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(lat.
Magister,
Praefectus curiae), im
Mittelalter einer der ersten Hofbeamten der deutschen
Kaiser und
Könige. Seine Amtsfunktion bestand zunächst in der Leitung der königlichen
Hauswirtschaft und im Dienen um die
private
Person des Monarchen. Derartige Beamte kamen auch an andern Fürstenhöfen und auch bei kleinern
Dynasten vor. Das
Hofmeisteramt gewann im 15. Jahrh. nach und nach die Bedeutung eines Staatsamtes, und
der Hofmeister entfaltete schließlich an den deutschen Fürstenhöfen nahezu die Wirksamkeit eines
Haus- und
Kabinettsministers. Die
ältesten Hofmeister in
Deutschland
[* 2] waren klösterliche Wirtschaftsbeamte, welche als Adlaten der
Äbte die weltliche
Geschäftsführung
besorgten.
Noch jetzt wird in manchen Gegenden der Verwalter eines größern
GutesHofmeister genannt; außerdem ist die Bezeichnung
für
Hauslehrer (s. d.) üblich.
Vgl. Seeliger, Das deutsche Hofmeisteramt (Innsbr. 1885).