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(dpa) Der krisengeschüttelte Luftfahrtriese Boeing will die Fertigungsrate seines Langstreckenjets 787 «Dreamliner» angesichts von schwacher Nachfrage und Produktionsmängeln weiter verringern. Ab Mitte 2021 sollen nur noch fünf Exemplare pro Monat hergestellt werden, sagte Finanzchef Greg Smith am Freitag bei einer Konferenz. Damit würde monatlich eine Maschine weniger als bisher geplant gefertigt. Boeing hatte die Produktion des Modells in den letzten anderthalb Jahren bereits mehrfach zurückgefahren.
(awp/sda) Beim Rohstoffgiganten Glencore kommt es zum Wechsel an der Spitze: Konzernchef Ivan Glasenberg übergibt das Amt an den Chef der Kohleförderung, Gary Nagle. Er werde in sechs Monaten zurücktreten, sagte Glasenberg am Freitag.
Ein Lehrer im Kanton Waadt arbeitet während des Lockdowns im März von zuhause aus.
(Bloomberg) Bei Mitarbeitern in Europa lässt der Wunsch, nach der Pandemie von zu Hause aus zu arbeiten, nach, da sie die längere Abwesenheit von ihren Büros satthaben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Strategen von Morgan Stanley.
Im November sagten Beschäftigte in der Region, dass sie durchschnittlich zwei Tage in der Woche von zu Hause aus arbeiten möchten, verglichen mit 2,3 Tagen im Oktober. Dies ergab eine Umfrage unter 12 500 Mitarbeitern in verschiedenen Branchen in Grossbritannien, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich, die seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im Home-Office arbeiten.
«Die Umfrage in diesem Monat deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach zukünftiger Heimarbeit im Vergleich zu früheren Umfragen zurückgegangen ist, möglicherweise im Zusammenhang mit zunehmender Lockdown-Müdigkeit», schrieben die Strategen um Christopher Fremantle in einer Mitteilung.
Die Umfrage von Morgan Stanley wurde während der zweiten grossen Lockdown-Welle in Europa durchgeführt, mit der die Ausbreitung des Virus gestoppt werden soll. Die Daten liefern auch Hinweise darauf, ob die Covid-19-Krise eine langanhaltende Verlagerung in Richtung Heimarbeit bedeutet oder ob die Mitarbeiter die meiste Zeit ins Büro zurückkehren möchten, sobald dieses sicher ist.
In Zukunft erwarten laut der Umfrage 60% der europäischen Büroangestellten, dass ihre Arbeitgeber mindestens ein paar Tage in der Woche die Arbeit im Home-Office erlauben werden. Indes gehen 40% davon aus, weniger als einmal pro Woche von zu Hause aus arbeiten zu dürfen.
(mla.) In den USA sind im November nur 245 000 Stellen geschaffen worden, nach viel stärkeren Gewinnen in den vorangehenden 6 Monaten. Gegenüber dem Februar-Niveau fehlen derzeit noch fast 10 Millionen Stellen. Landesweit treten derzeit neue Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Kraft, welche die wirtschaftliche Erholung weiter bremsen dürften.
Auch die Arbeitslosenquote bleibt fast doppelt so hoch wie vor Ausbruch der Corona-Krise, auch wenn sie im Sinken begriffen ist. Offiziell als arbeitslos galten im November 10,7 Mio. Personen. Dem Arbeitsmarkt ganz den Rücken gekehrt haben im November 560 000 Amerikaner. Gegenwärtig umfasst der Arbeitsmarkt fast 6 Millionen weniger Personen als zu Jahresbeginn.
(awp/sda/reu) Wenige Wochen vor seinem Abgang facht US-Präsident Donald Trump den Streit zwischen den USA und China weiter an. Die US-Regierung setzte in der Nacht zu Freitag den grössten chinesischen Chipkonzern SMIC sowie den Ölriesen CNOOC auf die Schwarze Liste mutmasslicher chinesischer Militärunternehmen.
Es wird erwartet, dass der Schritt die Spannungen zwischen beiden Ländern weiter verschärft. Neben SMIC und CNOOC setzte das US-Verteidigungsministerium auch China Construction Technology sowie China International Engineering Consulting auf die Liste, auf der sich inzwischen 35 Unternehmen befinden. Ab November 2021 dürfen US-Investoren dann keine Wertpapiere von Firmen auf dieser Liste mehr kaufen.
