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Ich will nicht kleinlich sein, aber ich denke in Anbetracht der Russischen Annexion der Krim ist es wichtig, immer wieder auf die Unterscheidung zwischen Ukraine und Russland hinzuweisen.
Wenn das Bild mit dem Riesenrad in Pripyat bei Tschernobyl den Titel trägt „Einst gehörte die Energiestadt Tschernobyl zu den kinderreichsten Orten Russlands“, so finde ich es doch wichtig, dass wir hier im westlichen Europa nun langsam anfangen, uns um die geopolitischen Zusammenhänge dieser Region zu interessieren.
In meiner Schulzeit haben wir auch von „Russland“ gesprochen, wenn von der Sowjetunion die Rede war – heute weiss ich, das war damals und ist auch heute noch falsch.
Die Sowjetunion war ein Staatenbündnis, ein Zusammenschluss unterschiedlichster Völker mit unterschiedlichsten Sprachen und Kulturen! Und Russland war lediglich eines dieser Länder, gross, zentral gelegen und sehr einflussreich.
Aus aktuellem Anlass sei auch darauf hingewiesen, dass die Krim nie zu Russland, sondern zur Sowjetunion gehörte. Auch wenn viele Russen sich zur Sowjetzeit dort ansiedelten, kann nicht von „Russischem Territorium“ gesprochen werden. Es gibt spanische Küstenabschnitte welche fast ausschliesslich von Deutschen besiedelt sind. Aber niemand kommt auf die Idee, diese deshalb Deutschland zuzusprechen. Die Urbevölkerung waren die Krimtataren (keine Russen!) welche im frühen 20.Jhd. von Stalin deportiert wurden und später teilweise wieder zurückkehrten. In der Sowjetzeit wurde die Krim der Ukraine angegliedert.
Und so ist es auch mit Tschernobyl. Diese Stadt gehört zur Ukraine und war nie russisch! Wir sprechen ja auch nicht von den „kinderreichsten Orten Deutschlands“ wenn wir z.B. von Liestal sprechen!
Im Artikel von Peter Sennhauser werden die Tabuthemen Pestizide und "Strahlenbelastung durch Kommunikationsanlagen" kurz erwähnt. Dies ist neu und unangenehm, weil beide Ursachen in unserer Gesellschaft stark verwurzelt und schlecht wegzudenken sind.
Zum Thema Bienensterben und Mobilfunk hatte ich das Glück, einen überaus interessanten Vortrag vom Biologen Daniel Favre zu hören. Seine Studien zeigen leider relativ klar, dass sich die handyverliebten Weltregionen vermutlich schon bald Gedanken zu diesem leidigen Thema machen müssen.
Für Personen, welche noch Fähig sind die Gefahren des Mobilfunk-Elektrosmogs psychisch zu verkraften, kann ich das Studium der Zusammenfassung der erwähnten Forschungsarbeit sehr empfehlen:
http://genevalunch.com/files/2011/05/favre.pdf
Für alle andern sei erwähnt, dass alles noch nicht eindeutig bewiesen ist….
http://www.golem.de/1105/83424.html
Zu meiner Theaterwelt-Vorstellung sei erwähnt, dass ich bereits als Kind das Basler Theater sehr liebte und als Schüler sogar Mitglied der „Jugend Theater Gemeinde JTG“ war, weshalb ich für den Eintrittspreis von 2 Franken viele Opern-, Ballett- und Schauspielaufführungen geniessen konnte. Diese waren gut oder auch nicht, aber sie waren nie sexistisch ekelerregend!
Nun scheint aber gerade dies ein Ziel der heutigen „Theaterkunst“ zu sein. Ich muss feststellen, dass ich zurzeit keinem Kind mehr unbeschwert ein Basler Theatererlebnis anraten würde, ohne vorher eine Recherche über die den Intimbereich betreffenden Regieeinfälle vorzunehmen. Vielleicht denkt Herr Delnon, ein heutiges Kind vertrage das besser als ich. Dazu möchte ich einwenden, dass der Theaterdirektor mit dieser Annahme vermutlich falsch liegt, denn was die Kinder betrifft glaube ich mit dem Ratschlag richtig zu liegen, dass Herr Delnon diesbezüglich nicht von sich auf andere schliessen sollte.
