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Kein Aprilscherz!
Am 1. April 2019 entdeckt Hans Burki abertausende von schwärmenden Bienen über rund 200 m2 der Magerwiese auf der Dächshöldere. (2637174/1262559)
Martin Bolliger vom Naturama hat die Bienen als Frühlings-Seidenbienen (Colletes cunicularius) identifiziert.
Aus dem Leben der Frühlings- Seidenbienen1)
Zwischen März und Juni kann man ihnen begegnen. Im Frühjahr schlüpfen sie durch kreisrunde Löcher aus der Erde: Zuerst die Männchen, wenig später auch die Weibchen der Frühlings-Seidenbienen. Von den Männchen abgepasst werden die Weibchen sogleich begattet.
Nach der Begattung graben die Weibchen Nisthöhlen in den weichen Boden, bestehend aus einem Hauptgang und mehreren Nebengängen, wo die Brutzellen angelegt werden. Nachdem die Zellen mit einem Sekret ausgekleidet wurden, wird ein Gemisch aus Nektar und Pollen, ausschliesslich von Weiden2), in die Zelle eingebracht und die Eier an die Decke geheftet. Die Zelle wird geschlossen und eine nächste angelegt. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven verzehren den Pollenvorrat und verpuppen sich dann. Die ersten Bienen sind ab August in den Brutzellen, überwintern aber zuerst, bis sie im nächsten Frühjahr aus den Höhlen kriechen.
Die Bienenart steht auf der Roten Liste der Bienen als stark gefährdete Art aufgrund von Habitatverlusten.
Quelle:
Amanda Buol, naturschutz.ch, 07.04.2016