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Unterstützung sicherstellen
Besteht ein Hilfebedarf oder ist die Urteilsfähigkeit einer Person aufgrund einer geistigen Behinderung eingeschränkt, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Massnahmen, um die Person zu unterstützen.
Braucht diese Person Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den Behörden, im Zahlungsverkehr mit Banken, und beim Erstellen des Budgets, gibt es verschieden Optionen. Die urteilsfähige Person mit kognitiver Beeinträchtigung kann einer Vertrauensperson:
- eine Vollmacht erteilen für die Anträge an die IV-Stelle oder das Bezahlen der Rechnungen.
- den Auftrag geben, sie beim Erstellen eines Budgets oder beim Bezahlen von Rechnungen im Online-Banking zu unterstützen. So schliesst die Person die Verträge selber ab und die Vertrauensperson begleitet und beratet sie dabei.
Braucht eine Person mit kognitiver Beeinträchtigung die Betreuung und Begleitung durch ein Wohn- oder Pflegeheim, gibt es für den Abschluss eines Betreuungsvertrages verschiedene Möglichkeiten.
- Ist die Person urteilsfähig, stehen ihr dieselben Möglichkeiten offen wie oben ausgeführt.
- Ist die Person urteilsunfähig, so sieht das Gesetz verschiedene Personen vor, die sie bei medizinischen Behandlungen sowie beim Abschluss eines Betreuungsvertrags vertreten können. Es sind dies namentlich Ehegatten, Personen aus demselben Haushalt, Kinder, Eltern und Geschwister.
Beistandschaft
Die Erwachsenenschutzbehörde ordnet eine Beistandschaft an, wenn die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht.
Bei einer Beistandschaft steht die einzelne Person in ihrer Lebenssituation im Zentrum. Das wird mit einer massgeschneiderten Beistandschaft erreicht.
Nach der Abklärung durch die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ordnet die Behörde die benötigte Beistandschaft an.
- Begleitbeistandschaft: Das ist die leichteste Art der Beistandschaft. Die Beiständin oder der Beistand unterstützt und begleitet die Person bei den Dingen, bei denen sie Hilfe benötigt. Zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen. Verträge werden von der Person mit Beeinträchtigung selbst unterzeichnet.
- Vertretungsbeistandschaft: Kann die Person mit kognitiver Beeinträchtigung gewisse Angelegenheiten nicht selber erledigen, vertritt sie in diesen der Beistand oder die Beiständin. Das heisst, statt der Person unterzeichnet die Beiständin den Arbeitsvertrag für die Person mit Behinderung.
- Mitwirkungsbeistandschaft: Trifft eine Person mit kognitiver Beeinträchtigung Entscheidungen, die nicht gut für sie sind, kann für diese Rechtsgeschäfte eine Mitwirkungsbeistandschaft errichtet werden. Schliesst die Person also oft teure Mobiltelefonverträge ab und kann sich das nicht leisten, werden diese Verträge nur mit Zustimmung der Beiständin gültig.
Diese drei Formen von Beistandschaft können von der KESB auch miteinander kombiniert werden.