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Matt Stutzman kam als Silber-Gewinner von London an die Paralympischen Spiele in Rio. Im Bogenschiessen wollte er wieder aufs Podest. Das Unglaubliche dabei: Stutzman kam ohne Arme auf die Welt.
Der 33-Jährige Amerikaner mit dem Übernamen «Armless Archer» («Armloser Bogenschütze») hält das Sportgerät mit dem Fuss, hängt den Pfeil an einer kleinen Vorrichtung über seiner Schulter ein und löst diesen dann mit dem Mund aus.
Am Mittwoch überstand Stutzman die erste Runde problemlos. Im Achtelfinal unterlag er Andrey Muniz de Castro denkbar knapp mit 141:142. «Solche Tage gibt es», meinte er gegenüber NBC danach lapidar. «Ich konzentriere mich jetzt auf Tokio 2020.»
Bis dahin will Stutzman sich mit den Allerbesten der Welt messen. Er möchte im nächsten Jahr bei den nicht handicapierten Teilnehmern starten: «Ich will der Beste werden. Und dafür muss ich mich mit den Weltbesten messen. Ich will die WM gewinnen!», sagt er.
Übrigens: Das Video von Toronto oben geht nicht nur wegen der unfassbaren Leistung um die Welt. Bei der Medaillenzeremonie will ihm der Offizielle die Hand schütteln. Stutzman lacht und gibt ihm den Fuss. Die Diskussionen gehen hoch, ob das jetzt respektlos war oder eben gerade richtig, weil der Offizielle ihn als «normalen» Menschen sah. Eines ist die Leistung auf jeden Fall: grossartig.