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Der 1970 geborene italienische Bariton Ambrogio Maestri studierte in seiner Heimatstadt, dem lombardischen Pavia, Gesang und Klavier. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm, als er 2001, im hundertsten Todesjahr Giuseppe Verdis, als Falstaff an der Mailänder Scala in einer von Riccardo Muti dirigierten und von Giorgio Strehler inszenierten Neuproduktion der Oper auftrat. Der Falstaff gilt seither als seine Paradepartie: Er hat die Rolle mittlerweile mehr als 200 Mal gestaltet, u. a. an der Wiener Staatsoper, am Londoner Royal Opera House, am Zürcher Opernhaus, an der Opéra National de Paris, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Metropolitan Opera New York und bei den Salzburger Festspielen. Gleichwohl ist Maestris Repertoire sehr viel breiter gefächert: Es umfasst die grossen Titelhelden Verdis wie den Rigoletto, Simon Boccanegra oder Nabucco, natürlich auch den Jago in Otello, Amonasro in Aida, Giorgio Germont in La traviata oder den Grafen Luna im Troubadour. Doch auch Werke des Belcanto und des Verismo haben in ihm einen berufenen Interpreten gefunden: ob Donizettis Don Pasquale oder L’elisir d’amore (Dulcamara), ob Puccinis Tosca (Scarpia) oder Leoncavallos Pagliacci (Tonio). Ambrogio Maestri arbeitete mit Dirigenten wie Daniele Gatti, Daniel Harding, Fabio Luisi, Zubin Mehta oder Antonio Pappano und mit Regisseuren wie Robert Carsen, Laurent Pelly, Peter Stein, Robert Wilson und Franco Zeffirelli zusammen. In der Saison 2014/15 war er als Falstaff und als Dulcamara an der Bayerischen Staatsoper zu Gast; er sang den Scarpia an der Wiener Staatsoper, den Amonasro an der Mailänder Scala und wirkte als Alfio in einer von Christian Thielemann geleiteten Neuproduktion von Mascagnis Cavalleria rusticana bei den Salzburger Osterfestspielen mit. 2015/16 kehrt er als Alfio und Don Pasquale an die Metropolitan Opera zurück.
August 2015