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Heute ist Muttertag. Zumindest in vielen Ländern Europas. Wie in jedem Jahr am zweiten Sonntag im Mai ist dieser für uns ein Tag, an dem wir unserer Mutti wahrscheinlich Blumen oder Pralinen kaufen oder sie zum Kaffee einladen und uns freuen, dass wir sie haben.
In Guatemala gibt es auch einen Muttertag, der fällt in jedem Jahr auf den 10. Mai, also gar nicht so weit weg von unserem. In guatemaltekischen Schulen – vor allem in den Vor- und Grundschulen – ist es gängig, dass die Kinder Lieder oder Tänze einüben, um diese ihren Müttern am Muttertag zu präsentieren. Sehr praktisch, wenn der Muttertag auch mal auf einen Wochentag fällt ; )
Doch woher kommt der Muttertag, den eigentlich jeder kennt? Rituale zur Verehrung der Mutter oder der Fruchtbarkeit lassen sich bis in die Antike hin zurückverfolgen. Die direkten Vorläufer zu dem Muttertag, den wir heute kennen, entstanden in Frauenbewegungen in den 1860er Jahren in den USA und auch in Europa. Schon damals formierten sich Gruppen, die vorwiegend aus Müttern bestanden, um sich für mehr Rechte für Frauen und bessere Bildungschancen für Mädchen einsetzten.
Letztendlich war es eine US-Amerikanerin, die 1907 am Sonntag nach dem Todestag ihrer Mutter – dem 2. Sonntag im Mai – einen Gedenksonntag in ihrer Kirchengemeinde beging, an dem allen verstorbenen Müttern gedacht werden sollte. Sie setzte sich dafür ein, dass dieser Tag auch in den darauffolgenden Jahren stattfand. Angeblich solle sie sich aber von diesem Gedenktag wieder distanziert haben, nachdem bereits einige Jahre nach Beginn die Kommerzialisierung des Muttertages begonnen hatte, die für uns heute absolut normal ist…
Ganz gleich, wie sich der Tag für jede einzelne gestaltet und worauf sie wert legt: Allen Müttern einen schönen Muttertag!