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Seit Montag streiken in Chicago rund 30.000 Lehrer der öffentlichen Schulen für bessere Arbeitsbedingungen. Sie protestierten vor allem gegen ein neues Bewertungssystem für Lehrer, das nach Ansicht der Gewerkschaften zu stark auf dem Abschneiden ihrer Schüler bei Standardtests basiert. Dies könnte zur Entlassung von bis zu 6’000 Lehrern führen, befürchten Gewerkschaftler.
Am Montagabend zogen Tausende durch die Strassen und skandierten «Hey, Hey, ho, ho, Rahm Emanuel’s got to go!» Emanuel, früherer Stabschef von Präsident Obama im Weissen Haus, ist seit 2011 Bürgermeister von Chicago und seine Kinder gehen auf eine Privatschule.
Der Streik bringt Präsident Barack Obama in eine Zwickmühle: Sein früherer Stabschef im Weissen Haus und jetziger Chicagoer Bürgermeister, Rahm Emanuel, legt sich in dem Streit mit den Gewerkschaften an, deren Unterstützung Obama wiederum für seine Wiederwahl im November benötigt. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney versucht seinerseits Profit zu schlagen. Er warf Obama am Montag derweil vor, auf der Seite der Gewerkschaften zu stehen, deren Interessen mit denen der Schüler kollidieren würden. «Ich habe mich entschieden, mich auf die Seite der Eltern und Schüler zu stellen», erklärte Romney.