Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03122.jsonl.gz/1973

Zweite Gotthardröhre28. Februar 2016
Ziel: Eine zweite Gotthardröhre soll gebaut werden.
Ausgangslage
Am Gotthard gibt es seit dem Jahr 1980 einen Strassentunnel. Dieser Tunnel verbindet das Tessin mit dem Kanton Uri. Der Gotthardtunnel hat zwei Spuren. Für jede Fahrtrichtung gibt es eine Spur.
In den nächsten Jahren muss dieser Tunnel saniert werden. Während der Sanierung muss der Tunnel mehrere Jahre gesperrt werden und keine Fahrzeuge können durchfahren.
Was würde sich ändern?
Wird die Vorlage angenommen, so wird ein zweiter Strassentunnel durch den Gotthard gebaut. Dieser hat zwei Spuren. Bis der neue Tunnel fertig gebaut ist, verkehren die Fahrzeuge wie bisher durch den alten Tunnel. Sobald der neue Tunnel fertig gebaut ist, wird der alte Tunnel gesperrt und saniert. Die Fahrzeuge fahren dann in beiden Richtungen auf je einer Spru durch den neuen Tunnel. Die Gotthardstrasse kann so während der Sanierung offen bleiben.
Ist die Sanierung des alten Tunnels fertig, so werden beide Tunnel geöffnet. Laut dem Alpenschutzartikel darf pro Tunnel nur eine Spur geöffnet werden. Der Alpenschutzartikel schreibt unter anderem vor, dass die Kapazitäten für den Strassenverkehr im Alpenraum nicht ausgebaut werden dürfen.
Die beiden Fahrtrichtungen haben somit je einen eigenen Tunnel, in dem die Fahrzeuge nur in eine Richtung fahren. Die zweite Spur dient jeweils als Pannenstreifen. Die Sanierung mit einer zweiten Röhre kostet rund 2,8 Milliarden Franken.
Argumente der BefürworterInnen
- Der Gotthardtunnel ist eine wichtige Verbindung ins Tessin und nach Italien. Wird er ohne zweite Röhre saniert, muss er über längere Zeit vollständig gesperrt werden.
- Die Sanierung ohne zweite Röhre ist sehr aufwendig und bringt Probleme mit sich. Vorübergehende müsste ein Bahnverlad aufgebaut werden, der dann wieder abgebaut wird. Bei einer erneuten Sanierung ist der ganze Aufwand erneut nötig.
Argumente der GegnerInnen
- Die Sanierung ist auch ohne zweite Röhre möglich. Diese Variante ist viel billiger und das gesparte Geld kann bei dringlicheren Verkehrsprojekten besser eingesetzt werden.
- Es ist wahrscheinlich, dass irgendwann alle vier Spuren genutzt werden. Dieser Ausbau bringt noch mehr Verkehr und Umweltbelastung und verstösst gegen den Alpenschutzartikel.