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Die geschichtliche Entwicklung von Karate
Bereits vor mehr als tausend Jahren wurde Karate von buddhistischen Mönchen und Begründern des Zen, welche im Kloster Shaolin-Szu in China lebten, ausgeübt. Traditionell gilt die Theorie, dass der indische Mönch Boddhidarma, jap. Daruma, bei seiner Pilgerreise von Indien nach China das Karate dort im Shaolin-Szu Kloster einführte. Er unterwies seine Schüler in körperkräftigenden Übungen, aus denen die Mönche grosse Ausdauer und Stärke sowie Geisteskraft gewannen. Andererseits konnten die Mönche diese Techniken als Schutz gegen Wegelagerer und Räuber anwenden. Darum entwickelten sie ein formales Lehrsystem (Kata) mit denen alle Übungen auch ohne Partner durchgeführt werden konnten. Diese Kampfkunst wurde immer weiter entwickelt und später von den Chinesen auf die japanische Insel Okinawa gebracht. Die Bewohner vermischten ihre eigene Kampfkunst mit den neuen Techniken.
Als von einem Feudalherrscher der Waffenbesitz verboten wurde, entwickelte sich ungewollt das Kämpfen ohne Waffen. Aufgrund ihres chinesischen Ursprunges erhielt die Kampfkunst den Namen „KARATE“, was übersetzt „chinesische Hand“ heisst. Der moderne Meister dieser Kunst, Gichin Funakoshi, welcher 1957 im Alter von 88 Jahren starb, änderte die Schriftzeichen in der Weise, dass sie heute bei gleicher Aussprache „leere Hände“ bedeutet. Für Funakoshi war Karate eine Kampfkunst, gleichzeitig aber auch eine Lebensphilosophie.
Der Gründer des Kyokushin Karates war Mas Oyama. Er begann seine Kampfsportlaufbahn als kleines Kind in Korea mit Kempo. Als Pilotanwärter kam er nach Japan, wo er im Dojo Funakoshis bald ein äusserst guter Schüler wurde, Mit 17 Jahren war er bereits Träger des 2. Dans und zu seiner Ausbildung gehörte auch ein seriöses Studium in Judo. Bald erreichte er sowohl im Karate wie im Judo den 4. Dan. Bevor sich Oyama für längere Zeit für ein Selbstbeherrschungstraining in die Berge zurückzog holte er sich bei anderen Karatemeistern umfassendes Können und Wissen. Aus all seinen Erfahrungen entwickelte er das Kyokushinkai-Karate und 1953 eröffnete er in Tokyo sein erstes Dojo. Mittlerweile hat sich Oyama’s Karate über die ganze Welt verbreitet. Weltweit sind gegen 10 Millionen Mitglieder registriert.