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Während seiner Frühjahrssitzung haben die Teilnehmenden des Mitgliederrats wichtige Informationen erhalten. Die Delegiertenversammlung vom 29. April in Murten, im Kanton Freiburg, steht an.
Die Vertretenden der Mitgliedsverbände des Schweizer Blasmusikverbands haben sich in den Räumlichkeiten der FHNW in Olten getroffen. Nach der Begrüssung durch die Verbandspräsidentin Luana Menoud-Baldi haben die Anwesenden als Erstes das Protokoll der letzten Sitzung genehmigt.
Ein weiterer Schritt in der Strukturreform
Der Tag wurde mit einigen Vorschlägen zur Anpassung der Statuten eröffnet, welche die Effizienz des SBV erhöhen sowie seine Attraktivität für potentielle Neumitglieder steigern sollen und einen weiteren Schritt in Zusammenhang mit der Strukturreform darstellen.
Im Moment sehen die Statuten eine einzige Mitgliederkategorie vor; die kantonalen Verbände sind somit den nationalen wie dem Schweizerischen Brass Band Verband oder dem Schweizer Jugendmusikverband gleichgestellt. Laut dem Vorschlag der Verbandsleitung werden zukünftig nur noch kantonale Verbände ordentliche Mitglieder des Verbands sein. Diese werden wie bis anhin Mitgliederbeiträge bezahlen und stimmberechtigt sein.
Partnerverbände
Die restlichen Verbände (ausser den beiden bereits erwähnten sind das der Verband der Verkehrsmusikverbände, der Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband mit seinem Pendant aus der Romandie sowie die Päpstliche Schweizergarde) werden hingegen zu Partnerverbänden. Sie entrichten keinen Mitgliederbeitrag, haben aber auch kein Stimmrecht mehr beim SBV. Die Zusammenarbeit wird anhand von individuellen Verträgen geregelt, was beiden Parteien erlaubt, maximal von den gegenseitigen Qualitäten zu profitieren. Die Partner werden zur Koordination zu einer jährlichen Konferenz eingeladen, um die Zusammenarbeit wie auch den Informationsaustausch zu verbessern.
Das momentane jährliche Treffen mit den Ehrenmitgliedern wird durch einen weiteren Anlass ergänzt, bei dem die Verbandsleitung ihre wertvolle Meinung im Gespräch einholt. Die Ehrenmitglieder werden weiterhin zur Delegiertenversammlung eingeladen, haben dort jedoch kein Stimmrecht mehr.
Gesamtübersicht über die Finanzen
Nach dieser wichtigen Diskussion wurde die Jahresrechnung 2022 vorgestellt, welche einen geringen Verlust aufweist. Mögliche Gründe dafür sind ein deutlicher Rückgang der Anzahl der einbezahlten Mitgliederbeiträge sowie die Absage des EMF21. Die im Kommunikationsbereich gemachten Investitionen werden innert drei Jahren amortisiert sein und die neue Strukturierung dieses Bereichs hat eine grosse Ressourcen-Einsparung ermöglicht. Trotz zahlreicher laufender Projekte ist das Budget für das Jahr 2023 ausgeglichen. Die Verbandsleitung wird im Rahmen der nächsten Mitgliederratssitzung anhand der bis für das Jahr 2025 erstellten Finanzplanung verschiedene Finanzierungsvarianten vorstellen.
Politische Arbeit des SBV
Nach der Mittagspause hat Andy Kollegger das Wort ergriffen, um die in der Politik ergriffenen Massnahmen des SBV zu erläutern. Eines der wichtigen Ziele ist es, die offensichtlichen Unterschiede zu beseitigen, welche auf nationaler Ebene zwischen Sport- und Musikbereich bestehen. Diese zeigen sich bei den Rahmenbedingungen der Programme «Jugend und Sport» und «Jugend und Musik». Obwohl man in Bern davon ausgeht, dass beide gleich behandelt werden, leidet der Musikbereich unter schlechteren Bedingungen (man denke an die strengen Regeln für Blasmusik und Chöre während der Pandemie). Der Verband will mehr Einfluss auf Entscheide haben, die auf Bundesebene gefällt werden, und hat deshalb seine Stellung im Schweizer Musikrat verstärkt. Es ist zu hoffen, dass wir mit dem Nationalratspräsidenten Martin Candinas einen einflussreichen Verbündeten haben, der uns in unseren Anliegen unterstützt.
