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Als Anfang März 2021 der 97-jährige Ingenieur Wilhelm Tax aus Gelsenkirchen-Rottenhausen starb, wurden Erinnerungen an zwei dramatische Unglücke wach: das «Wunder von Lengede» und das «Drama von San José». Bei Ersterem fluteten im November 1963 rund fünf Milliarden Liter Schlammwasser aus einem geborstenen Klärteich die Stollen der Grube Mathilde bei Gelsenkirchen. Von den 129 Männern im Bergwerk konnten 79 fliehen, 19 ertranken und 50 weitere wurden eingeschlossen – während 336 Stunden. Immerhin 21 konnten lebend gerettet werden. Beim «Drama von San José» im August 2010 in Chile wurden 33 Kumpel bei einem Felssturz verschüttet. Erst nach 69 Tagen konnten sie alle gerettet werden – aus rund 700 Metern unter Tage.
Möglich wurden die Rettungen bei beiden Unglücken dank des hellen Kopfes und des Tüftlergeistes von Wilhelm Tax. Der ersann bereits 1955, als drei Kumpel nach einem Blindschachteinsturz in der 1852 gegründeten Gelsenkirchener Zeche «Dahlbusch» verschüttet worden waren, mit Kollegen die «Dahlbuschbombe», eine zigarrenförmige Kapsel mit lediglich 38 Zentimeter Durchmesser. Diese wurde, aufgehängt an einem Stahlseil, durch Rettungsbohrungen in die Tiefe abgesenkt und wieder ans Tageslicht befördert – mit jeweils einem Mann an Bord.
Ebenso weltweite Anteilnahme wie die geschilderten Bergwerksunglücke erntete am 13. April 1970 die Explosion eines Sauerstofftanks an Bord von Apollo 13. Diese war seit 55 Stunden unterwegs zur dritten Mondlandemission, als die Astronauten Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise meldeten: «Houston, we’ve had a problem!» In der Flugleitzentrale wird entschieden: Die Männer müssen die Mondfähre als Überlebensmodul nutzen. Doch dabei drohte die Gefahr, dass die Astronauten ersticken, denn die runden Kohlendioxidfilter der Fähre waren nicht kompatibel mit den eckigen Filtern in der Kapsel. In Windeseile ersannen Techniker der NASA einen Adapter, konstruiert aus diversen in der Kapsel befindlichen Dingen – darunter eine Socke und Klebeband. Die Astronauten bauten den Adapter nach Anleitung nach und landeten am 17. April 1970 sicher im Pazifik.
Bereits im 19. Jahrhundert dienten die Weltmeere als globale Transportwege und entsprechend gerieten immer wieder Schiffe in Not. Geschah dies in Küstennähe, wurde es für die Retter ebenso lebensgefährlich wie für die Schiffbrüchigen. Manch einer der wagemutigen Retter bezahlte den Versuch, über Riffe, Felsen und Untiefen hinweg und durch Strömungen und starke Brandung hindurch zu den Schiffbrüchigen zu gelangen, mit dem eigenen Leben.
1807 kam der englische Admiral George William Manby auf die Idee, die Fluten nicht zu durchqueren, sondern über diese hinwegzuschweben. Dazu konstruierte er den «Raketenapparat» und die «Hosenboje». Der Raketenapparat, eine riesige Pfeilschleuder, wurde mit Pferden an die Küste gezogen. Möglichst nah am Wrack wurde dann mit seiner Hilfe eine Leine über das Schiff geschossen – und ein Flaschenzugsystem aufgebaut. An diesem konnten sodann die Schiffbrüchigen, einer nach dem andern, in der Hosenboje, einer Kombination aus kurzer Hose, Rettungsring und Aufhängung, an Land gezogen werden.
Einer der grössten Erfinder von Bergrettungsgeräten, von denen viele bis heute im Einsatz sind, war Ludwig «Wiggerl» Gramminger (11.05.1906 bis 28.08.1997). Dieser war ein legendärer Gipfelstürmer, trat 1925 in die Bergwacht ein, wurde 1931 hauptberuflich Bergretter und war massgeblich in den Aufbau sowohl der bayerischen als auch der deutschen Bergwacht involviert. Gramminger, Träger des Grünen Kreuzes (Ehrenzeichen für Rettung aus Bergnot) und Ehrenmitglied der Internationalen Kommission für Alpines Rettungswesen (IKAR), war ein Praktiker mit Improvisationstalent – und entwickelte so wichtige Rettungsgeräte wie den Rettungsschlitten, die Seilwinde mit kuppelbarem Seil, die Streckschiene, den Bremskarabiner, den Skistock mit Lawinenschnur und den «Gramminger-Sitz», mit dessen Hilfe ein Verunglückter auf dem Rücken des Retters gesichert und geborgen werden kann.
