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Peter Jacques (1935), Klavier und letzter Orchesterleiter
Peter Jacques stiess 1972 als zweiter Kapellmeister zum Radio-Orchester. Zuvor tourte Jacques mit den Kessler Zwillingen durch Japan, bereiste mit Michael Pfleghar Brasilien und hatte eine Liason mit einer schwedischen Jazzsängerin, die ihn in die Spalten der britischen Yellow-Press katapultierte. Peter Jacques schuf eine Vielzahl von Musik für Filme und bestritt nach seinem Weggang bei der DRS Big Band die Moderation der Sendung "Jazz-in" für das Schweizer Fernsehen.
Jacques lebt in der Nähe von Zürich. Sein Schaffensdrang ist ungebrochen
Victor Burghardt (1937), Saxophon
Aufgewachsen als Sohn eines Geigers, strebte Burghardt ebenfalls eine Laufbahn als Musiker an. In den Wirren des Ungarnaufstandes von 1956 gelang Victor Burghardt die Flucht in die Schweiz. Im Nachgang tingelt er durch die aufkeimende Schweizer Jazz-Szene. 1964 wird er vom Schweizer Radio verpflichtet. Während seiner 20 Jahre als Musiker beim Schweizer Rundfunkorchester legt er sich immer mal wieder mit den Autoritäten an. Er galt als unbequem, was vermutlich den Rauswurf 1984 zur Folge hatte. Mit seinem eigenen Orchester erspielte er sich eine Vielzahl von Engagements und eine Goldene Schallplatte.
Burghardt lebt in Zürich und Italien. Er komponiert zum Spass.
Curt Treier (1944), Schlagzeug
Ausgebildet zum Elektriker verfolgt Treier beharrlich das Ziel des Profimusikers. Eine grosse Freundschaft verbindet ihn mit Peter Jacques, der ihn 1973 als Schlagzeuger der DRS Big Band engagiert. Curt Treier versteht sich als Teamplayer und Unterhaltungsdienstleister. Der musikalischen Selbstverwirklichung vieler Musiker hält er das Argument des Applaus' als Brot des Musikers entgegen. In der Schlussphase des Orchesters hat sich Treier stark für den Erhalt der Formation engagiert. Nach dem Aus für die DRS Big Band war er bis zur Pensionierung als Musikredakteur für das Schweizer Radio tätig.
Curt Treier lebt in der Nähe von Zürich. Er spielt in mehreren Formationen und tourt rund um den Erdball.
Gerdt Richter (1929), Trompete
Gerdt Richter agierte als "Mutter" des Orchesters. Der engagierte Gewerkschafter und Orchesterwart hatte stets ein offenes Ohr für die vielgestaltigen Belange der Musiker. Als talentiertes Kind besucht Richter ein Musikinternat in Deutschland und wird dort zum Violinisten ausgebildet. Während des Krieges erlebt er betrunkene russische Offiziere, die im Offizierskasino auf den Pianisten schiessen und ihm als Halbwüchsigen Lebensmittel zustecken. In der Nachkriegszeit spielt Richter unter anderem für das Jochen Brauer Sextett, eine damals angesagte Tanzformation. So landet er schliesslich Mitte der 1960er Jahre im Rundfunkorchester des Landessenders. Gerdt Richter war Zeit seines Lebens als Musiker tätig und ist mit allen Wassern des Showbiz gewaschen.
Richter lebt in der Nähe von Baden. Er studiert philosophische Schriften.
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