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Der Verein übernimmt die Bezahlung von Schulgeldern von Waisen oder Kindern Allein- erziehender. Die Abklärung und Evaluation erfolgt in Zusammenarbeit mit der lokalen NGO.
Aufgrund der Leistungen und Familiensituation wird nach Abschluss eines Schuljahres jeweils zusammen mit der lokalen NGO entschieden, ob weitere Unterstützung in Form von Bezahlung der Schulgelder durch den Verein erfolgt.
Momentan werden vier Kinder unterstützt. Da ist zum Beispiel Aida, Waisenkind, bei ihrer Grossmutter in Kibera, einem der grössten Slums in Kenia, lebend. Dank der Unterstützung besucht Aida eine Boarding School an der Grenze zu Tansania. Die Schulferien verbringt sie jeweils bei der Grossmutter in Kibera. Aida hat sich von einem eher wilden, undisziplinierten zu einem lernwilligen Mädchen mit guten Schulnoten entwickelt.
Ruth, ein 11-jähriges Mädchen auf dem Lande, mit ihren zwei Geschwistern bei der Gross- mutter lebend, konnte kürzlich eingeschult werden. Erstaunlich, wie sie sich in kurzer Zeit entwickelt hat und auch ihre Schulleistungen verbessern konnte. In den Schulferien weilt sie bei der Grossmutter, die sie in der Gartenarbeit und Haltung von Kaninchen und Hühnern unterstützt.
Mark lebt mit seinen drei Geschwistern bei der geschiedenen Mutter in einem Armenviertel in Nairobi. Obwohl die Mutter berufstätig ist, wäre sie nie in der Lage, für die Schulgelder ihrer Kinder aufzukommen. Mark ist inzwischen Klassenbester.
Zusammen mit einer lokalen NGO übernimmt der Verein die Koordination, Verwaltung und Überwachung eines Sparkontos, auf das regelmässig durch ein Spender oder eine Spenderin Geld für ein bestimmtes Kind einbezahlt wird.
Beispiel Annett
Annett, die 4-jährige Tochter einer alleinerziehenden Mutter in einem Armenviertel in Nairobi kann sicher sein, dass sie eine gute Schulbildung geniessen wird. Eine Kenia- Liebhaberin hat sich entschieden, jährlich einen Betrag auf ein Konto einzuzahlen. Dieses Geld soll ausschliesslich für die Bildung der kleinen Annett eingesetzt werden.
Zusammen mit der lokalen NGO werden verschiedene Projekte durchgeführt. Aufgrund eines vom Verein, resp. der lokalen NGO gestellten Projektantrages werden Gelder gesprochen. Diese kommen ausschliesslich und hundertprozentig (keine Administrations- oder Verwaltungskosten) dem jeweiligen Projekt zugute.
Das Projektmanagement liegt bei einer lokalen NGO. Gemäss Aktivitätenplan werden die einzelnen Aktionen durch eine lokale Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter (Field Officer) begleitet. In der Umsetzung steht die NGO in regem Austausch mit staatlichen Stellen. Es werden vierteljährige Verlaufsberichte erstellt und jährlich geht ein Bericht an den Geldgeber. Der Verein in der Schweiz stellt sicher, dass das Programm programmgemäss durchgeführt wird und zeigt sich auch verantwortlich für die Finanzen gegenüber dem Geldgeber.
In den Projekten findet eine Zwischen- und Schlussevaluation statt. Ein Mitglied des Vereins stellt in regelmässigen Projektbesuchen den Verlauf der Projekte sicher.
Die Mitglieder im Vorstand des Vereins Freunde Kenias und seiner Menschen leisten Freiwilligenarbeit. Die lokalen Mitarbeitenden erhalten eine Entschädigung gemäss jeweiligem Projektbudget.
Beispiel Nyanduma
Zusammen mit der lokalen NGO, COTRR (Community Organisation and Training for Risk Reduction) in Nairobi wird ein Projekt durchgeführt, welches zum Ziel hat, Kleinstbauern in ländlichen Gebieten mittels nachhaltigen Projekten zu unterstützen und zu fördern und damit zur Erhöhung des Einkommens oder Schaffung zusätzlicher neuer Einkommensquellen beizutragen und schlussendlich die Lebensqualität zu verbessern.
Durch Stärkung der Haushalte mit Waisen sollen bei niedrigen Produktionskosten und gutem Ertrag zusätzliche Familieneinkommen generiert werden, um auch die Ernährungssituation dieser Familien zu verbessern.
In Schulungen wird der Anbau von ursprünglichen (ProSpecieRara) Getreide- und Gemüsesorten (Amaranth) vermittelt. Auch Hühnerzucht für den lokalen Markt, als Angebot für den Markt in Nairobi oder für den Eigenverbrauch, wird gefördert.
Im Weiteren sollen Schulungen zu Fachthemen, neuen Technologien, Haushaltführung, Gesundheit, Rechtskunde etc. angeboten werden. Eine Fortbildung für lokale Ausbildnerinnen ist für die nachhaltige Sicherung des Transfers innerhalb der Dorfgemeinschaft geplant. Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Stellen und Vertretern entsprechender Ministerien durchgeführt.
Beispiel Suswa
Hier handelt es sich um ein Projekts zur verbesserten Hygiene und Prävention mit Frauengruppen und an Schulen in einer ländlichen, wenig entwickelten Region. Aufgrund einer Projektanfrage wurden durch einen Geldgeber Mittel gesprochen, die ausschliesslich und hundertprozentig in dieses Projekt fliessen (ohne Verwaltungskosten).
Im Gebiet der Maasai werden durch Unterstützung und Stärkung der Bevölkerung die allgemeine Gesundheitssituation und Lebensbedingungen durch bewusste Hygiene, Zugang zu sanitären Anlagen und sauberem Wasser verbessert.
Die Durchführung und Begleitung des Projekts liegt bei der lokalen NGO, COTRR, Nairobi, Kenia. Die Zusammenarbeit findet mit Dorfältesten (Gemeindevertretern) sowie den zuständigen Regierungsstellen statt. Die Projektbesuche, die Sitzungen im Projekt-management und Rapporte des Sozialarbeiters (Field Officer) bilden die Basis für den Bericht an die Geldgeber. In die Evaluation des Programms sind alle Beteiligten involviert. Es findet eine Zwischen- sowie Schlussevaluation statt.
Das Programm wird begleitet vom COTRR Projekt Management Team gemäss Aktivitäten-plan. Der/Die SozialarbeiterIn unterstützt das Management Team in den täglichen Aktivitäten. In der Umsetzung des Projekts steht COTRR in regem Austausch mit den staatlichen Stellen für Wasser, Bildung, Gesundheit und Hygiene. Die Projektleiterin der lokalen NGO überwacht den Verlauf des Projekts und stellt sicher, dass das Programm plangemäss durchgeführt wird. Sie koordiniert die verschiedenen Stellen und ist auch verantwortlich für den rechtmässigen Einsatz der Finanzen.
Urnäsch, September 2012/Nelly Näf