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Bereits am vergangenen Donnerstag, 19. März 2020, musste sich der Zoo Zürich auch von seinem zweiten Koala-Männchen verabschieden. Milo, wie das Koala-Männchen hiess, wurde zusehends schwächer und schliesslich bestand keine Hoffnung mehr auf eine Besserung seines Zustandes, wie der Zoo heute mitteilte.
Der Grund waren Retroviren
Dem Tod der beiden Koala-Männchen, Milo und Mikey, liegt ein starker Befall von Retrovieren zugrunde. Koala Mikey war im Dezember ganz überraschend verstorben. Die Veterinäre des Zoos Zürich nutzen nun die gewonnen Resultate aus beiden Todesfällen, um zukünftig Wege einer Früherkennung zu finden.
Grosse Teile der Koala-Population in Australien sind natürlicherweise Träger von diesen Retroviren. Beginnen diese Viren, sich im Körper der Träger massenhaft zu vermehren, greifen sie das Immunsystem und die Bildung der Blutkörperchen an. Das betroffene Tier büsst seine Abwehrmöglichkeiten gegenüber Krankheitskeimen ein und die Fähigkeit zur Blutgerinnung. Die Veränderungen im Blutbild entsprechen jenen bei einer Leukämie.
Vielleicht bald Nachwuchs
Ein kleiner Lichtblick bleibt: Miro hatte sich vor seinem Tod mit den beiden Weibchen Maisy und Pippa gepaart. Ob diese Paarung jedoch erfolgreich waren, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Junge Koalas verbringen nämlich die ersten fünf bis sechs Monate verborgen im Beutel der Mutter.