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In einer Klage von verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten werden den beiden Techkonzernen Google und Facebook Absprachen auf allerhöchster Führungsebene vorgeworfen. Aus neu zugänglichen Gerichtsakten geht hervor, dass Google-CEO Sundar Pichai und Meta-Chef Mark Zuckerberg 2018 persönlich eine illegale Vereinbarung unterzeichnet haben sollen. Im Rahmen der Anklage wird ihnen nun vorgeworfen, dass dieser Deal Facebook garantierte, dass der Social-Media-Riese nicht nur an den Online-Werbeauktionen von Google teilnehmen konnte, sondern auch einen bereits im Vorherein festgelegten Prozentsatz davon gewinnen konnte.
Die Kartellklage wurde erstmals im Jahr 2020
unter der Leitung von Ken Paxton, dem Generalstaatsanwalt von Texas, eingereicht. Die Presse und die Öffentlichkeit konnte aber bisher nur stark zensurierte Versionen einsehen. Aufgrund einer richterlichen Anweisung wurden nun Teile der Klage öffentlich. Die neuen Enthüllungen zeigen detaillierter auf, inwiefern Google eine Verzerrung des Online-Werbemarktes vorgeworfen wird. Wie 'Businessinsider' berichtet kam dadurch auch heraus, dass Google und Facebook gemeinsam dafür gesorgt haben sollen, dass andere Anbieter – insbesondere Header Bidding, ein Konkurrenzprodukt von unabhängigen Ad-Tech-Unternehmen – vom Markt verdrängt wurden.
Die geprellte Konkurrenz
Header Bidding wurde ursprünglich entwickelt, um mit Google zu konkurrieren und um die Art und Weise zu demokratisieren, wie Anzeigenplätze auf den Websites von Publishern geschaltet werden. Laut E-Mails, die der Klage beiliegen, waren die Führungskräfte von Google besorgt über Facebooks Bemühungen in diesem Bereich. 2017 habe Google dann versucht, den Konkurrenten mit ins Boot zu holen, statt einfach den freien Wettbewerb spielen zu lassen. Zudem wird eine E-Mail von Sheryl Sandberg, COO von Facebook, an Zuckerberg und andere Führungskräfte zitiert, in der sie die potenzielle Partnerschaft als "strategisch wichtige Angelegenheit" bezeichnet. Die Namen der Führungskräfte seien zwar auch in der nun zugänglichen Version noch verdeckt, aber ihre Funktionen im Unternehmen sind einsehbar, so 'Businessinsider
'.