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Unter den literarischen und historischen Schriften des englischen Geschichtsschreibers Pastor William Coxe (1747-1828) finden sich Berichte seiner Reisen nach Russland, Schweden, Dänemark und in die Schweiz. Letztere bereiste er mehrmals und veröffentlichte zwei Werke über das Land: Sketches of the Natural, Political and Civil State of Switzerland (London, 1779) und Travels in Switzerland (London, 1789, Ed. 1).
Map of Switzerland, marked with the routes of four tours made in the years 1776, 1779, 1785 and 1786 by the Rev. William Coxe
Das zweite Buch ist im Briefstil gehalten. In 91 Briefen des Verfassers an William Melmonth (1710?-1799), einen englischen Übersetzer und Herausgeber, wird die Schweiz geschildert.
Der 8. Brief, Town and canton of Zuric (sic!), ist eine eigentliche „Mikromonographie”, die in umfassender Weise Zürichs Geschichte, Wirtschaftsleben, Politik und Kultur beschreibt. Pastor Coxe greift Episoden aus dem täglichen Leben heraus und vermeldet augenzwinkernd über die Gewohnheiten der Zürcher:
…in the afternoon the gentlemen assemble in clubs or small societies, in the town during the winter, and at their respective villas in summer. They frequently smoke, and partake of wine, fruit, cakes, and other refreshments. The women, for the most part employed in their domestic occupations, or devoted to the improvement of their children, are not fond of visiting.
„An den Nachmittagen pflegen sich die Herren in clubs oder kleinen Gesellschaften zu versammeln. Während der Winterzeit treffen sie sich in der Stadt, im Sommer in ihren Landhäusern. Häufig rauchen sie oder geniessen Wein, Früchte, Kuchen oder andere Erfrischungen. Die Frauen, welche hauptsächlich mit häuslichen Pflichten beschäftigt sind oder sich der Erziehung ihrer Kinder widmen, mögen Besuche nicht.”
Link:
William Coxe’s Travels in Switzerland im Bibliothekskatalog NEBIS