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Jedem sein kleines Atomkraftwerk
Die US Airforce hat angeblich einen Prototypen einer "betavoltaischen" Batterie (Foto) entwickelt, die ein Laptop während 30 Jahren betreiben könne. Dies behauptet zumindest die uns zuvor völlig unbekannte US Online-Zeitschrift Next Energy News
.
Anders als die heute bekannten Batterien, die Strom über einen chemischen Prozess erzeugen, funktonieren "betavoltaische" Batterien mit einer radioaktiven Quelle, normalerweise Tritium ("schweres Wasser"). Das zerfallende radioaktive Isotop sendet Elektronen aus, die Strom an einer Halbleiterschicht erzeugen.
Anders als "Next Energy News" und "PTE" (Sie werden die Version von "PTE" dieser Story bald an jeder Ecke finden) behaupten, findet sehr wohl ein nuklearer Prozess in der Batterie statt. Die Strahlung innerhalb der Batterie hat allerdings nur wenig Energie und lässt sich mit einer "normalen" Verpackung abschirmen. Bisher hat man solche Batterien allerdings doch lieber nur in der Raumfahrt angewendet. Unklar ist, was passiert, wenn die Batteriehülle aufgebrochen oder sonstwie zerstört wird. "Schweres Wasser" ist nicht unbedingt das, was man in seinem Haushalt oder Büro haben möchte. Dieser Einwand trifft allerdings auch auf herkömmliche Batterien zu, die sehr giftige Schwermetalle enthalten.
Gemäss "Next Energy News" soll die von der US Airforce entwickelte Technologie bereits in drei bis vier Jahren marktreif sein. Woher die Online-Zeitschrift diese Information hat, ist allerdings völlig unklar, denn sie gibt keine Quelle an. Auf der Webseite des Labors der US-Luftwaffe findet sich kein Hinweis auf eine "betavoltaische Batterie". (Christoph Hugenschmidt)
Quellen: "Next Energy News", Wikipedia-Artikel zu Betavoltaik
(in deutsch).