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Finanzen
Hinter dem Begriff „Finanzen“ steht im Kanton Bern ein Finanzhaushalt in der Grössenordnung von rund CHF 10 Milliarden. Darin werden in rund 100 Produktgruppen und 300 Produkten sämtliche staatlichen Leistungen und Einnahmen von der Krankenkassenprämienverbilligung bis hin zur Gebühr für die Ausstellung einer Identitätskarte abgebildet.
Die Finanzierung der staatlichen Leistungen erfolgt hauptsächlich durch Steuern (600‘000 Steuerpflichtige), Gebühren und den nationalen Finanzausgleich. 28 Prozent der kantonalen Ausgaben werden in die Bildung investiert. Damit stehen die Bildungsausgaben an erster Stelle, gefolgt von den Ausgaben für soziale Wohlfahrt (20 %) und Gesundheit (16 %).
Die Führung des Finanzhaushaltes basiert auf der Verfassung des Kantons Bern, dem Gesetz über die Steuerung von Finanzen und Leistungen (FLG) sowie der Verordnung über die Steuerung von Finanzen und Leistungen (FLV). Gemäss der Verfassung ist der Finanzhaushalt sparsam, wirtschaftlich sowie konjunktur- und verursachergerecht zu führen. Er soll zudem mittelfristig ausgeglichen sein.
Gesteuert wird der Finanzhaushalt u.a. durch die Richtlinien der Regierungspolitik, den Voranschlag und Aufgaben-/Finanzplan, den Geschäftsbericht und die Hochrechnung. Die Rechnungslegung basiert auf dem "Harmonisierten Rechnungsmodell für die öffentlichen Gemeinwesen der Schweiz" (HRM).