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Geschichte
2006 hatte der Schweizerische Tambouren- und Pfeiferverband (STPV) allen Grund zum Feiern: Mit einem gross angelegten „Eidgenössischen“ wurde das 100-jährige Bestehen des STPV ausgiebig gefeiert – und dies in Basel, der Stadt, wo es während des ganzen Jahres immer irgendwo trommelt oder pfeift. Das Basler Trommeln hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Schweizerischen Trommelkultur. So wurde 2006 der Gründung des STPV gedacht. Der Verband beging seinen Geburtstag farbenfroh und mit viel Musik und beglückwünschte sich stolz zu seiner Entwicklung zum wichtigsten Organ der Schweizer Urtradition des Trommelns und Pfeifens.
Die Verbandsgründung hatte ihren Ursprung in der Angst, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Mit der Bundesverfassung von 1874 und der Ausarbeitung einer moderneren und technisch versierteren Heeresorganisation wurde zum ersten Mal die Abschaffung der Militärtambouren diskutiert. Bereits 1819 bekamen die Tambouren ihre erste eigene Ordonnanz mit Signalen, Generalmarsch, Fahnenmarsch, Rapell usw. Leider wurde aber den Pfeifen und damit dem traditionellen Feldspiel zugunsten der Blasmusik ein Ende gesetzt. Die Militärinstruktoren erkannten die brenzlige Lage und setzten sich zur Wehr. In den Folgejahren kam es zu regional organisierten Zusammenschlüssen von Militärtambouren. Das Begehren, einen Schweizerischen Verband zu gründen, wurde vom Militärdepartement jedoch abgelehnt.
Erst 1906, beim zweiten interkantonalen Tambourenfest, wurde erneut die Initiative ergriffen, sich landesweit zu organisieren, um gemeinsam stärker in Erscheinung zu treten und um bessere Ausbildungsmöglichkeiten bieten zu können. Es kam zu der Gründung des Schweizerischen Verbandes der Tambouren.
Die Ursprünge des Schweizerischen Trommelns und Pfeifens liegen aber noch viel weiter zurück, und zwar im tiefen Mittelalter. Pfeifen und Trommeln waren neben Dudelsack, Schalmeien und andern Instrumenten in der Volksmusik bekannt, wahrscheinlich Jahrhunderte zuvor aus dem Osten eingeführt. Mit der Reisläuferei, den Fremden Diensten, kamen Schweizer Söldner ab dem 13. Jahrhundert in ganz Europa herum und verbreiteten so ihre Musik. Die „Schweizer Garden“, die es alsbald im Dienste verschiedener europäischer Herrschaftshäuser gab, hatten häufig ihr eigenes Feldspiel.
Tamourmajor
Hier finden Sie die veröffentlichten Ausgaben.
Absage STPV Jungtambouren- und Jungpfeiferfest Aarau 2020
Finanzhilfe des Bundes aufgrund von Absagen oder Verschiebungen von Vereins-Veranstaltungen
Im Rahmen einer Leistungsvereinbarung geniesst der Schweizerische Tambouren- und Pfeiferverband die finanzielle Unterstützung durch das Bundesamt für Kultur (BAK). Diese Unterstützung zeigt sich auch jetzt in der Corona-Krise.
Wenn Ihr Verein aufgrund von staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) von abgesagten oder verschobenen Veranstaltungen betroffen ist, können Sie zur Abfederung des finanziellen Schadens eine Finanzhilfe beantragen. Die Entschädigung beträgt höchstens 10’000 Franken pro Kulturverein, abhängig von der Höhe des finanziellen Schadens und der Zahl der vertretenen Aktiven.
Bitte richten Sie Ihren Antrag bis spätestens 20. Mai 2020 an unseren Partnerverband:
Schweizer Blasmusikverband SBV: <email-pii>
Für Informationen zur Gesuchseinreichung:
Andy Kollegger, 079 408 15 55
Alle wichtigen Infos dazu finden Sie unter folgendem Link sowie dem beigefügten Newsletter des SBV
https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/themen/covid19/bereiche-musik-theater.html