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Frau Professor Stern, als Sie noch zur Schule gingen, dachten Sie oder Ihre Eltern auch schon einmal, Sie seien vielleicht hochbegabt?
Hochbegabung war damals, in den 1960er Jahren, noch kein Thema, auch Intelligenztests spielten im deutschsprachigen Raum, anders als in der angelsächsischen Welt, kaum eine Rolle. Man war einfach eine gute Schülerin oder ein guter Schüler. Ich habe meinen IQ zum ersten Mal während meines Psychologiestudiums gemessen und war ganz zufrieden. Hochbegabung ist im übrigen gar nicht so selten. Zwei Prozent der Menschen bringen das Potential mit. Das sind weltweit immerhin etwas über 140 Millionen Menschen.
Wie kommt man darauf, gerade zwei Prozent als Hochbegabte zu bezeichnen?
Hochbegabung wird international mit einem IQ von über 130 definiert, und zwei Prozent haben eben das «Glück», einen IQ zu haben, der bei 130 oder noch höher liegt. Diese Grenze geht auf die Hochbegabtenstudie von Lewis Terman zurück, einem amerikanischen Forscher, der 1928 damit begann, die Lebenswege von hochbegabten Kindern zu verfolgen. Terman entschied sich damals dafür, Kinder einzubeziehen, die im IQ-Test zu den obersten zwei Prozent gehörten. Seine Erkenntnisse sind bis heute hochinteressant.
Hochbegabung allein über den IQ zu definieren ist heute umstritten. Es heisst, Hochbegabung hänge auch von anderen Faktoren ab, etwa von Sozialkompetenzen, Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen. Ausserdem ist die Grenze fragwürdig – mit 129 Punkten ist man noch nicht hochbegabt, mit 130 ist man dabei.
Klar, die Grenze ist willkürlich. Bereits die Studie von Terman hat gezeigt, dass die Hochbegabten zwar im Leben sehr gut zurechtkamen und Karriere machten, aber keiner von ihnen ist mit überragenden Leistungen in die Geschichte eingegangen. Zwei Menschen hingegen, die bei seiner Auswahl den Schnitt verpasst hatten, die also gerade unter 130 waren, gewannen später einen Nobelpreis. Trotzdem gibt es keinen verlässlicheren Hinweis auf eine Hochbegabung als den IQ. Es ist einfach so, dass Intelligenz dasjenige Persönlichkeitsmerkmal ist, das sich mit Abstand am zuverlässigsten messen lässt. Es gibt viele andere sehr wichtige Fähigkeiten wie Emotionskontrolle oder Sozialkompetenz. Diese sind jedoch sehr viel stärker von der jeweiligen Situation abhängig. Intelligenz dagegen ist etwas, was man stets in seinem Kopf mit sich herumträgt und zur Bewältigung unterschiedlicher geistiger Anforderungen nutzen kann.
Was verstehen Sie genau unter Intelligenz?
Intelligenz ist die Fähigkeit, präzise und schlussfolgernd zu denken. Das ist eine stabile Eigenschaft, die man sich in der Regel von der Jugend bis ins Alter bewahrt. Deshalb sind Intelligenztests immer nach einem ähnlichen Muster angelegt, auch wenn man die einzelnen Fragen natürlich immer wieder verbessert und verändert, weil sie veröffentlicht werden. In Intelligenztests soll man aus bekanntem Material neue Schlussfolgerungen ziehen, und es gibt immer nur eine richtige Antwort. Dieses Material können Zahlen sein, Worte oder auch figurale Darstellungen. Und es zeigt sich: Wer gut im sprachlichen Bereich schlussfolgern kann, der kann dies mit grosser Wahrscheinlichkeit auch gut mit Zahlen.
Aber nicht alle Menschen sind in allen Bereich gleich begabt. Manche haben eine eindeutig sprachliche Begabung, andere sind stark in Mathematik.
