Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03132.jsonl.gz/2977

Das Brazilian Institute of the Environment and Renewable Natural Resources (Ibama) erteilte der staatlichen Energieversorgerin Eletronuclear SA eine neue Genehmigung. Damit kann das Unternehmen die Kernkraftwerkseinheit Angra-3 fertigstellen.
Um die für sechs Jahre gültige Genehmigung zu erhalten, musste Eletronuclear eine Reihe von Kriterien festlegen, mit denen das Unternehmen gegenüber Ibama nachweisen kann, dass es das Projekt sicher umsetzen kann. Dazu gehören die Kontrolle des Lärmpegels, die ordnungsgemässe Abfallentsorgung sowie Investitionen in die Arbeitssicherheit und in den Notfallplan des Kernkraftwerks Angra. Hinzu kommen Investitionen in soziale Projekte im Bereich Gesundheit, Bildung und sanitäre Grundversorgung, die der Region zugutekommen.
Es wird erwartet, dass Angra-3 im Februar 2028 mit der Energieerzeugung beginnen wird. Nach ihrer Fertigstellung wird die 1400-MW-Einheit 4,5 Mio. Einwohner mit Strom versorgen, schreibt Eletronuclear. Die erzeugte Energie mache etwa 60% des Verbrauchs des Bundesstaates Rio de Janeiro und 3% des brasilianischen Verbrauchs aus.
Bauarbeiten an Angra-3 waren Mitte der 1980er-Jahre wegen Korruptionsvorwürfen und staatlichen Geldmangels unterbrochen worden. Die Arbeiten wurden 2010 wiederaufgenommen, verlangsamten sich jedoch und hörten angesichts der wachsenden Wirtschaftskrise in Brasilien in den Jahren 2015 und 2016 auf.
Am gleichen Standort an der südlichen Küste des Bundesstaats Rio de Janeiro stehen Angra-1 (609 MW, PWR) und -2 (1275 MW, PWR) in Betrieb.
Quelle
M.A. nach Eletronuclear, Medienmitteilung, 27. August 2022