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Kinder gehen über Minenfelder, Familien leiden unter der Flussverschmutzung oder werden von ihrem Grundstück vertrieben. Die Spuren, die einige multinationale Unternehmen in Ländern wie Peru, Kolumbien und Indien hinterlassen, sind so vielfältig wie verheerend. Viele dieser Unternehmen haben ihren Sitz in der Schweiz.
Der gute Wille reicht nicht mehr
SWISSAID unterstützt das Organisationskomitee der Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) dabei, Gesetze durchzusetzen, die solche Firmen zu verantwortungsvollem Handeln bewegen. Der Schutz der Menschenrechte und der Umwelt darf nicht mehr nur vom guten Willen der Wirtschaftsführer abhängen. Viele Länder haben bereits verbindliche Gesetze verabschiedet. So laufen beispielsweise in Frankreich, Kanada und Grossbritannien Gerichtsverfahren gegen multinationale Unternehmen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen durch deren ausländische Tochtergesellschaften. Die Initiative fordert, auch in der Schweiz einen zivilrechtlichen Haftungsmechanismus einzuführen. So könnte ein multinationales Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das gegen die Menschenrechte verstösst oder der Umwelt schadet, zur Verantwortung gezogen werden – es sei denn, es kann nachweisen, dass es seine Sorgfaltspflicht erfüllt und alle notwendigen Massnahmen zur Vermeidung negativer Folgen getroffen hat.
Verheerende Auswirkungen
SWISSAID und seine lokalen Partner sind täglich Zeugen verheerender Spuren, die Unternehmen wie Glencore oder Syngenta in den SWISSAID-Projektländern hinterlassen. Als eines der reichsten Länder der Welt ist es höchste Zeit, dass die Schweiz Mitverantwortung übernimmt.
Das Engagement von SWISSAID zugunsten der Konzernverantwortungsinitiative wird ausschliesslich durch eigene Mittel finanziert. Es werden keine Bundesmittel verwendet.