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In der kirchlichen Tradition ist die erste Februarwoche «segensreich». Das deutsche Wort «Segen» (althochdeutsch segan, auch segon) leitet sich aus dem lateinischen Wort «signum» ab. Es kann mit «Zeichen», «Abzeichen» oder «Kennzeichen» übersetzt werden. Ab dem späten 2. Jahrhundert wird es auch mit dem Kreuzzeichen verbunden. So bezeichnet der Segen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen mit dem Kreuzzeichen verbunden zu Zeichen für Gottes Kraft und seine Nähe zu den Menschen werden.
Kerzensegnung an Maria Lichtmess
Jedes Jahr feiert die katholische Kirche am 2. Februar, also genau 40 Tage nach Weihnachten, das Fest «Darstellung des Herrn». Volkstümlich wird dieses Fest auch Maria Lichtmess genannt. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil beendete dieses Fest den weihnachtlichen Festkreis. Es war üblich, erst an diesem Tag die Krippe und den Weihnachtsbaum aus der Stube zu entfernen. Seit der Liturgiereform endet die Weihnachtszeit mit dem Fest «Taufe des Herrn» am ersten Sonntag nach dem 6. Januar.
Maria Lichtmess erinnert ursprünglich an das jüdische Reinigungsritual, dem sich Maria im Tempel unterziehen musste. Zudem verbindet der Evangelist Lukas dieses alte Ritual mit einer Vorschrift des biblischen Buches Leviticus. Danach sollten Eltern 40 Tage nach der Geburt eines erstgeborenen Sohnes diesen im Tempel Gott als sein Eigentum übergeben («darstellen»). Darum heisst das Fest auch «Darstellung des Herrn». Die Prophetin Hanna und der Greise Simeon, die in der Erzählung des Lukas das Kind der Maria und des Josef als «Licht für die Völker» bezeichnen, bezeugen mit ihren Worten, dass Jesus von allem Anfang an Gott gehörte. Es fehlt im Lukasevangelium der Hinweis auf die an die Darbringung anschliessende Loslösung des Sohnes durch ein Geldopfer. So soll deutlich werden, dass Jesus auch nach dem Ritual als «Licht für die Völker» zu Gott gehört. Zu Maria Lichtmess wird traditionell der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht und so das Zeugnis der Hanna und des Simeon unterstrichen. Mancherorts, so auch in Rieden, findet eine Lichterprozession statt.
Blasiussegen - Gebet um Gesundheit
Am Tag nach Maria Lichtmess, dem 3. Februar, wird der Gedenktag des heiligen Blasius begangen. Der im Jahr 316 durch Enthauptung ums Leben gekommene Märtyrerbischof soll nach der Legende durch seinen Segen einem Kind geholfen haben, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte. So wird der Blasiussegen mit der Bitte um Gesundheit verbunden und anschliessend an die Gottesdienste am Wochenende des Festes «Darstellung des Herrn» gespendet.
Agathabrotsegnung - Dankbarkeit fürs tägliche Brot
Agathabrot wird in vielen Gegenden der Alpen am 5. Februar, dem Gedenktag der heiligen Agatha von Catania gesegnet und verteilt. Die heilige Agatha ist Schutzpatronin der Feuerwehr. Der Überlieferung nach soll ein Lavastrom auf dem Ätna mit Hilfe der Reliquie des Schleiers der heiligen Agatha zum Stillstand gebracht worden sein. Dass an ihrem Gedenktag Brot gesegnet wird, geht möglicherweise darauf zurück, dass an Festtagen von gerne verehrten Heiligen in Klöstern und anderen Gemeinschafen das Tischgebet besonderes gepfegt und feierlich gestaltet worden ist. Das Tischgebet schloss die
Dankbarkeit fürs tägliche Brot ein.
