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Ein Writertraum wurde wahr, als Anfang 2017 in Barcelona einige junge Einwanderer aus Lateinamerika den ersten mehrfarbigen Tag-Marker auf den europäischen Markt brachten. Endlich konnte man mit einem einzelnen Marker mehrfarbige Tags machen! Hand Mixed, wie ihre Marke passenderweise heisst, schneidet in aufwändiger und präziser Handarbeit die Ölkreide der japanischen Sakura Solid Marker in Stücke und setzt sie in verschiedenen Farbkombinationen neu zusammen.
Wir haben uns mit Juan, dem Gründer von Hand Mixed, darüber unterhalten, wie er nach Europa gekommen ist und wie er dazu kam, mehrfarbige Marker zu produzieren.
Warum und wie bist du nach Europa gekommen?
Ich kam als Kind einer armen Familie im Süden Chiles auf diese Welt. Meine geliebten Eltern setzten alle Karten auf mich. Meine Zukunft stand schon immer fest, sie wurde freundlicherweise von der Gesellschaft geschrieben, in der ich aufwuchs. Der Plan sah mehr oder weniger so aus: Nach der Matur sollte ich auf die Universität gehen, dort 5 Jahre bleiben, um mein Studium abzuschliessen und einen Universitätsabschluss zu machen, der es mir erlauben würde, mich für einen Job mit 600 Euro pro Monat zu bewerben. Der Zweck? Eine vertrauenswürdige Person für die Bank zu werden und es zu ermöglichen, ein Haus und ein Auto auf Lebenszeit in bequemen monatlichen Raten abzuzahlen.
Aber dieser Weg entwirrte sich, während ich ihn entlangging. Ich bekam meinen College-Abschluss, machte so meine Eltern zufrieden, und als ich das Gefühl hatte, dass meine Aufgabe als Sohn erfüllt war, verkaufte ich das Wenige, das ich hatte, um Tickets nach Barcelona zu erwerben und ging, mit 300 € in der Tasche los, auf der Suche nach neuen Zielen. Um die Frage zu beantworten: Ich denke, es war mein spiritueller Überlebensinstinkt, der mich in die alte Welt brachte.
Wie war die Graffiti-Szene in Südamerika zur Zeit, als du weggingst, und wie sieht sie heute aus?
Es ist schwierig für mich, diese Frage zu beantworten. Ich komme nicht aus Santiago, der Hauptstadt von Chile. In meiner Stadt gibt es keine Metro, ich komme aus einer Stadt im Süden von Chile namens Talca. Wenn Du „Graffiti-Szene“ sagst, fühle ich mich völlig aussen vor. Ich war nie in irgendeine Bewegung eingetaucht, ich war immer sehr eigenbrötlerisch, für mich bedeutete Graffiti, meine Jugend damit zu verbringen, zu Hause mit Schwämmen, Farben und Lösungsmitteln zu experimentieren, um fette Striche zu bekommen. Meine Stadt liegt mitten auf dem Land, wenn man ein Neo-Hippie ist, ist das der beste Ort! Dort verkaufen sie die besten Tomaten, Kartoffeln oder jede Art von Gemüse, es gibt noch Karren mit Pferden in den Strassen, aber Graffiti – Nichts.
Mit diesem Lebenslauf auf dem Rücken wollte mich niemand in der Hauptstadt haben. Ich war ein armer Provinzler, verstehst Du? Santiago de Chile war eine Art Traum für mich. Dann kam 2001 das Internet, wo ich zum ersten Mal Zugang zu Fotos von Pieces von Zekis, Grin, Sick oder anderen Meistern jener Jahre hatte. Von meinem provinziellen Universum war das alles sehr weit entfernt, aber ungemein magisch für einen 15-jährigen Jungen, der die Welt verändern wollte.
Wie und warum sind bist Du auf die Idee gekommen, mehrfarbige Marker zu produzieren?
