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Was ist ein Wärmeverbund?
Bei einem Wärmeverbund wird an einer zentralen Stelle – ähnlich einer Zentralheizung - Wärme erzeugt, und dadurch die dem Verbund angeschlossenen Gebäude mit Wärme versorgt. In Sursee ist im April 2021 der Startschuss für die Realisierung eines Fernwärmenetzes gefallen.
Wie wird die Wärme erzeugt?
Die Wärme für den Wärmeverbund in Sursee wird zu einem grossen Teil über die Abwärme gewonnen, die durch die regionale Industrie erzeugt wird. Es können aber auch natürliche Wärmequellen wie Seewasser oder z.B. die ARA genutzt werden.
Kann sich jede Surseer Liegenschaft der Fernwärme anschliessen?
Die Erschliessung des Stadtgebiets an das Fernwärmenetz erfolgt in Etappen. In einem ersten Schritt wird das Quartier «Isebahn Vorstadt» erschlossen. Entsprechend der Nachfrage werden dann weitere Quartiere dazu kommen. Ziel ist es dereinst ein möglichst grosser Teil des Stadtgebiets zu versorgen.
Wo kann man sich über die Möglichkeiten informieren?
Der Wärmeverbund Sursee verfügt über eine eigene Website unter dem folgenden Link können Sie sich für eine Beratung melden:
Was sind zusätzliche Vorteile eines Anschlusses an eine Verbundslösung?
Neben der Schonung der Umwelt gibt es einige zusätzliche Vorteile im Zusammenhang mit einer Fernwärme Heizung. So benötigt es im Gebäude viel weniger Platz für die Wärmeerzeugung, da die Installationen bis zu einem gewissen Grad ausserhalb sind. Für den Anschluss und die Verteilung innerhalb des Gebäudes benötigt es kaum Wartungen. Auch entfallen Kosten für Brennerservice, Tankrevisionen und Tankreinigungen sowie den Kaminfeger. Die Fluktuation der Kosten aufgrund von unterschiedlichen Ölpreisen entfallen und es benötigt auch keine Vorinvestition, da kein Heizöl auf Vorrat gekauft werden muss.
Was sind Nachteile einer Fernwärme Heizung?
Grundsätzlich ist es nötig, dass die verbundenen Gebäude möglichst nahe beieinanderliegen, sodass durch den Transport der Wärme möglichst wenig Wärme verloren geht. Das heisst auch, dass eine grössere Strecke zwischen Wärmeerzeugung und Verbraucherliegenschaft durch zu lange angelegte Fernwärmeleitungen nicht rentabel betrieben werden kann. Entsprechend macht Fernwärme primär in stark besiedelten Ballungsräumen Sinn, wohingegen in eher ländlichen, schwach besiedelten Gegenden Fernwärme eher weniger Sinn macht. Schliesslich geht ein gewisser Grad an Flexibilität verloren, da man sich bei der Anbindung an einen Wärmeverbund zum einen eine gewisse Zeit verpflichtet und zum anderen dann nicht einfach wieder autonom sein Heizsystem wechseln kann.
Energiestadt Sursee
Die Stadt Sursee verfügt seit 2005 über das Label «Energiestadt». Dieses wird alle vier Jahre überprüft und Gemeinden verliehen, die «überdurchschnittliche Anstrengungen in der kommunalen Energie- und Klimapolitik – in Abhängigkeit der vorhandenen Handlungsspielräume – unternehmen». Entsprechend begrüssenswert erscheint es uns auch, dass die Initiative zu diesem Wärmeverbund nun zum Tragen kommt. Die Abstützung der Aktiengesellschaft auf die Akteure Korporation Sursee, Stadt Sursee und EWL trägt zusätzlich zu einer grossen Glaubwürdigkeit gegenüber potentiellen Endkunden bei. Wenn die Erschliessung dereinst von der Gegend des Bahnhofs Sursee über die neuen Hochhäuser des Dreiklangs und des Surseeparks bis zur Altstadt und gar darüber hinaus – allenfalls zum Spital Sursee und dem umliegenden Quartier Mariazell - erfolgt ist, kann die Stadt Sursee durchaus stolz sein ihren Bewohnern auf dem Weg aus den fossilen Energieträgern gemeinsam mit der Korporation und der EWL eine zukunftsgerichtete Alternative anzubieten. Dies ermöglicht zudem dem einzelnen Immobilieneigentümer mit der Wärmeverbund Sursee AG einen starken Partner zu haben bei Entscheidungsprozessen rund um Wärmeversorgung der eigenen Liegenschaft.
Beitrag auf Tele 1 zum neuen Wärmeverbund in Sursee:
Energiestadt Sursee:
Schlüsselbegriffe dieses Artikels:
Fernwärme, Wärmeverbund, Stadt Sursee, Korporation Sursee, EWL, Erneuerbare Energie, CO2 Neutral, alternative Heizsysteme, fossile Brennstoffe, Öl, Gas, Energiestadt Sursee, Tele 1, Beck Sursee