Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03638.jsonl.gz/677

Sehenswürdigkeiten
Von Maloja bis Castasegna
Ruinen, Kunsthandwerkprodukte, Kirchen, das Pretorio, die berühmte Kirche San Gaudenzio und die mittelelterlichen Ruinen der starken Befestigungsmauer "Lan Müraia" sind nur ein paar kulturelle Höhepunkte der Ferienregion Bregaglia Engadin. Es gibt viel zu entdecken.
Der belgische Graf Camille von Renesse, besuchte im Jahre 1880 das Engadin und verliebte sich sofort in die Gegend. Daher beschloss er den Komplex des Maloja Palace zu bauenDas Maloja Palace sollte im Mittelpunkt stehen, umgeben von kleinen exklusiven Häusern, Restaurants, zwei Kirchen, sowie dem Turm „Belvedere“, der Wohnsitz des Grafen.
Die Chiesa Bianca wurde vom belgischen Graf Camille de Renesse nach Plänen des Architekten Jules Rauh erbaut
Während Wanderer auf den Pässen noch Schützengräben des ersten Weltkrieges erkennen können, sind alle nach 1936 gebauten 42 modernen Festungen so gut getarnt, dass sie kaum je wahrgenommen werden. Die Festungen können nur mit einer Führung besichtigt werden
Insgesamt sind im Gebiet nordwestlich von Maloja 36 Gletschertöpfe freigelegt worden.
Ein Lehrpfad mit Schautafeln stillt die Wissbegierde rund um das Phänomen Gletschermühle und erklärt auch die hier vorkommenden botanischen Raritäten.
Giovanni Segantini starb am 28. September im Alter von 41 Jahren. Am 1. Oktober 1899 wurde er auf dem kleinen Friedhof von Maloja begraben. Den Friedhof von Maloja hatte Giovanni Segantini 1896 als Sujet für sein Bild Glaubenstrost ausgesucht.
Trotz seines mittelalterlichen Aussehens wurde der Turm als Teil einer Schloss-Residenz des exzentrischen belgischen Grafen Camille de Renesse im Jahre 1882 begonnen. Der Traum des Grafen von einer Alpenresidenz für die europäische Aristokratie in Maloja erfüllte sich jedoch nicht.
Die ersten Nachrichten von einer Kapelle gibt es im Jahr 831. Sie wird im Kaiserlichen Register erwähnt und schon in den Zeiten von Karl dem Grossen ist die Wallfahrtskirche ein beliebtes Ziel von Pilgern. Das heute bestehende Gebäude wurde 1518 in spätgotischem Stil auf den Ruinen älterer Gebäude errichtet..
Das Pretorio (lat. praetorium, Amtshaus) war seit 1526 das Rathaus, Sitz des Strafgerichts für das ganze Tal sowie Zollstation und Zivilgericht für Sopra Porta (den oberen Teil des Bergells).
Die Serie von Skulpturen, inspiriert von der Tragikomödie "La Stria" wurde 2003 von Ugo Giacometti in Zusammenarbeit mit Patrick Giovanoli im Rahmen des Projekts "Segni" realisiert.
Giacometti Grab in Stampa
Der Friedhof St. Giorgio wird regelmässig von Touristen und Einheimischen besucht, hier liegen die Künstler der Familie Giacometti. Die Inschriften und Bronzereliefs auf den Gräbern wurden 2017 restauriert, nachdem sie von der Gemeinde zum "Familiengrab" erklärt worden waren.
In einem alten Kellergewölbe der Casa Stampa, neben dem Talmuseum Ciäsa Granda, entstand eine Darstellung wichtiger Persönlichkeiten aus dem Bergell. Hier werden Biografien erzählt.
Das Grab wird auch «Soldatengrab», «Steingrab», oder italienisch "Masso Avello" genannt. Es ist mit grosser Präzision in einen grossen flachen Granitblock geschlagen und liegt direkt am südlichen Ufer der Mera, die das Bergell durchfliesst.
Der Palazzo Salis wurde 1766-76 von dem Mailänder Architekten Francesco Corce im Auftrag des britischen Diplomaten schweizerischer Herkunft, Graf Hieronymus von Salis, erbaut. Der Palast ist ein großes Gebäude mit einem Kellergeschoss, zwei Hauptgeschossen und einem Mezzanin. Es ist ein privates Gebäude und kann nur auf Anfrage mit einer Führung besichtigt werden.
Beim Felsriegel Castelmur, befinden sich die mittelalterlichen Ruinen der Befestigungsmauer mit einem Durchgang in der Mitte, Lan Müraia. Auf der Hügel liegt die Kirche von Nossa Donna und das fünfstöckigen, quadratischen Turm.
Diese Ausstellung, die “Artigianale Bregaglia”, steht vielleicht einzig in ihrer Art und in ihrem Aufbau da, mit ihren interessanten Kunsthandwerkprodukten ermöglicht den Besuchern einen Einblick in die ländliche Kultur und das tägliche Leben im Tal.
Die Geschichte des Palazzo Salis in Soglio beginnt 1630 mit dem Bau durch Ritter Baptista von Salis. Dessen Nachkommen erweiterten die «Casa Battista» 1701 zu dem stattlichen Haus, wie es heute noch mitten im beschaulichen Bergdorf steht. 1876 wurde das Herrschaftshaus mit samt seiner originalen Ausstattung zum Gasthaus.
Die sorgfältig restaurierte Semper-Villa mit freigelegten Fresken im Stil der Illusionsmalerei und der moderne, preisgekrönte Wohnturm von Miller & Maranta im von Jane Bihr-de Salis sanft renovierten parkartigen Garten können geführt besichtigt werden.
Die spätmittelalterliche Hausruine Casnàcc ist der letzte Zeitzeuge dieser um 1600 als Dauersiedlung aufgegebenen Fraktion von Bondo.
In den Kirchen von Borgonovo und Coltura befinden sich Werke des aus dem Tal stammenden Künstlers Augusto Giacometti. In Bondo wurden bei Restaurierungsarbeiten in der Kirche San Martino wunderbare Fresken aus dem 15. Jh. entdeckt. In der Nähe von Promontogno erhebt sich die Kirche Nossa Donna, in der die Überreste der Barone von Castelmur ruhen.
Der Schweizer Heimatschutz verlieh der Gemeinde Bergell den Wakkerpreis 2015, weil er den wertvollen Gebäudebestand und die gut erhaltene Kulturlandschaft als zwei wichtige Qualitäten der Gemeinde identifizierte.