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Bis zwei Runden vor Schluss war das vierte Saisonrennen ganz den Erwartungen entsprechend verlaufen. Hamilton und sein Teamkollege Valtteri Bottas lagen mit sicheren Abständen auf den Plätzen eins und zwei, Verstappen lag schon deutlich zurück. Doch dann nahm das Drama seinen Anfang. Vorerst hatte Bottas vorne links einen Reifenplatzer zu beklagen und musste deshalb nochmals die Box aufsuchen. Der Finne wurde nach dem Malheur bis auf Platz 11 durchgereicht.
Der linke Vorderreifen gab wenig später auch am Mercedes mit Hamilton den Geist auf. Mit dem zerfetzten Gummi hatte der Engländer noch eine halbe Runde zurückzulegen – und rettete sich schliesslich vor Verstappen ins Ziel. Hamiltons Glück war, dass sich der Niederländer kurz vor dem Zwischenfall nochmals einen frischen Satz der weichsten Pneus abgeholt hatte, um sich den Zusatzpunkt für die schnellste Runde zu sichern. Hätte Verstappen auf den Zwischenhalt verzichtet, hätte er das Rennen gewonnen.
Siebter Sieg im Heimrennen
Hamilton siegte in seinem Heimrennen zum siebten Mal. Der Engländer sorgte damit für eine weitere Bestmarke, die er sich bisher mit Alain Prost geteilt hatte. Der einstige vierfache Weltmeister hatte in den Achtziger- und Neunzigerjahren den Grand Prix von Frankreich sechsmal gewonnen. Weil Bottas ohne Punkte blieb, baute Hamilton seinen Vorsprung als Führender in der WM-Gesamtwertung auf den Finnen auf 30 Punkte aus.
Die Fahrer des Teams Alfa Romeo gingen leer aus. Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen belegten die Plätze 14 und 17.
Einer der Pechvögel war Nico Hülkenberg. Der Deutsche, der im Team Racing Point kurzfristig als Ersatz für den positiv auf das Coronavirus getesteten Sergio Perez engagiert worden war, musste auf den Start wegen eines Motorproblems verzichten.