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Im Kandertal hat sich ein Haustyp entwickelt, der durch Raumordnung und Gesamterscheinung als eigentlicher «Frutigtyp» bezeichnet werden kann und sich von den Gebäuden in den benachbarten Tälern abhebt. Darunter wird ein Haus verstanden, das unter einem Dach Wohn- und Wirtschaftsteil zusammenfasst, und zwar so, dass Wohnung und Scheune giebelkseitig nebeneinader liegen. Optisch ist das gut sichtbar durch die Aufteilung der Fassade in eine Hälfte mit Fenstern und eine des Heuraumes mit darunterliegendem Stall. Diese Sonderform von Wohnung und Scheune in einen Mehrzweckbau nimmt im Berner Oberland eine Sonderstellung ein.
Ein typisches Haus «Frutigtyp» © Ruedi Egli