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Die Nachricht war spektakulär: Bei der nicaraguanischen Hauptstadt Managua soll in der Nacht auf Montag ein Meteorit eingeschlagen sein. Der Krater in der Nähe des Flughafens ist über 12 Meter weit und 5,5 Meter tief.
Doch war es wirklich ein Meteorit? Die US-Raumfahrtbehörde NASA zweifelt. Die Berichte könnten noch nicht bestätigt werden, heisst es in einer Erklärung eines NASA-Labors. Die Spezialisten macht stutzig, dass niemand einen Feuerball am Himmel beobachtet hat. Es existierten keine Bilder von einem Lichtschweif und es meldeten sich auch keine Augenzeugen. Bei einem so grossen Krater wie in Managua müsste aber aus Sicht der NASA ein Lichtschweif am Himmel zu sehen sein.
Sicher ist für das NASA-Labor, dass der angebliche Einschlag nichts mit einem Asteroiden zu tun hat, der in der gleichen Nacht in relativer Nähe an der Erde vorbeizog. Die Explosion in der Nacht auf Sonntag habe 13 Stunden vorher stattgefunden. Wie der Krater sonst hätte entstehen können, dazu liefert die NASA keine Erklärung.
Die nicaraguanischen Behörden wollen sich mit internationalen Experten über den Vorfall austauschen. Sie hatten am Montag von einem Meteoriteneinschlag gesprochen und angegeben, der Himmelskörper müsse wohl beim Aufschlag verbrannt sein. Dass kein Lichtschweif zu sehen war, erklärte ein Experte vor Ort mit dem mutmasslichen Einfallswinkel. Niemand wurde bei der Explosion verletzt. (trs)