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«Was ist das?» fragte er den Maler.
«Worüber staunen Sie?» fragter dieser, seinerseits staunend. «Es sind die Gerichtskanzleien. Wußten Sie nicht, daß hier Gerichtskanzleien sind? Gerichtskanzleien sind doch fast auf jedem Dachboden, warum sollten sie gerade hier fehlen? Auch mein Atelier gehört eigentlich zu den Gerichtskanzleien, das Gericht hat es mir aber zur Verfügung gestellt.»
K. erschrak nicht so sehr darüber, daß er auch hier Gerichtskanzleien gefunden hatte, er erschrak hauptsächlich über sich, über seine Unwissenheit in Gerichtssachen.
Josef K. weiss generell nicht, wie ihm geschieht. Eines Morgens wird er verhaftet, der Grund ist ihm nicht klar, das Gericht und das Verfahren sind ihm gänzlich unbekannt. Ein Albtraum; zumal alle anderen Figuren genau zu wissen scheinen, worum es geht und wie es um seinen Prozess stehe.
Was Franz Kafka in seinem Roman Der Prozess beschreibt, ist wirklich ein Albtraum, es nimmt ein böses Ende mit der Hauptfigur Josef K., Bankprokurist, ohne Urteil und ohne je das Gericht gesehen zu haben, wird er in einem Steinbruch von zwei Herren erstochen.
Uns hat die Inszenierung im Schauspielhaus sehr gut gefallen, eine beklemmende Atmosphäre, surreale Figuren (Siggi Schwientek als Advokat Huld, Klaus Brömmelmeier als Maler Titorelli), wir haben gebannt das unabänderliche Schicksal des Josef K. mitverfolgt.
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