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Das “Rhetorical Arena” Modell in der Krisenkommunikation ist ein Konzept, das die dynamische und oft komplexe Natur der Kommunikation während einer Krise beschreibt. Dieses Modell erkennt an, dass Krisenkommunikation nicht nur zwischen einer Organisation und ihrem Publikum stattfindet, sondern in einem viel breiteren und interaktiven Umfeld, in dem verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven agieren.
Im “Rhetorical Arena” Modell werden einige Schlüsselelemente hervorgehoben:
- Mehrere Sprecher: In der “Arena” kommunizieren nicht nur die direkt betroffenen Organisationen. Andere Akteure wie Medien, Regierungsbehörden, Experten, Aktivisten, die betroffene Gemeinschaft und die allgemeine Öffentlichkeit können auch als Sprecher auftreten.
- Diverse Botschaften: Diese verschiedenen Akteure bringen unterschiedliche Botschaften, Perspektiven und Interpretationen der Krise ein. Dies kann zu einem vielfältigen und manchmal widersprüchlichen Diskurs führen.
- Interaktion der Botschaften: Die Botschaften dieser Akteure interagieren miteinander, beeinflussen sich gegenseitig und können die öffentliche Wahrnehmung der Krise formen.
- Dynamische Entwicklung: Die “Rhetorical Arena” ist dynamisch, das heißt, die Akteure und ihre Botschaften können sich im Laufe der Zeit ändern, besonders als Reaktion auf neue Informationen oder Ereignisse.
- Einfluss auf die Krisenbewältigung: Die Interaktionen innerhalb der Arena können einen signifikanten Einfluss auf den Verlauf der Krise und die Effektivität der Krisenbewältigung haben.
Das “Rhetorical Arena” Modell ist besonders nützlich, um zu verstehen, wie komplexe Krisen in der heutigen vernetzten und medienreichen Welt gemanagt werden müssen. Es unterstreicht die Notwendigkeit für Organisationen, nicht nur ihre eigene Kommunikation zu betrachten, sondern auch das größere Umfeld, in dem die Krise und die damit verbundene Kommunikation stattfinden. Dies erfordert eine flexible und adaptive Kommunikationsstrategie, die die verschiedenen Stimmen und Botschaften in der Arena berücksichtigt.
Quelle: Coombs, 2014, S. 13–14