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|V1, V2 und HDP

Umfangreich laufende Recherchen; diese Seite wird periodisch ergänzt!
|Die Geschichte der deutschen Vergeltungs- und Sonderwaffen beschäftigte mich schon während meiner Berufslehre in den 1960er Jahren. Ich wusste nicht allzu viel darüber und das was ich meinte zu wissen wurde mir bei einer Wette zum Verhängnis.
Dass die V1 im Einsatz war, schien mir sicher. Von der V2 meinte ich jedoch, dass diese nicht über das Entwicklungsstadium hinaus gekommen sei. Da war aber jemand anderer Meinung. Wir schlossen eine Wette ab und stellten die Frage dem Briefkastenonkel, einer damaligen Institution des Schweizer Radios, welche Fragen in einer speziellen Sendung beantwortete. Die Antwort belehrte mich dann eines besseren und ich verlor somit die Wette.

In der Folge begann ich zu lesen, was mir zu diesem Thema in die Finger geriet (was damals nicht gerade viel war) und erfuhr somit auch, dass es ebenfalls die HDP gab, die noch zum Einsatz gekommen war. Erstaunlicherweise ist die HDP auch heute noch wenig bekannt.
Bei der V1 und V2 interessierte mich natürlich die Technik, waren doch beides Fluggeräte. Die HDP als weittragende Kanone ignorierte ich vorerst. Das Interesse dafür wurde erst geweckt, als ich in den späten 1970er Jahren bei einer Reise durch den Norden Frankreichs zufällig bei Mimoyecques auf die unterirdische Stellung der HDP mit Ziel London stiess.
|Was hier steht||Hier finden Sie einiges was auch schon andernorts nachzulesen ist, aber ich möchte mich auf Informationen konzentrieren, die meiner Meinung nach für das allgemeine Verständnis notwendig sind und dann vor allem auf das eingehen, was ich selbst recherchiert, besucht und dokumentiert habe.

Mit vertieftem Studium der V-Waffen-Thematik fiel mir der eine oder andere Widerspruch in Sekundärquellen und/oder der Wikipedia (WP) auf.
Dies führte in einem bestimmten Fall in der WP dazu, dass vor Ort selbst recherchierte Fakten revertiert wurden und zwar einfach aufgrund des WP-internen Regelwerks das eigene Recherche nicht anerkennt, jedoch ohne Verständnis des Themas und ohne Würdigung von belegbaren Argumenten. Dies wiederum bewog mich, das Thema in der WP nicht weiter zu vertiefen und meine auf Fakten, Literatur, Dokumenten und eigenen Recherchen vor Ort beruhende Sicht der Dinge hier darzustellen.
|Benennung||Der Begriff der V-Waffen (Vergeltungswaffen) wurde das erste Mal 1943 nach der Niederlage von Stalingrad durch Goebbels verwendet und tauchte unter anderem in den Zeitungen «Völkischer Beobachter» und «Das Reich» auf. Bis dahin figurierten diese Waffensysteme unter ihren technischen Bezeichnungen, resp. Tarnnamen.

Nach dem Krieg tauchten Begriffe wie V3, V4 usw. auf. Dazu ist allerdings zu sagen, dass neben V1 und V2 der Begriff Vergeltungswaffe vom Regime für keine weiteren Sonderwaffen benutzt wurde. Entweder waren sie erst in Entwicklung oder im Teststadium oder kamen nur noch sporadisch zum Einsatz.
So war zwar die HDP als Vergeltungswaffe konzipiert, ihr einziger realer Einsatz gegen Luxembourg kann aber bestenfalls als Terrorwaffe bezeichnet werden. Trotzdem wird die HDP sehr oft mit dem Begriff V3 bezeichnet. Ähnliches gilt mit V4 für die Boden-Boden-Rakete Rheinbote, die noch ab Ende 1944 gegen Antwerpen zum Einsatz kam.
Und keinesfalls war das Reichenberg-Gerät (die bemannte V1) eine V-Waffe, sollte sie doch gegen strategische Ziele zum Einsatz kommen.
|Lokalisierung||
In nebenstehender Karte[1] sind die Standorte der V-Waffen V1, V2 und HDP ersichtlich. Das beinhaltet die Entwicklungs-, Test-, Bau- sowie Einsatzstandorte. Dichtere Einsatzgebiete sind als farbige Flächen eingezeichnet.

Die Landesgrenzen zeigen die (offizielle) Situation zur Zeit der Weimarer Republik bis 31. 12. 1937, Deutschland also inkl. Pommern, Schlesien, der freien Stadt Danzig und Ostpreussen, da Deutschland ja seine Grenzen ab 1938 ständig anpasste.
Nicht vermerkt sind Standorte weiterer Wunderwaffen wie etwa der «Wasserfall», der «Rheintochter» oder der «V4 Rheinbote».
|Azimut||Die Winkelangaben der Schiessrichtung einzelner Stellungen auf dieser Seite beziehen sich auf den geografischen Nordpol. Die Abweichung des magnetischen zum geografischen Nordpol (Deklination) beträgt zurzeit in Mitteleuropa 1 bis 2 Grad Richtung Osten.

|Sehenswert ...||... im Sinn von besuchenswert ist bei weitem nicht alles was hier erwähnt ist, das meiste für «Beton-Allergiker» gar unwichtig. Dort wo sich ein Besuch lohnt, ist das angemerkt.

|Warnhinweis||Wer alte kriegstechnische Anlagen besuchen und begehen will, sollte folgendes beachten:

Es lohnt sich, gutes Schuhwerk und nicht die neuesten Kleider zu tragen. Vieles ist oft stark von junger, dorniger Vegetation überwuchert und deshalb auch nicht leicht zu finden. Sollte das noch nicht abschrecken, bei solchen Recherchen muss man bereit sein, auch mal ein Hemd oder eine Hose zu opfern.
Zu beachten ist auch, dass je nach Örtlichkeit und Jahreszeit Wildtiere aufgescheucht werden. Eine Bache mit Frischlingen z. B. kann, wenn sie überrascht wird, recht ungemütlich werden.
Das Begehen solcher Anlagen birgt Unfallrisiken. Durch Vegetation verdeckte Löcher, schlecht sichtbare und vorstehende Armierungseisen oder sonstige scharfe Blechkanten, instabile Betonbrocken am Boden, oder lose Teile an Decken die herunterhängen und herunterfallen können. Räume stehen oft unter Wasser, bei fehlendem Licht ist der Boden nicht oder schlecht zu beurteilen.
Es ist deshalb mit grosser Vorsicht zu agieren, beim Begehen von Innenräumen sollte eine gute Lichtquelle nicht fehlen. Verbandmittel oder zumindest Heftpflaster sollte man immer dabei haben.
|Inhaltsverzeichnis||1. V1

1a. Reichenberg-Gerät, die bemannte V1
2. V2
3. HDP
4. Dank, Quellen, Einzelnachweise und Nutzungsbedingungen
|Bezeichnung||Die offizielle Bezeichnung der V1 ist Fieseler Fi 103, Tarnnamen waren FZG 76 (Flakzielgerät 76), Kirschkern, Krähe oder Maikäfer. Von den Alliierten wurde sie Doodlebug, Buzz bomb oder Arse-alight genannt.

|Entwicklung und Tests||Entwickelt wurde die V1 durch Robert Lusser in den Gerhard-Fieseler-Werken, das Verpuffungsstrahltriebwerk von Fritz Gosslau bei Argus. Sie war ein Projekt der Luftwaffe. Getestet wurde die V1 in der «Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West», weitere Testgelände befanden sich zwischen Zinnowitz und Zempin, das sich ebenfalls auf der Halbinsel Usedom befindet sowie am südöstlichen Ufer des Grossen Plöner Sees bei Bosau, wo verschiedene Startrampentypen getestet wurden.

