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Wer 450 Jahre nach Shakespeares Geburtstag seine Stücke in ihrer Genialität und Einzigartigkeit wieder einmal lesen will, der sollte fraglos die Übersetzungen von Erich Fried wählen. Kein anderer Übersetzer bleibt so nah am Original, ohne die Shakespeare’sche Sprachgewalt zu vernachlässigen. Niemand hebt dabei gleichzeitig so sehr die überzeitliche Spannung und Aktualität der Werke hervor. Und wer könnte besser Shakespeares Humor einfangen und die anrührende Tragik auswegloser Situationen fühlbar machen? Wir haben die schönsten, beliebtesten oder auch umstrittensten, jedenfalls bedeutendsten Stücke Shakespeares für unsere Neuausgaben ausgewählt, um das Panorama des Tragödien- , Komödien- oder auch Historiendichters abzubilden. Gerade diese Werke erleben auf den deutschen Bühnen einmal mehr eine Renaissance. Zum noch besseren Verständnis gibt der Shakespeare- Experte Friedmar Apel Theatergängern in einem Vorwort jeweils nützliche Informationen über die Stücke. Schön ausgestattet in Anlehnung an die damaligen (seit 1970 erschienenen) Einzelausgaben.
Portrait
William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der grössten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist. Erich Fried, geb. 1921 in Wien, floh 1938 nach London, wo er bis zu seinem Tod 1988 lebte. Wegen seines Gedichtbands 'Und Vietnam und' (1966) noch heftig umstritten, wurde er spätestens mit den 'Liebesgedichten' (1979) zum meistgelesenen deutschsprachigen Lyriker seit Bertolt Brecht.1987 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.