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Champagner
Der Champagner ist ein Schaumwein aus Frankreich, aus der Region Champagne. Weltweit wird der Champagner gerne auf Festen, Hochzeiten und Partys serviert. Ausserdem wird die Bezeichnung „Champagner“ seit 1936 geschützt und darf nur von Winzern benutzt werden, die in der Region Champagne aus den richtigen Rebsorten Champagner herstellen.
Die Geschichte hinter dem Champagner
Den Ursprung des Champagners setzten die Römer im Jahr 1100 in der Champagne. Dort bauten sie Weinreben an und stellten daraus Wein her, allerdings war dieser Wein still. Im Jahr 1114 stellte ein Bischof eine Eigentumsurkunde über den gesamten Bereich inklusive der Weinbaugebiete in den Besitz des Klosters. Dies gilt als Gründungsakt des Weingebietes Champagne. Der Wein gewann zunehmend an Ansehen und Berühmtheit vor allem durch den französischen und englischen Hof.
Im Jahr 1670 wurde der stille Wein nun endlich zu dem heute bekannten Schaumwein. Dieser Vorgang passierte aber eher unabsichtlich als gewollt. Die Winzer gaben den Wein schon bevor sie ihn verschifften in Flaschen, da der Wein im Fass meistens nicht überstand. Das Problem bei den Flaschen war, dass die Weine darin gärten und bei Ankunft durch den springenden Korken viel von dem Wein verloren ging. Dies stellte ein grosses Problem dar, weswegen man versuchte verschiedene Glasqualitäten auszuprobieren. Jedoch erfolglos. Erst durch eine gezielte Flaschengärmethode wurde es möglich die Schaumweine zu exportieren. Das ausschlaggebende war der Zuckerzusatz, der Benediktiner Mönch „Dom Perignon“ beschäftigt sich damit sehr lange. Er schaffte es, dass der Schaumwein nicht schon vor dem Öffnen platzte. 1728 war es dann erlaubt, den Champagner zu exportieren.
Erst im 19. Jahrhundert wurde man aufmerksam auf die Hefe, die bis dahin immer in der Flasche blieb und den Champagner trüb aussehen liess. Man kam darauf, dass man die Hefe abtragen musste, damit der Champagner eine schöne Farbe erhielt. In diesem Jahrhundert wurde der Champagner zum absoluten Luxusgetränk, jeder wollte ihn trinken.
Die Herstellung des Champagners
Am wichtigsten ist wohl zu erwähnen, dass natürlich die Auslese der Trauben und die Zusammensetzung von grosser Bedeutung für den Geschmack ist.
Des Weiteren ist die Gärung in der Flasche sehr wichtig. Der Grundwein entsteht schon zuvor, genauso wie andere Weine wird aus dem Most durch alkoholische Gärung der Grundwein hergestellt. Dieser wird dann in Flaschen abgefüllt, denen Rohrzucker und Hefe zugegeben wird. Nach diesem Gärprozess soll der Champagner für mindestens 15 Monate reifen, um seine individuellen Noten und Aromen zu entfalten.
Bevor die Flasche dann in den Export geht, muss die Hefe entfernt werden. Hier werden die Flaschen „gerüttelt“, das bedeutet, dass die Flaschen langsam von der waagrechten Position bis zur senkrechten gedreht werden und dabei immer gerüttelt werden. Wenn der Champagner sich in der senkrechten Position befindet, hat die Hefe den Flaschenhals erreicht.
Danach folgt das sogenannte „Degorgieren“. Hierbei wird der Flaschenhals durch ein Eisbad geführt, damit die Hefe zu einem festen Tropfen werden kann. Dieser gefrorene Tropfen wird dann aus der Flasche entfernt.
Der letzte Schritt ist die „Dosage“, hier muss einfach der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, bevor die Champagner Flasche endgültig verschlossen und abgeschickt werden kann. Diese Dosage, die dem Champagner zugeführt wird, besteht meistens aus Süsswein oder Süssreserve des Grundweines. Durch diese Zufuhr erhält der Champagner sein extra Note. Hier gibt es auch wieder Unterschiede, die einen machen eher trockene und die anderen eher süsserer Champagner. Folgende Bezeichnung gibt es:
- Ultra Brut/ Brut Nature: hierbei ist der Zuckergehalt bei 0
- Extra Brut: Dosage mit 0-6 g/L Zucker
- Brut: Dosage mit 12 g/L Zucker
- Extra Dry: Dosage mit 12-17 g/L Zucker
- Sec: Dosage mit 17- 32 g/L Zucker
- Demi: Dosage mit 32- 50 g/L Zucker
- Doux: Dosage mit mehr als 50 g/L Zucker
Die Anbaugebiete und die Rebsorten
Das Anbaugebiet Champagne umfasst mittlerweile 33’000 Hektar und ist vollständig mit Rebsorten bestockt. Eingeteilt wird das Gebiet nochmals nach Klima und Bodentyp, dabei sind die wichtigsten „Montagne de Reims“, „Vallee de la Marne“ und „Cote des Blancs“.
Bei den Rebsorten gibt es drei verschiedene, die für den Champagner verwendet werden:
- Pinot Noir, die als Spätburgunder bekannt sind
- Pinot Meunier, die als Schwarzriesling bekannt sind
- Chardonnay, die einzige weisse Rebsorte bei der Herstellung
Die Zusammensetzung aus diesen drei Rebsorten macht den Champagner erst zu dem Getränk, das von so vielen geliebt und geschätzt wird. Pinot Noir gibt dem Wein die Fülle, Pinot Meunier die Fruchtigkeit und Chardonnay die Finesse.