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Kapitel aus OcCC-Bericht: Frostrisiko
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Frost verursacht oft Schäden an Kulturen. Nicht nur die Minimumtemperatur, sondern auch der Entwicklungsstand der Pflanzen bestimmen das Schadenausmass. Die Entwicklungsstadien einiger Pflanzen haben sich in der Schweiz seit 1951 im Frühling um durchschnittlich 11.6 Tage verfrüht. Gleichzeitig ereignete sich in den letzten 30 Jahren bei einzelnen Messstationen der letzte Frosttag im Frühling immer früher im Jahr. Mit der Klimaänderung wird sich das Frostrisiko auch in Zukunft verändern.
In der Klimatologie wird von einem Frosttag gesprochen, wenn die Minimumtemperatur unter 0 °C sinkt. In der Biometeorologie, die den Einfluss von Wetter und Klima auf die Lebewesen untersucht, muss der Begriff Frost differenzierter betrachtet werden. In der Agrarmeteorologie wird nur dann von Frost gesprochen, wenn Schäden an den Kulturen entstehen. Weil die Frostresistenz der Pflanzen sich mit der Vegetationsentwicklung verändert, handelt es sich nicht immer um einen Frosttag, wenn die Minimumtemperatur unter 0 °C sinkt. Dem Frost kommt deshalb je nach Jahreszeit eine unterschiedliche Bedeutung zu. Entsprechend wird auch der Frost nach dem jahreszeitlichen Auftreten definiert.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Kapitel 2.2 Frostrisiko. Bern.