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Die Recyclingwirtschaft ist ein spezialisierter Wirtschaftszweig, der Produkte und Rohstoffe aus Abfällen gewinnt und in den Produktionskreislauf zurückführt. Massenabfälle werden überwiegend in der Schweiz verwertet. Gibt es keine geeigneten Anlagen im Inland (z. B. für die Nichteisenmetallurgie), so geschieht das Recycling im Ausland.
Im Folgenden werden die Behandlungswege für verschiedene Materialkategorien beschrieben:
Aus mineralischen Bauabfällen oder Schlämmen aus der Strassenreinigung können durch Abtrennen der Verunreinigungen, Zerkleinerung und Klassierung in definierte Korngrössen Recycling-Baustoffe wie Kiessand, Betongranulat oder Mischabbruchgranulat hergestellt werden. Ausbauasphalt mit hohen Teergehalten muss vorgängig thermisch behandelt werden.
Grüngut kann mit Qualitätskontrolle zu Kompost verarbeitet oder zusammen mit anderen biogenen Abfällen wie z. B. Altspeiseöl zu Biogas vergärt werden.
Metallabfälle wie Eisen- und Stahlschrott, aber auch andere Metalle wie Aluminium oder Kupfer aus Industrie und Haushalten werden separat gesammelt und in Stahlwerken oder Metallhütten nach einer Vorsortierung zu Rohmetallen aufgearbeitet.
Altglas, Altpapier und -karton, Kunststoffabfälle, Holzabfälle, Altöl und Lösungsmittel sind Abfälle, die bei der Produktion oder beim Verbrauch anfallen. Nach der Separatsammlung werden sie aufgearbeitet und in den Stoffkreislauf zurückgeführt.
Unbeschädigte und funktionstüchtige Reifen oder Textilien werden aus den separat gesammelten Abfällen aussortiert und als Occasionsware verkauft.
Komplex aufgebaute Gegenstände und Geräte wie Altfahrzeuge, elektrische und elektronische Geräte, Batterien oder gebrauchte Chemikalien durchlaufen mehrere Behandlungsstufen. Das Ziel ist, die Abfälle von Schadstoffen zu entfrachten und die verwertbaren Fraktionen abzutrennen.
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Letzte Änderung 11.07.2019