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Von Tibet kommen wir in die Provinz Yunnan (Südlich der Wolken) im Süd-Westen Chinas. Der Eintritt hierher kann nicht spektakulärer sein. Wir erreichen die Meili Xue Shan Gebrigskette.
Ein Gebirgszug in der chinesischen Provinz Yunnan. Sie liegt in der Nähe der nordwestlichen Grenze der Provinz und wird durch den Salween River im Westen und den Mekong im Osten begrenzt. Der Kamm der Strecke erhebt sich auf über 6.000 Meter über dem Meeresspiegel und bildet eine beeindruckende Höhendifferenz über den Flusstälern im Osten und Westen, die sich zwischen 1.500 Metern und 1.900 Metern Höhe befinden.
Der höchste Gipfel ist Kawagebo, mit 6.740 Meter. Kawagebo gilt als heilig für tibetische Buddhisten. Weitere bedeutende Gipfel sind Mianzimu, Cogar Laka und Jiariren-an. Wegen der Beschränkungen und der gefährlichen Bedingungen ist keiner der Hauptgipfel der Reihe jemals bestiegen worden. Im Januar 1991 verloren sechs chinesische und elf japanische Bergsteiger ihr Leben in einer Lawine, einem der schlimmsten Kletterunfälle in China.
Unser heutiges Ziel ist Shangri La (Am Ende 2001 wurde der Kreis Zhongdian, Hauptort der Autonomen Tibetischen Präfektur Deqen in Chinas südwestlicher Provinz Yunnan, in „Shangri-La“ umbenannt.) Fast 70 Jahre inspirierte Hiltons Sehnsuchtsort mit dem sagenumwobenen Namen die Menschen in der westlichen Welt. Der Mythos endete im Jahr 2001, als die chinesische Führung den Kreis Zhongdian in der Autonomen Tibetischen Präfektur Dêqên in Shangri-La umbenannte, um den Tourismus anzukurbeln. Dort wartet das Ganden Songtsenling Kloster auf uns.
Von unserer Tibetischen Führerin haben wir uns verabschiedet und ab nun begleitet uns ein neuer Guide – Zhang.
Die prachtvolle Klosteranlage, die nach dem Vorbild des Potala-Palastes in Lhasa errichtet wurde, liegt auf dem Gipfel eines Berges. Sie besteht aus den zwei Lamaklöstern Zhacang und Jikang, die wie fünfstöckige tibetische Wachtürme gebaut sind, sowie über fünf Tore, zahlreiche Unterklöstern und hunderte Räumen für die Mönche verfügt. In einer Höhe von 3.300 Metern über dem Meeresspiegel die 146 Stufen zur Hauptgebetshalle hinaufzusteigen ist ein mühevolles Unterfangen, das jedoch auf eindringliche Weise den Pilgerweg veranschaulicht, den Generationen gläubiger Buddhisten, die auf der Hochebenen leben, jedes Jahr auf sich nehmen. Teilweise legen sie den Weg mit unzähligen Niederwerfungen auf ihren Knien zurück.
Nicht weit von Shangri-La befindet sich die „Tigersprung Schlucht“
Die Tigersprung-Schlucht (chinesisch 虎跳峽 / 虎跳峡, Pinyin Hǔtiào Xiá) ist eine etwa 15 Kilometer lange Schlucht im Norden der chinesischen Provinz Yunnan. Der Legende nach soll ein Tiger die Schlucht an ihrer engsten Stelle über einen Felsblock in der Flussmitte mit zwei Sprüngen überwinden können. Misst man den Höhenunterschied vom tiefsten Punkt zum höchsten, ist sie mit rund 3900 m Höhenunterschied die tiefste Schlucht der Welt.
In ihrem Tal fließt der Jangtsekiang als wilder Gebirgsfluss auf einer Höhe von ca. 1800 m über dem Meeresspiegel beim Eintritt in die Schlucht und ca. 1600 m beim Austritt. Die höchsten Punkte bilden mit 5596 m der Gipfel des Jadedrachen-Schneeberg auf der Ostseite und mit 5396 m der Gipfel des Haba Xueshan auf der Westseite. (Wikipedia)
Leider war uns das Wetter nicht gewogen und es regnete teilweise. Die Wolken hingen auch tief und so nahmen wir Abstand vor einer Durchwanderung der Schlucht.
26. – 27. Oktober 2016
Nicht viel weiter erreichen wir die Stadt Lijiang. Wir befinden uns nun auf einer alten Handelsroute der Tea-Horse-Road. „Alte Tee-Pferde-Straße“) sie war ein Handelsweg zwischen den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan im Osten und Tibet und Indien im Westen. Das heisst aber nicht dass Tee mit Pferden transportiert wurde, sondern vielmehr Tee kam von China nach Tibet, Indien und Pferde von Tibet zurück nach China.
Bei einem Erdbeben im Februar 1996 wurde ungefähr ein Drittel der Stadt zerstört. Während viele traditionelle Häuser das Beben überlebten, stürzten viele modernere Betonbauten ein. Danach, mit der Entwicklung des Tourismus im Hinterkopf, wurde das Stadtzentrum geschmackvoll in traditionellem Stil wieder aufgebaut.
In Lijiang hatten wir, dank unserem Guide einen bewachten Parkplatz gefunden, wo wir ungestört die Nacht verbringen konnten.
Anderentags gings weiter. Ganz in der Nähe Lijiangs liegt das kleine Bergdorf Shaxi, wo wir zum übernachten hinfahren.
Die Altstadt von Shaxi ist sehr klein und besteht im Wesentlichen aus einigen ruhigen Gassen, die vom Sideng-Platz ausstrahlen, in dessen Mitte sich das ikonische Wahrzeichen des Dorfes befindet: das Sideng-Theater.
Shaxi blühte mit dem Handel auf, aber mit der Entwicklung des Straßentransports, die zum Untergang der Tee- und Pferdestraße in den 1950er Jahren führten, wurde Shaxi ein normales Dorf im nördlichen Yunnan. Das Ming-Theater auf dem Sideng-Platz und die Straßen, die mit Innenhofvillen und Häusern gesäumt waren, begannen zu verfallen.