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1990 Das Zeitalter der Scanner
Die Bildqualität der ersten Sensoren mit ihrer geringen Pixelzahl lag noch lange hinter derjenigen des traditionellen Films. Wenn man hingegen eine horizontale Zeile mit Bildsensoren vertikal über das gesamte Bildfeld laufen liess, konnte ein Vielfaches an Bildinformationen erzielt werden, und es entstand ein Bild, das qualitativ absolut mit dem Silberbild des Films vergleichbar war.
Dieses Prinzip des Zeilenscanners mit fotoelektrischen Zellen wurde erstmals 1957 von Russel A. Kirsch beschrieben. Die ersten derartigen Scanner wurden in der grafischen Industrie für Rasterverfahren und die Herstellung von Farbauszügen eingesetzt. Bereits 1987 stellte Barney Scan einen Scanner für Kleinbilddiapositive vor, der von einem Macintosh-Computer angesteuert werden konnte.
Die ersten Digitalkameras für den professionellen Gebrauch waren damals übliche Grossformatkameras, wie zum Beispiel eine Sinar, an welcher man an Stelle der Filmkassette einen Zeilenscanner einsetzte, der mit einem Computer verbunden war. Andere Hersteller propagierten auch Kameras, in denen ein Zeilenscanner fest integriert war, doch hatten sie damit kommerziell kaum Erfolg.
Das Scannen eines Bildes nahm nicht nur eine gewisse Zeit in Anspruch, sondern die Technik beschränkte sich auch auf statische Objekte. Auch waren die Kameras relativ gross, so dass sich ihr Einsatz auf den Studioeinsatz beschränkte. Um dennoch der steigenden Nachfrage der Kundschaft nach digitalen Bilddaten nachzukommen, wandten die Fotografen vermehrt eine hybride Arbeitsweise an, indem sie das Bild auf Film aufnahmen und danach ihre entwickelten Negative oder Dias einscannten, um digitale Bilddaten zu erhalten.
Illustration:
Film Scanner Flextight Imacon Precision, um 1998 Professioneller Scanner für Filme von 35mm bis zu 4x5 Zoll (Negativ und Positiv). Durch ein vertikales Design des Mechanismus sind keine Spiegel als Zwischenstufe nötig; Belichtung und CCD Zeile sind fix angebracht, während sich der Filmträger bewegt. Die so erzielten Resultate verfügen über eine hohe Präzision. Das Programm Imacon ColorFlex wird mit dem Scanner mitgeliefert