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SDG 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
SDG 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
«[…] Eine Arbeit zu haben ist vielerorts keine Garantie gegen Armut. […] Um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, müssen die nötigen Voraussetzungen für gute Arbeitsplätze geschaffen werden, die zur Wirtschaftsförderung beitragen, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Ausserdem muss die gesamte Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter die Möglichkeit haben, eine Erwerbstätigkeit auszuüben und unter menschenwürdigen Bedingungen zu arbeiten.»
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Anteil der erwerbstätigen Personen, die in Armut leben, obwohl sie einer bezahlten Arbeit nachgehen.
Nachhaltige Entwicklung erfordert, dass jedes Mitglied der Gesellschaft das Recht auf ein menschenwürdiges Leben (Prinzip 1a) sowie auf ein Leben ohne Armut hat (Prinzipien 2a und 2c). Zudem soll das wirtschaftliche System allen Personen eine Erwerbstätigkeit ermöglichen, dank der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können (Prinzip 13). Um die Nachhaltige Entwicklung zu fördern, muss die Armut der Erwerbstätigen abnehmen.
Lesehilfe
Mit diesem Indikator wird die Einkommensarmut berechnet. Da das Vermögen nicht berücksichtigt wird, kann das abgebildete Mass an Armut verzerrt sein. Dieser Indikator korreliert stark mit dem Indikator Armutsquote (SDG 1).
Internationaler Vergleich
Die von Eurostat und der OECD publizierten Indikatoren der monetären Armut basieren auf dem Konzept der relativen Armut und können daher nicht mit dem vorliegenden Indikator (der gemäss dem absoluten Konzept erarbeitet wird) verglichen werden.
Bemerkung: Aufgrund des Bruches in der Zeitreihe werden für die Berechnung nur die Daten ab 2014 verwendet. Die beobachtete Entwicklung, die sich innerhalb des Vertrauensintervalls befindet, ist statistisch nicht signifikant und die Beurteilung daher unverändert.
Tabellen
Methodologie
Der Indikator zeigt den Anteil armer Personen an der Erwerbsbevölkerung. Die Daten stammen aus der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamts für Statistik. Dafür wurde ein Vertrauensintervall von 95% berechnet.
Definitionen
Quellen
Prinzipien
2a Bedürfnisdeckung
Die Deckung der Grundbedürfnisse aller Individuen ist langfristig sicherzustellen. Zur Deckung der darüber hinaus gehenden materiellen und immateriellen Bedürfnisse soll den Individuen ein angemessener Spielraum eingeräumt werden.
2c Armutsbekämpfung
Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft sollen Solidaritätsleistungen erhalten.
13 Sinnstiftende und existenzsichernde Beschäftigung
Das wirtschaftliche System soll Personen, welche eine Erwerbstätigkeit wünschen, eine sinnstiftende Arbeit ermöglichen, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können.