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Norman Schwarzkopf führte Anfang 1991 die internationalen Streitkräfte zur Befreiung Kuwaits an. Der Golfstaat war Monate zuvor von irakischen Truppen auf Befehl des damaligen Diktators Saddam Hussein besetzt worden.
«Grösster Militärführer seiner Generation»
US-Verteidigungsminister Leon Panetta würdigte Schwarzkopf als brillanten Strategen. Er werde als einer der grossen militärischen Giganten des 20. Jahrhunderts im Gedächtnis bleiben.
Ex-Präsident George W. Bush Senior, der während des ersten US-Golfkrieges Präsident war, liess den Toten in einer Erklärung als «einen der grossen Militärführer seiner Generation» würdigen.
Kombination von Luft- und Landkrieg
Der Schweizer Strategieexperte Albert Stahel teilt diese Einschätzung. «Er war ein charismatischer Führer und hat erfolgreich den Plan durchgeführt, die irakischen Streitkräfte zu umzingeln und zur Kapitulation zu zwingen.»
Bemerkenswert sei gewesen, wie Schwarzkopf neue und alte Waffensysteme klug kombiniert und den Land- und Luftkrieg in einem grossen Plan vereinigt habe. Dabei, so Stahel, sei ihm besonders sein Einfühlungsvermögen in die Truppe und die Mentalität des Mittleren Ostens zugute gekommen.
Taktische Meisterleistung: Bündnis mit Saudi-Arabien
Bei der «Operation Wüstensturm» führte Schwarzkopf das Kommando über annähernd 533'000 amerikanische Soldaten. Insgesamt nahmen damals 700'000 Soldaten an dem rund sechswöchigen Krieg teil. Auch Soldaten arabischer Staaten nahmen an den Kämpfen gegen die irakischen Truppen teil.
Schwarzkopf, der einen deutschen Grossvater hatte, verfolgte damals das militärische Konzept, mit grosser Überlegenheit gegen den Irak anzutreten. Zunächst wurden die gegnerischen Truppen mit einem wochenlangen Luftkrieg zermürbt.
Schwarzkopf war auch massgeblich an den Verhandlungen mit Saudi-Arabien beteiligt und erreichte, dass das streng-konservative Königreich damals die Stationierung von US-Soldaten erlaubte.
Der über 1,90 Meter grosse Mann besuchte zunächst die berühmte Militärakademie West Point und diente im Vietnamkrieg. Er erweckte häufig den Eindruck eines forschen und zupackenden Soldaten, gelegentlich aber auch eines eher hemdsärmeligen Haudegens.