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Ab nächstem Jahr gibts in der Diamond League keine 5000-m-Rennen mehr - zumindest nicht innerhalb der auf 90 Minuten reduzierten TV-Übertragung.
Im Zug der Reduktion der Diamond League - weniger Meetings (12 statt 14) und weniger Disziplinen (24 statt 32) - bleibt die Traditionsdisziplin auf der Strecke. Das Argument des Leichtathletik-Weltverbandes: Die TV-Zuschauer finden die 13-minütigen 5000-m-Rennen oft zu langweilig, weil es meist erst in der vorletzten oder letzten Runde spannend wird. Der Entscheid stiess insbesondere den afrikanischen Spitzenläufern sauer auf. Schliesslich stammten 27 der 50 schnellsten 5000-m-Läufer des letzten Jahres aus Kenia und Äthiopien, gar 85 Prozent der schnellsten 50 verfügen über afrikanische Wurzeln. Haile Gebrselassie, der über die 5000 m zum Star wurde und mittlerweile den äthiopischen Leichtathletik-Verband präsidiert, beurteilte den Entscheid denn auch als «unfair» und «nicht nachvollziehbar». Die Direktoren der Diamond League, der auch «Weltklasse Zürich» und «Athletissima Lausanne» angehören, wollen die Kritik der Diskriminierung Afrikas aber nicht auf sich sitzen lassen. Schliesslich gebe es statt bisher fünf Rennen über 5000 m in Zukunft sieben Rennen über 3000 m.