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Trug einst ein mächtiges
Schloss, das in den Kriegen zwischen Como und
Mailand eine bedeutende
Rolle gespielt hat und
von den Comaskern, denen schon das ganze W.-Ufer des
Sees von
Figino bis
Lugano gehörte, 1122 erobert wurde.
Hier stand zur Zeit der Landvögte und noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das luganesische Hochgericht, «wohl
ein zu schöner
Platz für die entsetzliche Arbeit des Henkers».
Der Felskopf wird von einem
Tunnel der Gotthardbahn unterfahren.
Er gehörte bis in die neuere Zeit zur italienischen Gemeinde Campione und ist erst 1861 schweizerisch
geworden.
Vergl. darüber den Art.
Schweiz, Abschnitt Grenzen.
218 m. Ehemalige Burg, auf dem letzten Felssporn der Kette des
Monte Gridone und rechts über der
Maggia;
3,5 km s.
Locarno. Wurde von den Longobarden im Jahr 568 erbaut, gehörte lange Zeit
dem Geschlecht der
Castelletto und ist zusammen mit den übrigen locarnesischen Burgen 1518 von den
Eidgenossen zerstört worden.
Die aus 1250 stammenden, sehr wertvollen byzantinischen Fresken in der Burgkapelle sind vom jetzigen
Eigentümer der Burg, der sie in ein von einem Park umgebenes Landhaus umgebaut hat, in ganz ungeschickter Weise restauriert
worden.
237 m. Kirche und Burgruine, auf einer Anhöhe n. über
Ascona und 4 km s.
vom Bahnhof
Locarno.
Die wahrscheinlich schon von den Kelten 600-580 v. Chr. erbaute Burg wurde von den Longobarden umgebaut
und von Ludwig III. 879 dem
Bischof von Como geschenkt.
Als dessen Dienstleute sassen auf der Burg zunächst die Edelleute
Carcani aus
Mailand;
1180 gab sie Anselmo Raimondi,
Bischof von Como, dem Pietro Duni, einem Edelmann aus
Ascona und Hauptmann in der gegen
Mailand kämpfenden Armee des Kaisers Barbarossa, zu
Lehen. 1311 bestätigte Heinrich VII.
dem Comasker
BischofLeone Lambertengo den Besitz des castrum quod diciturSconae. 1518 wurde das
Schloss von den
Eidgenossen
bis auf zwei Türme zerstört, die dann in den Besitz des Aloisio
Orello aus
Locarno übergingen. 1619 gehörten
die Burgruine und die vermutlich aus deren Trümmern erbaute Kirche San Michele dem Cristoforo Simoni aus
Ascona, während
erstere heute Eigentum der Familie Caglioni ist.