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«LADENGRAT» – Dok-Film
«LADENGRAT», 2006Ein Dokumentarfilm als Maturaarbeit am Gymnasium Bern-Kirchenfeld
Ein Dokumentarfilm als Maturaarbeit
Inhaltsangabe
Als für Kurt Nydegger in seiner Jugend und nach Abschluss der öffentlichen Schule, offensichtlich wurde, dass er auf dem Bauernhof seiner Eltern mithelfen muss, konnte er schnell seinen Traum, eine Lehrstelle als Koch beim besten Restaurant der Region antreten zu können, vergessen.
So begann die Gratwanderung, welche Kurt Nydegger bis heute mit seiner Frau Hanni weiterführen muss.
Da es sich nur mit den Einkünften eines sommerlichen Bauernbetriebes auf ihrer Alp nicht leben lässt, arbeitet Kurt Nydegger jeden Tag und auch während der Alpzeit im Sommer, in einer Fabrik in Schwarzenburg. An den Wochenenden und in seinen Ferien «managet» er aber seine Alp «LADENGRAT» oberhalb von Sangernboden, im Gantrisch-Gebiet.
Ein Reality-Film im wahrsten Sinn des Wortes, ist es doch das ganz normale Leben der Familie Nydegger, welches hier in diesem Film dargestellt wird.
Entstehungsprozess
Während einem Jahr dokumentierte Konrad Weber das Leben der Familie Nydegger auf der Alp «LADENGRAT» und im Tal, unter anderem in der Fabrik, in welcher Kurt Nydegger arbeitet.
Der Film entstand somit während mehreren Schulferien, der Hauptteil wurde jedoch in den Sommerferien, Mitte Juli bis Anfang August, gefilmt.
Nach ersten Überlegungen den Film nur auf die Arbeit der Familie und die Natur auf der Alp zu konzentrieren, änderte der Autor die Absicht und konzentrierte sich schlussendlich mehr auf das «Doppelleben»/Pendeln zwischen der Alp und der Fabrik. Obwohl Familie Nydegger ihr Leben überhaupt nicht als Doppelleben ansehen möchte. ‚Der Begriff sei zu anrüchig und sie würden sowieso nur ein ganz normales Leben führen’, so Kurt Nydegger. Deshalb wurde der Untertitel des Filmes: «Ein Doppelleben als Gratwanderung» zu «Ein Dokumentarfilm über ein ganz normales Leben» abgeändert.
Als Konrad im Sommer 2004 einen Ferienjob suchte, kam er per Zufall zur Gelegenheit die Familie kennenzulernen. Durch den Landdienst (www.landdienst.ch) wurde er auf das Alpleben und die Familie Nydegger aufmerksam.
Im darauffolgenden Jahr hatte Konrad noch einmal die Chance auf der Alp zu arbeiten und als die Idee aufkam im 2006 für die Maturaarbeit, welche bevorstand, einen Dokumentarfilm über die Familie Nydegger zu drehen, war diese schnell von der Idee begeistert und erklärte sich bereit, beim Film mitzumachen.
Der Dokumentarfilm «LADENGRAT» ist geprägt von den Arbeitsabläufen auf der Alp: Man lässt sich Zeit bei jeder Arbeit, man muss sich dem Wetter anpassen und am Abend geht man zu Bett, da es keinen Strom oder kein warmes Wasser auf der Alp «LADENGRAT» hat.
Hart geschnitten mit den Sequenzen in der Fabrik, gibt der Dokumentarfilm einerseits das idyllische Leben wieder, andererseits betont er die Abhängigkeit der manchmal unangenehmen und nicht immer sehr rosigen Arbeit in der Fabrik, wie aber auch auf der Alp.
Ohne Kommentare des Autors, sollen der Film und vor allem die Bilder für sich sprechen. Bei allfälligen Unklarheiten erklären Kurt und Hanni Nydegger aus ihrer eigenen Perspektive anhand von zahlreichen Interviews das Gesehene für den Betrachter.
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