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Hedi Wyss erzählt im Buch «Hansjörg Wyss - mein Bruder» zuerst aus der Kindheit. Wie ihre Familie in Bern zwar kein Einfamilienhaus besass wie die Nachbarn in der gleichen Strasse. «Aber wir hatten Musikstunden, Tennisunterricht (...) und eine umfangreiche Bibliothek.» Ihr Bruder Hansjörg sei in der Schule nicht der beste gewesen, musste im Progymnasium in Bern gar einmal eine Klasse wiederholen.
So erfährt man Privates über Hansjörg Wyss, etwa auch über seine Beziehungen mit Frauen. Und ein grosses Thema des Buchs ist das Geld. Die Journalistin und Buchautorin fragte ihren Bruder, wie er zu seinem Erfolg kam. Darauf erzählte ihr der einstige Chef des Solothurner Medizinaltechnik-Unternehmens Synthes unter anderem, wie wichtig ein sinnvolles Produkt sei und dass man sich mit guten Leuten umgebe. Man müsse wissen, dass man nicht alles allein erledigen könne und man solle «nicht mehr als sieben bis acht Stunden pro Tag arbeiten», sonst falle man «aus dem Eimer».
Das Buch gibt auch Antworten auf die Frage, wie Hansjörg Wyss mit dem vielen Geld umgeht, das er besitzt. Man erfährt es durch Episoden wie diese, als er zu einem Begleiter sagte: «Warte noch zehn Minuten, dann ist das Parkhaus gratis.» So habe er zwei Dollar gespart, erzählt Hedi Wyss, «und am gleichen Abend spendete er zehn Millionen für ein Forschungszentrum.»
Hansjörg Wyss engagiert sich für Naturschutz, Soziales, Kunst und für die Forschung.
Ein Stichwort kommt im Buch öfters vor: Glück. «Ich hatte einfach Glück», wird Hansjörg Wyss an einer Stelle zitiert. «Und Glück hat man, wenn man immer versucht, genau zuzuhören.»
Das Buch «Hansjörg Wyss - mein Bruder» von Hedi Wyss ist im Efef-Verlag erschienen.