Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03584.jsonl.gz/318

November 2021 – Januar 2022
Auf meiner letzten Mexiko-Reise vom Oktober 2019 bis Januar 2020 verbrachte ich die meiste Zeit auf der Halbinsel Yukatan. Dieses Mal reiste ich während zweier Monate von Cancun nach Mexiko City und ungefähr einen weiteren Monat in der weiteren Gegend um Mexiko City, die mit vielen interessanten Kolonialstädten aufwarten kann.
Inhaltsverzeichnis
Valladolid
Nach einer Nacht in Cancun reiste ich nach Valladolid, das mir vor zwei Jahren gut gefallen hatte.
Mit der Guacomole und einem Corona-Bier war ich wirklich in Mexiko angekommen.
Die Mexikaner haben eine spezielle Beziehung zum Tod. Skelette werden mich auf der ganzen Reise begleiten.
Uayma
Das 14 km von Valladolid entfernte Städtchen Uayma ist bekannt für seine prächtige Kirche.
Diese Frau zeigte mir stolz ihre Stickereien.
Merida
Auch in Merida war ich bereits vor zwei Jahren.
Die Kathedrale von Merida
Quinta Montes Molina Museum
Das prachtvolle Anwesen der Montes Molino Familie am Passeo de Montejo ist nun ein Museum, das das Leben der Oberklasse anfangs des 20. Jahrhundert zeigt.
Museo de Arte Contemporáneo Ateneo de Yucatán MACAY
Der Durchgang des Museums für zeitgenössische Kunst
Zona Arqueológica de Mayapán
Diese Maya-Stadt hatte ab dem 12. Jahrhundert für ca. 250 Jahren die Vorherrschaft über die Region. Auf ihrem Höhepunkt lebten 15’000 Leute in der Stadt.
Campeche
Campeche war die letzte Stadt, die ich bereits vor zwei Jahren besuchte.
Fort San Miguel
Das 4 km von Campeche entfernte Fort wurde 1802 fertig gestellt. Heute beherbergt es ein Museum mit Maya-Funden aus der Umgebung.
Palenque
Auf dem Weg Richtung Mexiko City war das 360 km von Campeche entfernte Palenque im Bundesstaat Chiapas der erste unbekannte Stopp für mich. Das Städtchen dient als Ausgangspunkt für den Besuch der nahen Archäologischen Zone von Palenque, ein UNESCO Weltkulturerbe. Die Siedlung erreichte ihre Blütezeit 400-800 n. Chr. und war Zentrum eines Reiches, das sich über die heutigen Bundesstaaten Chiapas und Tabasco erstreckte. Die Stätte umfasst ein etwa 1 km2 grosses Gebiet und ist von Wäldern umgeben.
Archäologischen Zone von Palenque
Der Templo de las Inscripciones ist die eindrücklichste Struktur.
Wasserfälle Roberto Barrios (Cascadas Roberto Barrios)
Rund 40 km von Palenque entfernt stürzt sich Wasser über mehrere Wasserfälle in die Tiefe. Die Wasserfälle befinden sich im Dschungel und es waren kaum Touristen zu sehen. Ein toller Ausflug!
Nach ein paar Tagen in Palenque fuhr ich mit dem Bus 200 km weiter nach San Cristobal de las Casas.
San Cristobal de las Casas
Die Stadt liegt auf 1’940 m.ü.M. im Hochland Mexikos. Dutzende indigene Stämme bewohnen die Gegend. Die Ureinwohner Mexikos sind hier allgegenwärtig, oft vertrieben von ihrem angestammten Land. Wegen der Höhe herrschten nach Sonnenuntergang so tiefe Temperaturen, dass ein dicker Pullover und eine Jacke notwendig waren.
Der Nachtmarkt, wo Indigene ihre Waren verkauften
Verkaufsstände
Eine heisse Schokolade aus lokalen Kakaobohnen
Aussicht von der Kirche Iglesia de San Cristóbalito
Comitán
Ich wollte vor den Massen die El Chiflón Wasserfälle besuchen. Daher reiste ich in die nahe gelegene Stadt Comitan und übernachtete dort.
Auf dem Hauptplatz werden die Bäume in geometrischen Formen geschnitten.
Cascada El Chiflón
Die Wasserfälle waren eindrücklich! Verschiedene Wege erlaubten andere Blickwinkel auf die Fälle.
Tuxtla Gutiérrez
Ich verbrachte drei Nächte in der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas.
Cañón del Sumidero
Der Hauptgrund für meinen Aufenthalt in der Stadt war der nahe Cañón del Sumidero. Die Bootstouren starten nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt.
Der eindrückliche Canyon wurde durch die Erosion des Flusses Grijalva geschaffen. Die Felswände sind bis zu 1’000 Meter hoch.
Auch Krokodile leben im Canyon.
Ich war mit einer Gruppe Mexikaner im Boot.
Natürlich darf auch die Jungfrau von Guadeloupe im Canyon nicht fehlen.
Zoo Zoológico Miguel Álvarez del Toro (ZOOMAT)
Zurück in Tuxtla Gutiérez besuchte ich am nächsten Tag den Zoo Zoológico Miguel Álvarez del Toro. Es soll einer der besten Zoos in Lateinamerika sein und ist auf Tierarten des Staates Chiapa spezialisiert. Und tatsächlich war er sehenswert. Er befindet sich in einem weitläufigen Wald. Neben Tapiren sah ich auch Quetzals, Aras, Jaguare, Ozelote, Klammeraffen, Wildschweine, Pfauen, Otter, Schlangen, Amphibien und viele weitere Tiere.
