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Hausbesuche in der wirtschaftlichen Sozialhilfe
Eine Bestandsaufnahme im Kanton Zug
Hausbesuche stellen gemäss bestehender Fachliteratur einen niederschwelligen Zugang dar, als Fachperson der Sozialen Arbeit die Lebenswelt der Klient*innen besser kennenzulernen. Unerfüllte Bedürfnisse, die zu prekären Wohn- und Lebensumständen führen, können somit besser erkannt werden, wodurch die Fachperson gezielter intervenieren kann. Dies wiederum leistet einen Beitrag zur Stabilisierung der allgemeinen Lebenswelt.
Der Auftrag der Sozialarbeiter*innen in Sozialdiensten, die wirtschaftliche Sozialhilfe und die Sozialberatung zu vereinen, führt unweigerlich zu einem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle. Hausbesuche können innerhalb des Doppelauftrages sowohl im Auftrag der wirtschaftlichen Sozialhilfe wie auch im Auftrag der Sozialberatung durchgeführt werden.
In der vorliegenden Bachelorarbeit gehen die Autorinnen Antonia Agner und Nina Stampfli den Fragen nach, welche theoretischen Grundlagen zu diesem Thema bestehen sowie ob und wie Fachpersonen auf Sozialdiensten im Kanton Zug Hausbesuche durchführen und erleben. Dass ein grosser Teil der Sozialarbeiter*innen auf Sozialdiensten Hausbesuche unternimmt und dabei das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle unterschiedlich erlebt und mit Rechtsunsicherheiten konfrontiert ist, zeigen die Ergebnisse der quantitativen Umfrage und der qualitativen Befragung.
Diese Arbeit soll Sozialarbeiter*innen in Sozialdiensten darin unterstützen, Hausbesuche professionsgeleitet durchzuführen und soll Unsicherheiten bei rechtlichen Aspekten vorbeugen, um den Zugang zur Lebenswelt der Klient*innen im Sinne des Doppelauftrages zu ermöglichen.