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Susan Misicka, English Department
Wie sieht die Berichterstattung eines Schweizer Nachrichtenmediums über ein derart uramerikanisches Ereignis aus? Und weshalb entscheidet sich das Publikum unter so vielen Kanälen ausgerechnet für SWI? Dale Bechtel, der Leiter des Teams Englisch, beantwortete diese Fragen in einem Editorial:
«Wenn Sie diesen Artikel lesen, haben Sie höchstwahrscheinlich grosses Interesse an der schweizerischen und der US-amerikanischen Realität. Möglicherweise leben Sie in der Schweiz. Aber vielleicht sind Sie auch Schweizerin oder Schweizer und leben in den Vereinigten Staaten. Sie könnten ein Weltbürger oder eine Weltbürgerin sein, dessen oder deren Interessen Sie mit beiden Ländern verbinden. Wir bieten Ihnen eine einzigartige Berichterstattung, um aufzuzeigen, was das Ergebnis für Sie bedeutet.» SWI berichtete in Form eines Dossiers.
Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen haben wir rund 10 Gastkommentare aus der Sicht von amerikanischen Bürgerinnen und Bürgern in der Schweiz sowie von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern in den USA veröffentlicht. Sie trugen Titel wie «Blowing your own Trump-et» («Selbstlob ist Trump[f]») und «A choice-less choice» («Eine wahllose Wahl»). In dieser Zeit haben wir auch eine Reihe von Artikeln zu den Verbindungen zwischen der Schweiz und den USA verfasst – vor allem im Geschäftsleben – und darüber, welche Auswirkungen die Wahl des einen oder anderen Kandidaten auf diese Verbindungen haben dürfte. Zudem haben wir die Berichterstattung der Schweizer Medien über die Wahlkampagnen kommentiert.
Unsere Berichterstattung gipfelte in der Wahlnacht in einem Live-Blog rund um die Uhr, der sich bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse am nächsten Tag fortsetzte. Unsere Journalistinnen und Journalisten beteiligten sich an Events in Genf, Zürich und Bern, wo die US-amerikanische Botschaft ihre Türen rund um die Uhr für Gäste offenhielt. Mit Interviews, Fotos und Videos sowie live auf Facebook fingen wir die Atmosphäre ein.
Im Blog wollten wir auch Schweizerinnen und Schweizer zu Wort kommen lassen, die in den USA leben, sowie US-Amerikanerinnen und -Amerikaner, die an Orten leben, die von Schweizer Auswandern gegründet wurden. Daher wendeten wir uns an unsere Facebook-Community und an die Auslandschweizer-Organisation, um mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausfindig zu machen. Die ganze Wahlnacht hatten wir laufend Kontakt mit verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die jeweils die neuesten Entwicklungen kommentierten. Als die Ergebnisse sich abzeichneten, trugen sie ihre politischen Meinungen bei und sprachen von «Hoffnung», «grosser Nervosität», Angst und dem Bewusstsein, dass sie in einem «zutiefst gespaltenen Land» leben.
Am Morgen nach der Wahl erfassten wir die Reaktionen der Menschen auf den Strassen in Bern in einem Video. Seither sind die Auswirkungen der Präsidentschaft von Donald Trump regelmässig ein Thema auf unserer Website.