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Für “Karl den Grossen”, wie er gerne bezeichnet wurde, gab es nur Schwarz und Weiss. Dies galt auch für seine Uhren. Farbe war ihm persönlich zuwider.
Der legendäre Designer Karl Lagerfeld ist viel zu früh im Alter von 85 Jahren nach einem mehrjährigen Krebsleiden (Pankreas) verstorben, das er immer geheim hielt. Um sein Leben zu verlängern gab er Millionen aus, so insiderkreise. Für mich war er einfach unsterblich.
Seine Karriere machte ihn zu einer Millionenschweren Marke weltweit. Lagerfeld war zwar vor allem für seine Stationen bei Chanel und Fendi bekannt, aber er besaß auch eine berühmte Armbanduhr – die Audemars Piguet Royal Oak „Jumbo“ mit einem massgefertigten, mattschwarzen Finish. Und hier setzt wieder die PR-Maschinerie von Audemars Piguet an, selbstverständlich lässt sich wiederum die Handelszeitung hierfür wieder instrumentalisieren, denn die Zeitung lebt von Inseraten.
Fast einheitlich in Schwarz und Weiß gekleidet, mit Sonnenbrillen, hochgeschlossenen Hilditch & Key-Hemden, fingerlosen Handschuhen und weißem Haar, die zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, war Lagerfeld mit keiner anderen Uhr als einer rein schwarzen Royal Oak schwer vorstellbar.
Die Uhr wurde seit den 70er Jahren getragen – und immer noch in der 2007er Dokumentation Lagerfeld Confidential -. Lagerfeld besaß angeblich mehrere Exemplare der Royal Oak „Jumbo“ mit einer mattschwarzen Nachlackierung auf Gehäuse und Armband. Im Laufe der Jahre sind einige Beispiele auf dem Sekundärmarkt aufgetaucht, von denen keines mit einer Dokumentation belegt ist, die den Besitz von Lagerfeld belegt.
Lagerfelds Vorliebe für die Royal Oak war bei Audemars Piguet bekannt – ein führendes Mitglied der Geschäftsleitung der Uhrenmarke hat einen Dankesbrief von Lagerfeld in seinem Büro.
Karl Lagerfeld Audemars Piguet Royal Oak 1
Vielen Dank an die Pygmalion Collection für die Bereitstellung der gerahmten Notiz.
Lagerfeld schrieb die Notiz im Jahr 2002, nachdem er seine komplett schwarze Royal Oak aus einem Werksservice zurückerhalten hatte, was über den Audemars Piguet-Einzelhändler in Mailand erledigt wurde. Das handschriftliche Schreiben lautet:
17.7.2002
Ich habe die berühmte Royal Oak im Jahr ihrer Einführung gekauft. Sie hat mein Handgelenk nie verlassen. Ich habe angefangen, andere Uhren zu sammeln, aber ich kehre immer wieder zu meiner guten alten Royal Oak zurück, die ich liebe und die mich nie mehr verlässt.
Gütlich,
Karl Lagerfeld
Der Designer war als grosser Sammler bekannt, und wenn der Nachlass des verstorbenen Designers verkauft wird (wie bei Yves Saint-Laurent für fast 400 Millionen Euro), könnte auch die Lagerfeld Royal Oak auf den Markt kommen.