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Nach einem Spielnachmittag macht sich ein fünfjähriger Junge ohne Begleitung einer erwachsenen Person auf den knapp 200 Meter langen Heimweg. Er kommt dabei an einer Wiese vorbei, auf delcher die Pferde des Beklagten weiden. Die Weide ist durch ein auf einer Höhe von 124 cm befestigtes, elektrisch geladenes Plastikband eingegrenzt. Der 110 cm grosse Junge begibt sich, unter dem Zaun hindurchgehend, auf die Wiese zu den wenige Meter von der Strasse entfernten Tieren, wo er von einem ausschlagenden Pferd am Kopf getroffen wird und dadurch schwerste, zum Teil irreversible Kopfverletzungen erleidet.
Gestützt auf deine Empfehlung der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft gelangte das Bundesgericht zum Schluss, dass der vom Beklagten verwendete Elektrozaun den Sicherheitsanforderungen nicht gerecht wird. Die Umzäunung einer Pferdeweide habe eine Doppelte Funktion. Zum einen sollen die Pferde am Verlassen gehindert werden. Zuglelich soll die Umzäunung aber gegen aussen signalisieren, dass es sich um ein diesen Tieren vorbehaltenes Gebiet handelt, dessen Betreten für den Menschen gefährlich sein kann. Auch dem Einwand einer fehlenden Ursächlichkeit der Sorgfaltsverletzung durch den Tierhalter wurde nicht stattgegeben.