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Mit Hilfe von Crowdfunding sollen in diesem Jahr zwei neue Medien in der Romandie auf den Markt kommen.
In der Westschweiz gingen seit der Schliessung von «L'Hebdo» und «Le Matin» fast 100 Redaktionsstellen verloren. «'L'Hebdo' und 'Le Matin' haben eine Lücke hinterlassen, die noch nicht gefüllt werden konnte», sagt Dominique Diserens, Zentralsekretärin von Impressum.
Im Frühling soll heidi.news in französischer und englischer Sprache mit zehn bis 15 Artikeln pro Tag, die online angeboten werden, gestartet werden. Darüber hinaus soll es längere Reportagen und Artikelserien geben, die auch in gedruckter Form erscheinen.
Tibère Adler, ehemaliger Chef von Edipresse, ist mit an Bord des neuen Projekts. «Das einzige, das wir gegen das Verschwinden der Pressetitel in der Romandie tun können, ist neue Titel zu lancieren», sagt Adler gegenüber Keystone-SDA.
Bisher konnte heidi.news rund ein Dutzend Personen davon überzeugen, in das Projekt zu investieren. So kommt ein Startkapital von einer Million Franken zusammen. Den Rest sollen 2000 Gründungsmitglieder mit einem Beitrag von 160 Franken für ein Jahresabonnement beisteuern. Die Hälfte des Ziels sei bereits erreicht, so Adler.
Auf Papier setzt der Verein Micro mit ihrer gleichnamigen Zeitung. Der Verein setzt sich aus ehemaligen Journalisten, Fotografen und Karikaturisten von «Le Matin» zusammen.
Sie wollen beweisen, dass die Zeit für Zeitungen in Papierformat nicht vorbei ist, wie Vereinspräsident Fabien Feissli Keystone-SDA gegeüber sagte. Sollten bis Ende Februar 90'000 Franken zusammen kommen, soll im Mai der Startschuss für das Projekt fallen.