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Die Studie war vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Auftrag gegeben worden, nachdem wiederholt auf Grund unsystematischer Erhebungen über Krebs- und Leukämiehäufungen behauptet worden war, deutsche Nuklearanlagen und namentlich das Kernkraftwerk Stade verursachten solche Erkrankungen. In einer vorläufigen Auswertung von Krebsregistern im Rahmen einer sogenannten Inzidenzanalyse durch Michaelis und Mitautoren wurden 1992 Auffälligkeiten bei bestimmten Bevölkerungsgruppen gefunden, so dass ein möglicher Zusammenhang statistisch nicht auszuschliessen war. Die jetzt wissenschaftlich publizierte ausführlichen Auswertung bestätigt die Auffälligkeiten nicht. Namentlich gibt es die behauptete Häufung von Leukämie bei Kleinkindern im Nachbarbereich von Kernkraftwerken nicht. In einem Bericht an den Auftraggeber im November 1997 wurden diese und weitere Schlussfolgerungen zusammengefasst und veröffentlicht (Bulletin 1/98). Mit der Publikation im Ärzteblatt sind jetzt alle Daten systematisch zugänglich.
Quelle
P.B. nach Informationen des Deutschen Atomforums vom 22. April 1999