Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03198.jsonl.gz/397

Der Stromverbrauch im Winter ist höher als im Sommer und die Schweiz ist bereits heute auf Stromimporte angewiesen. Mit dem zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen wird sich dieses Ungleichgewicht noch akzentuieren.
Unter längerfristigen Schwankungen werden an dieser Stelle als Schwankungen mit Perioden bis zu einem Monat verstanden. Sie werden in der Regel durch ungünstige Wetterbedingungen verursacht. Als Beispiele können Produktionsrückgänge aufgrund von Dunkelflauten bei der Wind- oder Solarenergie oder Wassermangel bei Wasserkraftwerken genannt werden.
Der Stromverbrauch schwankt. Er ist am Tag höher als in der Nacht und an Wochenenden niedriger als unter der Woche. Hinzu kommen die Schwankungen aufgrund der unregelmässigen Produktion von Wind- und Solaranlagen. Für den . Für den Ausgleich dieser kurzfristigen Schwankungen in einem Periodenbereich von 12 Stunden bis zu mehreren Tagen kommen insbesondere Speicherkraftwerke, Pumpspeicherwerke und Batterien in Frage.
Die ursprünglich für die Versorgung von Verbrauchern ausgelegten Verteilnetze der unteren Spannungsebenen (Netzebenen NE3 bis NE7) stehen vor der Herausforderung zukünftig kleinere und mittlere Erzeugungsanlagen aufzunehmen. Dabei muss das Stromnetz so ausgelegt werden, dass es die maximale Einspeiseleistung dieser Anlagen aufnehmen kann.
Um die Ziele der Klimastrategie 2050 zu erreichen muss das schweizerische Energiesystem weitgehend elektrifiziert werden. Dies hat auch Auswirkungen auf das Stromnetz. Die neuen erneuerbaren Produktionsanlagen liefern ihren Strom viel unregelmässiger als die traditionellen Kraftwerke. Zudem steigt der Stromverbrauch wegen der zunehmenden Elektrifizierung deutlich an.