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US-Superstar Jay-Z hat sich bei einem Sample des Schweizer Jazz-Musikers Bruno Spoerri bedient. Nach einem über einjährigen Rechtsstreit erhält Spoerri nun die Hälfte der Einnahmen.
Bruno Spoerri und sein englisches Plattenlabel «Finders Keepers» haben den US-Rap-Mogul Jay-Z und seinen Produzenten Timbaland in die Knie gezwungen. Jay-Z hatte für den Track «Versus» auf dem Album «Magna Carta Holy» ein Sample von Spoerri aus dem Jahr 1978 unverändert übernommen und noch nach Spoerris Intervention in einem TV-Interview behauptet, er habe es selber komponiert (ab 8:00).
Wie watson berichtete, bot Jay-Z dem Basler Spoerri nach ersten Druckversuchen 25'000 Dollar Entschädigung an, was «Finders Keepers» und Spoerri ablehnten. Über eine Verlegerin, die sich in der amerikanischen Anwaltsszene auskennt, drohte Spoerri den beiden US-Superstars mit einer Klage, worauf diese nun einwilligten, Spoerri für die die Komposition die Hälfte der Tantiemen aus Radio-Airplay und Albumverkäufen auszuzahlen, Timbaland und Jay-Z erhalten bloss noch die Tantiemen für den Text.
Gegenüber der Tageswoche sagte Spoerri, er rechne mit Einnahmen von rund 100'000 Dollar, wovon die Anwaltskosten noch abgezogen werden müssten. Spoerri gehe es aber nicht ums Geld, wie er der Basler Wochenzeitung mitteilte: «Mir ging es um den Umgang unter Künstlern.» Ich habe schon einige Mal gratis was weggegeben. Aber sicher nicht bei einem dermassen kommerziell orientierten Musiker wie Jay Z.» (thi)