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Das Wichtigste in Kürze
- Mit dieser Öffnung wolle Pro Helvetia die gesellschaftliche Realität der Schweiz abbilden, heisst es in einer Mitteilung von Donnerstag.
Neue Stimmen seien eine Bereicherung für das literarische Schaffen eines Landes. «Mit anderen Sprachen kommen auch andere Erzähltraditionen, Motive und Stile», lässt sich Reina Gehrig zitieren, Abteilungsleiterin Literatur bei Pro Helvetia.
Michelle Baijat-Jones aus Saint-Légier schreibt auf Englisch, und Sreten Ugričić aus Zürich schreibt serbokroatisch. Sie sind die beiden Ersten, die nicht in einer der Schweizer Landessprachen schreiben und nun dennoch von der Schweizer Kulturstiftung gefördert werden.
Kriterien für die sogenannten Kreationsbeiträge sind, dass die Schreibenden bereits ein literarisches Werk in einem anerkannten Verlag veröffentlicht haben, dass sie in der schweizerischen Literaturszene präsent sind und entweder in der Schweiz leben oder die hiesige Staatsbürgerschaft haben. Mit den Beiträgen will ihnen Pro Helvetia die Möglichkeit geben, ein literarische Projekt über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Gefördert werden die literarischen Genres Belletristik, Lyrik und Drama.
Auf die Ausschreibung sind 114 Projekte in 13 Sprachen eingegangen. Gefördert werden nun neben den beiden Erwähnten fünf deutschsprachige, sechs französischsprachige und je ein italienisches und rätoromanisches Projekt.
Die aktuelle Vergabe ist die erste dieses Jahres; eine zweite folgt im November. Die Kreationsbeitäge werden seit diesem Jahr erstmals zweimal jährlich vergeben.