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Fitness anno 1870
Die eigentümlichen Maschinen des schwedischen Arztes Gustav Zander erinnern heute eher an Folter- als an Trainingsgeräte.
Nicht der Mensch bewegt das Gerät, sondern das Gerät den Menschen. So oder so ähnlich lässt sich die Philosophie hinter vielen Maschinen von Gustav Zander zusammenfassen. Der schwedische Arzt und Pionier der sogenannten Mechanotherapie entwickelte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allerlei Apparaturen, um Körper zu kräftigen und Fehlbildungen zu korrigieren. Dazu wurden die Patienten in normaler Strassenkleidung darin eingespannt, während Arbeiter für den Antrieb sorgten.
Diese heute befremdlich anmutende Art des Trainings war von grossem Erfolg gekrönt. Zander gründete nicht nur in Stockholm ein Zentrum mit seinen Sportgeräten, sondern auch in London und New York. In Deutschland gab es zeitweise sogar 79 solcher Zander-Institute.