Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03122.jsonl.gz/742

Für viele Menschen sind Horoskope ein Mythos: Was wissen Sternbilder über die Eigenschaften von Menschen und wie sind diese entstanden? Ein Blick in die Entwicklung der Astrologie und die Entstehung der Sterndeutung.
Der Begriff Horoskop stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt so viel wie «Ein Blick in die Stunde». Das setzt sich aus hora (griechisch für Stunde) und skopein (griechisch für schauen) zusammen. Wichtig bei Horoskopen ist, dass diese immer von drei verschiedenen Faktoren abhängen: Das Geburtsdatum, die Geburtszeit und der Geburtsort spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, eine astrologisch korrekte Vorhersage zu treffen.
Was aber ist die Grundidee eines Horoskops? Der Gedanke dahinter ist recht schnell erklärt: Die Voraussagen gehen davon aus, dass jeder Mensch zur Geburt bereits einen sogenannten Lebensplan hat. Dieser Lebensplan wird in einem Horoskop offenbart und dargestellt.
Bereits die alten Ägypter blickten in den Himmel und schrieben den Sternbildern eine grosse Bedeutung zu. Sie dachten, dass Sternzeichen Abbildungen von Gottheiten sind und legten den Grundstein für die Horoskope, wie wir sie heute kennen. Die Basis für die heutigen Vorhersagen wurde später mit Hilfe von Mathematik und Philosophie gelegt. Es etablierte sich, dass die zwölf Tierkreiszeichen das Jahr in der gleichen Weise aufteilten wie der Kalender. Diese Aufteilung führte dazu, dass sie von immer mehr Menschen genutzt wurden, da sie sich so besser in den Alltag integrieren liessen.
Wichtig sei hier zu erwähnen, dass alle Sternzeichen eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft zugeordnet. Wobei Wasser für Emotionen, Luft für Kreativität, Feuer für Mut und Erde für Bodenständigkeit steht. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel «Die Rolle der vier Elemente in der Sterndeutung».
Die Geschichte der Astrologie blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Die Entdeckungen von Kopernikus im 16ten Jahrhundert brachten Propheten und Wahrsager in eine schwierige Lage. Der Mensch wurde plötzlich als Mittelpunkt des Universums in Frage gestellt und die Sonne drehte sich - den Entdeckungen zu Folge - nicht mehr um die Erde. Das brachte das Fundament der Voraussagen dieser Zeit ins Wanken. Im 20ten Jahrhundert erfuhren Horoskope dann allerdings ein Revival. Neue und überdachte Ansätze des Schweizer Psychiaters Carl Gustav Jung - auf einer esoterischen und spirituellen Ebene - formten Horoskope zu denen, die wir heute kennen.
Die gängigsten und beliebtesten Vorhersagen sind wohl die Tages-, Monats- und Jahreshoroskope. Allerdings ist es mit diesen noch lange nicht getan. Fast für jeden Lebensbereich gibt es ein Horoskop. Interessierte können sich sowohl für ihre Finanzen als auch Freundschaften oder Fitness Vorhersagen geben lassen. Da sind den Sternbildern keine Grenze gesetzt. Es gibt allerdings dennoch einen grossen Unterschied zwischen Horoskopen, die von Journalisten für Zeitungen entworfen werden und denen, die Astrologen erstellen. Wollen Sie noch mehr über das Thema erfahren? Hier finden Sie einen Rechner für die Aszendenten, also das exakte Sternzeichen, das bei Ihrer Geburt am östlichen Horizont aufgeht.