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In seiner Karriere als Fussballspieler wurde Zinédine Zidane von der FIFA dreimal als Weltfussballer des Jahres ausgezeichnet. Seit Jahresbeginn 2016 ist er Trainer von Real Madrid.
VORGESCHICHTE
Von wo kommt eigentlich dieser grandiose Fussballspieler und heutige Erfolgstrainer? Zinédine Zidane, in Frankreich oft Zizou genannt, wurde als Sohn algerischer Einwanderer in Marseille geboren. In Marseille wuchs er im Problemviertel La Castellane auf. Sein erster Club war US Saint-Henri. Mit 14 Jahren wurde er von Jean Varraud entdeckt und in das Fussballinternat des AS Cannes aufgenommen. Dort lernt er im Alter von 15 Jahren seine heutige Frau Véronique Fernández kennen. Mit ihr hat er vier Söhne: Enzo (1995), Luca (1998), Theo (2002) und Elyaz (2005).
FUSSBALLER
Über den Fussballer Zinédine Zidane sind Bücher geschrieben worden. Die Titel und Auszeichnungen sagen aber mehr als 1000 Worte (siehe Tabelle rechts).
FUNKTIONÄR
Im Dezember 2008 wird er mit Bixente Lizarazu und Alain Boghossian, Mäzen des damaligen Drittligisten „Olympique Croix de Savoie 74“, welcher von 2011 bis 2015 in der Ligue 1 spielte. Am 01.10.2010 wird Zidane zudem noch Berater des Managements bei Real Madrid. Im Mai 2011 trat er die Stelle als Sportdirektor bei Real Madrid an und gab diese bereits am 30.06.2012 wieder auf. Seinen Diplomlehrgang an der Universität Limoges, machte er im Oktober des Jahres 2011. Im Herbst 2012 erwarb er, wie auch Olivier Dacourt, ein Aktienpaket des Viertligisten AF Rodez.
TRAINER
Im November 2010 wurde Zidane auf Wunsch des damaligen Trainers José Mourinho zum Berater von Real Madrid ernannt. Er begleitete die Mannschaft und nahm an Versammlungen und Trainingseinheiten teil. Zur Saison 2013/14 wurde Zidane neben Paul Clement Co-Trainer von Carlo Ancelotti bei Real Madrid.
Ein Jahr später übernahm er die (in die drittklassige Segunda División B) abgestiegene zweite Mannschaft von Real Madrid als Cheftrainer. Im August 2014 wurde Zidane, der nicht die erforderliche Trainerlizenz hatte, um die Mannschaft zu trainieren, von der spanischen Trainervereinigung CENAFE beim Verband angezeigt. Im Frühjahr 2015 erhielt er die UEFA Pro-Trainerlizenz und war fortan offiziell Trainer von Real Madrid Castilla.
Am 05.01.2016 übernahm Zidane die auf dem dritten Tabellenplatz stehende erste Mannschaft des zuvor freigestellten Trainers Rafael Benítez. Zidane führte die Mannschaft bis in das Finale der UEFA Champions League in Mailand, welches am 28.05.2016 gegen Atlético Madrid im Elfmeterschiessen gewann.
Im Zeitraum vom 06.04.2016 bis zum 13.01.2017 kassierte Real Madrid in 40 Pflichtspielen unter Zidane keine einzige Niederlage. Damit überbot der Coach die vorherige Bestmarke des FC Barcelona unter Luis Enrique und ist alleiniger Rekordhalter in Spanien.
Er war einer der besten Fussballer der Welt, nun hat Zinédine Zidane als erster Trainer zweimal in Folge die Champions League gewonnen.
FILM
Im Film „Zidane – ein Porträt des 21. Jahrhunderts“ aus dem Jahr 2006 wird Zidane in seinem letzten Spiel als Fussballer für Real Madrid gezeigt. Jedes Dribbling ist zu sehen, jedes Schnauben zu hören. Dafür sorgen 17 Kameras, die 90 Minuten lang nur auf ihn gerichtet waren. Zidane spricht während des Spiels kaum ein Wort, und wenn, dann flüstert er.
Er war einer der besten Fussballer der Geschichte. Es sieht danach aus, als könne seine Trainerkarriere ähnlich erfolgreich verlaufen. Im ersten Jahr im Profifussball gewann er mit Madrid gleich die Champions League und konnte als erster Trainer in der Geschichte des Wettbewerbs den Titel erfolgreich verteidigen.