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Der Himmel beschmückt von weißen Federn. Es war ein spät sommerlicher Tag. Wir fingen mit unserer ersten Stunde des Gongfu Cha III mit dem Besuch in Rietberg Museum an. Hier wollten wir uns mit dem Gefässen besinnen, die uns eine Geschichte erzählen oder etwas offenbaren?
Tao Tie wartet als Erster auf uns. Seine ausdrucksstarke Augen verewigt auf dem Bronzen-Gefäss starrten uns an. Gepaart von den Wellenmuster wirkten seine Horner immer noch furchterregend und mächtig. Wen sollst Du beschützen und wen sollst Du vertreiben? Tao Tie, das dämonische Wesen, das alles frisst, selbst seinen eigenen Körper. Ausgerechnet er ist sehr wahrscheinlich das mythische Wesen Shen Nong, der Tee entdeckte. Es war einmal… Shen Nong kocht das Wasser unter einem großen Baum als ein Regenbogen im Himmel glänzte. Das Wasser kochte, das Feuer brannte und es kam in diesem Moment eine Brise. Der Wind unbeabsichtigt wehte, während paar Blätter beabsichtigt ins Wasser runter fielen. Es war wahrscheinlich der erste Gongfu Cha.
Der Regenbogen ist zu sehen. Der Wind bleibt immer noch unsichtbar.
Wer weiß wie lange der Baum bereits dort stand? So lange um Sheng Nong zu begegnen? So lange um Tee die Tür in die Welt zu öffnen?
Wer weiss? Wir spazierten durch die schön ausgestellten Werken von Celadon. Vasen, Kopfkissen, Schale und Kannen. Eine Päonia lächelte. Ich blieb. Sie lächelte auf eine Vase, graviert und unter einem Glasur. Sie steht bereits lange dort. So lange um Dich zu begegnen? Oder mich? Wie war der Anfang? War es die Vase, die den Wunsch hat, zu reisen? Oder die Hand, die sorgfältig die Päonia schnitzte und die Glasur auftrug? Der Duft der Blüte überschreitete. Ich roch es. Er flog über die Ozean und erreichte den Ort, wo Du Dir nicht einmal träumen kannst!
Ah, das Blau! Das war das Geheimnis im Ofen. Kaiser Chai Rong (921-959) bezeichnete Ry (eine Art von Celadon) als die Farbe „das himmlische Blau wenn die Wolken nach dem Regen brechen“. Das Blau wartet immer auf den Schleier von riesenden Regen und Wolken. Ebenso wartet es auf jemanden. Jemand, der ihn zurückholt, aus dem angebeteten Schauplatz hinter dem Glas wieder auf den Teetisch.
Meine Augen lächelten zurück. Der Duft von Päonia schwamm in der Luft. Das Blau von Celadon wartete. Auf Dich.
Siehe auch den Betrag:
回紋 Hui-Muster und 饕餮 Tao-Tie