Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03506.jsonl.gz/2351

In der diesjährigen Schweizer Einzelmeisterschaft im Dreiband-Billard der Nationalliga A fanden am vergangenen Wochenende die Halbfinalturniere statt. Dabei wurde in Winterthur und in Yverdon um den Einzug in das Finalturnier, welches Ende Mai erstmals in St. Gallen stattfindet, gespielt. Die ersten drei der Halbfinals qualifizieren sich für das Endturnier der besten sechs. Die aktuellen 4 topgesetzten Spieler der Schweiz (2 Spieler des BC Zürich, ein Spieler des BC Winterthur und ein Spieler aus Lausanne) waren dabei für die sechs Finalplätze in St. Gallen klare Favoriten. Der St. Galler Spieler Giorgio Morosi durfte sich lediglich Aussenseiter-Chancen ausrechnen und musste im Halbfinalturnier in Winterthur unter anderem gegen die Nr. 2 (Bezhat Cetin, BC Zürich) und die Nr. 3 (Pierre-Alain Rech, BC Winterthur) der Schweiz antreten. Angestrebtes Ziel war dabei der dritte Rang, der für den Finaleinzug genügte.
Der Ostschweizer Morosi übertraf in Winterthur alle Erwartungen: Im ersten Spiel setzte er sich klar gegen Rolf Albert aus Yverdon durch, in der zweiten Partie hiess der Gegner Bezhat Cetin vom BC Zürich und aktuelle Nr. 2 der Schweiz. Morosi hielt von Beginn weg gut mit, liess sich nie distanzieren und ging mit einer 6-er Serie sogar in Führung. Am Ende konnte Morosi mit 30:28 gewinnen und dies in nur 28 Aufnahmen. In der dritten Partie war Pierre-Alain Rech vom BC Winterthur zu stark für den St. Galler, setzte sich mit 30:17 in gerade mal 22 Aufnahmen durch und liess Morosi nicht den Hauch einer Chance. Somit musste die letzte Runde alles entscheiden. Nicht weniger als 4 Spieler standen mit 4 Wertpunkte auf den ersten 4 Plätzen, ein Sieg war für den Einzug ins Finale Pflicht. Cetin setzte sich im Duell der beiden Topgesetzten gegen Rech durch und sicherte sich somit einen der Finalplätze. In der anderen Partie kämpften Rico Oettli (BC Winterthur) und Morosi um einen der Finalplätze. Morosi erwischte den besseren Start, ging rasch in Führung und gab diese in der Folge nicht mehr ab. Die geforderten 30 Punkte erreichte er wiederum vorzeitig in 28 Aufnahmen und sicherte sich damit nicht nur den Sieg gegen Oettli und den Finaleinzug, sondern gewann überraschend dieses hochkarätige Halbfinalturnier. Mit den gezeigten Resultaten (GD 0,861/ED 1,071/Serie 6) spielte Morosi sein bisher bestes Dreibandturnier und stiegt neu auf Rang 5 der Schweizer Gesetztenliste auf.
gmo/26.03.2017