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Phytoöstrogene
Phytoöstrogene werden in die drei Gruppen Isoflavone, Lignane und Coumestane unterteilt. Sie haben eine ähnliche Wirkung wie weibliche Geschlechtshormone, insbesondere wie das Hormon Östradiol. Ihre Wirkung ist allerdings über 100-fach geringer, wobei die eigentliche Wirkungsweise von der Höhe des Hormonhaushalts des Körpers abhängt. So können Phytoöstrogene sowohl eine östrogene als auch eine anti-östrogene Wirkung ausüben.
Wirkung
- Antioxidativ (d. h. sie verhindern die Reaktion empfindlicher Moleküle mit Sauerstoff)
- Stimulieren das Immunsystem
- Blutdrucksenkend
Verringert möglicherweise das Risiko für
- Blutgefässerkrankungen (verbessern die Blutgefässfunktion)
- Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Wechseljahrbeschwerden.
Vorkommen
Isoflavone: Sojabohnen und Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch usw.
Lignane: Leinsamen, Kürbiskerne, Vollkorngetreide, Bohnen, Spargel, Broccoli, Rot- und Weisswein
Coumestane spielen in der Ernährung des Menschen eine untergeordnete Rolle, da sie nur in wenigen Lebensmitteln wie z. B. Alfalfa-, Klee- und Sojasprossen enthalten sind.
Zu Beachten
Isoflavone sind hitzeempfindlich.
Anmerkung
Eine Empfehlung für die tägliche Zufuhr ist wissenschaftlich noch nicht definiert.
Sekundäre Pflanzenstoffe sollten nicht isoliert über Tabletten o. ä. eingenommen werden, da unerwünschte Nebenwirkungen entstehen können. Vermutlich sind auch die zahlreichen anderen Inhaltsstoffe in Lebensmitteln notwendig, damit sich die gesundheitsfördernde Wirkung entfalten kann.