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10 Uhr – Trägheit (lateinisch Acedia) bezeichnet eine Haltung, die sich „gegen Sorge, Mühe oder Anstrengung wendet“ und darauf „mit Abneigung, Überdruss oder Ekel“ reagiert. Der Katechismus der Katholischen Kirche setzt die Akedia mit geistiger Trägheit gleich und vergleicht sie mit dem, was heute als Depression bezeichnet wird. Ein mögliches deutsches Synonym dafür ist Überdruss.
Frau Dr. phil. Mercedes Palet Fritschi spricht heute das Thema “Was ist Depression und Überdruss?” an.
Der Wüstenvater Evagrios Pontikos setzte die Akedia mit der antiken Vorstellung des Mittagsdämons gleich (vgl. Psalm 91,6: „Seuche, die wütet am Mittag“). Sie sei das Laster der geistigen Trägheit, eine Erschlaffung der Seele, die Stagnation aller Dinge, eine Sackgasse in physischer und psychischer Hinsicht, und insbesondere beim Mönch eine widerwillige „Verschlossenheit gegenüber Gott, der einen sonst mit Leben erfüllt“.
Das Gegenteil der Trägheit ist der Eifer.