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Chronik Musikschule Untersee und Rhein
10. September 1970: Martha Gemperli aus Steckborn stellt ein Gesuch an die Primarschulbehörde Steckbrn und regt den Aufbau einer Musikschule an.
27. Januar 1971: An der Budgetversammlung der Primarschulgemeinde Steckborn wird dem Anliegen der Eltern zugestimmt und der Startschuss für die Gründung einer eigenen Musikschule gegeben.
Frühling 1973: Im Budget der Primarschulgemeinde Steckborn werden Fr. 6'000.- für den Zweck der Jugendmusikschule Steckborn reserviert. 18 Schülerinnen und ein Schüler besuchen den Musikunterricht. Die finanzielle Unterstützung der Primarschule beträgt rund ein Drittel der Gesamtkosten. Die Musiklektionen kosten Fr. 280.- pro Semester. Musikdirektor Alther leitet als erster Musikschulleiter die Jugendmusikschule Steckborn, verunglückt aber wenige Monate später tödlich.
Frühling 1974: Die junge Jugendmusikschule droht zu verwaisen. Dank Fräulein Kolb aus Eschenz ist die Leitung der Jugendmusikschule Steckborn wieder gewährleistet.
Frühling 1976: Mammern und Homburg treten der Jugendmusikschule Steckborn bei: 30 Schülerinnen und Schüler werden unterrichtet.
17. September 1976: Die erste "Vortragsübung", d. h. ein erstes Schülerkonzert findet statt.
Frühling 1977: August Scherrer wird als neuer Schulleiter der Jugendmusikschule Steckborn gewählt.
Schuljahr 1979/80: Das Schuljahr verläuft "ohne Störungen und Ausfälle". Die Schulgemeinden Mammern, Berlingen, Homburg, Mannenbach-Salenstein und Gündelhart-Hörhausen sind der Jugendmusikschule angeschlossen, 75 Schülerinnen und Schüler werden von sieben Lehrpersonen unterrichtet.
Sommer 1983: Die Schülerzahl sinkt auf 52 Kinder und Jugendliche. Der Primarlehrer Fredy Frei übernimmt die Schulleitung.
Frühling 1984: Neu wird Musikalische Früherziehung durch Frau Regula Raas, heute noch Lehrperson an der Musikschule angeboten.
Schuljahr 1985/86: Die Musiklektionen zu 45 Minuten kosten Fr. 380.- pro Semester. Es wird ein Schülerorchester gegründet.
Sommer 1989: Die Stadtmusik Steckborn und die Jugendmusikschule Steckborn gestalten die Jugendförderung gemeinsam.
Sommer 1990: Das Jugendblasorchester wird ins Leben gerufen, Ermatingen tritt der Jugendmusikschule bei, 220 Kinder und Jugendliche werden von 22 Lehrpersonen unterrichtet.
April 1991: Der Regierungsrat erlässt die Musikschulverordnung und subventioniert neu den Musikunterricht mit.
Schuljahr 1991/92: Das erste "Musikalische Mosaik" findet statt.
Frühling 1993: Die Schulgemeindeversammlung kürzt die Löhne der Musiklehrpersonen und der abtretende Musikschulleiter Fredy Frei braucht "viel Verhandlungsgeschick und Aufräumarbeit" um das "gute Klima an der Jugendmusikschule wieder aufzubauen, danach haben wieder die "gezupften, geblasenen, geschlagenen Töne" den Vorrang.
Sommer 1993: Andreas Schweizer übernimmt die Schulleitung der Jugendmusikschule Steckborn, 387 Schülerinnen und Schüler werden von 26 Musiklehrpersonen unterrichtet.
5. September 1995: Die neuen Musikschulräumlichkeiten im Kindergarten Zelgi werden festlich eingeweiht.
Herbstferien 1995: Das erste Musiklager der Jugendmusikschule Steckborn findet im Unterengadin statt. Während einer Ferienwoche wird ein Musical einstudiert. Bis 2003 findet nun alle zwei Jahre ein Musiklager statt.
An 3. Mai 1996 findet der erste Musikschulausflug ins Instrumentenmuseum Winterthur, bzw. am 1. November des gleichen Jahres der erste Vortrag eines Instrumentenbauers statt.
18. Juni 1996: Der Regierungsrat kündigt an, dass er im Zuge von Sparmassnahmen ab 1998 vollständig auf eine Mitfinanzierung der Musikschulen verzichten will.
5. Dezember 1996: er grosse Rat sieht von einer Streichung der Musikschulbeiträge ab, senkt diese aber auf 20 Prozent. Die Elterntarife der Jugendmusikschule Steckborn steigen per 1998 auf Fr. 730.-, dies neu für Lektionen zu 40 Minuten und bei 17 Lektionen pro Semester. Der Spardruck ist enorm, Lohnanpassungen für Musiklehrpersonen werden unmöglich.
29. Mai 1998: Die Musikschule Untersee wird gegründet und der Verein Musikschule Untersee übernimmt die Trägerschaft der Musikschule von der Primarschulgemeinde Steckborn.
Sommer 1999: Der gesamte Bezirk Diessenhofen tritt der Musikschule Untersee und Rhein bei, welche ihrerseits den Namen ergänzt. Es werden 529 Kinder und Jugendliche sowie neu auch 32 Erwachsene unterrichtet.
August 2006: In der Primarschule Steckborn wird die Musikalische Grundausbildung der Musikschule fest im Stundenplan der Volksschule integriert.
16. März 2009: Die erste Koordinationssitzung mit den Musikgesellschaften findet statt. Die Stadtmusik Diessenhofen, der Musikverein Schlatt, die Musikgesellschaft Ermatingen und die Stadtmusik Steckborn arbeiten eng mit der Musikschule Untersee und Rhein in der Jugendförderung zusammen.
Schuljahr 2009/10: Die Musikalische Grundausbildung wird in allen Schulgemeinden der Untersee und Rheinregion fest im Stundenplan der Volksschule integriert.
August 2010: Die magische Grenze von 1000 Schülerinnen und Schüler wird durchbrochen: Neu werden 827 Schülerinnen und Schüler von 43 Musiklehrpersonen in 1046 Fachbelegungen unterrichtet. (Inkl. in der Volksschule integrierte Musikalische Grundausbildung von 356 Schülerinnen und Schüler)
Juli 2011: Die Musikschule Untersee und Rhein erhält mit Jean-Pierre Dix und Margrit Capt eine neue Schulleitung. Neu wird an der Musikschule Untersee und Rhein auch eine Tanzabteilung in Steckborn eröffnet.
August 2013: Nach der erfolgreichen Gründung von zwei Schulchören mit der Primarschule Steckborn im 2012, wird in Zusammenarbeit mit der Volksschulgemeinde in Diessenhofen ein weiterer Schulchor gegründet.