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Nach ersten Auszählungen haben am Sonntag alle sechs Kandidaten der Linken für die Lausanner Stadtregierung in der ersten Runde das absolute Mehr erreicht. Nur der Bisherige Olivier Français (FDP) schaffte den Sprung in die siebenköpfige Regierung nicht. Die Stimmbeteiligung lag bei 27,18 Prozent.
Der Bisherige Oscar Tosato (SP) erzielte nach der Auszählung aller 20 Wahlbüros mit 12'427 Stimmen das beste Resultat, gefolgt vom Bisherigen Marc Vuilleumier (12'374) von der extremen Linken.
An dritter Stelle folgt mit 11'998 Stimmen der bisherige Jean-Yves Pidoux (Grüne). Die neu angetretene Sozialistin Florence Germond vereint 11'921 Stimmen auf sich. Und SP-Mann Grégoire Junod, der ebenfalls neu ist, gelingt der Sprung in die Regierung mit 11'705 Stimmen.
Schlechtes Abschneiden von Brélaz (Grüne)
Für Überraschung sorgte das schlechte Abschneiden von Stadtpräsident Daniel Brélaz. Der "Grüne Gigant", wie er von den Lausannerinnen und Lausanner auch genannt wird, kommt erst an sechster Stelle: Er erzielte lediglich 11'503 Stimmen. Bei den letzten Wahlen 2006 war er noch als einziger bereits in der ersten Runde in die Stadtregierung gewählt worden.
Während die Bürgerlichen angetreten sind, um einen zweiten Sitz in der Lausanner Exekutive zu erobern, schaffte der Bisherige Olivier Français nicht einmal die erste Runde. Der FDP-Mann verpasste mit 9283 Stimmen das absolute Mehr, das bei 11'217 liegt.
Die Freisinnige Marlène Bérard erhielt 6693 Stimmen, gefolgt von ihrem Parteikollegen Mathieu Blanc (6244). Der zweiten Wahlgang für den letzten freien Sitz in der Lausanner Exekutive findet am 3. April statt.
Linke auch in den Städten gut positioniert
Die Linke kann nicht nur in der Lausanner Stadtregierung, sondern auch im Parlament ihre komfortable Mehrheit behalten: Sie vereint 62 von 100 Sitzen auf sich - zwei weniger als bisher, wie nach Auszählung fast aller Stimmen feststeht.
Neu haben die Sozialisten 29 Sitze (-1). Die Grünen kommen auf 20 Sitze (-2). Und die Extreme Linke, die unter dem Label "A gauche toute!" angetreten ist, kann einen Sitz dazugewinnen und kommt neu auf 13 Mandate. Grosse Siegerin ist die SVP: Sie konnte ihre Sitzzahl von acht auf 14 fast verdoppeln.
SDA-ATS