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Pilze, Würmer und Tausendfüssler an der Arbeit
Kompost kann zu jeder Jahreszeit angelegt werden. Der Rottevorgang lässt sich in verschiedene Phasen einteilen. In den ersten Tagen der Abbauphase vermehren sich im frischen Kompost unzählige sauerstoffliebende Pilze und Bakterien. Während der Umbauphase besiedeln Pilze den Kompost, welche schwer abbaubare Stoffe zerlegen. In der Aufbauphase übernehmen Fadenwürmer, Asseln, Springschwänze und Tausendfüssler ihre Aufgabe. In der Reifephase bilden Kompostwürmer aus Ausscheidungsmaterial kleine, strukturierte Klümpchen, die sogenannten Krümel. Nach den Kompostwürmern besiedeln zuletzt Regenwürmer das Material und lockern es weiter auf.
Nach drei bis vier Monaten wird der Verrottungszustand kontrolliert. Ist die Kompostmischung erdig und feucht, kann sie weitere zwei bis drei Monate liegen bleiben. Ist der Kompost zu nass oder trocken, wird er umgesetzt und neu zusammengemischt. Das Umschichten zwei bis drei Mal im Jahr fördert so oder so die Rotte.
Nach etwa einem Jahr, oder je nach Rottevorgang auch früher, kann die fertige Komposterde mit einem Wurfgitter gesiebt werden. Es ist wichtig, nicht verrottete Pflanzenteile auszusieben. Was im Sieb hängen bleibt, kann als Strukturmaterial unter die frischen Abfälle gemischt werden.
Je nach Rotteverlauf ist der Kompost nach rund 12 Monaten reif für die Verwendung. Guter Kompost ist dann einsatzbereit, wenn er verrottet ist und eine krümelige Struktur aufweist. Der Reifegrad kann mit einem «Kressetest» festgestellt werden. Dabei wird aus der Mitte eines Kompostlagers etwas Erde entnommen und Kressesamen ausgesät. Spriesst die Kresse nach drei bis vier Tagen, ist der Kompost bereit für den Einsatz im Garten.
Was tun, damit der Kompost nicht stinkt?
Damit der Kompost nicht zu stinken beginnt, werden die frischen Abfälle gut eingearbeitet und mit Steinmehl bestäubt. Auch das Zugeben von Strukturmaterial wie zum Beispiel Laub, Stroh oder Holzhäcksel schafft Abhilfe. Für eine optimale Verrottung und zur Verbeugung von Problemen mit dem Kompost ist es empfehlenswert, grobes mit feinem und nasses mit trockenem Material zu mischen.
Drückt man die Komposterde mit der Hand aus und es tropft Wasser, ist er zu nass. Oft liegt es am falschen Kompostmaterial, das aufgeschichtet wurde. Der Klassiker ist das zu starke Beimischen von Rasenschnitt. Besser ist es, den Rasenschnitt zu trocknen, bevor man ihn auf den Kompost gibt. Auch die Menge sollte dosiert sein. Beim Kompostieren kommt es auf das richtige Mischungsverhältnis an.
Auf Trockenheit weisen eine rissige, stark krümelige Struktur der Kompostrotte oder gar Ameisen im Komposthaufen hin. Abhilfe schafft das Bewässern sowie das Umschichten mit Zugaben von feuchten Kompostmaterialien wie zum Beispiel Rasenschnitt oder Rüstabfällen von Obst und Gemüse. Für den Kompost ist ein schattiger Standort wählen.