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Westafrika - Burkina Faso
Burkina Faso - Land der aufrechten Menschen, mit der Hauptstadt Ouagadougou, ist ein Staat im Herzen Westafrikas und zählt über 19 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 274‘200 km2 (6x grösser als die Schweiz). Das Land wurde 1900 besetzt und stand bis 1960 unter französischer Kolonialherrschaft. In den 80er Jahren wurde das ursprünglich als Obervolta bezeichnete Land in Burkina Faso umbenannt.
Der Binnenstaat hat im Norden Anteil am Sahel und grenzt an Mali, Niger, Bénin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste. Burkina Faso gehört zu den zehn ärmsten Ländern dieser Welt, mit einer Lebenserwartung von ca. 56,7 Jahren. Die Burkinabés (so wird die Bevölkerung Burkina Fasos genannt) leben und arbeiten, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, friedlich nebeneinander. Der Islam ist neben den traditionellen Glaubensvorstellungen (Animismus) die meistpraktizierte Religion. Katholiken und Protestanten sind ebenfalls stark verbreitet.
Regelmässig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für grosse Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Das Dasein vor Ort ist geprägt von bitterer Armut und dem täglichen Kampf ums Überleben. Doch eines überrascht; trotz widriger Umstände halten die Menschen zusammen und respektieren sich, denn immerhin siedeln hier über sechzig ethnische Gruppen. Stammesfehden oder Feindseligkeiten gibt es so gut wie nie. Landsleuten und Fremden gegenüber zollen die Burkinabés Respekt und zeigen Toleranz. Nur gerade 36 % aller Kinder haben das Glück in die Schule zu gehen.
Die offizielle Amts- und Landessprache ist Französisch. Gleichzeitig werden in Burkina Faso über 60 verschiedene Stammessprachen gesprochen. In der Region Ouagadougou und Koudougou ist dies Mooré.