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Rund 2000 Flüchtlinge aus Nordafrika haben in den letzten 24 Stunden wieder die italienische Insel Lampedusa erreicht. Den italienischen Behörden zufolge erreichten am Samstag zwei Boote mit insgesamt rund 800 Flüchtlingen an Bord die Insel Lampedusa.
Die beiden Booten waren von Libyen abgefahren. Ein weiteres Boot mit über 500 Flüchtlingen an Bord bat 40 Seemeilen von Lampedusa per Satellitentelefon um Hilfe. Das Boot befindet sich in maltesischen Gewässern. Die Wetterbedingungen haben sich wesentlich verschlechtert, die Küstenwache befürchtet nach eigenen Angaben, dass Flüchtlingsboote in Seenot geraten könnten.
Seit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali Mitte Januar kamen mehr als 25'000 Migranten nach Italien. Rom darf nach einem vor knapp drei Wochen geschlossenen Sonderabkommen mit Tunis tunesische Migranten umgehend wieder zurückweisen.
Die zuvor angekommenen müssen jedoch versorgt werden. Da die meisten Migranten weiter nach Frankreich wollten, hat die italienische Regierung die Ausstellung von auf sechs Monate befristeten Aufenthaltsbewilligungen angeordnet, die auch einen 90-tägigen Aufenthalt in anderen Schengen-Staaten erlauben.
SDA-ATS