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Dank intensiver Schutzbemühungen wächst die Population der Mittelmeer-Mönchsrobbe am Cap Blanc in Mauretanien. Dennoch gilt diese Robbe als die am stärksten gefährdete Säugetierart Europas und als die weltweit seltenste Robbenart.
Gemäss Newsletter von Ocean Care vom 14. Oktober 2021 besiedelte die Mittelmeer-Mönchsrobbe ursprünglich das gesamte Mittelmeer, das Schwarze Meer und den Atlantik – von Portugal über die Azoren, Madeira und die Kanarischen Inseln bis zu Senegal. Bereits im 15. Jahrhundert begann die intensive Bejagung durch portugiesische Seefahrer. Das Fett diente als Lampenbrennstoff, das Fell wurde für Pelzmäntel verwendet und das Fleisch gegessen.
1945 stiess ein Biologe auf die letzte grosse Mönchsrobben-Kolonie am Cap Blanc in Mauretanien. 1997 wurde diese durch eine Algenpest bis auf rund 100 Tiere dezimiert. 2001 wurde ein Küstenabschnitt von 6 km unter Schutz gestellt. Mittlerweile leben wieder rund 400 Tiere am Cap Blanc – überwacht von speziell ausgebildeten Rangern. Sie melden illegale Fischereiaktivitäten und sorgen dafür, dass die scheuen Tiere in ihren Bruthöhlen nicht gestört werden.
Bildquellen
- Mittelmeer_Mönchsrobbe: G.dallorto auf Wikimedia