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Ich habe zwei Sequencer: der Acid Stepper kann kurze Melodien mit bis zu 256 Noten speichern und abspielen. Den A-155 habe ich eher für die Begleitung vorgesehen, er kann nur 8, dafür komplexere Signale nacheinander abgeben.
Bis gestern konnte ich die beiden zwar dazu bringen gleich schnell zu sein, im Takt zu arbeiten, sie waren aber nicht synchron: während der eine eben begonnen hat, war der andere bereits beim zweiten Ton oder umgekehrt. Das Problem: Zwar kann der Acid Stepper sagen, wann er loslegt, der A-155 springt dann tatsächlich zum ersten Ton, aber spielt ihn nicht, sondern beim nächsten Impuls und dann gleich den zweiten. Nun gäbe es ein Zusatzmodul A-154, das interpretiert das Zurücksetzen (Reset) anders, und springt beim darauffolgenden Impuls zum ersten Ton, aber das Modul habe ich nicht.
Heute und nach vielen Versuchen habe ich dann eine feine Lösung gefunden: Immer wenn der A-155 mit seinen 8 Schritten fertig ist, stoppt er erst mal. Das kann man auf unterschiedliche Arten machen, bei mir triggert der letzte Schritt den Stop-Schalter. Läuft die Melodie, wird ständig und im Takt der Start aktiviert, und alles beginnt von vorne. Ist sie aber fertig, bleibt der A-155 wie gewünscht beim letzten Schritt stehen. Beim nächsten Start kann er direkt und wie gewünscht mit dem Ersten beginnen. Mit dieser kleinen Logik starten die beiden Sequencer – ausser beim allerersten Mal, da muss der eine den letzten Schritt suchen – synchron, und, als Zugabe, schaltet der eine den anderen ein und aus. Das ohne den eigentlich für diese Aufgabe vorgesehenen „Reset“ zu nutzen.
So sieht die Verkabelung aus, und die beiden Signale: Unten in Blau der Acid Stepper, oben in Gelb der A-155:
Meine letzten beiden Projekte habe ich abgeschlossen:
Messung der Geschwindigkeit einer Billardkugel
Zuerst kallibrieren sich eine Zentrale mit Display und drei Aussenstellen, verbunden mit nRF24. Dabei werden die Distanzen der Aussenstellen zueinander ausgemessen und die internen Uhren geeicht. Anschliessend hören sie den Stoss, und bestimmen daraus Position und Geschwindigkeit der Kugeln.
Virtuelles Schaufenster Wenn man in die Nähe dieses Bluetooth-Gerätes kommt, notifiziert es die zugehörige iOS-App. Diese erkennt die vier LEDs des Gerätes und projiziert eine Augmented Reality in das Kamerabild.
Beide Projekte nutzen einen ATmega32-Mikroprozessor, mit Arduino-Bootloader, extern getaktet und mit 3V versorgt.
Ein drittes Projekt, Amulett, habe ich gestoppt. Das Ziel des Projektes war – wie der Name schon sagt – ein Amulett, das man sich um den Hals hängen kann. Es versorgt mit einer kleinen Batterie oder Solarzelle den Prozessor und das Bluetooth-Modul im Innern. Alles soll sehr leicht und sparsam sein. Das Amulett kann – mit eingebauten LEDs – in mehreren Farben leuchten und lässt sich über eine App konfigurieren; man kann etwa einstellen, welche „Interessen“ man hat. Ist man in der Nähe eines anderen Amulettes, das von einer Person getragen wird oder an einer speziellen Stelle positioniert ist, leuchten beide Amulette eine kurzen Zeit in der gleichen Farbe. Alle solche Begegnungen können über die App ausgelesen und an einer zentralen Stelle gesammelt und ausgewertet werden. Als Hardware habe ich Simblee versucht. Die Software darauf war fast fertig, aber der (Test-)aufwand für verschiedenen, gleichzeitig aktive Geräten war zu viel für mich.