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Lesbisch leitet sich von der griechischen Insel Lesbos ab, wo die antike griechische Dichterin Sappho um 600 v. Chr. geboren wurde und lebte. Ihre Gedichte handelten von der Liebe zwischen Frauen.
Wer im 17. Jahrhundert im Niederdeutschen von schwul sprach, meinte das Wetterphänomen schwül, also drückend heiss. Später wurde aus schwul dann schwül – und der Begriff schwul wurde um 1900 nur noch abwertend für homosexuelle Männer (‹warme Brüder›) gebraucht … und fand in den 1980ern dann den Weg in die Umgangssprache, da sich Homosexuelle selbst als schwul bezeichneten.
Mitte des 19. Jahrhunderts gab es keinen Begriff für gleichgeschlechtliches Empfinden. Der österreich-ungarische Schriftsteller Karl Maria Kertbeny nannte das Wort Homosexual erstmals 1868 in einem Brief, in dem er sich beim preussischen Justizministerium für die Abschaffung von Strafen gegen Homosexuelle einsetzte. Homosexualität, eine Kombination aus Griechisch (homós = gleich) und Lateinisch (sexus = Geschlecht), stammt auch aus seiner Feder – und dem besagten Brief.