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In der Schweiz waren zahlreiche katholische Missionen beheimatet, die Geistliche und Laien zu Missionaren und Helfenden ausbildeten und diese in
weit entfernte Gebiete entsandten. Getragen wurde dies von der spendenden Heimat, welche damit zu einem festen Bestandteil des Missionsprojekts wurde. Die breiten Spenden- und
Informationskampagnen der Missionen eröffneten den Schweizer Katholikinnen und Katholiken ein Fenster zur Welt und schufen eine Beziehung über grosse Distanz.
Trotz dieser zentralen Bedeutung katholischer Missionen in der Verflechtung der Schweiz mit aussereuropäischen Gebieten, wurden sie von der bisherigen historischen Forschung kaum untersucht.
Indem das Projekt auf die Tätigkeiten der SMB im kolonialen Simbabwe fokussiert, wird ein wesentlicher Teil dieser Geschichte aufgearbeitet. Mit der 1921 gegründeten SMB wird die grösste und bedeutendste katholische Missionsgesellschaft der Schweiz erfasst. Als Vereinigung von Weltpriestern unterstand sie direkt der Propagandakongregation in Rom, was sie zu grösserem Wirken befähigte und für das gesamte katholische Missionswesen der Schweiz einen Aufschwung bedeutete.
Der Nachwuchs wurde vornehmlich aus den internen Progymnasien (Fribourg und Rebstein), dem Gymnasium (Immensee) und dem Seminar (Schöneck) rekrutiert. Dabei handelte es sich um junge Männer, welche durch den Missionars-Beruf Chancen einer akademischen und bemerkenswert mobilen Biographie erhielten.
1924 reisten die ersten Missionare nach China aus. Ab 1925 wurden nebst Priestern erste Brüdermissionare in die Missionsgebiete zur Mitarbeit entsandt. Als 1938 Gebiete in Südrhodesien hinzukamen und in China die politische Lage zunehmend prekär wurde, konzentrierte sich die Missionsgesellschaft immer wie mehr auf ihre Mission im südlichen Afrika. Später folgten Missionseinsätze in Japan, Peru, Ecuador, Kenia, Philippinen, Bolivien, Mosambik, Tansania und Sambia. Ab dem Ende der 1960er Jahre wandelte sich die missionarische Arbeit in Richtung zeitlich befristeter Projekteinsätze.