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MÜNCHEN (awp international) - Die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone wird sich nach Einschätzung von führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten verlangsamen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im zweiten Quartal um 0,5% wachsen, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des deutschen Ifo Instituts, der französischen Statistikbehörde Insee und des italienischen Forschungsinstituts ISAE. Im dritten Quartal dürfte sich die Rate dann auf 0,3% und im vierten Quartal auf 0,2% abschwächen. Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten blieben damit getrübt.
Zwar habe sich die Stimmung der Unternehmen zuletzt aufgehellt, eine Reihe von Faktoren aber werden den Forschern zufolge die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Halbjahr 2010 belasten: Dazu zählten die auslaufenden Impulse der Fiskalpolitik, die Konsolidierungsmassnahmen, die weiterhin restriktive Kreditvergabe und die gestiegene Finanzmarktunsicherheit als Folge der europäischen Schuldenkrise. Der private Konsum dürfte bis zum Ende des Jahres nur sehr schwach wachsen. Die Konsolidierungsanstrengungen in vielen Mitgliedstaaten und die hohe Arbeitslosigkeit dürften die Stimmung dämpfen und die Sparneigung erhöhen.
Ernste Inflationsgefahren sehen die Forscher nicht. Der zu erwartende Preisanstieg bei den Importgütern dürfte einen moderaten Inflationsdruck erzeugen. Die Inflationsrate dürfte von 1,4% im zweiten Quartal auf 1,7% im dritten Quartal und im vierten Quartal auf 1,6% zulegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält Preisstabilität bei Inflationsraten von knapp unter zwei% für gegeben./jha/bgf
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