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Die Trauer im Engadin war gross. Der junge Riet S. aus Samedan kam am 11. Februar 2015 im Silvaplanersee ums Leben. Er fuhr mit seiner Loipenmaschine über den zugefrorenen See, als das Eis plötzlich einbrach und der Ratrac im See versank. Er riss Riet mit in den Tod.
Die Bündner Staatsanwaltschaft hatte darauf eine Strafuntersuchung eingeleitet. Nun hat eine Untersuchung ergeben, dass der Unfall ohne strafrechtlichen Konsequenzen bleibt. Das Verfahren wird eingestellt.
Es könne niemandem die Schuld für den tragischen Unfall gegeben werden. Die Verantwortlichen hätten sich an die vorgegebene Checkliste gehalten. Weil keine Anzeichen für eine instabile Eisdecke bestanden hätten, konnten die Verantwortlichen davon ausgehen, dass keine Gefahr bestand, dass die Maschine einbreche.
Kaum voraussehbar
Ein Gutachten kam zum Schluss, dass die Pistenmaschine infolge einer kurzfristigen und lokalen Schwächung der Eisdecke, die durch die starke Erhöhung der Lufttemperatur in kurzer Zeit verursacht wurde, durch die Eisdecke brach. Ein solcher Effekt ist heimtückisch und kaum voraussehbar. (nbb)Publiziert am 18.03.2016 | Aktualisiert am 18.03.2016