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Im Qualitätssystem von quint-essenz werden die beiden Begriffe „Nachhaltigkeit von Projekten“ und „nachhaltige Entwicklung“ im Sinne der Ökologie (vgl. Agenda 21) unterschieden.
Eine nachhaltige Umsetzung von Projekten bedeutet, dass am Ende eines Projektes Ergebnisse vorliegen, die die Eigenschaft haben, darüber hinaus möglichst langfristige Wirkungen zu erzeugen. Das heisst, bereits zu Beginn des Projektes wird festgelegt, wie die Ergebnisse am Ende des Projektes aussehen müssen, damit eine langfristige Wirkung erwartet werden kann. Für eine nachhaltige Umsetzung ist das Denken und Planen weit über den Zeithorizont des Projektes hinaus unabdingbar.
Wie sehen Ergebnisse aus, von denen nachhaltige Wirkungen erwartet werden können? Wie werden diese konkret erreicht? Im Folgenden sind ein paar Beispiele für nachhaltige Ergebnisse aufgeführt:
Ein zentraler Ansatz in der Gesundheitsförderung ist, gesundheitsförderliche Settings zu schaffen (vgl. Setting). Ein solches Ziel kann nicht mit einer einzelnen Intervention umgesetzt werden. Möglich ist jedoch, ein Projekt so zu gestalten, dass die Organisation befähigt oder zumindest motiviert wird, sich selber zu einem gesundheitsförderlichen Setting zu entwickeln. In einer Schule wird beispielsweise eine externe Projektgruppe engagiert, die während eines Jahres Aktionswochen für Gesundheitsthemen durchführen soll. Ein solches Projekt kann in Form einzelner Aktionen oder als längerfristig angelegter Prozess umgesetzt werden. Mit der Perspektive eines längerfristigen Prozesses können die Aktionswochen dazu genutzt werden, eine Basis für eine gesundheitsförderliche Schule aufzubauen. Das würde heissen, von Anfang an wichtige Mitglieder der Schule ins Projektteam aufzunehmen, sie zu begeistern und zu befähigen, die notwendigen Kompetenzen für die Umsetzung der weiteren Entwicklungsschritte in der Schule zu erwerben.
Eine weitere Möglichkeit ist, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen in Form von neuen Strukturen oder Angeboten mit langfristigen Wirkungen. In einer Gemeinde wird zum Beispiel ein Leitbild zur Förderung der Gesundheit verabschiedet und ein neues, einheitliches Verfahren für eine intersektorale Zusammenarbeit entwickelt. Diese Ergebnisse bedeuten, dass sich die Gemeinde verpflichtet, langfristig in die Gesundheit der Bevölkerung zu investieren und eine Kultur der intersektoralen Zusammenarbeit aufzubauen.
Ein letztes Beispiel einer nachhaltigen Umsetzung ist die Multiplikation von Ergebnissen (vgl. Valorisierung). Oft werden Projekte entwickelt und umgesetzt mit dem impliziten Gedanken, dass Produkte oder Angebote von anderen Akteuren übernommen werden. Eine solche Zielsetzung hat jedoch meist nur Erfolg, wenn sie von Anfang an konkret geplant wird und allfällige Partner in die Entwicklung miteinbezogen werden.
Nachhaltige Umsetzung kann aber auch heissen, ein innovatives Produkt zu übernehmen statt neu zu entwickeln. Damit wird die Chance erhöht, dass sich ein Produkt oder ein Angebot breiter etablieren kann.
Am Ende eines Projekts geht es darum, zu überprüfen, was von den formulierten Zielen erreicht werden konnte und was nicht, welche Ergebnisse in welcher Qualität vorliegen. Es lohnt sich, die Ergebnisse hinsichtlich der nachhaltigen Wirkung nochmals anzuschauen, sie zu prüfen und zu überlegen, ob weiteres Potential für eine optimale Nutzung oder zur Sicherung der Nachhaltigkeit vorhanden ist (vgl. Valorisierung).