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Die Studie ergab, dass die Waldföhren in niederschlagsarmen Jahren auffallend schmale Jahresringe produzierten und nur kurze Höhen- und Seitentriebe bildeten. An trockenen Stellen starben viele Bäume ab.
Dieser Trend könnte sich noch verschlimmern. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen ist bis Ende dieses Jahrhunderts eine Temperaturerhöhung von bis zu vier Grad möglich. Die langfristigen Folgen sind jedoch laut Studie unterschiedlich für Talboden und höhere Regionen.
In den Tieflagen wird die Waldföhre vermutlich nur noch in lockeren und gemischten Beständen vorkommen. Das gleiche gilt für Fichte, Weisstanne und Buche, die an warmen Orten keine optimalen Bedingungen finden. Die Forscher rechnen damit, dass sich stattdessen die einheimischen Eichenarten weiter ausbreiten.
Oberhalb von 1000 bis 1200 Metern sieht es anders aus: Dort wirkt sich die Trockenheit nicht mehr negativ aus, so dass Fichte und Lärche bei höheren Temperaturen und genügend Niederschlag sogar besser wachsen könnten als heute.
Verschwinden wird die Föhre in den Tieflagen dennoch nicht. Solange sie genügend Feuchtigkeit zum Keimen vorfindet, wird sie nach Meinung der Fachleute nicht so rasch aus den Wäldern des Churer Rheintals verschwinden.
Starker Temperaturanstieg
Der Temperaturanstieg in Graubünden war in den letzten Jahren aussergewöhnlich. In tieferen Lagen nahm die Zahl der Tage mit Höchsttemperaturen von über 25 Grad Celsius seit den 1960er-Jahren um 50 bis 70 Prozent zu. Die Frosttage reduzierten sich hingegen um 15 bis 45 Prozent.