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Ausrüstung der Schweizer Armee (noch im Aufbau stehend)
Der Tornister Ordonnanz 1898
Der Tornister Ordonnanz 1898 wurde als Ersatz für das Vorgängermodell 1874 eingeführt. Von diesem unterschied das neue Modell sich dadurch dass es schmaler war. Somit liess es den Armen des Trägers mehr Bewegungsfreiheit. Es war für eine tiefere Tragweise konzipiert, damit der aufgeschnallte Kaput dem Träger nicht wie früher an den Tschako stiess beim Liegen.
Zwei Lederpolster unten sorgten dafür, dass der neue Tornister nicht vollständig auf dem Rücken auflag, was die Entstehung von Wärme und Schweiss auf dem Rücken des Trägers verminderte. Neben Essgeschirr, Brotsack und Kaput liess sich auch der Feldspaten aufschnallen. Neu waren Lederzeug und Haarfell braun und nicht mehr schwarz.
Mit speziellen Vorrichtungen liess die der Tornister vorne und hinten mit dem Gurtzeug zu einer Einheit verbinden. Ein Patronenfach zur Aufnahme von Munition im Tornisterboden fiel später wieder weg. Dieses Modell von Infanterie und Genietruppen während der Grenzbesetzung 1914/18 getragen, und erst im Aktivdienst 1939/45 durch das Ordonnanzmodell 1942 abgelöst.
Die zweiteilige Patronentasche Ordonnanz 1898 wurde für die neue 7,5mm Munition des 1891 bei der Infanterie eingeführten Repetiergewehrs Modell 1889 entwickelt. Zwischen der Einführung von Gewehr und Patronentasche lagen sieben mühevolle Jahre, in denen als Provisorium die sperrige und schwere Patronentasche Modell 1891 getragen wurde.
Die lange Frist ergab sich deswegen, weil man 1891 die Entwicklung und Einführung eines passenden neuen Infanteriegepäcks abwarten wollte. Dieser Prozess zog sich unerwartet lange hin. Die neue Patronentasche musste 1896/97 Tests und Anpassungen durchlaufen, bevor sie 1898 zur Ordonnanz erklärt wurde. Die Patronentasche 98 wurde ab 1911 durch ein Nachfolgemodell abgelöst.