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- 2019 müssen Aargauerinnen und Aargauer leicht weniger Steuern bezahlen.
- Es wird eine Teuerung von 0,4 Prozent ausgeglichen. Angepasst werden die Einkommens- und Vermögenssteuertarife.
- Die Regierung gleicht die sogenannte «kalte Progression» aus. Dies ist eine Regelung von 2014, die nun zum ersten Mal angewendet wird.
Von einer kalten Progression ist die Rede, wenn Arbeitnehmende mehr verdienen wegen der Teuerung und sie deswegen in einer höheren Steuerklasse landen und mehr Steuern bezahlen müssen. Unter dem Strich bleibt also trotz mehr Lohn weniger im Portemonnaie. Dies will die Aargauer Regierung mit der Anpassung verhindern.
Die Regelung existiert bereits seit 2014. Weil keine Teuerung stattfand, wurde sie aber nicht angewendet. Die Teuerung von 0,4 Prozent erstreckt sich nun über einen Zeitraum von Ende 2013 bis Mitte 2018, erklärt Roland Aregger vom Aargauer Steueramt. Wenn die Teuerung nun weiter zunimmt, wird diese für 2020 wieder ausgeglichen.
Auswirken auf das Budget jedes einzelnen wird sich die Steuersenkung aber nicht gross. Roland Aregger macht ein Beispiel: «Ein Ehepaar mit einem steuerbaren Einkommen von 100'000 Franken bezahlt insgesamt rund 10'000 Franken Gemeinde- und Kantonssteuern. Dieser Betrag sinkt nun um 28 Franken.» Wegen der Steuersenkung nimmt der Kanton Aargau 3,5 Millionen Franken weniger ein, die Gemeinden müssen mit 3,2 Millionen weniger auskommen.