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Jetzt bestimmt Eric Bally die Taktik
Basketball: Niederlage und Cupsieg für Elfic Freiburg
E reignisreiches Wochenende für Elfic: Das Nationalliga-A-Team verliert mit einem Punkt gegen Riva, kommt problemlos in die Viertelfinals des Schweizer Cups und spielt ab sofort mit einem neuen Coach .
Elfic Freiburg hat mit der Amerikanerin Christina Batastini eine Spielertrainerin engagiert; ihr stand bisher in den Spielen Bertrand Galley als Coach zur Seite. Er zieht sich jedoch zurück und kümmert sich künftig um das 1.-Liga-Team: Er habe den zeitlichen Aufwand für das Coaching-Amt unterschätzt, erklärte Galley, und habe darum den Vorstand um Entlastung gebeten. An seine Stelle tritt ab sofort der 31-jährige Eric Bally. Er war Trainer in der Nationalliga B der Männer bei Villars und Cossonay. Diese Saison hatte er in der Nationalliga A mit Lausanne-Morges begonnen. Nun wird er bei Elfic einsteigen. «Wir wollen einen Chef für diese Mannschaft», sagt Elfics technischer Leiter Cédric Allemann, «jemand, der dem Team eine Linie und Halt geben kann».
In der letzten Sekunde
Bevor jedoch Bally sein Amt antrat, hatte Elfic am letzten Wochenende zwei Spiele zu bestreiten. Am Samstag reiste Riva aus dem Tessin an. Im ersten Viertel war Elfic dem Aufsteiger haushoch überlegen: 22:9 führten die Freiburgerinnen – keine Spur mehr von Problemen im Angriff. In der nächsten Spielperiode erwachte Riva. Während Elfic während längerer Zeit ohne Christina Batastini und ohne Geneviève Swedor spielte, holte Riva den Vorsprung stetig auf. Zur Pause führte Elfic gerade noch mit 32:29. Nach der Pause war das Spiel ziemlich ausgeglichen, doch schaffte es Elfic, den Vorsprung langsam, aber stetig auf 51:44 auszubauen. Obwohl Rivas neue Ausländerin, die Kubanerin Rios Bueno, sich immer besser ins Spiel der Tessinerinnen einfügte, gelang es Geneviève Swedor, sie in Schach zu halten. Langsam machten sich aber die Absenzen von Anne-Laure Oberson (familiäre Gründe), Coralie Arquint (verletzt) und Martina Peter (krank) bemerkbar: Elfic fehlte die erfahrene Bank für fleissige Wechsel, die Kubanerin hingegen taute auf und erzielte alleine im letzten Viertel acht ihrer 21 Punkte. Die Freiburgerinnen konnten bis vier Minuten vor Schluss ihren Vorsprung aufrechterhalten – dann glich Riva aus, Elfic verlor in der nächsten Aktion den Ball und fand sich mit zwei Punkten Rückstand wieder. Riva konnte den Vorsprung bis zwei Minuten vor Schluss gar auf fünf Punkte ausbauen, doch dann gelang es Elfic, wieder ins Spiel zu kommen. Fünfzig Sekunden vor Schluss glich Sarah Kershaw aus. Elf Sekunden vor Schluss – immer noch bei unentschiedenem Spielstand – zog Batastini zum Korb, wurde gefoult und verwertete zwei Freiwürfe. Elfic setzte die Tessinerinnen sofort unter Druck, doch gelang Riva der lange Pass auf eine Spielerin, welche in allerletzter Sekunde einen Dreipunktewurf verwertete – Elfic verlor den Match mit 61:62 Punkten.
Spaziergang im Cup
Ein Spaziergang war hingegen das Spiel im Schweizer Cup am Sonntag. Femina Bern aus der Nationalliga B hiess der Herausforderer auf dem Weg in den Viertelfinal. Im ersten Viertel legte Elfic eine Basketballdemonstration hin: Druck in der Verteidigung, schnelle Gegenangriffe und einfache, aber effiziente Zusammenspiele unter dem Korb. Nach der ersten Spielperiode lag Elfic mit 8:27 im Vorsprung. 19:46 stand es zur Pause, 25:93 beim Schlusspfiff. cit
Elfic Freiburg – Riva 61:62 (32:29)
Elfic Freiburg: Delessert 0, Batastini 19, Swedor 16, Kershaw 14, Valko 2, Thalmann 4, Magnin 6, Bossel 0.
Riva: Casartelli 8, Augugliaro 6, Cristinelli 6, C. Travaini 1, L. Travaini, Rios Bueno 21, Valnegri 2, Deschenaux 13, Cristinelli, Pedraglio 5.
Femina Bern – Elfic 25:93 (19:43)
Elfic Freiburg: Delessert 11, Batastini 25, Swedor 17, Borcard 6, Kershaw 6, Valko 16, Thalmann 6, Magnin 2, Chenaux 0, Oberson 2.