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Rote Zwergsterne sind die häufigsten und langlebigsten Sterne im Universum. Es stellt sich die Frage, warum die Erde ausgerechnet einen vergleichsweise seltenen, kurzlebigen Stern wie die Sonne umkreist – sind Rote Zwerge einfach ungeeignet für Leben? Wenn ja, warum?
Oft heisst es, die Sonne sei ein winziger und im galaktischen Vergleich völlig unbedeutender Stern – das könnte nicht falscher sein. Die Sonne ist heller als 95% aller Sterne, die es in unserer Galaxis (der Milchstrasse) gibt. Zwar gibt es tatsächlich Sterne, die sehr viel grösser als die Sonne sind (die z.B. einen Durchmesser haben, welcher der durchschnittlichen Entfernung des Saturns von der Sonne entspricht…), doch diese Riesensterne sind noch sehr viel seltener als Sterne von der Grösse der Sonne (da sie jedoch sehr hell und damit über weite Strecken zu sehen sind, machen derart grosse und helle Sterne den grössten Teil der Sterne aus, die man von Auge am Nachthimmel erkennen kann).
Die Roten Leuchten des galaktischen Hinterhofs
Die allermeisten Sterne gehören zu einer Sternklasse, die man nie zu sehen bekommt: Rote Zwerge. Diese Sterne sind so leuchtschwach, dass man keinen einzigen von ihnen von Auge am Nachthimmel kann, und das, obwohl sogar der allernächste Stern, „Proxima Centauri“ genannt, ebenfalls ein Roter Zwerg ist. Rote Zwerge heissen so, weil die Strahlung, die sie ausssenden, im Roten und Infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums am intensivsten ist: dem menschlichen Auge würden sie, aus gebührendem Abstand, weiss mit einem leichten Stich ins Orange erscheinen. Rote Zwerge leuchten nur einige Promille bis wenige Prozent so stark wie die Sonne, sie sind gerade mal zwischen acht und fünfzig Prozent so schwer wie die Sonne. Diese sparsame Abgabe von Energie hat ihre Vorteile: Rote Zwerge leben deutlich länger als ein typischer, sonnenähnlicher Stern. Während unsere Sonne nach etwa 12 Milliarden Jahren definitiv erlischt, können die kleinsten Roten Zwerge noch einige Billionen (1000 Milliarden) Jahre weiterleuchten. Rote Zwerge machen rund 80% aller existierenden Sterne aus. Orange Zwerge wie Epsilon Eridani, etwas heller, kurzlebiger und seltener, machen etwa 10% aller Sterne aus, Gelbe Zwerge wie die Sonne nochmals rund 5%, und hellleuchtende weisse und blauweisse Energieschleudern wie Sirius, Rigel und Wega beschränken sich auf die restlichen 5 Prozent. Nach unten ist die Grössenverteilung nicht so klar bekannt: noch kleiner als Rote Zwerge können Sterne nicht sein, doch es könnte sein, dass „Braune Zwerge“, stellare Winzlinge, die irgendwo zwischen den kleinsten Sternen und den grössten Riesenplaneten anzusiedeln sind, noch sehr viel häufiger sind und zu Milliarden durch die lichtleeren Räume zwischen den Sternen ziehen.
Man weiss heute, dass Rote Zwerge Planeten haben können: der Planet „Gliese 581 c“, der letztes Jahr als vermeintliche „Zweite Erde“ so viel Medienecho bekam, umkreist den Roten Zwergstern „Gliese 581“. Daneben hat man noch viele weitere solcher Exoplaneten um nahegelegene Rote Zwerge gefunden: aus den bisherigen Beobachtungen schätzen die Planetenjäger, dass Rote Zwerge mindestens genauso häufig Planeten besitzen wie hellere, sonnenähnliche Sterne, wobei allerdings jupitergrosse Riesenplaneten scheinbar etwas seltener sind.
Grundsätzlich sind also – zumindest auf den ersten Blick – alle Voraussetzungen gegeben, dass sich auf einem Planeten, der um einen Roten Zwerg kreist, ebenfalls Leben und dann später vielleicht auch Intelligenz und Zivilisation bilden könnten. Da Rote Zwerge sehr viel häufiger und langlebiger sind als Gelbe Zwerge wie die Sonne, würde man also spontan vermuten, dass die [b]meisten Zivilisationen, die sich im Universum entwickeln, einen Roten Zwerg als Heimatstern haben[/b]. Diese Zivilisationen würden nicht nur auf 4.5 Milliarden Jahre Evolution zurückblicken wie wir, sondern auf vielleicht einige 100 Milliarden. Am Taghimmel über dieser Zivilisation würde eine rötliche Sonne stehen und in der Nacht sähen sie rund um sich ein Universum, das schon einige 100 Milliarden Jahre alt ist (es gäbe kaum mehr schwerere Sterne wie die Sonne, da diese bis dahin längst erloschen sind – ferne Galaxien wären durch die kosmische Expansion längst ausser Sichtweite, diese Zivilisation würde also in ein scheinbar dunkles, leeres Universum blicken).
Soweit das, was eine vermeintlich typische Zivilisation in unserem Universum eigentlich beobachten sollte. Wir sehen jedoch etwas ganz anderes. Da wir nur eine einzige Zivilisation kennen – unsere eigene – ist es aus unserer Sicht aber durchaus vernünftig, anzunehmen, dass WIR eine „typische“ Zivilisation sind. Wenn wir raten müssten, würden wir mit dem Tipp, dass wir eine typische Zivilisation sind, im Schnitt häufiger richtig liegen als mit dem Tipp, dass wir eine untypische Zivilisation sind, schlicht und einfach weil es mehr typische als untypische Zivilisationen gibt. Man kann sich dies auch etwa so vorstellen: man steht vor einer Urne, in der sich zwei Farben von Kugeln befinden, wobei die eine Farbe neun Mal häufiger ist als die andere. Zieht man nun eine blaue Kugel, ist die Chance neun Mal grösser, dass wir eine „typische“ Kugel erwischt haben, also eine in jener Farbe, die neun Mal häufiger ist als die andere. In diesem Fall ist man sich also zu 90% sicher, dass die dominierende Kugelfarbe in der Urne blau ist, obwohl man nur einmal gezogen hat – natürlich kann man sich mit dieser Einschätzung auch irren, aber die Chance dafür beträgt in diesem Fall nur 10%. Die typische Zivilisation im Universum hätte also nach dieser Einschätzung einen Gelben Stern als Heimatstern. Das passt offensichtlich nicht mit unserer vorherigen Überlegung zusammen. Es muss einen Grund für diese Abweichung geben.
Das ist etwa so, wie wenn ein befreundeter Schriftsteller einem erzählen würde, er habe den Sommer in den Bergen verbracht, um dort in aller Ruhe seinen neusten Roman fertigzustellen. Allerdings, so erzählt er, war die ganze Sache am Ende dann doch ziemlich stressig, weil er in einer nicht isolierten Hütte wohnte, und der Winter schnell zurückkam – gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Schneefall war dann das Manuskript fertig. Auf die Frage, ob es denn in den Bergen keine isolierten, winterfesten Hütten gegeben habe, antwortet er: „Doch doch, jede Menge…“ Natürlich würde man dann sofort vermuten, dass nun ein „aber…“ kommt, dass es also einen ganz bestimmten Grund geben muss, warum der Schriftsteller gerade die nicht isolierte Hütte gewählt hat. Genauso muss es einen ganz konkreten Grund geben, warum sich unsere Zivilisation (=das fertige Manuskript) um einen kurzlebigen Gelben Zwerg (=nicht isolierte Hütte) entwickelt hat, gerade noch rechtzeitig, bevor die sterbende Sonne die Biosphäre zerstört (=Wintereinbruch), statt bei einem Roten Zwerg (=isolierte Hütte), wo es dafür sehr viel mehr Zeit gehabt hätte? Es muss also irgend einen ganz bestimmten Grund geben, warum Rote Zwerge nicht der typische Heimatstern von Zivilisationen sind, und um diesen geht es hier.
Was auch immer der Grund für den Unterschied ist, wir können ihn überschlagsmässig beziffern. Wenn wir annehmen, dass 50% aller Zivilisationen im All um Orange und Rote Zwerge kreisen (die machen zusammen 90% aller Sterne aus) und 50% um Gelbe (5% aller Sterne), dann muss die Entstehung von Zivilisationen um Gelbe Sterne rund 18 Mal wahrscheinlicher sein. Wenn wir annehmen, dass 90% aller Zivilisationen um Gelbe Sterne wie die Sonne kreisen (was unsere eigene Beobachtung eines gelben Heimatsterns schon recht plausibel oder vernünftig erscheinen liesse), muss die Entstehung von Zivilisationen um Gelbe Sterne rund 162 Mal wahrscheinlicher sein. Wenn gar 99% aller Zivilisationen um Gelbe Sterne kreisen, muss die Entstehung um Gelbe Sterne rund 1782 Mal wahrscheinlicher sein.
Frühe Argumente, entkräftet
Die Frage der Lebensfreundlichkeit Roter Zwerge hat Astronomen schon lange beschäftigt. Die geringe Leuchtkraft der Roten Zwerge bedingt, dass eine Möchtegern-Erde einen solchen Stern in einer sehr engen Bahn umkreisen muss, um genügend warm zu werden, dass flüssiges Wasser auf der Oberfläche existieren kann. Ein Jahr auf einem solchen Planeten würde gerade mal einen irdischen Monat dauern, und der Planet wäre dabei rund 3-5 Millionen km von seinem Stern entfernt – deutlich weniger als der sonnennächste Planet Merkur. In derart engen Bahnen, so hiess es mal, könnten sich ohnehin keine grösseren Planeten bilden. Doch als 1995 der erste extrasolare Planet um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt wurde, war die Überraschung gross: der jupitergrosse Planet „51 Pegasi b“ umkreist seinen Stern in gerade Mal einem Zwanzigstel der Erdentfernung (oder etwa ein Achtel der Merkurentfernung). Er hat sich nicht auf dieser Bahn gebildet, aber er ist dorthin „migriert“ (gewandert). Computersimulationen solcher Migrationen zeigen, dass ein solcher Riesenplanet bei seiner Migration viele Planetenbausteine vor sich herschiebt, so dass sich in noch engeren Bahnen tatsächlich Gesteinsplaneten bilden können.
