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Der Tinnitus, das Kiefergelenk und die Halswirbelsäule
In manchen Fällen verstärken Probleme im Kiefergelenksbereich die Tinnituswahrnehmung. Das Kiefergelenk ist sowohl anatomisch über Nervenverbindungen als auch funktionell mit der Halswirbelsäule und dem Ohr eng verbunden. Ein Teil der Tinnitus-Patienten können sogar durch Bewegung des Unterkiefers als auch durch Kopfdrehung das Ohrgeräusch in seiner Lautheit und/oder Tonhöhe beeinflussen.
Eine Fehlfunktion der Halswirbelsäule (z.B. eingeschränkte Beweglichkeit) kann mit Störungen der Kaumuskulatur assoziiert sein. Ein Tinnitus kann aber auch durch Eingriffe am Kiefer (z. B. Entfernen von Weisheitszähnen) entstehen oder verschwinden.
Daher muss bei der Suche nach der Ursache für den Tinnitus auch folgenden Fragen nachgegangen werden:
- Gibt es einen Zusammenhang zu einer Zahnbehandlung (z. B. Entfernung von Weisheitszähnen) unmittelbar oder mittelbar mit der Tinnitusentstehung?
- Sind wiederholt Gesicht- und Ohrenschmerzen, vom Kiefergelenk ausgehend, aufgetreten?
- Tritt nächtliches Zähneknirschen (oft durch Stress verursacht) auf?
- Sind starke Verspannungen im Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur tastbar?
- Liegt ein Fehlbiss (Ober- und Unterkiefer stehen nicht optimal zueinander) vor?
- Wurde bereits eine Fehlfunktion der Kiefergelenke nachgewiesen?
Werden diese Symptome festgestellt, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung des Tinnitus, beispielsweise:
- Entlastung des Kiefergelenks, z.B. durch eine Aufbissschiene
- Physiotherapeutische Ansätze (CRAFTA)
- Entspannungsmaßnahmen