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US-Börsenaufsicht untersucht einige der Aktionen Hurds vor dem Rausschmiss bei HP.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Untersuchung zu den Umständen des Abgangs von Mark Hurd bei HP
gestartet, wie das 'Wall Street Journal' aufgrund von Insiderquellen berichtet. Gemäss dem Bericht ist die Untersuchung breit angelegt. Sie soll klären, ob es möglicherweise Anlass zur Einleitung eines offiziellen Verfahrens gegen Hurd oder andere Personen gibt. Dass ein Verfahren zustande kommt, scheint aber bisher eher unwahrscheinlich.
Laut 'Wall Street Journal' geht es beispielsweise um den Verdacht, dass Hurd Jodie Fisher, der Frau mit der er eine Affäre hatte, im März 2008 Informationen über den damals noch geheimen bevorstehenden Kauf von EDS gegeben hat. Auch wenn sich der Verdacht erhärtet, könnte dies aber laut dem US-Wirtschaftsblatt nur zu einer Anklage führen, falls jemand die Informationen tatsächlich zu einem Insiderhandel genutzt hat. Ein weiterer Stolperstein für Hurd könnten seine Spesenrechnungen werden. Eine interne HP-Untersuchung hatte ergeben, dass Hurd bei Treffen mit Jodie Fisher angefallene Hotel- und Restaurantrechnungen auf die Spesen setzte. Die missbrächliche Verwendung von Spesengeldern könnte ein börsenrechtlich relevanter Tatbestand sein.
Ins Visier der Untersuchung könnte neben Hurd aber auch der HP-Verwaltungsrat geraten. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob dieser bei der Bekanntgabe der Entlassung Hurds und der Gründe dafür allen Vorschriften genügt hat. Die Bekanntgabe der Entlassung führte im August zu einem markanten Einbruch des HP-Aktienkurses. (Hans Jörg Maron)