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Die entscheidenden Grundlagen für die Erziehung Ihrer jungen Katze werden in der Zeit zwischen der Geburt und sechs Monaten gelegt. Die meisten Verhaltensmuster werden sogar bis zum Alter von drei Monaten durch die Mutter und durch die Wurfgeschwister festgelegt.
Wenn Sie so eine junge Katze "adoptieren", sind Ihre Möglichkeiten der Erziehung von vornherein begrenzt, trotzdem bleiben Sie in Ihrer Verantwortung: Sie haben die Verpflichtung, die Erziehung in der neuen Umgebung zu vollenden, wenn nötig auch Verhaltensmuster zu korrigieren.
Günstiges Umfeld
Günstig ist ein Umfeld für eine Katze dann, wenn sie sich leicht einlebt und schnell mit Menschen und der neuen Umgebung vertraut wird.
Die Rolle der Mutter
Wächst die Katze an der Seite der Mutter heran, sollte man das Jungtier bis zur Entwöhnung bei ihr lassen. Die Erziehung ist dann umfassend und der Katzenwelpe wird sich leichter in einer neuen Umgebung eingewöhnen.
Unbedingt zu vermeiden...
Nehmen Sie kein Kätzchen vor dem Entwöhnen aus dem Wurf! Katzen, die zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt werden, sind schwieriger zu erziehen.
Aktivitäten im Umfeld
Katzen, die mit mehreren Bezugspersonen gross geworden sind, sind offener für das Abenteuer Leben, und ihre Neugier ist entsprechend gross. Hinzu kommt, dass die Vertrautheit mit den verschiedenen Alltagsgeräuschen das Einleben im neuen Heim erleichtert.
Ungünstiges Umfeld
Wenn junge Katzen in einem reizarmen Umfeld gross werden (zum Beispiel isoliert an einem abgetrennten Ort), ist es ratsam, sie bereits mit acht Wochen zu sich zu holen und zu versuchen, sie mit anderen Katzen zusammenkommen zu lassen.
Aufzucht ohne Muttertier
In diesem Fall muss sehr schnell mit der Erziehung begonnen werden, damit das Kätzchen nicht ängstlich oder depressiv wird. Es gilt, die Regeln des Zusammenlebens und die für im Umgang mit dem Menschen notwendigen Verhaltensmuster zu üben.
Aktionen im Umfeld
Die Jungkatze sollte sozialisiert werden, indem man es vielfältigen Reizen aussetzt: Berührungen durch verschiedene Personen, Konfrontation mit in Intensität und Klang unterschiedlichen Geräuschen und Kontakt zu anderen Tieren.
Katzen lernen auf zweierlei Wegen: Zunächst imitieren sie ihre Mutter, dann lernen sie durch Versuch und Irrtum. Hierbei handelt die Katze und erfährt sofort eine Reaktion. Ist diese angenehm, wird sie dieses Verhalten wieder zeigen (positive Verstärkung).
Der dosierte Einsatz von Zähnen und Krallen
Katzen müssen so früh wie möglich ihre eigenen Grenzen kennen lernen, damit sie diese nicht überschreiten, solange ihre Waffen (Krallen und Zähne) noch nicht ausgebildet sind. So lernen sie, die Intensität dieser Gesten selbst einzuschätzen.
Spielen lernen
Das Spiel ist eine wesentliche Grundlage der Sozialisierung der Katze.
Spielen fördert die Entdeckung der Umwelt und die Ausreifung der körperlichen Fähigkeiten. Spielen ist das beste Mittel gegen Isolation. Aber ein Spielzeug allein bringt noch keinen Erfolg, nur wenn es sich bewegt, rollt, gleitet und in schwierig zugänglichen Ecken landet, ist es für das Katzenjunge interessant.
Die unterschiedlichen Arten des Spiels
Jagen lernen
Das Erlernen der Jagd beginnt sehr früh. Schon mit einem Monat kann eine kleine Katze die Haltung eines Jägers einnehmen, aber erst ab sechs Wochen kann sie unterscheiden, was von der Beute, die die Mutter mitgebracht hat, wirklich geniessbar ist. Etwa mit zwei Monaten hat sie dann ihre Angst überwunden und den Angriff gelernt. Mit sechs Monaten kann eine Katze auf sich selbst gestellt überleben.
Das Erlernen der Sauberkeit (Stubenreinheit)
Sauberkeit lernt die Katze von der Katzenmutter. Katzen sind in der Regel ab der 5. oder 6. Woche stubenrein und benutzen sicher das Katzenklo. Im neuen Zuhause angekommen, sollten Sie der Katze sofort das neue Katzenklo zeigen und sie hineinsetzen. Wenn Sie noch nicht an eine Katzentoilette gewöhnt ist, sollten Sie ihr helfen, indem Sie mit ihrem Pfötchen ein Loch in die Streu scharren und ihr auch zeigen, wie man es nach dem Geschäft wieder zuscharrt. Vergessen Sie dabei das Loben nicht!