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Die Begriffe haben eine juristische Definition. Sie haben auch eine politische Bedeutung.
Ausländer
Personen oder Personengruppen die nicht die gleiche Staatsangehörigkeit aufweisen wie das Land, in dem sie sich gerade aufhalten, werden als Ausländer bezeichnet.
Auslandschweizer
Als Auslandschweizer werden Schweizer Bürger bezeichnet, die nicht in der Schweiz leben. Sie werden oft auch die Fünfte Schweiz genannt. Dieser Ausdruck erklärt sich aus den vier Sprachregionen der Schweiz (Deutschschweiz, Romandie, italienische Schweiz, rätoromanische Schweiz). Die Auslandschweizer machen derzeit etwa einen Zehntel aller Schweizer Staatsangehörigen aus.
Wikipedia
Migration/Migrant
Das Wort kommt vom lateinischen migrare und bedeutet wandern. Gemäss Wörterbuch ist ein Migrant jemand, der aus wirtschaftlichen, politischen oder kulturellen Gründen freiwillig von einem Land in ein anderes ausgewandert ist. Der Begriff ist so allgemein, dass er nicht alle Gründe erklärt, warum eine Person ausgewandert ist. In der gegenwärtigen Krise wird das Wort zunehmend negativ besetzt und kann die Menschen als Einzelpersonen entwürdigen.
In ein anderes Land ausgewanderte Schweizer sind zwar Migranten, aber - solange sie ihre Staatsbürgerschaft behalten - aus Schweizer Sicht keine Ausländer.
Immigration
Eine Teilmenge der Migranten beschreiben die Begriffe Einwanderer und Zuwanderer, bei denen es sich um bedeutungsgleiche Bezeichnungen für das Wort Immigrant handelt. Einwanderer, die in der neuen Heimat eine eigene Gesellschaftsordnung und Herrschaftsansprüche durchsetzen, werden auch Siedler genannt.
Flüchtling
Alle Flüchtlinge sind Migranten, aber nicht alle Migranten sind Flüchtlinge.
Gemäss Genfer Konvention ist ein Flüchtling jemand, der nicht in sein Herkunftsland zurückkehren kann, weil er eine begründete Angst hat, dort verfolgt zu werden wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu eine besonderen sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Meinung.
Das UNHCR (UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge erklärt, dass Migranten aus Kriegsländern oder aus Gegenden mit humanitären Katastrophen generell als Flüchtlinge angesehen werden sollen. Das bedeutet beispielsweise, dass die meisten Syrer heute als Flüchtlinge gelten.
Flüchtlinge haben Rechte. Wenn sie den Status von Flüchtlingen erhalten, muss ihnen das Land erlauben zu bleiben.
Asylsuchender/Asylant/Asylbewerber
Ein Ausländer, der in einem anderen Land mit dem Gesuch auftritt, ihm das ein Aufenthaltsrecht zu gewähren, wird offiziell Asylbewerber genannt. Die Person hat um den gesetzlichen Flüchtlingsstatus ersucht, damit ihm dadurch erlaubt wird, in einem bestimmten Land zu bleiben. Das Asylverfahren ist in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedlich und kann mehrere Monate bis einige Jahre dauern.
Asylant war einst ein unschuldiges Wort, welches noch in den 60er Jahren auf völlig harmlose Art und Weise benutzt wurde. Seit den 80er Jahren wird das Wort meist abwertend gebraucht, dazu, die Menschen zu benennen, die man nicht dahaben will. Sprachkritiker beanstanden, dass allein die Endung -ant negative Assoziationen hervorrufen: Simulant, Ignorant, Querulant, Denunziant.
Personen mit Migrationshintergrund
Der politischen Korrektheit verpflichtet ist dieser in jüngster Zeit zunehmend Verbreitung findende Begriff, der auch für Menschen verwendet wird, die die Schweizer-Staatsbürgerschaft besitzen und zum Teil auch in der Schweiz geboren wurden, aber immer noch als Ausländer wahrgenommen werden. Der Begriff ist aber nicht unbestritten, da er die Unterschiede zwischen Schweizern mit und ohne Migrantionshintergrund verschärfe.
Secondos
Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bedeutet Zweiter oder Zweite. Ein Secondo bzw. eine Seconda ist ein Begriff, der ursprünglich in der Schweiz gebräuchlich wurde für Kinder von Migranten, die in der Schweiz geboren wurden, seit vielen Jahren in der Schweiz leben oder sogar eingebürgert sind. Der Begriff wird heute auch in anderen Ländern für die zweite Generation der Einwanderer genutzt. Er ist grundsätzlich positiv belegt und wird von den Betroffenen selbst verwendet. Der Begriff soll den missverständlchen Begriff Einwanderer der zweiten Generation ersetzen.
Sans-Papier
Sans-Papiers sind Menschen, die sich ohne gültige Aufenthaltspapiere in einem Land aufhalten. Die meisten Sans-Papiers haben Identitätspapiere oder einen Pass, verfügen aber nicht über einen ausländerrechtlichen Status. Der Begriff Sans-Papiers wurde in den 1970er-Jahren in Frankreich geprägt und hat sich heute in vielen Ländern durchgesetzt. Synonym zu dem Terminus «Sans-Papiers» werden auch die Begriffe «Papierlose», «Personen ohne Aufenthaltserlaubnis oder -berechtigung», «ohne geregelten Aufenthalt», sowie «ohne legalen Aufenthaltsstatus» verwendet. Dieser Logik folgend sind auch Personen, deren Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt wurde, sich aber weiterhin in der Schweiz aufhalten, Sans-Papiers.
Gastarbeiter
Der Begriff bezeichnet Mitglieder einer Personengruppe, denen zur Erzielung von Erwerbseinkommen ein zeitlich befristeter Aufenthalt gewährt wurde. Der Begriff wurde seit den 1960er Jahren als Bezeichnung für Arbeitsmigranten populär. Studenten und Gastarbeiter sind umgangssprachlich zunächst keine Migranten, sie können aber bei unabsehbarem Ende ihres Aufenthalts faktisch zu Einwanderern werden. Die zahlenmäßige Erfassung von Migration hängt daher auch davon ab, welche Einordnungen im Einzelfall Anwendung finden.
Grenzgänger
Als Grenzgänger bezeichnet man Personen, die zwischen dem Land, in dem sie leben, und dem Land, in dem sie arbeiten, pendeln.
Voraussetzung sind zwischenstaatliche Freizügigkeit und verkehrsmäßige Erschließung der Grenzgebiete der betroffenen Staaten. Das Grenzgängerwesen entstand daher in Europa erst als eine Folge der europäischen Einigung.
Fremde, Fremdlinge
Fremdling steht für den fremden Mitmenschen. Wer als abweichend von Vertrautem wahrgenommen wird, wird als Fremder bezeichnet im Unterschied zu Bekannten und Vertrauten.