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«Wir sind in der Lage, solche Entscheide wie die Aufnahme von Flüchtlingen rasch zu treffen», sagte Cassis. «Aber die Schweiz ist auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Staaten angewiesen», die Schweiz alleine könne nicht viel machen.
Was die lokalen 38 Mitarbeitenden der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und ihre Kernfamilien betrifft, bemüht sich der Bundesrat weiter, die rund 200 Personen auszufliegen.
«Wir sind noch immer im Krisenmodus. Es geht darum Lösungen zu finden, um die lokalen Deza-Mitarbeitende auszufliegen. Sie müssen eigentlich über den militärischen Flughafen.»
Von Stunde zu Stunde werde die Lage neu beurteilt. «Wir versuchen alles Notwendige zu tun, um die lokalen Mitarbeitenden zu evakuieren», erklärte Cassis.
Keine Gespräche mit den Taliban
Dass die Schweiz Gespräche mit den Taliban führen könnte, verneinte Cassis. «Wir können nicht mit den Taliban sprechen, weil sie keine Regierung sind. Organisationen wie das IKRK könnten dies jedoch tun - sie müssten dies sogar, um humanitäre Hilfe leisten zu können.»
Zuvor hatte das Aussendepartement EDA mitgeteilt, dass die sechs Schweizer Mitarbeitenden Deza Afghanistan verlassen hätten.
Die Schweizer Botschaft in Islamabad sei mit Schweizerinnen und Schweizern in Kontakt, die sich in Afghanistan aufhalten. Es seien 26 Schweizer Staatsangehörige bei der Botschaft gemeldet. Wer Hilfe zur Ausreise benötige, solle sich umgehend an die Botschaft wenden, hiess es weiter in der Mitteilung.