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Natur und Leben
Grundsatzansprache des Ehrwürdigen Meisters Hsing Yun auf der 7. Generalkonferenz der Internationalen Buddha-Licht-Gesellschaft (BLIA) in Toronto 1998.
Ihnen allen einen Gruss! Wie grossartig ist es, dass wir heute aus vielen Teilen der Welt zusammengekommen sind, um an dieser 7. Jahreskonferenz der Internationalen Buddha-Licht-Gesellschaft teilzunehmen. Wir sind glücklich, unsere Versammlung in Kanada abhalten zu können, das eines der führenden Länder beim Umweltschutz ist. Denn obwohl Kanada hinsichtlich seiner natürlichen Ressourcen eines der reichsten Länder der Welt ist, wissen die Menschen in Kanada sehr wohl, dass diese Ressourcen nicht verschwendet werden dürfen. Sie bewahren, was sie besitzen. Aus diesem Grunde ist Kanada eines der schönsten Länder der Welt. Seine Städte und Metropolen sind wegen ihrer guten Luft und ihre schönen natürlichen Umgebung berühmt. Ausserdem hat die kanadische Regierung konsequent gezeigt, dass Weisheit und die Bedürfnisse aller seiner Bürger die Grundprinzipien sind, die sie in bei allem, was sie tut, leiten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Menschen in aller Welt auf Kanada als ein Beispiel einer ausgeglichenen Gesellschaft schauen, die sich erfolgreich um die Bedürfnisse ihrer Bürger kümmert, ohne den Reichtum der natürlichen Ressourcen auszuplündern. Da Kanada aller Welt solch ein gutes Beispiel gegeben hat, habe ich beschlossen "Natur und Leben" zum Thema dieser Zusammenkunft zu machen. Wenn wir nun dieses Thema in Beziehung zu dem hervorragenden Beispiel, das uns Kanada gibt, betrachten, müssen wir auch überlegen, wie dieses wichtige Thema aus einem buddhistischen Blickwinkel verstanden werden kann.
Wenn wir von der Natur sprechen, meinen wir den Ausdruck gewisser grundlegender Wahrheiten in dieser Welt. Die Natur ist eine Ebene der Wahrheit, die sich in der Welt um uns offenbart. Überall können wir die Kreisläufe der Natur sehen: die vier Jahreszeiten, die Phasen des Lebens von der Geburt bis zum Tod, das Entstehen und Schwinden der Phänomene, die Bewegungen des Denkens von einem Augenblick zum nächsten. Alles dieses ist natürlich. Alles dieses ist Teil des Lebensprozesses. Das Leben ist eine Bedingung der Natur, wie die Natur eine Bedingung des Lebens ist. Leben wird in der Natur geschaffen; es entfaltet sich in der Natur, und es wirkt seinerseits auf die Natur in einer Weise, die nicht leicht beschrieben werden kann. Als der Buddha unter dem Bodhi-Baum erleuchtet wurde, erkannte er, dass die tiefste Wahrheit im Universum die grundlegende Leere aller bedingten Phänomene ist. Im Augenblick seines Erwachens sah er alle Phänomene in Abhängigkeit voneinander und miteinander verbunden entstehen. Die Einsicht des Buddha hatte viel gemein mit dem, was wir heute als "Natur" oder "natürliche Phänomene" bezeichnen. In seinem Erwachen schaute der Buddha in das Herz dessen, was wir "Naturgesetz" nennen. Dabei ist es unnötig zu erwähnen, dass die Einsicht des Buddha Shakyamuni weit über das hinausging, was wir heute als "Naturgesetz" bezeichnen, da Geist und Herz der Lebewesen ebenso grundlegend für sein Erwachen waren.
Wir können etwas von der Tiefe der Einsicht des Buddha ahnen, wenn wir unsere Augen den Seiten der Menschheitsgeschichte zuwenden. Gab es jemals einen König, einen Kaiser, eine Regierung irgendwo in der Welt, die nicht den grundlegenden Regeln der Naturgesetze unterlagen? Sind nicht Völker und Länder in der Geschichte wie alle anderen Dinge in der Natur entstanden und vergangen? Und gilt dies nicht ebenso für unser eigenes Leben? Wenn wir mit den Gesetzmässigkeiten der Natur übereinstimmen, erfahren wir Freude. Wenn wir gegen sie rebellieren, erfahren wir Leiden. Es ist angebracht, uns von Zeit zu Zeit zu fragen: "Bin ich beim Gebrauch des Geldes in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen? Beim Gebrauch der Sprache? Bei meinen Einstellungen und Gefühlen?" Wenn wir mehr ausgeben als wir verdienen, verletzen wir die Naturgesetze. Wenn wir die Sprache auf eine Weise benutzen, die andere Menschen verletzt, dann reden wir nicht aus einer vollkommenen und natürlichen Ganzheit. Wenn wir mit unseren Einstellungen gegenüber unserem Leben und unserer Arbeit um uns herum nur Kummer und Angst verbreiten, dann können wir sicher sein, dass wir dem natürlichen Lauf der Dinge in dieser Welt absichtlich unseren Rücken zuwenden.