Auf dem Testgelände des SS-Truppenübunsplatzes «Heidelager» bei Blizna in Polen wurden ebenfalls Tests durchgeführt. Dort blieben noch Reste von zwei Startrampen erhalten.
|Einsatz||Einsatzgebiete der V1 waren ab Juni 1944 die küstennahen Regionen Nordfrankreichs in den Departementen Nord, Pas-de-Calais, Somme, Seine-Maritime und Manche. Ziele waren in erster Linie die Stadt London, aber auch Hafen- und Industriestädte wie Southampton, Portsmouth, Bristol und Plymouth. Ab September 1944 wurde mit fortschreitendem Rückzug auch Antwerpen und weitere Städte in Belgien und Nordwestfrankreich Ziel der V1. Diese wurden aus Stellungen in Holland, in der Eifel, sowie links und rechts des Rheins gestartet.

Ab 8. August 1944 fanden auch V1-Starts ab Trägerflugzeugen statt. Benutzt wurde dazu vorwiegend die Heinkel He 111 H-22, einer speziell für diesen Einsatz gebauten Variante des deutschen Standardbombers.
|Bauweise der Stellungen||Die frühen V1-Stellungen waren in Massivbauweise erstellt, d. h. sämtliche Gebäude einer Stellung wurden in massiver, gemauerter Ausführung gebaut, wo notwendig, mit entsprechender Armierung. Zum Teil sind die Bauwerke in Beton errichtet, zum Teil aus vorgefertigten Betonblocksteinen gebaut. Die Decken sind meist in Beton gegossen. Ausnahme dabei war das amagnetische Richtgebäude, welches von seiner Funktion her keinerlei Eisen beinhalten durfte. Man findet Richtbauten aus Beton, Betonblocksteinen oder Backstein. Keine der noch stehenden Ruinen hat ein Dach, die Richtbauten dürften nur mit einer Holzkonstruktion und Dachpappe abgedeckt gewesen sein.

Eine Spezialstellung nahmen die unter dem Tarnnamen «Wasserwerk» geplanten und zum Teil gebauten Stellungen ein, welche sämtliche wichtigen Abläufe zwischen Anlieferung und Richten in riesigen Bunkern vereinen sollten.
Nachdem die alliierte Aufklärung die mehr oder weniger nach Standardvorgaben erbauten V1-Stellungen erkannt hatte und aus der Luft angriff, gingen die Deutschen zu einer leichteren Bauweise der Stellungen über, welche eine Fertigstellung der Anlage erst kurz vor Inbetriebnahme ermöglichten. Z. B. wurde anstelle des Richtgebäudes über der betonierten Richtplatte nur noch eine Holzbaracke oder ein Zelt errichtet, das sich schnell aufbauen und leichter tarnen liess und somit die Luftaufklärung erschwerte.
Diese Stellungen wurden von den Alliierten als «Belhamelin-Typ» bezeichnet, benannt nach der ersten aufgeklärten Stellung dieser Bauweise beim Weiler Le Bel Hamelin südwestlich von Cherbourg.
Angesichts der immer schnelleren und besseren alliierten Aufklärung baute man am Schluss einen Stellungstyp, der als feste Bauwerke einzig die Rampe und die Richtplattform kannte. Diese Stellungen wurden als «Hottot-Typ» bezeichnet, benannt nach der Stellung bei Hottot-les-Bagues südöstlich von Caen. Von diesem Typ waren auch die Stellungen in Belgien, Holland und zuletzt in Deutschland, in den letzten Monaten der Planung und des Baus von V1-Stellungen.
|Typischer Aufbau||Die Stellungen wurden ursprünglich weitgehend nach dem gleichen Schema aufgebaut und bestanden aus folgenden Bauwerken:

Lagerbunker: Ein langgestreckter, schmaler und gerader Bunker in der Nähe der Zufahrtstrasse zur Zwischenlagerung der angelieferten Bauteile.
Montagegebäude: Gebäude zur Montage der vormontierten V1 Baugruppen.
Maschinenhaus: Unter anderem stand hier der Kompressor der die Druckluft erzeugte, welche die V1 für die Steuerung bei Kurskorrekturen benötigte. Sie wurde in der V1 in zwei kugelförmigen Druckbehältern mitgeführt. Für das Anblasen des Klappenregisters in der Vorlaufphase musste ebenfalls Druckluft zur Verfügung stehen.
Stofflager: Lagerung der Betriebsstoffe für das Starteraggregat, zwei getrennte Räume für Calciumpermanganat und Wasserstoffperoxyd.
Bunker für Zünder: Lagerung der drei verschiedenen Zünder (elektrischer und mechanischer Aufschlagzünder, mechanischer Langzeitzünder).
Zisterne und Pumpstation: Es wurden grosse Mengen von Wasser benötigt, das, falls nicht aus einer Leitung verfügbar, vor Ort aus dem Grundwasser gepumpt wurde.
Wasserreservoir: Für Kühl-, Dekontaminations- und Löschzwecke.
Skibunker: In der Regel drei Bunker, in denen die fertig montierten V1 gelagert wurden. Die Skibunker waren etwa 80 m lang und nur an einer Stirnseite offen. Dieses offene Ende war gekrümmt, um Schutz vor Druckwellen und Splittern bei Bombardierungen sowie Direktbeschuss aus Bordwaffen bei Fliegerangriffen zu bieten. Diese Krümmung liess die Bunker aus der Luft wie einen Ski aussehen, was zu dieser Namensgebung führte (nur bei Stellungen der ersten Generation).
Richtgebäude: Hier wurde der Kreiselkompass des Navigationssystems der V1 überprüft und eingestellt. Innerhalb eines Radius von 35 Meteren durften sich deshalb keine eisenhaltigen Objekte befinden. Immer gleich ausgerichtet wie die Startrampe.
Kommandobunker: Nahe bei der Startrampe, im Boden eingelassen.
Startrampe: Die rund 49 m lange Startrampe war mit der Startseite auf dem Hauptfundament verankert, stand auf mehreren Pendelstützen und war am Ende bei horizontalem Gelände rund 5 m hoch – bei abfallendem Gelände wurde die Höhendifferenz durch verschieden hohe Betonsockel der Pendelstützen ausgeglichen. Die Rampen hatten eine mittlere Steigung von 6° und waren bei Stellungen der ersten Generation beidseitig mit massiven Wänden aus Betonblocksteinen geschützt. Diese Schutzwände, resp. deren Reste sind das, was heute noch am deutlichsten auf eine V1-Stellung hinweist.
Dazu kamen je nach Ausbaustand bunkerartige Bauwerke für verschiedene Dienste und ein Aufenthaltsbunker für die Offiziere.
Einen guten Eindruck einer Gesamtanlage der ersten Generation bieten die Stellungen 623 Morbecque bei Hazebrouck und 685 Val Ygot bei Ardouval.
|Stellungen in Frankreich||
Die in Frankreich geplanten und gebauten V1-Stellungen nach nebenstehender Übersicht[2] verteilen sich auf die Departemente Nord, Pas-de-Calais, Somme, Seine-Maritime und Manche. Von den heute noch sichtbaren Überresten dieser Stellungen waren bei weitem nicht alle fertig gebaut worden, geschweige denn zum Einsatz gekommen.

Obwohl etliches von dem heute noch sichtbaren auch in Zukunft unangetastet bleiben und irgendwann verrotten wird, besteht doch die Tendenz, diese oft störenden Objekte schrittweise abzubauen und teilweise zu verwerten.
Bei meinen ersten Reisen durch den Norden Frankreichs seit den 1970-er Jahren hatte ich wenig Ahnung, was von diesen Objekten noch übrig war, die Thematik «deutsche Betonkunst» stand auch nicht im Vordergrund dieser Reisen. Das eine oder andere Foto von solchen Objekten entstand trotzdem schon in dieser Zeit. Ein tieferes Interesse wurde jedoch erst in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts geweckt.
Die für mich eindrücklichsten Anlagen sind einerseits diejenige von Val Ygot, welche einen guten Eindruck vermittelt, wie die V1-Stellungen der ersten Generation organisiert und aufgebaut waren und andererseits die verbunkerte Anlage von Siracourt, welche alleine schon durch die Abmessungen des Bunkers beeindruckt.
|Bois Carré||

Die Stellung Bois Carré, 1,4 km östlich von Yvrench, war die erste von der alliierten Aufklärung enttarnte V1-Stellung. Mitverantwortlich für die Enttarnung war der französische Widerstandskämpfer André Comps, der als Angestellter der ausführenden französischen Baufirma vor Ort heimlich detaillierte Zeichnungen erstellte und diese nach London senden konnte.
André Comps war Mitglied der Widerstandsgruppe «Agir», die von Michel Hollard gegründet und geleitet wurde (siehe den eigenen Beitrag unter Geschichte über Michel Hollard).

