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Spotify, der wohl bekannteste Musikstreaming-Dienst, startete 2006 und ist mittlerweile in 60 Ländern verfügbar. «Musik für alle», so lautet der Claim der schwedischen Firma. Das «alle» ist allerdings umstritten, denn die wohl wichtigsten Akteure – die Musiker – kommen bei diesem Geschäftsmodell ziemlich schlecht weg.
Radiohead-Frontmann Thom Yorke hat in der Vergangenheit mehrfach über Streaming-Dienste wie Spotify gewettert. Auch der englische Musiker James Blunt machte 2015 via Twitter-Post klar, dass Musiker mittels Streaming kaum reich werden:
Spotify behauptet, sie würden zwischen 0.6 und 0.84 US-Cent pro Stream an Urheber auszahlen. Gemäss der SUISA, Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik, erhalten Schweizer Urheber von Spotify im Durchschnitt 0.18 Rappen pro Stream.
Eine so tiefe Entlöhnung wollen nicht alle Musiker hinnehmen. Adele etwa hat ihr letztes Album Streaming-Anbietern erst sieben Monate nach der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Taylor Swift hat ein Jahr zuvor den radikaleren Weg beschritten: Die Sängerin hat ihr gesamtes Werk von Spotify abgezogen (bietet es aber mittlerweile über andere Streaming-Anbieter an).