Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/51203

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Energie-Etikette für Motorfahrzeuge am effektiven C02-Ausstoss eines Motorfahrzeuges pro Kilometer auszurichten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Energie-Etikette informiert über den Treibstoffverbrauch und die damit verbundenen CO-Emissionen und fördert so den Verkauf sparsamer Fahrzeuge mit dem Ziel, zusammen mit anderen Massnahmen im Verkehrsbereich, den CO2-Ausstoss im Hinblick auf die Erfüllung des CO2-Gesetzes und des Kyoto-Protokolls zu senken. Ferner soll sie beitragen, das zwischen UVEK und Auto-Schweiz vereinbarte Ziel der Senkung des mittleren Treibstoffverbrauches neuer Personenwagen von 8,4 auf 6,4 Liter pro 100 Kilometer im Jahre 2008 zu erreichen.</p><p>Zu diesem Zweck beinhaltet die Energie-Etikette drei Informationen: Erstens wird für jeden Personenwagen der absolute normierte Verbrauch in Litern pro 100 Kilometer angegeben. Zweitens wird der CO2-Ausstoss in Gramm pro Kilometer ausgewiesen. Drittens führt die Energie-Etikette sieben Effizienzkategorien (A-G) ein. Die Zuordnung erfolgt mit Hilfe einer Bewertungszahl, die auf dem Verbrauch in Liter pro 100 Kilometer im Verhältnis zum Leergewicht basiert. Damit bleibt die beste Kategorie A nicht nur den Kleinwagen mit geringem Gewicht vorbehalten.</p><p>Mit den beiden ersten Informationen soll der Konsument über die absoluten Energieverbrauchswerte und deren Wirkung auf den CO2-Ausstoss informiert werden. Die Effizienzkategorien ermöglichen zusätzlich einen transparenten Vergleich der Energieeffizienz aller angebotenen Personenfahrzeuge. Sehr tiefe absolute Verbrauchswerte können nur von Kleinwagen erzielt werden.</p><p>Auch wer auf ein grösseres, schwereres Fahrzeug angewiesen ist, soll zum Kauf eines Autos motiviert werden, das sowohl dem individuellen Bedarf als auch dem Ziel der CO2-Verminderung entspricht. Dies kann z. B. eine Grossfamilie, einen Bauernbetrieb im Berggebiet oder Handelsreisende betreffen, für die ein Kleinwagen nicht infrage kommt. Diesen Gruppen nützen die absoluten Angaben wenig, denn sie können nur mit grossem Aufwand von der absoluten Zahl auf einen vergleichsweise effizienten Fahrzeugtyp in der gewollten Fahrzeugklasse schliessen. Durch die Energie-Etikette ist es der Käuferschaft direkt möglich, auf ein energieeffizientes Fahrzeug seiner bevorzugten Klasse zu schliessen. Dies führt dazu, dass in jeder Fahrzeugklasse der durchschnittliche Verbrauch sinkt.</p><p>Die Bundesverwaltung arbeitet zurzeit an einem haushaltneutralen Anreizsystem (Bonus-Malus-System) im Rahmen des Automobilsteuergesetzes. Demzufolge soll der Kauf besonders energie- und umwelteffizienter Personenwagen mit einem Bonus gefördert werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Kategorisierung der Fahrzeuge geprüft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.