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SEOUL (awp international) - Der grösste südkoreanische Stahlkonzern Posco will durch einen Zukauf in Milliardenhöhe die Versorgung mit Rohstoffen absichern. Im Bieterverfahren um einen Mehrheitsanteil am einheimischen Handels- und Ressourcenunternehmen Daewoo International erhielt der weltweit viertgrösste Stahlkocher am Freitag das exklusive Verhandlungsrecht zugesprochen. Das teilte das Aufsichtskomitee für staatliche Fonds in Seoul mit. Einen Kaufpreis nannte das Gremium nicht, doch hat das Gebot Poscos nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap bei 3,4 bis 3,5 Billionen Won (etwa 2,5 Milliarden Euro) gelegen.
Die Gläubiger von Daewoo International wollen einen Anteil in Höhe von 68,15 Prozent abstossen. Die staatliche koreanische Vermögensverwaltungsgesellschaft (Kamco) ist mit 35,5 Prozent und andere Gläubiger, darunter die Export-Import Bank of Korea, mit 32,65 Prozent an der grössten südkoreanischen Handelsfirma beteiligt, deren Geschäfte grosse Energieentwicklungsprojekte im Ausland umfassen. Bei einem Erfolg der Verhandlungen in den kommenden Wochen wäre es das grösste Übernahmegeschäft für Posco. In Bieterverfahren stach Posco den grössten Warenhausbetreiber des Landes, Lotte-Gruppe, aus.
Durch den Erwerb einer Mehrheit bei Daewoo würde sich der Stahlproduzent den direkten Zugriff auf wichtige Erschliessungsprojekte verschaffen. Daewoo International betreibt unter anderem ein Erdgasprojekt in Birma und hält Anteile an einer Nickelmine in Madagaskar und Kohlebergwerken in Australien./dg/DP/tw
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