Ein zweiter Einwand gegen die Lebensfreundlichkeit von Roten Zwergsternen betrifft die Gezeitenkräfte: so wie die Erde den Mond in eine „gebundene Rotation“ gezwungen hat (das heisst, er wendet der Erde nun immer dieselbe Seite zu), würde ein Roter Zwergstern eine Möchtegern-Erde in seiner Umlaufbahn in eine gebundene Rotation zwingen: eine Seite des Planeten würde immer zum Stern zeigen und sich auf enorme Temperaturen aufheizen, während die andere immer vom Stern wegzeigen und dadurch dramatisch abkühlen würde: schliesslich, so hiess es, würde die ganze Atmosphäre auf der sternabgewandten Seite ausfrieren, so dass nicht einmal mehr in der „Zwielichtzone“, der Übergangszone zwischen heiss und kalt, wo der Stern immer tief am Horizont steht, Leben möglich wäre. Doch auch hier haben Computermodelle überraschende Einsichten gebracht: ist die Atmosphäre dicht genug, ist sie durchaus in der Lage, die Wärme gleichmässig über den Planeten zu verteilen: zwar ist die Tagseite immer noch etwas wärmer, aber durch den ständigen Wärmeaustausch über die Atmosphäre gelingt es, den Planeten auf einer einigermassen gleichmässigen Temperatur zu halten. So ähnlich können wir das auf der Venus beobachten: sie rotiert zwar nicht wirklich gebunden, aber ein Sonnentag dauert dort immerhin rund 120 Erdtage, was man durchaus als „annähernd gebunden“ bezeichnen könnte. Obwohl also die Tagseite 120 Erdtage lang unter der Hitze einer doppelt so intensiven Sonne (im Vergleich zur Erde) brät, hat sie dennoch die gleiche Temperatur wie die Nachtseite.
Man vermutete auch schon, dass die sogenannten „Flares“, die auf Roten Zwergen sehr häufig sind, dem Leben den Garaus machen könnten. Flares sind spontane Helligkeitsausbrüche auf der Sternoberfläche, die bei Roten Zwergen gewaltige Ausmasse annehmen können: sie können bis zu zehntausend Mal intensiver sein als ein Helligkeitsausbruch auf der Oberfläche unserer Sonne. Für einige Minuten bis Stunden strahlt der sonst so leuchtschwache Rote Zwerg heller als unsere Sonne. Zudem besteht ein nicht zu vernachlässigender Teil der Flare-Energie aus Röntgenstrahlung. Für Leben ist das natürlich äusserst ungemütlich, ganze Ökosysteme könnten solchen Ausbrüchen regelmässig zum Opfer fallen, so dass sich für das Leben nie genügend Zeit ergibt, um komplexe Lebensformen oder gar Intelligenz und Zivilisation zu entwickeln. Doch die Flare-Aktivität scheint vom Alter des Sterns und von seiner Grösse abzuhängen: je kleiner der Stern, desto länger dauert es, bis die Flare-Phase überwunden ist. Vergleichsweise grosse Sterne wie die Sonne stellen ihre Flare-Aktivität (mit einigen wenigen Ausnahmen) schon im „Kindesalter“ von wenigen Millionen Jahren ein, und leuchten dann Milliarden Jahre lang mehr oder weniger gleichmässig. Ein Roter Zwerg wie Proxima Centauri hingegen ist auch mit einem geschätzten Alter 5.5 bis 6 Milliarden Jahren noch immer Flare-aktiv. Doch auch wenn die Flare-Aktivität bei Roten Zwergen einige Jahrmilliarden andauert, irgendwann haben sich auch die wildesten unter ihnen beruhigt, und das Leben könnte darauf erblühen – schliesslich leben Rote Zwerge, wie erwähnt, extrem lange.
Ein weiterer, häufig gehörter Einwand gegen die Lebensfreundlichkeit von Roten Zwergen ist die Photosynthese, also die Umwandlung von Strahlung in chemische Energie – die Basis allen Lebens auf der Erde. Die Photosynthese benötigt, so dachte man lange, energiereiche Strahlung, die man im Energiespektrum eines Roten Zwerges (mit Ausnahme der Flares) vergebens sucht. Doch auch hier wurden wir – dank der Erforschung der Tiefsee – eines Besseren belehrt: in den Tiefen der Ozeane gibt es Bakterien, die mit der energiearmen Infrarotstrahlung, die von untermeerischen Vulkanen abgegeben wird, eine modifizierte Form der Photosynthese betreiben. Genau diese Infrarotstrahlung macht nun den grössten Teil der Strahlung eines Roten Zwerges aus…
Bis vor kurzem konnte man auch noch auf die vergleichsweise neue Erkenntnis verweisen, dass jupiterähnliche Riesenplaneten um Rote Zwerge seltener sind – und ohne Jupiters angebliche Rolle als „kosmischer Staubsauger“ würden zu viele Kometen und Planetenbausteine im Sonnensystem verbleiben, so dass sich angesichts der vielen Einschläge niemals Leben auf der Erde hätte bilden können. Wenn nun solche „kosmischen Staubsauger“ bei Roten Zwergen selten sind, könnte – dachte man – dies eine Erklärung für die offensichtliche Lebensfeindlichkeit der Roten Zwerge sein. Doch wie sich kürzlich gezeigt hat, wurde Jupiters „Staubsauger“-Wirkung offenbar stark überschätzt: Jupiter entfernt im Mittel etwa gleich viele Kometen aus dem inneren Sonnensystem, wie durch seine Anwesenheit überhaupt erst angezogen werden. Wäre Jupiter deutlich kleiner (etwa so gross wie Saturn), wäre der negative Effekt sogar stärker ausgeprägt, aber immer noch so schwach, dass er die scheinbare Lebensfeindlichkeit von Roten Zwergsternen nicht erklären kann.
Auch Planeten können nicht ewig warten
Dass alle „klassischen“ Argumente gegen die Lebensfeindlichkeit von Roten Zwergen praktisch wiederlegt wurden, hat einige Astronomen dazu bewegt, nun einfach doch davon auszugehen, dass Rote Zwerge lebensfreundlich sein müssen, und wir mit unserem gelben Heimatstern halt „untypisch“ seien, eine Laune der Natur und des Zufalls. Insbesondere SETI (die Suche nach ausserirdischer Intelligenz) hat sich zunehmend den Roten Zwergen zugewandt, und auch die Suche der Exoplanetenforscher nach der „zweiten Erde“ (die sicher noch etwa ein Jahrzehnt andauern wird) konzentriert sich neuerdings auf Rote Zwergsterne, dies aber mehr aus instrumentellen Gründen (mit den meisten heute üblichen Entdeckungsmethoden wäre ein erdgrosser Planet bei einem Roten Zwerg einfacher zu entdecken als bei einem sonnenähnlichen Stern).
Doch es bleiben noch einige Erklärungsansätze übrig. Einer könnte so aussehen, dass Möchtegern-Erden, egal wo sie sich bilden, nicht unbegrenzt lange lebensfreundlich bleiben können. So könnte z.B. die langsame Auskühlung des Planeten eine wichtige Rolle spielen: junge Planeten sind heiss, weil sie noch viel von der Wärme der Kollisionen in sich tragen, aus denen sie hervorgegangen sind, und weil sie noch viele radioaktive Elemente besitzen, die beim Zerfall Wärme freisetzen. Je älter der Planet wird, desto mehr Wärme verliert er. Da die radioaktiven Elemente zusehends zerfallen, wird keine Wärme mehr nachgeliefert: der Planet kühlt langsam aus. Je grösser der Planet ist, desto kleiner ist das Verhältnis Oberfläche (Wärmeabstrahlung) zu Volumen (Wärmereservoir), desto länger bleibt er also warm: Der Planet Mars und der Erdmond etwa sind schon lange ausgekühlt, Venus und Erde hingegen sind noch vulkanisch aktiv. Doch das wird nicht immer so bleiben: bereits in gut einer Milliarde Jahre wird die Erde so stark ausgekühlt sein, dass es keine Plattentektonik mehr geben wird (bei der etwas kleineren Venus ist sie schon heute zum Erliegen gekommen, wobei dies auch mit dem Fehlen von Wasser an der Oberfläche zu tun haben könnte). Die Erdkruste wird dann erstarren, viele der heute so wichtigen Kreisläufe kommen zum Erliegen. So werden heute z.B. gewaltige Mengen an Kohlendioxid durch abtauchende Erdplatten aus den Systemen der Oberfläche entfernt – bleibt die Plattentektonik weg, sammelt sich das Treibhausgas aus vulkanischen Quellen in der Erdatmosphäre, wo es die Atmosphäre gefährlich aufheizen kann. Ohne Plattentektonik fallen zudem irgendwann die Kontinente der Erosion zum Opfer: Ohne Kontinentkollisionen entstehen keine neuen Gebirge mehr, es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Kontinente ins Meer „gewaschen“ werden und die Erde wieder zum Wasserplaneten mit planetenumspannendem Ozean wird. Diesem Schicksal können Planeten mit grösserer Masse zwar für eine etwas längere Zeit entkommen, doch eine grössere Masse bringt andere Probleme mit sich, wie z.B. eine dichtere Atmosphäre, in der es sehr viel länger dauert, bis sich genügend Sauerstoff für komplexes Leben gesammelt hat. Die grundsätzliche Überlegung geht nun so, dass ein potentiell lebensfreundlicher Planet bis zu dem Zeitpunkt, wo sich die Flare-Aktivität des Roten Zwergs endlich gelegt hätte, bereits so stark gealtert ist, dass er ohnehin keine Plattentektonik mehr aufweist und damit keine erdähnliche Biosphäre aufrecht erhalten kann. Die Zeit, in der der Planet lebensfreundlich ist, und die Zeit, in der der Stern lebensfreundlich ist, überschneiden sich bei Planeten von Roten Zwergen einfach nicht.
