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Vor Rösti, Amherd und Keller-Sutter war Bundesrätin Doris Leuthard 2006 die letzte Kandidatin, der eine Wahl im ersten Wahlgang gelang. Sie kam im ersten Wahlgang auf 15 Stimmen über dem absoluten Mehr. Keller-Sutter erhielt 2018 gar 35 Stimmen über dem absoluten Mehr, Amherd 27 Stimmen über dem absoluten Mehr.
Im zwanzigsten Jahrhundert war dagegen nur selten mehr als ein Wahlgang nötig. Und die Kandidaten erreichten zum Teil markante Vorsprünge. Den Rekord hält Arthur Hoffmann, der 1911 im ersten Wahlgang mit 89 Stimmen über dem absoluten Mehr gewählt wurde. Ähnlich imposante Ergebnisse erzielten 1977 Fritz Honegger mit 68 Stimmen über dem absoluten Mehr und 1979 Pierre Aubert mit 73.
Deiss als Schlusslicht
Am anderen Ende der Skala stehen vier Bundesräte, die sechs Wahlgänge benötigten: Jakob Stämpfli 1855, Jean-Jacques Challet-Venel 1866, Samuel Schmid 2000 und Joseph Deiss 1999. Letzterer sorgte für das knappste Wahlergebnis in der Geschichte: Er legte im sechsten Wahlgang eine Punktlandung aufs absolute Mehr hin.
Ebenfalls zäh waren in den letzten dreissig Jahren die Wahlen von Johann Schneider-Ammann (2010), Micheline Calmy-Rey (2002), Pascal Couchepin (1998) und Moritz Leuenberger (1995): Sie alle benötigten fünf Wahlgänge.
Schon bei der zweiten Ausmarchung schafften die Wahl dagegen in den letzten dreissig Jahren Ignazio Cassis, Alain Berset, Eveline Widmer-Schlumpf, Hans-Rudolf Merz und Adolf Ogi.
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(AWP)