Mit dem Nachtbus fuhr ich 580 km weiter an die Pazifikküste nach Puerto Escondido.
Puerto Escondido
Puerto Escondido ist einer der Haupttouristenorte an der Atlantikküste. Surfanfänger finden hier ideale Bedingungen. Es gibt auch ein paar Buchten, die genug geschützt sind und sich zum Schwimmen eignen. Der Hauptstrand Playa Zicatela ist mehrere Kilometer lang. Leider war zur Zeit meines Aufenthaltes am Strand die rote Flagge gehisst, so dass ich nicht baden konnte.
Sonnenuntergang am Playa Zicatela
Laguna Manialtepec
Eines Morgens kurz nach Sonnenaufgang machte ich mit einer Gruppe einen Ausflug zur 17 km entfernten Lagune Manialtepec. Mit einem Boot beobachteten wir die Wasservögel und genossen die Stille der Lagune.
Anschliessend waren wir bei der Familie des Bootsmannes zum Frühstück eingeladen.
Ein typisch mexikanisches Morgenessen mit Tacos und den dunklen Bohnen.
Ich reiste weiter zum 74 km östlich gelegenen kleinen Dörfchen Mazunte.
Mazunte
Der Ort ist ruhig und überschaubar mit ein paar schönen Stränden.
Tolle Sonnenaufgänge!
Zum Sonnenuntergang wanderten viele Leute zum Punta Cometa. Ich ging weiter und kam zum Playa Cometa, wo ich diese Spur fand. Eine Schildkröte hatte hier erst kürzlich ihre Eier gelegt und vergraben.
Blick vom Punta del Pescador auf den Strand Playa Mermejita
und zum Playa Cometa
Ausflug zu den Buckelwalen
Vor Mazunte werden Walbeobachtungstouren angeboten. Schon bald sahen wir Buckelwale
und Delfine
Laguna Ventanilla
4 km von Mazunte entfernt befindet sich die Lagune Ventanilla. Bei einer Führung sah ich Krokodile, Wasservögel und Leguane, die in und an der Lagune leben.
Nach den Tour besuchten wir eine Organisation zum Schutze der Schildkröten. Die frisch gelegten Schildkröteneier werden ausgegraben und bei der Organisation im Sand kontrolliert ausgebrütet.
Schlüpfen die kleinen Schildkrötenjungen, können Touristen sie gegen Bezahlung auf den Sand setzen und zuschauen, wie sie sich Richtung Meer begeben. So sollen die Jungen besser geschützt sein, da üblicherweise viele bereits kurz nach dem Schlüpfen von Vögeln verspeist werden, bevor sie das Meer erreichen.
Ich frage mich, ob dieser Aufwand für den Schutz der Tiere wirklich notwendig ist oder ob es sich hier eher um eine Touristenattraktion unter dem Deckmantel des Tierschutzes handelt.
Ich bewohnte in Mazunte dieses aussergewöhnliche offene Zimmer.
Ich war am frühen Nachmittag am Computer, als plötzlich die ganze Umgebung und mein Zimmer mit einem dichten Pestizidrauch eingedeckt wurde. Ein paar Stunden später spürte ich die Vergiftungserscheinungen. Beim Abendessen im Restaurant konnte ich keinen Bissen essen, verlor das Bewusstsein, stürzte und verletzte mich. Die folgende Nacht war ich ununterbrochen am Erbrechen und auch die folgenden Tage fühlte ich mich schwach und konnte nichts essen.
Später stellte sich heraus, dass im Ort ein Dengue-Fieber-Fall aufgetreten war und deshalb die Umgebung bespritzt wurde. Die Managerin des Gästehauses glaubte, dass niemand im Gästehaus war und warnte die Gäste nicht vor dieser Aktion.
Zum Glück zeigten die Blut- und Urintests in den folgenden Tagen und Wochen keine Abweichungen, so dass ich diese Vergiftung wohl ohne bleibende Schäden überstanden habe.
Zipolite
Ich fuhr weiter zum nächsten Küstenort, dem 6 km entfernten Zipolite. Der Ort ist bekannt als Nudistenstrand, aber längst nicht alle Strandbesucher waren nackt (ich auch nicht).
Wunderschöne Sonnenuntergänge
Frühstück am Strand
Oaxaca de Juárez
Der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates hat mir sehr gut gefallen, so dass ich eine Woche blieb.
Catedral Metropolitana de Oaxaca
Künstliche und natürliche Modelle
Textilmuseum
Dieses Museum zeigt historische Textilien aus dem Bundesstaat Oaxaca und setzt sich für die Erhaltung der Handwerkskunst ein.
Templo de Santo Domingo de Guzmán
Diese Kirche ist die Schönste in Oaxaca. Sie wurde von 1570 bis 1608 als Teil des Dominikaner Klosters erbaut.
Der Stammbaum des Gründers des Dominikaner Ordens, Santo Domingo de Guzmán
Vorweihnachtliches Fest der Stadt
Im exzellenten Restaurant Tr3s 3istro Restaurant & Oyster Bar ging ich mehrmals essen. Ein wunderbarer Tintenfisch!
