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Eine Einschlagsgefahr bestehe aber definitiv nicht, wie Wissenschafter der Europäischen Weltraumagentur ESA sagten. "Wir wissen sicher, dass dieses Objekt die Erde nicht treffen kann", sagte der ESA-Forscher Detlef Koschny. "Es gibt keinerlei Gefahr."
Vielmehr sehen internationale Wissenschafter im engen Vorbeiflug des Asteroiden die seltene Gelegenheit, ihre Fähigkeiten beim Aufspüren und weiteren Beobachten eines solchen Himmelskörpers zu testen.
Bei dem heranrasenden Brocken handelt es sich um ein 15 bis 30 Meter langes Objekt, das die Bezeichnung 2012 TC4 trägt. Der Asteroid geriet 2012 erstmals ins Visier der Panstarrs-Oberservatorien auf Hawaii. Nach seiner Entdeckung konnte er jedoch wegen des Verlaufs seiner Bahn fünf Jahre lang nicht mehr beobachtet werden.
Zwar deuteten die Daten von 2012 darauf hin, dass TC4 im Oktober dieses Jahres in der Nachbarschaft der Erde auftauchen würde. Wie nah er dabei dem blauen Planeten kommen wird, wussten die Astronomen aber zunächst nicht.
Mit Teleskop von Chile aus aufgespürt
Doch dann gelang es den Wissenschaftern kürzlich, 2012 TC4 mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile aufzuspüren. Diese neuen Beobachtungen ergaben, dass der Asteroid bei seinem Vorbeiflug in zwei Monaten die Erde um 44'000 Kilometer verfehlen wird.
Seit vielen Jahren nehmen Astronomen die Umgebung der Erde genau unter die Lupe, um Asteroiden im Anflug möglichst frühzeitig zu entdecken. Asteroiden gelten als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Die meisten von ihnen ziehen fernab der Erde zwischen den Planeten Mars und Jupiter um die Sonne, manche können jedoch auch unserem Heimatplaneten gefährlich nahe kommen.
Der Asteroid 2012 TC4 ist etwa so gross wie der kosmische Brocken, der am 15. Februar 2013 über dem russischen Tscheljabinsk explodierte und weltweit Schlagzeilen machte. Der Tscheljabinsk-Asteroid hatte einen Durchmesser von rund 20 Metern. Seine Explosion in der Erdatmosphäre löste eine Druckwelle aus, durch die mehr als 1200 Menschen verletzt und 5000 Gebäude beschädigt wurden.