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Im gemeinsamen Unterricht bei Walter Levin in Basel lernten sie sich kennen, die vier Musiker des Amaryllis Quartetts: der Hamburger Geiger Gustav Frielinghaus, seine in Schwetzingen geborene Kollegin Lena Wirth, die Detmolder Bratschistin Lena Eckels und der Schweizer Cellist Yves Sandoz, der aus Solothurn stammt. Seit 2006 spielen sie in dieser Besetzung zusammen und studierten zunächst weiter beim Alban Berg Quartett in Köln sowie anschliessend bei dessen Primarius Günter Pichler in Madrid. Nach ersten Wettbewerbserfolgen in Heerlen, Eindhoven und Graz gewann das Amaryllis Quartett 2011 sowohl den renommierten «Premio Paolo Borciani» in Reggio Emilia als auch die «International Chamber Music Competition» in Melbourne. Seither gastiert das Ensemble bei den Festivals von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, bei den Schwetzinger Festspielen und dem Heidelberger Frühling, in der Zürcher Tonhalle, im Wiener Musikverein und im Muziekgebouw Amsterdam. In der Hamburger Laeiszhalle, im Lübecker Kolosseum und im Konzertsaal Solothurn unterhält das Amaryllis Quartett sogar eigene Konzertreihen. Ein Markenzeichen seiner Programme ist die Koppelung von Klassikern des Repertoires mit zeitgenössischen Partituren oder in Vergessenheit geratenen Meisterwerken. Die Vier haben neue Stücke von Eino Tamberg, Johannes Fischer sowie Lin Yang zur Uraufführung gebracht und setzen sich besonders für die Musik des ungarischen Komponisten und Bartók-Schülers Géza Frid ein, dessen Quartettschaffen sie 2008 als Weltersteinspielung herausbrachten. 2012 erhielt das Amaryllis Quartett für seine Aufnahme mit Werken von Haydn und Webern den «ECHO Klassik»; im selben Jahr wurde ihm überdies der Kammermusikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung verliehen.
August 2014