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Die Musicals gingen jedes Mal im stets ausverkauften Flawiler Pfarreizentrum über die Bühne. Mit 19 Jahren realisierte Severin Pfeffer mit «Es bsunders Gschänk» (2014) sein erstes eigenes Musicalprojekt. Als Konsequenz daraus gründete er mit zwei Kolleginnen im Jahr 2015 den Verein Musicalfieber Flawil. «Non(n)sense» (2015), «The Addams Family» (2017) und «9 to 5» (2019) waren die folgenden Produktionen, bei denen Severin Pfeffer jeweils auch Regie führte und für die Choreografie verantwortlich war.
Mit «9 to 5» brachte der 24-jährige Flawiler nicht nur das Broadway-Musical erstmals auf die Schweizer Bühne. Es war auch die erste Produktion, die er nicht nur in Flawil aufführte. Wattwil, Sirnach und Goldach waren die weiteren Aufführungsorte. Kürzlich erhielt der von Severin Pfeffer präsidierte Verein am Jugendprojekt-Wettbewerb 2019 einen Anerkennungspreis für das Musical «9 to 5».
Nächstes Stück in Planung
Severin Pfeffer, der am 22. Mai 1995 geboren ist und seither in Flawil wohnt, entdeckte schon früh die Leidenschaft für das Schauspiel und die Musik. Er spielte während der Schulzeit Flöte, Posaune und Keyboard. An der Musikschule Flawil nahm er Gesangsunterricht, den er in St.Gallen bei der Sängerin Sabrina Sauder fortsetzte. Während seiner Ausbildung zum Detailhandelsfachmann trat er der Statisterie des Theaters St.Gallen und der Theatergruppe Spielwitz in Mörschwil bei. Nach seinem Lehrabschluss besuchte er für zwei Semester die Musicalschule «Stage Art Musical & Theatre School» in Adliswil. Da habe er sich erweiterte Kenntnisse in Schauspiel, Gesang und Tanz aneignen können, schreibt er auf seiner Homepage.
«9 to 5» war nicht das letzte Musical, welches die ehrenamtlich agierende Gruppe um Severin Pfeffer aufführte. Das nächste Stück ist bereits in Planung und soll im Frühjahr 2021 aufgeführt werden. Mehr will der Preisträger noch nicht verraten.
Bisher neun Preisträger
Den Flawiler Preis gibt es seit dem Jahr 2010. Die bisherigen Preisträger waren Rolf Bollinger, der B’treff Flawil, das Ortsmuseum Flawil, Pius Burtscher, der Naturschutzverein Flawil und Umgebung, Ella Steurer, Berti Knellwolf, Dani Müller und Heinz «Haro» Niedermann. Mit dieser Auszeichnung werden spezielle Leistungen in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Soziales und Beruf gewürdigt. Der Flawiler Preis ist auch ein Mittel zur Förderung und Anerkennung der Freiwilligenarbeit, wie die Gemeinde Flawil in einer Mitteilung schreibt. Der Flawiler Preis 2019 beinhaltet einen Betrag von 1161 Franken, eine Urkunde und eine Skulptur. (rkf/red)
Offiziell wird der Flawiler Preis im Anschluss an die Bürgerversammlung vom 26. November im Lindensaal übergeben.