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Mittwoch, 09.12.2015 / 15:29
Google und Nasa testen erfolgreich Quantencomputer
Seit August für jedermann erhältlich: Der D-Wave 2X Quantencomputer
Vor zwei Jahren haben Google und Nasa ihre Portokassen zusammengelegt und sich gemeinsam einen 15 Millionen Dollar teuren Quantencomputer angeschafft. Der D-Wave 2X passt in einen zehn Quadratmeter grossen Raum und muss auf 20 Millikelvin oder -273 Grad Celsius gekühlt werden.
Hersteller D-Wave gilt vielen als Blender, dessen Produkt nicht halten könne, was es verspricht. Google widerspricht diesen Kritiken nun in seinem Research Blog
. Demnach habe der Quantencomputer um die 950 Bits grosse Probleme gut hundert Millionen mal schneller lösen können als ein einzelner Prozessor-Kern. Der Vergleich mutet seltsam an, doch gibt er einen
Eindruck von den enormen Geschwindigkeitsunterschieden. Derselbe Faktor habe resultiert, als das Team den Quantum Monte Carlo-Algorithmus auf dem System laufen liess. Der Monte Carlo-Algorithmus simuliert das Verhalten von Quantum-Systemen, wird üblicherweise aber auf konventionellen eingesetzt, wie Hartmut Neven, Director of Engineering, im Blog erklärt.
Das sind reichlich eingeschränkte Möglichkeiten, doch hat Google erst kürzlich mit D-Wave einen Sieben-Jahres-Vertrag für die Lieferung weiterer Hardware abgeschlossen, wie 'The Register'
weiss. Die Erforschung der Möglichkeiten von Quanten-Systemen geht damit also weiter. (mik)