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Wenn du viel Zeit im Internet verbringst, dann kennst du Memes. Memes sind diese mit Text versehenen Bilder, die Witze machen, Meinungen widerspiegeln, Vergleiche anstellen und ironisch sind. Denke nur mal an „Doge“, „Success Kid“, „Baby Yoda“ oder die Frau, die ihre verärgerte Freundin zurückhält, während eine apathische, weiße Katze an einem Tisch sitzt. Dies sind einige der bekanntesten Memes der letzten 20 Jahre. Aber was passiert, wenn Memes auf Marketing treffen?
Viele bekannte Marken – von MarkBox bis Netflix – haben sich Memes zunutze gemacht, um eine enge Bindung zu ihren Followern aufzubauen, indem sie sie zum Lachen bringen. Und du kannst sogar noch einen Schritt weiter gehen, indem du Memes in die Designs deiner Marke und dein Marketing einbaust.
Memes eignen sich hervorragend, um etwas wirkungsvoll zu verdeutlichen. Aber sie haben auch ihre Grenzen. Du kannst nicht einfach irgendein Meme nehmen und ihm irgendeine Bedeutung geben. Du musst dich an die „Regeln“ dieses Memes halten, um erfolgreich zu sein.
Wenn du mit dem Gedanken spielst, Memes in deinem Marketing zu nutzen, zeigen wir dir hier, wie du es richtig machst.
Was ist ein Meme?
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Memes sind Bilder, die du immer wieder im Internet siehst und die oftmals einen Untertitel in weißer Impact-Schrift mit schwarzer Umrandung haben. In der Regel wird das Bild oder der Untertitel verändert, um einen Witz zu machen oder eine witzige Beobachtung zu zeigen.
Das Wort „Meme“ wurde vom Schriftsteller und Evolutionsbiologen Richard Dawkins geprägt, der es als „eine Idee, ein Verhalten oder einen Stil, der innerhalb einer Kultur von einer Person zur nächsten verbreitet wird“ beschreibt. Memes gibt es schon seit Ewigkeiten. Schon Tausende Jahre vor dem Internet gab es Memes in der Kunst, bei Graffitis und sogar in der Architektur.
Genau wie andere Ereignisse der Popkultur haben auch Memes einen Lebenszyklus. Ein Meme entsteht irgendwo im Internet und wenn es bei den Leuten gut ankommt, teilen sie es immer und immer wieder und fügen jedes Mal etwas Neues hinzu, bis es einen Sättigungspunkt erreicht. Erinnerst du dich noch daran, wie Baby Yoda letzten Dezember in all deinen Feeds zu sehen war? Das war Baby Yodas Sättigungspunkt. Und wenn du ein Meme dann immer weniger siehst, befindet es sich bereits auf dem absteigenden Ast.
Die meisten Memes verschwinden mit der Zeit, aber einige – wie beispielsweise der abgelenkte Freund – haben mittlerweile einen festen Platz in unserem Alltag.
Wie du Memes im Marketing nutzt
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Du kannst Memes beinahe für alles nutzen. E-Mail-Vorlagen. Social-Media-Banner. Postkarten. T-Shirts. Flyer. Werbeanzeigen. Grußkarten. Präsentationen. Werbegeschenke. Und wenn du mutig genug bist, kannst du Memes sogar in deinem Logo nutzen. Egal an welcher Stelle du sie nutzt, Memes sind ein einfacher Weg, um deine Designs und dein Marketing unterhaltsamer zu machen.
Es kann allerdings auch riskant sein, Memes im Marketing zu nutzen, da du sie nicht nur nutzt, um mit deiner Zielgruppe zu interagieren, sondern auch, um deine Verkäufe zu steigern. Wenn Memes Teil deiner Marketingstrategie sind, beanspruchst du sie auf eine Weise als wichtigen Teil deiner Marke, was du nicht tust, wenn du sie nur aus Spaß teilst.
1. Finde Memes, die für deine Marke funktionieren (und sei dir bewusst, was sie bedeuten!)
Memes sind eine Sprache. Sie sind eine Kurzform. Bevor du Memes in deinen Designs und deinem Marketing nutzen kannst, musst du herausfinden, welche Memes zu deiner Marke passen, indem du deine Zielgruppe besser kennenlernst. Manche Marken, wie beispielsweise Produzenten von Videospielen, haben ein riesiges Vokabular an Memes, da ihre Zielgruppen jeden Tag vo tausenden Memes umgeben sind. Andere haben ein eher begrenztes Vokabular, da ihre Zielgruppen weniger mit Memes zu tun haben und/oder sie eine weniger ausgelassene Markenpersönlichkeit haben.
