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Die grösste Kategorie bildete der traditionelle Apfelsaft, mit 35 eingereichten Proben. Den Sieg in dieser Kategorie holte sich Heinrich Marthaler aus Oberhasli (ZH). Ebenfalls Gold erhielten Dominik Manser, Winden (TG), Franz und Erika Fassbind, Hitzkirch (LU), Jakob Barmettler, Buochs (NW), Lamprecht Obstbau, Wil (ZH), Max Winder, Braunau (TG), Minder Most, Illnau (ZH), Othmar Kern, Bülach (ZH) und Pressoir des Alpes, Fully (VS).
Beim Cider wurden 14 Proben eingereicht, dabei ging Hermann Kuppelwieser aus Bad Ragaz (SG) als Kategoriensieger hervor. Gold erreichte kein weiterer Produzent. Bei den Kategorien Kernobstsaft und Mischsaft, gingen je elf Proben ein. Als Kategoriensieger beim Mischsaft durfte Kilian Diethelm aus Siebnen (SZ) die Medaille in Empfang nehmen, beim Kernobstsaft gab es keine Goldauszeichnung.
Die eingereichten Produkte wurden in folgenden Kategorien eingeteilt: Apfelsaft, Kernobstsaft, Mischsaft, verdünnte Säfte, Cider (Apfelwein) mit Alkohol, Poirée (Birnenwein), Obstschaumwein, Sonderfruchtgetränke. Zugelassen waren nur Proben, die in der Schweiz aus Schweizer Rohstoffen (mindestens 90 %) produziert worden sind. Die 13 Degustatoren beurteilten und bewerteten sie umfassend nach objektiven und sensorischen Kriterien: Aussehen (Farbton und Farbdichte), Geruch (Dufttypizität, Duftstärke), Geschmack (Intensität, Mundgefühl) und Gesamteindruck (Harmonie). Jedes Jurymitglied unterzog die Proben zuerst einer Einzelbeurteilung, danach wurden die Resultate in den Dreier-Gruppen besprochen und eine Gesamtbenotung mit einer aussagekräftigen Beschreibung gemacht. Nur die besten Produkte erhielten eine Auszeichnung.
Innovationsfreude und Vielfalt
Bei Fruchtgetränken, insbesondere beim Cider, ist Innovationsfreude spürbar. Die Vielfalt der eingereichten Produkte verdeutlicht dies auf eindrückliche Art und Weise. Mit dieser Prämierung sollen die Qualität, der Absatz und der Stellenwert von vergorenen und unvergorenen Getränke gefördert werden. Es geht darum, bekannte traditionelle Getränke auf Basis Apfel und Birnen dem Konsumenten in Erinnerung zu rufen sowie innovative Getränke, insbesondere Cider, zu präsentieren. Mit der hohen Beteiligung bekräftigen die Moster ihr Interesse und signalisieren, dass sie den heutigen hohen Qualitätsstandard ihrer Fruchtsäfte weiter verbessern wollen.
Bewertung soll als Standortbestimmung dienen
Agroscope war für die Schulung und die Analyse zuständig. Die 13 Jurymitglieder setzen sich zusammen aus Produzenten, Sensorikern und Mitarbeitern von Kantonalen Obstbauorganisationen. Vor der Degustation wurden sie während eines halben Tages geschult. Für Juryleiter Jonas Inderbitzin von Agroscope ist klar: «Die Juroren sind das Herzstück einer jeden Prämierung, denn jeder davon bringt ein grosses Wissen über die zu verkostenden Produkte mit.» Nichts desto trotz ist eine Schulung der Verkoster wichtig, damit das Panel durch die gemeinsame Diskussion von ausgewählten Proben bestmöglich auf das Punkteschema kalibriert werden kann. Zudem werden bei der Schulung sensorische Grundlagen vermittelt, um eine gemeinsame Fachsprache zu etablieren. Diese ist essentiell, damit den Produzenten eine präzise und verständliche Rückmeldung betreffend ihren Produkten gegeben werden kann. Nirgends sonst erhalten sie die Möglichkeit, die Säfte durch eine geschulte Jury beurteilen zu lassen.