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Manchmal bin ich 20jährigen begegnet, deren Auftritt und Wissen so alt ist wie das eines Weisen, der Generationen überblickt. Eine solche Frau ist Evi Allemann, die SP-Nationrätin aus Bern, die nun den VCS als Präsidentin führt. Merkwürdig: Allemann verweist auf den Stamm der Alemannen, der die nördliche und östliche Schweiz besiedelte. Evi Allemanns Kopf in seiner Ausgewogenheit könnte der einer alemannischen Mutter sein, die ihr Volk auf seinen Wanderungen anführt.
Aus der erfolgreichen Jungpolitikerin strömen Aussagen, die ob ihrer Klarheit Staunen machen:
- „Sind Sie ehrgeizig?“ „Ja, und Ehrgeiz ist nichts Negatives.“
- „Die Schematisierung der Schulnoten von 1-6 wird vielleicht dem Mainstream gerecht, aber nicht allen.“ Viel Elitäres schwingt aus dieser Antwort hervor.
- „Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung. Wenn sie ihre Qualifikation nicht einbringen können, ist das eine Ressourcenverschwendung.“
Das ist keine sozialdemokratische Sprache; das ist die Sprache einer weiblichen Persönlichkeit, die einen Führungsanspruch hat. Kein Wunder, dass die klassischen Bürgerlichen von FDP, CVP und SVP mit solchen Politikerinnen Schwierigkeiten haben.
KJS