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Mediengestützte Interaktion enthält weniger Hinweisreize (Kanalreduktion) als F2F Kommunikation.
Folge: Die Kooperation zwischen Kommunikationspartnern wird anonymer (De-Individuation).
Positive Folgen: wir fühlen uns weniger Gehemmt (Offenheit, Demokratisierung,Selbstoffenbarung). Prosoziales Verhalten.
Negative Folgen: Antisoziales Verhalten (Flaming = über andere herziehen, Spam-Mails).
Kritik: Eingeschränkte Gültigkeit, wird ausgegangen, dass Interaktion zw. Unbekannten folgt. Fokussierung auf technische Aspekte: Vernachlässigt individuelle Kompetenzen.
Praxis: Entwicklung von Online-Feedbacksystemen: Selbstoffenbarung durch Anonymisierung (gebe oftmals ehrlichere Rückmeldungen, wenn diese anonym sind).
Was versteht man unter derTheorie des Herausfilterns sozialer Hinweisreize?
Mediengestützte Interaktion ist im Vergleich zu F2F-Interatktionen defizitär (Ausschuss von Sinneskanälen = Kanalreduktion). Folge ist, dass die Kooperation anonymer wird und es zu einer De-Individuation kommen kann.
Was versteht man unter dem Begriff der Kanalreduktion?
Mediengestützte Kooperation wird durch den Ausschluss von Sinneskanälen gegenüber F2F-Interaktionen defizitär.
Metapher: Kooperation als Kabel d.h. F2F hat ein dickes Kabel, CvK hat ein dünneres Kabel. Je mehr eingesetzte Medien, desto dünner das Kabel.
Welche Vor- und Nachteile bringt Telearbeit mich sich?
Vorteile (Potenziale)
Selbstständigkeit in der Wahl der Arbeitszeit
mehr Freizeit durch Wegfall von Fahrtzeit
Verbesserung der Situation von Eltern durch Koordination zwischen Erwerbs- und Familienaufgaben
Beschäftigungschancen für beruflich benachteiligte Gruppen
Energieersparnis und Reduzierung der Umweltbelastung
Abbau regionaler Arbeitslosigkeit
Nachteile (Risiken)
soziale Isolation oder gar Deprivation
Gefahr der Selbstausbeutung (z.B. durch Verschwimmen der Grenzen zwischen Beruf und Freizeit)
Beeinträchtigung des Familienlebens
Wegfall von Karrieremöglichkeiten
Einkommensverschlechterung Arbeitsplatzabbau in Organisationen
Entsolidarisierung der Arbeitnehmenden
Einschränkungen bei der sozialen Sicherung und des Arbeitsschutzes
Zunahme von Belastungen und Beanspruchungen
Welche Formen von Telearbeit können unterschieden werden?
Individuelle Telearbeit mit Wechsel des Arbeitsplatzes: Mobile Telearbeit (wechsel meinen Arbeitsplatz bin zu Hause und im Büro).
Individuelle Telearbeit mit häuslichem Arbeitsplatz: Teleheimarbeit (Homeoffice)
Kollektive Telearbeit: Virtuelle Teams (Coworking-Place)
Welche Ziele verfolgen Unternehmen bei der Einführung von Telearbeit oder mobil flexiblem Arbeiten?
Hohe Flexibilität, kürzere Bearbeitungszeiten, Mitarbeiterzufriedenheit, Vereinbarkeit Beruf-Familie, Imageverbesserung, Bürgernähe, Gewinnung Fachkräfte, Kosteneinsparungen, Gewinnung Sachkräfte, Förderung der Randregionen, ...
Wie kann man Belastungen in der Telearbeit reduzieren?
Sensibilisierung und Offenheit
Pausenzeiten sollten explizit eingehalten werden, lange Arbeitszeiten meiden
Betonung auf das Recht der Abwesenheit
Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung (informeller Austausch in virtuellen Teams)
Arbeitszeit und Arbeitsdauer
Definition von Regeln für die Erreichbarkeit
Erfassung von Überstunden
Fixieren des Umgangs mit Reise- und Pendelzeiten
Definition von Vertretungsregelungen
Vorbildfunktion der Vorgesetzten (sollen auch nicht nachts Mails schreiben)
Informationsüberflutung
Sollte möglichst gemieden werden. Um Informationsflüsse effizienter zu gestalten, sollte man eine Gemeinsame Wissensbasis (Team Knowledge) und ein mentales Modell bilden. Wenn man STROTA einsetzt, wird die Informationsüberflutungen reduziert.