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||Photo: Alex Portianucha.

Biographie
Ludwig Hohl wurde am 9.4.1904 in Netstal (GL) als Sohn eines protestantischen Pfarrers geboren, er starb am 3.11.1980 in Genf.
Schriftsteller
Hohl lebte von 1924 bis 1931 vor allem in Frankreich, wo er sich autodidaktisch weiterbildete und erste Prosawerke verfasste.
1931 zog er nach einem Aufenthalt in Wien nach Den Haag, schrieb dort in grösster Armut und geistiger Isolation den Grossteil
seines erst viel später veröffentlichten Werkes. 1937 siedelte er nach Genf über, wo er unter schwierigen äusseren Umständen
bis zu seinem Tode lebte. Die Publikation des Hauptwerkes Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung (1944 und 1954) bedeutete einen Markstein in der schweizerischen Literaturgeschichte. Eine Fortsetzung dieses Werkes erschien
posthum unter dem Titel Von den hereinbrechenden Rändern. Nachnotizen (1986). Nuancen und Details kamen 1939 und 1942 heraus, die Erzählbände Nächtlicher Weg und Bergfahrt 1943 beziehungsweise 1975. Nach einem Leben der Entbehrung gelangte Hohl in den Jahren vor dem Tod zu Verdienst und Ansehen.
Seit 1985 ist die Ludwig Hohl-Stiftung um die Pflege und Erschliessung seines Werkes besorgt
Allgemeine Informationen
Organisation der Dokumente
Der Nachlass (NL) von Ludwig Hohl (LH) folgt, in rund 270 Archivschachteln abgelegt (ca. 54 Laufmeter), der Anordnung: A. Werke, B. Briefe, C. Lebensdokumente, D. Sammlungen, ergänzt durch einen Anhang E. Querverbindungen, Erweiterungen und Schritte der Strukturierung sind innerhalb des Nachlassverzeichnisses vermerkt. Eine
Bestandesaufnahme ist handschriftlich abgelegt, so dass die Anordnung des Nachlasses, wie er ins Schweizerische Literaturarchiv
(SLA) in Bern kam, überprüfbar bleibt. Da Hohls Nachlass mehrmals Umzüge erlebte - so etwa am Schluss zweimal in Genf und
schliesslich nach Lausanne -, ist die Hohlsche Anordnung nur bedingt gesichert. Nach Hohls Tod befand sich der Nachlass von
1981 bis 1993 in Privatbesitz bei der Witwe Madeleine Hohl-de Weiss (-Constançon) in Lausanne und erfuhr dort verschiedentlich
Bearbeitungen. Zu erwähnen wäre auch, dass Ludwig Hohl in seinen letzten Lebensjahren leidend und körperlich behindert war,
sich also nicht mehr um alles und jedes kümmern konnte oder mochte. So geschah es beispielsweise, dass ihm bei einem Umzug
Sachen aus dem Nachlass abhanden kamen.
Seitens des SLA ist versucht worden, dem Nachlass von Hohl eine adaequate Struktur zu verleihen und diesen Versuch zu dokumentieren.
Ursprünglicher Nachlass wird alles genannt, was im Inventar von Johannes Beringer und Hugo Sarbach von 1981 bis 1983 in Lausanne
verzeichnet wurde (s. Inventare 0-3-1). Sogenannt vorenthaltener Nachlass ist alles, was Beringer und Sarbach nicht zugänglich
war, sondern von der Witwe Hohl in eigener Regie verwaltet wurde; wie sich im nachhinein herausstellte, ist dieser Teil des
Nachlasses umfangreich, sind darin doch die gesamte Privatkorrespondenz, die meisten Lebensdokumente und praktisch alle Sammlungen
enthalten. Die Witwe Hohl gab nach aussen lediglich ins Werk Einblick. Als Erbin kommt ihr das Verdienst zu, dass sie viele
Dokumente ausserhalb des eigentlichen Nachlasses sammeln konnte (vor allem Manuskripte und Briefe, aber auch Erinnerungen
an Hohl). Dieser Teil des Nachlasses wird als erweiterter Nachlass bezeichnet. Zu ihm gehören überdies ein Dossier des Artemis
