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Die Schweizer Pharmaindustrie hat sich in den letzten 90 Jahren dynamisch entwickelt. Von 1933 bis 2022 hat sich die nominale Wertschöpfung fast vervierundachtzigfacht, mit einem jährlichen realen Wachstum von 6.6 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft stieg von 1.0 Prozent im Jahr 1980 auf 5.8 Prozent im Jahr 2022, angetrieben durch Produktivitätssteigerungen und die Erschließung internationaler Märkte.
Die Wertschöpfungsentwicklung der Schweizer Chemie-/Pharmaindustrie verlief in den letzten 90 Jahren äusserst dynamisch. Betrug die nominale Wertschöpfung der Chemie-/Pharmaindustrie 1933 noch lediglich 66 Millionen Schweizer Franken, hat sich dieser Wert bis 2022 auf fast 55 Milliarden Schweizer Franken vervielfacht. Rechnet man Preiseffekte heraus, resultiert für den Zeitraum von 1933 bis 2022 ein reales Wertschöpfungswachstum von 6.6 Prozent pro Jahr – wesentlich höher als im gesamten sekundären Sektor bzw. in der Gesamtwirtschaft (+2.4% p.a. bzw. 2.3% p.a.). Infolgedessen hat die Bedeutung der Chemie-/Pharmaindustrie für die Schweizer Wirtschaft signifikant zugenommen. Der Anteil an der Gesamtwirtschaft stieg von 0.7 Prozent im Jahr 1933 bis auf 7.1 Prozent im Jahr 2022. Selbst in Zeiten des Umbruchs wie in den 1990er-Jahren, welche mit einem kräftigen Arbeitsplatzabbau einhergingen, blieben die realen Wachstumsraten im Chemie-/Pharmasektor überdurchschnittlich hoch.
Vor allem die Pharmaindustrie zeichnet sich durch eine geringe Konjunkturabhängigkeit aus, da die Nachfrage nach Pharmazeutika auch in Krisenzeiten stabil bleibt. Betrachtet man die Entwicklung in der Pharmabranche isoliert, zeigt sich daher eine noch wesentlich stärkere Performance. Im Jahr 1980 war die nominale Wertschöpfung in der Pharmaindustrie noch deutlich tiefer als in der Chemie. In den 1990er-Jahren beschleunigte sich jedoch der strukturelle Wandel weg von der Produktion klassischer chemischer Erzeugnisse hin zu einem weltweit führenden Pharmastandort, der auch in der immer wichtiger werdenden Biotech-Forschung eine Spitzenposition belegt. Dieser Trend setzte sich im neuen Jahrtausend ungebremst fort und heute liegt die Pharmawertschöpfung mehr als dreimal so hoch wie in der Chemieindustrie. Im Zuge dieser Entwicklung ist die Pharmaindustrie zur wichtigsten Industriebranche der Schweiz geworden. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft hat sich in den letzten 42 Jahren verfünffacht – von 1.0 Prozent im Jahr 1980 auf 5.8 Prozent im Jahr 2022.
Entscheidende Faktoren für das anhaltend hohe Wachstum der Pharmabranche waren die stetige Steigerung der Produktivität, der Fokus auf besonders wachstumsstarke Segmente sowie die konsequente Erschliessung der internationalen Märkte. Die grossen Schweizer Pharmafirmen sind in diesem Zuge in wichtigen Bereichen wie etwa der Krebsforschung zu globalen Marktführern geworden.
Abbildung: 2.7 Pharmabranche ist heute die wichtigste Industriebranche
Entwicklung Wertschöpfungsanteile, 1933-2022
Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.
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