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Federer bezwang in Halle den Russen Michail Juschni 6:3, 6:4 und trifft nun auf den überraschenden Deutschen Nicolas Kiefer. Mikaelian ist in Tschkent ebenfalls im Halbfinal.
Federer präsentiert sich im ersten Rasenturnier des Jahres weiterhin in ausgezeichneter Form. Gegen Juschni lief der Basler nie Gefahr, das Match zu verlieren.
Einzig im ersten Satz mochte der Russe mitzuhalten, ehe Federer das entscheidende Break zum 5:3 gelang. In den zweiten Satz startete die Schweizer Nummer 1 gar mit einem Doppelbreak zum 4:1.
Bereits nach 51 Minuten hatte Federer drei Matchbälle und verwertete den zweiten mit einem schönen Netzangriff. "Wenn ich favorisiert bin, habe ich das Gefühl, dass ich in den entscheidenden Situationen einfach besser spiele", zeigte sich Federer mit seinem Spiel zufrieden.
Nicolas Kiefer, der in diesem Jahr noch nie zwei Partien in Folge gewinnen konnte, läuft in Halle zu Topform auf. Nachdem der Deutsche am Donnerstag den siebenfachen Wimbledon-Gewinner Pete Sampras eliminiert hatte, war sein Landsmann Alexander Popp kein allzugrosses Viertelfinal-Hindernis mehr.
Federer spielte bisher dreimal gegen Kiefer. Im letzten Jahr verlor der Schweizer in Indian Wells und in Moskau gegen ihn; der einzige Sieg gelang ihm in London im Jahr 2000.
Mikaelian im Halbfinal - Schnyder out
Marie-Gaïané Mikaelian hat zum dritten Mal die Halbfinals eines WTA-Turniers erreicht. In Taschkent besiegte sie die Weissrussin Nadeschda Ostrowskaja 6:0, 6:1.
Die topgesetzte Mikaelian (WTA 50) kam im ersten Duell mit Ostrowskaja (WTA 228) zum zehnten Erfolg im 19. Spiel dieses Jahres. Nun tritt sie gegen die als Nummer 3 gesetzte Italienerin Tathiana Garbin an. Auch gegen Garbin (WTA 86) tritt die armenisch-schweizerische Doppelbürgerin erstmals an. In dieser Form stehen die Chancen der 18-jährigen Mikaelian gut, wie im vergangenen Jahr den Final zu erreichen. Auch der erste Turniersieg dürfte im Bereich des Möglichen liegen.
Die als Nummer 5 gesetzte Patty Schnyder (WTA 18) ist dagegen in Wien in den Viertelfinals ausgeschieden. Sie unterlag der Israelin Anna Smashnova, die als Nummer 4 gesetzt ist, 6:2, 2:6, 0:6.
Nach dem Gewinn des ersten Satzes liessen bei der Baslerin die Kräfte merklich nach. Smashnova begnügte sich damit, von den Fehlern ihrer Gegnerin zu profitieren.
"Auch wenn das Resultat für eine klare Niederlage spricht, bin ich nicht enttäuscht", sagte Schnyder. "Die guten Leistungen aus den Vorwochen haben mir gezeigt, dass mein Spiel eine klare Aufwärtstendenz zeigt. Nach so vielen Spielen ist es wohl verständlich, wenn irgendwann mal die Luft draussen ist."
swissinfo und Agenturen