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9. August bis 10. September 1986
Zur Ausstellung (von Victor Lüthy)
Den Auftrag, eine Sommerausstellung mit Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts zu gestalten, habe ich mit Freude übernommen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den Weg vom Kubismus in die Abstraktion zu verfolgen und die Vielfalt der ungegenständlichen Ausdrucksformen darzulegen. Wir zeigen wichtige Vertreter der Avantgarde der 20er Jahre, die Recherche in den 30er Jahren im Kreise der Basler "Gruppe 33" und der zürcherischen beziehungsweise gesamtschweizerischen "Allianz", die Entwicklung der geometrischen bstraktion in den 40er Jahren, die in letzter Konsequenz zur Konkreten Kunst der 50er Jahre führt, un den Aufbruch in die gestische Abstraktion, den Tachismus in den 60er Jahren.
Es versteht sich, dass in den selben Zeiträumen auch andere Tendenzen in der Schweizer Kunst wichtig waren. Realismus, Surrealismus und Expressionismus sind nicht Thema dieser Ausstellung. Auch innerhalb des Konzeots ist Vollständigkeit nicht angestrebt - die romanische Schweiz ist nur in der Avantgarde vertreten -, und meine Auswahl ist notgedrungen auch eine persönliche Wertung. Beim zeitlichen Rahmen wurden zugunsten der Verkäuflichkeit Konzessionen gemacht.