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- Christian Baumann gewinnt an der Kunstturn-EM in Basel im Barren-Final die Bronzemedaille. Der Sieg geht an den Türken Ferhat Arican.
- Am Reck verpasst Favorit Pablo Brägger nach einem Sturz eine Top-Klassierung.
- Igor Radiwilow kürt sich zum Europameister am Sprung.
Christian Baumann zeigte an seinem Lieblingsgerät Barren zum 3. Mal in dieser Woche (nach der Qualifikation und dem Mehrkampf) eine nahezu fehlerfreie Übung – inklusive gelungenem, nach ihm benannten Baumann-Auftakt. Der Aargauer klassierte sich am Ende mit 15,100 Punkten im hochstehenden Final ex-aequo mit dem Deutschen Lukas Dauser auf Platz 3.
Für Baumann war es bereits die vierte EM-Medaille, die zweite am Barren. 2015 in Montpellier hatte er Silber gewonnen. Er ist damit der erste Schweizer Kunstturner, der am Barren zwei EM-Medaillen gewonnen hat.
Pablo Brägger, dessen Übung bereits einen tieferen Schwierigkeitsgrad als die der Besten aufwies, leistete sich ein paar Unsicherheiten und wurde am Ende mit 14,600 Punkten Siebter. Gold ging an den Türken Ferhat Arican, der Russe Dawid Beljawski holte Silber.
Brägger patzt am Reck
Im Reck-Final, der Königsdisziplin, galt Brägger dann als Favorit auf Gold. Doch der Europameister von 2017 stürzte beim zweiten Flugelement – eine Medaille war damit ausser Reichweite. Trotzdem beendete der 28-Jährige seine restliche Übung mit Bravour und wurde erneut nur Siebter. Einen Platz vor dem St. Galler klassierte sich Baumann mit 13,466 Punkten.
Gold holte sich Barren-Silbergewinner Beljawski (14,066) vor Andreas Toba (13,833) aus Deutschland und dem Türken Adem Asil (13,766).
Sprung: Radiwilows Risikobereitschaft zahlt sich aus
In der Sprung-Konkurrenz ohne Schweizer Beteiligung holte sich Igor Radiwilow die Goldmedaille. Mit einem sehr schwierigen und schön ausgeführten 1. Sprung heimste der Ukrainer 15,000 Punkte ein – der Grundstein für seinen Erfolg.
Der Israeli Andrej Medwedew wurde Zweiter, dahinter sicherte Giarnni Regini-Moran Grossbritannien die erst 3. EM-Medaille überhaupt an diesem Gerät. Der russische Überflieger Nikita Nagorni musste mit dem 7. Platz Vorlieb nehmen.