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Narita und Haneda müssen kooperieren
Kensaku Morita, Gouverneur der Präfektur Chiba, macht sich Sorgen um die Zukunft des internationalen Flughafen Narita. Verkehrsminister Seiji Maeharas Plan, den Tokioter Flughafen Haneda zu einer internationalen Drehscheibe aufzuwerten (Asienspiegel berichtete), hat Morita als Geringschätzung des ausserhalb von Tokio liegenden internationalen Flughafens Narita kritisiert. Nach den Worten Maeharas soll das bisherige Prinzip, Haneda für Inlandflüge und Narita für Auslandflüge, damit «über Bord geworfen werden».
Nun haben sich der Gouverneur und der Verkehrsminister zu einer Aussprache getroffen. Seiji Maehara hat dabei versucht die Wogen etwas zu glätten und seine Aussage in den richtigen Kontext zu stellen: «Um der zunehmenden Nachfrage für die Hauptstadt gerecht zu werden, müssen Haneda und Narita zusammengeführt und die Flüge angemessen verteilt werden».
Bis Oktober 2010 wird in Haneda die vierte Landebahn fertiggestellt sein. Damit könnten die 200’000 Flugbewegungen jährlich auf rund 300’000 erhöht werden. Auch wenn Haneda damit aufgewertet werde, bleibe Narita in Zukunft wichtig für den internationalen Flugverkehr, betonte Maehara gegenüber der Asahi Shimbun.
Aufteilung unklar
Gerade bei Nacht- und frühen Morgenflügen, welche Narita wegen Fluglärms nicht zulassen darf, könnte Haneda einspringen. Maehara will damit für Tokio einen 24-Stunden-Flugbetrieb garantieren. Zudem sollen die internationalen Flugrouten künftig in vernünftiger Weise aufgeteilt werden. Der Flughafen Haneda hat bereits in den letzten Jahren damit begonnen, die internationalen Routen nach Seoul, Shanghai und Hongkong auszubauen.
Wie die Zusammenarbeit im Detail aussehen werde, konnte Verkehrsminister Maehara jedoch nicht ausführen. Der sichtlich erleichtere Gouverneur Morita stellt sich dies folgendermassen vor: «Die Langstreckenflüge aus den USA landen in Narita, die aus Südostasien in Haneda. In der Nacht und am frühen Morgen würden wir unsere Flüge aus den USA aber an Haneda abtreten.» Ob man sich in Haneda damit zufrieden geben wird, ist unklar. Gerade die Verteilung der internationalen Linien könnte zu einem grösseren Streitpunkt unter den künftigen Partnerflughäfen werden.
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