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Sinn- oder Unsinn der Pre-Playoffs mal dahingestellt, ist es bestimmt die schlechteste aller Saisons dies nun auszutesten und fix einzuführen.
Man musste die 2 Solidaritätsrunden unbedingt durchboxen, obwohl ja gar keine ZS erlaubt waren. Dann folgten die Pre-Playoffs mit 3 Partien.
Zusammen gibt das 5 Spieltage die nun in den Playoffs fehlen.
Rückblickend hätten die Playoffs nach altem Modus und ohne Solidaritätsmist am 03.04. starten können. Wären 1/4 und 1/2 jeweils über alle 7 Spiele gegangen würde morgen das erste Finalspiel stattfinden und man wäre spätestens zum 13.04. fertig.
Man hätte es also in der Hand gehabt, die Playoffs doch noch in einem würdigen Rahmen über die Bühne zu bringen.
Dir ist schon bewusst, dass die Teams vom Bund anhand der verpassten Einnahmen entschädigt werden? Ohne Solidaritätsrunden (so doof ich diese auch finde) und ohne Pre-Playoffs hätten Ambri und Langnau je ein Heimspiel weniger gehabt, bei den Pre-Playoff-Teams ist die Berechnung etwas schwieriger, da sich die schlechter platzierten durchgesetzt haben. Wären Biel und Davos weitergekommen, hätten Rapperswil und Bern je zwei Heimspiele weniger gehabt. Bei Biel und Davos wäre es eventuell ebenfalls je einem Heimspiel weniger gekommen (sofern die beiden Spiel 6 nicht erreicht hätten). Und sowieso allgemein hätten allen Teams das Solidaritäts-Heimspiel gefehlt. Lediglich die Teams, die jetzt in Halbfinale und Finale standen, hätten eventuell mehr Heimspiele gehabt, wenn die Serien Best of 7 gewesen wären. Doch darum ging es in dieser Saison nicht. Das Ziel war das finanzielle Überleben ALLER 12 Teams.
Wenn wir den Geschäftsbericht des HCDs aus der Saison 2017/18, bei welchen die Zuschauereinnahmen leider nicht nach Quali/Playoff/Spengler Cup unterteilt sind, kommen wir auf etwas mehr als 37 Franken pro zahlenden Zuschauer. Dazu kommen dann nochmals 11.40 Franken Konsumation pro Zuschauer hinzu. Also nahezu 50.- pro Zuschauer. Da ich keine Übersicht über die Einnahmen bei anderen Vereinen habe, nehmen wir den HCD-Schnitt jetzt einfach als Beispielsgrundlage als allgemeinen Schnitt.
Ohne Solidaritätsrunden und ohne Pre-Playoffs wären nach obiger Rechnung mindestens 10, tendenziell eher mehr Heimspiele ausgefallen. Bei einem schweizweiten Schnitt von 6949 Zuschauern (Quali 2018/19) sprechen wir bei 50.- pro Zuschauer von knapp 3.5 Millionen ausgefallener Einnahmen, die dem Staat vermeldet werden können. Bei einer Auszahlung von 2/3 sind das über zwei Millionen Franken, die diese zusätzlichen Spiele generiert haben.
Deinen danach erwähnten Modus hingegen fände ich ebenfalls Klasse. Nur die Sache mit der Neu-Berechnung der Tabelle anhand der Direktbegnungen würde ich weglassen. Einerseits entwertest du damit ebenfalls die Qualifikation. Stell dir mal vor, dein Team gewinnt die Quali, beendet dann die Saison aber nur auf Rang 2, weil man gegen den Viertplatzierten einen Punkt weniger geholt hat, als der direkte Konkurrent. Das wäre für den Gelegenheitsfan nicht nachvollziehbar und gerade diese Gesellschaftsgruppe ist sehr wichtig. Dann lieber Punkte halbieren vor den Zusatzrunden oder mit Bonuspunkten je nach Rang arbeiten.
Man könnte diesen Modus auch problemlos bei 13 oder 14 Teams umsetzen. Die Playout-Gruppe würde dann einfach 6 Teams umfassen und käme auf 10 Zusatzrunden. Dafür könnte man den Letztplatzierten auch ohne Playout-Finale direkt in der Ligaquali antreten lassen.