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Nahrungsmittelallergie ist eine abdominelle Immunantwort auf Nahrungsmittel. Die Symptome können Juckreiz, Schwellung der Zunge, Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden, Nesselsucht oder niedriger Blutdruck sein. Menschen reagieren normalerweise allergisch auf Lebensmittel wie Erdnüsse, Fisch, Eier, Schalentiere, Kuhmilch, Nüsse, Weizen und Soja. Die Symptome können leicht bis schwer sein. Die Reaktion tritt auf, wenn ein Teil des Immunsystems Immunglobulin an die Nahrungsmoleküle bindet. Auch die Familiengeschichte spielt dabei eine Rolle. Dinge wie Fettleibigkeit und ein hohes Maß an Sauberkeit, Allergien und Vitamin-D-Mangel. Ernsthafte Allergiegefahr kann entstehen, wenn die Atemwege oder der Kreislauf betroffen sind. Die Diagnose wird in der Regel auf der Grundlage der Familienanamnese, Pricktests, Bluttests oder oraler Nahrungsaufnahme gestellt. In der heutigen Welt reagieren 20 Prozent der Menschen auf Rhinitis, etwa 6 Prozent haben mindestens eine Nahrungsmittelallergie. Die Behandlung besteht normalerweise darin, die Nahrungsmittel zu vermeiden, auf die die Person allergisch ist. Möchten Sie mehr wissen? Weiter lesen!
NAHRUNGSMITTELALLERGIEN: WORUM HANDELT ES SICH?
Der Ausdruck «Nahrungsmittelallergie» umfasst alle Manifestationen im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme, in die das Immunsystem verwickelt ist.
In jeder Bevölkerung werden deren Nahrungsmittelallergien durch die Art der Ernährung beeinflusst. Zum Beispiel ist die Reisallergie bei uns aussergewöhnlich, in Japan jedoch sehr häufig; das Gleiche gilt für Buchweizen in Korea oder Fisch in Skandinavien. Gewisse Nahrungsmittel besitzen ein starkes Allergiepotential und sind verantwortlich für Reaktionen in zahlreichen Ländern (Erdnüsse, Nüsse, Eier, Milch…). Andererseits kann z.B. der Konsum einer grossen Menge Erdnüsse das Auftreten von Allergien bei einem anfälligen Kind begünstigen.
Weltweit wurde in zahlreichen Ländern, einschliesslich der Schweiz, ein Anstieg der Gesamtzahl der Allergien verzeichnet. Was die Nahrungsmittelallergien betrifft, so haben diese während der letzten Jahre zugenommen, doch der Zuwachs ist schwierig zu beziffern. Dennoch ist es völlig klar, dass gewisse Allergien wie z.B. die Erdnussallergie, die vor einigen Jahren praktisch unbekannt war, stark zugenommen haben. Seit einigen Jahren nehmen auch Allergien gegen sogenannt exotische Früchte wie Kiwi oder Mango zu.
Konservierungsmittel und Farbstoffe stehen, obwohl oft verdächtigt, nur ausnahmsweise in Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergien.
FALSCHE VORSTELLUNGEN
- Entgegen weit verbreitetem Glauben verursachen Erdbeeren nur selten richtige Nahrungsmittelallergien.
- Zucker, Hefe, Phosphate… können das Immunsystem nicht aktivieren, um eine Nahrungsmittelallergie auszulösen.
NAHRUNGSMITTELALLERGIE BEIM KIND: WAS GESCHIEHT?
Kinder weisen vor allem zwei Arten von Nahrungsmittelallergien auf:
- Die Allergie vom Soforttyp
(vermittelt durch die Antikörper der Allergie = die IgE Antikörper):
Bei diesem Typ ist das Auftreten einer urtikariellen Reaktion (Nesselfieber-Reaktion), oder eines Ekzems, typisch. Bei schwereren Reaktionen können beim Patienten Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie Durchfalloder Erbrechen, auftreten oder respiratorischeBeschwerden wie akuteAsthmaanfälle, ein Anschwellen desGesichtes und des Mundes (Quincke Ödem),eine akute Rhino-Konjunktivitis oder Unwohlsein (anaphylaktischer Schock). Gewisse Reaktionen können sehr stark, ja sogar tödlich sein.
