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Am Markt werden die fallenden Ölpreise unter anderem mit der jüngsten Entwicklung der Ölreserven in den USA erklärt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um 1,38 Millionen Barrel verzeichnet hat. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot sein und belasten in der Regel die Ölpreise.
Am Nachmittag stehen die Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm, die für zusätzliche Impulse am Ölmarkt sorgen könnten. Analysten rechnen bei den offiziellen Daten mit einem leichten Rückgang der Lagerbestände.
Ausserdem scheint sich die Produktion in Saudi-Arabien nach einem Angriff auf wichtige Ölanlagen wieder schnell zu normalisieren. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, soll der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco wieder eine Produktionsmenge von elf Millionen Barrel pro Tag erreicht haben. Damit wären die jüngsten Ausfälle in etwa ausgeglichen.
Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank zeigte sich allerdings skeptisch. Es seien Zweifel angebracht, dass Saudi Aramco die Ausfälle in den betroffenen Anlagen bereits nahezu vollständig behoben habe. Fritsch begründete seine Einschätzung mit der Tatsache, das Saudi-Arabien nach wie vor ungewöhnlich viel Rohöl importiere./jkr/bgf/jha/
(AWP)