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Könnten Sie bitte kurz Ihren beruflichen Werdegang beschreiben?
Ich begann 1993 eine Kochlehre, die sich dann in eine Anlehre umwandelte und ich 1995 abschloss. Danach arbeitete ich eine Wintersaison in Arosa, dann eine Sommersaison in St. Moritz, an beiden Orten als Jungkoch. Anschliessend ging ich nach Wien in ein japanisches Hotel (ANA Grand Hotel), mit einem original Wiener-Restaurant und einem japanischen Restaurant im 7. Stockwerk, wo ich bis 1998 blieb.
Ich kehrte nach Schaffhausen zurück, arbeitete eine Sommersaison im Restaurant Park in Neuhausen am Rheinfall, im darauffolgenden Winter als Metzger in der Neuen Fleisch AG Schaffhausen (Schlachthof), im Sommer 1999 wieder im Restaurant Park. Nach dieser zweiten Saison konnte ich eine Vollzeitanstellung in der Neuen Fleisch AG antreten, wo ich bis 2002 blieb, bevor ich im Hombergerhaus für die nächsten sechs Jahre eine Stelle als Produktionskoch antrat.
Nach einigen weiteren Wechseln kam ich 2009 zur Securitas Zürich AG, bei der ich für etwa ein Jahr Revierdienst im Nachtdienst leistete. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich diese Anstellung jedoch wieder aufgeben und fand bei der Migros Ostschweiz im Lager und im Laden eine neue Herausforderung, bis der Filialleiter bemerkte, dass ich eigentlich Koch bin. Er schmiedete ohne mein Wissen für mich einen Karriereplan, der mich zunächst in die Metzgerei und dann zu einer internen Fachleiterschulung in der Betriebszentrale in Gossau beförderte. Fachlich und menschlich konnte ich nun meine Kunden sehr gut überzeugen, doch merkte ich schnell, dass dieser Job nicht das war, was ich eigentlich wollte. 2012 fand ich dann eine Stelle beim Post Logistics Paketzentrum in Frauenfeld als Paket-Codierer und -Sortierer in Wechselschicht, die ich jedoch 2014 wegen Einsparungsmassnahmen seitens der Post aufgaben musste.
So fand ich schliesslich im selben Jahr eine Anstellung bei der Halag Chemie AG in Aadorf, wo ich bis heute arbeite. Nach meiner Weiterbildung zum Prozessfachmann wurde ich dort zum Anlagenführer und Verantwortlichen für die Mitarbeiter-Einführung befördert.
Könnten Sie uns bitte Ihre aktuelle Funktion und Ihr Aufgabengebiet beschreiben?
Ich bin Anlagenführer einer sehr neuen und vollautomatischen Abfüllanlage für Chemikalien. Ich durfte diese Anlage mit aufbauen und in Betrieb nehmen. Sie ist ein Prototyp und dementsprechend braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl bei der Optimierung.
Was gefällt Ihnen an den vielfältigen Aufgaben in Ihrem Bereich am besten?
Mir gefällt es als Prozessfachmann mein Fachwissen einzusetzen und auch weiterzugeben.
Welche Weiterbildungen haben Sie beim sfb Bildungszentrum absolviert und wie stark haben sie diese bei Ihrer Karriere unterstützt?
Ich absolvierte den Techniker-Lehrgang HF Unternehmensprozesse bis zum 3. Semester, dann schloss ich an einer zweitägigen Prüfung beim VBM erfolgreich als Prozessfachmann mit eidg. Fachausweis ab.
Konnten Sie dank der Weiterbildung Ihren Marktwert steigern?
Ja das konnte ich, aber bis jetzt noch nicht ganz so, wie ich es mir erhofft habe, da oftmals mehr Berufserfahrung erwartet wird, als ich besitze.
Welche Lerninhalte haben Ihnen in der Praxis besonders geholfen?
Das Projektmanagement und das Qualitätsmanagement, sowie Materialwirtschaft und die Produktionsplanung.
Was sind Ihre nächsten beruflichen Wünsche und Ziele?
Ich stosse bei meiner jetzigen Stelle an meine Entfaltungsgrenze, so dass ich auf der Suche nach einer verantwortungsvolleren Position im mittleren Kader bin. Eine Tätigkeit als Teamleiter in der Lebensmittelindustrie, als Produktionsleiter oder dessen Stellvertreter, aber auch eventuell in einer Junior Position, z.B. als Junior Projektleiter oder Junior Avor, würden mich sehr reizen. Auch Weiterbildungen im Bereich des Qualitätsmanagements sagen mir sehr zu, Yellow bis Black Belt oder gar Auditor. Was meine Zukunftsplanung anbelangt, bin ich daher noch sehr offen.