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Laut Singh erteilte die Regierung die administrative Genehmigung für den Bau von zehn Reaktoren des einheimischen Typs PHWR mit einer Leistung von je 700 MW. Es handelt sich dabei um
- Kaiga-5 und -6 im Bundesstaat Karnataka im Südwesten,
- GHAVP-3 und -4 (Gorakhpur Haryana Anu Vidyut Pariyojana) im Bundesstaat Haryana an der Nordspitze des Landes,
- Mahi-Banswara-1, -2, -3 und -4 in Rajasthan im Nordwesten (neuer Standort) sowie
- Chutka-1 und -2 in Madhya Pradesh in Zentralindien (neuer Standort).
Die Regierung hatte den Bau dieser zehn Einheiten bereits Mitte 2017 im «fleet mode» bewilligt. Damit sollen die Kosten gesenkt und die Bauzeit verkürzt werden. Das Giessen des ersten Betons für Kaiga-5 und -6 ist gemäss Medienberichten für 2023 vorgesehen, gefolgt von GHAVP-3 und -4 sowie Mahi-Banswara-1 bis -4 im Jahr 2024 und Chutka-1 und -2 ein Jahr darauf. Singh erklärte in der Fragerunde vom 23. März 2022, dass bei Kaiga-5 und -6 die Vorprojektierungsarbeiten begonnen hätten. Bei den anderen Blöcken sei mit der Grossmengenbeschaffung der Komponenten mit einer langen Herstellungsdauer begonnen worden. «Mit der schrittweisen Fertigstellung dieser neuen Kernkraftprojekte würde das Land über eine zusätzliche Kapazität von 9000 MW verfügen», merkte er an.
Zudem bestätigte Singh die «grundsätzliche Zusage» der Regierung für den Bau von sechs EPR-Einheiten am Standort Jaitapur in Maharashtra in technischer Zusammenarbeit mit Frankreich. Das benötigte Grundstück sei bereits erworben worden.
In Indien sind derzeit acht Blöcke in Bau: drei einheimische PWHR mit einer Leistung von 700 MW, vier russische WWER-1000 und ein Schneller Brüter. 23 Einheiten sind in Betrieb.
Quelle
M.A. nach Department of Atomic Energy, Fragen des Lok Sabha, 15. Dezember 2021, 2. und 9. Februar 2022 sowie 23. März 2022