Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03283.jsonl.gz/1772

Meisterkurse
Im Musiksaal der Chesa da Cultura wurden schon zahlreiche Meisterkurse, Seminare und Konzerte mit Künstlern wie Dieter Ammann, Oscar Ghiglia, Sofia Gubaidulina, Wilfried Hiller, Klaus Huber, Gary Karr, Rudolf Kelterborn, Helmut Lachenmann, Enrico Onofri, Paolo Pandolfo, Miklós Perényi, Wolfgang Rihm, Albert Roman, Leila Schayegh, Hopkinson Smith, Maurice Steger, Pieter Wispelwey u.a. durchgeführt.
Meisterkurse
Nachstehend finden Sie einen Überblick aller aktuellen Meisterkurse:
Neue Meisterkurse folgen demnächst…
Archiv Meisterkurse
Nachstehend finden Sie einen Überblick der stattgefundenen Meisterkurse:
Meisterkurs für Klavier mit Michael Schneidt
3. – 10. August, 2019
Michael Schneidt, geboren in München, erhielt seine pianistische Ausbildung an der Hochschule für Theater und Musik in München durch Hugo Steurer und Klaus Schilde. Es folgte die künstlerische Staatsprüfung (mit „Auszeichnung“) und die Meisterklasse. Weitere Impulse erhielt er als Stipendiat des DAAD durch Alessandro Specchi in Florenz, sowie durch Meisterkurse u.a. bei Paul Badura-Skoda und Bruno Leonardo Gelber. Michael Schneidt ist Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe (1. Preis Viotti-Valsesia, Italien), trat durch Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Einspielungen hervor; manche zeitgenössischen Klavierwerke wurden von ihm uraufgeführt. Er konzertierte in Europa (z.B. beim „Prager Frühling“ und beim Deutschen Mozartfest), in Japan und in Südamerika. Michael Schneidt ist Dozent für Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München. Er gibt Meisterkurse in ganz Europa un din Japan. Im Jahre 2016 stand Michael Schneidt dem Meisterkurs mit Miklós Perényi als musikalische Begleitung den Studierenden zur Verfügung. Er wirkt ausserdem bei Urtextausgaben im Henle Verlag München mit.
Zum zweiten Mal leitete er erfolgreich einen Klavierkurs in der Chesa da Cultura am St. Moritzersee. Zwölf Klaviertalente aus Japan, im Alter von 14 bis 55 Jahren, sind anfangs August nach St. Moritz in die Chesa da Cultura angereist, um gemeinsam mit Michael Schneidt zu studieren und musizieren. Seien es technische Tipps, die Vermittlung von musikalischem Fachwissen oder die musikalischen Vermittlung der geschichtlichen Periode, im Vordergrund des Kurses stand die Förderung, das Miteinander der Musizierenden sowie das Vervollkommnen ihres pianistischen Könnens.
Dank der Vermittlung von Frau Sachiko Tanei und der Unterstützung ihrer Tochter, Eri Tanei-Putz und ihrem Sohn, Yuta Tanei, kam dieser Klavierkurs zustande. Die Früchte dieser intensiven, einwöchigen Arbeit wurde in einem Konzert in der Chesa da Cultura St. Moritz präsentiert.
Sachiko Tanei studierte, nach dem Abschluss an der Musikhochschule Toho Gakuen, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach ihrer Rückkehr nach Japan entwickelte sie eine rege Konzert- und Unterrichtstätigkeit. Seit vielen Jahren ist sie Dozentin für Klavier an der Takasaki Keizaidaigaku Fuzoku High School ihrer Heimatstadt Takasaki. Viele ihrer ehemaligen Studenten sind heute als Pianisten aktiv. Sie war Jurymitglied bei verschiedenen Wettbewerben. Seit 2001 veranstaltet sie regelmässig Meisterkurse für junge Pianisten mit Professor Michael Schneidt.
