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Überleg' dir mal, wie lange es dauert von der Idee, jetzt auszubauen, über die Planung bis hin zum effektiven Handeln. Dann kannst du dich weiter fragen, wie viel in dieser Zeit passieren kann (selbst in der "Endphase", die dauert ca. 6 Monate, da kann es Veschiebungen/Änderungen geben, die den Ausbau verhindern/verzögern).
Als Hauptziel definiert sind ja immer noch die über 90% der Kunden, die bis Ende 2021 mit mind. 100MBit down angeschlossen sind. Auch wenn es nicht passt oder als "knapp genügend" taxiert wird, hier mehr zu investieren halte ich für unrealistisch/unnötig. Diesen Aufwand soll Swisscom besser anderswo investieren.
@Anonym Wie geht es mit FTTS Ausbaugebieten weiter, welche noch mit VDSL statt G.fast ausgebaut worden sind? In der Swisscom Pressemitteilung der Gemeinde stand in "1 - 2 Jahren". 2 Jahre sind im kommenden Sommer erreicht. Ich möchte mich endlich von der Kabelmafia verabschieden können.
Wauwil ist bereits ausgebaut. Gibt noch ein paar kleinere geplante Ergänzungen, aber grundsätzlich ist alles durch. Der Ausbau erfolgte noch bevor die g.fast mCANs eingesetzt wurden. Daher in Wauwil erstmal nur bis zu 100 (oder etwas mehr) MBit/s. Um g.fast anbieten zu können, müssten die mCANs alle ersetzt werden. Das ist zwar für die nächsten Jahre geplant, aber es gibt noch keinen verbindlichen Plan dazu.
den Brief hatten wir vor dem Ausbau auf FTTS auch erhalten. Nach dem Ausbau stellte sich heraus, dass auch bei uns noch keine g.fast fähigen mCans verbaut wurden. Offenbar war das der Technikabteilung bewusst, nur das Marketing hat das nie mitbekommen...
Was erreichst du denn heute übers Swisscomnetz? Bei mir sind es immerhin die "bis zu" versprochenen 100/20 (Speedtests zeigen ein 103/23), und das grundsätzlich stabil und zuverlässig.
Wauwil ist bereits ausgebaut. Gibt noch ein paar kleinere geplante Ergänzungen, aber grundsätzlich ist alles durch. Der Ausbau erfolgte noch bevor die g.fast mCANs eingesetzt wurden. Daher in Wauwil erstmal nur bis zu 100 (oder etwas mehr) MBit/s. Um g.fast anbieten zu können, müssten die mCANs alle ersetzt werden. Das ist zwar für die nächsten Jahre geplant, aber es gibt noch keinen verbindlichen Plan dazu.
Guido
Zeigt meiner Meinung nach exemplarisch den Hauptnachteil der zur Zeit stark forcierten FTTS/FTTB-Ausbaustrategie der Swisscom auf:
Anders als bei FTTH sind die mCANs aktive Netzwerkelemente die Hardware, Software und Strom benötigen und auch einem Generationenwechsel unterliegen.
Das heisst nichts anderes als:
Ist ein mCAN an einer bestimmten Lokation mal verbaut, fixiert er die gerätespezifischen Limiten der jeweiligen Modellgeneration für lange Zeit, denn schliesslich muss er ja zuerst mal amortisiert werden, bevor man ihn dann wieder entfernt und durch ein neueres Modell ersetzt.
Sicher ist FTTS/FTTB besser als kein Ausbau, aber verglichen mit FTTH fallen halt auch einige wirklich gewichtige, aber selten erwähnte Nachteile an:
- mCANs limitieren modellspezifisch die reine Glasfaserleistung und verhindern auf Grund ihrer Amortisationsfristen auch einen weiteren Technologieupgrade auf längere Zeit
- mCANs brauchen nicht vernachlässigbar Strom, was nicht so richtig konform mit einer modernen Energiestrategie harmoniert
- mCAN-Verbindungen sind weit störungsanfälliger als ein reines FTTH-Netz
Leider hat es die Politik bisher weitgehend versäumt den direkten FTTH-Ausbau mit öffentlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Mitteln genügend zu favorisieren, also wurstelt halt jeder Provider weiter nach seinen eigenen Business-Case-Überlegungen.
Schade - eigentlich hätte die Schweizer Infrastruktur mehr nachhaltigen Einsatz für ihre Modernisierung verdient.
Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
@Anonym : Danke für die Antwort. Schade, dass die gemachten Versprechen der Swisscom nicht eingehalten werden. Eigentlich ging ich davon aus, dass man die uCAN's zügig ersetzt. Einige Gebiete inkl. die Nachbargemeinde Egolzwil haben einen Ausbau resp. "Optimierung" bitter nötig. Egolzwil und Wauwil hätte man eigentlich gleich zusammen ausbauen können. Beide Gemeinden gehen fliessend ineinander über.
@kaetho Eigentlich habe ich Luxusprobleme: Direkt vor unserem Mehrfamilienhaus wurde Manhole mit einem uCAN erstellt, aber leider ohne G.fast. Ich erreiche die vollen 100/20 Mbit/s gemäss Checker. Dies ist für meine Bedürfnisse aber zu wenig, da ich oft grosse Dateitransfers ausführen und auch mein NAS mit Azure Blobs und AWS Glacier sichere. Aktuell bin ich UPC Kunde und erreiche die versprochenen 500/50 zu jeder Tages- und Nachtzeit voll. Da UPC aber für den Wechsel auf neue Produkte volle 99.- Fr. Wechselgebühr verlangt, möchte ich der Kabelmafia mit einer Kündigung ein Schnäppchen schlagen. Mit G.fast und 500/100 wäre ich gar nicht mehr auf UPC angewiesen. Daher die Rückfrage an Guido. Auch finde ich es fraglich, warum Swisscom bei VDSL nur 20 Mbit/s im Upload erreicht, die Deutsche Telecom und andere Anbieter in Europa aber 40 Mbit/s. Bei 40 Mbit/s Upload würde mir der Wechsel "etwas" leichter fallen.
