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FC Birsfelden – Abteilung Ü-50
Ausflug nach Bartenheim zum Eurokarting
Donnerstag, 08. September 2011
Gegen 18 Uhr füllte sich der Parkplatz des Eurokarting in Bartenheim. Die Markenkollegen stellten ihre Fahrzeuge in einer schönen Reihe auf, bis sich plötzlich, in letzter Minute um 18.15 Uhr, ein Fahrzeug eines schwedischen Nutzfahrzeugherstellers, mit dem Namen „ich rolle“ (aus dem Lateinischen übersetzt), in die harmonische Parkordnung drängte und das herrliche Bild beinahe zerstörte.
Voller Erwartung, fast wie junge Vollblutpferde vor dem Start im Royal Ascot, drängten sich, Alfred (Zubi), David, Giuseppe (Pino), Klemens, Mario (Glacemännli), Yves, Peter (Kelli), Philippe und der Schreibende vor dem Eingang zur Go-Kart-Halle. Leider musste Stefan (Häsli) auf Grund von dringenden geschäftlichen Aktivitäten kurzfrist auf den Besuch verzichten.
Rasch wurden die finanziellen Formalitäten und das Briefing (Einweisung in die Regeln des Rennsportes) abgewickelt und die nötige Ausrüstung gefasst. Damit keine Hektik aufkam, vergab der Rennleiter die Startnummern der Boliden, trug die Namen der Piloten in den Computer ein, damit die Daten für die Anzeigetafel, als Service für die Zuschauer, aufbereiten werden konnte.
Nun konnte es losgehen, der Assistent des Rennleiters startete die Boliden. Das Formel 1-Feeling begann sich auszubreiten und jagte den Zuschauern kalten Schweiss über den Rücken und bei den Piloten meldete sich ein Kribbeln im Bauch oder sie bekamen schlotternde Handgelenke.
Der Start für die Aufwärmrunden und das Qualifying wurde freigegeben. Und schon am Start trennte sich der Spreu vom Weizen. Was aus Sicht des Schreiberlings, als Spreu und was als Weizen bezeichnet wird, bleibt sein Geheimnis. Also die Einen brausten davon, wie wenn sie schwer Schuhe tragen würden (Bleifuss) und Andere tasteten sich langsam, aber stetig an die Aufgabe heran und rollten das Feld von hinten auf.
Die Rangliste nach den Qualifying präsentierte sich wie folgt:
Startplatz Fahrzeug Schnellste Runde
1 11 0:34.711
2 10 0:34.833
3 9 0:36.261
4 1 0:36.471
5 2 0:37.844
6 6 0:38.265
7 7 0:40.671
8 4 0:53.899 *
* diese Zeit wurde vom Rennleiter später auf Grund von technischen Problemen am Fahrzeug korrigiert!
Weil Autofahren im Renntempo auch Kondition erfordert, wurde nach der ersten Rennhälfte eine Pause von ca. 10 Minuten eingelegt, um den arg strapazierten Oberarmmuskeln und dem Rücken eine Pause zu gönnen. Als Stärkung (Doping) wurde, Red Bull, Eistee, Espresso oder ein, zwei Lungenbrötchen genehmigt.
Und schon mussten sich die Piloten zum finalen Wettkampf bereitmachen. Die Spannung stieg, die Augen wurden zu schmalen Schlitzen, die Entschlossenheit liess manche Gesichtszüge fast entgleisen und ob sich Schweissperlen auf den Stirnen bildeten, konnte wegen der Helmtragpflicht nicht genau festgestellt werden. Die Startfahne senke sich, die Motoren heulten auf, die Sliks drehten durch und die Piloten brausten davon (zumindest ein paar).
Toller Sport wurde geboten, spannende Überholmanöver konnten verfolgt werden, verbissene oder lockere Kämpfe um Positionen waren zu sehnen und Fahrer die sich duellierten, wer wohl die besseren Nerven habe und vor der Kurven am längsten auf dem Gaspedal stehen bleiben könne. Plötzlich trat das Safety Car* (deutsch: Sicherheitsauto), mit der Nummer 7 auf der Piste in Aktion. Man konnte beobachtet wie der Fahrer die schnelleren Fahrzeuge an seinem etwas langsameren Gefährt elegant und lässig vorbei winkte.
* Safety Car in den USA auch Pace Car genannt, wird bei Autorennen eingesetzt, um bei Gefahrensituationen, zum Beispiel nach einem Unfall oder bei extrem widrigen Wetterverhältnissen, das Rennen zu neutralisieren und so die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten!
Eine Neuerung der FIA? dachten sich die vielen Zuschauer und hatten ihren
Spass an dieser doch ungewöhnlichen Situation. Viel zu früh war die Rennzeit vorbei und die Piloten wurden auf der Ziellinie – nach einem spannden Rennen – abgewunken. Nicht allen war es recht, dass der Wettbewerb schon zu Ende war.
Spass an dieser doch ungewöhnlichen Situation. Viel zu früh war die Rennzeit vorbei und die Piloten wurden auf der Ziellinie – nach einem spannden Rennen – abgewunken. Nicht allen war es recht, dass der Wettbewerb schon zu Ende war.
Der Zieleinlauf präsentierte sich wie folgt:
1. Pilot mit dem Wagen Nr. 1 Runden 29 Best Lap 0:31.675
2. Pilot mit dem Wagen Nr. 11 Runden 27 Best Lap 0:32.846
3. Pilot mit dem Wagen Nr. 10 Runden 26 Best Lap 0:33.541
4. Pilot mit dem Wagen Nr. 2 Runden 26 Best Lap 0:35.021
5. Pilot mit dem Wagen Nr. 9 Runden 25 Best Lap 0:34.878
6. Pilot mit dem Wagen Nr. 4 Runden 25 Best Lap 0:35.038
7. Pilot mit dem Wagen Nr. 7 Runden 24 Best Lap 0:37.278
8. Pilot mit dem Wagen Nr. 6 Runden 21 Best Lap 0:35.459
Mit zitternden Oberarmen und abgekämpft, nach einem tollen Sportevent schälten sich die Rennfahrer aus dem Helm und wollten sofort ihre besten Rundenzeiten erfahren. Natürlich wurden Behinderungen, Rempelein und andere sich im Graubereich abgespielten Duelle heftig und heiss diskutiert.
Anschliessend bestiegen wir unsere Strassenfahrzeuge und fuhren anständig und strassenverkehrsordnungsgerecht zum Restaurant Le Gourmandin, 54 rue poincaré, 68510 Sierentz,wo wir uns mit Steaks, Cordon bleu oder Pizza und Tranksame verwöhnen liessen. Herzlichen Dank den beiden edlen Spendern, Peter und Alfred für den Wein aus einem der zehn Cru des Beaujolais. Viel zu schnell verann die Zeit, beim Sprüche klopfen, Essen und diskutieren und wir mussten den gelungen Abend abschliessen und den Heimweg unter die Räder nehmen, damit der noch in der Wirtschaft tätige Teil der Gruppe am Feitag morgen ausgeruht seiner Arbeitn nachgehen konnte.
Othmar, der Hexer