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Hans Ulrich Luder setzte sich mit der tierexperimentellen und strukturbiologischen Forschung auseinander. So untersuchte er das Wachstum des Kieferköpfchens an Affen, bei Ratten und beim Menschen.
Hans Ulrich Luder hat nach den Schulen in Teufen und Trogen das Zahnmedizinstudium an der Universität Zürich durchlaufen und dieses mit dem Staatsexamen im Herbst 1971 abgeschlossen. Anschliessend trat er in die Schulzahnklinik der Stadt Zürich ein und wechselte 1972 in die Abteilung für Kieferorthopädie und Kinderzahnmedizin der UZH, wo 1979 die Promotion zum Dr. med. dent. erfolgte. 1983 wechselte er in die Abteilung für Orale Strukturbiologie, wo er 1986 zum Oberassistenten und 1992 zum Wissenschaftlichen Abteilungsleiter ernannt wurde. Ein Forschungsaufenthalt führte ihn von 1985 bis 1986 an das Department of Anatomy der McGill University in Montreal, Canada.
Neben seiner klinischen Weiterbildung setzte sich Hans Ulrich Luder mit der tierexperimentellen und strukturbiologischen Forschung auseinander. So untersuchte er das Wachstum des Kieferköpfchens an Affen und während seines Forschungsaufenthaltes in Montreal auch mit Hilfe von autoradiographischen und immunhistochemischen Methoden an der jungen Ratte. Nach Zürich zurückgekehrt erweiterte er die Untersuchungen auf den Menschen. Die Erkenntnisse dieser Studien führte er in seiner Habilitation zusammen, für die er im Wintersemester 1994/95 die Venia legendi der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich erhielt. 2007 wurde Hans Ulrich Luder zum Titularprofessor für Zahnmedizin mit besonderer Berücksichtigung Oraler Strukturbiologie ernannt.
Hans Ulrich Luder pflegte zahlreiche Kooperationen, so unter anderem mit der Abteilung für metabolische und molekulare Krankheiten am Zürcher Kinderspital und dem Department of Pediatric Dentistry der University of North Carolina at Chapel Hill. Er war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und erhielt 1980 den Research Essay Award der European Orthodontic Society. Zahlreiche Publikationen zeugen von seiner hervorragenden wissenschaftlichen Tätigkeit. (Quelle: ZZM News, November 2012)