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In Brasilien sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag (16./17.) die Uhren um eine Stunde zurückgestellt worden. Mit dem Ende der Sommerzeit wird einmal mehr Kritik an dieser laut. Noch gibt es keine offiziellen Zahlen ob und wieviel Energie mit dem Umstellen der Uhren eingespart wird. Verwiesen wird jedoch auf ein verändertes Verhalten der Stromkonsumenten.
Dass die effektive Energieeinsparung durch die Sommerzeit abgenommen hat, ist mit einer schon im September 2017 vorgelegten Studie des Energieministeriums belegt worden. Nach der sind die Einsparungen von 405 Millionen Reais im Jahr 2013 auf 147,5 Millionen Reais im Jahr 2016 gesunken.
Ursprünglich war sie eingeführt worden, um die Spitzen im Versorgungsnetz angzumildern. Die wurden im Sommer in den frühen Abendstunden verzeichnet, wenn die Arbeitnehmer nach Hause kamen und die Elektrogeräte eingeschaltet haben. Dazu zählen ebenso die Duschen, bei denen das Wasser vorwiegend mit Strom erhitzt wird.
In den vergangenen Jahren haben sich die Spitzen des Stromverbrauchs indes auf die frühen Nachmittagsstunden verschoben, wenn die Temperaturen am höchsten sind und Klima-Anlagen und Ventilatoren eingeschaltet werden.
Über eine Abschaffung der Zeitumstellung wurde bereits unter der Regierung des Ex-Präsidenten Michel Temers (2016-2018) diskutiert. Im Gespräch war dazu eine Bürgerbefragung, die dann doch nicht stattgefunden hat.
Die Bevölkerung selbst steht der Sommer- und Winterzeit gespalten gegenüber. Während sie von einem Teil für unnötig und belastend empfunden wird, sprechen andere von einer durch sie hervorgerufenen neuen Kultur, weil die kühleren Abendstunden bei Tageslicht beispielsweise mit Sport im Freien besser genutzt werden könnten.
An der Sommer- und Winterzeit beteiligen sich in Brasilien die im Süden, Südosten und zentralen Westen liegenden Bundesstaaten. Insgesamt sind es zehn der 26 Bundesstaaten des Landes sowie der Hauptstadtdestrikt.