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| Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401)

Damasus I. (366 — 384)
15. Brief des P. Damasus an Hieronymus
XV. Brief des Papstes Damasus an Hieronymus.1
Er möge ihm erklären, was bei den Hebräern das Osanna bedeute.
Dem geliebtesten Sohne Hieronymus (sendet) Damasus, der Bischof, Gruß im Herrn.
Als ich die griechischen und lateinischen Commentare [S. 343] las, welche in der Evangelien-Erklärung von den Unsrigen, d. i. von orthodoxen Männern, einst und jetzt über die Stelle: „Osanna dem Sohne Davids" geschrieben sind, (fand ich, daß) sie nicht bloß Verschiedenes, sondern auch sich Widersprechendes vorbringen. Ich stelle deiner Liebe die Aufgabe, daß du nach deinem unermüdlichen feurigen Geiste mit Ausschluß (bloßer) Meinungen und Beseitigung des Zweifelhaften deutlich schreiben mögest, was (jene Stelle) bei den Hebräern bedeute, damit unsere Forschungen dir auch für Dieses, sowie (schon) für Vieles, in Christus Jesus Dank zollen. kt>XVI. Brief des Papstes Damasus an Hieronymus.2
Mit welch' großem Verlangen Damasus die Schriften des Hieronymus lese, warum ihm die des Lactantius nicht so zusagen; er möge die fünf beigefügten Fragen kurz beantworten.
1: Die zwlschen Damasus und Hieronymus gewechselten Briefe vereinigte ich am Schlusse, theils weil sie ohnehin meistens letzteren Jahren des Damasus angehören, theils um durch sie nicht den historischen Zusammenhang der übrigen Briefe zu stören. Von den uns erhaltenen Briefen zwischen Damasus und Hieronymus glaubte ich diejenigen des hl. HieronymnS ausschließen zu sollen, welche durch ihren critischen, vorzüglich linguistischen Apparat zu einer Uebersetzung in's Deutsche nicht geeignet und auch für die wenigsten Leser unserer Bibliothek von Interesse sind; zwei Briefe desselben an Damasus sind unter seinen Briefen (I. Abtheil. S. 93—100) in unserer Bibliothek schon übersetzt.
2: Diesen, sowie den vorhergehenden Brief richtete Damasus an Hieronymus, während Dieser in Rom weilte, also zwischen 382 u. 364.