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„Vol Spécial“ von der Ökumenischen Jury von Locarno ausgezeichnet
Der bischöfliche Filmbeauftragte Charles Martig begrüsst den Entscheid der Ökumenischen Jury des Filmfestivals von Locarno, „Vol Spécial“ des Westschweizer Filmemachers Fernand Melgar mit ihrem Preis auszuzeichnen. „Ich gratuliere der Ökumenischen Jury und der Jugendjury in Locarno für die Auszeichnung dieses mutigen Filmes“, teilte er den Schweizer Bischöfen mit, die er als bischöflicher Beauftragter in Filmfragen berät.
„Der Film besitzt gestalterische Qualität und setzt sich intensiv mit der Ausschaffungshaft auseinander“, lobte Martig.“ Fernand Melgar nimmt einen deutlichen Standpunkt als Filmschaffender ein und zeigt die Konsequenzen, die das verschärfte Asylrecht in der Schweiz hat.“
Die Ökumenische Jury hatte den Dokumentarfilm als „authentisch und berührend“ bewertet. Sowohl die Wärter als auch die Insassen verhielten sich „menschlich unter unmenschlichen Umständen“. So könne sie der Zuseher und die Zuseherin „als Individuen erfahren, die ihre eigene Familie, ihre Religion und ihre je eigene Würde haben“.
Martig wies die teils sehr heftige Kritik an der filmische Gleichbehandlung von Wärtern und Insassen zurück. So hatte der Präsident der Internationalen Jury, Paulo Brancho, den Film als „faschistisch“ bezeichnet. Die Vorwürfe von Brancho seien „inakzeptabel und nicht nachvollziehbar“, betonte Martig.