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Allergiebehandlungen
Die Allergologie ist traditionellerweise Bestandteil der dermatologischen Ausbildung, da Allergiker öfter mit Hautproblemen zu kämpfen haben als Nicht-Allergiker. Wir sind deshalb in der Lage, sämtliche Allergiesymptome abzuklären, selbst jene, die sich nicht auf der Haut manifestieren.
Gräser-, Baumpollen-, Hausstaubmilben- und Tierhaarallergien können mit sogenannten Desensibilisierungs- oder Hyposensibilisierungs-Verfahren langfristig stark gelindert werden. Dennoch kommen diese Behandlungen erst zum Einsatz, wenn alle anderen Massnahmen – von der Vermeidung allergieauslösender Substanzen bis hin zur Einnahme antiallergischer Medikamente –nicht geholfen haben. Aus Tests an der Haut und im Blut lässt sich nicht nur ermitteln, ob eine Desensibilisierungs- oder Hyposensibilisierungstherapie angezeigt ist, sondern auch, welche Erfolgsaussichten bestehen.
Bei ganzjährigen Allergenen wie Hausstaubmilben kann die Desensibilisierung jederzeit beginnen, bei Pollen etwa drei Monate vor Beginn der Blütezeit. Nach einer Spritze unter die Haut an der Aussenseite des Oberarms, wird der Patient eine halbe Stunde lang in der Praxis überwacht. Oft reichen bereits sieben bis zwölf Spritzen in wöchentlichen Abständen. Diese Kur wird im Folgejahr wiederholt. Wenn jedoch ganzjährige Allergene behandelt werden oder Asthma vorliegt, sind zunächst 12 Spritzen in wöchentlichen, danach zwei bis drei Jahre lang in monatlichen Abständen notwendig.
Nicht geeignet ist eine Desensibilisierung bei Kontaktallergien. Nach einer antientzündlichen Lokaltherapie finden wir mit Epikutantestungen heraus, welcher Stoff die allergische Reaktion ausgelöst hat.