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Das Grundstück bietet die Chance gemeinsam mit dem benachbarten Fennergut einen grosszügigen Grünraum in der Goldbacher Siedlungsstruktur zu bilden. In Anlehnung an die historische Kulturlandschaft der Hangflanke entlang des Zürichsees wird dieser Grünraum als Streuobstwiese interpretiert. Eingebettet in diesen Obstgarten liegt der kompakte Baukörper in der Falllinie des Hangs. Berg- und talseitige Abtreppungen strukturieren den Baukörper und binden ihn in die Massstäblichkeit des Quartiers ein.
Die drei Nutzungseinheiten Sport, Kindergarten und Schule sind übereinander gestapelt und jeweils separat über die verschiedenen Gebäudeseiten erschlossen. Dadurch wird das Schulhaus optimal mit dem Quartier vernetzt. Im Innern des Gebäudes werden alle Nutzungsbereiche über die vertikale Erschliessung räumlich und funktional in Beziehung zueinander gesetzt. Das überhohe Hauptgeschoss der Schule dient in der Erschliessungsbewegung als Scharnier und verknüpft räumlich die unteren Geschosse mit Kindergarten und Sport mit den oberen Zimmergeschossen der Schule.
Die Fassaden des Schulhauses sind geprägt durch tiefliegende Lochfenster, wobei der murale und kompakte Charakter durch eine helle Klinkerhaut unterstützt wird. Auf den zweiten Blick wird dieser Eindruck gebrochen: Die Klinkerverkleidung ist kein Mauerwerk sodern eine Hülle aus Fliesen in senkrecht angeordnetem Kreuzfugen-Verband.
ARGE mit Beat Jaeggli Architekt
Bauherrschaft Schulgemeinde Küsnacht
Wettbewerb Offener Projektwettbewerb, 2010
Visualisierungen Carol Egger