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Inhaltsstoffe
Babybrei
Ist es akzeptabel, dass Instant-Getreidebreie für Babys Palmöl enthalten?
Solche Instant-Getreidebreie für Babys enthalten oft speziell aufbereitetes Milchpulver und werden als Säuglings- oder Folgenahrung bezeichnet. Diese Produkte enthalten in ihrer Zusammensetzung verschiedene Pflanzenöle, unter anderen Palmöl. Sie versuchen, in ihrer Nahrungsqualität der Muttermilch so nahe wie möglich zu kommen. Die Zusammensetzung der Muttermilchersatzprodukte müssen zahlreichen Anforderungen entsprechen. Die Anforderungen gelten insbesondere auch in Bezug auf die Qualität der Fettsäuren und sind in der Bundesverordnung über Speziallebensmittel festgelegt. Damit das Profil der Fettsäuren, welche in den Muttermilchersatzprodukten enthalten sind, dem der Muttermilch so nahe wie möglich kommt und um die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen, ist es unerlässlich, verschiedene Öle und Fettstoffe zu mischen. In diesem Rahmen beeinträchtigt die Verwendung von Palmöl nicht die ernährungsphysiologische Qualität des Produkts.
Mai 2015
Blutverdünner und Vitamin K
Ich nehme Blutverdünner, muss ich nun auf Vitamin-K-reiche Produkte verzichten?
Vitamin K wird für die Bildung von Gerinnungsfaktorenbenötigt und spielt daher bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Da bei der Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten eine Verzögerung der Blutgerinnung erreicht werden soll, wirkt Vitamin K als Gegenspieler. Deshalb wird die Zufuhr von Vitamin K in Zusammenhang mit der Einnahme von Blutverdünnern immer wieder diskutiert und auf den Packungsbeilagen der Medikamente davor gewarnt. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass sogar eine sehr hohe Zufuhr von Vitamin K über die Ernährung (z.B. über Spinat, Blumenkohl oder Weisskohl) die Blutgerinnung nicht oder nur unwesentlich beeinflusst. Daher ist eine Einschränkung von Vitamin-K-reichen Lebensmitteln auch nicht nötig.
Vitaminpräparate mit Vitamin K sollten allerdings aufgrund der Gefahr einer möglichen Überdosierung gemieden, bzw. deren Einnahme mit dem zuständigen Arzt abgesprochen werden.
März 2011
Energiebedarf
Ich stelle fest, dass ich im Laufe der Jahre weniger essen darf, um mein Gewicht stabil zu halten. Warum?
Der Energiebedarf des Körpers wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten davon sind der Grundumsatz (die Energie, die zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen des Organismus benötigt wird) und die körperliche Aktivität.
Der Grundumsatz selbst wird bestimmt durch Gewicht, Körpergrösse, Körperzusammensetzung (mehr oder weniger Muskeln oder Fett) und genetische Faktoren (z.B. das Geschlecht). Die Körperzusammensetzung eines Erwachsenen verändert sich mit dem Alter, der Grundumsatz geht zurück. Dies erklärt, warum sich selbst bei gleich bleibender körperlicher Aktivität der Energiebedarf im Laufe der Jahre vermindert. Dieser Minderbedarf beträgt im Schnitt 50 bis 100 kcal pro Lebensjahrzehnt.
Hinzu kommt mitunter ein Nachlassen der körperlichen Aktivität. Wichtig zu wissen: Auch wenn sich der Energieaufwand verringert, so bleibt doch der Bedarf an wesentlichen Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, essenzielle Fettsäuren und Proteine) im Alter konstant oder nimmt sogar zu.
August 2013
Jod
Worauf muss ich bei einem leichten Jodmangel achten?
