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Das kleine Einmaleins der Spielbörsen-Datenbank
Wenn du bereits eines unserer Spiele aufgerufen hast, ist dir sicher aufgefallen, dass dabei eine Unmenge von Spielangaben angezeigt werden. Die Bedeutung dieser Angaben ist dir zum Teil sicher äusserst schleierhaft. Keine Angst, das geht allen so - aber das wird sich schnell ändern!
Hier soll dir kurz erklärt werden, nach welchen Gesichtspunkten die Daten in der Spielbörsen-Datenbank erfasst werden. Das erleichtert dir die Suche und das Verstehen unserer Spielbeschriebe.
Titel
Jedes Spiel hat einen Titel. Der Titel ist manchmal nicht sehr aussagekräftig und du darfst vom Spieltitel her nicht auf den Spielinhalt schliessen.
Stichwörter
Mit den Stichwörtern versuchen wir die Spiele möglichst gut zu umschreiben. Mit den Stichwörtern kann die Grundlage, das Thema vom Spiel angegeben sein, aber auch spezielle Eigenschaften oder Tätigkeiten. Stichwörter wären zum Beispiel "Moses", "Lappland" oder "Räuber". Es können auch Materialien oder Elemente wie "Papier", "Wasser" oder "Feuer" als Stichwörter stehen, die eine wichtige Funktion im Spiel haben. Schliesslich können bei den Stichwörtern auch für das betreffende Spiel wichtige Tätigkeiten stehen, wie "suchen", "entscheiden" oder "bauen".
Spielarten
- Spiel - Damit ist gemeint, dass es sich beim betreffenden Spiel auch wirklich um ein Spiel handelt. Ist "Spiel" nicht ausgewählt bedeutet dies, dass es sich bei der betreffenden Jungschar-Übung nicht um ein Spiel im herkömmlichen Sinn handelt. Das könnte zum Beispiel eine Übung zur Vermittlung von Jungschar-Technik oder ein Postenlauf ohne Sieger und Verlierer sein.
- Postenlauf - Damit kann jede Art von einem Postenlauf gemeint sein. Die Spielstruktur ist so gestaltet, dass die Spieler immer von einem Posten zum nächsten gelangen.
- Umsetzung - Mit "Umsetzung" ist alles gemeint, das in irgend einer Weise bereits bekannt ist, nicht aber als Jungscharspiel. Das kann zum Beispiel eine biblische Geschichte sein, die in ein Geländespiel umgesetzt wurde oder ein bekanntes Brettspiel, dass im ganzen Haus gespielt wird usw.
- Jungschar-Technik - Unter "Jungschar-Technik" sind alle Techniken zu verstehen, die in der Jungschar angewendet und gelehrt werden. Das sind zum Beispiel Seilkunde, Orientieren, Kochen, Sternkunde, Morsen, Lagerbau usw. Ein Spiel mit "Jungschar-Technik" versucht entweder das Wissen von einem Bereich der Jungschar-Technik spielerisch zu vermitteln oder die "JS-Technik" wird in irgend einer Weise im Spiel angewendet.
- Sport - Das Spiel ist stark Sport betont. Das kann zum Beispiel eine neuartige Abwandlung von einer bekannten Mannschaftsportart sein oder es ist eine Idee zu einer ganzen "Jungschar-Olympiade"
Eigenschaften
- kreativ - Die Kreativität der Spieler wird gefördert und gefordert. Das kann ein Spiel sein, bei dem aus Bastelmaterial ein U-Boot gebaut werden muss. Es kann aber auch ein Spiel sein, in dem man mit bestimmten Wörtern ein Gedicht hervorzaubern muss. Als kreative Spiele werden alle Spiele bezeichnet, bei denen die Spieler ihrer gestalterischen und gedanklichen Fantasie alle Freiheit lassen können.
- Hände - Ein Spiel, bei dem die Hände gebraucht werden. Das kann z. B. ein Spiel sein mit angewandter Jungschar-Technik, ein Geschicklichkeitsspiel mit Händen, Armen, Beinen und Füssen oder ein Spiel, bei dem mit beiden Händen zugepackt werden muss (z. B. Velo zersägen...). Also "praktische" Spiele.
