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Feuerbrand ist eine gefährliche Bakterienkrankheit des Kernobstes und einiger nah verwandter Wild- und Zierpflanzen. Dieser besonders gefährliche Schadorganismus ist gemäss der Verordnung über Pflanzenschutz (PSV SR 916.20) melde- und bekämpfungspflichtig. 1989 wurde Feuerbrand zum ersten Mal in der Schweiz festgestellt. Unter Berücksichtigung der regional unterschiedlichen Befallsentwicklung und der verschiedenen Schutzziele wurde die Bekämpfungsstrategie des Bundes in den letzten 25 Jahren stufenweise angepasst. Seit 2006 erfolgt die Überwachung und Bekämpfung des Feuerbrandes gemäss der Richtlinie Nr. 3 des BLW (RL Nr. 3 vom 30. Juni 2006). Die Richtlinie sieht nach klar definierten Rahmenbedingungen Bekämpfungsmassnahmen von der konsequenten Tilgung bis zur Eindämmung der Krankheit vor. Sie ermöglicht damit den mit dem Vollzug beauftragen kantonalen Stellen die Anwendung einer angepassten Feuerbrandstrategie.
2016 wurde eine Evaluation der phytosanitären Massnahmen gegen Feuerbrand durchgeführt. Die Evaluation hat gezeigt, dass die in der Richtlinie Nr. 3 des BLW vorgesehenen Massnahmen grundsätzlich geeignet sind, um geeignete Produktionsbedingungen für die nachhaltige Produktion von Kernobstgehölzen und Kernobst zu schaffen sowie die Erhaltung und Nutzung von ökologisch wertvollen Hochstammobst- und Wildpflanzenbeständen zu sichern. Die Evaluation hat aber auch ergeben, dass sich aus der langjährigen Erfahrung mit der Bekämpfung des Feuerbrandes Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit dem Schaderreger ableiten lassen.