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In der Stadt und besonders in ihrem Wohngebiet fühlen sich über 80 Prozent der teilnehmenden Winterthurer eher sicher bis sehr sicher. Dies ergab die Studie der Zürcher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Einwohner der Stadtpolizei Winterthur.
Tagsüber ist dieses Sicherheitsempfinden etwas höher als nachts. Dieses subjektive Sicherheitsempfinden nimmt mit steigendem Alter zu. Das heisst, jüngere Bewohner fühlen sich weniger sicher in der Stadt als ältere. Hinsichtlich des Geschlechts gibt es keine signifikanten Unterschiede.
Für zwei Drittel der Befragten (60 Prozent) blieb das Sicherheitsempfinden in den letzten drei Jahren unverändert. Von den 31 Prozent, bei denen sich das Sicherheitsempfinden verschlechtert hat, gab jede zweite Person als Hauptgrund aggressive oder respektlose Menschen und Gruppierungen an und bei jeder zehnten Person waren es Lärm und Unruhe oder persönliche negative Erfahrungen.
Bahnhof und Stadtpark werden als unsicher empfunden
Fast die Hälfte aller Teilnehmenden gab an, dass es Stadtkreise gebe, in denen sie sich unsicher fühlten. Dabei wurden das Stadtzentrum und Töss mit Abstand am meisten genannt. Seen und Veltheim hingegen erhielten am wenigsten negative Voten.
60 Prozent der Befragten waren zudem der Meinung, dass es in Winterthur Plätze und Orte gibt, an denen sie sich unwohl fühlen, besonders nachts und ohne Begleitung. Am häufigsten wurde hier der Hauptbahnhof genannt, gefolgt vom Stadtpark und Unterführungen.
Jeder fünfte Teilnehmende hat in den vergangenen fünf Monaten eine Situation erlebt, in der er oder sie sich bedroht gefühlt hat. Als Hauptgrund wurden dabei das Verhalten von Einzelpersonen oder Gruppen oder Pöbeleien und Drohungen genannt. Nur vereinzelt wurden ein tätlicher Angriff oder ein Einbruch zu Hause genannt.
Mehr Patrouillen, mehr Velowege und breitere Trottoirs
Als die grössten Probleme werden «Littering» und «undiszipliniert fahrende Velo- und Autofahrer» wahrgenommen. Die geringste Problematik wird Delikten gegen Leib und Leben sowie Terroranschlägen beigemessen.
Als eine der wichtigsten Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Winterthur sieht eine Mehrheit der Befragten «mehr Polizistinnen und Polizisten, die zu Fuss oder mit dem Velo in der Stadt patrouillieren».
Aber es soll auch mehr getan werden zum Schutz von Velofahrenden und zu Fuss Gehenden im Strassenverkehr, wie etwa mehr Velostreifen und -wege sowie mehr und breitere Trottoirs.
Hohe Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei und grosses Vertrauen
Die allgemeine Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur ist unter den Befragten hoch. So gaben 84 Prozent an, mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr zufrieden zu sein. Weiter zeigen die Ergebnisse ein im Allgemeinen hohes Vertrauen in die Stadtpolizei.
Zugenommen hat auch die Akzeptanz von technischen Sicherheitsmassnahmen. So wünschen sich 70 Prozent eine «verstärkte Videoüberwachung». Sechs Prozent sind mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr unzufrieden.
Die Bereiche, in denen die Stadtpolizei nach Ansicht der Befragten zu wenig macht, sind für 58 Prozent «uniformierte Fuss- und Velopatrouillen im Wohnquartier» und für 49 Prozent «in Uniform auf der Strasse und auf Plätzen in Winterthur präsent sein».
Fazit aus den Studienergebnissen
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die Stadt Winterthur mit ihrem 2018 beschlossenen städtischen Sicherheitskonzept weiterhin auf dem richtigen Weg ist. Die von der Bevölkerung empfundenen Problemfelder stimmen weitgehend mit den im Sicherheitskonzept festgelegten Prioritäten überein.
Bezüglich der strategischen Stossrichtungen «Verstösse und Störungen im öffentlichen Raum auf heutigem Niveau halten», «subjektive Sicherheit halten» und «Verkehrsunfälle mit Personenschaden reduzieren» werden bereits Aktionspläne umgesetzt.
Die Befragung zeigt aber auch, dass es weiterhin Handlungsbedarf gibt. Die Aktionspläne werden darum überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ziel ist, das Sicherheitsempfinden weiter zu verbessern und die Polizeiarbeit weiter zu entwickeln.