Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03465.jsonl.gz/12

Biography
* 09. 03. 1939. Last updated: 2021-01-26 14:15:10
Der Doyen unter den Schweizer Cellisten WALTER GRIMMER wurde 1965 von Paul Klecki als Solocellist ins Berner Symphonieorchester berufen. Gleichzeitig erhielt er den Lehrstuhl für Violoncello am Konservatorium der Bundeshauptstadt. Er war Gründungsmitglied der Camerata Bern und des legendären Berner Streichquartetts, bekannt für seine zahlreichen Uraufführungen von Huber, Lachenmann, Lehmann, Ferneyhough, Rihm, Holliger und vielen anderen. Im Arion-Trio, mit Igor Ozim und Ilse von Alpenheim, nahm er sämtliche Werke für diese Besetzung von Mozart und Schubert auf, und während über zwei Jahrzehnte lang spielte er mit dem Pianisten Stefan Fahrni im Duo. Daneben brachte er bahnbrechende Kompositionen zur Schweizer Erstaufführung, wie die Konzerte von Isang Yun oder Witold Lutoslawski. Zahlreiche Werke für sein Instrument verdanken ihre Entstehung seiner Anregung, so auch " Die Seele muss vom Reittier steigen… " von Klaus Huber (2002) Mit dem Ziel, seine beiden Streichquartette einzuspielen gründete er in Basel mit Egidius Streiff zusammen das 3-Generationen-Quartett.
2019 erschien seine nochmalige Einspielung von Werken Isang Yuns, ein Nachklang des Festivals "Zeitgenuss 2017" in Karlsruhe, programmiert von seinem im gleichen Jahr verstorbenen Freund Eduard Brunner.
Seit 1965 unterrichtete Walter Grimmer mehr als zwei Generationen junger Cellisten, zuerst an der Hochschule der Künste in Bern, dann bis 2002 an der Zürcher Hochschule der Künste.
Er ist Herausgeber der "Kunst des Cellospiels", des musikalischen Testamentes seines Lehrers Maurice Gendron, wie auch seiner virtuosen Version des "Pezzo capriccioso" von Tschaikowsky.