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|Semester||Herbstsemester 2023|
|Angebotsmuster||Jedes Herbstsemester|
|Dozierende||Vanessa Rüegger (<email-pii>, BeurteilerIn)|
|Inhalt||Die Lehrveranstaltung Verfassungstheorie richtet sich an Studierende, die sich vertieft mit den geisteswissenschaftlichen Grundlagen des modernen Verfassungsstaates auseinandersetzen möchten.

Die Vorlesung im Herbstsemester 2022 nimmt den Krieg in der Ukraine zum Anlass, um die Begründung und Rechtfertigung des Einsatzes staatlicher Gewalt zu reflektieren und im Anschluss die Bedeutung von Kommunikation als Grundlage für den Umgang mit Konflikten und das friedliche Zusammenleben im demokratischen Verfassungsstaat zu thematisieren.
Ausgangspunkt bildet dabei Immanuel Kants Schrift Zum ewigen Frieden. Die Schrift wird nicht nur als Fundament für den modernen Friedensbegriff und eine internationale Staatenordnung interpretiert, sondern auch als Referenzpunkt für die nach dem zweiten Weltkrieg verfasste Charta der Vereinten Nationen. Nach Identifikation der Kernaussagen Kants verfolgen wir die Entwicklung der Begründung und Rechtfertigung staatlicher Gewalt seit der Neuzeit in den Schriften von Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau sowie Autorinnen und Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts, um grundlegende Annahmen, Prinzipien sowie die Haltung zu Krieg, Frieden und Gewalt zu beobachten.
Mit den Schriften von Hannah Arendt und Michel Foucault greifen wir auch theoretische Ansätze auf, in welchen grundlegende Kritik am Gewaltbegriff und der Legitimation staatlicher Gewalt geäussert wird.
Im zweiten Teil wenden wir uns der These zu, wonach im modernen Verfassungsstaat Kommunikation und nicht Gewalt als primäres Instrument der Konfliktlösung dient. Wir beobachten, weshalb Kommunikation im modernen Staat eine dermassen zentrale Bedeutung zukommt und welche kommunikativen Verfahren der Konfliktlösung sich im demokratischen Verfassungsstaat ausdifferenziert haben. Abschliessend befassen wir uns mit der These, wonach die Qualität der Kommunikation für das Gelingen der Konfliktlösung entscheidend sein könnte und weshalb diskursive Ansätze der Konfliktlösung durch den Populismus allenfalls in Frage gestellt werden.
In geführter Lektüre lernen die Studierenden ausgewählte Texte, Bilder und Filme kennen und erarbeiten sich so ein Basiswissen über die Theorie des Verfassungsstaates. Die Studierenden lernen in einem ganzheitlichen Ansatz über Staat und Recht nachzudenken.
|Lernziele||1) Neugier für die theoretischen Grundlagen der Verfassung wecken

2) Theoretische Texte zum modernen Verfassungsstaat lesen, verstehen, erklären, kontextualisieren und diskutieren; Methoden der Textlektüre anwenden
3) Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem Vorlesungsstoff eigenständige Gedanken zu den Grundlagen der Verfassungsordnung mündlich und schriftlich formulieren
|Literatur||Als Lehrmittel dient eine spezifisch auf das Thema abgestimmte Textsammlung. Sie ist auf ADAM erhältlich.|
|Bemerkungen||* Vanessa Rüegger, Advokatin & Mediatorin, ist Privatdozentin an der Universität Basel.|
|Teilnahmebedingungen||Es bestehen keine spezifischen Teilnahmevoraussetzungen. Die Veranstaltung ist interdisziplinär, setzt keine fachspezifischen Vorkenntnisse voraus und ist inhaltlich auch für Studierende anderer Fakultäten zugänglich.

|Anmeldung zur Lehrveranstaltung||Via ADAM.|
|Unterrichtssprache||Deutsch|
|Einsatz digitaler Medien||kein spezifischer Einsatz|
|Intervall||wöchentlich|
|Datum||19.09.2023 – 19.12.2023|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
|Module||
Modul: Gesellschaft in Osteuropa (Bachelor Studiengang Osteuropa-Studien)

Modul: Gesellschaft in Osteuropa (Bachelor Studienfach Osteuropäische Kulturen)
Modul: Grundlagen des Rechts (Bachelor Studienfach Rechtswissenschaft)
Modul: Grundlagen des Rechts (Bachelor Studienfach Rechtswissenschaft)
Modul: Grundlagen des Rechts (Bachelorstudium: Rechtswissenschaft)
Vertiefungsmodul Global Europe: Staatlichkeit, Entwicklung und Globalisierung (Masterstudium: European Global Studies)
Vertiefungsmodul: Generalis (Masterstudium: Rechtswissenschaft)
Vertiefungsmodul: Generalis (Masterstudium: Rechtswissenschaft (bilingue))
Wahlbereich Master Rechtswissenschaft (EUCOR): Empfehlungen (Masterstudium: Rechtswissenschaft (EUCOR))
|Leistungsüberprüfung||Vorlesungsprüfung|
|Hinweise zur Leistungsüberprüfung||Prüfung

Die Prüfung ist mündlich. Sie findet während der Prüfungssession Anfang Dezember 2022 statt. Weitere Zusatzleistungen sind nicht gefordert.
Masterstudierende und ausserfakultäre Studierende haben nach Rücksprache mit dem Dozierenden die Möglichkeit, durch eine vom Dozierenden zu definierende Zusatzleistung 2 KP zusätzlich – also insgesamt 6 KP - zu erwerben. Die Zusatzleistung ist akzessorisch zur Hauptleistung. 2 KP für die Zusatzleistung gibt es nur in Verbindung mit der ordentlichen Prüfung im gleichen Semester. Im Zeugnis werden 4 + 2 KP ausgewiesen.
Zusatzleistungen für Masterstudierende (und ausserfakultäre Studierende)
Masterstudierende können nach ausdrücklicher vorhergehender Absprache mittels einem Referat zwei zusätzliche ECTS-Punkte erwerben. Wer die Zusatzleistung mittels Referat erwerben möchte ist gebeten, sich bis spätestens am 30. September 2022 bei der Dozentin zu melden. Anmeldungen, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, können aus organisatorischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden.
|An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung||Anmeldung: Belegen|
|Wiederholungsprüfung||keine Wiederholungsprüfung|
|Skala||1-6 0,25|
|Wiederholtes Belegen||einmal wiederholbar|
|Zuständige Fakultät||Juristische Fakultät, <email-pii>|
|Anbietende Organisationseinheit||Fachbereich Öffentliches Recht|