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Als Ad Impressions (oder Ad Views) werden einzelne Aufrufe von Werbemitteln auf einem Adserver bezeichnet. Sie geben Auskunft darüber, wie oft eine Anzeige ausgeliefert wurde.
zum Glossar
„Addressable TV“ bezeichnet eine neue Form der Werbelogistik, mit der es möglich wird, TV-Werbespots an spezifische Zielgruppen auszuliefern.
Mass dafür, ob eine konkrete Zielgruppe im Vergleich zur Grundgesamtheit unter- oder überrepräsentiert ist. Im Marketing versteht man unter Affinität die Eignung eines Werbeträgers (z.B. TV-Sender, Radiostation, Internet-Angebot) oder eines Mediums für das Erreichen einer Zielgruppe. Sie wird als Indexwert angegeben: Die Reichweite oder das Rating in der Zielgruppe wird in Relation zur Reichweite (bzw. zum Rating) in der Grundgesamtheit gesetzt. Je höher der Wert über 100 liegt, desto stärker repräsentiert ist die Zielgruppe. Beispielsweise bedeutet bei den Mediapulse TV Data ein Affinitätsindex von 130, dass die Reichweite (bzw. das Rating) in dieser Zielgruppe um 30% höher ist als in der Grundgesamtheit.
Unter Aggregation versteht man die Zusammenfassung von Einzelwerten (bzw. Daten) zu grösseren Einheiten. So werden z.B. die sekundengenau gemessenen Nutzungswerte für Werbeblöcke zu „aggregierten Werbeblockdaten“ zusammengefasst. Die ursprüngliche Information ist damit nicht mehr in ihrer Detailliertheit vorhanden, sondern wird mathematisch verarbeitet (z.B. durch Verdurchschnittlichung, Summierung, etc.).
Der Audience Flow ist ein Indikator für die Bindung der Zuschauer an das Programm. Analysen von Audience Flows untersuchen die identische Seherschaft aufeinanderfolgender Sendungen. Sie geben Aufschluss darüber, welcher Anteil der Seherschaft einer untersuchten Sendung von der vorherigen Sendung übernommen bzw. an die anschliessende Sendung übergeben werden konnte.
Das Audiomatching ist ein technisches Verfahren zur Messung von audiovisuellen Inhalten. Beim Audiomatching-Verfahren werden Tonsignale vom Messgerät als Audiomuster abgegriffen und mit Audiomustern von kontinuierlich an einem Server aufgezeichneten Sendern verglichen. Bei übereinstimmenden Signalen wird dann einem Sender Nutzung zugeordnet. Teilweise wird die Abkürzung „AMS“ für „Audiomatching System“ benutzt.
Aussenvorgaben sind externe Sollvorgaben für die strukturelle Zusammensetzung einer Stichprobe oder eines Panels, z.B. des TV-, Radio- oder Mediapanels. Sie sind relevant für den Aufbau, die Steuerung und die Gewichtung der Stichprobe. Die Aussenvorgaben für das TV-, Radio- und Mediapanel kommen aus der Bevölkerungsstatistik des BfS und dem ES (für das TV Panel und Mediapanel).
„Bewegtbild“ ist eine Sammelkategorie für audiovisuelle Inhalte, die nicht nur klassische TV-Inhalte umfasst. Insofern stellt der Begriff den Versuch dar, einen Überbegriff für zu finden, der sowohl TV-Inhalte, aber auch weitere audiovisuelle Inhalte bezeichnet.
Als Breitbandanschluss wird der Zugang zum Internet mit einer relativ hohen Datenübertragungsrate bezeichnet. Eine schnelle Übertragung grosser Datenmengen via Breitband (etwa DSL) ist die Voraussetzung für die Nutzung von TV-Geräten der neuen Generation (internetfähige smart TV-Geräte) und für den neuen TV-Standard Hbb TV.
Die Bruttoreichweite beschreibt die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einer Sendung oder in einem Zeitintervall. Personenüberschneidungen bleiben dabei im Gegensatz zur Nettoreichweite unberücksichtigt. Die Bruttoreichweite gibt somit keine Auskunft über die tatsächliche Anzahl der erreichten Personen und deren Kontakthäufigkeit. Die Bruttoreichweite kann sowohl absolut (Kontaktsumme) als auch in Prozent (GRP) ermittelt werden.
Catch-up TV ist eine Form von Video on Demand, in der den Nutzern Fernsehsendungen durch die Sender für eine bestimmte Zeit nach Ausstrahlung des Originals im Internet bereitgestellt werden. Die Sendungen können hierbei meistens kostenlos von den Nutzern abgerufen werden.
Siehe auch Eintrag zu Time Shifted Viewing
Zusammenarbeitsbereitschaft eines Panelisten in Bezug auf die Datenerhebung.
CAPI-Befragungen sind computergestützte Face-to-Face-Interviews, bei denen der Interviewer die Fragen direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Face-to-Face-Interview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
CATI-Befragungen sind computergestützte Telefoninterviews, bei denen der Interviewer die Fragen im Telefonstudio direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Telefoninterview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
CAWI-Befragungen sind computergestützte Online-Umfragen, bei denen dem Befragten die Fragen nacheinander am Computerbildschirm angezeigt und die Antworten vom Befragten im Computer eingegeben und gespeichert werden. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einer traditionellen Befragung anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
Cookies sind Textinformationen, generiert von besuchten Webseiten eines Nutzers, die vom Browser des Computers gespeichert werden. Dabei werden die persönlichen Einstellungen und die Nutzung von Internetseiten erfasst. Diese Informationen ermöglichen eine Identifikation des Nutzers und können z.B. zur Speicherung von Login-Daten genutzt werden. Cookies können (via Browsereinstellungen) vom Nutzer zugelassen, blockiert oder gelöscht werden.
Siehe auch Eintrag zu Tagging
Coverage ist ein Kennwert, der für Auswertung der TV Data zur Verfügung steht. Sie entspricht der Nettokumulation in Tausend und ist definiert als die kumulierte Anzahl von Personen (absolut oder in Prozent), welche mindestens einmal Kontakt mit der ausgewerteten Sendung oder Zeitschiene haben.
Als Datenerhebung bezeichnet man das Sammeln von Daten, beispielsweise im Bereich der Meinungs- oder Marktforschung. Die Mediapulse Panels sind primärstatistische Teilerhebungen: Aus der Grundgesamtheit wird eine repräsentative Stichprobe entnommen, um nach bestimmten statistischen Kriterien das Verhalten der ganzen Gruppe zu ermitteln.
Digital Audio Broadcasting (DAB und DAB+) ist ein digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Digitalradio.
Der Durchschnittskontakt, englisch Opportunity to See (OTS) im TV bzw. Opportunity to Hear (OTH) im Radio, ist eine Messgrösse dafür, wie oft die mindestens einmal erreichten Personen im Durchschnitt erreicht wurden.
Editing Rules sind festgelegte Zuordnungsregeln, die zur eindeutigen Identifikation von erhobenen Informationen verwendet werden. Sie werden eingesetzt, um die Zuweisungen zu Sendern im Audiomatching System zu bereinigen sowie um die korrekte Berechnung von Visits, Sessions und Duration in den Online Content Data zu gewährleisten.
Als Electronic Program Guide (EPG) bezeichnet man elektronisch verbreitete Informationen über das aktuelle Hörfunk- und Fernsehprogramm. Sie werden von den Programmveranstaltern oder Drittanbietern angeboten und sind ebenfalls in den meisten Set-Top-Boxen vorhanden. Die Daten werden in der Regel als Zusatzangebot von den Sendern ausgestrahlt und sind kostenlos zu empfangen. EPG beschreibt somit eine Funktion beim digitalen Fernsehen, die dem Zuschauer einen Überblick über die ausgestrahlten Fernsehprogramme liefert. EPGs beinhalten ein Navigationssystem mit programmbegleitenden Informationen und – je nach Leistungsfähigkeit – Suchfunktionen zur Programmauswahl.
