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Man schrieb das Jahre 1947 als Maserati mit dem ersten Sportrennwagen des Unternehmens aufwartete – dem Maserati A6GCS oder auch Maserati 2000 Sport genannt, unter welchem Namen diese Modelle vermarktet wurden. Die Nomenklatur der internen Produktebezeichnung aufgeschlüsselt besagt folgendes: A für Alfieri, 6 für den Reihensechzylinder, G für Ghisa was auf italienisch soviel wie Gusseisen bedeutet, C für Corsa (ital. für Rennen) und S für Sport.
Als im Jahre 1953 die zweite Generation der A6GCS eingeführt wurde beschloss man die neuen Modelle nun A6GCS/53 zu benennen um eine Unterscheidung leichter zu machen. Wie bei den letzten A6GCS Modellen wurde auch der 53er auch von einem Zweiliter-Reihensechszylinder mit Trockensumpfschmierung angetrieben welcher ursprünglich für den Formel-2 Einsatz entwickelt wurde. Bestückt war das Sechzylinder-Aggregat mit Leichtmetall-Zylinderkopf mit zwei Nockenwellen und Doppelzündung. Der Motor war mit drei großen Weber Doppelvergaser ausgestattet und leistete rund 170 PS. Diese Kraft wurde über ein Viergang-Synchrongetriebe auf die Hinterräder übertragen.
Einebaut war der Motor in einen Stahlrohrrahmen mit Doppelquerlenkeraufhängung vorne und einer Starrachse hinten. Die Bremskraft wurde über hydraulisch betätigte Trommelbremsen bereitgestellt. Neue Vorschriften bedingten auch, dass für den A6GCS/53 nun eine vollständig umhüllende Karosserie verlangt wurde. Die Standard-‚Spyder‘-Karosserie wurde von Fantuzzi gebaut und bestand aus Aluminiumplatten, die auf einem separaten Stahlrahmen montiert und mit dem Fahrgestell verschweißt waren.
Der Maseratis A6GCS/53 erwies sich in Rennen als sofort konkurrenzfähig und belegte bei der Mille Miglia 1953 den dritten Gesamtrang und den ersten und zweiten Platz in der jeweiligen Klasse. Dies befeuerte die Nachfrage und so kam es, dass in den folgenden paar Jahren etwas über 50 Exemplare gebaut wurden, die meisten davon mit der Fantuzzi Spyder-Karosserie, obschon jedes Fahrzeug seine persönliche Note trug.
Der A6GCS/53 blieb über mehrere Jahre lang einer der erfolgreichsten Zweiliter-Sportrennwagen und ist heute unter Sammlern sehr begehrt. Auch trifft man Exponate des Maserati A6GCS oder des A6GCS/53 regelmäßig bei historischen Rennen auf der ganzen Welt an, wie zum Beispiel an der 2021 Ausgabe des Bernina Gran Turismo in der wunderschönen Schweizer Bergwelt.