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Um 1960 machte sich der Bankrat Gedanken, ob die Zürcher Kantonalbank eine elektronische Datenverarbeitung (EDV) implementieren solle. Computerexperte Professor Ernst Peter Billeter erklärte im Bankrat, dass in der Einführungsphase zwar erhöhter Personalbedarf bestehe, danach aber Einsparungen zu erwarten seien. Der Bankrat entschied sich schliesslich für den technologischen Sprung nach vorne. So wurde die Zürcher Kantonalbank zu einer der bedeutenden Nutzerin früher Computertechnologie in der Schweiz. Im Bankneubau an der Bahnhofstrasse 9 wurde 1964 die erste Computeranlage installiert. Bevor es so weit war, wurden umfassende Recherchen durchgeführt, und eine Reise in die USA mit Besuch der Computer-Anbieterfirmen stand am Ende der Prüfung. Man entschied sich für eine IBM-Anlage des Typs 1410 mit Hilfsgeräten für rund 5 Millionen Franken und hoffte, damit 8-10 Jahre arbeiten zu können.
Die Anlage umfasste:
• «eine Zentraleinheit, enthaltend den Magnetkernspeicher, die
arithmetischen und logischen Schaltkreise und die Steuergeräte,
• eine Kartenlese- und Stanzeinheit (für Lochkarten),
• einen Schnelldrucker (unter anderem für Postcheckgutschriften auf
Kontokorrent),
• fünf Magnetbandeinheiten und
• ein Bedienungspult».
1964 bis 1966 wurden Lohn- und Rentenabrechnung sowie Sparbuchverwaltung und Kontokorrentbuchhaltung auf elektronische Datenverarbeitung umgestellt. Damit war der 1964 angeschaffte Grossrechner völlig ausgelastet, sein Arbeitsspeicher betrug lediglich 40 Kilobyte. Zum Vergleich: Der Arbeitsspeicher heutiger Smartphones ist um den Faktor 100’000 grösser; derjenige moderner Grossrechner sogar bis zum Faktor 100 Millionen. Zu dieser Zeit wurden die zu verarbeitenden Daten über Lochkarten oder Magnetbänder eingelesen. Das war aufwendig: 1966 arbeiteten in der EDV-Abteilung der Bank 32 Mitarbeitende, davon 18 Locherinnen.