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(spr. órsch-), Name zweier Orte am Eisernen Thor, der letzten Strompforte der Donau. Alt-Orsova, Markt im ungar. Komitat
Krassó-Szörény, an der Donau, Dampfschiffstation und Endstation der Österreichisch-Ungarischen Staatsbahn, mit (1881) 3381 deutschen,
rumänischen und ungarischen Einwohnern, Weinbau, Bezirksgericht, Hauptzollamt und Kontumazanstalt. Jenseit der Cserna, welche
bei Orsova in die Donau mündet, liegt die zur Erinnerung an die 1853 daselbst aufgefundenen ungarischen Kroninsignien
erbaute Kronkapelle und der Bahnhof, wo sich die rumänische Linie Verciorova-Bukarest an die Staatsbahn anschließt. 2 km abwärts
liegt die Donauinsel Adakaleh und gegenüber am rechten Donauufer der serbische Ort Neu-Orsova.
Letzterer wurde 1716 von den Österreichern den Türken abgenommen und von den letztern im Frieden zu Passarowitz
(Poscharewatz) 1718 abgetreten. Am wurde jedoch die inzwischen verstärkte Festung von den Türken nach vierwöchentlicher
Belagerung durch Kapitulation wieder genommen und blieb seitdem in ihrer Gewalt. Bei der Räumung der serbischen Festungen durch
die türkischen Truppen 1867 behielt die Türkei
[* 5] Neu-Orsova. Der Friede von San Stefano bestimmte zwar, daß
die Festung bis zum von den Türken geräumt sein sollte, aber nicht, wem sie zu übergeben sei. Daher übergaben
die Türken sie den Österreichern, welche sie besetzten.