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Das Rückspiel gegen die Bern Grizzlies stellte für die Thun Tigers eine grosse Herausforderung dar: Nebst der Hitze und dem Fakt, dass die ungeschlagenen Grizzlies als Hauptanwärter auf den Titel gehandelt werden, sorgten diverse Verletzungen dafür, dass das Kader auf rund 30 Spieler geschrumpft ist. Insbesondere in der Offensive Line fielen mehrere Spieler aus, weshalb Defense Spieler in der Offense aushelfen mussten.
Demnach konnten die Thuner in der Offense auch kaum grössere Raumgewinne erzielen. Das sonst so unwiderstehliche Laufspiel der Tigers war durch den Ausfall von Timeo Hirschi auf Noah Gygax und Lukas Bohren beschränkt, welche für jedes Yard kämpfen mussten. Im Passspiel fehlte der verletzte Simon Purtscheller, was eine normale Rotation auf der Wide Receiver Position kaum möglich machte. Entsprechend Mühe hatte die Offense, First Downs zu erzielen und dadurch der Defense Luft zum Atmen zu geben.
Die Thuner Defense spielte eine gute Partie, aber immer wieder fand der Berner Import Quarterback Clark Evans eine Lücke in der Abwehr und sorgte mit seinen Läufen für Raumgewinne. Und wenn man den die Läufe des Amerikaners in den Griff bekam, ergaben sich für die Grizzlies Möglichkeiten im Passspiel, die letztlich auch zu Punkten führten. Durch einen geblockten Punt kamen die Grizzlies noch zu einem Safety, zur Pause lagen die Thuner bereits 00:22 hinten.
In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel, die Defense war oft zu lange auf dem Feld und liess sich noch zwei weitere Male überlisten, die Offense konnte ohne Unterstützung der Grizzlies durch Fehler oder Strafen kaum Raumgewinne erzielen. Erst im letzten Viertel kam ein sehenswerter Drive der Thuner zu Stande, der letztlich auch in Punkten endete: Quarterback Nicolas Leibundgut fand den verlässlichen Angelo Valentino in der Endzone für den Ehrentouchdown zum 06:36.
Die Tigers werden sich nun erholen müssen, um im letzten regulären Saisonspiel gegen die Basel Gladiators noch einmal voll angreifen zu können. Das Hinspiel in Thun ging 24:20 zugunsten der Basler aus, mit einem Sieg in Basel haben die Thuner aber die Möglichkeit, in der Tabelle an den Baslern vorbeizuziehen auf Platz 3. Für das Halbfinalspiel würde dies bedeuten, dass man auf die Calanda Broncos trifft, im Falle einer Niederlage in Basel würde man zum dritten Mal in dieser Saison auf den Kantonsrivalen aus Bern treffen.