Siehe auch Eintrag zu Smart TV
Die kleinste geographische Rekrutierungseinheit für die Mitglieder des Mediapulse Fernseh- und Mediapanels. Die Fläche der Schweiz als Grundgesamtheit ist in 25 Elementarzonen eingeteilt. Die Elementarzonen entstehen aus dem Übereinanderlegen der aktuellen Konzessions- und Sprachgebiete. Das Äquivalent für die Schweizer Radio-Landschaft ist die „Rekrutierungszone“.
Siehe auch Einträge zu AussenvorgabeQuotenstichprobe
Das Empfangspotenzial gibt an, wie viele Personen oder Haushalte einen Sender empfangen können.
Siehe auch Eintrag zu Technische Reichweite
Unter Empfangsvektor versteht man den Empfangstyp eines Haushalts, also die technische Form, mit der das Radio- oder TV-Signal übertragen und empfangen wird. Oft spricht man auch von „Empfangsebenen“. Die häufigsten Formen bei TV sind IPTV, DVB-S über Satellit, DVB-T über terrestrische Antennen, etc., bei Radio sind es z.B. UKW und DAB / DAB+.
Der Establishment Survey (ES) von Mediapulse ist eine repräsentative Befragung der Schweizer Haushalte zu Gerätebesitz und Empfangssituation von Radio- und Fernsehprogrammen sowie der vorhandenerm Internetanschluss. Die repräsentative Befragung wird zweimal jährlich in allen drei Sprachregionen der Schweiz durchgeführt. Er dient auch zur Gewinnung von Aussenvorgaben für die TV-, Radio- und Mediapanels.
Auswertungssoftware für die Analyse der Radionutzungsdaten von Mediapulse (Mediapulse Radio Data).
Facts bezeichnen verschiedene Kenngrössen, die anhand von Rechenverfahren und Basisdaten ermittelt worden sind. Sie werden unterschieden in Basiszahlen, die unabhängig von der Radio- oder TV-Nutzung sind, und Leistungswerte, die nur in Abhängigkeit von der Radio- oder TV-Nutzung bestimmt werden. Beispiele für Facts sind Marktanteil, Rating, Sehdauer oder Stichprobengrösse.
Die Fallzahl bezeichnet die Anzahl der Personen oder Haushalte, die einer Datenerhebung oder Datenanalyse zugrunde liegt.
Der Fernsehtag im Mediapulse TV-Panel ist auf die Zeitspanne von 02:00 bis 02:00 Uhr festgelegt. Diese 24 Stunden werden einem einzigen Datum zugeordnet. Der Datumswechsel erfolgt also nicht um Mitternacht, sondern um 2 Uhr morgens. Da das Mediapanel auf dem Fernsehpanel basiert gilt die Festlegung und Zuweisung des Fernsehtags zu einem bestimmten Datum auch für die Online Data.
Free TV bezeichnet eine unverschlüsselte Ausstrahlung von Fernsehprogrammen. Programme im Free TV können damit im Gegensatz zum Pay TV kostenlos empfangen werden.
Im Mediapulse Fernsehpanel wird auch die Fernsehnutzung von Gästen in den Panelhaushalten gemessen. Gäste sind Personen, die nicht im Panelhaushalt leben, aber zum Zeitpunkt des vom Messsystem erfassten TV-Konsums im Panelhaushalt ferngesehen haben.
Die Gewichtung ist ein Verfahren, mit dem Stichprobenmerkmale in ihrer Ausprägung an die Ausprägung der Grundgesamtheit angepasst werden, um eine genauere Hochrechnung bzw. Abbildung des Universums zu gewährleisten.
Gewichtungsmerkmale sind diejenigen Merkmale von Personen oder Haushalten, deren Verhältnisse in der Stichprobe mittels Gewichtung an die Verhältnisse im Universum angeglichen werden.
Dokument, das die gültigen Regeln und Bestimmungsprinzipien einer Währung festlegt. Bei Mediapulse ist dies ein Dokument, in welchem die offizielle Kalkulationsmethodologie für die Mediapulse TV Data festgelegt und beschrieben wird. Das Dokument gilt ab 2013 und wird laufend aktualisiert.
Der Gross Rating Point (GRP) stellt die Brutto-Reichweite in Prozent innerhalb eines Zielgruppenpotenzials dar. Er ist damit ein grobes Mass zur Beurteilung einer Werbekampagne und zur Vergleichbarkeit von verschiedenen Alternativen bei Werbekampagnen. Berechnungstechnisch lässt er sich definieren als die Beziehung zwischen der Kontaktanzahl in Tausend und dem Universum in Prozent.
Eine aus mindestens einer natürlichen Person bestehende Wirtschaftseinheit. Die Mediapulse TV und Online Data werden ausschliesslich in Privathaushalten erhoben. Privathaushalte sind zusammen wohnende und eine wirtschaftende Einheit bildende Personengemeinschaften sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften. Sie unterscheiden sich von den Gemeinschaftshaushalten, zu welchen z.B. Pflegeheime, Strafanstalten, Kollegien oder Kasernen gehören.
Person, die in einem Privathaushalt zuständig für die Einkäufe des Alltags ist. Bei den Mediapulse TV und Online Data wird zwischen einer herkömmlichen und einer modernen Definition der haushaltsführenden Person unterschieden. Nach der herkömmlichen Definition darf es pro Haushalt nur eine haushaltsführende Person geben. Solch eine Person wird nach logisch-demographischen Kriterien auf Alters- und Geschlechtsbasis festgelegt. Die moderne Festlegung der haushaltsführenden Person ist hingegen den Panelmitgliedern überlassen, nach diesem Kriterium sind bis zu zwei haushaltsführende Personen pro Haushalt möglich.
Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV) ist ein Verbreitungsvektor von interaktiven Applikationen für Empfangsgeräte, die sowohl über einen Decoder für digitales Fernsehen (broadcast) als auch über einen Zugang zum Internet (broadband) verfügen („Hybrid TV“). Es kann als moderne Version des Teletexts aufgefasst werden.
Datenerfassungsprinzip, das auf verschiedenen Datenquelltypen basiert und sie in der Regel in irgendeiner Form zusammenbringt. Ein Beispiel von hybrider Messung ist die Kombination von Daten aus einer Stichprobe (z.B. aus einem Panel) mit Daten aus einer Grundgesamtheit (z.B. Zensus-Daten).
Leistungsprämien, in der Regel in finanzieller oder finanzähnlicher Form, die Personen ausbezahlt werden, die an einer Datenerhebung teilnehmen. Die Panelisten an der Basis der Mediapulse Panels erhalten Incentives in der Form von Einkaufsgutscheinen.
Versorgung eines geographischen Raumes mit audiovisuellen Signalen, die aus einem anderen geographischen Versorgungsgebiet (oft aus einem Nachbarland) stammen.
Auswertungssoftware für die Analyse der TV-Nutzungsdaten von Mediapulse (Mediapulse TV Data).
Der Internal Coincidental Check (ICC) beschreibt in der Fernsehforschung ein Verfahren zum Nachweis der Reliabilität, d.h. dem korrekten An- und Abmelden der Teilnehmer eines Messpanels („Compliance“). Im gesamten Panel wird die Fernsehnutzung aller Haushaltsmitglieder per Telefoninterview zu verschiedenen, genau festgelegten Zeitpunkten erfasst und anschliessend mit den Messergebnissen für diese Panelhaushalte verglichen.
