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John Brennans (Russell Crowe) Leben zersplittert augenblicklich, als seine Frau Lara (Elizabeth Banks) des Mordes an ihrer Chefin beschuldigt wird und im Gefängnis landet. Der College-Lehrer und jetzt alleinerziehende Vater versucht vergeblich, die Unschuld seiner Frau zu beweisen. Als sogar sein Anwalt den Bettel hinschmeisst und Lara nur knapp einen Selbstmordversuch überlebt, fasst John einen Entschluss. Er trifft bei seinen Forschungen auf den Tatsachenbericht eines ehemaligen Gefängnisinsassen (Liam Neeson) und plant fortan den Ausbruch seiner Frau.
So utopisch eine Flucht aus dem Gefängnis auch klingt, es scheint so, als wäre es Johns letzte Möglichkeit, seine Familie zu retten. Gerade in diesem Moment wird bekannt, dass Lara in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll. John bleiben nur noch drei Tage, um seinen akribisch vorbereiteten Plan in die Tat umzusetzen und dafür sein ganzes Leben zu riskieren...
War es wirklich nötig, den mittelmässigen französischen Thriller Pour elle gleich zwei Jahre nach dessen Veröffentlichung als amerikanisches Remake umzusetzen? Paul Haggis (Crash) fand anscheinend genügend Gründe dafür und lässt nun Russell Crowe den Ausbruch seiner Film-Ehefrau planen. Knapp vierzig Minuten länger dauert die US-Version und ist dennoch kurzweiliger als das eher schleppende Original.
Crowe spielt den Normalo, der über sich hinauswachsen muss, so überzeugend, wie es die doch ein wenig lächerliche Geschichte gar nicht verdient hätte. Seine Präsenz lässt Logiklöcher schnell vergessen und Unwahrscheinlichkeiten grosszügig übersehen. Die Kamera weicht während der ersten zwei Drittel selten von seiner Seite, wodurch die Spannung konstant bleibt. Elizabeth Banks verbringt die meiste Zeit des Filmes hinter Gittern. Doch die Szenen, in denen sie mit Crowe agieren darf, bilden den emotionalen Kern der Geschichte, und die Liebe zwischen dem Paar und seinem Sohn wirkt authentisch. Weniger überzeugend ist Olivia Wilde als alleinerziehende Mutter. Für diese Rolle hätte sich Haggis wohl besser eine Schauspielerin ausgesucht, die nicht wie ein Supermodel aussieht.
Wie das Original wechselt auch The Next Three Days gegen Ende für kurze Zeit die Perspektive, und ein Polizistenteam rückt in den Vordergrund. Auch hier ist dieser Wechsel irritierend und ein starker Bruch in der sonst so stark auf Russell Crowes John Brennan fokussierten Erzählweise. Nichtsdestotrotz ist der dritte Akt spannend und actionreich inszeniert. Dazu trägt sicher auch Danny Elfmans ungewohnt minimalistischer Score bei, der die Spannung immer aufrecht erhält.
Ohne seinen sonst so präsenten Hang zur übertriebenen Melodramatik hat Paul Haggis mit the Next Three Days einen kurzweiligen, routinierten Thriller inszeniert, der dank Russell Crowe und den Suspense-Momenten über das Original hinauswächst und mindestens so gut unterhält wie ein toller Sonntagabend-Krimi.
Am Bildtransfer gibt es nicht viel auszusetzen. Man erhält eine sehr gute Schärfe, und Details sind nicht nur in Nahaufnahmen zu sehen. Wegen der vielen Dialoge sind vor allem die vorderen Boxen vermehrt im Einsatz. Dank den präzisen Umgebungsgeräuschen erhält man aber ein sehr gutes Gesamtklangbild. Wenn es dann am Ende zur Sache geht, werden Leute mit einer guten Anlage ihre helle Freude an der Abmischung haben. Im interessanten Making-of wird neben den Dreharbeiten auch auf das Original eingegangen. "The Men of The Next Three Days" ist eigentlich fast nur Russell Crowe gewidmet und deshalb ein schönes Werbefilmchen für ihn. Wer glaubt, dass die Story des Filmes Humbug sei, sieht sich "True Escape of Love" an. Dort werden echte Fälle aufgezeigt, in denen es zu Gefängnisausbrüchen aus Liebe kam. Die Outtakes sind witzig, die geschnittenen Szenen zurecht nicht im Film, und beim "Schlagschlüssel-Video" ist das Anleitungsfilmchen aus dem Film in ganzer Länge zu sehen. Der deutsche und der englische Trailer sowie ein Audiokommentar machen den Abschluss.
Marco Albini [ma]
2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.
Wow, ich fand den Film sauspannend! Selten so mitgefiebert, auch wenn die Story eigentlich nicht allzu komplex ist. Coole Sache mit nem tollen Crowe! Ich fand den Cameo von Leeson geil, aber die Signle-Mom sieht dann wieder aus wien Topmodel? Passt nicht wirklich.
Und ich fand das Ende gut für ein Hollywood-Ende. Spannung (vor allem in der zweiten Hälfte) und gute Unterhaltung bietet der FIlm, nice 1