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Urban Gardening ist der Trend in Städten und der Anbau von Dachgemüse bietet eine gute Möglichkeit, auf das verstärkte Bewusstsein von lokal produziertem Gemüse zu reagieren. Angesichts steigender Bevölkerungszahlen im urbanen Raum wird dem städtischen Gärtnern, insbesondere dem Anbau von Dachgemüse, eine grosse Bedeutung beigemessen. Den Möglichkeiten beim Urban Gardening sind praktisch keine Grenzen gesetzt:
auf Dächern, Terrassen, Balkonen oder städtischen Brachen werden Blumen und
Gemüse in teilweise improvisierten Pflanzgefässen kultiviert, nicht selten wird
auch vertikal oder hängend angebaut.
"Urban Gardening" und "Urban Agriculture"
Beide Begriffe bezeichnen die amerikanische Entwicklung städtischen Gärtnerns, welche ihre Geburtsstunde in den 1970er Jahren in New York mit dem Errichten der ersten Gemeinschaftsgärten hat.
Städtischer Gartenbau wird betrieben, seit es Städte gibt. Da
früher die Haltbarkeit von Lebensmitteln gering und bis Mitte des
19. Jahrhunderts die Transportmöglichkeiten eingeschränkt waren, wurden Obst und
Gemüse in Städten produziert. Der Wohnungsbau stellte in den Arbeitersiedlungen
Gartenland zur Verfügung. Diese Form städtischen Gartenbaus ist bis heute als Schrebergarten bekannt.
Die Versorgungsnotlage im ersten und zweiten Weltkrieg liess den Bedarf an Pflanzland in den Städten weiter ansteigen. In den 1960-er Jahren verschwanden Gemüsegärten zunehmend aus Siedlungen und die Freiflächen zwischen den Wohnhäusern waren durch Parkplätze oder Erschliessungsstrassen eingeengt.
Dieser städtebaulichen Entwicklung setzte sich Anfang der 1970-er Jahren die Naturgartenbewegung entgegen. Während Aktivisten oder Guerilla-Gärtner damals in Nacht-und-Nebel-Aktionen Blumensamen auf brachliegende Flächen, Baumscheiben oder Verkehrsinseln verteilten, ist Urban Gardening heute eine akzeptierte Form des Gärtnerns.
- Maximale Belastung kg/m2 auf der Vegetationsfläche (Statik)
- Retentionsvorgaben für die Dachfläche
- Wasserabfluss (Gefälle)
- Zugang zur Vegetationsfläche und Begehbarkeit (Bewirtschaftung)
- Wasseranschluss für Bewässerung bzw. Bewässerungssystem
- Vorgaben zur Begrünung oder Nutzung von Balkon, Terrasse und Garten durch den Vermieter
- Lichteinfall
(direkte Sonneneinstrahlung, Halbschatten oder Schatten)
- Windsituation auf Dachfläche, Terrasse oder Balkon
- Anforderungen an den Wasserhaushalt
- Pflanzgefässe
entsprechend dem Wurzelraum oder der Wuchsform wählen
- Installation von Kletter- oder Rankhilfen
- Substratwahl entsprechend der Kultur
- Wasser- und Nährstoffbedarf der Kultur
- Geeignete Anbautechniken
- Fruchtfolge bzw. Auffrischung vorhandener Erde
- Anlockung von Bestäubern
Insekten erbringen für uns Menschen wichtige Ökosystemleistungen wie beispielsweise die Bestäubung von Kulturpflanzen oder die Abwehr von Schädlingen. Mit Strukturelementen wie Steinhaufen, Totholz, Sandlinsen oder einem Insektenhotel können Bestäuber und Nützlinge angelockt und die Biodiversität im Gemüsegarten bzw. auf dem Dach gefördert werden.