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Wegen Corona wird in Sursee dieses Jahr keine Gans geköpft
Der Anlass, der traditionell am Martinstag, 11. November viel Volk in die Altstadt lockt, sei mit den Abstands- und Hygieneregeln nicht vereinbar. Die Kommission Gansabhauet habe sich nach Rücksprache mit dem Stadtrat Sursee und der Zunft Heini von Uri Sursee für die Absage entschieden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Es sei noch offen, ob allenfalls ein coronakonformes Chäszännen oder ein Trost für die Schlägerinnen und Schläger angeboten werden könne.
Letztmals war die Gansabhauet 1956 aus Solidarität mit der ungarischen Bevölkerung im Aufstand gegen die sowjetischen Truppen abgesagt worden. Auch während des ersten Weltkriegs fand von 1914 bis 1918 keine Gansabhauet statt, ebenfalls in den letzten Kriegsjahren von 1942 bis 1945.
Im vergangenen Jahr hatte es eine Premiere gegeben bei der Gansabhauet, deren Ursprung möglicherweise auf die mittelalterlichen Zehntenabgaben zurückreichen: Mit Aline Theiler aus Pfeffikon LU war erstmals eine Frau erfolgreich gewesen.
Bei der Gansabhauet geht es darum, mit einem einzigen Säbelhieb den Hals einer leblosen, am Hinterkopf aufgehängten Gans zu durchtrennen. Dies ist nicht so einfach, denn die in einen roten Umhang gekleideten Wettstreiterinnen und Wettstreiter sehen hinter ihrer Sonnenmaske nichts. Zudem ist ihr Dragonersäbel stumpf.