Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/12

Museum Ciäsa Granda
Das Museum mit dem Giacometti-Varlin Saal
Ciäsa Granda bedeutet im Bergeller Dialekt “grosses Haus” und tatsächlich ist das Museum in einem stattlichen Patrizierhaus aus dem Jahr 1581 untergebracht. An das Originalgebäude wurde ein unterirdisch gelegener Ausstellungsraum gefügt, in dem man zahlreiche Werke der Künstler Giovanni, Alberto und Diego Giacometti sowie Augusto Giacometti und Varlin besichtigen kann.
Das Museum erlaubt es dem Besucher, die Geheimnisse des früheren bäuerlichen Lebens zu lüften: wie man Butter- und Käse herstellte, wie und wo die Wäsche gewaschen wurde, aber auch welche Geräte und Werkzeuge für das Schlachten und die Wurstproduktion verwendet wurden. Weiter beherbergt das Museum verschiedene getreu nachgebaute Stätten von Handwerkern, wie z.B. für die Herstellung von Stoffen, die Arbeitsstätte des “laveggiaio”, wo der Handwerker Töpfe aus Speckstein herstellte, oder die Werkstatt des Schmieds und Hufschmieds.
Kastanien sind seit jeher ein typisches Produkt der prächtigen Wälder des Tals und für Kastanienliebhaber gibt es den Nachbau einer Dörrhütte. Natürlich darf auch der Arbeitsplatz des Zuckerbäckers nicht fehlen, ein Beruf, den viele Bergeller Emigranten ausübten. Die Ciäsa Granda beherbergt auch eine bemerkenswerte Mineraliensammlung. Die Beschreibung sechs geologischer Ausflüge verdeutlicht ausserdem die ausserordentlichen petrographischen Eigenheiten des Bergells. Eine Ausstellung zur Flora und Fauna, mit Tieren in ihrer natürlichen Umgebung, fasziniert nicht nur die Kinder.
Das Museum befindet sich in Stampa (in der Nähe des Hotels Val d’Arca)
Aktuelle Ausstellungen
Ciäsa Granda „leggende e storia“ Bilder von Bruno Ritter.
Atelier Giacometti „il presente assente“ Installation-Einrichtung von Marguerite Hersberger, und Photos von Ernst Scheidegger
Varlin vier neue Werke in der Ciäsa Granda. Gemälde, die Varlin während seinem Aufenthalt im Bergell realisiert hat. Angefangen im Jahr 1963 mit der Heirat von Franca Giovanoli bis zu seinem Tod, am 30 Oktober 1977.
Das Gemälde mit dem Titel, Patrizia mit Zita, datiert von 1966 und zeigt die junge Tochter des Artisten, welche mit dem Hund Zita auf einem Sessel sitzt.
Goldrausch hingegen, das in den Jahren 1969-1973 entstand, ist inspiriert vom gleichnamigem Film mit Charlie Chaplin (auf Italienisch „La febbre dell’oro). Anstelle des Schauspielers Henry Bergmann, bildete Varlin aber den Galleristen und Fotografen Enrst Scheidegger, ab. Anders als im Film erscheint im Hintergrund nicht die Landschaft Alaskas, sondern die berühmten Bergeller Berge der Sciora Gruppe mit den Zwillingen und dem Piz Cengalo.
Das Werk mit dem Namen, La mia casa di vacanza alla Palü, zeigt das alte Haus, die Mühle der Familie Varlin in Stampa - die Palü. Umgeben von massiven Steinen in der Nähe des Flusses Maira.
In Hommage an Segantini malte Varlin im Jahre 1973 die Kühe seiner Nachbarn Adolfo und Sina Salis. In diesem, wie auch in vieler anderer seiner Werke, sieht man wie wichtig das Thema für den Artisten war. Diese Ölgemälde, auf rauer Leinwand - gemacht aus Dünger – Varlin wollte es in sein Werk integrieren. Es suggeriert, dass für den Künstler nicht nur die Unterlage, sondern auch das Material als solches essenziell im kreativen Prozess war. Der Künstler widmet das Gemälde seinem Kameraden und Meister Giovanni Segantini, der erste grosse Maler, der das Bergell als Heimat gewählt hatte.
Öffnungszeiten 14.00 - 17.00 Uhr, dienstags geschlossen
Kosten Erwachsene CHF 8.-, Kinder und Schüler, 6 - 16 Jahre, CHF 4.- Führungen auf Anfrage ab 6 Personen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Geführte Besichtigungen des Ateliers 15.00 Uhr (Start der Führung: Eingang Museum Ciäsa Granda)
Weitere Informationen www.ciaesagranda.ch
Das Museum bleibt im Winter geschlossen.