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SwiSCI-Studie zur Grippeschutzimpfung ist „Studie des Monats“ im Fachjournal Spinal Cord
Das wissenschaftliche Journal „Spinal Cord“ ernennt die Studie über die Impfrate von Personen mit einer Rückenmarksverletzung zur „Studie des Monats“, die im Januar kostenfrei herunter geladen werden kann.
Basierend auf Daten der SwiSCI Umfrage 2012 ermittelte eine Studie der SPF, wie hoch die Impfrate von Menschen mit einer Rückenmarksverletzung im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist.
Grippe und Lungenentzündungen gehören zu den Hauptursachen für eine erhöhte Sterblichkeit bei Menschen mit einer Rückenmarksverletzung. Deshalb empfehlen nationale und internationale Richtlinien eine Grippeschutzimpfung für alle Betroffenen.
Aufgrund dieser Empfehlungen müsste die Impfrate bei Menschen mit einer Rückenmarksverletzung wesentlich höher ausfallen als in der Gesamtbevölkerung. In der Realität sieht dies jedoch ganz anders aus, wie die Ergebnisse der SPF-Studie zeigen. Unter Menschen mit einer Rückenmarksverletzung ist nur circa jede fünfte Person geimpft, was etwa der Impfrate in der Gesamtbevölkerung entspricht. Dies liegt weit unter der empfohlenen Impfrate von 75%, die das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) für Personen mit chronischen Krankheiten und Personen über 65 Jahren empfiehlt.
Ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung lassen sich rückenmarksverletzte Menschen mit bestehenden Herzkreislauferkrankungen (Impfrate 48%), Diabetes (37%) und Atemwegserkrankungen (37%) sowie jene über 65 Jahren (42%) am häufigsten impfen. Doch auch in diesen Fällen sind die Impfraten nicht höher als in der Gesamtbevölkerung. Insbesondere hoch gelähmte Personen sind besonders anfällig für Grippe-bedingte Komplikationen: So haben Personen mit einer kompletten Tetraplegie eine eingeschränkte Lungenfunktion und ein erhöhtes Infektionsrisiko. Sie sind laut Studie aber nicht wesentlich öfter gegen Grippe geimpft als Menschen mit einer weniger ausgeprägten Lähmung.