Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/418

Die Sicherheit im Gotthard-Tunnel kann auch durch den Verlad des Güterverkehrs auf die Schiene gewährleistet werden. Aus diesem Grunde solle man den neuen NEAT-Tunnel voll nützen, bevor ein neuer Gotthard-Tunnel gebaut werde. Er würde die Verkehrsflüsse nur verstärken.
Der NEAT-Tunnel soll für den Verlad des Güterverkehrs auf die Schiene voll genutzt werden, fordert der Vekehrs-Club Schweiz (VCS). Der heutige Sicherheitstest der SBB im Gotthardbasistunnel bestätigt, dass der Verlad des Güterverkehrs auf die Schiene verkehrspolitisch die einzig vernünftige Lösung sei. Wenige Wochen vor der Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt einen zweiten Tunnel für die Strasse zu beschliessen, ist nach Ansicht des VCS verkehrspolitischer Unsinn. Gerade weil Lastwagen im Strassentunnel eine Gefahr darstellen, wäre es falsch, jetzt einen zweiten Strassentunnel zu bauen. Das ziehe mehr Verkehr an und verhindere die Verlagerung weiterer Lastwagen von der Strasse auf die Schiene.
Wie der VCS in seiner Medienmitteilung schreibt, werde der 57-Kilometer lange Gotthardbasistunnel die Verkehrsflüsse grundlegend verändern. Deshalb gelte es abzuwarten, wie sich diese Investition von mehr als 20 Milliarden Franken auswirke. Bereits jetzt sei die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene ein Erfolg. Dank der Verlagerungspolitik sei es gelungen, die Zahl der Lastwagen seit den 1990er Jahren von 1.3 Millionen Fahrten auf 1 Million pro Jahr zu senken.
Für den Verlad des Schwerverkehrs auf die Schiene ist der neue NEAT-Tunnel ein riesiger Schritt. Sinkt die Zahl der Lastwagen auf der Strasse weiter, steigt auch die Sicherheit. Diese ist dank kürzlich realisierter Massnahmen jetzt schon hoch. Wird der zweite Strassentunnel gebaut, fehlt das Geld für dringend benötigte Projekte; auch auf der Strasse.
Aus diesem Grund empfehlen wir ein Nein zur 2. Gotthardröhre in die Urne zu legen.