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Overview
Die Teilnahme an Glücksspielen ist für die meisten Spielerinnen und Spieler unproblematisch. Glücksspiele können bei Betroffenen jedoch mit erheblichen Konsequenzen einhergehen und zu psychischen und sozialen Belastungen bis hin zu Glücksspielsucht führen. Eine vom Spielbankengesetz vorgeschriebene Massnahme zum Schutz der Spieler/innen ist die Spielsperre. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 2000 wenden die Schweizerischen Spielbanken diese Massnahme systematisch an.
Im Rahmen der Studie wird die Spielsperre als Massnahme des Spielerschutzes evaluiert. In einer Längsschnittstudie werden gesperrte Spieler/innen über einen Zeitraum von 12 Monaten hinsichtlich des Einflusses der Spielsperre beobachtet und an drei Befragungszeitpunkten zu ihrem Spielverhalten, der subjektiv wahrgenommenen Lebensqualität und zu ihrer Beratungsmotivation schriftlich befragt. Die gesperrten Spieler/innen werden mit einer Gruppe von nicht-gesperrten Spieler/innen verglichen, die ebenfalls schriftlich befragt werden. Unterschiede zwischen den gesperrten und nicht-gesperrten Personen ermöglichen es, Schlüsse auf den Einfluss der Spielsperre auf die zu prüfenden Indikatoren zu ziehen. Davon ausgehend, dass nicht alle gesperrten Personen von einer glücksspielsuchtspezifischen Symptomatik betroffen sind, wird der jeweilige Schweregrad der Störung durch Glücksspielen beim Vergleich der gesperrten und nicht-gesperrten Spieler/innen berücksichtigt.
Die Glücksspiellandschaft ist in Bewegung. Wesentliche Veränderungen ergeben sich durch das neue Geldspielgesetz, welches die Öffnung des Marktes für Online-Glücksspiele und eine Ausweitung des bestehenden Glücksspielangebots vorsieht. Gleichzeitig steigt die kumulierte Zahl der in Schweizer Casinos gesperrten Spieler/innen jährlich an. Ein Teil der gesperrten Personen weicht auf alternative Glücksspielangebote aus, was die Ziele des Spielerschutzes unterminiert. Evidenz-basiertes Wissen ist notwendig, um die Spielsperre als wichtiges Instrument des Spielerschutzes wirksam einzusetzen und bei Bedarf weiterzuentwickeln.