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Ja zu "Sinergia" durch Nachzählung bestätigt
Zu der am Sonntag, 11. März 2012 erfolgten Volksabstimmung über den Kredit für den Neubau eines kantonalen Verwaltungszentrums - Projekt "Sinergia" ist von Amtes wegen eine Nachzählung durchgeführt worden. Demnach wurde die "Sinergia"-Vorlage am 11. März 2012 mit 27'206 : 27'168 Stimmen befürwortet.
Verwaltungsgericht wird über Abstimmungsbeschwerde entscheiden
Im Nachgang zur kantonalen Volksabstimmung vom 11. März 2012 über die Gewährung eines Kredits für den Neubau eines kantonalen Verwaltungszentrums - Projekt "Singergia" wurde mit dem Hinweis auf bestehende Unsicherheiten bezüglich des Rechtswegs sowohl bei der Regierung als auch beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht. Darin wird verlangt, dass die Abstimmung aufgehoben bzw. für ungültig erklärt wird. Inhaltlich wird Kritik an den Abstimmungserläuterungen des Grossen Rates geäussert. Auf Veranlassung der Regierung erfolgte zur Zuständigkeitsfrage ein Meinungsaustausch mit dem Verwaltungsgericht. Die beiden Behörden kamen dabei zur übereinstimmenden Beurteilung, dass im vorliegenden Fall aus staatspolitischen und staatsrechtlichen Überlegungen nicht die Regierung, sondern das Verwaltungsgericht zur Behandlung der Abstimmungsbeschwerde zuständig ist. Aus diesem Grund hat die Regierung beschlossen, auf die Abstimmugnsbeschwerde nicht einzutreten.
"Sinergia" kein Fall fürs Bundesgericht
Dem geplanten Neubau "Sinergia" der Bündner Kantonsverwaltung steht nichts mehr im Weg. Der Bündner Grossrat, der gegen das Verwltungszentrum vor Gericht geganen ist, will das bereits im Dezember gefällt Urteil des Verwaltungsgerichts akzeptieren.
Projekt "sinergia" für eine dauerhafte Entlastung des Kantonshaushaltes
Die Schaffung eines Verwaltungszentrums für rund 400 Mitarbeitende in Chur bildet Teil der kantonalen Immobilienstrategie. Diese sieht, über den ganzen Kanton verteilt, die Bildung von insgesamt neun starken regionalen Zentren vor, um Synergien besser zu nutzen und Abläufe zu optimieren. Durch die Konzentration von Dienststellen, die Anwendung moderner Raumstandards sowie eine weitgehend gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen können mit "sinergia" jährlich knapp 2 Mio. Franken an Raumkosten eingespart werden. Gleichzeitig wird der Nutzen für den Bürger erhöht (Trend "alles unter einem Dach") und die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung einfacher sowie effizienter.
Heute ist die kantonale Verwaltung am Standort Chur in nicht weniger als 44 Liegenschaften untergebracht und kann deshalb nicht effizient organisiert werden. Die grösstenteils zu Wohnzwecken gebauten Liegenschaften sind für Büronutzungen nur bedingt geeignet und generieren aufgrund der teilweise unverhältnismässig grossen Nutz- und Verkehrsflächen hohe Betriebs- und Unterhaltskosten. Deshalb sollen jene Liegenschaften mit ungünstigem Raumangebot bzw. baulichem Anpassungsbedarf, die im Eigentum des Kantons sind, verkauft und einzelne Mietverhältnisse beendet werden.
Der Standort des Verwaltungsneubaus im neuen Entwicklungsschwerpunkt Chur West an der Ring-/Salvatorenstrasse, unmittelbar neben dem Strassenverkehrsamt und der Kantonspolizei, ist ideal gelegen. Dank seiner Nähe zu den Autobahnanschlüssen sowie zum Bahnhof Chur West und zu verschiedenen Bushaltestellen ist er für alle Verkehrsteilnehmer schnell zu erreichen.
Auch die Umwelt profitiert von "sinergia": Mit der Realisierung des im Minergie-P-Eco® Standard ausgeführten Neubaus kann der Kanton im Vergleich zur jetzigen Situation jedes Jahr rund 225 Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht dem jährlichen Ausstoss von ca. 80 Einfamilienhäusern.
Standort Kasernenareal