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Als Lehrperson hast Du eine Präsentation (z. B. Microsoft Powerpoint-Folien) barrierearm erstellt. Diese Präsentation wirst du in einer Videokonferenz vorstellen. Du weisst, dass sich auch Personen mit Beeinträchtigungen zuschalten werden. Mit den folgenden Fragen bereitest du dich auf diese Videokonferenz vor:
- Welche Fallstricke gibt es bei Präsentationen aus E-Accessibility-Sicht zu berücksichtigen?
- Was kann man tun, damit es für Personen aus den Bedarfsgruppen «Hören» und «Sehen» einfacher ist, in einer Videokonferenz einer Präsentation zu folgen?
Notiere dir, basierend auf diesen Fragen, was du für diese Videokonferenz vorbereiten und während der Konferenz beachten solltest.
Hierzu gibt es keine Standardlösung. Per Klick auf den Balken unten kannst du ein paar mögliche Antworten anzeigen lassen. Auch im folgenden Selbsttest findest du Hinweise auf häufige Fallstricke in Präsentationen.
Mögliche Antworten
Unter anderem sind folgende Aspekte relevant:
- Präsentationen werden in der Regel vorgetragen, das heisst, die Anzeige der Folien wird mit gesprochenem Wort kombiniert. Wenn eine Präsentation nun per Videokonferenz gehalten wird und gehörlose Personen beteiligt sind, wird ein:e Gebärdensprachdolmetscher:in benötigt. Tipp: Gebärdensprachdolmetscher:in vorab die Präsentationsfolien zukommen lassen, damit er/sie sich bereits im Voraus auf weniger genutztes Vokabular (beispielsweise Fachbegriffe) vorbereiten kann.
- Gehörlose Menschen können nicht gleichzeitig Präsentationsfolien lesen und dem/der Gebärdensprachdolmetscher:in zusehen. Da beide Informationen vom gleichen Sinn (Sehen) wahrgenommen werden, müssen diese Informationen nacheinander aufgenommen werden. Dafür muss ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt werden. Tipp: Gehörlosen Teilnehmenden die Präsentation vorab zukommen lassen.
- Bei einigen Videokonferenzsystemen kann man nicht selbst wählen, was beziehungsweise wen man im Hauptfenster sieht. Dadurch kann es sein, dass sich gehörlose Teilnehmende entweder für das Anzeigen der Präsentation oder für den/die Gebärdensprachdolmetscher:in entscheiden müssen. Auch in diesem Fall ist es hilfreich, wenn gehörlose Personen die Präsentationsfolien bereits vorgängig oder zumindest parallel (zum Selbstdurchblättern ausserhalb der Videokonferenz) zur Verfügung gestellt bekommen haben. So kann im Zweifel der/die Gebärdensprachdolmetscher:in während der Präsentation im Hauptbild der Videokonferenz angezeigt werden.
- Viele Videokonferenzplattformen sind nicht barrierefrei. Oft ist das eine grosse Hürde für zum Beispiel sehbehinderte und blinde Menschen. Zudem können sich blinde Personen die Präsentation nicht per Screen Reader vorlesen lassen und gleichzeitig dem folgen, was Dozierende parallel dazu erzählen. Insofern ist es auch für blinde Teilnehmende hilfreich, ihnen die Präsentation vorab zukommen zu lassen, damit sie sich die Folien vorweg vorlesen lassen können.
- Wenn Personen mit Beeinträchtigungen an einer Videokonferenz teilnehmen sollen, ist es hilfreich, sie in die Wahl des Videokonferenzsystems einzubeziehen. Viele Betroffene haben bereits Vorerfahrungen, die man so nutzen kann.
- Auf ausreichend Pausen achten. Das gilt eigentlich für alle Videokonferenzen, da die Aufmerksamkeitsspanne vor dem Bildschirm geringer ist, als wenn man physisch zusammen mit anderen Personen in einem Raum sitzt. Häufige Pausen sind aber besonders wichtig für Personen, die Informationen nur über einen Sinn (in den oben genannten Beispielen Hören oder Sehen) wahrnehmen können, da dies eine höhere Belastung darstellt.