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Mineralstoffe sind in der Fütterung der Hunde sehr wichtig, da es sich dabei um Stoffe handelt, die der Hund nicht selber herstellen kann. Bekommt der Vierbeiner nicht die korrekte Menge zugefüttert, kann es zu einem Mangel oder gar zu einem Überschuss kommen.
Mineralstoffe unterteilt man in zwei unterschiedliche Gruppen, wobei beide für den Aufbau der Körpersubstanzen sowie das Aktivieren von Enzymen und die Regelung des Wasserhaushaltes dienen.
Mengenelemente
Unter Mengenelementen versteht man Stoffe, die in größeren Mengen im Körper vorhanden sind. Dazu zählen folgende Elemente:
Chlor / Chlorid
Hierbei handelt es sich um ein Salz, welches sehr wichtig für den Elektrolythaushalt ist. Es befindet sich im Körper außerhalb der Zellen und bildet zusammen mit dem Wasserstoff die Magensäure.
Ein Mangel entsteht dann, wenn der Hund an Durchfall oder Erbrechen leidet, da er so sehr viel Flüssigkeit und das darin enthaltene Salz verliert.
Kalium
Beim Kalium handelt es sich um ein Elektrolyt, welches in jeder Zelle des Hundes vorhanden ist. Zusammen mit dem Natrium ist es für den Wasserhaushalt zuständig.
Weiterhin ist es für die Säure-Basen-Gleichheit enorm wichtig, da dieser Haushalt für die Reizübertragung auf Muskeln und Nerven zuständig ist und gleichzeitig verschiedene Enzyme anregt. Kalium ist in
vorhanden.
Ein Mangel an Kalium kann beispielsweise bei starkem Durchfall oder Erbrechen auftreten. Bei einem Überschuss dieses Stoffes kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
Kalzium
Ein sehr großer Teil vom Kalzium befindet sich in den Knochen sowie in den Zähnen des Vierbeiners. An diesen Orten ist es für die Mineralisation zuständig. Weiterhin befindet sich ein kleiner Teil in den Zellen, wo es für die Stabilisation der Zellwände sowie für die Blutgerinnung zuständig ist. Auch für die Erregung der Muskeln und Nerven ist Kalzium sehr wichtig.
Kalzium wird vor allem in den Knochen gespeichert. Kommt es zu einem Mangel, wird das Kalzium den Knochen entzogen, was wiederum zu Skeletterkrankungen führen kann. Auch kann eine Blutgerinnungsstörung auf ein Kalziummangel hinweisen.
Ein ausgewachsener Hund benötigt dabei in etwa 50 mg Kalzium pro Tag und pro Körpergewicht.
Magnesium
Magnesium befindet sich zu einem großen Teil in den Knochen. Weitere Anteile befinden sich in den Zellen sowie in der Zellflüssigkeit. Der Hund benötigt es für den Aufbau des Skeletts. Weiterhin ist es für das Nervensystem und die Muskeln sehr wichtig. Es aktiviert Enzyme und fördert den Energiestoffwechsel der Zellen. Magnesium ist in
- Fleisch,
- Knochen
- und Getreide
vorhanden.
Ist ein Mangel vorhanden, kann es zu Krämpfen in den Muskeln führen. Ist ein Überschuss an Magnesium vorhanden, kann dies zu Durchfall führen.
Natrium
Natrium ist wie das Kalium ein Elektrolyt, welches ebenfalls für den Wasserhaushalt, das Säure-Basen-Gleichgewicht und die Druckverhältnisse der Zellen zuständig ist. Weiterhin dient es den Muskeln und dem Nervensystem. Natrium gelangt durch Salz oder Blut in den Kreislauf des Hundes.
Ein Mangel an Natrium kann auftreten, wenn der Hund an Durchfall oder Erbrechen leidet oder wenn große Hitze vorhanden ist.
Phosphor
Dieses Element befindet sich zum größten Teil in den Knochen, den Zellkernen sowie in den Zähnen des Hundes. Weiterhin ist es am Stoffwechsel beteiligt. Der Hund nimmt Phopsphor über verschiedene Lebensmittel wie
auf. Das Verhältnis von Phosphor und Kalzium liegt bei 1:1, weshalb man oftmals vom sogenannten Kalzium-Phosphorverhältnis spricht.
Ein Phosphormangel wirkt sich negativ auf das Skelett des Hundes aus.
