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Jacqueline Grischott - Abschluss 2003
Jacqueline Grischott, 55, Cabarete, Dominikanische Republik
Ich habe von 2003 bis 2007 an der ibW einen Spanisch-Kurs besucht. Wir waren eine lustige Truppe, die älteste Studentin war 80 Jahre alt. Jedes Jahr haben wir uns sicher zwei spanische Filme angeschaut. Dies war für die meisten Studenten jeweils ein Höhepunkt, ich aber bin immer wieder eingeschlafen! Wir waren eine reine Frauengruppe, nur ein Semester lang machte auch ein Mann mit. Das Interesse für die Sprache ging sogar so weit, dass wir gemeinsam Reisen unternommen haben. Natürlich in Länder, wo „unsere“ Sprache gesprochen wurde.
Aus Langeweile und Gwunder habe ich angefangen, Spanisch zu lernen. Privat hatte ich in der Schweiz ein grosses soziales Netz, bin Ski gefahren, war im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank, war in der Vormundschaft als Aktuarin und im Kirchenvorstand. Beruflich war ich bis Dezember 2007 als Zivilstandsbeamtin tätig. Seit 1994 war die Dominikanische Republik unser Urlaubsziel. Im Januar 2005 beschlossen mein Mann und ich, in die Dominikanische Republik auszuwandern, Ende 2007 sind wir tatsächlich gegangen. Wir haben das Geschäft aufgegeben und wohnen jetzt in Cabarete. Diese Bucht ist wegen des Kite-Weltcups und Windsurfens bekannt.
Die ersten zwei Jahre habe ich als Hotelmanagerin gearbeitet. Dabei haben mir meine Spanisch-Kenntnisse sehr geholfen. Bis ich das Spanisch der Einheimischen verstanden habe, dauerte es eine Weile. Dieses Jahr habe ich aus gesundheitlichen Gründen aufgehört. Jetzt bin ich das erste Mal ohne Arbeit; und das, wo ich sehr gern arbeitete und die Kontakte sehr genossen habe. Dafür hatte ich Zeit, einen Kurzbesuch nach Vancouver an die Olympischen Spiele zu machen. Mein Sohn, Conradign, hatte sich für die Spiele qualifiziert und so liess ich es mir nicht nehmen, ihn an seinem Wettkampf (Skicross) mit der Schweizer Fahne und lauten Anfeuerungen zu unterstützen.