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Der sizilianische Süsswein aus der Provinz Trapani stammt aus der gleichnamigen Hafenstadt Marsala, Marsa Allah - der Hafen Gottes. Englische Kaufleute entdeckten im 18. Jahrhundert diese Weine. hnlich dem Solera-Verfahren beim Sherry, entnahmen die Winzer je nach Gebrauch Wein aus den Fässern und füllten sie danach wieder mit jungem Wein auf. Die Sizilianer nannten dieses Verfahren perpetuum (für immer und auf ewig). Heute unterscheidet man zwei Arten der Herstellung. Hochwertige Marsala werden nicht mehr durch die Zugabe von Alkohol in der Gärung gestoppt, sondern müssen ihre Reife auf natürlichem Wege erreichen. Hierfür müssen die Erträge auf 25 hl/ha reduziert werden, sonst kann der gewünschte Alkoholgehalt nicht erreicht werden. Bei der zweiten Herstellungsart wird nach der Gärung der Wein durch Branntwein und mistella (unvergorener, eingedickter Traubensaft) ergänzt. Durch diesen Zusatz erhält der Marsala einen hohen Restzuckergehalt. Danach wird der Wein noch mit bereits gereiftem Marsala assembliert. Je nach Qualität wird der Marsala bis zu zehn Jahren in Eichenfässern ausgebaut. Der weisse Marsala ist eine Cuvée der Rebsorten Catarratto, Damaschino, Grillo und Inzolia. Die seltenen roten Marsalas dürfen nur aus Nerello Mascalese, Nero d Avola und Perricone gekeltert werden.