Spurenelemente
Im Gegensatz zu den Mengenelementen sind bei den Spurenelementen nur Spuren des Stoffes im Körper des Hundes vorhanden. Folgende Stoffe zählen zu den Spurenelementen:
Eisen
Eisen ist ein Bestandteil der roten Blutkörperchen, die wiederum für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind. Weiterhin befindet sich das Element auch in den einzelnen Zellen und Muskeln, wobei es eine sehr wichtige Rolle für das Immunsystem spielt.
Das Element kann der Hund nur sehr schlecht aufnehmen. Vor allem durch den Verzehr von Innereien wie
- Leber
- und Nieren,
aber auch durch
- Rindfleisch,
- Hülsenfrüchte,
- Brokkoli
- und Eigelb
gelangt Eisen in den Körper des Hundes.
Zu einem Mangel von diesem Element kommt es nur sehr selten, da der Hund es in der Leber, der Milz und im Knochenmark speichert. Einzig ein großer Blutverlust kann zu einem Eisenmangel führen.
Jod
Jod ist ein wichtiger Bestandteil für die Produktion der Hormone, welche in der Schilddrüse stattfindet. Das Spurenelement befindet sich vor allem in Meeresalgen, Ananas oder Milchprodukten.
Ist nicht genügend Jod vorhanden oder gibt es einen Überschuss des Elementes, kann dies zu
- einer Vergrößerung der Schilddrüse,
- Wachstumsstörungen,
- Gleichgewichtsstörungen,
- Haarausfall
- oder gar Apathie
führen.
Kupfer
Kupfer dient der Aufnahme sowie den Transport des Eisens. Weiterhin ist es für die Bildung des roten Blutfarbstoffes, die Pigmentbildung, die Herstellung von Bindegewebe und den Aufbau des Skelettes zuständig. Der Stoff gelangt über den Verzehr von
- Leber,
- Nieren,
- Getreide,
- Früchte
- und Nüssen
in den Organismus des Hundes.
Das Spurenelement nimmt der Hund über den Darm auf und transportiert es von dort weiter zur Leber. Überflüssiges Kupfer wird mit der Gallenflüssigkeit ausgeschieden. Ist ein Mangel vorhanden, zeigt er sich mittels
- Anämie,
- Depigmentierung
- und Wachstumsstörungen.
Kobalt
Kobalt ist ein Bestandteil des Vitamin B 12 und arbeitet in allen Bereichen mit, wo auch das Vitamin B 12 eine wichtige Rolle spielt.
Das Spurenelement kommt vor allem in
- Spinat,
- Fisch,
- Tomaten,
- Kartoffeln
- und Salat
vor.
Mangan
Mangan ist in jeder einzelnen Zelle anzutreffen. Es ist zuständig für das Kraftwerk der Zelle. Dabei ist es von großer Bedeutung für
- die Knochenentwicklung,
- das Gehirn
- und die Fortpflanzung.
Das Tier nimmt dieses Spurenelement durch den Verzehr von
- Getreide,
- Leber,
- Nüssen
- und bestimmten Gemüsesorten
auf.
Selen
Dieses Spurenelement befindet sich in der Leber, der Niere sowie in den Haaren des Hundes. Es ist zusammen mit dem Vitamin E für den Schutz der Zellwände zuständig. Es befindet sich in
- Getreide,
- Fleisch
- und Fisch.
Generell kommt es nur sehr selten zu einem Mangel an Selen.
Zink
Nebst dem Eisen handelt es sich beim Zink um das meist vorhandene Spurenelement im Organismus des Hundes. Es ist für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen beteiligt. Weiterhin befindet sich das Element in der Aderhaut, der normalen Haut, dem Haar sowie im Skelett und der Leber. Zink gelangt durch
- Innereien,
- Fleisch,
- Nüsse,
- Samen,
- Eier,
- Hefe
- und Getreide
in den Körper.
Ist ein Mangel vorhanden, zeigt sich dieser mit
- Wachstumsstörungen,
- Störungen bei der Fortpflanzung,
- Veränderungen der Haut und des Fells
- sowie ein geschwächtes Immunsystem.
Eine genetische Veranlagung zu einem Zinkmangel tritt bei Huskys und Bullterriern auf.
Quelle: „Natural Dog Food von Susanne Reinerth *“