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«Der Hauptschwerpunkt der Tätigkeit des KGB liegt überhaupt nicht im Bereich der Aufklärung. Nur etwa 15 Prozent der Zeit, des Geldes und der Arbeitskraft werden für Spionage aufgewendet. Die anderen 85 Prozent sind ein langsamer Prozess, den wir ideologische Subversion nennen», sagte der sowjetische Überläufer Yuri Bezmenov 1984 in einem Interview. Ehemals für den KGB tätig, beschrieb er ausführlich das Prinzip der sogenannten «ideologischen Subversion», von welchem die Sowjetunion Gebrauch gemacht habe, um die Grundwerte der amerikanischen Gesellschaft zu untergraben. Ziel sei es gewesen, den Westen nachhaltig zu schwächen und ideologisch sowie machtpolitisch umzukrempeln. Betrachtet man diese Theorie losgelöst vom Ost-West-Konflikt, so scheint sie in der heutigen Zeit immer noch hochaktuell zu sein, weshalb man sich die Ausführungen von Bezmenov definitiv zu Gemüte führen sollte.
Die ideologische Subversion kann nach Bezmenov in vier grundlegende Phasen eingeteilt werden:
Die erste Phase beginne mit der Demoralisierung und Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung der Realität in einem bestimmten Land. Sie erfolge durch Bildungsprogramme und dauere etwa 20 Jahre. Dies sei der Zeitraum, den es brauche, um mehrere Generationen auszubilden und ihnen das für die weiteren Schritte nötige Gedankengut einzutrichtern.
Die zweite Phase, die Destabilisierung, dauere bis zu 5 Jahre und ziele auf eine Änderung des Wirtschaftssystems, der Verteidigungspolitik und der aussenpolitischen Strategie ab.
Die dritte Phase sei eine Krise, die auf einen Machtwechsel mit gewaltsamen Mitteln gerichtet sei.
Schliesslich sollte alles in eine vierte Phase der «Normalisierung» münden, deren Folge die Errichtung einer «Big-Brother-Regierung» und die vollständige Zerstörung der demokratischen Institutionen einer Gesellschaft seien. (ms)
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