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Während viele ältere Weinhäuser nach der "Entdeckung des Schaumweins" auf Champagner umstiegen, wurde Ruinart 1729 als erstes wahres Champagnerhaus gegründet – dies geschah dank der unternehmerischen Ader von Nicolas Ruinart, welcher der Vision seines verstorbenen Onkels, dem Benediktinermönch Dom Ruinart, folgte. Nicolas war eigentlich Tuch- und Stoffhändler und widmete die ersten Flaschen seines perlenden Weins an seine langjährigen Kunden. 1761 - das Tuchgeschäft hatte man längst aufgegeben - wurden bereits 36.000 Flaschen pro Jahr verkauft. Bis heute ähneln die Flaschen in ihrer Form denen aus dem 18. Jahrhundert. Der typische Ruinart-Geschmack wird von der Traubensorte Chardonnay geprägt, die überwiegend aus der Côte des Blancs und der Montagne de Reims stammt und Eingang in alle Cuvées findet. Bis die Trauben jedoch ihren vollen Geschmack entfalten, ist eine drei- bis zehnjährige Kellerreifung von Nöten. Und die ist bei der Maison Ruinart in Reims etwas ganz Spezielles: Die Champagner lagern nämlich bei konstant kühlen Temperaturen in alten Steinbrüchen, den Crayères, die wie unterirdische Kathedralen aus Kalk anmuten. Hier sind die Flaschen in speziellen Vorrichtungen entlang der Kellerwände in horizontaler Lage übereinander gestapelt und bilden mit der Zeit feine Bläschen aus. Neben den Jahrgangsweinen "Dom Ruinart", die nur nach besonders vielversprechenden Weinlesen herausgebracht werden, gibt es eine Rosé, einen Blanc de Blancs sowie einen typischen Brut aus allen drei Champagner-Rebsorten.
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