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Die Aviäre Influenza gilt als eine hochansteckende Seuche, bei welcher alle Vögel als empfänglich gelten. Vögel, welche von der Krankheit befallen werden, bekommen meist Fieber, Atembeschwerden und Durchfall. Oft endet der Verlauf der Erkrankung tödlich.
Verlängerung der vorbeugenden Massnahmen
Seit Mitte Januar 2023 kam es im angrenzenden Ausland zu zahlreichen weiteren Fällen von Vogelgrippe bei Wildvögeln. Auch in der Schweiz wurden zwischen Dezember 2022 und Januar 2023 weitere Wildvögel positiv getestet: Zwei Schwäne im Kanton Tessin, je eine Möwe in den Kantonen Thurgau, Luzern, Zürich und Schaffhausen, ein Greifvogel im Kanton Zürich sowie ein Graureiher und ein Wildvogel in Basel.
Das Risiko einer Einschleppung der Seuche bleibt hoch, bis die Wasservögel ihr Winterquartier in der Schweiz verlassen haben. Dies sollte Anfang März der Fall sein. Deshalb verlängert das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV die schweizweiten Massnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe mindestens bis am 15. März 2023.
Die ganze Schweiz gilt als Kontrollgebiet
In weiten Teilen Europas tritt das Vogelgrippe-Virus seit einiger Zeit vermehrt auf. Nachdem im November 2022 die ersten Krankheitsfälle gemeldet wurden, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV zusammen mit den Kantonen schweizweite Schutzmassnahmen verfügt.
In einer Amtsverordung des BLV vom 24. November 2022 wird die ganze Schweiz deshalb zum Vogelgrippe-Kontrollgebiet erklärt. In diesem Gebiet sind Massnahmen zu treffen, um den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verhindern. Diese Massnahmen gelten seit dem 28. November 2022 und wurden vom BLV bis mindestens zum 15. März 2023 verlängert.
- Beschränkung des Auslaufs auf einen geschlossenen Aussenklimabereich.
- Futter- und Tränkestellen im Aussenbereich dürfen nicht zugänglich sein für Wildvögel.
- Auslaufflächen und Wasserbecken müssen durch Zäune oder Netze mit einer Maschenweite von höchstens 4 cm gegen den Zuflug von Wildvögeln gesichert sein.
- Falls diese Vorgaben nicht eingehalten werden können, muss das Hausgeflügel in einem geschlossenen Stall oder in einem anderen geschlossenen Haltungssystem, das für Wildvögel nicht zugänglich ist, gehalten werden.
Zudem gilt:
- Hühnervögel müssen getrennt von Gänsevögeln (Enten, Gänse) und Laufvögeln gehalten werden.
- Beim Zutritt zur Tierhaltung müssen Hygienemassnahmen getroffen werden, die Anzahl Personen muss auf das Notwendige beschränkt werden (s. Merkblätter).
- Aufzeichnungs- und Meldepflicht: Tierhalter die mehr als 100 Hühnervögel halten, müssen Aufzeichnungen zu umgestandenen Tieren und besonderen Krankheitsanzeichen machen. Sie melden respiratorische Symptome in Ihrer Geflügelhaltung, einen Rückgang der Legeleistung oder eine Abnahme der Futter- und Wasseraufnahme einem Tierarzt.
- Märkte, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen, an denen Geflügel aufgeführt wird, sind verboten.
Aktuelle Situation Kanton St.Gallen
Im Kanton St.Gallen wurde noch kein Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Alle Geflügelhaltende wurden vom Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen St.Gallen AVSV über das Kontrollgebiet und über die Massnahmen informiert.
Wie können Sie die Vogelgrippe Erkennen?
An hochpathogener Geflügelpest erkranktes Geflügel hat Schwierigkeiten beim Atmen. Bei Hühnern kommt es zu einem Rückgang der Legeleistung, viele Tiere sterben. Die Eischalen werden dünn oder fehlen gänzlich. Schwellungen im Kopfbereich sind zu beobachten. Die Tiere wirken lethargisch. Bei Wasservögeln sind meist keine Symptome zu erkennen. (BLV)
Registrierungspflicht
Alle Geflügelhaltungen müssen beim Landwirtschaftsamt des Kantons St.Gallen gemeldet sein. Geflügelhaltende, welche noch nicht registiert sind, müssen sich umgehend beim Landwirtschaftsamt melden. Sie können das Anmeldeformular des Landwirtschaftsamt gleich online ausfüllen und via E-Mail an <email-pii> senden. Das Merkblatt bietet eine zusätzliche Übersicht zur Registrierung von Geflügelhaltungen.
Landwirtschaftsamt
Unterstrasse 22
9001 St.Gallen
+41 58 229 34 92
Tote Wildvögel
Tot aufgefundene Wildvögel sollten aus Sicherheitsgründen generell nicht berührt werden. Ein abzuklärender Wildvogelfund liegt vor, wenn an einem Fundort innerhalb von 24 Stunden ein Schwan, zwei oder mehr Wasser- oder Greifvögel oder fünf oder mehr andere Wildvögel tot oder krank aufgefunden werden. In diesem Fall soll die zuständige Wildhut oder der Veterinärdienst informiert werden.
Weitere Informationen
Noch offene Fragen?
Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen
Blarerstrasse 2
9001 St.Gallen
Montag bis Donnerstag
08.00 - 12.00 Uhr / 13.30 - 17.00 Uhr
Freitag
08.00 - 12.00 Uhr / 13.30 - 16.00 Uhr
An folgenden Feiertagen ist das Amt geschlossen
- Karfreitag, 7. April 2023
- Ostermontag, 10. April 2023
- Tag der Arbeit, 1. Mai 2023, Nachmittag
- Auffahrt, 18. Mai 2023
- Pfingstmontag, 29. Mai 2023
- Nationalfeiertag, 1. August 2023
- Allerheiligen, 1. November 2023
- Weihnachtstag, 25. Dezember 2023
- Stephanstag, 26. Dezember 2023
- Neujahr, 1. Januar 2024
- Berchtoldstag, 2. Januar 2024