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Liebe Motorsportfreunde,
Am letzten Wochenende führte uns der Weg zum letzten Rennevent der IDM Saison 2017 nach Hockenheim. Für uns war es mit ca. 300 km und guten 3 ½ Autostunden die kürzeste Anreise der Saison, wodurch wir bereits am frühen Donnerstagabend im Fahrerlager eintrafen.
Am Freitag standen dann die ersten beiden freien Trainings und bereits das erste Zeittraining auf dem Programm. Zum ersten freien Training ging es für mich dann bei optimalen Wetterbedingungen um 10:15 Uhr auf die Rennstrecke. Im ersten freien Training entschieden wir uns für die Reifenmischung SC1. Nach einigen gefahrenen Runden stellte ich fest, dass das Fahrwerk zu weich war und das Setup nicht optimal gewählt war. Ich konnte insgesamt 15 Runden fahren und das erste freie Training mit einer Rundenzeit von 1:32.688 auf Platz 9 beenden. Für das zweite freie Training um 13:50 Uhr nahmen wir eine Veränderung am Fahrwerk vor, die sich als richtige Entscheidung herausstellen sollte. Ich kam im zweiten Training mit dem Motorrad viel besser zurecht, das Fahrverhalten war deutlich besser als noch im ersten freien Training und ich konnte mir einiges an Selbstvertrauen für das erste Zeittraining am Nachmittag holen. Mit einer Rundenzeit von 1:32.850 beendete ich das zweite freie Training. Das erste Zeittraining startete dann um 17:05 Uhr. Für das Zeittraining entschieden wir uns von der Reifenmischung SC1 auf SC0 zu wechseln. Ich konnte mich im Verlauf der 15 gefahrenen Runden auf eine Rundenzeit von 1:31.865 verbessern, was am Ende die zehntschnellste Zeit bedeutete. Mit meiner Rundenzeit lag ich damit +2.227 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten.
Das zweite Zeittraining am Samstagmorgen um 11:00 Uhr verlief dann überhaupt nicht nach Plan. Schon in meiner ersten Runde auf der Rennstrecke stürzte ich über das Vorderrad, nachdem ich eine leicht veränderte Linie fuhr und mir durch die Berührung der Curbs das Vorderrad einklappte. Durch einen etwas größeren Schaden am Motorrad war für mich damit das zweite Zeittraining frühzeitig beendet.Für das erste Rennen am Nachmittag stellte das Team mir das Ersatzmotorrad bereit, das vorher noch auf meine Bedürfnisse vorbereitet werden musste. Hier ein großes Lob an das ganze Team, das unermüdlich alles an Arbeit investiert hat und dies in der kurzen Zeit möglich gemacht hat. Der Rennstart glückte mir hervorragend und ich konnte vor der zweiten Kurve bereits auf Position 7 vorfahren.
Kurz nach dem Rennstart schlug das Wetter dann plötzlich um und die ersten Regentropfen ließen nicht lange auf sich warten. Die Rennleitung entschied sich dann zum Rennabbruch und wir kamen alle zum Reifenwechsel an die Box. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde das Rennen dann mit einen Neustart als Regenrennen fortgesetzt obwohl die Rennstrecke weitgehend trocken war. Der Restart gelang mir nicht so gut wie der erste Rennstart, jedoch konnte ich einen Gaststarter und Toni Thurmayer hinter mir lassen. Mit dem Verlauf des Rennens versuchte ich, den Vorsprung auf die vor mir fahrenden Fahrer zu verkleinern, was mir jedoch nicht gelang. Nach 10 Runden kam ich auf Positon 9, was meine beste Saisonleistung war, ins Ziel.
Am Sonntagmorgen um 9:15 Uhr stand dann das kurze Warm Up an, bevor es um 14:55 Uhr ins zweite und letzte Rennen der Saison gehen sollte. Ich konnte mir in den 5 Runden beim Warm Up ein gutes Gefühl für das Motorrad holen und fuhr mit gebrauchten Reifen die viertschnellste Rundenzeit mit einer 1:33.666. Positiv gestimmt und mit dem Willen noch einmal alles aus mir herauszuholen ging es dann in das zweite Rennen. Der Start ins letzte Rennen der Saison gelang mir nicht wirklich optimal und ich hatte meine Mühen, die vor mir fahrenden Fahrer hinter mir zu lassen. Es entwickelte sich für mich ein sehr zähes Rennen, da ich einige Runden hinter den vor mir fahrenden Fahrern fuhr und es kein vorbeikommen für mich gab. Nachdem ich diese doch hinter mir lassen konnte, wurde es für mich ein sehr einsames Rennen. Runde für Runde fuhr ich für mich, da ich nach vorne einen Rückstand von 15 Sekunden hatte und nach hinten einen Vorsprung von 20 Sekunden aufbauen konnte. In den verbleibenden Runden riskierte ich nichts mehr und wollte die Punkte ins Ziel bringen. Ich schloss das letzte Rennen der Saison nach 16 Runden auf Platz 11 ab.
Ohne einen Ausfall in der Saison und konstant in den Punkterängen platziert, konnte ich die Saison in der Supersport 600 Klasse mit 72 Punkten auf Platz 10 der Gesamtwertung beenden.
Ein großes Dankeschön gilt meinem Team Weber Motos Racing, meinen Sponsoren, Gönnern, Freunden und der Familie, die diese tolle Saison mit Ihrer Arbeit und Unterstützung möglich gemacht haben.
Nun beginnt die Planung für das kommende Jahr. Wir halten euch auf dem laufenden.
Bis Bald
Colin #51