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Umbau Bahnhof Landquart, Phase B
Der Bahnhof Landquart ist für die RhB einer der wichtigsten Bahnhöfe und für die SBB ein wichtiger Umsteigebahnhof. Er bildet das Eingangstor zum Bündnerland. Im Rahmen der Modernisierung des gesamten Personenbahnhofs werden zwei neue Brücken für die RhB und eine neue Brücke für die SBB erstellt und die zwei älteren Fachwerkbrücken der SBB werden instandgesetzt. Innerhalb des Gesamtplanerteams ist die Conzett Bronzini Partner AG für die Projektleitung Kunstbauten und die Planung der Instandsetzung der zwei älteren Fachwerkbrücken und die Planung der neuen Brücke der SBB zuständig.
Die neue SBB-Brücke links 8n wird als Stahl-Beton-Verbundbrücke ausgeführt und weist eine Spannweite von 40 Metern auf. Der Querschnitt ist ein Trogquerschnitt mit seitlichen Trogwänden in Stahl und einer Fahrbahnplatte in Beton. Der Obergurt der Trogwände ist in Analogie zu den bestehenden Brücken der SBB und der RhB parabelförmig ausgebildet. Die Brücke wird beidseitig auf Grossbohrpfählen fundiert.
Die bestehende Fachwerkbrücke links 9n wurde bereits im Jahr 1911 erstellt und weist eine Spannweite von 40 Metern auf. Die Brücke wird für eine Restnutzungsdauer von 40 Jahren instandgesetzt. Neben einer Totalerneuerung des Korrosionsschutzes umfasst die Instandsetzung insbesondere den Einbau eines neuen Fahrbahnrostes, da der bestehende Fahrbahnrost seine Lebensdauer erreicht hat. Für die Instandsetzung wird die Brücke herausgehoben und anschliessend wieder eingehoben.
Die Doppelspurbrücke rechts 10n und 11n wurde im Jahr 1972 als Fachwerkbrücke erstellt und weist eine Spannweite von 40.8 Metern auf. Sie wird für eine Restnutzungsdauer von ca. 50 Jahren instandgesetzt. Dies bedingt wenige Verstärkungsmassnahmen an den Querträgern und an den Längsträgern des Fahrbahnrostes. Der stark mit PCB belastete Korrosionsschutz wird entfernt und die Brücke erhält einen neuen Korrosionsschutz. Die Verstärkung und die Erneuerung des Korrosionsschutzes erfolgen unter laufendem Betrieb auf einem Gleis in zwei Phasen.