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Die höchstgelegenste Wallfahrtskirche Europas liegt auf 2434 m ü.M. Sie erreichen das Marienheiligtum Ziteil zu Fuss über den Pilgerweg.
Die Erscheinung der Muttergottes im Sommer 1580 auf der Alp Ziteil ist durch ein geschichtliches Zeugnis belegt. Der Landvogt des Oberhalbsteins Albert Baselgia hält in einem schriftlichen Bericht an den damaligen päpstlichen Nuntius Fancesco Bonhomini vom 6. Juli 1580 die Visionen fest, die ein 18 jähriges Mädchen im Wald oberhalb von Salouf (in der Cruschetta) und ein Hirte auf Ziteil (am Fusse des Curver auf 2434 m.ü.M) vor ihm bezeugt hatten. Man darf wohl annehmen, dass bald nach diesem Ereignis auf Ziteil eine Kapelle erbaut ist. Das erste schriftliche Zeugnis zur Baugeschichte stammt aus dem Jahre 1679, als der damlaige Pfarrer von Salouf, Johann Gaudenz Janett, den alten Altar durch einen neuen ersetzen liess. Der aus Obervaz gebürtige Pfarrer D. Florin Candrian, der von 1682-1726 als Custos in Ziteil wirkte, bauten ein Pilgerhaus und eine Stube und am 24. Juni 1710 konsekrierte Bischof Ulrich VII. von Federspiel die Kirche auf den Namen Mariae Heimsuchung.
P. Severin aus dem Piemont baute zwischen 1846/48 ein grösseres Pilgerhaus, um dem Bedürfnis nach Nachtruhe für die zahlreichen Pilger nachzukommen. 1949/50 wurde unter der Leitung von Architekt W. Sulser ein selbständiger Flügelbau zum bestehenden Pilgerhaus erstellt. Der Baufreudige Pfarrer von Salouf, Duri Lozza, liess in den Jahren 1957-59 die alte Wallfahrtskirche, welche nach Poeschel ohne kunsthistorische Bedeutung war, durch einen Neubau ersetzten. Architekt Venantius Maissen entwarf die Pläne für das neue Gotteshaus.
Der Chor der alten Kirche blieb erhalten. Durch grosse Stützmauern wurde die bestehende Kirche talwärts (ostwärts) erweitert. Die neue Sakristei und eine Seitenkapelle gaben der Kirche ihr neues Gepräge. Das besondere Merkmal der neuen Kirche ist die massive Schauwand, welche die markanten Konturen der umliegenden Berge widerspiegelt. Und das grosse Rückfenster scheint die Piz d'Err-Gruppe, Piz Bernina, Roseg und Corvatsch in das Innere des Kirchenraumes einzubeziehen.