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Vorläufige Ergebnisse hätten gezeigt, dass es zwischen Khashoggi und mehreren Personen im Istanbuler Konsulat zu einem tödlichen Streit gekommen sei, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa am späten Freitagabend. Den Angaben zufolge kam es zu einem Faustkampf. 18 saudische Staatsangehörige seien festgenommen worden, darunter auch der Vizechef des Geheimdienstes. Weitere Ermittlungen würden laufen.
Mit der Stellungnahme versucht die saudische Regierung offenbar, Kronprinz Mohammed bin Salman aus der Schusslinie zu nehmen. Eine Verbindung zu der Tat könnte dem 33-jährigen starken Mann des Wüstenstaates, der unter heftigem Druck steht, sehr schaden. Saudische oder den Saudis nahe stehende Medien berichteten unter Verweis auf Sicherheitskreise dann auch, der Thronfolger habe von einer Operation im Konsulat nichts gewusst.
US-Präsident Donald Trump begrüsste die Festnahmen in Saudi-Arabien, hält den Fall aber noch nicht für restlos aufgeklärt. Es sei nur ein erster Schritt, aber ein grosser Schritt, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in Arizona. Trump wollte keine öffentlichen Zweifel an der offiziellen Darstellung Saudi-Arabiens zum Tod Khashoggis äussern, betonte aber auch, dass es noch einige Fragen gäbe.
Der Mordfall Khashoggi bringt Saudi-Arabien immer mehr in Bedrängnis. Eine grosse Investorenkonferenz, die in den kommenden Tagen geplant ist, erhielt viele Absagen von internationalen Top-Managern. Darunter auch CS-Chef Tidjane Thiam, der sich nach erstem Zögern für den Rückzug von der Konferenz entschieden hat.