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1914 - 1918
Am Sonntag, dem 28. Juni 1914, nahmen die Stimmberechtigten die Gemeindegutsrechnung ab. Um die Mittagszeit des gleichen Tages fielen im fernen Sarajewo die Schüsse, welche den ersten Weltkrieg auslösten. Die Mobilisation der Schweizer Armee stellte die Landgemeinden vor besondere Aufgaben. Es traf zum Beispiel die Bauern mit der Verfügung vom 23. August 1914, wonach sämtliche Strohvorräte zugunsten der Armee in Beschlag belegt wurden. Weizen-, Korn-, Roggen- und Haferstroh kam zuhanden der Volkswirtschaftsdirektion. Minderbemittelte Familien wurden bald armengenössig. Es entstand Benzinmangel. Mangel an Heu. Gegen Kriegsende entstanden Auseinandersetzungen um die Lebensmittelversorgung. Im Frühjahr 1918 funktionierte in Niederweningen die Abgabe von Schlachtvieh an die Militärverwaltung nicht. Der Bund bezahlte weniger als die Metzger. Brennholz wurde knapp. Die Gemeinde wurde in jenen Kriegsjahren mit ausserordentlichen Ausgaben belastet. Sie veräusserte daher verschiedenen Grundbesitz. So verkaufte sie am 12. September 1915 an Jean Bucher-Gujer 16 Aren Ackerland, die sogenannte Kiesgrube im Aemet.