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Die Emerging Markets sind gut ins 2017 gestartet. Wird die Rallye anhalten ?
Jorry Noddekaer: 2016 haben sich einige Märkte fundamental gut erholt. Angesichts des Gewinnmomentums und der generell positiven wirtschaftlichen Entwicklung sind wir überzeugt, dass sich dieser Trend 2017 fortsetzen wird. Im Sommer könnte sich die Volatilität erhöhen, da dann zyklische Faktoren wirksam werden. Aber insgesamt sehen wir gute Wachstumschancen.
Kann sich China erfolgreich von einer export- zu einer konsumgetriebenen Wirtschaft entwickeln?
Chinas Wirtschaft funktioniert noch als Mischung zwischen "alt" und "neu", wobei ein deutlicher und nachhaltiger Wandel in Richtung "New Economy" erkennbar ist. Dies reflektiert sich in in der veränderten Zusammensetzung der Börsenindizes.
Wohin werden sich die US-Zinsen bewegen und welchen Einfluss hat dies auf den Kapitalfluss in die Schwellenländer?
Wir erwarten einen graduellen Anstieg der US-Zinsen. Ein Überschiessen erachten wir als wenig wahrscheinlich, da die US-Wirtschaft kaum anhaltend stark wachsen wird. Dieses Szenario ist für Emerging Markets günstig, die nicht gut auf hohe Ausschläge reagieren.
Ist Trumponomics eine Gefahr für die Schwellenländer und wie gehen Sie damit um?
Trumponomics ist tatsächlich ein Risikoelement. Wir achten im Portfolio deshalb auf die Exposure gegenüber exportierenden Ländern und Unternehmen. Diese müssen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil aufweisen, damit sie im Fall einer Besteuerung dank einer starker Preissetzungsmacht die Kosten überwälzen können.
Wo sehen Sie zurzeit die grössten Chancen in den Schwellenmärkten?
Wir sind kurz-, aber vor allem langfristig, sehr optimistisch für die Schwellenländer. Die Binnenmärkte eröffnen viele Möglichkeiten, zum Beispiel durch den Aufstieg der urbanen Konsumentenschicht in Indien oder die Gesundheitsreform in China. Zudem sehen wir hervorragende Aussichten für Exportunternehmen im Technologiesektor.
Sehen Sie sich das ausführliche Interview mit Jorry Noddekaer im Video an.