Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/154511

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Frage zu beantworten:</p><p>1. Warum steigen die geschlechtsbedingten Lohnunterschiede in der Bundesverwaltung wieder?</p><p>2. Hält dieser Trend an? Warum?</p><p>3. Was gedenkt der Bundesrat dagegen zu unternehmen?</p><p>Gemäss dem neuen Bericht über die Kontrolle der Lohnpraxis hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen und Männern in den kantonalen und kommunalen Verwaltungen, der von der Idheap (Universität Lausanne) für das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann verfasst wurde, liegen die geschlechtsbedingten Lohnunterschiede in der Bundesverwaltung bei 12,3 Prozent. Die prozentuale Lohndifferenz ist somit seit 2004, wo sie bei 9,6 Prozent lag, wieder gestiegen und ist auch grösser als in den kommunalen Verwaltungen mit 6,8 Prozent.</p><p>Quelle: <a href="http://www.google.ch/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CB4QFjAA&amp;url=http://www.ebg.admin.ch/dokumentation/00068/00646/00648/index.html?lang=de&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn93gGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--&amp;ei=h-TyVLyXFMmvUYyHgPAH&amp;usg=AFQjCNF6vPPrgDgu_jCj0Wv5jxqygfALzw&amp;sig2=6pS0oLbuT4o3JTT_klM7sg&amp;bvm=bv.87269000,d.d24">http://www.google.ch/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CB4QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.ebg.admin.ch%2Fdokumentation%2F00068%2F00646%2F00648%2Findex.html%3Flang%3Dde%26download%3DNHzLpZeg7t%2Clnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn93gGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--&amp;ei=h-TyVLyXFMmvUYyHgPAH&amp;usg=AFQjCNF6vPPrgDgu_jCj0Wv5jxqygfALzw&amp;sig2=6pS0oLbuT4o3JTT_klM7sg&amp;bvm=bv.87269000,d.d24</a></p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Aussagen darüber, ob die geschlechtsbedingten Lohnunterschiede in der Bundesverwaltung ansteigen, sind nicht möglich. Tatsächlich beziehen sich die in der Anfrage erwähnten bzw. im angeführten Bericht enthaltenen Zahlen auf den gesamten öffentlichen Sektor auf Bundesebene. Der öffentliche Sektor des Bundes umfasst neben der Bundesverwaltung auch die Bundesbetriebe und ausgelagerten Verwaltungseinheiten. Separate Statistiken für die Bundesverwaltung liegen nicht vor.</p><p>Um aber zu prüfen, ob die Bestimmungen der Bundesverfassung (Art. 8 Abs. 3; SR 101) und des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann (Art. 3; SR 151.1) zur Lohngleichheit in der Bundesverwaltung eingehalten werden, hat die Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartementes am 15. November 2010 die Vereinbarung zum Lohngleichheitsdialog zwischen der Bundesverwaltung und den Personalverbänden des Bundes unterschrieben. Darauf basierend wurde zwischen 2010 und 2013 die Lohngleichheit mittels des Standard-Analysemodells des Bundes (Instrument Logib) überprüft. Die Bilanz war erfreulich: Die für diesen Zeitraum ermittelten Werte lagen innerhalb der im Rahmen des Lohngleichheitsdialoges angewandten Toleranzschwelle von 5 Prozent. Dies bedeutet, dass es in der Bundesverwaltung keine strukturelle geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung gibt und das Lohnsystem fair und transparent ist.</p><p>3. Die Umsetzung des in der Verfassung verankerten Grundsatzes "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" ist ein Fundament der Lohnpolitik des Bundes, und die Bundesverwaltung misst der Lohngleichheit von Frau und Mann entsprechend grosse Bedeutung bei. Es werden deshalb auch weiterhin Massnahmen gegen Lohndiskriminierung in der Bundesverwaltung getroffen, wie z. B. eine weitere Überprüfung der Lohngleichheit und die Sensibilisierung der Führungskräfte und der Personaldienste im Rahmen der Personalstrategie 2015-2019.</p>  Antwort des Bundesrates.