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Tierarten, die erst seit der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns vorkommen, werden Neozoen („neue Tiere“) genannt. Ein paar wenige wurden früher mit Absicht in der Schweiz ausgesetzt (z.B. Signalkrebs), die meisten wurden unbeabsichtigt eingeführt (z.B. Buchsbaumzünsler, Asiatische Tigermücke) oder sie gelangten aus Tierhaltungen in die freie Natur (z.B. Rotwangenschmuckschildkröte). Einige dieser Neozoen verhalten sich invasiv: Sie vermehren sich rasch und breiten sich stark in der Natur aus. Wie invasive Neophyten (Pflanzen) verursachen auch diese invasiven Neozoen Probleme: Sie verdrängen einheimische Tierarten, können Krankheiten und Parasiten einschleppen, wirtschaftlichen Schaden anrichten oder gar unsere Gesundheit gefährden.
Aus diesem Grund gilt:
Setzen Sie nie Tiere in der Natur aus, die nicht ins Glarnerland gehören und die Sie beispielsweise von einer Ferienreise mit nachhause gebracht haben!
Die bekanntesten Neozoen im Glarnerland sind:
Der aus Asien stammende Käfer entwischte aus Gewächshäusern, wo er zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt wurde. Er richtet Schäden im Weinbau an und droht die einheimischen Marienkäfer-Arten zu verdrängen.
Buchsbaumzünsler
Der aus Ostasien stammende Kleinschmetterling gelangte 2007 vermutlich mit Importgütern aus China in die Schweiz. Seine Raupen fressen die Rinde und Blätter von Buchsbäumen und schädigen diese massiv.
Weitere Informationen
Text: Naturzentrum Glarnerland, aktualisiert am 22.05.2017