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6. 7. 1954: «Schürzenmusterung ist fertig. In Kriessern nähen nun 5–6 Näherinnen Barchent-Kleider u. Blusen, weil zu wenig Schürzen-Nachbestellungen. Man ist nicht mehr mit d. Schürzen auf die Reise.» Die Schürzenproduktion liegt Alice Kriemler am Herzen. Wird sie vernachlässigt, vertraut sie dies ebenso ihrem Tagebuch an, wie die Genugtuung darüber, dass die Kleiderabteilung mangels eigener Bestellungen Schürzen näht. Sie notiert, wenn die Hausangestellte mit Kündigung droht, weil sie mehr Lohn und eine funktionierende Zentralheizung fordert, wenn sie mit Schwester und Schwager Marthaler die Freisinnige Parteiversammlung besucht und wenn die Walhalla brennt (11. 7. 1955).
,«Da ich erst vierzehneinhalb war, durfte ich vom Arbeitsamt aus noch gar nicht arbeiten. Wenn die Kontrolleure aus Oberriet kamen, versteckte ich mich oben in der Wohnung, damit sie mich nicht sahen. Doch einmal konnte ich ihnen nicht entwischen. Da hiessen sie mich, die Arbeit niederzulegen, und schickten mich nach Hause. Mutter meinte: