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Die Wogen gingen hoch am Samstag in Paris. Dies deshalb, weil Francois Hollande dem Salon de l’Agriculture einen Besuch abstattete. Der Präsident wurde von verärgerten Bauern bös beschimpft, wie aiz.info berichtet. Als „Nichtsnutz“, „Mistkerl“ und „Vollidiot“ wurde er betitelt. Zudem forderten die Bauern seinen Rücktritt. Auch wurden (harmlose) Gegenstände in Richtung Hollande geworfen.
Der Staatspräsident liess sich nicht beirren. Er setzte seinen Rundgang fort. Zudem versprach er, alles Mögliche zu tun, um den Bauern aus der Krise zu helfen. Hollande war nicht der Einzige, der den Frust der Bauern zu spüren bekam. Der Stand des französischen Landwirtschaftsministeriums wurde verwüstet. Der Auftritt des grössten Schlachtunternehmen des Landes, die Bigard Groupe, wurde mit einer Ladung Mehl bedacht. Der französische Premierminister Manuel Valls forderte derweil bei seinem Besuch der Messe die Detailhändler auf, Verantwortung zu übernehmen und den Produzenten bessere Preise zu zahlen.
Frankreichs Bauern protestieren seit Monaten gegen die niedrigen Preise in der Landwirtschaft. Die neuntägige Messe ist traditionell ein wichtiger Ort für Parteien und Präsidentschaftskandidaten, um die Sympathien der Landbevölkerung zu gewinnen.