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41 Pakete, 400 Bände und 12 Regalmeter: Bayerische Staatsbibliothek erhält mongolisches Tripitaka
Außergewöhnlich sind Inhalt und Umfang der jüngsten Schenkung an die Bayerische Staatsbibliothek: ein Tripitaka aus der Inneren Mongolei, ein 400 Bände starker buddhistischer Kanon in mongolischer Sprache. Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt damit das bislang einzige Exemplar der Neuausgabe des mongolischen Tripitaka in Deutschland.
Spender ist der ehrwürdige Meister Chin Kung (geb. 1927), ein international angesehener buddhistischer Lehrer. Mit der Schenkung des voluminösen Werkes erfüllt sich ein lange gehegter Wunsch, denn buddhistische Textquellen in zahlreichen Sprachen des buddhistischen Kulturkreises bilden einen wichtigen inhaltlichen Schwerpunkt in der Sammlung asiatischer Drucke und Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek. Die riesige Büchersendung erreichte München in 41 Paketen und nimmt ca. 12 Regalmeter ein.
Bei dem 2007-2010 entstandenen Werk handelt es sich um eine neu edierte mongolische Gesamtausgabe des Tripitaka (Sanskrit: Dreikorb). Das Tripitaka gilt als authentische Grundlage des buddhistischen Kanons. Im tibetischen Buddhismus wie er in der Mongolei praktiziert wird, besteht es aus zwei elementaren Teilen: dem Kanjur, der die Lehren des Buddha sowie die Ordens-regeln enthält und dem Tanjur, den philosophischen Abhandlungen und Kommentaren. Es beinhaltet zudem tantrische Schriften des esoterischen Buddhismus, der die Religionstradition in Tibet und der Mongolei entscheidend prägte. Die der Bibliothek gespendete Gesamtausgabe umfasst 108 Bände des Kanjurs und 226 Bände des Tanjurs, außerdem Texte von zwei buddhistischen Lehrmeistern und sogenannte Schatzbücher, Geheimtexte der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus.
Vorlage für das Gros der faksimilierten Bände sind Originalabzüge des mongolischen Tripitaka aus dem 18. Jahrhundert, dessen Herstellung zwei chinesische Kaiser der Qing-Zeit gefördert hatten. Auf Geheiß von Kaiser Kangxi (reg. 1661-1722) wurde 1718-20 der mongolische Kanjur in einer Prachtausgabe angefertigt, für die 45.000 Druckplatten geschnitten wurden. Sein Enkel Qianlong (reg. 1736-1796) ließ 1742-49 die Kommentarsammlung Tanjur aus dem Tibetischen ins Mongo-lische übersetzen und ebenfalls anschließend drucken. Beide Drucklegungen waren Mammutprojekte in intellektueller, technischer und finanzieller Hinsicht.
Generaldirektor Klaus Ceynowa: „Mit dem mongolischen Tripitaka ist uns eine bedeutende Ergänzung zu unserer umfangreichen Sammlung kanonischer Ausgaben zum tibetischen Buddhismus und zur buddhistischen Kultur der Mongolei gelungen.“
Über die Bayerische Staatsbibliothek:
Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Mit mehr als 10,3 Millionen Bänden, rund 59.000 laufenden Zeitschriften in elektronischer und gedruckter Form und knapp 131.000 Handschriften gehört die Bibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren und Gedächtnisinstitutionen der Welt. Mit 1,2 Millionen digitalisierten Werken verfügt die Bayerische Staatsbibliothek über den größten digitalen Datenbestand aller deutschen Bibliotheken. Die Bibliothek bietet vielfältige Dienste im Bereich innovativer digitaler Nutzungsszenarien an.
Ansprechpartner:
Dr. Helga Rebhan
Bayerische Staatsbibliothek
Leitung der Orient- und Asienabteilung
Ludwigstr. 16, 80539 München
Tel.: 089/28 638 2477
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Peter Schnitzlein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28 638-2429
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2017: Mehr Flüge in die Mongolei
Als Fluggerät wird eine B767-300 ER mit einer Sitzplatzkapazität von 220 Plätzen eingesetzt. Die Flüge sind bereits in allen gängigen Flugbuchungssystemen buchbar. Für die zusätzlichen Dienstagsflüge sind Sondertarife vorgesehen, die bald im GDS geladen werden.

