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Vor über 40 Jahren fuhr ich mit dem LKW Fertighäuser von Belgien nach Riad in Saudi-Arabien.
Bei diesen Fahrten lernte ich die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der arabischen und der Balkan Bevölkerung kennen und schätzen.
Im Jahre 1991 wurde der albanische Staatsführer gestürzt.
Daraufhin entstanden grössere Unruhen in Albanien. Die Leidtragenden waren die Ärmsten der Bevölkerung.
Da beschloss ich den Armen zu helfen und fing an Sachen zu sammeln die dort gut gebraucht werden konnten.
Lebensmittel, Kleider und Gebrauchsartikel.
Als ich nach Albanien Hilfsgüter lieferte, ging es nicht mehr lange wurde auch der rumänische Staatsführer gestürzt.
Bis dahin habe ich alles in meiner Freizeit gemacht.
Als nun auch noch in Rumänien Unruhen ausbrachen reichte meine Freizeit nicht mehr aus um genügen Hilfsgüter sammeln zu können.
So beschloss ich zweimal im Jahr in Erlenbach offiziell am Bahnhof zu sammeln.
Daraufhin lieferte ich auch Hilfsgüter nach Rumänien.
So sammelte ich einige Jahre Hilfsgüter für Albanien und Rumänien bis der Jugoslavienkrieg ausbrach.
Während dem Kroatienkrieg (JU) 1991 - 1995 fuhr ich, zusätzlich zu Rumänien,
jeden Monat eine ganze LKW-Ladung Hilfsgüter abwechselnd nach Bakraz, Vukovar und Zagreb.
1998 brach der Krieg im Kosovo aus und dauerte bis zum 10. Juni 1999.
Auch in dieser Zeit fuhr ich jeden Monat einmal nach Pristina und nach Tetovo.
In Tetovo verteilten die Hilfsgüter El Hilal (roter Halbmond)
und in Pristina verteilte die Hilfsgüter der Mutter Theresa Verein.
Im ganzen Jugoslavienkrieg erlebte ich es oft, dass wenn ich durch Gefechtsgebiete gefahren bin,
minutenlang über den Lastwagen geschossen worden ist.
Die Truppen waren darüber informiert dass ich Hilfsgüter bringe und demonstrierten so ihre Präsenz und Macht.
Ihre Schüsse flogen knapp 2 Meter über den Lastwagen, was man in der Nacht gut sehen konnte.
Da ich die Gebiete gut kenne, fuhr ich auch mehrheitlich in der Nacht ohne Licht, damit ich kein gutes Ziel abgebe.
Trotz guter Absichten und Wohlwollen war es nie eine Kaffefahrt in die Krisengebiete.