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Die Schweizer Bevölkerung wird älter, und damit steigen die Kosten der Altersvorsorge. Die Finanzierungslücke bei der AHV – also die Differenz zwischen den zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben – beträgt über 600 Milliarden Franken, wie die UBS in einer neuen Studie schreibt. Das entspricht rund 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Schweiz.
Die finanzielle Situation der ersten Säule hängt nicht nur von den Renten ab, die ausbezahlt werden müssen, sondern auch von den Einnahmen. Hier könnten die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt eine Rolle spielen: Wenn mehr Personen Vollzeit oder in höheren Pensen arbeiten, nehmen die Einnahmen zu und die finanziellen Aussichten der AHV verbessern sich.
Das Potenzial ist vorhanden, etwa in Form von Müttern, die nicht oder nur Teilzeit arbeiten und sich ein höheres Pensum vorstellen könnten. «Insgesamt könnte die Schweizer Wirtschaft bei knapp 600 000 Personen brach liegende Kapazitäten nutzen», schreiben die UBS-Ökonomen.
Würde die Erwerbsbeteiligung der Frauen bis 2050 mit jener der Männer gleichziehen, würde sich die AHV-Finanzierungslücke gemäss der Untersuchung auf 67 Prozent der Wirtschaftsleistung verringern. Dies allerdings unter der Annahme, dass die Erwerbsbeteiligung der Männer nicht sinkt.
Selbst in diesem (optimistischen) Szenario klafft also weiterhin eine massive Finanzierungslücke in der ersten Säule. Und sollte die Initiative für eine 13. AHV-Rente am 3. März angenommen werden, würde diese noch weiterwachsen. Mittelfristig sind politische Massnahmen unumgänglich, um die AHV zu sanieren. (lz)