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Die Projekterstellung in Across ist ein kniffliges Thema. Angesichts der teils hohen Komplexität von Übersetzungsprojekten streben alle Prozessbeteiligten nach einer grösstmöglichen Zeitersparnis bei der Erstellung von Projekten im jeweiligen CAT-Tool. Das Ergebnis sind häufig gleichermassen komplexe Projektstrukturen: unterschiedliche Ausgangs- und Zielsprachen, Dateien verschiedensten Formats und Beschaffenheit.
Across unterstützt diese Komplexität insoweit, als grundlegend Projekte unterschiedlichster Struktur angelegt werden können, die sich dann aber im späteren Verlauf der Projektverarbeitung als problematisch herausstellen können. Eine Warnung oder Fehlermeldung bei Projektanlage erfolgt in diesen Fällen nicht. Bestimmte Projektstrukturen verhindern dann insbesondere die Erstellung eines zuverlässigen und korrekten Reports zwecks Beauftragung der Übersetzungsressourcen und Abrechnung bzw. Rechnungsstellung gegenüber dem Industriekunden.
Im Folgenden ein paar Beispiele für Projekte mit versteckten Schwierigkeiten:
Der kritische Punkt in Across ist folgender: Sobald sich Ausgangssprachen oder Zielsprachen in einem Projekt unterscheiden, oder für jede Sprachkombination eine spezifische Datei ausgewählt wurde, ist es in Across ohne manuellen Aufwand nicht möglich, einen korrekten Report zu erstellen. So weist der Report häufig eine falsche Zählung projektbasierter Wiederholungen auf, da diese Wiederholungen über das gesamte Projekt gezählt werden. Das bedeutet, dass projektbasierte Wiederholungen im Report nicht für jede Sprachkombination einzeln aufgeführt werden, sondern die Wiederholungen für alle Sprachkombinationen gezählt und dann addiert werden. So entsteht eine unverhältnismässig hohe Anzahl an Wiederholungen, was sich unter Umständen auch auf die Zählung der Gesamtwörter auswirken kann. Bei den oben aufgezählten Projekten können in der Regel nur die dokumentbasierten Wiederholungen für die korrekte Beauftragung und Abrechnung eines Übersetzungsauftrags verwendet werden.
Natürlich gibt es verschiedene Workarounds, mit denen korrekte Analysewerte sichergestellt werden können. Nehmen wir unser Projekt aus Beispiel 2 und spezifizieren, dass das Projekt insgesamt drei Dateien und zehn gewünschte Zielsprachen enthält. Von den drei Dateien sollen zwei in alle Zielsprachen übersetzt werden, die dritte Datei nur in fünf Zielsprachen. Bei dem Versuch einen MDR-Report des gesamten Projektes zu erstellen, erhalten wir die folgende Meldung in Across:
Um einen korrekten Report erstellen zu können, identifizieren wir daher die Dateien, für die Ausgangs- und Zielsprache(n) identisch sind, und erstellen zwei einzelne Reports:
Erster Report → Datei 1 und 2 (Übersetzung in zehn Zielsprachen)
Zweiter Report → Datei 3 (Übersetzung in fünf Zielsprachen)
So erhalten wir zwei korrekte Reports, doch hiermit ist die Arbeit noch nicht getan. In einem zweiten Schritt müssen wir die Analysewerte der dritten Datei für die fünf Zielsprachen, in die alle drei Dateien übersetzt werden sollen, manuell addieren. Zusätzlich zu diesem fehleranfälligen Arbeitsschritt ist es wie oben erwähnt nicht möglich, die projektbasierten Wiederholungen über alle drei Dateien hinweg korrekt zu zählen.
Auf der Suche nach einer alternativen Lösung haben wir verschiedenste Projektstrukturen auf ihre Verarbeitbarkeit getestet und konnten drei Szenarien (Datei(en) : Zielsprache(n)) identifizieren, die nicht nur problemlos und schnell erstellt werden können, sondern auch Garant für eine korrekte Weiterverarbeitung und Reporterstellung ohne zusätzlichen manuellen Aufwand sind:
Unser Fazit: Seitens der Technik ist grundlegend vieles möglich. Was sich aber als lohnenswert und tatsächlich zeitsparend erweist, zeigt dann erst die Zeit (und die Weiterverarbeitung :-).