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Xerox hat bei einem Gericht in Delaware eine Klage gegen Google und Yahoo wegen Patentverletzungen eingereicht. Xerox wirft den beiden Suchmaschinenriesen die Verletzung zweier Patente vor, die dem Kopiererhersteller 2001 und 2004 zugesprochen wurden.
Vor allem das Patent mit der Nummer 6,778,979
könnte den beiden Beschuldigten schwere Sorgen machen, falls das Gericht zum Schluss kommt, dass es verletzt wurde. Mit der Klage in Bezug auf dieses Patent könnte Xerox die sprudelnde Haupteinnahmequelle der beiden Suchmaschinen, die kontextbezogene Werbung, abwürgen. Xerox verlangt vom Gericht, Google und Yahoo den weiteren Gebrauch der Technologie zu verbieten.
Dies ist aber ein übliches anfängliches Begehren in einer Patentklage und kaum das eigentliche Ziel von Xerox. Dem Kopiererhersteller schwebt wohl eher eine substantielle Beteiligung an den Einnahmen vor. Ein Xerox-Sprecher erklärte gegenüber 'Reuters' auch, dass man in der Vergangenheit versucht gabe, mit Google und Yahoo zu verhandeln, aber nicht zu einer Einigung gelangt sei. Falls Xerox eine Entschädigung zugesprochen wird – vor allem, wenn sie rückwirkend gilt – könnte sich ein ganz schönes Sümmchen zusammenläppern, das Google und Yahoo an Xerox abliefern müssten.
Das genannte Patent beschreibt gemäss der Anklageschrift eine Methode, um aus dem Inhalt von Dokumenten automatisch Suchabfragen zu generieren. Google und Yahoo würden Systeme verwenden, um aus dem Inhalt einer Webseite automatische Abfragen zu generieren, um damit relevante Werbung einblenden zu können, so Xerox. Konkret werde das Patent durch Google AdWords und AdSense sowie Yahoos Search Marketing und Publisher Network verletzt.
Das zweite Patent
aus dem Jahr 2001 dreht sich um eine Methode, um Informationen aus heterogenen Quellen zusammenzuführen. Google soll es gemäss Xerox durch Google Maps und Google Video beziehungsweise YouTube verletzen, Yahoo in seinem Webshop Yahoo Shopping. (hjm)