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19.12.2022 |News
Internationale wissenschaftliche Konferenz über E-Zigaretten
Vom 5. bis 6. Dezember 2022 organisierte das französische Nationale Krebsinstitut (INCa) eine internationale wissenschaftliche Konferenz über E-Zigaretten.
Ziel der E-Zigaretten-Konferenz war es, einen Ort zu schaffen, an dem sich internationale Forschende und Fachleute, die im Bereich der E-Zigaretten arbeiten, treffen können. Die Konferenz sollte einen Überblick über die laufenden wissenschaftlichen Erkenntnisse geben und offene Forschungsfragen beantworten, indem sie sich auf zwei zentrale Bereiche konzentrierte: die gesundheitlichen Auswirkungen und die Nutzungsgewohnheiten.
AT Schweiz nahm an der Veranstaltung teil, um die neuen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu prüfen und die Debatte über E-Zigaretten zu verfolgen. Obwohl eine objektive wissenschaftliche Perspektive erwartet wurde, war diese oft schwer zu finden. Die wissenschaftlichen Diskussionen wurden von einem Programm und einem Publikum überschattet, das von Unterstützern der Industrie und von Unterstützern von E-Zigaretten durchsetzt war, die vom wissenschaftlichen Komitee der Konferenz eingeladen worden waren, "um eine Debatte zu fördern", wo oft keine nötig war.
Mit Hauptvorträgen von einem ehemaligen US-Gesundheitsbeamten, der E-Zigaretten für besser als Tabak hält, und Ann McNeill, der Hauptautorin des umstrittenen und «bahnbrechenden Berichts» für Public Health England über E-Zigaretten, der behauptete, dass ENDS etwa 95 % weniger schädlich seien als Tabak, schien die Konferenz dazu bestimmt zu sein, E-Zigaretten-Propaganda zu verbreiten.
Lediglich die Vorträge von Maria Melchior, französisches Nationales Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM), und Reinskje Talhout, Nationales Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM), stachen mit klaren, wissenschaftlich fundierten Daten und Forschungsergebnissen hervor, die zeigten, dass E-Zigaretten und die von ihnen ausgehenden Risiken für Jugendliche weiterhin ein Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen. Und wenn diese Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit bestehen bleiben, sind angemessene Regelungen erforderlich, beispielsweise Massnahmen zur Einschränkung von Aromastoffen, wie Reinskje Talhout erklärte, dass die niederländische Regierung dies getan hat. Die Niederlande planen, ab Januar 2023 alle E-Liquid-Aromen mit Ausnahme von Tabakaromen zu verbieten und so das Vorsorgeprinzip zu bewahren.
In der Schweiz gibt es noch immer keinerlei Vorschriften für E-Zigaretten, was zeigt, dass der Markt hier offenbar wichtiger ist als die öffentliche Gesundheit.
Quellen: