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Beim wohl grössten Nachhaltigkeitsproblem der Schweizer Landwirtschaft, dem Stickstoffüberschuss, sind seit zwei Jahrzehnten kaum mehr Fortschritte zu verzeichnen. Abhilfe schaffen könnte ein marktwirtschaftliches Instrument, das den Stickstoffüberschuss unter Wahrung allgemein aner- kannter Verschmutzungsrechte verursachergerecht und kosteneffizient reduziert. Der vorliegende Beitrag diskutiert mögliche Ausgestaltungen. Eine an die Suisse-Bilanz gekoppelte Lenkungsabgabe auf Stickstoff- Verlusten aus Mineraldünger und importierten Futtermitteln wird den vielfältigen Anforderungen an das Instrument am besten gerecht. Synergien mit der Suisse-Bilanz und dem Direktzahlungssystem minimieren den administrativen Aufwand. Die Deklaration der Mineraldünger und Futtermittel wird sichergestellt, indem bei den Importeuren ein Stickstoff-Pfand erhoben wird, das – abzüglich der Lenkungsabgabe – zurückerstattet wird. Durch die Rückverteilung der Lenkungsabgabe an die Landwirtschaft erhöht sich das Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.