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Alpine Retter mit Miniturbinen
Bei der alpinen Rettung im schwer zugänglichen Gelände wird der Retter oft an einer Seilwinde vom Helikopter zur Unfallstelle abgelassen. Solche Einsätze können wegen Lawinen, Steinschlag oder Wind gefährlich sein. Zudem braucht es für Rettungseinsätze an der Seilwinde oder an der Longline, die bis zu 200 Meter lang ist, sehr viel Erfahrung.
Die Fachhochschule Graubünden hat deshalb ein Forschungsprojekt lanciert, um einen Protoyp für ein neuartiges Rettungsassistenzsystem zu entwickeln. Dieses bestehe aus einem Modul am Windenhaken des Helikopters, das mittels seitlicher Antriebe die Rettungskraft zu einem Unfallopfer manövrieren könne, heisst es im Projektbeschrieb. Der Helikopter müsste dann nicht mehr so nahe an eine Felswand heranfliegen, und der Retter könnte mithilfe von Miniturbinen und Lagesensoren an die Unfallstelle manövriert werden. Grössere Sicherheitsabstände des Helikopters eröffneten neue Möglichkeiten – so wären etwa mithilfe eines Autopiloten künftig auch Einsätze bei schlechter Sicht denkbar, die heute nicht möglich seien. Finanziert wird das Forschungsprojekt von der Fachhochschule Graubünden, beratend unterstützt wird es von der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) und der Rega.