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Lena Bischofberger aus Oberegg erreichte am 15. Olympischen Sommer-Festival der europäischen Jugend (EYOF) in Baku den 13. Rang und verpasste knapp den Final der besten zwölf U18-Dreispringerinnen Europas. In der Qualifikation sprang sie 11,68 m weit. Erst durch den letzten Sprung einer Konkurrentin wurde sie vom zwölften Rang verdrängt. Vor der Qualifikation lag die Athletin des KTV Altstätten mit ihrer Saisonbestleistung von genau zwölf Metern an der 18. Stelle. Sie wusste, dass es schwierig würde, gleich sechs besser Rangierte zu schlagen.Bischofberger war letzten Freitag in der Nacht in Baku gelandet. Sie freundete sich in den Tagen mit Eröffnungsfeier und Wettkampfstart mit den wechselhaften Bedingungen zwischen schwül und windig gut an. Sie trainierte mit Hilfe von Swiss Athletics sehr gut und war für die Qualifikation bereit.Nach dem Einmarsch ins Stadion galt es jedoch, erst eine schwierige Situation zu meistern. Beim Einspringen bemerkte Bischofberger, dass nur ein Balken bei 11 m eingesetzt war, der 9 m-Balken fehlte. Sie und andere Athletinnen befürchteten, vom weiteren Balken aus springen zu müssen. Dies brachte eine Unruhe und Nervosität. Mit einem gemalten 9 m-Balken wurde die Situation entschärft. 40 Minuten vor Sprung eins war dies nicht gerade förderlich.
Bischofberger steigt sehr gut in den Wettkampf
Bei diesen Voraussetzungen war Bischofbergers erster Sprung auf 11,68 m eine Topleistung. Ihr half, Anfang Mai in Deutschland ebenfalls einen Wettkampf mit gemalten Balken gemacht zu haben. Damals sprang sie knapp elf Meter weit. Der zweite Versuch in Baku gelang ihr nicht wunschgemäss. Vor dem dritten und letzten war sie Zwölfte. Mit dem Wissen, dass eine Athletin zwei Nuller geschrieben hat und nach ihr an der Reihe war, nahm sie beim letzten Versuch mehr Risiko, um die Elfte abzufan-gen. Sie übertrat jedoch knapp und verpasste die angestrebten 11,92 m.So kam es, dass der letzte Sprung der einheimischen Athletin gültig war und Bischofberger den Final verpasste. Das Fazit bleibt positiv, denn nach ihrer ersten Qualifikation für einen Grossanlass meisterte sie die Aufgabe sehr gut und rief auf den Tag eine Topleistung ab. Die Finalqualifikation wäre die erhoffte und verdiente Zugabe gewesen dafür, gleich fünf besser Rangierte hinter sich gelassen zu haben.