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Text der Broschüre von smile, inkl. der "verloren" gegangenen LINK-Liste
Projekt Pythagoras
Hier wird von einem interdisziplinäres Projekt berichtet,
Im Rahmen der ELF-Aktivitäten fanden sich fünf Lehrpersonen zum Unternehmen Pythagoras, zwei aus dem Bereich Musik, zwei aus dem Bereich bildnerisches Gestalten und ein Mathematiker. Man kannte sich gegenseitig und hatte Vorstellungen von der Denk- und Arbeitsweise der Partner. Die Gruppe versuchte, verschiedene Zugänge zum Phänomen Pythagoras zu entwickeln und in einem fächerübergreifenden Projekt den SchülerInnen neue Ansätze zu zeigen. Grenzen sind da, um überschritten zu werden. Wie leicht fällt das gerade Jugendlichen!
- Harmonielehre - "Du sollst kein Brot brechen!"
Pythagoras scheint eine Idealfigur zu sein für ein fächerübergreifendes Projekt. Mit seinem umfassenden philosophischen Ansatz bietet er für viele Unterrichtsfächer Ansatzpunkte. Mit der mystischen Verklärung seiner Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart lässt er genügend Freiraum für Eigeninterpretationen. Durch die mündliche Überlieferung wurden seine "Heldentaten" überhöht und lösen bei Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts sowohl Bewunderung wie unverständliches Kopfschütteln aus.
Arbeiten in verschiedenen Fachbereichen
In der Vorbereitungsphase wurden in verschiedenen Fächern pythagoreische Phänomene behandelt. In der Mathematik war es der klassische Satz des Pythagoras am rechtwinkligen Dreieck, verbunden mit einem Einblick in die Welt der irrationalen Zahlen. In der Geschichte wurden Einblicke in die Entwicklung der vorsokratischen Philosophie gewährt, unter anderem durch den Text "Pythagoras Superstar" von Luciano De Crescenzo . In der Musik kam die Entwicklung der Harmonielehre ebenso zur Anwendung wie Versuche unternommen wurden, mit Orff und Klavier Sphärenklänge zu hören, wie sie Pythagoras darstellte. Im bildnerischen Gestalten wurden Farbuntersuchungen vorgenommen und Farbkompositionen ausgeführt.
Jede Gruppe von SchülerInnen musste einen Spezialauftrag erledigen. Die einen hielten Vorträge, andere versuchten, Anregungen ab dem Internet umzusetzen. Eine weitere SchülerInnengruppe baute vier Monochorde - Saiteninstrumente pythagoreischen Ursprungs - mit dem Instrumentallehrer. Diese Phase dauerte in den einzelnen Fächern verschieden lang und erstreckte sich insgesamt über fast fünf Monate.
Im Internet wurden zum Stichwort Pythagoras wertvolle Anregungen gefunden, ob über Philosophie oder Religion, ob es um bestimmte Beweise am rechtwinkligen Dreieck ging, ob es Untersuchungen zur Harmonielehre oder passende physikalische Experimente betraf. Eine grosse Vielfalt an Texten bereicherten die Arbeitsunterlagen. Diese Texte waren in der Regel in englisch geschrieben.
Performance als Zusammentragen der verschiedenen Gruppentätigkeiten
Zum Abschluss dieses Projektes schlugen die Lehrpersonen eine Performance vor. Die SchülerInnen äusserten vorgängig dazu Skepsis und Zurückhaltung. Begonnen wurde die Performance durch Klangwelten auf den vier Monochorden, die in der Mitte der Aula aufgestellt wurden. Deren Obertonreihen versetzten die Zuhörer in eine besondere Stimmung. Nach einer Viertelstunde wählten alle SchülerInnen einen Arbeitsplatz. Die einen spielten weiter auf den Monochorden, andere setzten sich zu einer Philosophengruppe, die zu Texten von Pythagoras eigene Gedanken formulierten. Andere untersuchten mathematische Zusammenhänge im weiteren Umfeld des Satzes von Pythagoras (Katheten- und Höhensatz, allgemeiner Satz, Sichel des Arbelos). Ergebnisse wurden laufend via Hellraumprojektoren öffentlich gemacht. Attraktiv war die raumhohe, transparente Malwand, auf der die vielgestaltigen Eindrücke umgesetzt werden konnten. Mit vier Diaprojektoren wurden Bilder aus dem gestalterischen Unterricht an eine grosse Wand projiziert. Einige versuchten, durch freie Improvisationen von den Klängen der Monochorde zu einer modernen Musikform überzuleiten.
In der Nachbesprechung waren die meisten der Ansicht, dass es sich gelohnt habe, dieses Experiment durchzuführen. Dass etwas passiert sei, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hätten. Sie seien etwas zurückhaltend gewesen durch die ungewohnte Art der Umsetzung. Und auch: Jetzt hätten sie soviel dafür gearbeitet, wie die Lehrpersonen das wohl benoten werden? Diese Frage war für die SchülerInnen wichtig und zeigt sich als Folge der jahrelangen Konditionierung auf solches Verhalten. Für eine Wiederholung als öffentliche Vorführung im Rahmen der Besuchstage waren die SchülerInnen nicht zu motivieren.
Lukas Müller
In der smile-Broschüre ging die LINK-Liste "verloren", hier ist sie:
Eine Suche mit Stichworten wie "Pythagoras Euklid Beweis" liefert eine Fülle verschiedenartiger Quellen (auch deutschsprachig). Zu empfehlen ist die Suche mit Excite.de (www.excite.de). Nach jedem Schritt werden neben Treffern noch zehn weitere Vorschläge zum Ankreuzen für eine nächste Suche angegeben.
Geometrie -Programme im Internet (Demo) und auf CD:
Weitere verbreitete Geometrie-Programme sind Euklid und Sketchpad.
Sehr geehrter Herr Müller
Offenbar ist da was schief gegangen. Wir wissen nicht genau, warum, das ändert die Sache aber nicht. Ich entschuldige mich in aller Form für den Fehler und hoffe, dass Sie dennoch Gefallen an der Broschüre finden.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit
Gruesse / Regards
Matthias W. Zehnder, ZDM, Chefredaktor SMILE