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Am 10. April findet der erste Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl statt. Die Linke ist zersplittert und chancenlos wie nie, und aufseiten der extremen Rechten machen sich gleich mehrere Kandidat:innen warm, die sich in ihrer rassistischen Hetze und ihren chauvinistischen Reflexen gegenseitig übertreffen. Nach fünf Jahren Macron und zwei Jahren Pandemie scheinen die Grundsätze von Freiheit und Gleichheit fragil geworden zu sein.
Das Editionsheft No. 31 von Le Monde diplomatique widmet sich den grossen politischen und sozialen Fragen, nimmt aber auch den Alltag in den Blick: Warum gehen in Clichy-sous-Bois nur 12 Prozent der Menschen wählen? Wieso gibt es im Land der Haute Cuisine verborgenen Hunger? Warum kauft man in Lyon und anderswo am liebsten im Hypermarché ein? Und weshalb lagern eigentlich immer noch zehntausende afrikanische Kulturgüter in staatlichen Museen wie dem Quai Branly, obwohl Macron doch schon 2017 deren Restitution versprochen hat?
Mit Beiträgen u.a. von Serge Halimi, Margot Hemmerich, Lucie Tourette, Jeremy Harding und Adam Shatz sowie zahlreichen Infografiken von Adolf Buitenhuis und Cécile Marin.