Taizéreise – 3. Oberstufe
Die Seelsorgeeinheit bietet auch dieses Jahr zum Schulabschluss für alle Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe eine Reise zur Brüdergemeinschaft von Taizé an. Vom Mittwoch, 22. bis Sonntag, 26. Mai verbringen die Jugendlichen zusammen mit den Begleitpersonen unvergessliche Tage in der Gemeinschaft, wo sie in Gesprächen und im Gebet andere Jugendliche aus ganz Europa treffen, die bei der Brüdergemeinschaft von Taizé im Burgund ebenfalls zu Gast sind. Das Angebot der Gemeinschaft von Taizé ist ganz auf die Jugendlichen in ihrer wichtigen Lebens- und Entscheidungsfindung zum Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit ausgerichtet. Alle Informationen zur Reise erhalten die Schülerinnen und Schüler an den Informationsveranstaltungen:
Dienstag, 5. Februar
19.00 Uhr
Pfarreizentrum Gommiswald
Donnerstag, 7. Februar
im ERG Unterricht
Schule Schmerikon
Mittwoch, 13. Februar
19.15 Uhr
Begenungszentrum Uznach
Närrisch vor dem Fasten
Für nicht wenige sind die Tage der Fasnacht die Wichtigsten im Jahr. Mit dem Schübeldonnerstag oder Schmutzigen Donnerstag wird die heisse Phase der närrischen Tage eingeläutet. Es ist die Zeit der Umzüge und Guggenmusiken. Es ist die Zeit der Verkleidung und Masken.
Maskieren und in andere Rollen schlüpfen
Wenige Tage im Jahr in eine Rolle schlüpfen, jemand ganz anderes sein, als man es sonst ist, unter dem Schutz der Maske oder Schminke unerkannt tun und lassen können, was man üblicherweise nicht kann – das macht für viele Narren den Reiz der Fasnacht aus. Sie lieben das maskierte Treiben, das Freude und Spass macht, solange die Grenzen des Respekts vor der anderen Person nicht überschritten werden. In diesem Zusammenhang ist das Wort «Person» nicht unwichtig – geht es doch beim Maskentreiben in seinem Ursprung um dieses Wort. Es stammt aus dem griechischen Theater und ist mit der Maske verbunden. «Person» heisst «durchklingen» und bedeutet das, was durch die Maske des Schauspielers zum Klingen kommt.
Alltägliche Masken
Darin steckt eine tiefe Wahrheit: In gewissem Sinn maskieren wir Menschen uns nicht nur in der Zeit zwischen Schmutzigem Donnerstag und Aschermittwoch, sondern eigentlich immer und auch dann, wenn wir mit Fasnacht nicht viel zu tun haben. Person-Sein, Mensch-Sein heisst eine Maske tragen: Eine Aussenseite, die ich den anderen zeige, unter der sich eigentlich ein ganz anderer verbirgt. Dabei haben die Menschen ganz unterschiedliche Masken im Repertoire.
Den Arbeitskollegen zeige ich ein anderes Gesicht als meiner Familie und meinen Freunden wieder ein anderes als meinem Chef.
Sich selbst sein dürfen
Meistens versuchen wir durch unsere Masken, ein möglichst gutes Bild von uns abzugeben und unsere negativen Seiten, unsere Schwächen und schlechten Gewohnheiten darunter zu verbergen. Das ist allerdings ziemlich anstrengend, und
im Grunde sehnt sich wohl jeder Mensch danach, seine Masken auch einmal fallen lassen zu können. Ist es nicht so, dass wir uns am wohlsten fühlen, wenn wir vieles von uns selbst zeigen können, wenn wir so sein dürfen, wie wir sind? «Wenn ich allein und für mich bin», schreibt der Theologe Alfonso Pereira in einer Erzählung, «fällt mir die Maske vom Gesicht». Wir würden dann da sitzen und es könne sein, dass wir zu heulen anfangen – vor Enttäuschung über uns selbst. Und etwas später gibt er seiner grossen Hoffnung Ausdruck, dass da einer kommt und sagt: «Ich mag dich trotzdem, ich will dich so, wie du bist, ich brauche dich ...» Es ist schön, wenn an der Fasnacht lautes Getöse herrscht, wenn das Treiben bunt hin und her geht. Wichtig ist wohl auch, dass wir die Sehnsucht dahinter entdecken können und dies auch sehen. Die Sehnsucht von Alfonso Pereira zu verstehen, könnte heissen: Genau das sagt Gott: «Ich mag dich trotzdem, ich will dich so, wie du bist, ich brauche dich …»
Ökumenischer Narrengottesdienst
Donnerstag, 28. Februar
19.00 Uhr
Stadtkirche Uznach
Demission von Markus Frei
Markus Frei, Seelsorger und Pfarreibeauftragter von Ernetschwil, wird die Seelsorgeeinheit per Ende Juli verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.
Die Kirchenverwaltungsräte sowie das ganze Seelsorgeteam wünschen ihm schon heute für seine berufliche wie private Zukunft alles Gute, danken ihm für die geleisteten Dienste und für seinen weiteren Einsatz in der Seelsorgeeinheit
bis zum Sommer.
