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Weidemanagement und Verhalten der Rinder in stark verbuschtem Gelände
Im Alpenraum nimmt die Verbuschung in höheren Lagen ständig zu. Eines der Hauptziele des Projektes Pasto bestand darin zu prüfen, ob mit Hilfe der Rindviehhaltung der Verwaldung in der subalpinen Zone Einhalt geboten werden kann. Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen Vegetation und Weidetieren zu präzisieren, um ein effizientes Management der Weide zu gewährleisten wie auch um die Vegetationsdynamik besser zu verstehen. Die Untersuchungen wurden mehrheitlich auf einer nordexponierten 2,9 ha grossen Weidefläche durchgeführt, auf einer Höhe von etwa 1800 m. Ein GPS-Monitoring der Weidetiere zeigte, dass die Tiere alle Bereiche der Weide besuchten, sogar die stark bewaldeten Zonen. Vegetationstypen mit vermeintlich schlechtem Futterwert, wie zum Beispiel Hochstaudenfluren, wurden zu Beginn der Saison häufig aufgesucht. Die Nährwertanalyse des konsumierten Futters gab einen Hinweis darauf, dass der selektive Frass der Tiere von Bedeutung ist: der Nährstoffgehalt des Futters blieb über die ganze Saison relativ konstant. Die Vegetationsaufnahmen zeigten, dass die am häufigsten konsumierten krautigen Pflanzen nicht unbedingt jene Pflanzen waren, die für ihre gute Appetenz bekannt sind. Bei den holzigen Pflanzen bevorzugten die Tiere vorwiegend die jungen Zweige der Grünerle. Falls die Grünerlen eine Höhe von 1,5 m nicht überschreiten, ist es möglich, ihre Ausbreitung mit einer Weideintensität von 80 GVE∙Tag/ha einzudämmen.
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Weidemanagement und Verhalten der Rinder in stark verbuschtem Gelände