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Ein Lernender des 2. Lehrjahres hat mich aufgrund der hiesigen Kommentare um ein „Sünonüm“ für das Wort „Bärendienst“ gebeten. Mach ich doch gerne!
Auch wenn es für einen Nicht-Berner klingt, als wäre das Wort dem bernischen Dialekt entliehen, ist es ein ganz normales DUDEN-Wort. Der allerneuste Rechtschreibe-DUDEN sagt dazu:
Bä|ren|dienst (schlechter Dienst); der
Im ältere DUDEN in acht Bänden (= Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache; gibts im Moment gerade nicht mehr) steht:
Bä|ren|dienst: der in der Wendung jemandem einen Bärendienst erweisen/leisten (in guter Absicht etwas tun, was einem anderen, zu dessen Nutzen es gedacht war, schadet; vielleicht nach der Fabel „Der Bär und der Gartenliebhaber“ von La Fontaine, in der der Bär diensteifrig eine Fliege von der Nase des Gärtner verscheucht, ihn dabei aber tötet): dass Sie mit Ihrem Amoklauf gegen das Privatleben des Papstes den Homosexuellen in ganz Europa einen Bärendiest erwisen haben (Ziegler, Kein Recht 144)
Hier noch rasch die Erklärung zur Erklärung. Wie lässt sich der grosse DUDEN in acht Bänden lesen? Das ist ein Wörterbuch, das bei jedem Eintrag zuerst erklärt, was ein Wort bedeutet. Dann zeigt es, woher die Bedeutung kommen könnte und zuletzt folgt ein Beispiel aus der Presse, wie das Wort von wem gebraucht wurde. Hier war das eine Frau oder ein Herr Ziegler in der 144. Nummer von etwas, das wohl „kein Recht“ heisst, mir aber so auf die Schnelle nicht bekannt ist.
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