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Spielorte im Überblick
Soccer City Stadion
Stadt: Johannesburg
Erbaut: 1987
Fassungsvermögen: 84.490
Baumassnahmen: Kompletterneuerung
Fertigstellung: 2010
Soccer City ist die Bühne für das Eröffnungs- und die Schlussspiels der WM 2010. Das Stadium riecht noch neu (man schätzt, dass in seine Sanierung US$ 350.000.000 gesteckt wurden – davon US$ 180.000.000 allein für das Dach), das Stadion war schon vorher stets Schauplatz bedeutender Events in Südafrika.
Gebaut im Jahr 1987, erlebten die Menschen in ihm die erste Rede Nelson Mandelas nach seiner Freilassung 1990 und das Entscheidungsspiel des Afrika-Cup sechs Jahre später, bei dem die Gastgeber die Mannschaft aus Tunesien schlugen. Das neue Design des Stadion wurde durch den “Calabash“ inspiriert, ein traditionell afrikanisches kunsthandwerliches Gefäss. Das Stadion befindet sich an der Peripherie von Johannesburg, in der Nähe des bekannten Stadtteils Soweto.
Stadt: Johannesburg
Erbaut: 1982
Fassungsvermögen: 55.686
Baumassnahmen: kleinere Umbauarbeiten
Fertigstellung: 2009
Das Stadion wurde 1928 als Austragungsstätte für Rugby-Spiele erstellt. 1982 wurde es abgerissen und wieder neu errichtet. Seinen Namen trägt es zu Ehren von JD Ellis, einem Stadtrat aus Johannesburg, der ein Areal von mehr als fünf Hektar für die Konstruktion eines Stadions zur Verfügung stellte, in dem im Jahr 2010 sieben Partien des Worldcup ausgetragen werden.
Das Ellis Park war Austragungsort für das Endspiel des Rugby-Worldcup 1995 und ist heute die Heimat des “Orlando Pirates FC“. Ein anderer erinnerungswüdiger Event war das Fussballspiel zwischen einer südafrikanischen Mannschaft und einer Auswahl von Weltstars zu Ehren des damaligen Präsidenten Südafrikas, Nelso Mandela.
Stadt: Kapstadt
Erbaut: 2009
Fassungsvermögen: 64.100
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: 2009
Dieses Stadion wurde speziell für die kommende WM konstruiert und kostete schätzungsweise US$ 500 Millionen. Es befindet sich in Kapstadt und in ihm werden acht Partien des grössten Fussball-Events 2010 ausgetragen werden – inklusive ein Halbfinale. Die Organisatoren mussten sich beeilen, um das Stadion noch vor der Auslosung der Gruppierungen in der Ersten Phase fertigzustellen, die auf den 4. Dezember 2009 festgelegt war.
Das Green Point befindet sich innerhalb einer herrlichen Landschaft, an den Ufern des Ozeans und umgeben von blauen Bergen, welche die Stadt einrahmen. Es liegt 6km von der Insel “Robben Island“ auf der Nelson Mandela 19 Jahre lang gefangen gehalten wurde. Das Stadion hat Platz für 70.000 Zuschauer und ist von einer akustischen Schutzwand umgeben.
Stadt: Durban
Erbaut: 2009
Fassungsvermögen: 62.760
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: 2009
Das Stadion wurde im Lauf von drei Jahren fertiggestellt, mit einem annähernden Kostenaufwand von US$ 400 Millionen – es wird sieben Spiele um die Weltmeisterschaft austragen – inklusive ein Halbfinale. Seinen Namen bekam es zu Ehren von Moses Mabhida, einem der grössten Kämpfer gegen die Apartheid, der 1986 infolge eines Herzinfarkts starb.
Das Stadion wurde am Ufer des Indischen Ozeans errichtet, seine Fertigstellung verzögerte sich, sodass es erst am 26. November 2008 eingeweiht werden konnte. Es bietet 70.000 Zuschauern Platz während der Copa, soll allerdings anschliessend auf 54.000 reduziert werden – mit der Möglichkeit, das Platzangebot wieder auf 85.000 zu erweitern, falls irgendein grosser Event dies erforderlich machen sollte – wie zum Beispiel eine Olympiade.
Stadt: Pretoria
Erbaut: 1903
Fassungsvermögen: 42.858
Baumassnahmen: Ausbau und Modernisierung
Fertigstellung: Anfang 2009
Seit 1903 ist dieses Stadion für sportliche Veranstaltungen in Gebrauch. Inzwischen hat es verschiedene Reformen erlebt. Die letzte, in Vorbereitung auf den Worldcup, hat sein Fassungsvermögen auf 50.000 Zuschauer erweitert. Es st die Heimat der “Blue Bulls“, eins der traditionellsten Rugby-Teams des Landes, sowie der “Mamelodi Sundowns“, der ersten lokalen Fussball-Liga.
Das Stadion wird Austragungsort von sechs Partien um die WM 2010 – sein Name ehrt Robert Owen Loftus Versfeld, dem die Stadt die Promovierung des Fussballsports zu verdanken hat. In ihm besiegte Brasilien die USA und Italien, beide in der ersten Phase des Confederation-Cup.
