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Wenn man Biomasse wie etwa Holz unter Ausschluss von Sauerstoff verkohlt, entsteht Pflanzenkohl. Lagert sich das daraus gewonnene Material dauerhaft im Boden ab, entzieht dies CO2 aus der Atmosphäre.
Dies soll gleich mehrfach positive Auswirkungen auf den Klimawandelt haben. Das schreibt der Regierungsrat als Antwort auf eine Interpellation von SP-Politikerin Colette Basler sowie zwei weiteren Grossräten aus dem Links-Grünen-Lager.
«Die Abwärme, die bei der Herstellung der Pflanzenkohle anfällt, steht als CO2-neutrale Heizenergie zur Verfügung», stellt die Regierung in ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht fest. Bis 20 Tonnen Pflanzenkohle pro Hektar könnten langfristig in Landwirtschaftsböden eingelagert weren.
Verbesserte Wasserspeicherfähigkeit
Wissenschaftlicher Studien zeigten, dass die Pflanzenkohle «möglicherweise auch eine Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit der Böden» bewirke und es damit bei Unwettern weniger Überschwemmungen gäbe.
Pflanzenkohle bewirke «möglicherweise auch eine Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit», woraus weniger Überschwemmungen resultieren, zeigten wissenschaftliche Studien.
Pflanzenkohle als Zusatzstoffe verfüttert könne weiterhin «positive Effekte auf die Tiergesundheit, die Ammonakemission und die Ausbeute von Methab bei der Biogasproduktion» haben.
Viele Fragen bleiben jedoch weiterhin offen. Mit Hilfe des Bundesamts für Landwirtschaft wird der Kanton Aargau deshalb das Projekt «Klimaschutz und Klimaanpassung mit Pflanzenkohle» ins Leben rufen.
Die Pflanzenkohle entpuppte sich weiterhin als multifunktionales Material. Sie könne etwa in Aktivkohlefilter eingesetzt werden, oder als Zuschlags- oder Dämmstoff in Beton verwendet werden. Ausserdem habe sie für den Bereich Gartenbau sowie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie einen grossen Nutzen.
(ben)