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Umrollung Piste 28
Die Umrollung der Piste 28 ist eine Massnahme zur weiteren Erhöhung der Sicherheitsmarge am Flughafen Zürich. Mit dem langfristigen Projekt wird der Rollverkehr von ankommenden und abfliegenden Flugzeugen entflechtet. Im Vergleich mit 2019 werden mehr als 100'000 Pistenkreuzungen vermieden.
Mit diesem langfristigen Projekt wird der Rollverkehr von ankommenden und abfliegen-den Flugzeugen entflechtet. Im Vergleich mit 2019 werden mehr als 100'000 Pistenkreuzungen vermieden.
Ausgangslage und Ziele
Der Bund beauftragte 2017 die Flughafen Zürich AG im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL), Massnahmen zu prüfen zur Reduktion des Kollisionsrisikos zwischen Flugzeugen, welche auf der Piste 28 starten oder landen und Flugzeugen, welche diese Piste queren, um die Standplätze im südlichen Vorfeld zu erreichen. Insbesondere seien Lösungen mit einer Umrollung der Piste am östlichen Ende weiterzuverfolgen.
Mit dem nun vorliegenden Projekt «Umrollung Piste 28» können die Verkehrsströme der ankommenden und abfliegenden Flugzeuge grösstenteils räumlich voneinander getrennt werden. Jedes Jahr werden damit gegenüber 2019 mehr als 100'000 Kreuzungen über die Piste 28 vermieden. Die Umrollung ist eine wichtige Massnahme zur weiteren Erhöhung der betrieblichen Sicherheitsmarge.
Nordkonzept
Ostkonzept
Langfristiges Projekt
Das Projekt «Umrollung Piste 28» ist ein langfristiges Projekt. Die betrieblichen und infrastrukturellen Massnahmen bedingen umfangreiche Bewilligungsverfahren. Gemäss heutiger Planung wird davon ausgegangen, dass das Projekt «Umrollung Piste 28» kaum vor 2028 fertiggestellt werden kann.
Die Kosten für die Flughafenbetreiberin werden auf CHF 315 Mio. geschätzt.
Flughafenanlagen
Das Projekt umfasst den neuen Rollweg Yankee um das östliche Ende der Piste 28 mit den Schnellabrollwegen Yankee 1 – 3 von der Piste 14, die Rollwege Charlie und Uniform, das De-icing Pad Zulu mit Betriebsgebäuden sowie die Umlegung von Strassen, Betriebsflächen und Flughafenzaun. Der Himmelbach und der Ruebisbach werden verlegt und naturnah aufgewertet. Die neuen Flughafenanlagen erfordern den Rückbau und Teilersatz von Gebäuden und Anlagen des Waffenplatzes Kloten-Bülach, von Hangars und Standplätzen der General und Business Aviation sowie der Fracht. Die Flughafen Zürich AG erarbeitet zusammen mit den betroffenen Partnern Lösungen.
Mooraufwertung
Mit dem Projekt Umrollung Piste 28 werden auch grossflächige ökologische Aufwertungsmassnahmen im Bereich des Flachmoors von nationaler Bedeutung «Goldenes Tor / Rüti Allmend» realisiert. Die an die bestehenden Flachmoore angrenzenden Wiesen und Ackerflächen werden mit geeigneten Massnahmen zu feuchten Flachmoorlebensräumen aufgewertet. Dadurch wird der Umfang des Flach-moors «Goldenes Tor / Rüti Allmend» um insgesamt 18.6 ha vergrössert. Ferner ermöglichen der Rückbau und die Verlegung der Panzerpiste Richtung Autobahn die Vernetzung der bestehenden und der neu geschaffenen Flachmoore. Auf weiteren 16.7 ha am Rand der neuen Flachmoore entstehen zudem trockenere Lebensräume von ebenfalls hoher ökologischer Qualität, die zusätzlich eine Pufferfunktion für die angrenzenden Flachmoore übernehmen können.
Die Freizeitnutzungen auf der bestehenden und umgelegten Panzerpiste sind wie bis anhin möglich. Ebenso ist der Zugang zum «Goldenen Tor» weiterhin über einen unbefestigten Weg gewährleistet.
Plangenehmigungsverfahren
Die Flughafen Zürich AG hat Ende 2019 beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) das Projekt «Umrollung Piste 28» zur Genehmigung eingereicht.