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Grund für den Abbruch des Fluges war eine Meldung des Hydrauliksystems der Maschine, wie die Fluggesellschaft Swiss auf Anfrage sagt. Um das für die Rückkehr nach Zürich nötige Landegewicht zu erreichen, musste der Airbus Kerosin ablassen. Deshalb drehte das Flugzeug einige Runden über der Zentralschweiz.
«Um das Landegewicht zu reduzieren, hat es auf beiden Flügel-Hinterkanten je ein Rohr, durch welche das Kerosin aus den Tanks gepumpt werden kann. Der Bordcomputer berechnet diesen bis zum maximalen Landegewicht zu reduzierenden Wert automatisch aus», erklärt eine Sprecherin des Flughafens Zürich. Je nach Beladung kann der Treibstoffablass bis zu einer Stunde dauern.
Ein Passagier filmte das Ablassen des Treibstoffs:
Quelle: 20 Minuten / News-Scout
Warum gibt es überhaupt Situationen, in denen Treibstoff abgelassen werden muss?
Ein Flugzeug wird durch das Verbrennen von Treibstoff während des Fluges immer leichter. Im planmässigen Flugbetrieb liegt das Landegewicht der Flugzeuge immer unter dem maximal zulässigen Wert. Kurzstreckenflugzeuge verfügen über kein System für einen Treibstoffablass. Sie benötigen dies wegen des verhältnismässig geringen Unterschiedes zwischen dem maximalen Start- und Landegewichts nicht. Langstreckenflugzeuge hingegen haben Treibstoff für viele Stunden Flugzeit an Bord.
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In seltenen Notfällen bei jenen kurz nach dem Start eine sofortige Umkehr und Landung nötig wird, sind die Flugzeuge zu schwer, erklärt ein Schreiben des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL. In diesen seltenen Fällen ist die Besatzung gezwungen, einen Treibstofffablass durchzuführen, um das Gewicht des Flugzeugs für die dringende Landung genügend zu reduzieren.
Ist das Ablassen von Treibtoff für die Lebewesen am Boden gefährlich?
Der abgelassene Treibstoff verdampft vollständig oder wird umgewandelt, bevor er den Boden erreicht. Nur bei wesentlich geringerer Ablasshöhe oder bei starken Niederschlägen ist damit zu rechnen, dass feinste Tröpfchen den Boden erreichen, wird im Schreiben weiter erklärt. Bis heute konnte allerdings noch nie eine Bodenkontamination wegen eines Treibstoffablasses nachgewiesen werden. Es ist also für uns ungefährlich.
Der durch die Umwandlung entstehende Treibstoffdampf oder allenfalls die Aerosole werden schon durch geringe Luftbewegungen in kurzer Zeit auf ein grosses Luftvolumen verteilt und dadurch verdünnt, über grosse Distanzen verfrachtet und schliesslich durch das Sonnenlicht fotochemisch in Kohlendioxod (CO2) und Wasserdampf (H2O) umgewandelt.
(osc/van)