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Das Mikrofon
Das Mikrofon ist ein Schallwandler, es wandelt Luftschall in elektrische Spannungsänderungen. Dabei nimmt die elastisch gelagerte Membran die Druckschwankungen auf. Es gibt nicht ein, sondern hundert oder mehr verschiedene Mikrofone, welche sich grundlegend voneinander unterscheiden.
Reduktion auf die wesentlichsten Unterschiede:
Unterschieden werden die Kondensator (Studio-) – von den dynamischen (Live-) – Mikrofonen, und, nach deren Richtcharakteristik, die Kugel- von den Achter-Mikrofonen. Kugelmikrofone sind nicht gerichtet, d.h., sie empfangen die Signale ungehindert ihrer Richtung gleich. Achtermikrofone sind gegenpolig (empfangen vorn und hinten, aber nicht seitwärts).
Das Mikrofon im Einsatz:
Die Art, wie eine Sängerin ihr Mikrofon bewegt, ist ein erster Hinweis darauf, ob in einem Clip das, was wir sehen mit dem, was wir hören, übereinstimmt.
Dazu ein ganz klein wenig Physik:
Wird der Abstand zwischen der Schallquelle und dem Mikrofon verdoppelt, halbiert sich die Lautstärke. Wird also zum Beispiel bei einer Sängerin das Mikrofon auf den Abstand von 5 cm optimiert, halbiert sich die Lautstärke, wenn die Sängerin ihr Mikrofon auf 10 cm entfernt – und noch einmal, wenn sie den Abstand auf 20 cm erhöht. Bei mittleren und hohen Pegeln und Frequenzen wird ein Schalldruckpegel-Unterschied von 10 dB in etwa als doppelte Lautstärke wahrgenommen. Das heisst, wenn 60 dB einem ruhigen Durchschnittslärm in einem Büro entsprechen, ist es bei 70 dB doppelt und bei 80 dB wiederum doppelt so laut. Unterschiede von mehr als 3 dB sind deutlich, kleinere nur beim direktem Vergleich erkennbar.
Das heisst:
Wenn eine Sängerin ihr Mikrofon zwischen 5 und 20 cm vom Mund entfernt bewegt, verdoppelt respektive halbiert sie die Lautstärke gleich zwei mal.
|leise||2|
|doppelt so laut||4|
|noch einmal doppelt so laut||8|
Das bedeutet:
Wird ein Mikrofon auf eine weitere Distanz (auf einem Ständer), z.B. 40 cm optimiert, kann sich ein Sänger relativ frei bewegen, ohne die Lautstärke allzu sehr zu beeinflussen. Allerdings erhöht sich durch den grösseren Abstand auch der Anteil der diffusen Schallquellen, dem sogenannten Diffusschall. Umgekehrt verringert sich der Anteil des Direktschalls.