Diese Stellung diente in der Folge der Namensgebung für die erste Serie von massiv gebauten V1-Stellungen, sprach/schrieb man doch gemeinhin von Stellungen des «Bois Carré-Typs». Bois Carré war die zweite V1-Stellung in Frankreich die ich (2009) im Detail erkundete.
Der Wald ist mittlerweile im Osten rund 50 m weitergewachsen und schliesst die im Krieg freiliegenden zwei äusseren Skibunker mit ein. Von den meisten Gebäuden sind Reste in mehr oder weniger gutem Zustand erhalten. Der ganze Wald ist jedoch in den Sommermonaten von der Vegetation stark zugewachsen, an einigen Stellen ist kaum ein Durchkommen.
Links des Waldes, nahe an der Rue de Barde, stand der Bunker für die angelieferten Teile. Im südlich-zentralen Bereich des Walds, mit Anschluss an die Rue de Barde, war die Umladestelle und ein Abstellplatz für LKW's. An die Umladestelle schloss nördlich das Montagehaus an, westlich davon lag das Maschinenhaus. Östlich an der Rue de Barde, noch innerhalb der damaligen Waldbegrenzung, lag ein Skibunker. Die anderen zwei lagen noch etwas östlicher, damals ausserhalb des Walds.
In der Nordostecke des Walds stand das Richtgebäude, mit gleicher Orientierung wie die Startrampe. An der nordwestlichen Ecke sind noch die Schutzmauern der Startrampe zu sehen, die etwas aus dem Wald ragen.
Montagehaus und Richtgebäude sind noch gut erhalten, ebenso der innere Skibunker und die Schutzmauern der Rampe. Alle anderen Bauwerke sind mehr oder weniger stark zerstört, resp. verfallen. Einzelne Abschnitte der betonierten Verbindungswege sind sichbar, vor allem dort, wo sie am Rand von Bombenkratern freigelegt sind. Das meiste ist jedoch überwachsen.
Baubeginn dieser Stellung war im Herbst 1943. Bois Carré war wie die meisten V1-Stellungen der ersten Generation nie operationell. Ein erstes Mal wurde Bois Carré bereits am 31. Dezember 1943 von den Allierten angegriffen (Mission 125 A-H).
|Siracourt||

Siracourt ist eine verbunkerte Anlage des Typs «Wasserwerk» und neben Brécourt (V2, später V1) das einzige Wasserwerk von dem noch namhafte Anlageteile zu sehen sind. Reste weiterer Wasserwerke finden sich noch in Lottinghen (V1) und Sottevast (V2). Die Bauweise der «Verbunkerung» oder «Erdschalung» wurde von den Deutschen entwickelt, um während der ständigen Bombardierungen dieser Baustellen einen weitgehenden Schutz der schon gebauten Anlagenteile und der Arbeiter zu gewährleisten.

Die Erstellung eines Bunkers dieses Typs erfolgte in 6 Schritten, wie aus nebenstehender Grafik zu ersehen ist. Zuerst wurden in flachem Gelände auf der Breite des zu erstellenden Bauwerks zwei Gräben ausgehoben und über die ganze Länge des Bauwerks in Form von Gängen betoniert. Nachdem diese mit der Randpartie der massiven Betondecke überdeckt waren, boten sie ersten Schutz. In einem dritten Schritt wurden die inneren Randbereiche ausgehoben und darauf die Deckensegmente betoniert. Als fünfter Schritt erfolgte die Betonierung des zentralen Deckenbereichs und als letzter Schritt der Aushub des Innenraums und dessen Auskleidung. Da direkt auf das massive Erdreich (resp. nur auf das Erdreich gelegte, leichte Wellbleche) betoniert werden konnte, erübrigten sich massive Schalungen, die das gesamte Gewicht der bis zu 5 m dicken Betondecke hätten tragen müssen.
«Wasserwerk St. Pol» war im Bau weit fortgeschritten, als der Bunker am 25. Juni 1944 auch mit Tallboy-Bomben angegriffen wurde. Die Angaben über die Auswirkungen des Tallboy-Angriffs sind widersprüchlich. Im Tagebuch des RAF Bomber Command ist von drei direkten Treffern die Rede. Die Auswertungsskizze der British Bombing Research Mission zeigt jedoch nur zwei Treffer, deren Auswirkungen auch heute noch sichtbar sind. An der Nordwestseite die Auswirkung einer Tallboy, welche die Bunkerdecke am Rand auf einer Länge von rund 25 m und einer Breite von etwa 8 m zerstört hat. Dazu der zugemauerte Treffer mitten in der Decke südlich der Öffnung für die Startrampe. Dieser Treffer konnte die Decke zwar nicht durchdringen, führte jedoch zu einer lokalen Absenkung derselben im Innenraum. Tatsache ist, dass das Bauwerk in der Folge dieser Beschädigungen und der Situation nach der Landung der Alliierten in der Normandie, kurze Zeit darauf aufgegeben wurde.
Die Bunkerdecke ist von der Nordwestecke her auf eigene Verantwortung zugänglich und leicht zu begehen, am Eingang zur Anlage erinnert eine Gedenktafel an die russischen Kriegsgefangenen, die unter Aufsicht der Organisation Todt beim Bau eingesetzt wurden. Das Bunkerinnere wurde nie fertiggestellt, bzw. nie in Betrieb genommen, einzig im Raum beim Tor zur geplanten Startrampe wurde das Erdreich teilweise ausgehoben. Zwei ca. 1,2 m hohe Stichgänge führen von dort nordostwärts. Zum Teil sind an der Decke noch Reste von Schalungsbrettern sichtbar. Ebenfalls erkennen kann man Schalungsreste in den vergitterten Fensteröffnungen der drei Lüftungsaufbauten.
Fragwürdig an diesem Konzept ist, dass die V1 vor dem Start zum Richten hätten ausserhalb des Bunkers verbracht werden müssen. Nicht einleuchtend sind Darstellungen aus der Zeit nach dem Krieg, welche den Ansatz der Startrampe im Innern des Bunkers sehen wollen. Erstens wären durch einen Start auf diese Weise die ganzen toxischen Gase welche beim Anlassen des Argus-Triebwerks und dem Aktivieren der Walter-Schleuder entstanden, im Bunkerinnern ausgetreten und zweitens ist der Torbereich z-förmig abgewinkelt angelegt, was somit höchstens eine Startplattform in der nur ca. 6 m tiefen Vorkammer ausserhalb des Panzertors zugelassen hätte.
Keine der geplanten Anlagen mit innenliegenden Startplätzen war je in Betrieb, somit kann nicht gesagt werden, ob dieses Bauprinzip überhaupt funktioniert hätte. Im Gegensatz zu modernen, unbemannten Startkomplexen war ja für den Start der V1 eine Bedienungsmannschaft bis kurz vor dem Start am Startplatz tätig. Somit hätten die im geplanten, 20-minütigen Startrythmus anfallenden Abgase evakuiert werden müssen.
|Val Ygot||

| Die Stellung im Val Ygot (Bois d'Eawy) südlich von Ardouval ist eine der besterhaltenen V1-Stellungen überhaupt. Die Anlage ist frei zugänglich und lohnt in jedem Fall einen Besuch. Wie bei der Stellung 623 von Morbecque (Bois des Huit Rues) sind in Val Ygot bei allen Anlageteilen Informationstafeln angebracht, die die Funktion einer Anlage der ersten Generation gut verständlich machen.

