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Damit runde DKSH ihren vor drei Jahren eingeleiteten Prozess des Generationswechsels an der Spitze von Unternehmen und Verwaltungsrat ab, teilte der vor allem auf Dienstleistungen in Asien spezialisierte Konzern am Freitag mit. Man schaffe damit frühzeitig die Voraussetzungen für eine sorgsam geregelte Suche nach dem Nachfolger bzw. der Nachfolgerin.
Wolle war laut Mitteilung 28 Jahre im Unternehmen, davon 18 Jahre an dessen Spitze und entsprechend eine sehr wichtige Figur für den Konzern. Als das Unternehmen 2012 an die Börse ging, wurde gar im Börsenprospekt ausdrücklich auf das Risiko von der Abhängigkeit von Wolle hingewiesen. Im März 2016 kündigte Wolle dann an, im Frühjahr 2017 das Präsidium des Verwaltungsrates zu übernehmen und den operativen Chefposten abzugeben.
Wolle stand zuletzt wegen des Verkaufs seiner DKSH-Aktien im grossen Stil und auch immer wieder wegen seines hohen Lohnes in der Kritik. So hat Wolle in den vergangenen Wochen Aktien im Gesamtwert von 27,2 Millionen Franken abgestossen. Ende vergangenen Jahres hatte er 380'000 Aktien gehalten, nach der Veräusserung bleiben ihm noch 38'0000 Titel, wie die "Sonntagszeitung" im vergangenen Juli schrieb. Das Unternehmen begründete die Verkäufe damals damit, dass Wolle seinem Nachfolger als Konzernchef genügend Freiraum lassen wolle.
In der heutigen Mitteilung sagte Wolle denn auch, er verstehe den Abgang "auch als Beitrag zur guten Corporate Governance": "Es kann Sinn machen, dass der frühere CEO für eine gewisse Zeit auch den Verwaltungsrat führt, insbesondere dann, wenn Kontinuität von so grosser Bedeutung ist wie bei DKSH."
Einen designierten Nachfolger oder eine Nachfolgerin gibt es noch nicht. Ein Komitee des Verwaltungsrates unter Führung des Ehrenpräsidenten Adrian T. Keller sei mit der Suche beauftragt, hiess es. Keller und Wolle würden dabei "eng zusammenwirken".
uh/ys
(AWP)