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Stickoxide
Der Begriff «Stickoxide» ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen. In Bezug auf die Lufthygiene sind Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) die wichtigsten.
Stickoxide gehören im Sommer zu den Hauptverursachern von Smog. In der kalten Jahreszeit entsteht aus gasförmigen Stickoxiden und Ammoniak das partikelförmige Ammoniumnitrat, das zur grossräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) beiträgt. Ausserdem sind Stickoxide wichtige Vorläufersubstanzen von bodennahem Ozon.
Schadstoffe in der Aussenluft
Stickoxide entstehen beim Verbrennen von Brenn- und Treibstoff. Der Strassenverkehr ist in der Schweiz der hauptsächliche Verursacher von Stickstoffmonoxid (NO). Dieses wird in der Atmosphäre rasch in das giftigere Stickstoffdioxid (NO2) umgewandelt.
Insbesondere das giftige Stickstoffdioxid (NO2) belastet die Gesundheit von Menschen. Auswirkungen sind:
- Entzündungserscheinungen in den Atemwegen
- Verstärkte Reizwirkung von Allergenen
- Eine verschlechterte Infektabwehr
- Vermindertes Lungenwachstum bei Kindern
- Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkte
- Zunahme der Spitaleinweisungen wegen Lungenkrankheiten
- Erhöhung des Todesfallrisikos infolge von Kreislauf- und Atemwegskrankheiten
Menschen mit Herz- und Lungenleiden sollten stark belastete Örtlichkeiten meiden: Tunnels, Strassenschluchten, stark befahrene Strassenabschnitte, Tiefgaragen, verrauchte Innenräume.