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Türkei: Akkuyu-Verzögerungen entfallen
Der russische Staatskonzern Rosatom hatte im Mai 2016 erklärt, das Projekt zum Bau des ersten Kernkraftwerks der Türkei am Standort Akkuyu könne erst weitergeführt werden, wenn drei türkische Gesetze angepasst seien. Gemäss Rosatom hinderte ein Gesetz die Rodung der geschützten Olivenbäume am Standort und ein anderes untersagte Veränderungen der Küstenlinie, was für den Bau der Kühlwasserkanäle nötig ist. Schliesslich sei es ausländischen Stromproduzenten verboten, im Land Strom zu verkaufen.
Der russische Energieminister Alexander Nowak teilte nun nach einem Treffen mit dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekchi mit, dieser habe ihm versichert, die Türkei habe alle rechtlichen Hindernisse zum Bau des Kernkraftwerks Akkuyu aus dem Weg geräumt.
Die Türkei plant den Bau von Kernkraftwerkseinheiten an den Standorten Akkuyu, Sinop und Igneada. Das Projekt Akkuyu ist am weitesten fortgeschritten. An diesem Standort im Süden des Landes sollen vier WWER-1200-Reaktoreinheiten mit einer Gesamtleistung von 4800 MW gebaut werden.