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Ruth Rentsch-Hurni wurde am 10. Mai 1927 in Rheinfelden im Kanton Aargau geboren. Sie war das dritte und jüngste Kind von Ernst und Rosa Hurni, die den landwirtschaftlichen Gutsbetrieb der Brauerei Feldschlösschen bewirtschafteten. Im Frühjahr 1933 zog die Familie nach Murten, auf den Bauernhof Champ Olivier. Gemeinsam mit ihren Geschwistern Ernst und Hedi verbrachte Ruth hier eine glückliche Kindheit und Jugendzeit. Nach Abschluss der Schulzeit und zwei Jahren im Welschland besuchte sie die Bäuerinnenschule in Uttewil. Von 1948–50 absolvierte sie die Ausbildung zur Hauswirtschaftslehrerin an der «Ecole normale ménagère» in Freiburg und unterrichtete danach während mehreren Jahren.
Im Mai 1954 vermählte sich Ruth Hurni mit Max Rentsch, der damals seit drei Jahren Direktor der Strafanstalt von Bellechasse war. Für die junge Frau bedeutete dies, die anspruchsvollen Leitungsaufgaben mittragen zu helfen und die inhaftierten Menschen dabei zu unterstützen, im Leben wieder Tritt zu fassen. Zwischen 1956 und 1963 wurden dem Ehepaar fünf Kindern geschenkt. Nach der Pensionierung im Herbst 1981 zog die Familie nach Murten. Ein Jahr später, im Oktober 1982, starb Max Rentsch unerwartet an einem Herzschlag. Für Ruth war es ein harter Schicksalsschlag. Umso mehr freute sie sich darüber, dass nach und nach zwölf Grosskinder und vier Urgrosskinder auf die Welt kamen, an denen sie regen Anteil nahm.
Auch in der Öffentlichkeit übernahm sie verschiedene Engagements, so im Schweizerischen Verband der Hauswirtschaftsleiterinnen, als Synodalrätin der freiburgisch-reformierten Kantonalkirche, im Rahmen der Kirchgemeinde Murten und als Präsidentin des Trägervereins von Uttewil. Eine bereichernde Aufgabe war für sie auch die Leitung von Ferien- und Besinnungswochen für Verwitwete.
Gesundheitliche Probleme führten ab 2010 zu Spitalaufenthalten und im Februar 2014 zum Eintritt ins Alters- und Pflegeheim in Jeuss, wo sie sich dank einer aufmerksamen und liebevollen Pflege sehr wohlgefühlt hat. Am 5. März 2018 ist sie von ihren Altersbeschwerden erlöst worden.