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Schauspielerin Lilo Pulver erhält den Ehrenpreis 2021
Der Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises 2021 geht an Lilo Pulver. Die Berner Schauspielerin, die auch im Ausland Erfolge feierte, habe «die Filmgeschichte mit ihrem Spiel voller Humor geprägt», schrieb das Bundesamt für Kultur (BAK) am Dienstag.
Liselotte Schmid-Pulver wurde 1929 in Bern geboren, wo sie auch die Schauspielschule besuchte. Schon nach ein paar Monaten durfte sie am Stadttheater Bern, später am Schauspielhaus Zürich vorsprechen. Die talentierte Jungschauspielerin erhielt vorerst kleine Rollen, in Zürich etwa in «Goethes Faust II».
Mitte der 1950er Jahre avancierte die junge Schauspielerin zum Publikumsliebling im ganzen deutschsprachigen Raum: Als Vreneli in den Gotthelf-Verfilmungen «Uli der Knecht» und «Uli der Pächter» mit Hannes Schmidhauser, als Piroschka in «Ich denke oft an Piroschka» mit Gustav Knuth , als Juliane Thomas in «Die Zürcher Verlobung» mit Paul Hubschmid.
1958 kam der internationale Durchbruch mit der Hauptrolle in der US-Verfilmung von Erich Maria Remarques Kriegsdrama «A Time to Love and a Time to Die» unter Regisseur Douglas Sirk. Auch in französischen Produktionen war «die Pulver» bald in tagenden Rollen an der Seite bekannter Darsteller zu sehen, etwa mit Jean Gabin in der französischen Filmkomödie «Monsieur» oder ernster in «La religieuse» an der Seite von Anna Karina.
Persönlich habe sie ernste Rollen bevorzugt, sagte Liselotte Pulver 2019 anlässlich ihres 90. Geburtstags zu Keystone-SDA. Mehrheitlich wurde sie aber in Komödien besetzt. Die «Lilo» war abonniert auf die Rolle der burschikosen, frechen jungen Frau. Als Markenzeichen galt ihr ungestümes, ansteckendes Lachen. «Ich lachte einfach lauter als die anderen, aber sonst nicht anders», so Pulver weiter. Das «Markenzeichen» habe irgendwer mal aufgebracht.
Mit dem mit 30'000 Franken dotierten Auszeichnung des Schweizer Filmpreises 2021 würdigt das BAK nun «Lilo Pulvers Beitrag zur internationalen Filmgeschichte der 1950er Jahre bis heute». Die Verleihung findet am Freitag, 26. März, online statt. Vom 22. bis 28. März werden die für den Schweizer Filmpreis nominierten Filme im Rahmen der «Woche der Nominierten» ebenfalls im Internet gezeigt.
www.quartz.ch
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