Im Gegensatz zu den meisten Stellungen die stark von der Vegetation überwachsen und oft auf privatem Grund sind, werden in Val Ygot die Verbindungswege gut unterhalten und ist das Gelände mit ca. 300 x 150 m leicht zu begehen.
Auf einem (stark verkürzten) Rampentorso ist ein V1-Nachbau montiert. Leider wurde der Rampentorso nicht in seiner korrekten Position auf das Originalfundament gesetzt, sondern nach hinten versetzt. Dies ergibt einen falschen Eindruck.
Von den drei Skibunkern, die nicht mehr gebaut wurden, sind die Grundrisse erkennbar. Ansonsten stehen die Bauwerke noch weitgehend, einzig der Bunker für die Anlieferung und der hintere Teil der Montagehalle sind durch Bomben schwerer beschädigt.
Mit dem Bau begonnen wurde im Herbst 1943. Die Stellung wurde von den Allierten jedoch frühzeitig aufgeklärt und es wurden von dort nie Flugkörper abgefeuert.
|Maisoncelle||

|Die Stellung von Maisoncelle wurde von den alliierten Truppen nach der Aufklärung dokumentiert. Sie ist damit ein gutes Beispiel für eine Stellung der ersten Generation. Zwar ist heute nicht mehr viel zu sehen, aber man kann sich anhand des Versuchs, die Skizze mit einer Ansicht in Google Earth zu vergleichen, die damalige Situation gut vorstellen.

Skizze[3] der V1-Stellung Maisoncelle und angenäherte Perspektive in Google Earth. Im Vordergrund sind die Reste der Startrampe zu erkennen und an der linken oberen Ecke (unterhalb der rechteckigen Fläche) die Lage eines Skibunkers.
|Gorenflos||

|Die Stellung Gorenflos ist ein gutes Beispiel einer V1-Stellung, die in jüngster Zeit am Verschwinden ist. Von dem was auf dem Bild in Google Earth vom 5. März 2007 zu sehen ist, wurde im Winter 2008/09 der Skibunker mitten im Feld und das Richtgebäude abgebaut. Geblieben sind die zwei teilweise zerstörten Skibunker im Gehölz an der südöstlichen Begrenzungsstrasse (D66).
Das von einer Baufirma abgebaute Material wurde geshreddert und für Kofferung im Strassenbau verwendet.

Gorenflos war nie operationell.
|Flottemanville-Hague||

|Die Stellung 11 (Le Pivot) war eine Stellung der ersten Generation. In Flottemanville-Hague wird auch noch eine Ersatzstellung erwähnt (Nr. 245, La Malbrêche), deren Lokalisierung und Bauzustand aber unbekannt ist.

Die Anlage ist in einigen, heute durch Stacheldraht abgegrenzten Weiden verteilt und schwer zugänglich. Von der Stellung 11 sind noch die Schutzwände der Rampe und einige Lager der Pendelstützen sowie der Kommandobunker erhalten, ein Richtgebäude resp. -plattform fehlt gänzlich. Auch Rückfragen bei alten Einheimischen ergaben, dass es hier nie eine betonierte Plattform gab, deshalb ist die Fertigstellung der Anlage fraglich. 150 m südwestlich stehen die Reste eines Gebäudes, welches das Wasserreservoir sein könnte. Dieses Gebäude sieht ebenfalls eher nach nicht fertiggestellt, denn nach zerstört aus. 180 m westlich, direkt an der D 152 steht der gerade Bunker für das eingehende Material, 140 m südwestlich, mitten in einer Weide, vermutlich das Kompressor- und Dekontaminationsgebäude. In der angrenzenden dichten Hecke Reste von Mauern, wahrscheinlich von Skibunkern; etwas weiter östlich ein kleiner, nicht klassifizierbarer Bau.
|Brécourt||

|«Wasserwerk 2» in Brécourt ist ein spezieller Fall. Auf einem bestehenden unterirdischen Öl-Reservelager der französischen Marine aufbauend, war die Anlage von den Deutschen erst als Startplatz für die V2 vorgesehen.
Erst nach Baubeginn wurde entschieden, die Anlage für den Start von V1 umzurüsten. Brécourt sollte die grösste V1-Basis werden, geplant war neben der zum Teil erstellten ersten Rampenanlage eine zweite, unterirdische Startrampe.

tbc ...
|Stellungen in Belgien||Der Stellungsraum der IX. Abteilung war das Departement Nord in Frankreich und der Raum südwestlich von Oostende in Belgien. Die Planung der Stellungen war im Mai 1944 abgeschlossen, teilweise wurde auch noch mit dem Bau begonnen, zum Einsatz kamen sie jedoch nicht. Man findet vereinzelt noch Hauptfundamente der Startvorrichtung.

|Stellungen in Holland||Geplant war im Oktober 1944 der Bau von 16 Feuer- und 8 Reservestellungen des «Hottot-Typs» im Raum Deventer, Ziel wäre primär Antwerpen gewesen. Ebenfalls geplant waren noch einige Stellungen im Raum Rotterdam und an der Küste bei Den Haag mit Ziel Antwerpen und London. Zum Teil wurden diese Stellungen auch gebaut und ab Mitte Dezember 1944 griffen einige davon noch aktiv ins Geschehen ein.

|Stellungen in Deutschland||Mit fortschreitendem Rückzug der Deutschen kam die V1 auch noch von deutschem Gebiet aus gegen Ziele vorwiegend in Belgien zum Einsatz.

Diese V1-Stellungen wurden zum und nach Ende des Kriegs viel stärker zerstört und/oder abgebaut als in Frankreich. Bei den meisten Stellungen war aufgrund der Rückzugs-Lage auch nur noch ein Minimum an Gebäuden errichtet worden, sie waren alle vom Typ «Hottot». Somit sind meistens nur noch Fundamente, Sockel der Pendelstützen oder gesprengte Fragmente sichtbar.
Die Vegetation und Waldbewirtschaftung haben das ihre dazu beigetragen, dass die Reste dieser Stellungen nur schwer zu finden sind. Ohne die genauen Beschreibungen und Karten im Buch von Gückelhorn/Paul, oder guten lokalen Geländekenntnissen ist eine Lokalisierung in den meisten Fällen gar unmöglich. Etliche der Stellungen fielen Flurbereinigungen, Korrekturen von Strassenverläufen oder Überbauungen zum Opfer.
Erstaunlich ist, mit welcher Verbissenheit hier trotz der hoffnungslosen Lage noch für die «Rettung des Tausendjährigen Reichs» gebaut wurde.
Von den Stellungen in Deutschland wurde Antwerpen, Brüssel und Lüttich beschossen, mir ist jedoch nicht bekannt, von welcher Stellung aus welches Ziel. Die erkundeten Stellungen sind auch nicht alle eindeutig auf eines dieser Ziele gerichtet, was nicht verwundert, da ja schon früher begonnen wurde, den Kurs des Geräts während des Flugs zu korrigieren. Somit kann die Richtung nur geschätzt, resp. mit dem Kompass gemessen werden. Wo möglich, habe ich auch versucht, anhand von in Google Earth noch erkennbarer Geländemerkmale (Waldschneisen) die Richtung zu definieren. Wegen dieser Zweideutigkeiten mache ich aber deshalb hier keine Angaben zu Distanz und Ziel.
|Usedom||In Peenemünde-West auf Usedom fand am 24. Dezember 1942 der erste Test mit einer V1 statt. Es existierten dort mehrere Startrampen, wurden doch neben dem Fluggerät auch die Startrampen-Konstruktionen und zwei unterschiedliche Startverfahren getestet.

Etwa 15 km südöstlich, zwischen Zinnowitz und Zempin, befand sich ein weiteres Areal. Die Stellungen dienten dem Training der Bedienungsmannschaften für die Stellungen in Frankreich. Von der dortigen Anlage sind in einem ausgedehnten Wald nördlich der Strasse noch Fundamentreste der drei Feldstellungen sichtbar.
|Eifel||In der Eifel sind noch unbedeutende Reste der Feuerstellungen bei Brockscheid, Eckfeld und Greimerath zu finden.

|Brockscheid||

|Die FSt südöstlich von Brockscheid befindet sich in einem aufgeforsteten Waldstück und ist weitgehend zugewachsen, Senkungen mit Wasser vollgelaufen. Zu sehen ist der betonierte Zufahrtsweg, das Hauptfundament und die Fundamente der Pendelstützen. Eigenartig ist ein Pendelstützenfundament, das unweit des Hauptfundaments ca. 8 m rechts der Rampenachse liegt.Vermutlich war das ein Ansatz, die Fundamentblöcke auszugraben und aus dem land- und forstwirtschaftlich genutzten Gelände zu beseitigen.
Links vom Hauptfundament die Erdgrube des unbefestigten Kommandostands. Einzig der aufgeschüttete Erdwall macht ihn kenntlich.

