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Welche Nebenwirkungen hat eine FSME-Impfung?
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Die in der Schweiz am weitesten verbreitete Zeckenart ist der Gemeine Holzbock Ixodes ricinus. Auch die Auwaldzecke Dermacentor reticulatus ist bei uns anzutreffen, sticht jedoch nur selten Menschen. In diesem Artikel lernen Sie das 1×1 des Gemeinen Holzbocks kennen. Informationen zu weiteren Zeckenarten finden Sie im Artikel Zeckenarten.
Der Gemeine Holzbock – im Folgenden Zecke genannt – stammt aus der Familie der Spinnentiere, mit der Unterart Milben. Aufgrund ihrer Artenzugehörigkeit ist es naheliegend, dass auch die Zecke acht Beine hat. Sie ist ausgewachsen zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter gross. Ihre Farbe ist in der Regel dunkelbraun. Als Larve oder Nymphe kann eine Zecke auch eine weisse oder hellbraune Färbung aufweisen. Da sie sich vom Blut ihres Wirts ernähren, sind Zecken sogenannte Parasiten. Die Zecke lebt in gemässigten Klimata, sie ist aber äusserst anpassungsfähig bezüglich Höhe und Feuchtigkeit. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Waldränder, Waldlichtungen, Waldwege und Hecken von Laub- und Mischwäldern mit üppigen Gräsern, Sträuchern und Büschen sowie hohes Gras- und Buschland. Zecken können aber auch in Gärten oder Stadtpärken heimisch sein. Üblicherweise findet man Zecken bis zu 2’000 Meter über Meer in Bodennähe. Vom Unterholz können sie bis zur menschlichen Knie- oder Hüfthöhe klettern. Daher sind sie viel eher auf Büschen oder Gräsern anzutreffen als auf Bäumen. Während den warmen Jahreszeiten sind Zecken aktiv; bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius, fällt die Zecke aber in eine Art Winterstarre und ist inaktiv.
Das Zeckenleben beginnt als Larve. Die Körper der Larven messen lediglich bis zu 0,5 Millimeter, haben eine gelbliche Farbe und im Gegensatz zu den folgenden Entwicklungsstadien nur sechs Beine. Nachdem die Zecke zum ersten Mal Blut zu sich genommen hat, wächst das vierte Beinpaar und sie erreicht das Nymphen-Stadium. Nymphen erreichen eine Grösse von 1 bis 2 Millimetern und haben einen weissen bis durchsichtigen Körper. Nach einer weiteren Blutmahlzeit ist die Zecke ausgewachsen und damit paarungsbereit. Im Gegensatz zu männlichen Zecken müssen Weibchen nach der Paarung noch eine weitere Blutmahlzeit zu sich nehmen, um die Eier ablegen zu können. Die Männchen sterben nach der Paarung, die Weibchen nach der Eiablage. Die Blutsauger überleben in freier Wildbahn durchschnittlich 3 bis 6 Jahre. Eine Zeckenart, die Lederzecke, kann unter Laborbedingungen nach einer Blutmahlzeit sogar bis zu 10 Jahre ohne Nahrung auskommen.
Wirte wie Hunde, Vögel, Rehe oder auch Menschen sticht die Zecke, um während mehrerer Tage Blut zu saugen. Mit ihrer Kieferklaue ritzt die Zecke eine Wunde in die Haut des Wirts. Anschliessend verankert sie den mit Widerhaken ausgestatteten Saugrüssel Hypostom in der Wunde. Der Stich ist schmerzlos dank eines betäubenden Sekrets, das beim Stich abgesondert wird. Ebenfalls durch Stoffe, die im Speichel der Zecke enthalten sind, wird die Blutgerinnung und die Entzündung der Einstichstelle verhindert. Das Blutsaugen dient der Entwicklung des Parasiten: in jedem Stadium, das heisst als Larve, als Nymphe und als ausgewachsene Zecke, müssen die Tiere jeweils einmal Blut saugen. Ist die Zecke vollgesogen, kann sie das bis zu 200-fache ihres Körpergewichts erreichen. Zusammen mit dem eigenen Sekret gibt die Zecke einen Teil des Bluts wieder in die Wunde ab. – Dadurch können Krankheitserreger in den Wirt gelangen. Ebenfalls können Erreger wie FSME-Viren sofort nach dem Stich durch das Sekret oder den Speichel übertragen werden. Nach der Blutmahlzeit fällt die vollgesogene Zecke vom Wirt ab.
Zecken können für Menschen durchaus gefährlich sein, da sie Träger von verschiedenen Krankheitserregern sein können. Rund 5 bis 30 Prozent (stellenweise bis zu 50 Prozent) aller Zecken in der Schweiz sind Träger des Bakteriums Borrelia burgdorferi, das die Lyme-Borreliose verursachen kann. Die Erreger können bei einem Zeckenstich nach mehreren Stunden auf den Wirt übertragen werden. Jährlich erkranken in der Schweiz laut Schätzungen etwa 10’000 Personen an Borreliose. Wenn Borreliose aber rechtzeitig entdeckt wird, kann sie durch Antibiotika in der Regel vollständig geheilt werden.
Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, kann durch Zecken übertragen werden. Rund 0,5 Prozent der Zecken in den Risikogebieten tragen Erreger der Zeckenenzephalitis in sich, wie die FSME auch genannt wird. Jedes Jahr werden rund 100 bis 250 FSME-Fälle registriert. In den letzten Jahren Tendenz steigend. In allen Regionen der Schweiz können Zecken vorkommen: Während das Borreliose-Risiko in allen Regionen besteht, werden einzig die Kantone Genf und Tessin nicht zum FSME-Risikogebiet gezählt.