Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03176.jsonl.gz/990

Schweizer Käse-Export, aktuelle Zahlen
Die Statistik über 12 Jahre zeigt ein interessantes Bild:
Image
Die Exporte per Februar 2023 waren Katastrophal. Vor allem die grossen Sorten wie Appenzeller, Emmentaler, Gruyere verloren massiv. Die meisten haben, reagiert und die Produktionen entsprechend zurück gefahren.
Die Milchproduktion ist leicht gestiegen um 1%.
Kommentar zu 2012 - 2022, Nicht alle Schweizerkäse sind im Export erfolgreich!
Die Verlierer:
- Käse, hinter denen starke Marktorganisation stehen mit kontrollierten Mengen und Preisen (Gruyere, Emmentaler, Appenzeller) stagnieren oder verlieren.
- Käse, die in erster Linie von den Werbe-Subventionen profitieren (siehe oben) verlieren oder stagnieren.
Die Gewinner:
- Käse, die nicht von einer starken Marktorganisation gebremst werden: Blumenwiesen-Käse, übrige Hartkäse, übrige Schnittkäse, Raclette, Switzerland Swiss) wachsen überdurchschnittlich, obwohl sie bei den Werbesubventionen benachteiligt sind.
Zu den Schlagzeilen:
- Das Gruyere als Marke in USA nicht registriert ist, hat dem Absatz nicht geschadet. In Europa ist Le Gruyere geschützt und stagniert.
- Wie weit der Niedergang des Appenzeller, der Tatsache geschuldet ist, dass nur noch das Marketing aus Appenzell stammt, kann ich nicht beantworten.
Schlussfolgerungen:
Für den Handel und die Käsetheke:
- Wachstum findet bei den Spezialitäten Käsen statt.
(Ein paar Überlegungen zum optimalen Sortiment an Schweizerkäse https://www.affineurwalo.ch/news/wie-sieht-das-das-perfekte-schweizer-kaesesortiment-aus
Für die Politik
- Der Schweizer Käse braucht ein Abkommen mit der EU.
- Es wäre Zeit die Marktorganisationen und Werbe-Subventionen zu überdenken.
- Milchpulver und Proteinpulver gehören nicht zur den Exportschlagern.
Für die Marktorganisationen:
- Der grösste Erfolg hat nicht derjenige mit dem teuersten Marken-Anwalt.