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Vereinte Nationen: Förderung von Frieden und Sicherheit
Den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, so beschreibt die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) ihr 1. Ziel in Artikel 1 der Charta. Nach dem Zweiten Weltkrieg als System kollektiver Sicherheit gegründet, setzte sich die UNO von Anfang an für dieses hochgesteckte Ziel ein.
Die UNO versteht heute unter Sicherheit viel mehr als einen Zustand ohne Konflikte und Waffengewalt. Entwicklung, Menschenrechte und Schutz vor Umweltrisiken sind wichtige Voraussetzungen für Sicherheit und dauerhaften Frieden. In diesem Sinne weist die Friedenssicherung heute viele Gesichter auf und umfasst sowohl eine zivile wie eine militärische Komponente.
Die Schweiz stellt der UNO Personal und Mittel zur Friedensförderung zur Verfügung.
Die UNO kann sich auf folgenden Wegen für Frieden und Sicherheit einsetzen:
- Der Sicherheitsrat beschliesst friedenserhaltende oder friedensunterstützende Missionen.
- Der Generalsekretär der UNO kann selbst Initiativen ergreifen.
- Vertreter oder Gesandte des Generalsekretärs suchen vor Ort nach Lösungen für Konflikte, wenn möglich noch vor einem Gewaltausbruch.
- Die UNO kann auch Wirtschaftssanktionen aussprechen, wenn Verhandlungen und Mediationen versagen.
- Wenn ein Konflikt den Weltfrieden und die internationale Sicherheit bedroht, hat der Sicherheitsrat als letzten Ausweg die Möglichkeit, Militäreinsätze zu billigen (Kapitel 7 der UNO-Charta).
- Die Kommission für Friedenskonsolidierung kann post-Konfliktstaaten auf ihrem Weg zu einem anhaltenden Frieden unterstützen und den Dialog zwischen den Hauptakteuren fördern. Die Schweiz engagiert sich aktiv in der Kommission für Friedenskonsolidierung und hat den Vorsitz der Burundi-Konfiguration inne, welche den Friedenskonsolidierungsprozess Burundis unterstützt. Um positive Synergien zwischen der Kommission und dem "internationalen Genf" zu erzeugen, unterstützt die Schweiz zudem die Geneva Peacebuilding Platform (GPP).