Das Seelsorgeteam erabeitet für den Sommer ein Konzept, damit die bestehenden Vakanzen aufgefangen werden können. Gespräche dazu laufen. Die Kirchenverwaltungsräte werden zusammen mit dem Seelsorgeteam zu gegebener Zeit wieder informieren.
Firmung ab 18
Well-Come-Gottesdienste
Die Firmjugendlichen, die sich mit dem Firmweg auf ihren grossen Tag im Frühling vorbereiten, sind eingeladen,
an einem Well-Come-Gottesdienst ihre Erfahrungen mit den Pfarreiangehörigen zu teilen.
Gleichzeitig soll das gemeinsame Feiern die jungen Erwachsenen nicht nur auf ihrem Firmweg willkommen heissen, sondern auch auf ihrem Glaubensweg stärken. Darum beinhaltet der Name Well-Come bewusst das englische «Well» für gut. Mit dem Firmweg soll auch ein guter Schlüssel für den eigenen Glaubensweg gefunden werden. Manchmal sind uns Türen im Leben versperrt und es braucht den richtigen Schlüssel, um die Türen zu öffnen. Auch auf dem Glaubensweg können Türen geschlossen sein. Dafür gibt es viele Gründe. Manchmal ist es fehlendes Interesse, manchmal sind es Zweifel, manchmal vielleicht auch Enttäuschungen, die den Weg zum Glauben versperren können. Der Firmweg möchte unter dem Motto «Himmelsschlüssel» in Gesprächen und an den unterschiedlichen Anlässen helfen, Glaubenstüren zu
öffnen.
Himmel ist nicht nur dort, wo wir am Ende des Lebens hingelangen möchten. Himmel ist überall, wo wir Menschen uns vom Göttlichen berühren lassen und sich uns ganz besondere Momente erschliessen. Den jungen Erwachsenen auf dem Firmweg wünschen wir ganz viele solcher tiefer, berührender Erfahrungen, die für sie auf dem eigenen Glaubensweg zu Schlüsselerfahrungen werden mögen.
Persönlicher Brief
Wer gerne eigene Glaubenserfahrungen mit einem jungen Menschen auf dem Firmweg teilen möchte, ist herzlich eingeladen, in einem persönlichen Brief eigene Schlüsselerlebnisse oder prägende Worte und Erfahrungen zu formulieren. Adressierte Briefumschläge für die persönlichen Gedanken und Wünsche an einen Firmjugendlichen oder eine Firmjugendliche können auf dem Pfarreisekretariat Gommiswald vorgängig bezogen werden: Telefon 055 280 22 06.
Nach den Well-Come-Gottesdiensten werden die Umschläge an Interessierte verteilt.
Auch diese persönlichen Briefe mögen zu «Himmelsschlüsseln» werden.
Kirchliche Trauung
Impulstage zur Vorbereitung
Wer kirchlich heiraten möchte, wird bei der Vorbereitung der Hochzeit nicht nur an Organisatorisches denken wollen, sondern auch der Frage nachgehen und dem Gespräch Raum geben, was eine kirchliche Hochzeit ausmacht. Mit den in unserem Bistum ausgeschriebenen Impulstagen ist die Chance verbunden, sich als Paar Gedanken zur Partnerschaft und zum Sakrament der Trauung zu machen. Ein Impulstag schenkt einem Paar in der oft hektischen Zeit der organisatorischen Vorbereitungen in erster Linie wertvolle Zeit für sich.
Impulstage in Gommiswald
Seit Jahren bieten im Auftrag des Dekanates Uznach Jürg und Ursula Wüst-Lückl diese Impulstage zur Vorbereitung auf die kirchliche Trauung im Pfarreizentrum Gommiswald an.
Der Impulstag kann von Paaren, welche in der Trauvorbereitung sind, an folgenden Daten in Gommiswald besucht werden:
Sonntag, 17. Februar und 24. März, jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des Bistums «Ja ich will», wo noch weitere Daten und Orte für Impulstage veröffentlicht sind. Über diese Homepage kann auch eine App abonniert werden, die auf dem Smartphone Impulse und wertvolle Tipps für die Hochzeitsvorbereitung bereit hält.
Erstkommunion 2019 – Freundschaft
Bekommt man eine Freundschaftsanfrage, erscheint auf dem Handy- oder Computerbildschirm das entsprechende Symbol. Wer die Anfrage mit einem Mausklick annimmt, hat schon wieder einen Freund dazugewonnen. Doch ist das dann wirklich ein richtiger Freund? – wohl in den seltensten Fällen.
