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Schwindel (Vertigo) führt dazu, dass die räumliche Orientierung oder das Gleichgewicht unangenehm gestört ist. Dabei scheint es den Betroffenen, als würde der eigene Körper beziehungsweise der umgebende Raum sich drehen und schwanken. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können durchaus harmlos sein.
Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern neben Kopfschmerzen das häufigste Symptom von Erkrankungen des Nervensystems. Daneben führt in manchen Fällen eine mangelnde Sauerstoffversorgung oder niedriger Blutdruck zu Schwindel.
Schwindel kann mit einer gestörten Funktion der Augenmuskulatur (Nystagmus, Augenzittern), Fallneigung sowie Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Diese Symptome können sowohl vorübergehend (episodisch) als auch andauernd (chronisch) auftreten. Die Ursachen für Schwindel sind vielfältig: Er entsteht entweder durch eine ungewohnte Sinnesreizung (wie bei der Reisekrankheit und dem Höhenschwindel) oder sekundär (z.B. infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder durch eine krankhaft gestörte Funktion eines Sinnesorgans beziehungsweise einer bestimmten Struktur im Gehirn). Auch durch seelische Vorgänge bedingte (sog. psychogener Schwindel) oder durch Arzneimittel verursachte Formen von Schwindel sind bekannt.
Neben der Therapie der Grunderkrankung umfasst die Behandlung von Schwindel medikamentöse und operative Massnahmen. Krankengymnastische Methoden können zudem den Gleichgewichtssinn der Betroffenen verbessern.
Der Begriff Schwindel (Vertigo) beschreibt im engeren Sinn per Definition eine unangenehm verzerrte Wahrnehmung des umgebenden Raums oder von Bewegungen. In vielen Fällen sind Gleichgewichtsstörungen die Folge von Schwindel.
Im weiteren Sinn verwendet man die Bezeichnung Schwindel auch oft für andere Beschwerden wie Benommenheit, Schwarzwerden vor Augen oder das Gefühl, gleich hinzufallen. Wenn gleichzeitig keine Scheinbewegungen vorliegen, handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine echte Vertigo, sondern um eine Pseudovertigo (griech. pseudo = falsch).
Das Wort Schwindel lässt sich auf das Mittel- und Althochdeutsche zurückführen: Das Verb schwindeln stammt vom mittelhochdeutschen swindeln und dem althochdeutschen swintilon ab. Ursprünglich bedeutete es in Ohnmacht fallen (schwinden). Bereits im Althochdeutschen wurde es jedoch auch im unpersönlichen Sinne von Schwindelgefühle haben und mir schwindelt gebraucht.
Kopfschmerzen und Schwindel (Vertigo) sind bei vielen Erkrankungen die mit grösster Häufigkeit auftretenden Hauptsymptome (sog. Leitsymptome) – besonders bei Krankheiten des Nervensystems. Fast jedem Menschen war schon einmal schwindelig.
Besonders mit zunehmendem Alter steigt die Schwindel-Häufigkeit an: Im jüngeren Erwachsenenalter beträgt der Anteil der Menschen mit Vertigo etwa 2 Prozent. Bei den über 65-Jährigen hingegen haben 30 Prozent regelmäßig Schwindelgefühle, bei den über 80-Jährigen sogar 39 Prozent.
Schwindel (Vertigo) tritt in verschiedenen Formen auf. Man unterscheidet vier typische Schwindelarten:
Ein plötzlicher und heftiger Schwindel (Vertigo), der nur Sekunden oder wenige Minuten andauert, ist ein Attackendrehschwindel. Dieser Schwindel ist mit einem heftigen Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch mit Übelkeit verbunden.
Ein über Stunden oder Tage anhaltender Schwindel (Vertigo), der mit Fallneigung, Augenzittern (Nystagmus), Übelkeit und Erbrechen einhergeht, ist ein anhaltender Drehschwindel. Diese Schwindelart tritt meist zwischen dem fünfzigsten und sechzigsten Lebensjahr auf. Frauen haben häufiger anhaltenden Drehschwindel als Männer.