Ulaanbaatar (oft als Ulan Bator geschrieben) ist die Hauptstadt der Mongolei. Die Mongolei, zwischen Zentral-, Nord- und Ostasien gelegen, ist nach Kasachstan der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt. Die Mongolei hat nur zwei Nachbarn, Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden. Das Land, mit 1.564.116 km² viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, wird lediglich von etwa 3 Mo. Einwohnern bewohnt und ist somit der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Erde. Knapp die Hälfte der mongolischen Gesamtbevölkerung, rund 1.318.100 Menschen, lebt in der mongolischen Hauptstadt. Ulaanbaatar bildet das industrielle Zentrum des Landes. Bei Bujant-Uchaa, etwas außerhalb der Metropole, befindet sich der Chinggis Khan International Airport. Dort sitzt die nationale Airline MIAT Mongolian Airlines. Sie bietet Liniendienste nach Frankfurt, Berlin, Moskau, Peking, Hongkong, Tokyo und Seoul.
Die enge Verbindung zwischen Deutschland und der Mongolei hat ihren historischen Ursprung im Wesentlichen in dem früheren Sonderverhältnis zwischen der ehemaligen DDR und der Mongolischen Volksrepublik. Heute sieht die mongolische Regierung Deutschland als wichtigsten Partner in der Europäischen Union. Im März 2015 nahm die Mongolei als offizielles Partnerland an der Internationalen Tourismusbörse (ITB) teil.
Die Mongolei entwickelt sich seit ihrer politischen Wende vor 25 Jahren kontinuierlich von einem Agrar- zu einem Rohstoffexport- und (vielleicht) später auch Rohstoffverarbeitungsland und war auf Grund rasanten Wachstums (insbesondere gefördert durch ausländische Investitionen und hohe Weltmarktrohstoffpreise) in den Jahren bis 2013 auf gutem Weg, ein neuer sogenannter „Tigerstaat“ zu werden. Das Land verfügt über einige der weltweit größten Kupfer-, Kohle- und Goldvorkommen sowie Zink, Uran, Erdöl, seltene Metalle und Erden – gute Voraussetzungen also, um dank dieses Rohstoffreichtums eine schnell wachsende Volkswirtschaft zu gestalten.
Deutschland ist neben Großbritannien der wichtigste Handelspartner der Mongolei in der Europäischen Union. Die Struktur der deutschen Ausfuhren setzt sich wie folgt zusammen: 25,2% Maschinen, 16,8% Nahrungsmittel, 15,1 % chemische Erzeugnisse; 7,1 % Kfz und Autoteile, , 4,4 % Textilien/Bekleidung, 4,2 % Mess-/Regeltechnik und 27,2 % sonstige Güter. Die Einfuhren aus der Mongolei bildeten für 2015 mit einem Anteil von 71,6 % Rohstoffe, 18,3 % Textilien/Bekleidung, 1,1 % Metallwaren, und 9,9 % sonstige Güter (GTAI). Die Mongolei belegt bei den deutschen Einfuhren Rangstelle 141 und bei den Ausfuhren Platz 127 (GTAI). Quelle: MIAT /wikipedia / DMM
Alte Skilifte gehen in die Mongolei
AdelbodenIm Gelände der Schweizer Skischule in Geils ändert sich einiges. Der Skischulleiter Pascal Frei äussert sich zu den Neuerungen – unter anderem zu den Liften.
Das Gelände der schweizerischen Skischule Adelboden in Geils wird laufend den neuesten Verhältnissen angepasst. Bild: zvg
Das Vorhaben der Schweizer Skischule Adelboden, die beiden in Geils bestehenden Kleinskilifte durch einen neuen zu ersetzen, wurde ohne Einsprachen bewilligt. Das Verfahren zog sich in die Länge, da das Gebiet in einer Schutzzone liegt und der administrative Aufwand höher ausfiel. Für den Skischulleiter Pascal Frei bedeutet dieses Projekt einen weiteren Schritt in der Neugestaltung des Übungsgeländes in Geils, welches sich direkt neben der Talstation des Sesselliftes Luegli befindet.
