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Fessenheim-Nachrüstarbeiten «zufriedenstellend»
Als eine der 40 verlangten Massnahmen installiert die EDF eine zusätzliche Notfallkühlung, die zusätzlich zu den bestehenden Wärmesenken die Restwärme dauerhaft abführen kann. Auch wird sie bis Mitte 2013 die Sockelplatte des Reaktorgebäudes um 50 cm verstärken, damit sie bei einem gravierenden Unfall mit Kernschmelze-Bildung und -Austritt aus dem Reaktordruckgefäss standhält. Dies hatte die ASN nach der dritten umfassenden 10-Jahres-Überprüfung unter anderem verlangt, damit die älteste Einheit Frankreichs weitere zehn Jahre betrieben werden darf.
Nach ihrer Besichtigung vor Ort am 11. Dezember 2012 kam die ASN zum Schluss, die Fortschritte der EDF beim Einbau des zusätzlichen Notfall-Kühlsystems seien «zufriedenstellend». Laut ASN sind jedoch weitere Anstrengungen nötig, damit es für den allfälligen Einsatz vor Ende 2012 verfügbar sei, dem Termin, den die ASN gesetzt hat.
Ungewisse Zukunft
Der französische Präsident François Hollande – seit Mai 2012 im Amt – hatte Mitte September 2012 angekündigt, das Kernkraftwerk Fessenheim werde bereits Ende 2016 endgültig abgeschaltet. Doch auch wenn dies der Fall sein sollte, hat die EDF die ASN-Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Die beiden 880-MW-Druckwasserreaktoreinheiten nahmen 1977 den kommerziellen Betrieb auf. Die dritte umfassende 10-Jahres-Überprüfung von Fessenheim-1 fand vom 17. Oktober 2009 bis 24. März 2010 statt. Diejenige von Fessenheim-2 schloss die ASN im März 2012 ab und wird die Ergebnisse in der ersten Hälfte des Jahres 2013 veröffentlichen.
Der Trinationale Atomschutzverband (Tras) sowie mehrere französische, schweizerische und deutsche Lokalbehörden fordern seit längerem von der französischen Regierung die sofortige Schliessung von Fessenheim aus Gründen der Sicherheit.