Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03517.jsonl.gz/2098

Freitag, 19.07.2013
Aschka und Kalandraka verlassen das Gebiet schon am Morgen für einen grösseren Streifflug. So haben wir Zeit, uns anderen Tieren zuzuwenden. Zum Beispiel diesem Alpensalamander (Bild). Eigentlich sind Alpensalamander nachts unterwegs, können aber nach einer regnerischen Nacht oder einem Gewitterregen auch tagsüber angetroffen werden. Diese Amphibienart hat sich in verschiedener Hinsicht an den alpinen Lebensraum angepasst. Zum einen sind sie in ihrem Lebenszyklus gänzlich von Gewässern unabhängig, da in diesen Höhen der Sommer kurz ist und offene Wasser wie z.B. kleine Teiche rar sind. Weiter entwickeln sich die Larven gleich im mütterlichen Körper. Und schliesslich setzt das Weibchen je nach Höhenlage erst zwei bis vier Jahre nach der Eibefruchtung zwei bereits vollständig entwickelte Jungtiere ab.
Gegen Mittag ziehen die beiden Bartgeierweibchen unsere Aufmerksamkeit wieder auf sich. Sie erscheinen in Begleitung von Sardona, und alle drei stürzen sich gleich aufs Futter. Während Sardona den Schauplatz mit einem Futterstück wieder verlässt, futtern Aschka und Kalandraka vor Ort weiter. Die heute verputzte Ration übersteigt eine normale Tagesration (250-300g). So werden sie etwas Reserve haben, wenn sie in den nächsten Tagen einen grösseren Ausflug in die weitere Umgebung machen und nicht sofort Futter finden sollten.