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1997 machten zwei Ökologen der Princeton Universität, Daniel Janzen and Winnie Hallwachs, einen Deal mit einem Fruchtsaft-Unternehmen in Costa Rica. Das Unternehmen sollte ein Stück Land kaufen und dem Verein «Área de Conservación Guanacaste» spenden.
Im Gegenzug durften sie ihre Frucht-Abfälle gratis auf diesem Land deponieren. Also kaufte das Unternehmen entwaldetes Land und begann, dort seine Abfälle abzuladen. Innert weniger Wochen sollen über 12'000 Tonnen solcher Abfälle entsorgt worden sein.
Die Ökologen markierten ihren Versuch mit einem Schild. 16 Jahre lang blieb das Land dann unangetastet. 2014 schickten die beiden Forscher schliesslich einen Studenten, um sich das Gelände anzusehen und herauszufinden, wie sich der Frucht-Abfälle auf die Vegetation ausgewirkt hatten.
Doch der Student konnte die Tafel nicht finden. Er war sich nicht einmal sicher, ob er in der richtigen Gegend war, denn das Land sah ganz anders aus, als von seinen Dozenten beschrieben.
Die Ökologen fanden schliesslich heraus, dass der Student zwar am richtigen Ort war, sich das lokale Ökosystem aber total gewandelt hatte. Auch im Vergleich zur umliegenden Vegetation unterschied sich der Ort, wo vor 16 Jahren grosse Mengen an Abfällen liegen gelassen wurden.
Auf dem damals entwaldeten Land war ein dichter Wald gewachsen. «Es war schwer zu glauben, dass der einzige Unterschied zwischen den Arealen ein paar Orangenschalen waren. Sie sehen wie komplett unterschiedliche Ökosysteme aus», sagt Daniel Janzen, der das Forschungsprojekt vor vielen Jahren ins Leben gerufen hatte.
Die Pflanzen auf dem Gelände waren so dicht verwachsen, dass es unmöglich war, das Schild zu finden. In den nächsten drei Jahren machten die Forscher sich daran, das Gelände zu untersuchen.
Sie fanden auf dem Stück Land fruchtbaren Boden, eine vielfältige Vegetation und sogar eine Wieselart hatte sich in den Bäumen eingenistet.
Die Entdeckung, dass innert weniger Jahren ein Wald aus dem Nichts wachsen kann, ist bahnbrechend – und soll den Klimawandel stoppen. Denn: Studien haben herausgefunden, dass junge Wälder bis zu elf Mal mehr CO2 absorbieren, wie alte Wälder.
Würde man das Experiment also auf verschiedenen Brachen auf der ganzen Welt wiederholen, könnten so potente Wälder gezüchtet werden, die CO2 schnell abbauen könnten.