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Aktualisiert am 02. November 2023
Als Analfistel wird ein röhrenförmiger Gang zwischen einer Öffnung im Analkanal und einer Öffnung im Darm bezeichnet. Der Kanal verläuft unter der Haut, meist auch im Bereich der Schließmuskeln. Analfisteln stellen eine chronisch-entzündliche Erkrankung dar.
Eine Analfistel kann je nach Ausprägung unterschiedliche Symptome haben. Da der Ausgang der Fistel zwischendurch auch wieder zuheilt, treten viele Symptome chronisch auf.
Ausfluss eitriger Flüssigkeit teilweise mit Stuhl
Schmerzen beim Sitzen und beim Stuhlgang
Unwohlsein bis hin zu Fieber
in schweren Fällen Stuhlinkontinenz
Analfisteln treten häufig als Folge eines Analekzems auf. Sie können jedoch auch ohne diese Vorbelastung entstehen. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die eine Analfistel begünstigen:
Chronische Magen-Darm-Krankheiten wie Morbus Crohn
Krankheiten mit schlecht heilenden Wunden oder Abwehrschwäche wie Diabetes mellitus und HIV
Lebensgewohnheiten wie langes Sitzen und Rauchen
Analfisteln, die sich nicht aus einem Ekzem gebildet haben, verursachen in der Regel geringere Beschwerden.
Es ist unwahrscheinlich, eine Fistel ohne einen medizinischen Eingriff zu heilen. Mit Antibiotika kann die Aktivität der Entzündung gesenkt werden. Immunmodulatoren, die zur Behandlung von chronischen Darmerkrankungen eingesetzt werden, können die Aktivität in der Fistel heruntersetzen und die Lebensqualität erhöhen.
Fisteln verlaufen überwiegend in der Haut hinter den Schließmuskeln. Deshalb muss bei einer Analfistel-OP sorgfältig abgewogen werden, welche Form der Operation durchgeführt wird. Eine Schließmuskelschwäche und damit Stuhlinkontinenz soll vermieden werden. Klassischen Verfahren, wie Fistelspaltung und Fistulektomie, können den Schließmuskel beeinträchtigen. Inzwischen haben sich aber auch minimalinvasive Therapien zur Schonung des Schließmuskels bewährt. Hierzu gehören die Lasertherapie und die Injektion von Gewebefüllern in die Fistel.
Eine Analfistel ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % rezidiv. Dabei hängt das erneute Auftreten der Fistel von der OP-Methode und der Ausprägung der Fistel ab. Die geringste Wahrscheinlichkeit besteht bei der Fistelspaltung.
Hausmittel können eine Analfistel nicht heilen. Allerdings sind sie sehr gut zur Unterstützung der Heilung nach einer Operation geeignet. Sitzbäder mit Hamamelis und Kamille helfen, Entzündungen zu reduzieren und fördern die Heilung.
Ärzte diagnostizieren Analfisteln normalerweise durch eine körperliche Untersuchung. Sie können auch Ultraschall, CT-Scans, MRI-Scans oder eine Anoskopie verwenden.
Es gibt keine spezifischen Methoden zur Vorbeugung von Analfisteln, aber ein gesunder Lebensstil, einschließlich einer ballaststoffreichen Ernährung und regelmäßiger Bewegung, kann das Risiko eines Anusabszesses, der oft zu einer Fistel führt, verringern.
In der Regel heilen Analfisteln nicht von selbst und erfordern eine ärztliche Behandlung, oft eine Operation, um zu heilen. Unbehandelt können Analfisteln zu wiederholten Anusabszessen und anderen Komplikationen führen.
Ja, es gibt eine Chance, dass Analfisteln nach der Behandlung wieder auftreten können. Einige Studien deuten darauf hin, dass bis zu 20% der Fisteln nach der Operation zurückkehren können.
Nein, Analfisteln sind nicht ansteckend. Sie entstehen in der Regel als Folge einer Infektion oder Entzündung im Anusbereich, aber sie können nicht von Person zu Person übertragen werden.
Ja, Analfisteln können Schmerzen oder Unbehagen verursachen, insbesondere beim Sitzen oder beim Stuhlgang. Einige Personen berichten auch von einem konstanten, dumpfen Schmerz, der sich durch Bewegung oder Druck verschlechtern kann.
Ja, Analfisteln können zu leichten Blutungen führen, besonders nach dem Stuhlgang. Bei schwereren Blutungen oder anhaltender Blutung sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.
Es gibt keine direkte Verbindung zwischen Stress und Analfisteln, aber Stress kann das Immunsystem schwächen und zu schlechteren allgemeinen Gesundheitszuständen führen, was wiederum das Risiko von Infektionen erhöhen könnte.