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Segelflosser / Skalar
(Pterophyllum scalare).
Ich besitze ein 300 Liter Becken mit
den Massen 120 x 60 x 50cm. Die wichtigsten Bewohner
sind zwei Skalare
vom Typ Pterophyllum. Anfänglich hatte
ich zwei Paare, aber da gab es ständig Rivalitäten um die
Pflanzen, auf welchen sie laichen wollten, darum gab ich
eines der Paare weg.
Wollte man Skalare züchten, müsste das Paar separat gehalten werden, sonst
wird es von anderen Fischen zu sehr gestresst und das Gelege wird heimgesucht
und gefressen. Das war auch bei mir der Fall. Die Eiablage und die
Befruchtung konnten gut beobachtet werden und die Eltern fächelten den Eiern
frisches Wasser zu. Trotzdem verpilzte der noch verschonte Rest nach wenigen
Tagen.
Im folgenden Video verteidigen
gleich zwei Elternpaare ihre Gelege. In der Natur wären niemals zwei
Elternpaare so nahe beieinander.
Videoclip Flash
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SWF Datei. (Aufnahme H. Mattmüller)
Verhältnis zum Pfleger.
Die Skalare haben jegliche Scheu vor mir verloren und
kommen beim Herantreten an die Frontscheibe. Haben
sie jedoch ein Gelege und ich greife mit der Hand in ihrer
Nähe ins Wasser, dann reagieren sie sehr aggressiv.
Rotrückenskalar.
Nach wenigen Jahren ist das Weibchen mit geblähtem Leib eingegangen (Nierenschaden).
Das Männchen reagierte darauf mit Apathie und verweigerte die Nahrung.
Zum Glück fand ich bei einem Händler ein Weibchen der Gattung "Rotrückenskalar".
Bild.
Dieses wurde vom verwitweten Männchen freudig akzeptiert, indem er es am
Körper abküsste und seither sind sie ein optisch ungleiches Paar, leben
jedoch sehr harmonisch zusammen.

Rotkopfsalmler (Petitella georgiae) Bild
Diese Schwarmfische leben am oberen Amazonas und können 7cm lang werden. Mit den
Skalaren vertragen sie sich sehr gut und benötigen die
selben Wasserwerte.

Siamesische Rüsselbarbe, (Crossocheilus siamensis).
Wie der Name sagt, stammt dieser Fisch aus Siam, dem
heutigen Thailand. In der Fachliteratur kann er auch
"Grün- flossen Rüsselbarbe" heissen und der lateinische
Name lautet dann "Epalzeorhynchus siamensis". Dort
wird noch von anderen, ähnlichen Fischen berichtet, die
sich aber anders verhalten. Siehe Bilder.
Die siamesische Rüssel- barbe kann 15cm lang werden. In
meinem Becken weiden drei mittlerweile über 10cm lange
Tiere den ganzen Tag die Algen ab.
Vorsicht
mit Algenfressern.
Wenn die siam. Rüsselbarbe eine gewisse Körpergröße
erreicht
und kaum mehr Algen findet, frisst sie junge Triebe von Pflanzen. Die Schwarzfleckbarben
machen sich sogar über die zarten Spitzen von Valisnerien her, worauf diese
nicht mehr weiter wachsen und ein trostloses Bild hinter- lassen. (Bild)
Wenn Grünfutter keine Abhilfe schafft, landen
diese Übeltäter bei mir im Becken der Malawis, wo sie das Gnadenbrot
erhalten.
Wegen ihrer Größe tun ihnen die Malawis nichts und weil das Wasser alkalisch
ist, gibt es dort Algen, welche die Malawis verschmähen, von den
Schwarzfleckbarben aber abgeweidet werden. So ist das Becken immer schön
sauber. Auch diese Fische pflegen sich gelegentlich auf ihren Bauchflossen
abzustellen um sich auszuruhen. Im übrigen sind sie sehr zutraulich.

Blutsalmler (Hyphessobrycon serpae).
Diese sehr lebhaften Schwarmfische (Bild)
stammen aus dem Amazonasgebiet. Sie lieben einen dunklen Boden
und fallen wie Piranhas über das Futter her. Skalare scheinen sich vor ihnen
zu fürchten. Zudem zeigen sie ihre Farben nur bei düsterem Licht, darum bin
ich von ihnen abgekommen.
Schmucksalmler (Bild)
tragen eine auffällig gefärbte und
geschwungene Rückenflosse, welche am Ende zugespitzt ist. Die Schwanzflosse trägt rote Punkte. Dieser
Allesfresser ist lebhaft und verträgt sich mit Skalaren gut.

