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In der Gruppe Cognitive & Developmental Neuroscience of Language erforschen wir, wie Sprache wahrgenommen wird, wie Äusserungen produziert werden und wie Sprache und Denken zusammenspielen — und natürlich wie sich diese Fähigkeiten und Prozesse entwickeln, wenn Kinder unterschiedliche Sprachen lernen. Unser Fokus liegt dabei auf der Verarbeitung von Sätzen, d.h., wie wahrgenommene Wortfolgen als Sätze verstanden werden und wie Ideen und Gedanken zu Sätzen geformt werden.
Im Projekt "The ontogeny and physiology of sentence planning" beschäftigen wir uns damit, wie sich die Fähigkeit Sätze zu bilden im Laufe der Kindheit entwickelt. Erwachsene bereiten oft schon mehrere Worte im Voraus vor, bevor sie zu sprechen beginnen. Wie Kinder diese Fähigkeit erlernen und wie dies mit ihrer generellen sprachlichen und kognitiven Entwicklung zusammenhängt, ist bisher noch nicht erforscht. Wir wollen deshalb mehr über die Entwicklungspfade kindlicher Sprachfähigkeiten herausfinden.
Es gibt sehr viele Sprachen auf der Welt, aktuell werden ca. 7000 verschiedene Sprachen gesprochen. Wir konzentrieren uns deshalb nicht nur auf eine einzelne Sprache, sondern arbeiten sprachvergleichend. Aktuell untersuchen wir deshalb auch die Entwicklung der Sprachverarbeitungsfähigkeiten von Kindern, die Tagalog (Philippinen) sprechen.
Weitere Projekte in unserer Gruppe beschäftigen sich mit der Verarbeitung von semantischen Rollen in der Ereignis- und Sprachwahrnehmung und damit, wie die Wahrnehmung eines Sprechrhythmus das Verständnis von Sätzen beeinflusst.