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DREI LÄNDER. DREI FAMILIEN. EIN JAHRHUNDERT. Die grosse Familiensaga von Ken Follett, Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT.
1914. In Europa herrscht Frieden, doch die Weltmächte rüsten zum Krieg. Ein einziger Funke könnte dieses Pulverfass entzünden. Der Schatten des drohenden Konflikts fällt auf die Lebenswege mehrerer Familien aus verschiedenen Ländern, die sich über ein ganzes Jahrhundert immer wieder kreuzen werden.
- Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt, während die Männer ins Feld ziehen, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.
- Walter von Ulrich, Spross einer Adelsfamilie, sehnt sich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der Krieg reisst die Liebenden auseinander.
- Grigori und Lew Peschkow wachsen in St. Petersburg als Waisen auf. Der rechtschaffene Grigori wird zum Revolutionär. Sein leichtfertiger Bruder gelangt in Amerika zu Reichtum. Doch dann muss Lew zur Armee, kehrt als Soldat in die Heimat zurück - und sieht sich seinem Bruder gegenüber.
Als in sich abgeschlossener historischer Roman ist STURZ DER TITANEN der spannende Auftakt von Ken Folletts Jahrhundert-Trilogie, die mit WINTER DER WELT fortgesetzt wird und mit KINDER DER FREIHEIT ihren Abschluss findet.
Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. "Bildgewaltig, dramatisch und atemberaubend spannend." Dr. Sascha Priester, P.M. History.
Mit einer Leseprobe aus WINTER DER WELT.
Portrait
Ken Follett, Autor von über zwanzig Bestsellern, wird oft als "geborener" Erzähler gefeiert. Betrachtet man jedoch seine Lebensgeschichte, so erscheint es zutreffender zu sagen, er wurde dazu "geformt". Ken wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Nicht genug, dass Spielsachen im Großbritannien der Nachkriegsjahre echte Mangelware waren - die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren Kindern zudem weder Fernsehen noch Kinobesuche und verboten ihnen sogar, Radio zu hören. Dem jungen Ken blieben zur Unterhaltung nur die unzähligen Geschichten, die ihm seine Mutter erzählte - und die Abenteuer, die er sich in seiner eigenen Vorstellungswelt schuf. Schon früh lernte er lesen; er war ganz versessen auf Bücher, und nirgendwo ging er so gern hin wie in die öffentliche Bibliothek.
Der erste Band von Ken Folletts Jahrhundert Trilogie. Ein wirklich großartiges Buch! Follett versteht es wie kein anderer unterhaltsam Geschichte durch Geschichten zu erzählen.
Spannend und packend
von einer Kundin/einem Kunden am 27.01.2019
Bewertet: Medium: H?rbuch-Download
Wie nicht anders zu erwarten, eim grossartiger Auftakt zur Triologie. Er versteht es anhand durchdachter Figuren Geschichte erlebbar zu machen.
Die 4 Sterne sind nicht für den Autor, sondern für die Art und Weise wie die Geschichte gelesen wird. Dass Philipp Schepmann mit seiner an und für sich angenehme Stimme, krampfhaft ver...
Wie nicht anders zu erwarten, eim grossartiger Auftakt zur Triologie. Er versteht es anhand durchdachter Figuren Geschichte erlebbar zu machen.
Die 4 Sterne sind nicht für den Autor, sondern für die Art und Weise wie die Geschichte gelesen wird. Dass Philipp Schepmann mit seiner an und für sich angenehme Stimme, krampfhaft versucht Frauenstimmen zu immititieren ist für mich unheimlich enervierend.
Ernsthaftes, aber auch unterhaltsames Werk für umfängliche Einblicke in Politik und Gesellschaft
von Julia Matos am 29.11.2018
Eindrücke in Kürze / Fazit: Ich habe einen enormen und dauerhaften Erkenntnisgewinn zu Weltpolitik und Gesellschaft sowie wertvolle Denkanstöße mitgenommen und mich gleichzeitig gut unterhalten gefühlt. Wer die nötige Neugierde und Ausdauer mitbringt, hat hier einen Roman, der den Horizont erweitert, berührt, erschüttert, aber a...
Eindrücke in Kürze / Fazit: Ich habe einen enormen und dauerhaften Erkenntnisgewinn zu Weltpolitik und Gesellschaft sowie wertvolle Denkanstöße mitgenommen und mich gleichzeitig gut unterhalten gefühlt. Wer die nötige Neugierde und Ausdauer mitbringt, hat hier einen Roman, der den Horizont erweitert, berührt, erschüttert, aber auch Mut macht, für seine Ideale einzustehen.
