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Kanada: ARC-100 besteht erste Vorabklärungen der Behörde
Die CNSC teilte am 1. Oktober 2019 mit, sie habe die erste von drei Phasen in der Auslegungsbeurteilung für den kleinen, modularen ARC-100 abgeschlossen. Dieser Dienst wurde auf Geheiss der ARC Canada gestartet. Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Phase bestätigte die Aufsichtsbehörde, dass die ARC Canada die regulatorischen Anforderungen für Kernkraftwerke in Kanada verstanden habe und korrekt interpretiere. Im Rahmen dieser Beurteilungsarbeiten wurde auch Verbesserungspotenzial, wie zum Beispiel Anpassungen im Managementsystem, erkannt, so die CNSC.
Der Pre-Licensing Vendor Design Review ist ein Dienst der CNSC. Es stellt weder einen Antrag zur Standortvorbereitung, noch einen Antrag zum Bau oder Betrieb eines Kernkraftwerks dar. Kernkraftwerksentwickler können mit der Pre-Licensing Vendor Design Review freiwillig während des Entwicklungsprozesses überprüfen lassen, ob Auslegungen in technischen Aspekten den vorgeschriebenen Anforderungen und Erwartungen entsprechen. In Phase 1 wird anhand des Auslegungsentwurfes untersucht, ob die regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. In Phase 2 liegt der Schwerpunkt auf der Ermittlung möglicher grundlegender Hindernisse für die Lizenzierung der Reaktorauslegung in Kanada. In Phase 3 kann der Kernkraftwerksentwickler bestimmte Aspekte aus der Phase 2 vertieft abklären lassen.
Zusammenarbeit von GE und ARC Nuclear
Das ARC-100-Projekt wird von der GE Hitachi Nuclear Energy (GEH) und die Advanced Reactors Concepts LLC (ARC Nuclear) getragen. Die beiden Unternehmen hatten 2017 in diesem Zusammenhang eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung und Einführung eines fortgeschrittenen, kleinen, modularen Reaktors (aSMR) unterzeichnet. Es ist vorgesehen, die erste solche Einheit in Kanada zu bauen. Die Unternehmen entwickeln beide fortgeschrittene Reaktortypen: die GEH den Prism und die ARC Nuclear den ARC-100.
Für Norman Sawyer, Präsident und Geschäftsleiter der ARC Canada, ist die Kernenergie Teil der Lösung: «Unsere Technologie kann mit seiner Lastfolgemöglichkeit unregelmässig produzierende erneuerbare Energien unterstützen. Unsere Krankenhäuser, Schulen, Häuser und Unternehmen erwarten, dass sie jederzeit Zugang zu Energie haben, nicht nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint.»