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Wie schon vor einem Jahr in Antholz zog ausgerechnet die routinierte Selina Gasparin einen schwachen Tag ein. Im Einzel am Dienstag noch starke Sechste, brachte sie diesmal die Schweiz mit einer Strafrunde entscheidend ins Hintertreffen. Nach Halbzeit übergab die Olympia-Zweite von Sotschi auf Platz 16 mit 1:47 Minuten Rückstand auf einen Podestplatz.
Zuvor hatte Aita Gasparin ihre Aufgabe als Startläuferin mit zwei Nachladern ordentlich erledigt. Sie hielt dem Druck stand, der ihr durch den Vorzug gegenüber der formstarken Irene Cadurisch auferlegt worden war. Aita Gasparin traf aber auch schon mit 40 Sekunden Handicap auf einen Podestplatz ein. Dies hatte auch damit zu tun, dass einige Nationen mit ausgesprochen starken Läuferinnen eröffneten. Auch Elisa Gasparin mit zwei und Schlussläuferin Lena Häcki mit fünf Nachladern schwächelten.
Im Gegensatz zu den Frauen vergaben die Männer eine vielversprechende Ausgangslage erst am Schluss. Das Quartett durfte bis zum sechsten von acht Schiessen auf eine starke Klassierung oder allenfalls sogar einen Coup hoffen. Aber Jeremy Finello, der stärkste Läufer des Quartetts, leistete sich im Stehend-Anschlag eine Strafrunde, nachdem er zuvor liegend noch fehlerfrei durchgekommen war. Der Genfer übergab mit 1:46 Minuten Rückstand auf Platz 8 an Serafin Wiestner. Und der Bündner lieferte mit zwei Strafrunden noch das schlechtere Trefferbild ab.
Zuvor hatten Niklas Hartweg und Benjamin Weger mit einem beziehungsweise zwei Nachladern die Schweiz toll lanciert. Nach Halbzeit traf der Routinier als Sechster mit bloss 20 Sekunden Rückstand auf den Podestplatz zur Ablösung ein.
Spannend verlief insbesondere der Wettkampf der Frauen. Den Sieg sicherten sich, trotz 11 Nachladern, die Norwegerinnen vor den Deutschen und dem Quartett aus der Ukraine. Die Top 3 waren innerhalb von 10 Sekunden klassiert. Die Schweizerinnen verloren als Zwölfte vier Minuten. Mit einer Strafrunde und 13 Nachladern war die Leistung im Schiessstand ungenügend.
Bei den Männern siegte Norwegen überlegen. Silber ging an Schweden, Bronze an Russland.