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Erstfelderthal
(Kt. Uri, Gem. Erstfeld). Linksseitiges Nebenthal zum Reussthal; steigt vom Grossen Spannort (3202 m) zwischen dem Schlossberg im W., dem Geissberg und den Sonnigstöcken im N., dem Krönten, Kleinen Spannort, Schneehühnerstock und Männtliser im S. nach ONO. ab. Vom Fuss des Glattenfirns (1852 m) bis zur Ausmündung bei Erstfeld (470 m) 7,5 km lang; 3 km breit. Ein Drittel des Thales, d. h. der oberste Thalboden ist mit Eis- und Moränenmassen erfüllt, weiter unten Alpweiden und zahlreiche Hütten (diese besonders im Thalboden). Im S. und W. drei kleine Hochgebirgsseen: Jakobiger-, Ober- und Faulensee.
Zwischen den zwei letztgenannten steht seit 1890 die Kröntenhütte des S. A. C., Ausgangspunkt für
zahlreiche Bergtouren. Mit dem
Engelbergerthal steht das
Erstfelderthal über die
Schlossberglücke in Verbindung. Im mittlern
und untern Thalabschnitt etwas
Wald und einige Wohnhäuser. Der das Thal aufwärts führende Fussweg ist leicht zu begehen
und gefahrlos. Der unterste Thalboden bricht bei seiner Ausmündung ins
Reussthal hoch über demselben ab. Der
das Thal entwässernde
Faulenbach bildet schöne Fälle und hat sich 500 m w.
Erstfeld durch den steilen Thalabbruch die enge
Faulenbachschlucht gegraben. Das schöne und malerische, im Winter von Lawinen heimgesuchte Thal wird seit einigen Jahren
mehr und mehr auch von Fremden besucht.