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Die zwei UNITED-Lernenden schauen auf eine starke erste Saison in Nordamerika zurück. In den letzten Tagen sind die zwei UNITEDS mit vielen guten Erfahrungen, einer Trophäe und erfreulichen Perspektiven in die Schweiz zurückgekehrt.
Die Regular Season konnte auch in den stärksten nordamerikanischen Junioren-Ligen nicht zu Ende gespielt werden. Im März wären je nach Team noch fünf bis sieben Partien angesetzt gewesen. Mit über 60 Ernstkämpfen forderten diese Meisterschaften die Spieler jedoch ohnehin mit einem immens hohen Rhythmus.
Das Team von Simon Knak, die Portland Winterhawks, blickt auf eine formidable zweite Saisonhälfte zurück. Es lief nach den Weihnachtstagen derart rund, dass die Franchise aus Oregon die minim verkürzte Qualifikationsphase auf dem ersten Platz abschloss und somit sämtliche 25 Konkurrenten hinter sich liess. Die Victoria Royals, der Klub von Keanu Derungs, hielt sich als 11. ebenfalls ansprechend. Damit sicherten sich Simon und seine Mannschaft auch die «Scotty Munro Memorial Trophy» für das punktbeste Team der Regular Season. Dies könnte den Winterhawks noch einen prestigeträchtigen Kurz-Auftritt in Nordamerika bescheren.
Dazu eine längere Klammerbemerkung: Das nordamerikanische Junioren-Spitzenhockey ist in drei Ligen organisiert: die Western Hockey League (WHL), der auch die Teams von Simon und Keanu angehören, die Ontario Hockey League (OHL) und die Ligue de hockey junior majeur du Québec, kurz QMJHL).
Jede dieser Meisterschaften trägt einen separierten Qualifikationsdurchgang mit anschliessenden Playoffs aus. Die Gewinner der jeweiligen Ligen kommen anschliessend bei einem «Super-Final4» zusammen und ermitteln dann das beste Junioren-Team Nordamerikas. Experten sind sich dabei einig: Die Nachwuchs-Ligen Nordamerikas sind auch die besten weltweit. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld dieses prestigeträchtigen und mit allen nordamerikanischen Superlativen begleiteten Super-Final4 durch die Mannschaft des jährlich alternierenden Veranstalters.
Hier kommen nun die «Winterhawks» wieder zum Zug. Derzeit gibt es Überlegungen des Liga-Commissioners und der General Managers der Klubs, im späten Frühling dieses Finale doch noch auszutragen. «Derzeit versuche ich mich mit Individual-Trainings in Form zu halten», gibt Simon einen Einblick in seine Tages-Agenda.
Sowohl Keanu wie Simon schlossen die Saison als punktbeste Rookies ihrer Mannschaften ab. Als Rookie gilt ein Spieler, der seine erste Saison in den drei Top-Ligen abspult. «Im Normalfall spielt ein Rookie jeweils etwas mit, all zu hohe Erwartungen werden an diesen jedoch nicht gestellt.» Normalfall trifft jedoch nicht auf die zwei UNITED-Lernenden zu. Keanu kam in 59 Partien auf 29 Punkte (15 Tore), Simon hatte in 49 Partien seinen Stock bei 34 Treffern (9 Tore) im Spiel. Beide kamen in sämtlichen Special Teams zum Einsatz und hatten mit viel Eiszeit erheblichen Anteil am Lauf ihrer Mannschaften.
Die sehr respektablen Skorerwerte der zwei Stürmer zogen nun die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf sich. «Wir konnten uns regelmässig und in gutem Licht den zahlreichen NHL-Scouts präsentieren», erläutert Simon. Der NHL-Draft im Herbst 2020 bleibt denn auch das Ziel für Simon und Keanu. Davon abgesehen bieten sich über den Sommer hinaus verschiedene Möglichkeiten: «Denkbar ist ein zweites Jahr «drüben». Mit Portland hatte ich kürzlich ein sehr gutes Gespräch, ihr Angebot auf ein zweites Jahr steht.», gibt Simon Einblicke über die Zukunftsplanung. Andererseits könnte sich auch in der Schweiz ergeben. «Das hätte den Vorteil, dass ich die UNITED abschliessen könnte», betont Simon den Reiz der zweiten Option.