Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/195293

<h2>SubmittedText<h2><p>Ab 15. Oktober 2018 bringen LKW statt SBB Cargo die Pakete vom Verteilzentrum Härkingen nach Thun. Beim Aufbau regionaler Paketzentren in Cadenazzo, Vétroz und Untervaz erwägt die Post weitere Verlagerungen auf die Strasse, falls SBB Cargo nicht "zeitgerechten und schnellen Wagenladungsverkehr" bietet. Beide Betriebe geben regelmässig Anlass zur Sorge und gehören zu 100 Prozent dem Bund.</p><p>Muss dieser nicht eingreifen, um Volksvermögen, Arbeitsplätze, Entwicklung und ökologische Ziele langfristig zu sichern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat steuert die bundesnahen Unternehmen mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Auf das operative Geschäft nimmt er hingegen keinen Einfluss. Die logistische Ausgestaltung des Pakettransportes liegt damit in der Kompetenz der Post. Nach eigenen Angaben transportiert die Post rund 60 Prozent aller Pakete zwischen den Paketzentren auf der Schiene, und von den Paketzentren zu den Distributionsbasen erfolgt der Transport zu rund 40 Prozent mit dem Zug. Das von der Post verarbeitete Paketvolumen steigt vor allem wegen dem Online-Handel jährlich um 6 bis 7 Prozent. Zudem erwarten die Kunden eine immer schnellere Lieferung und wollen die Zustellung individuell steuern können. Diese Entwicklungen stellen für den Schienenverkehr grosse Herausforderungen dar, indem für die mittlerweile benötigten täglichen Mehrfachverbindungen zwischen den schienengebundenen Standorten der Post die Trassen- und Rangierkapazitäten nicht ausreichend sind. Zur Erarbeitung von neuen Schienenlösungen steht Post Logistics jedoch in engem Kontakt mit SBB Cargo.</p>