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In Wirtschaft und Finanzen bezeichnet man als Nennbetrag (bzw. Nenn- oder Nominalwert) eines Gutes, eines Finanzinstruments oder einer Währung der theoretische Wert des selben Gutes, Finanzinstruments oder Währung, im Gegensatz zu dem realen Wert (oder Marktwert), der den Einfluss des Angebots und der Nachfrage nach einem Gut berücksichtigt.
Die Nominalwerte werden in der Wirtschaft weitgehend verwendet. Diese Werte sind Ausdruck von monetären Bedingungen für einen bestimmten Zeitraum, die die Änderungen der Inflationsrate nicht berücksichtigen. Im Ökonomiebereich erlauben diese Werte Vergleiche bezüglich tatsächlicher Preis- oder Wachstumsänderungen.
Der Nennwert eines handelbaren Wertpapiers ist der Betrag, der auf dem Wertpapierzertifikat gedruckt wird (im Gegensatz zum Preis des Wertpapiers oder Marktwert, der durch Angebot und Nachfrage des Wertpapiers an der Börse bestimmt wird).
Wenn sich die Nominalwerte auf Beträge beziehen, die monetär bezahlt oder gesammelt werden, führt die Korrektur der durch die Inflation verursachten Effekte auf diese Beträge zur Bestimmung des realen oder des nominalen Kaufkraftswertes. Beispiele für in Geld ausgedrückte Werte, die neben einem realen auch einem Nennbetrag darstellen, können die Löhne, die Zinssätze, die Wechselkurse sowie das Bruttoinlandsprodukt sein.
Bei einem Finanzinstrument hingegen ist der Nominalwert derjenige, der bei der Platzierung durch den Emittenten zugewiesen wird. Bei den Aktien ist der Nennbetrag der Wert des Anteils des Grundkapitals, der von jeder einzelnen Aktie repräsentiert wird, während die Preise oder die realen Werte der Aktie sehr unterschiedlich sein können. Die Aktien haben daher auch einen Nennwert, der normalerweise vom Marktwert abweicht. Hinzu kommen Wertpapiere, die Risikokapital darstellen, bei denen die Angabe ihres Nennwerts entzogen ist.