Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/138

Zeichner
Neuapostolische Kirche Schweiz
- Vorprojekt
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Die Neuapostolische Kirche Schweiz plante die Erweiterung und den Umbau ihrer Kirche in Lausanne. Das Projekt sah einen Ausbau der West- und Südseite der bestehenden Kirche vor, sowie Anpassungen am bestehenden Gebäude wie die Verstärkung des Erdbebenschutzes und die Entfernung von Stützwänden.
Die Erweiterung steht unter dem Zeichen der Leichtigkeit und strebte ein zeitgenössisches Wesen an. Sie besteht aus grossen Wandscheiben mit variabler Geometrie an der Fassade und einer Faltplatte als Dach, deren Hauptkante gegen das Innere des Gebäudes abfällt. An der Ecke lösen sich die Wandscheiben vom Boden und formen eine Auskragung, die den neuen Eingang der Kirche prägt. Aufgrund ihrer besonderen Geometrie und der Auskragung von 15 m beim Eingang sind die Wandscheiben vorgespannt und mit Druck- und Zugmikropfählen im Boden eingespannt.
Die architektonischen Anforderungen des Projekts waren hoch: die Wandscheiben der Fassade bestehen aus weissem Sichtbeton mit einer Leistenschalung (Typ 3.14). Die zum neuen Eingang führende Treppe verfügt ebenfalls über eine variable Geometrie. Der Plattenbelag aussen und die Treppe wurden für eine beschränkte Endbearbeitung mit Faserbeton ausgeführt und ihre Oberfläche sandgestrahlt.
Durch die Anpassung der Anordnung der Räume im Erdgeschoss des bestehenden Gebäudes wurden die tragenden Wände mit Metallrahmen und Flachpressen unterfangen. Die Stütze in der Ecke des bestehenden Gebäudes wurde ebenfalls entfernt. Dazu wurde die Gebäudeecke mit einer neuen Mauer unterfangen, die durch Reibung und mit Schubverbindern mit der bestehenden Mauer verbunden wurde.
Das Projekt zielte zudem darauf ab, den Schutz des bestehenden Gebäudes gegen Erdbeben zu verbessern, indem im Dach eine steife Deckenscheibe geschaffen wurde. Da die Bestandteile der Holzkonstruktion in einem guten Zustand und genügend widerstandsfähig waren, konzentrierte sich die Verstärkung auf die Verbindungen zwischen den Bauteilen. Der Betongurt, auf den sich das gesamte Dach stützt, wurde an den Ecken mit Kohlestoffgewebe verstärkt.Teilen