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Offene Verfahren mit Netz
Trotz technischen Fortschritts ist oft die offene Versorgung eines Bruches medizinisch notwendig. Im Folgenden werden kurz 2 Methoden aus dem Bereich Leistenbruch, benannt nach ihren Erfindern, vorgestellt.
Rutkow-Robbins
Die offene Hernienreparation mit dem PerFix Plug wurde Anfang der achtziger Jahre durch I. Rutkow aus New Jersey eingeführt und ist inzwischen zur häufigsten Operation in den U.S.A. geworden. Durch einen kleinen Schnitt in der Leiste wird der Bruch in den Bauchraum zurückgeschoben. In die Lücke wird ein kleines regenschirmartiges Netz eingebracht und mit wenigen Nähten befestigt. Ein zweites flaches Netz wird dann darüber platziert und die Wunde in Schichten wieder verschlossen.
Operation nach Lichtenstein
Über einen Schnitt in der Leiste wird der Bruchsack dargestellt und entfernt. Die Lücke wird eingeengt und ein spezielles, sich teilweise wieder auflösendes Kunststoffnetz, wird über der Lücke und unter der Hüllschicht der Muskulatur eingenäht. Es deckt durch seine Grösse auch andere potentielle Schwachstellen in diesem Bereich ab.
Dieses erprobte und standardisierte Verfahren ist sicher und effektiv und war weltweit das am häufigsten angewandte Verfahren der letzten Jahre. Es kommt bei uns bei sehr grossen oder wiederkehrenden Brüchen (Rezidiven) zum Einsatz.
Beide Techniken können in rückenmarksnaher Teilnarkose oder in lokaler Betäubung ausgeführt werden.