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Pushing Glencore; 2015; Videoinstallation.
Die 1992 in Zug geborene Künstlerin verarbeitet performative Ansätze zu Videoinstallationen. Die Videoarbeit „Pushing Glencore“ zeigt die Künstlerin, wie sie versucht, allein mit ihrer Muskelkraft das Hauptquartier von Glencore plc in Baar ZG wegzuschieben. Die weltweit grösste Unternehmensgruppe im Rohstoffhandel beschäftigt insgesamt etwa 200’000 Mitarbeiter und hat im Jahr 2013 einen Umsatz von über 230 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Die Muskelkraft, die die Künstlerin in die Verschiebung des Wirtschafts-Giganten steckt, ist vergebens – es passiert sowieso nichts. Mit dem Betätigungsdrang von Julia Schicker und ihrem Versuch, physikalische Macht auszuüben, wird ein Gebäude konfrontiert, das sich – genau wie die Firma, die sich darin einquartiert hat – nicht beugen wird.
Am Freitagabend führt Julia Schicker die Performance „Code of Conduct“ durch, die sich ebenfalls kritisch mit dem Unternehmen Glencore auseinandersetzt. Die Künstlerin konfrontiert den Verhaltenskodex des internationalen Konzerns mit Bildern aus Dokumentationen über die Firma und stellt somit deren Kommunikationsstrategien ins Zentrum.