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Im Interview mit der Zeitung «Le Temps» erklärte Rafael Grossi, Generaldirektor der IAEO, dass er zwar nicht in der Position sei, den Schweizern zu sagen, was sie zu tun hätten, er jedoch glaube, dass die Schweiz ihre Kernkraftwerke noch lange betreiben werde. Er verwies auf die makellosen Sicherheitsstandards und das Rekordniveau der Sicherheit in den schweizerischen Kernkraftwerken.
Auf die Frage nach der Verlängerung der Lebensdauer bestehender Reaktoren sagte Grossi: «Wie Sie wissen, ist die Verlängerung der Laufzeit von Kraftwerken eine der effizientesten Möglichkeiten, um weiterhin von der Kernenergie zu profitieren.» Dabei hob er das Kernkraftwerk Beznau hervor, das 1969 in Betrieb genommen wurde. Mittlerweile, so Grossi, falle eine Laufzeit von 60 bis 80 Jahren unter «Normalbetrieb». Man nähere sich sogar einem Lebenszyklus von einem Jahrhundert für die ältesten Kernkraftwerke. «Ich sehe eine ausgezeichnete Zukunft für die Kernenergie in der Schweiz», so Grossi.
Der IAEO-Generaldirektor erinnerte im Interview daran, dass die Staaten, die an der Weltklimakonferenz COP28 teilgenommen haben, die Kernenergie als Teil der Lösung für die Klimakrise anerkennen. Eine Energiewende ohne Atomkraft ist nach Grossis Meinung «absolut unmöglich».
Quelle
A.D. nach Le Temps, Interview, 19. Januar 2024