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Rhododendren
Rhododendren:
Allgemeine Hinweise Rhododendren erfordern viel Aufmerksamkeit. Dies hängt mit den speziellen Standort- und Bodenansprüchen dieser in den feucht-kühlen Berghängen des Himalajas und Nordamerikas beheimateten Pflanzen zusammen. Und die meisten Probleme mit diesen sogenannten "Moorbeetpflanzen" gründen sich auf nicht "artgerechte" Anbaubedingungen, was die Pflanzen sofort durch Blattverfärbung oder -veränderung anzeigen. Zudem sind sie relativ wasser- und nährstoffbedürftig und werden bei nicht sachgemässem Anbau häufiger als andere Sträucher von Schädlingen und Pilzkrankheiten befallen. Deswegen genügt es zur Beantwortung vieler Fragen nicht, nur den Hinweis zu geben, "man nehme..." - es muss nach der Ursache geforscht werden, und dies wird oftmals ein falscher Standort und Boden sein. Deswegen vorweg einige Angaben dazu: Rhododendron gedeihen am besten an einem windgeschützten, halbschattigen Platz, z.B. vor einer Hecke oder an einer Hauswand. Der günstigste Standplatz ist unter hohen, alten Bäumen, die ihrerseits die Luftfeuchte erhöhen. Allerdings kommen als Schattenspender nur Gehölze mit tiefgehenden Wurzeln, wie Kiefer, Eiche, Akazie, Goldregen o.a., in Frage, die für die Rhododendren keine Wasser- und Nährstoffkonkurrenz darstellen. Zudem ergeben die herunterfallenden Blätter dieser Bäume einen sauren, langsam verrottenden Mulch. Nicht so gut geeignet sind die flachwurzelnden Birken, Ahorne, Kastanien oder Linden. Ganz besondere Ansprüche stellen die Rhododendren an den Boden und die Bodenreaktion, den pH-Wert. Gewünscht wird ein lockerer und luftdurchlässiger, humoser Boden mit einer sauren Reaktion zwischen 4,5 und 5,8. Auf Lehm- und Tonböden mit pH-Werten über 7 wachsen diese "Moorbeetpflanzen" nur sehr spärlich. Hier muß der natürliche Boden entweder ganz ausgetauscht (mit einem Gemisch aus gutem Mutterboden und "Rhodohum" oder "Heinis Moorbeeterde", einem speziellen Torfsubstrat) oder entsprechend mit Torf oder Rhodohum den Bedürfnissen der Pflanzen angepaßt werden. Wenn der pH-Wert zu hoch liegt, können die wichtigen Pflanzennährstoffe Eisen und Magnesium, die für die Bildung von Blattgrün notwendig sind, von den Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden. Dadurch verfärben sich die Blätter mit der Zeit gelb. Um den pH-Wert z.B. von 7 auf 6 zu senken, müssen auf 10 m2; etwa 4 Ballen feuchter Torf 20 cm tief eingearbeitet werden. Zum Düngen verwendet man am besten entsprechende Spezialdünger, die ebenfalls physiologisch sauer wirken. Besonders nährstoffbedürftig sind die großblumigen Hybriden. Die Düngermenge richtet sich nach der Düngerart und der Pflanzengröße. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr und nach der Blüte bis spätestens Mitte Juni, danach nicht mehr! Um Stickstoffmangel vorzubeugen, kann man zusätzlich einmal im Frühjahr 50 g Hornspäne pro m2; geben. Rhododendren brauchen gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, vertragen aber keine Staunässe (Der Ausdruck "MOOR"-Beetpflanze bezieht sich nur auf die Bodenreaktion!). Dabei hilft eine Mulchdecke aus grobem Rindenhumus oder auch aus Nadeln von Koniferen, die alle 1-2 Jahre erneuert werden sollte. Bei längerer Trockenheit muss zusätzlich gegossen werden, wobei man nur Regenwasser oder enthärtetes Leitungswasser (z.B. in 100 l Wasser für 12 Stunden einen durchlässigen Sack mit 3 kg trockenen Torf einhängen) verwenden sollte. Da die Pflanzen auch über Winter verdunsten, sollte auf jeden Fall im Herbst nochmals gründlich gewässert werden, zur Not auch im Winter selbst, aber nicht bei Frost!