Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/484

Unsere Hypothese ist dass EVI1 Expression in Prostatakarzinomen Stammzellen reguliert, und dadurch für umorentstehung, -aggressivität und -ausbreitung von Bedeutung ist.
Folgende Ziele werden verfolgt:
1) Es soll eine detaillierte Analyse der EVI1 Expression in drei etablierten Kohorten von Prostatakarzinom-Patienten durchgeführt werden. Die EVI1 Expressionshöhe wird in Zusammenhang mit bereits erhobenen klinischen Daten analysiert. Des Weiteren sollen Genrearrangements/-amplifikationen und -mutationen als Ursache für die beobachtete EVI1-Expression in diesen Patienten untersucht werden.
2) Analyse der Ko-Expression von EVI1 mit anderen Stammzellmarkern (SOX2, ALDH1) in diesen Proben.
3) Generierung von EVI1 knockdown und Überexpressions-Prostatakarzinomzellen (unter Verwendung lentiviraler Vektoren) und Untersuchung der funktionellen Konsequenzen bezüglich Zellproliferation, -tod, -migration und Tumorentstehung.
4) Etablierung eines Zebrafisch-Xenograftmodels für Prostatakarzinomen zur Untersuchung von Primärtumorzellen.
5) Molekulare Analysen zur Identifikation von EVI1-Zielgenen im Prostatakarzinom (Genexpression und Chromatinimmunpräziptation Analysen)
6) Untersuchung neuartiger (gegen EVI1 gerichteter) Therapien in Prostatakarzinomzellen (e.g. Arsen Trioxid).
Das Prostatakarzinom ist das häufigste Krebsleiden und derzeit die zweithäufigste Krebstodesursache des Mannes. EVI1 ist bisher im Prostatakarzinom weitgehend unstudiert, könnte hier jedoch wichtige Rollen als prognostischer Faktor sowie in der Tumorentstehung/-ausbreitung spielen. EVI1 Inhibitoren könnten ein Bestandteil der Behandlung von Prostatakarzinomen werden.