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Unwetter im Rückblick
Bilanz von Sturmtief "Dorian"
Immense Schäden und Orkanböen
Das Sturmtief "Dorian" hat am Freitag, den 16.12.2005 mit orkanartigen Sturmböen und Orkanböen zahlreiche Wald- und Gebäudeschäden verursacht. Umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und umherfliegende Gegenstände blockierten Straßen und Bahnstrecken oder beschädigten Stromleitungen. Einige Weihnachtsmärkte mussten wegen drohendem Schnee- und Windbruch vorsichtshalber geschlossen werden. In Bonn wurde ein Mann von einem herabstürzenden Ast erschlagen, als er seine Tochter rettete.
In Decin starb ein Autofahrer, als sein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg waren zeitweise etwa 100.000 Haushalte ohne Strom. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um die Bäume von den Straßen zu entfernen. Trotzdem kam es vielerorts zu Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr.
Im Binnenland traten verbreitet Sturmböen und schwere Sturmböen auf. Zahlreiche Böen waren mit Spitzen von über 110 km/h orkanartig. Vereinzelt gab es Orkanböen von knapp über 120 km/h, beispielsweise in Schleiz (Thüringen, 460 Meter über NN). Orkanböen wurden ebenfalls registriert, und zwar mit Spitzen bis 137 km/h über der Deutschen Bucht, 162 km/h auf dem Brocken im Harz, 176 km/h auf dem Fichtelberg im Erzgebirge und 180 km/h auf dem Wendelstein in den Bayerischen Alpen. Die mittlere Windstärke lag verbreitet zwischen 5 und 8, auf den Bergen und mit einer Kaltfrontpassage auf der Nordseeinsel Helgoland bei 9bis 11.
Die zu einem steuernden Zentraltief über Skandinavien gehörende und sich rasch zu einem kleinen Sturmtief intensivierende Randstörung entwickelte sich im Einflussbereich eines kräftigen Strahlstromes. Letzterer erstreckte sich von Grönland über die Nordsee weit südostwärts. Die Zugbahn von Sturmtief "Dorian" verlief vom Nordmeer über Dänemark und die westliche Ostsee südostwärts nach Polen.