Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/881

Warth-Weiningen TG, 850 Millionen
Vor kurzem hat Peter Spuhler (53) bekannt gegeben, dass er sich aus dem Nationalrat zurückziehen werde. Damit verliert die SVP ein politisches Schwergewicht. Spuhler ist einer der wenigen, die es in der Partei mit Christoph Blocher aufnehmen und auch mal öffentlich ein Widerwort gegen den Paten der Rechtskonservativen riskieren. So setzte er sich zum Beispiel für die Personenfreizügigkeit und die EU-Osterweiterung ein. Damals forderte er Christoph Blocher indirekt auf, einer neuen Generation in der SVP Platz zu machen. Spuhler baut mit Stadler Rail Züge, sein Engagement ist also nicht ganz uneigennützig: Osteuropa ist für ihn ein wichtiger Markt, zudem verdient er vor allem Geld, indem er der öffentlichen Hand Züge verkauft, was beides nicht gerade zur typischen SVP-Hetze passt.
Spuhler absolvierte die HSG, war einst Eishockeyaner bei GC und startete seine Karriere als Unternehmer im Thurgau. Dort übernahm er 1989 die Stadler Rail AG, damals eine Firma mit achtzehn Angestellten und 4,5 Millionen Franken Umsatz. Heute ist die Stadler Rail Group ein internationales Unternehmen mit 3500 MitarbeiterInnen und einem Umsatz von 1,4 Milliarden Franken. Ausserdem ist Spuhler Hauptaktionär bei der Aebi-Schmidt-Gruppe, die unter anderem Kehrmaschinen und Fahrzeuge für die Landwirtschaft produziert und 400 Millionen Franken umsetzt. Peter Spuhlers Mitarbeiterin neigt dazu, die Together-Initiative für einen Witz zu halten.