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Schrittzähler
(Wegmesser, Pedometer, besser Hodometer), Instrument zum Zählen von Schritten, Tritten, Hüben etc. Ein sehr einfacher und zweckmäßiger S. besteht aus einem zwischen zwei Metallplatten laufenden System von Zahnrädern, welches durch das Getriebe [* 2] eines Sperrrades in Bewegung gesetzt wird, in dessen Zähne [* 3] ein an einem Hebel [* 4] befestigter Zughaken eingreift. An dem freien Ende des Hebels ist eine Schnur eingebunden; durch das Anziehen derselben dreht der Zughaken das Sperrrad um einen Zahn und greift, durch eine Feder gehoben, beim Aufhören der Zugkraft sofort in den nächsten Zahn ein.
Mit den Rädern sind auf Zifferblättern laufende Zeiger verbunden. Soll das Instrument als S. benutzt werden, so hängt man es mit einem Haken in ein Knopfloch und bindet die Schnur um das Knie. Ein andrer S., welcher einer Taschenuhr gleicht und, wie eine solche, in der Westentasche in einer möglichst vertikalen Ebene getragen wird, beruht darauf, daß beim Gehen und Reiten der Schwerpunkt [* 5] des menschlichen Körpers bei jedem Schritt erst um ein Bestimmtes gehoben und nachher wieder gesenkt wird.
Den Hauptteil des Instruments bildet ein um seine Achse drehbares Pendel, [* 6] welches an seinem Ende ein Stahlsegment trägt und durch eine Feder in horizontaler Lage erhalten wird. Mit dem Niedersteigen des Körperschwerpunktes beim Fortschreiten des Instrumententrägers geht auch das Pendel niederwärts, beharrt jedoch noch in dieser Bewegung, wenn der menschliche Fuß bereits zur Ruhe gelangt ist, d. h. es geht das Pendel noch um etwas mehr nach abwärts als der Körperschwerpunkt. Hierdurch wird die erwähnte Feder niedergedrückt und zugleich eine entsprechende Drehung eines Sperrrades erzeugt, welches nun, wie bei dem ersten Instrument, auf zählende Zahnräder einwirkt. Dieser von Payne angegebene S. ist auch in Deutschland [* 7] angefertigt worden. Vgl. auch Zählapparate.