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Nach Roger Federer und Belinda Bencic zieht auch Stan Wawrinka am Australian Open in Melbourne in die 2. Runde ein. Der Waadtländer schlägt den Bosnier Damir Dzumhur, die Nummer 92 der Welt, 7:5, 6:7 (4:7), 6:4, 6:4.
Der 27-Jährige aus Sarajevo war der erwartet harte Prüfstein für Wawrinka, der zwei der ersten drei Partien gegen Dzumhur verloren hatte. Der Schweizer blieb aber in den entscheidenden Momenten cool und war über die ganze Partie gesehen der klar bessere Spieler.
Im ersten Satz gelang ihm bei 6:5 das Break, im dritten und vierten Durchgang schaffte Wawrinka jeweils beim Stand von 4:4 den Servicedurchbruch. Nur im zweiten Satz hatte er seine Vorteile aus der Hand gegeben. Er vergab als Rückschläger einen Satzball und verlor das anschliessende Tiebreak mit 4:7.
Nach knapp drei Stunden und einem Fehler mit der Rückhand von Dzumhur war Wawrinkas 145. Sieg in der 200. Partie an einem Grand-Slam-Turnier unter Dach und Fach. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung», sagte Wawrinka, der 2014 in Melbourne gewonnen hatte. Er glaube, dass er auch in diesem Jahr sehr weit kommen könne.
Der nächste Gegner des Romands ist der Südtiroler Andreas Seppi (ATP 85), der sich gegen den Serben Miomir Kecmanovic (ATP 54) in der drei Sätzen durchsetzte. Gegen Seppi gewann Wawrinka neun von zwölf Partien, die letzte vor drei Jahren in Melbourne. 2015 sorgte Seppi am Australian Open für Aufsehen, als er in der 3. Runde Roger Federer eliminierte.
Belinda Bencic hat den ersten Test am Australian Open in Melbourne bestanden. Die Ostschweizerin zieht dank einem 6:3, 7:5 gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova in die 2. Runde ein.
Auch wenn sich Bencic letztlich in zwei Sätzen durchsetzte, wurde die Nummer 6 der Setzliste von ihrer drei Jahre älteren Widersacherin 102 Minuten hart gefordert. Nach einer schnellen 4:0-Führung für Bencic glich sich die Partie aus, wobei Schmiedlova (WTA 203) die Schweizerin phasenweise in Nöte brachte.
Im ersten Satz verpasste die ehemalige Nummer 26 der Welt, die aufgrund einer Knieverletzung in der zweiten Jahreshälfte 2019 im Ranking aus den Top 200 fiel, einen Breakball zum 4:4, im zweiten Durchgang lag Schmiedlova zwischenzeitlich mit 3:0 und zwei Breaks in Führung.
Doch Bencic liess sich nicht aus dem Konzept bringen und kämpfte sich dank einer Leistungssteigerung zurück. Beim Stand von 5:5 musste sie noch einmal zwei Breakbälle abwehren, ehe sie dank einem starken Return-Game zum fünften Mal in Melbourne in die 2. Runde einzog.
«Eine 1. Runde ist nie einfach - vor allem gegen sie nicht», sagte Bencic. Es sei schwierig gewesen, den Rhythmus zu finden. «Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu kämpfen und Lösungen zu finden.»
In der 2. Runde trifft Bencic am Donnerstag auf die Siegerin der Partie zwischen der ehemaligen French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko (WTA 45) aus Lettland und der Russin Ludmila Samsonowa (WTA 118), gegen die Bencic noch nie gespielt hat. (mim/sda)