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Während der ersten Amtszeit Barack Obamas von 2009 bis 2013 war Don Beyer US-Botschafter in Bern. Nach seiner Rückkehr in die USA bewarb er sich um einen Sitz im Abgeordnetenhaus und schaffte 2014 auf Anhieb die Wahl. Seither vertritt er für die Demokraten den achten Wahlbezirk Virginias.
Beyer ist in diesen Tagen ein gefragter Mann in den USA: Er hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, dass die Elektoren morgen Montag nicht wie geplant zusammenkommen, um die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten zu besiegeln. Er will, dass sie zuerst genau darüber informiert werden, was die US-Nachrichtendienste über die Einflussnahme Russlands auf die Wahl wissen.
Die Stellungnahme im Detail:
«Neue, glaubwürdige Berichte unserer Nachrichtendienste legen den konzertierten Versuch einer ausländischen Macht nah, das Resultat unserer Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.
Ich finde, die Elektoren sollen alle relevanten Informationen bezüglich dieser Einflussnahme zur Verfügung haben, bevor sie ihre Entscheidung treffen und ihre Stimme abgeben.
Das Parlament muss alle nötigen Massnahmen ergreifen, um die Integrität unserer Demokratie zu beschützen. Ich rufe die Führung des Abgeordnetenhauses und des Senats dazu auf, die Abstimmung durch die Elektoren zu verschieben, bis diese von den Nachrichtendiensten informiert worden sind.»
Am Sonntag hat er diese Haltung in einem Interview mit Fox News bekräftigt:
Die Wahl durch die Elektoren kommt normalerweise einer formellen Bestätigung des Wahlausgangs gleich. Dieses Jahr stehen sie von verschiedener Seite unter Druck, Trump den Einzug ins Weisse Haus zu verwehren, da dieser für das Amt ungeeignet sein soll.