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Annette Hexelschneider rezensiert auf dem Wissensmanagement 2.0-Blog einen Artikel von Bastiaan Rosendahl im KMRP (Knowledge Management Research & Practice (2009) 7, p. 4–14) mit dem Titel „Sharing knowledge, being different and working as a team„.
Zusammenarbeit und Vielfalt in einer Unternehmung sind nicht immer unproblematische Zwillinge. Bastiaan Rosendahl untersuchte sie auf ihre Auswirkung auf den Wissenstransfer.
Ergebnisaspekte:
- Wissen teilen (als Qualität des Wissenstransfers) korreliert positiv mit sozialer Identität und dem Gefühl, für einander da zu sein.
- Vielfalt der Werte und geringe kulturelle Identität korrelieren negativ mit Wissen teilen.
- Grosse ideelle Nähe verringert das Interesse, von einander zu lernen.
- Der unterschiedliche Wissensstand hat keinen Einfluss auf Wissen teilen.
Rosendahl erklärt das damit, dass eine grosse ideelle Entfernung von Leuten eine mangelnde Überlappung ihrer kognitiven Felder bedeutet.
ISTE (International Society for Technology in Education) publiziert Standards für die Nutzung von Technologien in Bildungsin-stitutionen, primär für die Verwendung in den USA.
Unter anderem auch für Schulleitungen. Ich fasse diese im Folgenden zusammen. Es handelt sich aber nicht um eine wörtliche Übersetzung. Im Zweifelsfalle ist das englische Original das einzig Gültige!
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Technologie und Lehrpersonen
Sheryl Nussbaum-Beach, 2008, Präsentation „Letter to My Colleague“:
Technologie wird niemals die Lehrpersonen ersetzen.
Aber Lehrpersonen, die Technologie effektiv einzusetzen wissen, um ihren Lernenden zu helfen, sich online zu vernetzen und zusammenzuarbeiten, werden diejenigen Lehrpersonen ersetzen, die das nicht tun.
(Übersetzung: U. Volkart; der englische Originaltext ist weniger schwerfällig).
Eine E-Learning Strategie sollte sich mit den Ebenen Didaktik, Technik, Organisation, Kultur und Ökonomie befassen und ein entsprechendes Gleichgewicht finden bzw. die Prioritäten setzen.
Mögliche Zielsetzungen der Strategie:
- Qualitätsentwicklung der Lehr-Lern-Methoden.
- Qualitätsentwicklung der Inhalte
- Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Lernmedien und Lehrangeboten
- Mitarbeiterentwicklung zur Umsetzung der Medienstrategie
- Zu Punkt 4 parallele Organisations- und Kulturentwicklung
- Aufbau und Betriebskonzept einer ICT-Infrastruktur
Wichtige Faktoren bzw. Stolperfallen:
- Einbezug der Lehrenden in die Strategieentwicklung
- Primat der didaktische Konzepte bei der Hard- und Software-Evaluation
- Aufwändige Eigenentwicklungen ohne Nachhaltigkeit
- Mangelhafte Kapazitäten für Support
- Kooperation intern und extern
- Einbettung bzw. Abstimmung mit Medienstrategie
Referat von Rolf Schulmeister, Uni Hamburg mit dem Titel „PLE zwischen Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?“, gehalten an der Fachtagung “Personal Learning Environments in der Schule” der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009.
Schulmeister hält einleitend fest, dass eine Lernumgebung auch eine Geschichte und eine Umwelt enthält, die gar nicht so einfach abbildbar ist. Wie sinnvoll ist folglich eine Konzentration auf das was wir heute gerade vor der Nase haben? Eine PLE hatten und haben wir (schon) immer, denn Lernen ist immer ein persönlicher Prozess.
Damit Lernen stattfindet müssen ICT-PLE’s (im Sinne der Tagung) auch gewährleisten oder zumindest nicht erschweren, dass
- der Kontext des Lerngegenstandes und
- die Werte-Umgebung sichtbar werden;
- eine Lernabsicht
- und Reflexion gefordert werden.
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Referenz: Ein Interview von Gisela Granitzer und Tassilo Pellegrini mit Wolfgang Raback, IMC Österreich GmbH.
