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«Der Baum ist ein ideales Beispiel für diese Vorgehensweise, bei der man vom Ganzen ausgeht, um zu einem Verständnis der Einzelteile zu kommen. Mittels einer funktionalen Annäherung an die Anatomie zum Beispiel ist der Organismus sinngebend für das Organ, und das Organ ist sinngebend für die Zelle. Es geht darum, zu verstehen, wie im Verlauf der individuellen Entwicklung, aber auch in der gesamten Evolution Strukturen und Funktionen ständig interagieren.» (Seite 20)
Ich finde, oben angeführtes Zitat ist beispielgebend für das Buch. In manchen Kapiteln beschäftigt sich Zürcher detailliert über Einzelteile wie zum Beispiel dem Aufbau des Holzes oder der Photosynthese, während in anderen Kapiteln die Einzelteile wieder zum grossen Ganzen geführt werden wie in dem Kapitel der Chronobiologie, wo der Mond eine zentrale Rolle spielt.
«In diesem Kapitel über die beobachtbaren Rhythmen im Bereich der Baummorphologie und – physiologie soll der Schwerpunkt nicht auf den Rhythmen liegen, die von der Sonne gesteuert werden – wie die leicht wahrnehmbaren Veränderungen im Lauf des Tages oder der Jahreszeiten. Es werden hier viel subtilere Rhythmen thematisiert … die Rhythmen der Bäume, die im Einklang mit den Bewegungen oder Positionen des Mondes im Verhältnis zu anderen Himmelskörpern stehen.» (Seite 90)
Und obendrauf gibt es auch noch das praktische Kapitel «Fruchtbare Partnerschaften». Welchen Beitrag kann der Wald für die Gesundheit der Menschen leisten? Wie können wir nachhaltig den Wald bewirtschaften? Wie kann man Nicht-Holz-Produkte der Bäume nutzen? Spannend sind auch die Gehölzformationen in Agroforstsystemen.