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Die Dampferzeuger in den AKW Beznau und Gösgen weichen bezüglich des Kohlenstoffgehaltes nicht von den Auslegungsanforderungen ab. Dies hat die Überprüfung der Herstellungsdokumente ergeben, wie die Nuklearaufsichtsbehörde ENSI am Dienstag mitteilte.
Die Überprüfung habe gezeigt, dass das Risiko von stark erhöhten Kohlenstoffgehalten in den Komponenten der Dampferzeuger gering bis sehr gering sei. Einzig bei der Rohrplatte in einem Dampferzeuger im Kernkraftwerk Beznau sei ein erhöhter Kohlenstoffgehalt gemessen worden. Dieser liegt gemäss ENSI aber noch unterhalb des Maximalwerts, der gemäss der American Society of Mechanical Engineers ASME zulässig ist.
Behörde wurde aktiv
Im Juni 2016 hatte das ENSI die AKW Beznau und Gösgen aufgefordert, Informationen einzuholen und zu prüfen, ob Bauteile des französischen Herstellers Creusot Forge mit allfällig fehlerhafter Herstellungsdokumentation im Einsatz waren oder sind. Die Betreiber konnten bestätigen, dass die Herstellungs- und Materialzeugnisse für alle verwendeten Schmiedeteile für die sicherheitsrelevanten Hauptkomponenten vollständig dokumentiert sind.
Probleme in Frankreich
|Unabhängig davon gab es aus Frankreich Informationen über mögliche Materialprobleme bei den Dampferzeugen der Druckwasserreaktoren. In einer Reihe von Reaktoren wiesen die geschmiedeten Stahlteile der Dampferzeuger erhöhte Kohlenstoffanteile auf.Dies veranlasste das ENSI Ende 2016, die Dampferzeuger der Kernkraftwerke mit Druckwasserreaktoren, Beznau und Gösgen, ebenfalls überprüfen zu lassen.|