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Das Wichtigste in Kürze
- Der Zürcher Herzchirurg Francesco Maisano stand wegen Urkundenfälschung vor Gericht.
- Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Maisano nun eingestellt.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Francesco Maisano, den ehemaligen Leiter der Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich, eingestellt. Eröffnet wurde die Untersuchung wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung und Datenbeschädigung. Das Spital und der Kadermann hatten sich im September 2020 einvernehmlich getrennt.
Über die Einstellung des Verfahrens berichtete die Zeitung «SonntagsBlick». Die Einstellungsverfügung vom 1. Februar liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor. Die Urkundenfälschung liess sich nicht nachweisen.
Interessenbindung nicht deklariert
Der Vorwurf der Datenbeschädigung fiel dahin, weil Daten hinzugefügt wurden, was den Tatbestand nicht erfüllt. Die Kosten trägt die Staatskasse. Maisano erhält eine Entschädigung von gut 7000 Franken für seinen Aufwand, aber keine Genugtuung.
Angestrengt hatte das Verfahren das Universitätsspital, aufgrund von Angaben eines Whistleblowers über vermutete Unregelmässigkeiten. Das Spital liess verlauten, es sei zu einer Strafanzeige verpflichtet, wenn ein ausreichender Anfangsverdacht vorliege.
Auslöser der Affäre war der Vorwurf an Maisano, Implantate einer Firma verwendet zu haben, an der er selber beteiligt ist. Diese Interessenbindung soll er nicht deklariert haben. Zudem sollte er Operationsberichte geschönt haben. Für Maisano waren die Vorwürfe «ein unfundiertes Konstrukt», um ihm zu schaden.