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Übersicht aller Grafiken zum Thema Medikamente.
Schlaf- und Beruhigungsmitteln
Starken Schmerzmitteln
Psychostimulanzien
Die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist in der Schweiz verbreitet: Etwas mehr als 10% der Bevölkerung haben im letzten Jahr solche Medikamente eingenommen, im letzten Monat waren es über 7%. Eine Einnahme im letzten Monat ist unter Frauen und mit zunehmendem Alter stärker verbreitet.
Gmel, G., Notari, L., Gmel, C. (2018). Suchtmonitoring Schweiz – Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016. Lausanne: Sucht Schweiz. Dokument
Eine regelmässige und langfristige Einnahme von starken Schmerzmitteln wird mit einer möglichen Abhängigkeit in Verbindung gebracht. Generell nimmt eine langfristige Einnahme solcher Medikamente mit dem Alter zu und ist unter Frauen etwas stärker verbreitet.
Die Einnahme von starken Schmerzmitteln ist in der Schweiz verbreitet: Fast 20% der Bevölkerung ab 15 Jahren haben im letzten Jahr solche Medikamente eingenommen, fast 10% im letzten Monat. Eine Einnahme ist unter Frauen und mit zunehmendem Alter tendenziell etwas stärker verbreitet.
Knapp 1% der Bevölkerung hat im letzten Jahr Psychostimulanzien eingenommen. Die Einnahme solcher Medikamente kommt insbesondere unter jungen Personen und Männern häufiger vor, im Gegensatz zu anderen Medikamenten.
Behandlung wegen problematischer Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln
Medikamente im Strassenverkehr
Todesfälle infolge einer Einnahme von Medikamenten
Der Anteil der Personen, die bei Behandlungseintritt Medikamente als Hauptproblem angegeben haben, hat sich zwischen 2006 und 2021 kaum verändert. Der Anteil der Eintritte, bei welchen Medikamente als sekundäres Problem angegeben wurden, hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert und lag bei rund 10%. Medikamente werden vornehmlich als sekundäres Problem angegeben, d.h. als Problem neben anderen Substanzen.
Krizic, I., Maffli, E., Balsiger, N., Gmel, G., Labhart, F., Vorlet, J. (2022). act-info Jahresbericht 2021: Suchtberatung und Suchtbehandlung in der Schweiz. Ergebnisse des Monitoringsystems. Bern: Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dokument
Im Jahr 2021 ereigneten sich insgesamt 149 Unfälle mit Personenschaden unter dem möglichen Einfluss von Medikamenten. Etwas mehr als die Hälfte ereigneten sich ohne zusätzlichen Einfluss von anderen Substanzen. Die Anzahl der Unfälle mit angenommenem Einfluss von Medikamenten stieg seit 1992 an und hat sich in den letzten 20 Jahren etwa verdoppelt. Da nicht systematisch nach dem Vorhandensein von Medikamenten bei Unfällen gesucht wird, dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen.
Bundesamt für Statistik (BFS) (2022): persönliche Mitteilung
Die Anzahl der Todesfälle, die durch Medikamentenmissbrauch bedingt sind, hat zwischen 1995 und 2008 zugenommen. Dies kann auf eine Zunahme der assistierten Suizide zurückgeführt werden, die insgesamt einen grossen Anteil an allen Todesfällen ausmachten. Seit Ausschluss dieser Todesfälle ist die Anzahl der Todesfälle auf tieferem Niveau relativ konstant.
Bundesamt für Statistik (BFS) (2019): persönliche Mitteilung
Die Summe der verkauften Medikamente, die zu einer Abhängigkeit führen können, hat sich gemäss dieser Statistik zwischen 1996 und 2021 nicht stark verändert. Wenn jede einzelne der Kategorien betrachtet wird, kann jedoch eine Verdoppelung der abgegebenen Packungen Antidepressiva beobachtet werden. Auch wenn diese nicht einmal 10% aller verkauften Medikamente mit Potential für eine Abhängigkeit ausmachen, generieren sie trotzdem mit Abstand den höchsten Umsatz.
Interpharma (2022): persönliche Mitteilung
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