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Die "Faszien" bilden im Menschen ein dichtes, weitverzweigtes, vielschichtiges, elastisches und reissfestes System aus Bindegewebsfasern. Diese durchziehen den gesamten Körper. Sie umhüllen ihn, verbinden Haut, Knochen, Muskeln und sogar die Organe. Es handelt sich um ein sogenanntes rautenförmiges, funktionelles Netzsystem, welches lange nicht wirklich in der medizinischen Forschung oder Therapie beachtet wurde. In den letzten Jahren ist es aber zunehmend in den Fokus gerückt.
Was sind die Faszien?
Sie sind ein unverwechselbares motorisches Gleitwerk, welches für alle Arten von Bewegung geschaffen ist. Die Mobilität der Faszien wird durch innere und äussere Bedingungen stimuliert. D.h. sie dienen primär als biomechanische Grundlage für unterschiedliche Bewegungsabläufe, z.B. das Federn, Dehnen oder Schwingen. Sie sind aktiv an den knöchernen Uebergängen als Halte-Element, also eine zentrale Stütze des Bewegungsapparates. Wenn ihre gleitende Funktion wegen Bewegungsmangel und Fehlhaltung über längere Zeit ausbleibt, verliert sie kurzum ihre Zugkraft und Flexibilität. Als Folge wird die Bewegungsfreiheit sowie die Elastizität eingeschränkt. Das optimale Zusammenspiel der Strukturen bleibt aus. Das Bindegewebe erstarrt, und unangenehme Schmerzen, vor allem im Bereich der Gelenke, treten auf. Der Mensch nimmt in der Folge eine "Schonhaltung" ein, die das Ganze verschlimmert. Dynamische Bewegungen sind notwendig, um die Leistungsfähigkeit der Faszien zu erhalten.
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