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Lebensraum Wasser
Durch den Bau von Wasserkraftwerken verändern sich bestehende, natürliche Gewässerabschnitte. Indem dem Fluss bzw. Bach ein Teil des fliessenden Wassers entnommen und erst weiter talwärts wieder zurückgegeben wird, entsteht eine sogenannte Restwasserstrecke mit reduzierter Wasserführung. Auch unterhalb von Kraftwerksanlagen werden Gewässer durch künstliche Abflussschwankungen, genannt Schwall und Sunk, beeinflusst. Sobald Strom produziert, und damit Wasser aus dem Stausee entnommen wird, führt der Fluss eine grössere Menge Wasser als bei Produktionsstillstand. Das mehrfach revidierte Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass diese unnatürlichen Beeinflussungen der Gewässer umweltverträglich sein müssen, um den wertvollen Lebensraum Wasser zu erhalten.
Die Kraftwerke der EKW liegen teilweise im oder am Rande des Schweizerischen Nationalparks. Deshalb ist die Sensibilität für ein ökologisches Restwasserregime bei EKW besonders hoch. Seit Jahren wird der Verlauf des Restwassers im Spölbach erfolgreich mit der Forschungskommission des Nationalparks abgestimmt und die daraus resultierende, höhere Biodiversität ist nachgewiesen.
EKW arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der naturnahen Gewässerräume: Gemeinsam mit den Umweltschutzorganisationen und den zuständigen Amtsstellen sucht EKW nach besseren Lösungen für die Restwasserstrecken. Schwall und Sunk unterhalb Martina kann EKW bis zum Jahr 2019 durch den Bau des Gemeinschaftskraftwerks Inn beheben, weil das unregelmässig anfallende Wasser künftig durch einen Druckstollen nach Prutz geführt und der Inn somit nicht mehr belastet wird.