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Der Zementkonzern Holcim hat im ersten Quartal 2002 einen Gewinnrückgang um 6,1% auf 77 Mio. Franken verzeichnet. Holcim spürte vor allem die Krise in Argentinien.
Bei gehaltenen Umsätzen sei der Start ins neue Jahr trotzdem gut gelungen, teilte Holcim am Donnerstag mit. Fürs ganze Jahr werden Resultate zumindest auf Vorjahresniveau erwartet.
Mit 2,847 Mrd. Franken lag der Umsatz des Zementriesen im ersten Quartal um nur 0,6% unter dem Vorjahreswert. Der weltweit grösste Zementkonzern Lafarge wuchs im Schlüsselbereich Zement im ersten Quartal 2002 um 8,6%.
Produktionsausfall in Portland
Der Zement- und Klinkerabsatz von Holcim lag im ersten Quartal bei 19,1 Mio. Tonnen. Dies sind 5,5% über dem Vorjahreswert, was allerdings auch mit dem erweiterten Konsolidierungs-Kreis zusammenhänge, schreibt Holcim.
Der Rückgang des konsolidierten Betriebsgewinns um 4,3% auf 310 Mio. Franken wird in erster Linie mit dem fehlenden Volumen bei Holcim US durch den Produktionsausfall im Werk Portland sowie der Krise in Argentinien erklärt. Ohne diese Einflüsse läge der Betriebsgewinn laut Holcim deutlich über dem Vorjahres-Wert.
Grosse Nachfrage in Europa
Wie Holcim weiter berichtet, stieg die Zement-Nachfrage in weiten Teilen Europas nach einem sehr kalten Januar rasch an. Die Verkäufe hätten sich auch in Osteuropa mehrheitlich positiv entwickelt.
Der Produktions-Ausfall im Werk Portland (USA) führte zu Absatzeinbussen von rund 0,3 Mio. Tonnen. Wegen Konstruktionsfehlern war das neue Werk schon zwei Wochen nach Inbetriebnahme wieder abgeschaltet worden. Bis Mitte Jahr soll die Produktion wieder hochgefahren werden.
Argentiniens Krise
Lateinamerika war laut Holcim mit Ausnahme des krisengeschüttelten Argentiniens, wo die Bautätigkeit praktisch zum Erliegen kam, recht stabil. Vor allem Mexiko habe einen wesentlichen Anteil an der guten Entwicklung gehabt. Auch in Afrika und im Nahen Osten habe sich der Zement-Verbrauch nach oben entwickelt.
Die im ersten Quartal erarbeiteten finanziellen Ergebnisse seien über alles gesehen ermutigend, schreibt Holcim weiter. Mit Inbetriebnahme des neuen Werks in Portland sei ab der zweiten Jahreshälfte mit einer Verbesserung der Resultate zu rechnen.
swissinfo und Agenturen