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Heute gibt’s einen Western. Western? Ja. Western in Romanform habe ich eigentlich immer mit diesen Romanheften, die man für wenig Geld am Kiosk kriegt, in Verbindung gebracht. Und genau in diese Kategorie gehört “Die grosse Wende” meines Erachtens. Hinter dem Autoren-Pseudonym Larry Lash steckt der deutsche Schriftsteller und Kunstmaler (eigentlich in umgekehrter Reihenfolge) Bernhard Bömke († 2002). Und der hat zwischen 1950 und 1976 um die 300 (!) Westernromane geschrieben. Das bedeutet, dass Herr Bömke – wenn man ihm auch mal ein paar Wochen Urlaub zusprach – in Etwa jeden Monat einen Roman ablieferte.
Nun, unter diesen Umständen würde es Herr Bömke, wenn er noch lebte, wohl nicht übel nehmen, wenn man seinem Roman gewisse Qualitäten abspricht. Wenn Autoren wie King oder Baldacci einen Roman pro Jahr liefern, Ken Follett sogar zwei Jahre veranschlagt, dann kann ein Monatsrhythmus einfach nicht gleiches Niveau haben. Muss es aber (vielleicht) auch gar nicht. Wer Unterhaltung will, dem ist es lieber, er hat immer was zu lesen, als jeweils wieder ein Jahr warten zu müssen.