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«Man sollte nicht durch eine einzige Sache definiert werden», sagte der Labour-Politiker, der sich in der kommenden Woche (6. Mai) zur Wiederwahl stellt, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin sowohl ein stolzer Muslim als auch ein stolzer Londoner», so Khan. Trotz des laufenden Wahlkampfs halte er sich beispielsweise an das Fastengebot im Ramadan. Der Sohn eines aus Pakistan eingewanderten Busfahrers war vor fünf Jahren als erster Muslim zum Bürgermeister Londons gewählt worden.
Grossbritannien habe sehr erfolgreich Menschen aus Minderheitengruppen dazu ermutigt, sich zu integrieren, ohne ihre Identität und die Dinge zu verlieren, die sie «anders und besonders» machen, fuhr Khan fort. Darauf sei er stolz. Trotzdem gebe es aber noch grosse Herausforderungen. Beispielsweise habe er die Unterstützung der nationalen Regierung vermisst, als er immer wieder verbal von Ex-Präsident Donald Trump angegangen worden sei, so Khan. Das sei deutlich gegen ihn als Muslim gerichtet gewesen. «Er hat keine anderen Bürgermeister oder Politiker angegriffen, er hat mich angegriffen», sagte der 50-Jährige. Die konservative Regierung habe die Pflicht gehabt, sich schützend vor ihn zu stellen. Das sei aber nicht geschehen.
Trump hatte Khan in seiner Amtszeit immer wieder auf Twitter scharf kritisiert und ihm vorgeworfen, nicht hart genug gegen Kriminalität und Terrorismus vorzugehen. Der Bürgermeister rief im Gegenzug unter anderem dazu auf, einen Staatsbesuch Trumps abzusagen und verärgerte den damaligen US-Präsidenten, indem er während des Besuchs die Erlaubnis für eine Protestaktion mit einem überlebensgrossen Trump-Ballon in Form eines Babys in Windeln gab.
Bei der Bürgermeisterwahl am kommenden Donnerstag treten 20 Kandidaten an. Khans aussichtsreichster Herausforderer Shaun Bailey von der Konservativen Partei liegt in Umfragen aber weit abgeschlagen hinter dem Amtsinhaber.