Optimierung des Geländes
«Für uns war der Ersatz der über 40-jährigen Kleinskilifte ein absolutes Muss, da wir für unsere Zwecke eine modernere Anlage montieren wollten», erklärt Frei. Der neue Lift sei für Einsteiger und Kinder geeignet, da ein besserer Sicherheitsstandard gewährt werde. Vorzüge wie ein Sanftstart und eine stufenlose Geschwindigkeitsregulierung käme den nicht so geübten Skifahrern entgegen.
«Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv damit befasst, wie wir das Gelände, die Infrastruktur und die Abläufe im Skischulgelände optimieren können, ohne dass ein Leistungsabbau gegenüber dem Gast erfolgen wird», blickt Frei zurück und erklärt die Ergebnisse. «Letztes Jahr wurde ein 30 Meter langes Förderband montiert. Die aktuellen Investitionen von rund 100 000 Franken beinhalten neben dem Kleinskilift auch den Wechsel der elektrischen Installationen und den Einbau einer Beschneiungsleitung. Die Bergbahnen Adelboden AG stellt uns eine Beschneiungslanze zur Verfügung.» Ausserdem sei geplant, die zwei windanfälligen Tipizelte im nächsten Sommer mit einem Chaletbau zu ersetzen.
«Mit all diesen Massnahmen beweisen wir, dass wir in die Zukunft investieren wollen und somit die Betriebssicherheit erhöhen und die Kinderfreundlichkeit steigern werden», ist sich der Skischulleiter bewusst.
Mongolei übernimmt Skilifte
Für Pascal Frei ist klar, dass das Skischulgelände in Geils das optimale sei. «Die Schneesicherheit auf 1700 Metern Höhe ist besser gewährleistet als im Dorf. Ausserdem liegen die blauen Pisten am Hahnenmoos und am Bühlberg in nächster Nähe und sind leicht erreichbar. Wir werden daher weitere Optimierungen anstreben, um den Standort Geils zu verbessern.»
Der Start im Kindergelände erfolge, auch mit schlechteren Voraussetzungen, definitiv am 17. Dezember. Auf die Frage, was mit den alten Kleinskiliften passiere, gibt Frei eine überraschende Antwort. «Wie der Borer-Lift vom Eselsmoos werden auch diese in die Mongolei exportiert und dort neu aufgebaut.»
www.skischule-adelboden.ch (Berner Oberländer)
Amélie Schenk im Gespräch
„Das Leben ist jetzt“
Foto: Privat
Amélie Schenk (Mitte) lebt die Hälfte des Jahres mit den Nomaden in der Mongolei.
26.11.2016 ALFTER. Amélie Schenk ist Ethnologin und lebt die Hälfte des Jahres in der Mongolei, wo sie das Leben der Nomaden und den Schamanismus erforscht. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Faszination für das ferne Land.
Schon vor mehr als 25 Jahren bereisten Sie zum ersten Mal die Mongolei und sind seitdem regelmäßig dort. Lässt sich erklären, warum?
Amélie Schenk: Schon in der Kindheit haben mich Bücher von Fritz Mühlenweg und Sven Hedin inspiriert. Die Karamelkarawanen, die Weite, Nomaden und das einfache Leben haben mich immer schon fasziniert. Das wollte ich erforschen.
Und das hat dazu geführt, dass Sie Ethnologie studiert haben?
Schenk: Ach, das war erst viel später. Man fängt ja mit was ganz Solidem an. Architektur, Germanistik, Romanistik. Die Ethnologie ist ja etwas, was man eigentlich gar nicht studieren kann. Das muss man liebhaben. So was lernt man an der Universität nicht. Das muss man erleben.
Was kann man in der Mongolei erleben?
Schenk: Das einfache Leben. Wie lebt es sich in einer Jurte aus Filz, auf vielleicht zwanzig Quadratmetern? Wie ist die Haltung zur Welt? Das hat mich schon immer interessiert.
