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Der frühere Luzerner Grossstadtrat Josef Schärli ist am letzten Montag im Alter von 76 Jahren verstorben. Das geht aus der Todesanzeige hervor, die am Samstag in der «Luzerner Zeitung» publiziert wurde.
Schärli prägte die Littauer und später die Stadtluzerner Politik und galt als eine der buntesten Figuren im Kanton. Zunächst für die CVP tätig, war er während über 20 Jahren für die Geschicke der Gemeinde Littau zuständig, die damals noch eigenständig war. Seine Dienste für die Gemeinde wurden am Ende aber von Streitereien überschattet: 2001 kam er in Bedrängnis, ihm wurde ein totalitärer Führungsstil vorggeworfen, der restliche Gemeinderat stellte sich gegen ihn. Rücktrittsforderungen wurden laut und der Kanton ordnete eine Untersuchung an.
Doch Schärli gab nicht nach, sondern trat 2002 aus der CVP aus und vier Jahre später der SVP bei. In der Zwischenzeit, als Parteiloser, verlor er indes sowohl sein Mandat im Kantonsparlament als auch im Littauer Gemienderat.
Seine politische Karriere war damit allerdings nicht zu Ende, das Comeback folgte einige Jahre später. Zuletzt war er als ältestes Mitglied im Luzerner Stadtparlament tätig. Im Januar 2018 zog er sich aus der aktiven Politik zurück, nachdem er mehrere Sitzungen krankheitshalber verpasste (zentralplus berichtete).