Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/1209

Pflanzenprofil des Monats: Brennnessel
Botanik:
Die Brennnessel (lat.: Urtica dioica) kommt überall in den gemässigten Zonen auf der Erde, in der Nähe des Menschen vor. Sie entstammt der Familie der Brennnesselgewächse (lat.: Urticaceae) ab und kann eine Höhe von bis zu 150 cm erreichen. Ihre Wurzel ist winterhart und die Blätter länglich bis herzförmig mit spitzen und groben „Zähnen“ versehen, die mit Brenn- und Borstenhaaren bedeckt sind.
Inhaltsstoffe und Wirkung:
Die u.a. enthaltenen Flavonoide, Chlorophylle, Carotinoide, Vitamine, Eisen und Mineralsalze (wie z.B. Kieselsäure) haben eine stoffwechselanregende, diuretische, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung. Daher wird sie gerne bei rheumatischen Erkrankungen, sowie Erkrankungen der ableitenden Harnwege gegeben. Ausserdem ist sie hilfreich bei Arthrose und vielem mehr.
Wichtig ist auch hier zu nennen, das die Wurzel mit ihren Sterolen, Sterylglykosiden, Lignanen, Gerbstoffe und Polysacchariden auch eine grosse Wichtigkeit bei der Behandlung von Prostatabeschwerden hat.
Geschichte:
Die Pflanze wurde schon bereits im Altertum medizinisch genutzt.
Dioskurides nutzte sie bei Wunden, Harnwegserkrankungen, Verrenkungen, Nasenbluten und diverse Atemwegserkrankungen.
In der germanischen Mythologie wurde die Brennnessel (Donnernessel) dem Gewittergott „Thor“ gewidmet. Weil sie so wie ein Blitz, wie wir es alle mehr oder weniger kennen, plötzlich brennen kann, wenn man sie berührt.
Der Name „Urtica“ ist abgeleitet vom lateinischen Wort „urere“ = brennen und bezieht sich darauf, wenn man die Blätter bzw. die Borstenhaare mit der Haut berührt, hat dies zur Konsequenz kleine Quaddeln.
„Dioica“ ist abgeleitet von dem botanischen Begriff „dioziös“, was sie auf ihre zweihäusig bezieht, denn die Blüten sind sowohl männlich als auch weiblich.
Sie wollen keinen Blogartikel verpassen? Dann tragen Sie sich hier kostenlos in den Newsletter ein.