Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03539.jsonl.gz/37

(Kt. Wallis,
Bez. Goms).
2581 m. Kleiner Alpensee von nahezu 1 km Umfang, hinten in einem öden Kar, das die Schmelzwasser
der Firnfelder am
Löffelhorn sammelt. Dem
See entspringt der das
Trützithal durchfliessende und 500 m ö. vom Dorf Gesehenen
von rechts in die
Rhone mündende
Wildbach.
Der Name wurde dem
Kamm von Agassiz und seinen Gefährten,
die zur Eroberung der
Jungfrau vom
Aletschgletscher her ausgezogen waren, 1841 deswegen beigelegt, weil
sie den
Rücken anfänglich für die
Jungfrau hielten, dann aber freilich ihren Irrtum bald einsehen sollten.
Der Trugberg
hat zwei durch einen weiten und ziemlich tief eingesenkten
Sattel voneinander getrennte Felsgipfel, von denen der nördliche
der höhere ist, sowie noch drei weit niedrigere Felshöcker.
Erste Besteigung des N.-Gipfels (3933 m)
am durch E. Burckhardt mit den Führern P.
Egger und P. Schlegel.
Erfordert von der Konkordiahütte her 5 Stunden.
Den Gipfel 3513 m erreichte als erster John Ball am den Punkt 3660 m (auch «Schneeturm»
genannt) E. J. Häberlin mit Andr. und Joh. von
Weissenfluh am Zu photographischen und topographischen
Zwecken haben den Punkt 3660 m am Ing. S. Simon und der alpine Photograph Vittorio
Sella besucht.
oder
Trons, rätoromanisch Trun (Kt. Graubünden,
Bez. Vorderrhein).
865 m. Gem. und Pfarrdorf am Eingang insVal Puntaiglas,
am linken Ufer des
Vorderrheins und 18,3 km wsw. der Station
Ilanz der Bündner Oberlandbahn (Chur-Ilanz). Postbureau, Telegraph,
Telephon; Postwagen
Ilanz-Disentis. Gemeinde, mit Caltgadira,
Campliun,
Crestatsch, Darvella, Flutginas,
Gravas,
Lumneins,
Rinkenberg
(oder
Zignau) und
Tiraun: 161
Häuser, 974 kathol. Ew. romanischer Zunge; Dorf: 61
Häuser, 422 Ew. Wiesenbau und
Viehzucht. Die milde und geschützte Lage gestattet neben Getreidebau noch ziemlich viel Obst- und Gartenbau, Unter dem uralten
Ahorn von Truns, der 1870 einem Windstoss zum Opfer fiel und dessen Strunk im historischen Museum von
Chur aufbewahrt ist,
wurde am der obere oder
GraueBund geschlossen, nach welchem der heutige Kanton seinen Namen
trägt und den das von Anton Huonder (gest. 1867) gedichtete Nationallied der Rätoromanen verherrlicht. An Stelle dieses
historischen
Baumes sind Setzlinge desselben gepflanzt worden. Die ehrwürdige St. Annakapelle am Eingang des Dorfes und neben
dem
Ahorn ist mit ihren 1836 renovierten Fresken der Stiftung des
Grauen Bundes geweiht. Das Rathaus ist
bemerkenswert durch die reich geschnitzte Saaldecke und die Bildnisse und Wappen sämtlicher
¶
mehr
ehemaliger Landrichter. Die Pfarrkirche enthält ein schönes Altargemälde. In der Umgebung sieht man die Burgruinen Freiberg
und Crestatsch.