Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/201089

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Waldbrandgefahr hat sich in den letzten 30 Jahren wegen der zunehmenden Trockenheit und den wärmeren Temperaturen verschärft. Gut die Hälfte der Waldbrände wird durch Menschenhand ausgelöst. Der Prävention von Waldbränden kommt deshalb eine grosse Bedeutung zu. Um der Verschärfung der Situation durch die Klimaveränderung zu begegnen, muss die heutige Praxis der Waldbrandbekämpfung überprüft und dem aktuellen Bedarf und Stand der Technik angepasst werden.</p><p>1. Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob die Waldbrandpräventionsmassnahmen in Zusammenarbeit mit den Kantonen verstärkt werden sollten.</p><p>2. Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen noch zeitgemäss ist oder ob Prozesse effizienter gestaltet werden können. Zentrale Löschflugzeuge könnten zum Beispiel als Präventionsmassnahme vom Bund koordiniert werden.</p><p>3. Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob die Schweiz für grossflächige Waldbrände und solche mit grossem Ausdehnungspotenzial (Wind, Trockenheit) gerüstet ist und ob in kurzer Zeit genügende Einsatzkräfte, Löschflugzeuge usw. verfügbar sind, um eine grossflächige Ausbreitung zu verhindern.</p><p>4. Der Bundesrat wird gebeten, den Ausbau von schnell verfügbaren Löschmöglichkeiten (Löschwasserbecken, Sperren, Hydrantennetze usw.) zu prüfen.</p><p>5. Der Bundesrat wird gebeten, neue Systeme zu prüfen, um Waldbrände effizienter zu bekämpfen, zum Beispiel neue Löschflieger, Systeme ohne Wasser.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aufgrund des Klimawandels ist vermehrt mit Wetterlagen zu rechnen, welche die Waldbrandgefahr erhöhen. Der Bundesrat ist daher bereit, in einem Bericht zu prüfen, wie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die aktuelle Waldbrandstrategie aktualisiert und optimiert werden kann. Dabei wird der neue Ansatz des integralen Risikomanagements berücksichtigt. Die bestehende Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen bei der Ereignisbewältigung bleibt bewahrt. </p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.