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Laut IAM wurden die Mitarbeiter aus ihrem Büro in Ghor, Zentralafghanistan, entführt und nach Kabul gebracht. Es handle sich um einen Ausländer und 17 Afghanen.
Zwei afghanische Staatsangehörige und ein Mitglied des internationalen Teams seien am 3. September im Büro der Organisation festgenommen worden, weitere 15 afghanische Staatsangehörige am 13. September in denselben Büros, so IAM.
Anschuldigungen noch unbekannt – kein Kommentar der Taliban
«Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir keine Informationen über die Art der Anschuldigungen gegen unsere Mitarbeiter und sind daher nicht in der Lage, diese laufende Situation zu kommentieren oder zu spekulieren», erklärte die NGO in der Mitteilung. «Sollten jedoch Anschuldigungen gegen unsere Organisation oder ein Mitglied unseres Personals erhoben werden, werden wir alle vorgelegten Beweise unabhängig prüfen.»
IAM stehe zudem mit dem Wirtschaftsministerium, den Vereinten Nationen und der Koordinierungsstelle für NGOs in Afghanistan in Kontakt, heisst es in der Stellungnahme weiter. Sprecher der Taliban-Behörden waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
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Christliche Werte
Auf ihrer Website beschreibt sich die IAM als auf christlichen Werten basierend, stellt jedoch klar, dass sie keine Hilfe aufgrund politischer oder religiöser Überzeugungen leistet.
Die Organisation ist seit 1966 in Afghanistan tätig, als sie sich auf Augenheilkunde spezialisierte und später in andere Bereiche des Gesundheitswesens und der Bildung diversifizierte: «Wir schätzen und respektieren die lokalen Bräuche und Kulturen», erklärt sie.
2010 wurden nach Angaben von IAM zehn Mitglieder eines IAM-Camps, darunter mehrere Ärzte, von Unbekannten getötet. Der Vorfall ereignete sich in der afghanischen Provinz Badakhshan.
Seit der Rückkehr an die Macht im August 2021 wurden bereits mehrere Ausländer von den Taliban-Behörden festgenommen.
(sda)