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Mit Ausnahme des Maximaljahres 1872 traten Jahre mit hoher Föhnhäufigkeit bevorzugt in mehrjährigen Phasen verstärkter Föhntätigkeit auf. Vergleichbares gilt in umgekehrter Richtung: Jahre mit geringer Föhnhäufigkeit sind oft in mehrjährigen Phasen mit abgeschwächter Föhntätigkeit zu finden. Zu den Ursachen solcher Schwankungen der Föhnhäufigkeit liegen bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor.
Langfristig sehr konstant
Abgesehen von kurzfristigen Schwankungen zeigt sich im langjährigen Verhalten der Föhnhäufigkeit eine ausgeprägte Ausgeglichenheit. Der Jahresdurchschnitt 1864−2020 liegt bei 60 Beobachtungsterminen. Meist liegt das langjährige Mittel leicht über oder leicht unter dieser Marke.
Die einzige markante Abweichung zeigt die Beobachtungsreihe um 1910 mit einer deutlich höheren Föhnhäufigkeit. Es ist auffallend, dass vor dieser erhöhten Föhnaktivität das langjährige Mittel leicht unter, danach mehrheitlich leicht über dem Gesamtdurchschnitt von 60 Beobachtungsterminen liegt. Über die gesamte Beobachtungsreihe ist kein Trend zu höherer oder geringerer Föhnhäufigkeit feststellbar.