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Die Kirche aus Langhaus (Kirchenschiff) und Chor wurde um 1505 neu gebaut. Vom ursprünglichen Gebäude, das bereits um 1305 vorhanden war, sind keine Teile mehr ausscheidbar.
Der Chor ist an der Ostseite des Langhauses angebaut, er ist dreiseitig geschlossen mit je einem spitzbogigen, zweiteiligen farbigen Fenster. An der Chordecke unter der Jahrzahl 1505 ist das Zeichen des Kärntner Baumeisters Andreas Bühler, der damals in Thusis wohnte, aufgemalt. Über dem mittleren Chorfester und am unteren Ende der Westrippe an der Südseite des Chors ist das Wappen des Grauen Bundes, welches bis um 1505 verwendet wurde, mit „geviertem Kreuz“ dargestellt. Und an der linken Chordecke – vom Langhaus aus gesehen – ist das darauf folgende Hoheitszeichen des Grauen Bundes als gespaltener Schild von Grau und Weiss aufgemalt. Diese Darstellung wurde ins Kantonswappen aufgenommen. Das grau-weiss geteilte Wappen rechts an der Chordecke ist dasjenige des Conradin von Marmels von Rhäzüns, der sich wahrscheinlich am Kirchenneubau beteiligt hatte.
Im Kirchturm hängen drei Glocken.
Informationen zur Orgel sind hier zu finden.
Umbauten 17. bis 19. Jahrhundert
Die Kirche erhielt 1686 eine Kanzel mit Schalldeckel.
Im Jahre 1700 wurde das Langhaus um 4,2 m gegen Westen verlängert.
Den Turm erhöhte man 1858 um 1,8 m und setzte ihm das laternenförmige Dach auf. Die Bretterdecke im Langhaus wurde durch eine Gipsdecke ersetzt.
Renovationen im 20. Jahrhundert
Da die Kosten einer dringend nötigen Renovation die Möglichkeiten der Kirchgemeinde überstiegen, teilte man 1909 die Kirchengüter zwischen der Politischen und der Kirchgemeinde auf. Beide Gemeinden beteiligten sich 1911 zum ersten Mal an der Kirchenrenovation.
1931 musste der obere Teil des Turmes repariert werden.
1935 ersetzte man die alten Öfen durch elektrische Heizelemente.
1937 konnte man die Turmuhr installieren.
Die Renovation 1950/51 war die umfassendste und verlieh der Kirche ihr heutiges Aussehen. Das Langhaus wurde um 2,5 m verlängert, die Empore errichtet und die Orgel eingebaut. An Stelle der Gipsdecke kam die gewölbt Holzdecke. Die Südwand erhielt das dritte Fenster und man stellte die Sayserpforte wieder her. Den Taufstein versetzte man vom Langhaus in den Chor. Die Kanzel wurde tiefer gesetzt und der Kanzeldeckel entfernt.
1967 renovierte man die Kirche aussen und setzte die drei farbigen Chorfenster ein.
1989 bedurfte das Gebäude wieder einer umfangreichen Aussenrenovation.
2001 musste der Verputz des Turmes erneuert werden.