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Hochgeachteter Herr Schultheiß!
Die beiliegende Depesche, welche sich übrigens lediglich auf eine Zeitungsnachricht stützt, besagt das gleiche, was wir während der letzten Sitzung des Gotthardausschusses ebenfalls in einer Zeitung gelesen haben. Ich machte in dieser Sitzung darauf aufmerksam, wie wichtig es wäre, über derlei Dinge genau unterrichtet zu sein. Hat der Municipalrath von Genua wirklich diesen Beschluß gefaßt? Ist er definitiv oder bedarf er noch irgendeiner Bestätigung? Wie kam der Municipalrath dazu, gerade jetzt dieser Beschluß zu fas| sen? Wer hat die Sache betrieben? Auf welchen Paß nimmt man in Genua an daß es schließlich herauskommen werde? Solche & ähnliche Fragen drängen sich auf & der Ausschuß sollte über dieselben im Klaren sein. Es wäre auch von großem Interesse zu wissen, ob ähnliche Beschlüsse nunmehr von Seiten der übrigen Städte zu erwarten sind, welche bisanhin Geneigtheit an den Tag gelegt haben, eine Schweizerische Alpenbahn zu subventioniren. Es kommt hier namentlich Mailand in Betracht.
So lange wir einen Agenten in Italien haben, der jährlich ca Fr. 5000 bezieht, sollten wir über Puncte, wie die bezeichneten, renseignirt sein. Ich weiß auch nicht, | ob Hr. Schmiedlin mit Hrn. Koller Rücksprache nimmt, damit derselbe Ducoster zu gehöriger Berichterstattung veranlasse. Damit dieß sicher geschehe, ist es wohl nothwendig, daß Sie Hrn. Koller die erforderlichen Aufträge geben. Der zweite dieser Zeilen ist, sie zu bitten, Hrn. K. instruiren zu wollen.
Ich correspondire fortwährend mit Hrn. W. über das in der letzten Sitzung unsers Auschusses von mir entwickelte Programm. Es wird mich sehr interessiren, Ihr Urtheil über dasselbe gelegentlich zu vernehmen.
In ausgezeichneter Hochachtung
Ihr freundschaftlich ergebene
Dr A Escher
Zürich
21 Juni 67