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Der Name Diriwächter erregt im ersten Moment ein Kopfschütteln. Was bedeutet denn das? «Wächter» ist ja klar, aber was soll das komische «Diri»?
Auf die Lösung kommt man rasch, wenn man in den Quellen nach den früheren Namensformen sucht. Der Stammvater Uli Diriwächter wird erstmals 1701 in Safenwil genannt, und zwar in der Form «Deirwächter». Da ist man noch nicht viel klüger. Aufschlussreicher sind die Formen «Thyrwächter» und «Dürrwächter» aus späteren Einträgen. Der namengebende Urahne der Diriwächter-Familie war also schlicht und einfach ein Türwächter, eine Person, welche irgendwo eine Türe, einen Eingang zu einem wichtigen Gebäude zu beobachten hatte. Das sich mit der Zeit im Namen durchsetzende «Dyri» oder «Diri» lässt darauf schliessen, dass die zu bewachende Türe nicht sehr gross war, nur ein Türchen oder auf berndeutsch «es Türi».
Schwieriger zu deuten ist die Wildsau. Möglicherweise hat sich der Wappen-Entwerfer vorgestellt, dass der Wächter nicht nur vor böswilligen Menschen, sondern auch vor wilden Tieren zu schützen hatte. Oder wahrscheinlicher: er deutete das «Diri» zu «Tier» um und betrachtete den Stammvater fälschlicherweise als Tierwärter.
Als Bürgerort für die Diriwächter-Familie gilt heute in der Schweiz einzig Safenwil. Am Ursprungsort Zuzwil ist der Name längst erloschen. Auch im übrigen Kanton Bern kommt er in keiner Form mehr vor, es sein denn, der in Wohlen bei Bern bezeugte Name Thierwächter wäre gleichen Ursprungs und ebenfalls aus einer falschen Umdeutung entstanden.