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Sand- und Fettfang
Abwasser führt, insbesondere bei Regenwetter, ansehnliche Mengen an Sand mit, welcher sich nachteilig auf die Ausrüstung auswirkt. (Abrieb der Pumpen und Leitungen, Verstopfungsgefahr). Sand und ähnliche Partikel werden aus diesem Grunde in zwei längsdurchströmten belüfteten Sandfängen mit je etwa 60 m3 Volumen vom Abwasser abgetrennt.
Die Abscheidung erfolgt durch Absetzten der Sandanteile. Damit jedoch die leichteren und für die Schlammbehandlung „vorgesehenen“ Bestandteile im Abwasser in Schwebe gehalten werden können, wird Luft über Gebläse in den unteren Bereich des Sandfanges eingeblasen und damit eine Aufwirbelung erzeugt, die eine Abtrennung zwischen Sand- und Schlammfraktion bewirkt.
Der abgesetzte Sand wird mit Hilfe von Förderpumpen, welche auf einer Räumerbrücke montiert sind, abgesaugt und in eine Sandwaschanlage geleitet. Diese wäscht restliche Anteile von Schlamm und organische Schmutzstoffe soweit aus, dass der gereinigte Sand entweder als Einbaumaterial für den Strassenbau oder auf einer Inertstoffdeponie entsorgt werden kann. Entlang des Sandfanges ist seitlich der Fettfang angeordnet, welcher über eine Tauchwand mit dem Sandfang verbunden ist.
Durch die Verwirbelung im Sandfang werden Fett-, Öl- und Schwimmstoffe in die Ruhigwasserzone des Fettfanges transportiert, in welcher sie aufschwimmen. Von dort werden sie mit einem an der Räumerbrücke montierten Schild in den Fettschacht geschoben, wo sie in die Schlammbehandlung gepumpt werden.