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«Neulich mit einem ausländischen Gast habe ich einmal die ganze Grenze abgeschritten von Seebach bis Kilchberg; der ausländische Gast machte immerzu Fotos, dabei konnte ich ihm die Mauer bloss von unsrer Seite zeigen, stellenweise überhaupt nicht. Stellenweise gehört die Limmat in ihrer ganzen Breite (sie ist ein schmaler Fluss) zu West-Zürich; das erübrigt eine Mauer.» So nachzulesen bei Max Frisch in den Auszügen «Aus dem Berliner Journal». Das geteilte Zürich ist nur eine Option. Andere Möglichkeiten auf dieser Karte der alternativgeschichtlichen, utopischen und dystopischen Entwürfe sind die Schweiz als Sowjetrepublik, die Schweiz im Dritten Weltkrieg, die Schweiz wahlweise nach einem GAU oder nach einem Atombombenabwurf oder das Wallis als eine letzte Oase in einer globalen Hitze- und Dürrewelle um 2040. Wer sich mit literarischen Zukunftsvisionen und «Was wäre, wenn»-Szenarien befasst, sieht die Schweiz plötzlich mit ganz anderen Augen.