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Im Jubiläumsjahr 2017 feiern die reformatorischen Kirchen weltweit 500 Jahre Reformation. Das Buch stellt alle Aspekte des evangelischen Wiens vor: die 21 Pfarrgemeinden und Ihre Gotteshäuser, die Kunstschätze und natürlich die Geschichte der evangelischen Glaubensgemeinschaft. Als kaiserliche Residenzstadt kam Wien auch in der Reformationszeit eine besondere Rolle zu. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts waren drei Viertel der Wiener Einwohnerschaft evangelisch. Im Zuge der Gegenreformation wurden im 17. Jahrhundert die evangelischen Adeligen als Träger der Reformation entmachtet und vertrieben. Evangelische konnten ihren Glauben nur noch im Geheimen leben. Erst mit dem Toleranzpatent von 1781 konnten wieder evangelische Gemeinden entstehen. Heute gibt es wieder ein lebendiges evangelisches Leben in Wien, wenn auch die Evangelischen eine Minderheit sind. Wien ist der Sitz der Kirchenleitungen – sowohl der Evangelischen Kirche A.B. und H.B als auch der evangelisch-methodistischen Kirche – in Österreich. In den Wiener Museen und Archiven lagert ein einmaliger Schatz an Dokumenten der Reformationszeit, wie z.B. das Original der Confessio Augustana, die Kaiser Karl V. überreicht wurde, oder eines von drei noch erhaltenen Exemplaren der 95 Thesen Luthers, aber auch zahlreiche reformatorische Flugschriften und Gemälde. Zum Jahr 2017 soll vieles davon einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und der Reformation gedacht werden.