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Die Aufnahme von radioaktivem Cäsium (134Cs) durch Rebenblätter und die anschliessende Verteilung dieses Nuklids in der Pflanze wurde unter kontrollierten Bedingungen in einem Gewächshaus untersucht. Radiocäsium wurde als Chlorid auf die Blätter aufgetragen. Die Pflanzen wurden in Hydrokultur gezogen. Proben von Pflanzen und Wachstumsmedien wurden während der ganzen Wachstumsperiode analysiert. Radiocäsium gelangt sehr leicht durch die Blattoberfläche, wird von dort in andere Pflanzenteile transportiert und zu einem gewissen Grad durch die Wurzeln wieder ausgeschieden. In der vorliegenden Arbeit wurde die Ausscheidung von Radiocäsium durch die Wurzeln genauer untersucht. Während im Boden ein grosser Teil des abgegebenen Cäsiums an Tonpartikel gebunden wird und den Pflanzen kaum mehr zur Verfügung steht, kann Radiocäsium, das in eine Nährlösung abgegeben wurde, von den Wurzeln erneut aufgenommen und wieder in der Pflanze verteilt werden. Die Versuche zeigten, dass ein Teil des von den Reben aufgenommenen Radiocäsiums in das Wachtumsmedium ausgeschieden wurde und dass die Höhe dieser Abgabe durch die Kaliumversorgung der Pflanzen beeinflusst wurde. Mit Kalium gut versorgte Reben geben mehr Radiocäsium ab, als knapp versorgte Pflanzen. Trotzdem war der Radiocäsiumgehalt von Reben, welche sich auf einer Nährlösung mit hohem Kaliumgehalt entwickelten, am Ende der Vegetationsperiode kaum tiefer als in Reben, welche auf Erde oder Nährlösung mit einem tieferen Kaliumgehalt gezogen wurden. Eine Kaliumdüngung als Möglichkeit eine raschere Dekontamination von über die Blätter kontaminierten Reben zu erreichen, ist deshalb unter den gewählten Bedingungen vermutlich kein taugliches Mittel.
Wer Biodiversität in der Landwirtschaft mittels ergebnisorientierter Programme fördern will, braucht aussagekräftige Indikatoren. Ein Überblick über vorgeschlagene und verwendete Indikatoren zeigt Entwicklungen und Herausforderungen auf.
Sind tierische Lebensmittel Freund oder Feind? Dies hängt von den Bedürfnissen der Konsumierenden und von den lokalen Produktionsbedingungen ab, wie eine grosse Übersichtsstudie mit Beteiligung von Agroscope aufzeigt.
Im Gemüsebau ist es üblich, Ernterückstände auf dem Feld zu belassen. Werden sie entfernt, so sinkt die Stickstoffauswaschung deutlich. Dies zeigen Messungen von Agroscope.