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Wundbehandlung,
s. Wunde.
s. Wunde.
(Vulnus), jede mechanische Trennung organischer Teile. Man unterscheidet nach der Art der verletzenden Gewalt Schnitt-, Hieb-, Stich-, gequetschte, gerissene Wunden, Schuß- und Bißwunden. Am gefährlichsten sind Wunden, welche in die großen Körperhöhlen (Kopf-, Brust- und Bauchhöhle) dringen, weil in diesen die lebenswichtigsten Organe liegen, ferner solche, welche die großen Blutgefäße oder Nerven treffen, sowie auch die Splitterwunden der Knochen.
Die Ausdehnung einer Wunde ist nicht maßgebend für die Beurteilung ihrer Gefährlichkeit, z. B. ist eine ausgedehnte flache Hautwunde relativ ungefährlich gegenüber einer kleinen Stichwunde, welche möglicherweise weit in die Tiefe reicht. Gefährlich sind ferner Wunden bei alten, kachektischen, mit Syphilis, Skrofeln, Skorbut behafteten Personen, da bei diesen die Heilung meist eine sehr langwierige ist, während junge, kräftige Individuen die Wunden leichter ausheilen. Die Merkmale einer Wunde sind in allen Fällen: Schmerzen, Blutung und Klaffen der Wundränder. Die Schmerzen entstehen durch die Durchtrennung der sensibeln Nerven und sind um so größer, je mehr die Wunde und damit auch die Nerven gequetscht und gerissen sind, während sie bei glatten Schnittwunden viel geringer sind. Bei hochgradiger psychischer Erregung, z. B. Kampfeswut in der Schlacht oder in einer Schlägerei,