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Das Akkordeon, die Handorgel, die Ziehharmonika, Handorgel, Dragspel oder Bajan? Wie heisst das Instrument eigentlich? Diese Frage stellt man sich schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts, als die Orgelbauer in den verschiedenen Ecken Europas die ersten Handzuginstrumente konstruiert hatten. Dadurch, dass man auch verschiedene Sprachen spricht, ist es kein Wunder, dass es dieses Instrument in so vielen Variationen gibt, die so viele Namen bekamen. Die Orgelbauer hatten damals in ein geschlossenes Kästchen aus Holz die Stimmzungen angebracht, zu denen man mithilfe eines Balgs die Luft blasen konnte. Die Luftzufuhr zu den einzelnen Stimmen wird durch eine Mechanik kontrolliert, die mit einer Tastatur verbunden ist, auf welcher man mit den Fingern spielt. Mit dieser Funktionsweise hat sich bis heute kaum etwas geändert. Das Akkordeon (in der Schweiz auch als Handorgel bekannt) besteht aus zwei Tastaturen, die mit einem Luftbalg verbunden sind. Die Tastatur für die rechte Hand bezeichnet man als M I (Manual 1) und sie wird als Klavier- oder Knopftastatur gebaut. Hier kann man gleich wie auf allen anderen Tasteninstrumenten eine Melodie, oder Akkorde (mehrere Töne gleichzeitig) spielen. Die Tastatur für die linke Hand besteht immer aus mehreren Knöpfen und sie kann in sich dank der ausgeklügelten Mechanik sogar zwei unterschiedliche Anordnungen der Töne verbergen. Zwischen diesen kann mit einem sog. Convertor (Schalter) gewechselt werden. Der Erste wird als M II (Manual 2) bezeichnet und wird auch Standardbass oder Stradella-Bass genannt. Dieses Manual ermöglicht es, eine Begleitung aus Bässen und Akkorden zu spielen. Durch das Umschalten mit dem Convertor zu M III (Manual 3), auch als Melodie-Bass oder Free-Bass bekannt, wird die Anordnung der Töne für die linke Hand gleich der Anordnung auf der Knopftastatur für die rechte Hand. Daraus ergibt sich die Möglichkeit auch in der linken Hand eine Melodie zu spielen, oder neue Varianten der Begleitung zu entwickeln.
- Stile: Das Instrument eignet sich solo, in Ensembles, zur Liedbegleitung, in der Volksmusik, der Unterhaltungsmusik und auch in der Klassik.