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Die EU-17/EFTA-Staatsangehörigen sind von allen Ausländergruppen am besten in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert. Eine Studie der Universität Basel kommt zudem zum Schluss, dass das Freizügigkeitsabkommen (FZA) keinen massgeblichen Effekt auf die Löhne und Arbeitslosigkeit der inländischen Erwerbsbevölkerung hatte.
Die Forschungsstelle für Arbeitsmarkt- und Industrieökonomik der Universität Basel erstellte die Studie im Auftrag des Bundesamts für Migration (BFM). Die Autoren des 104-seitigen Papiers kommen zum Schluss, dass die EU-/EFTA-Bürger am besten in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert sind; sie sind hochqualifiziert, kaum arbeitslos, und falls sie dennoch ihre Stelle verlieren, finden sie relativ schnell wieder eine neue Arbeit.
«Keinen unmittelbaren Einfluss auf Arbeitslosigkeit»
Bereits seit Inkrafttreten der Personenfreizügigkeit seien mehr Hoch- als Tiefqualifizierte in die Schweiz eingewandert. Die Studie zeigt zudem auf, dass die Personen aus dem EU-17/EFTA-Raum überdurchschnittlich erwerbstätig sind. Die Erwerbsquote liegt bei 80%.
Das Abkommen hatte «keinen unmittelbaren Einfluss auf die Arbeitslosigkeit», schreibt das BFM weiter. Der Anteil neu zugewanderter Arbeitskräfte, die innerhalb eines Jahres arbeitslos wurden, sei seit 2003 von 10,8% auf 6,7% gesunken. Am wenigsten erwerbstätig waren Zuwanderer aus Asien, den EU-Kandidatenländern, Ozeanien und Südamerika.
Arbeitslose aus einem EU17/EFTA-Land brauchten im Zeitraum 1992 bis 2009 im Mittel 9,6 Monate, um eine neue Stelle zu finden. Arbeitslose Schweizer brauchen 8,4 Monate. Seit dem Inkrafttreten des FZA hat sich die Dauer der Stellensuche von Personen aus einem EU17/EFTA-Land gegenüber derjenigen der Schweizer deutlich verbessert.
«Keinen massgeblichen Einfluss auf Löhne»
Die Studie weist zudem statistisch nach, dass Zuwanderer aus EU-/EFTA-Staaten die Löhne von Ausländern aus Drittstaaten senken, die bereits in der Schweiz sind – um etwa 1% pro Jahr. Dieses Ergebnis spreche «für ein Konkurrenzverhältnis zwischen diesen Personengruppen», heisst es im Bericht.
Auf die Löhne hochqualifizierter Schweizer und hochqualifizierter Ausländer, die bereits in der Schweiz leben, haben die Einwanderer aus den EU-/EFTA-Staaten hingegen keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Ihretwegen sind die Saläre gar angestiegen. Und zwar ebenfalls um rund 1% pro Jahr. Dies deute darauf hin, dass hochqualifizierte Zuwanderer und Schweizer einander ergänzten und nicht Konkurrenten seien, schreiben die Autoren der Studie.
Die Studie ist auf der BFM-Website als pdf verfügbar.