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Möven, Raubmöven, Scherenschnabel, Seeschwalben
Regenpfeiferartige – Ordnung Charadriiformes. Die Familien in der Ordnung sind sehr verschieden. Von klein bis gross, von an Ufern lebend bis hin zu Waldbewohnern oder gar solche, die in der Wüste leben. Einige leben auf dem offenen Meer. Da etliche unter ihnen Zugvögel sind, haben sie lange, spitz zulaufende Flügel. Um das Gefieder zu pflegen, baden sie in Süsswasser und ölen es mit dem Sekret aus der Bürzeldrüse ein, um es wasserabstossend zu machen.
Wir veteilen die Ordnung Regenpfeiferartige (Charadriiformes) auf mehrere Seiten, da es zu viele Arten sind. Hier stellen wir Raubmöven, Möven, Scherenschnabel und Flusseeschwalben vor.
Die meisten von ihnen brüten hoch im Norden und verbringen den Nordwinter in Afrika. Es sind Bodenbrüter und die Jungen sind Nestflüchter. Die Nester werden vehement verteidigt.
Raubmöven – Familie Stercorariidae ist eine kleine Familie mit einer Gattung und 7 Arten. Es sind Jäger und Beutediebe, die auf dem offenen Meer leben. Vor der Ostafrikanischen Küste kann man 2 Arten finden: Spatelraubmöve / Stercorarius pomerinus und Schmarotzerraubmöve / Stercorarius parasiticus welche selten in Ostafrika, aber häufiger südlicher vorkommt.
Möven, Seeschwalben, Scherenschnäbel – Familie Laridae hat 22 Gattungen mit 100 Arten weltweit. Es sind Vögel, die am Meer und an Seen leben und sich von Fischen, Krabben und anderen Kleintieren ernähren. Möven jagen aktiv, nehmen aber gerne anderen die Beute ab.
Möven – Unterfamilie Larinae sind teils recht grosse Vögel, die am Meer und teils an Inlandseen leben. Sie können recht räuberisch sein. Etliche sind Zugvögel und nur wenige Arten brüten in Afrika. Die meisten Mövenarten haben einen roten Fleck am Schnabel – hier warum und wie Forscher weiterforschen, was Nikolaas Tinbergen anfing
Seeschwalben – Unterfamilie Sterninae
sie sind kleiner als Möven und jagen kleine Fische übers Wasser fliegend, die sie aufschnappen. Einige Seeschwalbenarten rütteln auch schiessen runter, um den Fisch zu fangen. Sie können auch Insekten im Flug fangen. Etliche Seeschwalben ziehen sehr weite Distanzen. Das Brutkleid ist ganz anders als das Nicht-Brutkleid, was sie im Nicht-Brutkleid nicht einfach indentifizierbar macht.
Für grössere Fotoansicht Klick aufs Bild. Die Namen der Fotografen sind angegeben und es ist nur dank deren Liebenswürdigkeit möglich, Ihnen eine grosse Vielfalt an Arten vorstellen zu können. Fotos ohne Namen sind von Elvira Wolfer
Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.
Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris.
Um einige der hier vorgestellten Arten zu sichten, heisst es mit dem Boot auf dem Indischen Ozean hinausfahren, um die auf dem offenen Meer lebenden Arten zu sichten oder deren bevorzugten Inseln zu besuchen. Wir sind sehr flexibel beim Zusammenstellen unserer Safaris und gehen gezielt auf Wünsche ein.
Oft heisst es grosse Distanzen zurückzulegen, um die Wunscharten zu finden. Um lange, ermüdende Autofahrten zu vermeiden, kann auch geflogen werden.
Der Turkana See zieht ein grosse Zahl an Zugvogelarten an. Entweder auf der Loiyangalani oder Lodwar Seite kann es überaus lohnenswert sein, interessante Vogelarten zu suchen und zu beobachten.
Heringsmöve (Larus f. fuscus) brütet in Teilen von Skandinavien und überwintert in Afrika an der Küste und Inlandseen. Foto Jacques Pitteloud
Graukopfmöve (Chroicocephalus cirrocephalus poiocephalus) ist eine häufig angetroffene Art an etlichen Seen in Afrika. Es ist eine der wenigen Arten, die in Afrika brütet und ganzjährig angetroffen werden kann.
