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Kann man das Wasser aus dem Wasserhahn trinken?
Ja, das Bieler Leitungswasser kommt in bester Qualität direkt ins Haus.
Warum wurde mir der Unterbruch der Wasserversorgung nicht mitgeteilt?
Wahrscheinlich handelte es sich um einen Rohrbruch, der auch für den ESB überraschend kommt und nicht angekündigt werden kann. Bei Leitungsbauarbeiten werden die Unterbrüche angekündigt.
Nach einem Unterbruch der Wasserversorgung kommt das Wasser stossweise aus dem Hahn und spritzt – was tun?
Entlüften Sie zuerst die Leitungen über die Badewanne (Achtung: es spritzt!) bis sauberes Wasser ohne Luft aus dem Wasserhahn läuft. Dann drehen Sie langsam einen Wasserhahn nach dem anderen wenig auf und lassen Wasser laufen, bis die Luft entwichen und das Wasser sauber und klar ist.
Was ist mit dem Begriff «Wasserhärte» genau gemeint?
Chemisch gesehen besteht Wasser aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen (H2O). Aber reines H2O kommt in der Natur nicht vor und wäre auch nicht gesund. Natürliches Wasser enthält immer Minerale und Salze, die es aufnimmt, wenn es über Steine, Schotter und durch den Untergrund fliesst. Die Wasserhärte ist ein Mass für den Gehalt an gelöstem, auf natürlichem Wege aufgenommenem Calciumkarbonat – besser bekannt als Kalk – und Magnesium im Wasser.
In der Schweiz bestimmt zum grössten Teil der Kalkgehalt die Wasserhärte. Deshalb: Je mehr Kalk Wasser enthält, desto härter ist es. Dies beeinträchtigt die Qualität des Wassers nicht. Es verhilft dem Wasser gar zu einem besseren Geschmack. Probleme können mit kalkhaltigem Wasser aber in den Hausinstallationen auftreten: Kalk äussert sich in Form von eingetrockneten Wassertropfen auf Armaturen, richtet auf Heizstäben von Wasch- und Kaffeemaschinen Schaden an und kann, wenn ganze Leitungen verkalken, beträchtliche Sanierungskosten zur Folge haben.
Wie hart ist das Bieler Trinkwasser?
In Biel wird Wasser aus verschiedenen Quellen gemischt abgegeben. Die Härte variiert demzufolge und bewegt sich im Bereich «mittelhartes Wasser bis ziemlich hartes Wasser». 18 bis 29°fH (französische Härtegrade).
Ist es nötig, für das Waschen einen Enthärter zu verwenden?
Werden die Dosiervorschriften des Waschmittelherstellers berücksichtigt, ist ein zusätzlicher Enthärter (zum Beispiel Calgon) nicht nötig.
Ist rostiges Wasser gesundheitsschädlich?
Rostiges Wasser ist grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich, jedoch erfüllt das Wasser aufgrund der Färbung und der geschmacklichen Veränderung nicht die Anforderungen, die wir an gutes Trinkwasser stellen.
In den meisten Fällen ist die Ursache der zu geringe Durchfluss in den Wasserleitungen im Haus oder eine zu gross dimensionierte Wasserleitung.
Die einfachste Möglichkeit um festzustellen, ob die Ursache im Haus liegt: In der Nähe des Wasserzählers (z.B. in der Waschküche im Keller) das Wasser prüfen. Sollte auch an dieser Stelle das Wasser regelmässig rostig sein, bitten wir Sie, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen.
Gegen rostiges Wasser hilft meistens nur das gründliche Spülen der Leitungen (2 bis 3 Minuten an allen Armaturen).
Hat die Schweiz genügend Wasserreserven?
