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Wegen Geldwäscherei muss sich eine 46-jährige Frau am Donnerstag vor dem Kantonsgericht Nidwalden verantworten. Sie hatte über 13'000 Franken nach Russland geschickt, die mittels eines Online-Betrugs auf ihr Konto gelangt waren.
Die Beschuldigte hatte im April 2019 ein Jobangebot als Regionalvertreterin einer Immobilienfirma angenommen. Sie sollte Kundenzahlungen annehmen und Geld an Verkäufer, Vermieter sowie Inhaber weiterleiten, wie es im Strafbefehl heisst.
Einen Monat später erhielt sie 13'120 Franken vom Konto einer Zürcher Firma überwiesen. Auf deren Computer hatten Betrüger ein Jahr zuvor einen Trojaner installiert, um den Zahlungsverkehr zu manipulieren. Die Frau hob das Geld in grossen Scheinen ab und schickte es abzüglich der Versandkosten von 64 Franken an die Adresse eines Igors in Moskau.
Die Staatsanwaltschaft wirft der deutschen Reinigungsfachfrau vor, sie hätte wissen oder zumindest annehmen müssen, dass das Geld aus illegaler Quelle stamme. Sie verhängte eine bedingte Geldstrafe von 2400 Franken und eine Busse von 600 Franken. Zudem müsse sie die Verfahrenskosten von 460 Franken übernehmen. Gegen den Strafbefehl erhob sie Einsprache.