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Die Ausgangslage der Schweizer hätte kaum vielversprechender sein können. Loïc Meillard führte nach dem ersten Lauf mit einer halben Sekunde Vorsprung. Ramon Zenhäusern war zusammen mit dem Österreicher Johannes Strolz Meillards erster Verfolger, Tanguy Nef blies nach seiner Laufbestzeit am Vortag von der 11. Position aus zum Angriff, zusammen mit dem zeitgleichen Teamkollegen Daniel Yule.
Am Ende schaffte es keiner des Schweizer Spitzenquartetts ins Ziel. Nef und Yule fädelten früh ein, Meillards zweiter Lauf dauerte bis zu seinem Innenski-Fehler ebenfalls weniger als 15 Sekunden, Zenhäusern kam zu Fall, als die Zwischenzeit bereits rot aufleuchtete. Luca Aerni, Marc Rochat, Sandro Simonet und Reto Schmidiger waren bereits am Morgen hängen geblieben.
Verpasste Chancen und ein starkes Debüt
Das Aus am Sonntag dürfte vor allem Meillard und Zenhäusern ärgern. Für den 25-jährigen Allrounder Meillard war der erste Weltcup-Sieg im Slalom und in einer der vier Kerndisziplinen greifbar. Nach einem fast perfekten ersten Lauf stiess er sich in der Entscheidung mit der Reserve von 88 Hundertsteln auf Kristoffersen aus dem Starthaus.
Zenhäusern seinerseits bot sich die Chance zur Kurskorrektur. Der Walliser lag bei Halbzeit an zweiter Stelle, obwohl er sich dies nach seinen durchwachsenen letzten Monaten selbst nicht richtig erklären konnte.
Am Ende haderten Meillard und Zenhäusern wie die meisten Teamkollegen. Der einzige Swiss-Ski-Athlet, der es in die Punkte schaffte, war letztlich derjenige, mit dem am wenigsten zu rechnen war: Fadri Janutin erreichte bei seinem Weltcup-Debüt den starken 17. Rang. Der 22-jährige Bündner verbesserte sich im zweiten Lauf um zwölf Positionen.
Kristoffersen doppelt nach
Den Sieg holte sich wie am Vortag Henrik Kristoffersen. Der Norweger, der als erster zwei Slaloms in diesem Winter gewann, setzte sich vor dem Briten Dave Ryding und dem Deutschen Linus Strasser durch. Bei seinem Vorstoss vom 8. Rang an die Spitze profitierte Kristoffersen auch von zahlreichen Ausfällen. 21 seiner nunmehr 26 Weltcupsiege errang der 27-jährige Solist in seiner Paradedisziplin Slalom.