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Film-Tipp des Tages: Harry Potter und der Stein der Weisen
Die Kinofassung des ersten von J.K. Rowlings Jugendromanen über Harry Potter. Es geht um einen Knaben, der am elften Geburtstag erfährt, dass er der verwaiste Sohn zweier Zauberer ist und selbst magische Fähigkeiten besitzt.
Harry Potter (Daniel Radcliffe) hat sich mit seinem rabiaten Onkel Vernon (Richard Griffiths), der hartherzigen Tante Petunia (Fiona Shaw) und dem ständigen Gemecker seines habgierigen und verwöhnten Cousins Dudley abgefunden. Er gewöhnt sich sogar daran, im Schrank unter der Treppe zu schlafen. Der unerwünschte Waisenjunge Harry wird von seinen Verwandten nur geduldet. Denn ständig erinnert er sie an Petunias «frivole» Schwester und deren Mann, die beide viel zu jung und auf geheimnisvolle Weise ums Leben gekommen sind.
Fieser Onkel
Auch als sein elfter Geburtstag naht, kennt Harry keine Vorfreude. Er weiss, dass er Glückwunschkarten, Geschenke oder sonst eine Würdigung seines Ehrentages nicht erwarten darf. Dennoch ist in diesem Jahr alles anders. Harry erhält einen geheimnisvollen Brief, der in eigenartiger grüner Tinte geschrieben ist und von einer Eule zugestellt wird. Harry ist überrascht und sehr aufgeregt, denn eine solche Botschaft hat er noch nie erhalten. Doch sein entsetzter Onkel Vernon vernichtet den Brief, bevor Harry ihn lesen kann.
«Du bist ein Zauberer, Harry»
Am nächsten Tag erscheint eine andere Eule mit einem weiteren Brief, aber die Dursleys konfiszieren auch diesen. Ein Tag folgt auf den anderen, und immer mehr Briefe und Eulen tauchen auf Harrys Schwelle auf, bis die Dursleys fürchten müssen, dass sie diese seltsamen Briefsendungen nicht mehr unterdrücken können. Kurzerhand flüchten sie zusammen mit Harry in eine abgelegene Hütte, um sicher zu sein, dass niemand sie aufspürt.
Anscheinend funktioniert der Plan. Doch plötzlich kracht die Hüttentür mit einem ohrenbetäubenden Lärm aus den Angeln, und es erscheint ein gewaltiger Riese namens Hagrid (Robbie Coltrane). Er ist wütend, weil die Dursleys die Briefe vernichtet und ihrem Neffen seine wahre Identität vorenthalten haben. Jetzt ist der Moment gekommen, der Harrys Leben verändern wird: Hagrid verrät ihm, dass er, Harry Potter, ein Zauberer ist.
Das Harry-Potter-Phänomen
Über hundert Millionen Bücher mit den Abenteuern des beliebtesten Zaubererlehrlings der Welt sind bereits über den Ladentisch gegangen. Sie sind in 46 Sprachen übersetzt worden. Harry Potter ist ein weltweites Phänomen, das die Phantasie der Leser aller Altersgruppen beflügelt und begeistert.
Treue zum Original
Das erste Buch, «Harry Potter und der Stein der Weisen» war kaum erschienen, da war David Heyman, der frühere britische Hollywood-Studiomanager und heutige Produzent von bekannten Independent-Filme wie «Juice» und «The Daytrippers», von der Geschichte hingerissen. Bei seinem entscheidenden ersten Treffen mit der Autorin J.K. Rowling Anfang 1997 erklärte Heyman, was er vorhatte. «Ich versprach ihr, ganz nah an ihrer Geschichte zu bleiben», sagt Heyman. Es war jedoch gar nicht so einfach, einen Regisseur zu finden, der die Werktreue ebenso leidenschaftlich wie Rowling und Heyman in den Vordergrund stellen wollte.
Chris Columbus, der sich mit Riesenhits wie «Home Alone» und «Mrs. Doubtfire» einen Namen gemacht hat, bekam schliesslich den Zuschlag. Die alles entscheidende Verantwortung des Kameramanns übertrugen die Filmemacher dem mehrfach für den Oscar nominierten John Seale.
Sendeplatz
Samstag um 14:35 Uhr auf SRF zwei.