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Die Great Ocean Road in Australien ist eine der bekanntesten Küstenstrassen und eine der Top Touristenattraktionen in der Region von Melbourne. Die kurvenreiche Strasse verläuft entlang der Küste und führt zu vielen bekannten Plätzen wie Bells Beach, die 12 Apostel und die London Bridge. Wenn du das erste Mal dieser wunderschönen Strasse entlang fährst, haben wir für dich einige Tipps und Empfehlungen zusammengestellt. 18 Stopps, die du entlang der Great Ocean Road nicht verpassen solltest.
Wir empfehlen, aus eigener Erfahrung, die Great Ocean Road in Australien wenn möglich von Osten nach Westen zu befahren. Da du in Australien ja auf der linken Strassenseite fährst, bist du so näher am Meer. Zudem ist es auch viel einfacher unterwegs am Strassenrand zu stoppen, wenn du von Osten nach Westen fährst. Du kannst so in aller Ruhe fotografieren und die Aussicht geniessen.
Wusstest du, dass die Great Ocean Road in Australien ein Kriegsdenkmal ist? Die Great Ocean Road ist den Soldaten gewidmet, die während des ersten Weltkrieges gefallen sind. Die Great Ocean Road wurde von 3‘000 zurückgekehrten Soldaten in Gedenken an die gefallenen Kameraden zwischen 1919 und 1932 erbaut. Im Jahre 1932 wurde die Great Ocean Road offiziell als grösstes Kriegsdenkmal der Welt eröffnet.
Wenn du genügend Zeit hast, würden wir mindestens drei Tage für die Fahrt entlang der Great Ocean Road empfehlen. Von Melbourne ist es nur eine kurze Fahrt von etwa 1.5 Stunden bis nach Torquay, dem östlichen Start der 243 Kilometer langen Great Ocean Road oder B100.
Torquay (Start der Great Ocean Road in Australien)
Torquay ist der östliche Start der Great Ocean Road in Australien. Dieser Ort ist bekannt für ihre Surfstrände wie Jan Juc und der weltberühmten Bells Beach am südöstlichen Ortsende. In der Region dreht sich alles um die Surfindustrie und die Surfkultur wird hier zur Lebensphilosophie. Es ist der Geburtsort von weltbekannten Surfbrands wie Rip Curl, Piping Hot und Quiksilver. Auch heute haben einige dieser Firmen ihren Firmensitz hier. Wenn du mehr über die Geschichte erfahren möchtest, lohnt sich ein Besuch im Surf World Museum.
Bells Beach (4km)
Bells Beach ist der bekannteste Surfstrand von Australien. Jedes Jahr findet hier der Rip Curl Pro Easter Classic Surfevent statt. Wenn du Surfern zuschauen möchtest, gibt es gute Aussichtspunkte, wo du den Pros zuschauen kannst. Wenn du Surfer bist, dann sei dir bewusst, dass Bells Beach nur für erfahrene Surfer geeignet ist. Die Wellen brechen über einem Riff und es kann sehr gefährlich sein. Wenn du Anfänger bist, setze nicht deine Gesundheit aufs Spiel und überlasse den Spot den Pros. Wenn du Surfen lernen oder es einfach nur versuchen möchtest, dann gibt es genügend Strände mit einfachen Bedingungen für Anfänger und Surfschulen in der Umgebung.
Aireys Inlet (28km)
Der Split Point Leuchtturm oder auch `The White Queen` wie er von der lokalen Bevölkerung genannt wird, ist 34 Meter hoch und wurde im Jahre 1981 erbaut. Du kannst an einer Führung teilnehmen und die Treppen zum Balkon unterhalb des Lampenhauses hochklettern, um die Aussicht zu geniessen. Gleich neben dem Leuchtturm hat es einen Aussichtspunkt, von welchem aus du die Küste und die vorgelagerten Felsformationen Eagle Rock und Table Rock sehen kannst. Du musst also nicht unbedingt auf den Leuchtturm steigen.
