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Servilius,
römisches, ursprünglich patrizisches, sodann auch plebejisches Geschlecht, dessen namhafteste Sprößlinge sind: Quintus S. Cäpio, gab als Konsul 106 v. Chr. ein Gesetz (lex Servilia judiciaria), welches dem Senatorenstand das ihm durch das Sempronische Gesetz entzogene Richteramt auf kurze Zeit wieder zurückgab, erlitt 105 als Prokonsul mit dem Konsul Gnäus Manlius von den Cimbern und Teutonen am Rhône eine schwere Niederlage, wurde deshalb des Oberbefehls schimpflich entsetzt und 95 auf eine aus derselben Ursache gegen ihn erhobene Anklage hin verbannt. Er begab sich nach Smyrna, wo er starb. -
Gajus S. Glaucia, war 100 v. Chr. Prätor und Genosse des Saturninus (s. d.) in dem Aufruhr dieses Jahrs, in welchem er erschlagen wurde. -
Publius S. Vatia Isauricus, Konsul 79 v. Chr., bekriegte als Prokonsul 78-76 die kleinasiatischen Seeräuber, unterwarf Kilikien, eroberte viele Städte der Lykier und besiegte die Isaurier, wofür er einen Triumph und den Beinamen Isauricus erhielt. Er starb 44. -
Publius S. Rullus, Volkstribun 63 v. Chr., brachte, um das Volk für Cäsar zu gewinnen, einen Gesetzvorschlag behufs Verteilung der kampanischen Staatsländereien ein, der aber, von Cicero als Konsul in vier Reden »De lege agraria«, von denen die erste zum Teil, die vierte ganz verloren ist, bekämpft, nicht durchging. -
Publius S. Casca, Volkstribun 43 v. Chr., war Mitglied der Verschwörung gegen Cäsar und führte gegen ihn den ersten Streich, fiel 42 in der Schlacht bei Philippi.