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Die Rückkehr des schottischen Traditionsvereins nach vier Jahren auf die europäische Bühne endete mit einer monumentalen Blamage. Der 54-fache schottische Meister scheiterte in der Qualifikation zur Europa League schon in der 1. Runde an den luxemburgischen Amateuren von Progrès Niederkorn.
Die Rangers hatten das Heimspiel knapp 1:0 gewonnen und unterlagen in Luxemburg nach zwei Gegentoren in der letzten halben Stunde 0:2. Bei Niederkorn fehlte der frühere St. Galler Mario Mutsch wegen einer Verletzung.
Der Reporter der BBC tat sich nach dem Debakel nicht schwer mit der Einordnung. «Das ist die schlimmste Europacup-Niederlage in der Vereinsgeschichte. Sicher viel schlimmer als das Debakel von 2002 gegen das tschechische Team Viktoria Zizkov.» Zur Analyse der Niederlage gehören auch diese Zahlen: Niederkorn hatte zuvor elf von 13 Europacup-Spielen verloren, nie gewonnen und dabei ein einziges Tor erzielt (bei 41 Gegentreffern). Meister war «Progrès» letztmals vor 36 Jahren.
Die Rangers waren 2012 wegen Insolvenz in die 4. Liga zwangsrelegiert worden und qualifizierten sich in diesem Frühjahr in ihrer ersten Saison nach der Rückkehr in die schottischen Premier League als Dritter bereits für die Europa League. Die Freude auf internationale Spiele war durchaus hoch in Glasgow. Zum Hinspiel vor Wochenfrist kamen 48'681 Fans in den Ibrox Park.
Der Favorit nahm die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter - dies suggerierte zumindest die Aufstellung von Trainer Pedro Caixhinho. Mit Ausnahme des für 3,5 Millionen Euro übernommenen mexikanischen Internationalen Carlos Peña lief gegen Niederkorn alles auf, was Rang und Namen hat - auch Niko Kranjcar, Lee Wallace oder Kenny Miller. Dieser traf in der Nachspielzeit die Latte. Es war die letzte Chance gewesen, das historische Debakel noch abzuwenden beziehungsweise zu verhindern, was die BBC als «grösste Europacup-Blamage für Schottland» bezeichnete.
Die europäischen Sternstunden der Rangers liegen einige Jahre zurück: 1972 triumphierte der Klub im damaligen Europacup der Cupsieger. 2008 erreichte der Klub den Final im UEFA-Cup, der heutigen Europa League.