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Riemenstalden
(Kt. und Bez. Schwyz).
1039 m. Gem. und Pfarrweiler, in dem zwischen
Flüelen und
Brunnen von rechts auf den
Urnersee ausmündenden
Riemenstalderthal und 4 km ö. der Station Sissikon der Gotthardbahn.
Postablage. Kleinste Gemeinde des Kantons mit nur 18 Häusern und 95 kathol. Ew. Pfarrkirche 1804 erbaut.
Zwei Kapellen. Schulhaus.
Alpwirtschaft.
Eine Strasse hat man nach
Riemenstalden noch nicht gebaut.
Der Ort ist durch Saumpfade mit Sissikon und Morschach, mit der Frohnalp (über den Furggelenpass) und mit Muotathal (über den Katzenzagel und den Goldplanggpass) verbunden.
Die zerrissenen und zerklüfteten Felsen des Klingenstockes bedrohen den Ort mit einem Bergsturz.
Zahlreiche Reste von Grundmauern einstiger Wohnstätten, Heidenhüttchen genannt. 1343: Reymerstalden;
1345: Remerstalden;
vom Personennamen Raginmar und dem Appellativum Stalden (= steile Halde oder steiler Weg) herzuleiten.
Das enge
Riemenstalderthal ist in eine
zwischen die Kreidefalten des Axen und des
Hauserstocks eingelagerte tertiäre Mulde
(Flysch und Nummulitenkalk) eingeschnitten,
die eine eigentliche tektonische Linie bildet, da sie zwei überschobene liegende Falten voneinander trennt.
S. das geologische Profil zum Art.
Vierwaldstættersee.