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Erstmals seit Ende September 2001 kostet Rohöl wieder mehr als 25 Dollar pro Fass. Die Folge: in der Schweiz wird das Benzin wird ab Mittwoch um 3 Rappen teurer.
Grund für die Preissteigerung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist die Zuspitzung im Nahost- Konflikt. Am Montag hatten für ein Fass Rohöl 25,03 Dollar bezahlt werden müssen, wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien berichtete.
Am Dienstag pendelte sich der Ölpreis um sein Halbjahreshoch ein. Zuvor hatten sich die arabischen Förderländer von einem Öl-Embargo distanziert, das der Irak gefordert hatte.
Steigende Benzinpreise
Die Mineralöl-Gesellschaften BP und Shell reagierten auf die erhöhten Rohölpreise und kündigten in der Schweiz ab Mittwoch eine Preiserhöhung um 3 Rappen für Bleifrei 95 und 98 an. Gemäss Sprechern wollen Shell und BP den Preis für Diesel nicht erhöhen.
Rolf Hartl, Geschäftsführer der Schweizer Erdöl-Vereinigung, ist über den gestiegenen Preis nicht beunruhigt. Auf längere Sicht seien die meisten Erdöl produzierenden Staaten nicht an der Konfliktausweitung interessiert. Kurzfristig könnten die Preise für Benzin und Heizöl jedoch weiter steigen.
Lange Zeit tiefer Ölpreis
Der Preis hat somit etwa das Niveau der Woche nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September erreicht: Damals hatte OPEC-Öl im Schnitt 25,65 Dollar je Fass gekostet.
Danach war der Ölpreis lange Zeit unter den von der OPEC angestrebten Mindestpreis von 22 pro Barrel gesunken. Zeitweise gab es Tiefstwerte von knapp über 16 Dollar.
Durch eine Förderkürzung zusammen mit den wichtigsten Nicht- Mitgliedern des Kartells konnte die OPEC den Preis aber stabilisieren. Erst am 11. März übersprang der OPEC-Ölpreis die 22-Dollar-Grenze und kletterte am Gründonnerstag (28. März) auf 24,36 Dollar.
Die OPEC sieht die steigenden Weltmarktpreise mit Befriedigung. Es gebe keine Pläne, durch eine rasche Erhöhung der Ölfördermenge die Preise zu senken. Für den jüngsten Preisanstieg macht die OPEC insbesondere die Angst vor einem Krieg im Nahen Osten verantwortlich. Der Markt an sich erfordere aber keine Reaktion des Kartells, hiess es in Wien.
swissinfo und Agenturen