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In Hollywood hat die 89. Oscar-Gala begonnen. Der erste Preis für den besten Nebendarsteller ging an Mahershala Ali für seine Rolle in «Moonlight». «The Salesman» des iranischen Regisseur Asghar Farhadi gewann in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film.
Es ist bereits der zweite Oscar für den Iraner Farhadi: 2012 gewann er mit seinem Drama «Nader und Simin – Eine Trennung» ebenfalls die Auszeichnung für den besten nicht-englischsprachigen Film. Der Regisseur kam nicht zu der Preisverleihung - aus Protest gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump.
«The Salesman» erzählt von einem Ehepaar das nach einem brutalen Überfall auf die Frau nicht die Polizei einschaltet, sondern Selbstjustiz übt. Das Werk wird so zu einem Drama um Schuld, Vergebung, Würde und Moral.
Kein Preis für «Ma vie de Courgette»
In der Kategorie bester animierter Kurzfilm gewann «Piper», bester Animationsfilm wurde «Zootopia». Der Schweizer Beitrag «Ma vie de Courgette» («Mein Leben als Zucchini») des Wallisers Claude Barras, der in dieser Kategorie nominiert war, ging leer aus.
Viola Davis gewann den Oscar als beste Nebendarstellerin. Die 51-jährige, schwarze US-Amerikanerin gewann für ihre Leistung in dem Drama «Fences» von Regisseur Denzel Washington, der auch in dem Film selbst die Hauptrolle spielt.
Es ist der erste Oscar für Davis («The Help») und der siebte Oscar für eine schwarze Nebendarstellerin. Das Drama «Fences» ist eine Theateradaption und erzählt von einem afroamerikanischen Paar in den USA der 1950er Jahre.
Musical «La La Land» Favorit
Grosser Favorit bei der Preisverleihung ist das Musical «La La Land» mit Emma Stone und Ryan Gosling, das 14 Mal nominiert ist. «Ma vie de Courgette» des 44-jährigen Wallisers Claude Barras ist in der Sparte Bester Animationsfilm nominiert und «La femme et le TGV» des 27-jährigen Zürchers Timo von Gunten als Kurzfilm.
In den Schauspieler-Kategorien gelten Casey Affleck, Denzel Washington, Emma Stone und Viola Davis als aussichtsreiche Kandidaten. Als Helfer sollen Stars wie Meryl Streep, Amy Adams, Leonardo DiCaprio und Matt Damon auf der Bühne stehen und Preise übergeben. Der Talkshow-Gastgeber und Komiker Jimmy Kimmel moderiert die Preis-Gala zum ersten Mal.
Auf dem roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Los Angeles dominierte diesmal weisse Eleganz bei den weiblichen Stars - von Creme über Champagner bis Perlmutt. Einige der Stars trugen zu ihren Abendroben und Anzügen kleine blaue Anstecknadeln der Bürgerrechtsbewegung ACLU, die sich unter anderem für Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung von Homosexuellen und gegen die Todesstrafe einsetzt. (sda/dpa)