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ACTARES, Aktionärinnen und Aktionäre für nachhaltiges Wirtschaften, fordert an der Generalversammlung von Syngenta am 23. April 2013 konkrete und nachprüfbare Antworten zu den Schäden, die einerseits durch das Insektizid Thiamethoxam bei den Bienenvölkern und andererseits durch das Totalherbizid Gramoxone/Paraquat bei den Anwendern angerichtet werden.
Syngenta bestreitet, dass zwischen dem Bienensterben und der Anwendung von Insektiziden wie Thiamethoxam ein Zusammenhang bestehe. Behauptet wird, dass primär die Varroa-Milbe das Hauptproblem des Bienensterbens sei. Die Wissenschaft ist sich aber einig, dass verschiedene Faktoren zum Bienensterben führen.
Dazu gehören Pestizide wie Thiamethoxam, die Bienenvölker schwächen und krankheits- und parasitenanfälliger machen können. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat die Fakten dazu zusammengetragen und ist zum Schluss gekommen, dass Thiametoxam bereits in geringsten Konzentrationen, also auch bei korrekter Anwendung, Bienen schädigen kann.
Der Bericht des europäischen Zentrums für Verfassungs- und Menschenrechte vom Dezember 2011 postuliert, dass bei der Anwendung von Paraquat durch wenig gebildete Kleinbauern in Entwicklungsländern Menschenrechte verletzt werden und dass Syngenta dafür mitverantwortlich ist. Die Kritik von Syngenta an diesem Bericht – er sei methodisch unzulänglich und mit zu vielen faktischen Fehlern behaftet – blieb sehr pauschal und wurde noch nie mit Fakten unterlegt.
Syngenta behauptete zum Beispiel, es seien externe Stellungnahmen eingeholt worden, wollte aber noch nie sagen von wem diese abgegeben wurden und antwortete auch nicht auf die Bitte um Einsicht.
ACTARES verlangt deshalb von Syngenta eine offenere und transparente Kommunikation zu beiden Produkten.