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Zu Beginn des 10.Jahrhunderts entwickelte sich - von Ostalgerien ausgehend - eine Dynastie, die ihre Herkunft auf Fatima, die Tochter des Propheten Mohammed, zurückführte und den Abbasiden die Rechtmässigkeit ihres Kalifats absprach. Diese Fatimiden unterwarfen ganz Nordafrika und stellten seit dem Jahre 909 eigene Kalifen. Bis 921 dehnten sie ihre Einflusssphäre auch auf die marokkanischen Berberreiche aus. Vor Tanger stiessen sie auf den erbitterten Widerstand des Emirs von Córdoba, Abd er-Rahman III. (912 - 961), der das maurische Reich in Spanien zu höchster Blüte führte, sich 929 selber zum Kalifen ernannte und ebenfalls Nordwestafrika beanspruchte. Da die Fatimiden ihr Hauptaugenmerk auf das Abbasidenreich im Osten legten, konnte Abd er Rahman bis 974 auch Fès in sein Kalifat einbeziehen und die Idrisidendynastie endgültig auslöschen. In den Auseinandersetzungen zwischen den Fatimiden und den Omaijaden von Córdoba vermochten mehrere Berberstämme ihre Unabhängigkeit zu bewahren und aus dem Osten eingedrungene Zenata-Stämme eigene Herrschaftsbereiche zu gründen.
Um 1051 überfluteten die arabischen Beni Hilal-Nomaden vom Osten her Marokko. Sie mieden die Gebirge, plünderten aber die Städte und Dörfer in den Ebenen. Zu einer Staatsgründung waren sie jedoch nicht imstande.