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LONDON (awp international) - Der norwegische Reeder und Tui-Grossaktionär John Fredriksen will eine Low-Cost-Containerlinie ähnlich einer Billigfluggesellschaft aufbauen. Fredriksen und er seien überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg werde, sagte sein Vertrauter Tor Olav Troim der "Financial Times" (Donnerstag). Das Konzept sieht dem Bericht zufolge einen reinen Punkt-zu-Punkt-Verkehr für Containerschiffe vor. Die komplexe Logistik, die andere Container-Reedereien für den Warentransport vorhalten, soll bei dieser Gesellschaft wegfallen.
Aufgebaut werden soll das Unternehmen von Jakob Tholstrup-Möller vom Osloer Schiffhändler Boxton Marine und Franck Kayser, der früher bei der dänischen Reederei Maersk eine führende Stellung innehatte. Der Norweger Fredriksen betreibt selbst mit seinem Unternehmen Frontline die weltgrösste Tankerflotte. Die grossen Container-Reedereien kämpfen in der weltweiten Wirtschaftskrise mit grossen Verlusten. Die Preise für Container-Transporte sind wegen der eingebrochenen Nachfrage in den Keller gestürzt.
Die deutsche Hapag-Lloyd, weltweit die Nummer fünf der Branche, wird inzwischen vom deutschen Staat gestützt. Zudem musste unter anderem ihr früherer Mutterkonzern Tui, der noch immer mit 43 Prozent an der Gesellschaft beteiligt ist, dem Unternehmen mehrfach unter die Arme greifen. Fredriksen war zuletzt mit mindestens 18 Prozent an Tui beteiligt und hat sich wiederholt Auseinandersetzungen mit der Konzernspitze um Vorstandschef Michael Frenzel geliefert./stw/fn/zb
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