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Die Schweizer Armee hat die letzten Sprengsätze von Brücken nach Deutschland entfernt. Was andererseits bedeutet, dass die Grenzverbindungen bis heute mit explosivem Material versehen waren.
Die Schweizer Armee hat die letzten Brücken im Grenzraum zu Deutschland desarmiert - sie hat sie also vom Sprengstoff befreit, der ab den 1970er-Jahren angebracht wurde, um die Brücken im Notfall sprengen zu können.
Das Sprengdispositiv aus dem Jahr 1975 war eine Massnahme aus der Zeit des Kalten Krieges und richtete sich in erster Linie gegen die Panzer des Warschauer Pakts. Im Verteidigungsfall hätten Schweizer Soldaten die Zündvorrichtungen angebracht und die Brücken zerstört. Die eigentlichen Zündelemente, ohne die der Sprengstoff nicht zur Explosion gebracht werden konnte, waren ausserhalb der eigentlichen Sprengobjekte in Sicherheitsräumen gelagert.
Seit zwei Monaten abgerüstet
In den vergangenen zwei Monaten hat die Armee nun mit der Holzbrücke vom deutschen Bad Säckingen nach Stein AG sowie mit der Strassenbrücke von Waldshut nach Koblenz AG die letzten Brücken nach Deutschland desarmiert. Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte am Montag auf Anfrage entsprechende Berichte deutscher Medien.
Neben den Brücken wurden allerdings weitere Objekte mit Sprengstoff versehen. Bei diesen dauert die Desarmierung noch an: «Bis Ende November werden schweizweit alle ehemaligen Sprengobjekte desarmiert sein», sagte Brunner.
Autobahnbrücke Rheinfelden mit Sprengvorrichtung
Der Sprengstoff wurde bis vor wenigen Jahren angebracht – so wurde die erst 2006 eröffnete Autobahnbrücke bei Rheinfelden AG noch mit einer Sprengvorrichtung ausgerüstet. Auch dort sei der Sprengstoff bereits ausgebaut worden, sagte Armeesprecher Brunner.
(sda/me)