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Projekte
Ausgangslage
Unterernährung ist immer noch ein Problem in Ruanda, insbesondere bei Kindern. Meist ist ihre Nahrung reich an Kohlehydraten, aber arm an Proteinen und Lipiden. Amarant hat einen weit höheren Eiweiß- und Mineralstoffgehalt als die traditionell angebauten Getreidesorten. Diese Pflanze wird in Kenya bereits erfolgreich angebaut und oft eingesetzt für die Ernährung von HIV-positiven Patienten. Unsere Partner haben dies in Kenya beobachtet und beschlossen, auch in Ruanda die Amarant-Produktion zu fördern.
Engagement
Unsere Partner fördern den Amarant-Anbau in Ruanda. In mehreren Gebieten waren die ersten Ernten vielversprechend. Noch besteht aber wenig Nachfrage nach diesem neuen Nahrungsmittel. Wir haben den Aufbau einer Amarant-Mühle ermöglicht. Diese produziert Amarant-Mehl, das als Brei konsumiert werden kann oder in verschiedenen Produkten mit Weizenmehl vermischt werden kann. Damit möchten wir bezwecken, dass der Amarant-Anbau wirtschaftlich interessant wird und die Nachfrage danach steigt, damit längerfristig vielen Menschen eine ausgewogenere Ernährung ermöglicht wird.
Ausgangslage
Durch den Genozid von 1994 haben viele Frauen ihre Ehemänner verloren, und müssen oft alleine für mehrere Kinder aufkommen.
Engagement
Am jeweiligen Projektstandort werden die bedürftigsten Witwen ausgewählt und mit ihnen ein Verein gebildet. Dann wird ihnen je eine Ziege anvertraut, deren erstes Jungtier sie an eine andere Witwe weitergeben; die weiteren dürfen sie dann behalten.
Die Witwen werden ermutigt, indem sie eine Ziege erhalten. Gleichzeitig wird ihre Eigeninitiative gefördert, und sie werden integriert in eine Gemeinschaft von anderen Witwen, so dass sie sich gegenseitig stärken können. Das ganze geschieht durch eine lokale Gemeinde, so dass die Witwen auch in ein grösseres Beziehungsnetz eingebunden und geistlich betreut werden.
Der Nutzen dieser Projekte geht über das rein Materielle (Dünger für die Felder, Fleisch) hinaus. Manchmal kommt es zu tiefen Freundschaften mit der anderen Witwe, die das erste Jungtier erhalten hat. Durch die Treffen mit anderen Witwen werden sie ermutigt und gemeinsam packen sie manchmal weitere Projekte an, bebauen z.B. gemeinsam ein Feld. Der symbolische Wert dieser Ziegen ist gross. Das Wichtigste ist, dass sie neue Hoffnung schöpfen und ermutigt werden, Initiative zu ergreifen.
«Dass Menschen, die mich gar nicht kennen, mir eine Ziege schenken, zeigt mir, dass Gott an mich denkt! »
Ausgangslage:
Die Landbevölkerung ist weitgehend auf Selbstversorgung angewiesen. Es mangelt ihnen aber an Know-how und den nötigen Werkzeugen für eine ertragreiche Landwirtschaft. Die mangelhafte Nutzung der natürlichen Ressourcen hat nicht nur zur Folge, dass Nahrungsmittel fehlen, sondern dass die Bevölkerung auch ein zu geringes Einkommen hat. Somit fehlt Geld für Investitionen und die Ausbildung der Kinder. Der Teufelskreis geht so immer weiter. Die Folgen dieser Misswirtschaft sind Fehlernährung, Krankheiten und Raubbau an der Natur.
Engagement:
Unsere Vision ist es, der armen Landbevölkerung in der Region Lomerío die Möglichkeit zu geben, durch die Landwirtschaft und mit Kleingewerbe genügend Einkommen zu generieren, das ihnen erlaubt, sich gesund zu ernähren, in angemessenen hygienischen Verhältnissen zu leben und mit den natürlichen Ressourcen haushälterisch umzugehen. Wir möchten ihnen vermitteln, wie man im Einklang mit der Natur effizient und nachhaltig die vorhandenen Ressourcen nutzt, das Einkommen erhöht und die hygienischen Verhältnisse verbessert.
Diese Vision setzten wir um, indem wir sie anleiten, eigene Nahrungsmittel zu produzieren, Grüngut und tierische Exkremente zu kompostieren, Regenwasser zu sammeln, Gärten zu bewässern und Hühner zu züchten. Dabei unterstützen wir sie nicht nur mit Know-how sondern auch mit Mikrokrediten, reduzierten Preisen für Saatgut, einfachen landwirtschaftlichen Geräten, Hühnern, Wassertanks usw.
Wir zeigen der Bevölkerung auf, was die derzeitige Übernutzung der Waldflächen für langfristige negative Folgen hat und wie sie das bereits gerodete Land besser nutzen können.
Zudem helfen wir, Krankheiten zu bekämpfen, indem wir einen lokalen Arzt durch Lieferung von Medikamente unterstützen.
Ausgangslage
Millionen Syrer hausen seit Jahren in Lagern jenseits der Grenzen. Ihre Situation ist kritisch wie nie: Sie hängen von internationaler Hilfe ab – aber die fließt immer spärlicher. Experten kritisieren das schwindende Interesse der Weltöffentlichkeit.
Die Syrien-Krise sei „massiv unterfinanziert“, sagt auch Mark Goldring, der britischer Oxfam-Chef ist. Die Welt stelle weniger als 20 Prozent der Mittel zur Verfügung, die notwendig wären, „um effektiv diesem riesigen Ausmaß zu begegnen“: elf Millionen Menschen, die innerhalb und außerhalb Syriens vertrieben wurden.
