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Das diesjährige Locarno Film Festival ehrt John Waters mit dem «Pardo d'onore». Und zeigt ein paar der provokativen Filme des US-amerikanischen Regisseurs, der vor allem westliche Werte aufs Korn nimmt.
«Polyester» zum Beispiel wird im Odorama-Verfahren gezeigt, und zwar so wie die Satire über die US-Mittelstandsfamilie 1981 als einer der ersten Versuche von Geruchskino in die Kinos kam.
Vor Filmstart werden den Zuschauern «Duftkarten» ausgeteilt, an denen sie an bestimmten gekennzeichneten Stellen des Films rubbeln müssen, um Gerüche freizusetzen.
Waters gehört zu den exzentrischsten Regisseuren des internationalen Filmschaffens. Unter dem Übernamen «Pope of Trash» habe er «als Autor kontroverser Filme in den über fünfzig Jahren seiner Karriere mit einem besonders ironischen und provokanten Blick von Problemen erzählt, die die Gesellschaft und die Kunstwelt seiner Zeit durchdrangen», begründet die Jury die Vergabe des wichtigen Preises des Festivals. Sein Lebenswerk sei ein «Symbol für die Freiheit, fernab der political correctness».
Auch «A Dirty Shame» und «Female Trouble» werden in Locarno gezeigt, wobei John Waters persönlich bei den Vorführungen anwesend sein wird.
Der «Pardo d'onore» wird von Manor unterstützt, dem Hauptpartner des Locarno Film Festivals seit 2001.