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Die Kommunität von Grandchamp ist eine monastische Gemeinschaft von Schwestern, die aus unterschiedlichen Kirchen und verschiedenen Ländern kommen. Heute gehören ihr etwa 50 Schwestern an. Aufgrund ihrer ökumenischen Berufung setzen sie sich ein für Versöhnung unter den Christen und Christinnen und in der Menschheitsfamilie sowie für Ehrfurcht vor allen Geschöpfen. Zu Beginn der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts organisierten einige Frauen aus der reformierten Kirche in der französischen Schweiz geistliche Retraiten in Grandchamp, einem kleinen Weiler in der Nähe des Neuenburgersees. Mitte der 1940er Jahre erstarkte die Gemeinschaft in ihrer Berufung und begann sich zu entfalten. Im Jahr 1952 entschieden sich die ersten Schwestern für ein Engagement auf Lebenszeit. Sie übernahmen die Regel, die gerade von Frère Roger aus dem nahe gelegenen Taizé verfasst worden war. Die Gebetsordnung von Taizé wurde bald auch zur Grundlage ihres gemeinsamen Lebens und ihrer Liturgie. Die beiden Gründerinnen der Gemeinschaft von Grandchamp, Geneviève Micheli und Marguerite de Beaumont, werden in der Ausstellung «Schweizer Glaubenszeuginnen und Glaubenszeugen» im Swiss Hub in Karlsruhe porträtiert.