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Rund um den Bodensee
- zu Fuss und möglichst nah am Ufer
Die gänzliche Umrundung des Bodensees (Ober- und Untersee) zu Fuss war etwas vom Besten, was ich je gemacht habe. Und zwar so nahe am Ufer wie möglich, auf erlaubten - und in wenigen Fällen "unerlaubten" - Wegen und Pfaden. Die Vielfalt der Bodenseegegend, die ich dabei entdeckte, ist umwerfend. Ich wanderte zu allen Jahreszeiten. Etwa 30 Etappen waren es, in Eis und Schnee, aber auch im Schatten von Palmen und anderer mittelmeerischer Vegetation. Vielerorts wachsen mediterrane Pflanzen problemlos, z.B. am Überlingersee bei Meersburg und natürlich auf der Insel Mainau. Der Grund liegt in der Grösse des Sees. Die Wassermenge ist ein riesiger Wärmespeicher, was zu milderem Klima führt.
Vielerorts machte ich Abstecher landeinwärts oder durchquerte auch ganze Landstrich, z.B. den Bodanrück zwischen Untersee und Überlingersee (Teil des Obersees).
Die Links zu den einzelnen Etappen
Interessant, zu wissen: Herkunft des Namens "Bodensee"
Der Bodensee hiess früher anders. Im Jahre 15 v.Chr. erreichten die Römer, vom Rheintal her kommend, den Bodensee. Im Gebiet des heutigen Landes Vorarlberg (Österreich) siedelte der Keltenstamm der Brigantier. Die Römer errichteten am See Festungsanlagen, die sie Brigantium nannten, den See demzufolge Lacus Brigantinus.
So nannte man ihn in überlieferten Schriften bis ins 10. Jahrhundert hinein. Dann tauchte die Bezeichnung Lacus Bodamicus (oder L. Potamicus) auf *). Der Grund liegt in der im 9. Jh. errichteten Kaiserpfalz Bodema (auch Potoma oder Bodema; das heutige Dorf dort heisst Bodman) am äussersten Zipfel des Bodensees, der heute Überlingersee heisst.
Der lateinische Name ging in die Verdeutschung Bodemsê über, aus der sich im Laufe der Jahrhunderte der Ausdruck "Bodensee" entwickelte. Zum ersten mal schriftlich erwähnt wird der Bodemsê im Epos "Willehalm" des grossen mittelalterlichen Dichters Wolfram von Eschenbach (ca. 1170 - ca. 1220), also zu Beginn des 13. Jahrhunderts.
Dass der See so genannt wurde, erstaunt nicht angesichts der politischen Bedeutung, die der Pfalz Bodama zufiel. Auch als die Pfalz verschwand, blieb der Name am See hängen. Allerdings war schon längstens Konstanz zur bedeutendsten Stadt am See geworden (und ist es heute noch). So verwundert es nicht, dass der See in vielen andern Sprachen nach ihm benannt wurde: französisch Lac de Constance, italienisch Lago di Constanza, englisch Lake of Constance.
Der Name des Sees leitete sich also seit 2000 Jahren von der jeweils bedeutendsten Stadt (Bregenz, Konstanz) bzw. dem wichtigsten politischen Zentrum (Bodama) an seinen Ufern ab.
*) "Auf dem Boden", mittelhochdeutsch zi deme podeme, ist ein Flur- oder Feldname (wie etwa "In der Höhe"); mit dem griechischen Potamus (=Fluss) hat das gar nichts zu tun, wie es mittelalterliche Äbte und gelehrte Mönche einst zu wissen glaubten.
Listenansicht der einzelnen Seiten/Etappen
- Die Weite des Bodensees - fast wie ein Meer
- Radolfzell, Halbinsel Mettnau
- Von Arbon nach Romanshorn
- Von Bregenz nach Lindau
- Von Rorschach nach Staad/Flughafen Altenrhein
- Von Staad zur Mündung des Alten Rhein/Rhyspitz und Flughafen Altenrhein
- Von Überlingen nach Meersburg; Pfahlbauten in Unteruhldingen
- Von Mannenbach am Untersee nach Konstanz
- Von Langenargen bis Friedrichshafen
- Von Konstanz zur Marienschlucht
- Von Bodman-Ludwigshafen zur Marienschlucht
- Von Radolfzell zur Ruine Altbodman und nach Bodman-Ludwigshafen
- Über den Damm zur Rheinmündung und dann nach Bregenz
- Von Uttwil bis Kreuzlingen/Konstanz
- Von Radolfzell bis Horn (Höri)
- Von Horn (Höri) bis Stein am Rhein
- Von Mammern nach Stein am Rhein
- Von Lindau nach Langenargen
- Von Bregenz nach Lindau über Haggen
- Von Ludwigshafen nach Überlingen
- Von Friedrichshafen nach Meersburg
- Von Staad über Rorschach und Horn nach Arbon
- Von Mannenbach über Berlingen und Steckborn nach Mammern
- Von Uttwil nach Romanshorn
- Von Radolfzell nach Hegne