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Ethos und die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International (EEP International) lancieren ein mehrjähriges Engagement-Programm, um acht europäische Stromversorger dazu zu bewegen, ambitionierte Klimastrategien zu entwickeln, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sicherzustellen. Zahlreiche institutionelle Investoren auf der ganzen Welt haben sich entschlossen, diese Bemühungen zu unterstützen; insgesamt verwaltet die Investorengruppe rund EUR 100 Milliarden.
Das Pariser Abkommen fordert eine massive Reduzierung der Treibhausgas (THG)-Emissionen, die in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden muss. Regelungen zur Besteuerung oder Begrenzung von Treibhausgasemissionen wie etwa das Europäische Emissionshandelssystem und ähnliche Instrumente in China, Südkorea und Kalifornien werden immer geläufiger. Diese Entwicklung wird durch kontinuierliche technologische Fortschritte beschleunigt. Die Kosten für erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne sinken kontinuierlich, so dass diese Technologien wettbewerbsfähig sind und in vielen Ländern schon heute die billigste Form der Stromerzeugung darstellen.
Diese politischen Entwicklungen und technologischen Fortschritte verändern das Energiesystem grundlegend. Von einem zentralen System basierend auf grossen thermischen Kraftwerken bewegen wir uns hin zu einem dezentralen System, welches auf lokal installierten erneuerbaren Energiequellen aufbaut. Vor diesem Hintergrund muss sich das Geschäftsmodell der Stromversorger schnell und deutlich ändern. Aus diesen Gründen starten Ethos und der EEP International ein mehrjähriges Engagement-Programm, in dem acht europäische Stromversorger aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten. Ethos und der EEP International haben fünf konkrete Anforderungen an die Stromversorger definiert:
- Festlegung von Zielen zur Reduzierung der THG-Emissionen, welche mit dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius zu beschränken, übereinstimmen (Science-Based Targets)
- Dekarbonisierung des Stromerzeugungsmixes mittels raschem Umstieg von Kohle auf Gas und weiter auf erneuerbare Energien
- Verantwortungsbewusstes Lobbying für eine vorausschauende Klimapolitik
- Überdenken des Geschäftsmodells, etwa hin zu einer Diversifizierung der Aktivitäten in Richtung Energiedienstleistungen und Smart Home
- Ausrichtung der Berichterstattung auf die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
Das Engagement-Programm wurde heute mit einem Brief an die Verwaltungsrats-Präsidenten der acht Stromversorger gestartet.