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Die Einschätzung der Problembereiche ist in 6 Kapitel unterteilt, die den Indikationsbereichen im Rahmen des Standardisierten Abklärungsverfahrens SAV entsprechen (Abklärung durch die Schulpsychologie). Die Einschätzungen erfolgen aus einer Diagnostik (pädagogische, sonderpädagogische, therapeutische usw.) und dienen der Darstellung eines vereinfachten Profils. Dieses Profil kann u.a. im Rahmen von SuS-Besprechungen, Schulischen Standortgesprächen oder Berichten eingesetzt werden. In diesem Kapitel sollen die Bereiche "Kognition und Metakognition" eingeschätzt werden. Kognitive Funktionen
Spezifische mentale Funktionen, die insbesondere von den Frontallappen des Gehirns abhängen, einschliesslich komplexe zielgerichtete Verhaltensweisen wie Entscheidungen treffen, abstrakt denken sowie einen Plan aufstellen und durchführen, mentale Flexibilität, sowie entscheiden, welche Verhaltensweisen unter welchen Umständen angemessen sind (häufig „exekutive Funktionen“ genannt).
Inkl. Funktionen, die das Abstraktionsvermögen oder Ordnen von Ideen betreffen, Zeitmanagement, Einsichts- und Urteilsvermögen; Konzeptbildung, Kategorisierung und kognitive Flexibilität.
Für kognitive Verarbeitungsprozesse zentrale Funktionen - Aufmerksamkeit
Spezifische mentale Funktionen, die die Fokussierung auf einen externen Reiz oder auf innere Vorgänge für eine geförderte Zeitspanne betreffen.
Inkl. Funktionen, die Daueraufmerksamkeit, Wechsel der Aufmerksamkeit, geteilte Aufmerksamkeit, mit anderen geteilte Aufmerksamkeit, Konzentration und
Ablenkbarkeit betreffen.
Mit Kognition eng verbundene Funktionsfähigkeiten - Sprache erwerben
Mit Spracherwerb ist das ungesteuerte Lernen der Erstsprache gemeint. In der Regel haben Kinder bis zum Alter von 12 Jahren auch komplexere syntaktische Strukturen erworben. Obwohl der Spracherwerb nie abgeschlossen ist, ist die Einschätzung des Spracherwerbs vor allem im Vorschulalter von grosser Bedeutung.