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Glengyle ist eine 1872 von William Mitchell gegründete Whiskybrennerei. 1919 und 1924 verkauft und kurze Zeit später, diesmal samt den 'Warehouses', wieder aufs Trockene gelegt. Ein Besitzer von Glen Scotia scheiterete zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ebenfalls an einer Wiedereröffnung. In den 1950er Jahren nahm die Firma Campbell Henderson Ltd. Glengyle wieder in Betrieb.
Ende 2000 wurde die Brennerei durch Mitchell's Glengyle Ltd. wieder in Stand gesetzt und modernisiert. Geleitet wird die Brennerei seither von Hedley Wright, einem Nachfahre des Firmengründers William Mitchell, ebenfalls Leiter von Springbank. Die Brennblasen bezog man von der Brennerei Ben Wyvis, die dort nur wenige Jahre im Einsatz waren, bevor sie 1976 geschlossen wurde.
Die Produktion begann 2004 mit der Herstellung des ersten Destillats. Die Brennerei produziert nur zwei Monate im Jahr, was für eine Jahresproduktion von 60.000 Litern ausreicht. Bereits am 5. Mai 2007, also genau nach Ablauf der für Whiskys vorgegebenen Mindestreifezeit von drei Jahren, wurde ein Whisky namens Kilkerran abgefüllt und kann von Besuchern in der Brennerei probiert werden. Die Brennerei ist die erste, die nach der Jahrtausendwende in Schottland (wieder)eröffnet wurde. Ihr folgte die Kilchoman-Destillerie auf der Insel Islay.
Der Whisky der Glengyle-Brennerei trägt nicht den Namen der Brennerei, sondern wird unter dem Namen Kilkerran angeboten.