Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03436.jsonl.gz/1405

Vier Hauptpersonen als Ich-Erzähler beglücken in diesem Roman die Leserschaft.
Aus dem wirklichen Leben gegriffen, entgegen des zeitlichen Ablaufs, beginnt die Geschichte im Jahr 2004 und erzählt von einem Jungen, dem 6-jährigen Sol, der selbstbewusst, verwöhnt und wunderfitzig mit einem Muttermal am Kopf behaftet ist. Dieser Makel muss weg!
Das Leben seines Vaters, Randall beschreibt einen Mann, der viel dafür tut, damit in der ganzen Verwandtschaft ein gewisser Friede erhalten bleibt. Als Kind, 1982, zeichnet er Menschen ohne Rumpf. Als seine Mutter ihn darauf aufmerksam macht, gibt er zu, den Rumpf vergessen zu haben und beginnt, die Menschen mit Rumpf zu zeichnen. Meist kümmert sich sein Vater um ihn; seine Mutter ist die Erwerbstätige, stets zu beschäftigt und oft längere Zeit weg von zuhause. Zank in der Familie wegen vielen täglichen Kleinigkeiten ist an der Tagesordnung.
Bei der Figur von Sadie, Randalls Mutter, Sols Grossmutter, die als kleines Mädchen 1962 bei Grosseltern aufwächst, beginnt sich in ihrer fortgesetzten Geschichte langsam ein Geheimnis zu offenbaren, so, als liege da etwas in der hintersten dunklen Ecke einer Schublade verborgen. Ein Geheimnis, über das man nicht reden will und kann.
Die vierte Hauptperson des Romans ist die Urgrossmutter, die UGM, mit Namen Erra, die 1944 während des Krieges bei Grosseltern aufwächst. Sie und ihr Grosskind Randall haben persönlich eine besondere Verbindung; beide besitzen ein braunes Muttermal, UGM in der Armbeuge und ihr Grosskind Randall zwischen Hals und Schulter.
Brutale, geheimnisvolle und menschenunwürdige Geschehen, die niemals vergessen sein werden, kommen ans Tageslicht.
Wenn sie das Buch gelesen haben, werden Fragen auftauchen. ‚Le figaro littéraire’ schrieb: ‚Dies ist eine sehr schöne Symphonie des Bösen’.
Ich empfehle Ihnen diesen hintergründigen geschichtsträchtigen Roman gerne.