Eine Form von Medien-Forschungsorganisation, in welcher eine Arbeitsgruppe von Fernsehstationen, Werbeindustrievertretern und Vermarktern ein vertraglich geregeltes Datenbezugsverhältnis bei einem Datenlieferanten für eine festgelegte Zeitperiode unterhält.
Statistisches Intervall, das die Präzision der Schätzung eines Parameters (zum Beispiel eines Mittelwerts) angeben soll. Das Konfidenzintervall gibt den Bereich an, der bei unendlicher Wiederholung eine Erhebung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (dem Konfidenzniveau) die wahre Lage des geschätzten Parameters einschliesst.
Vom Bundesamt für Kommunikation festgelegtes geographisches Gebiet („Versorgungsgebiet“), innerhalb dessen Radio- oder Fernsehstationen gewisse Leistungen zu erbringen haben. Diese Leistungsaufträge werden in Konzessionen festgeschrieben.
Aufsummierung von Nutzern in Form von Personen oder Haushalten eines bestimmten medialen Angebotes über eine vorgegebene Zeitspanne.
Vom Anbieter vorgegebener sequenzielle Programmfluss von Fernsehinhalten, der vom Zuschauer nur in derselben zeitlichen Abfolge genutzt werden kann.
Prozentualer Anteil der Nutzung einer Sendung, eines Werbeblocks oder eines bestimmten Zeitintervalls an der Gesamtnutzung aller Programme zum jeweiligen Zeitpunkt.
Eine Form von Medien-Forschungsorganisation, in welcher ausschliesslich die Fernsehsender über die Forschungspolitik entscheiden. Andere Marktpartner sind institutionell nicht in die Entscheidungsprozesse eingebunden.
Siehe auch Eintrag zu Joint Industry Committee
Eine Mediathek bezeichnet eine Sammlung von Videos, welche von Sendern im World Wide Web digital zur Verfügung gestellt werden. Dies können sowohl ausgestrahlte Broadcast-Inhalte sein oder auch Web-Only Content. In der Regel werden Mediatheken nach spezifischen Sendungen unterteilt.
Messgenauigkeitsstufe und Verdichtungsgrad von Messdaten. Die Messgranularität der Fernsehnutzung in der Schweiz auf Basis von Audiomatching beträgt eine Sekunde. Die Standardgranularität der Mediapulse TV Data für die Auswertung mit dem Auswertungsprogramm Instar Analytics beträgt ebenfalls eine Sekunde.
Synonym: Net Reach
Die Nettoreichweite ist ein Kennwert für die Analyse von Radio-, TV- und Online-Nutzung. Die Nettoreichweite bezeichnet grundsätzlich die Anzahl oder den Anteil von Personen oder Haushalten, die mindestens einmal während einer vorgegebenen Minimaldauer zu einem gegebenen Zeithorizont in Kontakt mit einem an der Messung partizipierenden Angebot kommen. Mehrmalige Kontakte während des betrachteten Zeithorizonts werden nur einmal berücksichtigt. Für TV und Radio stellt die ausgewiesene Nettoreichweite die durchschnittliche Tagesreichweite dar. Für Online bezieht sich die ausgewiesene Nettoreichweite dagegen stets auf den selektierten Zeitraum. Beispiel: Bei Betrachtung der Nettoreichweite im Mai 2023 umfasst die ausgewiesene Nettoreichweite bei TV und Radio die Anzahl bzw. den Anteil Personen, die durchschnittlich an einem Tag im Mai 2023 erreicht wurden, bei Online dagegen die Anzahl bzw. den Anteil Personen, die im Mai 2023 insgesamt erreicht wurden.
Person oder Haushalt, die ein bestimmtes mediales Angebot zu einem gegebenen Zeitpunkt bzw. innerhalb eines bestimmten Zeithorizonts nicht beansprucht hat.
Der Begriff „Over the Top Content“ (OTT) bezeichnet die internetgestützte Übermittlung von audiovisuellen Inhalten, ohne dass ein Internet-Service-Provider in die Kontrolle oder Verbreitung der Inhalte involviert ist. OTT bezieht sich in der Regel auf Inhalte, die von Dritten bereitgestellt werden (z.B. Netflix).
Personen oder Haushalte, die regelmässig zu einem oder mehreren Themen befragt werden oder deren Konsum gewisser Angebote regelmässig gemessen wird. Mediapulse pflegt drei Panels. Die Mediapulse Radio Data entstammen einem bevölkerungsrepräsentativen Personenpanel, die Mediapulse TV Data einem fernsehpublikumsrepräsentativen Haushaltspanel und die Mediapulse Online Data einem zur Repräsentation der Online-Nutzung um Non-TV-Haushalte erweiterten TV-Panel. Panelteilnehmer werden als „Panelisten“ bezeichnet.
Siehe auch Einträge zu DatenerhebungRepräsentativitätStichprobe
Regelmässige Überprüfung der Panelrepräsentativität hinsichtlich festgelegter relevanter Merkmale.
Siehe auch Einträge zu DatenerhebungPanelQuotenstichprobeRepräsentativität
Befragungsmethode per Fragebogen und Bleistift. Der Interviewer trägt die Antworten der interviewten Person auf Papier ein, oder die interviewte Person beantwortet selber die gestellten Fragen auf Papier.
Messgerät zur elektronischen Erfassung der Fernsehnutzung, das jedem Fernsehgerät im Haushalt von Mitgliedern eines Fernsehpanels angeschlossen wird.
Basisdaten mit Informationen über die Eigenschaften und die elektronisch erfassten Radio- oder Fernsehnutzungen von Panelmitgliedern auf Individualebene.
Das Potenzial gibt die Grösse einer Zielgruppe in der Bevölkerung an. Es kann als absolute Zahl in Tausend ermittelt werden oder als prozentualer Anteil an der Grundgesamtheit. Im Fernsehforschungspanel wird das Potenzial als Summe der gewichteten Anzahl einer Zielgruppe, die einer Auswertung zugrunde liegt, bezogen auf die Grundgesamtheit berechnet. In Instar Analytics kann das Potenzial mit dem Fact „Stichprobe“ ausgewertet werden und in Audience Analytics mit dem Fact „Sample“.
Werbeinhalte, die vor, in oder nach einem Videoclip platziert sind.
Übertragung von Handlungen (z.B. Mediennutzungen), die bei einer Stichprobe beobachtet wurden, auf eine Grundgesamtheit.
Stichproben, die auf einer systematischen Auswahl von Personen oder Haushalten beruhen, die in der verhältnismässigen Verteilung der für die Quoten relevanten Merkmale die prozentuale Verteilung derselben Merkmale in der Grundgesamtheit widerspiegeln.
Siehe auch Einträge zu DatenerhebungAussenvorgabeSollvorgabe
RAM ist eine häufig benutzte Abkürzung, mit der das gesamte Messsystem zur Messung der Radio-Nutzung bezeichnet wird. Sie steht für „Radio Audience Measurement“.
Das Rating ist ein Kennwert („Fact“) für audiovisuelle Programme. Es ist ein längengewichtetes Reichweitenmass, das dadurch zustande kommt, dass die von Nutzern genutzte Zeit durch die Zeit der gesamten Zeitschiene geteilt wird. D.h., wenn alle Nutzer über die gesamte Zeitschiene hinweg nutzen würden, wäre das Rating identisch mit der Nettoreichweite.
Die Rekrutierung ist der Vorgang, durch den Fälle (z.B. Haushalte, Panelisten) für eine Stichprobe gewonnen werden. Die meist benutzten Auswahlverfahren basieren entweder auf einer Zufallsauswahl oder einer Quote. Oft wird versucht, Panelisten mit einer Incentivierung zu motivieren.