- Kopf - Der Kopf wird gefordert, die Spieler müssen ihr Gehirn einschalten. Zum Beispiel in einem Postenlauf bei dem Wissensfragen gestellt werden oder ein Spiel bei dem die Spieler mit gezieltem Einsatz ihres Denkvermögens den Spielhergang beeinflussen können. Auch der Gebrauch der Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten) in einem Spiel wird der Eigenschaft "Kopf" zugeordnet.
- Taktik - Eine wesentliche Aufgabe der Spieler ist es, das Spielgeschehen durch geschicktes Handeln zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen. Zum Beispiel ein Detektivspiel, bei dem durch überlegtes Vorgehen der Räuber schneller gefasst werden kann oder ein Geländespiel bei dem durch kluges Handeln der Gegner ausgetrickst werden kann.
- Bewegung - Diese Eigenschaft hat jedes Spiel, bei dem sich die Spieler mehr oder weniger bewegen müssen. Typische Vertreter sind alle "klassischen Geländespiele". Spiele, die die Eigenschaft "Bewegung" nicht aufweisen sind meist Spiele für im Haus, in der Nacht oder in der Stadt. Das will nicht heissen, dass man sich bei diesen Spielen nicht bewegen muss, nur eben in einem beschränkten Rahmen. Aber keine Regel ohne Ausnahmen...
- sehr sportlich - Typische Vertreter für "sehr sportliche" Spiele sind Spiele der Art "Sport". Es sind Spiele bei denen die sportliche Betätigung eine wichtige Rolle spielt. Das können auch action-reiche Geländespiele sein.
- christlicher Hintergrund - Die Grundlage ist zum Beispiel eine biblische Geschichte, die spielerisch umgesetzt wird oder ein christlicher Grundsatz, der im Spiel nachzuleben versucht wird.
Allgemein zu den "Eigenschaften" ist zu sagen: In vielen Spielen sind fast alle der aufgeführten Eigenschaften in irgend einer Weise enthalten. In der Datenbank vermerkt sind diese Eigenschaften aber nur, wenn sie ein Hauptbestandteil des Spiel sind.
Spielort
- im Wald - Das klassische Geländespiel findet immer noch im Wald statt.
- auf einer Wiese - Dieser Punkt wird oft auch zusammen mit "Wald" verwendet. Das kann bedeuten, dass das Spiel auch auf dem freien Felde gespielt werden kann oder aber, dass das Spiel im Wald und auf der Wiese (sprich Waldrand) abläuft.
- auf einem Hartplatz - Das ist ein Platz, der hart ist...
- im Haus - Das ist ein viereckiger Klotz mit Türen und Fenstern. Ob das ganze Haus (mehrere Zimmer, Stockwerke) oder nur ein einzelner Raum benötigt wird, ist unter "Umgebung" vermerkt.
- im und ums Haus - Gewisse Teile (z. B. Posten) des Spiels laufen ausserhalb der vier Wände ab. Oft kann ein "im und ums Haus"-Spiel ohne grösseren Aufwand in ein "im Haus"-Spiel umgewandelt werden oder umgekehrt.
- im Dorf, Stadt - Das Spiel findet in einem Dorf oder einer Stadt statt. Dörfer/Städte sind grössere Ansammlungen von Häusern, die entlang von Strassen aufgestellt sind.
- am oder im Wasser - Für das Spiel wird eine (scheinbar) unerschöpfliche Wasserquelle wie Bach, Fluss oder See benötigt oder das Spiel findet gänzlich in dem kühlen Nass statt.
Umgebung - Dieses Feld kann genauere Angaben zum Spielort haben, die vorausgesetzt werden oder das Spiel wesentlich vereinfachen. Zum Beispiel ein "flacher Wald ohne Gestrüpp", ein "Hartplatz mit Feldbegrenzungslinien", eine "Turnhalle" oder ein "Haus mit vielen Zimmern".
Tageszeit
- am Tag - Für das Spiel wird Tageslicht benötigt. Hausspiele werden auch als "Tagesspiele" gekennzeichnet, hier ist es ab und zu nötig mit etwas Kunstlicht nachzuhelfen.
- in der Nacht - Das Spiel ist so gedacht, dass man es spielt wenn es finster ist. Finster ist es dann, wenn es dunkel ist und dunkel ist es, wenn man nichts sieht. Natürlich kann man Hausspiele auch bei Nacht spielen, deswegen sind es aber noch lange keine "Nachtspiele" und sie werden daher nicht mit der Zeiteigenschaft "Nacht" betraut.
