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Geschichte
Das Feuerlaufen ist uralt und wurde in vielen Religionen praktiziert. Schon vor ca. 4000 Jahren liefen die Menschen durch das Feuer. Erstmals schriftlich festgehalten wurde diese Zeremonie in Indien: Zwei Yogis bereiteten einen 14 Meter langen Glutteppich vor und liefen darüber. In Bali, Burma, Brasilien, China, Griechenland, Haiti, Hawaii, Indien, Japan, Malaysia, Mauritius, Neuseeland, Reunion, Sri Lanka, Tahiti, Tibet, Singapur, Südafrika, Trinidad, auf den Fiji-Inseln, den Marquesas-Inseln, den Philippinen, auf der Halbinsel Yucatan, in Spanien und Nordamerika wird heute noch traditionell Feuer gelaufen.
Max Long wusste schon 1948 von den Kahunas (Hawaiianische Schamanen) auf Hawaii zu berichten, die dort über glühende Lava liefen. Er berichtete von Dr. Brigham, der in South Kona auf Big Island unversehrt mit drei Kahunas barfuss durch flüssige (immerhin mindestens 1000 Grad Celsius) Lava lief. Auf Hawaii laufen die Ureinwohner über glühende Lava und die heiligen Männer auf den Fiji-Inseln laufen unverletzt über glühende Steine, die sie vorher 4 Tage und 3 Nächte im Feuer erhitzt haben. In Ekstase tanzen in Hongkong Männer übers Feuer, indische Yogis aber auch ganz normale indische Büsser gehen auch heute noch barfuss über die Glut.
Auch auf Bali und Sri Lanka z.B. finden Feuerläufe innerhalb religiöser Feiern statt. Auf Mauritius beschliessen die tamilischen Hindus das Jahr mit einem höchst spektakulären Fest. Der Termin von diesem Fest, dem «Teemeedee», wird von den Priestern jährlich neu festgelegt und kann zwischen Oktober und März stattfinden. Der Höhepunkt des Festes ist der Feuerlauf. Dabei überqueren Männer und Frauen, die sich in wochenlanger Meditation darauf vorbereitet haben, barfuss einen etwa 7 Meter langen, mit glühenden Kohlen gefüllten Graben. In China werden in vielen chinesischen Tempeln gelegentlich Feste gefeiert, die der Göttin «Mae Tabtim» geweiht sind und bei denen Feuergruben durchlaufen werden. Die Ausübenden sind dabei häufig durchs Land reisende Truppen mit Heimat Phuket oder Trang, die wohl die beste Erfahrung auf diesem Gebiet haben.
Im Norden von Spanien, in der Region Castilla y Leon, bekannt durch den «Jakobsweg», wird seit «ewigen Zeiten» in der Nacht von St. Johanns (23. Juni) die Zeremonie des Feuerlaufs durchgeführt (Paso del fuego di San Pedro Manrique). Bei diesem Feuerlauf dürfen nur die Einwohner des Ortes über die glühenden Kohlen gehen. Der Glutteppich ist 15 bis 20 cm hoch (!!) und ca. 6 m lang.
Im griechischen Mazedonien findet seit dem 16. Jahrhundert jedes Jahr am 21. Mai in Aghia Eleni (Langadas) zur Ehrung der heiligen St. Helena und des heiligen St. Constantin ein Feuerlauf statt. Mit den wunderschön verzierten silbernen Ikonen, der beiden Heiligen, tanzen die Anastenarides über das Feuer und Minuten lang steht der Älteste von ihnen auf der Glut.