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Archiv zu Blutdruck, 15.2. bis 7.6.2006
Das Risiko für zu hohen Blutdruck ist bei Menschen, die Sport treiben, um etwa ein Viertel niedriger als bei Sportmuffeln. Das hat eine Studie an über tausend Personen in den USA gezeigt. Wer sich oft bewegt, reagiert auch besser auf Insulin und läuft weniger Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Auch eine gute Insulin-Reaktion senkt den Blutdruck. [1335]
7. Juni 2006 – Am J Epidemiology 2006;163:921
Wer Nacht für Nacht nur fünf oder weniger Stunden schläft, hat verglichen mit dem Durchschnitt der Bevölkerung ein doppeltes Risiko für einen zu hohen Blutdruck. Das zeigt eine Studie an über viertausend Personen in den USA. [1325]
28. Mai 2006 – Hypertension 2006;47:833
In Japan macht eine neue Trainingsmethode von sich reden: Beim Kaatsu legt man sich Manschetten über die Muskeln, ähnlich denen, die man zum Messen des Blutdrucks verwendet. Sie drosseln die Blutzufuhr, was die Muskeln schon mit leichtem Training zu einem starken Wachstum anregen soll. Ein Experiment an der Universität von Tokio hat gezeigt, dass beim langsamen Kaatsu-Walking die Muskeln zunehmen, nicht aber beim normalen Walking. [1323]
26. Mai 2006 –
In Kuba leiden nur 20 Prozent der Menschen an einem zu hohen Blutdruck, das ist deutlich weniger als in den USA oder in Europa. Auch die Behandlung ist sehr erfolgreich: fast zwei Drittel der behandelten Patienten haben einen Blutdruck unterhalb von 140 zu 90 Millimeter Quecksilber. [1322]
25. Mai 2006 – J Hypertension 2006;24:845
Milch und Milchprodukte enthalten viel Kalzium. Ein hoher Konsum von Milch, Milchprodukten und Kalzium aus anderen Quellen kann den Blutdruck senken. Der Unterschied kann bis zu 10 Millimeter Hg ausmachen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über neunhundert Männern in Frankreich. [1314]
17. Mai 2006 – J Hypertension 2006;24:671
War der Sommer im ersten Jahr des Lebens besonders heiß und trocken, ist der Blutdruck sechzig bis siebzig Jahre später höher als im Durchschnitt. Diesen Zusammenhang hat man bei fast viertausend britischen Frauen beobachtet. Schuld sind offenbar Austrocknung und Durchfall, unter denen in heißen Sommern mehr Babys leiden. [1297]
30. April 2006 – Am J Epidemiology 2006;163:608
Wer sehr gut mit dem Spurenelement Magnesium versorgt ist, kann sein Risiko für zu hohen Blutdruck und Diabetes um bis zu ein Drittel senken. Das ist aus einer Untersuchung an über viertausend Amerikanern berechnet worden. Viel Magnesium findet sich unter anderem im Vollkorn und in Milch, Leber, Geflügel und Fisch. [1279]
10. April 2006 – Circulation 2006;113:1675
Junge Menschen, deren Blutdruck während eines Videospiels stärker steigt als bei anderen, haben Jahre später wahrscheinlich stärker verkalkte Arterien als diese anderen. Das haben Forscher an über zweitausend Personen in den USA herausgefunden. Ob sich Videospiele als neue Methode der Früherkennung in Arztpraxen durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. [1253]
3. März 2006 – Hypertension 2006;47:391
Sind fünfzig Jahre alt, männlich, und haben alle Werte von Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Body Mass Index im grünen Bereich? Rauchen Sie nicht und bewegen Sie sich regelmäßig? Dann haben Sie gute Chancen, elf Jahre älter zu werden als ein Mann Ihres Alters mit mindestens zwei bekannten Risikofaktoren für Herz und Kreislauf. Bei fünfzig Jahre alten Frauen ist der Unterschied etwas kleiner, beträgt aber immer noch acht Jahre. Diesen Schluss zieht man aus den Schicksalen von über 8000 Personen, die an der Framingham-Studie teilgenommen haben. [1248]
24. Februar 2006 – Circulation 2006;113:791
Wird es draußen kalt, steigt bei Patienten mit Hypertonie tagsüber der Blutdruck; bei heißem Wetter sinkt er. Nachts ist es genau umgekehrt: Nach einem heißen Tag bleibt nachts im Schlaf der Blutdruck höher als nach einem kalten Tag. Das zeigen Messungen an über sechstausend Patienten in Florenz. [1241]
15. Februar 2006 – Hypertension 2006;47:155
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