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Stand: 14. Januar 2021
Können Forschungsprojekte in Räumlichkeiten der Universität durchgeführt werden?
Alle Forschung, welche im Home-Office möglich ist, muss im Home-Office durchgeführt werden. Forschungsarbeiten, die eine physische Präsenz in Räumlichkeiten der UZH erfordern, sind in begrenztem Umfang erlaubt. Die oder der Verantwortliche muss über ein Schutzkonzept für die Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus verfügen. Zudem müssen die Bestimmungen für Mitarbeitende und für Forschende befolgt werden.
Schutzkonzept für die Universität Zürich unter COVID-19
Informationen für Mitarbeitende
Informationen für Forschende
Worauf muss ich bei der Planung von Forschungsarbeiten speziell achten?
Im Grundsatz sind bei der Planung von Forschungsarbeiten zusätzlich zu den Schutzkonzepten und den Bestimmungen für Mitarbeitende und Forschende die folgenden Punkte zu beachten:
- Sollte sich die Pandemielage weiter verschärfen, könnten weitere Einschränkungen erfolgen. Es kann nicht garantiert werden, dass dann Zeit verbleibt, um Zeitreihen oder lange Versuche kontrolliert zu Ende zu führen. Dies gilt es insbesondere für neue Tierversuche zu berücksichtigen.
- Besteht im Forschungsprojekt eine Abhängigkeit zu Leistungen Dritter, müssen diese vorgängig zusichern, dass sie die notwendigen Leistungen erbringen können. Als Beispiele seien das LASC und die Technologieplattformen genannt. Auch sie müssen sicherstellen, dass die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden nicht gefährdet und sie die Verbreitung des Coronavirus nicht begünstigen. Das LASC und die Technologie-Plattformen erstellen Abschätzungen und entscheiden, in welchem Umfang sie welche Leistungen erbringen und Forschende in ihren Räumlichkeiten zulassen können.
- Forschende müssen sich bei zahlreichen Labor-Tätigkeiten schützen. Persönliche Schutzausrüstungen wie Einweghandschuhe, Schutzkleidung, Mund- und Gesichtsschutz können wegen des erhöhten medizinischen Bedarfs und unterbrochenen Lieferketten knapp werden. Die vorgeschriebenen arbeitshygienischen Massnahmen bei Labortätigkeiten müssen aber jederzeit gewährleistet sein. Ansonsten darf die Tätigkeit nicht durchgeführt werden.
Wie kann ich die Belegung meiner Forschungsflächen möglichst einfach organisieren?
Um die Übertragung des Coronavirus möglichst zu vermeiden, wird es notwendig sein, dass sich nicht alle Personen einer Arbeitsgruppe gleichzeitig in den Labors und Büros aufhalten. Es bestehen viele Möglichkeiten, um eine eingeschränkte Belegung zu organisieren. Sie reichen von WhatsApp-Gruppen bis zur Aufschaltung von Kalendern für jeden Raum. Die UZH erweitert für diesen Zweck für die Zeit des reduzierten Forschungsbetriebs die Nutzung des Reservationssystems für Shared Equipment. Eine Anleitung zu dessen Nutzung und Anmeldung von Räumen finden Sie hier:
Anleitung Buchungssystem Raumbelegung (PDF, 502 KB)
Wie unterstützt die UZH Nachwuchsforschende auf befristeten Qualifikationsstellen, die aufgrund der Corona-Situation ihre Forschungsprojekte nicht wie geplant durchführen konnten?
Die Universitätsleitung ist sich bewusst, dass der zeitweise Shutdown der Forschung sowie die Covid-19-Pandemie-bedingten Einschränkungen insbesondere Nachwuchsforschende vor grosse Herausforderungen stellen können. Für Härtefälle hat die Universitätsleitung deswegen am 19. Mai 2020 die Möglichkeit der Beantragung einer Zusatzfinanzierung von maximal zwei Monaten verabschiedet.
Antragsformular Härtefall und Merkblatt (DOCX, 62 KB)
Informationen für Nachwuchsforschende
Unter welchen Bedingungen kann meine vorgesetzte Person einen Härtefallantrag stellen?
Das Forschungsprojekt wurde massgeblich von den durch die Covid-19-Pandemie bedingten Einschränkungen ab Mitte März 2020 behindert und konnte deswegen nicht wie geplant abgeschlossen werden. Es gab weder ein alternatives Vorgehen, um Projektverzögerungen zu vermeiden, noch konnten Massnahmen getroffen werden, die eine Weiterqualifikation erlaubt hätten. Die Anstellung endet nicht später als am 31. März 2022, läuft bei Antragsstellung in den nächsten vier Monaten aus und ist über zentrale UZH-Forschungsförderungsmittel oder über Drittmittel finanziert, für die der Drittmittelgeber keine Zusatzbeiträge ermöglicht. Andere finanzielle Möglichkeiten auf Stufe Forschungseinheit, Institut und Fakultät wurden nachweislich geprüft, sind jedoch nicht oder nur teilweise möglich.
