Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/2621

Kuhsignal - Hofkatze frisst rohe Fleischbrocken
Eine Katze als "Kuhsignal"? Ja - denn sie ist ein Faktor für die Biosicherheit des landwirtschaftlichen Betriebs.
Denn es gibt Infektionserreger, die dadurch auf fleischfressende Hoftiere und von diesen wieder zurück auf Rinder übertragen werden können.
Sarkosporidien sind Parasiten, die einen solchen Übertragungsweg nutzen. Dadurch dass sie in der Muskulatur von Wiederkäuern erregerhaltige Zysten bilden, können sie einen herben wirtschaftlichen Schaden verursachen: Befallene Schlachttierkörper werden im Gesamten als genussuntauglich gestempelt.
Um eine Infektion von Rindern und Kühen zu verhindern, sollten (Hof)katzen und Hunde kein rohes Fleisch zu fressen bekommen.
Lesen Sie Ausführlicheres zu diesem Thema in unserem neuen Kuhsignal.
Sarkosporidien
Sarkosporidien sind Einzeller, die sowohl in Fleischfressern wie Füchsen, Hunden, Katzen und Menschen als auch in Pflanzenfressern wie Rindern, Schafen und Rehen parasitieren.
Im Darm des fleischfressenden Endwirts verursachen sie Durchfall und produzieren Eier, die dieser mit dem Kot ausscheidet.
In den pflanzenfressenden Zwischenwirten bilden sie erregerhaltige Zysten in der Muskulatur, weshalb befallene Schlachttierkörper weggeworfen werden müssen.
Der Beratungsartikel im kommenden Toro (04/2021) wird folgende Fragen zu diesem Thema klären:
• Was sind Sarkosporidien überhaupt?
• Wie kommen diese Erreger in einen Betrieb?
• Haben andere Rinder des Betriebs auch Sarkosporidien?
• Hat ein Schlachttierbefund noch andere Konsequenzen für einen Betrieb?