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In einer Pressemitteilung wurde in 2007 berichtet, dass Rapsöl weniger Omega-3 Fettsäure enthält als meist angenommen wird. Gemäss diesem Bericht, sind dafür die neuen Sorten verantwortlich. Das Ziel dieses Artikels ist es, diese Hypothese zu testen und die Rolle der Temperatur zu dokumentieren. Über eine acht Jahre dauernde Versuchsperiode (1999-2006) hat man in Changins eine Abnahme des Omega-3 Gehaltes im Rapsöl um ein Viertel festgestellt. Der Ölgehalt der Rapskörner, ein Ziel von mehreren Züchtungsprogrammen, hat in der gleichen Zeit um 2,6 Punkte zugenommen. Das negative Verhältnis zwischen Öl- und Omega-3 Gehalt kann die Hypothese, wonach die moderne Züchtung als primäre Ursache der Erosion der Omega-3 Gehalte im Rapsöl wäre, trotzdem nicht bestätigen. Ausserdem haben zwei Sorten, die in diesen acht Jahren kontinuierlich angebaut wurden, die gleiche Omega-3 Gehaltsabnahme gezeigt. Der Alpha-Linolensäuregehalt im Rapsöl wird besonders während der Rapskörnerbildung (20 Tage meistens im Juni) negativ durch hohe Nachttemperaturen beeinflusst. Im Weiteren haben in den letzten 20 Jahren im Schweizer Mittelland die minimalen Temperaturen (Nachttemperatur) im Juni um 2,6 °C zugenommen. Diese Temperaturzunahme erklärt, einen wichtigen Teil der Omega-3 Gehaltsabnahme im Rapsöl.
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.