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Aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen starten die Ölpreise auf ihrem Freitagsniveau in die neue Handelswoche. Hand in Hand mit dem schwächelnden Euro/Dollar-Kurs ergeben sich heute im Inland höhere Heizölpreise. Bis zu 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter zahlen Verbraucher mehr.
Die Ölpreise bleiben auf ihren höheren Niveaus von Freitagnachmittag. Seit dem Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman am vergangenen Donnerstag, nehmen die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte an, Washington werde alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um eine sichere Schifffahrt im Nahen Osten zu gewährleisten. Pompeo geht davon aus, dass der Iran hinter dem Angriff steckt und veröffentlichte ein Video, dass ein iranisches Patrouillenboot bei der Entfernung einer nicht explodierten Haftmine an einem angegriffenen Tanker zeigen soll.
Die Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten haben seit dem letzten Jahr zugenommen als sich die USA aus dem Atomabkommen von 2015 zurückgezogen hat und die Sanktionen gegen das Land wieder in Kraft setzte. Die Brent-Futures zogen im frühen Handel auf 62,28 US-Dollar je Barrel an, die Rohöl-Futures der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stiegen auf 52,69 US-Dollar je Fass.
Die geopolitischen Risikofaktoren stützen die Ölpreise, die davor durch die abkühlende Weltkonjunktur und der weicheren Nachfrage unter Druck geraten sind. Die OPEC und EIA senkten in der vergangenen Woche ihre Schätzungen für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage und äußerten handelspolitischen Bedenken angesichts der Angst vor einer globalen Rezession. Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigte am Freitag die Nachfrageprognose. Diese rechne damit, dass die Ölnachfrage im laufenden Jahr 1,2 Millionen Barrel pro Tag erreichen wird. Die weltweite Ölnachfrage ist im ersten Quartal 2019 nur noch um 250.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, was das niedrigste jährliche Wachstum seit Ende 2011 sei. Die EIA geht davon aus, dass sich das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage bis 2020 auf rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag erholen wird. Hinsichtlich des globalen Angebots sieht die Agentur langfristig den Markt gut versorgt. jw
HeizOel24-Tipp: Lassen Sie sich benachrichtigen, wenn der Heizölpreis wieder fällt. Im HeizOel24-Infocenter haben Sie u.a. die Möglichkeit, ihren persönlichen Preisalarm einzurichten. - 17.06.2019