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Geboren am 19. Oktober 1917 in Fresnières-sur-Bex. Nach dem Tod seiner Mutter lebte er dann unter der Obhut seines Bruders, bis zu dessen Tod, nach einem Autounfall. Mit 18 Jahren erkrankte er an Meningitis, die ihn für den Rest seines Lebens zum Behinderten machte. Danach lebte er mit seinen zwei Schwestern in einer Zweizimmerwohnung in einem kleinen Dorf.
Er schlug sich als Hausierer durch und zog von Dorf zu Dorf, um Bedarfsartikel an die Bauer zu verkaufen: Fäden, Nadeln, Wolle, Schürzen. Erst mit 60 Jahren beschloss er zu malen und zu singen. Er benutzte das einfache Material um ihn herum, wie Flugblätter, Plakate, leere Schokoladeschachteln, Briefumschläge und Computerpapier, die er mit verschiedenen Stiften bemalte.
Seine stimmungsvollen Bilder mit kräftigen, vibrierenden Farben und zittrigen Linien, sind meist architektonisch strukturiert und setzen sich aus mehreren kleinen Quadraten zusammen. Seine Sujets reichen von Blumen, Bäumen bis hin zu Landschaften und Häuser. Benjamin Bonjour starb im Jahre 2000.
Bonjours Werke wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt und befinden sich in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter im Museum Lagerhaus, St.Gallen und in der Collection de l'art brut in Lausanne.
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