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Damit ein Produkt mit dem FSC-Label gekennzeichnet werden kann, muss die Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung gewährleistet werden. Das bedingt in einem Verarbeitungs- oder Handelsbetrieb eine konsequente Trennung und Kennzeichnung von zertifizierten und nicht zertifizierten Produkten.
Die lückenlose Rückverfolgbarkeit vom gelabelten Produkt zu seinem zertifizierten Ursprung ist ein wichtiges Merkmal und ein Element der Glaubwürdigket des FSC-Labels. Die Bestimmungen des FSC lauten dabei, dass jedes Unternehmen, welches als Eigentümerin über ein Produkt verfügt und dieses weiterverkauft, FSC-zertifiziert sein muss, damit das Endprodukt mit dem FSC-Label gekennzeichnet werden darf. Dies umfasst also auch reine Handelsunternehmen, welche Fertigprodukte einfach weiterreichen, aber Eigentümerin der Ware sind. Nicht zertifiziert sein muss jedoch ein Unternehmen das Fertigprodukte direkt einem Verbraucher anbietet (z.B. Detailhandelsunternehmen). Diese Unternehmen werden bei uns registriert und erhalten die Erlaubnis, mit den geschützten FSC-Warenzeichen für ihre FSC-Produkte zu werben.
Sie finden hier eine Reihe von Normen und Bestimmungen, welche wir sukzessive und bei Bedarf auf Deutsch übersetzen.
Norm für die Produktkettenzertifizierung (COC): COC_Standard
Norm für die Beschaffung von "Controlled Wood"): CW_Standard
Beide Normen können auf Deutsch gegen einen kleinen Unkostenbeitrag bei uns bestellt werden. --> Kontakt
Hilfestellung und Tipps zur korrekten Anwendung der FSC-Logos geben folgende beiden Publikationen (vorläufig nur in Englisch erhältlich):
Trademark Quick Guide: Trademark Quick Guide
Trademark FAQ: Trademark FAQ
Fragen und Antworten zu "Controlled Wood":
Was ist "Controlled Wood"?
Im Zusammenhang mit der Herstellung von Produkten mit dem Label "FSC-Mix" können auch forstliche Produkte verwendet werden, welche nicht aus FSC-zertifizierten Wäldern stammen. Diese Materialien müssen jedoch den oben erwähnten "Controlled Wood"-Standard erfüllen. Dieser wiederum soll sicher stellen, dass bei FSC-Mix Produkten keine Hölzer verwendet werden, die aus kontroversen Quellen stammen könnten.
Was sind Risiko-Assessments?
Um hierzu einen regionalen Ansatz verfolgen zu können, und damit zu verhindern, dass für jede Holzlieferung der Ursprung auf die Einhaltung des "Controlled Wood"-Standards überprüft werden muss, werden sogenannte Risiko-Assessments gemacht. Für die Schweiz ist mit dem Risiko-Assessment für den Alpenraum nun vom FSC International offiziell anerkannt worden, dass bei Verwendung von Holz aus dem schweizerischen Alpenraum kein Risiko im Sinne des Controlled Wood Standards besteht und diese Hölzer ohne weitere Abklärungen für FSC-Mix Produkte verwendet werden können.
Weitere Informationen zu diesem Thema sowie zur Risiko-Beurteilung im Alpenraum finden Sie in diesem Dokument: Risk_Assessment_2009.
Kann PEFC-zertifiziertes Holz als FSC "Controlled Wood" betrachtet werden?
Nicht automatisch. Da die Waldzertifizierungssysteme sowie die Beurteilungskriterien zur Vermeidung von kontroversem Holz bei FSC und PEFC unterschiedlich sind, und zudem bei PEFC noch nach Ländern divergieren können, müssen auch PEFC-zertifizierte Hölzer einem Risiko-Assessment unterzogen werden. Eine Zusammenstellung der Erfüllung der Controlled Wood Kategorien bei PEFC finden Sie in diesem Dokument (auf Deutsch):
CW_PEFC_Uebersicht_d (22.44 kB)
Die Analyse als Basis für diese Zusammenstellung finden Sie hier (auf Englisch):
CW_PEFC_bericht (354.07 kB)