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Leila Josefowicz spielt Pintscher
«In der Musik sollen die Zuhörenden etwas über sich selbst herausfinden, nicht über den Künstler.» Entsprechend diesem Credo von Matthias Pintscher gibt es in seiner Musik für alle viel zu entdecken und zu erfahren.
Matthias Pintscher, Inhaber des Creative Chair der Saison 2018/19, zeigt sich nicht nur als einer der führenden zeitgenössischen Komponisten unserer Zeit, sondern nimmt auch die Rolle des Dirigenten wahr. Zwei Tätigkeiten, die sich in den Augen von Pintscher gegenseitig ergänzen und befruchten: «Mein Denken als Dirigent ist durch das Komponieren geprägt – und umgekehrt.»
Das Violinkonzert «Mar’eh», das Leila Josefowicz unter der Leitung des Komponisten interpretiert, geht auf ein hebräisches Wort zurück, das sich kaum übersetzen lässt. «‹Mar’eh› beschreibt nämlich einen schönen Zustand im Generellen – und kann deshalb unglaublich viel heissen: Eine herzliche Umarmung ist ‹Mar’eh›, der brennende Dornbusch ist ‹Mar’eh›, ein schönes Lächeln ist ‹Mar’eh›», so Matthias Pintscher.
«Auch bei der Musik meines Violinkonzerts an sich dachte ich an ‹Mar’eh›. Ich versuchte, ein Violinkonzert im 21. Jahrhundert in einem grossen Bogen zu zeichnen, ohne den Pinsel abzusetzen, eine grosse Leinwand zu bemalen. Ähnlich also, wie japanische Künstler 30 Jahre für eine Kalligrafie studieren und meditieren – und dann in einem Guss eine endgültige Zeichnung erstellen.»
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