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|die von F. Varela erfundenen Kognitionswissenschaft|
Als kognitive Wende bezeichne ich den Paradigmenwechsel, in welchem die Blackbox der Behavioristen anstatt als undurchschaubar als einzig interessierender Gegenstand der Forschung angenommen wurde.
Es ist der Wechsel von der Naturwissenschaft zum Engineering. Unsere Auffassung von Konstruktivismus (konstruktive Systemtheorie) macht eine weitere Wende: Die Blackbox bleibt black, aber man sich sich dessen bewusst werden.
Als Kognitivisten bezeichnen wir Vertreter der KI, die die menschliche Kognition als Funktion einer Maschine auffassen. Vielleicht gibt es keine strenge Kognitivisten, aber es gibt viele entsprechende Argumentationen: Das Hirn ist eine Maschine, Denken ist mechanisierbar, usw. Searle.
Eine wichtige Station in der kognitiven Wende war Noam Chomskys Behaviorismus-Kritik (die selbst Gegenstand der Kritik ist), die er in seiner Besprechung von B.F. Skinners Buch Verbal Behavior formuliert hat. Berühmt wurde sein Satz „It is quite possible - overwhelmingly probable, one might guess - that we will always learn more about human life and human personality from novels than from scientific psychology.“ – Chomsky, Language and Problems of Knowledge: The Managua Lectures, Lecture 5, 1988, S. 159 (Übersetzung: Es ist durchaus möglich - überwältigend wahrscheinlich, könnte man vermuten - dass wir allemal mehr über menschliches Leben und menschliche Persönlichkeit von Romanen lernen werden, als von der wissenschaftlichen Psychologie.)
F. Varela über Kognitivismus
[Blumstengel: Kognitivismus]
[Krist: Handeln und Denken]