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Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) beförderten im Jahr 2022 auf ihrem gesamten Netz über 34 Millionen Reisende. Obwohl Corona in den ersten beiden Monaten des Jahres noch immer präsent war, kehrte die Kundschaft zahlreich zurück. Die Frequenzen erreichten 2022 einen neuen Höchstwert. In finanzieller Hinsicht erzielten die TPF einen Gewinn von CHF 5,3 Millionen. Dieser lässt sich zunächst durch die höheren Kundenzahlen und die Anzahl verkaufter Fahrausweise erklären. Darüber hinaus wurden zwei aussergewöhnliche Effekte verbucht: Die Auszahlung von Corona-Ausgleichszahlungen der Behörden für das Jahr 2021 sowie die Versicherungsleistung von 2 Millionen Franken im Zusammenhang mit dem Diesel-Verschmutzungsvorfall im Jahr 2019. Dieser Betrag wird nach der abschliessenden Abwicklung des Vorfalls durch die Versicherungen definitiv verbucht.
Im Jahr 2022 beförderten die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) 34,5 Millionen Reisende, im Vergleich zu 28,9 Millionen im Vorjahr und 24,9 Millionen im Jahr 2020. Unter gleichbleibenden Bedingungen fanden die TPF zu einem Fahrgastaufkommen auf Höhe der Vorpandemie-Periode zurück (34,2 Millionen im Jahr 2019). Das Kundenwachstum wurde von einem Anstieg der Anzahl Einzeltickets begleitet. Es wurden 525’928 SMS-Billette (im Vergleich zu 455’278 im Jahr 2021) und 363’671 Fairtiq-Tickets (gegen 241’126) verkauft.
Laut den vom Bundesamt für Verkehr (BAV) beauftragten Mystery Clients wurde in den vergangenen Jahren bei den TPF eine allgemeine Verbesserung der Qualität beobachtet. Die Reisequalität beträgt in den Bussen 98,6 Prozent und in den Zügen 96,4 Prozent. Den Bushaltestellen wird eine Kundenzufriedenheit von 95,2 Prozent ausgewiesen, die Bahnhöfe erzielen einen Wert von 96,3 Prozent. Diese überaus positiven Ergebnisse übertreffen die vom BAV vorgegebenen Zielwerte (88,59 Prozent) deutlich. Doch die Bewertung der Pünktlichkeit in den Agglomerationen leidet unter der Rückkehr zum gewohnten Leben mit den damit verbundenen Baustellen und Staus zur Hauptverkehrszeit. Sie erreicht in der Agglomeration 84,74 Prozent und bei Mobul 82,75 Prozent. Die Pünktlichkeit der Regionalbusse (RPV) und der Züge bleibt unverändert. Im Regionalbusverkehr beträgt sie wie 2021 85,2 Prozent, in den Zügen verbessert sie sich auf 95,45 Prozent (95,17 Prozent im Vorjahr).
Fast 5,3 Millionen Franken Gewinn
Der konsolidierte Gewinn 2022 der TPF-Gruppe beträgt 5,290 Millionen Franken (im Vergleich zu einem Verlust von 10,3 Millionen Franken im Jahr 2021). Der konsolidierte Umsatz beläuft sich auf 191,4 Millionen Franken (160 Millionen Franken 2021). Der Grossteil dieses Umsatzes entfällt auf das Unternehmen Freiburgische Verkehrsbetriebe Trafic (TPF TRAFIC) AG. Bei einem Umsatz von 183,5 Millionen Franken (160 Millionen Franken im Jahr 2021), (davon 108,3 Millionen Franken erhaltene Entschädigungen), erzielte TPF TRAFIC einen Betriebsgewinn von 3,6 Millionen Franken. Der Konzerngewinn in Höhe von 5,290 Millionen Franken berücksichtigt auch die Auszahlung von 2 Millionen Franken aus der Versicherungsentschädigung für den Diesel-Verschmutzungsvorfall im Jahr 2019. Der Betrag wird provisorisch den abgeltungsberechtigten Bereichen der betroffenen Auftraggeber zugewiesen. Darüber hinaus wirkte sich der starke Anstieg der Frequentierung positiv auf den Umsatz aus, der im Vergleich zum Vorjahr um +8,937 Millionen anstieg. Dadurch konnten zusätzliche Kosten in Verbindung mit der Erhöhung des Energiepreises und der Inflation beim Kauf von Rollmaterial ausgeglichen werden. Und schliesslich wurde die Corona-Deckung für das Jahr 2021 in den ausserordentlichen Erträgen 2022 ausgewiesen (3,4 Millionen Franken).
Vision 2030
Im Verlauf des Jahres 2022 hat die TPF-Gruppe ihre langfristige Strategie entwickelt. Diese Vision stützt sich auf drei strategische Schwerpunkte: Nachhaltigkeit und Attraktivität, Netzstabilität und Diversifizierung der Geschäftstätigkeit. Die TPF planen bedeutende Investitionen in die Freiburger Wirtschaft, um die Entwicklung eines attraktiven und effizienten öffentlichen Verkehrsangebots fortzusetzen. Dabei legen sie den Fokus insbesondere auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Eisenbahnen, dem Übergang zu einer modernen und nachhaltigen Flotte und der Entwicklung multimodaler Mobilitätsplattformen.