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Climate Investing – unsere Verantwortung als Vermögensverwalter
Die COP26, der UN-Klimagipfel, der in Glasgow stattfand, ist beendet. Die COP26 Konferenz in Glasgow umfasste zwei Wochen lang Verhandlungen zwischen 20'000 offiziellen Delegierten sowie Diskussionen und Workshops mit 20'000 nichtstaatlichen Delegierten. Was sind die wichtigsten Ergebnisse der COP26 und inwiefern sind diese für Investoren relevant?
26.11.2021, 11:49 Uhr
Autor: Robeco
Die COP26 brachte einen Durchbruch beim Regelwerk des Pariser Abkommens und gute Fortschritte bei ehrgeizigeren Massnahmen für 2030. Dennoch reichen diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, um die Welt auf einen Kurs von unter 2 Grad zu bringen.
Das Regelwerk umfasst kritische Themen wie die Berichterstattung über Emissionen, die Überwachung von Massnahmen und vor allem den Handel mit Emissionsrechten über die Kohlenstoffmärkte. Mit dieser Vereinbarung kann der Schwerpunkt von den Verhandlungen auf die Umsetzung verlagert werden. Es wird die internationale Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Investitionen in die Emissionsminderung erleichtern. Es könnten ernsthaftere Kohlenstoffmärkte entstehen, die wiederum Investitionen in Wälder und andere natürliche Kohlenstoffsenken fördern könnten.
Die Beteiligung des Privatsektors war so gross wie nie zuvor. Hunderte von Unternehmen und Investoren verpflichteten sich im Vorfeld der COP26 zu Netto-Null-Emissionen, und es wurden mehrere "Real-World-Deals" angekündigt, um den kohlenstoffarmen Verkehr, das Bauwesen, die Industrie usw. zu beschleunigen. Unter den Banken, Vermögensbesitzern, Vermögensverwaltern und Versicherungsgesellschaften sind nun 130 Billionen USD für Netto-Null-Projekte zugesagt, obwohl diese Zahl zu Recht kritisiert wurde, weil sie Doppelzählungen enthält.
Robeco gehört zu den 43 Vermögensverwaltern, die konkrete kurzfristige Ziele und Massnahmen zur Erreichung von Netto-Null angekündigt haben; 180 andere Unternehmen werden im Laufe des nächsten Jahres folgen.
Unserer Auffassung nach tragen Vermögensverwalter eine Verantwortung dafür, bei ihren Anlageentscheiden und im Rahmen von Unternehmensanalysen, die Risiken des Klimawandels zu identifizieren und zu steuern. Aufgrund der globalen Klimakrise hat Robeco eine neue Anlagelösung entwickelt, die vollständig mit dem Pariser Abkommen im Einklang steht: die Climate Global Credits-Anlagestrategie.
Die Climate Global Credits-Anlagestrategie verfolgt mit globalen Investitionen in Unternehmensanleihen das Ziel, den Temperaturanstieg deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten und ihn möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen.
Emissionsintensität relativ zur Weltwirtschaft im Jahr 2020
Bottom-Up-Auswahl von Emittenten
Die Top-Down-Perspektive wird mit einem Bottom-Up-Ansatz kombiniert, der sich auf ein profundes Fundamentalresearch stützt und positiv zu nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten beiträgt. Ein Team von erfahrenen Fixed-Income-Analysten selektiert aus dem Anlageuniversum eine Liste der attraktivsten Emittenten. Dabei wird neben ökologischen, sozialen und Governance-(ESG) Kriterien die CO2-Emissionsintensität berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass die Strategie einen Dekarbonisierungspfad verfolgt, durch den die Emissionen des Portfolios um jährlich 7% reduziert werden. Gemäss der Benchmark-Verordnung der EU Taxonomie dürfen für Strategien, die mit dem Klimaabkommen von Paris konform sind, keine Standardbenchmarks verwendet werden. Deshalb verwendet sie eine Benchmark von Solactive.
Ausserdem besteht dieser vorausschauende Ansatz darin, in Unternehmen zu investieren, die ihr Kapital für Aktivitäten verwenden, die mit der EU Taxonomie (SFDR) übereinstimmen, und die ihre CO2-Emissionen effizient reduzieren. Wichtig ist dabei, dass dazu auch Emittenten mit derzeit hohen Emissionen gehören können. Unser Kriterium ist, dass sich Unternehmen ernsthaft für ihren Wechsel hin zu nachhaltiger Energie einsetzen und eine wichtige Rolle bei diesem Übergang spielen.
Kontinuierliche Innovationen in unseren Strategien für Sustainable Investing
Wir engagieren uns dafür, mit unseren Investmentaktivitäten einen Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten, der am ehrgeizigen Ziel ausgerichtet ist, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu beschränken. Dabei arbeiten wir mit Klimarisiken und suchen nach Opportunitäten, um mit unseren Investitionen und durch Aktionärsdialoge innovative, positive Veränderungen zu bewirken.
Die Climate Global Credit-Anlagestrategie steht für die jüngste Innovation in unserer Kompetenz nachhaltigen Investierens und konzentriert sich speziell auf den Klimawandel. Wir erachten die Strategie als Gelegenheit für Anleger, die als Pioniere am Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft mitwirken möchten.
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