Verlages, Filmmaterial von Alexander J. Seiler, verschiedene Typoskripte und Briefe, Schenkungen und Erwerbungen sowie Hohliana
aus den Beständen der Schweizerischen Landesbibliothek und Nachlässen des SLA.
Gewisse Dokumente sind aus Gründen des Urheberrechtes oder des Persönlichkeitsschutzes bis auf weiteres nicht oder nur bedingt
einsehbar; entsprechende Vermerke finden sich im Inventar. Nicht einsehbar bedeutet gesperrt bis zum Jahr 2050. Bedingt einsehbar
bedeutet, nur nach Rücksprache mit dem Literaturarchiv oder betroffenen Personen und Institutionen, konsultierbar zu wissenschaftlichen
oder editorischen Zwecken.
Je nach Sachgebiet ist der Nachlass chronologisch oder alphabethisch geordnet. Bei den Werken erfolgt die Anordnung im Falle
von Veröffentlichungen nach der Erstausgabe und bei Unveröffentlichtem nach der Entstehungszeit; die Werke sind ausserdem
nach Gattungen geordnet. Bei den Briefen wurden Chronologie und Alphabetisierung kombiniert. Buchtitel und Zitate stehen im
Prinzip in doppelter An- und Abführung, Überschriften von Einzeltexten sowie Namen von Zeitungen und Zeitschriften in einfacher
An- und Abführung. Innerhalb des Inventars der Werke von Hohl oder in Listen von Presseausschnitten (Teile A, D und E) wird
auf eine Auszeichnung der Titel und Namen hingegen aus Text-Sortierungs-Gründen verzichtet; in gewissen Fällen sind Titel
oder Zitate kursiv gesetzt.
Die Inventarisierung der Briefe von und an Ludwig Hohl weicht in der Unterteilung vom üblichen System von Einteilungsziffern
(1, 2, 3...) und -buchstaben (a, b, c...) bzw. deren Kombination für tiefere Schichten der Strukturierung ab; die private
wie die geschäftliche Korrespondenz sind durchnumeriert. Das Gleiche gilt für die Auflistung der Fotografien in Teil C, d.h.
in der Signatur erscheinen die Einteilungsziffern und -buchstaben aus Gründen der Handlichkeit nicht.
Hohls Briefe und die Korrespondenz an ihn sind prinzipiell unterteilt in privat und geschäftlich. Hinzu kommen die Briefe Dritter. Innerhalb dieser Kategorien
sind alle Briefe sowohl alphabetisch als auch chronologisch geordnet. Weiter wird unterschieden zwischen Einzelbriefen und
Briefwechseln; Korrespondenzen zu einem Thema sind als Konvolute bezeichnet. Briefe, die über den ganzen NL verstreut waren
(u.a. in Büchern oder in Werkmanuskripten), wurden unter B. Briefe eingeordnet, mit entsprechendem Herkunftshinweis.
Der Briefnachlass von LH ist von Madeleine Hohl-de Weiss beträchtlich erweitert worden; vor allem was die Briefe von Hohl
angeht, aber auch Briefe an ihn. Gewisse Briefe sind von Madeleine Hohl-de Weiss transkribiert worden; diese Transkriptionen
(masch.) sind entweder direkt den Briefen beigelegt oder folgen im Anhangsteil E (erweiterter NL).
Stillschweigend sind Fotokopien beigelegt, wenn die Originale schadhaft waren oder geschützt werden mussten. Mit einer Signatur
versehen sind die Faszikelmappen, nicht aber die Dokumentenumschläge, in denen sich die einzelnen Briefe befinden.
Die mit einem 'n‘ (= nachträglich), resp. 'n 1‘ gekennzeichneten Briefe in Faszikelmappen (10 Archivschachteln) sind Briefe
an und von LH, die von M. Hohl de Weiss nicht archiviert wurden. Mit 'n 2-7‘ sind Briefe bezeichnet, die sich über den gesamten
Nachlass und LH.s Bibliothek (ausser Konvoluten) verstreut fanden (8 Schachteln); ausserdem die Briefe von Albin Zollinger
an Hohl (1 Schachtel), Kopien der Briefe von LH (2 Schachteln) sowie Briefe Dritter (darunter Erinnerungsschreiben sowie Beileidsschreiben
