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"Ich heisse Mireille. Man hat mich in Yasmina umbenannt. Das ist mein arabischer Vorname. Jener, den Nadir für mich ausgewählt hat, als ich mich, nachdem ich ihn aus Liebe geheiratet hatte, zum Islam bekannte, aus Gründen der Anpassung." Die französische Jurastudentin Mireille verliebt sich in Aix-en-Provence in den Marokkaner Nadir und folgt ihm nach Casablanca. Aber die Anpassung an den "sonderbaren Gott, der es den Männern erlaubte, vier Frauen zu heiraten und sie zu verstossen, wann immer es ihnen gefiel", gelang ihr nicht. Nadir verstösst "die sanfte Studentin, die ich zu meiner Frau gemacht hatte", weil sie immer "geringschätziger, überheblicher wurde"; zu verschieden sind ihre Lebensentwürfe. Verstossen und somit "definitiv aufgenommen in den Schoss islamischer Frauen, jener Menschheit zweiter Klasse", lernte sie zweifach zu existieren: "als Yasmina, die Unterwürfige, und als Mireille, die Revoltierende". Mireille verliert den Kampf.
Portrait
Fadéla Sebti arbeitet als Anwältin in Casablanca. Ihr 1995 erschienenes Buch ist in Marokko ein Bestseller.