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In den USA hat sich nach dem Handelsministerium auch das Verteidigungsministerium grundsätzlich für Schutzzölle und Importquoten zur Unterstützung der heimischen Stahl- und Aluminiumindustrie ausgesprochen.
Allerdings plädierte das Pentagon in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung dafür, aus Rücksicht auf Verbündete spezifische statt einheitlicher Zölle oder Quotenbeschränkungen zu verhängen. Ausserdem sollten Zölle auf Aluminium erst später erwogen werden.
Am Freitag hatte Handelsminister Wilbur Ross Präsident Donald Trump mehrere Optionen für Zölle vorgelegt. Eine Option sei es, auf sämtliche Stahlimporte aus allen Ländern weltweit einen Zoll von mindestens 24 Prozent zu erheben und für Aluminiumprodukte 7,7 Prozent.
Alternativ könne man auch spezifische Zölle auf Produkte nur aus bestimmten Ländern wie Russland, China und Venezuela erheben. Oder es würden für alle Länder Quoten beschlossen, die die Einfuhren deutlich drosseln würden. Die EU hat für den Fall von Sanktionen mit Gegenmassnahmen gedroht.
Derweil zieht Südkorea im Handelsstreit vor die Welthandelsorganisation. Die Regierung in Seoul legte bei der WTO eine umfassende Beschwerde ein, wie bereits am Dienstag bekannt wurde. Konkret geht es um Schutzzölle, die die USA im Mai 2016 auf südkoreanische Stahlprodukte und Transformatoren eingeführt hatten.