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Wer ficken will, muss freundlich sein. Diese alte Weisheit, welche sich schon in altchinesischen Überlieferungen angesehener Zenmeister findet, gilt heute noch, wie damals. Aber was heisst es konkret, freundlich zu sein? Zahllose Freigetränke ermöglichen? Über jede noch so dämliche Bemerkung des Gegenübers in Gelächter ausbrechen? Möglichst viele Komplimente über ihre nur mit Fantasie erkennbare Schönheit machen? Manch einer würde ein solches Vorgehen für zielführend halten. Nicht so die eingangs erwähnten Zenmeister. In ihren ausführlichen Ausführungen in der Sekundärliteratur zu diesem weisen Spruch erfährt man, dass das Adjektiv „freundlich“ als „sympathisch“, „charismatisch“, „mac-artig“ zu verstehen ist. Man hat der potentiellen Beischlafpartnerin klar zu machen, man verfüge über Eigenschaften positiver Art, welche einen als Erzeuger von Nachkommen ideal machen. Wie damals in der Steinzeit, so ist diese urinstinktive, unbewusste Kriterienprüfung der Frau, was entscheidend ist. Die Finanzkraft ist dabei nur einer von mehreren Aspekten. Ausgeprägte humoristische Fähigkeiten ein anderer.
Die Zenmeister weisen ausdrücklich darauf hin, dass es unerlässlich ist, über ein umfangreiches Witzerepetoire zu verfügen, und liefern gleich einige nützliche Beispiele. So ist folgende Zote des Meisters Ching Chung Wauwau überliefert:
Ein Mann geht zum Urologen, um sich untersuchen zu lassen. Der Urologe meint: „Sie müssen unbedingt aufhören zu masturbieren.“ Der Patient fragt entsetzt: „Wieso denn?“ Darauf der Urologe: „Sonst kann ich Sie nicht untersuchen.“
Es empfiehlt sich, eigene, für die Bezirzung von Damen gedachte Witze vor der Verwendung im Bekanntenkreis auszuprobieren. Nicht jeder Witz, der einem selbst lustig erscheint, ist es auch.
Nebst dem Humor ist das äussere Erscheinungsbild ein weiteres Kriterium, welches der Beurteilung der Frau standzuhalten hat. Hier ist zu beachten: Auch ein mittelmässiges Aussehen kann durch eine modische Kleiderwahl sowie eine sorgsame Körperpflege kaschiert werden. Laut Zenmeistern ist es auch möglich, Humor und Äusseres auf originelle Art zu kombinieren. Beispielsweise in Form von Elementen eines Clownkostüms, sofern diese nicht zu sehr irritieren. Auch T-Shirts mit witzigen Sprüchen darauf sind denkbar. Als mögliche Varianten werden u.a. „No Fat Chicks“ (was zugleich leicht verständlich auf die persönlichen Vorlieben betreffend Körperfettanteil der Beischlafpartnerin hinweist), „I Fuck On The First Date“ (auch zu informativem Zweck geeignet), „FBI – Federal Booby Inspector“ (mögliche Gesprächsgrundlage) und „Bier formte diesen wunderschönen Körper“ genannt. Dabei ist auf geschmackvolle Farbkombinationen zu achten.
Auch der gesellschaftliche Status ist ein relevanter Punkt, den eine Frau in ihre Überlegungen miteinbezieht. Hier darf die Wahrheit laut den Zenmeistern begünstigend verfälscht werden, falls nötig. Damals wie heute sind Dichter und Denker zwei der angesehensten Tätigkeitsgruppen. Als Rapper ist man beides. Es kann durchaus hilfreich sein, sich der Dame als Sprechsänger vorzustellen, vielleicht gar als hauptberuflicher, was dann eine gewisse Professionalität vermuten lässt. Meist wird man anschliessend dazu aufgefordert, doch mal eins zu rappen, was man auch tun sollte, der Glaubwürdigkeit halber. Das heisst, man sollte einige Lines, circa 8 Takte vielleicht, für diesen Zweck bereit haben. Diese kann man geschickt dazu nutzen, ausdrücklich auf seine tollen Eigenschaften aufmerksam zu machen, beispielsweise, indem man mit je zwei Takten seine sexuelle Leistungskraft würdigt, sowie die überdurchschnittliche Grösse seines Genitals anpreist. Die verbleibenden 4 Takte nutzt man dann dazu, explizit zu erklären, was man denn tun würde, wäre man mit der Zuhörerin alleine im Schlafzimmer. Dabei gilt: je fantasievoller, desto besser.
„Man fickt, wie man tanzt“, ist eine Weisheit, die aus etwa derselben Zeit stammt, wie jene mit dem freundlich sein. Es ist also auch auf einen ansprechenden Tanzstil zu achten (sollte die Möglichkeit bestehen, zum Tanzen aufgefordet werden zu können, wie es z.B. in einer Diskothek der Fall ist). Nun sind jedoch die von den Zenmeistern genannten Bewegungsvorschläge nicht mehr sehr zeitgemäss, weshalb ich mir erlaube, einen Teil meines eigenen Könnens diesbezüglich preiszugeben, im Wissen, damit Wettbewerbsvorteile zu verlieren. Egal, so sozial bin ich halt.
Die eiserne Grundregel für erfolgreiches Tanzen ist, sich im Takt der Musik zu bewegen. Wer dazu nicht im Stande ist, hat bereits verloren und lässt das Tanzen besser sein. Für die glücklichen anderen gilt: Arme, wie auch Beine und Kopf sind alle miteinzubeziehen. Simple, ruckartige Bewegungen sehen meist gut aus. Wer dann noch die passende Mimik miteinbringen kann, hat definitiv gewonnen. Gerne kann und soll auch die Zieldame Teil des Tanzes sein. Sich ihr von hinten anzunähern, anzuschmiegen, ist eine gute Idee. Ein Imitieren koitaler Bewegungen gibt ihr einen ersten Eindruck davon, was sie später noch erwarten könnte, und führt üblicherweise zu humorvollen Reaktionen bei Tanzpartnerin und beobachtenden Mitgästen der Party.
„Freundlich“ zu sein beinhaltet also mehr, als einfach freundlich zu sein. Eine Eigenschaft, die erlernt und trainiert werden kann, um sie gewinnbringend einsetzen zu können. Lesen Sie evt. bald weitere hilfreiche Tipps von den Zenmeistern und mir, hier auf diesem Blog. Besten Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie „freundlich“!