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«Arena» zum Ukraine-Krieg mit Thomas Aeschi war sachgerecht
In der «Arena» vom 18. März 2022 wurde SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi mit einer umstrittenen Aussage aus dem Parlament konfrontiert. Daraufhin gab es zahlreiche Beanstandungen bei der Ombudsstelle, die nun alle abgelehnt wurden. Der Schlussbericht hält fest, dass die Sendung sachgerecht war.
Die Ombudsstelle lehnt in ihrem heute Dienstag, 26. April 2022, veröffentlichten Schlussbericht sämtliche Beanstandungen gegen die «Arena» vom 18. März 2022 ab und hält fest, dass die Sendung die Sachgerechtigkeit nicht verletzt hat. Bei den Beanstandungen ging es vor allem um das konfrontative Gespräch zwischen SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi und Moderator Sandro Brotz zu einer umstrittenen Aussage des Nationalrats im Parlament.
Im Schlussbericht hält die Ombudsstelle explizit fest, dass es richtig war, Thomas Aeschi in der Sendung mit besagter Aussage zu konfrontieren. Auch die Wahl des konfrontativen 1:1-Gesprächs, in dem der Moderator jeweils die Gegenseite einnimmt, wurde gutgeheissen. Thomas Aeschi habe in dieses Gespräch eingewilligt und habe auch gewusst, was auf ihn zukomme. Und es sei im Kontext des Gesprächs und der getroffenen Abklärungen auch nachvollziehbar, dass Moderator Sandro Brotz die umstrittene Aussage von Thomas Aeschi als «rassistisch» bezeichnete.
Die Ombudsstelle kommt aber auch zum Schluss, dass das von Sandro Brotz vorgetragene Fazit zu abschliessend war und dass dabei die Argumente von Thomas Aeschi zu wenig berücksichtigt wurden. Die «Arena»-Redaktion räumte bereits in der Stellungnahme gegenüber der Ombudsstelle ein, dass das Wortgefecht intensiv war und Sandro Brotz den Ausführungen von Thomas Aeschi an gewissen Stellen mehr Raum hätte lassen sollen. Dazu steht die Redaktion auch selbstkritisch nach der Veröffentlichung des Schlussberichts. Sandro Brotz hat aber Thomas Aeschi nie verurteilt, sondern sich auf das klare Statement der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, also einem Gremium von Fachexpertinnen und Fachexperten, bezogen.
Die Ombudsstelle kommt abschliessend zum Schluss, dass sich das Publikum insgesamt eine eigene Meinung habe bilden können und die Sachgerechtigkeit darum auch nicht verletzt worden sei. Die Ablehnung sämtlicher Beanstandungen wertet SRF insgesamt als Bestätigung für die Arbeit der «Arena»-Redaktion. SRF und «Arena» verpflichten sich weiterhin zur sachgerechten Berichterstattung, aber auch zur politischen Unabhängigkeit.