Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03206.jsonl.gz/3773

Liberia
In Liberia fördert Handicap International die schulische Inklusion von Kindern mit Behinderung. Diese Aktivitäten waren im Herbst 2014 wegen der Ebola-Epidemie unterbrochen worden.
© S. Bonnet / HI
Laufende aktivitäten
Liberia nahm enorme Anstrengungen auf sich, um das Ebola-Virus auf seinem Hoheitsgebiet in den Griff zu bekommen. Innerhalb eines Jahres konzentrierten sich alle verfügbaren Ressourcen auf dieses Ziel. Eine Reihe wichtiger Maßnahmen wird weiterhin durchgesetzt und die Behörden bleiben wachsam, aber die Beschränkungen von Reisen und öffentlichen Versammlungen wurden nach und nach aufgehoben.
Das ermöglichte es unseren Teams, die seit 2008 bestehenden Aktivitäten im Bereich inklusiver Bildung wieder aufzunehmen.
Familien von Kindern mit Behinderung werden begleitet und die Lehrkräfte werden in Unterrichtstechniken ausgebildet, die den besonderen Bedürfnissen von Schulkindern mit Behinderungen angepasst sind. Mehr und mehr erkennen die Mitarbeitenden des Ministeriums für Bildung die Problematik an und integrieren nun spezifische Module in die Ausbildung von Lehrkräften.
Hintergrund
Liberia leidet noch immer unter den Spätfolgen eines Bürgerkrieges, der 14 Jahre andauerte. Ab 2014 kam noch der schwierige Kampf gegen die Ebola-Epidemie hinzu.
Liberia war eines der drei Länder, die am stärksten von dem erstmals im Dezember 2013 in Westafrika registrierten Ebola-Virus betroffen waren. Vor dieser Seuche litt Liberia immer noch an dem langjährigen Bürgerkrieg (1989-2003). Insgesamt haben sich mehr als 10.000 Menschen in Liberia angesteckt und fast die Hälfte hat den Virus nicht überlebt.
Obwohl Liberia über reiche Vorkommen an natürlichen Ressourcen verfügt – insbesondere Diamanten und Gold – leben die Menschen in großer Armut und das Land belegt auf dem Human Development Index den 175. Platz (von 187 Ländern). Es gibt nur 200 km asphaltierte Straßen und in der Hauptstadt gibt es kein fließendes Wasser und nur sehr selten Strom. Die Gesundheitsinfrastruktur ist unzureichend und wurde durch die Ebola-Epidemie weiter geschwächt.