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Inkompletter Querschnitt
Was ist ein inkompletter Querschnitt?
Im Gegensatz zur kompletten Querschnittslähmung ist bei einem inkompletten Querschnitt nur ein Teil des Rückenmarks geschädigt. Die Verletzung neuronaler Strukturen innerhalb des Wirbelkanals führt zu Lähmungen mit teilweisem oder komplettem Verlust von körperlichen Funktionen – wie der Motorik und Empfindungen.
Rückenmarksverletzungen haben in den meisten Fällen traumatische Ursachen, zum Beispiel einen Verkehrsunfall, einen Sturz oder eine Sportverletzung. Dabei ist eine seröse Aussage dazu, wie viele Menschen jährlich einen inkompletten Querschnitt erleiden, aufgrund unterschiedlicher Datenerhebungsstandards kaum möglich. Es sind gut dreimal häufiger Männer als Frauen betroffen.
Was sind die Folgen eines inkompletten Querschnitts?
Je nach Höhe der Verletzung prägen sich unterschiedliche Lähmungsmuster aus: Verletzungen im Halsbereich führen zu Lähmungen an Händen, Armen, Rumpf und Beinen (sogenannte Tetraplegie). Verletzungen im Brust-, Lenden- oder Sakralbereich wiederum verursachen Lähmungen in den Beinen, mitunter aber auch im Rumpf- und im Beckenbereich (innenliegenden Organe). Diese Form nennt man Paraplegie.
Bei einer inkompletten Rückenmarksverletzung sind oftmals noch Empfindungen spürbar, jedoch keine Bewegungen mehr möglich. Hilfsmittel wie Orthesen unterstützen den Körper dann und in gewissem Rahmen können mittels funktioneller Elektrostimulation (FES) Muskeln aktiviert werden. Manchmal verhält es sich auch genau umgekehrt: Bewegungen sind möglich, jedoch spürt der Patient in der betroffenen Region nichts mehr.