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Wie viele Theater und Bühnen es derzeit in der Schweiz gibt, hat noch niemand genau gezählt. Dass es in den zentralen Städten wie Bern, Basel, Zürich oder Genf eine reiche Theatertradition gibt, muss aber nicht erst gesagt werden. Die grossen Schweizer Bühnen sind durch regelmässige Gastspiele oder Besucher aus dem grenznahen Raum nämlich längst bis über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.
Gibt es eine einheitliche Schweizer Theaterszene?
Die Schweizer Szene ist bunt und kann kaum als eine zusammenhängende Szene beschrieben werden. Auf den Bühnen der Schweiz tummeln sich berufsmässige und freie Darsteller, die Klassiker und moderne Stücke spielen, Kindertheater, Musiktheater und Puppentheater zum Besten geben – und das alles in vier Landessprachen. Je nach Region kommen deutsche, italienische, französische und/oder rätoromanische Stücke zur Aufführung. Die Schweizer Dialekte finden vor allem auf den Volkstheater-Bühnen ihr Publikum. Neben den grossen Theatern, die bereits im 19. Jahrhundert als Stadttheater gegründet worden sind und oft mehrere Sparten bedienten, finden sich auch viele Freie Theater, die meist keine eigenen Spielstätten haben. Sie bespielen Kleintheaterbühnen oder gerade zur Verfügung stehende Räume, in denen verschiedene Kulturveranstaltungen stattfinden. Ihre Ensemblegrösse entspricht diesem Umstand und wird von Stück zu Stück geändert. Staatliche Förderung erhalten die Freien Theaterbühnen der Schweiz in der Regel nicht. Auch die Schweizer Kinder- und Jugendtheater sind Freie Theater. Die Schweizer Spartentheater mit festem Haus und fest angestelltem Ensemble gehen auf das 20. Jahrhundert zurück. Nicht jedes etablierte Schweizer Theaterhaus kann sich ein eigenes Orchester leisten. Bei Bühnenproduktionen mit Musik engagiert man gegebenenfalls eins. Die beliebten Volkstheater sind meist Amateur- oder Vereinstheater. Gespielt werden Klassiker, bäuerliche Schwänke und moderne Stücke in Schweizer Dialekten. Obwohl keines der Volkstheater in der Schweiz ein Berufstheater ist, ist der Standard einiger Volksbühnen durchaus mit diesen vergleichbar. Vom Schweizer Kulturbudget zehren die etablierten Profibühnen das meiste auf. Die Reste erhalten die grösseren experimentellen Bühnen oder Spartentheater