Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/818

Ab Woche Nr. 12 finden unsere wöchentlichen Anlässe nicht mehr am Montag, sondern am Mittwoch statt. Das erste Mal am 20. statt am 18. März 2019.
Dies aufgrund veränderter Öffnungszeiten des Restaurants "zur rote Buech", unserer Gastgeber.
Nachstehend die Daten der Anlässe:
Inspiriert von der letzten Ausgabe des SWISSJAZZORAMA Jazz Letter hat
der Referent zwei weitere Scheiben aus der BBC Radio 2 Serie hervorgeholt. Falls wir der Filmlegende glauben, begann die Swing Ära am Abend
des 21. August 1935, als Benny Goodman mit seinem Orchester im riesigen Palomar Ballroom in Los Angeles Premiere hatte.
In Wirklichkeit waren es von grossen Firmen, wie Zigarettenherstellern,
gesponserte Radiosendungen meist weisser Tanzorchester, die den neuen Stil von Küste zu Küste verbreiteten.
Im ersten Set erfahren wir mehr über die ganz Grossen in diesem Geschäft wie Benny Goodman, Fletcher Henderson, Tommy Dorsey und Chick
Webb, aber auch über weniger bekannte Formationen, wie die Mills Blue Rhythm Band, das Casa Loma Orchestra oder Bob Crosby’s Band.
Im zweiten Teil hören wir kleine Gruppen, die oft aus diesen Big Bands hervorgingen und weniger bekannt sind, wie The Charleston Chasers, Red
Nichol’s Five Pennies, Wingy Manone’s Orchestra, Red Norvo’s Swing Septet, Freddie Jenkins’ Harlem Seven, Mezz Mezzrow’s Swing Band,
Bunny Berigan’s Boys, Jones-Smith Incorporated und einige mehr.
Er war ein wichtiger Solist in den Big Bands von Lionel Hampton (1957-64) und Woody Herman (1964-66). Danach lehrte er am Berklee College Of
Music in Boston. Zwischendurch trat er mehrfach mit Lionel Hampton auf. Ab 2000 spielte er vor allem mit Musikern aus Boston und bereiste auch
Europa.
Die Plattensession beleuchtet seine Stationen und präsentiert seine schönsten Soli, ebenso wie Darbietungen seiner Mitstreiter wie Herman
Green, John Neely oder Sal Nistico. -
Wer sich vorab informieren will, findet seine Geschichte und Solografie im Internet unter „studies in jazz – andy mcghee“.
Im Jahr 2016 habe ich einen Jazz-Abend präsentiert, in dem verschiedene Musiker und Jazz-Stilrichtungen vorgestellt wurden.
Diese Art Präsentation wurde begrüsst, da es sich um eine Abwechslung von den üblichen Jazz-Abenden handelte.
Sollte diese Art Präsentation weiterhin gewünscht werden, werde ich in Zukunft öfter Mal weitere Abende dieser Art gestalten.
Tim Hauser hatte in Doo-Wop- und Folk-Gruppen gesungen und eine eigene Formation gegründet. Sonderlich erfolgreich war sie nicht; er musste
seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer verdienen. Im Herbst 1972 stieg eine junge Dame ein und erzählte von ihren Träumen, eine Gesangsgruppe zu
gründen. Ihr Name war Laurel Massé, und sie kannte einen Hauptdarsteller der Broadway Show „Grease“, Alan Paul. Bei einer Party lernte Hauser
Janis Siegel kennen. Die hatte zwar schon ein festes Engagement, aber sie war gerne bereit, bei einigen Demoaufnahmen mitzuwirken.
Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. „The Manhattan Transfer“ sang sich während Jahrzehnten vierstimmig durch Rhythm & Blues, Gospels, Popsongs, Swing, Rock’n’Roll
und Lieder von Antonio Carlos Jobim. Das Album „Vocalese“ mit Texten von Jon Hendricks bekam 1985 drei Grammys. Die Gruppe trat – nach dem Tode von Tim Hauser allerdings in
veränderter Besetzung – im letzten Herbst am Jazz No Jazz Festival auf. Wir hören einige jazzige Nummern und schauen uns im zweiten Teil einen
Mitschnitt vom Jazzfestival Montreux an.
- There is to enjoy a bright selection of unknown or probably forgotten Old- and Middle Time Jazz Recordings. Zu hören sind natürlich eine oder zwei Aufnahmen von Jelly Roll Morton
sowie einige Aufnahmen von Louis Armstrong, z.B. vom jungen Armstrong mit dem Fletcher Henderson Orchestra. Dann gibt es Aufnahmen der Original Dixieland Jazz Band, der weissen
Band, die 1917 die ersten Jazzaufnahmen machte. Eine andere Rarität sind Aufnahmen von Freddie Keppard (27.2.1889), der in seiner besten Zeit um 1910 (bevor er dem Alkohol verfiel)
- wie es heisst - kräftiger spielte als der legendäre Buddy Bolden.
