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Bedingt durch eine ungenügende Fundation, wies die Kapelle zum Teil grobe Setzungsrisse auf. Der Fassadenputz haftete nur schlecht, im Sockelbereich waren Feuchtigkeitsschäden gut erkennbar. Die Dacheindeckung aus dem Jahre 1904 und die Konstruktionen des Daches und des Dachreiters waren in einem schlechten Zustand.
Im Kapelleninnern musste die Gipsglätte an den Wänden und an der Decke entfernt werden. Der sehr wertvolle Altar wies einen starken Anobienbefall auf, der dringend bekämpft werden musste.
Die Kapellenstiftung Nottwil erwarb im Jahre 2016 die Kapelle Ey von der röm.-kath. Kirchgemeinde Nottwil. Die Stiftung verpflichtete sich, die Kapelle fachgerecht zu restaurieren und der Bevölkerung zugänglich zu machen. Da die Kapelle künftig auch den Patienten des SPZ Nottwil dienen wird, musste eine rollstuhlgängige Erschliessung erstellt werden.
Die Mauern mussten von aussen unterfangen werden. Um das Auseinanderdriften der Aussenmauern zu verhindern, wurde auf allen vier Seiten, jeweils auf die gesamte Länge, ein Stahlanker eingezogen. Die groben Mauerrisse wurden mit einem Injektionsmörtel aus Weisszement, Sumpfkalk und Quarzsand verfüllt.
Im Sockelbereich wurden die versalzenen Partien des Fassadenputzes bis aufs Mauerwerk entfernt und mit feuchtigkeitsregulierendem Putz wieder neu verputzt. Die übrigen Putzflächen wurden leicht reduziert und mit Kalkputz überzogen. Sämtliche Putzflächen wurden nass in nass gekalkt.
Die Fenster und die Eingangstüre, sowie deren Gewände wurden restauriert.
Der zum Teil stark von Anobienbefall betroffene Dachstuhl wurde restauriert, zudem wurden aus statischen Gründen zusätzliche Sparren und Zangen eingezogen. Das Kapellendach wurde mit Biberschwanzziegeln in Doppeldeckung neu eingedeckt. Das Klebedach über dem Eingangsportal wurde neu erstellt. Der Dachreiter wurde anhand einer Fotografie um 1930 rekonstruiert. Die Dachflächen wurden mit Kupferschindeln neu eingedeckt. Die Glockenausrüstung wurde restauriert, das eichene Glockenjoch neu angefertigt.
Die versalzenen Partien des Innenputzes wurden bis aufs Mauerwerk entfernt und mit feuchtigkeitsregulierendem Putz wieder neu verputzt. Bei den übrigen Flächen des Wandputzes, sowie der Decke wurde die Gipsabglättung entfernt und mit Kalkputz überzogen. Sämtliche Putzflächen wurden nass in nass gekalkt.
Die neu entdeckte Wandmalerei wurde sorgfältig freigelegt und konserviert.
Der bestehende Zementboden wurde gereinigt und mit einem fugenlosen, gehärteten, mineralischen Mörtelboden überzogen.
Die Altarverkleidung aus den 1960-er Jahren wurde entfernt. Der Altartisch wurde neu verputzt und mit einer neuen Platte aus Bollinger Sandstein abgedeckt.
Das Altarretabel wurde gegen den starken Anobienbefall behandelt, gefestigt und restauriert. Die Mittelpartie unter der Figur der Muttergottes wurde neu gestaltet. Die Seitenbärte wurden neu geschaffen. Die beiden Assistenz-figuren (Hl. Dominikus und Hl. Katharina von Siena) aus Gips wurden durch hölzerne Figuren aus dem 17. Jh. ersetzt. Diese beiden Figuren stammen ursprünglich vom Marienaltar aus der Kirche in Romoos.