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Wir haben unsere Top-20-Investoren, die für mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals stehen, mehrfach gesprochen", sagte Clariant-Chef Hariolf Kottmann am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Dabei habe das Basler Unternehmen die ursprünglich teilweise bestehende Skepsis ausgeräumt, nachdem Clariant die Vorzüge der Transaktion dargelegt habe. "Wir haben nicht einen Investoren erlebt, der das abgelehnt hat. Jeder Investor erkennt, dass das für ihn eine wertsteigernde Transaktion ist."
Nicht eingeschlossen ist dabei der Hegdefonds Corvex, der zusammen mit einem zweiten US-Investor über das Anlagevehikel White Tale gut 10 Prozent der Anteile hält. Clariant und Huntsman hatten den Zusammenschluss mit einem Volumen von rund 14 Milliarden Franken im Mai angekündigt. Die Transaktion soll bis im Dezember 2017 oder Januar 2018 über die Bühne gehen. Zuvor müssen die Anteilseigner auf einem Aktionärstreffen aber noch grünes Licht für den Zusammenschluss geben. Wann dieses stattfindet, steht noch nicht fest.
White Tale fordert einen lukrativeren Deal. Kottmann sagt, Clariant führe mit den Amerikanern einen konstruktiven Dialog. Seit der Ankündigung der Fusionsabsichten sei kein anderer Interessent für eine Fusion oder eine Übernahme an Clariant herangetreten. "Wir haben einen Vertrag unterschrieben und sind rechtlich an Huntsman gebunden", erklärt der Firmenlenker. "Das weiss die Industrie. Es wird niemanden geben, der in der jetzigen Situation kommt und sagt: Wir sind der bessere Partner."
Clariant liebäugelt nach dem Abschluss der Huntsman-Transaktion auch mit Verkäufen von Bereichen, die insgesamt ein Viertel der Geschäfte im Portfolio ausmachten. Dazu gehörten die Bereiche Plastic und Coatings und Textile Effects sowie Teile des Polyurethan-Geschäfts. "Wir können uns durchaus vorstellen, dass wir uns von diesen Themen trennen, wenn es an der Zeit ist", sagt Kottmann.
(Reuters)