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Während Weihnachten für die meisten Menschen in der Schweiz bereits seit einigen Tagen vorbei ist, steht dieses Fest für gewisse Kirchen erst bevor. Einige orthodoxe Gemeinschaften wie die russisch-orthodoxe oder die serbisch-orthodoxe Kirche feiern Weihnachten nämlich am 6. und 7. Januar.
Diakon Dani Schärer (russisch-orthodoxe Auferstehungskirche Zürich) erklärt dies damit, dass die russisch-orthodoxe Kirche beim julianischen Kalender geblieben ist. Er verweist darauf, dass die Termine von gewissen Bräuchen wie dem Silvesterklausen in Appenzell Ausserrhoden auch auf diesen Kalender zurückzuführen sind.
Einer der grössten Unterschiede sei, dass der Gottesdienstablauf in seiner Kirche sehr liturgisch sei. «Im Westen hat man die Tendenz entwickelt, den Menschen – also den Kirchgänger – ins Zentrum von allem zu stellen.» Die Frage, was bei den Leuten ankommt, würde seine Kirche nie stellen. «Gottesdienst ist immer das Handeln von Gott.» Der Kern der Liturgie der orthodoxen Kirche stammt aus der Mitte des 1. Jahrtausends, die aktuelle Liturgie aus dem 15. Jahrhundert.
Pfarrer Peter Sturm (russisch-orthodoxe Kirche im Ausland in Zürich) sagt, der Ablauf einer orthodoxen Weihnachtsfeier sei ähnlich wie in der katholischen Kirche. Das Lesen von Psalmen und Festgesänge wechseln sich darin ab. Für Sturm ist die orthodoxe Weihnachtsfeier ein einzigartiges Erlebnis, welches verschiedene Sinne anspricht.