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Für die 120 Sitze im Bündner Parlament bewerben sich rund 170 Kandidatinnen und Kandidaten. Der Frauenanteil ist sehr gering und in zwei Drittel der Wahlkreise stehen Kampfwahlen an.
Rund 80 der Kandidierenden kennen das Geschäft, wissen wie es sich anfühlt im Grossen Rat zu politisieren. Sie sind Bisherige und treten im Juni erneut zu den Wahlen an. Dies zeigt eine Auswertung des Rätoromanischen Radio und Fernsehen (RTR).
Wenig Frauen und Kampfwahlen
Von den insgesamt 170 Kandidierenden sind gerade mal ein Fünftel Frauen. Von den Parteien hat die BDP die meisten Rücktritte zu verkraften. Will die Partei ihre aktuelle Stärke behalten, muss sie die Hälfte ihrer 27 Sitze mit neuen Kandidaten ersetzen.
Gewählt wird in Graubünden in 39 unterschiedlich grossen Wahlkreisen. In rund zwei Drittel der Kreise stehen Kampfwahlen an. Das kann der Zweikampf sein, in einem Kreis wo nur ein Sitz zu vergeben ist, oder das Gerangel kann grösser sein.
Für die 20 Mandate in Chur bewerben sich beispielsweise 27 Personen. Im Oberengadin treten 13 Kandidatinnen und Kandidaten an, zu vergeben sind dort acht Sitze.