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Die Lungenseuche ist eine bakterielle Infektion von Rindern. Charakteristisch sind Schäden an der Lunge und am Brustfell. Die Krankheit verursacht grosse wirtschaftliche Verluste in Teilen Asiens und Afrikas.
Empfänglich sind Rinder. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Je nach Verlaufsform der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich:
- Typisch für die schwere Verlaufsform sind plötzliches, hohes Fieber, Milchrückgang, Fressunlust, Husten und erschwerte Atmung. Die Tiere können innerhalb von 3–5 Wochen sterben.
- Mildere, chronische Verlaufsformen sind in Europa jedoch häufiger. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Abmagerung und zu einem Leistungsabfall. Bei Kälbern unter 6 Monaten führt die Krankheit zu geschwollenen Gelenken und Lahmheit.
Ansteckung und Verbreitung
Der Erreger der Krankheit ist das Bakterium Mycoplasma mycoides. Er wird hauptsächlich durch ausgehustete Tröpfchen übertragen. Auch chronisch erkrankte Tiere ohne Symptome können den Erreger ausscheiden, dies während mehr als 12 Monaten. Die Stallhaltung begünstigt Neuansteckungen.
Die Lungenseuche der Rinder kommt hauptsächlich in Afrika und Asien vor. In Europa ist die Krankheit in den letzten Jahrzehnten in Frankreich, Portugal, Spanien und Italien aufgetreten und wurde dort erfolgreich bekämpft. Der letzte Fall in der Schweiz wurde 1895 registriert. Heute ist die Schweiz amtlich anerkannt frei von der Krankheit.
Was tun?
- Vorbeugende Massnahmen, welche über die allgemein bekannten Massnahmen gegen Tierseuchen hinausgehen, sind zur Zeit nicht nötig.
- Impfstoffe existieren, sind aber in der Schweiz und in der EU verboten.
Die Lungenseuche der Rinder ist eine hochansteckende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.
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Letzte Änderung 05.07.2017