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Am Schlussabend des Locarno Filmfestivals sind 25 Preise vergeben worden, darunter der «Goldene Leopard» für den Film «A Land Imgagined» von Regisseur Yeo Siew Hua aus Singapur. Der Film handelt von prekären Arbeitswelten in Asien.
Insgesamt 293 Filme wurden in den knapp zwei Wochen gezeigt, 18 unter freiem Himmel auf der Piazza Grande. 15 liefen im Concorso internazionale.
Zu den Gästen der Piazza Grande gehörten dieses Jahr Ethan Hawke und Ted Hope. Weitere Höhepunkte waren die Publikumsgespräche mit Meg Ryan und Bruno Dumont, die Masterclass von Kyle Cooper, die Hommage von Paolo Taviani an seinen verstorbenen Bruder Vittorio und die sympathischen Begegnungen mit Diego Abantatuono und Sandra Milo.
«Von den 25 Preisen gingen zwölf an Frauen, zwei davon sind Schweizerinnen. Damit hat die 71. Ausgabe bewiesen, dass das Locarno Festival in eine vielversprechende Zukunft blickt», erklärte der scheidende künstlerische Leiter, Carlo Chatrian.
Der Premio speciale della giuria (Spezialpreis der Jury) wurde an der Streifen «M» von Yolande Zauberman (Frankreich) und der Pardo per la miglior regia (Preis für die beste Regie) an den Film «Tarde para morir joven» von Dominga Sotomayor (Chile) vergeben.
Der «Leopard» für die beste Darstellerin ging an die rumänische Mimin Andra Guti, Hauptdarstellerin im inkohärenten Adoleszenzdrama «Alice T.». Als bester Darsteller gefeiert wurde der Südkoreaner Ki Joobong für seine Präsenz im Film «Gangbyun Hotel». Eine «Besondere Erwähnung» gab es für den Film «Ray & Liz» des britischen Regisseur Richard Billingham.
Die Schweizer Regisseurin Nicole Vögele erhielt den Spezialpreis der Jury Ciné+ für «Closing Time» und Bettina Oberli wurde der «Variety Piazza Grande Award» für «Le Vent tourne» verliehen.