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Was ist eine Caisse américaine?
Wir nennen diese Rahmenart auch Winkelprofilrahmen. Er kann mit oder ohne eine sogenannte Schattenfuge angefertigt werden.
Ein Winkelprofil erinnert im Querschnitt an ein grosses „L“ und besteht meist aus einer ausgefälzten Holzleiste oder aber auch aus Metall. Die Rahmenschenkel werden auf Gehrung zugeschnitten, ans Gemälde angepasst und zusammengefügt. Das Gemälde wird mit dem Rahmenboden, der Unterseite des Profils, verschraubt oder verleimt. Die Schattenfuge bezeichnet dabei den „Freiraum“ zwischen Bildkante und der frontal ersichtlichen Rahmenleiste.
Diese Art Rahmen kommt dann zum Einsatz, wenn ein Kunstwerk ohne Verglasung präsentiert werden soll. Für Ausstellungen und Museen sind diese Einrahmungen (oft) weniger geeignet, da ein Werk nicht vor physikalischen Einflüssen (z.B. UV-Strahlung, Vandalismus) geschützt wird. Winkelprofilrahmen werden daher eher für den „privaten“ Gebrauch angefertigt, wo eine Beschädigung des Bildes eher unwahrscheinlich ist.
So erhalten Werke auf stabilem Untergrund (z. B. Hartfaserplatte oder Karton) oder Leinwand-Gemälde auf einen Spannrahmen („Keilrahmen“) einen schlichten Abschluss. Dieser hat gleichzeitig eine ästhetische Funktion und dient dem Gemälde auch als Kantenschutz bei Transport und Handling.
Er sorgt, wie ein Passepartout bei Papier-Arbeiten, der Einfassung eines Gemäldes, ohne das eigentliche Bild zu konkurrenzieren oder vom Sujet abzulenken.
Eine Caisse américaine passt grundsätzlich zu jeder Art Gemälde, egal ob gegenständlich oder abstrakt, modern oder antik und ist stets eine schlichte Wahl mit dem „gewissen Etwas“.