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Porträt
Heroin: bekanntestes Opiat
Opiate sind Substanzen, die aus der Opiumpflanze (Schlafmohn) gewonnen werden. Heroin (auch Sugar, H, Gift) wird zu den halbsynthetischen Opiaten gezählt. Es wird im Chemielabor hergestellt, indem die aus Rohopium hergestellte Morphinbase mit Essigsäureanhydrid gekocht wird. Die so gewonnene Substanz hat die chemische Bezeichnung Diacetylmorphin. Sie erhielt wegen ihrer heroischen Wirkung den Handelsnamen Heroin. Heroin wirkt wie Morphin, nur stärker, und es gelangt schneller an die Opiatrezeptoren im Gehirn.
Das in der Schweiz verkaufte Heroin stammt vornehmlich aus Afghanistan oder seinen Nachbarländern. Es ist meistens braun bis beige und pulverförmig. Es wird vor dem Verkauf mit Koffein und Paracetamol gestreckt, so dass seine Reinheit zwar stark variieren kann, meistens aber relativ tief ist.
Heroin wird heute meist geraucht (Folienrauchen), aber weiterhin auch gespritzt und seltener geschnupft. Um die Wirkung zu verändern, wird Heroin mit anderen Drogen wie Kokain oder Arzneimitteln wie Benzodiazepine vermischt.