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Seit Februar 2021 wird den Patientinnen und Patienten im Spital Sitten das TAVI-Verfahren angeboten. Mit dieser neuen kardiologischen Leistung kann eine Verengung der Aortenklappe insbesondere bei zu hohem Operationsrisiko oder bei fortgeschrittenem Alter ohne die traditionelle Herzchirurgie korrigiert werden. Im Jahr 2021 führte das multidisziplinäre medizinisch-pflegerische Team im Spital Sitten bereits mehr als 20 Eingriffe mit dem TAVI-Verfahren durch.
Die 82-jährige Marie-Gabrielle Schmid war eine der ersten Patientinnen, die von diesem Eingriff profitieren durfte. Sie berichtet.
Wie war Ihr Leben vor der Aortenklappenstenose?
Mein Leben verlief ganz normal. Ich machte etwas Sport wie Laufen und Fitness. Oft ging ich auch im Freien spazieren. Ich fühlte mich leicht und in Form, obwohl ich in Zusammenhang mit meinem Alter einige kleinere Beschwerden hatte.
Welche Symptome traten bei Ihnen auf und wie lange lebten Sie damit, bevor Sie einen Arzt aufsuchten?
Wenn ich aufwärts lief, geriet ich zum Beispiel rasch ausser Atem und ich hatte Probleme beim Sport. Vor allem abends hatte ich auch ein beklemmendes Gefühl. Ich ging nicht sofort zum Arzt, weil ich in jungen Jahren Asthma hatte und dachte, dass meine Probleme mit dieser Erkrankung in Zusammenhang stehen würden. Nach einigen Monaten sprach ich mit meinem Hausarzt darüber und er nahm Herzgeräusche wahr.
Beeinträchtigten die Einschränkungen in Zusammenhang mit der Aortenklappenstenose die Beziehungen zu Ihrer Familie und Ihrem Freundeskreis?
Nein, aber oft bat ich meine Schwester, mit der ich regelmässig unterwegs war, etwas langsamer zu gehen, sobald es aufwärts ging. Es machte mich verlegen, dass sie ihren Rhythmus «verlangsamen» musste, aber sie hatte grosses Verständnis für meine Situation.
Wie bewerten Sie diesen Eingriff? Wie war Ihr Gefühl nach dem Eingriff und der Behandlung Ihrer Erkrankung im Spital?
Alles lief perfekt ab und das Gesundheitsfachpersonal ging jederzeit auf meine Bedürfnisse ein. Auch meine Herzrehabilitation im Spital Siders war sehr nützlich und ich wurde gut betreut. Seit meiner Rückkehr nach Hause ruft mich von Zeit zu Zeit eine Pflegefachfrau an, um sich über meinen Gesundheitszustand zu erkundigen.
Wie erlebten Sie das TAVI-Verfahren?
Bei jedem Schritt des TAVI-Verfahrens wurde ich klar und präzis darüber informiert, was ich zu tun hatte und welche Handlungen die Fachärzte ausführen würden. Für mich war diese gute Begleitung sehr beruhigend.
Wie wirkte sich diese Operation auf Ihr Leben aus?
Sie führte ganz klar zu einer besseren Lebensqualität. Ich passe weiterhin gut auf mich auf. So habe ich mich bei ZigZag, einer Gruppe, die leichte Wanderungen für Seniorinnen und Senioren durchführt, angemeldet. Regelmässig nehme ich auch an ihren organisierten Ausflügen teil. Um mein Herz in Schwung zu halten, mache ich auch Fitness. Der Sport tut mir sehr gut und ich schätze es sehr, dass ich wieder frei atmen kann.
Würden Sie diesen Eingriff anderen Personen empfehlen?
Ja, denn diese Operation hat mein Leben und meine Lebensqualität verändert. Der Eingriff ist minimal invasiv, man muss danach keine Medikamente gegen eine Abstossung einnehmen und es gibt keinerlei Beschwerden. Es braucht auch keine Vollnarkose, so dass man sich rascher erholt. Ein Vorteil war sicher auch, dass ich mich in Sitten, in der Nähe meines Wohnorts, operieren lassen konnte.
Im Spital Sitten wurde ich sehr gut begleitet und überwacht. Dafür bin ich dem gesamten Personal dankbar, das mich bei meinem Aufenthalt betreut hat.
Betrachten Sie das Video über den Verlauf der Behandlung von Frau Marie-Gabrielle Schmid (auf Französisch) :
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