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Vor etwa 25 Jahren kam Konrad Schaller per Zufall auf die Idee, selber Holzkohle herzustellen. Er hatte in seinem Garten ein Feuer entfacht und den Einfall, dieses mit Erde zuzudecken, «aus reiner Neugier», wie er sagt. Dieser erste Versuch bescherte ihm immerhin bereits eine volle Schubkarre Holzkohle.Damals nahm er sich vor, im Pensionsalter von 65 Jahren einen echten Kohlenmeiler zu bauen. Schliesslich aber hatte er sein Vorhaben dann bereits im Alter von 57 das erste Mal umgesetzt. «Wer garantiert mir, dass ich das Pensionsalter erlebe, sagte ich mir damals», so Schaller. Weil er es aber erreichte, hat er mittlerweile bereits siebenmal Holzkohle hergestellt.
Wasser vom Reservoir
Für seinen Kohlenmeiler benötigt Konrad Schaller jeweils auch etwas Wasser. Zum einen fügt er der abdichtenden Masse aus Kompost und Kohleresten Wasser bei, dann benötigt er es auch, um die glühende Kohle beim Freilegen löschen zu können.Die Gemeinde kommt Konrad Schaller jeweils entgegen, indem sie ihm einen Anschluss ans Wasserreservoir Liebistorf gewährleistet. Dieses befindet sich leicht oberhalb des Meilers. Ein Nachbar schliesst jeweils den 300 Meter langen Wasserschlauch am Reservoir an.Selten ist Konrad Schaller mit seinem Meiler im Gurmelser Grossholz alleine. Nicht nur greifen ihm regelmässig Verwandte und Bekannte bei der Arbeit unter die Arme. Er erhält auch regelmässig Besuch von Leuten, die sich für den Meiler interessieren. Inzwischen hat Schaller den Weg vom Waldrand bei der Mehrzweckhalle bis zum Meiler ausgeschildert. Um seine Erklärungen zu veranschaulichen, hat er sich ein Mini-Modell eines Meilers gebastelt. Dieses zeigt in einem Querschnitt, wie das Innenleben dieser Konstruktion aussieht. hi