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Implantierbare Kathetersysteme (Port-a-Cath)
Das implantierbare Port-a-Cath-System wurde für Patienten entwickelt,
bei denen über eine längere Zeit periodisch wiederkehrend ein venöser Gefässzugang zur
Infusionstherapie oder für venöse Blutentnahmen notwendig ist. Viele dieser Patienten
benötigen eine Chemotherapie im Rahmen der Behandlung einer Tumorerkrankung.
Port-a-Cath-System:
Das System besteht aus einem Portgehäuse mit Reservoir sowie einem Katheter
(dünner Schlauch aus Polyurethan oder Silikon). Der Port verfügt über eine
selbstschliessende Silikonmembran, durch welche mit speziellen Nadeln eine flüssige
Medikamentenlösung injiziert oder Blut für Analysen entnommen werden kann. Die
Membran kann bis zu 2000mal perforiert werden. Persönlich verwende ich den
sogenannten "Chemosite" (Firma Convidien Switzerland LTD).
Das Portgehäuse des Port-a-Cath
Implantation des Port-a-Cath-Systems:
Das Port-a-Cath System wird im Rahmen eines kurzstationären oder allenfalls
ambulanten operativen Eingriffs unter absolut sterilen Bedingungen implantiert.
Meistens ist eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) ausreichend, gelegentlich
erfolgt die Operation in einer kurzen Allgemeinnarkose.
Im Bereiche der Vorderseite der rechten (evtl. linken) Schulter wird die Haut auf einer
Länge von 4-5 cm eröffnet. Anschliessend wird die darunterliegende Vene, die vom Arm
zum Herzen zieht, freigelegt. Der feine Katheter wird durch einen kleinen Schnitt in die
Vene eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis in die obere Hohlvene in der Nähe des
Herzens vorgeschoben. Der Katheter wird mit dem Reservoir (Portgehäuse) verbunden,
und dieses anschliessend unter der Haut auf dem Brustmuskel fixiert. Es handelt sich
um einen für den Patienten wenig schmerzhaften, mit wenig Komplikationen behafteten
operativen Eingriff.
Der
Port-a-Cath (Kammer) liegt unter der Haut und ist mit dem in derVene (Blood vessel)
liegenden Katheter verbunden.
Lage des Port-a-Cath-Systems nach der Implantation
Wichtige Hinweise für Benützung und Pflege:
Das Port-a-Cath-System darf nur durch entsprechend geschultes medizinisches
Pflegepersonal mit speziell konzipierten Nadeln punktiert werden. Die Punktion darf nur
unter absolut sterilen Bedingungen erfolgen. Nach Punktion des Reservoirs muss das
System mit heparinhaltiger Kochsalzlösung (gerinnungshemmende Substanz) gespült
werden, um einem vorzeitigen Verschluss durch eine Thrombosierung vorzubeugen.
Ebenso empfehlen sich regelmässige Spülungen (ca. einmal pro Monat), falls das Port-a-Cath-System während längerer Zeit nicht verwendet wird. Nach Implantation eines Port-a-Caths werden den Patienten diese wichtigen Informationen in Form eines
"Chemosite-Passes" in schriftlicher Form ausgehändigt.
Komplikationen:
Bei der Implantation des Port-a-Cath-Systems und bei seiner längerfristigen
Verwendung sind Komplikationen insgesamt relativ selten. Die frühen Komplikationen
hängen meistens mit dem Operationsverfahren zusammen. Es handelt sich dabei um
die Entstehung von Blutergüssen sowie um Probleme im Zusammenhang mit der
Wundheilung. Im späteren Verlauf kann es in seltenen Fällen zu Thrombosen im
Bereiche der Vene, in der der Katheter liegt, kommen. Ebenfalls werden in seltenen
Einzelfällen Leckagen, Abknickungen des Katheters, Abtrennungen des Katheters vom
Port sowie Katheterverschlüsse durch Blutgerinnsel beobachtet.
Zusammenfassend stellt der Port-a-Cath ein sicheres und kosteneffektives vaskuläres
Zugangssystem dar, das vielen Patienten in schwierigen therapeutischen Situationen
eine erhebliche Erleichterung verschafft. Sobald das Port-a-Cath-System nicht mehr
gebraucht wird, kann es in einem kurzen ambulanten Eingriff entfernt werden.