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In dieser Untersuchung wird anhand von exemplarischen Analysen eine Rekonstruktion charakteristischer Ausprägungen des Befehls in verschiedenen historischen Konfigurationen und spezifischen Konstellationen innerhalb der NS-Zeit erarbeitet. Theoretisch und methodisch ist die Arbeit an der Funktionalen Pragmatik orientiert. In den empirischen Kapiteln werden die Importierung militärischer Handlungsformen im "Reichsarbeitsdienst", die Rolle des Befehls in der NS-Wirtschaft, die pervertierte Form des Befehls im Konzentrationslager, die NS-ideologische Überformung des Befehls in der Wehrmacht, die Verbalisierung alltäglicher Mordbefehle und der für die letzte Kriegsphase charakteristische Zusammenhang von "Durchhaltebefehlen" und offen praktiziertem Sanktionsterror (als Absicherung des Gehorsams) untersucht. Im Anschluss daran werden die analysierten sprachlichen und außersprachlichen Stützen des Befehls in ihren Funktionsweisen beschrieben. Darauf folgen eine Beschreibung des Handlungsprozesses beim Befehlen, eine Charakterisierung exemplarischer Typen des Befehls in der NS-Zeit sowie eine systematische Darstellung sprachlicher Realisierungsvarianten.