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Urwaffe der
Germanen, symbolisch das Zeichen der Macht, aus welchem das
Zepter hervorging.
Der S. diente zum
Stoß, vorzugsweise zum Wurf (Wurfspeer) und bestand aus einer Holzstange mit 30-40
cm langer, breiter,
zweischneidiger Eisenspitze. Um 600
n. Chr. wurde der S.
Ger genannt und war auch
Waffe der
Reiter.
Die langobardischen
Reiter
waren berühmte Gerwerfer;
das 841 bei
Fontenay veranstaltete Speerrennen war der Ursprung der Hastiludien.
Die Speichelabsonderung erfolgt nur, wenn die an die
Speicheldrüsen tretenden
Fasern des sympathischen
Nervs und des Angesichtsnervs direkt oder reflektorisch gereizt werden. Je nach den
Drüsen, welche den S. liefern, unterscheidet
man Parotidenspeichel, Submaxillarspeichel und Sublingualspeichel. In der Mundhöhle
[* 6] findet sich ein Gemisch dieser verschiedenen
Speichelarten mit Mundschleim vor; es wird als gemischter S. bezeichnet. Mit der Speichelbildung gehen
morphologische Veränderungen der Drüsenzellen
Hand
[* 7] in
Hand; weiter ist mit ihr eine so bedeutende Wärmebildung verknüpft,
daß das mit großer Heftigkeit der
Drüse entströmende venöse
Blut nicht selten um 1-1,5° C. wärmer ist als das Karotidenblut.
Die in 24
Stunden abgesonderte
Menge des Speichels bei erwachsenen
Menschen wird auf 1,5 kg geschätzt.
Eine zeitweise verstärkte
Sekretion wird meist auf reflektorischem Weg durch besondere Einflüsse hervorgerufen, zunächst
als
Folge von Reizungen der Geschmacksnerven durch in die Mundhöhle eingeführte Geschmacksstoffe, ferner als
Folge von Reizungen
der Tastnerven der Mundhöhle, der
Geruchsnerven und Magennerven. Auch beim
Kauen und Sprechen sowie durch die
dem Brechakt vorausgehenden heftigen
Bewegungen der
Mund- und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt.
Endlich
geschieht dies auch durch die
Vorstellung von
Speisen, besonders bei Hungernden, sowie krankhafterweise durch gewisse
Arzneimittel
etc. (s.
Speichelfluß). Der S. löst die löslichen
Substanzen der
Nahrungsmittel
[* 8] auf, mischt sich mit den trocknen
Speisen
zu einem feuchten Brei und macht diese zum Abschlucken wie für die Magenverdauung geeignet; endlich
wirkt er durch seinen
Gehalt an
Ptyalin verdauend auf die
Kohlehydrate (s.
Verdauung).
Auch die unvorsichtige und übermäßige Anwendung von
Quecksilberpräparaten zu medizinischen
Zwecken kann S. hervorrufen.
S. wird ferner erzeugt durch den
Genuß einer Abkochung von
Jaborandiblättern oder des in denselben enthaltenen Alkaloids
Pilokarpin. S. wird herabgesetzt bei
Entzündungs- und Verschwärungszuständen durch fleißige Ausspülung desMundes
mit desinfizierenden
Wässern:
Lösung von chlorsaurem und übermangansaurem
Kali u. dgl.