Grosse Fortschritte in der Kommunikation
Verbandspräsidentin Luana Menoud-Baldi hat daraufhin die grossen Neuerungen im Kommunikationsbereich vorgestellt. Dank der grossen Arbeit des Redaktionsteams und der neuen Assistentin Anna Schwab ist rechtzeitig zur Delegiertenversammlung die erste digitale Ausgabe von «unisono» erschienen, während die Papierversion seit Jahresbeginn im neuen Layout daherkommt. Der SBV ist dank der Überarbeitung des gesamten Kommunikations- und Marketingkonzeptes auf Social Media viel präsenter geworden, zudem wurde in Zusammenarbeit mit Simon Betschmann eine neue Webseite erstellt.
Neben Kampagnen zur Anwerbung neuer Mitglieder und gezielter Werbung für das EMF26 ist eines der wichtigsten Ziele die Schaffung einer starken «unisono»-Community. Alle sollen auf ihrem bevorzugten Informationskanal auf die Inhalte des SBV zugreifen können. Für die Zukunft ist noch vieles vorstellbar, aber bevor weitere Schritte unternommen werden können, werden die bereits erreichten Ergebnisse gefestigt.
Laufende Projekte
Mitglieder der Verbandsleitung sowie der Musikkommission machten verschiedene Mitteilungen: Die Software für die Organisation von Musikfesten ist in Entstehung und das Tool für die Anmeldung bedeutet viel Arbeit für das Projektteam. Peter Börlin erklärte, dass die Software Hitobito automatisch die Anzahl aktiver Jahre der Musiker berechnet, und dass es nach den geltenden Regeln nötig ist, die Medaillen der neuen Veteraninnen und Veteranen drei Monate im Voraus zu bestellen.
Stéphane Delley und Peter Schmid stellten die zahlreichen Anlässe vor, die im Rahmen des Jahrs der Schweizer Blasmusikliteratur 2023 geplant sind. Das Festival «aVENTura» wurde in der ersten «unisono»-Ausgabe in diesem Jahr vorgestellt. Sowohl die Zeitschrift als auch die Online-Informationskanäle des SBV informieren laufend über die verschiedenen Anlässe dieses thematischen Jahrs.
Richard Mörgeli, Präsident des Schwyzer Kantonal Musikverbands, hat einen Riesenevent vorgestellt, bei welchem alle 39 Musikvereine des Kantons während eines ganzen Tages auftreten. Weiter haben die Schwyzer sich auch bereit erklärt, die Delegiertenversammlung 2024 zu organisieren.
Jean-Pierre Bendit, Präsident des kantonalen Musikverbands Jura, hat ein Wiederaufbau-Projekt nach Corona vorgestellt, das die Synergien zwischen der Blasmusik und anderen Kunstformen nutzen möchte. Bei Projektende wird ein Leitfaden erscheinen, der Blasmusikvereine dabei unterstützen soll, interdisziplinäre Aufführungen zu organisieren.
Zukünftige Veranstaltungen
Die Verbandsleitung hat mit grosser Zufriedenheit mitgeteilt, dass 1317 Blasmusikvereine bei der Migros-Kampagne «Support Culture» mitgemacht haben, welche noch bis am 17. April läuft. Die Anwesenden wurden über die aktuelle Diskussion mit der SRG informiert, welche den Umgang der Schweizer Radio- und Fernsehsender mit der Blasmusik verbessern soll. Am Festival «aVENTura» sind eine Reportage, die am Jahresende ausgestrahlt wird, sowie eine Folge von «Le kiosque à musiques» geplant, die landesweit ausgestrahlt wird.
Die nächste Sitzung des Mitgliederrats findet am 21. Oktober in Olten statt. Im Jahr 2024 werden die Daten besser auf das Vereinsjahr abgestimmt. Der nächste Termin ist jedoch die Delegiertenversammlung in rund einem Monat. Der Freiburger Kantonal-Musikverband wird die Delegieren in Murten empfangen.
Wichtiger Hinweis bezüglich Wettstücklisten
Der Präsident der Musikkommission des SBV, Thomas Trachsel, hat darauf hingewiesen, dass trotz der Veröffentlichung der neuen SBV-Wettstückliste die alte Liste bis zum Eidgenössischen Musikfest 2026 gültig bleibt und auf der Webseite als PDF aufgerufen werden kann. Die Suchfilter können jedoch nur mit der neuen Liste verwendet werden.