Und, wie ist die Haltung der Nomaden zur Welt?
Schenk: Zwischen „mir“ und „dir“ gibt es keinen Unterschied. Ich bin die Welt und die Welt bin ich. Und dieses Leben darf nicht untergehen. Man lebt mit dem, was man hat und benutzt es. Das Leben ist einfach. Es ist sparsam. Wenn das Kleid nicht mehr getragen werden kann, wird daraus eine Decke für das Vieh. Alles wird bis zum Ende aufgebraucht. Die Mongolei liegt weit ab von allem. Schon damals weit weg vom Warenverkehr der Seidenstraße. Nichts wird vergeudet. Dann – auch das ist eine Haltung – das Leben ist jetzt. Heute wird gelebt. Alles wird jetzt, schnell und intensiv gemacht.
Welche Rolle spielt dabei die Zeit im Leben der Mongolen?
Schenk: Man lebt nicht mit der Uhr. Man lebt in der Urzeit. Von Sonnenaufgang bis -untergang. Man verabredet sich zum Beispiel mit „Nach dem Sonnenaufgang am Eingang der Schlucht“. Die Nomaden sagen, „Als der Himmel uns die Zeit geschaffen hat, hat er uns unendlich viel davon geschenkt“. Und doch ist mit der Zeit auch die Endlichkeit gemeint. Es wird schnell gestorben. Der Tod ist immer Teil des Lebens. Es gibt immer noch Menschen dort, die erkennen, wann ihre Zeit gekommen ist. Man sagt „Ein Jahr 60“ ist genug. Wenn man die 60 erreicht hat, kann man auch gehen. Und es gibt Menschen, die in der Lage sind, von innen heraus ihr Leben einzustellen. Es heißt, wenn man sich selber nicht mehr das Wasser holen kann, ist es die Zeit zu gehen.
Können Sie sich erklären, was die Faszination der Mongolei in unseren Breitengraden ausmacht?
Schenk: Da ist eine Wildnis, eine große Natur, die alles so magisch erscheinen lässt. Die Menschen und die Herden, die in großer Freiheit in der Steppe leben. All das übt Faszination aus. Aber diese Freiheit ist auch teuer. Sie kostet Menschen- und Tierleben. Die Natur kann sehr feindlich und sehr gewalttätig sein. Und das ist die große Herausforderung, die man dort spürt und erleben kann. Wie eine große Aufregung, die aber gleichzeitig auch wunderbar ist. Diese Erfahrung und Begeisterung möchte ich auch durch meine Veranstaltungen lebendig vermitteln.
Möchten Sie die Menschen damit animieren, die Mongolei zu bereisen, oder eher die Lebensweise der Nomaden zu verinnerlichen?
Schenk: Wir hinken ja immer unseren Möglichkeiten hinterher. Alle reden immer von der einen Welt. Die Leute reisen nach Indien, aber waren sie wirklich da? Wir kommen ja nie wirklich an. Es sieht ja immer alles gleich aus. Für die Eigenarten eines Landes braucht man sehr viel Zeit. Und eine kritische Sicht. Je weiter ein Land entfernt ist, umso romantischer ist meine eigene Ausgangsposition. Es gibt Menschen, die sind gereist und kommen trotzdem romantisch zurück. Sie werden nicht ernüchtert durch die Realität. Mir geht es um die Vermittlung des einfachen Lebens.
Gibt es etwas, was Sie in den letzten 25 Jahren in der Mongolei noch nicht erleben und verstehen konnten?
