Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/1736

Die Bevölkerung im Kongo hat oft nichts vom Rohstoffabbau. Zusammen mit unseren Partnern unterstützen wir sie bei Lobbyarbeiten, aber auch verbesserten Anbautechniken.
Die Gebiete Boma und Bas-Fleuve im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo sind abgelegen und schwer zugänglich. Die lokale Bevölkerung kämpft mit einer unsicheren Ernährungssituation. Hinzu kommen Probleme als Folge der Abholzung, durch verschmutztes Wasser verursachte Krankheiten und Analphabetismus. Der Staat vernachlässigt die lokale Entwicklung der Menschen. Damit die Bevölkerung ihre Lebenssituation verbessern kann, muss sie sich selbst organisieren.
Die Partnerorganisation von Fastenopfer, Centre pour la Promotion et l’Education des Communautés (Cepeco) unterstützt 118 Dorfgruppen im Gebiet von Boma und Bas-Fleuve darin, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
Die Gruppen werden unterstützt, qualitativ hochwertiges Saatgut zu produzieren, landwirtschaftliche Techniken zu verbessern und neue Getreidespeicher zu bauen. Die Menschen erhöhen ihre landwirtschaftliche Produktion und können sich ausgewogener ernähren. Dorfgruppen werden ermutigt, Felder gemeinsam zu bewirtschaften und sich mittels Sparkassen vor Notsituationen zu schützen.
Mit der Erhöhung der Erträge können die Dorfgruppen einen Teil ihrer Produktion verkaufen und dadurch ihr Einkommen verbessern. Cepeco unterstützt die Bauernfamilien auch, ihre Produkte auf lokalen Märkten besser zu verkaufen.
Die Organisation setzt sich zudem für eine bessere Verwaltung der Rohstoffe und natürlichen Ressourcen, insbesondere des Waldes, ein. Cepeco fordert vom Staat und von Unternehmen, dass sie die Umwelt- und Steuergesetze einhalten, damit die lokale Bevölkerung vom Rohstoffabbau profitieren kann.
Dazu soll ein transparenter Plan erstellt werden, der die Verwendung von Steuereinnahmen aus der Rohstoffproduktion aufzeigt. Ausserdem unterstützt Cepeco lokale Gemeinschaften dabei, mit internationalen Unternehmen zu verhandeln, welche sich widerrechtlich gemeinschaftliches Land angeeignet haben.