An einem Samstag fanden gleich zwei Hochzeiten statt.
Die grossen Figuren und die Stoffkugel gehören anscheinend zu einer mexikanischen Hochzeit.
Diese nur wenige Kilometer von Oaxaca Stadt gelegene zapotekische archäologische Stätte ist eine der eindrücklichsten in Mexiko mit einer tollen Aussicht von einer der Pyramiden. Während der Blütezeit der Stadt von 300 – 700 n. Chr. zählte sie 25’000 Einwohner.
Sonntagsmarkt in Tlacolula de Matamoros
Der Markt im 30 km von Oaxaca entfernten Tlacolula de Matamoros zieht Käufer und Verkäufer aus der ganzen Umgebung an und ist wunderbar authentisch.
Dieses typische Essen liess ich mir nicht entgehen. Die Suppe wird Barbacoa chivo genannt und enthält Ziegenfleisch. Das präkolumbianische Getränk heisst Tejate. Es besteht aus Maismehl und Kakao und wird leicht mit Zuckersirup gesüsst.
Santiago Matatlán
Neben dem weltbekannten Tequilla gibt es in Mexiko ein weiteres hochprozentiges Getränk, der Mezcal. Beide werden aus der Agave-Pflanze produziert. Beim Mezcal werden die Agave-Herzen jedoch zuerst in einem Erdloch geräuchert.
Nur die entblätterten Agave-Herzen werden für die Mezcal-Produktion verwendet.
Die Räucherung erfolgt in einem Erdloch. Zuerst werden Steine mittels Feuer zum Glühen gebracht. Danach werden die Steine mit Fasern überdeckt und anschliessend die Agaveherzen darauf gelegt. Darauf kommt eine schützende Schicht wie ein Tuch, oder Palm- oder Bananenblätter. Anschliessend wird der Haufen mit Erde bedeckt.
Nach drei bis fünf Tagen sind die langkettigen Kohlenhydrate der Pflanze in kurzkettigen, vergärbaren Zucker umgewandelt. Nun ruhen die Fasern und werden anschliessend mit einem Steinrad, Tahona genannt, gemahlen. Dieses wird oft von Eseln angetrieben. Damit wird der Saft aus den Fasern gepresst.
Anschliessend lässt der Mezcal-Produzent die Fasern mehrere Tage fermentieren. Der fermentierte Most wird Tepache genannt.
Schlussendlich wird die Masse in den Brennofen geschaufelt und zwei Mal destilliert. Damit erhält der Mezcal seinen üblichen Alkoholgehalt von 45-50%.
Ein Mezcal-Lager mit alten Jahrgängen in einer Destillerie.
Degustation
Je nach Agavensorte, Klima und Boden resultieren ganz unterschiedliche Aromen. Die gebräuchlichste Agavensorte ist Espadin, die als einzige landwirtschaftlich angebaut werden kann. Die Agaven wachsen langsam. Bis zur Reife vergehen 6-12 Jahre. Alle anderen Sorten werden in der Wildnis gesammelt und werden silvestre (spanisch für wild) genannt. Teils wird dem fertigen Mezcal ein Wurm einer bestimmten Wurmart in die Flasche hinzugefügt, der für einen speziellen Geschmack sorgen soll.
Da ich rauchige Getränke liebe, war ich vom Mezcal angetan. Die wilden Agavensorten haben teils einen eigenwilligen Geschmack, so dass ich Mezcal aus der Agavensorte Espadin bevorzuge.
Tagesausflug zum Hierve el Agua
Als erstes machten wir einen Halt im etwa 10 km von Oaxaca entfernten Tule.
Arbol del Tule – Der dickste Baum der Welt
Der Baum von Tule ist eine 1’400-1’600 alte Mexikanische Sumpfzypresse. Mit einem Durchmesser von 14.05 Metern ist er der dickste Baum der Welt.
Hierve el Agua
Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf Staubstrassen über einen Pass erreichten wir Hierve el Agua, was auf Spanisch siedendes Wasser bedeutet. Hier kocht aber kein Wasser. Sehr kalkhaltiges Wasser gesättigt mit weiteren Mineralien tropft über die Klippen und erzeugt die versteinerten Wasserfälle. Das Bild zeigt das 60 Meter hohe El Anfiteatro-Kliff.
Oben am Wasserfall haben sich Becken und Strukturen gebildet. Die Farben stammen von den verschiedenen darin enthaltenen Mineralien.
Der grosse mineralisierte Wasserfall ist sogar 90 Meter hoch.
Nach acht Tagen in Oaxaca de Juárez reiste ich weiter nach Mexiko Stadt, wo ich bei einem Schweizer Kollegen wohnte.
Mexiko Stadt
Catedral Metropolitana de la Asunción de María de la Ciudad de México
Die Kathedrale von Mexiko Stadt ist die grösste und älteste Kathedrale des amerikanischen Kontinents. Mit dem Bau wurde 1573 auf dem aztekischen Tempelbezirk begonnen, aber erst 1667 wurde die Kirche fertig gestellt, unter anderem wegen Überschwemmungen.