Schenk: Für mich ist es immer die Frage, wie weit komme ich wirklich in die Kultur hinein. Und wie verstehe ich sie. Da habe ich die besondere Haltung „Forschen heißt, Schüler sein“. Mitmachen. Hineingehen in diese Welt, aber auch wieder hinausgehen. In der Mongolei empfinde ich es als etwas ganz Besonderes, dass man sagt „Musik ist das Leben“ und „Leben ist Musik“. Ich möchte an den Ursprung der Musik kommen, an die Klänge und Stimmen, die eine ganz besondere Bedeutung in dem Nomadenleben haben. Wie rufe ich die Tiere, wie locke ich den Wolf an, wie singe ich mit dem Kamel, wie beschwöre ich mit meinem Gesang die Tiere? Hinzu kommt der Kehlkopfgesang, der die Menschen tief in ihrem Inneren berührt. Das ist in der Ethnologie alles noch nicht erforscht. Dazu braucht es Musikethnologie und Klangforscher. Das interessiert mich sehr.
Was können wir von den Mongolen lernen?
Schenk: Das Wunderbare ist die Besitzlosigkeit. Die Einfachheit. Vom Feuer, das in der Jurte brennt, bis zu dem kleinen Raum, den man hat, in dem man nichts anhäufen kann, weil es gar keinen Platz gibt. Das führt zu dem großen Erfindungsreichtum der Mongolen. Denken sie nur an die Eroberungszüge von Dschingis Khan. Die hatten nie etwas dabei. Haben alles unterwegs gebastelt. Sie hatten auch keine Feldküche. Trockenfleisch kam in heißes Wasser und die Instantbrühe war erfunden. Genauso ihr Trockenquark, der sich jahrelang halten kann.
Wie muss man sich mit dieser Verehrung des einfachen Lebens Ihr Leben und Wohnen in Deutschland vorstellen?
Schenk: Einfach. Ich mache mir jeden Tag mein Feuer. Ich habe schon immer in einem alten Haus gelebt. Mit nur einem Wasserhahn im ganzen Haus (Amélie Schenk wohnt in der Nähe von Konstanz am Bodensee).
Könnten Sie sich vorstellen, eines Tages ganz in die Mongolei zu ziehen?
Schenk: (lacht)Das weiß ich nicht. Ich fahre jetzt erst mal im Februar wieder hin, um an meinem neuen Buch zu arbeiten.
Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/alfter/%E2%80%9EDas-Leben-ist-jetzt%E2%80%9C-article3414207.html
Freunde in aller Welt sollen helfen
Zwei Münstertäler und ein Bad Krozinger organisieren Spendenaktion für eine krebskranke Ärztin in der Mongolei.
SÜDLICHER BREISGAU/SEOUL. Diese Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie eng die Welt inzwischen zusammengerückt ist. Drei Global Player – alle im Südlichen Breisgau geboren, aufgewachsen oder wohnhaft – haben ein Spendenprojekt zur Lebensrettung einer an Krebs erkrankten mongolischen Ärztin angestoßen.
Im Frühsommer dieses Jahres kam es zu einem Zusammentreffen des im Münstertal wohnenden Zahnarztes Mathias Rasch (66) mit dem im Münstertal geborenen, jedoch längst in Seoul lebenden Hotelmanagers Bernhard Brender (71) und dessen aus Bad Krozingen stammendem Cousin, dem Medizintechnikunternehmer und Ehrensenator Gerhard Daiger (57). Alle drei hatte eine glückliche Fügung zusammengeführt, die letztlich das Leben einer 56-jährigen an Krebs erkrankten Ärztin und Mutter gerettet hat – auch wenn die Finanzierung noch nicht endgültig gesichert ist.
Zahnarzt Rasch machte seinen inzwischen siebten Auslandsaufenthalt im Dienst des Senior Experten Service (SES) oder der Organisation "Zahnärzte ohne Grenzen". Diesmal half er in der Mongolei beim Aufbau einer zahnärztlichen Praxis (die BZ berichtete). Hinflug und Rückflug nach und von Ulan-Bator, der mongolischen Hauptstadt, erfolgten mit Zwischenstopp in Seoul. In der südkoreanischen Metropole traf Rasch mit Brender zusammen, dem General Manager des Grand Hilton und Ehrenbürger von Seoul. Rasch berichtete ihm vom Schicksal der mongolischen Ärztin Tsegmed Khun. Mehr als 30 Jahre habe sie im Gesundheitswesen ihres Landes hart gearbeitet und sich sehr für die Gesundheit der Bevölkerung eingesetzt. Jetzt sei sie selbst schwer an Krebs erkrankt. Ihre 34-jährige Tochter Baigali, selbst Mutter zweier Kinder, habe 60 Prozent ihrer Leber für das Leben ihrer Mutter gespendet. Für derartige Operationen ist die Mongolei aber noch nicht ausgerüstet, so dass die Transplantation im Myongji Hospital in Gojang in Südkorea stattfand. Dafür musste die Familie einen Kredit von 100 000 US-Dollar aufnehmen, der innerhalb von elf Monaten zurückbezahlt sein muss.
