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Studienauftrag im selektiven Verfahren: 2002
Bauauftraggeberschaft: Gemeinde Schattdorf
Mitarbeit: Gian Salis, Bartelomeus Gijzen, mit Margrit Baumann dipl. Arch ETH SIA
Die gemeinsamen öffentlichen Nutzungen des Altersheimes werden in einem offen organisierten Eingangsgeschoss angeordnet.
Das Treppenhaus inszeniert für die Bewohner eine grosszügige und verführerische Promenade durch das Altersheim. Eine einläufige, geschossweise gespiegelte Treppe führt jeweils von einem zweigeschossigen Entreé zum nächsten. Über diesen zweigeschossigen Raum wird jede Wohngruppe mit der darüber- und der darunterliegenden durch eine Galerie verhängt.
Die geschossweise angeordneten Wohngruppen entwickeln sich entlang eines Korridors, der an seinen Enden in intime Aufenthaltsbereiche mündet und sich in der Gebäudemitte, zur Treppe und zum gemeinsamen Wohnraum ausweitet. Das Gebäude wird dadurch in alle vier Himmelsrichtungen erlebbar und der überschaubar. In den warmen Steinboden werden Parkettfelder eingelassen um die verschiedenen Aufenthaltsbereiche auszuzeichnen. Dem Wohnraum ist eine Veranda vorgelagert, sie erlaubt über einen zweigeschossigen Ausschnitt nach unten und oben über die Wohngruppen zu kommunizieren.
Die Fassadenkonstruktion ist ein Baukastensystem aus drei Elementen, die leicht modifiziert werden: Brüstungsbänder aus fein gelb eingefärbten und abgesäuerten Kunststeinelementen, übereck verglaste Kastenfenster aus Lärchenholz und einspringende Lüftungsflügel. Diese schaffen vor jedem Zimmer einen minimalen Aussenraum, der von den Bewohnern individuell bepflanzt werden kann.