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Ein russischer Beamter soll eine 50 Kilometer lange Strasse gestohlen haben. Er ist deshalb festgenommen worden.
Wie die Ermittlungsbehörden am Mittwoch mitteilten, steht der Beamte im Verdacht, in seiner Zeit als Leiter der Strafvollzugsbehörde in der Republik Komi die Demontage von 7000 Betonplatten veranlasst zu haben, mit der eine Strasse in der Nähe eines Straflagers bedeckt war.
Anschliessend habe der Justizbeamte die Beute für sechs Millionen Rubel (81'000 Franken) verkauft. Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Unterschlagung, teilte ein Anwalt mit. Der Zeitung «Iswestija» zufolge wird auch der Amtsvorgänger einer ähnlichen Tat beschuldigt.
Der Strassenbau zählt in Russland zu den korruptesten Wirtschaftsbereichen, entsprechend astronomisch fallen häufig die Kosten aus: Nach Angaben russischer Medien kostete der Bau einer Bergstrasse für die Olympischen Winterspiele in Sotschi umgerechnet 8 Milliarden Franken – das Geld hätte gereicht, um die 48 Kilometer lange Strecke mit Kaviar zu bestreichen. (sda/afp/dpa)