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Sport des Monats Juni 2015: Drachenboot
Auf dem Wasser rasant dahingleiten, im Team um den Sieg kämpfen und dabei den Oberkörper trainieren? Beim Drachenbootrennen werden deine Wünsche wahr.
Paddeln, was das Zeug hält
Ein bisschen im Wasser paddeln ist doch keine grosse Sache, könnte man meinen. Von wegen! Beim Drachenbootrennen braucht es einiges an Muskelkraft, damit du das lange Boot gemeinsam mit deinen Teamkollegen in Fahrt bringst. Teamgeist ist bei dieser Sportart das A und O, denn nur durch gute Zusammenarbeit erreicht man eine hohe Geschwindigkeit und hängt die anderen Boote im Rennen ab.
Eine Sportart mit langer Tradition
Der Ursprung der Drachenboote wird ungefähr auf 500 vor Christus in Zentralchina vermutet. Schon sehr bald wurden die Boote nicht nur zur Fortbewegung benutzt, sondern auch Wettkämpfe veranstaltet. Es ranken sich unzählige Legenden rund um die Drachenbootrennen. Im Mittelpunkt steht immer der Drache, der traditionellerweise auch die Boote verziert.
Die moderne Drachenboot-Geschichte beginnt in den 70er Jahren als die Hong Kong Tourist Association beschloss, ein Drachenboot-Festival als Marketingkampagne für Hong Kong zu organisieren. Das daraufhin jährlich stattfindende Festival entwickelte sich zu einem wahren Publikumsmagnet und machte die Rennen populär. Nach der Gründung der International Dragon Boat Federation (IDBF) wurden 1995 zum ersten Mal Weltmeisterschaften ausgerichtet. In der Schweiz wird die Sportart seit circa 1992 aktiv betrieben und seither wurden Vereine in verschiedenen Städten gegründet. Bei den Wettkämpfen gibt es jeweils zwei Kategorien: Die Elite-Kategorie für sehr ambitionierte Paddler sowie die Fun-Kategorie, in welcher in der Regel Firmen oder Vereine anderer Sportarten gegeneinander antreten.
Das Drachenteam
Drachenboote sind lange, offene Boote, die durch Paddel und die Kraft der Teammitglieder angetrieben werden. Dabei wird zwischen Traditionsbooten und Sportbooten unterschieden. Die traditionellen Boote sind aus Teakholz und mit grossen, kunstvoll gefertigten Drachenköpfen verziert. Grosse Traditionsboote können bis zu 25 Meter lang sein und Platz für bis zu 100 Paddler bieten. Dagegen richten sich Sportboote meist nach dem internationalen Standard und haben nur noch wenig mit den Traditionsbooten gemein. Sie sind üblicherweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und können mit maximal 20 Paddlern besetzt werden.
Im Drachenboot sind Sitzbänke angebracht, auf denen jeweils zwei Personen sitzen, die einmal links und einmal rechts paddeln. Nebst den Paddlern, die das Boot vorantreiben, sind auch ein Trommler und ein Steuermann mit an Bord. Der Trommler sitzt meistens vorne im Boot, schlägt den Takt, in dem die Paddel bewegt werden sollen und motiviert mit Zurufen seine Mitstreiter. Der Steuermann sitzt am hinteren Ende des Bootes und steuert es mit einem Langruder.
Sind alle Mann und Frau an Bord, so heisst es kräftig losrudern, denn bei Wettkämpfen gewinnt, wer am schnellsten im Ziel ist.
Interessiert?
Drachenbootfahren ist eine kraftvolle, ausdauernde und teamgeistfördernde Sportart, die jedermann und -frau begeistern kann. Sie trainiert deinen gesamten Rumpf, denn zum Rudern braucht es ganz schön Schmalz in Armen und Oberkörper. Gerade auch zur Stärkung des Rückens ist das Drachenbootfahren eine ideale Sportart. Möchtest nun auch du das Paddel ins Wasser stechen, so kannst du dich ungeniert beim Drachenbootclub Basel melden und es mit der Strömung des Rheins aufnehmen.