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Am 26. August 1998 lässt der Stadtrat verlauten: Teilweise Offenlegung des Binzmühlebaches.
Für die Offenlegung des Binzmühlebaches längs der Neunbrunnenstrasse im Bereich Hürststrasse bis Birchstrasse (Kreis 11) beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Kredit von 3,265 Millionen Franken. Für die Kanal- und Werkleitungsbauten in der Hürststrasse, in der Neunbrunnenstrasse und im Mötteliweg hat der Stadtrat ferner gebundene Ausgaben von 4,085 Millionen Franken genehmigt.
Messungen haben ergeben, dass in der Kanalisation Neunbrunnenstrasse viel unverschmutztes Wasser fliesst. Dieses Wasser der Kläranlage zugeführt, verringert den Reinigungsgrad derselben und verursacht erst noch hohe Kosten. Es war deshalb vorgesehen, den Binzmühlebach auf einer Länge von rund einem Kilometer so weit wie möglich offen zu legen. Der offen gelegte Bach wird zum Teil durch das Gebiet des Zentrums Zürich Nord führen und dort zusätzlich das Regenwasser der angrenzenden Liegenschaften aufnehmen. Vorteilhaft wirkt sich ebenfalls aus, dass damit die Glatt wieder zu mehr Wasser kommt und die bestehende Kanalisation in der Neunbrunnenstrasse nicht vergrössert werden muss. Koordiniert mit diesen Arbeiten werden auch Wasserleitungen erneuert und ergänzt.
Es war vorgesehen, mit den rund ein Jahr dauernden Arbeiten anfangs 1999 zu beginnen. Tatsächlich sind diese Arbeiten aber erst 2006 gänzlich abgeschlossen worden. Verzögerungen ergaben sich im Bereich Felsenrain.
Die OGS möchte hier noch eine Frage anfügen, die ihr schlaflose Nächte bereitete. Wer sich das Fliessverhalten des Binzmühlebachs ganz genau ansieht und halbswegs gut schätzen kann, wird sicher ebenfalls feststellen: Das Bächlein führt schätzungsweise 3-5 Liter Wasser pro Minute. In der Verlautbarung des Stadtrates stand seinerzeit, man habe mit Messungen festgestellt, dass in der Kanalisation viel unverschmutztes Wasser fliesse, welches den Betrieb der Kläranlage störe und hohe Kosten verursache. Waren damit diese 5 Liter Wasser pro Minute des Binzmühlebachs gemeint? Oder werden in nächster Zeit auch noch die früheren Zuflüsse des Binzmühlebachs wieder ans Tageslicht gebracht?
Quellen: - OGS-eigene - Vorstadt August 1998 - Hinweis von Franklin Fehr