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Krutter: Töpfer-Gesellschaft, S. 1
Es sind nunmehr zehn Jahre, dass sich zehn Männer hiesiger Stadt, Fachgelehrte und Dilettanten, zum Versuche vereinigten, während
des Winters mit wöchentlichen Vorlesungen vor das Publikum zu treten. Sie waren überzeugt, den Wünschen des letztern Rechnung zu tragen, wenn sie sich von vornherein untersagten, einen und denselben Gegenstand durch mehrere zusammenhängende Vorlesungen zu behandeln, vielmehr sich zum Gesetze machten, dass jede Vorlesung ein Abgeschlossenes für sich bilden müsse. Für eine gewisse Mannigfaltigkeit des Stoffes bürgte die verschiedene Stellung und Studien-Richtung der Theilnehmer. Die Zuhörerschaft nahm den Versuch nicht ungünstig auf, und so wurden die Vorlesungen mit Unterbrechung während eines Winters bis in dieses Jahr fortgesetzt. Den anfänglichen Vorlesern reihten sich im Laufe des Jahrzehnts immer neue an. An den Vorträgen haben sich bis dahin sechsunddreissig Hiesige betheiligt und sechs Auswärtige haben freundschaftlich mitgewirkt, der verstorbene Hr. Professor Morlot, Hr. Professor Desor in Neuenburg, Hr. Pfarrer Ludwig in Diessbach, die HH. Professoren W. Munzinger in Bern und Misteli in St. Gallen, endlich Hr. Riggenbach, Director der mechanischen Werkstätte in Olten.
Wir glauben, uns einer Pflicht gegen unsere freundlichen Zuhörer zu entledigen, wenn wir ihnen in einem freilich nur registerhaften Rückblick die in unsern Vorlesungen behandelten Gegenstände in die Erinnerung zurückrufen.
Die ersten zehn Vorleser im Winter 1857/58, von denen sich jeder mit zwei Vorträgen betheiligte, waren die HH. Professoren Domherr Fiala, Victor Kaiser, Lang, Möllinger, Schlatter und Völckel; ferner Hr. Amtsgerichtspräsident, nunmehr Fürsprech Jakob Amiet, Alfred Hartmann, Franz Krutter und Dr. Rudolf Oskar Ziegler.