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In Nordkorea sind nach Medienberichten Tausende von Nutztieren an der Maul- und Klauenseuche (MKS) verendet. Die hochansteckende Viruserkrankung sei bereits Ende des vergangenen Jahres in der Hauptstadt Pjöngjang ausgebrochen.
Seitdem breitete sich die Seuche auch auf andere Landesteile aus, wie staatliche Medien des weithin abgeschotteten Landes am Donnerstagabend berichteten. Besonders stark seien neben Pjöngjang die Provinzen Nord-Hwanghae und Kangwon betroffen.
"In Kooperativen, Milchbetrieben und Schweinefarmen in diesen Regionen sind rund 10'000 Rinder, Milchkühe und Schweine betroffen und Tausende von anderen sind verendet", hiess es. Im ganzen Land gälten Quarantänebestimmungen für den Notfall.
Zuvor hatten südkoreanische Medien bereits unter Berufung auf Radio Free Asia berichtet, dass Nordkorea die UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) von dem Ausbruch der Seuche informiert habe.
Angst in Südkorea
In Südkorea wurde befürchtet, dass sich durch die Seuche die Ernährungssituation in Nordkorea weiter verschlechtern könnte. Das hochgerüstete, aber industriell heruntergewirtschaftete Land ist seit Jahren von einer chronischen Nahrungsmittelknappheit betroffen.
Vor vier Jahren hatte Südkorea bei einem Ausbruch von MKS in Nordkorea Fachleute und Medizin geliefert. Auch in Südkorea kämpfen die zuständigen Behörden seit Monaten gegen die weitere Ausbreitung von MKS. Es sei unklar, ob sich die Seuche vom Süden auf den Norden ausgebreitet habe, berichtete die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.
SDA-ATS