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Was ist Craniosacral
William Garner Sutherland (1873 bis 1954) ist der Begründer der craniosacralen Osteopathie. Sutherland wuchs im ländlichen Raum des mittleren Westens der USA auf. Von seinem Vater (Landwirt) lernte er, dass es sich lohnt, alles zu hinterfragen und tiefer zu graben. Als junger Mann hörte er eines Tages von der Osteopathie und war sofort interessiert und begeistert. Er machte das Studium der Osteopathie am damals weltweit einzigem Osteopathie College in Kirksville, an dem auch der Begründer der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, lehrte.
Eines Tages im Jahre 1899 betrachtete er einen ausgestellten Schädel, bei dem die einzelnen Schädelknochennähte gut erkennbar waren. Es kam ihm der Gedanke, dass zw. den Schädelknochen gelenkartige Bewegungen möglich sein könnten. Daraufhin untersuchte er die verschiedenen Schädelplatten und nähte. Je länger er forschte, desto zwingender deutete alles auf bestimmte Bewegungen der einzelnen Schädelknochen hin.
Eine seiner Grundhaltungen in seiner Arbeit war das stete Suchen nach innerem Wissen zum Streben nach blosser Information. An sich selbst machte er Tests, wo er herausfand, welche Symptome zu welchem Schädelknochen passten.
Er forschte 30 Jahre am craniosacralen Ansatz, bevor er sich ein erstes Mal damit an die Öffentlichkeit wagte. Doch im Rahmen der Osteopathie kamen seine Ideen nicht gut an, da diese Heilmethode wissenschaftlich nicht nachweisbar ist.
Dr. John Upledger
Es ist vor allem Dr. John E. Upledger (geb. 1931) zu verdanken, dass Craniosacral Arbeit heute so bekannt und beliebt ist.
Er vertritt sie seit über 25 Jahren offensiv nach aussen und war der erste, der sie über die kleinen Kreise osteopathischer Ärzte hinaus verbreitete.
Von 1975 bis 1980 haben Dr. Upledger und sein multidisziplinäres Forscherteam an der Uni von East Lansing, Michigan, unter anderem die Bewegungen an den Schädelnähten mit Laser ausgemessen und bewiesen.
Im Laufe der Zeit vereinfachte und verfeinerte er Behandlungstechniken der craniosacralen Osteopathie und entwickelte neue. Er war auch der Erste, der prozessbegleitende emotionale Arbeit als logische Fortführung in die Therapie mit einbezog und bildete auch Nicht-Osteopathen aus.