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Im Auftrag von Schauspiel Bern hat die Schwyzer Autorin Martina Clavadetscher das zweiteilige Theaterstück «Bestien, wir Bestien» geschrieben. Im ersten Teil wird eine beinahe utopische Welt beschrieben, in der ein Kollektiv von Frauen frei vom Reproduktionszwang zusammenlebt. Die wenigen Mütter, die es gibt, werden für die damit verbundene Arbeit hoch entlohnt. Alle anderen Genossinnen sind Produzentinnen, arbeiten drei Tage in der Woche und haben ansonsten Zeit für Genuss durch Alkohol und Sex. Doch was ist, wenn eine doch ein Kind haben möchte und so gegen den Willen des Kollektivs verstossen würde?
Im zweiten Teil, 25 Jahre später, sind seit mehr als zwei Jahrzehnten keine Kinder mehr geboren worden und Forscherinnen arbeiten mit Hochdruck daran, die totale Unfruchtbarkeit der Menschen zu erforschen. Und plötzlich wird eine Frau schwanger. Was passiert, wenn gerade diese Frau diese Rolle der Mutter der Menschheit, der Urmutter und der Pseudo-Ikone nicht übernehmen will?
«Bestien, wir Bestien» behandelt Fragen rund um die menschliche Fortpflanzung und deren Zukunft, den gesellschaftlichen Blick auf den gebärfähigen Körper und das Recht des Individuums, selbst über den eigenen Körper zu bestimmen.
«Bestien, wir Bestien» läuft noch bis am 2. Juni 2023 in der Vidmar 1 bei Bühnen Bern.