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Luftzählung bestätigt Harmonie und reiche Tierwelt auf Bonrook
Im Oktober 2023 unternahmen Viktoria Kirchhoff, Projektleiterin Pferdeschutzgebiete, und Sam Forwood, Bonrook Station Manager, eine Luftzählung über Bonrook im Northern Territory von Australien. Die Ergebnisse zeigten solide Zahlen, ein gut verwaltetes Ökosystem und bewiesen das harmonische Zusammenleben verschiedener Tierarten.
Bei dieser Luftzählung begaben sich Viktoria, Sam und Pilot John Armstrong von Agri Muster aus der Stadt Katherine auf eine 7,5-stündige Mission in einem R44-Helikopter. Dabei deckten sie die gesamte Fläche von Bonrook in einem präzisen Rastermuster ab. Dieseumfassende Erhebung – mit Fokus auf Brumbies, wilde Rinder und Wasserbüffel – erstrecktesich über 495 km2, wobei 385 km2 eingezäuntes und 110 km2 nicht eingezäuntes Land ist. (oder: – erstreckte sich über 495 km² eingezäuntes Land.)
Das Ziel der sorgfältigen Tierzählung war, wesentliche Einblicke in die Tierpopulation des Schutzgebiets zu erhalten. Die Ergebnisse dieses wichtigen Unterfangens zeigten eine genaueAufzählung von759 Wildpferden (Brumbies), 117 wildenRindern und 102 Wasserbüffeln(mit einer geschätzten Schwankungsbreite von etwa 10%).
HarmonischesGleichgewicht
Die Daten zeigen nicht nur die vielfältige Tierwelt, die auf Bonrook gedeiht, sondern betonenauch ein harmonisches Gleichgewicht, das mit der offiziellen Tragfähigkeit des Landesministeriums übereinstimmt. Die Bedeutung dieser Zählung geht über die Zahlenhinaus; sie unterstreicht das gut verwaltete Ökosystem auf Bonrook. Die verantwortungsbewusste Verwaltung für diese wilde Weite spiegelt das Engagement für Nachhaltigkeit, Naturschutz und das harmonische Zusammenleben verschiedener Artenwider.
Zusammenarbeitmitlokaler Aboriginal-Community
In unmittelbarer Nähe der Zaunlinien sichteten Viktoria und Sam etwa 50 Brumbies auf demangrenzenden Land der Jawoyn People, die lokale Aboriginal-Community. Viktoria hat zugleich Kontakt mit ihnen aufgenommen und arbeitet seither mit den Jawoyns zusammen, um diese Wildpferde sicher nach Bonrook zu zurückzubringen. Dies beinhaltet die Installation von insgesamt sieben Einwegtoren, die Sam strategisch entlang der nördlichen, östlichen und südlichen Zaunlinien platziert.
ZukünftigeÜberwachungspläne
Die bemerkenswerte Luftzählung, die die erste ihrer Art auf Bonrook ist, betont die Notwendigkeit regelmässiger Überwachung. So ist geplant alle 3-4 Jahre Luftzählungen auf Bonrook durchzuführen, um fortlaufende Einblicke in die sich entwickelnden Dynamiken der Tierpopulation zu erhalten und proaktive Massnahmen für den Naturschutz zu ermöglichen.
Während wir den Erfolg dieser Luftzählung feiern, bleibt Bonrook ein leuchtendes Beispielfür Tierschutz, verantwortungsbewusste Bewirtschaftung und die delikate Balance zwischenNatur und Pflege.
ÜberBonrook
1989 von der schweizerischenTierschutzorganisationFondation Franz Weber gegründet, istdas WildpferdeschutzgebietBonrook das einzigeSchutzgebiet in Australien, in demeinebedeutende Population von Brumbies sicherexistierenkann. Es befindetsich 2,5 Stundensüdlich von Darwin im Northern Territory (NT), wo die Wildpferdefrei in ihrenFamiliengruppenauf den 495 km² umzäuntenWeideflächen– ungestört und ungezähmt – leben können.
Gesamtanzahl der Tiere auf Bonrook:
Brumbies: 759 (77,6%)
Wilde Rinder: 117 (12%)
Wasserbüffel: 102 (10,4%)
= Gesamtanzahl gezählter Tiere: 978 (100%)
Bienenstöcke auf Bonrook
Im September des letzten Jahres erhielt die Fondation Franz Weber (FFW) eine Anfrage von Bee’s Creek Honey. Der Honigproduzent suchte nach einem vorübergehenden Standort für seine Bienenstöcke auf Bonrook, dem Wildpferdeschutzgebiet der FFW in Australien.
Die FFW erkannte die Wichtigkeit dieser Anfrage und stellte dem Honigproduzenten den Platz für seine Bienen kostenlos für die gewünschte Zeit von November bis März dieses Jahres zur Verfügung.
Bonrook eignet sich aufgrund seiner natürlichen Buschlandschaft ideal, um den Bienen die besten Nektar- und Pollenquellen für ihr Wohlbefinden zu bieten. Dies ist besonders wichtigwährend der herausfordernden Regenzeit, wenn es schwierig wird, genügend Nektar und Pollen durch freies Sammeln zu finden.
Wenn das freie Sammeln in dieser Zeit nicht ausreicht, wird künstliche Fütterung notwendig. Der Imker muss dann seine Bienenvölker mit Pollenzusätzen und Zuckerwasser künstlichfüttern. Während der Einsatz von Pollenzusätzen unproblematisch ist, führt die langfristigeFütterung von Zuckerwasser dazu, dass die Bienen es in ihren Waben speichern. DieseAnsammlung von Zuckersirup im Bienenstock verhindert die Honiggewinnung. Daher gilt das Auffinden von Standorten reich an einheimischem Buschland als optimaler Ansatz für die Gesundheit der Bienen während der Regenzeit.
Abhängig von den Wetterbedingungen und dem Niederschlag ist geplant, dass die Bienenstöcke Ende März dieses Jahres von Bonrook wegverlegt werden. Diese Umsiedlungerfolgt in den frühen Morgenstunden, lange vor Sonnenaufgang, um sicherzustellen, dass die Bienen in den Stöcken ruhen und nicht auf Nahrungssuche sind.
Die Zusammenarbeit zwischen Bonrook und Bee’s Creek Honey ist ein weiteres Beispiel fürdas Engagement der Fondation Franz Weber für Umweltschutz und nachhaltigeBienenhaltungspraktiken in der einzigartigen Umgebung des Wildpferdeschutzgebiets in Australien.