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Gemäss dem neuen Artikel 11a des revidierten DSG führt der EDÖB ein Register der Datensammlungen, das über Internet zugänglich ist. Mit Unterstützung der Bundeskanzlei haben wir zunächst ein dreisprachiges Programm für die Online-Verwaltung der von den Bundesorganen und Privatpersonen eingereichten Anmeldungen von Datensammlungen definiert und danach abgenommen. Für alle betroffenen Akteure wird dadurch die für die Erfassung, Nachführung und Suche aufgewendete Zeit deutlich verkürzt werden. Ende 2007 und Anfang 2008 boten wir mehrere Schulungskurse für die Bundesorgane an, damit diese ihre bestehenden Anmeldungen wenn nötig aktualisieren können, bevor das Register zum voraussichtlichen Termin im Sommer 2008 ins Internet gestellt wird. Die Unternehmen werden dann übrigens ebenfalls die Möglichkeit haben, ihre Datensammlungen über Internet anzumelden.
Nach der vom Parlament am 24. März 2006 verabschiedeten Revision des DSG sieht Artikel 11a Absatz 1 zum Register der Datensammlungen nunmehr Folgendes vor: «Der Beauftragte führt ein Register der Datensammlungen, das über Internet zugänglich ist. Jede Person kann das Register einsehen.» Mit Unterstützung der Bundeskanzlei erstellten wir zunächst das Pflichtenheft für ein neues webgestütztes Programm für die Verwaltung und Abfrage der in diesem Register enthaltenen Daten. Dieses durchwegs dreisprachige neue Programm beruht auf der neuen Microsoft.NET-Umgebung mit einer vollständig neu normalisierten relationalen Datenbank. Um die Sicherheit des Internetzugangs zu garantieren, wird eine Replikation der zu veröffentlichenden Daten durch einen exklusiven Synchronisationsservice ausgehend von den im internen Netzwerk des Bundes verwalteten Referenzdaten gewährleistet.
In einem ersten Schritt wurde die Administrator-Task bei uns generiert, damit wir die neuen Anmeldungen und natürlich alle bisherigen, aus dem früheren Register übernommenen Anmeldungen verwalten können. In einer zweiten Phase (Ende 2007/Anfang 2008) boten wir eine zweisprachige Schulung für rund hundert Personen aus den anmeldenden Bundesorganen an, damit diese ihre neuen Anmeldungen mit Hilfe des neuen Programms erfassen und notfalls die Daten ihrer früheren Anmeldungen ändern können. In einer dritten Etappe werden wir allen betroffenen Privatpersonen (Unternehmen) eine Kopie der vorhandenen Anmeldungen zusenden und sie ersuchen, die Richtigkeit der angemeldeten Daten zu überprüfen. Ausserdem werden diese Unternehmen über ein Programm für die Anmeldung über Internet analog zu dem Programm verfügen, das die Bundesorgane erhalten; die Anmeldungsdaten werden uns jedoch per E-Mail in Form von PDF-Dateien und XML übermittelt. Nach der Authentifizierung des Anmelders werden wir somit ohne weiteres in der Lage sein, die eingegangenen XML-Daten in das Register zu importieren, und bei diesem Vorgang werden wir die Übersetzung der Bezeichnung und des Zwecks der Datensammlung in die beiden anderen Landessprachen besorgen.
Alle diese Etappen dienen letztendlich dem Zweck, eine Such- und Abfrageanwendung für die angemeldeten und im Register enthaltenen Datensammlungen über Internet verfügbar zu machen. Die amtliche Veröffentlichung dieses Registers im Internet sollte Anfang Sommer 2008 erfolgen.
Letzte Änderung 30.06.2008