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In den drei an den Projekten der ASF-CH beteiligten Ländern (Niger, Senegal und Madagaskar) wütet die Coronavirus-Pandemie in unterschiedlichem Ausmass. Die afrikanischen Länder werden nicht verschont, und die Regierungen haben landesweit allgemeine Massnahmen und auf regionaler Ebene noch drastischere Massnahmen ergriffen.
Dazu gehören der Ausnahmezustand und die Ausgangssperre bzw. -beschränkung, das Verbot öffentlicher Versammlungen, geschlossene Gebetsstätten und Schulen, eingeschränkte oder unterdrückte Bewegungsfreiheit usw.
Die derzeitige Situation hat die Durchführung der Projekte vor Ort und für die Verantwortlichen der ASF-CH in der Schweiz verändert. Bislang hielten sich aber die Auswirkungen auf die Projektentwicklung in Grenzen. Die Projektleiter bemühen sich um regelmässigen Kontakt, überwachen die Aktivitäten und bieten Unterstützung und Beratung mithilfe virtueller Plattformen oder sonstige Apps. Die Missionen in Niger und Madagaskar wurden vorerst abgesagt, während die Mission in den Senegal, die dieses Jahr im November stattfinden soll, noch bestätigt werden muss. Die ASF-CH unterstützt ihre lokalen Partner so weit wie möglich. Es ist unerlässlich, die Ziele der einzelnen Projekte bis 2020 zu verfolgen und vor allem deren Weiterführung nach der Pandemie zu ermöglichen.
Die Kartoffelernten in den 41 Gemüsebetrieben von Sine Saloum im Senegal fanden glücklicherweise bereits im Februar statt. Die Erträge schwanken je nach Wasserversorgung von einer Region zur anderen stark – zwischen 13 t/ha und 28 t/ha. Die diesjährige sehr heisse Anbausaison wirkte sich im Vergleich zur Wachstumssaison 2018/2019 negativ auf die Erträge aus. Die angestrebten Ertragsziele wurden jedoch in der Mehrzahl der Betriebe erreicht. Unseren Informationen zufolge hat sich das Erntegut auf den Märkten, aber auch in den Dörfern und innerhalb der Grossfamilien gut verkauft. Der entsprechende Bericht zur Ernte 2019/2020 wurde von unserem Partner verfasst. Lediglich der Erfahrungsaustausch mit Bäuerinnen in den Anbaugebieten konnte wegen des Versammlungsverbots nicht stattfinden. Die Informationen aus diesen Gesprächen sind jedoch entscheidend für die Planung der Ernte 2020/2021. Der Projektleiter wird dies demnächst mit dem senegalesischen Agrarkoordinator und -betreuer besprechen.