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Weit weg von der Küste, sind auf dem Territorium von Ceará auch verschiedene Gebirgsformationen entstanden, mit Höhen, die über 1.000 Meter reichen. Unter diesen Regionen, in denen das Temperaturminimum bei 17o C liegen kann, fallen besonders die so genannten Hochtäler (Vales aplainados) auf, in denen Flüsse mit herrlichen Wasserfällen und Mineralquellen entspringen, und deren fruchtbare Böden den Bewohnern zur Anlage von Fruchtplantagen dienen.
Dieses Feucht-Relief vereint das gesamte vegetative Potential des Staates, mit Wäldern, deren Bäume eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen können. Die wichtigsten Naturreserven des Staates finden sich im Bereich dieser gebirgigen Feuchtregionen. Zum Beispiel der „Serra de Ibiapaba“, mit dem Nationalpark von „Ubajara“, oder der „Serra de Araripe“, mit dem „Floresta Nacional“. Beide „Chapadas“ erreichen eine Höhe zwischen 700 m und 900 m.
Andere Vegetationskonzentrationen finden sich in der „Serra da Meruoca“, im Südosten des Staates, und in der „Serra de Maranguape“ und der „Serra de Baturité“, im Zentrum. Letztere hat den zweitgrössten Berg Cearás hervorgebracht – den „Pico Alto“, mit 1.114 m Höhe – er befindet sich im Distrikt von „Guaramiranga“. Der steile Aufstieg, innerhalb einer üppigen Vegetation, lockt jährlich eine Menge Besucher in diese Gegend.
Der absolute Gipfel von Ceará ist der „Pico da Serra Branca“, im Distrikt „Monsenhor Tabosa“ – mit 1.154 Metern Höhe. Ausser romantischen Pousadas für eine bequeme Unterkunft, bieten die Bergregionen eine geradezu ideale Geografie für den Abenteuertourismus – mit ökologischen Wegen, die einem den Atem rauben – weniger wegen der Anstrengung als vielmehr durch die Schönheit der Landschaft.
Die wesentlichen Distrikte für Mittelgebirgs-Tourismus in Ceará sind: „Aratuba, Baturité, Guaramiranga, Mulungu, Pacoti, Palmácia“ und „Redenção“.
Das angenehme Klima in dieser Mittelgebirgsregion – rund 100 km südwestlich von Fortaleza – fällt dem Besucher zuallererst auf, wenn er einen der 13 Distrikte besucht, die hier als die „Makro-Region Baturité“ zusammengefasst sind. 20 bis 22o C sind eine Erlösung, besonders wenn man verschwitzt aus dem glühendheissen „Sertão“ hier heraufkommt!
Weit weg von den städtischen Zentren, auf durchschnittlich 600 Metern Höhe, bietet dieses schöne Gebiet eine exzellente Luftqualität und unzählige Attraktionen für den Naturliebhaber: Viele Wasserfälle und Mineralwasserquellen und sogar einen Restbestand Atlantischen Regenwaldes mit interessanter Flora und Fauna.
Das Schutzgebiet umfasst 32.900 Hektar Atlantischen Regenwaldes, und in seinem Originalzustand. Mit zahlreichen Pfaden und Wanderwegen, die auf ihre Entdeckung durch Besucher warten. Auch kulturell wird hier einiges geboten: die anliegenden kleinen Städte bieten Theater- und Musikfestivals und ein historisches Architekturerbe, welches zu den besten Beispielen in Ceará gehört.
Liegt nur 38 km von Fortaleza entfernt, auf dem Weg nach „Baturité“, und ist berühmt für seinen „Cachaça“, den aus Zuckerrohr gebrannten Schnaps – auch als „weisser Rum“ in Europa bekannt: Die alte Schnapsfabrik (138 Jahre) der Marke „Ypioca“ befindet sich etwas ausserhalb der Stadt. Die Besichtigung der Einrichtung aus der Zeit der Industrierevolution ist Spitze! Die Cachaça-Probe riskant!
