Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/581

80 bis 220 Liter Heizöl pro Jahr sparen die Bewohner im Einfamilienhaus, wenn sie zur Ölheizung eine moderne Heizungsregelung einbauen. Wie hoch die Einsparung genau liegt? Dafür muss ein Heizungsplaner den einzelnen Fall im Detail analysieren. Viele verschiedene Faktoren haben einen grossen Einfluss auf das Resultat – zum Beispiel ist wichtig, wie die Aussentemperaturen am Gebäudestandort über das Jahr verlaufen, wie viel Raumwärme und Warmwasser das Haus benötigt oder wie effizient die Heizung im Ausgangszustand läuft. Für die Klimapolitik ist das eine Herausforderung: Wie kann sie solche Massnahmen unterstützen und deren Wirkung kontrollieren, ohne dass sie von den umsetzenden Akteuren einen nicht praktikablen Nachweis verlangen muss? INFRAS hat in zwei Analysen untersucht, ob es Sinn macht, die Wirkungen von CO2-Kompensationsprojekten zu standardisieren. Das Ergebnis fällt geteilt aus: Während z.B. bei den Heizungsregelungen eine Standardisierung sinnvoll ist, bestehen in anderen Bereichen zu hohe Berechnungsunsicherheiten (z.B. in der Landwirtschaft) oder die CO2-Wirkung ist schlicht zu gering (z.B. beim Verkehr).
Sie möchten sich vertiefen? Dann studieren Sie unseren zweiteiligen Bericht. Der Analyseteil fasst Erfahrungen mit Standardisierung von Wirkungsnachweisen bei Kompensationsprojekten und Kompensationsprogrammen zusammen und untersucht systematisch die Potenziale aus Sicht der Klimapolitik. Im Praxisteil wird am Beispiel von Heizungsregelungen eine mögliche Standardmethodik ausgearbeitet.