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Seit dem Inkrafttreten der Lärmschutz-Verordnung (LSV) vor 30 Jahren konnten fast 270 000 Personen vor Strassenlärm geschützt werden. Zwar wurden die Anstrengungen in den vergangenen zehn Jahren verstärkt, aber es bleibt noch viel zu tun: Nach wie vor sind mehr als eine Million Menschen in der Schweiz übermässiger Belastung durch Strassenlärm ausgesetzt.
Diese Erfolge dürfen indessen nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor Sanierungsbedarf besteht. Noch immer sind mehr als eine Million Menschen in der Schweiz an ihrem Wohnort übermässigem Strassenlärm ausgesetzt. Die gesundheitlichen Folgen können gravierend sein.
Dank der Einführung der Programmvereinbarungen im Jahr 2008 und der verstärkten Unterstützung durch den Bund für die Lärmsanierung von Kantons- und Gemeindestrassen wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Zwischen 2008 und 2018 haben sich die kantonalen Investitionen verzehnfacht, und die Zahl der geschützten Personen ist ebenfalls deutlich gestiegen. Bis 2012 wurden jährlich rund 5000 Personen bei durchschnittlichen Kosten von ungefähr 9000 Franken pro Kopf neu geschützt. Ab 2013 konnte die Zahl der jährlich geschützten Personen auf etwa 20 000 Personen pro Jahr erhöht werden. Die durchschnittlichen Kosten sanken auf rund 6000 Franken pro geschützte Person.
Investitionen in die Lärmverminderung an der Quelle
32 Prozent der für die Lärmsanierung von Kantons- und Gemeindestrassen vorgesehenen Mittel wurden für Massnahmen zur Lärmverminderung an der Quelle eingesetzt, beispielsweise für lärmarme Strassenbeläge, Verkehrsberuhigungen oder Geschwindigkeitsreduktionen. 21 Prozent der Gelder flossen in Massnahmen zur Lärmminderung auf dem Ausbreitungsweg wie Lärmschutzwände oder -dämme. Auf den Einbau von Schallschutzfenstern – eine Massnahme, die in Ausnahmefällen zum Tragen kommt, wenn Lärmminderungen an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg nicht möglich sind – entfielen immerhin 39 Prozent der von den Kantonen und Gemeinden aufgewendeten Finanzmittel.
Entlang der Nationalstrassen wurden vor allem Massnahmen auf dem Ausbreitungsweg umgesetzt (72 % der eingesetzten Mittel). Bezogen auf das gesamte Strassennetz wurden fast 270 000 Personen durch Sanierungsmassnahmen geschützt.