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Eine solche Doppelvergabe durch den Vorstand des Weltverbands UCI gab es noch nie. Diese war allerdings von Swiss Cycling als Voraussetzung für die eher kurzfristige Übernahme der WM in zwei Jahren genannt worden.
2009 in Mendrisio und 1996 in Lugano fanden die Strassen-Weltmeisterschaften letztmals in der Schweiz statt. Nach dem Tessin kommen nun die anderen Sprachregionen zum Zuge. In bereits zwei Jahren geht es zunächst in die Romandie.
Die Verantwortlichen der UCI mussten sich nach dem finanziell bedingten Rückzug der norditalienischen Stadt Vicenza auf die Suche nach einem Ersatzort für 2020 begeben. Dabei gelangten sie an die Region Aigle, wo der Weltverband seinen Sitz hat, und Martigny sowie auch an Swiss Cycling. Mit dem Schweizer Radsportverband hatte die UCI wegen einer möglichen WM-Kandidatur für 2023 oder 2024 schon zuvor in Kontakt gestanden.
Mehr Zeit, die Finanzierung mit dem Bund und den von der WM-Austragung betroffenen Kantonen sicherzustellen, erhält die Schweiz für die WM-Durchführung in sechs Jahren. Dannzumal wird entweder Bern oder Zürich Gastgeber sein. Mit beiden Städten befindet sich Swiss Cycling schon jetzt in intensiven Gesprächen. Bern wie Zürich wollen die Chance nutzen, das Velo ins Zentrum zu stellen.
Dies wäre ganz im Sinne von Swiss-Cycling-Geschäftsführer Markus Pfisterer, der die Strassen-Weltmeisterschaften als idealen Aufhänger für eine Velo-Kampagne sieht. Eine solche würde «die Vielfalt des Velos aufzeigen, dieses in der Gesellschaft noch populärer machen und mehr Leute aufs Velo bringen», ist Pfisterer überzeugt.
2019 führt die nordenglische Region Yorkshire die Strassen-WM durch.