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Die Schweizer Alpinen warten in Sotschi weiter auf ihre erste Medaille. In der Super-Kombination scheidet Lara Gut nach Rang 2 in der Abfahrt im Slalom früh aus, Dominique Gisin wird Fünfte.
Für Höfl-Riesch ist es nach den goldenen Spielen von Vancouver, wo sie in der Super-Kombination und im Slalom triumphierte, die dritte Goldmedaille an olympischen Spielen. Die 29-jährige Deutsche ist nun gemessen an Olympiasiegen mit Katja Seizinger, der besten deutschen Alpinen an Olympia, gleichgezogen. Erfolgreichste Skirennfahrerin bei Winterspielen überhaupt ist die Kroatin Janica Kostelic mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen.
Die Silbermedaille eroberte sich die Österreicherin Nicole Hosp, die sich im Slalom um sechs Positionen verbesserte. Bronze ging an Halbzeit-Leaderin Julia Mancuso. Die Amerikanerin sicherte sich zum dritten Mal hintereinander olympisches Edelmetall. 2006 in Turin war Mancuso überraschend Riesenslalom-Olympiasiegerin geworden, in Vancouver hatte sie sowohl in der Super-Kombination und wie in der Abfahrt Silber gewonnen.
Vor Jahresfrist in Schladming hatte Lara Gut zum WM-Auftakt für die erste Medaille der Schweizer Alpinen gesorgt. Letztlich sollte die von der Tessinerin gewonnene Silbermedaille im Super-G die einzige Auszeichnung für die Swiss-Ski-Delegation bleiben. Bei ihrem olympischen Debüt - die Winterspiele in Vancouver hatte sie wegen einer Hüftverletzung verpasst - befand sich Gut nach der Abfahrt noch auf Medaillenkurs. Die fünffache Siegerin in diesem Weltcup-Winter hatte mit Startnummer 10 eine Bestzeit aufgestellt, die erst von Mancuso mit Nummer 22 noch um 0,47 Sekunden unterboten werden konnte.
Doch Gut, die zwar selten, aber dennoch ganz ordentlich Slalom fährt, konnte die hervorragende Ausgangslage nicht ausnützen. Am Nachmittag mit den kurzen Ski fiel die 22-Jährige aus Comano noch vor der ersten Zwischenzeit aus: «Ich habe wieder mal einen Fehler gemacht. Das tut weh», sagte die Tessinerin gegenüber dem SRF.
Mit der Spezial-Abfahrt (am Mittwoch) sowie dem Super-G und dem Riesenslalom folgen für Gut allerdings noch drei Rennen, in welchen ihre Medaillenchancen grösser sind als in der Super-Kombination. «Die nächsten 3 Wettbewerbe werden ein wenig einfacher für mich als der Slalom», so Gut. «Ich werde das Positive mitnehmen. Und Revanche suchen.»
Dominique Gisin hatte sich am Samstag mit Trainingsbestzeit als vierte und letzte Schweizerin auch für die Spezial-Abfahrt vom Mittwochmorgen qualifiziert. In der Kombinations-Abfahrt allerdings konnte sich die Obwaldnerin das erhoffte Polster auf die starken Slalom-Fahrerinnen nicht erarbeiten. Mit 1,33 Sekunden Rückstand klassierte sich Gisin nur im 10. Rang. Im Slalom, der vom Schweizer Gruppentrainer Alois Prenn ausgeflaggt wurde, verbesserte sich Gisin noch auf den 5. Platz - ihr bestes Ergebnis an Olympischen Spielen überhaupt.
Slalom-Spezialistin Denise Feierabend büsste am Morgen über drei Sekunden auf die besten Abfahrerinnen ein. Auch in ihrer Spezialdisziplin kam die Obwaldnerin nicht ganz wie gewünscht auf Touren, wodurch am Ende in ihrem ersten olympischen Rennen der 12. Rang resultierte.
Marianne Kaufmann-Abderhalden, die beste Schweizer Abfahrerin in diesem Winter, schied am Morgen bereits nach rund 35 Fahrsekunden ohne zu stürzen aus. Die St. Gallerin konnte sich bisher gar nicht mit der Olympia-Strecke anfreunden. Am Samstag im Training war Kaufmann-Abderhalden heftig gestürzt, nun folgte der neuerliche Ausfall.