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Kaum hat sich Scott entschieden, unter Leitung von Scott Montgomery den US-Markt in Angriff zu nehmen, bekommen sie die Patentgesetze zu spüren. Denn Specialized hält in den Staaten seit Mai 1998 das geistige Eigentum am «Horst-Link», jenem Drehpunkt an den Kettenstreben echter Viergelenker, der erst eine komplette Entkopplung von Fahrwerk und Antrieb erlaubt. Scott's neue Vollfeder-Bikes der «Genius»-PLattform benutzen exakt diese Hinterbau-Konstruktion, was bisher ohne Folgen blieb, weil Scott auf dem US-Markt nicht aktiv war. Nach der Gründung der US-Niederlassung war es aber nur eine Frage der Zeit, bis Specialized intervenieren und die Zahlung von Lizenzgebühren auf dem Gerichtsweg erzwingen würde. Vor Scott wurde auch schon Giant wegen der NRS-Modelle zur Zahlung solcher Gebühren verknurrt.
Noch wehrt sich Scott gegen das von Specialized eingeleitete Verfahren und beharrt darauf, dass der Hinterbau der «Genius»-Bikes eine eigenständige Entwicklung der Scott-Ingenieure sei. Gleichwohl entspricht die Positionierung der Gelenke am «Genius»-Hinterbau genau jenem Konstruktionsprinzip, das Specialized 1991 zusammen mit Horst Leitner entwickelte. Das seitens Specialized angestrengte Verfahren hat zunächst einmal zur Folge, dass Scott keine «Genius»-Bikes in den Staaten verkaufen darf, bis eine Einigung mit dem Mitbewerber über die fälligen Lizenzgebühren getroffen ist. Die Geschäftsaktivitäten ausserhalb der Vereinigten Staaten sind von diesem Verfahren in keiner Weise betroffen.