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Ein Schweizer Bankier ist in Portugal wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäscherei festgenommen worden. Mit dem Schweizer, der als Drahtzieher gilt, kamen auch mehrere Portugiesen in Haft.
Der Schweizer und drei Portugiesen seien am Donnerstag festgenommen worden. Nach Einvernahmen am Freitag seien drei der vier in Untersuchungshaft genommen worden. Einer kam gegen Kaution frei, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Samstag berichtete.
Nach Informationen der am Samstag erscheinenden Wochenzeitung «Sol» könnte die Deliktsumme allein in Portugal fast eine Milliarde Euro erreichen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Bei der betroffenen Vermögensverwalterin Akoya AG mit Sitz in Genf, für welche der Schweizer gearbeitet haben soll, war am Samstag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Diese Untersuchung überschneidet sich mit anderen Affären, in welche stets der ehemalige Abgeordnete Domingos Duarte Lima verwickelt ist.
Lima soll den Behörden Hinweise geliefert haben, die bei der Aufdeckung des schweizerisch-portugiesischen Netzes geholfen haben. Die Staatsanwaltschaft sei bereits über die illegalen Machenschaften von Akoya informiert gewesen. Lima habe die Behörden in ihrem Verdacht bestärkt, schrieb die ebenfalls am Samstag erscheinende Wochenzeitung «Expresso».
Der Ex-Abgeordnete der regierenden Sozialdemokaten wird von der portugiesischen Justiz wegen Betrugsverdachts verfolgt und in Brasilien laufen Untersuchungen gegen ihn wegen der Tötung einer Portugiesin in Brasilien.
(vst/sda)