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Blau, weiss, rot, gelb, grün. Von diesen Farben umgeben sind wir unterwegs am Ende des Lake Ontarios, da wo er in den St. Lawrence River mündet.
Die Island Queen pflügt sich durch die dunkelblauen Wellen. Das Sonnenlicht glänzt auf dem Wasser, weisse Schaumkronen huldigen die Queen. Der Indian Summer steht am Ufer Spalier und begleitet ihre Fahrt in den schönsten Farben.
Die Island Queen ist ein altehrwürdiger Dampfer, sie erinnert mich stark an die Mississippi- Dampfer aus alten Filmen. Die Fahrt geht durch 1000 Inseln, grosse, bewohnte, kleine und kleinste, die man mit etwa fünf Schritten überqueren könnte.
Die Engländer, oder genauer Sir John Mac Donald, ein Schotte und seine Gefolgschaft, entdeckten diese Inseln anfangs des 19. Jahrhunderts und nahmen sie in Besitz. Ein Fort mit Britischer Flagge und Kanonen zeugt noch heute von deren Wehrhaftigkeit. Sie verteidigten das strategisch gut gelegene Land erfolgreich gegen die Franzosen.
Heute sind viele der Inseln bewohnt, zum Teil hat es nur gerade für ein einziges Haus Platz, auf anderen hat es kleine Siedlungen. Wie es wohl ist alleine, ohne Nachbarn auf einem kleinen Eiland zu leben? Nachbarfehden sind da nicht möglich. Und bei Bedarf nach Kontakt ist die nächste Insel kaum mehr als zehn Ruderschläge entfernt.
Das Wasser- und Insellabyrinth wirkt eng und weit zugleich. Ich bin froh, dass sich die erfahrenen Seebären gut auskennen und uns sicher in den Hafen von Kingston zurückbringen.