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Für jeden Schweizer der den Wasserhahn öffnen kann, gibt es weltweit 257 Menschen die kein Recht auf ein Glas Trinkwasser haben
Am 28. Juli 2010 haben die Vereinten Nationen das Grundrecht auf Wasser und Hygiene anerkannt und dabei unterstrichen wie wichtig dieses sei, um die uneingeschränkte Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten. Die Verantwortung den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen die Mittel zur Verfügung zu stellen für den Zugang zu sauberem und an alle Menschen zugängliches Trinkwasser liegt bei den internationalen Organisationen und Staaten.
Es sind über 10 Jahre vergangen, aber heute haben immer noch 2,2, Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser: es handelt sich dabei um das 257fache der gesamten Schweizer Bevölkerung.
Ohne sauberes Wasser leben
Die Folgen für das Fehlen von sauberem Wasser sind fürchterlich: laut Schätzungen sterben täglich ungefähr 1'000 Kinder an Infektionen oder Krankheiten aufgrund des Mangels an sauberem Trinkwasser. Durch das verseuchte Wasser werden zahlreiche pathogenen Bakterien, Viren und parasitären Protozoen in unserem Körper in Umlauf gebracht und verursachen dann Krankheiten. Es ist schwer vorstellbar, wie während der Covid-19 Notsituation viele Menschen sich ohne Wasser die Hände waschen konnten.
Auch das Leben von Frauen und Mädchen kann schwer davon beeinflusst sein: weltweit erfolgt in 80% der Haushalte, in denen das fliessende Wasser fehlt, das Sammeln von Wasser durch die Frauen. Dies bedeutet oft, dass man zahlreiche Kilometer laufen muss, um einen Kanister mit Wasser füllen zu können, und dabei auf dem Weg die Gefahr läuft Gewalt oder Entführungen zum Opfer zu fallen. Zahlreiche Frauen haben zudem keine Zeit um zu arbeiten und sich finanziell selbständig zu machen. Oft müssen die Kinder zu Hause bleiben, weil die älteren Geschwister sich um die jüngeren kümmern: so sind viele Kinder gezwungen Schultage zu verpassen.
Ohne sauberes Wasser, können sich viele Frauen während dem Menstruationszyklus nicht um ihre Hygiene kümmern. Wegen dem Fehlen von sauberem Wasser und geeigneten hygienischen Einrichtungen in den Schulen, verpassen zahlreiche Mädchen jeden Monat einige Schultage.
Unser Einsatz
Als ActionAid sind wir darum bemüht, in zahlreichen Ländern, in denen wir tätig sind, da Recht auf Wasser umzusetzen, weil wir wissen, dass es ein wichtiger Motor für die Veränderungen ist. Das Wasser ist nicht nur ein primäres Gut, das für das Leben und die Gesundheit wichtig ist, sondern auch ein Instrument der Freiheit!
Wir handeln auf verschiede Art und Weise: zum Beispiel indem wir einen Brunnen bauen, eine effiziente Wasserversorgung schaffen oder mit der lokalen Bevölkerung arbeiten, um die eigenen Wasserquellen nachhaltig zu machen. Einige unsere Projekte betreffen die konkrete Schaffung von Wasserentnahmearmaturen, wie wir es in den höheren Schulen in Afghanistan und in den Dörfern in Tansania getan haben. Wir setzen uns ausserdem dafür ein, die Infektionen wie die von Covid-19 vorzubeugen, indem wir Schulungen darüber wie man sich richtig die Hände wäscht und mit den Wasserquellen umgeht, damit sie nicht verseucht werden.
Aber es sind noch viele Gemeinschaften, die einen sicheren und nahegelegenen Zugang zu Trinkwasser benötigen. Davon hängt die Zukunft von zahlreichen Frauen, Mädchen und deren Gemeinschaften ab: Wasser bedeutet Freiheit!
Unterstützen Sie unsere Aktion: wir möchten allen Gemeinschaften sauberes Wasser bringen.
QUELLEN
- https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/drinking-water
- https://www.un.org/waterforlifedecade/human_right_to_water.shtml
- https://www.un.org/sustainabledevelopment/water-and-sanitation/
- https://www.actionaid.org.uk/our-work/emergencies-disasters-humanitarian-response/cholera-and-other-waterborne-diseases
- https://adozioneadistanza.actionaid.it/magazine/conseguenze-acqua-non-potabile/