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des Kolbenhubes, wird dann aber wieder durch Einrücken der Schubstangen S gesteuert und für das nächste Dampfgeben geöffnet. Die Stange G geht vom Regulator [* 2] an den Hebel [* 3] F, der mittels zweier Zahnsegmente die Bewegung auf den zweiten Hebel F überträgt; von hier aus gehen Stangen CC an leichte Hebel, deren Daumen zwischen den federnden Ausläufern der Stangen SS spielen und diese auseinander treiben, wenn der Regulator die Absperrung verlangt. Dann gleiten die Stahlbacken jener Ausläufer über die Stangenköpfe der Hebel und fangen sich zur richtigen Zeit wieder in den Einschnitten.
Die Dampfmaschine [* 4] von Wheelock [* 1] (Fig. 7, Tafel I) zeichnet sich durch höchst ökonomische Anordnung der Hähne, Einfachheit des äußern Mechanismus und dadurch gewährleistete Dauerhaftigkeit ihrer beweglichen Teile aus. Auf der untern Seite des Cylinders befindet sich an jedem Ende je ein Verteilungshahn B für den Dampfein- und -Auslaß und ein Expansionshahn C. Auf der rechten Seite der Figur ist die äußere Steuerung zu sehen. Sie besteht aus dem von der Exzenterstange S aus bewegten Hebel A, der mit dem Verteilungsschieber B fest verbunden ist, dem Winkelhebel G des Expansionsschiebers und der mit A drehbar verbundenen Auslöseklinke E. Geht der Hebel A aus der abgebildeten Stellung nach rechts, so wird der an dem obern Ende von G drehbar angebrachte (in der [* 1] Figur punktierte) Würfel F durch einen übergreifenden Vorsprung der Klinke [* 5] E mit nach rechts gezogen, wobei sich beide Hähne B und C öffnen und Dampf [* 6] rechts hinter den Dampfkolben tritt.
Sobald aber der untere sichelförmige Teil von E gegen die Nase [* 7] H stößt, hebt er E etwas an und läßt dabei den Würfel F aus dem erwähnten Vorsprung von E frei werden, so daß nun der Hebel G unter der Einwirkung des Luftpuffers J rückwärts gedreht, der Expansionshahn C geschlossen und dadurch der Dampf abgesperrt wird. Die Nase H ist nun an einem Zahnrad befestigt, welches mit einem am Hebel K angebrachten Zahnsegment im Eingriff steht und mittels desselben vom Regulator aus durch die Stange R derart verstellt wird, daß H je nach dem zu schnellen oder zu langsamen Gang [* 8] der Maschine [* 9] später oder früher von dem sichelförmigen Ansatz der Klinke E getroffen und dem entsprechend der Expansionsgrund verändert wird. Bei der Linksbewegung von A fällt dann jedesmal die Klinke E mit ihrem Vorsprung hinter den Würfel F wieder ein. Auf der linken Seite der Maschine sind die Steuerungsorgane symmetrisch zur rechten angeordnet.
Die eigentliche Ausbildung und ausgedehnteste Verwendung erfuhr die Präzisionssteuerung an den Ventilmaschinen, bei welchen ein fast momentanes Schließen der Dampfkanäle möglich ist. Sehr verbreitet ist von hierher gehörigen Konstruktionen die Präzisionssteuerung von Sulzer, von welcher [* 1] Fig. 8 (S. 464) die an einem Cylinderende liegende Hälfte darstellt. Zur Seite der Maschinenachse liegt die Steuerwelle, welche im Sinn des Pfeils rotiert. Von einem auf ihr sitzenden Exzentrik [* 10] C wird die Bewegung für ein Einlaß- (G) und ein Auslaßventil H entnommen. Der Punkt c der kurzen Exzenterstange B wird durch die bei o drehbare Schiene d auf einem
[* 1] ^[Abb.: Fig. 9. Collmann-Steuerung, Querschnitt durch den Cylinder.]
[* 1] ^[Abb.: Fig. 10. Collmann-Steuerung, Querschnitt am Regulator.] ¶
Fig. 6. Corlißmaschine. Steuerung von Spencer und Inglis.
[* 4] Fig. 7. Dampfmaschine von Wheelock.
[* 4] Fig. 11. Vollständige Dampfmaschine mit Collmann-Steuerung.
[* 4] Fig. 18. Oszillierende Zwillingsschiffsmaschine.
[* 4] Fig. 21. Oberflächenkondensator einer Schiffsmaschine (Durchschnitt).
[* 4] Fig. 22. Vertikale Kesseldampfmaschine.
