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Der Dickdarmkrebs stellt in Westeuropa die dritthäufigste Krebserkrankung bei Mann und Frau dar; seine Häufigkeit nimmt mit steigendem Alter zu.
Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt beim Mann bei 65, bei der Frau bei ca. bei 70 Jahren. Nur selten erkranken Patienten vor dem 40. Lebensjahr.
Das Auftreten des Dickdarmkrebses variiert geografisch stark und ist in der westlichen Welt aufgrund der dort verbreiteten Ernährungsgewohnheiten häufiger. Ein geringer Anteil von Ballaststoffen und eine übermässige Zufuhr von gesättigten Fettsäuren scheinen die Häufigkeit dieser Krebserkrankung zu begünstigen. Dasselbe gilt, sowohl für einen übermässigen Alkohol- als auch für Zigarettenkonsum.
Dickdarmkrebs entwickelt sich aus der Oberflächenschleimhaut von Darmpolypen. Diese wachsen in der Regel langsam, können aber nach einer gewissen Periode bösartig entarten. Das Risiko der Entartung steigt mit der Grösse und der Anzahl der Polypen.
Ein hohes Risiko tragen Patienten mit langjährigen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), erstgradige Verwandte (Eltern, Geschwister) von Dickdarmkrebs-Patienten sowie Patienten mit seltener genetischer Prädisposition aufgrund instabiler Genreparatur.
Seltene Erkrankungen sind die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) und das hereditäre, nicht polypöse kolorektale Krebssyndrom (HNPCC).