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Die Zahnheilkunde im 14. Jahrhundert sah folgendermaßen aus: Zähneputzen kannte man kaum. Essensreste wurden mit dem Finger oder mit kleinen Hölzern entfernt. Kam es zu unerträglichen Zahnschmerzen, durfte der Bader ran. Ein Beruf, der zur damaligen Zeit äußerst vielseitig und gefragt war. Betäubung bei der Behandlung selbst gab es nicht. Höchstens ein Gebet zur Appollonia, der Heiligen aller unter Zahnweh leidenden, wurde gesprochen, ehe der mittelalterliche Zahnbrecher sein Handwerk versah.
Die heilige Appollonia gilt mittlerweile, nicht nur in der Schweiz, als Schutzpatronin aller Zahnärzte und anderen Berufe, die sich im zahnmedizinischen Bereich entwickelt haben.
Die Anfänge der Zahnmedizin
Die Ursprünge der professionellen Zahnmedizin sind eng mit den Auswüchsen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verbunden. Genauer gesagt mit der Verbreitung von Zucker.
Anfang des vorletzten Jahrhunderts wurde der Grundstein für die industrielle Produktion des Süßstoffes gelegt. Bereits einige Jahrzehnte später entwickelte sich Zucker durch die industrielle Herstellung zum Gegenstand für die breite Masse und wurde im Alltag vermehrt verwendet. Der erhöhte Konsum hatte jedoch auch seinen Preis: Karies und Zahnschmerzen griffen rasch in allen Teilen der Bevölkerung um sich. Zwischen 1800 und 1900 vervierfachte sich zum Beispiel in Großbritannien der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker von 10 auf 40 kg.
Aufgrund der massiven Ausweitung des Zahnleidens im Zeichen des Wirtschaftsbooms entwickelten sich im letzten Drittel des ausgehenden 19. Jahrhunderts professionelle Modelle zur Behandlung von Zahnproblemen. Die Nachfrage nach Zahnbehandlungen wuchs rapide. So wurde im Jahr 1886 der Verein Schweizer Zahnärzte gegründet. Dieser war der erste medizinische Berufsverband, der sich auf nationaler Ebene zusammenschloss. Seine Mitglieder bestanden zum einen aus Ärzten aus der Humanmedizin, welche sich auf Zahnkrankheiten spezialisieren wollten. Der andere Teil waren handwerkliche, aufstiegsorientierte Zahnheilkundler.
1888 gab es eine grundlegende Revolutionierung des Berufsstandes der Zahnärzteschaft: Mit einem neuen Bundesgesetz betreffend der Freizügigkeit des Medizinpersonals in der Schweizerischen Eidsgenossenschaft wurden Zahnärzte mit anderen wissenschaftlichen, medizinischen Berufen gleichgestellt. Dies war die Grundsteinlegung für die Professionalisierung der Zahnmedizin. Die in Zürich 1895 gegründete Zahnarztschule war die erste Institution, die ab 1902 einen Studiengang mit Doktorabschluss anbot.
Gesellschaftspolitische Bedeutung von Karies
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts bekämpfte die Gesellschaft der Zahnärzte aus standespolitischen Gründen vehement die «Verstaatlichung» der Zahnmedizin. Bis heute ist in der Schweiz die Zahnärzteschaft die einzige ärztliche Berufsgruppe, deren Leistung nicht über die obligatorische Krankenversicherung abgegolten wird. Es gilt das Verursacherprinzip. Der Zahnarzt sieht sich als Experte, zu dessen Aufgaben die Vermeidung von Zahnerkrankungen gehört. Der Patient ist selbst in der Pflicht, seine Gesundheit und den Körper vor schädlichen Einwirkungen zu schützen. Das gilt vor allem für Karies.
Nach dem 2. Weltkrieg erlebte die Welt ein 2. Wirtschaftswunder in dessen Rahmen der Zuckerkonsum erneut zunahm. Die SSO (Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft) führte Kampagnen zur Zahnprophylaxe durch. Lange Zeit herrschte die Meinung, dass die SSO mit der Meinung des «Kulturpessimismus» in Verbindung stand, welche die Ideologie vertraten, dass übermäßiger Zuckerkonsum zum Werteverfall und Fortschrittsgläubigkeit der westlichen Gesellschaft führt.
Die Leistungen der Grundversicherung sind beschränkt
Die Grundversicherung in der Schweiz deckt zahnmedizinische Leistungen in einem sehr eng gesteckten Rahmen ab. Nur „unverschuldet“ verursachte Zahnprobleme werden übernommen. Im Krankenversicherungsgesetz werden dazu unvermeidbare Erkrankungen des Kausystems genannt. Zum Beispiel Zahnschäden infolge von anderen Erkrankungen, wie etwa bei Nebenwirkungen von Medikamenten. Sofern eine Unfallversicherung nicht dafür aufkommt, sind im Rahmen der KVG auch Probleme nach Unfällen abgedeckt.
Es gibt freiwillig abgeschlossene Zusatzversicherungen, die für die anderen Behandlungskosten aufkommt. Ein Großteil der privaten Haushalte in der Schweiz übernimmt diese jedoch aus der eigenen Tasche. Der Kanton Zürich bietet für Jugendliche und Kinder jährlich eine kostenfreie Zahnkontrolle in extra errichteten Schulzahnkliniken an.
Dr. med. dent. Barbara Scheiner, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH) hat ihre Promotion im Jahr 2013 erfolgreich in Zürich absolviert. Sie hat sich damit ihren langjährigen Traum erfüllt. Durch die universitäre Fachzahnarztausbildung ebenfalls in Zürich spezialisierte sie sich als Kieferorthopädin und ist seit 2017 nach erfolgreich bestandener Prüfung als “Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Schweiz” zertifiziert.
Seit dem Jahr 2018 ist sie Inhaberin der Praxis We Love Smiles Kieferorthopädie Zürich AG. Ihr Wissen wendet sie in ihrer Schweizer Praxis erfolgreich und mit großer Hingabe an. Ihr Fachgebiet sind Zahnstellungskorrekturen bei Kindern und Erwachsenen.
Kundenzufriedenheit und Professionalität stehen dabei immer an erster Stelle. Sie geht dabei äußerst behutsam und schonend vor, sodass sich auch die kleinsten Patienten wohl bei ihr fühlen.