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Langfristige Geschäftsbeziehungen sind gewöhnlich in Verträgen geregelt, welche die gegenseitigen Rechte und Verpflichtungen detailliert festhalten. In der Realität berücksichtigen solche Verträge jedoch selten alle möglichen Eventualitäten, was oft zu Nachverhandlungen der ursprünglichen Vereinbarung führt. Diese Tatsache kann die Ergebnisse der Zusammenarbeit negativ beeinflussen. So investieren beispielsweise zwei an einem Projekt beteiligte Parteien typischerweise beide zu wenig, da sie nur je einen Teil des Ertrags aus der Investition erwarten. Eine solche Unterinvestition ist nicht effizient. Würden die Beteiligten mehr investieren, wäre auch der Gesamtwert des Projekts höher. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie Verträge gestaltet sein müssen, um den Parteien optimale Investitionsanreize zu bieten. Dabei untersuchen wir insbesondere den Einfluss sozialer Präferenzen – zum Beispiel die Abneigung der Vertragsparteien gegen die ungleiche Verteilung des gemeinsam erwirtschafteten Überschusses – auf das Verhalten in Kooperationen.