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Republik Peru. Hauptstadt: Lima. Fläche: 1'285'216
km2. Einwohner: ca. 27,5 Mio.
Peru kann
topographisch in drei Hauptregionen unterteilt werden: In die Küstenebene (costa),
in die sierra und in die montaña.
Das Klima Perus reicht von tropisch im Amazonasbecken bis arktisch in den
höchsten Bergen der Anden.
In der Küstenebene liegt die Temperatur das ganze Jahr über konstant bei etwa 20
°C. Das Küstenklima wird durch Winde, die von den kühlen Strömungen vor der
Küste (Peru- oder Humboldtstrom) stammen, gemäßigt.In der sierra schwanken die
Temperaturen jahreszeitlich bedingt zwischen -7 und 21 °C. Die Region des
Oriente ist extrem heiß und feucht. Die hier vorherrschenden Ostwinde bringen
Feuchtigkeit mit, die sich auf den östlichen Hängen der Anden absetzt. Peru
gehörte in der Vergangenheit, vor allem aber in den Jahren 1982/1983, zu den am
stärksten betroffenen Gebieten von El Niño.
Weinbau in Peru
Nach der Eroberung des Inka-Reiches durch die
Conquistadores in den Jahren 1531 bis 1535 unter Francisco Pizarro (1478-1541)
legte im Jahre 1547 der Spanier Francesco de Carabantes in der Nähe der Stadt
Ica die ersten Weingärten an.
Peru war das erste Land in
Südamerika, in dem Weinbau systematisch betrieben wurde, schon um das Jahr 1560
gab es insgesamt 40.000 ha Rebfläche. Wein wurde damals sogar nach Spanien exportiert.
Zu
dieser Zeit hiess das Land Alto Peru (Hoch-Peru) und war das Kerngebiet des
Vizekönig-Reiches Neukastilien. Damals zählte (bis 1776) auch das heutige
Bolivien dazu. Ab dem Jahre 1550 wurde von hier aus der Weinbau nach Argentinien
verbreitet. Während Chile und Argentinien von der Reblaus verschont blieben,
richtete der Schädling Ende ab dem Jahre 1888 in Peru schweren Schaden an. Auch
auf Grund politischer Unruhen kam der Weinbau bis 1960 nahezu zum Erliegen.
Der Wiederaufbau mit neuen
Rebsorten in Peru
Ab
den 1970er-Jahren begann man mit importierten Reben einen Wiederaufbau. Die
häufigsten Sorten sind Albillo, Alicante Bouschet, Barbera, Cabernet Sauvignon,
Grenache, Malbec, Moscatel, Sauvignon Blanc, Torontel und Italia Negra Corriente.
Aus letzterer werden Tafeltrauben produziert.
Die Weingärten sind an der pazifischen Küste um die Städte Pisco und Ica im
Süden (südlich der Hauptstadt Lima) konzentriert. Kleinere Anbauflächen gibt es
auch im Norden an der Küste in bis zu 1.500 Meter Seehöhe. Trotz der Nähe zum
Äquator (nur 10°) herrscht grosse Trockenheit. Die heissen Sommer und geringen
Regenfälle erfordern eine künstliche Bewässerung. Durch die warmen Winter sind
zwei Ernten pro Jahr möglich.
Im Jahre 2000 wurden von 11.000 Hektar Rebfläche
127.000 Hektoliter Wein produziert. Der grösste Teil der Trauben (vorwiegend Moscatel) geht in die Produktion von Branntwein, dem nach der gleichnamigen
Stadt benannten Nationalgetränk Pisco.
Der spanische Teil der Bevölkerung trinkt
nur zu festlichen Anlässen Wein. Sehr beliebt ist auch das aus Korn, Melasse und
Weinbrand gebraute Bier Chichia.
Das Top-Weingut in Peru
Das weitaus bedeutendste Weingut ist das in
Besitz der Familie Olaechea befindliche Viña Tacama bei Ica. Beim Aufbau hat der
bekannte französische Önologe Emile Peynaud (geb. 1912) Unterstützung geleistet.
Hier werden seit dem Jahre 1961 mit französischer Unterstützung ausgezeichnete
Weine aus Cabernet Sauvignon und Sauvignon Blanc sowie Schaumwein erzeugt.
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