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Entwurf einer 20-Dollar-Note mit der US-Frauenrechtsaktivistin Alice Paul.
Dollar-Note soll erstmals Frauenporträt zeigen
In den USA verlangt eine Petition, ein Frauenporträt auf den 20-Dollar-Schein zu drucken. Präsident Barack Obama findet die Idee «ziemlich gut».
Auf dem 20-Dollar-Schein ist seit 1928 Andrew Jackson abgebildet. Er war US-Präsident von 1829 bis 1837. Jackson liess in seiner Amtszeit Ureinwohner umsiedeln, war für die Sklaverei und gegen eine Zentralbank. «Women on $20s» will ihn nun durch eine Frau ersetzen. Mit einer Online-Petition wollen die Aktivistinnen mindestens 100’000 Unterschriften für das Anliegen sammeln.
15 Kandidatinnen
Auf der Webseite kann man unter 15 Frauen wählen, wer Andrew Jackson ersetzen soll. Unter den Kandidatinnen ist Rosa Parks, die berühmt wurde, weil sie sich weigerte, ihren Sitz im Bus einem weissen Mann zu überlassen. Zur Wahl stehen auch Frauenrechtsaktivistinnen wie Betty Friedan, Susan B. Anthony, Alice Paul und Elizabeth Cady Stanton und Kämpferinnen gegen Sklaverei wie Sojourner Truth.
Finanzminister entscheidet
Die Siegerin will «Women on $20s» US-Präsident Barack Obama vorstellen. Dieser soll dann den Finanzminister überzeugen, der in eigener Kompetenz ein neues Gesicht auf der Banknote anordnen kann. Die Erfolgschancen stehen laut dem Magazin «New Yorker» nicht schlecht. Andrew Jackson gelte unter Fachleuten als überfällig, um ersetzt zu werden. Und Obama habe in einer offiziellen Rede im letzten Sommer die Idee einer Frau auf der Banknote als «ziemlich gut» bezeichnet.
Bisher nur auf Münzen
Frauenporträts gab es bisher nur auf US-Münzen, die praktisch niemand benutzt. Zurzeit die einzige ist die Indianerin Sacagawea auf der Ein-Dollar-Münze. Sie begleitete als Übersetzerin Anfang des 19. Jahrhunderts die erste Lewis-und-Clark-Expedition zur Pazifikküste.
Erfolgreiches Engagement
In Grossbritannien hat sich die Journalistin Caroline Criado-Perez erfolgreich dafür eingesetzt, dass die britische Schriftstellerin Jane Austen ab 2017 auf der Zehn-Pfund-Banknote abgebildet wird. Criado-Perez wurde deshalb über Twitter wüst beschimpft, mit Vergewaltigung und Mord bedroht und ihre Privatadresse veröffentlicht. Ähnlich erging es der Labour-Abgeordneten Stella Creasy, die sich ebenfalls für die Frau auf der Banknote stark gemacht hatte.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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