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Sir Ian McKellen feiert seinen 80. Geburtstag
Das Schauspiel und der LGBT-Aktivismus sind beim Briten eine Herzensangelegenheit. Seit der Jahrtausendwende ist er weltberühmt.
«You shall not pass!» – dieser Satz ist Kult, seit ihn Gandalf in «Lord of the Rings» im Kampf gegen den schrecklichen Balrog herausgeschrien hat. Mit der Rolle des alternden Zauberers spielte sich Ian McKellen in die Herzen der Zuschauer und Tolkien-Fans. 2004 war das.
Der Schauspieler hatte natürlich auch vorher schon gearbeitet – und zwar seit knapp 40 Jahren. Wie manch britischer Schauspieler begann auch McKellen seine Karriere beim Theater. Als Mitglied bei der «Royal Shakespeare Company» stand er zunächst bei «MacBeth» und «Hamlet» auf der Bühne. Jene Stücke wurden später auch verfilmt – mit von der Partie war wiederum: Ian McKellen.
Ein Idol in Fiktion und Realität
Wegen seiner herausragenden Charakterdarstellungen in den Shakespeare-Werken und diversen Filmen ernannte ihn das britische Königreich 1979 zum Commander. 1981 erhielt McKellen den Award für den besten Theaterschauspieler, und 1991 folgte dann der Ritterschlag durch Königin Elizabeth II. Insgesamt darf der Altmeister heute über 40 Filmpreise sein Eigen nennen.
Jahre vor dem Ritterschlag hatte der Schauspieler das öffentliche Coming-Out gewagt – in einer Fernsehshow 1988 bekannte er sich zu seiner Homosexualität, und bereits ein Jahr später gründete er die immer noch bestehende «Stonewall»-Gruppe. Dies war mit ausschlaggebend für die höchste Auszeichnung Grossbritanniens und den damit einhergehenden Namenszusatz Sir Ian McKellen.
Die Gruppe «Stonewall» hat seit der Gründung mehrere Meilensteine für die Schwulen-Community gesetzt. Verschiedene erfolgreiche Gesetzesvorhaben – wie etwa die Anerkennung von Anti-Gay-Hassverbrechen und die Einführung der eingetragenen Partnerschaft – werden gegenwärtig durch Lobbyarbeit unterstützt und begleitet.
Der Durchbruch im Leinwandkino
Neben Theaterrollen und politischem Engagement fand McKellen eben auch seinen Weg zum Film. Im Jahr 2000 besetzte Regisseur Bryan Singer die Rolle des Magneto im «X-Men»-Franchise mit ihm. Als Gegenspieler seines engen Freundes Patrick Stewart (Professor X) erklomm McKellen den Kino-Olymp. Fans und Kritiker lobten unisono die beiden Darsteller mit nahezu perfekter Wertung. Bis einschliesslich 2014 ist McKellen dem Meister der Telekinese treu geblieben.
Zu Beginn der 2000er Jahre hatte auch Regisseur Peter Jackson an die Tür McKellens geklopft und ihm Lesestoff gebracht – namentlich das Drehbuch zu Tolkiens «Lord of the Rings». Eine Trilogie, die bis heute ihresgleichen sucht, war bereit für den Drehstart. Ian McKellen selbst meisselte sich damals in die Annalen der Filmgeschichte. Als Zauberer Gandalf vermochte er über drei Filme lang ein Sympathieträger und Retter in der Not zu sein. Es gibt diesen ulkigen Video-Clip in einem Making-of, in dem sich McKellen ein Nickerchen gönnt – dies in voller Gandalf-Montur.
Die Trilogie um den Kampf Mittelerdes gegen die Dunkelheit sollte schliesslich mit 17 Oscars bei 30 Nominierungen bedacht werden. Die Filmreihe ist mit einem Gewinn von über 2,9 Milliarden Dollar überhaupt die kommerziell erfolgreichste bis anhin. Dass McKellen daran seinen Anteil hat, daran kann kein Zweifel bestehen.
Dass Sir Ian McKellen auch einen vorzüglichen Sinn für Humor besitzt, beweist er im Musikvideo mit dem britischen Sänger George Ezra. Er stiehlt ihm mühelos die Show.Zurück zur Startseite