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Die Forscher plädieren aber dennoch dafür, die Zeit vor dem Bildschirm zu beschränken. Viel Zeit vor dem Fernseher könnte die Zeit reduzieren, die Kinder mit anderen wichtigen Aktivitäten wie dem Spielen mit Freunden oder den Hausaufgaben verbringen. US-Studien gehen davon aus, dass Fernsehen in der frühen Kindheit im Alter von sieben Jahren zu Aufmerksamkeitsproblemen führen kann. Richtlinien aus den USA empfehlen daher, die Gesamtzeit vor dem Bildschirm auf weniger als zwei Stunden pro Tag zu beschränken. Die Inhalte sollten bildungsnah und ohne Gewalt sein.
Für die aktuelle Erhebung befragten die Forscher britische Mütter aus allen sozialen Schichten zu Details der Fernsehgewohnheiten ihrer Kinder und ihrem allgemeinen Verhalten. Fast zwei Drittel der 11.014 Fünfjährigen sahen zwischen einer und drei Stunden täglich fern. 15 Prozent verbrachten mehr als drei Stunden vor dem Bildschirm.
Beschränkung bleibt sinnvoll - Erziehung und familiäre Dynamik wichtig. /
Weniger als zwei Prozent kamen ohne Fernseher aus. Mehr als drei Stunden vor dem TV pro Tag führten zu einem geringen Anstieg von Verhaltensproblemen im Alter von sieben Jahren.
Kein Konnex zu sozialen Problemen
Nach dem siebten Geburtstag wurden diese Mädchen und Jungen etwas häufiger in Streitigkeiten verwickelt, erzählten Lügen oder bedrängten die Gleichaltrigen, berichteten die Mütter. Die mit Computerspielen verbrachte Zeit führte zu keinen derartigen Zusammenhängen. Es gab auch keinen Zusammenhang zwischen Fernsehen oder der Zeit vor dem Computer und anderen Bereichen wie Hyperaktivität oder Problemen in der Interaktion mit Freunden.
Laut Parkes ist es unangebracht, das Fernsehen für soziale Probleme verantwortlich zu machen. «Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Einschränkung der Zeit, die Kinder vor dem Fernseher verbringen, die psychosoziale Anpassung eher nicht verbessert.» Vielmehr sollten sich Interventionen auf die Dynamik in der Familie konzentrieren. Viel hänge davon ab, was die Kinder im Fernsehen anschauen und ob sie dabei nicht alleine sind. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Diseases of Childhood veröffentlicht.