Es gibt Leute, die hochintelligent sind, die aber in Mathematik und Physik in der Schule schlechte Leistungen zeigen – wir untersuchen gerade solche Schüler in einer Studie. Dabei zeigt sich, dass sie einfache Mathematik schon verstehen und deshalb auch im numerischen IQ-Test gut abschneiden. Wie gut man aber Integralrechnung kann oder ob man den Unterschied zwischen Masse und Gewicht verstanden hat, das hängt sehr stark davon ab, ob man einen guten Lehrer hatte. Wer das Pech hatte, einen schlechten Lehrer zu haben, der kann sehr intelligent sein und trotzdem schlecht in Physik.
Wäre ein obligatorischer IQ-Test in der Schule sinnvoll?
Nein, ich bin gegen flächendeckende Gruppentests, sie sind fehlerbehaftet. Ausserdem kann man IQ-Tests üben, und dann würden die Eltern ihre Kinder einfach zum Intelligenztraining schicken. Ich bin allerdings dafür, dass man in Zweifelsfällen mehr Intelligenzdiagnosen macht. Auf beiden Seiten des Intelligenzspektrums.
Ab welchem Alter kann man Intelligenz verlässlich messen?
Es gibt Tests für Vorschulkinder, die erste Hinweise geben. Zuverlässiger werden die Tests zu Beginn der Primarschule, Messungen vor dem Alter von 10 können noch deutlich schwanken. Aber auch nach 10 gibt es bei etwa 20 Prozent noch ein ziemliches Auf und Ab. Ab dem Alter von 15 ist die Intelligenz stabil.
Und wenn ein Kind bereits mit drei Jahren lesen kann?
Das ist dann eben ein Wunderkind. Es mag sie in Ausnahmefällen mal geben – ich kenne sie nur vom Hörensagen.
Sehr präsent sind sie auch in Fernsehshows und in Youtube-Filmchen: Sind Wunderkinder oft nur ein Medienprodukt?
Von wem auch immer auf Youtube gestellte Filme sind sicher keine wissenschaftliche Informationsquelle.
Aber es gibt Kinder, die schon im Alter von drei, vier Jahren die Rechenaufgaben des grossen Bruders lösen.
Es gibt tatsächlich Kinder, die sehr früh ein Interesse an Zahlen haben. Wenn die von der Umgebung unterstützt werden, können sie vielleicht Wurzelziehen, bevor sie in die Schule kommen. Und viele Kinder können heute schon mit vier oder fünf Jahren lesen, das hängt stark von der Unterstützung zu Hause ab. Bereits wenn ein Kind bezüglich Intelligenz zu den oberen zehn Prozent gehört, kann man ihm sehr viel beibringen, so dass man eine Hochbegabung vermuten könnte. Aber wenn dann nicht immer der ehrgeizige Vater oder die Mutter dahintersteht, fallen diese Kinder in ihren Leistungen zurück. Der Marburger Hochbegabtenexperte Detlev Rost stellt eine Diagnose bezüglich Hochbegabung erst gegen Ende der Grundschulzeit, also mit 9 bis 10 Jahren. Vorher gibt es zu viele Kinder, die später in den oberen Normalbereich zurückfallen.
Neben einer hohen Intelligenz gibt es auch musische und sportliche Begabungen. Was können Sie als Wissenschafterin dazu sagen?
Für sportliche und musische Kompetenzen braucht man spezielle Fähigkeiten. Eine hohe Ausprägung in diesem Bereich muss nicht mit kognitiver Hochbegabung einhergehen. Wobei gilt: Man braucht als Musiker sicherlich ein gutes Gehör, eine gute Feinmotorik – aber wenn man da nicht ein Mindestmass an Intelligenz mitbringt, kann man es auch nicht weit bringen. Man muss diese spezifischen Begabungen haben und einen guten IQ mitbringen, dann kann man brillieren. Das gilt auch im Sport.
