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Im trockenen Klima der Kalahari-Halbwüste ist die Zahl der Tiere, die dort leben, durch den Mangel an Wasser begrenzt. Wasserlöcher (natürliche wie auch künstliche) sind deshalb besondere Anziehungspunkte in dieser kargen Landschaft.
Um dieses einzigartige Ökosystem zu verstehen, erforschen wir wie und wann die verschiedenen Tierarten diese wichtige Ressource nutzen. So sammeln wir Daten über das Verhalten der Leoparden und Löwen sowie ihren Beutetieren an den Wasserlöchern. Dazu nutzen wir einerseits die Methode der Direktbeobachtungen vor Ort aber andererseits auch indirekte Methoden wie zum Beispiel Kamerafallen oder GPS Halsbänder. Die kombinierten Resultate aus diesen Daten werden uns wertvolle Einblicke in die Nutzung der Wasserlöcher liefern.
Mittel für den Naturschutz wie Geld, Raum und Arbeitskraft sind begrenzt. Daher ist es umso wichtiger, diese sinnvoll einzusetzen und wirksamen Naturschutz zu betreiben. Dazu ist es unumgänglich zu wissen, wie verschiedene Tierarten, die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Futter oder Habitatstypen nutzen.
Mittels den Daten, die wir von Tieren mit GPS-Sendern erhalten, können wir Orte identifizieren, wo unsere Leoparden oder Löwen möglicherweise Beute gemacht haben. Wir fahren dann zu diesen Orten und können so feststellen, wo welches Beutetier gerissen wurde. Später können wir mit der Analyse der gesammelten Daten die Präferenzen für Beute und Jagdorte ermitteln. Schliesslich können wir daraus Empfehlungen erarbeiten, welche Gebiete besonderen Schutz bedürfen, um das Überleben der Tiere auch in Zukunft zu sichern.