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Nach den gescheiterten Projekten in Schmitten und Domdidier präsentierte der Freiburger Staatsrat gestern an einer Medienkonferenz seinen dritten Vorschlag für das geplante interinstitutionelle Kulturgüterlager: Das Gebäude soll in Givisiez auf einer Parzelle von rund 6000 Quadratmetern in der Arbeitszone gebaut werden.
Das unbebaute Gelände ist bereits im Eigentum des Staats und ermöglicht laut Staatsrat Jean-François Steiert (SP) die Verwirklichung eines in allen Belangen bedarfsgerechten Gebäudes. Der Architekturwettbewerb beginnt am 20. September. Im kommenden Frühjahr will der Staatsrat über das definitive Projekt entscheiden. Das neue Kulturgüterlager soll im Idealfall 2023 den Benutzern übergeben werden. Auf diese Weise können die Räumlichkeiten von Tetra Pak in Romont, in denen demnächst die Sammlungen der Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB) zwischengelagert werden, vor Ablauf der fünfjährigen Frist freigegeben werden. «Meine Hand würde ich dafür allerdings nicht ins Feuer legen», räumte Staatsrat Jean-François Steiert (SP) ein. «Kein Bauprojekt ist absolut risikolos.» Eine Gasleitung in der Nähe sei zwar Gegenstand einer Risiko- analyse gewesen. Diese habe aber ergeben, dass das Risiko gering sei.
Das Projekt in Givisiez soll den Bedarf der Kantons- und Universitätsbibliothek für die nächsten 30 Jahre abdecken, ausserdem den Bedarf für 25 Jahre von acht anderen Institutionen: dem Staatsarchiv, dem Naturhistorischen Museum, dem Amt für Archäologie, dem Amt für Kulturgüter, dem Museum für Kunst und Geschichte, dem Musée Romain de Vallon, dem Vitromusée/Vitrocentre Romont sowie dem Schloss Greyerz. Andere Dienststellen sowie nicht staatliche Museen sind ebenfalls daran interessiert, sich in Givisiez einzumieten.
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«Kein Bauprojekt ist absolut risikolos.»
Jean-François Steiert
Staatsrat (SP)