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Fussballstadion mit Zusatznutzungen in Thun Süd kann durch private Investoren fristgerecht erstellt und betrieben werden
Medienkonferenz 13. März 2007, 14.15 Uhr
Am Standort Thun Süd auf dem Areal der Burgergemeinde Thun wird die Unternehmung HRS Hauser Rutishauser Suter AG zusammen mit ARCO Real Estate SA ein neues Fussballstadion mit 10'000 Zuschauerplätzen sowie kommerziellen Zusatznutzungen erstellen. Ein entsprechender Vertrag für die Planung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb zwischen der Investorengruppe und der Burgergemeinde als Landeigentümerin und der Stadt Thun als Planungsbehörde ist unterschrieben worden. Der Stadt lagen drei Offerten von privaten Trägerschaften vor. Der von der Swiss Football League SFL vorgegebene Termin für das Einreichen eines Baugesuchs im März 2008 kann eingehalten werden. Über die definitive Landabgabe befindet die Burgergemeindeversammlung am 11. Juni 2007.
Fast genau ein Jahr nach dem Volks-Nein zu einem städtischen Kredit für ein Sportzentrum in Thun Süd und ein Jahr vor dem Termin, an dem das Baugesuch für ein neues Fussballstadion eingereicht werden muss, liegt eine neue Lösung auf dem Tisch: Eine private Investorengruppe wird in Thun Süd selbständig ein Super-League-konformes Fussballstadion mit 10'000 Plätzen erstellen, ebenso kommerzielle Zusatznutzungen in Form eines Einkaufszentrums, eines Fachmarktes, Restaurants sowie Dienstleistungsflächen und einer Tankstelle mit Waschanlage. Konkret: Die Firma HRS Hauser Rutishauser Suter AG, Frauenfeld, will zusammen mit der Westschweizer ARCO Real Estate SA auf dem westlichen Teil des Terrains der Burgergemeinde Thun nahe der Autobahn bauen.
Vertrag unterzeichnet
Ein entsprechender Vertrag für die Planung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb des Stadions ist zwischen der Burgergemeinde Thun, der Einwohnergemeinde Thun und der Firmengruppe HRS Hauser Rutishauser Suter AG/ARCO Real Estate SA unterzeichnet worden. Das vorgeschlagene Nutzungsprogramm ist konform mit den Vorschriften zur Zone mit Planungspflicht (ZPP Sport und Einkauf in Thun Süd), welche vom Stadtrat am 9. Dezember 2005 genehmigt und gegen die das fakultative Referendum nicht ergriffen wurde. Die ZPP kann nun beim Kanton zur Genehmigung eingereicht werden.
Stadt: Keine Kosten für Bauten, aber für Erschliessung
Das Baugesuch soll, wie von der Swiss Football League SFL gefordert, im März 2008 eingereicht werden. Dies ist nötig, damit der FC Thun auch für die Saison 08/09 eine Spiellizenz für die Super League erhält. Die Stadt Thun wird sich weder als Investorin noch als Betreiberin engagieren, steht aber als Planungsbehörde in der Verantwortung. Für die Stadt Thun werden für die Realisierung des Stadions und der Zusatznutzung keine Kosten entstehen, jedoch werden die Erschliessungskosten zwischen Investor und Stadt aufgeteilt werden. Über das Landgeschäft befinden muss noch die Burgerversammlung. Sie wird am 11. Juni tagen.
Drei Investorengruppen wurden beurteilt
Im Nachgang zur Volksabstimmung vom 12. Februar 2006 hatten sich insgesamt drei Investorengruppen gemeldet und Vorschläge für ein neues Fussballstadion in Thun Süd unterbreitet. Es waren dies die Gruppe Frutiger AG/Marazzi Generalunternehmung AG/Jelmoli AG Immobilien/FC Thun Betriebs AG, die Gruppe HRS Hauser Rutishauser Suter AG/ARCO Real Estate SA und die Gruppe GIM Architekten AG/Nüesch Development/dieBauengeneering. Burgerrat und Gemeinderat begrüssten diese Initiativen und liessen in einer paritätisch zusammengesetzten Delegation unter Beizug von Experten des Preisgerichts von 2005 Kritieren für die Beurteilung der Projektideen ausarbeiten. Aufgrund der kommunizierten Auswahlkritierien wurde den drei Bewerberteams bis Ende Januar 2007 Zeit eingeräumt, ihre Vorstellungen in definitiver Form einzureichen. Sie erhielten zudem Gelegenheit, ihre Überlegungen zu präsentieren. Die Auswahlkriterien orientierten sich einerseits am Ziel, das Stadion in Übereinstimmung mit den betrieblichen Vorgaben der Swiss Football League fristgerecht durch eine private, solvente Trägerschaft erstellen und betreiben zu lassen, und andererseits an der Preiswürdigkeit des Kaufangebotes für das Grundstück in Relation zu einer städtebaulich überzeugenden Projektidee mit stadtverträglichen Zusatznutzungen.
