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Den Aktionären stellt das Unternehmen in seiner Mitteilung vom Dienstag eine stabile Dividende von 20 CHF in Aussicht. Für den weiteren Geschäftsverlauf erwartet Gurit eine operative Gewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8 bis 10%.
Über die Umsatzentwicklung hatte der Spezialkunststoffhersteller bereits Anfang Februar berichtet. Hier war es dem Unternehmen gelungen, mit den ausgewiesenen Erlösen die Analystenschätzungen leicht zu übertreffen. Bei der Gewinnentwicklung ist dies nicht gelungen.
Das Unternehmen weist einen operativen Gewinn (EBIT) von 35,9 Mio CHF aus nach 36,8 Mio im Jahr 2016. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) liegt bei 10% zwar im Rahmen der eigenen Ziele, aber unter den 10,5% des Vorjahres. Unter dem Strich hat Gurit 2017 24,9 Mio CHF verdient (VJ 26,0 Mio).
Zum Vergleich: Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt einen EBIT in Höhe von 39,0 Mio CHF erwartet und die EBIT-Marge auf 10,9% geschätzt. Beim Reingewinn waren sie von durchschnittlich 27,1 Mio CHF ausgegangen, zudem hatten sie mit einer Dividende von 21,60 CHF gerechnet.
Zwei Schlüsselkunden
Wie Gurit in der Mitteilung schreibt, konnte ein starkes Wachstum in den Geschäftsbereichen Tooling und Composite Components die negativen Auswirkungen der niedrigeren Installationsraten im Windmarkt, vor allem in Indien und China, und geringerer Bauprojekte im Mittleren Osten im vergangenen Jahr ausgleichen. So hatte Gurit bereits Anfang Februar berichtet, dass Composite Components dank der neu gewonnenen Projekten, von denen einige bereits 2017 in Produktion gingen, gut abgeschnitten hatte.
In der Sparte Tooling trug eine weiterhin gute Nachfrage nach Formen für längere Windrotorblätter zum guten Abschneiden bei. Mit diesen längeren Windrotorblättern können Windkraftanlagen ihre Effizienz steigern. Darüber hinaus konnte der Geschäftsbereich auch zwei weitere globale Schlüsselkunden gewinnen.
Schwache Nachfrage in Indien und China
Dagegen zeigte die Sparte Composite Materials sehr unterschiedliche Resultate in den verschiedenen Märkten. So hat das Geschäft seit dem Frühjahr 2017 unter dem Nachfragestillstand in der indischen Windenergieindustrie sowie unter einem Nachfragerückgang im chinesischen Windenergiemarkt gelitten. Die Materiallieferungen in andere Märkte stiegen zwar leicht, konnten den Einfluss der Windenergie aber nicht ausgleichen.
Wie der Konzern in der Mitteilung hervorhebt, wurde trotz der zahlreichen Belastungsfaktoren wie den niedrigeren Installationsraten im indischen und chinesischen Windenergiemarkt und dem anhaltenden Nachfragerückgang im Bausektor im Mittleren Osten und den damit verbundenen niedrigeren Umsatzerlösen eine Betriebsgewinnmarge von 10% erreicht. Darin eingerechnet sind die angekündigten Restrukturierungskosten für den Transfer der Prepreg Produktion von Grossbritannien nach Spanien.
Für das Gesamtjahr 2018 hat sich Gurit ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich zum Ziel gesetzt. Bei der Profitabilität peilt der Konzern eine Betriebsgewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8-10% an.
(AWP)