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Der Zweig im Topf
Der gefällte Baum und seine Zweige
In der sumerischen Mythologie wird der erste Geschlechtsverkehr von Inanna durch die Fällung des «Huluppu»-Baumes, den sie selber in ihrem Garten grossgezogen hat, symbolisiert. Der Stamm und die Zweige werden anschliessend abgetrennt und verwertet. Aus dem Stamm erhält Inanna ihren glänzenden Thron und ihr Bett. Sie hat Gilgamesh zu ihrem König gemacht. Als Zeichen dafür erhält er «Pukku» und «Mikku», angefertigt aus den Zweigen des Baumes. (Die Bedeutung von Pukku und Mikku ist unklar. Vielleicht eben Ring und Stab? Gemäss der Überlieferung verliert Gilgamesh später seine Königswürde wieder, weil er «Mikku» missbräuchlich einsetzt und damit viel Leid über die Frauen von Uruk bringt, s. Die sumerische Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe, Die Fällung des Baumes)
Zedern im Libanon
Im babylonischen Gilgamesh-Epos besteht die grösste «Heldentat» Gilgameshs darin, dass er die eine hohe Zeder fällt (die Königstochter oder Königin? S. Die hohe Zeder). Gefällte Bäume symbolisieren in der sumerischen und der babylonischen Mythologie eroberte Frauen.
Zeichen der Verantwortung und verbindlichen Beziehung
Zusammenfassend kann der Zweig im Topf dahingehend interpretiert werden, dass die beiden im Rahmen einer verbindlichen Beziehung gemeinsam dafür sorgen wollen, dass das Leben weiter geht (durch Gründung einer Familie).