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27.09.2021
Mariasole Agazzi erforschte auf dem Segelschiff Gaia verschiedene Farbphänomene auf den Färöer-Inseln. Bild: Science et Gaia
Wir sind so daran gewöhnt, die Welt in Farbe zu sehen und darüber zu staunen, aber wir vernachlässigen oft die wissenschaftliche Seite: Was ist das Phänomen, das diese Farbe erzeugt? Diese Frage beschäftigt Mariasole seit sie 2019 ihre Maturaarbeit dazu verfasst und damit bei Schweizer Jugend forscht mitgemacht hat. Heute studiert die 20-Jährige Mariasole Agazzi interdisziplinäre Naturwissenschaften an der ETH Zürich.
Auf ihrer Segelreise an Board des Astrophysikers Courvoisier hat Mariasole im Sommer 2021 verschiedene Farbphänomene beobachtet und sie in einer Recherchearbeit wissenschaftlich erklärt. Hier fassen wir drei Antworten kurz zusammen.
Bist du jemals in ein skandinavisches Land gereist? Dann wirst du diese bunten Häuser nicht übersehen haben. Nicht nur aus ästhetischen Gründen haben die Bewohner diese Farbpaletten gewählt.
In einigen Teilen des Nordens ist das häufigste Baumaterial Holz. Um dieses Material vor der Witterung zu schützen, war es notwendig, Farbe zu verwenden. Diese wurde durch Mischen von Fischöl mit rotem Pigment aus oxidiertem Eisen gewonnen. Eine der Zutaten ist hier weit verbreitet: Im Mittelalter waren die skandinavischen Länder dank ihrer Minen die Hauptlieferanten von Kupfer in den Westen.
Die Hausfarbe ist auch ein Zeichen für die soziale Schicht: Rot wird von Menschen mit wenig Geld verwendet, während Menschen aus höheren Schichten ihre Häuser in Gelb oder Weiß streichen. Das sind Farben, die mit viel teureren Zutaten hergestellt werden.
Stell dir vor: Schaum besteht aus einer Vielzahl von Luftblasen. Damit sie sich bilden können, braucht es etwas, das die Anziehungskraft zwischen den Wassermolekülen verringert. In der Regel ist das organisches Material, dass es im Meer in Unmengen gibt.
Wenn der Wind oder die Wellen das Wasser gegen die Felsen drücken, üben sie eine Kraft aus, die das Wasser mit der Luft vermischt: Blasen entstehen! Wir sehen den weissen Schaum, weil die Blasen, die sich anhäufen, das Licht in alle Richtungen reflektieren.
Wenn wir einen Regenbogen sehen, werden wir Zeuge eines optischen Phänomens: Das Sonnenlicht teilt sich in sieben Farben auf. Die Wassertropfen wirken wie kleine Prismen, durch die das Sonnenlicht reflektiert wird.
Um einen Regenbogen zu beobachten, müssen wir in einem Winkel von 40/42 Grad zu den Strahlen stehen, die auf die Tropfen treffen. Mit anderen Worten: Wir sehen den Regenbogen nur, wenn die Sonne hinter uns steht. Die Größe der Wassertropfen bestimmt die Vorherrschaft einer Farbe gegenüber einer anderen.
“Science et Gaia” ist ein Angebot von Schweizer Jugend forscht und dem Astrophysikers Thierry Courvoisier. Seit 2 Jahren haben Teilnehmende und Alumni die Möglichkeit, an Bord des Segelschiffs “Gaia” von Courvoisier zu reisen und forschen.
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