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Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die von der Bakterie Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Die Krankheit kommt nur beim Menschen vor. Die Übertragung erfolgt meist durch Tröpfchen (etwa beim Sprechen, Niesen oder Husten), selten durch Handkontakt.
Foto: Dileepunnikri,
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Die Krankheit beginnt mit einer einfachen Angina, aber sie kann rasch einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Rund 10% der Erkrankungen verlaufen trotz Behandlung tödlich. Im Rachen bilden sich Beläge, welche die Atemwege einengen und so die Atmung erschweren oder verunmöglichen. Gewisse Diphtheriebakterien sondern ein Gift ab, das den Herzmuskel schwächt, die Nerven lähmt und auch zu anderen Organkrankheiten führen kann.
Dank der Impfung sind die Fälle von Diphtherie in der Schweiz seit 20 Jahren extrem selten. Die Diphtherie kommt aber nach wie vor in Ländern vor, die nur wenige Flugstunden entfernt sind (Russland, Nordafrika etc.).
Weitere Informationen:
Der Diphtherie-Impfstoff enthält inaktiviertes Diphtherietoxin. Seine Wirkung wird durch ein Aluminiumsalz unterstützt.
In der Schweiz ist kein Impfstoff erhältlich, der nur vor Diphtherie schützt. Der Impfstoff ist vielmehr im Kombinationsimpfstoff enthalten, der auch vor Keuchhusten, Tetanus und oft auch Kinderlähmung und Hepatitis B schützt. Die Kombinationsimpfung begrenzt die Zahl der Injektionen, aber schützt gleichzeitig wirksam vor mehreren Krankheiten.
Der Schutz hält nicht sehr lange an. Daher sind regelmässige Auffrischungsimpfungen erforderlich.
Die Impfung gegen Diphtherie und gegen Tetanus wird empfohlen für:
- Säuglinge ab dem Alter von 2 Monaten.
- Kinder (zwischen 15 und 24 Monaten und danach zwischen 4 und 7 Jahren).
- Adoleszente (zwischen 11 und 13 Jahren).
- Erwachsene und Senioren (alle 20 Jahre für die Impfung im Alter zwischen 25 und 64 Jahren, danach alle 10 Jahre).
- Regelmässige Nachimpfungen müssen durchgeführt werden, damit der Schutz erhalten bleibt.
Es ist nie zu spät eine oder mehrere Impfungen nachzuholen: Zögern Sie nicht Ihren Impfausweis überprüfen zu lassen. Sie können mit dieser Überprüfung sofort beginnen, wenn Sie einen elektronischen Impfausweis erstellen auf www.meineimpfungen.ch. Geben Sie Ihre persönlichen Daten ein und registrieren Sie die Impfstoffe, die Sie bisher erhalten haben. (Das kann auch DATAVAC für Sie erledigen.) Eine Experten-Software zeigt Ihnen mit roten Punkten automatisch die Krankheiten an, gegen die Sie noch nicht – oder nicht mehr – geschützt sind.
Der Diphtherie-Impfstoff gewährleistet einen Schutz von etwa 90% vor Diphtherie. Erwachsene bleiben geschützt, solange sie in einem Land leben, in dem die Mehrzahl der Kleinkinder geimpft wird.
Die Kombinationsimpfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib-Meningitis (mit oder ohne Hepatitis B) wurden speziell für Säuglinge entwickelt. Für Jugendliche und Erwachsene ist der Impfstoff gegen Keuchhusten mit den Impfstoffen gegen Tetanus, Diphtherie und eventuell Kinderlähmung kombiniert.
Die Impfung führt bei etwa 5 bis 15% der Fälle zu vorübergehenden örtlichen Reaktionen (Rötung, Schwellung, Schmerzen an der Einstichstelle) oder allgemeinen Nebenwirkungen (zum Beispiel Fieber, meist <39°C). Eine Schwellung des Arms kann vorübergehend auftreten. Diese Reaktionen treten im Allgemeinen in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Impfung auf und klingen rasch und folgenlos wieder ab.
Wenn das Fieber sehr hoch ist, kann es einen Fieberkrampf auslösen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nach der Impfung die Temperatur des Kindes zu kontrollieren.
Ungefähr 1 Säugling auf 1000 reagiert nach der Impfung mit stundenlangem Schreien.
Sehr selten kommt es bei Personen mit entsprechender Veranlagung (Allergie) zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Bestandteile des Impfstoffes, die sich als Rötung der Haut oder Juckreiz äussern. Ausgeprägtere Reaktionen bis hin zu Kreislaufschwäche sind extrem selten (weniger als 1 auf 1 Million).
Es wurden auch andere Probleme nach den Impfungen gemeldet. Sie sind jedoch ausserordentlich selten (und treten bei 1 von 100'000 oder von 1 Million Menschen auf). Entsprechend ist es schwierig, zu sagen, ob die Impfung die Ursache ist oder nicht.
Wichtig ist, dass die Impfstoffe das Immunsystem der Säuglinge nicht schwächen und dass sie das Risiko für Allergien oder andere Krankheiten im späteren Leben nicht erhöhen.
Weitere Informationen: