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Mit einem Augenzwinkern erzählt die Autorin von einem aufregenden Land, in dem das Leben nicht immer einfach ist, Gastfreundschaft gross geschrieben wird, unterschiedliche Konfessionen sich ihren eigenen Mikrokosmos schaffen - und man immer stutzig werden sollte, wenn die Antwort "nema problema" (kein Problem) lautet. 1908 gehörte das Land zu Österreich-Ungarn, 1918 wurde es Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, 1941 von Deutschland besetzt, 1945 bis 1980 folgte die Herrschaft Titos, danach ein Staatenbund, 1992 der blutige Krieg, bis dieser 1995 mit dem Vertrag von Dayton beendet wurde. Was nach über 100 Jahren wechselhafter Geschichte bleibt, sind je ein bosniakisches, ein serbisches und ein kroatisches Staatsoberhaupt im rotierenden System, mit Bosnisch, Serbisch und Kroatisch drei offizielle Sprachen, Polizeistreifen, die immer aus je einem bosnischen und einem kroatischen Polizisten bestehen müssen - und der bunte Alltag in Bosnien-Herzegowina.
Portrait
Danijela Albrecht, geboren 1976, studierte Anglistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Heidelberg und an der University of Connecticut (USA). Sie ist verheiratet, lebt in Mannheim und arbeitet an der Popakademie Baden-Württemberg. Ihre Familie mütterlicherseits lebt in Bosnien-Herzegowina, so dass die Autorin seit ihrer frühen Kindheit immer wieder kürzere und längere Zeiträume in Bosnien-Herzegowina verbrachte.