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Ein Gericht im südindischen Hyderabad hat einen Haftbefehl gegen Force-India-Mitbesitzer Vijay Mallya erlassen.
Der Milliardär, Teamchef des deutschen Formel-1-Fahrers Nico Hülkenberg, soll ungedeckte Schecks in Millionenhöhe ausgestellt haben.
Der Haftbefehl bezieht sich auf nicht gedeckte Schecks von Kingfisher-Airlines (KFA), die Mallya 2005 gegründet hatte, und kann nicht mit einer Kaution umgangen werden. Dies berichten indische Medien und die französische Nachrichtenagentur "AFP".
Die Schecks in einer Höhe von rund 1,54 Millionen Euro sollen dafür bestimmt gewesen sein, fällige Startgebühren für die Flugzeuge am Flughafen in Hyderabad zu begleichen.
"Weil sie nicht vor dem Richter erschienen sind, hat das Gericht Haftbefehle gegen Vijay Mallya und vier andere KFA-Funktionäre erlassen", zitierte die AFP einen Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Schon seit längerem sind die finanziellen Schwierigkeiten der Fluglinie Mallyas bekannt. Kingfisher konnte laut Medienberichten seit sieben Monaten keine Gehälter mehr zahlen, die Flotte befindet sich seit zwei Wochen auf dem Boden. Einem Bericht des Zentrums für Luftfahrt im Asien-Pazifik-Raum zufolge belaufen sich die Schulden der Airline auf 2,49 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,93 Milliarden Euro). Mallya soll in Erwägung ziehen, ein Unternehmen seines Imperiums zu verkaufen.