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Mit Nicole Büchler verlässt eine der erfolgreichsten Schweizer Leichtathletinnen der vergangenen 20 Jahre die grosse Bühne. In ihrer Jugend zunächst als Mitglied des Nationalteams in der Rhythmischen Gymnastik international erfolgreich, stellte sie auch nach ihrem Wechsel zur Leichtathletik eine beeindruckende Konstanz auf hohem Niveau unter Beweis. Büchler nahm dreimal an Olympischen Spielen, sechsmal an Weltmeisterschaften und zweimal an Europameisterschaften teil. Hinzu kommen zahlreiche Indoor-Titelkämpfe sowie Team-Europameisterschaften.
2016 war Büchlers erfolgreichstes Jahr. An den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro belegte sie Platz 6. In jener Saison stellte sie mit 4,80 m in der Halle und mit 4,78 m im Freien auch die bis heute gültigen Schweizer Rekorde auf. An der Hallen-WM in Portland im US-Bundesstaat Oregon wurde sie mit 4,80 m Vierte - es war dies das einzige Mal in der Geschichte, dass eine Athletin mit einer solchen Höhe an einer internationalen Meisterschaft nicht auf dem Podest stand. Die Bronzemedaille verpasste sie lediglich wegen des Umstands, dass sie sich mehr Fehlversuche notieren lassen musste als die Griechin Ekaterini Stefanidi. In der folgenden Saison errang die Seeländerin in Stockholm als erste Schweizer Leichtathletin einen Sieg in der Diamond League.
In den letzten Jahren wurde Büchler mehrmals durch Verletzungen zurückgeworfen. Ihren letzten internationalen Einsatz hatte sie im September 2019 an der WM in Doha. Knapp ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Flynn kämpfte sie dort bereits wieder mit den internationalen Top-Springerinnen um die Finalplätze mit. In der laufenden Saison konnte sie wegen Hüftbeschwerden weder in der Halle noch im Freien Wettkämpfe bestreiten.
Büchler bleibt der Schweizer Leichtathletik auch nach ihrem Rücktritt erhalten. Sie erhält beim Verband ein Teilpensum als Nationaltrainerin für den Stabhochsprung. Sie ist in dieser Funktion Teil einer Nachfolgelösung für Herbert Czingon, der kürzlich pensioniert wurde.
(sda)