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01.03.2014 – 22.06.2014
Jan Pieter Terwey (1883-1965)
Flirrendes Licht, das über dem Wasser schwebt, schwere Regenwolken, die ein Gewitter ankündigen, ein sattes Sommergrün oder das klare Berglicht – der seit 1913 in der Schweiz lebende niederländische Künstler Jan Pieter Terwey war ein Meister im Einfangen von flüchtigen Naturphänomenen. Nach Aufenthalten in Graubünden und im Tessin übersiedelte er um 1921 in die Bielersee-Gegend und schuf hier ein qualitativ hochstehendes Werk, das heute kaum mehr bekannt ist. Nach Studien in Amsterdam begann er in den Niederlanden eine vielversprechende Künstlerkarriere als Maler und stellte unter anderem im renommierten Stedelijk Museum in Amsterdam aus. Waren es in den frühen Jahren vor allem religiöse und symbolistische Themen sowie Stillleben, die Terwey beschäftigten, rückte mit seinem Umzug in die Schweiz die Landschaft ins Zentrum seines Schaffens. Er entschied sich bewusst gegen die abstrakten und konkreten Tendenzen der zeitgenössischen Kunst. Vielmehr suchte er nach einer Neuinterpretation der Wirklichkeit innerhalb der figurativen Malerei, wie er 1915 schrieb: «[…] nach meinem Wissen und Fühlen gilt es in der miserablen Realität etwas zu finden, wodurch die Erscheinung dieser Realität einen Mehrwert erhält.» In der Folge entstehen in der Auseinandersetzung mit der Kunst Vincent van Goghs und nachimpressionistischen Kunstströmungen Landschaften, in denen er die verschiedenen Naturstimmungen mit einer ausserordentlichen technischen Virtuosität auf Leinwand festhält.
Für die Retrospektive von Jan Pieter Terwey konnte das NMB Neues Museum Biel erstmals aus verschiedenen privaten Sammlungen Werke ausleihen, die die Breite seines künstlerischen Schaffens zeigen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in deutscher und französischer Sprache mit Texten zu Terweys Kunst und seiner Biographie von Annelise Zwez und Fanny Wisard.
Abbildungen