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Thromboembolie-Risiko nach Hüft- oder Kniegelenkersatz unter Standardprophylaxe
Ein systematischer Review im JAMA untersuchte die postoperative Inzidenz von venösen Thromboembolien bei Hochrisikopatienten mit elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen unter Standardprophylaxe.
Die Analyse basiert auf 44'844 Ereignisse aus 47 Studien (Zeitraum 1996 bis 2011). Als Thromboseprophylaxe wurden in den Studien niedermolekulares Heparin, subkutane Faktor Xa-Inhibitoren sowie orale Faktor Xa- oder IIa-Inhibitoren eingesetzt. Berechnet wurden die postoperativen Inzidenzraten für venöse Thromboembolien, tiefen Beinvenenthrombosen sowie Lungenembolien.
In der gepoolten Datenanalyse betrug die postoperative Inzidenz für venöse Thromboembolien 1.09% bei Patienten nach Kniegelenkersatz und 0.53% bei Patienten nach Hüftgelenkersatz. Bei tiefen Beinvenenthrombosen lag die Inzidenz bei 0.63% (Knie) und 0.26% (Hüfte). Die Inzidenzrate für Lungenembolie lag bei 0.27% in der Gruppe nach Kniegelenk-OP und bei 0.14% in der Gruppe nach Hüftgelenk-OP.
Konklusion der Autoren: Etwa jeder hundertste Patient nach Kniegelenkersatzoperation und etwa jeder zweihundertste Patient nach Hüftgelenkersatzoperation entwickelt unter Standard-Thromboseprophylaxe eine symptomatische venöse Thromboembolie im Spital.