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Der russische Präsident Wladimir Putin will den Status seines Landes als eine der führenden Raumfahrtnationen verteidigen. Er sieht Rekordinvestitionen in Höhe von umgerechnet gut 48 Milliarden Franken bis zum Jahr 2020 vor.
Die Weiterentwicklung der russischen Raumfahrt sei künftig eines der Hauptanliegen seiner Politik, sagte Putin während eines Besuchs auf der Baustelle des neuen Weltraumbahnhofs im russischen Wostotschni.
Ziel sei es vor allem, den Vorsprung anderer Nationen bei der Erforschung des Alls einzuholen, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Kreml-Chef. In einer Direktschaltung zur Besatzung der Internationalen Raumstation ISS versprach Putin, das neue Kosmodrom werde bis Ende des Jahrzehnts "in vollem Umfang einsatzfähig" sein.
Bis heute starten alle bemannten Raumflüge vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur, von dem aus bereits Juri Gagarin vor 52 Jahren zum ersten bemannten Flug ins All aufgebrochen war. Seit einigen Jahren streitet sich Russland jedoch mit den kasachischen Behörden um die Pachtbedingungen.
Führend in der bemannten Raumfahrt
Russland ist derzeit führend bei der bemannten Raumfahrt; die russischen Sojus-Raketen sind seit der Einstellung des US-Shuttle-Programms 2011 die einzige Möglichkeit, Astronauten zur ISS zu befördern.
Dagegen musste das Land bei der Beförderung von Satelliten einige Pannen einstecken. So büsste es im Januar 2012 seine Mars-Sonde "Phobos-Grunt" ein, die von Baikonur aus gestartet war, dann aber der Schwerkraft der Erde nicht entkam und in den Pazifik stürzte.
SDA-ATS