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Viele gesundheitliche Probleme basieren auf Unwissenheit sowie auf sozialen und kulturellen Faktoren. Mangel- und Fehlernährung ist oft nicht armutsbedingt, sondern bedingt durch Gewohnheiten und Mythen, die seit Generationen übernommen werden: das Kolostrum, die wertvolle Erstmilch für das Neugeborene, wird als dreckig betrachtet, ausgestrichen und weggeschüttet; die Bedeutung von Vitaminen oder der Zusammenhang zwischen Nachtblindheit und Vitamin A- Mangel sind nicht bekannt. Wer nicht weiss, dass Malaria durch Mücken übertragen wird, kann sich auch nicht vor einer Infektion schützen.
Das Projekt der Partnerorganisation GAD kümmert sich um mehr Aufklärung und Sensibilisierung der Mütter im Bereich Hygiene, Prävention und Ernährung der Kinder in der Gemeinde Kalabancoro, welche an die Hauptstadt Bamako grenzt.
Unter den etwa 64'000 Einwohnern leben rund 12'900 Kleinkinder, die alle vier Monate auf ihr Wachstum und Gewicht kontrolliert werden. Bei Kochvorführungen lernen die Mütter, lokale nährstoffreiche Nahrungsmittel zu verwenden, um eine ausgewogene Mahlzeit herzustellen. Im Zentrum der Projektaktivitäten steht ausserdem die Malariaprävention: 1'200 Moskitonetze werden an Kinder und schwangere Frauen abgegeben, 500 Schwangere erhalten eine präventive Malariabehandlung. Informations- und Sensibilisierungsarbeit im Bereich Umwelt und Hygiene sowie der Zugang zu sauberem Trinkwasser sind weitere wichtige Massnahmen, um zum Beispiel Durchfallerkrankungen zu vermeiden. Zudem werden Gesundheitszentren in der Region besser ausgestattet und das Gesundheitspersonal weitergebildet. Das Zusammenspiel verschiedener Massnahmen trägt dazu bei, die Gesundheitssituation insbesondere von Kleinkindern zu verbessern.