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Die "Lebenswurzel" aus den Hochanden Perus für eine kalorienbewusste Ernährung, für Kuren und für Diäten.
Yacón ist eine 1,5 bis 3 m hohe Staude aus der Familie der Korbblütler (wie u.a. die Sonnenblume). Sie ist mit der Erdbirne oder Topinambur (Helianthus tuberosus) verwandt und bildet wie diese essbare Wurzelknollen, die eine Länge von 25 cm und bis zu 10 cm Durchmesser erreichen können. In Südamerika wird die Yacón von Ecuador bis Argentinien angepflanzt. Sie zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Andenbewohner und war ursprünglich wohl nur an den feuchten Osthängen der Anden von Bolivien bis Peru verbreitet. Wahrscheinlich waren es die Inkas, die den Anbau der Pflanze in der gesamten Andenregion bekannt machten.
Die Yacón-Wurzel enthält vor allem Wasser, Saccharide (insbesondere Oligofruktane), Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen sowie einige wichtige Vitamine (B1, B2, C).
Wie alle Korbblütler bildet die Yacón keine Stärke als Reservestoff, sondern Fruktane, zu denen auch das bekannte Inulin gehört. Das macht die Wurzelknolle für Diabetiker interessant. Aufgrund des hohen Anteils an Fruktose (im getrockneten Zustand im Schnitt 75 %) ermöglicht Yacón eine kalorienarme Zufuhr von Kohlenhydraten ohne das Risiko einer Über- (Überaktivität) oder Unterzuckerung (Müdigkeit, Leistungstief). Die enthaltene Fruktose setzt sich zu 35% aus freier Fruktose und zu 25% aus gebundener Fruktose zusammen, die eine Kohlenhydratzufuhr bei niedriger Blutglukosekonzentration ermöglicht. Ausserdem hat Fruktose keine Karies fördernde Wirkung, wie insbesondere der Haushaltszucker. Die in der Pflanze vor allem in Form von Inulin gespeicherten Kohlenhydrate sind überdies als gute Nährstoffe für die Darmflora bekannt.
Yacón hat ausserdem einen hohen Gehalt an natürlicher, freier Glutaminsäuere, einer Aminosäure, die auch als "Geschmacksverstärker" bekannt ist. Besonders sinnvoll ist daher die Verwendung des Pulvers mit anderem Gemüse, das dadurch im Geschmack angehoben werden kann.
Der Geschmack der Yacón Wurzel erinnert an Honigmelone und Äpfel, hat eine leichte Caramelgeschmacksnote und ist angenehm süss.
Diabetikervereine in ganz Brasilien schätzen die köstliche Süsse der Yacón Frucht und verehren die Wurzel als "Diabetiker-Kartoffel". In Japan wird Yacón bereits seit Jahren als natürliche Süsskraft in purer Form oder verarbeitet in verschiedenen Diätprodukten eingesetzt.
Herkunft: Peru