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Bei manchen Neugeborenen bildet sich auf der geröteten Kopfhaut eine kleieartige, fettig glänzende Kruste. Der Milchschorf (auch seborrhoisches Säuglingsekzem) entwickelt sich in den ersten Wochen und Monaten. Gelegentlich findet man ihn auch im Gesicht, am Hals oder Unterbauch. Wie Milchschorf entsteht, weiss man bis heute nicht wirklich. Die Meinung, es sei eine Überreaktion des Immunsystems, das sich zu heftig gegen Hautbakterien wehre, konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Ganz sicher handelt es sich aber nicht um eine Milchallergie.
«Die Bezeichnung ‹Milchschorf› kommt von den Bauernhöfen», schreibt der Arzt Stephan Illing in der Zeitschrift «Die Hebamme» (4/05). Dort sei früher aus Milch und Abfällen Schweinefutter gekocht worden. «Beim Überkochen bildete sich auf der Herdplatte ein Schorf», der dem auf Kinderköpfen ähnelte, so Illing. Meistens verschwindet die Kruste von allein.
Das Können Sie gegen Milchschorf tun
Abends etwas Babyöl sanft in die Kopfhaut einmassieren. Am nächsten Morgen den Kopf mit Babyshampoo waschen und dabei gelöste Schuppenteile entfernen.