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Das Wichtigste in Kürze
- Der französische Staatschef Emmanuel Macron mied am Salon du livre den russischen Pavillon.
- Aus Solidarität mit seinen britischen Freunden habe er sich entschieden, den Stand nicht zu besuchen.
- Seit dem Nervengift-Skandal um einen Ex-Spion glaubt London, dass Moskau an dem Anschlag beteiligt war.
Die Pariser Buchmesse ist im Schatten der Affäre um den Giftgasanschlag auf Ex-Spion Sergej Skripal in Grossbritannien gestartet. Der bis Montag (19.3.) dauernde Salon du livre steht dieses Jahr im Zeichen des Gastlands Russland. Bei seinem über dreistündigen Vorbesuch am Donnerstagabend mied Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron jedoch den russischen Pavillon. Aus Solidarität mit seinen britischen Freunden habe er entschieden, nicht den russischen Stand zu besuchen, erklärte er.
Skripal und seine Tochter wurden am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Stadt Salisbury entdeckt. Nach britischen Angaben wurden sie Opfer des Nervengifts Nowitschok, das in der Sowjetunion entwickelt wurde. Seitdem befinden sich die beiden in einem kritischen Zustand. London glaubt, dass Moskau an dem Anschlag beteiligt war. Russland weist die Vorwürfe jedoch zurück. Die Anschuldigungen lösten eine diplomatische Krise aus.
Zu dem Pariser Buchsalon wurden 38 russische Schriftsteller geladen, unter ihnen Sachar Prilepin, politischer Aktivist und Mitbegründer der Bewegung «Das Volk». Der 1975 geborene Prilepin gehört zu den umstrittensten und erfolgreichsten Autoren seiner Generation.