Der Tendenz der Dinge, ihren natürlichen Platz zu finden, kann man nicht widerstehen, und man sollte dies auch nicht versuchen. Wir können dies in unserem eigenen Leben wie auch in der VVeltgeschichte beobachten. In China wurden die Frauen während vieler Jahrhunderte gezwungen, ihre Füsse einzubinden. Mit Beginn der neueren Zeit wurde dieser Brauch aufgegeben, und niemand käme auf die Idee, so etwas wieder einzuführen. Es war ein unnatürlicher Brauch.
Während des 20. Jahrhunderts erlangten viele englische Kolonien ihre Unabhängigkeit, und im vorigen Jahrhundert wurden die amerikanischen Sklaven befreit. Die Bedingungen, die jene Zustände von Knechtschaft und Abhängigkeit hervorriefen, existieren nicht mehr, und niemand mit Verstand würde ihre Wiederbelebung fordern. Das Bewusstsein der ganzen Welt hat sich seitdem verändert. Diese Veränderung in der Einstellung ist die natürliche Entwicklung des Verständnisses der Naturgesetze durch das Menschengeschlecht.
Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, das ein tiefes Verständnis für die Verbindung des menschlichen Geistes mit der natürlichen Welt enthüllt. Es lautet: "Der Weise liebt die Berge, und der Barmherzige liebt das Wasser." Die Welt um uns herum ist unser Ursprung und unsere Heimat. Wir alle sind Produkte der Natur; und so wie unser Körper aus den Elementen dieser Welt besteht, so kommt unser Bewusstsein aus dem tiefen Grund, der allen Dingen zugrundeliegt. Wir müssen lernen, diese tiefe Verwobenheit zu begreifen, indem wir einem Pfad bis zu ihrer Mitte beschreiten und dabei unserem Sinn für das Schöne und Rechte folgen.
Der Buddhismus ehrt die Natur, indem er die menschliche Natur und den menschlichen Geist über alles stellt. Die Lauteren Länder im Osten und im Westen, die in den buddhistischen Sutras beschrieben werden, werden durch die Schönheit ihrer natürlichen Umgebung charakterisiert. Die Ströme und Flüsse in ihnen sind rein, die Luft ist wohlriechend, und die Bäume und Blumen sind prachtvoll, während überall Vögel singen. Die Menschen dort müssen nur an die benötigte Kleidung und Nahrung denken, damit diese vor ihnen erscheinen. Der Sinn dieser Darstellungen ist es, uns zu zeigen, dass es Bewusstseinszustände gibt, in weichen es den Menschen möglich ist, in vollkommener Harmonie mit der Natur zu leben. Wenn jene Zustände erreicht worden sind, muss man nur noch an das Gewünschte denken, und es wird erscheinen. Es gibt dann keinen Unterschied zwischen Denken und "Wirklichkeit" mehr.
Die Internationale Buddha-Licht-Gesellschaft (BLIA) setzt sich für einen humanistischen Buddhismus ein, um die Menschen in engere Verbindung mit ihrem natürlichen Ursprung und auch untereinander zu bringen. Wenn wir in unserer Praxis des humanistischen Buddhismus voranschreiten, müssen wir einfach die Bedeutung der tiefsten Ehrfurcht vor der natürlichen Welt begreifen. Wir leben in dieser Welt, und wir teilen diese Welt mit allen anderen Lebewesen. Ehrfurcht vor der Natur ist im Buddhismus so grundlegend wie Mitempfinden. Und wie die Befreiung von der Verblendung von unserem Mitempfinden für alle Lebewesen im Universum abhängig ist, so ist sie ebenso abhängig von unserer Ehrfurcht vor der natürlichen Welt, die unser ganzes Leben beherrscht und bedingt.
Nachdem wir uns kurz mit der Natur und ihrer Beziehung zum Buddhismus und zu dieser Versammlung befasst haben, müssen wir nun darüber sprechen, was wir mit "Leben" meinen. Um zu leben, müssen die Menschen die Dinge der Natur benutzen. Ebenso muss jeder von uns, um als glücklicher Mensch zu leben, der Welt und der menschlichen Gesellschaft von Nutzen sein. Wir leben nur dann wirklich, wenn wir der Welt und den Menschen, mit denen wir Umgang haben, von Nutzen sind. Wir müssen nicht grossartig sein; auch müssen unsere Beiträge nicht gross sein, um ein wertvolles Leben zu leben. Selbst ein Stück Papier oder ein Stein können der Welt von Nutzen sein. Wenn z. B. jemand ein Heiligenbild auf ein Stück Papier malt oder ein Gedicht in Stein ritzt, werden diese Objekte die Menschen der Zukunft inspirieren. Sie sind einfach, aber sie können der Welt von Nutzen sein. Andererseits tun oftmals Menschen mit Macht und Geld nichts für ihre Mitmenschen. Statt anderen Menschen zu helfen, ziehen sie es vor, ihr gutes Karma in Eitelkeit und Selbstüberschätzung zu verschwenden. Andere vergeuden ihre Zeit damit, nach einem langen Leben zu streben, obwohl der Wert des Lebens niemals nach dessen Länge, sondern nur nach dem Nutzen für andere Wesen bemessen werden kann. Aus dem Blickwinkel der Welt mögen selbstsüchtige Menschen, die nichts anderes als ihre eigenen Ziele verfolgen, erfolgreich erscheinen. Aus dem Blickwinkel der Natur und der Wahrheit gleichen sie "stolpernden Leichnamen", und alle ihre Schritte verspotten sie nur in ihrem Stolz.
