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Die Psychopharmakotherapie ist integraler Bestandteil der psychiatrischen Behandlung. Es stehen für die Behandlung aller Krankheitsbilder psychopharmakologische Therapien zur Verfügung. Für viele psychiatrische Erkrankungen liegen internationale und nationale Behandlungsempfehlungen oder Leitlinien vor, die auf dem aktuell verfügbaren Wissen sowie den Meinungen von Expertengremien aufbauen. Behandlungsempfehlungen bestehen etwa bei Depression, bipolaren Störungen, Schizophrenie, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Demenzen, Delir oder Angst- und Zwangserkrankungen. Gibt es keine expliziten Behandlungsempfehlungen, können Psychopharmaka zur symptomatischen Behandlung eingesetzt werden. Dies ist beispielsweise bei begleitenden Schlafstörungen, depressiven Zuständen, Verwirrtheit, Aggression oder Angst der Fall.
Im Einzelfall wird immer geprüft, ob eine Psychopharmakotherapie notwendig und sinnvoll ist. Dazu gehört, Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen abzuwägen und Kontraindikationen zu berücksichtigen. Meist wird bei schwer betroffenen Patienten neben der Psychotherapie und nicht-medikamentöser Therapien auch eine Psychopharmakotherapie durchgeführt.