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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)
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hmmm... bin da ja beim thema "krankmachende" viren seit "hiv" und "tier-X-grippe" ein wenig vorsichtig...
aber, es könnte freilich der fall sein...
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"Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen."
Aus den Sanskrit-Schriften der alten indischen Gelehrten
quelle:Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Retroviren mögliche Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms"Freitag, 9. Oktober 2009
Medizin Retroviren mögliche Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms
Reno – Ist das chronische Erschöpfungssyndrom Folge einer Infektion mit einem Retrovirus? Eine Studie in Science (2009; doi: 10.1126/science.1179052) weist Gene eines kürzlich entdeckten Virus in Leukozyten bei zwei Drittel der Patienten nach. Nach noch nicht publizierten Studien sollen fast alle Patienten Antikörper gegen XMRV im Blut haben.
Das Xenotropic murine leukaemia virus (XMRV) wurde vor drei Jahren von Robert Silverman, einem Biologen der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, in Prostatakrebszellen entdeckt. Es gehört zu den Gammaretroviren, die bei einigen Tierarten Leukämien und Lymphome auslösen. Benannt ist es nach dem murinen Leukämievirus (MLV), das allerdings nicht den Menschen infiziert. Andere Beispiele sind das feline Leukosevirus und das feline Sarkomvirus.
Erst vor wenigen Wochen sorgten Forscher der Universität von Utah in Salt Lake City für Aufsehen. Sie wiesen XMRV in 27 Prozent aller Prostatakarzinome, aber nur in 6 Prozent der gesunden Zellen nach (PNAS 2009; 106: 16351-16356).
Jetzt berichtet Judy Mikovits vom Whittemore Peterson Institute in Reno im US-Bundesstaat Nevada, dass zwei Drittel aller Patienten mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom aktiv mit dem Virus infiziert sind. Die Forscher wiesen die Virusgene im Blut in den Monozyten von 68 von 101 Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom nach. In einer Kontrollgruppe waren nur 8 von 218 Probanden (3,7 Prozent) infiziert.
Die Blutzellen enthielten nicht nur die Virusgene. Die Forscher konnten auch zeigen, dass daraus XMRV-Proteine abgelesen und zu Viren zusammengebaut werden, mit denen im Labor dann andere Zellen infiziert werden konnten. Nach noch nicht publizierten Ergebnissen sollen 95 Prozent aller Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom Antikörper gegen das Virus im Blut haben gegenüber 4 Prozent der gesunden Kontrollen.
Das beweist zwar nicht, dass die Viren tatsächlich die Ursache der Erkrankung sind. Sie könnten eine Begleiterscheinung sein. Beispielsweise könnte die Erschöpfung die Patienten anfälliger gegen Virusinfektionen machen.
Tatsächlich wurden in der Vergangenheit bereits mehrere andere Viren einschließlich Herpesviren, Enteroviren und dem Epstein-Barr-Virus mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Der nächste Schritt in der Beweisführung könnte die erfolgreiche Übertragung in einem Tiermodell sein.
Aber selbst wenn die Viren nur ein zuverlässiger Marker für die Erkrankung sein sollten, wäre den Patienten möglicherweise geholfen. Denn das chronische Erschöpfungssyndrom ist bisher eine diagnostisch schwer fassbare Erkrankung. Die Definition fordert als Hauptsymptom eine anhaltende Erschöpfung/Erschöpfbarkeit, die nicht auf eine körperliche Anstrengung zurückgeführt werden kann und sich in Ruhe nicht bessert. Es lässt sich ein Zeitpunkt des Krankheitsbeginns benennen: Die Erschöpfung darf nicht lebenslang bestehen, und sie hat eine signifikante Reduktion der früheren Aktivitäten zur Folge.
zum Thema
aerzteblatt.de
- Abstract der Studie
- Pressemitteilung des National Institutes of Health
- Whittemore Peterson Institute
- Informationen der Centers for Disease Control and Prevention
- PDF der Studie in den PNAS
eben diesem Hauptkriterium werden mindestens vier der folgenden Symptome oder Krankheitszeichen für eine Diagnose gefordert: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, verlängerte extreme Erschöpfung nach körperlichen oder geistigen Anstrengungen, nicht erholsamer Schlaf, Muskelschmerzen, Erkrankung mehrerer Gelenke ohne Schwellungen oder Rötungen, Kopfschmerzen, häufige Rachenentzündungen, tastbare und schmerzende zervikale oder axilläre Lymphknoten.
