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Carlos Sainz gewinnt den Grand Prix von Grossbritannien. Der aus der Pole-Position gestartete Spanier feiert in einem turbulenten, wegen einer Kollision mit fünf Autos zweimal gestarteten Rennen seinen ersten Sieg in der Formel 1.
Sainz siegte in seinem 150. Formel-1-Rennen vor Sergio Perez im Red Bull und Lewis Hamilton im Mercedes – dank einer Safety-Car-Phase, die zwölf Runden vor Schluss nach dem Ausfall von Esteban Ocon im Alpine nötig geworden war. Sainz nutzte wie die meisten der Konkurrenten die Neutralisation des Rennens, um sich Pneus der weichsten Sorte aufziehen zu lassen.
Chancenloser Leclerc
Im Gegensatz zu Sainz legte Charles Leclerc im zweiten Ferrari keinen Zwischenhalt mehr ein – beziehungsweise verpasste es die Boxencrew, den zu jenem Zeitpunkt führenden Monegassen zum Reifenwechsel reinzuholen. Leclerc fuhr den Grand Prix auf der härtesten Mischung zu Ende und war nach der Wiederfreigabe des Rennens chancenlos. Nach Sainz zogen auch Perez und Hamilton vorbei. Leclerc blieb statt dem zum Greifen nahen Sieg nur der Frust über Platz 4.
Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen, der im anderen Red Bull durch einen Reifenschaden früh aus der Entscheidung fiel, wurde Siebter. In der Gesamtwertung führt der Niederländer mit noch 34 Punkten Vorsprung auf Perez. Unmittelbar hinter Verstappen kam Mick Schumacher ins Ziel. Der Deutsche im Haas gewann als Achter seine ersten vier WM-Punkte.
Zhous glimpflich abgelaufene Überschläge
Das Rennen musste kurz nach dem Start unterbrochen werden. Grund war eine heftige Kollision im hinteren Teil des Fahrerfeldes, in die der Chinese Zhou Guanyu im Alfa Romeo, George Russell im Mercedes, Alexander Albon im Williams, Esteban Ocon im Alpine und Pierre Gasly im AlphaTauri involviert waren.
Ursache des Zwischenfalls war die Szene, in der Gasly sich zwischen Russell und Zhou durchzwängen wollte, dabei aber den Mercedes traf, der danach mit dem Alfa Romeo kollidierte. Das Auto mit Zhou hob ab, schlitterte kopfüber viele Meter weit, flog über den Reifenstapel und kam nach mehreren Überschlägen in einem Zaun zum Stillstand.
Zhou wurde für nähere Untersuchungen in die Klinik an der Strecke gebracht. Die Teamleitung von Alfa Romeo konnte bald Entwarnung geben. Der Chinese hatte Glück im Unglück; er blieb von gravierenden Verletzungen verschont.
Zhous Teamkollege Valtteri Bottas schied durch einen technischen Defekt an 9. Stelle liegend aus.