Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/266887

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Covid-19-Pandemie hat uns die verheerenden Folgen globaler Gesundheitskrisen vor Augen geführt und gezeigt, wie wichtig es ist, unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken, wie es das BABS vorschlägt, das Pandemien für das grösste soziale Risiko in der Schweiz hält.</p><p>&nbsp;</p><p>Dies bedeutet, dass wir im Gesundheitsbereich die Prävention und die Bereitschaft unserer Bevölkerung stärken und unsere Versorgungsketten widerstandsfähiger machen müssen.</p><p>&nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang ist die internationale Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung, umso mehr, als der nächste pandemische Krankheitserreger wahrscheinlich nicht in der Schweiz zum ersten Mal auftreten wird.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>So ist es wichtig, in den internationalen Gesundheitsschutz zu investieren, zum Beispiel durch Früherkennung und Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten, wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Frage Roduit 24.7159 bestätigt. Laut dem Imperial College of London bringt jeder in die Pandemievorbereitung investierte Franken bis zu 2800 Franken zurück.&nbsp;&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Als weltweit anerkannter Gesundheitshub könnte die Schweiz eine Schlüsselrolle im internationalen Kampf gegen Pandemien spielen. Und das könnte auch eine Chance für unsere Forschungsinstitute und Wirtschaftsakteure sein. &nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dennoch sehen die Aussenpolitische Strategie 2024-2027 oder der Finanzplan für die Legislaturperiode nur geringe finanzielle Verpflichtungen für einen besseren internationalen Gesundheitsschutz vor.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Und die Finanzierung internationaler Programme ist trotz unseres hohen Pro-Kopf-BIP immer noch zu zaghaft. Die "Coalition for Epidemic Preparedness" (CEPI) erhält von der Schweiz 1,3 Franken pro Einwohnerin und Einwohner, von Deutschland hingegen 4,4, vom Vereinigten Königreich 5 oder von Norwegen 33,2 Franken. Die in Genf ansässige "Global Antibiotic Research and Development" (GARDP) erhält von der Schweiz 0,1 Franken pro Kopf, hingegen 0,7 Franken von Deutschland und von Grossbritannien 0,3 Franken .</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb folgende Fragen:</p><ol><li>Welche anderen Organismen internationaler Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Pandemien finanziert die Schweiz neben der CEPI und dem GARDP?</li><li>Kann der Bundesrat die Beiträge der Schweiz an die CEPI oder den GARDP vor dem Inkrafttreten des Epidemiengesetzes erhöhen? Oder danach?&nbsp;</li><li>Ist eine langfristige Finanzierung dieser Forschungsprogramme, wie sie die EU mit Horizon betreibt, denkbar?</li><li>Was unternimmt der Bundesrat, um die Position der Schweiz als Hauptakteurin und Gastgeberin des globalen Gesundheitshubs zu stärken?</li></ol>