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Trends gibt es nicht nur in der Mode. Auch in der Ernährungswissenschaft sind Nährstoffe mal mehr und mal weniger gefragt. Vitamin D gehört zurzeit sicherlich zu den häufiger beschriebenen Stoffen. Michal Melamed und ihre Mitforschenden haben kürzlich in den Archives on Internal Medicine die Ergebnisse ihrer Studie über den Zusammenhang des Gehalts an Vitamin D im Blut und der Gesamtmortalität veröffentlicht (1). Die an über 13’300 Bewohnern der USA durchgeführte Studie ergab ein leicht erhöhtes Risiko, früher an irgendeiner Krankheit zu sterben, wenn ein niedriger Gehalt an Vitamin D im Blut vorlag. Dies wurde auch in der Zusammenfassung der Studie festgehalten und dies wurde auch im einen oder anderen Medienbericht wiedergegeben. Weder in der Zusammenfassung der Studie noch in den Medien wurde aber erwähnt, dass bei den höchsten Vitamin D Gehalten im Blut das Risiko, an irgendeiner Krankheit früher zu sterben, ebenfalls leicht erhöht war. Wie bei allen anderen Nährstoffen gilt auch beim Vitamin D die Grundregel, dass sowohl bei einem Zuwenig wie auch einem Zuviel mit negativen Auswirkungen zu rechnen ist.
1. Melamed ML, Michos ED, Post W, Astor B. 25-Hydroxyvitamin D levels and the risk of mortality in the general population. Arch.Intern.Med. 2008;168:1629-37.