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Janina F. leaste ein Auto, weil sie zu wenig Geld für den Kauf hatte. «Nur ein kleiner Parkschaden», sagte der Händler über den Zustand des Fahrzeugs. Die junge Frau unterschrieb den Vertrag – und kam gehörig auf die Welt.
Janina F.* war schon lange auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug. Im Internet sah sie schliesslich ein Auto, das genau ihren Wünschen entsprach. Und so vereinbarte sie mit dem Händler einen Termin für eine Probefahrt. Dabei stellte Janina fest, dass die Lackierung der Fahrertüre nicht so ganz mit der übrigen Lackierung des Fahrzeuges übereinstimmte, und dass es Probleme mit der automatischen Entriegelung gab. Der Händler sagt ihr, das Fahrzeug habe vor kurzem lediglich einen kleinen Parkschaden erlitten – ansonsten sei das Fahrzeug in einem sehr guten Zustand.
Da Janina F. nicht genügend Geld auf der Seite hatte – der Verkaufspreis betrug 25’900 Franken -, entschloss sie sich, das Fahrzeug zu leasen und unterschrieb alle Verträge. Darin wurde auch der kleine Parkschaden vermerkt, so dass Janina das Gefühl hatte, alles sei korrekt. Da das Fahrzeug noch über eine Werksgarantie verfügte, entschloss sich Janina einige Monate später, eine Markengarage aufzusuchen, um den «kleinen Parkschaden» auf Garantie reparieren zu lassen. Gleichzeitig wollte sie auch gleich einen Service durchführen lassen. Dabei stellte die Garage zum grossen Entsetzen von Janina fest, dass das Auto in der Vergangenheit nicht nur einen kleinen Parkschaden erlitten haben musste, sondern dass etwas Gröberes geschehen sein musste.
Tragende Elemente des Fahrzeuges waren beschädigt, und auch die Reparaturen waren nicht fachgemäss durchgeführt worden. Als Folge davon erlosch auch die Werksgarantie. Janina wandte sich sofort an den Händler, bei dem sie das Auto geleast hatte. Dieser meinte jedoch nur lapidar, er habe ja gesagt, dass das Auto einen Schaden gehabt hätte, sie müsse selber weiter schauen. Aus Angst, ein wertloses Auto gekauft zu haben und nun selber auf den Kosten sitzen zu bleiben, wandte sich Janina an ihren Rechtsschutzversicherer, die AXA-ARAG.
Die AXA-ARAG sandte dem Händler umgehend eine Mängelrüge und informierte die Leasinggesellschaft über den Vorfall. Anschliessend gab die AXA-ARAG auf ihre eigenen Kosten ein Gutachten über die Fahrzeugmängel in Auftrag. Es stellte sich heraus, dass die Schäden derart gravierend waren, dass wirtschaftlich gesehen ein Totalschaden vorlag. Die Gegenpartei, Janinas Händler, bot jedoch keinerlei Hand für eine einvernehmliche Lösung und verwies auf den Gerichtsweg.
Die AXA-ARAG reichte beim zuständigen Gericht eine Klage ein, mit dem Ziel, eine Rückgabe des Fahrzeuges zu ermöglichen. Und tatsächlich, das Gericht gab der Klägerin recht. Janina F. konnte das Fahrzeug dem Händler zurückgeben und musste lediglich eine kleine Entschädigung für die bereits gefahrenen Kilometer leisten. Nach dem Urteilsspruch nahm die AXA-ARAG erneut Kontakt mit dem Leasinggeber auf, um auch noch den Leasingvertrag aufzulösen, da Janina nun ja kein Fahrzeug mehr hatte. Für die junge Frau ging das mangelhafte Leasing dank Unterstützung der Rechtsschutzversicherung glimpflich aus – einen Vertrag für ein Autoleasing zu unterschreiben, wird sie in Zukunft aber wohl sehr genau überlegen.
* Name geändert
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