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Spannender Spitzenkampf in Döttingen
Am Dienstag fand das Spitzenspiel in der ersten Liga statt. Unsere Mannschaft musste auswärts in Döttingen antreten. Erich (A17), Christoph (B13) und Dajana (B13) stellten sich dem Kampf gegen Robin Mühlebach (A16), Victor Granet (B15), und Tine Celcer (B15). Ich hatte an diesem Abend nichts besseres vor als meine liegen gelassene Trainerjacke beim Match in Baden suchen zu gehen und dann noch den Abstecher nach Döttingen vorzunehmen (übrigens: die Trainerjacke war (noch) nicht auffindbar.......)
Auf dem Papier war wohl Döttingen etwas zu favorisieren. Zudem sind die Spielbedingungen in Döttingen speziell, sodass die Heimmannschaft sicher einen Vorteil aufweisen kann. In den letzten beiden Saisons trennten sich diese Mannschaften zwei Mal mit Unentschieden, einmal gewann Döttingen und einmal Schöftland. Alle Resultate waren immer sehr knapp. Man durfte sich also auf eine spannende Partie gefasst machen.
Christoph spielte zuerst gegen Victor. Die beiden Spieler wiesen bis anhin gegeneinander eine ausgeglichene Bilanz auf. Mit 3:1 konnte sich Christoph diesmal durchsetzen. Dajana kämpfte gegen Robin. Auch diese beiden Akteure wiesen mit 1:1 eine ausgeglichene Bilanz auf. Dajana startete gut, führte mit 1:0 im Satz und hatte dann bei 9:9 im zweiten Durchgang Aufschlag: Zuerst ein dummer Fehler während des Ballwechsels und dann ein Aufschlagfehler!! beendete diesen Satz zu Gunsten von Döttingen. Dajana spielte unbeirrt weiter, kämpfte sich in den fünften Satz und scheiterte dann leider mit 7:11. Schade, schade, schade - wer weiss, was passiert wäre, wenn sie mit dem zweiten Satz 2:0 in Führung gegangen wäre. Erich erwies sich an diesem Abend als das Sorgenkind unserer Mannschaft. Diesen Eindruck musste man auf alle Fälle haben, wenn man als blinder seinen Matches hätte folgen müssen..... böse Zungen würden von einem "Jammeri" schreiben, ein Jammeri dem es nicht läuft, der Pech hat, der mit der Halle nicht zu recht kommt (was allerdings für die meisten auswärtigen Spieler in Döttingen zutrifft), der nur die Schlägerkante trifft, bei dem die Bälle nicht ankommen, usw. usw. Diese Aussagen stimmten sogar alle - nur: wer gewann am Schluss die Partie? Richtig: der "Jammeri". Mit 3:1 Sätzen (11:13 im vierten!) setzte sich unsere Nummer 1 gegen einen starken Tine Celcer durch.
Zum Glück folgte anschliessend das Spiel Victor gegen Erich. Mit 3:0 reüssierte Erich (9,4,9). Wirklich gut spielte Erich nicht sonderlich. Seine Aufschläge, sein Ballgefühl, sein Siegeswille reichten zum Erfolg. Dajana fightete mit Tine in einem tollen Match. Sie führte mit 2:0 in den Sätzen und 10:8 bei eigenem Aufschlag und verlor trotzdem noch - den gesamten Match. Bitter, bitter, bitter. Oberbitter musste es für Dajana natürlich gewesen sein, dass ein "Jammeri" im Hintergrund jammerte (logischerweise), der zwei Spiele für sich entscheiden konnte und sie selber mit leeren Händen dastand.... Christoph führte gegen Robin im ersten Satz mit 9:1 und musste sich dann doch noch geschlagen geben. Im dritten Satz war die Partie dann mit 11:9 entschieden. Vor dem Doppel stand es also 3:3.
Das Doppel ging sang und klanglos mit 0:3 verloren, sodass es nun eher nach einer Niederlage für Schöftland aussah. Christoph verlor gegen Tine mit 3:1. Unser Spieler spielte gut mit - allerdings konnte er bis anhin noch nie gegen Tine gewinnen. Dajana konnte gegen Victor ihre insgesamt gute Leistung an diesem Abend wenigstens noch mit einem Sieg befriedigend abschliessen. Döttingen führte nun nur noch mit 5:4. Unser Spitzenspieler (und Jammeri an diesem Abend) hatte es also noch in seinem "Goldhändchen", ein Unentschieden herauszuholen.
Tja, der Match gegen Robin, die Nummer 1 aus Döttingen, verlief nicht sehr vielversprechend. Für Erich passte an diesem Abend wirklich nicht vieles zusammen. Müde sei er, er habe zuviel gegen Haseeb am Vorabend trainiert, er treffe die Bälle nicht, es laufe nicht, "das gits doch nid" tönte es von Balwechsel zu Ballwechsel. 0:1 hinten und im zweiten Satz 2:9 hinten. "Na Bravo", dachte ich - jetzt verlieren wir dennoch. Doch plötzlich kippte das Spiel. Robin traf die Bälle nicht mehr. War er sich zu sicher? Beeinflusste das Jammern von Erich ein wenig? Wie durch ein Wunder konnte Erich mit 12:14 gewinnen, setzte dann im dritten Satz mit 11:3 noch einen Punkt obenauf, um dann den vierten Satz mit 4:11 zu verlieren. Die Spannung war nun auf dem Höhepunkt an diesem Abend. Der fünfte Satz verlief für Erich zu Beginn hervorragend. Mit 7:1 lag er in Führung, punktete vielmals direkt mit seinen Aufschlägen. Aber die Spannung hielt an bei diesem Match. Aufschlagfehler, dann guter Return von Robin (noch 7:3), dann zwei Punkte für Robin (noch 7:5). Nun Aufschlag Erich mit mässigem Erfolg. Robin spielte wieder beherzter mit, er witterte noch einmal eine Chance. Irgendwie zitterte sich Erich zum 10:9 und konnte dann mit 11:9 die Angelegenheit für sich entscheiden. Bravo! Das Unentschieden wurde doch noch Tatsache!
Fazit: Dajana spielte einmal mehr wunderschön, wurde vielleicht mit nur einem Sieg etwas zu schlecht trotz einer tolle Leistung belohnt. Christoph gewann jene Partie, die er gewinnen konnte und Erich spielte für seine Verhältnisse schlecht, jammerte und gewann schlussendlich drei Partien. Nun gut. Aus irgendeinem Grund ist er A17 klassiert. Darin zeigt sich eben auch die Klasse eines Spielers. Erich erwähnt immer wieder, dass im Tischtennis die Matche nicht mit den wenigen, begeisternden Punkten gewonnen werden. Sondern es sind viele kleine, scheinbar farblose, unspektakuläre Punkte, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Mit seinem "Goldhändchen" gelingen ihm eben viele von diesen Punkten. Mit seinem Schnitt, seinem Ballgefühl, seinen klasse Aufschlägen gestaltet er eben jede Partie sehr unangenehm für seine Gegner.
Wir liegen nun weiter klar an der Tabellenspitze. Am Freitag spielt unser Fanionteam die letze Partie der Vorrunde auswärts gegen den Tabellensechsten Bremgarten 2.