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Alpentransitbörse
Die Alpentransitbörse ist ein Instrument, um den Strassengüterverkehr über die Alpen zu reduzieren. Sie kann als Feinsteuerungsinstrument zusätzlich zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe, einer Maut oder eine Tunnelgebühr angewandt werden, deshalb ist sie in allen betroffenen Ländern realisierbar. So funktioniert die Alpentransitbörse: Die Politik definiert die erwünschte Zahl der alpenquerenden Lkw-Fahrten. Nur wer ein Durchfahrtsrecht vorweisen kann, darf seinen Lkw über die ins System einbezogenen Pässe (Gotthard, San Bernardino, Simplon und Gr. St. Bernhard) steuern. Die Durchfahrtsrechte werden vom Staat an die Meistbietenden versteigert oder gratis (z.B. als Bonus für Schienentransporte) auf dem Markt gegeben. Sie sind (frei oder an einer Börse) handelbar. Der sich bildende Preis ist abhängig von der Nachfrage und wird ungefähr der Differenz zwischen den Transportkosten auf Strasse und Schiene entsprechen. Sobald der Preis höher steigt, ist es günstiger, die Bahn zu benutzen. Die Alpentransitbörse ist nicht diskriminierend und wahrt die freie Wahl des Verkehrsmittels.