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Die Wohn-, Energie- und Lebensmittelkosten zu stemmen, sei für viele ein nicht mehr zu bewältigender Kraftakt, so die Diakonie Österreich in einer Medienmitteilung. Sie fordert Sofortmassnahmen, die den am meisten Belasteten unter die Arme greifen würden.
So solle bei Familienbeihilfe, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe der Wertverlust ausgeglichen werden, heisst es in der Mitteilung. Damit die Familienbeihilfe genauso viel Gegenwert erbrächte wie im Jahr 2000, müsste sie rund 30 Prozent höher sein. Sie sei seit 20 Jahren nicht der Inflation angepasst worden. Auch sei das Arbeitslosengeld in Österreich vergleichsweise niedrig.
Die Regierung könnte auch den Ausgleichszulagenrichtsatz erhöhen. Diese soll Pensionsbezieherinnen und Pensionsbeziehern ein Existenzminimum gewährleisten, aber auch Einkommensschwachen zugute kommen. Durch die Teuerung von rund 8 Prozent verlören diese Gruppen faktisch 80 Euro Kaufkraft im Monat.
Auch brauche es bei der Sozialhilfe weitere Reformen wie die Gewährung und Erhöhung der Wohnbeihilfe. Der Abzug der Wohnbeihilfe und die Kürzungen beim Lebensunterhalt in der Sozialhilfe führten zu massiven Problemen. Frauen und Kinder hätten zu wenig zum Wohnen und zu wenig zum Leben. Um Miete zahlen zu können, müssten die Betroffenen das aufbrauchen, was eigentlich für den notwendigsten Lebensunterhalt vorgesehen wäre.