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Im Jünglingsalter versagte ich auf den gebahnten Wegen, ging wie ein ungeselliger Igel meine eigenen Pfade und sträubte abwehrend die Stacheln gegen alle Welt. Ich wollte nichts mehr wissen von der Verwandtschaft, die erstaunt und vorwurfsvoll nach mir ausblickte, nichts mehr von musterhaften oder erfolgreichen Großvätern und Großonkeln, die in Offiziersuniformen, mit Schnäuzen und strengen Blicken aus Bilderrahmen und Photobüchern den eigenrichtigen Enkel beschämten. Später, als ich von ruhigen Rastplätzen neugierig zurückschaute, begann ich meine Erbteile zu ahnen. Eigenschaften und Anlagen, die mich mitbestimmen sollten, reiften, blühten oder welkten schon rings um mich zu einer Zeit, da ich noch kindlich dahindämmerte, und eine Umwelt, deren Zeichen heimlich mit mir wuchsen wie Haut und Haar, war da in voller Wirksamkeit, eh ich sie auch nur wahrnehmen konnte. Ich forschte noch darüber hinaus und erfuhr, daß die Amberg schon in der Gründungszeit der Eidgenossenschaft hier gelebt hatten. Verschiedene Träger dieses Namens, die meine Vorfahren sein mochten, fand ich als Teilnehmer oder Gefallene berühmter Schlachten erwähnt. Es waren nur dürftige Funde im Vergleich mit den Ahnenreihen noch heute lebender Geschlechter des Tales, auf die das Licht der Geschichte fällt; in einem gewissen Abschnitt meines Lebens aber war mir die Bestätigung wichtig, daß die Amberg nicht von irgendeinem Winde zufällig hieher geweht worden, sondern von Anfang an, soweit man einen Anfang kannte, eingeboren und in der Gemeinschaft ihrer Talgenossen mitten in einer Welt der Unfreiheit hier frei gewesen waren.