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Man schrieb das Jahr 1963, als sich 26 Auto-Journalisten aus neun europäischen Länder zusammenfanden – und miteinander beschlossen, einen Preis für die wichtigste automobile Neuheit des Jahres zu vergeben. Schon im Jahr 1964 stand unter der Führung des Niederländers Fred van der Vlugt die Organisation sowie die Jury aus Experten – und es konnte zum ersten Mal die Auszeichnung «Car of the Year» vergeben werden. Dritter wurde damals der Hillman Imp (31 Punkte), Zweiter der mächtige Mercedes 600 (64 Punkte) – und zum Sieger gekürt wurde der Rover 2000.
Es war (und ist) Jahr für Jahr die gleiche Diskussion: Hat der Sieger die Auszeichnung wirklich verdient? Und: Wie kann denn ein Rover 2000 den Mercedes 600 schlagen – und wie lässt sich der winzige, günstige Hillman Imp mit dem gewaltigen Benz vergleichen? Diese Diskussionen werden nie aufhören, aber weil «The Car of the Year» im Gegensatz zu fast allen anderen Auszeichnungen nur einen Sieger kennt, muss man es als einen demokratischen Prozess bezeichnen: Der Gewinner hat am meisten Punkte erhalten. Und der Zweite ist nur Erster vom Rest der Teilnehmer.
Der Rover 2000 war aber tatsächlich ein interessantes Automobil. Vor allem in Sachen passiver Sicherheit bot er (für einen Engländer) erstaunlich viele Neuerungen, etwa die Sicherheitsgurten auf allen Sitzplätzen, die extrem kurze, nach oben abgeknickte Lenksäule, der hinter einer Stahlwand hinter den Rücksitzen untergebrachte Tank. Dies führte dazu, dass der Rover einen eher kleinen Kofferraum hatte – und man manchen dieser Engländer deshalb mit auf dem Kofferraum montierten Reserverad sah. Seiner Zeit voraus war der P6 (so die interne Bezeichnung) auch mit seinem voll synchronisierten Getriebe, den vier Scheibenbremsen und der DeDion-Hinterachse (die auch viel Platz des Kofferraums frass). Angetrieben wurde der Rover von einem vollkommen neu konstruierten 2-Liter-Vierzylinder, der auf 104 PS (nach britischer Messung) kam; später gab es ihn auch mit Doppelvergaser und 124 PS. Ein Wunder an Drehfreudigkeit und Laufruhe war die Maschine allerdings nicht.
Die Automobil Revue gehört ab sofort zum OK von «The Car of the Year».