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ZWEISPRACHIGE AUSBILDUNG DEUTSCH - FRANZÖSISCH (Gymnasium, Fachmittelschule, Handelsmittelschule)
Gymnasium
Immersionsfach
Ab dem ersten Gymnasialjahr können die Schülerinnen und Schüler, ohne weitere Aufnahmekriterien, in einer sprachlich homogenen Gruppe ein Fach in der Partnersprache (Immersionsfach) belegen. Bei Bedarf sind Stützmassnahmen vorgesehen. Wer die entsprechenden Eintrittsbedingungen erfüllt, kann ab der 2. Gymnasialklasse eine «zweisprachige Klasse » besuchen.
Zweisprachige Klasse
Dieser Ausbildungsweg steht den Schülerinnen und Schülern ab dem zweiten Gymnasialjahr offen. Der Fachunterricht findet in einer gemischtsprachigen Klasse zur Hälfte in der Partnersprache statt. Dazu noch einige nähere Erläuterungen:
- getrennter Unterricht für Muttersprache und Partnersprache;
- im 2. Schuljahr werden Fehler, die eindeutig auf sprachliche Probleme zurückzuführen sind, angemessen berücksichtigt;
- Promotionsbedingungen entsprechen denjenigen der Standardklasse;
- Abschluss: Zweisprachiger Maturitätsausweis mit Französischniveau B2 +.
Aufnahmebedingungen:
Einen Durchschnitt von 4.5 in der Kerngruppe Muttersprache, Zweitsprache und Mathematik, eine genügende Note in der Partnersprache sowie 6 Punkte im Sinne des Prinzips der doppelten Kompensation.
Zweisprachige Klasse "plus"
Schülerinnen und Schüler können im ersten Jahr in eine zweisprachige Klasse "plus" einsteigen. Dieser Ausbildungsweg steht Lernenden mit bereits sehr guten Kenntnissen in der Partnersprache offen.
Aufnahmebedingungen:
- Progymnasialklasse: Note 5 in der Partnersprache und mindestens 18 Punkte
- Sekundarklasse: Note 5.5 in der Partnersprache und mindestens 21 Punkte).
In einer gemischtsprachigen Klasse findet der Unterricht je zur Hälfte in Deutsch und Französisch statt. Der Lehrplan der Partnersprache wird an die besonderen Bedürfnisse dieser Klasse angepasst; bei der Matura soll das Niveau C1 erreicht werden.
Die Ausbildung führt zum zweisprachigen Maturitätsausweis mit Vermerk zweisprachig "plus".
Differenzierte Programme und Anforderungen für Französisch/Deutsch als zweite Sprache (L2)
Das Konzept bringt Verbesserungen für den Unterricht in der Partnersprache (L2). Der L2-Lehrplan zweisprachiger Klassen wird erweitert und das Anforderungsniveau differenziert angehoben.
Eine nicht zweisprachige Klasse soll das Niveau B2, eine zweisprachige Klasse das Niveau B2+ (mündliche Matura), eine zweisprachige Klasse Plus das Niveau C1 (mündliche und schriftliche Matura) anstreben. Diese Sprachniveaus sind im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen festgelegt.
Dank den Differenzierungsmassnahmen können die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen besser abgedeckt werden. Darüber hinaus wird durch eine grosse Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ausbildungswegen der individuellen Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen.
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Gymnasium Zweisprachigkeit Deutsch-Französisch © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Fachmittelschule Freiburg
Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, einen zweisprachigen Fachmittelschulausweis zu erwerben. Dieser Bildungsweg wird nur an der Fachmittelschule Freiburg für den gesamten Kanton angeboten.
Die Stundenpläne zweier Klassen (eine deutschsprachige und eine französischsprachige) der gleichen Stufe und des gleichen Berufsfelds werden bezüglich der sogenannten «zweisprachigen» Fächer aufeinander abgestimmt.
