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- In Wasserversorgungen mit Karstquellen wurde die mikrobiologische Trinkwassersicherheit beurteilt. Neben dem Einfluss unterschiedlicher meteorologischer Randbedingungen auf den Eintrag von mikrobiologischen Verunreinigungen wurden kritische Betriebszustände analysiert. Für die mikrobiologische Analyse der Roh- und Trinkwasserqualität kam unter anderem die an der Eawag weiterentwickelte Messmethode der Fliesszytometrie zum Einsatz.
- Die Qualität von Grundwasser aus flussnahen Trinkwasserfassungen kann durch die Infiltration von chemisch oder mikrobiell belastetem Oberflächenwasser qualitativ beeinträchtigt werden. In verschiedenen Modellgebieten im Kanton BL wurden deshalb Fluss-Grundwasser Interaktionen unter natürlichen (z.B. Hochwasser) oder betrieblichen Randbedingungen untersucht. Ferner wurde der Einfluss von Flussrevitalisierungsmassnahmen auf die Grundwasserqualität untersucht. Anhand von Laborexperimenten wurde für die unterschiedlichen Rohwässer die adäquate Aufbereitung ermittelt.
- Im Trinkwasser-Gewinnungsgebiet Hardwald wurde ein adaptives Grundwassermanagement entwickelt, welches auf bestehenden/neuen hydrogeologischen Kenntnissen sowie auf chemischen Analysen in den Trinkwasserbrunnen sowie bei der Passage des Oberflächenwassers in den Untergrund aufbaut.
- Für die Trinkwasseraufbereitung im Hardwald wurde der mögliche Nutzen einer zusätzlichen Aufbereitungsstufe als Ergänzung zur Aktivkohlefiltration evaluiert. Alternativ zur Trinkwassergewinnung aus den bestehenden Brunnen wurde die Option geprüft, direkt Rheinwasser zu Trinkwasser aufzubereiten.
- Für die Weiterentwicklung der organisatorischen Strukturen der Wasserversorgungen wurden aufgrund einer Situationsanalyse in verschiedenen Modellregionen die naturräumlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen für die regionale Wasserversorgung analysiert, Defizite in der Wasserversorgung identifiziert und alternative Organisationsformen evaluiert.
Damit die Erkenntnisse aus dem Projekt im Kanton gut verankert werden konnten, wurde in einem sechsten Teilprojekt "Integration und Ausbildung", der Wissenstransfer in die kantonalen Fachstellen sowie zu den Gemeinden und in die Ingenieurbüros sichergestellt. Ein wichtiger Teil der Wissensverankerung bildete die Zusammenarbeit mit den Wasserversorgungen in den Modellgebieten.
Das Projekt "Regionale Wasserversorgung Basel-Landschaft 21" wurde mit einer PEAK Tagung als Abschlussveranstaltung und einer Medienkonferenz im November 2016 offiziell abgeschlossen.
Weitere Informationen
Medienmitteilung "Regionale Wasserversorgung Basel-Landschaft 21"
Synthesebericht "Regionale Wasserversorgung Basel-Landschaft 21"