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gebundene Ausgabe
Otfried Preussler stammte aus Nordböhmen, wo seine Vorfahren seit dem 15. Jahrhundert als Glasmacher im Vorland des Iser- und Riesengebirges ansässig waren.
Er wurde am 20. Oktober 1923 als Sohn eines Lehrers im nordböhmischen Reichenberg geboren. Nach dem Krieg und fünf Jahren in sowjetischer Gefangenschaft, kam er im Sommer 1949 nach Oberbayern, wohin es seine Angehörigen nach der Vertreibung aus der böhmischen Heimat verschlagen hatte. Seither lebte er in Oberbayern. Er starb am 18. Februar 2013.
Sein erstes Buch, "Der kleine Wassermann", schrieb Otfried Preussler 1956. Damals war er noch Lehrer an einer Volksschule in Oberbayern, und wenn seine Schüler wieder einmal besonders unruhig waren, dann erzählte er ihnen Geschichten, die er später aufschrieb und veröffentlichte. Otfried Preussler hat über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen und über 350 Ausgaben übersetzt wurden und für die er viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt rund 50 Millionen Exemplare.
So, im Oktober ist es also soweit. Dann kommt die neue Verfilmung (Ende der 70er gab's bereits einen ausgezeichneten Trickfilm, der leider viel zu selten im Fernsehen zu sehen ist) von Otfried Preußlers Krabat-Stoff ins Kino. Und als ob ich es geahnt hätte, habe ich, nach langer Zeit, das... So, im Oktober ist es also soweit. Dann kommt die neue Verfilmung (Ende der 70er gab's bereits einen ausgezeichneten Trickfilm, der leider viel zu selten im Fernsehen zu sehen ist) von Otfried Preußlers Krabat-Stoff ins Kino. Und als ob ich es geahnt hätte, habe ich, nach langer Zeit, das Buch wieder gelesen. Die Ausgabe, die in meinem Regal steht, steht dort schon seit 1977. Und wie nach dem ersten Lesen vor mehr als 30 Jahren, war ich auch diesmal wieder begeistert: Preußlers Kunstmärchen um den wendischen Jungen Krabat, der in einer Schwarzen Schule das Zaubern lernt, ist ein echter Klassiker und keineswegs nur für junge Leser empfehlenswert. Spannend, düster und angenehm gruselig ist sie, die Erzählung von der Schwarzen Mühle im Koselbruch, in der ein einäugiger Müller ein strenges Regiment hält über 12 Müllerburschen. Wie sich für Krabat dann doch noch alles zum Guten wendet und er au7s tödlicher Gefahr gerettet wird, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Mein Tipp lautet aber auf alle Fälle: Wer das Buch noch nicht kennt, sollte das Kennenlernen dringend nachholen, bevor der Film anläuft - die eigenen Bilder im Kopf sind schließlich immer noch die besten. Wer das Buch so wie liebt wie ich, darf sich natürlich mit mir zusammen trotzdem schon mal auf den Film freuen. Der Spassprediger meint: Ein unheimlich starkes Buch. Allerdings viel ernster und gruseliger als "Der Räuber Hotzenplotz" und andere Titel, mit denen die meisten jungen Leser den Namen Otfried Preußler wahrscheinlich noch schneller in Verbindung bringen.