Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03167.jsonl.gz/2482

Das auf die violette Rollwerkkartusche mit dem Stifternamen gesetzte Vollwappen Daniel Müllers steht vor weissem Grund im Zentrum einer mehrfarbigen, feingliedrigen Hallenarchitektur. Es wird von zwei allegorischen Frauengestalten in violetten Gewändern begleitet. Davon verkörpert diejenige rechts mit dem Anker in der Hand Spes (die Hoffnung). Ihr Gegenüber hält in ihren Händen ein Buch und einen stabartigen Gegenstand, der, durch Sprungbleie teilweise überdeckt, nicht mehr klar erkennbar ist. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Kreuzstab, das Attribut der Fides (des Glaubens). Dies ist um so wahrscheinlicher, als der Scheibenstifter Pfarrherr in Twann war. Hinter den beiden Allegorien erheben sich die schmalen Seitenöffnungen der dreiteiligen Architektur. Überdeckt werden dieselben durch ein Gebälk, das, auf Säule und Pfeiler ruhend, gegen die zentrale Arkade zurückfluchtet. Darauf sitzen zwei übermässig grosse Putten, wovon der eine die mosaïschen Gesetzestafeln, der andere die Bibel in der Hand hält.
Wappen Daniel Müller
H. Daniel Müller die= / ner des Wort Gottes Zů Twan / Camerarius des Erwürdigen / Capituls Nidauw. 1667. / HHL. BIB / LIA. // SA[C] / RA.
HHL