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Die französischen Behörden wollen kontrollieren können, ob ein Terrorverdächtiger ein Auto mietet oder ein Hotel bucht. In einem ersten Schritt wurden nach den Anschlägen auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» im Januar Barzahlungen eingeschränkt: Heute kann man nicht mehr als 1000 Euro in Cash bezahlen.
Paris-Attentäter benutzten Prepaid-Karten
Doch Finanzminister Michel Sapin will jetzt noch einen Schritt weiter gehen. «Wir werden den Gebrauch von Prepaid-Karten einschränken», sagte er. Solche Karten waren auch von den Attentätern von Paris benutzt worden. Heute kann in Frankreich jeder eine Prepaid-Bankkarte im Wert von 250 Euro kaufen, ohne dass seine Identität überprüft wird.
Wieder aufladbare Karten sind bis zu einem Betrag von 2500 Euro pro Jahr erhältlich. Man kann sie an jeder Tabak-Verkaufsstelle aufladen. Auf diese Weise hat man ein Guthaben zur Verfügung, mit dem man im Internet wie mit einer Kreditkarte anonym einkaufen kann.
Finanzministerium als Überwacher
Sapin will nun die schon recht tiefen Limiten nochmals senken, wobei die genauen Höchstbeträge noch unklar sind.
Die Fahndungsstelle im Finanzministerium, die bisher vor allem gegen Geldwäscherei kämpfte, soll ausserdem Zugriff auf die Liste mutmasslicher Extremisten erhalten. Die Massnahme soll es, neben dem Austausch von Passagierdaten von Flügen, ermöglichen, Reisen und Aktivitäten von Verdächtigen zu überwachen.