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Rund um seinen Ehrentag steht Stephen King mitten im Scheinwerferlicht. Gerade erst hat die Verfilmung seines Bestsellers "It" an den nordamerikanischen Kinokassen den bislang erfolgreichsten Start eines Horrorfilms hingelegt.
Sechs weitere Filme und Serien auf Basis von Kings Büchern sind gerade angelaufen oder stehen demnächst an. Dazu veröffentlicht King noch ein neues Buch, erstmals mit seinem Sohn Owen, der auch Schriftsteller geworden ist. "Sleeping Beauties" soll Ende September erscheinen.
Aber King bleibt bescheiden. "So läuft das halt. Man streut die Samen aus und manchmal erntet man alles gleichzeitig und das ist wunderbar. Es ist mein Glücksjahr, was soll ich sagen." Seinen Geburtstag werde King wohl trotzdem klein und bescheiden zu Hause im US-Bundesstaat Maine mit seiner Familie feiern, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
King produziert wie besessen, mindestens 2000 Wörter pro Tag, und das obwohl er finanziell längst ausgesorgt hat. Dutzende Bestseller-Romane, übersetzt in mehr als 50 Sprachen, dutzende darauf basierende Blockbuster-Filme, mehr als 400 Millionen verkaufte Bücher. Dazu betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Tabitha eine eigene Radiostation und einen Verlag.
Viele Literatur-Kritiker rümpfen die Nase über sein Werk. Als er 2003 den "National Book Award" erhielt, eine der höchsten Ehren für US-Literaten, wollte der Protest nicht verstummen. King selbst beurteilt sein Werk pragmatisch. "Meine Bücher sind das literarische Äquivalent eines Big Mac mit einer grossen Portion Pommes."
Der Autor wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater verliess die Familie, als King gerade zwei Jahre war, die Mutter arbeitete hart. Als eine Krankheit den Jungen ein ganzes Jahr lang ans Bett fesselte, fing er an zu schreiben. "Meine Mutter liebte die Geschichten. Das war mein Antrieb. Jemand wie ich will anderen gefallen."
King studierte, um Englisch zu unterrichten, fand aber anfangs nur einen Job in einer Grosswäscherei. Zum Durchbruch verhalf ihm seine Frau, die das Manuskript für den ersten Roman aus dem Müll fischte und King ermunterte, "Carrie" zu Ende zu schreiben. Tabitha, genannt "Tabbie", rettete King später auch aus der Abhängigkeit von Alkohol und Kokain. Die Söhne des Paares, Owen und Joe, sind ebenfalls Schriftsteller geworden, Owens Ehefrau ist auch Autorin, Tochter Naomi Pastorin.
(SDA)