Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03625.jsonl.gz/2461

Der prominente französische Steuerflüchtling Jérôme Cahuzac hat laut RTS versucht, 15 Millionen Euro in der Schweiz zu verstecken. Das Genfer Institut, bei dem Cahuzac anklopfte, lehnte das Geld aber ab. Laut den Quellen, auf die sich RTS beruft, war den Genfern die Sache zu heiss. Weil der französische Politiker schon eine «exponierte Persönlichkeit» war, fürchtete das Institut Probleme.
Der Anwalt von Cahuzac bestreitet diese Darstellung. «Diese These ist nicht glaubwürdig», sagte Anwalt Jean Veil der französischen Nachrichtenagentur AFP.
Cahuzac schaffte Geld weg aus der Schweiz
Bereits bekannt war, dass Cahuzac 600‘000 Euro auf einem Schweizer Konto deponiert hatte. Das Geld hat er 2009 nach Singapur verschoben, um es auch weiterhin vor dem französischen Fiskus zu verstecken. Laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» legte der Franzose einer Privatbank auf Nachfrage einen gefälschten Steuerausweis vor.
Die Affäre um das Schwarzgeld-Konto ist Cahuzac inzwischen zum Verhängnis geworden. Zuerst leugnete er lange, dass ein solches Schwarzgeld-Konto existiert. Als der Druck schliesslich zu gross wurde, räumte er seine Steuerhinterziehung ein und trat von seinem Amt als Budget-Minister zurück.
Die Affäre um Cahuzac entwickelt sich immer mehr zur Bürde für Frankreichs Premier François Hollande. Die Beliebtheit Hollandes in der Bevölkerung sinkt stetig.