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PbO entsteht bei anhaltendem Erhitzen von geschmolzenem Blei
[* 4] an der Luft, bleibt als Rückstand, wenn man salpetersaures
oder kohlensaures Blei erhitzt, und wird aus einer kochenden Lösung von Bleizucker durch Kalilauge oder
Kalkwasser gefällt. Bei hüttenmännischen Prozessen, namentlich beim Abtreiben des Silbers, wird Bleioxyd als Nebenprodukt gewonnen.
Metallisches Blei, auf dem Herd eines Flammofens erhitzt, verwandelt sich zuerst in graue Bleiasche (Bleisuboxyd), welche durch
Aufnahme von mehr Sauerstoff bald in gelbes Bleioxyd übergeht. So dargestellt kam das Bleioxyd als Massicot in den
Handel und wurde früher häufiger als jetzt, wo es durch Chromgelb verdrängt ist, als gelbe Malerfarbe benutzt.
rötlich (Goldglätte, Kaufglätte). Letztere erhält man besonders schön, wenn man die geschmolzene Glätte in konische Eisengefäße
gießt und nach langsamem Erkalten die erstarrte obere Schicht durchbricht, damit der noch flüssige Anteil, während er zu
roter Glätte erstarrt, hervorquellen kann. Die Glätte bildet dann schöne rote, sanft anzufühlende, leicht zerreibliche
Schuppen. Die verschiedenen Produkte sind um so reiner, je sorgfältiger bei der Darstellung die zuerst
und die zuletzt gebildete Glätte von der übrigen getrennt wurde.