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Das dem BAC eingegliederte Bildarchiv verdankt seine Entstehung einer Initiative des Generalvikars für Graubünden, Glarus und FL sowie Churer Dompropstes, Giusep Pelican (1970-1989 GV / 1985-1992 DPp), und reicht in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, ist also eine noch recht junge Sammlung, die durch den Churer Diözesanarchivar Dr. Albert Fischer zwischen 2013 und 2017 im Zuge der Ausarbeitung eines Platzkonzeptes und Einrichtung des neuen Archivraumes unter der 2013 fertiggestellten Tiefgarage am Ordinariat aufgearbeitet und als eigene Abteilung dem Bischöflichen Archiv Chur eingegliedert wird [Signaturkürzel: BAC.BA]. Der Bestand lagerte bislang in zwei verschiedenen Räumlichkeiten: zum einen im (inzwischen aufgehobenen) sog. “Bildarchiv” im 1. Stock des bischöflichen Schlosses neben der Barockbibliothek im Marsoelturm, zum anderen in der ehemaligen romanischen Bibliothek im Erdgeschoss des Weiherhauses (gegen den Innenhof).Im Raum des “Bildarchivs” lagerte eine ab Mitte der 60er Jahren zusammengetragende umfangreiche Postkartensammlung zu einzelnen Ortschaften und Kirchen im Bistum Chur (wurde nach dem Tod Pelicans 1992 nicht mehr weiter geführt), ferner ein Teil des Nachlasses des bischöflichen Hoffotographen Carl Anton Lang (1851-1911), welcher sein Atelier beim Hofturm hatte. Dieser Bestand besteht in der Hauptsache aus Glasnegativen und vielen s/w Fotos mit Aufnahmen zur Kathedrale und zum Bischöflichen Schloss, ferner bietet er diverse Portraits der Churer Bischöfe. Vier Planschränke, welche in der Zwischenzeit in die Rollgestell-Anlage im Archiv unter der Tiefgarage eingebaut werden konnten, bargen vereinzelte alte Stiche, diverse Zeichnungen und Pläne zu Kirchenrenovationen (v.a. Kathedrale zu Chur) und widerum zahlreiche Portraits von Churer Bischöfen bzw. Gruppenaufnahmen.Im selben Raum befindet sich auch der Schrank, worin die Siegelsammlung aus dem Nachlass von Dr. phil. Anton von Castelmur aus Tomils (1897-1938) aufbewahrt wird. Diese Sammlung des leider früh verstorbenen bedeutenden Mediävisten mit zahlreichen Werken zur schweizeischen und bündnerischen Kirchen- und Adelsgeschichte von ca. 2000 Gips- und Siegellackabgüssen ging zusammen mit dem Schriftnachlass 1938 mit der Auflage an das Bischöfliche Archiv Chur, “sie sorgsam zu verwahren”. Benutzer der Sammlung “sollen in ihren bzgl. Publikationen die Castelmur-Sammlung als Quelle erwähnen”. Ferner sind unzählige Kassetten mit Diapositiven vorhanden (meist noch völlig ungeordnet).Im Gewölberaum des Weiherhauses, der zwischen Juni 2004 und Mai 2014 als Lese- und Arbeitsraum für Archivbesucher rege genutzt wurde, wegen der Sanierung des gesamten Weiherhauses aber geräumt werden musste, lagern in zwei eigens dafür hergestellten eleganten Holzschränken mit herausziehbaren Schubladen die umfangreiche Sammlung von Primizbildchen des Welt- und Ordensklerus (19. / 20. Jahrhundert) sowie eine weitere Sammlung mit Sterbe- und Andachtsbildchen. Diese von Generalvikar Pelican zusammengetragenen, aber (noch) nicht registrierten Bestände, bleiben in ihren Behältnissen; die Schränke werden in die neu einzurichtende Handbibliothek im Marsoelturm transferiert. Der Bestand ist aufgrund ausstehender Registrierung für Drittpersonen noch nicht zugänglich.Das 2015 im Zuge der Zusammenführung und Umlagerung der oben genannten Bestände in Angriff genommene Projekt der Digitalisierung wichtiger Fotobestände wird kontinuierlich fortgeführt. Ausgewählte Dokumente finden Sie anhand des Gesamtverzeichnisses [linke Spalte] ab 2016 online.