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Es ist nicht so einfach, die Anfänge der Stenzer Gugge zu recherchieren, da ein Gründungsprotokoll fehlt. Die Gründung der Guggenmusik Sägibärg-Bebbi erfolgte 1963 (vermutlich zu Beginn des Jahres) im Rest. Ramsteinerhof in der Nähe des früher genannten Sägibärg*. Deshalb der nahe liegende Vereinsname Sägibärg-Bebbi. Überliefert ist, dass Gründungsmitglied Max Buchser vor der Fasnacht 1964 nicht volljährig war und seine Mutter die Anmeldung beim Fasnachts-Comité vornehmen musste. Anzunehmen ist, dass die erste Fasnacht 1964 der Sägibärg-Bebbi mit ca. elf Mitgliedern stattfand.
Bereits im April 1964 hat man einen ersten Probeort gefunden. Es soll eine Waschküche gewesen sein. Dem ersten Protokoll können wir folgendes entnehmen: Für die Fasnacht 1965 wurde als Ersatz für drei Melodiebläser aus dem Appenzell drei Spieler der Knabenmusik zugezogen. Auch am Ende des nächsten Jahres müssen noch Mitgliederprobleme bestanden haben. Zitat: bis jetzt ist keine Auflösung der Sägibärg-Bebbi zustande gekommen. An der ersten offiziellen GV wurde einstimmig beschlossen, dass der Verein ausschliesslich aus Männern bestehen sollte.
Unter anderen war die Stenzer Guggenmusik (damals noch unter Sägibärg-Bebbi) Gründungsmitglied der Dachorganisation FG - Freie Guggenmusiken Basel - bei der sie heute noch mit Freude und Engagement sowohl am FG-Guggenmusikkonzert am Marktplatz, als auch an gemeinsamen Veranstaltungen teilnimmt. Zwischenzeitlich hatten die Sägibärg Bebbi ihr Probelokal im Keller des Hauses neben dem bergseitigen, kleinbasler Brückenkopf der Johanniterbrücke (Zugang: Unterer Rheinweg).
Bezug des ersten eigenen Guggen-Kellers an der Margarethenstrasse 21 in Basel. Im Jahre 1978 kam es zur Namensänderung von Sägibärg-Bebbi in Stenzer Gugge. Einer der Gründe für den Namenswechsel war die Umbenennung des "Sägibärg" in Zürcherstrasse und des gleichzeitig erfolgten Standortwechsel in den neu gebauten Guggenkeller an der Margarethenstrasse. Peter Freund kam durch einen Zufall auf die Idee des neuen Vereinsnamen Stenzer und gestaltete ebenfalls das noch bis heute existierende Vereinslogo. Um dem Namen gerecht zu werden, haben sich die Stenzer stets bemüht, sich am Cortège mit aufwendigen Requisiten und originellen Kostümen zu präsentieren. Mitte der 80er Jahre haben die Stenzer aufgrund von Mitgliederschwund den Cortège zusammen mit den Altstadtschränzer bestritten. Nach einem Jahr nur, sind dann aber neue Mitglieder dazugestossen und Ende der 80er Jahre zählte der Verein noch Aktivmitglieder, welche seit Gründungszeit der Stenzer Gugge dabei waren.
s letscht Mool Fasnacht unter em Namme Sägibärg Bebbi.
Härzligge Dangg em Marcel Michel für d Foteli us em Joor 1978.
Das 25 jährige Jubiläum durfte gefeiert werden.
Im Jahre 1991 haben die Aktivmitglieder nach mehreren Gesprächen und Diskussionen beschlossen, dass der Verein nicht mehr nur aus Männern bestehen sollte, sondern auch Frauen der Guggenmusik beitreten dürfen. Dieser Beschluss wurde damals nicht von allen Mitgliedern begrüsst weshalb dann einige ältere Mitglieder ausgetreten sind. In den Jahren zwischen 1993 und 1998 hat bei der Stenzer Gugge der Generationenwechsel stattgefunden. Die nach der Aufnahme von Frauen gebliebenen älteren Mitglieder haben es verstanden, die Vereinsführung nahtlos Jüngeren zu überlassen.
