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Kreuzlingen – Der 1905 gegründete Fussballclub Kreuzlingen hat eine bewegte Geschichte, zu der auch die Aufstiegsberechtigung in die Nationalliga A und ein Stadion mit 5000 Sitzplätzen gehört. Um auch heute seinem Namen weiterhin gerecht zu werden, sucht der FCK diverse Helferinnen und Helfer.
Im Jahre 1905 wurde der FC Kreuzlingen aus der Taufe gehoben. Die Fussballpioniere hiessen damals noch Concordia und spielten am alten Viehmarktplatz und kurz darauf an der Sonnenstrasse. Zwei Jahre später fand der Club an der Bahnhofstrasse, bei der alten Post, passende Bedingungen vor. Aufgrund der Mobilmachung von 1914 und dem dadurch resultierenden Mitgliederschwund, konnte die Platzmiete nicht mehr ausgeglichen werden. Der Verein zog deshalb weiter. Die nächste Station war der Rasenplatz im Seegarten.
Ruhmreiche Zeiten
Mitte der Zwanzigerjahre konnten dann die Spieler auf dem Sportplatz Egelsee ihrer Leidenschaft nachgehen. Bei einem Spiel gegen den FC St. Gallen waren 700 Zuschauer vor Ort. Dem verregneten Duell gegen Sparta Schaffhausen wohnten sogar über 1000 Fans bei.
Die glorreichen Jahre des FCK lagen in den Dreissigern. Durch tatkräftige finanzielle Hilfe von Fabrikanten und Unterstützung einer Gönnervereinigung war es dem Verein möglich, sich einen englischen Profitrainer zuzulegen. Was folgte war eine Siegesserie, die im Finale der Ostschweizer Meisterschaft mündete. Da der Platz den Anforderungen nicht mehr genügte, stellte die Seifenfabrik Schuler 1932 den Kreuzlinger Fussballspielern an der Konstanzerstrasse eine grosse Fläche zur Errichtung einer Anlage zur Verfügung. Der neue Platz konnte bis zu 5000 Zuschauer, zum Mitfiebern fassen – auch überdachte Sitzplätze gab es. Dessen Flutlichtanlage ermöglichte populäre Abendmatches. Für diese «Arena» wurde man weitherum beneidet.
Im später bezeichneten Grenzland-Stadion schrieb der FCK Vereinsgeschichte: Schweizer Amateurmeister, Schweizer Fussballmannschaft des Jahres 1934 und Aufstiegsberechtigung in die Nationalliga A. Dies führte zu besonderen Freundschaftsspielen, zum Beispiel gegen die AS Roma, Racing Club Paris, FC Everton, West Ham United und 1860 München. Extrazüge, die man heute eher mit FC Basel verbindet, waren auch in Kreuzlingen keine Seltenheit. Mitte der Fünfzigerjahre ging diese «goldene» Ära zu Ende. Hinzu kam, dass das in die Jahre gekommene Grenzland-Stadion aufgegeben werden musste.
Hafenareal – das Reich der «Hafetschutter»
Die aufgeschüttete Mülldeponie machte anfangs nicht gerade eine gute Falle. Deshalb mussten Meisterschaftsspiele beim FC Tägerwilen und Trainings im Grüntal abgehalten werden. Eine notdürftige Sanierung des Hafenareals erlaubte es zumindest ab 1962 Meisterschaftsspiele durchzuführen.
Anfang der Achtzigerjahre ging es tabellentechnisch für den FCK wieder aufwärts – er stieg in die 1. Liga auf. Nach einem Abstieg konnte der Verein 1997 wieder einen Platz in der 1. Liga erkämpfen. Die Meisterschaftsspiele trugen sie auf dem Burgerfeld aus. Mit Aufstiegsspielen zur Challenge League gegen den FC Baulmes, feierte der Fussballverein seinen Höhepunkt in der «Burgerfeld-Zeit».
2006 kehrte der Club dann endültig auf das Hafenareal zurück – eine Heimat auf Zeit. Denn Tribünenprovisorien und Platzmangel machen es dem Sportverein nicht immer leicht. Deshalb brachten sie 2001 eine Sportanlage «Seezelg», mit einer Bausumme von sechs Millionen Franken, ins Gespräch. Das Projekt sah unter anderem eine überdachte Tribüne mit rund 1000 Sitzplätzen und ein kleines Club-Café vor. Bis jetzt steht das Vorhaben in der Schwebe. Dafür baute der FC Wohlen 2004 praktisch das identische Stadion.
Veränderungen, die in Erinnerung bleiben
«Es gibt unterdessen viele erwähnenswerte positive Veränderungen», so Clubbräsident Daniel Geisselhardt. Dazu würden etwa die Integration und der Ausbau des PluSport-Fussball-
Teams, die Organisation des AXPO-PluSport-Cups, der FCK-Family-Day, die Positionierung als bestklassierter Verein im Thurgau, das neue Garderobengebäude und die gewonnene Abstimmung über den Kunstrasen gehören. Der 61-jährige Vermögensverwalter steht dem FCK seit 13 Jahren vor. In seinen Aufgabenbereich fallen die Gesamtführung des Vereins, die Kommunikation, die Finanzen und das Marketing ad interim. Projekte, die bei ihm auf dem «Pult» liegen: «Die Schaffung einer finanziellen Grundlage für einen möglichen Aufstieg» und «die Erhöhung des Zuschauer-Erlebnisses durch verbesserte Infrastruktur».
«Auf der Liste der kurzfristigen Ziele stehen die Renovierung des Clubhauses, die Platzsanierung, die LED-Beleuchtung und der Tribünen-Ausbau», zählt Geisselhardt auf. Mittelfristig müssten sie sich um einen Wetterschutz für die Tribüne, die Verjüngung des Vorstands und die Nachfolge-Regelung kümmern. Dazu gehöre natürlich auch die Etablierung der 1. Mannschaft in der 1. Liga – ohne finanzielle Abenteuer. «Langfristig geht es um eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Juniorenbereich mit umliegenden Clubs», sagt der Präsident.
Ohne Unterstützung keine Entwicklung
Damit der FCK auch weiterhin seinem Namen gerecht wird und seine Ziele effizient ansteuern kann, benötigt es Helferinnen und Helfer. «Aktuell suchen wir Bambini-Trainerinnen und -Trainer, eine Materialwartin oder einen Materialwart für die Junioren-Abteilung, Unterstützung im Betreuer-Team der 1. und 2. Mannschaft sowie Berichte-Schreiber und Schiedsrichter», sagt Geisselhardt. Vorkenntnisse brauche es nicht. Bei Bedarf würden sie entsprechende Ausbildungen ermöglichen.
Genauere Beschreibungen sind auf www.fck-1905.ch/offene-stellen-beim-fck/ zu finden.
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