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Sint Maarten ist eine Insel in der Karibik, die politisch geteilt ist. Die nördliche Hälfte der Insel gehört zu Frankreich und wird als Saint-Martin bezeichnet, während die südliche Hälfte zu den Niederlanden gehört und den Namen Sint Maarten trägt.
Geografisch gesehen liegt die Insel in der östlichen Karibik und ist Teil der Inselgruppe der Kleinen Antillen. Die Insel hat eine Gesamtfläche von etwa 87 Quadratkilometern und ist von herrlichen Stränden, türkisfarbenem Wasser und einer beeindruckenden Landschaft geprägt. Das Klima ist tropisch mit ganzjährig warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sint Maarten ist auch bekannt für seine Vielfalt an Flora und Fauna, darunter exotische Vögel, Meerestiere und üppige Vegetation.
Die offizielle Landessprachen sind Französisch, Niederländisch, aber die meisten Einwohner sprechen auch Englisch und häufig auch Spanisch. Sint Maarten mehr noch als Saint-Martin ist ein beliebtes Reiseziel und erfreut sich einer starken Tourismusindustrie, die zum wirtschaftlichen Wohlstand der Insel beiträgt.
Die Kultur der Insel ist geprägt von einer vielfältigen Mischung aus niederländischen, französischen, karibischen und afrikanischen Einflüssen. Die Bevölkerung ist bunt gemischt und besteht aus Menschen verschiedener ethnischer Hintergründe, darunter Afro-Karibier, Kreolen, Europäer, Asiaten und Lateinamerikaner. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Musik, der Küche, den Festivals und den traditionellen Bräuchen wider.
Die lokale Küche ist reich an exotischen Gewürzen und Aromen und bietet eine Fülle von Meeresfrüchten, tropischen Früchten und einheimischen Gerichten. Die Bewohner sind bekannt für ihre Gastfreundschaft, ihre Lebensfreude und ihre kulturelle Vielfalt. Daher trägt die Insel auch Ihren Spitznamen: The Friendly Island.
Insgesamt ist Sint Maarten eine faszinierende Insel mit atemberaubender Natur, einer interessanten politischen Struktur und einer lebendigen Kultur. Der Mix aus niederländischem, französischem und karibischem Einfluss verleiht der Insel eine einzigartige Identität und lockt Besucher aus aller Welt an. Sint Maarten ist ein Ort, der sowohl entspannende Strandtage als auch kulturelle Entdeckungen bietet und damit für Reisende ein unvergessliches Erlebnis schafft.
Maho Beach
Einer der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel ist der Princess Juliana International Airport (IATA: SXM). Der auf dem niederländischen Teil gelegene Flughafen nahm seinen Ursprung als Militärflughafen im zweiten Weltkrieg und wurde später zum internationalen Drehkreuz der Insel. Das Besondere am Flughafen ist, dass seine 2.300 Meter lange Start- und Landebahn direkt und unmittelbar an einen Strand, dem Maho Beach, grenzt. Dieser ist daher Magnet für zahlreiche Touristen die den “Jet Blast” eines startenden Flugzeugs am eigenen Laib erleben wollen.
Von nur wenigen Dutzend Metern Entfernung hinter einem Flugzeug mit Turboprop- oder Turbofan Triebwerken, kann man die Schiere Kraft spüren. Allen die es nachmachen wollen sei geraten Mützen und alles weg zu packen was wegfliegen kann!
Der Strand ist leicht mit dem Auto zu erreichen. Parkmöglichkeiten sind (kostenlos, sofern man etwas verzehrt) vorhanden. Bars und Restaurants laden mehr zum Verweilen ein als der eigentliche Strand der, wegen der Touristen und der Tatsache geschuldet, dass er sehr schmal ist, in der Hauptzeit eher nicht zum Baden einlädt.
