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Eismaschine, Meidinger
Eisenblech, Holzfurnier (Furnierholz)
1870 entwickelte der deutsche Physiker Joseph Heinrich Meidinger (1831–1905) eine sogenannte automatische Eismaschine für den Hausgebrauch. Dank ihres günstigen Preises hielt sie schnell in Privathaushalten Einzug und war eine echte Konkurrenz zu Eisformen und mit Kurbel betriebenen Eismaschinen, die im 18. Jahrhundert bzw. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts benutzt wurden.
Dieses Modell wurde zu Unrecht als automatisch bezeichnet, fehlte doch der eingebaute Schaber, der sich in dem Metallgefäss dreht und die zu gefrierende Masse in Bewegung hält.
Meidinger ersetzte lediglich das grobkörnige Salz in dem doppelwandigen Kühlmantel durch eine spezielle Salzlösung, welche für eine gleichbleibende Temperatur von -19°C sorgte. Durch diese Erfindung musste das Eis nicht mehr dauernd umgerührt werden, was viel Zeit und Energie einsparte.
Das hier abgebildete Exemplar aus dem Jahr 1900 zeigt, wie auch die Naturwissenschaft einem breiten Publikum zu einem schönen Objekt mit einer dekorativen Holz-, Porzellan- und Goldverkleidung verhilft.