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de Kolta, Buatier
(Joseph Buatier)
Joseph Buatier wuchs in einem Dorf nördlich von Lyon auf. Er interessierte sich bereits als Kind für die Zauberkunst und war als Teenager bei Mitschülern und Lehrern als Zauberkünstler bekannt.
Mit 21 verliess er das Priesterseminar und schlug sich als Unterhalter von Gästen in Restaurants als Zauberkünstler durch. 1870 lernte er einen ungarischen Künstleragenten, Julius Vido de Kolta kennen, der ihn für eine Tournee durch Italien unter Vertrag nahm. Nach Auftritten in Spanien und Frankreich ging er - immer noch unter dem Namen Buatier - 1875 nach England, wo er unter anderem in der Egyptian Hall in London mit grossem - auch finanziellem - Erfolg auftrat.
1878 Nahm er den Namen Buatier de Kolta an. Nach weiteren Aufritten in Frankreich und England ging er 1901 zum ersten Mal nach Amerika. Nach weiteren Tourneen durch Holland, Belgien, England und Frankreich kehrte er 1902 nach Amerika zurück, wo er 1903 an einer Nierenentzündung starb.
De Kolta erfand viele klassische Tricks wie Klappblumen, verschwindender Vogelkäfig, Geistertafeln, die verschwindende Dame. Eines seiner erstaunlichsten Kunststücke war der wachsende Würfel: ein Würfel von ca. 25 cm Kantenlänge wird auf einen niedrigen Tisch gestellt; der Würfel dehnt sich langsam aus, bis er eine Kantenlänge von ca. 80 cm hat; wird der Würfel hochgehoben, ist darunter die Assistentin des Magiers erschienen.
Biografie
WARLOCK, P. Buatier de Kolta. Genius of Illusion. Magical Publications, Pasadena, CA, 1993