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Viele Ortsnamen sind keltischen Ursprungs
Durchbruch in der Ortsnamen-Forschung:
Viele Ortsnamen sind in Wirklichkeit keltisch!
In jahrelanger Untersuchungsarbeit ist es gelungen, den keltischen Ursprung vieler Ortsnamen nachzuweisen.
Zahllose Namen, von denen man glaubte, sie stammten aus einer modernen Sprache, also aus dem Deutschen, Holländischen oder aus slawischen Sprachen, kommen in Wirklichkeit aus der älteren keltischen Sprachschicht.
In einem weitern Schritt ist es sogar gelungen, die für die Namen verwendeten keltischen Grundworte zu bestimmen und zu übersetzen, woraus ergab sich eine Liste von bisher etwa 250 in Ortsnamen verwendeten Worte ergab: die keltischen Ortsnamenelemente.
Um diese gallisch keltischen Worte zu übersetzen, wurden sie mit bestehenden gallischen, gaelischen und kymrischen Diktionären verglichen, wobei sich herausstellte, dass die altgaelischen Wörterbücher weitaus am zuverlässigsten für ihre Übersetzung waren.
Das Standardwörterbuch für das Alt- und Mittelgaelische ist der DIL, Dictionnary of irisch Language, der online abrufbar ist.
Jeder keltischen Ortsnamenbestandteil wurde mit dem zugehörigen DIL-Eintrag verlinkt.
Durch Vergleich der verschiedenen Orte mit demselben Namensbestandteil, ist es häufig gelungen, die Bedeutung genauer einzugrenzen.
Die Deutung der, aus einer schon längst ausgestorbenen Sprache, dem gallischen Keltisch stammenden Namen, war naturgemäss nicht einfach.
Trotzdem konnten tausende Namen erstmals und hoffentlich korrekt gedeutet werden, zum ersten mal seit über tausend Jahren erschliesst sich deren Sinn, und es ist klar geworden, was beispielsweise der Name der Schweiz, der Name von Bern, Basel oder Zürich und von vielen weiteren europäischen Orten bedeutet.
Gerade die Schweiz ist ein Eldorado keltischer Ortsnamen, fast alle Städte und Ortsschaften, Flüsse und viele Berge tragen keltische Namen. Erstaunlicherweise sind in der Schweiz sogar viele Flurnamen, manche davon längst zu Quartiernamen geworden, keltisch.
Aber auch in Süddeutschland, den Beneluxstaaten und Österreich gibt es zahllose keltische Ortsnamen, etwas weniger im nördlichen Europa.
Grossbritannien und Frankreich, Spanien und Italien, die Reihe der Länder in denen keltischen Ortsnamen vorkommen und bestimmt wurden ist lang, dazu ist es gelungen Namen von Kontinenten und aussereuropäische Namen, auf ihre keltischen Wurzeln zurückzuführen.
Nach und nach werde ich diese Inhalte auf meiner Webseite publizieren. Da sie gleichzeitig ein Umdenken bezüglich der keltischen Geschichte bedeuten, ist die Aufgabe natürlich gross.
Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen herzlich!
Was ist neu an meiner Ortsnamendeutung?
Ortsnamen gänzlich neu gedeutet
Grundlage meiner Deutung ist die These, dass viele Ortsnamen in Wirklichkeit aus dem Keltischen kommen könnten.
In der bisherigen Ortsnamendeutung werden nur diejenigen Ortsnamen als möglicherweise keltisch angesehen, welche von den Römern überliefert wurden.
Als Beispiel von durch die Römer überlieferte Namen wären etwa Vitodurum (Winterthur), Turicum (Zürich), Vindobona (Wien) und Bonna (Bonn) zu erwähnen.
Doch warum wurden ausgerechnet die "lateinischen" Ortsnamen - mindestens teilweise - als keltisch erkannt?
Der Grund liegt darin, dass viele dieser Namen ganz offensichtlich nicht auf ein lateinisches Wort zurückgehen, so dass die Suche nach einem keltischen Ursprung nahelag.
Bloss, die Römer haben niemals systematisch alle damals bekannten Ortsnamen aufgeschrieben, ganz abgesehen davon, dass auch viele Aufzeichnungen aus römischer Zeit verloren gegangen sind. Demzufolge können auch nur deutsch überlieferten Ortsnamen die germanisierte Version eines eines keltischen Namens sein.
Fazit: auch ein Ortsname, von dem keine römische oder sonstige antike Überlieferung existiert, kann keltischen Ursprungs sein!
Systematische Deutung aller keltischen Ortsnamen
Durch die in der europäischen Sprachforschung absolut einzigartige und erstmalige vergleichende Deutung der Ortsnamen war es möglich, Muster der Benennung durch die Kelten zu erkennen.
Es war zum ersten mal möglich, die Worte, welche die Kelten für die Bildung der Namen gebraucht haben zu bestimmen, und vielfach ist auch ihre Übersetzung gelungen. (She. keltische Ortsnamenbestandteile.)
