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Die Vorwahlen innerhalb der Demokratischen Partei waren für Barack Obama ein Sonntagsspaziergang. Bis auf ein paar Staaten im Süden der USA, die sich wie Perlen entlang des Appalchachen-Mittelgebierges aufziehen.
Zum Beispiel Arkansas, der Heimatstaat Bill Clintons. . Dort trat der völlig unbekannte Rechtsanwalt John Wolfe gestern gegen den Präsidenten an und holte mehr Punkte als es Obama lieb war. Blamabel auch das Ergebnis in Kentucky, wo 40 Prozent der Demokraten ihr Kreuz bei “unentschieden” machten.
Keith Judd – Federal Prison
Ähnliches passierte in West-Virginia, wo Keith Judd mit 41 Prozent Obama dicht auf den Fersen war. Ein Strafgefangener wohlgemerkt, der 17 1/2 Jahre Hafte in Texas verbüßt. Relativ schlecht schnitt der Präsident auch in Oklahoma und Louisiana ab. In den sechs Staaten, in denen ein Gegenkandidat antrat, holte der Präsident im durchschnittlich 74 Prozent der Stimmen.
Wirklich überraschen muss das indes niemanden. Bereits im Zweikampf gegen Hillary Clinton sah Obama in diesen Staaten außerordentlich schlecht aus. Und natürlich verlor der schwarze Kandidat gegen John McCain.
Warum?
Weil die südlichen Bergbewohner der Appalachen Obama schlicht nicht mögen. Kulturell kommt er hier als abgehobener Gelehrter rüber, zu dem die Landbevölkerung keine Beziehung aufbauen kann. Der andere Faktor ist Rassismus. Die Leute sagen den Meinungsforschern ganz offen, dass sie keinen Schwarzen im Weißen Haus sehen wollen.
Spielt es im November eine Rolle?
Nicht im entferntesten. Obama wird weder West Virginia noch Oklahoma gewinnen und hat auch in Arkansas keine Chance. Keiner dieser Staaten repräsentiert Wechselwähler. So gesehen mag es peinlich für den Amtsinhaber sein, gegen Nobodys in den Vorwahlen so schlecht abzuschneiden. Schaden dagegen tut es ihm wirklich nicht.
Was zählt sind die “Swing-States”, bei denen die Wahlen auf des Messers Schneide stehen. Hier hält Obama fast überall einen knappen, aber deutlichen Vorsprung.