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Analysen der NEA zeigen, dass sich die Gesamterzeugung von Kernenergie bis 2050 verdreifachen muss, damit die Regierungen in aller Welt Netto-Null-Emissionen erreichen können. Der Nuklearsektor wird daher wachsen und seine Belegschaft diversifizieren müssen, was jedoch nur schwer zu erreichen sein wird, wenn er nicht mehr Frauen anzieht.
Frauen wie Marie Skłodowska-Curie, Lisa Meitner, Chien-Shiung Wu und Katharine Way waren wichtige Pionierinnen der Nuklearwissenschaft und -technologie, und Frauen auf der ganzen Welt leisten nach wie vor einen wichtigen Beitrag. Ein neuer NEA-Bericht zeigt jedoch, dass ihr Bekanntheitsgrad und ihre Zahl nach wie vor gering sind: In den NEA-Ländern machen sie nur 24,9 % der Beschäftigten im Nuklearsektor aus.
Die Zahl der Frauen in der Branche, die in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (MINT) und in Führungspositionen tätig sind, ist noch geringer. Dieser Mangel an Vielfalt bedeutet einen Verlust an Innovations- und Wachstumspotenzial und eine kritische Bedrohung für die Lebensfähigkeit des Sektors.
Der neue NEA-Bericht «Gender Balance in the Nuclear Sector» ist die erste öffentlich zugängliche internationale Studie über das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern im Nuklearsektor und basiert auf Daten, die von mehr als 8000 weiblichen Beschäftigten im Nuklearsektor in 32 Ländern erhoben wurden, sowie auf Personaldaten von 96 Nuklearorganisationen in 17 Ländern.
In dem Bericht wurde festgestellt, dass Frauen im Nuklearsektor gerne aufsteigen möchten, aber mit Herausforderungen konfrontiert sind, wie z. B. einem Mangel an flexiblen Arbeitsmethoden für diejenigen, die Familienpflichten haben, sowie mit Geschlechterstereotypen. Die derzeitigen Einstellungs-, Fluktuations- und Beförderungsraten reichen nicht aus, um das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in diesem Sektor deutlich zu verbessern.
Trotz dieser Herausforderungen gab die Mehrheit der befragten Frauen an, dass sie andere Frauen ermutigen würden, eine Karriere im Nuklearsektor anzustreben, was dem Sektor Hoffnung gibt, mehr weibliche Talente anzuziehen und zu halten, um seine ehrgeizigen zukünftigen Ziele zu erreichen.
Dr. Fiona Rayment, Chief Science and Technology Officer des National Nuclear Laboratory des Vereinigten Königreichs, wurde zur Vorsitzenden der NEA-Arbeitsgruppe gewählt, die die Studie durchgeführt hat. Sie begrüsste die Veröffentlichung des Berichts, von dem sie sich erhofft, dass er dazu beitragen wird, die notwendigen Veränderungen voranzutreiben, um mehr Frauen für den Nuklearsektor zu gewinnen.
«Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Energiesicherheit bei gleichzeitiger Minimierung der Kohlenstoffemissionen rückt eine Lösung, die die Kernenergie einschliesst, immer mehr in den Mittelpunkt. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert ein breites Spektrum an Fähigkeiten, die von einer heterogenen Belegschaft erbracht werden können, und die Schaffung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses im internationalen Nuklearsektor ist ein Schlüsselelement, um dies zu erreichen», sagte Rayment.
Quelle
A.D. nach OECD-NEA, Medienmitteilung, 8. März 2023