Auch ist zu hören der Klarinettist Alphonse Picou (geb. 1878), von dem das grossartige Klarinettensolo aus „High Society“ stammt. Nicht fehlen dürfen
u.a. natürlich Aufnahmen der Frauen-Band „Sweethearts of Rhythm“.
Teddy Hill engagierte den jungen Dizzy Gillespie, weil er stilistisch ähnlich spielte wie Roy Eldridge. Dann zog Dizzy durch die Bigbands des Tages,
wie Lionel Hampton, Cab Calloway, Coleman Hawkins und Earl Hines. Dabei emanzipierte er sich schnell und fand eine ganz eigenständige Sprache.
An den freien Montagen stieg er häufig in Minton’s Playhouse ein, wo junge Leute neue Wege suchten: Thelonious Monk, Kenny Clarke, Charlie Parker,
Illinois Jaquet, Oscar Pettiford, you name them.
Um 1942 herum sollen Dizzy und Charlie Parker auf der 52nd Street zum ersten Mal eine Musik gespielt haben, der später das Etikett „Be-Bop“ aufgeklebt
wurde. Wegen des Record Bans erschienen die ersten regulären Schallplatten erst 1944.
Ein besonderer Leckerbissen ist der Mitschnitt vom Juni 1945 aus der New Yorker Town Hall mit Dizzy, Bird, Al Haig, Curley Russell und Max Roach,
der erst vor wenigen Jahren ausgegraben wurde.
4.März Stan Kenton + 20 weisse Bands auf Schelllack!
Edwin Boller
Im Zuge seines kürzlich erfolgten Wohnungsumzugs hat sich Edi Bollers Schallplattensammlung zwar merklich gelichtet; die besonderen musikalischen
Leckerbissen jedoch, - nicht nur die auf Schelllack, also mehr als nur die ´Inselplatten´ -, werden im jetzt noch leeren Plattengestell wieder ihren
Platz finden.
Zu seiner 4. Schellack-Session meint der Vortragende:
„Es ist sicher interessant und abwechslungsreich, dass auch einmal ein Jazz-Abend präsentiert wird, wo nur weisse, swingende Jazz-Orchester
vorkommen. Wir werden uns nebst Stan Kenton weitere interessante 15 Orchester und 5 Combos anhören.
Die meisten Arrangeure der gespielten Titel sind auch die Big-Band-Leader.
Wenige Ausnahmen kommen vor; zum Beispiel heisst der Arrangeur von Benny Goodmans „Blues Skies“ Fletcher Henderson, und die Komponistin
von Harry James „Roll`em“ ist die Pianistin Mary Lou-Williams.“
Heute kommt musikalisch Horace Parlan in den Club, von seinen ersten Aufnahmen für Blue Note bis zu seinem freiwilligen Wohnsitz in Dänemark
und den vielen Aufnahmen in Europa. - Manche erinnern sich auch an die Widder Bar, wo er die Schweizer Freunde begeisterte.
ab jetzt am Mittwoch anstatt Montag
20.März Ladies in Jazz – weitere Lieblingssängerinnen
1. Wahl Stimmenzähler und Protokollführer
2. Protokoll der Mitgliederversammlung vom 19.März 2018 liegt zur Einsicht auf
3. Jahresbericht des Vorstandes
4. Mutationen
5. Jahresabschluss der Buchhaltung
6. Erteilung der Décharge an den Vorstand
7. Wahl des Vorstandes
8. Wahl der Revisionsstelle bzw. der Revisoren
9. Tätigkeitsprogramm 2019
10. Budget und Festsetzen der Mitgliederbeiträge
11. Verschiedenes
Anschliessend Riesen-Plattenbörse
Verkäufer
entrümpelt die Keller, räumt die Regale, bringt massenhaft Schelllacks,
Vinyl, CDs, DVDs, Bücher, Konzertprogramme, Heftli, Plakate, Fotos, alles,
was Ihr schon längst nicht mehr hören / anschauen mögt !
Käufer
Schlachtet die Sparschweine, schafft Platz in den Schränken, klaut einen Lieferwagen (evtl. plus Anhänger), es locken sensationelle, seit ewigen Zeiten gesuchte Schätze.
Peter Giger wuchs zumeist in Bern auf, machte eine kaufmännische Lehre,
trommelte in Altstadtkellern mit Amateurbands und ging im Alter von 19
Jahren mit den Tremble Kids als Profi auf Tournee. In Juan-les-Pins spielte
er einen Sommer lang in der Band von Bill Coleman, jazzte in den Pariser
Clubs mit vielen Trad-Bands, mit Stéphane Grappelli, Memphis Slim u.v.a.
Er sass jahrelang in den Bands von Claude Bolling und begleitete auf der
Bühne, im Film und im Fernsehen sehr viele Stars der damaligen Zeit, bis
hin zu Brigitte Bardot und Sacha Distel.
