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Wie beeinflusst die Schwangerschaft andere rheumatische Erkrankungen?
Bei den bisher genannten rheumatischen Krankheiten ist der Einfluss einer Schwangerschaft auf den Verlauf der Krankheit recht gut untersucht. Es gibt aber noch mehrere andere rheumatische Erkrankungen, bei denen nur wenige Untersuchungen an schwangeren Patientinnen durchgeführt worden sind. Dazu gehören die reaktive Arthritis (Morbus Reiter), die Psoriasisarthropathie und der Morbus Still des Erwachsenen.
Krankheiten, die mit Arthritis in einigen oder mehreren Gelenken verbunden sind, bessern sich häufig während einer Schwangerschaft. Auch die Hautveränderungen einer Psoriasis werden durch eine Schwangerschaft oft gemildert. Auch bei den genannten Krankheiten muss man mit einem Aufflammen der Gelenkerscheinungen innerhalb der ersten Monate nach einer Schwangerschaft rechnen.
Die Schwangerschaft bei den seltenen Bindegewebserkrankungen, wie Sklerodermie, Dermatomyositis, Polymyolitis und bei den sog. Vaskulitiden (entzündliche Gefässerkrankungen), sind oft mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. Dies ist besonders der Fall, wenn innere Organe am Krankheitsprozess beteiligt sind. Eine Schwangerschaft sollte daher bei solchen Patientinnen, wenn möglich, geplant sein und von Ärzten überwacht werden, die mit dem Verlauf und der Behandlung dieser Krankheiten gut vertraut sind.