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Angesichts der hohen Inflation und des überaus robusten Arbeitsmarktes erwarte er, dass es bei der nächsten Sitzung des Zentralbankrats in zwei Wochen "angemessen" sein werde, den Leitzins zu erhöhen, sagte Powell am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus.
Er erwäge, eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte vorzuschlagen. Der Abbau der wegen Corona-Hilfsprogrammen stark angestiegenen Bilanz der Federal Reserve (Fed) solle nach ersten Zinserhöhungen später im Jahr beginnen.
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Powell und andere Vertreter der Notenbank hatten bereits zuvor einen ersten Zinsschritt für den März angedeutet. Powell hatte sich aber seit Beginn des Krieges in der Ukraine nicht öffentlich dazu geäussert. "In der kurzen Frist bleiben die Auswirkungen der Invasion in die Ukraine, der Sanktionen und kommender Ereignisse auf die US-Wirtschaft hochgradig unsicher", sagte er den Abgeordneten.
Es sei noch unklar, wie lange wirtschaftliche Verzerrungen infolge des Konflikts wie höhere Öl- und Gaspreise anhalten würden. Die Notenbank werde daher die wirtschaftlichen Entwicklungen genau beobachten und "geschickt" darauf reagieren, versprach Powell.
Langer Aufschwung als Ziel
Das Ziel der Fed sei es, einen "langen Aufschwung" zu ermöglichen, der weiter für einen starken Arbeitsmarkt sorgen werde, sagte Powell. "Und das ist nur möglich in einem Umfeld von Preisstabilität", betonte er. Die Fed werde ihre Instrumente in "angemessener Weise" nutzen, um "zu verhindern, dass sich die höhere Inflation festsetzt".
Die Entscheidung des Zentralbankrats zu einer möglichen Zinserhöhung wird am 16. März bekanntgegeben werden. Der Leitzins liegt bislang noch in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent.
Die US-Inflationsrate war im Januar im Vergleich zum Vorjahr auf 7,5 Prozent gestiegen, den höchsten Wert seit Jahrzehnten. Die Fed strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an - ein Wert, der seit vielen Monaten weit überschritten wird. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei niedrigen vier Prozent. Die Fed ist den Zielen der Preisstabilität und der Vollbeschäftigung verpflichtet.