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Die Regierung unterstützt und fördert den Schulbesuch und bezahlt die Lehrkräfte, jedoch ist es den einzelnen Gemeinden überlassen neue Schulhäuser zu bauen oder Schulhäuser, die am Zusammenbrechen sind, zu renovieren. Dies ist jedoch für die zumeist sehr armen Gemeinden auf dem Land ein Ding der Unmöglichkeit und so wird zum Teil in baufälligen Gebäuden weiter unterrichtet oder die Schüler müssen lange Wege von bis zu 10 Kilometern in Kauf nehmen, um überhaupt zur Schule gehen zu können. Dass aus diesem Grund viele vor allem mangelernährte Kinder ganz auf den Schulbesuch verzichten, ist leicht nachvollziehbar.
Dank speziellen Spenden konnte bereits Margrit Fuchs mehrere neue Schulhäuser bauen. Die Schulhäuser sind einfach, aber zweckmässig eingerichtet, d.h. ebenerdige Backsteinbauten mit 4 bis 12 Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer sowie Toilettenanlagen. Die gesamte Inneneinrichtung eines Schulzimmers besteht aus einer Wandtafel sowie Pulten und Bänken.
Seit Bestehen der Stiftung konnte dank speziellen Spenden und Legaten fast jedes Jahr ein neues Schulhaus gebaut werden. Dabei stellt die Gemeinde das Land zur Verfügung und die Bevölkerung bereitet in Gemeinschaftsarbeit das Terrain vor. Danach übernimmt Théogène, der beim Bureau Social angestellte Bauleiter die Verantwortung für den Bau des Schulhauses. In für uns unvorstellbar kurzer Zeit von 3-4 Monaten wird ein Schulhaus mit sechs Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer und den notwendigen sanitären Einichtungen erstellt.
Während der Bauzeit werden bis zu 80 Leute auf dem Bau beschäftigt, welche lokal rekrutiert werden und dieses Zusatzeinkommen sehr zu schätzen wissen. Unmittelbar nach Bauende werden die Schulen von Lehrern und Schülern in Betrieb genommen. Da Schulklassen in Ruanda häufig bis 50 Schüler umfassen und da aufgrund des Schulraummangels häufig zweischichtig unterrichtet wird, d.h. eine Hälfte der Schüler besucht die Schule am Morgen, die andere am Nachmittag, profitieren von den neuen Schulhäusern bis zu 500 Kinder. Entsprechend gross ist die Freude und Dankbarkeit über die neuen Schulhäusern bei den Schülern, Lehrern, Eltern und den lokalen Behörden.