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Dank meiner Masterarbeit befasste ich mich intensiv mit der vielseitigen Wertschöpfung, welche hochsensible Mitarbeitende erbringen und wie deren Potenziale
zum Wohle aller Beteiligten besser gefördert und genutzt werden können. Die Arbeit wurde mit dem mit 1'000 CHF dotierten 1. Rang des VBW Excellence Awards 2016 ausgezeichnet. Gemäss den Preisverleihenden besticht sie durch "Innovation, methodische Qualität und
Praxisbezug", womit sie als beste Masterarbeit aller Berner WirtschaftswissenschaftlerInnen des Abschlussjahrganges 2015/16 gekührt wurde.
Lesetipp:
Für einen effektiven Einstieg empfehle ich folgende Reihenfolge: Kapitel 1.1; Tabellen 2 bis 8 in Kapitel 5; Kapitel 6.
Natürlich kann man auch mit Kapitel 7.1 ("Summary of findings") beginnen oder einfach seiner Intuition folgen.
Zudem ist zu erwähnen, dass die als Anhang aufgeführten ExpertInneninterviews auf Deutsch sind.
Zusammenfassung
Hochsensibilität (Sensorische Verarbeitungssensitivität; SPS) ist ein grundlegendes Persönlichkeitsmerkmal, über das rund 20% der
Menschen verfügen (hochsensible Personen; HSPs). Während die Forschung überwiegend eine Defizitperspektive verfolgt, weisen einige Zeichen daraufhin, dass SPS diversen Nutzen bieten könnte. Da
dieser Nutzen hauptsächlich sozial zu sein scheint und die Kosten der Nachteile überwiegend von den HSPs selbst getragen werden könnten, ist eine ganzheitlichere Perspektive auf SPS notwendig,
welche die Ressourcen-basierte Sicht auf Firmen bietet. Die Hauptforschungsfrage untersucht, inwieweit SPS als Quelle eines langfristigen Wettbewerbsvorteils fungieren kann. Dafür wurden
basierend auf dem VRIO-Modell (Frage nach Wert, Seltenheit, Kopierbarkeit und Organisation) zehn Experteninterviews durchgeführt und anhand der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die
Resultate zeigen, dass der Nutzen von SPS in kognitiven sowie personalen und interpersonalen Fähigkeiten liegt, wohingegen die Kosten überwiegend mit einer reduzierten Widerstandsfähigkeit
verbunden sind. Zudem ist die Potenzialentfaltung von HSPs von diversen persönlichen und organisationalen Bedingungen abhängig, denen mit Bewusstsein- und Werte-basierten Ansätzen nachgekommen
werden kann. Fünf Propositionen werden präsentiert. Erstens sollten Unternehmen die Diversität in Neurosensitivität managen, die von SPS bis zu Psychopathie/Alexithymie reicht. Zweitens und
drittens fungieren HSPs als Katalysatoren von prosozialem Verhalten und proaktivem Wandel. Viertens repräsentieren HSPs ‘‘Orchideen-Mitarbeiter‘‘ mit volatilem, aber hohem Potenzial. Fünftens
werden differenzierte Personalmanagement-Architekturen benötigt. Da SPS wertvoll sein kann (besonders wenn durch die Organisation unterstützt), selten sowie dessen Potenzialentfaltung
unvollständig kopierbar ist, kann abschliessend dargelegt werden, dass SPS das Potenzial mitbringt, um als Quelle eines langfristigen Wettbewerbsvorteils zu fungieren.
ExpertInnen
Folgende zehn ExpertInnen teilten ihren einzigartigen Erfahrungsschatz, dank dessen die Masterarbeit überhaupt erst entstehen konnte (in alphabetischer Reihenfolge):