Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/597

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Die israelische Regierung hat am Freitag laut Aktivisten 450 neue Siedlerwohnungen im besetzten Westjordanland ausgeschrieben. Vier Siedlungen in dem palästinensischen Gebiet sollten demnach erweitert werden.
Dies sagte der Chef der Nichtregierungsorganisation Terrestrial Jerusalem, Daniel Seidemann, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst hatte er von 430 Wohnungen gesprochen.
Seidemann sprach von einer "Öffnung der Schleusen". Es handle sich um die ersten Aufträge zum Siedlungsausbau seit Oktober - aber vermutlich nicht um die letzten vor der Parlamentswahl am 17. März. Seidemanns Angaben zufolge sollen in den Siedlungen Adam, Elkana, Alfei Menasche und Kirjat Arba jeweils zwischen 80 und 160 neue Wohnungen entstehen.
Israel steht wegen seiner Siedlungspolitik international in der Kritik, sie gilt als eines der grössten Hindernisse auf dem Weg zum Frieden in Nahost.
Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) warf der israelischen Regierung "Kriegsverbrechen" vor. Der Streit über die Siedlungen gehöre vor den Internationalen Strafgerichtshof, sagte PLO-Sprecher Wassel Abu Jussef der AFP. Die Ankündigung vom Freitag sei Teil eines "Kriegs gegen das palästinensische Volk".
SDA-ATS