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Kickboxen ist eine Kampfsportart, die aufgrund des Einsatzes von Faust- und Fusstechniken als vollkontaktloser Sport bezeichnet wird. Der Begriff „Kickboxen“ bezeichnet auch Kampftechniken, die verschiedene Stile aus anderen Kampfsportarten kombinieren.
Entstehung des Kickboxen in einer Kurzfassung
Aus dem traditionellen Karate entstand das Sportkarate und daraus wiederum das heutige Kickboxen. Zuerst lief es unter dem Namen des Sportkarate weiter, welches sich aus den Techniken des Karate (Tritttechniken) und dem Boxen (Schlagtechniken) zusammenfügt.
Während der 70er Jahre wurde das damalige Sportkarte in den USA verbreitet. Kurz nach dem Vietnamkrieg, brachten Amerikaner, welche in Thailand stationiert waren, das Thai Boxen (auch Muay Thai) mit. Dies ist die Nationalsportart der Thailänder. Dies verbanden sie dann mit dem traditionellen Karate. Daraus entstand zuerst das Sportkarate. Dabei gleicht das es am meisten dem Thai-Boxen, dem chinesischen Kung-Fu (vor allem dem Sanda) oder vielleicht noch dem französischen Boxen –Savate. Interessanterweise ist das ursprüngliche Thai-Boxen auf das chinesische Boxen (Kung Fu) zurück zu führen – also ganz am Anfang der Entstehung des Kampfsportes.
Nun fügt sich alles zusammen als der Deutsche, Georg Frederic Brückner, 1961 auf den Amerikaner Mike Anderson kennenlernt. Dieser lehrt ihm das amerikanische Sportkarate und woraus wiederum das heutige Kickboxen entstand. Als damals 1974 die “Professional Karate Associatation” (PKA) gegründet wurde, galt diese nur für Karate. So schlossen sich 1977 mehrere Kampfsportler zusammen um die “World All-Style Karate Organisation” (WAKO) zu gründen, welche auch das Sportkarate und das Kickboxen beinhalten.
Heute sind die wichtigsten Verbände und Organisationen:
– Weltverband der Kickboxorganisationen (WAKO)
– World Karate and Kickboxing Association (WKA)
– International Sport Karate Association (ISKA)
– World Kickboxing and Karate Union (WKU)
– World Kickboxing Federation (WKF)
Gibt es Grade und Gurte?
Ja, Kyu oder Dan nennt man die Grade, welche die Trainierenden im Kickboxen wie auch im Karate oder Kung Fu erreichen können. Dabei wird der Grad durch einen farbigen Gurt / Abzeichen gekennzeichnet. Angefangen bei keinem Gurt, bei welchem man vom weissen Gurt spricht bis zum schwarzen Gurt. Danach können noch weitere Meistergrade erreicht werden.
Semikontakt, Leichtkontakt, Vollkontakt oder doch K-1?
Semikontakt nennt man auch Pointfighting. Dabei wird bei dieser Disziplin nach jedem erfolgreichen Treffer des Gegners kurzzeitig unterbrochen. Gestartet wird wieder in der Ausgangsstellung. Hier wird auf Matten (Tatamis) gekämpft anders als beim Vollkontakt im Boxring.
Auch beim Leichtkontakt stehen sich zwei Gegner auf Matten gegenüber. Hier ist das Ziel, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Dabei wird nach jedem Treffer weitergekämpft und nicht wie beim Pointfighting unterbrochen. Hier sind Schutzausrüstungen Pflicht. Technisch und Konditionell ist es sehr fordernd und anspruchsvoll.
Im Unterschied zu den beiden vorher genannten Varianten, wird bei der Vollkontaktvariante im Boxring ausgetragen. Dabei gelten nicht nur die Punkte, sondern es kann auch durch einen K.O (Niederschlag des Gegners) oder auch technischer K:O (Kampfunfähigkeit) den Kampf gewonnen werden. Je nach Kampf sind hier Tritte gegen die Oberschenkel erlaubt (Fullcontact mit Lowkicks).
Noch mehr erlaubt ist beim K-1. Dies wurde von der japanischen Kampsportorganisation K-1 entwickelt und wurde wegen ihrer Popularität auch bei der WAKO aufgenommen. Hier sind neben Lowkicks auch Kniestösse zum Kopf und Körper erlaubt.
Woher kommt die Verrufung dieses Kampfsports?
Oft hört man von Strassenschlägereien in welcher Kickboxer verwickelt sind. Die Kampfsportart aber gleich grundlegend als Schlecht einzustufen ist auch nicht ganz korrekt. Sicherlich trägt die fehlende Tradition und Ethikvermittlung dazu bei. Kick-Boxen wurde von verschiedenen Kampfsportarten und Techniken zusammengestellt ohne jegliche Grund Philosophie zu übernehmen. Jedoch kommt es auch auf jedes Dojo und Lehrer darauf an, wie mit dem Kampf und der Aggressionen umgegangen wird. Seit jeher sind Menschen auf Aggressionen getrimmt, im Kampfsport lernen sie, ihre Wut in Energie umzuwandeln und strategisch zu kämpfen anstelle nur des sich verteidigen. Bekannte Idole sind dabei Bruce Lee, Chuck Norris oder auch Jackie Chan, welche zeigen dass man im Budo Sport über allem zum Ziel hat, sich selbst zu besiegen.
Zurückzuführen ist dies auf die Urkampfkunst aus dem “Reich der Mitte”. Kung Fu (nach pinyin gōngfu oder kantonesisch gungfu) fand seinen Ursprung vor ca. 1500 Jahren bei Mönchen im Shaolin Kloster in China. Eine der bekanntesten Vereinigungen ist die Chin – Woo Athletic Assosiaction welche die nördlichen und südlichen Stile des chinesischen Kung Fu vereint. Bekannte Stile sind Wing Chun, Choy Lee Fatt, Shaolin, Taijiquan, Qi Gong, modernes WuShu oder auch Sanda.
Quellen: