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Sofort nach der Geburt, in der Nachgeburtsphase, wird Ihr Kind auf Ihren Bauch gelegt, damit Sie es eine Weile halten und begrüssen können und ihm den so wichtigen direkten Hautkontakt geben können. Ausnahme: Wenn es ihm nicht so gut geht und es erst noch ärztlich betreut werden muss.
Als nächstes wird die Nabelschnur abgeklemmt und durchtrennt (abnabeln). Idealerweise lässt die Hebamme die Nabelschnur auspulsieren, damit das Kind mit der Mutter verbunden bleibt, falls es nicht sofort atmet. So ist auch der Start ins Leben für das Kind angenehmer.
In gewissen Kliniken wird das Auspulsieren nicht praktiziert, scheuen Sie sich aber nicht, nachzufragen, ob das bei der Geburt Ihres Kindes möglich ist. Dieser hoch symbolische Akt der Abnabelung kann in den meisten Spitälern auch vom Vater durchgeführt werden - wenn er das will.
In manchen Krankenhäusern wird Ihr Kind auch schon gleich an Ihre Brust gelegt, weil der Saugreflex jetzt sehr stark ist und das Neugeborene so die wertvolle Vormilch (Kolostrum) bekommt, die besonders reich an Antikörpern, Eiweiss und Nährstoffen ist und den Abgang des Mekoniums (Kindspech, der erste Stuhlgang) fördert. Die Ausnutzung des ersten Saugreflexes bereitet nicht nur Ihr Kind und Ihre Brust auf das spätere Stillen vor, es fördert auch erst noch das Zusammenziehen der Gebärmutter (die sogenannte Rückbildung). Denn sobald Sie Ihr Kind sehen, berühren und zur Brust führen, produziert Ihr Körper jedesmal einen Ausstoss von Oxytozin, dem Hormon, das sowohl den Milchfluss als auch Gebärmutterkontraktionen verursacht.
Schliesslich wird Ihr Kind gewogen, sein Gesundheitszustand untersucht und noch einmal sichergestellt, dass seine Atemwege vollkommen frei sind.