Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03132.jsonl.gz/2434

Kirchengeschichte
In einem Urteilsspruch von 1481 des Komturs von Küsnacht wurde erstmals ein «Kilchli ze Öttwil» erwähnt. Die Kapelle bestand also bereits vor der Reformation. 1512 wurde St. Nikolaus als Schutzpatron der Kapelle erwähnt. Dieses Patrozinium deutet darauf hin, dass die Kapelle in Oetwil schon einige hundert Jahre vor ihrer Ersterwähnung gebaut wurde.
Im Bevölkerungsverzeichnis der Kirchgemeinde Egg von 1634 ist das Einzugsgebiet der Kapelle von Oetwil mit damals elf Siedlungen separat ausgewiesen. 1643 wurde dieses Gebiet ausdrücklich als «Filiale Oetwil» bezeichnet. Im 17. Jahrhundert wurde das Einzugsgebiet der Kapelle in Oetwil nach und nach erweitert. Dies war eine Voraussetzung für den Bau der heutigen Kirche in den Jahren 1725/26 und des Pfarrhauses im Jahr 1732.
Dazwischen, im Jahr 1730, wurde Oetwil zur selbstständigen Pfarrei mit einem eigenen Pfarrer erhoben. Die rechtliche Trennung der beiden Kirchgemeinden Egg und Oetwil erfolgte allerdings erst 1776 mit der Ausscheidung des Kirchenguts. Im 18. Jahrhundert wurde das Einzugsgebiet der Oetwiler Kirche nochmals etwas erweitert. Ausführlichere Informationen zur Kirchengeschichte sind im Buch «Oetwil am See – Zwischen Oberland und Zürichsee» zu finden, das zudem mehr als 400 Bilder enthält.
Die reich bebilderte Broschüre «Kirche und Pfarrhaus Oetwil am See» enthält mancherlei Wissenswertes, Sehenswertes und Bemerkenswertes aus der Vergangenheit. Das Büchlein enthält eine ausführliche Beschreibung der Merkmale der Kirche. Auch dem Pfarrhaus ist eine eigene Geschichte gewidmet. Die Broschüre kann in der Kirche gratis mitgenommen werden.
Quellen
• Werner Bosshard: Oetwil am See – Zwischen Oberland und Zürichsee (2020 vom Verein Ortsgeschichte Oetwil am See herausgegeben)
• Theodor Marty: Kirche und Pfarrhaus Oetwil am See (2015 von der Reformierten Kirchgemeinde Oetwil am See herausgegeben)
12.01.2021/wb