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1791 erhält der Brite George Vancouver von der Royal Navy den Auftrag zum Nootka-Sund zu reisen, einem Meeresfjord der kanadischen Provinz British Columbia, sich gegen die Spanier durchzusetzen und diesen in Besitz Grossbritanniens zu nehmen. Er soll ausserdem nach einer Nordwestpassage Ausschau halten und dabei die gesamte pazifische Westküste Kanadas kartografieren. Am 1. April sticht Vancouver auf der HMS Discovery in Begleitung von der HMS Chatham in See, doch bis er sein eigentliches Ziel erreicht, bereist er die halbe Welt. Zunächst gelangt die Expedition zum Kap der Guten Hoffnung, dann segeln sie weiter nach Neuseeland und zur Südküste Australiens, wo Vancouver den King George Sund kartografiert. Schliesslich überwintern sie auf Hawaii bis sie ein Jahr später endlich die Westküste Nordamerikas erreichen. Er erkundet die komplette Westküste bis zum 65. Breitengrad eine Nordwestpassage gibt es hier nicht und umfährt Vancouver Island. Schliesslich läuft er im August Nootka-Sund an, um die britischen Ansprüche geltend zu machen. Zu einer Einigung mit den Spaniern kommt es allerdings nicht und so kehrt Vancouver wieder zurück nach Hawaii, wo die Verhandlungen mit Kamehameha I. für die Briten deutlich erfolgreicher verlaufen
Portrait
George Vancouver (1757-1798) wurde in Norfolk geboren und trat im Alter von 13 Jahren bereits in die Royal Navy ein. Er nahm an James Cooks zweiter Weltumseglung 1772-75 auf der Resolution teil und durchlief während dieser Reise eine Ausbildung zum Midshipman. Auch auf Cooks dritter Weltumseglung 1776 gehörte er, nun bereits Leutnant, mit zur Mannschaft. Bei seiner ersten eigenen Expedition 1791 erforschte er die Pazifikküste Nordamerikas von Kalifornien bis Alaska und Teile der Südsee. Nach ihm wurden zahlreiche Orte benannt: u. a. Vancouver, Fort Vancouver, Vancouver Island. Seine angefertigten Karten von der amerikanischen Nordwestküste waren jahrzehntelang massgebend.