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Schuppenflechte wird auch als Psoriasis bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gutartige, nicht ansteckende Hauterkrankung, deren Verlauf meist chronisch ist und in Schüben verläuft. Für Betroffene kann die Krankheit psychisch belastend sein.
Die Schuppenflechte gehört zu den eher häufig auftretenden Hauterkrankungen: In der Schweiz sind etwa 150 000 Menschen davon betroffen. Bei etwa 80 Prozent der Psoriasis-Erkrankungen handelt es sich um den sogenannten Typ I. Der Beginn dieser Erkrankung liegt meist zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr, es besteht eine familiäre Häufung und die Symptome sind eher stärker ausgeprägt. Seltener kommt Typ II vor, der erst später, oft nach dem 40. Lebensjahr, in Erscheinung tritt. Der Verlauf ist hier in der Regel milder und eine familiäre Häufung ist nicht zu beobachten.
Die Diagnose der Psoriasis ist normalerweise relativ einfach, da die Erkrankung typische Hautveränderungen aufweist. Eine Schuppenflechte ist durch scharf begrenzte, rote, meist runde oder ovale, häufig juckende Hautareale gekennzeichnet. Die betroffenen Stellen sind erhaben und mit silberweissen Schuppen bedeckt, die sich laufend ablösen. Die Hautveränderungen können zwar am ganzen Körper auftreten, bevorzugt findet man sie jedoch auf der Kopfhaut, an den Knien oder an den Ellbogen. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle treten zusätzlich zu den oben genannten Symptomen Gelenkbeschwerden auf.
Die Gründe, an Schuppenflechte zu erkranken, sind vielfältig. Neben einer erblichen Veranlagung müssen noch andere Faktoren, beispielsweise Infektionskrankheiten, Stoffwechselstörungen, hormonelle Einflüsse, psychische Stresssituationen oder Umweltfaktoren hinzukommen, damit die Erkrankung ausbrechen kann.
Heute weiss man, dass Psoriasis durch eine Fehlregulation des Immunsystems entsteht, demnach also eine Autoimmunerkrankung ist. Das körpereigene Abwehrsystem greift fälschlicherweise die Zellen der Oberhaut an, die sich als Reaktion darauf besonders stark vermehren. Die Haut verdickt sich deutlich und fängt an zu schuppen. Zum Glück ist Psoriasis nicht ansteckend.
Die Therapie beinhaltet verschiedene medikamentöse Massnahmen sowie persönliche Verhaltensweisen, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.
In erster Linie gilt: Gesund leben! Man weiss, dass Nikotin und zu viel Alkohol oder auch Übergewicht den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung tragen ihren Teil zu einem gesunden Lebensstil bei.
Was die medikamentöse Behandlung angeht, gibt es viele verschiedene Wirkstoffe, die je nach Schweregrad der Erkrankung entweder lokal in Form von Salben oder Lotionen aufgetragen oder aber auch als Tabletten, Infusionen oder Spritzen verabreicht werden. Auch mit Licht- oder Lasertherapie können bisweilen gute Resultate erzielt werden.
Ein wichtiger Teil der Therapie bei Schuppenflechte besteht in der sorgfältigen Hautpflege. Ein Hauptproblem bei Psoriasis ist die trockene, feuchtigkeitsarme Haut. Je nach Hautbeschaffenheit sollte man deshalb regelmässig entweder feuchtigkeitsspendende Lotionen, Cremes oder aber fettreiche Salben verwenden.
Zu lange Bäder mit zu warmem Wasser sind kontraproduktiv; denn das kann der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Ölbäder oder rückfettende Waschlotionen wirken lindernd auf die strapazierte Haut.
Eine vernünftige Ernährungsweise alleine hat leider keinen genügenden Einfluss auf die Erkrankung; unterstützend zu einer spezifischen Behandlung kann sie aber das Erscheinungsbild der Haut günstig beeinflussen.
Omega-3-Fettsäuren kommen gehäuft in fettem Fisch, in Pflanzenölen oder in Nüssen und Samen vor. Zurückhaltend sollte man hingegen mit fettreichen Fleischsorten, fettreichen Milchprodukten oder Eiern sein.