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Maria: "Meine Wonne ist es, bei den Menschenkindern zu sein" (Spr 8,33)
Jeder
Mensch trägt in seinem Herzen das Vorbild derer, die er liebt.
Was Liebe auf den ersten Blick scheint, ist die Erfüllung einer Sehnsucht, die Verwirklichung eines Traumes.
Es existiert tatsächlich nur eine Person im ganzen Menschengeschlecht,
von der GOTT ein Bild hat, das vollkommen übereinstimmt mit dem, was ER wollte,
daß sie sei und dem, was sie ist. Dies ist seine eigene Mutter. Die meisten unter uns sind minderwertig
in dem Sinne , daß wir die hohen Hoffnungen nicht erfüllen, die der göttliche Vater in uns
gesetzt hat. Aber Maria ist ein Zeichen , in dem Idee und Wirklichkeit vereint sind.
Sie entspricht voll dem Ideal, das GOTT von ihr hatte und das sie im Fleische erfüllte.
Das Vorbild und die Kopie sind vollkommen; sie ist alles , was vorhergesehen und
geplant war. Die Melodie ihres Lebens wird so gespielt, wie sie geschrieben wurde.
Darum hat die christliche Liturgie durch Jahrhunderte hindurch Worte des Buches der
Sprüche auf sie angewandt. Sie verkörpert, was GOTT wollte, daß wir alle im Plane Gottes sein sollten .
Sie spricht von sich als von dem ewigen Plan in GOTTES Gedanken , von der einen, die GOTT liebte,
noch bevor sie ein Geschöpf wurde. Sie wird sogar hingestellt, als mit IHM seiend ,
nicht nur bei der Schöpfung, sondern schon vor der Schöpfung.
Sie bestand im göttlichen Denken als ein ewiger Gedanke,
noch bevor es überhaupt Mütter gab. Sie ist die Mutter der Mütter, sie ist die höchste Liebe der Welt.
«Der Herr besaß mich am Anfang
seiner Wege, ehe er etwas schuf, von
Anbeginn her. Von Ewigkeit her bin ich eingesetzt, von alters her, bevor die
Erde geworden. Noch waren die Tiefen nicht, doch ich war schon empfangen,
noch waren die Wasserquellen nicht hervorgebrochen, noch standen
die Berge nicht fest in gewaltiger Wucht; vor den Hügeln ward ich geboren,
ehe ER noch die Erde geschaffen und die Flüsse und die Angeln des
Erdkreises. Als ER die Himmel bereitete, war Ich dabei; als ER nach genauem
Gesetz Schranken zog um die Tiefen, als ER die Luftschichten oben festigte
und die Wasserquellen abwog, als ER dem Meere ringsum seine Grenzen
setzte und den Wassern das Gebot gab, ihre Grenzen nicht zu überschreiten,
als ER die Grundfesten der Erde feststellte, da war Ich bei IHM, alles ordnend,
und war in Entzücken Tag um Tag, spielend vor IHM allezeit, spielend auf
dem Erdkreis, und meine Wonne ist es, bei den Menschenkindern zu sein. (Spr 8, 22ff.)
Aber GOTT dachte nicht nur an sie in der Ewigkeit.
Sie lebte auch in seinen Gedanken von allem Anfang an.
Zu Beginn der Geschichte, als das menschliche Geschlecht
durch die Schuld eines Weibes fiel, sprach GOTT zum
Teufel: »Ich will Feindschaft setzen zwischen dir and der
Frau und zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen;
sie (orig.: "IPSA"!) wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihrer Ferse nachstellen» (Gen 3,15).
GOTT sagte damit: Wenn der Mensch durch ein Weib gefallen war, würde GOTT durch ein
Weib gerächt werden. Wer immer seine Mutter sein würde,
sie würde gesegnet sein unter den Frauen , und weil GOTT
selbst sie auserwählt hatte, würde ER dafür sorgen, daß
alle Generationen sie gesegnet nennen würden.
(Quelle:
Zeitschrift "EWIG", Ausgabe, Seite etc. wie auf den Dokumenten oben
und unten ersichtlich, (C) Assisi-Verlag, Pf., CH-6044 Udligenswil,
nur für den priv. Gebrauch)
(Bild: Muttergottes von Wigratzbad)