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Symphoniekonzert
Zandra McMaster, Mezzosopran
Ari Rasilainen, Dirigent
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz
Die Mezzosopranistin Zandra McMaster ist die Gastsolistin der Südwestdeutschen Philharmonie beim Symphoniekonzert am Samstag, 6. April, um 20 Uhr in der Stadthalle Singen zur Aufführung der dramatischen Kantate „La Mort de Cléopâtre“ (Kleopatras Tod) von Hector Berlioz (1803-1869). Auf dem Programm des Konzerts mit dem Titel „Eigenwillig“ stehen außerdem „Zwei Märsche und ein ländliches Intermezzo“ von Francis Poulenc (1899-1963) und die Symphonie Nr. 2 C-Dur von Robert Schumann (1810-1856). Eine Werkeinführung findet um 19.15 Uhr statt.
Zandra McMaster wurde in Nordirland geboren und lebt in Spanien. Sie studierte am Trinity College of Music und am Opera Centre in London bei Frederic Cox und Audrey Langford. Zandra McMaster ist vielbeschäftigt in Opernrollen, als Solistin bei Oratorien und Konzerten mit großen Orchestern, aber auch mit kammermusikalischen Auftritten. Zusammen mit der Sopranistin Edita Gruberova ist sie vielfach aufgetreten. Auf ihrer neuesten CD nahm Zandra McMaster mit dem Pianisten Alessio Bax Lieder des zeitgenössischen spanischen Komponisten Antón García Abril auf.
Zwei „eigenwillige“ Beispiele französischer Musik sind die Werke von Poulenc und Berlioz. Francis Poulenc war Mitglied der „Groupe des Six“, einer Künstlervereinigung, die sich bewusst gegen die Klangschleier von Debussy und Ravel wandte und eine neue Klarheit und Transparenz in der Musik anstrebte. Dass dabei auch eine große Portion Humor in die Musik einfloss, merkt man in „Zwei Märsche und ein ländliches Intermezzo“: Poulenc spielt mit der Tradition und der Instrumentation, siedelt den ersten, traditionelleren Marsch 1889, den zweiten 1937 an, und dass man zu diesem mit seinen ständigen Taktwechseln sicher nicht marschieren kann, gehört vermutlich zum ironischen Spiel.
Die besiegte, verzweifelte ägyptische Königin Kleopatra entschließt sich, mit dem Biss einer Giftschlange aus dem Leben zu scheiden. „La Mort de Cléopâtre“, die siebenteilige Solo-Szene für Sopran und Orchester von Hector Berlioz, schildert ihre letzten Minuten. Berlioz gelang ein unmittelbar wirkendes musikalisches Psychogramm. Er setzte äußerst detailliert jede mögliche Seelenregung dieser zutiefst zerrissenen und aufgewühlten Frau in Musik um: mit expressiver Harmonik, komplexer, progressiver Rhythmik und genialer Instrumentierungskunst.
Das symphonische Erbe Beethovens bereitete vielen Komponisten große Schwierigkeiten. Robert Schumann gelang es, sich vom erdrückenden Vorbild zu befreien und eigenständige Wege zu gehen. Er schrieb vier Symphonien, in denen seine Auseinandersetzung mit der traditionsbeladenen Gattung ganz individuelle, eben auch „eigenwillige“ Lösungen hervorbrachte. In seiner Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 bleibt die klassisch-romantische Tradition Vorbild, in ihrer Viersätzigkeit etwa und der Bewahrung der Grundcharaktere der einzelnen Sätze. Im polyphonen Reichtum schlagen sich die unmittelbar zuvor betriebenen Bach-Studien nieder. Die konzentrierte motiv-thematische Arbeit orientiert sich an Beethoven. Immer wieder erklingt ein Zitat aus Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“.
Einführung um 19.15 Uhr