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Jeder Vertragsstaat ist verpflichtet, regelmässig über die Umsetzung der Welterbekonvention und den Zustand der Welterbestätten auf seinem Territorium zu berichten. Die UNESCO hat dazu standardisierte Fragebögen entwickelt. Sektion I des Berichts behandelt die allgemeine Umsetzung der Welterbekonvention im jeweiligen Staat, Sektion II die einzelnen Welterbestätten. Die UNESCO führt diese Berichterstattung regional gestaffelt durch: Der erste Zyklus des Periodischen Berichts fand für die Region Europa-Nordamerika in den Jahren 2004 und 2005 statt. Der zweite Zyklus wurde für West- und Nordeuropa 2013 abgeschlossen.
Die UNESCO evaluiert die Berichte aller Vertragsstaaten und formuliert in Zusammenarbeit mit den beteiligten Ländern auf der Grundlage von allgemeinen Trends und Tendenzen regionale Aktionspläne.
Die Berichterstattung der Schweiz hat eine allgemein gute Umsetzung der Welterbekonvention und einen guten Zustand der Schweizer Welterbestätten ergeben. Für die Schweiz bieten die Ergebnisse des periodischen Berichts 2013 die Möglichkeit und Gelegenheit, insbesondere den Schutz und das Management der Schweizer Stätten vertieft zu beurteilen und bei Bedarf Massnahmen zu ergreifen.
Der Erhaltungszustand und die Verwaltung der Schweizer Welterbestätten sind - auch im internationalen Vergleich gut. Die Einschreibung auf die Liste des Welterbes hat für alle Stätten zu positiven Entwicklungen und in der Regel auch zu einem Bewusstsein für die Anliegen des Denkmal- und Naturschutzes bei Behörden, Institutionen und Privaten geführt.
Aus der Sicht der verantwortlichen Bundesstellen BAK, BAFU und EDA sind für Welterbestätten gewisse grundlegende Anforderungen zu erfüllen, was heute jedoch noch nicht von allen Welterbestätten erreicht wird. Lücken bestehen namentlich in der Koordination eines Managementsystems im Sinne des Welterbes, bezüglich der Umsetzung des Umgebungsschutzes (Schutz vor negativen Einflüssen von ausserhalb der Stätte) sowie im Wissen aller Beteiligten zum internationalen und nationalen System Welterbe.
BAK, BAFU und EDA haben deshalb den Aktionsplan Welterbe Schweiz 2016-2023 entwickelt, der gemeinsam mit den betroffenen Kantonen und Stätten umgesetzt werden soll.