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Der Kanton legt den Gemeinden eine vertiefte geologische Untersuchungen nahe. Sie sollen klären, ob sie ihren Energieverbrauch teilweise mit Geothermie decken können. Je nach Standort könnte eine Gemeinde das heisse Wasser für die Deckung ihres Wärmebedarfs verwenden oder für eine gekoppelte Strom- und Wärmeproduktion nutzen.
Studie bestätigt Geothermie-Potenzial
Eine gemeinsame Studie der Kantone St.Gallen und Graubünden zeigt, dass im Sarganser Rheintal, dem Seeztal, dem Churer Rheintal und dem Vorderprättigau heisses Wasser aus der Tiefe vorhanden sein könnte. Die Studie beschreibt potenziell interessante geothermische Zonen im tiefen Untergrund in einem Bereich von 1’000 bis 5’000 Metern und deren Nutzungspotenzial. Über die Menge und Temperatur des Wassers in der Tiefe kann aber erst spekuliert werden.
Die Nutzung des tiefen Untergrunds könnte in denjenigen Gebieten von hohem Interesse sein, wo die möglichen geothermischen Ressourcen nahe bei den potenziellen Abnehmern liegen. So sind Projekte für reine Wärmeproduktion zum Beispiel im Raum Walenstadt-Flums, Sargans sowie in Landquart-Zizers und in Domat-Ems möglich. Gebiete, in welchen grundsätzlich eine gekoppelte Strom- und Wärmeproduktion in Betracht gezogen werden könnte, sind im Raum Vilters-Wangs, Bad Ragaz-Maienfeld sowie Chur und eventuell im Raum Bonaduz-Rhäzüns denkbar.
Kantonsübergreifendes Projekt
Das Amt für Umwelt und Energie des Kantons St.Gallen und mehrere Ämter des Kantons Graubünden erteilten im Jahr 2014 den Sankt Galler Stadtwerken und der Energieagentur St.Gallen den Auftrag, die Nutzung der tiefen Geothermie im Churer Rheintal, dem Vorderprättigau, im Sarganser Rheintal und im Seeztal zu evaluieren. Mit den bereits vorhandenen Unterlagen wurden die geothermischen Ressourcen geschätzt und gleichzeitig das Nutzungspotenzial ermittelt. Die Abklärungen haben ebenfalls gezeigt, dass mehrere Gemeinden oder Regionen auch für Wärmenetze geeignet wären. (red.)