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Das Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Österreich trat am 1. Januar 2013 in Kraft. Gemäss diesem Abkommen hatten die österreichischen Steuerpflichtigen die Wahl, entweder eine direkt auf ihren Konten erhobene und den österreichischen Behörden anonym übermittelte Quellensteuer zu entrichten oder freiwillig Meldung zu erstatten. Dieses Modell verliert jedoch seine Daseinsberechtigung aufgrund der Einführung des automatischen Informationsaustauschs zwischen der Schweiz und der EU per 1. Januar 2017, der 28 Mitgliedstaaten und Gibraltar betrifft.
Das Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Österreich wird folglich per 1. Januar 2017 aufgehoben. Die Schweiz und Österreich haben am 11. November 2016 in Bern ein entsprechendes Aufhebungsabkommen unterzeichnet, um einen reibungslosen Übergang zwischen den beiden Modellen sicherzustellen. Dieses Abkommen regelt insbesondere die Modalitäten bei der Überweisung der letzten Steuerbeträge und der Übermittlung der letzten freiwilligen Meldungen an die österreichischen Steuerbehörden. Die Bestimmungen des Quellensteuerabkommens bleiben weiter auf alle während ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverhältnisse anwendbar. Ferner bleibt das Memorandum zwischen beiden Staaten zu Fragen rund um den Marktzugang bestehen.
Auch mit dem Vereinigten Königreich hat die Schweiz ein Quellensteuerabkommen abgeschlossen, das beim Übergang zum Standard des automatischen Informationsaustauschs mit der EU aufgehoben werden muss. Update: Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben am 14. November 2016 in London ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.
Internationales | 11. November 2016