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Die Rechtswissenschaftliche Fakultät stellt jährlich die Forschungsleistungen eines ihrer fünf Departemente in den Fokus der Forschungsevaluation. Dabei stützt sie sich auf die Grundsätze in Kapitel 4 der QSE-Richtlinien-RW vom 25. April 2013 mit Änderungen vom 24. August 2017 und vom 25. Februar 2021.
Dem Forschungsevaluationskonzept der RW-Fakultät liegen Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsprojekten zur Forschungsevaluation in der Rechtswissenschaft zugrunde. Eine zentrale Erkenntnis war etwa die, dass sich die Evaluation der rechtswissenschaftlichen Forschung in verschiedener Hinsicht grundlegend von der Forschungsevaluation anderer Disziplinen, etwa den Naturwissenschaften, unterscheidet.
Erste Ergebnisse der Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen rechtswissenschaftlicher Forschungsevaluation sind bereits Anfang 2016 in Buchform im Stämpfli-Verlag publiziert worden. Ein auf Englisch publizierter Artikel ist ausserdem im Juli 2018 bei Oxford University Press erschienen (Publikation).
Ein weiteres Projekt war der Untersuchung von Evaluationsverfahren und -kriterien in international vergleichender Perspektive gewidmet. Im Februar 2017 hat in Bern ein Workshop mit Experten und Expertinnen aus 12 europäischen Ländern stattgefunden, an welchem die Erfahrungen mit der bisherigen Praxis der Forschungsevaluation in den jeweiligen Ländern präsentiert wurden. Der Sammelband mit Beiträgen der Experten und Expertinnen zur Forschungsevaluation in ihrem Land und einer vergleichenden Synthese ist im April 2019 bei Edward Elgar (UK) erschienen.
Wissenschaftliche Integrität
Die Fakultät bekennt sich zum Kodex zur wissenschaftlichen Integrität, der im Jahr 2021 von den Akademien der Wissenschaften Schweiz in einer überarbeiteten Fassung neu herausgegeben wurde. Der Kodex äussert sich inbesondere zu den Grundprinzipien wissenschaftlicher Integrität, zu deren Umsetzung und zu Verstössen gegen die wissenschaftliche Integrität. Zu den Grundprinzipien gehören Verlässlichkeit, Redlichkeit, Respekt und Verantwortung. Diese bilden die Voraussetzung für die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft und deren Disziplinen, der Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sowie ihrer Akzeptanz in der Gesellschaft.