Die am häufigsten in Allergien verwickelten Nahrungsmittel sind Eier, Milch und Erdnüsse. Allerdings treten auch häufig Reaktionen auf nach derEinnahme von Nüssen (Nüsse, Haselnüsse, Walnüsse…),von verschiedenen Getreiden, von Fischen und Fleisch. Praktisch alle Nahrungsmittel können potentielle Auslöser einer Nahrungsmittelallergie sein.
- Die Allergie vom Spättyp (nicht-IgE vermittelt)
Bei diesem Typ sind vor allem Beschwerden im Magen-Darm-Trakt charakteristisch (Durchfall und/oder Erbrechen). Milch ist am häufigsten, aber nicht exklusiv in diese Art Reaktionen verwickelt.
WIE FINDE ICH HERAUS, OB MEIN KIND AN EINER NAHRUNGSMITTELALLERGIE LEIDET?
Wenn Symptome auftauchen, die eine Nahrungsmittelallergie vermuten lassen, ist es sehr wichtig, alle Nahrungsmittel, Getränke und Medikamente zu notieren, die während der letzten Stunden vor der Reaktion eingenommen wurden. Diese Liste ist für den Arzt, der die Ursache der Allergie sucht, sehr nützlich. Er wird per Hauttest und/oder einer Messung der spezifischen IgE mittels einer Blutentnahme eine Sensibilität auf ein Nahrungsmittel suchen. In gewissen Fällen ist ein Nahrungsmittel-Provokationstest unter strikter medizinischer Überwachung angezeigt. Es ist sehr wichtig, nie wieder ein Nahrungsmittel zu konsumieren, das möglicherweise eine Allergie ausgelöst hat, ohne dies zuvor mit dem Arzt besprochen zu haben.
SYMPTOME
- Allergie vom Soforttyp: Urtikaria (Nesselsucht), Ekzem, Asthma, Anschwellen des Gesichts, Schock…
- Allergie vom Spättyp: Durchfall und/oder Erbrechen.
WIE WIRD EINE NAHRUNGSMITTELALLERGIE BEIM KIND BEHANDELT?
Die Behandlung einer allergischen Reaktion erfordert im Allgemeinen die dringende Konsultation eines Arztes. Kinder mit dem Risiko einer Nahrungsmittelallergie sollten ein Notfall-Set mit sich tragen, das es ermöglicht, während dem Warten auf die Notfallkonsultation, rasch die notwendigen Medikamente zu verabreichen. Der Patient und/oder dessen Eltern werden in der Handhabung dieses Sets durch den verschreibenden Arzt geschult. Die Behandlung der Nahrungsmittelallergie besteht im Ausschluss des betroffenen Nahrungsmittels. Dieser Ausschluss muss total sein, denn selbst Spuren dieses Nahrungsmittel könnten für eine lebensgefährliche Reaktion verantwortlich sein. Besondere Aufmerksamkeit muss versteckten Nahrungsmitteln, die in industriellen Fertigprodukten zu finden sind, geschenkt werden. Es gibt zur Zeit keine mögliche Desensibilisierung für Nahrungsmittelallergien.
Die Prävention der Nahrungsmittelallergie beim kleinen Kind besteht darin, beim Säugling verschiedene Nahrungsmittel gemäss einem präzisen Schema einzuführen (s. Artikel Allergienprävention)
NÜTZLICHE ADRESSE:
Empfehlung zur Primärprävention von Allergien für Neugeboren mit einem erhöhten Atopierisiko
www.paediatrieschweiz.ch