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Seit mehr als fünfzehn Jahren erproben der italienische Tänzer und Choreograph Emio Greco und der niederländische Regisseur und Dramaturg Pieter C. Scholten neue choreographische Formen und vermischen klassisches und zeitgenössisches Vokabular. Emio Greco, Jahrgang 1965, stammt aus dem süditalienischen Brindisi, tanzte nach seiner klassischen Ballettausbildung am Centre de Danse International Rosella Hightower in Cannes mehrere Jahre lang für das Ballet Antibes Côte d’Azur und wirkte zwischen 1993 und 1998 in mehreren Produktionen von Jan Fabre und Saburo Teshigawara mit. 1995 rief er zusammen mit Pieter C. Scholten, der 1959 in Vlaardingen geboren wurde, die Tanzkompanie Emio Greco | PC ins Leben, die bereits mit ihrer Eröffnungstrilogie Fra Cervello e Movimento («Zwischen Gehirn und Bewegung», 1996–99) internationale Erfolge feierte. Seither hat das Ensemble, das mit dem Philip Morris Arts Prize (1999), dem Sonia-Gaskell-Preis für Choreographie (2001), dem «Herald Angel Award» (2001) und dem «Time Out Live»-Preis (2004) ausgezeichnet wurde, zahlreiche Produktionen realisiert, darunter Opernprojekte wie Glucks Orfeo ed Euridice beim Edinburgh Festival, Hanspeter Kyburz’ «work in progress» Double Points sowie Teorema, eine Arbeit nach Filmen und Texten Pier Paolo Pasolinis, die in Kooperation mit der Amsterdamer Toneelgroep entwickelt wurde. Von 2006 bis 2010 folgte die Trilogie HELL − [purgatorio] – you Para | Diso nach Dantes Divina Commedia; 2009 entstand in Zusammenarbeit mit der Geigerin Janine Jansen und dem Klarinettisten Martin Fröst Double Points: Janine | Martin. Ebenfalls 2009 gründeten Emio Greco und Pieter C. Scholten das International Choreographic Arts Centre Amsterdam (ICKamsterdam), eine Plattform für zeitgenössischen Tanz und interdisziplinäre Tanzforschung.
August 2011