Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03240.jsonl.gz/221

- Details
- Veröffentlicht: 23. Oktober 2012
Beitragsseiten
Der Maler Peter Birmann zeigt in seinem Aquarell die Arbeiten im Steinbruch.
Vue de la carrière de Muttenz sur Bâle, vers 1812, Ji-Elle [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
Auf anderen Darstellungen von Birmann ist der Abstransport mit Fuhrwerk festgehalten regionatur.ch (Arbeiten im Steinbruch)
Zeitweise wurde der Abtransport mit einer Seilbahn bewerkstelligt.
Philipp Jacob Siegfried hat schon 1831 in seinem Kartenblatt eine Seilbahn eingezeichnet. Allerdings haben wir bis heute keine weiteren Hinweise auf eine solche Seilbahn aus jener Zeit.
Ob diese Seilbahn nur ein Projekt war oder sogar erst später in die Karte eingezeichnet wurde, entzieht sich unserer Kenntnis.
Allerdings gab es anfangs 19. Jh. jede Menge Standseilbahnen - sie sind schon ab dem 15. Jh. dokumentiert!
Bann von Muttenz, "Section I 1tes Blatt, GrossZingenBrunn, RothRiss, Sulz und StierenWald"
Karte von Philipp Jacob Siegfried, Geometer, erstellt 1831
© Museen Muttenz
Am 24. Februar 1895 wurde von Georg Pfirter-Hammel und J.J. Stamm-Beyer, Baumeister in Basel, für den Bau einer Seilbahn ein Konzessiongesuch gestellt. Am 23. August 1897 wurde die Kollektivgesellschaft Pfirter und Stamm eingetragen. Die Seilbahn dürfte somit spätestens 1897 den Betrieb aufgenommen haben.
Auf jeden Fall ist in der Siegfriedkarte von 1896 das rund 800m lange Trassee der neu erstellten Seilbahn eingezeichnet.
1896, Siegfriedkarte
Karte Swisstopo
Die Seilbahn war einspurig mit der notwendigen Kreuzung in der Mitte der Strecke. Die baulichen Einrichtungen, das Laufrad für das Seil mit den notwendigen Einrichtungen befanden sich in der Grube. Die mit Steinen beladenen Wagen zogen die leeren Wagen hinauf. Am unteren Ende der Seilbahn, nach dem Waldaustritt, wurde die Seilbahn noch fast 200 m talwärts gebaut und endete im letzten Teil auf einer Laderampe welche mit Schroppensteinen und Abfallmaterial aus der Grube aufgeschüttet wurde. Im unteren Teil war die Rampe mehr als 2 Meter hoch und wurde hangwärts in Anpassung an das Gelände allmählich niedriger. Nachdem Jakob Häfeli-Schumacher auf Sulz das Areal der Rampe in Jahre 1919 käuflich erworben hatte, ist die Rampe in den Wintermonaten 1919/20 und 1920/21 abgetragen worden.
Die Zeichnung von W. Rötlisberger zeigt die beiden Rampen als Rekonstruktion an der Talstation der Seilbahn.
Von den Rampen konnten die Rollwagen der Seilbahn auf die Steinwagen der Fuhrleute gekippt werden.
Museen Muttenz
Anmerkung: Nach der Beschreibung von Pfirter war es eine eingleisige Standseilbahn. Somit dürfte an der Talstation nur eine Entladerampe bestanden haben.
Hier entlang der Strasse dürfte die Rampe gemäss Siegfriedkarte von 1896 gestanden haben, Lache/Modiloostrasse
Foto Hanspeter Meier
Noch heute ist das alte Trassee als Schneise im Wald erkennbar,

|Blick von der Waldecke Madiloostrasse/Lache aufwärts

Foto Hanspeter Meier. 2019
|Von der Höhe Obersulz bergabwärts

Foto Hanspeter Meier. 2019
An dieser Stelle wurde das Trasse zu einer Rampe aufgeschüttet.
Foto Hanspeter Meier. 2019
Am Übergang vom Steilhang zum Boden der Sulzgrube lag die Bergstation mit dem Umlenkrad.
In dieser Vertiefung dürfte dieses Rad moniert gewesen sein.
Foto Hanspeter Meier. 2019
Das Bähnlein auf den Sulzchopf (Erzählung aus früheren Zeiten)