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Schon gegen Radek Stepanek benötigte der Schotte fünf Sätze, um in die nächste Runde einzuziehen. Dass er nun gegen den unbekannten Bourgue erneut über die volle Distanz musste, kam doch sehr überraschend. Der Franzose, der dank einer Wildcard ins Haupttableau einzog, hatte vor seinem grossen Auftritt am Mittwoch noch nie gegen einen Top-50-Spieler gespielt.
Nach dem verlorenen ersten Satz drehte Bourgue gross auf und brachte Murray an den Rand einer Niederlage. Wie schon gegen Stepanek zeigte der Weltranglisten-Zweite aber Moral und drehte die dreieinhalb Stunden dauernde Partie noch. Er hat nun zehn der letzten elf Fünfsatz-Matches für sich entschieden. Die einzige Niederlage in dieser Phase kassierte er im letztjährigen Halbfinal gegen Novak Djokovic.
Erst im späteren Verlauf des Turniers wird sich zeigen, ob Murray, der mögliche Halbfinal-Gegner von Stan Wawrinka, für den unerwarteten Kraftaufwand noch bezahlen muss. Sein nächster Gegner ist der 37-jährige Aufschlagsriese Ivo Karlovic (ATP 28). Der Kroate wird am Freitag nicht frischer sein als Murray. Er stand in seinem Zweitrunden-Match gegen den Australier Jordan Thompson (ATP 94) vier Stunden und 31 Minuten auf dem Platz. Den fünften Satz gewann er 12:10.
(SDA)