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Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Statistik, Weltbank. Daten für den Zeitraum 1984-2020. Nur zu Illustrationszwecken. Frühere Inflationsraten sind kein Indikator für zukünftige Preisentwicklungen.
Was sind also die Ursachen für diese Inflationsverschiebungen?
Auch wenn nicht alle Gründe bekannt sind, wurden drei Faktoren identifiziert.
Einer davon sind die gestiegenen Kosten für die Lieferanten. Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Knappheit an Halbleitern. Da sie von allen nachgefragt werden – von Auto- bis zu Computerherstellern – müssen die Unternehmen höhere Preise zahlen, um mit dem verknappten Angebot konkurrieren zu können. Das müssen sie dann in ihren eigenen Preisen widerspiegeln, sonst gehen sie in Konkurs.
Zweitens gibt es die verbrauchergesteuerte Nachfrage. Wenn es der Wirtschaft gut geht, haben mehr Menschen die nötige Kaufkraft, um die gleichen verfügbaren Waren nachzufragen. Die Preise steigen natürlich, damit den Anbietern nicht die Bestände ausgehen (und sie ihre Gewinne maximieren müssen).
Schliesslich gibt es noch das Gelddrucken. Die Zentralbanken können die Wirtschaft ankurbeln, indem sie die Menge der umlaufenden Währung erhöhen. Dadurch erhalten die Verbraucher vorübergehend mehr Kaufkraft. Sie kaufen mehr, was es den Unternehmen ermöglicht, mehr Personal einzustellen, um die benötigte Menge zu produzieren. Im Laufe der Zeit muss jedoch berücksichtigt werden, dass sie den Wert jedes Franken oder Dollars verwässert haben (man kann nicht einfach Geld aus dem Nichts erschaffen!) Wenn jeder Franken an Wert verliert, müssen die Unternehmen ihre Preise erhöhen, um ihre Gewinnspannen zu halten. Der bereits erwähnte Inflationsschub Anfang der 90er Jahre ist vor allem auf die expansive Politik der Schweizerischen Nationalbank zurückzuführen, die auf den Börsenkrach 1987 folgte.