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Zur Halbzeit lag Deutschland mit 14:12 voraus und bot den favorisierten Dänen um Mikkel Hansen Paroli. Doch das eingeschlagene hohe Tempo konnte der Gastgeber vor den rund 20'000 Zuschauern nach der Pause nicht mehr ganz durchziehen. Die Dänen waren auch dank der taktischen Umstellung auf Angriffe 7 gegen 6 in der zweiten halben Stunde deutlich effizienter.
Auch auf der Goalieposition sorgte der für Niklas Landin eingewechselte Emil Nielsen für frische Impulse. Nielsen zeigte 8 Paraden bei einer Abwehrquote von über 40 Prozent. Damit konnte nicht mal Deutschlands Andreas Wolff (11 Paraden, 29 Prozent Abwehrquote) mithalten. Beste Torschützen der Partie waren bei den Dänen Hansen, Emil Jakobsen, Simon Pytlick sowie bei den Deutschen Renars Uscins mit je fünf Toren.
Während sich Dänemark letztlich souverän durchsetzte, benötigte Frankreich in seinem Halbfinal gegen Schweden (35:32 n.V.) ein kleines Wunder, um wie schon bei der letzten WM und bei den vergangenen zwei Olympischen Spielen im Final gegen Dänemark, um den Titel zu spielen.
Die schwedischen Titelverteidiger machten gegen Frankreich ein 11:17-Pausenrückstand wett und führten etwas mehr als eine Minute vor Schluss durch ein Tor von Jim Gottfridsson 27:25. Kurz darauf verpasste Gottfridsson durch einen technischen Fehler das 28:26 und damit die endgültige Entscheidung.
Die Franzosen kamen nach der Schlusssirene so noch zu einem Freiwurf. In der Regel ist ein solcher eine aussichtslose Sache, doch brachte Elohim Prandi den Wurf trotz der Sechs-Mann-Mauer tatsächlich im Tor unter. In der Verlängerung zog die Equipe Tricolore auf 30:27 davon und liess nichts mehr anbrennen.
Die Franzosen streben den ersten EM-Titel seit 2014 an, Dänemark war 2012 letztmals Europameister. Deutschland und Schweden spielen derweil um Platz 3 und vor allem um ein Olympia-Ticket.