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Die Top-Favoritin Régine Cavagnoud (F) gewann den Super-G fünf Hundertstel vor der Ex-Weltmeisterin Isolde Kostner und vor der Deutschen Hilde Gerg. Corinne Rey-Bellet wurde mit 28 Hundertsteln Rückstand in St. Anton Sechste.
Sylviane Berthod musste sich mit dem 18. Platz begnügen.
Cavagnoud holte als erste Französin den WM-Titel im Super-G. Die einstige Spezialistin in dieser Disziplin, Carole Merle, war nur zweimal Zweite geworden. Cavagnoud hatte die letzten drei Weltcuprennen gewonnen und war in allen fünf Super-G's dieser Saison auf dem Podest gestanden. Vor zwei Jahren bei der WM in Vail hatte sie sich im Abfahrtstraining einen Kreuzbandriss zugezogen kein einziges Rennen bestreiten können.
Corinne Rey-Bellet war bei der ersten Zwischenzeit noch elf Hundertstel schneller als Cavagnoud und bei der zweiten genau gleich schnell. Im Schlussteil verlor sie aber ohne nennenswerten Fehler die entscheidenden Sekundenbruchteile. Noch nie nahm ein WM- Super-G einen so knappen Ausgang. Die ersten zehn lagen nur 46 Hundertstel auseinander.
Die grosse Überraschung bildete Hilde Gerg, die im letzten Winter einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten hatte und heuer bisher über einen 10. Rang nicht hinausgekommen war. Eine schwere Schlappe erlitten die Österreicherinnen, die vor zwei Jahren noch alle drei Medaillen errungen hatten. Im Heimrennen musste sich Alexandra Meissnitzer als beste mit dem 8. Rang begnügen. Renate Götschl stürzte mit bester Zwischenzeit.
swissinfo und Agenturen