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Vom Wasserstoff zum Hämoglobin
23. November 2019 / 20:30 - 22:00
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Der Wasserstoff entstand unmittelbar nach dem Urknall. Sein Anteil betrug damals ca. 76% der Masse des Universums, der Rest war Helium. An diesem Verhältnis hat sich bis heute fast nichts geändert. Aber nach einer Kühlphase der heissen „Ursuppe“, nach etwa 1 Million Jahren, haben sich Sterne gebildet und dadurch die Nukleosynthese, also das Erbrüten von schwereren Elementen, ermöglicht. Der Kohlenstoff in unseren Knochen, das Kalzium in unseren Zähnen und das Eisen im Hämoglobin sind im Inneren von kollabierenden Sternen entstanden, die dann in gewaltigen Explosionen, den sogenannten Supernovae, untergingen. Aus der Asche dieser Explosionen bildeten sich später neue Sterne sowie Planeten, auf denen vielleicht Leben entstand wie auf unserer Erde. Deshalb sagt man, wir alle bestehen aus Sternenstaub. Wir wollen die spannenden Spuren dieser Entwicklung, soweit es heutiges Wissen zulässt, näher ansehen. Der Vortrag erklärt wie dies alles geschah und warum man das heute alles so gut weiss. Referent: Dr. Claudio Palmy, Physiker