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Jeder neue Roman von Michel Houellebecq sorgt für grosse Aufregung. Der Skandalautor liebt es, mit geläufigen Tabus und Denkmustern zu brechen. So schürte auch sein letzter Roman «Unterwerfung» die heftige Debatte um die Stellung des Islam im Land - und in ganz Europa.
Nun wurde der französische Schriftsteller mit dem Frank-Schirrmacher-Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 20 000 Franken dotiert und wird Ende September in Berlin verliehen, wie SRF auf seiner Homepage schreibt.
Ausgezeichnet werden mit dem Frank-Schirrmacher-Preis herausragende Leistungen, die zum besseren Verständnis der Gegenwart beitragen. Der Preis wurde 2015 ins Leben gerufen, in Erinnerung an das Werk Frank Schirrmachers - des Journalisten und Mitherausgebers der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», der 2014 überraschend im Alter von nur 54 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist.
Das Szenario, das Michel Houellebecq in seinem Roman «Unterwerfung» (im Original: «Soumission») entwarf, geht wohl selbst über die Vorstellung der Pegida-Anhänger hinaus: In Frankreich wird anno 2022 ein Muslim Präsident.
Houellebecq spielt in seinem Roman mit der kollektiven Angst vor der Islamisierung des Abendlandes und zeichnet das Bild einer friedlichen, politisch moderaten Islamisierung Frankreichs.
Das Buch warf noch vor seiner Veröffentlichung letztes Jahr vor allem in Frankreich hohe Wellen. Houellebecq gilt als «Enfant terrible» des französischen Literaturbetriebs: Bereits 2001 stiess er viele vor den Kopf mit seinem Buch «Plattform» und der Beschönigung des Sextourismus in Thailand.