Allerdings gibt es auch mit diesem Ansatz Probleme: Orange Zwerge, etwas kleiner und häufiger als Gelbe Zwerge (sozusagen auf halbem Weg zwischen Rotem und Gelbem Zwerg), zeigen auch keine starke Flare-Aktivität, sind also schon sehr früh lebensfreundlich, Planeten bilden sich genauso häufig wie bei anderen Sternen. Daher würde man erwarten, dass zumindest Orange Zwerge, die immer noch etwas langlebiger und etwas häufiger sind als Gelbe Zwerge, den idealen Heimatstern darstellen – die Menschheit mit ihrem gelben Heimatstern Sonne wäre einmal mehr „untypisch“ (wenn auch nicht so extrem wie bei Roten Zwergen).
Die Zerstörung des Universums?
Es gibt aber noch einen ganz anderen, noch radikaleren Ansatz, um unseren seltenen und kurzlebigen Heimatstern zu erklären. Stellen wir uns vor, dass Zivilisationen für das Universum aus irgend einem Grund eine Gefahr darstellen. Kaum tauchen die ersten Zivilisationen auf, wird das Universum oder zumindest seine Fähigkeit, neue Zivilisationen hervorzubringen, zerstört, durch das Wirken der Zivilisationen selbst (Unvorstellbar? Siehe unten…). Wie sähe dann eine typische Zivilisation dieses Universum? Eine typische Zivilisation würde zweifellos zu den ersten Zivilisationen des Universums überhaupt gehören (spätere Zivilisationen bekommen schon gar nie die Chance, zu existieren, eben wegen der bisher nicht näher bezeichneten „Katastrophe“, die die Entwicklung des Universums irgendwann unterbricht). Wohin auch immer diese frühe Zivilisation blicken würde, sie würde keine anderen Zivilisationen im All sehen, keine Radio-Signale aus fernen Galaxien empfangen – in ihrem eigenen Vergangenheits-Lichtkegel (der Bereich des Universums in Zeit und Raum, aus dem sie überhaupt Signale empfangen kann) wäre sie die einzige Zivilisation weit und breit. Eine solche Zivilisation würde zum frühestmöglichen Zeitpunkt entstehen: nur wenige Sterngenerationen wären seit dem Urknall vergangen, so dass gerade knapp genügend Metalle (in Astronomensprech sind das Elemente schwerer als Helium) vorhanden sind, um komplexes Leben zuzulassen, ja vielleicht hätte ihr Sternsystem sogar einen leichten Metallvorsprung gegenüber allen anderen gleichalten Sternsystemen. Ihr Stern wäre deutlich schwerer als ein typischer Roter Zwergstern, so dass keine lang anhaltende Flare-Phase der schnellen Entwicklung des Lebens im Wege steht – Rote Zwerge kämen also nicht in Frage (sie verzögern die Entstehung von Zivilisation um die Dauer ihrer Flare-Phase). Um wirklich zu den allerersten zu gehören, müsste eine solche Zivilisation in einem abnormal hohen Tempo entstehen, was sich auch darin zeigen würde, dass sie relativ spät in der maximalen Lebensdauer ihrer eigenen Biosphäre auftaucht. Sie wäre zudem extrem isoliert, da eine derart schnelle Entwicklung nicht besonders häufig sein kann: bis zur nächsten Nachbarzivilisation (die ja ebenfalls zu den allerersten Zivilisationen im Universum gehört) wären es mindestens viele Millionen Lichtjahre. Kurz: es sähe eigentlich alles genauso aus, wie wir es sehen.
Doch welche Katastrophe wäre in der Lage, das Universum zu zerstören? Eine Möglichkeit wäre, dass unser Universum beim Urknall mit einem schwerwiegenden, in den Tiefen seiner Naturgesetze schlummernden Fehler geboren wurde: Die Leere zwischen den Sternen könnte sich in einem sogenannt „falschen Vakuumzustand“ befinden. Natürliche Systeme tendieren dazu, stets den energieärmsten Zustand anzunehmen – doch gelegentlich kommt es auch vor, dass ein System über eine längere Zeit in einem im „zweit-energieärmsten“ Zustand metastabil erhalten bleibt – und das System dann plötzlich in den energieärmsten Zustand wechselt (so etwa eine flache Lagune an einem Sandstrand, der Wasserspiegel ein paar Zentimeter über Meereshöhe – irgendwann bricht der Sanddamm und die Lagune ergiesst sich ins Meer). Dabei wird spontan die Energiedifferenz freigesetzt: ein wahrhaft kosmisches Spektakel, bei dem alle Sterne und Planeten sofort zerstrahlt werden. Tatsächlich scheint das „Vakuum“ in unserem Universum nie komplett „leer“ zu sein: sponaten entstehen Teilchen und vernichten sich gleich wieder – eine „Nullpunktenergie“ durchdringt das Vakuum. Wäre es möglich, dass die Naturgesetze sich plötzlich schlagartig derart ändern, dass diese „Nullpunktenergie“ plötzlich auf Null sackt? Wissenschaftler, die sich mit dieser Frage beschäftigen, können diese Frage zurzeit nicht abschliessend beantworten: dafür fehlt noch die langgesuchte „Theorie aller Naturkräfte“, die eines Tages die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik vereinen und ablösen soll. Der plötzliche Wechsel in einen noch energieärmeren Zustand könnte demnach sowohl spontan, als auch durch ein extremes Experiment einer fortgeschrittenen Zivilisation ausgelöst werden – genaueres weiss man selbstverständlich nicht. Eine weitere Möglichkeit wäre eine sogenannte „Branenkollision“ im Stringtheorie-Universum, also eine Wiederholug dessen, was gemäss einer Version der Stringtheorie schon den Urknall ausgelöst hat. Doch genausogut könnte es sein, dass sich diese beängstigenden Ideen mit der wachsenden Erkenntnis im Bereich der theoretischen Physik als Hirngespinste in Luft auflösen.
Eine andere Möglichkeit, die, wenn auch nicht das Universum selbst, doch zumindest seine Fähigkeit, in Zukunft weitere Zivilisationen hervorzubringen (womit die extrem frühen Zivilisationen um Gelbe Zwergsterne „typisch“ bleiben können) frühzeitig zerstören könnte, wäre eine sogenannte Replikatorenkatastrophe. Replikatoren sind hypothetische Maschinen, die in der Lage sind, aus Material, das sie im Universum finden, andere Maschinen herzustellen, insbesondere Kopien ihrer selbst. Sie sind eine Art von primitiven, künstlichen Lebewesen, die von ihren Erbauern zielgerichtet an die Umweltbedingungen im Weltraum angepasst wurden. Solche Replikatoren können sich im Universum wohl nicht ohne das Zutun von Intelligenz bilden: im Weltraum entsteht von sich aus kein Leben, weil die Distanzen zu gross, die Materialien zu dünn gestreut und die nutzbaren Energiegradienten zu flach sind: Nur auf einem Planeten kommen über genügend lange Zeiträume genügend viel Material in einer energiereichen Umgebung zusammen, um Leben und Evolution hervorzubringen. Lebewesen, die an die Bedingungen im All angepasst sind, können also praktisch nur durch eine Zivilisation gezielt entworfen werden.
Da Replikatoren auch Kopien ihrer selbst bauen können, ist sofort klar, aus welcher Richtung die Katastrophe kommen könnte: einige durchgedrehte, „ausser Kontrolle geratene“ Replikatoren könnten beginnen, ganze Planeten in Kopien ihrer selbst zu verwandeln. Diese Replikatoren müssten dabei nicht einmal bewusst handeln. Nachdem sie das Sternsystem der Zivilsation, die das Pech hatte, sie zu erfinden, zerlegt haben, machen sie sich auf zu den nächsten Sternen, die ebenfalls absorbiert werden, dann weiter hinaus in die Galaxis. Ähnlich wie bei den biologischen Zellen würde eine Evolution in Gang kommen, bei der vielleicht Verbände von Replikatoren – jeder mit seiner eigenen Spezialisierung (Antrieb, Energiegewinnung, Materialgewinnung etc.) – entstehen würden. Am Ende würde sich eine gewaltige Wolke von Replikatoren mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch das Universum fressen: es könnten keine Zivilisationen mehr entstehen, weder um Rote, noch um Orange oder Gelbe Zwergsterne, weil alles Material in Kopien der Replikatoren umgewandelt wird. Möglicherweise würden sich sogar irgendwann die expandieren Replikatorenwolken verschiedener Zivilisationen begegnen und sich gegenseitig um die verbleibenden Ressourcen konkurrenzieren. Das Endergebnis ist in jedem Fall: die gesamte nutzbare Masse des Universums wird in Replikatoren umgewandelt.