Ein Schwindel (Vertigo) in Form von einem Lagerungsschwindel (bzw. Kopflageschwindel) tritt typischerweise auf, wenn die Betroffenen den Kopf zur Seite neigen. Im Erwachsenenalter ist von allen Schwindelarten ein gutartiger Lagerungsschwindel oder auch benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel am häufigsten. Er tritt in jedem Alter auf, ist mit zunehmendem Alter jedoch häufiger – der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Frauen sind öfter betroffen als Männer.
Ein Schwindel (Vertigo), der mit Stand- und Gangunsicherheiten und einer hohen Fallneigung einhergeht, ist ein Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel. Anders als bei anderen Schwindelarten sind Übelkeit und Erbrechen bei dieser Form von Schwindel eher selten.
Die häufigste Form von Schwankschwindel heisst phobischer Schwankschwindel. Frauen entwickeln diesen Schwindel meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Dabei gibt es keine Häufigkeitsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Meist kommt es bei dieser Schwindelart zu einem plötzlichen Schwindelanfall mit Benommenheit sowie Stand- und Gangunsicherheiten, der anfangs nur wenige Sekunden andauert. Die Betroffenen erleben diese Anfälle als sehr bedrohlich und entwickeln eine ängstliche Erwartungshaltung vor der nächsten Attacke. Häufig lösen besondere Situationen den Schwankschwindel aus – wie Autofahren, Überqueren von Brücken, Treppensteigen, leere Räume oder bestimmte soziale und kommunikative Anforderungen.
Visuell ausgelöster Schwindel gehört ebenfalls zum Schwankschwindel. Eine Form ist die sogenannte optokinetische Bewegungskrankheit: Hierbei entsteht durch grossflächige Bewegungsreize – etwa in Grossleinwandkinos oder in Flugsimulatoren – ein Widerspruch zwischen den über das Auge aufgenommenen Bewegungsreizen und der gleichzeitig erwarteten, aber fehlenden Körperbeschleunigung. Dieser Widerspruch führt zu einem Schwankschwindel mit Erbrechen.
Schwindel (Vertigo) kann viele verschiedene Ursachen haben. Je nach Auslöser, Dauer, Rückbildung, Art und weiteren Merkmalen unterscheidet man verschiedene Formen von Schwindel. Allen Formen – auch denen, die von den Sinnesorganen ausgehen – liegt dabei der gleiche Entstehungsmechanismus zugrunde: Bewegungen reizen die drei entscheidenden Sensoren im Körper, die dem Bewusstsein Bewegung und Stellung im Raum zurückmelden. Dies sind:
Das Gehirn vergleicht die Informationen der drei Sinnessysteme und wertet sie aus. Wenn sich dabei unbekannte oder nicht miteinander in Einklang zu bringende Muster ergeben oder wegen einer Funktionsstörung des Gehirns keine korrekte Verarbeitung der Informationen möglich ist, kommt es zu Schwindel. Die Ursachen für Schwindel können physiologisch (d.h. eine "normale" körperliche Reaktion) oder krankhaft sein:
Die bei Schwindel (Vertigo) auftretenden Symptome entstehen dadurch, dass die Betroffenen Scheinbewegungen des eigenen Körpers oder der Umgebung wahrnehmen. Dies führt bei einer voll ausgeprägten Schwindelattacke dazu, dass die Betroffenen unsicher beim Stehen und Gehen sind und dazu neigen, hinzufallen. Weitere mögliche Anzeichen von Schwindel sind Übelkeit, Erbrechen und Ohrensausen. Darüber hinaus kann ein Schwindel mit einem Zittern der Augen verbunden sein, bei dem die Augäpfel aufgrund einer gestörten Funktion der Augenmuskulatur unwillkürlich und schnell aufeinanderfolgend zucken (sog. Nystagmus).
Bei den verschiedenen Formen von Schwindel sind nicht immer alle Symptome gleichermassen ausgeprägt. Schwindel kann sowohl vorübergehend (episodisch) auftreten als auch andauernde (chronische) Verläufe zeigen. Dabei können die einzelnen Schwindelattacken entweder spontan oder durch entsprechende Reize entstehen.
