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Hintergrund des Sechseläutens
Ab 1336 regelten ja die Zunftordnungen das Berufsleben von Zürich (s. auch Seite "Geschichtliches"). Meister, Gesellen, Lehrlinge, Arbeitszeit usw., alles wurde damit geregelt.
Die Arbeitszeit dauerte im Sommer von 4 oder 5 Uhr morgens bis zum Läuten der Feierabendglocke um 6 Uhr abends.
Im Winterhalbjahr ging die Arbeit bei Beginn der Dämmerung zu Ende, weil man ja noch keine Beleuchtungen wie heute hatte und man folglich nichts mehr sah.
Wen wundert’s, dass nach jedem Winter der Frühling herbeigesehnt wurde, der mehr Wärme, Licht und damit mehr Verdienst versprach und dass das erste Läuten der Feierabendglocke damit ein Grund war, sich auf den Zunftstuben zu einem Trunk zusammenzufinden...
Das festliche Begehen des ersten vollen Arbeitstages ist seit 1717 dokumentarisch belegt.
Gastkanton Tradition seit 1991
Das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs lädt seit 1991 - aus Anlass der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft - jedes Jahr einen Kanton als Gast an das Sechseläuten nach Zürich ein. Der «Gastkanton» präsentiert sich auf dem Lindenhof mit einer Ausstellung, einem bunten Unterhaltungsprogramm und kulinarischen Spezialitäten. Am Kinderumzug und am Umzug der Zünfte zum Feuer nimmt er mit einer eigenen Delegation und kantonstypischen Umzugssujets teil.