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Am Morgen des 13. Januar 2022 verließ der Atomeisbrecher «Sibir» den Hafen von St. Petersburg in Richtung des Heimathafens Murmansk. Der Eisbrecher wird in etwa 8-9 Tagen in Murmansk erwartet und soll danach in den Gewässern der Nordseeroute eingesetzt werden. Die «Sibir» ist bereits der zweite ausgelieferte Eisbrecher der Klasse 22220 und wird die schnell wachsende Flotte leistungsstarker Eisbrecher ergänzen, die den Auftrag haben, die nördliche Seeroute für das ganze Jahr über offen zu halten.
„Die Besatzung des Atomeisbrechers «Sibir» besteht aus erfahrenen Navigatoren, welche die Überführungsroute von St. Petersburg nach Murmansk ausgearbeitet haben und gut kennen“, sagte Leonid Irlitsa, erster stellvertretender Generaldirektor des Schifffahrtsdirektor von FSUE Atomflot.
Die Prüfung und Überwachung aller Systeme des Eisbrechers wird in den kommenden Monaten fortgesetzt. Es ist geplant, dass der Atom-Eisbrecher «Sibir» einige Tage nach seiner Ankunft im Hafen von Murmansk seinen ersten Arbeitseinsatz antritt. Der Einsatzort des Schiffes wird der westliche Sektor der Arktis, der Ob-Yenisei-Region der Karasee sein.
Rosatom hat bereits angedeutet, dass es zwei weitere nukleare Eisbrecher bauen könnte, da eine ganzjährige Offenhaltung der Nordseeroute ohne eine zusätzliche Anzahl von superstarken Eisbrechern kaum möglich sein werde.
Der erste Eisbrecher «Sibir war von 1978 bis 1992 im Einsatz
Der neue Eisbrecher «Sibir» wurde nach dem Ersten, 1992 stillgelegten Atomeisbrecher «Sibir» benannt. 1987 führte der nuklearbetriebene Eisbrecher «Sibir» zum ersten Mal eine ganzjährige Schifffahrt auf der Linie Murmansk-Dudinka durch.
Geschichte schrieb die erste «Sibir» als sie im Mai/Juni 1978 nur 18 Tage für den Weg von Murmansk zur Beringstraße benötigte. Im Jahr 1987 unternahm die «Sibir» eine in der Geschichte der arktischen Seefahrt bis dato einzigartige Fahrt. Erst wurden Mitglieder der russischen Forschungsstation Nordpol-27 von einer driftenden Eisscholle aufgenommen, dann die Station Nordpol-29 eröffnet und im Anschluss der Nordpol zu Forschungszwecken angefahren.
Heiner Kubny, PolarJournal