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In Genf boomt der Wohnungsbau
Gefäss:
Im 4. Quartal 2010 wurden in der Schweiz 12’430 Wohnungen neu erstellt. Damit erhöhte sich die Anzahl neuer Wohnungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um zwölf Prozent. Über das ganze Jahr gesehen stieg der Wohnungsbau um fünf Prozent an.
Mit Ausnahme der Gemeinden mit 5001 bis 10'000 Einwohnern wurden im Vergleich zum Quartal des Vorjahres in allen Gemeinden mehr neue Wohnungen erstellt. Die höchste Zunahme war in den Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern zu beobachten (+23,5 Prozent). In den Agglomerationen der fünf grössten Städte nahm die Anzahl der neu erstellten Wohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,5 Prozent auf 3400 Einheiten zu. Die Zahl der Neuwohnungen erhöhte sich in den Agglomerationen Genf (+80 Prozent) und Basel (+9 Prozent) zu, während sie in den Agglomerationen Lausanne, Bern und Zürich abnahm.
Über das gesamte Jahr 2010 wurden 40’700 Wohnungen neu erstellt, was einem Plus von 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 entspricht. Zunahmen waren in den Gemeindegrössen mit bis zu 10'000 Einwohnern zu beobachten, derweil in den Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern ein Rückgang feststellbar war. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte fiel die Jahresbilanz negativ aus (-16%), dies aufgrund der Abnahmen in den Agglomerationen Bern, Zürich und Basel.
67'000 Wohnungen im Bau
Das bedeutet einem Anstieg von 10 Prozent im Jahresvergleich. In den Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern waren mehr Wohnungen im Bau, während in den Gemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern ein kleiner Rückgang um 1 Prozent zu beobachten war.
Die Agglomerationen der fünf grössten Städte verzeichneten mit insgesamt 24'750 im Bau befindlichen Wohnungen einen Anstieg um 8,5 Prozent innert Jahresfrist. Eine deutliche Zunahme zeigte sich in der Agglomeration Bern, wo die im Bau befindlichen Wohnungen um 65,5 Prozent anstiegen. Rückläufige Zahlen hingegen waren in den Agglomerationen Lausanne (-8 Prozent) und Basel (-2 Prozent) festzustellen.
Über das gesamte Jahr 2010 betrug der Rückgang der baubewilligten Wohnungen in der Schweiz 1 Prozent. Damit wurden total 49’620 Wohneinheiten neu baubewilligt. Bei den Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern nahm die Zahl der baubewilligten Wohnungen innert Jahresfrist zu, in jenen mit mehr als 5000 Einwohnern hingegen ab. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte fiel die Jahresbilanz mit einem Minus von 10 Prozent deutlich negativer aus. Einzig die Agglomeration Basel verzeichnete einen Anstieg der baubewilligten Wohnungen gegenüber dem Jahr 2009. (mai/mgt)
Hintergrund
Die vierteljährliche Wohnbaustatistik basiert auf einer Vollerhebung aller 321 Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern und der Agglomerationsgemeinden der Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich, sowie auf einer Zufallsstichprobe der übrigen Gemeinden. Die Einteilung der Gemeindegrössenklassen und die Agglomerationen sind dem Stand der Volkszählung von 2000 sowie dem Bevölkerungsstand von 2008 angepasst. (mgt)