Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/127412

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Studie in Auftrag zu geben, um die Ursachen und Folgen der im Flussbett der Allaine festgestellten Kolmatierung zu untersuchen, die auf dem Waffenplatz Bure getroffenen Massnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und für allfällige Probleme geeignete Lösungen zu finden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aus der Sicht des Bundesrates wird der Entwässerung des Waffenplatzes Bure seit Jahren grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Grundsätzlich gelangt kein abgeschwemmtes Material in die Allaine, sondern es wird in entsprechend dimensionierten Rückhaltebecken zurückgehalten. Der Bundesrat ist der Meinung, dass die Infrastrukturen und deren Betrieb den heutigen ökologischen Anforderungen genügen.</p><p>Die Trübung von Flüssen nach grossen Regenereignissen ist ein allgemein bekanntes Phänomen. Es ist nicht auszuschliessen, dass bei solchen seltenen Ereignissen auch die Entwässerung des Waffenplatzes Bure einen Teil zur Trübung der Allaine beiträgt.</p><p>Bei der Trübung und Beeinträchtigung der Flusssohle der Allaine können nebst zivilisationsbedingten Faktoren auch natürliche Prozesse und Gegebenheiten eine bedeutende Rolle spielen. Die jeweiligen Frachtanteile lassen sich jedoch nur im Rahmen spezifischer Untersuchungen klären. Aus der Sicht des Bundesrates bedingt dies eine regionale Untersuchung des Entwässerungsregimes, die weite Teile des Einzugsgebiets der Allaine umfassen müsste. Der erforderliche Untersuchungsperimeter würde demnach weit über das Waffenplatzgelände hinausgehen.</p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass die Durchführung einer derartigen, regionalen Untersuchung in der Zuständigkeit des Kantons Jura liegt. Im Postulat ist erwähnt, dass das kantonale Amt für Umweltschutz in dieser Sache ebenfalls tätig wird.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, eine Studie über die temporären Trübungen der Allaine zu unterstützen, beispielsweise indem er die vorhandenen Grundlagen zur Waffenplatzentwässerung zur Verfügung stellt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.