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Der polnische Filmregisseur Staszek Wandrosch fährt mit zwei Freunden nach Polen, um dort Zdenek Koziol zu besuchen. Zdenek Koziol alias Steve Pollak war in den Fünfzigerjahren ein legendärer Jazztrompeter, der gewusst hatte, wie man richtig lebt. Und seitdem Staszek erfahren hat, dass Zdenek jetzt wieder in einem verschlafenen polnischen Dorf hausen soll, möchte er wissen, wie es dem Idol von damals geht.
Also reisen die drei in das polnische Örtchen und machen sich auf die Suche nach Zdenek, dem Trompeter und ehemaligen Lebenskünstler. Der rast, zeitweilig dem Wahnsinn verfallen, in einer alten einzylindrigen Jawa Baujahr 37 über die Felder und versucht, die Wunden zu vergessen, die das Leben ihm geschlagen hat. Sein alter Freund aus Musikerzeiten Zbigniew Kowalski, den er mitgebracht hat in das kleine Kaff, sorgt einstweilen als falscher Priester für das Seelenheil des Dorfes. Am Ende feiern sie alle zusammen ein Fest mit Brot und Wein, und Zbigniew spielt mit Zdenek noch einmal jenen alten Blues von einst.
Mit "Polski Blues" hat Janosch eine wunderbare Liebeserklärung an seine alte Heimat Polen geschrieben – ein weises Buch über die Kunst zu leben und über die Liebe zu den Frauen, zum Wein und zur Musik.
Portrait
Janosch wurde 1931 in der oberschlesischen Stadt Hindenburg (Zaborze) geboren, lernte das Schmiedehandwerk, verbrachte die fünziger Jahre in Paris und München und lebt jetzt auf einer Insel im Meer. 1960 erschien sein erstes Kinderbuch und zehn Jahre später sein erster Roman „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“, für den er drei Literaturpreise erhielt. Seine inzwischen über 100 Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, seine Trickfilme vielfach mit Preisen ausgezeichnet. 1992 wurde er für sein Romanwerk mit dem Andreas-Gryphius-Preis ausgezeichnet.