Stadt: Port Elizabeth
Erbaut: 2009
Fassungsvermögen: 42.486
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: Anfang 2009
Das Stadion in Port Elizabeth ist das erste seiner Art in dieser Region – exklusiv für den Fussball erstellt. Es befindet sich am Ufer des Sees North End und wurde schon ein Jahr vor Beginn der WM fertiggestellt. Inzwischen hat man in ihm bereits die klassische Soweto-Partie zwischen “Kaizer Chiefs“ und “Orlando Pirates“ veranstaltet. Bei der WM wird es zur Bühne von sieben Spielen werden, ausserdem findet dort die Partie um den Dritten Platz statt.
Mit einer Kapazität für 48.000 Zuschauer, hat diese vielseitig nutzbare Arena zirka 260 Millionen Dollar verschlungen. Das Spielfeld selbst wird einen Naturrasen bekommen, jedoch das Areal drumherum ist eine künstliche Anlage. Die Stadion-Bar wurde im vergangenen Juli, während des ersten offiziellen Events, einem Rugby-Spiel, von bewaffneten Räubern überfallen.
Stadt: Bloemfontein
Erbaut: 1952
Fassungsvermögen: 45.000
Baumassnahmen: Modernisierungs- und Ausbaumaßnahmen
Fertigstellung: Anfang 2009
Das “Free State“, dessen Name von der Provinz stammt, in der es sich befindet, war Schaubühne verschiedener Gruppierungen und dem Viertelfinale des Africa-Cup von 1996, des Rugby-Worldcup von 1995, sowie jenem siegreichen Auftritt Brasiliens im Confederation Cup von 2009 (Sieg 4:3 gegen Ägypten).
Das Spielfeld wird auch von den “Bloemfontein Celtics“ genutzt, der Ersten Liga im südafrikanischen Fussball. Nach seiner Neumodellierung, welche die Konstruktion einer zweiten Tribüne notwendig machte, hat das Stadion Platz für 48.000 Zuschauer während der sechs Cup-Partien, die in seinen Mauern stattfinden werden.
Stadt: Nelspruit
Erbaut: 2009
Fassungsvermögen: 40.929
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: 2009
Gerade fertig geworden, wird das “Mbombela“ 46.000 Fussballbegeisterten Platz bieten – mehr als das Doppelte der Einwohnerschaft des kleinen Ortes Nelspruit. Hier werden nur vier der an der WM vorgesehenen Spiele stattfinden. Sein Name bedeutet – in einem der lokalen Dialekte, dem “Siswati“, wörtlich: “Viele Personen zusammen auf einem kleinen Platz“.
Die Sportstätte ist umgeben von einem Armenviertel. Bevor man das Stadion vom Papier in die Realität umsetzte, versuchte die Präfektur das Terrain des “Mbombela“ – einem Stadion, das mit US$ 172 Millionen veranschlagt worden war, für lediglich 1 Rand (etwa 12 Cents) zu kaufen. Das Land gehörte der “Matsafeni“-Kommune, die später, nach einem Streit vor Gericht, mit US$ 1,15 Millionen entschädigt wurde.
Stadt: Polokwane
Erbaut: 2009
Fassungsvermögen: 41.733
Baumassnahmen: Neubau
Fertigstellung: 2009
Das Stadion wurde zu Ehren des berühmtesten Sohnes der Stadt (Peter Mokaba, Kämpfer gegen die Apartheid) getauft – es befindet sich 5km ausserhalb des Zentrums von Polokwane und kann 45.000 Zuschauer aufnehmen. Es ist beim Worldcup nur für vier Spiele der Ersten Phase vorgesehen.
Die Form des neu errichteten Stadions ist einer Inspiration des afrikanischen “Baobab“-Baumes nachempfunden, dem lokalen Symbol – mit vier gigantischen “Ästen“, welche das Dach abstützen. Im alten Mokabe-Stadion gab der Torjäger Didier Drogba von der Elfenbeinküste im Jahr 1996 sein Debüt – allerdings verlor seine Mannschaft mit 1:2 gegen die Südafrikaner.
Stadt: Rustenburg
Erbaut: ?
Fassungsvermögen: 38.646
Baumassnahmen: Geringfügiger Ausbau
Fertigstellung: 2009
Der Name des Stadions stammt vom Volk der “Bafokeng“, das in dieser Region zuhause ist. Im Jahr 1999 gewannen die Bafokeng einen Rechtsstreit, in dem es um einen Besitz ging, auf dem 20% der gesamten Platinvorkommens der Region Rustenburg gefördert werden. Das Stadion wird Schauplatz für sechs WM-Partien.
Per Auto befindet sich das Stadion nur 25 Minuten weit weg von Sun City und 30 Minuten von Pilansberg, zwei touristisch gut entwickelten Orten – und etwa 1,30 Stunden von Johannesburg. Mit der Konstruktion von zwei ergänzenden Stuhlreihen im oberen Teil seiner Tribünen hat es eine Kapazität für 42.000 Zuschauer erreicht.