Bezüglich den Nackten und Unterhosenbekleideten, oder zu den Schwulenszenen wo die „hohe Kunst“ einer dem andern an den Genitalien rumfummelt lässt und dergleichen, muss ich gestehen, dass ich die Motivation für derartige Inszenierungen nun wirklich nicht nachvollziehen kann. Denken die Verantwortlichen an ein erotisch angereichertes Programm um die Kunden von der andern Strassenseite zur Abwechslung mal in den Musentempel zu locken? Oder haben sie vielleicht das Gefühl, die Leute müssen hier etwas kennen lernen, von dem sie keine Ahnung haben? Oder meinen sie tatsächlich, dass die Offenbarung der kunstvoll angelegten Handlungen von Opern- und Schauspielautoren auf derartige Bilder angewiesen sind um sie dem heutigen Publikum verständlich zu machen? Oder finden sie etwa die Dramaturgie der erwähnten Autoren einfach zu flach und uninteressant, weshalb obszöne Handlungen das Ganze „ein wenig aufpeppen“ sollen?
Wenn es so ist, habe ich ein tiefes Verständnis für die Leute aus dem Oberbaselbiet welche "dieses Theater" mit dieser Interpretation der „hohen Kultur“ einfach nicht mehr mitfinanzieren wollen.
Noch eine Bemerkung zu den Klassikern, welche neu interpretiert und dem Zeitgeist angepasst werden:
Ich frage mich oft, was für weltbewegende Erfahrungen uns in den jeweiligen Inszenierungen die Regisseure vermitteln wollen. Wenn z.B. „Pique Dame“ bis zur allgemeinen Unverständlichkeit umgedeutet wird, kann man nur annehmen, dass es um „hohe Kunst“ geht, welche für solch einfache Gemüter wie mich halt nicht mehr nachvollziehbar ist. Vermutlich lassen sich Herr Delnon und seine KollegInnen von der Idee leiten, dass die Theaterbesucher z.B. die erwähnte „Pique Dame“ schon bestens kennen und nun endlich mal den „alten Schunken“ als etwas Neues und Zeitgemässes erleben möchten.
Falls dies tatsächlich die Motivation ist von der Herr Delnon getrieben wird, möchte ich mir nochmals die Anmerkung erlauben, dass er auch hier vermutlich nicht ganz richtig liegt, wenn er von sich auf andere schliesst. Ich bin davon überzeugt, dass die wenigsten Theaterkunden z.B. die „Pique Dame“ schon vor der Vorstellung wirklich gekannt haben – und nun leider auch nach der Basler Inszenierung nicht verstehen können, in welche Sphären uns das Gebrüderpaar Tschaikowski eigentlich führen wollte.
Nun habe ich ja zur Motivation fürs neue Abonnement noch das teuer gebundenes Saison Gespräch Nr. 1 „Happy Days in Basel“ erhalten. Ich kann nur sagen, dass dies meine Entscheidung mein Abonnement zu künden stark erleichtert hat. Spätestens bei dieser „Lektüre“ habe ich definitiv begriffen, dass Personen mit meinem Kulturverständnis ihr Glück irgendwo zu suchen haben, aber sicher nicht im Basler Theater!
In diesem Sinne wünsche ich den Verantwortlichen ein erfolgreiches Theaterschaffen und hoffe für sie und für die Basler Steuerzahler, dass ihnen auch in Zukunft noch einige Liebhaber dieser hohen und preisgekrönten Kunst erhalten bleiben.
Jimi Hendrix war ohne Zweifel ein grossartiger Gitarist, Musiker und Show-man, aber mit dem Prädikat "bester aller Zeiten" wäre ich etwas vorsichtiger.
Zumindest in den Bereichen Spieltechnik und musikalischer Präzision gibt es doch Gitaristen, welche den vereehrten Jimi eher etwas lahm aussehen lassen. Schaut mal den YouTube Film mit Danny Gatton. Leider liess sich seine Musik und Vielseitigkeit schlecht einordnen und zudem reiste er nicht gerne weshalb er als "The world's greatest unknown guitar player" endete. Aber hier würde ich bedenkenlos "The world's greatest" gelten lassen!
http://www.youtube.com/watch?v=rUpP7CnW4yA