Meine ausführlichen Einschätzungen:
Handlung: Aus der wechselnden Erzählperspektive fiktiver Figuren, differenziert nach unterschiedlichen Schichten (von Adel bis Arbeiterklasse) und den relevantesten Nationen (Deutschland, Österreich, Russland, Großbritannien, Frankreich, USA) werden von 1911 bis 1924 zum einen die Lebensumstände mit Freuden und Sorgen im Alltag, Hoffnungen, Ziele und gesellschaftliche Problemstellungen und deren Entwicklung beleuchtet. Beispielsweise: Auseinandersetzen mit Religion (Strenggläubige, Atheisten), Ansehen des Adels in Europa, Rolle des Zaren für das russische Volk, Erstarken von Gewerkschaften und Arbeitsschutz, Streiks, Einsatz für Wahlrecht und mehr Gleichberechtigung, Prohibition in den USA und Inflation in Deutschland. Zum anderen werden weltpolitische sowie ganz persönliche Ausnahmesituationen und damit zusammenhängende Gedankengänge und Gefühlswelten vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg aufgezeigt, z. B. zur russischen Oktoberrevolution, zu Kämpfen rund um die Schützengräben, zu hintergründigen macht- und finanzpolitischen und medialen Auseinandersetzungen und zu Auswirkungen des Krieges auf die Frauen und Familien.
Figuren: Die fiktiven Figuren stehen symptomatisch für bestimmte Teile der Bevölkerung und befinden sich nicht nur vorrangig zu Unterhaltungszwecken im Mittelpunkt, sondern sind um wichtige tatsächliche Ereignisse und historische Persönlichkeiten herumgearbeitet, um auf spannende Weise Lehrinhalte zu vermitteln, sozusagen Geschichtsunterricht erlebbar zu machen. Zwar sind sie dabei ein kleines bisschen überzeichnet und man hat liebens- und hassenswerte Charaktere schnell ausgemacht, dies sorgt aber eben auch für Anschaulichkeit und einen gewissen Reiz. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung nimmt nicht überhand, jede Figur ist auch Produkt seiner Umwelt. Da geschichtliche Hintergründe und Rahmenhandlungen dramatisch und anspruchsvoll genug sind, ist es auch kein krasser Minuspunkt für mich, dass die Figuren keine besondere Persönlichkeitsentwicklung durchmachen und leicht einschätzbar sind. Die vielen Verknüpfungen und zufälligen Begegnungen sind bei diesem Genre ein typisches Element, das dem Spannungsaufbau förderlich ist.
Die Trennlinie zwischen Geschichte, Übertreibung und Fiktion ist im Regelfall gut erkennbar.
Meine gefühlsmäßigen Highlights waren die Perspektiven von den hart arbeitenden, verantwortungsbewussten und idealistischen Billy und Grigori und die von den starken und doch verletzlichen Frauen Ethel und Maud. Da gab es Herzerwärmendes, ich konnte mich gut hineinversetzen und erlebte so manchen Gänsehautmoment, was für deren Authentizität und Tiefe spricht. Der rebellische Frauenheld Lew weist großen Unterhaltungswert auf. Fitz, Gus und Walter haben als höhergestellte Männer insbesondere wertvolle politische Erkenntnisse eingebracht.
Ein Personenverzeichnis hilft dabei, angesichts diverser Nebenfiguren den Überblick zu behalten.
Erzählweise: Der personale Erzählstil hilft dabei, sich hineinzuversetzen. Nach meinem Empfinden beweisen Ken Follett und Mitwirkende ein gutes Gespür dafür, wann für den geneigten Leser ein Schauplatz- oder Perspektivwechsel sinnvoll ist und in Bezug auf den Umfang von Ausschmückungen. Der Grat zwischen ‚Langeweile‘, ‚Herausgerissenwerden, wo man gern noch verweilt hätte‘ und ‚Überforderung beim anspruchsvollen Lesen durch Informationsflut (Namen von Personen und Orten, Rängen/Positionen, Truppenbewegungen usw.) oder zu viele verstörende Kriegseindrücke‘ wurde durch gelungene Abschnittsbildungen bei mir nicht überschritten. Die Formatierung unterstützt dabei, geeignete Lesepausen einzulegen.
Wirkung: Sturz der Titanen ist gut recherchiert. Die Darstellungen geraten ziemlich ausgewogen, ohne übertriebene Effektheischerei und wirkten dennoch intensiv auf mich. Erfreulicherweise hat Ken Follett bezogen auf die beteiligten Nationen auf Schwarz-Weiß-Malerei verzichtet.
Ich habe viel dazugelernt. Mir ist es gelungen, den Zeitgeist nachzuempfinden, da mit viel Identifikationspotenzial ein umfängliches Bild der Gesellschaft aufgezeigt wird.
Adressatenkreis: Wer wie ich mit einer ordentlichen Portion Wissbegierde an die Sache herangeht, kommt auf seine Kosten. Leser, die vorrangig unterhalten werden möchten, werden den sehr umfänglichen Roman streckenweise als langatmig empfinden und sind z. B. mit der Clifton-Saga, bei der ab den 1920er-Jahren unterhaltsame fiktive britische Figuren im Mittelpunkt stehen und gesellschaftliche Problemstellungen und das politische Weltgeschehen eine geringere Rolle einnehmen, besser bedient. Ich rate zur ausführlichen Leseprobe.
Dies war mein erster Roman von Ken Follett. Mit etwas Abstand werde ich auch Winter der Welt lesen.