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Jährlich würden jedoch im Bundesgebiet rund 37 Millionen dieser Tiere geschlachtet, so dass der Verlust durch die Seuche bei etwa 1 % des normalen Schlachtaufkommens liege. Allerdings seien unter den Ausbruchsbetrieben auch Elterntierfarmen gewesen, was auf Sicht gewisse Marktwirkungen haben könne, erläuterten die Bonner Experten.
Nach ihren Angaben kann jede Putenhenne in der Legeperiode von etwa 25 Wochen zwischen 70 und 90 Eier legen. Der Verlust von Elterntieren dürfte daher mittelfristig einen gewissen Einfluss auf die Zahl der Schlachtungen haben. Die Branche sei allerdings bemüht gewesen, die Lücke schnell zu schließen, in dem die Legeperiode in den nicht von der Geflügelpest betroffenen Betrieben verlängert worden sei.
Fast alle Ställe wieder belegt
Inzwischen seien die vorübergehend geräumten Ställe auch fast wieder vollständig belegt, berichtete die MEG. Nichtsdestoweniger werde die vorübergehende Verringerung des Bruteierangebots zu einer geringeren Putenerzeugung in den Sommermonaten führen. Die Verbraucher hierzulande müssten aber dennoch nicht auf Putenfleisch verzichten, beruhigten die Marktanalysten.
Das liege daran, dass die deutsche Erzeugung von Putenfleisch primär an den hiesigen Lebensmitteleinzelhandel vermarktet werde und ausreichend sei. Im Großverbrauchersegment könne die Produktionsdelle hingegen durchaus zu einem geringeren Angebot aus deutscher Erzeugung führen. Zu erwarten sei aber, so die MEG, dass diese Lücke durch die ohnehin schon starken Importe aus den europäischen Nachbarländern oder Drittstaaten ausgeglichen werde.