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Eine Fussgängerbrücke, die über den Bahnhof schwebt
Das Momentenverlaufsdigramm dient als Grundlage für die Formgebung und die rationale Dimensionierung des Brückentragwerks, das mit einem geschweissten Verbundkastenträger aus Metall ausgeführt wird. An den Auflagerstellen lenken dreieckige Öffnungen die Schubkräfte in die beiden angrenzenden Tragwerksteile um, und der Dachträger verbindet sie in Zugspannung.
Die Dachträger in der Hauptspannweite und der Fahrbahnträger erzeugen ein Kräftepaar, um die Momente zwischen den Feldern aufzunehmen. Der Dachkastenträger, der ausgeführt wird, wenn der Grossteil der permanenten Lasten der Fussgängerbrücke bereits vorhanden ist, versteift die Struktur unter dem Einfluss der Nutzlasten.
Die Längsstabilisierung erfolgt durch den Aufzugsschacht in Verbindung mit der nördlichen Stützwand. Die thermische Ausdehnung nach Süden wird durch vertikale Stahlauflagerplatten und gelenkige Stützen ermöglicht. Brückenlager werden vollständig vermieden, um zukünftige Wartungskosten zu minimieren.
Das Brückentragwerk besteht aus einem schlanken Metallkastenquerschnitt mit internen Aussteifungen. Die hohe Torsionssteifigkeit dieses Kastens ermöglicht die zentrale Platzierung der Brückenstruktur. Entlang der Struktur sind Paare schlanker Stützen vorgesehen, um das Dach und die Rampen gegen Torsion zu stabilisieren. Letztere bestehen aus orthotropen Metallkästen, ähnlich wie der Hauptfahrbahnträger, um ihre Schlankheit und Steifigkeit zu maximieren.
Aufgrund der Schlankheit der Struktur in der Mitte der Fussgängerbrücke treten lokale Eigenfrequenzen im Resonanzspektrum der Fussgänger auf. Die Vordimensionierung weist einen hohen dynamischen Komfortindex auf. Trotzdem könnte ein abgestimmter Massendämpfer in der Mitte des Feldes installiert werden.