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In einer bitterkalten Winternacht im Frühmärz 1620 treiben Liebeskummer und Branntwein den jungen Toggenburger Noldi Abderhalden in die Fänge eines Anwerbers der spanischen Armee. Als Reisläufer für die katholische Sache lernt der Sechzehnjährige das raue Soldatenleben kennen.
Als er den Heereskommandanten Gómez Suárez de Figueroa vor einer protestantischen Kanonenkugel rettet, wird er als Kriegsheld an den spanischen Hof beordert. Dort liesse es sich aushalten, doch das Leben hat andere Pläne mit ihm. Er entgeht nur knapp der Spanischen Inquisition und wird nach Kuba verbannt, wo er eine Horde Rindviecher zu beaufsichtigen hat. Kein Problem für ihn – denn Noldi Abderhalden wäre nicht Noldi Abderhalden, wenn er aus dieser Situation nicht machte, was nur er daraus machen kann.
In seinem lebensprallen Roman lässt Patrick Tschan einen geradlinigen Toggenburger quer durch die Wirren des Dreissigjährigen Kriegs marschieren und bitterem Ernst mit heiliger Einfalt die Stirn bieten.
So beginnt die Geschichte eines jungen Burschen, der sternhagelvoll seinen Todesmut an einen Anwerber für Reisläufer verkauft und darob unverhofft in den Lauf der Weltgeschichte gerät: Veltlin (Bündner Wirren, Dreissigjähriger Krieg), Madrid, Kuba und wieder zurück und nochmals zurück.
Unterwegs bewirkt er Wunder, verfällt der Liebe, baut auf Kuba eine Käserei und erfindet den legendären «Toggenburger Grind», ein Hartkäse, der vielen Seereisenden auf der Atlantikpassage Glücksgefühle bescherte.
Der kubanische Käser ist eine fantastische Geschichte, die dem Leser vor allem Vergnügen, Schmunzeln und hie und da Nachdenken bereiten soll.
Die Bühnenfassung ist quasi ein Abstrakt des Romans «Der Kubanische Käser». Die aber vor dem Roman da war. Und jetzt noch mit Passagen des Romans ergänzt wird.