Nordöstlich des Zufahrtwegs liegt die Richtplatte, die als Abstellplatz benutzt wird.
|Eckfeld||

|Direkt bei der Ausfahrt 122 der E 44 liegt im Wäldchen nordwestlich des Werkhofs an der L 64 die FSt von Eckfeld. Wäre nicht der Erdwall des Kommandostands, würde man die Stellung schwerlich ausmachen können, da die Reste der Fundamente weitgehend zugewachsen sind. Fast mit der «Lupe» findet man noch einzelne Ankerbolzen. Der Kommandostand war Ostern 2010 durch einen umgestürzten Baum bedeckt. Das ganze Wäldchen war durch Windeinwirkung stark in Mitleidenschaft gezogen worden und wegen Holzarbeiten kaum zu begehen.

Bei einem zweiten Besuch im Mai 2010 konnte ich das Hauptfundament weitgehend erkennen.
|Greimerath||

|1 km südwestlich von Greimerath an der L 52 liegt die FSt. Direkt in der markanten Linkskurve ist rechterhand die betonierte Zufahrt über den Strassengraben. Nur ca. 10 m im Wald liegt das Hauptfundament. Auf diesem sind noch wenige Metallteile der Verankerung der Walter-Schleuder befestigt. Diese Verankerung geschah in Startrichtung beidseitig mit zwei M 20 Bolzen im Abstand von 14 cm.

Wegen des ansteigenden Geländes sind die Fundamente der Pendelstützen unter dem Geländeniveau. Die Gruben der Fundamente sind mit Wasser vollgelaufen. Beidseitig sind entlang der Rampenachse Gräben zu sehen, in denen der Portalkran zur Montage der Schleuder auf Schienen lief. Zwischen der 3. und 5. Pendelstütze ist ein grosser Krater. Dieser rührt gemäss dem Kriegstagebuch von einer V1, die auf der Rampe über der 4. Pendelstütze explodierte.
Ebenfalls beim zweiten Besuch im Mai 2010 konnte ich hier auf dem Hauptfundament noch die Metallteile der Verankerung der Walter-Schleuder freilegen.
|Rechtsrheinische Gebiete||Rechts des Rheins finden sich Feuerstellungsreste im Nutscheid und im Westerwald. Drei der vier Feuerstellungen im Nutscheid sind wohl die einzigen, von denen V1 abgeschossen wurden, bei den anderen blieb es bei Bauarbeiten in unterschiedlichen Stadien. Allerdings sind hiezu die Informationen oft widersprüchlich, wie so vieles aus diesen Tagen.

Die Feuerstellungen bei Kuchem, Hatterscheid und Rankenhohn im Nutscheid sind kaum sehenswert, hingegen kann man im Westerwald bei Bruchhausen noch einen guten Eindruck von V1-Feuerstellungen der letzten Generation erhalten.
Nutscheid
|Hatterscheid||

|FSt 302 liegt 800 m ostnordöstlich von Hatterscheid an der Hauptstrasse, die von der Schmelztalstrasse nach Winterscheid führt. Ca. 900 m nach der Abzweigung macht die Strasse einen markanten Rechtsknick, links liegt ein Parkplatz. Das Waldgelände ist hier stark bearbeitet worden und verwachsen.

Man kann noch einzelne, kleinere Bruchstücke von Fundamenten erkennen, die ohne konkrete Hinweise kaum zuzuordnen sind. Sie liegen auf der Südseite der Strasse, bis zu knappen 100 m westlich des Parkplatzes. Gleich nördlich der Strasse erkennt man Reste der gesprengten Richtplatte und 130 m westlich an der Südseite der Strasse das gesprengte Hauptfundament und Einzelfundamente der Rampe.
|Kuchem||

|Markantere Reste finden sich von der FSt 303 bei Kuchem. Bei der Zufahrt von der Schmelztalstrasse nach Kuchem steht beim Abzweig eine Kapelle. Von dieser Kreuzung liegt die FSt ca. 220 m nordwestlich auf der Südseite der Schmelztalstrasse.

Das Hauptfundament ist rund 15 m von der Strasse weg. Links davon standardmässig die Erdgrube des Kommandostands. In Richtung Westen liegen zerstreut die gesprengten Beton- und Ziegelfragmente der Pendelstützenfundamente. Östlich der Strasse gesprengte Reste der Richtplatte. Auch hier ist schon alles stark von der Vegetation überwachsen.
|Rankenhohn||

|Zwischen Rankenhohn und Bornscheid liegt die FSt 307. Von Rankenhohn kommend fährt man nördlich auf der L 317. Auf der Anhöhe nimmt man links die Strasse nach Bornscheid. Nach ca. 300 m macht die Strasse einen spitzen Rechtsknick. In dieser Kurve liegt links ein Parkplatz. Von diesem zweigt wiederum links ein Forstweg nach Süden ab. Diesem folgt man rund 400 m.

Nach einer schwachen Links- und dann Rechtskurve liegen beidseits direkt am Weg die wenigen Reste. Man erkennt links eine Grube, in der wahrscheinlich Gückelhorn/Paul eine Arbeitsplattform freilegten, sie ist aber schon wieder mit Schlick und Geäst belegt. Durch schwere Holzrückmaschinen wurden Betonplatten leicht verkippt, etwas unterhalb des Wegs erkennt man die Betonkante eines befestigten Bereichs. Durch die Holzrücker ist aber das ganze Gelände stark verändert und durch Restholz der Aufarbeitung belegt. Von der etwas weiter südwestlich rechts des Wegs liegenden Startanlage ist nichts mehr zu erkennen, das Gelände ist durch die Holzbewirtschaftung und Pflanzenwachstum wieder in weitgehend «natürlichem» Zustand.
|Bornscheid||

|900 m nordöstlich von 307 liegt die Ersatzstellung 306. Dazu geht man zurück auf die L 317 und folgt dieser weiter nordöstlich etwa 230 m, rechterhand ein Parkplatz. Direkt gegenüber diesem Platz liegt auf der Westseite der Strasse die Stellung. Man erkennt noch Teile des Hauptfundaments und der Pendelstützenlager. Linkerhand Grube und Erdwall des Kommandostands. Dieser ist mit einer Art Graben nach Süden mit der Strasse verbunden. Auf der Parkplatzseite führt 50 m südlich eine Betonplatte über den Strassengraben zu den Resten des Einrichtplatzes.

Westerwald
|Interessant von den Feuerstellungen im Westerwald sind die zwei zwischen Bruchhausen und dem «Auge Gottes». Die anderen zwei liegen allerdings recht nahe, so dass man sie gleichzeitig besuchen könnte. Diese vier Feuerstellungen bildeten den Stellungsbereich Asberg.

|Bruchhausen I||

|FSt 328 erreicht man gut von Bruchhausen aus. Fahren kann man bis zur Laurentius-Hütte, von dort ist es zu Fuss ca. 1,5 km bis zur V1-FSt. Speziell an dieser Stellung ist, dass die Pendelstützenfundamente infolge des abfallenden Geländes teilweise recht hoch gebaut werden mussten. Das letzte Fundament hat eine Höhe von 2,25 m. Auf dem Hauptfundament ist eine Infotafel mit Basisdaten zur V1 angebracht.

