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Der Tête de Moine, auch bekannt unter dem Namen Fromage de Bellelay, ist ein halbharter Rohmilchkäse mit einem zylinderförmigen, ev. leicht gewölbten Laib. Mit 10-15 cm ist der Durchmesser meist nur wenig grösser als die Laibhöhe. Das Gewicht liegt zwischen 0.7 bis 2.5 kg. Die Rinde ist fest und von rotbrauner Farbe.
Die Herstellung des Käses nahm im Hochmittelalter seinen Anfang, und zwar im Jura-Kloster Bellelay. Wegen seiner Herkunft und Form erhielt der Käse später den Namen Tête de Moine (Mönchskopf). Ursprünglich nur innerhalb der Klostermauern und nur im Sommer hergestellt, wurde der Käse ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend auch in neu entstehenden Dorfkäsereien fabriziert. Heute umfasst das Herstellungsgebiet des Tête de Moine die Berg- und Sömmerungsgebiete des Kantons Jura und des Berner Jura. In den vergangenen fünfzig Jahren hat die Produktion von Tête de Moine stark zugelegt: Wurden im Jahre 1950 noch 27 t fabriziert, so sind es heute 1800 t. Zu diesem Erfolg wesentlich beigetragen hat die Erfindung der Girolle (siehe unten) im Jahr 1981.