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Auf der spanischen Insel Mallorca ist die Luxusyacht «Tango» des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg beschlagnahmt und durchsucht worden. Vekselberg gilt als drittreichster Mann Russlands. Dass der in Zug wohnhafte und pauschalbesteuerte Vekselberg höchstens zwei Millionen Franken Steuern zahlt, obwohl er mehrere Unternehmen führt, stösst vielen sauer auf.
Die USA hätten für die Beschlagnahmung der 90 Millionen Euro teuren Yacht ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen gestellt, teilten die spanischen Behörden mit (zentralplus berichtete).
Der 64-Jährige Viktor Vekselberg steht auf der Sanktionsliste der USA, aber nicht auf jener der EU. Die USA werfen ihm unter anderem Steuerbetrug und Geldwäscherei vor. Vekselberg ist an verschiedenen Schweizer Firmen, wie etwa die Sulzer AG oder OC Oerlikon, beteiligt. Laut Forbes-Liste wird sein Vermögen auf 15.6 Milliarden Franken geschätzt.
Als Eigentümer der beschlagnahmten Yacht sei ein Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln eingetragen, das von Unternehmen in Panama verwaltet werde, um die echten Eigentumsverhältnisse zu verbergen. Das 78 Meter lange Schiff fährt unter der Flagge der südpazifischen Cook-Inseln.
Vekselberg ist nicht der einzige Oligarch, der Verbindungen zu Zug hält. So ist unter anderem auch Oleg Deripaska, der Milliardär, der hinter dem Aluminiumkonzern Rusal, Zug wirtschaftlich verbunden. Er nutzt den steuergünstigen Standort als Firmensitz. Oder Andrei Kostin, Chef der russischen Grossbank VTB, die ebenfalls in Zug aktiv ist. (zentralplus berichtete)