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In den Jahren 1930-1935 spielte Claude Hopkins mit seiner Big Band meistens in Harlem. Er war in dieser Zeit einer der populärsten Bandleader und machte viele Radiosendungen. Mitglieder seines Orchesters waren u.a. Edmond Hall (cl), Fred Norman, Fernando Arbello (tb), Ovie Alston (tp) und Bobby Sands (ts). Nach Auflösung seiner Band arbeite er als Arrangeur, war Pianist verschiedener Kleinformationen und trat auch als Solopianist auf. Anfangs der Sechzigerjahre spielte er einige hervorragende Platten für Prestige ein. Dabei waren Leute wie Buddy Tate, Clarke Terry, Joe Thomas, Vic Dickensen und Budd Johnson. Der erste Teil des Abends ist seiner Bigband gewidmet und im zweiten Teil folgen dann einige Beispiele aus den Prestige-Aufnahmen.
Der Referent zeigt heute Aufnahmen des Zweiten Deutschen Fernsehens unter dem Label „ZDF Jazz Club“. Im ersten Teil sehen wir „The Basie Eight“ 1988, u.a. mit Clark Terry, Buddy Tate, Nat Pierce. Der zweite Teil zeigt die Humphrey Lyttelton Band 1987 und die Barrelhouse Jazz Band mit Arnett Cobb, Doc Cheatham und Al Grey, 1987.
Aus der legendären TV-Serie von Ralph Gleason über Jazz sehen wir weitere vier
Gruppen, die in den 60’er Jahren aktuell waren. Dabei erleben wir eine ganze
Menge illustrer Musiker:
1. Art Farmer Quartet mit dem Guitaristen Jim Hall und dem Bassisten Steve Swallow.
2. Art Pepper Quartet mit einer West Coast Besetzung.
3. Charles Lloyd Quartet 1968 mit dem Pianisten Keith Jarrett und dem Schlagzeuger Jack DeJohnette.
4. Paul Winter Sextet – eine vielleicht weniger bekannte Gruppe. Winter (jg. 1939) war mit Lloyd (1938) damals der jüngste im „Jazz Casual“ Programm; hatte einen College Jazz Festival Wettbewerb der Notre Dame Universität gewonnen und 1962 eine längere Lateinamerika Tour gemacht, die ihm fremde musikalischen Kulturen und Traditionen eröffnete.
Heute sollen Mitglieder ihren Lieblingstenoristen präsentieren (LP/CD). Allen Anwesenden stehen ca. 10-15 Minuten zur Verfügung, um ihre auserwählten Titel vorzuführen und zu kommentieren. Wir zählen auf eine rege Beteiligung. LP/CD nicht vergessen!
West Coast Jazz bezeichnet eine Richtung des Jazz, die ihren Schwerpunkt in den 1950er Jahren in Los Angeles und San Francisco hat. Oft wird dieser Stil als „Cool Jazz“ benannt, was nicht unbedingt korrekt ist, denn viele Aufnahmen sind nicht weniger „hot“ als solche von der Ostküste. Dieser Jazz war keinesfalls weissen Musiker vorbehalten. Es waren auch immer afro-amerikanische Musiker beteiligt. Viele der West Coast-Musiker begannen ihre Laufbahn in New York bevor sie nach Kalifornien kamen; z.B. die Candoli Brothers, Gerry Mulligan, Shelly Manne, Shorty Rogers, Manny Albam um nur einige zu nennen. Präsentiert werden verschiedene Bands, u.a. Shorty Rogers and His Giants, Shelly Manne and His Men, The Lighthouse All Stars, Hampton Hawes, Barney Kessel, Bill Holman, Gerry Mulligan etc.