an M. Hohl-de Weiss). Vereinzelt finden sich auch ausserhalb von Teil B Briefe.
Bei den geschäftlichen Briefen wird verwiesen auf Absender der privaten Korrespondenz, wenn der Inhalt der Briefe auf der
Grenze steht zwischen privat und geschäftlich. Bei Körperschaften figurieren im Verzeichnis sowohl Personennamen als auch
die Namen der Institutionen (Querverweise).
Die Briefe an Ludwig Hohl sind mit (die Regel) oder ohne Briefumschlag erhalten. LH hat auf gewissen Briefumschlägen Anmerkungen
oder Notizen zu seinen Zwecken hinterlassen (etwa, dass er Briefe beantwortet hatte oder wofür er das Geld ausgab, das man
ihm geschenkt hatte). Den Briefen an LH ist der Vollständigkeit halber ein alphabetisches Verzeichnis der geschäftlichen Briefe
an LH vorangestellt (Hohl B-2-a-0).
Das Signatursystem weicht bei den Briefen wie gesagt vom üblichen SLA-System (etwa: Briefe - an Hohl - Absender usw.) ab.
Der Name des Nachlasser entfällt; 'B‘ für Briefe bleibt; Absender abgekürzt; 'a‘ = private Briefe, 'b‘ = geschäftliche Briefe,
'c‘ = Briefwechsel, 'd‘ = Konvolute, 'e‘ = Briefe Dritter privat; arbische Ziffern = Empfänger.
LH hat seine gesammelten Briefe ursprünglich in einem grossen braunen Koffer hinterlassen. Die Briefe waren nach Absender
geordnet, eingebunden, handversiegelt und mit LH.s Initialen versehen.
Die Fotosammlung in Teil D ist durchnumeriert. Finden sich unter einer Nummer mehrere Fotografien, so sind diese durch eine zweite Ziffer erfasst und
bei identischen Aufnahmen mit Buchstaben versehen; diese Unterteilung erscheint im Verzeichnis nicht. Die Formate der Fotografien
im Hohl-Nachlass variieren von Kleinst (Passfotogrösse) bis Gross (25,5 x 19 cm). Fotografien, die sich bis zu den 1950er
Jahren in LH.s Besitz befanden, weisen häufig ein kleines Format auf (8,7 x 5,8 cm); es kommt vor, dass LH ein Stück von einer
Fotografie weg- oder ausschnitt. Grösser wird das Format der Fotos vom Ende der 1950er Jahre an, als professionelle Fotografen
mit Porträtaufnahmen v. LH begannen. Negative (Diapositive kommen einzig im erweiterten NL vor) werden aus Sicherheitsgründen
separat aufbewahrt; sie finden sich zur Zeit am Schluss der Fotosammlung (Nr. 193-197, Schachtel 138). Fotos in zwei-, drei-
od. mehrfacher Ausführung sind als Doubletten ebenfalls am Schluss der Sammlung (Nr. 200-204, Schachtel 139) abgelegt. Gewisse
Fotografien sind auf der Rückseite mit Legenden versehen; auf anderen stehen briefartige Texte des Absenders (Kopie bei den
Briefen). Häufig sind Legenden u. Anm. v. Madeleine Hohl-de Weiss anzutreffen. Ein beträchtlicher Teil der Fotosammlung (etwa
die Kindheit und Jugend LH.s betreffend) stammt aus dem NL der Familie Hohl-Zweifel (nach dem Tode v. LH.s Mutter im Jahr
1974 von Madeleine Constançon-de Weiss sichergestellt; Beschriftungen durch LH.s Mutter, Schwester u. andere Verwandte; als
erweiterter NL in den ursprünglichen eingefügt); das meiste Bildmaterial, das sich in HL.s Besitz befand, erkennt man an der
Beschriftung durch LH, nebst Legenden von Lotte von Mayenburg, Hanny Fries oder Vera Whistler, auf der Rückseite. Die Aufnahmen
sind mit wenigen Ausnahmen Schwarz-Weiss-Fotos. Die Sammlung zählt rund 900 Fotografien; deren Reihenfolge ist wegen der Nachlasslage
bedingt chronologisch. In wenigen Einzelfällen sind Fotographien auch ausserhalb von Teil C zu finden. - Aviso: Umschläge,
in denen die Fotografien aufbewahrt sind, nach Gebrauch bitte zuklappen (Verrutschgefahr).