@Werner Ich bin auch der Meinung, dass der aktuelle FTTS-Ausbau nicht besonders nachhaltig ist. Aber die Swisscom brauchte eine Strategie für einen pragmatischen und schnellen Ausbau des Netzes. FTTH dauert ewig. Als Beispiel ist Gossau SG zu erwähnen, wo auch nach dem politischen Entscheid von 2012/13 noch immer nicht alle Gebiete ausgebaut sind. Der Ausbau zieht sich noch bis 2022 hin und dies für "nur" 9000 Anschlüsse bei einer Abdeckung von 96%. Ich denke nicht, dass man es mit viel politischem Willen und der gesamten Tiefbaukapazität der Schweiz in 10 Jahren schaffen würde, eine flächendeckende FTTH-Versorgung zu realisieren. Immerhin schafft Swisscom mit FTTS die Voraussetzungen für FTTH mit GPON.
@millernet Ich glaube nicht, dass wir das explizit versprochen haben. Der Text ist ja eher sehr allgemein gehalten. Da steht ja nur, dass FTTS in 1-2 Jahren höhere Geschwindigkeiten erlaubt. Das ist ja auch so, seit wir g.fast mCANS verbauen. Im Moment geht es erstmal darum, in die Breite zu bauen, damit möglichst viele Kunden von den höheren Bandbreiten profitieren. Daneben schauen wir, wie man bestehende Ausbaugebiete noch optimieren kann. Das ist ein kontinuierlicher Prozess.
Egolzwil ist schon im Ausbau geplant. Dort wird dann g.fast gebaut.
@fabian86 Neubauten, wenn grossmgenug, werden oft mit FTTH erschlossen. Da muss man ja eh einen Kabel ziehen, zum Teil zumindest. Und dann muss die Zentrale ausgebaut werden. Das lohnt sich dann nur, wenn es genug neue Wohnungen zu erschliessen gibt.
Die Reihenfolge des Ausbaus bis 2021 hängt von vielen Kriterien ab, die alle in ein Modell geworfen werden und dann gibt das Modell eine Reihenfolge vor. Mit wenigen Korrekturen wird dann diese Reihenfolge umgesetzt. Alle auf einmal geht halt nicht.
Seit ca. einem Jahr verbauen wir g.fast - Technik.
Konnte in den letzten Monaten einen G.Fast-Ausbau aus nächster Nähe live beobachten.
Situation: Dicht besiedelte Agglomerationsgemeinde von Zürich mit knapp 20‘000 Einwohnern.
Gräben wurden da keine neuen aufgerissen, alle neuen Glasfaserkabel wurden in bereits bestehende Swisscom-Rohre eingezogen.
Also gar nichts von Tiefbau, sondern einfach zusätzliche Glasfaser-Kabel einziehen und auch die mCANs wurden weitgehend in bereits bestehenden Schächten untergebracht. Nur ganz selten wurde überhaupt ein neues Manhole gegraben.
Was ich damit sagen will: Auch in eigentlich FTTH-prädestinierten Gebieten baut die Swisscom zur Zeit nur noch G.Fast, was ich wie bereits erwähnt einfach schade finde.
Sicher hat das für die Swisscom Vorteile: Wenn man natürlich die letzten Meter Swisscom-Kupfer belässt, braucht man gar keinen Kontakt mit den Liegenschaftseigentümern und koordiniert werden muss auch sonst nicht viel, aber ist das wirklich das, was wir als Kunden als endgültige Lösung wirklich längerfristig wollen?
Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
aber ist das wirklich das, was wir als Kunden als endgültige Lösung wirklich längerfristig wollen?
Naja das ist 90% der Kunden egal, meistens sogar wie schnell sie surfen, Hauptsache sie Surfen und Können TV Schauen (meistens ist es sogar egal ob HD oder nicht)
Der Upload wird laufend wichtiger.
Immer mehr Clouds, die aktualisiert werden wollen und auch immer mehr Fötelis etc., die irgendwo hin müssen.
Das neue kleinste Internet-Abo der Swisscom das InOne Internet S bietet theoretisch seit dem 1. Okt. 2018 bereits 50/50 Download/Upload.
Der Haken dabei: Um die 50 MBit Upload technisch überhaupt nutzen zu können, braucht es im Minimum einen G.Fast-Anschluss.
Also wenn die Technik nicht mal mehr in der Lage ist, das „kleinste“ Internet-Abo in Realität dem Kunden auch zu liefern, dann ist es eben vermutlich über kurz oder lang mehr als 10% der Kunden nicht mehr egal...
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Ich bin auch nicht glücklich über den tiefen Upload-Speed.
Wenn man aber ehrlich ist stört es auch nicht wirklich, ob z.B. der Upload der Bilder in die Cloud nun 15 Minuten oder 60 Minuten dauert. Das geschieht ja im Hintergrund und man muss nicht daneben sitzen und zuschauen/warten, bis der Upload abgeschlossen ist. So gesehen reden wir hier über Luxusprobleme.