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Haushalte mit einem niedrigen Einkommen leiden besonders unter der Corona-Krise, während Haushalte mit einem hohen Einkommen noch vergleichsweise gut durch die Krise kommen. Das ist logisch und zum gleichem Resultat ist das Ergebnis einer aktuellen KOF Studie.
Personen mit einem tiefem Einkommen unter 4000 Franken leiden seit Beginn der Pandemie im Durchschnitt einen sehr starken Einkommensrückgang von 20%. Bei Personen aus Haushalten mit einem Monatseinkommen von mehr als 16 000 Franken sanken die Einkommen um 8%, wie die Studie von Daniel Kopp, Isabel Z. Martínez, Stefan Pichler und Michael Siegenthaler (alle KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich) zusammen mit Rafael Lalive (Université de Lausanne) zeigt.
Reichere Haushalte senkten ihre Ausgaben vor allem, weil sie weniger Bedürfnisse und weniger Möglichkeiten hatten, Geld auszugeben. Diese Motive sind auch bei einkommensschwachen Haushalten wichtig. 11% der Haushalte mit einem Einkommen unter 4000 Franken geben allerdings an, die Ausgaben gesenkt zu haben, weil weniger Geld zur Verfügung stand.
Psychologishe Folgen
Die Studie der ETH beleuchtet nicht nur die finanziellen, sondern auch die psychologisch-gesundheitlichen Folgen der Pandemie. Demnach hat sich die subjektive Gemütsverfassung seit Ausbruch der Pandemie im letzten Frühjahr bei Personen mit tiefen Einkommen trotz zwischenzeitlichen Lockerungen stetig verschlechtert. Personen aus einkommensstarken Haushalten ging es während den Sommermonaten dagegen wieder etwas besser. Gerade Personen, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren, gaben häufig an, dass es ihnen schlecht geht.