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Ondansetron und Venlafaxin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen und Serotoninsyndrom
Mechanismus
Beide Substanzen können die QT-Zeit verlängern, ein additiver Effekt ist möglich. Zudem wirken beide Arzneimittel serotoninerg, in Kombination ist das Risiko eines Serotoninsyndroms erhöht.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. Für Venlafaxin wurden ebenfalls Fälle von QT-Zeit-Verlängerung beschrieben [Bavle A, 2015], insbesondere bei Überdosierung [Howell C, 2007]. Eine additive Verlängerung der QT-Zeit ist, insbesondere bei Risikofaktoren, nicht auszuschliessen. Nach gleichzeitiger Behandlung mit Ondansetron und anderen serotoninergen Arzneimitteln wurde das Auftreten des Serotoninsyndroms beschrieben [Gollapudy S, 2012], ebenso für Venlafaxin [Decoutere L, 2012][Pan JJ, 2003]
Empfehlung
Bei gleichzeitiger Gabe von Ondansetron und Venlafaxin sollte der Patient auf Anzeichen eines Serotoninsyndroms (z.B. Unruhe, Tachykardie, Tremor und Myoklonie) monitorisiert werden. Zudem sollten regelmässige EKG-Kontrollen erfolgen, insbesondere wenn Risikofaktoren für Arrhythmien (z.B. Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie) vorliegen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018