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Nach den Protesten in Ferguson gegen tödliche Polizeischüsse auf einen schwarzen Teenager reagiert US-Präsident Barack Obama. Er wird mehr Beamte mit Kameras am Körper ausrüsten. Auch die zunehmende Ausrüstung der Polizei mit Kriegsgerät wird derzeit geprüft.
Obama wolle die Anschaffung der Körperkameras in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 75 Millionen Dollar unterstützen, teilte das Weisse Haus am Montag mit. Die Mini-Kameras sollen von den Polizisten während ihrer Dienstzeit an Hemd oder Kragen getragen werden. Einige Orte in den USA setzen bereits Körperkameras ein, in Grossstädten wie New York und Washington läuft eine Testphase.
Bei Beratungen des Präsidenten mit seinem Kabinett über die Lage in Ferguson sei es auch um die Praxis gegangen, Polizisten mit militärischer Ausrüstung auszustatten. Binnen 120 Tagen solle eine Reform der Praxis erarbeitet werden. Bereits im August hatte Obama eine Überprüfung des Programms angeordnet, das Gemeinden erlaubt, Schusswaffen oder gepanzerte Fahrzeuge vom Pentagon zu kaufen.
Ein weisser Polizist hatte am 9. August den Jugendlichen Michael Brown nach einer Auseinandersetzung in Ferguson erschossen. Die Stadt mit rund 20'000 Einwohnern ist faktisch ein Teil der Metropole St.Louis im US-Staat Missouri.
Der Tod des 18-Jährigen löste schwere Unruhen aus. Als vergangene Woche Geschworene entschieden, dass der Todesschütze nicht angeklagt wird, kam es erneut zu Krawallen.
Obama wollte noch mit Bürgerrechtlern, Polizisten, Geistlichen und Lokalpolitikern über Möglichkeiten reden, das Vertrauen zwischen der schwarzen Bevölkerung und der Polizei und Justiz zu stärken. Dafür will Obama insgesamt mehr als 260 Millionen Dollar bereitstellen. Zudem soll eine Projektgruppe Lösungen erarbeiten. (feb/sda/dpa/afp)