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Gambische Christen wollen säkularen Staat
Banjul (evangelicalfocus/idea/dg) – Der Rat der Christen im westafrikanischen Staat Gambia (Gambia Christian Council GCC) mischt bei der Diskussion um eine neue Verfassung des Landes mit. Der GCC fordert mit einer Petition an den Präsidenten Adama Barrow und öffentlichen Stellungnahmen, dass die neue Verfassung ausdrücklich als „säkular“ definiert werden soll. „Wir sind besorgt, dass das Wort Sharia nun über 38 mal im Verfassungsentwurf steht und dass dies Ängste weckt, Gambia könnte einmal mehr zu einem islamischen Staat neigen“, schreibt der GCC in der Petition. Für den GCC ist es nicht gerechtfertigt, dass die islamischen Kadi-Gerichte in Sharia-Gerichte umbenannt würden und dass gleichzeitig die Kompetenzen bei verschiedenen Lebensbereichen erweitert würden. Auch lehnen die Christen die Schaffung eines Höchsten Sharia-Gerichtes ab, das dem Höchsten Gericht Gambias gleichgestellt wäre. Die Besetzung des Gerichtes würde Christen und Frauen diskriminieren. „Wir können nicht akzeptieren, dass die Sharia auf jegwelche Nicht-Muslime angewendet wird, seien sie nun mit einem Moslem verheiratet oder nicht“, stellt der GCC klar.
Seit 2018 arbeitet eine vom Parlament beschlossene und vom Präsident eingesetzte Kommission an einer Verfassungsrevision. Noch im März 2020 will sie ihren Entwurf dem Präsidenten unterbreiten. Präsident Adama Barrow hatte nach seinem Amtantritt 2017 die Bezeichnung "Islamische Republik" aus dem offiziellen Staatsnamen entfernt. Er selber ist Moslem.