Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/3206

Tee in Aserbaidschan ist mehr als nur ein Getränk, das den Durst löscht. Tee öffnet und endet mit jeder Mahlzeit, Tee wird von den Gästen begrüsst, während des Tages und zwischen den Mahlzeiten kann Tee als “individuelles Gericht” serviert werden und jedes Mal wird er frisch gebrüht. Es gibt keinen solchen Tag, der in der aserbaidschanischen Familie ohne Tee vergehen würde.
Schwarzer Tee wird zu fast jedem Anlass serviert, er kommt zumeist aus dem Süden des Landes, aus der Länkäran-Astara-Region. Die Pflanzungen liegen zwischen dem Kaspischen Meer und dem Gebirge. Das subtropische Klima und die Feuchtigkeit schaffen optimale Bedingungen für den Teeanbau in jener Region des Landes. Die Teeblätter sind sowohl für den heimischen Bedarf als auch für den Export bestimmt.
Die Heimat des Tees in Aserbaidschan ist die südliche Zone. Vor allem in Astara, Länkäran, Masalli, teilweise in den Gebieten Balakan, Gakh und Zagatala werden verschiedene Teesorten angebaut, produziert, verkauft und exportiert.
Die erste Teepflanze in Aserbaidschan wurde im Jahr 1912 in die Region Länkäran gebracht und dort gepflanzt, und die erste Teepflanze wurde 1937 in Länkäran angebaut. Danach begann.
In allen Regionen, Städten und Dörfern des Landes gibt es traditionelle Teehäuser – eine Männerdomäne. Man wird hier nicht müde, die wohltuende Wirkung des Getränks zu preisen. Viele Mineralien und Vitamine – der Länkäran-Tee ist sehr gut für die Gesundheit. Ein Muss zum Tee ist Müräbbä, eine hausgemachte Konfitüre aus ganzen Früchten wie Feigen, Haselnüssen, Kornelkirschen, Wassermelone oder Wallnüssen.
Als Gast in ein aserbaidschanisches Heim zu kommen, bedeutet immer auch Orient und Okzident auf verschiedenste Art und Weise zu begegnen. In Aserbaidschan wird viel Wert auf gute Küche und leckeres Essen gelegt.
In heissen Sommer erfrischen sich die Aserbaidschaner gerne durch das beliebte Getränk Schärbätt. Es besteht aus Zitrone, Minze oder Rosenblättern und wird gekühlt serviert. Die Zubereitung ist sehr variabel und kann auch mit verschiedenen Früchten erfolgen.