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Rund ein Drittel der Schweizer Landesfläche ist Wald. Je nach Kanton unterscheidet sich der Waldflächenanteil stark: während im Mittelland knapp ein Viertel der Fläche bewaltet ist, sind es im Jura und im Kanton Tessin über 40 Prozent. Die Wald- und Holzwirtschaft hat einen Anteil von knapp zwei Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP). Dieser Anteil kann mit jenem der Textil- und Bekleidungsbranche verglichen werden. Doch die Holzernte ist für viele nicht mehr rentabel. In den letzten Jahren mussten die Waldbesitzer zum grössten Teil Verluste in Kauf nehmen. Seit mehr als zwanzig Jahren sinken die Holzpreise. Heute erhalten die Waldbesitzer für das geschlagene Holz nur noch die Hälfte im Vergleich zum Jahr 1980. In der gleichen Zeit haben sich die zu bezahlenden Stundenlöhne verdoppelt. Hinzu kommt, dass die Schweizer Waldwirtschaft einem vollständig liberalisierten internationalen Holzhandel gegenübersteht. Um auch die inländische Holzwirtschaft wieder rentabel werden zu lassen, werden Bewirtschaftungseinheiten von rund 900 Hektaren empfohlen. Davon ist man heute noch weit entfernt. Während in Gemeinde- und Korporationswäldern die durchschnittliche Betriebsfläche 270 Hektaren beträgt, sind es bei Privatwäldern 1,3 Hektaren.
Der Bund investiert jährlich 180 Millionen Franken in den Wald, nochmals soviel die Kantone. Das Geld wird beispielsweise dort eingesetzt, wo es darum geht, die Schutzfunktion eines Waldes zu erhalten oder zu verbessern – und der Holzerlös die Kosten der hierfür notwendigen Massnahmen nicht decken. Diese 3,6 Millionen Franken stehen einer vom Wald erbrachten Leistung von rund neun Milliarden Franken gegenüber. Allein die Tatsache, dass er Siedlungen und Verkehrswege vor Naturgefahren schützt, ist jährlich 3,9 bis 4,9 Milliarden Franken wert. Soviel würden die technischen Massnahmen kosten, die bei einem Verlust der Schutzwälder gebaut und unterhalten werden müssten.