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Bei der Entwicklung des Space Nuclear Reactors (SNR) würden Enea und ASI ihre Kompetenzen, ihr multidisziplinäres Fachwissen und die Infrastruktur mit den Enea-Forschungszentren in Bologna und Brasimone einbringen, schrieb Enea. In den nächsten 15 Monaten werde man nun die Merkmale des SNR skizzieren, die möglichen Einsatzszenarien bei der Mond-, Mars- und Weltraumerkundung sowie die als kritisch erachteten Technologien ermitteln, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführen und einen Forschungs- und Entwicklungsplan für die weiteren Phasen festlegen.
«Die Grundprinzipien für den Entwurf des SNR sind die Modularität, die eine einfache Erweiterung der verfügbaren Leistung garantiert, und die Redundanz der wichtigsten Systeme, um eine maximale Reaktorsicherheit zu gewährleisten», betonte Mariano Tarantino, Leiter der Abteilung für nukleare Sicherheit und Nachhaltigkeit der Enea. «Besonderes Augenmerk wird auf die Minimierung des Gesamtgewichts des Systems gelegt, um den Transport an Bord einer Trägerrakete zu ermöglichen, sowie auf die Zuverlässigkeit der Komponenten, wobei nach Möglichkeit ausgereifte, in Italien hergestellte Technologien bevorzugt werden», ergänzte er.
Die ASI sehe grosses Potential bei der Erforschung eines kompakten und modularen Reaktors, der Sicherheit für menschliches Leben in einer ohnehin schon feindlichen Umgebung gewährleisten könne. Dies unter dem Hintergrund des seit 2000 erstarkten Interesses an der Erforschung von Mond und Mars durch Menschen. Die Vorteile eines Reaktors mit geringen Abmessungen seien kleinere Produktionskosten und eine kürzere Entwicklungszeit. Hinzu komme, dass die kleinere Stellfläche erweiterte Einsatzmöglichkeiten ohne Transportschwierigkeiten biete. «Auf internationaler Ebene gibt es bereits weitere Mini-Reaktor-Projekte», schrieb Enea. Zu den vielversprechendsten gehöre das Kilopower-Projekt, in welchem die Nasa in Zusammenarbeit mit renommierten amerikanischen Forschungszentren einen Kernreaktor für Langzeitaufenthalte auf Planetenoberflächen entwickle.
Quelle
B.G. nach Enea, Medienmitteilung, 15. Dezember 2022
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