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Das weltgrösste Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" muss vorerst in Marseille bleiben, wegen einem Unfall mit einem Rettungsboot, bei dem ein Mensch starb.
KEYSTONE/AP/CLAUDE PARIS(sda-ats)
Auf dem weltgrössten Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Rettungsboot mit mehreren Menschen an Bord löste sich am Dienstag während einer Sicherheitsübung im Hafen von Marseille von dem Ozeangiganten.
Beim Unglück kam ein 42-jähriger Philippiner ums Leben. Vier weitere Besatzungsmitglieder - drei Philippiner und ein Inder - wurden schwer verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich.
Der Unfall ereignete sich bei einer wöchentlichen Übung, bei der ein Rettungsboot zu Wasser gelassen werden soll, wie Staatsanwalt Xavier Tarabeux sagte. Das auf dem fünften Deck befestigte Rettungsboot stürzte mit fünf Besatzungsmitgliedern an Bord zehn Meter in die Tiefe. Warum das Kabel oder die Haltevorrichtung abrissen, war zunächst unklar. Die Behörden nahmen die Ermittlungen auf.
Die in Frankreich gebaute "Harmony of the Seas" war im vergangenen Mai der US-Grossreederei Royal Caribbean Cruises übergeben worden. Mit einer Länge von 362 Metern, einer Breite von 66 Metern und einer Höhe von 72 Metern - das entspricht 20 Häuserstockwerken - ist sie das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie bietet Platz für rund 6400 Passagiere und 2400 Besatzungsmitglieder.
Nach Angaben der auf Schifffahrt spezialisierten Website marinetraffic.com kam das Schiff gerade aus Mallorca und machte in Marseille Station. Die ursprünglich für Dienstagabend geplante Weiterfahrt nach Italien verzögerte sich wegen der Ermittlungen zum Unfall.
Royal Caribbean äusserte sich bestürzt über das Unglück. "Alle unsere Gedanken und Gebete richten sich an die Familien der Opfer und an die anderen Besatzungsmitglieder", erklärte die Reederei.
SDA-ATS