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Für ein geplantes weltumspannendes Internet-Netz hat die private US-Raumfahrtfirma SpaceX weitere 60 Satelliten ins All gebracht. Eine "Falcon 9"-Rakete des Unternehmens von Tech-Milliardär Elon Musk startete von Cape Canaveral.
Ziel des milliardenschweren Programms mit dem Namen "Starlink" ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem und preiswertem Breitband-Internet zu versorgen. Dazu will SpaceX in den kommenden Jahren nach bisherigen Plänen zwischen 12'000 und 42'000 Satelliten ins Weltall verfrachten. Für 30'000 Raumflugkörper steht die US-Behördenbewilligung aber noch aus.
Eine Rakete mit den ersten 60 war im Mai 2019 gestartet. Der Start war weitgehend erfolgreich, aber bald darauf verlor das Unternehmen den Kontakt zu drei der Satelliten, und einige Astronomen äusserten Bedenken, dass die Helligkeit der Satelliten die wissenschaftlichen Beobachtungen beeinträchtigen könnte. Nach dem Rückschlag sagte SpaceX-CEO Elon Musk auf Twitter, dass es möglich sei, "die Satelliten-Orientierung zu optimieren, um die Sonnenreflexion bei kritischen astronomischen Experimenten zu minimieren".
Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Sie sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Latenzzeiten gewährleisten.
SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell hat laut 'The Verge' angekündigt, dass die Firma bereits Mitte 2020 damit beginnen wolle, ihren Kunden Internet-Dienstleistungen anzubieten.
Schweiz diskutiert Cyber-Security von Space-Technologie
Andere Unternehmen wie Amazon, Telesat und OneWeb planen, ähnliche Mega-Satelliten-Konstellationen im Weltraum aufzubauen. Die Weltraumtechnologie und Satelliten im Allgemeinen sind inzwischen auch ein virulentes Thema in der Schweiz: Es fanden vor kurzem erste Workshops zum Thema Cybersecurity im Weltraum statt.
Diese wurden anberaumt, weil Weltraum-Technologie zur kritischen Infrastruktur gezählt werden kann. Im September 2019 sprach Martin Reber, Chef Weltraum der Luftwaffe und persönlicher Berater des Chefs der Armee, diesbezüglich gar von einer "Aufbruchstimmung" im VBS. Allerdings wurden auch Security-Defizite identifiziert wie inside-it.ch-Kolumnist Adolf J. Doerig feststellen musste
. (mag/Keystone-sda)