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Weiße Flecken im Gesicht (Vitiligo) und Pigmentflecken (Melasma, Schwangerschaftsmaske usw.) können oft unattraktiv aussehen. Gängige Grundierungen können diese Unregelmäßigkeiten nicht ausreichend abdecken. Welches Make-up kann empfohlen werden? Wie wird es aufgetragen? Die Ratschläge eines Dermatologen
1. Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden, wenn man Make-up auf eine Pigmentstörung aufträgt?
Pigmentstörungen, ob nun eine Hypo- oder Hyperpigmentierung vorliegt, können sich verschlimmern, wenn die Haut gereizt wird.
Insbesondere im Gesicht ist Vorsicht beim Auftragen von kaschierenden Produkten geboten. Aufgetragenes Make-up muss sorgfältig und sanft mit einem nicht reizenden Produkt abgetragen werden. Dazu benutzt man ein Wattepad. Die Make-up-Produkte, die aufgetragen werden, müssen eine leichte Textur besitzen, damit sie einfach auf- und abzutragen sind.
2. Gibt es denn Make-up-Produkte, die abdecken und trotzdem leicht sind?
Ja: Make-up-Produkte, die gezielt Unregelmäßigkeiten korrigieren. Man nennt sie "Korrigierende Grundierungen".
Ihr Pigmentanteil ist höher als der gängiger Foundations, um eine stärkere Deckkraft zu gewährleisten. Sie besitzen eine zarte Textur, was das Auftragen vereinfacht. Sie sind speziell zur Verwendung auf geschädigter Haut formuliert. Ein Allergie- oder Reizrisiko besteht nicht.
3. Existieren spezielle Techniken zum Auftragen von Make-up auf diese gestörten Hautstellen?
Am wichtigsten zu wissen ist: Man kann den Teint nicht vereinheitlichen. Dann sähe das Ergebnis unnatürlich aus.
Ich empfehle bei Pigmentstörungen zwei Farben: eine helle und eine dunkle. Man trägt sie auf, indem man sie vorsichtig mit dem Finger in schnellen Streichbewegungen abwechselnd einklopft (helle Farbe auf dunkle Hautstellen, dunkle Farbe auf helle Hautstellen).