Probleme
mit dem Futter.
Früher holte man
im Zoogeschäft lebende Würmchen, sog. Tubifex. Heutzutage ist alles entweder
tiefgefroren oder in Büchsen verpackt, aber von außen nicht ersichtlich wie
es beschaffen ist. Da gibt es Granulat das so fein ist, dass es von großen Fischen
verschmäht wird und im Kies versinkt, wodurch die
Wasserqualität beeinträchtigt wird. Die so genannten Sticks sind je nachdem
zu gross und müssen mit der Schere zerkleinert werden und wenn man einmal ein
passendes Futter gefunden hat, wird es einfach nicht mehr angeboten. Ich besitze
noch ein Malawisee Becken und diese Fische sind es in der Natur gewohnt, das Futter in
Form von Algen vom Boden aufzunehmen. da bieten sich Sticks an, die man
vorher in Wasser einweichen kann.
Achtung,
rote Mückenlarven !
Dieses Futter hat in doppelter Hinsicht einen schlechten
Ruf. Einerseits soll es, wenn nicht alles gefressen wird, Algen verursachen und zudem wurde bekannt, dass 30% der Menschen
allergisch reagieren, wenn sie diese Larven nur berühren.
Die Folge sind brennende und geschwollene Augen. Das
kann auch mit Flocken passieren, welche Mückenlarven
enthalten. Nach Berührung damit nicht in den Augen reiben und Finger waschen.

Erfahrungen mit anderen Fischarten: (Bilder)
Sumatrabarben mögen attraktiv aussehen, aber in einem
meiner Bücher steht geschrieben: "Entweder man liebt
sie, oder man hasst sie". Als friedlicher Mensch habe ich
eine Zeit lang zugeschaut wie sie ihre Mitbewohner plagten und sie dann ausgeschafft.

In Thailand hatte ich gesehen, wie
Fadenfische zu Hunderten gefangen und gebraten wurden. In meinem Becken
verhielt sich diese Spezies jedoch sehr eigenartig. Die
einen versteckten sich hinter einer Wurzel und die anderen
verharrten untätig an der Oberfläche, so dass ich sie
weggab. Möglicherweise spielten andere Fischarten eine
Rolle, welche sie unsicher machten. In einem Artenbecken hätten
sie sich vielleicht anders verhalten.

Platys
gibt es in verschiedenen Zuchtformen und sind
lebend gebärend. Sie eignen sich als Anfängerfisch in
gewöhnlichem Hahnenwasser. Aufkommenden Algen
gehen sie gleich selber an den Kragen und was mir besonders gefiel, war ihre Art, mich abends fröhlich und
hungrig auf und ab wedelnd zu begrüssen.

Rote Neons gefallen besonders den Frauen. Was mich
aber stört, ist deren Teilnahmslosigkeit gegenüber dem
Pfleger. Sie haben sich als sehr robust erwiesen und bis
jetzt noch jeden Zwischenfall heil überstanden. Zur Zeit
freue ich mich an den neu entdeckten schwarzen Neon.

Prachtschmerlen sind ganz nette Tierchen und gesellen
sich gern zu den ähnlich gestreiften Sumatrabarben. Sie
fressen gern kleine Schnecken und Grünzeug, wenn sie
aber junge Pflänzchen malträtieren und sogar Löcher in
die Blätter fressen, hört bei mir der Spass auf.
Ausserdem sind diese Fische Träger der bei ihnen latent
vorhandenen sog. "weissen Pünktchenkrankheit". Nach
einem stressenden Transport bricht diese bei einigen
Exemplaren aus und dann sind chemische Maßnahmen angesagt,
welche die Bak- terienkultur im Filter ruinieren. Darum lieber Hände weg.
Keilfleckbarben
sind typische, kleine Schwarmfische und in jungen Jahren sehr lebhaft. Von
den erforderlichen Wasserwerten und im Verhalten passen sie zu den Skalaren,
stammen aber nicht aus dem Amazonasgebiet. Die Zucht ist schwierig aber die
Fütterung unproblematisch.