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Bereits von seinem Posten zurückgetreten ist Geschäftsleitungsmitglied Makoto Nakatsuka. Er ist der dritte Top-Manager, der Olympus seit Bekanntwerden des Bilanzskandals verlässt.
Takayama erklärte, eine ausserordentliche Aktionärsversammlung könnte bereits für Ende Februar angesetzt werden. Dies sei der früheste Termin für einen Rücktritt des Managements. Er räumte zugleich ein, dass die finanzielle Lage der Firma angespannt sei und der Verkauf von Geschäftsteilen oder eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen nötig sein könnten.
Verluste mit überhöhten Zahlungen vertuscht
Olympus kündigte ausserdem an, gegen frühere und amtierende Führungskräfte sowie Bilanzprüfer vorzugehen. Ein internes Gremium werde die Verantwortung der betroffenen Manager für die Vertuschung von Verlusten aus Anlagegeschäften überprüfen.
Zuvor hatte eine vom Management berufene unabhängige Ermittlungskommission ihren Bericht vorgelegt, wonach der Konzern Verluste von 134,8 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Franken) verschleiert habe.
Olympus hatte die Verluste aus Anlagegeschäften in den 1990er Jahren dabei mit überhöhten Zahlungen bei Übernahmen vertuscht, anstelle sie in der Bilanz zu verbuchen.
Weitere Hürden
Drahtzieher des Betrugs seien der frühere Vize-Chef Hisashi Mori und der frühere Rechnungsprüfer Hideo Yamada unter Führung der damaligen Chefs Masatoshi Kishimoto und Tsuyoshi Kikukawa gewesen, hiess es in dem Untersuchungsbericht.
Olympus muss in seinem Kampf ums Überleben noch mehrere Hürden nehmen: Zunächst muss das Unternehmen bis kommende Woche die Zahlen für das Ende September abgelaufene Halbjahr vorlegen. Selbst wenn der Konzern die Frist einhalten kann, könnte das Traditionsunternehmen das Kotierung an der Börse in Tokio wegen falscher Veröffentlichungen noch verlieren.
(tno/laf/sda)