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Tips zur Verminderung der Nebenwirkungen von Ritonavir- Sirup
Die Sirup-Formulierung von Ritonavir wurde bisher hauptsächlich zur Behandlung der HIV-Krankheit bei Kindern eingesetzt. Damit die Kinder die bitter schmeckende Flüssigkeit nicht gleich wieder ausspuckten haben Eltern und Pädiater Kniffe und Tricks entwickelt, von denen möglicherweise auch Erwachsene profitieren können:
Lutschen Sie an einem Eiswürfel oder Eiscreme, bevor Sie den Sirup einnehmen. Nehmen Sie vor der Einnahme des Sirups - und unmittelbar danach nochmals - einen Löffel Schokoladen-Aufstrich (z.B. Nutella®) ein. Essen Sie sehr salzige Speisen - Erdnüsse, Mandeln, Chips oder andere Snacks, Oliven, Sardellen etc. - unmittelbar vor und nach der Einnahme des Sirups.
Das Wirkungsprinzip beruht auf einer starken Reizung und/oder Überschichtung der Geschmackknospen mit einem angenehmen Aroma vorgängig zur Einnahme von Ritonavir-Sirup, damit der Geschmack des Sirups weniger wahrgenommen werden kann. Das Mischen von Ritonavir-Sirup mit anderen Flüssigkeiten, Eiscreme etc. ist häufig weniger erfolgreich, da der Geschmack von Ritonavir-Sirup andere Aromen an Intensität übertrifft.
Versuchen Sie den vorgängig mit z.B. Schokoladenmilch verdünnten Ritonavir-Sirup mit einem Strohalm direkt an die Rachhinterwand zu saugen oder mit einer Spritze direkt an die Rachenhinterwand zu spritzen und so den Kontakt des Sirups mit den auf der Zunge gelegenen Geschmacksknospen soweit wie möglich zu verhindern.
Bei Menschen, die den Sirup trotz obiger Massnahmen nicht tolerieren und für die keine anderen Behandlungsmöglichkeiten bestehen kann, nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten um die Geschmacksknospen zu betäuben der Einsatz von lokal anaesthesierenden Medikamenten versucht werden. Dabei ist auf Begleiterkrankungen und mögliche Wechselwirkungen zwischen Ritonavir und den eingesetzten Substanzen und zu achten!
adaptierte Übersetzung, nach Dr. Tina Tan, Chicago, zitiert in „Search for a Cure“
M.Flepp 20.08.98
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