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Das Wichtigste in Kürze
- Mexiko könnte künftig zum ersten Mal von einer Frau regiert werden.
- Denn als Spitzenkandidatinnen gelten Xóchitl Gálvez und Claudia Sheinbaum.
- In den Umfragen liegt Sheinbaum vor Gálvez.
Neun Monate vor der Präsidentenwahl in Mexiko steigen die Chancen darauf, dass Lateinamerikas zweitgrösste Volkswirtschaft künftig erstmals von einer Frau regiert wird. Am Donnerstag nominierte ein breites Oppositionsbündnis aus drei Parteien die Senatorin Xóchitl Gálvez als Spitzenkandidatin.
Auch im linken Regierungslager gilt mit der früheren Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, eine Frau als aussichtsreichste Anwärterin. Sollte sie ebenfalls am kommenden Mittwoch nominiert werden, würden die grossen politischen Lager Mexikos erstmals beide mit einer Spitzenkandidatin antreten.
Die 60-jährige Computeringenieurin und Unternehmerin Gálvez, die aus einer Familie mit indigenen Wurzeln stammt, wird für die zentristische Koalition Frente Amplio por México antreten.
Zweikampf zwischen Gálvez und Sheinbaum
Eigentlich sollte erst am Sonntag in einer Abstimmung über die Kandidatur entschieden werden. Doch die andere Bewerberin im Bündnis, Beatriz Paredes, zog sich am Mittwoch aus dem Rennen zurück.
Noch vor zwei Monaten hatte Gálvez im Wettkampf um die Nachfolge des linksnationalistischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador keine Rolle gespielt. Der bei vielen der 126 Millionen Landesbewohner sehr beliebte Staatschef kritisierte sie seit der Ankündigung ihrer Bewerbung Ende Juni immer wieder öffentlich. Die charismatische Kandidatin nutzte dies zu ihrem Vorteil, um sich auf nationaler Ebene bekannt zu machen. Sheinbaum führt allerdings derzeit in allen Umfragen.
Gálvez ist parteilos, steht aber der bürgerlichen Acción Nacional (PAN) nahe, der stärksten Oppositionspartei. Dem Oppositionsbündnis gehören neben der PAN auch die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die Mexiko zwischen 1929 und 2000 ununterbrochen regierte, und die Mitte-Links-Partei der Demokratischen Revolution (PRD) an.