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Malta verweigert Landung von 90 geretteten Migranten
Malta weigert sich, 90 Migranten aufzunehmen, die in der Nacht auf Dienstag von einem Schiff der italienischen Küstenwache in maltesischen Gewässern gerettet worden sind. Malta hatte das Schiff gebeten, die Verantwortung für die Rettungsaktion zu übernehmen.
Dies berichtete die italienische Küstenwache in einer Presseaussendung am Dienstag. Da Lampedusa der nächste sichere Hafen sei, rief Malta die italienische Küstenwache auf, die Migranten auf die süditalienische Insel zu bringen. Sie warte von Rom aus Anweisungen über die Landung der Migranten.
Das Rettungsschiff "Ocean Viking", das in der Nacht auf Sonntag 82 Migranten zum Hafen der Insel Lampedusa gebracht hatte, rettete am Dienstag weitere Menschen in libyschen Gewässern. Die 48 Migranten befanden sich an Bord eines seeuntauglichen Holzbootes, 53 Seemeilen vor der Küste Libyens, entfernt, berichtete die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF), die die "Ocean Viking" betreibt.
An Bord genommen wurden Frauen, Kinder und auch ein Neugeborenes. Das Schiff ist nun auf der Suche nach einem weiteren in Seenot geratenen Boot, teilte die Hilfsorganisation mit. Noch unklar ist, wohin die Migranten gebracht werden sollen.