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Die ZSOpilatus hat einen Bestand von 1500 Personen, welche selbstständig oder zur Unterstützung von Polizei, Feuerwehr, dem Gesundheitswesen und den technischen Betrieben eingesetzt werden.
Die Cobra ist die Schnelleinsatz-Formation der ZSOpilatus, welcher Zivilschützer aus allen Fachbereichen angehören. Im Ernstfall unterstützt die Cobra die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Sanität. Sie ist innerhalb einer Stunde einsatzbereit.
Die Cobra-Eingeteilten üben regelmässig ihr Handwerk mit den Gerätschaften und das Vorgehen im Betreuungsfall. Ebenso finden situative Ausbildungen durch die Polizei statt.
Entstehungsgeschichte
Im Vorfeld des Kosovo-Krieges (Herbst 1998) betreute die damalige ZSO Luzern Flüchtlinge im Eigental und stellte den reibungslosen Aufenthalt durch einen 24-Stunden-Schichtbetrieb sicher. Dabei wurde die Erkenntnis gewonnen, dass es sinnvoll wäre, eine kleine agile Truppe auf die Beine zu stellen, deren Eingeteilte besonders motiviert und engagiert sind. Damit war im November 1998 die Cobra geboren, welche anfänglich noch SCHNEE (schnelles Einsatz-Element) hiess.
Weil die Formation aber eine moderne Erscheinung des Zivilschutzes und nicht Schnee von gestern war, wurde sie bereits im Jahr 1999 in Cobra umgetauft. Seither hat sich die Cobra in diversen Einsätzen bewährt, wie zum Beispiel:
- Hochwasser 1999
- Aufräumarbeiten Lothar 2000
- Unterstützung der Polizei
- Hochwasser 2005
- Behebung von Unwetterschäden im Kanton Obwalden 2006
- Behebung von Unwetterschäden im Urserntal 2009
- Aufräumarbeiten infolge Wintersturm Burglind 2017
Bei Schadenereignissen und in ausserordentlichen Lagen muss in erster Linie der gefährdeten oder hilfebedürftigen Bevölkerung geholfen werden.
Unter Betreuung werden all jene Massnahmen verstanden, welche bezwecken, Menschen aufzunehmen, zu beherbergen, zu ernähren, zu kleiden, zu pflegen und für Ihr Wohlergehen zu sorgen. Als Wohlergehen wird "der möglichst beste Zustand des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens" bezeichnet.
Die Betreuung ist auf eine möglichst umfassende Selbsthilfe der betroffenen Menschen ausgerichtet. Die Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der schutzsuchenden Menschen soll unterstützt und gefördert werden.
Im Fachgebiet Führungsunterstützung bestehen insbesondere für die Sachbereiche Lage und Telematik polivalent ausgebildetete Stabsassistenten zur Verfügung. Diese Stabsassistenten können aufgrund der Bedürfnisse im Lageorgan bzw. im Telematikorgan eingesetzt werden.
Ihr Arbeitsplatz ist in der Regel das Lage- bzw. Telematikzentrum am Standort des zivilen Führungsorgans. Die Anforderungen an einen Stabsassistenten sind hoch. Er kann im Rahmen der Anweisungen seines Vorgesetzten
- den Betrieb eines Lagezentrums sicherstellen
- den Lageverarbeitungszyklus (Beschaffung/Auswertung/Vorbereitung) vollziehen
- das Lagebild am Führungsstandort erstellen und nachführen
- Verbindungsnetze erstellen, betreiben und unterhalten
Unter dem Begriff Logistik versteht man die Sicherstellung des Betriebs von Standorten, das Verfügbarmachen von Versorgungsgütern, den Transportmittel- und Baugeräteeinsatz, die Wartung und Bereitstellung des Materials sowie die Verpflegung.
Die Unterstützung ist der Bereich mit dem wohl breitesten Aufgabenspektrum. Sie wird - insbesondere für die Leistung von Langzeiteinsätzen (Tage bis Wochen) - zur Unterstützung der Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes selbständig oder im Verbund eingesetzt. Von der Unterstützung wird auch verlangt, dass sie bei Instandstellungsarbeiten, etwa zu Sicherungs- und Aufräumarbeiten, eingesetzt werden kann. Dies zur Abwendung von Folgeschäden, vor allem nach naturbedingten Ereignissen wie Überschwemmungen, Sturmschäden oder Lawinen.
Pioniere brauchen technische Fertigkeit
Die Unterstützung besteht je nach Grösse und Bedarf einer Organisationseinheit aus einem oder mehreren Pionierzügen. Die Pioniere müssen alle Pioniergeräte bedienen können. Vom Pionier sind deshalb - nebeneiner guten körperlichen Leistungsfähigkeit technisches Verständnis sowie und Sinn für das praktische Arbeiten verlangt.
Kulturgüter sind bewegliche oder unbewegliche Güter, die für das kulturelle Erbe von grosser Bedeutung sind, wie z.B. Bau-, Kunst- oder geschichtliche Denkmäler kirchlicher oder weltlicher Art, archäologische Stätten, Gruppen von Bauten, die als Ganzes von historischem oder künstlerischem Interesse sind, Kunstwerke, Manuskripte, Bücher und andere Gegenstände von künstlerischem, historischem oder archäologischem Interesse sowie wissenschaftliche Sammlungen und bedeutende Sammlungen von Büchern, von Archivalien oder von Reproduktionen des oben beschriebenen Kulturguts.
Kulturgüter sind die Basis des geschichtlichen (Selbst-)Verständnisses einer Gesellschaft. Gemäss internationaler Übereinkommen geniessen sie einen besonderen Schutz.
Neben kriegerischen Ereignissen sind Kulturgüter durch natur- und technikbedingte Gefahren sowie durch Diebstahl, Vandalenakte, unsachgemässe Lagerung (Feuchtigkeit) und Unkenntnis bedroht.
Der Kulturgüterschutz inventarisiert und dokumentiert Objekte von regionaler und nationaler Bedeutung und stellt geeignete Lagerorte zur Verfügung.