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Nicht nur die Höhe des Ertrags, sondern vor allem die Stabilität der Erträge über mehrere Jahre sind in der Landwirtschaft wichtig. Bisher hatte es kaum Kenntnisse darüber gegeben, wie sich biologische und konventionelle Landwirtschaft in Bezug auf die jährlichen Ertragsschwankungen unterscheiden. Dies wurde nun in einer Studie Agroscope zusammen mit der Technischen Universität München (TUM) untersucht.
Die Studie von Agroscope und TUM bestätigte zuerst, dass biologische Bewirtschaftung rund 16% geringere Erträge erbringt als konventionelle Landwirtschaft. Resultate der Untersuchungen zeigten aber, dass sich die Schwankungen der Erträge bei beiden Verfahren über die Jahre sehr ähnlich verhielten. Obwohl sich das beruhigend anhört, stellt Samuel Knapp von der TUM klar: "Weil die absoluten Ertragsschwankungen ähnlich sind, wirken sich die Schwankungen bei den geringeren Erträgen der Biolandwirtschaft stärker aus. Die sogenannte relative Ertragsstabilität ist im Biolandbau somit geringer."
Eine höhere Düngung mit Stickstoff und Phosphor führe im konventionellen Anbau zu einer besseren Stabilität. Biologisch arbeitende Betriebe könnten die Ertragsstabilität durch den Einsatz von Gründüngung und zeitlicher Optimierung der Düngung verbessern, so die Empfehlungen von Agroscope und TUM.
Die Studie fand weiter heraus, dass sich reduzierte Bodenbearbeitung zwar positive auf die Bodenstruktur und Bodenlebewesen auswirkt, aber auch zu geringeren Erträgen führe. Der Ertragsunterschied zwischen konventioneller und reduzierter Bodenbearbeitung betrage nur zwei Prozent und bezüglich Stabilität konnten keine Aussagen gemacht werden.