Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/194337

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Gesundheitspolitik sucht akribisch Sparideen, um Prämien zu senken. Dabei geht der Versand von Medikamenten vergessen. Schweizer Versandapotheken liefern streng kontrolliert und bringen Einsparungen von rund 12 Prozent gegenüber Bezug in stationären Apotheken.</p><p>- Wie begründet der Bundesrat, dass Krankenkassen die Leistungen von Versandapotheken nicht durch den vom Bundesrat genehmigten Tarifvertrag LOA (Übernahme Grundversicherung) entschädigen dürfen?</p><p>- Was schlägt er vor, um Obiges zu korrigieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der in der Spezialitätenliste publizierte Publikumspreis für Arzneimittel enthält einen Vertriebsanteil, mit dem die logistischen Leistungen der Apotheker abgegolten werden. Dieser Publikumspreis gilt auch für die Versandapotheken. Zusätzlich zum Publikumspreis eines Arzneimittels dürfen unter anderem die Beratungsleistung und Notfalldienste der Apotheker und Apothekerinnen bei der Abgabe der Arzneimittel in Rechnung gestellt werden. Zwischen den Versichererverbänden und Pharmasuisse wurde dafür der sogenannte Tarifvertrag LOA abgeschlossen und vom Bundesrat bis Juni 2019 genehmigt. Alle Apotheker und Apothekerinnen - auch Nichtmitglieder von Pharmasuisse - sind frei, diesem Vertrag beizutreten.</p>