Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/229357

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, damit die Luftverschmutzung, die auf die rund 500 000 Einzelraum-Holzfeuerungen in der Schweiz zurückgeht, besser quantitativ erfasst werden kann. Der Bericht soll zudem eine Übersicht über mögliche Lösungen und Massnahmen zur Verminderung dieser Verschmutzung bieten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Emissionen aus Holzfeuerungen wurden soeben für das Luftschadstoff- und Klimagasemissionsinventar der Schweiz neu berechnet und sind daher auf dem aktuellsten Stand. Basierend auf einer grossen Anzahl an Messdaten, neusten Literaturstudien und Angaben der Holzenergiestatistik des Bundesamtes für Energie (BFE) wurde das zugrundeliegende Emissionsmodell vollständig überarbeitet. Dabei wurden auch die bei kleinen Feuerungen wichtigen Betriebseinflüsse berücksichtigt. Gemäss den neuen Berechnungen beträgt der Anteil der Holzfeuerungen an den PM2.5-Emissionen ca. 25 Prozent. In den 90er Jahren waren es noch 35 Prozent. Knapp die Hälfte davon stammt aus Einzelraumfeuerungen. Zwischen 2005 und 2019 sind die Anzahl der betriebenen Anlagen um 20 Prozent, der Brennstoffverbrauch um 10 Prozent und die Feinstaubemissionen (PM2.5) um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Die Emissionsreduktion ist dem fortlaufenden Ersatz von alten durch neue Feuerungen mit verbesserter Technologie und den Anforderungen der Luftreinhalte-Verordnung (LRV, SR 814.318.142.1) zu verdanken.</p><p>Im Jahr 2018 hat der Bundesrat strengere Regelungen zur Emissionsbegrenzung bei Holzfeuerungen in der LRV verabschiedet. Für Einzelraumfeuerungen gilt neu ein Feinstaubgrenzwert und eine Kontrollpflicht. Bei Holzzentralheizungen werden periodische Schadstoffmessungen durchgeführt. Die Regelungen lassen einen wirkungsvollen Vollzug zu und sind im internationalen Vergleich sehr fortschrittlich. Die Kantone sind daran, den Vollzug dieser Vorschriften zu etablieren.</p><p>Zusätzlich gelten für das Inverkehrbringen von neuen, serienmässig hergestellten Feuerungen die Emissionsgrenzwerte der entsprechenden europäischen Normen.</p><p>Aufgrund der laufenden Arbeiten und der bereits vorhandenen Datengrundlagen bringt ein zusätzlicher Bericht nach Ansicht des Bundesrates zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.