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Die obere Burg von Sarnen auf dem Landenberg stand bereits um das Jahr 1000. Es dürfte sich um eine landesherrliche Gründung der Grafen von Lenzburg handeln, die in Obwalden über reichen Grundbesitz verfügten. Obwohl die Burg zu den grössten der Zentralschweiz gehörte, wurde sie bereits 1210 wieder aufgegeben. Spärliche Reste ihrer Umfassungsmauer sind erhalten geblieben. Von 1646-1998 war die Burgstelle Tagungsort der Obwaldner Landsgemeinde.
1711 entstand am südlichen Ende des Burgplatzes das ehemalige, heute noch bestehende Zeughaus von Sarnen. Der zweigeschossige verputzte Massivbau ruht unter einem geknickten Giebeldach mit knappen Gehrschildern. Auffällig sind die kleinen vergitterten Sprossenfenster und die zwei grossen Rundbogenportale an den Giebelseiten. Der Schlussstein in Form des Obwaldner Standeswappens und die darüber liegende Malerei mit Fahnen und Kriegswerkzeug lassen keine Zweifel an der früheren Nutzung des Bauwerks.
Nördlich des Zeughauses steht das 1747 errichtete Schützenhaus, das Wahrzeichen von Sarnen. Der symmetrisch gegliederte Bau mit achteckigen Zwiebeltürmchen und einem mit Schweifgiebeln versehenen Mitteltrakt thront prominent über dem Dorf. Die Schützenstube im Obergeschoss des Hauses ziert eine Stuckdecke. Ihr grosses Mittelmedaillon zeigt das Landeswappen flankiert von den Wappenschildern der damaligen Landesvögte, der vorsitzenden Herren und des gesamten Landrates. 1921 verliessen die Schützen den Landenberg. Anschliessend dienten die Bauten der Berufsschule. Heute werden sie für Anlässe vermietet.
Baujahr: 1711 (Zeughaus), 1752 (Schützenhaus)
Architektur: Johann Anton Singer (Schützenhaus)