Zum Artikel »Dampfmaschine«. ¶
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Kreisbogen geführt, wobei das Auge e [* 13] der Exzenterstange eigentümliche Kurven beschreibt. Im Punkt c greift auch noch die Stange f an, welche an ihrem andern Ende mit dem daran drehbaren Übertrager ib durch die Schiene g kreisbogenförmig geführt wird. Punkt i des winkelförmig gestalteten Übertragers ib steht mittels der Stange k indirekt durch den Arm m mit dem Punkt e der Exzenterstange in Verbindung. Dieser Mechanismus bringt eine eigentümliche herzförmige Kurve des Übertragers hervor, so daß Arm a des Ventilhebels h während des ersten Teils der Dampfkolbenbewegung vom Daumen b des Übertragers abwärts gedrückt und das Einlaßventil G gehoben wird, bis Daumen b sich so weit nach rechts bewegt hat, daß a von ihm abgleitet, somit der Ventilhebel h frei wird und das Ventil [* 14] G unter der Einwirkung der Spiralfeder S sich schließt, worauf dann in der Maschine die Expansion beginnt. Nun bildet der Arm m mit n einen Winkelhebel, der vom Regulator aus durch die Stange q, den Winkelhebel Wop und die Zugstange l je nach der Geschwindigkeit der Maschine verstellt wird, wobei dann die vom Übertrager lb beschriebene Kurve und mithin auch der Expansionsgrad entsprechend geändert wird. Das Auslaßventil H wird mittels des Hebels s von der Stange r bewegt. - Von allen andern bisher beschriebenen Steuerungen unterscheidet sich die Collmann-Steuerung dadurch vorteilhaft, daß sie das Einlaßventil nicht frei fallen läßt, sondern demselben bis zum Schluß eine durch den Mechanismus bedingte Bewegung erteilt, weshalb hier unwillkommene Stöße vermieden sind und selbst bei schnellem Gang der Maschine eine vollkommen zuverlässige und exakte Wirkung erzielt wird. Die Collmann-Steuerung [* 12] (Fig. 9 u. 10, S. 465) wird durch eine zur Maschinenachse parallele Steuerwelle a in Bewegung gesetzt, welche mit je einem in der Nähe eines Cylinderendes befindlichen Exzentrik b je ein Einlaßventil o und mit je einem Daumen c ein Auslaßventil p öffnet und schließt.
Jedes Exzentrik erteilt einem Haupthebel d, dessen freies Ende an einem Schenkel e eines Kniehebels angreift, eine schwingende Bewegung. Auf der Verlängerung [* 15] der Exzenterstange f ist ein Gleitstück g verschiebbar, welches vermittest ^[richtig: vermittelst] einer Verbindungsstange h mit dem Mittelgelenk v des genannten Kniehebels verbunden ist. Die Stellung dieses Gleitstücks kann durch den Regulator r mittels der auf der Welle i befestigten Hebel k und l und der Koppel m verändert werden.
Der zweite Schenkel n des genannten Kniehebels greift an der geradlinig geführten Ventilstange an. Im Moment der Öffnung eines Einlaßventils befindet sich die Zentrale des betreffenden Exzentriks ungefähr in horizontaler Lage, während der Kniehebel [* 16] gestreckt ist. Das nun nach unten gehende Exzentrik erteilt dem untersten Kniehebelgelenk eine nach aufwärts gerichtete Bewegung, welche in ihrer ganzen Größe auch auf die Ventilstange übertragen würde, wenn nicht im weitern Verlauf der Kniehebel durch das auf der verlängerten Exzenterstange sitzende Gleitstück vermittelst der Stange h durchgedrückt würde. Es entsteht hierdurch in dem obern, mit der Ventilstange verbundenen Gelenk eine Bewegung, welche aus der der Vollfüllung entsprechenden Bewegung des untersten Kniegelenks und der durch die Durchbiegung des Kniees hervorgerufenen entgegengesetzten Bewegung des obern Kniegelenks resultiert. Je schneller nun die Maschine läuft, und je weiter durch den Regulator das Gleitstück von der Achse a entfernt wird, um so größer ist dessen durchbiegende Wirkung, um so größer wird die auf das Sinken des Ventils wirkende Bewegung, um so eher schließt dasselbe den Dampf ab, so daß die Maschine wieder auf ihre normale Geschwindigkeit gebracht wird. [* 12] Fig. 11 (Tafel I) zeigt eine vollständige Dampfmaschine mit Collmann-Steuerung. A Cylinder, B Steuerung, C Dampfleitung mit Absperrventil, D Grundführung, E Querhaupt, F Bleuelstange, G Kurbelscheibe, H Schwungrad, J Regulator, K rückwärts verlängerte Kolbenstange, welche mittels des Lenkers L den Hebel M bewegt. Letztere betreibt die unterhalb der Maschine stehende Kondensation.
Mehrcylindrige Expansionsmaschinen.
Weit besser noch als in den Expansionsmaschinen mit einem Cylinder, läßt sich in den zweicylindrigen die Expansion des Dampfes ausnutzen. Bei diesen Dampfmaschinen, [* 17] die auch Compoundmaschinen heißen, kommt der Dampf in zwei verschieden großen Cylindern hintereinander in der Weise zur Wirkung, daß er, mit dem Kesseldruck in den kleinern Cylinder (Hochdruckcylinder) tretend, nach der Absperrung in geringem Grad expandiert, dann jedoch in dem großen Cylinder (Niederdruckcylinder) zu einer bis zur äußersten Grenze gehenden Expansion gebracht wird.
Diese Dampfmaschinen wirken deshalb so vorteilhaft, weil man einerseits im stande ist, mit ihnen sehr große Expansionsgrade zu erreichen, ohne daß dadurch die Gleichmäßigkeit des Ganges in gleichem Maß beeinträchtigt würde wie bei Eincylindermaschinen, und weil anderseits die Temperaturdifferenzen zu beiden Seiten der Kolben geringer sind als bei Eincylindermaschinen, so daß beim Dampfeintritt in die Cylinder eine geringere Kondensation entsteht. Durch beide Umstände wird eine Dampf- und somit auch eine Kohlenersparnis herbeigeführt. Man unterscheidet nun zwei Klassen von Compoundmaschinen, die erste derselben enthält solche Dampfmaschinen, bei welchen die Kurbeln der zu beiden Cylindern gehörigen Kolben entweder gleich gerichtet, oder um 180° versetzt sind und der Dampf direkt aus dem kleinen Cylinder in den großen übertritt. Solche Dampfmaschinen heißen Woolfsche Maschinen oder Maschinen nach Woolfschem System. In
[* 12] ^[Abb.: Fig. 12. Woolfsche Dampfmaschine. Längsschnitt.] ¶