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- Wegen massiver Überflutungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle mussten sich im Südwesten Japans Hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen.
- Inzwischen gibt es mindestens 18 bestätigte Todesfälle. Die Regionalregierung der stark betroffenen Provinz Kumamoto befürchtet mindestens 17 weitere Opfer. Zahlreiche Menschen werden zudem noch vermisst.
Bei schweren Unwettern im Südwesten Japans sind vermutlich dutzende Menschen ums Leben gekommen. Bei 14 Menschen in einem Altenpflegeheim in dem von Überschwemmungen betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto sei «Herz- und Atemstillstand» diagnostiziert worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Dies ist eine in Japan oft benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird.
Ganze Wohngebiete unter Wasser
Zuvor hatten Behörden in den schwer betroffenen Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu mehr als 200'000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen.
Ganze Wohngebiete standen unter Wasser, Teile von Häusern wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Wohnhäuser, Strassen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen.
Höchste Warnstufe in diversen Regionen
Zwei in der schwer betroffenen Provinz Kumaomoto aus einem Erdrutsch geborgene Menschen hätten keinerlei Lebensanzeichen gezeigt, wie lokale Medien berichtet hatten. Zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte gebe es keinen Kontakt, hiess es.
Die schweren Niederschläge liessen unter anderem den Fluss Kuma in Kumamoto über die Ufer treten und führten zu schweren Überflutungen. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Das Militär wurde zur Hilfe gerufen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Die Meteorologische Behörde in Tokio gab für viele Regionen die höchste Warnstufe aus.
Regierungschef bietet 10'000 Soldaten auf
Der japanische Regierungschef Shinzo Abe kündigte bei einer Notfallsitzung die Entsendung von rund 10'000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden. Die Regenfront drohte bis Sonntag auch Teile im Westen Japans mit heftigen Niederschlägen heimzusuchen.