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Bei Multipler Sklerose wird zwischen mehreren Verlaufsformen unterschieden: Die verbreitetste Form von MS ist mit 70% die schubförmig remittierende MS (remittierend = zurückbildend). Ein Schub ist ein akuter neurologischer Funktionsausfall, bei der die für MS charakteristische Schädigung der Nervenbahnen einsetzt und die zu länger als 24 Stunden anhaltenden Symptomen führt.
Die sekundär progrediente MS ist die spätere Verlaufsform der schubförmigen MS und führt zu schleichender Verschlechterung, häufig mit Schüben überlagert – von diesem Verlauf berichten 16% der Betroffenen im MS Register. Die primär chronisch progrediente MS betrifft 10% und entwickelt sich von Anfang an schleichend-zunehmend mit bleibenden Einschränkungen. Das Klinisch isolierte Syndrom, häufig CIS genannt, ist ein Krankheitsstatus vor der eigentlichen MS-Erkrankung.
Schwierige Prognose*
Bei 80% der Betroffenen zeigen sich die ersten Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren. MS ist somit die häufigste neurologische Erkrankung in diesem Lebensabschnitt. Bei 3 bis 10% kann sich die MS bereits im Kindesalter entwickeln, seltener auch erst im höheren Erwachsenenalter. Insbesondere bei der nicht schubförmigen MS, nämlich der primär progredientem Form (von Beginn an schleichend-zunehmender Verlauf) beginnt die Erkrankung meist erst nach dem 40. Lebensjahr. Der Verlauf kann über die Jahre eine andere Form annehmen. Eine Prognose bezüglich der Schwere des Verlaufs oder der möglichen Beeinträchtigungen ist daher nur unter sehr grossem Vorbehalt möglich.
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