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Zürich - Der Zürcher Regierungsrat will nicht, dass an den Volksschulen Kondome verteilt werden. Das Abgeben von Kondomen sei zwar keine Aufforderung zu sexuellen Handlungen, mit "dem Lehrplan und geltendem Recht aber nicht vereinbar".
Dies schreibt der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Anfrage von Kantonsräten der Grünen, SVP und EVP, die veröffentlicht wurde. Diese wollten wissen, was die Regierung von der Kampagne der Aids-Hilfe Schweiz hält, welche die Abgabe von so genannten "Hotshot"-Kondomen für Knaben ab 12 Jahren beinhaltet.
Sensitive Themen wie die Verwendung von Kondomen seien von den Lehrpersonen sorgfältig und rücksichtsvoll zu behandeln. Dem Entwicklungsstand der Klasse und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler müsse dabei unbedingt Rechnung getragen werden, schreibt der Regierungsrat.
Kondome als Anschauungsmaterial ins Schulzimmer zu bringen, sei in Ordnung, wie Urs Meier von der Bildungsdirektion auf Anfrage erklärte. Diese aber aktiv an alle Schüler abzugeben, hingegen nicht. "Dies hätte eine völlig andere Absicht, als die Schüler über die Ansteckungsrisiken aufzuklären."
Eine aktive Abgabe würde ins Freizeitverhalten und Privatleben der Kinder eingreifen - ein Bereich, der laut Gesetz vollständig in der elterlichen Sorgfaltspflicht liegt. Kein Problem sieht die Regierung aber im "Auflegen" von Kondomen, damit sich Interessierte selber bedienen können.
Die Aids-Hilfe Schweiz kündigte im März an, in Zusammenarbeit mit einem Kondomhersteller extra enge "Hotshot"-Kondome für junge Männer herzustellen und diese unter anderem an den Schulen verteilen zu lassen.
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