Welche Nachweise und Begründungen muss man für den Antrag erbringen?
Anträge können frühestens vier Monate vor Ablauf einer Anstellung bzw. der Finanzierung eingereicht werden und die Pandemie-bedingten Einschränkungen müssen möglichst detailliert nachgewiesen werden. Es sollte erläutert werden, inwiefern der Projektabschluss und die Weiterqualifikation gefährdet wurde. Daher ist es wichtig, dass betroffene Nachwuchsforschende und ihre Vorgesetzten die Einschränkungen gut dokumentieren, um diese auch bei einem späteren Antragszeitpunkt einreichen zu können. Es sollte begründet werden, weshalb kein alternatives Vorgehen möglich war und nachgewiesen werden, weshalb andere Finanzierungsmöglichkeiten nicht oder nur teilweise möglich sind.
Meine Stelle ist über das ordentliche Budget meiner vorgesetzten Person finanziert. Falle ich auch unter die Härtefallregelung?
Für kantonal finanzierte Qualifikationsstellen (exkl. zentrale Forschungsfördermittel der UZH) besteht die Möglichkeit einer Anstellungsverlängerung über die ordentlichen Budgets. Dazu können die Anstellungen auf begründeten Antrag auch über die maximale Dauer von sechs bzw. neun Jahren hinaus verlängert werden (nach PVO-UZH § 15 Abs. 4). Wenden Sie sich dafür an die personalverantwortliche Stelle und kontaktieren Sie Ihre vorgesetzte Person.
Ich bin auf einem SNF-Projekt angestellt. Kann meine vorgesetzte Person einen Härtefallantrag stellen?
Sofern die Härtefallkriterien erfüllt sind und der SNF keine Zusatzfinanzierung ermöglicht, kann unter Umständen ein Antrag gestellt werden. Beachten Sie jedoch, dass beim SNF – gestützt auf Artikel 36 des SNF Beitragsreglements – begründete Anträge auf Zusatzfinanzierung zur Projektbeendigung grundsätzlich möglich sind.
FAQ SNF: Projektverzögerungen durch Covid-19-Pandemie
Welche Fördermöglichkeiten für Forschungsprojekte spezifisch zum Coronavirus (Covid-19) gibt es?
Der SNF hat Anfang März eine Sonderausschreibung für die Coronavirus-Forschung mit einem geplanten Budget von 5 Millionen Franken lanciert. Es wurden 284 Gesuche eingereicht, wovon 36 finanziert werden.
Komplementär dazu hat der SNF im Auftrag des Bundesrates das Nationale Forschungsprogramm (NFP) «Covid-19» ausgeschrieben, um Gesundheitsempfehlungen und innovative Lösungen zur Bekämpfung von Covid-19 zu erarbeiten. Es wurden 190 Gesuche eingereicht, wovon 28 gefördert werden.
Welche Massnahmen gibt es für Drittmittel-Projekte, die aufgrund der Pandemie Einschränkungen erfahren haben?
Der SNF ermöglicht in der momentanen Situation flexible Lösungen für die durch ihn unterstützten Forschenden. Informationen zu den aktuellen Massnahmen finden Sie auf der Website «Coronavirus: SNF-Update», welche laufend aktualisiert wird:
Coronavirus: SNF-Update
Ein Überblick über die Massnahmen der Innosuisse finden Sie auf der Website von Innosuisse:
Massnahmen Innosuisse
EU GrantsAccess unterstützt Forschende in allen Belangen der internationalen öffentlichen Forschungsförderung. Informationen betreffend Coronavirus und Horizon 2020-Projekte finden sich auf der Website von EU Grants Access sowie direkt auf der European Research Area (ERA) Corona Platform:
EU Grants Access
European Research Area (ERA) Corona Platform
Ich muss wegen einem Forschungsprojekt ins Ausland reisen. Geht das?
Dienst- und Forschungsreisen im Namen der UZH sind erlaubt, sofern die nötigen Sicherheits- und Schutzmassnahmen eingehalten werden und für die Reise eine Bewilligung des zuständigen Dekanats bzw. der zuständigen ZDU-Leitung vorliegt.
Bewilligungsformular für Dienstreisen (PDF, 145 KB)
Ich muss an einem internationalen Symposium einen Vortrag halten. Muss ich da absagen?
Internationale Dienstreisen im Namen der UZH sind erlaubt, sofern die nötigen Sicherheits- und Schutzmassnahmen eingehalten werden und für die Reise eine Bewilligung des zuständigen Dekanats bzw. der zuständigen ZDU-Leitung vorliegt.
Bewilligungsformular für Dienstreisen (PDF, 145 KB)