Es fällt auf, dass unter den Hochbegabten viel mehr Buben als Mädchen zu finden sind. Weshalb?
Es gibt mehr Buben, ja. Und man kann nicht ausschliessen, dass dies auch mit Genen zusammenhängt; schliesslich gibt es einige Merkmale, die rezessiv auf dem X-Chromosom vererbt werden und damit bei Männern mit grösserer Wahrscheinlichkeit auftreten. Im Biologieunterricht haben wir das etwa für die Rot-Grün-Blindheit oder die Bluterkrankheit gelernt, aber diese Art der Vererbung kann natürlich auch bei positiv bewerteten Merkmalen auftreten. Ein X-chromosomal rezessiver Erbgang würde erklären, dass Hochbegabung zwar bei Frauen bis zur obersten Spitze vorkommt, aber seltener. Hinzu kommt jedoch, dass bei Mädchen auch heute noch andere Dinge verstärkt werden als bei Jungen. Wenn ein Junge nur hinter Büchern sitzt, dann sagen die Eltern: Das wird mal ein Einstein. Wenn es ein Mädchen ist, sorgen sie sich eher um soziale Isolation. Es gibt viele Gründe dafür, dass Frauen auch jenseits genetischer Unterschiede nicht an die Spitze kommen. Rein von der Begabungsstruktur her müssten die Top-Positionen in unserer Welt vielleicht zu zwei Dritteln mit Männern und zu einem Drittel mit Frauen besetzt sein. Die Realität sieht bekanntlich ganz anders aus, da bewegt sich der Anteil der Frauen im Promillebereich.
Man geht heute davon aus, dass Intelligenz zu 50 bis 70 Prozent genetisch vererbt ist. Was bedeutet das?
Es geht bei dieser Aussage nie um den Einzelfall, sondern allein um die Erklärung von Unterschieden – also der Varianz. Ist die Umgebung für die Entwicklung der Intelligenz optimal, sind IQ-Unterschiede zu hundert Prozent auf genetische Unterschiede zurückzuführen. Man kann dies mit der Körpergrösse vergleichen: Bei uns hängen Grössenunterschiede fast nur noch von den Genen ab. Auch Kinder aus ärmeren Familien werden im allgemeinen ausreichend ernährt. In einem Entwicklungsland hängen Unterschiede in der Körpergrösse hingegen vom sozialen Status und damit von der Ernährung ab. Deshalb muss man klar sagen: In bildungsnahen Elternhäusern erreichen die Kinder den IQ, den die Gene hergeben. Wie das in bildungsfernen Milieus ist, weiss man nicht.
Wie sollen Eltern und Lehrer reagieren, wenn bei einem Kind eine Hochbegabung festgestellt wird? Welche Art der Förderung ist Ihrer Meinung nach besonders wichtig?
Das Ziel sollte immer sein, keine Extraschulen zu errichten, sondern in den allgemeinbildenden Schulen spezielle Angebote zu machen: altersübergreifende Gruppen, Klassen überspringen. Also Programme, aus denen man auch ohne Gesichtsverlust wieder aussteigen kann. Aus einer Hochbegabtenschule wieder zurückzumüssen ist für ein Kind mit guten Anlagen nicht nur höchst unangenehm, sondern schädlich. Deshalb sollte die Schule auf die gesamte Begabungsbandbreite vorbereitet sein.
Erkennen die Lehrer jene, die wirklich besonders begabt sind?
Die Angst, dass Lehrer die Genialität eines Kindes verkennen, ist unbegründet. Das kann allenfalls bei sozial benachteiligten Kindern mit Migrationshintergrund passieren. Die Gefahr, dass eine besondere Begabung nicht erkannt wird, besteht beim Übertritt ins Gymnasium. Es gibt nicht wenige Kinder, die von der Intelligenz her aufs Gymnasium gehörten, die aber sprachlich nicht gut genug sind. Aus Deutschland sind Fälle von kriminell gewordenen Migrantenkindern bekannt, bei denen erst der Gefängnispsychologe Hochbegabung diagnostiziert hat. Dass so etwas bei Schweizer Kindern mit Akademikereltern passieren könnte, halte ich allerdings für weitgehend ausgeschlossen.
