Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/238

Die operative Behandlung des Lipödems
Wegen der Befürchtung einer Zerstörung der Lymphbahnen mit nachfolgender Verschlechterung des Krankheitsbildes wurde in früheren Zeiten vor operativen Eingriffen abgeraten. Aufgrund der Erfahrungen in den letzen 10 Jahren muss diese Einstellung revidiert werden. Bei korrekter Diagnosestellung und einer Behandlung durch einen erfahrenen Chirurgen mit der schonenden wasserstrahl-assistierten Liposuction ist eine chirurgische Therapie des Krankheitsbildes möglich - diese Operation stellt die einzige Möglichkeit einer erfolgreichen Therapie dar. Bei der Entfernung der krankhaften Fettzellen mit Hilfe der Wasserstrahl-Liposuction in einem frühen Stadium ist der vollständige Verzicht auf Massnahmen wie Lymphdrainage oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen möglich. In jedem Fall ist eine Steigerung der Lebensqualität, eine Reduzierung der Kompressionsklasse der Strümpfe und eine Vermeidung der manuellen Lymphdrainage zu erwarten. Da beim Lipödem mit einer lebenslangen Zunahme des Fettgewebes zu rechnen ist, sollte eine Operation in einem frühen Stadium, sobald die ersten typischen Beschwerden auftreten, angestrebt werden.
Fallbeispiel einer Liposuctions-Behandlung bei Lipödem
32-jährige Patientin, 157cm/77kg, seit Jahren bekanntes Lipödem mit Schwellneigung, Schmerzen, vermehrter Druckempfindlichkeit und Spannungsgefühl in den Beinen. Therapie mit Kompressionsstrümpfen und wiederholten Lymphdrainagen. Bereits 2 Monate nach ambulanter wasserstrahl-Liposuction massiv weniger Beschwerden und deutlich sichtbare Konturverbesserung.
Lokale Betäubung
Keine Vollnarkose. Ambulant und lokale Betäubung bedeutet Schutz vor Thrombose und resistenten Hospitalkeimen.