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Grossbritannien: zehn Milliarden Pfund für Hinkley Point
Das Angebot einer Staatsgarantie für die Finanzierung des geplanten Kernkraftwerks Hinkley Point gab die britische Regierung zusammen mit der Ankündigung bekannt, GBP 100 Mrd. (CHF 144 Mrd.) für Infrastrukturmassnahmen wie Strassen-, Schienen- und Energie-Projekte bereitzustellen. Sie will damit die britische Wirtschaft ankurbeln. Danny Alexander – Chief Secretary to the Treasury – erklärte in einer Rede: «Ich kann mitteilen, dass wir eine Garantie in der Höhe von mehrerer Milliarden Pfund anbieten, um das neue Kernkraftwerk Hinkley Point zu fördern.» Vor dem Parlament bezifferte er die Summe später auf GBP 10 Mrd. (CHF 14,4 Mrd.). Das Finanzministerium erklärte, Hinkley Point sei für eine Infrastruktur-Staatsgarantie «vorqualifiziert».
Die EDF Energy plc plant, am Standort Hinkley Point im Südwesten Englands vorerst zwei Kernkraftwerkseinheiten mit einer Gesamtleistung von 3200 MW des Typs EPR zu bauen. Als Betreiberin des neuen Kernkraftwerks ist die NNB Generation Company Ltd. (NNB Genco) – eine Tochtergesellschaft der EDF Energy plc – vorgesehen. In März 2013 erteilte das Department of Energy and Climate Change (DECC) die Baubewilligung, die erste für ein Kernkraftwerk seit 1995.
Keine Subvention
Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der NNB Genco zu den möglichen Bedingungen eines Investitionsvertrages zum Bau von Hinkley Point werden laut der internationalen Kernenergie-Nachrichtenagentur NucNet weitergeführt. Es handle sich dabei nicht um eine Subvention. Das Geld werde der EDF zu kommerziellen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die EDF hatte im Mai moniert, dass ein sogenannter Differenzkontrakt für den zu produzierenden Strom (Contract for Difference, CFD) mit der Regierung vorliegen müsse, bevor das Unternehmen mit dem Bau beginnen könne.