Die kleinste geographische Rekrutierungseinheit für die Mitglieder des Mediapulse Radiopanels. Die Fläche der Schweiz als Grundgesamtheit ist in 28 Rekrutierungszonen eingeteilt. Das Äquivalent für die Schweizer TV- und Online-Landschaft ist die „Elementarzone“.
Reliabilität ist ein Mass für die Zuverlässigkeit einer Messmethode und damit ein Gütekriterium für empirische Erhebungen. Messungen sind dann reliabel, wenn sie unter gleichen Rahmenbedingungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und bei Anwendung durch unterschiedliche Forscher zu vergleichbaren Ergebnissen führen.
Siehe auch Eintrag zu Validität
Repräsentativität ist die Eigenschaft einer Stichprobe oder Datenerhebung, die es erlaubt, Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit zu ziehen. Sie bezeichnet die Tatsache, dass die Stichprobe (in Bezug auf spezifische Merkmale) als kleines „Abbild“ der Grundgesamtheit betrachtet werden kann. Eine Quotenstichprobe ist z.B. darauf ausgelegt, Repräsentativität (in Bezug auf die Quotenmerkmale) herzustellen.
Dank Set-Top-Boxen und digitalen Empfangsvektoren können Informationen von TV-Abonnenten zu Distributoren oder Anbietern zurückfliessen. Dies erlaubt eine Vollerhebung der durch Abonnenten genutzten Sender. Um die Granularität des stichprobenbasierten Forschungsansatzes zu erhöhen, gibt es in diversen Ländern Bestrebungen, Stichprobendaten und Return-Path-Data zu einem hybriden System zu fusionieren.
Synonyme: Focal MeterFM
Ein Router ist ein Netzwerkgerät, das Datenpakete zwischen verschiedenen Netzwerken weiterleitet. Bei einer Anbindung von Heimnetzwerken ans Internet spricht man auch von Internetroutern. Ein Router Meter ist ein Messgerät zur Erfassung von Online-Mediennutzung, das direkt die Signale eines Routers ausliest.
Synonyme: Duration by PersonSD
Die Sehdauer ist ein statistisches Kennmass für TV und Online (Duration by Person). Sie ist definiert als der Durchschnitt der täglichen Nutzungszeit aller Personen, die zu einer Zielgruppe gehören. Die Nutzungszeit wird dabei durch alle Personen oder Haushalte geteilt, nicht nur durch die Nutzer.
Siehe auch Eintrag zu Verweildauer
Sendeprotokolle sind inhaltliche Codierungen der von den TV-Sendern ausgestrahlten Sendungen. Dadurch wird es möglich, Analysen direkt auf Basis konkreter Sendungen statt auf Zeitschienen durchzuführen, weil den codierten Inhalten (neben dem Inhaltscode) auch die effektive Ausstrahlungszeit zugeschrieben wird.
Eine Set-Top-Box ist ein Gerät, das zwischen Empfangsvektor und TV-Gerät angeschlossen wird und dem Benutzer dadurch verschiedene Nutzungsfunktionen anbietet, etwa einen Electronic Programme Guide. Set-Top-Boxen, die mit einem digitalen Signal verbunden werden, erlauben die Erfassung von Set-Top-Box-Daten (die eine Teilmenge der sogenannten „Return-Path-Data“ darstellen).
Statistischer Begriff, mit dem bezeichnet wird, dass ein empirisch beobachteter Unterschied zwischen zwei oder mehr Gruppen oder zwischen einem Kennwert und „der Realität“ nicht zufällig zustande kommt (unter Berücksichtigung einer gewissen Fehlerwahrscheinlichkeit).
Siehe auch Einträge zu KonfidenzintervallStandardfehler
In der Stichprobenmethodologie wird von einem Single-Source-Panel gesprochen, wenn alle gewünschten Infos mittels der gleichen Panelisten bereitgestellt werden können. In der Mediennutzungsforschung wird der Begriff häufig im Zusammenhang mit verschiedenen Mediengattungen benutzt (z.B. um crossmediale Nutzungsanalysen zu ermöglichen).
Eine standardisierte sozio-demographische Typologie („Zielgruppe“), die auf einer Clusterung von Lebensweisen und Einstellungen (bzw. allgemein der sozialen Lage und Lebenswelt) beruht und so als Indikator für verschiedene „soziale Milieus“ dient.
Internetfähiges TV-Gerät, das z.B. auch die Nutzung von Apps zum Streaming von Audio- oder Video-Inhalten zulässt. In der Regel weist ein Smart TV zahlreiche weitere Anschlüsse für Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, etc. auf.
Bei einer Quotenstichprobe bezeichnet die Sollvorgabe die Anzahl Fälle, die für eine konkrete Quote erreicht (bzw. rekrutiert) werden soll. Die „Panel Balance“ beschreibt dabei, wie gut die Vorgaben eingehalten werden.
Siehe auch Eintrag zu Aussenvorgabe
Begriff aus der Sozialforschung, mit dem Bevölkerungsmerkmale auf Personen- oder Haushaltsebene bezeichnet werden. Die Beschreibung von Stichproben oder Zielgruppen basiert häufig auf soziodemographischen Angaben.
Der Standardfehler ist ein Streuungsmass, welches für eine Schätzfunktion die durchschnittliche Abweichung des geschätzten Parameterwerts vom wahren Parameterwert angibt. Ein Wert, der ausserhalb des Standardfehlers liegt, kann als signifikant verschieden vom geschätzten Parameter betrachtet werden.
Siehe auch Eintrag zu Konfidenzintervall
Synonym: Sample
Numerisch kleineres Abbild einer Grundgesamtheit oder eines Universums. Stichprobenziehungen verlaufen nach einem geregelten Prinzip, z.B. zufällig oder nach einer Quote. Mediapulse misst die Radio-, TV- und Online-Nutzung in einer Personen- bzw. Haushaltsstichprobe. „Stichprobe“ ist auch als Kennwert („Fact“) in den Auswertungstools verfügbar und bezeichnet die hinter einer Auswertung stehende Fallzahl.
Siehe auch Eintrag zu Panel
Subscription Video on Demand (SVOD) bezeichnet einen mittels Abo bezahlten Video on Demand Service.
Synonyme: Comscore TagMess-Tag
Tagging bezeichnet eine Technik, mit der Inhalte einer Webpage oder eines Players mithilfe von Cookies so markiert werden, dass die Aktivitäten auf der Website oder des Players erfasst und gemessen werden können. Dies wird genutzt, um den Online-Traffic von Websites oder Playern zu messen.
Mit der technischen Reichweite wird die Gesamtzahl aller Haushalte eines Gebiets bezeichnet, die theoretisch aufgrund der technischen Ausstattung in der Lage wären, einen TV-Sender zu empfangen. Das Empfangspotenzial hingegen bezeichnet die Anzahl Haushalte in einem Gebiet, die einen Sender in einem Zeitraum tatsächlich eingeschaltet haben.
TAM ist eine häufig benutzte Abkürzung, mit der das gesamte Messsystem zur Messung der TV-Nutzung bezeichnet wird. In der Regel ist damit ein Audiomatching-System oder hybrides Messsystem gemeint.
Time Shifted Viewing (TSV) ist eine TV-Nutzungsform bei digitalen Empfangsvektoren, mittels der eine TV-Sendung zu einem späteren Zeitpunkt als der originalen Ausstrahlung genutzt werden kann. In der Mediapulse TV-Forschung umfasst TSV per Konvention die Nutzung von Angeboten bis zu sieben Tagen nach deren Ausstrahlung.
