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Schweiz übernimmt Vorsitz der Organisation europäischer Steuerverwaltungen
Dass die Generalversammlung der Intra-European Organisation of Tax Administrations (IOTA) in Oslo ausgerechnet der in Steuerfragen so oft geschmähten Schweiz die Präsidentschaft für das Amtsjahr 2012/2013 übertragen hat, ist überraschend aber umso erfreulicher. Gleichwohl dürfte der Druck auf die Schweiz wohl kaum nachlassen.
Ausgeübt wird diese Funktion von Samuel Tanner, dem Direktor a.i. der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), der bereits mehrere Jahre die Schweiz im Vorstand der Organisation vertritt und ab sofort den Vorstand bis zur nächsten Generalversammlung leiten wird.
Die ESTV ist seit 2006 Mitglied der IOTA und seit Sommer 2010 eines von insgesamt neun Vorstandsmitgliedern. Zuvor war die Schweiz bereits von 2006 bis 2009 im Vorstand. Dieser entscheidet hauptsächlich über die strategische Ausrichtung der Organisation sowie die Arbeits- und Ausbildungsprogramme.
Die IOTA mit Sitz in Budapest wurde im Oktober 1996 gegründet. Aktuell besteht sie aus 46 Mitgliedern, darunter die nationalen Steuerbehörden aller Länder der Europäischen Union (EU). Die IOTA bezweckt, den Steuerverwaltungen in Europa ein Diskussionsforum für steuertechnische Fragen anzubieten.
Im Fokus stehen die Verbesserung und Förderung der technischen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie die Ausarbeitung und die Anwendung von so genannten „best practices".
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