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In den frühen 1920er Jahren kam vom Gemeinderat Seebach die Initiative, der permanenten Finanznot der Gemeinde mit einer Fusion mit Örlikon zu begegnen. Da Seebach mit diesem Problem nicht alleine war, griffen auch Schwamendingen und Affoltern diese Idee auf und es entstand der Begriff von Gross-Örlikon. Bald einmal organisierten die vier betroffenen Gemeindenbehören eine Konferenz und besprachen das Für und Wider einer solchen Gemeindefusion.
Dabei ergriff auch Gemeindepräsident Näf von Örlikon das Wort und vertrat die Auffassung, dass Örlikon dank seinen guten finanziellen Verhältnissen zwar einen wesentlichen Teil zum Unterhalt einer solchen Grossgemeinde beitragen könnte, doch wäre vermutlich längerfristig auch das reiche Örlikon nicht in der Lage, diese Kosten längerfristig alleine abzudecken. Er sah voraus, dass man die Steuern von Anfang an ziemlich hoch hätte ansetzen müssen, was mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Abwanderung von Industrie und Kapital geführt hätte. Daher war man von Örliker Seite her an der Idee eines Gross-Örlikons nicht interessiert und favorisierte den Anschluss an Zürich.
Da bereits andere Gemeinden Gesuche um Aufnahme in die Stadt Zürich eingereicht hatten, wollte man den Anschluss nicht verpassen und die Gelegenheit nutzen, gleichzeitig mit diesen Gemeinden aufgenommen zu werden. Mit einer Initiative wurde dies 1925 ein erstes Mal versucht, wobei die 1929 erfolgte Volksabstimmung negativ ausging. Ein zweiter Anlauf, welcher dann mit einem gleichzeitigen Finanzausgleich verbunden war, schaffte dann 1931 die Hürde der Volksabstimmung im Verhältnis 2:1 deutlich.
Damit war die Idee eines Gross-Örlikons endgültig ausgeträumt.