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Was ist bei Fernrohren speziell?
Fernrohre sind afokale Systeme, sie haben bei der Einstellung ins Unendliche einen Systembrechwert von genau 0.0 dpt. Sie vergrössern den objektseitigen Sehwinkel zum bildseitigen Sehwinkel. Ein durch das Instrument beobachteter Gegenstand erscheint näher (bzw. näher), als er effektiv ist.
Durch ein Fernrohr wird ein weit entferntes Objekt wird durch das Instrument wiederum ins Unendliche abgebildet, dies ist möglich, wenn der bildseitige Brennpunkt vom Objektiv deckungsgleich mit dem objektseitigen Brennpunkt vom Okular ist. F’ Okular ist deckungsgleich mit F(quer) Objektiv.
Was muss man tun, damit man bei einer gegebenen Baulänge des Fernglases eine höhere Vergrösserung will?
ein langbrennweitiges Objektiv und
ein kurzbrennweitiges Okular verwendet werden.
Was sind Liinsenfernrohre?
Refraktoren
Was sind Spiegelfernrohre?
Reflektoren
Beugung & Auflösungsvermögen?
Aufgrund der Beugung wird ein Objektpunkt niemals punktscharf, sondern als Beugungsscheibchen abgebildet. Unter dem Auflösungsvermögen eines optischen Instruments versteht man die Fähigkeit, nahe beieinanderliegende Einzelheiten eines Objektes noch getrennt abbilden zu können. Je grösser die Öffnung der Aperturblende ist, desto grösser - bei einer guten Korrektur der Abbildungsfehler - das Auflösungsvermögen des Instrumentes.
Je kleiner die Aperturblende ist, desto grösser werden die Beugungsscheibchen.
Die Beugung beschränkt das Auflösungsvermögen & somit auch die förderliche Vergrösserung.
Da die Beugung von der Wellenlänge abhängig ist, wird das Auflösungsvermögen bei einer Vakuumwellenlänge von 550 nm angegeben.
Vergrösserung?
Das Auflösungsvermögen setzt der Vergrösserung Grenzen. Wenn die Auflösungsgrenze erreicht, aber nicht überschritten wird, spricht man von der förderlichen oder nützlichen Vergrösserung.
Wird das Auflösungsvermögen jedoch überschritten, so spricht man von einer leeren Vergrösserung.
Eine kleinere Vergrösserung ist vorteilhaft, da das Instrument ein grösseres Sehfeld hat & das Zittern weniger stört.
Blenden & Austrittspupillen?
In einem Fernglas sind üblicherweise eine Aperturblende & eine Gesichtsfeldblende (bestimmt Sehfeld) montiert. Die Austrittspupille (AP) ist das Bild der Aperturblende, welches durch das Okular erzeugt wird. Die AP des Instrumentes ist idealerweise am gleichen Ort, wie die EP (Eintrittspupille) vom Auge & hat im besten Fall den gleichen Durchmesser.
Ist die AP vom Instrument grösser als die EP vom Auge, so können nicht alle Lichtstrahlen, die das Instrument verlassen, ins Auge eindringen, auch nicht, wenn die AP vom Fernglas deckungsgleich mit der EP des Auges ist.
Je grösser die Öffnung der Feldblende ist, desto grösser ist das Sehfeld.
Hier hat das Objektiv einen positiven Brechwert & das Okular einen negativen, man sieht ein gleichgerichtetes Bild, die AP ist im Instrument & niemals am Ort der EP vom Auge, deshalb sind das Sehfeld & die Lichtstärke eingeschränkt & es können keine Feldblenden & keine Skalen montiert werden, da das Zwischenbild virtuell ist. Dieses Fernrohr besteht vereinfacht aus einer langbrennweitigen Konvexlinse & einer kurzbrennweitigen Konkavlinse. Man sieht ein gleichgerichtetes bzw. Aufrechtes & seitenrichtiges Bild.
Das positive Objektive erzeugt ein virtuelles, gegengerichtetes Zwischenbild, welches durch das negative Okular ins Unendliche abgebildet wird.