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ist eine sehr alte Rasse, die beinahe vom Aussterben bedroht war. Der Name leitet sich von der biblischen Geschichte ab, wonach Jakob als Lohn für seine Arbeit aus der Herde von Laban alle gescheckten Tiere behalten durfte (1. Mose 30, Verse 25-43).
Über den Ursprung des Jakobschafes gibt es unterschiedliche Theorien
Tiere dieser Rasse kamen mit der Zeit über Nordafrika nach Spanien und England. Dort wurden sie wegen ihres speziellen Aussehens in den Parks des Englischen Adels gehalten, was sich bis ins 16. Jahrhundert zurück durch unzählige Bilder dokumentieren lässt. Anfangs der 1960er Jahre war der Bestand in England dramatisch gesunken und in Nordafrika sowie auf dem europäischen Festland galt die Rasse bereits als ausgestorben. Dank der Initiative einiger weniger engagierter Jakobschafhalter in Grossbritannien wurde 1969 die Jacob Sheep Society gegründet mit dem Ziel, diese alte Rasse zu erhalten. Bald fanden sich auch Liebhaber dieser besonderen Rasse auf dem Festland - vorab in Deutschland und Holland - und in den 1980er Jahren gelangten die ersten Tiere in die Schweiz. In Grossbritannien lebt heute wieder eine solide Population von rund 6500 Herdebuchtieren und auch in Deutschland und Holland gibt es einige hundert Jakobschafe. Sogar in den USA und Kanada werden heute Jakobschafe gezüchtet. Die Ahnen dieser Tiere - vorab 4-Horn - gelangten grösstenteils anfangs des 20. Jahrhunderts nach Übersee und wurden wegen ihrer vier Hörner und dem speziellen Aussehen in Zoos gehalten und als Attraktion im Zirkus und an Schauen vorgeführt. Um das Jakobschaf in der Schweiz bekannter zu machen und die wenigen Tiere in einem Herdebuch zu erfassen, wurde im November 2008 die IG Jakobschaf Schweiz gegründet, welche im Februar 2015 in einen Verein umgewandelt wurde und derzeit rund 40 Mitglieder zählt. Der Bestand an Jakobschafen in der Schweiz ist seither erfreulicherweise auf rund 300 Herdebuchtiere angewachsen.
Merkmale des Jakobschafes
Es handelt sich um eine mittelgrosse, gescheckte und langschwänzige Landschafrasse, welche zwei, vier oder gar sechs Hörner trägt - männliche und weibliche Tiere sind behornt. Der Kopf ist bis zum Hornansatz wollfrei. Rassetypisch ist ein Gesicht mit weisser Blesse, dunklen Backen und dunkler Nase. Die Beine sind unbewollt und weiss oder gefleckt, die kleinen harten Klauen sind schwarz. Klauenprobleme sind bei dieser Rasse sehr selten. Die feine bis mittlere Wolle ist sehr gut spinnfähig und bei Handspinnerinnen und Weberinnen sehr beliebt.
Brunst ist saisonal (ca. September bis Januar) und eine Erstbelegung wäre mit 7-9 Monaten möglich. Es ist jedoch empfehlenswert, die Jungaueli erst im Folgejahr zum Bock zu führen. Es werden meistens Zwillinge geboren, Drillinge sind jedoch keine Seltenheit.