IIm Teil D. Sammlungen sind Kritiken u. Rezensionen zu LH in Zeitungen u. Zeitschriften abgelegt. Für nähere Angaben s.: Ludwig
Hohl. Hg. v. Johannes Beringer. Frankfurt a.M. 1981, S. 247-270 (Bibliographie). Siehe auch die Sonderformate für die Schachteln
164-170, 175 u. 199 sowie D-06 (für Zeitschriften). Die Sammlungen überschneiden sich zum Teil; sie sind chronologisch angeordnet.
Der Grossteil der Zeitungs- und Zeitschriftenschausschnitte in Teil D, die LH im Sinne einer Haus-Enzyklopädie nach Sachgebieten
geordnet in Archivschachteln ablegte (5 Schachteln blieben erhalten, s. D-04-a bis D-04-h und vgl. E-02 = A2 01.2), soll im
Jahr 1976 bei einem Wohnungswechsel abhanden gekommen sein (vgl. Wohnungsplünderung, B-02-b-446ff. u. C-02-k-7). Die Ausschnitte,
die erhalten blieben, sind nach Sachbegriffen (teils vorgegeben, teils ergänzt) in den Archivschachteln 171 bis 199 abgelegt.
Der Zeitraum umfasst vor allem die Jahre 1960 bis 1980; Ausschnitte aus der Zeit vor 1960 sind rar; sie scheinen bei der Wohnungsplünderung
verloren gegangen zu sein. Auf den Ausschnitten finden sich immer wieder Anstreichungen und Anmerkungen von LH.
Ludwig Hohls Bibliothek (Teil D. des Inventars) ist Bestandteil seines Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv. Sie
vereinigt einerseits die Belegexemplare zu Hohls eigenem Werk, Hand- und Archivexemplare, die häufig überarbeitet und mit
Anmerkungen und Korrekturen von Hohl versehen sind ( auch unter A. Werke zu finden), und andererseits Bücher, die Hohl in
seiner Bibliothek stehen hatte und die Spuren intensiver Benutzung aufweisen (erste bestandeserhaltende Massnahmen sind getroffen
worden). Madeleine Hohl-de Weiss hat die Bibliothek ergänzt (Belegexemplare und Sekundärliteratur nach 1980 [s. D-06-5]).
Hervorzuheben wäre die Einbeziehung von Widmungsexemplaren, die nach Hohls Tod wieder zum Nachlass gekommen sind (C-10-a-1,
C-10-b-5, C-10-c-33). Das Inventar der Bibliothek basiert auf einer Überarbeitung des ursprünglichen Inventars: 'Privat-Bibliothek
von Ludwig Hohl', welches 1983 von Johannes Beringer und Hugo Sarbach erstellt worden ist. Insbesondere wird die dort angelegte
Einteilung übernommen. Lesezettel und Buchzeichen, die sich neben Anmerkungen von Hand in den Bücher befanden, wurden aus
diesen herausgenommen und unter der Signatur A-08-a-25 bis 27 mit Angabe des Standortes erfasst. Einige Proben von Büchern
- teils v. LH mit eigenem Einband versehen - sind digitalisiert (s. C-04-F-198).
Das Verzeichnis E. Anhang/Erweiterter Nachlass hat Listencharakter und dient der Übersicht. Die Teile 1 bis 5 des Anhanges umfassen die Hinterlassenschaft von Madeleine
Hohl-de Weiss als Erbin des Hohl-Nachlasses (Privat-Archiv in Lausanne von 1981-1994); darunter findet sich - neben Kopien
und Transkriptionen - wertvolles Informationsmaterial, das Frau Hohl zusammentrug. Im Anhang kommen ausserdem Materialien
zu posthumen Editionen, nachträgliche Einzelerwerbungen oder Hohliana sowie Unterlagen zu Veranstaltungen und Ausstellungen
vor.
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen
Gewisse Dokumente sind aus Gründen des Urheber- oder Persönlichkeitsschutzes bis auf weiteres nicht oder nur bedingt einsehbar;
entsprechende Vermerke finden sich im Inventar. Nicht einsehbar bedeutet gesperrt bis zum Jahr 2050. Bedingt einsehbar bedeutet
nur nach Rücksprache mit dem Literaturarchiv oder betroffenen Personen und Institutionen, v.a. Privatpersonen, Verlage usw.,
