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Mehr als 85'000 Passagiere hat Cathay Pacific in den vergangenen zwölf Monaten auf der hart umkämpften Route zwischen Zürich und Hongkong transportiert. Ein Fünftel davon waren Geschäftsreisende.
Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific verkehrte bereits von 1988 bis 2001 auf der Strecke zwischen der Schweiz und Hongkong, allerdings nie nonstop, sondern stets via einer anderen europäischen Stadt. Vielleicht blieb gerade deswegen der durchschlagende Erfolg in all den Jahren aus, so dass das Unternehmen 2001 entschied, die Limmatstadt nicht mehr anzufliegen.
Bald stellte sich jedoch heraus, dass die Schweiz der stärkste «nicht-bediente» Markt Europas ist, so dass die Airline vor genau einem Jahr die Destination Zürich wieder anzusteuern begann – diesmal nonstop und mit einem ausgeklügelten Vier-Klassen-Angebot, wie Brian Tsoi, (Bild unten) Country Manager Switzerland, am Mittwoch gegenüber finews.ch erklärte.
Seither hat sich der Flugbetrieb auf dieser Strecke gut entwickelt, beträgt doch die durchschnittliche Auslastung 85 Prozent, wobei Tsoi offen eingesteht, dass ein höherer Wert, insbesondere in der Business- und First Class noch angestrebt werde.
Hongkong als Umsteige-Airport
Von den gut 85'000 Passagieren, die Cathay Pacific in den vergangenen 365 Tagen transportiert hat, machen Geschäftsreisende rund 20 Prozent aus, und knapp 80 Prozent aller Reisenden nutzen Hongkong als Umsteigeflughafen für eine andere Destination in Asien.
Im Gegensatz zu den klassischen Ferienzielen wie Cebu, Bali oder Vietnam, nutzen Business Travellers dagegen vor allem Weiterflüge nach Schanghai, Taipeh oder Manila. Und allein nach Peking offeriert Cathay Pacific täglich 19 Verbindungen, wie Tsoi weiter erklärte. Durch die Kooperation mit der Tochter Cathay Dragon bestehen überdies auch zahlreiche Flüge von Hongong ins chinesische Streckennetz.
Auf der Strecke nach Zürich setzt die Airline die Boeing B777-300ER mit 275 Sitzen ein und bietet – nicht wie bei anderen Airlines üblich – drei, sondern vier Klassen: 6 Sitze in der First Class, 53 Sitze in der Business Class (Bild oben) sowie 34 Premium Economy (Bild unten) und 182 Sitze in der Economy Class.
Apéro und Menü wie in der Business Class
Die Premium Economy Class (in einer Konfiguration von 2:4:2) kostet im Durchschnitt mit rund 1'500 Franken knapp doppelt so viel wie ein Ticket in der «Holzklasse» und bietet neben einem komfortableren Sitz einen Apéro sowie ein Menü wie in der Business Class; die Passagiere haben überdies die Möglichkeit, eine eigene Toilette zu benützen.
Alle übrigen Dienstleistungen entsprechen denjenigen in der Economy. Einen Zutritt zu einer Business-Class-Lounge gibt es nicht; Passagiere, die in Hongkong jedoch mehr als fünf Stunden auf ihren Anschluss warten müssen, können die Plaza Premium Lounge benützen.
Die aktuell eher schwächelnde Wirtschaft in China tut dem Reiseverkehr nach Europa keinen Abbruch. Im Gegenteil, wie die Verantwortlichen von Cathay Pacific betonen. So legt die Hongkonger Airline ihren Wachstumsfokus ganz auf Europa und wird im laufenden Jahr, ab Juni, die Destinationen Madrid und London-Gatwick ins Streckennetz aufnehmen. Damit wird die Gesellschaft insgesamt sechs Flüge täglich von und nach London anbieten – davon fünf aus London-Heathrow.
Ebenfalls noch in diesem Jahr nimmt der mit Spannung erwartete Airbus A350 seinen Betrieb unter der Cathay-Pacific-Flagge auf. Wie aus Fachkreisen zu vernehmen ist, sollen Düsseldorf und London-Gatwick die ersten beiden Destinationen sein, die der neue Flieger ansteuern wird.