Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03488.jsonl.gz/79

Nino Schurter gewinnt das Weltcup-Rennen in Albstadt erneut solo. Auf Rang zwei und das erste Mal auf dem Podest landet Mathieu van der Poel, ebenso den ersten Podestplatz fährt Anton Cooper ein. Mathias Flückiger katapultiert sich mit zwei spektakulären Stürzen aus der Entscheidung um den Sieg und aus dem Rennen. Hingegen kehrt Florian Vogel mit Rang acht erfolgreich ins Renngeschehen zurück.
Mathieu van der Poel zeigt in Albstadt sofort, dass er keine kleine Brötchen backen will und mit seiner hervorragenden Form um den Sieg mitfahren will. Rasch bildet er mit Nino Schurter ein Spitzenduo, doch von hinten bekommen sie Gesellschaft: Mathias Flückiger schliesst die Lücke und das Trio holt rund 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger heraus. Doch binnen kurzer Zeit ereignen sich zwei entscheidende Situationen. Zuerst rutscht Mathieu van der Poel vor dem «Albstadt Drop» kurz weg und verliert den Anschluss.
Im nächsten Anstieg ist Schurter etwas schneller, doch Flückiger fühlt sich in der Abfahrt schneller als der Weltmeister und will die Lücke wieder schliessen. Bei seiner Jagd ins Tal rutscht er einmal weg, springt gleich wieder aufs Rad und wagt danach einen Sprung über ein Steinfeld, den sonst keiner gewagt hat. Er bekam einen Schlag am Hinterrad und stürzte kopfüber den Hang hinab. «Es ist zum Glück nichts weiter Schlimmes passiert, nur Prellungen und Schürfungen», erklärt Flückiger. Aber das Rennen ist für ihn damit vorbei. Eine Runde später gibt er auf.
So ist Nino Schurter plötzlich alleine in Führung und fährt das Rennen souverän nach Hause. «Ich war schon ein bisschen nervös wegen Mathieu. Ich habe ihn in einem Rennen nie erlebt und kannte seine Schwächen und Stärken nicht. Als ich oben angegriffen habe, hat ihn das vermutlich schon unter Druck gesetzt. Fehler darfst du dir hier nicht erlauben. Obwohl sie technisch einfach ist, rutscht du hier ganz schnell weg», erklärt Schurter. Dass van der Poel vorne mitmischte, findet Schurter unterdessen prima. «Er ist ein super Talent und es ist cool, wenn neue Leute auftauchen.»
Nicht ganz neu, aber neu in diesen Regionen ist Anton Cooper. Der U23-Weltmeister von 2015 hätte von sich selber nicht erwartet, dass er in Albstadt am Ende als Dritter auf dem Podium stehen würde.
Florian Vogel gelingt nach einer zweiwöchigen Verletzungspause ein hervorragendes Rennen, das am Ende nur wegen eines Defekts in der dritten Runde nicht weiter vorne endet als Rang acht (+2:28).
«Ohne das, hätte es wohl zum Podium gereicht (Top 5). Meine Vorbereitung war wegen der Knie-Verletzung überhaupt nicht gut. Bis vor zwei Tagen Tagen wusste ich noch nicht, ob ich überhaupt fahren kann. Im Rennen lief es aber viel besser als gedacht», kommentiert Vogel.
Martin Fanger ist ebenfalls zurück mit einem guten 17. Rang, Andri Frischknecht kann sich nach Nove Mesto noch ein paar Plätze auf Rang 20 steigern und Matthias Stirnemann belegt nach seiner Aufholjagd Rang 21. Thomas Litscher erleidet in der Verfolgergruppe liegend einen Hinterrad-Defekt und wird 42.