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Dank drei Olympischen Goldmedaillen gehört Dario Cologna heute schon zu den besten Nicht-Skandinaviern der Langlaufgeschichte. Einzig Nikolai Simjatow hat 1980 und 1984 für die Sowjetunion mehr Medaillen geholt als der Schweizer Superstar. Im Vergleich mit den besten Skandinaviern liegt Cologna allerdings noch weit zurück. Die Nummer Eins, Bjørn Dæhlie aus Norwegen, holte zwölf Olympiamedaillen, davon acht Mal Gold.
In der Nationenwertung der Männer führt im Langlauf Norwegen vor Schweden und Finnland. Die Schweiz ist – deckungsgleich mit Dario Cologna – recht weit vorne klassiert. Die drei Goldmedaillen reichen für Rang sieben in der ewigen Bestenliste der Nationen.
Colognas Chancen stehen gut
Zum Aufstieg ins Walhalla der Skilangläufer fehlt Dario Cologna vor allem noch ein Sieg in der Königsdisziplin, dem 50-Kilometer-Rennen mit Massenstart. Das 50-Kilometer-Rennen ist seit den ersten Winterspielen 1924 im Olympischen Programm. In 17 von 21 Austragungen setzte sich ein Skandinavier durch.
Die Chancen für Dario Cologna stehen gut. Dies vor allem weil das Rennen dieses Mal turnusgemäss im freien Stil ausgetragen wird. 2010 in Vancouver war Cologna im klassischen Stil chancenlos gewesen und hatte als Zehnter sogar das Olympische Diplom verpasst. Der Sieg ging damals an Petter Northug, der in Sotschi noch nicht auf Touren gekommen ist und lediglich zwei vierte Plätze in Team- und Staffelrennen erreicht hat.
Doping und Zauberwasser
In die illustre Liste der 50-Kilometer-Sieger hat es übrigens für kurze Zeit einmal ein echter Exot geschafft. Der für Spanien startende Deutsche Johann Mühlegg gewann 2002 in Salt Lake City drei Goldmedaillen, bevor er des Dopings überführt wurde. Zuvor war Mühlegg bereits aus dem deutschen Kader geflogen, weil er auf Reisen stets eine Flasche von einer Hellseherin geweihtes Wasser mitführte. Mühlegg war überzeugt, dass ihn der damalige Bundestrainer Georg Zipfel verflucht hatte.
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