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Kulturpolitische Bezüge stellt der Film Vox Lux schon in seinen ersten Einstellungen her. Bei einem Amoklauf an ihrer Schule im Jahre 1999 überlebt die Schülerin Celeste. Mit einem Song beim anschließenden Gedenkgottesdienst bewegt sie die versammelte Trauergemeinde und die gesamte Nation. Gemeinsam mit ihrer Schwester Eleanor wird sie sogleich von einem findigen Talentmanager zum neuen Teenager-Idol stilisiert. Als sie ihren ersten Hit landet, stürzen im Hintergrund die Türme des World Trade Centers in sich zusammen.
Nach ihrem schnellen Aufstieg zu einem aufstrebenden Popstar mit großer Zukunft in der Glitzerwelt wird einer ihrer Songs ("Hologram") von einer terroristischen Gruppe instrumentalisiert, hier hält man sich wohl an die Anschläge auf das Bataclan in Paris 2015, aber auch die Anschläge auf der Promenade des Anglais in Nizza 2016 werden zitiert. Trotz des politischen Hintergrundes wird aber nicht ganz klar, wohin der Film steuert. Die in drei Akte gegliederte Handlung (Genesis, Regenesis, Finale) mäandriert entlang politischer Terrorakte und zeichnet die Karriere eines Popsternchens nach, einmal als jugendliche Newcomerin, dann als erwachsener Star am Zenit.
"But now the power's up, and you are thin air/What an illusion, I could have sworn that you were there/Smoke and mirrors/You are just a hollow man, hologram", singt Sia in ihrem Hit "Hologram" und Natalie Portman intoniert es mit einer bunten Gesichtsmaske auf einem Motorrad in einem City Tunnel. Die bunte aber auch gnadenlose Welt der Musikbranche wird in Vox Lux authentisch dargestellt und porträtiert. Natalie "Black Swan" Portman ist als wandelbare Schauspielerin natürlich ebenfalls sehr überzeugend und auch die Songs der Künstlerin Sia leuchten wie Knallbonbons in diesem Streifen voller politischer und popkultureller Bezüge. An der Seite der faszinierenden Darstellung Natalie Portmans glänzen in weiteren Rollen u. a. Jude Law, Stacy Martin und Raffey Cassidy. Ein Film für Musikfreaks und die, die es noch werden wollen.