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Das Schweizer Davis-Cup-Team hat nach dem ersten Tag der Weltgruppen-Begegnung gegen Kasachstan in Astana kaum noch Chancen auf das Weiterkommen. Die Kasachen gewinnen beide Einzel und führen 2:0.
Für das Schweizer Davis-Cup-Team beginnt das Weltgruppen-Spiel in Kasachstan denkbar schlecht. Die Schweizer Nummer 1 Henri Laaksonen unterliegt der kasachischen Nummer 2 Dimitri Popko in vier Sätzen.
Der Match des Schweizer Teamleaders Henri Laaksonen, der Nummer 123 der Welt, gegen den als Nummer 231 klassierten Dimitri Popko war von Vornherein die einzige der maximal fünf Partien, in der die Schweiz aufgrund der Klassierungen klar favorisiert war. Gleichwohl verlor Laaksonen 2:6, 6:7 (7:9), 6:3, 5:7.
Popko gewann die ersten beiden Sätze, ohne wesentlich besser spielen zu müssen, als es sein Status in der Weltrangliste erwarten lässt. Denn Laaksonen war die meiste Zeit verunsichert. Er wirkte zögerlich. Im ersten Satz glückten ihm nur drei Gewinnschläge bei 16 unerzwungenen Fehlern. Im zweiten Satz gab er einen Break-Vorsprung preis; im Tiebreak vergab er bei 6:4 zwei Satzbälle.
Erst im dritten Umgang spielte der Schaffhauser, mit 25 Jahren der Älteste im jungen Schweizer Davis-Cup-Kader, vorübergehend auf besserem Niveau. Er spielte nicht mehr so passiv wie vorher, als er oft von weit hinter der Grundlinie spielte. In der Entscheidung, im vierten Satz, kam für Laaksonen auch noch Pech dazu. Bei 5:5 wurde ein Fussfehler geahndet, der Popko einen Breakball ermöglichte und schliesslich zum entscheidenden Break führte.
Nach Laaksonens kaum erwarteter Niederlage wehrte sich der Ostschweizer Youngster Adrian Bodmer in seinem ersten Davis-Cup-Einzel gegen die Weltnummer 73 Michail Kukuschkin zumindest anfänglich sehr gut. Der in der Weltrangliste 414 Positionen tiefer klassierte 22-jährige Wiler verlor 6:3, 3:6, 2:6, 3:6.
Bodmer dominierte im ersten Satz und ging zu Beginn des zweiten Umgangs mit einem weiteren Break in Führung. Kukuschkin kam danach jedoch gut ins Spiel und fand zu einer Dominanz, gegen die der Schweizer nichts ausrichten konnte.
Es wäre nunmehr eine riesige Überraschung, wenn das Schweizer Team erstmals seit 2014 in die Viertelfinals des Mannschaftswettbewerbs kommen sollte.
SDA-ATS