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Angesichts des horrenden Haushaltsdefizits der USA hat die Ratingagentur Moody's vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit der grössten Volkswirtschaft der Welt gewarnt.
Dies könne der Fall sein, wenn sich der US-Kongress und die Regierung "in den kommenden Wochen" nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, erklärte die Agentur am Donnerstag. Dann könne die Bestnote "Aaa" nicht gewahrt werden, mit der sich das Land an den Finanzmärkten zu günstigen Konditionen frisches Geld besorgen kann.
Mitte April hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's den Bonitätsausblick für die USA herabgestuft und mit dem Entzug der Topbewertung für US-Staatsanleihen gedroht. Dies führte zu grosser Verunsicherung an den Märkten und drückte auch die Aktienkurse nach unten.
Das Weisse Haus rechnet damit, dass das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr 10,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts betragen wird - ein Niveau, das seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr erreicht wurde.
Die Demokraten von US-Präsident Barack Obama und die Republikaner, die seit Januar das Repräsentantenhaus kontrollieren, liefern sich derzeit eine scharfe Auseinandersetzung über die künftige Haushaltspolitik des Landes. Nur mit Mühe verabschiedete der Kongress im April einen Budget-Kompromiss für die restlichen Monate des Haushaltsjahres 2011, das im September endet.
SDA-ATS