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Scharlachtangare
Piranga olivacea
© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)
Die Scharlachtangare (Piranga olivacea) gehört innerhalb der Sippe der Singvögel zur Familie der Ammern. Erwachsene Männchen besitzen einen prächtig scharlachroten Körper und schwarze Flügel. Sie erreichen eine Länge von 19 cm, eine Flügelspannweite von 30 cm und ein Gewicht von 28 g. Die Weibchen sind etwas kleiner als die Männchen und besitzen ein einheitlich olivgrünes Gefieder.
Scharlachtangaren sind ausgesprochene Zugvögel. Sie brüten in den Berggebieten des östlichen Nordamerikas - zwischen Saskatchewan und Neuschottland im Norden und Georgia im Süden. Ihre Winterquartiere liegen hingegen im zentralen Südamerika - in den Staaten Peru und Bolivien. Im Frühjahr erscheinen jeweils die Männchen ein paar Tage vor den Weibchen im Brutgebiet, besetzen dann sofort Territorien und werben durch lautes Singen um die nachkommenden Weibchen. Den Sommer über führen die Vögel ein unauffälliges Leben in den oberen Partien der Baumkronen und sind dann verhältnismässig selten zu sehen.
Scharlachtangaren ernähren sich hauptsächlich von tierlicher Kost: Systematisch suchen sie das Geäst der Bäume in ihrem Wohngebiet nach Kleintieren aller Art ab. Es sind vor allem Raupen, Nachtfalter, Käfer, Ameisen und Spinnen, die ihnen zum Opfer fallen. Manchmal nehmen sie aber auch Beeren zu sich. Auf ihren Wanderungen von und nach Südamerika besuchen sie oftmals frisch gepflügte Felder und nehmen als «Zwischenverpflegung» Regenwürmer, Grillen und Heuschrecken zu sich.
Das Nest der Scharlachtangare ist ein ziemlich flaches Gebilde aus Wurzelfasern, Grashalmen und anderen länglichen Pflanzenstoffen. Es wird etwa 5 bis 6 Meter über dem Boden im peripheren Bereich einer Baumkrone angelegt. Das Gelege umfasst meistens vier blaugrüne Eier, welche im Durchschnitt 23 mm lang und 17 mm dick sind. Die Brutzeit dauert 14 Tage, wobei nur das Weibchen brütet. 15 Tage nach dem Ausschlüpfen sind die Jungen bereits flügge und verlassen das Nest.
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