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Das Winter-Transferfenster hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zu den grossen Einkäufern zählen in diesem Jahr jedoch nicht mehr die englischen Premier-League-Clubs sondern die chinesische Liga, die sich im Aufbau befindet. Oscar wechselte für über 64 Millionen Franken von Chelsea zu Shanghai, Pato immerhin noch für 19 Millionen von Villarreal zu Tianjin Quanjian. Ebenfalls viel Geld in die Hand genommen hat Paris Saint-Germain, die Julian Draxler von Wolfsburg (42 Mio Franken) und Gonçalo Guedes von Benfica (32 Mio Franken) weggelockt haben.
Viele Clubs geraten am «Transfer Deadline Day» noch in Torschlusspanik. Lille will gleich sieben Transfers am 31. Januar bekanntgeben, unter anderem haben sie die grosse Sturm-Hoffnung Anwar El Ghazi von Ajax für knapp 8 Millionen Franken verpflichtet.
Wirklich für Aufregung gesorgt haben jedoch zwei ganz andere Clubs, beziehungsweise ein eher unbekannter Spieler aus der League One, der dritten englischen Liga: Matty Taylor. Der 25-Jährige hat in dieser Saison mehr Ligatore geschossen, als alle anderen Spieler der obersten vier Ligen Englands. Seinem Verein, den Bristol Rovers, machte er klar, dass er auf jeden Fall gehen wolle.
Im Sommer hätte Taylor ablösefrei die Rovers verlassen können, also wollten diese immerhin noch ein bisschen Geld für den Stürmer sehen. Für 300’000 Pfund (371’000 Franken) wechselte Taylor zu Bristol City. Ausgerechnet der Stadt-Rivale!
— Bristol City FC (@bcfctweets) January 31, 2017
City spielt zwar eine Liga höher als die Rovers, trotzdem gilt es als absolut undenkbar in Bristol, dass ein Spieler zwischen diesen beiden Clubs wechseln darf. Taylor ist der erste Spieler seit 30 Jahren, der dies nun gemacht hat.
In Bristol wird Taylor nun mit Luis Figo verglichen, der im Jahr 2000 von Barcelona zu Real Madrid wechselte… Übrigens: City liegt in der Championship derzeit nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Damit könnte Taylor mit seinem neuen Team vielleicht schon in der nächsten Saison ins Stadion der Rovers zurückkehren.
(rr)