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Konsum
Kokain kann geschnupft („Sniffen“, „Koksen“), gespritzt und (nach einfachen chemischen Veränderungen unter Zugabe etwa von Backpulver oder Ammoniak) auch geraucht (Crack, Freebase) werden.
Personen die Crack oder Freebase rauchen haben durch die schnelle Aufnahme in den Blutkreislauf ein erhöhtes Risiko einen akuten Schock zu erleben, ebenso führen Crack und Freebase rascher zu einer starken psychischen Abhängigkeit im Vergleich zu anderen Einnahmeformen von Kokain.
Wirkungseintritt und Wirkungsdauer
- Beim Schnupfen tritt die Wirkung nach ca. 2-3 Minuten ein und dauert 30 bis 90 Minuten.
- Beim Spritzen oder Rauchen tritt die Wirkung bereits nach wenigen Sekunden ein und hält 5 - 20 Minuten an.
Wechselwirkung von Kokain mit anderen Drogen
Kokain & Alkohol
Die gleichzeitige Kombination von Kokain und Alkohol kann die Enthemmung verstärken und das Aggressionspotenzial erhöhen. Zudem wird die Alkoholwirkung unterschätzt, da die Menge des getrunkenen Alkohols oft nicht mehr recht gespürt wird. Man fühlt sich nüchtern, ist aber betrunken, dadurch besteht eine erhöhte Gefahr einer Alkoholvergiftung.
Wichtig zu wissen: Kokain und Alkohol gleichzeitig eingenommen wird in der Leber zu sogenanntem Cocaethylen verstoffwechselt, das sehr ähnlich wie Kokain wirkt, bei allerdings deutlich verstärkter Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und längerer Wirkdauer.
Kokain & andere Stimulanzien
Die Mischung mit anderen Stimulanzen wie Speed, hohe Mengen von Koffein oder Energy Drinks führt zu einer sehr hohen Belastung für das Herz-Kreislaufsystem und kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen wie massive Kreislaufprobleme oder Herzstillstand.
Kokain & Nikotin
Diese Mischung führt zu einer Verstärkung der gefässverengenden Wirkung und somit zu einem gesteigerten Risiko für Herzkreislaufprobleme.
Kokain & Heroin ("Speedball", "Cocktail")
Die Wirkungen der beiden Substanzen verstärken sich wechselseitig. Die durch Heroinkonsum ausgelöste Euphorie intensiviert sich, die durch Kokainkonsum möglichen Angstzustände werden abgeschwächt. Es ist jedoch auch möglich, dass die Wirkung von Heroin die des Kokains so stark überdeckt, dass die Kokainwirkung gar nicht gespürt wird. Dies birgt die Gefahr, zusätzliche Dosen von einer der beiden Substanzen einzunehmen, was die Wahrscheinlichkeit einer lebensbedrohlichen Überdosis deutlich erhöht.
Vorsicht bei Mischkonsum!
Ein Mischkonsum birgt zusätzliche Risiken: Wie die Kombination auf den Körper oder auf das Bewusstsein wirkt, ist kaum vorhersehbar. Beim Konsum von Kokain zusammen mit anderen stimulierenden Substanzen wird der Kreislauf noch mehr belastet!