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Sieht so die Gegenwart in der langjährigen Schweizer Domäne Cross-Country aus? Im zweiten Weltcuprennen der Saison - dem letzten, das in die Berechnung der Quotenplätze für die Olympischen Spiele einfliesst - deuteten der hoch gehandelte britische Emporkömmling Tom Pidcock und dessen niederländischer Vorreiter Mathieu van der Poel an, worauf sich Nino Schurter und Mathias Flückiger Ende Juli auf der Goldjagd in Tokio gefasst machen müssen.
Pidcock triumphierte in seinem erst zweiten Rennen bei der Elite hoch überlegen mit einer Minute Vorsprung vor Van der Poel. Als U23-Weltmeister frühzeitig aus der höchsten Nachwuchskategorie aufgestiegen und auch im Radquer und auf der Strasse hoch gehandelt, hatte der 21-jährige aus dem Norden Englands vor einer Woche in Albstadt mit dem Sturm von Position 100 auf Schlussrang 5 seinen Startnummern-Nachteil wettgemacht. Nun schwang er sich zum ersten britischen Sieger im Cross-Country seit Gary Foord 1994 auf.
Der Allrounder vom Team Ineos Grenadier wird in Tokio unbestritten zu den Gold-Anwärtern gehören - sofern er denn starten darf. Noch steht das Königreich im Mountainbike ohne Olympia-Startplatz da, es soll sich aber eine Lösung abzeichnen.
Flückiger zumindest an Van der Poel dran
Mathias Flückiger, vor einer Woche Dritter trotz defektem Sattel in der Schlussrunde, vermochte zumindest mit Van der Poel mitzuhalten. Nachdem der Berner das Spitzenduo anfangs hatte ziehen lassen, schloss er später wieder zum Niederländer auf, allerdings ohne ihm den 2. Platz noch streitig zu machen.
Nino Schurter hatte bei den von ihm nicht sonderlich geliebten feuchten Bedingungen nichts mit dem Kampf um die Podestränge zu tun. Der in dieser Woche 35-jährig gewordene Bündner, der in Nove Mesto fünfmal im Weltcup und einmal an Weltmeisterschaften triumphiert hat, verlor früh den Anschluss, verzeichnete in der vierten von sechs Runden einen glimpflich verlaufenen Sturz und büsste mehr als drei Minuten auf Pidcock ein.