Um der Familie zu helfen, startete Brender die Aktion "Rolling Stone Spenden-Mission", in die er sich selbst einbringt und auf die Hilfe vieler weiterer Sponsoren hofft. Brender, der als Ehrenbürger von Seoul sozial sehr engagiert ist, will Freunde in aller Welt kontaktieren, unter anderem in Kooperation mit Zahnarzt Mathias Rasch aus Münstertal, mit seinem Cousin Gerhard Daiger aus Bad Krozingen, mit dem er seit vielen Jahren enge Freundschaft pflegt.
Rasch und Daiger spendeten selbst sofort und starteten einen in Deutsch und Englisch verfassten Spendenaufruf. Bei erfolgreichem Gelingen der Spendenaktion wird die Tochter der Erkrankten, Baigali Tsolmon, als Dankeschön eine Broschüre mit der Auflistung aller Spender herausbringen.
Weitere Informationen zum Spendenprojekt sowie die Bankverbindung unter
Reise in die Mongolei
Foto: Frank Riedinger/oh (Foto: )
Unter dem Titel "Mongolei - von Mensch zu Mensch" zeigt Frank Riedinger eine Multimediashow auf Großleinwand. Seine Produktion basiert auf seinen Erlebnissen und Begegnungen während seiner unzähligen Reisen in das zentralasiatische Land. Neben der einzigartigen Landschaft sind es gerade die Menschen, die das Land so eindrucksvoll darstellen. Die Multimediashow über die Mongolei findet an diesem Mittwoch um 19 Uhr im Personalcasino des Klinikums Starnberg statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/veranstaltungstipp-reise-in-die-mongolei-1.3228857
„Inspiration Mongolei“ bringt neue Arbeiten hervor
Das Sommerhausatelier des Künstlerpaares Susanne und Richard Allgaier war am Wochenende gut besucht
Stich für Stich entstand die mongolische Steppe auf Leinen: Susanne und Richard W. Allgaier (rechts) mit dem Maler Michael Engelhardt vor dem textilen Objekt „Vaterland“. Sabine Ziegler
Bad Waldsee sz Wenn Susanne und Richard Allgaier zwei Mal im Jahr ihr Sommerhausatelier öffnen, dann ist reger Betrieb garantiert auf dem naturnahen Gelände des Waldseer Künstlerpaares. Am Wochenende präsentierten die beiden neue Werke zum Thema „Inspiration Mongolei“. Zahlreiche Kunstinteressierte, Weggefährten und Freunde ließen sich dabei inspirieren von Reiseaquarellen, Objekten und Arbeiten auf Leinen.
Im „ArtHaus“, wo Susanne Allgaier hoch über der Wolfegger Straße ihre schönen Atelierräume hat, verharren die Besucher vor einer Trilogie mit dem Namen „Vaterland“: Auf grobem, alten Leinen hat die Künstlerin die Umrisse der mongolischen Steppe aufgestickt. Stich für Stich, als sie am Bett ihres Vaters wachte und ihre Gedanken abschweiften in ein fremdes, weites Land, das Richard Allgaier zu diesem Zeitpunkt mit einer neunköpfigen Gruppe bereiste. Sie selbst konnte die geplante Kunstreise im Juni aufgrund des familiären Krankheitsfalles nicht antreten.
