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Alpiq ist Partner für alpine Solaranlage bei Grande Dixence
Der Energiekonzern Alpiq unterstützt Partner beim Bau einer alpinen Solaranlage in der Nähe der Staumauer Grande Dixence im Kanton Wallis. Diese soll auf 2800 Metern Höhe südlich der Pointe d'Allèves im Val d'Hérens entstehen.
Quelle: Grande Dixence SA
Blick auf die Combe de Prafleuri in Hérémence, Hier soll die alpine Solaranlage entstehen.
Die Grande Dixence SA und die Gemeinde Hérémence VS haben «unter Mitwirkung von Alpiq eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines bedeutenden alpinen Photovoltaikprojekts unterzeichnet», dies teilten die drei Parteien am Montag mit. Das Projekt entsteht in der Combe de Prafleuri in 2800 Metern Höhe südlich der Pointe d’Allèves im Val d’Hérens auf dem Gebiet der Gemeinde Hérémence.
Die einstige Gletschermoräne wurde zwischen 1951 und 1961 als Steinbruch genutzt, um Material für den Bau der Grande Dixence zu gewinnen. Das relativ flache, 350‘000 Quadratmeter grosse Gelände sei somit bereits stark durch Menschenhand verändert worden, heisst es in der Mitteilung.
Bau einer Mess- und Testanlage
Der Ort verfügt laut Mitteilung über das Potenzial, um dort jährlich zwischen 40 und 50 GWh Solarstrom zu produzieren. Dies entspreche dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von mehr als 11‘000 Haushalten. Ein Grossteil des Stroms wird im Winter erzeugt. Eine erste Abklärung am Standort fand Ende November statt, gefolgt von ersten Messungen Anfang Dezember.
In den nächsten Wochen soll nun der Bau einer Mess- und Testanlage geplant werdeb. Ziel dieser Massnahmen ist es, die meteorologischen Parameter am Standort genauer zu ermitteln und detaillierte Erkenntnisse zum Potenzial für die Solarstromproduktion zu gewinnen.
Auf dieser Grundlage wird dann das Baugesuch ausgearbeitet, das bis Ende 2023 eingereicht werden soll. Ziel sei es, einen Grossteil der Anlage Ende 2025 in Betrieb zu nehmen. Die Finanzierung des Projekts teilen sich gemäss Mitteilung die Grande Dixence SA und die Gemeinde Hérémence.
Bestehende Infrastruktur am Standort
Im Sommer 2023 ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen. Aktuell sehe es so aus, dass sich die Umweltbelastung und die Eingriffe in die Landschaft in Grenzen halten würden. Die Projektträger setzen sich nach eigenen Angaben dafür ein, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und das Projekt bestmöglich in das betroffene Gebiet zu integrieren.
Für das Projekt spreche die an Standort bereits vorhandene Infrastruktur. So gibt es gemäss Mitteilung etwa eine bestehende Strassenanbindung sowie eine zur Staumauer führende Mittelspannungsleitung, die eine Pumpstation versorgt. Diese Anlagen sollen im Projekt auch für den Abtransport der erzeugten Energie genutzt werden – falls nötig, werden sie dafür erneuert.
Beidseitig nutzbare Solarmodule
Die Photovoltaikanlage am Standort Prafleuri wird mit bifazialen Solarmodulen ausgerüstet. Dabei handelt es sich um PV-Module, die von beiden Seiten Energie erzeugen und im Hochgebirge besonders leistungsfähig sind. Die Sonneneinstrahlung ist hier deutlich intensiver als im Schweizer Mittelland, zudem besteht hier in der Regel eine geringe Wolkendecke. Der Stromertrag erhöht sich ausserdem durch die Reflektion des Sonnenlichts durch den Schnee. (mgt/pb/sda)