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Wie kommt eigentlich die Überraschung in die Kinder-Überraschungseier? Offenbar auch durch Kinderarbeit mitten in Europa. Wie das britische Boulevardblatt «The Sun» berichtet, packen arme Familien in Rumänien in Heimarbeit das Spielzeug in die Eier.
Das Blatt sprach mit einer Familie mit drei Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren und dokumentierte die Arbeit mit Fotos.
Der Vater sagte der Zeitung: «Es ist Sklavenarbeit». Für 1000 Eier würden ihnen umgerechnet 4,43 Euro gezahlt, sie müssten bis zu 13 Stunden täglich arbeiten.
In einem Video ist zu sehen, wie die zwei Kinder der rumänischen Familie Spielzeuge zusammenbauen und in die gelben Plastikverpackungen stecken, die später in die Schokoladeneier wandern. «Ich weiss, dass die Bezahlung schrecklich niedrig ist, aber wir brauchen das Geld dringend, um Essen für uns und unsere Kinder zu kaufen», sagt die Mutter.
In den Wohnungen, in denen die Überraschungseier hergestellt werden, gebe es keine Hygienekontrollen, heisst es in dem Bericht weiter.
Die Einzelteile werden vom Ferrero-Zulieferer Romexa der Familie geliefert. Ein Manager der Firma kündigte an, die Verträge mit den betroffenen Fabriken zu kündigen, sollten die Vorwürfe stimmen.
Auch der italienische Konzern Ferrero, der die Kindereier herstellt, geht nach eigenen Angaben den Vorwürfen nach. Die Ermittlungen würden mit Hochdruck geführt, teilte der Konzern mit. Ferrero verwies auf die Unternehmenspolitik, wonach Kinderarbeit verboten ist. Alle Zulieferer würden regelmässig kontrolliert. (meg)