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Im Blick steht heute ein Interview mit Frau Sommaruga. Ich habe eine Passage Fragen/Antworten rausgepickt:
Sommaruga: An der Initiative stört mich die einseitige Machtstärkung der Aktionäre. Diese fördert das kurzfristige Denken. Etwa, indem Verwaltungsräte einfach jedes Jahr abgewählt werden können.
Blick: Die Aktionäre sind die Eigentümer.
Sommaruga: Auch unter den Aktionären gibt es Abzocker. Nicht alle denken in erster Linie und langfristig an das Unternehmen und seine Angestellten.
Die Denkweise von Frau Bundesrätin ist für mich schon fast schockierend. Kann es wirklich sein, dass Sommarugaeine Machtstärkung der Firmenbesitzer ablehnt?
Glaubt die Frau ernsthaft, dass jemand der sein Geld in eine Firma investiert, sein eigenes Baby abzockt und dass ihm sein Unternehmen nicht am Herzen liegt? Investiert jemand um seinen Besitz zu ruinieren? Aber Manager die kein eigenes Geld in eine Firma investieren sollen die Macht haben?
Mit Verlaub, aber einen solchen Unsinn haben ich wirklich selten gelesen. Nach Sommarugasollten also die Firmeninhaber nicht den Lohn ihrer Angestellten bestimmen? Aus meiner Sicht ist es geradezu eine Pflicht der Aktionäre die Managerlöhne zumindest abzusegnen. Und die jährliche Wahl des VR: Der Firmenbesitzer darf also seinen Angestellten nicht mehr entlassen wenn er unfähig ist?
Wenn dies ein verzweifelter Versuch ist die Minderinitiative zu bodigen ist der gehörig in die Hosen gegangen. Da scheinen die Gegner aber grosse Argumentationsprobleme zu haben.