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Der „liebe Augustin" ist eine Gestalt, die von vielen Legenden umwoben ist. Um 1670 war er ein beliebter Bänkelsänger, der für seinen Humor bekannt war. Er pries die Stadt Wien, verfasste aber auch Spottlieder auf die Sitten und Unsitten am Wiener Hof. Sie machten ihn beim Volk beliebt, wenn er sie auf den Gassen oder in der Schenke „Zum süssen Löchl" zum Besten gab. Seine Schmählieder richteten sich hauptsächlich gegen die Mätresse des Kaisers, die „Polsterkatz", wie sie im Volksmund genannt wurde. Um sich zu rächen, schickt ihm die Marquise vergiftete Pasteten und vergifteten Wein. Augustin wird jedoch rechtzeitig gewarnt ... AUTORENPORTRÄT Hanns Sassmann (auch: Karl Blind) (1882–1944) war ein österreichischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Sassmann war als Theater- und Literaturkritiker tätig. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er auch schriftstellerisch tätig, sein Spezialgebiet wurden historische Stoffe Nebenbei betätigte sich der Wiener als Theaterkritiker. Ab 1933 kamen Drehbuchentwürfe hinzu. Sassmann beteiligte sich zunächst überwiegend an leichtgewichtigen Filmstoffen mit alt-österreichischem k.u.k.-Flair. Mit Luis Trenker verfasste er die Drehbücher zu dessen Inszenierungen. Im Jahr 1958 wurde in Wien (10. Bezirk) die Sassmanngasse nach ihm benannt.