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Temperaturmessungen in Städten
Es ist wichtig und notwendig, Temperaturen in Städten verlässlich messen zu können. Deshalb wurden in den letzten Jahren immer mehr Messstationen der Kantone oder anderer Institutionen in Städten aufgestellt. Die Messstationen von MeteoSchweiz stehen nicht in Innenstädten, da hier die international vorgeschriebenen Messbedingungen (v.a. relativ freie und natürliche Umgebung) nicht gegeben sind. Ein klimatologischer Messstandort muss für eine grössere Region repräsentativ sein. Dichte Bebauung beeinflusst die Messwerte lokal – dieser Effekt gibt nicht die Gegebenheiten einer grösseren Region wieder.
MeteoSchweiz ist sich bewusst, dass die Städte im Messnetz zu wenig abgebildet werden und wertet deshalb die Daten der Messstationen der Kantone oder anderer Institutionen im Vergleich mit den eigenen Messstandorten im Rahmen von Forschungsprojekten aus. Die Resultate zeigen den oben beschriebenen Wärmeinseleffekt.
Hitzestress für die Stadtbevölkerung
Unter Hitze wird allgemein das unangenehme Empfinden bei zu hoher Lufttemperatur verstanden. Hitze ist jedoch eine ernstzunehmende Gefahr für die Bevölkerung, Natur und Infrastruktur. Nicht nur extreme Hitzewellen wie im Sommer 2003 können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Auch bereits kurze, intensive Hitzeperioden sowie moderat heisse Tage können eine starke Belastung für den menschlichen Körper und das Gesundheitssystem bedeuten. Die Bevölkerung in Städten ist diesen Gefahren aufgrund der höheren Temperaturen – vor allem der Nachttemperaturen – besonders ausgesetzt.
Klimawandel wird Hitzebelastung in Städten verstärken
Die Hitzebelastung in grossen Städten wird aufgrund des Klimawandels weiter zunehmen. Tropennächte wird es in der Schweiz in der Zukunft viel häufiger geben. Auch die Anzahl der Hitzetage und Sommertage, Tage mit 25 Grad und mehr, wird stark zunehmen. Der Klimawandel sorgt also für längere und intensivere Hitzeperioden. In der Stadt sind die Temperaturanstiege deutlich mehr spürbar als auf dem Land.