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Hypnosetherapie ist eine Art geführter Meditation oder ein tranceähnlicher Konzentrationszustand, der mit Hilfe eines Hypnosetherapeuten erreicht wird. Dieser tranceähnliche Zustand ist vergleichbar mit der völligen Versenkung in ein Buch, einen Film, einer Musik oder in die eigenen Gedanken oder eine Meditation.
In diesem natürlichen tiefen Entspannungszustand können wir unsere Aufmerksamkeit ganz nach innen lenken, um die natürlichen Ressourcen tief in uns selbst zu finden und zu nutzen, welche uns helfen können, in bestimmten Bereichen unseres Lebens positive Änderungen vorzunehmen oder die Kontrolle wieder zugewinnen.
Hypnosetherapie ist eine Therapieform, die sowohl alleine, als auch zusammen mit anderen Formen der psychologischen oder medizinischen Behandlung angewendet werden kann. Daraus ergeben sich sehr viele Anwendungsmöglichkeiten.
Eine Hypnosetherapie wird zur Behandlung von Angstzuständen, Phobien, Drogenmissbrauch inklusive Tabak und Alkohol, Essstörungen, sexueller Funktionsstörung, Allergien, schlechten Gewohnheiten und unerwünschtem spontanem Verhalten eingesetzt. Sie hilft bei Schlaf- und Lernstörungen, bei Kommunikations- und Beziehungsproblemen.
Hypnosetherapie wirkt sehr unterstützend bei der Schmerztherapie und bei der Lösung von Erkrankungen wie Hautproblemen, Verdauungsstörungen oder gastrointestinalen Nebenwirkungen von Schwangerschaft und Chemotherapie helfen.
Sie wird von Zahnärzten verwendet werden, um Patienten dabei zu helfen, ihre Ängste zu kontrollieren oder Zähneknirschen und andere orale Zustände zu behandeln. Bei einigen Zahnärzten un in einigen Spitälern werden bei Unverträglichkeit gegenüber Narkosemitteln, erfolgreich gewisse chirurgische Eingriffe in Hypnose durchgeführt.
Sie wird von Zahnärzten verwendet werden, um Patienten dabei zu helfen, ihre Ängste zu kontrollieren oder Zähneknirschen und andere orale Zustände zu behandeln. Bei einigen Zahnärzten un in einigen Spitälern werden bei Unverträglichkeit gegenüber Narkosemitteln, erfolgreich gewisse chirurgische Eingriffe in Hypnose durchgeführt.
Das Bewusstsein kann mit einem Eisberg verglichen werden, wobei der Teil über dem Wasser, das Tagesbewusstsein, also den bewussten Teil unseres Bewusstseins darstellt.
Der viel grössere Teil unseres Bewusstseins, das Unterbewusstsein, verbirgt sich aber vor uns unter der Wasseroberfläche. Die Wasseroberfläche bildet den Übergang vom Tages- zum Unterbewusstsein und wird in der Hypnosetherapie "der kritische Faktor" genannt.
Das Wachbewusstsein ist der logische, analytische Verstand, in dem wir rationale Entscheidungen treffen, die auf Konsequenzen beruhen.
Das Unterbewusstsein ist viel grösser als das Wachbewusstsein und ist ein "Multitasker". Es hat viele Funktionen. Gedächtnis, Vorstellungskraft, Emotion, Träumen, automatische Funktionen und Verhalten:
Das Unterbewusstsein erinnert sich an alles, was wir jemals erlebt haben, mit unserem Tagesbewusstsein, können wir uns aber natürlich nicht sofort an all das erinnern. Z. Bsp. ist es unwahrscheinlich, dass wir uns daran erinnern, was wir am Tag vor unserem 4. Geburtstag zum Mittagessen getrunken haben und natürlich haben wir auch keinen besonderen Grund, uns daran zu erinnern, es sei denn, es war von irgendeiner Bedeutung.
Wir können jedoch sofort auf eine Erinnerung in unserer Vergangenheit zurückgreifen, wenn sie zusammen mit starken Emotionen im Unterbewusstsein abgespeichert wurde. Z. Bsp. wenn ein gewisses Lied im Radio zu hören ist, werden wir sofort an diese eine Silvesterparty im Jahr 1975 erinnert, an der wir unsere grosse Liebe das erste Mal geküsst haben. Aber in keiner Weise denken wir über diese Party nach, bevor wir das Lied im Radio hören. Diese spontanen Erinnerungen können durch jeden unserer Sinne ausgelöst werden und wir alle haben dies schon viele Male erlebt.
Wir können uns unser Unterbewusstsein als ein riesiges Ablagesystem vorstellen. Alles wird in unserem riesigen Unterbewusstseinsarchiv gespeichert, alles wird beschriftet und abgelegt.
Einiges davon ist so tief abgelegt, dass wir es wahrscheinlich nicht finden werden, so als würde man eine Nadel im Heuhaufen suchen. Ausserdem werden einige Informationen beim Ablegen falsch gekennzeichnet. Dies ist häufig die Ursache für unsere wiederkehrenden Probleme. Hier kann die Hypnosetherapie Abhilfe schaffen, um die alten Erfahrungen neu zu kennzeichnen, damit sie uns zukünftig nicht weiter Probleme verursachen.
