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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)

Buch IV
27. Konstantin verordnet, daß kein Christ mehr Sklave eines Juden sein dürfe, daß ferner die Bestimmungen der Synoden rechtskräftig seien und mehreres andere.
Ferner gab der Kaiser auch ein Gesetz, daß kein Christ mehr Sklave eines Juden sein dürfe1 ; denn es sei durchaus unrecht, daß die von dem Heiland Erlösten unter das Sklavenjoch der Mörder der Propheten und des Herrn kämen; wenn sich ein solcher finde, solle er freigelassen, der Jude aber mit einer Geldstrafe belegt werden.
Auch bestätigte der Kaiser die auf Versammlungen der Bischöfe erlassenen Bestimmungen; die Statthalter der Provinzen sollten die Durchführung dieser Beschlüsse nicht hindern dürfen, denn höher als jeder Richter stünden die Priester Gottes.
Diesem entsprechend hat er noch unzählige andere Verordnungen an seine Untertanen erlassen; man hätte aber Muße dazu nötig, wollte man diese in einem besonderen Werke sammeln, damit man des Kaisers Einsicht auch hierin genau zu erkennen vermöge.
Was soll ich jetzt noch anführen, daß er, sich ganz dem höchsten Gott hingebend, vom frühen Morgen bis zum Abend darauf sann, wem er Wohltaten spenden könne, und daß er sich gegen alle ohne Ausnahme in gleicher Weise wohltätig zeigte?
1: Vgl. Cod. Theod. XII 9, 2; durch Versehen hat Eusebius dieses Gesetz Kaiser Konstantins II. Konstantin dem Großen zugeschrieben, der nur durch ein Gesetz verboten hatte, daß ein Jude einen christlichen Sklaven beschneide.