Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/1491

Die Anzahl aufgezeichneter Beben hängt nicht nur von der Erdbebenaktivität ab, sondern auch von der Dichte und Verteilung der Messstationen. In Regionen mit vielen Stationen, beispielsweise dem Wallis oder der Ostschweiz, werden vergleichsweise mehr Beben aufgezeichnet, weil bereits sehr kleine Ereignisse erfasst und ausgewertet werden können. Zudem treten grundsätzlich mehr kleine als grosse Beben auf. Von den 1’230 Beben, die der SED im Jahr 2017 registriert hat, wiesen beispielsweise über 700 eine Magnitude von weniger als 1.0 auf. In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der erfassten Mikrobeben aufgrund des steten Ausbaus des Messnetzes sowie verbesserten Auswertmethoden stark zugenommen. Ihre Aufzeichnung ist wichtig, da sie Erdwissenschaftlern erlaubt, mehr über die Struktur des Untergrunds zu erfahren und Rückschlüsse auf die Erdbebengefährdung zu ziehen.
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern besteht in der Schweiz eine mittlere Erdbebengefährdung auf, wobei es regionale Unterschiede gibt: Das Wallis ist die Region mit der höchsten Gefährdung, gefolgt von Basel, Graubünden, dem St. Galler Rheintal, der Zentralschweiz und der übrigen Schweiz. Regionen ganz ohne Erdbebengefährdung gibt es in der Schweiz nicht.
Die Erdbeben in der Schweiz sind hauptsächlich die Folge des Aufeinanderprallens der europäischen und der afrikanischen Lithosphärenplatten.