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Die graphische Darstellung der Abstimmungsresultate pro Gemeinde wie sie beispielsweise die Berner Zeitung anbietet, zeigt die Position einer Gemeinde auf der Zustimmungsachse im Vergleich zu den anderen Gemeinden und dem Abstimmungsresultat.
Wer die Darstellung für die Abstimmungen dieses Wochenendes anschaut, stellt fest, dass Huttwil stets links der Mitte steht. Mit anderen Worten: die Zustimmungsrate in Huttwil war fünf Mal tiefer als das Abstimmungsresultat. In drei von fünf Abstimmungen war die Zustimmung so gering, dass die Ablehnung dominierte. Vier der fünf Abstimmungen wurden jedoch angenommen. Huttwil war also am Wochenende eine Neinsagergemeinde.
Huttwil sagte Nein zum Klimaschutzgesetz, Nein zur Verlängerung des COVID19-Gesetzes, Nein zur Elternzeit, stimmte weniger der OECD-Mindeststeuer und der angepassten Schuldenbremse zu.
Huttwils Position auf der Zustimmungsachse ist der Ausdruck einer anderen Zukunftsvision als die Mehrheit der Stimmbevölkerung. In die Gegenrichtung der Mehrheit laufen zu wollen, birgt die Gefahr rückwärts in die Zukunft zu gehen. Von anderen überstimmt zu werden, kann in Frustration enden.
Als ich gestern einen Abfallsack im Wald fand, fragte ich mich, ob das ein Protestzeichen eines frustrierten Bürgers war. War dieser Person der Umweltschutz egal oder fehlte ihr das Geld für die Abfallgebühr?