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Landschaft in Frankreich, welche die Flussgebiete der Arve und des Giffre umfasst. Von allen Ländern des Herzogtums Savoyen hatte das F. stets die engsten Beziehungen zu Genf. Im 11. Jh. werden die Herren von F. urkundlich fassbar, die im MA zwei Bischöfe von Genf und einen Bischof von Lausanne stellen. Nach dem Tode von Béatrice von Savoyen, die 1268-1304 die Herrin des F. war, wurde die Baronie mit dem Gebiet um Vienne der Apanage des franz. Thronfolgers zugeteilt und fiel 1349 als Teil der Dauphiné an Frankreich. Im Vertrag von Paris überliess 1355 Kg. Johann II. (der Gute) das F. dem Gf. Amadeus VI. von Savoyen gegen Abtretung der savoy. Kastlaneien im Viennois. Von da an folgte die Geschichte des F. mit seinen Hauptorten Cluses und später Bonneville den Geschicken Savoyens. Die Landschaft, in der viele Städte und grosse Abteien lagen, nahm beim Einmarsch der Berner 1536 keinen Schaden. Dagegen wurde das F. 1589 im Krieg zwischen Genf und Savoyen teilweise besetzt und geplündert. Die Anziehungskraft des Wirtschaftszentrums Genf auf das F. blieb immer stark. Vor 1914 spielte die Uhrmacherei im F. eine wichtige Rolle, seit dem Zeitalter der Aufklärung, im Gefolge von Horace Bénédict de Saussure, auch der Tourismus und der Alpinismus. Eine Petition, welche die Vereinigung des F. mit der Schweiz forderte, wurde 1860 in 60 Gemeinden von 7'606 Personen unterzeichnet.
Literatur
– H. Baud, J.Y. Mariotte, Le F., 1980
Autorin/Autor: Paul Guichonnet / AW