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WAS SIND ASANAS?
Als Asana, Sanskrit für ‚der Sitz‘, bezeichnen wir überwiegend ruhende Körperstellungen im Yoga, insbesondere im Hatha Yoga. Älteste Yoga Asana Darstellungen gehen bis ins Mittelalter und die Antike zurück.
Das wichtigste bei den Übungen und der Ausführung ist das richtige Atmen, das bewusste Hineingehen, Halten und die bewusste Auflösung des Asana. Yoga-Asanas sollten immer die zwei folgenden Qualitäten enthalten: Stabilität und Wohlbefinden. Sie dienen nicht nur der körperlichen Geschmeidigkeit und vitalen Kraft, sondern fördern die Harmonie zwischen Körper und Geist.
Yoga Asanas beruhen vor allem auf körperlichen Erfahrungen, dabei kommt es auf die praktische Durchführung an. Den Gedankenfluss zur Ruhe zu bringen, ist eine der angestrebten Wirkungen. Am besten gelingt das, wenn während der Übungen so wenig wie möglich gesprochen wird und ein passieren lassen zugelassen wird. Yoga ist nicht leistungsorientiert, es geht nicht darum etwas erreichen zu wollen oder Erfolg. Eine perfekte Stellung ist nicht so wichtig wie die spirituelle Qualität, die Sie durch sie erleben. Als Yogaschüler sollten Sie idealerweise geistig ganz auf sich konzentriert sein und nicht den Vergleich mit anderen Kursteilnehmern suchen.
In mittelalterlichen Hathayogaschriften heißt es, Shiva habe 8.400.000 Asanas gelehrt habe. Eine für jede Lebensform. Die Gherandasamhita, eine der wichtigsten traditionellen Schriften über Hatha Yoga, beschreibt 84 der Asanas als hervorragend; davon seien aber lediglich 32 Asanas dem Menschen nützlich. In vielen Schulen des 20. Jahrhunderts wird die mystische Zahl von 84 Asanas aufgenommen. Der berühmte Hathayogi Bishnu Charan Ghosh leerte 84 Asanas. Sein Schüler war Tony Sanchez, der Gründer der U.S. Yoga Association. Dieser lehrt heute noch die 84 Asanas mit vergleichsweise geringen Änderungen. Bikram Choudhury war ein weiterer Schüler von B.C. Ghosh. Er kürzte in seinem Bikram-Yoga die Abfolge auf 26 Asanas und ließ sich seine Abfolge in den USA sogar patentieren.
Viele moderne Traditionen haben die Asanas nicht sehr stark systematisiert und geben daher auch keine genaue Zahl der gelehrten Asanas an.