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Longyearbyen ist mit rund 2'000 Einwohner der grösste Ort und das Verwaltungszentrum von Svalbard. Der Ort gilt als die nördlichst gelegene permanent bewohnte Siedlung. Gegründet wurde der Ort 1906 vom US-Unternehmer John Munroe Longyear als Bergarbeiterstadt. Von den verschiedenen Kohleminen ist nur noch eine in Betrieb und das Städtchen lebt heute vor allem vom Tourismus und der Forschung. Longyearbyen verfügt über eine moderne Infrastruktur mit diversen Geschäften, Restaurants, Schulen und Kindergärten, Schwimmbad, Kino, einer Tankstelle, einem Hafen und einem Flughafen. Das Strassennetz ist nur etwa 40 Kilometer lang und stellt keine Verbindung zu einem der anderen Orte auf Svalbard. Schneemobile (im Winter) und Boote sind daher die Hauptfortbewegungsmittel.
Inzwischen ist von der ehemals dominierenden Minenarbeit nicht mehr viel zu sehen, hauptsächlich weil Mine 7 deutlich ausserhalb der Ortschaft liegt. Sichtbar blieben die Überreste der alten Grubenbahnen und der teilweise schwarz gefärbte Untergrund. Noch immer lebt rund die Hälfte der Einwohner direkt oder indirekt vom Bergbau. Übrig geblieben ist ein Brauch aus der Bergbauzeit: Da die Minenarbeiter oft sehr staubig und dreckig wurden, zogen sie ihre Schuhe am Eingang der Häuser aus. Es wird erwartet, dass der Besucher im Eingangsbereich eines Hauses seine Schuhe auszieht und die Häuser mit Hausschuhen oder in Socken betritt. Das gilt auch für Museen, Hotels und Schulhäuser (ausgenommen Einkaufszentren).
Weitere Informationen zu Longyearbyen gibt's auf Wikipedia.