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US-Präsident Donald Trump hat sich inzwischen nicht nur auf seinen Herausforderer Joe Biden, sondern auch dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris eingeschossen. Auch bei seiner Rede auf dem Parteitag der Republikaner am Freitag (Ortszeit) schoss er wieder in Richtung der Senatorin.
In seiner Rede in Londonderry, New Hampshire, machte sich Trump über die bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatin gescheiterte kalifornische Demokratin lustig – und deutete an, dass seine Tochter Ivanka, die eine seiner Beraterinnen ist, eine bessere Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten oder sogar der Präsidentin wäre.
«Wissen Sie, ich möchte auch die erste weibliche Präsidentin sehen», hob Trump an. «Aber ich möchte nicht, dass eine weibliche Präsidentin in diese Position kommt, so wie sie es tun würde – und sie ist nicht kompetent. Sie ist nicht kompetent», fuhr er fort. Dann machte er eine Pause. «Die sagen alle: ‹Wir wollen Ivanka›», behauptete er und meinte offenbar die Zuschauer. «Ich werfe Ihnen das nicht vor», fügte er grinsend hinzu.
Am Tag zuvor hatte Trump, der jeden Abend auf dem Parteitag eine Rede hält, versucht, die Wähler davon zu überzeugen, dass er nicht frauenfeindlich ist und sich für schwarze Amerikaner eingesetzt habe. Demgegenüber steht eine lange Liste rassistischer und sexistischer Äusserungen des Präsidenten.
Harris, die erste schwarze Frau, die von einer der beiden grossen Parteien zur Vizepräsidentin nominiert wurde, ist seit 2017 US-Senatorin und vertritt Kalifornien. Zuvor war sie Generalstaatsanwältin von Kalifornien und davor Bezirksstaatsanwältin von San Francisco.
Trumps Tochter Ivanka sprach ebenfalls auf dem Parteitag. Sie lobte ihren Vater und sagte, er habe Führungsstärke gezeigt, als er im Frühjahr schnell und effektiv auf die Bedrohung durch Covid-19 reagiert habe.
(om/watson.de)