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Hintergrund
Gemäß IFRS 15 sind zusätzliche Kosten für die Anbahnung eines Vertrags, wie zum Beispiel Verkaufsprovisionen als Vermögenswert zu aktivieren, wenn das Unternehmen erwartet, dass die Kosten wieder erwirtschaftet werden. In diesem Zusammenhang haben sich einige Unklarheiten ergeben:
- Provisionen für Vertragsverlängerungen: Wann und in welcher Höhe müssen diese aktiviert werden und wie sollte das Unternehmen einen solchen Vermögenswert abschreiben und beurteilen, ob die Vertragsverlängerungen mit den ursprünglich entrichteten Provisionen im Einklang stehen?
- Provisionen für Vertragsmodifizierungen, die nicht als separate Verträge betrachtet werden: Können diese aktiviert werden?
- Provisionen, die von künftigen Ereignissen abhängen: Können diese als zusätzliche Kosten betrachtet werden?
- Provisionen, die zurückgefordert werden können und/oder vom Erreichen bestimmter Schwellenwerte abhängen: Können diese aktiviert werden?
- Nebenleistungen zu Provisionszahlungen: Sollten diese in den aktivierten Beträgen berücksichtigt werden?
TRG-Diskussion
Die Mitglieder diskutierten den Grundsatz zur Aktivierung von Kosten für die Anbahnung eines Vertrags im allgemeinen. Da durch den Standard nach Auffassung der Mitglieder keine Änderungen an der Bilanzierung von Verbindlichkeiten vorliegt, sollten sich die Unternehmen zunächst auf die geltenden Standards hierzu stützen. Es herrschte Einigkeit über die Tatsache, dass bei der Erfassung von zusätzlichen Kosten für das Zustandekommen eines Vertrags in hohem Maße Ermessensentscheidungen notwendig seien.
IASB Entscheid: Keine Anpassung, da Anwendung klar.