konsultierbar, d.h. zu wissenschaftlichen oder editorischen Zwecken.
Wichtige Links
Ludwig Hohl Stiftung
www.ludwighohl.ch
Geschichte des Nachlasses
Ludwig Hohl ist einer der grossen Einzelgänger der Deutschschweizer Literatur. Er lebte lange Zeit in Paris und in Holland,
bevor er sich in Genf niederliess. Sein Werk übte schon früh eine grosse Faszination auf andere Autoren aus, drang aber erst
spät ins Bewusstsein einer weiteren Öffentlichkeit. "Hohl ist nowendig, wir sind zufällig", meinte der mit ihm befreundete
Friedrich Dürrenmatt. Hohl, dessen Hauptwerk unter dem Titel Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung erschienen ist, stösst in Kreisen der Forschung auf ein wachsendes Interesse.
Der Nachlass ist von seiner Witwe sorgfältig betreut und mit grossem persönlichem Einsatz ergänzt worden. Das SLA verfügt
zudem über eine ansehnliche Sammlung von Hohl-Manuskripten und -Briefen, die aus dem Archiv des Artemis-Verlags, den Nachlässen
Dürrenmatt und Otto F. Walter sowie anderen Quellen stammen.
Im Privatarchiv der Witwe von Hohl in Lausanne, Madeleine Hohl (-Constançon)-de Weiss, wo sich der Nachlass von 1981 bis 1993
befand, wurde dieser verschiedenen Bearbeitungen unterzogen. Zu erwähnen wäre auch, dass Ludwig Hohl in seinen letzten Lebensjahren
leidend und körperlich behindert war, sich also nicht mehr um alles kümmern konnte oder mochte. So geschah es z.B., dass ihm
bei einem Umzug Sachen aus dem Nachlass abhanden kamen ('Vandalismus' von 1976; s. Briefe).
Seitens des SLA ist versucht worden, dem Nachlass von Hohl eine adaequate Struktur zu verleihen und diesen Versuch zu dokumentieren.
Ursprünglicher Nachlass wird alles genannt, was im Inventar von Johannes Beringer und Hugo Sarbach 1981-83 in Lausanne verzeichnet
wurde (2 Exemplare im SLA vorhanden). Sogenannt vorenthaltener Nachlass ist alles, was Beringer u. Sarbach 1981-83 nicht zugänglich
war, sondern von der Witwe Hohl in eigener Regie verwaltet wurde; wie sich im nachhinein herausstellte, ist dieser Teil des
Nachlasses beträchtlich, sind darin doch die ganze Privatkorrespondenz, die meisten Lebensdokumente und praktisch alle Sammlungen
enthalten. Die Witwe Hohl gab nach aussen lediglich ins Werk Einblick. Als Erbin von Hohl kommt ihr allerdings das Verdienst
zu, dass sie viele Dokumente ausserhalb des eigentlichen Nachlasses sammeln konnte (vor allem Manuskripte und Briefe, aber
auch Erinnerungen von Leuten an Hohl). Dieser Teil des Nachlasses wird erweiterter Nachlass genannt. Zu ihm gehören auch ein
Dossier des Artemis Verlages, Filmmaterial von Alexander J. Seiler und verschiedene Typoskripte und Briefe, die Hohliana aus
den Beständen der Schweizerischen Landesbibliothek und in Nachlässen des SLA.
Bevorzugte Zitierweise:
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Nachlass Ludwig Hohl
Erwerbung
Der Nachlass wurde durch das Schweizerische Literaturarchiv 1993 erworben.
Zuwachs
Der Erbin von Hohl kommt das Verdienst zu, dass sie viele Dokumente ausserhalb des hohleigenen Nachlasses sammeln konnte (vor
allem Manuskripte, Briefe, Photographien, Erinnerungen u.a.m.). Diesen Teil des Nachlasses nennen wir erweiterten Nachlass.
Dazu gehören auch ein Dossier des Artemis Verlages, Filmmaterial von Alexander J. Seiler sowie verschiedene Typoskripte und
Briefe, die nachträglich erworben wurden. Zu erwähnen sind schliesslich die Hohliana aus den Beständen der Schweizerischen
Landesbibliothek und in Nachlässen des SLA.
Abkürzungen

