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Anerkennung
Kritische Lebenskonstellationen müssen als soziale Probleme anerkannt (und nicht dem Einzelnen angelastet) werden, damit sie thematisiert werden können. Von Sozialarbeitenden fordert das Konzept, dass sie erkennen und akzeptieren können – was nicht mit gutheissen gleichgesetzt wird –, dass das Verhalten, wie es Klientinnen und Klienten zeigen, das derzeit oftmals einzige Mittel der Bewältigung darstellt und damit für diese positiv besetzt ist. Böhnisch beschreibt, dass es einen Unterschied macht, ob ich im Rahmen der Familienhilfe anerkennen kann, dass es eine Familie in den letzten Jahren geschafft hat, trotz widrigster Bedingungen über die Runden zu kommen, oder ob ich diese bloss als desorgansiert und dysfunktional betrachte (2016a, S. 99).