Dies ist die Sprache des Unterbewusstseins, sie hat einen starken Einfluss auf die Art und Weise, wie wir mit der Welt interagieren. Wir nutzen unsere Vorstellungskraft, um mögliche Erfahrungen zu testen.
Wenn uns beispielsweise jemand vorschlagen würde, einen Fallschirmsprung durchzuführen, würden wir uns die Erfahrung erst vorstellen, bevor wir uns entscheiden, ob wir auf den Vorschlag einsteigen.
Vorstellungskraft kann sich auch physisch auf uns auswirken. Bei der Vorstellung, jemanden in ein Stück Zitrone beissen zu sehen, verziehen die meisten Menschen das Gesicht und einige bekommen sogar starken Speichelfluss im Mund, so als würden sie selbst in die Zitrone beissen.
Wenn wir diese Tatsache mit etwas in Verbindung bringen, vor dem wir Angst haben, kann die blosse Vorstellung dessen, wovor wir Angst haben, zu einer physischen und / oder emotionalen Reaktion führen. Auch hier kann die Hypnosetherapie Abhilfe schaffen, indem wir unsere Reaktion anpassen.
Unbewusste Emotionen sind oft sehr nahe bei der Vorstellungskraft und Erinnerung. Eine glückliche Erinnerung kann die positiven Gefühle, die wir damals hatten, zurückbringen und uns dabei helfen, uns ruhig und entspannt zu fühlen. Eine negative Erinnerung kann jedoch dazu führen, dass wir uns unwohl fühlen.
Hypnosetherapie kann dazu beitragen, positive oder neutrale Gefühle für eine Erinnerung zu erzeugen, die uns Probleme bereitet.
Unser Unterbewusstsein hält unseren Körper am Laufen, sodass wir nicht bewusst nachdenken müssen, um ein- und auszuatmen oder welche Muskeln aktiviert werden müssen, damit wir beispielsweise einen Schritt machen oder unseren Kopf drehen können. Wenn wir uns all diese Dinge bewusst überlegen müssten, würden wir sehr schnell verrückt werden!
Wenn wir eine Handlung oder ein Gedankenmuster oft genug wiederholen, wandert es vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein und wird automatisiert. Das ist grossartig, wenn es ein nützliches Verhalten ist. Als wir zum ersten Mal gelernt haben zu laufen oder unseren Namen zu schreiben, hat uns das viel Mühe und Konzentration gekostet. Jetzt, da wir diese Gewohnheiten automatisiert haben, sparen wir viel Zeit und Energie. Aber wenn es uns unter den Nägeln juckt, wenn wir uns bei einer Spinne wie versteinert fühlen, wenn wir in Panik geraten oder wenn wir uns in der Nähe anderer Menschen nicht sicher oder gut genug fühlen, kann dies kontraproduktiv sein, insbesondere dann, wenn gar kein offensichtlicher Grund dafür vorliegt.
Gewisse Dinge können relativ einfach, durch die bewusste Anstrengung sie zu ändern überwunden werden. Es gibt aber viele noch unbewusste Emotionen und Erinnerungen die uns aus den Unterbewusstsein übersteuern und diese müssen auf unbewusster Ebene behandelt werden.
Der kritische Faktor des Geistes, die Wasserlinie unseres Eisbergs, wirkt wie eine Art Filter zwischen dem bewussten und dem unterbewussten Geist. Was auch immer wir erleben, kommt durch das logische Bewusstsein herein und geht durch den Filter des kritischen Faktors zum Unterbewusstsein, welches dann das Datenarchiv jeder Erfahrung durchsucht, die wir jemals hatten, um zu entscheiden, auf welche Weise wir auf die erhaltenen Informationen reagieren.
Unterschiedliche Menschen reagieren deshalb sehr unterschiedlich auf die gleiche Situation, abhängig davon, was in ihrem Archiv des Unterbewusstseins abgespeichert ist.
Beispiel 1:
Stellen wir uns zwei Personen in einem Raum vor. Einer, der Vogelspinnen hält, und der andere, der als Kind von einer Spinne gebissen wurde und seitdem jedes Mal Angst hat, wenn er eine Spinne zu Gesicht bekommt.
Wenn eine Spinne über den Boden läuft, reagiert die eine Person ruhig und gelassen und die andere Person reagiert mit Angst, aber beide haben genau dasselbe Ereignis erlebt.
Dies liegt daran, dass einerseits durch ständige Wiederholung, andererseits durch starke plötzliche Emotionen Denkprozesse gebildet werden, ähnlich wie wenn jemand über einen Rasen geht. Tut er es einmal, springt das Gras einfach zurück und die Fussabdrücke verschwinden wieder. Wenn es aber immer und immer wiederholt wird, wird irgendwann ein sichtbarer Pfad geschaffen. Daher ist es wahrscheinlicher, dass wir Informationen akzeptieren, die mit dem übereinstimmen, was wir bereits im Archiv unseres Unterbewusstseins abgespeichert haben und dass wir Informationen ablehnen, die nicht damit übereinstimmen.
