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Wenn auf einer Fahrt mit einem Motorboot plötzlich ein Hindernis im Weg ist, muss der Steuermann ausweichen, rückwärts fahren oder das Boot gegen die Wellen drehen. Einfach an Ort und Stelle anhalten geht nicht. Das Gleiche gilt für Flugzeuge: Wenn unerwartet ein Hindernis auftaucht oder wenn sich die Sicht verschlechtert, fliegt der Pilot eine Umkehrkurve – eine Kurve von 180 Grad.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Kampfjet oder Kleinflugzeug – alle können dieses Manöver anwenden. Der einzige Unterschied: Je nach Flugzeugtyp und den Bedingungen während des Fluges variiert die Ausführung stark. Wichtig ist, dass der Pilot die Situation schnell erfasst.
Ein schneller Kampfjet muss bei der Umkehrkurve einen grossen Radius in Kauf nehmen, da in der Kurve grosse Kräfte auf die Flügel drücken. Diese Belastung könnte die Gefahr eines «Strömungsabriss'» erhöhen: Der Flieger würde dann schlimmstenfalls abstürzen. Ein langsames Kleinflugzeug hingegen kann viel engere Radien fliegen. Dafür drücken die gefährlichen Kräfte das Kleinflugzeug nach unten.
Ein Jet dagegen kann im schlimmsten Fall während der Kurve ein weiteres Manöver ausführen: Den so genannten «emergency climbout», bei dem der Pilot einen Steilflug in den Himmel einleitet, weil er die geplante Umkehrkurve nicht zu Ende fliegen kann. So wie die F/A-18 im Kanton Obwalden, die nicht abgestürzt ist.