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Gemeindewappen repräsentieren eine Gemeinde durch ein Wappen. Sie haben in der Schweiz eine lange Tradition - aber nicht in jedem Fall: Reichen einzelne Wappen bis ins 12. Jahrhundert zurück, wurde andere erst im 20. Jahrhundert geschaffen.
Einen besonderen Aufschwung erhielten die Gemeindewappen an der Schweizerischen Landesausstellung von 1939 in Zürich. Bei der Planung brachte der mit den schweizerischen Gemeindefahnen geschmückten "Höhenweg" (die "Fähnlistrasse") einige Gemeinden in Verlegenheit - sie besassen zu dieser Zeit noch kein offizielles Gemeindewappen. So wurden zahlreiche Wappen in dieser Zeit neu geschaffen. Auch am "Fahnenturm" der Expo 1964 in Lausanne wurden alle schwei-zerischen Gemeindefahnen gezeigt. Die Schweiz besitzt damit einen reichen Schatz an, fast immer den heraldischen Regeln entsprechend gestalteten, Wappen ihrer Gemeinden.
In vielen Kantonen stehen die Gemeindewappen heute unter dem Schutz kantonaler Gesetze. Besonders bei Gemeindefusionen werden die Wappen als Symbole lokaler Identität zu einem Thema. Die oft sehr emotional geführte Diskussion über die mögliche Aufgabe eines Wappens zugunsten eines neuen oder desjenigen der Nachbargemeinde gehört zu den sogenannten weichen Faktoren, die eine Gemeindefusion in gewissen Fällen sogar scheitern lassen können.