Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/160348

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht mit folgenden Punkten vorzulegen:</p><p>1. Untersuchung der Glyphosatrückstände in Lebensmitteln sowie in importiertem Mehl aus Korn, das vor der Reife behandelt wurde, und in Produkten aus Rohstoffen, für welche die Verwendung von Glyphosat in der Wachstumsphase der Pflanze bewilligt ist (GVO, Reifebehandlung);</p><p>2. Untersuchung der Glyphosatrückstände im Futter von Nutztieren; Untersuchung der Glyphosatrückstände im Urin und im Gewebe von Nutztieren, welche das untersuchte Futter gefressen haben; Untersuchung der Glyphosatrückstände in repräsentativen Urinproben der Land- wie auch der Stadtbevölkerung während und nach der Pflanzenbehandlung mit Glyphosatprodukten;</p><p>3. Überblick über den privaten und gewerblichen Absatz und Einsatz von Glyphosat in der Schweiz;</p><p>4. allfällige Möglichkeiten, das Unkraut mit anderen Mitteln als mit Glyphosatprodukten zu bekämpfen.</p><p>Eine Minderheit (Pieren, Bulliard, Derder, Herzog, Keller Peter, Mörgeli, Müri, Portmann, Schneider-Schneiter, Wasserfallen) beantragt die Ablehnung des Postulates.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat am 12. November 2015 die Neubewertung von Glyphosat abgeschlossen. Sie kommt zum Schluss, dass eine krebserregende Gefahr von Glyphosat für den Menschen unwahrscheinlich ist. Diese Schlussfolgerung berücksichtigt die Ergebnisse des IARC-Berichtes.</p><p>Durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln können Rückstände in die Lebensmittelkette gelangen. Glyphosat konnte in mehreren Studien im Urin von Konsumenten nachgewiesen werden. Die Konzentrationen lagen alle weit unterhalb gesundheitlich bedenklicher Dosen. Trotzdem erachtet es der Bundesrat als sinnvoll, eine Studie durchzuführen, die aufzeigt, auf welchen Wegen Rückstände von Glyphosat in Lebensmittel gelangen können und wie häufig solche in der täglichen Nahrung vorkommen. Die zuständigen Bundesämter werden im Rahmen der bestehenden Ressourcen die Anliegen des Postulates aufgreifen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.