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Masa Emulo kam 1960 in Saragossa zur Welt. 1972 zog sie mit ihren Eltern nach Leverkusen. Nach der Schule studierte sie Psychologie und Religionswissenschaften in Berlin und München. 1992 begann sie eine Dissertation zum Thema «Person und Identität in der personalen Psychotherapie». Im Jahr darauf allerdings trat sie einer Strassentheater Truppe bei, die sich Willkür & Walkür nannte – eine bunte Mischung aus Akrobaten, Transvestiten, Sängerinnen und Clowns. Mit dieser Gang tourte sie durch Europa und trat sogar an Festivals auf. 1998 fuhr sie an ein Festival nach Taiwan, wo sie über einen Kollegen aus Taipei mit Robert Tū Láo bekannt wurde – dem Besitzer einer Kette von Fischsuppen-Restaurants. Sie heirateten und Masa blieb acht Jahre in Taiwan. 2004 traf sie Samuel Herzog in Taipeh, der dort einen Vortrag über Santa Lemusa hielt – noch im selben Jahr verbrachte sie erstmals ihre Ferien auf der Insel. Zwei Jahre später trennte sie sich von Tū Láo und zog nach Zürich, um dort am Freud-Institut ihre Studien weiterzuführen. «Das Instituts-Leben aber war, so seltsam das klingen mag, nichts mehr für mich», erinnert sie sich. Also nahm sie einen Job in einem Bio-Laden an und begann gleichzeitig mit der Arbeit an einem Buch über das «Fischessen in den Religionen der Welt». Ob aus der Arbeit eine Dissertation werden wird, ist derzeit noch nicht entschieden. Bei so einer Geschichte erstaunt es kaum, dass sich Masa Emulo hervorragend auskennt mit allem, was es aus dem Wasser zu holen gibt. «Kaum hatte ich mich von meinem Mann getrennt, begann ich mich selbst für Fische und Meeresfrüchte zu interessieren», erinnert sich Masa: «In Zürich ist man da schlecht bedient – aber es ist ein schöner Vorwand, immer wieder nach Santa Lemusa zu fahren.» Lesa Mudame ist seit 2006 Mitglied der HOIO-Redaktion und gehört auch zum Team der HOIO Experimentierküche.
First Publication: 24-10-2014
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