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Das Erstrunden-Out Nadals in Wimbledon kommt einer Sensation gleich. Noch nie musster der Mallorquiner an einem Major-Turnier nach dem Auftaktmatch die Segel streichen. Letztmals hatte Nadal 2011 beim ATP-1000-Turnier von Montreal eine Startpartie verloren, dies nach einem Freilos.
Nadal zu fehlerhaft
Nadal kämpfte auf dem «heiligen Rasen» von Wimbledon zwar wie gewohnt, bewegte sich auf dem Court aber schlecht und wirkte durch eine Knieverletzung handicapiert. Vorab mit der Rückhand beging der French-Open-Sieger unzählige Fehler. Im zweiten Satz konnte der Spanier zudem einen Satzball nicht nutzen.
Nach der Niederlage wollte Nadal aber nicht über seine Knieprobleme reden. «Das wäre nur eine Ausrede. Steve Darcis hat fantastisch gespielt und den Sieg verdient.»
Darcis mit Spiel des Lebens
Darcis, die Weltnummer 135, spielte tatsächlich die Partie seines Lebens. Der Belgier brillierte vor allem mit seinem Aufschlag. Mit einem Ass beendete er nach fast 3 Stunden sinnbildlich auch die Partie.
«Für mich ist es wie ein Schock», rang der 29-jährige Belgier nach dem Coup um Worte. «Rafa hat nicht sein bestes Tennis gespielt. Ich habe versucht, so schnell wie möglich ans Netz zu kommen, und mich nicht auf Grundlinienduelle einzulassen. Das hat richtig gut geklappt», freute sich Darcis.
Ein «Brocken» weniger für Federer
Das Out Nadals könnte auch Roger Federer in die Hände spielen. Die spanische Turniernummer 5 wäre ein möglicher Viertelfinal-Gegner des Baselbieters gewesen.
Murray locker weiter
Federers potenzieller Halbfinal-Gegner Andy Murray bekundete indes keine Probleme. Der Olympiasieger, in Wimbledon an Nummer 2 gesetzt, schlug den Deutschen Benjamin Becker locker 6:3, 6:2, 6:2.