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Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierte am Montag eine im April/Mai durchgeführte Studie. Letztmals war die Umfrage im Jahr 2014 durchgeführt worden.
In der aktuellen Umfrage waren fast die Hälfte der Unternehmen, mit den vom RAV vorgeschlagenen Kandidaten unzufrieden. Der/die Kandidat/Kandidatin habe eher schlecht oder gar sehr schlecht mit dem Stellenprofil zusammengepasst, stellten die Firmen fest.
Dies dürfte im Zusammenhang mit dem Inländervorrang light interessant sein. Ab dem ab 1. Januar 2018 müssen nämlich Arbeitgeber freie Stellen in Berufen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent den Arbeitsämtern melden. Die RAV müssen anschliessend innert drei Tagen passende Kandidaten vorschlagen. Diese Meldepflicht wird den RAV einen Mehraufwand bescheren - und dieser dürfte umso grösser ausfallen, wenn Kandidaten nicht zu den Unternehmen passen.
Die Unternehmen, die mit dem Vorschlag unzufrieden waren, erachteten in den meisten Fällen (75 Prozent) die Fähigkeiten der Kandidaten als ungeeignet. Teilweise wurde auch fehlende Motivation (16 Prozent) kritisiert - oder, dass die Person gar nicht wirklich eine Stelle suchte. Insgesamt aber sind die Unternehmen zufrieden mit den Dienstleistungen des RAV (73 Prozent sehr oder ziemlich zufrieden).
Ein Grossteil der befragten 4500 Unternehmen sieht noch Potential darin, dass die RAV von sich aus Kontakt mit den Unternehmen aufnehmen könnten. In den meisten Fällen melden sich heute die Unternehmen beim RAV. Gemäss Mitteilung sind in diesem Punkt bereits Verbesserungsmassnahmen eingeleitet worden.
Auch eine bessere Beratung für Arbeitslose und freundlicheres Personal wurden als Massnahmen für eine Imageverbesserung angegeben. Im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 2014 haben den RAV 36 Prozent ein eher negatives Image bescheinigt (+6 Prozent). 50 Prozent betrachten das Image als positiv.
Von den befragten Unternehmen hatte etwas mehr als die Hälfte bereits mindestens einmal Kontakt mit dem RAV. Von diesen hat knapp jedes zweite Unternehmen bereits einmal eine freie Stelle gemeldet. Drei Viertel waren bei der letzten Stellenmeldung zufrieden mit den Dienstleistungen: Die Mehrheit bewertet die administrativen Formalitäten als einfach.
(SDA)