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Im zweiten Gruppenspiel der Davis-Cup-Finals in Manchester zwischen der Schweiz und Grossbritannien muss das Doppel entscheiden. Stan Wawrinka gleicht mit einem 7:5, 6:4-Sieg gegen Cameron Norrie aus.
Wawrinka (ATP 40) holte gegen den in der Weltrangliste 23 Positionen besser klassierten Briten den ersten Punkt für die Schweiz in dieser Woche. Damit wahrte er dem Team von Captain Severin Lüthi nach dem 0:3 gegen Frankreich am Dienstag die Chance auf die Viertelfinal-Qualifikation der besten zwei Teams der Gruppe B.
Die Schweiz muss nun das Doppel gewinnen und dann am Samstag auch die letzte Partie gegen Australien für sich entscheiden, dann ist sie an den Viertelfinals Ende November in Malaga dabei. Versuchen werden dies im Doppel gegen die Briten Dan Evans und Neal Skupski, die Nummer 3 der Doppel-Weltrangliste, Wawrinka und Dominic Stricker. Zusammen gewannen die beiden im Juli das ATP-Turnier in Gstaad.
Im ersten Satz reichte Wawrinka gegen Norrie ein Break – zu null zum 7:5 – zum Gewinn. Im zweiten machte der 38-jährige Waadtländer einen 2:4-Rückstand wett. Auch hier war der Davis-Cup-Sieger von 2014 in den entscheidenden Momenten eine Spur abgeklärter als der in Südafrika geborene und in Neuseeland aufgewachsene Linkshänder. Das Break zum 6:4 brachte ihm nach gut eineinhalb Stunden den Sieg.
Riedis grosser Kampf gegen Murray
Zuvor war Leandro Riedi (ATP 152) in seinem ersten Davis-Cup-Match überhaupt der ehemaligen Weltnummer 1 Andy Murray (ATP 41) in 3:10 Stunden 7:6 (9:7), 4:6, 4:6 unterlegen. Überraschend setzte Lüthi auf Riedi statt dessen gleichaltrigem Kollegen Dominic Stricker, während die Briten erstmals den fünfzehn Jahre älteren Murray nominierten – und er erhielt fast recht. Nur ganz zu Beginn zahlte Riedi etwas Lehrgeld für seine Unerfahrenheit, danach machte er aber im ersten Satz einen 2:5-Rückstand wett, wehrte vier Satzbälle ab und sicherte sich diesen ersten Durchgang nach bereits fast eineinhalb Stunden im Tiebreak.
Auch im zweiten und dritten Satz machte Riedi jeweils ein Break wett, musste seinen Aufschlag jedoch ein weiteren Mal – zum 4:5 im zweiten, zum 2:3 im dritten Satz – abgeben. So feierte Murray nach einem Ass beim ersten Matchball in seinem 36. Davis-Cup-Einzel seinen 33. Sieg. Die erste Niederlage hatte er vor 18 (!) Jahren in Genf erlitten – gegen Stan Wawrinka.
Riedi zeigte aber wie schon bei seinen Erfolgen am Hopman Cup gegen Holger Rune und Richard Gasquet sein immenses Potenzial. Zu seinem Pech gab es für diese aber – wie im Davis Cup – keine Weltranglistenpunkte.