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Die einfache und die abgeschlossene Zukunft
Futur I und Futur II
Die einfache und die abgeschlossene Zukunft
In der deutschen Sprache gibt es zwei Formen für die Zukunft: Futur I und Futur II. Mit Futur I formuliert man die «normale», einfache Zukunft, während Futur II für die abgeschlossene Zukunft, das heisst für Aktionen, die in der Zukunft schon vorbei sein werden, benutzt wird. So werden sie gebildet:
Futur I
Für Futur I benötigt man das Hilfsverb Futur werden. Das andere Verb im Satz wandert auf die letzte Position und wird zum Infinitiv:
Präsens: Ich gehe zur Schule. / Du denkst darüber nach.
Futur I: Ich werde zur Schule gehen. / Du wirst darüber nachdenken.
Futur II
Das Futur II ist eine Kombination aus Perfekt und Futur I. Wenn man einen Satz ins Futur II transformieren will, bildet man zuerst das Perfekt. In den Perfektsatz integriert man dann das Hilfsverb Futur (werden), das Hilfsverb Perfekt (haben/sein) wandert an das Ende des Satzes:
Präsens: Ich gehe zur Schule. / Du denkst darüber nach.
Perfekt: Ich bin zur Schule gegangen. / Du hast darüber nachgedacht.
Futur II: Ich werde zur Schule gegangen sein. / Du wirst darüber nachgedacht haben.
Für die Differenz zwischen Futur I und Futur II brauchen wir ein Beispiel:
Schule: morgen, 11:15 Uhr bis 13:15 Uhr
Futur I: Um 12 Uhr werde ich in der Schule sein.
Futur II: Um 14 Uhr werde ich in der Schule gewesen sein.
Mit Futur I gehe ich also in die Zukunft und sage, dass in dieser Zukunft etwas passieren wird. Mit Futur II gehe ich einen Schritt weiter in die Zukunft und sage, dass die Aktion zu diesem Zeitpunkt schon beendet sein wird.
Tom Frank Schetelich, Alemania Deutschschule