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Gemeinsam mit dem Malawischen Roten Kreuz fördert das Schweizerische Rote Kreuz die Gesundheit. Es führt Aufklärungskampagnen durch, baut Brunnen und Latrinen und unterstützt den nationalen Blutspendedienst. Zudem leistet es regelmässig Nothilfe.
Malawi lebt von der Agrarwirtschaft. Exportiert wird hauptsächlich Tabak, Tee und Zuckerrohr. Die ehemals britische Kolonie ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas und zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Über zwei Drittel der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag.
Für eine bessere Gesundheit
Viele Kinder sind chronisch mangelernährt. Malaria, Durchfall, Lungenentzündung sowie HIV/Aids und Folgekrankheiten sind die grössten Gesundheitsprobleme und häufigsten Todesursachen im Land. In den Distrikten Salima und Mzimba engagiert sich das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) seit 2013 mit einem Gesundheitsprogramm. Zusammen mit dem Malawischen Roten Kreuz (MRK) führt es Aufklärungskampagnen zu Mutter-Kind-Gesundheit, Ernährung, Familienplanung und Malaria durch. Rotkreuz-Freiwillige klären die überwiegend ländliche Bevölkerung über Hygiene auf und vernetzen sie mit den Strukturen des Gesundheitswesens, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern. Ausserdem unterstützt das SRK die mobilen Kliniken des Gesundheitsministeriums, die insgesamt 42 Schulen und 345 Dörfer abdecken.
Zugang zu sauberem Wasser
Rund die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Trinkwasser, obwohl es in Malawi nicht an Grundwasser, Flüssen und Seen mangelt. Viele Brunnen sind schlecht unterhalten oder defekt. Frauen und Mädchen müssen meist weite Strecken laufen, um Wasser zu holen. Die schlechte Wasserqualität, ungenügende Hygiene und kaum vorhandene sanitäre Anlagen führen zu Krankheiten, die oft tödliche Auswirkungen haben. Das SRK unterstützt zusammen mit dem MRK die Gemeinden beim Errichten und Reparieren von Brunnen, Latrinen und Handwaschanlagen in Schulen und Dörfern. Rotkreuz-Freiwillige erklären zudem den Schülerinnen und Schülern sowie dem Lehrpersonal den Zusammenhang zwischen Hygiene und Gesundheit.
Mangelware Blut
Malawi verfügt über bloss 25 Prozent der benötigten Blutreserven. Dabei werden diese dringend gebraucht. So sterben viele Säuglinge und Mütter nach Geburten aufgrund von Blutmangel und viele Kinder leiden an Anämie als Folge von Mangelernährung und Malariaerkrankungen.
Im Rahmen des SRK-Programmes werden deshalb regelmässig Aktionen zur Blut-Spenderwerbung durchgeführt. Rotkreuz-Freiwillige klären auf, wie wichtig Blutspenden sind und rekrutieren freiwillige Spenderinnen und Spender. Dabei arbeitet das Rote Kreuz mit dem Malawi Blood Transfusion Service (MBTS) zusammen. Dieser ist mit mobilen Einheiten im Land unterwegs, nimmt den Freiwilligen Blut ab und testet es. Seit 2004 ist der MBTS für die landesweite Versorgung mit sicherem Blut zuständig. Zur Professionalisierung des Blutspendewesens in Malawi rüstete das SRK den MBTS mit Laborgeräten und Software aus.
Wiederkehrende Nothilfe
Immer wieder sind einzelne Gebiete des südafrikanischen Landes von Epidemien, Überschemmungen oder Dürreperioden betroffen. Das SRK hilft der betroffenen Bevölkerung mit Soforthilfe oder Bargeldzahlungen.
Um alle diese Aktivitäten umzusetzen, ist eine starke Organisation vor Ort nötig. Das SRK unterstützt das MRK beim Bestreben, einen organisatorischen Veränderungsprozess durchzuführen.