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Eine Annäherung mittels Lebenszyklusanalysen" zu entnehmen. Der Workshop war von der Kernenergie-Agentur NEA und der Internationalen Energie-Agentur IEA der OECD gemeinsam organisiert worden.
Mittels Lebenszyklusanalysen werden sämtliche ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Produkten, Prozessen oder Aktivitäten erfasst. Durch anschliessende Bewertung dieser Wirkungen können mittels Monetarisierung die Vollkosten (interne + externe Kosten) berechnet werden. Diese werden zum Beispiel als Basis für detaillierte Vergleiche von Energieversorgungssystemen herangezogen. So zeigt sich, dass die externen Kosten je nach untersuchter Energieform einen signifikanten Anteil der Vollkosten ausmachen können. Die Resultate stützen sich auf eine bereits Mitte letzten Jahres veröffentlichte Studie des Projekts ExternE der Europäischen Kommission.
Diese Betrachtungen sprechen nach David Pearce, Tagungsvorsitzender und Professor des University College, London, klare Worte, auch wenn noch Unsicherheiten bestehen. So seien die in die Berechnung miteinbezogenen Gesundheitsauswirkungen wie auch die Auswirkungen der globalen Erwärmung noch sehr schwer abschätzbar. Qualitativ sollten die Aussagen der Lebenszyklusanalysen jedoch in die Meinungsbildung von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft miteinbezogen werden. Nur so könne eine nachhaltigere Energiepolitik betrieben werden.
Quelle
D.S. nach Mitteilung NEA vom 11. März 2002