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Ägypten kündigt Gasabkommen mit Israel
Die Gaspipeline auf der Sinai-Halbinsel ist in den vergangenen Monate immer wieder Ziel von Anschlägen gewesen. (Reuters Archiv)
Ägypten hat seine Gaslieferungen an Israel eingestellt. Der Vertrag mit der East Mediterranean Gas Company sei beendet worden, weil vertragliche Vereinbarungen nicht eingehalten worden seien, teilte die nationale Gasgesellschaft in Kairo mit.
Aus dem ägyptischen Ölministerium verlautete indes, die Lieferungen seien auch wegen der häufigen Anschläge auf die Pipeline auf der Sinai-Halbinsel eingestellt worden.
Seit dem Sturz des früheren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011 hatte es insgesamt 14 Anschläge von Saboteuren auf die Pipeline gegeben. Darin wird Gas nach Israel und Jordanien transportiert. Viele Ägypter waren gegen die Gaslieferungen an Israel, weil der jüdische Staat arabische Gebiete besetzt hält.
Abkommen 15 Jahre gültig
Über den Lieferstopp hatte zunächst das Zweite Israelische Fernsehen berichtet. Aus Jerusalem gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Aussenamtssprecher Jigal Palmor sagte, ihm sei eine solche Entscheidung Ägyptens nicht bekannt. «Wenn es stimmt, ist es aber sehr schlimm.»
Der Export durch die East Mediterranean Gas Company - ein israelisch-ägyptisches Gemeinschaftsunternehmen, an dem Mubaraks Freund Hussein Salem beteiligt ist - hatte 2008 begonnen. Israel und Ägypten hatten ein für 15 Jahre gültiges Abkommen über die Gaslieferungen geschlossen. (basn, sda/reuters/dpa/afp)
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