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Das Anjou verfügt über eine versteckte Süsse, welche die Weine speziell macht. Ich bin zwar nicht Winzer, aber ich teile ihre Ängste.
Tigné ist schon seit jeher von Reben umgeben. 1878 vermerkte Celestin Port in seinem Wörterbuch des Loire-Tals, dass «riesige Gewölbe die Ernte eines bedeutenden Weinbergs beherbergen, dessen Rotweine dafür bekannt sind, die besten der Region zu sein». Gérard Depardieu kaufte das Château Tigné im Jahr 1989.
Der Weinberg befindet sich im «schwarzen Anjou» mit seinen schwarzen Schiefer- und Falunböden. Das Klima ist gemässigt ozeanisch, aber eher trocken mit nur kleinen Temperaturschwankungen. Das Schloss liegt inmitten der 100 Hektaren Reben. Darunter finden sich alle grossen Rebsorten der Loire. Seit seinem Kauf 1989 legt Gérard Depardieu besonderen Wert darauf, dass sich Tigné seiner Tradition reiner und ungeschminkt ehrlicher Weine verschreibt. Die Reben werden wie Gärten gehegt. Das Durchschnittsalter der Rebberge beträgt 40 Jahre. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei ca. 25 hl/ Hektare und ist damit so gering wie in der Côte- Rôtie. Seit dem Jahrgang 2013 verfügt Tigné über die Zertifizierung Terra Vitis. Tigné führt seine jahrhundertealte Tradition weiter, die alle Kriege und Bewährungsproben überstanden hat.
Die Besonderheit von Tigné besteht darin, das meistkontrollierte Gut des Loire-Tals zu sein, und zwar in allen Bereichen. Jeder neu ernannte Inspektor will sich beweisen, nach bisher nicht erkannten Mängeln und Übertretungen zu suchen.