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Schultersteife - die Frozen Shoulder
Bei der Schultersteife verkleben die Weichteile rund um die Schulter. Im Gelenk bilden sich Narbenstränge, die die Bewegung einschränken.
Was ist das Problem:
Durch unbekannte Mechanismen kann in der Schulter eine Entzündung entstehen, die zu einer massiven Verklebung des Gelenks, und damit einer starken und schmerzhaften Bewegungseinschränkung, führt. Diese sog. Frozen Shoulder kommt oft in Verbindung mit kleineren Unfällen, Ops, Impfungen, aber manchmal auch spontan und ohne ersichtlichen Grund, vor.
Die Frozen Shoulder ist eine sog selbstlimitierende Erkrankung, sprich sie verschwindet von selber. Das kann aber Monate bis Jahre Dauern (!). Dementsprechende versucht man diesen Prozess zu beschleunigen.
Konservative Behandlung:
In den meisten Fällen kann durch eine gezielte Physiotherapie und antiinflammatorische Behandlung ein gutes Ergebnis erreicht werden - aber das braucht oft mehrere Wochen und Monate. Kortisoninfiltration(en) oder Tabletten können helfen die Entzündung schneller zu stoppen.
Operative Behandlung:
Bei anhaltendem Schmerz und Steifigkeit trotz konservativer Therapie kann nach 6-9 Monaten über eine Operation gesprochen werden. Dabei werden die Verklebungen, soweit möglich, operativ gelöst. Physiotherapie ist danach trotzdem nötig um die Muskel wieder aufzubauen.
Krankenhausaufenthalt:
Zumeist reichen 2-3 Tage Krankenhausaufenthalt. In schweren Fällen kann es hilfreich sein länger im Krankenhaus zu bleiben um mit starken Schmerzmitteln und einer motorisierten Bewegungsschiene die Schulterbeweglichkeit zu verbessern
Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?
Die postoperative Nachbehandlung ist wichtig um Beweglichkeit zu erhalten und auszubauen
Bei der Operation für die Schultersteife wird die verklebte Kapsel entfernt (blaue Fläche) und die Muskel rund um die Schulter (rote Fläche) werden befreit.