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Am Anfang war Tribidrag, eine rote Sorte aus Dalmatien (Kroatien). Sie kam nach Süditalien und wurde dort 1799 von einem Priester und Hobbybotaniker als «primitivus» notiert, lateinisch für «Erster seiner Art», «früh blühend». Daraus wurde Primitivo. In den USA waren nicht wenige überzeugt, Zinfandel sei eine heimische amerikanische Rebe. Doch Vinifera-Reben sind europäisch, nicht amerikanisch. Eingeführt wurde die Sorte vom Rebenzüchter Georg Gibbs in den 1820er-Jahren auf Long Island, New York. 1829 tauchte dort der Name Zinfardel in einem Sortenkatalog auf. Später wurde daraus Zinfandel. Die Herkunft der Bezeichnung ist immer noch ein Mysterium. 1967 fiel einem Forscher des amerikanischen Agricultural Research Service bei einer Degustation in Bari auf, dass Primitivo sehr ähnlich schmeckte wie Zinfandel. Fünf Jahre später war man sich sicher, dass die Sorten identisch seien. Doch erst der DNA-Vergleich 1994 lieferte die letzte Gewissheit. Heute ist Zinfandel vor allem in Kalifornien eine Vorzeigesorte. Siehe auch «Primitivo».