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Seit dem Gewinn der Bronzemedaille 2014 in Sotschi steigen die Erwartungen an das Frauen-Nationalteam. Zum Auftakt trifft die Equipe von Daniela Diaz auf das Hockeyteam Korea - eine spezielle Partie.
Der Erfolg in Sotschi half den Schweizerinnen insofern, als sie vom Verband nun besser unterstützt werden. Die seit Dezember 2015 angestellte Diaz ist die erste vollamtliche Nationaltrainerin der Frauen hierzulande. "Vom Verband her ist eine grosse Akzeptanz vorhanden", so Diaz. "Ich kenne das noch anders. Uns bietet sich eine riesengrosse Chance."
Die Fortschritte, gerade auch im physischen Bereich, sind sichtbar, allerdings sprechen die nackten Resultate eine andere Sprache. Seit dem Amtsantritt von Diaz verpassten die Schweizerinnen an beiden Weltmeisterschaften die Viertelfinals und mussten sich jeweils mit Rang 7 begnügen - vor einem Jahr reichten in der Vorrunde zwei Siege in drei Partien nicht zum Weiterkommen.
"International wird auch nicht geschlafen", sagt Lara Stalder, die im Januar in den drei Partien an der Olympia-Qualifikation in Arosa mit acht Toren und vier Assists brilliert hat. "Das Frauen-Eishockey ist im Allgemeinen populärer geworden". Die Förderung in der Schweiz sei nun zwar besser, und sie hätten kleine Schritte gemacht, aber es brauche sicherlich noch Zeit.
So spielt Stalder selbst bei Linköping in Schweden, da dort die Trainingsmöglichkeiten und die finanzielle Unterstützung besser sind als in der Heimat. In den USA und Kanada ist es nochmals eine andere Welt. Diese beiden Nationen standen an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften mit Ausnahme von 2006 in Turin, als die Amerikanerinnen lediglich Olympia-Bronze gewannen, stets im Final.
Schwierigere Ausgangslage
Die Ausgangslage in Gangneung präsentiert sich für die Schweizerinnen schwieriger als vor vier Jahren. Damals gehörten sie der oberen Gruppe an und hatten die Viertelfinals bereits auf sicher. Diesmal müssen sie in der Gruppe B, in der sie nacheinander auf Korea, Japan (Montag) und Schweden (Mittwoch) treffen, mindestens Zweite werden. Ansonsten ist der Traum von einer erneuten Medaille ausgeträumt, kann im besten Fall noch der 5. Rang erreicht werden.
"Korea und Japan sind Mannschaften, die im defensiven Bereich sehr diszipliniert spielen", erklärt Diaz. Gegen Schweden erwartet sie ein physisch harte Begegnung. Die Partie gegen Korea hat auch eine politische Note, da Süd- und Nordkoreanerinnen zusammenspielen. Die Standartantwort der Schweizerinnen darauf lautete: "Es ist schön, dass der Sport vereinen kann." Der Fokus gilt jedoch dem eigenen Spiel.
Die Vorfreude auf Samstag ist auch deshalb riesig, weil eine grossartige Kulisse erwartet wird - das Stadion hat eine Kapazität von 6000 Zuschauern. "Wir nehmen das als positive Energie mit", so Captain Livia Altmann. Dass dem tatsächlich so ist, wurde diesbezüglich im mentalen Bereich gearbeitet. Helfen sollen auch die Emotionen von Sotschi.
Grosse Hoffnungen
Jedenfalls hegen die Schweizerinnen, die bereits seit dem 2. Februar in Südkorea weilen und sich sehr wohl fühlen, grosse Hoffnungen, erneut für positive Schlagzeilen zu sorgen. Für Stalder ist "gegen vorne und hinten viel möglich", da die Nationen hinter Kanada und den USA "mega nah" beieinander liegen würden. Für sie gibt es keinen Grund, dass es in diesem Jahr nicht klappen sollte. Das Mindestziel sind die Viertelfinals. "Ich bin enorm zuversichtlich", sagt Trainerin Diaz.