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Whisky oder Whiskey? Scotch, Bourbon oder Irish? Single Malt oder Blend?
Zuerst zur Schreibweise: Whisky wird häufig für aus Schottland stammenden Whisky verwendet, wobei Destillate aus anderen Ländern wie Irland oder den USA den Begriff Whiskey verwenden. Zunehmend werden jedoch auch Whiskys aus anderen Ländern ohne «e» geschrieben, um ihre Nähe zu Schottland zu betonen. Um als Scotch, Bourbon oder Irish durchzugehen, müssen die Hersteller jeweils diverse Kriterien erfüllen. Scotch Whisky darf ausschliesslich in Schottland hergestellt, gelagert und abgefüllt werden. Die Herstellung erfolgt aus Wasser und Getreide, für Malt Whiskys wird nur gemälzte Gerste verwendet und dieser muss in Kupferbrennblasen destilliert werden. Scotch Whisky muss in Eichenholzfässern mit einem Fassungsvermögen von maximal 700 Litern Minimum drei Jahre gelagert werden. Weiter muss sich die Altersangabe auf dem Etikett immer auf den jüngsten enthaltenen Whisky beziehen. Es dürfen zudem keine Zusätze ausser Wasser und Karamellfarbe (Zuckerkulör /E150) beigegeben werden und Scotch Whisky muss mit mindestens 40 % vol abgefüllt werden. Der amerikanische Bourbon Whiskey darf aus Mais, Roggen, Gerste oder Weizen hergestellt werden. Von dieser Getreidemischung muss jedoch mindestens 51% Mais sein. Bourbon darf nur in neuen, ausgebrannten Eichenholzfässern gelagert werden. Um als «Straight Bourbon» bezeichnet zu werden bedingt es, keine Zusatzstoffe wie Farbstoffe oder Aromen hinzuzugeben und einer Mindestlagerdauer von zwei Jahren im Fass. Grundsätzlich kennt Bourbon kein Mindestalter, muss aber, sofern er jünger als vier Jahre alt ist, mit einer Altersangabe versehen werden, wobei der jüngste beigemischte Whiskey zählt. Auch Bourbon muss mit mindestens 40 % vol abgefüllt werden. Irish Whiskey ist im Gegensatz zum Scotch Whisky nicht so strengen Richtlinien unterworfen. Auch dieser muss mindestens drei Jahre in Eichenholfässern eingelagert werden. Das Malz wird üblicherweise nicht über Torffeuern getrocknet. Dies macht sie im Normalfall milder als die rauchigeren Scotch Whiskys. Irish Wiskey wird dreimal destilliert. Dabei kommt die Säulendestillation (Patent-Still-Verfahren) zum Einsatz, welche es erlaubt, mehr Whiskey in kürzerer Zeit herzustellen. Er darf aber auch in Kupferbrennblasen destilliert werden. Zum Schluss noch zum Unterschied zwischen Single Malt und Blend: Single Malt gilt dabei als Königsklasse des schottischen Whiskys. Er darf nur aus einer Brennerei stammen. Auch wenn er dabei aus mehreren Fässern derselben bestehen darf. Er darf nur aus Wasser und gemälzter Gerste destilliert werden und ausschliesslich in Kupferbrennblasen hergestellt werden. Am häufigsten getrunken wird jedoch der Scotch Blend. Dieser besteht aus Single Malts unterschiedlicher Destillerien. Es darf zudem Grain Whisky beigegeben werden, der nicht in Kupferbrennblasen, sondern im weit weniger zeitaufwändigen Säulenbrennverfahren hergestellt wird und andere Getreidesorten enthalten kann.