Um uns herum können wir überall Leben und den ehrfurchterregenden Lebensprozess sehen. Vögel zwitschern, Insekten zirpen. Wasser plätschert, wenn die Sonne über die strahlenden Farben der Erde scheint. Alles ist eingeschlossen, nichts wird ignoriert. Leben ist überall, und überall spricht es zu uns, wenn wir es nur anhören wollen. Es gibt ein Ch'an-Gedicht, dass die lebendige Fülle und Schönheit der Welt gut ausdrückt, "Der Bach ertönt wie der Triller einer langen, grossen Zunge. Die Berge liegen in Formen wie Lebewesen." Wenn wir achtsam hinschauen, können wir dann nicht sehen und können wir dies nicht alle sehen, dass es nirgends etwas gibt, was nicht vom Herzen unseres eigenen Wesens ausgehen würde? Alles ist eines, alles sind wir. Wie beklagenswert ist es, dass so viele Menschen ihr Leben damit verbringen, Spaltung, Selbstsucht und Aufruhr zu ermutigen! Statt sich der Pracht und der Einheit dieser wunderbaren Welt zu erfreuen, ziehen sie es vor, allein ihnen dienliche Stücke daraus auszuschneiden zum Schaden all der vielen Wesen, die ihre Gegenwart hier ertragen müssen. Dies ist genau jene Art des "Lebens", die der Buddha uns nicht gelehrt hat!
Der Buddha lehrte, dass Dharma-Bereich und Geist eines sind, dass der Geist die Grundlage der Welt der Erscheinungen ist. Das transzendente, unermessliche Wesen des Buddha Shakyamuni wird auf diese Weise gepriesen: "Sein Körper ist der wahre Dharma, und reine Weisheit ist sein Leben." Der Buddha Amitabha ist der Buddha des "unendlichen Lebens" und "unendlichen Lichtes", denn sein Leben übersteigt vollkommen alle Begrenzungen von Zeit und Raum. Die Grundlagen und die Quellen allen Lebens sind tiefer als die Bedingungen, die jede ihrer besonderen Manifestationen erzeugen. Eine Eintagsfliege lebt nur einen Tag lang, aber nach ihrem Tod wird sie in anderer Form wiedergeboren. Ein Mensch kommt auf diese Erde und verlässt sie wieder, aber Geist und Karma, aus denen sein Korper hervorgeht, werden ihn veranlassen, erneut wiedergeboren zu werden. Ein auf die Erde geworfener Same kann hundert Jahre lang dort liegen; aber wenn die Bedingungen geeignet sind, wird er keimen und zu einer Pflanze heranwachsen. In der letzten Zeit gab es weltweit Unruhe wegen des Klonens von Menschen. Dies erscheint alles so neu, dass die Menschen dadurch beunruhigt sind; aber in Wirklichkeit ist es nicht neu. Leben wird von Bedingungen hervorgebracht. Wenn die Bedingungen geeignet sind, entsteht Leben. Klonen ist nichts anderes als ein Beispiel neuer Bedingungen, die fähig sind, Leben hervorzubringen. Niemand hat durch Klonen Leben hervorgebracht; die Wissenschaftler haben nur neue Bedingungen gefunden, unter denen sich Leben entfalten kann.
Das Herz-Sutra sagt, "Form ist Leere, und Leere ist Form." Die fliessende Bewegung unseres Lebens durch die materielle Welt ist ein Beispiel für "Form ist Leere", während die Verwobenheit unseres Lebens mit der weiten Welt um uns herum ein Beispiel für "Leere ist Form" ist. Wenn der Buddhismus deshalb von "dieser Welt" spricht, meint er nichts weniger als die grenzenlose, unendliche Welt aller Erscheinungen im Universum. Und wenn er vom "Leben" spricht, meint er das grenzenlose, unendliche Leben, das alle Dinge überall durchdringt.