Was bedeutet Freundschaft? Wer ist ein wahrer Freund? Welche Eigenschaften sollte ein echter Freund/eine echte Freundin haben?
Jeder Mensch braucht Freunde; Menschen, die in jeder Situation für uns da sind. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Freundschaft ist eine Ursehnsucht von uns Menschen. Dabei ist es oft schwierig zu unterscheiden, wer ein echter Freund ist und wer nur so tut als ob. In Krisensituationen trennt sich dann meist die Spreu vom Weizen. Dabei werden wir manchmal von angeblichen Freunden verletzt. Gleichzeitig entpuppt sich vielleicht jemand, von dem wir es überhaupt nicht erwartet hätten, als wahrer Freund.
Für die Erstkommunion 2019 haben wir das Motto «Freundschaft» gewählt. Besonders bei Kindern ist Freundschaft ein wichtiges Thema. Wer ist mit wem befreundet? Mit wem ist es immer besonders lustig? Wer kennt die besten Spiele und die lustigsten Streiche? Aber auch: wer ist ausserhalb der Familie für mich da? Wer hat ein offenes Ohr für mich? Wer kann mir helfen? Mich beraten und trösten?
Manche Sandkastenfreundschaften halten ein Leben lang. Andere lösen sich mit der Zeit automatisch auf. Wieder andere finden durch einen Streit ein abruptes Ende. Besonders schön ist es, wenn nach jahrelanger Funkstille die Freundschaft wieder aufkeimt. Doch allen Freundschaften ist gemeinsam, dass sie uns prägen und ihre Spuren in unseren Herzen hinterlassen.
Auch Jesus möchte uns prägen und seine Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Er möchte uns unser Leben lang als treuer Freund begleiten. In der Taufe wurde in uns diese Freundschaft grundgelegt. Im Heiligen Brot kommt Jesus nun auf besondere Weise zu unseren Erstkommunionkindern. Das Heilige Brot ist Zeichen seiner Gegenwart, seiner Liebe und seiner immerwährenden Nähe zu jedem Menschen.
Am Erstkommunionsfest feiern die Kinder diese Begegnung feierlich das erste Mal. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken und Gebeten und erinnern wir uns bei jedem Empfang des Heiligen Brotes daran, dass Jesus auch unser Freund sein und bleiben möchte.
Wir freuen uns, diesen Weg mit ihnen und ihren Familien zu gehen.
Daten Erstkommuniongottesdienste 2019
Ostermontag, 22. April: Rieden
Weisser Sonntag, 28. April: Uznach und Ernetschwil
Sonntag, 5. Mai: Schmerikon und Gommiswald
Theologie 60 plus – Sieben Matineen
Dieses Angebot richtet sich an Menschen reiferen Alters, selbstverständlich sind auch jüngere Interessierte willkommen.
Langjährige Lebenserfahrung führt zum wachsenden Bedürfnis, sich vertieft mit den Grund-Fragen des Lebens und der Religionen, der Bibel und des Glaubens auseinanderzusetzen. Und die Art des Fragens verändert und intensiviert sich.
Themen
Zur Zeit stehen sieben Themenreihen zur Verfügung
- Der Sinn des Lebens
- Ist Jesus heute von gestern?
- Bietet Jesus freie Tage?
- Ethik steht auf dem Spiel
- Welche Religion hat Gott?
- NEU: Kostbarkeiten der jüdischen Bibel
- Es war einmal ein Konzil.
An jeweils sieben Matineen versuchen wir ein Thema etwas vertieft zu ergründen und zu bedenken – aus alltagspraktischer, philosophischer, insbesondere aus christlicher und religionswissenschaftlicher Sicht. Dabei können Sie ganz auf die theologische Kompetenz und Bildungserfahrung unserer Referentinnen und Referenten zählen. Sie sind mit Fragen und Problemen im jeweiligen Themenbereich vertraut und vertreten eine ökumenisch offene Theologie.
Da bei Menschen über 60 das berufliche Engagement in der Regel abnimmt und nach der Pensionierung meist ganz entfällt, führen wir unsere Kurse «Theologie 60plus» in Form von Matineen am Vormittag durch. So bleibt nach den Impulsvorträgen und vertiefenden Diskussionen noch immer viel Zeit zum Geniessen des noch jungen Tages.