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Wer braucht diese Maske?
Wie geht ein ethnologisches Museum mit Objekten um, die einer bestimmten Gruppe vorbehalten sind? Zwei Beispiele aus der Ausstellung «Wissensdrang trifft Sammelwut» stechen besonders heraus: Eine Maske und eine Statuette der Zuni aus Nordamerika.
Seit 1977 fordern Vertreter der Zuni ihre rituell bedeutenden Objekte zurück. In dieser Zeit wurden weltweit rund 100 Gottheiten ahayu:da zurückgegeben. Oft folgen Museen der Argumentation der Zuni-Vertreter und geben die Statuetten zurück.
Das Entfernen aus Schreinen galt seit jeher als Diebstahl und für die Ausübung der religiösen Praktiken müssen sie zu den Zuni zurück. Auch, um das Gleichgewicht der Kräfte herzustellen.
(…) Now they have been renamed and reframed in languages and contexts foreign to the place and people from which they were born.
Jim Enote, Direktor des Zuni A:shiwi A:wan Museum and Heritage Center schreibt dazu:
«It is strange enough that things are removed from their local setting and context. Now they have been renamed and reframed in languages and contexts foreign to the place and people from which they were born.»
Die Statuette gelangte im Jahr 1968 im Rahmen eines Tauschgeschäfts mit einer niederländischen Galerie ins Museum. Die kokko-Maske wurde einem Sammler im Jahr 1970 abgekauft. kokko sind gutartige Geistwesen, die in vielfältiger Gestalt auftreten. Der Träger einer kokko-Maske wird für die Dauer der Zeremonie selbst zu dem Geistwesen, dessen Maske er trägt.
Und wer braucht jetzt diese Maske? Nach Argumentation der Zuni gehören sie zum Repertoire einzelner religiöser Gesellschaften und sollen ihnen auch vorenthalten bleiben. Bisher sind Museen der Bewertung der Zuni jedoch nicht gefolgt.