Die zweisprachigen Schüler sind in einer Klasse eingeteilt und folgen dem Unterricht in ihrer Muttersprache. Sie gehen in die Partnerklasse der anderssprachigen Abteilung, um dort am Unterricht in Mathematik, Chemie, Geschichte, Psychologie oder bildnerisches Gestalten teilzunehmen.
Dieses Ausbildungskonzept führt zum Erwerb folgender zweisprachiger Fachmittelschulausweise und Fachmaturitäten:
- Fachmittelschulausweis im Berufsfeld Gesundheit
- Fachmittelschulausweis im Berufsfeld soziale Arbeit
- Fachmittelschulausweis im Berufsfeld Pädagogik
- Fachmaturität in einem der drei Berufsfelder (Gesundheit, soziale Arbeit und Pädagogik)
Die Anzahl «transferierter» Schülerinnen und Schüler von der deutschen in die französische Abteilung und umgekehrt muss folglich etwa gleich gross sein. Bei Unter-oder Überbesetzung behält sich die Direktion der Fachmittelschule Freiburg das Recht vor, auch Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen erfüllen, zurückzuweisen.
Zulassungsbedingungen:
- Für Schülerinnen und Schüler aus der Progymnasialklasse (11H) gilt: Note 2. Sprache = 5,0 und 17 Punkte
- Für Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarklasse (11H) gilt: Note 2. Sprache = 5,5 und 19 Punkte
Schülerinnen und Schüler, die ein partnersprachliches Schuljahr absolviert haben (nach der 11H, vor Beginn der FMS Ausbildung), können:
- den Unterricht vollständig in der anderen Sprachabteilung besuchen (totale Immersion) und erhalten einen französischen FMS-Ausweis;
- eine zweisprachige Klasse besuchen (partiell-immersives System). Die Aufnahmebedingungen sind für den Gesamtdurchschnitt identisch, der Durchschnitt in Französisch wird jedoch nicht berücksichtigt.
Schülerinnen und Schüler, die einen Teil ihrer Ausbildung (Austauschsemester) an einer Fachmittelschule in der Partnersprache absolviert haben, können unter bestimmten Bedingungen in die zweisprachige Ausbildung wechseln.
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FMS_Tabelle_Zweisprachigkeit © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Vollzeitliche Handelsmittelschule
Die Handelsmittelschule (HMS) bietet eine zweisprachige Ausbildung (Deutsch-Französisch) an, die zur eidgenössischen "mehrsprachigen Berufsmaturität" führt.
Das obligatorische Betriebspraktikum im vierten Studienjahr können die Schülerinnen und Schüler in einer anderen Sprache in der Schweiz oder im Ausland absolvieren.
ZWEISPRACHIGE AUSBILDUNG DEUTSCH - ITALIENISCH (Gymnasium)
Die zweisprachige Ausbildung «Deutsch-Italienisch» richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die am Gymnasium Italienisch lernen.
Diese Ausbildung ermöglicht es, eine dritte Landessprache besser kennen zu lernen, indem sie ein Schuljahr in Immersion im Tessin anbietet. Sie bietet die Möglichkeit, Lebenserfahrung in einem anderen kulturellen und sprachlichen Umfeld zu sammeln und gleichzeitig die Schullaufbahn in der Schweiz fortzusetzen. Sie bringt einen unbestreitbaren persönlichen Reichtum mit sich und stellt einen großen Vorteil für das Berufsleben dar.
Diese Ausbildung, die aus einem immersiven Unterricht von über 800 Stunden besteht, führt zu einem zweisprachigen gymnasialen Maturitätszeugnis.
Mögliche Ausbildungsgänge und wichtige Informationen
- Die Einschreibung für die zweisprachige Matura mit Italienisch erfolgt erst für das 2. Schuljahr am Gymnasium. Eine Anmeldung mittels online Einschreibung im 11H ist nicht möglich!