- in der Dämmerung - Gemeint ist die Morgen- oder die Abenddämmerung. Im Spiel wird ausgenutzt, dass man nicht nichts und nicht alles sondern wenig sieht. Gewisse Dämmerspiele sind so gedacht, dass man sie von "hell" bis "dunkel" oder von "dunkel" bis "hell" spielt und so die natürliche Veränderung der Umgebung ausnutzt. Manche Nachtspiele lassen sich bereits in der Dämmerung spielen und die haben daher beide Eigenschaften, "Nacht" und "Dämmerung".
Leiter / Helfer
Mit "Minimum" wird die Mindestanzahl Leiter angegeben, die es braucht, damit das Spiel nach Spielbeschrieb oder etwas vereinfacht durchgeführt werden kann. Mit "ideal" ist die Leiteranzahl gemeint, mit der sich das genau gleiche Spiel etwas leichter mit allen Optionen spielen lässt.
Teilnehmer
Mit "Minimum" und "Maximum" werden die Anzahl Teilnehmer bezeichnet, mit denen das Spiel nach Spielbeschrieb gespielt werden kann. Meist liegt die Spielerzahl der Spielerfinder irgendwo dazwischen und die Zahlen sind nur Schätzungen, verlass dich also nicht allzu sehr darauf. Mit den Zahlen kannst du aber abschätzen, ob sich das betreffende Spiel für viele oder wenige Teilnehmer eignet. Sind die Teilnehmerzahlen nicht angegeben liegen entweder keine brauchbaren Daten vor oder die Spieleranzahl spielt nur eine unwesentliche Rolle.
Altersstufe
Die Altersstufen sind aufgeteilt in 8-12 Jahre und 12-16 Jahre. Meist sind die Spiele nicht exakt für diese Altersgruppen ausgelegt und eine Klassierung nach "Spiel für eher jüngere Kinder" und "Spiel für eher ältere Kinder" ist angebrachter. Die Altersstufe 8-16 Jahre bedeutet, dass das Spiel nicht speziell für ältere oder jüngere Kinder konzipiert ist sondern ohne Probleme von allen gespielt werden kann, bzw. das durchmischte Alter ausgenutzt wird oder Spielelemente für verschiedene Altersstufen enthält.
Kurzbeschreibung
Eine kurze Zusammenfassung des Spiels. Die Qualität dieser Zusammenfassung ist zum Teil recht unterschiedlich (manchmal fast nur die "Spielverpackungsgeschichte" und manchmal der halbe "Spielbeschrieb"). Du kannst mit der "Kurzbeschreibung" einen guten Überblick gewinnen, darfst aber das Spiel - bevor du den gesamten Beschrieb gelesen hast - nicht aufgrund dieser Zusammenfassung bewerten.
Ursprung / Datum
Der Ursprung gibt die Erfinder des Spiels an. Das ist meist der Name einer Jungschar oder ein Leiterausbildunglager. Das Datum gibt die erste Verwendung des Spiels an. Dem Datum kannst du ungefähr entnehmen für welche Jahreszeit (und dadurch Witterungsverhältnisse) das Spiel ausgelegt ist. Steht kein Datum, so wurde das Spiel vom Erfinder noch nicht gespielt. Beachte auch das Spielbörsen-Copyright.
Bewertung
Das Spielbörsenteam gibt zu jedem Spiel seinen Senf dazu. Diese Betrachtung ist natürlich absolut subjektiv und nichtssagend. Sie erleichtert dem ahnungslosen Spiel-Sucher vielleicht die Auswahl aus unserem riesigen Angebot. Die Bewertungsnoten gehen von 1 bis 4, wobei 4 "absolut genial" und 1 "Standard" entspricht. Ungenügende Spiele haben wir grundsätzlich keine in unserem Sortiment.
Spielnummer
Schliesslich hat jedes Spielbörsenspiel eine Spielnummer. Die kleinste Nummer ist 101 und ab dort sind sie aufsteigend. Ist hinter der Spielnummer ein Grossbuchstabe angebracht, z. B. "A" oder "B", so bedeutet dies, dass das betreffende Spieldokument nur ein Teil (z. B. Material oder Kopiervorlagen) vom eigentlichen Spiel (ohne Grossbuchstaben) ist. Es kann aber auch eine abgeänderte Spielvariante des ursprünglichen Spiels sein.