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Weltweit ist Sorghum bicolor (L.) Moench mit einer Anbaufläche von 40,5 Millionen Hektaren die fünftwichtigste Ackerkultur. Trotz ihres Hauptanbaugebietes in wärmeren Regionen hat die Fläche in Europa in den letzten Jahren wieder zugenommen – unter anderem auch weil Sorghum mit wenig verfügbarem Wasser interessante Erträge hervorbringt. Um die wenigen aus der Schweiz vorhandenen Informationen zum Körnersorghum-Anbau zu erweitern, wurden in den Jahren 2009 bis 2011 Versuche in verschiedenen Regionen der Schweiz mit mehreren Sorten angelegt. Die frühreifsten Sorten erzielten bei guten Umweltbedingungen in Kleinparzellenversuchen Erträge bis zu 110 dt ha−1 mit einem Wassergehalt von 16 % zum Zeitpunkt der Ernte. Aufgrund der höheren Wärmebedürftigkeit im Vergleich zu Mais sind Muldenund Kaltluftlagen sowie eine allzu frühe Saat zu meiden. Dies gewährleistet eine verhältnismässig rasche Jugendentwicklung und eine vollständige Befruchtung. Ein Fütterungsversuch mit Ferkeln hat gezeigt, dass einheimisch produzierter Sorghum qualitativ mit Importware vergleichbar ist und den Ansprüchen einer Verfütterung genügt. Erste Infektionsversuche mit Fusarien führten zu geringem Befall und tiefen Deoxynivalenolgehalten. Wie dieser erfolgreiche Anbau von Sorghum bicolor in guten Maislagen der Schweiz zeigt, drängt sich mit den ändernden Klimabedingungen die Notwendigkeit für die Bereitstellung detaillierterer Informationen von anderen Hirse- und Sorghumtypen für die Schweizer Landwirtschaft auf.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.