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Eine erste UVP für Fennovoimas Kernkraftwerkprojekt – eine Voraussetzung zur Fällung des Grundsatzentscheides – war in den Jahren 2008 und 2009 durchgeführt worden. Diese UVP bewertete die Auswirkungen eines Kernkraftwerks mit einer oder zwei Einheiten und einer Gesamtleistung von 1500–2500 MW für drei verschiedene Standorte. Erst danach bestimmte die Fennovoima den Standort – Hanhikivi – und den Reaktortyp – den russischen AES-2006. Deshalb forderte das MEE unter anderem eine Neuauflage der UVP.
Der jetzt eingereichte UVP- Bericht zeige auf, dass der geplante Bau eines 1200-MW-Kernkraftwerkblocks am Standort Pyhäjoki auf der Halbinsel Hanhikivi am Bottnischen Meerbusen machbar sei, erklärte die Fennovoima. Im Vergleich zu einer grösseren, 1800-MW-Einheit, die 2008 beurteilt wurde, seien die Auswirkungen auf Wasser, Fischerei und Naturschutz bei einer 1200-MW-Einheit etwas geringer. Die Option, kein Kernkraftwerk zu bauen und stattdessen die gleiche Strommenge auf andere Weise zu erzeugen, wurde ebenfalls analysiert. Laut UVP würde diese Option zu einer Zunahme der Stromimporte führen. Da diese Stromimporte am ehesten von Kohlekraftwerken stammen würden, würden die Kohlendioxid- und Schwefeldioxidemissionen sowie der Stickoxidausstoss zunehmen.
Nun werde das MEE eine öffentliche Vernehmlassung bei interessierten Parteien und der Öffentlichkeit durchführen, erklärte Wirtschaftsminister Jan Vapaavuori. Zudem werde die Standortgemeinde Pyhäjoki im Frühjahr angehört. Auf der Grundlage dieser Abklärungen werde das MEE eine Verfügung erlassen, ob der Grundsatzentscheid des Parlaments von 2010 ebenfalls die gewählte Lieferantin – die russische Rusatom Overseas JSC – mit einschliesse oder ob der Grundsatzentscheid überdacht werden müsse, ergänzte Vapaavuori.
Am 21. Dezember 2013 hatten die Fennovoima und die Rusatom Overseas – eine Tochtergesellschaft des Staatskonzerns Rosatom – einen Vertrag zur Lieferung einer 1200-MW-Druckwasserreaktoreinheit des fortgeschrittenen Typs AES-2006 unterzeichnet.
Quelle
M.A. nach Fennovoima, und MEE, Medienmitteilungen, 13. Februar 2014
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