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zug Billigbau
Eines ist aber gewiss: Der Mensch von damals erkannte, dass ihn ernährte, was im Wasser schwamm und was er aus diesem gewann. Dem Anschein nach waren die Menschen am Meeresufer weniger der Unbill der Jahreszeiten ausgesetzt, als jene, die im Landesinneren lebten. In jener Urzeit war der Mensch gemäss der Forscher im Landesinneren stark den Wetterschwankungen und damit verbundenen Dürren ausgesetzt. Der Winter verwandelte die Regionen in Gebiete mit äusserst harten Lebensbedingungen. Das Meer dagegen bot Fische und Muscheln. Letztere verachteten die Menschen an den Meeresufern durchaus nicht, wie Funde von in der Steinzeit aufgeschüttete Muschelbergen in Küstennähe belegen. Die leicht greifbaren Schalentiere erleichterten das Überleben, sagt Korn. Den Fischern waren die Muscheln was dem Bauern das Korn. Mit dem Unterschied, dass das Meeresgetier nicht den Gesetzen der Jahreszeiten ausgesetzt war und sich ihr Bestand als beständiger erwies als was die Erde her gab.
In der Gegend des heutigen Carnac an der Bucht von Quiberon muss in der Mittelsteinzeit eine bedeutende Population gelebt haben. Davon zeugen die vielen Bauten aus dem Mäsolithikum: Tumuli, Dolmen, Cairn und aufgerichtete Steine – eben diese Menhire, die mit ihrer vertikalen Haltung einen klaren Kontrast zu den Fischen bilden, die in waagrechter Position durch das Wasser schwimmen.
Die Schwimmposition der Fische stimmt mit jener der Toten überein. Auch diese liegen in einer waagrechten Lage auf dem Boden. Der Mensch, solange er lebt, geht aufrecht zum Himmel ragend seiner Wege. Tot verlässt er seine angestammte Position. Liegend wird er in sein Grab gelegt.
Nicht weit her geholt scheint daher die Interpretation, dass die Menhire als heil aufragendes Gestein einen Gegenpart zu Toten darstellen. Aufrecht stehen sie über dem, was vergeht. Stimmt dieser Symbolgehalt für die Menhire? Oder steht es als Erinnerung an auserlesene Mitglieder der Gesellschaft in der Gegend, an Oberhäupter jener Horden, welche die Umgebung bewohnten. Fürsten, Fürstinnen, geistigen Führern, Heilern, Heilerinnen? Eine in Stein erstarrte Figur der Bewunderung.
Diese Deutungsversuche gehören wie jene zu Beginn des Traktates aufgeführten in das Reich der Phantasie verbannt, die zwar auf Flügeln daher kommt, aber keinen festen Grund unter den Füssen hat.