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Ölweiden sind sehr anspruchslose und vielseitig verwendbare Gehölze. Die immergrünen Ölweide-Arten bieten auch in den laublosen Jahreszeiten einen optimalen Sichtschutz in Form von geschnittenen Hecken, ausgepflanzt in Gruppen oder in Einzelstellung.
Im Sommer, wenn die kleinen und feinen Blüten erscheinen, verbreitet das Ziergehölz einen angenehmen Duft und ist eine wertvolle Bienenweide.
Das attraktive Pioniergehölz zeichnet sich auch aus durch seine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Trockenheit, Wind und Salz.
Die Ölweide (Elaeagnus) ist eine Pflanzengattung mit etwa 45 Arten und gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae).
Das immergrüne oder bei einigen Arten sommergrüne Gehölz ist in Asien, Südeuropa und Nordamerika beheimatet. Der Schwerpunkt der Artenvielfalt liegt klar in Asien.
Der Gattungsname „Elaeagnus“ nimmt einerseits Bezug auf das griechische Wort „élaios“. Dieses steht für den Olivenbaum und dessen Frucht. Auch die Ölweide besitzt eine fleischige, essbare Steinfrucht. Andererseits nimmt der Gattungsname auch Bezug auf das lateinische Wort „àgnos“, welches für das Lamm steht und vermutlich auf die weissfilzigen Laubblätter der Ölweide hinweisen will.
Ölweiden haben die Fähigkeit, mit Hilfe von Bakterien den Luftstickstoff der Bodenluft in klumpigen Gebilden (Knöllchen) verschiedener Grössen zu binden, umzuwandeln und pflanzenverfügbar zu machen. Sie sind dadurch in der Lage, auch sehr nährstoffarme Böden zu besiedeln.
Die Ölweide-Arten sind meist frostharte und robuste, immergrüne oder laubabwerfende Sträucher oder kleine Bäume mit einer aufrechten bis ausladenden Wuchsform. Die Zweige sind oft mit Dornen bestückt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht mit Schuppen oder Sternhaaren (=haarähnliche Strukturen auf der Oberfläche der Pflanzen) bedeckt.
Die kurz gestielten Blätter sind wechselständig und von elliptischer, eiförmiger oder lanzettlicher Form. Die zwittrigen Blüten sitzen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln zusammen und sind von röhrig-glockiger Form. Sie sind meist angenehm duftend und von weisser bis gelber Farbe. Die kahlen, kugeligen bis länglichen Steinfrüchte sind gelb oder orange bis rot.
Folgend wird das Aussehen von fünf empfehlenswerten und in unserem Sortiment erhältlichen Ölweide-Arten kurz beschrieben:
Die Silberölweide (Elaeagnus commutata) ist ein laubabwerfendes, aufrecht und breitbuschiges Pioniergehölz. Der dornenlose Strauch kann bis 2,5 m gross werden. An den rotbraunen Zweigen wachsen eiförmig bis längliche Blätter von silber glänzender Farbe. Die trichterförmigen Blüten sind stark süsslich duftend und zeigen sich von Juni bis Juli. Sie sind von gelbweisser Farbe. Die erbsengrossen, braunroten Früchte erscheinen im Herbst. Sie sind essbar, jedoch mehlig.
Die schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia) ist ein malerisch wachsender, sommergrüner Strauch von mittlerer Wuchshöhe (bis 7 m) mit silbrigen, dornigen Zweigen. Die lanzettlichen Blätter sind oben von mattgrüner Farbe und unterseits dicht silbrig beschuppt. Das Gehölz zeigt sich im Juni mit aussen silbrig farbenen, intensiv duftenden Blüten und trägt längliche, gelbe Früchte von 1 cm Grösse. Das mehlig-fleischige Fruchtfleisch ist eiweissreich und essbar. Vor allem im Orient werden die Früchte gegessen und teils auch zu Alkohol vergoren. Die schmalblättrige Ölweide wie auch die Silberölweide sind durch ihre gute Nektarproduktion wertvolle Bienentrachtpflanzen. Ihre Früchte werden gerne von Vögeln verzehrt.
