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Die längste ununterbrochene Meisterschaft der Welt
Die erste - noch inoffizielle - Meisterschaft im Schweizer Fussball wurde in der Saison 1897/98 ausgetragen. Der damalige Verband SFA (Schweizerische Fussball-Association) lehnte die Organisation einer offiziellen Meisterschaft ab, weil es für die meisten Klubs eine absolute Unmöglichkeit sei, «in Folge der finanziellen und geschäftlichen Verhältnisse der Clubs, grössere Reisen auszuführen».
Grasshopper-Club Zürich gewinnt Premiere
In diesem Moment sprang die Sportzeitung «Suisse Sportive» in die Bresche. Auf eine Ausschreibung hin meldeten sich neun Mannschaften aus der Romandie - und nur zwei Vertreter aus der deutschen Schweiz: die Grasshoppers und der FC Zürich. Die übrigen Klubs erklärten, sie seien «für eine Teilnahme zu inferior». Diese erste «inoffizielle» Meisterschaft wurde im Cupsystem in drei regionalen Gruppen ausgespielt.
Die drei Regionalmeister Grasshoppers Zürich, La Villa Longchamp Lausanne und La Châtelaine Genf machten in Finalspielen den ersten inoffiziellen Meister aus, wobei sich die Grasshoppers mit 6:1 gegen den Klub aus Lausanne und mit 2:0 gegen die Genfer klar durchsetzten.
Die 122. Saison ohne Unterbruch
Bereits in der folgenden Saison 1889/99 übernahm die SFA die Organisation des Meisterschaftsbetriebs. Und seither wird in der Schweiz ohne Unterbruch jedes Jahr um den Titel des Schweizer Fussballmeisters gekämpft. In der Saison 2018/19 zum 122. Mal in Folge - das ist Weltrekord!
Kein anderes Land konnte in beiden Weltkriegen den Meisterschaftsbetrieb aufrechterhalten. Zwar fand auch in der Schweiz zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ein «Championnat Suisse de Mobilisation» unter speziellen Vorzeichen statt; der Betrieb ruhte aber nie. In Bezug auf die Anzahl ausgetragener Meisterschaften wird die Schweiz nur von Holland übertroffen, mit total 129 gespielten Saisons.
Der erste Meister ist auch bis heute der Rekordmeister der Schweiz: der Grasshopper Club Zürich mit 27 Titeln. Dahinter folgen der FC Basel (20), Servette FC (17), der FC Zürich (12) und der BSC Young Boys (12). Total 20 Klubs konnten sich mindestens einen Titel sichern, einige davon existieren aber heute nicht mehr.
Das Objekt der Begierde
Ab dem 21. Juli 2018 spielen nun die 10 Klubs der Raiffeisen Super League um den Titel in der 122. Meisterschaft. Als Belohnung winkt der neue Meisterpokal, der im Mai 2019 dem Schweizer Fussballmeister zum vierten Mal übergeben wird.
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