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In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu weiteren von der Schweiz abgeschlossenen internationalen Sozialversicherungsabkommen.
Bilaterale Sozialversicherungsabkommen
Die Schweiz hat mit zahlreichen Staaten Abkommen abgeschlossen. Damit soll die Sozialversicherungssituation von Versicherten geregelt werden, die ihren Wohnsitz oder ihre Erwerbstätigkeit von der Schweiz in einen dieser Staaten verlegen und umgekehrt. Einige dieser Abkommen sind nicht auf die Krankenversicherung anwendbar. Sie haben im Krankenversicherungsbereich nur eine indirekte Wirkung, und zwar auf die Stellung der entsandten Arbeitnehmenden.
Abkommen mit Drittstaaten (ausserhalb der EU/EFTA)
Die Schweiz hat mit folgenden Staaten bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen: Australien, Brasilien, Kanada (inkl. Québec), Chile, China, Südkorea, Vereinigte Staaten, Ex-Jugoslawien*, Indien, Israel, Japan, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Philippinen, Republik San Marino, Serbien, Türkei und Uruguay (siehe Tabelle im Anhang).
* Seit dem Inkrafttreten der neuen Abkommen mit Serbien und Montenegro ist das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien nur noch auf Bosnien und Herzegowina anwendbar.
Neue Sozialversicherungsabkommen
Das Abkommen mit Serbien und das Abkommen mit Montenegro sind am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Beide Abkommen betreffen die Bereiche AHV und IV und haben nur eine indirekte Wirkung auf die Krankenversicherung. Die Entsendedauer beträgt zwei Jahre. Das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien ist nur noch auf Bosnien und Herzegowina anwendbar.
Das Abkommen mit Kosovo ist am 1. September 2019 in Kraft getreten. Das Abkommen mit Brasilien ist am 1. Oktober 2019 in Kraft getreten. Beide Abkommen gelten für die Bereiche AHV und IV, auf die Krankenversicherung haben sie nur eine indirekte Wirkung. Die Entsendedauer beträgt fünf Jahre.
Bei Arbeitnehmenden, die aus der Schweiz in diese Vertragsstaaten entsendet werden, sowie bei ihren nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen entspricht die Weiterdauer der Krankenversicherung in der Schweiz der Dauer der Entsendung nach dem jeweiligen Abkommen. Sind diese Personen im Land der vorübergehenden Tätigkeit obligatorisch krankenversichert, können sie auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreit werden. Dies gilt nur, wenn sie für Behandlungen in der Schweiz über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen.
Arbeitnehmende, die aus diesen Vertragsstaaten in die Schweiz entsendet werden, sowie ihre nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen sind der Schweizer Krankenversicherung unterstellt. Sie können ein Gesuch stellen und sich davon befreien lassen, wenn der Arbeitgeber dafür sorgt, dass sie über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen.
Abkommen mit europäischen Ländern
In der Vergangenheit hatte die Schweiz mit den meisten europäischen Ländern bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) mit der EU und das EFTA-Übereinkommen sind an die Stelle der bilateralen Abkommen mit den Mitgliedstaaten der EU und der EFTA getreten. Für Personen, die nicht in den persönlichen Geltungsbereich des FZA oder des EFTA-Übereinkommens fallen, gelten jedoch weiterhin die bilateralen Sozialversicherungsabkommen. Ein Beispiel dafür sind Drittstaatsangehörige im Zusammenhang mit den Bestimmungen, die über die Entsendung gelten.
Zusätzliche Informationen
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) veröffentlicht auch eine aktuelle Liste der Sozialversicherungsabkommen sowie Informationen zu den Abkommen über soziale Sicherheit mit verschiedenen Ländern (insbesondere Australien, Chile, Kanada, Vereinigte Staaten, Japan, Mazedonien, Philippinen und Uruguay). Siehe untenstehenden Link.
Letzte Änderung 13.01.2020