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(1873), auf den Höhen am Brienzer See (1877) und Motiv aus der Ramsau
(1879). Sein Herbsttag in den St. Gallener Alpen kam ins Museum zu Dresden. - Auch sein Sohn
Arnold S., geb. 1848 zu München,
ist Landschaftsmaler, Schüler seines Vaters und der dortigen Akademie unter
Strähuber, Wilh.
Diez und
Karl v.
Piloty. Unter den bis jetzt von ihm ausgestellten Landschaften nennen wir: auf der Höhe des Wallensees, im Frühling
und Hohlweg in der Ramsau bei Berchtesgaden (1879).
Karl Konstantin
Heinrich, Pferdemaler, Lithograph und Radierer, geb. zu Berlin, besuchte von 1837 an
die Akademie in Berlin und das Atelier von
Krüger, dessen würdigster Nachfolger er wurde, später auch
das von Karl
Begas, ging 1839 nach Paris, wo er ein Jahr bei Delaroche arbeitete, war 1840-42 in Italien und debütierte nach
seiner Rückkehr mit Tier- und Jagdstücken. Später dehnte er seine Tierstudien allmählich auch auf Genrebilder und
historische Darstellungen aus, letzteres namentlich in dem Bild: Markgraf Albrecht Achilles kämpft um eine Standarte (1848,
Nationalgallerie), wo er in dem Reiterkampf eine bedeutende Bravour entwickelte.
Ein Bild ähnlichen Umfangs war 1867 König Wilhelm auf dem Schlachtfeld von Königgrätz (Schloß in Berlin). Am bedeutendsten
ist er in der Darstellung des Pferdes und in Pferdeporträten, die von unübertrefflicher Wahrheit und
einer Feinheit des Tons sind, wie sie kein andrer Maler erreicht hat. Zu seinen zahlreichen Bildern aus dem Leben der Pferde
und andrer Tiere gehören namentlich: Pferdeschwemme, zwei Wachtelhunde um einen Sonnenschirm streitend (1850, Nationalgallerie),
der lauernde
Fuchs, Arbeitspferde (1860), Halali (1862), Pferdekoppel (1872), das Wettrennen
(1874, Hauptbild) und die rührende Schilderung des Schmerzes einer Stute bei ihrem toten Füllen.
Auch unter den menschlichen Porträten (namentlich Reiterfiguren) hat er große Erfolge erzielt, z. B.:
Porträt des
Kaisers, Reiterporträt des Kronprinzen und des Feldmarschalls v. Manteuffel. Es existieren
von seiner
Hand viele Lithographien (sieben Bilder aus dem Jägerleben, acht Blätter Pferdestudien)
und mehrere Radierungen. Er ist Inhaber zahlreicher Medaillen, Mitglied der Akademien zu Berlin und Wien, seit 1880 Direktor
der Akademie in Königsberg.
Joh. Karl Henrik Theobald, dän. Bildhauer,
geb. zu Kopenhagen, besuchte von 1841 an die dortige Akademie, wo
der Medailleur
Christensen und der Bildhauer
Bissen seine Lehrer waren. 1851 erhielt er die kleine goldne Medaille für das
Relief: Thetis bittet den Vulkan um die Waffen für Achilles, bald darauf eine Prämie für das
Modell zu einer Statue des
Lustspieldichters Holberg und reiste mit Unterstützung der Akademie 1856 zum erstenmal nach Rom, wo
er einen 1860 ausgestellten neapolitanischen Fischerknaben schuf. 1861 wurde er Mitglied der Akademie in Kopenhagen, 1874 Professor
des anatomischen Zeichnens an derselben.
Unter seinen sonstigen Arbeiten sind zu nennen: Loke und Sigyn (aus der nordischen Mythologie), Statue Harsdorffs (1867),
David mit Sauls Speer und Wasserkrug (1869), der Evangelist Matthäus (1871, Schloßkirche) und die große
sitzende Erzstatue Holbergs vor der
Fassade des neuen Theaters (1873, sein gut gearbeitetes, aber wenig imponierendes Hauptwerk),
die Büste des Bischofs Mynster an der Frauenkirche (1875) und viele andre Büsten. Seine neueste,
noch unvollendete Arbeit ist das in Erz auszuführende kolossale Standbild Niels Juels.
Eduard, Historien- und Genremaler, geb. zu Magdeburg, kam in seinem 16. Jahr
nach Bremen, um sich dem Kaufmannsstand zu widmen, trat aber nach überstandener Lehrzeit 1822 zu Berlin in Wachs neu eröffnetes
Atelier, versuchte sich in der religiösen Malerei und brachte 1825 die Vertreibung der ersten Menschen
aus dem
Paradies und den
Engel an der Himmelspforte. Da aber die folgenden Bilder kein Glück machten, so ging er (Februar
bis Oktober 1829) nach Düsseldorf und dann nach Rom, kehrte im Herbst 1833 nach Berlin zurück, blieb aber nur
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mehr
drei Jahre dort und nahm nun einen längern Aufenthalt in Düsseldorf, von wo er auf die Berliner Ausstellungen einige Bilder
sandte, die seinen Ruf begründeten. Sie waren aus dem seinem Talent am meisten entsprechenden Gebiet der Romantik und der
Märchen- und Kinderwelt entnommen, z. B.: die badenden Kinder (Nationalgallerie in Berlin),
Rotkäppchen mit dem Wolf, Undine (1839), Marie bei den Elfen (nach Tiecks Märchen; 1840, Nationalgallerie) und der Elfenreigen
(ebenfalls nach Tieck, 1842). Getadelt wurden dagegen das Gleichnis vom Säemann (1862) und das vom großen Abendmahl (nach
Luk. 14). 1846. nahm er wieder seinen Wohnsitz in Berlin, wo er zunächst mehrere
Monumentalmalereien ausführte (Deckenmedaillons im Neuen Museum, die Auferstehung und Engelfiguren in der Schloßkapelle)
und für die Friedenskirche in Potsdam einen Christus am Ölberg malte.
Unter seinen übrigen größern religiösen Bildern sind noch zu nennen: Christus am Kreuz mit der Grablegung als Predell
(Jakobskirche in Magdeburg), Anbetung der Hirten (Hedwigskirche in Berlin) und das Bild der Altarnische
in der Kapelle des katholischen Krankenhauses daselbst;
desgleichen das einzige seiner Bilder aus der Profangeschichte: die
Zerstörung Magdeburgs.
Nachher kehrte er wieder zu seinen Märchen- und Kinderbildern zurück, z. B. aus dem letzten
Decennium: eine Wiederholung des Elfenbilds der Nationalgallerie, ein Raub des Hylas, Lorelei, Rübezahl
und Erlkönigs Töchter. Damit schloß er seine künstlerische Thätigkeit und zog sich 1876 nach dem Bad Landeck in Schlesien
zurück.