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Im Iran ist der kritische Journalist und Reformer Seradscheddin Mirdamadi zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Dem Journalisten werden «Gefährdung der nationalen Sicherheit» und «Propaganda gegen die Regierung» zur Last gelegt. Die Anwältin kündigte an, sie werde «definitiv» Berufung einlegen.
Mirdamadi war in der Studentenbewegung aktiv und arbeitete während der Präsidentschaft des Reformers Mohammad Chatami im Innenministerium, ging aber im Jahr 2001 nach Frankreich. Nach der Wahl von Hassan Ruhani zum Präsidenten im vergangenen Juni kehrte er in den Iran zurück.
Der moderate Ruhani war mit dem Versprechen angetreten, sich für die Öffnung der Politik und die Lockerung der restriktiven Regeln in Presse, Kultur und Bildung einzusetzen. In den vergangenen Monaten wurden aber eine ganze Reihe kritischer Journalisten, Intellektueller und Politiker von der Justiz verurteilt, die weiter von den Konservativen kontrolliert wird. (kad/sda/afp)