Der reich geschnitzte Altar de los Reyes (Altar der Könige) aus der Zeit von 1718 bis 1739
Der schwarze Jesus
Im Gebet
Frida Kahlo Museum
Frida Kahlo ist die berühmteste Künstlerin Mexikos. Im blauen Haus (La Casa Azul) verbrachte sie die meiste Zeit ihrer Kindheit und ihres Erwachsenenlebens. Das Haus ist nun ein Museum mit vielen Werken von ihr.
Palacio Postal
Die Hauptpost von Mexiko City wurde 1907 erbaut und war dazumal ein topmodernes Gebäude.
Fonoteca Nacional
Diese staatliche Institution kümmert sich um das klangliche Erbe Mexikos.
Viveros de Coyoacán
Viveros de Coyoacán ist ein grosser Park im Süden von Mexiko City
Männer üben im Park den Stierkampf
Museo Nacional de Antropología
Das Nationalmuseum für Anthropologie zeigt präkolumbianische Kunst und die gegenwärtige indianische Kultur Mexikos. Es ist das meist besuchte Museum Mexikos und riesig. Bei Interesse kann man einen ganzen Tag darin verbringen.
Castillo de Chapultepec
Bereits zur Zeit der Azteken bestand auf dem Chapultepec Hügel ein Palast, der von den spanischen Erobern zerstört wurde. Später bauten sie einen Sommersitz. 1864 liess Kaiser Maximilian das Schloss zur kaiserlichen Residenz umbauen. Nach dem Sturz des Zweiten Kaiserreiches diente das Schloss den Präsidenten Mexikos als offizieller Regierungssitz. Seit 1944 beherbergt das Schloss das „Museo Nacional de Historia“.
Einige Räume mit Originalmobiliar Maximilians haben sich erhalten.
Embarcadero Cuemanco Xochimilco
Im Süden von Mexiko Stadt durchziehen unzählige Kanäle mit einer gesamten Länge von 180 km die Landschaft. Ursprünglich waren sie über 1’000 km lang und führten sogar in die Innenstadt von Mexiko City.
Auf einem Firmenausflug meines Kollegen war wir schon früh morgens vor Sonnenaufgang auf dem Boot und genossen die Ruhe. Langsam ging die Sonne auf und tauchte die Gegend in ein zauberhaftes Licht. Anschliessend genossen wir ein Morgenessen.
Während des Tages fahren unzählige Boot mit feiernden Menschen durch die Gegend.
In den Kanälen leben Axolotl, endemische Molche. Wegen der Wasserverschmutzung kommen diese bis zu 40 cm langen Tiere im natürlichen Habitat allerdings kaum mehr vor. Das gezeigte Exemplar stammt aus einem Aquarium.
Gourmet Restaurants in Mexiko Stadt
Mein Schweizer Kollege in Mexiko Stadt liebt ebenso wie ich Essen auf höchstem Niveau. Daher war es naheliegend, dass wir bei zwei der besten Restaurants Mexikos einen Besuch abstatteten.
Quintonil
Mehr zu unserem Besuch in diesem Top-Restaurant findest Du unter diesem Link.
SUD 777
Hier ist unser Gourmet-Erlebnis im SUD 777 beschrieben.
Als nächstes besuchte ich ein paar Städte nördlich von Mexiko Stadt. Meine erste Destination war das 350 km nordwestlich von Mexiko Stadt gelegene Guanajuato.
Guanajuato
Guanajuato ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Es befindet sich in einer zerklüfteten Gegend in einem Tal, so dass viele Strassen eng sind und zwei lange, sich kreuzende Tunnel unter der Stadt hindurch führen. 1988 ist die Stadt wegen ihres historischen Zentrums und den nahen Minen zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt worden. Dank den Minen war die Stadt im 18. Jahrhundert die reichste in Mexiko. Die Silbermine La Valenciana war zu jener Zeit die grösste Lieferantin des Edelmetalls.
Mangels Gästen konnte ich das ganze, extravagant eingerichtete Haus nutzen. Das Foto zeigt einen Wohnbereich.
Und das war die Aussicht von der Terrasse auf die Stadt.
Einer der Plätze der Stadt
Teatro Juárez
Ein beeindruckendes Theater, das 1903 eröffnet wurde.
Eine Hochzeitsgesellschaft vor dem Theater.
Mumien Museum (El Museo de las Momias)
Nachdem ab 1865 eine Steuer für Langzeit-Begräbnisse eingeführt wurde und einige Nachkommen den Betrag nicht bezahlen konnten, wurden die Leichname dieser Personen ausgegraben. Dank der speziellen Erde und des Klimas waren viele Körper auf natürliche Weise mumifiziert. Die am besten erhaltenen wurden gesondert in einem Gebäude untergebracht. Schon ab 1900 setzte ein Mumien-Tourismus ein und Friedhofarbeiter verlangten einen Eintritt in das Gebäude. 1969 wurde das Mumien-Museum offiziell eröffnet. Das Museum ist sehr populär. Bei meinem Besuch betrug die Wartezeit 45 Minuten.
Zwei der unzahligen ausgestellten Mumien
Den Leuten gefiel es.
Aussichtspunkt Mirador Hacia El Pipila
Ein Bier einer Mikrobrauerei passend zum Mumien-Museum. Dieses Porter-Bier schmeckte ausgezeichnet.
Cafe ‚La vie en rose‘
Eine französische Familie lebt nun in Guanajuato und hat dieses Cafe eröffnet, nachdem die Tochter sich auf einem Mexiko-Aufenthalt in einen Einheimischen verliebte.
