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Stan Wawrinka, nur noch die Nummer 194 der Welt, feierte in Basel den schönsten Erfolg der letzten Monate. In der 1. Runde gewann der 37-jährige Waadtländer klar 6:4, 6:4 gegen den French- und US-Open-Finalisten Casper Ruud.
In beiden Sätzen reicht dem Romand ein Break - zum 4:3 im ersten und zum 5:4 im zweiten Durchgang. Selber wehrte er alle drei Breakchancen des Norwegers ab. In den letzten drei Games spielte sich Wawrinka in einen regelrechten Rausch und verlor nur noch einen Punkt. Im Platzinterview zeigte sich der Sieger von drei Grand-Slam-Turnier von seiner emotionalen Seite und dankte dem Publikum für die Unterstützung.
Im Achtelfinal trifft Wawrinka am Donnerstag auf den Amerikaner Brandon Nakashima (ATP 44).
Auch Stricker mit Exploit
Zuvor war Dominic Stricker (ATP 129) ein kleiner Exploit gelungen. Der 20-jährige Berner bezwang die Weltnummer 34 Maxime Cressy aus den USA 7:6 (7:4), 6:3. Im Achtelfinal trifft Stricker am Mittwochabend erstmals auf den als Nummer 5 gesetzten Spanier Pablo Carreño Busta (ATP 15).
Den in Paris geborenen Cressy bezwang Stricker in diesem Jahr schon zum zweiten Mal, nach Stuttgart im Juni auf Rasen. Im ersten Satz konnte der Schweizer gegen den 2,01 m grossen, guten Aufschläger eine 5:3-Führung nicht nützen, im Tiebreak half ihm Cressy aber mit gleich zwei Doppelfehlern. Im zweiten Durchgang gelang Stricker das einzige und bereits entscheidende Break zum 4:2. Nach knapp eineinhalb Stunden nützte er seinen ersten Matchball ganz cool mit einem Ass.
Stricker steht zum sechsten Mal auf ATP-Stufe im Achtelfinal, im vergangenen Jahr erreichte der Juniorensieger des French Open 2020 sogar zweimal - in Genf und Stuttgart - die Viertelfinals.
Cilic als erster Gesetzter out
Marin Cilic schied als erster Gesetzter aus. Der als Nummer 4 eingestufte Kroate scheiterte am späten Montagabend in der 1. Runde am französischen Qualifikanten Arthur Rinderknech 4:6, 6:3, 6:7 (5:7).
Cilic, in Basel vor sechs Jahren Turniersieger und als Nummer 16 im Ranking 35 Plätze vor Rinderknech klassiert, vergab im dritten Satz beim Stand von 5:4 zwei Matchbälle.
Besser als Cilic machte es Andy Murray (ATP 49). Der dreifache Grand-Slam-Champion ist erst zum zweiten Mal nach 2005 in Basel dabei und zog den Kopf nach einem 1:4-Rückstand im dritten Satz gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin (ATP 93) noch aus der Schlinge.
Nach 2:40 Stunden setzte sich der 35-jährige Schotte 6:7 (5:7), 6:3, 6:4 durch und schwärmte danach von der grandiosen Atmosphäre in der fast vollen St. Jakobshalle. «An einem Nachmittag unter der Woche ist das nicht aussergewöhnlich», stellte er beeindruckt fest. «Ein paar der Leute müssten wohl eigentlich bei der Arbeit sein.»