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Barzoï, Russischer Windhund, Borzoi, Russkaya Psovaya Borzaya
Der edle russische Windhund ist eine der weltältesten Hunderassen und außerdem eines der schnellsten Landtiere. Bei ausreichendem Freilauf ist er ein treuer und ruhiger Familienhund.
Das Wesen der Welpen ist außergewöhnlich. Neben seinem ruhigen und intelligenten Wesen steckt auch ein enorm leistungsfähiger Jagdhund in ihm. Ein Barsoi lohnt sich trotz seines eleganten Aussehens nicht für repräsentative Zwecke.
1000 Euro plus weitere Ausstattungskosten fallen für solch einen Welpen an. Das ist schon eine Menge Geld und nicht jeder kann diese Kosten tragen.
Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:
Barsois stammen ursprünglich aus Russland. Es wird bereits um das 12. Jahrhundert n. Chr. über diese Hunderasse berichtet, nämlich in Dokumenten in französischer Sprache. Diese belegen, dass schon in dieser Zeit Barsois am Kiewer Großherzoghof gehalten wurden.
Es wird bisweilen angenommen, dass kurzhaarige arabische Windhunde als Vorfahren der Barsois schon von den Tataren nach Russland eingeführt wurden. Die Barsoi Welpen sollen schon zu Beginn der Zarenzeit gezüchtet worden sein, um sie auf Hasen, Füchse und Wölfe zu hetzen.
Die kalten Wintertemperaturen in Russland setzten diesen Hunden schnell zu. Um dem entgegenzuwirken, erfolgte sehr wahrscheinlich eine Kreuzung mit einer russischen Collieart, die ihnen das längere Fell einbrachte.
Sogar Einkreuzungen tatarischer Laufhunde sind nicht auszuschließen. Damals fanden russische Adelige einen großen Gefallen an Hetzjagden mit zahlreichen Barsois. Sie wählten die Hunde paarweise aus großen Zuchten aus. Sie wurden nur dann für gut befunden, wenn sie in den Punkten Kraft, Schnelligkeit und Aussehen fast gleich waren.
Auch in England entstanden auf dem Landgut der Königin Alexandra Kreuzungen aus Barsois mit englischen Collies. So entwickelten sich weiße sowie rauhaarige Collies.
Zum ausgehenden 19. Jahrhundert gelangten diese Hunde auch in die USA. Joseph Thomas bewunderte diese Hunde sehr und so reiste er 1903 nach Russland, auf der Suche nach seinem perfekten Barsoi-Exemplar. Dieses Ziel erfüllte sich nicht, obwohl er die Zuchtanlagen des Zarenhauses besuchte.
Doch die Welpen, welche er mitbrachte, legten wohl den Grundstein für die späteren Züchtungen in den USA und Europa.
Als die Oktoberrevolution ausbrach, wurde der Großteil der Tiere vom russischen Volk getötet, da sie als Symbol der Zarenherrschaft galten. Zu dieser Zeit endete die Barsoizucht in Russland.
Barsois waren dort nun vom Aussterben bedroht, aber die Hunderasse überlebte vor allem durch die Haltung in den USA und Europa. Sie wurden meist von wohlhabenden Bürgern für repräsentative Zwecke gehalten sowie gezüchtet.
Doch sogar in ländlichen Gebieten Russlands wurden die Barsois in stiller Heimlichkeit weitergezüchtet und um 1950 wurden diese Hunde wieder sehr geschätzt. So werden Barsoi Welpen in ganz Südwestrussland wieder gezüchtet, wo sie für Jagdzwecke eingesetzt werden.
Der Charakter und das Temperament von Barsoi Welpen ist ruhig und eher zurückhaltend. Hin und wieder neigen sie zu Widerspenstigkeit. Die schnellen Jäger benötigen eine liebevolle und konsequente Erziehung, jedoch keine Härte.
Die Windhunde benötigen naturgemäß ausreichend Auslauf. Ausdauernde Spiele und Hunderennen lieben sie zum Beispiel sehr gern.
Trotz ihres natürlichen Schutztriebes bellen Barsoi Welpen recht wenig. Sie passen sich auch an unpassende Wohnungsverhältnisses an, denn sie werden später sehr groß.
