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Titel
Möller,
1) Heinrich Herm. Christian, Bildhauer, geb. 1835 zu Altona, wuchs bei der Dürftigkeit seiner Eltern ohne allen Unterricht auf und mußte sich durch verschiedene Beschäftigungen und häusliche Dienste sein Brot erwerben, bis Dr. Ferd. Hesse in Altona ihm vielfachen Unterricht geben ließ und ihn einem Bildschnitzer in München anvertraute. Da er aber noch keinen akademischen Unterricht genossen, so ging er einstweilen, 22 Jahre alt, nach Dresden, wo er nach einigen Jahren Schillings Schüler wurde.
Dann bereiste er England, Belgien, Holland, Skandinavien und kurze Zeit Italien und ließ sich in Dresden nieder. Unter seinen fast nur der idealen Plastik angehörenden Werken sind zu nennen: die lebensvolle, naive Gruppe eines Satyrs, der einen Faun Becken schlagen lehrt, und dazu das Gegenstück: weiblicher Faun mit Satyrknaben, Hans Sachs (Statuette), das Lornsen-Denkmal in Rendsburg, Amor auf dem Anstand, Pan als Schalmei-Erfinder, Empfang alter Frauen (Relief im Heine-Asyl zu Hamburg) und (1880) ein Siegesdenkmal in Altona, bestehend aus einem sterbenden Krieger mit einer Victoria.
2) Karl Heinrich, Bildhauer, geb. zu Berlin, lernte anfangs im Atelier seines Vaters, besuchte dann die Akademie daselbst und arbeitete 1827-40 in Rauchs Atelier. 1855 besuchte er Paris und 1872 Italien. Abgesehen von einigen kleinern Kompositionen und Porträten, sind seine bedeutendern Werke die Gruppe auf der Berliner Schloßbrücke: Pallas reicht dem Kämpfer die Waffen (freilich keine der besten der acht Gruppen), die Figur der Wahrheit auf dem Dach des Berliner Schlosses, die sehr gelungenen allegorischen Statuen der Mathematik und der Naturwissenschaft auf dem ¶
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Universitätsgebäude in Königsberg, die Gruppe: Rußland auf der Börse in Berlin, Amor, Hebe und (Nationalgallerie) der Knabe mit dem Hund (1879). Er ist Professor und seit 1869 Mitglied der Akademie in Berlin.
3) Niels Björnson, Landschaftsmaler, geb. 1829 zu Drammen in Norwegen, bildete sich auf den Akademien zu Kopenhagen und Düsseldorf und machte Reisen nach der Schweiz, nach Paris und nach Skandinavien. Seine den Gebirgen der Schweiz wie des Nordens entnommenen Landschaften, mit denen er seit dem Anfang der 60er Jahre die Ausstellungen beschickt, zeigen eine feine Beobachtung der Natur und ihrer Stimmung und sind von gediegener Malerei, z. B.: norwegischer Wasserfall, das Well- und Wetterhorn in der Schweiz, der Thuner See, Nothafen von Lysakiel, schwedische Landschaft, mitunter aber auch von mißlungenem Effekt: ein Alpenglühen in Norwegen (1866).