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Die Einwanderung von ausländischen Fachkräften wird in den nächsten Jahren anhalten. Davon geht das BFS in seinen Bevölkerungsszenarien 2015-2045 aus, wobei es annimmt, dass das Ausmass der Einwanderung über die Jahre abflacht. Weiter rechnet das BFS damit, dass der Anteil der ausländischen Bevölkerung mit Tertiärabschluss weiter zunimmt, während jener mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II und ohne nachobligatorischen Abschluss in der Tendenz abnimmt. Solange die Krisen in verschiedenen Weltregionen anhalten, werden zudem in den kommenden Jahren Menschen über den Asylprozess in der Schweiz Schutz suchen, darunter zahlreiche Jugendliche mit geringen Qualifikationen.
Aufgrund dieser Entwicklungen wird sich die Berufsbildung verstärkt an eine Zielgruppe mit Migrationshintergrund richten:
- Die potentiellen Lernenden werden vermehrt aus ausländischen Familien stammen, welchen das Schweizer Bildungssystem nicht bekannt ist und welche die gesellschaftliche Position der Berufsbildung nicht richtig einschätzen können.
- Es wird eine zunehmend grosse Gruppe an potentiellen Lernenden von sog. «spät eingereisten Jugendlichen» geben, welche eine geringe Schulbildung und wenig Sprachkenntnisse mit sich bringen.
- Die Berufsbildung wird zunehmend in den Fokus rücken, wenn es darum geht, eine wachsende Anzahl von eingewanderten erwachsenen Personen ohne nachobligatorischen Abschluss in den Arbeitsmarkt zu integrieren.