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Der Juni 2017 war mit etlichen Wetterrekorden und einer Hitzewelle ausserordentlich heiss. Insbesondere Städte heizen sich stärker auf, ein Effekt, der als städtische Hitzeinseln bekannt ist. Forschende haben für die Stadt Zürich eine detaillierte Wärmekarte erstellt, die zur Vorhersage lokaler Lufttemperaturen verwendet werden kann.
Um Ursachen von städtischen Hitzeinseln besser zu verstehen und Gegenmassnahmen zu ergreifen, haben Forschende der Empa und ETH Zürich Modelle zur Wettervorhersage mit den Auswirkungen von Gebäuden und Strassen auf die Bildung von Hitzeinseln kombiniert. Daraus ergab sich eine detaillierte Wärmekarte für Zürich, die zur Vorhersage lokaler Lufttemperaturen verwendet werden kann.
Städtische Hitzeinseln-Effekte treten nachts am stärksten zutage wegen der Speicherung von Wärme durch Baustoffe während des Tages und deren Abgabe während der Nacht. Während der Nacht auf den 22. Juni wurde eine städtische Hitzeinsel-Intensität von 6°C gemessen sowie Temperaturunterschiede von 3°C zwischen dem kühlsten und wärmsten Ort in Zürich. Es ist bekannt, dass sich Hitzewellen vor allem an lokalen «Hotspots» der jeweiligen Städte manifestieren. In Zürich sieht man besonders hohe Nachttemperaturen im dicht bebauten Stadtzentrum, relativ kühlere Temperaturen für Gebiete in Seenähe, entlang der Limmat und an den Hängen des Züribergs, wo während der Nacht kühle Luft aus höheren Bereichen herunterströmt. Die Forschenden konnten insbesondere einen Zusammenhang zwischen der städtischen Durchlüftung und den Lufttemperaturen beobachten: Ein Mangel an innerstädtischer Luftzirkulation führt zu weniger Wärmeabfuhr – und damit zu einer höheren städtischen Hitzeinsel-Intensität.
Quelle: EMPA 2017 Medienmitteilung