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Das Universum des Armand Schulthess im Onsernonetal. Ingeborg Lüscher hat uns etwas davon gerettet, Hans-Ulrich Schlumpf auch. Ein Buch ist daraus geworden. Der grosse Rest: Von verständnislosen Erben innert drei Tagen dem Erdboden gleichgemacht. In der Schweiz hat es keinen Platz für ‘Sonderlinge’. Was für ein garstiges Land.
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Thomas Schlup
Testing the limits of materiality, Barry produced this poster for an exhibition that had neither a location nor a date. The address is a post-office box, and the telephone number for the gallery is an answering service with a recorded message describing the “work.” The work was the release, by the artist, of five measured volumes of odorless, colorless, noble gasses into the atmosphere in various locations surrounding Los Angeles, where they would diffuse and expand naturally into infinity.
While documentary photographs were taken of the action of the releases, the only physically tangible evidence of the work would remain the poster, published by the New York art dealer Seth Siegelaub, who stated, “He has done something and it’s definitely changing the world, however infinitesimally. He has put something into the world but you just can’t see it or measure it. Something real but imperceptible.”
Sources:
www.moma.org/collection/works/109710
Carl André
Words in the form of poems
Yves Klein-Jean Tinguely
Vitesses pure
Stabilitié monochrome
W. Guyton S. Price K.J. Walker
a collaboraton founded in part by an artist space
independent project grant
located at 97 south street friday september six 2002 7:30pm-9:00pm
91.9 FM 88.7 FM 103.9 FM
John Armleder
Jungle All The Way
Ei Arakawa
M.A.V.O.E (killer COMMERCIAL)
Felix Gonzalez-Torres
Unitled (Vultures) 1995
Uploaded by Jeanne Graff
Die künstlerische Laufbahn von Marcel Broodthaers dauerte zwölf Jahre. Sie beginnt 1964 mit dem Verschicken einer Einladungskarte für seine erste Ausstellung in der Galerie Saint Laurent in Brüssel. Der Text der Einladungskarte wurde direkt auf das Papier herausgelöster Seiten aus illustrierten Magazinen gedruckt: meist sind es Werbeanzeigen. Es gibt diese Einladungskarte in einer Vielzahl von Variationen mit unterschiedlichem Hintergrund. Die Seite des Magazins wurde dabei zu einer zweiseitigen Einladungskarte gefaltet, die sowohl auf ihrer Vorder – wie auf ihrer Rückseite mit schwarzem Text bedruckt ist, der die Bilder und Buchstaben der Magazinseiten horizontal überschreibt.
Die Form und Gestaltung der Karte überrascht in vielerlei Hinsicht. Zuerst fällt auf, dass die eigentlich wichtigsten Informationen einer solchen Einladung , wie Ort und Zeit der Ausstellung, sowie der Name des ausstellenden Künstlers nicht sofort ersichtlich sind. Der Hintergrund aus fotografischen Bildern und gedrucktem Text verdeckt die entscheidenden Informationen der Einladungskarte, die man erst nach einiger Zeit entdeckt. Der von Broodthaers formulierte Text der Einladungskarte war dabei nicht nur dort zu lesen, sondern auch am Ort der Ausstellung selbst, wo er auf dem Schaufenster der Galerie zu lesen war. Er löst dort einen Dialog zwischen Text und den eigentlichen Objekten in der Ausstellung aus. Die Kunstwerke sind mit dem Text zu betrachten, vor seinem Hintergrund und durch ihn hindurch, genauso so, wie er auch auf der Einladungskarte als eine Art Filter vor die Bilder des Magazins gelegt ist.
Im Anfangssatz der Einladungskarte beginnt der Künstler mit den Worten: „Auch ich habe mich gefragt, ob ich nicht etwas verkaufen könnte.“ Der Künstler stellt sein eigenes Vorhaben – nämlich Kunst zu produzieren – also zuerst und vor allem als kommerzielles Unternehmen dar, das auf Profit ausgerichtet ist. Broodthaers analogisiert also die eigenen Werke, sowie sich selbst als Produzent, mit dem Kontext, den er hier als materiellen Träger seiner Einladungskarte benutzt. In einem Fall zeigen die Bilder Zimmerpflanzen und Gemüse. Oft sind die Seiten dem zeitgenössischen Frauenmagazin Mademoiselle entnommen. Sie zeigen deshalb nicht selten den Körper von Frauen, der als Objekt ästhetischer Perfektionierung dargestellt ist. Dadurch wirkt die Einladungskarte sicherlich unkonventionell. Neben dieser Einschreibung der eigenen Produktion als Künstler in einem Kontext der Warenproduktion und der Mode kann die Einladungskarte aber auch auf einer sehr formalen Ebene als Konfrontation von Text und Bild verstanden werden. Diese Konfrontation hat für Marcel Broodthaers selbst eine besondere Signifikanz. Denn bevor er als bildender Künstler im Jahr 1964 in Erscheinung tritt, war er bereits lange Zeit als Dichter aktiv. Die beiden Berufe gehen somit bei ihm zusammen.
“Stephen Kaltenbach placed a series of advertisements in twelve consecutive issues of Artforum from November 1968 to December 1969 in order to circulate his “micro-manifestos,” consisting of pithy and ironic phrases such as “Art Works,” “Build a Reputation,” and “Become a Legend,”, that foregrounded the role of the art magazine in careerism and promotion.”
Gwen Allen, Artists’ Magazines: An Alternative Space for Art, The MIT Press 2015, p.39
Die erste Einladungskarte des belgischen Künstlers Marcel Broodtaers. Darin legt er unverfroren einen Teil der Mechanismen hinter dem Galeriesystem offen (30% für den Künstler, damals noch…), gleichzeitig parodiert der Text auf der Karte seinen Übergang vom Schriftsteller zum Künstler.
Marcel Broodthaers first invitation card reveals certain mechanism of the gallery system (30% for the artist, well back then), and he explains, in the form of a parody, why he wants to become an artist.
“Marcel Broodthaers (1924–1976) decided to become an artist only at the age of 40. Previously he had lived as a freelance writer in Brussels and Paris, publishing various volumes of poems and art criticism. On the invitation card to his first exhibition in 1964 he revealed the reasons for his change of career: “I asked myself if I couldn’t sell something and succeed in life. That was a moment when I felt good for nothing. I am forty years of age. The idea of ultimately inventing something insincere crossed my mind and I set to work immediately. After three months, I shall show my production to Edouard Toussaint, the owner of the Saint Laurent gallery. ‘But it’s art,’ he said, ‘and I will gladly exhibit all that.’ ‘Okay,’ I replied. If I sell something, he will take 30 per cent. These appear to be the usual conditions.” Wilfried Dickhoff, July 2008