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Der Gebäudekomplex
Der grosse, gestufte Gebäudekomplex, der sich durch sein Mauerwerk vom Gesamtbild des Dorfes abhebt, ist von überdurchschnittlichem Wert. Nach Kunsthistoriker Walter Ruppen stammt der steinerne Unterbau, auf dem der 1852 aufgerichtete Holzbau steht, aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Auf diese Zeit weisen die Kellermauern mit ihren Bögen hin.
Der östliche Mauerteil, der eigentliche Turm, entstand wesentlich früher. Er dürfte geschichtlich vermutlich einen Zusammenhang mit dem etwas südlich gelegenen Steinspeicher von 1395 haben, ein Datum, das die dendrochronologische Untersuchung des Büros für Archäologie der Stadt Zürich ergab. Der turmartige Bau östlich des Holzteiles könnte wohl in die Zeit zurückgehen, als Adelsgeschlechter über Mund die Herrschaft ausübten (13.-14. Jahrhundert). Es ist allbekannt, dass diese Herrschaftsgeschlechter in turm- oder burgartigen Gebäuden wohnten, um so ihre Macht zu demonstrieren.
Die geschichtenhafte Ausstellung „Altes Wohnen“
Sobald man das Haus betritt, fühlt man sich in vergangene Zeiten zurückversetzt. Die kulturhistorische Wohnausstellung zeigt eine typische Wohnsituation von anno dazumal. Wie lebte man damals, wie wurde gekocht und wie wurde gearbeitet? All das und viel mehr zeigt die Ausstellung „Altes Wohnen“ auf. Die sachkundigen Führer ergänzen die Ausstellungsobjekte mit spannenden Geschichten zur Lebenswelt der Leute in Mund.
Der Eintritt zur Ausstellung „Altes Wohnen“ ist mit der Gästekarte kostenlos.