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Schmerztherapie
Die computertomographischgesteuerte oder selten MR-gesteuerte Schmerztherapie ist eine bewährte bildgebende Methode in der interventionellen radiologischen Schmerztherapie die Röntgenstrahlen resp. die magnetische Resonanz verwendet.
Sie zeichnet sich durch eine sehr gute anatomische Darstellung von Weichteilen, Knochen und Nerven aus und bietet eine hohe interventionelle Präzision.
Infiltration entzündlicher Sakroiliakalgelenke
Die Entzündung der Sakroiliakalgelenke (Kreuz-Darmbein-Gelenk) – auch genannt Sakroiliitis - ist maßgeblich an der Entstehung des entzündlichen Rückenschmerzes beteiligt. Eine wichtige therapeutische Option ist die lokale Injektion von entzündungshemmenden Medikamenten in die Sakroiliakalgelenke. Mit der Computertomographie (CT) oder der Magnetresonanz (MR) kann der Ort und die Ausdehnung der Entzündung bestimmt werden.
Die CT- oder selten MR-gesteuerte Infiltration des Sakroiliakalgelenkes ermöglicht daher die Platzierung des entzündungshemmenden Medikaments direkt im Zentrum des entzündlichen Prozesses und ermöglicht so eine präzise entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.
Infiltration der Facettengelenke
Die Facettengelenke der Wirbelsäule sind häufig die Quelle von Rückenschmerzen. Die Diagnose kann jedoch nicht mit klinischen Tests bzw. mit Bildgebung gestellt werden, sondern wird mit einer direkten anästhetischen Testblockade des betroffenen Gelenks gestellt. Bei einer positiven Testblockade (das Gelenk wurde als Scherzquelle identifiziert) können Steroidinjektionen in das Facettengelenk zur Schmerz- und Entzündungslinderung führen.
Die CT- oder selten MR-gesteuerte Infiltration der Facettengelenke ist eine bewährte Methode. Die Nadelspitze wird dank bildgebender Kontrolle mit einem hohen Maß an Präzision platziert.
Infiltration des Spinalnervs
Die Spinalnervwurzel ist eine häufige Quelle von Rückenschmerzen. Ursachen sind Bandscheibenvorfälle, knöcherne Verengungen, Entzündungen oder fehlgeschlagene Wirbelsäulenoperationen.
Durch die gezielte Infiltration der Wurzel des Spinalnervs mit anti-entzündlichen Medikamenten kann oft eine Schmerzlinderung erzielt werden. Mittels CT- oder selten MR-Steuerung kann die Injektionsnadel präzise am Spinalnerv platziert werden und ermöglicht so eine exakte Abgabe der Medikamente am schmerzverursachenden Ort.
Bei Fragen hilft Ihnen das Team der Radiologie gerne weiter.