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Die drei
Stände

|Stand
||Funktion

|Nährstand
||Sie
bilden die tragende Säule für die Ernährung und den Erwerb.

|Wehrstand
||Sie
gewährleisten die Verteidigung nach aussen.

|Lehrstand
||Dies
sind die Herrschenden. Nach den Prinzipien von Gerechtigkeit und
Vernunft leiten und lenken sie den Staat

Ausgangspunkt für Platons Überlegungen bildet eine
grundlegende Kritik an den herkömmlichen Regierungsformen:
Nach Platon gibt es verschiedene schlechte
Staatsformen
wie die Timokratie (Herrschaft einiger, in der der
Seelenteil Mut überwiegt), Oligarchie (Herrschaft
mehrerer), Demokratie und Tyrannis,
die alle drei der Begierde entsprechen. Die Staatsformen laufen in
dieser Reihenfolge ab und sind für Platin in dieser Reihenfolge immer
ungenügender.
Als Konsequenz dessen zeichnet er als Gegenentwurf
das
Bild eines Idealstaates, in welchem Gerechtigkeit
und Glück die wesentlichen Bestandteile darstellen. Dieser Staat ist
eine Aristokratie der Besten, welche nach der Idee
des Guten streben. In diesem Idealstaat gelangen dessen
Bürger durch Selektion zu Ihrer idealen Funktion in der Gemeinschaft.
Für Platon gibt es drei Stände: Nährstand,
Wehrstand und Lehrstand.
Das
Selektionsprinzip
Platon überlegte sich, nach welchen Grundsätzen die
Herrschenden ausgewählt werden sollen. Er kam zum Schluss,
dass dies nach dem Prinzip einer Auslese durch Erziehung
geschehen sollte:
Am Anfang sollen alle Kinder gleich sein, es gibt also
in der
Erziehung keine Standesunterschiede.
Alsbald werden die Kinder in der Gymnastik
und in der Musik geschult. Dadurch soll eine erste
Charakterbildung vorgenommen werden. Platon lehnt die unterhaltende
Dichtung ab und lässt hingegen nur Heldenepen und
Götter verehrende Schriften zu. Daraus ergibt sich für die ganze
Bevölkerung eine Zensur zum Zwecke der Erziehung der
Wächter.
Darauf folgt die Ausbildung im Rechnen
und
in der Mathematik und Vorübungen in Dialektik.
Auch der Körper soll abgehärtet werden:
Durch Entbehrungen, Anstrengungen und die Probe der
Standhaftigkeit gegenüber der Versuchung soll der Mensch erzogen werden.
Dieser grundlegenden Erziehung folgt eine Aussonderung
der Besten. Wer diese Hürde gemeistert hat, werden bis
zum 30. Lebensjahr tiefere Einblicke in die Mathematik gewährt.
Dann werden wiederum die Besten ausgesondert. Die bei
der
Selektion nicht berücksichtigten bleiben im Wächterstand.
Von 30-35 Jahren beschäftigen sich die Ausgewählten mit der Dialektik;
nach einer weiteren Aussonderung folgen 15
Jahre praktische Erfahrung im Staatsdienst und im Führen von Kriegen.
Insgesamt dauert diese Ausbildung bis zum 50.
Lebensjahr. Wer
alle diese Ausbildungsschritte erfolgreich besteht,
kann nach Platon die Idee des Guten erkennen und ist ein würdiger Philosophenkönig.

|Eine Demokratie entsteht, denke ich, alsdann
bekanntlich, wenn die Armen nach gewonnenem Siege einen Teil der
anderen Partei ermorden, einen Teil verbannen und dann die
Übriggebliebenen gleichen Anteil an der Staatsverwaltung und den
Staatsämtern nehmen lassen.

|Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen,
was der Böse im Leben verwirklicht.

|Das Urteil der Menge mache dich immer bedenklich,
aber niemals verzagt.

|Am allererdrückendsten sind doch die Leute, die
Gesetze erlassen und ständig erneuern, stets im Glauben, den
Betrügereien im Geschäftsleben Schranken setzen zu können, ohne zu
ahnen, daß sie in Wirklichkeit einer Hydra Köpfe abschneiden.

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