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1. Im Eiltempo bis ganz nach oben
Der Sohn eines Predigers ist einer der wenigen dunkelhäutigen Superstars in Hollywood. Die Galerie seiner cineastischen Auszeichnungen ist beeindruckend.
Zwei Mal erhielt er einen Oscar: 1990 als bester Nebendarsteller im Bürgerkriegsdrama «Glory», 2002 als bester Hauptdarsteller im Drogen-Blockbuster «Training Day».
Danach begann Denzel Washington auch hinter der Kamera zu brillieren – als Regisseur oder Produzent von Filmen mit Anspruch.
2. Image des Sonnyboys
Er hat ein gewinnendes Lachen, trainierte Muskeln, wirkt männlich und dennoch sanftmütig. Sein Auftreten ist stets bescheiden. Noch nie hat er einen Skandal verursacht.
Für die einen ist Denzel Washington der perfekte Superstar. Andere halten ihn aufgrund seiner scheinbaren Makellosigkeit dagegen für einen Langweiler.
Denzel Washington selbst hat sich stets gegen einseitig positive Zuschreibungen gewehrt: Er habe auch problematische Seiten, pflegt er zu betonen. Er könne beispielsweise schlecht verlieren.
3. Ein Naturtalent
Der am 28. Dezember 1954 in der Nähe von New York Geborene erkannte bereits als Student seine Begabung für die Schauspielerei. Talent und Sex-Appeal ermöglichten dem jungen Mann eine steile Karriere.
Seine erste grosse Rolle spielte Denzel Washington in einer TV-Serie – als gutaussehender Chefarzt. Wenig später folgte der Durchbruch im Kino: 1989 bestach er mit einer tragenden Nebenrolle in «Glory», 1990 mit seiner ersten grossen Hauptrolle im Kino in «Mo’ Better Blues».
4. Von Spike Lee entdeckt und gefördert
«Mo’ Better Blues», dieser Film über den Jazz als kulturelles Erbe der Afroamerikaner, wurde 1990 von Spike Lee inszeniert. Er galt damals als cineastisches Wunderkind aus Brooklyn.
Spike Lee entdeckte Denzel Washington und förderte ihn, neben vielen anderen afroamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern.
Das weibliche Pendant zu Washington unter Spike Lees Entdeckungen ist Halle Berry: Sie spielte in Lees «Jungle Fever» (1991) ihre erste Nebenrolle in einem Kinofilm. Ähnlich wie Washington blühte Berry unter Spike Lees Fittichen auf und startete danach ihre steile Karriere.
5. Das Dreamteam Regisseur und Schauspieler
Nach «Mo’ Better Blues» arbeiteten Washington und Lee für weitere grosse Filme zusammen. In «Malcolm X» von 1992 verkörpert Denzel Washington den markanten Anführer der Bürgerrechtsbewegung in den USA.
Seit Jahrzehnten verbindet Lee und Washington eine enge Freundschaft. Ihr gemeinsames Ziel: Beide wollen der afroamerikanischen Kultur in der weissen Mehrheitsgesellschaft zu mehr Geltung zu verhelfen.
6. Ein Schwerarbeiter
Denzel Washington lässt sich als Schauspieler stets mit Haut und Haar auf seine Rollen ein. Wenn es sein muss, wie bei «Cry Freedom» von 1987, legt er mit einer Fress-Diät mal rasch 20 Kilo zu. Für «The Hurricane» speckte er zwölf Jahre später dagegen 20 Kilo ab.
Für «Mo’ Better Blues» von 1990 übte er intensiv auf der Trompete. Regisseur Spike Lee hatte ihm einen Coach zur Seite gestellt – mit offenbar mässigem Erfolg. Seine herausgepressten Töne seien oft fürchterlich gewesen, erinnerte sich Washington später verschmitzt.
Die Episode zeigt zweierlei: Zum einen, dass die musikalischen Fähigkeiten des Stars beschränkt sind. Zum anderen aber auch, dass er die wertvolle Gabe besitzt, über sich selbst zu lachen.