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EIN BUCH ÜBER DIE
FLIEGERBEWAFFNUNG
Seit den Anfängen der Fliegerabteilung, Vorläuferin der Schweizer Luftwaffe, war die Bewaffnung ihrer Flugzeuge Gegenstand von Diskussionen, Versuchen, Irrtümern und Erfolgen. Bis anhin wurde jedoch die Bewaffnung der Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe nie konsequent und systematisch erfasst und aufgelistet.
Das reich bebilderte Buch stellt in vier Kapiteln die geschichtliche Entwicklung der Luftwaffe und ihrer Struktur vor, gibt Einblick in die Funktionsweise der Bewaffnung und beschreibt die Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe und deren Bewaffnung von 1914 bis heute.
Es veranschaulicht auf eindrückliche und anschauliche Weise den Weg vom Karabiner bis zur modernen Radar-Lenkwaffe. Zudem erklärt es in verständlicher Art die Funktionsweise der historischen und modernen Bewaffnung der Schweizer Militärflugzeuge.
Teilweise minutiös werden die von der Luftwaffe verwendeten und getesteten Schusswaffen, Raketen, Bomben und Lenkwaffen beschrieben. Die Informationen dazu stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, Archiven, Reglementen, Versuchsberichten und persönlichen Erfahrungen von Militärpiloten.
Hawker Hunter Mk.58 (J-4083) mit möglicher Bewaffnung nach der Modifikation für die Luft-Boden Lenkwaffe AGM-65B Maverick in den 1980er-Jahren (© Musée de lʼAviation Militaire de Payerne)
WEITER
INHALT
- Vorwort
- Einleitung
- Teil 1 – Allgemeines
- Die Anfänge der Schweizer Luftwaffe
- Fliegerabteilung, Fliegertruppe, Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, Luftwaffe
- Waffengeschichte
- Flugzeugbewaffnung und ihre Entwicklung
- Einsatz der Flugzeugkanone
- Bombenarten
- Lenkwaffen- und Bombensteuerung
- Lenkwaffen-Abfang-Flugbahnen
- Technologien für Lenkwaffen- und Bomben-Suchköpfe
- Teil 2 – Die Entwicklung der Flugzeugbewaffnung in der Schweizer Luftwaffe
- Flugzeugbewaffnung 1914–1918
- Flugzeugbewaffnung in der Zwischenkriegszeit
- Flugzeugbewaffnung 1939–1945
- Flugzeugbewaffnung im Kalten Krieg
- Flugzeugbewaffnung nach 1989
- Teil 3 – Die Flugzeuge
- Teil 4 – Die Bewaffnung
- Handfeuerwaffen, Gewehre und Kanonen.
- Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
- Luft-Boden Lenkwaffen
- Ungelenkte Bomben
- Gelenkte Bomben
- Luft-Luft Lenkwaffen
- Quellen
Die Erfindung der ersten Schusswaffe ist wohl in Europa anzusiedeln. Petarch beschreibt in seiner De Remediis Utriusque Fortunae eine Dampfkanone, welche von Archymedes erfunden worden sei und mit welcher eine Steinkugel verschossen werden konnte.
Mit dem Ende des Kalten Krieges wurde überall der Ruf nach Abrüstung laut. Dies nahm sich auch die Schweiz zu Herzen, sie reformierte und verkleinerte ihre Armee.
Mitte der 1970er Jahre wurde in den USA das Programm Advanced Medium Range Air to Air Missile (AMRAAM) ins Leben gerufen.
VORWORT
«Denn wenn wir wissen wollen, wohin wir gehen, sollten wir wissen, woher wir kommen.» (Gerhard Kocher)
Die Faszination für die Fliegerei hat so viele Facetten wie es Flugzeuge gibt. Sie widerspiegelt sich in den Gesichtern begeisterter Zuschauer an einer Airshow, in der Kameralinse eines Spotters, auf dem Basteltisch eines Flugzeugmodellbauers oder in den Augen eines jeden Passagiers, der zum ersten Mal mit einem Flugzeug seinen natürlichen Lebensraum verlassen hat. Bei der ganzen Schönheit und Faszination der Fliegerei vergisst man schnell den ernsten Hintergrund der Militäraviatik, die raison d’être der Kampfflugzeuge.
Was mit dem Verlangen, weiter zu sehen als der Gegner und einem Fesselballon begann, war die Geburtsstunde der luftgestützten Aufklärung. Kurz darauf wurden fliegende Mittel nicht nur mit Sensoren, sondern auch mit Waffen ausgerüstet. Die Bedeutung luftgestützter Sensorik und Feuerkraft hat in den letzten hundert Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, und die Kontrolle über die dritte Dimension ist entscheidender denn je. Aus der Luft schnell und präzise gegen Mittel in der Luft oder am Boden zu wirken, macht den Luftraum zum Schlüsselbereich heutiger Kriege und Konflikte.
Bombenabwurf ab Fokker C.V-E bei Willerzell SZ (© Flugwehr und -Technik)
Jürg Studer war bereits in seiner aktiven Zeit als Berufsmilitärpilot im Überwachungsgeschwader ein sicherer Wert, wenn es darum ging, Informationen über vergangene Versuche mit Munition und Waffen in der Militärfliegerei zu erhalten. Als Chef Fachdienst Erdkampf hat er das Wissen um diese Fähigkeit stets ausgebaut, gepflegt und archiviert. Er unterstützte die Armeeführung mit Studien und Konzepten, um diese Fähigkeit wieder zu erlangen, nachdem sie im Jahre 1994 durch die Ausserdienststellung der Hunters verloren ging. Selbst in seinem wohlverdienten Ruhestand lässt «Studi» dieses Thema nicht los. Als Museumsdirektor des Musée de l’Aviation Militaire de Payerne – «Clin d’Ailes» erhält er das Wissen über die Flugzeuge und ihre Bewaffnungen für die Nachwelt aufrecht. Insofern schliesst sich der Kreis mit seinem Buch «FLIEGERBEWAFFNUNG – Flugzeuge und Bewaffnung der Schweizer Luftwaffe 1914 bis heute».
Unsere Armee und die Luftwaffe leben von Leuten wie dir lieber Studi, welche gewillt sind, mehr zu tun als von ihnen verlangt wird.
Ich danke dir für deine unermüdliche Arbeit und gratuliere dir zu deinem hervorragenden Buch, welches wir nun als Zeitzeuge der Schweizer Geschichte in unseren Händen halten dürfen.
LUFTWAFFE
Div Peter «Pablo» Merz
Kommandant Luftwaffe