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Die zwölf ersten, zwischen 1895 und 1898 abgelieferten Motorwagen der Basler Strassenbahnen (B.St.B.) hatten nur einen einzigen zentral im Untergestell angeordneten Motor von etwa 15 PS, der über Ketten beide Achsen antrieb. Für die Konstruktion und die elektrische Ausrüstung der Ce 2/2 1–12 war Siemens & Halske verantwortlich. Der Bau des mechanischen Teils wurde jedoch an die Schweizerische Industriegesellschaft in Neuhausen untervergeben, die damals die einzige Waggonbaufabrik in der Schweiz war.
Die zierlichen Fahrzeuge entsprachen durchaus dem Stand der Technik und waren – so modern sie für jene Zeit auch sein mochten – recht einfach konstruiert. Der Wagenkasten bestand aus Holz und war mit Stahlblech verkleidet. Er verfügte über fünf herablassbare Seitenfenster mit senkbaren Sonnenschutzblenden (Holzjalousien) sowie über ein Laternendach mit aufgesetztem Lyrabügel und Blitzschutzvorrichtung. Die offenen Plattformen hatten gerade Stirnwände. Die gefederten Zentralpuffer waren direkt am Stossbalken angebracht. Zum Kuppeln mit einem anderen Wagen (im Störungsfalle) waren eine stets mitgeführte Kuppelstange und Steckbolzen zu verwenden.
Die nach dem Motortyp LDo-Wagen genannten Zweiachser erwiesen sich rasch als untermotorisiert. Die Holzkonstruktion des Wagenkastens sowie die Kastenlängsträger waren den Belastungen nicht gewachsen und mussten verstärkt werden. Ein grosser Nachteil war auch das Fehlen einer elektrischen Widerstandsbremse; die Wagen mussten im Regelbetrieb mit einer auf vier Bremsklötze wirkenden Handbremse gebremst werden. Trotzdem gaben die B.St.B. 1896 für neue Linien «selbstredend die bewährten Einmotorwagen» in Auftrag. Geordert wurden zunächst sechs Wagen für die Wettsteinlinie und unmittelbar später weitere acht Exemplare. Die Ce 2/2 13–26 unterschieden sich leicht von ihren Vorgängern und verfügten insbesondere über eine elektrische Widerstandsbremse. Die unter den Längssitzen angeordneten Anfahr- und Bremswiderstände konnten sogar für die Wagenheizung herangezogen werden. Längsträger und Plattformen waren stärker ausgeführt.
Mitte Januar 1898 bestellte die Basler Strassenbahnverwaltung fünf weitere Motorwagen der einmotorigen Bauart. Grundsätzlich entsprachen die Ce 2/2 45–49 weitgehend den Ce 2/2 1–12. Die U-Eisen der Wagenkasten-Längsträger waren jedoch derart verlängert und verstärkt, dass ein Absenken der Plattformen dauerhaft vermieden werden konnte. Diese Änderungen schlugen sich deutlich im Leergewicht nieder.
Zwischen 1903 und 1908 – also bereits nach nur wenigen Betriebsjahren – wurden die meisten LDo-Motorwagen zu Anhängewagen umgebaut. Einige Exemplare wurden ab 1914 abgebrochen oder fanden als Dienstfahrzeug weitere Verwendung. Sechs Motorwagen aus der zweiten Serie von 1897 (Ce 2/2 13, 15, 16, 21, 23 und 26) blieben in der Betriebsreserve und erhielten zwischen 1914 und 1918 die neuen Nummern 1 bis 6. Der letzte davon wurde per 1. Juni 1921 als Personen-Motorwagen ausser Betrieb genommen.
Der Nachwelt blieb keiner der ersten Basler Strassenbahnwagen erhalten. Teile eines Untergestells fanden für die Rekonstruktion des Replika-Anhängers C 309 Verwendung. Der 1970 vorgestellte Ce 2/2 4 (ex Be 2/2 30) ist einem LDo-Motorwagen nachempfunden und vermittelte im Betrieb einen guten Eindruck von der beschwerlichen Arbeit eines Wagenführers auf der offenen Plattform.