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Gerüchten zufolge will die Credit Suisse ihr Joint-Venture mit der südafrikanischen Standard Bank beenden – um ein eigenes Standbein zu schaffen.
Bis Mitte 2011 läuft das fünfjährige Brokerage-Abkommen zwischen der Credit Suisse und der in Johannesburg ansässigen Standard Bank Group. Zu diesem Zwecke wurde die gemeinsame Gesellschaft Credit Suisse Standard Securities (CSSS) ins Leben gerufen. Die Zukunft der CSSS steht nun mit Ablauf des Abkommens in der Schwebe. Laut Gerüchten, die unter anderem von «Bloomberg» und «Wealth Briefing» aufgeschnappt wurden, will die Credit Suisse die Partnerschaft nicht verlängern.
Gegenüber finews.ch wollte die Schweizer Grossbank das Gerücht nicht kommentieren. Die Aussage von Jacko Maree, dem CEO der Standard Bank, weist aber in eine klare Richtung. «Das Abkommen hatte ein klares Ablaufsdatum mit sich gebracht», sagte er zu «Bloomberg». Verlängert die Credit Suisse nun das Abkommen nicht, könnte sie ihr eigenes Südafrika-Geschäft forcieren. Und dies würde durchaus Sinn machen.
Alles unter einem Hut
Bisher arbeiteten die beiden Banken nur im Cash-Equity-Geschäft zusammen. Für die Credit Suisse ist jedoch auch das Wealth Management in der Region von Interesse. Sie könnte also versucht sein, ihr eigenes Standbein in Südafrika zu etablieren.
Die Konkurrenz lässt hier nicht auf sich warten. Mehrere grosser Finanzinstitute besitzen bereits ein lokales Brokerage-Geschäft in der Region, etwa Citigroup, Deutsche Bank oder JP Morgan.