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War Horse (2011)
Gefährten
Devon, 1914: Wenige Monate vor Beginn des Ersten Weltkriegs kauft Farmer Ted Narracott (Peter Mullan) ein prächtiges junges Pferd - sehr zum Ärger seiner Frau Rose (Emily Watson), denn die arme Familie kann sich das Tier weder leisten, noch ist es für die schwere Arbeit auf dem Feld geeignet. Ihren Sohn Albie (Jeremy Irvine) verbindet jedoch bald eine tiefe Freundschaft mit dem Pferd, das er Joey nennt. Joey stellt sich als intelligentes, willensstarkes Tier heraus, das mit Albies Hilfe alles zu schaffen scheint. Aber die Familienschulden werden immer grösser, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, verkauft Ted das Pferd an die Armee.
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Film-Informationen
Deutscher Titel: Gefährten
Kinostart: 16.02.2012
Verleih: Walt Disney Studios Schweiz
Darsteller: Jeremy Irvine, Peter Mullan, Emily Watson, Niels Arestrup, David Thewlis, Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch, Celine Buckens, Toby Kebbell, Patrick Kennedy, Leonhard Carow, David Kross, Matt Milne, Robert Emms, Eddie Marsan, Nicolas Bro, Rainer Bock, Hinnerk Schönemann, Gary Lydon, Geoff Bell
Kommentare zum Film
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17 Kommentare
Erstaunlich, was man über ein Pferd erzählen kann. Und hoffentlich lebt John Williams noch Jahrzehnte!
Für einen Pferdefilm wirklich nicht schlecht.
Der Film von Regisseur Steven Spielberg zeigt durchweg wirklich schöne Bilder. Seien es Landschaftsaufnahmen in England oder die Schrecken des Krieges. Alles ist wunderschön anzusehen und auch cinematografisch gut durchdacht. Die Schauspieler sind überzeugend und verleihen ihren Figuren Tiefe. Auch der Soundtrack von John Williams gefällt.
Leider sieht es bei der Handlung nicht so rosig aus. Die enge Beziehung zwischen Albert und Joey wirkt in der ersten Hälfte des Films leicht übertrieben, aber noch annehmbar. In der zweiten Hälfte wird es allerdings total unglaubwürdig. Joey, der verwundet auf dem Schlachtfeld liegt, wird von einem britischen und einem deutschen Soldaten befreit, die während dieser Befreiung über den jeweils anderen Schützengraben witzeln. Als ob tatsächlich ein britischer (oder ein deutscher) Soldat sein Leben für ein Pferd riskieren würde. Das Pferd wird unglaublich vermenschlicht. So springt Joey beispielsweise für ein anderes verwundenes Pferd ein und zieht an seiner statt eine Kanone. Diese Vermenschlichung nimmt irgendwann nur noch groteske Züge an - spätestens als der Satz "Wir behandeln ihn wie einen Soldaten" fällt. Diese Vermenschlichung zeigt sich auch dadurch, dass ständig alle herumstehenden Figuren für das Pferd Spalier stehen.
Noch ein Wort am Rande zum deutschen Titel. Im englischen Original heisst der Film ja "War horse" und definiert damit recht klar um was es geht. Um Krieg und um Pferde. Der deutsche Titel erinnert eher an den ersten Herr der Ringe-Teil und ist völlig unpassend. In diesem Fall wäre es besser gewesen, den Orginal-Namen beizubehalten.
Schöne Bilder, aber inhaltlich leider kitschig und unglaubwürdig (3/6)
War Horse ist grosses Gefühlkino made by Spielberg. Ja, es geht um eine Freundschaft zwischen Mann und Pferd, es gibt haufenweise emotionale Momente und es wird auch oft dramatisch. Kitschig ist War Horse aber nur selten (am Schluss beispielsweise, wobei da vor allem die Farben für den kitschigen Touch sorgen) Stattdessen erzählt War Horse eine vielschichtige Geschichte, die in dieser Grösse beinahe schon zu kurz ausgefallen ist. Zu schnell bewegt man sich von A nach B und zu schnell ist auch alles wieder vorbei. Die Reise, die wir, wie auch die Protagonisten bzw. das Pferd durchmachen, hat es in sich und sorgt für viele Schluchzer. Spielberg zeigt was er noch draufhat und spielt nah an unseren Herzen. Toller Film, wunderschöne, fast theatralische Settings und ein atemberaubender, ergreifender Soundtrack.
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