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Mittels zweier unterschiedlicher Verfahren untersuchen die Mediziner die Atemluft und können mit einer Sicherheit von 95 Prozent Brustkrebs im Frühstadium diagnostizieren. Die Studie wurde im Fachmagazin «Computers in Biology and Medicine» veröffentlicht.
«Das Überleben von Brustkrebs ist eng mit der Sensitivität der Tumorerkennung verbunden; genaue Methoden zur Erkennung kleinerer, früherer Tumoren bleiben eine Priorität», sagt Prof. Yehuda Zeiri, ein Mitglied der Abteilung Biomedizinische Technik der Ben-Gurion Universität, die an der Studie beteiligt war. «Unser neuer Ansatz, bei dem Urin- und ausgeatmete Atemproben verwendet und mit kostengünstigen, kommerziell erhältlichen Systemen analysiert werden, ist nicht-invasiv zugänglich und kann leicht in einer Vielzahl von Umgebungen implementiert werden.» Brustkrebs ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge die zweithäufigste Ursache für Krebstod bei Frauen und die weltweit bei Frauen am häufigsten diagnostizierte Krebsart.
Mammografie-Untersuchungen reduzieren nachweislich die Brustkrebsmortalität signifikant, sind aber nicht immer in der Lage, kleine Tumore in dichtem Gewebe nachzuweisen, so die Forscher. Diagnostische bildgebende Verfahren und Gewebeentnahmen (Biopsien) sind teuer, anlagenintensiv und erfordern erhebliche Expertise. Die Forscher gehen davon aus, dass es ihnen gelingen wird, künftig mit diesen Verfahren auch weitere Krebsarten in einem frühen Stadium zu erkennen.
(Artikel aus factum 05/2018)