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Branchenstruktur
Die Branchenstruktur zeigt, welches die wichtigsten Branchen eines Wirtschaftsraums sind. Die Bedeutung der einzelnen Branchen wird anhand ihrer Anteile an der Gesamtbeschäftigung veranschaulicht. Eine ausgeglichene Verteilung der Branchen macht eine Volkswirtschaft widerstandsfähiger gegenüber allfälligen Schocks und Krisen. Einzelne sehr starke Branchen können ein Klumpenrisiko darstellen.
Beobachtete Entwicklung

Zwischen 2016 und 2017 hat sich die Branchenstruktur der Luzerner Wirtschaft akzentuiert. Beschäftigungsmässig an Bedeutung gewonnen haben grosse Branchen wie das Gesundheits- und Sozialwesen, das Baugewerbe sowie der Handel (inkl. gesamte Motorfahrzeugbranche). Kleinere Branchen hingegen haben im selben Zeitraum an Bedeutung verloren und erzielten ein weniger starkes Beschäftigungswachstum resp. haben teilweise sogar Stellen abgebaut.
Gemessen an der Bedeutung für die Beschäftigung hat das Gesundheits- und Sozialwesen seit Beginn der Erhebung an Bedeutung gewonnen, während die beiden anderen grossen Branchen, Warenherstellung und der Handel, an Bedeutung verloren haben.
71,8 Prozent aller Beschäftigten im Kanton Luzern sind im Jahr 2017 im Dienstleistungssektor tätig. In der Zentralschweiz liegt dieser Wert gleichauf, in der gesamten Schweiz sogar bei 76 Prozent. Mit 5,4 Prozent und 22,8 Prozent sind der Landwirtschafts- resp. der Industriesektor in Luzern beschäftigungsmässig deutlich bedeutender als in der Gesamtschweiz mit 3,1 Prozent resp. 20,8 Prozent (Zentralschweiz: 4,8% Landwirtschaftssektor; 23,4% Industriesektor).
Definition
Die Kennzahl zeigt den Anteil der Beschäftigten in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten an der Gesamtbeschäftigung.
Neutrale Pfeilrichtung bei einer jährlichen Veränderung der Abweichung der Branchenanteile von einer Gleichverteilung zwischen –0,1 und +0,1 Prozentpunkten.
Daten
Kanton Luzern:
Schweiz: