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Elisabeth Wild. Fantasías
In einer Monografie über die Basler Antiquitätenhändlerin und Künstlerin Elisabeth Wild (1922–2020) reagiert die Gestaltung mit starken Gesten auf das Werk, ohne sich dadurch in den Vordergrund zu drängen. Wild war 2007 zu ihrer in Guatemala lebenden Tochter gezogen und schuf im hohen Alter abstrakte, leicht unförmige und oft bunte Collagen, für die sie Ausschnitte aus Hochglanz-Magazinen übereinander klebte. Auf die Technik des Ausschneidens verweist das Buchobjekt bereits auf den ersten Blick dadurch, dass der hellblaue Deckel und sämtliche Seiten am rechten Rand abgeschnitten sind. Währenddessen wird das Collageverfahren durch ein abstraktes Titelbild aus einem Stück rosa Papier exemplifiziert, welches ohne Vorprägung des Buchdeckels leicht schräg so aufgeklebt wurde, dass die geprägte Titelschrift teilweise überdeckt wird. Mit den matten Farben bildet die Umschlaggestaltung einen spannenden Kontrast zum knalligen Inhalt auf Hochglanzpapier. In einigen der bebilderten Aufsätzen sind Wilds leicht unförmige Collagen ähnlich wie das Papierstück auf dem Umschlag in freier Platzierung ungewohnt eng an den Text herangerückt. Dazwischen liegen zahlreiche Bildseiten, die ein bis drei Werke, oft freigestellt, präsentieren. Der Vorsatz und einige wenige Seiten sind aus einem dunkelgelben Papier und zeigen Gedichte der Guatemaltekin Negma Coy. Trotz des reichen Materials wirkt alles leicht und spielerisch.