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In Zahlen ausgedrückt sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 11 Prozent auf 6,41 Millionen Franken, wie der Solarstromproduzent am Freitag mitteilte. Für den Rückgang macht Edisun die Corona-bedingt tiefen Strompreise sowie den im Vergleich zum Schweizer Franken schwachen Euro verantwortlich.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank um 15 Prozent auf 4,54 Millionen Franken und der EBIT um 23 Prozent auf 2,33 Millionen. Die Betriebs- und Overheadkosten seien trotz Umsetzung der portugiesischen Projekte konstant geblieben.
Unter dem Strich resultierte ein um 17 Prozent tieferer Reingewinn von 1,36 Millionen Franken. Mit diesem Ergebnis ist Edisun nach eigener Auffassung "vergleichsweise gut" durch die Corona-Krise gekommen.
Grüner Wasserstoff
Die Umsetzung der portugiesischen Projekte sei trotz der Pandemie "mit nur leichten Verzögerungen" mehrheitlich auf Kurs, erklärte Edisun. Der Netzanschluss der ersten 50 MW-Anlage in Mogadouro sei per Jahresende zu erwarten. Eine zweite Anlage in der Region werde ihren Betrieb in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufnehmen; der Netzanschluss der drei restlichen Projekte solle schrittweise zwischen Ende 2021 und Mitte 2022 erfolgen.
Die Finanzierung der ersten portugiesischen Projekte sei übrigens sichergestellt. Edisun habe von den Banken Sabadell und Triodos Bank insgesamt 30 Millionen Euro erhalten.
Die Strompreise hätten sich in den letzten Wochen "erfreulich" entwickelt, heisst es weiter. Daher reche Edisun im zweiten Semester mit einem höheren Stromertrag. Die Gewinnprognose von 2,8 Millionen Franken für 2020 behalte in der Folge ihre Gültigkeit.
Die Projektpipeline könnte in der Zukunft zudem die Produktion von "grünem Wasserstoff" umfassen. Mit dem Partner Smartenergy Invest führe Edisun derzeit aussichtsreiche Gespräche hinsichtlich dieser Frage. Smartenergy habe diesbezüglich bereits umfassende Vorinvestitionen getätigt.
(AWP)