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Weniger Handel und niedrigeres Wirtschaftswachstum: Das drohe Eurozone-Ländern, sollten Populisten an die Macht kommen. Laut Ratingagentur Fitch dürften unter diesen Umständen Herabstufungen folgen.
Die US-Ratingagentur Fitch warnt die Länder der Eurozone vor Herabstufungen ihrer Kreditwürdigkeit im Falle von Wahlsiegen populistischer Parteien. «Staaten, die sich vom internationalen Handel verstärkt abschotten, laufen Gefahr, mittelfristig niedrigere Wirtschaftswachstumsraten zu erreichen», erklärten die Fitch-Experten am Montag.
Auf Länder, die global hochgradig vernetzt seien, dürften bei einer populistischen Regierung und einer Änderung des Status quos hohe Kosten zukommen. Unter diesen Umständen seien Herabstufungen wahrscheinlich.
Italien und Frankreich
Die Agentur nennt in ihrem Bericht keine Namen. Anfang Dezember dürfen die Italiener über eine Verfassungsreform abstimmen. Das Zwei-Kammern-System soll verschlankt und damit effektiver werden. Wichtig ist das Referendum, weil Ministerpräsident Matteo Renzi sein politisches Schicksal an eine Zustimmung geknüpft hat.
In Frankreich steht die Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr an. Hier läuft es auf ein Duell zwischen dem konservativen Ex-Regierungschef François Fillon und der Chefin des rechtsextremen Partei Front National, Marine Le Pen, hinaus. Derzeit bewertet Fitch Italien mit «BBB+» und einem negativen Ausblick, Frankreich mit «AA» und einem stabilen Ausblick.
(sda/jfr)