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Im 18. und 19. Jahrhundert wurden
Gemälde erstellt, auf denen man
kleine weiße Terrier sehen kann.
Berichte erzählen aus alten Tagen,
dass weiße Hunde als Unglücksboten
angesehen und meistens nach der
Geburt getötet wurden.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert
begann Colonel Malcolm of Poltalloch
aus Argyllshire, Schottland, aus
seinen Cairn-Terrier-ähnlichen
Jagdhunden nur die hellsten und
weißen Welpen für die Weiterzucht zu
verwenden. Der Grund hierfür soll
ein Jagdunfall gewesen sein, bei dem
der Colonel einen seiner besten
roten (fuchsfarbenen) Jagdterrier
mit einem Fuchs verwechselte und
erschoss. Um in Zukunft seine Hunde
von der Jagdbeute unterschieden zu
können, beschloss er, aus den Würfen
seiner Terrier immer nur die
hellsten und weißen für sich für die
Jagdausbildung zu behalten.
Die nächsten Verwandten des West
Highland White Terriers sind die
Cairn Terrier, Scottish Terrier und
der Skye Terrier. Alle stammen von
den alten schottischen Highland
Terriern habe, die seit undenklichen
Zeiten in den Hochlanden des
Schottischen Berglandes beheimatet
sind – ein Grund, warum diese
Vettern besonders von den
einheimischen schottischen Clans und
ihren Mitgliedern besonders
befördert und gezüchtet wurden.
Bereits 1890 wurden die ersten
Westies, wie sie von Liebhabern der
Rasse gerne genannt werden, das
erste Mal in England ausgestellt.
Und im Jahr 1905 gründeten sich
gleich zwei Klubs, die sich um die
Belange und die Zucht dieses
charmanten Terriers kümmerte.
Bereits zwei Jahre später, 1907,
wurden die West Highland White
Terrier vom englischen Kennel Club
als eigenständige Rasse anerkannt.
Da Westies und Cairn Terrier immer
noch miteinander verpaart wurden,
vielen in den Würfen einer weißen
Verpaarung auch „farbige“ Welpen und
diese wurden dann als Cairns
registriert – vielen bei den Cairns
sehr helle oder gar weiße Welpen,
wurden sie in das Zuchtbuch der West
Highland White Terrier eingetragen.
Die Anerkennung der Rasse unter ihrem heutigen Namen durch
den englischen Kennel Club erfolgte
im Jahre 1907, nachdem 1904 bereits
der West Highland White Tenrier Club
und 1906 der
West Highland White Terrier Club of
England
gegründet worden waren.
Im Jahr 1924 wurde dann eine
Kreuzung der beiden Rassen endgültig
vom Kennel Club verboten und beide
Rassen entwickelten sich von nun an
unabhängig von einander.
Der West Highland White Terrier war
so beliebt und berühmt, dass er das
"Wappentier" der Schottischen
Bahnbetriebswerke in Eastfield
(Glasgow) – einige Lokomotiven
hatten sogar ein Bildnis dieses
Hunde auf dem Lokkasten prangen.
Der West Highland White Terrier ist
ein kompakter und substanzvoller
Hund mit einem kräftigen Knochenbau
und einer Schulterhöhe von etwa 28
cm.
Das rein-weiße Haarkleid mit der
dichten und weichen Unterwolle ist
sein Markenzeichen, dass, um den ein
rassetypisches Aussehen zu haben,
viel sachkundige Pflege benötigt.
Ca. alle 8-12 Wochen muss sein
Haarkleid getrimmt werden und
natürlich ist eine tägliche Pflege
mit Kamm und Bürste unerlässlich für
ein makelloses Fell.
Da der West Highland White Terrier
ursprünglich für die Jagd gezüchtet
wurde und in der Meute jagte ist er
ganz bestimmt kein zierlicher Sofa-
oder Schoßhund, obwohl sein
extravagantes Aussehen viele
Interessenten dazu verleiten könnte.
Der Jagdinstinkt ist heute immer
noch in vielen dieser kleinen weißen
Vertreter sehr ausgeprägt. Er hat
einen ausgeprägten Bewegungsdrang
und benötigt ausgedehnte
Spaziergänge.
Der Westie ist ein charmanter,
fröhlicher aber auch mutiger,
wachsamer und sehr selbstbewusster
Hund und eignet sich hervorragend
als Familienhund, nicht zuletzt weil
er ausgesprochen kinderlieb ist. Er
ist ein beliebter Begleit- und
Ausstellungshund, der ist allen
Bedingungen seiner Familie anpasst.
So kann er auch ohne Probleme in
einer Etagenwohnung gehalten werden,
so lange er am Tag genügend Auslauf
und Bewegungsmöglichkeiten hat.
Aus ihrer schottischen Heimat sind
die West Highland White Terrier
raues und kaltes Wetter gewohnt. Sie
lieben die kalte Jahreszeit mit viel
Schnee – sommerliche Hitze mögen sie
indes weniger und kühlen sich gerne
mal im Wasser ab. Bei richtiger
Pflege und artgerechter Haltung und
Ernährung mit viel Bewegung sind sie
bis 15 Jahre und länger treue
Begleiter ihrer Familie.