Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03183.jsonl.gz/1855

Do you not yet have a customer account? Please register here.
Am 18. Dezember 2010 trafen fünf hochbegabte Nachwuchssolisten in der Aula Magna des Konservatoriums Lugano zusammen, die für den «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes» 2011 nominiert worden waren: ein Preis, mit dem LUCERNE FESTIVAL, die Konferenz Musikhochschulen Schweiz (KHMS) und die Credit Suisse Foundation alle zwei Jahre junge Musikerinnen oder Musiker auszeichnen und fördern, die in der Schweiz ihre Ausbildung absolvieren. Die fünfköpfige Jury votierte für die 1984 in der chinesischen Provinz Hubei geborene Cellistin Mi Zhou. Als Siebenjährige hatte sie von ihrem Grossvater ersten Unterricht auf dem Violoncello erhalten; ihr reguläres Studium bis zum Diplom absolvierte sie dann am Yong Siew Toh Conservatory of Music in Singapur, das ihr bereits 2004 den Ersten Preis beim institutseigenen Konzertwettbewerb verliehen hatte. Seit 2009 gehört Mi Zhou der Meisterklasse von Thomas Demenga an der Hochschule für Musik Basel an; darüber hinaus nahm sie an Kursen u. a. von Ralph Kirshbaum, Frans Helmerson und David Geringas teil, der sie 2010 auch zur Kronberg Academy einlud. Seit ihrem Solodebut in der Victoria Concert Hall in Singapur im Jahr 2005 ist Mi Zhou in verschiedenen Ländern aufgetreten: So interpretierte sie Dvorˇáks Cellokonzert mit dem Sinfonieorchester der Nationaloper Vietnam, gastierte bei diversen Ensembles im asiatischen Raum und präsentierte das Erste Cellokonzert von Saint-Saëns mit dem Luzerner Sinfonieorchester in der Tonhalle Zürich. 2010 war sie bei den Festspielen von Verbier und dem Festival junger Künstler Bayreuth zu Gast. Als Preisträgerin des mit 25.000 CHF dotierten «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes» tritt Mi Zhou die Nachfolge von Sol Gabetta (2001), Pawel Mazurkiewicz (2003), des Tecchler Trios (2005), von Aniela Frey (2007) und Andriy Dragan (2009) an. Mi Zhou spielt ein Violoncello, das um 1750 in Österreich gefertigt worden ist und ihr von von C. und F. Bodin (Binningen) zur Verfügung gestellt wurde.
August 2011