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Von den drei Etappen seit Chur ist diese die längste. Sie verläuft weitgehend direkt dem Rhein entlang, meistens auf dem Südufer. Diese Etappe steigt zu Beginn fast unmerklich. Allerdings nehmen die etwas steileren Steigungen gegen Ende der Etappe zu, sodass wir auf dieser Etappe doch gut 700 Höhenmeter steigen. Allerdings finden wir unterwegs immer wieder etwas grössere Siedlungen, in denen auch Unterkünfte angeboten werden. Während wir gestern die Etappe der kurzen Schritte hatten, bergauf und bergab, haben wir heute die Etappe der längeren Schritte. Der Etappenort Disentis/Mustér bietet sich als Übernachtungsort an. Die Pfarrkirche sowie das Benediktinerkloster sind tagsüber geöffnet. Das Kloster wurde im Verlaufe seiner Geschichte mehrfach zerstört und einmal sogar eingeäschert, wobei nicht nur Kunstschätze, sondern auch das Archiv und die Bibliothek verloren gingen. Dreimal wurde das Kloster wieder hergestellt, zum letzten Mal 1880.
Hinweis(e) Die «Via Francisca» wird auch als «Strasse der Kaiser», als «Route des Hl. Kolumban» oder als «Via Francisca del Lucomagno» bezeichnet. Sie führt von Konstanz über den Lukmanier und das Tessin bei Ponte Tresa an die Grenze zu Italien. Weiter führt sie durch die Lombardei bis sie in Pavia auf die Via Francigena trifft. Diese beiden Wege bilden somit eine direkte Verbindung nach Rom für Pilger aus dem Raum Bayern und der Ostschweiz. Die Via Francisca ermöglicht auch eine Verbindung südlich der Alpen westwärts nach Santiago über den Col de Montgenèvre und Arles.