Das sind nicht gerade präzise Kriterien und eine Assoziation mit einer Viruserkrankung wäre sicherlich eine große Hilfe. Die Autoren selbst denken bereits über therapeutische Konsequenzen, etwa die Therapie mit antiretroviralen Substanzen nach. © rme/aerzteblatt.de
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quelle:Rätselhafte Krankheit: Retrovirus könnte Erschöpfungssyndrom auslösen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft09.10.2009
Rätselhafte Krankheit
Retrovirus könnte Erschöpfungssyndrom auslösen
REUTERSVirus (Aufnahme mit Transmissionselektronenmikroskop): Ist XMRV Ursache von CFS oder nur Begleiterscheinung?
Steckt ein Virus hinter dem Chronischen Erschöpfungssyndrom? Eine Untersuchung von 300 Patienten ergab, dass zwei Drittel von ihnen ein ansteckendes Retrovirus tragen. Noch ist unklar, ob das Virus die Krankheit auslöst oder Patienten erst im Nachhinein befällt.
Washington - Für Betroffene ist die Krankheit eine Qual, die sogar zu einer Behinderung führen kann. Etwa 300.000 Menschen sind in Deutschland vom Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS - Chronic fatigue syndrome) betroffen. Weltweit sind es gut 17 Millionen. Zur geistigen und körperlichen Erschöpfung kommen unter anderem noch Kopf- und Muskelschmerzen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Die Ursachen von CFS sind noch nicht geklärt. Einige Forscher haben jedoch Viren im Verdacht.
Ein Forscherteam vom Whittemore Peterson Institut in Reno konnte nun bestätigen, dass zumindest ein Zusammenhang zwischen CFS und einem bestimmten Virus besteht, der zu den sogenannten xenotropic-murine-leukemia-Viren oder XMRV gehört. Vincent Lombardi und seine Kollegen untersuchten mehr als 300 Testpersonen. Zwei Drittel der Patienten mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) trugen in ihren Blutzellen das Retrovirus, berichten die Forscher im Fachblatt "Science". Die XMRV-Erreger gelten als Mitverursacher von Prostatakrebs. Die Forscher waren dem Virus auf die Spur gekommen, weil sowohl XMRV-positive Krebspatienten als auch CFS-Patienten Veränderungen in einem bestimmten antiviralen Enzym, RNase L, aufweisen.
Als sie schließlich Blutzellen von CFS-Patienten gezielt nach Spuren des Virus absuchten, wurden sie bei 67 Prozent der Betroffenen fündig. Bei den Gesunden waren lediglich 3,7 Prozent von dem Virus befallen. Das bedeute auch für jeden 25. gesunden Amerikaner, dass er möglicherweise einen Krankheitskeim in sich trage, schreiben die Forscher.
Weiter fanden sie heraus, dass das Virus offenbar ansteckend ist: Sie konnten Zellkulturen beispielsweise über andere erkrankte Zellen mit dem Virus infizieren. Laut den Wissenschaftlern stellen sich nun weitere Fragen. Als erstes müsse geklärt werden, ob die XMRV tatsächlich die Ursache des CFS seien oder nur eine Begleiterscheinung. Außerdem müssten weitere Viren untersucht werden, die ebenfalls oft gemeinsam mit CFS auftreten. Weiter wollen die Forscher klären, welche Rolle XMRV bei der Entstehung von Krebs spielt, denn CFS-Patienten haben ein erhöhtes Krebsrisiko.
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podcast (am pc hören):dradio.de - Audio on Demand v<ip-pii>aSchlafmittel Virus
Chronisches Erschöpfungssyndrom möglicherweise durch Infektion verursacht
Von Volkart Wildermuth
Medizin. Das chronische Erschöpfungssyndrom verwirrt Patienten und Mediziner, die Patienten sind stark eingeschränkt, ohne dass eine klare Ursache zu finden ist. In der aktuellen Ausgabe von Science berichten jetzt Forscher aus den USA jetzt von einem ganz neuen Virus als Ursache.
Chronisches Erschöpfungssyndrom, Englisch Chronic Fatigue Syndrom oder kurz CFS. Unter Ärzten ist noch immer umstritten, ob es sich hier um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt. Für Professor Carmen Scheibenbogen ist das keine Frage. Sie leitet die Imundefektsprechstunde der Charité, schon seit DDR Zeiten eine Anlaufstelle für Berliner CFS-Patienten.
