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Oper
Wer sich nicht sonderlich für Kunst und Musik interessiert, der sollte speziell von der Oper lieber die Finger lassen. Sie ist sozusagen die Königin unter den genannten Aufführungen und daher besonders anspruchsvoll.
Bei der Oper steht in erster Linie der Gesang im Vordergrund. Die Darsteller müssen eine besondere Ausbildung absolvieren, bevor sie die Bühne auch nur betreten dürfen. Eine ausgezeichnete Stimme und besonderes Talent sind natürlich Voraussetzung.
Die Schauspielerei steht bei der Oper nicht im Vordergrund. Wer eine spannende Handlung und faszinierende Bühnenbilder erwartet, wird mit Sicherheit sehr enttäuscht sein. Die Oper ist eben wirklich nur etwas für den gehobeneren Geschmack.
Bei der Oper wird eine dramatische Dichtung vertont. Aufgeführt wird sie von
wobei Orchester und Ballett nicht zwangsläufig dazugehören. Die Darsteller singen, tanzen und fungieren je nach Besetzung auch als Schauspieler. Die Gestaltung der Theaterbühne erfolgt mittels Requisite, Architektur, Malerei und Beleuchtung. Typisch ist der Einsatz von Kostümen und Masken.
Der Durchschnittsbürger wird sich daher im Zweifelsfall wohl eher für den Besuch einer Operette entscheiden. Auch hier spielt die Musik eine große Rolle, sie wird jedoch von einer lebhaften Handlung begleitet.
Eine Operette ist meist heiter und unterhaltsam, während in der Oper eher "schwere Kost" wie Dramen und Tragödien präsentiert werden. Man muss daher nicht absolut kunstbegeistert sein, um eine Vorstellung in der Operette genießen zu können. Am besten wählt man zu Beginn ein sehr populäres Stück, so kann man ganz unverfänglich Operetten-Luft schnuppern und läuft dabei nicht Gefahr, sich am Ende doch zu langweilen.
Bei der Operette gibt es neben den musikalischen Stücken auch gesprochene Dialoge. Im Laufe der Zeit erhielt diese Form des Musiktheaters unterschiedliche Bezeichnungen:
Sie wurde im 18. Jahrhundert kleine Oper genannt, weil sie kürzer und/oder heiterer war als die Oper, ebenso, weil weniger Figuren beteiligt waren. Ebenso typische Faktoren stellten einfache Gesangsstrukturen, welche auch von Schauspielern ohne überragende Gesangsqualitäten gesungen werden konnten, dar.
Als deutsche Oper war ein Werk durchaus anspruchsvoll, hatte jedoch keinen so hohen Stellenwert wie beispielsweise die Stücke aus Italien oder Frankreich.
Auch die Bezeichnung nicht-höfische Oper war typisch; dabei handelte es sich um Werke, die nicht von höfischen Theatern stammten, sondern beispielsweise von Wandertruppen und Jahrmarktstehatern.
In einem Musical fühlen sich auch solche Besucher wohl, die normalerweise Kino oder Fernsehen bevorzugen. Hier wird großen Wert auf die Handlung gelegt und es gibt auch viele Passagen, in denen nicht gesungen wird.
Vereinfacht ausgedrückt könnte man ein Musical daher auch als Theater mit Gesangseinlagen bezeichnen. Die Lieder sind meist schwungvoll und mitreißend, genauso wie die Handlung selbst. Auch eine aufwendige Kulisse darf beim Musical nicht fehlen.
Das Musical vereint Musik, Gesang, Tanz und Schauspiel. Typisch ist hierbei der mögliche Einsatz anderer Musikstile - während Oper und Operette vor allen Dingen in den Bereich der klassischen Musik fallen, kommen bei einem Musical auch häufig Pop, Swing, Rock'n'Roll, Jazz und viele weitere Stile vor.
Sowohl Oper, als auch Operette und Musical lassen sich als Kunstform beschreiben. Jedoch grenzen sich die beiden zuletzt genannten Formen durch den
ab. Die Oper hingegen ist ein durchkomponiertes Werk. Im Laufe der Zeit wurde sie u.a. vom "niederen" zum"hohen" Genre zugeteilt, während die Operette den Platz des "neuen" Genres übernahm, ebenso wie das Musical. Sie können also als deren Weiterentwicklung angesehen werden.