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Jeden Donnerstag spielen wir ab 20:00 Uhr im Hotel Krone in der Lenzburger Altstadt. Schachinteressierte sind jederzeit herzlich eingeladen, einen Blick in den Spielsaal zu werfen, unverbindlich mitzuspielen oder an unseren Turnieren teilzunehmen.
Mit 19 Teilnehmenden erreichte das Chlausblitz die Anzahl des Vorjahres. 9 Runden wurden gespielt. Als Preise winkten sechs der beliebten Riesen-Gritibänze. Kassier Jacques Villars hatte diese organisiert. Um die Anzahl Preisträger zu erhöhen, hatte Lothar noch 5 Schoko-Chläuse mitgebracht, welche er zusätzlich willkürlich vergeben würde.
Mit 8 aus 9 Runden siegte Björn Backlund einen Punkt vor Oliver Killer, welcher den dritten, Michael Wigger wiederum um einen halben Punkt distanzieren konnte. Björn hatte in der Starterunde noch verloren. Er gewann aber danach gegen alle anderen Topspieler und wurde somit verdienter Sieger.
Den Wertungspreis U 1800 holte sich Jacques Villars, der sich als Gesamtfünfter mitten im Spitzenfeld der Topspieler um und über 2000 ELO platzieren konnte. Er war dieser einzige Spieler, der Björn hatte besiegen können.
Den Wertungspreis U1600 gewann Giovanni Secreti der als Gesamtsiebter ebenfalls ein hervorragendes Turnier ablieferte.
Der Bärentöter-Preis für die grösste Überraschungspartie sicherte sich René Bertschinger, der Jürgen Simon schlagen konnte.
Die Schoko-Chläuse gingen an Mika Erismann als bester der Gruppe Einsteiger eingeschätzt unter 1200 ELO, an David Bernet für den Spieler mit der (fast) höchsten Zweitwertung (also ziemlich stärksten Gegnern), Jonathan Wiederkehr für das beste Comeback, Edwin Schweizer für sein erstes Blitzturnier und Michael Dittmar für den das beste Ergebnis eines Nicht-Spitzenspielers, der keinen Preis erhielt - plus für die weiteste Anreise (Genf).
Seite mit den Turnierergenissen: Chlausblitz 2023 (chessresults.ch)
Am Sonntag, 3. Dezember fand in Liestal die Schweizer Rapidmeisterschaft für Junioren U8 statt. Dank der seit Frühling bestehenden Jugendgruppe war auch eine Lenzburgerin am Start: Karin Qian holte mit sehr guten 3.5 Punkten aus 7 Runden den 54. Rang von 111 gestarteten. Damit konnte Karin ihre Startplatzierung um 21 Plätze übertreffen. Nebst Karin waren weitere Aargauer*innen am Start, wie Roland Burri berichtet: Beste Teilnehmerin aus dem Aargau war auf dem 5. Rang mit 5.5 Punkten Jasmin Posch (Brugg/Niederlenz) Auch Leon Hartmann (Aarau) auf dem Rang 15 und Jasmine Menz, Rang 17, mit je 5 Punkten haben toll gespielt. Die weiteren Aargauer Resultate, die teilweise auch über den Erwartungen liegen, können auf der Turnierseite (Link unten) entnommen werden. Elia von Aarau hat zwar nur 1 Punkt erzielt, war aber ganz erfreut, dass er im Gegensatz zum Schachtag nicht nur 1, sondern 2 Remis erzielt hat.
Zum zweiten Mal in Folge organisierte der Schachclub Aarau den Schachtag. Wie im Vorjahr machten Sie das perfekt und in einer hervorragend geeigneten Lokalität. Das Duo Roland Senn und Roland Burri hat mit der Helfermannschaft ganze Arbeit geleistet. 114 Spieler traten in den drei Turnierkategorien A (ü1750), B (bis 1750) und C (Junioren) an.
