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Theosophische Lehre – Welten, Körper und Kräfte Teil 2 – Der Mensch ist eine zusammengesetzte Wesenheit
Die Lehren der Theosophie bejaht eine natürliche Entwicklung des Menschen, nicht aber Schöpfung; sie bejahen die Reinkarnation und nicht ein einziges Leben; sie bejahen das Gesetz von Ursache und Wirkung, nicht aber der Willkür; sie bejahen eine Gottheit, nicht aber einen persönlichen Gott; sie bejahen eine Hierarchie, nicht aber eine menschliche; sie bejahen die Erkenntnis, nicht jedoch den blinden Glauben; sie bejahen die Selbsterlösung durch den eigenen Verdienst, nicht aber Ablass oder Gnade; sie bejahen das Sprichwort von Delphi: “erkenne Dich selbst”, nicht aber “Glauben an einem persönlichen Gott”; sie bejahen die Philosophie=Liebe zur Wahrheit, nicht aber die Kirche als Glaubenssystem; sie bejahen die Einheit des Lebens, nicht jedoch die Zersplitterung in Kasten und Privilegien; sie bejahen die wissenschaftlichen Erkenntnisse, nicht aber ein “Fürwahrhalten”, unter anderen; dadurch werden die Prioritäten des Lebens eines Menschen, anders gesetz als üblich; die Theosophie betrachtet sich als esoterisch=innerlich im Gegensatz zu der Kirche, die exoterisch=äusserlich ist. Deswegen hat die Theosophie keinen Kult, Riten, Zeremonien, Gebete, Priester, Kirchen, Klöstern, Sakramente, Gottesdienste, unter anderen, im Sinne einer Kirche; sie bejaht ein Urchristentum, dessen Schriften jedoch fast vollständig zerstört wurden.
Das physische Vehikel: Der physische Körper, durch den sich die menschliche Seele in der physischen Welt bewegt, diese wahrnimmt und an ihr teilnimmt. Aber der wirkliche Mensch ist nicht der physische Körper.
Der Astralkörper: ist der Modelkörper für den physischen Körper und liefert so sein Muster, nachdem der physische Körper aufgebaut wird. Phänomene wie „Phantomschmerz“ lassen sich durch den Astralkörper erklären.
Prana – Lebenskraft: Jede Wesenheit kommt mit einem bestimmten Vorrat an Lebenskraft zur Welt, und wie sich eine Batterie entleert, wird diese im Laufe des Lebens aufgebraucht.
Kama – Wünsche: Das Sanskritwort „Kama“ bedeutet Wunsch. Es ist zusammen mit dem Willen die vorwärtstreibende Kraft in der menschlichen Konstitution. Von Natur aus ist Kama zunächst farblos, weder gut noch schlecht, außer in dem Maße, wie es durch den menschlichen Willen im täglichen Leben benutzt wird. Für Kama wird im Kontext mit Wille oft das Symbol von Pferd und Reiter verwendet, in dem Sinne, das der Reiter, als Symbol für den Willen, das Pferd, die wildgewordenen Wünsche, regulieren muss und die Richtung vorgibt.
Manas – Denken: Das Denken ist die Stufe, die für Menschen als Denker die wichtigste ist, da er im Manas seine Hauptevolution hat. Was bliebe von einem Menschen ohne seine mentale Tätigkeit noch übrig? Manas ist der Sitz der menschlichen Seele und in sich dual, entweder mehr von niederen Wünschen oder höheren Wünschen beeinflusst.
Buddhi – Unterscheidungskraft: Die Unterscheidungskraft ist im Menschen noch unvollkommen entwickelt. Sie schlägt sich als Intuition in der menschlichen Seele nieder und inspiriert den Menschen zu mehr altuistischen Taten. Über Buddhi ist die menschliche Seele mit der inneren Göttlichkeit, den inneren geistigen Kern verbunden.
Atman: In Verbindung mit Buddhi die innere Göttlichkeit des Menschen.
Reinkarnation
Die Lehre der Wiedergeburt der menschlichen Seele. Die zyklische Wiedergeburt der Seele um vergangenes Karma (in vergangenen Leben gelegte Ursachen) abzuarbeiten und um sich evolutionsmäßig weiter zu entwickeln. Durch das Gesetz von Karma wird jede Wesenheit, jedes Individuum, immer wieder dorthin zurückkehren, wo ihre in einem früheren Leben gelegten karmischen Saaten zur Entfaltung gelangen können. Sie wird unweigerlich mit ihren eigenen karmischen Impulsen wieder konfrontiert. Karma in Verbindung mit der Reinkarnation ist somit die Lehre von der unbedingten Gerechtigkeit
Karma
Die Lehre von “Ursache und Wirkung” und die Zwillingslehre der “Reinkarnation”. Jede Handlung ruft eine ihr entsprechende Wirkung hervor. Diese kommt auf ihren Ausgangspunkt, der verursachenden Person zurück. In der Regel wird dies als “negativ” oder “positiv” erfahren, ist aber letztlich nur die in der ursprünglichen Handlung liegende Charakteristik, die vom Menschen entsprechend empfunden wird. Da alles in der Natur miteinander verbunden und gegenseitig ineinandergreift, werden auch andere Personen und Wesen von den Taten eines Einzelnen beeinflusst. Dies ruft demenstprechende Rückwirkungen hervor. Wenn Disteln gesät werden, können nicht Rosen geerntet werden. Somit liegt im Gesetz von Karma eine tiefgehende Ethik. Karma ist kein Fatalismus, da der Mensch immer einen freien Willen besitzt.
Universale Bruderschaft
Theosophie versteht unter Universaler Bruderschaft mehr als eine rein Politische oder Soziale Verbindung, sondern betrachtet Universale Bruderschaft als eine existierende Tatsache in der Natur, die auf dem Aufbau und der Struktur der Natur basiert. Universale Bruderschaft ist eine spirituelle oder geistige Einheit, die darauf beruht, dass alle Wesenheiten in der Essenz ihre Lebenswurzel im kosmischen Bewusstsein haben. Somit sind alle Wesen durch innere Bande miteinander verwandt und daraus resultiert das Kooperation und das „Miteinander“ in der Natur eine wesentlich stärkere und natürlichere Komponente in der Evolution ist, als das sogenannte „Überleben des Stärkeren“. In der Universalen Bruderschaft liegt auch das Fundament für Menschliche Ethik. Die Anerkennung der „Universalen Bruderschaft“ ist eine Grundvoraussetzung für die Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft.
Evolution
Evolution im Sinne der Theosophie bedeutet ,,Auswickeln, das ,,Entfalten, ,,Ausrollen verborgener Kräfte und Fähigkeiten, die der betreffenden Wesenheit angeboren sind und ihr innewohnen – ihre eigenen essentiellen und charakteristischen Merkmale, oder allgemein ausgedrückt, die Kräfte und Fähigkeiten ihres eigenen Charakters.
Der Mensch (wie tatsächlich alle sich evolvierenden Wesen) enthält alles in sich, was der Kosmos enthält, da er ein untrennbarer Teil von ihm und sein Kind ist. Man kann den Menschen nicht vom Universum trennen. Alles, was das Universum enthält, ist auch in ihm enthalten, latent oder aktiv; und Evolution ist das Hervorbringen dessen, was im Innern ist.