Heute sind die Probleme der Welt komplexer und zahlreicher als je zuvor. Krieg, Terrorismus, religiöse Intoleranz, Umweltverschmutzung und ein allgemeiner Niedergang der Moral überall auf dem Erdball haben Bedingungen geschaffen, unter denen es für die Menschen sehr schwierig sein kann, in einem Gefühl des Friedens und der Sicherheit zu leben. Das Thema dieser Konferenz "Natur und Leben" wurde gewählt, um diese Probleme anzusprechen. Wenn wir alle die natürlichen Gesetzmässigkeiten verstehen, die der Buddha aufgezeigt hat, und wenn wir alle zusammenarbeiten, um eine Welt zu erschaffen, die auf diesen Grundsätzen beruht, dann werden wir ein Lauteres Land auf dieser Erde bilden. Dies ist ein Land, in welchem alle Menschen sich in ihrem natürlichen Recht auf ein Leben frei von Furcht und jenen beunruhigenden Störungen, die durch ein Handeln aus Unwissenheit um die unser aller Leben bestimmenden grossen Wahrheiten entstehen, sicher fühlen können.
In den nächsten Minuten werde ich einige weitere kurze Kommentare zum Thema "Natur und Leben" geben. Ich hoffe, dass meine Worte den Zuhörern von Nutzen sein werden. Wenn nicht, dann ignorieren Sie sie einfach.
Natürliche
Gesetzmässigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben
"Wenn wir vorbereitet sind, dann gibt es kein Unglück." Dieses alte Sprichwort bringt es auf den Punkt. Wenn wir die Gesetzmässigkeit des Bedingten Entstehens verstehen, sind wir auf alles vorbereitet, was auch immer uns geschehen mag. Und wir werden uns vor nichts mehr fürchten. Ausserdem werden begreifen, wie wir diese Gesetzmässigkeit zu unseren Gunsten nutzen können; denn wir werden verstehen, dass unsere Zukunft durch unser Wirken in der Gegenwart geschaffen wird. Wenn wir das Land bestellen und gute Samen im Frühjahr aussäen, dann wird im Herbst eine gute Ernte heranreifen. Wir brauchen den Winter nicht zu fürchten, denn wir wissen, dass wir genügend zu essen haben werden. In gleicher Weise braucht sich niemand vor dem Alter zu fürchten. Denn wenn wir die Jugend und die mittleren Jahre benutzen, um hart zu arbeiten, dann werden wir im Alter mit unserem Leben zufrieden sein. Und ebenso müssen wir den Tod nicht fürchten. Denn wenn wir heilsam gelebt und unseren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben, werden unsere nächsten Wiedergeburten günstig sein. Der Tod wird am meisten von jenen Menschen gefürchtet, die in ihrem Leben nichts zum Nutzen anderer getan haben. Wenn es mit ihnen zu Ende geht und sie der gähnenden Leere einer unsicheren Zukunft entgegensehen, wird ihnen klar werden, wie sie ihr Leben auf der Erde vergeudet haben.
General MacArthur hat einmal gesagt: "Alte Soldaten sterben nie." Er meinte damit, dass ihr Geist aufgrund ihres positiven Beitrags zum Wohle ihrer Nation ewig mit der Geschichte ihrer Zeit verbunden ist. Wen T'ien-hsiang, ein Patriot aus der Sung-Dynastie, sagte: "Wer hat gelebt und ist niemals gestorben? Es ist das Beste, etwas Gutes für dein Land zu tun." Ein wichtiger Teil beider Aussagen ist die Botschaft, dass man nicht berühmt sein oder grosse Taten vollbringen muss, um ein Leben zu leben, das wertvoll und in voller Übereinstimmung mit den natürlichen Gesetzmässigkeiten ist. Reichtum und ein langes Leben verblassen neben einem Leben des Ansehens und der Verehrung, denn es gibt wenige Tugenden, die grösser sind. Es scheint, als ob die Menschen in der Vergangenheit sich dieser tiefen Wahrheit bewusster als die Menschen unserer Zeit waren. In der Vergangenheit haben viele Menschen ihr Leben freiwillig zum Nutzen anderer geopfert. Und jeder glaubte, dass dieses richtig sei. Heute sind die Menschen mehr damit befasst, sehr alt zu werden und dann friedlich zu sterben. Diese Art des Denkens ist falsch, denn nur durch ein Leben im vollkommenen Bewusstsein der natürlichen Verwobenheit aller Lebewesen können wir wirklich das tiefste Potential unseres Lebens erfüllen.
Die Buddhisten haben viele Wege, diese Verwobenheit zu beschreiben. Sie sagen: "Leben und Tod sind eines im Gleichen", "Alle Lebewesen sind eines" oder "Der Grosse Körper ist ein Körper des Mitempfindens". Der Tod ist nichts, wovor man sich fürchten müsste. Und das Leben ist etwas, was man in seiner Fülle leben sollte.
