Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03326.jsonl.gz/55

Das Wichtigste in Kürze
- Die Ukraine warnt, dass Russland Berichte mitlesen würden.
- Informationen über Militäraktionen oder Lieferungen nicht vorschnell geteilt werden.
- Über Details dürfe erst gesprochen werden, wenn sie der Generalstab veröffentlicht.
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat im Ukraine-Krieg vor vorschnellen und unkontrollierten Berichten über Waffenlieferungen oder militärische Aktionen gewarnt. Diese würden nur der russischen Seite in die Hände spielen und ihr helfen, «Aktionen genauer auszurichten». Dies sagte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Freitagabend.
Es sei bereits vorgekommen, dass «gut gemeinte oder aus Dankbarkeit veröffentlichte Berichte» über Waffenkäufe oder -lieferungen dazu geführt hätten, dass entweder Verträge gekündigt oder Lieferungen verhindert worden seien. «Und daher versuchen wir heute unter Kriegsbedingungen zu verhindern, dass Informationen über Hilfe, die wir erhalten, durchsickern», sagte Maljar.
Sie erinnerte zugleich an ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz, das die unbefugte Verbreitung von militärischen Informationen unter Strafe stellt. Über Details von Militäraktionen dürfte daher erst gesprochen werden, wenn sie der Generalstab veröffentlicht habe. Sonst drohten der ukrainischen Armee «unnötige Verluste».