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Aus dem Elsass stammt der französische Tenor André Gass, der zunächst als Jungstudent in der Klasse von Etienne Bardon am Conservatoire de Strasbourg Klarinette studierte, ehe er sich für die Gesangslaufbahn entschied. 2007 wechselte er deshalb an die Haute École de Musique nach Lausanne, um seine Stimme bei Gary Magby ausbilden zu lassen; diesen Studiengang schloss er 2013 als Master ab. Wichtige Anregungen erhielt er darüber hinaus in Meisterkursen bei Dale Duesing, Edda Moser, Christa Ludwig, Luisa Castellani, Tom Krause, Teresa Berganza und Rockwell Blake. Seine Bühnenlaufbahn begann André Gass 2011 mit einer Produktion von Verdis Rigoletto beim Festival Avenches Opéra. Seit 2012 ist er regelmässiger Gast an der Opéra de Lausanne, wo er die Partien des Mercure in Offenbachs Orphée aux Enfers, die Titelrolle in Nino Rotas Aladin und die Wunderlampe, den Spoletta in Puccinis Tosca sowie den Raoul de St. Brioche in Lehárs Die lustige Witwe gestaltete. Im Juni 2015 wird er in Lausanne den Part des Monostatos in Mozarts Zauberflöte übernehmen, im Juli und August folgen dann Auftritte als Rodolphe in Rossinis Guillaume Tell an der Opéra du Rhône. André Gass hat sich ein breites Liedrepertoire erarbeitet, das von Purcell über Beethoven, Schubert, Schumann und Brahms bis zu französischen Mélodies und italienischen Canzonetten reicht. Als Konzert- und Oratoriensänger interpretierte er u. a. Mozarts Requiem, Händels Dixit Dominus und Rossinis Stabat Mater. Er arbeitete mit Dirigenten wie Hervé Klopfenstein, Leonardo García Alarcón, Iván Torzs, Jean-Yves Ossonce und Theodor Guschlbauer zusammen.
März 2015