Wir alle sollten Mühsal mit Mut begegnen und auf diese Weise durch unsere Entschlossenheit Samen der Stärke für eine zukünftige Ernte säen. Wir sollten unseren Geist prüfen und die Samen von Zorn und beflecktem Denken aus ihm entfernen, damit wir das wirkliche Werk der Aussaat von Samen der Freude und des Mitempfindens beginnen können. Wir alle sollten jene Teile von uns abwerfen, die uns hindern, mit anderen zusammenzuarbeiten. Denn Jeder von uns muss lernen, anderen Lebewesen zu helfen. Niemand sollte je vergessen, dass das Wohlergehen anderer genau so wichtig ist wie unser eigenes Wohlergehen. Wenn wir die Weisheit der Gesellschaft durch unser eigenes heilsames Verhalten mehren, dann werden wir andere zu einem Leben der Freude und Güte inspirieren. Wenn wir unsere Familien mit Mitempfinden und Achtung behandeln, lehren wir sie, die Unterweisungen des Buddhismus aus dem Haus in dieser Welt zu tragen, wo dann alle Wesen aus ihnen Nutzen ziehen können. Ehrfurcht vor dem Leben ist ebenso grundlegend für die natürlichen Gesetzmässigkeiten, wie sie es für die vom Buddha gelehrten Wahrheiten ist.
Ein
natürliches Leben in einer lebendigen Natur
Der Dharmapada sagt: "Jedes Wesen fürchtet den Tod. Jedes Wesen fürchtet des Stockes Schmerz. Versetze dich an seiner Statt. Darum töte nicht und schlage nicht. Lebe friedvoll mit allen Wesen und vergrössere nicht die Gewalt in dieser Weit. Verletze niemanden hier, dann wirst du das nächste Leben in Frieden verbringen." Im Diamant-Sutra sagt der Buddha: "Ich will alle Lebewesen erretten, indem ich sie zum Nirvana ohne Rest führen werde." Beachten Sie, dass der Buddha niemanden davon ausgeschlossen hat. Wenn wir andere Wesen dadurch verletzen, dass wir ihnen ihr Leben rauben, verletzen wir sowohl die höchsten Gesetze der Natur als auch die grundiegendsten Vorschriften des Buddhismus. Statt Lebewesen zu töten, sollten wir ihnen helfen. Wenn wir uns allen Wesen im Universum mitempfindend zuwenden, praktizieren wir nicht nur die Lehren des Buddha, sondern erfüllen gleichermassen die höchsten Forderungen der tiefgründigsten Gesetze der Natur.
Einige Menschen, die gelernt haben, andere zu respektieren, haben dennoch den Irrglauben, dass sie wenigstens ihren eigenen Tod kontrollieren können. Während es besser ist, über sich selbst im Irrtum zu sein, als über die Folgen des Verletzens anderer Wesen, ist es dennoch falsch zu glauben, dass man wirklich Kontrolle über das eigene Leben besitze. Das Leben wird durch eine komplexe Mischung von Ursachen und Bedingungen hervorgerufen und von den komplexen Bedingungen der Gesellschaften, in denen wir leben, aufrechterhalten. Wenn wir diese Bedingungen richtig analysieren, werden wir erkennen, dass sie in ihrem Kern kein "Selbst" besitzen, Die Vorstellung, ein Selbst zu besitzen, ist eine Illusion. Wie könnte es auch anders sein, wenn alles miteinander verwoben ist? In gewissem Sinne gehört man sich nicht selbst, und deshalb hat man auch nicht das Recht, auch nur das eigene Leben zu nehmen. Leben ist etwas, was von den Prozessen der Natur und den grundlegenden Gesetzen des Universums hervorgerufen wird. Und deshalb ist jedes V\/irken, das Leben verletzt, eine Verletzung der Natur.
In einem sehr realen Sinne ist alles lebendig, und alles ist gleichermassen wichtig. Ein Grashalm, ein kleiner Stein, auch diese wurden von dem umfassenden und komplexen Zusammenwirken aller Phänomene im Universum hervorgerufen. Wir verletzen das Ganze, wenn wir auch nur den kleinsten Teil dieses komplexen Gewebes der miteinander verbundenen Ursachen und Bedingungen verletzen. Wieviel schlimmer ist es dann, wenn wir ganze VVälder zerstören, den Jangtse-Fluss aufstauen oder die Herzen der Berge in der eitlen Suche nach mehr "Reichtum" herausreissen! In diesem Zusammenhang wollen wir an das Beispiel denken, das uns der Bodhisattva Shyamaka gegeben hat, der sich so sehr fürchtete, die Erde zu verletzen, dass er immer nur mit äusserst sanften Schritten wanderte. Meister Pien Tan-san war so sehr auf das Wohlergehen der Pflanzen in seinem Umfeld bedacht, dass er nur die auf den Boden gefallenen Kastanien ass. Das Vorbild dieser beiden Weisen ist bewundernswert. Auch schon an ihr Mitgefühl nur zu denken, kann uns helfen, unsere Kraft zu erneuern. Unsere Verwobenheit mit einer lebendigen natürlichen Weit ist etwas, dass wir niemals vergessen sollten. Die Welt ist lebendig. Denken wir daran, dass es von Amitabhas Lauterem Land heisst: "Wasser und Vögel legen den Dharma dar". Als Tao-Sheng "den Dharma darlegte, nickten alle Steine zustimmend." Alles dies wiederholt die vom Buddha gelehrte grundlegende Wahrheit: "Fühlende wie nicht-fühlende Wesen sind von höchster Weisheit erfüllt."
