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«Ich möchte mich bei meinen vielen Freunden bedanken, die mich in diesen langen Monaten unterstützt haben», sagte Roman Polanski, 76, in seinem ersten Interview nach Aufhebung des Hausarrests im Westschweizer Fernsehen.
Nur sechs Tage nach seiner Freilassung kehrte der Regisseur in die Eidgenossenschaft zurück, um am Samstagabend ein Konzert seiner Frau am Jazzfestival Montreux zu sehen. Bei dieser Gelegenheit versicherte er, trotz seiner Verhaftung keine negativen Gefühle für die Schweiz zu hegen. «Ich liebe dieses Land noch immer.»
Anfang Woche hatte die Schweizer Justiz ein Auslieferungsgesuch der USA für Polanski abgelehnt. Er durfte sein Chalet in Gstaad verlassen - und war nach zehn Monaten zum ersten Mal wieder frei. «Mein Sohn hat mir die Fussfessel persönlich abgenommen», sagt der Regisseur. «Ich hätte die Fessel auch selber abstreifen und fliehen können.» Aber daran habe er nie gedacht.
Polanski war im vergangenen September auf Veranlassung der amerikanischen Justiz bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden. Er hatte 1977 zugegeben, in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben - ist danach jedoch aus dem Gefängnis geflohen.