San Miguel de Allende
Ich reiste weiter in die 76 km entfernte Stadt San Miguel de Allende.
Nachdem die Stadt nach einer Grippe-Epidemie anfangs des 20. Jahrhundert fast ausstarb, entdeckten ausländische Künstler die koloniale Stadt. Unterdessen leben viele amerikanische Pensionierte, Künstler und Literaten dort. Auch der Tourismus trägt unterdessen viel zur Wertschöpfung bei.
Die Kirche Parroquia de San Miguel Arcángel
Die rosa neugotische Kirche mit ihrem eindrucksvollen Turm wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Kreuzigung: Erwähnenswert ist der expressive Gesichtsausdrucks des Mannes rechts.
Eine Gasse in San Miguel, im Hintergrund die Kirche Parroquia de San Miguel Arcángel
Ein schickes Restaurant
Öffentliche Bibliothek (Biblioteca Publica)
Besonders sehenswert sind sind die Deckenmalereien.
Museum La Esquina
Dieses wunderbare Spielzeugmuseum zeigt mit über 1’000 Exponaten die ganze Vielfalt der in Mexiko von Hand gefertigten Spielzeuge. Der Besitzer sammelt sie seit über 50 Jahren.
Der Bulle am Centro Cultural Ignacio Ramírez El Nigromante
Fabrica La Aurora
Vormals eine Textilfabrik, beherbergt das weitläufige Gebäude nun unzählige Galerien mit verschiedensten äusserst kreativen Kunstwerken: Skulpturen, Keramik, Bilder, Möbel, Lampen und Textilien.
Obwohl, oder vielleicht gerade weil San Miguel sehr touristisch ist, hat es mir mit seinen Galerien und den ausgezeichneten Restaurants sehr gut gefallen.
Meine nächste Station war die 60 km entfernte Stadt Santiago de Querétaro, kurz Querétaro genannt.
Santiago de Querétaro
Die Stadt ist die Hauptstadt des Querétaro Bundesstaats. Ihre koloniale Altstadt wurde 1996 als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet.
Kirche Santa Rosa de Viterbo
Die schönste Barockkirche der Stadt wurde im 18. Jahrhundert erbaut.
Das Innere der Kirche ist reich verziert und vergoldet.
Aquädukt
Das 1’280 Meter lange Aquädukt mit 74 Torbögen transportiert Wasser in die Stadt.
Das Kloster Santa Cruz de los Milagros
Plaza de Armas
Auf dem Hauptplatz ist immer etwas los.
Hier gibt es Ampelfrauen.
Museo de Arte
Das Kunstmuseum ist im früheren Kloster San Agustin untergebracht. Das Gebäude gilt als eines der wichtigsten Barockwerke in Mexiko.
Museo de Arte Contemporáneo Querétaro MACQ (Museum für zeitgenösische Kunst)
Museo Regional
Im ehemaligen Franziskaner-Kloster befindet sich nun das Regional-Museum.
Kapelle auf dem Cerro de Campagnas zu Ehren von Maximilian I., dem Kaiser von Mexiko
Hier wurde der Kaiser von Mexiko, Erzherzog Ferdinand Maximilian aus dem Haus Habsburg-Lothringen, von den Truppen der mexikanischen Republik hingerichtet. Er soll Trinkgelder an die Schützen verteilt haben, damit sie seinen Kopf verschonen.
Tequisquiapan
Von Queretaro unternahm ich einen Tagesausflug ins 60 km entfernte Tequisquiapan. Das herausgeputzte Städtchen ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Einwohner von Mexiko City und Querétaro.
Eine Frau bringt die Kirche Parroquial Santa María de la Asunción auf Hochglanz.
Weingut Los Rosales
16 km ausserhalb von Tequisquiapan befindet sich das Weingut Los Rosales. Mir gefiel der süsse Rotwein am besten.
Weingut La Redonda
7 km weiter besuchte ich auch das Weingut La Redonda, das grösser war und viel mehr Leute anzog. Das offene Restaurant war über die Festtage sehr gut besucht. Die degustierten Weine waren gut, aber nicht hervorragend.
San Sebastián Bernal
Ich reiste weiter ins 60 km entfernte Städtchen Bernal.
Peña de Bernal
Bernal ist bekannt für den weltweit drittgrössten Monolithen, nach dem Felsen von Gibraltar und dem Zuckerhut in Rio de Janeiro. Er ist 433 Meter hoch.
Natürlich bestieg ich den Felsen so weit es ging, aber einen Aufstieg auf die Spitze war nicht möglich.
Auf dem Weg nach oben …
Aussicht von meinem Hotel
Die pittoreske Kirche
Viele Tagestouristen schlenderten durch die Gassen. Abends war der Ort fast ausgestorben.
Folk Restaurant
Das Folk Restaurant ist eine Erwähnung wert. Die mexikanische Chefin und Köchin hat ein Jahr in Frankreich gelernt. Sie erklärte mir die Zutaten und die Zubereitung jedes Ganges. Der erste Gang war ein Kaktus-Salat, gefolgt von Ravioli an einer Pesto-Sauce mit kleinen Kakao-Stücken und geräuchertem lokalen Käse. Als Dessert servierte sie mir den Original-Kuchen vom spanischen Santiago de Compostela, aber zusätzlich verfeinert mit einer Mandellikör-Injektion und obenauf ein Eis. Wunderbar! Ich kam an einem anderen Tag zurück.
