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Einfache und günstige Rechner erleben dank Asus "Eee PC" derzeit einen Boom. Intel zieht daher seine Low-Cost-Plattform Shelton 08 vor, um von dem Trend zu profitieren.
Wenn Apple den "Eee PC" erfunden hätte, der Medienrummel wäre unbeschreiblich gewesen. Die Erfolgsstory, die Asus vorweisen kann, ist nicht weniger eindrucksvoll, allein es mangelt an der Selbstdarstellung. So sagte Joe Hsieh, Vice President of Asustek's Motherboard Business Unit Product Marketing Department, lediglich in einem Nebensatz eines Interviews mit 'Digitimes' dass das Unternehmen 2008 rund 650'000 bis 700'000 Eee PCs ausliefern wolle. Derzeit entwickeln alle Konkurrenten, einschliesslich MSI und Acer entsprechende Geräte.
Auch Intel reagiert auf die Entwicklung. Die ursprünglich erst für das dritte Quartal vorgesehene Low-Cost-PC-Plattform namens "Shelton 08" soll nach Gerüchten aus der Mainboard-Szene schon im März, möglicherweise auf der CeBIT, vorgestellt werden. Herz der Lösung ist der 45 Nanometer-Prozessor Diamondville, eine etwas günstigere, dafür weniger sparsamere Variante des Silverthorne. Während der Silverthorne vor allem für neue Generationen leichter und mobiler High-End-Geräte gedacht ist, zielt Intel mit dem Diamondville und der Shelton 08 Plattform auf die boomenden Märkte der Schwellenländer. Neben zwei PC-Varianten wird es mit der Version N270 auch eine Mobile-Plattform geben, die für Eee PC-ähnliche Billig-Notebooks gedacht ist.
Dass Asus die Shelton 08 Plattform in eine E-DT getauften Desktop-Serie einsetzen wird, hat das Unternehmen derweil bestätigt. Es gibt aber gleichzeitig Anzeichen, das die Billig-PCs, die je nach Ausstattung und ohne Monitor 200 bis 300 US-Dollar kosten sollen, auch mit AMD-Prozessoren angeboten werden. Nach Brancheninformationen soll Asus bis zu einer Millionen Sempron-CPUs bei AMD geordert haben. (Thomas Mironiuk)