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Haloperidol und Fluoxetin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhte Wirkstoffkonzentration und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Haloperidol und Fluoxetin sind sowohl Hemmer als auch Substrate von CYP2D6, so dass es in Kombination zu erhöhten Wirkstoffkonzentration beider Arzneimittel kommen kann.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Das Risiko für QT-Verlängerung bzw. ventrikuläre Arrhythmien kann bei höheren Dosen und bei parenteraler Gabe, insbesondere bei intravenöser Verabreichung von Haloperidol, erhöht sein. In einer Studie mit 8 Patienten erhöhte Fluoxetin die durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von Haloperidol um 20% [Goff DC, 1991]. In einer weiteren Studie mit 7 Patienten war die Haloperidolkonzentration sogar um 100% erhöht, dies ging mit vermehrten extrapyramidalen and anticholinergen unerwünschten Arzneimittelwirkung einher [Viala A, 1996].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Eine Überwachung der Elektrolytkonzentrationen (insbesondere Kalium, Magnesium) und der Nierenfunktion ist notwendig. Der Patient sollte auf vermehrte Arzneimittelwirkungen, wie Sedation, Hypotonie und Dystonie und Tremor überwacht werden; der Haloperidolspiegel sollte monitorisiert und die Dosis gegebenenfalls entsprechend gesenkt werden. Zudem sollte ein kontinuierliches EKG-Monitoring durchgeführt werden, wenn Haloperidol intravenös verabreicht wird.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018