Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/165564

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Folgen der Enthornung von Ziegen, Rindern und Schafen in Bezug auf das Auftreten sogenannter Phantomschmerzen wissenschaftlich untersuchen zu lassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Beim Enthornen ist zwischen Amputation der Hörner bei ausgewachsenen Tieren durch Absägen und Entfernung der Hornanlagen bei Jungtieren durch Ausbrennen zu unterscheiden. Amputationen werden heute fast nur noch im Fall von Verletzungen des Horns durchgeführt und sind zwingend von einem Tierarzt vorzunehmen.</p><p>Phantomschmerzen könnten allenfalls durch eine Amputation ausgelöst werden. Voraussetzung für das Feststellen von Phantomschmerzen ist allerdings die Schilderung der exakten Lokalisation des Schmerzes und der konkreten Empfindung. Da dies bei Tieren nicht möglich ist, wird eher von chronischen oder von Langzeitschmerzen gesprochen.</p><p>Aktuell wird von der Vetsuisse-Fakultät eine Studie durchgeführt, die mittels neurophysiologischer Untersuchungen Erkenntnisse zu Langzeitschmerzen nach dem Ausbrennen der Hornanlagen bei Kälbern bringen soll. Nach Ansicht des Bundesrates ist es nicht angezeigt, jetzt auch noch seitens des Bundes eine Studie zu allfälligen Schmerzen nach einer Enthornung in Auftrag zu geben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.