Lenzburg reiste mit acht Spielern nach Rohr - davon waren vier Junioren aus der von Arnold Mienert erst letztes Frühjahr gegründeten Jugendgruppe. Und ein Junior sorgte auch gleich für das beste Ergebnis: Benjamin Moser erreichte in der Gruppe C einen Podestplatz (Rang 3). Benjamin verlor nur eine der sieben Partien und erzielte 5 Punkte. Die höchste Buchholzzahl des gesamten Feldes zeigt, dass er gegen die stärksten Gegner zu bestehen hatte. Mit vier Punkten erreichte Greg Jakubowski Rang 13. und Lucader Schraitle Rang 14 des Juniorenturniers. Alle drei sind U-16 - Spieler. Midhu Palanisami (U12) sicherte sich gegen die vielen älteren Spieler 2 Punkte und Rang 36 von 41 Jugendlichen.
Im A-Turnier kämpfte Peter Bucher als einziger Lenzburger hervorragend und erreichte mit sehr guten 3.5 Punkten immerhin Rang 11 von 20 Teilnehmenden.
Im B-Turnier konnte Lothar Eichenberger 5 Punkte erzielen und den 5. Platz erspielen. Jürgen Simon klassierte sich mit 4 Punkten auf Rang 13, Phil Tanner mit 2 Punkten auf Rang 37 und Neuling René Bertschinger holte ebenfalls bemerkenswerte 2 Punkte und Rang 44 von 53 Teilnehmern.
Das Turnier wurde im Stichkamp entschieden. Es gewann Matthias Gantner vor dem Lenzburger NLB-Spieler Michael Bühler. Beiden waren für den Schachclub Mutschellen angetreten.
Die Mannschaftswertung gewann Mutschellen vor Aarau und Döttingen-Klingnau. Die weiteren Ränge, somit auch das Lenzburger Ergebnis, liegen leider nicht vor. Aber mit nur einem Spieler in der Kategorie A sind ohnehin keine Trophäen zu gewinnen.
Der langjährige Präsident des Schachclubs Lenzburg, Oliver Killer, im "Interview der Monats" des Schweizer Schachbundes:
Zur Illustration nachfolgend eine Partie von Oliver vom Oktober 2021, die er (was ja selten ist im Fernschach) tatsächlich mit einem spannenden Endspiel gewinnen konnte. Dadurch erreichte er in der 28. Meisterschaft der Schweiz (laufend von 15.10.2021-28.10.2023) den geteilten 1. Platz.
Quelle: Cross Table (iccf.com)
Das Lenzburger Schnellschachturnier wurde erstmals im Herbst (statt Ende Januar) ausgetragen. Damit erbte Lenzburg quasi den Kalenderplatz der ehemaligen Niederlenzer Meisterschaft, welche damals das Vorbild für das Lenzburger Turnier war. Die Niederlenzer Meisterschaft kann aufgrund des fehlenden Lokals nicht mehr ausgetragen werden. Spriritus Rector dieses attraktiven Turnierformats und langjähriger Turnierleiter in Niederlenz, Roland Burri, hatte den Termin den Lenzburgern überlassen. Er selber führte im September (quasi als Ersatz für Niederlenz) bereits zum dritten Mal das Aarauer Schnellschachturnier durch und wird dieses ab nächstem Jahr im Frühling platzieren. Somit wird es in der Region in gutem zeitlichem Abstand weiterhin zwei dieser beliebten Schnellschachturniere geben.
Mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde der neue Austragungstermin honoriert, Lenzburg durfte sich damit über einen Teilnehmerrekord freuen.
