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Sechs Wochen vor Ablauf der Frist zum Abschluss eines umfassenden Atomabkommens mit dem Iran gibt es nur kleine Fortschritte. «Wir haben immer noch Differenzen und brauchen mindestens noch zwei Wochen», sagte Irans Vizeaussenminister Abbas Araghchi laut iranischen Medien.
Die aktuelle Gesprächsrunde zwischen den Uno-Vetomächten (USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran sollte am Freitag beendet werden. Schon nächste Woche ist laut Araghchi ein weiteres Treffen in Wien geplant.
Atombombe ausschliessen
In den Runden geht es inzwischen sehr konkret um den Entwurf eines detaillierten Vertragstextes. Auf ein generelles Rahmenabkommen zur Beendigung des seit mehr als zwölf Jahren schwelenden Konflikts hatten sich die Beteiligten Anfang April in Lausanne geeinigt.
Mit dem bis Ende Juni angestrebten Vertrag will der Westen ausschliessen, dass der Iran eine Atombombe baut. Der Iran, der diese Absicht bestreitet, verlangt die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen.
Atomwaffen getestet
Umstritten ist unter anderem die Besichtigung von militärischen Anlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Auf dem Gelände von Parchin soll der Iran in der Vergangenheit Teile von Atomwaffen getestet haben. Nach einem Gespräch mit IAEA-Chef Yukiya Amano sagte Araghchi, dass der Iran nur unter bestimmten Bedingungen solche Inspektionen zulassen werde. Für die Revolutionsgarden sowie die Hardliner im iranischen Parlament ist dies ein Tabuthema.
(sda/dbe/hon)