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Das bestehende Nasslager für Brennelemente im Reaktorgebäude umfasst rund 600 Standplätze. Da die Platzverhältnisse keine Lagererweiterung im Reaktorgebäude zulassen, wird ein neues gebunkertes Gebäude nordwestlich des Abluftkamins mit Lagerbecken für 1000 weitere Brennelemente erbaut. Es wird gegen Flugzeugabsturz und Erdbeben gesichert sein. Das Gesuch für die Bau- und Betriebsbewilligung wird Ende Juni dem Bundesrat eingereicht. Das Nasslager, mit dessen Bau voraussichtlich im Oktober 2003 begonnen wird, sollte auf Herbst 2006 in Betrieb genommen werden. Die Projektkosten belaufen sich auf CHF 67 Mio.
Die Gründe für die Nasslagererweiterung: Die ursprünglichen Uran-Brennelemente konnten nur während dreier Betriebsjahre im Reaktor eingesetzt werden, heute verwendete Brennelemente jedoch vier Jahre. Die Brennelemente mit höherem Abbrand sowie Mischoxid-(Mox-)Brennelemente benötigen nach dem Entladen aus dem Reaktorkern jedoch eine längere Kühlzeit im Nasslager. Die erforderlichen Abkühlzeiten der Hochabbrand- und Mox-Brennelemente im Nasslager des Kernkraftwerks liegen zwischen 8 und 16 Jahren. Nur dann können die für die Zwischenlagerung bestimmten Transport- und Lagerbehälter voll beladen werden.
Die Nettoproduktion des Kernkraftwerks Gösgen erreichte im 22. Betriebsjahr 7,87 Mrd. kWh (2000: 7,80 Mrd. kWh). Die Jahreskosten beliefen sich auf CHF 320 Mio. Der Gestehungspreis betrug entsprechend 4,07 Rp./kWh (2000: 4,10 Rp./kWh). Dieses Ergebnis wurde durch einen praktisch unterbruchslosen Betrieb erreicht: Das Werk lieferte letztes Jahr während 8206 Stunden (2000: 8103 Stunden) zuverlässig Strom ans Netz. Seit Inbetriebnahme des Werks sanken die Stromgestehungskosten von 6,30 Rp./kWh auf 4,07 Rp./kWh.
Quelle
D.S. nach Pressemitteilung KKG vom 24. Mai 2002