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Autor: REgula Saner
Es gibt es schon, das von einem grossen Teil der Bevölkerung lang ersehnte Hallenbad mit 50-Meter-Schwimmbecken. Aber erst im Modell des Freiburger Architekturbüros Page. Dennoch weckt es bereits die Vorstellung, wie man ab 2012 schnell über Mittag seine Längen ziehen geht, um der Schwerkraft des Bürostuhls zu entfliehen. Das Hallenbad soll mitten in der Stadt, auf dem ehemaligen Gelände der Giesserei Boxal, zwischen der Avenue du Midi und der Zeughausstrasse errichtet werden, eingebettet in ein Projekt, das den Bau von über 120 Standard- und Studentenwohnungen vorsieht.
Projekt erfüllt Bedingungen des Kantons
Das Vorhaben einer privaten Investorengruppe scheint so sehr zu überzeugen, dass am Dienstag sogar Erziehungs- und Sportdirektorin Isabelle Chassot bei der Präsentation des 80-Millionen-Projekts (die Hälfte davon kostet das Schwimmbad) anwesend war. «Meine Direktion hat entschieden, auf das Projekt einzutreten. Denn es erfüllt alle Bedingungen, die der Kanton für eine Investitionshilfe gestellt hat.» So handle es sich um eine Einrichtung von regionaler Bedeutung und sie wäre mischfinanziert oder neudeutsch ausgedrückt, es wird eine Private Public Partnership (PPP) angestrebt. Danach setzt das von einer privaten Investorengruppe getragene Vorhaben auf einen Investitionsbeitrag des Kantons und die Unterstützung der Gemeinden des Saanebezirks.
Laut Isabelle Chassot hatte der Kanton beim gescheiterten nationalen Schwimmzentrum von Gottéron Village fünf Millionen Franken in Aussicht gestellt. «Das ist auch jetzt eine Richtschnur für Verhandlungen mit den verschiedenen Partnern.» Ob sich jedoch die damals im Rahmen des nationale Sportanlagenkonzepts (NASAK) versprochenen Bundesgelder wieder mobilisieren lassen, das bezweifelt Chassot. Dafür müsste auch der schweizerische Schwimmverband dahinterstehen.
Die Gemeinden des Saanebezirks werden nicht für eine Beteiligung an den Investitionskosten angefragt. Hingegen werde man sich an sie wenden, damit sie das Hallenbad für ihre Schulklassen mieteten, und andererseits einen Anteil am Betriebsdefizit übernähmen, erklärte Mitinitiant Pascal Kuenlin vor den Medien. Zudem sollten die Gemeinden auch die Möglichkeit haben, die Einrichtung direkt zu nutzen, indem sie das Schwimmbad entweder selber betreiben würden oder durch Externe betreiben liessen.
Gemeinden entscheiden bis Ende November
In einer von Oberamtmann Carl-Alex Ridoré durchgeführten Vernehmlassung sollen die Gemeinden bis Ende November sagen, ob sie auf das Projekt eintreten wollen. Aufgrund des Businessplanes betragen die jährlichen Kosten für die Gemeinden pro Einwohner 21 Franken. Carl-Alex Ridoré ist zuversichtlich, dass die Gemeinden mitziehen werden. «Bisher waren die Reaktionen eher positiv.»
Isabelle Chassot betonte schliesslich, dass dank dem Schwimmbad endlich auch der Schwimmunterricht an den Schulen gefördert werden könne, was bisher wegen mangelnder Infrastruktur nicht an allen Schulen und in allen Gemeinden des Saanebezirks möglich gewesen ist.