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Einfluss der Frauen in Printmedien: Im November 2013 lag die «Zeit»-Redaktion an der Spitze
Frauen haben in der «Zeit» am meisten zu sagen
Die Medienbranche wird noch immer von Männern dominiert. Am meisten Einfluss haben Frauen in der «Zeit»-Redaktion.
In der Redaktion der «Zeit» hatten Frauen Ende letzten Jahres am meisten Macht, gefolgt von den Redaktionen des «Stern» und des «Spiegel». Dies geht aus der Rangliste des Vereins «ProQuote» hervor. Er hat dafür nicht nur den Pro-Kopf-Anteil von Frauen auf redaktionellen Führungspositionen berechnet, sondern deren Macht berücksichtigt. Posten unterer Hierarchiestufen bringen weniger Machtpunkte (Kais) als Posten höherer Hierarchiestufen. Am meisten Machtpunkte bekommt eine Chefredaktorin (vier Kais). Weniger Machtpunkte gehen an eine stellvertretende Chefredaktorin (drei Kais) und eine Ressortleiterin (zwei Kais). Am wenigsten Machtpunkte bekommt eine stellvertretende Ressortleiterin (ein Kai).
Aufgrund des so berechneten Einflusses von Frauen in führenden Printmedien hat «ProQuote» ein Kamelrennen im Internet gestartet. Es informiert über den Frauenmachtanteil in den führenden Printmedien seit Februar 2012. Im November letzten Jahres war dieser bei der «Zeit» mit 37 Prozent am grössten. Die «Bild» lag mit einem Frauenmachtanteil von 18,5 Prozent auf Platz 4. Die rote Laterne mit lediglich 11,5 Prozent trug «Die Welt». Das «Bild»-Kamel hatte im September noch an zweiter Stelle gelegen. Zum Jahresende zogen «Stern» und «Spiegel» an ihm vorbei.
Journalistinnen haben im Februar 2012 die Kampagne «Pro Quote – mehr Frauen an die Spitze» lanciert. Diese verlangt, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen in den nächsten fünf Jahren mit Frauen besetzt werden. Damals seien die meisten Redaktionen noch so weit von diesem Ziel entfernt gewesen, dass dieser Frauenanteil Utopie schien, sagt Annette Bruhns, Vorsitzende des Vereins «ProQuote». Das habe sich rasch geändert. Nun habe die Kampagne mit den Machtpunkten die Latte «qualitativ höher» legen können. Denn ein Drittel der Führungsposten sei nicht ein Drittel der Macht.
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Keine
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