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Tennis verstehen
Unsere Tennisschule legt grössten Wert auf das Spielverständnis.
Wer kennt die folgende Aussage nach einem verlorenen Match nicht? "Mein Gegner konnte eigentlich gar nicht Tennis spielen! Meine Schläge waren besser, er hat nur hoch zurückgespielt, das ist doch kein Tennis!" Wer bei einem Match als Sieger hervorgeht, hat wahrscheinlich irgendetwas richtig gemacht :-). Neben Technik, Koordination und Kondition spielen mentale und taktische Faktoren eine zentrale Rolle. Lies die Artikel auf dieser Seite, um Dein Spielverständnis zusätzlich zu fördern.
Das Ampelprinzip
Rote Situationen sind schwierige Situationen. Wie im Strassenverkehr gilt es bei rot zu "bremsen". Spiele einen hohen Ball, um Zeit zu gewinnen.
Grüne Situationen sind einfache Situationen. Du stehst richtig zum Ball, vielleicht hat dein Gegner einen kurzen Ball gespielt und du stehst im Feld. Wie im Strassenverkehr kannst du bei grün "gas geben". Spiele eine flache Flugbahn und versuche den Punkt abzuschliessen.
Sehr oft befindest du dich zwischen diesen beiden Extremen. In gelben Situationen gilt es den Gegner in rote Situationen zu bringen, aber keine Fehler zu machen. Die wichtigsten Elemente sind die Platzierung (v.a. Länge) und die Wirkung (v.a. Topspin)
Beispiel
"Wenn der Spieler mit einem langen druckvollen Ball nach hinten gedrängt wird, sollte er mit einem hohen langen Ball (eher cross) Zeit gewinnen und wieder in eine bessere Position kommen. Das heisst also, er muss die rote Situation erkennen und angemessen handeln. Wenn er aber aus dieser Position, weit hinten am Gitter einen Winner schlagen will, hat er die Situation falsch eingeschätzt und das Fehler-Risiko massiv erhöht." (Player Development, Swisstennis, Spitzensport 2012)