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Cablecom peert wieder
Cablecom hat am 26. Februar erklärt, per sofort wieder eine offene Peering Policy zu verfolgen und mit Schweizer ISPs, die dies wünschen, wieder Zero Settlement Peerings zu etablieren. Damit revidiert der Kabelnetzbetreiber seine von der Muttergesellschaft aufgezwungene Entscheidung vom letzten Herbst, nicht mehr kostenfrei Internet-Verkehr mit anderen Schweizer Providern auszutauschen und statt dessen dafür Geld zu verlangen (680 Franken pro Monat für 100 Mbps). Dies wurde von den wenigsten Konkurrenten goutiert, die daraufhin das kostenpflichtige Angebot ausgeschlagen und den Traffic zu Cablecom umgeroutet haben. So machten die Datenpakete vielfach einen Umweg über die USA und halb Europa, was zu schlechten Latenzen und vermindertem Datendurchsatz führte. Cablecom räumt ein, die Akzeptanz von Paid Peering in der Schweiz falsch eingeschätzt zu haben, worauf mit der Muttergesellschaft Liberty Global für die Schweiz eine angepasste Peering Policy ausgearbeitet wurde. Bereits zwei Tage nach der Bekanntmachung hat Cablecom viele Peering-Anfragen erhalten und ist selber etliche Anbieter angegangen. Was ein direktes Peering bedeutet, sieht man am Beispiel von Init7, die Bandbreite für das IPTV von Zattoo liefert und als erste wieder aufgeschaltet wurde: Kurz nach Aufschaltung sanken die Latenzen von 115 ms auf 15 ms.