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Als ich mal jemandem aus Malaysia sagte, dass es bei uns durch den Klimawandel um 2°C wärmer werden würde, meinte er: «Hoffentlich bald.» Wer sein ganzes Leben im T-Shirt verbracht hat, für den ist eine Daunenjacke eine schwere Last.
Wie wird es denn bei uns, wenn es wärmer wird? Also mal den alten Schulatlas rausgeholt und nachgeschaut.
Wenn es gut läuft, könnten es nur 1.7°C werden. Dann wäre es hier so warm wie in Berlin. Bei 2.4 °C schwitzen wir wie die Leute in Frankfurt und bei katastrophalen 5.6°C ist es hier unerträglich wie in Südtirol. Wieso fahren die Leute eigentlich da in Urlaub hin?
Dubai hat den Baubeginn für ein 2400 MW steinkohlegefeuertes Kraftwerk bestätigt. Dubai besitzt selber keine Kohle. Die Kohle wird mit Schiffen aus Australien oder Südafrika herangeschafft.
Im Rahmen seines Klimaschutzplanes für 2050 hat Dubai folgende Anteile an der Stromerzeugung geplant:
25% Fotovoltaik
7% Kernenergie
7% Kohle
61% Gas.
Das sieht realistischer aus als der deutsche Plan, aber ist natürlich nicht ohne CO2-Ausstoss.
In der Klimawissenschaft ist man sich, abgesehen von einigen Extremisten, einig, dass das Klima sich wandelt und dass das CO2 einen Einfluss auf die Erwärmung hat.
Der Streit geht heute darum, wie gross dieser Effekt ist, die sogenannte Klimasensitivität. Wenn jedes Jahr das CO2 um 1% steigt, um wieviel erhöht sich die Temperatur, wenn sich das CO2 verdoppelt hat?
Die Werte des Weltklimarats schwanken zwischen 1.5 und 4.5 K. Die Kritiker sind der Meinung, dass der Effekt überschätzt wird. Wenn der Effekt wirklich so gross ist, müsste es heute eigentlich viel wärmer sein. Es wird dagegen argumentiert, dass es durch die Industrialisierung auch einen Kühleffekt gibt. Durch das SO2 und den Staub in der Luft, gibt es mehr Wolken als vor der Industrialisierung. Mehr Wolken bedeuten weniger Sonne und damit einen Kühleffekt. Die Addition der Erwärmung durch das CO2 und die Abkühlung durch den Dreck in der Luft ergibt unsere heutige Temperatur.
In der Physik würde man diesen Streit durch ein Experiment entscheiden. Aber das geht natürlich nicht.
Im CERN hat man nun ein Experiment mit einem überraschenden Ergebnis durchgeführt. Man hat festgestellt, dass der Kühleffekt durch den Dreck in der Luft viel geringer ist, als angenommen. Auch vor der Industrialisierung gab es bereits so viele Wolken wie heute. Grund sind die Ausdünstungen und der Staub der Vegetation.
Wenn jedoch der Kühleffekt geringer ist als angenommen, liegt der Schluss nahe, dass auch die Klimasensitivität des CO2 geringer ist als angenommen.
Bei „Klimarettern“ macht sich schon leichte Panik breit.
Es ist also noch vieles unklar, wie der Klimawandel wirklich funktioniert.
Das Alfred-Wegener-Institut hat eine Studie herausgegeben, dass noch nie soviel Eis in der Antarktis geschmolzen ist, wie im letzten Jahr. In den Hochburgen des Qualitätsjournalismus (SZ und RTL) wurde ausführlich darüber berichtet. Wie es sich für guten Journalismus gehört, hat man mit Vergleichen versucht, dem Leser bzw. Zuschauer zu verdeutlichen, wie viel knapp 400 Kubikkilometer sind. Es kommen beeindruckende Vergleiche zustande: Trinkwasser für Berlin für 150 Jahre etc.. Ich hätte noch ein paar Vergleiche auf Lager gehabt. Wenn das Schmelzen so weiter geht, ist die Antarktis bereits in 7893 Jahren eisfrei (Darauf freue ich mich jetzt schon.) Durch das Schmelzen ist der Meeresspiegel letztes Jahr um eine Million Nanometer (= 1 mm) gestiegen. Es wird Zeit, dass wir Hamburg in den Schwarzwald umsiedeln.