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Fluorochinolone versus Makrolide bei Legionellose
Das Makrolid Erythromycin galt lange als Antibiotikum der Wahl bei Legionellose. Bei Erythromycin wird aber bereits über Resistenzen berichtet und Fluorochinolone haben sich bei der Legionärskrankheit inzwischen auch als effektiv erwiesen. Vor diesem Hintergrund hat folgende Studie die Effektivität und Sicherheit von Fluorochinolonen und Makroliden bei Legionellose verglichen.
In 3 verschiedenen Zentren wurden 130 Patienten mit einer Legionellose in die prospektive spanische Studie eingeschlossen. Die Diagnose erfolgte anhand des Antigentests im Urin. 76 Patienten erhielten Makrolide (33 Erythromycin, 43 Clarithromycin), 54 Fluorochinolone (50 Levofloxacin, 4 Ofloxacin). Endpunkte waren Zeit bis zur Fieberfreiheit, Hospitalisationszeit, radiologische sowie klinische Komplikationen und Mortalität.
Die Baselinecharakteristika waren in beiden Gruppen gleich. Die Zeit bis zur Fieberfreiheit war unter Fluorochinolonen hoch signifikant kürzer als unter Makroliden (48 versus 77 Stunden). Die Fluorochinolongruppe zeigte einen Trend zu einer kürzeren Hospitalisationszeit, dieser Unterschied war statistisch allerdings nicht signifikant (7.6 Tage versus 9.9 Tage, p=0.09). Bezüglich Komplikationen und Mortalität waren keine Unterschiede zwischen den Gruppen nachweisbar.
Konklusion der Autoren: Fluorochinolone sind bei Legionellose mindestens so effektiv wie Makrolide. Insbesondere die Zeit bis zur Fieberfreiheit spricht zugunsten der Fluorochinolone.
Link zur Studie
Chest 2005;128:1401-1405 - M Sabrià et al
17.10.2005 - dde