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Trotz des Vorwurfs der Befangenheit hält das US-Verteidigungsministerium an einem 10 Milliarden Dollar schweren Cloud-Auftrag an Microsoft fest. Eine erneute Überprüfung der Auftragsvergabe habe Microsoft als Favorit für das sogenannte Jedi-Projekt bestätigt, teilte das Pentagon mit.
Microsoft begrüsste die Entscheidung des Pentagon und versicherte in einer Erklärung, dass das Unternehmen bereit sei, "an die Arbeit zu gehen, um sicherzustellen, dass die, die unserem Land dienen, Zugang zu dieser dringend benötigten Technologie haben".
Zunächst liegt der Auftrag aber weiter auf Eis wegen der Entscheidung eines Bundesgerichts, Amazon Zeit für eine Klage gegen das Vergabeverfahren einzuräumen. Der Microsoft-Konkurrent wirft US-Präsident Donald Trump vor, sich aus politischen Gründen unrechtmässig in den Vergabeprozess eingemischt zu haben.
Im Sommer 2019 forderte Präsident Trump eine Untersuchung des Vertrags, da er befürchtete, dass die Vertragsbedingungen auf Amazon zugeschnitten waren.
Im Ringen um den Milliarden-Auftrag hatte Amazon im Februar die einstweilige Verfügung durchgesetzt. Eine Bundesrichterin ordnete an, den an Microsoft vergebenen Auftrag vorübergehend auf Eis zu legen. Das Pentagon beantragte daraufhin einen viermonatigen Aufschub
, um die Vergabe des Auftrags noch einmal zu überprüfen.
Der Auftrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren war im Oktober 2019 an Microsoft gegangen, obwohl Amazon als Favorit gegolten hatte.
Zum Ergebnis der erneuten Überprüfung der Auftragsvergabe durch das Pentagon erklärte Amazon in einem Blog-Eintrag, das Verfahren habe dazu gedient, Microsoft ein mangelhaftes Angebot überarbeiten zu lassen, damit die US-Behörden eine "mangelhafte, parteiische und politisch korrumpierte Entscheidung absegnen" könnten. Amazon fordert, Trump und andere hochrangige Regierungsvertreter vor Gericht zu dem Vergabeverfahren zu befragen.