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Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung von Richtlinien und Empfehlungen für die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln. Er wurde erstmals Anfang der 1960er-Jahre von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegeben.
Ziel des Codex sind der Gesundheitsschutz und faire Handelspraktiken im Zusammenhang mit Lebensmitteln. Zu diesem Zweck werden Standards erarbeitet (z. B. zu Lebensmittelzusatzstoffen). Der Codex soll Konsumentinnen und Konsumenten weltweit unverfälschte und unbedenkliche Lebensmittel garantieren. Über 170 Länder beteiligen sich an der Entwicklung der Standards.
Seit dem Sommer 2014 präsidiert eine Schweizerin die Codex-Alimentarius-Kommission: Awilo Ochieng Pernet. Sie leitet im Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) den Bereich Multilaterale Beziehungen.
Kritiker des Codex Alimentarius bemängeln, dass bei der Ausarbeitung der Standards für Lebensmittel und Lebensmittelsicherheit zu viele Vertreter aus der Nahrungsmittelindustrie und der Chemie beteiligt sind und dass damit die Interessen der Konsumenten an unverfälschten Lebensmitteln auf der Strecke bleiben.