Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03234.jsonl.gz/854

Einige von euch kennen ihn, andere werden ihn durch diesen Blog etwas näher kennen lernen. Der Barbet ist eine französische Hunderasse und gehört zu den so genannten Wasserhunden. In einem früheren Blog wurde bereits einmal einer der bekanntesten Hunde überhaupt, der portugiesische Wasserhund vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, vorgestellt. Der portugiesische und der französische Wasserhund haben einige Gemeinsamkeiten wie zum Beispiel das gelockte Fell, es gibt aber auch Unterschiede. Was den französischen Wasserhund, den Barbet, ausmacht, wie sein Charakter und sein Körperbau sind und wie er heute noch eingesetzt wird zeige ich euch in diesem Blog:
Der Ursprung und die Geschichte des französischen Wasserhundes:
Der Barbet ist eine sehr alte Hunderasse, der seine Ursprünge in Afrikanischem Gebiet hat. Araber brachten seine Vorfahren, die Afrikanischen Hütehunde nach Frankreich, wo sich dann nach und nach diese Rasse entwickelte. Zu jener Zeit wurden vor allem Laufhunde, Doggen und Windhunde genutzt, da die wichtigste Tätigkeit der Menschen das Jagen war. So fand der Barbet einen guten Platz zwischen den anderen Hunden, da er einfacher zu ernähren war als die empfindliche Dogge und viel ruhiger war als der Laufhund. Da gewisse Hunderasse nur den adligeren Leuten vorbehalten waren entwickelte sich der Barbet als Jagdhund der Bauern. Der Barbet zeigte ideales Apportierverhalten und einen ausgesprochen guten Wachinstinkt, weshalb er neben der Jagd auch noch Hof und Tierherden bewachte. Im Mittelalter wurde der Barbet einfach nur Wasserhund genannt und erst im 16. Jahrhundert kam die Rassebezeichnung Barbet hinzu. Im 18. Jahrhundert waren die unifarbenen Barbets, die es in schwarz oder in weiss gab, sehr beliebt und waren überall zahlreich zu finden. Sie wurden viel mit anderen Rassen gekreuzt und bald fanden gewisse der nachkommenden Rassen grössere Beliebtheit als der Barbet. Ende des 19. Jahrhunderts wo auch die Wasserjagd nicht mehr so aktuell war, war der Barbet für kurze Zeit fast ausgestorben und nur noch wenige Bauern und Jäger hatten Exemplare dieser Rasse in ihrem Besitz. Dank seines guten und freundlichen Temperaments erfreut sich der Barbet aber wieder zunehmender Beliebtheit und es gibt einige fleissige Züchter. Als dann sogar der Präsident der Vereinigten Staaten einen Wasserhund ins weisse Haus aufnahm, boomte die Beliebtheit der Wasserhunde noch einmal enorm.
Das Aussehen des Barbet:
Der Barbet ist ein mittelgrosser Hund wobei Hündinnen eine Grösse von 53 bis 61 cm erreichen und die Rüden im Durchschnitt 58 bis 65 cm gross werden. Auffällig ist vor allem das Fell dieser Wasserhunde. Das dicke, wollige Fell ist leicht gelockt und schützt sehr stark gegen Wind, Feuchtigkeit und Kälte. Da das Fell sehr dicht ist und der Hund fast nicht haart, benötigt der Barbet eine regelmässige Fellpflege. Die abgestorbenen Haare müssen nämlich mit einer Bürste entfernt werden, damit das Fell nicht verfilzt. Unter dem Kinn dieser Hunde bilden die Haare eine Art Bart, weshalb der Barbet diesen Namen bekam. Die Fellfarben sind meistens einfarbig und gehen von schwarz über grau zu kastanienbraun, falb, sand bis hin zu weiss. Sehr selten gibt es auch leicht gescheckte Vertreter dieser Rasse. Der französische Wasserhund schwimmt extrem gerne und geht bei jedem Wetter ins Wasser, wobei sein Fell ihn vor dem Wasser schützt. Dieses Hundefell ist zwar bei Kälte und Nässe sehr praktisch, allerding erträgt der Barbet keine Hitze. Im Sommer muss also gut aufgepasst werden, dass der Barbet sich nicht überhitzt und immer einen genügend kühlen Schattenplatz zur Verfügung hat oder einen Platz mit Wasser, wo er sich abkühlen kann.
