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Der (inzwischen heiliggesprochene) Papst Johannes XXIII., geborener Angelo Roncalli, war ein aussergewöhnlicher Mensch. Obwohl er mit seinen 77 Jahren zum Zeitpunkt seiner Wahl mehr als „Übergangspapst“ galt, hat er eine bedeutende Modernisierungswelle innerhalb der katholischen Kirche ins Rollen gebracht. Ausserdem war der einfache Bauernsohn aus Norditalien seiner schlichten, humorvollen Art wegen äusserst beliebt. Einige Anekdoten sind von Kurt Klinger in dem Buch Ein Papst lacht zusammengetragen worden.
Von der sedia gestatoria, der päpstlichen Sänfte, sagte Johannes XXIII., ihm werde schwindlig vom Gewackel dieses Schaukelstuhls. Das dauernde Fotografieren kommentierte er mit den Worten: „Gott hat schon vor 77 Jahren gewusst, dass ich Papst werden würde… Hätte er mich da nicht ein bisschen fotogener machen können?“ Einmal begegnete Johannes dem (sehr fülligen) Trommler der Palatingarde. Der Papst: „Bei der Paukerei sind sie ziemlich auseinander gegangen. Aber machen Sie sich nichts draus – mit uns Dicken hat man es halt.“ Der Trommler: „Fett macht nett, Heiliger Vater.“ Und als Seine Heiligkeit einmal seine Brille suchte, meinte er, das Nachlassen seiner Augen sei Gottes Wille, aber die Brille zu verlegen sei eine Schlamperei von ihm, dem Papst.
Der Titel bezieht sich auf die Worte, mit denen der damalige Nuntius Roncalli einmal einem jüdischen Geistlichen den Vortritt liess.