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Ein Besuch im Kubushaus in Rotterdam
Entweder man ist begeistert oder man geht mit Verwunderung durch das Haus. Kaum eine Wand befindet sich im Kubus Haus in Rotterdam, entworfen von Piet Blom, im rechten Winkel. Ein Besuch ist auf alle Fälle spannend, da der Wohnkomplex der Kubuswohnungen ein wichtiger Zeitzeuge in der zeitgenössichen Baugeschichte ist.
Das Blaakse Viertel im Wandel der Zeit
Das Blaakse Viertel liegt im Zentrum von Rotterdam zwischen dem Markt und dem alten Hafen. 1939 schmiegen sich die Wohnhäuser noch an den Ufern entlang. 1944 wurde Rotterdam im 2. Weltkrieg stark getroffen, die Stadt lag in Schutt und Asche. 1946 sieht man das Blaakse Viertel aufgeräumt und leer. Es herrschte Wohnungsnot, man versuchte auf wenig Grundfläche möglichst schnell und kostengünstig zu bauen. Der Rationalismus in der Architektur war im Vor-marsch. 1970 dominierten die Hochhäuser im Blaaksen Viertel und man sehnte sich langsam wieder nach der Intimität der dörflichen Wohngemeinschaft zurück.
Das Projekt der Kubuswohnungen Komplex von Piet Blom, 1984
Die Stadt Rotterdam gab in den 70er Jahren Piet Blom den Auftrag eine Verbindung durch einen Baukomplex zwischen dem alten Hafen und dem Markt zu schaffen. Die Bedingung war, dass der Verkehr dazwischen nicht beeinträchtigt werden durfte. Inspiriert von der Ponte Vecchio in Florenz wollte er eine Überbauung entwerfen, die den Verkehr zwischen altem Hafen und Markt überbrückt, sowie die dörfliche Lebensgemeinschaft zurück in die Stadt bringen sollte.