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Jeannette Jungo-Friedly erblickte am 23. Juni 1929 in Belfaux das Licht der Welt. Ihre ersten Jahre verbrachte sie bei ihren Grosseltern in Tafers. Schon bald konnte sie nach Giffers zu ihrer Mutter Celine ziehen. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Giffers, dort erlebte sie mit ihren Halbgeschwistern eine unbeschwerte Jugendzeit.
1948 vermählte sie sich mit Adolf Jungo. Sie zogen in Adolfs Elternheim ins Oberdorf. Der jungen Familie wurden sechs Kinder geschenkt, denen Jeannette stets eine fürsorgliche Mutter war. 1958 zog die Familie ins Engelmoos, wo sie einen grösseren Landwirtschaftsbetrieb übernahm. Nach einem arbeitsreichen Leben zogen Adolf und Jeannette Jungo-Friedly 1985 wieder ins Oberdorf, wo sie ihren wohlverdienten Ruhestand geniessen konnten. Jetzt hatte Jeannette mehr Zeit, ihren Blumengarten zu hegen und zu pflegen, die Rosen machten ihr besondere Freude. Die 14 Gross- und mittlerweile 15 Urgrosskinder waren im Oberdorf stets herzlich willkommen und brachten Abwechslung in den Alltag.
Jeannette Jungo-Friedly engagierte sich im Mütterverein und war Gründungsmitglied des Landfrauenvereins. Im Samariterverein fühlte sie sich besonders wohl. Das Altersturnen verpasste sie selten. Bei manchem geselligen Anlass liess sie ihre schöne Stimme erklingen.
Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie 2006, als Jeannettes Grosskinder Philipp und Nicole von ihrer Südamerikareise nicht mehr heimkehrten. 2016 starb ihr Gatte Adolf, und sie fühlte sich oft allein. Kurz nach ihrem 90. Geburtstag musste sie nach einem Sturz in Spitalpflege gebracht werden, und der Eintritt ins Pflegeheim Ärgera wurde unumgänglich. Dort wurde sie liebevoll umsorgt. In den letzten Wochen verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend. Jeannette Jungo-Friedly musste kurzfristig ins Spital, konnte aber wieder zurück ins Pflegeheim, wo sie am 15. August 2020 friedlich einschlafen durfte. Ihre Familie ist ihr für alles dankbar.