Zeitbudget-Studie in der Schweiz, die von Mediapulse durchgeführt wird. Sie analysiert die Mediennutzung und allgemeine Tätigkeiten im Tagesverlauf. Die Datenerhebung basiert in der neusten Auflage auf einer Befragung über ein E-Diary (Tagebuch).
Total TV und Total Radio bezeichnen das Gesamtvolumen der TV- bzw. Radio-Nutzung, d.h. sämtliche Nutzungen aller gemessenen Sender werden aufsummiert.
Die Gesamtmenge aller Personen oder Haushalte, auf welche die Messergebnisse aus einer Stichprobe hochgerechnet werden. Die Zugehörigkeit zum Universum wird über die Definition von Merkmalen bestimmt (z.B. Bevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren). „Universum“ ist auch als „Fact“ in den Auswertungstools von Mediapulse vorhanden und bezeichnet die Fallzahl der Grundgesamtheit, auf die sich eine Auswertung bezieht.
Siehe auch Eintrag zu Vollerhebung
Wissenschaftliches Gütekriterium für Modelle, Messverfahren, Tests, etc. Sie bezeichnet den Grad an Übereinstimmung einer Messung mit einem theoretischen Messkonzept, d.h. sie bezeichnet die Genauigkeit, mit der wirklich gemessen wird, was gemessen werden soll.
Siehe auch Eintrag zu Reliabilität
Synonym: Duration by User
Indikator für die durchschnittliche Nutzungsdauer der Nutzer einer Sendung bzw. eines Inhalts oder Zeitschiene, welche eine gewählte Kontaktdefinition erfüllen. Sie umfasst nur die Personen, die den entsprechenden Inhalt tatsächlich genutzt haben (Online: Duration by User).
Siehe auch Eintrag zu Sehdauer
Video on Demand (VOD) bezeichnet einen Online-Service, mit dem digitale Videos abgerufen (gestreamt) oder heruntergeladen werden können.
Zeitversetzte TV-Nutzung, bei welcher ein Inhalt zeitversetzt, aber am gleichen TV-Tag wie die Originalausstrahlung genutzt wird.
Datenerhebung, die nicht auf einer Stichprobe basiert, sondern auf Daten einer Grundgesamtheit. Zensusdaten z.B. sind immer eine Vollerhebung (aber nicht jede Vollerhebung generiert Zensusdaten).
Ein Radio- oder TV-Sender mit Vollprogramm bietet ein Angebot über den gesamten Tag, wobei unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Themen bedient werden. Der Begriff hat oft medienrechtliche Relevanz und wird in Mediengesetzen näher definiert (z.B. mittels einer Mindestsendezeit).
Eine Währung im Medienbereich bezeichnet offiziell gültige Nutzungsstatistiken, welche für die Programmgestaltung und Werbeplanung benutzt werden. Sie ist also die Währung, mit der Werbung verrechnet wird. „Währungscharakter“ erhalten die Daten dadurch, dass es nur eine einzige gültige Währung gibt und dass sie vom Vertrauen der Anwender lebt. Die „Währungsforschung“ erhebt die Zahlen für diese Währung und bürgt für ihre Qualität.
Angebot (z.B. Audio oder Video), welches nur für das Web produziert und nur dort bereitgestellt wird.
Online-Distributionsplattform, mit der ein Programmbouquet von senderübergreifenden Broadcastinginhalten bereitgestellt wird. Inhalte können dabei in der Regel sowohl time shifted, als auch live genutzt werden.
Zusammenhängender Zeitabschnitt innerhalb eines Programms, in dem mehrere einzelne Werbespots ausgestrahlt werden. Oft wird auch vom „Ad Break“ gesprochen.
Bezeichnung für die Art oder Gattung von Werbung, z.B. ein Plakat, Inserat, Werbespot, etc. Nicht zu verwechseln mit „Werbeträgern“.
Kurzer Film oder Audioclip, mit dem für eine Ware, eine Marke oder eine Dienstleistung geworben wird.
Medium, mit dem eine Werbung verbreitet wird, z.B. eine Zeitung bei einem Inserat, ein TV- oder Radio-Sender bei einem Werbespot, die Litfasssäule für das Plakat, etc. Nicht zu verwechseln mit dem „Werbemittel“.
Synonym: Filterliste
Positivliste, mit welcher Elemente zusammengefasst werden, die als vertrauenswürdig eingestuft werden. Im Bereich der Online-Nutzungsforschung z.B. werden Whitelists von Webseiten geführt und im Bereich der TV-Forschung Whitelists von Plattformen für die Streaming Data, welche vom Messsystem erkannt und gemessen werden.
Zeitabschnitt innerhalb eines Tages. Analysen des Mediennutzungsverhaltens können mit Zeitschienen im Tagesablauf unterteilt werden. Eine Zeitschiene, die auch in der Alltagssprache Gebrauch findet, ist die sogenannte „Prime Time“.
Zensusdaten sind Daten, die für die gesamte Grundgesamtheit erhoben werden. Insofern stellen Zensusdaten immer eine Vollerhebung dar. Ein Beispiel dafür aus der Medienbranche sind Return-Path-Data.
Synonym: Target Group
Personen- oder Haushaltssegment, das aus bestimmten Merkmalen oder Merkmalskombinationen gebildet wird.
Synonym: Werbeblocker
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Als Ad Request bezeichnet man eine Aktion eines Nutzers, welche den Prozess der Ad Decision auslöst. In dieser wird entschieden welches Werbemittel vom Ad Server abgerufen wird.
Adserver dienen der Auslieferung von Werbemitteln. Werbemittel werden durch Adserver beim Zugriff auf eine Seite unmittelbar verschickt.
Synonym: App
Applikationen (Apps) sind zusätzliche Anwendungen, die auf Endgeräten wie beispielsweise Smartphones, Tablets oder einem Smart TV bestimmte Funktionen erfüllen (Beispiele: Netflix, SRF News App). Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit Anwendungen für Smartphones oder Tablets gemeint, die über einen meist in das Betriebssystem integrierten Onlineshop bezogen und direkt auf das Endgerät installiert werden.
Assets bezeichnen die kleinste publizierte Einheit in den Online Content Audience Data. Diese teilen sich dabei in Web-Assets (Webseiten) und App-Assets (Applikationen/Apps) ein. Assets sind dem Brand untergeordnet. Dabei werden die Assets über das Intake Formular selbst von den Publishern bestimmt und benannt. Die Aufnahme von Assets in die Publikation unterliegt jedoch gewissen Richtlinien, welche von den Publishern befolgt werden müssen.
Siehe auch Einträge zu BrandNetzwerk
Ein At-Work-Only Device bezeichnet ein Endgerät, welches ausschliesslich am Arbeitsort verwendet wird und nie innerhalb des eigentlichen Panel-Haushaltes. Durch den fehlenden Kontakt mit dem Focal Meter im Haushalt können At-Work-Only-Devices nicht vom Focal Meter erfasst werden und stellen deshalb im Rahmen der Online Content Audience Data eine Messlücke by Design dar.
Lizensierte Software zur Auswertung der Mediapulse Online Content Audience Data.
Ein Autostart bezeichnet den automatisierten Start von Video-Streams auf Webseiten und in Apps. Bei Streams mit Autostarts ist somit keine Nutzeraktion für den Start des Videos notwendig. Da Mediapulse sich dazu verpflichtet ausschliesslich nutzerinduzierte Events zu messen werden Autostarts unterbunden. Eine Messung von Videos mit Autostart ist ausschliesslich erlaubt, wenn lediglich ein Video gleichzeitig läuft oder gemessen wird sowie Ton oder Untertitel vorhanden sind.
