Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/1095

Der Staatsrat von China, unter dem Vorsitz von Premierminister Li Keqiang, billigte am 13. September 2022 den Bau von vier Kernkraftwerkseinheiten. Sie sollen einen Beitrag zu einer verbesserten Energieversorgungssicherheit Chinas leisten und dessen Umweltbemühungen zugutekommen. Gebaut werden sollen zwei CAP1000-Blöcke in der Phase I des Kernkraftwerks Lianjiang in der Provinz Guangdong und zwei HPR1000-Blöcke (auch als Hualong One bekannt) in der Phase II des Kernkraftwerks Zhangzhou in der Provinz Fujian. Für die neuen Blöcke in Lianjiang ist die State Power Investment Corporation (SPIC) und für jene in Zhangzhou die China National Nuclear Corporation (CNNC) verantwortlich.
China drückt mit dem Neubau von Kernreaktoren aufs Tempo. In den Medienberichten wurde daher erwähnt, dass die neuen Bauprojekte über «ausgereifte Rahmenbedingungen verfügen» würden und «absolut sicher» seien. Um Sicherheit zu gewährleisten, solle der gesamte Bauprozess verstärkt überwacht werden.
Aus der Phase I sind in Zhangzhou die HPR1000-Einheiten Zhangzhou-1 (seit 16. Oktober 2019) und Zhangzhou-2 (seit 4. September 2020) in Bau. Zuletzt hatte der Staatsrat von China am 20. April 2022 die Genehmigung für den Bau von insgesamt sechs Kernkraftwerken: je zwei an den Standorten Sanmen (Provinz Zhejiang), Haiyang (Provinz Shandong) und Lufeng (Provinz Guangdong) erteilt. Sanmen-3 ist seit dem 28. Juni, Haiyang-3 seit dem 7. Juli und Lufeng-5 seit dem 8. September 2022 in Bau.
Quelle
B.G. nach CNNC und The State Council Information Office of China (SCIO)/Xinhua, Medienmitteilungen, 15. September 2022, sowie Sina.com, Medienbericht, 16. September 2022