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Kleine Parteien, deren Anhänger übers ganze Land verteilt sind, bleiben im Wahlsystem Grossbritanniens auf der Strecke. Dies gleich aus zwei Gründen: Weil erstens die Stimmen, die für sie abgegeben wurden, in allen Wahlkreisen unberücksichtigt bleiben, in denen eine der grossen Parteien siegte. Und zweitens, weil dies für die Wähler einen starken Anreiz schafft, ihre Stimme nicht an kleine Parteien zu verschwenden.
Das Ergebnis ist eine politische Landschaft, die von zwei Parteien dominiert wird. Die Architektur des Sitzungssaals im Palace of Westminster widerspiegelt dieses faktische Zweiparteiensystem: Zwei ansteigende Bankreihen, in denen das Regierungs- und das Oppositionslager sitzen, stehen einander gegenüber. Der Abstand zwischen den vordersten Bänken entspreche zwei gezogenen Schwertern, schreibt der Economist süffisant.
Früher waren die Konservativen (Torys) und die Liberalen die dominierenden Parteien, nach dem Ersten Weltkrieg verdrängte Labour die Liberalen aus diesem Spitzenduo. 1951 erreichte dessen Dominanz einen Höhepunkt: Zusammen holten die beiden Partien nicht weniger als 96,8 Prozent aller Stimmen.