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Rom - Italiens Ministerpräsident Silvio Berlsuconi gerät unter Druck: Der Korruptionsskandal, der Industrieminister Claudio Scajola am Dienstag zum Rücktritt gezwungen hat, weitet sich aus. Betroffen sind mehrere Funktionäre der Regierungspartei Popolo della Liberta (PdL).
In den Sog der Affäre geriet jetzt auch der nationale PdL-Koordinator Denis Verdini, gegen den die römische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen mutmasslicher Korruption einleitete.
Verdini werden Verflechtungen mit dem skandalumwitterten Bauunternehmer Diego Anemone und mit dem ebenfalls bereits in Untersuchungshaft gesteckten Spitzenbeamten im staatlichen Auftragswesen, Angelo Balducci, vorgeworfen. Verdini wird der Korruption bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Zusammenhang mit dem Bau einer Solaranlage auf Sardinien verdächtigt.
In Florenz wurde der Sitz der Bank "Credito Cooperativo Fiorentino" durchsucht, in der Verdini das Amt des Präsidenten bekleidet. Der PdL-Koordinator wird beschuldigt, Unternehmern gegen Zahlung von Schmiergeldern öffentliche Bauaufträge zugeschanzt zu haben. Ermittlungen laufen noch gegen weitere Personen.
Premierminister Berlusconi reagierte empört auf die Ermittlungen gegen Scajola und Verdini. Im Gespräch mit seinen Vertrauensleuten sprach er von einem "Komplott", um ihm politisch zu schaden und die Regierung zu stürzen.
Der Premierminister betonte, er werde vorerst keinen Nachfolger für Scajola suchen, sondern selbst das Industrieministerium führen.
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