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Tipps für die Durchführung
Der Hindernisparcours für Teil 4 sollte nicht zu lang sein. 2–3 Minuten reichen aus, besonders wenn Sie nur zwei oder drei Rollstühle haben, weil die Teilnehmenden sonst warten müssen und sich langweilen könnten. Rollstühle können Sie eventuell in einem Krankenhaus ausleihen oder bei einer Organisation, die Rollstühle zum vorübergehenden Gebrauch verleiht. Wenn das nicht möglich ist, müssen Sie improvisieren und die Teilnehmenden mit bestimmten körperlichen Behinderungen ausstatten. Zum Beispiel, indem Sie sie in riesige Gummistiefel stecken – und zwar mit jeweils dem falschen Fuß!
Es hängt weitestgehend von der Gruppe ab, wie Sie diese Übung durchführen. Machen Sie allen bewusst, dass hier verschiedene Simulationen von Wirklichkeit durchgespielt werden, die Gelegenheit bieten, mit den eigenen Gefühlen und Reaktionen auf Behinderung zu experimentieren. Erklären Sie, dass es nicht darum geht, jemanden lächerlich zu machen oder unzulässig unter Stress oder der Peinlichkeit auszusetzen. Alle sollten „natürlich“ agieren und nichts übertreiben. Versichern Sie den Teilnehmenden, dass ihnen nichts zustoßen wird, auch wenn sie sich vielleicht manchmal unbehaglich und unsicher fühlen.
Wenn nicht genug Zeit für alle Simulationen ist, dann begnügen Sie sich mit einer oder zwei. Die Erfahrung, blind zu sein, ist von allen vorgestellten vielleicht diejenige, die die größte persönliche Herausforderung darstellt und die stärkste Betroffenheit auslöst. Wenn Sie sich also für einen Teil entscheiden müssen, empfehlen wir diesen. Lassen Sie die Teilnehmenden die Rollen tauschen, sodass alle die Erfahrung machen können, wie man sich als behinderter Mensch fühlt. Vergessen Sie in diesem Fall nicht, eine zweite Tüte mit Gegenständen zu füllen.
Diese Übung ist ernst, aber Sie können sich auf viele lustige Situationen gefasst machen. Das ist völlig in Ordnung. Greifen Sie nur ein, wenn die Teilnehmenden etwas Gefährliches tun oder sich über Behinderte lustig machen. Sie können darauf in der Befragung und Auswertung eingehen, indem Sie z.B. fragen: Wann machen sich Leute über Behinderte lustig? Wer tut das und warum? Wann ist es in Ordnung, Witze über Behinderungen zu machen? Wie erkennt man die Grenze zwischen Humor und Beleidigung?