Mit dreissig Jahren kehrte er nach Bern zurück, gehörte zum Gründungsteam der ersten Jazzschule der Schweiz und schrieb in der – leider kurzlebigen – Formation
„Four for Jazz“ mit Heinz Bigler, Joe Haider und Isla
Eckinger Jazzgeschichte. Anschliessend holte ihn der Posaunist Albert
Mangelsdorff in seine Gruppe; er blieb vier Jahre und ein Vierteljahrhundert
in Deutschland.
Peter Giger interessierte sich früh für Perkussionsinstrumente und Rhythmen aus aller Welt. Max Roach sorgte dafür, dass seine erste Soloplatte
„Family of Percussion“ auch in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde
– vielleicht das grösste mögliche Kompliment.
Die Platte gab einer Gruppe den Namen, die in den nächsten zwanzig Jahren in unterschiedlichen Besetzungen in Europa, Asien und Afrika mit Liveauftritten und Platten
sehr erfolgreich war. Daneben fand er immer wieder Zeit für andere Projekte und er verfasste mehrere hoch gelobte Lehrbücher.
In der nächsten Woche feiert Peter Giger im Tessin seinen 80. Geburtstag.
Er ist so freundlich, das Programm für die Party zu seinen Ehren im Jazz
Circle Zürich höchstpersönlich zusammenzustellen und aus der Ferne zu
kommentieren. Ein unterhaltsamer Abend ist garantiert, Peter weiss viel zu
erzählen.
Gemäss neuer Information wird Peter Giger anwesend sein! Bitte um zahlreiches Erscheinen, es dürfte sehr spannend werden.
Ein weiteres Mal werden verschiedene Musiker und Stilrichtungen des Jazz an diesem Abend vorgestellt.
In der heutigen Session werden die Musiker Bunk Johnson (tp), George Lewis (cl), Sidney Bechet (ss), die Pianisten Thelonious Monk
und Bud Powell sowie die Sängerin Abbey Lincoln das Progrmm besreiten.
Gemäss der klassischen Jazz Geschichte entstand diese Musik in New
Orleans, verbreitete sich dem Mississippi Fluss entlang nordwärts und weiter in die ganze Welt. Neuere Forschungen haben bewiesen, dass sich der
Jazz aus dem weit verbreiteten Ragtime spontan in vielen Gebieten der
U.S.A. entwickelte.
Die Tanz-Verrücktheit und die Tin Pan Alley Produktionen waren die Treiber; Radio, Schallplatten und Filme setzten sich rasant durch und sorgten
für die Verbreitung des Jazz. Nach dem ersten Weltkrieg entstanden tausende Jazz Bands, aus welchen die Besten, inspiriert von den Klängen aus
New Orleans, in die grossen Zentren wanderten.
Im ersten Set widmen wir uns der grossen Menge Musiker, von denen nur
eine Handvoll bekannt wurden, die aber in den 20ern viel zur Popularität
der Musik beitrugen. Wer kennt denn Fess Williams, Dave Taylor, Alonzo
Ross, Eddie Johnson, Charley Williamson, Blue Steele u. v. m.?
Im zweiten Set geht es um die Violine, die im Jazz nicht viel galt. Ein Grund
war, dass die Streichergruppen in den Tanzorchestern fast überall gefeuert
wurden, als der Geschmack des Publikums Richtung perkussiver, synkopierter Musik drehte. Um Arbeit zu kriegen, mussten Violinisten fast immer
ein zweites Instrument beherrschen, oder sie waren imstande, eine eigene
Gruppe zu bilden. Solche gab es mit Joe Venuti und seinem Freund Eddie
Lang, mit Eddie South und Stuff Smith und in Europa mit Stéphane Grappelli. Weitere praktisch Unbekannte hören wir ebenfalls.
Im Alter von 15 Jahren hörte der deutschstämmige Leon Beiderbecke eine Schallplatte der Original Dixieland Jassband und begeistere sich besonders für den Kornettisten
Nick LaRocca. Er borgte sich bei einem Nachbarn ein Kornett aus und suchte die Töne zusammen. Weil er lieber nachts den aufregenden Klängen der New Orleans
Rhythm Kings oder King Oliver's Creole Jazz Bank mit dem jungen Louis Armstrong lauschte als tagsüber etwas Rechtes zu lernen, flog er von der Schule. Bei
der Aufnahmeprüfung in die Musikergewerkschaft fiel er durch, weil er keine Noten lesen konnte.
Bald darauf trat er den Wolverines bei, die - eigentlich unzutreffend - als erste Band des sogenannten Chicago-Jazz angesehen werden, und spielte eine Reihe
Stücke ein, die heute als Klassiker gelten. Im Orchester des "King of Jazz", Paul Whiteman, sorgte er für die jazzigen Töne und trat auch mit eigenen Gruppen
auf.