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Die Europäische Kommission hat Vorschläge für eine verpflichtende Kennzeichnungspflicht für Milch und Milchprodukte abgelehnt. In ihrem Bericht vom 20. Mai argumentiert die EU-Kommission v.a. mit der zusätzlichen Belastung für die Verarbeiter.
Diese hätten einen hohen Kostenaufwand und wirtschaftliche Nachteile durch die Einführung von Rückverfolgbarkeitssystemen, insbesondere in Grenzregionen. Die Kosten für die Ursprungskennzeichnung der Milch wären laut Bericht hingegen „moderat“.
Laut Bericht wären die Konsumenten zwar an der Herkunft der Milchprodukte interessiert, allerdings sei „ihre Bereitschaft, für diese Informationen zu bezahlen, eher begrenzt“. Die Kommission schlägt eine freiwillige Kennzeichnung vor, um den Konsumenten gerecht zu werden und gleichzeitig den Mitgliedstaaten und Verarbeitern Flexibilität zu bieten. Das Europäische Parlament und der Rat werden nun den Bericht prüfen.
Bisher ist eine verpflichtende Ursprungsangabe für Produkte wie Fleisch, Honig, Eier etc. vorgeschrieben. Mehrere Länder (u.a. Italien, Großbritannien, Polen) erhofften sich mit der Herkunftsbezeichnung Vorteile bei der Vermarktung von Milchprodukten.