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Dies erläutert Claude Mandil, Direktor der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bei der Veröffentlichung des Länderberichts «Canada - 2004 Review» am 31. Januar 2005 in Ottawa. Dennoch solle Kanada nicht auf diese potenziell attraktive Energiequelle verzichten und den Wettbewerb bei der Instandhaltung sowie dem Betrieb der Candu-Systeme weiter stärken. Auch empfiehlt die IEA der Regierung, den Bau zusätzlicher Kernkraftwerke zu prüfen und beim Vergleich von Nutzen und Kosten die Gesichtspunkte Umwelt sowie Diversifizierung der Energieversorgung ausreichend in Rechnung zu stellen.
Kanada ist ein grosser Energieexporteur, und der Energiesektor trägt dank riesiger natürlicher Ressourcen wesentlich zum Wohlstand des Landes bei. Die Bodenschätze und Wasserkräfte gehören indessen den zehn Provinzen und beiden Territorien, die zudem im Elektrizitätssektor autonom sind. Die Bundesregierung hat lediglich beim Energieexport und Stromhandel zwischen den Provinzen und Territorien das Sagen. Sonst kann sie erst eingreifen, wenn das nationale Interesse auf dem Spiel steht. Beim Durchsetzen dieses Interesses hat die IEA Schwächen festgestellt. Sie wirken sich etwa auf die Zuverlässigkeit der Stromversorgung oder das Einhalten der Kyoto-Ziele aus, auf die sich die Bundesregierung verpflichtet hat.
Source
P.B. nach Medienmitteilung, IEA, 31. Januar 2005