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Die Majorie
Ein altes Bauwerk mitten im Dorfzentrum.
Historisches Bauwerk
1665 schliessen sich die Gemeinden Nendaz und Hérémence zusammen, um die “Majorie” Meierei (Verwaltung mit gerichtlichen Befugnissen) Nendaz - Hérémence zu bilden. Der Landtag, das oberste Organ jener Zeit, kaufte den alten Turm von Basse-Nendaz von der “Métralie” (hauptsächlich gerichtlicher Bezirk mehrer Dörfer) zurück, um seinen "Major" Meier (Verwalter mit Befugniss für niedere Gerichtsbarkeit) dort einzusetzen. Der Turm wurde 1505 vom Architekten U. Ruffiner wieder aufgebaut, der auch der Erbauer der St. Theodulskirche in Sitten ist.
Im Gebäude, das auch das “Grosse Haus” genannt wird, gibt es einen Saal für Audienzen, ein Gefängnis und mehrere Folterkammern. Man bewachte dort die zum Tode Verurteilten, bevor sie zu der Stelle mit den Galgen in Richtung Kapelle Saint-Sébastien abgeführt wurden.
Um 1880 verkaufte die Gemeinde die Majorie an Private.