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Mindestens neun Tote durch Schlammlawine in El Salvador
Durch eine verheerende Schlammlawine sind in El Salvador mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere 35 werden seit dem Unglück nahe der Hauptstadt San Salvador vermisst, wie die Behörden am Freitag mitteilten.
Die Schlammlawine breitete sich auf einem vier Kilometer langen Pfad aus. Bei einem Erdrutsch seien zudem 135 Häuser beschädigt worden. "Es ist eine Tragödie", sagte Innenminister Mario Dura. Es habe in der Nacht gewaltige Regenfälle gegeben. Rund 300 Helfer würden im Umkreis von vier Kilometern nach Vermissten suchen.
Die Fluten rissen Schlamm und riesige Felsbrocken auf eine Hauptstrasse, die die Hauptstadt mit dem Norden des Landes verbindet. Das Wasser stürzte schliesslich in eine Schlucht, die das Zentrum der Stadt Nejapa durchquert.
In der rund 15 Kilometer nördlich von San Salvador liegenden Stadt wurden Dutzende Häuser zerstört. Zwei Menschen starben laut den Behörden.
"Ich fühlte, wie das Haus bebte und bebte. Ich schaffte es, raus zu rennen, meiner Familie rief ich zu, 'rennt raus'", sagte der Einwohner Miguel Angel Erroa. Unter Tränen fügte der 61-jähriger Landwirt hinzu: "Ich konnte nichts tun. Meine Frau und mein Sohn Vladimir sind tot."