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Wie die dolimitenladinischen und friaulische Sprache gehört Rhätoromanisch zu den romanischen Sprachen. Rund 66‘000 Personen kommunizierten im Jahr 1990 auf rhätoromanisch. Zehn Jahre später waren es nur noch die Hälfte. Aufgrund der früheren Abschottung der verschiedenen Tälern bildeten sich verschiedene Mundarten. Die Unterschiede sind dabei noch ausgeprägter als bei den deutschschweizer Mundarten. Jeder der fünf Ortsdialekte hat eine eigene Schreibsprache entwickelt.
Woher die rätoromanische Sprache stammt ist nicht eindeutig belegbar. Es ist anzunehmen, dass sie vom Indogermanischen abstammt. Die Völker des heutigen Kantons Graubünden wurden im Jahr 15 v. Christus von den Römern unterworfen. Diese brachten das Romanische in das Gebiet. Später gelang die Region unter den Einfluss der alemannischen Dialekte. In den 70er Jahren konstruierten Sprachwissenschaftler eine einheitliche Schriftsprache „Rumantsch Grischun“. Diese sollte dazu dienen den Gebrauch der rhätoromanischen Sprache zu fördern. 2003 führte das Parlament des Kantons Graubünden die neue Schriftsprache an allen rätoromanischen Schulen ein. Schon gekannt?