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Hochbegabung
Hochbegabung
Hochbegabung bei Kindern
Oftmals äusserst sich eine Hochbegabung bei Kindern mit in der Anzahl zunehmenden Auffälligkeiten: Eltern bemerken Unterschiede zwischen dem eigenen, betroffenen Kind und „allen“ anderen Kindern, weil das eigene Kind „anders“ ist. Es spielt nicht wie andere Kinder; es interessiert sich nicht für das wie die meisten anderen Kinder aus seiner Altersgruppe; es spricht nicht wie die meisten anderen Kinder aus seiner Altersgruppe; es kann Dinge, die die meisten anderen nicht können. Und: es ist nicht eine zeitlich begrenzte Auffälligkeit, im Gegenteil, die Auffälligkeiten nehmen immer weiter zu. Das beginnt beispielsweise damit, dass das 2-jährige Kind einmal nach der Bedeutung der Verkehrssignale fragt, vielleicht noch ein zweites Mal, doch dann kennt es die Bedeutung und erklärt dem Papa, dass er zu schnell fährt oder eine Bodenwelle kommen wird. Mit 3 Jahren beginnt das Kind Schach zu spielen, während andere, gleichaltrige jedoch nicht mit der selben Eigenart behaftete Kinder draussen Ball spielen. Ist das Kind 4 Jahre jung werden Elektronikbaukästen für eigentlich 10-jährige Kinder interessant usw. Solche Auffälligkeiten fügen sich rasch zu einem klaren Bild zusammen. Natürlich ist es eine Tatsache, dass lediglich 2% aller Menschen von einer Hochbegabung betroffen sind. Nichts desto trotz ist diese Begabung oftmals auch mit vielen intensiven und herausfordernden Momenten verbunden. Ein hochbegabtes Kind lässt sich nun mal nicht freiwillig in einen Raster zwängen, um „gleich“ wie alle anderen zu sein. Dies ist absolut normal, da ein hochbegabtes Kind nicht gleich ist wie alle anderen.
Da in unseren Breitengraden das gesamte Thema „Hochbegabung“ noch nicht die Akzeptanz widerfährt, welche dem Thema eigentlich zugesprochen werden sollte, ist es umso wichtiger die eingangs erwähnten Auffälligkeiten zu akzeptieren und das Kind in seiner Entwicklung optimal zu begleiten. Diese Entwicklung zieht sich vom Vorschulalter über den Kindergarten bis in die Schul-/Ausbildungszeit hin.
Auch „hochbegabte“ Kinder haben das Recht, sich frei und unbeschwert entfalten zu dürfen. Genauso wie alle anderen.
Wikipedia meint zu diesem Thema folgendes:
Hochbegabung ist eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. In der Psychologie wird diese durch verschiedene Modelle unterschiedlich definiert. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass es einen Generalfaktor der Intelligenz gebe. Das Konstrukt „Hochbegabung“ nimmt an, dass es zwischen Menschen quantitative Unterschiede hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen gibt und dass es außerdem möglich ist, Menschen hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen in verschiedene Gruppen einteilen zu können. Als hochbegabt bezeichnet man Menschen, deren Testergebnis in einem standardisierten Intelligenztest mindestens zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert der Eichstichprobe liegt; Hochbegabte sind daher per definitionem selten. Da Intelligenztests (aufgrund unterschiedlicher Aufgabenstellungen) nicht perfekt miteinander korrelieren, kann es durchaus Menschen geben, die gemessen an einem Intelligenztest hochbegabt sind und gemessen an einem anderen nicht.
(Quelle: Wiki).
Hochsensibilität
Die Bandbreite möglicher Erscheinungsformen von Hochsensibilität wird als sehr groß dargestellt: Praktisch jeder Sinneseindruck könne stärker und damit detaillierter wahrgenommen werden; häufig wird auch von höherer Intensität des Empfindens von Stimmungen der Mitmenschen berichtet. Intellektuell erfahre man sich zum Teil als intensiver und gründlicher analysierend, mit einer Neigung zur Spiritualität. Die in diesem Zusammenhang auftretende und intensiv diskutierte Frage des Verhältnisses von Hochsensibilität zu Hochbegabung ist noch ungeklärt. Dennoch lassen sich objektiv viele HS-typische Eigenschaften festlegen, welche von E. Aron erstmals systematisch aufgeführt wurden.
- intensives Empfinden und Erleben
Reize werden tiefer, intensiver und detaillierter wahrgenommen und gespeichert. Oft wird diese Eigenschaft mit bloßer Nervosität und Empfindlichkeit verwechselt, jedoch ist die Ähnlichkeit rein äußerlicher Natur. Überempfindlichkeit im profanen Sinne ist meist eine persönliche unverhältnismäßig starke Reaktion auf Reize, die nicht mit erhöhter Bandbreite der Wahrnehmung einhergehen muss, was bei einer HSP (hochsensitive Person) fast immer der Fall ist. Bloße Empfindlichkeit und Reizbarkeit sind also kein Kriterium für Hochsensibilität.
- ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
- erhöhte Schmerzempfindlichkeit
- detailreiche Wahrnehmung
- hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
- hohe Eigenverantwortung und Wunsch nach Unabhängigkeit
- sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
- psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
- stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
- ausgeprägtes intuitives Denken
- langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
- Denken in größeren Zusammenhängen
- ausgeprägter Altruismus, Gerechtigkeitssinn
- Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit
- Intensives Erleben von Kunst und Musik
- Perfektionismus
- meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit (Instabilitäten wie bei Borderline, bipolaren Störungen, Psychosen o. ä. sind kein Merkmal der HS; dennoch können solche als Folge einer psychischen Erkrankung durchaus präsent sein)
Durch die verstärkte Reizaufnahme und ihre tiefere Verarbeitung ergeben sich im Großen und Ganzen Charaktereigenschaften wie Introversion, unreflektiertes Schließen von sich auf andere, intensives Erleben der zwischenmenschlichen Beziehungen, dies kann auch starke Reaktionen auf Medikamente, Alkohol und Koffein sowie Anfälligkeiten für Stress, Leistungsdruck und Zeitknappheit umfassen. Der häufig postulierte Zusammenhang zwischen Introversion und HS ist jedoch nicht eindeutig. Es gibt empirische Evidenz dafür, dass die Konzepte der sozialen Introversion, negativer Emotionalität, Gehemmtheit und Schüchternheit vom Konzept der Hochsensibilität zu trennen sind. Die Korrelation dieser Konzepte ist dahingehend zu deuten, dass die HS bei biografisch vorbelasteten Menschen (psychische Traumata, familiäre Konflikte, schwierige Sozialisation) die Entstehung von Gehemmtheit und negativer Emotionalität begünstigt. Aron selbst weist darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen Hochsensibilität und Introversion nur dann sinnvoll sei, wenn man Introversion immer als soziale Introversion versteht. Dieses eingeschränkte Verständnis habe sich aber durchgesetzt. Aron meint, es sei daher nicht sinnvoll, den Begriff Introversion in seiner ursprünglichen und breiteren Bedeutung zu rehabilitieren, weshalb sie stattdessen „sensitive“ (hochsensitiv) etablieren möchte (Quelle: Wiki).