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|Mittelthurgaubahn

Mittelthurgaubahn
Ein Teil der Geschichte dieser Bahn, die jahrelang das Schmerzenskind unserer Gegend war, hat sich in aller Oeffentlichkeit abgespielt. Der andere, noch interessantere Teil findet sich in den Protokollen des Initiativkomitees, die von einer Unsumme von Arbeit, Ausdauer und Geduld Zeugnis ablegen, von berghohen Schwierigkeiten, die sich dem großen Werke in den Weg stellten und die vom Komitee unter der ziel-bewußten, nie ermattenden Führung von Herrn Nationalrat Dr. v. Streng überwunden wurden. Hunderte male mußte man in diesen zwei Jahrzehnten die Behauptung hören, daß die Bahn nicht zustande kommen werde. Bei vielen der Zweifler war der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber das Initiativkomitee hat in allen den wechselnden Stadien das Banner des Optimismus entfaltet und dieser hat es ans ersehnte Ziel geführt.
Die Idee einer Bahnverbindung Wil-Weinfelden-Konstanz hat, als sie Ende der 80er Jahre auftauchte, bei den Behörden und der Bevölkerung dieser drei Gemeinwesen guten Boden gefunden. Im Auftrag der Gemeindebehörden von Wil und Weinfelden lud Herr Gemeindeammann Bornhauser, der die Wichtigkeit des Projektes gleich von Anfang an erkannte, die Vertreter der interessierten Gemeinden zur Besprechung der Frage der Erstellung einer Verbindungslinie Wil-Weinfelden-Konstanz auf den 11. August 1890 nach Kreuzlingen ein.
(Reprint der Festnummer der Wiler Zeitung zur Eröffnung der Mittel-Thurgau-Bahn, Wil, Dezember 1911)