Der Charakter des Barbet:
Wegen seiner Intelligenz und seiner fröhlichen, aufgestellten Art erfreut sich der Barbet auch heute noch grosser Beliebtheit. Der französische Wasserhund ist stets aktiv und voller Tatendrang, wirkt dabei aber nie nervös. Er zeigt kein aggressives Verhalten und ist meist sehr mutig und treu. Seine Familie ist ihm sehr wichtig, weshalb er gerade auch für Familien eine geeignete Wahl ist. Der Barbet ist ein sehr sensibles Tier und spürt jede Unsicherheit des Menschen. Deshalb braucht er trotz seinem gutmütigen Wesen eine sehr konsequente Erziehung, die am besten so früh wie möglich bereits beginnt. Ein gut sozialisierter, konsequent erzogener Barbet macht jeder Familie grosse Freude. Ist der Barbet jedoch nicht richtig erzogen, braucht es nicht viel für ihn sich die Oberhand zu nehmen und den Besitzer zu dominieren. Für den Barbet ist vor allem regelmässige Bewegung an der firschen Luft sehr wichtig. Er kann zwar in der Stadt gehalten werden, ist aber nicht gerne lange alleine oder in einem Raum eingeschlossen.
Die Verwendung des Barbet in der heutigen Zeit:
Der Barbet ist oft als Familienhund im Einsatz und verträgt sich auch mit Kindern und anderen Tieren meistens gut. Wegen seines freundlichen und unkomplizierten Wesens wird er aber auch sehr häufig als Therapiehund oder Begleithund genutzt. Durch seine Intelligenz lernt er sehr schnell und kann sehr gut ausgebildet werden. Durch seine verspielte und sportliche Art wird er auch gerne für alle möglichen Hundesportarten eingesetzt. Zum Training und zum Spiel eignet sich besonders ein schwimmendes Spielzeug sehr gut:
Wasserhunde – Was es über die anderen Vertreter dieser Untergruppe zu sagen gibt:
Wasserhunde haben genetisch nicht viel miteinander zu tun. Die Gemeinsamkeit besteht allein darin, dass diese Hunderassen für die Arbeit im Wasser von Fischern und Jägern eingesetzt wurden. Aussehen tuen sie aber trotzdem alle sehr ähnlich, vor allem das meist dunkle, gelockte Fell ist bei allen Wasserhunden zu finden. Folgende Rassen werden unter der Gruppe der Wasserhunde aufgeführt: Zum einen den hier in diesem Blog beschriebenen Barbet, den französischen Wasserhund, dann wie auch in diesem Blog schon erwähnt der portugiesische Wasserhund und der spanische Wasserhund. Weiter zählen dazu der American Water Spaniel, der Irish Water Spaniel, der italienische Lagotto Romagnolo und der niederländische Wetterhoun. Diese sieben Rassen sind sehr gerne im Wasser und haben ein wasserabweisendes Fell. Am ehesten vergleichbar mit dem Barbet sind die portugiesischen und spanischen Wasserhunde. Über den portugiesischen Wasserhund erfährst Du im früheren Blog über den First Dog alles was du wissen willst und über den spanischen Wasserhund folgt hier eine kleine Beschreibung:
Der spanische Wasserhund ist einiges kleiner als der Barbet, so werden die Hündinnen nur 40 bis 46 cm gross und die Rüden mit ihren 44 bis 50 cm nicht viel grösser. Über seine Herkunft ist leider nur bekannt, dass er entweder von Afrika oder aus der Türkei mitgebracht wurde und dann hauptsächlich in Andalusien gross verbreitet war. Wie der Barbet haart auch der spanische Wasserhund kaum, weshalb sein Fell dazu neigt sich zu verfilzen, wenn man die abgestorbenen Haare nicht entfernt. Neben dem eher pflegeleichten Fell ist er auch vom Charakter sehr einfach zu halten. Der spanische Wasserhund lässt sich gut erziehen und weist eine hohe Intelligenz und Lernfreudigkeit auf. Dieser freundliche und treue Hund ist auch für Kinder ein idealer Spielgefährte und tobt sich gerne mit ihnen aus. Nur Fremden gegenüber ist der Wasserhund eher reserviert und zurückhaltend. Das Einsatzgebiet des spanischen Wasserhundes entspricht dem des französischen: Die Jagd im und am Wasser, das Fischen und heutzutage wird er auch noch als Begleit-, Therapiehund und sehr gerne auch für den Sport eingesetzt.
Ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick erhalten über den Charakter, das Aussehen, die Herkunft und die Nutzung des Barbets und die ähnlichen Hunderassen unter den Wasserhunden. Mir persönlich gefällt das gelockte Fell dieser Hunderassen sehr gut, da es ihnen einen sehr freundlichen Ausdruck verleiht und definitiv den Jö Faktor steigert.