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1. Mai-Fest
30. Apr. 2017 - 1. Mai 2017
17:30 Uhr
1. Mai-Fest
D’Gschicht vom Stäckli zieh u vom Maitannli (aus ländlichen Dorfchroniken)
Während der französischen Besetzung hatten die Dörfer Soldaten für die napoleonischen Truppen
zu stellen. Da sich für diese ungeliebte Aufgabe kaum Freiwillige meldeten, wurden angeblich
die neuen Soldaten jeweils mit „Stäckli zieh“ unter den ledigen jungen Männern ausgelost.
Der daraus abgeleitete Name „Stäcklibuebe“ oder „Stellbuebe“ behielt man auch bei den späteren
Rekrutenaushebungen bei. Diese „Wehrpflichtigen“ stellen auch jeweils den Maibaum für
die Mädchen Ihres Jahrgangs.
Daraus entstand der Brauch des „Maitannli-Setzen“ in der Nacht auf den 1. Mai auf die Hausdächer
der heiratsfähigen Dorfschönen, doch nur den „Braven“. Nach dem Löschen der Strassenbeleuchtung
um 24 Uhr begann die harte Arbeit der 16- bis 25jährigen „Maibuebe“ und dauert bis
in den Morgen. Inbegriffen war die von den Mädchen gespendete Stärkung. Zum nächtlichen
Treiben gehörte auch die „Dorf-Kosmetik“: Was im Dorf nicht niet- und nagelfest und gut
versorgt an seinem Platz war, wurde entführt und auf dem Dorfplatz zur Schau gestellt….
Beim Abräumen der Tannli luden die Familien der Mädchen die Burschen zum Essen ein. Und
nicht selten wurde da dann eine spätere Heirat besiegelt.
Dokument
1._Mai_2017.pdf (pdf, 359.5 kB)