Text von Albert Roman, Künstlerischer Leiter
Workshop für Cello-Ensembles mit Albert Roman
6. – 13. Oktober, 2018
Albert Roman, im Engadin geboren, hat bei den grossen Cellisten seiner Zeit studiert: André Navarra, Pierre Fournier, Mstislav Rostropowitsch, Paul Tortelier und Janós Starker. Erste Preise an zwei Internationalen Musikwettbewerben sind der Anfang einer regen Konzert- und Unterrichtstätigkeit in Europa, Asien und den USA. Albert Roman setzt sich für die zeitgenössische Musik ein, mit zum Teil ihm gewidmeten Kompositionen. Für seine Verdienste in der Förderung des chinesischen Nachwuchses wurde ihm 1999 der Kulturpreis “Friendship Award“ der Volksrepublik China verliehen. Er ist Gastdozent der Musikhochschulen von Peking, Shanghai, Tianjin, Wuhan und Xi’an, Dirigent des Swiss China Cello Orchestra und künstlerischer Leiter der Chesa da Cultura St. Moritz. (www.albertroman.ch)
Die Cellistinnen und Cellisten des diesjährigen Cello-Ensemble Workshops in der Chesa da Cultura sind während dieser intensiven Arbeitswoche zu einer sympathischen Cello-Familie zusammengewachsen. Die 74-jährige Maria Regula Merz hat mit der 10 Jahre alten Lara Zinsli genau so gerne musiziert wie der Berufscellist Daniel Romet mit der begabten Cellistin Dorothea de Gruyter. Dank der fürsorglichen Betreuung von Rosemarie Willumat und den kulinarischen Köstlichkeiten unseres Kochs Robert Merz, haben sich alle Teilnehmenden wohl gefühlt. Die Voraussetzungen für konzentriertes und ungestörtes Musizieren waren gegeben. Aufeinander hören und eingehen können waren wichtige Erfahrungen im Zusammenspiel. Das Musikprogramm widerspiegelte die Vielfalt des diesjährigen Workshops für Cello-Ensemble.
Text von Albert Roman, Kursleiter
Meisterkurs für Cello mit Pieter Wispelwey
19. – 26. August, 2018
Pieter Wispelwey. Das Cellospiel des Holländers zeichnet sich, neben seiner außergewöhnlichen technischen Meisterschaft, durch einen sehr persönlichen Interpretationsansatz aus. Er widmet sich sowohl der historischen Aufführungspraxis als auch der Interpretation der jüngsten Celloliteratur. Zu seinen rund fünfzig CD’s zählen die Konzerte Waltons (Sydney Symphony), Dvořáks (Budapest Festival Orchestra), Schostakowitschs und Schumanns (Australian Chamber Orchestra), Tschaikowskis (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen), Prokofjevs, Brittens, Elgars, Lutoslawskis, Haydns, Lalos und Saint-Saëns, ebenso drei Einspielungen von Bachs Cello Suiten und zwei von Beethovens Cello Sonaten. Mit Paolo Giacometti nimmt er aktuell das gesamte Duo-Repertoire von Schubert und Brahms auf. Bislang sind von den sechs CD’s dieses Unterfangens vier erschienen.
Pieter Wispelwey hat als international bekannter Cellist und Persönlichkeit mit grosser Ausstrahlung die besten Nachwuchscellisten nach St. Moritz gelockt. Dadurch war das allgemeine Niveau der Teilnehmenden besonders hoch. Von der ersten Minute an hat der temperamentvolle, agile Pieter Wispelwey den zu unterrichtenden Studenten in Hochform gebracht, indem er die Verbesserungsvorschläge gestikulierend, tanzend, singend oder am Cello vorspielend vermittelte. Haarscharf erkannte er die Probleme der Schüler und hatte immer Verbesserungsvorschläge bereit. Elementares wurde genauso im Detail behandelt wie letzte interpretatorische Feinheiten. Dank seines phänomenalen musikalischen Gedächtnisses und seines Einfühlungsvermögens erreichte er die Schüler immer individuell und blieb immer geduldig und verständnisvoll.
Text von Albert Roman, Künstlerischer Leiter
Fiore Favaro hat in Italien bei Alessandro Commellato und Riccardo Zadra studiert. Zwischen 2009 und 2013 hat sie zwei Master-Abschlüsse an der Musik-Akademie Basel mit dem Pianisten Filippo Gamba erworben. Sie gewann mehrere erste Preise an Internationalen Musikwettbewerben und konzertiert europaweit sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin. 2013 spielte sie am Teatro La Fenice in Venedig. Fiore Favaro unterrichtet Piano an der Musikschule Basel.
Text von Albert Roman, Künstlerischer Leiter
Meisterkurs für Barockvioline mit Leila Schayegh
15. – 22. Juli, 2018
Leila Schayegh ist als gefragte Solistin und Kammermusikerin auf den wichtigen Bühnen der Alten Musikszene zu hören. Seit 2010 ist Leila Schayegh Dozentin an der Schola Cantorum Basiliensis, wo sie eine Klasse für Violine in alter Mensur leitet. Dank ihres guten Rufs als Professorin wirkt sie regelmässig als Gastdozentin bei Workshops und Meisterkursen an verschiedenen Musikhochschulen, Akademien und Orchestern mit. Ihr Repertoire beeindruckt in seiner Breite vom Frühbarock bis in die Spätromantik. Ihre Aufnahmen wurden mit dem «Diapason d’Or» der Jahre 2015 und 2016 ausgezeichnet sowie mit der «Editor’s Choice» von Grammophone und der Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises.
