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Der beiden Quitzows letzte Fahrten (1876-1877)
Der beiden Quitzows letzte Fahrten
(Erste Veröffentlichung: November 1876 bis Juni 1877)
Historischer Roman (Karl-May-Verlag: Grüner Band 69: "Ritter und Rebellen")
Nur ein Teil des Romans wird von Karl May selbst verfasst; nach dem Ende seiner Tätigkeit als Redakteur für den Verlag Münchmeyer werden die verbleibenden Lieferungen von seinem Nachfolger Dr. Heinrich Goldmann geschrieben. Da Heinrich Goldmann vor Abschluss des Romans stirbt, wird der eigentliche Schluss von einem unbekannten Schriftsteller oder Redakteur ergänzt.
Inhalt
Der beiden Quitzows letzte Fahrten spielt in den Jahren 1411 bis 1414, einer Zeit, in der der Burggraf Friedrich von Zollern im Auftrag des Kaisers die politischen Wirren und die damit verbundene Unsicherheit in der Mark Brandenburg zu beenden sucht. Die alteingesessenen Familien (hauptsächlich Quitzow, Holtzendorff und Gans von Putlitz) sind jedoch nicht bereit, sich ihm unterzuordnen. Dietrich von Quitzow kann sich mit Hilfe von Werner von Holtzendorff der Verfolgung durch Otto von Suteminn entziehen und als Knecht verkleidet untertauchen. In einer tollkühnen Aktion nimmt er Prinz Johann von Zollern als Geisel gefangen. Dietrichs Vetter, der Raubritter Claus von Quitzow, und seine verbündeten Nachbarn erfahren von einem Geldtransport aus England an den Markgrafen und wollen sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Derweil suchen Dietz und Kuno, die Söhne Dietrichs, bei ihrem Onkel eine Bleibe. Sie erfahren, dass ihr Vater der "Schwarze Dietrich" ist und Graf Warwick, der den Geldtransport initiiert hat, durch ihn Frau und Kinder verloren hat. Um dieses Unrecht zu sühnen, machen sie den Schlupfwinkel der Raubritter ausfindig und befreien die dort Gefangenen, u.a. eine geistig verwirrte Gräfin, die bei den Ziehkindern Suteminns Aufnahme findet.
Etwa ab hier wird der Roman von Dr. Heinrich Goldmann fortgesetzt.
Der Geldtransport hat inzwischen Hamburg erreicht und wird nun auf Wagen weitergeführt. Der geplante Überfall misslingt, Claus von Quitzow findet dabei den Tod und das Geld erreicht ungefährdet seinen Bestimmungsort. Graf Warwick trifft bei Suteminn in Tangermünde ein, der sich als Retter des Grafen beim Kampf gegen den "Schwarzen Dietrich" entpuppt. Er erkennt Detlev und Marie als seine Kinder und die verwirrte Gräfin als seine Frau wieder. Dietrich von Quitzow fällt in der Schlacht bei Angermünde, ebenso wie der jüngere seiner Söhne. Graf Warwick kehrt mit seiner wiedergefundenen Familie und begleitet von Suteminn nach England zurück. Dieser erkennt in dem Kaperkapitän Vendaskiöld seinen verschollenen Bruder.