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Der Finanzplatz Zürich entsteht
- Montag, 7. Oktober 2013, 11:44 Uhr
Schweizer Banken sind noch heute auf der ganzen Welt ein Begriff. Der Grundstein für den Finanzplatz Zürich und damit der Schweiz legt Alfred Escher 1856 mit der Gründung der «Schweizerischen Kreditanstalt» SKA.
Um seine grossen Vorhaben mit der «Schweizerischen Nordostbahn» NOB zu finanzieren, gründet Escher gemeinsam mit Gleichgesinnten die SKA. Er will die geplanten Strecken ohne finanzielle Mittel aus dem Ausland finanzieren. Die «Schweizerische Kreditanstalt» ist 1856 die erste grosse Aktienbank für Industrie und Handel. Alfred Escher steht ihr seit der Gründung bis 1877 als Verwaltungsratspräsident vor. Ein zweites Mal hat er das Präsidium von 1880 bis zu seinem Tod zwei Jahre später inne.
Eschers Erbe
Im benachbarten Ausland entstehen Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Kreditinstitute: Die Industriellen dieser Zeit wollen investieren. Sie brauchen Kapital, das sie aus der eigenen Tasche nicht aufbringen können. Dies trifft auch auf die Schweiz zu: Die SKA steigt schnell zur grössten Handelsbank der Schweiz auf. Sie vergibt vor allem Kredite, die in die Finanzierung der Eisenbahn fliessen. Escher hat die SKA bis zu seinem unfreiwilligen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident 1877 fest im Griff: Er trägt wesentlich dazu bei, dass Zürich zum wichtigsten Industriezentrum und Finanzplatz der Schweiz wird.
Mehr als hundert Jahre nach Eschers Abgang als Verwaltungsratspräsident der Bank, wird die SKA 1989 Tochtergesellschaft der CS Holding. Aus der «Schweizerischen Kreditanstalt» wird 1997 die heutige Crédit Suisse. Schlendert man heute also der Bahnhofstrasse entlang, erinnert nicht nur Eschers Denkmal beim Hauptbahnhof an ihn, sondern auch die Crédit Suisse am Paradeplatz.
Quellen:
Historisches Lexikon der Schweiz: «Alfred Escher»
Historisches Lexikon der Schweiz: «Schweizerische Kreditanstalt (SKA)»