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Russland hat angesichts der humanitären Katastrophe in der Ostukraine fünf Millionen US-Dollar an das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) überwiesen. Das Geld stamme aus dem Haushalt für dieses Jahr, teilte die russische Regierung auf ihrer Internetseite mit.
Im Kriegsgebiet Donbass in der Ostukraine wachsen Befürchtungen, dass dort vor allem ältere Menschen in diesem Winter verhungern könnten. Russland hatte zuvor Hilfskonvois mit Lebensmitteln geschickt. Vor allem in den Städten der Gebiete Donezk und Lugansk arbeiten Suppenküchen.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hatte die prominente Anwältin und Menschenrechtlerin Tatjana Montjan zuvor auf die "katastrophale Lage" im Donbass hingewiesen. Nach ihrer Darstellung droht älteren Menschen in entlegenen Dörfern der Hungertod, weil dort keine Hilfe ankomme. Sie berichtete, dass wegen einer Blockade durch die ukrainische Regierung die Rentner kein Geld bekämen und deshalb keine Lebensmittel kaufen könnten.
Nutzung von Uran aus Australien
Die ukrainische Führung ihrerseits erwägt nach den Worten des australischen Ministerpräsidenten Tony Abbott die Nutzung australischen Urans. Das sagte Abbott am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Melbourne.
"Wir haben über potenzielle australische Uran- und Kohlelieferungen in die Ukraine gesprochen", sagte Abbott. "Australien ist eine Energie-Supermacht und Energiesicherheit ist für die Ukraine sehr wichtig." Russland ist derzeit der wichtigste Energieversorger der Ukraine. Das Land liefert aktuell Gas und Kohle.
Abbott gab zudem bekannt, dass Australien der Ukraine Militärhilfen von mehr als zwei Millionen Dollar zugesagt hat. Waffen werden jedoch nicht geliefert.
Poroschenko verlangt erneut Rückzug
Poroschenko wiederum forderte Russland in Melbourne erneut zum Abzug seiner Truppen von ukrainischem Territorium auf. "Stellt bitte das Feuer ein. Lasst bitte die Geiseln frei. Zieht Eure Truppen bitte aus meinem Territorium zurück. Schliesst bitte die Grenze", sagte er an die Adresse Moskaus gerichtet.
Poroschenko stellte bei einem Einlenken Russlands raschen Frieden in Aussicht. "Ich verspreche, dass wenn Ihr die Grenze dichtmacht, dann haben wir innerhalb von ein, zwei, drei Wochen Frieden und Sicherheit in der Ukraine. Ganz einfach".
SDA-ATS