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Dr. Schneider wird nicht zu unrecht als “Retter des Seelandes” bezeichnet. Während über dreissig Jahren setzte er sich für die Entsumpfung und die Eliminierung der dauernden Überflutungen im Seeland ein. Geboren in Meienried, war er dann in Nidau als Arzt tätig und kämpfte auf politischer Ebene in Bern für die Gewässerkorrektionen. Aber er war auch Zeitungsverleger, Mitglied der Tagsatzung und natürlich auch Ehemann. Wir zeigen sein Wirken und Leben in einer speziellen Ausstellung.
Der aus Meienried westlich von Büren stammende Arzt und Politiker Johann Rudolf Schneider (1804–1880) kannte die Überschwemmungen aus eigener Erfahrung. Bereits als Knabe erlebte er das wild gewordene Element, wenn die Aare während des Hochwassers jeweils den Mauern des elterlichen Hauses entlang strömte.
Während seiner Tätigkeit als Arzt in Nidau begann Schneider, sich mit der Thematik des Hochwasserschutzes auseinander zu setzen. Er erkannte den Zusammenhang zwischen den andauernden grauenvollen Überschwemmungen und dem schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung im Seeland.
Nach den Hochwassern von 1831 und 1832 nahm sich der aus den politischen Unruhen entstandene «Schutzverein» von Nidau der Sache an. Dieser beschloss, unter dem Präsidium von Schneider einen Ausschuss zu bilden, der Lösungsvorschläge ausarbeiten sollte, um der Hochwassergefahr Herr zu werden.