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Es kommt nicht oft vor, dass ich eine CD erhalte, die bereits vor fünf Jahren veröffentlicht wurde. Ich könnte es ja verstehen, wenn es ein Re-Release eines Albums ist, das über ein anderes Label geschieht, aber die Promo wie sie hier vorliegt stammt vom selben Label, das die CD schon damals veröffentlicht hat. Ich denke einmal, dass diese erneute Distribution nur dazu dient um Aufmerksamkeit auf die Band zu lenken, aber seltsamerweise hat sich diese auch nur noch einmal vor 3 Jahren mit einer Ein-Song-Demo zu Wort gemeldet. Naja, mal sehen, was The Rays Of The Sun mit "Living Flowers Gallery" präsentieren.
Grob könnte man die Musik als Doom Metal bezeichnen, auch wenn sich die Musik an sich nicht wirklich durch aussergewöhnliche Langsamkeit auszeichnet, aber sie orientiert sich zumindest am Sound von Doom-Bands wie Isole oder Draconian, wenngleich ich, als Fan der Band, auch gewisse Parallelen zu The Offspring heraushören vermag. Schlussendlich sei hier gesagt, dass die Musik allerdings kaum an die Klasse der genanten Bands herankommt - ausser vielleicht an jene von Draconian, da ich dieser Band ähnlich wenig abgewinnen kann. Zwar klingt die Musik auf den ersten Moment recht schön, schafft es allerdings nicht, den Hörer für sich zu gewinnen und bleibt doch recht stark auf Distanz. Ausserdem schreibe ich "ersten Moment", weil die Musik nach mehrmaligem Hören völlig an Substanz verliert.
Dies liegt mitunter auch an der Produktion. Grundsätzlich wäre diese nicht einmal schlecht, allerdings eher geeignet für ein Album das nicht im Metal-Bereich angesiedelt ist. Die ruhigen akustischen Teile hören sich gar nicht mal so schlecht an, wenn auch ein wenig matschig, aber sobald die verzerrten Gitarren und die Stimme einsetzten fallen bei mir innert kürze beide Augen zu, denn diesen Teilen fehlt einfach das nötige Gewicht um sie interessant zu gestalten. Es klingt genauso wie die akustischen Teile nur ein wenig verzerrt aber völlig kraftlos.
Die Stimmen an sich sind kaum nennenswert. Mann und Frau singen, wechseln sich ab und zu ab, schaffen es dabei allerdings kaum irgendwelche Akzente zu setzen. Ausserdem scheint der männliche Vertreter mit seinem tschechischen Akzent Probleme zu haben und ich bin einer dieser Menschen, der bei schlechten Akzenten wirklich grosse Probleme beim Zuhören bekommt. Englisch ist eine verdammt einfache Sprache, auch die phonetische Seite ist kaum nennenswert schwierig, deshalb sehe ich meine Erwartungen nicht als zu hoch, wenn ich eine anständige Aussprache verlange.
Die Texte an und für sich würde ich ja gerne kommentieren, aber ich habe nicht vor, mich der Gefahr von eventuellen Kopfschmerzen auszusetzen um den halbtransparenten Text auf verschiedenfarbigem Hintergrund zu lesen, von daher verzichte ich dankend.
Die Musik an und für sich wäre an manchen Stellen nicht mal schlecht, aber an zu vielen anderen ist sie einfach nur substanzlos, die Stimmen sind einfach nur da und die Produktion klingt viel zu matschig und stromlinienförmig.
|Dying Passion||Cales||Dissolving of Prodigy||Tisíc Let od Ráje||Six Degrees of Separation|
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