„Arbeitsplatzintegriertes Lernen bedeutet, den notwendigen Wissenserwerb eines Mitarbeiters mit den konkreten Arbeitsprozessen zu verzahnen. In vielen Situationen macht es heute keinen Sinn mehr, „auf Vorrat“ zu lernen. ….. Arbeitsplatzintegriertes Lernen trägt damit entscheidend dazu bei, die Nachhaltigkeit und die Effizienz von Schulungsmassnahmen zu steigern und damit Transfersicherung und Return on Investment von Bildungsmassnahmen zu gewährleisten.“
Das Konzept des arbeitsplatzintegrierten Lernens steht in einem gewissen Gegensatz zum Lernen, wie es Professionalisierung erfordert. Professionalisierung bedeutet unter anderem, dass Mitarbeitende über ein Repertoire „Auf Vorrat“ verfügen und in der konkreten Arbeitssituation dann entscheiden, welche Methoden und welches Wissen sie einsetzen. Die Gefahr besteht natürlich daran, dass ein unbrauchbares Repertoire angeeignet wird und allenfalls verfallenes Wissen noch herumgeistert. Weiterlesen
Zitat aus dem Artikel (www.boxesandarrows.com/view/card_sorting_a_definitive_guide), geschrieben 2004 (mit ausführlicher Anleitung zur Methode) von Donna Maurer:
„Card sorting is a great, reliable, inexpensive method for finding patterns in how users would expect to find content or functionality.“
Prinzip der Methode (Verallgemeinerung durch Urs Volkart):
- Die Stichworte aus dem betreffenden content-Raum (Informationen) werden auf Kärtchen geschrieben
(z.B. Brainstorming und anschliessend Konsens-Filter).
- Die Teilnehmenden sortieren und gruppieren die Kärtchen nach ihren Vorstellungen. Die Anordnung wird verändert bis sie „stimmt“.
- Die Kärtchengruppen erhalten Titelbegriffe und, wo nötig, erläuternde Attribute.
- Die Ordnung wird festgehalten (z.B. auf ein grosses Papier geleimt, fotografiert).
Die Methode ist ja nicht besonders ungewohnt und aus der Gruppen-Methodik bekannt. Die Anwendung auf Wiki- oder Blog-Strukturierung erscheint plausibel. Wenn als Teilnehmende die zukünftigen Nutzer/innen mitwirken, kann so eine Strukturierung konstruiert werden, die ihnen auch wirklich verständlich ist.
Im Artikel von Donna Maurer wird insbesondere die Anwendung auf Websiten-Entwicklung beschrieben und diskutiert. Es funktionierte mit Mengen von 30-100 Karten. Weitere Erfahrungen im zitierten Artikel.
T.D. Wilson, Information Research, Vol. 8 No. 1, October 2002
Fortsetzung von Teil 2
Im letzten Teil seines engagierten Artikels befasst sich Wilson mit der Dimension „Mensch“. Er zeigt auf, dass die Umsetzung von Informationen in für das Unternehmen produktives Wissen eine entsprechende Zusammenarbeitskultur voraussetzt:
- Die Vorteile des Informationsaustauschs müssen für alle Mitarbeitenden glaubwürdig und nachvollziehbar gegeben sein.
- Die Mitarbeitenden müssen sowohl die Kenntnisse wie die Gelegenheit haben, individuell aus Informationen Wissen aufbauen zu können.
- Arbeitsgemeinschaften, die sich aus Interesse an der Sache bilden, sind an der Anwendung ihres Wissenspools beteiligt. Solche Arbeitsgemeinschaften sind nicht zu vewechseln mit Projektteams oder Teams in der hierarchischen Organisation, die von Aussen gesetzte Ziele zu erreichen haben.
Wilson bezeichnet eine solche Zusammenarbeitskultur als Utopie und stellt resigniert fest, dass die auf kurzfristigen Shareholder Value fixierten, als Strategie bezeichneten Unternehmensziele diametral der Zusammenarbeit der Interessierten entgegenwirken und dass sie bei den immer wiederkehrenden Entlassungs- oder Outsourcing-Wellen für das Unternehmen gewaltigen Wissensverlust zur Folge haben.
Die kritische Masse für erfolgreiche Forschung braucht es hinsichtlich der Ressourcen, wenn es um teure Infrastruktur geht.
Dies gelesen:
Aber in inhaltlicher Hinsicht ist die kritische Masse heute dank der Kommunikationsmöglichkeiten nicht mehr abhängig von der Grösse einerer Institution.
(Prof. Dieter Imboden in: ETH Globe 2008/2, p.24).
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