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Neapel - Zwei Jahre nach der grossen Müllkrise eskaliert in Neapel wieder das Problem des Unrats auf den Strassen. Nach mehreren Tagen des Protests kam es in der Nacht auf Dienstag erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen der Polizei und Einwohnern.
Diese hatten gegen eine völlig überfüllte Müllanlage im neapolitanischen Vorort Terzigno und gegen den geplanten Bau einer neuen Deponie protestiert. Einige Demonstranten bewarfen die Polizei mit Steinen. Ein Lastwagen zur Müllabfuhr wurde aus Protest in Brand gesetzt.
Die drei Bürgermeister der Gemeinden, auf deren Gebiet die neue Müllanlage errichtet werden soll, demonstrierten gegen die Deponie, die unweit des Nationalparks des Vesuvs entstehen soll.
Die Anlage stelle eine Gesundheitsgefährdung für die Bewohner in einem stark überbevölkerten Gebiet dar, erklärten die Gemeindechefs.
Tonnen von Müll auf den StrassenAngefacht wurde der Streit auch von rund 400 Mitarbeitern der Müllabfuhr, die den Verlust ihres Arbeitsplatzes mit 1. November befürchten.
Tonnen Unrat türmen sich auf den Strassen, riesige Abfallberge wurden nachts angezündet. Um Müllmänner und ihre Fahrzeuge beim Transport besser zu schützen, werden sie von der Polizei eskortiert.
Der italienische Innenminister Roberto Maroni erklärte, dass die Sicherheitskräfte im Einsatz seien, um Ordnung in Neapel herzustellen. Die Regierung habe einen Plan zur Bewältigung der Probleme bei der Müllentsorgung im neapolitanischen Grossraum verabschiedet, der mit Hilfe der Gemeinden umgesetzt werden müsse.
SDA-ATS