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Johann Franz Graf de Paula von Schaffgotsch (1792-1866)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber um 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Schaffgotsch als k.u.k Feldmarschall-Leutnant in dekorierter Uniform mit Umhang. Mit 16 trat er dem kaiserlichen Heer bei, nahm an der Schlacht von Apsern und später an der Völkerschlacht bei Leipzig teil. Nach dem Italienfeldzug von 1815 und mehreren Dienstjahren unter Fürst Schwarzenberg wurde Schaffgotsch 1848 schliesslich zum Feldmarschall-Leutnant befördert. Auf den italienischen Feldzügen 1848 und 1849 machte sich Schaffgotsch mit seiner Division verdient, wofür er mit dem Ritterkreuz des Maria Theresien-Ordens ausgezeichnet wurde. 1856 wurde Schaffgotsch Kavalleriegeneral und 1858 General in Mähren und Schlesien. Nach seiner Teilnahme an der Schlacht in Solferino im Jahre 1859 ging Schaffgotsch in Pension.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die mit (1)850 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.
Der Zustand des hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut. Einige wenige Stockflecken im unbedruckten Bereich sind vernachlässigbar.
Lichtmasse: 51x38cm
Masse Total: 55x43cm