Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/206102

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 11. März 2011, heute vor 8 Jahren, kam es im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan durch menschliches Versagen zu einer Kernschmelze dreier Reaktoren.</p><p>- Wie hoch schätzt der Bundesrat heute das Risiko eines Unfalls derselben Grössenordnung durch menschliches Versagen in einem der vier Schweizer Kernkraftwerke im Alltagsbetrieb ein?</p><p>- Gibt es diesbezüglich ein unterschiedliches Risiko unter den vier schweizerischen Kernkraftwerken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der schwere Unfall im KKW Fukushima Daiichi wurde ausgelöst durch eine Naturkatastrophe: ein extremes Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami, der das Kraftwerk überflutete. Die Operateure versuchten unter sehr schwierigen Bedingungen (Stromausfall, ausgefallene Instrumente, Stress usw.) einen Kernschaden der bereits stark beschädigten Anlage zu verhindern, was ihnen leider nicht gelang. Die dabei gemachten Fehler waren jedoch nicht die Ursache des Unfalls. Das Risiko eines schweren Unfalls in einer Schweizer Anlage wird ebenfalls von schweren Naturereignissen, insbesondere Erdbeben, dominiert. Alle Schweizer KKW halten das von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für bestehende Anlagen empfohlene probabilistische Sicherheitsziel (Risiko) ein.</p>