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«Ich liebe die Waadtländerinnen und Waadtländer und meinen Kanton», sagte Moret gegenüber der Zeitung. Sie wolle ihre Kompetenzen, ihre Erfahrung und ihre Dynamik in den Dienst der Bevölkerung stellen. Es wäre ein logischer nächster Schritt in ihrer Karriere.
Moret verhehlte nicht, dass die zahlreichen Anfragen von Mitgliedern ihrer Partei sie dazu veranlasst hätten, über eine Kandidatur nachzudenken. Vor vier Jahren hatte Moret für einen Sitz im Bundesrat kandidiert. Gewählt wurde dann der Tessiner Ignazio Cassis.
Die Gesundheitskrise und deren wirtschaftliche und soziale Folgen hätten sie zusätzlich motiviert, sich in diesem Bereich stärker zu engagieren und näher an die Bevölkerung zu rücken. So könne sie etwa ihre Erfahrungen aus den Mandaten in der Wirtschaft oder als Präsidentin der Schweizer Spitäler in die Regierung einbringen.
Die FDP Waadt wird am 22. September an einer Delegiertenversammlung ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Staatsratswahlen nominieren. Am Donnerstag hatte Pascal Broulis, der der Regierung seit 20 Jahren angehört, bekannt gegeben, nicht mehr zu kandidieren.
Eine Woche zuvor hatte auch der Staatsrat Philippe Leuba (Liberale) erklärt, dass er bei den Staatsratswahlen nicht mehr antrete. Bekannt ist bisher, dass Christelle Luisier wieder kandidiert und Serge Aschwanden sein Interesse für das Amt angemeldet hat.
Moret ist bisher eine der am häufigsten genannten Kandidatinnen für die Wahl in die Waadtländer Regierung. Ambitionen nachgesagt werden ebenso Frédéric Borloz, Mitglied des Nationalrats und ehemaliger Gemeindepräsident von Aigle, sowie dem Grossrat Alexandre Berthoud.