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Am 29. September 2016 wandte sich die Nationalrätin Isabelle Chevalley (VD/glp) mit einer weiteren Interpellation 16.3701 zum Thema Tiere im Zirkus an den Bundesrat. Sie sprach insbesondere die Löwennummern an, mit denen die Zirkusse Gasser Olympia und Royal seit Ende 2015/Anfang 2016 in der Deutschschweiz auf Tournee sind.
Sie erinnerte daran, dass der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu ihrer Motion 15.3296 erklärt hatte, es sei unwahrscheinlich, dass Schweizer Zirkusse wieder mit Raubtiernummern auf Tournee gehen würden. Die Tierschutzvorschriften seien so streng [!], dass es «fast unmöglich» sei, die Tiere dieser Tierarten auf Tournee so zu halten, dass die Tierschutzvorschriften erfüllt seien, denn «dies wäre zu kostenaufwendig und schwer realisierbar».
Obwohl bereits 16 EU-Staaten die Haltung von Wildtieren in Zirkussen ganz oder teilweise verboten haben, sieht der Bundesrat in seiner Antwort, die er am 23. November 2016 auf die zweite Interpellation gegeben hat, nach wie vor keine Notwendigkeit, strengere Bestimmungen einzuführen.
Diese Auffassung erinnert an die Haltung des Bundesrates in der Diskussion um die unter schrecklichen Bedingungen gehaltenen Delfine im Freizeitpark Connyland in Lipperswil. Schliesslich löste das Parlament das Problem durch Aufnahme eines Importverbots für Cetacea (Wale und Delphine) in die Tierschutzgesetzgebung.
Es ist zu hoffen, dass sich das Parlament auch gegen Zirkusnummern mit Tieren aussprechen wird, die nichts hinter Gittern zu suchen haben.