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Man of the Race: Fernando Alonso
- Montag, 10. Juni 2013, 7:33 Uhr
Der Weltmeister von 2005 und 2006 wetzte die Scharte des Monaco-Rennens eindrücklich aus und zeigte sich in bester Angriffslaune.
Fernando Alonsos Überholmanöver in Montreal
Michael Stäuble
Der Formel-1-Kommentator von SRF schreibt regelmässig auf srf.ch/sport zu aktuellen Ereignissen in der F1-WM.
Fernando Alonso hatte die Aufholjagd nach dem verregneten Qualifying und Startplatz 6 angekündigt: «Ich kann hier sogar gewinnen, wenn es trocken bleibt.» Dazu aber hätte Vettel ausfallen müssen, denn der Red-Bull-Renault, gelenkt vom 3-fachen Weltmeister und aktuellen WM-Leader, war heute unbezwingbar.
Der Kampf Alonsos gegen Bottas um Rang 5 war noch einfach. Der Finne hatte im Qualifying von einem Setup mit viel Abtrieb profitiert, im Trockenen hatte er zuviel Luftwiderstand und zuwenig Topspeed. Dann aber rang Alonso Webber in Runde 42 nieder und in Runde 63 Hamilton. Messerscharf und präzise waren seine Manöver.
Alonso fast zu aggressiv
Wenn man Alonso einen Vorwurf machen könnte, dann den, dass er fast zu aggressiv war. Selbst beim Überrunden von Bianchi stellte er sich an, als ob es um einen Positionskampf ginge. Beim Manöver gegen Hamilton kam es zu einer Berührung, die zwar am TV nicht zu sehen war, die aber das Rennen für den Spanier 7 Runden vor Schluss noch hätte ruinieren können.
Alonso führt in diesem Jahr eine kuriose Serie fort. In allen ungeraden Rennen fuhr er aufs Podest (1. Rennen Australien Zweiter, 3. Rennen in China Sieger, 5. Rennen in Spanien Sieger, 7. Rennen in Kanada Zweiter). In allen geraden Rennen kam er nicht in die Top 6.
Sauber – zappenduster
Todesfall des Streckenpostens
Hinweis: Dieser Text von Michael Stäuble entstand, bevor der tragische Unfall des Streckenpostens bei der Bergung von Gutierrez bekannt wurde. Deshalb geht der Text nicht darauf ein. Informationen zum Unfall finden Sie hier.
Auch die Gunst des besten Startplatzes der Saison (P9 Hülkenberg nach Bestrafung von Räikkönen und Ricciardo) nützte nichts. Hülkenberg kam zwar gut weg am Start und blieb 9., doch vor der Zielschikane rauschte er an Sutil und gleich auch noch an der Schikane vorbei, und fiel auf Platz 11 zurück. Es war das erste Mal, dass Hülkenberg im Sauber in der ersten Runde einen Rang einbüsste. Drei Runden lang konnte sich der Deutsche an einem Punkterang (10.) erfreuen, weil er nach Sutils Dreher einen Rang geerbt hatte. Doch das Auto war zu langsam. Schlussrang 14 zeichnete sich ab, als Hülkenberg beim Überrunden Van der Gardes Caterham berührte und sich einen Reifenschaden einfing. Aus Sicherheitsgründen zog der Sauber-Pilot es vor, das Auto abzustellen.
Gutierrez versuchte es mit einem Stopp, doch das erwies sich als unmöglich. 7 Runden vor Schluss musste er nochmals Reifen wechseln, und als er aus der Boxengasse in die zweite Kurve fuhr, blockierten die Räder. Der Mexikaner rutschte in die Streckenbegrenzung - Aus!
Die Negativserie geht weiter
Es war der 4. Nuller in Folge, der erste Doppelausfall seit Belgien 2012 (als man von P2 und P4 gestartet war). Weil Williams auch nicht punktete, bleibt Sauber auf WM-Rang 8. 5 Punkte, das ist der zweitschlechteste Saisonstart der Teamgeschichte nach 2010, als man erst im 7. Rennen den ersten Zähler ergattert hatte.
Toro Rosso entschwindet, Force India ist schon fast ausser Sichtweite. Ist der Tiefpunkt erreicht? Ein Silberstreif am Horizont ist die Tatsache, dass Silverstone mit seinen vielen schnellen Kurven dem Sauber C32 besser liegen sollte als Monaco und Montreal.
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