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Beim Buch «Mammotrectus» handelt es sich um eine Schrift in lateinischer Sprache, die «schlecht gebildeten Geistlichen» eine Hilfe bei der Bibellektüre sein soll: «Eigentlich erklärt es schwierige Ausdrücke aus der Bibel», sagt Peter Kamber, der die Ausstellung in Beromünster mitgestaltet hat. Zwar dürfte es durchaus noch ältere Bücher geben, so Kamber: «Aber die sind nicht datiert.»
Das Buch wurde als Handschrift bereits 300 Jahre vorher verfasst und dann im Herbst 1470 in Beromünster gedruckt, und zwar vom damaligen Chorherr Helias Helye. Es ist damit das älteste gedruckte Buch in der Schweiz, das mit einem Datum versehen ist. Heute sind noch 27 Exemplare davon in der Schweiz erhalten.
An der Ausstellung in Beromünster sind drei Kulturinstitutionen beteiligt. In der Stiftsbibliothek ist der Mammotrectus selbst, also das erste gedruckte Buch zu sehen. Im Schlossmuseum wurde die historische Druckerstube von Helias Helye nachgebildet, und die Besucherinnen und Besucher erfahren, was damals gedruckt wurde und für wen. Im Dolder-Haus schliesslich sind in Zusammenarbeit mit dem Papiermuseum Basel Papyrus und andere Materialien zu sehen, welche die Entwicklung vom Schreiben zum Drucken dokumentieren.