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In den ersten drei Kapiteln Demografie, Lebenswelten, Umweltfaktoren und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Young Carers wird der Bogen über die Verhältnisse und Bedingungen aufgespannt, die die Gesundheit hauptsächlich beeinflussen, und Entwicklungen werden aufgezeigt.
Der erste Befund betrifft die starke Veränderung der Familienstrukturen. Sie sind über die letzten Jahrzehnte vielfältiger geworden. Es gibt doppelt so viele Einelternfamilien wie 1970, Patchworkfamilien haben ebenfalls zugenommen. Deutlich abgenommen hat die Zahl der Geschwister, mit denen ein Kind aufwächst.
Die Kinder fühlen sie heute durch ihre Familien im Allgemeinen gut unterstützt. Jedoch sind Armut, Krankheit der Eltern oder Migrationshintergrund der Familie bezogen auf die Gesundheitschancen kritische Punkte, die der Aufmerksamkeit bedürfen. Dies gilt umso mehr, da Gesundheitschancen über die Generationen weitergegeben werden, zum Beispiel über soziale Ressourcen oder Bildungsniveau.
Erfahrungen von Gewalt durch die Eltern wurden bei 10% der männlichen und 18% der weiblichen Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren festgestellt (bezogen auf ein Jahr). Mobbing durch Gleichaltrige kennen 7% der Mädchen und 6% der Jungen im Alter von 11 bis 15 Jahren.
Eine ganz andere spezielle Belastung weisen Kinder und Jugendliche auf, die kranke Personen in der Familie betreuen und pflegen («Young Carers»). Die Aufgabe kann ihre soziale Teilhabe verhindern. Ihre Situation wahrzunehmen und sie zu unterstützen, kann für ihre weitere Entwicklung und ihre Gesundheit sehr wichtig sein.