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Der Bundesrat hat den Bericht «Mangel an MINT-Fachkräften in der Schweiz» verabschiedet. Der Bericht ist die Antwort auf mehrere Vorstösse zur Frage nach dem Ausmass, den Ursachen und den Folgen eines Fachkräftemangels in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).
Der Bericht zeigt auf, dass in der Schweiz ein Mangel an MINT-Fachkräften herrscht, teilt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit. Besonders ausgeprägt ist er in den Bereichen Informatik, Technik und Bauwesen. Der Mangel ist stark konjunkturabhängig, doch trotz einer Abschwächung aufgrund des rezessionsbedingten Einbruchs der Volkswirtschaft Ende 2008 blieb in bestimmten Bereichen ein Mangel an MINT-Fachkräften bestehen. Der Mangel ist damit auch strukturell bedingt. Im nächsten Aufschwung ist wieder mit einer wachsenden Fachkräftelücke im MINT-Bereich zu rechnen.
Der Arbeitsmarkt hat zwischen 2004 und 2009 auf die Verknappung an verfügbaren MINT-Fachkräften mit einer deutlichen Lohnsteigerung und einer erhöhten Rekrutierung ausländischer MINT-Fachkräfte reagiert. Demgegenüber blieb die Zahl der Studienabschlüsse in MINT in den letzten Jahren relativ bescheiden. Der Frauenanteil in MINT-Studiengängen ist in der Schweiz ausgesprochen tief.
Der Bundesrat empfiehlt, das Technikverständnis auf allen Stufen der Volksschule noch mehr zu fördern und den Übergang in die Tertiärstufe zu verbessern. Auch sollen im Hochschulbereich spezifische Massnahmen für Chancengleichheit geprüft werden.