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Alexander Lebedev aus Moskau startete seine Karriere beim sowjetischen Geheimdienst KGB. So habe er auch seine internationalen Kontakte herstellen können, sagt Max Schmid, der ehemalige SRF-Korrespondent in Moskau. Vor allem Lebedevs Aufenthalt in London habe ihm Türen geöffnet.
Früher war der politisch interessierte Lebedev ganz auf der Parteilinie - er sass auch fünf Jahre in der «Duma», dem russischen Parlament. Ausserdem kandidierte er für das Moskauer Stadtpräsidium, allerdings erfolglos, da ein Putin-Kandidat sich durchsetzte.
Regime wurde autoritärer - Lebedev kritischer
Alexander Lebedev kaufte die einzige kritische Zeitung «Novaya Gazeta», bei der auch die ermordete Journalistin Anna Politkovskaya gearbeitet hat. Diese regimekritische Haltung bekomme Lebedev nun zu spüren, ist Max Schmid sicher. Aktuell läuft ein Verfahren wegen «Hooliganismus» gegen Lebedev.
Der Kauf des Hotel «Gütsch» sei ursprünglich wahrscheinlich tatsächlich in der Absicht erfolgt, ein erfolgreiches Hotel zu betreiben. Mittlerweile kämpfe aber auch Alexander Lebedev mit der Finanzkrise und das «Gütsch dürfte für ihn ein kleiner Fisch sein», mutmasst Max Schmid.