Diese Antwort hängt fest mit der vorherigen Frage zusammen… Mitten auf dem Land ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, ein künstlerisches Projekt in Angriff zu nehmen. Wenn es niemanden gibt, der einem etwas bei- bringt, wenn man keine Graffiti-Magazine zum Anschauen hat und die Referenzen praktisch gleich Null sind, entsteht etwas, das man „Kreativität“ nennt. Kreativität, wenn sie aus der Not heraus entsteht, ist eine besondere Kreativität, die es so nur in Abwesenheit von Ressourcen gibt. Heutzutage, überladen mit so vielen Informationen, kann man nicht richtig kreativ sein, weil die Gesellschaft bereits einen Weg festgelegt hat, wie man kreativ sein kann. Man muss bestimmte Anforderungen erfüllen, sich seltsam kleiden, eine Brille tragen, Museen besuchen, Kunst studieren, Design machen oder etwas sein, ein Illustrator, was auch immer. Wenn man vom Land kommt und die Schule das absolute Vakuum war, gibt es keine Regeln, denen man folgen muss, keine Modeströmungen, denen man folgen muss…. So wurde der erste Multicolor-Marker auf dem Markt geboren :,)
Arbeitet Ihr direkt mit Sakura (dem japanischen Hersteller der Solid Marker) zusammen und weisst du, was diese von Eurer Arbeit halten?
Wir arbeiten direkt mit Sakura Colors zusammen. Im Jahr 2018, als die Produktion von Hand Mixed aufhörte, ein Kinderspiel zu sein und ein europäisches Unter- nehmen mit einer Steuernummer wurde, erhielten wir eine seltsame Online-Bestellung aus Japan, wo sie nach einem Marker mit 6 Farben und einem anderen mit 8 Farben fragten. Seltsam! Daraufhin meldete Sakura Colors Europa bei uns, um uns mitzuteilen, dass alles in Ordnung sei. Eigentlich, rein rechtlich ist es sicherlich nicht so, aber wenn man bedenkt, dass wir den Umsatz der Sakura Solid Marker auf dem Planeten verdoppelt haben, nun ja, interessiert das niemanden. Geschäft ist Geschäft. Arigat?!
Hand Mixed scheint eine Erfolgsgeschichte zu sein. Unsere Kunden lieben Eure Marker, hast Du einen solchen Erfolg und eine solche Nachfrage erwartet?
Dude, es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hand Mixed ist eine supercoole Marke, das wissen wir… Aber die Wahrheit ist, dass hier niemand reich wird, finanziell gesehen. Ich glaube, was die Leute nicht verstehen, ist, dass Hand Mixed nur eine Gruppe von Leuten ist, die das tun, was sie lieben. Es gibt hier keine Investitionen, keine Wachstumsprognose, kein gar nichts. Bis jetzt ging es bei unserem Geschäft nur darum, von Monat zu Monat zu improvisieren. Oft können wir die Miete nicht bezahlen, wir haben drei Jahre lang in einem Gebäude gearbeitet, das gerade abgerissen wird, wir haben Strom gestohlen, um die Klimaanlage einschalten zu können, ich weiss nicht, solche Dinge… Eine typische lateinamerikanische Geschichte, nur untergetaucht in Europa. Wenn Du denkst, dass dies erfolgreich ist, ja. Aber lass mich Dir sagen, dass wir diesen Erfolg aus dem Herzen heraus geniessen, nicht aus der Tasche. Das Interessanteste von allem ist, dass wir nicht wissen, was morgen passieren wird, in unserem Labor ist die Gegenwart das einzige, was existiert.
Wie viele Leute arbeiten derzeit in Eurem Labor in Barcelona?
Im Moment arbeiten im Labor in Barcelona sechs Personen. Aber wir werden von ein paar mehr aus Chile über das Internet unterstützt.
Was ist die Geschichte der HMX LITE Marker?
Der Grund für das Hand Mixed Lite Projekt war es, eine Schuld gegenüber der Strasse zu begleichen. Es tat mir immer weh, unsere Hand Mixed Pro Marker für mehr
als 10 Euro verkaufen zu müssen, das scheint mir ein übertriebener Preis für einen Marker. Deshalb war der Hand Mixed Lite absolut notwendig. Wir kontaktierten eine chinesische Firma, bekamen billiges Rohmaterial und schafften es, einen Multicolor-Marker für den halben Preis zu verkaufen, Mission erfüllt!