Wir müssen lernen, alles Leben zu achten, denn alles Leben ist miteinander verwoben, und jedes seiner Teile Ist von allen anderen seiner Teile abhängig. Alles Leben sollte als unendlich wertvoll angesehen werden, denn jeder einzelne Augenblick des Lebens ist vollkommen einzigartig. Jeder einzelne Augenblick ist aus Myriaden von Ursachen und Bedingungen gebildet und wird niemals auf gleiche Weise wieder erscheinen. Dies ist der Grund, warum der Buddha uns lehrte, den Bedingungen um uns bereitwillig zu folgen, da wir jene tiefe Mitte suchen, die die Quelle unseres Lebens ist. Wenn wir lernen, so zu sein, dann werden wir allen Situationen gelassen begegnen können, weil wir unsere begrenzte Selbstheit mit der grösseren Wirklichkeit der Einheit allen Lebens erfolgreich zusammenführen.
Mit
der Natur fliessen, das Ewige finden
Wenn wir es unterlassen, mit dem harmonischen Strom der natürlichen Welt in uns und um uns zu fliessen, fügen wir uns selbst Leid zu. Wenn wir beispielsweise unsere Tage lustlos im Bett liegend verbringen, werden wir unsere Lebenskraft schwächen. Wenn wir den ganzen Tag stehen, verletzen wir unsere Beine. Wenn wir ohne Unterbrechung rastlos arbeiten, werden wir ernstlich ermüden. Alles was wir im Übermass tun, verletzt die grundlegende Harmonie der Natur. Wenn wir davon nicht ablassen, werden wir am Ende ernsthaft krank. Ebenso wird es uns Probleme mit der natürlichen Welt verursachen, wenn wir unseren Wünschen übermässig nachgeben oder nachlässig in unserer Wachsamkeit werden. In den letzten Jahrhunderten hat die Menschheit gelernt, eine riesige Vielfalt von materiellen Gütern herzustellen. Und doch haben wir immer noch nicht gelernt, unsere Bedürfnisse und Wünsche mit den Erfordernissen der Natur in Einklang zu bringen. Wieviel von der Erde haben wir verunreinigt, und wieviele Ökosysteme haben wir zerstört? Die Tatsache, dass wir das ganze Ausmass der Zerstörung nicht einmal genau messen können, zeigt, in welchem Masse wir die Harmonie und Balance der Natur beschädigt haben. Und diese Beschädigung wird uns heimsuchen, denn die noch tiefere Balance der Gesetzmässigkeit des Karma verändert sich nie.
Natur und Karma, sind ähnlich, wenn auch nicht dasselbe. Wenn wir etwas Gutes für die Welt tun, empfangen wir einen entsprechenden Lohn dafür. Wenn wir der Welt etwas Übles antun, folgt darauf eine schmerzhafte Vergeltung. Ursache und Wirkung bilden die Speichen eines Rades, das sich ohne Anfang und Ende unablässig dreht. Unser Leben ist die zeitweilige Manifestation eines Prozesses von Ursachen und Wirkungen, der sich seit Äonen fortsetzt. Jeder von uns hat unzählige Male gelebt und ist ebenso häufig gestorben. Der Tod ist der Beginn eines neuen Lebens, während jedes Leben der Anfang eines künftigen neuen Todes ist. Wenn wir dies wirklich verstehen, werden wir erkennen, dass der Tod niemals und für nichts ein absolutes Ende ist, und dass Leben auch niemals eine absolute Bedingung ist, die ohne Veränderung andauert. Das zeitweilige Erscheinen und Schwinden eines Körpers in dieser Welt ist nichts als eine Manifestation, die aus vielen tieferen Ursachen entstanden ist. Der Geistesstrom des Karma, in welchem der Körper wie ein Blatt dahintreibt, ist unendlich tiefer als die körperliche Form, die ihn bewahrt. Leben gleicht einem Feuer, das ein Holzscheit nach dem anderen verzehrt. Wenn wir sterben, gleicht dieses dem Wechsel unser Bekleidung. Wir mögen dann zwar anders aussehen, aber in unserer Tiefe sind wir derselbe. Grosse buddhistische Meister der Vergangenheit haben vollkommen verstanden, dass Leben und Tod nur verschiedene Aspekte derselben Sache sind. Bodhidharma trat dem Tod mit vollkommener Sorglosigkeit entgegen; ebenfalls P'ang-Yun und Ch'an-Meister FeiHsi. Der Lebende Buddha von Chin-Shan (1852 - 1935) ging ohne Widerstand oder Klagen hinüber, während er ein Bad nahm.
