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Kommt es während der Playoffs auch nur zu einem einzigen Quarantäne-Fall, wird der Titelkampf nach bisherigem Muster zur Farce. Das soll eine neue Regelung verhindern.
Müssen die Playoffs (Start der Pre-Playoffs am 7. April) wegen eines einzigen Quarantäne-Falles nach bisherigem Muster (die Mannschaft wird bis zu zehn Tagen aus dem Spielverkehr gezogen) unterbrochen werden, verkommt der Titelkampf zu einer Operetten-Veranstaltung.
Dann dürfte es nämlich nicht mehr möglich sein, den Final wenigstens noch nach dem Modus «Best of Five» zu spielen. Womöglich müsste dann der Meister im Final mit nur zwei Siegen ermittelt werden («Best of Three»). Diesem Titel würde die abwertende Bezeichnung «Corona-Meister» anhaften. Zwei Quarantäne-Fälle könnten sogar zum Abbruch der Playoffs führen – und dann würde der Qualifikationssieger (so er zum Zeitpunkt des Abbruches noch in den Playoffs ist) zum Meister gekürt. Definitiv ein «Corona-Champion» mit Operetten-Status.
Die Klubs haben sich darauf verständigt, dass kein Team durch eine Quarantäne aus den Playoffs fliegen kann. Wenn beispielsweise eine Serie wegen einer Quarantäne unterbrochen werden muss, zählt sie nur, wenn sie zu Ende gespielt werden kann.
Ein erhebliches Problem ist die unterschiedliche Praxis der kantonalen Behörden. Einige Kantonsärzte schicken bei einem positiv getesteten Spieler die ganze Mannschaft in die Quarantäne. Andere erlauben die Isolation der infizierten Spieler. Die Mannschaft darf weiterhin trainieren und spielen.
Nun hat Liga-Manager Denis Vaucher mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren eine für alle Kantone gültige Regelung ausgehandelt: Lediglich Isolation der betroffenen Spieler und kein Unterbruch der Playoffs. Er bestätigt auf Anfrage: «Ja, das stimmt. Wir hoffen, dass wir nächste Woche die schriftliche Bestätigung und damit grünes Licht erhalten.»
Mit dieser landesweit gültigen Regelung wäre es dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit möglich, die Playoffs mit «Best of Seven» im Viertelfinal und mindestens mit «Best of Five» im Halbfinal und im Final durchzuspielen. Die Klubs entscheiden nach dem Viertelfinal und nach dem Halbfinal jeweils über das weitere Vorgehen.
So wäre der Meister ein würdiger Titelträger und müsste sich hinterher nicht vorhalten lassen, er sei bloss ein «Corona-Profiteur».
Spätestens am 14. Mai muss die letzte Final-Partie gespielt werden. Bereits am 13. Mai fliegt die Nationalmannschaft voraussichtlich zu den letzten zwei WM-Vorbereitungspartien und zur WM nach Riga (Lettland). Der WM-Start für die Schweiz folgt am 22. Mai gegen Tschechien.
Nationaltrainer Patrick Fischer hat sich im Falle eines Falles bereit erklärt, die aus den Finalteams nominierten Spieler noch nicht mitzunehmen und erst drei bis vier Tage später einzufliegen. Er wolle jenen, die Meister werden, die meisterlichen Feiern und das Ausschlafen ermöglichen. Er bestätigt: «Ja, so ist es vorgesehen.»