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"Tulpan" von Sergei Dvortsevoy hat am Zurich Film Festival das "Goldenen Auge" für den besten Spielfilm gewonnen. Beim Siegerfilm handelt es sich um eine Koproduktion von Deutschland und der Schweiz.
Der Hauptgewinner des vierten Zürcher Filmfestivals erzählt die skuril angehauchte Geschichte des Matrosen Bulat, der in der kasachischen Steppe Schafhirt werden will.
Das "Goldene Auge" für den besten Dokumentarfilm verlieh die Jury am Samstagabend dem Werk "Blind Loves" von Juraj Lehotsky. Der Slowake zeigt, wie blinde Partner Beziehungen und Liebe erleben. Zum besten Spielfilm-Erstling wurde "Ein Augenblick, Freiheit" von Arash Riahi über Fluchtversuche aus Iran gewählt. Riahi arbeitete acht Jahre an seinem Debüt.
Der Publikumspreis ging an "The World Is Big And Salvation Lurks Around The Corner" des Bulgaren Stephan Komandarev. Der "Variety"-Award des gleichnamigen amerikanischen Branchenblatts ging an "Moscow, Belgium" des Belgiers Christophe van Rompaey.
Der griechisch-französische Regisseur Constantin Costa-Gavras erhielt zudem den "A Tribute to"-Preis für sein Lebenswerk.
Die Spielfilmjury wurde vom amerikanischen Schauspieler Peter Fonda präsidiert, der 1968 durch "Easy Rider" weltbekannt wurde. Die Dokumentarfilmjury präsidierte der Schweizer Christian Frei.
Die Organisatoren konnten erneut einen Zuschauerantieg verbuchen: 36'000 Menschen besuchten das Festival, gegenüber 27'000 Eintritten im Vorjahr.