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Ab aufs Wasser: Schiffsmotoren
Schiffsmotoren sind die grössten Motoren überhaupt. Sie werden hauptsächlich mit Diesel betrieben. Die Grösse ermöglicht einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad.
Menschen wussten schon vor Jahrtausenden, wie sie sich mit Hilfe des Windes auf den Meeren bewegen konnten. Expeditionen führten kühne Seeleute durchs Mittelmeer und die Ostsee und von Europa aus nach Afrika, Asien und Amerika. Heutzutage werden für den weltweiten Transport von Waren, d.h. in Frachtschiffen, andere Antriebssysteme eingesetzt. Das häufigste ist der Schiffsdieselmotor und zwar meist als Zweitakter. Dieser verwendet nicht nur gereinigten Diesel wie Autos und Lastwagen, sondern auch ungereinigtes Dieselöl oder Schweröl. Diese Treibstoffe sind billig und weniger gefährlich als beispielsweise Benzin, das flüchtig und explosiv ist.
Verbrennungsmotoren haben gemeinhin den Ruf, einen schlechten Wirkungsgrad zu haben. In der Tat liegt dieser beim Auto durchschnittlich nur bei rund 20%. Grund dafür ist, dass die installierte (d.h. maximal mögliche) Leistung meist nicht gebraucht und der Motor grossteils bei sehr tiefen Leistungen betrieben wird, wo er ineffizient ist. Dieselmotoren in Lastwagen sind bereits grösser und effizienter; sie erreichen Wirkungsgrade von deutlich über 40%. Noch effizienter sind jedoch Schiffsdieselmotoren: Bei einem Volumen eines Einfamilienhauses oder grösser erreichen sie Wirkungsgrade von deutlich über 50%.
Exotik: Atom-U-Boot
Spezielle Umstände rufen nach speziellen Lösungen. Der Antrieb von U-Booten gehört dazu. Verbrennungsmotoren werden zwar auch eingesetzt, solange die U-Boote an oder nahe der Oberfläche fahren. Während den Tauchphasen stellen sich jedoch grössere Probleme ein: Verbrennungsmotoren benötigen eine grosse Menge Luft, die nicht zur Verfügung steht, und ihre Abgase müssen ausgestossen werden, was bei grossen Tiefen auch nicht mehr möglich ist. Als Alternative sind daher beispielsweise Atom-U-Boote im Einsatz. Sie verfügen über ein eigenes Kernkraftwerk. Dieses erzeugt Dampf für eine Dampfturbine, welche die mechanische Energie für den Antrieb aufbringt.