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Das Abkommen über «handelsbezogene Aspekte geistiger Eigentumsrechte» (TRIPS: Trade-related Aspects of Intellectual Property Rights) umfasst Bestimmungen zum Schutz von Patenten, Copyrights, Handelsmarken, Urheberrechten etc. und regelt deren Durchsetzung.
Verboten wird dadurch die Praxis der technologischen Nachahmung, welche auch der Schweiz und später diversen asiatischen Staaten zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen hatte.
Es waren die Industrieländer – und die Schweiz ganz vorne mit dabei – unterstützt von der Lobby der Pharma- und Agrochemiekonzerne, die sich gegen den Willen der Mehrzahl der Entwicklungsländer im Rahmen der GATT-Runde in Uruguay für das TRIPS-Abkommen stark machten. Die Länder des Südens akzeptierten letztlich die Forderungen der Industrienationen, weil sie sich im Rahmen des Gesamtpakets Vorteile im Agrar- und Textilsektor erhofften. Hoffnungen, die bis heute weitgehend unerfüllt blieben.
Forderungen der Organisation Public Eye
- mögliche negative Auswirkungen des Abkommens auf die Ernährungssicherheit, die Gesundheitsversorgung und die Umwelt durch Änderungen des Vertragstextes auszuschliessen.
- die Patentierung von Lebensformen sowie nichtbiologischen und mikrobiologischen Verfahren zu unterbinden.
- die Zielsetzungen anderer internationaler Abkommen, insbesondere der Biodiversitätskonvention, nicht durch das TRIPS-Abkommen zu gefährden.