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Eine Veranstaltung bringt prinzipiell viele Gefährdungen mit sich. Um diese erfassen und einordnen zu können, bedient man sich der Risikoanalyse. Welche Restrisiken sind tolerierbar, welche nicht? Um dies zu definieren, werden Schutzziele definiert.
Um ein Sicherheitsniveau für eine Veranstaltung zu definieren, ist es wichtig, die zu erreichenden Schutzziele festzulegen. Diese können in Abhängigkeit von Moral, Kulturkreis und den zur Verfügung stehenden Mitteln an ein und demselben Ort unterschiedlich ausfallen. In den Schutzzielen kann z. B. definiert werden: „Die öffentliche Sicherheit wird nicht eingeschränkt“, „Die Veranstaltung ist barrierefrei“ oder „Alle Besucher sollen zu jeder Zeit an jedem Platz mit Informationen versorgt werden können“. Sobald die Schutzziele bekannt sind, können in einem zweiten Schritt die Gefährdungen ermittelt werden. Gefährdungen können z. B. Naturgefahren, zu hohe Personendichten oder (Teil-)Ausfall der Kommunikation sein. Eine Gefährdung ist noch keine Gefahr, sie wird erst dann zu einer solchen, wenn sie nicht erkannt wird und keine angemessenen Abwehrmassnahmen getroffen werden. Um die Tragweite und die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung einordnen zu können, spricht man von Risiko. Risiken können mittels Risikoanalyse eingestuft werden. Dabei gilt: Risiko = Schadenausmass x Eintrittswahrscheinlichkeit. Eine Risikomatrix hilft dabei, die Risiken einzuordnen. In einem weiteren Schritt, dem Risikomanagement, werden die Risiken durch geeignete Massnahmen in einen akzeptablen Bereich, das Restrisiko, transferiert. Wenn ein Veranstaltungskonzept Risiken birgt, die den Schutzzielen widersprechen, oder wenn das Restrisiko nicht in ein akzeptables Mass gebracht werden kann, so sollte die Veranstaltung nicht durchgeführt werden.
TA 2015