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Das eingesenkte Plateau an der Dorfstraße mit der Obstbaumwiese grenzt über das schutzwürdige Bauernhaus hinweg privilegiert an die Freifläche zum Kirchenweg. Unser Wohnhaus- und Siedlungstypus, im Englischen mit „Low Rise, High Density“ bezeichnet, formt niedrige Baukörper, die mit ihrer Zwei- / respektive Dreigeschossigkeit in enger Abhängigkeit zur bestehenden Topographie stehen. Aus diesem fallenden Verlauf der Höhe variieren die Gebäudehöhen des nördlichen Baukörpers. Ihre abgetreppe Silhouette unterstellt sich dem Aussichtsbereich Kienast, der Blick weitet sich zum phantastischen Südostpanorama Kilchbergs mit der direkten Überlagerung des Sees und den Glarner Alpen.
Die Vernetzung der dreizehn Wohnungen pro Geschoss erfolgt durch eine Reihung, die in ihrer plastischen Versetzung und Ausdrehung private Aussenräume herstellt und zugleich schützt. Alexander Klein, der famose Grundrisssytematiker, hat schon in den zwanziger Jahren schräggestellte Reiheneinfamilienhäuser entwickelt und in seiner Argumentation darauf hingewiesen, dass diese Anordnung es erlaubt, auch bei Nord - Südrichtung der Hauszeilen jeder Wohnung eine gewisse Menge an Südstrahlen zu geben, die geringe Frontbreite zu erhöhen und nicht zuletzt ungewollte Einblicke durch die Schrägstellung zu verhindern.
ORT: Kilchberg
WETTBEWERB: 2016
MEILI, PETER & PARTNER ARCHITEKTEN:
Markus Peter, Patrick Rinderknecht,
Marine de Dardel, Benjamin Melly
LANDSCHAFTSARCHITEKTEN:
Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten BSLA
VISUALISIERUNG: Besa Zajmi