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Eine Woche vor der Parlamentswahl in Ungarn hat die schwächelnde linksliberale Opposition ihre Anhänger mit einer Grosskundgebung zu mobilisieren versucht. Ihr Leader Attila Mesterhazy, Vorsitzender der Ungarischen Sozialistischen Partei (MSZP), warf der rechtsnationalen Regierung des Ministerpräsidenten Viktor Orban eine Gesinnung vor, die an das autoritäre Regime der Vorkriegszeit unter «Reichsverweser» Miklos Horthy (1886-1957) und an kommunistische Praktiken erinnere.
Orbans Regierung sei «von der Ideologie her horthystisch, weltanschaulich feudalistisch und in ihrer Machtausübung bolschewistisch», sagte Mesterhazy am Sonntag vor mehreren Zehntausend Anhängern in Budapest.
Orbans Herausforderer Mesterhazy führt ein Bündnis von fünf Parteien unter dem Namen «Regierungswechsler», dessen Popularitätswerte in den Umfragen nur etwa halb so hoch sind wie jene von Orbans Bündnis Fidesz-KDNP. Mesterhazy forderte Orban erneut auf, sich ihm in einem Fernsehduell zu stellen. Dies hat der Regierungschef bisher konsequent abgelehnt. Die Parlamentswahl in Ungarn findet am 6. April statt. (sza/sda)