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Nebst der Pride Parade, welche vor einigen Wochen stattfand, war der 4th July der zweite grosse Feiertag, den ich hautnah miterleben durfte. Der 4th July ist der Nationalfeiertag der Amerikaner. Ähnlich wie bei uns in der Schweiz der 1. August oder in Deutschland der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober). Die Amerikaner feiern die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung.
Doch gehen wir den Tag von Anfang an. Ich stand nach 6:00 a.m. auf, da die Schule heute wieder am Morgen stattfand. «Wie jetzt, Schule an einem Nationalfeiertag?» fragt ihr euch bestimmt. Das ist richtig. Sehr viele Geschäfte und Institutionen hatten an diesem Tag Geschlossen. Da wir jedoch eine Internationale Schule sind und gewisse Schüler nur wenige Tage oder Wochen hier sind, befand man es für fair oder gut, die Schule offen zu lassen.
Fakten über den 4th July
In der Lobby vom Hub sah ich Marc, mit dem ich vergangenes Wochenende in L.A. war. Wir liefen zusammen zur Schule. Richard hat sich heute frei genommen (recht hat er). Wir hatten eine Vertretung. Der Unterricht war etwas anders strukturiert als bei Richard. Wir korrigierten die Hausaufgaben. Da es viele Ausdrücke gab, welche sich nicht ins Deutsche übersetzen lassen, erklärte er uns diese mit zahlreichen. Im Anschluss gab er uns ein Blatt über den 4th July ab, in welchem wir interessante Fakten zu diesem Feiertag hatten. Auch hier gab es immer wieder die Fragen, wie das im eigenen Land denn so laufe. Spannende Sache, wenn man das von Kollegen aus der ganzen Welt hört. Während des Unterrichts wechselten wir Schüler jedoch immer wieder das Thema und zwar: Wo genau am Abend gefeiert werden soll. Offensichtlich hat mein Kollege «King-Kong» zwei Zimmer in einem 5 Sterne Hotel gebucht. Gegen eine Gebühr kann man Teilnehmen. Es existierte zudem ein Facebook-Chat, zu welchem ich eingeladen wurde. Natürlich trug ich mich da direkt ein (Spoiler am Rande, am Abend waren wir gut 50 Leute in zwei kleineren Räumen).
Die (Weiter-)Entwicklung der Sprache
Die Schulstunde war zu Ende und es folgte die letzte Stunde des Tages, in welcher es um zuhören, sprechen und verstehen ging. Die Stunde wurde diese Woche wieder von Polly, der älteren Dame unterrichtet. Sie zeigte uns ein Video des Sprachforschers John McWhorter. Der wiederum erzählte etwas über das Sprechen und Schreiben. Das Video war sehr interessant. Es beschrieb wie sich die letzten Jahren alles in der Kommunikation und Sprache geändert hat. Auch zeigte er, wie heute viele Abkürzungen beim Texten gebraucht werden. Dies wiederum verändert die Sprache gravierend (und vielleicht nicht ganz so förderlich ist wie es scheint). Es geht um Abkürzungen wie «lol», «omg», «brb» usw. Polly verteilte uns dann ein Blatt, auf welchem wir entsprechende Abkürzungen ausschreiben mussten. Das war alles kein Problem für mich und ich musste darüber irgendwie schmunzeln, da mir doch noch alle gängigen Abkürzungen geläufig sind.
Essenstipp: Crêpe Cafe
Der Unterricht war dann fertig und wir trafen uns wieder in einer Gruppe, um das Mittagslokal auszumachen. Wir entschieden uns für das «Crêpe Cafe» am «Fisherman’s Wharf». Es war das zweite Mal, dass ich dort ass und ich kann es wirklich empfehlen. Es gibt viele unterschiedliche Crêpes, aber auch Salat und Pommes. Die Zubereitung erfolgt schnell, ist jedoch eher im teureren Segment.
Nach dem Essen teilte sich die Gruppe. Denn einige Schüler, darunter auch ich, gingen zurück zum Hub. Im Hub angekommen war ich müde und so schlief ich erst mal gut zwei Stunden. Wer weiss, wie lange das heute Abend geht oder was da alles passieren wird?
Um 6:00 p.m. stand ich auf (richtig, nicht a.m.) und zog mich um. Ich habe schon vor längerer Zeit an der Market Street ein Hemd gekauft, welches natürlich super zu diesem Anlass passte. Wir trafen uns 30 Minuten später in der Lobby und liefen Richtung Hotel. Wir waren gut 10 Leute. Der Rest kam entweder aus Gastfamilien oder kam zu einer anderen Zeit.
Die Partyvorbereitung
Wir machten einen kleinen Umweg, da natürlich für den Grossteil der Leute der Alkohol bei solchen Anlässen eine wichtige Rolle spielte. Diesen kauften wir im nahegelegenen Target Store. Dann ging es endlich los.
Dann waren wir im Hotel und was soll ich sagen. Das Innere war wirklich beeindruckend. Ich war noch nicht häufig in solch einem Hotel, weil ich es einfach nicht für nötig befinde. Die gebuchten Zimmer lagen fast nebeneinander, ca. im fünften Stock. Wir liessen uns die «Spielregeln» des heutigen Abend erklären. Alkohol nur in den Räumen. Das Verhalten bitte gemässigt, Sorge tragen. Im einem der Räume soll mehr «gechillt» werden mit Musik, während im anderen Zimmer eher die Trinkspiele stattfinden.
Es war ein netter Abend, wobei es mit steigendem Alkoholkonsum mir mit der Zeit zu dumm wurde und auf eine Uber Mitfahrgelegenheit wartete. Das grosse «Fisherman’s Wharf» Feuerwerk sah man von hier leider nicht. Das wurde uns aber im Vorfeld auch mitgeteilt. Wer es sehen will, muss zu den Piers (ca. 20 Minuten Fussweg) gehen. Aber man hoffe trotzdem auf eine gemütliche und schöne Zeit hier im Hotel. Ich wechselte an dem Abend hin und wieder die Räume und sprach mit den unterschiedlichsten Menschen. Das war cool, da jeder einfach komplett andere Geschichten hatten. Kurz vor Mitternacht sprach mich ein deutscher Kollege an, ob ich auch langsam zum Hub möchte. Ich meinte ja und wir beschlossen uns ein Uber Taxi zu bestellen.
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Die Kosten waren total wieder bei lächerlichen 8$. Als wir auf dem Flur waren sahen wir, wie ein Hotelangestellter zu einem der Räume ging und anklopfte. Entweder waren wir zu laut oder die Party darf so oder so nur bis Mitternacht gehen, wer weiss.
Es war ein weiterer cooler Tag und auch ein toller Abend, welcher ich erleben durfte. Achja, Adam war beim Feuerwerk am «Fisherman’s Wharf».
Bilder: