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20 Jahre nach ihrem UNO-Beitritt kandidierte die Schweiz erstmals für einen zweijährigen, nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Der Bundesrat hatte die Kandidatur im 2011 nach umfangreichen Konsultationen mit dem Parlament beschlossen und eingereicht. Bundesrat und Parlament haben die Kandidatur wiederholt bestätigt. Die Wahlen für die Periode vom 01.01.2023 bis 31.12.2024 haben am 9. Juni 2022 in New York stattgefunden. Die Generalversammlung der UNO hat die Schweiz mit 187 von 190 Stimmen gewählt. Seit dem UNO-Beitritt der Schweiz 2002 wurde noch kein Land der regionalen Gruppe «Westeuropäische und andere Länder» mit einem besseren Ergebnis gewählt. Dies ist ein starkes Zeichen für die Unterstützung und das Vertrauen, welches die Weltgemeinschaft der Schweiz entgegenbringt.
Der Einsitz erlaubt es der Schweiz, ihr Engagement für Frieden und Sicherheit innerhalb der UNO und in der Welt fortzuführen. Seit 2002 hat die Schweiz in allen bedeutenden UNO-Gremien wichtige Positionen übernommen, mit Ausnahme des Sicherheitsrats. Der Bundesrat hat den Einsitz als zentrales Element des Schwerpunkts «Frieden und Sicherheit» seiner Aussenpolitischen Strategie 2020-2023 definiert.