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Irland ist neben Schottland und Amerika eine der grössten Whisky-Nationen auf diesem Planeten. Und das zu Recht: Immerhin behaupten die Iren, sie hätten den Whisky erfunden. Das nachzuweisen, fällt heutzutage allerdings schwer. Fest steht, dass die Kelten bereits im Mittelalter eine whisky-ähnliche, klare Spirituose namens „aqua vitae“ oder „uisge beatha“ herstellten und sich die Klöster vermehrt der Aufgabe annahmen. Old Bushmills gilt als die älteste Destillerie Irlands (sie besteht offiziell seit 1784, war jedoch schon früher ein Ort für illegale Brenner und Schmuggler), doch Glenturret in Schottland will mindestens ein halbes Jahrhundert älter sein. Dem Whiskytrinker von heute kann diese kleine Verschiedenheit egal sein, denn Irish Whiskey besitzt seine ganz eigenen Besonderheiten und Vorzüge – er konkurriert also kaum mit Scotch Whisky. Irischer Whiskey schmeckt zunächst einmal milder, da das Malz nicht über Torffeuer gedarrt wird. Ausserdem wird traditionell dreimal, und nicht zweimal, destilliert. Die Erzeugnisse unterteilen sich in Single Grains, Single Malts, Blends und Single Pot Still Whiskey – letztere Bezeichnung wird für Destillate angewandt, die aus einer Mischung von gemälzter und ungemälzter Gerste bestehen, dann jedoch einen identischen Herstellungsprozess wie die Single Malts durchlaufen. Neuerdings erlebt Irish Whiskey wieder einen Aufschwung, weshalb seit einigen Jahren neue Brennereien eröffnen; viele davon bezeichnen sich als "Craft Distillery". Bekannte Namen sind Jameson, Kilbeggan, Midleton, Teeling, Tullamore Dew, Dubliner, Bushmills, Connemara (der eher den schottischen Stil verfolgt), Glendalough und Redbreast.
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