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Die Grossraketen von Peenemünde wurden ursprünglich in Kummersdorf entwickelt, südlich von Berlin. Dort befand sich seit 1875 das grösste deutsche Erprobungszentrum für neue Waffen, es war ein Schnittpunkt von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Militär. Vor dem Umzug 1937 nach Peenemünde entwickelten Ingenieure dort erste Triebwerke für Flüssigkeitsraketen. Das Projekt war Teil des deutschen Rüstungssystems, das während des Zweiten Weltkrieges bis ins Extrem getrieben wurde. Hier entstanden die Waffen für den Totalen Krieg. Der Begleitband zur Sonderausstellung im Historisch-Technischen Museum Peenemünde dokumentiert die nahezu vergessene Geschichte von Kummersdorf. Mit zahlreichen historischen und heutigen Fotos werden die damaligen Arbeitsorte und die überlieferten Fundstücke der Erprobungen in Kummersdorf und Peenemünde gezeigt sowie in ihren historischen Kontext eingeordnet.
Portrait
Philipp Aumann: 1977 geboren, Studium der Geschichte und Geographie in München und Wien, Doktorarbeit am Deutschen Museum in München; 2009 Promotion; seitdem in Museen tätig, diverse Ausstellungen und Veröffentlichungen zu wissenschafts- und technikhistorischen Themen; seit 2014 Kurator/wissenschaftlicher Leiter des Historisch-Technischen Museums Peenemünde.