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Leberschädigung durch Kurkuma (Gelbwurz)
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 11. Dezember 2022
In einer amerikanischen Fallserie wird von zehn Personen berichtet, die eine Leberschädigung erlitten haben, für die Kurkuma verantwortlich zu sein scheint (1 Fall mit tödlichem Ausgang). Die Betroffenen nahmen kurkumahaltige Präparate zum Beispiel gegen Gelenkschmerzen oder zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens ein. Im Median hatte es knapp drei Monate gedauert, bis die Leberschädigung – mehrheitlich vom hepatozellulären Typ – auftrat. Sieben Personen waren Träger von HLA-B*35:01, einem HLA-Allel, das man mit einer vermehrten Empfindlichkeit gegenüber gewissen pflanzlichen Polyphenolen in Verbindung bringt.
Kurkumin, Wirkstoff von Gelbwurz, wird im Magen-Darm-Trakt schlecht resorbiert. Die biologische Verfügbarkeit kann aber auf verschiedene Weise gesteigert werden; so soll das in (schwarzem) Pfeffer enthaltene Piperin die Aufnahme von Kurkumin um das Zwanzigfache steigern – was zu erhöhten und hepatotoxischen Blutspiegeln führen könnte.
Kurzform der Fallserie aus dem «American Journal of Medicine»: Liver Injury Associated with Turmeric ‒ Growing Problem: Ten Cases from the Drug-Induced Liver Injury Network
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