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Pressemitteilung (1. April 2013)
Tierbefreiung: 30 Hühner gerettetIn der Nacht zum Ostermontag befreiten Tierrechtler 30 Hennen aus einer Bodenhaltung. "30 Individuen, die heute zum ersten Mal die Sonne sehen", so Nicole Bräuker von der Tierrechtsinitiative "Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus". "30 Personen, die leben werden, in größtmöglicher Freiheit, anstatt in einem Loch bis zu ihrem gewaltsamen Tod zu verharren."
Neben Weihnachten ist Ostern die Zeit im Jahr, in der der Eikonsum am höchsten ist, in der Osterwoche verdoppelt sich der Prokopfverbrauch beinahe. Die Übernahme des heidnischen Fruchtbarkeitssymbols durch die Christen an ihrem wichtigsten Feiertag hatte ganz pragmatische Gründe: da während der Fastenzeit davor keine Eier gegessen werden durften, musste der Überschuss mangels Kühlmöglichkeiten irgendwie entsorgt werden.Darüberhinaus werden normalerweise eher braunschalige Eier bevorzugt (basierend auf dem Aberglauben, diese seien "ökologisch", "natürlicher", "gesünder" - tatsächlich unterscheiden sich braune und weiße Eier aber im wesentlichen nur in der Farbe, der Schalendicke und darin, dass in den braunen Eiern weit häufiger Blutgerinnsel aus geplatzten Adern im Eileiter zu finden sind, etwa in jedem sechsten). An Ostern werden jedoch traditionell gekochte oder ausgeblasene Eier bemalt, dafür werden eher weißschalige verwendet.
Daher müssen für Ostern besonders viele, insbesondere weiße Eier "produziert" werden. Nun legen aber genetisch bedingt Hühner mit weißen Ohrscheiben weiße, Hühner mit roten braune Eier. Schon im Herbst wird die Zahl der Gefangenen in vielen Betrieben erhöht, um die ein halbes Jahr später rapide steigende Eier-Nachfrage befriedigen zu können; durch die Nahrung und künstlich verlängerte Tage wird, auf Kosten der Gesundheit der Tiere, die Legerate noch weiter erhöht; weitere Eier werden aus Osteuropa und China importiert.
Speziesisten betrachten Vogeleier als Lebensmittel - in Wahrheit sind diese Eier Todesprodukte, weit entfernt von dem, wozu sie eigentlich da sind: Küken bis zum Schlüpfen zu schützen und zu ernähren.
Deutschlandweit werden derzeit fast vierzig Millionen Hennen für die Eierproduktion gefangengehalten; zwei Drittel in Bodenhaltungen, jeweils jede siebte in Freiland- bzw. Käfighaltungen (sogenannte "Kleingruppen"), der Rest - weniger als 8% - in Biohaltungen."Sie leiden unabhängig von der Art der Gefangenhaltung und werden von Vegetariern und anderen Unveganern ausgebeutet und ermordet", so Claude Martin von Maqi.
Die Hennen werden, sobald sie mit etwa fünf Monaten geschlechtsreif sind, ein Jahr lang zum Legen von Eiern ausgenutzt. Anschließend werden sie, weil die "Legeleistung" nachlässt und sie somit unrentabel sind, ebenfalls getötet – sofern sie solange überleben. Auch in dem "Stall" dieser Anlage, aus dem die Tiere befreit wurden, fanden die Befreier Leichen.
Zudem sind Hühner qualgezüchtet, so dass die Hennen bis zu dreihundert Eier im Jahr legen, während die Stammform der "Legehennen", die Bankivahühner, höchstens zwanzig Eier im Jahr legen. Diese leben in Gruppen von etwa zwanzig Tieren zusammen, während die weit höhere Gruppengröße in der Eierproduktion zu Soziopathien (z.B. Federpicken bis hin zu Kannibalismus) führt. Das bedeutet, dass sie sowohl aufgrund der Selektionszüchtung als auch durch die Gefangenhaltung leiden.
Bereits in der Brüterei werden die männlichen Küken von den weiblichen getrennt und vergast oder vermust, da sie keine Eier legen und für die Herstellung von Leichenteilen andere Zuchtlinien verwendet werden. Täglich über hundertzwanzigtausend in Deutschland, 45 Millionen pro Jahr. Lediglich einige Hähne ersetzen Elterntiere in Vermehrungsbetrieben oder landen in manchen Eierproduktionsbetrieben, um dort das Auftreten von Soziopathien und damit die "Verluste" zu reduzieren und die Produktivität zu steigern.
Laut Landwirtschaftsministerium (BMELV) wurden in Deutschland 2012 fast achtzehn Milliarden Eier konsumiert. Pro Kopf hat also jeder hierzulande 216 Eier im Jahr gegessen und damit eineindrittel Hühner getötet.
An vielen der österlichen Bräuche klebt Blut, und das bedeutet, dass sie abgeschafft werden müssen. Mehr noch: die Abschaffung von Tierausbeutung statt Reformen, Tierrechte statt Tierschutz und Veganismus statt Vegetarismus sind zwingend erforderlich.
Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D–63619 Bad Orb, Tel. 06056 309788, <email-pii>, http://maqi.de.