Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/2036

Technisch „Abdominoplastik“ genannt, bezweckt dieser Eingriff die Entfernung überschüssiger narbiger Haut oder Dehnstreifen zwischen Bauchnabel und Schambereich, wobei die umliegende gesunde Haut gestrafft wird.
Gleichzeitig kann damit die Behandlung von Übergewicht durch Fettabsaugung mit der Behandlung einer Verletzung der darunter liegenden Bauchmuskulatur verbunden werden.
Definition und Vorwort
Schönheitsfehler, die die Bauchdecke beeinträchtigen, werden besonders stark empfunden und erlebt. Das Aufkommen der Fettabsaugung hat diese Chirurgie verändert. Sie ermöglicht nämlich die Verringerung wichtiger Eingriffe und verbleibender Narben.
Auf diesem Gebiet gibt es nicht eine einzige Technik, die für alle Fälle anwendbar ist. Mehrere Parameter müssen genau analysiert werden: Zustand der Haut, Höhe des Übergewichts, Spannkraft der Bauchmuskeln, allgemeine Morphologie der Patientin oder des Patienten: Die Strategie richtet sich je nach Fall.
Im Kern sind bei vorhandener Anfrage einer chirurgischen Korrektur der Bauchdecke mehrere Optionen möglich:
- isolierte abdominelle Fettabsaugung
- Miniabdominoplastik
- Bauchdeckenstraffung oder Abdominoplastik mit oder ohne Fettabsaugung
Isolierte abdominelle Fettabsaugung
Siehe Merkblatt zur Fettabsaugung.
Bauchdeckenstraffung
Wo immer es bedeutende Verletzungen der Haut mit deutlicher Überdehnung, zahlreichen Dehnstreifen, ja sogar Narben gibt, ist die isolierte Fettabsaugung unzureichend, und es muss auf eine Bauchdeckenstraffung zurückgegriffen werden.
Zielsetzung und Grundsätze
Ziel dieses Eingriffs ist die Entfernung geschädigter Haut (überschüssiger narbiger Haut oder Dehnstreifen) und die Straffung der gesunden umliegenden Haut.
Gleichzeitig kann damit die Behandlung von Übergewicht durch Fettabsaugung die Behandlung von Verletzungen der darunter liegenden Bauchmuskulatur (Rectusdiastase, Leistenbruch) verbunden werden.
Die üblichste Abdominoplastik besteht in der Entfernung einer breiten Hautzone, die dem ganzen oder teilweisen Bereich zwischen Bauchnabel und Schambereich entspricht. Die darunterliegende gesunde Haut, die im Allgemeinen über dem Bauchnabel liegt, wird nach unten neu umhüllt, so dass die Bauchdecke mit qualitativ guter Haut wiederhergestellt wird. Der Bauchnabel wird erhalten und in die normale Position durch einen Einschnitt in die abgesenkte Haut zurückgesetzt.
Ein solcher operativer Eingriff hinterlässt eine längere oder kürzere und sichtbare oder weniger sichtbare Narbe je nach Bedeutung und Lage der verletzten Haut, deren Entfernung notwendig war.
Meist befindet sich diese Narbe am oberen Rand der Schamhaare und geht mehr oder weniger weit in die Leistengegend über. Vor dem Eingriff ist dessen Länge vorhersehbar: Der Patient soll ganz klar darauf hingewiesen werden.
Vor dem Eingriff
Sie haben einen Termin mit Dr. Xavier Tenorio, FMH für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Kosten für die Sprechstunde werden von den Operationskosten abgezogen. Die üblichen präoperativen Abklärungen werden gemäss Vorschriften durchgeführt.
Bei Bedarf wird der Anästhesist zur Besprechung hingezogen, spätestens aber 48 Stunden vor dem Eingriff.
Kein Arzneimittel mit Aspirin darf in den 10 Tagen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Narkosearten und Modalitäten des Spitalaufenthalts
Narkosearten
Die Abdominoplastik erfordert fast immer eine klassische Vollnarkose, bei der Sie vollständig schlafen.
Eine örtliche Betäubung kann bei Beschneidungen von Haut und Fett durchgeführt werden, die sich lediglich im untersten Teil des Unterleibs befinden (Miniabdominoplastik).