|Abdr.
||Abdruck

|Abschr.
||Abschrift

|Adr.
||Adresse

|Anm.
||Anmerkung

|Ausschn.
||Ausschnitt

|betr.
||betrifft

|Bl.
||Blatt

|Br.
||Brief

|Brfw.
||Briefwechsel

|bzw.
||beziehungsweise

|d.
||der/des

|div.
||diverse

|dt.
||deutsch

|ehem.
||ehemalig

|erw.
||erweitert

|Ex.
||Exemplar

|f/ff.
||folgende (Seiten oder Signaturen)

|frz./ital./engl.
||Französisch/Italienisch/Englisch

|Fss.
||Fassung

|geb.
||gebunden

|geschr.
||geschrieben

|gr.
||gross

|hs., Hs.
||handschriftlich / Handschrift

|insges.
||insgesamt

|Jg.
||Jahrgang

|Kant.
||Kanton, kantonal

|Korr.
||Korrektur

|Korresp.
||Korrespondenz

|Kt.
||Ansichtskarte

|LH
||Ludwig Hohl

|m.
||mit

|m.U.
||mit (Brief-)Umschlag

|M.H.-de W.
||Madeleine Hohl-de Weiss (Constançon)

|masch.
||maschienenschriftlich

|Ms.
||Manuskript

|NL
||Nachlass

|Not.
||Notiz

|o.
||ohne

|o.D.
||ohne Datum

|o.J.
||ohne Jahr

|o.O.
||ohne Ort

|RA
||Rechtsanwalt

|Red.
||Redaktion

|S.
||Seite

|s.
||siehe

|Sch.
||Schachtel

|s.d.
||siehe dort

|Telegr.
||Telegramm

|u.a.
||unter anderem / und anderes

|Umschl.
||Umschlag

|v.
||von

|v.a.
||vor allem

|V.d.h.R.
||Von den hereinbrechenden Rändern

|verm.
||vermutlich

|versch.
||verschiedene

|vgl.
||vergleiche

|vorgedr.
||vorgedruckt

|z.T.
||zum Teil

|Zs.
||Zeitschrift

|Ztg.
||Zeitung

|zus.
||zusammen