Eastern View (34km)
Bei Eastern View, ausserhalb von Aireys Inlet, lohnt sich ein Stopp beim Great Ocean Memorial Arch und der Digers Statue. Dieses Denkmal wurde in Gedenken an die zurückgekehrten Soldaten errichtet, welche die Great Ocean Road zwischen 1918 und 1932 hauptsächlich durch anstrengende Handarbeit erbaut haben.
Lorne (47km)
Lorne ist ein kleiner, gemütlicher Ort an der Great Ocean Road. Der Ort hat nur gerade 1’000 Einwohner, in der Hochsaison im Januar schnellt die Bevölkerung aber um das Zehnfache in die Höhe. Der Pier ist ein guter Ort für Fischer. Wir haben sogar einen Seehund gesehen wie er nach Fischen gejagt hat. Neben dem Pier verkauft die Fisch Kooperation frisch gefangenen Fisch und Meeresfrüchte. Wenn du Hunger hast, kannst du auch im Restaurant gleich neben dem Pier den frischen Fang verköstigen. Wir haben hier für unsere Mittagspause gestoppt. Wenn du übernachten möchtest, gibt es zwei Pubs und eine grosse Auswahl an verschiedensten Unterkünften.
Apollo Bay (92km)
Der malerische Ort Apollo Bay, im Herzen der Great Ocean Road, ist der perfekte Zwischenstopp für einen Kaffee, eine Mittagspause oder einen Spaziergang entlang des Strandes. Wenn du übernachten oder gleich ein paar Tage hier bleiben möchtest, dann gibt es eine grosse Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Du kannst Surflektionen nehmen, Tauchen gehen oder mit dem Kajak die Umgebung erkunden.
Cape Otway (123km)
Das Cape Otway liegt etwa in der Mitte der Great Ocean Road. Es lohnt sich sehr von der Great Ocean Road abzubiegen und Cape Otway zu erkunden. Der Great Otway Nationalpark bietet Regenwald, Flüsse, Wasserfälle und eine artenreiche Tierwelt. Du kannst auch die Cape Otway Leuchtturmstation besuchen. Allerdings musst du dich für die Besichtigung einer Tour anschliessen. Du kannst die atemberaubende Aussicht über die Küste geniessen und mehr über die Geschichte dieses Leuchtturms erfahren. Die Cape Otway Leuchtturmstation ist die älteste auf dem Festland Australiens und in ununterbrochenem Einsatz seit 1848. Wenn du campieren willst, dann bietet das Cape Otway die perfekten Bedingungen dazu. Es gibt kostenlose Campingplätze mit einfacher Infrastruktur inmitten der Wildnis. Du kannst den Regenwald und die Strände auf Wanderungen erkunden und dabei die Fauna und Flora des Cape Otways kennen lernen. Vergiss nicht in die Bäume zu schauen, es gibt viele Koalas die hier leben.
Gibson Steps (175km)
Über die Gibson Steps erreichst du den Strand, der an steilen Klippen entlang führt. Unten angekommen, kannst du die Felswände und Felsformationen von Nahem bestaunen. Du kannst die Urgewalt des Meeres spüren und den steilen Klippen emporschauen. Du kannst die Felswände anfassen und fühlen, wie weich die Felsen sind und wie schnell diese abbröckeln. So kannst du auch verstehen, wieso die Küste und deren Felsformationen in konstantem Wandel sind und sich ständig verändern. Wenn du am Strand und den Klippen entlang wanderst, denke an die Gezeiten. Wir haben Leute gesehen, die um einen Fels gegangen sind und von der Flut überrascht wurden. Sie mussten durch das Wasser waten und kamen völlig durchnässt zurück.
