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Wir bedanken uns herzliche für die Unterstützung durch Jürg Zimmermann, Rolf Schwab, den Prellbock Druck & Verlag, das Stadtarchiv Schaffhausen und Wilfried Hügli vom Museumsverein Beringen.
Bahnhofgebäude
In Löhningen war, wie in Siblingen und Beringen, ursprünglich eine Wirtschaft als Haltestelle vorgesehen. Der Gemeinderat machte die Regierung jedoch auf die sehr enge Strassenpassage aufmerksam und bot an, sich an den Kosten der Strassenverbreiterung zu beteiligen. Dieser Vorschlag wurde allerseits gutgeheissen, und das dicht an der Strasse stehende Haus konnte niedergerissen werden. Der frei werdende Platz konnte zum Bau eines Stationsgebäudes verwendet werden. Weil in Schleitheim lediglich ein Wohnhaus zur Station umgebaut wurde, erhielt Löhningen auf die Eröffnung hin das einzige eigentliche Stationsgbäude entlang der StSS. Die Station Löhningen bestand aus einem einstöckigen Flachbau mit Wartezimmer, Schalterraum, Stationsbüro und einem angebauten Güterschuppen.
An der Hauptstrasse war die Weinhandlung Bührer beheimatet. Diese verfügte über einen eigenen Geleiseanschluss, um ihre Produkte mit der Strassenbahn transportieren zu können.
Unfälle
Am 30. Juni 1909 bemerkte der Wagenführer auf der Talfahrt von Löhningen nach Beringen eine Frauengestalt mit aufgespanntem Regenschirm auf dem Gleis. Trotz des abgegebenen Warnsignals machte die Frau keine Anstalten, das Gleis zu verlassen. Durch die Signale wurde ein von Beringen kommender Arbeiter aufmerksam und sah die gefährdete Frau auf dem Gleis und wollte diese aus ihrer gefährlichen Lage befreien. In diesem Moment war aber auch der Zug, der den Wagenführer nicht mehr vollständig zum Stillstand bringen konnte, herangenaht. Beide Personen wurden vom Zug erfasst, zu Boden geworfen und schwer verletzt.
Zwischen Siblingen und Löhningen fuhr am 24. Dezember 1963 der Anhängewägen B²15 auf den Bahnschotter auf und entgleiste. An der Zugkomposition, die aus einem Triebwagen und vier Anhängewagen bestand, entstand erheblicher Sachschaden. Ebenso an der Fahrleitung.
Tarife
Die Festsetzung des Tarifs wurde vom Regierungsrat vorgenommen. Der Tarif sah für den Personenverkehr eine Taxe von 7 Rappen per Kilometer vor, mit einem Rabatt von 20 % für die Retourbillette. Ein unpersönliches Abonnement für 100 km kostete 4 Franken und 90 Rappen.
Gleisrückbau
Kurz nach der letzten Strassenbahnfahrt am 1. Oktober 1964 wurden die Geleise entfernt. Die Station Löhningen diente dem Busbetrieb noch 20 Jahre lang als Güterumschlag. Die Gemeindeversammlung von Löhningen beschloss 1985 den Abbruch des Gebäudes. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Das Stationsgebäude wird heute als bedeutenster Zeuge der Schaffhauser Strassenbahn- geschichte bezeichnet und bleibt so der Nachwelt erhalten. Der Bau des Stationsgebäudes kostete 1905 rund 5000 Franken, die Renovation kam fast 83 Jahre später auf 100‘000 Franken zu stehen.