Das Leben ist Ergebnis von Ursachen und Bedingungen, während der Tod Ergebnis ihrer Auflösung ist. Wenn wir von der höchsten Ebene der Wahrheit auf Leben und Tod schauen, sehen wir, dass sie eigentlich nicht-existent sind. Nichts wird geboren, und nichts vergeht! Die Wahrheit ist noch viel tiefgründiger! Deshalb streben grosse buddhistische Meister nicht so sehr danach, den Kreislauf von Geburt und Tod zu überwinden, sondern vielmehr danach, tief in ihre eigene ursprüngliche Natur zu schauen, denn diese ist bereits jenseits von Leben und Tod. Wenn ein Lebewesen auch nur einen flüchtigen Blick in seine innerste Natur werfen kann, befreit er sich damit von unendlichem Leiden, denn seine innerste Natur ist nichts weniger als der Geist des Buddha. Wenn Weise den Buddha-Geist erblicken, verwandeln sie sich für immer. Sie geben freiwillig ihr Leben anderen hin, denn sie verstehen vollkommen, dass alle Lebewesen eines sind. Der Ch'an-Meister Wei-Shan (771 - 853) gelobte, als Maultier wiedergeboren zu werden, um anderen bei ihren Lasten helfen zu können. Ch'an-Meister Chao-Chou (778 - 897) gelobte, in den Höllenwelten wiedergeboren zu werden, damit er den dort gefangenen Lebewesen helfen könne. Wenn man die zugrundeliegende Harmonie alles Leben wirklich versteht, lebt man nicht mehr für sich selbst, sondern zum Wohle aller Lebewesen. Die grossen Meister verlieren sich nicht mehr in den Angelegenheiten der individuellen Leben, denn sie sehen die individuellen Leben nur noch als dahinfliegende Wolken in der Weite des Himmels.
Das I-Ching sagt: "Der Himmel bewegt sich mit gleichmässiger Regelmässigkeit; der Weise verbessert sich ohne Unterlass." Diese alte Weisheit sagt uns, dass wir, uns nicht nur der natürlichen Welt anpassen, sondern dass wir ihr auch nacheifern müssen. So wie Sonne und Regen das Leben in dieser Welt nähren und hervorbringen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit den Bedürfnissen der anderen Wesen zuwenden. Wenn wir aus Mitempfinden wirken und uns um das Wohlsein der anderen Lebewesen sorgen, dringen wir in die tiefsten Ebenen der Natur ein, denn damit verbinden wir uns mit den Strömen der tiefsten Ressourcen der natürlichen Welt.
Ein
natürliches Leben in Übereinstimmung mit der Lehre des Buddha
Das Tao des Lebens ist es, einfach in Übereinstimmung mit den Wegen der Natur zu leben. Der Buddha sagte, dass es fünf Arten von "unnatürlichen" Menschen gibt: jene, die nicht lächeln, wenn sie lächeln sollten; jene, die keine Freude empfinden, wenn sie Freude empfinden sollten; jene, die kein Mitempfinden fühlen, wenn sie Mitempfinden fühlen sollten; jene, die von Dingen nicht abgestossen werden, die sie abstossen sollten, jene, die gute Nachrichten hören, aber dennoch sich nicht freuen. Solche Menschen leben im Widerspruch zu den tiefen Wahrheiten ihrer natürlichen Gefühle. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir es vermeiden können, derart "unnatürlich" zu sein, wenn wir die positiven Aspekte des Lebens hervorheben. Ein Leben in Übereinstimmung mit dem Tao bedeutet, die positiven Ströme, die durch die Natur fliessen, zu finden und anzunehmen. Wir können diese Ströme entdecken und durch die Praxis des Buddhismus in sie eintauchen. Der Buddha lehrte Sittlichkeit, Vertiefung und Weisheit, um uns zu helfen, ein Leben zu führen, das in Einklang mit den Gesetzmässigkeiten des Lebens steht. Seine Erklärung der natürlichen Gesetzmässigkeit des Bedingten Entstehens will uns helfen, die Welt der Erscheinungen, in der wir leben, zu verstehen. Der Buddha lehrte uns Mitempfinden und Gebefreudigkeit, damit wir verstehen, wie wir der Welt positive Beiträge liefern können. Durch sein Beispiel zeigte er uns, dass ein Leben zum Wohle der anderen Wesen die höchste Form des Lebens ist. Solch ein Leben befindet sich in vollkommener Übereinstimmung mit dem Tao der Natur, denn es erhöht das Bewusstsein aller Lebewesen, die ihm begegnen.
