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Eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft kann für das Ungeborene schwere Auswirkungen haben. Deshalb wird bei Frauen mit Kinderwunsch und Schwangeren überprüft, ob sie schon eine Rötelnerkrankung durchgemacht haben und dagegen immun sind. Falls nicht, kann vor der Schwangerschaft geimpft werden.
Zu Panik besteht aber kein Grund, wenn geimpft wurde, während unbekannterweise schon eine Schwangerschaft vorlag. Unter mehreren tausend dokumentierten Rötelnimpfungen, die versehentlich durchgeführt wurden, ist keine erhöhte Rate angeborener Störungen entdeckt worden. Die Empfehlung, in der Frühschwangerschaft nicht mit abgeschwächten Lebenderregern zu impfen, ist zur Zeit nur noch eine theoretisch begründete Vorsichtsmassnahme. Ein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch besteht deshalb sicher nicht.
Allerdings kann zu Ihrer Beruhigung etwa in der Mitte der Schwangerschaft eine sorgfältige Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Die gleichen Aussagen gelten auch für eine versehentliche Masern-, Mumps-, Tuberkulose- oder Windpockenimpfung.