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Belinda Bencic oder Viktorija Golubic - das ist für Captain Heinz Günthardt die grosse Frage vor der Auslosung der Fedcup-Partie gegen Frankreich am Freitag.
Vor drei Jahren unterlag das Schweizer Fedcup-Team in der 1. Runde der Weltgruppe II in Paris durch eine Niederlage im abschliessenden Doppel hauchdünn 2:3. Am Wochenende ist in Genf eine Stufe höher die Revanche angesagt. Der Schweizer Captain Heinz Günthardt glaubt sein Team stärker als 2014, weil er mehr Optionen hat. Seither ist Martina Hingis ins Team zurückgekehrt und Viktorija Golubic hat sich auf der WTA Tour und in der Equipe etabliert.
Neben der unbestrittenen Nummer 1 Timea Bacsinszky (WTA 16) lautet die knifflige Frage für Günthardt: Golubic (WTA 63) oder Belinda Bencic (WTA 81) im zweiten Einzel? Letztere brillierte im letzten Jahr in der 1. Runde beim 3:2-Sieg in Leipzig gegen Deutschland, Golubic im 2:3 verlorenen Halbfinal in Luzern gegen Tschechien mit jeweils zwei Siegen in ihren beiden Einzeln. Allerdings haben beide in diesem Jahr noch keine offizielle Partie gewonnen.
"Es ist ein schwieriger Entscheid, der noch völlig offen ist", sagte Günthardt am Mittwoch in der Genfer Palexpo-Halle. Er werde sich am Donnerstagabend entscheiden. "Die letzten Trainings hier zählen."
Für Frankreichs Captain Yannick Noah, der als Nachfolger der schwangeren Amélie Mauresmo sein Comeback gibt, ist die Wahl einfacher. "Ich wollte mit fünf kommen, aber nur drei hatten Lust." Caroline Garcia und Océane Dodin hatten ihren Verzicht erklärt. "Ich hatte weder Zeit noch Lust, sie umzustimmen", machte Noah deutlich und nominierte deshalb nur drei Spielerinnen: Kristina Mladenovic (WTA 31), Alizé Cornet (WTA 43) und Pauline Parmentier (WTA 64). Mladenovic, die am Sonntag in St. Petersburg ihren ersten WTA-Titel feierte, und Cornet dürften für die Einzel vom Samstag (ab 14.00 Uhr) gesetzt sein.
Am ersten Tag dürfte damit Bacsinszky auf Cornet treffen und Mladenovic auf Bencic oder Golubic. Die 19-jährige Bencic ist ihre beste Freundin - "auf und neben der Tennistour", wie sie sagt. Alle drei bisherigen Duelle (2:1 Siege für die Französin) waren äusserst eng und gingen über drei Sätze. Golubic hat hingegen noch nie gegen Mladenovic gespielt.
SDA-ATS