Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03164.jsonl.gz/809

Der »Wilhelm Heyne Verlag«, der vor allem moderne Taschenbücher herausgab und ihren Sitz in München hat, verlor am 1. Januar 2001, kurz nach dem Tod von Rolf Heyne, seine Eigenständigkeit und wurde von der »Axel Springer AG« in die von ihr erstellte Verlagsgruppe »Ullstein-Heyne-List« integriert. Zwei Jahre später übernahm die »Random House«, eine Tochter der »Bertelsmann AG«, den Grossteil dieser Verlagsgruppe, so auch den »Wilhelm Heyne Verlag«.
Sehr bekannt wurde der »Wilhelm Heyne Verlag« mit der Taschenbuch-Reihe »Heyne Filmbibliothek«, die 276 Bände umfasst und in den Jahren 1979 bis 2000 verlegt wurde. In dieser Taschenbuch-Edition werden im Kern die grossen und unvergesslichen Film- und Fernsehstars sowie Regiesseure vorgestellt. Der Band mit der Nummer 34 wurde vom deutschen Filmkritiker, Filmhistoriker, Drehbuchautor und Filmdarsteller, Joe Hembus (* 11. Mai 1953; † 21. April 1985) verfasst; es widmet sich dem mit Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen übersähten britischen Komiker, Schauspieler, Regisseur, Komponisten und Produzenten Sir Charles Spencer Chapolin, KBE, bekannt als Charlie Chaplin.
Die Lebensgeschichte vom grossen Künstler Charlie Chaplin ist im erwähnten Taschenbuch bestens beschrieben; so viel sei jedoch verraten: In den USA, in der Charlie Chaplin zuerst mit Tourneen und später als Angestellter amerikanischer Unternehmungen des Entertainment seine grössten Erfolge verbuchen konnte, besass er die Gunst der Bevölkerung; der Staatsapparat jedoch – vor allem der FBI-Chef Hoover war ihm nicht gut gesinnt; sie warfen ihm subversive Tätigkeiten vor. Am 18. September 1952 verliess Chaplin, der seine britische Staatsangehörigkeit behielt die USA, um in seiner Heimat – England – der Weltpremiere des Films Rampenlicht beizuwohnen. Als Hovver von der Ausreise Chaplins erfuhr verhinderte er die Wiedereinreise; Chaplin bechloss in Europa zu bleiben und kaufte die »Villa Manoir de Ban« in der waadtländischen Gemeinde Corsier-sur-Vevey am Genfersee.
Charlie Chaplin lebte bis zu seinem Tod am 25. Dezember 1977 in seiner Schweizer Wahl-Gemeinde und kehrte nicht wieder in die USA zurück. Im Jahr 1953 schrieb Charlie Chaplin in der New Yorker Zeitung »National Guardian«: «Ich bin nicht länger nützlich für Amerika. Ich werde niemals mehr dorthin zurückkehren, auch dann nicht, wenn Jesus Christus Präsident der USA werden würde.»
Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Buchdeckel
Bild C: www.corsier-sur-vevey.ch