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Die Menzinger Lehrschwestern gründen die Académie Sainte-Croix als Universität für Frauen (heutige OS Perolles). Drei Fächer sind für die Lehramtskandidatinnen obligatorisch: Religionswissenschaft, Philosophie und Pädagogik. Ein Mädchengymnasium tritt an die Stelle der Universität. Erste Direktorin ist die 29-jährige Luxemburgerin Marie Speyer. Die Mädchenschule hat eine offiziell anerkannte Monopolstellung im Kanton. Finanziert wird sie aber bis 1958 ausschliesslich von den Menzinger Schwestern und durch die Schul- und Pensionsgelder. Rechtlich bleibt Heilig Kreuz bis 1983 (!) Privatschule. Bis zum Ersten Weltkrieg kommt etwa die Hälfte der Schülerinnen aus dem Ausland, vor allem aus Polen. Ein kleinerer Teil sind Deutsche, Österreicherinnen und Italienerinnen.
Der Kanton Freiburg beginnt, sein Mädchengymnasium zu subventionieren. Ab 1962 werden vermehrt hauptamtliche weltliche Lehrkräfte angestellt, darunter zum ersten Mal auch Männer. In der deutschen Abteilung treten zum ersten Mal Knaben in die ersten Klassen ein; die Klassen werden gemischt geführt. Gleichzeitig mit den anderen drei staatlichen Gymnasien erhält Heilig Kreuz den Titel «Kollegium». Grosser Rat und Volk stimmen einem Neubau für das Kollegium zu, das längst aus allen Nähten platzt und seit Jahren mit räumlichen Provisorien lebt. Die Schule bezieht ihr neues Zuhause. Gleichzeitig kündigt der Staat den Vertrag von 1958: Heilig Kreuz ist endgültig eine vom Staat allein getragene Kantonsschule. Die ersten Knaben treten in die französischsprachige Abteilung ein.