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Detail
ZINSSTAG, Dolf
* Basle, 19.02.1913, † Geneva, 16.07.1997; Double bass, Trombone, Trumpet, Saxophone
Dolf Zinsstags Aktivitäten zeugen von extremer Vielseitigkeit. Von der Klassik her führte sein Weg zur leichten Muse respektive zum Jazz, um dann wieder wieder bei der Klassik beziehungsweise Semi-Klassik zu landen.
Nach der Ausbildung am Konservatorium auf den Instrumenten Cello, Fagott und Kontrabass kam er im Dezember 1931 als Amateurposaunist zu den Lanigiro. Ab Ende März 1933 war er bis 1935 ununterbrochen bei den Lanigiro, um dann in Wien an der Staatsakademie weiter zu studieren: Dirigentenkurs bei Felix Weingartner; Opernklasse bei Klitsch. Im Sommer 1936 war er wieder mit den Lanigiro in Knokke, Belgien. Ein weiteres Studienjahr in Wien. 1937 erneut mit den Lanigiro in Hamburg, Knokke, Berlin und der Schweiz (Wintersaison). 1938 als Korrepetitor beim Stadtheater Basel tätig. 1939 mit Fred Böhler am Modetheater an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich, dann bei den Teddy Stauffers Teddies. Im Alter von 28 Jahren absolvierte er schliesslich noch die Rekrutenschule. Wiederum spielte er bei Teddy Stauffer, anschliessend nahm er ein Engagement als Bassist beim Orchestre de la Suisse Romande an und liess sich definitiv in Genf nieder. Nach Erweiterung des Ensembles zum "Grand Jazz Symphonique de Radio Genéve" wurde er dessen Kapellmeister und nahm den Künstlernamen Claude Yvoire an.
Zinsstag spielte nahezu alle im Jazz gebräuchlichen Instrumente, zudem war er auch als Arrangeur für die Lanigiro und für die Willie Lewis Band tätig.
[Otto Flückiger]