Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/2977

Wie sich die Körpertemperatur, Atem- und Herzfrequenz verändern
Nachdem Amelia und Meimo seit anfangs Dezember natürlich ruhen, begann Napa erst Ende Dezember mit der Winterruhe. Alle drei Bären haben ihren Stoffwechsel natürlich heruntergefahren.
Die Körpertemperaturen sanken von 37.5°C auf 34°C, die Herzfrequenzen von 60 auf 40 Schläge pro Minute sowie die Atemfrequenzen von 40 auf 20 Züge pro Minute (Angaben als Grössenordnung). Sie fressen und trinken nichts mehr, das Koten und Harnen haben sie weitgehend eingestellt.
Die Bären sind jedoch nicht wie zum Beispiel Murmeltiere in einem aktivitätslosen Winterschlaf. Auf unseren Kameras ist gut zu beobachten, wie alle drei Bären in ihren Höhlen täglich zwischendurch die Liegepositionen wechseln. Alle paar Tage stehen sie mal kurz auf und scharren das Nestmaterial in der Höhle zurecht (Langstroh, Tannenzweige). Manchmal verlassen sie für wenige Minuten die Höhlen, um das nächstgelegene Nestmaterial in die Höhle zu scharren. Ziel dieser angeborenen Vorkehrungen ist es, viel Energie zu sparen, um mit den verfügbaren Fettreserven die nahrungslose Zeit gesund überstehen zu können.
Murmeltierverhalten als Vergleich
Im Vergleich zu den Bären fahren die Murmeltiere den Stoffwechsel für den Winterschlaf wie folgt herunter: Körpertemperaturen von 37.5°C auf unter 5°C, Herzfrequenzen von 60 auf unter 5 Schläge pro Minute, Atemfrequenz von 40 auf unter 5 Züge pro Minute (Angaben als Grössenordnung).