Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/97190

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Nachbarländern - insbesondere Frankreich - im Europarat den Antrag zu stellen, dass der Wolf vom Anhang lI der Berner Konvention vom 19. September 1979 von einer "streng geschützten" Art zu einer "geschützten Art" (Anhang III) zurückgestuft wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz hat beim ständigen Ausschuss der Berner Konvention bereits im Jahr 2004 die Rückstufung des Wolfes vom Anhang II in den Anhang III beantragt. 2006 wurde dieser Antrag abgelehnt. Ein erneutes Vorstossen der Schweiz in dieser Angelegenheit ist deshalb zurzeit nicht opportun.</p><p>Mit den aktuellen gesetzlichen Grundlagen (Jagdgesetz, JSG, SR 922.0; Jagdverordnung, JSV, SR 922.01) und dem Konzept Wolf Schweiz hat der Bund derzeit genügend Spielraum, um übermässige Schäden an Viehbeständen zu verhindern. Abschüsse von einzelnen schadenstiftenden Tieren sind ausnahmsweise nach Artikel 9 der Berner Konvention auch bei im Anhang II aufgeführten Tierarten möglich.</p><p>Der Bundesrat ist aber nach wie vor der Überzeugung, dass eine Rückstufung des Wolfes in der Sache richtig wäre, und unterstützt die Forderung nach einer gemeinsamen Vorgehensweise mit den Nachbarländern. Die Schweizer Delegation wird deshalb das Thema Wolf und dessen Schutzstatus in Europa im Rahmen der unter dem Dach der Alpenkonvention neu gegründeten Plattform "Grosse Beutegreifer und freilebende Huftiere" einbringen. Die Schweiz würde einen gemeinsamen Vorschlag der Alpenländer zur Änderung des Schutzstatus beim ständigen Ausschuss der Berner Konvention in Strassburg denn auch unterstützen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.