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Lauperswil
(Kt. Bern,
Amtsbez. Signau).
644 m. Gem. und Pfarrdorf, am linken Ufer der mittleren
Emme; 1 km s. der
Station
Zollbrücke der Linie
Burgdorf-Langnau und 2 km n. der Station
Emmenmatt der Linie
Bern-Luzern. Postablage, Telephon.
Die zu beiden Ufern der
Emme gelegene
Gemeinde zählt mit
Frittenbach,
Längenbach,
Moosegg und
Mungnau 382
Häuser, 2631 reform.
Ew.; Dorf: 36
Häuser, 207 Ew. Bei
Zollbrücke eine
Brücke über die
Emme. Landwirtschaft. 8 Käsereien. In
Emmenmatt eine Kunstdüngerfabrik.
Die ältesten bekannten
Herren von
Lauperswil sind die Burgherren von
Wartenstein, von deren auf dem schmalen Kamin des Kalchmattbergs
(1 km nw.
Lauperswil) stehenden Burg sich noch einige Mauerreste erhalten haben.
Erste Eigentümer dieser Burg waren die Swaro, deren einer 1284 die Burg und
Herrschaft
Lauperswil an das Benediktinerkloster
Trub verkaufte und beide von diesen sofort wieder zu
Lehen erhielt. 1288 erscheint als Burgherr von
Wartenstein ein Werner von
Schweinsberg, dessen Geschlecht bis zu seinem Erlöschen im 15. Jahrhundert im Besitz der Burg verblieb.
Später wechselte diese ihren Eigentümer vielfach und zerfiel endlich in Trümmer. Von 1276 an bis zur Reformation war das
Kloster
Trub Kirchenpatron von
Lauperswil. Die 1518 erbaute Kirche besitzt alte Glasmalereien, die zu den schönsten Erzeugnissen
dieser Kunst gehören, und Skulpturen in gemischt gotischem und Renaissancestil. Bemerkenswert sind besonders
die Wappenscheiben des
Klosters
Trub und seines letzten Abtes Thüring Ruost, der als reformierter Pfarrer von
Lauperswil gestorben
ist. Funde von
Ringen, Fibeln etc. 1284:
Lauperswile.