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Die Ausgangslage vor der Tour Championship im East Lake Golf Club in Atlanta war spannend. Von den 30 angetretenen Spielern hatte noch ein Trio die Chance auf den Gewinn des FedEx Cup 2017. Paul Casey führte nach 54 gespielten Löchern, doch am Sonntag schien dem Engländer die Luft auszugehen. Nach vier Bogeys und nur einem Birdie (an der 18. Bahn) und der zweitschlechtesten Finalrunde aller Gestarteten rutschte er auf den fünften Turnierrang und auf den 11. Platz in der Gesamtwertung ab. Jordan Spieth hatte sich – obwohl er keines der Playoff-Turniere gewinnen konnte – klammheimlich in die Spitzenränge „geschmuggelt“, doch auch er konnte Justin Thomas schliesslich nicht mehr abfangen. Der Gewinner der US PGA Championship hat mit fünf Turniersiegen ein überragendes Jahr hinter sich und holte sich den 10 Millionen Dollar Jackpot vor fünf weiteren US-Amerikanern (Spieth, Xander Schauffele, Dustin Johnson und Jon Rahm).
Den Tagessieg musste Thomas aber Tour-Rookie Xander Schauffele überlassen, der sich mit einem Schlag Vorsprung die Tour Championship und ein Preisgeld von knapp 1.6 Millionen Dollar sicherte. Schauffele, letztes Jahr noch auf der Web.com Tour unterwegs, hat 2017 einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Geteilter Fünfter an den US Open in Erin Hills, 20. Platz an der Open Championship in Royal Birkdale und zwei Siege an der Greenbrier Classic und eben beim Saisonfinale in Atlanta – sehr viel besser hätte der Einstieg des 23jährigen aus San Diego bei den „Big Guys“ kaum ausfallen können.
In die andere Richtung verlief die Leistungskurve von Hideki Matsuyama. Die Weltnummer Zwei hatte mit drei Turniersiegen und vier weiteren Top 10 Resultaten ebenfalls eine mehr als nur solide Saison hinter sich. Doch der Platz in Atlanta, auf dem einst der legendäre Bobby Jones das Golfspiel gelernt hatte, scheint dem Japaner überhaupt nicht zu liegen. Bereits zum vierten Mal landete Matsuyama in der Hauptstadt von Georgia ausser Rang und Traktanden (geteilter 26.) und konnte nie in den Kampf um die Jahreswertung eingreifen. Für das Team International beim anstehenden Presidents Cup vom 28. Sept. – 1. Okt. im Liberty National Golf Club in New Jersey keine guten Nachrichten, wenn ausgerechnet der Teamleader etwas ausser Form zu sein scheint.
Text: Peter Hodel
Foto: Butch Dill / USA Today