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Die homöopathische Behandlung
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Katarakt und Makuladegeneration
Ältere Menschen leiden häufig unter Augenerkrankungen wie Katarakt (grauer Star) oder Makuladegeneration. Auch diese beiden Krankheiten werden durch Vitaminmangel verursacht. Das Auge braucht Schutz durch Vitamin C, Vitamin E und Karotine (Provitamin A, im Körper werden die Karotine in Vitamin A umgewandelt). Es ist demnach sinn-voll, zu prüfen, ob die mit der Nahrung aufgenommenen Mengen dieser drei Stoffe ausreichend sind. Die Tagesdosen für Vitamin E und Karotin betragen 400 mg, bzw. 3 mg. Vitamin C siehe oben. Vitamin A sollte nicht über 7 mg genommen werden.
Thrombosen
Man spricht von Thrombusbildung im Kreislaufsystem, wenn die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zusammen klumpen und damit die Zirkulation des Blutes behindern. Ursache ist eine Übersäuerung des Blutes. Der pH-Wert des Blutes ist normal bei 7,4, d.h. ganz schwach basisch. Verändert sich dieser Wert in den sauren Bereich, so wachsen die im Blut befindlichen Protite (Eiweiß-Kolloide) zu kleinen Fädchen (Filite) heran, die wie Flockungsmittel auf die roten Blutkörperchen (Erys) wirken. Im Dunkelfeld-Mikroskop sieht man dann einen Teil der Erys zusammen geballt wie dicke Weintrauben.
Ursache der Übersäuerung des Blutes ist der Verzehr von zu viel tierischem Eiweiß (im Verhältnis zu Obst und Gemüse). Der Mensch ist kein Fleischfresser und verfügt nicht über ein entsprechendes Enzym-System, welches das tierische Eiweiß total verstoffwechseln kann. Es bleiben bei der Verdauung saure CHNO-Verbindungen übrig, z.B. Harnsäure, die der Körper einlagert, falls er sie nicht ausscheiden kann. Ausscheidung erfolgt nur in der löslichen Salzform, wenn also durch reichlich Gemüse- und Obstverzehr entsprechende Menge an Mineralstoffen wie Kalzium vorliegen.
Bei bestehender Thrombose können durch Entsäuern mittels Basen der pH-Wert normalisiert und die Zusammenballungen wieder aufgelöst werden.
Bluthochdruck
Die Blutdruckmessung ist die einfachste und schnellste Diagnose-Methode. Ist der Blutdruck zu hoch, so bekommt der Patient oft zu hören: Idiopathische Hypertonie. Der Patient ist dann tief beeindruckt. Dabei heißt es in Wirklichkeit nur Bluthochdruck aus unbekannter Ursache. Der Arzt weiß also nichts genaues, aber er verordnet Blutdrucksenker: Die müssen Sie bis an Ihr Lebensende täglich einnehmen.
Dabei ist Bluthochdruck gar keine Krankheit sondern nur ein Symptom, verursacht von einer Krankheit. Diese Krankheit muss man finden und heilen, dann ist auch der Blutdruck wieder i.O.
Der Körper fährt den Blutdruck hoch um gefährliche Durchblutungsstörungen zu vermeiden. Wir haben es mit der Strömung einer Flüssigkeit (Blut) durch eine Röhre (Gefäßsystem) zu tun. Die Strömung kann behindert sein durch Fehler in der Röhre, nämlich Wandrauhigkeit oder Verengungen. Das wäre Arteriosklerose (siehe oben). Eine weitere Behinderung kann durch eine Viskositätserhöhung der Flüssigkeit (Blutverklumpung, Thrombose, siehe oben) entstehen. Die dritte Möglichkeit kann durch eine „Filterverstopfung“ nämlich eine Niereninfektion gegeben sein (siehe unter Infektionskrankheiten). Als letzte Möglichkeit kommt noch eine Regelungsstörung bei einer Erkrankung von Niere, Hypophyse oder Schilddrüse in Betracht.
Den Arzt stört das i.a. nicht. In der Naturheilkunde-Praxis wird die Ursache ausfindig gemacht und beseitigt, d. h. der Patient geheilt.
Diabetes
Immer mehr Menschen erkranken z. Teil schon in jungen Jahren an Diabetes mellitus Typ 2. Diese Zuckerkrankheit ist in falscher zuckerreicher Ernährung zu suchen und betrifft dementsprechend meist beleibte Menschen (Adipositas). Der Mensch liebt den süßen Geschmack. Vom Schöpfer wohl so in die Natur gelegt, damit süße Nahrungsmittel bevorzugt werden; denn Glucose (Traubenzucker) ist der Stoff, der u.a. im Gehirn durch Verbrennung mit Sauerstoff Energie liefert. Aber bei der Erschaffung des Menschen dachte der Schöpfer wohl noch nicht an die Zuckerfabriken.
