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Streiflichter Urbaner Diakonie
Abstract
Christoph Sigrist hat im Herbst 2016 anlässlich eines mehrmonatigen Studienurlaubs zahlreiche diakonische Gemeinden und Projekte in verschiedenen urbanen Kontexten auf drei Kontinenten besucht. Anreiz für seine Forschungen in den Städten und Grossstädten bildete die in der Wissenschaft gemachte Beobachtung, wonach die stattfindende Urbanisierung – verstanden als «eine umfassende Transformation der Gesellschaft» bzw. eine «industrielle Organisation der Gesellschaft» – eine spezifisch auf urbane Räume ausgerichtete Diakonie notwendig mache, in der «gemeinsam und füreinander Wege zu einer neu ausgestaltenen Solidarkultur, einer Kultur der Sorge miteinander und füreinander» zu suchen seien, «mit besonderem Blick auf diejenigen Menschen, Gruppen und Schlüsselpersonen, die bei diesen Exklusions- und Inklusionsprozessen von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden oder schon lange sind». Aufgrund der je kontextuell sehr unterschiedlichen Städte stellte sich Sigrist bei den Besuchen die Frage: « Wie zeigt sich Urbane Diakonie in unterschiedlichen städtischen Kontexten, insbesondere in Kontexten, die durch Rassismus und Apartheid eine lange exkludierende Tradition aufweisen?»
Sigrist berichtet in seinem Beitrag «Streiflichter Urbaner Diakonie» von seinen Besuchen in Chicago (u.a. bei Rev. Dr. Otis Moss und den Projekten seiner Trinity United Church of Christ), in London (u.a. zum Community Engagement des Council of Southwark), in Pretoria und Johannesburg (u.a. bei Prof. Stephan de Beer und seiner Tshwane Leadership Foundation TLF), in Nürnberg (u.a. mit Besuchen in diakonischen Citykirchenprojekten) sowie in Berlin (anlässlich der Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin zum Thema «An den Rändern der Stadt. Urbane Peripherien»).
Die Besuche mit den Projektberichten und den entsprechenden Reflexionen bieten einen reichen Fundus an Materialien, die «ein ganzes Programm urbaner Diakonie enthalten, das es in den nächsten Jahren in dieser der Diakoniewissenschaft eigenen Kongruierung von Theorie und Praxis interdisziplinär zu entwickeln gilt».
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