Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03516.jsonl.gz/2435

VAILLANT ARENA DAVOS
Die Vaillant Arena, ehemals Eisstadion Davos genannt, ist das Heimstadion des HC Davos und Schauplatz des Spengler Cups. Das Stadion steht im Zentrum von Davos neben der Natureisbahn. Das Bauwerk gilt durch seine Holzkonstruktion als eines der schönsten Eishockeystadien Europas mit besonders ambitionierter Innenarchitektur. An der Stelle des heutigen Eisstadions wurde Anfang des 20. Jahrhunderts das offene Spielfeld für den 1921 gegründeten HC Davos erstellt. Das Spielfeld wurde damals lediglich durch ca. 10 cm hohe Holzriemen markiert, die Zuschauer sassen unmittelbar dahinter. Zu Beginn der 1970er-Jahre wurde ein erster Anlauf unternommen, die Eisfläche zu überdachen. Zu diesem Zweck wurden um das Spielfeld vier Stützpfeiler errichtet. Kurz danach erfolgte jedoch ein Baustopp, das Projekt konnte nicht verwirklicht werden. Als der HCD 1979 wieder in die Nationalliga A aufstieg, wurde eine Überdachung des Stadions erneut thematisiert, da der Hockeyclub sonst wieder hätte absteigen müssen. Eine Auflage des Projektes war, die bereits bestehenden Pfeiler weiter zu verwenden. Auf diesen wurde eine raffinierte Trägerkonstruktion aus verleimtem Schichtholz aufgesetzt und damit die Kuppel geformt.
Detaillierter Umbau 1979 / 1980
09. Februar 1979 Der Grosse Landrat der Landschaft Davos entscheidet sich für die Überdachung der bestehenden Kunsteisbahn.
12. Februar 1979 Der Vorstand des Kurvereins Davos erklärt sich bereit, die Bauherschaft zu übernehmen.
06. März 1979 Die ausserordentliche Generalversammlung des Kurvereins Davos genehmigt das Gesamtprojekt mit 106 zu 5 Stimmen und erklärt sich mit der Überdachungsvariante mittels einer Holzkonstruktion einverstanden.
08. April 1979 Der Souverän stimmt einem à-fonds-perdu-Beitrag der Gemeinde von 4,5 Mio. Franken mit 1228 zu 469 Stimmen zu.
09. April 1979 Baubeginn (die Kunsteisbahn bleibt im Sommer 1979 geschlossen)
20.Juni 1979 Beginn der nächtlichen Transportfahrten der RhB mit den Holzbindern.
28. Juni 1979 Das Verwaltungsgericht verfügt einen Baustopp.
16. Juli 1979 Der Rekurs der Stockwerkeigentümerschaft "Aparthotel Panorama" wird vom Verwaltungsgericht abgewiesen.
23. Juli 1979 Der Baustopp wird aufgehoben
14. August 1979 Baubeginne der Aufrichte arbeiten der Dachkonstruktion.
01. Oktober 1979 Der Eislauf- und Spielbetrieb wird wieder aufgenommen.
03. November 1979 1. Meisterschaftsspiel des HCD wird ausgetragen.
15. April 1980 Ausbau der Stehplatztribünen.
23. Juni 1980 Beschluss des Kurverein Vorstandes, die Südtribüne auszubauen.
Im Winter 1980/81 blieb die Eishalle noch auf den Seiten offen, in der folgenden Saison wurden die grossen Glaswände eingesetzt.
2005 entstand eine neue, moderne Nordtribüne mit dem Restaurant „Nordside“, VIP-Räumen und Sponsorensektoren. Auch wurden die Garderoben den heutigem Standard angepasst. Die Kapazität des Stadions beträgt nach den neuesten Umbauten nicht mehr 7.680 sondern nur noch 7.080 Zuschauer. Kurz vor dem Spengler Cup 2006 wurde ein neuer Videowürfel installiert. Gleichzeitig wurden die Eingänge beziehungsweise Notausgänge der Osttribüne und Westtribüne erweitert. Provisorisch wurden die Sitzplatzzugänge der Südtribüne von den Eingängen zu den Stehplätzen getrennt.
Am 1. Januar 2007 wurde die Eishalle in Vaillant Arena umbenannt. Vaillant, ein Hersteller von Heiz-, Klima- und Lüftungstechnik, kaufte die Namensrechte für 3 Millionen Franken.