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Die Wirkung von Alkoholkonsum auf das Gehirn
Die akuten Wirkungen von Alkohol auf das Gehirn sind vorwiegend auf eine Störung der Nervenzellen und des Zentralnervensystems zurückzuführen. Durch Alkohol wird eine Reizübertragung im zentralen Nervensystem gehemmt und damit auch der Gleichgewichtssinn, das Sehvermögen und die Muskelkraft beeinflusst. Dadurch erklärt sich auch, warum sich durch Alkoholeinfluss der sogenannte Tunnelblick einstellt. Bei größeren Mengen kann es sogar zur Betäubung kommen, so dass das Erinnerungsvermögen ausfallen kann. Des weiteren kann Alkohol den Tod von Gehirnzellen auslösen. Bei größeren Mengen bewirkt Alkohol eine Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke. Das führt unweigerlich zur Schrumpfung des Hirngewebes, so belegten auch schon diverse Studien, bei denen an den Probanden eine Kernspintomografie durchgeführt wurde.
Übermäßiger Alkoholkonsum führt letztendlich zum Zustand der Trunkenheit, wodurch es zu einer Verringerung der Aktivität jener Gehirnregion kommt, die für das Erkennen von Gefahren und Warnsignalen benötigt wird. Meistens führt zu hoher Alkoholkonsum am Ende zu Übelkeit und Erbrechen. Dabei wird jedoch nur jener Alkohol ausgeschieden, der noch nicht in die Blutbahn gelangt ist. Bei noch größeren Mengen kommt es zu einer akuten Alkoholvergiftung, die bis zum Koma oder sogar zum Tod führen kann.
Körperliche Reaktionen auf Alkoholkonsum
Alkohol ist nicht für den Körper gemacht, denn es gibt kein Enzym, das für den Abbau von Alkohol zuständig ist. Um den Alkohol wieder abzubauen, werden dem Körper lebenswichtige Vitamine und Mineralien entzogen. Da viele von uns unter chronischem Vitaminmangel leiden, werden die benötigten Mineralien aus den Knochen gezogen. Das führt zu porösen Knochen, die sehr schnell brechen, wenn ein Sturz erfolgt. Alkohol wird im Körper säure bildend verstoffwechselt, was bedeutet, dass er negative Auswirkungen auf unser Säure-Basen-Gleichgewicht hat. Es ist längst bekannt, dass ein übersäuerter Körper als Brutstätte für Viren, Pilze und schädliche Bakterien dient. Diese Zellen können soweit ausarten, dass letztendlich sogar Krebs entstehen kann. Krebs kann in einem basischen Milieu nicht wachsen. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC, „International Agency for Research on Cancer“) hat im Februar 2007 durch eine internationale Arbeitsgruppe eine Neubewertung der Folgen des Konsums alkoholischer Getränke vorgenommen und aus folgenden Gründen pauschal „Ethanol in alkoholischen Getränken“ als Karzinomen für den Menschen (Gruppe 1) eingestuft: Das Vorkommen von malignen Tumoren von Mundhöhle, Rachenhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, weiblicher Brust und Colorectum steht in kausalem Zusammenhang mit dem Konsum alkoholischer Getränke, wie zahlreiche Studien zeigen.
In erster Linie nimmt die Leber Schaden. Sie ist für den Abbau des Alkohols verantwortlich und vom übermäßigen Alkoholkonsum besonders stark betroffen. Typische Folgen von Alkoholmissbrauch sind Verfettung und Verhärtung der Leber, was im Endstadium zur Leberzirrhose (Schrumpfleber) führt. Die weibliche Leber baut Alkohol sehr viel schlechter ab und ist deshalb besonders gefährdet. Die allgemeine Erkrankung der Leber genannt Leberzirrhose ist bei vielen Alkoholsüchtigen als Sterbegrund Nummer eins aufzuzählen. Durch seine betäubende Wirkung, führt Alkohol bei Menschen mit der Tendenz aus der Realität zu flüchten, zu einer Abhängigkeit, die einen langwierigen Prozess mit sich bringt, aus dessen Kreislauf man sich nicht mehr leicht entzieht.
Alkohol wirkt sich auch auf die Sexualität und Fruchtbarkeit aus. Zu den häufigsten pränatal bedingten Gesundheitsschäden gehören die bei Kindern alkoholabhängiger Mütter. Schon eine relativ geringe Alkoholmenge kann in der Schwangerschaft für das Kind schwere Folgen haben. Bei der Frau führt Alkohol zu einer Erhöhung des Östrogenspiegels, was zu Fruchtbarkeitsstörungen führt und beim Mann folgt auf übermäßigen Alkoholkonsum eine Verringerung der Sperma-Menge.
Psychische Folgen von Alkoholkonsum
Durch geringe Mengen wirkt Alkohol stimmungshebend, entspannend und Angstgefühle werden vermindert. Bereits kleinere Mengen zu viel Alkohol schwächen das Urteilsvermögen. Die Kritikfähigkeit nimmt ab, wobei die Risikofreudigkeit steigt. Nicht selten kommt es zu aggressivem Verhalten, das in körperlicher Gewalt und Beschädigung von Sachgegenständen endet. Eine weitere Folge von übermäßigem Alkoholkonsum zeigt sich in Überheblichkeit und falscher Selbsteinschätzung, die sich klar in den vielen Fällen erkennen lässt, in denen Jugendliche sich hinter das Steuer setzen und glauben, dass sie noch in der Lage wären, ein Fahrzeug zu lenken. Nicht selten werden dadurch schwere Unfälle verursacht, wodurch nicht nur der betrunkene Fahrer, sondern auch unschuldige Passanten ums Leben kommen. Es gilt also: „Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht.“
Weitere gesundheitliche Wirkungen von Alkoholkonsum
Es ist unumstritten, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von Alkohol überwiegend negativ sind. Es gibt jedoch einige Studien, die eine herschützende Wirkung bei moderatem Alkoholkonsum belegen. Diese Studien sind jedoch stark umstritten, da es sich bei den Studien nur um einen einzelnen Effekt auf eine bestimmte Krankheitsgruppe handelt. Es wurden bei diesen Studien auch eine Mitfinanzierung durch die Alkohol produzierenden Industrien nach gewiesen.
Fazit
Tägliches konsumieren von Alkohol ist gesundheitsschädlich. Ein Glas Wein oder Sekt hin und wieder dürfen getrunken werden, solange Sie nicht an anderen gesundheitlichen Problemen leiden. Um zu erfahren, welche Auswirkung der Alkoholkonsum auf Ihren persönlichen Stoffwechsel hat und wie Sie zu einem gesünderen Lebensstil gelangen können, nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf. Melden Sie sich hier zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch an: Hier anmelden