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Grundlagen Wirbelsäule
Die Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel und 5 Lendenwirbel. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben. Im hinteren Teil des Wirbelkörpers liegen rechts und links angeordnet die Gelenke die nach oben und mit dem nächsten Wirbel kommunizieren. Das bedeutet, dass jeder Wirbel 4 Gelenke besitzt. Die Gelenkflächen sind so angeordnet, dass in der Lendenwirbelsäule die Bewegung nach vorne und hinten ermöglicht, in der Brustwirbelsäule die rechts und links Drehung sowie Seitneigung.
In der Halswirbelsäule besitzen wir alle Komponenten an Bewegung wie Seitneigung, Rotation, Beugung und Streckung, allerdings findet auch hier die Bewegungsfreiheit in den einzelnen Segmenten statt.
Aus diesem Grund ist eine Kopfkreisbewegung ungünstig und sollte vermieden werden. Die Halswirbelsäule ist kein Kugelgelenk.
Um die oben erwähnten Wirbelgelenke liegt die Gelenkkapsel.
Diese umschliesst beide Gelenkpartner vollständig.
In den Bereichen wo die Kapsel stärker beansprucht wird ist sie stärker ausgeprägt, dies sind die Bandstrukturen (Bänder).
Verstärkt werden die Gelenkkapseln durch Sehnen.
Sehnen haben ihren Fixpunkt am Knochen verstärken und durchziehen die Gelenkkapsel. Allerdings ist dies nicht an jedem Gelenk der Fall es gibt auch Muskeln die über ihre Faszien in die Gelenkskapsel einstrahlen. Das bedeutet, dass jegliche Bewegung die wir ausführen von der Gelenkkapsel registriert wird.
Selbstverständlich geschieht dies auch über den Informationsaustausch und Weiterleitung von Nervenimpulsen.
Da es wie oben beschrieben verschiedene Strukturen gibt, die an den Beschwerden beteiligt sein können, ist es notwendig diese alle zu untersuchen.
Die Bandscheibe ist in ihrem Zentrum gelartig flüssig. Beuge ich mich nach vorne wird die Gelmasse nach hinten verlagert und umgekehrt.
Der äussere Ring der Bandscheibe ist mit stabilem Kollagen ausgestattet welches scherengitterförmig angelegt ist. Dadurch ist die Bandscheibe sehr stabil und kann sich jeder Belastung optimal anpassen. Wird der hintere Faserring überdehnt (Bandscheibenvorwölbung) oder reisst dieser sogar (Bandscheibenvorfall, Prolaps) kann die Bandscheibe auf den austretenden Nerv drücken was Schmerzen mit Ausstrahlung in das Bein auslöst.
Mit speziellen Bandscheibentechniken aus der Manuellen Therapie kann eine konservative Behandlung erfolgreich sein.
Die Chance, eine Operation zu vermeiden liegt bei 80%.
…. Fortsetzung folgt
Mit dem zunehmenden Alter werden die Bandscheibenprobleme seltener und die Gelenkbeschwerden nehmen zu. Da die Bandscheiben mit dem Alter an Flüssigkeit verlieren und somit auch an Höhe hat das Auswirkungen auf die Wirbelgelenke. Sollte zusätzlich ein Beckenschiefstand und oder Skoliose (Schaustellung der Wirbelsäule) vorliegen dann kommt es zu einer höheren Belastung auf die Gelenke und zu einem früheren Verschleiss).
Gelenkarthrose, Osteochondrose (Abnutzung der Knorpelknochenmasse).