Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/204

Geschichte
Ein kurzer Blick in die Chronik der Firma ist lohnenswert, denn sie widerspiegelt den Unternehmergeist, der auch heute unsere Kanzlei prägt. Solidität, Perfektion und Erfindungsreichtum auch in der anwaltlichen Tätigkeit sind die Prämissen, nach denen wir unsere Kunden betreuen. Offenheit und kulturelles Interesse begleiten unsere Arbeit und schaffen das geistige Umfeld für die unvoreingenommene und effiziente Lösung der uns anvertrauten Aufgaben.
1878 eröffnete Emil Blum in Zürich ein technisches Büro für Fabrikeinrichtungen. Rasch gewann er den Ruf eines Spezialisten in Patentfragen. 1883 stiess Ingenieur Moritz Veith als Teilhaber hinzu, und die Firmenbezeichnung wurde in E. Blum & Co. geändert. Mit grossem Engagement setzte sich Emil Blum für die Schaffung gesamtschweizerischer Patentbestimmungen ein. Der beschwerliche Weg führte über zwei verworfene Gesetzesvorlagen mit der Schaffung eines entsprechenden Verfassungsartikels 1887 schliesslich zum Erfolg. Das Rüstzeug, das sich Emil Blum in jahrelangem Kampf um einen wirksamen Erfindungsschutz erworben hatte, brachte ihm und seinem Büro bald internationales Ansehen. Die Patentvermittlung wurde rasch zum wichtigsten Geschäftszweig. Emil Blum erwies sich auch als treibende Kraft zur Gründung des Verbandes Schweizerischer Patentanwälte (VSP) und betätigte sich in der Internationalen Vereinigung für den Schutz geistigen Eigentums (AIPPI).
Sohn Eugen Blum, seit 1911 im Betrieb, übernahm 1929 nach dem Tode seines Vaters die inzwischen wieder voll im Familienbesitz befindliche Kanzlei mit einem Personalbestand von 27 Personen. Mit einem Anteil von 15% aller Patenterteilungen war sie die mit Abstand führende Patentkanzlei der Schweiz. Eugen Blum hatte den Wiederaufbau der im Ersten Weltkrieg lahmgelegten AIPPI an die Hand genommen und war von 1925 bis 1961 deren Generalsekretär. Durch seine Dynamik nahm die Organisation einen derartigen Aufschwung, dass sie die Rechtslegung auf diesem Gebiet massgeblich beeinflusste. Auch die Reaktivierung des internationalen Patentanwaltsverbandes war sein Verdienst. Er bekleidete den Posten des permanenten Sekretärs bis 1961.
Während beider Weltkriege nahm die neutrale Vertretung der Kundeninteressen in gegnerischen Ländern einen bedeutenden Umfang an. Da während der Kriege oft Patente aus Gegnerländern sequestriert wurden, wirkte die Kanzlei vielfach bei der Regelung solcher Fälle in Friedensverträgen mit.
1948 trat mit Dr. Rudolf Blum die dritte Generation in die Geschäftsleitung ein, die er mit seinem Vater bis 1959 teilte. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte die Kanzlei rund 55 Mitarbeiter. Wie sein Vater entfaltete Rudolf Blum eine reiche publizistische Tätigkeit. Sein wohl bedeutendstes Werk ist "Das schweizerische Patentrecht".
Diesen Kommentar zum 1954 erlassenen Bundesgesetz verfasste er zusammen mit Prof. Mario Pedrazzini. Ebenfalls stellte er sich für zahlreiche ehrenamtliche Funktionen zur Verfügung und war unter anderem Präsident des Verbandes Schweizerischer Patentanwälte (VSP) und Generalsekretär, Ehrenpräsident der AIPPI, sowie Handelsrichter beim Handelsgericht des Kantons Zürich.
Unter seiner Leitung wurde die Kanzlei um eine eigenständige Rechtsabteilung erweitert. Das stetige Wachstum der Kanzlei rief 1972 nach einer breiteren Führungsstruktur. Die bisherige Geschäftsführung wurde erweitert.
1995 stieg sein Sohn Dr. Urs Blum in die Geschäftsleitung auf. Dr. Urs Blum führte schon als einer der Ersten in einer Patent- und Markenanwaltskanzlei in der Schweiz die elektronische Datenverarbeitung ein. Auch er war Präsident des Verbandes der Schweizerischen Patent- und Markenanwälte. Er zog sich im Jahre 2006 als Partner aus der Kanzlei zurück und trat in den Ruhestand.
2006 wird die Patent- und Markenanwaltskanzlei in die Aktiengesellschaft E. Blum & Co. AG umgewandelt. Mit der Rechtsformänderung beschliessen die bisherigen Inhaber, Dr. Rudolf E. Blum und Frau Eleonore Blum, die Inhaberschaft der Kanzlei in die Hände von Mitgliedern der bestehenden Geschäftsleitung zu legen. Dr. Regula Rüedi, René Monsch, Rainer Schalch und Dr. Kurt Sutter, langjährige Mitarbeiter der Kanzlei und Mitglieder der bestehenden Geschäftsleitung erwerben die E. Blum & Co. AG und leiten das Unternehmen partnerschaftlich. Sie bilden auch den Verwaltungsrat der E. Blum & Co. AG. 2007 stösst Brendan Bolli, ebenfalls langjähriger Partner und Mitglied der bestehenden Geschäftsleitung, als Teilhaber hinzu.
2009 wird die auf Markenrecht spezialisierte Kanzlei Meyer Marks AG übernommen und in die E. Blum & Co. AG integriert. Ihr bisheriger Geschäftsführer, Mathias Meyer, tritt als Teilhaber in das Unternehmen ein. Er übernimmt darin Verantwortung als Verwaltungsrat und Geschäftsleitungsmitglied. Der Übergang der Meyer Marks AG und der Eintritt von deren bisherigen Geschäftsführers, Mathias Meyer, in die E. Blum & Co. AG ist ein weiterer Schritt zur Effizienzsteigerung und Sicherstellung der hohen Qualität im Markenrecht.
Im Jahre 2014 wird der Verwaltungsrat nach dem altershalben Austritt von René Monsch durch Martin Toleti ergänzt.
Heute gehört die Firma zu den grössten und bekanntesten Patent- und Markenanwaltskanzleien der Schweiz.