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Beitrag der CVP Baar zum Parteienforum im «Zugerbieter» vom Dezember 2016
Die Gemeinde Baar rechnet mit nachhaltig höheren Steuererträgen. Das ist erfreulich, darf aber nicht zum Übermut verleiten. Die geplanten Ertragsüberschüsse sind in Relation zum gesamten Fiskalertrag bescheiden und mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nur ein paar wenige Veränderungen genügen um aus Defiziten Überschüsse und umgekehrt zu machen. Der Steuersatz von 56 % ist momentan richtig angesetzt. Eine Erhöhung oder Senkung auf Vorrat ist nicht angezeigt.
Die Gemeinde Baar ist aber gut beraten an ihrem Kostenoptimierungsprogramm festzuhalten, ungeachtet der erwarteten höheren Steuereinnahmen. Kosten optimieren ist nicht gleichbedeutend mit einer Leistungskürzung. Kosten optimieren ist auch nicht gleichbedeutend mit einem Qualitätsabbau. Unter Kostenoptimierung versteht man den Ressourceneinsatz für die zu erbringenden Leistungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Qualität der Leistungen leidet darunter nicht. Die Kosten zu optimieren ist demzufolge eine Daueraufgabe jeder Unternehmung und auch jeder Gemeinde. Wenn dann gleichzeitig die Steuererträge steigen, hat die Gemeinde mehr finanziellen Spielraum. Sie kann vom Steuerzahler gewünschte zusätzliche Dienstleistungen finanzieren oder aber den Steuerzahler in Form von Steuerreduktionen oder Steuerrabatten finanziell entlasten.Thomas Huwyler, Mitglied der Finanzkommission