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Quick Facts
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StatusAktiv
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Wohnort
6233 Büron LU
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Geburtsdatum
26.09.1989
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Beruf
Detailhandelsangestellte
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Wettkampfklasse/Klassifikation
T54
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Disziplin
400 m, 800 m, 1500 m
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Behinderung
Spina bifida
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Behinderungsgrund
Geburtsgebrechen
Patricia Eachus (ledig Patricia Keller) kam mit einem offenen Rücken, Spina bifida, zur Welt und ist deshalb seit der Geburt auf den Rollstuhl angewiesen. Bereits als junges Mädchen hatte sie einen grossen Bewegungsdrang. Sie begann mit Schwimmen und spielte Tennis. Patricia merkte aber bald, dass Ballspiele nicht ihr Ding waren und sah sich mit ihren Eltern nach Alternativen um.
Leidenschaft Leichtathletik
In Nottwil konnte die 10-Jährige einen Rennrollstuhl ausprobieren und schätzte es, sich darin zu bewegen und austoben zu können. Mit der Zeit erlernte sie die Technik, um in diesem Sportgerät schneller voran zu kommen und nahm an ersten Rennen teil. Ihr Trainingsfleiss wurde immer grösser. 2006 konnte die Aargauerin in Dublin an ihrer ersten Junioren-WM teilnehmen. Etwa zur selben Zeit wechselte sie von der Schule an ihrem Wohnort an die Sportschule in Kreuzlingen, wo sich Schule und Sport ideal ergänzten.
Insgesamt nahm Patricia Eachus an vier Juniorenweltmeisterschaften teil, an denen sie mehrere Medaillen gewann. Daneben schloss sie die Lehre zur Detailhandelsfachfrau ab.
Paralympics London
Mit dem Übertritt in die Elite wurden die Leistungsanforderungen nochmals höher und das Training intensiver. In dieser Zeit begann sich Patricia Eachus immer mehr auf die längeren Distanzen auf der Bahn, sowie auf den Marathon zu konzentrieren. 2011 konnte sie erstmals an einer Elite-WM teilnehmen und erreichte im neuseeländischen Christchurch über ihre Lieblingsdistanz 5000m Rang sieben.
Ein Jahr später qualifizierte sie sich für die Paralympics in London. Als persönliches Highlight sieht sie die Finalqualifikation über 5000m, mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Die Stimmung im Olympia- und Paralympicsstadion beschreibt Patricia Eachus als gigantisch. Der paralympische Geist übertrug sich von den Zuschauern auf die Athleten und umgekehrt.
Unglücklicherweise erkrankte Patricia Eachus 2015 am Pfeifferschen Drüsenfieber und trainierte deshalb während zwei Jahren nur eingeschränkt. Dementsprechend konnte sie an den Rennen nicht immer ihr volles Potential ausschöpfen.
Neustart
Erst Ende 2017 war die Spezialistin über die Langdistanzen wieder fit genug, um grössere Trainingsumfänge zu verkraften. Zu diesem Trainingsprogramm gehören sechs bis sieben Trainings pro Woche im Rennrollstuhl, sowie zusätzlich zwei Einheiten im Kraftraum – dies neben ihrer 50% -Anstellung im Detailhandel.
An der Leichtathletik EM 2018 in Berlin konnte Eachus mit Rang drei über 400m international wieder den Anschluss finden. Im November 2019 stand sie erneut an einer WM am Start. Im Rennen über 5000m ging ihre Strategie, gut zu starten und eine gute Position zu halten, sehr gut auf. Mit Rang sechs erkämpfte sie ihr WM-Bestresultat.
In ihrer Freizeit besucht Patricia Eachus gemeinsam mit ihrem Mann gerne Mittelaltermärkte und kümmert sich liebevoll um ihre Katzen.