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Im Frühjahr 2013 fusionierten die zwei Rohstoff-Unternehmen Glencore und Xstrata zu einem der mächtigsten Rohstoffkonzerne weltweit. Mit der Fusion wurde der Megakonzern zum drittgrössten Kupferproduzenten, zum grössten Exporteur von Kraftwerkskohle und allein seine Öltanker-Flotte umfasste mehr Schiffe als die britische Kriegsmarine.
Während Glencore Xstrata hohe Gewinne schreibt und sich als nachhaltiges Unternehmen präsentiert, wird der Konzern von Betroffenen in Abbauregionen mit Ausbeutung von Menschen und Umwelt in Verbindung gebracht. Gigantische Löcher und kilometerlange Pipelines prägen Landschaften. Menschen leiden unter Explosionen, Luftverschmutzung, giftigen Rückständen in Wasser und Boden oder der Zerstörung ihres Lebensraums. Vielerorts werden Mitspracherechte von Anwohner_innen missachtet, Proteste von Arbeiter_innen und der Bevölkerung gewaltsam niedergeschlagen oder kriminalisiert.
Gegen den Konzern Glencore Xstrata wird zunehmend Kritik laut, dass er Gemeinschaften spalte oder staatliche Strukturen vereinnahme, wenn er wie etwa in Peru die Polizei unter Vertrag nimmt. Im Handel mit Agrarprodukten wird ihm vorgeworfen, dass er mit Hunger Profite macht. Klagen wegen Steuerhinterziehung sind hängig.
MultiWatch (Hrsg.) wirft einen Blick auf Glencore Xstrata, zeichnet Konfliktfelder nach und lässt Menschen zu Wort kommen, die von den negativen Auswirkungen betroffen sind, sich aber gegen die zerstörerischen Folgen des Rohstoffabbaus wehren.
Ca. 220 Seiten, broschiert, Fr. 24.–, ISBN 978-3-85990-222-0
Das Multiwatch-Buch "Milliarden mit Rohstoffen - Der Schweizer Konzern Glencore Xstrata" steht nun als pdf-Version auch auf Spanisch und auf Englisch zur Verfügung.