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Der Weinfassparkett: In einem der beiden Keller lagerten noch bis vor Baubeginn etliche halbvolle Weinfässer. Der Wunsch der Bauherrschaft bestand darin, das Holz der Fässer für die neuen Böden wiederzuverwerten. Die massiven Holzfässer aus Eiche und Kastanie hatten einen Durchmesser von 70 und 200 cm und waren zwischen 120 und 180 cm hoch. Die Fassdauben waren dabei nicht gleichmässig gebogen, sondern in der Mitte geknickt, mit einem Entlastungsschnitt auf der Aussenseite. Aus einer Daube liessen sich zwei relativ gerade Stücke herausschneiden. Da die Fässer jahrzehntelang im relativ feuchten Landbodenkeller gelagert wurden, musste das aufgeschnittene Holz erst im milden aber feuchten Tessiner Herbstklima getrocknet werden. Die Verfärbung durch den Wein ergab eine Farbpalette von hell- über dunkelbraun mit rotbraunen bis grünen Einläufen.
Aufgrund der verfügbaren Formaten und den unregelmässigen Grundrissen der Räume kristallisierte sich rasch der Fischgratparkett als geeignete Verlegeart heraus, wobei bei der paarweisen, gespiegelten Anordnung der Stäbe auf eine Furniertechnik zurückgegriffen wurde. Fischgrat- oder auch Fischgrätparkett ist eine klassische Verlegeart von Laubhölzern (Untergruppe der Stabparkette) und wurde früher auf eine minderwertige Unterkonstruktion aus Fichten-/Tannenriemen genagelt. Aus trittschalltechnischen Gründen klebten wir den Parkett auf eine Trägerplatte. Ein umlaufender Eichenfries bildet den Wandabschluss. Die Böden wurden plangeschliffen und danach mehrmals mit leicht weiss pigmentiertem Öl eingelassen und poliert.