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Waldlauf von Romont – Regula Zahno nicht zu schlagen
Autor: Von GUIDO BIELMANN
Es gibt eine Faustregel: Die gelaufene Zeit vom Romont-Waldlauf plus zehn Minuten ergibt in etwa die Zeit, welche man am Murtenlauf zu erwarten hat. Analog dazu wird der 23-jährige Tolossa Chengere am Murtenlauf am übernächsten Wochenende eine 54er-Zeit laufen. 54:10 lief er im Vorjahr als knapp geschlagener Zweiter. Im Jahr 2003 als Murtenlauf-Sieger war er 52:45 gelaufen. In Romont hielt der zweitklassierte Dejene Lidetu (Äth) keine drei Kilometer mit Chengere mit. Danach war das Rennen gelaufen. In 44:03 war Chengere 27 Sekunden schneller als im Vorjahr. Dabei relativierte er: «Es war heute nicht einfach, denn der Boden war rutschig.» In der Tat erlebten die Läufer in Romont einen starken Dauerregen. Die beiden Äthiopier sind seit 2002 in der Schweiz. Chengere lebt in Epalinges und Lidetu in Blecherette: «Wir trainieren häufig zusammen», meinte Chengere, der wie Lidetu mittlerweile gut Französisch spricht. Die beiden stammen übrigens aus dem Süden ihres Landes, und zwar aus der gleichen Region (Wromo) wie Weltklassemann Bekele, den sie persönlich kennen.Als Dritter lief Hugo Raemy (Plaffeien) ein, nachdem er den ersten Kilometer mit den Äthiopiern gelaufen war. Kurz darauf schloss David Girardet zu Raemy auf, musste sich aber nach fünf Kilometern abhängen lassen. Raemy war am Vortag am SVM-Wettkampf mit Düdingen noch die 5000 m in 15:48 gelaufen: «Ich bin zufrieden, ich habe eine gute Zeit. Im Vorjahr war ich hier schlecht gelaufen.» Zieht man die Faustregel heran, wird Raemy am Murtenlauf eine 57er-Zeit laufen. Ein gutes Rennen lief Florian Sturny (LAT Sense) auf dem 8. Rang. Er war sechs Monate in Neuseeland/Australien, trainierte dort wenig und hat sich nun schon erheblich gesteigert.Regula Zahno hatte wie vor Wochenfrist am Marly-Lauf keine Gegnerin. Sie war im Jahr 2003 die 14,7 km in 53:35 gelaufen: «Ich bin 1:20 Minuten langsamer. Aber das Terrain war ziemlich rutschig.» Die zweitklassierte Sandrine Schornoz (Cousset) meinte, nachdem sie nach zwei Kilometern die Madegassin Emma Harisoa stehen liess: «Wie in Marly schon zog sie plötzlich die Schuhe aus.» Tatsächlich läuft die Afrikanerin barfuss.