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AW: Kennenlernen über größere Distanzen
Zitat von Andre:
Aber sicher doch. Aber um auf deine zwischenton- und abstufungsfreie Unterstellung, ich hätte ein "schlechtes Menschenbild" zu antworten, fand ich es passend, es aus dem Wald herausschallen zu lassen, wie in ihn hineingerufen wurde.
Ich habe gefragt, welcher Erfahrungen es bedarf, um zu solch einem negativen Menschenbild (Seelenmüll, auskotzen, benutzen ...) zu gelangen. Du und auch Lisa, ihr suchtet nach Kritikpunkten an der Lebensform von Nahbeziehungen. Dabei habt ihr ganz schön ausgeteilt. Ich frage mich, weshalb man überhaupt die ungewollte Beziehungsform abwerten muss, wenn man eh die andere favorisiert. Ihr könntet ja auch eure einfach positiv bewerten und darstellen. Hinterfragen ist kein Thema, klar, aber diese Unterstellungen wie andere als Mülleimer zu benutzen usw. ... das sind doch sehr weit hergeholte Assoziationen, die viel über euch / dich aussagen - auch über das Menschenbild.
Zitat von Andre:
Aber ich bin noch nicht fertig. Ich würde gern mal den Belege (inform eines Postings von mir) für die Behauptung sehen, dass ich eine Fernbeziehung führe, weil ich die Überwindung der Entfernung als Großtat und Liebesbeweis betrachte. -- Desweiteren hätte ich gern einen Beleg, wo ich mein Liebes- und Beziehungs-"modell" (was für ein Wort) als das allein richtige hingestellt habe. -- Dann schaun wir mal, was von dem ganzen Lärm noch übrigbleibt.
Schau im NPS-Thread. Du hast unaufgefordert und auch unangegriffen deine Liebe zur Fernbeziehung verteidigt, dich erklärt und die Vorzüge, die du darin siehst über jene derer gestellt, die eine Nahbeziehung bevorzugen. Im gesamten Kontext betrachtet kam bei mir an, was ich dazu geschrieben habe. Interessant, da machst du so viel Lärm um deine Kraftakte und große Taten und unterstellst dann mir viel Lärm um deinen Lärm. Komisch.
Zitat von Andre:
Nunja, unter "Zwischentönen und Abstufungen" verstehe ich allerdings nicht Aussagen wie "in sich stimmig, liebend, einvernehmend und rücksichtsvoll", "Wenn ich gemeinsam mit meinem Partner eine Herausforderung zufriedenstellend und gut bewältigt habe", "Es wird individuell wahrgenommen, gelebt, genossen und gewertschätzt." oder "Ich bevorzuge lebendige Interaktion, leben und mit dem was ist umgehen, keineswegs zu verwalterisch, aber eben realitätsbezogen und irgendwie spielerischer."
Meine Aussagen lassen sehr viel Spielraum zu, da gibt es viel Platz für Zwischentöne, der muss gelassen werden, unbedingt.
Zitat von Andre:
Das hört sich alles sehr schön an, und dem kann ich irgendwie auch immer zustimmen, weil es irgendwie auch immer passt und stimmt. Nur, einen auf ein konkretes Problem praktisch anwendbaren Informationsgehalt enthält es leider nicht. Ich mein, so ganz lebendig, realitätsbezogen und spielerisch -- aber natürlich keineswegs verwalterisch müsste es doch möglich sein, dass du dich mal aus der Deckung wagst und mal irgendwas konkreteres von dir selber sagst.
Aber du hast ja gesehen, wie es mir ergangen ist, nachdem ich ein konkretes Beispiel erzählt habe.
Tztz... *Aus der Deckung wagst* - wie denkst du eigentlich?
Um zu einem konkreten Problem eine Lösung zu erörtern, eine konkrete Problembewältigungsstrategie praktisch zu demonstrieren brauche ich ein konkrete Problemsituation. Wirkte ich in der Tat erst dann glaubwürdiger, demonstrierte ich hier eine konkrete Problemsituation samt ihrem Lösungsansatz?
Ich soll was konkreteres über mich selbst sagen? Das passt jetzt ja gar nicht mehr, was soll das denn? Ich schreibe hier von meinem mir bedeutsamen Haltungen, von*meinen* Haltungen und du meinst, ich solle aus der Deckung?
Ach komm, das sagst du, von dem ich las, dass es nicht auf den Schreibenden ankommt, sondern auf den Inhalt. Wenn du mit meinen Inhalten nichts anzufangen weißt, ok, das ist dann so, aber der ganze Mist danach, den kannste grad vergessen--- aus der Deckung... ich fass es nicht. Ja, das meinte ich mit merkwürdigem Menschenbild.