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News
Forscher von der California State University untersuchten die Verbreitung von Rotluchsen (Lynx rufus)¬†und deren Beutetieren, Kaninchen (Sylvilagus spp.), in st√§dtischen Gebieten in S√ľdkalifornien. Die Kaninchendichte wurde mittels visuellen Transektmessungen erhoben, w√§hrend sieben Rotluchs-Weibchen mit GPS-Sendern √ľberwacht wurden. Die Dichte von Kaninchen war etwa dieselbe im st√§dtischen und umgebenden l√§ndlichen Gebieten. Die Luchse nutzen allerdings die umgebenden l√§ndlichen Gebiete w√§hrend des Tages 76-84% h√§ufiger als die st√§dtischen Gebieten. Umgekehrt wurde nachts, wenn in den St√§dten weniger Menschen unterwegs sind,¬†h√§ufiger in st√§dtischen Gebieten nach Kaninchen¬†gejagt.¬†
Diese Studie wurde im Journal of Mammalogy publiziert.
© Stephie Burkart / stadtwildtiere.ch
Flederm√§use zeigen unterschiedliche Reaktionen auf n√§chtliches Kunstlicht. Einige Arten meiden die Lichtquellen, besonders UV Lichtquellen, w√§hrend andere Arten von den durch die Lichtquellen angezogenen Insektenschw√§rmen profitieren.
Ein Forscherteam des Leibniz Instituts f√ľr Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin untersuchte in der Stadt Berlin den Einfluss von B√§umen auf die negative oder positive Wirkung von n√§chtlicher Lichtverschmutzung auf verschiedene Fledermausarten. B√§ume k√∂nnen einen Teil des Kunstlichts von der Umgebung abhalten und somit die Umgebung f√ľr lichtscheue Arten aufwerten.
Das Forscherteam fand artspezifische Reaktionen der Fledermäuse auf Straßenlaternen mit und ohne UV-Licht. Eine dichte Baumbedeckung reduzierte die negative Wirkung von Straßenlaternen auf Fledermausarten, welche im offenen Raum nach Beute suchen. Gleichzeitig verstärkte die Baumbedeckung die positive Wirkung von Straßenlaternen auf Zwergfledermäuse, welche an Straßenlaternen jagen, und die negative Wirkung auf Myotis Arten, welche entlang von Strukturen nach Insekten jagen und besonders lichtscheu sind.
Das Autorenteam empfiehlt baumreiche Gebiete sparsam zu beleuchten und in starkbeleuchteten Gebieten mehr B√§ume zu pflanzen.
 
