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Mein Lieblingshobby ist reiten. Ich reite seit ich sechs Jahre alt bin. Meine Schwester und ich haben auf der kleinsten Ponyrasse, den Shetlandponys unsere ersten Versuche gemacht. Wir wechselten viermal den Reitstall, bis wir das allerschönste Geschenk der Welt bekamen: Ein Pony! Wir kauften die Islandstute Bjalla von einem Reiterhof, zu dem wir jedes Jahr in die Ferien fahren. Wir haben Bjalla schon über zwei Jahre, aber ich freue mich immer noch jeden Tag, wenn ich sie sehe. Vor einem halben Jahr zogen wir von Deutschland in die Schweiz. Weil die Schule hier länger dauert, haben wir weniger Zeit, aber gehen trotzdem so oft wie möglich zu ihr.
Vor ungefähr einem Jahr nahmen wir mit Kerstin, einer Freundin aus dem Stall, und ihrem Pferd Alaska an einer Reiterralley teil, die aus einem Geländeteil und einem Teil in der Halle bestand. Ich ritt den Geländeteil. Es gab mehrere Stationen, an denen wir Aufgaben erfüllen mussten, wie eine Kandare zusammenbauen, zu jedem Buchstaben des Alphabets eine Pferderasse aufschreiben, über einen Teppich reiten und Hindernis-Sackhüpfen. Meine Schwester übernahm die Aufgaben in der Halle, zum Beispiel durch ein Flatterband galoppieren, vom Pferd aus Wäsche aufhängen, durch einen Tunnel aus Decken reiten und über eine Wippe gehen. Es hat uns grosse Freude gemacht, und wir belegten von 25 Paaren den 11. Platz. Wir gewannen Pferdeleckerlis und eine Pferdedecke, Kerstin Bandagenunterlagen und Huföl.
Es gibt auch Nachteile bei diesem Hobby. Reitstunden sind relativ teuer und niemand kann sich ein Pferd wie ein Fahrrad kaufen. Ein eigenes Pferd kostet jeden Monat viel Geld. Dieses Tier ist auf eine regelmässige Pflege angewiesen. Wenn man keine Lust mehr hat oder lieber etwas anderes unternehmen will, kann es nicht einfach in die Ecke gestellt werden. Nicht überall ist ein guter Reitstall anzutreffen, wo man vernünftig rieten lernt. Manchen Menschen wird es zu blöd, Woche für Woche in der Reithalle rumzutrotten. Sie würden lieber im Gelände reiten und hören deshalb auf. In dem Stall (Bauernhof), wo Bjalla im Moment steht, gibt es keine Reithalle bzw. Platz, und ich reite fast nur in der Natur. Aber vor ungefähr zwei Wochen haben wir einen Stall gefunden, dessen Reitplatz wir benutzen dürfen. Er liegt zehn Minuten entfernt.
Wer ein Pferd hat, erlebt so viele Ereignisse, dass man gar nicht alles erzählen kann. Es passiert immer wieder etwas völlig Unerwartetes. Aber gerade deshalb macht mir reiten viel mehr Spass als alles andere.