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Einst war sie die auflagestärkste Sonntagszeitung in Grossbritannien. «News Of The World» deckte geheime Affären von Stars und Politiker auf oder überführte Drogendealer und Pädophile - dank Tausenden von abgehörten Telefonaten. Dafür müssen sich die Journalisten derzeit vor Gericht verantworten. Der Königshaus-Reporter Clive Goodman brachte am Donnerstag nun bei seiner Aussage ein Name aus dem britischen Hochadel ins Spiel: Lady Di, †36. Die verstorbene Prinzessin habe bewusst Kontakte aus der britischen Königsfamilie an die Zeitung weitergegeben.
Ihm sei 1992 das sogennante «Green Book» mit Kontaktangaben des Königspersonals an seine Dienstadresse bei «News Of The World» zugeschickt worden. Absender: Prinzessin Diana höchstpersönlich. Sie habe einen Verbündeten bei der Presse gesucht, um zu zeigen, dass sie von den Mitarbeitern des Thronfolgers unter Druck gesetzt wurde. «Sie machte eine sehr, sehr schwere Zeit durch», wird Goodman vor dem Londoner Gericht Old Baily von DailyMail.co.uk zitiert. 1992 trennten sich Lady Di und Prinz Charles nach elf Jahren Ehe.
Dem Königshaus-Reporter wird vorgeworfen, Polizisten bestochen zu haben, um an Telefonnummern zu kommen. Er streitet ab, jemals Geld für die Kontakte bezahlt zu haben. Er sei auch nicht der einzige, der als Journalist ein gutes Verhältnis zu der Prinzessin der Herzen pflegte. Sie sei ebenso mit Richard Kay von der Zeitung «DailyMail» und Martin Bashir vom TV-Sender BBC in engem Konakt gestanden. Letzterer interviewte sie 1995 zur Liaison von Prinz Charles und Camilla. Nach dem legendären Gespräch, während dem sie sagte, es gäbe drei Personen in dieser Ehe, wurde die Scheidung vollzogen.