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Wir fahren heute morgen zuerst durch die ganze Stadt und können in einem Aussenquartier auf einen neuen Fahrradweg einbiegen. Es geht ein bisschen in die Höhe zum Stausee in Proserpina, der ebenfalls bereits von den Römern gebaut und betrieben wurde.
Am Ufer des Sees wurden viele schöne und grosse Häuser gebaut, es würde den Anschein einer noblen Umgebung machen, wäre da nicht dieser ungepflegte Badeplatz. Schade eigentlich.
Auf einer schmalen Strasse fahren wir durch die sehr trockene Prärie. Es ist eine spezielle Landschaft mit vielen grossen Steinen und einzelnen Bäumen, die in den Wiesen "verteilt" sind.
Kurze Zeit später biegen wir auf eine wenig befahrene Hauptstrasse ein und haben eine wunderbare Sicht über die weite Ebene, die vor uns liegt.
Wir übernachten heute in einem kleinen Dorf, namens Aljucen, wo ebenfalls viele Pilger ihr Nachtlager aufschlagen. Fast jedes Haus bietet Unterkünfte an.
Von hier aus sind es noch 740km bis nach Santiago.
Den Nachmittag geniessen wir in diesem zauberhaften Innenhof dieses Römerhauses. Der Mann der Hausherrin, ein Archäologe, hat dieses Haus selber entworfen und aufgebaut. Wir fühlen uns wirklich wie 2000 Jahre zurückversetzt.
Das Nachtessen nehmen wir in der nahe gelegenen Bar ein, wo ein Pilgermenu für 10Euro angeboten wird. Es ist die einzige Möglichkeit im Dorf sich zu verpflegen und deshalb treffen wir auch auf einige Pilger.