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Jacco van Rijssel, Florian Moser, David Frei und Ole Seehausen haben ein neues paper in Proceedings of the Royal Society B über den Einfluss von disruptiver Selektion auf den Arbildungsprozess mit Genfluss publiziert. Sie fragen, ob Unterschiede in aktueller divergenter ökologischer Selektion, Unterschiede in genetischer Divergenz zwischen sympatrischen Arten erklären können. Dies haben sie untersucht, indem sie sieben Art-Paare, die in verschiedenen Phasen der Artbildung sind, verglichen haben.
Einige dieser Art-Paare haben unterschiedlich gefärbte Männchen (ein Hinweis auf divergente sexuelle Selektion) und bei anderen ist der Unterschied in der Färbung nur gering. Disruptive ökologische Selektion scheint verbreiteter zu sein bei den Arten-Paaren, die genetisch stärker unterschiedlich sind und die Anzahl Merkmale und ökologisch divergenter Selektion ist grösser als bei den Art-Paaren mit ähnlicher Färbung. Ihre Resultate lassen den Schluss zu, dass es zwei unterschiedliche Mechanismen zu Artbildung mit Genfluss gibt: Artbildung hauptsächlich durch sexuelle Selektion dicht gefolgt von ökologischen character displacement (Merkmalsdivergenz) in einigen Fällen und Artbildung hauptsächlich durch ökologische Selektion in anderen Fällen.