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Harziger Sägeblättling
Lentinus adhaerens (Alb.& Schwein.)Fr.
Foto: Jürg Rothenbühler 17.11.2002
Der Harzige Sägeblättling bildet 3–6 cm breite Fruchtkörper von variabler Form, die gewölbt, gebuckelt, genabelt oder trichterförmig ausgebildet sein können. Die Hutoberfläche ist samtig-feinfilzig, mit einem zuerst bernsteinbraunen, später rötlichen, harzig-klebrigen Überzug. Die Farbe der Oberseite ist zuerst ein schmutziges Weiss, oder Hellbeige, das bei älteren Exemplaren zu nussbraun nachdunkelt. Die anfangs weisslichen später stroh- bis ledergelben Lamellen sind breit, sind am Stiel buchtig ausgerandet und laufen strichartig am Stiel herab. Die im Alter braunrandige Lamellenscheide ist feingesägt bis schartig und sondert harzige Tropfen ab.
Foto: Jürg Rothenbühler, 17.11.2002
Der Stiel ist 2–5 cm lang und 0,5 bis 1,2 cm dick, er steht zentral oder etwas exzentrisch und mit einer Art „Wurzel“ im Substrat verankert, er ist feinfilzig, klebrig und blass ocker gefärbt. Das Sporenpulver ist weiss.
Der Harzige Sägeblättling ist ein saprophytischer Holzbewohner, der Nadelholz in Mitteleuropa, bevorzugt Fichte und Weisstanne, besiedelt. Die Art tritt gesellig an morschen Strünken und liegenden Stämmen auf. Die Art kommt in schattigen Tannen-, Fichten-Buchen-, Fichten-Tannen- und Fichtenwäldern auf frischen, meist sauren Böden vor. Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich von Juli bis Dezember, bei geeignetem Wetter auch in der übrigen Zeit.
Foto Jürg Rothenbühler, 17.11.2002
Der Harzige Sägeblättling tritt in Nordamerika, Nordafrika (in Marokko in einer nichtharzenden Variante Lentinus adhaerens var. inadhaerens gefunden) und Europa auf, er ist überall selten. In Europa ist die Art aus Süd- und Südost-, Mittel- und Westeuropa bekannt, sie kommt hier in mediterranen bis gemässigten, subozeanischen Gebieten vor.
Der Harzige Sägeblättling ist nicht essbar.
Textquelle: wikipedia