9 Runden wurde gefightet und gekämpft. So mancher Favorit musste sich gegen aufstrebende Spieler wehren oder sogar Punkte lassen. Einer allerdings konnte sich - bis auf ein Remis gegen den späteren zweitplatzierten in der 6. Runde - immer durchsetzen: Stephan Zaugg holte Sieg für Sieg ab und gewann das Turnier souverän mit 8.5 Punkten aus 9 Runden. Zweiter wurde Hamid Rahimi des SK Aarau mit 6.5 Punkten. Er war der Überraschungsmann des Turniers. Mit einer ELO-Zahl von 1692 angetreten, realisierte er eine erstaunliche Turnierperformance von 1985! Sieger Stephan konnte übrigens mit sensationellen 2247 performen (eigene ELO 2004). Peter Bucher (6 Punkte) vervollständige das Podest, einen Buchholzpunkt vor Sebastian Hoffmann (6 Punkte), der in Kategorie A (über 1700 ELO), hinter Stephan Zaugg und Peter Bucher den dritten Platz realisierte, da Hamid aufgrund seiner Wertungszahl in der Gruppe B zugeteilt war.
In der Wertungsgruppe B (unter 1700 ELO) gewann Hamid Rahimi (1692 ELO) mit seinen 6.5 Punkten einigermassen deutlich vor Walter Haag mit 4.5 Punkten. Walter war wie immer aus Greifensee angereist. Dritter der Kategorie B wurde Roland Burri mit ebenfalls 4.5 Punkten.
Aufgrund der Teilnehmerzahl wurde die Wertungsgruppe C - Spieler ohne ELO - geschaffen. Für die Auslosung und die Berechnung der Perfomance waren die Spieler eingeschätzt worden, so dass die Gruppe eigentlich U1300 zu bezeichnen ist. Hier gewann Mika Rütimann.
Als beste Dame wurde Gabriela Lang ausgezeichnet. Wer jetzt rummäkeln will, könnte anmerken, dass sie als einzige Dame angetreten war. Dem sei aber entgegnet, dass Gabriela nicht einfach eine Antrittsgage erhielt, sondern tatsächlich eine ihr gestellte Perfomance-Challenge (ihrer eigene ELO-50) erfüllte. Sie gewann den Preis gar unter erschwerten Bedingungen und damit hochverdient. Denn die Gegner, die ihr zugelost wurden, waren durchschnittlich gewaltige 220 ELO höher eingereiht. Ursache für diese Situation war, dass einige Teilnehmende (teilweise aufgrund von Abwesenheiten) in den ersten Runden "zu wenig" Punkte erspielten und so für die Auslosung in Gabrielas Punktegruppe landeten. Dennoch konnte sie mit einer Performance von 1366 ihre eigene ELO übertrumpfen.
Jürgen Simon wurde als Bärentöter für die grösste Überraschung (Sieg gegen David Bernet +227 ELO) ausgezeichnet.
Details und Ranglisten: Schnellschachturnier 2023 (chessresults.ch)
Die Saison 2023 bestritten die vier Mannschaften mit sehr unterschiedlichem Erfolg: Während SCL1 leider keine Mannschaftspunkte ergattern konnte und in die 1. Liga absteigt, schaffte SCL4 das makellose Ergebnis mit 7 Siegen in 7 Runden (auch dank einen Forfaitsieges in der letzten Runde). Die vierte Mannschaft steigt zusammen mit SCL3 in die 3. Liga auf. SCL2 konnte in der 1. Liga die ganze Saison ganz oben mitreden, fiel aber in den beiden Schlussrunden noch auf Rang 5 zurück, nur ½ Brettpunkt hinter dem 3. Rang.
Trotz des Abstiegs des Fanionteams darf der Schachclub insgesamt mit Stolz auf die Saison zurückblicken. Die erste Mannschaft hat vor allem mit Einzelresultaten immer wieder für Lichtblicke gesorgt. Mehrmals wurden Titelträger in die Schranken gewiesen. 7 Spieler kriegten über die ganze Saison einen Gegnerschnitt über 2100 vorgesetzt, alle hatten im Schnitt Gegner über 2000 ELO. Im Gegensatz zur Vorsaison, wo einige Mannschaftspunkte erspielt wurden, neigte sich die Waagschale dieses Jahr in den engen Matches eher auf die Seite der Gegner. Dennoch zeigten auch dieses Jahr die Spieler eine gute Moral und Einsatzfreude.
