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Auch in Deutschland starb ein Mann an den Folgen seiner Mers-Erkrankung. Er erlag bereits in der Nacht zum 6. Juni in einem Spital in Niedersachsen einer Folgeerkrankung, die auf das Coronavirus zurückzuführen ist, wie die Niels-Stensen-Kliniken am Dienstag mitteilten.
Der 65-Jährige ist der dritte Mensch, der in Deutschland wegen einer Mers-Infektion behandelt wurde. Er hatte sich im Februar bei einer Ferienreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem tödlichen Erreger infiziert.
Das weltweit am stärksten von Mers (Middle East Respiratory Syndrome) betroffene Land ist Saudi-Arabien. Reisende brachten den Erreger auch in die USA und in europäische Länder wie Frankreich, Grossbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich und die Türkei.
Der grösste Mers-Ausbruch ausserhalb der arabischen Halbinsel ist jener in Südkorea. Dort wurde der erste Mers-Fall am 20. Mai bekannt, der 68-jährige Patient war kurz zuvor von einem Aufenthalt in Saudi-Arabien zurückgekehrt. Seitdem breitete sich das Virus ungewöhnlich schnell aus.
Weltweit erstmals tauchte der Erreger im Jahr 2012 auf. Mers gehört zu den Coronaviren, zu denen auch der Sars-Erreger und viele Erkältungsviren zählen. Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit einher. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch kann es zu Nierenversagen kommen. (sda/afp/dpa)