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Die Internet-Charta wurde von einer Arbeitsgruppe aus Lehrern, Schulinspektoren, Vertretern der Schulleitungen, Gewerkschaftsfunktionären, Technikern und einem Beauftragten für Prävention und Sicherheit erarbeitet. Die Grundidee bestand darin, gezielt über die Nutzung digitaler Medien als eine Reihe von Kompetenzen, die es zu erreichen gilt, nachzudenken, um zentrale Konzepte der Staatsbürgerschaft zu entwickeln: kritisches Denken, Respekt vor anderen, Infrastruktur und Gesetzen, (Selbst-)Schutz und Autonomie.
Um den Lernfortschritt mit Blick auf die Schullaufbahn der Schüler zu gewährleisten, wurde vorgeschlagen, die Inhalte in vier verschiedene Achsen zu gliedern. Sie werden als Kompetenzfelder betrachtet, die das Know-how (Nutzung) und das Verhalten (Gebrauch) im Bereich der digitalen Medien bilden. Sie sind gewissermassen die "guten Praktiken", zu deren Einhaltung sich die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der Lehrkräfte durch die Unterzeichnung der Charta verpflichten.
- "Ich benutze" steht für alle Empfehlungen, die sich auf den technischen Umgang mit digitalen Werkzeugen beziehen. Dies kann sich auf das Ansehen, die Informationssuche und das Üben mit digitalen Geräten oder Lernsoftware beziehen.
- "Ich produziere" befasst sich mit den Prinzipien der verschiedenen Möglichkeiten, etwas mithilfe digitaler und medialer Mittel sichtbar oder hörbar zu machen. Likes, Kommentare, Posts, Artikel und audiovisuelle Produktionen (Töne, Bilder, Videos) sind allesamt Elemente der Produktion von Inhalten. So sind das Urheberrecht, der Respekt vor dem Bild, die Gesetze zu Verleumdung, Beleidigung oder Beschimpfung einige Elemente, die dieser Kategorie zugrunde liegen.
- "Ich schütze" umreisst den Begriff der Sicherheit in der digitalen Welt. Diese Sicherheit ist als rechtlicher Rahmen zu verstehen, der den individuellen Schutz gewährleistet, aber auch als eine Reihe von individuellen Verhaltensweisen, die diese Sicherheit präventiv gewährleisten. So wird die Frage des Schutzes sensibler Daten (Passwörter und persönliche Daten) ebenso angesprochen wie die Ermutigung, Lehrpersonen beim Kontakt mit unangemessenen Inhalten oder gefährlichem Verhalten zu benachrichtigen.
- "Ich respektiere" befasst sich mit drei Aspekten des Respekts. Zunächst verpflichten sich die Schülerinnen und Schüler, das ihnen anvertraute Material umsichtig zu behandeln und Störungen zu melden. Zweitens findet man diesen Begriff im Zusammenhang mit dem Urheberrecht wieder. Im Gegensatz zu "Ich produziere" wird hier bei Produktionen auf den Standpunkt des Zitierenden und nicht des Schreibenden geachtet. Das Hauptziel besteht darin, die Entwicklung von Kompetenzen zu fördern, die in der weiteren schulischen und beruflichen Laufbahn von Nutzen sein werden. Schliesslich findet sich auch hier der Begriff "sich um den anderen kümmern", der im vorherigen Schwerpunkt behandelt wurde. Dieser Begriff ergänzt sie.