Der Abstieg des "Eins" wird kompensiert durch gleich zwei Aufsteigerteams: SCL 4 spielte mit insgesamt 6 Junioren, die teilweise hervorragend performten. Ähnliches gibt es über die 3. Mannschaft zu berichten: Hier waren es nicht Junioren, dafür aber neue Mitglieder des Schachclubs, die zum Einsatz kamen und oft auch ablieferten. Giovanni Secreti etwa, mit 3 Siegen in 3 Spielen. Aber auch die Stammspieler der Vorsaisons sind zu erwähnen: Es ist deutlich sichtbar, dass sie ihr Schach verbessert haben und nun problemlos in der 4. Liga mitspielen können.
In der zweiten Mannschaft waren nur drei statt zwei Spitzenspieler verfügbar und auch diese spielten / punkteten nicht so oft wie in den Vorjahren. Die ehemalige "1700er-Fraktion" (3 davon sind nun 1800er) musste daher Verantwortung übernehmen. Und sie performten hervorragend. Peter Bucher sogar mit 5/5 plus einem Forfaitsieg. Ein Highlight war auch der zweimalige Einsatz von Expräsident und ML der ersten Mannschaft, Oliver Killer, der beide Partien gewann.
Lenzburg wird nächstes Jahr in der 1. Liga, der 2. Liga und 2x in der 3. Liga vertreten sein. Insgesamt werden zwei Bretter mehr (neu deren 24) pro Runde zu besetzen sein. Die Herausforderung wird nicht kleiner sein.
12 + Schüler und ein Lehrer! Das Klassenzimmer in der Krone war gut gefüllt. Viele neue Spieler und "Zugewandte", die ab und zu mal reinschauen, vermischten sich mit den Clubmitgliedern. Für Jürg war dieses Interesse an seiner Lektion natürlich sehr motivierend.
Thema das Abends war die Frage "An WAS denken wir, wenn WIR am Zuge sind?".
Um das zu ermitteln, muss zunächst eine andere wichtige Frage geklärt sein: Was will ich in der Partie erreichen: Spiele ich auf Sieg oder auf ein Remis? Falls das Remis das Ziel ist, dürfte entweder die Stellung Stellung leicht schwächer sein oder wir sind aufgrund der Turniersituation oder der Stärke des Gegners mit einem Unentschieden glücklich. Oft denkt man: Einfach alles abtauschen! Das kann aber ein grosser Fehler sein. Vorher sollte unbedingt geklärt werden, ob das resultierende Endspiel dann auch wirklich remis ist und nicht etwa verloren. Beim Spiel auf Sieg sind die Überlegungen ganz andere: Es gilt schwache Punkte im Lager de Gegners Lager zu provozieren oder einfach zu erkennen und gezielt (koordiniert) anzugreifen.
Jürg erörterte die vielen Überlegungen, die man sich machen sollte. Ungedeckte Figuren, Königssicherheit und dann vor allem "Zeit Kraft, Raum". Wie die TAB-Taste am PC den Cursor gezielt an die gewünschte Textposition bringt, so sollte in der Eröffnung jede Schachfigur präzise platziert werden, dass sie gut steht und nicht gleich nochmal in die Finger genommen werden muss. Jürg zeigte in der Folge eine schöne Blitzpartie, wo sein Gegner genau diesen Punkt missachtete. Das Resultat ist eindrücklich.
Im Anschluss an die vielen Tipps galt es, in vier lehrreichen Übungen schwache Punkte im Lager des Gegners zu identifizieren und auszunutzen. Die Übungen stammten aus den spannenden Bulletins der Schweizer Schachsenioren. Diese regelmässig erscheinenden Heftchen enthalten nebst den Turnierberichten und Partieanalysen eine grosse Anzahl an didaktisch hervorragend ausgewählten und beschriebenen Stellungen zu bestimmten Themen. Alle diese Bulletins sind als PDF auf der Homepage der Schachsenioren für alle frei abrufbar.
