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Höhepunkt aus Schweizer Sicht war am vierten Wettkampftag der Langbahn-Europameisterschaften der Final über 200 m Lagen mit Maria Ugolkova. Die im vergangenen Juni eingebürgerte Russin aus Moskau, die seit elf Jahren in der Schweiz lebt, blieb nur um drei Hundertstel über ihrer Rekordmarke vom Vortag, aber erneut deutlich unter der für die Olympischen Spiele geforderten A-Limite des Weltverbands FINA. Eine halbe Sekunde schneller, und Ugolkova hätte Rang 5 belegt. Der Abstand der 26-Jährigen zur drittklassierten Britin Hannah Miley betrug 1,53 Sekunden.
Gold über die kürzere der zwei Lagen-Distanzen ging erwartungsgemäss an Katinka Hosszu, die in 2:07,30 mit 1,7 Sekunden Vorsprung vor der Britin Siobhan-Marie O’Connor gewann. Die 27-jährige Ungarin, die zudem über 100 m Rücken noch Zweite wurde, holte sich bereits den dritten EM-Titel in London.
Daneben sorgten Laszlo Cseh über 200 m Delfin und Boglarka Kapas über 800 m Crawl sowie die 4×200-m-Crawlstaffel der Frauen mit ihren Siegen für ungarische Festspiele im Londoner Aquatics Centre. Dazu gewann Richard Bohus über 50 m Rücken noch Silber hinter dem Franzosen Camille Lacourt. Der Brite Ross Murdoch sorgte über 200 m Brust für den stark umjubelten Heimsieg, die Dänin Mie Nielsen triumphierte über 100 m Rücken.
Danielle Villars schied über 100 Meter Delfin im Halbfinal als Vierzehnte aus. Die 23-jährige Zürcherin schlug am Abend in 59,26 an, womit sie um 0,21 Sekunden langsamer war als im Vorlauf. Damit blieb Villars zwar erneut unter der Swiss-Swimming-Limite für Rio, den angestrebten Olympia-A-Wert hingegen verpasste sie aber ein weiteres Mal.
Die 4×200-m-Crawlstaffel der Frauen schied hingegen bereits im Vorlauf aus. In der Besetzung Noëmi Girardet, Maria Ugolkova, Martina van Berkel und Danielle Villars resultierte der 10. Rang. In 8:09,91 blieb das Schweizer Quartett rund eineinhalb Sekunden über dem Landesrekord und zweieinhalb Sekunden über der für die Finalteilnahme benötigten Zeit.
Enttäuschend war vor allem die Leistung von Schlussschwimmerin Villars, die rund fünf Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit blieb. Damit hat diese Frauen-Staffel keine olympischen Perspektiven mehr. Diejenige über 4×100 m Crawl hingegen schon, sie belegt aktuell gerade noch den vierten und letzten noch freien Quotenplatz für Rio.
(SDA)