Leila Schayegh hat mit grossem Engagement während einer Woche mit den lernbegierigen jungen Violinisten intensiv gearbeitet. Sie hat jeden Schüler intuitiv erfasst und sich sofort auf das zum Teil unterschiedliche Niveau der Teilnehmenden eingestellt. Positiv ermutigend brachte sie die Probleme auf den Punkt und gab den jeweiligen Barockgeigerinnen und -geigern zur Verbesserung des Spiels das passende Musikstück mit auf den Weg. Dank ihrer Vielseitigkeit und ihrem pädagogischen Geschick konnte sie den Studierenden eine authentische Interpretation vermitteln. Der Fortschritt bei allen Teilnehmenden während dieser Woche ist beeindruckend.
Text von Albert Roman, Künstlerischer Leiter
Andreas Westermann, 1988 in München geboren, studierte «Alte Musik» bei Prof. Christine Schornsheim an der Hochschule für Musik und Theater München und Chor- und Ensembleleitung bei Prof. Martin Steidler. 2014 setzte er seine Studien an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis fort und beendete diese 2016 mit Auszeichnung. Mit dem Ensemble «Quartett à 5» gewann Andreas Westermann den 2. Preis beim Internationalen Gebrüder-Graun Wettbewerb. Er ist als Korrepetitor an der Schola Cantorum Basiliensis tätig.
Seminar für Komponisten und Einführung in sein Werk mit Helmut Lachenmann
5. – 12. Juli 2018
Helmut Lachenmann wurde 1935 in Stuttgart geboren. Studium an der dortigen Musikhochschule bei Johann Nepomuk David, danach Kompositionsstudium bei Luigi Nono in Venedig. Seit 1966 bis zur Pensionierung Lehrtätigkeit an verschiedenen Musikhochschulen. Seit 1967 Aufführungen seiner Werke, darunter seine Oper «Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern». Zahlreiche Ehrungen, darunter 1972 Bachpreis der Stadt Hamburg, 1997 Ernst von Siemens Musikpreis, 2008 Berliner Kunstpreis und «Leone di Oro» der Biennale Venedig, 2010 Fellow of the Royal Academy of Music und 2011 Commandeur des Arts et Lettres. Lachenmann ist Ehrendoktor der Musikhochschulen Hannover, Dresden und Köln und Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Hamburg, Leipzig, Mannheim und München, sowie der Belgischen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Künste Brüssel.
Helmut Lachenmann hat die Musik des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt. Komponisten aus aller Welt kamen nach St. Moritz, um während einer Woche mit Helmut Lachenmann zu arbeiten, von seinen immensen Erfahrungen zu profitieren und um ihn als «Artist in Residence» persönlich kennenzulernen. Mit grossem Einfühlungsvermögen ist er auf die Teilnehmenden und ihre Werke eingegangen. Herr Lachenmann verstand es, den kompositorischen Horizont seiner Studenten zu erweitern und deren Kreativität zu steigern. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, den Teilnehmenden zu zeigen, dass jeder Komponist seinen eigenen Stil finden muss. Jeder authentische Kompositionsstil wurzelt in der Tradition.
Text von Albert Roman, Künstlerischer Leiter
Workshop für Cello-Ensembles
mit Albert Roman
8. – 15. Juli 2017, Chesa da Cultura
Ziel des Workshops war das Kennenlernen und die Vertiefung in die Literatur für Cello-Ensembles. Die Teilnehmer lernten verschiedene Improvisationsformen kennen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Analyse und dem Spiel der Cello-Suiten von J. S. Bach. Die Ensembles wurden bei Kursbeginn nach den Bedürfnissen und dem Können der Teilnehmenden zusammengestellt. Am Abend spielten – wie jedes Jahr – alle im Cello-Orchester mit.
Wieder einmal bewies der Kurs, dass Musik über Landes- und Altersgrenzen verbindet. Teilnehmer aus Frankreich, Ungarn, Italien und der Schweiz zwischen 17 und 71 Jahren spielten zum Abschluss ein Konzert mit Werken von Dowland, Händel, Glinka, Bochherini, Ravel, Tschaikowski und Piazzolla.
