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Ihr Chirurg hat Ihnen eine Operation empfohlen: Ist diese wirklich nötig? was sind die Vorteile? welche Risiken sind mit der OP verbunden? welche alternativen Therapieformen gibt es?
Diese Fragen stellen für viele Patienten ein Dilemma dar, da sie sie nicht beantworten können. Wie kann ich zusammen mit meiner Familie und meinem Hausarzt zur richtigen Entscheidung kommen?
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Neueste Veröffentlichungen haben gezeigt, dass ein beträchtlichen Anteil der orthopädischen Eingriffe nicht gerechtfertigt ist, weil konservative und nicht-chirurgische Alternativen vergleichbare Langzeitergebnisse bringen (26,39).
Zum Beispiel:
– Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass die chirurgische Behandlung des subakromialen Schmerz-Schulter-Syndroms wirksamer ist als die konservative Behandlung und die OP darüber hinaus ein geringes Operations-Risiko mit sich bringt (3,41,42). Nach den Richtlinien der niederländischen orthopädischen Gesellschaft, sollte die Behandlung dieses Syndroms daher vorzugsweise konservativ sein (42).
– Die gleichen Richtlinien sehen keine chirurgische Indikation bei asymptomatischen Rotatorenmanschetten-Läsionen (42).
– Mehrere randomisierte klinische Studien haben gezeigt, dass Wirbelsäulenfusionen mit Verschraubungen bei Rückenschmerzen im Vergleich zur konservativen Behandlung keine Verbesserung der Langzeitergebnisse für die Patienten bewirken (5,24,38,50). Darüber hinaus gibt es keine Beweise dafür, dass die Wirbelkörperfusion der einfachen Laminektomie bei der Behandlung der Spinalkanalstenose überlegen ist (10).
Es lohnt sich zu hören, was unsere Experten zu sagen haben, bevor man in den Ops geht!
Ist die Operation Ihres Patienten wirklich notwendig?
Das ist eine Frage, mit der Sie als Arzt häufig konfrontiert sind. Laut einer internationalen Studie der OECD werden in der Schweiz mehr Operationen pro 100’000 Einwohnern durchgeführt als in den meisten anderen Industrieländern, wobei die hohe Anzahl von Operationen in der Schweiz “häufig von anderen Faktoren als den Bedürfnissen des Patienten bestimmt wird” (45,46).
Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) stieg die Zahl der chirurgischen Eingriffe im Zeitraum von 2003 bis 2014 um 145% und damit fünf mal schneller als das Bevölkerungswachstum (45).
Viele Krankheiten erfordern keine chirurgischen Eingriffe, zumindest nicht unmittelbar: Beispielsweise zeigten randomisierte multizentrische klinische Studien (6,17,47,48) bei Meniskusriss und leichter bis mittelschwerer Knie-Arthrose keine signifikanten Unterschiede in der Verbesserung des Funktionsstatus nach 6 und 12 Monaten bei Patienten, die einer arthroskopischen partiellen Meniskektomie mit postoperativer Physiotherapie unterzogen wurden, gegenüber Patienten, die nur mit einer standardisierten Physiotherapie behandelt wurden.
Siehe auch die hier nebenstehenden Studien zum subakromialen Schmerzsyndrom und zu den Rückenschmerzen.
Hat Ihr Patient Zweifel, ob er sich operieren lassen soll oder nicht? Sprechen Sie mit ihm/ihr und
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