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Die Bankiersfamilie gehört zu den reichsten Familien Spaniens. Im Jahr 1998 gehörte sie mit einem Vermögen von 9,2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt (Quelle).
Da sie in mehrere spanische Adelsfamilien heirateten, haben ihre heutigen Nachkommen ebenfalls adliges Blut. Sie kontrollieren schon seit über 100 Jahren die Banco Santander, die grösste und mächtigste Bank Spaniens. Diese gehörte in den letzten Jahren stets zu den 5 grössten Banken Europas und zu den 20 grössten der Welt. Im Jahr 2010 belegte sie Platz 9 der weltweit grössten Banken (Quelle). Sie ist die wichtigste ausländische Bank in Südamerika und nimmt eine führende Rolle im Finanzwesen von Mexiko, Argentinien, Uruguay und Chile ein. Diese Länder waren früher alle spanische Kolonien. Die spanische Elite nimmt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der heutigen Wirtschaft südamerikanischer Länder ein (z. B. die spanischen Grossunternehmen Banco Bilbao, Telefónica, Mapfre und Naturgy).
Die Banco Santander wurde 1857 auf königlichen Erlass gegründet und stand demnach zumindest in ihrer Anfangszeit unter dem Einfluss der spanischen Königsfamilie. Die Botín Familie hat bis heute Kontakt zur spanischen Königsfamilie (Quelle). Der spanische König Juan Carlos und Emilio Botin sowie weitere spanische Geschäftsleute hatten engen geschäftlichen Kontakt zur argentinischen Diktatur (Quelle). Argentinien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von der spanischen Königsfamilie kontrolliert.
Emilio Botín López (1866-1923) wurde 1909 Präsident der Banco Santander und war der erste aus der Botín Familie, der eine leitende Funktion bei der Bank einnahm. Seither kamen vier der sechs Präsidenten aus der Botín Familie und auch weitere Familienmitglieder arbeiteten für die Bank.
Einer der Präsidenten war Emilio Botín (1934-2014). Er studierte an einer Jesuitenschule, wie viele Mitglieder der spanischen Elite. Der Jesuitenorden wurde 1534 in Rom von der spanischen Elite gegründet. Der Vatikanorden steht im Dienste des Papstes. Das Einflussgebiet der Jesuiten liegt traditionell in Spanien und dessen Kolonien in Südamerika. Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatten früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)
Emilio heiratete Paloma O’Shea, die eine Freundin der spanischen Königin Sofia ist und von der Königsfamilie zur Marquise (Markgräfin) geadelt wurde (Quelle). Emilios Vermögen wurde 2008 auf 2,1 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).
Emilios Bruder Jaime Botín (*1936) studierte an der selben Jesuitenschule wie Emilio. Jaime war von 1986 bis 2002 Präsident von Bankinter, einer der grössten spanischen Banken. Er ist derzeit mit über 20% Hauptaktionär der Bank. 2019 wurde sein Vermögen auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Emilios Tochter Ana Botín (*1960) ist derzeit Vorsitzende der Banco Santander und ist im Aufsichtsrat von Coca Cola. Sie arbeitete sieben Jahre lang für JP Morgan Chase, die grösste Bank der USA. Sie besuchte mehrfach das Bilderberg-Treffen (Quelle). Zurzeit gehört sie zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle).
Ana ist derzeit Mitglied des Economic Club of New York (Quelle). Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Mitglieder waren unter anderem Rockefeller, Roosevelt, Agnelli, Harriman, Hearst und Bush.
Ana gehört derzeit zur Führung des Institute of International Finance, eine der einflussreichsten Finanz-Lobbyorganisationen der Welt.
2015 erhielt Ana einen Orden vom britischen Hochadel, aufgrund ihrer Arbeit in Grossbritannien von 2010 bis 2014. In dieser Zeit war sie CEO von Santander UK, der britischen Niederlassung der Banco Santander. Sie heiratete in eine spanische Adelsfamilie. Einer ihrer Söhne heiratete Julia Puig, eine Erbin des Parfum- und Modeunternehmens Puig. Ana Botíns Vermögen wird auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt.
Mitglieder der Botín Familie besuchten das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Aga Khan, Du Pont, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens in dem sich das Internat befindet als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)