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pafl: Verkehrsdienstebericht 2011 verabschiedet
Vaduz (ots/pafl) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 22. März 2011 den Verkehrsdienstebericht 2011 zuhanden des Landtags verabschiedet. Der Verkehrsdienstebericht enthält einen Finanzbeschluss für einen Landesbeitrag an die "Liechtenstein Bus Anstalt" (LBA). Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer führt dazu aus: "Mit diesem Bericht wird die neue Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs umgesetzt, wie sie im revidierten Personenbeförderungsgesetz und im Gesetz über die Errichtung und Organisation der LBA vorgesehen ist. Aufgrund der Kosteneinsparung durch die Neuvergabe des 'Liechtenstein Bus' sowie Mehreinnahmen durch die Tariferhöhung per 1. Juli 2010 kann der Landesbeitrag für das Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1'350'000 Franken auf neu 15'986'000 Franken gesenkt werden."
Die ungedeckten Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs ergeben sich durch den festgelegten Leistungsumfang im Grundangebot und den erwarteten Eigenfinanzierungsgrad. Das Grundangebot umfasst neben dem Linienbus ("Liechtenstein Bus") und dem Regionalzug ("Liechtenstein Takt") weitere Verkehrsdienste wie den Nachtbus, den Skibus und die grenzüberschreitende "Linie 70". Für das Jahr 2012 soll der bestehende Leistungsumfang im Grundangebot auf hohem Niveau grundsätzlich erhalten bleiben.
Das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr wird mittelfristig im Zusammenhang mit den regionalen Bahnangeboten entwickelt. Die S-Bahn St. Gallen wird ab Dezember 2013 das Bahnangebot in Buchs SG deutlich aufwerten. Die S-Bahn FL.A.CH soll ab 2015 Feldkirch mit Buchs verbinden und damit ein integriertes regionales Bahnnetz herstellen. Das Angebot des "Liechtenstein Bus" muss aufgrund dieser veränderten Anforderungen angepasst werden, wobei die Qualität des derzeitigen Liniennetzes erhalten bleiben soll.
Neben den geänderten Rahmenbedingungen sind es die Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung von Haltestellen und zur Fahrplanstabilität der Linienbusse, die Anforderungen an die Infrastruktur mit sich bringen. Diese beziehen sich vor allem darauf, die zukünftigen S-Bahn-Haltestellen im Inland zu erschliessen, die Busse auf stauanfälligen Strassenabschnitten zu bevorzugen und die Haltestellen behindertengerecht auszugestalten.
Kontakt:
Ressort Verkehr
Sandro D'Elia
T +423 236 60 10