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Alter, Zivilstand, Staatsangehörigkeit
Das Alter bezeichnet die Zeitdauer, welche zwischen der Geburt und einem bestimmten Beobachtungszeitpunkt vergangen ist. Es wird im Allgemeinen angegeben nach Jahren oder nach Jahren und Monaten bzw. auch nach Altersklassen. Man unterscheidet zwei Altersberechnungen:
- Das in einem bestimmten Kalenderjahr erreichte Alter entspricht der Differenz zwischen der Jahreszahl des betreffenden Kalenderjahres und der Jahreszahl des Geburtsjahres.
- Das erfüllte Alter ist das Alter beim letzten Geburtstag, d.h. es entspricht der Anzahl der vollendeten Lebensjahre.
Die Häufigkeit von demografischen Ereignissen hängt oft vom Alter der Referenzperson ab.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich die Form der Alterspyramide von einer «Pyramide» (1900) über eine «Glocke» (1950) zu einer «Tanne» gewandelt. Für die Schweiz ist heute ein Altersaufbau typisch, bei dem die «Baby-Boom»-Generation dominiert. Ihr steht eine schwächer besetzte Jugendgeneration und eine wachsende Zahl älterer Menschen gegenüber.
Während es bei der Geburt mehr Männer als Frauen gibt, sind Frauen in den höheren Altersklassen stärker vertreten und leben länger als Männer.
Die Altersstruktur der schweizerischen Staatsangehörigen unterscheidet sich von derjenigen der ausländischen Bevölkerung, bei der die Altersgruppe zwischen 20 und 39 Jahren mehr als ein Drittel aller Personen umfasst (im Vergleich zu gut einem Viertel bei den Schweizerinnen und Schweizern). Im Weiteren ist die ausländische Bevölkerung der über 64 Jährigen zwei mal weniger gross als dieselbe Altersgruppe der Schweizer.
Der Zivilstand ist eine häufig verwendete Variable, die jedoch kaum zur Sprache kommt. In Registern, statistischen Verzeichnissen, Ausweisen, Fragebogen und sonstigen Formularen bezeichnet der Zivilstand die familiäre und gesellschaftliche Situation einer Person. Im Laufe des Lebens verändert sich der Zivilstand einer Person, beispielsweise bei Heirat, Auflösung einer Ehe, durch Ungültigerklärung, Scheidung oder Verwitwung sowie bei der Eintragung oder Auflösung einer Partnerschaft.
Die Anzahl geschiedener Personen verzeichnete eine sehr rasche Entwicklung, während die Anzahl lediger, verheirateter oder verwitweter Personen konstant zugenommen hat. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die Zivilstandskategorien «ledig» und «verheiratet» weiterhin am häufigsten. Der Anteil verwitweter Personen bleibt relativ stabil.
Die Staatsangehörigkeit gibt Auskunft über die rechtliche Zugehörigkeit einer Person zu einem bestimmten Staat. Die Variable dient zur Unterscheidung von inländischen und ausländischen Staatsangehörigen.
Der Bevölkerungszuwachs der Personen schweizerischer Staatsangehörigkeit ist langsam und hängt seit den 1970er-Jahren in erster Linie von der Zahl der Einbürgerungen ab; der Geburtenüberschuss ist nicht ausreichend, um die Bevölkerung zu erneuern. Die Entwicklung der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung rascher, aber unregelmässiger. Sie schwankt je nach den Bedürfnissen der Wirtschaft und der politischen Lage.