Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/2109

Ursula Biondi wurde 1967 im Alter von 17 Jahren und im 5. Monat schwanger in die Frauenstrafanstalt Hindelbank weggesperrt, ohne eine Straftat begangen zu haben. Die Vormundschaftsbehörde hatte zu dieser „erzieherischen Massnahme“ gegriffen, weil Ursula sich in einen geschiedenen sieben Jahre älteren Mann verliebt hatte und minderjährig schwanger wurde. Was sie dort erlebte und erfahren musste, gab u.a. den Stoff für den Film «Lina» (2015). Seit anfangs 2000 hat Ursula Biondi sich sehr bald intensiv dafür eingesetzt, dass dieses dunkle Kapitel der jüngeren Schweizer Geschichte aufgearbeitet und öffentlich wird. Für ihr Engagement wurde ihr im Jahr 2013 vom Beobachter der „Prix Courage“ und von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Fribourg der Ehrendoktortitel, sowie im Jahr 2015 der „Anna-Göldi-Menschenrechtspreis“ verliehen. Im Gespräch auf Boldern wird sie auch von diesen Bemühungen und deren Folgen für unser Land sprechen.
Eintritt: CHF 20
Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf
Wir bitten um Anmeldung: