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Durch Einwirkung eines gepulsten Laserstrahls lassen sich verschiedene Polymere in kleine Bestandteile zersetzen und somit abtragen. Diese sogenannte Laserablationsmethode hat sich als alternative Strukturierungsmethode von Polymeroberflächen bewährt und ergänzt oder ersetzt in gewissen Anwendungen die klassische Photolithographie. Besonders attraktiv für den Laserbalationsprozess sind Polymere, welche sich nicht nur thermisch sondern auch photochemisch vollständig in volatile Bestandteile zerlegen lassen. Somit können haarscharfe Strukturen geschaffen werden, ohne dass dabei Ablagerungszonen auf der Oberfläche entstehen.
In der Abteilung Funktionspolymere synthetisieren wir stickstoffhaltige Polymere deren Aryltriazen-Chromophoren (Ar-N=N-N<) ultralviolettes Laserlicht absorbieren. Bereits bei relativ geringen Laserleistungen lassen sich diese Polymere in kleinste Bestandteile, mitunter auch in molekularen Stickstoff, zersetzen. Die vollständige Untersuchung der Materialien basiert sowohl auf Laserablationsexperimente als auch auf Photolysestudien.
In Zusammenarbeit mit dem Materials Group am Paul Scherrer Institut (PSI) entwickeln wir einen innovativen Beschichtungsprozess, der die hochempfindlichen Triazenpolymere als Opferschicht für den Transfer von mikrometerkleinen Pixeln eines funktionellen Films von einem Donorsubstrat auf ein Akzeptorsubstrat verwendet. Mit dieser Methode konnten wir zeigen, dass sich empfindliche Materialien, wie organische Farbstoffe, halbleitende Polymere oder gar lebende Zellen zerstörungsfrei und punktgenau auftragen lassen. Als Schwerpunkt erforschen wir den neuen Beschichtungsprozess für die Herstellung von organischen Leuchtdioden. In Zukunft könnten mit Laserablationstransfer auch ganze Farbdisplays hergestellt werden.