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George Robert hat im Alter von zehn Jahren angefangen Klarinette zu spielen. Dass er sich ein paar Jahre später voll auf das Saxofon konzentrierte, dafür waren die Aufnahmen des amerikanischen Altsaxophonist Phil Woods verantwortlich. Dessen saftiger Saxofon-Sound zog George Robert voll in seinen Bann und motivierte ihn, intensiv zu üben.
Auf nach Amerika
In den 1980er-Jahren begegnete er in den USA seinem Idol Phil Woods dann persönlich – zunächst im Rahmen von Saxofonunterricht. Später entwickelten sich daraus sogar eine enge Freundschaft und gemeinsame Projekte.
Nach seinem Studium am Berklee College of Music in Boston und New York verbrachte George Robert weitere Jahre in den USA. Er arbeitete mit grossen Jazzmusikern wie Tom Harrell, Lionel Hampton und Clark Terry zusammen.
Mit amerikanischem Drive zurück in die Schweiz
1995 wurde George Robert der Job als Schulleiter der Jazzschule Bern angeboten, der ältesten Jazzschule Europas. George Robert, der in der knallharten US-Jazzszene seine Sporen abverdient hatte, stürzte sich voller Elan in seine neue Aufgabe
Mit seinen Ideen und Reformen machte er die Jazzschule Bern professioneller und effizienter – eine Entwicklung, die mit der Zeit auch auf die anderen Schweizer Jazzschulen abfärbte. 2006 gründete er die Jazzschule Lausanne und war fortan deren Leiter. George Robert war ausserdem Mitgründer des renommierten Swiss Jazz Orchestra und blieb weiterhin ein erfolgreicher Performer.
Letzte Jahre am Genfersee
Vor vier Jahren ist George Robert an Leukämie erkrankt. Entmutigen liess er sich deswegen nicht. Wunderschöne Projekte wie das Duo-Album mit Kenny Barron oder die Quartett-Platte «New Life» liessen sogar auf eine vollständige Genesung hoffen. Vergebens: Am Montag Morgen ist George Robert im Alter von 55 Jahren gestorben.