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Wu Jing Hu 霧靜壺
孫超 Sun Chao
Schüler von Meister Wu Dongyuan
Traditionelle Schule (eine Stilrichtung der Teekannenkunst)
Zini Kanne, 230 ml
100 % handgeklopfte Künstlerkanne
Kann man die Stille hören? Kann man die Stimme einer Hand hören?
Zenmeister Hakuin erzählte eine Geschichte über die Stimme einer Hand.
Ein junger Novize wollte Zen studieren und erhielt die Anweisung, über die Stimme einer Hand zu meditieren. Sein Meister sagte ihm: «Man weiss, wie zwei Hände klingen. Aber wie eine Hand tönt, das musst du nun selbst herausfinden.» Der Novize begann zu meditieren. Zuerst hörte er das Ertönen von Musik. Er dachte, das sei es. Sein Meister sagte, nein, das sei Musik gewesen. Er hörte Wasser tropfen und erzählte seinem Meister von seinem Befund. Sein Meister sagte, «Das war tropfendes Wasser. » Der Novize gab nicht auf und hörte verschiedene Geräusche, zum Beispiel Wind, das Summen der Zikaden oder Regen. Drei Jahren waren vergangen und der Novize bekam immer nur abschlägige Antworten von seinem Meister. Irgendwann gab er auf und sass in der Stille im Zazen. Auf einmal hörte er die Stimme über die Stimme hinaus. Der junge Novize glaubte, verstanden zu haben: «Alle Stimmen und Töne sind vergänglich. Nur die Stimme der Stille ist das Beständige in der Unbeständigkeit. Das ist die Stimme einer Hand.»
Vielleicht ist die Stimme einer Hand der Ausgangspunkt einer Reise in die Welt der Stimme. Wenn der Klang des Windes gehört werden kann, kann auch der Mond aufs Wasser und die Wellen des Herzens wahrgenommen.
Sun Chao war mutig, seine Ambition diese tiefe Einsicht ins Leben mit einer Teekanne auszudrücken. Von oben betrachtet sieht die Kanne aus wie Rippeln im See. Wenn Herr Tang in Chun Yu von seiner Beziehung zum Tee erzählte, dass Tee wie ein Samen ist. Wenn dieser Samen ins Wasser geworfen wird, entstehen Wellen und Rippeln. So schlägt auch Tee Wellen im Leben. Wir lernen durch den Tee viele Weggefährten kennen und unser Erfahrungshorizont wird dadurch erweitert. Unser Leben ist nicht dasselbe, wie es einmal war.
Diese Darstellung von Sun Chao ist bildlich erzählt und sinnhaft.
Wenn das Wasser zu kochen beginnt, trage ich meine Kanne zum Teetisch. Der Dampf des kochenden Wassers ruft Nebel hervor. Der Knopf auf dem Kannendeckel lädt mich ein, ihn zu berühren. Die Berührung durch den Finger gleicht die Teesamen, die ins Wasser geworfen wird. Es rippelt. Etwas im Herzen öffnet sich. Die Stille kommt empor. Im Tee offenbart sich die Stimme einer Hand - die Stimme über der Stimme.
Sun Chao schrieb zur 霧靜壺 Wu Jing Hu-Kanne von stillen Nebel. Er schreibt: «Der Nebel kreist. Die Hand schwingt kurz den Henkel. Die Finger berührt leicht den Knopf. Es sieht so, als ob unser Finger das Wasser rippeln würde. Die Wellen breiten sich wie eine Blüte sich entfaltet. Die Stille blüht an der Ecke meines Herzens.»
Wu Jing Hu «Der Nebel kreist. Die Hand schwingt kurz den Henkel. Die Finger berühren leicht den Knopf. Es sieht so, als ob unser Finger das Wasser rippeln würde. Die Wellen breiten sich wie eine Blüte sich entfaltet. Die Stille blüht an der Ecke meines Herzens.»