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Rustige,
Heinrich Franz Gaudenz von, Historien-, Genre- und Landschaftsmaler, geb. zu Werl (Westfalen), war 1828-36 Schüler der Düsseldorfer Akademie unter Wilh. v. Schadow, zog dann nach Frankfurt a. M., von wo er längere Studienreisen nach Wien und Ungarn, später nach Dresden, Berlin, Belgien, Frankreich u. England machte. 1845 wurde er Professor an der Kunstschule in Stuttgart und Inspektor der Staatsgallerie und der Privatgallerie des Königs. Aus seinen Bildern sprechen, wenn auch kein hervorragendes Talent, doch eine große Geschicklichkeit in Anordnung und Ausführung sowie ein lebendiger Sinn für Charakteristik. Zu den frühesten derselben gehören: der französische Invalide (1832), Gebet beim Gewitter (1836, Nationalgallerie in Berlin), rheinische Kirmes (1838), ungarische Einquartierung, der Dorfarzt;
bekannter wurden im allgemeinen unter seinen spätern Bildern: Rubens im Atelier seiner Schüler, Herzog Alba im Schloß zu Rudolstadt (1861, Gallerie in Stuttgart), Till Eulenspiegels Schwänke, Überführung der Leiche Kaiser Ottos III. von Italien nach Deutschland, eine Spielbank, die Schmollenden, Kaiser Friedrich II. und sein Hof zu Palermo, Kreuzfahrer in der Wüste, Rubens führt seine Gattin in das Atelier seiner Schüler und das wiedergefundene Kind.
Die meisten dieser Bilder wurden nur mit geteiltem Beifall aufgenommen. Als lyrischer und dramatischer Dichter brachte er Gedichte ernsten und humoristischen Inhalts und historische Dramen.