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Das Wichtigste in Kürze
- Die frühere Justizministerin Christiane Taubira kandidiert für die Präsidentschaftswahlen.
- Bereits vor zehn Jahren stellte sie sich zur Wahl.
Am Samstag erklärte die Linken-Politikerin Christiane Taubira in Lyon ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr. Als grosse Themen nannte die 69-jährige Politikerin aus Französisch-Guyana Jugend, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Ökologie sowie einen stärkeren sozialen Dialog. Christiane Taubira ist die sechste grössere Kandidatin der zersplitterten französischen Linken in diesem Wahlkampf. Umfragen sprechen ihr etwa drei Prozent Unterstützung zu.
Mit Taubiras Kandidatur weitet sich das Feld der französischen Linken im Wahlkampf weiter. Als bekannteste und aussichtsreichste Kandidaten gelten bisher der Linke Jean-Luc Mélenchon und der Grüne Yannick Jadot. Zudem die Kandidatin der französischen Sozialisten, Anne Hidalgo. Sie alle kommen in den Umfragen aber jeweils nur auf zwischen vier und neun Prozent der Stimmen.
Bereits 2002 kandidierte Christiane Taubira bei den Präsidentschaftswahlen
Christiane Taubira war unter der Präsidentschaft des Sozialisten François Hollande zwischen 2012 und 2016 Justizministerin. Im Streit um eine geplante Verfassungsänderung war sie 2016 zurückgetreten. Bereits 2002 war Taubira Kandidatin bei den Präsidentschaftswahlen und galt als Ikone des linken Flügels in der damaligen Regierung. Im Rampenlicht stand sie vor allem als engagierte Verfechterin des Gesetzes, mit dem Frankreich die Ehe für Homosexuelle öffnete.
Frankreich wählt im April und Mai einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Traditionell steht der Sieger erst nach einer Stichwahl in der zweiten Runde fest. In den Umfragen hat derzeit der amtierende Staatschef Emmanuel Macron mit 25 bis 26 Prozent die Nase vorn. Dies, obwohl eine Kandidatur bisher nicht offiziell verkündet wurde.
Als aussichtsreich gilt zudem die Konservative Valérie Pécressedie. Ebenso die Extrem Rechte Marine Le Pen mit je 16 bis 17 Prozent.