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Als Rick Perry 2012 für die US-Präsidentschaft kandidierte, wollte er das Energieministerium abschaffen. Heute leitet der ehemalige Gouverneur von Texas in der Regierung von Donald Trump genau dieses Ressort. Viel bewegt hat er bislang nicht. Nun sorgte Perry erstmals für Schlagzeilen – weil er auf einen Juxanruf hereingefallen ist.
Die Comedians Wladimir Krasnow und Alexej Stoljarow haben wiederholt Promis auf diese Weise hinters Licht geführt. Vor zwei Jahren gaukelten sie Elton John ein Telefonat mit Wladimir Putin vor, nachdem der britische Popstar den russischen Präsidenten wegen seiner Anti-Homosexuellen-Politik kritisiert hatte. John fiel auf den Scherz herein.
Rick Perry erging es nicht besser. Der US-Minister glaubte im Gespräch vom 19. Juli, dass er mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Wolodimir Hroisman telefoniere, wie US-Medien berichten. In der rund 20-minütigen Konversation sei es unter anderem um amerikanische Kohleexporte in die Ukraine und die umstrittene Nordstream-2-Gaspipeline durch die Ostsee gegangen.
Richtig absurd wurde es, als die Russen Perry vorgaukelten, der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko habe einen Biotreibstoff aus selbstgebrautem Alkohol und Schweinedung erfunden. Rick Perry bezeichnete die Idee laut dem Transkript des Gesprächs als «interessant». Er werde Kiew im August besuchen und vom Präsidenten nähere Informationen verlangen.
Die beiden Komiker veröffentlichten das Scherzgespräch auf ihrer Website. Eine Sprecherin des Energieministeriums bestätigte, dass Perry «das neuste Opfer zweier russischer Witzbolde» geworden sei. Diese würden Leute aufs Korn nehmen, deren Ziele «nicht denen ihrer Regierung entsprechen». Im konkreten Fall betreffe dies die Energiesicherheit der Ukraine. (pbl)