Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/216148

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die rechtlichen Voraussetzungen so anzupassen, dass die Absatzförderung von tierischen Produkten beschränkt ist auf Produkte von Tieren, die regelmässigen Auslauf im Sinne des RAUS-Programmes gehabt haben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz verfügt über eine im internationalen Vergleich sehr strenge Tierschutzgesetzgebung. Diese wird stetig weiterentwickelt. Darauf aufbauend werden zwei Tierwohlprogramme mit Direktzahlungsgeldern unterstützt, nämlich das Programm für regelmässigen Auslauf im Freien (RAUS) und jenes für die besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS). Die Motion fordert, dass die Absatzförderung des Bundes auf Fleisch beschränkt wird, welches im Programm für regelmässigen Auslauf im Freien (RAUS) erzeugt wird. </p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass mit den bestehenden Instrumenten im Bereich der Tierwohlprogramme gute Voraussetzungen dafür bestehen, dass sich die so erzeugten Produkte auch am Markt in Wert setzen lassen. Es ist aber auch in der Verantwortung der Akteure der gesamten Wertschöpfungskette Fleisch und der Konsumentinnen und Konsumenten, die Absatzmöglichkeiten für besonders tiergerecht erzeugtes Schweizer Fleisch zu verbessern. </p><p>Der Bund unterstützt die Werbung für Schweizer Fleisch, um die Vorteile von im Inland nach hohen Tierwohlstandards erzeugtem Fleisch zu vermitteln und um Schweizer Fleisch gegenüber Importfleisch zu positionieren. Die Kommunikation der gemeinsamen Vorteile von Schweizer Fleisch gegenüber importiertem Fleisch, wie etwa die hohen Tierschutzanforderungen, kurze Transportwege oder die Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Produktion und Veredelung im Inland stehen dabei im Zentrum. "Schweizer Fleisch" garantiert diese Mehrwerte gegenüber importierten Produkten.</p><p>Wenn nur noch jener Teil der inländischen Produkte beworben werden könnte, welcher in einem der beiden Tierwohlprogramme erzeugt wird, würde die gemeinsame Werbung für die Marke "Schweizer Fleisch" und deren Vorteile verunmöglicht. Hinzu kommt, dass "RAUS" heute nicht als Label am Markt auftritt. Vielmehr besteht im Marktsegment der Tierwohllabels, welche zum Teil RAUS als Voraussetzung vorschreiben, ein lebhafter Wettbewerb. In diesen würde der Bundesrat bei einer Konzentration der Absatzförderungsmittel auf RAUS eingreifen. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.