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Adolf Hurwitz (1859–1919)
Professor für höhere Mathematik an der ETH Zürich
Adolf Hurwitz wurde am 26. März 1859 in Hildesheim geboren, wo er auch das städtische Realgymnasium besuchte. Sein Lehrer Hermann Schubert erkannte seine mathematische Begabung und förderte sie.
1877 begann Hurwitz auf Anraten Schuberts das Studium der Mathematik an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule in München, wo Felix Klein sein massgeblicher Lehrer wurde.
Berlin und Göttingen
Von München ging Hurwitz für drei Semester nach Berlin an die Humboldt-Universität.
Nachdem Klein einen Ruf an die Universität Leipzig angenommen hatte, folgte ihm Hurwitz 1880 dorthin und promovierte 1881 bei Klein über das Thema Grundlagen einer independenten Theorie der elliptischen Modulfunktionen und Theorie der Multiplikatorgleichungen erster Stufe. Danach wechselte er an die Universität Göttingen, wo er habilitierte und zum Privatdozenten ernannt wurde.
Nachfolge Frobenius
1884 erhielt er eine ausserordentliche Professur in Königsberg, wo er Hermann Minkowski und David Hilbert kennenlernte, die dort promovierten. Mit letzterem verband ihn eine lebenslange Freundschaft. 1892 wurde er der Nachfolger von Ferdinand Georg Frobenius an der ETH Zürich, wo er 27 Jahre lang bis zu seinem Tode wirkte. Zunächst hielt Hurwitz vor allem Vorlesungen über Differentialrechnung. Nach dem Weggang Minkowskis übernahm er ab 1902 dessen Posten im Mathematischen Seminar. Die Inhalte seiner Vorlesungen umfassten nun auch Algebra, Funktionentheorie, Zahlentheorie und algebraische Gleichungen. Nach ihm sind das Hurwitzpolynom und das Hurwitzkriterium aus der Stabilitätstheorie dynamischer Systeme benannt.
Adolf Hurwitz starb am 18. November 1919 in Zürich.
Handschrift
Werke (Auswahl)
- Grundlagen einer independenten Theorie der elliptischen Modulfunctionen und Theorie der Multiplicator-Gleichungen erster Stufe, 1881
- Über die Reihe neuer Funktionen, welche die absoluten Invarianten gewisser Gruppen ganzzahliger linearer Transformationen bilden, 1882
- Über Relationen zwischen Klassenanzahlen binärer quadratischer Formen von negativer Determinate, 1884
- Über die Kettenbrüche, deren Teilnenner arithmetische Reihen bilden, 1886
Bestand
Der Nachlass Adolf Hurwitz im Hochschularchiv der ETH Zürich umfasst sowohl seine "Mathematischen Tagebücher" als auch wissenschattliche Korrespondenz. Diese Quellen sind online zugänglich über die Platfform e-manuscripta.ch (Link verlässt diese Seite). Über Leben und Werk von Adolf Hurwitz informieren ein biographisches Dossier und ein Nachlass, beides zu finden im.