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Von Industrieländern subventionierte Agrarprodukte für den Export schaden der Landwirtschaft in Entwicklungsländern, kritisiert Deza-Direktor Walter Fust.
Die Landwirtschaft in Entwicklungsländern werde durch die Agrarsubventionen der Industrieländer teils sogar zerstört, moniert der scheidende Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).
Die Deza als Teil des Aussenministeriums der Schweiz verfügt jährlich über mehr als eine Milliarde Franken Budget.
Fust fügt an, dass diese Agrarsubventionierung eine der Hauptursachen der gegenwärtigen Nahrungsmittelkrise sei, und nicht nur der Anbau von Nutzpflanzen für Biotreibstoff, schlechte Infrastrukturen oder fehlende Nahrungsmittel-Lager.
"Wenn in Peru die subventionierte Pasta aus Italien billiger ist als die Kartoffel aus heimischer Produktion, dann kaufen die Menschen das Billigere", gab Fust als Beispiel.
Wegen der laufenden Krise dürfte in den Verhandlungen der Welthandels-Organisation (WTO) auch der Druck auf die Industrieländer zunehmen, schätzt der Deza-Chef.
Er befürchtet, dass die gegenwärtigen Hungerkonflikte "kein temporärers Problem sind, sondern dass diese noch weit stärker zunehmen".
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