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Report Public Eye, 2019
Vor mehr als 10 Jahren trat das neue Sortenschutzsystem - basierend auf UPOV 1991 (Union internationale pour la protection des obtentions végétales) - in Westafrika in Kraft. Dieses Arbeitspapier beleuchtet, wie das System umgesetzt wurde, welchen Einfluss UPOV 1991 in der OAPI-Region hatte und insbesondere, ob die mit dem Sortenschutzsystem verbundenen Versprechen in den 17 Ländern eingehalten wurden.
Die Resultate der Untersuchung sind erschreckend: sie zeigt ein dysfunktionales Pflanzenschutzssystem, das weder den sozioökonomischen noch den landwirtschaftlichen Bedingungen der Region angepasst ist. Während das System kaum Vorteile bringt, tragen die Staaten die Kosten seiner Implementierung. Einmal mehr zeigt sich: Der top-down-Ansatz, mit welchem auf Industriestaaten zugeschnittene Regelwerke in Länder des globalen Südens exportiert werden, in denen ganz andere Bedingungen herrschen, ist eine gescheiterte koloniale Strategie, die in Westafrika hohe Kosten verursacht.