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Design-Build
«Design build is a contracting method that provides an owner with a single point of responsibility for a project. But its real power lies in the collaboration and teamwork that it inspires among the team members. This level of collaboration is what can allow for real innovation to happen in our industry.»
Das SIA Leistungsmodell wurde vor Jahrzehnten nach dem linearen System Design-Bid-Build aufgebaut als logische Konsequenz des Umstandes, dass die Kommunikations-Werkzeuge einen integrierten Ansatz noch nicht zugelassen haben. Das Überdauern dieses Systems führt heute auf unseren Projektabwicklungen immer noch zu Problemen, die man in der heutigen Zeit nicht erwarten würde.
In einer integrierten Immobilienwelt ist klassische Design-Bid-Build-Prozess fehl am Platz. Bauherren sollten deshalb in jedem Fall die alternativen Projektabwicklungsmethoden evaluieren. Die Wahl sollte in Abhängigkeit zu den eigenen Bedürfnissen und den spezifischen Projektanforderungen erfolgen.
Die Methode «Construction Manager» entspricht in der Schweiz dem Bauherren-Berater-Modell. Typischerweise wird die Bau-Abwicklung in Einzelvergabe ausgeführt oder vor der Ausführung in ein GU-/TU-Modell überführt. In diesem Modell fehlt die Integration der ausführenden Unternehmung in den Planungsprozess, was hinsichtlich der angestrebten Digitalisierung der Baustelle einen entscheidenden Nachteil darstellt.
In heutigen Gesamtleistungswettbewerben werden in der Schweiz – je nach Anbieter - die Methoden «Construction Manager at risk» (Gesamtleister ohne ausführende Unternehmungen im Team) und «Design-Build» (Gesamtleister mit ausführenden Unternehmungen in der eigenen Firma oder im Werkgruppen-Modell) angewendet. Perspektivisch bietet sich damit hinsichtlich der Zielsetzung einer digitalen Baustelle vor allem das Design-Build-Modell an.
Das Werkgruppen-Modell ist im Kontext von Design-Build als Zusammenarbeitsmodell in neuen Ecosystemen zu verstehen (vgl. Why The Branch).
Für professionelle Bauherren mit ausgeprägter Kosten- und Prozesskompetenz auf dem Niveau eines Gesamtleisters kann die IPD-Methode (Integrated Project Delivery) zusätzlich eine Alternative werden. Sie ist derzeit in Forschung&Entwicklung ein grosses Thema und auch in einigen Pilotprojekten angewendet worden. In dieser Methode ist vorgesehen, die Bauherren vertraglich, finanziell und prozessual in die Projektabwicklung zu integrieren, was führungstechnisch derzeit noch sehr (wahrscheinlich zu) anspruchsvoll ist. In der Konsequenz dürfte die Methode zukünftig vor allem dort Potenzial haben, wo ein Gesamtleister auch Bauherr ist, wodurch die Reichweite des Modelles beschränkt bleiben dürfte.