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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Martin Brunold:
Das Astrolabium
Cartographica Helvetica 23 (2001) 19–25
Zusammenfassung:
Das Astrolabium planisphaerium genannte Instrument war seit der Spätantike, im Mittelalter und bis ins 18. Jahrhundert bekannt. Es ermöglichte astronomische und astrologische Berechnungen, diente der Demonstration der Himmelsbewegungen und konnte auch als Beobachtungs- und Messinstrument eingesetzt werden. Mit Hilfe eines Doppelzeigers mit Absehen waren Winkelmessungen möglich, deren Genauigkeit aber auch bei den besten Geräten wohl kaum ¼ Grad überstieg.
Das Astrolabium stellt ein Erde-Himmel-Modell dar mit feststehender Erde und sich bewegendem Sternenhimmel. Das Astrolabium gründet auf der geozentrischen Weltvorstellung des Ptolemaeus, im Gegensatz zum kopernikanischen Weltbild der heutigen drehbaren Sternkarten.
Eine Variante des Instrumentes, das Seefahrer-Astrolabium, konzentriert sich ausschliesslich auf den Aspekt der Höhenmessung eines Gestirns und beschränkt sich auf Zeiger mit Absehen und Gradkreis. Um eine Messung auf schwankendem Schiff zu ermöglichen, sind solche Instrumente sehr schwer gebaut und durchbrochen, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.