Diese Hunde kann sich nicht jeder leisten, denn sie haben einen guten Appetit und benötigen als ausgewachsene Tiere entsprechend Platz. Ihre Erziehung gelingt gut, auch wenn sie manchmal etwas widerspenstig sein können.
Barsois strahlen eine Ruhe aus und sind beeindruckend in ihrer Erscheinung. Sie sind ein toller Partner für alle, die diese Hunderasse mögen.
Barsoi Welpen sind treu, liebenswert und anhänglich. Als Begleithund eignen sie sich daher bestens.
Bei Fremden verhalten sich Barsois zurückhaltend und gegenüber anderen Hunderassen zeigen sie sich etwas misstrauisch. Ihr Jagdtrieb ist typisch und fällt besonders auf, wenn er auf langen Spaziergängen in Wäldern oder in Feldern unterwegs ist. Sobald sie Beute entdecken, werden Barsois jagen, wenn sie die Gelegenheit dazu haben. Durch ihr ausgezeichnetes Sehvermögen nehmen sie Beutetiere bereits von weitem wahr.
Mit ein bisschen Geschick und einem fundierten Wissen über die Hundeerziehung sollte die Erziehung sowie Sozialisierung dieses friedlichen Hundes keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn er möglichst früh mit unterschiedlichen Menschen, Hunden sowie Umgebungen in Kontakt kommt, wird er später kaum Irritationen oder Ängste verspüren. Der frühe Kontakt zu Artgenossen ist wichtig, da Barsoi Welpen sich nicht in jedem Fall mit ihnen verstehen. Wenn Barsoi Welpen aber zusammen mit ihnen aufwachsen, werden sich später keine Probleme hinsichtlich der Dominanz ergeben.
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Die edle Zurückhaltung der Barsois verleiht ihnen ein adliges Erscheinungsbild. Dieser Windhund hat einen gleichmäßig eleganten Körperbau. Seine schmale, lange Kopfform und die eleganten Bewegungen sorgen für seine stolze Ausstrahlung. Sehr imposant ist die Körpergröße ausgewachsener Barsois, zumal die Welpen noch relativ klein und drollig wirken. Der Widerrist wird fast 85 Zentimeter hoch, bei einigen Rüden sogar fast 95 Zentimeter. Ihr Körpergewicht beträgt zwischen 35 und 48 Kilogramm.
Barsois tragen viel feines Haar, welches geschmeidig, weich und seidig ist. Die Flanken, die Rippen, die Vorhand und die Hinterhand tragen recht langes Haar. Der Kopf, die Gliedmaßen und die Ohren sind eher mit kurzem Haar bestückt. Barsois tragen die FCI-Nummer 193 und zählen als langhaarige oder befederte Windhunde. Das Haar von Barsois weist leichte Wellen und teilweise feine, kurze Locken im Bereich der Schultern auf.
Ihr Fell ist entweder einfarbig oder gescheckt. Die längeren Haare (Federn) sind an der Rute oder an den Läufen in der Regel viel heller, wodurch sie sich von der Grundfarbe abheben. Bei einigen Barsois ist die Maske schwarz. Die Nase sowie die Lefzen sollten stets von schwarzer Farbe sein. Die Augen sollten auch sehr dunkel sein.
Barsoi Welpen sind typische Windhunde, die regelmäßigen und weiträumigen Auslauf benötigen. Im Windhundrennsport sind die Tiere gut aufgehoben.
Wer schon vor der Anschaffung eines Barsoi Welpen viel über diese Hunderasse weiß, kann sich umso besser auf sein Zusammenleben mit ihm einstellen. Die Ernährungsweise des Hundes gehört natürlich dazu, denn das richtige und ausgewogene Futter sorgt für Gesundheit und Wohlbefinden. Barsois sind wie die anderen Hunderassen auch Fleischfresser. Ihr Futter sollte daher vorwiegend Fleischanteile beinhalten, aber auch Nudeln, Kartoffeln, Gemüse oder Reis führen den Tieren genügend Nährstoffe zu. Getreide, pflanzliche sowie tierische Nebenprodukte und Zucker benötigen Barsoi Welpen jedoch nicht. Auf diese Inhaltsstoffe sollte weitgehend verzichtet werden, wenn der Hund eine gute Ernährung bekommen soll.