Der Name des kleinen Ortes, am Fuss der nach ihm benannten kristallinen Mittelgebirgsregion, bedeutet „echter Berg“.
Die kleine Stadt besitzt historische Gebäude, und vor allem, einen der schönsten alten Bahnhöfe von Ceará – aus dem 19. Jahrhundert – Endstation der Eisenbahn, welche über Jahrzehnte Fortaleza mit den Distrikten der „Serra de Baturité“ verband.
Das kristalline Gebirge besitzt eine gesetzlich geschützte Fläche, mit üppiger Vegetation, von 32.900 Hektar. Die jährliche Niederschlagsmenge ist in diesem Gebiet eine der höchsten des ganzen Bundesstaates – 1.088 mm.
Der Bergwald ist eine erlebenswerte Region zum Wandern für Ökotouristen, besonders auch für ältere Menschen, wegen seines leicht zu begehenden ebenen Terrains. Die zahlreichen Pfade und Wege führen den Besucher an so herrliche Stellen, wie den Frade-Wasserfall oder den Jordão-Wasserfall.
GUARAMIRANGA (108 km südwestlich von Fortaleza)
Dieser kleine Ort auf 900 Metern Höhe wird von Einheimischen wie von Touristen besonders wegen seines angenehmen Klimas – zwischen 15° und 23° C – und seiner schönen landschaftlichen Umgebung besucht: besondere Attraktion ist ein Restbestand des Atlantischen Regenwaldgürtels – unter Naturschutz – mit Königspalmen, Epiphyten und Bambusarealen.
Auf dem nahen „Pico Alto“ – 1.114 m – der zweitgrössten Erhebung des Bundesstaates Ceará, schwankt die Temperatur zwischen 12o und 15° C. Von dort hat man einen weiten Blick über den angrenzenden „Sertão“, bis hin zum Meer.
Besondere Sehenswürdigkeiten von „Guaramiranga„, dessen Name in der Indianersprache „roter Vogel“ bedeutet, sind die Quelle des Flusses „Rio Pacoti“ und der Höhle „Gruta da Natividade„. Die Stadt besitzt eine aussergewöhnlich gute Infrastruktur. Die Hotels sind ausgebucht während des Karnevals und im September, wenn in der kleinen Stadt das „Festival de Jazz & Blues“ und danach das „Festival Nordestino de Teátro Amador“ stattfinden. Allerhand für eine so winzige Stadt, finden Sie nicht?
Übrigens kommen auch die Gourmets hier auf ihre Kosten: neben einer exzellenten lokalen Küche kann man hier überall hausgemachte Süssigkeiten und Desserts, Gelees und Liköre bekommen und einen lokalen „Cachaça“ (Zuckerrohrschnaps) in antiken „Engenhos“ probieren, deren Besichtigung schon ein besonderes Erlebnis ist.
Dies ist die grösste der Makro-Regionen von Ceará, im Nordwesten des Staates und sie präsentiert auch die grösste landschaftliche Vielfalt. Meer, „Sertão“ und „Serras“ verbinden sich hier zu einer der eindrucksvollsten Naturszenerien Brasiliens. Allein die Küste besitzt schon eine unvergleichlich sanfte, und durchgehend touristenfreundliche, geographische Struktur – man kann praktisch von einem Ende zum andern am Strand entlangfahren – wenn man dafür einen Buggy einsetzt, denn eine durchgehende Piste gibt es Gott sei Dank natürlich nicht!
Wendet man sich ins Inland, entdeckt man ein Gebiet landschaftlicher Einzigartigkeit und sofort erwacht in einem die Lust, herumzuwandern, zu fahren oder zu reiten, um die versteckten Geheimnisse dieser exotischen Landschaft kennen zu lernen. Besonders die Gegend des „Parque Nacional de Ubajara“ ist für den Naturliebhaber interessant: hier findet man einen schönen Restbestand Atlantischen Regenwaldes. Dicht an der Grenze zum Nachbarstaat Piauí, besitzt der Nationalpark eine beneidenswerte Infrastruktur für den ökotouristische Programme die Besuche in Höhlen enthalten, Trekking im Atlantischen Urwald und Baden in Flüssen und Lagunen mit kristallklarem Wasser.
