Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03457.jsonl.gz/2196

Ministerin Kang Kyung Wha habe ihrem japanischen Kollegen Toshimitsu Motegi am Rande der UN-Vollversammlung in New York ihre Position zu Japans Exportrestriktionen erläutert, teilte das Aussenministerium in Seoul am Freitag mit. Auch wurde demnach der Disput um die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während der japanischen Kolonialzeit (1910-45) angesprochen. Details wurden nicht genannt.
Der Handelsstreit zwischen den beiden wichtigen Verbündeten der USA hatte sich an Tokios Beschluss im Juli entzündet, striktere Kontrollen für den Export von Materialien zur Chipproduktion nach Südkorea zu verhängen. Seoul hatte Tokio Vergeltung für Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes in Südkorea vom vergangenen Jahr vorgeworfen, wonach zwei japanische Konzerne Schadenersatz an ehemalige Zwangsarbeiter zahlen müssen. Tokio sieht das Thema Entschädigung durch einen bilateralen Vertrag von 1965 als abgeschlossen an. In der vergangenen Woche hatte Südkorea ebenfalls schärfere Kontrollen für den Warenexport in das Nachbarland eingeführt.
Beide Seiten hätten vereinbart, die Kommunikation aufrechtzuerhalten und sich für "zukunftsorientierte Beziehungen" einzusetzen, sagte Kang laut Berichten südkoreanischer Sender nach dem Treffen. Auch mit Blick auf den Konflikt um das Atomwaffenprogramm Nordkoreas hätten Beide betont, wie wichtig die bilaterale Koordination sei./dg/DP/jha
(AWP)