Die Körpergröße und das Gewicht spielen bei der Berechnung des individuellen Nährstoffbedarfs und der Futterzusammensetzung eine bedeutende Rolle.
Die sorgfältige Pflege ist selbstverständlich ebenfalls wichtig. Um das lange und seidige Fell schön zu halten, ist ein regelmäßiges Bürsten empfehlenswert. Idealerweise werden Barsoi Welpen jeden Tag oder alle zwei Tage gebürstet. Die Zähne, Krallen und Ohren sind regelmäßig zu reinigen und zu kontrollieren.
Großwüchsige Hunde wie der Barsoi sind oft von einer Magendrehung betroffen. Hier füllt sich der Hundemagen mit Gasansammlungen und das kann zum Tod führen. Dieses Risiko lässt sich gering halten, wenn der Hund nach einer Mahlzeit eine Ruhepause einlegt. Jedwede Anstrengungen sollten nach dem Füttern vermieden werden. Optimal ist es, den Hund erst nach dem Auslauf oder einer Betätigung zu füttern. Tierärzte raten dazu, die Tagesfuttermenge auf einige kleinere Portionen aufzuteilen.
Eine Dysplasie an der Hüfte und der Schulter ist eine Erbkrankheit. Sie ist mithilfe einer Operation behebbar.
Eine andere Erbkrankheit nennt sich PRA. Sie kann den Hund erblinden lassen, falls sie zu spät bemerkt wird.
Barsoi Welpen reagieren äußerst empfindlich auf Narkose. Tierärzte können für das Tier ein alternatives Narkosemittel benutzen.
Ein ernstzunehmender Züchter von Barsoi Welpen wird seine Hunde nicht ohne weiteres verkaufen. Er wird einem potenziellen Kunden persönlich versichern, dass er ein geeigneter Halter für Barsoi Welpen ist. Wer einen solchen Hund kaufen möchte, sollte wissen, warum es gerade ein Barsoi Welpe sein soll und was er mit dem Hund erleben möchte. Die Hundehaltung nur wegen des Prestiges ist keine gute Idee, denn dieser Hund braucht eine Menge Auslauf. Es kann daher auch sein, dass ein Barsoi-Züchter nicht zum Kauf rät. Er hilft beim Ermitteln, ob ein Barsoi Welpe der geeignete Hund ist und ob der Interessent ausreichend auf ein Zusammenleben vorbereitet ist. Bücher, Züchter und das Internet bieten zahlreiche Infos.
Ein Welpe kostet bei einem guten Züchter 1000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für die Erstausstattung und laufende Kosten für Versicherungen, Futter sowie Besuche beim Tierarzt.
Wer sich einen Barsoi Welpen zulegt, bekommt einen netten und pflegeleichten Mitbewohner. Der Hund bellt wenig, doch er braucht jeden Tag viel Auslauf und eine regelmäßige Pflege. Der Hund wird ziemlich groß, also sollte seine Haltung nicht in kleinen Wohnungen erfolgen.
Barsois sind Windhunde. Rüden werden zwischen 75 und 85 Zentimeter groß und Hündinnen erreichen eine Größe von 68 bis 78 Zentimeter.
Wenn der Barsoi viel laufen und sich richtig austoben kann, wird er sich wohlfühlen und sehr gehorsam sein. Wenn der Barsoi Welpe spürt, dass sein Besitzer ihn versteht und ernst nimmt, wird er seinem Besitzer unbedingt gefallen wollen. Barsoi Welpen sind anhänglich und treu, sodass sie gern stark in ihr Familienrudel einbezogen werden wollen.
Trotz seiner enormen Körperhöhe wiegt ein ausgewachsener Hund dieser Rasse gerade einmal zwischen 35 und 45 Kilogramm.
Barsoi Welpen bieten die optimalen Bedingungen für Familienhunde. Sie sind feinfühlig und anpassungsfähig. Der Windhund ist ein begeisterter Jagdhund und läuft gern und viel. Normales Spazierengehen wird nicht ausreichen. Ausreichendes Freilaufen ist unbedingt notwendig.