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Mogno ist ein Weiler im Maggiatal auf ca. 1180 m Höhe und gehört zur Gemeinde Lavizzara. Der Ort wurde seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr ganzjährig bewohnt. Wegen des wachsenden Tourismus wurden in den vergangen Jahren viele Häuser renoviert und ausgebaut, einige sind mittlerweile wieder ganzjährig bewohnt. 1986 zerstörte eine Lawine die 1636 erbaute Kirche und einige Häuser, die glücklicherweise unbewohnt waren. Bereits 1987 wurde das Projekt für den Wiederaufbau durch den bekannten Tessiner Architekten Mario Botta vorgestellt. Die Finanzierung erfolgte durch zahlreiche Wohltäter. 1992 begannen die Arbeiten an der neuen Kirche, welche 1996 wiederum dem hl. Johannes dem Täufer geweiht wurde.
Als Baumaterial wählte er abwechselnde Schichten einheimischen Peccia-Marmors und Vallemaggia-Granits, welche den markanten Hell-dunkel-Kontrast erzeugen. Die Kirche hat keine Fenster, der ca. 120 m ² grosse Innenraum wird nur durch das Glasdach einfallendem Licht erhellt. Der Grundriss im Innenraum ist rechteckig, die Wände vollziehen den Übergang zur Dachrundung im allmählichen Übergang. Der Eingang befindet sich aussen unter einem treppenförmigen Aquädukt, welches vom Regenwasser des Daches gespeist wird. Die beiden Glocken aus dem Jahre 1748 über dem treppenförmigen Aquädukt konnten als einzige Elemente von der alten, gänzlich zerstörten Kirche übernommen werden. Die Wassertreppe setzt sich im Innern unter dem Glasdach als bogenförmige Himmelsleiter fort. Der Altar steht vor einer rundbogigen Durchgangsnische zur Sakristei. Die wenigen Sitzgelegenheiten sind aus hellem Holz und bieten einen sehr schönen Kontrast zum in Hell-Dunkel gestalteten Fussboden.
Mir persönlich gefällt das Spiel mit dem Licht, dem Himmel und dem Wasser ausserordentlich. Die schlichte Atmosphäre und die spirituelle Symbolik laden zum Verweilen und Meditieren ein.
Hier einige visuelle Eindrücke. Die Aufnahmen entstanden mit einer D800 und den beiden Objektiven AF-S 14-24mm f/2.8 und AF-S 28mm f/1.8. Die Fotos wurden in Photoshop bearbeitet.