Seite: Home (schweizer-schach-senioren.ch) -> Bulletin anwählen.
Witzige Randnotiz: Eine der von Jürg gewählten Stellungen betraf gar eine Partie unseres Vereinsmitglieds Michael Dittmar, dessen Gegner eine taktische Möglichkeit übersehen hatte.
Nach Jürgs TAKTIV-Stunde wurde geblitzt, was das Zeug hielt.
Die zweite NLB-Saison der ersten Mannschaft verlief etwas harziger als die erste. Entsprechend stand das Team vor der Schluss-Doppelrunde mit Spielen am Samstag auswärts gegen Winterthur II und am Sonntag zu Hause gegen Wettswil auf dem letzten Tabellenrang. Zwar war der Ligaerhalt rechnerisch noch möglich, aber realistisch war er nicht mehr. So ging es vor allem darum, sich mit guten Matches aus der NLB zu verabschieden. Das gelang der Mannschaft, auch wenn ihr der Punktgewinn leider auch dieses Wochenende verwehrt blieb. Beide Gegner traten mit stärkeren Mannschaft an.
Winterthur 2 wäre am ehesten noch in Reichweite gelegen. Der ELO-Schnitt war "nur" 60 Punkte höher als jener von Lenzburg. Trotzdem sass jedem Lenzburger ein Spieler gegenüber, der favorisiert in die Partie startete. Ungeachtet dessen konnten an fünf der acht Bretter ein Unentschieden erreicht werden. Michael Bühler, Björn Backlund, Can-Elian Barth, Sebastian Hoffmann und Rolf Walti holten diese halben Punkte zum Endresultat von 2½ - 5½.
Am Sonntag gab es dann nochmal ein richtig hartes Match. Wettswil war mit zwei FM und einem ELO-Schnitt von 2158 nach Lenzburg gereist. Beide Titelträger mussten aber die Punkte in Lenzburg lassen: Can Elian Barth (gg. FM Philipp Aeschbach, 2310) und Michael Bühler (gg. FM Marcel Hug, 2228) konnten gewinnen - was für schöne Erfolge zum Saisonende! Sebastian Hoffmann und Jürg Hertli steuerten noch je ein Remis zum Endergebnis von 3 - 5 bei.
Leider bleibt Lenzburg damit in diese Spielzeit ohne Punkte und steigt in die 1. Liga ab. Das Abenteuer NLB ist also nach zwei Saisons wieder beendet. Es bleibt auch der (subjektive) Eindruck, dass die Gegner eher mit stärkeren Teams aufgewartet haben.
Trotz der Relegation: Mit 22 Einzelpunkten gab es immer wieder schöne Einzelerfolge - ab und an auch gegen Titelträger.
Die Equipe rund um Mannschaftsleiter Sebastian haben uns über diese zwei Jahre stolz gemacht. Für einen Club wie Lenzburg, der kein Budget für (halb-)professionelle Spieler bereitstellen kann, grenzt es an ein Wunder, dass die NLB überhaupt erreicht und dann noch ein Jahr gehalten werden konnte. Mit dem sensationell gewonnenen Aufstiegsspiel und dem ebenso gewaltigen Ligaerhalt, der letztes Jahr mit Topleistung über lange 9 Runden erkämpft wurde, schuf das Team den unvergesslichen Glanzpunkt der bisherigen Clubgeschichte.
Alle Berichte dieser zwei NLB-Jahre findet ihr hier.
Kleines Beispiel für das Niveau der NLB gefällig? Die nachfolgende Kombi gelang zwar einem Wettswiler. Schön ist es trotzdem.
Michael gewinnt das Herbstblitz souverän mit 7 Siegen in 7 Runden. Dabei schlug er auch Norbert Oze, der aufgrund seiner ELO im Langschach als Favorit in das Turnier eingestiegen war und zweiter wurde (5/7). Dritter wurde Lothar Eichenberger (ebenfalls 5/7) - "the best of the rest", wie Jacques Villars nach dem Turnier treffend sagte.
