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• Gegründet wurde Lonza im Jahr 1897
• Das Unternehmen ist heute in fünf Kontinenten tätig
• Strategische Zusammenarbeit mit Moderna
Die Gründung von Lonza
Gegründet wurde das Schweizer Unternehmen Lonza im Jahr 1897 in Gampel, Wallis. Damals errichtete das Unternehmen ein Elektrizitätswerk am Ufer des Flusses Lonza, um Strom für die Herstellung von Kalziumkarbid und Acetylen zu gewinnen. Im Jahr 1909 zog das Unternehmen dann nach Visp und beschäftigte sich mit der Herstellung von synthetischen Düngemitteln aus Stickstoff, Ammoniak und Kalziumkarbid. Ausserdem startete Lonza die Produktion von Salpetersäure. In der Mitte des 20. Jahrhunderts begann das Unternehmen schliesslich mit der Produktion von Keten und Diketen, expandierte in die USA und startete das Geschäft mit chemischen Spezialitäten. In den 70ern lief die Produktion von Niacin (einem Vitamin der B-Gruppe) an und Lonza schloss sich mit dem Schweizer Unternehmen Alusuisse zusammen, um zu einem international tätigen Unternehmen zu werden. Im Jahr 1980 startete das Unternehmen schliesslich sein biotechnologisches Geschäft. Seit 1999 ist Lonza an der Schweizer Börse notiert.
Lonza heute
Mittlerweile ist Lonza ein führender Partner für Pharma-, Biotech- und Ernährungsmärkte und bietet eine weite Palette an Dienstleistungen und Produkten an, die von der Frühphasenforschung über die kundenspezifische Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen bis hin zu innovativen Darreichungsformen reichen. "Wir konzentrieren uns darauf, Behandlungen zu ermöglichen, die Krankheiten vorbeugen und einen gesünderen Lebensstil unterstützen. Wir optimieren wissenschaftliche Innovation und Produktionstechnologie, damit unsere Kunden ihren Patienten und Verbrauchern dienen können.", so das Unternehmen auf der eigenen Website. Im Jahr 2011 feierte das Unternehmen seinen Status als führender Hersteller von Vitamin B3. Seit 1971 hat Lonza, laut eigenen Angaben über die Hälfte des weltweiten Bedarfs an Vitamin B3 in der Human- und Tierernährungsindustrie gedeckt. Heute ist das Schweizer Unternehmen in fünf Kontinenten tätig und beschäftigt weltweit über 16'000 Mitarbeiter. Im Jahr 2021 erwirtschaftete Lonza einen Umsatz von 5,4 Milliarden Schweizer Franken.
Lonza und Moderna
Im Mai 2020 kündigten Lonza und das US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen Moderna eine 10-jährige strategische Zusammenarbeit an. Im Zuge der Zusammenarbeit soll zunächst die Herstellung von Modernas COVID-19-Impfstoff und zukünftig weiterer Moderna-Produkte ermöglicht werden. Wie sich die Zusammenarbeit der beiden Firmen auf die Einnahmen des Schweizer Unternehmens auswirkt, wird jedoch nicht angegeben. Vor etwa einem Jahr ging man bei Lonza jedoch noch von einem Umsatzbeitrag von 110 Millionen Franken aus der Moderna-Zusammenarbeit aus.
E. Schmal / Redaktion finanzen.ch