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Ein Forscherteam der Oregon State University fanden einen Zusammenhang zwischen dem Erdmagnetfeld und dem Wanderverhalten der Königslachse. Der Königslachs ist in den Gewässern Russlands, Japans und Nordamerikas vorzufinden. Er erreicht zwischen vier und sechs Jahren seine Geschlechtsreife und verlässt dann sein Jagdgebiet vor der Meeresküste, um in seinem Heimatfluss zu laichen. Die Resultate dieser Studie könnten erklären, wie die Lachse ihren Ursprungsfluss wiederfinden.
In einer Reihe von Experimenten wurden hunderte Junglachse in einem Becken unterschiedlichen Magnetfeldern ausgesetzt. Damit wird den jungen Lachsen unterschiedliche Positionen in ihrem Jagdgebiet vorgegaukelt. Wurden die Fische einem Magnetfeld ausgesetzt, welches charakteristisch ist für die nördliche Grenze ihres Jagdgebietes, schwamm die Mehrheit der Fische in südliche Richtung. Wurden sie einem „südlichen“ Magnetfeld ausgesetzt, schwammen sie nach Norden. Das erstaunliche ist, dass dieser Orientierungssinn nicht wie bisher vermutet durch Erfahrung erlernt wird, sondern vererbt wird. Denn die Junglachse, welche für das Experiment verwendet wurden, haben nie ihr Brutbecken verlassen und konnten so auch keine Erfahrungen über ihr Jagdgebiet lernen.
Die Fische wurden nur kurz einem sehr schwachen Magnetfeld ausgesetzt, welches nicht einmal vermag eine Kompassnadel abzulenken. Daraus folgert der Forscher Nathan Putman, dass die Königslachse einen sehr empfindlichen Magnetsinn besitzen. Dies birgt auch Nachteile, denn bereits ein elektrisches Kabel oder Eisen kann den Magnetsinn der Fische beeinträchtigen. Wie genau sich diese Störquellen tatsächlich auf den Orientierungssinn der Fische auswirken, können die Forscher noch nicht sagen. Sie gehen jedoch davon aus, dass sich die Fische nicht nur am Magnetfeld orientieren, sondern auch ihren Geruchssinn oder den Stand der Sonne als Navigationshilfe nutzen.
Bild: von Zureks (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons