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Nach Premiere in Paris: Schafft Simona Waltert auch die Wimbledon-Quali?
Nach ihrer ersten Grand-Slam-Qualifikation bei den French Open strebt die Churer Tennisspielerin Simona Waltert auch in Wimbledon das Hauptfeld an. Die erste Hürde in der Quali: eine Französin.
Nach ihrer ersten Grand-Slam-Qualifikation bei den French Open strebt die Churer Tennisspielerin Simona Waltert auch in Wimbledon das Hauptfeld an. Die erste Hürde in der Quali: eine Französin.
Simona Waltert und Wimbledon – das ist eine spezielle Beziehung. Als Juniorin schaffte die Churer Tennisspielerin 2017 den Einzug in den Halbfinal. Seither hat sie um ihr Natel eine Schutzhülle mit dem Logo des Turniers. Die Bündnerin mag die spezielle, von Traditionen geprägte Atmosphäre in London. Und auch die ungewohnte Rasen-Unterlage kommt ihr entgegen. «Die Bälle springen auf Rasen flacher ab als auf Sand. Der Drall ist schwächer, der Slice flacher. Und als Spielerin muss ich meine Laufart etwas anpassen», beschreibt Waltert die Eigenheiten.
Nun kehrt die 22-Jährige an ihr Lieblingsturnier – mit dem Ziel, sich erstmals für das Hauptfeld von Wimbledon zu qualifizieren. Drei Qualirunden muss Waltert dafür überstehen. Los geht es am Dienstagnachmittag gegen die Französin Léolia Jeanjean, als Nummer 143 der Welt knapp 30 Plätze hinter Waltert klassiert. Jeanjean gilt als Sandplatzspezialistin. Bei den French Open stand sie vor einem Jahr in der 3. Runde. Auch an den Australian Open und den US Open schaffte es die 27-Jährige schon ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Auf der ITF-Tour gewann Jeanjean bislang zwei Titel.
Die Hauptproben für Wimbledon sind Waltert misslungen. Bei den Vorbereitungsturnieren in Nottingham und Ilkley scheiterte sie jeweils bereits in der ersten Runde. Mut machen dürften ihr die Erfahrungen an den French Open. Vor eineinhalb Monaten überstand die Bündnerin erstmals die Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier. Ein Kunststück, das sie in Wimbledon wiederholen will.
Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos