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Ein kleiner Rundgang durchs Dorf
Der Strukturwandel hat sich in Löhningen deutlich und nachhaltig durchgesetzt. Das ehemalige Bauerndorf hat sich zu einer Wohngemeinde mit gesundem Gewerbe gewandelt. Der Landwirtschaft sind gerade noch ein halbes Dutzend Vollerwerbsbetriebe erhalten geblieben. Die übrigen Betriebe bewirtschaften ihr Land viehlos im Nebenerwerb. Der Gemeindebann von 682,7 Hektaren teilt sich neben der Siedlungsfläche in 420 ha Kulturland, 256 ha Wald und 11 ha Rebland auf. Über die Hälfte des Waldes ist im Besitz der Gemeinde.
Die Stadtnähe, die gute Wohnqualität, die gute verkehrstechnische Erschliessung und der im Kantonsvergleich moderate Steuerfuss haben das Dorf stark wachsen lassen. Heute zählt die Einwohnergemeinde 1397 Personen, davon 177 Ausländer. Die Gemeinde blieb von den grossen Auswanderungswellen um die Jahrhundertwende weitgehend verschont. Die Einwohnerzahl nahm lediglich von 1850 bis 1910 von 845 auf 672 ab um dann mehr oder weniger konstant zu bleiben bis 1980 mit 771 Niedergelassenen. In den letzten zwanzig Jahren wirkte sich die Stadtflucht aus und die neuen Einfamilienhausquartiere liessen die Einwohnerzahl um fünfzig Prozent zunehmen. In der gleichen Zeitspanne verdreifachten sich die Steuereinnahmen auf heute rund 2,5 Millionen.
Die Gemeinde pflegte stets gute Beziehungen zu den Nachbargemeinden Beringen und Guntmadingen (heute ein Ortsteil von Beringen). Die Dorfkirche am südlichen Dorfrand teilen sich Löhningen und Guntmadingen seit je. Ab der sechsten Primarklasse besuchen die Löhninger Jugendlichen die Schule in Beringen. 2002 wurden die Feuerwehren der drei Gemeinden auf Initiative Löhningens zum Wehrdienstverband Klettgau zusammen gefasst.
Das Dorf kann auf eine gute zeitgemässe Infrastruktur zurückgreifen, ein Lebensmittelladen, eine Post und eine Bankfiliale stehen zur Verfügung. Ein Grossteil der Einwohnerschaft ist engagiert in einem der vielen sportlichen oder kulturellen Vereine, was wiederum die Integration der Neuzuzüger erleichtert.
Politisch aktiv sind die Parteien SVP und SP.
Das Löhninger Ortsbild ist im ISOS (Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz) als von nationaler Bedeutung eingestuft. Speziell sehenswert ist die Spitaltrotte aus dem Jahr 1604 mit der immer noch funktionstüchtigen Baumpresse von 1713. Mit dem am nördlichen Dorfrand anschliessenden Randen verfügt die Gemeinde über ein wunderschönes Naherholungsgebiet.