Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/1006

Benedikt Meyer
Menu

Klar, 1971: Frauenstimmrecht im Frühling und Parlamentswahlen im Herbst. Zehn Frauen schafften den Sprung auf Anhieb, zwei rückten nach.
Was mir bislang hingegen auch nicht sooo klar war, ist dass eine dieser zehn Frauen Tilo Frey war. Aufgewachsen in La-Chaux-de-Fonds, (nichtimmerganzeinfach), Steno-Lehrerin, Wirtschaftslehrerin, Berufsschul-Rektorin. Daneben für die FDP in der Legislative der Stadt Neuchâtel, dann des Kantons und schliesslich im Nationalrat. Engagement für Lohngerechtigkeit und legale Abtreibung, aber auch im Familienrecht, der Sicherheitspolitik und anderem.
Oh, und was ich ganz zu sagen vergass: Als Tochter eines Schweizers und einer Kamerunerin war sie nicht nur eine der ersten Frauen, sondern zugleich die erste Nationalrätin mit afrikanischen Wurzeln. 1971. Zu Zeiten von „Überfremdungs-Initiative“ und „Nationaler Aktion“. Wer hätte das gedacht.