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unter diesem Namen verkauft man den schwerer flüchtigen, über 200° C. siedenden Anteil desKümmelöls,
der zum größten Teile aus dem wirklichen C. der Chemiker, d. h. dem sauerstoffhaltigen Teile
des
Kümmelöls besteht und nur noch geringe Mengen von Carven (ein Kohlenwasserstoff) enthält.
Vergl. ferner
Kümmelöl.
- Gemäß Tarif im Anhang Nr. 5 a.
ein dem
Kalium sehr nahe stehendes Element, dessen Sauerstoffverbindung, dasCäsion oder
Cäsiumoxyd dem
Kali sehr ähnlich ist, aber in der Natur nur in sehr geringer Menge angetroffen wird, sowohl dieses, als
auch seine
Salze haben ihres hohen Preises wegen noch keine Verwendung finden können.
fistula (Röhrencassia,Purgiercassia): die Früchte des gleichnamigen Baumes, der im heißen Amerika
wie in Ostindien, auch Ägypten etc. angebaut wird. Es sind 3-6 dm lange,
3-4 dm dicke, walzenförmige, bei der Reife schwarze, hartholzige Schoten, sie enthalten glänzendbraune, sehr harte Samenkerne
und zwischen ihnen ein schwärzliches, durch reichen
Zucker- und Gerbstoffgehalt süß und zusammenziehend schmeckendes zähes
Mus. Dieses Cassienmark(PulpaCassiae) wurde früher vom Apotheker herausgenommen und zu einer
Latwerge
zugerichtet, welche purgierende Eigenschaften hat, neuerdings aber durch Tamarindenmark ersetzt wird. Die Cassia hat auch
Anwendung zu Tabaksbeizen. - Zollfrei.
Dieses
Gewürz gehört so wenig wie sein naher Verwandter und Landsmann, der spanische
Pfeffer, zu den
eigentlichen Pfefferarten, sondern kommt von einer zu den Solaneen (Nachtschattenpflanzen) gehörigen
strauchartigen Pflanze, dem Capsicum baccatum, wie der spanische von dem einjährigen C. annuum. Beide sind im wärmern Amerika
zu Hause. Zum Cayennepfeffer sollen übrigens noch 2 oder 3 andre Capsicumarten ihren Beitrag liefern; auch sind die im Handel
vorkommenden Früchte nicht durchgängig gleich in Größe und Färbung.
Sie haben Ähnlichkeit mit den bekannten Kapseln des spanischen
Pfeffers, sind aber um vieles kleiner und statt hochrot mehr
gelbrötlich gefärbt. Der Geschmack ist ebenso brennend und lang anhaltend wie bei jenem. Sie werden in Amerika in großem
Maßstabe als
Gewürz konsumiert; in Europa sind die Engländer vorzugsweise Liebhaber und ihre beliebten
Pickles sind reichlich mit dem roten
Pfeffer ausgestattet. Derselbe geht in den Handel in ganzen und in gröblich gepulverten
Früchten, meistens aber als feineres Pulver. Dieses hat einen mehligen Zusatz, da man den
Pfeffer vor dem Pulvern mit Weizenmehlteig
mengt und hart bäckt. Man verlangt das Pulver von lebhaft rotgelber Farbe, die ihm zuweilen auch durch
Zusätze andrer Substanzen gegeben werden mag. - Zoll: S. Tarif im Anh. Nr. 25 i.
(Zellhorn,Trocadero); eine aus Nitrocellulose
(Schießbaumwolle) und
Kampfer bestehende Masse, der man je
nach Bedürfnis verschiedene weiße oder bunte Farbestoffe zugesetzt hat und die als Ersatzmittel für
Elfenbein benutzt wird. Das C. ist sehr hart, fest, dabei elastisch und nimmt eine sehr schöne Politur an;
in Wasser ist
es unlöslich, ebenso auch unveränderlich an der Luft;
bei 125° C. wird es so weich und plastisch, daß es sich in jede
beliebige Form bringen läßt, und man fertigt daraus allerlei verschiedene Gegenstände, so z. B.
Armbänder, Brechen, Kämme, Billardbälle, Schirmgriffe, Pferdegeschirre etc.;
sehr gut gelungen sind die Imitationen von
Korallen.
Die Fabrikation der Masse besteht darin, daß man die Nitrocellulose in geschmolzenem
Kampfer löst, indem man mittels
einer hydraulischen Presse einen starken Druck bei einer durch Dampf erzeugten Temperatur bis zu 130°
C. ausübt. Die frisch aus den Apparaten kommende Masse ist nach dem Erkalten durchscheinend und hornartig; durch Zusatz
verschiedener pulverförmiger Substanzen wird sie undurchsichtig. Die aus C. gefertigten Gegenstände haben den einzigen
Übelstand, daß sie sich bei Annäherung einer Flamme sehr leicht entzünden und dann schnell verbrennen.
- Einfuhrzoll: C. in rohen Platten oder Stäben gemäß Tarif Nr. 13 d;
in geschliffnen Platten oder für Waren erkennbar
vorgearbeitet Nr. 20 b 1, als Elfenbeinimitation Nr. 20 b 1 Anmerk.;
(von cera,Wachs) heißen in der Pharmazie Wachspflaster oder Wachspommaden, erhalten durch warmes Zusammenschmelzen
von
Wachs, Fetten,
Ölen,
Harzen von solcher Konsistenz, daß sie bei gewöhnlicher Temperatur starr sind, aber schon durch
die Handwärme salbenähnlich erweichen. - Einfuhrzoll:AlsPflaster, Salben etc. zollfrei.
(Ceriumoxydul); eine der Verbindungen des metallischen Elementes Cerium mit Sauerstoff,
war bisher nur als wesentlicher Bestandteil des Cerits,Orthits,Gadolinits und einiger andrer seltner Mineralien bekannt,
ist aber neuerdings als weit verbreiteter Gemengteil der meisten Kalksteine, Pflanzenaschen etc.,
allerdings nur in außerordentlich geringen Mengen aufgefunden worden. Im Handel finden sich folgende Verbindungen des C.: 1)
SchwefelsauresCeroxydul (Cersulfat,Ceriumsulfuricum); farblose, in Wasser lösliche Kristalle,
werden neuerdings an Stelle des theureren vanadinsauren
Ammoniaks zur Herstellung von
Anilinschwarz auf
Wolle verwendet.
2) OxalsauresCeroxydul (Ceroxalat,oxalsauresCerium,Cerium oxalicum); ein weißes, in Wasser wenig lösliches Pulver,
wurde zeitweilig
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