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Erde reflektiert weniger Sonnenlicht
Die von Schnee und Eis bedeckte Oberfläche wird immer kleiner, damit wird immer weniger Sonnenlicht zurück ins All reflektiert. Dieser sich gegenseitig verstärkende Effekt könnte weiter zur globalen Erderwärmung beitragen, schreiben Forscher in einem Artikel für die Zeitschrift Nature Geoscience.
Je weniger Schnee und Eis die Erde bedecken, desto mehr erreichen die Sonnenstrahlen dunklen Erdboden oder gleichfalls dunklen Meeresgrund. Dadurch nimmt die Erde mehr Wärme auf. Die Wissenschaftler stützen sich auf Satellitendaten der Jahre 1979 bis 2008. Pro Quadratmeter Erdoberfläche wird nun durchschnittlich nur noch 3,3 Watt Sonnenenergie zurück in die Atmosphäre reflektiert. In den 70er Jahren waren es noch 3,75 Watt.
Einem Bericht der US-Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA vom Oktober zufolge haben die Temperaturen in der Arktis im Jahr 2010 den bisherigen Wärmerekord gebrochen, auch sind Meereis und Gletscher mehr geschmolzen als in den Jahren zuvor. Die Eisschmelzrate war so hoch wie seit с nicht mehr (so klimaretter.info).
Forscher der British University of Columbia in Kanada gehen davon aus, dass die europäischen Alpen von der Gletscherschmelze stärker betroffen sein könnten als jede andere Region. Bis Ende des Jahrhunderts drohen die Alpengletscher durch die Folgen der Erderwärmung um 75 Prozent schrumpfen.