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Deutschland
Enquete-Kommission «Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre»
Der deutsche Bundestag sowie die verschiedenen Parlamente der einzelnen Bundesländer können Enquete-Kommissionen berufen. Diese Kommissionen sollen sich überparteilich mit Themen auseinandersetzen und gemeinsam Antworten und Handlungsstrategien erarbeiten, die dann gemeinsam von allen Fraktionen getragen werden können.
Im Jahr 1987 beantragten die Fraktionen von CDU/CSU und FDP eine Enquete-Kommission zum Thema "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre", während DIE GRÜNEN eine Enquete-Kommission zum Thema "Langfristiger Klimaschutz" einrichten lassen wollten. Nach Beratung in verschiedenen Ausschüssen einigten sich alle Fraktionen auf die Einsetzung einer Enquete "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre". Sie bestand aus neun Abgeordneten des Bundestages und neun externen Experten. Ihre Aufgabe bestand darin, eine Bestandsaufnahme über die globalen Veränderungen der Erdatmosphäre vorzunehmen und den Stand der Ursachen- und Wirkungsforschung festzustellen sowie mögliche nationale und internationale Vorsorge- und Gegenmaßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt vorzuschlagen.1
Position
Zum Thema Ammoniak (NH3) veröffentlichte im Jahr 1992 diese Untersuchungskommission in «Klimaänderung gefährdet nationale Entwicklung» eine Gemeinsame Erklärung der 27 Mitglieder der Enquete-Kommission, worin alle Regierungsparteien und 14 Wissenschaftler vertreten waren:
National (BRD), kontinental (Westeuropa) und global sind die NH3-Emissionen zu 90% der Landwirtschaft und hier zu 80% der Tierhaltung zuzuordnen. In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich 528000 t NH3 emittiert. Ammoniak entsteht im Stallbereich, in der Weidewirtschaft sowie bei der Lagerung und Ausbringung von organischem Dünger. […] Durch Minderung der Viehbestände, Fütterungsumstellungen und Reduzierung der Güllewirtschaft würden die Ammoniak- und Stickoxid-Freisetzungen vermindert. […] Das wäre nicht nur in ökologischer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht wünschenswert.
Diese Kommission der deutschen Regierung war damals ihrer Zeit weit voraus. Dennoch hat die deutsche Regierung keine Taten folgen lassen.2
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), kurz Bundesumwelt- und ‑bauministerium, ist eine Oberste Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Sein erster Dienstsitz befindet sich in Bonn, sein zweiter in Berlin.3
Position
Der ehemalige Bundesumweltminister Gabriel hat die Verbraucher bei der UNO-Naturschutzkonferenz in Bonn im Mai 2008 dazu aufgerufen, weniger Fleisch zu essen.
Auf der Website des BMUB finden sich aber keine weiteren Informationen zu diesem Thema.
Umweltbundesamt
Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und dem Bundesamt für Strahlenschutz zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Aufgaben des Amtes sind vor allem die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung (u. a. Bundesministerien für Umwelt, Gesundheit, Forschung, Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung), der Vollzug von Umweltgesetzen (z. B. Emissionshandel, Zulassung von Chemikalien, Arznei- und Pflanzenschutzmitteln) und die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz.4
Position
Das UBA erkennt im Gegensatz zu seinem übergeordneten Ministerium offensichtlich den direkten Zusammenhang zwischen tierischen Produkten und deren negativen Umweltauswirkungen. In den Handlungsempfehlungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands und des Umweltbundesamts von 2014 wird ganz klar für eine Reduktion des Fleischkonsums plädiert. Denn:
«Mit der Nachfrage und dem Export steigt die Fleischproduktion – und damit die Emission von Treibhausgasen und der Stickstoffüberschuss durch Gülle in den Regionen mit intensiver Tierhaltung. Und die Tiere brauchen Futter: In Deutschland wachsen auf fast der Hälfte des Ackerlandes (45 Prozent) Futtermittel.8 Zusätzlich sind Futtermittelimporte nötig. Die jährlich eingeführten Futtermittel enthalten rund 400.000 Tonnen Stickstoff.» 5
Deutscher Naturschutzring
Der Deutsche Naturschutzring e.V. (DNR) ist der Dachverband aller in Deutschland tätigen Umwelt- und Naturschutzverbände. Er wurde 1950 gegründet und hat heute (2014) 96 Mitgliedsverbände mit zusammen mehr als fünf Millionen Einzelmitgliedschaften. Neben klassischen Naturschutz- und Umweltverbänden wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) gehören auch Organisationen wie der Deutsche Alpenverein, der Deutsche Wanderverband und der Deutsche Tierschutzbund sowie auch zahlreiche kleine Vereine zum DNR.
Der Verein betreibt umweltpolitische Koordinations- (nach innen) und Lobbyarbeit (nach außen) auf Bundesebene und – durch seine EU-Koordinationsstelle – aufeuropäischer Ebene. Ein Redaktionsbüro produziert die DNR-Monatszeitschrift umwelt aktuell sowie die elektronischen Informationsdienste Info-Service und EU-News für die Umwelt- und Naturschützer in den Mitgliedsverbänden.6
Position
Helmut Röscheisen, der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings findet eindeutige Worte:
"Wir brauchen eine deutliche Reduzierung der Viehbestände in Agrarfabriken"7
Die Grünen
Bündnis 90/Die Grünen (Kurzbezeichnung: Grüne, auch als Bündnisgrüne oder B’90/Grüne bezeichnet) ist eine politische Partei in Deutschland. Ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt ist die Umweltpolitik. Leitgedanke grüner Politik ist ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.8
Position
Renate Künast, Bundestagsfraktionsvorsitzende der Grünen und ehemalige Bundeslandwitschaftsministerin antwortete auf die Frage:
Schrot & Korn: Sollen wir weniger Fleisch essen und weniger Milch trinken, um das Klima zu retten?
Renate Künast: Wir müssen. Wir können nicht länger so tun, als würden wir bei der Arbeit gegen den Klimawandel mit kleinen Korrekturen zurechtkommen und im Übrigen den alten Wohlstand verteidigen. Wir müssen das gute Leben neu definieren.
Benutzte Berichte:
Umfrage forsa / vzbv / UBA http://www.vzbv.de/cps/rde/xbcr/vzbv/Lebensmittel-Umwelt-Umfrage-langfas...
Handelsempfehlungen http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/dokumente/f...