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1907 durchgeführte Ausgrabungen im Bereich der heutigen "Römerstrasse" erbrachten den Beweis für die Existenz eines römischen Gutshofes mit eigenständigem Badehaus. Zwei in der Anlage gefundene Kupfermünzen des Constantinus II. (337 - 340) lassen annehmen, dass der Gutshof nicht schon nach den Alemanneneinbrüchen der Jahre 259/260 verwaiste, sondern erst gegen Ende des vierten Jahrhunderts aufgegeben wurde.
Bis weit ins 14.Jahrhundert hiess das Dorf, auch im rechtlichen Schriftgebrauch "Bözach". Erster urkundlich erfassbarer Vertreter der Freiherren von Göskon war 1161 Bernerus (Werner) de Gozequovon. Der im 8. Jahrhundert erbaute Stammsitz der Familie befand sich in Obergösgen, wo sie bereits sämtliche Rechte besass und erhob sich im Winkel zwischen Aare und Stegbach. Als im 13.Jahrhundert die Grafen von Habsburg dem Freiherrn Gerhard I. von Göskon die Kastvogtei über das Stift Schönenwerd als Afterlehen übertrugen, verlegte dieser seinen Stammsitz auf den Kalksporn über Bözach und errichtete die Burg "ze nidern Göskon". Im 14.Jahrhundert erlosch das Göskoner Geschlecht in männlicher Linie. Der letzte Vertreter der Familie Johann II. trat kurz vor seinem Tod die Burg Niedergösgen an die Söhne seiner Schwester Amalia, die mit Werner von Falkenstein verheiratet war, ab. Seither wurde die Burg Gösgen in den Urkunden meistens Falkenstein genannt.
1901 kam die Burg in den Besitz der römisch katholischen Kirchengemeinde, die 1903/04 die heutige Schlosskirche auf dem Platz der ehemaligen Burg errichtete. 1972 kaufte die Einwohnergemeinde Niedergösgen den Schlosshof und begann im Februar 1981 mit den Umbauarbeiten zum heutigen Gemeindehaus.