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Wer sich im deutschsprachigen Raum mit dem Thema Utopie beschäftigt, wird früher oder später – wahrscheinlich eher früher – auf den Namen Richard Saage stossen. Der Politologe hat zahlreiche Publikationen zum Thema veröffentlicht, unter anderem die vierbändigen Utopischen Profile, die wohl umfassendste Darstellung utopischer Entwürfe in deutscher Sprache. Daneben hat Saage noch diverse Monographien und eine schier unüberschaubare Zahl von Aufsätzen zur Utopie und anverwandten Bereichen verfasst. Bekannt wurde er nicht zuletzt für seine Forderung, dass die Utopieforschung von einem klassischen, an Thomas Morus’ Utopia orientierten Begriff ausgehen sollte. Diesem Ansatz folge auch ich in meinem Forschungsprojekt, wobei ich mich an dem vom Saage-Schüler Thomas Schölderle in dessen Dissertation Utopia und Utopie entwickelten Modell orientiere.
Aus Anlass von Saages 75. Geburtstag findet diesen Mittwoch an der Universität Paderborn das Symposium 500 Jahre Utopia statt. Zu meiner grossen Freude gehöre ich zu den Rednern, die an der Veranstaltung dem Jubilar die Ehre erweisen dürfen. Ich freue mich sehr auf den Anlass, nicht zuletzt, weil ich Saage sowie eine Reihe weiterer Kollegen, die ich bislang nur lesenderweise kannte, dort nun erstmals persönlich treffen werde.