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In einem seltenen Schritt hat US-Präsident Barack Obama eine Vorlage für das 612 Milliarden Dollar umfassende Verteidigungsbudget per Veto blockiert. Unter anderem hält der Entwurf ihn davon ab, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu schliessen.
Als weitere Gründe gab Obama bei der Unterzeichnung seines Vetos im Oval Office des Weissen Hauses am Donnerstag an, es würde Geld verschwendet und Reformen verschleppt. Senat und Repräsentantenhaus, die beide von den Republikanern beherrscht werden, hatten das Budget mit breiter Mehrheit verabschiedet.
Obama lehnt die darin enthaltenen, als «Sequester» bekannten Rasenmäher-Kürzungen aber ab und fordert zudem ein Budget für das am 1. Oktober begonnene Budgetjahr 2016. Der Kongress hatte eine drohende Finanzierungslücke zuletzt nur mit einem bis Anfang Dezember geltenden Budget geschlossen und den Streit auf die lange Bank geschoben.
«Meine Botschaft an Sie ist sehr einfach: Lasst es uns richtig machen», sagte Obama. Parlamentspräsident John Boehner warf Obama dagegen vor, die Sicherheit amerikanischer Truppen und die des Landes aufs Spiel zu setzen.
US-Medien zufolge ist es erst das fünfte Mal seit 1961, dass ein Präsident das Verteidigungsbudget des Kongresses per Veto blockiert. (dwi/sda/dpa)
Im brasilianischen Amazonasgebiet sind nach Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) im Juni mehr als 2500 Brände verzeichnet worden. Dies ist der höchste Wert an Bränden für den Monat Juni in den vergangenen 15 Jahren. Im Juni 2007 hatte das Inpe 3519 Feuer gezählt. Seitdem blieben die Zahlen im Juni jeweils unter 2000 Bränden – bis 2019.