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Ehemaliger Moorweiher bei den Schiffliwiesen. Dieser Auenweiher ist wohl schon um 1500 zu einem Sumpfgebiet verlandet. Dass hier ein Weiher lag erkennt man an der schwarzen Erde, welche in der Wiese neben den Schrebergärten anzutreffen ist. Bis zum Hedi-Wettstein-Brüggli ist auch der tiefere Waldboden schwarz. Daran erinnere ich mich noch, als ich dort als Bub Erdarbeiten verrichtete oder ausgedeutscht «sändelte und dreckelte».
Die zahlreichen Gräben, welche im unteren Teil des Schwandenholzes in den Katzenbach münden, erinnern noch daran, dass vor 1900 der Sumpf noch allgegenwärtig war. Bei der Katzenbach-Melioration um 1915 wurden die Gräben nochmals etwas abgeteuft. Davon wusste Bauer Georg Brunnschweiler von der Waid noch zu erzählen, allerdings nicht aus eigener Erinnerung, sondern aus Gesprächen mit den anderen Waidbauern. Ausser den Schwandenwiesenbächen gab es im Wald selber aber keine Bäche. Der kleine Schwandenholzbach nahe beim Waldrand soll aber noch vor 1900 eine Nebenquelle gehabt haben, die am Waldrand oder sogar etwas im Wald drinnen gelegen haben soll. Das erzählte Georg Brunnschweiler der OGS am 26.6.2002 anlässlich des Tags der offenen Türen bei den Waidhöfen.
Die Schwandenwiesenbäche, aber auch der Katzenbach, waren also für den Sumpf und den noch früheren Weiher verantwortlich. Thuri Meier erinnerte sich anlässlich eines Fondue-Essens des QVS im Jahre 2004 noch daran, dass einer seiner Vorfahren bei einem Hochwasser des Katzenbachs zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als das Schwandenholz noch nicht bis an den Katzenbach reichte und der Bach noch nicht abgeteuft war, als kleiner Bub mit einem kleinen Holzfloss (?) auf der überschwemmten Wiese herum ruderte. Das soll ihm sein Vater erzählt haben und das war auch der Grund, warum der dortige Weg entlang dem Wald und dem Katzenbach den Namen Schiffliwiesenweg erhielt. Auch die noch unbewaldete dortige Wiese trug den Namen Schiffliwiesen, war aber Teil der Schwandenwiesen, wie der Zehntenplan von 1820 klar zeigt. Auch der Schwandenwiesenweiher wurde bis heute von der Holzkorporation scherzhaft als Schiffliwiesensee bezeichnet.
Nach der Katzenbach-Melioration, welche um 1918/19 abgeschlossen war, wurden die unteren Schwandenwiesen nie mehr überflutet.