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Jonathan Walters war die grosse Figur auf dem Weg zur dritten EM-Qualifikation Irlands nach 1988 und 2012. Der Mittelfeldspieler, bei Stoke City Teamkollege von Xherdan Shaqiri, traf in der 23. Minute mittels Handspenalty und machte in der 70. Minute nach einem Freistoss, der genau vor seinen Füssen landete, alles klar. Die Iren feierten im Aviva Stadium von Dublin ohne Zurückhaltung.
Schon zum siebten Mal standen die Iren in einer Barrage; viermal ging es für sie schlecht aus. Am Montagabend wurden vor allem Erinnerungen an das Duell gegen Frankreich 2009 wach, als Thierry Henry mit einem viel diskutierten und kritisierten Handspiel den entscheidenden französischen Treffer in der Barrage für die WM 2010 ermöglicht hatte. Diesmal konnten sich die Iren über ein Hands freuen. In der 23. Minute flog eine Flanke an die Hand des bosnischen Verteidiger Ervin Zukanovic. Der holländische Schiedsrichter Kuipers zeigte sofort auf den Penaltypunkt. Walters verwertete den höchst umstrittenen Elfmeter souverän.
Die Bosnier, die nach dem 1:1 im Heimspiel ohnehin mindestens einen Treffer benötigt hätten, um an die EM zu kommen, spielten in der ersten Halbzeit sehr zurückhaltend. Erst nach dem Seitenwechsel verstärkte die Mannschaft um den Goalgetter Edin Dzeko den Druck. Der in Chur sportlich gross gewordene Senad Lulic verstolperte in der 56. Minute das mögliche 1:1. Ansonsten bekundete Irland meistens erstaunlich wenig Probleme, um die oft etwas hilflos wirkenden Angriffe der Gäste abzuwehren. Die beste Möglichkeit hatte Bosnien-Herzegowina in der 92. Minute, als kaum noch Hoffnung bestand: Dzeko traf volley nur die Latte.
Am Dienstag werden die letzten zwei EM-Tickets verteilt. Dänemark muss gegen Schweden einen 1:2-, Slowenien gegen die Ukraine einen 0:2-Rückstand wettmachen.
Irland – Bosnien-Herzegowina 2:0 (1:0)
Dublin. – 51’000 Zuschauer. – SR Kuipers (Ho). – Tore: 23. Walters (Handspenalty) 1:0. 70. Walters 2:0.
(SI)