Bei einem bestehenden Schwindel (Vertigo) erfolgen zur Diagnose verschiedene Tests zur Funktion des Gleichgewichtsorgans. Daneben prüft der Arzt auch die Hörfähigkeit der Betroffenen, da Hör- und Gleichgewichtsorgan den gleichen Nervenstrang nutzen, um Informationen weiterzuleiten.
Darüber hinaus ist es bei Schwindel wichtig, festzustellen, um welche Form von Schwindel es sich handelt – vor allem im Hinblick auf die nachfolgende Therapie. Hierzu ist es erforderlich, die vorliegenden Symptome in allen Einzelheiten zu erfassen und zur Diagnose den vier charakteristischen Formen von Schwindel zuzuordnen:
Ein Schwindel (Vertigo) lässt sich bei der Diagnose dem sogenannten Attackendrehschwindel zuordnen, wenn er unvermittelt und heftig einsetzt und nur Sekunden oder wenige Minuten andauert. Die Betroffenen verspüren dabei ein heftiges Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch Übelkeit.
Eine mögliche Ursache für diese Form von Schwindel ist der eher seltene Morbus Menière, der meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auftritt. Zu seiner Diagnose ist eine gründliche Befragung der Betroffenen wichtig: Meist äussert sich die Erkrankung in einem akuten Drehschwindel mit begleitender Fallneigung, Blässe, Schweissbildung, Übelkeit, Erbrechen und Augenbewegungen (Nystagmus). Darüber hinaus entsteht neben dem Schwindel typischerweise ein Druckgefühl auf einem Ohr, verbunden mit einer verminderten Hörfähigkeit und Tinnitus (Ohrgeräusche). Morbus Menière entsteht dadurch, dass die Lymphflüssigkeit des Innenohrs (Endolymphe) das Innenohr (Labyrinth) verschliesst. Infolge des anhaltenden Lymphstaus zerreissen die Trennhäute zwischen den verschiedenen Räumen des Innenohrs. Dies geschieht regelmässig und verursacht den Schwindel. Im Laufe der Erkrankung kann es ohne bestimmten Grund zu plötzlichen Stürzen kommen. Auslöser dieser Stürze sind die Druckschwankungen, die die Lymphflüssigkeit des Innenohrs hervorgeruft. In den meisten Fällen verläuft der Morbus Menière günstig und die Drehschwindelattacken verschwinden spontan innerhalb von fünf Jahren.
Treten im jüngeren Erwachsenenalter wiederholt Drehschwindelattacken auf, ist bei der Diagnose vor allem auch Migräne in Betracht zu ziehen. Im höheren Lebensalter dagegen liegen dem Schwindel häufig Durchblutungsstörungen im Gehirn zugrunde, die durch eine fortschreitende Arteriosklerose entstehen. Darüber hinaus kann auch multiple Sklerose infolge der geschädigten Nervenbahnen zu Schwindel in Form von Drehschwindelattacken führen.
Wenn ein Schwindel (Vertigo) über Stunden oder Tage anhält und mit Fallneigung, Augenzittern (Nystagmus), Übelkeit und Erbrechen einhergeht, lautet die Diagnose anhaltender Drehschwindel. Diese Form von Schwindel ist meist durch eine Funktionsstörung des Gleichgewichtsorgans bedingt. In der Regel ist hierfür ein entzündeter Gleichgewichtsnerv (Neuritis vestibularis) verantwortlich. Dabei fällt das Gleichgewichtsorgan einseitig aus. Die Beschwerden klingen meist nach etwa ein bis zwei Wochen wieder ab. Als mögliche Ursache gilt eine Virusinfektion des Gleichgewichtsnervs.
In selteneren Fällen lässt sich ein anhaltender Drehschwindel bei der Diagnose auf Schädigungen zentraler Strukturen im Gehirn zurückführen. Die Auslöser hierfür sind vielfältig und reichen von Ausfällen von Hirnnerven durch Hirntumoren über Durchblutungsstörungen bis hin zu Entzündungen. Auch der Morbus Menière kann in selteneren Fällen zu dieser Form von Schwindel führen.