Zuviel Zucker (Saccharose) – gemeint ist hier der Industrie- oder Raffinat-Zucker, auch Rohr- oder Rübenzucker genannt- macht nicht nur dick sondern überfordert auch die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Mit der Zeit versagt sie und liefert nur noch wenig oder gar kein Insulin mehr, welches den Blutzuckerspiegel regelt und in viele Stoffwechselprozesse einwirkt. Man sollte den Zuckerkonsum so weit wie möglich einschränken. Nebenbei ist Rohrzucker im Verdauungstrakt auch ein Verbraucher an Vitamin B1, das eigentlich den Nerven zugute kommen sollte.
Immunschwäche
Das Immunsystem erfüllt äußerst wichtige Aufgaben im Körper. Seine volle Funktionsfähigkeit ist von größter Bedeutung. Abwehr von Infektionen, Entsorgung von Zelltrümmer, Zerlegung von Schadstoffen in ausscheidbare Stoffe, all dies muss das Immunsystem leisten. Schwächelt es, so kann es Probleme geben von Infektionskrankheiten bis zu Krebs. Immunschwäche kann durch verschiedene Dinge verursacht werden. Es sind Dinge, die wir in uns aufnehmen oder die uns fehlen. Zu denen, die fehlen können gehören vor allem die so genannten Vitalstoffe. Das sind Stoffe, die wir in kleinen Mengen benötigen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren. Ganz besonders die Vitamine C und E sind hier zu nennen, aber auch Lysin. So kann z.B. der Herpes Virus keine „Fieberbläschen“ bilden, wenn ausreichend Lysin im Gewebe gespeichert ist. Zu den schwächenden Dingen, die wir aufnehmen können, gehören Mikroben, welche die Zellen des Immunsystems befallen und außer Funktion setzen wie Chlamydien oder Borrelien. Aber auch Medikamente wie Antibiotika oder Chemotherapeutika wirken schwächend bis zumindest zeitweilig auslöschend auf das Immunsystem. Auch von energiereichen Strahlen kann man solche Wirkungen vermuten. Auch Metalle wie Aluminium, Blei, Cadmium und besonders Quecksilber (Amalgam in den Zähnen) üben eine schädigende (vergiftende) Wirkung auf Nerven und Immunsystem aus.
Mit Zuführung von Vitalstoffen und homöopathischen Medikamenten kann das Immunsystem wieder aufgebaut werden.
Übergewicht
Übergewicht, auch Fettleibigkeit oder Adipositas genannt, entsteht durch falsche Ernährung oft einhergehend mit Bewegungsmangel. Wir essen, wenn wir Hunger verspüren. Eigentlich ist der Hunger zielgerichtet – wie oben bei den Wildschweinen schon angedeutet. Der Darm ist mit vielen Nervenzellen besetzt. Man spricht auch vom Darmhirn. Dieses erkennt den augenblicklichen Mangel an Nährstoffen und meldet das ans Gehirn. Das Gehirn setzt die Meldung in Hungergefühle um. Zum Beispiel: Es fehlen die Vitalstoffe des Getreides. Dann bekommt man Appetit auf Brot. Das heutige normale Brot wird aus lagerfähigem Mehl hergestellt. Um die Lagerfähigkeit zu erreichen wird dem Getreide in der Mühle zuerst der Keim entfernt; denn das Keim-Öl würde sonst durch den Luftkontakt ranzig. Mit dem Keim ist aber der größte Teil der Vital-stoffe entfernt. Angenommen es sind noch 20 % vorhanden, dann muss man fünfmal soviel Brot essen wie bei einem Vollwertbrot. Damit hat man die fünffache Menge an Stärke und Gluten zu sich genommen. Das setzt der Körper um in Fett als Energiereserve für magere Zeiten. Bei anderen Nahrungsmitteln verhält es sich häufig ganz ähnlich. Eine weitere Gefahr besteht im Zuckerkonsum. Fehlen Chrom und Vanadium im Körper, so resultiert daraus ein großes Verlangen nach Zucker und Schokolade. Auch Zucker wird in Fett umgewandelt. Viele Nahrungs-mittel sind gar keine Lebensmittel mehr, keine Stoffe, die Leben vermitteln. Das erklärt auch, warum so viele Diäten nur zu einem Jojoeffekt führen – abnehmen und dann wieder zunehmen. Einfache Mengenreduktion verschärft den Mangel an Vitalstoffen und macht anschließend besonders hungrig.
Beim Fasten sollte man immer entschlackenden Tee trinken, denn der Körper lagert Schlacken, die er nicht ausscheiden kann, auch im Fettgewebe ab. Deshalb kann nach einer Fastenkur der Hunger auch zielgerichtet auf Fettwiederaufbau sein. Das wäre also mit eine Ursache des Jojo-Effekts.
Martin Nötzli dipl. Komplementärmedizin-Therapeut NVS Gesundheitspädagoge
kantonal approbiert
SISACH – GELTERKINDEN – BASEL – OLTEN – LUZERN – BERN