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| Märtyrerakten - Martyrium des Heiligen Karpus, Papylus und Agathonike

4.
Als der Prokonsul ihre außerordentliche Standhaftigkeit sah, befahl er, sie lebendig zu verbrennen. Und beschleunigten Schrittes traten die beiden in das Amphitheater ein, um baldigst von dieser Welt befreit zu werden. Zuerst wurde Papylus mit Nägeln an dem Pfahle festgemacht und gab, als das Feuer angelegt war, ruhig betend seinen Geist auf. Nach diesem wurde Karpus angenagelt und lächelte. Die Umstehenden sprachen erstaunt zu ihm: Warum lächelst du? Der Selige antwortete: Ich sah die Herrlichkeit des Herrn und freute mich, zugleich aber wurde ich euch los und habe keinen Teil an eurem Unglück. Als aber der Soldat die Holzstücke aufschichtete und anzünden wollte, sagte der heilige Karpus, während er da hing: Wir sind von derselben Mutter Eva geboren worden und haben dasselbe Fleisch, aber hinblickend auf das untrügliche Gericht erdulden wir alles. Als er dieses gesagt hatte und das Feuer brannte, betete er sprechend: Gepriesen seist du, Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, daß du auch mich Sünder deines Besitzes gewürdigt hast. Und nach diesen Worten gab er seinen Geist auf.