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Die ersten Siedler kamen im Jahr 1638
Tabakbau und Viehzucht waren einst wichtig, bis das Zuckerrohr kam. Die Ausbeutung der Insel, Krankheiten und fehlende Strukturen zwangen die Niederländer, die Insel aufzugeben – so gewannen die Piraten die Oberhand. Bereits Anfang der 20iger Jahre des 18. Jahrhunderts übernahmen dann die Franzosen, bevor Mitte 1745 die Briten sich in einen heftigen Seekrieg um die Insel bemühten. Die Franzosen gewannen und nannten die Insel „Ile de France“. Während der zahlreichen Seeschlachten wurde der Hafen Port Louis zum Welthafen, ähnlich wie Kalkutta oder Bombay.
Da Mauritius den Handelsschiffen als Stützpunkt zur Verfügung stand, wurde der Umschlag erheblich. Viele Arbeiter und Familien ließen sich nieder – Schulen wurden gebaut, Gesetze erlassen, bis 1810 als die Franzosen endgültig verloren und die Briten das Zepter übernahmen. Krankheiten, Zyklone, Seuchen, Ausbeutung der Natur – Mauritius litt stark unter diesem hin und her. Erst 1968 wurde Mauritius unabhängiger Mitgliedstaat im britischen Commonwealth of Nation. 1992 erhält die Insel Republik-Status. Heute gilt Mauritius als das am besten regierte der so genannten Entwicklungsländer. Eine stabile politische und soziale Lage, dazu Investoren aus dem Ausland, haben das Land vorangetrieben.
Mauritius heute
Die lebendige tolerante Demokratie, das Miteinander und das Pflegen der Traditionen machen Mauritius so einzigartig. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen leben gemeinschaftlich zusammen, sie haben in wenigen Jahrzehnten eine Gleichberechtigung erschaffen, die vor 100 Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Hindus, Muslime, Christen und Buddhisten leben friedlich nebeneinander, kommunizieren in der Volkssprache kreolisch miteinander, auch wenn die Amtssprachen Englisch und Französisch sind. Grundschulen, weiterführende Schulen, privatorganisierte Kindergärten und die Möglichkeit des Studiums – Mauritius achtet auf Bildung und damit eine gut organisierte Zukunft.