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Bei einer In-vitro-Befruchtung in einer Römer Klinik sind Eizellen verwechselt worden. Jetzt wird abgeklärt, wie viele Frauen fremde Embryonen austragen.
Eine Frau hat bei einem Gentest im dritten Schwangerschaftsmonat erfahren, dass sie mit Zwillingen schwanger ist, die nicht von ihr stammen. Offenbar waren ihr in einer Fruchtbarkeitsklinik in Rom versehentlich Embryonen eines anderen Paares eingepflanzt worden. Dies berichtete die Tageszeitung «La Stampa» am Sonntag.
Dem Bericht zufolge passierte der Irrtum am 4. Dezember, als sich vier Paare zeitgleich in der Fruchtbarkeitsklinik des Sandro-Pertini-Spitals einer In-vitro-Befruchtung unterzogen.
Drei Frauen wurden nach der Behandlung schwanger, die vierte künstliche Befruchtung schlug fehl. Eine Experten-Kommission soll nun klären, ob auch bei den anderen beiden Schwangeren Embryonen vertauscht wurden.
Die römische Gesundheitsbehörde erklärte, sie sei erst Ende März von einer «genetischen Unvereinbarkeit» zwischen der Schwangeren und den Zwillingen informiert worden. Sämtliche Einpflanzungen von im Reagenzglas befruchteten Eizellen in dem Spital seien bis auf weiteres gestoppt. Bei den verwechselten Embryonen handele es sich jedoch «vermutlich um einen Einzelfall».
Die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin kündigte eine Inspektion der Fruchtbarkeitsklinik an. Es müsse geklärt worden, ob sämtliche Vorschriften zur künstlichen Befruchtung eingehalten worden seien.
Die Verwechslung war aufgeflogen, weil die Schwangere die Zwillinge in ihrem Bauch im dritten Monat auf mögliche Gendefekte hatte untersuchen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass sie überhaupt nicht mit ihr verwandt waren. (erf/sda/afp)