Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03407.jsonl.gz/495

Aneurysma Symptome zeigen sich typischerweise bei betroffenen Patienten über Jahre hinweg überhaupt nicht. Wächst ein Aneurysma langsam, das heisst in der Regel ca. fünf Millimeter pro Jahr, spüren Sie keinerlei Schmerzen. Diese Abwesenheit von Symptomen kommt allerdings auch bei riesigen, bis zu zehn Zentimeter grossen Aneurysmen vor. So ist es also durchaus möglich, dass Sie bis zum Moment einer Ruptur völlig beschwerdefrei leben.
Ein symptomatisches Aneurysma wird als solches bezeichnet, wenn der Patient Beschwerden hat, die auf das Aneurysma zurückgeführt werden, bei denen aber eine Computertomographie keine Zeichen einer Ruptur aufweist.
Verdrängt das Aneurysma Organe, kommt es vor, dass diese Beschwerden missinterpretiert werden.
Treten Aneurysma Symptome auf, dann können sie, je nach anatomischer Lage des Aneurysmas, unterschiedlich sein.
Aortenaneurysmen der Brustschlagader (thoracale Aneurysmen) sind häufig völlig asymptomatisch. Der Patient wiegt sich in Sicherheit und begibt sich üblicherweise nicht zum Arzt. Nimmt die Grösse des Aneurysmas zu, können Rückenschmerzen auftreten. Diese werden leider von den meisten Betroffenen fehlinterpretiert.
Im Falle einer Ruptur kommt es bei Aortenaneurysmen der Brustschlagader (thoracalen Aneurysmen) zu massiven Rückenschmerzen und häufig zu einem Kollaps wegen eines Blutdruckabfalls.
Aneurysmen im Bauchraum zeigen in der Regel ebenfalls keine Symptome. Es kann allerdings vorkommen, dass Ihr Bauch pulsiert. Bei einer Untersuchung durch Ihren Arzt ist dieser in der Lage, ein Aneurysma zu ertasten oder mit Hilfe von Ultraschall darzustellen.
Im Falle einer Ruptur kommt es bei Aortenaneurysmen im Bauchraum, die platzen, häufig zu einem Kollaps wegen eines Blutdruckabfalls. Die Aneurysmen führen zu heftigsten Schmerzen im abdominalen (der Teil des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken) oder lumbalen (Lendenwirbel) Bereich. Die Symptome gleichen denen einer Nierenkolik, so dass eine Verwechslung möglich ist.
Kommt es zu einer Ruptur in die freie Bauchhöhle, ist die Wahrscheinlichkeit diesen Zustand zu überleben sehr gering, weil der Patient viel zu viel Blut verliert.
Häufig wird bei einem rupturierenden Bauchaortenaneurysma die Blutung nach einem ersten Ereignis und einem erheblichen Blutdruckabfall durch die Hinterwand des Bauchfells tamponiert. Bemüht man sich dann, den Blutdruck wieder auf normale Werte anzuheben, kommt es zu einer zweiten Ruptur in die freie Bauchhöhle.
Treten Symptome auf, die auf das Aneurysma zurückzuführen sind, müssen Sie schnell handeln. Denn meistens bedeutet das Beschwerdebild ein rasches Wachstum oder eine drohende Ruptur.
Informieren Sie sich ausführlich zum Thema:
Fragen & Termine
Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an die Spezialisten des Universitären Zentrums für Endovaskuläre und Vaskuläre Chirurgie Aarau–Basel. Oder vereinbaren Sie mit den Ärzten unseres Zentrums einen persönlichen Beratungstermin.
Nach dem Versand werden wir uns baldmöglichst bei Ihnen melden.