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Der Zusammenhang von Depressionssymptomen und Einsamkeit wurde in einer Vielzahl von Studien untersucht. Es zeigte sich, dass vor allem exzessive und problematische Mediennutzung mit höherer Depressionssymptomatik und Einsamkeit zusammenhängen (Huang, 2010). Neben der Nutzungsdauer spielen dabei die Medieninhalte eine wichtige Rolle. Die Nutzung des Internets zu Kommunikationszwecken etwa geht mit einer besseren Beziehung zu Gleichaltrigen einher. In ihrer Längsschnittstudie stellten Boniel-Nissim et al. (2015) auch fest, dass Jugendliche, die häufiger über elektronische Medien kommunizieren, sich auch im persönlichen Gespräch unbeschwerter fühlen. Die Nutzung von sozialen Netzwerken kann also einerseits positive Folgen haben, wie verstärkte soziale Unterstützung und mehr Möglichkeiten zur Selbstoffenbarung, zum anderen erhöht sie aber auch das Risiko für Depressivität oder soziale Isolation (Best, Manktelow & Taylor, 2014).
Ob und in welcher Intensität vermehrt auftretende Depressionssymptome und Einsamkeit mit dem Medienumgang in Verbindung stehen, hängt mit der Nutzungsdauer, den Medieninhalten und Persönlichkeitsmerkmalen der Nutzenden zusammen.
Neben der exzessiven Nutzung stehen zwei weitere Aspekte des Medienkonsums im Verbund mit häufiger auftretenden Depressionssymptomen: Cyberbullying und soziale Vergleiche (Hoge, Bickham & Cantor, 2017; Richards, Caldwell & Go, 2015). Opfer einer Cyberbullying-Attacke laufen Gefahr, eine Depression zu entwickeln, die mit Angst und Isolation einhergehen und im schlimmsten Fall gar zu Suizid führen kann. Auch fortlaufende negative soziale Vergleiche in Onlinenetzwerken können mit häufiger auftretenden Depressionssymptomen verbunden werden (Richards et al., 2015). Neben inhaltlichen und zeitlichen Aspekten der Mediennutzung spielen dabei Persönlichkeitsmerkmale eine wichtige Rolle. So sind extravertierte oder umgängliche Personen durch eine intensive Nutzung von sozialen Netzwerken weniger mit Einsamkeit konfrontiert, emotional labile Personen demgegenüber sind einer höheren Wahrscheinlichkeit sozialer Isolation ausgesetzt (Whaite, Shensa, Sidani, Colditz & Primack, 2018).