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Als junger Angestellter im Verkauf war ich frustriert über meinen Misserfolg als Verkäufer. Ich hatte einen schlechten Chef, ein miserables Verkaufsgebiet, die Produkte waren zu teuer und überhaupt, die Konkurrenz hatte die besseren Lösungen…
Ich wechselte kurz darauf die Stelle zu einer amerikanischen Firma und im neuen Büro fand ich ein Plakat auf dem stand „It’s all up to you“. Ich realisierte sofort, an der vorderen Stelle war ich das Problem, nicht das was ich vorgab.
Ab sofort änderte ich meine Einstellung und es ging aufwärts. Nachfolgend finden Sie 4 Schritte, um der Lamento-Falle zu entkommen:
1. Sie haben die Wahl – nutzen Sie sie!
Fast alles, was Sie tun möchten, können Sie auch tun. Und zwar jetzt! Sie können vielleicht nicht Olympiasieger im 100-Meter-Lauf werden, aber vielleicht Regionalmeister. Wenn Sie jedoch sagen: «Das geht nicht», dann meinen Sie in Wahrheit: «Das ist mir zu schwierig, ich bin nicht bereit, den erforderlichen Preis dafür zu bezahlen.»
Dieser Preis besteht nicht nur aus Geld, er besteht auch aus ideellen Kosten wie Anstrengung, Risiko und Unannehmlichkeiten. Sie meinen, Sie könnten nicht in die Ferien fahren, weil Sie als Unternehmer Ihre Mitarbeiter nicht alleine lassen sollten? Natürlich können Sie wegfahren. Der Preis hierfür ist, dass Sie Ihren Mitarbeitern vertrauen müssen und dass Ihnen vielleicht ein Auftrag entgeht. Doch unmöglich ist der Urlaub nicht.
2. Handeln Sie, statt zu jammern
Jammern verdirbt Ihnen selbst und anderen die Laune. Es ist unproduktiv und negativ. Jammern und Entschuldigungen sind Ausdruck vermeintlicher Ohnmacht. In Wahrheit haben Sie sich selbst in die Situation hinein manövriert, die Sie jetzt beklagen, zum Beispiel, dass Sie Steuern nachzahlen müssen oder den wichtigen Kunden verloren haben.
3. Versuchen Sie nicht, es anderen immer recht zu machen
Jeder Mensch hat Erwartungen an sich und an andere. Vergeuden Sie Ihre Energie nicht damit, es anderen Menschen immer recht machen zu wollen. Natürlich müssen Sie die Wünsche Ihrer Kunden erfüllen. Das haben Sie vertraglich zugesagt, dafür bekommen Sie den vereinbarten Preis. Doch was bringt es Ihnen, wenn Sie immer alle Wünsche Ihrer Kollegen und Mitarbeitern, Ihrer Kinder und Eltern, Ihrer Nachbarn und Freunde erfüllen? Erfüllen Sie die Erwartungen von anderen Menschen (auch nahe stehenden) nur, wenn Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Handeln richtig ist und Sie sich frei dazu entschieden haben.
4. Leben Sie nach Ihrer persönlichen Prioritätenliste
Schreiben Sie eine Liste mit Dingen und Tätigkeiten, die Ihnen in Ihrem Leben am wichtigsten sind. Dann machen Sie eine Liste mit jenen Beschäftigungen, die tatsächlich den Grossteil Ihrer Zeit beanspruchen. Stimmen beide Listen kaum überein? Dann stellen Sie fest, warum dies so ist und ändern Sie es so schnell wie möglich! Sie allein haben die Verantwortung für Ihr selbst bestimmtes Leben.
PS: Das Plakat «It’s all up to you» hängt heute, 30 Jahre nach meinem Schlüsselerlebnis bei mir zu Hause, etwas vergilbt zwar, aber immer noch aktuell.