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Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0-17 Jahren weisen mit 3,5 Prozent die höchste Sozialhilfequote auf. Insgesamt waren im Jahr 2017 29 Prozent aller mit Sozialhilfe unterstützter Personen jünger als 18 Jahre alt.
Mit zunehmendem Alter sinken die Sozialhilfequoten tendenziell. Personen im Rentenalter benötigen aufgrund der gut ausgebauten Sozialversicherungsleistungen, ergänzt um die ordentlichen und ausserordentlichen Ergänzungsleistungen, nur selten Unterstützung durch die Sozialhilfe. Im Jahr 2017 erhielten insgesamt 123 Personen im Alter über 64 Jahre Sozialhilfe.
Altersspezifische Sozialhilfequoten veranschaulichen die Betroffenheit der einzelnen Altersgruppen bezüglich der bekämpften Armut.
Die Sozialhilfequote ist ein Indikator für das Ausmass der bekämpften Armut in einer Gesellschaft. Als bekämpfte Armut werden Lebensverhältnisse bezeichnet, deren materielle Ressourcenausstattung sowohl aus Sicht des politischen Gemeinwesens wie der Betroffenen erklärtermassen unter dem Existenzminimum liegt. Dem gegenüber steht die sogenannte verdeckte Armut, von welcher jene Menschen betroffen sind, die keinen Sozialhilfeanspruch geltend machen, obwohl deren wirtschaftlichen Verhältnisse dies erlauben würden. Sie wird durch die Sozialhilfequote nicht abgebildet. Die Sozialhilfequote eines Gebietes wird wesentlich beeinflusst durch die Bevölkerungszusammensetzung und deren Ressourcenpotential sowie durch die für die Bevölkerung zugänglichen Erwerbsmöglichkeiten, wobei die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen durch die Konjunkturlage beeinflusst wird. Auch soziale Komponenten können die Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen beeinflussen, da in bevölkerungsmässig grösseren Gemeinden die Anonymität zumeist ausgeprägter und daher die Hemmschwelle gegenüber den Behörden tendenziell kleiner ist als in Dorfgemeinden. Ein weiterer wesentlicher Zusammenhang besteht zur Ausgestaltung der Sozialleistungen, die der kommunalen Sozialhilfe vorgelagert sind und diese entlasten können (z.B. ausserordentliche kantonale Ergänzungsleistungen). Dies ist insbesondere bei einem interkantonalen Vergleich von Sozialhilfequoten zu berücksichtigen, da solche bedarfsabhängigen Sozialleistungen von Kanton zu Kanton in Umfang und Ausgestaltung verschieden sein können.
Die Sozialhilfequote beziffert den Anteil der Personen, die finanzielle Sozialhilfe der politischen Wohngemeinde beziehen, an der Wohnbevölkerung eines ausgewählten Gebietes und errechnet sich wie folgt: Anzahl Sozialhilfe der Gemeinde beziehende Personen im Kalenderjahr geteilt durch die Anzahl Personen der ständigen Wohnbevölkerung am Vorjahresende, multipliziert mit hundert. Wird die Sozialhilfequote für Teilgruppen der Bevölkerung (z.B. Altersgruppen) berechnet, so wird als Teiler die Anzahl der Personen der jeweiligen Teilgruppe der ständigen Wohnbevölkerung verwendet.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 30.04.2020
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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