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Vor der Veröffentlichung der Aktivitätsindikatoren für das dritte Quartal am 2. November senkt JP Morgan seine Schätzungen für die bereinigten Gewinne von Axa XL im Zeitraum 2023-24 um rund zwei bis sechs Prozent und das Kursziel von 31 auf 30 Euro.
Massnahmen zum Risikoabbau wirken positiv
In ihrem Bericht merken die Analysten von JP Morgan an: «Die Senkung der zugrunde liegenden Gewinnschätzungen für 2022 um sechs Prozent ist hauptsächlich auf den Einbezug eines Verlustes von 500 Mio. Dollar aus dem Hurrikan Ian zurückzuführen. Wir erwarten jedoch bei Axa XL und auf Gruppenebene in der Schaden- und Unfallversicherung nach wie vor einen versicherungstechnischen Gewinn, der durch den Rückversicherungsschutz und die Massnahmen zum Abbau von Risiken unterstützt wird, was unserer Ansicht nach ein weiterer Beweis dafür ist, dass es Axa XL erfolgreich zu besserer versicherungstechnischer Stabilität gebracht hat.»
Darüber hinaus ist JP Morgan der Ansicht, dass die Bedingungen für eine starke Verbesserung der Preisgestaltung in den gewerblichen Sparten angesichts der Schäden durch Naturkatastrophen, der hohen Inflation und der anhaltend positiven Entwicklung der Rückversicherungspreise weiterhin gegeben sind.
Ian wirkt sich auf alle Versicherungssparten aus
In dem Bericht wird zudem hervorgehoben, dass die Schätzung von 500 Mio. Dollar für Hurrikan Ian von einem Marktanteil von ca. zwei Prozent ausgeht, bei einem versicherten Gesamtschaden von 67 Mrd. Dollar. JP Morgan erklärte, dass im Erstversicherungsgeschäft von Axa XL ein Selbstbehalt von 350 Mio. Dollar die Verluste in diesem Geschäft begrenzen sollte, und fügte hinzu, dass die Bruttoverluste höher geschätzt werden. Darüber hinaus profitiert der Rückversicherer von einer 25-prozentigen Quotenbeteiligung an den Schäden aus den nordatlantischen Wirbelstürmen, heisst es in dem Bericht. «Unter Berücksichtigung dieser Tatsache und der Verringerung des Sachkatastrophenrisikos bei Axa XL Re um ca. 40 Prozent im Jahr 2022 schätzen wir einen weiteren Verlust von 150 Mio. Dollar aus dem Hurrikan Ian in der Rückversicherungssparte von Axa XL.»
JP Morgan prognostiziert für Axa XL eine Schaden-Kosten-Quote für 2022 von rund 97 Prozent.«Daher erwarten wir, dass das Unternehmen trotz des Hurrikans Ian einen versicherungstechnischen Gewinn erwirtschaften wird, was unserer Meinung nach das Ausmass der Risikoreduzierung und der versicherungstechnischen Verbesserungen bei Axa XL zeigt. Wir prognostizieren eine Combined Ratio der Gruppe in der Schaden- und Unfallversicherung für das Geschäftsjahr 22 von rund 95 Prozent und glauben, dass Axa auf dem besten Weg ist, ab 2023 eine Combined Ratio von ca. 93 Prozent zu erreichen.» (reinsurancenews/hzi/sec)