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In Monthey hat die Industrie der Rebbau verdrängt
Anfangs des 20. Jahrhunderts tritt das Chablais in die Industrieära ein, lange vor dem Mittelwallis. Chemie- und Metallindustrien lassen sich in Monthey nieder und stärken somit einen bereits seit Jahren ansässigen Sektor (Glashütten). Während die 3'000 Einwohner der Stadt noch vor allem vom Einkommen aus der Landwirtschaft leben, setzen sich die Gemeindebehörden ab 1893 für diese Entwicklung ein.
Die neu angesiedelten Werke schaffen Arbeitsplätze und die Bevölkerung nimmt stark zu. Zwischen 1930 und 1970 steigt die Einwohnerzahl von 4'000 auf 10'000. Während der gleichen Zeit verschwinden die Rebberge in der Talebene rund um Monthey fast ganz und werden durch Wohnhäuser ersetzt. Ab den 1960er Jahren gehören die übrig gebliebenen Weinberge den Arbeitern und Angestellten. Sie sind in eine Vielzahl kleiner Parzellen unterteilt (weniger als 500 m2) und werden durch diese "Hobbywinzer" bearbeitet.
Von 50 zu 3 Hektaren
Um 1970 verdrängen der Ausbau des Weilers Outrevièze und die Neubauten von Villen und Ferienhäusern die letzten produktiven Landflächen. Diese Entwicklung geht sehr rasch vor sich. Anfangs des 20. Jahrhunderts beträgt die Rebfläche rund um Monthey 50 ha. Heute bleiben nur noch Parzellen mit einer Gesamtfläche von 3 ha übrig.
Quelle: Histoire de la Vigne et du Vin en Valais, «A Monthey, l'industrie mange la vigne dès 1983», von Simon Martin, Geograf.