SMIC, das stark von Zulieferungen aus den USA abhängig ist, erklärte, die Entscheidung strikt abzulehnen. SMIC ist der grösste Chipfertiger in der Volksrepublik, reicht aber nicht an Marktführer TSMC aus Taiwan heran. Die US-Regierung setzt die schwarze Liste häufig ein, um chinesische Industrien zu tr
(awp/sda) Nach der Übernahme von Sunrise durch UPC hat das zusammengelegte Telekomunternehmen die neue Geschäftsleitung mit Managern aus beiden Firmen ernannt. So wird unter anderem Jany Fruytier neuer Finanzchef, wie Sunrise-UPC am Freitag in einem Communiqué bekanntgab.
Bereits vor drei Wochen war Sunrise-Chef André Krause zum CEO des gemeinsamen Unternehmens berufen worden. Damit kehrte der UPC-Chef Baptiest Coopmans nach zehn Monaten an der Spitze der Schweizer Kabelnetzbetreiberin zum Mutterkonzern Liberty Global zurück, wo er eine führende operative Rolle übernimmt. Dafür wurde seine Vorgängerin Severina Pascu zu Krauses Stellvertreterin und zur operativen Verantwortlichen ernannt.
Nun hat Sunrise-UPC die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung bekanntgegeben: Der Sunrise-Technikchef Elmar Grasser behält sein Amt im fusionierten Konzern. Marketingchef wird Stefan Fuchs, Verkaufschef Giuseppe Bonina.
Insgesamt umfasst die neue Geschäftsleitung nicht weniger als vierzehn Mitglieder, unter ihnen auch Christoph Richartz als neuen YOL-Chef. Krause habe bei der Auswahl «ein besonderes Augenmerk auf eine stabile Organisation» sowie die «beste Zusammensetzung der Führungskräfte aus beiden Unternehmen» gelegt, heisst es in der Mitteilung. Nun soll das Integrationsprogramm für die Zusammenlegung der beiden Telekomanbieter im Detail erarbeitet werden.
(sda/dpa/afp) Das Erdölkartell Opec und seine zehn Kooperationspartner (Opec+) drehen den Ölhahn wieder etwas weiter auf. Ab Januar kommenden Jahres solle die zuletzt stark reduzierte Produktionsmenge um 500 000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöht werden.
Dies teilte der russische Energieminister Alexander Nowak am Donnerstagabend nach dem Opec+-Halbjahrestreffen mit. Darüber hinaus einigten sich die teilnehmenden Länder gemäss den Angaben ab Januar 2021 auf monatliche Ministertreffen, um die aktuelle Situation auf dem Erdölmarkt zu überwachen und das weitere Ausmass der Beschränkungen zu bestimmen.
Ein solches Vorgehen ermögliche grosse Flexibilität und eine jeweils präzise Antwort auf die Marktbedingungen, sagte Nowak weiter. «Die Anpassungen können in beiden Richtungen sein.»
Damit reagiert die Opec+ auf die anhaltenden Unsicherheiten auf dem Ölmarkt, aber auch den vorsichtigen wirtschaftlichen Optimismus angesichts einer möglichen baldigen Überwindung der Coronavirus-Krise.
Nach ursprünglichen Plänen wollte die Opec+ ab Januar die Kürzungen, die zuletzt 7,7 Millionen Barrel am Tag betrugen, auf 5,8 Millionen Barrel zurücknehmen. Ab Januar beträgt die Kürzung nun noch 7,2 Millionen Barrel.
Durch die Coronavirus-Pandemie, die aufgrund der erneuten Lockdowns die beginnende wirtschaftliche Erholung wieder gedämpft hat, dürfte sich die Erdölnachfrage nach Einschätzung der Opec+ auch 2021 erst langsam wieder erholen.
Der Einbruch der Weltwirtschaft durch die Coronavirus-Krise hatte in diesem Jahr die Erdölpreise stark unter Druck gesetzt. Zur Jahresmitte hatte die Opec+ eine beispiellose Förderkürzung um fast zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag beschlossen. Auf niedrigem Niveau hatte sich der Ölpreis zuletzt stabilisiert.