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Kolumne von Fritz Dominik Buri, zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach.
Liebe Leserin und lieber Leser
Heute möchte ich Sie mit einer Thematik vertraut machen, die wir alle im Berufs – und Privatleben kennen, und was wir dagegen tun können, um diese zu verbessern:
Zu wissen und zu verstehen, was mein Gegenüber erwartet und was ihm/ihr wichtig ist.
Jeder von uns hat Vorstellungen die einerseits von unserer Erziehung und unserem Umfeld geprägt sind, ebenso aber auch aufgrund unserer selbstgemachten Erfahrungen. Wir alle haben Vorstellungen wie eine Beziehung aussehen sollte, oder was ein guter, sicherer Job ist etc. Anbei ein Beispiel zum besseren Verständnis, wie ich das meine: Kevin trifft Janine, die beiden haben sich im Internet über eine Dating Plattform kennengelernt und sehen sich heute zum ersten Mal. Im Verlauf des Gespräches fragt Janine Kevin, ob er eine feste Beziehung will. Kevin schaut Janine mit grossen Augen an und antwortet ihr mit Nein. Janine, die sich eine Beziehung wünscht, ist enttäuscht und beschliesst, das Thema möglichst schnell wieder zu wechseln und weiss bereits schon jetzt, dass es zu keinen weiteren Treffen kommen wird, weil Janine einen jungen Mann sucht, der eine feste Beziehung mit ihr eingehen will. Da Kevin jedoch keine feste Beziehung will, beschliesst Janine, auch nicht weiter danach zu fragen, selbst wenn ihr Kevin gefällt und sich hätte vorstellen können, mit diesem hübschen, netten, jungen Mann eine Beziehung einzugehen. Vielleicht gefällt Janine Kevin auch sehr gut, wir wissen es nicht, doch aufgrund seiner Aussage, Nein zu einer festen Beziehung, wird daraus nichts werden.
Was ist hier also falsch gelaufen, wenn sich doch beide im Grunde ihres Herzens für das Gegenüber interessieren?
Das hat mit unseren Vorstellungen und Erfahrungen im entsprechenden Bereich zu tun. Im Falle von Kevin kann es sein, dass er bereits zwei Beziehungen geführt hat, seine ehemaligen Partnerinnen jedoch sehr eifersüchtig waren und ihn ständig zu kontrollieren versuchten, ihm Vorwürfe machten, wenn er zu spät kam etc. Aufgrund dieser Erfahrungen hat Kevin entschieden, nie mehr eine Partnerin zu haben, die eifersüchtig ist und ihm Standpauken hält, wenn er mit seinen Freunden zusammen war bei ein paar Bieren und darum etwas später als versprochen auftauchte. Im Fall von Janine könnte es sein, dass sie sich von ihrem neuen Partner erhofft, dass er treu und zuverlässig ist, ihr ein Wir Gefühl vermittelt und für sie da ist, wenn sie ihren Freund braucht. Doch da Kevin auf ihre Frage nach einer festen Beziehung sofort mit Nein geantwortet hat, hat er sich damit selbst ins Aus geschossen, obwohl ihm Janine vielleicht sehr gut gefällt. Hätte Kevin statt eines Nein Janine gefragt, was sie sich unter einer Beziehung vorstelle, hätte sie ihm seine Ansichten und Erwartungen bezüglich einer Beziehung mitgeteilt. Kevin hätte für seinen Teil feststellen können, dass Janine nicht eifersüchtig ist und ihm seine Freunde gönnt und auch keinen Aufstand macht, wenn er ein paar Minuten später kommt, als verabredet. Kevin hatte seinerseits Janine mitteilen können, dass er sich sehr wohl eine Beziehung wünsche und auf diese und jene Punkte Wert lege. Dann hätte jeder der beiden für sich selbst entscheiden können, "doch das deckt sich mit meinen Vorstellungen von einer Beziehung", und hätten so eine Basis gehabt.
Genauso ist es mit allen anderen Bereichen im Leben.
Wir haben zu allem eine gewisse Vorstellung und Erwartung die durch unsere Erfahrungen, Werte und Umfeld geprägt worden sind. Doch das heisst noch lange nicht, dass mein Gegenüber die gleichen Erwartungen und Werte haben und teilen muss, wie ich selbst. Ich frage deshalb meine Kunden stets, "was ist Ihnen bei einer gemeinsamen Zusammenarbeit wichtig, worauf legen Sie Wert?" Und wenn Sie Menschen nach deren Meinung fragen, werden Ihnen diese Menschen auch gerne und breitwillig Auskunft geben, deshalb fragen Sie immer nach und machen nicht den Fehler zu glauben, dass ein Anderer die selben Erwartungen und Ansichten hat wie Sie.
Oder bei einer Arbeitsstelle. Welche Erwartungen hat mein neuer Chef an mich, was ist ihm wichtig, was sind die Firmenwerte etc. Fragen Sie ihre Vorgesetzen ganz direkt: "Welche Fähigkeit muss ich besitzen, um hier in diesem Unternehmen Karriere zu machen?". So wissen Sie einerseits, was man von Ihnen erwartet und andererseits kommt noch ein positiver Aspekt zum Zug, durch diese Fragen zeigen Sie ihrem Gegenüber ein echtes Interesse an der Person und dass es Ihnen wichtig ist, seine Meinung zu hören und zu wissen.
Darum, wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie immer nach, dadurch bekommen Sie Informationen und ein besseres Verständnis für ihr Gegenüber. Fragen in der Art von; "Was ist ihre Definition für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, Partnerschaft etc.?
Worauf legen Sie besonders wert bei der Arbeit / Beziehung?" Durch all diese Fragen erhalten wir Antworten und können dann selbst abwägen, ob diese Aussagen und Vorstellungen deckungsgleich mit unseren sind, oder eben nicht.
Ich wünsche Ihnen viele, tolle, aufschlussreiche Unterhaltungen und ein schönes sonniges Wochenende!
Herzlichst,
Ihr Fritz Dominik Buri
Zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach
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