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Projekte FS15
Kartographieren der Avar-Andic-Sprachen in der Dagestan-Region RusslandsPolina Kasyanova, Yeonsoo Yu und Kevin Duggan
Als wir mögliche Ideen für unser Abschlussprojekt besprachen kam Polina die Idee einer linguistischen Karte der Avar-Andic-Sprachen der Dagestan-Region Russlands. Ausgehend von den Daten, welche Sprache in den verschiedenen Dörfern gesprochen wird, planen wir, sie mit einem Farb-Code in Google Maps darzustellen, und in graphischer Form zu präsentieren. Die Avar-Andic-Sprachen sind eine Untergruppe der Ostkaukasischen Sprachen, die wiederum eine Untergruppe der Nordkaukasischen Sprachfamilie ist. Sie werden einerseits in die Andic-Sprachen (z.B.: Chamalal, Tindi, etc.) und andererseits in die Avar-Dialekte unterteilt. Jede Andic-Sprache erhielt eine andere Farbe. Da die Avar-Dialekte enger miteinander verwandt sind, wurde sie in verschiedenen Blau-Schattierungen dargestellt. Um die die Grenzen der Dialekte darzustellen nutzten wir Punkt-Pfeile, um die Verbindungen expliziter zu machen. Das Projekt resultierte in der oben dargestellten Karte sowie einem Graphen, der die Beziehungen zwischen den verschiedenen Sprachen und Dialekten darstellt. Das ganze Projekt findet sich hier.
Playlist Generator
Christine Baumann, Mafalda Bertani und Rainer Roth
Unsere Idee war es, mehrere Playlists für das Radio "Radio Radius" zu erstellen. Verschiedene Moderatorinnen und Moderatoren haben bereits eine Musikbibliothek auf dem Server des Radios erstellt. Wir wollten nun ein Programm schreiben, mit dessen Hilfe die Moderatorinnen und Moderatoren neue Playlists aus ihrer Musikbibliothek erstellen können. Wir verwendeten dazu Keywords die Teilen der Musiktiteln in der Bibliothek entsprechen. Mithilfe eines Loops wird die Bibliothek nach diesen Schlüsselwörtern durchsucht, und passende Titel in ein neues Verzeichnis kopiert. Zudem musste eine Liste mit allen Schlüsselwörtern erstellt werden. Das ganze Projekt findet sich hier.
Franz Richard Behrens‘ Feldtagebuchgedichte (1915/1916) in Emophon
Nora Lötscher, Michele Steiner und Birgit Zehnder
Das Computerprogramm Emophon wurde von Arash Aryani, Arthur M. Jacobs und Markus Conrad entwickelt (siehe: Arash Aryani, Arthur M. Jacobs, Markus Conrad: "Extracting salient sublexical units from written texts. „Emophon,“ a corpus-based approach to phonological iconicity". In: Frontiers in psychology 01/2013 04:654). Damit ist es möglich, die beabsichtigte emotionale Bedeutung eines Texts basierend auf seiner sublexikalischen phonologischen Salienz zu untersuchen. Für ihre Bachelorarbeit beabsichtigt Brigit, die "Feldtagebuchgedichte" des deutschen Dichters Franz Richard Behrens (1895-1977) mit Emophon zu untersuchen. Um einen Überblick über seine Gedichte zu erhalten und um eine Hypothese zu formulieren ist es sehr nützlich, die Worte und Buchstaben zu zählen und sie nach Häufigkeit zu sortieren. Entsprechend haben wir ein kleines Programm im Rahmen des Kurses "Tools und Techniken für die Digital Humanities" programmiert. Zuerst mussten wir die Gedichte digitalisieren, um mit ihnen arbeiten zu können. Dazu nutzten wir eine OCR-Analyse. Auch wenn das Tool sehr gut funktionierte mussten wir doch jedes Gedicht von Hand überprüfen, um sicher zu stellen, dass alles korrekt digitalisiert wurde, und um sämtliche Fehler zu korrigieren. In einem zweiten Schritt lasen wir alle Gedichte in ein iPython Notebook und schrieben unser Programm, mit dessen Hilfe folgende Aspekte analysiert werden konnten:
- Die Gesamtanzahl der Worte des Gedichts zählen
- Die Anzahl der Punkte der Gedichte zählen (was vermutlicherweise nicht sehr nützlich sein wird für die Bachelorarbeit, jedoch eine nette Spielerei darstellt)
- Die Häufigkeit der Worte in einem Graph darstellen
- Die Häufigkeit der Buchstaben in einem Graph darstellen (was nützlich sein könnte um die emotionale Bedeutung der Gedichte zu untersuchen)
- Die Gedichte mit Tags versehen, um verschiedene Wortarten graphisch darstellen zu können
Das ganze Projekt findet sich hier.