Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/2392

Das aus einer ansteigenden Wiese und einer flachen Anhöhe bestehende «Gristenbühl-Areal» in Egnach-Neukirch wird baulich von einem denkmalgeschützten Schulgebäude aus dem Jahr 1910 geprägt. Das Projekt stellt diesem markanten Bau in Richtung Osten und Westen jeweils zwei langgestreckte Wohngebäude zur Seite. Die Positionierung der vier neuen Baukörper quer zum Hang ermöglicht einen hohen Grad an visueller Durchlässigkeit zwischen der Ortsmitte und der südlichen Kulturlandschaft. Das zurzeit noch als Schule genutzte und zukünftig mit einer halböffentlichen Nutzung für die Gemeinde sowie Büroräumlichkeiten versehene Schulgebäude funktioniert weiterhin als zentrales Element innerhalb der Überbauung und bleibt in seiner äusseren Erscheinung erhalten. Mit der Aufwertung und Vergrösserung der nördlich vorgelagerten Terrasse, welche als Treffpunkt für die Gemeinde dienen soll, rückt neu die räumliche Präsenz des Gebäudes zum Ortskern hin in den Fokus. Das bereits im Bereich des heutigen Bestandes vorhandene Thema einer architektonisch ausformulierten Hangkante wird über die gesamte Arealbreite weitergeführt. Entsprechend stehen die Wohnbauten auf zwei um ein Geschoss versetzten Ebenen und verfügen über zwei unterschiedliche Zugänge von Süden und von Norden. Durch die Inszenierung der charakteristischen Elemente der Umgebung des alten Schulhauses und die Erweiterung der vorgefundenen Typologien des Ortes werden die vier neuen Baukörper in die Topographie eingebettet. Die Mauern und Hecken werden ein zentrales Grundelement der gestalterischen Massnahmen. Die neuen Wohngebäude bestehen jeweils aus zwei schmalen, zueinander versetzten und in sich abgestuften Volumen. Diese Anordnung ermöglicht eine vierseitige Ausrichtung der Wohnungen und verleiht den Häusern einen kleinteiligen und nuancierten Ausdruck. Die neuen Wohngebäude sind als Holzbauten geplant und verfügen über eine strukturelle Fassadengliederung mit einer feinen Tektonik. Der Ausdruck der Bauten wird massgeblich von einem Schottensystem mit grossformatigen Verglasungen zur Aussicht bestimmt.