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Seepark
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Seepark
Adresse
6300 Zug
ZG
Architecture
Der Seepark gehört zu den ersten Wohnungsbauten in Zug, die nach dem Zweiten Weltkrieg in betonter Modernität entstanden sind. Die Nachkriegsmoderne bezieht sich auf das Neue Bauen, neben formalen Aspekten wie der gesamthaften Rundung des Gebäudes spiegelt dies auch die differenzierte Farbgebung wider.
Chronologie
Das Wohn- und Geschäftshaus Seepark wurde 1953 nach den Plänen der Architektengemeinschaft Hanns A. Brütsch und Alois Stadler gebaut und 1955 fertiggestellt. 1996 erfolgte eine umfassende Renovierung. Im Erdgeschoss befinden sich Büros und Praxen, in den Obergeschossen Wohnungen.
Situation
Das Gebäude liegt am nördlichen Rand der Zuger Neustadt und gut 200 Meter südlich des Bahnhofs. Das Grundstück wird von der Gartenstrasse und der Rigistrasse gefasst sowie vom Park am Rigiplatz von der Seepromenade getrennt.
Description
Die gekrümmte Form des sechsgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses folgt der 1952 definierten Baulinie, die den Strassenverlauf abbildet. Der flach gedeckte Baukörper ist Teil einer Blockrandbebauung und besitzt demzufolge nur eine Strassen- und eine Hoffassade. Das fünfte Geschoss mit der Attikawohnung ist zurückversetzt, das Bauvolumen somit auf den dazumal vorherrschenden, historischen Kontext abgestimmt. Über einem Sockelgeschoss erhebt sich seeseitig eine Rasterstruktur aus leicht vorspringenden Schotten und durchlaufenden Deckenplatten. Die Geländer der schmalen Balkonzonen gehen über die Schotten hinweg. Zusammen zeichnen Deckenplatten und Geländer die gerundete Form des Baukörpers nach und verleihen ihm einen starken horizontalen Akzent. Die Bewohner geniessen den Ausblick auf den Zugersee durch geschosshohe Verglasungen, die im Breitenmass der Sockelfenster markant unterteilt sind. Der Haupteingang führt auf die Strassenkreuzung. Die Eingangssituation erfährt eine repräsentative Gestaltung: Das verputzte Sockelgeschoss springt zurück, der Zugang ist mit Natursteinplatten verkleidet. Die zweiflüglige Tür wird von einem Rahmen und einer vollflächigen Verglasung gefasst. Die Scheiben sind diagonal gestossen, die Profile fein geformt und ebenso wie die Rahmung blau-gelb und blau-weiss gestaltet. Bekrönt wird die Eingangssituation mit dem Schriftzug «Seepark». Die Hofseite prägt eine Laubengangerschliessung, ausgehend von einem runden Lift- und Treppenturm. Wie an der Seeseite dominiert auch hier eine horizontale Gliederung. Die Wohnungstüren sind schlicht, die Fenster der hier angeordneten Nebenräume als einfache Lochfenster ausgebildet.
Bibliographie
Kanton Zug (Hg.). Verzeichnis der geschützten Denkmäler. Zug 2018. – Bauforum Zug (Hg.) Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1902–2012. Luzern 2013, S 38–41. – Schweizer Heimatschutz (Hg.). Baukultur entdecken. Die Architektur der 1950er und 1960er Jahre. Zug 2009, Nr. 2. – Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.). Kunstführer durch die Schweiz (Bd. 1). Bern 2005, S. 717–718. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1992, S. 245. – Bauforum Zug (Hg.). Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1920–1990. Zug 1992, S. 37. – Horat, Heinz. Das Appartementhaus «Seepark» an der Gartenstrasse in Zug. Im Gedenken an den Architekten Hanns A. Brütsch (1916–97), in: Tugium 1998, S. 155–164.
Thèmes