser: "Nicht jede unserer Beteiligungen macht Verluste". Gewinne machten South African Airlines, Volare und die polnische LOT.
swissinfo und Agenturen
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