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Erwin Schrödinger
(1887 - 1961)
Erwin Schrödinger wurde am 12. August 1887 in Wien geboren und besuchte das
akademische Gymnasium. Daneben hatte aber auch Unterricht bei Privatlehrern. Schrödinger war vielseitig
interessiert, so auch in Kunst und alten Sprachen.
Im Herbst 1906 begann er sein Studium an den physikalischen Instituten
der Universität Wien. Vorerst beschäftigte er sich vor allem mit Experimentalphysik, wechselte aber
später zur theoretischen Physik.
Schrödinger lehrte in vielen verschiedenen Orten: in Jena, in Stuttgart, in Breslau und in Zürich, wo er
die Stelle übernahm, die früher von Albert
Einstein und Max von Laue besetzt gewesen war. Dort hatte er eine besonders fruchtbare Zeit und schrieb
viele Beiträge zur Thermodynamik. 1926 gelang es ihm, mit einer Gleichung, die nach ihm Schrödinger-Gleichung
genannt wird, eine der wichtigsten Grundlagen für die Quantenmechanik zu schaffen. Mit seiner Gleichung
kann zum Beispiel das Energieniveau der Elektronen innerhalb des Atomverbands berechnet werden.
Nachdem er mit seinen Arbeiten zur Quantenphysik berühmt geworden war, bekam er die Möglichkeit, die
Stelle des abtretenden Max Planck in Berlin zu übernehmen. Trotz vielen Bemühungen der Zürcher
Universität verliess Schrödinger die Schweiz. In Berlin waren zu dieser Zeit viele bedeutende
Physiker, so zum Beispiel auch Lise Meitner . Für Schrödinger war es eine gute und intensive Zeit.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wollte Schrödinger jedoch nicht in Deutschland bleiben
und zog nach Oxford. Dort lehrte er Quantenmechanik. Im selben Jahr, 1933,
bekam er für die Entwicklung seiner Wellengleichung den Nobelpreis, übrigens zusammen mit Dirac, der ebenfalls
sehr wichtig für die Quantenmechanik war. (Dirac formuliere als erster die Idee von Antimaterie.)
Drei Jahre später übernahm Schrödinger eine Lehrstelle in Graz, musste aber wegen seiner politischen
Einstellung Österreich schon bald
wieder verlassen, nachdem es von Hitler annektiert worden war. Er floh nach Irland, wo er in Dublin
bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1955 Leiter der Schule für theoretische Physik war.
Seine letzten Jahre verbrachte er wieder in Österreich und lehrte weiterhin, zuerst an der
Universität Innsbruck und dann an der Universität Wien. Er starb am 7. Januar 1961.