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Am Wochenende vom 25. und 26. Juli begann für Autorennfahrer Karim Ojjeh in Imola die Rennsaison. Sein Team fährt heuer in der Pro-Am-Klasse. «Das Ergebnis hat bewiesen, dass wir hierher gehören!», freut sich der Schönrieder nach dem Rennwochenende.
Der Rennsport habe wie die meisten Sportarten aufgrund der Corona-Pandemie gelitten, «aber wir sind bereit, Rennen zu fahren», liess Karim Ojjeh vor dem Rennen verlauten. «Ich verbringe die meiste Zeit im Training und in der Simulation, daher hoffe ich wirklich, dass es sich am kommenden Wochenende auszahlen wird.» Es hat sich ausbezahlt. Sein Team hat entschieden, in die Kategorie Pro-Am zu wechseln – das heisst, mit zwei Bronze-Fahrern und einem Profi. «BMW hat uns super unterstützt, unter anderem durch die gemeinsame Profi-Besetzung», schreibt Ojjeh. «Jens Klingmann wurde uns zugeteilt, aber aufgrund einer Motorradverletzung wurde er durch Nicky Yelloly ersetzt, welcher nicht nur BMW-Werksfahrer, sondern auch der offizielle Sim-Fahrer von Racing Point ist.»
Meisterschaftsstart in Imola
Imola war die erste Station der GT World Challenge Europe, wie die Meisterschaft neu heisst. Das Training am Freitagmorgen verlief nach Plan, wie Karim Ojjeh in seinem Rennbericht schreibt. Offiziell begann das Rennwochenende am Samstagmorgen mit einem freien Training, gefolgt von einem Vorqualifying am Mittag und einem Qualifying am späten Nachmittag. «Das Qualifying lief nicht besonders gut: Insgesamt wurden wir 44. von 47 und belegten Platz 10 in der Klasse.» Aber dem Rennen blickte das Team trotzdem zuversichtlich entgegen.
Am Sonntagmorgen wurde das Team Gewinner des «Safety-Car-Preises». Das Ziel dabei sei, die Anzahl der Safety Cars während des Rennens festzulegen. «Es war ein Erfolg und wir beabsichtigen, dies bei jedem Rennen zu tun. Preisgeld ist natürlich auch im Spiel!», wie Ojjeh erklärt.
Geglückter Start
AM-Fahrer Gilles startete ins Rennen und er machte einen tollen Job, wie Ojjeh betont. «Als er das Auto nach knapp einer Stunde und während eines Safety Cars an Nick Yelloly, unseren Pro-Piloten, übergab, waren wir Sechste. in der Klasse und 28. in der Gesamtwertung.» Nick habe ein unglaubliches Rennen gefahren und habe die Pro-Am-Klasse angeführt, bis das Team eine Durchfahrtsstrafe wegen Überschreitung des FCY (Full Course Yellow) kassiert habe. Man habe 20 Sekunden Zeit, auf 80 km/h herunterzufahren, wenn der FCY bekannt gegeben werde, erklärt Ojjeh. «Bei der Übergabe des Autos an mich waren wir Zweite in der Klasse und 19. in der Gesamtwertung! Alles lief gut, bis ein weiterer FCY, gefolgt von einem Safety Car auftrat.» Beim Neustart lag Ojjeh hinter dem führenden Auto auf dem zweiten Platz. Er sei angewiesen worden, seine Position zu halten – was er auch befolgt habe, bis er in eine Drehung verwickelt worden sei. «Ich erholte mich und setzte das Rennen fort. Wir beendeten das Rennen auf den Plätzen 6 und 27.»
Der richtige Entscheid
«Zu Beginn des Wochenendes habe ich mir die Frage gestellt, ob wir den richtigen Schritt gemacht haben, ob wir schnell genug waren, ob wir das richtige Paket hatten», resümiert Ojjeh. Nach einer klaren und objektiven Überprüfung sei er zur Einsicht gelangt, dass der Entscheid richtig war. Ojjeh: «Es ist wirklich hart, es erschüttert die Komfortzone. Es ist die beste GT3-Meisterschaft der Welt, man kämpft mit den Besten und das Ergebnis hat bewiesen, dass wir hierher gehören!»
KARIM OJJEH/ANITA MOSER