Dieter Ammann – Zeitgenössisches Seminar
für Komponisten & Instrumentalisten
26. – 29. November 2016
Das umfassende musikalische Spektrum in der Musik von Dieter Ammann und seine grosse pädagogische Erfahrung standen im Mittelpunkt dieses Seminars. Es richtete sich an Komponisten, die ihre Werke vorstellen wollten (in Form von Gruppen- und Einzelunterricht) und an Interpreten, welche die Musik von Dieter Ammann kennenlernen und in die Welt der Neuen Musik eingeführt werden wollten.
12 Komponisten aus der Schweiz, Deutschland, Moldawien, Rumänien, Türkei und Ägypten sind in die Chesa da Cultura gekommen, um am Seminar für zeitgenössische Musik mit dem renommierten Schweizer Komponisten Dieter Ammann teilzunehmen.
Mit dem international bekannten Mondrian Ensemble konnten vier Spitzenmusikerinnen gewonnen werden, die für Interpretationen auf höchstem Niveau stehen. Im Abschluss-Konzert am 29.11.2016 erklangen nebst zwei gewichtigen Werken von Dieter Ammann eine Auswahl der im Seminar entstandenen Miniaturen der Teilnehmenden. Dieses Konzert ermöglichte einen spannenden Einblick in das Musikleben des 21. Jahrhunderts. Als Composer-in-Residence war Dieter Ammann durchgehend in der Chesa da Cultura anwesend.
Meisterkurs für Violoncello
mit Miklós Perényi
27. September – 4. Oktober 2016
Der Meisterkurs für Cello mit dem bekannten ungarischen Cellisten Miklós Perényi fand vom 27.09. – 4.10.2016 in der Chesa da Cultura statt. Die 6 aktiv teilnehmenden Cellistinnen und Cellisten erhielten eine Woche lang intensivsten Unterricht. Maestro Perényi ist stets zuvorkommend im Umgang mit seinen Schülerinnen und Schülern. Er unterrichtet mit bewundernswerter Geduld und kennt jedes Werk auswendig. Wenn es um Verbesserungen oder Vertiefung geht, spielt er dem Schüler in seinem feinen, nuancierten Spiel und seiner herausragenden Musikalität die Stelle oder das ganze Stück vor. Die Absicht des Komponisten steht bei Miklós Perényi immer im Mittelpunkt der Interpretation. Somit gestaltet sich sein Unterricht als ein musikalisch Ganzes und als wertvoller Einblick in die Werkstatt eines Meisters seines Instrumentes.
Die Teilnehmenden wurden von Michael Schneidt, Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in München einfühlsam begleitet.
Meisterkurs für Gambe
mit Paolo Pandolfo
20. – 27. August 2016
Der Kurs richtete sich an Gambisten, Studierende, begeisterte Laien und Zuhörer und fand vom 20. – 27. August 2016 in der Chesa da Cultura statt. Der Kurs wurde mit einem gemeinsamen Abendessen eröffnet. Paolo Pandolfo erteilte Einzel- und Ensembleunterricht (Technik, Improvisation, Gamben Consort) und wurde von Amélie Chemin assistiert. Die aktiv Teilnehmenden wurden von Johannes Keller am Cembalo begleitet.
Der Virtuose Paolo Pandolfo hat seine Schüler begeistert und zu Höchstleistungen inspiriert. Er hat die instrumentalen Schwierigkeiten der Vorspielenden sofort erkannt, analysiert und durch konkrete Anweisungen zur Lösung des Problems beigetragen. Er liess den Studenten eine Phrase so lange wiederholen bis die musikalische Einheit erreicht war. Paolo Pandolfos Meisterschaft war ein Vorbild für alle. Im Abschlusskonzert erklangen Werke von W. Brade, B. de Boismortier, G. Frescobaldi, O. di Lasso, M. Marais und Ch. Simpson. Die talentierten Kursteilnehmenden kamen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxembourg, Estland, Polen und Japan. Maestro Pandolfo gab zu jedem Musikstück eine kurze Einführung und trug zum Verständnis und zum begeisterten Erfolg dieses Abends bei.
Cello x Cello x Cello Workshop
für Cello Ensemble mit Albert Roman
9. – 16. Juli 2016
Der Kurs richtete sich an Schüler, Studenten und begeisterte Laien und fand vom 9. – 16. Juli 2016 in der Chesa da Cultura St. Moritz statt. Im Mittelpunkt stand das Kennenlernen der Cello Ensemble Literatur, die Förderung des Zusammenspiels und die Einführung in verschiedene Improvisationsformen. Für die Improvisationen standen aussereuropäische Musikinstrumente zur Verfügung. Die Gruppen wurden bei Kursbeginn nach den Bedürfnissen und dem Können der Teilnehmenden zusammengestellt. Am Abend leitete Albert Roman das aus den Teilnehmenden zusammengesetzte Cello-Orchester. Die jüngste Teilnehmerin war 18, der Älteste 69 Jahre alt.
Ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von J. S. Bach, G. Fauré, G.E. Goltermann, F. Grützmacher, D. Popper, H. Purcell, A. Stradella, G. Ph. Telemann, Ragtimes, Negro Spirituals und Improvisationen mit den Teilnehmern sorgte für den begeisterten Applaus der Zuhörer.
Meisterkurs für Barockvioline
mit Enrico Onofri
16. – 22. September 2013
Als begnadeter Violinist und Spitzenkünstler auf seinem Gebiet verstand es Enrico Onofri, die jungen Musiker für die Barock-Musik zu begeistern und jeweils das Wesentliche eines Werkes herauszuarbeiten. In souveräner Lockerheit stellte er den Teilnehmenden sein Können und Wissen zur Verfügung. Seine inhaltlich fundierten Anweisungen spielte er selbst vor, um die Richtigkeit seiner Korrekturen verständlich zu machen.
Das Abschlusskonzert fand am Samstag, 21. September 2013 im gut besetzten Musiksaal der Chesa da Cultura statt. Aus sechs verschiedenen Nationen stammten die jungen Musikerinnen und Musiker, die dem Engadiner Publikum die Früchte ihrer einwöchigen Arbeit präsentierten und unter der anfeuernden Leitung von Maestro Onofri ihr Bestes gaben. Die zum Teil schon im Konzertleben stehenden Geigerinnen und Geiger brachten die barocken Werke überzeugend zur Geltung. Alle waren vom Elan und der vollkommenen Hingabe von Enrico Onofri und seinen Schülern begeistert.
Meisterkurs Buch der Sterne für Pianisten
und Komponisten mit Wilfried Hiller
29. – 31. August 2013
Wilfried Hillers Buch der Sterne, ein Klavierzyklus für 88 Sternbilder am Firmament, stand im Mittelpunkt des 3tägigen Symposiums. Wilfried Hiller führte die Teilnehmenden in sein Buch der Sterne ein und analysierte die einzelnen Stücke in Bezug zu den Sternbildern und ihren Positionen. Zum Abschluss des Symposiums trafen sich die Studenten in der Sternwarte Academia Samedan und blickten unter der Anleitung des Künstlers in den „musikalischen“ Kosmos der Sternenwelt.
Wilfried Hiller verstand es, den sieben Teilnehmenden aus drei verschiedenen Ländern sein faszinierendes Werk äusserst lebendig näher zu bringen. Seine anschaulichen Kommentare offenbarten die Beziehung von Musik und Kosmos.
Das Abschlusskonzert fand am Sonntag, 1. September 2013 statt. Interpret war der begabte, junge Pianist Amadeus Wiesensee, der Ausschnitte aus dem Zyklus zur Aufführung brachte, kommentiert vom Komponisten Wilfried Hiller.
Meisterkurs für Kontrabass
mit Gary Karr
3. – 10. August 2013
Für eine Woche war der legendäre amerikanische Kontrabassist Gary Karr als Lehrer zu Gast in der Chesa da Cultura. Siebzehn hoch motivierte und talentierte junge Kontrabassisten aus neun Ländern sind nach St. Moritz gepilgert, um mit dem grossen Künstler zu arbeiten und von seinem Erfahrungsschatz zu profitieren. Unterstützt wurde Gary Karr im Unterricht von dem Pianisten Harmon Lewis, mit dem er schon über 30 Jahre zusammen konzertiert.
Das sehr gut besuchte Abschlusskonzert fand am Samstag, 10. August im wunderbar klingenden Musiksaal der Chesa da Cultura statt.
Kammermusikkurs für Streicher
mit Albert Roman
6. – 13. Juli 2013
Die bei Kursbeginn festgelegten Ensembles wurden nach dem Können und Bedürfnissen der Teilnehmenden zusammengestellt.
Der Entstehungsprozess des Musizierens sollte „erhört“ werden. Beim Einstudieren der ausgewählten Musikstücke wurde besondere Aufmerksamkeit auf das Entstehen und Vergehen der Musik gerichtet (Silence in Music). Für die Improvisationen standen aussereuropäische Musikinstrumente zur Verfügung. Anhand von Formschemen (Passacaglia, Walzer, Habanera, etc. wurde das Improvisieren geübt.
