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Im Rahmen der Leitungssanierungen in der Kleinstadt Luzern erhielten Passanten auf dem Franziskanerplatz für kurze Zeit interessante Einblicke ins Mittelalter Luzerns. Die Kantonsarchäologie dokumentierte mächtige Fundamente der 1788 abgerissenen und 1345 erstmals urkundlich erwähnten Spitalkirche. Diese gehörte zum Gebäudekomplex des Heiliggeist-Spitals und war neben der Hofkirche, der Peterskapelle und der Franziskanerkirche die vierte mittelalterliche Kirche Luzerns. Das Spital hatte die Aufgabe, die Bedürftigen und Kranken der Stadt aufzunehmen und durchreisende Pilger zu beherbergen. Bei den Grabungsarbeiten wurde ersichtlich, dass ein Vorgängerbau existierte, dessen Bodenniveau deutlich tiefer lag. Auch hier hatten die Luzerner offenbar mit dem stetig ansteigenden Grundwasserspiegel zu kämpfen. Nebst diesen Mauerresten traten zudem mittelalterliche Gehniveaus zutage, die ins 12.Jahrhundert datieren. Keramikscherben im darüber liegenden Abbruchmaterial bezeugen, dass im Zuge des Baus der Franziskanerkirche (und des Klosters) ab 1269 bestehende Häuser abgerissen werden mussten.