Twelve Apostles (176km)
Nun hast du die bekannteste Touristenattraktion der Great Ocean Road erreicht. Bereits auf dem Parkplatz wird dir das bewusst werden. Der Parkplatz ist riesig und voller Autos. Alle paar Minuten stoppt ein Bus und es strömen weitere Touristen der Küste entgegen. An manchen Tagen fühlt es sich an wie ein Besuch in einem Asiatischen Land. Parke dein Fahrzeug und tauche in den Touristenstrom ein. Lass dir Zeit bei der Besichtigung der dramatischen Küste und du wirst mit ein paar Sekunden der Ruhe und nachlassendem Touristenstrom belohnt werden. Die meisten Besucher hetzen nämlich den Pfaden entlang und sind auch rasch wieder verschwunden.
Loch Ard Gorge (180km)
Vom Parkplatz des Loch Ard Gorge aus hast du mehrere kurze Wandermöglichkeiten. Die Wanderpfade führen zu verschiedenen Aussichtsplattformen. Auf Schautafeln findest du zudem Informationen über das Schiffsunglück der Loch Ard im Jahre 1878.
Port Campbell (188km)
Ein weiterer kleiner Ort entlang der Great Ocean Road, der die besten Voraussetzungen für einen Zwischenstopp bietet. Es gibt Restaurants, Kaffees, Bäckereien und Einkaufsmöglichkeiten.
The Arch (194km)
Der Arch ist nur ein kurzer Fussmarsch vom Parkplatz entfernt. Am besten ist der Arch am Nachmittag zu fotografieren.
London Bridge (195km)
Dramatische Ereignisse haben sich an der London Bridge im Jahre 1990 abgespielt. Über einen weiteren Felsbogen war die London Bridge mit dem Festland verbunden. Doch dann ist plötzlich die Verbindung mit dem Festland zusammengebrochen und geblieben ist eine Bogenformation ohne Verbindung mit dem Festland. Dies ist das perfekte Beispiel für die kontinuierliche Veränderung der Küste. Wann immer du also an der Great Ocean Road entlang fährst, mache viele Fotos, denn du weisst nie, wann die nächste dramatische Veränderung dieser Küste stattfindet.
The Grotto (196km)
Wenn du das richtige Timing hast und das Grotto bei Flut besichtigst, dann kannst du sehen, wie das Meerwasser in den Felsenpool spritzt.
Peterborough (200km)
Wir haben im Caravan Park von Peterborough übernachtet. Es ist der perfekte Ausgangsort für den westlichen Teil der Great Ocean Road in Australien. Die Bay of Islands, die Bay of Martyrs, Das Grotto, die London Bridge und der Arch sind nur ein paar Autominuten von Peterborough entfernt. Es gibt ausserdem öffentliche Toiletten und Picknickplätze. Es gibt einen gut zugänglichen Strand und der Fluss eignet sich zum Fischen.
Bay of Martyrs (218km)
In der Bucht Bay of Martyrs kannst du nochmals ganz nahe die Gewalten des Meeres spüren. Ein kurzer Marsch führt dich zu einem geschützten Strand. Du kannst dem Strand entlang spazieren und einige Felsformationen aus nächster Nähe bestaunen. Vergiss aber nicht die Gezeiten im Auge zu behalten. Der Rückweg könnte durch die Flut versperrt sein. Erkundige dich am besten im Voraus über die Gezeiten, so kannst du nicht überrascht werden.
Bay of Islands (223km)
Für uns ist die Bay of Islands so etwas wie die versteckte Perle der Great Ocean Road in Australien. Es kommen viel weniger Touristen hierher als zu den 12 Aposteln. Die Bucht mit den Felsformationen und den riesigen Wellen, welche die Felsformationen umspülen, sind aber nicht weniger spektakulär. Es gibt verschiedene Aussichtsplattformen, die über du über Gehwege erreichen kannst. Die Aussicht über diese Felsformationen ist atemberaubend und sehr vielfältig. Lass dir genügend Zeit bei der Erkundung dieser Formationen und geniesse diese unbeschreibliche Küste ohne die hektischen Touristenmassen der 12 Apostel.
Allansford (243km)
Das Ende der Great Ocean Road in Australien.