Gramminger sammelte gesamthaft 42 Patente – und gab diese alle zum Nachbau frei. Ebenso grosszügig liess er Mitglieder von Bergwacht, Alpenvereinen, Grenzschutz, Armee und Polizei sowie Ärzte, Lehrer und Jugendliche in Kursen an seinem Wissen teilhaben. Und natürlich retteten Gramminger und seine Kollegen viele Leben. Laut Aufzeichnungen der Bergwacht waren es mehr als 1’000 Verletzte und rund 200 geborgene Tote.
1957 erlangten Gramminger und seine Kollegen auch hierzulande Ruhm – als sie mit einem internationalen Rettungsteam eine Gruppe Bergsteiger um den Italiener Claudio Corti inmitten eines Schneesturms aus dem oberen Teil der Eiger-Nordwand bargen. Die Aktion, bei der Corti über mehr als 300 Meter an einem Stahlseil aus der Wand gezogen und dann im Gramminger-Sitz zum Gipfel getragen wurde, ging als erste Lebendrettung aus der Eiger-Nordwand in die Annalen ein.
Hermann Huber, ein Weggefährte Grammingers und 1957 persönlich beim Einsatz an der Eiger-Nordwand mit von der Partie, stellte uns die hier gezeigten Originalfotos zur Verfügung (MERCI vielmol, lieber Hermann!). Er empfiehlt allen, die sich für Bergrettung und Geschichte interessieren, Grammingers autobiografisches Werk «Das gerettete Leben». Eigentlich ist das im Bergverlag Rother erschienene Buch zwar vergriffen. Wer aber eines ergattern kann, sollte sofort zugreifen. Das Buch ist authentisch, beeindruckend – und zeigt zahlreiche Originalfotos aus dem Leben und Wirken von Ludwig Gramminger.
Wenn Barrikaden durchdrungen werden müssen, umgestürzte Bäume Wege blockieren oder verschlossene Türen den Zugang zum Brandherd vereiteln, brauchen Blaulichtkräfte scharfes Gerät in Form einer Ketten- oder Rettungssäge. Der Markt ist allerdings vielfältig. Damit Sie das Passende für Ihren Einsatzzweck finden, erklären wir mit Spezialisten von Stihl, seit 1971 die meistverkaufte Motorsägen-Marke der Welt, worauf Sie achten sollten.
Die Zeiten, in denen jede Kettensäge mit blauem Dunst die Arbeit aufnahm, sind passé. Moderne Kettensägen sind leichter, handlicher und in puncto Energieverbrauch, Abgas-, Schall- und Vibrationsentwicklung um Welten besser als noch vor zehn Jahren. Ganz zu schweigen von den tadellosen Sicherheitsfeatures – wobei Sicherheitsausrüstung stets obligatorisch ist (s. Blaulicht 01/2021).
Benzinmotor-Kettensägen erlauben flexibles Arbeiten – überall und jederzeit. Sie haben viel Power und lassen theoretisch unbegrenzt langes Arbeiten zu. Allerdings sind Motorsägen trotz Leichtbau recht schwer, sehr laut und sie zu starten, bedingt Kraft und Übung. Vor allem aber benötigen Benzinsägen eine regelmässige Motorwartung, wenn, wie im Blaulichtumfeld, höchste Zuverlässigkeit gefragt ist. Nur mit gut eingestelltem Vergaser und frischer Zündkerze startet und arbeitet eine Motorkettensäge optimal.
