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Ein charmant heruntergekommener Landsitz in den schottischen Highlands, ein völlig durchgedrehter Pfau, der bei blau nur noch rotsieht, und ein bunt zusammengewürfelter Haufen Leute, dazu ein überraschender Wintereinbruch, ein Kurzschluss und die ein oder andere Verwechslung – und schon ist das Chaos perfekt!
Pointenreich, very british und urkomisch erzählt Isabel Bogdan von einem Wochenende, an dem alles anders kommt als geplant: Eine Gruppe Investmentbanker reist samt ambitionierter Psychologin und erfindungsreicher Köchin aus London an, um in der ländlichen Abgeschiedenheit bei einer Teambildungsmassnahme die Zusammenarbeit zu verbessern. Doch das spartanische Ambiente und ein verrückt gewordener Pfau bringen sie dabei gehörig aus dem Konzept. Und nicht nur sie: Denn die pragmatische Problemlösung des Hausherrn Lord McIntosh setzt ein Geschehen in Gang, das sämtliche Beteiligte an die Grenzen ihrer nervlichen Belastbarkeit bringt.
So britisch-unterhaltsam ist in deutscher Sprache noch nicht erzählt worden!
Isabel Bogdan, 1968 in Köln geboren, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokio und lebt heute in Hamburg. Sie übersetzt unter anderem Jane Gardam, Nick Hornby und Jonathan Safran Foer. 2011 erschien ihr Buch Sachen machen, ausserdem veröffentlichte sie Kurzgeschichten in Anthologien. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung, 2011 den Hamburger Förderpreis für Literatur, für das erste Kapitel ihres Romans Der Pfau
In den schottischen Highlands hat sich eine Gruppe von Investmentbankern, zusammen mit einer Psychiaterin und einer Köchin, zu einer Teambuilding-Maßnahme auf einen Landsitz zurück gezogen. Vermietet wird das charmant herunter gekommene Anwesen von Lord und Lady McIntosh. Neben der schottischen Ländlichkeit gibt es auf dem Anwesen auch Pfaue, von... In den schottischen Highlands hat sich eine Gruppe von Investmentbankern, zusammen mit einer Psychiaterin und einer Köchin, zu einer Teambuilding-Maßnahme auf einen Landsitz zurück gezogen. Vermietet wird das charmant herunter gekommene Anwesen von Lord und Lady McIntosh. Neben der schottischen Ländlichkeit gibt es auf dem Anwesen auch Pfaue, von denen einer jedoch einen leichten Knacks hat. Wenn er blau sieht, rastet er aus und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die keiner der beteiligten je wieder vergessen wird... Isabel Bogdan hat mit ihrem Roman "Der Pfau" bei mir fast gänzlich ins Schwarze getroffen. Hier treffen sich britischer Witz und Charme und entzünden eine humorvolle Kettenreaktion, die an keiner Stelle platt oder dümmlich daher kommt. Es ist nicht die Art von Humor, die einem mitten ins Gesicht schlägt und einen auffordert jetzt aber sofort mal loszulachen, sondern es handelt sich hier wirklich um eine wundervolle und intelligente Art von Witz, der fast jede Seite durchzieht. Die Geschichte wirkt so realistisch und auch die einzelnen Charaktere sind so glaubwürdig, dass man unweigerlich an Personen aus dem eigenen Umfeld denken muss und auch in Bezug auf die unterschiedlichen Teambuilding-Maßnahmen kam mir das ein oder andere bekannt vor und wird von der Autorin auf elegante Art und Weise ins Lächerliche gezogen. Die Kettenreaktion, die von dem durchgeknallten Pfau in Gang gesetzt wird, ist zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig und alles wirkt völlig nachvollziehbar, so hart es an mancher Stelle auch sein mag. Ein sehr unterhaltsamer kleiner Roman, der mit klugem Witz und britischem Charme zu unterhalten weiß!
Ein Teambuilding Wochenende einer Bankergruppe endet nicht so, wie sich das alle vorgestellt haben. Denn in der Unterkunft ist ein Pfau, der verrückt geworden ist und die Farbe blau hasst. Hört sich schräg an? Ist es auch. Ein total witziges Buch, britischer Humor par excellence.