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Insiderhandel mit Holcim-Aktien?
Die im letzten April angekündigte Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge hat ein juristisches Nachspiel: Die Bundesanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Verdachts auf Insiderhandel mit Wertpapieren eröffnet.
Das Verfahren richtet sich gegen Personen, die die Information der bevorstehenden Fusion unbefugterweise erhalten haben, bestätigt die Bundesanwaltschaft einen Bericht der NZZ am Sonntag. Holcim und Lafarge hatten im letzten April mitten im Börsenhandel ankündigen müssen, dass sie fusionieren wollen, nachdem die Aktien beider Konzerne stark angestiegen waren. Die Bundesanwaltschaft prüfte in der Folge, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung wegen Insiderdelikten gegeben seien. Der anfängliche Verdacht hat sich nun offenbar erhärtet.
Firmenanteile gehen an CRH
Heute Montag haben Holcim und Lafarge ausserdem den Verkauf von Firmenanteilen an CRH bestätigt. Die Firmenanteile gehen für 6,5 Milliarden Euro an den irischen Konkurrenten. CRH habe für die Firmenanteile das beste Angebot gemacht, sagte Holcim-Chef Bernard Fontana heute Montag an einer Telefonkonferenz. Der Verkauf sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fusion von Lafarge und Holcim. In der Tat: Denn die EU-Kommission hatte die Fusion nur unter der Bedingung genehmigt, dass Holcim und Lafarge Teile ihres Geschäfts abgeben.
Konkret werden Aktivitäten in sieben europäischen Ländern sowie in Kandada, Brasilien, den Philippinen und den USA verkauft, wie beide Unternehmen mitteilten. Die Anteile hätten im Jahr 2014 einen geschätzten Nettoumsatz von 5,2 Milliarden Euro und einen geschätzten betrieblichen EBITDA von 744 Millionen Euro erzielt, heisst es. (sda/awp)