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Das Gleiche wie für die Rüben, gilt für den Obstbau. Ohne die Bindekraft, die im Kali und in der Kalkerde steckt, bleiben alle Obstarten sauer.
Auch die Obstbäume brauchen zermahlenes Urgestein und kohlensauren Kalk, oder aber sie verfallen der Umwandlung zu Raupen-Protoplasma und gehen ein.
Das Studium der Aschenbestandteile, die im Holz, in den Früchten und in den Blättern der Bäume angetroffen werden, führt uns mit einer solchen Regelmäßigkeit auf die Zerspaltung einer größeren Gruppe in drei verschiedene Teile, nach Art von Leucin, Tyrosin und Harnstoff, 3 Tannin, 3 oxalsaurem Ammoniak aus 6 Cyan und 12 Wasser, sowie 3 oxalsaurem Kalk aus 6 kohlensaurem Kalk und 6 Wasser, dass man den ernsten Vorsatz gefasst haben muss, nichts sehen zu wollen, wenn man das herrschende Universal-Gesetz der Embryogenie, welches auf dreiteilige Zerspaltung hinweist, nicht auch im Baumwuchs wiedererkennt.
Nehmen wir den aschenreichsten Waldbaum, die Buche, so lässt sich an ihr im Prinzip studieren, wie der Baum die Erden, die sein Cambialsaft aus der Tiefe emporholt, förmlich von sich fortschleudert, indem er sie in Blätter und Früchte umwandelt; aber in Blättern und Früchten stehen die Säuren und Basen in einem ganz verschobenen Verhältnis zu einander. Die Blätter enthalten namentlich fast die ganze Kieselsäure; in den Früchten steckt nur wenig davon. Die Blätter entsprechen auch in sonstiger Beziehung augenscheinlich dem Eiweiß, aus welchem das „Eigelb“ der Früchte zur Absonderung kommt. Und wie die Blätter zu den Früchten, so verhält sich das Holz zu den Blättern.
Es zeigen z. B. Phosphorsäure, Schwefelsäure, Kieselsäure, Kali, Natron, Kalkerde und Magnesium in den Aschenbestandteilen des Holzes, der Blätter und der Früchte des Buchenbaums (Fagus), den ich wegen seiner essbaren Mandeln zu den Obstbäumen zähle, die folgenden Mischungsverhältnisse:
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Holz: 0,1; 0,1; 0,3; 0,9; 0,2; 3,1; 0,6.
Blätter: 2,4; 2,1; 19,5; 3,0; 0,3; 25,8; 3,4.
Früchte: 5,6; 0,6; 0,5; 6,2; 2,7; 6,7; 3,1.
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In ähnlicher Weise wiederholt sich das polare oder antagonistische Verhältnis zwischen Alkalien und Erden, das wir schon am Weinstock, an der Kartoffel und an der Runkelrübe kennen gelernt haben, in der ganzen Pflanzenwelt, und vor allem deutlich in den Bäumen.
Stets finden wir in den Blättern einen so großen Reichtum an Kalkerde und Magnesium, Kali und Natron, dass er den Erdengehalt des Holzes um ein Vielfaches übersteigt.
Ohne solchen Reichtum der Blätter an Erden können die Früchte nicht zur Entwicklung kommen.
Und ohne dass der Grund und Boden, auf welchem der Baum steht, solche Erden enthält, können keine Blätter wachsen.
Folglich spricht zu uns ein absterbender Birnenbaum, der statt der Blätter Raupen hervorbringt, eine chemische Sprache, die sehr deutlich ist.
Der Birnbaum spricht:
Meine Frucht bedarf 6 mal so viel Phosphorsäure als die saure Kirsche, die auf ganz armem Boden gedeiht, aber nur den 6. Teil soviel Kieselsäure; ferner gebraucht meine Frucht zwei Drittel soviel Schwefelsäure, halb so viel Kali, drei Fünftel so viel Kalk, zwei Drittel so viel Magnesium, aber die Hälfte mehr Natron. Nun habe ich 25 Jahr lang Kali, Kalk, Magnesium und Natron aus der Erde geholt und in Früchte verwandelt. Jetzt finde ich nichts mehr, wovon soll ich Blätter machen und wovon Früchte? — Wenn du mir keinen neuen Feldspat, und zwar natronhaltigen, herbeischaffst, so muss ich sterben. Sieh! Bereits verwandelt sich mein natronverarmtes phosphorsaures Protoplasma statt der Blätter in Raupensubstanz, während mein Nachbar, der phosphorarme, aber kieselerdereiche Kirschbaum verschont bleibt.
Moral: Wo immer auch ein Obstbaum die Frucht versagt, gebt ihm Feldspat und kohlensauren Kalk zum Ersatz für sein ausgesogenes Erdreich! —
usw.