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Moskau - Wie im Mafia-Film: Die russische Unterwelt hat von einem ihrer Bosse mit einer pompösen Trauerzeremonie in Moskau Abschied genommen. Über 1000 Gäste nahmen an der Feier teil.
Obwohl Journalisten auf dem Prominentenfriedhof Wagankowo unerwünscht waren, gelangen Medien Aufnahmen der Abdankung des Kriminellen Wjatscheslaw Iwankow, genannt Japonschik. Die Trauernden - in dunklen Lederjacken und mit viel Goldschmuck - verehrten den Mafia-Boss wie einen Nationalhelden.
Viele Blätter veröffentlichten die Bilder auf ihren Titelseiten. Die Moskauer Zeitung "Kommersant" berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, dass allein etwa 200 "kriminelle Autoritäten" unter den Trauergästen waren.
Nach Angaben der Zeitung "Wremja Nowostej" war die Beerdigung des Schwerverbrechers und Mörders ähnlich gross wie etwa bei Ex-Präsident Boris Jelzin oder von Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Iwankow wurden beste Verbindungen in die Politik und Geschäftswelt sowie zum Geheimdienst nachgesagt.
Abgeordnete des russischen Parlaments zeigten sich entsetzt über den Rummel um einen Kriminellen. Iwankow, der in der Sowjetunion sowie in den USA im Gefängnis gesessen hatte, war am Freitag im Alter von 69 Jahren an seinen Schussverletzungen nach einem Attentat gestorben.
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