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Rafael Nadal scheidet in den Viertelfinals am Australian Open in Melbourne aus. Der Weltranglisten-Erste muss gegen Marin Cilic beim Stand von 6:3, 3:6, 7:6 (7:5), 2:6, 0:2 aufgeben.
Als Cilic im fünften Satz das Break im x-ten Anlauf zum 2:0 schaffte, war es um Rafael Nadal geschehen. Der 31-jährige Spanier spürte, dass sein Körper eine Wende gegen den stark aufspielenden Kroaten nicht mehr schaffen würde und gab auf. Im vierten Satz hatte sich die Weltnummer 1 an den Adduktoren behandeln lassen.
Ende des dritten Satzes hatte es noch gut ausgesehen für Nadal. Der Sieger von 2009 gewann den Durchgang, in dem die Partie hin und her gewogen hatte, mit 7:6. Beim Stand von 5:5 im Tiebreak drängte Cilic sein Gegenüber in die Defensive, schlug aus guter Position aber eine Vorhand hinter die Grundlinie und ermöglichte Nadal damit den Satzball, den der Spanier bei eigenem Service mit einem Smash resolut nutzte.
Letztlich war es aber der letzte Satzgewinn Nadals an diesem Turnier, ehe ihn körperliche Probleme stoppten. Vor Melbourne hatte er wegen seines lädierten Knies in dieser Saison noch kein Turnier bestritten. Trotz der Niederlage wird der Vorjahresfinalist aber die Nummer 1 der Weltrangliste bleiben.
Edmunds Premiere
Cilic qualifizierte sich zum zweiten Mal nach 2010 in Melbourne für die Halbfinals. Dort trifft der US-Open-Sieger von 2014 auf Kyle Edmund (ATP 49). Der 23-jährige Brite verhinderte mit einem 6:4, 3:6, 6:3, 6:4 gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov den neuerlichen Einzug des Bulgaren in die Halbfinals. Edmund ist erst der sechste Brite, der dies in der Profi-Ära geschafft hat.
Der in Johannesburg geborene Edmund gab sich nach seinem bislang grössten Erfolg der Karriere entspannt. «Klar war ich vor der Partie nervös gewesen. Aber es gab keinen Grund, zu glauben, warum mein Tennis nicht gut genug sein sollte, um zu gewinnen.» Mit dieser Einstellung geht er auch am Donnerstag auf den Platz. «Ich glaube, dass ich gewinnen kann. Wie heute – und in jedem anderen Spiel auch.»
Dank dem ersten Sieg gegen einen Top-Ten-Spieler wird Edmund erstmals in die Top 30 vorstossen. Zieht er in den Final ein, wird er den derzeit verletzten Andy Murray als besten Briten ablösen. In der 1. Runde gegen Kevin Anderson wie auch in der 3. Runde gegen Nikolos Basilaschwili hatte sich Edmund erst in fünf Sätzen durchgesetzt hatte.