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1950er
1950)
Am 11. Januar macht die Geminderatsmehrheit einen Rekurs beim Regierungsrat, gegen den Entscheid des Regierungsstatthalters (Dieser hat die Beschwerde der SP gutgeheissen).
Am 6. März wird Miescher Willy als Grossratskandidat vorgeschlagen.
Am 12.März wird eine Initiative für den Proporz in den Gemeindewahlen lanciert.
Am 19. August erscheint ein Artikel in der Tagwacht betreffend Gemeinderatsersatzwahl in Brienz mit Bundesgerichtsentscheid. Nicht der Freisinnige, sondern der Kandidat der Arbeiterunion kommt in den Gemeinderat.
Am 30. September wird die Initiative für den Proporz in den Gemeindewahlen an der Gemeindeversammlung abgelehnt (Initiative der SP Brienz.) 139 Ja/ 165 Nein
Am 9. Oktober verschleppt der Gemeinderat die Ersatzwahl (basierend auf dem Bundesgerichtsentscheid). Diese Ersatzwahl sollte aber schon stattgefunden haben. Die SP macht eine Beschwerde beim Regierungsstatthalter wegen Verschleppung der Ersatzwahl.
Am 20. Dezember steht die Zeitung «Oberland» finanziell schlecht da.
1951)
25. Februar an der HV sind 20 Personen anwesend wie bei früheren HV´s auch. Tobler Ernst wird Präsident des Bildungsausschusses.
Artikel betreffend Separatismus im Kienholz (ein Ortsteil von Brienz).
Am 19. April stirbt Jakob Stücklin (er stirbt an einem Unfall am Arbeitsplatz; er stürzt auf unglückliche Art und Wiese in ein laufendes Propellerflugzeug hinein).
Am 2. September organisiert die SP Brienz sehr genau die Unterschriftensammlung für die Initiative zur Rüstungsfinanzierung
Am 5. Dezember an einer Vorstandssitzung erteilt die SP dem Gemeinderat eine Prozessvollmacht im Handel mit Fuchs Gottfried, Wegmeister (Grossvater von Pit Fuchs), als Vorbereitung der Gemeindeversammlung.
Am 14. Dezember kommt Tobler Ernst in die Redaktionskommission des «Oberland»
1952)
Am 3. Februar wird an den Lehrerwahlen nicht Studer unterstützt, da dieser als Gymnasiallehrer sicher nicht lange in Brienz bleiben werde, sondern Grunder Peter.
Am 27. Februar wird an der HV festgehalten, dass die SP 44 Mitglieder hat, aber nur 24 die Marken bezahlt haben.
Am 4. November wird wieder einmal diskutiert, ob man überhaupt an den Gemeindewahlen teilnehmen und dafür mehr Opposition machen soll. Die Mehrheit ist trotzdem für die Teilnahme an den Wahlen.
1953)
Am 20. Februar regte man an, dass alle Kommissionsmitglieder einmal über ihre Arbeit berichten sollten (Diese Anregung wurde in den letzten Jahren immer wieder gemacht.)
1954)
Am 21. Februar wird Tobler Ernst als Präsident der SP Brienz gewählt und muss mehr oder weniger gegen seinen Willen für den Grossrat kandidieren.
Am 5. Dezember verliert die SP ihren 3. Sitz im Gemeinderat und wieder taucht der Wunsch nach Proporzwahlen auf.
1955)
Am 12 März möchte Tobler Ernst als Präsident demissionieren. Dies wird allerdings nicht akzeptiert und er macht weiter.
Es soll wiederum eine Initiative für den Proporz lanciert werden.
Am 26. Mai wird die linksufrige Brienzerseestrasse wird wieder einmal diskutiert.
1956)
Am 4. Mai werden an der HV die Mitglieder mit mehr als 25 Jahren Parteizugehörigkeit geehrt.
Es wird darüber diskutiert, ob man in Brienz ein Kino bauen soll oder nicht.
Für das Frauenstimmrecht haben in Brienz 163 Männer Ja und 293 Nein gestimmt.
Am 7. November werden die Ungarnereignisse kommentiert. Tobler Ernst hebt den einzigartigen Freiheitskampf der Ungarn hervor.
1957)
Am 23. März an der HV (14 Mitglieder anwesend) wird Flück Friedrich (bereits hochbetagt) für sein Schaffen unter anderem als Gemeinderat, Nationalrat und für den Kampf für die AHV geehrt.
Dellenbach Fritz wird Sekretär der SP Brienz.
Am 8. Mai weist der Präsident (Tobler Ernst) auf einen Kettenbrief aus Bern hin, der vor den Gefahren der Atomenergie warnt.
Am 29. Mai wird als Variante eine Umfahrungsstrasse von Brienz diskutiert.
Am 11. September wird das Kanalisationsreglement und der Bau der Kanalisation heftig diskutiert, die Gesamtkosten betragen 1,9 Mio Franken bei einem Bau in 5 Etappen.
Am 8. Oktober haben verschiedene SP-Mitglieder Mahnbriefe von der Gemeinde erhalten, damit sie ihre bezogenen Stipendien zurückbezahlen.
1958)
Tobler Ernst kandidiert nach langem Bearbeiten nochmals für den Grossrat, er möchte dafür aber das Amt als Parteipräsident niederlegen. Da aber kein Ersatz gefunden wird, bleibt er weiterhin Präsident.
Die SP unterstützt die Renovation des Strandbades.
Am 13. Juli wird der Umbau der Rothornbahn in eine Luftseilbahn wird von der SP klar abgelehnt. Aus der Diskussion ergibt sich, dass eher die Betriebsleitung als die Bahnanlage abmontiert werden sollte. Dies unter anderem deshalb, weil die Rothornbähnler selbst über das Vorhaben überhaupt nicht orientiert worden sind.
Am 25. September, bezugnehmend auf den folgenden Parteitag der SP Schweiz, beschliesst die SP Brienz, die Initiative zur Arbeitsverkürzung von 48 auf 44 Stunden pro Woche zu unterstützen. Zur atomaren Bewaffnung der Armee nimmt man keine klare Stellung ein und lässt die Frage, wie übrigens die SP Schweiz auch, offen.
An den Gemeindewahlen nehmen nebst der gemeinsamen Liste BGB (heutige SVP) und FDP, wiederum die Arbeiterunion teil und neu die «Freie Bürger». Das Resultat ist, dass überhaupt kein Vertreter im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht und ein zweiter Wahlgang notwendig ist. Arbeiterunion und Freie Bürger spielen dabei nun das Spiel der Bürgerlichen und machen eine gemeinsame Liste. Dabei werden prompt die beiden Vertreter der Arbeiterunion und der Freien Bürger (z.B Hug Max) gewählt.
1959)
Am 30. Januar erfolgt die Planauflage für eine linksufrige Brienzerseestrasse
Am 30. März ist die SP geteilter Meinung in Bezug auf die für die Einführung von Wasseruhren in jedem Haushalt. Dieses ist von der Gemeinde geplant.
Am 23. September wird bedauert, dass die SP Schweiz gesamtschweizerisch 2 Nationalratssitze verliert und auch der Ständerratssitz im Kanton Bern.