Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03566.jsonl.gz/275

Als viertes von elf Kindern erblickte Heinrich am 18. September 1939 das Licht der Welt. Die ersten drei Lebensjahre verbrachte er in Zumholz. Danach zog die Familie nach Jetschwil. Hier bewirtschafteten seine Eltern Marie und Louis Hayoz einen Bauernhof. Früh schon mussten Heini und seine Geschwister auf dem Hof mitanpacken. Heinrich pflegte mit seinen Schwestern und Brüdern sein Leben lang ein freundschaftliches und inniges Verhältnis.
Nach der Schule absolvierte er eine Lehre als Maschinenmechaniker bei der Firma Condensateur in Freiburg. Täglich fuhr er mit dem Velo zur Arbeit. Durch seine Arbeit entdeckte er seine Leidenschaft fürs Basteln und Flicken. Nach der Lehre folgten Stellen in der Romag und der Sika. Er half beim Aufbau der Kläranlage und übernahm den Posten als Kläranlagenwart der Gemeinde Düdingen. 25 Jahre lang war er mit Leib und Seele für diese Anlage verantwortlich. Er war sehr pflichtbewusst. Heinrich war auch ein geselliger und fröhlicher Mensch, stets für einen Scherz zu haben. Auf seiner Vespa fuhr er gern mit einem Bruder oder einem Freund nach Freiburg ins Kino oder zum Essen.
Mit 18 Jahren lernte er Edith Julmy kennen. Am 29. Juni 1963 gaben sich Edith und Heinrich in der Kirche von Düdingen das Ja-Wort. Sie liessen sich in Düdingen nieder und bauten am Drosselweg ihr Eigenheim. Sein Zuhause war sein grosser Stolz, er hielt das Haus in Schuss und reparierte vieles selber. Er war gern zu Hause. Er liebte seinen Garten, seine Blumen, das Gemüse und die Früchte.
Am 1. Januar 1965 kam Sohn Daniel auf die Welt. Er verstarb jedoch fünf Tage später. Die Trauer um seinen Sohn begleitete Heinrich sein Leben lang. Glücklichere Tage kamen, als 1968 Silvia zur Welt kam. Seine Familie war ihm sehr wichtig. Er mochte Kinder, war immer für einen Streich zu haben und flickte so manches Kindervelo aus der Nachbarschaft. Er freute sich über sein Grosskind Fabian, mit dem er viel unternahm. Heini Hayoz zog es immer wieder nach Jetschwil, wo er sich mit seinen Brüdern traf und bei der Arbeit mithalf.
Er war im Schützenverein im Vorstand, war Ehrenmitglied und bis vor wenigen Jahren aktiv als Seniorenveteran. Lange Zeit war er bei der Feuerwehr Düdingen im Piquetdienst. Gern besuchte er den Jahrgängerverein, bei dem er als Gründungsmitglied und auch als Kassier tätig war.
Verschiedene Unfälle und Krankheiten haben Heinrich durch sein Leben begleitet. Manchmal schien es fast unerträglich. Heini konnte sich nie mehr richtig erholen. Am Montag, 13. Dezember 2010, starb Heinrich Hayoz in seinem geliebten Zuhause. Eing.