Die erst vor kurzer Zeit angebrochene industrielle Entwicklung macht die „Prinzessin des Nordens“, wie die Stadt auch genannt wird, zum wichtigsten Geschäftszentrum in der Makro-Region und zu einer der wichtigsten Städte überhaupt. Im Tal des „Rio Acaraú“ gelegen, erwartet den Besucher eine perfekte Infrastruktur, aber auch eine Hitze, an die man sich erst gewöhnen muss: der jährliche Temperaturdurchschnitt liegt hier bei 28° C.
Die Stadt hat kulturell einiges zu bieten. Ein umfangreiches historisches Erbe erwartet den interessierten Besucher, mit Kirchen, antiken Villen und Amtssitzen, Museen und Parkanlagen. Darunter sind besonders empfehlenswert: das „Casa da Câmara“, aus dem 18. Jahrhundert und die „Igreja do Menino Deus“, entstanden am Anfang des 19. Jahrhunderts.
Unter den Naturschönheiten ist vor allem die „Serra da Meruoca“ zu empfehlen, in die Sie sich flüchten können, wenn Ihnen die Stadt zu heiss wird, und deren Parks und „Horto Florestal“ (Stadtwald) nicht mehr ausreichen. Oder der „Parque ecológico da Lagoa da Fazenda“, ein Gebiet mit vielen Seen, und die „Fonte do Pajé“, wo man ein erfrischendes Bad in Thermalquellen nehmen kann.
Sobral ist struktureller Stützpunkt für die Nord-Distrikte von Ceará, mit einem starken lokalen Kommerz, wo der Tourist, in der Regel, besonders an den Produkten aus Leder, Schuhen, Sandalen, Taschen und Kleidung Interesse zeigt.
Stadt am Rand des kleinsten Nationalparks Brasiliens – 563 Hektar – dessen Zugang sich 3,5 km vom Stadtzentrum befindet. Nahe der Grenze zum Nachbarstaat Piauí gelegen, auf einer Höhe von 847 Metern, empfängt die Stadt den Besucher mit einer gemässigten Temperatur und vielen gepflanzten Bäumen.
Bekannteste, und deshalb auch meistbesuchte, Sehenswürdigkeit ist die „Gruta de Ubajara„, ein Höhlenkomplex im nahen Nationalpark. Man kann den Weg entlang eines kleinen Flüsschens – 3,5 km bis zur Grotte – zu Fuss bewältigen und braucht dazu – bei mittlerem Schwierigkeitsgrad – 3 Stunden.
Diese Wanderung sollte man mit Guide, Turnschuhen und leichter Kleidung machen. Unterwegs kann man sich im Naturpool des Wasserfalls „do Cafundó“ und im „Rio das Minas“ abkühlen und Banden von Kapuzineraffen beobachten.
Oder man macht die Anfahrt, wie die meisten, per Seilbahn. Die legt innerhalb von 3 Minuten eine Strecke von 555 Metern zurück, auf der sie 426 Meter Höhenunterschied verringert und währenddessen einen Panoramablick über den „Babaçu-Palmen-Wald“ und die Arenit-Formationen, mit 4 Wasserfällen und 11 Höhlen freigibt.
Die „Ubajara-Grotte“ selbst besteht aus einem Komplex von vielen unterschiedlichen „Salons“, von denen insgesamt acht für den Publikumsverkehr zugänglich sind. Die Stalagmiten- und Stalagmiten-Formationen werden künstlich angestrahlt. Die 8 Salons kann man innerhalb 1 Stunde gut bewältigen.
Der Eintritt zum Park kostet heute 1R$ inklusive Guide des IBAMA, der auch eine Gruppe über den Weg begleitet. Beste Jahreszeit ist zwischen Juli und September (trocken). Die Wanderung wird an Regentagen abgesagt. Regenzeit zwischen Januar und April.