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Im März 2016 haben Armin Capaul und seine Helfer der IG Hornkuh ihre Volksinitiative eingereicht. Diese verlangt, dass Tierhalter finanziell entschädigen werden, wenn sie Kühe und Ziegen nicht enthornen. Die Initianten argumentieren mit der Würde der Tiere.
Der Bundesrat empfiehlt die Initiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung. Er führt in seiner Botschaft diverse Gründe gegen das Volksbegehren ins Feld. Die Landesregierung betont, dass die gesetzlichen Grundlagen für eine finanzielle Förderung theoretisch bereits heute bestünden (Art. 104). Spezifische Beiträge lehnt der Bundesrat dennoch ab, weil keine Studien zeigen würden, dass das Wohlergehen von Kühen oder Ziegen ohne Hörner unverhältnismässig beeinträchtigt sei. Zudem ist das Enthornen für den Bundesrat ein unternehmerischer Entscheid der Landwirte. Diese sollen selbst entscheiden, wie sie mit dem Zielkonflikt zwischen dem Enthornen der Tiere auf der einen Seite und dem Aufwand für die Haltung sowie dem höheren Unfallrisiko auf der anderen Seite umgehen.
Mit einer Finanzhilfe, die das Wohlergehen nicht gesamtheitlich fördere, sondern auf den Aspekt Hörner ausgerichtet sei, könnte zudem die Anbindehaltung zunehmen, betont der Bundesrat. In dieser Haltungsform sei die Verletzungsgefahr für die Tiere und die Tierhalter geringer. Eine Zunahme der Anbindehaltung wäre eine unerwünschte Entwicklung.Quelle: LID