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Analyse der Anlagepolitik und deren Umsetzung durch vier Banken einer gemeinnützigen Stiftung
Das Vermögen der Georg H. Endress Stiftung wird basierend auf einem Anlagereglement von vier Finanzinstituten in der Schweiz verwaltet. Ausgehend davon, wünscht die Stiftung eine Analyse der derzeitigen Anlagepolitik und wie sich Risiken, Nachhaltigkeitsaspekte und Performance verhalten.
Joël Krähenmann & Laura Luongo, 2022
Bachelor Thesis, Georg H. Endress Stiftung
Betreuende Dozierende: Kristyna Ters
Keywords: Anlagepolitik, Performance, Rendite- und Risikoquellen, Nachhaltigkeitsaspekte, Risikomanagement
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Ausgehend vom derzeitigen Anlagereglement soll die Arbeit untersuchen, ob die gegenwärtige Anlagepolitik für eine gemeinnützige Stiftung angemessen ist und wie die vier Finanzinstitute die Anlagepolitik umsetzen. Dabei soll beantwortet werden, welches der vier Schweizer Finanzinstitute über die beste Performance verfügte und was deren Rendite- und Risikoquellen sind. Weiter soll aufgezeigt werden, wie sich die vier Vermögensverwaltungen in den Aspekten Anlageprozess, Nachhaltigkeit und Risikomanagement unterscheiden und welche Anlagestile im Bereich der Nachhaltigkeit angewendet werden.
Um eine diversifizierte Beurteilung zu erhalten, wurde die Arbeit in eine quantitativen und eine qualitative Analyse gegliedert. Während die quantitative Untersuchung eine Beurteilung des Anlagestils und eine Identifikation der einzelnen Risiko- und Renditequellen ermöglicht, soll mittels qualitativer Analyse Informationen zum Anlageprozess, der Nachhaltigkeit und dem Risikomanagement generiert werden. Für die Erarbeitung der theoretischen Grundlagen wurden zudem wissenschaftliche Artikel in den Datenbanken Google Scholar, swisscovery und Business Source Premier identifiziert und analysiert.
Die Arbeit zeigt einen umfassenden Einblick in die gegenwärtige Umsetzung der Anlagepolitik der vier Vermögensverwaltungen. Aus der quantitativen Analyse ging hervor, dass kein Finanzinstitut eine wesentliche risikoadjustierte Überrendite erwirtschaften konnte. Zudem zeigt die empirische Untersuchung auf, dass alle vier Schweizer Finanzinstitute ein deutlich benchmarkorientiertes Portfolio, ohne eine effektive Ausnutzung der taktischen Bandbreiten, verwalten, was zu einer geringen Diversifikation untereinander führt. Die durchgeführten Interviews zeigten weiter, dass derzeitig nicht alle Finanzinstitute standardmässig Nachhaltigkeitskriterien anwenden, wobei auch bei jenen, die Nachhaltigkeitskriterien in den Anlagelösungen berücksichtigen, der Einbezug sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Ferner konnten auch deutliche Unterschiede bei der Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsaktivitäten sowie der aktiven Eigentümerschaft für investierte Unternehmen festgestellt werden. Die Vorgehensweise hat zu den Forschungsfragen so wichtige Hinweise geliefert, die bei der zukünftigen Ausrichtung der Anlagepolitik und der Gestaltung des Anlagereglements von wesentlicher Bedeutung sind.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit:
Vertraulichkeit: öffentlich