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Das Haar wächst im Durchschnitt ca. 0.33 mm pro Tag und etwa 1cm im Monat. Die Haarwurzel hat eine Lebensdauer von ca. 6-8 Jahren. Der Haarzyklus wird in 3 Phasen aufgeteilt.
- Anagenphase
Dies ist die Wachstumsphase mit Bildung der neuen Haarwurzel und Produktion des Haares. Beim Kopfhaar dauert diese Phase ca. 2-6 Jahre. 85-90% der Haare auf dem Kopf befinden sich in dieser Anagenphase.
- Katagenphase
In der sogenannten Übergangsphase schrumpfen den Haarwurzeln und die Zellproduktion stellt sich ein. Dies dauert ca. 2-3 Wochen und 1% aller Haare befinden sich in dieser Phase
- Telogenphase
Auch Ruhe oder Ausfallphase genannt. In dieser Phase wird das Haar durch eine geringe mechanische Belastung aus der Kopfhaut herausgelöst bzw. durch das nachwachsende Haar aus dem Follikel herausgeschoben. Dies dauert ca. 2-4 Monate und 15% aller Haare befindet sich in diesem Stadium.
Haarausfall und die verschiedenen Formen
Ein krankhafter Haarausfall ist, wenn eine über längere Zeit mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen.
Die häufigste Form (60%) ist der erblich bedingte Haarausfall vor allem bei Männern. Die Haarwurzel zeigt eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegen das männliche Sexualhormon. Bei den Männern wird die Wachstumsphase immer kürzer und es bleiben dünne kurze Haare übrig. Diese können bestehen bleiben oder auch noch ausfallen, ohne das neue Haare gebildet werden. Bei den Frauen ist diese Form des Haarausfalls sehr selten und oft steckt eine Erkrankung mit gestörter Östrogen-Produktion oder erhöhter Testosteron Produktion dahinter. Vielmehr wird die Ursache aber auch in einer verminderten Aktivität eines Enzyms vermutet. Bei Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall ist diese Enzymaktivität vermindert und es werden weniger Östrogene gebildet. Östrogenen wird eine fördernde Wirkung auf das Haarwachstum zugesprochen.
Weitere Formen sind Kreisrunder Haarausfall, Diffuser Haarausfall aber auch unspezifische Formen aufgrund von Medikamenten, Krankheiten oder mechanischen Belastungen.
Faktoren welche einen übermässigen Haarausfall begünstigen
Zuviel Sonnenlicht, ständiges Waschen sowie Chemikalien können das Haar schwächen und austrocken. Eine schlechte Durchblutung der Kopfhaut, akuter Stress oder Krankheiten, Umweltgifte, schnelle Gewichtsabnahme, Bestrahlungen, schlechte Ernährung und Nährstoffmangel begünstigen den Haarausfall.
Ernährungsempfehlung für schönes kräftiges Haar
Hochwertiges Nahrungsprotein (aus Eiern, Milch, Fisch oder magerem Fleisch) sollte regelmässig gegessen werden. Ein bis zwei Esslöffel kaltgepresstes und unraffiniertes Sesam-, Leinsamen-, Raps-, Baumnuss-, Mais- oder Distelöl pro Tag versorgen das Haar mit essentiellen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Abwechseln!
Nachtkerzenöl enthält gute Mengen an essentiellen Omega-6-Fettsäuren vom Gamma-Linolen-Typ und hilft, trockenes und brüchiges Haar zu vermeiden
Auch verschiedenste Nahrungsergänzungsmittel mit hochwertigem Bambusextrakt, Hirseextrakt und Vitaminen haben sich bei Haarausfall bewährt. Der Bambus zeichnet sich durch sein schnelles, kraftvolles Wachstum aus durch die Elastizität, Festigkeit und Widerstandskraft.