Im April 2017 wurde die gesamten Anlagen der FSt von «Grün» befreit, so dass man (auf absehbare Zeit) einen guten Eindruck einer FSt der letzten Generation erhält. Zu sehen sind neben den bisher bekannten Fundamenten etwa 50 m südlich, auf der gegenüberliegenden Seite des Wegs die freigelegte Richtplatte mit dem sehr schön sichtbaren Kreissegment der Winkelskala. Nochmals 50 m weiter der Montageplatz.
Gut 20 m nördlich des Hauptfundaments liegt östlich des Wegs der Arbeitsplatz wo auch die Geräte installiert waren, sowie das Wasserbecken.
|Bruchhausen II||

|Geht man den Weg weiter in Richtung Norden, gelangt man nach weiteren 700 m zur FSt 334. Auf der linken Seite ist gleich am Weg ein Betonfragment des Hauptfundaments sichtbar. In Richtung Westen folgen dahinter einige Fundamente der Pendelstützen. Andere Fundamentgruben sind hingegen leer. Es ist nicht belegt, ob diese Fundamente noch nicht gegossen, oder ob sie nach dem Krieg entfernt wurden. Etwa 20 m weiter führt rechts der Strasse ein betonierter kurzer Weg zum Einrichtplatz. Im Hintergrund steht dort heute eine kleine Schutzhütte. Auf der Richtplatte ist die halbkreisförmige Aussparung, welche die Winkelskala aufnahm, sehr gut sichtbar.

Ein paar Meter weiter gelangt man an die Kreuzung der Waldwege, wo links der Bildstock «Auge Gottes» steht.
|Schweifeld||

|Etwa 2,3 km östlich dieser beiden Stellungen, dort wo die Schweifelderstrasse die L 253 kreuzt, ist die FSt 325 westlich der L 253 in die Schweifelderstrasse integriert. Ausser dem betonierten Abschnitt der nach ca. 150 m beginnt und die Fundamente beinhaltete, ist nichts mehr zu sehen. Wie auch bei anderen Stellungen befinden sich die betonierten Wege in Auflösung. Homogene Betonflächen sind selten mehr zu sehen.

|Kalenborn||

|FSt 327 liegt nordwestlich des Kalenborner Industriegebiets. Verlässt man die L 253 auf der L 252 Richtung Bruchhausen, zweigt etwa nach 60 m rechts der Weg ab der zu den Basaltbrüchen am Asberg führt. Diesem Weg folgt man 270 m bis kurz vor dem Abzweig eines Weges nach Westen. Linkerhand in diesem Wegeck liegt die Stellung. Auch hier ist das Hauptfundament stark von verrottetem Material bedeckt. Deutlich sichtbar ist einzig die quadratische Öffnung am Beginn des Fundaments. Gut erhalten sind auch die Pendelstützenfundamente. Links vom Hauptfundament ist ein gemauertes Wasserreservoir und gleich daneben der Kommandostand.

|Schweiz||Ein Besuch im «Schweizerischen Militärmuseum Full» lohnt sich: dort zeigt man eine restaurierte V1 und seit April 2016 ist auch eines der weltweit wenigen noch vorhandenen Reichenberg-Geräte («Wasserläufer» Nummer 27, ebenfalls ein restauriertes Originalgerät) zu sehen.|
|Erinnerungen eines Zeitzeugen||Zwischen 2001 und 2009 hat Robert Dancy, der als Junge die Kriegszeit in Hook Green, an der Grenze zwischen Kent und Sussex, 58 km südöstlich von Londons Zentrum verlebte, seine Erinnerungen aufgezeichnet.

Die deutschen Luftangriffe und dann auch die der V1 hat er hautnah erfahren, lag doch Hook Green im Anflugbereich der Stellungen der III. Abteilung des Flak-Regiments 155 (W). Freundlicherweise hat er mir seine Aufzeichnungen überlassen, um sie auf dieser Seite der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Dokument (©) kann hier als PDF heruntergeladen werden und ist speziell ab «Doodlebug Days» (Seite 12) von Interesse.
|Weitergehende Informationen||Hier gibt es die originalen FZG 76 Geräte-Handbücher (die ich hier fand) als PDF zum herunterladen:

Stand: März 1944, Ausgabe: April 1944

|Bemerkung: Die gesplitteten Teildokumente (Teil 1 bis 7) wurden von User:Gonzosft ohne irgendwelche Hinweise oder Rückmeldung bei Wikimedia Commons hochgeladen. Die Ersatzteilliste habe ich dann nachgeschoben. Zwar sind die Dokumente nicht geschützt, aber ein Hinweis auf die Quelle wäre fair gewesen.

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|Bezeichnung||In Vorbereitung

|Entwicklung und Tests||tbc ...

|Einsatz||tbc ...

tbc ...
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|Bezeichnung||Die offizielle Bezeichnung der V2 ist Aggregat 4 (A4).

|Entwicklung und Tests||Im Gegensatz zur V1 war die V2 ein Projekt des Heeres. Versuche mit den Vorläufern A1 und A2 fanden noch auf dem Versuchsgelände des Heereswaffenamts in Kummersdorf, südlich von Berlin, statt. Für grössere und weiter tragende Geräte war dieser Platz aber zu klein.

Ab 1936 wurden daher die Tests nach Peenemünde verlegt, wo eine neue Heeresversuchsanstalt gebaut wurde. Die Entwicklung und die Tests in diesem Zusammenhang fanden auf dem riesigen Gelände mit mehreren Prüfständen statt.
Tests, welche die Tauglichkeit im Einsatz nachweisen sollten und die der Schulung der Bedienungsmannschaften diente, wurden bei Blizna («Heidelager») und in der Tucheler Heide («Heidekraut I und II») durchgeführt.
|Einsatz||Nord, Pas-de-Calais, Somme, Seine-Maritime, Manche; Belgien; Eifel, Hunsrück, Westerwald, links und rechts des Rheins.

tbc ...
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|Bezeichnung||Die offizielle Bezeichnung der HDP (Hochdruckpumpe) ist Langrohrkanone. Weitere Namen resp. Tarnnamen sind Fleissiges Lieschen, Tausendfüssler oder Englandkanone. Aber sehr oft wird eben auch die Benennung V3 benutzt.

|Entwicklung und Tests||Entwickelt wurde diese Kanone und ihre Geschosse durch die Entwicklergruppe der Stahlwerke Röchling-Buderus in Wetzlar unter der Leitung von August Coenders.

In Wetzlar baute Coenders ein Testgeschütz mit dem Kaliber 2 cm. Im Januar 1943 führten Röchling und Coenders damit in Anwesenheit Hitlers auf dem Gelände der Wolfsschanze (Ostpreussen, heute Polen) erfolgreich Beschussversuche durch.
In der Heeresversuchsanstalt Hillersleben, nordwestlich von Magdeburg, fanden erste Tests mit dem Kaliber 15 cm auf mehr oder weniger flach liegenden Geschützaufbauten statt. Um realitätsnahe Reichweiten-Tests durchführen zu können, brauchte man jedoch ein Gelände mit natürlicher Neigung von mindestens 30°. Dieses fand man auf Wolin, südlich von Misdroy beim Ort Laatziger Ablage, dem heutigen Zalesie.
Die Geschosse wurden bei Röchling und in Peenemünde weiterentwickelt, am zweiten Standort entstand das Peenemünder-Pfeilgeschoss (PPG), das in erster Linie aber für andere Kaliber und in anderen Geschützen Anwendung fand.
|Einsatz||So gut wie einerseits V1 und V2 erforscht und dokumentiert sind, so wenig Konkretes hat man andererseits über die HDP. Das rührt wohl daher, dass Originaldokumente über dieses Objekt und dessen Einsatz (ausser den Kriegstagebüchern) von den Deutschen weitgehend vernichtet wurden. Auch gibt es meines Wissens keine grösseren Originalteile der HDP mehr. Somit basiert in der Sekundärliteratur vieles auf Annahmen, was in der weitergehenden Rezeption zu starker Legendenbildung führt.

