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Diese 23km lange Insel ist jetzt mal wirklich im "Schnittlauch" des Pazifiks gelegen. Das Festland (Chile) liegt 3'700km östlich und das nächste Inselchen Pitcairn (dort leben die Nachkommen der Meuterer der Bounty) ist 2'000km entfernt.
Die Flugplatzpiste der Insel wurde vor 30 Jahren mit amerikanischer Hilfe grosszügig ausgebaut, da sie eigentlich als Notlandeplatz für die Space Shuttle vorgesehen war. Kaum fertig gestellt, explodierte die Challenger und das Ende der Shuttle-Mission war besiegelt. Von nun an konnte die chilenische Fluggesellschaft LAN die Osterinsel auch mit grösseren Flugzeugen bedienen.
Da fast die Hälfte der Insel Nationalpark ist, leben die meisten der 6'000 Bewohner im grössten Dorf Hanga Roa. Übernachtet haben wir in Gehdistanz zum Dorf bei Peter's "Hare Swiss". Der St. Galler hat sich vor 12 Jahren in eine Rapanui verliebt und ist umgehend auf die Osterinsel ausgewandert.
Dank dem angenehmen Wetter haben wir einen Scooter gemietet und die Insel damit erkundet. Die vielen Moais (Steimannli) sind auf der ganzen Insel verstreut und je nach Lage wirklich mystisch und lassen die Digicam glühen. Wenn ein Häuptling starb, wurde ein Moai im Steinbruch in Auftrag gegeben und über die Insel bis zu seinem Dorf transportiert, wo er in solcher Weise aufgerichtet wurde, dass er das Dorf überschaute.
Sehr gefallen hat uns auch der erloschene Vulkan Rano Kau. Am Kraterrand wurde Rapamycin in einer Bodenprobe entdeckt, ein bakterielles Stoffwechselprodukt. Der Wirkstoff wird bereits in der Transplantationsmedizin eingesetzt und Studien mit Mäusen und Hunden haben eine bedeutende Anti-Aging-Wirkung gezeigt. Gut möglich also, dass "dank" der Osterinsel unser Pensionsalter bald auf 75 steigt...
Link zu einem Interview in der Coopzeitung mit Peter, unserem Gastgeber: