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Rund 1,5 Mrd. Franken Schweizer Entwicklungshilfe
Die Schweiz leistet jährlich für rund 1,5 Mrd. Franken öffentliche Entwicklungshilfe. Dies entspricht 0,34 Prozent des Bruttosozialproduktes oder drei Prozent der Bundesausgaben. Sie soll laut Bundesrat bis 2010 auf 0,4 Prozent steigen.
Damit würde sie das seit Anfang der 90erJahre angestrebte Ziel erreichen. Sie läge aber noch weit unter dem 0,7-Prozent-Ziel der UNO. Dieses Ziel erreichen nur gerade die skandinavischen Länder und die Niederlande.
Die jährlichen Entwicklungshilfe-Tranchen werden aus einem Vierjahres-Rahmenkredit geschöpft, den das Eidgenössische Parlament bewilligt. Aus finanzpolitischen Erwägungen (Stichwort Bundesfinanzen) sah man in den 90er Jahren von einer wesentlichen Erhöhung der Entwicklungshilfe ab. In der Sommersession 1999 einigten sich die Räte auf einen Kredit von 4 Mrd. Franken für die Jahre 1999-2002.
Kritik der OECD
Zwei Drittel der Hilfe wird bilateral geleistet, etwa ein Drittel multilateral über internationale Organisationen wie die UNO. In Folge der Globalisierung wächst der Anteil der multilateralen Hilfe.
Die OECD kritisiert in ihren Jahresberichten regelmässig die relativ geringe öffentliche Entwicklungshilfe der Schweiz, lobt aber ihre Qualität. Ihr Stärken sind laut OECD die Ausrichtung auf die ärmsten Länder (37 Prozent der Hilfe fliesst dort hin) und der Einbezug der lokalen Bevölkerung.
Entwicklungshilfe kommt auch der Schweizer Wirtschaft in Form von Aufträgen zu gute: Jeder vom Bund in die Entwicklungshilfe investierte Franken erzeugt in der Schweiz ein Einkommen von 1.40 bis 1.60 Franken. 13'000 bis 18'000 Stellen hängen von der Entwicklungs-Zusammenarbeit ab.
swissinfo und Agenturen
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