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Zukünftiger Besitzer ist die BMW Group, welche den Linde E50, ausgestattet mit Kabine, Heizung, BlueSpot und 2,30 Meter langen Gabelzinken, in ihrem Komponentenwerk im oberpfälzischen Wackersdorf zur Be- und Entladung von Lkws einsetzen wird. Das erste Modell, welches aus Aschaffenburger Fertigung auf den Markt kam, war der Hubtrac. Er gilt als Urahn aller Linde-Stapler. In den ersten Jahren wurden wenige Hundert Fahrzeuge produziert, wovon bereits ein Fünftel in den Export ging. Doch die Nachfrage stieg Jahr für Jahr an, denn die Staplermodelle mit dieselmotorischem Antrieb und 2 bzw. 2,5 Tonnen Tragfähigkeit erfreuten sich aufgrund ihres feinfühligen, effizienten Hydrostatikgetriebes, der Doppelpedalsteuerung und der Zentralsteuerhebel grosser Beliebtheit.
Im Jahr 1970, ein Jahr, nachdem die Unternehmensführung die Traktorenproduktion binnen weniger Wochen komplett eingestellt hatte, lag die jährliche Produktion bereits bei deutlich über 2000 Staplern. Und der Zuwachs beschleunigte sich, als Anfang der Siebzigerjahre die ersten Elektro-Gegengewichtstapler das Produktionsprogramm erweiterten und die Modellpalette in den darauf folgenden Jahren weiter wuchs. 1982 umfasste das Dieselstaplerprogramm bereits vier Baureihen im Traglastbereich von 1,2 bis 7 Tonnen. Bei den Elektrostaplern reichte die Spanne von 1,2 bis 3 Tonnen.
Einen entscheidenden Beitrag zum Gesamterfolg leistete die 1985 vorgestellte Dieselstapler-Baureihe 351 in der «Königsklasse» von 2 bis 3,5 Tonnen. Bis 2001 wurden allein 100 000 Stück dieser Modelle in Aschaffenburg montiert. Das brachte Linde die Auszeichnung «meistgebauter Stapler Europas» ein und sicherte dem Unternehmen die Marktführerschaft bei den verbrennungsmotorischen Staplern in dieser Region.
Auch der nächsten Fahrzeuggeneration, den im Jahr 2002 auf den Markt gebrachten 39X-Diesel- und -Treibgasstaplern, gelang die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte. Gleichzeitig wuchs der Anteil der in Aschaffenburg gefertigten Stapler mit Elektroantrieb. Lag ihre Stückzahl lange Zeit deutlich unter den Verbrennern, änderte sich dies im letzten Jahrzehnt zu einem heute mehr oder weniger ausgeglichenen Verhältnis. «Wir spüren in der Fertigung, dass Linde mittlerweile auch in diesem Segment Marktführer in Europa ist», erklärte Sabine Neuß während der Feierstunde. Sie verantwortet als Chief Operating Officer (COO) das Ressort Produktion in der Geschäftsführung von Linde MH. «Mit Investitionen im Wert von rund 60 Millionen Euro bis 2021 werden wir unsere Produktionskapazitäten in Aschaffenburg mittelfristig ausbauen und gleichzeitig unsere Prozesse weiter optimieren.»
Der Jubiläumsstapler mit fünf Tonnen Tragfähigkeit gehört zur aktuellen Modellreihe von Linde mit Elektroantrieb, die nicht nur in der Automobilproduktion, sondern auch in der Getränke- und Lebensmittelindustrie, dem Baustoffhandel oder in der Chemieindustrie zum Einsatz kommt. Die BMW Group ist langjähriger Kunde von Linde Material Handling.