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In der Schweiz wohnhafte oder arbeitende Personen sind obligatorisch versichert.
Jede versicherte Person ist beitragspflichtig: erwerbstätige Personen ab dem 1. Januar ihres 18. Lebensjahres sowie nicht erwerbstätige Personen ab dem 1. Januar ihres 21. Lebensjahres. Die Beitragspflicht erlischt für Frauen bei 64 Jahren und für Männer bei 65 Jahren, auch wenn sie den Rentenbezug aufschieben.
Das Rentenalter liegt für Frauen bei 64 Jahren für Männer bei 65 Jahren.
Das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung sieht das Prinzip des flexiblen Rentenalters vor. Das bedeutet, dass man vorzeitig in den Ruhestand treten oder den Rentenbezug aufschieben kann. Ein vorzeitiger Ruhestand hat eine Kürzung der monatlichen Rente zur Folge, ein Aufschub hingegen erhöht die Rente.
Die Berechnung der AHV-Rente ist komplex. Für Informationen zu seinen Rentenansprüchen sollte man sich an eine Fachperson wenden, am besten bei der zuständigen Ausgleichskasse, das heisst bei der letzten Ausgleichskasse, bei der man AHV/IV/EO-Beiträge eingezahlt hat.
Die Renten werden nicht automatisch ausbezahlt. Man muss seinen Anspruch bei der Ausgleichskasse geltend machen.
Anspruch auf eine Witwenrente hat jede Frau, deren Ehemann verstorben ist:
wenn sie ein Kind oder mehrere Kinder hat;
wenn sie beim Tod ihres Ehemannes mindestens 45 Jahre alt ist und während mindestens fünf Jahren verheiratet war.
Auch eine geschiedene Frau hat einen Anspruch auf eine Witwenrente:
wenn sie ein Kind oder Kinder hat und die geschiedene Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hat;
wenn sie bei der Scheidung älter als 45 Jahre alt war und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat;
wenn das jüngste Kind jünger als 18 Jahre alt ist, wenn die Mutter 45 wird.
Anspruch auf eine Witwerrente hat jeder verheiratete oder geschiedene Mann, dessen Ehefrau oder Ex-Ehefrau verstorben ist und der für unter 18-jährige Kinder sorgt.
Kinder, deren Mutter oder Vater gestorben ist, haben Anspruch auf eine Waisenrente. Dieser Anspruch besteht bis zum 18. Lebensjahr oder bis zum Ende der Ausbildung, jedoch nicht länger als bis zum 25. Lebensjahr.
Aktualisierung 24.10.2016