Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/3354

Der Schweizer Markt für Video- und Computerspiele war im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode rückläufig. So ist der Gesamtmarkt (Konsolen sowie Games für Konsolen und PC) um 7,4 Prozent nach Stückzahlen und 14,7 Prozent nach Umsatz geschrumpft. Wie die Swiss Interactive Entertainment Association SIEA in einer Mitteilung schreibt, widerspiegeln diese Zahlen auch das veränderte Medienverhalten. So hätten Smartphone- und Onlinespiele an Bedeutung und Marktanteilen gewonnen - allerdings würden diese nicht von der SIEA erfasst.
Konsumenten mögen mobile Konsolen
Im Markt für Konsolen beträgt der Absatzrückgang im ersten Halbjahr 2011 minus 6 Prozent, beim Umsatz minus 10,4 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal 2010 gingen die Verkaufe um 4,9 Prozent und der Umsatz gar um 13,5 Prozent zurück. Dafür hat sich 2011 der Anteil an mobilen Konsolen deutlich erhöht. Fast jede zweite verkaufte Konsole war im zweiten Quartal ein Handheld. Dieses Wachstum ist gemäss den Zahlen der SIEA vor allem auf die Einführung von Nintendos 3DS zurückzuführen.
Im Spiele-Bereich beträgt das Minus im ersten Halbjahr 7,5 Prozent nach Absatz beziehungsweise 16,7 Prozent nach Umsatz. Im zweiten Quartal fiel der Verlust im Vergleich zur Vorjahresperiode sogar noch etwas höher aus. Hier resultiert ein Minus von 8,9 Prozent (Absatz) und 17,5 Prozent (Umsatz).
Für das zweite Halbjahr zeigt sich Peter Züger, Präsident der SIEA, vorsichtig optimistisch. Die Vorjahreswerte werde man wohl nicht ganz erreichen. Viele Top-Titel würden das Spielesortiment aber vor allem im Weihnachtsgeschäft beleben und somit die Verkäufe ankurbeln. (bt)