Modalitäten des Spitalaufenthalts
Der Spitalaufenthalt schwankt zwischen 1 und 5 Tagen. Eine Miniabdominoplastik erfordert in der Regel keinen Spitalaufenthalt.
Eingriff
Jeder Chirurg verwendet eine Technik, die ihm eigen ist und die er jedem Fall anpasst, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Trotzdem können gemeinsame Grundprinzipien festgelegt werden:
Der Verlauf der Einschnitte, der dem der künftigen Narben entspricht, wurde bereits erwähnt: Er hängt von der Lage und der Menge der verletzten Haut ab. In der Praxis ist die Narbe umso grösser, je bedeutender die zu entnehmende Gewebemenge ist.
Das überschüssige Fett wird durch Fettabsaugung entfernt, und die gedehnten Muskeln werden wieder angespannt.
Am Ende des Eingriffs wird ein formbarer Verband angefertigt.
Der Eingriff dauert zwischen 90 Minuten und 3 Stunden je nach Bedeutung der auszuführenden Arbeiten.
Postoperative Folgen
Verbände sind etwa 14 Tage lang nach dem Eingriff vorzusehen. Das Tragen eines Stützkorsetts wird 2 bis 4 Wochen lang Tag und Nacht empfohlen. Eine zwei- bis vierwöchige Arbeitsunfähigkeit ist vorzusehen.
Die Narbe wird in den ersten 2 bis 3 Monaten oft benetzt, dann verblasst sie in aller Regel nach dem dritten Monat, und das allmählich in 1 bis 3 Jahren. Sie darf erst nach 3 Monaten der Sonne ausgesetzt werden.
Eine sportliche Tätigkeit darf allmählich ab der 6. Woche nach dem Eingriff ausgeübt werden.
Ergebnis
Erst ein Jahr nach dem Eingriff kann es beurteilt werden. Man muss wirklich Geduld aufbringen, die für die Abschwächung der Narbe notwendige Frist abwarten und in diesem Zeitraum im Rhythmus einer Sprechstunde ca. alle 3 Monate ein Jahr lang richtig beobachten.
Was die Narbe betrifft, muss man wissen, dass sie selbst bei Verblassen mit der Zeit nie vollständig verschwindet. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass sich der Chirurg zwar um die Nähte kümmert, aber die Narbe ist Sache der/des Patientin/Patienten.
Über die ästhetische Verbesserung hinaus, die oft bedeutend ist, bringt die Bauchdeckenstraffung der Patientin bzw. dem Patienten in der Regel eine sehr deutliche Verbesserung bezüglich des Lebenskomforts. Ausserdem helfen diese funktionelle Verbesserung und das psychologische Besserfühlen der Patientin bzw. dem Patienten bei der Anpassung an deren natürliches Gleichgewicht.
Wie dem auch sei, es handelt sich um einen entscheidenden und heiklen Eingriff, bei dem die Qualität der Indikation und die Disziplin der OP-Handgriffe in keiner Weise vor einer gewissen Anzahl an Unzulänglichkeiten, ja sogar Komplikationen schützen.
Unzulängliche Ergebnisse
Meistens erweist eine richtig indizierte und durchgeführte Bauchdeckenstraffung den Patienten einen echten Dienst mit einem zufriedenstellenden und erwartungsgerechten Ergebnis. Es ist jedoch nicht selten, dass lokale Unvollkommenheiten beobachtet werden, ohne dass sie echte Komplikationen darstellen.
Diese Unvollkommenheiten betreffen hauptsächlich die Narbe, die manchmal etwas sichtbar, haftend, ja sogar asymmetrisch oder aufgestiegen ist. Diese Narbe kann sich in einigen Fällen verbreitern, verdicken, ja sogar wulstig werden.
Der Bauchnabel kann unvollständig vorgelagert werden und etwas von seiner Natürlichkeit verloren haben.
Schliesslich kann bei übermässiger Spannung der Kanten der Naht ein Anstieg der Schamhaare beobachtet werden.
Diese unzulänglichen Ergebnisse werden in aller Regel einer zusätzlichen Behandlung unterzogen: chirurgische „Nacharbeit“ unter örtlicher Betäubung oder tiefer Lokalanästhesie ab dem 12. Monat nach dem Eingriff.