Hier wurde versucht, so Vieles wie möglich zu konkretisieren und es wird auf Widersprüche in den Publikationen hingewiesen.
Zum Einsatz kommen sollte die HDP in der gigantischen unterirdischen Anlage von Mimoyecques im Departement Pas-de-Calais in Nordfrankreich, von der aus London unter Dauerfeuer genommen werden sollte – bekanntlich kam es nicht so weit. In der Rückzugsphase wurden im Herbst 1944 südlich von Lampaden zwei Abschussrampen aufgebaut, von denen aus Luxembourg beschossen wurde. Dies sind die einzigen zwei Kanonen, welche erwiesenermassen gegen feindliche Ziele zum Einsatz kamen.
Um weitere Einsatzstellungen ranken sich Legenden, vieles ist hypothetisch. So wird z. B. die Vorbereitung einer Stellung im Raum Ahrweiler erwähnt, Details dazu findet man jedoch nirgends. Glaubhaft erscheint nur, dass in Buhl bei Guebwiller im Elsass noch mit dem Aufbau von Rampen für zwei Kanonen begonnen wurde, welche auf Belfort feuern sollten.
Wieviele Kanonen von welcher Länge gebaut wurden und welche Kanonen an welchen Standorten auf- resp. wieder abgebaut, verlegt und eventuell umgebaut wurden, ist in den gesichteten Sekundärquellen nicht schlüssig zu eruieren. Klar scheint nur, dass die Alliierten bei der Einnahme von Wetzlar in die Röchling-Werke zurückgeführte Elemente der HDP vorfanden, die sie in die USA verbrachten. Dasselbe geschah mit den in Hillersleben vorgefundenen zwei Versuchsgeschützen. In den USA lag das Material – nach Schiessversuchen, über die keine Details bekannt sind – wenig beachtet auf dem Aberdeen Proving Ground herum, bis es 1947 aus unbekannten Gründen verschrottet wurde.
Rund um die HDP dürfte somit auch in Zukunft vieles spekulativ bleiben.
|Hillersleben||Text tbc ...

|Laatziger Ablage||Text tbc ...

|Mimoyecques||Text tbc ...

|Lampaden||rem: >> Musée national d'histoire militaire Diekirch, Modell und Geschoss <<

Über keine der HDP-Stellungen findet man in den Publikationen soviele Halbwahrheiten wie über Lampaden. Vieles davon basiert auf einer Standortskizze aus dem Bestand des Heeres-Waffen-Amts im Militärarchiv Freiburg, deren Angaben nach dem Krieg (in jüngerer Zeit) gerne falsch interpretiert wurden und so vor Ort nicht nachvollziehbar sind, selbst wenn man berücksichtigt, dass mittlerweile mehr als 65 Jahre vergangen sind – die seit 1945 unveränderten topografischen Gegebenheiten des Geländes lassen es schlicht nicht zu.
tbc ...
|Buhl||
Ende 1944 suchte man nach einem geeigneten Standort, um mit der HDP noch das «Unternehmen Nordwind» zu unterstützen. In Buhl, westlich von Guebwiller im Elsass, stimmten die Voraussetzungen für den Aufbau von zwei Kanonen ähnlich der Situation in Lampaden. Ziel war, von dort aus die 40 Kilometer südwestlich liegende Stadt Belfort zu beschiessen. Ein Hang mit der passenden Neigung und Ausrichtung zum Ziel innerhalb der von Lampaden her bekannten Schussdistanz und die Erschliessung der Stellung mit einem Gleisanschluss fand sich westlich des Orts am Demberg.
Anfangs Januar 1945 begann die 2. Batterie mit dem Aufbau. Die 1969 stillgelegte Bahnlinie führte in den 1940er Jahren noch von Bollwiller bis nach Lautenbach.
Somit konnte das Material auf der Schiene bis an den Industriebetrieb beidseitig der Lauch, bei dem auch eine Brücke über den Bach zum Stellungshang führte, herangefahren werden. Dieser Betrieb steht noch heute, sogar umfangreich erweitert. In GoogleMaps ist der damalige Umfang der Bauten gut an den Sheddächern zu erkennen, die sich deutlich gegenüber den Flachdächern abheben.

Im Gespräch mit älteren Einheimischen stellte sich heraus, dass auch da nur (noch) Halbwissen vorhanden ist. Erwiesen ist jedoch, dass die Deutschen dort zu Ende des Krieges umfangreiche Tätigkeiten entwickelten, welche unter grosser Geheimhaltung standen. So wurden z. B. bei den westlichsten Fabrikgebäuden, in denen weiterhin gearbeitet wurde, die gegen Südwesten gerichteten Toilettenfenster zugemauert und das ganze Gelände weiträumig abgesperrt und scharf bewacht.
Das Scheitern von «Nordwind» in der zweiten Januarhälfte führte zu einem vorzeitigen Abbruch der Arbeiten. Erkennbar sind heute (in der vegetationsarmen Zeit) nur noch vage die beiden Schneisen, welche für die Rampen geschlagen und planiert wurden. Am Fuss der Stellung West ist noch eine Grube zu erkennen, welche in den engen Platzverhältnisse zwischen Hang und Lauch ausgehoben wurde. Die Hangneigung wurde noch nicht verifiziert.
Ob die betonierten Widerlager schon gegossen waren und herausgerissen wurden (unwahrscheinlich) oder die Anlage vorher abgebaut werden musste, ist nicht belegt. Über den gesamten Baufortschritt dieser beiden Stellungen gibt es keine gesicherten Hinweise. Wahrscheinlich wurden die Aktivitäten jedoch vor dem Aufbau der Kanonen gestoppt.
Eine Quelle erwähnt, dass am 1. Februar aus einer Kanone 20 Schuss abgefeuert worden seien, bevor beide Kanonen abgebaut und abtransportiert wurden. Auch das ist fraglich, wenn man sich den Frontverlauf Ende Januar Anfang Februar in dieser Region anschaut. Allierte Karten zeigen, dass per 20. Januar der Brückenkopf Elsass zwischen Mulhouse und Rhinau bis zum Rhein abgeschnitten war und per 5. Februar der Raum um Guebwiller und Rouffach eingekesselt, resp. die alliierte Front am 28. Januar schon bei Rouffach stand. Schwer vorstellbar, dass die 2. Batterie unter diesen Bedingungen weiter operativ war und anschliessend erst noch der Abbau und Rückzug zweier HDP über den Rhein erfolgen konnte.
Südlich der Lauch ist abschnittsweise noch ein Weg erkennbar, dessen Breite weit über das hinausgeht, was weiter westlich als Pfad weiterführt. Auch das ein Anzeichen dafür, dass in diesem Abschnitt Tätigkeiten stattfanden, die den Einsatz von Fahrzeugen erforderten. Ein mögliches Relikt der Präsenz der «Kammler-Leute» fand sich etwas abseits der Stellung West, einsam im Waldboden und ohne Bezug zu irgendeiner anderen logisch erscheinenden Bautätigkeit am Lauchufer oder eventueller Befestigungsarbeiten desselben: Eine 24 cm aus dem Boden ragende Gewindestange M 33 mit Mutter (SW 60 mm, 36 mm breit).
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|Dank||Mein persönlicher Dank zu diesem Themenbereich gilt:

1. Robert Dancy aus Gillingham (GB), der mir seine gesamte Recherche und Dokumentation zu V1-Stellungen in den Departementen Nord, Pas-de-Calais, Somme und Seine-Maritime zur Verfügung stellte.
Die Dokumentation (©) wurde von mir aufbereitet und kann hier als PDF heruntergeladen werden (38.4 MB).
Ebenfalls verdanke ich ihm die persönlichen Erinnerungen «Wartime in Kent». (©)
2. Larry Cousins aus Ontario (CDN), auf den ich in der Google Earth Community stiess und der mich zu Robert Dancy führte. Zudem erhielt ich von Larry etliche wertvolle Informationen und Nachweise.
3. Tschubby (CH) von Wikipedia, der die Basiskarten für die Übersicht der V-Waffen-Standorte generierte.
4. Ludwig Tröndle aus Lampertheim (D), der mit seinem kritischen Blick auf die V-Waffengeschichte manchen Widerspruch aufdeckte, auch in Sekundärquellen! Ein Teil der HDP-Recherchen vor Ort erarbeiteten wir gemeinsam oder er überliess mir freundlicherweise eigenes Material und Informationen.
5. Detlev Paul (Coautor «Eifelschreck») und Volker Pelz (beide D), die mich im Oktober 2015 einen Tag lang fachkundig durch einige V1-Feuerstellungen in der Eifel begleiteten. Dabei lernte ich viel über Standards und Varianten beim Bau von Stellungen für den Zweiteinsatz. Von ihnen stammen ebenfalls viele hilfreiche und klärende Hinweise zur V1 und speziell zum Reichenberg-Gerät.
Im April 2017 folgte eine ähnliche Tour durch einige rechtsrheinische V1-Feuerstellungen.
6. Hugues Chevalier und Yannick Delefosse (Buchautoren F) sowie Volker Pelz für die aufschlussreiche Begehung einiger V1-Feuerstellungen und V2-Feldstellungen im Nord und Pas-de-Calais im Mai 2017 und die Möglichkeit der Besichtigung von Hugues' umfangreicher privater Sammlung inkl. zeitgenössischer Dokumente zum Thema.
|Quellen||Deutsch:

