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Kellektivname für verschiedenen Entwässerungsgräben in der Stählimatt. Diese Gräben gab es nach Aussage der Bauern schon seit langem. Werner Schnellmann meinte damit wohl den alten Käshaldengraben. Vom Gärtner Georg Camenzind ist bekannt, dass er in seinem Keller stets eindringendes Wasser hatte, das er dann versuchte, mit Gräben vor dem Hause abzuleiten. Erst 2002 wurde entlang einiger neuer EFH an gleicher Stelle ein Abzugsgraben errichtet. Er steht, wie der OGS versichert wurde, im Zusammenhang mit dem alten Problem.
Dieses bestand darin, dass der lehmige Grundmoränenboden nicht wasserdurchlässig ist, sodass das Wasser von der hinteren Käshalde herunter nicht tiefer versickern konnte und demzufolge über die Glesli- und Erlenwiesen sowie über die Stählimatt nur wenig unter der Oberfläche zum Katzenbach floss. Bis 1933 gab es den Käshaldengraben, welcher dieses Wasser ableitete. Nach der Eindolung des Baches sammelte sich das Oberflächenwasser weiterhin im Gebiet des ehemaligen Bachlaufes und nässte die Keller der dortigen Häuser. Es war also der Bodenlehm, welcher einen Stauhorizont bildete und das Wasser in die Keller eindringen liess und nicht etwa eine Sandsteinschicht aus der Molassezeit. Der immer wieder zu Tage tretende Sand in der Strählimatt war lediglich oberflächlich verfrachteter Sand von der Käshalde.
Dabei floss das Wasser unter den Glesli- und Erlenwiesen und dem Nordostzipfel des Erlenholzes in Richtung vorderer Riedenholzweg. Die verschiedenen Quellen im Erlenholz wurden von der gleichen Wasserschicht gespiesen, doch fingen sie nicht alles Wasser auf. Der alte Köschenrütigraben bezog sein Wasser auf die gleiche Art. Siehe dort! Das Problem wurde dann mit der Wiederherstellung des Käshaldengrabens gelöst, welcher in seinem unteren Lauf mit dem hier beschriebenen Stählimattbach identisch ist.
Der Stählimattgraben wurde ursprünglich von Georg Camenzind und später von der Familie Jud erstellt, um das Oberflächenwasser der benachbarten Wiese abzufangen, damit es nicht in ihren Keller gelangen konnte.