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François Benoist (1794–1878) wurde in Nantes geboren. Ab 1811 studierte er am Pariser Konservatorium bei Charles-Simon Catel und Louis Adam. Mit seiner Kantate Oenone gewann er 1815 den Prix de Rome. 1819 wurde Benoist Erster Organist der Kapelle des Königs und Professor für Orgel am Conservatoire. Dieses Amt übte er bis ins hohe Alter aus. Als Orgellehrer war er während über 50 Jahren die prägende Figur der Pariser Orgelszene. Zu seinen Schülern zählten u. a. César Franck, Théodore Dubois, Louis Lefébure-Wély und Camille Saint-Saëns. Ab 1840 war er ausserdem Premier chef de chant an der Pariser Oper. Weiterlesen
Allerheiligen Kirche München, Stich von Emil Höfer 1838
Johann Kaspar Aiblinger (1779–1867) wurde in Wasserburg am Inn geboren. Er erhielt seinen ersten Musikunterricht in der Benediktinerabtei Tegernsee. Später studierte er in München und Bergamo. Ab 1804 wirkte er an verschiedenen Orten in Norditalien und kam 1819 zusammen mit einer italienische Operntruppe wieder nach München, wo er Hofkapellmeister wurde. Ab 1837 wirkte er als Kirchenmusiker an der Allerheiligen Hofkirche. Weiterlesen
Die Merklin Orgel im Temple Neuf
Théophile Stern (1803–1886) wurde in Strassburg geboren. Hier verbrachte er auch seine ganze Laufbahn als Organist und Komponist. Er war Schüler des Pianisten Conrad Berg, der ihm auch das Komponieren lehrte. Ab seinem 17. Lebensjahr war Stern Organist in verschiedenen protestantischen Kirchen in Strassburg. Zuletzt war er Organist im Temple Neuf, wo Joseph Merklin im Jahr 1877 eine neue Orgel baute.
Théophile Stern lebte drei Jahre in Karlsruhe, wo er sich intensiv mit der deutschen Orgelmusik und dem deutschen Orgelbau beschäftigte. Viele Orgelstücke Sterns zeugen von der Beschäftigung mit der Musik von Rinck und Mendelssohn. Weiterlesen
Johann Gottlob Töpfer (1791–1870) war Seminarlehrer und Organist an der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar. Er machte sich hauptsächlich einen Namen als Orgelbautheoretiker, Orgelsachverständiger und Orgelvirtuose. Von 1804 bis 1808 war Töpfer Schüler am Weimarer Wilhelm-Ernst-Gymnasium. Die Stelle als Organist in Weimar hatte er von 1830 bis zu seinem Tode inne. Ein Entlassungsgesuch wegen schlechten Arbeitsbedingungen, das er 1844 einreichte, zog er wieder zurück. Töpfer wird von seinen Zeitgenossen als Virtuose und Orgelsachverständiger geschätzt. Er war u. a. gut bekannt mit dem zwanzig Jahre jüngeren Franz Liszt. Alexander Wilhelm Gottschalg und Alexander Winterberger, für die Liszt seine grossen Orgelwerke schrieb, waren Schüler Töpfers. Weiterlesen
Dom Erfurt, Lithografie von C. Spaetzel, 1840
Paul Gebauer wurde 1865 in Sömmerda, Thüringen geboren, das Sterbedatum ist nicht bekannt. Gebauer war ab 1881 Kirchenmusiker in Erfurt. Ob im Dom oder in einer anderen Kirche, ist nicht überliefert. Weiterlesen
Henry Thomas Smart (1813–1879) wurde in London geboren. Er war der Sohn des Geigers Henry Smart und Neffe des Dirigenten Sir George Smart. Der junge Henry erhielt als Kind Musikunterricht beim Vater, studierte dann aber Jura und bildete sich erst später grösstenteils autodidaktisch als Musiker weiter.
Smart besuchte in jungen Jahren oft die Orgelbauwerkstätte Robson’s und erwarb sich dort profunde Kenntnisse im Orgelbau. 1831 wurde er Organist an der Parish Church in Blackburn, Lancashire. Später hatte er verschiedene Organistenstellen in London inne: An St. Philip’s (1838–1839), an St. Luke’s (1844–1864) und an der St. Pancras Church (1865–1879). Er wurde als ausgezeichneter Organist geschätzt besonders auch für sein Improvisationstalent. Im Alter erblindete Smart vollständig. In dieser Zeit diktierte er seine Kompositionen seiner Tochter Ellen. Weiterlesen
Die Kathedrale in Langres, wo Louis Feltz 1843–1857 Organist war
Louis Feltz (1816–1891) wurde in Huttenheim im Elsass (Niederrhein) geboren, über seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. Er unterrichtete als junger Lehrer das Fach Musik an der Ecole normale d’instituteurs in Strassburg, bevor er 1843 Organist an der Kathedrale St. Mammès in Langres (Haute-Marne) wurde. Diese Stelle behielt er bis 1857 und kehrte später ins Elsass zurück, wo er in Hattstatt (Oberrhein) starb.
Louis Feltz komponierte und veröffentlichte zahlreiche Orgelstücke, die besonders für die vielen nebenamtlichen Organisten im Elsass und den benachbarten Regionen bestimmt waren. Er veröffentlichte auch Schriften über den Choralgesang in den Diözesen Langres und Strasbourg. Weiterlesen
Moritz Brosig (1815–1887) wurde in Fuchswinkel bei Neisse im heutigen Polen geboren. Die Familie zog nach dem Tod des Vaters nach Breslau wo Moritz das katholische Gymnasium und später kurze Zeit das Lehrerseminar besuchte. Er entschloss sich, Kirchenmusiker zu werden und wurde Schüler des Domorganisten und Königlichen Musikdirektors Franz Wolf im Institut für Kirchenmusik der Breslauer Universität. Moritz Brosig vertrat seinen Lehrer oft an der Domorgel und wurde nach dessen Tod 1843 zu seinem Nachfolger als Domorganist ernannt. Ab 1853 amtete er auch als Domkapellmeister und ab 1871 Dozent am Institut für Kirchenmusik der Universität Breslau. Weiterlesen
John (Johann) Zundel (1815–1882) war ein deutsch/amerikanischer Organist, Komponist und Musiklehrer. Zundel wurde in Hochdorf an der Enz, Württemberg geboren. Er besuchte von 1829 bis 1831 die Königliche Akademie Esslingen und unterrichtete anschliessend an der Schule in Birkach. 1833 wurde er Musiklehrer in Esslingen. Zundel studierte Orgel bei Johann Georg Frech und später bei Christian Heinrich Rinck. Weiterlesen
Julius André (1808–1880) wurde in Offenbach geboren. Seine Familie betreibt seit 1784 das Verlagshaus André in Offenbach, dessen Gründer 1799 den gesamten handschriftlichen Nachlass Mozarts kaufte. Julius André studierte Klavier bei Aloys Schmitt, der einige Jahre im Verlagshaus der Familie lebte. Später zog Julius André nach Frankfurt am Main, wo er eine rege Tätigkeit als Musiklehrer und Organist entfaltete. Ab 1864 arbeitete er als Prokurist im Betrieb seines Bruders Carl August André, der 1828 in Frankfurt eine Niederlassung des Verlagshauses André gründete. Weiterlesen