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Es regnet seit dem Mittag in Strömen. Zuvor drückte der Föhn, der Südwind, die Wolken noch zurück und bei diesigem Sonnenschein lag die Temperatur bei 17 Grad Celsius. Nun fällt die Temperatur kontinuierlich. Das Fähribeizli ist geschlossen und es ist kaum Betrieb.
Zögerlich öffnen sich einige Kirschblüten beim Baum über der Fähre. Auf dem linken unteren Dachbalken über der Terrasse des Fährhauses beziehen Amseln das Nest.
Der ältere Mann, den ich um 17.10 Uhr auf die Wabernseite bringe, bleibt in der Mitte der Fähre breitbeinig stehen und blickt über den Bug hinaus auf die Aare. Ihre Oberfläche scheint sich unter den vielen Regentropfen zu glätten. Zumindest sind die Wellen weniger deutlich sichtbar.
„Sie sind einer der wenigen Gäste, die sich in den Regen trauen“, bemerke ich, als ich ihn aussteigen lasse und er entgegnet:
„Endlich Regen. Es ist, als würden die Bäume seufzen und singen. Ich bin ein Romantiker. Ich verstehe die Schönwetterleute nicht. Die haben keine Ahnung.“
„Warum meinen sie?“
„Weil das Leben erst in den Gegensätzen und Widersprüchen spürbar wird.“
Der Mann lächelt und verabschiedet sich.
Wasserdaten um 17.20 Uhr:
- Abflussmenge: 88 m3 pro Sekunde
- Wasserstand: 501.93 m ü. M.
- Temperatur: 8.8 Grad Celsius
Transportumfang 1. Quartal 2019:
- 6’171 Erwachsene
- 981 Kinder, Hunde oder Fahrräder
- 104 Mehrfahrtenkarten