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Renée Féraud-Colliard ist kurz vor dem Jahreswechsel gestorben. Die Genferin aus Crans-Montana war die erste Schweizer Slalom-Olympiasiegerin.
Die Schweiz hat eine ihrer ersten Ski-Grössen verloren. Renée Féraud-Colliard ist im Dezember kurz vor ihrem 89. Geburtstag verstorben. Die Genferin, die sich in Crans-Montana niedergelassen hatte, hat 1956 an den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo im Slalom gewonnen und avancierte damit zur ersten Schweizer Olympiasiegerin im Slalom.
"Ich trug die Nummer 1 und als ich startete, waren die TV-Kameras nicht bereit. Als ich unten war, beschied man mir, ich solle im zweiten Lauf das gleiche machen. Ich bin raufgestiegen und wieder Bestzeit gefahren», erinnerte sie sich einst in den Spalten der «Tribune de Genève». "Aber diesmal erschien gerade die Schauspielerin Sophia Loren auf der Tribüne und die Kameras schwenkten auf die weltberühmte Italienerin statt mich zu filmen. Es existieren heute Filmteile meines Exploits, aber an meiner Stelle fährt jemand anderes Ski.»
Renée Féraud-Colliard bleibt eine von nur zwei Schweizerinnen, die im Slalom Olympia-Gold holten. Sie ging Vreni Schneider voraus, die über drei Jahrzehnte später in Calgary (1988) und Lillehammer (1994) triumphierte.
Auf dem Hochplateau gründete Renée Féraud-Colliard ihre Apotheke. Sie war die Mutter von Nicolas Féraud, dem amtierenden Präsidenten der ACCM und der Gemeinde Crans-Montana sowie Vizepräsidenten der Ski-WM 2027. Renée war auch Panathlonmitglied.
Das gesamte Organisationskomitee der Weltcuprennen von Crans-Montana entbietet der Familie und dem Freundeskreis von Renée Féraud-Colliard sein tief empfundenes Beileid.