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Wettbewerb Baugewerbliche Berufsschule Zürich—
- Lage
- Ort Zürich, Schweiz
- Gesamtbaukosten CHF 45,0 Mio.
- Auftragsart Projektwettbewerb im offenen Verfahren, 2018
- Programm Baugewerbliche Berufsschule, Turnhallen mit Sportbereich
- Mitarbeit Wettbewerb Christian Ott, Christina Sulzer, Gabriela Traxel
- Auftraggeber Baudirektion Kanton Zürich
- Bauingenieur Schnetzer Puskas, Zürich
- Projektstatus nicht gebaut
Situation
Die Parzelle für den Ersatzbau der Baugewerblichen Berufsschule Zürich befindet sich an der an der Ecke Limmat- und Hafnerstrasse, an der Schnittstelle zwischen Blockrandbebauungen und öffentlichen Solitärbauten. Die bestehende Bebauung bildet einen offenen Blockrand. Die Limmatstrasse wird südwestlich durch die Blockrandgevierte des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts geprägt. Gemeinsame strassenbegleitende Fassadenfronten definieren den Strassenraum und vermitteln eine eher geschlossene Gesamtwirkung. Nordöstlich der Limmatstrasse befinden sich die öffentlichen Bauten des Gewerbeschule-Quartiers, welche im Vergleich zum sehr kompakten südlichen Teil geradezu locker bebaut wirken.
Städtebau
Der Disziplin des Blockrandes folgend, legt sich der viergeschossige Neubau mit maximaler horizontaler Ausdehnung von fast 90 Metern Länge, strassenbegleitend an die Limmatstrasse, fügt sich in das homogene Gründerzeit-Quartier in Aussersihl ein. Das eigenständige Volumen bezieht sich mit seiner Sprache auf die öffentlichen Bauten des Gewerbe-Schul-Areals und lässt einen offenen Blockrand entstehen. Die grossen Stützen im Erdgeschoss folgen dem Strassenverlauf und folgen der städtebaulichen Logik des Quartiers. Während auch die Fassadenebene der oberen Geschosse der Strassenflucht folgt, wird durch die Einzüge auf Erdgeschossniveau die Stadtebene vergrössert. Durch die Konzentration der Baumasse gelingt es, rückwärtig einen grossen zusammenhängenden Hof zu schaffen. Mit dieser Setzung werden die Übergänge zwischen Hofraum und Strassenraum geklärt. So bildet sich ein Volumen, das sich mit seinem Fussabdruck im Quartier integriert und im Erdgeschoss spezifische stadträumliche Situationen akzentuiert.
Raumprogramm
Das Raumprogramm umfasst im Wesentlichen den Unterrichtsbereich, zwei Sporthallen, Vorbereitungs- und Sammlungs- und Spezialräume sowie Aufenthalts- und Mehrzweckräume. Das Erdgeschoss ist von öffentlichen Nutzungen wie Mehrzwecksaal, Aufenthalt, Spezialräumen und Räumen für die Verwaltung geprägt. Darüber liegen zwei Schulgeschosse, mit zwei Zimmerschichten an den langen Fassaden, getrennt durch den inneren Boulevard, der sich in seiner Mitte weitet, wo die Spezialräume wie Sammlungen Fachschaften und Toiletten angeordnet sind. Der Kopf der Schulgeschosse wird durch die Räumlichkeiten für die Lehrerschaft gebildet. Die Rasterstruktur des Hauses baut auf der Grösse der Klassenzimmer auf, dadurch wird eine hohe Nutzungsflexibilität erreicht. Unterteilungen der Einheiten sind ohne weitere Anpassungen möglich. Die beiden obersten Geschosse beherbergen die Sportnutzungen.