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Illokutation heisst bei J. Searle und J. Austin ein Aspekt des Sprechaktes, der die Proposition im Gesagten in eine Handlung einbindet.
Beispiel:
Kannst Du mir das Messer geben?
Proposition: ein Messer geben
Illokution: Frage, Bitte, Aufforderung
Die Handlung, die hier verstanden werden muss, ist das Bitten um etwas. Der Sprechende handelt indem er bittet. Das, worum er bittet, erscheint in der Proposition.
Anmerkung
"Austin gab diesen vollständigen Sprechakten den Namen >illokutinäre Akte<; ich werde von nun an diesen Terminus verwenden (Searle: Sprechakte, 39f). In der Fussnote schreibt Searle dazu: "Ich verwende den Ausdruck >illokutinärer Akt< mit einigen Bedenken, da ich Austins Unterscheidung zwischen lokutinären und illokutinären Akten nicht akzeptiere".
Der lokutionäre Akt (von lat. loqui, sprechen ) ist im Verständnis der Sprechakttheorie ein Sprechakt, der eine Meinung enthält und eine komplexe Einheit mit lautlicher bzw. gebärdeter, grammatischer und semantischer Struktur ist. Er ist die sprachliche Grundlage eines Sprechaktes. Der illokutionäre Akt (lat. in + loqui ) ist die Ausrichtung auf ein kommunikatives Ziel hin. Hier kommt der Handlungsaspekt des Sprechaktes zum Tragen, d.h. wie ist eine Aussage gemeint, als Feststellung, Warnung, Lob, etc? (Der perlokutionäre Akt (lat. per + loqui ) ist die Wirkung der Lokution und Illokution, also der gesamten Äußerung auf den "Empfänger").