Was nach einem totalen Durchmarsch von Michael aussieht, ist vor allem ein Resultat von Geduld, Ruhe und Überblick. Der eine oder andere wusste zu berichten, dass er gegen Michael lange gleich, wenn nicht gar leicht besser, gestanden hatte. Sie haben alle verloren, wie auch der Schreibende, der sich vergebens Hoffnung gemacht hatte, die Partie halten zu können.
Ich gebe es zu: Ich habe für einmal Chat GPT um Inspiration gefragt, damit ich nicht bei jedem Blitzturnier die gleichen Texte von mir gebe. Und der KI-Roboter hat folgende Einschätzung getroffen:
"Seine Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben und kluge Entscheidungen zu treffen, hat ihm wieder den Sieg eingebracht. Seine Konkurrenten konnten seine Strategie nicht durchbrechen. Dieses Turnier hat erneut bewiesen, dass im Schach nicht nur die Spielstärke, sondern auch die mentale Stärke zählt."
Ich glaube, die Maschine könnte auch Horoskope schreiben (Tip am Rande: Probiert das mal aus!). Den restlichen Text habe ich selbstverständlich komplett selber geschrieben. Das erkennt man am holprigen Schreibstil...
Lenzburg 1 kam in der drittletzten Runde der NLB-Saison die ganze Wucht eines NLB-Spitzenteams zu spüren. Bodan 1 (auf Rang vier platziert, nur 1 Punkt hinter dem Leader Tribschen 1) reiste mit einem ELO Schnitt von 2243 nach Lenzburg. Sieben der acht Gegner waren mindestens 50 Punkte höher eingereiht als der ELO-stärkste Lenzburger (Björn 2089)! So verwundert die 2 - 6 Niederlage nicht wirklich. Das Resultat widerspiegelt aber die Leistungen der Lenzburger nur unscharf. Vier von ihnen konnten nämlich punkten. Vor allem das Remis von Can-Elian Barth (2043) gegen den ehemaligen Bundesligaspieler IM Frank Zeller (2414) ist hervorzuheben. Die weiteren Unentschieden holten Rolf Walti (2020) gegen Eike Cöllen (2038), Stephan Zaugg (2004) gegen Marcel Marentini (2152) und Michael Wigger (1939) gegen Michael Schmid (2133). Am Samstag, 30.09. (in Winterthur) und Sonntag, 01.10. (in Lenzburg gegen Wettswil) finden dann die beiden Schlussrunden statt.
Nach dieser Niederlage ist der Ligaerhalt theoretisch immer noch möglich. Allerdings ist er doch in weiter Ferne gerückt. Es braucht nun zwei Kantersiege und bei gleichzeitigen hohen Niederlagen der direkten Konkurrenten.
SCL2 hatte sich den Ligaerhalt schon gesichert und durfte in der letzten Runde zu Hause gegen Therwil 1 zu Kür antreten. Doch die Basler setzten sich durch und sind nun Gruppensieger, während Lenzburg noch auf Rang 5 abrutscht. Dennoch darf das Team mit der Saison zufrieden sein. Der erneute Ligaerhalt in der starken Nordwestgruppe ist auf alle Fälle ein toller Erfolg.
Lenzburg 3 hat die Saison bereits nach der sechsten Runde mit dem bravourlösen Aufstieg in die 3. Liga beendet.
Lenzburg 4 stand schon vor dieser Runde als Gruppensieger fest. Entsprechend
unterstützten die beiden Teamleader Michael Wigger und Arnold Mienert die erste Mannschaft und liessen die Jungen ran. Angeführt von Junior Luca Rusconi erspielten sich die Jungs gegen Seebach 4
bemerkenswerte 1½ Punkte, aber das erste Mal in dieser Saison keine Mannschaftspunkte.