Wir beschränken uns bewusst auf wenige Familien, denen wir gezielt und nachhaltig Hilfe anbieten. Je nach Möglichkeit fördern wir auch ihre Rückkehr in ihre Heimat.
Engagemen
Wir besuchen zur Zeit ca. 100 Familien a 5-10 Personen im Umkreis von ca. 500m rund um das Schulgebäude ACCESS
Wir geben den Familien manchmal Nahrungsmittel, Kleidung, Decken, Öfen, Medikamente
Wir ermutigen und segnen Menschen
Wir bieten für einige Kinder einen Schul- oder Kindergartenplatz an
Wir schaffen für einige Eltern einen Arbeitsplatz
Ausgangslage
Kuba liegt im Einzugsgebiet von tropischen Wirbelstürmen, die sich jährlich von Juni bis November über dem Atlantik und in der Karibik bilden. Nicht selten trifft dabei ein schwerer Hurrikan kubanisches Festland und richtet schwere Verwüstungen an, welche das wirtschaftlich schwache Kuba besonders hart treffen. Insbesondere die meist in Leichtbauweise errichteten Privathäuser oder Hauskirchen sind den starken Winden schutzlos ausgeliefert.
Engagement
Im Herbst 2012 ist ein schwerer Wirbelsturm (Hurrikan) über den Osten Kuba gefegt und hat tausende von Häuser zerstört und viele Menschen obdachlos gemacht. Wenn schwierige Zeiten kommen hilft Agape international beim Wiederaufbau. Dies braucht Zeit und Geduld.
Ausgangslage:
Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Deshalb ist uns ganzheitliche Hilfe sehr wichtig. Diese geschieht auf vielfältige Weise, vorwiegend aber als Hilfe zur Selbsthilfe
Engagement:
Medizinische Grundversorgung
Unsere Gesundheitshelfer leben hauptsächlich in ihren Dörfern und helfen als erstes der Dorfbevölkerung. Sie bieten ihre Dienste weiteren Menschen auf den Märkten an und arbeiten dabei mit einem Arzt aus der Region zusammen. Oft werden sie auf ihren Einsätzen auch von einem Gebetsteam begleitet. Dabei erleben sie immer wieder auch spontane Heilungen. Dasselbe erfahren auch die Teams von Ärzten und Gesundheitshelfern, die sogenannte Medical-Camps im Gebiet der Sherpas durchführen.
Schulunterricht für die Ärmsten
Das tropische Tiefland Nepals, wo die Maithili wohnen, ist bevölkerungsreich. Die Familien haben zwischen vier und acht Kinder. Allein für die staatliche Schule müssen sie 500 Rupien (7 Franken) pro Kind ausgeben, was für eine grössere Dorffamilie unerschwinglich ist. Um dieser Not zu begegnen hat Rakesh zusammen mit Lehrern der staatlichen Schulen und Studenten bereits mehrere Dorfschulen gestartet. Dort werden die Kinder an fünf Tagen pro Woche jeweils am späten Nachmittag vier Stunden lang unterrichtet. Während fünf Jahren lernen sie lesen, schreiben und rechnen. Die Eltern werden über die Lernziele und die geistliche Ausrichtung der Schule informiert. Sie zahlen 5 Rupien (7 Rappen) pro Monat und Kind, was gerade die Kosten für Papier und Schreibzeug deckt. Der Schulraum wird jeweils vom Dorf kostenlos zur Verfügung gestellt und die Lehrer erhalten für ihre Feierabendarbeit ein kleines Entgelt.
Wiederaufforstung südlich des Mount Everest
In allen ländlichen Gebieten Nepals sammelt die einfache Landbevölkerung im weiten Umkreis ihrer Wohnorte Brennholz zum Kochen und Heizen. Die Waldflächen sind dadurch über die Jahre massiv zurückgegangen, was vielerorts zu Erosionsschäden führt. Deshalb unterstützen wir im Siedlungsgebiet der Sherpas die Wiederaufforstung gerodeter Waldflächen.
Hochwertiges Saatgut für Selbstversorger
Abseits der Trekkinggebiete lebt die Bergbevölkerung hauptsächlich als Selbstversorger. Über Jahre hinweg verwenden sie selbst gewonnenes Saatgut, dessen Qualität immer schlechter wurde. Deshalb unterstützen wir die Bevölkerung mit neuem hochwertigem Saatgut verschiedener Gemüsesorten.
Ausgangslage
Nordkorea besitzt keine eigenen Öl- und Gasvorkommen und die Kohleminen des Landes sind beschränkt nutzbar. Die Regierung ist darum bestrebt, auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen. Wind, Sonne und Wasser stehen dafür als natürliche Ressourcen zur Verfügung, die auch dezentral genutzt werden können.
Engagement
Das Projekt bezweckt die Verbreitung von Know-How über energieeffiziente Bauweisen (Design, Planung und Konstruktion) in Nordkorea, zusammen mit dem Einsatz erneuerbarer Energiequellen wie Sonne, Wind und Biogas. Einerseits soll ein typisches Dorfgebäude im ländlichen Raum basierend auf Schweizer / Europäischen Energieeffizienz-Standards wie Minergie entworfen und gebaut werden. Andererseits soll ein typisches mehrstöckiges Gebäude ebenfalls basierend auf diesen Standards saniert werden. Dies beinhaltet auch Vorschläge für die Anpassung der bestehenden Bauvorschriften, damit dieser Aspekt in Zukunft auch berücksichtigt wird. Das Know-How zur Umsetzung dieser Energieeffizienzstandards in Design und Bau wurde an 1200 lokale Hausbauspezialisten weitergegeben.
Mitfinanzierung
Dieses Projekt konnte dank der Mitunterstützung durch REPIC umgesetzt werden