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Eine amerikanische Freundin stellte Jeremy damals einem gewissen Brian Brackenridge vor, einem Merinoschaf-Farmer, den sie auf einer Anhaltertour durch Neuseeland kennengelernt hatte. Brian hatte damals bereits einen Prototyp eines Thermo-T-Shirts aus 100 Prozent Merinowolle zuhause. Als er dieses über den Tisch warf, war es um Jeremy geschehen.
„Es fühlte sich so weich an, glänzte und war aus reiner Naturfaser. Was ganz anderes als die schwere, kratzige Wolle, die ich aus meiner Kindheit kannte. Und das Beste: Es war waschmaschinengeeignet.“
Jeremy war damals gerade 24 Jahre alt und hatte sein Marketingstudium abgeschlossen. Zuerst ging es ihm nur darum, so viel von dem Prototypstoff zu verkaufen, dass er mit dem Verdienten seine Freundin in den USA besuchen konnte. Als er das T-Shirt outdoor trug, steigerte sich seine Begeisterung für Merinowolle. Seine Freundin hat er seitdem nicht wieder gesehen. Er versetzte sie wegen eines Schafs (besser gesagt wegen einer ganzen Schafherde).
Daheim im Schlafzimmer richtete er sein erstes Büro ein. Dort entstand ein Business Plan, der zum Ziel hatte, als Erster ein Mehrschichtensystem aus Merinowolle für den Outdoorbereich zu entwickeln und die Produkte weltweit zu verkaufen.
Damals war die meiste Outdoorkleidung noch aus Synthetik. Merino wollte kaum jemand geschenkt. Beim ersten Verkaufsgespräch wollte der Einkäufer nichts von Wolle hören. „Wolle ist tot“, wurde Jeremy abgekanzelt……..