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Moody's hat Spanien eine Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit angedroht. Die Bewertung der spanischen Bonität mit Aa2 werde überprüft, teilte Moody's mit, eine neuerliche Herabstufung sei möglich.
Sollte es tatsächlich zu einer Herabstufung kommen, wäre eine Stufe auf Aa3 wahrscheinlich. Dies gilt immer noch als sichere Anlage, wenngleich ein leichtes Ausfallrisiko besteht.
Grund der Prüfung sei die zunehmende Anfälligkeit der spanischen Staatsfinanzen. Zudem dürfte der Finanzierungsdruck auf die Südeuropäer nach dem neuen Rettungspaket für Griechenland wachsen.
Euro unter der Marke von 1,43 Dollar
Je schlechter die Bonität eines Staates beurteilt wird, desto teurer und schwieriger wird es für diesen, sich Geld zu besorgen.
Der Kurs des Euro fiel nach den Moody's-Aussagen unter die Marke von 1,43 US-Dollar. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4283 Dollar, nachdem sie zuvor ein Tagestief bei 1,4263 Dollar erreicht hatte.
Für ihre Einstufungen verwendet Moody's einen Buchstabencode: Die Skala beginnt mit der Bestnote Aaa (Englisch: «Triple A»). Es folgen Aa, A, Baa, Ba, B, Caa, Ca, C. Zudem werden die Ratings jeweils mit Zahlen von eins bis drei unterteilt. Aa1 ist also besser als Aa2. Ab der Note Ba1 beginnt der spekulative Bereich, der auch «Ramsch» (Englisch: «Junk») genannt wird. Die Skala reicht bis C - das bedeutet, dass ein Ausfall des Schuldners eingetreten ist.
Die beiden anderen Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch verwenden leicht abgewandelte Buchstabencodes.
(tno/laf/sda/awp)
Staat
S&P
(Stand: 29.07.2011)
Fitch
(Stand: 28.07.2011)
Moody's
(Stand: 29.07.2011)