Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03438.jsonl.gz/2168

Mountainbikes waren seit den 1980er Jahren das beliebteste Fahrrad für die Entwickler bei Fahrradherstellern. Dies hat zu der kuriosen Situation geführt, dass das Mountainbike, das zunächst eine Abspaltung von den gängigen Fahrradmodellen war, dafür gesorgt hat, dass andere Fahrradtypen weiterentwickelt wurden.
Viele der technischen Weiterentwicklungen, die heute bei fast allen Renn-, Touren- und Freizeitfahrrädern zu finden sind, waren Entwicklungen für die Mountainbikes. Beispiele hierfür sind Nabenschaltungen, V-Bremsen, Scheibenbremsen, Federgabeln und Hinterbaufederungen. All diese Bauteile, die heute an Fahrrädern aller Typen zu finden sind, waren ursprünglich Entwicklungen für das Mountainbike.
Der Erfolg, den das Fahrradfahren weltweit in den letzten 30 Jahren erfahren hat, ist also mindestens teilweise auf das Aufkommen der Mountainbikes zurückzuführen und trifft auch auf Fahrradtypen zu, die keine Mountainbikes sind. Da für Mountainbikes oft Komponenten entwickelt werden, welche besonders harte Umgebungen aushalten müssen, sind diese in abgewandelter Form dann fast immer auch für den Massenmarkt der Sport- und Freizeiträder brauchbar.
Diese Entwicklung dauert bis heute an, da die Fahrradentwicklung im Bereich des Mountainbikes bis heute sehr aktiv ist und neben technischen Verbesserungen auch Trends für das Fahrradfahren insgesamt setzt. Aktuell ist hier die weitere Verbesserung der Federungssysteme als technische Weiterentwicklung zu nennen und das sogenannte Fatbike als Trend im Bereich der Fahrräder beziehungsweise des Radsports.