Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03372.jsonl.gz/715

Die 1548 erstmals erwähnte St. Lukaskirche, die im Stiel der Spätgotik errichtet wurde, erfuhr 1727 und 1928 Erweiterungen.
1734 wurde der Hochalter, der vom adeligem Solothurner Franz Viktor August von Roll gestiftet wurde, eingeweiht.
Von 1619 - 1864, bis zur Gründung eine eigenen Kirchgemeinde war Grindel mit Bärschwil verbunden. Von 1533 - 1619 gehörte Grindel zur Krichgemeinde Breitenbach.
Die Orgel in der Dorfkirche von Bärschwil wurde 1935 von der Rorschacher Orgelbaufirma Franz Gattringer gebaut. Als eine der wenigen in der Schweiz noch bestehenden Exemplaren dieses Unternehmens. Sie wurde im Jahre 2013 durch die Firma Orgelbau Graf AG in Sursee in mehrwöchiger Arbeit saniert und restauriert.
Die 14 Stationsbilder in der Pfarrkirche wurden im 19, Jahrhundert aus der Kirche entfernt und in die Wendelinskapelle gehängt. Erst in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden sie
restauriert und zurück in die Pfarrkirche gebracht. In der Zwischenzeit wurden sie durch geschnitzte Stations-Tafeln ersetzt. Auch die aus Holz geschnitzte Kanzel wurden beim letzten Umbau
entfern.
Das Pfarrhaus wurde 1790 nach den Plänen von P. A. Pisoni (1738-1804) erbaut. Paolo Antonio Pisoni war Neffe des Architekten Caetano Matteo Pisoni, mit dem er 1763 von Ascona nach Solothurn kam und zusammen die St. Ursen-Kirche erbauten. Er wurde Kantonsbaumeister von Solothurn und verantwortlich für viele Gebäuden im Kanton.
Die radikale Renovation 1961 - ohne vorherige Meldung an die AK - hatte zur Folge, dass keine Beiträge ausgerichtet werden konnten und das ehemals vornehmste Gebäude des Dorfes vom
Schutzinventar gestrichen werden musste. Heute ist es jedoch wieder im Register der Kulturgüter Solothurn mit der Nr. 11126 aufgeführt.
Die Sankt Wendelinskapelle östlich vom Dorf, an der Wegverzweigung gegen Grindel, wurde 1692 erbaut.
Anfänglich wurde in der Kapelle nicht der Viehpatron Wendelin verehrt, sondern der Beschützer der Schiede, der heilige Elogius. Erst 1894 kam das Bild des Heiligen Wendelin von Huwiler auf den schönen Barockaltar, der einst in der Hauskapelle der Familie Gressly stand.