Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03488.jsonl.gz/930

Engobierte Keramik im traditionellen Langnauer Stil mit geritztem Dekor.
Diese Technik, bei der die Farben nach dem 2. Brand aufgetragen werden, ermöglicht ein unbegrenztes Farbspektrum, sofern die verwendeten Farben die Brenntemperaturen des zum Einbrennen erforderlichen 3. Brandes tolerieren, dessen Höhe allerdings deutlich niedriger als beim 2. Brand liegt. Bei den Aufglasur-Farben (= Muffelfarben) handelt es sich wie bei den Scharffeuerfarben ebenfalls um anorganische Verbindungen mit teilweise komplizierter chemischer Struktur. Letztlich ist es immer noch so, dass viele dieser alten Farbmischungen nur annäherungsweise bekannt sind, nicht analytisch untersucht und damit nicht reproduzierbar sind. Bis heute erkennt der Fachmann einzelne Manufakturen an ihrem Farbspektrum.
Eine reiche Palette an keramischen Schmelzfarben, die, im Gegensatz zu den Scharffeuerfarben, auf die bereits gebrannte Glasur gemalt und bei Temperaturen von 600 - 800°C im Muffelofen gebrannt werden.
Literatur:
Quellen: