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Traumatische Ruptur der Extensor hallucis longus-Sehne
Ein 55-jähriger Patient verspürte beim Anziehen eines Skischuhs einen plötzlichen Schmerz mit darauffolgender Unfähigkeit, den grossen Zeh zu strecken. Die durchgeführte Kernspin-Untersuchung bestätigte die Verdachtsdiagnose eines Risses der Grosszehenstrecksehne in etwa auf Höhe des oberen Sprunggelenks.
Während der Operation konnten die zwei Sehnenstümpfe problemlos dargestellt werden (Bild 1). Typischerweise waren sie im Bereich des Risses ausgefranst. Die ausgefransten Anteile wurden entfernt. Mittels Wendelungsnähten liessen sich die Stümpfe adäquat fassen und adaptieren. Somit konnte die Sehne wieder in Kontinuität hergestellt werden (Bild 2).
In der Folge wurde der Fuss in einer Schiene während 6 Wochen ruhiggestellt. Um eine Verkürzung der Sehne zu vermeiden, wurde nach 4 Wochen begonnen, die operierte Sehne aus der Schiene heraus mittels leichten Beugebewegungen zu dehnen. Nach 6 Wochen konnte der Patient ohne Mühe in die Mehrbelastung übergehen. Die Funktion des Grosszehenstreckers war wieder hergestellt.