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Welchen Impfstoff kann ich als Booster bekommen?
Zugelassen sind die Impfstoffe Comirnaty (Pfizer/Biontech, ab 16 Jahren) und Spikevax (Moderna, ab 18 Jahren). Bei Comirnaty wird nochmals die gleiche Menge an Impfstoff wie bei den ersten beiden Impfungen verabreicht, bei Spikevax nur die Hälfte, das soll laut Studien ausreichend sein.
Was ist mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson? Und kann ich auch einen anderen Impfstoff als Booster haben («Kreuzimpfung»)?
Noch ist unklar, welchen Impfstoff Personen als Booster bekommen, die sich mit Johnson & Johnson haben impfen lassen, in den meisten anderen Ländern wird als Booster jedoch Moderna verwendet. Die «Kreuzimpfung», also ein anderer Impfstoff als Booster als bei den ersten beiden Impfungen, wird nicht empfohlen und damit auch nicht verimpft. Allerdings zeigen alle Studien, dass damit ein besserer Impfschutz erreicht werden könnte. Eine Ausnahme gibt es für Personen unter 30 Jahren. Hier wird empfohlen, dass alle den Pfizer-Impfstoff als Auffrischung bekommen, unabhängig von den ersten beiden Impfungen.
Wann darf ich mich boostern lassen?
Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate zurück liegen. Und du musst mindestens 16 Jahre alt sein. Besonders gefährdete Personen oder solche mit einem geschwächten Immunsystem dürfen sich bereits ab 12 Jahren boostern lassen.
Wo bekomme ich die Boosterimpfung?
Dort, wo du bereits deine ersten beiden Impfungen bekommen hast. Also im Impfzentrum oder bei der Hausärztin. In der Regel musst du dich aber vorher anmelden.
Wer soll sich ein drittes Mal impfen lassen?
Für gewisse Personen ist ein Booster besonders sinnvoll. Falls du zu einer Risikogruppe gehörst, solltest du dich für den Booster entscheiden. Aber auch für alle anderen Personen ist der Booster zu empfehlen.
Wieso braucht es überhaupt einen Booster?
Studien zeigen, dass der Schutz vor einer Infektion nach einer gewissen Zeit nachlässt. Der Schutz vor einer schweren Erkrankung hält übrigens länger an.
Dann hat die doppelte Impfung gar nicht so viel gebracht?
Oh doch! Der Schutz ist gut, auch wenn wir vermehrt von Impfdurchbrüchen lesen. Eine Schutzwirkung von über 90 Prozent bedeutet, dass wir uns in neun von zehn Fällen nicht anstecken. Und wie bereits geschrieben: Sollten wir trotz Impfung am Coronavirus erkranken, ist der Verlauf in der Regel milder als ohne Impfung. Geimpfte Personen können zwar noch immer ansteckend sein, dies jedoch nicht so stark wie ungeimpfte Personen.
Welche Nebenwirkungen oder Impfwirkungen muss ich nach einer Boosterimpfung erwarten?
Es kann zu den üblichen Impfreaktionen kommen. Also in etwa gleich wie bei den ersten beiden Impfungen. Nochmals zur Erinnerung: Schädliche Nebenwirkungen sind bei der Coronaimpfung äusserst selten, die Impfung ist sicher und nützt. Sogenannte «Langzeitwirkungen» können ausgeschlossen werden, die wären nämlich schon lange bekannt.
Ich habe gehört, dass eine Erkrankung auch eine Art Booster ist.
Das stimmt. Sich deshalb aber absichtlich anzustecken, ist eine eher doofe Idee. Wie hart man von einer Corona-Erkrankung getroffen wird, hängt auch von der Virenmenge ab. Eine höhere Dosis führt zu einem schwereren Verlauf. Es ist also viel sicherer, eine gute Immunabwehr durch einen Booster zu holen.
Also gut, dann gibt es noch einen Booster. Danach ist aber Schluss, oder?
Das kann noch niemand so genau sagen. Es ist aber wahrscheinlich, dass wir uns nicht jedes Jahr neu impfen lassen müssen. Weil wir künftig eh alle immer mal wieder im Alltag kleine Virenmengen auflesen, wird bei Geimpften auch das Immunsystem konstant geboostert.
Der Booster ist doch eine Verarschung. Die Pharmaindustrie will nur noch mehr verdienen.
Das wäre ziemlich dumm von den Unternehmen. Mit möglichst vielen Leuten in den Spitälern würden sie viel mehr verdienen. Und noch mehr Geld würde es für Personen auf den Intensivstationen geben. Eine Impfdosis kostet im Einkauf zwischen 37 Dollar (34 Franken, Moderna) und 20 Dollar (18.50 Franken, Pfizer/Biontech). Die Behandlung einer Covid-19-Patientin oder eines Covid-19-Patienten kostet im Spital rund 30'000 Franken, auf der Intensivstation liegen die Kosten schnell mal bei weit über 100'000 Franken.