Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03626.jsonl.gz/2189

Maturaarbeit
Wie wird Atmosphäre im Film erzeugt?
Was will ich aufzeigen?
Mit meinem Endprodukt – dem Film – sowie mit dieser Arbeit als dazugehörigem schriftlichem Dokument will ich aufzeigen, wie schnell unsere unterbewusste Wahrnehmung unsere Gedanken verändern bzw. beeinflussen kann. Sobald sich z. B. in einem Film bei einer nächtlichen Autofahrt durch eine Stadt keine Lichter auf der Karosserie spiegeln, fällt uns auf, dass etwas im Bild nicht stimmt. Es fällt uns nicht deshalb auf, weil wir aktiv danach gesucht haben, sondern weil unsere unterbewusste Wahrnehmung dies bemerkt. Es wird uns jedoch nicht sofort auffallen was an der Szene nicht korrekt ist.
Phase 1
In der ersten Phase meiner Maturaarbeit sammelte ich viele Informationen und erarbeitete den Theoretischen Teil meiner Maturaarbeit. Dadurch, dass ich mich mit der Theorie auseinandersetzte kam ich auf viele Ideen für die Zweite Phase der Maturaarbeit, in welcher ich mit den diversen Theorien Experimentieren wollte.
Phase 2
Ich startete mit diversen kleineren Versuchen. Z.b. den Einfluss von Licht/Perspektive oder auch Gegenständen im Bild.
Rennen
In einem weiteren Experiment versuchte ich, eine rennende Person dynamisch sowie aggressiv aufzunehmen. Um unterschiedliche Wirkungen zu erhalten, variierte ich die Perspektive, aus welcher ich filmte und nutzte unterschiedliche Stabilisationssysteme.
Brennweite
Bei dem Einsatz einer langen Brennweite und einem grossen Abstand der Kamera zum Geschehen wird der Effekt der Teleoptik deutlich: Die Tiefenwirkung des Bildes geht verloren, der Bildraum wird flach. Räumlichkeiten werden eng zusammengedrängt, so dass Abstände schwer einzuschätzen sind.
Dolly-Zoom
Dolly-Zooms sind eine In-Kamera-Illusion, die durch die Kombination eines Weitwinkel-Zoomobjektivs, eines stetigen Zooms und eines Dollys erreicht wird. Durch die Kamerafahrt und das Zoomen in entgegengesetzte Richtungen scheinen die Vordergrundelemente gleich gross zu bleiben, während sich der Hintergrund zusammenzuziehen oder zu dehnen scheint.
Der Dolly-Zoom kann ein plötzliches Gefühl des Unbehagens und der Orientierungslosigkeit auslösen. Er kann aber auch kraftvolle und unheimliche emotionale Zustände wie Spannung, Euphorie und Furcht signalisieren
Weiter versuchte ich, den Dolly-Zoom mit einem Dutch Angle zu kombinieren. Dies erschien mir jedoch zu unnatürlich und zu extrem. Ein Dolly-Zoom ist auch in meinem Endprodukt zu finden.
Arc shot
Ein Arc-Shot wird oft verwendet, um verschiedene Komponenten des Bereichs zu zeigen, in dem das Motiv steht. Durch das Umkreisen des Motivs wird dessen Standort im Detail gezeigt und somit wird eine bessere Orientierung ermöglicht. Der Arc-Shot endet in derselben Position, in der er begonnen hat. Neben dem Nutzen, die Umgebung zu zeigen, kann ein Arc-Shot dazu dienen, das Motiv stärker in den Fokus zu rücken.
Meiner Meinung nach gehört der Arc-Shot ebenfalls zu denjenigen Stilmitteln, die dosiert genutzt werden sollten und perfekt ausgeführt sein müssen, damit sie nicht störend wirken. Die Schwierigkeit bei der Aufnahme besteht darin, dass sich die komplette Crew hinter der Kamera stets mit dieser mitbewegen muss und dass die Beleuchtung des Sets von allen Seiten genügend und unsichtbar sein muss.
Auto
Um einen steuerbaren Regen zu erhalten, entschloss ich mich dazu, einen Rasensprenger auf einem hohen Stativ zu befestigen und es durch diesen regnen zu lassen. Für die nächtlichen Aufnahmen musste ich dafür sorgen, dass es hell genug für die Kamera war, da diese weitaus mehr Licht benötigt als wir Menschen. Um genügend Licht zu erhalten, nutzte ich diverse Scheinwerfer, welche z. B. Laternen oder andere Autos simulierten. Dieses Experiment sollte später als Grundlage für eine meiner Filmszenen dienen.
Feuer
Am schwersten umzusetzen waren Experimente mit Feuer. Das Problem, welches sich mir stellte, bestand darin, dass die mir zur Verfügung stehende Kamera mehr Licht benötigte, als vom Feuer oder von Kerzen ausgestrahlt wurde. Bei meinem ersten Experiment versuchte ich deshalb, mit einer kleinen LED mehr Licht in der Szene zu erhalten Diese lies ich, wie es auf der Abbildung 26 ersichtlich ist, indirekt über eine Styroporplatte die Szene aufhellen. Eine indirekte Beleuchtung war nötig, da bei der direkten Ausleuchtung auffiel, dass es ein zu hartes Licht war, welches die Personen Schatten werfen liess. Jedoch wirkte das LED-Licht einerseits durch die Farbfolien nie natürlich und überlagerte andererseits das flackernde Licht des Feuers. Um diese Hürde zu überwinden, entschloss ich mich dazu, die Szene mit einem höheren Materialaufwand zu bewältigen (siehe Kapitel 3.3.2.).
Taschenlampe
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.
Schätten
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.
Büro
Durch meine gründliche Theorierecherche war ich bereits vor diesem Versuch auf Informationen darüber gestossen, worauf bei Nachtszenen geachtet werden muss. Wie in der Theorie bereits beschrieben, wird eine nächtliche Szene nicht zwingend nur durch Dunkelheit dargestellt, sondern oft durch die Unterstützung von Practical Lighting.
Durch die eingeschalteten Lichtquellen im Bild hat der Zuschauer das Gefühl, dass diese auch benötigt werden, und dies verbinden wir unterbewusst mit der Nacht bzw. dem Abend. Eine Szene wie die dargestellte kann zusätzlich unterstützt werden, wenn zuvor ein Frame gezeigt wird, welches tatsächlich draussen in der Nacht aufgenommen wurde. Eine nächtliche Büroszene findet sich auch in meinem Film wieder.