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Jonathan ist schon von acht Internaten geflogen. Als er in Leipzig ins Internat kommt, nimmt sich der Internatsleiter Justus seiner an. Und auch die Jungs aus seinem Schlafsaal werden schnell seine Freunde: der besonnene Martin und der schmächtige Uli ebenso wie der experimentierfreudige Kreuzkamm junior und der stets hungrige Kraftprotz Matz. Die vier zeigen Jonathan ihren Geheimtreff, einen alten Eisenbahnwaggon auf einem Brachgrundstück, als sie von einem mysteriösen Mann, dem "Nichtraucher" überrascht werden, der ebenfalls einen Schlüssel zu ihrem Eisenbahnwaggon besitzt...Der "Nichtraucher" ist aber nicht der einzige, der Jonathan und seine Freunde in Atem hält. Da gibt es auch noch die Externen, mit denen die Internatsschüler ständig im Clinch liegen und deren hübsche Bandenchefin Mona. Und schliesslich ist da noch der Text zu einem Theaterstück namens "Das fliegende Klassenzimmer", den die Jungs zufällig im Eisenbahnwaggon gefunden haben. Als sie sich mit Begeisterung auf die Proben für die anstehende Weihnachtsaufführung stürzen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit in alten Wunden bohren und eine Kette turbulenter Ereignisse auslösen.
Portrait
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Ulrich Noethen, 1959 in München geboren, Absolvent der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, begann seine Schauspielkarriere 1985 am Freiburger Theater. Nach zwei Jahren im dortigen Ensemble arbeitete er unter anderem am Schauspiel Köln, an der Staatlichen Schauspielbühne Berlin und am Staatstheater Stuttgart. Anfang der 90er Jahre wechselte er zum Fernsehen und spielte u. a. in "Tatort". Seitdem war er in Kinofilmen sowie in unzähligen TV-Produktionen zu sehen. Er wurde mit dem Goldenen Löwen, der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Filmpreis, dem Bundesfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Sebastian Koch, geb. 1962 in Karlsruhe, ist einer der herausragendsten Charakterdarsteller Deutschlands. Er spielte u.a. in den preisgekrönten Filmen 'Der Mann mit der Maske' und 'Der Tunnel' und wurde in 'Der Tanz mit dem Teufel', 'Die Entführung des Richard Oetker'und 'Die Manns' mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Für seine Rolle in Speer und ich hat er den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler erhalten. Piet Klocke wurde am 20.12.1957 geboren. Er verdiente damals monatlich so gut wie nichts. Seine Mutter, Maria Lamijon, stammt aus "Metz", deren 1. Mannschaft sich gegen "Toulouse" eines der spannendensten Spiele des letzten Jahrhunderts lieferte. Sie studierte Operngesang an der Folkwangschule, was sich aber in keinster Weise auf die unerklärliche Aversion des Sohnes gegen die meisten Musicals auswirkte. Piet spielte, als Pubertätsersatz sozusagen, Hallenhandball, Memory und klassische Gitarre. Singen konnte er nie, von daher kam ihm die Punkmusik wie gerufen ("The Tanzdiele", "Kamikaze Orkester", "Sklaven der Liebe" und "Agentur Abendangst"). Piet Klocke, Humorist, Filmmusiker, Autor und Hobbyfussballer, hält es mit der Relativitätstheoretiker A. Einstein: "Die Räume sind zeitweise extrem zugestellt."
Jonathan bekommt eine letzte Chance, nachdem er bei allen Internaten, in denen er war, rausgeflogen ist, landet er nun in Leipzig bei den Thomanern. Dort lernt er schnell einige Jungen kennen und lernt, was wahre Freundschaft bedeutet. Aber natürlich ist nicht alles so einfach, denn die Thomaner stehen im...Jonathan bekommt eine letzte Chance, nachdem er bei allen Internaten, in denen er war, rausgeflogen ist, landet er nun in Leipzig bei den Thomanern. Dort lernt er schnell einige Jungen kennen und lernt, was wahre Freundschaft bedeutet. Aber natürlich ist nicht alles so einfach, denn die Thomaner stehen im ewigen Kampf mit den Externen des Internats. Diese stehlen dann auch die Noten des Chores, ausgerechnet bei der Fernsehaufnahme des Weihnachtsoratoriums. Daraufhin müssen sich die Jungs entscheiden: Sollen Sie den Zorn des Chorleiters auf sich ziehen, in dem sie die Aufführung verlassen, oder ihren Freund im Stich lassen.
Literaturverfilmungen sind ja immer
schwierig und schaffen es selten, das Buch wirklich wiederzugeben. In diesem Fall ist dies jedoch geglückt. Diese Neuverfilmung des Klassikers von Erich Kästner verlegt die Geschichte in das Internat des Thomanerchors in Leipzig, weshalb auch keine Diktate gestohlen werden, sondern Noten. Außerdem macht die hervorragende Besetzung, u.a. Piet Klocke und Ulrich Noethen, diesen Film zu einem Erlebnis.