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Die FIFA hat an gestern Montag (07.07.) das Festival “Football for Hope“ (Fussball der Hoffnung) in dem Stadtteil “Vila Olímpica do Caju“, von Rio de Janeiro, eröffnet. Bis zum 10. Juli werden 32 Teams, zusammengestellt von Coaches aus 25 Ländern, sich einen sportlichen Wettkampf liefern, in dem Jungen und Mädchen im gleichen Team spielen, wobei gewinnen in diesem Fall nicht die wichtigste Rolle spielt.
“Man hat bisher geglaubt, dass die WM 2014 in 12 Stadien ausgetragen wird – das stimmt nicht ganz. Diese ist die 13. Arena der WM. Und in diesem Wettkampf gibt es keine Schiedsrichter – folglich auch keine Kritik an Schiedssprüchen. Die Teilnehmer selbst bestimmen die Grenzen des Fair-Play. Dies ist ein anderes Gesicht des Fussballs – dies ist seine Essenz“, erklärte der Präsident der FIFA Joseph Blatter. Er pries die Tatsache, dass die einzelnen Teams selbst ihre Regeln vor Beginn des Spiels aufstellen – sie können, zum Beispiel, verabreden, dass alle Torschüsse nur unter Beteiligung der Mädchen Geltung bekommen, dass beide beteiligten Teams alle Tore feiern, und dass jedes Foul durch den Dialog entschieden wird.
“Vor einhundert Jahren kämpften viele dieser Fahnen, die heute hier sind, im ersten Weltkrieg gegeneinander. Heute sind sie hier bei einer Veranstaltung des Friedens“, sagte der Exekutiv-Sekretär des Sportministeriums, Luiz Fernandes. “Caju war eine Region, die vom Drogenhandel beherrscht wurde, und diese Veranstaltung ist ein weiterer Schritt voran auf dem Weg ins Licht einer gerechteren Sozialstruktur durch die Befriedung dieses Ortes. Es ist eine symbolträchtige Feier“.
Zwischen dem 02. und 06. Juli bestand das Programm aus einer Reihe von kulturellen und erzieherischen Aktivitäten zur Integration der einzelnen Delegationen. Am Mittwoch (02.06.) war der Ex-Fussballer Ronaldo, Mitglied des lokalen Organisations-Komitees der WM, anwesend, um das Festival zu eröffnen und dann den anwesenden Kindern ein bisschen aus seiner Geschichte zu erzählen.
“Der Fussball hat mein Leben verändert. Ich ging zur Schule, solange ich konnte, und dann hat mir die Schule des Lebens innerhalb des Fussballs die Dinge gelehrt, die ich noch nicht wusste. Nutzt diese wunderbare Gelegenheit, die ihr jetzt bekommt, um an einer Fussball-Weltmeisterschaft teilzunehmen“, sagte der fünffache Weltmeister.
Die FIFA gründete “Football for Hope” im Jahr 2005 und hat bisher mehr als 36 Millionen Dollar in 426 Programme in 78 Ländern investiert. Die Initiative hat gegenwärtig 26 Projekte in Brasilien auf ihrem Programm, nicht nur Fussball-Training und Nachwuchs betreffend, sondern auch Aufklärung über HIV/Aids, Lösung von Konflikten, Gleichheit der Geschlechter und Rassen, gesellschaftliche Integration, Friedens-Promotion, jugendliche Führung und Fähigkeiten fürs Leben.