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Galenica selbst erachtet die Verfügung der Weko als "sachlich und rechtlich falsch." Galenica Santé und HCI Solutions würden die Verfügung deshalb an das Bundesverwaltungsgericht weiterziehen, schreibt das Unternehmen in einer separaten Mitteilung.
Im Rahmen der Aufteilung der Galenica-Gruppe ist HCI Solutions Teil von Galencia Santé. Die Weko-Verfügung sei nicht rechtskräftig und habe weder auf den geplanten Börsengang noch auf das Geschäfts-Modell von Galenica Santé einen Einfluss, versichert Galenica.
Die Weko begründet ihren Entscheid damit, dass HCI Solutions den Konkurrenten den Zugang zum Markt erschwert und von den Handelspartnern den Kauf gekoppelter Dienstleistungen erzwungen habe. So habe HCI Solutions seit 2012 in die eigenen Verträge mit Softwarehäusern systematisch Klauseln aufgenommen, die zum Ziel hatten, die Verwendung von Datenbanken anderer Anbieter zu verhindern. Solche konnten sich als Folge davon nicht auf dem Markt etablieren.
Darüber hinaus habe HCI Solutions den Pharmaherstellern die Aufnahme deren Medikamenteninformationen in ihre Datenbanken nur gekoppelt mit weiteren Dienstleistungen angeboten. Diese Verhaltensweise habe zu einer Verschliessung des Marktes für andere Anbieter solcher Dienstleistungen geführt.
Wie die Weko weiter festhält, sind Grossisten sowie Spitäler, Apotheken, Ärzte und Drogerien in Zusammenhang mit dem Vertrieb, der Abgabe und der Abrechnung von in der Schweiz zugelassenen Medikamenten auf elektronische Medikamenteninformationen angewiesen. Der Zugang zu diesen Informationen über die heute gebräuchlichen Informatiksysteme sei folglich essentiell für das Funktionieren des Marktes. Sei ein solcher nicht mehr gewährleistet, sei der Zugang zu Medikamenten seitens der Abgabestellen und damit letztlich auch seitens der Patienten gefährdet.
gab/uh
(AWP)