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Nachdem in den letzten Tagen diverse russische Athleten von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden sind, nennt das Internationale Olympische Komitee die Kriterien hierfür.
Das IOC reagierte damit auf die Kritik, es fehle bei diesem Verfahren an Transparenz. Die Vorsitzende der Zulassungskommission des IOC, Valérie Fourneyron, sprach von "umfassenden, aber keineswegs erschöpfenden" Informationen, die bei dem Startrechts-Verfahren genutzt würden.
Von der ursprünglichen Einladungsliste von 500 Sportlern aus Russland waren zunächst 111 gestrichen werden; die verbleibenden 389 Athleten werden nach den Kriterien noch geprüft. Wer von ihnen bei den Winterspielen vom 9. bis 25. Februar in Südkorea starten darf, soll bis Samstag feststehen.
Gemäss einer Aussage des Vizepräsidenten des nationalen olympischen Komitees von Russland, Stanislaw Posdnjakow, sollen 169 russische Sportler in Pyeongchang unter olympischer Flagge teilnehmen. "Leider fehlen in diesem Aufgebot unsere Top-Athleten", so Posdnjakow.
"Alle Entscheide sind im Konsens getroffen worden, und jeder Fall wurde individuell und anonym entschieden", erklärte die französische Ex-Sportministerin. Als Informationen dienten die Ergebnisse der IOC-Kommission unter der Leitung des Neuenburgers Denis Oswald, der die Manipulationen von russischer Seite in Sotschi 2014 mit forensischen und analytischen Methoden untersuchte.
Auch die der Welt-Anti-Doping-Agentur aus dem Moskauer Labor zugespielten Daten von 2012 bis 2015 gehörten zu den Informationen des Gremiums. Weiter wurden E-Mails und weitere Dokumente von der Ermittlung in Russland von Richard McLaren herangezogen. Auch Steroidprofile und biologische Pässe der betreffenden Athleten sowie Analysen von Proben, in denen verschiedene DNA oder hohe Salzkonzentrationen gefunden wurden, die nicht von einem Menschen stammen konnten, spielten eine Rolle.