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Kaum eine andere Linie der damaligen Basler Strassenbahnen (B.St.B.) war derart kurzlebig wie die Linie 23: Am 22. Mai 1932 verliessen erstmals Wagen mit dieser Linienbezeichnung das Depot und pendelten zwischen Barfüsserplatz und Leimgrubenweg. Zur Hauptverkehrszeit am Mittag wurde der 23er bis zur äusseren Missionsstrasse beim heutigen Burgfelderplatz verlängert und konnte so die Linie 3 wirksam entlasten. Das einzige bisher bekannte Foto eines Kurswagens dieser Linie ist übrigens im Buch «Basler Tram 1895–1995» (Pharos Verlag, 1994) auf Seite 159 abgebildet.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 hatte grosse Auswirkungen auf den damaligen Fahrplan und das Liniennetz. Die B.St.B. stellten unter anderem den Betrieb der Linie 23 per sofort ein.
63 Jahre später tauchten Wagen mit dem Kopfschild «23» für zwei Tage (!) wieder im Stadtbild auf: Vom 28. September 2002 abends 20 Uhr bis am 29. September 2002 Betriebsschluss musste die Aeschenvorstadt wegen Gleisbauarbeiten für den Tramverkehr vollständig gesperrt werden. Die Betriebsplaner sahen eine Ersatzlinie 23 vor, welche von der Burgfelden Grenze via Barfüsserplatz und Wettsteinbrücke den Messeplatz erreichte. Von dort befuhren die Kurse des 23ers eine grosse Schlaufe via Dreirosenbrücke→Voltaplatz→Schifflände→Claraplatz zurück zum Messeplatz. Erstmals führte somit eine Linie über alle drei noch mit Tramgleisen versehenen Rheinbrücken!