Eine Replikatorenkatastrophe ist für die Zukunft der Menschheit nicht besonders abwegig. Bereits heute gibt es Maschinen, die automatisch andere Maschinen bauen können, und eine kleine Auswahl von ihnen kann sogar Kopien ihrer selbst herstellen – allerdings aus einem gegebenen Baumaterial. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Maschine entwickelt wird, die das Material zum Bau einer Kopie ihrer selbstständig gewinnen kann. Replikatoren könnten sich bei der Erforschung des Weltraums aussergewöhnlich nützlich machen: statt einer vielen tausend Tonnen schweren Ausrüstung schickt man einfach einen Replikator, der dann aus mitgebrachten oder zugefunkten Plänen alle Ausrüstung aus dem Material am Zielort herstellt. Die Entwicklung von Replikatoren in nah- bis mittelfristiger Zukunft scheint also durchaus nicht abwegig. Einige Zivilisationen, die zu der Überzeugung gelangen, dass eine Replikatorenkatastrophe irgendwo im Universum früher oder später ohnehin unausweichlich ist, könnten auch bewusst eine solche Katastrophe auslösen, um ihren eigenen Replikatoren einen zeitlichen Vortreil zu verschaffen, dies vielleicht in der Hoffnung, dass die eigenen Werte und die Erinnerung an die eigene Zivilisation – wenn sie ja früher oder später ohnehin absorbiert werden wird – so eher erhalten bleiben. Aus dem Doomsday-Argument „wissen“ wir zudem, dass in Zukunft mit 95% Wahrscheinlichkeit noch irgendwo zwischen 2 und 1000 Milliarden Menschen geboren werden – bei gegenwärtiger Generationendauer und Geburtenrate deckt dies in etwa den selben Zeitraum (maximal wenige Jahrtausende) ab, in dem die Entwicklung echter, weltraumangepasster Replikatoren realistisch erscheint.
Neue Hinweise auf eine lebensfeindliche Zukunft des Universums: Der Big Rip könnte demnach schon in etwa 16 Milliarden Jahren stattfinden:
http://io9.com/5928274/the-universe-could-tear-itself-apart-sooner-than-anyone-believed
Ja durchaus möglich …
Aber wer kann heute sagen, welche aufgaben diesen Maschinen einst von ihren Erschaffern gestellt werden …
Und ob es einen Schutz geben kann Billiarden (?) von möglichen, sagen wir halt mal, Mutationen …
Schönen Tag noch …
(PS es liegt unten eine Dopplung vor …)
FG Thanathos
Ich stelle mir die Auswertung von Informationen nicht allzu schwierig vor. Ihr Auftrag wäre es, alle grösseren Himmelskörper des Systems zu finden, mit der höchsten zur Verfügung stehenden Auflösung zu kartieren sowie die Häufigkeiten aller Elemente in allen repräsentativen Materialien des Systems zu bestimmen – und anschliessend diese Daten – zur Auswertung – zur Heimatwelt zurück zu schicken. Dafür braucht es ausgeklügelte Algorithmen, aber keine Intelligenz.
Intelligenz könnte den ursprünglichen Sondenbauern sogar gefährlich werden: irgendwann würden ihnen die Maschinen dort draussen Konkurrenz machen, weshalb sie es tunlichst vermeiden würden, sie auch nur mit Ansätzen von Intelligenz auszurüsten. Vielleicht würde man sogar Schutzmechanismen einbauen, damit eine solche nicht \“zufällig\“, über allfällige Mutationen des Bauplans, entwickelt wird.
BYNAUS
Zum ersten Thema … mir ist dies für dieses Beispiel schon klar und ich bin da auch deiner Meinung … es sollte mehr ein allgemeines Beispiel sein damit dieses „Prinzip“ generell nicht außer acht gelassen wird (und immer erster mitbedacht wird) …
Zu den Replikatoren: … Ich glaube nicht, dass sie nur dazu gebaut werden würden um sich ausschließlich zu reproduzieren, sonder auch um zu beobachten Informationen zu beschaffen, diese auszuwerten, zB zur Erde zurück zu schicken (wenn sie einmal von der Erde kommen werden sollte) und vl. auch untereinander Informationen auszutauschen um diese zu verwenden, sowie neue Ziele zu berechnen, usw. …
Da könnte ich mir schon vorstellen, dass zumindest eine gewissen Intelligenz wenigsten von Vorteil wäre und so nicht ausgeschlossen werden kann …
Die Frage ist dann nicht: „Ab wann kann man von Intelligenz sprechen?“. ´
Sondern ob diese Intelligenz der Maschinen zur, Aufgabenbewältigung einen Intellligenzwert erreichen müssen, welcher ihnen erlaubt sich über sich selbst und ihre Umwelt Gedanken zu machen … … … Das würde ich in diesen Szenario nicht ausschließen … aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es nicht der Fall oder zumindest nicht nötig ist … Aber wer kann heute schon sagen wie WAHRSCHEINLICH es in diesen fall ist … ?
FG Thanathos
Hallo Thanatos, zwei interessante Ansätze.
Zunächst zu deinem Urnenbeispiel: du hast völlig recht. Dies ist der Grund, warum man sich in der Regel auf sehr wenige \“Farben\“ beschränkt, in diesem Fall \“Rot, Orange und Gelb\“. Ich will im Momment nicht wissen, wie häufig sich Zivilisationen um, sagen wir, Sterne vom Typ M2V (eine spezifische Untergruppe von Rot) sind. Das heisst, ich interessiere mich also alles in allem nur für Aussagen über Untergruppen, die eine Mehrheit der Population ausmachen, wie das eben für die Roten Zwergsterne der Fall ist.
Zur Replikatorkatastrophe: auch hier hättest du wohl recht, dass diese durchgedrehten Replikatoren die Population der intelligenten Wesen dominieren würden – wenn sie denn intelligent wären.
Wir könnten also aus unserer Beobachtung, dass wir keine durchgedrehten Replikatoren sind schliessen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass überhaupt intelligente durchgedrehte Replikatoren existieren. Das heisst, entweder gibt es keine durchgedrehten Replikatoren, oder sie sind nicht intelligent. Ich denke eben nicht, dass Intelligenz eine Vorbedingung für Replikation ist. Diese Maschinen machen ja letztlich nur das, was unzählige primitive Lebewesen auch machen: Rohstoffe ausfindig machen und \“fressen\“, sich vermehren, weiterfliegen.
Hallo BYNAUS
Das war mal ein super Artikel …
Und ich muss sagen ich stimme dir (im Großen und Ganzen) zu …
Ich will dir nur ein paar … hmmm … Denkanstöße geben …
Selbstverständlich ist es am sichersten mal vom wahrscheinlichsten Fall auszugehen …
aber es ist sehr unwahrscheinlich das GENAU der wahrscheinlichste Fall zutrifft …
(um es mit deinem Urnenbeispiel zu erklären … es gibt Kugeln in 100 verschiedenen Farben … 50% der Farben sind mit 10 Kugeln vertreten(also 50 Farben mit je 10 Kugeln), 20% mit 5 Kugeln, 29% mit 15 Kugeln, und eine Farbe (also ein %), nämlich Rot ist mit 40 Kugeln vertreten), Es gibt also Hundert verschiedene Farben, die 5-15 Mal vertreten sind außer die roten die sind 40 mal vertreten …
Wenn man jetzt raten muss, welche Farbe man zieht wäre es am besten auf die roten zu tippen da die 40 mal vorkommen … aber es ist bei über 700 Kugeln immer noch wahrscheinlicher das man sich irrt, als das man richtig wählt … auch wenn man am logischen wählt …
Es ist also am wahrscheinlichsten aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sicher das wahrscheinlichste eintrifft) –nur so ein Gedankenanstoß
Noch etwas zur Replikatorenkatastrophe …
Gehen wir also mal davon aus (rein theoretisch), dass dieses Ereignis einmal stattfinden wird und sich diese außer Kontrolle geratenen Von-Neumann-Sonden … sich schnell über das Universum ausbreiten, naja der Einfachheit halber können wir uns auch gedanklich auf die Galaxis beschränken … dies Komplexen Maschinen würden dann sicher zu mindest eine gewisse Art von Intelligenz aufweisen (die muss sich nicht „erweitern“ wäre ja nicht nötig) …
Wenn wir jetzt denken alle halbwegs intelligenten „Wesen“ welche je in dem Universum gelebt haben werden oder halt in der Galaxis … dann würden diese Maschinen einen extremen Anteil dieser Wesen ausmachen … es gebe also in der Geschichte nur wenig Wesen außer diesen Maschinen (im Vergleich zu ihnen) …
Das heißt aber, dass es sehr unwahrscheinlich ist das wir Menschen sind … die Wahrscheinlichkeit das wir solle Maschinen währen wäre viel größer … Wenn dieses Szenario also einmal eintreffen wird … wäre es sehr unwahrscheinlich das wir zu der Ausnahme gehören welche keine Maschinen sind …
Was hält du von diesen Denkansätzen …
FG Thanathos
