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Experiment mit der anteiligen Farbmischung
Linker Regler
Ziehen Sie den Vorhang
Mittlerer Regler
Ändern Sie die Durchlässigkeit des Vorhangs
Button C1
wiederholtes klicken ändert die Farbe 1
Button C2
wiederholtes klicken ändert die Farbe 2
Button C3
wiederholtes klicken ändert Farbe 3
Wenn der Vorhang offen ist, erscheint ein homogenes Bühnenbild, flankiert von zwei schwarzen Randstreifen. Mit dem mittleren Knopf wird die Bühnenfarbe gewählt. Der zweiteilige Lamellenvorhang im Vordergrund lässt sich mit dem linken Schieber wieder schliessen. Mit den Knöpfen links und rechts werden die beiden Teile verschieden gefärbt. Die Vorhanglamellen verlängern sich beim Schliessen teleskopartig und greifen schliesslich ohne Überlappungen ineinander. Abgesehen von Schwarz und Weiss sind nur drei Farben im Spiel, welche in verschiedenen Kombinationen horizontal geschichtet werden und spezielle Farbklänge hervorzaubern, wie man sie aus der Malerei seit den Entdeckungen der Pointilisten (Georges Seurat, Paul Signac) kennt. Farbige Punkte werden hier durch Linien ersetzt. Mit dem rechten Schieber wird die Skalierung (Grössenmassstab der Lamellenbreite) geregelt, welche einen wesentlichen Einfluss auf das Farbenspiel hat.
Bei groben Skalierungen dominiert der Bezold-Effekt (vergl. Spot 04 und Spot 08), bei feinen Skalierungen hingegen der Assimilationseffekt [1]. In der Literatur werden die beiden Farbtäuschungen oft identifiziert [2] oder sogar verwechselt. Der Bezold-Effekt wird von verschiedenen Autoren auch als Konfetti-Effekt bezeichnet.
Beim Spiel mit diesem Spot können Sie selbst feststellen, dass viele Farbnuancen, die bei groben Skalierungen mit Bezold-Effekt auftreten, bei feinen Skalierungen mit Assimilationseffekt fehlen und umgekehrt. Wenn Sie beim Betrachten eines Bezold-Effektes den Bildabstand sukzessive vergrössern, so verwandelt sich diese Täuschung automatisch in den Assimilationseffekt. Wenn Sie bei fein skalierten Bildern den Abstand vergrössern, so überschreiten Sie bald einmal eine kritische Distanz, bei der sich die Lamellenstruktur ganz auflöst. Auf der Netzhaut überlagern sich dann die Lichter der verschiedenen Farbelemente. In diesem Fall spricht man von einer optischen oder einer anteiligen Farbmischung [3]. Schöne Beispiele dazu liefern farbige Flügel von Schmetterlingen, welche sich unter dem Mikroskop in strukturierte Gebilde mit verschiedenfarbigen Flügelschuppen verwandeln.