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Aber die Geschichte, die ich heute erzählen will, handelt zwar von flinken Wespen und arbeitsamen Bienen, jedoch nicht von Insekten. Und weil sich diese Geschichte ausnimmt wie ein Märchen, will ich sie auch so erzählen.
Wer ein Haar in der Suppe sucht, ist pedantisch, pingelig, kleinlich, übergenau, aber auch in gewisser Weise unlauter, unredlich, denn es geht den jede Suppe durchforschenden Haarsuchenden mitnichten darum, die Wahrheit zu ergründen, sondern bloß hartnäckig nach einem fadenscheinigen Grund zu trachten, mit dem die vorgefasste Ablehnung eines Arguments, eines Gedankens, einer Ansicht begründet werden kann.
Nummer 86: Obwohl Johann Peter Hebels deliziöse Kalendergeschichte «Kannitverstan» (1808) wohl alle kennen, rufe ich sie mit einer kurzen Inhaltsangabe richtig ins Gedächtnis zurück, damit wir dann eine Überlegung anstellen können, die nicht eigentlich sprachwissenschaftlich ist, aber das nicht immer …
«Weißt du, woher ‹sich verzetteln› kommt?» — «Na, wahrscheinlich davon, dass man früher alles auf Zetteln festhielt: Termine, Ideen, Skizzen…» — «Eben nicht! Aber das ist ja das Tolle! Wenn du es nicht weißt, wissen es viele andere auch nicht, und das gibt ein interessantes Amuse-Bouche!»
Die Metapher ersetzt nicht das Gemeinte durch ein konventionelles Zeichen, sondern nennt das Gemeinte, ohne es zu ersetzen, mit einem unkonventionellen Wort oder mit mehreren unkonventionellen Wörtern, wodurch eine Spannung entsteht und die Lesenden oder Zuhörenden sich die Frage stellen müssen: Warum wird dieser Gegenstand, dieser Sachverhalt, diese Person mit einem nicht konventionellen Wort bezeichnet? Warum wird das ‹Alter› hier ‹Abend› genannt? Warum steht in diesem Text ‹wir sitzen alle im selben Boot›, wo doch gar niemand in einem Boot sitzt?
Im Jahr 1183 war die Macht des Dogen von Venedig, Sebastiano Zani, der im Wesentlichen ein Bankier war, dermaßen groß, dass er Kaiser Friedrich Barbarossa im Konstanzer Frieden die Bedingung diktieren konnte, auf die Geldsouveränität zu verzichten und der Republik Venedig das Geld- und Währungsrecht zu gewähren.
Einige schrieben von links nach rechts, andere von rechts nacht links. Am verbreitetsten war das sogenannte ‹Bustrophedon› (so, wie die Ochsen pflügen), das heißt: erste Zeile von links nach rechts, zweite von rechts nach links, dritte wie die erste und vierte wie die zweite… — an sich schon schwierig genug; aber die meisten Texte sind Fragmente! Und wie zum Kuckuck weiß ich, ob das, was ich grad vor mir habe, eine zwölfte oder eine dreizehnte Zeile ist? Und wie weiß ich, ob der Schreiber von links nach rechts oder umgekehrt angefangen hat?
Ungefähr tausend Jahre nach Harald Blauzahn, nämlich 1997, war der Ingenieur Jim Kardach, der maßgeblich an der Entwicklung des besagten Industriestandards beteiligt gewesen war, so sehr von König Blauzahns Vereinigung Dänemarks und dessen Aufstieg zur Großmacht beeindruckt, dass er gleichsam eine Analogie zu seiner eigenen technologischen Erfindung sah, dass er sie ‹Bluetooth› nannte und des Königs Monogramm als Symbol dafür vorschlug.
Bald werden die ‹Geschichten ohne festen Wohnsitz› erscheinen. ‹Versuch und Versuchung› ist eine der Geschichten des Erzählbandes. Sobald das Buch verfügbar ist, werden ISB-Nummer und Preis auch hier bekanntgegeben.
Hey Jude, don’t make it bad, take a sad song and make it better. Remember to let her into your heart, then you can start to make it better… better… better… — Ich habe den Text heute noch mit dem Verstand genauso wenig verstanden wie Gianna Nanninis ‹…fammi l’amore, forte, sempre più forte come fosse l’America…›, aber beide Texte bringen mich zum Weinen! Vielleicht ist das, was Blaise Pascal mit dem Satz meinte: ‹Le cœur a ses raisons que la raison ne connaît point.›.