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Informationen zum Unternehmen
Unsere Firmengeschichte begann mit den Wirren der französischen Revolution, als nach dem Einmarsch der Franzosen 1798 das Kloster Einsiedeln geplündert und die Mönche aus Ihren Werkstätten vertrieben wurden. Damals hatten die Klöster das Monopol für die Herstellung von Wachskerzen. Trotzdem wurde zu dieser Zeit im Dorf Einsiedeln auch schon mit Wachs gearbeitet. Zwar wurden keine Kerzen hergestellt, sondern es waren die sogenannten " Wachsbossierer", welche im Auftrag gut betuchter Leute deren plastische Portraits aus feinen Wachsen fertigten. Wer heute ein solches Portrait in den Händen hält, kann erahnen, welche Kunst und Fertigkeit dazu nötig waren. Die dabei eingesetzten Techniken haben sich in der Zwischenzeit leider verloren.
Ein erhaltener Zeuge aus dieser Zeit des Umbruchs ist eine vollständig erhalten, eiserne Kalibrierscheibe mit 80 verschieden grossen Öffnungen. Diese von 1798 datierte Scheibe könnte heute noch zur Herstellung von Kerzensträngen verwendet werden. Die eingesetzte Technik hat sich nicht verändert: - die wiederholt durch die Lochscheibe gezogenen Wachsstränge werden in einem weiteren Arbeitsgang auf die gewünschte Kerzenlänge zugeschnitten und mit einem Kopf versehen.
Den Grundstein zur Firmengeschichte legte1798 Johann Coelestin Birchler, der mit gutem Geschick neben seinem Kunsthandwerk als Bossierer auch die Wachszieherkunst an die Hand nahm. Sein Sohn, Josef Anton Birchler (1814-1903), war der letzte Wachsbossierer in Einsiedeln. Als dieser dann um die Jahrhundertwende starb, übernahm dessen Schwiegersohn Emil Schnyder (1843- 1912), die Werkstatt. Auf einer Werbekarte aus dieser Zeit ist dargestellt, wie im Haus "zur Bleiche" das Wachs auf Tüchern in die Sonne gelegt und mit Wasser besprüht wurde. Auf diese Weise erhielt das ursprünglich gelbe Bienenwachs die edle Blässe, welche für schöne Kerzen erforderlich war. Im Betrieb wurden nicht nur Kerzen aller Art, sondern auch wächserne Opfergaben für die Pilger und Andenken für die Reisenden hergestellt. Schon bald wurde es eng in den alten Räumen und Emil Schnyder jun. (1880-1969) bezog das Haus "Fram" wo sich die Kerzenfabrik bis im Herbst 2008 befindet. Paul Schnyder (1917-1986) übernahm darauf den Betrieb von seinem Vater. Der Betrieb hat sich laufend den Ansprüchen seiner Kunden angepasst. Mit Liebe zum Handwerk werden neben liturgischen Kirchenkerzen die verschiedensten Kerzensorten hergestellt, welche mit Ihrem Licht unseren Alltag festlich machen und unsere Feste feierlich beleuchten. 1997 übernahm Dominic Braun die Firma und führt diese mit Erfolg weiter.
Philosophie
Die Firma Schnyder beschäftigt zur Zeit 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind stolz in einer Firma zu arbeiten die über 200 Jahre alt ist und eine solche Geschichte aufweist. Wir möchten die Tradition der Kerzenherstellung in Einsiedeln bewahren. Unsere Kundschaft sind Pfarrämter, Fachhandel, Gastrobetriebe und natürlich Privatkunden. Es würde uns freuen auch Sie in unserem Kundenkreis Willkommen zu heissen.