Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/105153

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für eine kohärente und koordinierte Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit zu erarbeiten. Dabei gilt es insbesondere, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen, Massnahmen und Projekte systematisch zu analysieren und koordinieren, den vorschulischen Bereich speziell zu berücksichtigen, neben den Risikofaktoren auch bei den Schutzfaktoren anzusetzen sowie innovative Projekte zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Hauptverantwortung für die gesundheitlichen Belange der Kinder und Jugendlichen liegt aber bei den Eltern. Der Bund sieht seine Aufgabe vor allem darin, Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu identifizieren und zu fördern. Er ist in dieser Hinsicht bereits aktiv und hat verschiedene Projekte lanciert und Massnahmen getroffen, so insbesondere in den nationalen Programmen Alkohol, Tabak, Drogen, Ernährung und Bewegung (BAG), in verschiedenen Programmen der Kinder- und Jugendpolitik (z. B. Revision des Jugendförderungsgesetzes oder gesamtschweizerisches Präventionsprogramm Jugend und Gewalt; BSV) sowie in den Bereichen der Bildung (z. B. Motivationssemester für Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Lehrstelle; Seco) und des Sports (z. B. Schule bewegt; Baspo). Die Erarbeitung einer umfassenden Strategie ist angesichts dieser Aktivitäten nicht nötig; dies ganz abgesehen davon, dass die erforderlichen Ressourcen hierfür nicht vorhanden sind. Der Bundesrat anerkennt aber, dass in diesem Bereich ein gewisser Koordinationsbedarf besteht, dem er im Rahmen des neuen Präventionsgesetzes Rechnung tragen will. In diesem Sinne ist der Bundesrat mit dem Grundanliegen der Motion einverstanden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.