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Das Projekt untersucht einerseits die Arbeit von europäischen Anwaltsnetzwerken, welche die rechtliche Verantwortung von transnationalen Unternehmen in den Heimatländern Grossbritannien und Deutschland herzustellen versuchen. Andererseits analysiert das Projekt das rechtliche Vorgehen von sozialen Bewegungen in Peru gegen die vor Ort tätigen Tochterfirmen der transnationalen Unternehmen. Im Fokus stehen in beiden Fällen jene transnationalen Netzwerke, welche die AktivistInnen des Südens mit den Anwaltskollektiven des Nordens verbinden. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen den diversen AkteurInnen sind dabei von besonderem Interesse.
Es wird untersucht, wie Protestbewegungen und Anwaltskanzleien durch die Einbringungen von Diskursen über Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit in einzelnen Gerichtsfällen einen politischen und sozialen Wandel auf lokaler Ebene zu bewirken versuchen. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist demnach zu erforschen, ob die strategische Anwendung von nationalem Recht sowohl auf rechtlicher wie auch auf sozialer Ebene zu einem normativen Wandel führt.
Aufgrund seines ethnographischen Ansatzes leistet das Projekt einen Beitrag zur Erforschung der sozialen Prozesse, welche hinter den Kulissen der Gerichtsfälle gegen transnationale Unternehmen stattfinden. Das Projekt trägt damit zum Verständnis der sozialen Praktiken und politischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Anwendung von nationalen Gesetzgebungen bei.