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DSM
Das 2013 revidierte amerikanische Klassifikationssystem psychiatrischer Störungen (DSM-5) schlägt Internet Gaming Disorder als „Forschungsdiagnose“ für eine zukünftige Aufnahme vor.
ICD
Im aktuellen internationalen Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Computerspielsucht noch nicht als eigenständige Krankheit aufgeführt. Sie wurde bisher zu den Störungen der Impulskontrolle bzw. zum pathologischen Glücksspiel gezählt.
Seit 2019 ist die Computerspielsucht nun aber unter „Gaming Disorder“ von der WHO als diagnostizierbares Störungsbild anerkannt und wird ab 2022 im neuen ICD-11 enthalten sein.
Für die Diagnose einer Computerspielsucht muss ein anhaltendes oder wiederkehrendes Spielverhalten vorhanden sein, das folgende Merkmale aufweist:
1. Beeinträchtigte Kontrolle über das Spielen (z. B. Beginn, Häufigkeit, Intensität, Dauer, Beendigung, Kontext).
2. Das Computerspiel hat Vorrang vor anderen Lebensinteressen und täglichen Aktivitäten.
3. Fortsetzung oder Steigerung des Spielens trotz des Auftretens negativer Konsequenzen. Das Verhaltensmuster ist so schwerwiegend, dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen kommt.
Die Merkmale müssen über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten erkennbar sein, damit eine Diagnose gestellt werden kann. Die erforderliche Dauer kann jedoch verkürzt werden, wenn alle diagnostischen Anforderungen erfüllt sind und die Symptome schwerwiegend sind.
DSM
Das 2013 revidierte amerikanische Klassifikationssystem psychiatrischer Störungen (DSM-5) schlägt Internet Gaming Disorder als „Forschungsdiagnose“ für eine zukünftige Aufnahme vor.
Fünf dieser Kriterien müssen über 12 Monate erfüllt sein.
Die Krankenkassen in der Schweiz zahlen anerkannte medizinische (medikamentöse und psychotherapeutische) Behandlungen bei Computerspielsucht, wenn sie von einem Arzt verschrieben werden