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Im ländlichen El Salvador holen viele arme Menschen das Wasser aus Bachläufen oder Brunnen. Es ist verunreinigt und führt häufig zu Krankheiten. Solidar Suisse unterstützt den Aufbau der Trinkwasserversorgung, die Verbesserungen von Sanitär- und Abwasseranlagen, den Gewässerschutz und die Anwendung von Hygiene-Massnahmen. Das Projekt fördert gleichzeitig die Mitsprache der Bevölkerung.
Seit dem Wiederaufbau nach dem Wirbelsturm Mitch im Jahre 1999 engagiert sich Solidar Suisse für das Recht auf sauberes Trinkwasser und den damit einhergehenden Service public. Solidar arbeitet in armen ländlichen Gebieten mit Gemeinderäten, der staatlichen Wasser-Behörde, der nationalen Universität und dem Gesundheitsministerium zusammen. Dank der Zusammenarbeit entstehen kommunale Trinkwassersysteme und sanitäre Anlagen. In Kooperation mit dem Gesundheitsministerium wird die Hygiene in den Siedlungsräumen verbessert. Lokale Wasserkomitees sind für die technischen, administrativen und sozialen Aspekte der Wasserversorgung zuständig.
Die Gemeinden übernehmen einen Teil der Kosten für den Bau und Reparatur der Infrastruktur. Sie unterstützen die Wasserkomitees bei der nachhaltigen Nutzung und Instandhaltung der Wassersysteme. Die Wassereinzugsgebiete werden unter Schutz gestellt. Die Dorfgemeinschaften beteiligen sich mit Freiwilligen-Arbeit bei einfachen Bauarbeiten, der Reinigung von Wasserläufen und Aufforstungsmassnahmen.
Bis 2020 Trinkwasser für weitere 1200 Familien
Die erfolgreiche Beteiligung der lokalen Bevölkerung bei der Einführung von Trinkwassersystemen führt auch zu stärkerem Engagement bei anderen Aktivitäten von Gemeindekomitees. 1400 Familien in elf Dörfern – etwa 6500 Personen – haben zwischen 2013 und 2016 Trinkwasseranschlüsse in ihren Häusern erhalten. 2017 bis 2020 erhalten 1200 Haushalte in 11 weiteren Gemeinden Zugang zu sauberem Wasser und besserer Hygiene. Die Gemeinden werden bei der Planung von Abwasseranlagen und der Umsetzung der Richtlininen für Gewässer- und Ressourcenschutz unterstützt