Unsere Lebensmittel enthalten wenig Jod, weil die Böden jodarm sind. Deshalb wird in der Schweiz das Speisesalz seit 1920 zwecks Kropf- und Kretinismus-Prophylaxe mit Jod angereichert. Jodiertes Speisesalz ist in der Schweiz die Hauptquelle für Jod. Weil Urinproben eine Abnahme der Jodversorgung gezeigt hatten, wurde 2014 letztmals der Jod-Gehalt von 20 auf 25 mg / kg Salz erhöht.Nebst dem angereicherten Speisesalz enthalten in der Schweiz vor allem Produkte, die – im Gegensatz zu vielen ausländischen Produkten – mit jodiertem Salz hergestellt wurden nennenswerte Mengen an Jod. Beispiele dafür sind Brot, Käse oder Fertigprodukte. Tierische Lebensmittel wie Milch- und Milchprodukte oder Eier enthalten dann Jod, wenn die Tiere mit Jod angereicherter Nahrung gefüttert worden sind. Verwenden Sie unbedingt jodiertes Salz in der Küche und achten Sie beim Einkauf darauf, dass bei verarbeiteten Lebensmitteln wie beispielsweise Brot jodiertes Salz verwendet wurde. Kräutersalz, und Streuwürze hingegen werden grösstenteils mit gewöhnlichem Salz ohne Jod hergestellt. Himalaya- und Meersalze enthalten natürlicherweise kein oder sehr wenig Jod. Auf dem Markt gibt es ausserdem Produkte, welchen Kelp, das sind jodhaltige Meeresalgen, zugesetzt wurden. Der Jodgehalt dieser Salze ist trotzdem rund sechs Mal tiefer als jener des jodierten Speisesalzes und sie stellen deshalb keine sinnvolle Alternative dar.
Dezember 2016
Leber und Vitamin A
Soll ich auf Leber verzichten, weil diese zu viel Vitamin A enthält?
Die Leber kann verschiedene Nährstoffe speichern und diese dem Körper bei Bedarf zur Verfügung stellen. Besonders reich ist sie unter anderem an Retinol (Vitamin A), daher nimmt man durch den Verzehr von Leber eine grosse Menge davon auf. Pro 100 g enthält Kalbsleber ca. 11.4 mg, Rindsleber 4.18 mg und Schweineleber 11.5 mg Retinol-Äquivalenten (RE*).
Als unbedenkliche obere Zufuhrmenge für Erwachsene gelten 3 mg Retinol-Äquivalente täglich. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ist es durchaus möglich gelegentlich Leber zu essen. Besondere Vorsicht ist allerdings in der Schwangerschaft geboten. Hohe Mengen Retinol können am Anfang einer Schwangerschaft teratogen sein, d.h. es kann zu Missbildungen beim Fötus kommen. Frauen, die schwanger werden möchten, sowie Schwangere bis Ende des 3. Schwangerschaftsmonats sollten deshalb keine Leber essen.
*Der Vitamin-A-Bedarf wird heute allgemein in Retinol-Äquivalenten (RE) definiert (1 RE = 1 μg Retinol oder 6 μg all-trans Betacarotin oder 12 μg andere Provitamin-A- Carotinoide)
Dezember 2016
Phytin
Welche vorteilhaften Wirkungen hat das Phytin aus Reiskleie?
Das Phytin (auch Phytinsäure, Phytat oder Inositol-Hexaphosphat genannt) ist eine Substanz, die in den meisten Vollkorngetreiden natürlich vorkommt – insbesondere in der Schale von Getreidekörnern, der Kleie, die während der Raffination entfernt wird. Das als Nahrungsergänzung verkaufte Phytin aus Reiskleie wird also aus der Aussenhülle des Reiskorns gewonnen. Das Phytin weist die Besonderheit auf, dass es sich während des Verdauungsvorgangs an im Nahrungsbrei vorhandene Mineralsalze bindet und auf diese Weise schlecht resorbierbare Komplexe bildet. Es könnte folglich bespielsweise die Resorption von Kalzium und Eisen begrenzen. Dies hat ihm seinen Ruf als antinutritive Substanz eingetragen. Die Phytinsäure scheint jedoch eine zweite, deutlich positivere Facette aufzuweisen und interessiert die Forschung wegen ihrer antioxidativen und potenziell krebsvorbeugenden Effekte. Bislang fehlen jedoch Studien, um mit Sicherheit festlegen zu können, welche positiven Wirkungen sie für den Menschen hat und bei welchen Dosierungen diese beobachtet werden. Sicher ist jedoch bereits heute, dass der Konsum von Vollkorngetreide zu empfehlen ist, da es sich trotz des schlechten Rufs des Phytins positiv auf die Gesundheit auswirkt. Hingegen kann nicht zum Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von Phytin ermuntert werden, solange Daten über seine positiven Wirkungen, seine Nebenwirkungen, die zulässigen Höchstdosierungen und die wirksamen Dosierungen fehlen.
Mai 2015
Solarium und Vitamin D
Regen Solarien die Bildung von Vitamin D im Körper an?
