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Oberhalb der Linie Mittelberg- Erlenstrasse finden wir Findlinge in der Landschaft, denn der Rücken des Pfannenstiels wurde bei der Würm-Vergletscherung mit Moränenmaterial bedeckt, während der See und die heutigen Siedlungsflächen eher ausgeschabt wurden.
Die Rorensteine haben ihren Namen vom nahen Hof Roren über Meilen. Es handelt sich um zwei enorm grosse Findlinge in einer sumpfigen Wiese. Die Erratiker sind von der Strasse bei einer schönen Baumgruppe ins Schilf eingebettet.
Sie gelten als Elfisteine. Die Meilener erzählen sich noch heute, die Steine würden sich beim Elf-Uhr-Läuten der Kirchturmglocken elfmal um sich selber drehen.
Aber warum um 11 Uhr? Die Autorin Barbara Hutzl weiss: Die Sitte, um 11 Uhr die Glocken zu läuten, geht auf eine päpstliche Verordnung von 1571 zurück. Damals hatte die spanisch-venezianisch-päpstliche Flotte unter Don Juan de Austria die Türken in der Seeschlacht von Lepanto besiegt. Hätten Sie die Schlacht verloren, dann wäre aus dem christlichen Abendland ein muslimisches geworden. Glück gehabt!
Dankbar über den für ihn glücklichen Ausgang der Schlacht beschloss der Papst, dass nun überall in Europa die Kirchenglocken zum Gedenken an diesen Sieg um 11 Uhr läuten sollen
Die Findlinge und ihre kleineren Brüder die Lesesteine, wurden früher als Hindernisse beim Pflügen oder als willkommenes Baumaterial betrachtet und spätestens nachdem das Sprengpulver allgemeiner verwendet wurde, auch gefährdet. Als die Geologen die Entstehung der Landschaft und die Mechanismen der Alpenfalten immer mehr entschlüsselten, wurde auch die Bedeutung der Erratischen Blöcke erkannt. In der Folge wurden erste Findlinge unter Schutz gestellt oder zum Schutz erworben. Die Mittwochgesellschaft konnte am 11. Mai 1928 die Rorensteine zum Preis von CHF 500.- erwerben.
Die Findlinge am Pfannenstiel bestehen meist aus vulkanischem Ausgangsmaterial (Rotackersteine) und reagieren im Unterschied zur restlichen Geologie sauer. Das bedeutet, dass alle normalen Böden viel Kalk enthalten, die Findlinge jedoch nur Silikate. Die Findlinge Bilden folglich eine Art Inseln für Pflanzen, welche nur auf kalkfreien Substraten leben können. Darum gedeihen Farne (z.B. Nordischer Streifenfarn) und Moose (z.B. Hedwigs Wintermoos) auf den Findlingen, die sonst nur in den (Vor-)Alpen zu finden sind. Diese Pflanzen konnten sich wohl nur dank der kleinen Sporen, welche durch den Wind verbreitet werden, hier ansiedeln.