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In der heutigen Pressekonferenz gibt Verteidigungsminister Doskozil den Ausstieg aus dem System Eurofighter Typhoon bekannt. In seiner Ministerverantwortung leitet er die Beschaffung eines einzelnen Nachfolgemusters für die veralteten Saab 105 Oe Jettrainer und dem Tranche 1 Typhoon ein. Ab 2020 sollen 18 Stück eines neuen Überschall-Jets zulaufen. Diese Entscheidung fußt auf dem Bericht der Heeres-internen “Sonderkommission Aktive Luftraumüberwachung” vom 30.06.2017. […]
Mit welchen Staaten bereits Kontakt aufgenommen wurde, um die Machbarkeit und Kosten der Empfehlungen der Kommission einzuschätzen, wird nicht verraten. Von Doskozil oder Gruber wurden keine Typen genannt und auch russische Modelle nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Ohne Frage ist ein bereits bei einer Luftwaffe eingeführtes Modell mit nur einem Triebwerk zu favorisieren – der Saab JAS-39 Gripen in der Version C/D, den man eventuell gebraucht von der schwedischen Luftwaffen übernehmen könnte (war in der damaligen Ausschreibung dem Eurofighter technisch deutlich unterlegen).
Kommentar:
Die Oesterreicher haben’s gut: Da gibt es Verteidigungspolitiker, welche selbst solche einschneidenden Entscheide treffen und bereit sind, aus früheren Fehlentscheidungen zu lernen. Interessant ist zudem der Zeitplan, die einfach gehaltenen Anforderungen und die Offenheit gegenüber russischen Modellen. Es wird spannend sein, die Evaluation in Österreich mit dem helvetischen Vorgehen zu vergleichen.