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Eine 57-jährige Zugerin hat im letzten Juli den Notruf kontaktiert und behauptet, ein Mann aus Baar habe sich Drogen in den Hals injiziert und benötige sofort einen Rettungshelikopter. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, war der angeblich in Lebensgefahr schwebende Mann bei bester Gesundheit.
Die Frau rief am 21. Juli kurz vor 18 Uhr den Rettungsdienst an. Sie schlug Alarm, weil ein Mann in Baar angeblich in Lebensgefahr schwebe, nachdem er Drogen zu sich genommen habe. Er brauche umgehend einen Rettungshelikopter. Die Rechnung für den Einsatz solle man an einen bestimmten Herrn schicken, dessen Namen sie nannte.
Der Rettungsdienst rückte umgehend aus und fand den Mann auch sofort. Er war alleine in seiner Wohnung in Baar und erfreute sich bester Gesundheit.
Die 57-jährige Zugerin wird deshalb wegen «falschen Alarms» verurteilt. Wie aus dem rechtskräftigen Strafbefehl hervorgeht, bestraft die Staatsanwaltschaft sie mit einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen à 70 Franken. Die 1’750 Franken werden fällig, wenn sich die Frau innerhalb von zwei Jahren zu einem ähnlichen Spielchen hinreissen lässt.
Sofort bezahlen muss sie eine Busse von 350 Franken. Zudem muss sie für Gebühren von 400 Franken aufkommen.