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Die UNESCO-Nationalkommissionen sind eine im System der Vereinten Nationen einzigartige Institution, die als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Staat, der Zivilgesellschaft und der UNESCO dient. Ihre Einrichtung ist in der Verfassung der UNESCO festgeschrieben und für jeden Mitgliedstaat obligatorisch.
Jede der 195 UNESCO-Nationalkommissionen hat ihre eigene Identität, die durch ihre institutionelle Verankerung im jeweiligen Mitgliedstaat der UNESCO bestimmt wird. Trotz ihrer Vielfalt bilden die Nationalkommissionen ein Netzwerk, das auf verschiedenen Ebenen (international, regional) und nach verschiedenen Ansätzen (formal, informell, ad-hoc, bilateral) operiert.
Aufgrund ihrer genauen Kenntnis der Realität des Landes tragen die Nationalkommissionen massgeblich dazu bei, die Werte der UNESCO zu fördern und die Tätigkeit der Organisation auf die Bereiche zu fokussieren, in denen sie über einen komparativen Vorteil verfügt.
Anders ausgedrückt: Sowohl der UNESCO als auch den Nationalkommissionen ist prioritär daran gelegen, die Relevanz der nationalen Aktivitäten der UNESCO in den Bereichen herauszustellen, in denen die UNESCO eine führende Rolle im UNO-System spielt. Dabei arbeiten die UNESCO-Nationalkommissionen bevorzugt vernetzt und solidarisch.
Die Schweizerische UNESCO-Kommission beteiligt sich aktiv am Netzwerk der Nationalkommissionen, namentlich indem sie:
- die so genannten Lugano-Sitzungen ausrichtet, eine fest etablierte Tradition informeller Gespräche zwischen Nationalkommissionen in variabler Zusammensetzung und mit unterschiedlichen Erfahrungen zu wechselnden Themen, die für die Arbeit der Schweizerischen UNESCO-Kommission von Belang sind.
- in bestehenden globalen, regionalen und europäischen Netzwerken mitwirkt und an den Jahrestreffen der deutschsprachigen Nationalkommissionen (Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz) teilnimmt.