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2.3
Pränatales BG (Nabelschnur)
Präparat:
Präparatedetails:
Organ: Nabelschnur
Herkunft: Mensch
Färbung: PAS
Methode und Präparat:
Es wurden normale Schnittpräparate einer Geburts-Nabelschnur hergestellt und mit der PAS Reaktion (perjodic acid-Schiff) gefärbt. Diese färbt u.a. Glykosaminoglykane (GAGs), wie sie typischerweise im gallertigen Bindegewebe der Nabelschnur vorkommen.
Ziel der Untersuchung:
Kenntnis der Struktur des gallertigen Bindegewebes und der mikroskopischen Anatomie der Nabelschnur. Verstehen, dass die amorphe Grundsubstanz eine ausgeprägte Fähigkeit zur Wasserbindung aufweist.
Besonderheiten des Präparats:
Allgemeines (schwache Vergrösserung): Querschnitt der Nabelschnur, äusserer Überzug mit Amnionepithel, 3 Blutgefässe: 2 Aa. umbilicales, 1 V. umbilicalis. Vor allem die Arterien weisen wegen der starken Mediamuskulatur, die sich unter der Einwirkung der Präparation kontrahiert, nur ein geringes Lumen auf. Das gallertige BG der Nabelschnur ist nicht kapillarisiert.
Struktur des gallertigen Bindegewebes (starke Vergrösserung): Bindegewebszellen bilden ein dreidimensionales Netzwerk, ihre Ausläufer berühren einander häufig, das kann auch im Schnitt stellenweise gesehen werden. Interzelluläre feine Kollagenfasern und PAS-positives Material stellen die extrazelluläre Matrix (ECM) dar in der sich Proteoglykane und Glykosaminoglykane befinden.
Orientierung der BG-Strukturen (mittlere + starke Vergrösserung):In Anpassung an die mechanische Beanspruchung tritt das gallertige Bindegewebe in verschiedener Anordnung Yauf: Mit einer konzentrischen Ausrichtung um die Blutgefässe und direkt unter der Oberfläche der Nabelschnur. Ohne bevorzugte Ausrichtung in den übrigen Zonen.
Amnionepithel (starke Vergrösserung). Das Amnionepithel, das die Nabelschnur aussen bedeckt, ist ein einschichtiges, kubisches Epithel mit deutlichen Zellkuppen. Es ist stark PAS-positiv und besitzt ein glykogenreiches Cytoplasma.
Aufgaben:
Untersuchen Sie das Amnionepithel, das die Nabelschnur aussen bedeckt.
Versuchen Sie, an den drei grossen Gefässen zwischen Vene (1) und Arterien (2) zu unterscheiden.
Betrachten Sie bei grösstmöglicher Vergrösserung das Interstitium und beschreiben Sie, wie die “amorphe Grundsubstanz” aufgebaut ist. Beschreiben Sie die Ausrichtung der wenigen Fasern innerhalb der Grundsubstanz und realisieren Sie, dass auch bei der geringen mechanischen Belastung in der Nähe der pulsierenden Gefässwände die Ausrichtung der feinen Kollagenfasern immer konzentrisch ist und damit der auftretenden Belastung optimal Widerstand leisten kann.
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Universität Basel
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