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Ministries Along the Nile (MINAN) wird in der Region Süd-Kivu in der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden unterstützt. Nebst biblischen Themen werden auch Didaktik und psychologische Themen wie die Entwicklung des Kindes oder der Umgang mit traumatisierten Kindern erarbeitet.
Rückblick 2017
Die Demokratische Republik Kongo kennt kaum Probleme mit der Religionsfreiheit. Der Staat mischt sich bei religiösen Fragen nicht ein. In diesem Bereich unterscheidet sich das Land von vielen anderen afrikanischen Ländern. Aber in anderen Bereichen kann sich der Kongo nicht abheben, der Staat funktioniert schlecht. Ein Beispiel dafür ist die Auflistung der Präsidenten und deren Amtszeit: Kasavubu wurde als erster Präsident 1960 gewählt und 1965 gestürzt. Mobutu regierte als zweiter Präsident und wurde 1997 im Bürgerkrieg abgesetzt. Laurant-Désiré Kabila übernahm die Macht und kam 2001 durch ein Attentat ums Leben. Sein Sohn Joseph Kabila wurde eingesetzt und blieb bis 2019 an der Macht. Am 24.1.2019 fand die erste (formal) demokratische Amtsübernahme durch Tshisedeki trotz Vorwürfen der Wahlfälschung statt.
Im Osten des Kongo, wo Projekte von Mission am Nil unterstützt werden, ist die Unsicherheit der Bevölkerung grösser als in anderen Gebieten. In vielen Fällen herrscht Straffreiheit für Kriminelle, weil die Staatsgewalt zu schwach ist oder weil entsprechende Strafgesetze fehlen. Seit mehr als 20 Jahren herrscht Bürgerkrieg. Laut Schätzungen könnten bis 6 Mio. Menschen ihr Leben verloren haben.
Besonders die Kinder leiden unter dieser Situation. Ohne Zukunftsperspektive schliessen sich viele Kinder und Jugendliche einer der unzähligen Milizen an. Diese versprechen ihnen ein Familiengefühl, Sicherheit, Nahrung und dass sich das Leben dank ihnen irgendwann bessern werde. Man schätzt, dass rund die Hälfte der Milizmitglieder Kindersoldaten sind.
Die Sonntagsschule ist für viele Kinder und Mitarbeitende ein wichtiger Ort, der ihrem Leben Sinn, Stabilität und Sicherheit gibt.
2017 fanden vier Seminare in verschiedenen Städten der Provinz Süd-Kivu mit insgesamt 1298 Teilnehmern aus verschiedenen evangelischen Kirchen statt. Diese Mitarbeitenden erreichen in der Sonntagschularbeit rund 700’000 Kinder.
2018 wurde die Arbeit in der gleichen Art weitergeführt.
Information vom April 2019
Das didaktische Material (gratis im Shop)
«Kind und Solidarität» hat 2019 ein umfassendes Dossier zur DR Kongo erarbeitet. Es enthält Informationen zum Land und zur Situation der Christen, Lebensberichte von Kindern, Spiele, Rezepte, Bastelideen, etc.
Das Dossier richtet sich an Mitarbeitende im Bereich «Kind und Kirche» und hilft, Kinder in der Schweiz zu informieren und sensibilisieren. Mit den gesammelten Spenden zeigen Kinder, Eltern und Kirchgemeinden ihre Solidarität.
Zusatzmaterial
Früheres und abgeschlossenes Projekt der DM–échange et mission
- Fotos aus dem Kongo, Projekt 2009 (Zip-Archiv 184 MB)