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Die Tiefengeothermie ist in der Energiestrategie 2050 des Bundesamtes für Energie (BFE) als wichtiger Bestandteil des zukünftigen Energieportfolios der Schweiz vorgesehen. Für die erfolgreiche Nutzung der Tiefengeothermie zur Wärmenutzung oder Stromerzeugung ist eine angemessene Risikosteuerung (Risk Governance) der möglichen induzierten Seismizität von entscheidender Bedeutung, um sichere und wirtschaftlich tragfähige Projekte zu etablieren. Dies haben die Erfahrungen aus den schweizerischen Geothermieprojekten von Basel (2006) und St. Gallen (2012) und aus internationalen Projekten wie in Pohang (Südkorea) oder Strassburg (Frankreich) gezeigt. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen die kantonalen Behörden eine kompetente seismologische Beratung für ihre Entscheidungsfindung. Ausserdem ist eine unabhängige und transparente seismische Überwachung von Tiefengeothermieprojekten notwendig. Diese Massnahmen können langfristig auch die Akzeptanz für diese Technologie in der Bevölkerung fördern.
Mit dem vom Bundesamt für Energie (BFE) finanzierten Projekt GEOBEST unterstützt der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich die kantonalen Behörden bei der Bearbeitung von Fragen im Zusammenhang mit induzierter Seismizität in allen Entwicklungsphasen eines Tiefengeothermieprojektes (Vorerkundung, Bewilligung, Bau und Betrieb).