Lachmöve (Chroicocephalus ridibundus) findet man lokal als Zugvogel aus dem Norden von der Küste bis zu Inlandseen. Fotos Lorenzo Barelli
Dünnschnabelmöve (Chroicocephalus genei) brütet im Mittelmeerraum und Indien. Einige überwintern an den Seen im Grossen Grabenbruch in Kenia. Foto Lorenzo Barelli
Fischmöve (Ichthyaetus ichthyaetus) ist ein recht seltener Wintergast an der Küste und am Turkana See.
Hemprichmöve (Ichthyaetus hemprichii) kommt auf dem offen Wasser und auch nahe am Ufer entlang der Küste vom Horn von Afrika vor. Foto Lorenzo Barelli
Afrikascherenschnabel (Rynchops flavirostris) kommt in Afrika an der Küste, Seen und grossen Flüssen vor. Sie ziehen gemäss Wasserspiegel. Status: fast bedroht. Foto Jacques Pitteloud
Lachseeschwalbe (Gelochelidon n. nilotica) brütet im Norden und überwintert in Afrika und Indien entlang der Küste und an Seen.
Raubseeschwalbe (Hydroprogne caspia) ist weltweit an Meeresküsten und Seen verbreitet. In Ostafrika sind sie Wintergäste und im Nichtbrutkleid an der Küste, Baringo und Turkana See zu finden. Foto Per Holmen
Rüppelseeschwalbe (Thalasseus b. bengalensis) brüten am Roten Meer und in Somalien. Entlang der Afrikanischen Ostküste sind sie Zugvögel. Foto Lorenzo Barelli
Eilseeschwalbe (Thalasseus bergii velox) brütet am Roten Meer und in Somalien. An den Küsten in Kenia und Tansania sind sie nicht brütende Zugvögel. Die Unterart thalassinus brütet auf Inseln vor Tanzania und kann Gast an den Küsten von Kenia und Tansania sein. Foto Lorenzo Barelli
Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis) ist ein häufiger Zugvogel aus dem Norden an die Küsten in Afrika. Foto Per Holmen
Rosenseeschwalbe (Sterna d. dougalli) brütet an der Küste von Somalien bis Tansania. Foto Lorenzo Barelli
Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo hirundo or evt. tibetana) ist ein häufiger Zugvogel oft in grossen Schwärmen an der Küste. Einige bleiben das ganze Jahr über. Sie ist sehr selten an Seen. Foto Per Holmen
Weisswangen-Seeschwalbe (Sterna repressa) brütet auf Island, an der Küste des Roten Meeres bis hin zum Persischen Golf und Indien. Einige brüten entlang der Kenianischen Küste und vorliegenden Inseln. Foto Per Holmen
Orientseeschwalbe (Sterna saundersi) brütet am Roten Meer und ist von Oktober bis April häufig an der Kenianischen Küste. Einige sind auch brütende Standvögel. Foto Jacques Pitteloud
Zügelseeschwalbe (Onychoprion anaethetus antarcticus) brütet am Roten Meer aber auch auf Inseln vor Nordostkenia. Foto Per Holmen
Russ-Seeschwalbe (Onychoprion fuscatus nubilosus) brütet in lärmigen Kolonien auf Inseln vor Nordostkenia. Grosse Schwärme können entang der Ostafrikanischen Küste gesichtet werden, vor allem, wenn sie einen Schwarm von Fischen sichten. Foto Per Holmen
Braunnoddi (Anous stolidus pileatus) brütet in der Nähe von Lamu und der Insel Latham in Tanzania von Juni bis Oktober. Sie fischen im offenen Indischen Ozean. Foto Lorenzo Barelli
Schlankschnabelnoddi (Anous t. tenuirostris) kann regelmässig auf dem offenen Ozean vor Kenia und Tansania gesichtet werden. Gelegentlich kommen sie an Land. Foto Per Holmen
Weissbartseeschwalbe (Chlidonias hybrida delalandi) kommt an Seen und der Küste von Ost- bis Südafrika vor. Sie brütet an ungestörten Orten. Foto Per Holmen
Weissflügelseeschwalbe (Chlidonias leucopterus) ist ein häufiger Zugvogel aus dem Norden. Im Brutkleid sind sie schwarzs mit weissen Flügeln – Foto Per Holmen, Südafrika, im Nichtbrutkleid sehen sie einigen anderen Arten ähnlich.