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Haus Spoerri-Toukallo, Zürich
Das Haus Spoerri-Toukallo an der Bleulerstrasse 16 in Zürich ist das südliche Eckhaus von 4 aneinandergebauten Reihenhäusern, erbaut 1922 durch Adolf Carl Müller. Die zu planende Erweiterung bestand aus einem einzigen Raum, der die knapp bemessenen Wohnräume im Erdgeschoss zu ergänzen hatte.
Durch die Setzung des Raumes an die Südseite verändert sich das Organisations-schema des Erdgeschosses. Dieses erhält durch die Anordnung der Durchbrüche mehr Spannung, weil die einzelnen Räume doppelt erreichbar werden. Der Garteneingang ist so gelegt, dass der Garten in kurzer Distanz von der Küche her erreichbar ist. Die runden Wände mit den runden Isolierverglasungen erlauben den Sichtbezug zu den drei Gartenteilen im Osten, Süden und Westen und machen den Garten von innen als Ganzes erlebbar. Der neu geschaffene Raum mit dem Kirschbaum - Riemenboden dient als neues Zentrum des Hauses als Ess- und Familienzimmer. Die grosse Schiebetüre kann vollständig zurückgezogen werden, was den Bezug zum Garten zusätzlich verstärkt.
Der neue Anbau ist einerseits als Gegenwartsarchitektur erkennbar und verschmilzt gleichzeitig mit dem Altbau. Diese doppelte Wirkung wird erzielt durch die Wahl der Konstruktionsweise. Analog der Bauweise von 1922 sind die tragenden vertikalen Bauteile aussen in Sichtbeton, die tragenden Decken als Holzbalkendecken mit Schüttungen aus Leccabeton ausgeführt. Altbau und Neubau sind dadurch wesens-verwandt. Das gliedernde Gesimse des Altbaus wird im Sichtbeton weitergeführt. Dieser ist sandgestrahlt, um die Oberfläche des Betons der Körnigkeit des Verputzes des Altbaus anzupassen.
Die 5 kleinen Klappfensterchen im Sockel belichten und belüften die drei neuen Räume im Keller, die Waschküche, den Weinkeller und den Duschen-WC-Raum.
Der Küchenraum ist mit einem Mauerausbruch zum Anbau und einem neuen Fenster in der Ostwand besser mit Licht versorgt als vorher. Der bestehende originale Terrazzoboden wurde belassen und an einigen Stellen ausgebessert. Die beiden raumtrennenden Flügelwände des westseitigen Erdgeschosses wurden abgebrochen, so dass der Wohnraum mit dem sehr schönen kleinen Kachelofen jetzt eine angenehme Grösse aufweist.