- Die Wahl von L2 Italienisch für das erste Schuljahr ist nur für Schülerinnen und Schüler mit Italienisch auf Muttersprachniveau möglich.
- Die zweisprachige Matura mit Italienisch kann auch erlangt werden, wenn das Schwerpunktfach Italienisch oder Italienisch als 3. Sprache gewählt wird. Hier erfolgt die Einschreibung für eine Matura mit Italienisch für das 3. Schuljahr am Gymnasium.
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Zweisprachige Bildungsgänge Deutsch-Italienisch © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
SPRACHAUSTAUSCHE
Sprachaustausche ermöglichen Studierenden ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Partnersprache anzuwenden und zu verbessern. Zudem sind Sprachaustausche gute Gelegenheiten, Studierenden andere Kulturen näherzubringen.
Klassenaustausch (KA)
Wenn Sie einen Klassenaustausch in der Schweiz oder im Ausland erleben möchten, wenden Sie sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an Ihrer Schule oder an die Nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia. Für diese Klassenaustausche ist es möglich, einen finanziellen Beitrag des Kantons Freiburg zu erhalten:
Das Formular ist der Schuldirektion zu übergeben. Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung kann auch bei Movetia eingereicht werden. Die Lehrpersonen sind für die Beantragung einer finanziellen Unterstützung verantwortlich.
Empfang von auswärtigen Klassen, die in den Kanton Freiburg kommen (EKA)
Wenn Sie auswärtige Klassen empfangen möchten, die in den Kanton Freiburg kommen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an Ihrer Schule oder an die Nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia. Für diese Klassenaustausche ist es möglich, einen finanziellen Beitrag des Kantons Freiburg zu erhalten:
Das Formular ist der Schuldirektion zu übergeben. Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung kann auch bei Movetia eingereicht werden. Die Lehrpersonen sind für die Beantragung einer finanziellen Unterstützung verantwortlich.
Einzelaustausch (ESA)
Studierende, die eine Schule der Sekundarstufe 2 besuchen (Mittelschule, Handelsmittelschule oder Fachmittelschule) und den Wunsch haben während ihrer Studienzeit einen Einzelaustausch zu machen, wenden sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an ihrer Schule. Es ist möglich, einen finanziellen Beitrag vom Kanton oder von Movetia, der nationalen Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität, zu erhalten.
Bei einem Aufenthalt von weniger als 10 Tagen füllen Sie bitte das Abrechnungsformular "Einzelaustausch (ESA)" aus.
Für Aufenthalte von mehr als 10 Tagen können die Eltern vor Beginn des Aufenthalts einen Antrag einreichen, indem sie das Online-Formular auf https://www.movetia.ch/programme/national/einzelaustausch/nationaler-einzelaustausch/antrag-einreichen ausfüllen.
Bedingungen für die Aufnahme ins 2. Schuljahr nach einem Sprachaufenthalt
Die Schülerinnen und Schüler 11H der progymnasialen Klassen, die Ende Schuljahr 20 Punkte (4 Fächer) erreicht haben, können nach einem Austauschjahr (Partnersprache) an einem anerkannten Gymnasium der Schweiz direkt in das 2. Jahr der gymnasialen Ausbildung in Freiburg aufgenommen werden. Voraussetzung ist die Promotion am Ende des Jahres in der aufnehmenden Schule.
Anmeldeverfahren für das Gymnasium in Freiburg: Die Schülerinnen und Schüler 11H melden sich für das erste Jahr des Gymnasiums an. Ihnen wird eine Schule in Freiburg zugewiesen. Sie informieren dieses Gymnasium, dass ein Sprachaufenthalt geplant ist, damit die Direktion mit der Gastschule Kontakt aufnehmen kann, um die Betreuung zu gewährleisten.
Überspringen eines Semesters oder eines Schuljahres
Für Informationen zu den Bedingungen für das Überspringen eines Semesters oder eines Schuljahres, wenden Sie sich bitte an die Schuldirektion.