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Seit dem 30. August befinden sich auf einer Baustelle in Sainte-Croix VD sechs polnische Arbeiter im Streik, um gegen die Arbeitsbedingungen zu protestieren. Sie werden von der Gewerkschaft Unia unterstützt, die Stundenlöhne zwischen acht und neun Euro anprangert.
Die Gewerkschaft fordert deshalb vom Bauunternehmen Alpen Peak Lohn-Nachzahlungen in der Höhe von 80'000 Franken. Für die Arbeiter wurde eine Petition lanciert, die bislang 700 Mal unterschrieben wurde. Auch 51 Mitglieder des Waadtländer Kantonsparlaments erklärten am Dienstag ihre Solidarität.
Am Mittwoch schalteten sich die Regierungen der Kantone Neuenburg und Waadt ein. Die beiden Wirtschaftsdirektoren Philippe Leuba (FDP/VD) und Jean-Nat Karakash (SP/NE) vereinbarten, ihre Untersuchung gegen die Neuenburger Bauunternehmung zu koordinieren, wie sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung festhielten.
LOHNDUMPING
Unabhängig davon reichten die Migrationsbehörden des Kantons Neuenburg bereits Strafanzeige ein. Diese betrifft mutmassliche Falschinformationen, um Arbeitserlaubnis für Grenzgänger zu erhalten.
Zugleich wird die paritätische Kommission der Baubranche ihre Untersuchung weiterführen. Die gemischte Kommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern wacht über die Einhaltung der Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags in der Branche und nimmt vor allem den Vorwurf des Lohndumpings unter die Lupe.
(AWP)