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Ein spanischer Fussballfan, der von seiner Heimat aus zu Fuss auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Katar war, ist vermutlich im Iran verschwunden.
Santiago Sánchez Cogedor hatte sich zuletzt auf Instagram am 1. Oktober aus dem Nordirak an der Grenze zum Iran gemeldet. «Es trennt mich noch ein Berg, bevor ich den Iran erreiche», postete er damals. Seither ist er verschwunden.
Im Iran gehen seit mehr als 40 Tagen immer wieder Menschenmassen auf die Strasse und protestieren gegen die politisch-klerikale Führung. Auslöser war der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam. Mehr als zehntausend Menschen wurden im Zusammenhang mit Protesten nach Angaben von Menschenrechtlern festgenommen.
Eine Sprecherin des spanischen Aussenministeriums in Madrid sagte der Nachrichtenagentur DPA am Freitag, man wisse nicht, wo der Spanier sei. Die spanische Botschaft in Teheran stehe mit den iranischen Behörden und den Angehörigen in Spanien im Kontakt. Damit dementierte sie Medienberichte, ihr Haus habe eine Festnahme des 40-Jährigen im Iran bestätigt.
Die Nachrichtenagentur Europa Press und andere spanische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf die Mutter des Vermissten, der Familie sei vom spanischen Aussenministerium mitgeteilt worden, ihr Sohn sei im Iran im Gefängnis. Es gehe ihm gut und der spanische Botschafter in Teheran wolle ihn im Gefängnis besuchen. Die Botschaft bemühe sich um die Freilassung.
Sánchez war vor mehr als neun Monaten in Madrid Richtung Katar aufgebrochen. Bei seinem Verschwinden hatte er etwa 6500 Kilometer durch 15 Länder zurückgelegt. Die WM in beginnt am 20. November.
(yam/sda/dpa)