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Schweizer Bankkunden sehen oft davon ab, ihr Konto aufzulösen oder ihre Wertschriften zu transferieren. Schuld daran sind die erhobenen Gebühren der Banken. Dies zeigt eine Analyse des Preisüberwachers. Er fordert von den Banken, die Höhe der Gebühren zu überprüfen.
Diese schränkten die Mobilität der Kundinnen und Kunden ein, lautet das Fazit des Preisüberwachers. Er vermutet, dass die Gebühren eher dazu dienten, Bankkunden vom Transfer ihrer Vermögenswerte zu einer anderen Bank abzuhalten oder sie dafür zu «bestrafen».
Versteckt in den AGBs
Konkret hat der Preisüberwacher die Gebühren für die Kontoauflösung und den Transfer von Wertschriften bei insgesamt 32 Banken untersucht. Die Mehrheit der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung besitze demnach mindestens ein Konto bei einem dieser Institute.
Während die meisten Gebühren von den Banken transparent ausgewiesen werden, finden sich die beiden untersuchten Gebühren oft versteckt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, wie es in den am Dienstag publizierten Ergebnissen heisst.
Forderung: Keine Gebühren für Auflösung
Zahlen liefert der Preisüberwacher indes nur für die Wertschriften. Die untersuchten Banken belasten für den Transfer jeder einzelnen Position im Wertschriftenportfolio eine Pauschalgebühr von 50 bis 200 Franken. Bei einem Portfolio von 60'000 Franken könnten so zwischen 750 bis 3000 Franken an Gebühren anfallen.
Als problematisch erachtet der Preisüberwacher die Gebühren vor allem bei kleinen Portfolios und in Fällen wie der Gütertrennung bei einer Scheidung, der Auflösung einer Gesellschaft oder die Übertragung im Rahmen einer Erbschaft. Bei letzteren sei der Transfer von Wertschriften «teilweise unabdingbar».
Der Preisüberwacher fordert die Banken auf, ganz auf Gebühren für die Kontoauflösung zu verzichten. Überprüfen sollen sie die Höhe der Transfergebühren.
(sda/ise/ama)