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Der Baum ist zufrieden mit dem, was er ist…
„Der Gipfel des Glücks ist dies: das sein zu wollen, was man ist.“ ~ Erasmus von Rotterdam
Ein Baum ist völlig zufrieden mit dem, was er ist, ebenso wie meine Katze und der Regen, der an diesem Morgen trostlos fällt. Wenn ich bereit wäre, meine „wahre Natur“ zu akzeptieren, wäre ich überglücklich. Meine wahre Natur hat jedoch keine der Eigenschaften, die ich so sorgfältig gehegt und gepflegt habe und schätze; mein kostbares, vergeistigtes Ego spürt eine „Niederlage“ und nimmt Anstoss daran.
Ich will sein, was ich bin UND ich will sein …. (gesund, gemocht, wichtig, reich, usw. usw… Füllen Sie die Lücke mit weiteren Adjektiven aus…).
Das ist genau so verrückt wie wenn der Baum denken würde: „Es ist ja schon in Ordnung, eine Eiche zu sein, aber ich möchte auch ein Adler sein!“.
Ja:
Der Gipfel des Glücks ist erreicht, wenn der Mensch bereit ist, zu sein, was er ist.
Bereit zu sein, zu sein, „was ich bin“, bedeutet, bereit zu sein, alle Anhaftungen aufzugeben, einschliesslich einer sorgfältig versteckten Anhaftung an die Idee, „glücklich zu sein“!
Aller Schmerz kommt von Anhaftung. Nicht-anhaftend zu sein ist nicht dasselbe wie gleichgültig zu sein.
Völlige Nicht-Anhaftung ist eine Voraussetzung für das Lieben, und Lieben ist nur ein anderes Wort für den „Gipfel des Glücks“. Ein Kinderspiel?
(Gedanken angeregt von Diderik Wolsak – Herzdank!)
Die hedonische Tretmühle
Es ist völlig in Ordnung, Träume zu haben und unmögliche Ziele zu verfolgen. Aber es lohnt sich auch zu bedenken, dass alles im Leben nur vorübergehend ist. Es gibt etwas, was Psychologen die “hedonische Tretmühle” nennen: Wann immer Sie etwas erreichen, gibt es immer irgendein weiteres Ziel, das Sie erreichen möchten. Das Erreichte wird schnell schal. Und so läuft man immer im Kreis, immer auf der Suche nach dem nächsten Ziel und wird nie glücklich und zufrieden sein. Wenn Sie das einmal erkannt haben, dann ist es an der Zeit zu fragen: Was ist wirklich wertvoll – nicht nur für mich, sondern für möglichst viele Menschen, ob sie mir nahestehend sind oder nicht.
Veröffentlicht am 14. März 2021 von Dr. med. Thomas Walser
Letzte Aktualisierung:
17. April 2021