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Die SP Kanton Bern fordert zum Tag des Frauenstreiks, dass mehr Frauen in die Präsidien der verschiedenen Gremien des Grossen Rats gewählt werden. Im Lauf einer Legislatur soll eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter bei der Besetzung der Grossrats- und Kommissionspräsidien sichergestellt werden.
Die Schweizer Bevölkerung soll sich in den Parlamenten und den Regierungen sowie deren Führungsgremien wiedererkennen. Dies ist der unbestrittene Anspruch des Konkordanzystems, welches in der Schweizer Politik klar verankert ist. Aktuell besteht im Kanton Bern ein klarer Handlungsbedarf, um die Mehrheit der Bevölkerung in den Gremien des Kantons anteilsmässig besser zu vertreten. Die Geschäftsleitung des Grossen Rates setzt sich aus den drei Mitgliedern des Präsidiums zusammen und besteht in der aktuellen Zusammensetzung aus drei Männern. Das bedeutet, dass es fünf Jahre dauert könnte, bis wieder eine Frau das Grossratspräsidium besetzt.
Obwohl Frauen im Kanton Bern sogar leicht in der Mehrheit sind, stellen sie im Grossen Rat und auch in den Präsidien seiner Gremien eine Minderheit. Die SP Kanton Bern fordert deshalb mittels einer Parlamentarischen Initiative eine Änderung des Gesetzes über den Grossen Rat damit im Lauf einer Legislatur eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter bei der Besetzung der Grossrats- und Kommissionspräsidien sichergestellt ist. Grossrätin Manuela Kocher sagt dazu: «Frauen werden bei der Wahl in Präsidien immer noch regelmässig übergangen. Mit einer Änderung des Grossratsgesetzes wollen wir nun eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter erreichen.»