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Prof. Meier-Abt leitete von 1984 bis 2005 die Abteilung für Klinische Pharmakologie und Toxikologie des UniversitätsSpitals Zürich und war ordentlicher Professor für Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Zürich. Er identifizierte und klonierte zusammen mit seinen Mitarbeitern in Zürich eine Reihe von Proteinen, die Gallensäure, Arzneimittel und andere kleine Moleküle zwischen Leberzellen und Galle transportieren.
Dadurch lieferte er die Voraussetzung für die Aufklärung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen, bei denen der Transport von Gallensäuren und anderen Lipiden aus dem Organismus in die Leber und schliesslich in die Galle gestört sind. Ausserdem konnte seine Arbeitsgruppe zeigen, dass diese Transportsysteme in vielen Bereichen des Körpers, wie zum Beispiel in der Blut-Hirnschranke, vorkommen und dort eine wichtige Rolle im Arzneimitteltransport spielen.
Diese Arbeiten wurden auch von grosser Bedeutung für das Verständnis von Arzneimittel-Interaktionen und -Nebenwirkungen. Prof. Meier-Abt und seine Mitarbeiter führten wichtige klinische Studien durch, in denen sie neue Arzneimittel-Interaktionen entdeckten. Interessanterweise waren darunter auch Interaktionen von Arzneimitteln mit bestimmten Lebensmitteln (z.B. Grapefruitsaft) und pflanzlichen Arzneimitteln (z. B. Johanniskraut), die zu Unter- oder Überdosierungen von Medikamenten und damit auch Mangel- bzw. Nebenwirkungen führen können.
Neben seiner wissenschaftlichen und klinischen Arbeit machte sich Prof. Meier-Abt auch sehr um den Forschungsstandort Zürich und Schweiz verdient. Am UniversitätsSpital Zürich baute er das Zentrum für Klinische Forschung auf. Er wirkte in der Krebsliga Zürich mit und leitete von 1989 bis 2003 das Schweizer Toxikologische Informationszentrum. Von 2000 bis 2002 war er Vizepräsident und von 2003 bis 2004 Präsident der Abteilung Biologie und Medizin des Schweizerischen Nationalfonds. Seit April 2005 koordiniert Prof. Meier-Abt als Vizepräsident die Forschung an der Universität Basel.
Der mit 15'000 Franken dotierte Preis wird alle drei Jahre von der Hartmann Müller Stiftung an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich verliehen. Die Preisübergabe erfolgt im Anschluss an die Hartmann Müller-Gedächtnisvorlesung, in der Prof. Meier-Abt Höhepunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Implikationen für die klinische Medizin darstellt und Chancen und Risiken der klinischen Forschung in Zürich und der Schweiz diskutiert. Die Vorlesung findet am 24. Juni 2005 um 18:15 Uhr in der Aula der Universität Zürich statt.