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Der Streik werde offiziell um Mitternacht (Ortszeit, Donnerstag 09.00 Uhr MEZ) beendet, erklärte die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA am Mittwoch (Ortszeit). Nach der 118-tägigen Arbeitsniederlegung der Schauspieler, die unter anderem eine bessere Bezahlung gefordert hatten, sei eine «Grundsatzvereinbarung» getroffen worden, hiess es.
Die Vereinbarung muss noch von den Gewerkschaftsmitgliedern ratifiziert werden, bevor sie in Kraft treten kann. Einzelheiten waren noch nicht bekannt. Nach Angaben der Gewerkschaft sieht das mit Unternehmen wie Disney und Netflix geschlossene Abkommen unter anderem höhere Gehälter und einen besseren Schutz vor einem Einsatz künstlicher Intelligenz vor.
Streik seit Juli
Die SAG-AFTRA vertritt die Interessen von rund 160'000 Schauspielern, Stuntleuten, Tänzern und anderen Darstellern im Filmgeschäft. Die Gewerkschaft hatte ihre Mitglieder in Juli zum Streik aufgerufen, seitdem ruhen in Hollywood die Dreharbeiten. Es ist der erste Streik der US-Schauspieler seit 1980.
Der Streik hatte die Produktion in der gesamten Branche fast vier Monate lang lahmgelegt und existenzielle Fragen über die Zukunft der Unterhaltungsbranche aufgeworfen. Zahlreiche Fernseh- und Filmproduktionen wurden unterbrochen oder abgesagt. Obwohl viele Reality-Shows und einige unabhängige Projekte weiter produziert werden konnten, waren die grossen Studios gezwungen, zahlreiche Blockbuster zu verschieben, darunter «Spider-Man: Beyond the Spider-Verse», «Ghostbusters: Afterlife», «Dune: Part Two» und «Gladiator 2» sowie Serienhits wie «Euphoria» und «Stranger Things».
Weil bereits vor diesem Arbeitskampf die US-Drehbuchautoren die Arbeit niedergelegt hatten, erlebte Hollywood erstmals seit mehr als 60 Jahren einen Doppelstreik. Die Drehbuchautoren hatten ihren Streik im Oktober beendet.