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In Europa befinden sich die Fondskosten im Abwärtstrend. Seit 2013 sanken sie kapitalgewichtet von 1,09 % auf 1 % im Jahr 2016 zurück. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Gebühren von Obligationenfonds mit minus 17 % auf 0,74 %. Dies geht aus einer Studie von Morningstar hervor, in der die Entwicklung der Fondskosten nach Domizil untersucht wurde.
Am stärksten sanken demnach die Kosten der Fonds mit Domizil in den Niederlanden, der Schweiz und in Grossbritannien. In den Niderlanden und Grossbritannien sind Retros verboten und auch in der Schweiz werden die Retromodelle angepasst. Auf dem Vormarsch sind deswegen die so genannten Clean Shares; Tranchen ohne Vertriebsgebühren.
Die tiefsten Kosten in ganz Europa haben 2016 Fonds mit Domizil in der Schweiz und in Irland mit je 0,62%. Morningstar erklärt dies damit, dass in der Schweiz der Einsatz von Indexfonds zugenommen hat (von 21 % auf 50 %) und in Irland Geldmarktfonds eine besonders hohe Rolle spielen. In der Schweiz haben sich zwischen 2013 und 2016 die Kosten von Aktien- und Obligationenfonds auf 0,66% bzw. 0,28% halbiert. In Luxemburg, dem grenzüberschreitend wichtigsten Domizil mit einem Marktanteil von rund 40 %, gingen die Gebühren von 1,22 auf 1,13 % zurück. Damit liegt Luxemburg noch immer über dem europäischen Durschnitt.
Auf die absolute Höhe der Kosten hat sich dieser Trend allerdings nicht ausgewirkt, da die steigenden Vermögen den Abwärtstrend mehr als kompensieren konnten. So sind die Gebühren insgesamt von EUR 53 Mrd. auf EUR 61 Mrd. angestiegen.