Das Abschlusskonzert fand am Freitag, 12. Juli in der Chesa da Cultura statt. Die neun Teilnehmenden im Alter von 10 – 67 Jahren brachten ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von L. Boccherini, D. Funck, R. Schumann, J. Huré, G. Bizet und I. Albeniz zur Aufführung.
Meisterkurs für Liedduos
mit dem Komponisten Wolfgang Rihm
23. – 30. September 2012
Wolfgang Rihm ist der am meisten gespielte deutsche Komponist der Gegenwart. Sein umfangreiches Liedschaffen stand im Mittelpunkt dieses Meisterkurses, welcher vom 23. – 30. September 2012 in der Chesa stattfand. Hervorragende Liedduos (Gesang und Klavier) haben am Meisterkurs teilgenommen. Während einer Woche erarbeiteten die jungen Künstler Lieder von Wolfgang Rihm unter dessen Leitung. Da Wolfgang Rihm als „Composer in Residence“ in der Chesa wohnte, konnte man ihn auch ausserhalb des Unterrichts kennenlernen und von seiner musikalischen Universalität, seinem literarischen Fundus und von seiner eruptiven Emotionalität profitieren.
Meisterkurs für Blockflöte
mit Maurice Steger
8. – 15. September 2012
Der Schweizer Blockflötist Maurice Steger versammelte 8 motivierte junge Blockflötisten in seinem Meisterkurs, welcher vom 8. bis 15. September 2012 in der Chesa da Cultura stattfand. Dank seiner intensiven und spontanen Unterrichtsweise konnte er die jungen Talente zu musikalischen und emotionalen Höhenflügen animieren. Die Teilnehmenden profitierten vom Unterricht auf verschiedenen Ebenen. Es wurden Solowerke für Blockflöte, barocke Sonaten und Concerti sowie Ensemblewerke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert erarbeitet. Sebastian Wienand ergänzte den Meisterkurs mit seinem einfühlsamen, kompetenten und musikalischen Cembalospiel. Die barocken Musikstücke wurden dem begeisterten Publikum auf verschiedenen Flöten vorgestellt.
Meisterkurs für Cello
mit Miklós Perényi
4. – 11. August 2012
Der weltbekannte Violoncellist Miklós Perényi gab vom 4. – 11. August 2012 einen Meisterkurs in der Chesa da Cultura. Die acht nach strengen Massstäben ausgewählten Cellistinnen und Cellisten aus Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada und der Schweiz präsentierten die Früchte ihrer intensiven Arbeitswoche unter der Leitung von Miklós Perényi. Im Abschlusskonzert vom 10. August 2012 erklangen Werke von J. S. Bach, L. Boccherini, J. Brahms, Z. Kodály, K. Penderecki, S. Prokofiev, R. Schumann und K. M. von Weber.
Am Flügel spielte Michael Schneidt, Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München. Die hervorragenden Cellistinnen und Cellisten ernteten begeisterten Applaus.
Abschlusskonzert Cello x Cello x Cello Kurs
unter der Leitung von Albert Roman
21. – 28. Juli 2012
Auch in diesem Jahr präsentierte der Engadiner Cellist Albert Roman mit den Kursteilnehmern Früchte einer einwöchigen Arbeit. In Gruppen von drei, vier und als Cello-Orchester hat der volle „Sound“ von 8 Violoncelli die Zuhörer berauscht. Wie immer fand der vom Hotel Laudinella organisierte Cello-Ensemble Kurs in der Chesa da Cultura statt. Unter den aktiven Musikern waren Proficellisten, Musikhochschulstudenten und begeisterte Laien. Die Teilnehmenden waren zwischen 13 und 68 Jahre alt.
Das abschliessende Konzert fand am Freitag, 27. Juli 2012 im Konzertsaal des Hotels Laudinella, St. Moritz statt. Die Zuhörer genossen den reichen und vollen Celloklang mit Werken von J. S. Bach, L. van Beethoven, A. Bruckner, J. Haydn, D. Labocetta, U. Nehls, M. d‘Ollone und D. Popper.
Klavierkurs
mit Michael Schneidt
6. – 14. August 2011
In der Chesa da Cultura fand ein Meisterkurs für junge Klaviervirtuosen unter der Leitung von Michael Schneidt aus München statt. Die 10 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 27 Jahren, allesamt aus Japan, nutzten die Zeit um intensiv zu arbeiten. Dank einer disziplinierten Organisation konnten alle 10 Pianisten die gewünschten Übungszeiten einhalten, obwohl nur 2 Steinway Flügel und ein Bechstein Klavier zur Verfügung standen. Im Abschlusskonzert erklangen Werke von J. S. Bach, L. van Beethoven, J. Brahms, F. Chopin, A. Ginastera, S. Rachmaninoff, M. Ravel und A. Skrjabin.
