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Was ist altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?
AMD: Wenn die Kacheln wellig werden
Die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration – kurz AMD – ist eine Sehstörung, die meist nach dem 60. Lebensjahr auftritt. Dabei verliert der Patient zunehmend an Sehstärke. Die Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht restlos geklärt.
Die Makula ist das Zentrum der Netzhaut und die wichtigste Struktur im Auge, um scharf sehen zu können. Ist dieses Zentrum gestört, verschlechtert sich die Sehschärfe, das Kontrastsehen oder das Erkennen von Mustern und Farben. Bei der altersbedingten Makuladegeneration, abgekürzt AMD, ist dieses Zentrum altersbedingt gestört.
Wellenförmige Linien und verzerrte Buchstaben …
… sind nur ein paar Symptome, die bei Betroffenen auftreten können. Einige haben auf einmal Mühe beim Lesen, weil die Schrift verzerrt erscheint, andere sehen mit einem Auge einen gelben Fleck, wenn sie auf eine helle Fläche blicken.
«Plötzlich so gegen 21 Uhr sah ich alle gerade Linien wellenförmig. Bei den Fensterrahmen und Kacheln fiel es mir besonders auf. Wenn ich auf den Boden blickte, wurde es mir schwindelig, da dieser ebenfalls verzerrt erschien.»
Trockene oder feuchte AMD?
Die AMD tritt in zwei verschiedenen Formen auf:
- Die trockene AMD entsteht durch Ablagerungen unter der Netzhaut und spätere Zellverluste. Sie ist die häufigere AMD-Form und schreitet nur langsam voran. Die Sehkraft verändert sich ebenfalls langsam.
- Bei der feuchten AMD handelt es sich um Neubildungen von Blutgefässen unter der Netzhaut, durch die es zu Flüssigkeitseinlagerungen in und unter der Netzhautmitte und zum Teil zu Blutungen kommt. Im fortgeschrittenen Stadium vernarbt die Netzhaut. Diese AMD-Form ist zwar seltener als die trockene, sie schreitet aber schneller fort. Die feuchte AMD kann plötzlich auftreten und einen relativ schnellen Verlust der Sehkraft mit sich bringen.
Was sind die Ursachen?
Der genaue Grund für das Entstehen einer altersbedingten Makuladegeneration konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Gemäss Dr. Katja Hatz, Leiterin der Netzhautabteilung der Vista Klinik, spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle: «Die Hauptursache ist Veranlagung. Und: Frauen sind von einer AMD stärker betroffen als Männer.» Ein externer Risikofaktor sei zudem das Rauchen; Raucher seien stärker gefährdet als Nichtraucher, so Katja Hatz. Als weiterer Risikofaktor gilt der Einfluss starker UV-Strahlung.
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Lässt sich AMD vorbeugen?
«Wer mit dem Rauchen aufhört und sich immer gut vor UV-Strahlen schützt, ist gut beraten, wenngleich dies nur den kleineren Teil der Ursachen ausmacht», erklärt die Expertin. Viel mehr könne man zur Vorbeugung nicht machen. Wenn jedoch bekannt ist, dass in der Familie die altersbedingte Makuladegeneration vorkommt, sei es wichtig, die Augen rechtzeitig und regelmässig von einem Augenarzt kontrollieren zu lassen. Dieser erkennt, ob bereits deutlich sichtbare Ablagerungen vorliegen.
Regelmässige Kontrollen beim Augenarzt sind wichtig, um eine AMD frühzeitig zu erkennen.
Gibt es eine Heilung?
Für die trockene AMD gibt es derzeit keine Therapie. Die feuchte AMD ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel eine längerfristige Therapie benötigt. Sie kann mit Medikamenten behandelt werden, die in regelmässigen Abständen in das Augeninnere gespritzt werden. Das Ziel der Therapie ist es, die noch vorhandene Sehstärke wenn möglich zu erhalten – eine Rückkehr zur vollen Sehleistung ist nicht möglich. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, eine AMD möglichst früh zu erkennen.
Denise Anania