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Fünf neue Verwaltungsräte kommen, darunter einige prominente IT-Persönlichkeiten.
Im "Board", also dem Verwaltungsrat von Hewlett-Packard, ist es nach einer Aktionärsklage zu einem Abgang von gleich vier Mitgliedern gekommen. Alle vier hatten eine entscheidende Rolle am Rausschmiss des ehemaligen CEO Mark Hurd. Hurd musste letztes Jahr aufgrund einer angeblichen Spesen- und Sexaffäre den Chefsessel räumen
.
Gegangen sind nun die Verwaltungsräte Joel Hyatt, John Joyce, Robert Ryan und Lucille Salhany. Ryan und Salhany waren nach einer internen Untersuchung zum Schluss gekommen, dass Hurd nicht gegen die internen Richtlinien in Bezug auf sexueller Belästigung verstossen, jedoch bei der Spesenabrechnung Fehler begangen hatte. Hyatt und Joyce waren hingegen laut Angaben des 'Wall Street Journals' eher auf der Seite Hurds.
Unter den fünf neuen Mitgliedern befindet sich die ehemalige eBay-Chefin und erfolglose Politikerin
Meg Whitman. Die anderen vier Neumitglieder sind: Shumeet Banerji (CEO des Consultingunternehmens Booz & Co), Gary Reiner (früherer CIO von General Electric), Patricia Russo (ehemalige Alcatel-Lucent-Chefin) sowie die Französin Dominique Senequier (CEO von AXA Private Equity). Damit wächst die Zahl der Verwaltungsräte bei HP auf 13.
HP betont, dass die vier Mitglieder freiwillig gehen. Mit ihrem Weggang tragen sie dazu bei, dass HP unter der Führung des neuen CEO Léo Apotheker wieder vorwärts schauen und das peinliche Kapitel rund um die Entlassung Hurds abschliessen kann. Nach einer Aktionärsklage muss HP nun aber eine weitere interne Untersuchung veranlassen. Damals beteiligte Verwaltungsräte werden nun nicht mehr mitwirken. Zudem hat die US-Börsenaufsicht SEC ebenfalls eine neue Untersuchung eingeleitet. Sie ermittelt, ob Hurd gegenüber Jodie Fisher, die Hurd anfänglich der sexuellen Belästigung bezichtigt hatte, Insiderinformationen ausgeplaudert hat. Die einstige Mitarbeiterin hatte in einem Brief behauptet, Hurd habe ihr verraten, dass HP die Übernahme des IT-Outsourcers EDS plane. (mim)