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In einer zweiten Ausschreibungsrunde gaben 25 Gaslieferanten Angebote mit einem Volumen von 15,19 Milliarden Kubikmetern Gas ab, wie die EU-Kommission in Brüssel am Donnerstag mitteilte.
Von den EU-Staaten waren zuvor gemeinsam 15,92 Milliarden Kubikmeter nachgefragt worden. Für ein Volumen von knapp zwölf Milliarden Kubikmetern seien Unternehmen und Lieferanten zusammengeführt worden, hiess es von der Kommission. Die Unternehmen könnten nun die Lieferverträge direkt mit den Gaslieferanten aushandeln.
Die EU-Länder hatten vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs im vergangenen Jahr beschlossen, gemeinsam Gas zu kaufen, um Unternehmen stabilere Preise zu sichern und die Gasspeicher wieder aufzufüllen. Ausserdem soll vermieden werden, dass sich die EU-Staaten gegenseitig überbieten. «Wir haben eine Nachfrage von fast 16 Milliarden Kubikmetern. Das sind über 4 Milliarden mehr als in der ersten Runde», sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, am Donnerstag in Brüssel. Schon in den ersten beiden Runden seien die für das gesamte Jahr angestrebten Mengen übertroffen worden.
In der ersten Runde der gemeinsamen Einkäufe im Frühling hatten bis Mitte Mai 25 Gaslieferanten Angebote mit einem Volumen von 13,4 Milliarden Kubikmetern Gas abgegeben. Damit war die gemeinsame Nachfrage der EU-Staaten von 11,6 Milliarden Kubikmetern übertroffen worden.
Europäische Unternehmen können in den Ausschreibungsrunden ihren Gasbedarf auf einer Plattform anmelden. Anschliessend wird die Gesamtmenge auf dem Weltmarkt ausgeschrieben. Internationale Gaslieferanten - mit Ausnahme russischer Firmen - sind dann aufgefordert, Angebote für die Belieferung der europäischen Kunden einzureichen. Die dritte Runde des gemeinsamen Gaseinkaufs soll nach der Sommerpause durchgeführt werden.