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Globale Umfrage deckt auf, dass das Risikomanagement trotz Finanzkrise an Status verloren hat
Bad Homburg (ots) - Die Ergebnisse der globalen Umfrage zum Thema Risiko im Asset Management (Global Investment Management Risk Survey 2009), der ersten Initiative der neu gegründeten Firma SimCorp StrategyLab, zeigen, dass das Risikomanagement an Status verloren hat und dieses nun einer niedrigeren Unternehmensebene unterstellt ist - trotz der Finanzkrise. Die Umfrage, die von SimCorp StrategyLab in Zusammenarbeit mit The Nielsen Company durchgeführt wurde, deckte auf, dass die Anzahl der Unternehmen, in denen die Risikomanagementfunktion der Unternehmensleitung unterstellt ist, um 5 Prozentpunkte (von 36 auf 31 Prozent) gefallen ist - ein Rückgang von 14 Prozent innerhalb dieser Gruppe. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Unternehmen, die die Risikoverantwortung als Ganzes auf die gehobene Managementebene verlagert haben, um 5 Prozentpunkte (von 23 auf 28 Prozent) - eine Steigerung von 22 Prozent innerhalb dieser Gruppe. Diese Position wird sich voraussichtlich nicht ändern.
Als es jedoch darum ging, einen Blick in die Zukunft zu werfen, wurde von 76 Prozent der Befragten die Notwendigkeit eines größeren strategischen Einflusses der für das Risikomanagement Zuständigen als der wichtigste Faktor angegeben, um eine Verbesserung des Risikomanagements zu erwirken. Dies bedeutet, dass die Befragten eine Unterstützung durch die obersten Führungskräfte in den Unternehmen fordern.
58 Prozent der Befragten berichteten, dass die Funktionen und Verantwortungsbereiche der für das Risikomanagement Zuständigen trotz ihres Statusverlusts erweitert wurden. Wichtige Bereiche zukünftiger Investitionen sind voraussichtlich Mitarbeiter, Mitarbeiterkompetenzen und die Einführung neuer Modelle und Methoden.
Ernsthaft besorgniserregend ist, dass 14 Prozent der Befragten auf die Frage "Trägt Ihre gegenwärtige Risikomanagementfunktion zu einer effizienten Verwendung oder Verteilung von Kapital und Ressourcen im Unternehmen bei?" mit "überhaupt nicht" antworteten.
Ebenfalls besorgniserregend ist die fehlende Überwachung von strategischen Risiken. Dieser Risikobereich deckt die langfristigen strategischen Ziele eines Unternehmens ab. Zu ihm gehören die Risiken der Kapitalverfügbarkeit, Länderrisiken, politische Risiken, Änderungen von Gesetzen und aufsichtsbehördlichen Bestimmungen sowie Veränderungen des physischen Umfelds. Ein Drittel der Befragten führte keine aktive, regelmäßige und systematische Überwachung der strategischen Risiken durch.
"Während der aktuellen Finanzkrise haben wir viel über die Fehler des Risikomanagements gelernt", sagt Professor Ingo Walter, Direktor des SimCorp StrategyLab. "Es ist deshalb beunruhigend, dass die Umfrageergebnisse darauf hindeuten, dass die Teilnehmer die Bedeutung und Dringlichkeit einiger der erforderlichen Reformen eher gering einschätzen. Dies betrifft vor allem die für effektives Risikomanagement erforderlichen Ressourcen sowie die Bedeutung des Risikomanagements für das gehobene Management und die Strategieentwicklung. In gewisser Weise geht der Trend sogar in die umgekehrte Richtung."
Die globale Umfrage zum Risiko im Asset Management 2009 wurde von SimCorp StrategyLab initiiert und ausgearbeitet. Die Befragungen wurden von The Nielsen Company durchgeführt. Die Umfrage basiert auf 90 computergestützten Telefoninterviews, wobei die Befragten zufällig aus Anlageverwaltungsgesellschaften auf der ganzen Welt ausgewählt wurden und nur eine Kontaktperson pro Unternehmen befragt wurde. Alle kontaktierten Personen waren in erster Linie im Risikomanagement beschäftigt und/oder strategisch dafür zuständig und/oder entweder auf oberster Unternehmensebene oder in der allgemeinen Geschäftsführung für die Entscheidungen über das Risikomanagement verantwortlich. Die Interviews fanden im Februar und März 2009 statt.
Die Ergebnisse der globalen Risikomanagementumfrage können unter www.simcorpstrategylab.com heruntergeladen werden. Weitere bedeutende Veröffentlichungen von SimCorp StrategyLab im Jahr 2009 werden zwei Bücher und eine Reihe von weiteren Umfragen umfassen.
SimCorp StrategyLab:
Das SimCorp StrategyLab wurde von SimCorp als privates und unabhängiges Forschungsinstitut gegründet und wird von SimCorp gesponsert. Ziel des Instituts ist es, im globalen Asset Management Wege zu finden, um Risiken zu mindern, Kosten zu reduzieren und Wachstum zu ermöglichen. Dadurch soll der Markt, den SimCorp bedient, mit Erkenntnissen und Daten unterstützt werden, die für die Geschäftsstrategien der Marktteilnehmer von Nutzen sind, sowie unabhängige Informationen für die zukünftige Entwicklung von passenden IT-Architekturen zur Verfügung gestellt werden. SimCorp StrategyLab steht unter der Leitung von Ingo Walter, dem Seymour Milstein Professor of Finance, Corporate Governance and Ethics an der Stern School of Business, New York University. SimCorp StrategyLab wird unabhängige Marktforschung durchführen, maßgebende Bücher veröffentlichen und Seminare über die Themen Risiko, Kosten und Wachstum im Asset Management organisieren. Das Material wird sich auf die Ermittlung, das Verständnis und die Vorschläge von Lösungen für diese Bereiche konzentrieren und zusammen mit renommierten akademischen Institutionen, einzelnen akademischen Forschern und Branchenexperten entwickelt werden. Die Lösungen werden sich an die für die strategische Ausrichtung verantwortlichen obersten Führungsebenen der Anlageverwaltungsgesellschaften richten.
Professor Ingo Walter:
Prof. Walter ist der Direktor des SimCorp StrategyLab. Des Weiteren hat Dr. Walter die Funktion des Seymour Milstein Professor of Finance, Corporate Governance and Ethics sowie die des Vizedekan der Fakultät an der Stern School of Business, New York University, inne. Er hat an der Fakultät an der New York University seit 1970 in vielen verschiedenen Funktionen gedient und war Gastprofessor an der Freien Universität Berlin, der Universität Mannheim, der Universität Zürich, der Universität Basel, am Institut für Südostasienkunde in Singapur und an verschiedenen anderen akademischen Institutionen und Forschungsinstituten. Außerdem war er von 1986 bis 2005 gleichzeitig Professor für Internationales Management und ist nach wie vor Gastprofessor am INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. Ingo Walters Hauptgebiete für Forschung und Beratung sind internationale Handelspolitik, internationales Bankwesen, Umweltökonomie sowie die Betriebswirtschaft multinationaler Unternehmen. Seine Aufsätze über diese Gebiete wurden in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht. Er ist Verfasser, Mitverfasser und Herausgeber von 26 Büchern. Zusätzlich zu seiner neuen Position als Direktor von SimCorp StrategyLab hat Professor Walter verschiedenen Unternehmen, Banken, staatlichen Stellen und internationalen Institutionen als Berater gedient. Außerdem hatte er verschiedene Aufsichtsratsposten inne.
ots Originaltext: SimCorp GmbH
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