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Obligatorischer Stillraum in San Francisco
San Francisco will Mütter besser in die Arbeitswelt einbinden. Ein neues Gesetzt, welches per Januar 2018 in Kraft tritt, verlangt hierfür von Arbeitgebern Rückzugsorte für stillende Frauen. In einer separaten Räumlichkeit sollen Mütter so in Ruhe Milch für ihre Babys abpumpen und trotzdem am Arbeitsalltag teilnehmen können.
«Wir reden hier über etwas so elementares, dass es fast schon traurig ist, dass wir dafür ein Gesetz brauchen», sagt Julia Parish von der Organisation «Legal Aid at Work» zu AP-News. «Immerhin geht es hierbei um arbeitende Mütter, die Nahrung für ihre Babys bereitstellen müssen.»
Der Stillraum muss laut Gesetz genug Privatsphäre garantieren, sauber muss er sein und mit einem Stuhl und Zugang zu Elektrizität ausgestattet. Dabei wird von keinem Unternehmen verlangt, einzig dafür ein zusätzliches Zimmer zu bauen, oder einen Raum leer zu räumen. Ein abgetrennter Bereich reiche aus.
Kinderehen kosten die Welt 4 Billionen Dollar
Alle zwei Sekunden wird auf der Welt ein Mädchen zwangsverheiratet. Laut einer Studie der Weltbank und des „Center for Research on Women“, betrifft diese Ausgangslage nicht nur 15 Millionen Mädchen jährlich, sondern uns alle, denn Kinderhochzeiten kosten die Weltwirtschaft jährlich 4 Billionen Dollar. Dies hat vor allem damit zu tun, dass minderjährige Bräute entweder nicht zur Schule gehen, oder diese abbrechen und so kaum Chancen haben, in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Armut ist die Folge.
Bei dieser Hochrechnung geht es vor allem darum, den betroffenen Ländern einen finanziellen Anreiz zu bieten, Kinderehen aktiver zu bekämpfen. «Regierungen sollten durch diese Untersuchung angetrieben werden, mit aller Kraft das Ende von Frühehen bis 2030 durchzusetzen», sagt Lakshmi Sundaram von der NGO «Girls Not Brides. «Das Ende von Kinderehen kann helfen, Armut auf der ganzen Welt zu mindern und wird Mädchen eine bessere Zukunft sichern.» Laut des Berichtes verzeichnet Niger die höchste Kinderehenrate: 76 Prozent der Mädchen heiraten dort vor dem Erreichen der Volljährigkeit.
Weiter wurde untersucht, wie sich eine zu frühe Heirat auf den Kinderreichtum der Familien auswirkt. Diese Zahl steht im direkten Zusammenhang mit deren Wohlstand. 15 Länder wurden hierfür beobachtet: Aus der Untersuchung geht hervor, dass Mädchen, die bereits mit 13 Jahren heiraten, 26 Prozent mehr Kinder zur Welt bringen als diejenigen, die erst mit 18 oder später heiraten. Wären Kinderehen verboten, sänke die Geburtenrate in den betroffenen Ländern um 11 Prozent. Die UN hat sich zum Ziel gesetzt, Frühehen bis 2030 bekämpft zu haben.
Japanische Frauen: Keine lebt länger
Die japanische Frau scheint unsterblich: Laut eines Berichtes des japanischen Gesundheitsministeriums entsprach ihre durchschnittliche Lebenserwartung im 2016 87.05 Jahren. Zum ersten Mal weltweit wurde somit die 87-Jahre-Marke geknackt.
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO hänge Japans Lebenserwartung entscheidend mit der lokalen, gesunden Küche zusammen. Viel Gemüse und Fisch, dafür wenig Fette kommen in Japan täglich auf den Tisch. Dies sei jedoch nicht der einzige Grund. Forscher beschäftigen sich seit Jahren mit dem Phänomen, um eine endgültige Antwort liefern zu können.
Die Meinung der Forscher geht auseinander, wenn es um eine Zukunftsanalyse geht: Während die einen davon ausgehen, dass die japanische Lebenserwartung weiterhin ansteigen wird, glauben die anderen das Gegenteil. Auf der einen Seite unterstützt die moderne Medizin unseren Alterungsprozess, die moderne Ernährungsweise, die oft kalorienreicher und nährstoffarmer ist, macht aber auch vor Japan nicht halt.