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- Oktober 2017 18:36
Jedes Jahr wandert der «Silberne Drache» den chinesischen Qiantang-Fluss aufwärts. In diesem Jahr gab es jedoch eine Besonderheit.
Immer zum Herbstvollmond rollt der «Silberne Drache» mit 25 bis 40 Kilometern pro Stunde den chinesischen Qiantang-Fluss hinauf und endet in einer riesigen Gezeitenwelle, auch Bore genannt. Mehrere tausend Menschen reisen jedes Jahr extra an, um das Naturschauspiel zu verfolgen.
Normalerweise kommt eine Bore aufs Mal angerollt. Doch in diesem Jahr bekam der «Silberne Drache» Gesellschaft von einer weiteren, die sich auf ihrem Weg auf beeindruckende Weise kreuzten (siehe Video).
Ideale Bedingungen
Gezeitenwellen sind selten. Sie kommen nur in Gegenden mit einem grossen Tidenhub vor – dort, wo der Unterschied zwischen Ebbe und Flut besonders gross ist. Weitere Voraussetzung: Das Wasser muss von einer breiten Bucht in ein enges und flaches Flussbett gedrückt werden.
Wie gross eine solche Bore wird, hängt von der Position des Mondes, der Wassertemperatur und den Windverhältnissen ab. Die Bedingungen in China sind demnach ideal: Die Welle des Qiantang-Flusses gilt mit ihren acht bis zehn Metern Höhe als weltweit grösste.