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Die Önologen oder Weinmacher, wo ist hier der Unterschied?
Jeder der aktiven Weinmacher in Kalifornien hat heutzutage auch Önologie studiert oder zumindest einen sehr artverwandten Bereich davon und dementsprechend auch mit einem Bachelor oder Master abgeschlossen. Die verschiedenen Studiengänge rund um den Wein sind an der UC Davis, einer der führenden Universitäten in diesem Bereich, breit gefächert. Es gibt also zwischen diesen zwei Berufsbezeichnungen in Punkto Wissen und Verantwortung keinen Unterschied.
Im Allgemeinen nimmt man jedoch an, dass ein Önologe ein betriebsexterner Berater ist.
Diese Annahme ist insofern nicht falsch, als die so tätigen Berater sich selbst als Önologen bezeichnen. Im Englischen spricht man in diesem Falle von einem «Consulting Winemaker».
In diesem Kapitel geht es aber um die Herstellung von Wein. Im englischen Sprachraum wird diese Person als Winemaker bezeichnet. Ein scheussliches Wort. Beruft man sich auf die Übersetzungen, so wird Winemaker mit Winzer/in, Weinmacher/in oder Weinbauer/bäuerin übersetzt. Dem ist als solches nichts beizufügen, ausser, dass ein Leser verunsichert werden könnte. Wir halten es auf diesen Seiten so, dass alle gleichgestellt sind und ist eine dieser Personen auf einem Weingut nur beratend tätig, so wird diese mit "beratender Önologe" oder eben als Consulting Winemaker innerhalb eines Textes umschrieben.
Vorteilhaft ist es aber allemal, vom Weingut aus betrachtet, eine Zweitmeinung einzuholen. Es kann vorbeugend gegen eine gewisse Betriebsblindheit sein. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass teilweise den Weinen, die von einer und derselben Person betreut werden, ein gewisser uniformeller Stempel, gewollt oder ungewollt, aufgedrückt wird. Die Individualität der so gekelterten und ausgebauten Weine geht leider weitgehend verloren. Es leben die austauschbaren Weine!
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