Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03461.jsonl.gz/1343

Eine Schwangere macht normalerweise beim Frauenarzt einen sogenannten Ersttrimester-Test. Dabei wird die Nackenfalte des Ungeborenen gemessen und das Blut der werdenden Mutter untersucht. Daraus ergibt sich ein bestimmtes Risiko einer Trisomie 21, 18 oder 13 beim Ungeborenen. Wenn dieses Risiko hoch ausfällt, dann hat die Schwangere folgende zwei Möglichkeiten:
– Die Schwangere kann sich einer invasiven Chorionzotten- oder Fruchtwasseruntersuchung unterziehen. Die Untersuchung bedeutet einen Eingriff in die Gebärmutter, wobei es bei ca. 1 % der Frauen zu einer Fehlgeburt kommen kann.
– Die werdende Mutter kann einen Test durchführen lassen, bei dem eine eventuelle Trisomie des Fötus im Blut der Mutter erkannt werden kann. Bisher mussten die werdeneden Eltern diesen teuren Test selbst bezahlen.
Seit dem 15. Juli 2015 werden die Tests von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bezahlt, jedoch nur unter Auflagen. Denn der Bluttest ist mit knapp 1’000 Franken sehr teuer. Die Bedingung ist, dass zuvor ein Ersttrimester-Test von der Frauenärztin durchgeführt wurde, bei welchem ein Trisomie-Risiko von mehr als 1:1000 festgestellt wurde.
Mit der Aufnahme des Bluttests soll die Zahl der Fehlgeburten durch invasive Tests reduziert werden.