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Der Weg allen Fleisches
Rumänien, 1989. Die Zeiten sind im Umbruch: ein Hobbychirurg führt in den abgeschiedenen Wäldern von Transsylvanien makabre Experimente an Toten und Lebenden durch, um den Traum vom ewigen Leben zu realisieren. Der Erfinder des transsylvanischen Boxermotors wird posthum als Gehirnspender missbraucht... Die spätere Abenteuerlegende Mara Moft, noch blutjunge Studentin, gerät als Praktikantin zwischen die Mühlsteine: die ehrgeizig-eiskalte Parteiaktivistin Frau Rommel, der verschrobene Wissenschaftler Dr. Bonholz und ein buckliger Unhold werden zu den Ungeistern auf ihrem Weg.
Hier fällt wirklich Hirn - nicht vom Himmel, sondern unter den OP-Tisch. Wer wissen will, was den Ostblock tatsächlich zum Einsturz brachte, erfährt es aus Katushenkos schräg-skurrilen Humorphantasien.
Konstantin Katushenko
Konstantin Katushenko ist Jahrgang 1966 und fühlt sich in St. Petersburg zu Hause.
Er beschäftigte sich an verschiedenen Hochschulen mit Mineralogie, Verkehrswesen und Bergbau, bevor er seine Liebe für das Schreiben auszuleben begann. Inspirierend waren auch zahlreiche Reisen, die u. a. nach Kanada, Südafrika, Kasachstan und Ecuador führten.
An russischsprachigen Autoren schätzt er vor allem Anatolij Gladilin und Alexander Kosljatschkow. Und nichtrussische? "Joachim Fernau hat mich ein bisschen inspiriert, Terry Pratchett auch. Und Georg Mikes. Vielleicht noch Paul Auster." Von Bert Brecht hält er überhaupt nichts: "Der war so beliebt wie der Unterricht in Marxismus-Leninismus." Felix Dahn? "Ein bisschen allzu schwülstig." Christian Kracht? "Wenn der sich schreiben traut, traue ich mich das auch."
In zahllosen Episoden, von frühester Kindheit an, lernte er seine Heldin Mara M. kennen. Stückweise, wie ein Mosaik, wuchs sie heran wie ein Drachenkind im Ei. So lange, bis sie eines heissen Sommerabends vollständig vor ihm stand, nur für ihn sichtbar.
Heute lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Braunschweig.