Kannst Du uns etwas über neuen Projekte erzählen, die Ihr zur Zeit entwickelt?
Natürlich kann ich das! Aber ich bin zu traurig bei diesem Thema. Erinnerst Du dich, dass ich oben von Kreativität aus dem Nichts gesprochen habe? Nun, wir haben viele Ideen, aber wir haben nicht die Mittel, um sie umzusetzen. Wir haben E-Mails an alle Firmen geschickt, von denen wir dachten, dass sie an dieser Art von Geschäft interessiert sein könnten, aber ich weiss nicht, was da los ist…. Eigentlich weiss ich es schon, aber es ist zu traurig, um es zu akzeptieren: wenn man keinen Sack voll Euro dabei hat, gibt es kein Geschäft. Wenn man keinen Sack voll Euro dabei hat und ein Immigrant ist, noch schlimmer.
Ein Projekt, das mit Graffiti zu tun hat, ist in den Augen der grossen Unternehmen, Banken und Investoren
nicht lebensfähig. Wir sind Latino-Immigranten, die um Geld bitten, um Street-Graffiti zu fördern, verstehst Du? Wir ekeln das blonde Mädchen im Anzug an, welches Unternehmern Kredite gibt. Wir versuchen es schon seit Jahren, glaube mir, zumindest hier in Spanien ist es nicht möglich.
Es ist mehr als ein Jahr her, seit Covid begonnen hat. Wie waren Deine persönlichen Erfahrungen während dieser Zeit und wie haben sie das Unternehmen beeinflusst?
Was für eine tolle Frage! COVID 19, geliebtes COVID 19. 2020, mit Abstand das beste Jahr meines Lebens. Pandemie oder nicht ist nicht wichtig, ich weiss nur, dass es den Müll in den Strassen und die Umweltverschmutzung reduziert hat, die erste schönste Blüte hervorgebracht hat, die ich je gesehen habe und dem Planeten ein wenig von der Ruhe zurückgegeben hat, die er einst genossen hat, bevor die Menschheit begonnen hat alles zu ruinieren.
Wir bei Hand Mixed Labs haben nichts anderes getan als weiter zu arbeiten, auch in Zeiten der gesundheitlichen Notlage. Wir hatten wirklich keine Wahl, entweder wir machten weiter, so gut wir konnten, oder der Traum war vorbei. Wir haben uns nie eingesperrt, trotz der Ausgangssperre kamen wir jeden Tag ohne Angst zur Arbeit, wichen Polizeikontrollen aus, fuhren mit dem Fahrrad mitten im Nirgendwo. Graffiti ermöglicht einem die Stadt gut zu kennen, es gibt dir die Schlüssel, um dich herumzuschleichen und für die Überwachung und Kontrollen unsichtbar zu sein.
Ich werde nicht leugnen, dass wir ein paar prekäre Monate hatten, in denen wir keine halbe Bestellung bekamen, aber wie du siehst, hier sind wir, bereit, einen weiteren Schlag ins Gesicht des Lebens zu bekommen…
Ange Violent ist uns mit seinen freshen Illustrationen und seinem illustrierten Tagebuch „Journal de l‘Angel Violent‘‘ aufgefallen. Wir haben den hervorragenden Illustrator und Graffitiwriter aus Neuenburg gebeten, für uns ein T-Shirt zu designen und haben ihm bei dieser Gelegenheit ein paar Fragen gestellt.
Kannst du uns zum Anfang kurz etwas über dich sagen?
Ich bin ein 32 jähriger Illustrator aus Neuenburg, bin verheiratet und habe einen Sohn.
Warum bist du verheiratet? Heutzutage heiraten doch viele nicht mehr.
Seit ich ein kleiner Junge bin wollte ich immer eine schöne Frau heiraten und das hab ich dann auch gemacht.
Mit einer pompösen Hochzeit, wie in einem kitschigen Film?
Es war eine wunderschöne Hochzeit, nicht so gross, aber wir hatten eine Sängerin die Nick Cave Songs gesungen hat, und auch ein kleines Rock Konzert und Feuerwerk. Und ein paar Scherben gabs auch.
