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Gemeinhin wird Sprache als Mittel verstanden, als Möglichkeit, Bezug zu nehmen auf eine vorsprachliche Ebene. Interessanter scheinen Fälle, in denen das Wort die eigene Referenz bestimmt oder sich von der Referenz entfernt. In beiden Fällen gewinnt die Sprache ein Eigenleben. Den ersten Fall nenne ich Machtwort, den zweiten Wortspiel.
Zum Machtwort: Ein Machtwort liegt dann vor, wenn das Wort die Sicht auf das Referenzobjekt dahingehend beeinflusst, dass eine der Sache selbst fremde Diskurs- oder Handlungslogik durchgesetzt wird, der man sich zu beugen hat, oft gebildet durch wortgewaltigen Populismus oder konsistente sozialwissenschaftliche Konzepte. Dabei wird ein eindeutiges Wort einem dem Begriff fremden oder zumindest nicht eindeutigen Gegenstand gewissermassen übergestülpt. Ein bestimmtes Sprachspiel dominiert dann die aussersprachliche Lebenswelt und verändert diese. Dies ist das Mittel der Hegemonie.
Zum Wortspiel: Ein Wortspiel birgt die Möglichkeit, Machtworte zu sabotieren, indem Mann oder Frau das Sprachspiel mitspielt, damit verständlich bleibt, ohne jedoch den Habermas’schen Geltungsansprüchen der Wahrheit, Richtigkeit und Wahrhaftigkeit zu genügen. Die Symbole entleeren sich und gewinnen ein Eigenleben. Dies ist das Mittel des sprachlichen Widerstands, um den Übergriff durch Machtworte zu verhindern. Dieser Widerstand kann dabei sehr kalkuliert, aber durchaus auch unbewusst stattfinden.
Dies soll ein Anstupser sein an b2, lieber am Stutz als im Schmutz, Schwäfu-Dävu und Magic Mike, zu diesem Konzept Stellung zu beziehen, es zu vernichten, es zu erweitern, Beispiele anzufügen oder es in den Wind zu schlagen.