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Sie ist meist rotbraun, aber auch grün, braun, gelblich und grau gefärbt. Unter dem Mikroskop
[* 6] zeigen sich in der Grundmasse
der meisten Quarzporphyre kleine Quarzteilchen neben dem Feldspat und häufig außerdem noch in verschiedener Menge eine nicht
individualisierte Glasmasse. In derartigen Quarzporphyren tritt dann nicht selten eine Mikrofluktuationsstruktur ein, welche
den Quarzporphyr als ein eruptives Gestein kennzeichnet. Oft zeigt sich die Grundmasse unter dem Mikroskop radialfaserig angeordnet
und sphärolithisch konstruiert, eine Erscheinung, die auch makroskopisch auftreten kann und die Kugelporphyre liefert.
Die gewöhnlich nur erbsengroßen Kugeln von konzentrisch-schaliger oder radialfaseriger Struktur werden in einzelnen Fällen
faust-, ja kopfgroß, sind dann meist aus einzelnen Lagen verschiedener Quarzvarietäten gebildet und
umschließen in der Regel einen nur teilweise mit kristallinischem Kalkspat,
[* 7] Flußspat
[* 8] oder Eisenglanz ausgefüllten Hohlraum.
Durchziehen die Grundmasse zahlreiche Poren, deren Wandungen gewöhnlich mit Quarzkristallen überkleidet sind, so entstehen
drusige Varietäten (Mühlsteinporphyr).
Kommt neben Orthoklas noch Oligoklas vor, so ist dieser, wenn frisch, durch die Streifung seiner Spaltungsflächen,
sonst aber auch durch seine größere Hinfälligkeit den Einflüssen der Atmosphärilien gegenüber zu erkennen: er ist meist
schon matt und weich, während die benachbarten Orthoklase noch frisch erscheinen. Unter den seltenern Ausscheidungen erregt
der Sanidin (nach andern nur ein sanidinähnlicher Feldspat) ein besonderes Interesse, weil diese Feldspatart
im übrigen eine den neuern vulkanischen Gesteinen eigentümliche ist. Glimmer, meist schwarzer oder brauner, findet sich selten.
Seiner chemischen Zusammensetzung nach ist der Quarzporphyr ein
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Der Quarzporphyr trägt, ebenso wie die übrigen Porphyre und die Porphyrite, alle Merkmale der Erhärtung
aus feurigem Fluß, also die eines Eruptivgesteins, an sich: Fluidalstruktur, gangförmige Lagerung und solche in Decken und
Strömen. Auch die Verknüpfung der Quarzporphyre mit vulkanischem Zertrümmerungsmaterial (Porphyrtuffen, Porphyrbreccien,
s. d.) spricht für diese Ansicht. Nach den Lagerungsverhältnissen fällt die Zeit der Eruption für die meisten Quarzporphyre
in die Steinkohlenperiode u. in die des Rotliegenden (s. Dyasformation); jedoch sind auch ältere und jüngere Ausbrüche, bis
zum Lias herab, bekannt.
Die Verwitterung des Quarzporphyrs vollzieht sich gewöhnlich nur langsam und pflegt mit einer Zertrümmerung des Materials
zu Blöcken und Gruß zu beginnen; in den letzten Stadien bildet das Gestein eine gewöhnlich bräunliche
Thonkrume, mit Quarzkörnern und oft noch erkennbaren, aber stark kaolinisierten Feldspaten gemengt, während Kalisalze (aus
den nur Orthoklas enthaltenden Quarzporphyren) oder solche mit Natron- und Kalksalzen (bei vorhandenem Oligoklas) ausgelaugt
werden.
Reinen, als Porzellanerde verwendbaren Kaolin liefert der Quarzporphyr nur selten. Die Berg- und Felsformen des
Quarzporphyrs sind häufig sehr grotesk; steil ansteigende, mit Schutt umkleidete Kegel oder schmale und scharfe Bergrücken
sind die Regel. Von malerisch schönen Porphyrkuppen seien der Rheingrafenstein bei Kreuznach
[* 10] und der Giebichenstein bei Halle
[* 11] erwähnt. Man benutzt Quarzporphyr wegen seiner Härte als Beschotterungsmaterial und wegen seiner Politurfähigkeit, wie
schon im Altertum, zu Kunstbauten, Säulen,
[* 12] großen Gefäßen. Übrigens wird er in letzterer Hinsicht von
andern Porphyr- und Porphyritvarietäten noch übertroffen. Man findet ihn in ganz außerordentlicher Verbreitung, namentlich
in Sachsen,
[* 13] Thüringen, dem Harz, Odenwald, Donnersberg und Schwarzwald.
2) Orthoklasporphyr werden Porphyrvarietäten genannt, bei denen der Quarz unter den größern Ausscheidungen nicht mehr
vertreten ist, während die Grundmasse eine felsitische ist. Hierher gehört das Gestein aus dem KirchspielElfdal in Norwegen,
[* 14] das man häufig verarbeitet sieht.
3) Felsitfels läßt sich am einfachsten als ein Quarzporphyr ohne alle Einschlüsse, also nur aus Grundmasse bestehend,
definieren. Er ist mitunter räumlich mit Quarzporphyr verknüpft, indem er die Säume größerer Partien
des letztern Gesteins bildet, tritt aber auch selbständig in Gangform auf. Er ist als eine unter besondern Verhältnissen
entstandene Abkühlungsform des Quarzporphyrs aufzufassen. Vgl. Felsit.