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Die derzeitige Periode der Erwärmung der Erdatmosphäre führt zu verstärkter Schmelze der Gletscher. Nach dem Abschmelzen des Eises können sich in den Übertiefungen der ehemaligen Gletscherbetten Seen bilden. Dutzende dieser Gletscherseen sind in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz bereits entstanden und hunderte weiterer Seen könnten sich im Laufe des 21. Jahrhunderts bilden.
In diesem Projekt sammeln wir bereits vorhandene Informationen über Seeausdehnung in der Schweiz, kartieren aktuelle hochalpine Seen und bestimmen deren Veränderungen über die letzten zwei Jahrzehnte und – wenn möglich – weiter in die Vergangenheit. Aus dem Wissen über moderne Gletscherveränderungen erstellen wir einen Überblick über die Geschichte der Gletschersee-Entstehung in der Schweiz während der letzten Jahrzehnte. Basierend auf hochauflösenden Luftbilddaten und global frei erhältlichen Satellitendaten werden Gletschersee-Inventare für verschiedene Zeitschritte erstellt. Mit einem direkten Vergleich dieser Inventare können wir zeigen, wie Seen, die durch steigende Temperaturen entstehen, in globalem Massstab kartiert werden können.
An ausgewählten kürzlich entstandenen Seen in Uri und im Wallis führen wir direkte Messungen von essentiellen Klimavariablen durch, wie etwa Temperatur, Trübung, Seespiegel und Volumenänderungen. ECVs
Die Beobachtung dieser Parameter in einer hochalpinen Umgebung stellen eine grosse Herausforderung dar, sind jedoch unentbehrlich für Abschätzungen von Klimafolgen und den Umgang mit Naturgefahren. Letztlich sollen die hochalpinen Seen in ein neues nationales Netzwerk zur Beobachtung von Seen integriert werden.