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Morimoto Tokoku I. wurde 1901 in einer Töpferfamilie geboren. Er verfeinerte seine Fähigkeiten unter Rakuzan Shimizu, einem berühmten Banko-Keramiker. Für seine Gefäße in der Tanba-Tradition wurde er 1974 von der Präfektur Hyogo zum immateriellen Kulturgut ernannt.
Der heutige Meister des Ofens, Tokoku V., wurde 1940 geboren. Er erlernte die Töpferkunst bei seinem Vater, Tokoku IV., und stellt Teeutensilien sowohl mit den für Tanba typischen Ascheanflugglasuren als auch mit den dort seit dem 17. Jahrhundert verwendeten hellen Glasuren im traditionellen Holzbrandofen her. Er wurde ebenfalls von Präfektur Hyogo zum immateriellen Kulturgut ernannt.
Preis: CHF 650.– (verkauft)
Schale aus der Christoph Peters Kollektion
Tanba Keramik
Tanba-Keramik stammt aus der Stadt Sasayama in der Präfektur Hyogo. Die Keramikproduktion hier reicht etwa 800 Jahre zurück. Wie Bizen, Tokoname, Shigaraki, Echizen und Seto gehört auch Tanba zu den „Die sechs alten Öfen“ genannten Orten, in denen die japanische Keramik ihren Ausgang nahm. Während des Mittelalters wurden hier hauptsächlich einfache Gebrauchsgefäße für den täglichen Bedarf hergestellt. Tanba-Keramiken werden leicht mit Bizen-Gefäßen verwechselt, da die gebrannte Ware durch den hohen Eisenanteil des Tons und die traditionelle Holzbrandfeuerung ebenfalls dunkle Braun-, Rot- und Violetttöne annimmt und ähnliche Ascheanflugglasuren aufweist. Ab der Momoyama- Zeit (1573-1603) wurden auch kleinere Mengen an Teekeramiken, häufig mit einer Glasur aus Asche und Ton versehen, gebrannt.