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Für diesen Blog werde ich in Zukunft regelmässig schreiben. Meeresökologie und die Frage, wie der Plastikabfall sie beeinflusst, interessieren mich sehr. Ich möchte im Herbst auf das Forschungsschiff «Sea Dragon» von Pangaea Explorations gehen, das unter anderem auch die Plastikverschmutzung der Ozeane untersucht. Falls mein Plan klappt, werde ich direkt aus dem Feld bloggen.
Meine ersten Posts gelten den Plastikstrudeln. Wo befinden sie sich, und wie muss man sie sich vorstellen? Jeder der fünf Wirbel erhält ein Portrait.
Die Forschung geht davon aus, dass Plastik in der Zwischenzeit in allen Ozeanen zu finden ist. Mit anderen Worten gleichen unsere Weltmeere einer riesigen Plastiksuppe. Die Orte, an denen die Plastikdichte am grössten ist, heissen im allgemeinen Sprachgebrauch „Plastikwirbel“. Einer dieser Orte befindet sich im Nordatlantik.
Die letzte grössere Forschungsreise, welche die Plastikverschmutzung im Nordatlantik untersuchte, fand im Januar und Februar 2010 statt. Die Organisation 5Gyres nahm damals - verteilt auf 3000 Meilen zwischen St. Thomas, Bermuda und den Azoren – 35 Proben. Auch die Sea Education Association (SEA) beobachtet die Entwicklungen rund um die Sargassosee. Beide Forschergruppen folgerten aus ihren Beobachtungen und Messungen, dass die Verschmutzungen des Nord-Atlantiks und diejenige des Nord-Pazifiks durchaus vergleichbar sind.
Die Debriszone bleibt nicht statisch an einem Ort, sondern wandert saisonal bis zu 1600 km von Norden nach Süden und zurück. Die Dichte beträgt ca. 200 000 Teilchen pro Quadratkilometer. Diese ist mit Schleppnetzfischereigeräten messbar. Doch mit den sogenannten Trawls sind nur die Teilchen an der Oberfläche messbar, verteilt sind sie jedoch auf die gesamte Wassersäule. Beispielsweise Polystyrol (zu finden in Lebensmittelverpackungen wie Joghurt) und Polycarbonat (CD’s, Flugzeugfenster) sinken zu Boden, während Polypropylen (bspw. In Kindersitzen, Rohrleitungen) und Schaumstoff (bspw. Topfschwämme) an der Oberfläche schwimmen.
Plastik ist zwar nicht biologisch abbaubar, wird jedoch durch UV-Licht und physikalische Kräfte zerbrochen. So zerfallen die grösseren Plastikstücke in immer kleinere, bis sie die Grösse von Plankton erreichen. Die Inhaltsstoffe von Plastik, beispielsweise Phthalate, werden ebenfalls im Meerwasser ausgewaschen. Sie wirken, wie in unserem Körper, als hormon-ähnliche, fruchtbarkeitshemmende Stoffe.
Die Problematik ist offensichtlich: Die Stoffe, welche dem Erdöl bei der Plastikherstellung beigemischt wurden, werden vom Meerwasser ausgewaschen und gelangen so in die Nahrungskette. Andererseits wird Mikroplastik von den Fischen aufgenommen, wen er so klein wird, dass er für Plankton gehalten wird.
Für Eindrücke und weitere Informationen klicken Sie bitte auf diesen Link, der Sie direkt zu Aufnahmen von 5Gyres führt.
Wenn Sie wissen wollen, mit was das Netz eines Manta-Trawls nach 45min Schleppzeit gefüllt ist, dann klicken Sie hier.
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