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Bei der Präsidentenwahl in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan hat Amtsinhaber Emomali Rachmon seine Macht weiter gefestigt. Die Wahlkommission sprach ihm am Donnerstag nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Macht 83,6 Prozent der Stimmen zu.
Bei der Wahl vor sieben Jahren waren es weniger gewesen, nämlich 79,3 Prozent. Der 61 Jahre alte autoritäre Dauerherrscher bleibt damit weitere sieben Jahre im Amt. Allerdings nahm die Opposition gar nicht erst an der Wahl teil.
Die Partei der Islamischen Wiedergeburt hatte zum Boykott des Urnengangs aufgerufen, nachdem ihre Kandidatin, die Menschenrechtlerin Ojnichol Bobonasarowa, aus formellen Gründen keine Zulassung erhalten hatte. Auch die Sozialdemokratischen Partei boykottierte die Wahl.
Die Regierungsgegner hatten den Behörden Verstösse gegen die Wahlgesetze vorgeworfen und sprachen von einer Farce. Zwar traten neben Rachmon fünf weitere Kandidaten an. Sie hatten aber offensichtlich keine Ambitionen auf das Amt und riefen sogar dazu auf, den Amtsinhaber zu wählen.
Schutzmacht Russland
Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben bisher keine Abstimmung in dem islamisch geprägten Land als demokratisch anerkannt.
Tadschikistan gilt als Transitland für Drogen, die aus Afghanistan stammen und nach Westen geschmuggelt werden. Russland als traditionelle Schutzmacht unterhält eine grosse Militärbasis mit 7000 Soldaten in dem Land. Daneben engagieren sich die Regionalmächte China und Iran ebenfalls verstärkt in Tadschikistan.
SDA-ATS