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Sofiane Sebihi (Genf) neuer IBF-Champion
27.02.2011 - Mit einem spektakulären Sieg über den Italo-Kosovaren Mustafa Vigan holte sich der Genfer Sofiane Sebihi am letzten Freitag (25. Februar 2011) in Florenz den Titel eines IBF-International Champions im Halbschwergewicht.
Der von Manager Silvio Chanton und Trainer Giorgio Costantino sorgfältig aufgebaute Sebihi (18 Siege, 12 KO, 2 Niederlagen) traf in Florenz im Kampf um den vakanten IBF-Titel auf den wegen Heimvorteil favorisierten Vigan (15-3-0). Nach einem fulminanten Start in der ersten Runde musste der wie immer zu lässig deckende Genfer nach einem linken Haken zu Boden und das Gefecht schien bereits gelaufen. Der 32-jährige Sebihi erholte sich zwar von diesem Niederschlag, musste aber in der Folge Runde für Runde an den Italiener abgeben. In der vierten Runde schien sich Sebihi aufzufangen, kam aber nach harten Kontern des Italieners erneut in Schwierigkeiten. Vigan, ein sehr präzis schlagender und schwer zu treffender Gegner bestimmte auch in den folgenden Runden das Kampfgeschehen.
In der 10. Runde schien das Verdikt klar: alle drei Punktrichter sahen Vigan auf den Punktzetteln vorne und Sebihi hatte eine scheinbar unabwendbare Niederlage vor Augen. Sebihi setzte in der Folge alles auf eine Karte und einmal mehr entschied er mit seiner enormen Schlagkraft ein Gefecht, das bereits verloren schien. Mit einer Links-Rechts-Dublette erwischte er den Italiener in der 11. Runde vorentscheidend. Vigan hing unkontrolliert und kampfunfähig in den Seilen, wurde aber von Ringrichter Francesco Rega nicht ausgezählt, da dies nach den Regeln der IBF nur möglich ist, wenn der der angeschlagene Gegner am Boden liegt.
Sebihi setzte nach und schickte den Italiener nach einem Schlaghagel vernichtend auf die Bretter. Der schwer ausgeknockte und eigentlich bereits vorher geschlagene Vigan wurde Opfer der unsinnigen IBF-Regeln und erholte sich nur sehr langsam von der verheerenden Attacke. Für die Karriere von Sofiane Sebihi war dieser Sieg indessen von grösster Bedeutung. Er konnte sich damit im europäischen Ranking entscheidend verbessern und wird nun auf Platz 15 im Halbschwergewicht geführt.
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