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(Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
1230 m. Eine der zahlreichen
Mineralquellen des Unter-Engadin. 2 km über dem Kurhaus
Tarasp-Schuls
in der Richtung auf
Ardez, am rechten Ufer des
Inn. Eine Holzbrücke führt vom
Wege zu der Quelle, die durch täglichen Omnibusdienst
den Gästen des Kurhauses zugänglich ist. Von allen Eisenquellen von
Tarasp-Schuls enthält die Bonifacius-Quelle
die grösste Menge gelöster fester
Stoffe und ist die an Soda, kohlensaurem Kalk u. kohlensaurer Magnesia reichste. Ihrer
chemischen Zusammensetzung nach kommt sie der Rudolfsquelle von Marienbad in Böhmen am nächsten.
Etwas Seidenindustrie. N. und s. Bonstetten grosse Torfmoore, deren aus Glaciallehm bestehender
Untergrund zur Ziegelfabrikation verwendet wird und die fossile Diluvialpflanzen enthalten.
Einige Funde aus der Bronze-
und Römerzeit;
im Bodenfeld und im Dorfe selbst einige alemannisch-fränkische Gräber. 1124: Bounstetin oder Boumstetten,
vom althochdeutschen «boum», also = «mit
Bäumen bepflanzter Ort». Die schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnte Burg der Edlen von Bonstetten, die
später Vasallen Oesterreichs wurden, stand auf der Wiese«Auf der Burg». 1350 von den Zürchern zerstört;
heute jede Spur
davon verschwunden.
Glieder des Geschlechtes von Bonstetten fochten bei Sempach mit.
Ein Zweig der Familie
besass eine Burg mit Ländereien in Uster, ein anderer lebte in Zürich
und erlosch hier 1606, ein dritter blüht heute noch in Bern.
Ein
glänzender Vertreter war der Schriftsteller Karl Viktor v. Bonstetten (1745-1832).
Seit 1539 bildete Bonstetten mit Wettswil
zusammen eine zürcherische Obervogtei. 1798/99 hatte die Gemeinde unter dem Durchzuge französischer
Truppen stark zu leiden.