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Lansine war der Hausboy – Mann-für-alles bei einem Cousin, bei dem wir mehrmals wohnten während unserer Guinea-Aufenthalte.
Im November 2007, wir kannten Lansine bereits seit vier Jahren, sagte er uns, dass er ein grosses gesundheitliches Problem habe und zeigte mir seinen Bauch. Erschrocken stellte ich fest, dass er einen faustgrossen Nabelbruch hatte, durch den sich seine Eingeweide heraus drückten.
Hier war unbedingt eine sofortige Operation von Nöten, da grosse Gefahr bestand, dass die heraustretenden Eingeweide eingeklemmt und damit absterben würden.
Da es in Guinea keine Krankenversicherungen gibt, ist es Brauch, dass die Krankheitskosten für Hausangestellte vom Patron übernommen werden. Unser Cousin konnte dies aber momentan nicht finanzieren. Mit der Operation durfte aber keinesfalls zugewartet werden. Nach Besprechung mit dem Cousin beschlossen wir, die Hälfte der Operationskosten zu übernehmen, die andere Hälfte übernahm er – Lansine konnte operiert werden. Die Organisation des Spitalaufenthaltes und der Operation übernahm unser Cousin. Die Operationskosten betrugen ca. 150 CHF (finanzierten wir privat).
Nach zwei Jahren trafen wir Lansine zufällig auf der Strasse wieder, wir wohnten unterdessen jeweils an einem anderen Ort während unseren Aufenthalten. Es ging ihm bestens und er sagte überglücklich und mit einem strahlenden Gesicht, er werde uns das in seinem ganzen Leben nie vergessen.
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