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Julien Wanders, 2019 EM-Bronzemedaillengewinner im Cross Country, konnte seinen ersten Marathon zwar beenden, aber für den 26-Jährigen lief es in der französischen Hauptstadt nicht nach Wunsch. Wanders hatte mit Magenkrämpfen zu kämpfen und musste auf der Strecke zweimal eine Toilette aufsuchen. Dadurch verlor er den Anschluss an seine Gruppe. Ab Kilometer 25 büsste er immer mehr Zeit auf die Konkurrenz ein. Im Ziel hatte ihm der äthiopische Sieger Deso Gelmisa knapp sieben Minuten abgenommen.
Das Ziel des Athleten von Trainer Renato Canova, sich dem Schweizer Rekord von Tadesse Abraham (2:06:40) anzunähern, wurde deutlich verfehlt, und trotz akribischer Vorbereitung in seiner Trainingsbasis in Kenia gelang es Wanders nicht, seine Fähigkeiten bei kürzeren Distanzen auf die 42,195 km des Marathons zu übertragen. Zur Erinnerung: Wanders ist sowohl im Halbmarathon als auch über 10 km Europarekordhalter.
Es ist davon auszugehen, dass der Genfer auch künftig kürzere und lange Strecken kombinieren wird. Mit seiner Zeit in Paris wird Wanders hinter Abraham, Viktor Röthlin (2:07:23), Daniel Böltz (2:11:10) und Bruno Lafranchi (2:11:12) zum fünftschnellsten Schweizer über die Marathon-Distanz.
Hinter Sieger Gelmisa, der zum zweiten Mal nach Porto 2019 in einem Marathon reüssierte, und dessen Landsmann Seifu Tura stellte der Franzose Morhad Amdouni in 2:05:22 einen neuen Landesrekord auf.
Bei den Frauen blieb die Kenianerin Judith Jeptum als erste Athletin überhaupt in Paris mit 2:19:48 unter der Marke von 2:20 Stunden.