"Leitsymptom
ist sicher eine ganz schwere Erschöpfung, die so schwer ist, dass die meisten Leute ihre normalen Tätigkeiten gar nicht mehr ausführen können, aus dem Leben geworfen sind, wie es so schön heißt. Die Patienten haben Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, können sich oft nicht mehr gut konzentrieren. Das tritt typischerweise auch ziemlich akut auf, beginnt also wie ein Virusinfekt und im Unterschied zu einem Virusinfekt, den wir alle ab und an haben, werden diese Patienten aber nicht mehr gesund."
Klingt wie eine Virusinfektion, aber die Forscher fanden nur vage Hinweise, auf Epstein-Barr-, Cytomegalie- oder Herpesviren. Diese Erreger sind aber auch in der breiten Bevölkerung häufig zu finden. Am Whittemore-Peterson-Institute im amerikanischen Reno konnte nun Professor Judy Mikovits eine spezifische Verbindung zwischen einem Virus und dem chronischen Erschöpfungssyndrom nachweisen.
"In der normalen Bevölkerung finden wir dieses Virus bei vier Prozent aller Personen. Unter CFS-Patienten sind dagegen mindestens neun von zehn infiziert. Bei zwei Dritteln konnten wir das Virus im Blut isolieren, die anderen haben Antikörper, hatten also einmal Kontakt zu dem Virus."
Das Virus nennt sich XMRV und wurde vor drei Jahren bei einem Teil der Prostatatumoren entdeckt. Nahe Verwandte dieses sogenannten Retrovirus befallen Mäuse und andere Nager. Die menschliche Variante ist wohl erst vor 30, 40 Jahren entstanden. Judy Mikovits ist davon überzeugt, dass XMRV die Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms verursacht. Das Virus vermehrt sich in verschiedenen Zellen des menschlichen Immunsystems. So schwächt es die Abwehrkräfte und ermöglicht es dadurch anderen Viren, den Körper zu schädigen. Solche unterschiedlichen Sekundärinfektionen könnten das uneinheitliche Bild des chronischen Erschöpfungssyndroms erklären. Für viele Symptome kann aber auch XMRV direkt verantwortlich sein. Judy Mikovits:
"Das Hüllprotein der Viren führt bei Tieren zum Untergang von Nervenzellen, und es stört die Bildung der roten Blutkörperchen. Wir beobachten große Mengen dieses Hüllproteins bei unseren Patienten. Ihre Zellen ekommen
nicht genug Sauerstoff, daher die Erschöpfung. Die Gene des Virus werden über Hormone aktiviert. So erklären Entzündungen, Stresshormone und Geschlechtshormone das Auf und Ab der Symptome."
Klingt plausibel, ist aber noch kein Beweis für die zentrale Rolle von XMRV beim Chronischen Erschöpfungssyndrom. Judy Mikovits will die Skeptiker überzeugen, indem sie anhand alter Blutproben nachweist, dass die Symptome erst nach einer Infektion mit XMRV auftreten. Doch ganz egal, wie das ausgeht, Carmen Scheibenbogen will auch an der Charité einen XMRV-Test etablieren, als Hilfsmittel für die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms.
"Für die Patienten ist es zunächst mal ganz wichtig, damit sie wissen was mit ihnen los ist. Das ist wichtig für die Akzeptanz der Erkrankung gegenüber den Krankenkassen, gegenüber möglicherweise auch Rentenversicherungsträgern, gegenüber der Familie et cetera. Und der zweite Schritt ist, wenn man die Diagnose sicher stellen kann, kann man natürlich auch sehr viel besser Medikamente prüfen."
Entzündungshemmer oder Aids-Medikamente könnten auch beim chronischen Erschöpfungssyndrom
hilfreich sein. Judy Mikovits will sie schon bald in Studien testen.
"Die Chancen sind gut, dass wir erste Medikamente schon in den nächsten zwei Jahren haben werden."
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hmmm... bin da ja beim thema "krankmachende" viren seit "hiv" und "tier-X-grippe" ein wenig vorsichtig...
aber, es könnte freilich der fall sein...
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"Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen."
Aus den Sanskrit-Schriften der alten indischen Gelehrten