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Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat im vergangenen Jahr drei von 25 Beschwerden gutgeheissen. In zwei Fällen ging es um Sendungen des Schweizer Fernsehens SF DRS, in einem Fall um eine Sendung von Presse TV.
Bei den beanstandeten SF DRS-Sendungen handelt es sich um den "Kassensturz" und um "Schweiz Aktuell". Bei Presse TV ging es um eine Berichterstattung der "Motor Show". Dies zeigt der UBI-Jahresbericht 2000.
In den beiden Sendungen, die SF DRS betreffen, beurteilte die UBI die getroffenen Vorkehrungen als ungenügend. Sie beantragte daher beim Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), geeignete Massnahmen zu verfügen.
Verbotene Schleichwerbung
Bei der Beanstandung gegen den «Kassensturz» ging es um die zu häufige Nennung der Konsumzeitschrift "Saldo". Mit der wiederholten Erwähnung des Blattes im "Kassensturz" habe das Schweizer Fernsehen DRS verbotene Schleichwerbung betrieben, urteilte die UBI.
Bei "Schweiz Aktuell" richtete sich die Beschwerde gegen einen Wortbeitrag über verseuchte Import-Eier aus Bodenhaltung. Dabei wurden Bilder von Freilandhühnern gezeigt. Dies war laut der UBI geeignet, «die Meinungsbildung des Publikums in einem umstrittenen Bereich der Tier- und Konsumentenschutzpolitik zu beeinträchtigen».
Bei Presse TV rügte die UBI die tendenziöse Berichterstattung des Magazins "Motor Show" über die Volksinitiative "Avanti". Der Moderator hatte bei dem Beitrag bekannt, der "Avanti"-Initiative beide Daumen zu halten.
25 Beschwerden eingegangen
Insgesamt wurden 2000 bei der UBI 25 neue Beschwerden eingereicht, gleich viele wie im Vorjahr. Zwei betrafen Radio-, der Rest Fernsehsendungen. Zwei Drittel der Beanstandungen richteten sich gegen Sendungen von SF DRS, je eine gegen das Westschweizer Fernsehen TSR sowie das Tessiner Fernsehen TSI und gegen fünf Private.
swissinfo und Agenturen