Was machst du zurzeit so?
Momentan unterstütze ich meine Frau, damit sie ihr Studium beenden kann.
Das heisst du kümmerst dich viel um deinen Sohn. Wie alt ist er denn und was hat sich seit seiner Geburt für dich verändert?
Er ist nun einjährig. Seit er geboren ist habe ich ein- deutig weniger Zeit zum arbeiten. Ich wähle aber viel besser aus was ich machen will und konzentriere mich ausschliesslich auf persönliche Projekte. So mache ich auch keine Freelancer Jobs mehr, die fand ich sowieso stressig.
Neben Illustrationen machst du machst auch Graffiti, wann hast du damit angefangen?
Ich habe 2003 mit Graffiti angefangen, nachdem ich den Film 187 mit Samuel L. Jackson gesehen hatte.
Du hast mit Graffiti angefangen nachdem du 187 gesehen hast? Warst du damals so in einer Art Gang und wolltest lieber ein seriöser Graffiti Künstler werden?
Ja, ich startete eine ‘One Man Gang‘ nur ich alleine und ich habe viel geprügelt, vielleicht weil ich trotz meiner Grösse beweisen wollte das ich der Stärkste bin.
Denkst du Graffiti kann Leute davon abhalten kriminell zu werden und auf die falsche Bahn zu geraten?
Wenn man mit Graffiti anfängt, macht man vielleicht schon mal etwas Kriminelles, aber ja nur so kleine Sachen. Hingegen hilft einem die Leidenschaft, die man für Graffiti entwickelt auch dabei, sich auf anderes zu konzentrieren, zum Beispiel auf Kunst im allgemeinen.
Und wie gings dann los mit Graffiti?
Am Wochenende mussten ich immer nach Biel oder Bern um Graffiti-Dosen zu kaufen. Später habe ich sie dann beim Jumbo geklaut.
Wie sind Jumbo Dosen?
Die besten, aber nur mit Original Caps.
Was malst du am liebsten?
Am liebsten male ich Freights und legale Wände am Tag, weil man da auch mal ein Barbecue machen kann.
Wir haben gehört, Du musstest deine Nonstop Graffiti Magazin Sammlung verkaufen, wieso?
Ich hatte einige Bussen wegen Graffiti und musste sie bezahlen. So habe ich Flohmärkte gemacht und habe unter anderem die Nonstop Magazine dort verkauft.
Sprayst du im Moment noch viel?
Nein, zurzeit konzentriere ich mich mehr auf meine Karriere als Illustrator und Künstler.
Einige deiner Illustrationen haben manchmal gewalttätigen Inhalt. Was willst du damit zeigen?
Manchmal fühlt man sich wieder wie früher als kleiner Bub oder Teenager wenn alles um einen herum so gross und mächtig wirkt. Die Emotionen und Hormone stei- gern dieses Gefühl zusätzlich. Deshalb zeichne ich mich oft bei einem Faustkampf in der Strasse oder bei einer Hardcore Train Action, obwohl ich beides schon länger nicht mehr mache.
Was machst du sonst noch gerne?
Ich liebe das Reisen, gutes Essen und Kampfsport.
Wie bist du eigentlich zu deinem Namen gekommen, und was bedeutet er?
Mein Name kommt von dem Manga GTO „Great Teacher Onizuka“. In einer Episode kam der Hauptcharakter im Outfit eines japanischen Gangmitglieds in der Schule an und auf einer seiner Fahnen hinter seinem Fahrrad steht etwas, das auf Japanisch Ange Violent („gewalttätiger Engel“) bedeutet. Zu der Zeit brauchte ich einen Namen, um einige Wandbilder zu machen, also nahm ich ihn und jetzt bin ich dabei geblieben.
Willst du uns zum Schluss noch ein paar Namen deiner Idole und Künstler die dich inspiriert haben in deinem Leben geben?
Die UNO Crew in Neuenburg, die Legende Tune 031, Turbo the King of Mongol und meine Grossmutter.
Das Buch „Journal de l‘Ange Violent‘‘ ist hier erhältlich.
