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Einige typisch schweizerische Gerichte, wie das Fondue und das Raclette, werden eher im Winter gegessen. Andere Nationalgerichte, wie das Müesli, das in der Schweiz Birchermüesli genannt wird, und die Rösti sind das ganze Jahr über beliebt und werden in vielen Variationen zubereitet.
Schweizer Nationalgerichte
Einige typisch schweizerische Gerichte, wie das Fondue und das Raclette, werden eher im Winter gegessen. Andere Nationalgerichte, wie das Müesli, das in der Schweiz Birchermüesli genannt wird, und die Rösti sind das ganze Jahr über beliebt und werden in vielen Variationen zubereitet.
Käsefondue
Für das Fondue – der Name kommt vom französischen Wort «fondre» (schmelzen) – gibt es viele verschiedene Zubereitungsarten und Käsemischungen. Meistens wird das Käsefondue aus geriebenem Greyerzer-, Vacherin- oder Appenzellerkäse zubereitet. Der Käse wird unter Beigabe von Weisswein geschmolzen. Gegessen wird das Fondue heiss aus einem sogenannten Caquelon, einem nach oben weit geöffnetem Topf, indem an einer langen Gabel Brotstücke in die Käsemasse getunkt werden. Das Caquelon steht dazu auf einem Rechaud, mit dessen mit regulierbarer Flamme der Käse flüssig gehalten wird.
Getrunken wird zum eher schwer verdaulichen Fondue meistens Weisswein oder heisser Tee, auch ein Gläschen Kirschschnaps ist nicht verkehrt. Wem während des Rührens ein Stück Brot in der heissen Käsemasse verloren geht, dem kann von der Tischrunde eine Strafe auferlegt werden. Diese Strafen fallen jedoch meistens glimpflich aus, wenn sie überhaupt verhängt werden, es gibt dafür auch keine festen Regeln. So kann es durchaus vorkommen, dass man des Nachts und mit nackten Füssen durch den Schnee rennen muss.
- 1 Knoblauchzehe
- 3 dl trockener Weisswein
- 3 Teelöffel Maisstärke
- 400g Vacherin : gerieben
- 400g Gruyère; gerieben
- 600–800g Halbweissbrot
- Kirsch, Pfeffer, Muskatnuss
Zutaten
Zubereitung
Die Knoblauchzehe mit einer Gabel leicht zerdrücken und das Caquelon damit ausreiben.
Weisswein und Maisstärke hinzufügen, auflösen und auf der Herdplatte zum Köcheln bringen.
Vorsichtig und langsam den Käse beifügen und bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren schmelzen lassen.Pfeffer, Muskatnuss, Kirsch nach Belieben der Käsemasse beifügen.
Derweil das Brot in 2–3 cm grosse Würfel schneiden.
Sobald die Käsemasse – das Fondue – eine sämige Konsistenz hat, wird das Caquelon auf das Rechaud gestellt.
Das Fondue auf dem Rechaud bei gleichmässiger Temperatur halten. Die auf die Fondugabel gespiessten Brotwürfel in das Fondue tauchen und anschliessend geniessen. Mit jedem Brotwürfel muss die Mischung auch gerührt werden, damit sich die Käsemasse nicht am Boden festsetzt.
Tipp: Durch die Beigabe von 1-2 Messerspitzen Natronlauge oder Backpulver wird das Fondue luftiger und wesentlich leichter verdaulich.
Rösti
Die Rösti ist eine Art Kartoffelfladen und wird als Hauptgericht oder als Beilage gegessen. Die Kartoffeln werden gekocht, geschält, geraspelt und anschliessend in Butter in der Pfanne zu einem Fladen gebraten. Als Hauptgericht lässt sich die Rösti nach Belieben mit vielen Zutaten garnieren: Spiegelei, Käse, Gemüse, Pilze oder Fleisch. Als Beilage bringt eine Rösti Würste, Geschnetzeltes, Fisch und viele weitere Hauptspeisen ausgezeichnet zur Geltung. Eine Schweizer Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts macht die Rösti einzigartig: die Röstiraffel, eine grobe Kartoffelreibe.
Jede Region hat ihre eigenen Rösti-Varianten. Berner Rösti wird mit Käse, Zwiebeln und Speck zubereitet. In Zürich, wo die Rösti ursprünglich herkommt, wird sie aus rohen Kartoffeln hergestellt. Die ursprünglich aus der Deutschschweiz stammende Spezialität ist Namensgeber für den sogenannten Röstigraben geworden, mit dem Unterschiede zwischen der französischen und der deutschen Schweiz hervorgehoben werden. Die Rösti ist inzwischen aber zu einem der bekanntesten Nationalgerichte geworden.
