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Anton Schneuwly kam am 6. Mai 1929 als Sohn des Joseph Schneuwly und der Emma geborene Hagmann in Freiburg zur Welt. Er war seit seiner Geburt köperbehindert. Das Gehen machte ihm Mühe und eine Hand konnte er kaum gebrauchen. In dieser Zeit gab es noch wenig Möglichkeiten, um Menschen mit einer Behinderung zu helfen, ihnen den Weg in die Selbständigkeit zu ebnen. Seine geistigen Fähigkeiten wurden nicht gefördert. Der Vater starb, als Anton fünf Jahre alt war.So kam Anton früh ins Waisenhaus in Freiburg. Als er der Schulzeit entwachsen war, musste er diesen Ort verlassen und kam nach Ottisberg, wo ein grosses Haus vor allem Männer aufnahm, die in der Landwirtschaft tätig gewesen waren und im Alter dort ein Daheim fanden.Als dieses Haus aufgegeben wurde, zog Anton Schneuwly nach St. Wolfgang, wo das frühere Waisenhaus in ein Altersheim umgebaut worden war. Anton passte vom Alter her nicht in diese Häuser und hat dort trotzdem ein Zuhause gefunden. Er hat sich gern im Garten aufgehalten und mitgeholfen. In den Neunziger Jahren wurde im Wolfacker in Düdingen ein neues Pflegeheim gebaut und die Bewohner des Altersheims St. Wolfgang wechselten dorthin.Trotz seiner Behinderung war Anton ein aufgestellter, zufriedener Mann. Er grüsste jeweils freundlich, schätzte es, ein paar Worte zu wechseln und dies oft auf Französisch. Er las jeden Morgen die Liberté und die Freiburger Nachrichten. Er kannte das Pflegepersonal sehr gut, waren sie doch für ihn seine Familie. Mit viel Freude hat er Puzzles von Tieren zusammengesetzt und mit diesen Bildern sein Zimmer verschönert. Anton war auch ein sensibler, mitfühlender Mann. Musik hat ihn sehr berührt. Gern nahm er an verschiedenen Anlässen im Dorf teil, am Jodler- und Trachtenabend war er fast immer dabei.Seine originelle, meist frohe Art brachte Freude in die Gemeinschaft und sie zeigte sich auch im Käppi, das er trug. In den letzten Monaten hat Anton im Wolfacker zusammen mit einem befreundeten Heimbewohner mit bewundernswerter Ausdauer Mandalas gemalt. Am Sonntagabend, 19. November 2006, ist Anton nach längerer Krankheit gestorben. Da er Bürger von Wünnewil war, wurde der Beerdigungsgottesdienst in Wünnewil gefeiert und im dortigen Gemeinschaftsgrab hat er seine letzte Ruhestätte gefunden. Anton Schneuwly hat 42 Jahre zur Stiftung St. Wolfgang gehört. Sein leerer Platz in der Cafeteria wird noch lange an ihn erinnern. Der Herr möge ihm den ewigen Frieden schenken.Eing.