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Schweizer Geschichte
Erstes Fernsehsender
Die ersten Versuche für das Fernsehen waren bereits 1922 recht weit fortgeschritten. Im Jahre 1925 wurde das neue Medium zum ersten Mal öffentlich demonstriert und schon 1928 wurden erste Fernsehgeräte dem staunenden Publikum an der Funkausstellung in Berlin vorgeführt. Ein Jahr später (1929) startete die BBC mit Fernsehsendungen, 1935 nahm der erste Fernsehsender Deutschlands den Betrieb auf. Die Übertragung der Olympischen Spiele Berlin von 1936 in so genannte Fernsehstuben brachte erstmals ein grösseres Publikum in Kontakt mit dem Bildschirm. In der Schweiz startete das Fernsehen erst 1953.
Chronik des Schweizer Fernsehen
|6. Mai 1939||An der Landesaustellung (Landi) in Zürich wurde erstmals in der Schweiz die Fernsehtechnik durch Mitarbeiter der ETH öffentlich vorgeführt. Es dauerte aber noch 14 Jahre bis die erste Fernseh-Versuchssendung über den Sender ging.|
|20. Juli 1953||Mit einem vom Bund zur Verfügung gestellten Budget von 4 Millionen Franken für eine dreijährige Versuchsphase nahm am 20. Juli 1953 das erste provisorische Fernsehstudio in Zürich-Bellerive seinen Betrieb auf. Die Ansagerin Rosmarie Burri leitete den ersten Fernsehabend ein. Gezeigt wurden die Erläuterungen eines Zürcher Malers über die Technik des Holzschnitts und eine Bilderfolge mit Text zum Thema „die Blinden“. Die ganze Sendung dauert rund 45 Minuten.

Das neue Medium stiess keineswegs allenthalben auf Begeisterung. Fernsehen gefährde das Familienleben, verführe die Jugend und sei als amerikanischer Import ganz und gar unschweizerisch, argumentieren nicht wenige.
Die Schweiz wies beim Beginn der Fernsehversuche im internationalen Vergleich einen beträchtlichen Rückstand auf. Bereits in 21 Staaten war der regelmässige TV-Betrieb Realität, in sieben weiteren liefen Versuchssendungen.
|Sommer 1955||Trotz anhaltender Kritik am neuen Medium Fernsehen, bewilligte der Bundesrat einen Kredit zur Verlängerung des Versuchsbetriebs.

Fernsehansagerinnen wie Cordelia Guggenheim und Heidi Abel wurden zu Identifikationsfiguren für das Publikum. Die Übertragung von neun Spielen der Fussball-WM 1954 in der Schweiz, die Quizsendung „Eifach, dopplet oder nüt“ oder der erste „Grand prix Eurovision de la chanson“ in Lugano waren die Höhepunkte der ersten Jahre.
|1958||Zum ersten Mal startet die TV-Programmaustrahlung unter der Bezeichnung „Schweizer Fernsehen“.|
|Ende der fünfziger Jahre gab die Einführung des Werbefernsehens viel zu reden. Vor allem Zeitungsverlage versuchten sich vor der neuen Konkurrenz möglichst lange zu schützen. Doch auch sie konnten nicht verhindern, dass Mitte der sechziger Jahre die neu gegründete AG für Werbefernsehen ihr Tätigkeit aufnahm.|
|1. Februar 1965||Das Werbefernsehen wurde eingeführt. Zum Minutenpreis von 6000 Franken konnten interessierte Firmen an allen Wochentagen in drei Blöcken zu vier Minuten ihre Werbebotschaft ausstrahlen lassen.|
|1. Oktober 1968||In Anwesenheit von Bundesrat Roger Bonvin gab SRG-Generaldirektor Marcel Besencon im Zürcher Studio Bellerive den Startschuss für das Farbfernsehen. Zunächst wurden in allen drei regionalen Programmen pro Woche im Durchschnitt sechs Stunden in Farbe ausgestrahlt.

Im gleichen Jahr wurde mit der Sendung „Spielhaus“ das erste deutschsprachige Programm für Kinder im Vorschulalter ausgestrahlt.
|21. Juli 1969||In den frühen Morgenstunden des 21. Juli verfolgen in der Schweiz rund eine Million Menschen die Live-Übertragung der ersten Mondlandung im Fernsehen.|
|Die Zahl der Fernsehkonzessionen nahm in den sechziger Jahren rapide zu. Von gut 10’000 1955 auf 130’000 1960 dann auf 620’000 1965 und schliesslich auf 1’275’000 1970.|
|1970||Die neuen Fernsehstudios in Zürich (Leutschenbach), Genf und Comano nahmen ihren Betrieb auf.|
|19. Mai 1980||Die zwei Millionste Fernsehkonzession wurde erteilt.|
|1990||93% der Haushalte in der Schweiz besassen eine Fernsehkonzession.|
|2000||Im Jahre 2000 besassen 2,7 Millionen eine Fernsehkonzession.|