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Das Christentum kam mit den Römern und später mit den Franken zu uns in den Bodenseeraum:
Lesen Sie im nebenstehenden Dokument, wie das Christentum erst mit Römern in den Bodenseeraum kam und es später unter Karl dem Grossen organisiert wurde.
Das älteste "Unser Vater" in deutscher Sprache; aus der "Abrogans"- Handschrift um 790
(Buchmalerei aus 1455)
Fränkische Adelige suchten auch mit der Entsendung von Missionaren das alamannische Stammgebiet zu christianisieren.
Der berühmteste ist wohl der irische Mönch Gallus:
Zusammenfassung vom Amt für Archäologoie TG.
Der berühmte Handballklub führt also gleich beide St. Galler Heiliggesprochenen in seinem Namen, Gallus und Otmar.
Die Herzöge der Alamannen suchten auch durch Gründung von Klöstern die Bevölkerung zu christianisieren: Bei uns übte das Kloster Reichenau über Jahrhunderte einen entscheidenden Einfluss aus:
Die Grenze von katholisch Wäldi zum evangelischen "Kirchspiel Wigoltingen" muss einem Bach durchs Dorf gefolgt sein - ich habe nie herausgefunden, welcher das wirklich war
(Karte: von 1717; Staatsarchiv TG)
In dieser Zusammenstellung erfahren Sie, wie sich die Reformation und die Gegenreformation bei uns abgespielt haben ...
... weshalb Tägerwilen eine reformierte und eine katholische Kirche hat, Ermatingen eine paritätische und Wäldi nur eine reformierte - und warum katholisch Wäldi bis heute zu Ermatingen gehört.
Herr Gäumann hat die Ereignisse der Reformation auch in drei Vorträgen dargestellt:
Dass in der Kirche Wigoltingen der Pfingstgottesdienst bis auf den heutigen Tag nicht ausgeläutet wird, geht auf den "Wigoltinger Handel" von 1664 zurück:
Einen informativen Überblick über die Kirchengeschichte im Thurgau von der frühen Christianisierung bis heute finden Sie in diesem Artikel "zur Geschichte der Kirche im Thurgau" von Hans Gossweiler.
Schauen Sie den neuen Kinofilm über Zwingli - von ihm ist die Reformation in der Ostschweiz ausgegangen.
Und lesen Sie diesen gut recherchierten Bericht von Thomas Wunderlin in der Thurgauer Zeitung über Zwingli und seine Reformation im Thurgau:
Also denn, schauen Sie doch, wohin das alles geführt hat und besuchen Sie einen evangelischen Gottesdienst in Wäldi oder einen katholischen in Ermatingen - wobei hier auch der evangelische gar nicht schlecht ist.
Wenn Sie dann so in der Kirche sitzen, erinnern Sie sich an die Abdankungsfeier von Königin Hortense am 11. Okt. 1837 mit 2000(!) Trauergästen in diesem Raum.
Ein Experte antwortet auf die Frage nach Unterrichtsmaterial zum Thema Reformation im Thurgau:
"Unterrichtsmaterial zur Schweizer Reformation ist eher ein trübes Kapitel. Im Zeitalter der Ökumene will man sich nicht mehr mit den Gründen der Trennung auseinandersetzen. Deutsche Unterrichtsmittel werfen sich ausschliesslich auf Martin Luther, und das unrühmliche Ende von Zwingli auf dem Schlachtfeld schreckt von ihm ab.
Zur Reformation im Thurgau kenne ich gar nichts. Neuere Unterrichtsmaterialien zur Schweizer Reformation findet sich http://www.tvz-verlag.ch/fileadmin/user_upload/PDF/Prospekt_JuKi_Homepage.pdf".
Machen Sie's so:
- Behandeln Sie die Reformation (Luther, Zwingli) gemäss Ihrem Lehrmittel. Ergänzende und vertiefende Zusatzmaterialien finden Sie auch auf dieser Webseite.
Lassen Sie die Ursachen und die Entwicklung der Reformation und Gegenreformation im Thurgau mit dem nebenstehenden Dokument erarbeiten; fokussieren Sie sich wenn möglich auf die Kirchengeschichte Ihres Dorfes, den beiden Konfessionen und der Kirche resp. den Kirchen.
Erarbeiten Sie die konkreten Auswirkungen der vier Landfrieden.
Lokalgeschichtliches als Ergänzung dazu findet sich meist auf den Homepages der beiden Kirchgemeinden, oft auch auf jener der politischen Gemeinde.
Schauen Sie mit ihren Schülern den neuen Kinofilm über Zwingli, wobei Sie natürlich die Ausgangslage (Zustand der katholischen Kirche; Unterschied der beiden Konfessionen) schon vorgängig gut aufzeigen müssen.
Für die Sekstufe II hat die PH Luzern eine Unterrichtsreihe zum Film zusammengestellt: