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Weil der Sarmenstorfer Pfarrer die Entlastung gerne
annahm und da das Bedürfnis nach pfarreilicher
Selbstständigkeit in den drei Seetaler Gemeinden
immer grösser wurde, setzte der Bischof von Basel
im Januar 1962 den Priester Josef Unternährer als
Nachfolger von Edwin Lengen ein.
Wegen der steigenden Anzahl Katholikinnen und Katholiken
wurde 1963 die bestehende Kapelle nach Seengen verlegt
und in Meisterschwanden eine grössere Notkirche eingeweiht.
Logische Folge des ständigen Wachstums war
der Wunsch nach Veränderung des rechtlichen Status. So wurden die Gemeinden
Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen 1972 von der
Mutterpfarrei Sarmenstorf abgespalten und zur eigenen Pfarrei erklärt.
Im Gottesdienst vom eidgenössischen Dank-, Buss-
und Bettag überreichte Bischof Anton Hänggi
dem ersten Pfarrer der neu gegründeten Pfarrei
Bruder Klaus, Josef Unternährer, das offizielle
Errichtungsschreiben. Nachdem sowohl das dafür vorgesehene
Grundstück gekauft und darauf bereits ein Pfarrhaus
errichtet worden war, wurden auch die Planungen für
eine eigene Kirche vorangetrieben.
Am 3. Oktober 1976
feierte die Pfarrei zusammen mit Abt Dominikus Löpfe
die Grundsteinlegung und am Festtag des heiligen Niklaus
von Flüe, am 25. September 1977, wurde die neue
Bruderklaus Kirche der Pfarrei Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen
durch Bischof Anton Hänggi feierlich eingeweiht.
Vier Monate nach der Einweihung der neuen Kirche verliess
Pfarrer Josef Unternährer die Pfarrei. Zwei Monate
später wurde Josef Ritz zum neuen Pfarrer ernannt.
Ihm folgten Vilmos Kalasz (1982–1983), Joseph
Karinattu (1983–1984), Hans Waldispühl (1984–1993)
und Joseph John (1993–1999). Unter Pfarrer Waldispühl
wurde 1990 die neue Orgel der Firma Hauser aus Kleindöttingen
eingeweiht.
Von 1999 bis 2004 blieb die Pfarrei vakant. Die Seelsorge wurde durch den Einsatz von Laien und mit Aushilfspriestern aufrechterhalten.
Wichtigste Bezugsperson der Seelorge wurde in dieser pfarrerlosen Zeit Xaver Bachmann. Er, der der Pfarrei von 1959 bis zu seinem überraschenden Tod im Jahre 2007 als Sakristan diente, übernahm in der Vakanz viele Aufgaben in der Seelsorge. Durch seinen langjährigen Dienst an der Pfarrei und die vielen Besuche in Heimen und Spitälern wurde er für die Pfarreiangehörigen zur wichtigsten und geachteten Ansprechperson.
Am 1. Februar 2004 wurde der Theologe Christoph Heldner als erster Nicht-Priester zum Leiter der Pfarrei Bruder Klaus eingesetzt.
Im Jahre 2007 wurde das Jubiläum 30 Jahre Pfarrkirche Meisterschwanden gefeiert und als "Geburtstagsgeschenk" die neue, grosse Krippe eingeweiht.
Zur Zeit leben in der Pfarrei Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen gut 2000 Katholikinnen und Katholiken. Aus der früheren Minderheit in der Diaspora wuchs eine katholische Pfarrei heran, die heute mit den reformierten Schwesterkirchen, der reformierten Kirchgemeinde Meisterschwanden–Fahrwangen und der reformierten Kirchgemeinde Seengen, ein herzliches Verhältnis pflegt und in verschiedenen Bereichen fruchtbringende gemeinsame Arbeit leistet zum Wohle aller.