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Letzten Samstag reisten die Tigers Junioren nach Genf, um dort das Rückspiel gegen die Geneva Seahawks auszutragen. Da man das Hinspiel in Thun mit 22:21 nur knapp für sich entscheiden konnte, war klar, dass mindestens ein Unentschieden her musste, wenn man sich in der Tabelle vor den Genfern platzieren und somit die Chancen auf ein Playoff-Heimspiel am Leben halten wollte. Obwohl die Wetterprognose äusserst schlecht war, hörte der Regen kurz vor dem Kickoff auf.
Die Offense der Tigers bekam aber gleich beim ersten Spielzug zu spüren, dass die Genfer viel Druck bringen werden. Bereits das Handoff zum Running Back konnte verhindert werden und die Thuner mussten einen Raumverlust in Kauf nehmen. Dadurch gelang auch kein First Down, und das Punt Team musste bereits ins Geschehen eingreifen. Die Seahawks holten danach zwar ein paar Yards, mussten den Ball aber auch gleich wieder abgeben.
Die Offense setzte nun aufgrund des hohen Drucks mehr auf kurze Pässe und prompt holten die Tigers einige First Downs. Nach einigen kurzen Zuspielen auf die Wide Receiver Edwin Burri und Elio Lauber war es schliesslich Thomas Gfeller, der den Pass von Renato Romang rund 30 Yards in die Endzone tragen konnte. Beim PAT flog der Ball am Tor vorbei, so stand es 0:6 für die Gäste.
Gleich zu Beginn des zweiten Quarters gelang es Linebacker Adrian Spori, dem Genfer Running Back den Ball aus der Hand zu schlagen und Michel Yao recoverte für die Tigers. Die Offense konnte zwar den Ball wieder gut durch die Luft bewegen, aufgrund von Strafen musste das Angriffsrecht aber ohne Punkte wieder abgegeben werden. Dank einem Fumble des Genfer Returners kamen die Tigers wieder in Ballbesitz, die Defense der Seahawks hielt aber dicht und die Thuner mussten ein Field Goal versuchen. Der Kick konnte aber von einem Verteidiger geblockt werden.
Es folgte eine chaotische Szene: Der Quarterback der Seahawks warf wieder einen weiten Pass und fand einen alleinstehenden Receiver. Dieser fing den Ball und rannte, bis er auf Safety Noah Belanga traf. Dieser setzte den Helm direkt auf den Ball und schlug ihn frei. Adrian Spori schnappte sich den Ball, wurde aber nach einigen Schritten von den Referees zurückgepfiffen. Danach gingen die Diskussionen los. Auf der Thuner Seite war nicht klar, was die Schiedsrichter zum Pfeifen veranlasst hatte, während die Genfer Coaches auch lautstark ihre Meinung zur Aktion verkündeten. Nach kurzer Diskussion entschieden die Refs: First Down Tigers! Nach dem ganzen Durcheinander war die Thuner Offense mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache, und nach zwei unnötigen Strafen musste man den Ball wieder abgeben. Dank einem weiteren weiten Pass waren die Genfer plötzlich kurz vor der Endzone, und dann war es der Quarterback höchstpersönlich, der den Touchdown erzielte. Auch dieser Kick ging daneben, so stand es 6:6.
Kurz vor der Pause waren die Thuner dann noch einmal vom Pech verfolgt: Einem Genfer Verteidiger gelang es, einen Pass von Renato Romang an der Line of Scrimmage zu berühren. Der Ball flog zunächst hoch in die Luft und konnte dann noch vom gleichen Verteidiger gefangen werden. Danach war es wieder der Genfer Quarterback, der den Ball in die Endzone trug und mit dem erzielten Extrapunkt ging das Heimteam 13:6 in Führung. Diesen Vorsprung nahmen die Seahawks mit in die Pause
Ein harter Hit von Adrian Spori beim Kickoff läutete die zweite Halbzeit ein. Die Defense zwang die Seahawks gleich zum Punten und Noah Belanga trug den Kick bis an die Genfer 10 Yard Linie. Danach war es Mario Ricchiuto, der mit einem Run verkürzte. Die 2 Point Conversion misslang, aber man hatte immerhin auf 13:12 verkürzt. Die immer schlechter werdenden Bodenverhältnisse schienen beiden Angriffslinien Mühe zu machen, so kam es zu einigen Ballbesitzwechseln. Danach waren es wieder die Genfer, die durch einige Pässe übers Feld marschierten und schliesslich mit einem Pass auf 19:12 erhöhten. Die Thuner nahmen nun einige Wechsel vor und setzten Robert Harvey als QB ein, während Renato Romang zurück auf seine ursprüngliche Linebackerposition wechselte, um die Defense zu verstärken. Und gleich nach einigen Spielzügen fand Harvey seinen Wide Receiver Thomas Gfeller, der seinen zweiten Touchdown der Partie erzielte. Durch den PAT wollte man auf Nummer Sicher gehen und das Spiel ausgleichen. Nur: Der Ball prallte an den Pfosten, und die Thuner lagen 19:18 zurück. Man setzte nun noch einmal alles daran, die Genfer aufzuhalten und konnte ein Field Goal verhindern und die Genfer kurz vor der Endzone aufhalten, am Ende lief den Tigers aber die Zeit davon und der Referee beendete eine hitzige Partie.
Mit dieser Niederlage endet die reguläre Saison für die Tigers Juniors. In den kommenden Partien wird sich zeigen, ob man das Halbfinalspiel gegen die Seahawks oder die Kantonsrivalen aus Biel austragen muss. Bis dahin bleiben zwei Wochen Vorbereitungszeit. Um im Halbfinale ernsthafte Chancen zu haben, müssen sicherlich die Strafen eliminiert werden, damit man solche knappen Partien auch gewinnen kann.
Bericht von Renato Romang
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