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Basel, 1. Hälfte 18. Jh.
Hans Georg Lindenmeyer
Schliesse Augsburg
22 Karat Gold, Schliesse emailliert
H. 4,5, B. 5 cm
Inv. 1950.90.
Die Kette stammt aus dem Nachlass des Basler Kunsthistorikers, Konservators der Öffentlichen Kunstsammlung und Stadthistorikers Daniel Burckhardt-Werthemann (1863-1949). Sie ist eine besonders kostbare Variante der volkstümlicheren, "Bätti" genannten Hochzeitsketten. Die damaligen Verordnungen der streng reformierten Stadt verboten das Tragen schweren Goldgeschmeides. Die Kette überschreitet mit ihrem Gewicht von 239,5 g das vorgeschriebene um ca. 37,5 g, dies ist jedoch nicht augenfällig, weil die Kette zwar voluminös, aber nicht kompakt ist: Das achtfache Collier besteht aus 387 Gliedern mit Rosetten, Blüten und mit Glück und Reichtum verheissenden und von Jakobsmuscheln umfangenen Granatäpfeln. Die ovale Schliesse ist eine Augsburger Arbeit und zeigt die unter einem Baldachin thronende Athene, umgeben von Füllhörnern, Vögeln und Blumen. Ein Blumenkranz mit Vergissmeinnicht, dem Symbol der Treue, umfasst das Medaillon. Die weitere Vorschrift, dass das "Schlösslein mit keinerlei Edelstein garniert" sein dürfe, wurde mit der bunten Emaillierung umgangen.