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Neuer Report über Ausbeutung: Wie Klimawandel sich auf die Kinderarbeit auswirkt
Weltweit arbeiten mehr als 150 Millionen Kinder, um ihre Familie zu unterstützen. Kinderarbeit ist eine direkte Konsequenz von Armut, doch dass sie auch mit Umweltzerstörung zusammenhängt, ist ein neuer Ansatz, auf den Terre des hommes in ihrem Kinderarbeits-Report 2017 aufmerksam macht.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit sichtbar und insbesondere die Menschen in Entwicklungsländern sind von den Folgen betroffen. Extreme Wetterphänomene, Dürren oder auch Umweltzerstörung verschärfen vielfach die Armut der Betroffenen. Weltweit leben mehr als eine halbe Milliarde Kinder in Gebieten mit extremer Hochwassergefahr und knapp 160 Millionen Kinder in Gebieten mit starker Trockenheit.
Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Kinder. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten und ihre Ernten durch Klimaveränderungen wie veränderte Regenfälle oder Bodenerosion verlieren, sehen sich gezwungen, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. In Nepal zum Beispiel, sehen sich viele Familien zur saisonalen Migration gezwungen: Sie wandern in die Hauptstadt Kathmandu ab, um Arbeit zu suchen. In dieser Stadt arbeiten etwa 28‘000 Kinder in Ziegeleien – oft unter ausbeuterischen Bedingungen.
Der Tdh-Kinderarbeits-Report 2017 zeigt klar, dass der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Kinderarbeit mehr Beachtung finden muss. Der Umweltschutz und weitere Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel sind demnach für die Reduzierung der weltweiten Kinderarbeit unverzichtbar.
Bildnachweis: ©Sajana Shrestha