HRS/ARCO Real Estate: Kriterien am besten erfüllt
Die Projektidee der HRS / ARCO Real Estate erfüllt die Auswahlkriterien klar am besten. Als solvente Trägerschaft wird sie sowohl für die Erstellung wie auch für den Betrieb des Stadions aufkommen. Mit dem FC Thun als künftigem Nutzer liegt eine Regelung vor, die dem Verein vernünftige Rahmenbedingungen gewährleistet. Das Preisangebot für das Land entspricht den Vorstellungen des Burgerrates. Finanzmittel der öffentlichen Hand sind mit Ausnahme der üblichen Infrastrukturanlagen weder für den Bau noch für den Betrieb der Anlage erforderlich.
Die Firma HRS mit einem Jahresumsatz von 630 Millionen Franken und 140 Mitarbeitenden ist ein Projektentwickler und Totalunternehmer mit grosser Erfahrung in komplexen Grossbauten, im Sportstätten- und Stadionbau. Sie realisierte im Bereich Sportbauten u.a. das im Februar 2007 eröffnete Fussballstadion La Maladière in Neuchâtel, den neuen Hauptsitz des Weltfussballverbandes FIFA und den Hauptsitz des internationalen Eishockeyverbandes, beide in Zürich. Zurzeit im Bau befindet sich die AFG ARENA in St. Gallen. Zeit im Bau befindet sich die AFG ARENA in St. Gallen. Die Firma ARCO Real Estate SA mit ihrer Erfahrung in der Projektentwicklung von Einkaufszentren und Baufachmärkten hat bereits mehrere andere Projekte wie Bauhaus Bern, Hornbach Villeneuve und Signy Centre erfolgreich realisiert.
Städtebauliche Qualität wird sichergestellt
Die Itten und Brechbühl AG, Bern sowie die Büro Brügger Architekten AG, Spiez zeichnen für die künftige Weiterentwicklung der Architektur verantwortlich, das Büro Retail Rites, Lausanne für die Layoutplanung des Einkaufszentrums. Um die städtebauliche Qualität sicherzustellen, wird stadtseitig ein beratendes Gremium den Realisierungsprozess mit stufengerechtem Beizug des städtischen Fachausschusses begleiten. Das Einkaufszentrum und das Stadion werden voraussichtlich auf den Sommer 2010 fertiggestellt sein.
Dass die vollständige Finanzierung durch Private nicht bereits früher erreicht werden konnte, liegt am damaligen Vorgehensplan: Den Stimmberechtigten musste ein Brutto-Kredit von 55 Mio. Franken unterbreitet werden, in dem allerdings auch Breitensport-Anlagen enthalten waren. Als Nettobetrag hätte die Stadt jedoch nur einen Teil davon, nämlich 9.65 Mio. Franken, beitragen müssen. Die eigentliche Investorenkonkurrenz war erst nach dem erhofften Volks-Ja zum Sportzentrum vorgesehen. Nach der Ablehnung der Vorlage konnte das Projekt nicht wie geplant weiterverfolgt werden. Dennoch meldeten sich private Investoren, die dann auch neue Ideen präsentierten.
Der Burgerrat und der Gemeinderat stehen mit grosser Überzeugung hinter der nun ausgewählten Projektidee.
Zahlen und Fakten
- Fläche des gesamten Areals, das in Thun Süd für das Stadion und die Mantelnutzung vorgesehen ist: ca. 90’000 m2
- Anzahl Zuschauerplätze im Stadion: 10’000;
- Verkaufsfläche des Einkaufszentrums: 7’500 m2
- Verkaufsfläche des Fachmarkts: 15’000 m2 (wovon 7'500 m2 als effektive Verkaufsfläche anrechenbar)
- Restaurant: 1000 m2
- Dienstleistungsflächen: 3'000 m2
- Maximal mögliche Gebäudehöhe gemäss ZPP: 17.5 m (ausgenommen Stadion)
- Anzahl mögliche Parkplätze: 900
- Ungefähres Investitionsvolumen: ca. 170 Mio. Fr.
Weitere Informationen und Downloads:
Auskünfte an die Redaktionen:
- Ursula Haller, Gemeinderätin, Vorsteherin der Direktion Bildung und Entwicklung, Tel. 033 225 83 93
- Markus Engemann, Burgerratspräsident, Tel. 033 227 65 22
- Martin Kull, CEO HRS Hauser Rutishauser Suter AG, Tel. 079 405 86 58
- Kurt Weder, Präsident FC Thun, Tel. 079 636 36 89
Thun, 13. März 2007