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… mit dem wunderschönen Namen Chiesa del Santissimo Salvatore …
… liegt an der Piazza Duomo, am Fusse eines 270 Meter hohen Kalksteinfelsen, der zum Gebirge vom Rocca di Cefalû gehört.
König Roger II. wurde 1130 zum König von Sizilien gekrönt. Im gleichen Jahr ist er mit seinem Schiff in einen Sturm geraten. Mit viel Glück konnte er sich an die Küste von Cefalû retten. Aus Dankbarkeit liess er die damalig kleinere benediktinisch-cluniazensischer Kirche zu einem Dom ausbauen. Sie sollte zukünftig im normannisch-arabischen Stil erstrahlen.
Die unteren Teile der massiven Wehr-Türme stammten von der ursprünglichen Kirche und wurden in ihrem Baustil bis heute erhalten. Der von Roger II beauftragte Erweiterungs-Bau der Kirche wurde ständig unterbrochen und verzögerte sich übers 14. und 15. Jahrhundert. In einer späteren Phase wurden die ursprünglichen Rosettenfenster (oberhalb vom Portikus) zugemauert, um im Innenbereich mehr Flächen für die Mosaikbilder zur Verfügung zu haben.
Diese so entstandenen Blendenarkaden mit ihren überkreuzenden Bögen ähneln (wie damals üblich) der arabisch – normannischen Baukunst. Hingegen eher gotisch zeigt sich der von Ambrogio da Como im Jahre 1472 erweiterte Eingangsbereich. Dieser aus Kalkstein gemauerte Portikus gleicht architektonisch dem Marmor-Portikus vom Dom von Monreale.
Je eine Marmorsäule mit geschnitztem Kapitell (Säulenkopf) …
… stützt eine schlicht gemauerte Bogenreihe und in ebenso trivialer Konstruktion das gotische Deckengewölbe. Desgleichen zeigen sich die Wände der Eingangshalle nüchterner und schmuckloser, als in Monreale oder in Palermo
wie ebenfalls das massive Holz-Eingangstor (vierzig eingelassene Rechtecke, jedes mit einem anderen Ornament geschnitzt).
Gesamthaft gesehen hatte König Wilhelm II (Wilhelm der Gute), also der Enkel von Roger II mit dem Bau der Kathedrale von Monreale auf dem Monte Caputo seinen Grossvater prunk- und grössenmässig übertroffen; und erst noch in einer kürzere Bauzeit in den Jahren 1172 bis 1176.
Denn der dreischiffige Innenbereich der Kirche …
… wirkt ebenfalls etwas schlichter – trotzdem sehr anspruchsvoll und wunderschön.
Dieses “Mosaikbild” vom Christus Pantokrator wäre ebenfalls im oberen Chorraum zu besichtigen gewesen. Es hat praktisch die genau gleiche Darstellung (Bedeutung) wie die bereits beschriebene von der Kathedrale Monreale . Obige Aufnahme habe ich in Cefalu an einer Aussenfassade entdeckt und geblitzt … Ebenfalls fehlen Fotos von den 2002 erstellten Glasfenstern von Michele Canzoneri, den Grabmäler (unter anderem das Grab von Roger II), sowie diverser Skulpturen und dem Taufbecken aus Muschelkalk.
Um so mehr habe ich brauchbare Fotos vom wunderschönen Aufgang zum Dom …
… vom umzäunten Vorhof …
… und flankierendenSkulpturen auf hohen Steinsockeln …
… wie zum Beispiel diesem König – etwa Roger der Zweite?
… oder diesem Heiligen, etwa Santissimo Salvatore?
… oder einem Bischof, vielleicht Locelomus?
Das ist eindeutig ein Tor. Zum Glück mitsamt dem Zaun aus Eisen - ansonsten hätten wir plötzlich, wie es Christian Morgenstern in seinem Zaun-Gedicht beschreibt, ein klitzekleines Problem:
Der Lattenzaun
Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends plötzlich da -
und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein großes Haus.
Der Zaun indessen stand ganz dumm,
mit Latten ohne was herum,
Ein Anblick gräßlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri- od- Ameriko.