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Im Filmgesetz (Bundesgesetz über Filmproduktion und Filmkultur, FiG 443.1, vom 1.8.2002) wird in „Art. 17 Grundsatz“ festgehalten:
Verleih- und Vorführunternehmen haben in ihrer Tätigkeit zur Angebotsvielfalt beizutragen durch:
- a) ihre Geschäftspolitik
- b) von der Branche vereinbarte Massnahmen
Zu den Massnahmen gehören Vereinbarungen, in denen sich Verleih- und Vorführunternehmen respektive deren Verbände verpflichten, die Programmation einer Kinoregion soweit als möglich vielfältig zu gestalten und auf Qualität auszurichten.
Im Zusammenhang mit diesen Massnahmen hat ProCinema die Stelle des „Ombudsmanns für die Angebotsvielfalt“ geschaffen. Grundsätzlich können das Publikum, filminteressierte Organisationen, Behörden, Filmverleih- und Kinounternehmen eine Klage einreichen, falls sie der Meinung sind, dass in einer bestimmten Kinoregion die Vielfalt des Filmangebots in den Kinos ungenügend ist.
In „Art. 18 Angebotsvielfalt“ (FiG 443.1) wird weiter festgehalten:
Die Angebotsvielfalt in einer Kinoregion ist gewährleistet, wenn die angebotenen Filme, der Anzahl der bespielten Leinwände und der Grösse der Kinoregion entsprechend, in genügender Anzahl aus verschiedenen Ländern stammen, unterschiedlichen Genres angehören und verschiedene Filmstile repräsentieren.
Im Fall einer Klage übernimmt der „Ombudsmann für die Angebotsvielfalt“ die Überprüfung sowohl der Klage, wie auch der Angebotsvielfalt in der entsprechenden Kinoregion. Kommt er nach seinen Abklärungen zum Schluss, die Klage sei berechtigt, versucht er zwischen den betroffen Parteien, Kinounternehmen der betroffenen Kinoregion und den Filmverleihunternehmen zu vermitteln. Mit dem Ziel, die Angebotsvielfalt in der betroffenen Kinoregion zu verbessern.
Klagen an den Ombudsmann sind zu richten an:
ProCinema
Schweizerischer Verband für Kino und Filmverleih
Postfach 399
3000 Bern 14
T: 031/387 37 00
F: 03/387 37 07
Mail: <email-pii>