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Als ich mit meinem neuen Freund in den Urlaub fliegen wollte, schlug er als Reiseziel gleich Zypern an. Er wollte schon immer einmal Zypern Ferien machen und als er mir gezeigt hat, was man alles vor Ort machen kann, war ich sofort begeistert. Ich liebe es, mir alte, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten anzuschauen und Geschichten aus der damaligen Zeit zu hören. So war es dann auch kaum verwunderlich, dass wir anfangs gleich einen Ausflug zu den Königsgräbern von Nea Paphos machten. Bereits 1870 wurden Ausgrabungen an diesem Ort durch den Schatzsucher Luigi Palma di Cesnola durchgeführt. Sie dienten allerdings eher der Plünderung, als der Erhaltung der Grabstätte. Erst im Jahr 1915, knapp 45 Jahre nach Luigi Palma di Cesnola, erfolgten dann richtige Ausgrabungen unter wissenschaftlicher Aufsicht. Zwischenzeitlich wurden die Ruinen aber beschrieben von verschiedensten Archäologen. Auch wurden Fotos der Grabstätte gemacht. Erst 1937 wurden Häftlinge zu Reinigungsarbeiten an den größeren Gräbern benutzt, um sie sauber zu machen. Die Ausgrabungen wurden aber während des Zweiten Weltkrieges unterbrochen und erst 1952 fortgesetzt.
Nachdem Zypern von der Türkei besetzt wurde, fanden 1977 gezielte Ausgrabungen statt. Man wollte das Wissen um die Bestattungsbräuche der hellenistischen Zeit erweitern und den Ort für den Tourismus freigeben. Bis 2012 wurden die Arbeiten fortgesetzt, die Stätte konnte aber zwischendrin schon besucht werden. 2012 waren die Arbeiten aber abgeschlossen und so kann man den guten Zustand der Anlage heute bei einem Besuch betrachten. In den Gräbern wurden einige Funde gemacht. Unter anderem Keramiken aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., aber auch Goldschmuck, Elfenbein und Münzen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. durch die Funde weiß man nun auch, ab wann die Grabstätte genutzt wurde. Viele Artefakte, die in den Grabstätten von Nea Paphos gefunden wurden, befinden sich nun im Bezirksmuseum von Paphos auf Zypern. Es wurden aber auch Artefakte aus einer neueren Zeit gefunden. So zum Beispiel ein mittelalterlicher Töpferofen, wodurch klar wird, dass hier später auch noch ein paar Menschen gewohnt haben. Jede Familie, die hier gelebt hat, bekam auch eine eigene Grabstätte und so konnte man verschiedene Typen von Gräbern finden. Größere Gruppen von Gräbern waren mit einem Wasserbecken versehen, damit Besucher Trinkwasser zur Verfügung hatten.