Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03449.jsonl.gz/710

Dies waren alles Truppen, welche ihren eigenen Sound spielten. Keine davon war mit der anderen Band zu vergleichen, weil jeder für sich etwas Spezielles beinhaltete. Jede der Combos hatte auch einen Sänger in den Reihen, der nicht nur schreien, sondern auch singen konnte. Dass dabei bald einmal Trittbrettfahrer ans Tageslicht kommen mussten, war klar. Für viele gehört deshalb das Debüt-Album von Vio-Lence zu einer Sternstunde des Thrash Metals. Nicht nur weil bei dieser Truppe ein gewisser Rob Flynn Gitarre spielte, der später Machine Head gründete. Vio-Lence gehörten zur zweiten, wenn nicht sogar dritten Gilde der Thrash Jungs. Also, ich bespreche hier ein in Kennerkreisen als Kult-Album tituliertes Werk. Nun gut…, in meinen bescheidenen Augen hat «Eternal Nightmare» allerdings nichts zu bieten, was diesen Kult-Status rechtfertigten würde. Aber da meine Meinung gegen diejenige vieler steht…, hier bekommt ihr den Erstling der Amis zu hören. Aufgepeppt mit zwölf Live-Songs, welche am 14. Dezember 2001 im Slims in San Francisco aufgenommen wurden. Ehrlich gesagt bratzen die Live-Tracks noch eine Spur "direkter" aus den Boxen und zeigen eine wilde, ungezügelte wie aggressive Truppe. Wer sich einen Meilenstein vieler Thrasher kaufen will, erhält hiermit eine sehr gute Möglichkeit dazu, denn mit den Bonustracks wird «Eternal Nightmare» ein zusätzlicher Anreiz verliehen.
Tinu