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Der Immobilien-Milliardär Donald Trump hat seine Führung bei den Vorwahlen der US-Republikaner ausgebaut. Er gewann klar in Mississippi und Michigan. Bei den Demokraten bekundet Hillary Clinton überraschend Mühe in Michigan.
Ihr Rivale, der 74-jährige Senator Bernie Sanders, lag nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmbezirke im wichtigen Bundesstaat knapp vor Clinton. Umfragen hatten auf einen ungefährdeten Sieg der früheren First Lady und US-Aussenministerin hingedeutet.
In Mississippi, wo viele Afro-Amerikaner leben, siegte Clinton indes klar. Sie erreichte rund 83 Prozent, Sanders erhielt rund 16 Prozent der Stimmen.
Klar waren auch die Siege Trumps in Mississippi und Michigan, wo er laut Zwischenergebnissen auf 48 respektive 37 Prozent kam. In Michigan siegte Trump vor dem Gemässigten John Kasich und dem Erzkonservativen Ted Cruz, die je auf rund 25 Prozent kamen. In Mississippi siegte Trump vor Cruz (36 Prozent).
Für Marco Rubio, den Favoriten des republikanischen Partei-Establishments, bahnte sich wie schon am vergangenen Samstag ein rabenschwarzer Tag an. Sowohl in Michigan als auch in Mississippi dürfte er nur auf einstellige Prozentsätze kommen. Rubio muss am kommenden Dienstag in seinem Heimatstaat Florida unbedingt gewinnen, will er im Rennen bleiben.
Widerstand in der Partei wächst
«Sie haben heute Abend nicht so gut abgeschnitten», sagte Trump in seiner Siegesrede über seine Konkurrenz. «Nur einer hat heute Abend gut abgeschnitten: Donald Trump.» Trump hat bei den Republikanern inzwischen 14 von 22 Vorwahlen gewonnen. Im Ringen um die meisten Delegiertenstimmen konnte er sich aber noch immer nicht entscheidend absetzen.
Eine starke Strömung innerhalb der Republikaner versucht mit aller Macht, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Aus Sicht von Analysten ist eine Kampfabstimmung beim Parteitag im Juli in Cleveland inzwischen wahrscheinlicher geworden.
Neben Mississippi und Michigan standen bei den Republikanern am Dienstag (Ortszeit) noch Vorwahlen in Idaho und auf Hawaii an. Ergebnisse der beiden Abstimmungen sind erst am Morgen (MEZ) zu erwarten. (sda/dpa/afp)