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Bern - Der Bundesrat wird die Umsetzung der Bologna-Reformen gründlich unter die Lupe nehmen. Er hat ein vom Ständerat beschlossenes Postulat von Eugen David (CVP/SG) zustimmend entgegengenommen, das einen entsprechenden Bericht verlangt.
Wie der neue Bildungsminister Didier Burkhalter erklärte, will er im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation über die Umsetzung der Bologna-Reform informieren.
Laut David steht das Postulat nicht in direktem Zusammenhang mit den Protesten der Studierenden an verschiedenen Universitäten in der Schweiz und im Ausland. David signalisierte aber ein gewisses Verständnis für die Protestierenden.
Es sei nämlich zweifelhaft, ob die Ziele des Bologna-Prozesses erreicht worden seien, sagte David, der selber Hochschuldozent ist. So sei es nicht leichter geworden, das Studium an verschiedenen Universitäten zu absolvieren. Die angestrebte automatische Anerkennung von Studienleistungen sei nicht erreicht worden.
Auch die durchschnittliche Studiendauer sei nicht kürzer geworden. Und die Quote der Studienabbrecher liege trotz der Einführung des dreijährigen Bachelor-Studiums nach wie vor bei 25 bis 30 Prozent.
Stattdessen seien die Studiengänge verbürokratisiert worden. Dadurch werde die Haltung der Studierenden gefördert, die Studieninhalte einfach zu "erledigen". Damit werde ihre Entwicklung zu selbständig denkenden und selbstverantwortlich handelnden Persönlichkeiten behindert.
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