- 1.2 kg grosse, festkochende Kartoffeln
- 3 Esslöffel Butter
- 2 Teelöffel Salz
- 10 Drehungen aus der Pfeffermühle
- Möchten Sie Zwiebeln und Speckwürfel oder Kräuter beifügen, sollten diese den geraffelten, kalten Kartoffeln beigemischt werden.
- Die Rösti nie während des Bratvorganges umrühren (die Kartoffeln würden teigig werden).
- Die Bratzeit hängt vom Wassergehalt der Kartoffeln ab. Je nach Sorte sollte man sie etwas länger braten.
Zutaten
Zubereitung
Am Vortag die ungeschälten Kartoffeln rund 40 Minuten im Dampf garen, nicht zerkochen. Die Kartoffeln noch warm schälen, anschliessend bis am nächsten Tag kühl stellen.
Die Kartoffeln mit der Röstiraffel grob reiben, auf möglichst lange Stäbchen achten.
In einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung Butter zergehen lassen. Kartoffeln beifügen, Salz und Pfeffer beigeben, vorsichtig mischen. Mit einer Holzkelle die Ränder leicht andrücken, um einen schön gewölbten Kuchen zu erhalten. Die Rösti auf einer Seite rund 10 Minuten goldbraun braten, dann den Kuchen umdrehen und 10 Minuten auf der anderen Seite fertig braten.
Einige nützliche Tipps
Raclette
Das Raclette ist ein typisches Gericht aus dem Wallis. Ein halber Käselaib wird an der Schnittfläche erhitzt und der flüssige Käse auf den Teller geschabt. Einfacher lässt sich der Raclettekäse in kleinen Portionen mit einem speziellen Raclette-Ofen schmelzen, der in fast jedem Schweizer Haushalt zu finden ist. Genossen wird das Raclette zusammen mit Kartoffeln, Cornichons und Silberzwiebeln. Zu diesem Gericht wird meist Weisswein getrunken, insbesondere Fendant.
- 1kg kleine Kartoffeln
- 800g in Scheiben geschnittener Raclette-Käse
- Salz- oder Essiggurken, Silberzwiebeln, anderes eingelegtes Gemüse, eingelegte Früchte, Pfeffer, Paprika
Zutaten
Zubereitung
Die Kartoffeln in der Schale weichkochen, in einem Korb mit Deckel warmhalten.
Bereits am Tisch werden die Käsescheiben in spezielle Raclette-Schaufeln gelegt und im Raclette-Ofen zum Schmelzen gebracht. Den geschmolzenen Käse dann über die Kartoffeln giessen.
Zu diesen Käsekartoffeln werden meistens Gurken, Silberzwiebeln und andere Kleinigkeiten gereicht und dazu Weisswein getrunken.
Wer keinen Raclette-Ofen zur Verfügung hat, kann die Käsescheiben auf die gekochten Kartoffeln legen und anschliessend im Backofen schmelzen.
Es ist auch möglich, das Raclette auf die ursprüngliche Weise zuzubereiten: Man hält ein grosses Stück Käse in die Nähe eines Feuers, wartet bis die oberste Schicht zu schmelzen beginnt und schabt den Käse in einen Teller mit Kartoffeln.
Birchermüesli
Das Birchermüesli, oft abgekürzt Müesli genannt, ist eine Frühstücks- oder Zwischenmahlzeit, bestehend aus Getreide- (Hafer)flocken, kleingeschnittenen Früchten und Milch. Es gibt unzählige Varianten mit Honig, Joghurt und Nüssen. Das Birchermüesli geht auf eine Erfindung des Schweizer Arztes Max Bircher-Benner Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Die als Rohkost-Ernährung entwickelte Apfeldiätspeise wurde ursprünglich Patienten in Sanatorien als bekömmliches Abendessen serviert. Heutzutage ist das Müesli ein weit verbreiteter Bestandteil der westlichen Frühstückskultur und wird vor allem von Sportlern als Nahrungsergänzung sehr geschätzt.
Für eine Portion:
1 gestrichener Esslöffel Haferflocken3 Esslöffel Wasser
Mischen und 12 Stunden einweichen
1 Esslöffel Zitronensaft1 Esslöffel gezuckerte Kondensmilch*beifügen und zu einer Sauce vermischen
2 Äpfel (400g), möglichst eine säuerliche Sorte, unmittelbar vor dem Servieren mit der Schale auf einer Reibe direkt in das Müsli hinein reiben und gelegentlich umrühren, damit sich das Apfelfleisch nicht bräunt.
1 Esslöffel Haselnüsse oder Mandeln gerieben darüber streuen
Das klassische Müesli-Rezept erfährt weltweit unzählige Variationen. Probieren Sie selber aus, welche Zutaten und Kombinationen Ihnen am besten schmecken. Seien Sie kreativ, e guete!