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Amtliche Bezeichnung: Bosnien und Herzegowina
Staatsoberhaupt: Staatspräsidium mit turnusgemäß wechselndem Vorsitz,
bestehend aus Zeljko Komsic, Nebojsa Radmanovic und Haris Silajdzic
Regierungschef: Nikola Spiric (löste im Februar Adnan Terzic im Amt ab)
Todesstrafe: für alle Straftaten abgeschafft
Einwohner: 3,9 Millionen
Lebenserwartung: 74,5 Jahre
Kindersterblichkeit (m /w): 15 / 13 pro 1000 Lebendgeburten
Alphabetisierungsrate: 96,7 Prozent
Viele derjenigen, die für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Krieges (1992–95) verantwortlich sind, konnten sich im Berichtsjahr weiterhin der Justiz entziehen. Tausende Fälle von «Verschwindenlassen» blieben unaufgeklärt.
Auch wenn die Bemühungen, die mutmasslichen Täter vor Gericht zu bringen, unzureichend blieben, so waren doch Fortschritte bei der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien zu verzeichnen. Auch die innerstaatliche Strafverfolgung von Kriegsverbrechen kam voran, so zum Beispiel in Prozessen vor
der Kammer für Kriegsverbrechen in Sarajevo.
Minderheiten waren mit Diskriminierung konfrontiert, insbesondere beim Zugang zu Arbeitsplätzen und Bildung. Die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen verlief weiterhin langsam. Es gab Berichte über Misshandlungen durch die Polizei und in Gefängnissen.
Der Eintrag im Jahresbericht 2008 basiert auf Vorkomnissen und Daten aus dem Jahr 2007
Ganzer Eintrag im Jahresbericht (Englisch) auf: thereport.amnesty.org