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Wetternews
Vom Hurrikan zum Orkantief
OPHELIA wütet auf Irland
Mit Spitzenböen über 150 Kilometer pro Stunde ist Ex-Hurrikan OPHELIA am Dienstag über Irland hinweggefegt. Er legte das öffentliche Leben auf der Insel lahm, hinterließ verbreitet schwere Schäden, und forderte mindestens drei Todesopfer.
Am heftigsten wütete der Orkan an der Südküste Irlands. In der Region um die Stadt Cork wurden Spitzenböen bis 190 Stundenkilometer registriert. Straßen wurden durch umgestürzte Bäume blockiert. Zudem riss der Sturm ganze Dächer von Gebäuden und zahllose Strommasten um. Vielfach bestand Gefahr durch heruntergerissene Stromleitungen. Über 200.000 Haushalte waren auch Dienstag noch ohne Strom. Weil daraufhin etliche Pumpwerke und Wasseraufbereitungsanlagen ausfielen, wurden Zehntausende von der Wasserversorgung abgeschnitten.
Der durchziehende Orkan legte das öffentliche Leben auf der Insel weitgehend lahm. Schulen, Behörden und Geschäfte blieben geschlossen, Fährverbindungen wurden eingestellt und am Flughafen in Dublin wurden 160 Flüge gestrichen. Auch am Dienstag hatte sich die Lage noch nicht normalisiert, im ganzen Land blieben die Schulen geschlossen. In einigen Regionen dürften die Aufräum- und Reparaturarbeiten noch tagelang andauern. Insgesamt hatte der Sturm auf Irland drei Menschenleben gefordert, zahlreiche weitere wurden verletzt.
OPHELIA hatte sich am 10. Oktober südwestlich der Azoren als Tropensturm gebildet und sich zunächst kaum verlagert. Zwei Tage später wurde der Sturm zum Hurrikan und setzte sich langsam nordostwärts in Bewegung. Über dem überdurchschnittlich warmen Meerwasser konnte sich dieser sogar noch zu einem Major Hurricane der Kategorie 3 verstärken, bevor er sich auf dem Weg nach Irland in ein außertropisches Orkantief umwandelte. OPHELIA war der stärkste Hurrikan seit Aufzeichnungsbeginn, der so weit im Osten des Atlantik beobachtet wurde.