Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03526.jsonl.gz/964

Weg-Wort vom 22. November 2019
In der Komödie «Drei Männer im Schnee» gewinnen ein arbeitsloser Werbetexter und ein reicher Industrieller einen Urlaub im Luxushotel in den Alpen. Der Reiche, der eine gute Portion Humor hat, reist inkognito an und gibt sich in abgetragenen Kleidern als armer Schlucker aus. Er möchte sehen wie er behandelt wird, wenn er nicht der Gast aus gutem Haus ist.
Seine besorgte Familie bereitet den Hoteldirektor jedoch darauf vor, dass ein reicher Gast als armer Mann auftreten wird. Als die beiden Preisgewinner eintreffen, gibt das Personal nun alles um den Mann, den sie für den Industriellen halten, mit großer Zuvorkommenheit zu behandeln. Von der Luxussuite bis zum Masseur wird alles geboten. Dem zweiten Preisgewinner gönnen sie keine Aufmerksamkeit. Er erhält ein kaltes Personalzimmer.
Es ist für den Zuschauer offensichtlich, dass das Personal sich erhofft vor dem Industriellen am Ende gut dazustehen. Vom zweiten Gratisurlauber erwartet man sich nichts. Er passt nicht ins Hotel.
Da das Ganze eine Komödie ist, wurden die beiden Gäste natürlich verwechselt. Der Reiche, dessen Gunst man erwerben will, landet in der kalten Personalkammer, der arme Werbetexter wird umsorgt.
Sehr peinlich, als das Ganze am Ende auffliegt. Hätte man es nur besser gewusst. Dann wäre der richtige Millionär im weichen Bett gelegen und der Arme dort, wo er hingehört, also im Kämmerchen.
Niemand im Hotel kommt auf den Gedanken, dass man ja beide Preisgewinner hätte zuvorkommend und freundlich umsorgen können, ganz ohne Berechnung und die Annahme, dass man sich ein großes Trinkgeld oder gar den Himmel verdienen könnte.