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Portugal und insbesondere die Algarve gelten als sonnige Regionen. Immerhin bringt es die Algarve auf 3000 Sonnenstunden im jährlichen Durchschnitt.
Das Jahr 2010 war das regenreichste des letzen Jahrzehnts mit einem durchschnittlich, registrierten Niederschlag von 1063 mm.
Die Niederschläge übertrafen den Durchschnittswert der letzten 30 Jahre um 20 %, so der jährliche Klimabericht des portugiesischen, meteorologischen Institutes (IM) über das vergangene Jahr.
Verschiedene Rekorde
Das vergangene Jahr erreichte verschiedene Rekorde. So war der Februar, der regenreichste Monat der letzten 24 Jahre.
In Funchal registrierte man die stärksten Niederschläge seit 1949, in Lissabon war der vergangene Winter der regenreichste seit 1870 und das Frühjahr 2010 der regenreichste Frühling der letzten 51 Jahre.
Dafür war der Juli, der trockenste der letzten 24 Jahre und der August der trockenste der letzten 23 Jahre.
Der Juli 2010 registrierte auch die höchsten Temperaturen seit 1931, der April war der heisseste der letzten 13 Jahre, der März der kälteste der letzten 24 Jahre.
Verschiedene extreme Wetterphänomene in Portugal
Das Jahr 2010 war auch von verschiedenen, extremen Wetterphänomenen geprägt wie Überschwemmungen in Madeira, Lissabon und den Azoren, Hitzewellen, Tornados und Wasserhosen in Lissabon, Tavira (Algarve) und Sintra sowie Schnee in tieferen Lagen im Norden und im Zentrum Portugals.
Lt. der WMO, der World Meteorological Organisation, zählt das Jahr 2010 zu den drei heissesten Jahren der Erde seit 1850, als Wetteraufzeichnungen systematisch erfasst wurden.
Die Erwärmung war in Afrika, der Arktis und in Teilen Asien am Spürbarsten.
Das IM registrierte zugleich 2.341 Erdbeben, eine ähnliche Anzahl wie im Jahr 2009.
Bei der Mehrheit der Erdbeben lag das Epizentrum in Gebieten unter dem Meeresgrund.