Ein Highlight ist die Stihl MS 500i, die weltweit erste Motorsäge mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung. Kein Vergaser, kein Zündmodul – der Kraftstoff wird direkt ins Kurbelgehäuse eingespritzt, wobei Kraftstoffmenge, Einspritzzeitpunkt und Zündzeitpunkt exakt berechnet werden. Das erhöht die Zuverlässigkeit und beschert viel Leistung. «Die Stihl MS 500i hat mit 1,24 kg/kW ein sensationelles Leistungsgewicht und beschleunigt ihre Kette in 0,25 Sekunden auf 100 km/h. Zudem springt sie stets sofort an – auch bei Kälte oder nach langem Nichtgebrauch», berichtet Enrico Netzer, der 2018 mit der MS 500i bei der 33. Waldarbeiter-WM in Lillehammer Gold im Entasten (U24) eroberte.
Akku-Kettensägen werden immer beliebter, denn sie sind umweltfreundlich, leise, leicht, kinderleicht zu starten, sehr zuverlässig und durchaus auch für längere Arbeitseinsätze geeignet. Und das nicht nur im Garten, sondern im Fall der AP-Serie von Stihl auch in der professionellen Landschafts-, Garten- und Baumpflege sowie im Kommunaleinsatz.
Die zu dieser Akkugeräte-Serie zählende Motorsäge Stihl MSA 220 C-B mit 36-Volt-Technologie hält, bestückt mit einem AP-300-S-Akku mit 281 Wh Energieinhalt, rund eine halbe Stunde durch – und im Schnelladegerät AL 500 ist der Akku ebenso schnell wieder voll aufgeladen. Dank ihres 40-cm-Schwerts und bis zu 90 km/h (24 m/s) Kettengeschwindigkeit ist es mit der MSA 220 C-B ein Leichtes, einen umgestürzten Baum mit 30-cm-Stamm zu zerteilen – und mehr Sägepower brauchen Blaulichtkräfte eigentlich nie. Vor allem wenn man in Erinnerung ruft, was Claude Engeler, Revierförster in Sirnach TG und Leiter des Kompetenzzentrums für forstliche Ausbildung in Fischingen, beim Holzerkurs für Feuerwehrkräfte (Blaulicht 01/2020) anmahnte: «Lasst die Finger von allem Holz, das dicker als ein Oberschenkel ist. Dafür braucht es Forstprofis!»
Vor diesem Hintergrund beantwortet sich die Frage, wie lang das Schwert einer Kettensäge sein sollte, fast von allein. Ein langes Schwert ermöglicht zwar das Sägen auch grösserer Bäume. Doch je kürzer das Schwert ist, umso leichter ist die Säge zu handhaben. Für typische Blaulicht-Tätigkeiten im Holz reicht daher eine Schwertlänge von 40 cm in der Regel aus.
Langes, zielgenaues und vor allem sicheres Arbeiten gelingt umso einfacher, je leichter das Gerät, also die Motorsäge ist. Für nicht dauerhaft im Umgang mit der Kettensäge geübte Personen sind sechs bis sieben Kilogramm das Maximum. Ein echter Tipp ist die dritte Generation der Stihl MS 261 C-M mit Stihl-Light-04-Führungsschiene. Diese Motorsäge wiegt nur 5,8 kg und bietet dank 40-cm-Schwert und Stihl-.325“-Pro-Sägekette eine 20 Prozent höhere Schnittleistung als andere Modelle mit 50-ccm-Motor.
Egal ob Akku oder Benzin: Jede Kettensäge benötigt Wartung und Pflege. Es muss stets genug Kettenöl im Tank sein, damit die Kette fein gleitet und ordentlich gekühlt wird. Zudem sollte die Kette immer korrekt gespannt und natürlich scharf sein – und das Schwert muss korrekt und fest sitzen. Dass alle Sicherheitssysteme tadellos funktionieren müssen, ist ohnehin selbstverständlich.
Mehr Informationen und individuelle Beratung zu Ketten- und Rettungssägen erhalten Blaulichtkräfte beim Stihl
Fachhändler sowie im Internet auf www.stihl.ch
Vor genau einem Jahr, in Blaulicht 03/2020, stellten wir den Müller Safety Trailer vor, einen multifunktionalen Anhänger, den Feuerwehren als Wasserbecken für die Bergung havarierter Elektrofahrzeuge, als Transportanhänger und sogar als Löschwasser-Zwischenspeicher bei Vegetationsbränden nutzen können. Nun hat die Entwicklerin, die Paul Müller GmbH aus Nordrhein-Westfalen (www.paulmueller.de), das Schweizer Sackmesser unter den Feuerwehranhängern noch vielseitiger gemacht – und einen wahlweise 7’000 oder 14’000 Liter fassenden Wassersack für den Safety Trailer konstruiert.
