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Basel, 19. April 1943, 17.00 Uhr: «Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörung, Lähmungen, Lachreiz. […] Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren».
Zu Hause bei Hofmann, ca. 20.00 Uhr: «Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. Alles im Raum drehte sich und die vertrauten Gegenstände und Möbelstücke nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau, die mir Milch brachte, war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. […] Ein Dämon war in mich eingedrungen und hatte von meinem Körper, von meinen Sinnen und von meiner Seele Besitz ergriffen».
«Kaleidoskopartig sich verändernd, drangen bunte, phantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend, sich neu ordnend und kreuzend, in ständigem Fluss. Besonders merkwürdig war, wie alle akustischen Wahrnehmungen, […], sich in optische Empfindungen verwandelten. Jeder Laut erzeugte ein in Form und Farbe entsprechendes, lebendig wechselndes Bild».
LSD
Auf der Suche nach einem Kreislaufstimulans entdeckte Hofmann zufällig die halluzinogene Wirkung von Lysergsäurediethylamid (LSD). Neben dem Missbrauch als Droge wurde es in den 1950er-Jahren in der Psychiatrie und zur Bekämpfung von Alkoholismus angewendet – mit umstrittener Wirkung.