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«ETH: Millionen-Chüngel im Kampf gegen den Krebs. Gentechnologische Tierversuche ohne Segen der ETH-Schulleitung». Unter diesem reisserischen Titel erschien am 13.10.1991 ein Artikel in der Sonntags-Zeitung. Darin beschrieben ist das Forschungsprojekt «molecular farming» von Dr. Dirk Went, das von der ETH-Forschungskommission abgelehnt wurde. Der kontroverse Punkt: Der Artikel beschreibt, dass die Forschung ohne Segen der ETH-Schulleitung durchgeführt wird, weil diese aus ethischen Gründen das Projekt abgelehnt habe.
Am 10. Juli 1940 bat das Rektorat der ETH das Internationale Rote Kreuz in Genf um Hilfe bei der Lokalisation von vier holländischen Studenten. Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 in die Niederlande einmarschiert war und diese besetzte, vermisste die ETH die Studierenden Cornelissen, … Weiterlesen …
Aktuell wird die Debatte über die Dekolonisierung von Geschichte und Gedächtnisinstitutionen in der Schweiz hauptsächlich im Hinblick auf ethnographische, respektive aussereuropäische Kunstsammlungen geführt. Obwohl mit der Frage nach der Dekolonisierung insbesondere koloniale Objektsammlungen in Museen und Universitäten betroffen sind, müssen auch andere Gedächtniseinrichtungen wie Bibliotheken und Archive hinterfragt werden.
Der universitäre Fächerkanon ist üblicherweise aufgeteilt in säuberlich voneinander abgetrennte Disziplinen, welche alle ihre eigenen Forschungstraditionen und Methoden besitzen und wiederum in übergeordnete Kategorien wie Geistes-, Sozial- oder Naturwissenschaften eingeteilt sind. Dies geschieht nicht ohne Grund, denn wer wollte oder könnte heutzutage noch dem humboldtschen Bildungsideal einer ganzheitlichen Kenntnis der Wissenschaften und Künste auch nur annähernd gerecht werden? Vielleicht ist man vielseitig interessiert, doch am Ende muss eine Entscheidung zwischen dem Bachelor Biochemie und Chemieingenieurwissenschaften getroffen werden. Ein Mann, der sich der Fachidiotie verweigerte, war der aus dem zaristischen Russland stammende Literaturwissenschaftler und Philosoph Robert Saitschick (auch Saitschik), der von 1895 bis 1914 an der ETH lehrte und forschte.
Die KI-Forschung hat in den letzten zehn Jahren gewaltige Sprünge gemacht. Die Fortschritte in der Bilderkennung (schon mal von AI Art gehört?) und dem Natural Language Processing (man vergleiche Übersetzungsdienste wie deepL mit dem Google Übersetzer von vor 10 Jahren) haben dazu geführt, dass verschiedenste Forschungsgruppen aus Europa Systeme entwickelt haben, welche zuverlässige maschinelle Texterkennung von Handschriften ermöglichen. Was bisher mit OCR (optical character recognition) vor allem mit gleichmässiger gedruckter Schrift möglich war, ist nun zusehends auch für die obskursten Handschriften aus Quellenbeständen egal welchen Alters und welcher Provenienz möglich.
«Ähnlich wie die Yerba-Mate Produktion ausschliesslich auf Südamerika reduziert ist, so ist auch ihr Konsum beinahe gänzlich auf diesen Erdteil beschränkt.»
Schon ein kurzer Blick in die Getränkeregale der Detailhändler in der heutigen Schweiz zeigt, dass sich seit dieser Beobachtung aus den 1930er Jahren viel geändert hat.
Einer der ersten Professoren des neu gegründeten Eidgenössischen Polytechnikums war Oswald Heer (1809 – 1883), Professor für spezielle Botanik. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich heute in der ETH-Bibliothek. Darunter befinden sich nicht nur seine veröffentlichten Werke, sondern auch Notizen und Manuskripte. Anhand seines Werks “Die fossile Flora der Polarländer” soll der Weg vom Manuskript zum gedruckten Buch aufgezeigt werden.
Im Sommer 1841 unternahm der Geologe Arnold Escher gleich zwei mehrwöchige Exkursionen hoch hinauf ins ewige Eis der Alpen. Es galt, die ersten Hypothesen der Gletscherkunde im Feld zu überprüfen. Die Forschung widmete sich in ihren Anfängen allen nur möglichen Fragen, unter anderem der unterschiedlich schnellen Bewegung der Eismasse, der Art des Fortschreitens oder dem Abschmelzen von Schnee und Eis auf dem Gletscher. Dazu sind interessante Versuche Eschers dank seiner Tagebücher überliefert.
Was bewegt einen Menschen dazu, von sich zu behaupten, etwas zu sein, dass man gar nicht ist? Die Gründe dafür können Neid, Gier, Not oder einfach nur ein narzisstischer Charakterzug sein. Hochstapelei ist per definitionem der Versuch, durch Betrügereien und Vertrauensmissbrauch eine höhere gesellschaftliche Stellung vorzutäuschen. Als Bildungsanstalt von ansehnlichem Ruf war auch die ETH in ihrer Geschichte vor Betrugsversuchen nicht gefeit. Aus den Tiefen der Verwaltungsakten sind dem Hochschularchiv zahlreiche Schwindeleien überliefert.
Was haben die sogenannten «Hill Stations» in Holländisch-Ostindien (heutiges Indonesien) mit den Höhenkurorten in der Schweiz gemeinsam?