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Die älteste erhaltene Tonaufnahme eines
Hauptkonzertes stammt vom 26. Dezember 1951. 1952 trat
erstmals die 1949 von Hans Wild ins Leben gerufene Knabenmusik
Glarus an einem Hauptkonzert der HMG auf. 1953 wurde die
inzwischen 24 Jahre alte braune Uniform durch eine Neue
in dunkelblau ersetzt.
Vereinsinterne Meinungsverschiedenheiten führten dazu,
dass 1955 von einigen Mitgliedern die Gründung einer Musikgesellschaft
Ennenda in Betracht gezogen wurde. Dies kam jedoch nicht
zustande. Eine viertägige Musikreise an die Riviera 1956
kittete aber die verschiedenen Interessengruppen wieder
zusammen und brachte unvergessliche Erlebnisse.
Ende der Fünfzigerjahre machten sich in der ganzen Schweiz
erste Anzeichen zu einem eigentlichen Umbruch bei den
Blasmusiken bemerkbar, welche in den Sechzigerjahren zu
einem ziemlich starken Wandel im Repertoire führte. Waren
früher Marsch, Walzer, Polka und Overtüre gefragt, wollte
die junge Generation von Musikanten "moderne"
Musik spielen. So erhielten allen voran die Musicalmelodien
wie "My Fair Lady", "Show Boat" usw.
Einzug ins Konzertrepertoire.
Knapp vor Ablauf der ersten hundert Jahre hielt 1963 das
weibliche Geschlecht Einzug in die Reihen der Harmoniemusik
Glarus, welches heute ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil
des Korps ist. 1965 feierte man das 100-jährige Bestehen
der HMG. Zu diesem Anlass wurde die alte Vereinsfahne
aus dem Jahre 1887 durch eine Neue ersetzt. Die zwischenzeitlich
inaktive Knabenmusik startete als Jugendblasmusik unter
der Leitung von H.R. Wettstein mit 36 Jugendlichen.
Ab 1967 präsidierte Ernst Lehmann für 15 Jahre den Verein.1971
aktivierte die HMG die Glarner Fasnacht wieder, indem
sie einen Fasnachtsball im Schützenhaus organisierte,
welcher bis heute zur Tradition geworden ist und nach
wie vor jedes Jahr nach dem Sternmarsch der Guggen viele
Fasnächtler ins Schützenhaus lockt.
1972 gab Heinrich Zimmermann, welcher den Verein 17 Jahre
geleitet hat, sein Amt an Franz Regli ab.
1974 schaffte die HMG abermals eine neue Uniform an. Die
Stadtglarner Farben goldgelb/schwarz waren für eine Uniform
recht ungewohnt und sorgten für viel Gesprächsstoff.
1975 gingen die Musikanten der HMG auf eine grosse Österreichreise
und verbrüderten sich mit der Trachtenkapelle Hilbern,
mit denen sie bis heute freundschaftlich verbunden sind.
Im Herbst 1976 stellte man als Novum im Glarnerland eine
Guggämusik zusammen, aus welcher die "Linthböllä"
hervorgingen.
Unter Franz Regli wurde die Idee umgesetzt, dass das gesamte
Hauptkonzert nach einem bestimmten Thema zusammengestellt
wird. Dieses Konzept hat die HMG bis heute beibehalten.
Erklärtes Ziel des Vereins ist es, Blasmusik für die breite
Bevölkerung und nicht für die Blasmusikexperten zu machen.
Die 80er-Jahre waren geprägt durch unzählige Auftritte
und einem stetigen Wechsel bei den Aktivmitgliedern. Franz
Regli schrieb für den Verein viele Eigenkompositionen
und Arrangements, so dass praktisch an jedem Hauptkonzert
eine Uraufführung zu hören war.
1982 übernahm Willi Lutz die administrative Leitung des
Vereins, welche er bis 1992 präsidierte. Unter seiner
Leitung beging die HMG auch die Festivitäten zur Feier
des 125-jährigen Bestehens der HMG, welche gekrönt waren
durch die Neuuniformierung und die Durchführung des Kantonalen
Musikfestes 1990.

Ernst Lehmann
Präsident 1967-1982 Ehrenpräsident