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Am Ende siegte der «Bad Boy». Floyd Mayweather parierte in Las Vegas sämtliche Angriffe seines Herausforderers Manny Pacquiao und wurde von den Punktrichtern einstimmig (118:110, 116:112, 116:112) zum Sieger erkoren.
Der Amerikaner blieb damit auch in seinem 48. Profikampf ungeschlagen, zur Marke von Rocky Marciano fehlt noch ein Sieg. Mayweather darf sich Weltmeister im Weltergewicht (bis 66,67 kg) der Verbände WBA, WBC wund WBO nennen.
Sportliche Enttäuschung, ...
Jubelstürme gab es deswegen in der MGM Garden Arena keine, vielmehr wurde der für seinen dekadenten Lebensstil bekannte Mayweather in der Stunde des Triumphs ausgepfiffen. Die im Vorfeld zum «Fight of the Century» hoch stilisierte Veranstaltung hielt in sportlicher Hinsicht nämlich nicht, was sie versprochen hatte.
Mayweather, der über eine grössere Reichweite verfügt, landete zu Beginn des Fights einige Körpertreffer und beschränkte sich danach mehrheitlich auf die Verteidigungsarbeit. Pacquiao fand kein Mittel dagegen. Einzig in Runde 4 vermochte er Mayweather wirklich in Bedrängnis zu bringen und einen klaren Kopftreffer zu landen.
In den letzten Runden folgte nicht etwa der grosse Showdown, vielmehr nahm das Tempo des Kampfes ab.
... kommerzieller Grosserfolg
Über die Niederlage hinwegtrösten darf sich Pacquiao mit der fürstlichen Entlöhnung von rund 100 Mio. Dollar. Mayweather streicht sogar 120-200 Mio. ein. Insgesamt soll der Kampf Rekord-Einnahmen von rund 400 Mio. Dollar generieren.
Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin 3.5.2015, 07:10 Uhr.