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In Birr werde es in diesem Winter "mächtig stinken und unglaublich laut sein wird", schrieb die Klimastreik-Bewegung in ihrem Demonstrationsaufruf.
Die Organisatoren sprachen am frühen Samstagabend in einem Communiqué von mehr als 70 Teilnehmenden an der Demonstration. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schätzte ihre Zahl am Nachmittag auf rund 50.
Der Bundesrat sieht Reservekraftwerke mit Gas-, Öl- oder Wasserstoffbetrieb als Absicherung gegen einen Strommangel vor. Er hat dazu mit dem Unternehmen GE Gas Power einen Vertrag für den Betrieb von acht Turbinen an dessen Standort in Birr abgeschlossen.
Arbeiten schon im Gange
Die Bauarbeiten für das Reservekraftwerk haben bereits begonnen. Im September hatte der Bundesrat zwei Verordnungen verabschiedet, um den Weg für die Baubewilligung und eine rasche Erstellung des Kraftwerks zu ebnen.
Geplant ist, dass die mobilen Turbinen auf dem Betriebsgelände von GE Gas Power, die mit Gas, Öl oder Wasserstoff betrieben werden können, ab Februar 2023 einsatzbereit sind. Sie haben eine Leistung von rund 250 Megawatt. Das entspricht etwa dem Zweieinhalbfachen des Wasserkraftwerks Rheinfelden.
Die Klimastreik-Bewegung bezeichnete das Vorgehen der Landesregierung in einem Communiqué als "undemokratisch und klimazerstörerisch". Auch in der lokalen Bevölkerung regt sich teilweise Kritik gegen das Reservekraftwerk. Der Aargauer Kantonsregierung forderte Ende September, die Platzierung der Turbinen auf dem Gelände solle überprüft werden.