Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/899

Wir starteten mit Kunst von einem Schweizer Künstler, es folgten Joshua Trees und ein Sternenhimmel. Danach trafen wir auf Urzeitgestalten in Form von Metallskulpturen und beendeten die Etappe in Downtown San Diego.
seven magic mountains
Wir verliessen Las Vegas in Richtung Süden. Mit dieser Etappe beendeten wir den oberen Loop der zerquetschten Acht. Der grössere Teil lag damit noch vor uns.
Die Kunstinstallation "Seven Magic Mountains" des Schweizer Künstlers Ugo Rondinone besteht aus sieben Türmen mit bunten, übereinandergeschichteten Felsbrocken, die mehr als zehn Meter hoch sind. Die Ausstellung wurde vom Nevada Museum of Art und Art Production Fund produziert. Im Jahr 2016 wurde sie eröffnet und sollte ursprünglich zwei Jahre zu sehen sein. Aufgrund des unglaublichen Erfolgs von Seven Magic Mountains wird nach Wegen gesucht, sie noch weitere Jahre zu zeigen.
Ich las die Informationen zu Kunstwerk und seinem Künstler auf den beiden Tafeln, schaute mir das Werk von der Nähe aus an und amüsierte mich über die anderen Besucher. Einer kletterte auf einen der Felsbrocken, eine andere kritzelte etwas auf einen der Steine. Das hatten vor ihr schon unzählige andere getan, denn die unterste Reihe der sieben Säulen war komplett vollgeschrieben. War das auch Kunst oder doch eher Vandalismus? Immer wieder musste ich meinen Hut festhalten, wenn Böen versuchten, ihn davonzutragen. Eine kleine Windhose bildete sich.
wir kommen in die wüste
Mit dem Besuch von Seven Magic Mountains verabschiedeten wir uns von Nevada. Reiner steuerte uns über die Genze zu Kalifornien und weiter ins Mojave (sprich: "Mohavi") National Preserve. Ein National Preserve ist ein Schutzgebiet, das vom National Park Service verwaltet wird. Im Gegensatz zu einem Nationalpark sind die Jagd und einige andere extraktive Nutzungen in einem Preserve erlaubt, ansonsten gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Verwaltungsprinzipien.
Bald schon konnten wir die Kelso Dunes ausmachen. Spätestens jetzt war klar, dass wir die Wüste erreicht hatten. Wir erlaubten uns einen kurzen Abstecher zu den Dünen, dann ging es weiter Richtung Süden. Hey, da ist ja Roy's Cafe! Wir mussten in Amboy auf der Route 66 sein. Einige Motorradfahrer standen auf dem grossen Parkplatz des berühmten Diners. Reiner wollte dort einkehren, doch ich erinnerte ihn daran, dass wir hier eh noch hinkommen würden, wenn wir in ein paar Wochen die Route 66 fahren würden.
ein bisschen route 66
Wir kamen zu einem Bahnübergang. Eben hatten wir noch einen dieser langen Züge gesehen, wie es sie nur in Amerika gab. Jeder andere wäre froh gewesen, dass die Schranken offen waren, aber wir stellten uns auf einen kleinen Platz daneben und warteten kurz, bis sie sich schlossen. Der Zug kam, der Lokführer hupte kräftig und ich filmte. Ganze acht Minuten dauerte es, bis sich Wagen um Wagen an uns vorbeigeschoben hatte.