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Es war eine heisse und dunkle Sommernacht. Der Mond hatte sich hinter den Wolken versteckt. Am Strassenrand neben der Schnellstrasse lag ein schwarz-weisses Fellbündel. Es bewegte sich kaum, schien tot zu sein. Noch strömte Blut aus dem fast leblosen Körper. Kein Mensch war zu sehen, nicht einmal mehr der Mond zeigte sich. Ab und zu fuhr leise ein Auto vorbei, doch niemand schenkte dem kleinen im Sterben liegenden Wesen Beachtung.
Plötzlich bewegte sich die halbtote Katze etwas, ein wenig Leben war anscheinend noch vorhanden in dieser armen Kreatur. Die schwarz-weisse Katze schien grosse Schmerzen zu haben. Die Vorderbeine waren intakt, doch von der Rückenmitte bis zum Schwanzende war alles lahm. Sie war von einem Auto überfahren worden.
Der Fahrer hatte nicht einmal angehalten, nur kurz in den Rückspiegel geschaut und war davongebraust. Nun lag der kleine Kater da und war zu schwach, um zu schreien. Er versuchte mit letzter Kraft von der Strasse wegzukommen. Er schleppte sich mit den Vorderbeinen über den Gehsteig dem Bord entgegen, das mit Gebüschen und Bäumen überwachsen war. Dort wollte er sich hinlegen und abwarten. Vielleicht würden die Schmerzen nachlassen. Er brauchte fast eine Stunde, um die drei Meter zu schaffen. Die Hinterbeine konnte er nicht mehr brauchen. Er schleppte sie hinter sich her. Endlich hatte er das Bord erreicht. Er legte sich unter einen Busch und fiel in einen tiefen, tiefen Schlaf. In seinem Kopf dröhnte es und in seinen Träumen sah er, wie alles gekommen war.