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Omega European Masters: Ramsay siegt überlegen
20 Spieler lagen vor dem letzten Tag innerhalb von fünf Schlägen, Mitfavorit Paul Lawrie gar nur einen Stroke hinter dem Schotten Richie Ramsay. Doch dieser liess in der Finalrunde seinen Gegnern keine Chance und lag zeitweise mit acht Schlägen vorne. Spätestens mit dem Eagle an Loch 14 war die Konkurrenz geschlagen und spannend wurde nur noch die Frage nach den Zweitplazierten. Gleich vier Spieler teilen sich den Rang zwei mit total 271 Schlägen. Favorit Paul Lawrie konnte seinen Rückstand nicht wettmachen und fiel zurück. Dies obwohl der Ryder Cup Spieler gleich am ersten Loch mit einem Eagle glänzte. Insgesamt vier Bogies waren klar zuviel und so blieb dem Schotten bloss der geteilte sechste Rang.
Kein klangvoller Name
Ramsay ist der erste schottische Sieger des bedeutenden Schweizer Turniers der Europa-PGA-Tour seit Colin Montgomerie im Jahr 1996. Richie Ramsay ist noch kein klangvoller Name in der Golfwelt, er ist erst seit 2007 Profi. Dennoch kommt sein bislang grösster Erfolg - den ersten Sieg auf der Europa-PGA-Tour errang er im Dezember 2009 am South African Open - keinesfalls überraschend. In den letzten Jahren ist er immer näher an die Spitze der Europa-Tour herangerückt. Die Saison 2011 schloss er dank sechs Top-10-Ergebnissen als 28. der Europa-Tour ab.
Eine äusserst bemerkenswerte Vorstellung bot Miguel Angel Jimenez. Der 48-jährige Publikumsliebling, Sieger des Jahres 2010, war mit einer 77er-Runde miserabel ins Turnier gestartet. In der schier aussichtslosen Lage gab sich der Spanier aber nicht geschlagen, sondern verwöhnte die Fans mit Golf vom Feinsten. Mit Runden von 65 und zweimal 66 Schlägen kämpfte er sich vom 145. auf den 11. Platz vor. Keiner spielte in den Runden 2 bis 4 besser als er.
Rusch war müde
Für den Thurgauer, der sein Studium der "internationalen Beziehungen" an der Universität von Virginia in zwei Jahren abschliessen und danach eine Karriere als Golfprofi anstreben will, bedeutet das Abschneiden im Wallis einen beachtlichen Erfolg - auch wenn er nach der bravourösen, aber strapaziösen Qualifikation am verregneten Freitag nicht mehr zusetzen konnte. Mit Runden von 72 und 76 Schlägen büsste er am Wochenende ein paar Plätze ein. Er habe sich ziemlich müde gefühlt nach dem langen Tag am Samstag, doch sei er insgesamt mit dem Turnier sehr zufrieden. "Vor allem die Runde vom Freitag, war wohl eine der allerbesten in diesem Jahr und dies bei wirklich schwierigen Bedinungen", fasste Rusch seine intensiven Tage im Wallis zusammen.
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