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Published by: Unionsverlag; Auflage
Release Date: 18. April 2016 (Neuauflage)
Genre: Schiffs - Bibliothek
Pages: 304
ISBN13: 978-3293207356
Zitat aus dem Roman
»Was soll ich mich zu einem Leben zwingen, das mir zum Zuchthaus wird? Warum nicht der Verlockung des blauen Horizonts erliegen, dahin fahren, wohin der Monsun mich treibt, den kleinen weißen Segeln folgen, die ich Tag für Tag im geheimnisvollen Roten Meer verschwinden sehe?«
Henry de Monfreid der Autor
Henry de Monfreid stammte aus bestem Hause, war befreundet mit Matisse, Gauguin, Cocteau und Teilhard de Chardin. Nach einigen frustrierenden Jahren als Ingenieur brach er 1911 auf nach Dschibuti am Roten Meer und nannte sich fortan Abd-el-Haï, »Sklave der Schöpfung«. Er kaufte sich ein Schiff und lebte unter Fischern, Perlentauchern, Schmugglern, Piraten, Waffenhändlern als einer der Ihren. Das Gesetz galt ihm wenig, und für die Beamten der Kolonialmacht hatte er nur Verachtung übrig.
Das autobiografische Abenteuer
In dreitausend Briefen an seine Freunde hatte er bereits seine Abenteuer geschildert, als Joseph Kessel ihn überredete, doch endlich ein Buch zu schreiben. Als dann Die Geheimnisse des Roten Meeres erschien, wurde er auf einen Schlag zur Legende.
Seine Erlebnisse am Roten Meer und später in Afrika sind der gigantische, berückende, mythische Stoff zu einem umfangreichen Œuvre, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
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Der Buchinhalt (Buch 1)
Henry de Monfreid, französischer Angestellter einer Kaffee- und Lederhandelsfirma in Abessinien, im heutigen Äthiopien, kündigt und zieht ins nahe Dschibuti, das an der Meerenge Bab al-Mandab liegt und das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Dort will er der »Verlockung des blauen Horizonts« nachgeben. De Monfreid hat Glück: Der bisherige Gouverneur von Dschibuti wird ausgewechselt. Dieser wollte de Monfreids Plan verhindern, gleich den anderen, arabischen Händlern in den Schmugglerhafen Tadschura zu fahren. Der neue Gesandte Frankreichs nutzt dagegen de Monfreids Abenteuerlust und beauftragt ihn, sich die Halbinsel Cheik Saïd nahe der jemenitischen Küste doch einmal genauer anzusehen: »Es heißt, die Türken unterhielten dort eine Garnison. Ich wäre entzückt, wenn Sie ein paar Fotos machen könnten, denn Ansichtskarten werden Sie wohl keine bekommen...«
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