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Rafael Nadal macht klar, dass Novak Djokovic die meisten Grand Slams gewonnen hat und darum als bester Spieler in die Geschichte eingehen werde. Zugleich kann der Spanier eine kleine Stichelei nicht unterlassen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Rafael Nadal spricht über seine lange Rivalität mit Novak Djokovic und äussert sich zur GOAT-Debatte (Greatest of All Time).
- Für den Spanier ist klar: «Wenn es um Titel geht, ist Djokovic der Beste in der Geschichte und darüber gibt es nichts zu diskutieren.»
- Nadal versichert, dass er keinen Frust verspüre, nicht mehr der Spieler mit den meisten Grand-Slam-Titeln zu sein – und hinterfragt, ob das auch bei Rivale Djokovic der Fall gewesen wäre.
Nadal hat sein letztes Match im Januar bei den Australian Open bestritten. Seitdem muss er wegen einer Hüftverletzung pausieren. So musste der Spanier machtlos mitansehen, wie Novak Djokovic bei den US Open sein 24. Grand-Slam-Turnier gewann. Damit distanzierte der Serbe Nadal weiter, der «nur» 22-mal bei einem Major-Turnier triumphierte. Roger Federer, der dritte Tennis-Dominator in den letzten zwei Jahrzehnten, steht bei 20 Grand Slams.
«Novak Djokovic hat bessere Statistiken als ich, das ist unbestreitbar», meint Nadal in einem Interview mit dem TV-Sender «Movistar+» zur GOAT-Debatte (Greatest of All Time). Sein Fazit ist klar: «Wenn es um Titel geht, ist Djokovic der Beste in der Geschichte und darüber gibt es nichts zu diskutieren.»
Stichelei gegen Djokovic
Er habe kein so grosses Ego, dass er die Realität nicht sehen könne, so der Routinier. Alles andere sei «Geschmackssache», hält der Stier aus Manacor fest. Der Umstand, dass er einige Grand Slams aufgrund von Verletzungen auslassen musste, will er nicht ins Feld führen. «Am Ende war ich verletzt – Pech für mich, dass ich diese körperlichen Probleme hatte. Er hatte eine andere Geschichte und in gewisser Weise ist das auch Teil des Sports», resümiert der Spanier.
Nadal unterstreicht, er empfinde keinen Frust über den Verlust als Spieler mit den meisten Grand-Slam-Triumphen: «Ich bin so zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.» Genau diesbezüglich ist er sich bei Rivale Djokovic nicht sicher. «Novak lebt das intensiver. Für ihn wäre es wohl frustrierender gewesen, wenn er es nicht erreicht hätte», schickt Nadal eine kleine Spitze gegen den Serben. «Vielleicht hat er das auch genau deshalb erreicht? Ich gratuliere ihm zu allem, was er erreicht hat.»
2024 als Abschiedsjahr – oder doch nicht?
Anfang Mai kündigte der 37-Jährige an, erst im kommenden Jahr auf die Tour zurückzukehren. 2024 soll sein Abschiedsjahr werden. Eine Hintertür will sich Nadal aber offen lassen. «Wenn die Dinge gut laufen, ich mich körperlich gut fühle, konkurrenzfähig bin und mein Kopf weiterhin gut funktioniert ... warum sollte ich mich bei den Dingen, die Spass machen, dann einschränken?», fragt Nadal.
Auf seiner Abschiedstournee steht Paris gleich doppelt auf der Liste. Der 14-fache Roland-Garros-Gewinner würde gerne im Sommer nochmals in der französischen Hauptstadt antreten: «Jeder weiss, dass ich die Olympischen Spiele liebe. Dort habe ich unglaubliche Momente des Miteinanders erlebt», gerät Nadal ins Schwärmen.
Dort könnte er an der Seite seines Landsmanns Carlos Alcaraz im Doppel-Wettbewerb antreten. «Es wäre ein grosser Ansporn für mich, meinen olympischen Zyklus an der Seite von Carlos zu beenden, mit allem, was er schon erreicht hat in seinem Alter und mit einer grossen Zukunft vor sich.»