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Die Heizleistung eines Gewitters ist enorm
Die beim Auskondensieren freigesetzte Wärme ist nicht nur in der Sauna gefühlsmässig eindrücklich, sie ist es auch in Zahlen. Wenn ein Liter Wasser auskondensiert, dann entsteht gleich viel Wärme wie beim Verbrennen von rund 50 g Benzin. Ein Liter pro Quadratmeter ist gleichbedeutend wie ein Millimeter Niederschlag. Fällt 1 mm Regen, so wurde in der Wolke pro Quadratmeter ein Liter Wasserdampf auskondensiert. Pro Quadratmeter entstand somit in der Wolke gleichviel Wärme wie beim Verbrennen von 50 g Benzin entsteht. Fast schwindelerregend wird die Energiemenge, wenn man bedenkt, dass ein Gewitter auf unzähligen Quadratkilometern Regenmengen von 10 mm und mehr bringt.
Könnte man diese Energie in Wolken nutzen, dann wäre unser Energieproblem gelöst. Nur ist dies eine rein theoretische Überlegung. Würden wir wirklich die Energie abzapfen können, dann zerfiele das Gewitter, weil wir es «ausbluten» würden.
Nichts geht verloren
Geld kann vernichtet oder geschaffen werden. Mit Energie ist dies nicht der Fall. Energie verschwindet nicht und sie entsteht auch nicht aus dem Nichts. Energie ändert lediglich seine Form. In der Sauna ist dies sehr einfach zu sehen. Beim Aufguss in der Sauna gelangt Wasser auf sehr heisse Steine. Die Steine geben ihre Wärme an das Wasser weiter mit der Folge, dass das Wasser verdunstet und sich die Steine abkühlen. Die Wärme, die die Steine verloren haben, ist nun gespeichert im Wasserdampf. Diese gespeicherte Energie wird wieder als Wärme freigesetzt, wenn der Wasserdampf auf dem Körper auskondensiert. Was wir also bei unserem Aufguss-Experiment spüren ist die Wärme der Steine, welche via Wasserdampf zu uns gelangt ist.