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Die Käseherstellung gehört zu den grossen Traditionen der Schweiz. Pro Jahr werden rund 180'000 Tonnen Käse hergestellt. Der Käsekonsum steigt in den letzten Jahren stetig an und betrug im Jahr 2010 21.5 kg Käse pro Kopf. Ein guter Drittel der 180'000 Tonnen wird exportiert: Hauptsächlich nach Italien, Frankreich und Deutschland. Die über 450 verschiedenen Schweizer Käsesorten lassen sich je nach Wassergehalt und Reifezeit in die Kategorien Frisch-. Weich-, Halbhart-, Hart- und Extrahartkäse einteilen. Vereinfacht dargestellt besteht jeder Käse lediglich aus Milch, Wasser, Lab und Salz. Zur Produktion von einem Kilogramm Käse werden ungefähr zehn Liter frische Milch benötigt. Zweidrittel der Schweizer Käse werden aus Rohmilch hergestellt. Die restliche Milch wird vor Käseherstellung pasteurisiert. Das Lab ist ein Enzym, welches eine Gerinnung der Milch bewirkt. Als Enzym wird eine grosse Gruppe von Proteinen (Eiweiss) bezeichnet, welche die Reaktionsgeschwindigkeit von biochemischen Prozessen erhöhen. Die Gärung und Reifung des Käses wird durch die Zugabe von unterschiedlichen Milchsäurebakterien bewirkt. Sie beeinflussen die Eigenschaften des verkaufsfertigen Käses wesentlich.
Emmentaler, Gruyère und Sbrinz sind unsere wichtigsten Käsesorten. Neben diesen Hartkäsen gibt es halbharte Käse wie Appenzeller, Tilsiter oder Raclette-Käse. Immer beliebter werden regionale Spezialitäten, zum Beispiel Tête-de-Moine, Mutschli, Bergkäse und Weich- und Frischkäse wie Camembert, Tomme und Mozzarella.