Cello x Cello x Cello Kurs
mit Albert Roman
24. – 31. Juli 2010
10 Cellistinnen und Cellisten aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und China sind nach St. Moritz gepilgert, um die reiche Cello Literatur kennen zu lernen und eine Auswahl der Werke unter der Leitung von Albert Roman zur Aufführung zu bringen. Drei Generationen waren vertreten: eine 13-jährige Französin und eine 66-jährige Schweizerin. Am Abschlusskonzert waren Werke von I. Albéniz, J. S. Bach, A. Bruckner, M. Glinka, G. Goltermann, G. Fr. Händel, J. Huré, H. Purcell, H. Villa-Lobos und Improvisationen der Teilnehmenden zu hören.
Alphornkurs
mit Martin Roos
3. – 10. Juli 2010
17 Teilnehmende aus der Schweiz, Deutschland und Skandinavien haben mit dem Alphorn-Spezialisten Martin Roos zusammen gearbeitet. Die Proben fanden im Musiksaal der Chesa da Cultura statt, oft aber auch im Freien. Die sehnsüchtig romantischen Klänge des Alphorns, welche in den Berge ihr Echo wiedergaben, verwandelten die Natur. Das Abschlusskonzert unter der Leitung von Martin Roos fand im Garten der Chesa da Cultura am St. Moritzersee statt und zog eine große Hörerschaft an.
Meisterkurse mit Oscar Ghiglia (Gitarre)
und Hopkinson Smith (Laute)
22. – 29. September 2009
Zum ersten Mal gaben die zwei Weltklasse-Künstler, der renommierte italienische Gitarrist und Pädagoge Oscar Ghiglia und der Fachexperte für Renaissance Laute, Hopkinson Smith gemeinsam einen Meisterkurs. Dadurch hatten die aktiven und passiven Teilnehmenden Gelegenheit, die Verwandtschaft und Entwicklung der beiden wichtigen Zupfinstrumente kennen zu lernen.
Als junger Gitarrist wurde Oscar Ghiglia schon vor mehr als 30 Jahren vom Altmeister des Gitarrenspiels Andres Segovia persönlich als dessen Nachfolger an die berühmte Accademia Musicale Chigiana nach Siena berufen.
Zehn Musikerinnen und Musiker aus Europa, Südamerika und den USA sind nach St. Moritz gekommen, um während einer Woche mit den Meistern ihres Fachs zu lernen und zusammenzuarbeiten. Im Abschlusskonzert wurden 11 verschiedene Werke aus 4 Jahrhunderten vorgestellt. Das hohe Niveau der Meisterschüler wurde allenthalben gelobt und die vielen „musikalischen Perlen“ mit begeistertem Applaus gedankt.
Komponisten-Seminar
mit Rudolf Kelterborn
22. – 29. September 2007
Der in Basel geborene und wohnhafte Komponist Rudolf Kelterborn zählt zu den prominenten, international anerkannten Schweizer Musikern der Gegenwart. Sein kompositorisches Oeuvre umfasst über 100 Werke in allen Gattungen. In seiner Musik spielen verschiedene Techniken eine Rolle. Als Professor für Theorie und Komposition an den Musikhochschulen von Basel, Detmold, Karlsruhe und Zürich hat Kelterborn einen großen Schülerkreis betreut, von denen sich einige als Komponisten bereits profiliert haben. In seinen Werkanalysen und Publikationen, die ein ganzheitliches Hören fordern, hat er neue Maßstäbe im Hören von und im Umgang mit Musik gesetzt. Als Direktor der Musikakademie Basel, als Abteilungsleiter für Musik im Radio DRS und als Chefredaktor der Schweizerischen Musikzeitung hat Rudolf Kelterborn das europäische Musikleben nachhaltig geprägt. www.kelterborn.ch
Im Rahmen der Seminarwoche in der Chesa da Cultura stand der Komponist 14 jungen Nachwuchskünstlern zur Seite, die fünf Werke des Komponisten unter dessen Leitung einstudierten. Dank der Anwesenheit von Rudolf Kelterborn in der Chesa da Cultura entwickelte sich ein intensiver Gedankenaustausch zwischen ihm und den jungen MusikerInnen. Der Dirigent und Komponist David Philip Hefti aus Zürich stand Herrn Kelterborn assistierend zur Seite und dirigierte auch das Abschlusskonzert im Laudinella Musiksaal von St. Moritz. Rudolf Kelterborn moderierte am Konzert seine Werke.
