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Kommunikationskanäle wandeln sich, Kommunikation ist nicht mehr kontrollierbar, jeder Webnutzer ist Sender und Multiplikator, hundert Tweets schreiben sich schneller als eine SWOT-Analyse – warum soll ein Unternehmen oder eine Organisation Kommunikation noch systematisch planen?
Wer Kommunikation konzeptlos betreibt, stellt hier einen Eckpfosten, baut dort eine Mauer, gräbt irgendwo ein Loch, und wundert sich, weil kein Haus entsteht. Was wollen wir wem wie mit welcher Absicht und wann kommunizieren? Welche Massnahmen sind nötig? Was kosten sie und wer setzt sie um? Wie messen wir den Erfolg? Dafür brauchen wir einen Plan.
Diese Überlegungen eignen sich nicht nur für die umfassende Kommunikation, sondern für jede Kommunikationsmassnahme. Sie müssen eine Website realisieren? Erstellen Sie ein Konzept. Sie müssen eine Social-Media-Kampagne kreieren? Erstellen Sie ein Konzept. Sie müssen eine Rede formulieren? Erstellen Sie ein Konzept. Ja, ein Konzept. Auch wenn es für die Rede nur wenige Stichwörter umfasst und Sie es innert zehn Minuten erstellt haben. Welcher Anlass bietet den Rahmen für die Rede? Wer ist das Publikum? Welche Kommunikationsziele wollen Sie beim Publikum erreichen? Mit welcher Hauptbotschaft? Mit welchem Redeaufbau? Mit welchen Argumenten? Dann formulieren Sie die Rede. So bauen Sie das passende Haus. Verbinden Verstand und Intuition, Systematik und Spontaneität, Planungs- und Umsetzungskreativität.
Die heutige Vielfalt an Kanälen und Mitteln schreit nach systematischer Planung der Kommunikation. Konzipieren ist nötiger denn je.
12. Mai 2017, Blogbeitrag