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A Nightmare On Elm Street 4: The Dream Master (1988)
Nightmare on Elm Street 4
A Nightmare On Elm Street 4: The Dream Master (1988) Nightmare on Elm Street 4
Oder: Ende gut alles gut? Du träumst wohl....
Nachdem Freddy (Robert Englund) vor Kirstens (Tuesday Knight) Augen gestorben war, blieb es ruhig um den Traumkiller. Doch die Ungewissheit wollte nicht weichen: ist er denn wirklich tot? Können sie jetzt in Ruhe schlafen oder wartet noch immer der Tod auf sie sobald sie die Augen schliessen? Kirsten blieb stets auf der Hut und entwickelte eine Paranoia, die ihren Freunden aus der Psychiatrie Western Hills langsam zuviel wurde. Inzwischen ist Kirsten mit ihren Freunden aus Western Hills entlassen worden, geht wieder zur Schule und hat einen Freund sowie auch einen Freundeskreis gefunden.
Die Idylle währt jedoch nicht lange. Kaum hat sich Kirsten an die neue Umgebung gewöhnt, finden die beiden ausser ihr noch lebenden Dream-Warriors einen seltsamen Tod. Kirsten vermutet das Schlimmste und macht sich mit ihren Freunden auf die Suche nach Antworten. Bald stellt sich heraus, dass Kirsten das letzte der Elm Street Kinder ist und Freddys Rache mit ihrem Tod vollendet wäre. Doch er denkt nicht daran, bei Kirsten aufzuhören. Er will mehr Seelen. Durch Kirstens Fähigkeit, andere Personen in ihre Träume zu ziehen, will jetzt Freddy an neue Seelen gelangen. So wird auch Alice (Lisa Wilcox), in Kirstens Traum hineinmanövriert und gerät sofort in Lebensgefahr.
Alice hat allerdings keine Ahnung, mit was sie es zu tun hat und ist völlig überfordert. Sie kann nur tatenlos zusehen, wie das schrecklich verbrannte Monster einen ihrer Freunde nach dem anderen niederstreckt. Schliesslich findet Alice die Kraft und den Willen zurück zu schlagen. Wird sie es noch schaffen, den scheinbar unverwundbaren Killer zu stoppen...?!
DVD-Rating
Zuerst ein kurzer Rückblick auf die Entstehungsgeschichte: Der Regisseur wurde ein Tag vor dem Start der eigentlichen Pre-Produktion angestellt und zwei Tage, nachdem die Pre-Produktion angefangen hat, begann ein Streik der Schreibergilde, der verbot, überhaupt ein Script zu schreiben. Also wurde das Script heimlich geschrieben. Das zog mit sich, dass viele Autoren gleichzeitig am Script arbeiteten. Sie alle mussten sich mit dem Regisseur und seinen Inputs abgleichen. Dies merkt man auch dem Endprodukt an. Viele Elemente geistern im Film herum - durchaus gute Einfälle - doch letztlich fügt sich das Ganze eher zu einer halbherzigen Produktion zusammen, welche viele Traumsequenzen und Füller aneinander reiht und nicht im Entferntesten ein Horrorfeeling aufbaut.
A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master läutete die Post-Wes Craven-Ära ein. Nachdem in A Nightmare On Elm Street 3: The Dream Warriors die Story um den Traumschlächter einen würdigen Abschluss gefunden hätte, kratzte man für den vierten Teil die Storyreste zusammen und versuchte, wieder ein ganzes Menu daraus zu kreieren. Dies führte dazu, dass vor allem die Erklärungsnot offensichtlich wurde, warum Freddy noch mordend durch die Träume ziehen sollte. So degeneriert das eigentlich nachvollziehbare Konzept mehr und mehr zu einer unmotivierten Schlachterei. Das eingeführte Element des Dream Masters, der die Schläfer vor Alpträumen schützen soll, ist die einzige Neuigkeit in A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master. Sie wird allerdings mehr schlecht als recht eingeführt und wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Es wird zudem versucht, die Durchschnittskost mit vielen Traumsequenzen und sogar einem Kurzauftritt von Robert Shaye, dem Produzenten, zu übertünchen, was ihm aber nicht wirklich gelingt.
Dies sind die elementaren Probleme mit denen Dream Master zu kämpfen hat. Denn er kränkelt bereits mit den Hauptdarstellern. Die Produzenten schafften es nicht, alle Rollen gleich zu besetzten und haben Kirsten durch die uncharismatische Tuesday Knight ersetzt, die nur ein magerer Kompensation bietet. Der Film selber hat kaum mehr etwas mit dem Horror des ersten Teils zu tun und vermag - nicht nur wegen des schlechten Soundtracks - kaum eine Gruselatmosphäre aufzubauen. Dafür bemerkt man das höhere Budget: die Traumsequenzen sind um einiges aufwändiger. Einige sind durchaus spektakulär. Dummerweise hilft das dem Grusel nur wenig und wirkt in vielen Fällen mehr lächerlich, als wirklich erschreckend. Dafür rückt Freddy immer mehr in den Vordergrund. Er wird vom bösen Mörder zum Held während seine Opfer kaum mehr Mitleid erwecken. Genau genommen ist die Serie auf dem Status angelangt, wo nur darauf gewartet wird, dass Freddy wieder zuschlägt und einer der Teenager aus dem Bild nimmt. Was hier vor allem stört ist, dass sich der Traumtod nicht mehr konsequent auf die Realität auswirkt und die Opfer meistens nur noch umfallen.
Fazit zum Film: Dream Master führt in ein neues Kapitel der Freddy Serie - ein Kapitel, in welchem Brutalität und Spannung immer mehr komödiantischen Elementen wie schwarzem Humor und comichaften Träumereien weicht. Dream Master bietet zwar zwei, drei ganz ordentliche Todesszenen, lässt aber den Horror und die Spannung des Ersten komplett vermissen. Als Abschluss der ursprünglichen Freddy-Legende passabel gelungen. Als Endresultat aber eher eine etwas unglückliche Ummünzung Richtung Komödie, die nicht ganz funktionieren will.
Die DVD ist von guter Bild- und Tonqualität, im Bonusmaterial jedoch recht dürftig. Die Interviews bieten einen kurzen Einblick in die Auswahl des Regisseurs, die Schwierigkeiten der Produktion und ob die Macher mit dem Endresultat zufrieden sind. Sie bietet aber so gut wie keinen Einblick in die Produktion. Diesbezüglich ist die Bild- und Tonqualität ganz ordentlich und auch in der deutschen Synchro noch einigermassen brauchbar.
OutNow.CH:
05.07.2006 / db
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