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Wettbewerb: 2017
Realisierung: nicht ausgeführt
Bauherrschaft: Flugplatz Dübendorf
Seit über hundert Jahren steigen aus der Moorlandschaft im Glatttal nebst gefiederten auch blecherne Vögeln auf. Vom 1910 gegründeten Flugplatz Dübendorf ging es bis 1948 hinaus in die weite Welt. Daraufhin verlagerte sich die zivile Luftfahrt nach Kloten und das Flugfeld diente sieben Jahrzehnte lang militärischen Zwecken. Als das Militär schliesslich auf Jetstarts im mittlerweile dicht besiedelten Nordosten von Zürich verzichtete, bewilligte der Bundesrat 2014 wiederum eine zivile Nutzung. Dies war der Ausgangspunkt für den 2017 erfolgreich bestrittenen Projektwettbewerb für die Gebäude des zivilen Flugplatzes Dübendorf.
Im Dreieck zwischen Dübendorf, Volketswil und Wangen gelegen, bedient der Flugplatz Rettungs-, Zivil- und Hobbyfliegende. Entsprechend divers waren die räumlichen Anforderungen an den Gebäudepark. Dieser wurde stringent am westlichen Ende des Flugfeldes als einzeilige Reihe organisiert und mit einer der Aviatik angelehnten, leicht geneigten Metallhülle eingekleidet. Letztere verleiht den funktional geprägten Infrastrukturbauten eine gemeinsame Sprache, verhüllt ihre Gebäudetechnik und gliedert die repräsentativen Gebäude wie das «Business Aviation Center». Das axialsymmetrisch aufgebaute Zentrum der Anlage liegt mittig in der Gebäudereihe, die mit 1,25 Kilometern der Länge der Zürcher Bahnhofstrasse entspricht. Weit auskragende Dächer fassen beidseitig die Vorfahrten für Auto und Privatjet und halten – wie die Flieger selbst – die feine Balance zwischen Konstruktion, Funktion und Repräsentation.
Nachdem sich ab 1948 die zivile Luftfahrt nach Kloten verlagerte, diente der 1910 gegründete Flugplatz Dübendorf einzig militärischen Zwecken. Dies änderte sich 2014 mit einem Beschluss des Bundesrates, was schliesslich zum 2017 gewonnenen Projektwettbewerb für den zivilen Flugplatz Dübendorf führte. Dieser bedient Rettungs-, Zivil- und Hobbyfliegende und verfügt entsprechend über einen multifunktionalen Gebäudepark, der mit einer Metallhülle eingekleidet ist. Letztere ermöglicht dem zentralen «Business Aviation Center» dank auskragenden Dächern die gedeckte Vorfahrt für Auto und Privatjet.
Team:
Mathias Gfeller, Luca Hänni, Yingying Li, Michael Morštadt, Andrea Marco Zarn, Sven Joliat, Kirsten Eisenhuth
Projektleitung: Friederike Arck
In Zusammenarbeit mit:
Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich; Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich; Meierhans + Partner AG, Zürich