Beispiel 2:
Der Besitzer der Vogelspinne teilt der anderen Person mit, dass es nichts zu befürchten gibt, aber der kritische Faktor der anderen Person lehnt dies aufgrund der Erinnerungen, der Vorstellungskraft und der Emotionen ab, die sie in ihrem Unterbewusstseinsarchiv über Spinnen abgespeichert hat. Aus diesem Grund reagieren wir weiterhin auf die Spinne in der Weise, wie wir es schon seit jeher getan haben, und verstärken so unseren Denkprozess, auf Spinnen mit Angst zu reagieren.
Hier kommt die Hypnosetherapie ins Spiel. Während der Hypnose entspannen wir unser Wachbewusstsein, so dass wir direkt mit unserem Unterbewusstsein kommunizieren können. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Methoden, um dies zu tun. Es hängt jeweils von uns und unseren Umständen ab, welche Methoden am besten für uns funktionieren. Es gibt keine "Einweg-Allzweck-Lösungsmethode" mit Hypnotherapie. Manchmal müssen verschiedene Wege erkundet und ausprobiert werden, um herauszufinden, welche für uns am besten geeignet ist.
Wir müssen die Veränderung vornehmen wollen. Hypnotherapie ist keine magische Pille oder ein Zauberstab, nicht etwas, wo wir einfach zurücklehnen und es wird für uns gemacht. Es erfordert von uns Arbeit und Hingabe. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass ein Problem nach einer Sitzung vollkommen gelöst ist. Manchmal braucht es dazu aber auch mehrere Sitzungen, bei denen zwischen den Terminen auch manchmal Hausaufgaben gemacht werden müssen, zu denen wir uns verpflichtet fühlen sollten.
Veränderung geschieht nicht durch Zufall, sondern durch Wahl. Nur wir selbst können unser Leben verändern, niemand sonst kann es für uns tun. Ziel und Aufgabe der Hypnosetherapie ist es, uns dabei zu helfen, die gewünschten Veränderungen selbst vorzunehmen und somit wieder die volle Kontrolle über unser Leben zurück zu erhalten.
Es gibt viele Mythen und Missverständnisse über Hypnose. Viele Leute haben Bühnenhypnotiseure gesehen, die offenbar Leute dazu gebracht haben, auf der Bühne alle möglichen verrückten Dinge zu tun, wie in eine Zwiebel zu beissen und zu denken, es sei ein Apfel oder auf der Bühne herumzulaufen und zu bellen wie ein Hund. Tatsache ist, dass dies Unterhaltung ist und die Leute, die auf die Bühne gehen, Leute sind, die Spass haben wollen, und sie sind die Art von Leuten, die verrückte Dinge tun, unabhängig davon, ob sie in Hypnose sind oder nicht.
Hypnose ist keine Gedankenkontrolle. Wir sind uns voll bewusst und haben die volle Kontrolle, wenn wir in Trance sind. Wenn wir in Hypnose sind, haben wir immer die Wahl und können akzeptieren oder ablehnen, was wir wollen. Wir können nicht dazu gebracht werden, etwas gegen unseren Willen zu tun. Wir werden keine Geheimnisse preisgeben, die wir nicht preisgeben möchten. Wenn wir aufgefordert würden, etwas zu tun, das wir nicht wollten, würden wir entweder den Vorschlag ablehnen oder einfach aus unserer Trance herauskommen.
Es gibt auch Menschen die Bedenken haben, dass sie ihren Geist für dunkle Mächte öffnen, wenn sie in Hypnose gehen, aber die Realität ist, dass es nicht gefährlicher ist, als wenn wir unseren Geist öffnen, um einen Film zu schauen oder ein Buch zu lesen.
Es gibt diesen grossartigen Film namens "Office Space", in dem die Hauptfigur einen Hypnosetherapeuten besucht, der während der Sitzung aufgrund eines Herzinfarkts umkippt. Die Hauptfigur verlässt das Büro, ohne aus der Hypnose-Trance herauszukommen, und ruiniert sein Leben, weil es ihn einfach nicht mehr interessiert.
Die Realität ist, dass wir nicht in Hypnose stecken bleiben können. Wenn unser Hypnosetherapeut aus irgendeinem Grund sterben oder den Raum verlassen sollte, würden wir schliesslich genauso aufwachen, wie wir aus einem normalen Schlaf aufwachen. Weil wir uns die ganze Zeit voll bewusst sind, stellen wir schliesslich fest, dass etwas nicht stimmt und wir würden uns entscheiden, selbst aus der Trance zu kommen. In der gesamten Geschichte der Hypnose ist noch nie eine Person in Hypnose stecken geblieben.
Soullight - Schule + Praxis ist gesetzlich dazu verpflichtet auf folgendes hinzuweisen: