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Die Quellen der Rhythmen sind bei den Notenbilder eingetragen.
Diverse Texte sind aus dem Internet kopiert worden und von mir zusammengestellt worden.
Was ist Rhythmus
Der Grieche Aristoxenos der als Erster den Rhythmus definierte, bezog neben der Musik auch noch die Sprache beim Gesang und die Körperbewegung beim Tanz mit ein.
Ich beschränke mich auf die musikalische Definition von Rhythmus.
Der Zeitliche Ablauf kann wie folgt gegliedert werden.
• Grundschlag … das ist ein gleichmäßiger Impuls (Schlag) d.h. der zeitlich Abstand ist konstant.
• Der Grundschlag wird in ein Taktmuster eingeteilt das immer gleiche Anzahl Schläge aufweist.
• Das Metrum ist die Betonungsordnung es gibt vor welche Schläge im Takt betont werden sollen, ohne dass diese mit Akzenten versehen werden.
• Rhythmus ist das durch die Folge unterschiedlicher Notenwerte entstehende Akzentmuster über dem Grundschlag.
Rhythmus gesprochen
Die Rhythmussprache soll helfen Akzentmuster und Metrik einfacher zu erlernen.
Die Bezeichnung 1 - 2 - 3 - 4 ist die Zählweise für 1/4 Noten.
Die Bezeichnung "1 und " ist die Zählweise für 1/8 Noten
Die Bezeichnung " 1 e und e 2" ist die Zählweise für 1/16 Noten
Die Wörter sind sehr gut geeignet um die Metrik rhytmisch zu verstehen, denn sie sind so gewählt, dass sie beim Händeklatschen dem Tempo bpm = 60 (Metrum = 60 Schläge pro Minute) angepasst sind. Mehr dazu findet Ihr auf dieser Webseite http://www.tiggi.ch im Register "kleine Musiklehre".
Schlagarten beim Schlagzeug
Damit Sie die Notenbeispiele besser lesen können, seien hier noch einigen Schlagzeugbegriffe erläutert.
Triole; drei Schläge pro Grundschlag (dargestellt mit einer Klammer über den 3 Noten)
Die 3 Schläge werden immer als 1 Grundschlag der nächst längeren Note gewertet
(z.B. 3/8Noten werden als eine Viertelnote gezählt).
Schlepper; Ein kurz aufeinander folgender rechts, links Schlag der beinahe als ein Schlag gehört wird (dargestellt mit einer kleinen Vornoten, manchmal auch Aufschlagsnote genannt). Ein Schlepper wird wie ein Grundschlag behandelt.
Gefederter Schlag: Der Stick wird dabei locker nachgedrückt, so dass mit einer Ausholbewegung mehrere Rebounds (Federungen) erreicht werden. Ein gefederter Schlag wird wie ein Grundschlag behandelt. Die Darstellung sind zwei (oder auch 3) schräge Striche im Notenhals.
Sidestick: Ein Sidestick ist ein Schlag der auf die Snarekante geschlagen wird, ohne das Fell zu berühren (dargestellt wird der Sidestick als x-Notenkopf auf der Snarelinie).
Rim-Shot: Beim Rim-Shot wird der Stick umgedreht und der Kopf wird auf das Fell gedrückt mit dem dickeren Ende wird nun der Schlag auf der Snarekante ausgeführt.
LHRS: Dieses Kürzel steht für „ Left Hand Rim-Shot“
HH: Bedeutet Hi-Hat und meint, dass mit den Stick das HiHat geschlagen wird.
PHH: Bedeuten Pedal HIHAT das HiHat wird mit dem Fuss betätigt. Darstellung; HiHat offen ein Ring über der Note, HiHat geschlossen ein Plus über der Note.
Bell (Glocke): wird als Raute dargestellt (ausgefüllt wenn es eine Cimbalglocke ist oder leer wenn es eine echte Glocke ist).
Cimbals: Werden mit dem Stick geschlagen man kann sehr unterschiedliche Klänge erzeugen.
· Schlag auf die Glocke in der Mitte > sehr heller, kurzandauernder Klang
· Gefederter Schlag auf im Mitteltei der Cimbal klingt auch kurz entsprechen dem Cimbaltyp
· Voller schlag auf die Kante ergibt einen lang ausschwingender Klang ebenfals je nach Cimbaltyp.
Es gibt beim Schlagzeug einige Becken die charakteristisch klingen;
Ride: tragender Ton (19-22 Zoll)
Crash: Starker Ton, der einen metallischen Zusammenprall simuliert. (14-18 Zoll)
Splash: Simuliert einen Ton als ob ein Gegenstand ins Wasser geworfen wird. (8-12) Zoll
China Becken: Dieses Becken sind speziell geformt zuinnerst hat es eine Glocke (wie die andern auch) dann folgt eine Wölbung nach innen und am äusseren Rand ist das Becken wieder in die Gegenrichtung gebogen. Man hat meist zwei verschiedene Klangbilder je nachdem ob man auf den inneren Teil oder den äusseren Teil schlägt.Die Darstellung der Becken hat als Notenkopf ein Kreuz. Jede Beckenkategorie hat eine eigene Noten-Linie.
Ab und zu wird das Ridebecken auf der gleichen Line wir das HiHat geschrieben, dann hat es meist einen Kreis um das Kreuz.
Begriff bpm
Bpm: (beats per minute) Das ist die Abkürzung von „Schläge pro Minute“ d. h. es ist eine Tempoangabe. Früher nannte man das Metronom. Bpm=60 heißt, dass pro Sekunde ein Grundschlag erfolgen soll.
Claves (Schlüssel)
Calves ist ein einfaches Instrument, nämlich zwei Kanthölzer ca. 10cm lang.
Claves ist aber auch ein Akzentmuster in der kubanischen Musik.
Polyrhythmik: bezeichnet die Überlagerung mehrerer verschiedener Rhythmen in einem mehrstimmigen Stück. Dabei kann jede einzelne Stimme auch einen eigenen Takt oder gar ein eigenes Metrum haben (Polymetrik).
Das Bild zeigt eine Darstellung über die Entstehung der Rhythmen und Tänze mit Ihren Verbindungen, nach zeitlicher Entstehung gegliedert.
Die Farben und Pfeile sollen die Gruppenverwandschaft zeigen.
Man sieht oft auch andere Darstellungen, weil nicht immer ganz klar ist, was, wann, woraus entstanden ist.
Man sieht oft auch andere Darstellungen, weil nicht immer ganz klar ist, was, wann, woraus entstanden ist.
Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Dennoch habe ich versucht alles was ich wusste darzustellen.
Die Bedeutung der einzelnen Rhythmen ist aber nicht im Vordergrund so sind einigen bei uns sehr wohl bekannt andere kaum.
Einige der Wichtigsten möchte ich deshalb nachfolgend beschreiben und mit Notenbeispielen vorstellen.
Dabei habe die Jazz- (Nordamerika) und die Latina Rhythmen (Südamerika) getrennt behandelt.
So fing der Jazz an
1890 entstand der Ragtime (zerrissene Zeit) damit wurde angedeutet, dass der Viertelbeat durch Synkopen „zeitlich zerrissen“ wurde.
1900 entwickelte sich aus dem Ragtime der Jazz. Gleich mehrere Personen wollten deren Erfinder sein, Jolly Roll Morten, Nick LaRocca aber am ehesten ist dies wohl Buddy Bolden zuzuschreiben. Der Blues und der Stomp waren damals die meist gespielte Musik in der Region New Orleans und bis hinauf nach Memphis. Es entstanden Bands die diesen Stil aufnahmen ab ca. 1914 nannte man diese Musik dann auch Jazz. Das Wort Jazz stammt von einem Journalist der bei einem Baseballspiel schreib „The poor old Seals have lost their ‚jazz‘ and don’t know where to find it“ (Die bemitleidenswerten Seals (Baseballmanschaft von San Fransico) haben ihren ‘Jazz’ verloren und können ihn nicht wiederfinden).Damit meinte er das Leben, die Kraft, die Energie vielleicht auch das Aufbrausen des Geistes.
Nicht alle Daten der Entstehung des Jazz sind genau belegbar deshalb beschränke ich mich mal auf das was belegt ist.
Die Erste Jazzschalplatte wurde 1917 aufgenommen von der „Original Dixieland Jazz Band“ des Trompeters Nick LaRocca (im März 1916 gegründet), nebenbei alle Bandmitglieder waren "Weiße" Musiker.
Es ist also falsch dass Jazz nur "Negermusik" sei.
Von Links nach Rechts: Eddy Edwards (Posaune), Nick La Rocca (Kornett), Tony Sbarbaro (Schlagzeug), Henry Ragas (Piano), Larry Shields (Klarinette ab Okt 1916).
1925 kam die erste Platte von „Louis Armstrong and the Hot Five“ heraus.
Diese Band machte zum ersten Mal Jazzaufnahmen, in denen den Solisten mehr Raum zur Improvisation gegeben wurde, und ebnete dem Jazz mit Kunstanspruch, wie wir ihn heute kennen, erstmals den Weg. Nach Ansicht des Kritikers Gary Giddins handelt sich um „das einflussreichste Aufnahme-Projekt des Jazz, vielleicht der ganzen amerikanischen Musik“.
Die Mitglieder dieser ersten Hot Five waren Louis Armstrong zunächst am Kornett und gelegentlich auch als Sänger, ab 1927 an der Jazztrompete, mit seiner zweiten Frau Lil Hardin Armstrong am Klavier, Johnny Dodds an Klarinette und Altsaxophon sowie Kid Ory an der Posaune[ und Johnny St. Cyr am Banjo, 1926 teils ergänzt durch die Sängerin May Alix, im September und Dezember 1927 teilweise ergänzt durch den legendären Jazz- und Blues-Gitarristen Lonnie Johnson.
1929 kam der Swing (Big Band Swing) auf, das Radio verbreitete Ihn in Windeseile und Bands wie Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman und Artie Shaw wurden zu Stars. Der dazugehörige Tanz war der Lindy Hop und die Amerikaner waren verrückt nach diesem wilden Tanz er ließ den Finanzcrash an der Wallstreed vergessen.
1940 war es an der Zeit den Swing abzulösen, der sich langsam formalisierte und es wurde experimentiert bis man den Bebop im Harlemer Clup „Mintons’s Playhouse“ spielte. (Modern Jazz Charly Parker, Dizzy Gillespie u.a.)
Wesentliche Elemente sind größere rhythmische Freiheiten für Schlagzeug und Bass, schnelle Tempi und komplexe Harmonie-Schemata. Komponisten des Bebops griffen oft auf bestehende musikalische Themen und Harmonieabfolgen zurück. Wesentlich für den Bebop sind zudem die Improvisationen auf langen formalen Strecken.
Mit dem Bebop verabschiedet sich der Jazz als Unterhaltungsmusik und wird nach und nach zur Kunstmusik stilisiert. Dies beruht auf der Ablehnung des Bebops durch große Teile von Kritik und Publikum sowie auf einem neuen Verständnis der Schallplatte als Medium. Die flüchtigen Improvisationen der Musiker sind durch die Schallplatte gespeichert und bringen ein Sammler- und Expertentum hervor – gerade auch in der weißen amerikanischen Mittelschicht und unter den europäischen Intellektuellen.
1950 entstand der Cool Jazz mit dem Orchester Miles Davis.
Manche Musiker sahen - ausgehend vom Bebop - eine Möglichkeit der Weiterentwicklung des Jazz, in einer stärkeren Entfaltung des Aspekts der Form. Sie versuchten, die Stücke stärker durch komponierte und improvisierte Parts zu strukturieren, was komplexe Arrangements zur Folge hatte.
1960 entwickelte sich auch der Free Jazz (Ornett Coolmann).
Free Jazz ist einerseits ein historischer Begriff für (harmonisch) freies Improvisationsspiel im Jazz. Andererseits ist es ein bis heute ausstrahlendes Paradigma, das die Möglichkeit zur freien Entfaltung immer neuer Formen im Jazz und auch darüber hinaus (etwa in der Intuitiven Musik) bereithält.
Der Fusion Jazz 1966 -1980 nahm dann auch Elemente von Rock und Soulmusik auf, bekannt sind da Interpreten wie Jimmi Hendrix und James Brown.
Ab 1980 wurde der Jazz so vielgestaltig, dass eindeutige Strömungen kaum noch zu erkennen sind. Man sprach von Ethno Jazz, Retro Swing, PopJazz, Avangarde Jazz.
Einige wichtigen Musiker die da führend waren sollen noch erwähnt werden.
Wynton Marsalis, Joshua Redman, James Carter. Country Jazz mit Bonnie Raitt und Nora Johnes, um auch mal ein paar Frauen zu nennen die auch gerne Jazz spielen und singen.
Jazz Rhythmen
Ursprung der Jazzrhythmik ist die afrikanische Rhythmusvielfalt, mit dieser aber nicht gleichzusetzen.
Ein Aspekt der Jazzrhythmik ist die Überlagerung von „binären“ Rhythmen oder Pattern (zweiteiligen, gerade Unterteilungen) mit „ternären“ Rhythmen (dreiteiligen Pattern, Triolen).
Vor allem in "modernen" Jazzrichtungen kommen vermehrt afrikanische Elemente in die Rhythmik (mehr polyrhythmische Strukturen).
Eine Erscheinung neuerer Zeit bildet das Linear Drumming, bei dem alle Schläge nacheinander ausgeführt werden.
Blues
Der Blues entstand aus den Worksongs, die die Schwarzen bei der Arbeit sangen.
Einer der ersten bekannten Songs die man als Blues bezeichnen kann stammt von Huddie William Ledbetter meist nur Lead Belly genannt und heisst “Goodnight Irene”. Der Durchbruch des Bleus kam 1914 mit dem St. Louis von W.C. Handy. In den 50 Jahren kam der Country Blues mit Größen wie John Lee Hooker, Muddy Waters. In den 60-ziger Jahren nahmen auch Rockband den Blues in ihr Repertoire auf, als Beispiele seien erwähnt Canned Heat, The Doors, Led Zeppelin, Jimmi Hendrix und auch die Rolling Stones.
Der Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären nordamerikanischen Musik. Jazz, Rock, Rock 'n' Roll und Soul sind nah mit dem Blues verwandt.
Das Wort Blues leitet sich von der bildhaften englischen Beschreibung I’ve got the blues bzw. I feel blue („ich bin traurig“) ab.
Eine häufig auftretende Bluesform hat zwölf Takte, die Melodie wird mit drei Akkorden (harmonische Grundfunktion) begleitet.
Der Rhythmus des Blues ist tertiär aufgebaut und wird oft mit Brusches (Stahlbesen) gespielt.
Swing
Der Swing (Schwung) enthält bereits die polyrhythmischen Elemente, mit den Triolen gibt es den Ternären Effekt das „Schwingende“.
Rock and Roll und Boogie-Woogie
Der Rock-’n’-Roll-Tanz ist ein mit dieser Musik verbundener Turniertanz, der aus dem Lindy Hop (einem Swing-Tanz der 1930er Jahre) hervorgegangen ist und dessen bekanntestes Merkmal die akrobatischen Einlagen sind. Eng mit dieser Musik verbunden sind auch die Tänze Jive und Boogie-Woogie.
Damit fing Latina an
Die Mauren (Mauretanier) eroberten Mittelamerika und die Karibik und brachten dabei Ihre Kultur mit (Culumbus, Cortez).
Diese bestand aber nicht nur aus der reiner maurischer Kultur, die vor allem in Südspanien beheimatet war. Im Norden Spaniens hatte durch die Evangelisierung auch die französische Kultur einen großen Einfluss z.B. der Contra Dance der in den Königshäuser zelebriert wurde.
Die Spanier hatten die Urbevölkerung der Karibik bei Ihrer Eroberung praktisch ausgerottet (niedergemetzelt) und mussten nun Arbeitskräfte aus Afrika und China herbei holen.
Das virtuelle Gitarrenspiel zusammen mit dem Flamengotanz ist der spanische Anteil an den Latina-Rhythmen. Auf Kuba spielte man eine 6 seitige Gitarre, die Tres genannt wird.
Die Sklaven aus mittel Afrika brachten die Trommelrhythmen mit, die man mit der Conga und der Betatrommel spielte.
Die Kontraktarbeiter aus China steuerten das Cornetino Chino bei, ein Blasinstrument mit Mundstück aber Anstelle von Ventilen und Zügen hat es Löcher wie bei einer Flöte. Sie wurde aber bald einmal durch uns bekannte Blasinstrumente wie Trompeten oder Posaunen ersetzt. Das Cornetino Chino ist heute nur noch im Karneval zu sehen.
Motive aus Tanzformen der spanischen Kolonisatoren, wie Menuett, Contradanza, Bolero oder Zapateado mischten sich mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil.
Es entstehen daraus viele Rhythmen oft auch verbunden mit Tänzen, manchmal ist nicht klar ob man es nun mit einem Rhythmus oder einem Tanz zu tun hat.
