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Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grosses Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. (1. Buch Mose 1,16)
Das grosse Licht ist unsere Sonne und das kleine der Mond.
Eine Vorlesung, welche ich bei der Schule Muri vortragen durfte, hatte das Thema: „Sterne, Planeten und unser Sonnensystem“. Als ich diese Vorlesung vorbereitet habe und mich mit dem Thema „Urknall“ auseinandersetzte, ist mir bewusst geworden, dass die Naturwissenschaft zwar erklären kann, dass das Universum aus einem Urknall entstand, aber warum es so passiert ist, das sagt sie nicht. Diese Frage beschäftigt mich immer wieder. Als ich erklärte, dass unsere Sonne als Stern irgendwann ein roter Riese wird und explodiert, fragte mich ein Mädchen, was dann mit uns Menschen passiert. Ich sagte etwas unpädagogisch: „Die Menschheit stirbt schon vorher.“ Darauf fragte sie zurück: „Finden wir vorher keinen Platz im Himmel?“. Ich habe versucht das Mädchen zu beruhigen und sagte: „Bis dahin wird die Menschheit ein Raumschiff erfinden, das uns mit Lichtgeschwindigkeit zu einem anderen Planeten fliegt.“ Selber verstehe ich aber, dass diese Aussage eine Utopie ist und die Frage nach dem Jenseits offen lässt. Sehr treffend schrieb der Physiker H. Friedman in seinem Buch über Sonne: «Die Sonne erhält alles Leben auf der Erde, sie leuchtet uns, erwärmt den Boden, die Meere, die Atmosphäre, sie steuert das Klima, sie bringt Trockenperioden und Eiszeiten, sie treibt den Wind, der über die Erde weht und unser Wetter bestimmt».
Gott, ich danke Dir für die Sonne,
ohne sie wäre das Leben auf der Erde unmöglich.
Anna Hemme-Unger