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Die Mitglieder von Primavera sind der Speiseölhersteller Florin AG, der Kartoffel- und Gemüseverarbeiter Frigemo, die Mühle Groupe Minoteries SA, der Kartoffelverarbeiter Kadi AG und die Schweizer Zucker AG.
Das Ziel des neuen Verbandes sind «die Erhaltung und Förderung eines produktiven und starken Agrar- und Lebensmittelsektors in der Schweiz», wie Urs Reinhard, Geschäftsführer von Primavera, vor den Medien in Bern erklärte. Die Themen des Verbandes seien Agrarpolitik und Ernährungssicherheit. Die Mitgliedsfirmen, die vor allem Commodity-Produkte produzierten, hätten andere Interessen als die exportorientierten Firmen der zweiten Verarbeitungsstufe. Sie hätten sich durch die Pläne des Bundesrates in der Gesamtschau vom November 2017, den Grenzschutz, um 30 bis 50 % abzubauen, unter Druck gesetzt gefühlt. Daraus sei letztlich das Bedürfnis entstanden, dass die erste Verarbeitungsstufe sich stärker und unabhängiger äussern könne. In der Föderation der schweizerischen Lebensmittelindustrie Fial hatten sich die Unternehmen der zweiten Verarbeitungsstufe grundsätzlich positiv zu der Gesamtschau geäussert. Das führte schon zum Austritt der beiden Branchenverbände SwissOlio und Swiss Convenience Food Association.
«Wir sehen uns aber nicht als Konkurrenz zu der Fial, auch nicht zu bestehenden Branchenverbänden», betonte Reinhard. Man wolle bei gemeinsamen Interessen mit der Fial zusammenarbeiten und heisse auch Firmen willkommen, die in der Fial bleiben möchten. Von den fünf Gründungsmitgliedern sind vier aus der Fial ausgetreten, lediglich die Groupe Minoteries ist noch dabei. Primavera sucht weitere gleichgesinnte Firmen, aber auch Verbände, um die angestrebten Ziele im Interesse der ersten Verarbeitungsstufe bestmöglich zu erreichen.
Der Name primavera steht für die erste Stufe («prima») der Verarbeitung («vera») von Lebensmitteln und soll, als italienische Bezeichnung des Frühlings, zugleich für einen Neuanfang und den Aufbruch in eine neue Zeit stehen.