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Im Jahr 2018 nutzen in der Schweiz 4,4% oder hochgerechnet rund 18 000 Jugendliche von 11 bis 15 Jahren die Sozialen Medien in problematischer Weise. Bei den Mädchen sind es 5,2%, bei den Jungen 3,7%.
Was die Nutzungshäufigkeit anbelangt, verwenden gemäss der JAMES-Studie 2020 (Bernath et al., 2020, grafisch nicht abgebildet) über 90% der Jugendlichen von 12 bis 19 Jahren in der Schweiz soziale Medien (Instagram, Snapchat, TikTok etc.) täglich oder mehrmals wöchentlich in der Freizeit.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Online-Kommunikation ist zu einem integralen Bestandteil des Lebens von Jugendlichen geworden. Wenn sie sich mittels sozialer Medien untereinander austauschen, spielen soziale Belohnungen eine wichtige Rolle. Bei einigen Personen können diese Belohnungen zu einer problematischen Nutzung sozialer Medien führen. Die Symptome sind vergleichbar mit denen einer problematischen Nutzung von Substanzen (Dar et al., 2021). Dabei kann es zum Verlust der Kontrolle über die eigene Nutzung sozialer Medien auf Kosten anderer wichtiger Lebensbereiche (Beziehungen zu Gleichaltrigen und Eltern, Hobbys etc.) kommen. Gegenwärtig gibt es keine international anerkannte Diagnostik für eine Störung mit der Nutzung sozialer Medien.
Die Häufigkeit der Online-Kommunikation nimmt bei Jugendlichen mit dem Alter zu und es sind unterschiedliche Muster nach Geschlecht zu beobachten. In der internationalen HBSC-Studie wurden beträchtliche länderübergreifende Unterschiede im Online-Verhalten beobachtet, was darauf hindeutet, dass kulturelle, politische und wirtschaftliche Faktoren bei der Gestaltung dieser Aspekte des Lebens jüngerer Menschen eine Rolle spielen.
Dieser Indikator basiert auf der Schweizer Schülerinnen- und Schülerbefragung «Health Behaviour in School-aged Children» (HBSC), die 11- bis 15-jährige Jugendliche befragt (2018: n=11'000).
Mittels der «Social Media Disorder Scale» von van den Eijnden et al. (2016) wurde die problematische Nutzung sozialer Medien erfragt. Die Skala setzt sich aus den folgenden neun Fragen zusammen, die im HBSC-Fragebogen wie folgt gestellt wurden:
«Wir interessieren uns für deine Erfahrungen mit sozialen Medien. Damit meinen wir soziale Netzwerke (z.B. Facebook, Instagram, Twitter) und Instant-Message-Programme (z.B. WhatsApp, Snapchat, Facebook messenger). Hast du in den letzten zwölf Monaten…
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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