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Das Bankwesen und die humanitären Einrichtungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) weigern sich, an einem Konzept zur Erleichterung des Transfers von Hilfsgeldern aus Katar in den Gazastreifen mitzuwirken, wie PA-Quellen am Donnerstag gegenüber der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet erklärten.
Dem Bericht zufolge befürchtet die Palästinensische Autonomiebehörde, dass sie sich durch eine solche Zusammenarbeit rechtlichen Schritten wegen Unterstützung und Finanzierung des Terrorismus aussetzen würde.
Gemäss der Vereinbarung zwischen dem palästinensischen Ministerium für soziale Entwicklung und dem katarischen Aussenministerium über das Komitee für den Wiederaufbau des Gazastreifens, hat sich die PA bereit erklärt, katarische Gelder über Banken zu überweisen, die der Aufsicht des Palästinensischen Währungsfonds unterstehen, und zwar gemäss einer von der katarischen Seite erstellten Namensliste.
Die Überweisungen erfolgen mit Geldautomatenkarten, die das Logo der Bank tragen, und umfassen die Unterstützung von 100.000 Begünstigten aus armen Familien sowie von 27.695 anderen Begünstigten, von denen die meisten Hamas-Funktionäre sind.
Nachdem die Gelder an die Banken der Palästinensischen Autonomiebehörde überwiesen worden sind, sollen die Bankkarten ausgegeben werden, die jeden Monat mit 100 Dollar aufgeladen und an die armen Familien im Gazastreifen verteilt werden.
Gegenüber Ynet hiess es, der Grund für die Verzögerung bei der Fertigstellung des Entwurfs sei, dass Beamte des Bankensystems der Palästinensischen Autonomiebehörde befürchteten, durch das Abkommen gerichtlich belangt zu werden.
Die Palästinensische Währungsbehörde (PMA) gab am Donnerstag eine offizielle Erklärung ab, wonach die Banken der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht an der Überweisung von Geldern beteiligt seien.
Katar hat in den letzten Jahren Hunderte von Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um die Stromversorgung im Gazastreifen zu finanzieren, neue Strassen und Krankenhäuser zu bauen, die Hamas bei der Deckung der Gehälter ihrer Beamten zu unterstützen und monatliche Stipendien für arme Familien zu zahlen.
Die israelische Genehmigung für den Transfer der Gelder nach Gaza löste immer wieder Kritik aus, da befürchtet wird, dass die Terroristen der Hamas im Gazastreifen das Geld einstecken und für terroristische Zwecke verwenden könnten.
Nach der letzten Auseinandersetzung zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel wurde bekannt, dass Israel plant die Art und Weise in der die Gelder aus Katar in den Gazastreifen gelangen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Mittel der bedürftigen Bevölkerung des Streifens zugute kommen und nicht in die Hände der Hamas gelangen.
Im vergangenen Monat hiess es aus palästinensisch-arabischen Quellen, die Vereinten Nationen beabsichtigten, die Verteilung der katarischen Geldhilfe an die Familien im Gazastreifen zu übernehmen.