Synonym: AAD
Analog zur Average Page-view Duration (APD) bezeichnet die Average App Duration (AAD) die durchschnittliche Dauer einer Session auf einem App-Asset, basierend auf den letzten vier gleichen Wochentagen. Aufgrund der Foreground-Messung und daher bereits vorhandener und gemessener App-Nutzungsdauer wird die AAD im Gegensatz zur APD jedoch lediglich zur letzten Session am Medientag des entsprechenden App-Assets addiert. Diese variiert dabei als Durchschnittsdauer je nach App-Asset.
Siehe auch Eintrag zu Average Page-view Duration
Synonyme: APDAverage Site Duration (ASD)
Die Average Page-view Duration (APD) bezeichnet die durchschnittliche Dauer einer Session auf einem Web-Asset basierend auf den letzten 4 gleichen Wochentagen, welche jeweils zur letzten Session des entsprechenden Web-Assets addiert wird. Grund für die Addition der APD am Ende einer Session sind fehlende weitere Events zur regulären Kalkulation der Session-Duration. Um keine Nutzungsdauer zu verlieren wird am Ende der Session deshalb die APD angehängt. Diese variiert dabei als Durchschnittsdauer je nach Web-Asset.
Siehe auch Eintrag zu Average App Duration
Der Big Visitor Filter ist zuständig für das Ausfiltern nicht-nutzerinduzierter Events in den Traffic Data. Dabei bleiben Visits im Filter hängen, welche als Big Visitor klassifiziert werden. Grund für die Klassifizierung sind u.a. eine hohe Anzahl an Visits, welche alle von derselben IP-Adresse stammen. Dadurch werden die Traffic Data weitgehend bereits in der Datenverarbeitung von Bot-Traffic bereinigt.
Siehe auch Eintrag zu Bot
Synonym: Bot Traffic
Unter einem Bot (vom Begriff Robot abgeleitet) versteht man ein Computerprogramm, das weitgehend selbstständig sich wiederholende Aufgaben abarbeitet, ohne dabei auf eine Interaktion mit einem menschlichen Benutzer angewiesen zu sein. Bot Traffic bezeichnet somit nicht-nutzerinduzierten Traffic. Beispiele für Bots sind Scraping und Crawling (z.B. Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die selbstständig Webseiten besuchen).
Siehe auch Eintrag zu Big Visitor Filter
Brands bezeichnen die übergeordnete publizierte Einheit in den Online Content Audience und Traffic Data. Brands enthalten dabei eines oder mehrere Assets und werden analog zu den Assets über das sogenannte Intake Formular selbst von den Publishern bestimmt und benannt. Die Aufnahme von Brands in die Publikation unterliegt jedoch gewissen Richtlinien, welche von den Publishern befolgt werden müssen.
Siehe auch Einträge zu AssetNetzwerk
Ein Softwareprogramm, das im Internet verfügbare Dokumente abrufen, herunterladen, zwischenspeichern und anzeigen kann. Beispiele: Internet Explorer, Firefox, Google Chrome, Safari.
Synonym: CMP
Ein Consent Management Protocol (CMP) bezeichnet die Implementation eines konkreten Opt-Ins innerhalb von Web- und App-Angeboten. Dabei können Publisher unter Nutzung verschiedener Anbieter aus Gründen des Daten- und Personenschutzes ein CMP implementieren. Ist das CMP implementiert, werden die Nutzer der entsprechenden Angebote jeweils gefragt, ob und welche Daten von ihnen verarbeitet werden dürfen. Werden bestimmte Zustimmungen nicht gegeben und das CMP auch für die von Mediapulse erhobenen Daten vollständig angewandt, kann dies zu verzerrenden Effekten und Messlücken in den Online Content Traffic und Audience Data führen.
Siehe auch Eintrag zu Opt-in
Synonym: Device-ID
Der Device-Identifier stellt das zentrale Bindeglied zwischen Zensus- (Traffic) und Panel-Messung dar. Dabei besitzt jedes im Panel-Haushalt vorhandene Endgerät einen Device-Identifier, welche über den Focal Meter erfasst wird. Dieser Device-Identifier wird bei der Nutzung partizipierender Angebote via Tagging übergeben und kann somit in den Zensus-Daten identifiziert werden. Dies erlaubt wiederum eine Zuordnug zu den Panelisten, welche den entsprechenden Inhalt genutzt haben. Eine Identifikation der Nutzung sowie Zuordnung zum Panelisten erfolgt dabei auch ausserhalb des Haushaltes, sofern das entsprechende Device bereits im Panelhaushalt identifiziert wurde.
Siehe auch Einträge zu Router Meter302-Redirect
Die Duration als zentrale Metrik der Online Content Traffic und Audience Data bildet sich aus der Nutzungsdauer zwischen dem ersten und letzten ausgelösten Messevent. Da der letzte ausgelöste Messevent jedoch nicht mit dem Ende eines Visits bzw. einer Session gleichgesetzt werden kann wird bei Web-Assets zusätzlich die Average Page-view Duration addiert. Dies ist für App-Assets aufgrund der Foreground-Messung nicht notwendig, weshalb lediglich für die letzte Session am entsprechenden Medientag eine Average App Duration addiert wird.
Entkoppelte Werbung bezeichnet Werbebotoschaften, welche im Umfeld von Medienangeboten dynamisch platziert und in Abhängigkeit vom jeweiligen Nutzer individuell variiert werden können. Dazu gehören u.a. Replay Ads im Fernsehen.
Synonym: FPID
Der First-Party-Identifier (FPID) bezeichnet analog zur Device-ID eine Identifikationsmöglichkeit von Zugriffen auf Webseiten und Streams über ein First-Party-Cookie. First-Party steht dabei für die Implementation durch den Anbietern der Webseite selbst. Web-Angebote, welche an der Mediapulse Online-Messung partizipieren, sind dazu angehalten eine solche FPID zu implementieren. Im Gegensatz zu Third-Party-Identifier unterliegen FPIDs nicht denselben Restriktionen und ermöglichen selbst bei vorhandenem Third-Party-Cookie-Blocking von Browsern wie Safari oder Google Chrome weiterhin eine vollständige und persistente Messung.
Siehe auch Einträge zu CookieThird-Party-Cookie
Das Foreground Measurement ermöglicht eine präzise Messung der Nutzungsdauer von App-Angeboten im Rahmen der Online Content Data sowie der Online TV Data. Dabei wird die Nutzung der App lediglich gemessen, wenn diese im „Foreground“ also im Vordergrund und für den Nutzer sichtbar ist, nicht aber, wenn sich die App im Hintergrund befindet und nicht aktiv genutzt wird. Dies erlaubt eine präzisere Messung der Nutzungsdauer bei App. Das Foreground Measurement wird über die Implementation einer sogenannten SDK möglich, weshalb Mediapulse alle partizipierenden Angebote zur Implementation derselben verpflichtet.
Siehe auch Eintrag zu Software Development Kit
Geolocation bezeichnet den geografischen Ort, von welchem aus die Nutzung eines bestimmten Angebots resultiert. Dabei wird häufig zwischen Internationaler (alles ausserhalb der Schweiz) und Schweizer Nutzung unterschieden.
Ghost Starts bezeichnen die automatische Auslösung nicht-nutzerinduzierter Events auf Webseiten und Apps. Diese erfolgen wenn automatisch Inhalte geladen werden (Beispiel: Pop-Ups) und dadurch einen Messevent auslösen. Da Mediapulse ausschliesslich nutzerinduzierten Traffic misst, werden die betreffenden Messevents über den Ghost Start Filter ermittelt und von der Messung ausgeschlossen.
Synonym: Avg. IDs per Day
IDs stellen eine zentrale Metrik in den Online Content Traffic Data dar. Die Anzahl IDs eines Brands ergibt sich aus der Anzahl unterschiedlicher Identifier, welche durch das Tagging an Comscore übermittelt wurden. Die Anzahl IDs kann dabei nicht mit der Nettoreichweite gleichgesetzt werden, da bei Verwendung unterschiedlicher Endgeräte, Browser oder auch beim Zurücksetzen der Cookies, mehrere IDs pro Person generiert werden können. Da sich diese wiederholte Generierung über die Zeit verstärkt wird die Anzahl IDs in den Traffic Data ausschliesslich als Durchschnittswert pro Tag ausgewiesen (Avg. IDs per Day).
Synonym: IH
In Home Nutzung bezeichnet die Nutzung von Webseiten, Apps oder Streams innerhalb des Haushaltes der Panelisten des Mediapanels bzw. TV-Panels. Wenn Inhalte innerhalb des Netzwerks des Haushaltes genutzt werden, wird die entsprechende Nutzung vom Router Meter (Focal Meter) erfasst und dadurch als in Home klassifiziert.
Siehe auch Eintrag zu Out of Home (Nutzung)
Die IP-Adresse bezeichnet eine eindeutige Adresse in Computernetzen, die auf dem Internetprotokoll (IP) basiert. Bei der Anbindung eines Computers oder eines anderen internetfähigen Endgerätes an ein Netz bekommt dieser automatisch eine oder mehrere IP (Internet Protocol)-Adressen zugewiesen. So sind der Computer bzw. sein User adressierbar und erreichbar.
Siehe auch Eintrag zu Private Relay
Synonyme: JSJS-Tagging
JavaScript bezeichnet eine Programmiersprache, deren Programmcode in Webseiten eingebettet und mit diesen auf den Browser übertragen wird. Sie ermöglicht es, Webseiten dynamisch zu gestalten und wird unter anderem im Bereich des Taggings von Webseiten und Streaming-Playern für die Online Data benötigt.
Long Tail bezeichnet eine Vielzahl kleinerer, themenspezifischer Webseiten und TV-Angebote mit geringen Reichweiten.
Das sogenannte Monitoring dient der Überwachung der Qualität der Mediapulse Forschungssysteme sowie der daraus generierten Daten. In den Monitorings werden unterschiedliche Kenngrössen und deren Entwicklung überwacht. Beispiele sind das Monitoring der Panel-Entwicklung (Anzahl Panelisten, Eigenschaften der Panelisten) und das Monitoring von Abweichungen in den Traffic Data zur Meldung von Incidents. Aber auch die Durchführung von End-to-End-Tests zur Sicherung der korrekten Funktionsweise eines Messsystems gehört in den Bereich der Monitorings. Monitorings kommen in allen Bereichen zur Anwendung und weisen unterschiedliche Frequenzen auf.
Netzwerke bezeichnen die oberste publizierte Einheit in den Online Content Audience und Traffic Data. Netzwerke enthalten dabei mindestens zwei unterschiedliche Brands und werden im Rahmen einiger von Mediapulse festgelegter Richtlinien frei von den Publishern im Intake Formular definiert und benannt.
Siehe auch Einträge zu AssetBrand
Synonym: Non-TV-HHs
Non-TV Haushalte umfassen die Grundgesamtheit privater Haushalte, in denen sich kein TV-Gerät in Gebrauch befindet, welches für den TV-Konsum verwendet wird, aber ein Internetanschluss im Haushalt existiert.
Siehe auch Eintrag zu TV-Haushalt
Bei den Observed Cases handelt es sich um die Anzahl Panelisten innerhalb des Mediapanels, welche in einem bestimmten Zeitraum ein bestimmtes Angebot innerhalb der Online Content Audience Data effektiv genutzt haben. Somit bezeichnen Observed Cases die ungewichtete Reichweite eines Angebots innerhalb des Panels, vor der Hochrechnung auf das Gesamtuniversum.
Synonym: OAM
Online Audience Measurement bezeichnet das gesamte Messsystem zur Messung der Online-Nutzung. Die methodischen Eckpfeiler sind dabei das von Kantar betriebene Media
Panel und die Tagging-Technologie von Comscore.
Synonyme: OSBetriebssystem
Das OS bezeichnet das Betriebssystem eines digitalen Endgerätes. Das Betriebssystem setzt sich dabei aus einer Reihe von Programmen zusammen, welche zur Verbindung der Hardware des entsprechenden Endgerätes mit den IT-Anwendungen auf dem Endgerät benötigt werden. Weit verbreitete OS sind iOS, Android, Mac OS, Windows und Linux.
Beim Opt-in handelt es sich um ein ausdrückliches Zustimmungsverfahren. Opt-ins werden beispielsweise im Rahmen von Consent Management Platforms (CMP) angewendet. Um eine Datenverarbeitung bzw. spezifische Datenverwendung zu erlauben, muss der Nutzer einer Webseite, App oder Set-Top-Box explizit zustimmen. Opt-In erfolgt dabei häufig differenziert und erlaubt somit ein frei wählbares Ausmass an aktiver Zustimmung, um die Datenverarbeitung und -verwendung gezielt zu steuern.
Siehe auch Eintrag zu Opt-out
Beim Opt-out handelt es sich um ein Widerspruchsverfahren. Dabei ist im Gegensatz zum Opt-in eine aktive Handlung notwendig, um beispielsweise bestimmte Formen der Datenverarbeitung und -verwendung zu untersagen. Wird nicht aktiv abgelehnt, wird die Zustimmung bei einem Opt-out als gegeben angesehen. Opt-outs werden teilweise bei Webseiten im Rahmen der Zustimmung vorhandener Cookies verwendet.
Synonym: OOH
Out of Home Nutzung (OOH) bezeichnet die Nutzung von Webseiten, Apps oder Streams über Small-Screen-Devices ausserhalb des Haushaltes der Panelisten des Mediapanels bzw. TV-Panels bzw. die Nutzung ausserhalb des im Haushalt installierten Netzwerkes. Wenn Inhalte und Ads ausserhalb des Netzwerkes des Haushaltes genutzt werden, kann die entsprechende Nutzung ausschliesslich über das Tagging und nicht vom Router Meter (Focal Meter) erfasst werden und wird dadurch als Out of Home klassifiziert. Dies bedeutet, dass auch Nutzung, welche eigentlich innerhalb des Haushaltes erfolgt, als Out of Home klassifiziert werden kann, sofern diese nicht über WLAN erfolgt.
Siehe auch Eintrag zu In Home (Nutzung)
Der Begriff Plattform dient als Überbegriff für unterschiedliche Dienste (Webseiten und Apps), auf welchen verschiedene Inhalte bereitgestellt werden. Beispiele für Plattformen, deren Nutzung von Mediapulse erfasst werden, sind Web-TV-Plattformen wie Teleboy und Yallo TV oder Plattformen der Streaminganbieter wie Netflix und Youtube.
Private Relay unterdrückt die IP-Adresse des Endgerätes. Tracking Requests werden durch die Verwendung von Private Relay in einem VPN-Tunnel verschlüsselt und sind dadurch vollständig vor Trackern geschützt. Dies führt auch bei den Audience Data (Online und TV) zu Messlücken, da die vom Tagging übergebenen Identifier nicht mehr ausgelesen werden können. Beispiele für Private Relay sind iCloud Private Relay (iOS) und Google One VPN.
Als Publisher werden im Rahmen der Online Data die Anbieter der verschiedenen partizipierenden Brands bezeichnet, welche an der Online-Messung teilnehmen.
Ein Redirect (aus dem Englischen = Weiterleiten) ist eine URL, die den User automatisch zu einer anderen Webseite weiterleitet.
