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«Meine Lungen fingen an zu stechen. Jeder Atemzug wurde zur Qual. Ich wusste, der einzige Weg, der mir ein längeres Leben bescheren würde, ist der Abstieg», schreibt Evelyne Binsack am Mittwoch auf ihre Facebook-Seite. Nur 1300 Meter war sie von ihrem Expeditions-Ziel entfernt, als sie sich ernsthaften gesundheitlichen Problemen stellen musste.
Ich habe alles gegeben, habe alles versucht
Die 46-Jährige liess sich daraufhin im Spital in Kathmandu untersuchen. Der Befund: eine Bronchitis. Obwohl sie sich auch nach mehrmaligen Spitalbesuchen gegen den Abstieg wehrte, sei wohl der Abbruch die vernünftigste Entscheidung gewesen, resümiert Binsack auf ihrer Facebook-Seite. Die Krankheit habe ihrem Körper sehr viel Substanz geraubt: «Ich habe alles gegeben, habe alles versucht. Ich habe gekämpft, so gut ich konnte.»
Tragische Ereignisse am Berg
Auch der Todessturz ihres russischen Bergsteiger-Kumpans, der am 15. Mai im Khumbu-Eisbruch unweit von ihr abstürzte, nahm Binsack stark mit: «Alexej war verheiratet, liebte seine Frau über alles und hatte mit ihr zwei wundervolle Kinder», so Binsack. Er sei ein Mann von grosser Statur gewesen, der viel lachte.
Doch dieser Todessturz war nicht das einzige tragische Ereignis bei der Gipfelbesteigung: Knapp eine Woche davor starb ein Sherpa an der Höhenkrankheit, ein anderer stürzte in der Lhotse-Flanke ab und überlebte den 800-Höhenmeter-Sturz nicht.