Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03461.jsonl.gz/1752

Es existieren verschiedene regionale Gliederungen, die einen politischen Hintergrund haben. Diese stehen zwar nicht in der Verantwortung des BFS, dennoch werden hier zwei für Analysezwecke angeboten.
Die Raumplanungsregionen (RPR) wurden in den 60er- und 70er-Jahren von den Kantonen und den Gemeinden zur Bewältigung überkommunaler Aufgaben eingerichtet – die starke Siedlungsentwicklung dieser Jahrzehnte und die Aussicht auf ein massives Bevölkerungswachstum verlangten nach einem solchen Instrument.
Die RPR sind in der Regel als Gemeindeverbände unter der Aufsicht der Kantone strukturiert. Meistens orientieren sie sich an einem Zentrum, und bei ihrer Abgrenzung achtete man auf funktionale Zusammenhänge. Problematisch bei dieser Regionalisierung ist die je nach Landesteil unterschiedliche Grösse der RPR, einzelne sind gar kantonsübergreifend. Die RPR werden auf kleinregionaler Ebene durch eine Vielzahl von parallelen Gemeindeverbänden mit ressortbezogenen Aufgaben konkurrenziert (Abwasserverbände, Verkehrsverbände usw.).
Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und die kantonalen Raumplanungsfachstellen aktualisieren die Abgrenzungen der RPR periodisch.
Im Rahmen der Regionalpolitik unterstützt der Bund die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Regionen und die Erhöhung derer Wertschöpfung. Gestützt auf Art. 12 des Bundesgesetzes über Regionalpolitik können Steuererleichterungen an industrielle Unternehmen oder produktionsnahe Dienstleistungsbetriebe gewährt werden. Damit kann der Bund die Schaffung und Neuausrichtung von Arbeitsplätzen in strukturschwachen regionalen Zentren unterstützen.
Die Anwendungsbestimmungen und -gebiete zum Stand 1.7.2016 sind in Verordnungen (SR 901.022, SR 901.022.1, SR 901.022.2) festgelegt. Seit diesem Datum gehören 93 regionale Zentren in 19 Kantonen zu den Anwendungsgebieten. Diese decken rund 10% der Schweizer Bevölkerung ab.
Weitere Informationen zu den Anwendungsgebieten finden sich auf der Webseite des verantwortlichen Staatsekretariats für Wirtschaft (SECO).
Weiterführende Informationen