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Eine durchaus nicht alltägliche Sammlung von Zugabenstücken hatte David Oistrach für diese 1956 aufgenommene LP eingespielt – wobei angesichts solcher musikalischer wie technischer Souveränität auch populärere Werke sicherlich den Anforderungen des Aussergewöhnlichen genügen würden. Insbesondere heute, da die Tradition des musikalischen Salons längst ausgestorben ist, sind diese Werke aber kaum noch zu hören, zumindest in dieser Besetzung (denn einige Stücke sind in anderer Form durchaus bekannt, hier aber für Violine und Klavier gesetzt). Das Programm beginnt mit Alexandre Roelens Bearbeitung von Debussys "Clair de Lune". Paul Kochanskys Transskription von de Fallas "Jota" (aus den "7 Canciones Populares Españolas") ist dann ein besonders schönes Zusammentreffen eines virtuosen Schaustückes mit der Musikalität eines der bedeutendsten Violinisten des 20. Jahrhunderts. Weitere Programmpunkte (Glanzlichter einer wie der andere): Eugène Ysaÿes "Extase", Tschaikowskis wohlbekanntes "Valse Scherzo", hier in der Bearbeitung von Vasily Bezekirsky, Josef Suks "Love Song", drei ungarische Tänze nicht von Brahms, sondern von Zoltan Kodály, Henri Wieniawskis "Legénde", schließlich Alexander Zarzyckis "Mazurka". Den Klappentext zu dieser geigerischen Schatzkiste schrieb übrigens ein Kollege, dessen Name man in den folgenden Jahren noch öfter hören sollte: Neville Marriner…!
© Janis Obodda