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Verstorben am 17. März 2022 im Alter von 85 Jahren.
Paul Kleihues galt als einer der weltweit führenden Neuropathologen. Im Zentrum seiner Forschung stand die Pathologie und Genetik von Tumoren des Nervensystems.
Paul Kleihues studierte an den Universitäten Münster, München, Hamburg und Pavia Medizin. 1961 legte er das Staatsexamen an der Universität Münster ab und promovierte dort ein Jahr später. Die Approbation als Arzt erfolgte 1964 nach zweijährigem Medizinalpraktikum. Im gleichen Jahr trat Paul Kleihues als wissenschaftlicher Assistent in die Dienste des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Köln, wo er sich bis 1976 an der Abteilung für allgemeine Neurologie mit der Neuropathologie beschäftigte. Während dieser Zeit folgte er 1968 und 1971 einem Ruf als Gastwissenschaftler an das Courtauld Institute of Biochemistry der Universität London.
1972 habilitierte sich Paul Kleihues für das Gebiet der Neuropathologie an der Universität Köln. 1976 wurde er Wissenschaftlicher Rat und Professor sowie Direktor der Abteilung Neuropathologie am Pathologischen Institut der Universität Freiburg i.Br. 1980 wurde er zum Ordinarius ernannt. 1983 wurde Paul Kleihues dann als Ordinarius ad personam für Neuropathologie an die Universität Zürich berufen und 1992 zum Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich gewählt. 1994 übernahm Paul Kleihues als Direktor die Leitung des Internationalen Krebsforschungszentrums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Lyon. 2001 wurde er an der Universität Zürich emeritiert.
Paul Kleihues galt als einer der weltweit führenden Neuropathologen. Im Zentrum seiner Forschung stand die Pathologie und Genetik von Tumoren des Nervensystems. Der Neuropathologe publizierte dazu über 300 wissenschaftliche Arbeiten in renommierten Journals und wurde für seine Forschung mit zahlreichen Ehrendoktorwürden und Preisen ausgezeichnet. So erhielt er etwa 2001 die Médaille d’or, der Ligue contre cancer, 2008 die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille für das Lebenswerk im Kampf gegen Krebs und 2013 die Rudolf-Virchow-Medaille. Kleihues war zudem Gründungsmitglied der Fachzeitschrift «Brain Pathology» und Herausgeber der dritten Ausgabe der «WHO Classification of Tumours».