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Herman Bavinck hat sich als Theologe, Philosoph und Bildungspolitiker in einer historisch einmaligen Phase intensiv der Frage der Spannung zugewandt, dem der christliche Glaube inmitten der raschen Industrialisierung und der Abwendung von Gott im öffentlichen Leben ausgesetzt war.
Die Nachfolge Christi: Bavinck verfasste zwei längere Aufsätze, den einen am Anfang seiner Laufbahn (1884/85), den anderen am Ende (1918). Dazwischen lagen drei Jahrzehnte Wirkungszeit, die Regierungszeit seines Freundes Abraham Kuyper (1901-1905), die Phase der Vorkriegseuphorie und die Erschütterung des Ersten Weltkrieges.
Allgemeine Gnade: Hier geht es um die Grundspannung des Christen zwischen iridscher und himmlischer Berufung. Bavinck leitet das Prinzip der Allgemeinen Gnade zuerst biblisch-theologisch her und zeigt dann die Umsetzung in verschiedenen Perioden der Kirchengeschichte auf.
Modernismus und Orthodoxie: Bavinck Rektoratsrede von 1911 an der Freien Universität Amsterdam gilt als Höhepunkt seiner Kultur-zugewandten Äußerungen.
Die eine heilige christliche Kirche: Start- und Ausgangspunkt ist der dritte Teil des Apostolischen Glaubensbekenntnisses bzw. das Bekenntnis an die Universalität der einen heiligen christlichen Kirche. Was war damit gemeint?
Biblische Prinzipien zur sozialen Frage: Um 1890 war die soziale Frage brennendes Tagesthema. Der Schub der Industrialisierung, der im letzten Viertel des Jahrhunderts auch die Niederlande erfasst hatte, zog zahlreiche Fragen nach sich.