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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Siebtes Buch
II. Kapitel
12.
1. Daher machte er alles, was kein Hindernis für die freie Wahl des Menschen ist, zu Hilfsmitteln bei Erlangung er Tugend und ließ sie als solche erkennen, damit auch denen, die nur undeutlich sehen können, der wahrhaft allein einzige allmächtige Gott wenigstens in gewisser Hinsicht als der gute Gott vor Augen trete, der von Ewigkeit zu Ewigkeit durch seinen Sohn errettet, aber am Bösen durchaus in jeder Hinsicht unschuldig ist.1 2. Denn durch den Herrn der ganzen Welt sind alle Dinge im allgemeinen und im besonderen auf die Rettung der Gesamtheit hin [S. 19] eingerichtet.2
3. Es ist also die Aufgabe der Gerechtigkeit des Heilands, einen jeden einzelnen je nach der Möglichkeit zu einer immer besseren Stufe emporzuführen. Denn für die Rettung des Wertvolleren und für seine Erhaltung sind entsprechend ihrer Eigenart auch die weniger wichtigen Dinge bestimmt.
4. Demgemäß wendet sich alles Tugendhafte besseren Wohnstätten zu, wobei der Wechsel durch die Wahl der Erkenntnis verursacht ist,3 und diese Wahl stand in der völlig unabhängigen Entscheidung der Seele.
5. Aber diejenigen, die noch mehr "verhärtet"4 sind, werden zur Buße gezwungen durch die notwendigen Züchtigungen, die der alles beaufsichtigende große Richter in seiner Güte durch die ihm nahestehenden Engel oder durch mannigfache vorläufige Gerichte5 und schließlich durch das letzte, abschließende Gericht vollziehen läßt.
1: Vgl. Platon, Saat X p. 617 E; Timaios p. 42 D.
2: Platon, Gesetze X p. 903 B.
3: Vgl. ebd. p. 904 C.
4: Vgl. Eph. 4,19.
5: Vgl. Ecl.proph. 40.