Also befasste sie sich aus der Ferne mit der Mongolei und verarbeitete ihr zerrissenes Flugticket in einem Textilobjekt, das schemenhaft die mongolische Hauptstadt andeutet. In Ulan Bator gibt es viele kleine Stickereien, die für große Modelabels tätig sind und expressive Textilien herstellen. Vor diesem Hintergrund hat Susanne Allgaier mit ihren Arbeiten auf alten Stoffen künstlerisch einen Bezug hergestellt zu diesem Land, das sie nicht bereisen konnte – zumindest nicht in diesem Jahr.
Während sie also daheim die Nadel führte, weilte der Gatte ein paar Tausend Kilometer entfernt im Osten. Hier boten sich dem weltgewandten Maler Richard Allgaier neue, interessante Motive, die er direkt vor Ort in seinen Reiseaquarellen künstlerisch umsetzte. Sei’s die unendliche Weite der mongolischen Steppe oder das bunte Leben in der Millionenstadt Ulan Bator: Wer seine Fotografien und gerahmten Bilder im warm beheizten Atelier betrachtet, der bekommt eine Vorstellung davon, wie das Leben in der Mongolei beschaffen sein muss. „Die Weite der Landschaft ist ungeheuerlich und die Gastfreundschaft der Einheimischen unglaublich“, erzählt der Künstler.
Begleitet wurde die deutsche Reisegruppe von fünf Mongolen, die den alten russischen Transporter lenkten und unterwegs für warme Mahlzeiten sorgten. Ausgehend von Ulan Bator legten sie auf ihrer Rundreise mehrere tausend Kilometer zurück – teilweise auf dem Rücken von Pferden, was auf schmalen Pfaden sehr anstrengend gewesen sein muss, wie Allgaier berichtet. Weil die Temperaturen teilweise an die Null-Grad-Grenze heranreichten, waren die Fremden auch immer wieder dankbar für die Aufnahme in den gut isolierten Wohnzelten („Jurten“) der Nomaden.
Mit Michael Engelhardt aus Erlangen zeigte am Wochenende ein weiteres Mitglied der Reisegruppe seine Zeichnungen im Atelier Allgaier. Auch er war angetan von den visuellen Eindrücken in der Mongolei. Der Maler vertritt den phantastischen Realismus und war Meisterschüler Professor Hausners an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Am Samstagmorgen hatte sich die ganze Mongolei-Truppe getroffen, Fotobücher durchgeblättert und gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht.
Richard Allgaier bietet regelmäßig Kunst- und Malreisen in exotische Länder an, die künstlerisch ambitionierten Menschen neue Impressionen und Motive bieten. Eines seiner nächsten Ziele wird voraussichtlich der Iran sein, der mit einer jahrtausendealten Hochkultur aufwartet.
Im Nachgang zum Kulturprojekt „Chaiselongue“ im Waldseer Bahnhof hat das Künstlerpaar Allgaier aktuell zwei große Kalender für 2017 mit Fotografien ihrer Ausstellung herausgegeben zum Preis von jeweils 20 Euro. Weitere Infos unter
Abenteuerliche Reise durch die Mongolei
Seewolf Gangerl erzählt am 29. Oktober in Schwandorf von seiner viermonatigen Reise durch das buddhistische Land.
SCHWANDORF. 6000 Kilometer reiste der Seewolf Gangerl mit Jeep und Kamel durch die Mongolei. Er kletterte ins Basiscamp des Shisha Pangma und des Mount Everest, reiste zum heiligen Khailas und kam bei der Kora fast um. Jetzt ist der Gangerl wieder im Lande und hält einen Vortrag über diese atemberaubende Reise. Am Samstag, 29. Oktober, berichtet der Gangerl ab 19.30 Uhr in der Schnitzel-Stubn „Zum Turner“ wie er bei den Nomaden lebte. Dazu zeigt er viele Fotos von den Seen, der Wüste und den Klöstern in TibeIn Lhasa besuchte er den Potala, den Jokhang-Tempel und machte die Kora des historischen Parkhor mit.
Zurück in Xian (Nord China), reiste der Gangerl nach Peking, wo er buddhistische Longmen-Grotten, das in der Steilwand wie ein Vogelnest hängende Kloster Hunyuan, die verbotene Stadt in Peking sowie den Sommerpalast der Kaiserin Xixi in Chengde besuchte. Mit seinen Erzählungen will er nun auch die Schwandorfer in Staunen versetzen.
