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Als Lebensform bezeichne ich - in Anlehnung an L. Wittgenstein (Philosophischen Untersuchungen) die Praktiken, die dem Gesprochenen/Geschriebenen quasi vorausgesetzten Kontext bilden. Lebensformen stellen die nicht weiter zu rechtfertigen Grundlage dar, auf der die Sprachspiele ihre Bedeutung oder ihren Sinn erhalten.
Unterstellt wird, dass jedes Sprachspiel von Menschen gespielt wird, die dabei in einer Lebensform leben, in welcher eine Sprache gesprochen wird. "Statt des Unzerlegbaren, Spezifischen, Undefinierbaren: die Tatsache, dass wir so und so handeln, z.B. gewisse Handlungen strafen, den Tatbestand so und so feststellen, Befehle geben, Berichte erstatten, Farben beschreiben, uns für die Gefühle der Anderen interessieren. Das Hinzunehmende, Gegebene – könnte man sagen – seien Tatsachen des Lebens / seien Lebensformen (Bemerkungen über die Philosophie der Psychologie).
K. Holzkamp spricht von Lebensführung, er meint damit auch das gelebte Leben, aber vor allem wie man es gestaltet.
Literatur:
F. Hoegl: Sagen, Zeigen, Beobachten.