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Der Darm ist nicht nur wichtig, er ist auch sehr gross. Er umfasst eine Fläche von 300 Quadratmetern. Dies entspricht der Grösse eines Tennisplatzes. Diese immense Oberfläche ist notwendig, damit genügend Flüssigkeit und Nährstoffe aufgenommen wird.
Die Darmschleimhaut ist mit Bakterien besiedelt und mit vielen Immunzellen ausgestattet. Ohne eine ausgewogene Darmflora gerät der gesamte Stoffwechsel durcheinander und nur eine gesunde Darmflora garantiert eine intakte Immunabwehr.
Sie bildet eine Barriere gegen die Ansiedlung von Krankheitserregern, die durch die Darmschleimhaut in den Körper eindringen können. Ist die Darmflora in einem schlechten Zustand, besteht ein erhöhtes Risiko krank zu werden. Der Körper kann dann generell geschwächt sein, die Heilprozesse verlaufen nur zögerlich und alltägliche Funktionen werden immer anfälliger für Störungen.
Der Darm bzw. die Darmflora kann man sich im Grunde genommen als eine riesige chemische Fabrik vorstellen, die dabei hilft, die Nahrung zu verdauen, Vitamine zu produzieren, den Hormonhaushalt zu regulieren, Giftstoffe auszuscheiden, Heilsubstanzen herzustellen und dabei Ihr Verdauungssystem gesund halten. Darmgesundheit könnte man als optimale Verdauung, Absorption und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln definieren. Damit dies funktioniert sind die Bakterienstämme im Darm (Probiotika) von besonderer Bedeutung.
Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, deren Gelingen von vielen Faktoren abhängt. Die Bakterien im Darm beispielsweise ähneln einem Regenwald, einem vielfältigen, unabhängigen Ökosystem. Sie müssen sich im Gleichgewicht befinden, damit der ganze Körper, Psyche und Geist gesund bleiben. Zu viele „falsche“ Bakterien (etwa Parasiten oder Hefepilze) oder nicht genügend „gute“ Bakterien (wie Milchsäure- oder Bifidobakterien) können zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen.