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Equines Asthma (RAO, COPD)
Zeigt Ihr Pferd seit einigen Wochen oder Monaten Husten und Nasenausfluss oder Leistungsinsuffizienz? Die Ursache könnte Equines Asthma (chronisch obstruktive Bronchitis, COB; früher auch COPD, RAO oder IAD genannt) sein. Diese Erkrankung kommt bei Pferden sehr häufig vor. Ein Tierarzt sollte bereits bei geringgradigen Symptomen hinzugezogen werden, da ohne Diagnose und anschliessende Behandlung die Erkrankung einen schweren und chronischen Verlauf nehmen kann.
Wissenswertes zur Equines Asthma
Wer behandelt mein Pferd?
Ihr Pferd wird von einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit Spezialgebiet Pferdemedizin untersucht. Für spezielle Behandlungen werden weitere Spezialistinnen und Spezialisten anderer Fachgebiete beigezogen.
Bei uns stehen Spezialisten zur Verfügung, die mit Hilfe von modernsten Untersuchungsmethoden die Ursache der Symptome bei Ihrem Pferd diagnostizieren, den Schweregrad und die Prognose der Erkrankung beurteilen und Ihnen die Therapiemöglichkeiten aufzeigen können, sollte Ihr Pferd an Equinem Asthma erkrankt sein.
Wie entsteht Equines Asthma?
Wie auch beim Menschen handelt es sich beim Equinen Asthma um eine allergisch bedingte chronische Atemwegserkrankung. Equines Asthma wird häufig auch als Heustauballergie bezeichnet, denn in der Mehrheit der Fälle entsteht Equines Asthma durch zu viel Staub in den Stallungen, vor allem durch Heu und Stroh. Winzige Staubpartikel gelangen in die Atemwege und führen bei betroffenen Pferden durch eine allergische Reaktion zu einer Verengung der kleinen luftführenden Atemwege (Bronchien). Verschiedene Faktoren sind an der Verengung der Bronchien (bronchiale Obstruktion) beteiligt:
Einerseits ist die Schleimproduktion erhöht, wodurch das Luftholen erschwert ist. Andererseits verengen sich die Muskeln rund um die Atemwege krampfartig, so dass weniger Luft durchfliessen kann.
Im fortgeschrittenen Stadium findet zudem ein struktureller Umbau des Lungengewebes statt wodurch u.a. die Kollagenfasern und damit die Lunge ihre Elastizität verliert. Dadurch ist die Ein- und Ausatmung bei Pferden mit Equinem Asthma erschwert.
Man unterscheidet zwischen leicht- bis mittelgradigem Equinem Asthma (früher IAD) und hochgradigem Equinem Asthma (früher RAO). Unbehandelt kann die leicht- bis mittelgradige Form in eine schwere Form übergehen.
Typische Symptome bei Equinem Asthma
Studien haben gezeigt, dass bis zu 80% der Pferde an leicht bis mittelgradigem Equinem Asthma leiden. Häufige Symptome sind:
- Husten
- Nasenausfluss
- Leistungseinbussen
Bei hochgradigem Asthma kommen folgende Symptome hinzu:
- Atemnot
- Verstärkte Atmung
- Nüsternblähen
- Dampfrinne
Wie wird Equines Asthma diagnostiziert?
Es wird eine detaillierte Vorgeschichte erhoben und eine klinische Untersuchung durchgeführt, gefolgt von weiterführenden Untersuchung, um die Diagnose zu stellen, den Schweregrad zu beurteilen sowie ein optimales Behandlungsregime zu erstellen. Zu den Untersuchungen gehören:
Wie wird mein Pferd behandelt?
Basierend auf den Befunden erstellen wir in Absprache mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan für Ihr Pferd. Die Behandlung des Equinen Asthmas besteht aus einer Kombination aus Managementänderungen (Staubelimination, frische Luft) und medikamentöser Therapie. Sowohl Inhalationsmedikamente als auch systemische Medikamente (z.B. Tabletten) können eingesetzt werden. In seltenen schweren Fällen kann eine stationäre Behandlung für einige Tage notwendig sein.
Sie können die notwendigen Medikamente direkt von uns oder je nach Absprache, bei Ihrem Privattierarzt oder Ihrer Privattierärztin beziehen.
Sie bekommen einen detaillierten Bericht, in dem nochmals alle Befunde zusammengefasst sind, die Behandlung aufgeführt ist, sowie wichtige Informationen zur Erkrankung und Nachsorge aufgeführt sind.
Wir informieren auch Ihren Privattierarzt oder Ihre Privattierärztin, damit Nachkontrollen wenn möglich zu Hause durchgeführt werden können.
Prognose
Da es sich um eine chronisch allergische Erkrankung handelt, ist eine vollständige Heilung nicht möglich. Die Erkrankung kann jedoch mit Hilfe von lebenslangen Managementänderungen, Futterumstellung und medikamentöser Behandlung in der Regel gut kontrolliert werden. Je schwerer die Symptome bereits ausgeprägt sind, desto schlechter die Prognose, vor allem für den sportlichen Einsatz des Pferdes.
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