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Adam Cohen ist Professor für Klinische Pharmakologie und war bis 2018 CEO des Stiftungszentrums für Humanarzneimittelforschung (www.chdr.nl). CHDR ist ein führendes Institut, das sich in Zusammenarbeit mit dem LUMC und der Universität Leiden mit der frühen Arzneimittelforschung befasst. Er ist Arzt in der Abteilung für Nephrologie des LUMC.
Laut Adam Cohen muss dem gesamten Impfprozess eine energische Informationskampagne mit einer unmissverständlichen Botschaft über Impfungen vorausgehen. „Niemand weiß, wie ein solcher Impfstoff funktioniert oder was seine potenziellen Nebenwirkungen sind“.
Die Regierungen insbesondere die Holländische sind der Garant für den Fall, dass ein Corona-Impfstoff negative Nebenwirkung hat, die zu einem Schadenersatzanspruch führen kann. Dies ist nach Ansicht von Professor Adam Cohen „sehr ungewöhnlich“. „Das habe ich noch nie zuvor gehört. Kommerzielle Unternehmen müssen für ihre eigenen Probleme bürgen. Die Regierung macht das normalerweise nicht, also ist es ungewöhnlich“, sagte er in der Silvesternacht.
Diese Regelung dient vor allem dem Schutz von Unternehmen, und das ist nicht gut, meint Cohen. „Ich glaube nicht, dass es gut für das Vertrauen der Menschen ist, wenn es so ist“.
Er plädiert für einen Mechanismus, bei dem der Staat nicht hinter den Firmen sitzt, die die Impfstoffe herstellen. Es sollte eine Abteilung in der Regierung geben, wo man über die Nebenwirkungen eines Corona-Impfstoffs berichten kann, sagt der Professor. Seiner Meinung nach sollte die Regierung auch darüber informieren, was nach der Impfung passieren kann und welche möglichen Nebenwirkungen es gibt.
Dazu sagte er: „Man bekommt oft ein bisschen Fieber, man fühlt sich etwas grippig, manchmal kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Wenn man einen Schritt weiter geht, erhält man Dinge, die durch den Impfstoff kommen könnten. Die Schlafkrankheit Narkolepsie, aber auch das, was wir vor einigen Wochen mit dem Oxford-Impfstoff gesehen haben: eine Entzündung des Rückenmarks. Das sind Dinge, die passieren, nachdem es eine Infektion gegeben hat“.
Nebenwirkungen sind nicht sehr häufig, aber angesichts der Zahl der Menschen, die wir impfen werden, wird es „sowieso eine Menge sein“, sagte Cohen:
Het kan zijn dat er bijwerkingen optreden na toediening van een vaccin. “Een vaccin is natuurlijk een verzwakte virusinfectie”, zegt emeritus hoogleraar Adam Cohen. #nieuwsuur pic.twitter.com/DagqLdvGek
— Nieuwsuur (@Nieuwsuur) October 10, 2020