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Was ist mit Upgrading gemeint?
Mit Upgrading ist gemeint, dass wir Spender:innen für ein dauerhaftes Engagement begeistern.
Es erfolgt ein Upgrade von Erst- oder Mehrfachspenden mit Bindungsprodukten wie Gönner-, Paten-oder Mitgliedschaften.
Welche Kriterien für die Adress-Selektion sind für das Upgrading entscheidend?
Wichtig ist die Anzahl der Spenden pro Jahr, die jemand bereits getätigt hat sowie die Höhe des Spendenbetrages.
Es sollte bereits eine Affinität gegenüber der Organisation und deren Projekten vorhanden sein. Bei drei bis vier Spenden in den letzten 24 Monaten ist die Chance auf eine Umwandlung in eine Dauerspende hoch.
Welcher Zeitpunkt der letzten Spende wird beachtet?
Der Zeitpunkt der letzten Spende sollte innerhalb der letzten 24 Monate liegen.
Welche Beitragshöhe ist für Dauerspenden angemessen?
Als Faustregel gilt, dass der Betrag für eine Dauerspende etwa 50% höher liegen kann als die kumulierten Spenden innerhalb eines Jahres.
Wie wird der Betrag berechnet?
Hat jemand in einem Jahr beispielsweise drei Einzahlungen in der Höhe von CHF 40.- getätigt, ergibt dies insgesamt CHF 120.-.
Ein Upgrading von diesem Betrag auf CHF 180.- bedeutet ein Plus von CHF 60.-. Das entspricht 50 %, also der Hälfte von CHF 120.-.
Dieses Szenario ist für das Upgrading realistisch. Eine Verdoppelung des Betrages von CHF 120.- auf CHF 240.- pro Jahr wäre hingegen unrealistisch.
Welche weiteren Kriterien wirken sich auf die Chancen zum Upgrading aus?
Je länger und regelmässiger jemand schon eine Organisation unterstützt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diejenige Person dauerspendet.
Weshalb ist Upgrading relevant?
Der Hauptgrund für das Upgrading ist, dass Spender:innen langfristig an die NPO gebunden werden. Der Aufwand für das Upgrading ist einiges tiefer, als neue Spender:innen zu gewinnen oder Spender:innen mehrfach zu reaktivieren.
Welche Vorteile bringen Dauerspenden der Organisation aber auch den Spender:innen noch?
Dauerspenden senken den Administrationsaufwand und sorgen für höhere Planungssicherheit.
Schliesslich soll ein möglichst hoher Anteil der Beiträge in die Umsetzung der Projekte fliessen und die Organisation langfristig ihrem Auftrag nachkommen können. Dies ist im Sinne der Spender:innen und auch der Organisation.
Welches ist der richtige Zeitpunkt, um nach einer erfolgten Spende erneut mit den Spender:inne in Kontakt zu treten?
In der Regel warten wir nach einer Erstspende etwa vier bis acht Wochen ab. Erst danach treten wir erneut in Kontakt. Das ist früh genug. Sepender:innen können sich noch erinnern aber fühlen sich nicht bedrängt.
Bei affinen Spender:innen – das sind Personen die bereits mehrfach gespendet haben – warten wir mindestens drei Monate ab. Diese Zielgruppe hat bereits eine Bindung zur NPO aufgebaut und ist informiert.
Zudem beachten wir den Zahlungszeitpunkt. Wir warten mindestens ein Monatsende ab. Erfolgt der Zahlungseingang am 03. März, warten wir bis Mitte Mai mit einer erneuten Anfrage.
Gibt es Unterschiede, welche Angebote am ehesten zum Dauerspenden animieren?
Ja, es bestehen Unterschiede, wobei diese Erfahrungswerte nicht in jedem Fall zutreffend sind.
Meiner Erfahrung nach sind Gönnerschaften am beliebtesten, gefolgt von Patenschaften. Ein Hemmnis bei Patenschaften ist, dass diese als eher langfristig verbindliche Engagements wahrgenommen werden.
Bei Mitgliedschaften entsteht manchmal der Eindruck, dass das Engagement aktiv erfolgt, beispielsweise auch Mitarbeit bedeutet.
Deshalb sind Mitgliedschaften im Vergleich zu Gönner- oder Patenschaften etwas weniger beliebt.
Welche speziellen Angebote von Patenschaften haben einen positiven Effekt auf die Umwandlungsquote?
Es hat einen positiven Effekt, wenn Spender:innen eine Auswahl zwischen verschiedenen Patenschaften haben. Es sollten aber nicht mehr als drei zur Auswahl stehen.
Welche Themen sind am beliebtesten?
Patenschaften für Themenbereiche wie Wasser oder die Bildung von Kindern haben immer eine grosse Anziehungskraft.
Welche Zahlungsmöglichkeiten können Dauerspender:innen nutzen?
Nebst dem Lastschriftverfahren (LSV), können Dauerspender:innen per Dauerauftrag, Paypal oder Kreditkarte spenden. In Bezug auf die Bearbeitungsgebühren ist der Abschluss eines LSV oder eines Dauerauftrages am attraktivsten.
Der Dauerauftrag muss allerdings durch die Spender:innen selbständig eingerichtet werden. Bei einem LSV entfällt diese Aufgabe.
Müssen die Spender:innen nach telefonischer Zusage für eine Dauerspende noch ein LSV-Formular unterschrieben zurücksenden?
Ja, die Spender:innen, die ein LSV einrichten möchten, müssen das LSV-Formular unterschrieben zurücksenden. Eine mündliche Zusage reicht nicht aus.
Hat Ihre Organisation ebenfalls Upgrading-Potential?
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