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Nach dem Tod des verirrten Orca Weibchen in der französischen Seine, setzen Sea Sheperd via Instagram ein Kopfgeld für den Mörder aus. Grund dafür sei eine Kugel, die man bei der Autopsie im Schädel entdeckt habe.
Munition am Kopf gefunden
Bei der Autopsie des Orcas stellten die Wissenschaftler im Bereich des Gewebes am Kopf Munition sicher. Die Kugel habe den Wal aber nicht nachhaltig verletzt oder zu seinem Tod beigetragen. Der Beschuss des Orcas könne Wochen oder Monate zurückliegen. Der Orca-Wal aus der Seine sei nicht direkt an der Schussverletzung gestorben: «Man weiss nur, dass die Kugel nicht den Tod verursacht hat. Der Schuss wurde von Weitem abgefeuert, die Kugel drang nicht bis zu den Knochen vor», so die Tierschützerin Sophie Poncet zur «Frankfurter Allgemeinen». Mehr Erkenntnisse aus dem Gewebe lasse sich für die kriminelle Aufarbeitung nicht ableiten. Nun muss die Staatsanwaltschaft in Rouen prüfen, ob ermittelt wird.
Mehreren Medien zufolge könne der Killerwal auch verhungert oder vereinsamt sein. Nach gescheiterten Rettungsaktionen wollte zudem die französische Behörde das Tier einschläfern, wegen einem fortgeschrittenen Pilzbefall. Der könne dem Tier zudem grosses Leid zufügen.
Verwirrt in der französischen Seine
Der Wal wurde erstmals Anfang April von der Besatzung eines Trawlers etwa 30 Kilometer vor der normannischen Küste gesichtet. Die Videoaufnahmen seien eindeutig. Es gebe keinen Zweifel daran, dass es sich um einen Orca handle.
Seitdem wurde er immer wieder entlang der Küste, in der Seine-Mündung sowie rund 60 Kilometer flussaufwärts in der Seine bei Yainville entdeckt. Üblicherweise seien Orcas eher vor den Küsten Schottlands, Islands und Norwegens zu Hause. Doch statt sich Richtung Meer zu bewegen, sei der Orca immer hin und her geschwommen.
Warum das Tier in der Seine auftauchte, ist unklar. Spekuliert wurde, dass der Wal sich zunächst in den Ärmelkanal verirrt hat, weil er erkrankt ist und sich in den ruhigeren Gewässern dort leichter ernähren kann.
(joe)