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Das Wichtigste in Kürze
- Die Komödie «Wayne’s World» von 1992 ist die Verfilmung der gleichnamigen Sketch-Reihe aus der TV-Show «Saturday Night Live».
- Für Hauptdarsteller Mike Myers bedeutete der Film den Durchbruch.
- Die Komödie ist vor allem eine Parodie auf die Unterhaltungsindustrie – und prägte mit ihren Sprüchen eine ganze Generation.
«Sie ist ein Babe. Wäre sie Präsident, würde sie Babe-raham-Lincoln heissen.». Gemeint ist natürlich Abraham Lincoln. Mit solchen Sprüchen schrieb «Wayne’s World» Kinogeschichte.
Am Anfang war «Saturday Night Live»
Der Blödelfilm-Hit war 1992 einer der erfolgreichsten Filme des Jahres. Er war auf Platz 10 der internationalen Kinocharts und spielte rund 183 Millionen Dollar ein. Nicht schlecht für einen Streifen, in dem zwei Musik-Nerds eine TV-Show im Hobbykeller der Eltern machen.
«Wayne’s World» ist die Verfilmung der gleichnamigen Sketch-Reihe aus der TV-Show «Saturday Night Live». In den Sketchen alberten die Komiker Mike Myers und Dana Carvey meistens mit berühmten Musikern rum. Das kam so gut an, dass Myers in einer Folge sogar Madonna knutschen, Link öffnet in einem neuen Fenster durfte.
Mehr als Sprüche, Girls und Rock'n'Roll
Für Mike Myers war «Wayne’s World» der Durchbruch. Sie wissen schon, der Typ, der Austin Powers spielte. Er schrieb auch das Drehbuch zu «Wayne’s World». Myers haben wir es unter anderem zu verdanken, dass Teenager ihren Wortschatz mit «Party on!» und «Way» (das heutige «Yolo») bereicherten.
Den schrägen Streifen aber nur auf oberflächliche Sprüche, Girls und Rock'n'Roll zu reduzieren, wäre ein Fehler. Wer auf die inneren Werte des Films sieht, erkennt all die genialen Gags am Rande von «Party time, excellent!».
Eine Portion Rebellion
Die musikalische Komödie ist vor allem eine Parodie auf die Unterhaltungsindustrie. Ein geldgieriger TV-Produzent will die kleine Anarcho-Show ganz gross rausbringen.
Vom Geld geblendet, lassen sich die Freunde Wayne und Garth auf den Deal ein und sehen sich gezwungen, die Show dem Gusto des Sponsors anzupassen. Es folgen Gags über lästige Produktplatzierungen und die Botschaft, dass steife Reglements in Grossbetrieben voll die Spassbremsen sind.
Entdeckungen in den Nebenrollen
Während sich Wayne und Garth cool vor den Kommerz-Regeln drücken, gibt es in den Nebenrollen so einige namhafte Entdeckungen: Mr. Al Bundy, Ed O’Neill, als psychopathischer Donut-Verkäufer, Musiker Meat Loaf gibt den Türsteher und Rockstar Alice Cooper spielt Rockstar Alice Cooper.
«Wayne’s World», eine Blödel-Komödie mit tiefer Botschaft? Nicht, wirklich. Der Film nimmt nur nichts so richtig ernst, nicht mal sich selbst, das macht ihn so erfrischend unangepasst. Und wenn Wayne und Garth in löchrigen Jeans und Karoshirt den Soundtrack der 90er aufdrehen, dann fühlt sich mancher Ü-30er wieder so richtig jung und keck.
Am Schluss bietet «Wayne’s World» dem Zuschauer sogar drei Enden zur Auswahl an. Ein dramatisches Ende, ein Happy End und ein «Scooby-Doo»-Ende. Sie wissen schon, die Detektiv-Zeichentrick-Serie mit dem ängstlichen Hund. Auch so ein Produkt, das Kids der 90er nostalgisch macht.