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Was kostet uns der Einsatz von Pestiziden? Dieser Frage gingen Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und der WWF nach und liessen die finanziellen Nebenwirkungen des Schweizer Pestizideinsatzes berechnen.
Das Ergebnis: Der Gifteinsatz kostet die Schweizerinnen und Schweizer jährlich 50 bis 100 Millionen Franken. Mit einer Pestizidabgabe sollen die Verursacher der Umweltschäden deshalb künftig zur Kasse gebeten werden. Ausserdem fordern die Umweltverbände einen Plan zur Reduktion des Pestizideinsatzes in der Schweiz.
Das Forschungs- und Beratungsinstitut Infras hat im Auftrag der Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF die externen Kosten des Schweizer Pestizideinsatzes in einer Pilotstudie errechnet. Dabei wurden Kosten von Gesundheits- und Umweltschäden sowie des Regulierungsaufwands bewertet. Das Resultat: In drei verschiedenen Berechnungsansätzen ergaben sich jährliche Kosten für die Allgemeinheit zwischen 50 und 100 Millionen Franken.
Da sich Faktoren wie der Verlust der Artenvielfalt im Kulturland aufgrund der mangelhaften Datenlage vorerst nicht beziffern liessen, handelt es sich bei der Studie um eine sehr vorsichtige Verortung der Kosten. Der Pestizideinsatz kommt der Schweiz in Realität also noch viel teurer zu stehen. Bei Gesamtaufwendungen der Landwirtschaft von 124 Miollionen Franken pro Jahr für Pestizide bedeutet das: Für jeden Franken, der für Pestizide ausgegeben wird, legt die Schweizer Bevölkerung 80 Rappen dazu.