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Niemand hat gerne Steuern, doch trotzdem weiss jeder, dass es ohne auch nicht geht. Was würden wir nicht für eine Steuerbefreiung geben?
Doch ich möchte hier nicht über Sinn und Unsinn von Steurn schreiben, sondern eine ganz Spezielle Steuer anschauen, nähmlich die Tempelsteuer.
Die Tempelsteuer, war eine Steuer, welche jeder männliche Jude Zahlen musste. Diese wurde schon im 2. Mose erhoben und war für Arm und Reich gleich hoch. Es
2. Mose
12 Wenn du die Zahl der Kinder Israels ermittelst, alle, die gezählt werden, so soll jeder dem Herrn ein Lösegeld für seine Seele geben, wenn man sie zählt, damit nicht eine Plage über sie kommt, wenn sie gezählt werden.
Jeder Jude, musste diese Steuer bezahlen und deshalb scheint die Stelle im Matthäus, bei der Petrus gefragt wurde, ob Jesus die Steuer auch zahle, auf den ersten Blick merkwürdig. Schnell wird diese Stelle, deshalb übersehen oder als Aufforderung gedeutet, dass wir brav die Steuern zahlen sollten, oder eben nicht.
Doch die Stelle hat eine viel tiefere Aussage, eine Aussage welche rein gar nichts mit Steuern, sondern mehr mit Lösegeld zu tun hat.
Schauen wir uns diese deshalb mal genauer an.
Matthäus 17
24 Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Tempelsteuer zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Meister nicht auch die zwei Drachmen? 25 a Er antwortete: Doch! …
Die Reaktion von Petrus ist hier verständlich, natürlich würde sein Meister die im Gesetz bestimmte Steuer bezahlen. Niemals würde sein Meister gegen das Gesetz verstossen und selbstverständlich würde er dieses mit Freude Bezahlen. Petrus handelt hier wie er immer Handelt im vollen Eifer für seinen Herrn. Dabei hat er jedoch einen wichtigen Punkt vergessen.
25 b … Und als er ins Haus trat, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was meinst du, Simon, von wem nehmen die Könige der Erde den Zoll oder die Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden? 26 Petrus sagte zu ihm: Von den Fremden. Da sprach Jesus zu ihm: So sind also die Söhne frei!
Jesus weiss bereits, was Petrus gesagt hat, doch anstelle Ihm zu sagen, „Hier ist der Betrag oder ich habe schon vor Wochen die Steuer bezahlt“. Fragt er Petrus eine scheinbar willkürliche Frage.
Doch die Frage zielt genau auf das Zentrum. Denn die Tempelsteuer, war für Gott gedacht, demzufolge musste Jesus als Gott in Person, diese Steuer nicht bezahlen. Auch als Sohn Gottes war er von dieser Steuer befreit. Ein König nimmt von sich selbst keine Steuern, dies würde dem ganzen Prinzip entgegen sprechen. Der für den die Steuer ist, muss sich selbst natürlich keine Steuern zahlen.
Sagt nun Jesus, dass wir Christen allgemein keine Steuern zahlen sollten?
Natürlich nicht, denn hier geht es immer noch um die Tempelsteuer, ein Lösegeld für jeden Juden. Diese Steuer war als symbolisches Freikaufen, gedacht. Doch Jesus ist nicht zum sich Freikaufen gekommen, sondern um uns Freizukaufen.
Das Lösegeld müssten die Juden eigentlich ihm Bezahlen. Nun war das Lösegeld für jeden gleich hoch und dies macht das ganze nochmals ein bisschen spannender. Den auch die Erlösung welche Jesus für uns erkauft hat, ist für jeden gleich gross, nämlich unbezahlbar. Der einzige welche die Errettung Bezahlen konnte ist Jesus. Ob jemand arm, reich, bekannt, unbekannt, schön oder hässlich ist. Für jeden ist dieses Lösegeld, welches wir Gott für unsere Sünden schulden, unbezahlbar hoch.
Doch Jesus spricht hier noch weiter.
27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See, wirf die Angel aus und nimm den ersten Fisch, den du herausziehst, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du einen Stater finden; den nimm und gib ihn für mich und dich!
Obwohl Jesus, hier also gezeigt hat, dass er die Steuer nicht bezahlen muss. Will er diese trotzdem Bezahlen. Hier könnten wir Wiedersagen, wir müssten also die Steuern bezahlen, damit wir keinen Anstoss geben.
Jedoch gibt es auch hier eine viel tiefere Aussage.Denn Jesus muss das Lösegeld nicht bezahlen, er wollte es.
Er hätte sicherlich irgendwo die zwei Drachmen gefunden, doch stattdessen schickt er Petrus auf Fischfang.
Er schickt Petrus auf eine Glaubensmission, er musste vertrauen, dass die Worte wirklich wahr sind und der Fisch diesen Betrag im Mund haben wird.
Auch wird der Fisch nicht nur den Betrag für Jesus im Maul haben, sondern eine Münze die sogar für Petrus ausreichen wird.
Nicht zwei Münzen, nicht zwei Fische, sondern ein Fisch, eine Münze und alle Anwesenden sind erlöst.
Fassen wir die Punkte also kurz zusammen.
- Jesus musste die Steuer nicht Bezahlen
- Er wollte Sie aus Freiem willen Bezahlen
- Er Bezahlte eigentlich nicht für sich, sondern für Petrus
- Die Kopf/Tempel-steuer, war ein Lösegeld
- Nur ein Fisch war nötig
Stellen wir dies nun dem Erlösungswerk von Jesus gegenüber.
- Jesus musste nicht ans Kreuz er war Schuldlos
- Jesus wollte ans Kreuz, für unsere Schuld
- Jesus hat nicht seine Schuld am Kreuz bezahlt, sondern die von allen Menschen
- Das Opfer von Jesus, war das ultimative Lösegeld für unsere Sünden
- Nur ein Opfer, war nötig für alle
Jesus zeigt uns hier also ein praktisches Gleichnis seines Erlösungswerkes auf.
Das Opfer von Jesus war alleine aus Liebe zu uns, es war freiwillig, niemand konnte Jesus dazu zwingen.
Er hätte diese hohe Steuer nie bezahlen müssen, denn diesen Stand eigentlich ihm zu. Doch sein Tod reicht für alle von uns, sein Werk am Kreuz ist vollkommen und endgültig.
Doch nun kommt unser Part in dieser Geschichte, wir müssen den Glaubensschritt machen und die Angel auswerfen, wir müssen Glauben, dass dieser Fisch den wir fangen werden, genug ist. Wir müssen dieses Geschenk annehmen wollen.
Das Lösegeld ist Jesus, finden wir Ihn ist die Steuer bezahlt, wir gehören dann zu seiner Familie und sind Stuerfrei.
Hätte Petrus den ersten Fisch wieder zurückgeworfen, dann hätte er die Steuer nicht Bezahlen können. Genauso ist es, mit der Guten Botschaft von Jesus. Wir können dieses Hören und wieder zurückwerfen. Vielleicht, weil Sie unsinnig, unglaublich oder unnötig tönt. Oder wir können sie Herausziehen, ins Maul schauen und erkennen, dass das Lösegeld tatsächlich in dieser Botschaft ist.
Das Lösegeld schwimmt sozusagen vor unseren Augen, doch müssen wir bereit sein, die Angel auszuwerfen und es anzunehmen.
(1) Alle Bibelstellen nach Schlachter 2000