Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03506.jsonl.gz/1782

- Ein Gericht in Washington hat den Staat Iran zu einer Schadenersatzzahlung von 180 Millionen Dollar verurteilt.
- Dies, weil der Journalist Jason Rezaian, der sowohl die Staatsbürgerschaft der USA als auch die von Iran hat, in Teheran 544 Tage Geisel gehalten wurde.
- Der Mann war 2016 zusammen mit drei anderen US-Bürgern im Gegenzug mit sieben Iranern, die in den USA begnadigt worden waren, freigelassen.
«Einen Mann als Geisel zu halten und ihn zu foltern, um in Verhandlungen mit den USA einen Vorteil zu erringen, ist empörend», schreibt US-Bundesrichter Richard Leon in der Urteilsbegründung. Den US-Gerichtsunterlagen zufolge wurde dem Journalisten unter anderem mit seiner Hinrichtung gedroht. Trotzdem dürfte dieses Urteil, das auf einer Klage Rezaians beruht, eher symbolischer Natur und nicht vollstreckbar sein.
An dem Tag, an dem er freigelassen wurde, trat das internationale Atomabkommen mit dem Iran in Kraft und Sanktionen der USA und der EU gegen Iran wurden aufgehoben. US-Präsident Donald Trump kündigte das Abkommen im Mai vergangenen Jahres einseitig auf. Danach gelten wieder harte Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran.