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Während sich nach der Schleifung der Stadtbefestigung 1860 in den neuen Aussenquartieren eine fieberhafte Bautätigkeit entfaltete, wurden in der Altstadt selber wenig neue Wohnhäuser erstellt. Schon vor der Jahrhundertmitte hatte sich durch Zuzug von Fabrikarbeitern ein katastrophaler Wohnungsmangel bemerkbar gemacht. Die Altstadthäuser, insbesondere in der Birsigniederung, waren hoffnungslos überfüllt und durch überbaute Hinterhöfe zu lichtlosen, feuchten Löchern geworden. Die wohlhabenden Familien bewohnten ihre feudalen Paläste aus dem 18. Jahrhundert, die auf Terrassen über Rhein und Birsig lagen. Nach der Freigabe des Baulands vor der Stadtmauer zogen viele dieser Familien in den Gellert. So wurden die von der Citybildung nicht betroffenen Teile der Altstadt zu eigentlichen Slums. Nur im Dreieck St. Albanvorstadt-St. Albananlage-Dufourstrasse gab es nach der Jahrhundertmitte noch Landreserven. Auch hier wie im Gellert hinterliessen die drei Stehlins (Vater, Sohn und Neffe) beste Zeugnisse ihres architektonischen Könnens. Dem Quartier entsprechend handelt es sich vorwiegend um freistehende Villen. Eher ein Kuriosum stellt die von den Architekten La Roche und Stähelin gestaltete erkergeschmückte Fassade des Hauses "Zum Geist" an der St. Albanvorstadt dar. Ging es doch darum, vier spätmittelalterliche Häuser hinter einer einheitlichen Fassade im Spätrenaissance-Barockstil zu verbergen. Es ist dies eine Baugesinnung, wie sie im 18. Jahrhundert üblich war, als man gotische Häuser barockisierte und somit der Zeitmode anpasste. Wie es ein begabter Architekt verstand, einen Neubau taktvoll in einen historischen Rahmen hineinzustellen, zeigt das von den Architekten La Roche und Stähelin erbaute Haus an der Rittergasse 7, das sich stilistisch an den benachbarten barocken "Ramsteinerhof" anlehnt.