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Projekt
Der Einfluss von Rauchen auf Rücken- und Kreuzschmerzen: Eine prospektive Kohortenstudie mit einem einjährigen Follow-Up
Abgeschlossen · 2010 bis 2011
Stienen Martin N., Gautschi Oliver, Hildebrandt Gerhard
Art
Reichweite
Bereiche
Status
Start
Ende
Finanzierungsart
Studiendesign
Projektpartner
Kurzbeschreibung/Zielsetzung
Viele Studien befassen sich mit der Auswirkung des Rauchens auf Wundheilungsstörungen und, nach orthopädischen Eingriffen, mit der mechanischen Stabilität des Knochens bei Rauchern. Das genaue Schmerzerleben der Patienten, sowie die Auswirkung auf die Lebensqualität (Quality of life = QoL) der betroffenen wurde hingegen bisher nicht ausführlich eruiert.
Wir nehmen aufgrund der pathophysiologisch plausiblen Mechanismen an, dass rauchende Patienten mit Rückenschmerzen präoperativ ein höheres Schmerz- und Stresserleben, sowie eine stärker eingeschränkte QoL aufweisen. Wir nehmen weiterhin an, dass während der Hospitalisierung mehr Wundheilungsstörungen und weitere Komplikationen bei der rauchenden Kohorte auftreten könnten. Zuletzt hypothesieren wir, dass im kurz- (4 Wochen) und langfristigen (1 Jahr) Nachuntersuchungsintervall bei rauchenden Patienten ein schlechteres klinisch-funktionelles Endergebnis zu erwarten ist als bei der nichtrauchenden Kontroll-Gruppe. Da in mehreren Studien eine Dosis-Wirkungs-Beziehung nahegelegt wird, definieren wir eine weitere Subgruppe in der Gruppe der Nichtraucher (Ex-Raucher), um diesen Effekt eruieren zu können.
Die Hauptzielvorgabe liegt darin, eine aktuell rauchende Patientengruppe mit einer Nichtrauchergruppe in Bezug auf Schmerzerlebnis und QoL prä-, peri- und postoperativ bis 1 Jahr nach dem Eingriff zu vergleichen. Primäres Studienziel ist der Vergleich der SF-12 Werte einer Rauchenden und Nichtrauchenden Patientengruppe 4 Wochen postoperativ. Als Subgruppe der Nichtraucher werden ehemalige Raucher definiert (zum Zeitpunkt der Befragung > als 2 Monate komplett rauchfrei). Das Schmerzerleben wird hierbei durch einen standardisierten Fragebogen und dem visuellen Analogscore (VAS) im Patientenkardex ermittelt. Die Lebensqualität lässt sich hinreichend genau mit dem anerkannten Short Form 12 (SF-12)-Fragebogen untersuchen. Die Komplikationsrate, sowie Operations- und Anästhesiezeit, Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation und auf der neurochirurgischen Bettenstation, wird ermittelt.