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Systemweite Risiken im Transportwesen werden über alle Verkehrsträger, Regionen und kritische, voneinander abhängige Sektoren hinweg noch ungenügend verstanden, woraus sich Unwägbarkeiten hinsichtlich der Risiken aufgrund eines grösseren Systemunterbruchs ergeben. Die Verkehrsinfrastruktur ist gekennzeichnet von einem inherenten Mangel an Resilienzkonzepten, insbesondere auf lange Sicht; dies aufgrund der Unfähigkeit, Resilienzaspekte bei Investitionsentscheidungen finanziell zu berücksichtigen sowie der starken Hemmschwellen bei der Umsetzung in die Betriebspraxis. Das übergeordnete Ziel von FORESEE ist die Entwicklung und Demonstration eines zuverlässigen und leicht umsetzbaren Toolkits zur Bereitstellung kurz- und langfristiger Resilienzpläne gegen Verkehrsunterbrüche aufgrund von Überflutungen, Erdrutschen und strukturellen Schäden für Bahn- und Strassenkorridore und multimodale Terminals. Dies soll helfen, eine auf Leistungen beruhende Risikobewertung aufzubauen, die sich auf Folgendes stützt: a) eine Aktualisierung der besten verfügbaren Methodologien, Praktiken und Lösungen mittels datengestützten Modellen, Lösungen und Kosten/Nutzen-Bewertungen; b) die Entwicklung neuer Lösungen zur Entwässerung, für Strassenbeläge und gegen Erdrutsche und c) eine detaillierte Strategie zur erfolgreichen Umsetzung als integraler Teil der Verfahren über den Lebenszyklus der jeweiligen Infrastruktur hinweg. Während der ganzen Laufzeit des Projekts werden zudem Aktivitäten zur Vorstandardisierung durchgeführt.
Das FORESEE-Toolkit umfasst:
a) ein verlässliches Datenerfassungssystem, sowohl satellitengestützt wie terrestrisch;
b) ein System zur Förderung des Situationsbewusstseins zur Vorhersage von und Warnung vor Extremereignissen;
c) neue Materialien und Systeme für durchlässige Beläge, Entwässerungs- und Abzugskanal- sowie Hangstabilisierungssysteme;
d) ein System zur Unterstützung von Entscheidungen, um besser informierte Resilienzpläne zu erstellen;
e) Richtlinien zu Standards, Design und technischen Empfehlungen.
Die Einrichtung einer Stakeholder-Referenzgruppe in einem frühen Projektstadium garantiert die Berücksichtigung der Anforderungen und die Akzeptanz durch alle Endnutzer. FORESEE wird die internationale Zusammenarbeit durch Partnerschaften mit weltweit führenden Instituten fördern.