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Wilson sprach am 22. Oktober 2002 in Madrid an einem gemeinsamen britisch-spanischen Energieseminar. Er meinte weiter: "Ich glaube nicht, dass unsere Gesellschaften länger in pro- und antinukleare Fanclubs einzuteilen sind, von denen jeder die Moral für sich gepachtet hat. Die Frage, ob wir die zivile Kernenergienutzung weiterführen wollen, ist klar in den Rahmen der Debatte über die Klimaänderung zu stellen. Einfach zu sagen, die Optionen sind offen zu halten, wird an einem gewissen Punkt zur Beschönigung eines Ausstiegs aus diesen Optionen. Ein Entscheid, die in unserem Lande bestehende Kernindustrie - die gegenwärtig 25% unseres Stroms liefert - auslaufen zu lassen, würde es uns sehr viel schwieriger machen, eine Politik zur Herabsetzung der Treibhausgasemissionen weiterzuverfolgen. Wir wären davon abhängig, bei den Erneuerbaren massiv höhere Zielwerte zu erreichen. Und der Entscheid würde uns sehr viel wahrscheinlicher zu einem Szenario führen, bei dem wir bis 2020 bei unserer Energieversorgung zu 70% von Gas abhängen, das wir zu 90% importieren müssten. Wir müssen an unseren Energiesystemen und Institutionen gewaltige Veränderungen vornehmen, wenn wir das Klimaproblem anpacken sollen. Regelwerke und neue Rahmenbedingungen sind wesentlich, reichen aber nicht aus. Wir müssen uns mit Herz und Verstand einsetzen." Wilson fügte bei, das von der Royal Commission on Environmental Pollution gesetzte Ziel, die Kohlenstoffabgaben bis in 50 Jahren um 60% zu senken, stelle in jeder Hinsicht eine Herausforderung dar, sei aber nicht unmöglich zu erreichen.
Quelle
P.B. nach Medienmitteilung des Department of Trade and Industry, 22. Oktober 2002