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Das Genfer Quartett mit Valentin Tanner, Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz, WM-Bronzemedaillengewinner 2014, hat sich im dänischen Esbjerg den Beginn seiner ersten Europameisterschaft ganz anders vorgestellt. Die Spiele gegen Deutschland und gegen Russland wurden zwar erst mit dem letzten Stein entschieden, beide Male aber konnten sich am Schluss die Gegner freuen.
Die Schweizer erarbeiteten sich gegen die Deutschen zu keinem Zeitpunkt einen Vorteil. Sie liessen sich auf ein defensives Spiel mit niedrigem Score ein, was den Gegnern behagte. Beim Stand von 2:2 im 10. End stellte Benoît Schwarz den deutschen Skip vor eine heikle Aufgabe. Baumann löste sie mit einem präzis in die Mitte des Hauses platzierten Stein jedoch souverän.
Die aus verschiedenen Vereinen stammenden Deutschen um Skip Alexander Baumann haben bislang an keiner Weltmeisterschaft teilgenommen. An den letztjährigen Europameisterschaften in Champéry wurden sie Achte und konnten den Abstieg in die EM-B-Division nur knapp vermeiden.
Im Match gegen die von Alexej Stukalski angeführten Russen – dieses Team nähert sich von Jahr zu Jahr der internationalen Spitze – liefen die Schweizer permanent einem Rückstand hinterher. Als sie sich im 8. End endlich einen Vorteil erarbeitet hatten, unterlief ausgerechnet Benoît Schwarz, der spielstarken Nummer 4, ein gravierender Fehler. Bei einem einfachen, offenen Takeout konnte er seinen Stein nicht im Haus behalten. Dadurch schenkte er den Russen ein Nuller-End und den Vorteil des letzten Steins im 10. End. Diesen nutzten sie mit einem Dreierhaus weidlich.
(SI)