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Lesung mit Angela Buddecke, Emilia Haag, Christian Heller, Chantal Le Moign, Sibylle Mumenthaler, Stefan Saborowski, Doris Wolters
Nein, ich höre nicht auf, diese Welt geht aus dem Mangel an Liebe zugrunde.
Der Titel dieses Theaterstücks kann zunächst in die Irre führen, und doch stimmt er irgendwie, weil die Liebe zwischen zwei Menschen oft genauso schwierig ist wie die politische Wiedervereinigung Nord- und Südkoreas.
Was fehlt dem Menschen in seinen Beziehungen? Was ist der Preis der Liebe? Aus zwanzig szenischen Fragmenten schafft Joël Pommerat ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben, Wahrheiten auf den Tisch gepackt. Denn Beziehungen können kompliziert sein: Auf dem Standesamt behauptet die Schwester der Braut, der Bräutigam würde in Wahrheit sie lieben, womit sie einen Stein ins Rollen bringt. Zwei gute alte Freunde zerstreiten sich, weil der eine darauf beharrt, dass der andere einmal herablassend zu ihm war. Ein Lehrer redet sich um Kopf und Kragen, als er sich gegen einen Missbrauchsvorwurf mit Argumenten der Liebe wehrt.
Grenzgänge am Rande der Verrücktheit. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches und zuweilen komisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzweireißt.
Joël Pommerat (* 1963)
Vor 20 Jahren gründete der Franzose Joël Pommerat seine Theatergruppe „Compagnie Louis Brouillard“. Jetzt ist er einer der Theatermacher der Stunde – mit Stücken über die Gesetze des Wandels und der menschlichen Metamorphose.
Der Dramatiker und Regisseur bevorzugt das Theatermodell der Schauspieltruppe. Seine Inszenierungen zeichnet ein beispielloses Ensemblespiel aus: Niemand ist Star oder wenn, dann alle. Pommerat legt kein fertiges Stück vor, es entsteht während der Proben und basiert auf Improvisationen mit den Schauspielern. Pommerat hat als Schauspieler begonnen, fing bald an zu schreiben, wollte von jeder Abhängigkeit frei bleiben, und so war es schon bei seinem ersten Stück selbstverständlich, dass nur er es inszenieren würde.
Seine Werke wurden u.a. mit dem Grand Prix de littérature dramatique, dem Prix Molière und dem Prix Beaumarchais ausgezeichnet.
Tickets: CHF 25 / 15 (ermäßigt für Jugendliche)
+ Wintergäste-Bar
Tickets / Vorverkauf
info(at)wintergaeste.com
Tel. +41 [0]61-560 36 51