Die wissenschaftliche Publikation ist online verf√ľgbar.
Am Freitagabend, 29. M√§rz, zu bester Sendezeit wurde im Rahmen der Sendung Schweiz aktuell ein kurzer Beitrag zum Igelprojekt in den St√§dten Bern, Chur, Luzern, St.Gallen und Z√ľrich gezeigt. Fazit: Wir stellen eine R√ľckgang der Igelpopulation fest, die Gr√ľnde sind aber Vorderhand noch nicht klar. Lebensraumver√§nderungen, R√ľckgang der Nahrung oder eine Zunahme des Verkehrs werden weiter untersucht. Auch Dachse d√ľrften da und dort eine Rolle spielen.
Schweiz aktuell, SRF vom 29. M√§rz 2019
Die Natur, die Landschaft und das baukulturellen Erbe in der Schweiz stehen stark unter Druck. Mehr als ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind gef√§hrdet, die Fakten zum Insektensterben sind alarmierend. In der Biodiversit√§tspolitik herrscht jedoch Stillstand. Der Bauboom ausserhalb der Bauzonen geht weiter, naturnahe Fl√§chen und wertvolles Kulturland verschwinden unter¬†Beton und Asphalt. Derweil sind mit der zweiten Revisionsetappe des Raumplanungsgesetzes noch immer keine griffigen Gegenmassnahmen in Sicht. Der Aktionsplan f√ľr die Biodiversit√§t der Schweiz ist gerade einmal das Minimum, was gemacht werden muss.¬†
Deshalb lancieren die Umweltverb√§nde am 26. M√§rz 2019 zwei Volksinitiativen:
‚Äʬ†¬† ¬†Die Biodiversit√§tsinitiative sichert gen√ľgend Fl√§chen und Geld f√ľr unsere Natur und verankert einen besseren Schutz von Landschaft und baukulturellem Erbe in der Verfassung.
‚Äʬ†¬† ¬†Die Landschaftsinitiative stoppt die zunehmende Verbauung naturnaher Fl√§chen und unseres Kulturlandes und setzt dem Bauboom au√üerhalb der Bauzonen klare Grenzen.
ForscherInnen aus Sevilla, Montpellier und Genf konnten mittels genetischen und morphologischen Untersuchungen den Artenkomplex der Fransenfledermaus genauer untersuchen und eine neue Fledermausart f√ľr die Schweiz beschreiben. Die neu beschriebene Art besitzt¬†den deutschen Namen Kryptisches Mausohr (Myotis crypticus).
Viel ist √ľber die Art noch nicht bekannt, da sie bisher nicht von ihrer Schwesterart, der Fransenfledermaus, unterschieden wurde.¬†Die Art kommt in der Westschweiz vor und lebt dort vor allem in W√§ldern in allen H√∂henlagen. Es wird angenommen, dass sie Baumh√∂hlen und verlassene¬†Geb√§ude¬†als Schlafpl√§tze nutzt. Weitere Details zum Thema sind in der wissenschaftlichen Ver√∂ffentlichung zu finden.
Am 18. M√§rz 2019 startet die Aktion ¬ęMission B¬Ľ. Sie ist, laut dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF,¬†die Antwort auf den steten R√ľckgang der Biodiversit√§t. Der Plan B f√ľr die Natur. Jede Sekunde werden in der Schweiz 0.7 Quadratmeter Gr√ľnfl√§che verbaut. Die Insekten sterben, die V√∂gel werden immer weniger.
Das gemeinsame Projekt von SRF, RSI, RTR und RTS hat zum Ziel, die Biodiversit√§t in der Schweiz nachhaltig zu f√∂rdern. In den n√§chsten eineinhalb Jahren m√∂chten die Radio- und Fernsehleute m√∂glichst viel biodiverse Fl√§che dazugewinnen, in der Schmetterlinge, V√∂gel, Wildbienen, Eidechsen und Igel ein Zuhause finden ‚Äď zusammen mit der Bev√∂lkerung.
Mission B von SRF, RSI, RTR und RTS
In einer Befragung Deutschschweizer Wohnbaugenossenschaften wurde nach den Schwerpunkten in Planung und Unterhalt der Aussenr√§ume gefragt. Werden dabei √Ėkologie und Biodiversit√§t ber√ľcksichtigt?
Die Resultate zeigen: √Ėkologie und Biodiversit√§t sind heute zwar bei vielen Wohnbaugenossenschaften ein wichtiges Thema. Doch die Befragung ergab auch, dass das Potential f√ľr eine aktive F√∂rderung vielf√§ltiger Gr√ľnr√§ume noch bei weitem nicht ausgesch√∂pft ist. Der Bericht zeigt deshalb in einem zweiten Teil m√∂gliche Wege auf, wie die Qualit√§t der Gr√ľnr√§ume sowohl f√ľr die Genossenschafterinnen und Genossenschafter als auch f√ľr die Biodiversit√§t gef√∂rdert werden kann.
Bericht "Qualit√§t des Gr√ľns um Aussenraum"
Bild: Mary-Pierre Ryser
R√§ude ist eine Milbenerkrankung, die einen starken Juckreiz verursacht. Die erkrankten Tiere kratzen sich und haben deshalb kahle Stellen am K√∂rper, oft am R√ľcken beim Schwanzansatz. Die Tiere sterben durch Infektionen, welche bedingt durch die R√§ude, entstehen.
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um F√ľchse im Siedlungsraum finden sich beim Fuchsratgeber.
Artikel in der Limmattaler Zeitung vom 26.2.2019
Die H√ľrden f√ľr ein Volksbegehren sind in Bayern recht hoch: Zuerst m√ľssen die Initiant*innen 25'000 Unterschriften sammeln. Nach deren Beglaubigung m√ľssen sich 10 % der stimmberechtigten Bev√∂lkerung - das sind in Bayern knapp eine Million B√ľrger*innen - in den lokalen Rath√§usern eintragen, damit ein Volksbegehren zustande kommt.
Die Sorge um das Insektensterben und die Abnahme der Biodiversit√§t hat es m√∂glich gemacht: Am Volksbegehren f√ľr mehr Artenvielfalt in Bayern haben sich so viele Wahlberechtigte beteiligt wie noch nie: 1.74 Millionen Unterschriften f√ľr ein besseres Naturschutzgesetz kamen zustande, das sind 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Der Weg f√ľr einen Volksentscheid ist damit frei.
Laut der ZEIT ONLINE sind die Ziele des Begehrens "Rettet die Bienen"¬†weniger Pestizide, mehr Bl√ľhwiesen, mehr √∂ko und bio, mehr Biotopverb√ľnde sowie eine nachhaltigere Ausbildung der Landwirte, um so¬†Bienen und andere bedrohte Tierarten¬†wie Feldhamster, Grash√ľpfer oder Fr√∂sche zu retten. Das Volksbegehren zielt auf √Ąnderungen im bayerischen Naturschutzgesetz.¬†Kritiker wie der Bauernverband¬†warnen aber etwa vor den geforderten h√∂heren Mindestfl√§chen f√ľr den √∂kologischen Anbau.
Zum Volksbegehren "Rettet die Bienen"
Artikel in ZEIT ONLINE, 14. Feb. 2019
 
 
Wir suchen: Praktikantin / Praktikanten, 100 % im Projekt StadtWildTiere im Raum Luzern, St.Gallen, Z√ľrich, Aargau
 
Start: 2. Mai 2019 oder nach Vereinbarung
 
Bewerbungen bis am 28. Februar 2019 gem√§ss Ausschreibung.
 
Weitere Infos in der Ausschreibung.
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