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In den sozialen Medien kursieren derzeit Aufnahmen von einem Fernsehauftritt der neuen italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, der im Januar 2019 auf dem Sender La7 ausgestrahlt wurde.
In der Sendung Non è l’arena hielt sie einen CFA-Franc hoch, die Währung, die in 14 ehemaligen Kolonien in Afrika verwendet wird. Als Gegenleistung für die Bindung an den Franc mussten die afrikanischen Länder nach ihrer Unabhängigkeit in den 1960er-Jahren ihre gesamten Devisenreserven bei der französischen Zentralbank hinterlegen.
Meloni wies darauf hin, dass Frankreich die Länder ausbeute. Sie zeigte ein Bild von einem Kind, das in einer Goldmine in Burkina Faso, einem der weltweit ärmsten Länder, arbeitet. Frankreich druckt Kolonialgeld für Burkina Faso, in der viel Gold in der Erde abgebaut wird, sagte Meloni.
Im Gegenzug muss Burkina Faso die Hälfte seiner Exporteinnahmen an Frankreich abtreten. Der Großteil des Goldes, das dieses Kind aus dem Boden holt, landet in der französischen Staatskasse, betonte Meloni.
Wir sollten nicht die Afrikaner nach Europa bringen, sondern Afrika von den Europäern befreien, die den Kontinent ausrauben, sagte sie.
Frankreich und Italien streiten sich um die Ocean Viking, ein Schiff mit 230 Migranten an Bord, das nach Italien unterwegs war. Die italienische Regierung weigerte sich, das Schiff anlegen zu lassen, woraufhin es mehrere Wochen lang auf dem Meer umherirrte. Frankreich erlaubte dem Schiff schließlich „in seltenen Fällen“ die Einfahrt in den Hafen von Toulon.
Frankreich warnte die Italiener, dass diese Frage „ernste Konsequenzen“ für die Beziehungen zwischen Paris und Rom haben würde.