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Am 15. Januar 2021 wurde die indonesische Insel Sulawesi von einem Erdbeben erschüttert. 105 Menschen starben, rund 94'500 sind obdachlos. Die CBM leistete Nothilfe auf Sulawesi.
Die internationale CBM-Föderation konzentrierte ihre Nothilfe auf die besonders stark betroffene Inselhauptstadt Mamuju und die umliegenden Dörfer. Die Nothilfemassnahmen wurden vom lokalen CBM-Partner Yakkum Emergency Unit (YEU) umgesetzt. Medizinische Fachpersonen von YEU sind mit einer mobilen Klinik in den Notunterkünften präsent gewesen, um Erste Hilfe zu leisten, Verletzte zu betreuen und zu rehabilitieren sowie um Personen, falls notwendig, an Kliniken zu verweisen. Mehr als 750 Personen erhielten Physio- und Ergotherapie.
Zudem wurde das lokale Gesundheitswesen bei den Covid-19-Vorsichtsmassnahmen unterstützt. Dazu gehörte zum Beispiel die Abgabe von Masken, Händedesinfektionsmittel und weiteren Hygieneartikeln an betroffene Personen, das medizinische Personal und an freiwillige Helferinnen und Helfer, damit sie sich vor einer Ansteckung durch das Coronavirus schützen konnten. Für Menschen mit Behinderungen und andere gefährdete Personen wurden bestehende Notunterkünfte, meistens Zelte, mitsamt der sanitären Anlagen zugänglicher gemacht, oder es wurden Zelte und Decken an sie abgegeben.
Bis Ende Juli erhielten 1'800 Haushalte von Menschen mit Behinderungen und anderen gefährdeten Personen so genannte Cash Transfers. Diese Bargeldzahlungen sind ein in der humanitären Hilfe bewährtes Mittel. Mit diesen Geldzahlungen können sich betroffene Familien das besorgen oder ermöglichen, was sie am dringendsten benötigen.
Menschen mit Behinderungen bleiben von der allgemeinen Nothilfe oft ausgeschlossen. Personen mit einer Geh- oder Sehbehinderung etwa können sich in einem unwegsamen Gelände kaum fortbewegen oder zurechtfinden, und für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen oder mit Lernschwierigkeiten sind Informationen zu Hilfsmassnahmen vielfach nicht zugänglich. Aus diesem Grund unterstützte die Selbstvertretungsorganisation Gema Diffable auch andere Organisationen und die Regierung dabei, dass deren Nothilfemassnahmen Menschen mit Behinderungen und andere gefährdete Menschen gezielt einschliessen.
Am 15. Januar 2021 ereignete sich auf der indonesischen Insel Sulawesi in der Region West-Sulawesi ein Erdbeben der Stärke 6,2. Nach offiziellen Angaben sind 105 Menschen gestorben, über wurden 6'000 verletzt und circa 94'500 Personen obdachlos.
In den Distrikten Mamuju, Polewali Mandar, Majene und Mamasa hat es erhebliche Schäden gegeben: Gesundheitseinrichtungen, öffentliche Gebäude sowie hunderte von weiteren Häusern wurden beschädigt oder waren ganz eingestürzt. Hinzu kam, dass die Distrikte Mamuju, Polewali Mandar und Majene von der Regierung als Covid-19-Hochrisikogebiete definiert gewesen sind. Dies hat umso mehr eine gute Abstimmung der Nothilfe- und Covid-19-Schutzmassnahmen erfordert.