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Martin Brugger vom Schweizer Bauernverband macht ein Beispiel für einen Hof auf der Schattenseite des Einkommens: «Ein kleiner Betrieb auf über 1000 Metern mit vielen steilen Flächen: Auch wenn der Bauer das Meiste maschinell mähen kann, ist immer noch sehr viel Handarbeit nötig.»
Eindeutige Tendenz
Ein Beispiel von der Sonnenseite ist ein Hof, beispielsweise im Engadin, mit flachem Land, Milchwirtschaft und lukrative Absatzmöglichkeiten im Tourismusgebiet.
Pierrick Jan, der die Einkommen der Landwirte analysiert hat, sagt dazu: «In allen Regionen gibt es Betriebe, die relativ gut verdienen. Es gibt trotzdem eine eindeutige Tendenz: Der Arbeitsverdienst ist in den Bergregionen deutlich tiefer.»
«Schlafen im Stroh» hilft
Im Schnitt verdient eine Familien-Arbeitskraft im Berggebiet jährlich rund 32'500 Franken und somit rund 15'000 Franken weniger als der durchschnittliche Verdienst auf allen Höfen. Darin eingeschlossen sind Einnahmen aus der sogenannten Para-Landwirtschaft – also mit dem Berg-Beizli neben dem Stall, mit Ferien auf dem Bauernhof oder Schlafen im Stroh.
Ein Landwirtschaftsbetrieb mit weniger lukrativen Zweigen kompensiert mit Nebeneinkünften. Saisonal wie mit der Arbeit am Skilift im Winter oder ganzjährlich mit Unterrichten und anderen Jobs ausserhalb der Landwirtschaft. Diese Nebeneinkünfte können bis zur Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachen.