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Weltweit treffen sich jeweils am ersten Freitag im März Frauen, Männer und Kinder zur ökumenischen Feier des Weltgebetstages, dieses Jahr vorbereitet von Frauen aus Surinam, unter dem Titel: «A heri grontapu di Gado meki bun doro, doro!» – «Alles was Gott erschaffen hat, ist sehr gut!»
Die surinamischen Frauen laden uns zum Nachdenken über die Schöpfung Gottes ein und erinnern uns daran, welche Verantwortung wir gegenüber der Schöpfung tragen. Auf der ganzen Welt sind die Menschen eingeladen, am 2. März 2018 den Weltgebetstag mit der Liturgie aus Surinam zu feiern.
Geographische Lage und Bevölkerung
Die Republik Surinam liegt im nordöstlichen Teil Südamerikas und grenzt an frz.-Guyana, Brasilien und Guayana. Im feuchten, tropischen Klima beträgt die Temperatur etwa 27,1 °C. Der Küstenbereich umfasst 15% der Landoberfläche und liegt knapp zwei Meter über dem Meeresspiegel. Die rund 540'000 EinwohnerInnen stammen aus verschiedenen Ethnien: Indigene, Kreolen, Maroons, Menschen afrikanischer, asiatischer und europäischer Abstammung. 90% der Bevölkerung leben in den Küstengebieten, etwa die Hälfte davon in der Hauptstadt Paramaribo. 10% der Bevölkerung, v.a. Indigene und Maroons, leben in den Wäldern im Innern des Landes. Amtssprache ist Niederländisch, Alltagssprache Sranan Tongo.
Religionsfreiheit ist in der Verfassung verankert: 48% sind Christen, 22% Hindus, 14% Muslime, 1,8% praktizieren den afro-surinamischen Winti-Kult, 200 Personen sind Juden und 10% sind offiziell religionslos.
Biodiversität
Surinam ist gesegnet mit einer grossartigen Flora und Fauna: Es zählt 715 Vogelarten, die riesigen Meeresschildkröten legen an den Stränden Surinams ihre Eier ab. Es wachsen über sechzig Orchideen- und Helikonienarten.
Geschichte
Europäische Einwanderer, die auf der Suche nach Gold nach Surinam kamen, konnten es damals kaum abbauen, doch es wurden Plantagen für den Anbau von Zuckerrohr, Kaffee, Tabak, Kakao und Baumwolle angelegt. Nach der Unterwerfung der indigenen Bevölkerung, die sich der harten Arbeit durch Flucht in den Regenwald widersetzte, setzte man für die harte Feldarbeit Sklaven aus Afrika ein. Durch einen Tauschhandel mit England wurde Surinam niederländische Kolonie. England bekam dafür «Nieuw Amsterdam», das spätere New York. Erst 1863 wurde die Sklaverei in Surinam offiziell abgeschafft. 1975 wurde Surinam unabhängig. Am 25. Februar 1980 veränderte ein militärischer Staatsstreich das politische System. Die Militärregierung endete 1987.
Seit 1975 wird der Export von Fisch sowie der Anbau von Reis, Obst und Gemüse gefördert. Daneben sind Gold und Rohöl die wichtigsten Devisen bringenden Rohstoffe. Für den Goldabbau braucht es Quecksilber, welches das Wasser in den Flüssen und Bächen verschmutzt.
Gebet und Solidarität
Alles, was Gott erschaffen hat, ist sehr gut! Mit diesem Mantra wollen uns die Frauen aus Surinam die Augen und Ohren öffnen für die wunderbare Schöpfung Gottes.
Ziel des Weltgebetstages ist es, im Gebet Verbundenheit mit der ganzen Welt auszudrücken und mit der Kollekte Projekte weltweit und von Partnerorganisationen in Surinam zu unterstützen, die Frauen und Kindern zu besserer Bildung und damit zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit verhelfen. Dies entspricht dem Leitsatz der Internationalen Weltgebetstags-Bewegung: «Informiert beten – betend handeln».
Folgen Sie der Einladung aus Surinam
Schauen Sie in der Agenda Ihrer Pfarrei oder Seelsorgeeinheit nach, wann bei Ihnen oder in der Umgebung der Weltgebetstag gefeiert wird und lassen Sie sich auf dieses vielfältige und vielschichtige Land ein.