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Der Konvoi hatte am Morgen die Hafenstadt Mariupol im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet verlassen, um Chemikalien, Medikamenten und medizinische Geräte in die Separatistenregion zu bringen. Geladen sind über 300 Tonnen Chemikalien zur Wasseraufbereitung in den Werken von Donezk sowie Medikamente und Material für Spitäler.
Weil das Separatistengebiet von der Regierung in Kiew boykottiert wird, nahmen die Zoll- und Grenzformalitäten einen ganzen Tag in Anspruch. Der Transport war am Samstag in Dnipropetrowsk gestartet. Seine Route führte am ersten Tag Richtung Süden nach Mariupol und in einer zweiten Etappe nach Nordosten, über die Kontaktlinie (Grenze) bis Donezk.
Als erste Vertreter eines westlichen Staates waren Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) im März dieses Jahres vor Ort, um sich ein Bild von der Lage in der Region von Donezk zu machen. Sie kamen zum Schluss, dass in der Konfliktregion auf beiden Seiten der Grenze die Gesundheit von über drei Millionen Menschen durch ungenügend aufbereitetes Trinkwasser gefährdet ist.
Erste Schweizer Hilfskonvois hatten bereits im Mai und Juni insgesamt 740 Tonnen Chemikalien und medizinische Güter ins ostukrainische Konfliktgebiet gebracht.
Vom Konflikt zwischen ukrainischer Regierung und prorussischen Separatisten in der Ostukraine sind über fünf Millionen Menschen betroffen. 1,4 Millionen Menschen sind als innerukrainische Vertriebene registriert und mehr als eine Million Ukrainer sind in umliegende Länder geflüchtet.
(SDA)