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Blick in die Kugel
Die Idee für den Kubus ist stark an die Lederbälle zum Fussballspielen angelehnt. Dort bestehen die herkömmlichen Modelle aus 12 Fünfecken und 20 Sechsecken, deren Kanten alle genau gleich lang sein müssen. Geometrisch gesehen handelt es sich also um Körper mit 32 Flächen. Hier werden die Einzelteile aber nicht zusammengenäht, sondern mit Gummibändern elastisch verbunden.
Sowohl die Sechs- als auch die Fünfecke werden von verleimten Hohlkörpern abgeschnitten. Dadurch verlaufen die Fasern des verwendeten Holzes in Richtung Kugelzentrum. Die einzelnen Teile erweisen sich dementsprechend als recht brüchig. Umso mehr gilt es bei der Maschinenarbeit Schläge zu vermeiden. Zum Beispiel durch Verwenden von schlauen Hilfsmitteln und Lehren, damit die abgelängten Kleinteile nicht wegspicken.
Das Einhängen der Gummibänder erfordert pro Seite zwei Kerben. An den sechseckigen Teilen ist diese Bearbeitung relativ einfach: Mit einem durchgehenden verdeckten Schnitt entstehen jeweils zwei Kerben. Schwieriger wird es bei den Fünfecken. Hier kann man nicht mehr durchgehend sägen. Ein präzis eingestellter Anschlag verhindert, dass die gegenüberliegende Seite des Teils angeritzt wird.
Verleimte Holzkörper lassen sich aus noch mehr Teilen herstellen, wodurch sie der perfekten Kugel noch näher kommen. (hw)