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Als Folar wird in Portugal das traditionelle Osterbrot bezeichnet, das einst auf der Basis von Wasser, Salz, Eiern und Weizenmehl hergestellt wurde. Die einzelnen Zutaten, die Zubereitung und auch die Form des Osterbrotes variieren jedoch von Region zu Region.
So wird der Folar im Norden Portugals, wie in der Region Trás os Montes pikant zubereitet und mit Schweinefleisch, rohem Schinken und Bauernwurst gefüllt, während er in anderen Regionen wie an der Algarve eher als süsses Osterbrot zubereitet wird.
Fast allen portugiesischen Regionen ist jedoch gemein, ein oder mehrere gekochte Eier in die Mitte des Folares zu setzen.
Folha heist auf portugiesisch Blatt. Daher kommt auch der Name „Folares“. Die Folares sind wie zusammengerollte Blätter und
zwischen den Blättern, bei dieser Algarve Version, ist die Haselnussfüllung.
Der portugiesische Folar war einst das Symbol der Solidarität und Brüderlichkeit. Eine Verbindung besteht auch zur christlichen Tradition des Brot teilens, in Anlehnung an das letzte Abendmahl des Gottessohnes mit seinen Aposteln.
In früherer Zeit erhielten die Patenkinder von ihren Paten sowie die Gemeindepfarrer von ihren Gemeindemitgliedern an Ostern einen Folar überreicht.