Komponisten-Seminar mit Klaus Huber
20. – 28. September 2005
Klaus Huber, geboren 1924 in Bern, erhielt Kompositionsunterricht bei Willy Burkhard (Zürich) und bei Boris Blacher (Berlin). 1959 gelang ihm beim Weltmusikfest der IGNM in Rom der internationale Durchbruch mit der Kammerkantate «Des Engels Anredung an die Seele». Von 1964 bis 1973 leitete er die Kompositionsklasse an der Musikakademie Basel. 1969 gründete Klaus Huber das Internationale Komponistenseminar in Boswil, erhielt ein Jahr später den Beethovenpreis der Stadt Bonn für «Tenebrae» und wirkte von 1973 bis 1990 als Leiter des Instituts für Neue Musik und der Kompositionsklasse an der Musikhochschule in Freiburg i. Breisgau. Die Stadt Basel verlieh ihm 1978 den begehrten Basler Kunstpreis. Von 1979 bis 1982 prägte Klaus Huber als Präsident die Arbeit des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Neben seiner weltweiten Tätigkeit als Gastprofessor und der Weiterentwicklung seiner kompositorischen Tätigkeit ist Klaus Huber Mitglied der Bayrischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste Mannheim, Ehrenmitglied der IGNM (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) und Ehrendoktor der Universität Strasbourg. 2008 erhielt Klaus Huber den renommierten Siemens Kunstpreis.
Klaus Huber führte im Rahmen der äußerst produktiven Arbeitswoche, die die Chesa da Cultura zur musikalischen Werkstatt zeitgenössischer Musik verwandelte, zwölf hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker aus allen Teilen der Welt in sein Oeuvre ein. Ihm zur Seite stand ein Dozenten-Team aus vier erfahrenen Interpreten seiner Musik: Susanne Huber (Flöte), Katharina Rikus (Gesang), Walter Grimmer (Cello) und Jean-Jacques Balet (Klavier). Mit und um Klaus Huber entstand eine Atmosphäre intensiver musikalischer und menschlicher Kommunikation: war es sein Humor, seine junggebliebene Seele, die umfassende Erfahrung eines 80-jährigen oder vielleicht die ewige Suche des Eigenen im Fremden? Die erarbeiteten Werke wurden in Anwesenheit des Komponisten in einem Abschlusskonzert dem Engadiner Publikum vorgestellt.
Kammermusik-Symposium mit Sofia Gubaidulina
19. – 30. September 2001
Im Jubiläumsjahr – Sofia Gubaidulina wurde am 24. Oktober 2001 siebzig Jahre alt – gelang es Albert Roman, dem künstlerischen Leiter Stiftung Pro Musica e Cultura, die international gefeierte Komponistin nach St. Moritz einzuladen. Während des Symposiums führte Sofia Gubaidulina 12 junge Musikerinnen und Musiker in ihr Werk ein. Durch die intensive Vermittlung in die Musiksprache und ihre Sinn- und Gedankenwelt gelang es Sofia Gubaidulina die jungen Künstler zu begeistern und zu Höchstleistungen zur beflügeln. Am Abend fand man Zeit und Ruhe, sich mit tiefergehenden Themen auseinanderzusetzen und die Komponistin auch persönlich näher kennen zu lernen. Sofia Gubaidulina hat die Proben geleitet und sich um alle Kammermusikgruppen gekümmert.
Die jungen Künstlerinnen und Künstler kamen aus ganz Europa. In St. Moritz wurden zwölf Tage lang acht Werke von Sofia Gubaidulina erarbeitet und in einem Abschlusskonzert zur Aufführung gebracht. Zwei Interpreten ihrer Musik, Professor Vladimir Tonkha (Cello) und Frau Elsbeth Moser (Akkordeon) standen Frau Gubaidulina assistierend zur Seite. Beide Künstler pflegen eine langjährige künstlerische Freundschaft zu Sofia Gubaidulina und sind auch Widmungsträger und Uraufführungs-Interpreten mehrerer ihrer Werke.
Sofia Gubaidulina zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Komponisten. Ihr fast spirituell anmutender Stil spricht Liebhaber alter Musik ebenso an wie Kenner der zeitgenössischen Musik. Immer ist der Bezug zu Gegenwartsfragen ein Thema. Sie sagt: „Es gibt Komponisten, die ihre Werke sehr bewusst bauen, ich zähle mich dagegen zu denen, die ihre Werke eher „züchten“. Und darum ist die gesamte von mir entstehende Welt mit einem Baum vergleichbar, der mit den Wurzeln, dem Stamm und seinen Zweigen und Blättern eine Einheit bildet.“