Der stabile Kunststoffsack wird im Anhänger platziert und gefüllt. So kann die Feuerwehr im Fall eines Wald- oder Flurbrandes direkt beim ersten Anmarsch bis zu 14’000 Liter Löschwasser zur Einsatzstelle bringen. Ist der Sack leer, wird er abgelastet und neben dem Anhänger platziert. In Kombination mit dem etwa 17’000 Liter fassenden, wasserdichten Anhänger stehen dann – versorgt über einen Pendelverkehr mit Tankwagen oder landwirtschaftlichen Fassfahrzeugen –
bis zu 30’000 Liter Zwischenspeicher zur Verfügung. In Regionen ohne Löschwasserspeicher, Teiche, Seen oder fliessende Gewässer ist das eine grosse Erleichterung.
Das gebunkerte Löschwasser kann direkt über Schlauchleitungen entnommen werden und für den Wasserzulauf im Pendelverkehr verfügt der Trailer über Storz-A- und Storz-B-Festkupplungen. Abhängig von der zulässigen Anhängelast des Zugfahrzeugs (der Anhänger wird mittels Schwenkzugöse, wahlweise mit 40er- oder 50er-Zugöse, betrieben) wird der Sack mit 7’000 oder 14’000 Liter Inhalt verwendet.
Optional kann der Müller Safety Trailer mit einer fernbedienbaren Seilwinde an der Stirnwand bestückt werden. Über diese können Lasten mit bis zu acht Tonnen Zugkraft ins Innere des Anhängers gezogen werden. Zudem sind Schwerlastroller, Umlenkrollen, eine Anlegeleiter und diverse Signaleinrichtungen erhältlich.
Ebenfalls von der Paul Müller GmbH entwickelt wurden die wasserdichten Havariebehälter, mit denen Feuerwehrkräfte selbst grössere Stromspeicher, namentlich Lithium-Ionen-Akkus, sicher bergen respektive kontrolliert im kühlenden Wasserbad abreagieren lassen können.
Gerät ein grösserer Energiespeicher, wie sie heute in E-Bikes, E-Autos, E-Motorrädern, aber auch in Wohnmobilen und Schiffen zum Einsatz kommen, in Brand oder zeigt ein Akku kritische Auffälligkeiten, kann er schnell und einfach über den geöffneten Domdeckel oder via Frontöffnung in den Havariebehälter verfrachtet werden. Dieser wird sodann verschlossen und – da wasserdicht konstruiert – bei Bedarf über einen fest installierten Storz-Anschluss mit Wasser geflutet. Im kalten Wasser kann dann die kritische Reaktion bis zum Abklingen kontrolliert werden. Das gegebenenfalls kontaminierte Wasser kann über einen Ablauf abgeleitet, gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Die in der Automobilindustrie bereits seit vielen Jahren eingesetzten Container werden in vier Standardgrössen und je zwei Höhen (ca. 1’100 oder 1’550 mm) mit einem Nutzvolumen zwischen rund 1’500 und 9’000 Litern produziert. Auf Kundenwunsch werden sie aber auch in Sondermassen gebaut und mit individuell platzierten Zu- und Abläufen bestückt. Infos unter www.paulmueller.de.
Wie der Müller Safety Trailer für die Bekämpfung von Wald- und Flurbränden konzipiert, allerdings deutlich kleiner und leichter, ist die von Dönges in Kooperation mit @fire entwickelte Schaufelpatsche. Diese baut auf einer handelsüblichen eckigen Schaufel auf, wie sie typischerweise auf den meisten Feuerwehrfahrzeugen zu finden ist. Wird diese mit dem aus robustem, flammhemmendem Material gefertigten Patschenaufsatz bestückt, der einfach über das Schaufelblatt gezogen und mittels Klettbändern befestigt wird, entsteht eine vollwertig nutzbare Brandpatsche. In Zeiten, in denen die Brandpatsche nicht benötigt wird, wird der Aufsatz zusammengerollt oder gefaltet – und kann so sehr platzsparend verstaut werden.
