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Badura-Skoda galt als rastloser Veteran der noblen Klavierkunst und war 70 Jahre auf den Konzertbühnen der Welt im Einsatz. Geboren wurde er am 6. Oktober 1927 in Wien.
Nur zwei Jahre nach Beginn seines Studiums am Wiener Konservatorium gewann er den ersten Preis des Österreichischen Musikwettbewerbs und erhielt ein Stipendium für einen Meisterkurs bei Edwin Fischer.
Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan wurden 1949 erstmals auf den jungen Pianisten aufmerksam. Ihre Einladungen zu internationalen Konzerten machten ihn praktisch über Nacht berühmt.
Ein ausgezeichneter Vielarbeiter
Die folgenden sieben Jahrzehnte brachte Badura-Skoda mit Auftritten bei den wichtigsten Festivals und in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt zu.
Beachtlich ist auch das Schallplattenoeuvre des Vielarbeiters, das über 200 Einspielungen umfasst, darunter die kompletten Klaviersonaten von Mozart, Beethoven und Schubert.
Umfangreich war seine Sammlung von Auszeichnungen: 1976 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kultur, zwei Jahre darauf den Bösendorfer-Ring, 1998 die Goldmedaille der Stadt Wien. Letztes Jahr wurde er zum Ehrenmitglied der Musikuniversität Wien ernannt.
Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kulturnachrichten, 26.9.2019, 17:30 Uhr