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China und die USA haben das Abkommen zur Begrenzung der globalen Erwärmung ratifiziert, die Schweiz wird wohl bald folgen.
Zusammenfassung und Fazit meines Beitrags, den Sie bitte hier als PDF herunterladen wollen:
Die Reduktion von THG-Emissionen kann nirgends zum Nulltarif erfolgen. In der Schweiz mit ihrer international vergleichsweise hohen CO2-Effizienz führt jede weitere Reduktion zu besonders hohen volkswirtschaftlichen Zusatzkosten. Darum sollte ein schweizerischer Alleingang - sei es in Form besonders ambitionierter Reduktionsziele oder anderer international nicht koordinierter Massnahmen - unbedingt vermieden werden.
- Bevor Massnahmen ergriffen werden, sollten sie auf der Basis adäquater ökonomischer Modelle und unter realistischen Annahmen kritisch hinterfragt werden. Der Fokus darf nicht allein auf den Energieverbrauch oder auf die Treibhausgasemissionen gelegt werden. Es müssen auch andere Politikfelder in Betracht gezogen werden (Nebenwirkungen).
- Die Reduktion von THG-Emissionen sollte (weltweit) dort erfolgen, wo die Reduktionsgrenzkosten im besten Verhältnis zum Reduktionsgrenzertrag stehen. Nur mit einer solchen global kosteneffizienten Reduktion der Emissionen wird es möglich sein, ambitionierte Reduktionsziele zu erreichen.
- Die einzig konsequent marktwirtschaftliche Lösung der aus den THG-Emissionen resultierenden Probleme ist ein weltweites – oder zumindest grossräumiges - Emissionshandelssystem der Typs "Cap and Trade", welches die Emissionsrechte begrenzt (Cap) und optimal alloziert (Trade).
- Trotz vieler Bemühungen und Verhandlungen im Rahmen der bisherigen Klimakonferenzen der UN ist es noch nicht gelungen, ein solch umfassendes System zu vereinbaren und zu etablieren.
- Unterschiedliche Einschätzungen der Ursachen und Auswirkungen einer globalen Erwärmung sowie die Partialinteressen einzelner Länder beeinträchtigen die internationalen Bemühungen zur Reduktion der THG. An diesem Sachverhalt werden auch die in Paris getroffenen Dispositionen kaum etwas ändern können.