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Die Zuger haben die Doppelinitiative deutlich abgelehnt. Die Initiative «Ja zu gesunden Stadtfinanzen» verwarfen sie mit 5155 Stimmen (62,56 Prozent), die «Initiative Ja zur historischen Altstadt» mit 5172 Stimmen (62,29 Prozent).
Die Zuger Stimmbevölkerung hat beide Anliegen der Doppelinitiative deutlich verworfen. Die Mehrheit lehnt die Initiative «Ja zu gesunden Stadtfinanzen» mit 62,56 Prozent Nein-Stimmen ab. Damit kann die Stadt das frühere Landis&Gyr-Gebäude beim Bahnhof Zug behalten und muss es nicht wieder verkaufen. Die Zuger schätzen die Stadtfinanzen offenbar nicht so düster ein wie das Komitee für die Doppelinitiative. Dieses hatte die Initiative mit hohen Folgekosten für Umzug und Sanierung und der angespannten finanziellen Lage der Stadt begründet.
Bezüglich der Folgekosten schenken die Zuger dem Stadtrat Glauben. Die Exekutive bezifferte die Kosten für den Umzug der Verwaltung, den Umbau und die Sanierung des L&G-Gebäudes auf 6,5 Millionen Franken; das Komitee sprach von bis zu 20 Millionen Franken und berief sich auf Expertisen früherer Kaufinteressenten.
Nein zur Altstadt-Initiative
Abgelehnt haben die Stadtzuger auch die «Initiative Ja zur historischen Altstadt» mit 62,29 Prozent. Die Initiative verlangte, dass die Stadtverwaltung nicht umziehen und in der Altstadt bleiben soll. Die Stadtverwaltung ist heute auf mehrere Gebäude im historischen Teil Zugs verteilt. Ein Gebäude, das Haus Zentrum, hat die Stadt jedoch an die Korporation verkauft.
Die Zuger hängen damit weniger an der Tradition als das Komitee und glauben nicht, dass die Zuger Altstadt wegen des Umzugs der Stadtverwaltung aussterben wird.
Die Stimmbeteiligung betrug bei der Initiative «Ja zu gesunden Stadtfinanzen» 50,69 Prozent, bei der Initiative «Ja zur historischen Altstadt» 50,51 Prozent.
Kauf-Entscheid bestätigt
Die Zuger haben mit der Ablehnung der Initiative «Ja zu gesunden Stadtfinanzen» zugleich den Kauf-Entscheid bestätigt. Vor vier Jahren hatte die Stadt das L&G-Gebäude für 52,3 Millionen Franken von der Siemens erworben. An der Abstimmung im September 2012 sagten 55,89 der Zuger Ja zum Entscheid. Die Stadt will 2019 die Stadtverwaltung im L&G-Gebäude zentralisieren.
Die Zuger Stimmbevölkerung hat sich damit der Meinung des Stadtrats, des GGRs und des überparteilichen Komitees für eine gesunde Stadtpolitik angeschlossen. Die Exekutive lehnte die Doppelinitiative ab, ebenso wie das Stadtparlament (37 Nein- zu 2 Ja-Stimmen). Von den politischen Parteien sprach sich einzig die städtische FDP für die Doppelinitiative aus.