Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/1679

Der Labrador läßt auf den Bruchflächen die Zwillingsstreifung erkennen, während der Saussurit stets derb, feinkörnig bis
dicht erscheint, beide aber vorherrschend weiße oder graue Farben besitzen. Wesentlich verschieden ist das Ansehen, je nachdem
der Diallag, resp. Smaragdit oder der lichtere feldspatige Labradorfels, resp. Saussurit vorherrscht. Von
unwesentlichen Bestandteilen sind im G. viel verbreitet: Eisenkies,
[* 5] Magneteisen, Titaneisen, Talk, Granat.
[* 6]
Serpentin, der dann offenbar aus Gabbro entstanden ist, wie denn selbst das Wort Gabbro eine oberitalienische Lokalbezeichnung für
Serpentin ist. Hinsichtlich des Alters des Gabbros gehen die Angaben weit auseinander. Werden die jurassischen Gabbros als Glieder
[* 16] der archäischen Systeme aufgefaßt, so sind andre als Eruptivgesteine paläozoischer Perioden gedeutet worden, während
die schottischen und italienischen im engsten Bezug zu Schichten tertiären Alters stehen sollen. Der toscanische und andrer
italienischer Gabbro wird schon seit dem Altertum zu architektonischen Gegenständen, Tischplatten etc. verwendet. rosso und Verde di Corsica
sind solche von Bildhauern eingeführte Namen, bald für echten Gabbro, bald für serpentinisierten.