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Viktor E. Frankl, (1905-1997), prägende Figur der Psychologie des 20. Jahrhunderts, beschreibt mit Präzision das Sinn-Vakuum der modernen Überflussgesellschaft, das sich in einem Langeweilegefühl manifestiert. Dabei greift er auf empirische Ergebnisse zurück. Das Problem akzentuiere sich unter jungen Erwachsenen, Arbeitslosen und Pensionierten.
Alkohol- und Drogenmissbrauch sieht er als Versuch an, „ein solches Glücksgefühl unter Umgehung jeder Sinnerfüllung herbeizuführen, und zwar auf dem Umweg über die Chemie“.
Das Tempo und den Lärm des modernen Lebens deutet er als „vergeblichen Selbstheilungsversuch der existenziellen Frustration; denn je weniger der Mensch um ein Lebensziel weiss – nur desto mehr beschleunigt er auf seinem Lebensweg das Tempo.“