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Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Luzern zum Hort der Katholizismus, in dem jegliche Ausübung eines anderen Glaubens streng verfolgt wurde. Die Angst der Regierung vor einer Verbreitung reformierter Ideen war so gross, dass sie der Bevölkerung 1747 verbot, die Bibel zu lesen. Noch im selben Jahr wurde der Werthensteiner Bauer Jakob Schmidlin zum Tode verurteilt, weil er zu Hause Bibelkreise organisiert hatte. 80 weitere Personen aus Schmidlins Umfeld wurden wegen Ketzerei ins Gefängnis gesteckt oder aus Luzern verbannt. Dies der Hintergrund zum kirchen- und lokalhistorischen Filmprojekt. Im Dokumentarfilm, mit Aufnahmen aus Grafenhausen, Wolhusen, Luthern, Luzern und dem Kloster Werthenstein, spiegelt sich die Geschichte der Schweiz der letzten 300 Jahre.
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Luzerner Zeitung, Donnerstag 7. Juli 2022