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Die Lebensbedingungen in der Migration sind so vielfältig wie die Ursachen, Bedingungen und Formen der Migration. Neben konkreten Aspekten wie den Migrationsgründen, dem Aufenthaltsstatus und der sozioökonomischen Situation in der Schweiz, haben auch persönliche Ressourcen einen Einfluss auf die psychische, emotionale und physische Gesundheit von Migrantinnen und Migranten.
Das zweite Gesundheitsmonitoring der Schweizerischen Migrationsbevölkerung (2010) zeigt die gesundheitlichen Unterschiede zwischen der einheimischen Bevölkerung und Personen mit Migrationshintergrund auf: Verglichen mit der einheimischen Bevölkerung beschreiben Migrantinnen und Migranten, die seit längerer Zeit in der Schweiz leben, ihren eigenen Gesundheitszustand als schlechter. Kürzlich Eingewanderte weisen einen besseren Gesundheitszustand auf als jene, die seit längerem in der Schweiz leben. Ältere und weibliche Migranten sind gesundheitlich besonders belastet. Migrantinnen und Migranten sind deutlich öfter wegen Depression und Migräne in ärztlicher Behandlung als die einheimische Bevölkerung.