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Die Winterthur Warriors qualifizieren sich für das Endspiel in der American Football Saison 2020
Der Schweizer American Football Verband gehörte zu den ersten Landesverbänden, welcher die diesjährige reguläre Saison komplett abgesagt hatte. Die Teams einigten sich auf eine mögliche Ersatzsaison im Herbst unter etwas anderen Bedingungen als normal. Einerseits entschied man sich, dass es keinen Meister 2020 geben wird sondern einen Fall-Cup-Sieger. Auch Auf- und Absteiger sollte es keine geben und man einigte sich darauf, dass keine amerikanischen Verstärkungsspieler verpflichtet werden sollten.
Warriors auf Platz 2 der Vorrunde
Es war schon früh klar, dass eine solche Herbstsaison die eine oder andere Überraschung beinhalten könnte. So zog sich wenige Wochen vor dem Saisonstart ein Team überraschend zurück und hinterliess Lücken im Spielplan der Ost-Gruppe in welcher die Warriors eingeteilt wurden. Weil nur noch drei Teams in dieser Gruppe verblieben, kamen die drei Clubs lediglich auf vier Gruppenspiele. Die Warriors konnten sich zweimal gegen die St. Gallen Bears durchsetzen. Die Calanda Broncos als dritte Mannschaft der Gruppe, konnte alle Spiele gewinnen, so auch die zwei gegen die Winterthur Warriors. Mit einer 2:2 Bilanz belegten die Warriors den zweiten Platz der Rangliste und qualifizierten sich für das Halbfinale gegen die Gruppenersten der West-Gruppe, die Basel Gladiators.
Kein einfaches Spiel in Basel
Das Spiel in Basel am Sonntag hatte zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. Die erste Halbzeit war eher harzig. Beide Mannschaften kamen nicht auf Touren, die Gladiators konnten zwar mit einem Touchdown und einem Field Goal bis zur Halbzeit mit 9:0 in Führung gehen. So richtig zwingend war dieser Vorsprung aber nicht. Die Warriors andererseits waren auch nicht richtig bereit und konnten aus ihren Chancen nichts verwerten.
Warriors wie verwandelt in der zweiten Spielhälfte
Es wäre interessant zu hören, was die Winterthurer Spieler in der Halbzeit zu hören bekommen haben. Denn das Team kam wie verwandelt aus der Pause. Die Anpassungen an der Strategie trugen rasch Früchte. Yannick Bünzli verkürzte mit einem gefangenen Pass in der Endzone auf 6:9. Leon Simioni drehte innert weniger Minuten das Spiel und es stand plötzlich 21:9 aus Winterthurer Sicht. Der Bann war gebrochen. Die Warriors holten sich die Bälle nach Fumbles zurück, blockten Punt-Versuche und hielten die Gegner in Schach. Jonas Pflüger konnte nach Pass von Richard Wartmann weiter erhöhen. Den Schlusspunkt setzte Timo Schneckenburger, der gleich vier Gegenspieler abschütteln und in die Endzone hechten konnte.
Warriors seit 2007 wieder in einem Endspiel
Damit qualifizieren sich die Warriors nach 2007 zum ersten Mal wieder für ein Endspiel auf nationaler Ebene. Ihre Gegner, die Calanda Broncos, Seriensieger, Rekordmeister und zum 13. Mal in Folge in einem Schweizer Finale. Die Warriors treffen also innert weniger Wochen zum dritten Mal auf die Bündner. Man darf gespannt sein…