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Im U23-Rennen der Damen beschert Sina Frei an den Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne, Kanada, dem Schweizer Team die dritte Gold-Medaille. Frei holt sich ihren zweiten U23-Weltmeistertitel nach dem Jahr 2017 in 1:16:34 Stunden mit 31 Sekunden Differenz auf die Österreicherin Laura Stigger und 36 Sekunden vor Loana Lecomte aus Frankreich. Nicole Koller wird Zwölfte.
Sina Frei ist sofort in der Spitzengruppe präsent und kontrolliert das Rennen. In der zweiten Runde entsteht eine vierköpfige Spitzengruppe – ohne Junioren-Weltmeisterin Laura Stigger. Erst verliert die US-Amerikanerin Haley Batten den Anschluss. Frei versucht jeweils vor dem Singletrail-Anstieg, der in das berüchtigte Streckenteil «La Beatrice» mündet, an der Spitze zu fahren.
«Du kannst in der Beatrice nicht wirklich am Hinterrad fahren. Es gibt immer Lücken und wenn du immer wieder fünf Sekunden zufahren musst, dann kostet das Energie», erklärt Frei.
In der dritten Runde entsteht da eine kleine Lücke zu den zwei Verfolgerinnen Loana Lecomte aus Frankreich und Martina Berta aus Italien.
«Ich wusste, jetzt musst du einen guten Rhythmus fahren und versuchen das durchzuziehen, erklärt Frei.
Frei vergrössert den Abstand langsam aber sicher und als Laura Stigger wieder aufwacht, ist es zu spät. Sie kann ihren Rückstand, der zwischenzeitlich auf 40 Sekunden angewachsen ist, zwar noch mal reduzieren und in die Medaillenränge fahren, doch Sina Frei ist auf dem Weg zu ihren zweiten U23-Weltmeistertitel nicht mehr aufzuhalten.
«Ich war am Anfang nervöser als sonst, da sind mir auch ein, zwei Fehler passiert. Ich konnte mich aber fangen und meine Pace durchziehen», erklärt Sina Frei. «Ich bin überglücklich, dass ich den Titel holen konnte.»
So einfach sei es nicht gewesen, weil sie in diesem Jahr im Weltcup immer gegen die Elite gefahren ist. «Und ich habe mich schon ein wenig unter Druck gesetzt», gesteht Frei.
Stigger hat vor der letzten Abfahrt noch acht Sekunden Rückstand auf Lecomte, doch im Downhill kann sie aufschliessen und 200 Meter vor dem Ziel an der Französin vorbei gehen.
Nicole Koller erreicht das Ziel als Zwölfte (+4:52) und bleibt damit hinter ihren eigenen Erwartungen. Sie hatte um eine Medaille mitfahren wollen. Nach einem guten Start holte sie sich in einer Bachdurchfahrt einen Plattfuss. Es ist nicht weit zur Technischen Zone, doch Nicole Koller kommt danach nicht richtig in Fahrt.
Sie kämpft zwar lange noch um den sechsten Rang, doch am Ende kann sie nicht mehr dagegen halten. «Ich habe mich auch nicht so gut gefühlt. Manchmal waren es die Beine, manchmal die Atmung, was Probleme machte», sagt sie enttäuscht über ihre letzten U23-Titelkämpfe.
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