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Rechte des Gesellschafters einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Im folgenden Artikel folgt die Darstellung der Rechte des Gesellschafters einer GmbH. Die Rechte des Gesellschafters können in vermögensmässige und nicht vermögensmässige Rechte aufgeteilt werden.
Rechte des Gesellschafters
Der Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat verschiedene Rechte. Die vermögensmässigen Rechte sind gleich wie diejenigen im Aktienrecht. Art. 798 Abs. 3 OR legt fest, dass die Dividenden im Verhältnis zum Nennwerts der Stammanteile festgelegt werden müssen. Dies ist eine analoge Regelung zu der Bestimmung von Art. 660 OR, welcher einen verhältnismässigen Anteil am Bilanzgewinn für die Aktionäre einer AG vorsieht.
Unterschiedlich sind allerdings die nicht vermögensmässigen Rechte. Hier sind grössere Abweichungen von den Regelungen der Aktiengesellschaft ersichtlich. Jeder Gesellschafter hat ein Mitwirkungsrecht. So darf jeder aktiv an der Geschäftsführung der GmbH teilnehmen. Dies beschreibt auch Art. 809 OR, der in Abs. 1 festhält, dass alle Gesellschafter die Geschäftsführung gemeinsam ausüben. Die Statuten können allerdings abweichende Regelungen vorsehen. Nebst diesen Mitwirkungsrechten haben die Gesellschafter auch noch Schutzrechte. So können die Gesellschafter eine Gesellschafterversammlung einberufen und zum Beispiel auch gesetzes- oder statutenwidrige Entscheide der Gesellschafterversammlung vor Gericht anfechten. Das Auskunfts- und Einsichtsrecht von Art. 802 OR erlaubt es jedem Gesellschafter Auskunft über die Angelegenheiten der GmbH zu verlangen.
Der Gesellschafter einer GmbH hat diverse vermögensmässige und nicht vermögensmässige Rechte. Im Vergleich zu der Aktiengesellschaft sind insbesondere die Mitwirkungsrechte an der Gesellschaft umfangreicher ausgestaltet.