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MittelohrentzündungInhaltsverzeichnis
- Was ist eine Mittelohrentzündung?
- Was sind die Ursachen einer Mittelohrentzündung?
- Wie äussert sich eine Mittelohrentzündung?
- Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?
- Was sind die Gefahren einer Mittelohrentzündung?
- Ohrenschmerzen, was tun?
Eltern- und Patienteninformation
Klinik für Kinder und Jugendliche KSA, in Kooperation mit dem Kinderspital Zürich
Was ist eine Mittelohrentzündung?
Als Mittelohr wird der Raum hinter dem Trommelfell bezeichnet. Er hat eine schmale Verbindung zum Rachenraum.
Bei einer Entzündung füllt sich dieser Raum mit Flüssigkeit und verursacht durch die Spannung und Entzündung des Trommelfells Schmerzen. In seltenen Fällen kann durch die
grosse Spannung das Trommelfell platzen und Eiter aus dem Ohr herausfliessen.
Durch den Blick mit einem speziellen Instrument (Otoskop) kann der Arzt eine Rötung oder Vorwölbung des Trommelfells von aussen sehen und so eine Mittelohrentzündung feststellen.
Was sind die Ursachen einer Mittelohrentzündung?
Eine Mittelohrentzündung wird durch Viren oder Bakterien verursacht. Häufig hat das Kind gleichzeitig eine Erkältung mit Schnupfen.
Wie äussert sich eine Mittelohrentzündung?
Ältere Kinder klagen über Ohrenschmerzen. Kleinere Kinder sind weinerlich und greifen sich vermehrt ans Ohr. Gleichzeitig können Fieber, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Das Austreten von Eiter aus dem Ohr ist ein Zeichen dafür, dass im Trommelfell ein Loch entstanden ist. Der Schmerz lässt in diesem Fall häufig nach.
Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?
Da eine Mittelohrentzündung in den meisten Fällen spontan heilt, genügt in der Regel vorerst eine gute Schmerzbehandlung durchzuführen (mit Paracetamol (Dafalgan, Panadol, ben-u-ron...) oder Voltaren, Algifor, Ponstan etc). Zusätzlich können abschwellende Nasentropfen verabreicht werden. In einer zweiten ärztlichen Kontrolle muss dann entschieden werden, ob Antibiotika nötig sind. Diese Kontrolle findet in der Regel nach 1-3 Tagen statt (je jünger das Kind desto früher).
Bei einem geplatzten Trommelfell mit Eiteraustritt muss direkt mit einer Antibiotikabehandlung begonnen werden.
Was sind die Gefahren einer Mittelohrentzündung?
Es handelt sich bei der Mittelohrentzündung in der Regel um eine gut behandelbare Krankheit. Ein geplatztes Trommelfell heilt im Normalfall problemlos.
Selten können jedoch auch ernsthafte Komplikationen, wie eine Knochenentzündung oder eine Hirnhautentzündung auftreten. Es ist daher sehr wichtig, die vom Arzt verordnete Therapie konsequent durchzuführen! Nach einer Mittelohrentzündung
kann noch über längere Zeit Flüssigkeit im Mittelohr bleiben. Dadurch hören die Kinder schlechter.
Bei Verbleib dieser Flüssigkeit im Mittelohr, spricht man von einem chronischen Tubenmittelohrkatarrh. Falls Ihr Kind nach 6-8 Wochen immer noch schlecht zu hören scheint oder reizbar ist, suchen Sie Ihren Kinderarzt auf.
Anmerkung
Immer wiederkehrende Mittelohrentzündungen sind in der Regel kein Grund, die Mandeln zu operieren.
Ohrenschmerzen, was tun?
Wenn Ihr Kind über Ohrenschmerzen klagt, empfiehlt es sich ein Schmerzmittel zu verabreichen (siehe oben). Ein Arztbesuch ist sinnvoll, jedoch nicht notfallmässig nötig, ausser bei:
- unstillbaren Schmerzen
- schlechtem Zustand des Kindes trotz Schmerzmittel
- ständigem Erbrechen
- Kopfschmerzen trotz Schmerzmittel
Bei Unsicherheiten oder Fragen erhalten Sie jederzeit Auskunft über das Beratungstelefon:
Medgate Kids Line (in Zusammenarbeit mit dem KSA, Kinderspital Aarau)
- Telefon:
(CHF 3.23/Min.) 0900 000 480
- Prepaid:
(CHF 3.23/Min.) 0900 000 490
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