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Ein Betrug in solchem Ausmass mit Nutztieren gibt es sehr selten. Doch der Reihe nach.
Inserat im Internet
Ein Landwirt wollte seine Angus-Herde verkaufen und platzierte auf einer Internetseite ein Inserat. Alles lief nach Plan. Ein Interessent meldete sich. Der Landwirt einigte sich mit ihm auf einen Verkaufspreis von 28'400 Euro (30'400 Fr.) für die 26 Rinder.
Ende November kam der neue Besitzer auf den Hof des Landwirts. Der Betrüger verlud die Tiere in einen Tiertransporter und führte die Angus-Rinder ins rund 350 Kilometer entfernte Celle, wie die «Frankenpost» berichtet.
Scheck gefälscht
Der Landwirt vertraute dem Mann. Das sollte sich bitter rächen. Statt einer Überweisung erhielt er einen Scheck in der Höhe von 30'000 US-Dollar (29'000 Fr.). Diese Summe entsprach aber nicht dem abgemachten Verkaufspreis. Das kam dem Landwirt seltsam vor. Er wollte in der Folge den Scheck bei einer Bank einlösen.
Dort wies sich heraus, dass der Aussteller bei dem eingetragenen amerikanischen Kreditinstitut überhaupt kein Konto besass. Der Scheck war also gefälscht. Nun wendete sich der geprellte Landwirt an die Polizei.
Den Ermittlern gelang es, den vermeintlichen Käufer und die Rinder ausfindig zu machen. 24 Angus-Rinder wurden auf einer Weide sichergestellt. Zwei Tiere waren in der Zwischenzeit verendet.