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Ikea zahlt Millionen-Entschädigung
Der Möbelriese Ikea zahlt einer US-Familie 46 Millionen Dollar, umgerechnet 44,8 Millionen Franken, als Entschädigung für den Tod ihres zweijährigen Sohnes. Das von den Eltern des Kindes beauftragte Anwaltsbüro sprach von der höchsten Entschädigung in einem solchen Fall in der US-Geschichte. Der Junge war im Mai 2017 von einer umkippenden Kommode der Serie «Malm» erschlagen worden.
Seine Familie verklagte Ikea deswegen vor einem US-Gericht. Sie warf dem Möbelkonzern vor, von der Kippgefahr gewusst zu haben und auch davon, dass dies bereits früher zu Verletzungen und Todesfällen von Kindern geführt habe. Tatsächlich hatte das Möbelstück schon früher für Schlagzeilen gesorgt: Ikea rief 2016 mehr als 37 Millionen Kommoden in den USA, Kanada und China zurück.
Im selben Jahr erhielten drei Familien, deren Kinder ebenfalls von umfallenden «Malm»-Kommoden getötet worden waren, von Ikea insgesamt 50 Millionen Dollar Entschädigung zugesagt. In Mitteleuropa werden die Möbel weiterhin verkauft. Ikea liefert zwar Winkel mit, um Schränke und Kommoden an der Wand zu befestigen, schreibt das aber nicht vor. Dieses Vorgehen lässt in den USA Spielraum für Klagen.
Bereits 2016 zeigte das amerikanische Online-Portal «Inside Edition» in einem Video, wie schnell ungesicherte Ikea-Kommoden kippen, wenn Kinder darauf klettern: