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Dreimal soll es zu einer Fellatio gekommen sein–immer gegen den Willen des Asylbewerbers: Das steht in der Anklageschrift gegen einen Gemeinderat von Marly. Dieser habe sich im Jahr 2010 gegenüber dem Asylbewerber als Polizist ausgegeben, obwohl er gar kein Polizeiinspektor mehr gewesen sei. Er habe dem Kurden vorgemacht, dass er ihm eine Aufenthaltsbewilligung C verschaffen könne–und habe auf Oralsex gedrängt. Dafür muss er sich nun nächste Woche vor dem Bezirksgericht Saane verantworten.
Er bestreitet die Vorwürfe
Bereits vor einem Jahr war bekannt geworden, dass der Gemeinderat von seinem Amt als Polizeiinspektor suspendiert worden war, weil er die Notlage einer Person ausgenutzt habe (die FN berichteten). Laut Louis-Marc Perroud, Anwalt des Angeklagten, ist es dieser Fall, der nun vor Gericht verhandelt wird. Sein Mandant weise aber alle Vorwürfe von sich.Der 61-Jährige ist seit einem Jahr pensioniert. Ob er sein Amt als Gemeinderat im Falle einer Verurteilung niederlegen würde, konnte Perroud nicht sagen. Der Gemeinderat selber war nicht erreichbar. Er sitzt seit 2006 in der Gemeindeexekutive. Auch Syndic Jean-Pierre Helbling war nicht erreichbar. njb