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Wieder einmal erwarteten die Kindergartenkinder von Erika Staufer die Unterstüfler von Katja Schnitzer in ihrem kleinen Stück Wald Nähe des Schmidshof. Mit einem kleinen Einstieg versuchten wir, den Wald mit allen Sinnen zu erfassen:
Hören Stellt euch vor, ihr wärt ein Wolf oder eine Schleiereule. Beide können unglaublich gut hören. Konzentriert euch zuerst nur auf euer rechtes Ohr. Was hört ihr auf dieser Seite? Achtet dabei nicht auf das lauteste, sondern auf das leiseste Geräusch. Nehmt euch Zeit. Versucht herauszuhören, wie viele Vögel ihr hört und wo sie sind. Nun wechselt die Seite und konzentriert euch ganz auf das linke Ohr. Was gibt es da zu hören? Woher kommen die Geräusche, und wie viele Vögel singen gerade? Was ist das leiseste Geräusch, das ihr wahrnehmen könnt? Schaltet jetzt beide Ohren voll an. Was hört ihr vor euch, hinter euch, über euch und unter euch? Nehmt den ganzen Raum mit euren Ohren wahr.
Riechen Lasst weiter die Augen geschlossen und steckt nun eure Nase in den Wind. Öffnet euren Mund leicht, um gleichzeitig zu schmecken. Was liegt hier in der Luft? Stellt euch vor, ihr wärt ein Igel, der nicht sehr gut sehen kann, aber eine hervorragende Nase hat. Schnüffelt einmal in den Wind. Könnt ihr riechen, welcher Boden unter euch ist und welche Bäume euch umgeben? Welchen Geruch hat der Wind? Schnüffelt am besten so wie ein Hund, mehrere Male hintereinander. So könnt ihr am besten riechen.
Fühlen Konzentriert euch nun auf eure Haut. Vielleicht schiebt ihr eure Ärmel hoch. Wo berührt die Luft eure Haut? Im Gesicht, an den Händen oder an den Armen vielleicht? Spürt, ob euch vielleicht die Sonne kitzelt oder kalter oder warmer Wind eure Haut streift.
Sehen Jetzt öffnet eure Augen und schaut wie die Eule. Sucht euch einen Punkt weit weg, etwas über dem Horizont und schaut ganz fest auf diesen Punkt. Probiert nun, ohne die Augen zu bewegen, euren Nachbarn wahrzunehmen oder die Bäume, die links und rechts neben euch stehen. Vor allem Bewegungen könnt ihr in einem Radius von fast 180 Grad vor euch wahrnehmen, ohne den Blick von eurem Punkt abzuwenden. Übt das ruhig eine Weile. Man nennt dieses Sehen auch Eulen- oder Weitwinkelblick. Rehe schauen zum Beispiel so. Sie müssen auch beim Fressen jede Bewegung in ihrer Umgebung wahrnehmen, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
Abschluss Versucht nun als Höhepunkt unserer Sinnesreise, alle Sinne, die wir bis jetzt einzeln benutzt und geschärft haben, gleichzeitig zu nutzen. Spürt in euren Körper, hört weiterhin ganz genau auf eure Umgebung, riecht die Luft und spürt sie auf eurer Haut und schaut weiterhin wie die Eule. Und nun atmet ein paar Mal tief ein und aus und entspannt euch. Die Kinder kehren danach in ihrem eigenen Tempo und still in den Kreis zurück.
Anschliessend durften sich die Kinder in gemischten Gruppen gegenseitig blind durch den Wald führen. Dies erforderte verantwortungsbewusste Führer und viel Vertrauen von den «Blinden». Beim gemütlichen Znüni am Feuer tauschten wir uns über die Erfahrungen aus.
Wer danach noch Lust und Energie hatte, durfte beim Bauen des Barfussweges Hand anlegen. Natürlich wurden etliche Schuhe und Socken ausgezogen und die Füsse erforschten die verschiedenen Untergründe. Bestimmt würden auch die Füsse der Eltern und Geschwister gerne diesen Weg einmal erspüren.