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Am diesjährigen “World Congress on Gastriontestinal Cancer” referierten Carmen Fuertes Ran und Maria Dolores Ruiz-Fernandez über die Auswirkungen auf die Sexualität nach Anlage eines Stomas.
Ein Stoma ist ein künstlicher Ausgang, meist ein künstlicher Darmausgang oder zur Ausleitung des Urins. Er wird bei Krebserkrankungen aber auch bei zum Beispiel entzündlichen Darmerkrankungen, familiären Darmerkrankungen oder nach Unfällen nötig.
Nebst den “technischen” Problemen, sind die Auswirkungen auf das Leben, das eigene Körperbild und das Selbstbewusstsein sehr bedeutend. Oft zuwenig angesprochen werden die Veränderungen der Sexualität.
Bei Frauen
- Es verändert sich das sexuelle Bedürfnis
- Hautrötungen und Irritationen können auftreten
- Die vaginale Befeuchtung ist vermindert
- Es können Spasmen in den Beckenbodenmuskeln auftreten
- Schmerzen
Bei Männern
- Es verändert sich das sexuelle Bedürfnis
- Es können Erektionsstörungen auftreten
- Es kann eine retrograde Ejakulation auftreten
- Es kann eine Ejakulation ohne Orgasmus vorkommen
Mit einem Stoma wird man in viele Veränderungen hineingeworfen. Die primäre Kontaktperson ist meist die Stomaberatung. Diese sollte auch geschult werden, auf die sexuellen Probleme einzugehen und die Patienten entsprechend weiterweisen.
Ein Stomapatient braucht eine umfassende Betreuung.