Mögliche Komplikationen
Eine Bauchdeckenstraffung, obwohl aus teilweise ästhetischen Beweggründen durchgeführt, bleibt trotzdem ein echter chirurgischer Eingriff, was mit Risiken in Verbindung mit jeder noch so kleinen medizinischen Massnahme verbunden ist.
Man muss Komplikationen in Verbindung mit der Anästhesie und denen mit dem operativen Eingriff unterscheiden.
Was die Anästhesie betrifft, informiert der Anästhesist selbst den Patienten über Narkoserisiken. Sie sollten wissen, dass die bestehenden Gefahren statistisch fast vernachlässigbar geworden sind.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Techniken, Narkoseprodukte und Überwachungsmethoden in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht haben und optimale Sicherheit bieten, vor allem wenn der Eingriff nicht im Notfall und bei einer gesunden Person erfolgt.
Was den operativen Eingriff betrifft: Bei Wahl eines qualifizierten und kompetenten Schönheitschirurgen, der für derartige Eingriffe ausgebildet ist, begrenzen Sie diese Risiken auf ein Minimum, ohne sie jedoch völlig zu beseitigen. Tatsächlich können Komplikationen im Verlauf einer Bauchdeckenstraffung auftreten, die den schwersten der Eingriffe plastischer und ästhetischer Chirurgie darstellt.
Unter diesen möglichen Komplikationen sind zu nennen:
Thrombo-embolische Zwischenfälle (Venenentzündung, Lungenembolie), obwohl insgesamt ziemlich selten, gehören zu den gefürchtesten. Strenge vorbeugende Massnahmen müssen deren Auswirkung eindämmen: Tragen eines Stützstrumpfes, frühes Aufstehen, eventuell medikamentöse Blutverdünnung.
Entstehung eines Hämatoms, äusserst selten, kann eine Entfernung rechtfertigen, um eine sekundäre Veränderung der ästhetischen Qualität des Ergebnisses zu vermeiden.
Auftreten einer Infektion, eher selten, erfordert chirurgische Entwässerung und eine antibiotische Behandlung.
Nicht selten wird ab dem 8. Tag nach der OP das Auftreten eines Ergusses in Verbindung mit einem Lymphabfluss und einem Sickern des Fetts beobachtet. Ein derartiger Erguss muss manchmal punktiert werden, und er trocknet im Allgemeinen ohne besondere Folgeerscheinung aus.
Eine Hautnekrose wird manchmal beobachtet, im Allgemeinen begrenzt und lokal, eher bei Rauchern. Schwerwiegende Nekrosen sind nämlich ungewöhnlich. Die Vorbeugung dieser Nekrosen beruht auf einer richtig erstellten Indikation und der Durchführung eines angepassten, vorsichtigen technischen Eingriffs, der jede übermässige Spannung im Bereich der Nähte verhindert.
Veränderte Empfindlichkeit der Bauchdecke, insbesondere eine verminderte Empfindlichkeit, die im Bereich unterhalb des Nabels vorherrscht, kann beobachtet werden: die normale Empfindlichkeit tritt meist wieder nach 3 bis 12 Monaten im Verlauf der Abdominoplastik auf.
Schliesslich kann man insbesondere bei Patienten, deren Haut sehr verletzt oder vernarbt ist, Erscheinungen verzögerter Heilung beobachten, die die postoperativen Folgen verlängern.
Schlussfolgerung
Die ästhetische und plastische Chirurgie der Bauchdecke hat entscheidende Fortschritte gemacht, die es heute in vielen Fällen ermöglichen, eine Technik und eine therapeutisch angepasste Strategie anzubieten und so die Hauptschönheitsprobleme in Verbindung mit dem Unterleib zu lösen, sei es durch einfache Fettabsaugung, durch eine Mini-Bauchdeckenstraffung oder durch einen bedeutenderen Eingriff.
Im Endeffekt darf man die Risiken nicht überbewerten, sondern sich einfach klarmachen, dass ein operativer Eingriff, selbst scheinbar einfach, immer Gefahren birgt.
Die Inanspruchnahme eines qualifizierten Schönheitschirurgen stellt sicher, dass dieser die Ausbildung und erforderlichen Fähigkeiten besitzt, wie er diese Komplikationen vermeiden oder gegebenenfalls wirksam behandeln kann.