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Holliger-Projekt in Bern: Auf dem Weg zum Hochhaus-Gemeinsinn
Weil Bern die Kehrichtverbrennung ausserhalb des Zentrums im Westen der Stadt konzentriert, kann die Wohnnutzung an den alten Standort nachrücken. Unter dem Namen «Holliger» entsteht auf dem Areal ein neues Quartier mit gemeinnützigem Wohnraum. Auf dem Baufeld O1 errichtet die Eisenbahner-Baugenossenschaft (EBG) Bern ein Hochhaus. Über einen Projektwettbewerb ermittelte sie die architektonische Lösung.
Quelle: Jaeger Koechlin Architekten
Über einer zweigeschossigen Sockelpartie soll das Hochhaus primär als Holz-Modulbau realisiert werden.
Der «Holliger» hat seinen Namen vom Weiler Holligen, der sich einst entlang der alten Hauptstrasse von Bern nach Freiburg erstreckte und bis auf das gleichnamige Schloss weitgehend im Siedlungsgebiet der Stadt aufgegangen ist. Der Name bezeichnet einen von Nordwesten sanft nach Südosten abfallenden Geländestreifen, der südwestlich, entlang des Warmbächliwegs von Sportplätzen, nordöstlich von einem Wohn- und Industriegebiet begrenzt wird.
Am oberen Ende verläuft die Böschung zum Gleisfeld westlich des Hauptbahnhofs, am unteren Ende die historische Freiburgstrasse, die seit bald hundert Jahren eine ruhige Quartierstrasse ist. Es ist ein zentrumsnahes und trotz Bahnnähe und Gewerbenutzung wenig lärmbelastetes, durchgrüntes Gebiet, das sich gut für eine Wohnnutzung eignet.
Schritt für Schritt zum Ziel
Der beschriebene Projektwettbewerb ist eine Etappe eines langen Entstehungsprozesses. Die Geburtsstunde des künftigen Quartiers schlug vor zehn Jahren. Im September 2012 genehmigte das Berner Stimmvolk den Erwerb des Areals der damaligen Kehrichtverbrennungsanlage von Energie Wasser Bern (ewb) durch den Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik. Im Auftrag des Fonds bestimmte die Stadt Bern die Arealstrategie und das qualitätssichernde Verfahren als die einzuschlagende Route zur Schaffung des gewünschten neuen Wohnquartiers.