Dank des innovativen Tools gewinnen Feuerwehren wertvollen Platz auf den Einsatzfahrzeugen – für schlanke 34,95 Euro (ca. 40 Franken) im Fachhandel oder im Onlineshop der Dönges GmbH & Co KG (www.shop.doenges-rs.de).
Die Universal Feuerlöschgeräte AG aus Bern hat einen mit dem «Internet der Dinge» (Internet of Things, IoT) verbundenen Feuerlöscher zur Marktreife entwickelt. Dieser «erkennt», wenn ein Feuerlöscher aus seiner Halterung genommen, vom Standort entfernt, manipuliert oder aktiviert wurde – und schlägt Alarm. Dazu überwacht eine speziell entwickelte IoT-Sensorik im Griff des Handlöschgerätes, wenn der Sicherungssplint am Griff manipuliert oder entfernt wird oder wenn der Feuerlöscher aus seiner Halterung genommen wird. In beiden Fällen geht sofort via LoRaWAN-Netz der Swisscom ein Alarm ans CRM-System des Herstellers, der dann den Besitzer des Löschgerätes informiert und nötigenfalls einen Servicetechniker entsendet, welcher den Feuerlöscher aufspürt, überprüft, nötigenfalls instand setzt und wieder am Standort platziert.
Firmenchef Marcel Wyss ist sicher, dass dieses System Zukunft haben wird: «Dank des IoT-Griffs können unsere Kunden sicher sein, dass ihre Feuerlöscher immer am Platz und auch einsatzbereit sind. Zudem eröffnen sich noch weitere Möglichkeiten. Beispielsweise könnten wir über das System auch eine Direktmeldung an die Feuerwehr schicken. Etwa dann, wenn gleich mehrere Feuerlöscher in einem kleinen Umkreis – beispielsweise einem Einkaufszentrum, Hotel oder einer Tiefgarage – kurz nacheinander aus ihren Halterungen entfernt werden. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass effektiv ein Brand ausgebrochen ist. Dank des automatischen Alarms wäre die Feuerwehr dann sicher noch schneller vor Ort.»
Das System, das vor allem für Feuerlöscher im öffentlichen Raum entwickelt wurde, kann auf bisherigen Modellen der Universal-Schaum-, -Pulver und -CO2-Löscher nachgerüstet werden.
Rückatmungssysteme, bei denen das in der ausgeatmeten Luft enthaltene Kohlendioxid (CO2) mit Atemkalk chemisch gebunden wird, werden seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt – in Atemschutz- und Kreislauftauchgeräten, Tauchrettern und U-Booten, in der Raumfahrt sowie in Narkosegeräten und in der Notfallmedizin. Der Grund: Wird der Ausatemluft Kohlendioxid entzogen, genügt die Zufuhr einer verhältnismässig kleinen Sauerstoffmenge, um Personen über längere Zeit mit Atemluft versorgen zu können.
Genau diese Idee – Autonomie von grösseren Sauerstoffreserven im Notfall – hat die auf Beatmungstechnik spezialisierte schwedische Firma Mirola nun ganz neu gedacht. Mit «FIDO» stellt sie ein 1,5 Kilogramm leichtes mobiles Rückatmungssystem vor, das hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit mit langer Einsatzdauer vereint.
Möglich machen dies zwei Innovationen: ein lineares, nicht zirkuläres Rückatmungsprinzip und ein regelbares Sauerstoff/Luft-Mischventil. Beides zusammen bietet drei Vorteile. Erstens kann die zu versorgende Person leichter atmen. Zweitens durchströmt die Atemluft die Atemkalk-Kartusche bei jedem Atemzyklus zwei- statt nur einmal, was die CO2-Filterung verbessert. Drittens steuert das Ventil die der Atemluft zugeführte Sauerstoffmenge abhängig vom verbrauchten Atemluftvolumen (einstellbar von 52 bis 87 Prozent Sauerstoffgehalt). So wird die behandelte Person jederzeit ausreichend und doch sparsam mit Sauerstoff versorgt.
