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Die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) wurde am 24. Oktober 1945 von 51 Staaten in der Absicht gegründet, den Weltfrieden durch internationale Zusammenarbeit und gemeinsame Sicherheitsmassnahmen zu wahren. Mit 193 Staaten sind heute fast alle Länder der Welt Mitglied der UNO, seit 2002 auch die Schweiz. Die UNO besitzt eine einmalige Universalität, was die behandelten Themen, die Mitgliedschaft, die Beteiligung an Entscheidungsprozessen, die Mitwirkung bei der Erarbeitung internationaler Normen und Standards sowie die internationale Ausstrahlung betrifft.
Gemäss der UNO-Charta – dem Gründungsvertrag der Organisation – verfolgt die UNO vier Ziele:
- Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit
- Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen
- Herbeiführen einer internationalen Zusammenarbeit zur Lösung internationaler Probleme und Förderung der Achtung vor den Menschenrechten
- die Funktion als Mittelpunkt, in dem die Bemühungen der Nationen aufeinander abgestimmt werden
Neben dem Hauptsitz in New York besitzt die UNO weitere Amtssitze in Genf, Wien und Nairobi.
Fünfzehn weitere unabhängige Organisationen – die Sonderorganisationen – sind im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der UNO verbunden, wie zum Beispiel die Internationale Fernmeldeunion (ITU), der Weltpostverein (UPU) oder die UNESCO. Bei diesen Institutionen handelt es sich um autonome Organe, die durch zwischenstaatliche Abkommen gegründet wurden. Sie besitzen eine Reihe von internationalen Zuständigkeiten im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich sowie bei der Bildung, Gesundheit und ähnlichen Fragen. Einige unter ihnen, wie z.B. die ITU oder die UPU, sind zum Teil wesentlich älter als die UNO selbst.
All diese Organisationen haben ihre eigenen Leitungsorgane, Haushalte und Sekretariate. Zusammen mit der UNO bilden sie das System der Vereinten Nationen. Gemeinsam leisten sie technische Unterstützung und andere Formen konkreter Hilfestellung in praktisch allen Wirtschafts- und Sozialbereichen.
Bedeutung für die Schweiz
Die Schweiz und die UNO setzen sich beide für dieselben Werte ein: Kampf gegen die Armut, Achtung der Menschenrechte, Demokratie, friedliches Zusammenleben der Völker und Erhaltung der natürlichen Ressourcen. Die in der Verfassung formulierten aussenpolitischen Ziele der Eidgenossenschaft decken sich mit den Zielen der UNO-Charta. Die Schweiz nutzt die UNO als massgebliches multilaterales Forum, um diese Ziele zu verfolgen und damit ihre Interessen zu vertreten.
Die Schweiz ist zudem ein Sitzstaat für die UNO mit den Niederlassungen in Genf. Das Genfer Büro der Vereinten Nationen (UNOG) ist Zentrum für diplomatische Konferenzen und Instanz für die Abrüstung und die Menschenrechte. Daneben sind UNO-Sonderorganisationen wie die ITU und die UPU ebenfalls in der Schweiz ansässig.
Rolle des BAKOM
Das BAKOM vertritt die Schweiz in seinen Zuständigkeitsbereichen. Es ist unter Anderem aktiv tätig in der Kommission für Wissenschaft und Technologie im Dienste der Entwicklung (Commission on Science and Technology for Development, CSTD), die innerhalb der UNO die Anlaufstelle für den Folgeprozess zum Weltgipfel über die Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society, WSIS) ist. Die CSTD ist eine Fachkommission des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) und hat ihren Sitz in Genf. Die Schweiz ist Mitglied dieser Kommission und wird darin vom BAKOM und dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gemeinsam vertreten.
Das BAKOM ist ebenfalls in engem Kontakt mit dem in Genf angesiedelten Sekretariat des Internet Governance Forum (IGF), welches für die Vorbereitungen des jährlichen IGF-Treffens und für Aktivtäten zwischen den jährlichen Treffen zuständig ist (siehe auch Internet- und Digitalgouvernanz und IGF).
Für weitere Informationen zur Rolle des BAKOM bei den einzelnen UNO-Sonderorganisationen, siehe die entsprechenden Stellen auf der BAKOM-Webseite.
Letzte Änderung 04.03.2022