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Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Westafrika ist die bisher schlimmste Epidemie seit dem Bekanntwerden des Erregers und hat nicht nur gravierende Folgen für die gesamte Gesundheitsversorgung der betroffenen Länder sondern auch für die Sicherheitslage, die Nahrungsmittelversorgung sowie auf die wirtschaftliche Situation.
Aufgrund der nach wie vor grossen humanitären Bedürfnisse in der Krisenregion wurde das Personal des Büros der Humanitären Hilfe des Bundes in Monrovia, Liberia mit weiteren Experten aus dem Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) verstärkt. Im weiteren wurde auch das liberianische Gesundheitsministerium mit medizinischen Hilfsgüterlieferungen aus der Schweiz unterstützt und zusätzlich mit Fahrzeugen für Kranken- und Materialtransporte sowie zur sicheren Bergung von Verstorbenen ausgestattet. Eine dritte Hilfsgüterlieferung mit dringend benötigtem medizinischem Schutzmaterial ist in Vorbereitung. Die Hilfe in der Krisenregion wurde stark angehoben und zusätzliche Geldmittel in der Höhe von 20 Millionen Schweizer Franken werden - vorbehältlich der Genehmigung eines Teils davon durch das Parlament - an UNO-Agenturen und an die Rotkreuzfamilie, sowie weitere Partnerorganisation wie Terre des hommes zur Unterstützung bei der Bekämpfung von Ebola noch vor Ende Jahr vergeben.
Die Schweiz und andere UN-Mitgliedstaaten wurden von den Vereinten Nationen um einen Beitrag für die UNMEER (UN Mission for Ebola Emergency Response) gebeten. Eine Erkundungsmission der Schweizer Armee zusammen mit der DEZA fand vom 20. bis 23. Oktober 2014 in Liberia statt, um die Marchbarkeit eines Armeebeitrag im Bereich Lufttransporte für humanitäres Personal und Hilfsgüter abzuklären. In der Armee wurden Freiwillige rekrutiert und auf einen möglichen Einsatz in Westafrika vorbereitet und das nötige Material bereitgestellt.
In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass ein Einsatz der Armee mit Helikoptern zur Unterstützung der humanitären Hilfe in Liberia innert nützlicher Frist nicht realisierbar ist. Der Grund dafür ist, dass die für einen solchen Einsatz vor Ort erforderlichen logistischen Unterstützungsleistungen, welche durch einen Partner zu erbringen wären, nicht bereitgestellt werden können. Zudem ist auch der Bedarf nach militärischen Lufttransportmitteln für den Aufbau der Infrastruktur nicht mehr im gleichen Mass gegeben. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, auf einen Unterstützungseinsatz der Armee in Liberia zu verzichten.
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