Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/1820

Das Bolo-Museum
„Als ich begonnen habe, Computer zu sammeln, hielt man mich für verrückt“, erzählt Yves Bolognini - der Ingenieur, der dem Bolo-Museum seinen Namen gab. Dieses Museum befindet sich seit 2002 im Informatikgebäude der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).
Seit Beginn der 90er Jahre häufte der junge Mann erst in der elterlichen Wohnung, dann in seinem Studentenzimmer Kartons voller Computermaterial an. Anfang des Jahres 2000 stellte er fest, dass die Computer zu Elementen eines technologischen Kulturerbes geworden waren, das es wieder zu entdecken galt.
Lächerlich kleine Bildschirme und altmodische Tastaturen sind auf einem braunorangefarbenen Teppich zwischen den Vitrinen des Raumes aufgereiht. Sie zeigen uns, welchen Weg diese hohe Technologie genommen hat und erinnert uns an Zeiten, in denen sie noch nicht in die intimsten Winkel unseres Daseins vorgedrungen war.
Von der Elektronik zur Informatik
Hier haben sich über 500 verschiedene Maschinen angesammelt, ohne die Spielkonsolen, Taschenrechner und Peripheriegeräte mitzuzählen. In der Hall of Fame steht der robuste IBM PC - der erste PC, der für die breite Öffentlichkeit bestimmt war (1981) - sowie der erste Mac aus dem Jahr 1984 und der für Spiele geeignete Commodore PET. Hier können Studenten, die sehr viel jünger sind als diese Geräte, sich eine Vorstellung davon machen, welch langwierige Entwicklung Technologie und Industriedesign schon durchgemacht gemacht haben.
Nebenbei würdigt die Ausstellung auch die Werke der Institution, in der sie untergebracht ist. Sie zeigt, wie man - vielleicht ohne es zu bemerken - von Elektronik auf Informatik umgestiegen ist.
In weiteren Vitrinen kann man die unaufhörliche Miniaturisierung anhand verschiedener Speicherkarten oder Motherboards messen, die nebeneinander aufgereiht sind. Und man kann sich über das Elefantengewicht der ersten so genannten „Portable“-PCs amüsieren.