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Wegen einer Infektion muss der frühere US-Präsident Bill Clinton eine weitere Nacht im Krankenhaus verbringen. Clinton werde in der Klinik mit Antibiotika behandelt, erklärte sein Sprecher Angel Urena am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter. Nach derzeitigem Stand werde mit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am Sonntag gerechnet.
Clinton sei «sehr guter Dinge» und habe Zeit mit seiner Familie verbracht sowie Kontakt zu Freunden gehabt, erklärte Urena. Ausserdem habe der 75-jährige Ex-Präsident vom Krankenbett aus American-Football-Spiele von College-Mannschaften verfolgt.
Clinton war am Dienstagabend in ein Krankenhaus im südlich von Los Angeles gelegenen Irvine eingeliefert worden. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf einen Vertrauten Clintons, Ursache von dessen Beschwerden sei eine Harnwegsinfektion, die sich zu einer Sepsis entwickelt habe.
Clinton war zwischen 1993 und 2001 US-Präsident. 1998 wurde ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet, weil er seine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky zu verschleiern versucht hatte. Der Senat stimmte im Februar 1999 aber gegen eine Amtsenthebung. 2001 wurde Clinton von George W. Bush im Amt abgelöst.
Der Demokrat litt in der Vergangenheit häufiger unter Gesundheitsproblemen. 2004 unterzog er sich im Alter von 58 Jahren einer vierfachen Bypass-Operation, nachdem die Ärzte eine Herzerkrankung diagnostiziert hatten. Seitdem ernährt sich Clinton, der eine Vorliebe für fettes Essen haben soll, vegan. 2010 liess er sich einen Stent einsetzen. (saw/sda/afp)
Die SPD hat grünes Licht für die erste Ampel-Koalition auf Bundesebene unter Führung des wohl künftigen Kanzlers Olaf Scholz gegeben. Die Delegierten eines Parteitags stimmten am Samstag mit überwältigender Mehrheit für den Koalitionsvertrag mit Grünen und FDP. Mehr als 98 Prozent votierten dafür, es gab langen Applaus. «Wir haben jetzt die Chance: Ein Aufbruch kann für Deutschland stattfinden», betonte Scholz und kündigte eine Regierung an, «die den Fortschritt anpackt in einem Moment, wo es gefährlich wäre, das nicht zu tun». Die Entscheidungen von FDP und Grünen über die geplante Koalition stehen noch aus.