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T.D. Wilson, Information Research, Vol. 8 No. 1, October 2002
Fortsetzung von Teil 1
Tacit knowledge – Implicit knowledge – Explicit knowledge
Wilson setzt sich in seinem Artikel auch mit dem von Polany eingeführten und von Nonaka und Takeuchi mit veränderter Bedeutung weiterdiskutierten Begriff des „tacit knowledge“ auseinander. Er weist nach, dass „Stilles Wissen“ ein Wissen darstellt, das nicht explizit formulierbar ist und sich eher nicht erklären, sondern nur in intensivem Austausch zwischen Menschen zeigen lässt. Dieses stille Wissen bestimmt stark die Art wie wir wahrnehmen, entscheiden und handeln. Wie oft aber können wir überhaupt nicht erklären, warum wir so entschieden und gehandelt haben.
Die Abgrenzung vom Begriff des impliziten Wissens ist nicht so klar, vielleicht ist es mehr ein gradueller Unterschied. Implizites Wissen kann in explizites Wissen, sprich Informationen, verwandelt werden. Stilles Wissen widersetzt sich weitgehend der geplanten Umwandlung in explizites Wissen. Die Umwandlung von implizitem in explizites Wissen ist natürlich schon ein grosser Filter- und Veränderungsprozess, so dass das explizite Wissen nicht immer so herauskommt, wie es gedacht wurde…. Und was dann der Empfänger mit den Informationen macht ….
Explizites Wissen kann vereinfacht mit Informationen gleichgesetzt werden, die unabhängig von Individuen existieren und deshalb auch mit IT gemanaged werden können. Explizites Wissen kann, eine gemeinsame Sprache (und kompatible IT) vorausgesetzt, einfach kommuniziert und kopiert werden. Dieses explizite Wissen umfasst in erster Linie Daten in Datenbanken, in mehr oder weniger wissenschaftlichen Publikationen und Prozessbeschreibungen Geschriebenes und anderswie Gespeichertes.
Fortsetzung folgt
Bei der Lektüre des Artikels von Miller (2002), I=0, liegt es nahe die Begriffe Information, Wissen und Lernen miteinander zu verknüpfen:
Wenn ich den Faden richtig weitergesponnen habe,
ist Lernen in diesem Zusammenhang der persönliche Prozess, Wissen aus Information zu erschaffen.
Sonst könnte man Lernen durch Kopieren von Information von einem Individuum zu nächsten ersetzen, was wir zweifelsohne heimlich oft auch wünschen.
Dieses „Kopierlernen“ findet beim Antrainieren statt, in der Regel ohne grosse Nachhaltigkeit. Auch erfolgreiches CBT oder E-Learning erfordert den Prozess der Umwandlung der vom Computer zur Verfügung gestellten Information zu Wissen.
E-Learning-Entwickler/innen kennen das Problem, dass diese Umwandlungsprozesse sehr individuell sind. Insofern deckt gute E-Learning-Entwicklung die Anforderung ab, den Prozess der Umwandlung von Information zu Wissen zu unterstützen.
Unterscheidung von Information und Wissen:
Konsequenzen für das Qualitätsmanagement
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F.J. Miller, Information Research, Vol. 8 No. 1, October 2002
Wissensmanagement unterstellt, dass Wissen mit technischen Mitteln und unabhängig von Individuen erfasst, gespeichert, verarbeitet, weitergegeben usw. (eben: ge-managed) werden kann. Aus dem folgenden wird klar, dass dies eine Illusion ist. Übrig bleibt als Unternehmens-Aufgabe praktisch nur die Unterstützung der Fähigkeit zur Interpretation von Information durch die beteiligten Menschen und die Förderung des Teilens von Wissen zwischen den Stakeholders als Menschen.
Miller ist selbstkritisch genug, festzustellen, dass sein elektronisch publizierter Artikel nur bedeutungslose Information darstellt. Bedeutung erhält er erst durch die Interpretation und Kommentierung durch die Lesenden.
Deshalb enthält mein Blog-Artikel auch keine treffende Zusammenfassung des ausführlichen Artikels von Miller, den jeder ja selber im Internet nachlesen kann. Vielmehr liest Du meine Hervorhebung und persönliche Interpretation der mir wichtig erscheinenden Informationen. Weiterlesen
Unterscheidung nach Sveiby (1997), zitiert in Miller 2002
Sveiby, Karl-Erik (1997)
The new organizational wealth: managing and monitoring knowledge-based assets.
San Francisco, CA: Barrett-Kohler
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T.D. Wilson, Information Research, Vol. 8 No. 1, October 2002
Wilson führte eine umfassende Recherche auf Internet-Seiten von „Knowledge Management-Fachleuten“ und in einschlägigen Fachzeitschriften durch. Er fand dabei seine These bestätigt, dass „knowledge management“ ein Modewort ist, mit welchem Informationen-Management und die damit verbundene Technologie vermarktet werden soll. Wilson fokussiert die hierarchische Aufgliederung Daten-Information-Wissen auf die Unterscheidung von Information und Wissen. Das folgende ist nun bereits sehr interpretiert von mir (U.Volkart). Weiterlesen