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Haloperidol und Maprotilin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhte Maprotilin-Konzentrationen und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Haloperidol ist ein moderater Inhibitor von CYP2D6, welches massgeblich für den Metabolismus von Maprotilin verantwortlich ist. In Kombination sind erhöhte Maprotilin-Konzentrationen möglich. Zudem sind vermehrte ZNS-depressive Wirkungen wie Sedation möglich.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Das Risiko für QT-Verlängerung bzw. ventrikuläre Arrhythmien kann bei höheren Dosen und bei parenteraler Gabe, insbesondere bei intravenöser Verabreichung von Haloperidol, erhöht sein. In einer Studie mit 28 Patienten, in welcher die Kombinationstherapie von Haloperidol und Maprotilin mit einer Maprotilin-Monotherapie verglichen wurde, waren die Serumlevel von Maprotilin in der Kombinationstherapie erhöht [Möller HJ, 1986]. Mit erhöhten Maprotilin-Konzentrationen steigt das Risiko für dosisabhängige anticholinerge und andere Nebenwirkungen.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Zudem ist ein kontinuierliches EKG-Monitoring notwendig, wenn Haloperidol intravenös verabreicht wird. Der Patient sollte auf vermehrte unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Sedation, Hypotonie, Tachykardie und Mundtrockenheit überwacht und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018