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Präsident hat Vetorecht
Das Wichtigste in Kürze
- Im Kampf gegen das Scheidungsverbot haben die Philippinen einen wichtigen Schritt gemacht.
- Das Repräsentantenhaus stimmte klar für ein neues Gesetz, das Scheidungen erlauben wird.
- Als nächstes stimmt der Senat darüber ab.
- Der konservative Präsident Duterte behält allerdings das Vetorecht.
Im Kampf um das immer noch gültige Scheidungsverbot auf den Philippinen hat die katholische Kirche eine schwere Niederlage erlitten. Das Unterhaus des Parlaments, das Repräsentantenhaus, stimmte am Montag (Ortszeit) in Manila für ein neues Gesetz, mit dem Scheidungen in dem Inselstaat künftig erlaubt wären. Derzeit sind die Philippinen - ausgenommen einmal der Vatikan - das einzige Land der Welt, in dem Scheidung immer noch verboten ist.
Die Entscheidung fiel ungewöhnlich deutlich aus. Für das Ende des Scheidungsverbots stimmten im Repräsentantenhaus 134 Abgeordnete, dagegen 57. Zwei enthielten sich.
Allerdings bedeutet dies noch nicht, dass das Verbot tatsächlich auch fällt: Der Senat - das Oberhaus - muss ebenfalls noch zustimmen. Zudem steht auch noch die Unterschrift von Präsident Rodrigo Duterte aus, der eine Art Vetorecht hat.
Duterte ist allerdings gegen die Scheidung. Sein Sprecher Harry Roque liess aber offen, wie er sich letztlich entscheiden würde.