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Weil die Kosten zu hoch sind, will die New York City Opera aus dem Lincoln Center in Manhattan ausziehen. Die Oper suche gerade nach geeigneten Spielstätten in der Stadt, bestätigte das Management am Montag.
Schon in der nächsten Saison solle nicht mehr im wohl berühmtesten Kunstkomplex der USA gespielt werden. Das neue Haus müsse nicht in Manhattan sein, auch Brooklyn oder die anderen drei Stadtteile kämen grundsätzlich infrage.
Die New York City Opera (NYCO) ist nicht mit der Metropolitan Opera zu verwechseln, die im gleichen Komplex untergebracht ist. Die 1943 gegründete NYCO verstand sich immer als Gegenveranstaltung zur edlen "Met" und versuchte, moderner, frischer und nicht zuletzt billiger zu sein.
Beide Opern sind Nachbarn im vor 50 Jahren errichteten Lincoln Center an der New Yorker West Side, das die früher berüchtigte Gegend in eine der gefragtesten Wohngegenden New Yorks verwandelt hat.
Das Lincoln Center ist ebenso Heim des Balletts der Stadt und der Philharmoniker, die dafür ihre bisherige Spielstätte, die Carnegie Hall, aufgegeben hatten. Die Oper war erst in den vergangenen Jahren für mehr als 100 Millionen Dollar saniert worden.
Das Lincoln Center sei eine fantastische Spielstätte, aber ein Umzug könne jährlich 4,5 Millionen Dollar sparen, hiess es von der Oper. Für die meisten Aufführungen genüge ein Theater für 800 oder 900 Sitze - das jetzige David-H.-Koch-Theater hat 2600.
Nach Angaben der "New York Times" hat die New York City Opera ein jährliches Minus von fünf Millionen Dollar. Deshalb war immer wieder über einen Umzug in eine billigere Bleibe diskutiert worden.