Nein. Das lebensnotwendige Vitamin D wird in der Haut ausschliesslich mit Hilfe von UV-B-Strahlung gebildet. Im Solarium liegt aber nur ein Prozent der Strahlung als UV-B vor. Solarien eignen sich deshalb nicht, um die Bildung von Vitamin D im Körper anzuregen.
Das Vitamin D in unserem Körper stammt aus zwei unterschiedlichen Quellen: Es kann entweder über die Haut (endogen) aufgebaut oder durch die Nahrung zugeführt werden (exogen). Die UV-A- und UV-B-Strahlen gelangen bis zur Erdoberfläche, jedoch lösen nur die UV-B-Strahlen die Vitamin D-Bildung in der Haut aus. Hingegen sind sowohl UV-A- wie auch UV-B- Strahlen eine der Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs. Im Solarium ist die Intensität der UV-Strahlen sehr hoch. Die UV-B-Strahlen sind vergleichbar mit derjenigen der Sonne an einem wolkenlosen Mittag im Hochsommer. Die UV-A-Strahlen, welche die Haut schnell altern lassen, sind jedoch um ein Vielfaches höher. Von einem Solariumbesuch ist also grundsätzlich abzuraten.
Die körpereigene Vitamin-D-Synthese übertrifft in der Regel die Vitamin-D-Zufuhr durch Lebensmittel. Das durch die Nahrung zugeführte Vitamin D stammt v.a. aus tierischen Produkten. Wichtige Lieferanten sind fetter Fisch (Hering, Lachs, Sardine), Eier und Milchprodukte. Ein Vitamin D-Mangel kann beim Kleinkind Rachitis (Knochenerweichung) und beim Erwachsenen eine Osteomalazie (Erweichung der normal entwickelten und ausgewachsenen Knochen) zur Folge haben. Deshalb ist für Personen mit einem ausgewiesenen Vitamin-D-Mangel eine Supplementierung in Absprache mit dem Arzt angezeigt.
Oktober 2001, überarbeitet September 2011
Vitamin-D-Mangel
Mein Arzt hat bei mir einen Vitamin-D-Mangel diagnostiziert und ein Supplement verschrieben. Kann ich diese Vitamin-D-Tropfen durch den Konsum einer mit Vitamin D angereicherten Milch ersetzen?
Nein, die mit Vitamin D angereicherten Nahrungsmittel gestatten es nicht, die einer Supplementierung entsprechende Dosis zu erreichen. Laut Schweizer Gesetzgebung darf eine Tagesration eines angereicherten Nahrungsmittels nicht mehr als 5 μg Vitamin D enthalten. Im Fall der Milch ist die Tagesration auf 500 ml festgelegt. Da die für Erwachsene empfohlene Vitamin-D-Zufuhr 15 μg (20 μg ab dem Alter von 60 Jahren) pro Tag beträgt, deckt ein halber Liter Milch nur ein Drittel beziehungsweise sogar nur ein Viertel des täglichen Bedarfs.
Mai 2015
Vitamintabletten
Sind Vitamintabletten sinnvoll?
Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper ausreichend mit allen Nährstoffen, die er braucht. Deshalb sind Vitamin- und Mineralstofftabletten in der Regel nicht nötig. Es gibt aber Ausnahmen: In bestimmten Situationen (z.B. Schwangerschaft) oder bei Krankheit können Nahrungsergänzungsmittel und Supplemente nach Absprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin sinnvoll sein. Eine weitere Ausnahme betrifft das Vitamin D, welches in Lebensmitteln zu wenig enthalten ist. Hier hilft ein regelmässiger Aufenthalt im Freien. Mit Hilfe des Sonnenlichtes kann die Haut Vitamin D selbst bilden. Manchmal reicht die körpereigene Synthese aber nicht aus und Vitamin D muss zusätzlich zugeführt werden. Siehe dazu Frage zu Vitamin D
Dezember 2013
Wirkung der Nahrungsfasern
Wie wirken Nahrungsfasern?
Nahrungsfasern werden nicht verdaut, wirken aber verdauungsfördernd. Im Darm nehmen sie Wasser auf und quellen. Durch das grössere Volumen regen sie die Darmpassage an. Nahrungsfasern sollten immer mit ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden, um einer Verstopfung vorzubeugen. Besonders reich an Nahrungsfasern sind Vollkornprodukte (z.B. Vollkornbrot, Vollkornflocken, Vollreis, Hülsenfrüchte).
Dezember 2013