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Dorfjugend sucht eine neue Bleibe
Die Gemeinde Neuenhof zog den Kreditantrag für einen Neubau des Jugendraums im… Weiterlesen
von
Hans Lenzi
07. Februar 2019
09:00
Man leidet mit: Da ist ein junges Paar, das sich aufrichtig liebt, aber in sexueller Hinsicht das Heu nicht auf selber Bühne haben. Während Edward es kaum erwarten kann, mit seiner schönen Frau endlich den Beischlaf zu vollziehen, ist dies für Florence schlichtweg der Horror. Es kommt, wie es kommen muss: Die Angelegenheit geht schief, die Ehe scheitert in der ersten Nacht, die Sprachlosigkeit in Sachen Sexualität fordert das Totalopfer. Auf das Angebot seiner Anvertrauten, die Ehe gleichsam geschlechtslos fortzusetzen – Eward dürfe sein Verlangen mit ihrem Einverständnis bei andern Frauen befriedigen – weist er weit von sich. Der Bruch ist perfekt, es kommt zu keiner Begegnung mehr.
Man erfährt einiges über die Hintergründe der Romanfiguren und auch über die Lebensgeschichte der beiden nach dieser Katastrophennacht. Der tragischkomische Roman schildert die Denke, wie sie noch in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts anzutreffen war.
Über den Autor
Ian McEwan (*1948 in Aldershot) erfuhr als Literaturstudent von verschiedener Stelle Support – unter anderem von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium – und wurde für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.