Die russische Ölweide (Elaeagnus umbellata 'Polar Lights') ist ein breit aufrecht wachsendes Gehölz mit silbriggrünem, schmalem Laub. Die malerische Pflanze ist sommergrün und die Zweige sind leicht bedornt. Sie bringen im Sommer cremegelbe, süsslich duftende Blüten hervor, welche gerne von Insekten besucht werden. Ein tolles Gehölz, welches gut trockenheitsverträglich ist, eine Höhe von 4 bis 6 Metern erreichen kann und kurze Ausläufer bildet. Dieser Strauch ist bestens geeignet für Vogelschutzhecken.
Die wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ebbingei) ist ein immergrüner, dicht belaubter und aufrecht wachsender Strauch. Er kann bis 2,5 m hoch werden. Die jungen Triebe sind von brauner Farbe und wechseln dann zu gräulich. Die Blätter sind von elliptischer Form und oberseits glänzend dunkelgrün. Die Unterseite ist silbrig beschuppt. Die weissen und intensiv süss duftenden Blüten zeigen sich von September bis November. In unseren Breitengraden gibt es nur selten Früchte.
Die dornige Ölweide (Elaeagnus pungens) ist auch ein immergrüner, breitaufrecht wachsender Strauch und erreicht eine Wuchshöhe von 2,5 m. Seine Zweige sind dornig und von brauner Farbe. Die elliptisch, länglichen Blätter sind am Rand wellig und oft gekraust. Oberseits sind sie glänzend dunkelgrün. Unterseits sind die Blätter stumpf grauweiss beschuppt mit einigen grossen, braunen Schuppen. Die silberweissen, vanilleartig duftenden Blüten erscheinen von September bis November. Die 15 mm lange Frucht ist erst braun und dann rot und entwickelt sich in unseren Breitengraden nur selten.
Ölweide-Arten benötigen geschützte, sonnige bis leicht halbschattige Standorte mit eher leichten, nährstoffarmen und durchlässigen Böden.
Mit ihrem silbergrauen Laub sind die robusten und pflegeleichten Ölweide-Arten ideale Gehölze für einen Steppengarten oder einen „Silbrigen Garten“, in dem auch andere wärme- und sonnenliebende, grau- und silberlaubige Gehölze, wie zum Beispiel Lavendel (Lavandula), Sanddorn (Hippophae) oder Bartblume (Caryopteris), dazugesellt werden können.
Da die Ölweide sehr gut Trockenheit erträgt und auch salzverträglich ist, eignet sich der Strauch gut als Strassenbegleitgrün im öffentlichen Raum.
Auch als mittlere Hecke (Höhe bis ca. 2 m) eignet sich die Ölweide sehr gut für einen ganzjährigen Sichtschutz (immergrüne Arten) und erträgt einen Formschnitt sehr gut.
Der Zierstrauch kann als Solitär, in Gruppen oder in Kombination mit anderen, Ziergehölzen im Garten gepflanzt werden. Auch im Gefäss, gehalten auf dem Balkon oder der Terrasse, kann die Ölweide mit weiteren, niedrig bepflanzten Gefässen gut kombiniert werden. Zu beachten ist bei Ölweiden im Gefäss, dass ein geschützter Standort zwingend ist oder während der kalten Jahreszeit ein Winterschutz angebracht wird. Auch dem Wasserabzug (Drainage) muss Beachtung geschenkt werden.
In Verbindung mit einer ausgeprägten Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Trockenheit, Wind und Salz, sind Ölweiden wertvolle Pioniergehölze für die Begrünung trockener Sand- und Rohböden oder aufgeschütteter Hänge.
Die Pflege der Ölweide beschränkt sich auf einen gelegentlichen Rückschnitt, wenn das Gehölz zu gross geworden ist, respektive ein Auslichten, wenn mehr Durchlässigkeit gewünscht wird. Selbstverständlich ist bei der Verwendung als geschnittene Hecke ein jährlicher Schnitt im Juni erforderlich. Ansonsten Bedarf das anspruchslose Gehölz keiner speziellen Pflege.
Die in dem Artikel beschriebene Pflanzen können Sie in unseren Garten-Centern oder direkt in unserem Pflanzenshop beziehen.
Ein besonderes Highlight ist das spezielle Ambiente! Wie eine Perle liegt das Restaurant BOTANICA direkt beim Schaugarten – ein ideales Umfeld für Festlichkeiten wie Hochzeiten, Geburtstage und Jubiläen.
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