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Microsoft hat Salesforce.com vor einem Gericht in Seattle wegen der Verletzung diverser Patente eingeklagt. Die Klage hat einige Sprengkraft. Microsoft erklärt in seiner Klageschrift
, dass Salesforce.com die Patentverletzungen bewusst und nicht fahrlässig begangen habe. Als Strafmassnahme seien daher die Schadenssummen zu verdreifachen. Zudem verlangt der Softwareriese ausdrücklich nach einem Geschworenenprozess. Geschworene entscheiden typischerweise auf deutlich höhere Schadensersatzsummen als Einzelrichter, wenn sie zu einem Schuldspruch kommen.
Zudem sind die angeblich verletzten Microsoft-Patente recht allgemeiner Natur. Sie basieren nicht direkt auf der Microsoft-eigenen CRM-Software, sondern beziehen sich auf generelle Userinterface-Technologien, beispielsweise "Ein System und eine Methode, um eine Webseite mit einem eingebetteten Menu anzuzeigen", oder "Timing und Geschwindigkeitskontrolle zur Anzeige von Informationen". Wenn Microsoft mit der Klage durchkommt, so glauben Beobachter, könnten weitere Klagen gegen andere Anbieter von Webapplikationen folgen. (hjm)