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Schneefallgrenze
Die Schneefallgrenze ist eigentlich keine Grenze, sondern vielmehr ein Übergangsbereich zwischen Schnee und Regen. Um das zu erklären schauen wir uns den Weg der Schneeflocke von der Wolke bis zum Boden an.
Wetter
Die Schneefallgrenze ist eigentlich keine Grenze, sondern vielmehr ein Übergangsbereich zwischen Schnee und Regen. Um das zu erklären schauen wir uns den Weg der Schneeflocke von der Wolke bis zum Boden an.
Es wurde merklich kühler und die Abende (dank Zeitumstellung) dunkler. In den Bergen ist der erste Schnee gefallen. Eindeutige Zeichen: Der Winter naht. Höchste Zeit also, sich mit dem Thema Schnee etwas auseinander zu setzten. Heute möchte ich deshalb die Definition der Schneefallgrenze etwas in Erinnerung rufen.
Um die Schneefallgrenze zu erklären, und um zu zeigen, dass es eben keine scharfe Grenze zwischen Schnee und Regen gibt, verfolgen wir einen (vereinfachten!) Weg einer Schneeflocke von der Wolke bis zum Boden.
Beginnen wir ganz oben, in den Wolken. Hier ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt und die Temperatur meist unter 0 Grad. Damit bilden sich Eiskristalle. Wie das genau geschieht wird hier gut verständlich erklärt.
Sobald die Schneeflocken schwer genug sind, fallen sie aus der Wolke Richtung Boden. Hierbei fallen sie von der kalten Luft in eine mildere Umgebung. Solange die Umgebungstemperatur unter 0 Grad bleibt, geschieht mit der Schneeflocke - in unserer vereinfachten Erklärung und abhängig insbesondere von der Luftfeuchtigkeit - nicht viel. In trockener Luft sublimiert (verdunstet) ein Teil des Schnees, dies beachten wir hier aber nicht.
Sobald die Nullgradgrenze erreicht wird und die Umgebungstemperatur über dem Gefrierpunkt liegt, beginnen die Schneeflocken zu schmelzen. Der Schnee geht damit in Regen über. Weil aber die Flocken dabei immer weiter fallen und das Schmelzen eine gewisse Zeit dauert, entsteht ein Übergangsbereich, in dem sowohl Schneeflocken wie auch Regentropfen zu finden sind. Dieser Übergangsbereich hat oftmals eine Mächtigkeit von 200 bis 400 Meter. Die genaue Mächtigkeit hängt aber von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Luftfeuchtigkeit in dieser Höhe, und kann durchaus auch 1000 Meter oder mehr betragen.
Nun sind also unterhalb des Übergangsbereichs, oft also rund 300 Meter unter der Nullgradgrenze, alle Schneeflocken geschmolzen und der Niederschlag fällt als Regen weiter bis zum Boden.
Im Wetterbericht wird meist aber von einer Schneefallgrenze gesprochen. Was ist nun damit gemeint?
Mit der Schneefallgrenze geben wir jene Höhe an, in der 50% des Niederschlags als Schneeflocken und 50% als Regentropfen zu finden sind.
Weitere Erklärungen zur Schneefallgrenze und einige Spezialfälle dazu finden Sie hier.
Und hier erfahren Sie, dass die Schneekristalle eben nicht immer die Form des schönen Schneesterns haben, sondern eine grosse Vielfalt an Formen aufweisen können.
Messwerte zu Neuschnee und Gesamtschneehöhe sind auf der Seite White Risk des SLF anschaulich zusammengestellt.