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«Mondlandung» gescheitert
«Mondlandung» gescheitert
Neun private Teams waren dieses Jahr zur zweiten Austragung der Lunar Lander Challenge zugelassen worden, mit der die US-Weltraumbehörde NASA und die
X Prize Foundation auf der Suche nach günstigen und vielversprechenden Technologien für eine künftige Mondlandung sind. Schlussendlich trat wie bereits 2006 einzig Armadillo Aerospace an, die Firma von John Carmack, dem wir Computerspiele wie Quake oder Doom verdanken. Und auch dieses Jahr konnte Armadillo nicht reüssieren
Die Lunar Lander Challenge besteht aus zwei Teilen. Bei der Stufe 1, für die ein Teilnehmer vier Versuche hat und für die es ein Preisgeld von 500’000 Dollar gibt, muss ein Fluggerät senkrecht 50 Meter in die Höhe steigen, bevor es nach mindestens 90 Sekunden in der Luft auf einem 100 Meter entfernten Landeplatz niedergehen muss. Nach einem optionalen Nachtanken muss es die gleiche Strecke wieder zurückfliegen. Bei der ansonsten identischen Stufe 2, für die das Preisgeld 1,3 Millionen Dollar beträgt, muss das Fluggerät auf einer mondähnlichen Oberfläche landen und 180 Sekunden lang schweben.
Nachdem Armadillos Fluggerät «Pixel» im letzten Jahr wegen Problemen mit den Landebeinen Totalschaden erlitt, ging es dem Nachfolger «MOD-1» auch nicht viel besser. Der erste Versuch vor 85’000 Zuschauern schlug fehl, nachdem die Triebwerkszündung nicht funktionierte. Der zweite Versuch lief perfekt, bis 7 Sekunden vor der Landung auf dem Rückflug ein Zündungsproblem ein Loch in die Aussenwand von «MOD-1» sprengte. Der dritte Versuch musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, bevor beim letzten Versuch das Triebwerk bei der Zündung explodierte und ein kleines Feuer verursachte.
Das Armadillo-Team zeigte sich angesichts der Pechsträhne zwar enttäuscht, da es bei den Testflügen keine Probleme gab. Nichtsdestotrotz will man es aber im nächsten Jahr wieder versuchen und es dann auch schaffen.