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Plastik in den Weltmeeren, Seen und Flüssen; Plastik in den Bergen, Wäldern und Wiesen: Inzwischen gibt es kaum mehr Orte auf der Erde, die nicht von Mikroplastik verunreinigt sind. Gleichzeitig hat es die internationale Gemeinschaft bis heute verpasst, ein umfassendes, rechtlich verbindliches Abkommen gegen die Plastikverschmutzung zu verabschieden.
Deshalb fordern elf Schweizer Organisationen in einem Appell ans Schweizer Parlament, dass die Schweiz bei der Umsetzung eines umfassenden Plastik-Abkommens durch die Vereinten Nationen UNO eine Führungsrolle übernimmt. Durch ihre Erfahrungen und Expertise in multinationaler Zusammenarbeit sei die Schweiz prädestiniert dafür, hier eine aktive Vorreiterrolle zu übernehmen. Da die nächste Umwelt-Generalversammlung der Vereinten Nationen UNO bereits im Februar 2021 ansteht, sei es jetzt Zeit zu Handeln, so Fabienne McLellan, Co-Leiterin Internationale Zusammenarbeit bei der Meeresschutzorganisation Ocean Care.
International existieren bereits einzelne Abkommen zur Verminderung von Plastikmüll. So haben die G20-Staaten im Jahre 2019 ein Abkommen zur Bekämpfung von Plastikmüll in den Weltmeeren beschlossen. Diese erste, explizit dem Plastikmüll in den Meeren gewidmete Vereinbarung sei allerdings nicht verbindlich, wie die Umweltverbände damals kritisierten.
Ebenso existieren bereits einzelne UN-Abkommen, wie zum Beispiel die Basler Konvention, welche strenge Regeln für den Export von Plastikmüll aus den Industrieländern vorsieht, um zu verhindern, dass diese kaum oder nicht recyclierbare Kunststoffe in die Entwicklungsländer exportieren.
Diese Vereinbarungen zur Bekämpfung von Plastikmüll seien jedoch stark fragmentiert. Was es brauche, sei ein umfassendes UN-Abkommen, welches den gesamten Lebenszyklus von Plastik vom Rohstoff bis zum Abfallmanagement abdecke. An der kommenden UN-Umweltversammlung vom Februar 2021 biete sich nun die Möglichkeit, ein Mandat zur Ausarbeitung eines solchen Abkommens zu beschliessen. Dafür müsse sich die Schweiz im Vorfeld der UN-Versammlung einsetzen, so die Forderung der Umweltorganisationen.