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Hattrick der Grasshoppers
Bis Ende der Fünfzigerjahre hatte sich der Grasshopper Club Zürich bereits die Rekordzahl von 16 Meistertiteln gesichert (und 13 Cupsiege gefeiert). Nach einer Durststrecke dominierten die Hoppers den Beginn der Achtzigerjahre und feierten mit drei verschiedenen Trainern einen Titelhattrick.
Nach den goldenen Fünfzigern waren die Sechzigerjahre eine einzige Durststrecke für den Schweizer Rekordmeister. Der Grasshopper Club Zürich musste das Feld für lange Jahre den Klubs aus der Romandie und den beiden grossen Rivalen FC Basel und FC Zürich überlassen. Erst mit den beiden Meistertiteln 1971 und 1978 konnten die Hoppers die damals herrschende Phalanx wieder durchbrechen.
Nach dem zweiten Schlussrang in der Saison 1980/81 hinter dem Lokalrivalen FCZ nahmen die Grasshoppers Anlauf zum grossen Comeback und feierten schliesslich von 1981/82 bis 1983/84 gleich drei Titel in Folge. In allen drei Saisons hiess das zweitplatzierte Team Servette FC, wobei Andy Egli den Zürchern den dritten Titel von 1984 erst mittels Penalty in der Verlängerung des damals fälligen Entscheidungsspiels sicherte.
Als Kapitän angeführt wurde die Zürcher Mannschaft beim Titelhattrick von Torhüter Roger Berbig. Zu den Stützen zählten weiter Stürmer Claudio Sulser, mit 22 Treffern Torschützenkönig 1982, der österreichische Regisseur Kurt Jara oder Raimondo Ponte, der sich zwischen seinen beiden längeren GC-Engagements noch je eine Saison bei Bastia in Frankreich und bei Nottingham Forrest in England versuchte.
Aussergewöhnlich war, dass drei verschiedene Trainer die drei Titel mit dem Rekordmeister feierten: Timo Konietzka, Hennes Weisweiler, der im Juli 1983 kurz nach dem Titelgewinn überraschend verstarb, sowie Miroslav Blazevic.
Der Name eines GC-Spielers der Hattrick-Jahre sollte im weiteren Verlauf des Jahrzehnts noch andernorts auftauchen, wo es etwas zu feiern gab: Heinz Hermann. Er war im Sommer 1977, noch nicht 20-jährig, von einem Zürcher Quartierklub zu den Grasshoppers gestossen. In seiner ersten GC-Saison kam er bereits zu Meisterehren, im September 1978 debütierte er für die Schweizer Nationalmannschaft gegen die USA.
Mit vier Meistertiteln und einem Cupsieg in der Tasche wechselte Heinz Hermann auf die Saison 1984/85 hin zum aufstrebenden Team von Neuchâtel Xamax und unter die Fittiche des charismatischen Xamax-Präsidenten Gilbert Facchinetti und dessen Trainer Gilbert Gress. Es folgten zwei weitere Meistertitel 1987 und 1988 und die bis heute einmalige Serie von fünf Auszeichnungen zum Fussballer des Jahres in Folge (1984-1988).