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Traditionelle Verwendung
Man nennt ihn auch medizinischen Safran1 und er wird seit Jahrtausenden als Gewürz, Parfum, Färbemittel und Medikament verwendet. Diese Pflanze wurde zum ersten Mal im Papyrus Ebers erwähnt, der ältesten medizinischen Abhandlung, die auf 1500 v. Chr. datiert wurde.
Auch Homer zitierte ihn in der Odyssee als Heilmittel sowie Parfum und in der traditionellen persischen Medizin dient er zur Behandlung von leichten Depressionen.
Botanik
Safran ist eine kleine, zwiebelförmige Pflanze mit langen, schmalen Blättern und blassvioletten, kelchförmigen Blüten. Die Blüten beinhalten jeweils drei gelbe Stempel mit drei orangeroten Stempelfäden, die 2,5 bis 3,5 cm lang sind. Diese Stempelfäden, die einen starken, aromatischen Geruch abgeben, stellen das teuerste Gewürz der Welt dar, den gleichnamigen Safran1.
Eigenschaften
Der Safran wird traditionell bei der Behandlung leichter bis mittlerer Depressionen eingesetzt2. Neben seiner antidepressiven Wirkung verfügt diese Pflanze angeblich auch über antioxydative und entzündungshemmende Eigenschaften. Andere Studien zeigten die Bedeutung von Safran bei kognitivem Abbau, insbesondere bei Patienten mit Gefahr von neurodegenerativen Erkrankungen (Alzheimer…) und altersbedingten Sehstörungen. Und schliesslich hätte Safran angeblich auch eine herzschützende Funktion und verbessert eventuell Störungen der männlichen Sexualfunktion.
Indikationen
- Leichte bis mässige Depressionen
- Kognitiver Abbau bei älteren Menschen
- Vorbeugung und Stabilisierung des beginnenden grauen Stars und der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)
- Erektionsstörung
Mögliche Kombinationen
Vorsichtsmassnahmen
Mangels ausreichender Daten wird von der Verwendung bei schwangeren bzw. stillenden Frauen abgeraten.
Aufgrund der Einwirkung auf den Blutdruck wird abgeraten, eine hohe Safrandosis (mehr als 100 mg Extrakt/Tag) mit einem blutdrucksenkenden Mittel zu kombinieren3.
Kontraindiziert bei Patienten, die gegen Safran und dessen Inhaltstoffe allergisch sind4.