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Mit der Compagnie Invitez le monde. Ein ungewöhnlicher, intimer Blick auf Ferdinand Hodler, Grossmeister der Schweizer Malerei getragen von der Interpretation eines Schauspielers aus Benin und einer Sopranistin.
Bahnhof Cornavin 1909. Ein Mann voller Ungeduld und Trauer in einer Warteschlange. Es ist Ferdinand Hodler, der soeben seine Geliebte Augustine verloren hat. Er fährt nach Vevey, um Valentine wiederzufinden, die ebenfalls sterben wird. Alles was lebt endet in der Waagrechten, flach wie eine Landschaft, in Seerichtung ruhend. Im Tod wird Augustine zu einem trockenen Streifen, ausgestreckt im Blau.
Diese Aufführung wirft einen ungewohnten Blick auf Ferdinand Hodler. Der geniale Schweizer Maler muss hier einem Mann weichen, der, von tiefer Trauer ergriffen, kurz vor der Implosion steht. Statt eines Pinsels werden die Landschaften durch den Gesang einer Sopranistin und die Worte eines ungarischen Autors, brillant vorgetragen von einem beninischen Schauspieler, vergegenwärtigt.