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Zwei Eltern, ein Elter
Das Milieu der Sozialarbeiter/innen hat der Menschheit schon viel Gutes beschert. Vor allem seine Sprachschöpfungen gehören dazu.
Nun hat die Gesellschaft für deutsche Sprache einen Ersatzausdruck für das Wort „Alleinerziehende(r)“ gesucht. Gefunden hat sie nicht das altehrwürdige „Mutter“ oder „Vater“ samt der Empfehlung, beim Umgang mit Finanz- und sonstigen Ämtern in Gottes Namen bei der/dem „Alleinerziehenden“ zu bleiben (Behörden wollen das nicht anders), sondern gefunden hat die Gesellschaft das Kunstwort „Elter“.
„Sind Sie das Elter von Max?“ „Nein, ich bin das Elter von Katrin.“ Überzeugend, doch ein Problem bleibt. Wir brauchen nämlich auch noch ein Wort, das „allein erziehend“ ersetzt. Vielleicht: „Mein Papa ist elter.“ Oder: „Ich habe eine elterige Mama.“ Oder sagt man in diesem Fall: „Ich habe ein weibliches Elter“? Wir meinen: Da ist durchaus noch Klärungsbedarf (noch so ein Wort) für die Sprachfuzzis.
Niklas Arnegger
( Quelle: „Badische Zeitung“, 2. Juli 2003)
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