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Freddie Mercurys Londoner Anwesen ist zum Verkauf freigegeben. Seine langjährige Lebensgefährtin Mary Austin, die auch nach der Trennung seine Vertraute blieb, bietet «Garden Lodge» für rund 33 Millionen Franken an. Das teilt das Maklerunternehmen Knight Frank mit.
«Es war eine Freude, hier zu leben, und ich habe viele wundervolle Erinnerungen hier», sagt Austin in einer Mitteilung. Es sei stets ein Ort des Friedens gewesen, «ein wahres Künstlerhaus, und jetzt ist es an der Zeit, dieses Gefühl des Friedens der nächsten Person anzuvertrauen», so Austin weiter.
Nach seinem Tod hatte Mercury sein Anwesen, sowie alle seine Besitztümer an Austin vermacht. Ursprünglich kaufte der Sänger das Anwesen 1980 für knapp 550'000 Franken von einem Mitglied der Bankiersfamilie Hoare, wie «The Times» berichtet.
Erste Auktion brachte Millionen ein
Im September 2023 hatte Austin bereits rund 1500 Gegenstände aus dem Nachlass des berühmten Sängers versteigern lassen. Zu diesem Anlass stellte das Auktionshaus Sotheby's die Sammlung aus und erklärte sie zur «längsten und spektakulärsten Ausstellung in der Geschichte des Unternehmens».
Die Gegenstände wurden in sechs Auktionen versteigert. Zu den Objekten gehörten Mercurys Krone und der dazugehörige Umhang aus Kunstpelz, rotem Samt und Strass-Steinen, die er bei seiner letzten Tournee zu «God Save The Queen» trug. Auch das handgeschriebene Manuskript für die Kulthymne «We Are The Champions» kam unter den Hammer.
Eines der wertvollsten Werke seiner Kunstsammlung ist das Gemälde «Type of Beauty» von James Jacques Tissot aus dem Jahr 1880. Insgesamt brachte die Auktion knapp 44 Millionen Franken ein, wobei ein Teil der Erlöse an gemeinnützige Stiftungen ging.
Liebe und Freundschaft
Austin lernte den Queen-Sänger durch den Leadgitarristen Brian May kennen. Von 1970 bis 1976 führten die Verkäuferin und der Musiker eine Beziehung. Nach der Trennung verband die zwei weiterhin eine enge Freundschaft.
Austin arbeitete als Sekretärin für die Verlagsgesellschaft der Band Queen und begleitete sie auf ihren Tourneen. Als Mercury 1987 erfuhr, dass er HIV-positiv ist, war Mary Austin die erste, die davon wusste.
Der Rocksänger verbrachte seine letzten Tage in seinem Haus in Kensington. Am 24. November 1991 verstarb er mit 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.