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Am Freitag besuchte ich im Historischen und Völkerkundemuseum in St.Gallen die Ausstellung „Verdingkinder reden“. Diese Ausstellung (mit vielen Tondokumenten) ist sehr eindrücklich und ich möchte sie allen Personen, die in der Schweiz leben wärmstens empfehlen.
An der Ausstellung habe ich viel Neues über die Verdingkinder und ihre Geschichte gelernt. Ich habe dort aber auch etwas gelernt, was ich nicht erwartet hätte dort zu finden. Diese Information möchte ich nun mit Ihnen teilen.
Ist Ihnen das Buch „Die schwarzen Brüder“ ein Begriff? In diesem Jugendbuch wird die Geschichte der Spazzacamini erzählt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden kleine Jungen aus dem Tessin nach Mailand verkauft um dort als Kaminfeger (Spazzacamini) zu wirken. Diese Jungen hatten kein schönes oder angenehmes Leben, ihre Tage waren geprägt von Sorgen und Nöten.
Als Autorin des Buches gilt Lisa Tetzner.
An der Ausstellung habe ich nun aber gelernt, dass das Buch von Lisa Tetzner und ihrem Mann Kurt Kläber geschrieben wurde. Laut Wikipedia sei der Jugendroman zwar von Tetzner begonnen worden, vollendet hätte ihn aber Kläber. Weshalb wurde der Roman denn nicht unter dem Namen von Kurt Kläber veröffentlicht? Kurt Kläber lebte damals als politischer Flüchtling in der Schweiz (1948 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht), es war ihm nicht gestattet etwas zu publizieren.
Und wer verbirgt sich hinter dem Namen Kurt Kläber? Es ist Kurt Held, der auch „Die rote Zora“ geschrieben hat.
Ich kannte zwar „Die schwarzen Brüder“ und ich kannte auch „Die rote Zora“, ich wusste aber nicht, dass die Bücher denselben Autoren haben. Das macht Kurt Held gleich doppelt sympathisch.
„Die schwarzen Brüder“ haben wir momentan nicht im Angebot. Wir haben aber andere Bücher von Kurt Held und Lisa Tetzner. Mit einem Klick aufs Buch gelangen Sie zur Verkaufsseite.