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Marcus Knight, Head Professional in Golf & Country Schönenberg
Ich bin kein grosser Liebhaber eines allgemeingültigen, perfekten Schwunges, weil jeder Golfer seinen eigenen hat. Aber bei der Ansprechposition gibt es schon gewisse Dinge, die zu beachten sind und die die Schwungbewegung einfacher machen.
Beginnen wir also im Frühling mit der richtigen Startposition. Ich empfehle, dass die Füsse etwa schulterbreit auseinander stehen; die Beine sollten sich anfühlen, als wären sie bereit zum Start eines 100-Meter-Rennens. Die Arme lassen Sie lose von den Schultern hängen. Die Körperhaltung ist von den Hüften an leicht vornübergebeugt, um genügend Platz zu machen für den Schwung. Wichtig sind natürlich auch die Hände: Sie sollten leicht um den Griff gelegt werden, mit dem Daumen und dem Zeigefinger, aktiv und bereit, wie wenn Sie eine Mitteilung auf dem Telefon schreiben würden – die Hände sind das „Cockpit“, das den Schläger kontrolliert.
Wenn Sie einmal eine gute Ansprechposition haben und klar ist, was der Job des Schwunges ist, wird es grundsätzlich einfacher, einen guten Schwungbogen zu produzieren, bei dem der Golfschläger Richtung Ziel schwingt und nicht quer durch die Ziellinie und der Ball rechts oder links von Ziel landet.
Mein Tipp: Kontrollieren Sie nicht den Schwung, sondern die Ansprechposition!
Wann konzentrieren?
Man sagt oft, wir sollten uns konzentrieren, wenn wir Golf spielen. Aber auf was? Bevor wir den Ball schlagen, müssen wir uns Gedanken machen und entscheiden, welches unser Ziel ist. Wir müssen entscheiden, welcher Golfschläger am besten dafür geeignet ist, den Ball ins Ziel zu bringen, und uns sorgfältig neben dem Ball in eine perfekte Position bringen. Und hier endet die Konzentration!
Ab jetzt ist es eine Reaktion von Augen, Kopf und Körper. Wenn Sie erst einmal das Ziel ausgewählt haben, den richtigen Schläger in den Händen halten, sich am Ball korrekt positionieren, dann bewegen Sie Ihre Augen zwischen der Ball-Rückseite und dem Ziel hin und her. Wiederholen Sie das einmal oder zweimal in einer Art Pendelrhythmus. Erlauben Sie Ihrem Körper, diesem Fokus zu folgen. Sie wissen bereits, was zu tun ist. Genau gleich, wie wenn Sie eine Fliege zerquetschen wollen und sich nur auf die Fliege fokussieren. Anstatt den Schwung zu steuern und zu kontrollieren, lassen Sie es zu, dass er fliesst.
Wie ausholen?
Die Ausholbewegung beginnt langsam. Es gibt keinen Grund für Tempo im Rückschwung. Sie baut Spannung auf bis zum Umkehrpunkt zwischen Rückschwung und Abschwung. Nun geht es vorwärts und wir beschleunigen das Tempo bis zur Höchstgeschwindigkeit vor Ihrem linken Fuss, bevor wir, nach dem Treffpunkt, ruhig und locker ausschwingen. Das Ende des Schwunges sollte entspannt und weich sein. Dafür brauchen Sie weder Golfbuch, YouTube noch einen Golflehrer. Wenn Sie schneller schwingen wollen, können Sie das, und Ihr Körper macht das möglich bis zu einem gewissen Punkt. Ihre Füsse werden reagieren, Ihre Beine werden abstossen und drehen, die Hüfte wird rotieren, Arme werden schwingen und Geschwindigkeit wird aufgebaut. All das hängt zusammen mit der Absicht, was Sie zu kreieren gedenken, und der natürliche Instinkt wird es geschehen lassen, sofern Sie es wollen.
Und nebenbei: Bewegen Sie sich. Es ist wichtig, locker zu bleiben. Machen Sie kleine Bewegungen mit Ihren Füssen, Beinen, Armen und Händen. Nicht zu viel, aber genug, um sich frei zu fühlen und bereit zum Reagieren!
Es ist nicht schwierig, perfekte Bälle zu schlagen, und ich glaube, dass dies jedermann von Zeit zu Zeit gelingt. Aber um diese regelmässig wiederholen zu können, braucht es etwas mehr Zeit.
Was tun, nicht, was unterlassen
Klarheit ist der wichtigste Faktor, um etwas zu wiederholen. Sie müssen genau wissen, was Sie zu tun gedenken. Einige Golfer verwenden jedoch die meiste Zeit dafür, sich darauf zu konzentrieren, was sie nicht tun wollen. Entscheiden Sie sich für Geschwindigkeit, Präzision, Reaktion und Lockerheit. Manövrieren Sie sich nicht in eine Stresssituation, die nicht nötig ist. Versuchen Sie nicht, ein Eisen 7 auf 140 Meter zu schlagen, weil Sie das können sollten oder weil Ihnen das früher gelang. Nehmen Sie ein Eisen 6 oder 5 und machen Sie einen angenehmeren, gesünderen Schwung, der erst noch wiederholbar ist. Sie haben einen ganzen Sack voller Präzisionsinstrumente, verwenden Sie sie weise.
Tempo aufbauen
Am Anfang schaue ich jeweils, mit welcher Geschwindigkeit ein Golfer präzise durch den Ball Richtung Ziel schwingen kann. Darauf aufbauend, versuchen wir, mehr Tempo zu produzieren, ohne an Genauigkeit zu verlieren. Manche Golfer machen das mit einer Beinbewegung, andere mit einer Hüftbewegung und wieder andere mit Ellbogen und Handgelenken. Entscheidend ist, dass es zu Ihnen und Ihrem Körper passt und Sie die Bewegung repetieren können. Ich glaube, dass es einfacher ist, seine eigene höchste Schnelligkeit zu produzieren, sofern man den Nutzen, aber auch das Risiko akzeptiert. Mit Hilfe von erprobten Trainingsmethoden werden Sie das Tempo fühlen, hören und sehen. Weil Sie das nach einer gewissen Zeit verinnerlichen, wird es nicht schwierig sein, vom höchsten Punkt zum tiefsten Punkt mit maximaler Geschwindigkeit den Ball zu treffen. Wie Sie auf der Foto sehen können, habe ich eine Bürste genommen und auf die Länge eines Eisen 7 abgeschnitten. Sie können sie auch in der Originallänge belassen, aber länger ist schwerer und macht die zeitliche Abstimmung schwieriger. Ich habe die Bürste mit einem 45-Grad-Winkel zurechtgemacht, um damit nicht nur zu trainieren, sondern auch zu wischen. Wenn ich langsam beginne, fühle ich die Geschwindigkeit, die ich kreiere. Ich kann Ihnen klar und einfach erklären, wie Sie Ihren eigenen perfekten Ball spielen können. Nächstes Mal werde ich Ihnen mehr erzählen über das einfache, kurze Spiel und das Putten.
Alle Details finden Sie unter www.marcusknight.ch
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