Tritt ein Schwindel (Vertigo) typischerweise auf, wenn die Betroffenen den Kopf zur Seite neigen, lässt er sich bei der Diagnose als Kopflage- oder Lagerungsschwindel einordnen: Der Lagerungsschwindel ist durch kurze Schwindelanfälle gekennzeichnet, bei denen sich die Umgebung zu drehen scheint. Diese Anfälle von Schwindel treten meist nachts beim Herumdrehen im Bett oder beim Aufstehen (bzw. beim Aufrichten nach dem Nachtschlaf) auf. Besonders in den ersten Wochen kann der Schwindel von Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüche und Angst begleitet sein. Da meist dieselbe Kopfbewegung den Anfall auslöst, entwickeln die Betroffenen mit der Zeit Strategien, mit denen sie die entsprechende Kopfhaltung vermeiden. Dennoch kann es gelegentlich auch zu Stürzen kommen.
Lässt sich der Schwindel bei der Diagnose auf eine sogenannte Cupulolithiasis (Cupula = Kuppel, Lithiasis = Steinleiden) zurückführen, liegt ein gutartiger Lagerungsschwindel vor: Er entsteht, weil sich im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs kleine Kalksteinchen aus dem hinteren Vorhofsäckchen (Utriculus) lösen und sich an der Kuppel des hinteren Bogengangs anlagern. Durch ihr Gewicht führen sie zu einer Funktionsstörung des hinteren Bogengangs. Dieser reagiert daraufhin überempfindlich auf Drehbeschleunigungen. Dabei ruft nicht die Lage des Kopfs den Schwindel hervor, sondern eine zu schnelle Bewegung des Kopfs hin zur erkrankten Seite. Die Kalksteinchen lösen sich in erster Linie im höheren Lebensalter ab; dies kann jedoch auch altersunabhängig als Folge von Unfällen geschehen. In der Regel klingt die Erkrankung innerhalb von Wochen oder Monaten spontan wieder ab. Nur in seltenen Fällen hält der gutartige Lagerungsschwindel über Jahre an.
Besteht der Verdacht, dass eine zentrale (im Gehirn ausgelöste) Form von Lagerungsschwindel vorliegt, ist bei der weiteren Diagnose zu prüfen, ob eine Schädigung im Bereich des Kleinhirns durch Tumoren, Blutungen, Durchblutungsstörungen oder Entzündungen vorliegt.
Ein Schwindel (Vertigo) lässt sich bei der Diagnose dem sogenannten Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel zuordnen, wenn er mit Stand- und Gangunsicherheiten und einer hohen Fallneigung einhergeht. Übelkeit und Erbrechen sind bei dieser Form von Schwindel eher selten. Der Schwankschwindel kann sowohl auf Schädigungen zentraler Strukturen im Gehirn (z.B. Epilepsie, Vergiftungen) als auch auf Erkrankungen anderer Organe (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) zurückzuführen sein. Auch ein visuell ausgelöster Schwindel gehört zum Schwankschwindel: Ein Beispiel hierfür ist die optokinetische Bewegungskrankheit, bei der grossflächige Bewegungsreize (z.B. in Grossleinwandkinos oder in Flugsimulatoren) einen Schwankschwindel mit Erbrechen auslösen.
Meistens tritt der Schwankschwindel jedoch als phobischer Schwankschwindel auf. In der Regel entsteht dann im Zusammenhang mit besonderen psychischen Belastungen ein plötzlicher, anfallartiger Schwindel mit Benommenheit sowie Stand- und Gangunsicherheiten; dabei dauert der Schwindel anfangs nur wenige Sekunden an. Die Betroffenen erleben diese Anfälle als sehr bedrohlich und entwickeln eine durch Angst geprägte Erwartungshaltung vor der nächsten Attacke (daher phobischer Schwindel: Phobie = krankhafte Angst). Schwankschwindel lässt sich häufig durch besondere Situationen auslösen – wie Autofahren, Überqueren von Brücken, Treppensteigen, leere Räume oder bestimmte soziale und kommunikative Anforderungen. Überwiegend ergibt die körperliche Untersuchung bei Menschen mit phobischen Schwankschwindel keine krankhafte Veränderung. Die Diagnose zeigt jedoch typischerweise eine zwanghafte Persönlichkeitsstruktur. Der phobische Schwankschwindel ist meist durch eine Verhaltenstherapie beeinflussbar.
