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Wir sind sehr besorgt und traurig über die russische Invasion in die Ukraine. Wir verurteilen Vladimir Putin’s gewaltsamen Bruch des internationalen Rechts und Angriff auf die Demokratie. Als Verfechter einer offenen und globalen Gesellschaft hoffen wir, dass die Situation durch friedliche Massnahmen geklärt werden kann und kein weiteres Leid auf die Ukrainer*innen zukommt.
Einige Mitglieder unserer Community haben uns gefragt, wie sich diese Ereignisse auf Eure Investitionen auswirken. In diesem Artikel fasst Cristian von Angerer, unser Chief Investment Officer, die wichtigen Informationen rund um Dein Investment zusammen und beantwortet die folgenden Fragen:
- Warum hat die Invasion Einfluss auf die Aktienmärkte?
- Wie überstehen Inyova-Investments solche Krisen?
- Wie reagiert Inyova auf diese Krise?
Warum hat die Invasion Einfluss auf die Aktienmärkte?
Als die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine den Krisenpunkt erreichten, schlugen Schockwellen durch die Aktienmärkte auf der ganzen Welt. Der Wert der meisten Aktien fiel und es gibt eine grosse Volatilität (d. h. Auf- und Abwärtsbewegungen).
Es gibt drei Hauptgründe, warum der Einmarsch in der Ukraine diese Reaktion an den weltweiten Aktienmärkten ausgelöst hat:
- Öl- und Gasversorgung
Die westlichen Regierungen verhängen neue Sanktionen und riskieren im Gegenzug den Zugang zu russischem Öl und Gas. Und wenn das Angebot sinkt, steigen die Preise. Das bedeutet weniger Wachstum und weniger Gewinn für viele Unternehmen. In der Regel werden diese Kosten an die Verbraucher*innen weitergegeben, die dann mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlen müssen (dieser Trend wird als “Inflation” bezeichnet). Das Problem bei steigender Inflation ist, dass die Verbraucher*innen dazu neigen, ihre Ausgaben einzuschränken, was wiederum die Situation für die Unternehmen erschwert. Auch kann die Inflation die Zinsen in die Höhe treiben, was auch bedeutet, dass Unternehmen mehr zahlen müssen, um sich Geld zu leihen.
- Russland ist ein wichtiger globaler Akteur
Russland ist die elftgrösste Volkswirtschaft der Welt und wird durch harte Sanktionen vom Welthandel abgeschnitten. Das kann weitreichende Auswirkungen haben – zum Beispiel ist Russland einer der grössten Exporteure von Industriemetallen weltweit und importiert auch Technologien und Autos aus dem Ausland.
Gleichzeitig werden die Exporte aus der Ukraine wahrscheinlich zurückgehen, da die Menschen in sicherere Gebiete fliehen. Ein Beispiel für eine Ware, die davon betroffen sein könnte, ist Weizen – die Ukraine ist ein wichtiger Exporteur dieses Produkts, das eine wichtige Zutat für viele Lebensmittel ist.
- Allgemeine Nervosität
Du fragst Dich vielleicht, warum auch Unternehmen, die nicht von Öl und Gas abhängig sind, einen Rückschlag erlitten haben. Das hängt damit zusammen, dass die Anleger*innen auf den internationalen Aktienmärkten aktuell sehr nervös sind. Einige Anleger*innen befürchten, dass sich die Situation noch verschlimmern wird, und legen ihr Geld stattdessen in weniger volatile Anlagen wie Anleihen an.
Wie Du in der Grafik unten sehen kannst, zeigt uns die Geschichte, dass Investor*innen, die ähnlich Krisenzeiten ausgesessen haben, langfristig wieder starke Gewinne gemacht haben.
In der aktuellen Situation ist Nervosität nachvollziehbar. Dennoch ist es wichtig, sich daran zu erinnern: Wir erwarten, dass solche Ereignisse von Zeit zu Zeit auftreten und wir gestalten Dein Portfolio so, dass es diesen Krisenzeiten langfristig standhält.
Wie überstehen Inyova-Investments solche Krisen?
Mit Inyova ist Dein Portfolio gut diversifiziert. Es enthält 30 – 40 Einzelaktien, die über verschiedene Branchen, Regionen, Unternehmensgrössen und andere Faktoren verteilt sind. Abhängig von Deinem Risikoniveau kann Deine Investition auch grüne Anleihen enthalten, die in der Regel ein langsameres, aber stabileres Wachstum aufweisen (weniger Auf- und Abwärtsbewegungen über die Jahre).
Dank der Diversifizierungsmethoden von Inyova vermeidest Du eine Situation, in der Du “alles auf eine Karte setzt”. Selbst wenn einige Unternehmen, Branchen oder Regionen aufgrund der ukrainischen Invasion harte Zeiten durchmachen, ist Deine Investition immer noch darauf ausgelegt, langfristig attraktive Renditen zu erwirtschaften (Du solltest Deine Investition für mindestens 5 – 10 Jahre halten).
Werfen wir einen Blick auf diese Grafik:
Entwicklung des Aktienmarktes 2005-2022
Vor nicht allzu langer Zeit, als die Pandemie zum ersten Mal globale Ausmasse annahm, kam es an den weltweiten Aktienmärkten zu erheblichen Einbrüchen. Einige Anleger*innen gerieten in Panik und verkauften ihre Aktien. Die Anleger*innen, die ruhig blieben und ihrer langfristigen Strategie treu blieben, erzielten dagegen bald wieder starke Gewinne.
Wie reagiert Inyova auf diese Krise?
Erstens beobachtet unser Investment-Team ständig die globalen Ereignisse. Da sich verschiedene Aktien nach oben und unten bewegen, stellen wir sicher, dass Dein Portfolio diversifiziert bleibt und Deinem Risikoprofil entspricht.
Zweitens haben wir schnell gehandelt und Aktien mit Verbindungen nach Russland verkauft. Tatsächlich gab es nur ein einziges solches Unternehmen im Inyova-Universum: Yandex. Dieser digitale Champion hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden, aber sein Hauptmarkt ist Russland. Es ist wichtig zu wissen, dass kein Unternehmen mehr als 2 – 3 % Deiner Gesamtinvestition ausmacht. Wenn Yandex also in Deinem Portfolio war, war es nur ein sehr kleiner Teil davon.
Für Ivestor*innen, die eine stabilere Anlage bevorzugen – weniger Wachstumspotenzial, dafür aber auch weniger Verlustpotenzial – ist es möglich, grüne Anleihen in Deine Inyova-Anlagestrategie einzubeziehen. Im Allgemeinen sind Anleihen risikoärmer als Aktien, da sie weniger schwanken und stabiler sind (weniger Auf- und Abwärtsbewegungen im Tagesverlauf). Mit grünen Anleihen kannst Du unmittelbar grossartige und wirkungsvolle grüne Projekte finanzieren. Ausserdem tragen sie auch dazu bei, die Performance Deines Portfolios im Gleichgewicht zu halten.
Wenn Du noch Fragen hast, wende Dich bitte an unser Customer Success Team unter +41 44 271 50 00. Wir helfen Dir gerne weiter!