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In meinem zusammengeschrumpften Manuskript „Tal“ blieb einsam und geduldig San Carlo Borromeo zurück. Er begleitete mich während meines Werkjahrs 1990 ins Tessin, nach Kanada und im Winter in die Bergluft von Grindelwald. Das aktuelle Foto (aufgenommen von Manuel Hutterli) zeigt die Aussicht, die ich damals beim Schreiben in Grindelwald hatte.
In „Tal“ war nun neben dem Mailänder Heiligen viel Platz für andere fiktive und historische Figuren. Als das Buch 2004, vierundzwanzig Jahre nach der in Finnland geschriebenen Fassung, im Waldgut Verlag Frauenfeld mit dem Titel „Das Centovalli Brautgeschenk“ erschien, schrieb der Verleger Beat Brechbühl für die Rückseite des Umschlags unter anderem:
So treten auf, beginnend mit der blutenden Madonna von Re: Hexen, Emanzipationswillige, Schlitzohren, Teufel, Bischöfe, Pfarrer – und zum Beispiel Prof. Ueda Akinari, Doppel eines japanischen Autors aus dem 17. Jahrhundert, San Carlo Borromeo, Bischof von Mailand, Franziska Gräfin zu Reventlow sowie Napoleon III. als Schwängerer der Dienstmagd Barbara H. und als braver Bürger des Kantons Thurgau. Victor Hugo wütet mit seinem Sozialverständnis gegen Napoleon III. Und immer wieder die Frauen: als Schlange, wunderschönes Geschöpf, Hetäre, Emanze, Regisseurin des Schicksals. Im „Protokoll der Befragung der Hexe Faustina durch Dottor Balanzoni-Lombardi anlässlich des Karnevals von Intragna“ erfährt man, was es wirklich ist, das „Brautgeschenk des Teufels“.