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Der Mittelfluss Betrieb vor Privat und Zinsen eignet sich als Kennzahl, um zu beurteilen, ob ein Landwirtschaftsbetrieb genügend Mittel zur Verfügung hat, um nötige Investitionen für die Zukunft selbst zu finanzieren.
Er zeigt, ob die flüssigen Mittel aus der landwirtschaftlichen Aktivität ausreichen um den Privatverbrauch, die Investitionen (Erneuerung des Maschinenparkes) und der Finanzierung, speziell die Tilgungen und die Schuldzinsen, zu decken. Basierend auf einer Stichprobe aus 399 landwirtschaftlichen Betrieben im Kanton Freiburg haben wir folgende Zahlen aufbereitet:
Um den Einfluss von sehr hohen und sehr tiefen Werten auf die Ergebnisse zu vermeiden wurde der Median-Wert gewählt. Zur Erinnerung, der Median zeigt den Wert des Betriebes der sich genau in der Mitte der Stichprobe befindet wenn man sich die Betriebe sortiert in einer langen Liste vorstellt.
Der Median der ganzen Stichprobe beträgt CHF 82‘026, das bedeutet das 50 % der Betriebe einen tieferen und 50 % der Betriebe einen höheren Wert aufweisen. Nur die Besten 25 % der Betriebe weisen einen Mittelfluss von über CHF 132‘077 aus, die restlichen 75 % liegen darunter. Auf vielen Betrieben reicht der Mittelfluss aus dem Betrieb häufig nicht aus, um sich langfristig weiter zu entwickeln. Daher sind viele auf einen Nebenerwerb angewiesen, um den Privatverbrauch, die Schuldentilgung und –verzinsung sowie alle anfallenden Investitionen zu finanzieren.
Bei der Betrachtung der Analyse vom Mittelfluss Betrieb vor Privat und Zinsen pro Hektare wurden grosse Unterschiede zwischen dem unteren und dem oberen Quartil sichtbar. Dabei wurde aber kein Zusammenhang mit der Grösse der Betriebe (nach ha LN) festgestellt.
Benoît Castella