Bei den verschiedenen Formen von Schwindel (Vertigo) kann die Therapie verschiedene Massnahmen umfassen: Medikamente, Physiotherapie, Psychotherapie und auch Operationen. Welche Behandlung im Einzelfall erfolgt, ist von der jeweiligen Ursache für den Schwindel abhängig .
Tritt bei Ihnen ein Schwindel etwa als Reisekrankheit oder beim Autofahren auf, kann es helfen, wenn Sie sich vorsichtig in kurzen Abständen wiederholt den entsprechenden Reizen aussetzen. Diese Gewöhnung wirkt allerdings nur vorübergehend und bei bestimmten Bewegungsabfolgen. Daher schützt eine erworbene Unempfindlichkeit gegenüber dem Autofahren zum Beispiel nicht vor Seekrankheit. Daneben sind zur Therapie einer Reisekrankheit bestimmte Medikamente geeignet: sogenannte Antivertiginosa. Diese helfen sowohl gegen den Schwindel als auch gegen häufig zusätzlich bestehende Übelkeit. Zum Einsatz kommen Antihistaminika, Anticholinergika und Antidopaminergika. Bei vielen Formen von Schwindel sind sie jedoch zur Behandlung ungeeignet – vor allem zur Dauerbehandlung.
Physiotherapeutische Massnahmen zur Therapie von Schwindel zeigen häufig gute Erfolge. Dabei kommen Übungen zum Einsatz, die Haltungsunsicherheiten auslösen und so Korrekturbewegungen erfordern: Die Krankengymnastik zielt darauf ab, Ihre Gleichgewichtsreaktionen zu verbessern, indem sie bei Ihnen ständig Stand- und Gangunsicherheiten hervorruft. Bestimmte Schwindelerkrankungen wie der gutartige (benigne) paroxysmale Lagerungsschwindel und der anhaltende Drehschwindel bei entzündetem Gleichgewichtsnerv (Neuritis vestibularis) heilen durch krankengymnastische Übungen erheblich schneller.
Wenn die Schwindelattacken besonders häufig oder über Jahre auftreten und gleichzeitig Ihre Hörfähigkeit eingeschränkt ist, kann für Sie eine operative Behandlung in Betracht kommen (der Operateur kann z.B. das betroffene Gleichgewichtsorgan entfernen). Da jedoch viele einem Schwindel zugrunde liegenden Erkrankungen eine gute Prognose haben und spontan heilen (was sich durch entsprechende Physiotherapie fördern lässt), sind solche operativen Massnahmen eine Ausnahme.
Bei Schwindel (Vertigo) hängt der Verlauf von den zugrunde liegenden Ursachen ab. Lassen sich diese mithilfe einer angemessenen Behandlung beseitigen, ist die Prognose bei Schwindel in der Regel gut. Ein Dauerschwindel, der über Monate oder gar Jahre anhält, weist häufig auf einen seelischen Auslöser hin, da er selten infolge einer Erkrankung der für das Gleichgewicht wichtigen Organe entsteht.
Einem Schwindel (Vertigo) können Sie nicht vorbeugen – besonders dem Schwindel als Begleiterscheinung einer neurologischen Erkrankung. Vorbeugende Massnahmen sind darauf begrenzt, mit Schwindel verbundene Erkrankungen entsprechend zu behandeln und so weitere Schwindelattacken zu verhindern.
Wenn Sie bei ungewohnten Bewegungssituationen – wie im Auto oder auf einem Schiff – zu Schwindel neigen, sollten Sie versuchen, sich langsam an die neue Umgebung zu gewöhnen.