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Extrem populär sind in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt sogenannte Pachinko-Hallen, die offiziell nicht als Glücksspiel geführt werden. Dabei werden Metallkugeln in Automaten geschüttet in der Hoffnung, dass sie ein Trefferloch finden. Die Sachpreise können dank rechtlicher Schlupflöcher in Bares getauscht werden. Hinzu kommen legale Wetten bei Pferde-, Boots- und Radrennen sowie staatlich überwachte Zahlenlotterien und Fussball-Toto.
Angesichts einer gigantischen Staatsverschuldung von rund dem Zweieinhalbfachen der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes gibt es schon seit Jahren in Japan Forderungen aus der Wirtschaft nach einer Zulassung von Kasinos. Angedacht ist der Bau grosser Kasino-Komplexe mit Hotels, Kinos und Einkaufspassagen. Dies würde Schätzungen zufolge nicht nur wirtschaftliche Impulse in Milliardenhöhe mit sich bringen, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen.
Abgeordnete der regierenden LDP argumentieren zudem, dass solche "integrierten Resorts" helfen könnten, den Tourismus auch nach dem Ende der Olympischen Spielen 2020 anzukurbeln./ln/DP/jha
(AWP)