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Lungenentzündungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Jede Minute sterben zwei Kinder daran – wir müssen jetzt etwas dagegen tun!
30.01.2020
Eine Lungenentzündung wird durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht und ist die häufigste Todesursache bei Kindern. Allein im Jahr 2019 starben weltweit 800'000 Kinder daran. Mangelernährung, Luftverschmutzung sowie die fehlende Versorgung mit Impfstoffen und Antibiotika gehören zu den Hauptursachen für diese vermeidbaren Todesfälle.
9 Millionen Kinderleben retten
Die durch Lungenentzündung verursachten Todesfälle konzentrieren sich auf die ärmsten Länder der Welt und die am stärksten benachteiligten Kinder. Prognosen gehen davon aus, dass zwischen 2020 und 2030 insgesamt 6,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren an einer Lungenentzündung sterben werden. Die meisten Todesfälle werden voraussichtlich in Nigeria (1,4 Millionen), Indien (880.000), der Demokratischen Republik Kongo (350.000) und Äthiopien (280.000) zu verzeichnen sein.
Das Risiko für Kinder, an einer Lungenentzündung zu sterben, lässt sich durch verbesserte Ernährung, Förderung des Stillens, höhere Impfraten und die Bereitstellung von Antibiotika reduzieren. Somit könnten mit stärkeren Anstrengungen zur Bekämpfung von Atemwegserkrankungen der Tod von fast neun Millionen Kindern durch Lungenentzündungen verhindert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die im Vorfeld des ersten globalen Pneumonia-Forums (29.-31.1.2020 in Barcelona) veröffentlicht wurde.
Globales Forum zum Thema Lungenentzündung
Vom 29. bis zum 31. Januar sind die neun führenden Gesundheits- und Kinderorganisationen - ISGlobal, Save the Children, UNICEF, Every Breath Counts, "la Caixa" Foundation, die Bill & Melinda Gates Foundation, USAID, Unitaid und Gavi, die Vaccine Alliance - Gastgeber des Globalen Forums zu Lungenetzündung in Barcelona, dem ersten internationalen Forum in diesem Bereich.
Zu den wichtigsten Diskussionspunkten des Forums zählen die Präsentation eines kostengünstigen PCV-Impfstoff des Serum-Instituts in Indien und politische Zusagen von Regierungen in Ländern mit hoher Anzahl an Todesfällen bei Kindern, nationale Strategien zur Verringerung der Lungenentzündungstodesfälle zu entwickeln.
Konkrete Massnahmen verhindern zusätzlich Todesfälle durch andere Krankheiten
Die konkreten Massnahmen zur Bekämpfung von Lungenentzündungen würden zugleich Millionen Todesfälle durch andere Krankheiten wie Durchfall (2,1 Millionen), Sepsis (1,3 Millionen) und Masern (280.000) verhindern.
„Die Anzahl der Leben, die gerettet werden könnten, ist potenziell noch viel höher, da bei der Modellberechnung Faktoren wie die Verfügbarkeit von medizinischem Sauerstoff oder Massnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung, einem wichtigen Risikofaktor für Lungenentzündungen, nicht berücksichtigt wurden. Die Ergebnisse zeigen, was möglich ist. Es wäre moralisch nicht vertretbar, untätig zu bleiben, während weiterhin Millionen von Kindern aus Mangel an Impfstoffen, bezahlbaren Antibiotika und routinemässiger Sauerstoffbehandlung sterben“, sagt Kevin Watkins von Save the Children.
Helfen Sie jetzt den am stärksten benachteiligten Kinder mit einer Spende!