Dennoch beklagen sich viele Eltern hochbegabter Kinder über das Schweizer Schulsystem: Es sei zu wenig auf Hochbegabte ausgerichtet, hört man immer wieder.
Ich kann diese Eltern verstehen, weil die Primarschule vielleicht nicht immer so anspruchsvoll ist, wie sie sein könnte. Kinder, die zu den oberen 20 Prozent gehören, langweilen sich, weil Lehrer den Unterricht immer an die Schwächsten anpassen. Da müsste etwas geschehen. Man könnte zum Beispiel altersgemischte Gruppen nach Leistungsniveau bilden. Wir haben an der ETH das Projekt Physik für die Primarschule entwickelt, und es ist erstaunlich, wie gut Kinder auch abstrakte Konzepte lernen können. Auch Kinder mit weniger guten Voraussetzungen profitieren davon.
Ist es sinnvoll, ein hochbegabtes Kind eine weitere Fremdsprache wie Japanisch oder Chinesisch lernen zu lassen?
Ich halte nichts von der modischen Frühförderung für kleine Kinder. Das setzt sie nur unter zusätzlichen Druck. Aber für Primarschulkinder, die in Mathematik bereits über das Lernziel hinaus sind, kann ein solches Angebot ein Weg sein.
In Zürich, wo besonders viele Eltern ihre Kinder unbedingt ins Gymnasium bringen wollen, soll mit Nachhilfe schon in der 2. Primarschulklasse begonnen werden. Kann man ein Kind damit weiterbringen?
Kurzfristig schon. Coaching kann für kurze Zeit viel bewirken, aber sobald das Kind sich selbst überlassen ist, geht seine Leistung wieder zurück. Ich habe gehört, dass in Zürcher Gymnasien bis zu 30 Prozent der Kinder über die ganzen Jahre Nachhilfeunterricht bekommen. So können sie die Maturaprüfung schon schaffen. Die Probleme kommen dann später an der Uni und im Beruf.
Also sind die Anforderungen im Gymnasium zu tief?
Die theoretischen nicht, aber die Realität kann anders aussehen. Das ist ja der Punkt: Der Stoff, den die Gymnasiasten angeblich beherrschen sollen, nimmt zu – aber was sie dann wirklich können und verstanden haben, wird nicht immer überprüft.
Sie befürworten also die 20-Prozent-Quote, die wir in der Schweiz fürs Gymnasium anstreben?
Im Prinzip ja: Menschen, die dauerhaft Interesse daran haben, sich mit komplexen und abstrakten Fragen zu befassen, bleiben eine Minderheit. Zu wünschen ist allerdings, dass es die intelligentesten 20 Prozent sind. Intelligenz und nicht soziale Herkunft sollte über den Zugang zum Gymnasium – und damit zur Universität – entscheiden. Bei einer starren 20-Prozent-Quote nehmen automatisch die von den Eltern angetriebenen weniger intelligenten Kinder denjenigen die Plätze weg, die eigentlich gute Voraussetzungen mitbringen, dies aber nicht zum richtigen Zeitpunkt zeigen können. Ich bin jetzt seit mehr als zwanzig Jahren Hochschullehrerin und erlebe immer mehr Studentinnen und Studenten, die vor allem ihren Eltern zuliebe an der Uni sind. Viele lässt man dann irgendwann durchkommen, weil man sonst unglaublich viel Zeit auf justiziable Prüfungen verwenden müsste.
Werden also die falschen Kinder durchs Gymnasium geschleust und dann auch durch die Universität? Wir selektionieren mit 20 Prozent Maturanden pro Jahrgang im europäischen Vergleich extrem stark.
