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Der Schlagzeuger der Rockband AC/DC, Phil Rudd, ist am Donnerstag in Neuseeland wegen eines mutmasslichen Mordkomplotts festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei muss sich der 60-Jährige wegen der Planung eines Mordes, Todesdrohungen und Drogenbesitzes verantworten.
Der Justiz von Tauranga auf der Nordinsel Neuseelands zufolge erschien er am Donnerstag bereits vor Gericht, für den 27. November wurde ein neuer Termin angesetzt.
Barfuss, müde und ungekämmt
Die Polizei hatte am Morgen Rudds Haus in Tauranga durchsucht. Dabei wurden Metamphetamine und Cannabis entdeckt. Nach seiner Festnahme wurde Rudd einem Richter vorgeführt. Bei dem kurzen Auftritt vor Gericht wirkte Rudd müde und ungekämmt, er trug einen grauen Pullover und war barfuss. Sein Anwalt bat, den Medien den Zutritt zur Verhandlung zu versagen. Der Richter lehnte dies ab.
Laut den Gerichtsdokumenten soll Rudd Ende September versucht haben, einen Auftragskiller für die Ermordung zweier Männer anzuheuern. Um wen es sich handelte, blieb zunächst unbekannt. Dem in Australien geborenen Musiker drohen wegen der Mordpläne zehn Jahre Haft. Der Musiker wurde auf Kaution freigelassen.
Erneuter Rückschlag für AC/DC
Rudd war der Rockgruppe AC/DC im Jahr 1975 beigetreten. 1983 stieg er wegen eines Streits mit Gründungsmitglied Malcolm Young aus, kehrte aber 1994 wieder zurück. Rudds Festnahme ist der zweite schwere Schlag für die Heavy-Metall-Band in wenigen Wochen. Erst im September hatten australische Medien berichtet, dass der 61-jährige Young an Demenz leide und in ein Pflegeheim in Sydney eingeliefert worden sei.
Die 1973 von Malcolm und seinem Bruder Angus Young gegründete Band wurde mit Rock-Hymnen wie «Highway to Hell», «Let There Be Rock» oder «Whole Lotta Rosie» berühmt. Ihr Album «Back in Black» gehört zu den meistverkauften und hat die Rockmusik stark beeinflusst.
Weltweit verkaufte AC/DC mehr als 200 Millionen Alben. Trotz der Erkrankung ihres Mitbegründers wollte die Gruppe im kommenden Jahr mit einem neuen Album auf Tour gehen.
(sda/ise/ama)