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Neue Virusvarianten von Sars-CoV-2 entstehen laufend. Dies ist ein natürlicher Prozess, der bei der Vermehrung des Virus passiert: Sein genetisches Material wird verdoppelt, und beim Kopiervorgang des Erbguts können Fehler entstehen, sogenannte Mutationen. Im Durchschnitt entstehen bei Sars-CoV-2 etwa zwei Mutationen pro Monat.
Anhand dieser Mutationen lassen sich die Viren-Linien genetisch voneinander unterscheiden. Die meisten dieser Veränderungen sind für die Viren nicht von Nutzen. Ausnahmsweise können sie ihm jedoch Vorteile verschaffen. So sind gewisse neue Varianten beispielsweise ansteckender. Aber die Art und Weise, wie sie die menschlichen Zellen infizieren, ist gleichgeblieben.
Einige der neuen Virusvarianten derzeit sind die Linien B.1.1.7 (Alpha), B.1.351 (Beta), P.1 (Gamma) und B.1.617.2 (Delta), die in England, Südafrika, Brasilien beziehungsweise Indien zum ersten Mal entdeckt wurden. Alle diese Linien besitzen unterschiedliche Veränderungen im Erbgut, wobei eine davon im Bereich des Spike-Proteins bei allen vorkommt.
Erste Studien zeigen, dass die Impfstoffe von Moderna, Pfizer/Biontech, Johnson & Johnson und AstraZeneca auch gegen die in der Schweiz vermehrt auftretende Variante B.1.1.7 nützen. Derzeit wird weiter intensiv untersucht, wie die Impfstoffe gegen die neuen Virusvarianten wirken. Die und lassen sich relativ schnell und einfach verändern, um gegebenenfalls an die neuen Virusvarianten angepasst zu werden.