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Herceptin scheint weniger wirksam zu sein wenn es gleichzeitig mit dem während der Chemotherapie eingesetzten, die Blutproduktion stimulierenden Erythropoietin gegeben wird. Dies wurde von Forschern des MD Anderson Cancer Center berichtet.
Herceptin blockiert den HER2 Rezeptor. Dadurch wird zB Src blockiert. Wenn Erythropoietin sich mit seinem Rezeptor verbindet wird unter anderem Src aktiviert. Ebenso stoppt so die Aktivität von PTEN, eines Tumor-supressor Gens. Auch PTEN scheint für die Wirkung von Herceptin verantwortlich zu sein.
Auf Brustkrebszellen können auch Erythropoietin Rezeptoren nachgewiesen werde. Deren Vorhandensein wird auch mit der Resistenz auf Herceptin in Verbindung gebracht. Deshalb wollten die Forscher die Hypothese einer Interaktion in Laborversuchen und mit Vergleich von durchgeführten Therapien überprüfen. Erythropoietin allein scheint keine negativen Wirkungen auf Krebszellen zu haben.
Wie in Eurekalert berichtet, scheint sich die Interaktion von Herceptin und Erythropoietn zu bestätigen. Dies sowohl im Labor als auch in der restrospektiven Fall-Kontroll Studie. 40% der Patienten die bei der Therapie kein Erythropoietin erhielten hatten eine stabile Erkrankung. Wenn zusätzlich Erythropoietin wegen einer Anämie gegeben wurde nur 19%. Wie die Forscher betonen, muss diese Studie aus vielen Gründen mit Vorsicht beurteilt werden. Sie ist aber ein erneuter Hinweis Erythropoietin nicht unüberlegt und nur nach Diskussion der Patientenpräferenzen einzusetzen. Viele Onkologen sind auch sehr zurückhaltend mit dem Einsatz bei kurativen Therapien.