Ich kann mich meinem Vorredner größtenteils nur anschließen. Ich denke das gelbe Sterne einfach die bessere Wahl sind, wenn es um die Entstehung von HÖHEREM Leben geht und auch das unser Sonnensystem schon etwas besonderes ist, wenn die Sonne selber nicht unbedingt. Denn es kommen noch andere Faktoren hinzu, als einfach nur die Art des Sterns. Ein Stern ist relativ schnell \“gemacht\“ im Universum, aber damit ein Planet höheres Leben hervorbringt muß das gesamte Sonnensystem dafür nach bestimmten Kreterien aufgebaut sein. Zb ein großer Mond, der die Achse des Planeten stabilisiert, denn sonst können sich keine stabilen Klimazonen bilden mit regelmäßigen Jahreszeiten. Das Leben kann sich zwar anpassen, aber nicht wenn das Klima so stark variiert das Sahara und Sibieren ihre Temperaturen sich mal eben öfter ausleihen. Sowas würde ganze Nahrungsketten zerstören und es gebe nur sehr primitives Leben, bzw würde höheres erst garnicht entstehen. Da ein Planet sehr nahe um einen roten Zwerg eine gebundene Rotation hätte, würde es durchaus auf der einen Seite immer eiskalt sein. Der Vergleich mit der Venus hinkt, da sie eine extrem dichte Atmosphäre hat, diese Wärme somit sehr gut leitet. Zudem herrscht auch auf der Tagseite auch beinahe Dunkelheit durch die dicken Wolken. Andersherum dürfte auch auf der Erde sonst ein immer fast ausgeglichenes Temperaturmilieau geben, aber wir sehen ja ständig was 23° Achsenneigung bewirken, wo dann weniger Sonnenlicht ankommt im Winter, obwohl die Nacht hier von ein paar Stunden Tag unterbrochen wird! Es würde auf so einem dem roten Zwerg nahen Planeten also gewaltige Stürme geben, stehts von der warmen Tag- zur kalten Nachtseite, in Form von Zyklonen und auch Tornados. Unter solchen Bedingungen entsteht wohl auch kein höheres Leben. Es gäbe aber noch die Möglichkeit, eines für höheres Leben geeigneten Mondes, wenn ein Gasriese sehr nah einen roten Zwerg umkreist. Dieser hätte dann häufiger Tag/Nacht-Wechsel, diese könnten dann allerdings mehrere Erdentage oder Wochen in Anspruch nehmen (Siehe die großen Monde unserer Gasriesen). Ist der Mond zu dicht an seinem Gasriesen, bekommt er von diesem zuviel Strahlung ab, Siehe Jupiter. Aber Bynaus meinte, rote Zwerge hätten keine Gasriesen, womit ich zur Frage des Asteroiden-Fängers komme, es ist nicht 100% geklärt ob Jupiter da so unwichtig ist. Kuipergürtel und Ortsche Wolke sind sehr sehr sehr weit weg, als das er genauso viele Asteroiden/Kometen von dort anziehen könnte als er innere im System ablenkt. Ebenso sah ich letztens einen sehr interessanten Beitrag von Harald Lesch \“Was ist in Tau Ceti los\“. Tau Ceti ist doppelt so alt wie unsere Sonne, aber auch ein gelber Stern. trotzdem gibt es in dem Sonnensystem noch immer extrem viel Staub bis hin zu sehr vielen Asteroiden. Dortige Planeten werden sehr oft von diesen bombardiert, was höheres Leben dann ebenfalls ausschließt. Warum ist das bei uns nicht so? Es wird ein Stern vermutet, der in der Frühzeit der Entstehung unseres Sonnensystems vorbeizog und den größten Teil des Staubes förmlich mitriss, aber gerade noch weit genug entfernt war nicht die Planeten mitzureissen, die aber schon soweit fertig waren. Wie oft kommt dieser Fall nun im Universum vor, bei Sonnensystemen mit den anderen genannten Gegebenheiten? Vermutlich nicht so oft. Das rückt die Farbe des Sternes dann schon weiter in den Hintergrund und sollte uns die Besonderheit unseres Sonnensystems vor Augen führen. ABER, auch wenn über 90% rote Zwerge sind, so könnte durchaus im Universum 90% des Lebens um diese Sterne beheimatet sein, aber eben nur primitives. Und dennoch, nichts spricht gegen eine spätere Besiedlung von Planeten roter Zwerge von denen gelber Sterne. Vielleicht hat ja auch ein Schöpfer, wer auch immer es ist und wenn es ihn gab/gibt sich etwas dabei gedacht. Wir sollen uns vielleicht notgedrungen zu gegebener Zeit nen Kopf machen, wie man unser Sonnensystem verlassen kann, bevor wir hier gebraten werden. Zugleich hätte man mit so einer Technologie dann die Möglichkeit, auch das restliche Universum zu besiedeln. Somit kommen wir erst garnicht auf die Idee es uns für die nächstens Billionen Jahre hier gemütlich zu machen, wie im Falle eines rotes Zwerges.
Der obere Teil war ziemlich gut.
Und zum unteren also das ist reine Raterei pure Spekulation. Ich denke wir sind ein sonderfall wenn es ums Leben allgemein geht. Ein absoluter Sonderfall keine Einmaligkeit. Aber extrem selten. Das wir mit zu den ersten gehören erscheint mir aufgrund der Jugned des universums logisch. Das nur noch 1000 Milliarden Menschen geboren werden eher nicht. Die Saurier haben auch Millionen von Jahren gelebt warum nicht die Menschen ? Alles an uns ist besonders unser Stern unser Planet einfach alles. Warum gehst du davon aus das wir gerade in der Mitte der Menschheit geboren wurden. Wir sind eine sehr erfolgreiche Spezies. Wenn wir auch nur ein zehntel so erfolgreich sind wie die haie werden wir noch ewig leben.
Davon auszugehen das die Erde typisch ist, ist ein Fehler. Hochrechnungen aus nur einem Fall (menschheit) ist auch ein Fehler. Man kann spekulieren wie man lustig ist aber immer im Hinterkopf behalten das man komplett daneben liegt. Den bisher lagen noch ALLE daneben. Die Wahrscheinlichkeit das du Recht hast mit dem prognostizierten Verlauf der Zukunft ist fast null.
Das mit den Replikatoren. Also erstmal denke ich das du dir das zu einfach vorstellst ganz ehrlich. Der Unterschied etwas aus vorgefertigten Teilen die immer identisch sind und die gleichen Abläufe verlangen ziwischen aktivem Bauen ist um mehrere zehnerpotenzen grösser als der Schritt zwischen Malen nach Zahlen und Bildern von Picasso. Diese Replikatoren müssten sehr intelligent sein. So schlau wi ein Mensch vielleicht schlauer. Ein Roboter der navigieren kann
völlig selbstständig Materialien sucht auf Planeten mit hoher Schwerkraft nieder geht dort Treibstoff herstellt Kraftwerke aus NICHTS aus Stein. Er muss die Rohstoffe extrahieren können veredeln Werkzeuge herstellen den ersten satz werkzeuge die er hat muss er verbauchen um neue Werkzeuge herzustellen dann sich selbst ein hochkomplexes Wesen bauen er muss vieles verstehen er muss zusammenhänge begreifen. Ich kann mir keinen Menschen vorstellen der das alles schafft selbst wenn er ein Roboter wäre. Und alles auf Nanobots zu schieben ist zu einfach. Wir können garnix bis auf vielleicht Nanoröhren zu bauen. diee nanobots müssten sachen bewerkstelligen von denen wir nichtmal die geringste Vorstellung haben wie sie gehen. Dann müssten diese Replikatoren jahrmillionen wenn sie zwischen den Galaxien reisen funktionstüchtig bleiben wie müsste so eine Technik aussehen sie muss sich selbst regenerieren und energie aus dem leeren Raum gewinnen. Das ist nix mittelfristiges das dauert mehrere Jahrtausende bis es soweit ist. Wenn es überhaupt möglich ist diese Replikatoren müssen ein mindestens menschenhaftes bewusstsein haben dann müssen da nanobots mitkommen etc ich galube nicht das es einfach ist einen sich selbst replizierenden miniroboter zu bauen wenn man das schafft braucht man keine replikatoen dann kann man gleich die nanobots losschicken die dann in dem Zielsonnensystem nach einem festen programm einen Replikator zusammenbauen und ohne Nanobots braucht man einen denkenden menschen der in der lage ist einen Planeten zu kolonisieren mit nem schraubenschlüssel in der Hand. Diese Replikatoren würden schnellstens was anderes machen als sich nur zu replizieren die würden ihre eigenen ziele verfolgen und eine Menschheit die die möglichkeit hat replikatoren zu bauen hat nichtsmehr mit dem zu tun was du als menschen vor dir siehst. Die wären Intelligent genug garnicht erst solche replikatoren loszuschicken die sich wie karnikel vermehren sondern die würden MenschenComputer losschicken die gezielt das Universum erobern für sich und die Menschheit wenn es da dann überhaupt noch einen Unterschied gäbe. Und das höher entwickelte Zivilisationen vorher ihre Replikatoren losschicken die dann das Universum konsumieren um die ersten zusein damit später noch was von ihrer Zivilisation ürbrig ist ist keine hoch entwickelte zivilisation sondern ein haufen idioten. So eine Handlung würde alles ab absurdum führen. Warum sollten die das machen ? Um wenn zu beeindrucken ? Ist ja keiner mehr da da es ja keine Planeten nix mehr gibt wie solche replikatoren dann Sonnen abtragen würden oder schwere Objekte oder Gasriesen ohne Hyperintelligent zu sein ist mir unbegreiflich. Und wenn sie Hyperintelligent wären würden sie das nicht machen.
Die unteren hypothesen sind fast alle absurd. Das es Intelligente Lebensformen eher um gelbe Zwerge als um rote zwerge gibt ist das einzig plausible für mich.
Wir wären garnicht da wenn diese Replikatoren wirklich losgeschickt wurden selbst wenn Intelligentes leben auf eines pro galaxie zu trifft bzw auf eins por 100 Milliarden Sonnen gäbe es trotzdem noch etliche um uns herrum die nach deiner Theorie replikatoren gebaut hätten.
Wenn die Menschheit so eine Technik entwickelt denke ich sie würden eher nach Proxima Centauri ziehen und dort auf einen nahen Gesteinsfelsen einen Super Computer laufen lassen der von Wartungsrobotern gewartet wird auf dem sich alle beliebigen Universen einspielen lassen.