Ja, die Schweiz wird dank ihrer Wasservorräte sogar als «Wasserschloss Europas» bezeichnet. Nicht nur finden sich in der Schweiz die Quellen von Rhone, Rhein und Inn, es gibt hier auch bedeutende natürliche Reservoirs in Form von Gletschern, Seen und Grundwasser sowie eine jährliche Niederschlagsmenge, die um vieles höher liegt als der Verbrauch. In der Schweiz liegen über sechs Prozent der Süsswasservorräte Europas. Die in der Schweiz pro Jahr geförderte Menge von einer Milliarde Kubikmetern Trinkwasser entspricht gerade einmal zwei Prozent der jährlichen Niederschlagsmenge in Form von Regen, Schnee und Hagel.
Woher kommt das Schweizer Trinkwasser?
Trinkwasser wird in der Schweiz zu 40 % aus natürlichen Quellen gewonnen, weitere 40 % werden aus dem Grundwasser gefördert und 20 % aus Oberflächenwasser naturnah aufbereitet. Das Bieler Trinkwasser setzt sich zusammen aus: Seewasser, Grundwasser und Quellwasser.
Wie wird die einwandfreie Qualität des Trinkwassers garantiert?
Die Gesetzgebung der Schweiz hält klar fest, welchen Anforderungen Trinkwasser zu genügen hat. Artikel 275 der Lebensmittelverordnung bestimmt: Trinkwasser muss in mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Hinsicht genusstauglich sein.
Die Wasserqualität in Biel ist nach internationalen Standards als «sehr gut» einzustufen. Dieser hohe Standard wird durch sichere Anlagen, geschultes Personal und regelmässige Kontrollen des Wassers sichergestellt. Im ESB-Labor und in externen Labors werden die Wasserproben analysiert. Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Selbstkontrolle führen wir mikrobiologische Kontrollen durch und bestimmen chemische und physikalische Parameter.
Welche Leistungen erbringt die Wasserversorgung?
Eine Trinkwasserversorgung sorgt für die Wassergewinnung aus natürlichen Ressourcen und die allfällige, naturnahe Aufbereitung, die Qualitätskontrolle, den Transport, die Wasserspeicherung, die Bereitstellung von Löschwasser und schliesslich die Wasserverteilung an Industrie und Privathaushalte.
Wodurch zeichnet sich natürliches Mineralwasser gegenüber Trinkwasser aus?
Damit ein Wasser als «natürliches Mineralwasser» bezeichnet werden darf, muss es – im Gegensatz zu Trinkwasser – aus natürlichen Quellen oder unterirdischen Wasservorkommen besonders sorgfältig gewonnen werden. Es muss eine besondere geologische Herkunft und einen gleichbleibenden natürlichen Mineraliengehalt aufweisen.
Natürlichem Mineralwasser dürfen keine Mineralien zugefügt oder entzogen werden. Die Mineralwasser aus verschiedenen Quellen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Gehalt an Mineralien. Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Fluorid (F) sind in Mineralwassern in so grossen Mengen vorhanden, dass sie sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Von Bedeutung ist zudem die Angabe über Sulfat (mehr als 800 Milligramm pro Liter können abführend wirken), Natrium (zuviel ist ungesund) und Nitrat (je weniger, desto besser). Trinkwasser und Mineralwasser müssen in der Schweiz den gleichen strengen qualitativen Anforderungen
Was ist gesünder: Mineral- oder Hahnenwasser?
Schweizer Hahnenwasser ist von ausgezeichneter Qualität. Denn das Trinkwasser wird in der Schweiz streng überwacht, kontrolliert und muss hohen Qualitätsanforderungen genügen. Eine Studie des Schweizerischen Konsumentenschutzes kam 1998 zum Schluss, dass die meisten Mineralwasser qualitativ nicht besser oder sogar minderwertiger als Hahnenwasser sind. Preislich haben die Mineralwasser noch viel deutlicher das Nachsehen gegenüber dem Hahnenwasser: Letzteres ist nämlich rund tausendmal günstiger. Aus ökologischer Sicht hat Hahnenwasser den Vorteil, dass es vergleichsweise wenig Energie für die Produktion und Verteilung benötigt. Man denke an die Unmengen Verpackungsmaterial, die die verschiedenen Mineralwasser «verschlingen», und an deren umweltbelastenden Transport.