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| Coaching: Ein Beispiel |
Eine Klientin, anfangs dreissig, hatte bei ihrem Arbeitgeber eine Lohnerhöhung beantragt. Sie hatte ihre guten Gründe dafür. In der ersten Gesprächsrunde hatte sie ihre Argumente bei ihrem Arbeitgeber nicht ganz durchgebracht. Der Termin für ein zweites Gespräch war bereits fixiert. Sie kam zu mir in ein Coaching und erzählte, wie sich dieses Erstgespräch abgespielt hatte.
Mir fiel auf, dass u.a. die Wertschätzung gegenüber dem Arbeitgeber fehlte, wesentliche Elemente aus ihrer Arbeit zu wenig erwähnt wurden und ihre Ziele nicht klar genug herauskristallisiert waren. Auch die Wortwahl und der Stil waren zum Teil ungeschickt. Ich versetzte sie in die Lage des Arbeitgebers. Wir tauschten die Rollen - sie spielte den Arbeitgeber und ich übernahm ihre Rolle. Sie merkte schnell, was sie in der Rolle als «Arbeitgeber» stört oder was sie gerne hören möchte. Darauf hin entwickelte sie eine Gesprächsstrategie und Optionen. Sie übte das Gespräch, wir tauschten immer wieder die Rollen bis der Inhalt des Gespräches sie überzeugte und sie sich sicher fühlte.
Die erarbeiteten Schriftlichkeiten nahm sie mit. Zehn Tage später rief sie mich an und teilte mir freudig mit, dass das Gespräch bestens gelungen sei und sie jetzt mit den Vertragskonditionen vollständig zufrieden wäre.
Zeitaufwand: 2 Coaching-Sitzungen