Ein weiterer Grund für den Bernal-Besuch waren die beiden Weingüter Viñedos Donato und Bodegas De Cote, die sich 13 und 10 km von Bernal entfernt befanden.
Weingut Viñedos Donato
Ich erhielt hier eine Privatführung auf Englisch und konnte sogar einen Wein direkt ab Fass degustieren. Das Weingut beeindruckte mich und auch die Weine waren ein Genuss.
Auch das Restaurant sah einladend aus. Leider hatte ich am Vormittag noch keinen Hunger.
Weingut Bodegas De Cote
Dieses Weingut war noch eine Klasse besser. Die Führung war sehr informativ. Die Gruppe besuchte die wachsenden Trauben und der Führer erklärte die Produktionsmaschinen. Wir besichtigten auch den Raum, in dem der Wein in Holzfässern lagerte. Die Degustation beinhaltete Käse und Salzgebäck. Die Weine waren exzellent und entsprechend teuer.
Da das Restaurant einen hervorragenden Ruf hat, entschied ich mich an diesem Spätnachmittag für ein Dessert. In der Mitte ist das Chocolate Mousse mit einer interessanten Farbe und rechts und links findet sich ein Melonen-Erdbeer-Eis. Der Wein war ein vorzüglicher Gewürztraminer-Süsswein.
Um dem Massentourismus und den überhöhten Preisen über das Jahresende zu entgehen, reiste ich am 31. Dezember 2021 zu meinem Kollegen in Mexiko Stadt und blieb ein paar Tage dort.
Valle de Bravo
Die kleine Stadt am Stausee Avándaro ist in nur 2 Stunden von Mexiko Stadt her zu erreichen und ist daher ein beliebtes Wochenendziel für begüterte Hauptstädter.
Ich kam vor allem hier her, um einen französischen Kollegen zu treffen, der Gleitschirm-Tandem-Flüge anbietet und selbst viel fliegt.
La Peña Mirador
Am Avándaro See
Die Stadt
Kirche Parroquia de San Francisco de Asís
Friedhof von Valle de Bravo
Gleitschirmfliegen mit meinem Kollegen Olivier
Monarch-Schmetterlinge: Schutzgebiet Piedra Herrada
Rund 30 km von Valle de Bravo befindet sich ein Schutzgebiet für die Monarch-Schmetterlinge.
Millionen dieser vermeintlich zerbrechlichen Geschöpfe fliegen über zwei Generationen mit dem Wind im Herbst von Kanada via USA nach Mexiko, um sich dort zu paaren. Die Männchen sterben in Mexiko und die Weibchen machen sich im März wieder auf den Weg Richtung Kanada. Auch sie sterben unterwegs, aber ihre Jungen erreichen schlussendlich wieder Kanada. Niemand weiss, wie die Monarchfalter über Generationen ihren Weg in den Süden und wieder zurück finden.
Die Führer während einer Pause beim Kartenspielen. Die Besucher können nur in einer Gruppe mit einem Führer zu den Monarch-Schmetterlingen aufsteigen.
Wasserfall Velo de Novia
Eine 7 km lange Wanderung, zuerst durch einen wohlhabenden Vorort von Valle de Bravo, führte mich zum Wasserfall Velo de Novia (auf Deutsch Brautschleier). Der Wasserfall befindet sich in einem Naturreservat mit Wald und ein paar Wegen. Ein magischer Ort!
Wasserfall Piedra De Molino
Auf dem Weg zurück kam ich am Piedro De Molino Wasserfall vorbei, der gleich an der Hauptstrasse gelegen ist.
Ein Weg führte vom Wasserfall in einem Wald aufwärts, dem ich neugierig folgte.
Hotel Misión Grand und der Wasserfall Refugio de Salto
Auf meiner Karte war am Ende des Weges das Refugio de Salto eingezeichnet. Umso überraschter war ich, als ich gleich beim Refugio das Luxushotel ‚Misión Grand‘ antraf, auf dessen Terrasse ich einen Ausblick auf einen weiteren Wasserfall names ‚Cascada Refugio de Salto‘ geniessen konnte. Auch der Rotwein war ein Genuss.
Nach ein paar Tagen beim Kollegen in Mexiko Stadt reiste ich weiter nach Puebla.
Puebla
Die Altstadt von Puebla ist die grösste Barockstadt auf dem Amerikanischen Kontinent und ein UNESCO Weltkulturerbe.
Kathdrale von Puebla
Die imposante Kathedrale heisst wie so viele in Mexiko Basilika der unbefleckten Empfängnis (Basílica Catedral de Nuestra Señora de la Purísima Concepción). Der Bau begann 1575 und wurde nach einigen Wirren erst 1690 fertig gestellt.
Auch diese Kathedrale ist reich ausgestattet.
Der Platz vor der Kirche
Kirche Santo Domingo
Aussen unscheinbar, ist die Kirche des Dominikaner Ordens Templo de Santo Domingo und darin im speziellen die Rosenkranz-Kapelle (Capilla del Rosario) noch eindrücklicher. Sie gilt als Höhepunkt des mexikanischen Barocks.
