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05.06.2023
Die richtige Schlaflage entscheidet über einen entspannten Schlaf und schmerzfreies Aufstehen. Lesen Sie hier über die Vor- und Nachteile der einzelnen Liegelagen.
In der Rückenlage sind die Beine gezwungenermassen gestreckt. Dabei ist die Rumpfbeugermuskulatur gespannt und zieht das Becken nach vorne. Die Wirbelsäule wird im Lendenwirbelbereich hochgezogen. Es entsteht ein verstärktes Hohlkreuz. Wer dazu tagsüber viel sitzt, wird bereits erste Verkürzungen im Rumpfbeuger vorweisen, was diesen Effekt zusätzlich verstärkt. Man hat das Bedürfnis, die Beine anzuwinkeln oder im Kniebereich ein Kissen oder Ähnliches unterzulegen.
Es empfiehlt sich ein Lattenrost, bei dem ein Knieknick eingestellt werden kann und sich das lange Rückenteil etwas hochstellen lässt.
Diese Lieblingslage der meisten Menschen erlaubt durch die leicht gebückte Haltung (Embryostellung) eine grösst mögliche Entspannung. Hierbei sind jedoch die auszugleichenden Unterschiede zwischen Kopf-, Schulter-, Taillen-, Beckenbreite am grössten. Viele Betten sind im Schulterbereich zu wenig elastisch und die Schulter sinkt zu wenig tief in die Matratze ein.
Der Körper beginnt in diesem Fall, automatisch die mangelnde Anpassung des Bettes durch Korrektur der Liegeposition zu kompensieren. Die Schulter wird beispielsweise etwas nach vorne gezogen, um den Druck zu reduzieren. Gleiches geschieht oft mit dem Becken, wenn die Taille zu wenig unterstützt wird und einknickt. Diese Verdrehung des Oberkörpers und Beckens, oftmals noch in die umgekehrte Richtung, lässt eine Korrekturspannung entstehen, die sich bis zum Schmerz steigern kann.
Die Bauchlage ist keine gute Wahl, weil die Lordose in der Lendenwirbelsäule in dieser Lage stark durchgebogen wird. Dagegen versuchen einige Schläfer/innen mit den Händen unter dem Bauch oder dem seitlichen Abwinkeln eines Beines das Hohlkreuz zu vermindern. Dies führt zu eingeschlafenen Händen und zusätzlichen Muskelverspannungen im Kreuz, ausgelöst durch das Kippen des Beckens. Dazu kommt eine Rotation der Halswirbelsäule durch seitliches Abdrehen des Kopfes, welche die Halsmuskulatur auf der einen Seite verkürzt und auf der anderen überdehnt - dadurch sind Schmerzen vorprogrammiert.