Die grundlegenden Regeln des Lebens sind heute keine anderen als in der Vergangenheit. VVenn wir glücklich leben und unser Bestes tun wollen, während wir in dieser Welt leben, dann müssen wir den Einklang mit dem Strom der Natur in uns und um uns suchen. Wir müssen die Rechte und Gefühle unserer Ehepartner, Kinder, Nachbarn und Mitarbeiter achten. Wenn wir ein neues Unternehmen beginnen wollen, müssen wir auf den Markt achten und all die vielen Faktoren erwägen, die unsere Bemühungen erfolgreich machen können. Wenn wir die Verhältnisse unserer Gesellschaften verbessern wollen, dann müssen wir sehr auf die Bedürfnisse der Menschen achten und ihnen ein Beispiel geben, das ihnen natürliche und von Herzen kommende Achtung abnötigt. Noch wichtiger ist für uns, die wir uns Buddhisten nennen, die Notwendigkeit, in Übereinstimmung mit den Gesetzmässigkeiten der Natur und des menschlichen Herzens zu leben. Vor allem anderen müssen wir danach streben, ein Beispiel zu geben, das unsere Mitwesen inspiriert und tröstet. Unsre Worte müssen wahrhaftig und unsere Motive lauter sein, denn nur so können wir anderen von dauerhaftem Nutzen sein. Im Streben nach einem solchen Leben werden wir erkennen, dass wir vollkommen mit dem Weg der Natur in Einklang leben; denn das Tao der Natur befindet sich ebenso in unserem Herzen wie in der Welt, die uns umgibt.
Niemand weiss, wieviele grosse Meister im Laufe der Jahrhunderte Erleuchtung erlangt haben. Aber wir wissen, dass sie alle erkannt haben, dass der erleuchtete Geist und der natürliche Geist gleich sind. Meister Liang-Chieh (807 - 869) wurde erleuchtet, als er sein Spiegelbild in einem Fluss betrachtete. Meister Hsiang-Yen (? - 898) erwachte zu seiner Buddha-Natur, während er den Boden bestellte. Meister Hsu-Yun (1840 - 1959) wurde erleuchtet, als ihm eine Tasse Tee aus der Hand fiel. Es gibt ein Ch'an-Gedicht, das die Beziehung zwischen erleuchtetem Geist und natürlichem Geist sehr schön beschreibt.
Die natürliche Welt ist unser grosser Leib. Wir sind sie, und sie ist wir. Es gibt ein anderes Gedicht. das dieses ausdrückt:
Mit dem Tao der Natur zu leben, heisst, unter allen vorgefundenen Umständen wahrheitsgemäss zu leben, und unsere Kräfte nicht durch die Jagd nach falschen Erscheinungen unserer Verblendung zu vergeuden. Die Welt um uns herum ist nichts anderes als eine Projektion unseres eigenen Geistes. Der grosse Kosmos, der uns umfasst, ist gleichermassen in der Mitte unseres eigenen Herzens. Natur ist Wahrheit, Natur ist der Buddha-Dharma, Natur ist das inhärente Gute in uns allen, Natur ist die Fülle und der Scheitelpunkt des Wesens aller Dinge.
Die
BLIA
existiert seit ihrer Gründung jetzt 8 Jahre. Obwohl wir eine starke
Organisation sind, müssen wir immer daran denken, dass wir noch einem
kleinen Baum gleichen. Es wird lange dauern, bis wir die Grenzen unserer
Möglichkeiten erreicht haben. In der Vergangenheit hatten unsere
Jahreskonferenzen unterschiedliche Themen. Und dennoch ist jedes dieser
früheren Themen in vollkommener Übereinstimmung mit jenem, über das
ich heute gesprochen habe. Wir waren als Gemeinschaft bis heute
erfolgreich, weil wir alles in Übereinstimmung mit den tiefgründigen
Gesetzen der Natur getan haben. Einige unserer früheren Themen waren:
"Freude und Harmonie", "Respekt und Toleranz",
"Gleichheit und Friede" und "Ganzsein und Freisein".
Die BLIA ist gewachsen, weil wir uns nach den Gesetzmässigkeiten der
Natur gerichtet haben, wie sie von Buddha Shakyamuni dargelegt worden
sind. In der Zukunft müssen wir auf diesem Pfad weitergehen, denn er
ist der Weg der Weisen. Wenn wir weiterhin dem Beispiel des Buddha
Shakyamuni und dem der grossen Meister der Vergangenheit folgen, werden
wir aller Mühsal mit Mut, Mitempfinden und Entschlossenheit begegnen
und sie damit überwinden. Wenn wir unser Leben wie auch das der BLIA in
vollen Einklang mit den Naturgesetzen bringen, gibt es nichts, was uns
daran hindern könnte, die Lehren des Buddha an allen Enden der Welt zu
verkünden.
(Aus dem Englischen von RQtlssnd Berthold)
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Last Update 14. 八月 2010