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Die Einwohner des Städtchens Marksville staunten nicht schlecht, als sie den ungewöhnlichen Besucher in einer Baumkrone entdeckten. Dennis Carmouche kam nach eigenen Angaben gerade von der Arbeit, als er den Schwarzbären sah: «Ich war schockiert und erstaunt und habe mich gefragt: ‹Was macht ein Bär in meinem Vorgarten?›», sagte er der Nachrichtenagentur AP.
Der Biologin Maria Davidson zufolge ist momentan die Zeit, in der Muttertiere ihre männlichen Jungen wegscheuchen – die weiblichen dürften hingegen bei ihr bleiben. «Es ist sozusagen das Mittel der Natur, um Inzucht zu vermeiden», so Davidson. Die Jungtiere würden sich dann auf eine Reise quer durch das Land begeben.
Drei bis fünf Bären seien in den vergangenen Tagen schon in dem südlichen US-Bundesstaat gesichtet worden, sagte Davidson. In Marksville begegnet man dem «Eindringling» mit gemischten Gefühlen: «Ich habe eine sieben Jahre alte Tochter. Die können wir nicht mehr allein nach draussen lassen», sagte Anwohner Dennis Carmouche.
Anfänglich machte der Bär keine Anstalten, die Baumkronen zu verlassen – vermutlich war er zu verängstigt. Erst nachdem man ihm eine Futterfalle hingestellt hatte, traute er sich herunter. Allerdings konnte das Tier auch so nicht gefangen werden, denn es verliess die Falle einfach wieder. Mittlerweile hat sich die Aufregung im Städtchen wieder gelegt, denn der Schwarzbär ist nach einer guten Woche von selber weitergezottelt.
(kis/AP/lue)