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Fruchtiger Johannisbeergelee mit dem ich, wie mit allen Gelees auf Kriegsfuss stehe, da er sich auf der Stulle selbstständig macht. Als meine Frau sich noch in der Küche betätigte, bastelte sie feine "Buche roulée aux groseilles rouge".
Meertrübeli Gelee kenne ich aus meiner Kindheit und die Sauerei dazu. In Chur hatten wir eine grosse Küche in derer meine Mutter handwerkte und den damaligen Dienstmädchen das Kochen in Kürze, heute würde man Crash Kurs sagen, beibrachte. Als 120% Sekretärin, Buchhalterin und Telefonschwindlerin meines Vaters*, organisierte sie noch den Rest des Haushalts. Dazu kam das jährliche Erstellen von Aprikosenkonfitüren, deren Früchte wir mit Mercedes über Furka-Oberalp im Wallis in "Kistli" abholten.
Das Verarbeiten der Steinfrüchte zu Konfitüre war ein Kinderspiel gegenüber den kleinen Beeren.
Mein Grosali, die "Glettifrau" und die Haushaltsangestellte halfen mit, als die Staudenfrüchte vorbereitet wurden. Zum Auspressen der Früchte wurde ein Hocker umgedreht auf den Tisch gestellt und eine Windel an den Beinen befestigt. Danach wurden die Früchte durch das Tuch gepresst und die rote Brühe tropfte in ein Gefäss, dass sich zwischen den Stuhlbeinen befand. Dann passierte es Tuch löste sich an einem Bein und es machte, flutsch; Hocker, Tisch, Wände und Boden waren rot gefärbt und die Schadensbegrenzung konnte beginnen. Zum Glück war unsere Küche eine Vorzeigeküche fürs Geschäft, alsdann war der Boden und die Wände bis Schulterhöhe, wo die Wandkasten begannen mit Plättli versehen.
*Wenn er den Kopf schüttelte, war er abwesend!
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