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Wimbledon - Unter geschlossenem Dach hat Sabine Lisicki (WTA 62) die Wimbledon-Halbfinals erreicht. Die Deutsche besiegte Marion Bartoli aus Frankreich mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:1.
Lisicki hätte die Partie in zwei Sätzen gewinnen sollen, konnte aber im zweiten Satz drei Matchbälle nicht verwerten. Sie liess sich aber nicht bremsen und war im Schlussdurchgang deutlich frischer als die Wahlgenferin, die einen viel härteren Parcours absolviert hatte.
Die 21-Jährige strahlte nach der Partie übers ganze Gesicht. Sie hatte allen Grund dazu, ist sie doch nicht nur die erste deutsche Major-Halbfinalistin seit Steffi Graf (1999), sondern auch persönlich so stark wie noch nie. Vor drei Monaten hätte noch niemand mit ihr gerechnet, nach langer Verletzungspause war sie bis auf Platz 218 zurückgefallen.
Im Halbfinal trifft Lisicki auf Maria Scharapowa. Die Turniersiegerin von 2004 aus Russland setzte sich in genau einer Stunde mit 6:1, 6:1 gegen Dominika Cibulkova aus der Slowakei durch. Scharapowa, die ausserdem 2005 und 2006 die Halbfinals in Wimbledon erreicht hatte, ist als Weltranglistensechste Lisickis dritte Gegnerin aus den Top-Ten nach Li Na (4.) und Marion Bartoli (9.).
Ebenfalls unter den letzten Vier steht Petra Kvitova (WTA 8). Die Tschechin setzte sich im Duell der Sensations-Halbfinalistinnen des Vorjahres in drei Sätzen gegen Tsvetana Pironkova (Bul/32) durch. Kvitova fehlt damit nur noch ein Sieg, um als erste Linkshänderin seit Martina Navratilova 1994 den Showdown zu erreichen.
Ihre Halbfinalgegnerin heisst Victoria Asarenka (WRuss/4). Die Hardhitterin aus Minsk mit Wohnsitz in Arizona besiegte die "halbe Schweizerin", die sich couragiert wehrende Vorarlbergerin Tamira Paszek (WTA 80), im letzten Match des Tages 6:3, 6:1. Asarenka hat damit eine mentale Hürde übersprungen: Sie hatte alle vorherigen vier Grand-Slam-Viertelfinals verloren.
SDA-ATS