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Ausser dem Präsidenten wählten die Ecuadorianer auch die Abgeordneten der Nationalversammlung. Zudem stimmten sie über zwei Volksentscheide zu Ölförderung im Yasuní-Nationalpark im Amazonasgebiet und dem Bergbau in den Nebelwäldern des Chocó Andino ab. Die ecuadorianische Verfassung verbietet die Erschliessung von Naturressourcen in geschützten Gebieten ohne parlamentarische Zustimmung.
Am Mittwoch vergangener Woche wurde der Oppositionskandidat Fernando Villavicencio nach einer Wahlkampfveranstaltung in der Hauptstadt Quito erschossen. Die Regierung machte das organisierte Verbrechen für die Tat verantwortlich. Ecuador dient als Transitland für Kokain, Verbrechersyndikate kämpfen um die Routen für den Drogenhandel. Villavicencio hatte angekündigt, hart gegen Korruption und Kriminalität durchzugreifen.
Die vorgezogenen Präsidenten- und Parlamentswahlen wurden notwendig, weil der konservative Staatschef Guillermo Lasso inmitten eines Amtsenthebungsverfahrens wegen mutmasslicher Unterschlagung gegen ihn die Nationalversammlung aufgelöst hatte.