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«Das Niveau in den Trials war sehr hoch», berichtet Simon Beyeler von den Ausscheidungswettkämpfen in Schwadernau. Der Schwarzenburger, der für Tafers und Alterswil schiesst, vermochte sich dennoch in zwei Disziplinen durchzusetzen. In der Sparte Gewehr 50 m beendete er die Trials sowohl über 3×40 als auch liegend auf Rang eins und sicherte sich damit das Ticket für die Weltmeisterschaft im spanischen Granada (6. bis 20. September).
Doppelerfolg für Simon Beyeler
Im Dreistellungsmatch lag Simon Beyeler nach dem ersten Wettkampftag noch an vierter Stelle. Jan Lochbihler (Holderbank) hatte das Bestresultat geliefert (1174 Punkte) und führte vor dem Quartett Claude-Alain Delley (Saint Aubin/ 1168), Marcel Bürge (Lütisburg/1165), Beyeler (1164) und Pascal Loretan (Düdingen/ 1164). Mit starken 1177 Punkten schob sich Beyeler am zweiten Wettkampftag an die Spitze. «Es wurde der erwartet spannende Wettkampf», bilanzierte Beyeler nach seinem Triumph. Den Sieger und den fünftplatzierten Bürge trennten am Ende nur zehn Punkte. «Wir schiessen alle auf ähnlichem Niveau, oft entscheiden Details. Ich habe gehofft, dass es für die WM reicht, rechnen durfte ich aber nicht damit.»
Nach einer eher durchzogenen Saison durfte Simon Beyeler nicht unbedingt mit der WM-Qualifikation rechnen. Beim Weltcup in Pilsen hatte der 32-Jährige mit Rang zwei zwar überzeugt, und auch in Peking verpasste er den Finaldurchgang nur um einen Punkt. Ansonsten war 2014 für den Schwarzenburger arm an Höhepunkten. «Momentan absolviere ich eine Ausbildung zum Bankwirtschafter, weshalb ich das Training reduziert habe. Dass ich unter diesen Umständen nicht meine volle Leistung erbringen kann, liegt auf der Hand. So musste ich mich auf ein paar wenige Wettkämpfe konzentrieren.»
Bei den WM-Trials ist Beyeler indes wieder zu Höchstform aufgelaufen. Dank zwei konstanten Wettkämpfen setzte er sich auch im Gewehr 50 m liegend durch. Marcel Bürge, Weltmeister und dreifacher Olympia-Teilnehmer, holte sich mit 0,1 Punkten Rückstand wenigstens das WM-Ticket in der Liegend-Disziplin.
Delley und Loretan überraschen
Mit dem Luftgewehr musste sich Beyeler mit Platz drei zufriedengeben. Claude-Alain Delley sorgte indes dafür, dass auch die dritte olympische Disziplin mit einem Freiburger Sieg endete. Der 24-Jährige, der für Thörishaus und Vully schiesst, verwies dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang die Luftgewehrspezialisten auf die Ehrenplätze. Pascal Loretan, nach dem ersten Programm noch führend, folgte mit 0,6 Punkten Rückstand und qualifizierte sich ebenso überraschend für Granada. Der Düdinger hatte eine WM-Teilnahme anvisiert, allerdings mehr mit dem Kleinkalibergewehr über 50 m als mit dem Luftgewehr über 10 m.
Hoffen bei Marguet und Beyeler
Bei den Frauen erreichte keine Freiburger Schützin einen Platz unter den ersten zwei. Irene Beyeler (Tafers) holte sich im Dreistellungsmatch 3×20 wie auch Annik Marguet (Misery) über 10 m den dritten Platz. Die direkte WM-Qualifikation haben die beiden damit verpasst. Weil swiss shooting pro Disziplin drei Schützinnen selektionieren kann, können sich die beiden noch Hoffnungen machen, im Schweizer WM-Kader Unterschlupf zu finden. Allerdings dürfen maximal acht Athletinnen nach Granada fahren.
Am 11. August gibt der Schweizer Schiesssportverband sein definitives WM-Aufgebot bekannt.