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Der weibliche Körper gilt als besonders geheimnisvoll. Durch Vermessen, Wiegen und Zählen versucht man, dem Mysterium des Weiblichen auf die Spur zu kommen. Diese Vermessungsmanie wird kaum hinterfragt.1 Ein Blick in die Geschichte des weiblichen Körpers zeigt, dass die Körpermasse der Frau durch völlig unterschiedliche und sich immer wieder verändernde Schönheitsideale geprägt worden sind, von üppig zu dünn.2 90-60-90, Zahlen, die für den Brust-, Taillen- und Hüftumfang des weiblichen Körpers in Zentimeter stehen, gelten als Idealmasse der Frau. Bei 90-60-90 handelt es sich allerdings um eine Momentaufnahme,3 war doch beispielsweise in den 1960er Jahren mit Twiggy noch ein gänzlich anderes Körperbild gefragt.4 90-60-90 sind Standardmasse aus der Modeindustrie, denn die Designer schneidern ihre Kleider auf diese Grössen.5 Durch die Medienpräsenz der Modell-Ikonen der 1980er Jahre fanden diese Zahlen Eingang in einen allgemeinen weiblichen Schönheitsdiskurs.