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Radioaktivität in der Natur
Überall finden wir Radioaktivität, und es gibt nichts, was nicht schon von Natur aus leicht radioaktiv ist.
Dies ist uns nicht bewusst, weil wir die Strahlung mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können. Die natürlichen radioaktiven Stoffe wurden ursprünglich in explodierenden Sternen (Supernovae) gebildet und später in die Erde eingebaut. Durch ihren Zerfall tragen sie wesentlich zur Erdwärme bei. Zu einem kleinen Teil entstehen natürliche radioaktive Stoffe heute noch in der Atmosphäre durch Wechselwirkung mit der kosmischen Strahlung.
In der Schweiz werden wir durchschnittlich mit 5,5 Millisievert Strahlung pro Jahr belastet, vor allem aus natürlichen Quellen. Ein Teil der natürlichen Strahlung kommt aus dem Boden und Gestein; dieser Anteil variiert je nach Landesgegend. Die kosmische Strahlung ist von der Höhe des Wohnortes abhängig. Die höchste Belastung durch natürliche Quellen wird durch das gasförmige Radon in unseren Wohnräumen verursacht, das Baustoffen und vor allem dem Untergrund entweicht.
Daneben sind wir auch künstlich verursachter Strahlung ausgesetzt, die sich von natürlichen Strahlen durch ihre Entstehung, nicht aber durch ihre Eigenschaften und Wirkung unterscheidet. Höhere Belastungen entstehen durch medizinische Anwendungen, weit niedrigere durch industrielle Anwendungen.