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ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften, bereitet sich vor für die Saison der Generalversammlungen 2009, die am 24. Februar bei Novartis beginnt. Hauptthema bei Novartis werden die Vergütungen für Daniel Vasella sein. Wie in den vergangenen Jahren wird ACTARES Abstimmungsempfehlungen für die 20 Unternehmen des SMI herausgeben und seine Mitglieder bei diesen Firmen vertreten. Die ACTARES-Abstimmungsrichtlinien vom Januar 2006 wurden kürzlich überarbeitet.
ACTARES unterstützt vorbehaltlos die “say on pay”-Anträge von Ethos und acht Pensionskassen. Diese verlangen, dass die Generalversammlung künftig konsultativ über einen Vergütungsbericht abstimmen kann. Das Gegenargument des Verwaltungsrates von Novartis, dass die Generalversammlung schon heute die Möglichkeit habe, ihre Meinung auszudrücken, indem sie den Jahresbericht ablehnt, ist unzutreffend. Jahresbericht und Jahresrechnung werden zusammen zur Abstimmung vorgelegt. Die Ablehnung der Jahresrechnung verhindert jedoch die Auszahlung von Dividenden. Kein institutioneller Investor kann das akzeptieren.
ACTARES hat null Verständnis für die in der Sonntagpresse verbreiteten Drohungen von Daniel Vasella, den Geschäftssitz von Novartis zu verlegen, falls die Vergütungen für die Topmanager kontrolliert werden sollen. Die erste Sorge eines Unternehmensführers darf nicht sein Bankkonto sein, sondern das Wohl des Unternehmens und seiner Anspruchsgruppen, insbesondere des Aktionariats, des Personals und der Kundschaft.
Nach Novartis wird ACTARES auch zu den 19 andern Unternehmen des SMI (Swiss Market Index) Abstimmungsempfehlungen herausgeben. ACTARES wird seine Mitglieder entweder direkt an Generalversammlungen vertreten oder die Stimmen, mit den entsprechenden Instruktionen, dem unabhängigen Stimmrechtsvertreter zukommen lassen.
Die Abstimmungsrichtlinien von ACTARES, die seit Januar 2006 in Kraft sind, wurden kürzlich leicht angepasst. Bei übermässigen Vergütungen für Führungspersonen, die nachhaltigem Wirtschaften widersprechen, wird ACTARES in Zukunft dem Verwaltungsrat die Decharge verweigen, statt, wie bisher, den Jahresbericht abzulehnen.
Ausserdem wird ACTARES auch bei ungenügenden Anstrengungen der Unternehmen im Bereich Klimaschutz die Decharge verweigern und weiterhin die vorgeschlagenen Kandidaturen ablehnen, wenn bei Wahlen in den Verwaltungsrat keine annehmbare Vertretung der Geschlechter vorgesehen ist.