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Der Gipfel des Diablerets-Massivs galt schon immer als gefährlicher und verfluchter Ort. An verschiedenen Orten des Massivs trafen sich Dämonen, Verdammte und böse Geister zum gemeinsamen Teufelstanz.
Da sie bei ihren Spielen mit den Felsen einen Höllenlärm machten, erzählte man sich unter dem einfachen Volk im Tal, dass die Dämonen mit Kegeln spielten. Deshalb wird der turmförmige Felsen, den man auf dem Tsanfleuron-Gletscher sehen kann, «Quille du Diable» also Teufelskegel genannt.
Quille du Diable: Früher wurde einer der Gipfel des Gebirgsmassivs, der den Col de Cheville überragt und im Süden an den Gletscher Tsanfleuron grenzt, nicht Turm St-Martin genannt, wie es heute in unseren Karten steht, sondern er trug einen viel aussagekräftigeren Namen, den man ihm besser gelassen hätte. Er hiess nämlich «Quille du Diable», zu Deutsch «Teufelskegel». Dieser gewaltige Felsen in Form eines Turms oder einer gigantischen Bastei diente der Sage nach den versammelten Dämonen bei ihren Geschicklichkeits- oder Kraftspielen als Ziel oder Kegel.
Wenn also Steine lärmend von diesem riesigen Bergfried ins Tal rollten, wenn Felsblöcke von den höllischen Spielern mit zu viel Schwung auf der eisigen Fläche geworfen wurden und auf ihrem steilen Weg den Berg hinab bis zu den Weiden von Anzeindaz oder den Ufern des kleinen Lac de Derborence von Felsen zu Felsen prallten, schauten die Hirten mit Schrecken auf und dachten an die Drohungen dieser verfluchten Wesen. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Herden und baten Gott um Gnade: «Möge Gott uns helfen und unsere Färsen schützen».
Sie gaben vor, diese teuflischen Geschöpfe mit kleinen Lichtern oder Laternen ausgestattet allein oder in Gruppen durch die Wälder, über Weiden, Geröllhalden oder durch Hochgebirgskorridore geistern zu sehen. Einige Leute erzählten sogar, beobachtet zu haben, dass diese armen Verdammten oder Selbstmörder bis in die Nähe von Ardon im Kanton Wallis hinabsteigen. Man konnte ihr schreckliches Stöhnen vernehmen, und ihre grauenerregenden Körper waren so ausgelaugt, so müde davon, seit ewigen Jahren auf den öden Felsen, wo sie ihre Verbrechen sühnten, herumirren und kriechen zu müssen, dass einige von ihnen ihre Arme bis zu den Ellenbogen und andere sogar bis zu den Schultern abgenutzt hatten. Vor und während der beiden schrecklichen Erdrutsche von 1714 und 1740, die Tausende Morgen Weideland unter sich begruben und den Tod mehrerer Menschen sowie zahlreicher Rinder verursachten, war dieses Stöhnen besonders deutlich zu hören und ihre Lichter brannten aussergewöhnlich hell.
Quelle: Tourismusbüro