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Ein Forschungsteam der Universität Freiburg hat lebende menschliche Zellen mit und ohne Downsyndrom auf Schwefelwasserstoff (H2S) untersucht. Dabei hat es Hinweise auf einen Mechanismus gefunden, der den Stoffwechsel von Menschen mit Downsyndrom beeinflusst, wie die Universität Freiburg mitteilt. Demnach scheint der Organismus von Menschen mit Downsyndrom mit einem Überschuss des gasförmigen Botenstoffs vergiftet zu werden. Ein Gen auf dem Chromosom 21 produziert dieses überschüssige H2S, was die Energieproduktion der Zellen beeinflusst. Wichtig bei dieser Entdeckung: Unterdrückt man die Produktion des H2S bei betroffenen Zellen, können diese ihre Kapazität der Energiegewinnung vollständig wiedererlangen.
Die Ergebnisse ermöglichen den Forschenden, klinische Studien zu entwerfen und durchzuführen, um die Produktion von Schwefelwasserstoff zu reduzieren. Die Forschenden wissen nun, wie man die Wirkung des Enzyms auf dem verantwortlichen Chromosom hemmen kann. Laut Mitteilung bestehe die Hoffnung, dass man dadurch die neuronalen und kognitiven Funktionen bei Menschen mit Downsyndrom verbessern kann. Doch Teamleiter Csaba Szabo gibt zu bedenken, dass viele frühere Entdeckungen im Bereich des Downsyndroms nicht zu Behandlungen geführt hätten.