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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit
Madrid – Wer ständig nachts zu wenig schläft, könnte damit sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen deutlich steigern. Das berichten spanische und amerikanische Wissenschaftler im Journal of the American College of Cardiology (2019; doi: 10.1016/j.jacc.2018.10.060).
Die Wissenschaflter um José Ordovás vom Centro Nacional de Investigaciones Carlos III in Madrid analysierten die medizinischen Daten von 3.974 Personen aus Spanien, die durchschnittlich 46 Jahre alt waren, 2 Drittel von ihnen waren männlich. Sie analysierten die Prävalenz und Progressionsrate von Gefäßproblemen, die bei den Teilnehmern noch nicht klinisch relevant waren. Keiner der Freiwilligen hatte zu Studienbeginn die Diagnose einer Herzerkrankung.
Neben der Beurteilung der Gefäßläsionen erfassten die Forscher auch das Schlafverhalten der Studienteilnehmer. Sie teilten die Probanden danach in 4 Gruppen ein: Menschen, die unter 6 Stunden pro Nacht schlafen, die 6 bis 7 Stunden pro Nacht schlafen, die 7 bis 8 Stunden schlafen und Menschen, die länger als 8 Stunden schlafen.
Die Studie ergab, dass – nach Ausschluss anderer Risikofaktoren für Herzerkrankungen – Teilnehmer, die jede Nacht unter 6 Stunden schliefen, ein um 27 % höheres Risiko für Atherosklerose hatten, als Menschen, die jede Nacht zwischen 7 und 8 Stunden schliefen.
Schlechte Schlafqualität – zum Beispiel das häufige Aufwachen in der Nacht – war mit ähnlichen Ergebnissen verbunden und erhöhte das Atheroskleroserisiko um 34 %.
Die Studie fand auch Hinweise darauf, dass Menschen, die mehr als 8 Stunden pro Nacht schliefen, ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Atherosklerose hatten, obwohl nur wenige Menschen über zu lange Schlafzeiten berichteten.
„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein großes globales Problem, und wir verhindern und behandeln sie mit verschiedenen Ansätzen, darunter Arzneimittel, körperliche Aktivität und Ernährung“, sagte Ordovás. Die neue Studie zeige, dass „wir den Schlaf als eine der Waffen zur Bekämpfung von Herzerkrankungen einbeziehen müssen – ein Faktor, den wir jeden Tag aufs Neue gefährden“, so der Wissenschaftler.Source: aerzteblatt