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Die Augentropfen blieben wirkungslos. Das rechte Auge war bereits erblindet und mit dem linken sah Naomie immer weniger. Schliesslich wurde dem 17-jährigen Mädchen aus Malawi die CBM-geförderte Augenklinik empfohlen – gerade noch rechtzeitig.
Dr. Tamara Chirambo Nyaka untersuchte Naomies Augen eingehend. «Du bist am Glaukom erkrankt, am Grünen Star», stellte sie fest und erklärte, wie bei diesem der Druck im Augeninnern steigt und den Sehnerv unheilbar schädigt. «Ich werde dein verbliebenes Sehvermögen retten», versprach die Augenchirurgin. Naomie und ihre Mutter Ellen Malunga atmeten auf.
Die beiden hatten vier leidvolle Jahre voller Unsicherheit und Furcht durchlebt, wie Naomie schildert: «Mit 13 merkte ich, wie ich immer schlechter sah. Ich hatte zunehmend Probleme beim Lesen und Schreiben. Zudem konnte ich mich oft nur mit viel Mühe konzentrieren, weil ich Kopfweh hatte.» «Meine Tochter litt jeden Tag an diesen Schmerzen», blickt Ellen Malunga zurück. «Zuletzt mussten ihre Freundinnen für sie die Unterrichtsnotizen aufschreiben. Ich machte mir grosse Sorgen.»
Die Augentropfen, die Naomie von einem regionalen Spital verschrieben worden waren, blieben wirkungslos. Derweil quetschte der Augendruck Naomies rechten Sehnerv, wodurch dieses Auge unheilbar erblindete. Verzweifelt suchte die Mutter mit Naomie ein zweites Spital auf. Dieses überwies Mutter und Tochter an die seit 1977 von der CBM geförderte Klinik in der Nähe von Lilongwe, der Hauptstadt Malawis.
Eine Operation war zwingend, und sie eilte: Mit jedem Tag schwand das restliche Sehvermögen unwiderruflich. Bereits drei Stunden nach der Diagnose lag Naomie unter Narkose im OP-Saal. Sorgfältig schnitt ihr die Chirurgin einen Abflusskanal für die Augenflüssigkeit frei.
Für viele Familien ist eine Augenoperation unerschwinglich. Naomies alleinstehende Mutter schlägt sich mit dem Verkauf selbst gebackener Donuts durch. Dass Spendende der CBM die Operationskosten übernommen haben, dafür ist sie überaus dankbar.
Zwei Tage nach dem Eingriff ist der Augendruck normal, das Kopfweh verschwunden, und Naomie sieht sogar etwas besser. «Ich bin überglücklich», strahlt sie. «Jetzt werde ich nicht blind und bin wieder selbstständig. Ich kann die Schule beenden und vielleicht an die Universität. Das würde ich gerne.» Voller Freude ist auch Ellen Malunga: «Ich bin glücklich, wie es eine Mutter nur sein kann!»
Dank Spenden von Menschen wie Ihnen konnte Naomie in der CBM-geförderten Augenklinik operiert werden. Es braucht nur Ihre Spende und eine kleine Operation, damit eine Person nicht aus Armut erblinden muss.