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Von Februar bis Mitte April diesen Jahres durfte ich im Rahmen eines Arbeitsaufenthaltes nach Indien reisen. Bereits als Tourist hatte ich zuvor Gelegenheit, den nördlich gelegenen Bundesstaat Rajasthan kennenzulernen. Diesmal war ich zuerst drei Wochen in Goa stationiert, einer ehemals portugiesischen Kolonie ganz an der Westküste Indiens, oberhalb des unter Christen sehr bekannten Bundesstaates Kerala.
Goa durchlief eine wechselvolle Geschichte von der Kolonialzeit, die weit ins 20. Jahrhundert hineinreichte. Auch als Ziel der Hippies und der alternativen Szene in den 60er Jahren errang das Gebiet beachtliche Bekanntheit, welche bis heute noch sehr verbreitet und auch auffällig zu sehen ist. Ich lebte dort im gemütlich-verschlafenen Dorf Aldona im Hinterland von Mapusa an einem idyllischen Fluss mit einer für die Gegend üblichen Kirche aus der portugiesischen Kolonialzeit.
«Spicy» gefällig?
| Höhepunkt meines Aufenthaltes war zweifellos die Stadt Chennai (früher Madras) an der Ostküste Indiens in Tamil Nadu am Golf von Bengalen: Ein Grossstadtmoloch mit ca. zehn Millionen Einwohnern, laut und schmutzig, daneben aber auch extrem sympathisch anarchistisch – besonders, was die Verkehrsregeln anbelangt...
Ich lebte im Vorort Kottivakkam, einem mittlerweile von der Agglomaration verschlungenen, ehemaligen Fischerdorf an der «South Beach» in einem gemütlichen Bed and Breakfast. Höhepunkte waren der Unterricht in karnatischer, südindischer Musik und das unbeschreiblich gute Essen. In Indien erlebt man – wie wahrscheinlich in keinem anderen Land dieser Erde – im Alltag eine olfaktorische Dichte und Überlagerungen verschiedener Düfte und Gerüche geradezu sinfonischen Ausmasses… sehr empfehlenswert!
Michael Pelzel, Organist
Michael PelzelEbnetstrasse 88712 Stäfa079 261 64 94
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