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Einige Wissenschaftler rund um die Historikerin Fleur Dubonnet vertreten die Ansicht, die Position der Insel Santa Lemusa habe sich im Verlauf der Jahrtausende immer wieder verändert. Ein Argument für diese Theorie von der «Île migrateur» sind alte Landkarten, auf denen Dubonnet die Insel mal in der Banda-See, mal im Arabischen Meer entdeckt haben will. Als zweites Argument führt Dubonnet die Tatsache an, dass es auf Santa Lemusa sehr verschiedene Landschaften gibt – oft in unmittelbarer Nachbarschaft: Sümpfe und halbe Wüsten, Urwald und Steppe. Dubonnet: «Die wiederholte Migration der Insel könnte die enorme Vielfalt ganz unterschiedlicher Habitate erklären. Santa Lemusa könnte von all den Regionen der Welt, in denen es einst zu Hause war, etwas aufgenommen haben.»
Lange Jahre hatte die Théorie de l'île migrateur in wissenschaftlichen Kreisen den Ruf einer reinen Schnapsidee. Seit Juni 2011 ist das anders. Damals erlebte Santa Lemusa von einem Tag auf den anderen so etwas wie einen internen Schock. Manche behaupteten danach, die Insel sei von der Karibik aus gut 4000 Kilometer nach Norden verschoben worden (von etwa 14°N / 58°W auf 44°N / 33°W). Andere indes waren sicher, dass ihre Heimat sich immer schon mitten im Atlantik befunden habe. Seit jener Erschütterung haben manche Wissenschaftler eingeräumt, die Theorien von Dubonnet seien «vielleicht doch nicht völlig auszuschliessen».
Dubonnet hat ihre Ansichten in verschiedenen Magazinen veröffentlich – auf der ganzen Welt, wie diese Seiten aus einem chinesischen Magazin (PDF) zeigen. Die mögliche Migration der Insel am 23. Juni 2011 hat auch mit dem traurigen Ende der «Mission Kaki» zu tun, mit dem Verdagen des Geheimagenten Hektor Maille – das deutet sich jedenfalls auch im letzten Trailer dieses Abenteuers an.
First Publication: 20-3-2016
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