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Wolle wird aus den Haaren (Unterhaar) von Schafen, Ziegen, Kamelen, Lamas, Alpakas oder Kaninchen gewonnen.
Schafe
Merinoschaf: Australien, Südafrika, Südamerika, Deutschland und andere europ. Länder
Schlicht- und-Glanzwollschaf: Engl. Schafrassen, Kreuzzucht oder Crossbreeds. Diese Wollschafe stammen aus kälteren Klimata.
Mischwollschaf: z.B. syrische, türkische und arabische Merinoschafe liefern die feinste Wolle. Die heutigen Wollqualitäten kamen im Laufe der Zeit durch Züchtung und Kreuzungen zustande. Vom Merinoschaf, das ursprünglich wahrscheinlich aus Spanien stammt, ist wohl in allen Rassen ein bisschen drin.
Ziege
Kashmirziege: Kaschmir (Cashmir) ist das kostbarste und edelste Material unter den Wollprodukten und stammt von Kaschmirziegen. Diese leben im nördlichen Indien (Provinz Kaschmir), in der Mongolei, China und im Himalaya in Höhe bis 5000 m bei extremer Kälte im Winter. Die Ziegen sind mit sehr feinem, dichtem Unterhaar geschützt. Beim Fellwechsel im Frühjahr wird aus dem gesamten Fell das wertvolle Unterhaar von Hand ausgelesen oder ausgekämmt. Die Ausbeute pro Jahr und Tier ist sehr gering, weshalb die Kaschmirwolle sehr teuer ist.
Angoraziege: aus den Haare der Angoraziege entsteht die Mohairwolle. Diese Naturfaser ist die spezifisch leichteste Textilfaser und daher sehr kostbar. Der Ausdruck „Mohair“ entstammt der arabischen Sprache, in der er einen Stoff aus Haaren bezeichnet. Mohair wird neben der Herstellung von Wolle auch für die Herstellung von Puppenperücken und Teddybären (Mohair-Plüsch) verwendet.
Kamel
Im Frühjahr durch das Kämmen des Flaumhaars des Kamelfells junger Kamele gewonnen, ist Kamelhaar eine sehr flauschige, anschmiegsame und Temperatur ausgleichende Hohlfaser mit guter Feuchtigkeitsaufnahme. Durch die nahezu schuppenfreie Oberfläche der Haare wird die Feuchtigkeit schnell wieder abgegeben. Die wichtigsten Herkunftsgebiete von Kamelhaarwolle sind China, die Mongolei, Rußland und Afrika. (Quelle: wollknolle.de)
Alpaka (Klein-Kamel)
Bereits die Vorfahren der Inkas fertigten feinste Garne aus der Wolle der südamerikanischen Kleinkamele (Alpakas) und der noch selteneren wilden Vikunjas. Auch heute gilt Alpaka als sehr hochwertiges Garn. Es ist fünfmal wärmer als Schafwollgarne. Durch mikroskopisch kleine Lufttaschen hält es wärmer als fast jede andere tierische Faser. Alpaka enthält kein Lanolin und ist daher für Wollallergiker geeignet. (Quelle: wollknolle.de)
Angora Kaninchen
Die Haare des Angorakaninchens werden als „Angora“ verkauft. Die Haare der Angora Ziege jedoch werden unter der Bezeichnung „Mohair“ verkauft.