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Nach Verlusten seiner konservativen Tories bei den Kommunalwahlen in England hat der britische Premierminister Boris Johnson die Verantwortung für die Ergebnisse übernommen.
«Wir haben eine harte Nacht hinter uns in einigen Teilen des Landes, aber andererseits haben wir auch Zugewinne gemacht an Orten, die lange nicht, wenn überhaupt schon einmal, konservativ gewählt haben», sagte Johnson am Freitag zu Reportern beim Besuch einer Schule in London.
Die grösste britische Oppositionspartei Labour hat bei der Kommunalwahl am Donnerstag die Londoner Bezirke Wandsworth, Westminster und Barnet erobert, die Johnsons Tories seit Jahrzehnten gehalten hatten. Dies dürfte den parteiinternen Druck auf Johnson noch erhöhen. Der Premier steht wegen der «Partygate»-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street bereits in der Kritik. Auch in der südenglischen Hafenstadt Southampton sowie im neu geschaffenen Wahlbezirk Cumberland in Nordwestengland konnte Labour siegen. Auch die Liberaldemokraten und die Grünen gewannen hinzu.
Johnson bejahte die Frage, ob er Verantwortung für die Ergebnisse übernehme. «Die wichtigste Botschaft der Wähler ist, dass wir uns um die Dinge kümmern sollen, die ihnen am wichtigsten sind», sagte der Regierungschef. Seiner Partei wird vorgeworfen, nicht angemessen auf die durch steigende Preise entstehenden Belastungen zu reagieren.