Sodann kann der Ortsnamenbestandteil, sagen wir "Birr" in seiner Bedeutung dadurch bestimmt werden, dass die geographische Gemeinsamkeit aller "Birr"-Orte bestimmt wird.
Ein Wort hat viele Gesichter: Streuung in Klang und Schrift
Wenn wir annehmen, das der Ortsnamenbestandteil "Birr" auf ein gallisches Wort "Bir" zurück geht, müssen wir berücksichtigen, dass schon im Gallischen zu verschiedenen Zeiten und schon gar in verschiedenen Gebieten Galliens, die Aussprache des Wortes "Bir" variert hat.
Als die Leute immer mehr Deutsch zu sprechen begonnen haben, wurde der Name zwangsläufig germanisiert, das heisst, an das deutsche Lautbild angepasst.
Im Laufe der Zeit hat sich die Aussprache des Namens zudem gewandelt, so etwa wurde im Bernbiet gerne ein "ä" anstelle eines "a" gesetzt.
Ganz besonders stark hat sich die Aussprache der Namen in den neuhochdeutschen Dialekten gewandelt, zum Glück wurde häufig eine ältere Namensform für die Verschriftlichung gewählt.
Während sich zum Beispiel "Beinwil" leicht deuten lässt, hätten wir mit der schweizerdeutschen Form "Böiu" wesentlich mehr Mühe, ganz einfach weil sie weiter vom keltischen Klang entfernt ist.
Vokalstreuung bei keltischen Namen
Bei fortschreitender Deutungsarbeit zeigte sich, dass ein keltischer Vokal "e" immer auch zu einem "i" werden kann und umgekehrt. Zu gering ist der Ausspracheunterschied, als dass e und i überhaupt differenziert werden könnten.
Auch der Vokal "o" ist derart nahe bei "u", dass die beiden austauschbar sind.
Selbstverständlich hatte das gallische Grundwort zu einer bestimmten Zeit eine sehr bestimmte Aussprache!
Aber im Laufe der Zeit wurde, durch die Germanisierung resp. die Anpassung an die jeweilige neue Sprache, die ursprüngliche Vokalisation verwischt.
So wurde "Bon" wohl in gallischer Zeit mit "o" ausgesprochen, aber es ist trotzdem klar, dass sich auch irgendwo ein "Bun" finden muss, welches ebenfalls auf "Bon" zurückgeht!
Der Vokal "a" konnte sich häufig erhalten, allerdings gibt es durchaus Fälle, in denen ein Wort welches normalerweise mit e-i oder o-u ausgesprochen wird, zu "a" sich wandeln konnte.
Dazu kommt das Phänomen, dass die gallischen Vokale gar nicht klanggleich mit den ähnlichsten deutschen Vokalen waren. Im Alt-Gälischen zeigt sich, dass die Vokale bei der Niederschrift häufig mit zwei und mehr Vokalen dargestellt wurden.
Obwohl Konsonanten viel stabiler sind, gibt es auch da eine gewisse Streuung, etwa sind "d" und "t" nicht sicher zu unterscheiden, ebensowenig "b" und "p". Anderseits ist die Konsonantenstabilitiät durchwegs grösser als diejenige der Vokale, so ist - um beim Beispiel von Bir zu bleiben - meines Wissens aus dem Bir- nie ein Pir- geworden.
Um zurückzukommen auf die Deutung der Namen im allgemeinen, so mussten vielfach wissenschaftliche Dogmen und Traditionen überwunden werden, um ein valables Deutungsresultat zu erreichen.
Aber schliesslich kristallisierten sich die neuen Grundthesen zur Deutung unserer Ortsnamen klar heraus.
Ortsnamenkunde oder Toponomastik
Was ist Toponomastik?
Der Wissenschaftszweig, der sich mit der Erforschung der Ortsnamen befasst, nennt sich Toponomastik oder Toponymie.
Um die Herkunft eines Ortsnamens zu bestimmen, geht man im Prinzip gleich vor, wie beim Bestimmen der Etymologie eines gewöhnlichen Wortes. Das heisst, man schaut sich die ersten überlieferten Formen der Namen an, und versucht herauszufinden, auf welchen "ursprachliche" Begriffe sie zurückgehen.
Dabei werden die bekannten Lautverschiebungsgesetze berücksichtigt.
Die "Ursprache" des Deutschen ist die germanische Sprache, von welcher allerdings keine Zeugnisse existieren. Im Laufe der Zeit haben viele Worte aus diversen andern Sprachen Eingang ins deutsche Vokabular gefunden.
Ortsnamen können allerdings auch aus einer früher in ihrem Gebiet gesprochenen Sprache kommen, sie sind der statischste Teil unserer Alltagssprache, manchmal eben aus uralten Zeiten stammend.
Um ein Wort etymologisch zu erschliessen, ist es absolut unumgänglich, zu wissen aus welcher Sprache es stammt.