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Typische alpine Flechtenstandorte
Zwergstrauchheiden und alpine Rasen
(Stationen D, I)
Strauchflechten wie das Isländisch Moos (Cetraria islandica) und mehrere Arten von Becherflechten
(Cladonia) und Rentierflechten (Cladonia rangiferina und Cladonia arbuscula), wachsen zwischen Zergsträuchern und in lückiger Vegetation.
Windheiden (Stationen H)
Wurmflechte (Thamnolia vermicularis) und Schnee Tartschenflechte (Flavocetraria nivalis) sowie unscheinbare Krustenflechten wachsen beinahe konkurrenzlos an den windverblasenen, im Winter meist schneefreien Stellen.
Schneetälchen (Stationen F)
An Stellen mit sehr langer Schneebedeckung wächst Solorina crocea mit leuchtend oranger Unterseite.
Tintenstriche und alpine Bäche (Stationen B, E, G)
Obschon die meisten Flechten als Überlebenskünstler an stark austrocknenden Standorten anzutreffen sind, gibt es in der alpinen Stufe flechtenreiche Gesellschaften auf Rieselflächen, den sogenannten Tintenstrichen (mit der Flechte Ephebe lanata) und auf Blöcken in Bächen.
Kulmflächen und Vogelsitzplätze (Stationen A, I)
An diesen durch Vogelkot gut gedüngten Standorten wachsen die nährstoffbedürftigen Blaugraue
Schwielenflechte (Physcia caesia), die Zierliche Gelbflechte und die Kopfige Astflechte (Ramalina capitata).
Neigungsflächen (Stationen C, F, I)
Je nach Exposition unterscheiden sich Lichtexposition und Beregnung stark, so dass sich ganz unterschiedliche Flechtengesellschaften ausbilden. Den vom Gletscher abgeschliffenen Rundhöcker verleiht die Landkartenflechte eine landschaftsprägende Färbung. Erst beim näheren Betrachten finden sich aber Dutzende weitere Krustenflechten – viele können erst unter dem Mikroskop bestimmt werden. Demgegenüber sind im Winter schneefreie Felsgrate und Bergsturzblöcke von oft dunkel pigmentierten Strauch-, Blatt- und Krustenflechten besiedelt. Weit über hundert Arten können an gewissen Felspfeilern vorkommen – ihre Entdeckung braucht etwas Musse. Anzutreffen sind die Schildkröten Sporastatie, mehrere Arten der Gattung Nabelflechte und die Dunkelgraue Schaererie.