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Das Projekt sieht eine kompakte Gestaltung mit einem Ausbau in die Höhe vor (erhöhtes Erdgeschoss + 4 Ebenen). Das Gebäude steht in einem Park, der von einem neuen Pflanzengürtel umgebenen ist. Dieser schafft eine natürliche Distanz zu den Nachbarn und dem Dorf, und das Gebäude erhält dadurch einen isolierten Charakter. Die vier auf einem Sockel stehenden Gebäudekörper umschliessen ein zentrales Atrium, das den Gegenübern Grenzen setzt, den Zimmern aber freien Blick auf die Landschaft schenkt. Trotz der interessanten Gebäudeform ist die Fassade wenig ausgearbeitet. Erweiterungen in die verschiedenen Richtungen sind möglich und für den Sockel relativ einfach, für die oberen Stockwerke jedoch schwierig. Das Projekt präsentiert in seiner anfänglichen Konfiguration gegenüber dem Pflichtenheft zusätzliche 30 Betten.
Das Projekt arbeitet mit einer Neugestaltung des Grundstücks und einer intelligenten Bodenbewirtschaftung mittels teilweisem Ausgleich von Aufschüttungen/Aushub und einem Parkhaus unter der Aufschüttung. Die Gefahr von Überschwemmungen wird durch einen reduzierten Aushub über dem Grundwasserspiegel reduziert. Das Strukturkonzept ist rational, effizient und mit einem geeigneten Baugerüst rasch umzusetzen. Die getrennte Struktur bietet eine gute Flexibilität und berücksichtigt die Grundlagen des erbebensicheren Bauens. Die Art des Fundaments ist angemessen und erfüllt die hydrogeologischen Vorschriften.
Wegen der guten Lage des Gebäudes gibt es im Allgemeinen viel natürliches Licht, was für das Wohlbefinden der Patienten sehr wichtig ist. Das Licht kommt sowohl von den Fassadenelementen als auch über die vertikalen Lichtschächte. Die Jury hat die dreidimensionale Arbeit und die Qualität der Eingangsräume und vertikalen Verteilung gewürdigt. Letztere ergibt sich aus der Verkettung einer Halle mit doppelter Höhe, eines Atriums und von Patios. Diese Einrichtung verbindet den Empfang im Erdgeschoss mit dem ambulanten Bereich im ersten Stock.
Bei den Pflegeeinheiten zeigt sich der häusliche Charakter sowohl in den Verteilerräumen als auch in den Zimmern. Eine wesentliche Ausdehnung ist in Richtung Autobahn vorgesehen. Die kleinen Aussparungen gegenüber der Zimmer, in denen sich die Begegnungsorte der Gemeinschaftsräume oder Sitzbänke befinden, unterstreichen die soziale Dimension für die hospitalisierten Patienten. Das strukturelle Gerüst ist sorgfältig gewählt und bringt bei der Zimmereinrichtung mehr Komfort. Dadurch ist auch eine grosse Flexibilität in Bezug auf spätere Einrichtungen gewährleistet. Die Patios, die die zentralen Räume der Pflegeeinheiten mit Licht versorgen, stellen jedoch im Hinblick auf die Zirkulation und Verwaltung dieser Einheiten ein Sicherheitsrisiko für die Patienten dar.
Die verschiedenen Pole sind in einem vertikalen System klar zugeordnet und auf Stockwerke aufgeteilt. Der Geburtshilfetrakt befindet sich jedoch – und das ist ein bedeutender Mangel – nicht auf der gleichen Ebene wie der Operationstrakt. Die Nutzung der technischen und logistischen Einrichtungen erweist sich nicht als sehr geeignet.
Zugang, Organisation und Verteilung sind wegen der Kreuzungen mit dem Publikums- und Patientenstrom nicht optimal. Die Organisation lässt sich in diesem Konzept nur schwer verbessern, da es auf vertikalen Verbindungen beruht. Der technische Teil ist sehr detailliert und gut dokumentiert, das Energiekonzept gut gelungen und glaubwürdig.
Die Qualität des Projektes liegt in der klaren und kohärenten Planung des Spitals in einem begünstigten Park. Die Unterteilung der autonomen Einheiten passt gut zum nachweislich häuslichen Charakter, erweist sich allerdings im Hinblick auf den Betrieb der technischen Einrichtungen als problematisch. Die vorgeschlagene Typologie blockiert die Einrichtung und schränkt deren Entwicklung ein.
Gesamtprojektleitung
TEKHNE SA
|Gesamtprojektleitung||TEKHNE SA|
|Architektur, Urbanistik und Bauwirtschaft||IttenBrechbühl AG|
|TEKHNE SA|
|Profil-Paysage Sàrl|