Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/1200

Donnerstag 26.04.2012, 20:00
Das Archiv und die Idee des Archivierens bilden die zentrale Ausgangslage für das künstlerische Schaffen Alexandra Navratils (*1978). Die in Zürich und Amsterdam lebende Künstlerin interessiert sich für Repräsentationssysteme und dafür, wie verschiedene Medien wie Film, Architektur oder Fotografie mit den Geschichten und Realitäten zusammenhängen, die sie erzählen und wiedergeben. In ausgiebigen Recherchen hat Navratil verschiedene Archive durchforstet und daraus ihr eigenes, persönliches Archiv erstellt, das Ausgangspunkt vieler ihrer Arbeiten darstellt.
Am Beispiel von Objects Perceive Me (2010) und Sample Frames (2011), sowie ihrer Recherchearbeit zum aktuellen Werk Beautiful Curves of Perfect Symmetry spricht Navratil über die Fragen des Archivs und seinen Ordnungssystemen, über das Suchen, das Finden, das durch das Archiv Ausgegrenzte und Verlorene, und das Archiv als soziologisches Mittel zur Disziplinierung und Bestimmung des Normalen und Genormten.
Objects Perceive Me (2010) ist Teil der aktuellen Ausstellung Collect the WWWorld. The Artist as Archivist in the Internet Age am Haus für elektronische Künste Basel.