Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/1616

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Ernüchterung für die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Sarasota: Sowohl Europameister Michael Schmid als auch die EM-Dritte Patricia Merz müssen sich im leichten Einer mit dem 4. Platz begnügen.
Die Rennen von Schmid und Merz ähnelten sich. Der 29-jährige Luzerner lag bei den drei Zwischenzeiten jeweils im 2. Rang, auf den letzten 500 m hielt er dann aber nicht mehr mit den besten drei Booten mit. Am Ende fehlten ihm 4,02 Sekunden zum drittplatzierten Norweger Kristoffer Brun, den er an den Europameisterschaften in Racice und am Weltcup-Final in Luzern bezwungen hatte. "Ich hätte sicher anders fahren können. Aber da ich schon eine WM-Medaille (3./2014) gewonnen habe, wollte ich mehr. Ich versuchte alles und es ging nicht auf", sagte Schmid. Es sei dennoch ein gutes Jahr gewesen, umso mehr, als er wegen Rippenprobleme die Hälfte der Saison nicht im Boot habe trainieren können. Gold holte wie im Vorjahr der Ire Paul O'Donovan, der eine Klasse für sich war.
Wie Schmid hatte auch Merz in dieser Saison bei sämtlichen Starts im Weltcup sowie an den Europameisterschaften auf dem Podest gestanden. Auch diesmal sah es lange Zeit gut aus. Bei Streckenhälfte noch auf Platz 2 klassiert, schien ihr Bronze nicht mehr zu nehmen sein. 500 m vor dem Ziel lag sie noch 2,31 Sekunden vor der am Ende drittplatzierten Amerikanerin Mary Jones. Diese fing sie jedoch dank einem unglaublichen Endspurt auf den letzten Metern ab und distanzierte Merz um 93 Hundertstelsekunden. "Das Rennen war gut. Ich würde nicht viel anders machen und wurde gegen Schluss nicht langsamer", so Merz. "Mir gelang in dieser Saison ein grosser Schritt nach vorne." Den Titel gewann die Südafrikanerin Kirsten McCann.
Sind die 4. Ränge von Schmid und Merz als leise Enttäuschungen zu bezeichnen, hatte vom dritten Schweizer Boot im A-Final, dem Leichtgewichts-Doppelvierer, keine Medaille erwartet werden können. Matthias Fernandez, Andri Struzina, Fiorin Rüedi und Pascal Ryser waren denn auch chancenlos und belegten den 6. und letzten Rang. Dennoch ist das Resultat als Erfolg zu werten, nahm doch das Quartett erstmals an Elite-Weltmeisterschaften teil. Zudem war die Konkurrenz in dieser Kategorie gemäss Verbandsdirektor Christian Stofer so gross wie schon lange nicht mehr. Vorne setzte sich Frankreich knapp gegen Grossbritannien durch.
Gmelin als letzte Medaillenhoffnung
Damit ist die im Einer rudernde Jeannine Gmelin noch die einzige Schweizerin, welche die vom Verband zum Ziel gesetzte Medaille erreichen kann. Die 27-jährige aus Uster, Siegerin der Weltcup-Regatten in Belgrad und Luzern, wahrte im Halbfinal ihre Ungeschlagenheit in diesem Jahr. Gmelin entschied das Duell gegen die Irin Sanita Puspure um die Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden für sich. Überhaupt war es an der Spitze ein knappes Rennen: Die Differenz zwischen Gmelin und der in den B-Final verwiesenen viertplatzierten Amerikanerin Felice Mueller betrug lediglich 99 Hundertstel. Gmelin kämpft am Sonntag um Gold
Enttäuschungen setzte es dagegen für den Doppelzweier mir Barnabé Delarze und Roman Röösli und den Skiffier Nico Stahlberg ab. Delarze/Röösli verpassten den Einzug in den A-Final als Vierte um sechs Zehntel. Das nicht als Schnellstarter bekannte Duo handelte sich auf den ersten 1500 m einen zu grossen Rückstand ein, sodass selbst die klar beste Zeit auf dem letzten Abschnitt nicht mehr für den Sprung in die Top 3 reichte.
Gar nicht auf Touren kam Gesamt-Weltcupsieger Stahlberg. Der 25-jährige Thurgauer lag bei Rennhälfte bereits vier Sekunden hinter dem geforderten 3. Rang. In der Folge zog er nicht mehr voll durch und wurde abgeschlagen Letzter.
SDA-ATS