Son, Guajira, Cha Cha Cha, Mambo, Marcha, Guaracha, Comparsa, Guaguanco (Yambu), Mozambique, Cumbia, Merengue, Bembe, Plena, Bolero, Son Montuno, Caballo, Caballo Funk, Chachalokuafun, Pilon, Songo, N.Y. Mozambique und Mambo.
Son Cubano
Der Son ist der zentrale Rhythmus er besteht immer aus 2 Takten zu 4 Schlägen (rhythmische Liederform) der meist auf den drei Instrumenten Tres, Maraccas und Claves im Osten von Cuba gespielt wurde. Um 1940 wurden die Musikgruppen aufgestockt und mit Kontrabass, Trompete und Bongos ergänzt. Der Clave bildet dabei das Grundmuster des Son, das oft auch 3-2 Son oder bei Umkehrung der Takte 2-3 Son genannt wird.
Das Tempo beim Son ist etwa 200 bpm also sehr zügig.
Auf Schlagzeug oder in der Percussions Gruppe gespielt, kommen da noch diverse weitere Noten dazu, aber der Akzent auf 1, 2&, 4 in erstenTakt und 2,3 in zweiten Takt bleibt erhalten und gibt dem Son seinen speziellen Charakter.
Er entstand in Havanna der Hauptstadt Kubas. Der Film von Wim Wenders (deutscher Regisseur und Fotograf) mit der Band „Buena Vista Social Clup“ machte Ihn dann auch bei uns berühmt.
Der Son (lat. Sonus > was Laut, Klang bedeutet) ist der Vater einiger weiterer bekannter Rhythmen, wie Montunio, Bolero, Guaracha, Rumba, Mambo und ist wohl auch beim Salsa Pate gewesen.
Dass der Son auf Kuba so rein erhalten blieb und als Urklang der Latino-Musik gilt, hat damit zu tun, dass Fidel Castro die Kubaner vor fremden Einflüssen ausgegrenzt hat, während in der USA den Afroamerikaner das Trommeln verboten wurde. Sie wichen daher auf das Singen von Gospelsongs aus.
Songo
Der Songo ist ein neuerer kubanischer Rhythmus, entwickelt vom Perkussionisten Changuito der Band “Los Van Van”.
Das ist nur ein Standardrhythmus als Basis.
Es gibt natürlich noch viele Variationen dazu, hier einige davon.
Samba, Bossa Nova
Als Samba bezeichnet man einen brasilianischen Musikstil, der meist mit der Stadt Rio de Janeiro in Verbindung gebracht wird, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen in ganz Brasilien gespielt und getanzt wird. Samba ist der Oberbegriff für verschiedene Musiktypen wie der Samba enredo der Karnevalsumzüge, der im kleinen Kreis gespielte Samba pagode, der traditionelle, ländliche Samba de roda oder der balladenhafte Samba Canção.
Die Wurzeln des Samba liegen vermutlich im Kongo (Sambesi Gebiet). 1917 wurde die erste Schallplatte mit einem Samba gepresst er hieß „pele telefone“ von der Banda Odeon gespielt, dieser Samba wurde ein Karnevalshit.
Nebenbei, der größte Carneval ist in „Sao Salvator da Bahia de Todos Santos“ wie die Stadt mit vollem Namen heißt, (zu Deutsch; der heilige Salvador zur Bucht der Allerheiligen),sie wird aber kurz Salvador genannt. Salvador ist die 3. größte Stadt in Brasilien und vermutlich auch die schönste und portugiesischte Stadt Brasiliens.
In den späten 1950–ziger entwickelte sich der Bossa Nova aus dem Samba. Ein bekanntes Beispiel dieser Stilrichtung ist João Gilberto mit “Desafinado“, “Chega De Saudade” oder mit “Wave” vom Rhythmus her immer noch ein Samba, aber die Musik ist eher sentimental und balladenhaft.
Salsa (Tanz)
Auch die Salsa (man sagt wirklich die Salsa) entstand aus dem Contradance heraus und kommt von der Insel Hispaniola (Haitii & Domenikanischen Republik). Er verbreitet sich in 1970 in Süd- und Nordamerika und wandelste sich in Nordamerika zum New York Style.
Von Kolumbien aus verbreitete sich eine Salsavariante die vom Cumbia (Kolumbischer Volkstanz) geprägt war, in ganz Lateinamerika bis in die Südstaaten der USA, wo er entsprechend auch Cumbia-Style genannt wurde. Cumbias sind noch heute die Partyfeger weltweit.
Allen Salsa-Style ist gemeinsam der sogenannte „Cross Body Lead“.
Auch der Salsa Rhythmus ähnelt dem Son sehr. Das ist aber nicht die einzige Variante, wie es im Tanzstil verschiedenen Richtungen gibt, gibt es auch beim Salsa-Rhythmus ähnliches.
Cumbia (Tanz)
Der Name leitet sich von cumbé her, einem populären afrikanischen Kreis-Tanz aus der Region von Batá in Guinea. Dabei bedeutet „cum“ Trommel und „bé“ sich bewegen, sich schütteln. Im Laufe der Zeit vermischte sich der Cumbé mit indianischen „Azteken-Nachfahren“ und spanischen Elementen und wandelte sich so in die Cumbia, die paarweise getanzt wird.
Der Ur-Cumbia stammt aus Kolumbien, genauer der Karibischen Küste von Kolumbien. Es ist eine Mischung von Afro Rhythmen mit Indigo Melodie und die Variationen stammen von den Spanier. Gespielt wurde er ursprünglich nur instrumental mit Gaita (Flöte), Maracas (Kürbisrassel), Tambora (Basstrommel), und Llamador (kleine Trommel).
Das Zentrum der Cumbia-Musik ist heute Barranquilla an der Karibik-Küste Kolumbiens.
Oft wird der Cumbia Panama zugeschrieben weil es alte Dokumente gibt, allerdings gehörte Panama früher zu Kolumbien und der Cumbia wurde aus Kolumbien importiert.
Beim aktuellen Cumbia wurden die Orginalinstrumente ersetzt, so wird meist ein Percussions Ensemble mit Congas, Guiras, Claves, Timbales und Cajas zur Begleitung der Bläser und Accordeons eingesetzt.
Cumbia Rhytmus
Cumbia wird im 4/4-Takt gespielt bei schnellem Tempo (160-250 bpm). Beim Cumbia sind die Grundschläge auf der 1 und der 3 deutlich markiert, oft mit Hilfe einer Marschtrommel. Der zweite und vierte Schlag wird meistens in Achtel unterteilt, die unterschiedlich akzentuiert werden können. Manche kolumbianische Musiker mischen in Live-Auftritten gerne ein paar Takte Cumbia in ihre Salsa-Arrangements, um so die Nähe der beiden Musikarten zu veranschaulichen.
Das ist eine Schlagzeugvariante des Cumbia, eigentlich braucht es aber ein Percussions Ensemble um dem Rhythmus gerecht zu werden.
Der Cumbia lässt sich auch für Europäer gut tanzen da er nicht wie beim Samba, Son oder Salsa die ungewohnten Off-Beat Akzente hat sondern sehr zügig und melodiös daher kommt.
Mambo
Der Mambo ist das Ergebnis der Mischung von Son (via Montuno und Guaracha) und Danzón. Den ersten echten Mambo schuf Dámaso Pérez Prado mit „Patrica“ dann kam „El Ruletero“, und später noch „El Cumbachero“. Er benutzte den Montuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu definierte Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Ein Beispiel ist der „Que rico el Mambo“ auch von von Pérez Prado.
Der Mambo ist Rhythmisch komplex und nicht einfach zu spielen, deshalb wurde er vom Cha Cha Cha und vom Rumba verdrängt.
Bolero und Rumba
Der Bolero in Lateinamerika bezeichnet einen Tanz und eine Liedform in gerader Taktart und entstand im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Umfeld der kubanischen Trova. Als erster Bolero gilt "Tristeza", komponiert 1883 von José "Pepe" Sánchez (1856–1918), der als stilbildender Musiker der traditionellen kubanischen Trova angesehen wird. Ein typischer Bolero besteht aus zwei vier- oder fünfebigen Vierzeilern. Der zugrundeliegende Rhythmus war ursprünglich der cinquillo des Danzón. Heute hört man meistens eine Variante des Beguine. Der dazugehörige Tanz ist die Rumba, wenn der Bolero nicht mit anderen Rhythmen wie Mambo oder Chachacha gemischt wird.
Der Bolero verbreitete sich überall da, wo kubanische Son-Gruppen auftraten, wurde aber mit dem Aufkommen des Tonfilms in ganz Lateinamerika besonders populär. So gilt inzwischen Mexiko als mindestens ebenso wichtig für den Bolero wie Kuba. Wichtige Komponisten von dort sind Consuelo Velázquez, María Grever oder der ehemalige Bordellpianist Agustín Lara aus Veracruz, dessen Lied Granada weltbekannt wurde. Seine wichtigsten Interpreten des mexikanischen Boleros, waren Toña La Negra (eigentlich: Antonia del Carmen Peregrino Alvarez, 1912–1981), Pedro Vargas, das Trio Los Panchos und Pedro Infante. Stets sind die Texte sentimental-romantisch; einen „Schlüssel-Bolero“ stellt wohl María Bonita dar, den Lara seiner geschiedenen Frau, der berühmtesten Filmschauspielerin Mexikos der 40-iger und 50-iger Jahre María Félix (1914-2002), widmete.
Die in Mexiko lebende Peruanerin Tania Libertad ist heute eine der wenigen Interpreten, die sich um eine zeitgemäße Adaption des Boleros bemühen und ihn somit am Leben halten.
Eigentlich müsste man ja gar nicht unterscheiden zwischen Bolero und Rumba, man spricht von einer Rumba Variante des Bolero, beim Übergang 3& zu 4, 2 Schläge auf dem Tom und ein Sidestick auf 4& folgt, verspricht ein anders Rhythmusgefühl im Vergleich zum klassischen Bolero.
Cha Cha Cha
1951 führte Jorrín den Cha-Cha-Cha-Rhythmus unter dem von ihm gewählten Namen „Neodanzón“ (span. „neuer Danzón“) auf den kubanischen Tanzflächen ein. 1953 nahm die Orquesta América Jorríns Hits La Engañadora und Silver Star auf. Der neue Rhythmus kam beim Publikum sehr gut an und inspirierte die Tänzer zu einem Tanzschritt, der den Grundschritt des Mambos um einen schnellen Wechselschritt ergänzt. Dieser schnelle Wechselschritt verursachte laut Jorrín ein scharrendes Geräusch, das für ihn wie cha cha cha klang, und das er als rhythmische Gesangseinlage in einigen seiner Lieder einbaute. Dieses Geräusch und die daraus resultierende rhythmische Zählweise 2 3 Cha-Cha-Cha waren letztendlich namensgebend für den Tanz.
Bossa Nova
Als erster Bossa-Nova-Song hies Chega de Saudade (zu Deutsch; genug der Traurigkeit), geschrieben von Antônio Carlos Jobim (Musik) und Vinícius de Moraes (Text) und bekannt geworden in der Interpretation von João Gilberto (Single 1958 und anschließend gleichnamiges Album). Gilberto und Jobim erregten mit ihrer neuen Mischung aus Samba (bzw. dem langsameren Samba Canção) und Cool Jazz immer mehr Aufsehen. Die Arrangements basierten auf einem oft flüsternden Gesangsstil begleitet von virtuos gespielter Gitarre. Ihr Musikstil und die Spielweise wurden sehr schnell von weiteren meistens jungen Musikern adaptiert.
Montuno
Der Ausdruck Montuno bezieht sich auf die Sierra Maestra, die zwischen Cabo Cruz und dem Hafen von Santiago entlang der Südküste Kubas verläuft. Die ersten Siedler, die sich im Osten der Insel niederließen, waren meist spanischer Herkunft; entweder kamen sie aus Andalusien oder von den Kanarischen Inseln. Zugleich liegt der Osten Kubas geographisch nahe an Haiti. Beim Aufstand gegen die französische Kolonialmacht 1791 flüchteten viele schwarze Landarbeiter von Haiti auf die Nachbarinsel Kuba und brachten ihre Trommelrhythmen mit den dazugehörigen Bräuchen, Gesängen und Tänzen mit. Diese vermischten sich im Laufe der Zeit mit der Gitarrenmusik der spanischen Farmer. Hier entstanden so bedeutende kubanische Rhythmen wie der Danzón und der Son. Der Montuno steht dabei für Ursprung und Originalität. Hier im Osten findet man die traditionellen Familienstrukturen mit ihren gemeinschaftlichen Festen; hier liegen die genuinen Wurzeln der kubanischen Musik.
Es gäbe noch viel zu den Lateinischen Rhythmen zu erwähnen. Vieleicht arbeite ich später daran weiter.