Am 12. April 1996 wurde an der Casinobar die Zunft zur Ranze-Garde gegründet, bestehend aus 9 ehemaligen Stenzer-Mitglieder. Der Verein besteht noch heute und es freut die Stenzer Gugge, eine Alte Garde an ihrer Seite zählen zu dürfen.
Im Februar 2000 hatten wir die Ehre, im Charivari (Stärnestaub) auftreten zu dürfen. Auf Ende 2000 mussten wir leider unseren Guggenkeller an der Margarethenstrasse verlassen und dem Bauprojekt der SBB (Bahnhofspasserelle) weichen. 22 Jahre lang war der Guggenkeller unser zu Hause und etliche Fester wurden gefeiert und Proben wurden abgehalten. Da uns aber sowieso unbezahlbare Renovationskosten bevorstanden, konnten wir den Guggenkeller mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Über ein Jahr lang mussten wir unsere Probeabende u.a. ins Rest. Zum Hahn im Kleinbasel verlegen. Es kam einige Male fast zu einer Vertragsunterzeichnung für einen neunen Guggenkeller, doch leider wurde uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Im November 2001 hatten wir das Glück auf unserer Seite und ein neuer Keller an der Grenzacherstrasse 34 im Kleinbasel wurde gefunden.
Der Keller wurde stetig zu einem Vereinslokal und Guggenkeller ausgebaut und umfunktioniert. Das Bijou wird deshalb vom Verein "Stenzer- Stuube" genannt.
Nach dem Bummel 2006 kam es zu einem einschneidenden Ereignis. Es herrschte eine gewisse Disharmonie unter vereinzelten Mitgliedern. Das u.a. seit längerem bestehende Verlangen nach einer Männergugge wurde immer grösser. Dass man weibliche Mitglieder vom Verein nicht einfach ausschliessen wollte war den meisten klar und schien keine Diskussion zu sein. Deshalb und aus div. anderen Gründen haben nach einer energischen Chropfleerete 8 männliche Mitglieder den Austritt gegeben. Nach diversen Gesprächen und Neuorientierungen, hat man z.T. einerseits unter den noch übrig gebliebenen Mitglieder und später zusammen mit vereinzelten ausgetretenen Mitglieder entscheiden müssen, dass zum Wohle des Vereins, das Weiterbestehen nur noch durch männliche Mitglieder gewährleistet werden kann. An der GV 2006 wurde dann offiziell abgestimmt und die Mehrheit war dafür, dass der Verein zukünftig nur noch aus männlichen Mitgliedern bestehen soll.
Im Jahre 2008 durfte der Verein seinen 45. Geburtstag feiern. Die Stenzer Guggenmusik ist nach dem "Neuanfang" im 2006 auf einem aufsteigenden Ast und hofft, neue Mitglieder für sich zu gewinnen.
Die Stenzer Gugge besteht seit 50 Jahren und darum durften die Mitglieder im 2013 ein grosses Jubiläum feiern.
Das Jubiläum wurde an der Fasnacht u.a. mit einem von der Ranzegarde und Fio (Stenzerkoch) sensationell organisierten Nacht-essen in einem beheizten Zelt auf dem Claraplatz gefeiert.
Die Stenzer Gugge wird 55 Jahre alt. Im 2017 sind Total 6 Mitglieder wieder oder neu dazugestossen. Auch konnte man einen Zuwachs im Vortrab aufweisen. So machte man mit 8 Vorträbler und 23 Musizierenden Fasnacht. Ein neues Requisit wurde gebaut, in welchem sogar ein Grill integriert ist.
Ebenso erfreut man sich über die stetig sehr gut besuchten Anlässe in der Stenzer-Stube in den vergangenen 5 Jahren.
Die Mitglieder hofften, die tolle Stimmung und das sehr kollegiale Beisammensein im Verein noch viele Jahre so beibehalten zu können. Mit neuen Ideen und viel Motivation sahen die Mitglieder den bevorstehenden Vereinsjahren sehr positiv entgegen.
* Der Sägibärg ist einer der sieben Berge (Hügel) Basels, nämlich die sanfte Neigung bzw. Steigung zwischen St.Albantor und Breite, heute Zürcherstrasse.
Überlieferungen u.a. von:
Peter Freund, Viktor Krayer, Peter Etter, Marcel Michel und Colin Lukas