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Die Finalniederlage in Montreal macht Federers Weg zur Nummer 1 etwas komplizierter, vor allem, wenn er sich zu einem Verzicht auf das Turnier in Cincinnati durchringen sollte. "Ich werde mich in den nächsten zwei Tagen entscheiden", erklärte der 36-jährige Basler nach dem Spiel. Im zweiten Satz hatte er körperlich angeschlagen gewirkt und bestätigte diese Einschätzung im Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF: "Mitte des zweiten Satzes ist etwas Leichtes passiert, der Rücken fühlt sich etwas steif an. Danach war es nicht mehr das Gleiche." Er hoffe, dass es nichts Schlimmes sei, wisse aber nicht, ob es für Cincinnati reiche.
"Ich habe mich die ganze Woche ok gefühlt", hatte er zuvor an der Pressekonferenz erklärt. Auch da gab er zu, dass er "hie und da ein wenig Muskelschmerzen" verspürt habe. "Aber das ist normal nach den Ferien und beim ersten Hartplatzturnier."
Federer zog insgesamt ein positives Fazit des Turniers in Montreal, auch wenn er vom Final mehr erwartet habe. "Ich hatte eher nicht mit diesem Final gerechnet", meinte er und trauerte "ein paar kleinen Chancen in den ersten eineinhalb Sätzen" nach. "Aber nach dem Break im zweiten Satz spielte er befreit auf und ich nicht. Zverev hat auf jeden Fall hochverdient gewonnen."
Nach Cincinnati gereist
Federer reiste noch am Sonntagabend nach Cincinnati. Ich muss nun schauen, wie ich mich nach den fünf Spielen in fünf Tagen morgen beim Aufstehen fühle", erklärte er. "Die Gesundheit geht vor, ich darf jetzt keinen Blödsinn machen." Dennoch dürfte ihm eine Absage des Turniers im US-Bundesstaat Ohio schwer fallen - nicht in erster Linie, weil er dann vor dem US Open nicht mehr die Nummer 1 werden könnte, sondern weil er in Cincinnati fast immer gut gespielt und bereits sieben Mal gewonnen hat.
Doch Federer denkt langfristig. Lieber sei er Ende die Jahr die Nummer 1 als jetzt vor dem US Open. "Dann könnte ich es die ganzen Ferien geniessen. Wenn ich es jetzt schon werde, muss ich nur all die Fragen der Journalisten beantworten", meinte er lachend. Die nächsten Tage seien entscheidend, um am US Open in der bestmöglichen Verfassung zu sein. In New York ein drittes Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr, das 20. insgesamt, wäre "unglaublich".