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Der amerikanische Bratschist Steven Ansell, der 1954 in Seattle/Washington geboren wurde, studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Michael Tree und Karen Tuttle. Seine Laufbahn begann er im Alter von 21 Jahren als Professor für Viola an der University of Houston, ehe er zwei Jahre später als «Assistant Principal Violist» zum Pittsburgh Symphony Orchestra engagiert und schliesslich, im Jahr 1996, zum Ersten Solobratschisten des Boston Symphony Orchestra berufen wurde. In den Konzerten des Boston Symphony ist er oft auch als Solist zu erleben: So interpretierte Ansell beispielsweise Mozarts Sinfonia concertante, Max Bruchs Konzert für Viola, Klarinette und Orchester, Strauss’ Don Quixote oder Berlioz’ Harold en Italie. Seine Partner am Pult waren dabei Dirigenten wie André Previn, Seiji Ozawa, Mstislaw Rostropowitsch, James Levine und Emmanuel Krivine. Mit dem Berkshire Symphony Orchestra brachte er Ezra Ladermans Konzert für Viola und Orchester zur Uraufführung. Als Kammermusiker trat Steven Ansell im Rahmen der Reihe «In Performance at the White House» auf und gastierte bei den Festivals von Tanglewood, Marlboro, Schleswig-Holstein, Newport, Blossom, Spoleto und Snowbird. Er ist Gründungsmitglied des Muir String Quartet und gehört auch den Boston Symphony Chamber Players an. Für seine CD-Einspielungen wurde er zweimal mit dem «Grand Prix du Disque» ausgezeichnet, ausserdem erhielt er den «Gramophone Award» für die beste kammermusikalische Einspielung des Jahres. Neben seiner künstlerischen Arbeit ist Steven Ansell auch weiterhin pädagogisch tätig und lehrt am Boston University College of Fine Arts. Als Herausgeber betreut er Noteneditionen für das Verlagshaus Ovation Press in Chicago, das sich auf Online-Ausgaben von Werken des Streicherrepertoires spezialisiert hat.
August 2015