Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03523.jsonl.gz/1654

Das Podest
- 1. Niels Hintermann (Sz) 2:26,58
- 2. Maxence Muzaton (Fr) + 0,26
- 3. Frederic Berthold (Ö) + 0,35
Zum grossen Profiteur der Wetterlotterie in Wengen wurde ausgerechnet ein Schweizer. Nachdem Niels Hintermann im Slalom nur 23. geworden war, durfte er nach der Abfahrt in die Leaderbox. Der scheinbar vorübergehende Aufenthalt verlängerte sich zunehmend – bis Hintermann als Sensationssieger feststand.
Auch Hintermann selbst gestand hinterher: «In der Leaderbox dachte ich anfänglich, das sei schnell wieder vorbei.» Auf dem Podest wurde der erstmalige Weltcupsieger schliesslich von Maxence Muzaton und Frederic Berthold flankiert. Der Franzose und der Österreicher schafften ebenfalls ihr mit Abstand bestes Resultat im Weltcup.
Die weiteren Schweizer
- 5. Nils Mani + 0,51
- 7. Justin Murisier + 1,18
- 12. Mauro Caviezel + 1,93
- 19. Carlo Janka + 2,74
- 28. Gian Luca Barandun + 3,90
Im Slalom hatten sich andere Kandidaten für den ersten Schweizer Saisonsieg angedeutet. Justin Murisier überraschte mit der Bestzeit, während Carlo Janka (7.) und Mauro Caviezel (9.) nur rund anderthalb Sekunden auf ihren Teamkollegen einbüssten. Murisier erreichte in der Endabrechnung wenigstens Platz 7. Die Speedspezialisten Janka und Caviezel fielen in der Abfahrt sogar noch zurück.
Nils Mani wiederum profitierte als Zwanzigster des Slaloms davon, als einer der ersten die Abfahrt bestreiten zu können. Als Fünfter realisierte er sein bestes Weltcup-Ergebnis und verpasste das Podest nur um 16 Hundertstelsekunden.
Pinturault holt Kombi-Kugel
Mit Rang 20 gehörte Alexis Pinturault eigentlich zu den Verlierern des Rennens – doch er verteidigte damit knapp seine Führung in der Disziplinwertung und wiederholte den Gesamtsieg aus der Vorsaison. Überraschungsssieger Hintermann rückte in der Gesamtwertung bis auf 11 Punkte an den Franzosen heran und wurde Zweiter. Dritter in der Endabrechnung ist der Norweger Aleksander Kilde.
Nach den beiden Weltcuprennen in Santa Caterina und Wengen wird in dieser Saison nur noch an der WM in St. Moritz eine Super-Kombination ausgetragen. Für diese ist nun auch Hintermann qualifiziert. Dabei hatte der Zürcher fest damit gerechnet, nach Wengen bis Saisonende nur noch im Europacup zu fahren.
Wetter als entscheidender Faktor
Schneefälle prägten die Wengener Super-Kombination von Beginn weg. Frühzeitig sahen sich die Organisatoren zum Entscheid gezwungen, den Slalom der Abfahrt zeitlich vorzuziehen. Und als am Nachmittag die verkürzte Speedstrecke in Angriff genommen werden konnte, wurde diese von Fahrer zu Fahrer langsamer.
Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 13.1.2017, 10:00 Uhr