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|Jeder YMCA ist deshalb dazu aufgerufen, sich bestimmten Herausforderungen zu stellen und nach eigenen, speziellen Gegebenheiten Prioritäten zu setzen. Diese Herausforderungen, bei denen es sich um eine Weiterentwicklung der 1973 verabschiedeten Kampala-Erklärung handelt, umfassen:

Die gute Nachricht von Jesus Christus weitergeben und sich einsetzen für die geistliche, intellektuelle und körperliche Verfassung des Einzelnen und das Wohl der ganzen Gesellschaft.
Alle, speziell aber junge Menschen und Frauen, dazu ermutigen und befähigen, vermehrt Verantwortung und Leitungsaufgaben auf allen Ebenen zu übernehmen und auf eine gleichberechtigte Gesellschaft hin zu arbeiten.
Für die Rechte der Frauen eintreten und sie fördern und die Rechte der Kinder wahren.
Den Dialog und die Partnerschaft zwischen Menschen mit unterschiedlichem Glauben und verschiedenen Überzeugungen fördern, die kulturellen Eigenheiten der Menschen anerkennen und für eine kulturelle Erneuerung eintreten.
Sich verpflichten in Solidarität mit den Armen, den Besitzlosen, den entwurzelten Menschen und den unterdrückten ethnischen und religiösen Minderheiten zu arbeiten.
Danach streben, Vermittelnde und Versöhnende in Konfliktsituationen zu sein und sich einzusetzen für eine einflussreiche Mitbestimmung und die Förderung von Menschen zu ihrer besseren Selbstbestimmung.
Gottes Schöpfung gegen alle zerstörerischen Kräfte verteidigen und die Ressourcen der Erde für die kommenden Generationen erhalten und schützen.
Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, wird der YMCA Formen der Zusammenarbeit auf allen Ebenen entwickeln, die Selbsterhaltung und Selbstbestimmung ermöglichen.
|Verabschiedet im Jahre 1998 am 14. YMCA-Weltrat in Frechen, Deutschland|