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Der Schweizer Botschafter in Malaysia plant in diesen Tagen eine Reise nach Borneo. Die Suche nach dem vermissten Umweltaktivisten Bruno Manser soll damit intensiviert werden. Manser wird seit dem Mai letzten Jahres vermisst. Zuletzt hat er sich in der malayischen Provinz Sarawak aufgehalten.
Botschafter Rudolf Staub beabsichtigt, vor Ort Gespräche zu führen mit offiziellen Vertretern im Falle Bruno Mansers. Dies in Kuching, der Hauptstadt von Sarawak.
"Wir versuchen intensiv, Manser zu finden", sagte die Sprecherin des Departementes für Auswärtige Angelegenheiten, Daniela Stoffel, gegenüber swissinfo.
Auch Markus Börlin, im EDA zuständig für den Fall Bruno Manser, betont: "Dieser Besuch soll ein Zeichen setzen bei den malayischen Behörden.Wir wollen zeigen, welche Bedeutung die Schweiz der Aufklärung über das Schicksal von Brunno Manser beimisst".
Manser hat sechs Jahre beim Stamm der Penan in Borneo gelebt und Anliegen in ihrem Sinne publiziert. Die Penan gehören zu den letzten Nomadenvölkern im Regenwald. Ihr Lebensraum ist durch das Abholzen des Waldes bedroht.
Manser wurde von den Malayischen Behörden vor 11 Jahren zu "Persona non grata" erklärt.
Im Frühling 1999 wurde er von den malayischen Behörden verhaftet. Man drohte ihm mit Gefängnis, wenn er zurückkehren würde. Auch der Holzindustrie war Manser ein Dorn im Auge.
Daniela Stoffel sagte, Botschafter Staub wolle mehr herauszufinden über die Bemühungen Malaysias in der Suche nach Manser. Die malayische Polizei verneint, dass es irgend einen Beweis gibt, dass er im Land war.
Aber der Bruno Manser Fonds besteht darauf, dass Manser nach Sarawak eingereist ist bevor er verschwunden ist, von Kalimantan her, dem indonesischen Teil Borneos. "Wir haben aufgegeben", sagt der Sekretär de BMF, John Künzli. "Wenn Bruno Maser noch leben würde, wäre er gefunden worden".
swissinfo