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Die sumerische Königsliste: Langlebige Sagenkönige
Im dritten Jahrtausend vor Christus entstand die sumerische Königsliste [1]. Sie hatte wahrscheinlich zum Ziel, die «jüngeren» Könige des 3. Jahrtausends v. Chr. in die Reihe der legendären und sagenumwobenen Könige zu stellen. Entsprechend reicht sie zurück in die Zeiten vor «der grossen Flut», in welchen 8 Könige während Zehntausenden von Jahren regiert haben sollen (zwischen 18’000 bis 43’000 Jahren).
… und eine grosse Flut
Die Flut, welche in der Königsliste erwähnt wird, kann auf etwa um 3000 v. Chr. datiert werden. Tatsächlich belegen archäologische Funde, dass es im Zweistromland um 2600 v. Chr. zu einer grösseren Überschwemmung kam.
Nach der Flut verkürzten sich gemäss der Königsliste die Regierungszeiten immer mehr, von anfänglich rund 1000 Jahren bis zu einer «normalen» Dauer von wenigen Jahrzehnten oder Jahren. Damit ist man auch bei den ersten geschichtlich belegten Herrschern des Zweistromlandes um 2500 v. Chr. angelangt.