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Diese Überlieferung der Ältesten wurde lange Zeit mündlich von Rabbinnern an ihre Studenten, ihre Jünger, weitergegeben. Man durfte es ursprünglich nicht aufschreiben. Darum nennt man es auch das mündliche Gesetz, im Kontrast zu dem schriftlichen Gesetz von Mose. Aber mit der Zerstörung des Tempels gab es ein riesiges Problem. Man realisierte, dass diese Überlieferungen verloren gehen würden. Darum hatte man dieses menschlich Gebot, dass man die Überlieferung nicht aufschreiben dürfe, als niedriger eingestuft gegenüber der Notwendigkeit, dass diese Überlieferung erhalten bleibt. Deshalb wurde ab dem zweiten Jahrhundert n. Chr. die Mischna verfasst. Sie ist die schriftliche Aufzeichnung dieser Überlieferungen der Ältesten von der Herr Jesus in Matthäus 15 und in Markus 7 spricht. Später haben Rabbiner diese Mischna wieder kommentiert. Diese Kommentare nennt man die Gemarah. Die Gemarah des babylonischen Talmuds wurde um etwa 500 n. Chr. abgeschlossen. Das ist nun der Talmud, der also aus 2 Schichten besteht, aus der Mischna und der Gemara.
Es gibt zwei Versionen des Talmud, den Babylonischen Talmud und den Jerusalemer Talmud. In den Jahren 66 bis 73 nach Christus, als die Römer den Staat Israel zusammen schlugen und Jerusalem und den Tempel verwüsteten, flohen ganz viele Juden nach Babylon, in den heutigen Irak, weil sie so schnell wie möglich aus dem Gebiet des Römischen Reiches entweichen wollten. Das wiederholte sich bei dem zweiten Aufstand gegen die Römer in den Jahren 132 bis 135 n. Chr. unter dem falschen Messias Bar Kochba. Auch damals sind wieder Hunderttausende vor diesem furchtbaren Krieg, bei dem wie im Jahr 70 nochmals etwa 1 Million Juden umkamen, nach Babylon geflohen. So gab es schließlich eine Gemeinschaft von mehr als 1 Million Juden in Babylon. Die herausragendsten Rabbiner des Judentums befanden sich für die weiteren Jahrhunderte bis ins Mittelalter in Babylon. Sie haben Gemarah-Kommentare zur Mischna verfasst. Den Babylonischen Talmud betrachtet man als den wichtigsten Talmud, da er von den wichtigsten Gemarah-Rabbinern stammt. Der Jerusalemer Talmud ist weniger wichtig. Der Mischna-Teil ist zwar der gleiche Text, aber die Gemarah ist von weniger bedeutenden Rabbinern verfasst worden.