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Batterie Crisbecq Saint-Marcouf
Nachdem diese Batterie 60
Jahre lang unbeachtet, da nur schwer zugänglich, der Natur
ausgesetzt war wurde sie 2004 auf Initiative des passionierten Philippe
Tanne restauriert.
Mit grossem Aufwand und
aufwendigen Bauarbeiten wurden die Bunker von den Hecken und Büschen die
sie überwachsen haben befreit. Die unterirdischen Gänge und Räume in den
Bunkern wurden von Dreck und Schlamm gesäubert und über 20 Betonbauten
freigelegt.
Danach wurden die
Bunkerräume mit Vitrinen versehen in denen mit Puppen in Original
Uniformen und authentischem Material das Bunkerleben nachgestellt wurde.
So kann der Besucher durch diese Ausstattung der unterirdischen Lager
und Schutzräume gehen und sich in die Zeit vom Juni 1944 zurückversetzt
fühlen. Er wird so an das Leben in einer Atlantikwall Befestigung, an
die Struktur einer Batterie und an den Alltag einer Garnison
herangeführt. Ein echtes Freilichtmuseum das einen Besuch wert ist.
Neben den Festungen von Le
Havre und Cherbourg gehört diese Batterie, die sich 3 Km vom Meer
entfernt auf einem Vorsprung befindet zu einer der interessantesten in
der Seine Bucht.
Sie wurde 1941 für die
deutschen Bodenstreitkräfte gebaut und mit fünf 155 mm Kanonen
ausgestattet die unter freiem Himmel in Gräben untergebracht waren. Ende
1043 wurde die Batterie der Marine unterstellt und mit modernen 210 mm
Kanonen ausgestattet. Die ersten beiden Kanonen wurden in riesigen
Bunkern installiert. Für die dritte Kanone wurde 1944 noch am Bunker
gebaut, sie war aber einsatzfähig. Der Batterie gehörten 400 Mann an und
sie war mit Flugabwehrkanonen und war umgeben von einem soliden
Verteidigungsgürtel mit Maschinengewehren, Granatwerfern und
panzerbrechenden Kanonen.
Durch die grosse Bedrohung
die sie für den Landungsabschnitt Utah Beach darstellte wurde sie in der
Nacht vom 5. auf den 6. Juni mit nicht weniger als 600 Tonnen Bomben
bedacht.
Verschiedene Angriffe der
Amerikaner auf die Batterie schlugen unter schweren Verlusten fehl. Erst
am 12. Juni, als sich die noch Kampffähigen Deutschen zurückgezogen
hatten übernahmen die Amerikaner die Stellungen kampflos und fanden nur
noch 20 Schwerverletzte deutsche Soldaten vor, die zurückgelassen
wurden.
mehr Bilder
im
Fotoalbum
Batterie Crisbecq Saint-Marcouf
Batterie Crisbecq
Manor Road-
50310 SAINT Marcouf
Tel:. +33 (0) <ip-pii>.04
E-mail <email-pii>
Öffnungszeiten
April bis Oktober - November: 11.00 bis 18.00 Uhr
Mai bis
Juni - September: 10.00 bis 18.00 Uhr
Von Juli
bis August: von 10.00 bis 21.00 Uhr
Kirche Saint Marcouf
Wer die
Batterie besucht sollte unbedingt auch einen Abstecher in den Ort
Saint-Marcouf machen und die Kirche (11., 13.,
und 15. Jahrhundert) besuchen.
Die
Gründung der Kirche geht auf den heiligen Maucouf zurück. Marcouf wurde
im Jahre 490 in Bayeux geboren und 526 zum Priester geweiht. Er
verkündete das Evangelium im Cotentin und verschieb sich der Bekämpfung
und Heilung von Krankheiten. . Er gilt als Erbauer einer ersten Kapelle
in Marcouf an dessen Wänden die Steine wie Fischgräten angeordnet waren
und immer noch die Aussenwände des heutigen Kirchenschiffs stützen. Er
starb 558, im Alter von 68 Jahren. Das Flachrelief des Altars zeigt ihn
auf seinem Sterbebett, wo auch der Bischof von Coutances, der ihn zum
Priester weihte, bis zu seinem letzten Atemzug anwesend war.
Bevor wir die Kirche, die vom alten Friedhof umgeben ist Betreten,
schauen wir sie uns von aussen an. Auffallend ist der massive
Glockenturm mit blinden Bögen und Stützpfeilern aus dem 11. Jahrhundert.
Die Mauern der Kirche werden durch massive Strebepfeiler gestützt.
In der Kirche, ist die Galerie auffallend die durch drei Bögen und
Pilaster gestützt wird und auf das 15. Jahrhundert zurück geht.
Der Schrein links neben dem Altar trägt das Datum 1608,
und direkt dahinter der Grabstein für Heinrichs des Lulling, Chevalier
de Saint-Marcouf und Kommandant der Burgstadt von Cherbourg.
Am Ende des Kirchenschiffs neben dem Eingang auf der
linken Seite Kapelle findet sich eine Stein-Inschrift die daran erinnert
dass es im Jahre 1785 erbaut wurde von Parrer Le Roy.
Eine Statue des Heiligen Marcouf ist umgeben von
Votivgaben der Dankbarkeit. Unten steht ein ehemaliger Weihwasser Becken
aus Granit das heute als Behälter für Kerzen dient.
Das schöne ehemalige Gewölbe des Kirchenschiffes, das aus Holz
geschnitzt war, wurde im Hundertjährigen Kriege zerstört und durch Stein
ersetzt.
Unter dem Altarraum der Kirche befindet sich eine romanische Krypta.
Eine bemerkenswerte Kirche die einen Besuch allemal wert
ist. Die Glasmalerei stammt aus der Zeit nach 1944.
Am Abend des 5. Juni 1944 wurde Maucouf durch Bombenangriffe die vor
allem der Batterie und der Garnison galten fast vollständig zerstört.
Von den 122 im Ort lebenden Bewohnern wurden 36 dabei getötet. Auch die
Kirche blieb nicht verschont, selbst die Krypta wurde trotz ihrer 1 m 80
dicken Wänden beschädigt. Die Seitenwände und auch der Turm wurden
beschädigt. Die Glocken des Turmes fielen auf das Gewölbe. Nach dem
Krieg wurden sie wieder Aufgebaut.
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