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Musikkollegium Winterthur: Briefwechsel Werner Reinhart
Musikwissenschaftliches Institut der Universität Zürich, Schweiz
Der Winterthurer Industrielle Werner Reinhart war einer der wichtigsten Schweizer Musikmäzene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Komponisten und Interpreten, Dirigenten, aber auch Malern und Schriftstellern ermöglichte Reinhart, ihrer Berufung nachzugehen und unterstützte sie dabei finanziell. Im Schatten von Paul Sacher wurde Reinhart jedoch eher als stiller Geldgeber wahrgenommen, dem in Quellen immer wieder äußerste Zurückhaltung, Diskretion und Bescheidenheit attestiert wird. Dies sollte jedoch nicht davon ablenken, welch herausragende Stellung Reinhart in der Förderung des europäischen Musiklebens einnimmt. Der Briefwechsel Reinharts soll mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung systematisch durch Verschlagwortung erschlossen und für die Forschung verfügbar gemacht werden.
Der genaue Umfang der Korrespondenz kann zurzeit nur geschätzt werden, wird sich allerdings auf ca. 30.000 Briefe belaufen. Darin finden sich unter anderem Briefwechsel zwischen Werner Reinhart und Richard Strauss, Igor Strawinsky, Arthur Honegger, Paul Hindemith, Othmar Schoeck sowie dem Wiener Kreis; darüber hinaus korrespondierte Reinhart mit wichtigen Dirigenten seiner Zeit wie zum Beispiel Ernest Ansermet oder auch Hermann Scherchen, der 1922-1950 ständiger Gastdirigent des Musikkollegiums Winterthur war und so gemeinsam mit Reinhart den Werdegang des Orchesters entscheidend beeinflusste.
2010–2015
Musikwissenschaftliches Institut der Universität Zürich
Weitere Informationen:
www.werner-reinhart.ch