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Artikel - Wer hat seine Contender-Chancen erhöht?
Colorado Avalanche erhalten Artturi Lehkonen (F)
Montreal Canadiens erhalten Justin Barron (D), 2024 second-round pick
Bewertung: Ausgeglichen
Toronto Maple Leafs erhalten Mark Giordano (D), Colin Blackwell (F)
Seattle bekommt 2022 2nd-round pick, 2023 2nd-round pick, 2024 3rd-round pick
Bewertung: Knapper Sieger die Toronto Maple Leafs
Florida Panthers erhalten Claude Giroux (F), Connor Bunnaman (F), German Rubtsov (F), 2024 5th-Round Pick
Philadelphia Flyers erhalten Owen Tippett (F), 2023 3rd-round pick, 2024 1st-round pick
Bewertung: Klarer Sieger die Florida Panthers
Tampa Bay Lightning erhalten Brandon Hagel (F), 2022 4th-round pick, 2024 4th-round pick
Chicago Blackhawks erhalten Taylor Raddysh (F), Boris Katchouk (F), 2023 1st-round pick, 2024 1st-round pick
Bewertung: Klarer Sieger die Chicago Blackhawks
Nach all diesen Trades: Welches sind die Stanley-Cup Favoriten?
Wenn ich die Teamrosters nach der Trade-Deadline analysiere, erschliessen sich für mich folgende Stanley Cup Favoriten:
Colorado Avalanche und Florida Panthers
Gewinnwahrscheinlichkeit je 20%
Tampa Bay Lightning, Toronto Maple Leafs und die Carolina Hurricanes
Gewinnwahrscheinlichkeit je 10%
New York Rangers, Pittsburgh Penguins, Boston Bruins und die Calgary Flames
Gewinnwahrscheinlichkeit je 5%
Die Verlierer der Tradedeadline:
Buffalo Sabres
Bei einem Rebuild-Team wie die Sabres habe ich eine deutlich aggressivere «Action» erwartet mit dem Ziel, die Zukunft mit Talenten und Draftrechten aufzugleisen. Stattdessen ist bei den Sabres nichts passiert, rein gar nichts.
Arizona Coyotes
Bei den Coyotes wurden Trades von Jakob Chychrun und Phil Kessel erwartet, dies im Rahmen eines Rebuilds mit vielen Draftrechten, aber nichts ist geschehen. Immerhin konnten sie die Rechte an den College-Spielern McBain und Smith ergattern, insgesamt wird jedoch diese Tradedeadline-Ausbeute die Franchise aus Arizona kaum aus dem Sumpf ziehen.
Ottawa Senators
Auch bei den Senators habe ich eine aggressivere Verkaufsstrategie erwartet. Letztlich resultierte ein Abtausch zwischen Nick Paul und Mathieu Joseph mit vielleicht leichten Vorteilen für die Ottawa Senators aber insgesamt sind die Senators ungefähr gleich weit wie vor der Deadline und gleich weit bei den Senators bedeutet: Kein Playoff-Contender.
New York Islanders
Die Islanders enttäuschen mich bereits die gesamte Saison auf der ganzen Linie. Ich habe sie viel stärker erwartet. Wer jetzt eine Reaktion an der Tradefront erwartet hat wurde bitter enttäuscht, die Islanders haben nicht auch nur einen einzigen Trade vollzogen.
Vegas Golden Knights
Die «Honeymoon» Euphorie bei den Golden Knights ist längst verflogen, die Golden Knights dümpeln so ungefähr im breiten Mittelfeld der Liga rum. An der Tradefront haben sie ebenfalls keine Stricke zerrissen; ich war enttäuscht, die Playoff-Qualifikation ist stark gefährdet.
Die NHL-Tradedeadline und die Schweizer:
Wie haben die Teams unserer Schweizer Spieler an der Tradefront abgeschnitten?
Keines der Teams hat sich signifikant verstärkt, es war ruhig bei den Columbus Blue Jackets (Kukan), Carolina Hurricanes (Niederreiter), San Jose Sharks (Timo Meier) New Jersey Devils (Nico Hischier/Jonas Siegenthaler) und Nashville Predators (Roman Josi). Am ehesten zugelegt haben Kevin Fiala’s Minnesota Wild; sie konnten sich auf der schwach besetzten Goalieposition mit Marc-André Fleury verstärken.

Thomas Roost ist seit 1996 NHL-Scout für den Central Scouting Service und verfolgt die beste Liga der Welt hautnah. Für MySports ist Roost als NHL-Experte & Co-Kommentator im Einsatz. In seiner wöchtenlichen Kolumne «Roosts Ramblings» schreibt er über Themen aus der NHL und der grossen Hockey-Welt.