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Guten Tag!
Es ist gut, dass du mit deiner Mutter und auch deinem Vater gesprochen hast! Dein Vater hat zwar versprochen, dass er etwas verändern würde, aber du beobachtest, dass es nicht klappt. Viele Menschen, die abhängig sind, nehmen sich vor, sich zu verändern. Aber oft ist es für sie schwierig. Sie haben eine Krankheit, die ihren Willen stark beeinflusst.
Du fragst dich nun, was du sonst noch machen könntest. Du hast eigentlich schon das Wichtigste getan, indem du mit deiner Mutter und deinem Vater gesprochen hast. Vielleicht willst du bei einer guten Gelegenheit auch nochmals mit ihnen sprechen. Du könntest deinem Vater sagen, dass du beobachtest, dass er weiter trinkt. Du kannst ihn auch fragen, ob er seine Situation mit jemandem von einer Suchtberatungsstelle besprechen möchte. Aber du bist nicht verantwortlich dafür, ob dein Vater etwas verändert oder nicht. Ich kann verstehen, dass du versuchst, deinem Vater den Alkohol wegzunehmen, aber du schreibst selbst und hast recht damit: Das bringt nichts.
Wichtig ist vor allem, dass du Dinge tust, die dir selbst gut tun! Du musst Raum haben für dich! Was macht dir Freude? Zusammensein mit Freund:innen? Sport? Hobbys?
Und: Jemanden zu haben, mit dem man sprechen kann, hilft oft sehr. Gibt es jemanden, mit dem du über die Situation gut sprechen kannst? Deine Mutter? Ein Pate? Eine Tante? Hast du dich auch schon überlegt, ob du dich an eine Suchtberatungsstelle wenden möchtest?
Wir sind da, wenn du magst, berichte jederzeit, was du tust und wie es weitergeht!
Herzliche Grüsse
Admin-Lisa