Wie findest du nun also Memes, die gerade angesagt sind und sich für deine Markenkommunikation eignen? Mit Google Trends. Gib einfach den Namen eines Memes ein und schon siehst du, wie oft die Leute seit 2004 nach ihnen gegoogelt haben.
Das Meme „Keep calm and _____“ funktioniert nur, wenn die zweite Hälfte des Satzes, also der austauschbare Teil, eine legitime Situation beschreibt, in der man am besten ruhig bleibt, dies aber nicht immer die selbstverständliche Reaktion ist. „Keep calm and pay your invoice“ („Bleib ruhig und bezahle deine Rechnung“) funktioniert nicht, da die meisten Menschen bereits ruhig sind, wenn sie ihre Rechnungen bezahlen. Aber „Keep calm and consolidate your debts into one easy monthly payment“ („Bleib ruhig und zahle deine Schulden in einfachen monatlichen Raten“) funktioniert, weil man dabei in der Regel nicht ruhig bleibt. Aber ein schlauer Schuldenberater kann dich beruhigen, indem er dir eine Lösung verspricht, und dieses Versprechen könnte mit einem Meme auf einer Website oder Visitenkarte beginnen.
Ein Meme falsch zu nutzen, lässt dich eher planlos wirken. Wenn du dir nicht 100 % sicher bist, welche Bedeutung ein bestimmtes Meme hat, schaue dir verschiedene Versionen an, bis du es komplett verstanden hast. Dafür kannst du einfach auf Know your Meme gehen, nach dem Meme suchen, das du dir genauer ansehen möchtest, und dann durch die Galerie klicken, um hunderte verschiedene Wege zu sehen, wie es bisher genutzt wurde.
2. Nutze Memes an den richtigen Stellen
Der nächste Schritt, um aus deiner Marke eine Meme-Maschine zu machen, besteht darin, die besten Orte zu kennen, an denen du sie optimal nutzen kannst. Die sozialen Medien sind natürlich naheliegend. Weitere effektive Plätze für Memes sind deine Website und Blog Posts.
Überlege dir, was du mit deinen Memes aussagst. Sobald du diese Frage beantwortet hast, werden die richtigen Orte zur Verwendung für sie offensichtlich. Sagen wir, du hast ein Lebensmittelgeschäft und möchtest Memes nutzen, um jüngere Käufer zu erreichen und dein Marketing von dem der Konkurrenz abzugrenzen. Du könntest „Starterpack“-Memes in deinen Prospekten nutzen, um bestimmte Artikel, die du führst, zu zeigen und zu verdeutlichen, weshalb man diese zusammen kaufen sollte.
Zu wissen, wo du Memes nutzen kannst, bedeutet auch, deine Zielgruppe zu kennen. Werden sie über ein Meme von dir lachen, sich aber über ein Webdesign wundern, bei dem sich jeder Button in ein Advice Animal verwandelt, wenn man mit der Maus rüberfährt? Je vertrauter deine Zielgruppe mit Memes ist, umso mehr Memes kannst du in deinem Design nutzen.
Im Design für Market Hero oben funktioniert das Meme, weil die Zielgruppe aus Online-Vermarktern besteht, die viel Zeit im Internet verbringen und sehr häufig Memes sehen. Ebenso wichtig ist, dass das Meme genau einen der Pain Points der potenziellen Kunden trifft: Autoresponder, die keine genauen Daten zu ihrer Performance bieten.
Wie wir bereits gesagt haben, sind Memes eine Sprache. Manchmal ist nicht das Bild das Meme, sondern das Vokabular. Unter Hundehaltern sind Worte wie „Doggo“, „Pupper“ und „Guter Junge“ verbale Memes. Wenn deine Zielgruppe diese Sprache spricht, spricht sie mit ihnen.
Danny’s ist ein tolles Beispiel für eine Marke, die Memes nutzt, um mit ihrer Zielgruppe zu interagieren. Im Jahr 2013 entdeckte das Unternehmen Tumblr als Marketingkanal für sich und erarbeitete sich den Ruf, clevere, leicht ironische Memes zu posten.
