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„The United States would seek more than the mere reduction or elimination of atomic materials for military purposes. It is not enough to take this weapon out of the hands of the soldiers. It must be put into the hands of those who will know how to strip its military casing and adapt it to the arts of peace.”
ETH-Bibliothek, Archive, ARK-NA-Zü:1.9. Fotoalbum des Direktors des EIR, Werner Zünti, zum Abschied, 30.03.1973.
Mit seiner Rede “Atoms for Peace” vom 8. Dezember 1953 vor der UN-Vollversammlung hatte der amerikanische Präsident, Dwight D. Eisenhower, die weltweite Verbreitung amerikanischen Wissens über die zivile Nutzung der Atomenergie zum Ziel. Die UN begrüsste den Vorstoss der USA und die Vollversammlung beschloss in Genf eine Veranstaltung durchzuführen, welche unter Eisenhowers Motto stehen sollte.
Die „Atoms for Peace” Konferenz fand vom 8. bis 20. August 1955 statt. Schweizer Industrielle hatten in Zusammenarbeit mit der Forschung im März desselben Jahres die Reaktor AG gegründet. Sie bezweckte in erster Linie den „Bau und Betrieb von Versuchsreaktoren zur Schaffung wissenschaftlicher und technischer Grundlagen für die Konstruktion und den Betrieb industriell verwendbarer Reaktoren, die der Gewinnung von Energie dienen” (ETH-Bibliothek, Archive, ARK-NA-Bo:1.3. Statuten der Reaktor AG, 1.3.1955). Die Schweizer Delegation an der Genfer Konferenz zeigte sich angesichts des hohen technischen Niveaus der Forschung überrascht und musste eingestehen, dass die eigenen Reaktorpläne bereits technisch überholt waren.
Die Hauptattraktion der Genfer Konferenz war ein von den US-Amerikanern eingeflogener und betriebener Versuchsreaktor. Paul Scherrer, der Doyen der schweizerischen Nuklearforschung, und BBC-Präsident Walter Boveri handelten im Geheimen mit den Amerikanern den Kauf des Versuchsreaktors für die Reaktor AG aus. Der Vorschlag kam den US-Wissenschaftlern gerade recht, denn ihnen war nicht klar, wie der nun verseuchte Reaktor wieder sicher zurück in die USA hätte transportiert werden sollen.
Der blau schimmernde Swimming Pool Reaktor erhielt den Namen SAPHIR und kam in der Nähe von Würenlingen zu stehen. Die Reaktor AG ging 1960 an den Bund über und wurde zum EIR (Eidgenössisches Institut für Reaktorforschung) eine Annexanstalt der ETH. 1988 fusionierte das EIR mit dem SIN (Schweizerisches Institut für Nuklearphysik) zum PSI (Paul Scherrer Institut). Der Reaktor SAPHIR wurde im Dezember 1993 abgeschaltet. Das Bild entstammt einem Fotoalbum, das dem scheidenden Direktor des EIR Werner Zünti 1973 zum Abschied geschenkt wurde.
Literatur: