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Das IRLEN-Syndrom
Was ist ein IRLEN-Syndrom?
Das IRLEN-Syndrom ist eine Überempfindlichkeit gegen eine oder mehrere Wellenlängen im Licht.
Einen Grossteil der Informationen erhält das Gehirn durch das Auge. Das IRLEN-Syndrom verhindert eine schnelle, mühelose und korrekte Verarbeitung dieser Informationen. Das IRLEN-Syndrom ist kein optisches Problem, d.h. es ist unabhängig von der Sehschärfe oder einer Brillenkorrektur. Es ist auch keine Krankheit und ist weder abhängig vom Alter noch von der Intelligenz der betroffenen Person.
Viele Menschen haben eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Frequenzen, wie z. B. das Kratzen der Kreide auf der Wandtafel oder den Ton des Zahnarztbohrers. Diese Störungen sind allerdings von kurzer Dauer. Man kann sie genau zuordnen und versuchen, sie auszublenden.
Dies ist bei einer Überempfindlichkeit gegen Licht tagsüber unmöglich, die Belastung besteht fortwährend. Dauerlärmstress hat Folgen für den Menschen, Dauerlichtstress ebenfalls. Das Gehirn versucht, die durch die Überempfindlichkeit entstandenen verzerrten Eindrücke auszugleichen - die Folgen können schwerwiegend sein.
Symptome des IRLEN-Syndroms
Vom IRLEN-Syndrom betroffene Personen sind sich ihrer Symptome häufig nicht bewusst, aber in ihrer Lebensqualität ständig beeinträchtigt.
Die Symptome eines IRLEN-Syndroms sind nicht immer gleich. Sie können durch die Wahrnehmung der anderen Sinne beeinflusst werden.
Die Folgen für die Betroffenen sind vielfältig und vielschichtig. Sie hängen stark von der persönlichen Veranlagung ab.
Man schätzt die Anzahl der Betroffenen auf etwas mehr als 10 % der Bevölkerung.
Allen Betroffenen gemeinsam ist, dass sie lange mit diesem Stress leben und sich unbewusst an gewisse Verhaltensweisen anpassen.
So kann es beispielsweise sein, dass Betroffene gewisse Geschäfte meiden, weil sie dort die Beleuchtung stört. Oder sie vermeiden das Rolltreppenfahren oder gehen nicht über Brücken mit Gitterböden.
Einige typische Symptome des IRLEN-Syndrom
Generelle Probleme
- Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit
- Ausgeprägte Abneigung gegen Fluoreszenzlicht
- Allgemeine Blendempfindlichkeit
- Allgemeine Konzentrationsschwäche
- Allgemeine Müdigkeit und Einschlafen während des Tages
- Ungeschickt und unkoordiniert
- Sehr vorsichtig beim Autofahren, häufige Bagatellunfälle
- Reisekrankeit
- Überforderung mit gleichmässigen Mustern wie Pflasterstein- oder Gitterböden oder bei Rolltreppen
Lesen und Schreiben
- Unfähig, längere Zeit zu lesen
- Lesen bei gedämpftem Licht
- Langsames und zögerndes Lesen
- Erschwertes Erfassen des Inhalts des Textes
- Wörter werden falsch gelesen
- Schwierigkeiten Textzeilen zu folgen
- Unfähig auf einer Linie zu schreiben
Hilfe beim IRLEN-Syndrom
Ob jemand vom IRLEN-Syndrom betroffen ist, kann man mittels eines IRLEN-Screenings schnell und äusserst effizient feststellen.
Dabei eingeschlossen ist ein Fragebogen mit nachfolgender Testabfolge. Das Resultat liegt sofort vor und die Betroffenen sehen an Ort und Stelle die Veränderungen.
Behandelt wird das IRLEN-Syndrom mittels individuell getönter Brillengläser, welche die Wellenlängen herausfiltern, welche für die Überempfindlichkeit verantwortlich sind.
Wenn Sie aufgrund eines oder mehrere Symptome den Verdacht haben, dass ein IRLEN-Syndrom die Ursache Ihrer Beschwerden ist, dann sind Sie bei Optik Thoma – Brillen und Optometrie Thun am richtigen Ort.
Wir sind für das IRLEN-Screening im Berner Oberland zuständig.