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Die Studie mit dem Titel «Mining our green future» von Prof. Richard Harrington, University of Oxford, hält fest, dass Minenaktivitäten zwangsläufig zunehmen müssten, um das Ziel einer CO2-neutralen Gesellschaft zu erreichen. (Lesen Sie hier die Studie im Original) Dies, da eine stärkere Nachfrage nach Metallen und Mineralien auf uns zukommen werde.
Weltweit überbieten sich Regierungen und Staaten mit ihren Plänen zum Umbau ihrer Gesellschaften in Netto-Null-Wirtschaften. Mit der Reduktion des CO2-Ausstosses soll die globale Erwärmung bei maximal 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Die Verträge von Paris geben diese Richtung vor. In der Studie von Richard Harrington wird nun dargelegt, was eine Reduktion des CO2-Ausstosses für Folgen haben könnte.
40-fache heutige Kapazität nötig
Entscheidend ist die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektromobile. Um die heute 31.5 Millionen Diesel- und Benzinfahrzeuge, welche auf den Strassen Grossbritanniens anzutreffen sind zu ersetzen, braucht es 207’900 Tonnen Kobalt, 264’000 Tonnen Lithiumcarbonat, 7200 Tonnen Neodym und Dysprosium, sowie 2’362’500 Tonnen Kupfer.
Dies hängt insbesondere mit den ressourcenintensiven Batterien zusammen. Allein für die Umstellung in Grossbritannien ist die doppelte jährliche Weltproduktion von Kobalt, eine ganze Jahresproduktion von Neodym, und drei Viertel der Jahresproduktion von Lithium. Um aber weltweit Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren mit den dazu nötigen Batterien zu ersetzen, bräuchte es gemäss der Studie vierzig Mal so viele Rohstoffe wie heute auf jährlicher Basis gefördert werden.
Auch erneuerbarer Strom braucht viele Mineralien
Doch nicht nur Fahrzeuge brauchen seltene Rohstoffe und Mineralien. Auch die Erzeugung erneuerbarer Energie ressourcenintensiv. Windräder, Solar-Panels, Wärmepumpen, brauchen seltene Ressourcen, um dann später Energie, zum Beispiel für Elektroautos, zu liefern. Diese kommen zu den oben erwähnten Mengen noch hinzu.
In die gleiche Stossrichtung stösst die Weltbank. Letztes Jahr veröffentlichte sie eine Liste mit 17 Mineralien, die für Transformationsprozesse zu grünen Wirtschaften essenziell seien. (Link zur Liste) Bei diesen werde es zu einer massiven Zunahme von Minenaktivitäten kommen. Das Problem: Die Minen selbst befinden sich oftmals in Konfliktländern, was wiederum ethische sowie ökologische Aspekte ins Zentrum rückt.
Mineralien-Recycling als Lösung?
Um die Förderkapazitäten nicht ganz so stark ausbauen zu müssen, müssen bestehende Ressourcen wieder verwendet werden.
Gemäss den Studienautoren muss man sich zwischen einer CO2-neutralen Gesellschaft und Wirtschaft und verstärkten Minenaktivitäten entscheiden. Beides sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu bekommen: «The public are not in this space at the moment; I don't think they understand yet the full implications of the green revolution». Darum auch das Fazit, dass die Öffentlichkeit sich den Auswirkungen der Grünen Revolution noch nicht vollends bewusst sei.
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