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Akbar,
der Große, eigentlich Dschelal Eddin Mohammed, der größte und berühmteste unter den Herrschern der Großmoguldynastie in Indien, geb. zu Amirkot, folgte seinem Vater Humayun 1556, in einem Alter von 13 Jahren, in der Regierung und stand zuerst drei Jahre lang unter der Vormundschaft seines Wesirs Beiram. In glücklichen Kriegen erwarb er seinem Reich im O. Bengalen und Behar, im S. Malwa und Teile des Dekhan bis an die Godaweri, westlich Gudscharat und Sind, im N. Kaschmir. [* 2]
Nach Besiegung aller Feinde und Niederwerfung der zahlreichen innern Empörungen widmete er die eifrigste Sorge der Organisation seines unermeßlichen Reichs, das unter ihm zu einem Wohlstand gelangte, den es weder vorher gekannt hatte, noch nachher unter indischen Königen je erreichte. Die Steuern ertrugen 345 Mill. Mk. im Jahr. Obwohl gläubiger Moslem, war er äußerst duldsam gegen andre Religionen und pflog gelehrte Disputationen mit Hindu wie mit Missionären vom Orden [* 3] Jesu; eine seiner Frauen soll eine Christin gewesen sein. Er starb in Agra, seiner Residenz, 1605. Das über seinem Grab in Sikandra bei Agra errichtete Denkmal bildet eins der größten Bauwerke dieser Art.
Vgl. v.
Noer,
Kaiser
Akbar
(Leid. 1880-86, 2 Bde.).