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Wagners Flügel von Erard%>
Wagners erster Kontakt zu Érard-Instrumenten ereignete sich im März 1855 in London. Im Januar 1858 sucht Wagner Camille Érard (1813 – 1889) in Paris auf und im Mai 1858 wird ihm sein Flügel nach Zürich geliefert. Er begleitet Wagner quer durch Europa. Am 6. August 1859 vollendete Wagner hierauf die Partitur zu „Tristan und Isolde“ im Hotel Schweizerhof in Luzern. Unter anderem reiste Wagner mit dem Flügel nach Venedig, München, Tribschen, Biebrich und Wien. Er beschreibt am 6. Oktober 1858 Mathilde Wesendonck gegenüber das Instrument als „Freund Schwan“: „Aber dieses wundervoll weiche, melancholisch süsse Instrument schmeichelte mich völlig wieder zur Musik zurück. Ich nannte es den Schwan, der nun gekommen, den armen Lohengrin wieder heim zu führen! - So begann ich die Composition des zweiten Aktes des Tristan. Das Leben webte sich wieder traumartig um mich zum Dasein. - Du kehrtest wieder. Wir sprachen uns nicht, aber mein Schwan sang zu Dir hinüber.“
In Tribschen vollendete er auf diesem Instrument die „Meistersinger von Nürnberg“, komponierte das „Siegfried-Idyll“ und nahm die Arbeit am „Ring des Nibelungen“ wieder auf, insbesondere am „Siegfried“ und an der „Götterdämmerung“.
Wagners Flügel hat die Nummer 30320 – dritter Eintrag von oben.
Mit der Museumsgründung 1933 kam der Flügel zurück nach Tribschen (als Dauerleihgabe, dazumal von den „Freunden von Bayreuth“).
Der Flügel ist seitdem zwei Mal revidiert worden. Nach der zweiten Revision gab es eine Feier zur Wiedereinweihung. Am 4. September 1984 spielte Daniel Barenboim die Petraca-Sonetti von Franz Liszt, der den Flügel in Tribschen ebenfalls spielte.
Der Flügel wird auch heute gespielt, zum Beispiel anlässlich unserer öffentlichen Führungen
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