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Ziel der Kampagne ist es, Parlamentarier und Parlamentarierinnen aber auch andere RegierungsvertreterInnen in Nicaragua davon zu überzeugen, dass eine Aufhebung der restriktiven Abtreibungsgesetze nötig ist um Gesundheits-personal und betroffene Frauen zu schützen. Nur nach einer Widerrufung der im 2008 eingeführten Gesetze, kann das Gesundheitspersonal ohne Strafandrohung nach bester medizinischer Praxis Frauen behandeln, und nur dann werden Frauen, für die eine Abtreibung die beste medizinische und/oder psychologische Lösung ist nicht mehr kriminalisiert.
Auf nationaler Ebene
In der Schweiz haben über 3'000 Personen einen Petition an die nicaraguanische Regierung unterzeichnet, welche die Aufhebung des restriktiven Verbots verlangt. Zudem wurden 132 Institutionen des schweizerischen Gesundheitswesens aufgefordert, an die nicaraguanischen Behörden zu schreiben. Der nicaraguanische Präsident Ortega hat von über 100 Amnesty- AktivistInnen aus der Schweiz persönliche Briefe erhalten, die eine Aufhebung der erwähnten Gesetze verlangen.
Auf internationaler Ebene
Im Februar 2010 hat Amnesty International beim UNO-Menschenrechtsrat einen Bericht zur Universellen Periodische Überprüfung (UPR) von Nicaragua eingereicht. In der Folge haben 11 Mitgliedstaaten ihre Stimme gegen das totale Abtreibungsverbot in Nicaragua erhoben.
Amnesty International war auch am Weltkongress der Internationalen Föderation für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO) anwesend und konnte über die Situation in Nicaragua und die von uns gestellten Forderungen berichten.
Der Weltärztebund (WMA) hat den nicaraguanischen Behörden eine Resolution überbracht, in der er die Widerrufung der Gesetze fordert.
In Nicaragua
Berichteten die meisten nationalen Medien über die Lancierung des Amnesty Berichts zum totalen Abtreibungsverbot in Nicaragua. Am 16. März 2010 wurde im nicaraguanischen Parlament ein Gesetzesreformvorschlag betreffend Artikel 143 des nicaraguanischen Strafgesetzbuches präsentiert. 26 der 92 Abgeordneten haben die Gesetzesreform unterzeichnet (Stand 13. Mai 2010). Obwohl die Reform nur eine Ausnahmeregelung des totalen Abtreibungsverbots einführen will (falls das Leben der werdenden Mutter durch die Weiterführung der Schwangerschaft gefährdet ist), ist dieser Vorschlag bereits ein erster Erfolg.
Solidaritätsaktion
Nicaraguanische Menschenrechtsaktivistinnen die sich gegen das Abtreibungsverbot einsetzen, haben Solidaritätsbotschaften von Amnesty Mitgliedern aus der ganzen Welt erhalten (siehe Foto).Eine von ihnen, Juanita Jiménez Martínez, schrieb kürzlich an Amnesty: «Danke für all die Aktionen, die Ihr zugunsten von uns lanciert habt, danke für Eure Unterstützung unseres Kampfes an der Seite der Nicaraguanischen Frauen in Nicaragua.»
Wir engagieren uns weiterhin
Amnesty International wird sich weltweit weiterhin gegen das totale Abtreibungsverbot in Nicaragua engagieren. Neue Aktionen werden Sie auf dieser Website finden.