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Ärgerliches Remis für die Servettiennes, die weiterhin Tabellenführer der NLA sind.
Dass GC ein umso schwerer Gegner ist, je mehr man das Spiel in die Hand nimmt, wie dies Servette tut, wussten die Spielerinnen von Eric Sévérac vor dem Anpfiff. Man hatte den Eindruck, dass die Genferinnen die Konzentration im Verlauf des Spiels verlören. Nach einem wegen Abseits aberkannten Tor der Heugümper wurden die Servettiennes gewarnt, doch nach dem Führungstreffer von Léonie Fleury (15. Minute) verflog die Konzentration gänzlich. GC liess sich nicht zweimal bitten und nutzte zwei Fehler in der Defensive (eine schlechte Einteilung und einen zu kurz geratenen Rückpass) eiskalt aus, um auszugleichen (16. Minute) und in Führung zu gehen (19. Minute).
Diese katastrophalen fünf Minuten kommen die Servettiennes, welche sich die meisten Torchancen erarbeitet hatten, teuer zu stehen. Soulard schoss auf die Torhüterin, Sarrasin traf die Latte und Fleury schoss zweimal knapp am Pfosten vorbei. Die Schiedsrichterin vergass ein eindeutiges, strafstosswürdiges Foul an Sarrasin, welche die gegnerische Torhüterin bereits ausgelassen hatte und vor dem leeren Tor stand. Zur Pause lag Servette daher hinten und das war seit dem umkämpften Sieg in Luzern im September (2-4) nicht mehr geschehen. Ein Doppelpack von Léonie Fleury hatte damals die Grenat erlöst, dies hätte am Samstagnachmittag auch passieren können. Unmittelbar nach der Pause lenkte Sandy Maendly einen Ball in die Tiefe auf Fleury ab, welche die Spielkugel trotz geschlossenen Winkels ins Lattenkreuz am ersten Pfosten abfeuerte (47. Minute).
In einem bereits angespannten Spiel stieg plötzlich die Intensität der Zweikämpfe, wie dies in den vergangenen Begegnungen gegen GC bereits der Fall gewesen war. Das Spiel fuhr sich im Mittelfeld fest, aber die Grenat versuchten immer wieder, den Ball in den Rücken der Zürcher Verteidigung zu bringen. Allerdings machten die Ungenauigkeiten wegen der Müdigkeit und die von der Schiedsrichterassistentin erfundenen Abseitspositionen dieser Strategie einen Strich durch die Rechnung. Die Lösung schien gefunden, als Soulard vor der Torhüterin Furrer auf das Zuspiel von Maendly kam und diese lobte. Der Ball schien den Weg des Tores zu nehmen, ging allerdings an den Pfosten. Soulard konnte den zurückgeprallten Ball ins Netz einköpfen. Die Französin sowie die anwesenden Zuschauer jubelten bereits, als eine GC-Verteidigerin den Ball wegdrosch. Jeder hatte gesehen, dass dieser deutlich hinter der Linie war, nur die Schiedsrichterin nicht. Sie liess weiterspielen.
Nach acht aufeinanderfolgenden Siegen – zehn, wenn man den Cup mitzählt – endet die Siegesserie mit diesem Remis, allerdings sind die Servettiennes seit fünfzehn Partien ungeschlagen. Der Servette FCCF ist weiterhin Tabellenführer der NLA. Der Vorsprung auf den FC Zürich beträgt einen Punkt. Auf den FC Basel sind es elf. Beide Verfolger spielten am Wochenende gegeneinander und die Zürcherinnen setzten sich mit 1-2 durch.
Am nächsten Samstag empfängt Servette den FF Lugano. Anpfiff ist um 16 Uhr im Stadion Balexert.