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Coronaviren haben beträchtliches Aufsehen erregt seit dem Auftreten des SARS-CoV in China 2002/3. SARS-CoV Infektionen in Menschen haben gezeigt, dass Coronaviren Speziesbarrieren durchbrechen und schwere Erkrankungen im Menschen hervorrufen können. Das Auftreten des MERS-CoV (2012) zeigte dass eine zoonotische Übertragung von Coronaviren keine Seltenheit ist. Beide Viren haben nahe verwandte Viren in Fledermäusen und Zwischenwirte (raccoon dog, civet cat fur SARS-CoV; Dromedare fur MERS-CoV) ermöglichen vermutlich die zoonotische Übertragung. Der Nachweis von MERS-CoV in Dromedaren und deren Funktion als Bruckenreservoir zwischen Fledermaus und Mensch stellt ein wichtiges Paradigma fur das Aufkommen epidemischer Viren dar. Interessanterweise scheint das humane Coronavirus 229E (HCoV-229E; Schnupfenvirus) eine ähnliche Geschichte der zoonotischen Übertragung zu haben, da nahe verwandte Viren ebenfalls in Fledermäusen und Dromedaren gefunden wurden. Im Gegensatz zu MERS-CoV, dessen Übertragung zum Menschen erst kurzlich stattgefunden hat, haben sich HCoV-229E und seine verwandten Fledermaus- und Dromedarviren bereits beträchtlich diversifiziert. Das Ziel dieses Projekts ist es kritische Speziesbarrieren der zoonotischen Übertragung von Coronaviren zu identifizieren und zu charakterisieren.