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Burkina Faso hat seit 2016 mit wiederholten Angriffen bewaffneter Gruppen zu kämpfen. Dieses Klima wachsender Unsicherheit führt zu massiven Bevölkerungsbewegungen im Land. Darüber hinaus hat die Krise im Gesundheitsbereich diese Situation verschärft.
Schulbildung für vertriebene und schutzbedürftige Kinder
Im Rahmen des Projekts zur Bildung in Notsituationen, das 2020 mit der wertvollen Unterstützung des Globalen Fonds für unverzügliche Bildung (Education Cannot Wait) gestartet wurde, hat Enfants du Monde bereits mehrere Aktionen durchgeführt, um den vertriebenen Kindern und den Kindern aus den mittellosen Gemeinden Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu ermöglichen.
Projekt für Bildung in Notsituationen, Burkina Faso © Enfants du Monde
So wurden mehr als 12'000 Kinder aus den vertriebenen und aufnehmenden Bevölkerungsgruppen in einem sicheren und schützenden Lernumfeld in den sechs Regionen eingeschult, die besonders stark von den Sicherheits- und Gesundheitskrisen betroffen sind: Boucle du Mouhoun, Ost-Zentrum, Nord-Zentrum, Osten, Norden und Sahel.
Zunächst wurden temporäre Schulen von der lokalen Bevölkerung mit den zur Verfügung stehenden Materialien gebaut oder renoviert, um Kinder in Notsituationen aufzunehmen. Im Dezember 2021 öffneten 61 renovierte Schulen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler. Um den Unterricht dieser Schüler*Innen zu gewährleisten, wurden 66 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt und ausgebildet, um mehr als 1'793 Kinder und Jugendliche in den Zentren für nicht-formale Bildung zu betreuen. Der Unterricht erfolgt in der Landessprache und in der Muttersprache der Kinder, um das Lernen zu fördern. Langfristiges Ziel ist es, diese Schülerinnen und Schüler wieder in das traditionelle Bildungssystem einzugliedern, um ihre Ausbildung fortzusetzen.