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Die Welt auf dem Mond
ERSTER AKT
Buonafede ist ein glühender Anhänger der Astrologie, die in Venedig sehr angesehen ist. Er hat zwei Töchter, die nur selten ausgehen dürfen, während der Hausherr selbst die hübsche Zofe Lisetta gern sieht. Ecclitico liebt Glance und Ernesto Flaminia; beide aber werden von Buonafede abgewiesen, da diesem nur Aristokraten erwünscht sind.
Die verschmähten Freier greifen zu einer List und erzählen dem neugierigen Alten, dass man unbedingt seine Hilfe brauche, um einen Besuch auf dem Mond machen zu können. Buonafede ist begeistert; er wird durch eine betäubende Medizin in tiefen Schlaf versetzt.
ZWEITER AKT
Ecclitico hat den Schlafenden in seinen Garten bringen lassen, der in eine phantastische Mondlandschaft verwandelt wurde. Als Buonafede erwacht, glaubt er auf dem Mond zu sein, da allerhand seltsame Lebewesen und Geister zu sehen sind.
Cecco hat sich als Mondkaiser verkleidet und erwählt Lisetta zur Kaiserin; beide überreden den beeindruckten Kaufmann, der Heirat seiner Töchter mit Ernesto und Ecclitico zuzustimmen. Buonafede ist gerührt, seine Töchter so geehrt zu sehen, die von Kavalieren und Lebewesen auf dem »Mond« umschwärmt werden. Als Cecco mit seiner Kaiserin vom Thron herabsteigt und das Ende der Komödie verkündet, begreift der Geprellte, dass er einem Schwindel zum Opfer gefallen ist.
DRITTER AKT
Buonafedes Zornesausbrüche verebben, zumal Ecclitico seinen zukünftigen Schwiegervater in sein Haus bringen lässt und mit Ernesto nun um Verzeihung bittet. Da beide Freier vermögend sind, lässt sich der Alte versöhnen, besonders als man ihm klarmacht, dass sich die ganze Stadt über seine Leichtgläubigkeit lustig machen werde. Clarice und auch Flaminia erhalten endlich ihre Geliebten; es wird ihnen sogar eine hohe Mitgift versprochen. Cecco und Lisetta dürfen ebenfalls heiraten und erhalten eine gute Belohnung.