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Im grossen Final des Weltcups der Springreiter holte sich die US-Amerikanerin Beezie Madden auf Breitling ihren zweiten Weltcupsieg nach 2013. Silber ging an ihren Landsmann Devin Ryan auf Eddie Blue. Bronze ging an den Schweden Henrik von Eckermann mit Mary Lou. Steve Guerdat und Bianca zeigten einen fantastischen Doppelnuller und kletterten noch auf Rang zehn. Paul Estermann und Lord Pepsi belegten Rang 18.
Im ersten Durchgang des Finals waren die besten 30 Reiter der ersten beiden Prüfungen startberechtigt, darunter auch die beiden Schweizer Steve Guerdat und Paul Estermann. Aufgrund ihres Punkterückstandes kamen sie aber nicht mehr für einen Topplatz in Frage. Es galt, nochmals zwei gute Runden zu zeigen und sich so in der Prüfungswertung einen guten Rang zu ergattern. Estermann und sein Oldenburger Lord Pepsi zeigten eine starke Runde. Das Paar wirkte konzentriert und fokussiert. Sie überwanden die zwölf Hindernisse ohne auch nur eine Touche und kamen so fehlerfrei ins Ziel. Dasselbe gelang auch Guerdat mit der Schwedenstute Bianca. Auch die Planke beim Einsprung in die zweifache Kombination war dieses Mal kein Problem. Neben den beiden Schweizern kamen sieben weitere Paare makellos ins Ziel, darunter die besten Drei der Gesamtwertung – Devin Ryan (USA) mit Eddie Blue (sechs Strafpunkte), Henrik von Eckermann (SWE) mit Mary Lou (vier) und Elizabeth Madden (USA) mit Breitling (null). Da die Konkurrenten dahinter alle patzten, setzte sich das Toptrio vor dem entscheidenden Finaldurchgang schon entscheidend ab.
In diesem finalen Umgang der besten 20 galt es nochmals einen delikaten Kurs mit 13 Hindernissen zu überwinden. Paul Estermann und Lord Pepsi konnten ihre Leistung aus Runde eins nicht wiederholen, was vor allem den Reiter betraf. «Im ersten Umgang habe ich alles perfekt erwischt und ‘Pepsi’ war fantastisch. Ich hätte aber insgesamt einfach besser reiten müssen, ich ritt zweimal du dicht an den Sprung heran.» Mit total 30 Punkten landete Estermann auf Rang 18. «Es waren nochmals zwei schwere, delikate Parcours, aber sehr fair gebaut», so der Luzerner. Steve Guerdat und Bianca dagegen präsentierten sich in der Reprise erneut von der besten Seite. Die Stute sei heute fantastisch zu reiten gewesen, meinte Guerdat. «Ich bin glücklich, dass es heute so gut geklappt hat. Bianca ist eines der besten Pferde der Welt und es hat wirklich Spass gemacht sie zu reiten.» Es sei natürlich umso frustrierender, dass die zweite Prüfung misslungen sei. Ein Platz auf dem Podest wäre möglich gewesen, resümierte der Jurassier. Am Ende belegte Guerdat mit 19 Punkten Rang zehn. Positiv anzumerken ist, dass Guerdat ex aequo mit Devin Ryan die dritte Wertungsprüfung, die mit 300'000 Euro dotiert war, für sich entscheiden konnte.
Der Kampf um die Podestplätze spitze sich zu, als der US-Amerikaner Devin Ryan mit Eddie Blue auch im zweiten Umgang makellos blieb und so seine Konkurrenten unter Druck setzte. Henrik von Eckermann und Mary Lou hielten diesem Druck nicht stand, eine Stange fiel und so musste sich der Schwede am Ende mit Rang begnügen. Die führende Elizabeth Madden hatte nun mehr als einen Springfehler Reserve. Diese schwand aber, als sie sich auf Breitling in der Mitte des Parcours einen Abwurf notieren lassen musste. Die Spannung stieg – doch die routinierte US-Amerikanerin behielt die Nerven. Mit vier Fehlerpunkten errang sie ihren zweiten Weltcupsieg nach 2013 in Göteborg (SWE).
Im internationalen Springsport gibt es vier grosse Einzelehren zu holen: alle vier Jahre olympisches Gold und den WM-Titel, alle zwei Jahre den EM-Titel und jährlich den Sieg im Weltcupfinal. Die...
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