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Das Wichtigste in Kürze
- Vor sieben Monaten kam es während eines religiösen Festes in Israel zu einem Unglück.
- In einem Gedränge verloren 45 Menschen ihr Leben.
- Jetzt legt eine Untersuchungskommission erste Schlussfolgerungen vor.
Sieben Monate nach dem schweren Unglück an einem Wallfahrtsort im Norden Israels mit 45 Toten hat eine staatliche Untersuchungskommission vorläufige Schlussfolgerungen vorgelegt. Die strengreligiösen Männer und Jungen waren Ende April während eines Festes mit rund 100'000 Teilnehmern am Meron-Berg anlässlich des jüdischen Feiertags Lag Baomer im Gedränge zu Tode gekommen.
Die Kommission empfiehlt unter anderem die Ernennung eines zuständigen Ministers für künftige Feiern auf dem Meron-Berg. Ausserdem müssten dringende Schritte zur Verbesserung der Infrastruktur unternommen werden. Zudem müsse gefährliches Gedränge an dem Wallfahrtsort künftig verringert werden. Auf der Anlage könnten sich nur rund 20 000 Menschen gleichzeitig sicher aufhalten.
Naftali Bennett: «Schreckliches Unglück»
Der israelische Regierungschef Naftali Bennett sagte zu dem vorläufigen Bericht: «Ein schreckliches Unglück wie jenes, das 45 Israelis bei Feiern auf dem Meron-Berg das Leben gekostet hat, darf sich nicht wiederholen.» Man werde die Schlussfolgerungen gründlich studieren, um zu gewährleisten, dass die Feiern im nächsten Jahr «völlig anders gehandhabt werden». Im kommenden Jahr beginnt der Feiertag Lag Baomer am Abend des 18. Mai.
Mehrere Minister der vorherigen Regierung waren kritisiert worden, weil sie sich vor dem Fest dafür eingesetzt hatten, möglichst viele Gläubige auf den Berg zu lassen. Auch der Polizei waren Fehler beim Management der Feiern vorgeworfen worden.