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Sieg der EPFL am internationalen Physikerturnier
Im April gewann das Studententeam der EPFL die Ausgabe 2018 des International Physics Tournament (IPT) in Moskau. Im Finale schlugen sie die Teams aus Frankreich und Brasilien.
Am zehnten Internationalen Physics Tournament (IPT) kämpften 15 Teams aus der ganzen Welt eine Woche lang am Institut für Physik und Technologie in Moskau gegeneinander.
Im Finale setzten sich schliesslich die Studierenden des EPFL-Teams durch. Sie waren im Dezember 2017 an einem nationalen Wettbewerb auf dem Campus ausgewählt worden, um die Schweiz zu vertreten. Bereits 2013 hatte die Schweiz den Wettkampf für sich entscheiden können.
Das Ergebnis war denkbar knapp, denn mit 47,2 Punkten schlug die Schweiz die Ecole Polytechnique de Paris aus Frankreich, die 46,4 Punkte erreichte. Auf dem dritten Platz folgte die Universität St. André aus Brasilien mit 39,8 Punkten.
«Nach einer intensiven Arbeitswoche kehrten die sechs Mitglieder des Schweizer Teams und ihre drei Begleitpersonen erschöpft, aber glücklich nach Hause zurück. Sie fanden die Erfahrung lehrreich.»
In der Haut der Gegner und der Juroren
Jedes Team hatte vor dem Wettkampf mehrere Monate Zeit, um eine Reihe physikalischer Probleme zu lösen. 2018 lauteten einige der Fragen: Wie lässt sich die Temperatur einer Flüssigkeit anhand des Geräuschs beim Ausgiessen bestimmen? Wie ist die statistische Verteilung der Funken einer Schleifscheibe? Wie kann man einen Lautsprecher ohne einen einzigen beweglichen Teil herstellen? An der EPFL ist im dritten Jahr des Bachelor-Studiums Zeit für die Vorbereitung auf das Turnier vorgesehen.
Während des Wettkampfs müssen die Teams Lösungen für die Probleme finden und sie mit den Lösungen ihrer Gegner vergleichen.
Die Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird von einer internationalen Jury aus professionellen Physikern anhand ihrer Antworten und ihrer Kritik an den Alternativlösungen ihrer Konkurrenten bewertet.
Unerwarteter Sieg
«Am Anfang des Wettbewerbs lief uns die Zeit davon, sodass wir nur 7 von 17 Problemstellungen präsentieren konnten, aber wir hielten durch und gewannen», sagt Teamchef Alberto Rolandi. Nach einer intensiven Arbeitswoche kehrten die sechs Mitglieder des Schweizer Teams und ihre drei Begleitpersonen erschöpft, aber glücklich nach Hause zurück. Sie fanden die Erfahrung lehrreich.
Sie hat ihnen insbesondere gezeigt, dass die Qualität der Forschungsarbeit von den Gegnern und den Juroren nicht erkannt wird, wenn die Präsentation nicht von hoher Qualität ist. «Das Team aus der Ukraine hat zum Beispiel eine qualitativ deutlich bessere Arbeit abgeliefert als die anderen Teilnehmer, aber ihre Präsentationen wiesen nicht das vom Wettbewerb geforderte Niveau auf», betont der Bachelor-Student im dritten Jahr. «Dasselbe gilt auch für die Veröffentlichungen!»