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Der Siebdruck hat sich im 20. Jahrhundert neben den klassischen Druckverfahren Hoch-, Tief- und Flachdruck sowohl im künstlerischen als auch im kommerziellen
Bereich
etabliert. Das Prinzip des Siebdrucks geht auf die Schablonentechnik zurück.
Die Druckform, das Sieb, das aus einem auf einen Rahmen gespannten, feinmaschigen Gewebe besteht, bleibt an den zu druckenden Stellen farbdurchlässig. Nicht zu druckende Teile werden zur
Farbhemmung abgedeckt. Die Farbübertragung geschieht mittels einer Gummirakel, die die Farbe durch die offenen Partien des Gewebes auf das Papier oder einen anderen Druckträger presst. Im
Vergleich zu den anderen oben genannten Druckverfahren zeichnet sich der Siebdruck aus durch eine hohe Farbkraft mit pastosem Farbauftrag, die Möglichkeit, Materialien verschiedenster Art und
Form zu bedrucken und geringe Herstellungskosten.
Auch Grossformate sind im Siebdruck kostengünstig und mit relativ geringem Aufwand zu bewerkstelligen. Diese Charakteristika haben den Siebdruck für viele Künstler zu einem attraktiven neuen
Medium gemacht. Der für die Künstlergrafik eingeführte Begriff "Serigraphie" sowie die englische Bezeichnung "silkscreen" bezieht sich auf das ursprüngliche Bespannmaterial der Siebe (griech.
Seri = Seide), das inzwischen durch synthetische Gewebe (Nylon, Polyester) ersetzt wurde.
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