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Brocade bietet fast drei Milliarden Dollar für den Hersteller von High-end-Netzwerkkomponenten.
Der Verwaltungsrat von Foundry Networks hat einem Übernahmeangebot von Brocade seinen Segen gegeben, wie die beiden Unternehmen gestern Abend bekannt gaben. Brocade bietet knapp drei Milliarden Dollar, hauptsächlich in bar, für den Hersteller von Netzwerkkomponenten. Falls die Aktionäre von Foundry und die Wettbewerbsbehörden zustimmen, soll die Übernahme im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.
Die Übernahme bringt zwei Unternehmen zusammen, die recht gut zusammenpassen könnten. Beide haben ähnliche Endkunden, vor allem Grossunternehmen, ihre Produkte überlappen sich aber kaum. Foundry stellt Switches und Router (die Produkfamilien "BigIron" und "NetIron") für IP-Netzwerke her. Obwohl Foundry sein Produktspektrum in den letzten Jahren auch etwas nach unten ausgeweitet hat, ist das Unternehmen immer noch hauptsächlich für seine Hochleistungsprodukte für die "Backbones" von Netzwerken bekannt. Brocades Kerngeschäft sind dagegen Switches für Fibre-Channel-basierende Speichernetzwerke (SANs).
Einen grossen Unterschied gibt es allerdings im Vertriebskonzept der beiden Firmen: Während Foundry seine Geräte hauptsächlich unter dem eigenen Namen verkauft, stammt der grösste Teil des Brocade-Umsatzes immer noch aus dem Vertrieb über grosse OEM-Partner wie IBM, HP, EMC, HDS usw., welche Brocade-Produkte unter dem eigenen Namen verkaufen.
Vor rund sechs Jahren stieg der Netzwerkriese Cisco in das vorher von kleineren Anbietern beherrschte Geschäft mit SAN-Switches ein, was eine grosse Konsolidierung unter diesen kleineren Playern in Gang setzte. Vor allem der damalige Hauptkonkurrent von Brocade im SAN-Switch-Geschäft McData übernahm eine ganze Reihe von Firmen, bevor zuletzt 2006 McData selbst von Brocade aufgekauft wurde
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Mit der Übernahme von Foundry prescht Brocade nun erstmals seinerseits ins angestammte Kerngeschäft von Cisco vor und wird vom Nischenplayer zum Gesamtanbieter von Netzwerkkomponenten. Dies macht unter anderem Sinn, da durch das Aufkommen von Technologien wie iSCSI und "File Area Networking" Speichernetzwerke und "normale" Netzwerke in letzter Zeit wieder stärker konvergieren. Die Investoren allerdings scheinen im ersten Moment nicht so recht an den Erfolg der Akrion von Brocade glauben zu wollen: Der Kurs der Brocade-Aktie fiel gemäss 'Wall Street Journal' nach Bekanntgabe der Übernahmepläne um 17 Prozent in den Keller. (Hans Jörg Maron)