...dachten sie: Im Nachhinein wurde eine der beiden Niederlagen in einen Forfaitsieg umgewandelt, da ein Spieler des Gegners nicht mehr für die Liga spielberechtigt war. Daher lautet das offizielle Resultat 2½ - 1½ für Lenzburg, wonach SCL 4 also doch mit dem Punktemaximum Gruppensieger wird.
|Paarung||Datum||Resultat|
|Lenzburg 1 - Bodan 1||So, 17.09.2023||2 - 6|

Lenzburg 2 - Therwil 1
|Di, 14.09.2023||1½ - 3½|
|Lenzburg 4 - Seebach 4||Sa, 16.09.2023||2½ - 1½|
In der Tabelle der Aargauer Blitzmeisterschaft findet man zwar keinen Spieler, der für den SC Lenzburg an den Start ging, allerdings nahmen einige Lenzburger Vereinsmitglieder für
ihrem Stammverein teil. Am erfolgreichsten war wie so oft Björn Backlund, welcher mit 7 Punkten das Turnier nach den geplanten 9 Runden anführte - punktgleich (aber mit besserer
Zweitwertung) mit Jochem Snuverik und Nagaarjhuna Arumuga Kani.
Das Reglement der Blitzmeisterschaft sieht für diesen Fall einen Stichkampf der beiden Erstplatzierten vor. Hier unterlag Björn dem Badener Jochem und beendete das Turnier auf Rang 2.
Seriensieger Björn, der bereits im Eröffnungsblitz des SC Lenzburg extrem knapp (punktgleich mit dem Sieger) Zweiter wurde, nahm es mit trockenem Humor: "Ich lege mir langsam die Gewohnheit zu, im Blitz Nummer 2 statt 1 zu werden".
Norbert Oze wurde 8. (5 / 9) und Michael Bühler 13 (4 / 9).
In Runde 6 konnte die erste Mannschaft aufgrund der Ferienzeit erstmals seit dem Aufstieg nicht komplett antreten und holt bei Glarus eine weitere Niederlage ab. Björn Backlund und Michael Bühler erzielten je ein Remis.
Auch die anderen Mannschaften litten unter Personalnot, konnten aber aber schlussendlich komplett antreten. SCL 2 konnte mit einem 3-3 Unentschieden gegen Roche den zweiten Tabellenrang knapp halten und der bisher schon so gut wie sichere Ligaerhalt ist nun auch mathematisch in Stein gemeisselt.
Bei SCL3 konnte ein Krankheitsausfall in letzter Sekunde "geflickt" werden. Die Mannschaft gewann gegen Baden 4 mit 2½- 1½. In dieser Gruppe ist die Saison beendet: Lenzburg 3 überholt mit diesem Sieg Baden 4 und erreicht den 2. Gruppenrang und steigt somit in die 3. Liga auf. Herzliche Gratulation! Das Team hat sich über die letzten drei Jahre stetig gesteigert und hat sich diese Promotion verdient.
SCL4 gewinnt auch die 6. Runde und steht damit eine Runde vor Schluss definitiv als Gruppensieger fest. Den angestrebten Aufstieg hatte sich das neue Team schon in Runde 5 gesichert gehabt. Der Aufstieg war klares Ziel und aufgrund der Spielstärke auch ein wenig zu erwarten. Allerdings hat Mannschaftsleiter Michael Wigger mit Jugendleiter Arnold Mienert auch immer wieder Junioren eingesetzt - insgesamt drei. Herzliche Gratulation dem Team für diese tolle Saison!
|Paarung||Datum||Resultat|
|Glarus 1 - Lenzburg 1||So, 27.08.2023||7 - 1|

Roche 1 - Lenzburg 2
|Di, 22.08.2023||3 - 3|
|Lenzburg 3 - Baden 4||Do, 24.08.2023||2½ - 1½|
|SK Markus Regez 2 - Lenzburg 4||Sa, 26.08.2023||1 - 3|