Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/2077

In ihren Statuten stand «eine Vereinigung von Fabrikationsunternehmen mit dem Zweck, in Verbindung mit dem Verkauf der von ihnen produzierten Waren künstlerisch und erzieherisch wertvolle Bildwerke herauszugeben und zu propagieren». Die ersten Bücher, darunter auch der erste Band von «Heidi», erschien noch während des Zweiten Weltkriegs und konnte zum Preis von 4.80 beim Verlag gekauft werden. Die in die Bücher zu klebenden Bilder gab die Genossenschaft gegen Einsendung von Gutscheinen, den «Silva-Punkten», ab. Diese konnte man sich durch Kauf von Produkten der dem «Silva-Bilderdienst» angeschlossenen Unternehmen, wie Banago, Incarom, etc., beschaffen.
Ab 1957 erschien die «Silva-Revue», die in alle Haushalte der Schweiz gratis und mehrmals jährlich zugestellt wurde. Auf 24 Seiten waren Texte, bestehend aus Artikeln und Inseraten und Abbildungen, wobei die meisten Inserate von Unternehmen stammten, die Silva-Punkte abgaben. Aufgrund finanzieller Überlegungen wurde Ende 1998 die eigenständige Buchproduktion eingestellt und die Genossenschaft ein Jahr später liquidiert. Der ganze Geschäftsbereich wurde an die deutsche Bertelsmann-Gruppe verkauft.
Aus den traditionellen Silva-Punkten sind unterdessen Bea-Punkte geworden. Die BEA+Poli-Verlags AG mit Sitz in Brugg übernahm am 1. Oktober 2007 das Rabattmärkli-System des Silva-Verlages von der Bertelsmann-Gruppe.