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Egal mit welchem Verfahren das Uranerz gewonnen, gemahlen und chemisch aufbereitet wird, bei der Produktion des für die Brennstäbe erforderlichen angereicherten Urans, des Yellowcake, entstehen neben radioaktivem Feinstaub weitere giftige Abfallprodukte, die auf Abraumhalden deponiert, in Gewässern „entsorgt“ oder in Giftschlammbecken für unbestimmte Zeit „abgelagert werden“. Mit dramatischen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Mit der Exploration und der anschliessenden Ausbeutung der Uranminen werden Arbeitskräfte angesiedelt. In den nigerianischen Städten Arlit und Akokan sind dies inzwischen rund 80’000 Einwohner, vorwiegend Nomaden, Halbnomaden und Tuareg. Sie sind praktisch alle in der einen oder anderen Form vom Atomkonzern Areva abhängig.
Der beim Abbau, dem Transport, dem Mahlen und beim Deponieren auf den Abraumhalden erzeugte radioaktive Staub wird vom Wind in alle Richtungen verfrachtet und von der ungeschützten Bevölkerung eingeatmet. Wie im Abschnitt „Radioaktive Partikel aus dem Kamin“ erläutert, atmet man nicht radioaktive Strahlung ein, sondern die Quelle, von der die radioaktive Strahlung ausgeht, man atmet die strahlenden Uranpartikel ein.
Dies erklärt, weshalb in diesen Städten die Krebsrate bis drei Mal höher ist als im nigerianischen Landesdurchschnitt und zudem die Lebenserwartung um zehn Jahre geringer.