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Ron Carter (bass)Renee Rosnes (piano)
Jimmy Greene (tenor sax)Payton Crossley (drums)
Very Special Guest:
Franco Ambrosetti (trumpet)
Welcher Bassist ist auf über 2‘200 Alben zu hören und hat es damit ins Guinness Buch der Rekorde geschafft? Ron Carter! Am 4.Mai 1937 in Michigan geboren, schrieb der grossgewachsene Meister-Bassist und -Cellist in den letzten knapp 60 Jahren Jazzhistory! Stanley Clarke über Ron Carter: «Man stelle sich vor, es gäbe keinen Ron Carter, dann gäbe es so viel weniger Kunst auf dieser Erde.» Ron Carter war ab dem Jahre 1960 massgeblich bei den bedeutenden Jazz-Produktionen zusammen mit Gil Evans, Miles Davis, Herbie Hancock, Eric Dolpy, Freddie Hubbard, Hank Jones, Cannonball Adderley, Hank Jones, Roy Haynes, Randy Weston u.v.a. beteiligt und er war viele Jahre die Stütze des CTI-Labels in den USA (als Musiker und Producer). Der legendäre Bassist revolutionierte das Bassspiel und ist massgeblich verantwortlich für die Emanzipation des Kontrabasses im Jazz.
Carter erwarb seinen Bachelor-Abschluss an der Eastman School of Music im Jahr 1959 und 1961 seinen Master-Abschluss für das Studium des Kontrabass-Spiels an der Manhattan School of Music. In seinen ersten Jobs als Jazzmusiker spielte er zusammen mit Jaki Byard und Chico Hamilton. Seine ersten Alben nahm er im Jahr 1960 mit Eric Dolphy, einem weiteren ehemaligen Mitglied der Hamilton-Gruppe, und Don Ellis auf. Neben eigenen Aufnahmen als Leader am Bass mit Eric Dolphy und Mal Waldron spielte er auf Dolphys Album «Out There» mit George Duvivier und Roy Haynes als Cellist. Ausserdem nahm er an Aufnahmen mit Cannonball Adderley, Bobby Timmons und Randy Weston teil. Seine fortschrittlichen Harmonien und Konzepte standen im Einklang mit der Third Stream Bewegung. Obwohl er gelegentlich E-Bass spielte, konzentrierte er sich auf akustische Instrumente, darunter häufig einen auf c, g, d und a gestimmten Piccolo Bass, der ähnlich wie ein Cello klingt. Einem grösseren Publikum wurde Ron Carter durch seine Zusammenarbeit mit Gil Evans (Out of the Cool 1960) bekannt. Nachdem er das Miles Davis Quintett verlassen hatte, war Carter für mehrere Jahre die Hauptstütze für CTI Records, wo er sowohl Alben unter seinem eigenen Namen aufnahm als auch auf einer Palette von Alben anderer Musiker spielte. Bemerkenswerte musikalische Partnerschaften in den 1970er und 1980er Jahren bestanden mit Joe Henderson, Houston Person, Hank Jones und Cedar Walton. Carter spielte und produzierte mit Antônio Carlos Jobim, Stanley Turrentine, Stan Getz, Coleman Hawkins, Horace Silver, Kenny Burrell, Milt Jackson, Billy Cobham und vielen anderen bedeutenden Jazzmusikern.
Carter ist Distinguished Professor Emeritus der Musikfakultät des City College of New York, wo er 20 Jahre lehrte. Weiter lehrte er an der Eastman School of Music in Rochester im US-Bundesstaat New York. Er wurde 2008 Mitglied der Fakultät der Juilliard School in New York City, wo er Bass an der Schule für Jazz lehrte. Auch als Autor von Jazzbüchern war Carter erfolgreich; sein Buch «Building A Jazz Bass Line» entwickelt sich zum Standardwerk für fortgeschrittene Jazzbassisten. Er erhielt die Ehrendoktorwürden des New England Conservatory of Music und der Manhattan School of Music.
Franco Ambrosetti ist ein Grandseigneur des Europäischen Jazz, seine Spielweise wird als «frech und doch so elegant, so altersweise und doch so jugendlich, so klar und doch so ungebunden» (SRF) beschrieben. Seine Liebe zum Jazz hat er von seinem Vater Flavio Ambrosetti geerbt. Als Multiinstrumentalist zählte dieser damals zu den Schlüsselfiguren des Bebop in Europa und rief das erste Jazzfest in Lugano ins Leben.
Zusätzlich zu seiner Begeisterung für Jazz bekommt Ambrosetti von seinem Vater auch das familieneigene Unternehmen vermacht und er meistert das scheinbar Unvereinbare: Ein Unternehmen mit mehreren Standorten und ein paar hundert Mitarbeitern durch das Geschäftsleben zu führen, und daneben auf Augenhöhe mit den Besten des Jazz zu musizieren. Ihm gelang der Balanceakt, als Musiker auch ein Manager zu sein. «Umgekehrt ist das nicht so gut möglich, denn man kann nicht Manager und Musiker sein, wenn man das Talent nicht hat.», so Ambrosetti. In seiner Autobiographie «Zwei Karrieren – ein Klang» gewährt Ambrosetti dem Leser Einblicke in sein Leben, das von Musik und Wirtschaft geprägt ist. Er zieht Parallelen zwischen beiden Welten, skizziert ethische Grundsätze und erzählt mit charmant-bescheidenem Ton und auf faszinierende Art ganz beiläufig Jazzgeschichte.