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Die Ermöglichung des Handels mit Milchkontingenten veränderte die betrieblichen Strukturen der Milchproduktionsbetriebe seit 1999 mehr als in den zwanzig Jahren davor. Der gleichzeitig wirkende Preisdruck bewirkt, dass die Landwirte die Struktur ihrer Betriebe anpassen. Diese Anpassungen werden für die Jahre 1999-2002 anhand von 131 definierten Betriebstypen analysiert. Die Betriebstypen unterscheiden sich bezüglich Klimazone, Flächengrösse und Produktionsausrichtung. Anschliessend wird mit einem heuristischen Mittelwertsmodell die zukünftige Entwicklung der Betriebe geschätzt. Gemäss diesen Schätzungen verlagert sich die Milchproduktion mehr und mehr auf grössere Betriebe, auf welchen der Futterbau intensiviert wird. Die Betriebe ohne Milchproduktion weisen durchschnittlich einen wesentlich tieferen Tierbesatz pro ha auf als die Milchproduktionsbetriebe. Die Rindfleischproduktion verändert sich insofern, als dass mehr Mutterkühe gehalten werden. Diese Verlagerung hat durch die Reduktion der Anzahl Milchkühe jedoch keinen Einfluss auf die gesamte Fleischproduktion.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.