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Weltmeisterin und Olympiasiegerin Laura Flessel (Fr) gewann die zwölfte "Challenge de Zurich" mit einem 15:11-Finalsieg gegen die Chinesin Quin Liang. Die Schweizerin Tabea Steffen stiess in die Viertelfinals vor und landete schliesslich auf Rang acht.Dieser Inhalt wurde am 15. Mai 2000 - 18:44 publiziert
Der Kampf um die Olympia-Startplätze im Schweizer Degen-Nationalteam der Frauen spitzt sich damit weiter zu: mit Tabea Steffen und Sophie Lamon (Rang 16.) waren ausgerechnet die beiden aufstrebenden Youngsters am Heim-Weltcupturnier in der Saalsporthalle die Besten.
Für Laura Flessel war es bereits der zweite Finalsieg in Zürich nach 1998, als sie sich gegen eine andere Chinesin durchgesetzt hatte.
Gute Schweizer Bilanz
Die WM-Zweite Diana Romagnoli (23), Gianna Hablützel-Bürki (30) und Isabella Tarchini (24), die im November noch in dieser Besetzung gemeinsam Vierte im WM-Teamwettbewerb geworden waren, scheiterten jeweils in den Sechzehntelfinals.
Mit fünf Fechterinnen in den letzten 32 schnitten die Schweizerinnen dennoch hervorragend ab. Steffens achter Rang bedeutete der erste Viertelfinal-Vorstoss einer Schweizerin in Zürich seit drei Jahren, als Hablützel-Bürki Siebte wurde.
Die nationalen Olympia-Qualifikationsrichtlinien von zwei 32er- Tableaus im Weltcup werden nunmehr von bereits vier Fechterinnen erfüllt, da auch Gianna Hablützel-Bürki und Sophie Lamon an der zwölften Challenge de Zurich so weit kamen. Damit wird die Schweiz in Sydney definitiv im Degen-Teamwettbewerb vertreten sein. Und das Team scheint bedeutend stärker als jenes von 1996 in Atlanta, das damals Platz neun erreichte.
Tabea Steffen und ihre Brüder
Steffens Klassierung in Zürich ist die bislang wertvollste ihrer Karriere. Im Vorjahr war sie beim Weltcupturnier in Legnano immerhin bis in die Achtelfinals vorgestossen. Ausserdem war die 175 cm grosse Baslerin 1998 noch WM-Zweite bei den bis 17-jährigen Kadetten.
Tabea Steffen stammt aus einer Fechtfamilie. Der grosse Traum der Kunstgewerbeschülerin ist eine gemeinsame Olympia-Teilnahme im Jahre 2004 mit ihrem Zwillingsbruder Benjamin (18) und der heutigen Nummer 2 der Schweizer Degenfechter, Andreas Steffen.
Olympia-Team steht noch nicht
Faktisch hat noch keine Schweizer Degenfechterin die Olympia-Qualifikation auf Nummer sicher. Selbst die eigentlich gesetzte WM-Zweite Romagnoli könnte zumindest theoretisch noch auf Rang 4 der nationalen Rangliste zurückfallen.
Nach den beiden verbleibenden Selektions-Weltcupturnieren vom nächsten Wochenende in Legnano (It) und Anfang Juni in Welkenraedt (Be) wird erstmals abgerechnet.
Dann gelten die beiden Erstklassierten der nationalen Rangliste als qualifiziert für Sydney. Zur Ermittlung des dritten Startplatzes werden über die Rangliste hinaus noch andere Faktoren berücksichtigt.
swissinfo und Agenturen
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