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Römische Frage (1870 bis 1929)
20.09. Italienische Truppen erstürmen den Quirinalspalast (weltliches Macht-
1870 zentrum des Papstes bzw. des Kirchenstaates). Auflösung des
Kirchenstaates. →Risorgimento
Der Papst wird gezwungen, sich endgültig in den Vatikan zurück-
zuziehen und die weltlichen Machtansprüche aufzugeben.
Gründung der konstitutionellen Monarchie Italien. König Viktor
Emanuel II. zieht in den Quirinal.
Die Römische Frage beginnt. Sie bezeichnet den fast 60 Jahre andauernden, zu seiner Zeit ungeklärten – vor allem diplomatischen – Konflikt und den Status Roms als italienische Hauptstadt einerseits, und andererseits den staatsrechtlichen Status des Vatikans bzw. des Machtzentrums der katholischen Kirche zwischen 1870 und 1929.
11. Februar 1929:
Dieser Konflikt wird an diesem Datum mit den Lateranverträgen (im Lateranpalast unterzeichnet) zwischen der faschistischen Regierung Italiens unter Benito Mussolini und dem Heiligen Stuhl unter Pius XI. (unterschrieben durch Staatsekretär Pietro Gasparri) beigelegt.
Rom wurde dabei von der kath. Kirche als Hauptstadt Italiens anerkannt, von der italienischen Regierung wurde dem Vatikan die politische Unabhängigkeit und die volle staatliche Anerkennung garantiert.
→Lateranverträge
→Kirchenstaat (Beginn mit Stephan II. 752/53/54, d. h. 1117 Jahre lang Kirchenstaat)