Intensiv die Wüste Gobi erkunden
Das Jahr 2017 wird ein Gobi Erlebnis - wir bieten Ihnen eine große Gobireise die tief in das Gebiet der Gobiwüste hineinführt. Nachstehend finden sie alle wichtigen Informationen zu diesem Reiseangebot.
Die Wüste Gobi erstreckt sich über eine Fläche von ca. einer Million Quadratkilometer und gilt als fünftgrößte Wüste der Welt. In der Mongolei nimmt die Gobi dabei etwa 15% des Staatsgebietes ein.
Erleben Sie mit Extratour eine Reise tief hinein in die Gobiwüste bis nahe an die chinesische Grenze. Den Höhepunkt der Tour bildet dabei die Fahrt durch Schmelzwasser geformte Canyons am Rande des Nemengt Gebirges. Im Gebiet der Khongor Sanddünen können sie auf Kamelen reitend die Wüste Gobi näher erkunden.
Aber nicht nur trockenes Wüstenland bekommen sie auf dieser abwechslungsreichen Reise zu Gesicht sondern auch Seen wie den Ugii See oder das ehemalige Zentrum des mongolischen Reiches Khar Khorin.
Um auch mit den Nomaden am Land näher in Kontakt zu kommen sind auch mehrere Übernachtungen in traditionellen Jurten geplant. Dabei lernen Sie das Leben und die Gastfreundschaft der Nomaden näher kennen.
Gobi Runde mit Kameltrekking
Das Jahr 2017 wird ein Gobi Erlebnis - wir bieten Ihnen eine Gobi Rundreise mit Kameltrekking an. Nachstehend finden sie alle wichtigen Informationen zu diesem Reiseangebot.
Diese Reise ist der ideale Einstieg für jeden, der die Mongolei noch nicht kennt und möglichst viele interessante Gebiete und klassische Sehenswürdigkeiten des Landes erleben möchte. Besondere Höhepunkte dieser Tour sind die Besichtigungen der Wüste Gobi, der Geierschlucht, der Khongor- Sanddünen, des Tuwkhun Klosters und des Orkhon-Wasserfalls.
Irgendwann hat man von der Wüste Gobi in der Schule gehört und der eine oder andere hat vielleicht schon mal davon geträumt einmal dorthin zu fahren. Die Zeit ist nun gekommen, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Extratour ist ihnen dabei behilflich diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Im Gebiet der Gobi sind die Geierschlucht mit ihren einmaligen Wüstenlandschaften und Canyons und Bajanzag, mit seinen mächtigen Felsformationen, ein besonderes Naturerlebnis. Bis spät in den Sommer ist die enge und schmale Geierschlucht mit Eis aus dem vorhergehenden Winter gefüllt. Bei einem Besuch der feurigen Klippen, mongolisch auch Bajanzag genannt kann man mit etwas Glück, versteinerte Dinosaurierknochen finden. Dieser Teil der Tour folgt den Spuren des legendären Forschers und Entdeckers Sven Hedin. Ein Abstecher nach Kharkhorin ist ebenfalls geplant, sie ist die Wiege der Mongolei und alte Hauptstadt des mittelalterlichen mongolischen Imperiums.
Sie werden bei dieser Reise die Möglichkeit haben, viel mit Nomaden in Kontakt zu kommen. Wann immer es die Situation zulässt, werden wir unterwegs bei den Nomaden anhalten und auch einkehren, schon alleine weil der Fahrer sich immer wieder über den Zustand der Stecke informieren muss. Vieles kann vorab nicht geplant werden, was sich unterwegs spontan ergibt. Im Vordergrund steht das Erleben der Mongolei, dazu gehört auch sich an das entschleunigte Zeitgefühl zu gewöhnen. In der Mongolei bestimmt oft die Natur den Rhythmus der Zeit. Lassen Sie sich in dieses natürliche Leben für die Zeit ihres Aufenthaltes entführen.