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US-Bundesstaatsanwälte haben den Besitzer und den Finanzchef des im Frühjahr 2021 zusammengebrochenen Vermögensverwalters Archegos Capital Management wegen Erpressung und Betrugs angeklagt.
Bill Hwang und Patrick Halligan hätten Archegos missbraucht, um Aktien zu manipulieren und Maklerfirmen zu belügen, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Anklageschrift hervor. Die Pleite kostete grosse globale Banken wie Credit Suisse, Nomura Holdings, Morgan Stanley und Deutsche Bank mehr als zehn Milliarden Dollar.
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Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC teilte ebenfalls am Mittwoch mit, dass sie Hwang, Halligan, den Chefhändler und den Risikochef wegen ihrer angeblichen Beteiligung an dem Betrugsfall verklagt habe. Hwang und die Firma hätten aus einem ständigen Kreislauf von manipulativen Transaktionen ein Kartenhaus aufgebaut.
Dabei hätten sie Banken belogen, um zusätzliche Mittel zu ergattern, und diese dann für weitere Transaktionen benutzt. Die Anwälte der Angeklagten reagierten vorerst nicht auf Bitten um Stellungnahme.
Credit Suisse als grösste Verliererin
Archegos, über die Hwang sein persönliches Vermögen verwaltete, hebelte das eigene Kapital über Derivate der Banken. So hielt Archegos Aktienpositionen im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar, während in seinen Fonds nur rund zehn Milliarden Dollar lagen, wie drei mit den Geschäften vertraute Personen im April 2021 der Nachrichtenagentur Reuters sagten.
Im März vergangenen Jahres war Archegos mit Nachschussforderungen in Verzug geraten, so dass die Banken hohe Verluste hinnehmen mussten. Allein Credit Suisse verlor mit Archegos fünf Milliarden Franken. Die Ergebnisse der Untersuchung einer Anwaltskanzlei fiel vernichtend aus.
(reuters/gku)