Alle Teile ausser der Gemälde funkelten goldig. Leider können die Bilder diese Pracht nicht wiedergeben. Die Kapelle war ausgesprochen beeindruckend. So muss das Paradies aussehen!
Bibliothek Palafoxiana
1646 spendete der Bischof Juan de Palafox y Mendoza seine persönliche Bibliothek von 5’000 Bänden unter der Bedingung, dass diese öffentlich zugänglich sein sollte. Damit entstand die erste öffentliche Bibliothek des amerikanischen Kontinents.
Die Bibliothek beeindruckt mit ihren vielen alten Büchern, den Gestellen und dem vergoldeten Altarbild am Ende des Saales.
Das Rad rechts erlaubt die Konsultation mehrerer Bücher, ohne sie auf einen Tisch zu legen.
Restaurant Casa Barroca
Im ausgezeichneten Restaurant Casa Barroca ass ich mehrmals und bekam schon bald eine Vorzugsbehandlung.
Internationales Barockmuseum (Museo Internacional del Barroco)
Das 2016 eröffnete internationale Barockmuseum ist einerseits architektonisch ein Schmuckstück, aber auch im Innern bringt die Ausstellung die verschiedensten Aspekte des Barock wie Architektur, Malerei, Bildhauerei, Musik, Literatur, Wissenschaft, Theater, Mode und Tanz sehr gut zur Geltung. Der einzige Fehler war die Nationalität des berühmten Barock-Architekten Francesco Borromini, der in der Ausstellung als Italiener vorgestellt wurde, obwohl er ein Schweizer war.
Im Museum befindet sich ein Modell der Stadt Puebla, das zeigt, wie stark die Kathedrale die Stadt dominiert.
Museum Aparo
Dieses private Museum ist eines der wichtigsten in Mexiko mit einer grossen Sammlung von präkolumbianischen Fundstücken.
Gefallen haben mir auch die zeitgenössischen Kunstwerke wie dieser mit historischen Techniken erstellte Wandteppich, der einen Mikrochip zeigt.
Vom Restaurant auf der Dachterrasse des Museums genoss ich eine tolle Aussicht über die Stadt.
Fuerte Park
Auf einer Anhöhe ein paar Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums befindet sich der Fuerte Park. Er umfasst zwei Forts, vier leider geschlossene Museums, ein kleiner künstlicher See und ein Restaurant mit Ausblick.
Das Denkmal für Ignacio Zaragoza
Dieses Monument ehrt den mexikanischen General Ignacio Seguín Zaragoza, dessen mexikanische Armee die französischen Truppen in der Schlacht von Puebla am 5. Mai 1862 geschlagen hatte.
Cholula
Die Stadt ist rund 12 km von Puebla entfernt. Der Ort ist schon seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. bewohnt. Hier entstand vom 3. Jahrhundert v. Chr bis zum 9. Jahrhundert n. Chr. die grosse Pyramide Tlachihualtepetl. Sie ist die weltweit grösste Pyramide mit einer Grundfläche von 450 x 450 Meter. Leider war die Pyramide wegen Pandemie-Massnahmen nicht zugänglich.
Kirche San Pedro
Diese Kirche steht am Hauptplatz und wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Convento de San Gabriel Arcángel
Das Kloster San Gabriel wurde 1529 von den Franziskanern über dem aztekischen, dem Gott Quetzalcoatl gewidmeten Tempel erbaut.
Ich hatte gehofft, dass Jesus endlich vom Kreuz geholt wird. Leider muss er am Kreuz bleiben, denn nur der Adventskranz wurde entfernt.
Kirche Nuestra Señora de los Remedios
Diese 1592 begonnene Kirche steht auf der grossen Pyramide mit einem tollen Blick über die Stadt. Wie üblich haben die Spanier ihre Kirchen auf einem vorkolumbianischen Heiligtum gebaut, um den Indigenen zu zeigen, an was sie fortan glauben sollen.
Regional-Museum von Cholula
Dieses Museum zeigt den Ursprung der Stadt, ihre Umgebung, Geschichte und ausgegrabene präkolumbianische Kunstwerke. Am besten gefiel mir aber der Teil mit den zeitgenössischen Kunstwerken.
Atlixco
Ich besuchte das 30 km von Publa entfernte Atlixco auf einem Tagesausflug. Auf dem Hauptplatz werden allerlei Waren verkauft, unter anderem auch Schnittblumen, für die Atlixco berühmt ist.
Gleich bei der Stadt erhebt sich der Hügel Cerro San Miguel, auf dem eine Kapelle steht und der eine Aussicht auf die Stadt bietet.
Posada Los Alcatraces
Am Hang des Hügels befindet sich die Posada Los Alcatraces, die bekannt ist für ihren Rosenblütensalat.
Auf dem Gelände zeigte dieser Pfau seine Federpracht.
Cecina – eine lokale Spezialität auf dem Markt
Cecina ist gegrilltes Fleisch, das vorher geräuchert wurde. Wunderbar! Rechts davon sind zwei Tortillas aus blauem Mais.
Mikrobrauerei ‚Cervecería 5 de Mayo‘
Natürlich durfte auch ein Besuch bei der lokalen Mikrobrauerei nicht fehlen, die ihre Biere in einem lauschigen Garten ausschenkte.
