Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/87

Ganz so dramatisch wie in Hitchkock’s Film Die Vögel (1963) ist das Krähen- und Taubenproblem in Basel noch nicht.
Wir von der Falknerei Basel lieben alle Tiere. Wir haben nichts speziell gegen Krähen oder Tauben. Dennoch kann man sagen, dass Basel ein Krähen- und Taubenproblem hat.
Um zu verstehen was wir tun, ist es wichtig zu wissen, dass der Mensch im Allgemeinen die Ursache für viele solcher Probleme ist. Es gibt viele Tiere, die unter der Überbevölkerung und der Anwesenheit des Menschen leiden. Es gibt jedoch auch andere Tiere die sehr intelligent sind und gelernt haben, die Menschen und der von ihnen produzierte Abfall zu ihrem Vorteil zu nutzen. Damit sind sie erfolgreicher als an ihrem natürlichen Platz. Dies trifft auf Krähen, Ratten und Tauben zu. Diese vermehren sich schneller als ihre natürlichen Feinde. Dies führt zu einem Ungleichgewicht und zu einem Problem das angegangen werden muss. Vor allem die aggressiven Krähen leben in grossen Kolonien und dezimieren auch die lokalen Singvogelbestände und stören das Gleichgewicht des Ökosystems. Sie verursachen auch Hygieneprobleme und Lärmbelästigung.
Was wir in der Falknerei Basel tun, ist dieses Gleichgewicht in bestimmten Gebieten wiederherzustellen.
Wo es nicht genügend Raubtiere gibt, die die vielen Krähen, Tauben oder Ratten in Schach halten, können wir mit unseren Raubvögeln den Kolonien zeigen, dass in diesem Gebiet für sie immer noch Gefahr besteht. Somit müssen sie sich anderswo sicherere Plätze zum Schlafen suchen. Bei Krähen gibt es noch ein weiteres Problem. Während der Brutzeit verhalten sie sich oft auch aggressiv gegenüber Menschen. In der Region Basel gibt es viele Berichte, dass Kinder und sogar Erwachsene von aggressiven Krähen angegriffen wurden. Die Schuld liegt nicht bei den Krähen, sie zeigen nur ein natürliches Verhalten und schützen ihre Nistplätze. Unsere Aufgabe ist es, solche Situationen zu vermeiden, indem wir die Krähen vor Beginn der Brutzeit zu geeigneteren Nistplätzen drängen.
Tauben sind nicht aggressiv, aber sie tragen viele Parasiten und Krankheiten in sich, die auf andere Vögel und auch auf Menschen übertragen werden können. Eine Konzentration von zu vielen Tauben in einem bestimmten Gebiet kann zu ernsthaften Hygienerisiken führen. Jede Taube produziert eine riesige Menge Kot – 5 Mal pro Stunde und Taube – der sehr ätzend ist und Oberflächen beschädigen kann. Tauben haben auch keine bestimmte Brutzeit und können sich das ganze Jahr über vermehren. Mit unseren Raubvögeln können wir die Tauben davon überzeugen, sich an einem anderen Ort niederzulassen, wo es weniger Probleme gibt. Mit unseren Vögeln befliegen wir das Gebiet intensiv und zu unterschiedlichen Zeiten. Dadurch werden die Tauben abgehalten, auf den Gebäuden zu sitzen und schlafen.