Replay Ads bezeichnen eine neue Werbeform für zeitversetztes Fernsehen, welche in der Schweiz seit Oktober 2022 ausgestrahlt wird. Replay Ads als spezielle Form der entkoppelten Werbung kommen beim zeitversetzten Fernsehen zum Einsatz und werden in unterschiedlichen Nutzungssituationen ausgeliefert. Dabei existieren drei unterschiedliche Arten von Replay Ads: Start Ads, Pause Ads und Fast-Forward Ads.
Siehe auch Eintrag zu Entkoppelte Werbung
Sessions bezeichnen in den Online Content Audience Data Nachbildungen von Visits, welche weitgehend auf demselben Prinzip basieren und dieselben Regeln berücksichtigen. Ein Unterschied besteht jedoch im Bereich der Parallelnutzung unterschiedlicher partizipierender Angebote, welche bei Sessions nicht erlaubt sind. Wird während einer Session auf einem bestimmten Asset oder Brand ein anderes Asset bzw. ein anderer Brand genutzt, wird die jeweilige vorherige Session beendet, da auf demselben Endgerät keine gleichzeitige Nutzung zweier Angebote erfolgen kann. Dagegen kann eine solche Parallelnutzung in den Online Content Traffic Data bei der Berechnung von Visits nicht ermittelt und somit auch nicht ausgeschlossen werden. Siehe auch den Eintrag zu „Visit“.
Smart anti-tracking bezeichnet KI-gestützte Funktionen, welche die Verfolgung des persönlichen Datenverkehrs von Nutzern durch Dritte unterbinden, indem Tracking-Cookies nach dem Besuch von Webseiten und Apps gelöscht werden. Smart anti-tracking wird beispielsweise vom Samsung Android Browser genutzt. Durch den Einsatz von Smart anti-tracking wird die Messung von Webseiten, Apps und Streams über den Comscore-Tag unterbunden, was zu Messlücken führt.
Synonyme: SDKComscore-SDK
Ein Software Development Kit (SDK) bezeichnet eine Sammlung von Programmierwerkzeugen und Programmbibliotheken, die zur Entwicklung von Software dient. SDKs, beziehungsweise der Comscore-SDK werden von den partizipierenden Anbietern für das Tagging von Apps und App-Streams verwendet und erlauben beispielsweise eine präzise Messung der Foreground-Duration während der App-Nutzung.
Siehe auch Eintrag zu Foreground Measurement
Third-Party-Cookies werden auf einer Webseite durch eine Drittperson innherhalb eines Messtags implementiert und dadurch innerhalb des ausgelösten Tags übergeben. Third-Party-Cookies können unter anderem als Identifier (ID) verwendet werden, um eine Zählung des Zugriffs zu ermöglichen. Diese Möglichkeit wird im Rahmen der Online Data sowie der TV Data auch von Comscore genutzt, welches die Identifier über den Tag für die partizipierenden Webseiten und Streams vorgibt. Third-Party-Cookies werden allerdings von einer zunehmenden Anzahl Browser geblockt, weshalb zunehmend auf First-Party-Cookies gesetzt wird.
Siehe auch Einträge zu CookieFirst Party Identifier
Synonym: TLD
Die Top-Lebel-Domain (TLD) bezeichnet den ersten Teil der URL nach dem „.“ oder „/“ (nach „http“, welcher vom Router Meter (Focal Meter) auch ohne die Implementation eines Tags erfasst werden kann. Beispiel: „netflix“ für www.netflix.com. Somit werden keine Subdomains erfasst, sondern lediglich die oberste Ebene der jeweiligen genutzen Plattform. Voraussetzung für die Erfassung der Top-Level-Domain über den Router Meter ist jedoch, dass die entsprechenden URLs auf der sogenannten Whiteliste definiert sind.
Siehe auch Eintrag zu Whitelist
Synonym: TV-HHs
TV-Haushalte umfassen die Grundgesamtheit privater Haushalte, in denen sich ein TV-Gerät in Gebrauch befindet, welches für den TV-Konsum verwendet wird.
Siehe auch Eintrag zu Non-TV-Haushalt
Die Validierung des Taggings bezeichnet bei Mediapulse im Gegensatz zum allgemeinen wissenschaftlichen Gütekriterium der „Validität“ einen spezifischen Prozess, in welchem die Korrektheit der implementierten Tags für die unterschiedlichen Assets eines Brands bzw. die vorhandenen Streams eines TV-Senders oder Web-TVs überprüft werden. Ein Asset/Brand oder Sender gilt dann als validiert, wenn das Tagging korrekt implementiert wurde und die Messung valide erfolgen kann.
Visits stellen die zentrale Metrik der Online Content Traffic Data dar. Ein Visit ist eine Sequenz aus einem oder mehreren Messevents, welche durch einen Nutzer auf einer partizipierenden Webseite oder App generiert wurden. Messevents werden durch das implementierte Tagging ausgelöst. Besucht ein Nutzer ein partizipierendes Angebot, wird dies als Visit gemessen. Ein neuer Visit wird generiert, sobald eine Pause von 30 Minuten oder länger zwischen den einzelnen Messevents vorliegt. Die Anzahl Visits eines Brands ergeben sich somit aus der Anzahl Besuche eines Angebots, welche mehr als 30 Minuten auseinanderliegen.
Siehe auch Eintrag zu Session
Synonym: Virtual Private Network
Ein VPN bezeichnet einen Dienst zur Herstellung einer sicheren, verschlüsselten Online-Verbindung, bei welcher Daten über ein sogenanntes Tunneling durch ein privates Netzwerk gesendet und empfangen werden können. VPNs werden beispielsweise im Rahmen von iCloud Private Relay genutzt, um im Internet mehr Anonymität und Sicherheit zu erhalten. Der Einsatz von VPNs kann aufgrund der verschleierung der IP-Adresse des verwendeten Endgerätes jedoch zu Messlücken führen.
Siehe auch Einträge zu IP-AdressePrivate Relay
Watermarking ist die Überlagerung von Audio- oder Videosignalen mit für den Nutzer unhörbaren oder unsichtbaren Informationen, die im Bereich der Fernsehnutzungsmessung zur Erkennung von Sendern bzw. Content verwendet werden. Die Watermarking-Informationen werden mit speziellen technischen Verfahren aus den Audio-Videosignalen ausgelesen. Bei Mediapulse werden Watermarks im Audiobereich zur Identifikation von Replay Ads eingesetzt.
Webviews werden teilweise bei der Erstellung und Programmierung von Apps verwendet, um Inhalte aus einer Webseite anzuzeigen, ohne dabei den Nutzer der App auf die Webseite weiterzuleiten. Webviews können jedoch zu Messproblemen in den Online Content Traffic und Audience Data sowie in den TV Data führen, wenn der über die Webviews ausgelöste Web-Tag nicht korrekt unterdrückt wird.
Der 302-Redirect ermöglicht dem in den Panelhaushalten installierten Router Meter (Focal Meter), die Nutzung partizipierender Angebote zu erfassen. Dabei ist der Router Meter grundsätzlich blind gegenüber der Nutzung von Online-Angeboten. Vorhandene Nutzungsevents laufen in einem ersten Schritt vom Endgerät, über welches die Nutzung erfolgt ist vorbei am Router Meter zum Data Center von Comscore und werden von diesem zum Router Meter zurückgeleitet. Erst ab diesem Zeitpunkt ist es dem Router Meter möglich, die entschlüsselten Nutzungsevents und die dazugehörigen Informationen im Tagging auszulesen und zu erfassen.
Siehe auch Einträge zu Router MeterDevice-Identifier