Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/226

Stadler lanciert Börsengang bereits am 1. April 2019 - 4 Milliarden für Peter Spuhler und sein Lebenswerk
Das ging nun aber schnell: Bereits kurz nach der Ankündigung, dass Peter Spuhler seine Stadler Rail an die Börse bringen werde (wir berichteten) steht nun der Termin für den IPO bereits fest: Am 1. April (kein Scherz!) 2019 wird Stadler Rail AG an die Börse gehen, an der SIX gehandelt werden die Aktien ab dem 12. April 2019. Peter Spuhler dürfte damit zwischen 3,3 und 4,1 Milliarden Franken reicher sein und damit für sein Lebenswerk und die tausenden von geschaffenen Stellen in der Schweiz verdient entlöhnt werden. Erste Schätzungen waren von einem Aktienwert von 3 Milliarden ausgegangen.
Der Kotierungsprospekt wird heute veröffentlicht und das Bookbuilding-Verfahren beginnt am Montag, 1. April 2019. Der Börsengang umfasst bis zu 40'250'000 bestehende Aktien. Das Basisangebot besteht aus bis zu 35'000'000 bestehenden Aktien aus dem direkten und indirekten (via PCS Holding AG) Besitz von Peter Spuhler. Den federführenden Banken wurde zudem eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 5'250'000 bestehenden Aktien eingeräumt, was 15 Prozent des Basisangebots entspricht.
Peter Spuhler - der 4-Milliarden-Dollar-Mann
Die Preisspanne für den Angebotspreis wurde auf 33 bis 41 Franken pro Aktie festgelegt, was einem Platzierungsvolumen von rund 1155 Millionen bis 1435 Millionen Franken im Basisangebot und einer Marktkapitalisierung von rund 3.3 Milliarden bis 4.1 Milliarden Franken entspricht.
Der Streubesitz («Free Float») von Stadler beträgt voraussichtlich bis zu 38.16 Prozent vor Ausübung der Mehrzuteilungsoption und bis zu 43.41 Prozent, falls die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. Peter Spuhler wird Stadler nach dem Börsengang sowohl als grösster Aktionär als auch in seiner Funktion als exekutiver Verwaltungsratspräsident langfristig verbunden bleiben.
Im Jahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von zwei Milliarden Franken bei einer EBIT-Marge von 7.5 Prozent. Stadler verzeichnet eine anhaltend positive Dynamik beim Auftragseingang. Für 2019 erwartet Stadler einen stabilen Auftragseingang auf dem Niveau von 4.4 Milliarden Franken des letzten Jahres, einen Nettoumsatz von rund 3.5 Milliarden Franken, von dem bereits mehr als 95 Prozent durch bestehende Aufträge gesichert sind, und eine stabile EBIT-Marge. Zudem erwartet das Unternehmen, dass sich das strukturell negative Nettoumlaufvermögen auf -400 Millionen bis -550 Millionen Franken belaufen wird. Für 2020 rechnet Stadler mit einem Umsatz von rund vier Milliarden Franken, von dem bereits rund 80 Prozent durch bestehende Aufträge gesichert sind. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich innerhalb der mittelfristig angestrebten Zielspanne von 8.0 bis 9.0 Prozent liegen. Für die Jahre nach 2020 strebt Stadler an, das Nettoumsatzniveau von vier Milliarden Franken zu festigen und von dort im mittleren einstelligen Prozentbereich weiter zu wachsen.
Zum 31. Dezember 2018 belief sich die Nettocashposition von Stadler auf 532 Millionen Franken.2 Stadler strebt für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr eine Dividendenausschüttung von mindestens 120 Millionen Franken an. Mittelfristig hat sich das Unternehmen angesichts seiner starken Bilanz und Cash-Flow-Generierung eine Gewinnausschüttungsquote von rund 60 Prozent des Jahresgewinns und eine Nettocashposition von 1-2x EBITDA zum Ziel gesetzt. Die angestrebte Kapitalstruktur gewährt Stadler strategische Flexibilität. Flüssige Mittel, welche das Unternehmen darüber hinaus generiert, werden an die Aktionäre ausgeschüttet.
Erster Handelstag an der SIX am 12. April 2019
Die Kotierung der Aktien von Stadler und der erste Handelstag an der SIX Swiss Exchange werden voraussichtlich am oder um den 12. April 2019 stattfinden.
Angebotsstruktur
Der Börsengang umfasst bis zu 40 250 000 bestehende Aktien. Das Basisangebot besteht aus bis zu 35 000 000 bestehenden Aktien aus dem direkten und indirekten (via PCS Holding AG) Besitz von Peter Spuhler (gemeinsam die «verkaufenden Aktionäre»). Die PCS Holding AG hat den federführenden Banken («Joint Global Coordinators») zudem eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 5 250 000 bestehenden Aktien eingeräumt, die innerhalb von 30 Kalendertagen nach dem ersten Handelstag an der SIX Swiss Exchange ganz oder teilweise ausgeübt werden kann.
Insgesamt werden im Rahmen des Börsengangs (einschliesslich der Mehrzuteilungsoption) bis zu 40 250 000 bestehende Aktien angeboten.
Der Streubesitz («Free Float») von Stadler beträgt voraussichtlich bis zu 38.16 Prozent vor Ausübung der Mehrzuteilungsoption und bis zu 43.41 Prozent, falls die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. Nach der Kotierung und unter der Annahme, dass die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird, wird Peter Spuhler direkt und indirekt 39.70 Prozent des Aktienkapitals halten.
Die "Spuhler-Aktie" kostet zwischen 33 und 41 Franken
Die Preisspanne für den Angebotspreis wurde auf 33 bis 41 Franken pro Aktie festgelegt, was einem Platzierungsvolumen von rund 1155 Millionen bis 1435 Millionen Franken im Basisangebot (1328 Millionen bis 1650 Millionen Franken bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption) und einer Marktkapitalisierung von rund 3.3 Milliarden bis 4.1 Milliarden Franken entspricht.
Credit Suisse und UBS fungieren als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners für den Börsengang. BNP PARIBAS, Citigroup und Zürcher Kantonalbank agieren als Joint Bookrunners und UniCredit Bank AG als Co-Lead Manager. Reichmuth & Co, St.Galler Kantonalbank AG und Thurgauer Kantonalbank sind Selling Agents im Börsengang. Alantra ist unabhängiger Finanzberater von Stadler und Peter Spuhler. Niederer Kraft Frey AG und BianchiSchwald LLC sind Rechtsberater von Stadler und Peter Spuhler, Lenz & Staehelin vertritt das Bankensyndikat als Rechtsberater.
Quelle: Stadler Rail
Bild: © Stadler Rail
Das könnte Sie auch interessieren