Obwohl ich es doch spanender finden würde wenn man anfangs erstmal das echte leben erforscht um dann auch mehr daten für das Computerporgramm zu haben. Die Besiedlung der Milchstrasse durch menschen erscheint mir garnicht so unwahrscheinlich. Erst dachte ich auch das es einfacher wäre das alles robotern zu überlassen aber mittlerweile denke ich das nicht mehr. Wir haben genug Zeit hier in unserem Sonnensystem viel zu lernen wie Terraforming. Nachdem wir unsere Weltraum fertigkeiten verbessert haben können wir ausgehend vom Mond oder Mars anfangen einen 20km durchmesser Asteroiden sowet auszuhölen das man da einen 10km durchmesser röhre rein baut. Auf so nem Asteroid wäre ja auch genug wasser eisen etc. Mit den Materialen kann man die Trommel ausbauen in dieser Trommel kann man dann 1g schwerkraft simulieren und hat ausreichend platz an den seiten für wälder seen Felder Städte und Millionen von Menschen. Energie würde man mit Fusionskraftwerken erzeugen innen drin genau in der mitte der Trommel in der schwerelosigkeit ein leuchtkörper gigantischen ausmasses hängen der tag und nacht simuliert, an den asteroiden irgendein fortschrittliches Triebwerk anbauen evtl ein bussard ttriebwerk oder egal was auf alle fälle denke ich das 1% C zu erreichen ist damit wäre man in 430 Jahren bei Alpa Centauri Proxima Centauri etc. Dort kann man dann geeignete planeten finden die umwandeln dort evtl leben oder aber auch gleich neue Asteroiden aushöhlen evtl wüde man garkeine Planeten brauchen sondern nur noch in ausgehölten asteroiden leben würde praktisch keinen Unterschied machen. Die bleiben dann um die Sonnen rum und wenn mal keine Asteroiden mehr da sind dann ab ins nächste Sonnensystem die die da bleiben wollen bleiben da. Ich denke Planeten sind eher gefährlich als nützlich leben in ausgehölten Asteroiden ist wesentlich sicherer und einfacher. Man muss keine Angst vor Kilma Änderungen haben keine Angst vor der eigenen Sonne keine Angst vor Meteoriten einschlägen man muss nur rohstoffe heranschaffen. ja ich wette das Fortgeschrittene Zivilisationen garnichtmehr auf Planetenleben evtl wandeln sie planeten um und befruchten sie um dort neues leben zu ermöglichen sie selbst aberleben in ausgehölten meteoriten die sie nach dem Modell ihres heimatplanten gebaut haben. Ich sehe echt kein hinderniss technisch und auch finanziell wird das alles machabr sein. Und wer weiss vielleicht wurde die Erde auch mal von so einer Zivilisation besucht und befruchtet.
In diesen Ausgehötlen asteroiden gäbe es dann auch virtuele realitäten die einem jeder zeit alles zeigen können was man will. Und um energie auszubeuten bauen die helium 3 ab auf diversen monden. Planeten.
Immer flexibel und mobil und sicher vorallem das. ein navigierbarer kleiner Asteroid.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden haben geht es darum ob sich bis jetzt auch leben um Rote Zwerge herum entwickelt haben könnte. Nur warum wird dafür die extrem lange Lebensdauer selbiger als pro Argument ins Feld geführt? Wenn unser Universum nicht ganz 15Mrd Jahre alt ist(oder ist da meine Information veraltet?), ist es doch unerheblich ob rote Zwerge Billionen von Jahren alt werden können(sie wären höchstens für eine spätere Besiedlung durch eine Typ 2 Zivilisation interessant). Auch stimmt es zwar das einige Pflanzen auch Infrarotstrahlung nutzen, daraus gewinnen sie aber weit weniger Energie(Evolution würde langsamer verlaufen). Daraus und aus der Tatsache der Flares würde ich meinen das ein auftauchen einer Ziv in einem roter Zwerg System(vor dem jetzigen Zeitpunkt) unwahrscheinlicher ist(was aber wider durch ihre Anzahl relativiert wird)
Nun, die \“Ichs\“ treten Universumsweit eben immer in konzentrierten Rudeln (genannt \“Zivilisationen\“) auf, die durch Raum und Zeit voneinander getrennt sind. Ein typisches \“Ich\“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine typische Position innerhalb eines solchen Rudels einnehmen. Gleichzeitig kann man auch die Gesamtheit der Rudel ansehen und davon ausgehen, dass das Rudel, zu dem das \“Ich\“ gehört, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine typische Position in der totalen Rudelpopulation einnimmt: das heisst, mit grosser Wahrscheinlichkeit leben wir jetzt in der Zeit, in der es die meisten Zivilisationen im Universum gibt.
Es ist tatsächlich egal, wie das \“Ich\“ genau entstanden ist, aber denoch sind die \“Ichs\“ immer Teil einer eng begrenzten Zivilisation (vielleicht gibt es auch Zivilisationen, die nur aus einem einzigen \“Ich\“ bestehen?), die entsteht und wieder vergeht.
Ein \“Ich\“ ist im Prinzip einfach ein Individuum aus einer frei wählbaren Referenzklasse, für die man sich interessiert. Wenn man wissen will, wie lange es noch intelligente nackte Affen gibt, die sich im Spiegel erkennen, ist eben jeder intelligente, nackte Affe, der sich im Spiegel erkennt, ein \“Ich\“. Beim Doomsday-Argument geht es aber eigentlich immer um alle Subjekte mit menschenähnlicher Intelligenz, die der terragenen Zivilisation angehören. Man kann auch nur die Menschen allein betrachten, aber wenn man annimmt, dass die Zivilisation auch von anderen Intelligenzen weitergeführt werden kann, dann muss man auch diese \“anderen Intelligenzen\“ als \“Ichs\“ betrachten.
Ich hätte dazu mal eine Frage: Wenn es wirklich so egal ist, wie die \“Ichs\“ entstanden, denn bedeutet das eigentlich doch auch, dass man auch beliebige \“Aliens\“ als \“Ichs\“ betrachten könnte. Demnach setzt das D.-Argument ja nichtnur den Forlauf der Menschheit ein hypothetisches Ende, sonder den allen Lebens im All.
P.S.: Mit ein Problem, neben den \“Stichprobenbegriff\“ ist wohl auch, was ein \“Ich\“ sein soll.
Aber die Entstehung dieser \“Ichs\“ jetzt ja die Existenz der Orginale vorraus, also hat man da ein kausales System. Obwohl, das ist bei den Eltern ja auch der Fall…
Ich habe dich schon verstanden… 😉
Zitat: \“(zumindest bis zu einen Punkt in der \“Versionsgeschichte\“ des \“Ichs\“)\“
Das ist der springende Punkt. Bis zu diesem Zeitpunkt sind sie identisch, aber danach müssen sie als separate \“Ichs\“ betrachtet werden. Sie haben eben ab disem Zeitpunkt nicht mehr die gleiche Nummer, sondern mit dem Akt des Kopieren wird quasi eine neue Nummer gezogen: ein neues, eigenständiges Bewusstsein entsteht, analog zu einer Geburt. Die Statistik des Doomsday-Arguments interessiert sich nicht für allfällige Gemeinsamkeiten in den Erinnerungen der fraglichen Beobachter (oder für die Art und Weise, wie diese Beobachter genau in die Welt getreten sind, ob durch Geburt, spontante Entstehung als Boltzmann-Gehirn, künstliche Intelligenz aus dem Labor, Kopie eines anderne Bewusstseins, etc), sondern einzig und allein für die Anzahl der Beobachter.
Ich habe mich undeutlich ausgedrückt:
Vielleicht nimmt nähmlich die Anzahl der \“Ichs\“ nicht zu, wenn sich die Ziv. vermehrt.
Oder um es anders zu sagen (um die Metapher zu gebrauchen, derer du dich im \“Doomsday\“-Kommentarstrag bedientest): Jede dieser \“Ichs\“ hat dieselbe Nummer, da denselben erfahungshintergrund (zumindest bis zu einen Punkt in der \“Versionsgeschichte\“ des \“Ichs\“). Die \“Kopien\“ bemerken daher sofort, dass sie \“Kopien\“ sind. Du argumentierstest einmal selbst, dass sie quasie die selbe Person sind…;-)
zu 4.3.1) genau das meine ich.
zu 4.3.2) Nun, das würde nicht viel ändern (denke ich), weil dann der typische Beobachter einfach eine Kopie ist… Es funktioniert, wenn sich die \“Ichs\“ uploaden und so unsterblich werden – aber das begrenzt natürlich die maximale Ausdehnung der Zivilisation. Zumindest mir scheint dies eine der plausibelsten Erklärungen für das Fermi-Paradoxon zu sein, die gleichzeitig viele Zivilisationen zulässt.
zu 4.3.1.) Hmm. Ja das macht gewisserweise schon Sinn. In einen Kolonialszenario wäre es wahrscheinlicher als Kolonist geboren zu werden (unter den Vorbehalt, dass es evt. notwendig ist, quasie als sich selbst geboren zu werden), aber im Repli.-Szenario würde man eher zu den Ziv.\’s gehören, die noch keine Repli.s in der Nähe haben, da alle anderen potenziellen Entstehungsorte von den Repli.s ausgeschaltet werden.(Wobei vielleicht einige das Auftauchen der Repli.s in der Umgebung noch miterleben dürfen…)
4.3.2. Wobei es immernoch in frage kommt, dass keine neuen \“Ichs\“ im Sinne des Doomsday-Argumentes durch die Kolonien hinzukommen, sondern nur noch die \“verbeibenden\“ Individuen ihre \“Ichs\“ upladen und es daher unwahrscheinlich ist, in diesen Zeitalter \“geboren\“ zu werden. Dann würe der durchschnittliche Beobachter vielleicht tatsächlich ein Heimatweltler; Die späteren sind dann nur Modifikationen eines \“Ichs\“, dass zu beginn des Kolonialzeitalters entstand…
P.S.: Doppelklammern werden gelöscht?
