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Beihilfe zum Betrug: Schweizer Rohstoffhändler in Nigeria
Im Oktober 2012 richteten die nigerianischen Behörden ein Rechtshilfegesuch an die Schweiz, das fünf Schweizer Rohstoffhändler betraf. Sie wurden zwar nicht direkt beschuldigt, sind aber im Besitz wichtiger Dokumente, die einen gigantischen Betrug ihrer nigerianischen Geschäftspartner beim Treibstoff-Import belegen könnten. Zwischen 2009 und 2011 machten nigerianische Firmen ungerechtfertigterweise staatliche Subventionen in der Höhe von 6,8 Mrd. Dollar geltend, wie nigerianische Behörden und Nicht-Regierungsorganisation aufgezeigt haben. Public Eye bringt ans Licht, wie die Schweizer Händler ihren nigerianischen Partnern beim Betrug mit falschen Mengen- oder Preisangaben behilflich waren. Viele dieser Firmen sind eng mit hohen Beamten verbandelt.
Dieses Beispiel zeigt, dass auch Rohstoffhändler – wie Banken – gesetzliche Sorgfaltspflichten brauchen, die verhindern, dass sie mit politisch exponierten Personen Geschäfte auf Kosten der Förderländer tätigen. Die von Public Eye vorgeschlagene Rohstoffmarktaufsicht ROHMA.
Weitere Informationen:
- Fallstudie: Schweizer Rohstoffhändler in Nigeria (2013)
- Medienmitteilung: Dunkle Geschäfte, dreckige Gewinne: Schweizer Rohstoffhändler in Nigeria (4.11.2013)
Reaktionen auf den Bericht:
- Entgegnung der Erklärung von Bern (heute Public Eye) zu den Kommentaren des Nigerianischen Ölkonzerns NNPC zur Nigeria-Fallstudie (Englisch)