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EKS ON! Energiereise führt in die unbekannte Viamala
Mit der Rofflaschlucht entdecken wir eine echte Naturschönheit, deren historische Bedeutung bis heute präsent ist. Ebenso bedeutsam, aber streng geheim waren die militärischen Anlagen von Crestawald.
Die Rofflaschlucht
Die Rofflaschlucht liegt zwischen Andeer-Bärenburg und Sufers. Darunter befinden sich die Zentrale und das Ausgleichsbecken der Kraftwerke Hinterrhein. Das erste nachgewiesene Gasthaus in der Schlucht entstand 1639. Die Bewohner profitierten vom vorüberziehenden Warenverkehr. Zwischen 1818 und 1823 wurde eine neue Strasse über den Splügen- und den San-Bernadino -Pass gebaut, die auch durch die Roffla führte. Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte der Junior der Gasthausfamilie das touristische Potenzial der Naturschönheit und machte die Schlucht begehbar. In den Wintermonaten zwischen 1907 und 1914 sprengte Christian Melchior mit Handbohrern und rund 8 000 Sprengladungen eine Galerie aus dem Fels.
Gasthaus Rofflaschlucht
Der zentrale Teil des Gasthauses in der Rofflaschlucht wurde 1639 erbaut. Der Ururgrossvater der Gastfamilie Melchior war der Erbauer des Wegs zur Rofflaschlucht.
Militärische Anlagen von Crestawald
Die Festung Crestawald bei Sufers im Rheinwald ist heute ein militärisches Museum. Gezeigt werden die Bunkeranlagen und die Artilleriegeschütze aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Bei einem Angriff der Achsenmächte sollte die Festung die Süd-Nord-Verbindung sperren. Sie sicherte die Zufahrten aus dem Tessin ab und schützte die Viamala vor einem Angriff aus dem Süden und dem Südwesten.
Kernstück der Festung waren die beiden Kanonen Silvia und Lukrezia. Dank ihrer Reichweite waren sie in der Lage, die Höhen der Pässe zu beschiessen, ohne von der gegnerischen Artillerie nennenswert gefährdet zu werden.
In der Nachkriegszeit und während des Kalten Krieges blieb die Pflicht zur Geheimhaltung zunächst bestehen, während die Anlagen weiter ausgebaut wurden. Erst im Jahr 2000 wurden die Anlagen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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