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Der Turm des St. Albantors ist, vielfach umgebaut, nur im Erdgeschoss und Kern noch alt. Mit dem 1420 erstmals erwähnten und 1450 neu bemalten St. Albantor erhielt die Ostflanke des äusseren Mauerrings einen schlanken Torturm (mit Seitenlängen von 8m), der sich dominierend von der Stadtmauer abhob und einen weiten Blick auf den Rhein und gegen die Hard bot. Unterhalb des überdachten Dachkranzes war ein reizvoller kleiner Erker angebracht, der es ermöglichte, ungebetene Gäste mit siedendem Wasser oder Pech zu übergiessen. Im Aufbau verstärken bossierte Quadern in unregelmässiger Zahnung die vier Turmkanten. Typisch sind auch die schmalen Fensterschlitze und die Spitzbogen der beiden Tore. Der Schlussstein des äusseren Torbogens bildete und bildet auch heute noch ein seit 1798 leeres Wappenschild, genau wie beim St. Johanntor. In dieser Form blieb das St. Alban-Tor bis 1871 erhalten, und erst hundert Jahre später wurden einige Merkmale vom ursprünglichen Zustand wiederhergestellt.
Zu Beginn der 1870er Jahre wurde eine Korrektion des St. Albantorgrabens vorgenommen, und in diesem Zusammenhang führte man breite Diskussionen darüber, ob man das Tor stehen lassen soll oder nicht. Die einen fanden, der "Steinhaufen" müsse verschwinden, weil "es trotz allen Aufstützens immer eine plumpe Erscheinung bleibe". Würde von einem Abbruch abgesehen, so solle das Tor wenigstens mit dem Lällenkönig geschmückt werden, damit die Schulbuben etwas zu begaffen und die Durchreisenden etwas zu lachen hätten. Die anderen aber - eine schwache Mehrheit - setzten sich vehement für die Erhaltung des "grauen Zeugen mittelalterlicher Vergangenheit" ein. Ob das Tor in der alten Form belassen oder modernisiert werden sollte, war wiederum Gegenstand heftiger Diskussionen. Nachdem sich unter anderem der frühere Stadtbaumeister Amadeus Merian und der Basler Kunstverein erfolglos für eine geschmackvolle Restauration eingesetzt hatten, beschloss der Grosse Rat am 20. Februar 1871 den Umbau des St. Albantors und die Errichtung einer Promenade, "was gar nicht allen vernünftigen Leuten in den Kram passte". Die dem Tor vorgelagerte Kleine Schanze war schon 1864 durch Bauunternehmer Hollinger abgetragen worden; dieser musste das anfallende Material für das Auffüllen des von einem hölzernen Steg überbrückten Stadtgrabens verwenden. Aus dem verbliebenen Rest "wurde dann links vom Tor unter Schonung der bestehenden alten Bäume mit verhältnismässig einfachen Mitteln eine reizende Anlage" geschaffen.
Das Tor selber blieb stehen, allerdings waren damit Neugestaltungen verbunden, welche den Bau in seinem Charakter beeinträchtigten. Das Bodenniveau der Umgebung wurde abgesenkt, wodurch die Toröffnung und der Turm höher erschienen. Daher endeten die seitlichen Führungsrillen des Fallgatters mehr als einen Meter über dem Niveau des Torwegs. Auf die Turmkrone wurde ein unpassendes, "hässliches" und hohes Dach mit Fensterchen nach allen vier Seiten aufgesetzt. Der Wehrerker auf der Aussenseite wurde entfernt, dafür versah man den zweiten Stock auf der dem früheren Feld zugewandten Seite mit einem kleinen Zierbalkon. Auf allen vier Seiten wurden grosse Uhrzifferblätter eingebaut ("obwohl fast jedermann eine Taschenuhr hat, und die Kurzsichtigkeit der Augen, die nach dem hohen Thurme sehen sollen, an einem fort im Zunehmen begriffen ist"), deshalb mussten die Fenster im vierten Stock auf der Stadtseite zugemauert werden. Holztore und Rammpfähle verschwanden, und an der Nordseite wurde in neogotischem Stil ein Polizeiposten angebaut. Auf der Südseite wurde eine offene Steintreppenanlage angebaut; diese machte seine oberen Geschosse zugänglich, die ursprünglich nur von der Stadtmauer aus betreten werden konnten.
Mit der Unterstützung durch die Christoph-Merian-Stiftung und den Bund konnte 1975 das St. Albantor weitgehend authentisch restauriert werden. Es erhielt wieder ein flacheres Pyramidendach, und der kleine Balkon auf der Feldseite wurde entfernt. Der kleine Erker stadtwärts wurde wieder rekonstruiert.