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Roger Federer startet heute in Rom seinen 15. Versuch, um den Titel in der ewigen Stadt endlich zu gewinnen. Schafft er dies, könnte er eine ungeliebte «Bestmarke» Ivan Lendl überlassen.
Eigentlich ist es ja nur schon ein Erfolg, wenn ein Tennisspieler über 15 Jahre so gut ist, dass er es jedes Jahr ans Masters-1000er-Turnier von Rom schafft. Von dieser Bilanz Roger Federers können die allermeisten Tenniscracks nur träumen.
Allerdings birgt eine solche Serie auch eine Gefahr: Wenn du nicht mindestens einmal gewinnst, bist du auf der Liste mit den meisten erfolglosen Versuchen ziemlich bald weit oben. So ergeht es dem Baselbieter. 14 Mal trat er bisher in der ewigen Stadt an, 14 Mal reiste er ohne Trophäe wieder aus Rom ab. Eine so «schwache» Bilanz weist der Maestro sonst nirgends aus.
Von allen grossen Grand-Slam-Siegern muss nur Ivan Lendl mit 0/14 eine gleich schlechte Quote ausweisen und den «Rekord» mit Federer teilen. Der Tscheche versuchte sich auf dem heiligen Rasen von Wimbledon 14 Mal erfolglos. Federer wäre sicher nicht unglücklich, könnte er diese Marke Lendl alleine überlassen.
Überhaupt gibt es neben Rom mit Monte Carlo (zwölf Versuche) und den Olympischen Spielen (vier Teilnahmen) nur noch zwei weitere Turniere, an welchen Federer mindestens dreimal teilnahm, aber noch nie gewann – imponierend! Bei Rafael Nadal sind dies beispielsweise sechs Turniere, bei Novak Djokovic deren sieben.
Die Ausgangslage ist für den 33-Jährigen jedoch brisant. Zum Auftakt trifft Federer heute auf seinen Final-Gegner von Istanbul Pablo Cuevas (nicht vor 19.30 Uhr). Der nächste Gegner wäre Kevin Anderson und danach würden die Hürden gemäss der Setzliste Tomas Berdych, Rafael Nadal und Novak Djokovic heissen.