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3 Tiere im Ittinger Wald - Weiterführende Informationen
In der Schweiz sind alle Amphibien geschützt. Im Ittinger Wald kommen acht Amphibienarten vor. Mit etwas Glück trifft man Grasfrosch und Erdkröte an. Der grüne Wasserfrosch kann im Teich am Weg vom Parkplatz zur Kartause gehört werden.
Sehr selten ist der Kammmolch. Dieser Molch sieht aus wie ein kleiner Drache. Auf dem Hügelzug entlang des Untersees gibt es isolierte Vorkommen dieser Molchart. Mit dem Anlegen von kleinen Tümpeln im Wald will der Kanton diese seltenen Tiere fördern.
Sieben Fledermausarten auf dem Gebiet der Kartause Ittingen
Fledermäuse sind die einzigen fliegenden Säugetiere. Sie sind nachtaktiv. Mit ihrem leisen Flug jagen sie in der Dunkelheit nach Insekten. Mit Ultraschall und Echoortung orientieren sie sich im Gelände und bei der Jagd. Pro Nacht vertilgen sie Unmengen von Insekten, bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts. Sie schlafen in der Regel kopfüber, ihr Platzbedarf im Quartier ist meistens sehr klein.
In der Umgebung der Kartause sind sieben Fledermausarten nachgewiesen, die den Wald als Lebensraum brauchen: Grosses Mausohr, Bartfledermaus, Kryptisches Mausohr, Graues und Braunes Langohr, Rauhautfledermaus und Kleiner Abendsegler. Diese so genannten Waldfledermäuse haben ihr Quartier oder Jagdgebiet im Wald.
So hat das Grosse Mausohr sein Quartier gerne in Gebäuden mit grossem Dachstock, beispielsweise in Kirchen, und jagt auf unbewachsenem Waldboden.
Die Bartfledermaus bevorzugt zum Jagen halboffene Lebensräume wie Hecken, Waldränder oder Waldwege.
Das Kryptische Mausohr bewohnt neben Fledermaus- und Vogelnistkästen sowie engen Spalten an Gebäuden und Brücken hauptsächlich Baumhöhlen unterschiedlichster Art (Fäulnishöhlen, Spechthöhlen, Zwiesel, Stammrisse).
Die Grauen und Braunen Langohren haben sehr breite Flügel, die viel Auftrieb erzeugen. Sie können dadurch langsam und sehr wendig fliegen, senkrecht vom Boden starten, im Rüttelflug an Ort in der Luft verharren, kurz rückwärts fliegen und sogar Loopings drehen. Das Braune Langohr kann deshalb immer wieder in Baumkronen auf dem Jagdflug beobachtet werden. Das Graue Langohr jagt zudem gerne über reichhaltigen Blumenwiesen.
Der Kleine Abendsegler ist eine typische Wanderfledermaus. Im Juni und Juli leben bei uns nur wenige Kleine Abendsegler und meist sind es Männchen. Die Weibchen ziehen in dieser Zeit ihre Jungen weiter nördlich in Europa auf. Im August beginnen die Wanderflüge. Die Mütter und ihre flüggen Jungtiere fliegen in grosser Zahl über hunderte von Kilometern auch in die Schweiz, um sich hier zu paaren und Winterschlaf zu halten. Noch vor dem Eintreffen der Weibchen haben die Männchen ihre Balzquartiere in Baumhöhlen bezogen und werben in der Abenddämmerung «zirpend» um die Gunst der eintreffenden Weibchen. Diese wählen den erfolgreichsten Sänger aus, um sich mit ihm zu paaren. Kleine Abendsegler überwintern in Gruppen. Typische Winterschlafquartiere sind Spechthöhlen, Rollläden oder Fledermauskästen sowie Hohlräume in Betonbrücken. Im Frühling brechen die Weibchen wieder zu ihren Wochenstubenquartieren in Nordosteuropa auf.