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Ou Ma von der University of Cincinnati und sein Team haben einen autonomen Roboter gebaut, der nicht nur Türklinken mühelos bedienen kann, sondern auch ohne menschliches Zutun die nächste Steckdose zum Aufladen findet. Dieser vermeintlich einfache Fortschritt bedeutet einen grossen Sprung nach vorn für Assistenzroboter, die Bürogebäude, Flughäfen und Krankenhäuser saugen und desinfizieren oder in Hospitälern Medikamente und Essen verteilen sollen.
Mas Doktorand Yufeng Sun hat eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen basierende Steuer-Software entwickelt, die es Robotern ermöglicht, Türen und die dazugehörenden Türklinken zu finden und sie zu öffnen. Andere Forscher haben bereits versucht, das Problem zu lösen. Sie haben etwa einen Raum gescannt, um ein digitales 3D-Modell zu erstellen, damit der Roboter eine Tür findet. Das ist jedoch eine zeitaufwendige, individuelle Lösung, die nur für den Raum funktioniert, der gescannt worden ist.
Sun zufolge ist die Entwicklung des Roboters eine grosse Herausforderung. Türen gebe es schliesslich in verschiedenen Farben und Grössen und mit unterschiedlichen Klinken, die manchmal in unterschiedlichen Höhen angebracht sind. Roboter müssten zudem wissen, wie viel Kraft sie aufwenden müssen, um Türen zu öffnen, um sie nicht aus den Angeln zu reissen. Sie müssen auch berücksichtigen, dass manche Türen selbstschliessend sind, wenn sie den Griff loslassen. Dann muss ein Roboter von vorn beginnen.
Im Wesentlichen muss der Roboter sich die Technik, Türen zu öffnen, durch Versuch und Irrtum selbst beibringen. "Er braucht ausreichend viele Daten oder Erfahrungen, um erfolgreich zu sein", verdeutlicht Sun abschließend. Dies gelte ebenso für das Auffinden von Steckdosen.