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SARS-CoV-2 und somit COVID-19 wird vorwiegend durch Aerosole über die Luft verbreitet und übertragen (Quellen: WHO, CDC). Im Nahbereich finden auch Übertragungen via Tröpfchen statt, welche auf die Schleimhaut gelangen können.
Ansteckungen können im Nahbereich (Abstand < 1.5 m) oder im Fernbereich (Abstand ≥ 1.5 m) erfolgen und sind selbst dann möglich, wenn eine infektiöse Person den Raum schon längst verlassen hat, denn Aerosole sind leicht und können über längere Zeit in der Luft schwebend verbleiben. Man kann sich Aerosole wie Zigarettenrauch vorstellen, der in der Luft hängen bleibt, wenn nicht gelüftet wird.
Je mehr Personen sich in einem geschlossenen Raum pro Quadratmeter aufhalten und je intensiver ihre Aktivitäten sind, desto schneller steigt die Aerosolkonzentration, wenn nicht durch Lüften oder eine geeignete Raumluftfilterung Abhilfe geschaffen wird.
Regelmässiges Lüften sorgt für frische, saubere Luft – es reduziert die Konzentration von Aerosolen bzw. Virosolen und steigert das Wohlbefinden beim Lernen. Kontrolliertes Lüften mit CO2-Sensoren und einem geeigneten Richtwert sorgt dafür, dass die Luftqualität stets im „grünen Bereich“ bleibt. Dabei ist es dringend nötig, in Innenräumen sowohl die CO2-Konzentration als auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit zu messen und prominent anzuzeigen.
Für den Schutz vor Aerosolen ist es besonders im Winter wichtig, dass die Luft nicht zu trocken wird. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit im Bereich 40-60 %. Bei zu tiefer Luftfeuchtigkeit werden Aerosole kleiner und bleiben dadurch länger in der Luft. Zudem trocknen Schleimhäute aus, was diese weniger widerstandsfähig macht. Für eine Luftfeuchtigkeit von 40-60 % können Luftbefeuchter eingesetzt werden.
Ein Ampelsystem kann Klassen dabei unterstützen, mit regelmässigem, zielgerichtetem Lüften eine möglichst gleichbleibende Luftqualität im Schulzimmer zu erreichen. Zum Beispiel kann ein Condair-Cube mit folgenden Richtwerten eingesetzt werden:
- CO2-Konzentration: 800 ppm (Maximum)
- Relative Luftfeuchtigkeit: 40-60% (empfohlener Bereich)
Für eine Liste von CO2-Messgeräte-Herstellern mit Produkten, die für Schulen geeignet sind, siehe folgende Tabelle:
|Hersteller||Produkt||Website|
|Airica||Airica||https://airica.com/schools|
|Make.Human.Technology||CO2-Ampel||https://makehumantechnology.org/produkte/co2-ampel-fuer-schulen/|
|Green Cross Schweiz||Condair Cube||https://greencross.ch/de/condair-cube-bestellformular/|
|QE GmbH||Wuerfeli||https://wuerfeli.ch/|
Alle in der Tabelle aufgelisteten Produkte verwenden hochwertige NDIR-Sensoren, d.h. nichtdispersive Infrarotsensoren. «Kinder schützen – jetzt!» hat keine wirtschaftlichen Interessen an den aufgelisteten Produkten und empfiehlt diese aufgrund von uns bekannten Anwendungen in Schulen und Pilotprojekten, übernimmt jedoch keine Gewähr für die Angaben der Produktehersteller.
Bei bestehenden Lüftungsanlagen werden folgende Massnahmen zur Reduktion des SARS-CoV-2 Übertragungsrisikos empfohlen:
- Erhöhen des Frischluftanteils
- Sollwert für relative Luftfeuchtigkeit: 40-60%
- Nachrüsten mit HEPA-Filtern der Klasse 13 oder 14
- Regelmässige Wartung
HEPA-Filter und HEPA-Luftreiniger – also Luftreiniger mit einem HEPA-Filter – reinigen die Raumluft wirksam durch mechanische Filterung von Aerosolpartikeln, die nicht kleiner sind als 3 Mikrometer und somit auch von virenbeladenen Aerosolpartikeln. HEPA-Filter trocknen die Luft nicht aus und sind deshalb im Winter besonders empfehlenswert: Einerseits ist Dauerlüften im Winter nicht praktikabel, anderseits führt Lüften gefolgt von Heizen zum Austrocknen der Luft, was Aerosole in der Grösse schrumpfen lässt und ihre Ausbreitung begünstigt.
Falls es via Fensterlüftung oder Lüftungsanlage nicht möglich ist, die Luft ausreichend frisch zu halten, können auch mobile HEPA-Luftreiniger eingesetzt werden. Empfehlenswert zur Entfernung von Aerosolen sind auch hier HEPA-Filter der Klasse 13 oder 14.