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Vereinfacht ausgedrückt werden mehrere Lagen Gummi übereinander geklebt, darauf das Modell platziert und darüber wieder mehrere Lagen Gummi. Dieses “Sandwich” wird nun bei ca. 150 °C in einer Metallpresse erhitzt. Das Gummi verflüssigt sich, kann sich aber innerhalb der Presse nicht ausdehnen, wodurch ein erheblicher Druck entsteht. Durch die hitzebedingt Umwandlung und den Druck wird ein Umformungs- und Verfestigungsprozess eingeleitet. Die nach dem Pressen entstandene Gummiform muss nun aufgetrennt werden, um das eingeschlossene Metallmodell zu entnehmen. Prinzipiell unterscheidet man zwei Verfahren. Imprägniert man vor dem Pressen die Berührflächen mit einem Trennmittel, so verbinden sie sich nicht vollständig. Die gepresste Form kann also in der Mitte auseinandergerissen werden (Reißtechnik). Bei komplexeren Modellen empfiehlt sich der Einsatz der “Schneidetechnik”.
Bei der Schneidetechnik wird die Gummiform mittels eines Chirurgenskalpells an der vorher markierten Trennlinie des Modells aufgeschnitten. Neben der Einschränkung der Modellmaterialien (müssen Hitze und Druck aushalten – keine hohlen Teile!), hat die Gummiform den entscheidenden Nachteil, dass ca. 3,5 % Gesamtschwund, bei massiven Teilen sogar bis zu 5 % auftritt.
Eine Variante stellt die sogenannte “rote Gummiform” dar, diese weist ein geringeres Schwundverhalten auf, hat dafür aber höhere Materialkosten und Presszeiten. Der Hersteller spricht von einem schwundfreien Ausgangsmaterial, in der Praxis kann man aber von ca. einem bis zwei Prozent Schrumpfung ausgehen.