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Leiguar-Granulat enthält Guar-Mehl, den pflanzlichen Faserstoff aus dem Samen der Guar-Bohne, der im Verdauungstrakt weder aufgespalten noch resorbiert wird. Es handelt sich somit um einen Ballaststoff.
Leiguar hat die Eigenschaft, grosse Mengen Flüssigkeit zu einer gelartigen Masse zu binden. Leiguar verzögert nicht nur die Magenentleerung, sondern auch die Aufnahme der Kohlenhydrate im Dünndarm. Dadurch kommt es insbesondere beim Diabetiker zu weniger hohen Blutzuckerspiegeln nach den Mahlzeiten. Die Kohlenhydrataufnahme wird zwar verzögert, aber nicht reduziert.
Mit Leiguar wird ebenfalls eine Wirkung auf erhöhte Blutfette festgestellt. Es kommt zu einer Senkung des Cholesterins. Durch die längere Verweildauer der Nahrung im Magen treten weniger rasch Hungergefühle auf. Dieser Effekt ist bei übergewichtigen Patienten, die eine Kalorienreduktionsdiät einhalten müssen, von Vorteil.
Leiguar eignet sich als zusätzliche Massnahme bei Diabetikern sowie bei Patientinnen und Patienten mit erhöhten Blutfetten, die mit Diät und/oder Medikamenten behandelt werden und wird vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben. Leiguar verstärkt zusätzlich die Blutzucker- und Blutfettsenkende Wirkung.
Leiguar ist beim Diabetiker eine Zusatzmedikation. Die vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnete Diät muss genau eingehalten werden, ebenso müssen die notwendigen Arzneimittel weiter eingenommen werden (Insulin und Antidiabetika-Tabletten). Bei Diabetikern kann der Arzt bzw. die Ärztin eine häufigere Kontrolle des Blut- und Harnzuckers anordnen. Gegebenenfalls stellt er bzw. sie auch die Antidiabetikadosis neu ein.
Falls Sie unter Schluckbeschwerden, Verengungen der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Trakts sowie grossen Zwerchfellbrüchen (Hiatushernien) leiden oder bei einer Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe, dürfen Sie Leiguar nicht anwenden.
Wenn Sie an Magen- und Darmerkrankungen leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen. Wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen (insbesondere empfängnisverhütende Mittel), sollten Sie dies ebenfalls mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprechen. Leiguar kann die Aufnahme anderer Arzneimittel verzögern.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Auf Grund der bisherigen Erfahrung ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, den Apotheker bzw. die Ärztin, die Apothekerin um Rat fragen.
Falls nicht anders verordnet:
Übliche Dosierung:
1. Behandlungswoche:
1 Dosierlöffel Leiguar-Granulat vor dem Frühstück, in reichlich Flüssigkeit (mind. 2 dl) eingerührt, einnehmen.
Ab der 2. Behandlungswoche:
2 × täglich 1 Dosierlöffel Leiguar-Granulat, der eine vor dem Frühstück, der andere vor einer der Hauptmahlzeiten (Mittagessen oder Nachtessen). Sollte der Arzt bzw. die Ärztin feststellen, dass sich die Stoffwechsellage nicht ausreichend gebessert hat, dann kann er bzw. sie die Dosis auf 3 × täglich 1 Dosierlöffel vor den Hauptmahlzeiten steigern.
Ein Dosierlöffel (=5 g) voll Leiguar-Granulat in ca. 2 Deziliter Wasser, kaltem oder lauwarmem Tee o.ä. gut einrühren. Sofort einnehmen und noch etwas Flüssigkeit nachtrinken. Gelierte Lösung darf nicht mehr eingenommen werden.
Leiguar nie trocken einnehmen! Immer vor dem Essen in eine Flüssigkeit einrühren und sofort einnehmen. Leiguar nicht in eine heisse Flüssigkeit einrühren!
Die Anwendung und Sicherheit von Leiguar Granulat bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Ändern sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Am Anfang einer Behandlung mit Leiguar können, wie mit allen anderen Ballaststoffen pflanzlichen Ursprungs, Völlegefühl, Übelkeit, Magendruck und Durchfall auftreten. Diese Nebenreaktionen bilden sich meistens ohne Massnahmen von selbst wieder zurück. Aus diesem Grunde wird die Behandlung mit einer niedrigen Tagesdosis begonnen, die langsam gesteigert wird. Treten solche Nebenreaktionen mit den höheren Tagesdosen auf und bilden sie sich nicht von selbst zurück, dann sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.
Leiguar enthält keine verwertbaren Kohlenhydrate; es sind deshalb keine Broteinheiten von der täglichen Diät abzuziehen. Auch bei Patientinnen und Patienten mit erhöhten Blutfetten wirkt Leiguar nur als Zusatzbehandlung. Die vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnete Diät und Therapie müssen befolgt werden.
Leiguar ausser Reichweite von Kindern aufbewahren!
Angebrochene Packung bei Raumtemperatur (15-25 °C) an einem trockenen Ort lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Leiguar enthält 91,5% Guar-Mehl (pflanzlicher Faserstoff aus dem Samen der Guar- Bohne).
44621 (Swissmedic)
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Schachtel zu 250 g mit Dosierlöffel für 5 g.
Tentan AG, 4452 Itingen
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2006 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.