«FIDO» arbeitet rein mechanisch, ohne Akku und Batterie, und besteht aus nur sechs Komponenten: Ventileinheit (Gehäuse), Sauerstoffschlauch, Sauerstoffflasche, Atemkalk-Kartusche, Biofilter und Atembeutel. Zudem verfügt das Gerät über ein Sicherheitsventil, das öffnet, falls die Sauerstoffversorgung ausfällt, und eine «Oxygen-Flush-Taste» zur Übersteuerung des Mischventils – für Situationen, in denen die Sauerstoffzufuhr aus medizinischen Gründen erhöht werden muss.
Laut Mirola genügt eine 0,4-Liter-Sauerstoffflasche (200 bar), um eine Person während rund einer Stunde zu behandeln. Der sich bewegende Atembeutel zeigt dabei an, ob die Spontanatmung funktioniert – oder ob ein Atemstillstand vorliegt. Zudem hält «FIDO» die veratmete Luft trotz Sauerstoffzufuhr warm (31 bis 33 °C) und feucht. So wird eine Austrocknung oder Auskühlung der Atemwege der behandelten Person verhindert.
In der Schweiz wird das für den medizinischen Einsatz (CE-IIa) und den Lufttransport (IATA.GDR) zertifizierte Rückatmungsgerät «FIDO» über die
Kuptec GmbH
9127 St. Peterzell
Tel. 079 219 93 00
www.kuptec.ch
vertrieben.
Wer am Steuer eines Ambulanzwagens oder eines anderen Einsatzfahrzeuges sitzt, trägt eine grosse Verantwortung. Meist drängt die Zeit, der Verkehr ist dicht und die räumliche Lage am Einsatzort unbekannt. Bei Dunkelheit, Regen, in sehr belebten Einsatzgebieten oder engen, verwinkelten Gassen bedingt das sichere Steuern eines Fahrzeugs mit Kastenaufbau Umsicht, Präzision und Konzentration. Besonders hilfreich ist dann ein 360-Grad-Kamera-Monitorsystem, dank welchem die gesamte Umgebung des Fahrzeuges aus der Vogelperspektive betrachtet werden kann. Tote Winkel werden einsehbar, Rangieren und Abbiegen gelingen leichter und sicherer. Ebenso hilfreich im Einsatz ist eine Innenraumkamera und nach dem Einsatz eine lückenlose Videodokumentation.
Ein System, das all dies leistet und nicht nur für Neufahrzeuge geordert, sondern auch nachgerüstet werden kann, bietet die auch hierzulande bekannte Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) in Kooperation mit der auf Fahrzeug- und Werkssicherheitssysteme spezialisierten Brigade Elektronik GmbH aus Neumünster an.
Das «Backeye 360»-System besteht aus vier kleinen HD-Kameras (1280 x 720 px) mit überlappenden Blickwinkeln von 187 Grad, welche an der Front, am Heck sowie an beiden Fahrzeugflanken montiert werden. Die Einzelstreams der Kameras werden mittels Video-Stitching zu einem Echtzeitbild komponiert. So können das gesamte Fahrzeug und dessen Umgebung aus der Vogelperspektive betrachtet werden – auf einem grossen Farbmonitor im Cockpitbereich. Zur Vermeidung störender Verzerrungen wird jedes System nach dem Einbau individuell kalibriert und bedürfnisgerecht adaptiert. Dabei kann geschwindigkeits- und/oder fahrtrichtungsabhängig ein jeweils anderes Bild angezeigt werden, wofür 15 Ansichtsoptionen (inklusive Hoch-, Quer- und geteilten Bildschirms) zur Verfügung stehen.
Optional kann zusätzlich eine Innenraumkamera integriert und eine Videodokumentation implementiert werden. Dann werden die einzelnen Bild-Streams via mobiles Datarecording (MDR) datenschutzkonform auf einem Recorder mit Alugehäuse gespeichert und im Fall des Falles kann der gesamte Einsatz aus der Innen- und Aussenperspektive nachvollzogen werden – etwa bei einem Unfall oder nach Übergriffen auf das Fahrzeug oder die darin befindlichen Personen.
Clever gelöst ist die Installation. Für Nachrüstungen stehen Drahtloskomponenten für die gesicherte Funkübertragung der Kamerabilder ans Monitorsystem zur Verfügung. So müssen weniger Kabel verlegt werden und der Einbau ist deutlich schneller realisierbar.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.was-vehicles.com und bei der Brigade Elektronik GmbH, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.brigadegmbh.de.