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Wiestner hatte sein grosses Potenzial Mitte Februar im Weltcup erstmals richtig unter Beweis gestellt, als er in Presque Isle im US-Bundesstaat Maine im Sprint Fünfter geworden war. Im ersten WM-Einzelrennen in Oslo befand sich der 25-Jährige bei Halbzeit auf Medaillenkurs, nach dem Liegendschiessen lag er gar in Führung. Nach einem Fehler stehend resultierten für Wiestner letztlich mit 57,4 Sekunden Rückstand auf Fourcade der achtbare 11. Rang und eine gute Ausgangslage für das Verfolgungsrennen vom Sonntag.
Wiestner war damit der mit Abstand Beste des Schweizer Quartetts. Zweitbester Schweizer wurde Martin Jäger mit Platz 48. Benjamin Weger, zuletzt in Presque Isle hinter Wiestner Sechster, erreichte nur den 51. Rang. Für Mario Dolder stand der 66. Schlussrang zu Buche.
Martin Fourcade gewann derweil nach dem Sieg mit der französischen Mixed-Staffel am Donnerstag bereits die zweite Goldmedaille auf dem Holmenkollen. Mittlerweile ist der 27-Jährige aus Südfrankreich bereits achtfacher Weltmeister, zum zweiten Mal nach 2012 in Ruhpolding im Sprint.
Fourcade, im Weltcup derzeit unangefochtener Leader, setzte sich mit 26,9 Sekunden Vorsprung vor dem norwegischen Lokalmatador Ole Einar Björndalen durch. Der erfolgreichste Winter-Olympionike der Geschichte, mittlerweile 42-jährig, gewann vor 25’000 Zuschauern bereits seine 41. WM-Medaille. Seine ersten beiden hatte er 1997 in Osrblie errungen. Lediglich sieben Zehntelsekunden hinter Björndalen klassierte sich der Ukrainer Sergej Semenow im 3. Rang. Alle Medaillengewinner blieben am Schiessstand fehlerfrei.
(SDA)