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Paris/Cannes/Bern - Die US-Dokufilmerin Marina Zenovich lässt ihrem Filmportrait über Roman Polanski ein Sequel folgen. Es wird sich auf den Vorwurf der Vergewaltigung einer Minderjährigen konzentrieren, dessentwegen der französisch-polnische Regisseur in Gstaad unter Hausarrest steht.
Sie habe mit der Arbeit an der Fortsetzung schon begonnen, bevor Polanski vergangenen September in der Schweiz festgesetzt wurde, sagt die Regisseurin. Die völlig unerwartete Verhaftung habe ihrer Arbeit aber einen ganz neuen Dreh gegeben, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
Marina Zenovichs Film "Roman Polanski: Wanted and Desired" dreht sich um juristische Ungereimtheiten und den Medienhype rund um einen Vorfall im Jahr 1977, als Polanski Sex mit einer 13-Jährigen hatte. Selbst wenn diese, wie Polanski behauptet, einverständlich gewesen sein sollte, gilt das unter US-Recht als Vergewaltigung.
Der Film war am Sundance Festival und in Cannes 2008 mit grossem Erfolg gezeigt worden.
Roman Polanski steht seit fünf Monaten in seinem Ferienhaus in Gstaad unter Hausarrest. Er zeige Zeichen von schwerer Depression, teilten die beiden französischen Komponisten Michaël Levinas und François-Bernard Mâche den Medien mit; eine schnelle Entlassung sei unbedingt angezeigt.
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