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Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Gebiet östlich von Andhausen Grabhügel aus der Zeit der Völkerwanderungen untersucht, damals allerdings noch ohne Erfolg. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts lieferten erneute Untersuchungen spannende Entdeckungen: 13 frühmittelalterliche Gräber mit verschiedenen Grabbeigaben wurden freigelegt und dokumentiert.
Unter den Beigaben fanden sich unter anderem verschiedene Messer, Pfeilspitzen, Schmuckstücke, Lanzen und mehr. Weitere Erforschungen der Gräber hat man seit diesem Zeitpunkt unterlassen, in der Hoffnung, in naher Zukunft mit besseren technologischen Hilfsmitteln mehr über diese Fundstelle in Erfahrung bringen zu können.
Das Dorf Andhausen ist als Annishausin oder Anninhusen erstmals urkundlich am 29. Januar 1159 in Erscheinung getreten. 1273 trat ein Ritter von Annehusen als Zeuge im Umkreis Bischof Ebhard II. von Waldburg auf. Bereits ab dem Spätmittelalter gehörte Andhausen zur Gerichtsherrschaft und Pfarrei Berg, bis sich das Dorf am 23. Juni 1805 für 320 Gulden in bar von der Herrschaft Berg loslöste.
Mit der Auflösung des Gemeindedualismus und der Bildung der Politischen Gemeinde Berg im Jahr 1995 schloss sich Berg wieder mit Andhausen zusammen. Im 19. und 20. Jahrhundert prägten vor allem Acker- und Obstbau sowie eine örtliche Gerberei, welche von 1873 bis ca. 1980 bestand, das Erscheinungsbild des Dorfes Andhausen.
Den bäuerlichen Charakter hat Andhausen bis heute fast gänzlich verloren. Zwischen dem ehemaligen Dorfkern Andhausens und Berg ist in jüngerer Zeit eine ausgedehnte Einfamilienhauszone entstanden.