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Ohne Martina Hingis ruhen in Wimbledon alle Schweizer Hoffnungen auf Roger Federer. Er kann sich diesmal nicht über Auslosungspech beklagen, bis in den Viertelfinal erscheint sein Tableau offen.
Am Montag oder Dienstag beginnt der als Nummer 7 gesetzte Federer gegen einen Qualifikanten, wäre anschliessend auf der schnellsten Unterlage auch gegen Jéröme Golmard (Fr) oder Jan Vacek (Tsch) Favorit, hätte dann aber mit Fabrice Santoro (Fr/25) einen stets unberechenbaren Drittrundengegner.
Im Achtelfinal hiesse dann aufgrund des Rankings der designierte Widersacher Juan Carlos Ferrero (Sp/9) oder Sjeng Schalken (Ho/18).
In der Runde der letzten acht, die Federer im Vorjahr nach dem Traum-Match gegen Pete Sampras erreicht hatte, könnte er dann den Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt fordern, den er zuletzt auf Key Biscayne beinahe deklassiert hat.
Hewitt müsste sich aber zuerst gegen seinen Angstgegner Nicolas Escudé (Fr/16) durchsetzen; der Wahl-Genfer bezwang den Australier im letzten Jahr in Wimbledon und im Daviscup-Final auf dem grünen Geläuf. Wenn man schon ganz weit vorausschauen will, dann könnte sich eine Revanche gegen Tim Henman im Halbfinal ergeben.
Vor Federer könnte Marc Rosset (ATP 114) allenfalls die Rackets mit Escudé kreuzen, vorausgesetzt Rosset kann bei seiner dreizehnten Teilnahme hintereinander die gute Ausgangslage gegen José Acasuso (Arg, ATP 93) nützen.
Auch Michel Kratochvil (ATP 46) darf sich nicht beklagen. Falls der Berner die Auftakthürde Nikolai Dawidenko (Russ/ATP 82) überwindet, könnte er sich gegen Younes El Aynaoui (Mar/13), den er in der Vorwoche in Halle bezwang und Tommy Robredo (Sp/20) ein Duell mit Henman verdienen.
Für die Frauen wirds schwierig
Alle drei Schweizerinnen sind im Viertel von Titelverteidigerin Venus Williams eingeteilt. Patty Schnyder (Nummer 17) startet gegen eine Qualifierin, Taschkent-Siegerin Marie-Gaïané Mikaelian (WTA 49) gegen Maureen Drake (Ka/WTA 110) und Emmanuelle Gagliardi (WTA 47) gegen die Britin Hannah Collin (WTA 353).
swissinfo und Agenturen