Aus der legendären Jazz TV-Serie von Ralph Gleason sehen wir heute vier
Programme mit drei Bands, die unterschiedlicher nicht sein können. Wir erleben
was damals als ganz neue oder sehr alte Stilarten und was als mittleren Alters
gelten konnte:
1. Bola Sete (gt) mit dem Vince Guaraldi Trio: West Coast Jazz und Bossa Nova (1963).
2. Turk Murphy & the San Francisco Jazz Band: Dixieland vom Feinsten (1962).
3. The Modern Jazz Quartet: Die klassische Besetzung (1962).
4. Dave Brubeck Quartet: Erforschung neuer Rhythmen (1961).
Theodore „Fats“ Navarro war in jeder Hinsicht ein echter “kompletter“ Bebop- Trompeter, der stark vom Phrasierungs-Idiom des grossen Dizzy Gillespie beeinflusst war. Als eigener Stilist mit dem berühmten „Big Butter-Sound“ gilt er als massgebliches Vorbild von Jüngeren wie z.B. Clifford Brown, Kenny Dorham und Blue Mitchell. Gewissenhafte Stilanalysten wollen in seinem Solospiel auch starke Einflüsse von Lester Youngs oekonomisch/geschmeidiger Swingphrasierung erkennen. Das später stark abgemagerte „Fat Girl“ (wegen seiner relativ hohen Stimme) starb vorzeitig an den Spätfolgen seiner „drug habit“ (Heroin?) mit Tuberkulose als unmittelbare Todesursache zwei Monate vor seinem 27. Geburtstag. Noch 17 Tage vor seinem Tod – am 30. Juni 1950 – machte er im „Birdland“ an der 52. Strasse mit Parker Live-Aufnahmen ohne hörbare Einschränkung seiner technischen Mittel.
Nachdem man letztes Jahr den hundertsten Geburtstag von Benny Goodman „feierte“, möchte der Referent Klarinettisten vorstellen, die es auch verdient haben, wieder einmal erwähnt zu werden. Der erste Abend dieser Reihe ist Omer Simeon gewidmet. Weitere Klarinettisten die in dieser Reihe vorgestellt werden sollen sind: Albert Nicholas und Buster Bailey. Omer Simeon war einer der bedeutesten Klarinettisten aus New Orleans (geb. 21. Juli 1902 in New Orleans, gest. 17. September 1959 in New York). Stilistisch gehörte er der kreolischen Schule an. Neben Schallplatten unter eigenem Namen, nahm er auch mit Jelly Roll Morton, Earl Hines und Wilbur DeParis u.a. Schallplatten auf.
Diese Ankündigung gilt als Einladung an die Mitglieder. Anträge seitens der Mitglieder bitte bis Ende Februar bei einem Vorstandsmitglied einreichen!
Neben den Savoy Dictators, einem Nonett in Newark NJ, welches für das ansässige Label Savoy die vier ersten (und einzigen) Plattentitel aufnahm, existierten etwa gleichzeitig die Savoy Sultans unter der Leitung von Al Cooper, deren zwischen Juli 1938 und Dezember 1941 an sieben Sessions für Decca aufgenommenen 27 Titel leider nur kaum dem grossen Erfolg beim tanzenden Publikum im Savoy Ballroom in New York City entsprechen: Gunther Schuller bezeichnet sie zusammen mit Teddy Hill’s Orchestra sogar als „two of the poorest bands to come out of Harlem in the Swing Era“(was die Plattenaufnahmen betrifft). Nichtsdestotrotz hören wir eine Anzahl ihrer instrumentalen und gesungenen Erfolgstitel und lockern sie mit Vergleichsbeispielen auf.
Vor 70 Jahren gründete eine Gruppe von bekannten Jazzautoren, Musiker und Musiksammler die Hot Record Society mit dem Ziel, echten Jazz weiter leben zu lassen. Es begann 1938 mit Aufnahmen unter Pee Wee Russell mit Dicky Wells, Zutty Singleton und James P. Johnson. In den folgenden Jahren entstanden dann über 100 Titel mit Schwerpunkt Tradional Jazz und Small-Group Swing. Bis 1947 folgten dann Sessions mit Sidney Bechet-Muggsy Spanier, Jack Teagarden mit Ben Webster, Rex Stewart, Lawrence Brown, Barney Bigard, Buck Clayton, Jimmy Jones, Billy Kyle, Russell Procope etc. Ein swingender Abend ist garantiert.