3. Timing ist alles
Memes kommen und gehen wahnsinnig schnell. Wenn du Memes in deine Design einarbeitest, besteht eine der Gefahren darin, dass du mit einem Vokabular arbeitest, das eine begrenzte Lebensdauer hat. Wenn du ein Meme nutzt, das sich auf dem absteigenden Ast befindet, wirkt deine Marke schnell, als würde sie der Zeit hinterherlaufen. Wenn du ein Meme nutzt, über das niemand mehr redet, wirkst du, als hättest du komplett den Anschluss verloren.
Alternativ dazu kann ein bereits aus der Mode gekommenes Meme deine Marke davor schützen, planlos zu wirken… wenn du gewillt bist, selbstbewusst damit umzugehen. Vielleicht verkörpert das Mädel aus dem „Ermahgerd, berks“-Meme deine Marke perfekt. Wenn das der Fall ist, kannst du zeigen, dass du nicht nur gern albern, sondern dir darüber auch im Klaren bist, indem du dem Meme in all seiner verrückten Pracht huldigst.
Es mag sich komisch anfühlen, die ganze Sache aus dieser Perspektive zu betrachten, aber Retro-Memes gibt es tatsächlich. Nyan Cat, Rickrolls, Kanye interrupting und „One does not simply…” sind alles Memes, die ihre besten Zeiten bereits hinter sich haben. Dadurch eignen sie sich perfekt, um ein bisschen Nostalgie heraufzubeschwören. Memes in einem Design können ein großer Erfolg sein, wenn du mit einem Retro-Design herumspielst, das an die 2000er-Jahre angelehnt ist. Und es stehen jede Menge alter Memes zur Auswahl.
Wenn du dich aber gegen Retro-Memes entscheidest, solltest du sehr genau darauf achten, welche Memes gerade im Trend liegen und welche nicht mehr so angesagt sind. Ein Meme-Logo kann ein wirklich witziger Aprilscherz sein und bei kurzen Werbeformen, wie beispielsweise Facebook Ads und Landingpages für befristete Angebote, können Memes ein einfacher Weg sein, um mit kurzlebigen Trends zu arbeiten.
4. Memes weiterentwickeln sich weiter
Memes werden geboren, steigen in ihrer Beliebtheit, verlieren an Bedeutung und sterben. Doch während ihres Lebenszyklus entwickeln sie sich weiter und du kannst nichts dagegen tun.
Manche Memes haben mittlerweile einen schlechten Ruf (wie Pepe der Frosch), andere waren von Beginn an abstoßend (wie Ugandan Knuckles). Wenn du diese nutzt, wird das deiner Marke schaden. Bei der Suche nach Memes, die du potenziell in deine Designs einbringen könntest, solltest du also sorgfältig vorgehen. Wenn du ein Meme wählst, das total ausgefallen ist (deine Marke das aber nicht ist), läufst du Gefahr, anstößig zu sein.
Vergiss nicht, Memes gehören niemandem, nicht mal dem Schöpfer (wie Matt Furie herausfinden musste, nachdem Pepe auf eine Weise vereinnahmt wurde, mit der er nicht einverstanden war). Kein Meme ist sicher davor, mit geschmacklosen Untertiteln versehen zu werden, als Symbol für etwas wirklich Schreckliches vereinnahmt zu werden oder sich zu etwas zu entwickeln, das sich einfach zu albern anfühlt, um zu deiner Markenstimme zu passen.
Sei witzig, aber werde nicht zum Gespött
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Memes in deinem Marketing und Markendesign zu nutzen, kann deiner Zielgruppe vermitteln, dass du dich im Internet auskennst. Das ist wichtig für jede Marke, die in irgendeiner Weise mit Technik zu tun hat, ob du nun ein IT-Unternehmen hast oder im Onlinehandel tätig bist. Aber das bedeutet nicht, dass Memes der einzige Weg sind zu zeigen, dass du dich im Internet auskennst oder dass sie die richtige Wahl für deine Marke sind.
Letzten Endes sind Memes Witze. Wenn deine Marke unterhaltsam und witzig ist, können Memes in deinen Designs ein toller Weg sein, um deine Zielgruppe zum Lachen zu bringen. Aber wenn du nicht vorsichtig bist, werden sie über dich lachen. Und das ist für niemanden gut. Um Memes im Design effektiv zu nutzen, musst du dir deiner selbst bewusst sein. Wenn deine Marke Memes in ihren Designs nutzen kann, arbeite mit einem Designer, der sich genauso gut mit Memes auskennt wie du, damit du das perfekte Design für dein Meme bekommst.