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Ausbildungshilfe für 27 angehende Priester
Brasilien 01/2020
BRASILIEN 1/2020
27 junge Männer aus der Diözese Rio Branco im Westen Brasiliens bereiten sich darauf vor, als Priester Gott und den Menschen zu dienen. Sie erwartet kein leichtes Leben, denn ihre Diözese, die sich über eine riesige Fläche von 104.000 Quadratkilometern erstreckt, liegt zu einem großen Teil im Urwald. Die Entfernungen sind immens, und viele Orte sind überhaupt nur auf dem Wasserweg zu erreichen.
Ihre Berufung ist sicherlich auch eine Frucht des jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatzes des italienischen Missionars Paolino Baldassarri, der noch mit fast 90 Jahren auf seinem einfachen Boot lange Fahrten in die Wildnis unternahm, um die Gläubigen zu besuchen. Da er nicht schwimmen konnte, war er dabei immer mit Schwimmweste und Motorradhelm bekleidet. Noch im hohen Alter praktizierte er zudem als Arzt und behandelte unzählige Patienten.
Als er vor fast einem halben Jahrhundert in dem Gebiet ankam, wäre er gleich in der ersten Woche fast der Malaria zum Opfer gefallen. Aber wie durch ein Wunder überlebte er, und er begann bald darauf damit, die Siedlungen im Urwald mit einem einfachen Kanu zu besuchen. Viele Familien hatten sich aufgrund des Priestermangels vom katholischen Glauben entfernt. Der Missionar führte sie zurück zum Glauben. Er starb 2016 im Rufe der Heiligkeit.
Heute ist der Glaube der Menschen wieder in Gefahr, denn die 40 Priester, die in dem weitläufigen und unwegsamen Gebiet rund 450.000 Gläubige betreuen, können viele der entlegenen Ortschaften nur selten besuchen. Indessen breiten sich Sekten rasch aus, weil sie ihr Personal schnell ausbilden, über finanzielle Mittel verfügen und den Menschen Wunder versprechen.
Die 27 angehenden Priester sind ein großer Hoffnungsstrahl für die Kirche in der Diözese Rio Branco.
ACN unterstützt ihre Ausbildung auch in diesem Jahr mit 10.400 Euro.