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Der Schweizer Nationalrat hat eine umfassende Revision des Namensrechts
mit 99 zu 92 Stimmen zurückgewiesen. Für die Gegner war die Revision vor allem zu
komplex. Sie produziere auch zuviele Reibungsflächen.
Die Reformer hatten argumentiert, man sollte es den Brautleuten frei stellen, den Ledignamen der Frau oder des
Mannes als gemeinsamen Familiennamen zu bestimmen. Doppelnamen ohne Bindestrich
wären abgeschafft worden. Den Namen der Kinder hätten die Eltern vor
der Heirat bestimmen müssen. Sollen sich die Eltern über den Namen der Kinder nicht
einigen können, würde das Gericht entscheiden oder die Kinder
würden automatisch wie die Mutter heissen. Während der letzten acht Jahre hat man alle
Möglichkeiten und alle Varianten geprüft um die Gleichstellung zusätzlich zu verbessern.
Der Aspekt der Übersichtlichkeit wurde von den Reformern dabei zu wenig
berücksichtigt. Eine einfachere Lösung wie: - a) Namen des Vaters, b) Namen der Mutter,
c) Doppelnamen mit Vaters Namen zuerst, d) Doppelnahmen mit Mutters Namen zuerst, jedoch mit Verbindlichkeit
bei der Heirat - hätte bessere Chancen gehabt, durchzukommen. Eine neue Regelung ist nun wahrscheinlich für
längere Zeit vom Tisch.
Der Nationalrat fand, die Regelung hätte die
Namengebilde in Familien zusätzlich destabilisiert. Vor allem das Aufschieben der Entscheidung
der Namen der Kinder wäre ein Fehler, denn es könnte zu Familienkonflikten führen, zu einem
Zeitpunkt, wo der Stress für ein Paar schon gross ist und ein Scheidung am schlimmsten wäre.
Nachdem es in Schulen aber auch bei Bezugspersonen immer zunehmend an Konstanz
und Ruhe mangelt, wäre eine weitere zusätzliche
Zerstückelung den Zeitgeist der Unverbindlichkeit und Beliebigkeit verstärken. |
In den USA sind die
Möglichkeiten noch beliebiger:
man wählt einen
der zwei Namen als gemeinsamer Name, oder beide behalten ihren eigenen Namen. Unter anderem kann
das Ehepaar aber auch einen ganz anderen Namen wählen, die Namen verbinden oder den
Namen des Partners als Mittelnamen verwenden. Die meisten wählen eine einfache Variante,
weil eine längeren Lösungen die bürokratische Hürden oder die Gefahr
für Misverständnisse vergrössert und das Leben tagtäglich verkompliziert.
Quellen: