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Adler,
Friedrich, Architekt, geb. zu Berlin, erhielt seine erste Ausbildung auf der dortigen Kunstakademie, besuchte auch die Ateliers der Maler Ferd. Weiß und Grieben sowie von 1846 bis 1849 die Universität und begann 1848 auf der Bauakademie seine Studien unter Strack, die er dann durch Reisen in Holland, Belgien, Frankreich, Italien, später auch in Griechenland und Kleinasien vervollständigte. Nachdem er als praktischer Baumeister in Berlin thätig gewesen war, wurde er Professor an der Bauakademie und später Mitglied des Direktoriums für die Ausgrabungen in Olympia.
Seine monumentalen Bauwerke zeigen das Streben nach einer Durchdringung der klassischen Bauformen mit den Stilen und dem Struktursystem des Mittelalters, z. B. eine Verbindung der antiken Elemente mit dem Rundbogenstil in der Thomaskirche zu Berlin (1865-69). Eine andre in Berlin von ihm erbaute Kirche ist die kleine gotische Christuskirche; ebenso außerhalb Berlins: die Pfarrkirche zu Heppens an der Jade, die Elisabethkirche in Wilhelmshaven (1869-72), die St. Paulskirche in Bromberg (1872-76), mehrere kleine Pfarrkirchen, viele Privathäuser in Berlin von sehr edler Fassadenbildung und die Siegesdenkmäler zu Gelnhausen und Marienburg. Er brachte zahlreiche Aufsätze in Erbkams «Zeitschrift für Bauwesen» und im «Wochenblatt des Architekten-Vereins», mehrere Monographien und als sein Hauptwerk in zwei Bänden «Mittelalterliche Backsteinbauwerke des preußischen Staats» (Berl. 1859).