Das Ange Violent Layup T-Shirt findet ihr hier.
Louane ist ein Zeichner, Maler, Graffiti-Künstler und Illustrator. Ob mit Pinsel auf der Leinwand, mit Touch Pen am Bildschirm oder mit der Spraydose an der Wand, immer kann er seine grenzenlose Kreativität zum Ausdruck bringen. Seine Graffiti entstehen spontan an der Wand. Moderne Buchstaben und Farbkombos im Zusammenspiel von Dispersion und Spray, mit oder ohne Outlines. Die Fotos vom Sprayday zeigen euch wie er sein Graffiti macht.
Es gibt die Dinge, die wir tun, die für etwas oder jemanden nützlich sind, und die, die auf den ersten Blick für nichts oder niemanden nützlich sind. Es ist wichtig zuzugeben, dass wir viele Dinge tun, bei denen wir auf eine relativ genaue Rückmeldung warten. Ich arbeite, um Geld zu verdienen, ich baue ein Haus, um darin zu wohnen, ich sitze im Sessel, um bequem zu sein.
Ich zeichne, weil „ich es mag“. Ich arbeite nicht, weil „ich es mag“, sondern es gibt rationalere Gründe dafür. Des- halb habe ich mich entschieden, in der visuellen Kommunikation zu arbeiten. Wenn es darum geht zu definieren, was Kunst ist, könnte man einfach erklären, dass es in der Werbung um etwas geht; sie hat einen Zweck und eine Botschaft.
Im Vergleich dazu dient die Kunst keinem Zweck, sie hat keine Funktion und keine Botschaft. Wenn Sie zum Bei- spiel jemanden fragen, wie er eine freie Schöpfung (eine Zeichnung, ein Lied, ein Gedicht) findet, wird er oft sa- gen: „Es gefällt mir (aber ich kann nicht sagen, warum)“, wohingegen wir sagen können, warum wir etwas mögen, das funktional ist, indem wir erklären, was es für uns tut, oder noch subtiler, warum wir die Botschaft oder ideologische Zugehörigkeit, die es vermittelt, gutheissen. Ich finde dieses Konzept eher interessant.
Ich habe schon immer gerne gezeichnet und ich denke, das ist der rationalste Grund, warum ich auf Graffiti gestossen bin. Dann bin ich ein soziales und zivilisiertes Wesen, ich mochte es nie, allein zu Hause zu zeichnen, und in meinem Freundeskreis teilte keiner dieses Interesse. Sobald ich anfing, auf Wänden zu malen, vor etwa zehn Jahren, lernte ich das kennen, was man als „die Graffiti Welt“bezeichnen kann. Dann begann auch ich, mich für Buchstaben zu interessieren, Alphabete zu zeichnen, Pseudonyme zu erfinden, sie mit anderen zu teilen, uns unter einem gemeinsamen Emblem zusammenzuschliessen.
In diesem Zusammenhang habe ich grossartige Menschen kennengelernt, einige von ihnen gehören jetzt zu meinen engsten Freunden und haben mir in meiner Entwicklung viel gebracht. Ich grüsse und danke ihnen an dieser Stelle.
Schliesslich mag ich es, eine Wand zu bemalen, um eine gute Zeit zu haben, ausserhalb der Zeit, wie eine Meditation. Deshalb ziehe ich es vor, nicht mit einer Skizze zu malen, sondern einfach das zu malen, was ich in dem Moment wirklich will, und dann zu entdecken, wie es sich visuell materialisiert. Wenn ich eine Zeichnung an einer Wand reproduziere, bin ich sehr oft von der Wand enttäuscht, und ich denke, es liegt daran, dass die Zeichnung vielleicht schon selbstgenügsam war.„Ich habe versucht, diese spontane Schöpfung, die ich an Graffiti schon immer geschätzt habe, zu transkribieren“
Ich habe versucht, diese spontane Schöpfung, die ich an Graffiti schon immer geschätzt habe, zu transkribieren; kleine Stile zu zeichnen, ohne zu viel nachzudenken, wie auf ein Notizbuch zu kritzeln, während man telefoniert.
Die T-Shirts von Louane gibts hier im Onlineshop!