Zu 4.1) Ja richtig, sie werden nicht gezählt. Aber es geht darum, dass der \“theoretische\“ Mittelwert sehr viel grösser ist als die Dauer, die im Schnitt zur Verfügung steht (sagen wir, wenn wir die Evolution des Lebens hin zur Zivilisation realistisch in einem Computer simulieren könnten, käme dabei nach vielen hunderttausend Durchläufen heraus, dass es im Schnitt z.B. 100 Mrd Jahre dauert (um irgend eine Zahl zu nennen)). Der Läufer ist also nur abnormal schnell gegenüber dem \“theoretischen\“ Mittelwert, nicht gegenüber dem \“wahren\“, das ist schon klar.
Zu 4.3) Ah, jetzt verstehe ich dich. Wenn es zutreffen würde, dass wir zu den ersten gehören, ist es naheliegend, dass wir keine anderen Zivilisationen kennen. Ja, das ist korrekt. Was aber dein Argument zum Kolonisationsszenario angeht: Nun, in diesem Szenario lebt die überwiegende Mehrheit der Beobachter eben in einer Kolonie. Es ist unerheblich, ob dies schon stattgefunden hat oder erst noch stattfinden wird: der typische Beobachter in diesem Szenario ist ein \“Kolonist\“ (ein Kolonist, der von einer \“Erstzivilisation\“ abstammt, wohlgemerkt, aber innerhalb aller Mitglieder dieser \“Erstzivilisation\“ sind die Kolonisten wiederum in der erdrückenden Überzahl) – das macht uns \“Heimatweltler\“ einfach extrem speziell, man müsste sich darüber wundern, dass wir dies tatsächlich beobachten. Da ist es – zumindest aus unserer Warte der vollkommenen Unwissenheit über die künftige Entwicklung der Menschheit – viel wahrscheinlicher, dass es nie besonders viele Kolonisten geben wird.
3.) Dazu würde ein Black Smocker auch reichen.
Aber hier hast du wohl recht. Sauerstoff wäre schon hilfreich. :-/
4.1.) Wenn nur diejenigen, die durchs Ziel kommen zählen (ergo: Gezählt werden…), denn werden jene, die nacher noch kommen würden, gar nicht gezählt. ;-] Damit sind sie nicht teil des Durchschnittes(=Normalität(Obwohl es mehrere (statistische) \“Normalitätsbegriffe\“ gibt, soweit ich weiss(du könntest einen anderen gemeint haben))) und damit ist der Läufer nicht abnormal schnell…
4.3. Ich meinte weniger die Repli.s selbst, als eher die Hypothese, dass eine der allerersten Ziv.s, zu denen wir gehören, die Möglichkeit der Entstehung von zukünftigen Ziv.s ausschliesst(sie nimmt ihnen alle Rohstoffe weg…).
Und fügte hinzu, dass man sich dies auch als Kolonisation vorstellen könnte…
_Beide_ Szenarien gehen von der Prämisse aus, dass wir zu den Ersten gehören. Deshalb ist die Tatsache, dass wir keine Kolonialbewohner sind kein Gegenargument speziell gegen die \“Kolonie-Idee\“, genauso könnte man fragen, warum uns die Repli.s noch nicht die junge Erde ausgeplündert haben.
(Natürlich ist auch das Speckulation.)
Zu 1.) Kommt drauf an, welche Faktoren mitspielen, wie die wahre Verteilung im Detail aussieht und wie der \“Standard\“ definiert ist. Im Schnitt liegt man aber immer eher richtig, wenn man auf die grossen Stücke im Wahrscheinlichkeitskuchen tippt, als wenn man zufällig (= alle Stücke haben gleiche Wahrscheinlichkeit, unabhängig von ihrer Grösse) tippt.
Zu 2.) Das ist schon möglich, macht das hier geschilderte Problem allerdings nur noch grösser. 🙂 Die Frage stellt sich auch, ob eine Zivilisation so entstehen könnte.
Zu 3.) Sauerstoff ist die Energiequelle aller komplexen Lebensformen (=aller Mehrzeller): ohne ihn gäbe es keinen Stoffwechsel, der energiereich genug wäre, um Fortbewegung in unserem Sinne zu erlauben. Natürlich gibt es Leben ohne Sauerstoff, aber es gibt auch Leben ohne Intelligenz… Will heissen, für eine Zivilisation ist Sauerstoff (oder ein anderer chemischer Energieträger, der komplexe Lebensformen ermöglicht) zwingend.
Zu 4.) Ein Auftauchen kurz vor dem Ende der Lebensdauer der Biosphäre deutet darauf hin, dass die Entwicklung typischerweise sehr viel länger dauert. Stell dir einen Marathon vor: am Ziel gibt es ein Zeitfenster, das nur eine begrenzte Zeit offen ist – um gezählt zu werden, musst du rechtzeitig vor dem Ende des Zeitfensters im Ziel sein. Wenn nun das Feld so langsam rennt, dass es das Zeitfenster niemals rechtzeitig erreichen wird (bevor dieses wieder geschlossen wird), dann werden die paar wenigen Läufer, die es doch noch rechtzeitig schaffen, tendenziell eher am Ende des Zeitfensters eintreffen: denn es gibt immer welche, die noch langsamer sind, das heisst, unter denen, die es noch ins Zeitfenster schaffen, sind die spätesten am häufigsten. Wenn du ein Marathonläufer bist, der es tatsächlich ins Ziel geschafft hat, dann bist du höchstwahrscheinlich kurz vor dem Ende des Zeitfensters eingelaufen. Und, du bist, im Vergleich zum Feld, ein aussergewöhnlich schneller Läufer. Genauso würden sich Zivilisationen vornehmlich am Ende des offenen Biosphären-Zeitfensters einfinden, wenn die Entwicklung einer Zivilisation im Schnitt sehr viel länger dauern würde, als das Zeitfenster zulässt.
Inwiefern meinst du, dass die Replikatoren eine Lösung für das Fermi-Paradoxon wären? Die Replikatoren wären wohl sehr viel schneller als jede junge Zivilisation sich ausbreiten könnte, das heisst, in unserem Vergangenheitslichtkegel gibt es keine Replikatoren, und wir würden immer ohnehin erst auf die Replikatoren treffen, bevor wir auf Zivilisationen treffen. Anders gesagt, die Replikatoren können nicht der Grund sein, warum wir noch keine Ausserirdischen gefunden haben, denn wenn dies der Grund wäre, wären wir auch längst von ihnen überrollt worden. Die Sache mit dem Wegkolonialisieren ist in etwa das selbe wie das Replikatorenargument, allerdings etwas langsamer. Anderseits ist dieses Szenario zumindest aus unserer Sicht unwahrscheinlich, weil dann der typische Bewohner des Universums in einer Kolonie leben würde (von denen gäbe es ja viel mehr als von den Ursprungsplaneten) – und wir leben nicht in einer.
1. Wieviel wahrscheinlicher ist die Annahme, dass man zum \“Standart\“ gehört als blosses raten? (eine einzige Ziv. sollte nicht für alle Statistisch Signifikant sein…)
Im Übrigen: Blueflash\’s Einwand richtet sich auch eher auf den \“Stichprobenbegriff\“, der hier falsch angefand sein soll. Demnach kann es gar nicht Signivikant sein.
2. Wieso sollte Leben, dass Röntgenstrahlung überlebt nicht möglich sein, oder warum wurde diese Möglichkeit im Artikel nicht erwähnt?
Es gab ja auch Bakterien, die neben Atomreakoren überlebten, sollchene Lebensformen würden sich dann durch Selektion durchsetzen. 😉
3. Sauerstoff kam auch \“nur\“ durch biologische Organismen und Photosythese in die Atmosphäre, er, das Sauerstoff, war anfangs sogar tötlich(oder tödlich?) für einige Mikroorganismen. => Eine Sauerstoffansammlung ist gar nicht notwendig.
4. Die Sache mit der Gefahr von Seiten der Ziv. ist eine sehr interessante Theorie, aber:
4.1. Warum sollte sich ihr \“abnormal hohes Entstehungstempo\“ daran zeigen, dass sie relativ spät(kurz vor Ende!) in der Biosphäre auftaucht? Das ist doch etwas zusehr auf \“unsere\“ Situation zugeschnitten…
4.2. Von ändeurng der Naturgesetze sollte man vielleicht nicht reden. Lieber vom Zustand der Unter dise Gesetzte fällt und sich verändert.
4.3. Die Replikatoren fallen unter Fermi Paradox…Und sind eine theoretische Lösung dafür. Aber selbiges würde problemlos auch so formulierbar sein, dass die ersten Zivilisationen einfach alle Sterne, auf denen sich Leben entwickeln könnte, wegkolonisieren, bervor es zu Entwicklungen kommen kann.
Pahh…Hoffe der Kommentar enthält nicht zuviele Fehler…;)
Quatsch. Du sollst keine Analogien über ihre natürlichen Grenzen hinaus strapazieren… 😉 Du musst die Rahmenbedingungen der Analogie schon akzeptieren, wenn du verstehen willst, was ich dir sagen will. Nimm einfach das Beispiel der Urne so wie es ist, und überlege dir, welche Konsequenzen sich daraus für den Wahrscheinlichkeitsbegriff und für den Begriff \“Beobachtung\“ ergeben.
Möglicherweise verstehe ich dich auch falsch, und erkläre dir etwas, was du schon längst weisst. Dann musst du eben deine Position besser erklären.
