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Wir alle kennen die „fünfte Jahreszeit“ mit ihrer Ausgelassenheit, ihrem bunten Treiben und den phantasievollen Verkleidungen. Doch woher kommen eigentlich all die Begriffe?
Noch bis Faschingsdienstag geht die fünfte Jahreszeit, dann beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Genau darauf beziehen sich wahrscheinlich auch die verschiedenen Bezeichnungen, die im deutschen Sprachraum für diese Zeit gebräuchlich sind.
Die Fastenzeit kommt!
Die Wurzel für den Begriff „Fas(t)nacht“ dürfte im Mittelhochdeutschen liegen und die „Nacht vor dem Fasten“ umschreiben. Auch das Wort „Karneval“ weist auf die kommende Fastenzeit hin. Der lateinische Ausdruck „carne vale“ bedeutet so viel wie „sich vom Fleisch verabschieden“ und erinnert an die früher übliche Praxis, in der Fastenzeit auf Fleischspeisen zu verzichten. Im späten Mittelalter schenkte man in den Tagen vor Aschermittwoch einen als „vaschanc“ bezeichneten Fastentrunk aus. Davon leitet sich vermutlich das Wort „Fasching“ ab.
Und der Rosenmontag?
Auch der Montag vor Aschermittwoch hat einen besonderen Namen. Die Bezeichnung „Rosenmontag“ kann aus verschiedenen Quellen stammen. Es gibt Hinweise auf den früher gebräuchlichen Ausdruck „Rasenmontag“, wobei das „Rasen“ die Ausgelassenheit der Faschingszeit beinhaltet. Eine weitere Möglichkeit ist, dass dieser Montag früher denjenigen in der Woche nach dem vierten Fastensonntag bezeichnete. Jener Sonntag hiess in katholischen Kreisen auch „Rosensonntag“.
Der Aschermittwoch zu guter Letzt ist danach benannt, dass sich Christen Aschenkreuze auf die Stirn zeichnen lassen und sich dadurch bewusst machen, dass sie nach ihrem Tod „zu Staub zurückkehren“. Doch das ist dann ein ganz anderes Kapitel…