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Giovanni Battista Pergolesis Opernintermezzo «La Serva Padrona» ist seit fast 300 Jahren regelmässiger Gast auf Europas Bühnen.
Geschichte
Anlässlich ihres 42. Geburtstags beauftragte die Kaiserin Elisabeth Christine 1733 den italienischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi mit der Komposition der Oper «Il prigionier superbo». Wie es damals üblich war, wurde zwischen den Akten dieser Oper ein mehrteiliges Intermezzo gespielt – in diesem Fall erschuf Pergolesi dafür «La Serva Padrona» (deutsch: Die Magd als Herrin). Die simple und mit Situationskomik gespickte Handlung des Intermezzos vermochte das Publikum zu entzücken.
Der grosse Erfolg von «La Serva Padrona» führte schon bald nach der Uraufführung dazu, dass das Werk auch als eigenständige Oper aufgeführt wurde. Trotz des frühen Todes von Pergolesi, der 1738 im Alter von 26 Jahren an Tuberkulose verstarb, nahmen viele renommierte Theater die Oper in ihr Programm auf. Seit ihrer Uraufführung vor bald 300 Jahren hielt sich die Oper ohne Unterbrechungen auf den Spielplänen. Damit gilt «La Serva Padrona» als eine der ersten Repertoireopern der Welt.
Handlung
Der alte Junggeselle Uberto (Dominik Wörner) wartet seit Stunden vergeblich darauf, dass ihm seine Magd Serpina (Elodie Kimmel) das Frühstück serviert. Er schickt seinen Diener Vespone (Uwe Schönbeck), um sie zu suchen. Uberto macht sich selbst für Serpinas Benehmen verantwortlich. Vor vielen Jahren hatte er sie als junges Mädchen bei sich aufgenommen und sie wie eine Tochter verwöhnt. Serpina weiss, wie sehr Uberto von ihr abhängig ist. Dies lässt sie ihn immer wieder spüren. Schliesslich kehrt Vespone mit Serpina zurück. Sie beschimpft und schlägt Uberto und verlangt, als Herrin respektiert zu werden. Uberto sucht einen Ausweg aus der Situation und will einen Spaziergang machen, doch Serpina verbietet ihm dies und befiehlt ihm, den Mund zu halten. Nun hat Uberto endgültig genug von Serpinas Regiment. Er beauftragt seinen Diener Vespone, ihm eine Braut zu suchen. Aber Serpina ist sich sicher, die künftige Hausherrin zu sein und schmiedet einen Plan.
Serpina will Uberto eifersüchtig machen, indem sie vorgaukelt, ebenfalls heiraten zu wollen. Sie präsentiert Uberto ihren bedrohlich wirkenden Bräutigam, der in Wirklichkeit nur der als Soldat verkleidete Vespone ist. Serpina warnt Uberto, wie sehr er sie vermissen werde. Damit hat sie Erfolg, denn in Uberto regen sich bereits Gefühle. Serpina erpresst Uberto, er müsse ihrem Bräutigam eine hohe Mitgift zahlen, wenn er keinen Ärger mit diesem wolle. Schliesslich gibt Uberto auf und verspricht, Serpina zu heiraten. Sie erreicht damit ihr Ziel, die neue Hausherrin zu werden. Vespone legt seine Verkleidung ab und alle sind zufrieden.
Donnerstag, 8. Juni 2017
Giovanni Battista Pergolesis Oper «La Serva Padrona»
mit Elodie Kimmel (Sopran), Dominik Wörner (Bass), Ana Ioana Oltean (Flöte), Uwe Schönbeck (Regie/Schauspiel), Kaspar Zehnder (Leitung) und dem Klaipeda Chamber Orchestra
inkl. 5-Gang-Menü mit regionalen Spezialitäten
18.00 Uhr: Türöffnung und Barbetrieb
18.30 Uhr: Beginn Diner
20.00 Uhr: Oper «La Serva Padrona»
Tickets: Vorverkauf unter tipo.ch/klangantrisch CHF 150.– / Abendkasse 160.–