Tauchen auf Sint Maarten / Saint-Martin
Aufgrund der Kürze des Trips und den Umständen war die Zeit für das Tauchen nur sehr begrenzt. Dazu kam, dass ich Schwierigkeiten hatte die lokale Tauchbasis zu erreichen. Sie antworteten leider nicht auf meine Emails oder Kontaktanfragen auf der Webseite. An unserem ersten Tag auf der Insel versuchten wir sogar die Tauchbasis zu finden die sich, laut Google Maps, direkt vor der Hoteltür befinden sollte. Ausser dem Dingi der Tauchbasis war von ihr aber keine Spur. Nach abermaligem Kontaktversuch bekam ich eine Antwort: Ich sollte mich per WhatsApp an eine lokale Nummer melden. Gesagt, getan. Bedauerlicherweise war nur noch EIN EINZIGER Tauchslot für die Zeit in der ich tauchen konnte frei.
Natürlich ließ ich diese Gelegenheit nicht verstreichen, nahm ich doch vorsorglich mein halbes Equipment im normalen Reisegepäck mit – und das sollte nicht ungenutzt bleiben! An einem Mittwoch brach ich so von der Anse Marcel Marina mit “Bubbleshop SXM” auf zur kleinen Insel Île Tintamarre. Die rund 20-minuten lange Bootsfahrt verging schnell und wir machten an einer Boje am Tauchspot “Chico 1” fest. Das rund 28°C warme Wasser war leider sehr trüb und es war ein Haufen Schwebstoffe im Wasser. Das, und die Tatsache dass ich gewichtsbedingt nur meine GoPro mitnehmen konnte, führte dazu, dass die Fotos eher schlecht ausgefallen sind.
Wir tauchten in einer mittleren Tiefe von 12 Metern (max 20m) rund um das Riff. Gleich zu beginn konnten wir in der Ferne einen Riffhai und eine Schildkröte sehen. Zwei Highlights, die auch fast die einzigen beiden in dem eine Stunde langen Tauchgang bleiben sollte. Lediglich ein Blaupunktrochen, eine Languste und ein weiterer Riffhai in weiter Ferne, kamen noch hinzu. Alles in Allem war es ein entspannter Tauchgang der auch trotz etwas unerfahreneren Mittauchern recht lange dauerte. Jedoch hatte ich mir vom Karibischen Meer mehr versprochen. Der Tauchgang wurde auf dem Rückweg im Dingi dann auf Karibische Art abgeschlossen: Mit einem mit Passionsfrucht und Limetten aromatisierten Rum! 🤤
Dive Map
Fazit
Ist Sint Maarten eine Insel die ich nochmal besuchen würde? Nein, ich glaube nicht. Zwar ist es eine faszinierende Insel, aber die Hauptstadt Phillipsburg im Süden ist hoffnungslos durch die Touristen-Pest der Kreuzfahrttourisen überlaufen. Man merkt regelrecht wie dieses Geschwür die Stadt teilt und nur ein kleiner Teil vom hereinsprudelnden Geld profiziert während der Rest der Insel unter Müll, den Touristenmassen, steigenden Preisen etc. zu leiden hat.
Neben Maho Beach und einigen anderen sehr schönen Stränden hat die Insel auch kaum Sehenswürdigkeiten. Natürlich ist eine Katamaranfahrt schön, das türkise Wasser und das schöne Wetter. Das alles gibt es aber an vielen Orten auf dieser Welt. Mir ist es schwer gefallen etwas wirklich einmaliges auf der Insel aus zu machen. Selbst das Tauchen war im Grunde eine enttäuschung und man findet viel schönere Riffe und viel mehr Tauchgelegenheiten auf einer anderen ehemaligen Kolonie: Bonnaire.
Ist die Insel dennoch eine Reise wert? Ja, sicher. Allerdings, wenn man nicht ausschließlich auf Strandurlaub steht, sollte man maximal eine Woche bleiben und sie als Teil einer längeren (Karibik)Reise mit einweben.