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Zwei Stunden an Wochentagen, eine knappe Stunde mehr an freien Tagen - so viel Zeit verbringen Jugendliche in der Schweiz im Durchschnitt im Internet, wobei die Nutzungsdauer zwischen wenigen Minuten oder mehreren Stunden stark variiert. Ein exzessives Nutzungsverhalten weisen hingegen nur rund 2,3 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Bundesrats hervorgeht.
Exzessive - und damit problematische - Internetnutzung gehe vielfach mit physischen und psychischen Beschwerden einher: «Der Kontrollverlust über die Onlinezeiten wirkt sich auf das Ernährungsverhalten, die Bewegung und den Schlafrhythmus aus, und das vermehrte Sitzen vor dem Rechner kann zu Muskelabbau und Haltungsschäden führen», so der Bundesrat. Auch würden exzessive Internetuser eher zu Suchtmittelkonsum neigen und häufiger unter psychischen Problemen, etwa Angststörungen oder Depressionen, leiden als die Durchschnittsbevölkerung.
Der Bundesrat hat dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) nun den Auftrag erteilt, die Entwicklung im Bereich der exzessiven Internetnutzung zu beobachten und die Datengrundlagen mit bestehenden Monitoringsystemen wie dem Nationalen Suchtmonitoring zu verbessern. Auch soll die Fachwelt für das Thema sensibilisiert werden.
Mit dem Bericht antwortet der Bundesrat auf zwei Postulate zum Thema Gefährdungspotenzial von Internet und Online-Games.