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Ein Begriff den ich so noch nicht kannte. Klienten kommen jedoch oft in die Praxis, weil sie gerade unter der Parentifizierung im Erwachsenalter leiden. Kurz gesagt: Vom Versuch, die Eltern glücklich zu machen. In der Fachsprache, die Rollenumverteilung innerhalb einer herkömmlichen Familienstruktur. Was das für Folgen haben kann ist nicht zu unterschätzen.
Eine 30-jährige Frau schildert, dass sie mit einer Drogen – und Alkoholabhängigen Mutter aufgewachsen ist. Der Vater war meist abwesend war, wenn er jedoch da war, gab es nur Streit der oft in Gewalt zwischen den Eltern ausartete.
Als sie noch ganz klein war erzählte sie, hat sie sich immer an die Mutter gekuschelte und sie umarmt, wenn diese wieder wie so oft, leblos auf dem Sofa lag.
Der Geruch von Alkohol und Unsauberem würden ihr heute noch zu schaffen machen. Mit zunehmendem Kindesalter musste sie Einkaufen, Kochen und irgendwie den chaotischen Haushalt führen. Wenn der Vater zu Hause war, machte sie sich immer ganz klein. Sie verkroch sich unter ihrem Bett und kam erst wieder hervor, wenn er wieder gegangen war. Die Mutter weinte und machte ihre Vorwürfe, dass sie ihr nicht zur Hilfe gekommen sei.
In die Praxis kommt sie heute, weil sie unter diffusen Ängsten leidet. Sie hat grosse Schuldgefühle, begleitet von Panikattacken. Auch leide sie unter einem geringen Selbstwertgefühl. Ihre Emotionen kann sie kaum regulieren. Read more