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(16.11.2022) Die Geschäfte der kleinen und mittleren Unternehmen kommen nicht wieder richtig in Schwung. Der Raiffeisen Index KMU PMI, der auf einer Umfrage bei 200 Industriebetrieben basiert, stagnierte im Oktober bei 50,0 Punkten, womit er genau auf der Grenze zwischen Expansion (>50) und Kontraktion (<50) liegt.
Obwohl der Index bereits im September auf der Schwelle von 50,0 Punkten abgeschlossen hatte, hat sich die Lage danach doch etwas verändert, wie die Werte für die einzelnen Subkomponenten zeigen.
Nachdem sie zweimal hintereinander unter die Wachstumsschwelle gerutscht war, schloss die Subkomponente "Auftragsbestand" den Oktober nun mit 50,0 Punkten ab. Die Produktionskomponente setzte ihren Abwärtstrend fort und verschlechterte sich von 48,6 auf 46,8 Punkte. Die Zunahme um knapp drei Punkte, von 54,7 auf 57,4, beim Subindex "Einkaufslager" lässt vermuten, dass die KMU nicht mit einem Rückgang der Nachfrage gerechnet hatten.
Die nachlassende Nachfrage führte zu einer Verbesserung der Transportbedingungen, sowohl beim Wareneingang als auch beim Warenausgang. Folglich ging die Subkomponente "Lieferfristen" im Oktober um knapp drei Punkte zurück (von 54,7 auf 51,9), nachdem sie sich zwischen August und September bereits um fünf Punkte verringert hatte (von 59,9 auf 54,7). Diese Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Lieferfristen wieder normalisieren werden.
Insgesamt sind die Perspektiven der KMU für die kommenden Monate sehr gemischt, da die Nachfrage seitens der wichtigsten Handelspartner schwächelt und die Produktionskosten steigen. Allgemein dürfte man eine Rezession in der Schweiz abwenden können, doch im Industriesektor scheint sich die Geschäftslage schon zu verschlechtern.
Laut Aussage der Raiffeisen Bank, die den Bericht erstellt, haben KMU mehr Schwierigkeiten als Grossunternehmen, da sie die hohen Energiekosten und die Lieferengpässe schmerzlicher treffen.
Letzte Änderung 16.11.2022