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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Zwei Forschungsprogramme wurden entwickelt, um fundamentale Funktionsprinzipien von Optimismusbias zu identifizieren. Beide Programme beinhalten die Anwendung einer Vielfalt von Messmethoden (z.B. Erfassung von Augenbewegungen, funktionelle Kernspintomographie, somatoviszerale Messungen [z.B. Elektrokardiogramm], Fragebögen).
Projekt A untersucht die Idee, dass verzerrte Erwartungen (Optimismusbias) mit verzerrten Aufmerksamkeitsprozessen in Verbindung stehen, und dass sich beide Arten von Bias gegenseitig beeinflussen. Die zugehörigen Studienergebnisse werden zum Verständnis basaler neurokognitiver und somatoviszeraler Mechanismen dieser positiven Informationsverarbeitungsverzerrungen und ihrer gegenseitigen Wechselwirkung beitragen.
Menschen sind nicht nur bzgl. ihrer eigenen Zukunft übermäßig optimistisch, sondern auch bzgl. zukünftiger Ereignisse, die soziale Gruppen betreffen, mit denen sie sich identifizieren. Projekt B befasst sich daher mit der Frage, inwiefern persönliche und soziale Formen von Optimismusbias auf denselben neurokognitiven und somatoviszeralen Prozessen beruhen. Außerdem wird untersucht, in welchem Ausmaß soziales Optimismusbias modifiziert werden kann. Da verzerrte soziale Erwartungen soziale Interaktionen beeinflussen, werden die Studienergebnisse wichtige Implikationen für die Entwicklung sozialer Konfliktreduktionsstrategien haben.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Die Studien im vorliegenden Projekt kombinieren in einzigartiger Weise eine Vielfalt von Messmethoden, um die spezifischen Charakteristika von Optimismusbias aufzuzeigen. Optimismus und selektive Aufmerksamkeit könnten strategisch eingesetzt werden, um wichtige Ziele zu erreichen und positive Emotionen zu erleben – im persönlichen wie im sozialen Bereich. Der Identifikation neurokognitiver und somatoviszeraler Funktionsmechanismen solcher Strategien kommt somit eine essenzielle Bedeutung zu.