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Feinstaub verursacht Hirnschäden bis hin zu Demenz
Feinstaub soll das Schrumpfen des Gehirnvolumens fördern und stille Schlaganfälle auslösen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Besonders betroffen sind Menschen, die in Gegenden mit erhöhter Feinstaubbelastung leben.
Feinstaub besteht aus winzigen Mikropartikeln, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Automotoren, Heizanlagen und Fabriken freigesetzt werden. Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Centers in Boston haben die Auswirkungen des Feinstaubs auf das Gehirn jetzt genau untersucht.
Dafür wurden von über 940 Teilnehmern, in einem Alter von über 60 Jahren, Aufnahmen des Gehirns im Kernspintomographen angefertigt. Die Probanden lebten in unterschiedlich grosser Entfernung von vielbefahrenen Strassen und waren somit jeweils einer anderen Feinstaubmenge ausgesetzt.
Dabei zeigte sich, dass bereits die durchschnittliche Feinstaubbelastung in den meisten Städten ausreichend ist, um eine Alterung des Gehirns zu verursachen. Denn, wer von den Teilnehmern einer höheren Feinstaubbelastung ausgesetzt war, hatte im Durchschnitt ein kleineres Hirnvolumen.
Durch Feinstaub verursachte Hirnschäden fördern Demenz
Neben einem kleinen Hirnvolumen waren bei einigen Probanden auch Anzeichen für mehrere kleine Schlaganfälle auf den CT-Bildern zu erkennen. Solche kleinen Hirninfakte bleiben von den Betroffenen unbemerkt, beeinträchtigen aber mit steigender Zahl die Hirnfunktion.
So können kognitiven Störungen, Demenz, Koordinationsprobleme und Depressionen gefördert werden. Wie genau der Feinstaub das Gehirn angreift, ist noch nicht geklärt. Die Forscher vermuten, dass durch Ablagerungen der Partikel in den Lungen eine systematische Entzündung im Körper ausgelöst wird, die auch das Gehirn angreift. Weitere Untersuchungen sollen folgen.
Quellen: aerzteblatt.de, scinexx.de, Autor: Regina Rohland