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Im Januar 2022 informierte der Geschäftsführer eines Ladens im Süden des Kantons die Freiburger Kantonspolizei, dass er Opfer eines Betrugs geworden sei. Ein Unbekannter habe in einem anderen Geschäft Material auf Rechnung gekauft und sich dabei als Inhaber des betreffenden Geschäfts ausgegeben. Es wurde Strafanzeige erstattet und eine Ermittlung eingeleitet. Dies führte einerseits zur Feststellung mehrerer weiterer Geschädigter und andererseits zur Identifizierung des mutmasslichen Täters, einem 34-jährigen, in der Region wohnhaften, Freiburger. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Betroffene mehrere Bestellungen und Einkäufe in Geschäften tätigte, wobei er falsche Angaben zu seiner persönlichen Situation machte und so die Möglichkeit hatte, seine Einkäufe auf Rechnung zu bezahlen. Manchmal leistete er eine Anzahlung, bevor er die Ware in Empfang nahm, und beglich den geschuldeten Restbetrag nicht. Er liess sich die Ware auch über Bekannte liefern, an welche die Rechnungen ohne deren Wissen adressiert wurde. Ein Teil der Ware wurde direkt oder über Online-Verkaufsplattformen an Privatpersonen weiterverkauft. Der mutmassliche Täter wurde vom zuständigen Staatsanwalt für die Dauer von zwei Monaten in Untersuchungshaft genommen. Es stellte sich auch heraus, dass er manchmal in Komplizenschaft mit seiner 42-jährigen Ehefrau handelte.
Bei den Hausdurchsuchungen, die auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchgeführt wurden, konnten verschiedene für die Ermittlungen nützliche Gegenstände beschlagnahmt und eingezogen werden. Insgesamt wurden über 30 Strafanzeigen eingereicht, hauptsächlich von Sport- und Weinfachgeschäften, wie auch Hotels und Versicherungen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über CHF 240’000.00. Alle beteiligten Personen werden bei der Staatsanwaltschaft Freiburg angezeigt.
Quelle: Kapo FR