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Die Emmental AG setzte im vergangenen Jahr rund 8200 t Emmentaler, 1400 t Gruyère, 1600 t Sbrinz und 200 t übrigen Käse ab. Knapp die Hälfte davon ging in den Export, Hauptabnehmer war Italien, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Die positive Entwicklung führt die Holding auf einen starken Umsatzzuwachs beim Emmentaler dank Sonderverkäufen und auf einen weiterhin guten Sbrinz-Absatz im In- und Ausland zurück, wie dem kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Die Sonderverkäufe, die durch die Schweizerische Käseunion AG (SK) zur Entlastung der Lager nötig waren, machten mehr als zehn Prozent des gesamten Umsatzes aus. Im Normalverkauf wurden die budgetierten Zahlen allerdings nicht erreicht.
Höherer Umsatz in Italien und Deutschland
Der Jahresgewinn der Holding beläuft sich für 1995 auf 230,000 Fr. Die Tochtergesellschaft in Italien, die Emmental S.r.I., konnte ihren Umsatz deutlich erhöhen, die schwache Lira und die starke Konkurrenz belasteten das Ergebnis jedoch erheblich. In Frankreich erlitt die Emmental SA weitere Umsatzeinbussen, was laut Geschäftsbericht zu einem unbefriedigenden Jahresresultat führte. Die Geschäftstätigkeit der Holding-Tochtergesellschaft in Deutschland, der Zollikofen Käse GmbH in Nürnberg, wurde eingestellt. Die Emmental AG konnte aber in Deutschland sowohl den Gesamtumsatz als auch ihren Marktanteil steigern. LID