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Ich wusste es immer, ich bin in vielen Beziehungen ein Talent. Ich bin ein talentierter Koch und Tänzer, habe Talent beim Tennis und Radfahren, und nun habe ich festgestellt, dass dies auch beim Pool-Billard zutrifft.
Karli wohnte mit seiner Heidy seit Mitte Dezember bei mir in Thailand, bevor die beiden nach Vietnam und Kambodscha weiterreisten. Früher hatte Karli mit mir nur gejasst und Tennis gespielt, nun hat er mich zum Billard-Spiel motiviert. Ein Spiel notabene, das ich letztmals vor 7 Jahren, als ich erstmals in Thailand bei Tony weilte, gespielt hatte. In Thailand wird überall in jeder Bar Billard gespielt. Man trinkt ein Bier und spielt Billard. Es gibt sogar eine Pool-Billard-Meisterschaft in Hua-Hin. Es spielen Bars gegeneinander.
Für etwaige Laien unter meinen Lesern sei erklärt, dass „Pool“ nichts mit Swimming-Pool gemein hat. Oft steht aber der Billard-Tisch neben einem Swimming-Pool.
Der Ausdruck „Pool“ kommt aus dem Amerikanischen. Im 19. Jahrhundert wurde das Billardspiel in den USA, in sogenannten (öffentlichen) „Pool-Parlors“ , (Clubs) gespielt. Das Wort „Pool“ bezeichnete zu der Zeit das Glücksspiel,
In der Tat hatte Karli „Glück im Spiel“ und ich eher das Gegenteil. Anfänglich überraschte ich ihn mit einmaligen Trick-Stössen oder versteckte die weisse Kugel geschickt hinter meinen eigenen Kugeln. Meistens wusste ich aber nicht, wie ich eine solch verzwickte Situation bilden konnte. Ich spielte eben aus dem Gefühl heraus! …ha ha ha
Kurzum: Wie Phönix aus der Asche brillierte ich in den ersten Spielen im 2014 , dann aber stürzte ich im neuen Jahr jämmerlich ab. Karli domminierte mit seiner 12-jährigen Snooker-Erfahrung nach Belieben.
Trotzdem: Billard hat mir gefallen. Ich werde in den nächsten Wochen mit Neil, meinem englischen Nachbarn, üben nach der Devise: „Nur durch Niederlagen wird man ein Champion“
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