Der Eis-Shop Ximitl ist weit über die Stadt für sein hervorragendes Eis bekannt. Ich probierte die Variante mit Mezcal-Geschmack und wurde nicht enttäuscht.
Xalapa
Die 173 km von Puebla entfernte Stadt Xalapa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz.
Antropologische Museum von Xalapa
Das Museo de Antropología de Xalapa (MAX) mit Schwerpunkt auf der Kultur der Olmeken ist eines der wichtigsten Museen Mexikos. Die Kultur der Olmeken ist von etwa 1500 bis um 400 v. Chr. entlang der Küste des Golfs von Mexiko nachweisbar.
Zahlreiche meterhohe Steinköpfe sind ausgestellt, deren Bedeutung unbekannt ist.
Die Statue Señor de las Limas
Diese Figur haben Kinder 1965 per Zufall gefunden, als sie über das herausragenden Kopfoberteil stolperten. Sie stellt wahrscheinlich einen trauernden Vater mit Kind dar oder ein Opfernder. 1970 wurde die Statue aus dem Museum gestohlen und tauchte später in einem Hotelzimmer in San Antonio, Texas auf, da die bekannte Statue wegen ihrer Bekanntheit nicht verkauft werden konnte. Nun ist sie wieder im Museum von Xalapa ausgestellt.
Park Los Tecajetes
Der Park ist eine Oase in der Stadt mit vielen Pflanzen, einer Skulptur des mexikanischen Künstlers Ignacio Pérez Solano mit Springbrunnen, einem Kinderspielplatz und einem Rundwanderweg.
Mein Hotel Centro Hotel Villa las Margaritas
Xico
Der 22 km vom Xalapa entfernte Bergdorf Xico liegt auf einer Höhe von 1’285 Meter. Es ist ein angenehm ruhiger Ort mit ein paar Sehenswürdigkeiten.
Die Kirche Parroquia de Santa María Magdalena
Capilla de Cristo Rey
Die Kapelle befindet sich am oberen Ende des Dorfes mit einem weiten Blick über den Ort.
Las Magdalenas Hotel Boutique
Mein Hotel in Xico – wunderbar historisch
Casa de la Cultura und das Bekleidungsmuseum
In diesem Museum werden unzählige lokale Trachten der in der Umgebung lebenden Bevölkerung gezeigt.
Auf dem Weg von Xico zum Texolo Wasserfall
Der Weg zum 3.6 km entfernten Texolo Wasserfall führte an landwirtschaftlichen Flächen vorbei, auch an einer Kaffeeplantage.
Auf dem Weg traf ich diesen Mann, der gesammeltes Holz nach Hause brachte.
Texolo Wasserfall – Cascada de Texolo
Die fallenden Wassermassen sind beeindruckend. Im Film ‚Romancing the stone‘ von 1984 wurde der Edelstein hinter diesem Wasserfall gefunden.
Der Weg zum zweiten Wasserfall über die Brücke rechts auf dem Bild war gesperrt, nachdem eine Frau tödlich verunglückte.
Veracruz
Eigentlich wollte ich noch länger den Bundesstaat Veracruz entdecken, aber wegen dem schlechten Wetter verbrachte ich schlussendlich acht Tage in Veracruz, der grössten Stadt des gleichnamigen Bundesstaates.
Veracruz ist eine Hafenstadt. Im nahen Hafen legten jeden Tag neue Riesenfrachter an. Die Stadt hat kaum Museen oder andere Sehenswürdigkeiten zu bieten und die Strände und Siedlungen im Umkreis von 10 km um die Stadt sind heruntergekommen. Immerhin gab es ein paar gute Restaurant und Hotels.
Kathdrale von Veracruz
Die Kathedrale im historischen Zentrum wurde erst 1963 eingeweiht.
Aquarium von Veracruz
Die bei weitem beste Sehenswürdigkeit war das Aquarium von Veracruz, das 1992 eröffnet und 2009 erweitert wurde. Es soll das grösste in ganz Mexiko sein und 250 Arten von Meeresbewohnern beheimaten.
Tropischer Knochenhecht (engl. Tropical gar)
Ein Süsswasserfisch, der auch in leicht salzigem Wasser leben kann
Ammenhai (engl. Nurse shark)
Barrakuda (engl. Barracuda)
Sägehai (engl. Sawshark)
Rotfeuerfisch (engl. Lionfish)
Makrele (engl. Trevally)
Tarpun (engl. Tarpon)
Tigerhai (engl. Tiger shark)
Westindische Rundschwanzkühe (engl. West Indian manatees)
Humboldt Pinguine (engl. Humboldt penguins)
Diese Paella schmeckte grossartig, sind die Meeresfrüchte an der Küste doch besonders frisch.
Meine dreimonatige Reise durch die südliche Hälfte von Mexiko ging damit zu Ende. Es ist unmöglich, alle Geschichten und interessanten Fotos einer so langen Reise in einer Webseite zu zeigen.
Mexiko ist einer meiner Lieblingsländer wegen den vielen Sehenswürdigkeiten, den gastfreundlichen Leuten, dem guten Essen und dem vorteilhaften Preis-/Leistungsverhältnis.
Ich flog zurück in die Schweiz, wo ich ein paar Tage blieb und einige Aufgaben erledigte. Anschliessend reiste ich an die Weltausstellung Expo 2020 nach Dubai.