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Der kategorische Imperativ (Mute andern nur zu, was Du von ihnen auch ertragen möchtest) von I. Kant ist das moralische Leitmotiv der bügerlichen Ethik.
Der kategorische Imperativ ist ein Imperativ - und deshalb moralisch. Bei I. Kant ist er der Hebelpunkt der Philosophie, was ihn quasi meta-moralisch machen soll.
siehe Maxime
Gemeinhin wird der kategorische Imperativ im Rollenverständnis interpretiert: Wenn der andere in meiner Rolle wäre, würde er mein Verhalten ihm gegenüber als zumutbar ertragen (vgl. Frigga Haug: Kritik der Rollentheorie, die vorschlägt der Redeweise: "Wenn Sie an meiner Stelle wären...." mit Ernst zu begegnen und die Rollen wirklich zu tauschen (oder die Redeweise aufzugeben)).
H. von Foerster hat dazu seinen ethischen Imperativ formuliert.
Zur Begriffsgeschichte
Der Ausdruck „hypothetischer Imperativ“ stammt auch von I. Kant. Er hält dem entgegen, dass moralische Forderungen unbedingt und kategorisch gelten, nicht nur unter Voraussetzung bestimmter Präferenzen oder Ziele. Die Universalität ethischer Pflichten rührt dabei vom menschlichen Subjekt.
Der hypothetische Imperativ hat die Form „Wenn du x willst, dann tue y“. Nach einigen Moraltheorien haben moralische Forderungen grundsätzlich diese Struktur. Auf y verpflichtet ist daher nur derjenige, welcher faktisch auch x will. Eine Gegenthese dazu besagt, dass moralisches Sollen im eigentlichen Sinne nicht nur relativ zu bestimmten Interessen bestehe, sondern grundsätzlich für jeden und unbedingt, d. h. kategorisch gelte.