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Den Siegerinnen der Fussball-WM in Kanada bleibt der Händedruck von Sepp Blatter verwehrt. Der Fifa-Präsident hat angekündigt, nicht zum Endspiel nach Vancouver zu reisen. Er gab persönliche Gründe an.
Fifa-Präsident Sepp Blatter wird das Finale der Frauenfussball-WM im kanadischen Vancouver am kommenden Freitag nicht besuchen. Das teilte sein US-amerikanischer Anwalt Richard Cullen mit.
Blatter habe «die Organisatoren informiert und persönliche Gründe für sein Fernbleiben angeben», sagte Cullen. Näher wollte sich der Anwalt zu dem Gespräch zwischen Blatter und den WM-Organisatoren nicht äussern.
Es wäre das erste Mal während seiner Präsidentschaft, dass Blatter das Finale der Frauen-WM nicht persönlich besucht. Seit er 1998 zum Chef der Fifa gewählt wurde, übergab er den Siegerinnen der WM die Trophäe stets selbst.
Laut Cullen werde nun Fifa-Vizepräsident Issa Hayatou aus Kamerun an der Siegerehrung teilnehmen.
Ende Mai, zwei Tage vor dem Kongress des Weltverbands, hatte die Schweizer Polizei sieben Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Korruption festgenommen, Auslöser dafür waren Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft. Blatter war im Zuge des Fifa-Korruptionsskandals unter Druck geraten und hatte am 2. Juni seinen Rücktritt erklärt. (tat/sun/Reuters)