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Für ein autonom errungenes Nationalrats-Mandat seien fast 17 Prozent der Stimmen nötig, teilten die Thurgauer BDP, CVP, EVP und FDP am Dienstag in einem gemeinsamen Communiqué mit.
2011 habe nur die SVP mit einem Wähleranteil von 38,7 Prozent diese Hürde problemlos überwunden. Die anderen Parteien seien auf Partner angewiesen. So erreichte die CVP als zweitstärkste Partei einen Wähleranteil von 14,4 Prozent, die FDP wies als viertstärkste Kraft hinter der SP noch 11,2 Prozent aus.
Man wolle mit einer Listenverbindung dafür sorgen, dass Restmandate nicht nach links oder rechts fielen. Dem Entscheid seien «mehrere Monate dauernde intensive Verhandlungen mit allen in Frage kommenden Parteien» vorausgegangen. Die Verteilung der sechs Thurgauer Nationalrats-Mandate sieht bisher so aus: Drei Sitze für die SVP und je einer für CVP/EVP, Grünliberale und SP.
Grünliberale noch unentschlossen
Auch die Grünliberalen seien eingeladen, sich der Listenverbindung anzuschliessen, sagte CVP-Präsident Gallus Müller. Diese ziert sich aber noch: Man sei noch am Rechnen, welche Listenverbindung die Beste sei, so Stefan Leuthold, Co-Präsident der Grünliberalen. Nebst der Mitte-Verbindung kommt für die GLP noch eine Listenverbindung mit Links-Grün in Frage. So oder so wird es aber schwierig für die Partei, ihren Nationalratssitz zu verteidigen.