Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/2530

Die Chakrameditation
Der Farbmeditation sehr ähnlich ist die Chakrameditation. Chakren sind in der indischen Yoga-Lehre sieben grosse Energiezentren, die an bestimmten Stellen im Körper sitzen. Damit Körper, Geist und Seele in Balance sind, müssen alle Chakren gleichmässig mit Energie aufgeladen sein. Die Lebensenergie Prana befindet sich in winzigen, unsichtbaren Partikeln in der Luft und wird über die Atmung aufgenommen. Jedem Chakra wird eine bestimmte Farbe zugeordnet, wobei es verschiedene Farbsysteme gibt. An dieser Stelle wurde zur Veranschaulichung ein bestimmtes, weit verbreitetes Farbsystem gewählt.
Man beginnt mit dem untersten Chakra und arbeitet sich nach oben. Bei jedem Chakra stellt man sich vor, dass ein Licht in der zugeordneten Farbe zum Energiezentrum strömt und sich dort ausbreitet. Diese Visualisierung nimmt jeweils ein paar Minuten in Anspruch.
Das erste Chakra wird Muladhara oder Wurzelchakra genannt und befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule. Ihm wird das Element Erde zugeordnet. Das Wurzelchakra gibt Körper und Geist Stabilität, Sicherheit und Festigkeit, es gibt Halt, erdet uns und stellt die Verbindung zur Quelle des Lebens dar. Das Muladhara-Chakra ist für stabile Knochen und die unteren Extremitäten von Oberschenkel bis Zehenspitzen zuständig. Ihm wird die Farbe Rot zugeordnet.
Es folgt das Svadhisthana-Chakra, in dem das Selbst ruht. Es befindet sich im unteren Bauch und im Bereich der Genitalien. Das zugeordnete Element ist Wasser. Das Chakra steht für Geschmeidigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kraft und Fruchtbarkeit. Ausserdem repräsentiert es Dualität und das Gleichgewicht gegensätzlicher Eigenschaften. Körperlich ist es den Körperflüssigkeiten, den paarigen Bauchorganen, den Hüften und den Fortpflanzungsorganen zugeordnet. Die Farbe ist orange.
Das Manipura-Chakra wird auch "Stadt der Juwelen" genannt. Es repräsentiert das Feuer-Element und die Sonne, strahlt Licht und Wärme, Kraft und Stärke aus. Das gelbe Sonnenchakra steht für Transformation und Umwandlung und ist an allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es sitzt in Magen, Dünndarm, Leber und Bauchspeicheldrüse und reicht vom Bauchnabel bis zum Solarplexus.
Im Herzen liegt das Anahata-Chakra. Ihm wird die Farbe Grün und das Element Luft zugeordnet. Es steht für bedingungslose Liebe, Mitgefühl, Heilung und Leichtigkeit. Das Herz-Kreislaufsystem und das Atmungssystem sind mit dem Herzchakra verbunden.
Das Vishuddha-Chakra befindet sich in der Kehle. Es steht für Kommunikation, die innere Stimme, logisches Denken, Ausstrahlung und Bewusstheit. Die Farbe Blau und das Element Raum werden dem Energiezentrum zugeordnet. Physisch ist es für die Sprechorgane, das Gehör, die Schilddrüse und alle Körperzwischenräume, wie etwa einem Gelenkspalt, zuständig.
Das Ajna-Chakra zwischen den Augenbrauen ist auch als "drittes Auge" bekannt. Intuition, Kreativität, Intellekt, Visionen und Weitsicht werden diesem Zentrum zugeordnet. Es regelt das geistige Element, die Gefühlswelt und den Energiefluss, aber auch den Hormonhaushalt und das Nervensystem. Hypophyse, Hirnfunktionen und Augen sind die Organe, für die das violette Ajna-Chakra verantwortlich ist.
Auf dem Scheitel befindet sich das Sahasrara-Chakra, das für Göttlichkeit, Erleuchtung, universelle Bewusstheit und die Verbindung mit dem Kosmos steht. Ihm wird ein weiss-goldenes Licht zugeordnet. Das Kronenchakra wird auch mit einer tausendblättrigen Lotusblüte visualisiert.
Artikel
© Blue Mountain Media Schweiz