Es geht auch weniger darum, ob \“ICH\“ irgendwo anders hätte existieren können (das dem nicht so ist, ist wohl klar), sondern es geht schlicht und einfach darum, dass es noch andere Beobachter gibt, die ebenfalls Beobachtungen machen und sich Gedanken über die Welt machen können, genau wie ich. Ich kann mir die Welt also auch AUS ihrer Position ANSEHEN, ohne, dass ich selbst die Möglichkeit hätte haben müssen, IN ihrer Position zu SEIN. Letzteres ist etwas ganz anderes (metaphysisches) und für die Diskussion irrelevant – es geht mir nur darum, die Beobachtungen verschiedener hypothetischer oder realer Beobachter zu vergleichen. WENN die Chancen auf die Entstehung einer Zivilisation um einen Roten Zwerg genauso hoch sind wie die Chancen auf die Entstehung einer Zivilisation um einen Gelben Zwerg, DANN sollte die Mehrheit der Beobachter im Universum einen Roten Zwerg als Heimatsonne haben. WENN es also so ist (Fall 1), dann hätten wir mit unserem Gelben Zwerg einfach ein \“seltenes Los\“ gezogen. WENN es aber nicht so ist (Fall 2), dann muss offenbar die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Zivilisation um einen Roten Zwerg bildet, kleiner sein als bei einem Gelben Zwerg. Und um den Grund für diesen Unterschied in den Wahrscheinlichkeiten geht es mir im Artikel.
Da man die Wette auf die eigene Mittelmässigkeit aus rein statistischen Gründen im Mittel häufiger gewinnt als die Wette auf die eigene Extremposition, kommt diesen Gedanken durchaus eine gewisse Gewichtigkeit zu. Oder anders gesagt: Wir wissen nicht, ob Fall 1 oder Fall 2 zutreffend ist. Aber Fall 2 macht eine weniger extreme Annahme als Fall 1, so dass man sich mit der Annahme von Fall 2 eher richtig liegt als mit der Annahme von Fall 1.
Das Beispiel ist einfach falsch.
In Deinem Beispiel nimmst Du an, Du hättest eine Kugel gezogen – also weisst Du, dass Du prinzipiell auch eine andere hättest ziehen können, weil Du den Mechanismus, der dazu führt, dass Du eine Kugel in die Hand bekommst, stochastisch beschreiben kannst.
Die Anwendung die Du im Artikel machst ist aber wenn überhaupt nur vergleichbar damit, dass Du ohne Erinnerung vor der Urne stehst und zwischen Dir und der Urne eine gelbe Kugel liegt.
Du weisst nichts darüber, wie die Kugel dahingekommen ist, und der Versuch einer stochastischen Analyse macht zwingend, dass es eine Ziehung gab.
Ob aber jemand eine gelbe Kugel gezielt aus der Urne nahm, oder Du eventuell nur deshalb in dem Raum bist, weil das GelbKugelFehlAlarmSystem lärm geschlagen hat, ist völlig unbekannt!
Du kannst es dir auch gerne wieder mit der Urne vorstellen: 80 Rote Kugeln, 10 Orange, 5 Gelbe und 5 Weisse stehen zur Verfügung. Wenn die Chancen, eine Kugel zu ziehen, unabhängig von der Farbe ist, dann ist die Chance, aus reinem Zufall eine Gelbe in der Hand zu halten, gerade fünf Prozent. Wenn du also eine Gelbe Kugel gezogen hast, kannst du dich entweder damit zufrieden geben, dass du halt einfach irgendetwas ziehen musstest und es jetzt halt die Gelbe war. Oder aber, du könntest dich dafür interessieren, ob es einen SPEZIELLEN GRUND gibt, warum du ausgerechnet die Gelbe gezogen hast, das heisst, du möchtest durch eine Abwägung allen Wissens, das du über diese Kugeln besitzt, wissen, ob allfällige andere Spieler auch bevorzugt eine Gelbe Kugel ziehen würden oder ob einfach 80% von ihnen eine Rote ziehen würden, obwohl du eine Gelbe gezogen hast. Ist das Ziehen von Gelben Kugeln irgendwie bevorzugt? Vielleicht sind sie grösser als andere, vielleicht liegen sie in der Urne einfach oben auf, vielleicht fühlen sie sich besser an als andere… Es kann gut sein, dass am Ende dieser Untersuchung das Ergebnis dasteht, du hattest einfach \“Glück\“ mit der Ziehung. Es kann aber auch sein, dass du durch die Untersuchung etwas neues über deine Welt (die Urne 😉 ) herausgefunden hast. Und genau das interessiert mich. Ob es jetzt tatsächlich noch andere Spieler gibt oder nicht, ist für die Fragestellung nicht wirklich relevant.
Nein. Du bist keine Stichprobe, so lange Du nicht beweisen kannst, dass die Chance, dass Du eine andere Beobachterposition einnehmen könntest größer als null ist!
Eine Stichprobe zeichnet sich dadurch aus, dass sie ausgewählt wurde. Du aber wirst bei diesen und anderen Themen (siehe Doomsdayargument) immer dich auswählen müssen, weil Du nunmal Du bist. Von daher ist das in keinster Weise irgendwie represäntativ!
Aus der Summe aller möglichen Beobachter, die sich Gedanken über das Universum, seine Geschichte und seine Zukunft machen können, bin ich eben eine einelne Stichprobe, und zwar aus der Untermenge \“Menschheit\“. Es gibt – das ist die Annahme hier, richtig – noch andere Beobachter als Menschen.
Aber die Sache mit der \“Gewinnchance\“ hast du falsch verstanden: es geht darum, diejenigen Bedingungen zu identifizieren, unter denen sich eine Zivilisation am ehesten entwickelt. Umgekehrt würde man vermuten, dass eine \“typische\“ Zivilisation unter genau diesen Bedingungen entstanden ist. Das allein sagt noch gar nichts über die Zivilisation im Speziellen aus: alles, was sie besitzen muss, ist die Fähigkeit zur Beobachtung des Universums.
Da liegt eben eine eindeutige Fehlannahme: Wenn Du von \“Gewinnchancen\“ sprichst, dann gehst Du davon aus, dass die Möglichkeit bestanden hätte, dass Du auf einem anderen Planeten lebst – das geht aber nicht, weil die Menschheit eine Folge der Tatsache ist, dass sich Leben hier entwickelt hat, sie wurde eben nicht von irgendeinem Prozess, der sich stochastisch annähern ließe, auf irgendeinen von allen Planeten im Universum gesetzt!
Die Chance, dass die Menschheit in einem anderen Sternsystem entstehen hätte können ist 0%, ganz egal, wie die Verteilung da draussen aussieht!
Nun, die Chance dass Zivilisationen entstehen, ist ja (siehe Menschheit) offensichtlich grösser als Null. Nun muss das Universum einfach gross genug sein, damit es noch andere Zivilisationen gibt. Ist es unendlich gross, gibt es unendlich viele Zivilisationen, denn Unendlich, multipliziert mit einer beliebig kleinen Zahl verschieden von Null, ist immer noch Unendlich. Ist das Universum endlich gross, kommt es eben darauf an, wie gross diese \“beliebig kleine Zahl\“ im Verhältnis dazu ist.
Selbst, wenn wir aber die einzige Zivilisation im Universum wären, stellt sich die Frage, warum wir ausgerechnet einen Gelben Stern als Heimatstern haben, wo doch Rote und Orange Zwergsterne die sehr viel besseren \“Gewinnchancen\“ zu bieten scheinen.
Ich denke er stellt deine Annahme in Frage, dass es überhaupt andere Zivilisationen im Universum gibt, und fragt dich wodurch du überhaupt zu diesem Schluss kommst.
Wieso müsste ich das tun??? Ich denke, egal wie selten, es gibt unzählige Zivilisationen im Universum. Ich würde vermuten, dass sie sehr selten sind, so dass die nächste vielleicht mindestens einige Millionen Lichtjahre weg ist, aber andere mögen das anders sehen und es mag auch anders sein. Es spielt letztlich keine Rolle, so lange die Menschheit nicht die einzige Zivilisation im Universum überhaupt ist. Ist es das, was du sagen willst?
Na Bynaus, wieder die alte Fehlannahme? 😉
Die Existenz der Menschheit genau hier ist solange keine Stichprobe, bis du einen -wie auch immer gearteten- Mechanismus plausibel machen kannst, der es ermöglichen würde, dass die Menschheit auch auf einem anderen Planeten um einen anderen Stern existieren könnte.
Solange aber verhältst Du dich wie jemand, der von der Zahl auf einer Seite eines n-seitigen Würfels auf die \“typische Verteilung\“ dieses Würfels zu schließen, ohne auch nur zu wissen, ob die anderen Seiten überhaupt mit Zahlen bedruckt sind.
Die Replikatoren-Katastrophe ist dann doch zu sehr wie bei \“Stargate\“. Wobei euer Spamschutz nicht vor einem Replikator schützt, der eine Rechenfunktion hat.
Und genau deshalb macht es Sinn, im Fall der Heimatsterne der typischen Zivilisation diese Argumentation anzuwenden, und bei den Schweizern nicht…
Wenn du sowieso schon weisst, welche Farbe bei den Kugeln in der Urne überwiegt, musst du natürlich nicht mehr anhand einer Stichprobe schätzen. Aber wenn du es eben nicht weisst, dann ist die Einschätzung basierend auf zumindest einer Stichprobe im Schnitt zuverlässiger, das heisst, häufiger richtig als reines Raten. Einen anderen Anspruch erhebe ich hier ja gar nicht.
Hallo Bynaus,
ich weiß nicht, ob die Zivilisationen um gelbe Sterne 100% oder 10% oder 1% aller Zivilisationen ausmachen, aber ich weiß, dass die Schweizer nur 0,1% aller Menschen ausmachen.