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Nachdem die chinesische Regierung mehrere lokale ChatGPT-Rivalen freigegeben hat, erhält nun offenbar auch das Sprachmodell von Alibaba von Peking aus grünes Licht. Der Chatbot Tongyi Qianwen werde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, liess Alibaba dazu verlauten. In Bälde werde eine Open-Source-Variante des grossen Sprachmodells zur kostenlosen kommerziellen Nutzung der "gesamten Gesellschaft" zur Verfügung stehen, heisst es.
China
China hat staatlichen Angestellten die Nutzung ausländischer Smartphones verboten. Konkret dürfen die Beschäftigten einiger Behörden laut einem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJ) keine Apple iPhones und keine Geräte einiger anderer Hersteller mehr an den Arbeitsplatz mit bringen. Als Grund werden die anhaltenden Spannungen mit den westlichen Industrienationen angegeben. Das WSJ beruft sich im Artikel auf Insiderinformationen.
Die chinesischen Regulierungsbehörden brummten der Alibaba-Beteiligung Ant Group eine Strafe in Höhe von 7,12 Milliarden Yuan aufs Auge, was in etwa 900 Millionen Euro entspricht. Damit könnten die jahrelangen regulatorischen Zwistigkeiten zwischen den chinesischen Aufsehern und der Ant Group zu einem möglichen Ende kommen. Aber auch andere Konzerne wie Tencent wurden bestraft, wie die chinesische Zentralbank in Chongqing mitteilte. Vor allem für Ant könnte der Abschluss des Verfahrens wieder Perspektiven für Wachstum und den ehemals geplanten Börsengang eröffnen.
Tesla-, Twitter- und SpaceX-Chef Elon Musk bekommt Konkurrenz beim Satellitensystem Starlink, das nach dem Endausbau weltweiten Internetzugang bieten soll. Ein ähnliches Instrument, das Macht, Einfluss und Einnahmen sichert, baut auch China mit "LEO" auf. Laut "Space News" werden noch 2023 die ersten Satelliten für eine Breitband-Kommunikation mit der Schwerlastträgerrakete "Langer Marsch 5B" vom Weltraumbahnhof Wenchang aus in eine erdnahe Umlaufbahn geschossen.
China wirft der amerikanischen Regierung vor, ausländische Unternehmen zu unterdrücken. Grund ist das vom Weissen Haus angekündigte Verbot der chinesischen Social-Media-App Tiktok auf US-Regierungshandys. "Die US-Regierung sollte ernsthaft die Prinzipien der Marktwirtschaft und des fairen Wettbewerbs respektieren", erklärte dazu die Pekinger Aussenamtssprecherin Mao Ning.
Die chinesische Gaming-Industrie muss nach Jahren des rasanten Wachstums erstmals einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen. Laut aktuellen Zahlen des Branchenverbandes China Audio-Video and Digital Publishing Association wurden 2022 knapp 266 Mrd. Yuan (rund 36 Mrd. Euro) mit Videospielen umgesetzt. Das entspricht einem Rückgang um 10,33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Spieler ist mit 664 Mio. um 0,33 Prozent geschrumpft.
Drei von neun Videospielen, die Google Play in seiner jährlichen Liste der Top-Apps anerkannt hat, sind in chinesischen Studios entwickelt worden. Das ist umso bemerkenswerter, weil der App Store von Google in China nicht verfügbar ist. Die Spiele, die in Fernost entwickelt werden, sind demnach im Rest der Welt höchst beliebt.
Der US-amerikanische IT-Gigant Apple mit Zentrale im kalifornischen Cupertino beschleunigt offenbar seine Pläne, Teile seiner Produktion aus China abzuziehen und in andere asiatische Länder zu verlagern. Wie es in einem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJ) heisst, fordere Apple seine Zulieferer auf, die Montage von Apple-Produkten insbesondere nach Indien und Vietnam auszusiedeln.
Die Chipindustrie wächst nirgendwo auf der Welt rasanter als in China. Grund dafür sind gemäss Marktbeobachtern die Reaktionen Chinas auf die US-Sanktionen gegen lokale Player wie Huawei und Hikvision. Richtet man den Blick auf die letzten vier Quartale, so stammen 19 der 20 am schnellsten wachsenden Unternehmen der Chipindustrie aus China, wie Daten offenlegen, die von Bloomberg zusammengestellt wurden. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es erst acht.
Nach der Massregelung von Fans auf Weibo hat die kommunistische Führung Chinas nun offenbar auch die Zulassung sämtlicher neuen Online-Games auf Eis gelegt. Wie die "South China Morning Post" unter Berufung auf Informanten berichtet, wollen die Machthaber in Peking so die Spielsucht unter den jungen Chinesen in den Griff bekommen.