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Das durch den Europarat 1987 lancierte Programm der Kulturwege umfasst heute 33 zertifizierte Routen in mehr als 50 Ländern und über 1600 Mitglieder. Das Programm der Kulturwege wurde 2010 durch das Erweiterte Teilabkommen über die Kulturwege des Europarates (EPA) formalisiert, das zum Ziel hat, die Zusammenarbeit zwischen Ländern zu vertiefen, die an der Entwicklung des Kulturweg-Netzwerks besonders interessiert sind. Das Teilabkommen trägt dazu bei, das Potenzial der Kulturrouten für kulturelle Zusammenarbeit, nachhaltige territoriale Entwicklung und sozialen Zusammenhalt zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf Themen von symbolischer Bedeutung für die europäische Einheit, Geschichte und Kultur sowie für die europäischen Werte und für die Entdeckung wenig bekannter Reiseziele liegt.
Zu diesen gehören nicht nur Routen wie die Via Francigena, sondern auch Themenwege zu Kulturstätten wie beispielsweise die «Destinations Le Corbusier». Die europäischen Kulturwege gehen über den Rahmen der nationalen Kulturwege hinaus und zeigen auf, dass das Kulturerbe der verschiedenen europäischen Länder zu einem gemeinsamen Kulturerbe Europas gehört.
Das EPA trägt zur Stärkung der demokratischen Dimension des Kulturaustauschs und des Tourismus bei, indem es Netzwerke und Vereinigungen, lokale und regionale Behörden, Universitäten und Organisationen einbezieht. Es hat ausserdem die Erhaltung eines vielfältigen Erbes durch themenbezogene und alternative touristische Routen sowie durch Kulturprojekte zum Ziel.
Mit ihrem Beitritt zum Erweiterten Teilabkommen über die Kulturwege des Europarates beteiligt sich die Schweiz an der Förderung eines nachhaltigen Tourismus und der Erschliessung des europäischen Kulturerbes.