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Zur Feier des “Internationalen Tages der Biodiversifikation“ – gestern 22.05.2014) –präsentierte das Umweltministerium ein Inventar der brasilianischen Fauna, in dem mehr als 7.600 Arten, zwischen 2010 und 2014 analysiert wurden. Nach einer Bewertung des Risikos einer Ausrottung der brasilianischen Fauna, durchgeführt von 929 Spezialisten Brasiliens und der übrigen Welt, befinden sich 14% der Spezies – 1.051 des Gesamtbestandes – noch in Gefahr der Ausrottung, davon 121 Spezies in akuter Gefahr.
Unter den bedrohten Arten stehen 73% unter Naturschutz in entsprechenden Konservierungs-Einheiten oder innerhalb eines nationalen Aktionsplans. Für den Präsidenten des “Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade (ICMBio)“, Roberto Vicentin, gibt es keine Zweifel, dass die Schaffung von Konservierung-Einheiten eine notwendige Massnahme zum Artenschutz darstellt “in einer Realität, wie der brasilianischen, in der die Dynamik der Besetzung natürlicher Lebensräume (durch den Menschen) so intensiv ist“.
Um die Arbeit innerhalb dieser Einheiten zu verstärken, unterzeichnete die Umweltministerin Izabella Teixeira ein Schriftstück, das den Aktivitäten zur Erhaltung bedrohter Arten zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stellt. “Wir haben mit 1.022 Arten begonnen und unsere Studien auf mehr als 7.000 Arten erweitern können, und wir wollen 14.000 bis 15.000 in diesem Katalog erfassen. Dafür brauchen wir eine mittel- bis langfristige Strategie mit einem Forschungsnetz in Prioritäts-Regionen und auch die entsprechend kanalisierten Mittel. Also werden wir diese Konservierungs-Einheiten bezuschussen für die Erforschung und den Schutz ihrer Spezies“, versicherte die Ministerin.
Izabella Teixeira bestätigte ebenfalls die Tilgung von 77 Tierarten aus der Liste der bedrohten Spezies – sie werden vom ICMBio im zweiten Semester dieses Jahres veröffentlicht werden. Eine dieser Spezies ist der Buckelwal.
Nach Auskunft der Umweltministerin hat ein Zusammenspiel verschiedener Aktionen diesen Wal von der Roten Liste getilgt, wie “eine langfristige Vision gekoppelt mit einem verstärkten Schutz dieser Tiere, das Verbot ihrer Jagd, zusammen mit einem umfassenden Schutzprogramm durch das “Instituto Baleia Jubarte“ zur Erforschung der Spezies, mit einer Aufzeichnung ihrer Wanderungs-Routen und entsprechenden Schutzmassnahmen auf diesen Routen“.
Die Brasilianische Regierung hat ausserdem eine weltweite Kampagne zur Schaffung eines “Internationalen Schutzgebietes für Wale im Südatlantik“ angekündigt. Dieser Vorschlag wird im September von der “Internationalen Wal-Kommission“ diskutiert werden, dahinter steht die Absicht, eine kommerzielle Jagd auf Wale in dieser Region des Ozeans zu unterbinden, wo immer noch internationale Walfänger diesen Tieren nachstellen.
Ausserdem präsentierte das Ministerium eine Reihe von Massnahmen zum Schutz der gesamten brasilianischen Fauna, wie zum Beispiel die Schaffung einer Spezial-Truppe zur Bekämpfung des illegalen Tierhandels mit bedrohten Arten. Wie Izabella Teixeira erklärt, konzentrieren sich IBAMA, ICMBio, die Polícia Federal und die Polícia Rodoviária bereits auf entsprechende Aktionen permanenten Charakters, die sich besonders mit so bedrohten Arten wie dem Amazonas-Manati, dem Rosa Süsswasserdelfin, dem Jaguar, dem Blauen Ara und dem Drei-Binden-Gürteltier – dem Maskottchen der WM 2014 – befassen.
Angekündigt wurden auch die Schaffung eines “Nationalen Preises der Biodiversifikation“, der jährlich vergeben wird, die “Bolsa Verde“ (Grünes Stipendium) für Kommunen, die in für relevanten Regionen für bedrohte Tierarten leben, die Wiedereinführung des Karibik-Manati (Seekuh) im Meer der Karibik und verschiedene neue Vereinbarungen mit den Ministerien für Fischerei und Aquakultur, Wissenschaft, Technologie und Innovation.