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Nur in schwerwiegenden und ausserordentlichen Fällen kann das Besuchsrecht begrenzt, verweigert oder ganz entzogen werden.
In ernsten, aber weniger schwerwiegenden Fällen begrenzt der Richter die Häufigkeit und/oder schreibt die zwingende Gegenwart von Drittpersonen (begleitetes Besuchsrecht) (5A_728/2015) vor. Das Besuchsrechts kann auch an die Auflage gebunden werden, dass es nur an einem bestimmten Ort ausgeführt werden kann (zum Beispiel in „Begleiteten Besuchstreffs“). Grundsätzlich wird ein solches begleitetes Besuchsrecht nur für eine begrenzte Zeit vorgesehen (5A_728/2015 und 5A_102/2017).
Die Wichtigkeit der Meinung des Kindes bezüglich der Organisation des Besuchsrechtes ist abhängig vom Alter des Kindes (5A_92/2009).
Für den Fall, dass sich die Eltern nicht einigen können, kann der Richter auch einen Beistand benennen, der das Besuchsrecht beaufsichtigt und organisiert. Häufig ernennt der Richter den Amtsvormund als Beistand und das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht setzt für diese Aufgabe seine Sozialarbeiter ein.