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Am Montag wurde dafür in der Millionenstadt Isfahan das Betonfundament für einen Reaktor mit einer Leistung von zehn Megawatt gegossen, wie Atomchef Mohammed Eslami laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna erklärte. Weitere Forschungsreaktoren im Iran befinden sich neben Isfahan in der Industriestadt Arak und nahe der Hauptstadt Teheran.
Erst vor wenigen Tagen hatte Eslami über den Bau von vier Atomkraftwerken im Süden des Landes berichtet. Die Anlagen am Persischen Golf in der Provinz Hormosgan sollen bei Fertigstellung insgesamt 5000 Megawatt Strom erzeugen. Der Iran verfügt derzeit nur über ein einziges Kernkraftwerk in der Hafenstadt Buschehr, das einst auch mit Hilfe deutscher Firmen gebaut wurde. Irans Atomprogramm steht international in der Kritik. Der Westen wirft Teheran vor, nach Nuklearwaffen zu streben. Die Islamische Republik bestreitet dies und beteuert, das Atomprogramm nur zivil zu nutzen.
Teheran hatte sich 2015 mit einem Atomabkommen verpflichtet, die Anreicherung von Uran drastisch einzuschränken und strikte IAEA-Kontrollen zuzulassen. Damit sollte der Bau von Atomwaffen verhindert werden. Im Gegenzug wurden viele Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Seitdem die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump den Pakt im Jahr 2018 aufgekündigt haben, hat Teheran seine Verpflichtungen schrittweise gebrochen und unter anderem die Herstellung von hoch angereichertem Uran vorangetrieben.