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Ein überraschender Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den USA belastete die Ölpreise am Nachmittag nicht nennenswert. In der grössten Volkswirtschaft der Welt waren die Ölreserven in der vergangenen Woche laut US-Regierung um 1,3 Millionen Barrel auf 541,3 Millionen Barrel nach oben geklettert. Experten waren hingegen von einem erneuten Rückgang ausgegangen und hatten mit einem Abschmelzen der Reserven um 3,1 Millionen Barrel gerechnet.
Dagegen seien die Lagerbestände an Benzin und an Destillaten (Heizöl, Diesel) in der vergangenen Woche gesunken, teilte die Regierung in Washington weiter mit. Ausserdem war die Ölproduktion in den USA zurückgegangen, allerdings nur leicht um 0,1 Prozent.
Der Ölmarkt leidet derzeit nach Einschätzung von Experten vorübergehend nicht mehr an einem Überangebot an Rohöl. Als Ursache gelten Produktionsrückgänge in den wichtigen Ölstaaten Kanada und Nigeria. Ausserdem hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs in einer zu Beginn der Woche veröffentlichten Studie eine steigende Nachfrage nach Rohöl vorhergesagt.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) legte zuletzt weiter zu. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 44,82 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 45 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/he
(AWP)