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Der Aufsatz untersucht Conrad Ferdinand Meyers Novelle Plautus im Nonnenkloster (1880/81) aus der Perspektive des Widerspruchs, berücksichtigt aber auch Elemente ohne Widerspruch. Diese doppelte Perspektive gründet auf entsprechenden Ansätzen der aktuellen Narratologie. Es zeigt sich, dass die Welt innerhalb der Novelle weitgehend von Widersprüchen und Antagonismen geprägt ist und dass die verschiedenen dargestellten Handlungs- und Verhaltensweisen unter diesen Bedingungen tragfähig sind. Gleichzeitig erprobt Meyer unterschiedliche Perspektiven, deren jeweils fokussiertes Objekt entweder adäquat wahrgenommen oder verfehlt werden kann, unabhängig davon, ob sich das Subjekt als widersprüchlich oder ambiguitätsfrei erweist.
The essay examines Conrad Ferdinand Meyer’s novella Plautus im Nonnenkloster (1880/81) from the perspective of contradiction, but also considers elements without contradictions. This dual perspective is based on corresponding approaches in current narratology. It turns out that the world within the novella is largely marked by contradictions and antagonisms, and that the different modes of action and attitudes presented can operate under these circumstances. At the same time, Meyer tries various perspectives, of which each focused object can either be perceived adequately or can be missed, regardless of whether the subject proves to be contradictory or without ambiguity.
Zitieren Sie diesen Beitrag bitte wie folgt:
Kuhlmann, Hauke: Die »dumm pfiffigen Äuglein« der Äbtissin. Über die widersprüchliche Welt in Conrad Ferdinand Meyers Plautus im Nonnenkloster. <http://www.germanistik.ch/publikation.php? id=Die_dumm_pfiffigen_Aeuglein> (Publiziert Mai 2011)
oder
Kuhlmann, Hauke: Die »dumm pfiffigen Äuglein« der Äbtissin. Über die widersprüchliche Welt in Conrad Ferdinand Meyers Plautus im Nonnenkloster.