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Folsäure kann Malignomen vorbeugen
Folsäure beugt Krebs vor. Das erklären Wissenschaftler der Unversita Cattolicà Sacro Cuore in Rom. Sie veröffentlichten Ihre Ergebnisse Mitte Juni in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift Cancer.
Folsäure ist ein natürlich vorkommendes Vitamin (Vitamin B9). Es findet sich in frischem Obst und Gemüse. Sie ist essentiell für eine Reihe von Reaktionen das Nukleinsäure- und Aminosäuremetabolismus. Zu diesen zählen DNA-Synthese, DNA-Reparatur und die Umsetzung von Homocystein zu Methionin. Hohe Homocysteinspiegel stehen unter anderem in Verbindung mit Krebs und koronarer Herzkrankheit.
Die Arbeitsgruppe von Giovanni Almadori am Institut für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Universita Cattolicà Sacro Cuore, Policlinico Gemelli in Rom untersuchte 43 Patienten mit unbehandelter Leukoplakie, einer Präkanzerose der Kehlkopfschleimhaut. Die Probanden erhielten über einen Zeitraum von sechs Monaten dreimal täglich fünf Milligramm Folsäure. Die Untersucher dokumentierten alle 30 Tage das Ausmaß der Läsionen.
Nach sechsmonatiger Behandlung bestand bei zwölf Patienten (28 Prozent) eine vollkommene Auflösung der Leukoplakie. Die Läsionen von 19 Patienten (44 Prozent) wiesen eine Reduktion um mindestens 50 Prozent auf. Bei zwölf Patienten (28 Prozent) zeigte sich keine Reduktion der Läsionen, allerdings auch keine Ausbreitung. Die durchschnittlichen Homocysteinspiegel der Probanden sanken signifikant.
Somit kommt Folsäure eine effektive kanzeropräventive Wirkung zu. Bisher versprach der Einsatz von Retinoiden in Tests den größten Erfolg, als Medikament Krebs vorzubeugen. Der Nachteil von Retinoiden ist die hohe Toxizität. Folsäure hat zwar geringere Effekte, ist aber auch mit weniger Nebenwirkungen assoziiert, so die Wissenschaftler.