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Harmonia,
in der griech. Mythologie Tochter des Ares [* 2] und der Aphrodite, [* 3] Gemahlin des Kadmos (s. d.). Bei ihrer Vermählung auf der Burg in Theben waren sämtliche Götter zugegen und verehrten ihr Geschenke. Kadmos gab ihr ein von Hephästos [* 4] gefertigtes kunstvolles Halsband, an welchem aber nur Verderben hing. Dies war der verhängnisvolle Schmuck, welchen später Polyneikes der Eriphyle gab, damit diese ihren Gemahl Amphiaraos zur Teilnahme am Kriege gegen Theben bewegen solle.
Nach Eriphyles Tod kam das Halsband an ihres Sohns Alkmäon Gattin Arsinoë, dann an Phegeus und Kallirrhoë (s. Agenor 2) und veranlaßte allenthalben Zwietracht und Mord, bis es endlich nach Ermordung der Söhne des Phegeus von Alkmäons Söhnen als Weihgeschenk im Tempel [* 5] der Athene [* 6] zu Delphi niedergelegt wurde. Auch hier veranlaßte es noch Unglück. Die Gemahlin des Ariston, eines Feldherrn der Ötäer, ward von dem Tyrannen Phayllos geliebt und durch dieses Halsband, das Phayllos raubte, gewonnen, worauf ihr Sohn rasend wurde und sie samt ihren Schätzen verbrannte.