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Entwicklungshilfe-Organisationen verleihen kein Geld. Die bauen z.B. Brunnen, Schulen, Krankenstationen etc. Im Notfall werden zwar auch schon mal direkt Lebensmittel und Medikamente verteilt aber die Idee ist, der Aufbau von Infrastruktur. Also Hilfe zur Selbsthilfe.
Kredite werden meist durch den IWF verliehen also von westlichen Banken. Das läuft dann in der Regel so ab, dass das Land als Sicherheit für den Kredit Fabriken, Rohstoffminen etc. abtreten muss. Die Afrikaner bauen dann zwar weiterhin ihre Rohstoffe für einen Hungerlohn ab, aber die Erlöse fliessen in den Westen zwecks Deckung der Schulden. Dass es dennoch so viele Drittweltländer gibt, die sich auf diese Ausbeutung einlassen, liegt daran, dass sich die jeweiligen Diktatoren und Minister aus der Kasse des Kredites bedienen können. Da fliesst dann auch schon mal das eine oder andere Milliönchen auf ein Schweizer Bankkonto.
Aktuelles Beispiel ist die Ukraine. Für den IWF-Kredit müssen sämtliche ukrainische Gasleitungen an Chevron abgegeben werden, drei Stahlwerke der Ost-Ukraine an die deutsche Ruhr und die Kohleminen aus der Donbass-Region an die finnische Ruhr (Quelle), entsprechend dürften Strompreise um 40%, Transportkosten um 50% und Gaspreise um 60% steigen. Die Kredite sind also für die Bevölkerung nicht wirklich der Hit.