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Was passiert im «Spielzeugfreien Kindergarten» und wie beeinflusst das Konzept, das ursprünglich aus der Suchtprävention stammt, die Kinder? Eine Mutter setzt sich während dreier Monate in den Ziefner Kindergarten und beobachtet das Projekt.
Milena Tebiri
Der Raum ist noch leer. Stimmen sind zu hören, Kinder rufen, lachen. Die Schulglocke klingelt, die Tür springt auf, das Licht geht an und die ersten Kinder stürmen herein. Sie begrüssen die Kindergärtnerin und hängen ihre Jacken in der Garderobe auf.
Etwas fehlt – die Spielsachen. Zu sehen sind Naturmaterialien: Matratzen, Decken, Tücher, Kissen, Tische, Stühle. Die vorgefertigten Spielsachen sind für drei Monate «in den Ferien». Die Kinder wissen, dass die Spielzeuge während des «Spielzeugfreien Kindergartens» weggefahren sind und erst…