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Mit John Duncan und Kasper Toeplitz hat das Ensemble Phoenix Basel 2008 Projekte durchgeführt, die in enger Zusammenarbeit zwischen Komponist und beteiligten Musikern Gestalt angenommen haben. Diese Arbeit geht über das Einstudieren einer konventionellen Partitur hinaus und kommt Musikern entgegen, die ihre Stücke aus einer experimentellen Praxis heraus entwickeln.Das Ensemble Phoenix führt diesen Ansatz weiter und hat dazu den amerikanischen Soundkünstler Z’EV (Stefan Joel Weisser) und den Schweizer Saxophonisten und Komponisten Antoine Chessex eingeladen.1951 in Kalifornien geboren, hat Z’EV kaum eine künstlerische Ausdrucksform ausgelassen und vor allem: sie nicht gleichzeitig auf ein eigenes System umformuliert. Im weitesten Sinne durchzieht sein Werk die Arbeit an Instrumenten und Rhythmen, nicht nur auf Musik, sondern auch auf Sprache bezogen. Er ist aufgrund seiner Perkussionsperformances als Vorreiter und Träger des Industrial, wie er sich in den achtziger Jahren auch in Europa durchgesetzt hat, bezeichnet worden. Die Liste seiner eigenen Performance-Gruppen und künstlerischen Partnern beschränkt sich jedoch keineswegs auf diese eine Szene und umfasst neben Musikern vor allem Tänzer, Lyriker und Filmemacher.Die kollaborativen Werke des Westschweizer Komponisten Antoine Chessex sind bisher weniger mit Ensembles als aus der Arbeit mit einzelnen Musikern (etwa Thomas Ankersmit oder Kasper Toeplitz) entstanden; er hat zudem mehrere Solo-CDs (Saxophon und Elektronik) veröffentlicht. Im vielfältigen europäischen Experimental-Netzwerk schafft sich Chessex seit mehreren Jahren von Berlin aus einen Ort und eine Stimme. Wie bei Z’EV leben auch viele von Chessex’ Werken von und aus der Live-Performance mit einem Schwerpunkt auf einer greifbaren Physikalität der Klänge.