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Grenchebuurs Herbstbitrachtig
|Grenchebuurs Herbstbitrachtige|
|Zw. 1856/60|
|Franz Josef Schild (Grossätti vom Leberberg)|
Grenchebuurs Herbstbitrachtige
Gottlob, jetz hei mr au es Jöhrli,
Es gäbigs Jöhrli hei mr gha,
Wo si kei Buur und au kei Tauner
Im gringste drüber bchlage cha.
Dr Spycher voll, au d'Brätte, d'Bühni,
Und z'letscht im Chäller gar no Wy, '
s het doch bigopplig hüür e Gattig
Vo Grenchen oben abe z'sy.
Mr hei scho mängs Johr nüt meh gläse,
Hei 's Wygschirr uff dr Schöpfi gloh
Und d'Züber, d'Bränte loh verlächne,
Und d'Fässer gar vergraue no.
Doch hüür isch's wieder einisch grote,
Mr hei nes trinkbers Tränli Wy,
Und no drzue sy d'Lüt vernünftig
Und schänke gärn es Schöppli y.
Jetz löh mr keini Flause mache,
So wie me by me Fähljohr macht
Und gärn vom Trübeltrösche brichtet
Und drüber ine spöttig lacht.
Mr löhn is söttigs nümme säge
Und bache nit vo sälbem Teig,
Wo by re Tröscherei nes Beeri
Em Chnächt es Aug verschlage heig.
Mr setzen üsi Hüet uff d'Syte
Und luege stolz und busper dry
Und dörfen i dr Stadt au säge,
Aß mir bigopp vo Grenche sy.
Jetz chunnt z'erst d'Chilbi, wenn's den eine
Au gäb wie liecht chly mache cha,
So macht er Chüechli, chochet Hamme
Und sticht drby sy Grenchner a.
Und noh dr Chilbi de Silväster,
Und de's Neujohr, botz sappermoscht!
Wo's zu de Nussen und de Wegge
De wieder ordli Grenchner choscht.
Het eine grad es Chuechemöhli,
He nu, so chöme d'Chnabe z'Chilt,
Cho singe, ässen und cho trinke,
So lang bis d'Chueh ne Batze gilt.
Und uff's Neujohr lauft d'Fasnecht ine,
Sie chunnt i's Huus im gschwinge Schritt,
Wo's Chiltereie, Tanz und Musig
Und mänge gfreuten Obe git.
Maschgrate chöme, Harligingge,
Wo üsereim nit z'friede löh
Und bis me tuet i Chäller laufe,
Eim eisterfurt uff d'Stuude schlö.
Am Fasnechtmändig geit's i's Wirtshuus,
By mängem erst am Zystig hei,
Do drohle halt no Abbräng umme
Und öppe no nes Hammebei.
Do geit me goge d'Fässer helte,
Wo alli uff dr Truese sy,
Und schänkt de no zum Fasnechtgrümpel
Die allerletschte Schoppen y.
No eis, an eis isch de no z'dänke,
Dr Räbesoomen überz' loh,
's isch gar nit guet, bim Räbeschnyde
So ohni Wy i d'Räbe z'goh.
De hei mr Merze, frohi Zyte,
Und au zur Arbet früsche Muet;
Mr liebe z'Grenche d'Merzesunne,
Sie tröchnet leeri Fässer guet.
Hei anger Lüt no Wy im Chäller
Und by dr Arbet z'trinke gnue,
Macht's nüt, mr hei nen i de Wade
Und schaffe glych doch lustig zue.
Mr dänken eister byn is sälber:
's isch guet, sy üsi Fässer leer,
Zur Zyt, wo d'Wy gärn läng wei werde,
Hei mir gottlob keis Chällergschär.
Und wott's im Herbst im Räbwärch stinke
Und göh mr de i's Stedtli hi,
So löh mr üsi Fäcke hange
Und säge nit, wohär mr sy.
Quellen
- Franz Josef Schild
(Dieser Artikel ist Eigentum des Autors / der Autorin und kann deshalb nicht editiert werden.)