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Es ist Béla Bartóks einzige Oper, ist reich an tiefgründiger Symbolik. 1918 in Budapest uraufgeführt, gilt das «Mysterium in einem Akt» als das intensivste und zugleich desillusionierendste Beziehungsdrama der gesamten Opernliteratur.
Judith folgt Blaubart in seine dunkle Burg. Im Glauben, diese mit ihrer Liebe zu erhellen, bringt sie ihn dazu, ihr nach und nach alle verborgenen Räume aufzusperren und entdeckt die Folterkammer, die Waffenkammer, den Zaubergarten, die Schatzkammer und das Land. Die Burg ist nun hell, doch hinter allen Türen ist auch Blut. Vergeblich warnt Blaubart Judith vor den letzten beiden Türen. So findet sie den Tränensee und hinter der letzten Tür Blaubarts frühere Frauen, in ewiger Schönheit erstarrt. Auch Judith wird nun eine von ihnen, die Türen schliessen sich wieder und Blaubart bleibt einsam in seiner dunklen Burg zurück.
Der Komponist Eberhard Kloke hat eine neue, für kleinere Theater reduzierte Orchester-Fassung erstellt. Die Inszenierung dieser Uraufführung übernimmt Dieter Kaegi, zusammen mit dem Bühnenbildner Francis O'Connor, der bereits «Iolanta» ausgestattet hatte.