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„Irgendwie ist es ein bisschen wie Golf, enthält aber auch Elemente von Baseball und Tennis.“ Diese Beschreibung hört man oft, wenn versucht wird das Hornussen zu erklären. Doch in Wahrheit ist der traditionelle Schweizer Sport einzigartig und lässt sich mit keiner bekannteren Sportart vergleichen.
#Hornussen is an indigenous Swiss sport. The sport gets its name from the puck which is known as a "Hornuss" (hornet) or "Nouss". When hit, it can whizz through the air at up to 300 km/h and create a buzzing sound. #swiss #switzerland #traditionalgame #traditionalgamesreturns #traditionalsports #traditionalsportsandgames #skills #trening #traditional #permainantradisional #sport #szwajcaria #tafisa #unseco #tradition #trainingday #fit #deporte #indigenous #indigenoussport #praktyka #cwiczenia #sport #スポーツ
Ziel beim Hornussen ist es, den Hornuss (eine Art Puck) mithilfe einer Rute (Stecken genannt) möglichst weit ins Spielfeld zu schleudern. Dabei schlägt jeweils eine Mannschaft den Hornuss, während die Gegner mit ihren Schindeln (ein Holzbrett, das aussieht wie der Holzschieber eines Pizzaiolos) versuchen das Geschoss zu stoppen. In einem Spiel schlägt in der Regel jede Mannschaft zweimal und wehrt zweimal ab. Ein solches Spiel dauert meist drei bis vier Stunden. Gewinner ist die Mannschaft, bei welcher der Hornuss weniger oft ungestoppt im Spielfeld gelandet ist.
Kleines Hornussen Lexikon:
- Abtun: den Hornuss mithilfe der Schindel stoppen
- Bock: Hornuss-Abschlagrampe
- Gesellschaft: Mannschaft beim Hornussen
- Hornuss/Nouss: Puck aus Kunststoff (früher aus Holz oder Horn), der ins Spielfeld geschleudert wird
- Nummer: Hornuss, der ungestoppt im Spielfeld landet
- Ries: Spielfeld beim Hornussen
- Schindel: Holzschaufel, mit der der Hornuss gestoppt wird
- Stecken: Rute an deren Ende ein Klotz aus Fiberglas oder Karbonfaser befestigt ist, sie wird benutz, um den Hornuss abzuschlagen.
Geschichte des Hornussens
Wenn die Schweizer Bauern früher böse Geister vertreiben wollten, schlugen sie glühende Holzscheiben vom Berg ins Tal. Aus dieser Tradition soll das Hornussen entstanden sein. Erste Spiele fanden bereits im 16. Jahrhundert statt. Wenn im Spätsommer und Herbst die Ernte auf den Feldern zu Ende war, trafen sich überwiegend junge, ledige Bauern aus naheliegenden Dörfern, um sich beim Hornussen zu messen. Obwohl der Sport neben dem Kräftemessen unter benachbarten Dörfern auch dazu dienen sollte Streitigkeiten zu schlichten, waren Raufereien nach den Wettkämpfen keine Seltenheit.
Heute wird sich vor allem in den ländlichen Regionen der Kantone Bern, Solothurn und Aarau noch regelmässig zum Hornussen getroffen. Rund 270 Gruppierungen, die den Traditionssport betreiben existieren momentan in der Schweiz. Höhepunkt für alle Hornussen-Fans ist das Eidgenössische Hornusserfest, das dieses Jahr vom 17. bis 19. und vom 24. bis 26. August im Bernischen Walkringen stattfindet.