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"In der Kabine herrschte eine Stimmung wie an einer Beerdigung", sagte De Rossi, der 117 Länderspiele bestritt, gegen Schweden im San Siro aber nur auf der Bank sass. Wie Buffon und der 36-jährige Barzagli (73 Länderspiele) war auch der 34-jährige De Rossi Teil der Mannschaft, die 2006 in Deutschland den vierten und bislang letzten WM-Titel für Italien holte.
Der italienische Nationaltrainer Gian Piero Ventura hat sich nach dem Verpassen der WM in Russland derweil noch nicht über seine Zukunft geäussert. "Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe. Es gibt zahlreiche Überlegungen", sagte Ventura laut der Nachrichtenagentur Ansa. "Ich fühle mich danach, mich bei den Italienern zu entschuldigen - für das Ergebnis, nicht für unsere Anstrengungen."
Das 0:0 gegen Schweden in Mailand am Montag hatte das Ausscheiden Italiens für die WM-Endrunde 2018 besiegelt. Der Präsident des italienischen Fussballverbandes, Carlo Tavecchio, wollte sich nach dem Spiel 48 Stunden Bedenkzeit nehmen und erst dann über Konsequenzen entscheiden. Die verpasste Qualifikation wollte er zunächst nicht kommentieren.
Venturas Vertrag war erst im August verlängert worden. Er sollte die Mannschaft bis zur Europameisterschaft 2020 führen. Zuletzt fand 1958 eine WM ohne Italien statt. Tavecchio stand schon vor dem Spiel am Montag in der Kritik. Gegen ihn waren Rücktrittsforderungen laut geworden für den Fall, dass sich Italien erstmals seit 60 Jahren nicht für die WM qualifizieren sollte.