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- US-Präsident Donald Trump hat das Waldbrandgebiet in Kalifornien besucht.
- Bei einem Treffen mit Einsatzkräften und Vertretern der Behörden spielte er die Bedrohung durch den Klimawandel herunter.
Trump bemängelte das aus seiner Sicht schlechte Forstmanagement, was er auch schon in den vergangenen Jahren als Grund für die Ausmasse der Waldbrände anführte. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom richtete indes klare Worte an den Präsidenten. Es sei deutlich zu spüren, dass Hitze und Trockenheit zunähmen. Der Klimawandel sei real, sagte Newsom.
«Es wird anfangen, kühler zu werden, schauen Sie einfach zu», sagte Trump zu dem kalifornischen Minister Wade Crowfoot. Dieser entgegnete: «Ich wünschte, die Wissenschaft würde Ihnen zustimmen.» Was Trump zur Aussage brachte: «Nun, ich denke nicht, dass die Wissenschaft es wirklich weiss.» Crowfoot hatte zuvor angemahnt, dass der Klimawandel anerkannt und mit der Wissenschaft zusammengearbeitet werden müsse.
Nun, ich denke nicht, dass die Wissenschaft es wirklich weiss.
Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Klimakrise Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen können. Trump hat sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch geäussert, ob es den Klimawandel überhaupt gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist.
Mindestens 35 Todesopfer
- Die Feuer im Westen der USA hinterliessen niedergebrannte Häuser, zerstörte Autos, verkohlte Natur.
- Allein in Kalifornien kamen 24 Menschen ums Leben, wie Gouverneur Gavin Newsom am Montag sagte.
- Elf weitere starben laut US-Medien in Oregon und Washington. Zehntausende sind auf der Flucht.
Brände werden zum Wahlkampfthema
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden sprach die Waldbrände bei einem Auftritt in Wilmington im Bundesstaat Delaware ebenfalls an. Anstatt seine Politik auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, betätige sich Trump als «Klima-Brandstifter», sagte Biden. Obwohl der «Westen im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen steht», verleugne Trump weiter den Klimawandel.
Die Gouverneure der betroffenen Bundesstaaten schlagen Alarm. «Das ist ein Weckruf, dass wir alles tun müssen, was wir können, um den Klimawandel zu bekämpfen», sagte Oregons Gouverneurin Kate Brown am Sonntag beim TV-Sender CBS.
Washingtons Gouverneur Jay Inslee beklagte beim Sender ABC, dass «während die gesamte Westküste der Vereinigten Staaten in Brand steht», der Präsident leugne, dass es sich dabei nicht nur um Waldbrände, sondern um «Klimabrände» handele.
Tausende Feuerwehrleute im Einsatz
Mehr als 30'000 Feuerwehrleute und Helfer sind im Einsatz, um der Flammen Herr zu werden. Schon jetzt sind laut Behörden rund 19'000 Quadratkilometer Land verkohlt. In Oregon sind rund 4000 Quadratkilometer Waldfläche abgebrannt – doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Jahr. Die Flammen bedrohen nicht nur Hab und Gut, sondern die Gesundheit der Menschen.