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Nach ersten Erkenntnissen stürzten zwei von Nordkorea im Abstand von wenigen Stunden abgefeuerte Geschosse ins Japanische Meer, wie ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte.
Das südkoreanische Militär stufte den ersten Test als gescheitert ein. Im Fall der zweiten Rakete sei es noch zu früh, um eine Bewertung vorzunehmen. Das Geschoss habe eine Strecke von 400 Kilometern zurückgelegt. Die Starts verstiessen gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats, sagte der Pentagon-Sprecher.
Japans Verteidigungsminister Gen Nakatani sprach laut der Nachrichtenagentur Kyodo von einer «schwerwiegenden Provokation». Die Sicherheit seines Landes sei aber nicht beeinträchtigt gewesen. Südkoreas Präsidialamt setzte eine Sitzung des nationalen Sicherheitsstabs an.
Rakete könnte US-Militärstützpunkt Guam erreichen
In diesem Jahr war das kommunistische Nordkorea bereits viermal mit dem Test einer Musudan-Rakete gescheitert. Die Rakete hat eine Reichweite zwischen 2500 und 4000 Kilometern. Damit könnte sie Ziele in Südkorea oder Japan treffen, aber auch den US-Militärstützpunkt auf Guam im Westpazifik. Die erstmals im Oktober 2010 bei einer Militärparade in Pjöngjang vorgestellte Rakete wurde allerdings nie erfolgreich im Flug getestet.
Eine UNO-Resolution verbietet der Führung in Pjöngjang Raketentests. Dennoch feuert Nordkorea an seiner Ostküste immer wieder versuchsweise Kurzstreckenraketen ab, die im Meer landen.