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Bildung im Sozialismus
Nach der Beschreibung des heutigen Bildungswesens sollen nun einige Ideen zu einer sozialistischen Bildung geliefert werden. Da wie oben beschrieben, sich das Bildungswesen auch immer der Gesellschaft angleicht, ist es unmöglich ein genaues Bild einer sozialistischen Bildung abzugeben. Zugleich wie die Revolution nicht von einem auf den anderen Tag alles "gut" macht wird auch das Bildungssystem während bzw. nach der Revolution einen experimentellen Charakter besitzen. Das bedeutet, dass es nicht plötzlich ein "korrektes" Bildungswesen geben wird. Es werden Reflexionen und Diskussionen notwendig sein wo was zu verbessern ist etc. Doch genau dort ist einer der springenden Punkte einer sozialistischen Bildung. Die Schüler sollen in diese Diskussion miteinbezogen werden. So ändert sich auch die Rolle des Lehrers. Er soll nicht mehr ein hierarchischer Vorgesetzter sein sondern eine Art Lernhilfe, die von den Schülern in Anspruch genommen werden kann.
Selbstverständlich sollen auch alle, unabhängig von Alter oder Beruf jederzeit und kostenlos die Schule besuchen können und sich für die Kurse einschreiben, die sie interessieren oder die sie für ihren Beruf benötigen. Etwas wie Privatschulen würde es ohnehin nicht mehr geben. Zusätzlich wird die "Verschulung" der Hochschulen rückgängig gemacht, das heisst, dass an den Universitäten (die natürlich auch für alle frei zugänglich wären) wieder die freie Forschung statt Punktesystem und Arbeiten-Abgabedruck im Zentrum stehen würde.
Das alles wäre durch die Beseitigung der kapitalistischen Produktionsweise mit ihrer Konkurrenzwirtschaft möglich. Ohne diese wäre die Schule keine Konkurrenzveranstaltung mehr, bei der ständig gespart werden soll. Jeder könnte sich zum Lernen soviel Zeit nehmen, wie er benötigt, ohne Angst haben zu müssen von der Schule zu fliegen. Die Bildung würde sich endlich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen richten.