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Autor: Regula Saner
«Es ist ein grosse Sache», sagt Stadtarchitekt Moritz Egger zu den Plänen, die seit gestern aufliegen. Der Blick in den revidierten Ortsplan «Les Hauts-de-Schiffenen» bestätigt dies. Unterhalb der heutigen Hochhäuser an der Schiffenenstrasse (Bushaltestelle Windig) soll eine der letzten Bauzonen, über die die Stadt noch verfügt, bebaut werden. Es handelt sich um einen 46 000 Quadratmeter grossen Landstreifen, welcher zur Seite von Wald begrenzt ist und fast bis hinunter zur Saane reicht.
Fünf Abschnitte
Der Ortsplan wurde auf der Grundlage einer Projektskizze des Waadtländer Architekturbüros LVPH erarbeitet (siehe Kasten). Das Land wird im Ortsplan in fünf horizontale Abschnitte unterteilt. Auf jedem Abschnitt sind drei und einmal vier längliche Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Ein Ensemble à drei Häusern besteht aus 49 Duplex-, drei Attikawohnungen und drei Studios. Die fünf Ensembles sind durch eine unterirdische Garage verbunden. Total sieht der Ortsplan 339 Parkplätze vor. Ein Drittel der Wohnungen ist grösser als 120 Quadratmeter.
Obwohl in erster Linie Wohnungen entstehen sollen, gäbe es auf rund 3200 Quadratmetern Land auch Platz für Geschäfte und Büros sowie für öffentliche Einrichtungen – notabene eine Schule, wie Egger erklärt. Die im Ortsplan vorgesehene Zone würde den Bau einer Primarschule, zweier Kindergarten-Räume, einer Turnhalle sowie eines Quartierzentrums erlauben.
Wohnen im Park
Um eine Siedlungswüste zu verhindern, soll das ganze Vorhaben in eine Parkanlage eingebettet sein. Das ist laut Architekt Paul Humbert vom Büro LVPH das starke Element des Projektes: Die Häuser stehen frei in der Landschaft und es gibt keine Strasse, die das Gelände durchschneidet. Der Park ist integraler Bestandteil des Ortsplanes.
Wie dem erklärenden Bericht zum revidierten Ortsplan zu entnehmen ist, soll in diesem Gebiet eine mittlere Siedlungsdichte erreicht werden. Gleichzeitig wird eine höhere Lebensqualität angestrebt. In den vergangenen Jahren ist diese nach und nach gesunken; immer wieder stehen Wohnungen in den Blöcken an der Schiffenenstrasse leer. Die Bauten sind renovationsbedürftig. Die neuen Häuser sollen diese Abwärtsspirale stoppen. Dazu soll auch der Mix von Eigentums- und Mietwohnungen beitragen.