Selbst bei einer hohen Abiturquote wie etwa in Deutschland, wo sie bei 40 bis 50 Prozent liegt, ist nicht garantiert, dass sehr intelligente Kinder aus benachteiligten Familien auf das Gymnasium kommen, wie neuere Datensätze zeigen. Ich mache mir in der Schweiz und in Deutschland vor allem Sorgen um intelligente Kinder aus den unteren Schichten, nicht selten Migrantenkinder. Man muss sicher nicht 1000 Bücher zu Hause haben, um in der Schule erfolgreich zu sein, das zeigen viele Biographien von Aufsteigern, gerade auch in meiner Generation. Ob dies heute im selben Mass auch heute noch möglich ist, das ist eine Frage, die mich sehr beschäftigt.
Sind also mehrheitlich die falschen Jugendlichen im Gymnasium?
Nein. Die grosse Mehrheit der Gymnasiasten bringt eine ausreichende Intelligenz mit. Aber es muss das Ziel sein, die Fehlzuweisungen so gering wie möglich zu halten. Dieses Problems müssen wir uns annehmen. Die Intelligenten könnten viel mehr leisten an der Uni als jene, die uns mit Rekursen plagen. Wobei an der ETH das IQ-Niveau noch recht hoch ist. Da kommt es allerdings nicht selten vor, dass Hochintelligente, die am Gymnasium locker gute Noten gesammelt haben, in der Basisprüfung durchrasseln. Auch mit einem IQ von 130.
Auch bei Hochbegabten ist also eine Tugend wie Fleiss gefragt?
Absolut. Die eine Sache ist die Intelligenz, die andere ist, wie diese Intelligenz eingesetzt wird. Das muss getrennt gesehen werden. Auch als hochintelligenter Mensch muss man die Vorlesungen besuchen, üben, lernen, versuchen, die Dinge zu verstehen.
Auch den Hochbegabten fällt nicht alles in den Schoss.
Wenn Hochbegabten in der Schule alles in den Schoss fällt, dann ist das schlicht eine schlechte Schule. Die Schule sollte auch Leute mit hoher Begabung an ihre Grenzen führen und ihnen zeigen: Ohne zu lernen, kommst du nur so weit.
Zu den hartnäckigen Vorurteilen gehört zudem, dass Hochbegabte emotionale Defizite hätten. Was hat es damit auf sich?
Natürlich gibt es auch unter den Hochintelligenten Schizophrene, Depressive, Kriminelle. Aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Schon die Langzeitstudie von Terman zeigte: Was immer die Hochbegabten im Leben anpackten, sie waren erfolgreicher als Normalbegabte.
Woher kommen diese Mythen?
Intelligenz wirkt auf viele Menschen bedrohlich. Erstens, weil sie denken, sie hätten selbst nicht genug davon, und zweitens, weil sie meinen, dass Menschen mit hoher Intelligenz einen Anspruch auf die Weltherrschaft erhöben. Wenn man weiss, dass Intelligenz ein Startkapital ist, das einem zwar einen Vorsprung verleihen kann, dass man aber über Fleiss und Anstrengung vieles kompensieren kann, muss man sich über die eigene Intelligenz – sofern man realistische Ziele hat – nicht zu viele Sorgen machen. Zudem sind die Bösewichte dieser Welt gerade nicht mit besonderen Geistesgaben ausgestattet. Eine Gesellschaft funktioniert gut, wenn sie den besonders Intelligenten Entfaltungsmöglichkeiten gibt, ohne von ihnen Wunder zu erwarten oder ihnen die gesamte Verantwortung zu übergeben.
Zur PERSON
Die Psychologin Elsbeth Stern, 57, forschte am Max-Planck-Institut in Berlin und ist seit 2006 Professorin für Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich. Zusammen mit Aljoscha Neubauer publizierte sie 2013 das Buch «Intelligenz. Grosse Unterschiede und ihre Folgen».