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Geschichte der Dampfschiffe
Im Juli 1835 nimmt das erste eiserne Dampfschiff auf dem europäischen Kontinent, die Minerva, seinen Dienst auf dem Zürichsee auf. Während der nächsten rund 50 Jahren boomt die Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee. Ende des 19. Jahrhunderts ist die Eisenbahn immer stärker auf dem Vormarsch und der Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee droht das Aus. Aus Widerstand gegen die drohende Einstellung des Betriebs, wird 1890 in Zürich die „Zürcher Dampfboot Aktien-Gesellschaft“ gegründet. Danach geht es wieder aufwärts mit der Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee. Mit dem Kauf von neun kleinen Schraubendampfern, den sog. Dampfschwalben, wird vor allem der Nahverkehr rund um Zürich gewährleistet.
Um dem Passagieransturm Anfangs des letzten Jahrhunderts gerecht zu werden, wurden mit den beiden Schwester-Schiffen „Stadt Zürich" (Baujahr 1909) und „Stadt Rapperswil" (Baujahr 1914) zwei grosse Schaufelraddampfer bestellt. Die beiden Dampfer gehören zu den letzten durch die Firma Escher Wyss in Zürich hergestellten Dampfschiffen und gelten heute als Industriedenkmäler. Zusammen mit dem Schaufelraddampfer Helvetia (Baujahr 1875) bildeten die drei Schiffe jahrzehntelang das Rückgrat der Zürcher Flotte.
Während der Weltkriege wurden die Schiffe mangels Kohle auch mit Holz und Torf betrieben. 1950/51 wurden die beiden Raddampfer Stadt Zürich und Stadt Rapperswil dann auf Schwerölfeuerung umgestellt. Seit 1985 (DS Stadt Rapperswil) bzw. 1989 (DS Stadt Zürich) werden die Kessel der beiden Schiffe mit Dieselöl beheizt.
Dank grosser Anstrengungen der „Aktion pro Raddampfer" konnte eine Verschrottung der beiden Raddampfer verhindert werden. Beide Dampfschiffe wurden im Gegenteil immer wieder revidiert und überholt.
Heute ist die "Stadt Zürich" das älteste noch im Dienst stehende Schiff der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Im Unterschied zu den übrigen Schweizer Raddampfern sind die augenfälligsten Merkmale dieses Schiffes und des Schwesterschiffes „Stadt Rapperswil“ der kurze Schornstein, das grosszügige vordere Freideck in der 1. Klasse und die zierliche Reling.