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Einen Monat vor dem Prozess gegen Harvey Weinstein wirft die Staatsanwaltschaft dem früheren Filmmogul vor, seine Bewährungsauflagen verletzt zu haben. Es gebe zahlreiche Verstösse in Verbindung mit der elektronischen Überwachungsfessel an Weinsteins Knöchel, sagte Staatsanwältin Joan Illuzzi-Orbon laut «Washington Post» am Freitag bei einer Anhörung in New York.
Der Angeklagte habe sich mehrfach in einem Funkloch aufgehalten, so dass der Kontakt abgerissen sei. Zudem sei es passiert, dass Weinstein ein wichtiges Teil der Fessel zuhause vergessen habe und das Gerät nicht funktionierte. Weinsteins Anwälte bestritten solche Verstösse und sprachen von «technischen Fehlern». Der 67-Jährige war bei der Anhörung am Freitag selbst anwesend.
Die Anklage beantragte, Weinsteins Kaution von einer Million Dollar auf fünf Millionen anzuheben. Richter James Burke vertagte die Anhörung und kündigte eine Entscheidung für den Mittwoch an. Der Prozess gegen Weinstein soll am 6. Januar starten.
Mehr als 80 Frauen hatten dem 67-Jährigen seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei der Anklage in New York geht es allerdings nur um zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt. (sda/dpa)