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Die Aue an der schweizerisch-deutschen Landesgrenze liegt an der letzten freien, ungestauten Fliessstrecke am Hochrhein zwischen Bodensee und Basel. Sie ist laut Aargauer Umweltbehörden von internationaler Bedeutung.
Seitenarm des Rheins fliesst wieder
Zentrales Element dieser Aue ist der rund 1,5 Kilometer lange Seitenarm «Chly Rhy». Das ehemals ausgedehnte Feuchtgebiet im Mündungsbereich des «Chly Rhy» wurde in den 1960er-Jahren wegen eines geplanten Kraftwerksbaus aufgefüllt und zerstört.
Der Kanton renaturierte das Gebiet nun gemeinsam mit Pro Natura, dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) und der Gemeinde Rietheim. Rund 200'000 Kubikmeter Erdmaterial wurden umgeschichtet.
Auenschutzpark Aargau ist mit Rietheim nach 20 Jahren fertig
Das Gebiet «Chly Rhy» ist Teil des Auenschutzparks Aargau. Der Park umfasst eine Fläche rund 1400 Hektaren. Das entspricht einer Fläche von fast einem Prozent des Kantons. Der Kanton investierte bislang rund 50 Millionen Franken.
Damit hat der Aargau die Ziele der 1993 vom Volk angenommenen Volksinitiative «Auenschutzpark - für eine bedrohte Lebensgemeinschaft» fast erfüllt. Seit 1994 ist der Kanton laut Verfassung verpflichtet, innerhalb von 20 Jahren ein Prozent der Kantonsfläche als Auenschutzpark aufzuwerten.
Wieso renaturieren?
Die Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein waren ursprünglich von grossen Auen begleitet. Rund 90 Prozent der aargauischen Auen sind im Verlauf der letzten 150 Jahre verschwunden und mit ihnen die vielen Tier- und Pflanzenarten, die in ihnen lebten.