• Karsten Porezag: Geheime Kommandosache; Geschichte der "V-Waffen" und geheimen Militäraktionen des Zweiten Weltkrieges an Lahn, Dill und im Westerwald; Dokumentation. Wetzlardruck, Wetzlar 1997, ISBN 3-926617-20-9.
• Joachim Engelmann: Geheime Waffenschmiede Peenemünde - V2 • Wasserfall • Schmetterling. Dörfler, Eggolsheim 2006, ISBN 978-3-89555-370-7.
• Joachim Engelmann: Raketen die den Krieg entscheiden sollten: Taifun, Natter, Kirschkern (V1) • Rheinbote (V4) • Föhn (V3) u.a.. Dörfler, Eggolsheim 2006, ISBN 978-3-89555-369-1.
• Walter Dornberger: Peenemünde - Die Geschichte der V-Waffen. Ullstein Berlin 2008, ISBN 978-3-548-33119-5.
• Wolfgang Gückelhorn/Detlev Paul: V1 – „Eifelschreck“ Abschüsse, Abstürze und Einschläge der fliegenden Bombe aus der Eifel und dem Rechtsrheinischen 1944/45; Eine Dokumentation. Helios-Verlag, Aachen 2004, ISBN 3-933608-94-5.
• Wolfgang Gückelhorn/Detlev Paul: V2 gefrorene Blitze Einsatzgeschichte der V2 aus Eifel, Hunsrück und Westerwald 1944/45; Eine Dokumentation. Helios-Verlag, Aachen 2007, ISBN 3-938208-43-4.
• Günter Neliba: Kriegstagebuch des Flakregiments 155 (W) 1943 - 1945: Flugbombe V 1. Duncker & Humblot, Berlin 2006, ISBN 3-428-11925-8.
• Axel Turra: Das "fleißige Lieschen" Mehrfachkammergeschütz; Sonderband S-57, Waffen-Arsenal, Waffen und Fahrzeuge der Heere und Luftstreitkräfte. Podzun-Pallas, Wölfersheim-Berstadt 2000, ISBN 3-7909-0697-2.
• Uwe W. Jack: FliegerRevue X 40, Seite 14 bis 47; Reichenberg – die bemannte Selbstopfer-Bombe / Die Restaurierung der bemannten V1 Flugbombe. PPVMedien GmbH, Bergkirchen 11. Jahrgang, ISSN 2195-1233.
• Jochen Tarrach: Ein Hauch von "Tausend Jahren": V 1-Raketen aus Neu Tramm. Köhring, Lüchow 1988, ISBN 3-926322-07-1.
• Wilhelm Hellmold: Die V1: Eine Dokumentation. Bechtle, Esslingen 1988, ISBN 978-3762804710.
• Pierre Clostermann: Die große Arena - Erinnerungen eines französischen Jagdpiloten in der R.A.F. VDM, Saarbrücken 2001, ISBN 978-3-925480-51-5.
Andere Sprachen:
• Piotr Laskowski: Śladami niemieckich tajnych broni na wyspach Wolin i Uznam (V-3, Seite 5 bis 32). Maagdruck, Świnoujście 2003, ISBN 83-912490-0-X. (polnisch)
• Laurent Bailleul: Les Sites V1 en Flandres et en Artois. Autoéditeur, Hazebrouck 2000, ISBN 2-9515840-0-8. (französisch)
• Laurent Bailleul: Les Sites V1 en Picardie. Autoéditeur, Hazebrouck 2006, ISBN 2-9515840-1-6. (französisch)
• Florian Hollard: Michel Hollard, le Français qui a sauvé Londres. Le Cherche Midi, Paris 2005, ISBN 978-2-7491-0387-7. (französisch)
• Roland Hautefeuille: Constructions Spéciales - Histoire de la construction par l'organisation Todt dans le Pas-de-Calais et le Cotentin, des neufs grands sites protégés pour le tir des V1, V2, V3 et la production d'oxygène liquide. (1943-1944). Auteur-Éditeur R. Hautefeuille, Paris 1995, ISBN 2-9500899-0-9. (französisch)
• Yannick Delefosse, et al.: V1, arme du désespoir. Les Editions Lela Presse, Outreau 2011, ISBN 978-2-914017-60-2. (französisch)
• Norbert Dufour & Christian Doré: L'enfer des V 1 en Seine-Maritime durant la Seconde Guerre mondiale. C.E.P.S.N.A., Saint-Nicolas-d'Aliermont 1993, ISBN 2-86 743 179-4. (französisch)
• Hugues Chevalier: La région de Therouanne au coeur des constructions secrètes allemandes – septembre 1943 - septembre 1944. Office culturel et touristique de Therouanne, Artois 2000. (französisch)
• Hugues Chevalier, et al.: Bombes et V1 sur le Pas-de-Calais 1944 – Raids alliés, crashes, destructions. Les Échos du Pas-de-Calais, Lillers 2009, ISBN 978-2-9519835-2-6. (französisch)
• La Coupole Éditions: MIMOYECQUES Site du «canon de Londres» 1943–1945. CGGRAPHIC, 2011, ISBN 978-2-9533202-2-0. (französisch)
• Lambert Grailet: Le V-3 harcèle Luxembourg – Il menace Verviers, Belfort et Thionville. Imprimé en Belgique 1996. (französisch)
• Régis Grenneville: Normandie 1944, Les Armes Secrètes Allemandes – les V1. Éditions Heimdahl, Bayeux 1984. (französisch)
• Steven J. Zaloga: German V-Weapon Sites 1943-45. Osprey Publishing Ltd, Oxford 2007, ISBN 978-1-84603-247-9. (englisch)
• Reginald Victor Jones: Most secret war. Hamish Hamilton Ltd, London 1978, ISBN 0-241-89746-7. (englisch)
• Ungenannter Autor: The V-Weapons; After The Battle, Issue No. 6. Battle of Britain International Limited, Old Harlow 1974, ISSN 0306-154X. (englisch)
• Jean Paul Pallud: The Secret Weapons: V3 and V4; After The Battle, Issue No. 114. Battle of Britain International Limited, Old Harlow 2001, ISSN 0306-154X. (englisch)
• Peter Thompson: V3 The Pump Gun. ISO Publications, London 1999. (englisch)
• Philip Henshall: Hitler's V-Weapons Sites. Sutton Publishing Ltd, Gloucestershire 2002, ISBN 0-7509-2607-4. (englisch)
• Roy Irons: Hitler's Terror Weapons – The Price of Vengeance. Harper Collins Publishers, London 2003, ISBN 0-00-711263-7. (englisch)
• D. G. Collier (compiled by): Buzz Bomb Diary. Kent Aviation Historical Research Society, Kent 1994, ISBN 0-9507408-1-0. (englisch)
• Benjamin King & Timothy Kutta: IMPACT – The History of Germany's V-Weapons in World War II. Sarpedon, New York 1998, ISBN 1-885119-51-8. (englisch)
• David Myhra: Fieseler Fi 103R. Schiffer Publishing Ltd, Atglen/Pennsylvania 2001, ISBN 978-0764-313981. (englisch)
• Google Earth ©
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|Einzelnachweise||1.
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2. Chriusha & Tschubby / Wikimedia Commons / CC-by-sa-3.0.
3. Unbekannter Ersteller / Wikimedia Commons / public domain.
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