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Ammoniakemissionen bedeuten für die Landwirtschaft einen Verlust an Stickstoffdüngern. Sie belasten ausserdem die Umwelt. Ein Teil der Verluste findet während der Lagerung von Gülle statt. Um diese zu verringern, wird bei neuen Güllebehältern eine künstliche Abdeckung gefordert. Als künstliche Abdeckungen haben sich vor allem Zeltdächer und Schwimmfolien durchgesetzt. Je dichter die Abdeckung, desto wirksamer reduziert sie Emissionen. Andererseits darf sich unter der Abdeckung kein explosives Gas-Luft-Gemisch bilden. Das ist der Fall, wenn die Methankonzentration zwischen 4,4 und 16,5 Volumenprozent (Vol.-%) liegt. Ein minimaler Luftwechsel muss deshalb verhindern, dass diese Konzentration erreicht wird. Wie gross die minimale Lüftungsrate sein muss, hängt von der maximalen Methan-Emissionsrate ab. Diese wird von mehreren Faktoren wie Güllebeschaffenheit, Gülletemperatur, Temperatur unter dem Zeltdach und Stärke allfälliger natürlichen Schwimmschichten beeinflusst. Wie sich diese Faktoren unter Praxisbedingungen auf die Gasfreisetzung auswirken, war bisher unbekannt. Aus diesem Grunde wurden an der ART Emissionsmessungen an einem Güllesilo mit Zeltdach bei verschiedenen Aussenbedingungen und Lüftungsraten durchgeführt. Gemessen wurde sowohl die Methankonzentration als auch die Ammoniak- und Kohlenstoffdioxidkonzentration im Abluftstrom. Aus den Messergebnissen liess sich die minimale Lüftungsrate ableiten. Hieraus kann der erforderliche Querschnitt der Lüftungsöffnungen für beliebige Güllebehälter mit Zeltdach im Hinblick auf einen sicheren Betrieb errechnet werden.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.