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Seit 1955 gab es bei der British Airways und der Air France Ideen, ein Überschall-Passagierflugzeug zu konstruieren. Umgesetzt wurde es schlussendlich gemeinsam.
Überschall-Knall
Zum ersten Mal sollten Passagiere in Überschall von A nach B befördert werden. Die Schallgeschwindigkeit beträgt 1'235 km/h. Das Flugzeug sollte sich also schneller als der Schall (Töne und Klänge) fortbewegen. Schlussendlich erreichte die Concorde sogar die doppelte Schallgeschwindigkeit von über 2'400 km/h. Zum Vergleich: Die heutigen Passagierflugzeuge fliegen etwa mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 700 bis 1'000 km/h.
Die hohe Geschwindigkeit der Concorde brachte aber auch ein grosses Problem mit sich. Wenn nämlich das Flugzeug die Schallmauer durchbrach, gab es einen lauten Knall (siehe Video). Daher durfte das futuristische Flugzeug nicht mit zu hoher Geschwindigkeit über Land fliegen und konnte nur über dem Atlantik auf volle Power beschleunigen.
Kommerzielle Flüge
Am 21. Januar 1976 war es dann so weit: Die Concorde hob zum ersten Mal mit Passagieren an Bord ab. Folglich waren vor allem die Linienflüge von Paris und London nach New York gut besetzt. Aufgrund des hohen Lärmpegels, der geringen Reichweite (maximal 7'250 Kilometer) und dem zu teuren Unterhalt, konnte die Concorde jedoch nur wenige weitere Flughäfen anfliegen.
Auch in der Schweiz ist die Concorde mehrfach gelandet. Zum ersten Mal 1976 am Flughafen Genf, das letzte Mal 1998 in Zürich zum 50-jährigen Flughafen-Jubiläum.
Rekorde
Die Geschwindigkeit der Concorde führte zu vielen speziellen und rekordartigen Flügen. 1974 beispielsweise hob in Boston eine Concorde zur gleichen Zeit wie eine Boing 747 in Paris ab. Die Concorde flog nach Paris, machte einen einstündigen Zwischenhalt und erreichte Boston beim Rückflug dennoch früher als die Boeing.
Interessant ist auch ein Flug im Jahr 1985. Beim legendären Live-Aid-Konzert konnte Phil Collins dank der Concorde sowohl in London wie auch in Philadelphia auftreten.
1995 folgte der schnellste Flug mit Passagieren um die Welt. In etwas mehr als 31 Stunden konnten so die Insassen je zwei Sonnenauf- und untergänge miterleben.
Tödliches Unglück
Am 25. Juli 2000 verunglückte eine Concorde-Maschine nahe Paris. Alle 109 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Ein Jahr später konnte der Flugbetrieb zwar wieder aufgenommen werden. Jedoch blieben die Passagiere aus und das Ende der Concorde war eingeläutet.
Am 26. November 2003, also heute vor 17 Jahren, folgte der letzte Flug mit einer Concorde.
Neue Concorde?
Die Concorde konnte ohne Frage neue Massstäbe in der Luftfahrtindustrie setzen. Vor allem die erreichte Geschwindigkeit ist für die heutigen Flugzeugbauer hochinteressant. Von London bis nach New York benötigte man mit der «Königin der Lüfte» nur die Hälfte der heute benötigten Zeit.
Das amerikanisches Startup-Unternehmen «Boom Technology» möchte schon 2023 ein Concorde-ähnliches Flugzeug mit Platz für 55 Personen auf den Markt bringen. Ob die Maschine dieses Mal eine echte Konkurrenz zu normalen Passagierflugzeugen ist, wird sich zeigen.