Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/37659

<h2>SubmittedText<h2><p>Ich frage den Bundesrat an:</p><p>1. ob im Gefolge des erfolgreichen Festivals "Science et Cité" nicht ein Konzept über ständige "Häuser der Wissenschaft" in allen drei Landesteilen entstehen sollte;</p><p>2. ob man sich dabei nicht auf bestehende Einrichtungen bzw. Konzepte wie das Technorama Winterthur bzw. das Schweizerische Landesmuseum, aber auch auf die beiden waadtländischen Projekte ExploraPark (Vevey) und Parc des Sciences (Yverdon) sowie auf Projekte im Kanton Tessin abstützen könnte;</p><p>3. ob er bereit ist, schon heute über einen möglichen Finanzierungsplan sowie Zeitplan Auskunft zu geben (z. B. Public Private Partnership).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat begrüsst es, wenn über die temporär stattfindenden Festivals "Science et Cité" hinaus der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft permanent gepflegt und organisiert wird.</p><p>Aus diesem Grund unterstützt die Eidgenossenschaft namentlich die vier wissenschaftlichen Akademien mit Beiträgen zur Förderung des Verständnisses der Öffentlichkeit für die Wissenschaft (Art. 9 Bst. a des Forschungsgesetzes). Mit Änderung des Forschungsgesetzes vom 8. Oktober 1999 (FG), in Kraft seit dem 1. August 2000, wurde dem Bundesrat zudem explizit die Kompetenz eingeräumt, die kritische Auseinandersetzung über den Sinn und die Ziele von Wissenschaft und Technologie in der Gesellschaft durch Beiträge an geeignete Institutionen zu fördern (Art. 6 Abs. 3 FG). Unter diesem Titel wird insbesondere die 1998 von den Akademien, dem Nationalfonds, dem Vorort (heute Economiesuisse) und der Stiftung Silva Casa errichtete Stiftung "Science et Cité" unterstützt. </p><p>Das Eidgenössische Departement des Innern hat am 7. März 2001 mit der Stiftung eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2000/01 abgeschlossen, in der das Projekt "Haus Science et Cité" enthalten ist. Der Auftrag lautet, bis Ende 2001 ein Konzept vorzulegen, das mit den entsprechenden Partnern abgesprochen ist.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass beim Aufbau von entsprechenden Häusern auf bestehende Einrichtungen und Konzepte aufgebaut werden soll. Empfehlungen für konkrete Einrichtungen, wie sie der Interpellant aufzählt, könnten im oben genannten Konzept enthalten sein.</p><p>3. Ein konkretes Finanzierungskonzept, insbesondere unter Miteinbezug der Public Private Partnership besteht nicht. Der Vorschlag richtet sich an die Träger der Stiftung. Der Bundesrat beabsichtigt, dem Parlament im Rahmen der BFT-Botschaft 2004-2007 einen Kredit für Institutionen, die den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft fördern, zu beantragen. Wie hoch dieser ausfallen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Der Kreditantrag wird den in diesem Bereich bestehenden konkreten Projekten, insbesondere betreffend Häuser der Wissenschaft und Netzwerke, nach Möglichkeit Rechnung tragen.</p>  Antwort des Bundesrates.