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Von den vielen Ausflügen, von denen sie abgesehen hatte, von den historischen Monumenten, die sie nicht besucht hatte, von den kulturellen Veranstaltungen, die sie verpasst hatte, war die Familie Bärenblau derart erschlagen, dass sie noch eine Woche länger blieb. Weil sie zur Vermeidung von Menschenmassen und Ferienstaus in diesem Jahr nur vom oberen in den unteren Stock ihres bescheidenen Heims gezogen waren, war die Aufenthaltsverlängerung kein Problem. Sie dachten auch weiterhin nicht daran, irgendwelche Aktivitäten zu ergreifen, die über das unendlich verlangsamte Ausführen von Alltagshandlungen hinausgingen, und als dann alles wieder von vorne anfing, machten die Bärenblaus einen gewappneten Eindruck.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Im Dezember 2014 hat die WOZ eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.