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Kate Courtney, die sich gerne mit einem Hai vergleicht, gewinnt in Les Gets ihr dritter Weltcup. Ihre Solofahrt startet sie bereits in der ersten Runde. Jolanda Neff bläst nach einem schlechten Start zur Aufholjagd die sie auf dem zweiten Platz beendet. Sina Frei wird nach einem langen Dreikampf Vierte hinter Elisabeth Brandau. Nicole Koller wird im U23-Rennen erneut Vierte.
Jolanda Neff legt einen fulminanten Start hin. Als das Feld oben am Berg ankommt, liegt die Europameisterin an der Spitze. „Dafür musste ich bezahlen“, bekennt Neff später, als sie das Rennen Revue passieren lässt.
Sie fällt bis auf Position zwölf zurück und muss sich von diesem Effort erst mal erholen. Dann tritt sie wieder den Vormarsch an. „Ich bin froh, dass ich dann meinen Rhythmus wieder gefunden habe“, erklärt Neff zu dieser Phase.
Binnen zwei Runden erreicht sie die Verfolgergruppe, in der sich auch Sina Frei befindet. Neff ist zu schnell für die vier Konkurrentinnen und zieht davon. Vor ihr bleibt Kate Courtney, die in Runde zwei ausgerissen ist, jedoch konstant und lässt nichts mehr anbrennen. So wartet Jolanda Neff weiter auf ihren ersten Cross-Country-Sieg in dieser Saison, zum dritten Mal ist es Platz zwei.
„Ich bin einfach noch nicht in meiner Top-Form. Aber ich bin froh, dass ich meinen Rhythmus wieder gefunden habe und noch Zweite werden konnte. Darüber bin ich mega glücklich“, so Neff.
Sina Frei ist die gesamte Renndauer in den vorderen Reihen zu finden. Die 22-Jährige, die noch in der U23 starten dürfte, verhält sich routiniert und bleibt auch bei verschiedenen Attacken cool.
„Es ist doch über 1100 Metern über dem Meer und man weiß nie, wie man reagiert. Deshalb bin ich nicht alle Attacken mitgegangen“, erklärt Frei, die sich lange mit Ex-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot (Fra) duelliert, nachdem die zeitweise sogar führende London-Olympiasiegerin Jenny Rissveds (Schweden) langsam aber sicher zurückfällt.
Mehrfach fährt die Französin weg, doch Frei bleibt ruhig und holt sie, auch durch ihre Fahrtechnik, wieder ein.
Als in der vorletzten Runde die Deutsche Elisabeth Brandau von hinten aufschließt und am Berg vorbei zieht, bleibt Frei auch ganz bei sich.
Dass Brandau in der Schlussrunde weg zieht, kann sie nicht verhindern, doch gegen Ferrand Prevot kann sie bestehen. Sie kommt der Deutschen zwar noch mal näher, doch es reicht nicht mehr zu Rang drei.
„Ich bin mit meinem vierten Platz auch voll zufrieden. In der U23 hat man solche Rennen nicht, deshalb lerne ich jedes Mal neu dazu“, erklärt Frei.
Nicole Koller verpasst Podest erneut
Beim U23-Weltcup im französischen Les Gets hat Nicole Koller als Vierte wie schon in Andorra in der Vorwoche das Podium verpasst. Mit 1:47 Minuten Rückstand auf die Siegerin Ronja Eibl (De, 1:13:54) erreicht sie das Ziel 34 Sekunden hinter Laura Stigger (Oe), die hinter der Britin Evie Richards Rang drei belegt.
Nach einem vierten Rang in Andorra, als sie einen schlechten Start kompensieren muss, ist Koller diesmal von Anfang an vorne mit dabei. Zu Beginn der dritten von sechs Runden übernimmt sie sogar kurz mal die Führung.
«Ich bin einfach mein Tempo weiter gefahren. Ich dachte, das ist besser als mich einzureihen und meinen Rhythmus zu verlieren», so Koller.
Zu diesem Zeitpunkt bildet sie mit Eibl und Richards ein Spitzentrio.
Richards übernimmt am Anstieg wieder, Eibl folgt und die beiden tragen in der Folge ein Duell um den Sieg aus, das erst in der Schlussrunde entschieden wird.
Koller aber wird von der schlecht gestarteten Laura Stigger eingeholt und dann auch überholt. Bis zur fünften Runde hat sie Stigger noch in Reichweite, doch sie kommt nicht mehr heran.
«Ich bin schon enttäuscht», bekennt Koller über die Tatsache, dass sie es wieder nicht aufs Podest geschafft hat.