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Die Stars von ZSKA Moskau sind „not amused“ über den Sieg der Servettien gegen „Big Red Machine“.
Die Gangart war von Beginn an klar; der Kleine wollte dem Grossen gehörig das Leben schwer machen. Die Genfer agierten nicht sehr vorsichtig oder gar defensiv. Beide Mannschaften taten sehr viel, für ein aktives und attraktives Spiel, welches in der 3. Spielminute durch ein Tor von Frolov (84) einen ersten Höhepunkt erlebte. In der 9. Minute des ersten Drittels, konnte die schweizer Mannschaft zum 1:1 durch Hollenstein (91) ausgleichen und das Spiel sehr attraktiv und offen gestalten.
Die Russen fanden einen guten Einstieg ins Spiel und bekundeten ihrerseits keine Mühe, die Genfer vereinzelten Druckperioden zu unterwerfen.
Im zweiten Drittel konnte Radulov (47) und später der Altmeister und General-Manager der Moskauer, Fedorov (18) in der 28. und 31. Minute reussieren. Die Meisten rechneten danach mit einem klaren Spielverlauf zugunsten der Russen, doch weit gefehlt. In der 35. Minute konnte Daugavins (61) zum 3:2 verkürzen.
Im 3. Drittel unternahmen die Genfer sehr Grosse Anstrengungen das Score noch auszugleichen. Die Mittelzone wurde zu diesem Zweck mit langen Pässen überbrückt und die Bemühungen über die Seiten sich im Drittel festzusetzen schlugen weitgehend fehl. Erst ein Scheibenverlust von Fedorov im Eigenen Drittel, hatte den Ausgleich zum 3:3 durch Picard (81) in der 57. Minute zur Folge.
Es folgte die Verlängerung nach der regulären Spielzeit. Man begann auf beiden Seiten offensiv, mit keinen auszumachenden Vorteilen für eine Mannschaft. In der 2. Minute der Verlängerung konnte dann Daugavins (61) erneut treffen und den Genfern die Halbfinalqualifikation sichern.
Dieser Erfolg ist umso höher einzustufen, da es erklärtes Ziel der Russen war, das Turnier als Sieger zu verlassen. Man darf sicherlich gespannt sein, mit welchen Leistungen die Russen im weiteren Verlauf des Turniers aufwarten können.
Auch am 3. Tag des diesjährigen Spengler Cups konnte SF3 mit einigen Spielern Interviews zu führen. Zur Verfügung standen uns der dreifache Stanley Cup Sieger Sergei Fedorov von ZSKA MoskauSergei Fedorov.
SF3:
Trotz ihren 44 Jahren scheinen Sie noch nicht verlernt zu haben, schossen gar das Tor zum 3:1. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?
Sergei Fedorov:
Mit dem Tor bin ich absolut zufrieden. Das ist eine Bestätigung, dass ich es noch immer kann. Ich wäre aber glücklicher wenn wir gewonnen hätten.
SF3:
Wie sehen Sie den Spengler Cup bisher?
Sergei Fedorov:
Es ist ein sehr traditionsreiches Turnier und die Fans kommen zu jedem Spiel. Die Atmosphäre ist gut. Der Spengler Cup ist ein sehr gutes Turnier, gespickt mit Mannschaften, die was drauf haben. Die Leute sind ebenfalls super. Es ist fantastisch, hier zu sein.
SF3:
Sie haben morgen gleich wieder ein Spiel, das dritte in drei Tagen. Ist es hart so viel zu spielen?
Sergei Fedorov:
Es ist für jeden verschieden. Für mich ist es sicher etwas härter als für die ganz jungen. Aber wir alle spielen lieber hier als zwei Wochen lang nur Trainings zu haben. So bleibt man immerhin im Spielrhythmus und kann teilweise neue Sachen ausprobieren. Und auch wenn es für alle auch ein bisschen um den Spass geht geben wir alles um hier gewinnen zu können.
SF3:
Sie sind 44-Jährig und spielen zum ersten Mal hier. Sind Sie glücklich, dass Sie den Spengler Cup noch erleben dürfen?
Sergei Fedorov:
Absolut, ein solches Turnier ist immer super und wenn man dann noch spielt ist das wunderschön. Ich bin froh, dass ich dieses Turnier noch als Spieler miterleben darf. Ich muss auch dem ganzen Staff danken, dass sie an der Bande einen guten Job machen und mir so die Chance geben zu spielen.
Reportage: D. Peter/Linsenreflektion.ch
Interview: Yannick Müller
Bilder: Heinz Zwicky