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Bei der Davis-Cup-Begegnung der Weltgruppe II zwischen der Schweiz und Estland in der Jan Group Arena in Biel gewann das Securitas Swiss Davis Cup Team das Doppel und sicherte sich damit den entscheidenden dritten Punkt für die Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs zur Weltgruppe I. Diese werdem im März 2022 ausgetragen, die Auslosung dafür findet am kommenden Donnerstag stattfindet.
In ihrem ersten gemeinsames Davis-Cup-Doppel besiegten Marc-Andrea Hüsler und Dominic StrickerVladimir Ivanov und Mattias Siimar in zwei Sätzen mit 6:4, 7:6 (4). In den letzten Spielen gewannen Henri Laaksonen (ATP 119) mit 7:6 (3), 6:4 gegen Daniil Glinka (ATP 818) und Jérôme Kym (ATP 1113) mit 6:3, 6:1 gegen Siim Troost (ATP 1580), womit der Endstand von 5:0 für die Schweizer Mannschaft feststand.
Dominic Stricker gab am Freitag in seinem ersten Davis-Cup-Einzelmatch ein hervorragendes Debüt, als er den ersten Punkt für die Schweiz gegen die estnische Nummer eins Vladimir Ivanov gewann. Am Samstag wiederholte der 19-jährige Berner das Kunststück und gewann auch das Doppel mit Marc-Andrea Hüsler, mit der er im Juli das Turnier in Gstaad gewonnen hatte. «Auch wenn der Sieg in Gstaad auf einem Sandplatz, also einem anderen Belag, stattfand, hat er uns Selbstvertrauen für heute gegeben und das hat uns geholfen», sagte der Zürcher, der wie sein Partner Linkshänder ist. Den beiden Schweizern gelang gleich zu Beginn ein Break, das sich als entscheidend für den Gewinn des ersten Satzes erwies. Hüsler und Stricker gewannen die ersten acht Punkte des Matches, gingen mit 2:0 in Führung und sicherten sich dann ihre Aufschlagspiele, bei denen sie nie in Gefahr gerieten. Marc-Andrea Hüsler hatte die Ehre, zum Satzgewinn aufzuschlagen, und er tat dies perfekt, indem er beim ersten Satzball für das Schweizer Duo ein Ass schlug. Die begeisterte Menge in der Jan Group Arena konnte dann zu Recht in Jubel ausbrechen und singen: «All together, all together, yeah!»
Der zweite Satz war knapper und hätte nach Aussage der Spielerinnen auch anders ausgehen können. Die Schützlinge von Severin Lüthi mussten beim Stand von 3:3 einen Breakball abwehren, trotz einiger Unsicherheiten gelang es den Schweizern immer wieder, sich aus der Affäre zu ziehen, so dass der zweite Satz ins Tie-Break ging. Das estnische Paar ging zunächst mit 2:1 in Führung, aber die Schweizer reagierten gut und gewannen drei Punkte in Folge zur 4:2-Führung mit anschliessendem Aufschlag. Nach dem Seitenwechsel gelang es ihnen jedoch nicht, den Schwung beizubehalten. Beim Aufschlag von Hüsler kassierten sie einen Punkt und Ivanov konnte wieder auf 4:4 herankommen, doch auch er verlor einen Punkt bei eigenem Aufschlag. Beim Stand von 5:4 für den Schweizer gewann Stricker beide Aufschlagpunkte, den zweiten mit einem schönen Lob, und sicherte seinem Team damit den ersten Sieg seit 2017. «Nach meinem Einzelsieg war ich heute nicht mehr so nervös und ich bin super glücklich, dass ich mit Marc-Andrea für die Schweiz den Siegespunkt holen konnte. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung», sagte der junge Berner strahlend nach seinem zweiten Erfolg in zwei Tagen.
Auch der Captain des Securitas Swiss Davis Cup Teams strahlte nach dem Spiel. Zunächst dankte er dem Publikum, das seine Spieler bis zum letzten Spiel unterstützt hat. Mit dem Ergebnis war er selbstredend zufrieden: «Das ist es, was am Ende zählt. Ich verliere nicht gern, und wir haben schon lange nicht mehr gewonnen. Ich bin also sehr glücklich. Wir haben alle fünf Spiele ohne Satzverlust gewonnen, wir haben gut gearbeitet und die Stimmung im Team war sehr gut. Das sind eine Menge Dinge, über die man sich freuen kann.» Severin Lüthi weiss aber aus Erfahrung, dass dies nur ein Schritt ist. «Die jungen Spieler, die diese Woche ausgewählt wurden, haben Potenzial, das steht fest. Aber sie haben noch einen langen Weg vor sich, und das wissen sie auch. Von ihren Fortschritten in den nächsten Monaten wird es abhängen, ob sie mittelfristig gute Ergebnisse erzielen können, einschliesslich eines Aufstiegs in die Weltgruppe I.»
Swiss Tennis bedankt sich einerseits bei den Zuschauerinnen und Zuschauern, die für eine tolle Atmosphäre vor Ort in der Jan Group Arena gesorgt haben, aber auch bei den Event-Sponsoren FlowBank, GotCourts, Honda, Swica, Stadt Biel/Bienne und die Standortförderung des Kantons Bern für ihre wertvolle Unterstützung des Anlasses!(Bild: Davis Cup Schweiz-Estland 2021 / Quelle: freshfocus.swiss)