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Direkt aus dem Thunersee kommend, schlängelt sich die Aare in zwei Flussarmen durch die Kleinstadt Thun. Hinter dem See sind die hohen, teilweise noch mit Schnee bedeckten Berge zu erkennen. Auf der rechten Bildhälfte ist der pyramidenförmige Niesen auszumachen. Auf der linken Flussseite sieht man den Aarequai: Eine Promenade, die bei Schönwetter bei Spazierenden sehr beliebt ist. An ihr befinden sich zur Zeit von Eduard Boss mehrere neue Grandhotels, wie etwa der 1875 errichtete Thunerhof, der in der Bildmitte zu sehen ist. Weiter unten steht das 1905 erbaute Hotel Beau-Rivage. Die Aussicht auf die Alpenwelt und den Fluss zieht in den ersten Jahren Gäste aus aller Welt an. Das Gemälde von Eduard Boss wirft einen typischen Blick auf die Stadt anfangs des 20. Jahrhunderts. In seinem bekannten Stil bildet er die Vorzüge von Thun als damals beliebte Touristenstadt vollumfänglich ab. Der Verkehrsverein Thun, ein Vorläufer des heutigen Tourismusverbandes, übergibt die Ansicht 1988 dem Museum als Schenkung.
Katrin Sperry
Thun ist eine Reise wert.
Das war schon vor 100 Jahren so.
Der Künstler malt also die Aare
mit dem Thuner-see und den Bergen im Hinter-grund.
Wir erkennen den Niesen rechts
und den Thuner-hof,
das grosse Gebäude direkt am Fluss.
Heute ist darin das Kunst-museum.