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Die Staaten und die Weltgemeinschaft haben verschiedene Mechanismen entwickelt für die Überwachung, die Berichterstattung und die Tatsachenermittlung bei möglichen Verstössen gegen das Völkerrecht in bewaffneten Konflikten.
Die Tatsache, dass jedes Jahr so viele Menschen verschwinden, stellt nicht nur eine humanitäre Tragödie für die Angehörigen dar, sondern kann auch nachhaltige Auswirkungen auf die Anstrengungen haben, das Vertrauen wiederherzustellen und Missstände in den Gesellschaften zu beseitigen. Darüber hinaus werden die Bemühungen zur Friedenskonsolidierung und die Entwicklungsaussichten untergraben. Immer komplexere Umstände, wie langwierige Konflikte, eine Vielzahl bewaffneter Gruppen sowie umfangreiche Migrationsbewegungen, führen zu einem Anstieg der Zahl vermisster Personen.
Das Verschwinden von Personen ist ein weltweites Phänomen mit verheerenden und lang anhaltenden Auswirkungen auf Familien, Gemeinschaften und ganze Gesellschaften. Wenn ein geliebter Mensch verschwindet, kann die Ungewissheit über sein Schicksal bei den Angehörigen zu einem schweren psychischen Trauma führen. In etlichen Ländern sehen sich die Angehörigen von Vermissten zudem mit erheblichen rechtlichen und administrativen Hürden konfrontiert, wenn sie ein Erbe antreten, Sozialleistungen geltend machen oder wieder heiraten wollen.
Zudem wirkt sich die Problematik der vermissten Personen auch auf den Friedensförderungsprozess aus. Das Verschwinden von Gemeindemitgliedern behindert die Versöhnungsbemühungen oft über Jahrzehnte. Um mit der Vergangenheit abschliessen zu können, muss eine Gemeinschaft oder Gesellschaft das Schicksal ihrer vermissten Mitglieder kennen.