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Der betroffene Mitarbeiter stand auf dem obersten Gerüstlauf eines freistehenden Gerüsts, als die Deckenelemente für einen Holzelementbau mit dem Kran eingehievt wurden. Er wollte die Deckenelemente in die korrekte Position bringen. Dabei hielt er sich mit einer Hand an einem Holm des äusseren Seitenschutzes fest. Plötzlich verlor er das Gleichgewicht und stürzte 4,5 m ins Gebäudeinnere ab. Beim Aufprall auf den Betonboden erlitt er schwere Verletzungen.
Fassadengerüst ohne doppeltes Innengeländer mit Absturzhöhe von 4,5 m
Wenn die Absturzhöhe vom Gerüstbelag ins Gebäudeinnere mehr als zwei Meter beträgt, muss am Fassadengerüst ein doppeltes Innengeländer montiert werden. Bei diesem Unfall war diese Höhe überschritten und das doppelte Innengeländer fehlte. Deshalb war der Absturz nach innen möglich.Der Vorgesetzte ist verantwortlich, dass alle Mitarbeitenden auf einem sicheren und korrekt erstellten Fassadengerüst arbeiten. Entsprechend ist das Gerüst vor der Benützung zu kontrollieren. Der Gerüstbauer wiederum ist verantwortlich, dass das Fassadengerüst gemäss den gesetzlichen Vorschriften erstellt wird.
Das Einhalten dieser lebenswichtigen Regeln für den Holzbau hätte diesen Unfall verhindert:
Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, heisst es: STOPP, die Arbeit einstellen und die gefährliche Situation beseitigen.
Erst dann weiterarbeiten.
Rechtliche Grundlagen