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Der Deutsche Corporate Governance Kodex hat "neben der Formulierung der aktuellen Best Practice der Unternehmensführung [...] zum Ziel, das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar zu machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften fördern."
Die Regierungskommission des Kodex überprüft diesen jährlich darauf, ob er weiterhin der aktuellen Best Practice entspricht. Wenn nötig, passt die Regierungskommission den Kodex an, was sie am 7. Februar 2017 getan hat. Die geänderte Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 24. April 2017 im Bundesanzeiger publiziert.
Eingefügt wurden z.B. Bestimmungen über
- die Erwartung, dass institutionelle Anleger ihre Eigentumsrechte aktiv und verantwortungsvoll auf der Grundlage von transparenten und die Nachhaltigkeit berücksichtigenden Grundsätzen ausüben (Präambel),
- die Pflicht des Vorstands, ein angemessenes, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtetes Compliance Management System einzurichten (Ziff. 4.1.3)
- die Vorgabe, dass variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige, im Wesentlichen zukunftsbezogene Bemessungsgrundlage haben und nicht vorzeitig ausbezahlt werden sollten (Ziff. 4.2.3) und
- die Pflicht des Aufsichtsrats ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium zu erstellen, dessen Ausfüllung anzustreben ist. Zudem sollen den Kandidatenvorschlägen ein Lebenslauf beigefügt werden, der Auskunft gibt über relevante Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen sowie wesentliche weitere Tätigkeiten. Diese Angaben sind jährlich zu aktualisieren und aufder Webseite des Unternehmens zu veröffentlichen (Ziff. 5.4.1).