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Eric G. Sarasin selber, letzter Erbe eines grossen Basler Bankiernamens, schreibt in der „Basler Zeitung“, bei Basel handle es sich um einen untergehenden Finanzplatz. Die Nichtbasler Privatbanken, welche sich in Hoffnung auf Geld aus dem Basler Daig angesiedelt hätten, seien alle defizitär.
Wirklich schade, denn Alfred Sarasin war mehr als ein grosser Privatbankier, sondern auch Unternehmer und Staatsmann, dessen Reden bejubelt wurden. „Barfuss-Bankier“ Robert Jeker, der so genannt wurde, weil er aus dem sozialen Nichts kam, war ein liebenswürdiger und gescheiter Mensch, dem man gerne folgte.
Basel am Ende und Genf nicht weit davon entfernt, das sind Realitäten. Wie ich mich bei einem Besuch in Lugano vergewissern konnte, ist dort auch nicht mehr viel von grossen Banken zu sehen. Der Verkauf der BSI an die griechische EFG wird dort allseits bedauert. Ob der schöne BSI-Sportclub in Lugano-Cadro diesen Merger überlebt, wird sich zeigen. Bekanntlich entstand auf dem Zürcher Edelsportgelände der Credit Suisse dann der Hauptsitz der FIFA.
Der Finanzplatz Schweiz stirbt zügig ab. Die Banken in ihrem ungenügenden Selbstverteidigungs-Modus bauen auch in Zürich laufend Personal ab oder siedeln zentrale Funktion nach Polen oder Indien aus. Im Tessin zahlen die Unternehmer des „Textil Valley“ schon mehr Steuern als die Tessiner Banken und die Basler Pharmakonzerne verwalten mehr flüssige Mittel als die Basler Banken.
Pierin Vincenz war der letzte grosse Sprecher des Finanzplatzes Schweiz. Niemand sonst scheint die Bildung und den Willen zu haben, mannhaft für ihn einzutreten. Herbert J. Scheidt, einst Deutscher, jetzt Schweizer, wurde zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung gewählt. Ein gebürtiger Schweizer kam nicht mehr infrage.