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Arbeitsrechte
Apple ist Mitglied in der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) sowie der Fair Labor Association (FLA) und der Sustainable Trade Initiative (IDH) und hat wichtige, firmeneigene Bestimmungen in den Bereichen Gewerkschaftsfreiheit und Temporär-Angestellte erlassen. Ein ausgedehntes Audit- und Monitoringsystem dient der Überprüfung der vollständig ausgelagerten Produktions- und Lieferkette. Zudem veröffentlicht Apple seine wichtigsten Zulieferbetriebe und deren Fabrikstandorte.
Aufgrund der öffentlich zugänglichen Informationen (CSR-Report, Webseite) ist es aber schwierig zu überprüfen, welches Gewicht arbeitsrechtliche Aspekte bei Beschaffungsentscheiden des Unternehmens haben. Dies kann als Intransparenz gewertet werden. Apple muss zudem die eigene Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten anerkennen und eine mit den arbeitsrechtlichen Standards kohärente Einkaufspolitik betreiben. Um Verantwortung zu übernehmen, müsste Apple die Position der Arbeiterinnen und Arbeiter entlang der Lieferkette stärken, beispielsweise indem das Unternehmen zusammen mit Gewerkschaften und unabhängigen NGOs vermehrt Ausbildungen der Arbeiterinnen und Arbeiter anbietet und den Zugang zu unabhängigen Beschwerdemechanismen sicherstellet. Die Bekenntnisse des Unternehmens zum gesetzlichen Mindestlohn sind absolut unzureichend. Apple hätte die Möglichkeit mit seiner Marktmacht und seinen hohen Gewinnmargen, wesentliche Pionierarbeit im Bereich der Existenzlöhne in der Branche zu leisten.
Konfliktrohstoffe
Im Bereich Konfliktrohstoffe gehört Apple zu den Vorreitern der Branche. Apple kann als erstes Unternehmen von sich behaupten, einen Rohstoff (Tantal) ausschliesslich aus Quellen zu beziehen, die als konfliktfrei zertifiziert sind. Apple veröffentlicht eine Liste mit sämtlichen Schmelzereien in seiner Lieferkette und trägt somit zu mehr Transparenz in diesem Bereich bei. Von Apple wäre jedoch vermehrt auch ein direktes Engagement bei den Schmelzereien und bis hin zu den Quellen der Rohstoffe zu erwarten, um die angestossenen Veränderungen weiterzuführen. Zwar unterstützt Apple bereits entsprechende Initiativen wie etwa CFTI, oder SfH, doch sollte sich das Unternehmen damit nicht begnügen und sich entschieden für weitere konfliktfreie Lieferketten aus Risikogebieten einsetzen.
Umwelt
Sämtliche Produkte des Unternehmens erfüllen den hohen Energy Star Standard für Energieeffizienz und sind zudem frei von PVC und BFR. Apple bezieht zudem in seinem eigenen Betrieb mehrheitlich (73%) Strom aus erneuerbaren Quellen. Es gilt hier aber zu beachten, dass das Unternehmen die Produktion jedoch vollständig ausgelagert. Apple veröffentlicht die Klimafussabdrücke sämtlicher Produkte und kontrolliert die Umweltbelastung seiner Lieferkette regelmässig. Es fehlen jedoch konkrete Reduktionsziele für die Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette. Es gibt keine entsprechenden, öffentlich zugänglichen Statistiken, um deren Einhaltung zu überprüfen. Schlussendlich ist auch die Verbannung einiger schädlicher Substanzen (PVC und BFR) nicht ausreichend. Das Unternehmen muss sich verstärkt und glaubhaft für den Ersatz verbleibender Gefahrenstoffe einsetzen, sowohl in seinen Produkten als auch bei deren Herstellung.
Rating
Apple hat auf die Anfrage von Brot für alle und Fastenopfer geantwortet, jedoch auf das Ausfüllen des Fragebogens verzichtet. Die Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).
Hinweis zur Firmenbewertung:
Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.