Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/2230

Neue Regeln: Das wird anders
Eine Vielzahl inhaltlicher Änderungen soll die Freude am Golfspiel fördern, das Spiel schneller und die Regeln verständlicher machen. Den Grundsatz verkündeten R&A und die USGA vor einem Jahr. Seither wurden die Rückmeldungen in die konkreten neuen Regeln eingebaut.
. "Ready Golf" wird ein fester Bestandteil der Regeln, gespielt wird nicht mehr zwingend nach „Ehre“ oder wer weiter weg vom Loch ist, sondern es schlägt ab wer bereit ist und spielen kann, jedoch ohne andere Golfer zu gefährden.
. Die Suche nach einem Ball wird auf 3 Minuten begrenzt (statt wie bisher 5 Minuten).
. Die Spieler dürfen in Wasserhindernissen (zukünftig als „Penalty Areas“ bezeichnet) den Schläger aufsetzen.
. Distanzgeräte, welche nur die Distanz messen können, werden grundsätzlich erlaubt, weiter verboten sind Messungen von Wind, Neigung etc.
. Die Clubs können eine beliebige Fläche als „Penalty Area“ bezeichnen, das entspricht den heutigen Wasserhindernissen, die „Penalty Area“ muss aber kein Wasser beinhalten.
. Die Clubs können eine beliebige Fläche als „No Play Zone“ bezeichnen, das war bis heute nicht möglich.
Bis August 2017 konnten die Interessierten zu den Vorschlägen Stellung nehmen, daraus entstand nun die definitive Version, die ab der nächsten Saison gültig sein wird.
Die wichtigsten Anpassungen, die im Anschluss an die erhaltenen Rückmeldungen der Golfer aus der ganzen Welt erfolgten, umfassen:
- Dropping Verfahren: Bei Inanspruchnahme von Erleichterung (zum Beispiel bei ungewöhnlich beschaffenem Boden oder Boden in Ausbesserung) werden die Spieler aus Kniehöhe droppen. Dies stellt Konstanz und Einfachheit des Dropping-Verfahrens sicher und bewahrt gleichzeitig den Zufallscharakter des Drops. (Hauptänderung: der 2017 veröffentlichte Vorschlag schlug vor, dass aus irgendwelcher Höhe gedroppt wird)
- Abmessen bei Inanspruchnahme von Erleichterung: Der Erleichterungsbereich des Golfers, eine Schlägerlänge oder zwei Schlägerlängen, je nach Situation, wird mit dem längsten Schläger seiner Tasche (mit Ausnahme des Putters) abgemessenund schafft so einen einheitlichen Prozess zur Bestimmung des Erleichterungsbereichs. (Hauptänderung: der 2017 veröffentlichte Vorschlag sah Distanzen von 20 oder 80 Inches als Standardmessgrösse vor).
- Abschaffen der Strafe für einen «Double Hit» : Die Strafe für den Fall, dass man einen Ball beim Ausführen eines Schlags aus Versehen mehr als einmal trifft, wurde abgeschafft. Golfer zählen einfach den Schlag, den sie ausgeführt haben, um den Ball zu treffen. (Hauptänderung: der 2017 veröffentlichte Vorschlag sah vor, die bestehende Strafe von einem Schlag beizubehalten).
- Bälle verloren oder im Aus - Alternative zu Schlag und Distanzverlust:
Ab Januar 2019 wird eine neue Local Rule zur Verfügung stehen, die es der Spielleitung gestattet, den Golfspielern zu erlauben, mit zwei Strafschlägen einen Ball in der Nähe der Stelle zu droppen, an welcher der Ball verloren bzw. ins Aus gegangen ist (der nächstliegende Fairwaybereich eingeschlossen). Diese Platzregel entspricht der Besorgnis der Clubs über den negativen Einfluss auf die Spielgeschwindigkeit, wenn ein Spieler wieder an den Ort des letzten Schlages zurückgehen muss. Diese Platzregel ist nicht für ein höheres Spielniveau, wie Elite- oder Profiturniere, vorgesehen (Hauptänderung: dies ist ein Zusatz, um die Spielgeschwindigkeit zu fördern).
Über 30 Videos und eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen stehen jetzt bei RandA.org und usga.org/rules zur Verfügung.
Die Verantwortlichen betonen aber auch: “Wir möchten die Spieler daran erinnern, dass die aktuelle Ausgabe der Golfregeln (2016) noch bis 31. Dezember 2018 angewandt werden muss.”