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Der Dritte Weltkrieg hat bereits begonnen. Wacht endlich auf!
Das ist die Niederschrift einer Rede, die John Pilger an der University of Sydney gehalten hat. Ich habe auch auf den Marshallinseln (s.https://de.wikipedia.org/wiki/Marshallinseln) gefilmt, die nördlich von Australien in der Mitte des Pazifischen Ozeans liegen. Wann immer ich Leuten erzähle, wo ich gewesen bin, fragen sie: „Wo ist das?“ Wenn ich ihnen mit dem Namen „Bikini“ einen Hinweis gebe, stellen sie fest: „Sie meinen den Badeanzug.“ Nur wenige scheinen zu wissen, dass der zweiteilige Badeanzug nach dem durch Atombombentests zerstörten Bikini-Atoll (s.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bikini-Atoll) benannt
wurde. Zwischen 1946 und 1958 haben die USA auf den Marshallinseln insgesamt 67 Atombomben zur Explosion gebracht; durchschnittlich wurde dabei zwölf Jahre lang täglich die Sprengkraft von 1,6 Hiroshima-Bomben freigesetzt.
Auf dem Bikini-Atoll ist es heute totenstill, es ist völlig verändert und verseucht. Die Palmen wachsen in einem seltsamen Raster. Nichts bewegt sich. Es gibt keine Vögel. Die Grabsteine auf dem alten Friedhof strahlen Radioaktivität ab. Als ich den Geigerzähler an meine Schuhe hielt, zeigte er „unsicher“ an.
Als ich vom Strand aus auf den smaragdgrünen Pazifik schaute, öffnete sich vor meinem geistigen Auge ein riesengroßes schwarzes Loch. So muss der Kater ausgesehen haben, den die Wasserstoffbombe „Bravo“ aufgerissen hat. Ihre Explosion verstrahlte die Menschen und ihre Umwelt im Umkreis von Hunderten von Meilen – vermutlich für immer. Auf meiner Rückreise sah ich auf dem Flughafen Honolulu auf dem Titelbild einer US-Frauenzeitschrift eine lächelnde Frau in einem Bikini; darunter war zu lesen: „Auch Sie könnten einen Bikini-Körper haben.“ Ein paar Tage vorher hatte ich auf den Marschall-Inseln Frauen interviewt, die keine „Bikini-Körper“ hatten; alle waren an Schilddrüsen-Krebs und anderen lebensbedrohenden Krebsarten erkrankt. Im Gegensatz zu der lächelnden Frau auf dem Titelbild sahen….