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Bestehende Portale bleiben unverändert
Die bestehenden Tunnelportale in Airolo und Göschenen können unverändert auch für die zweite Röhre genutzt werden. Es müssen lediglich die Zugänge zum bestehenden Service- und Infrastrukturstollen (SISto) verschoben werden.
Werkleitungen: Synergieeffekte werden genutzt
Ein Teil des Werkleitungskanals (WELK) wird so ausgestaltet, dass er für die Verlegung einer Kabelleitung der Schweizer Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid verwendet werden kann – dies für den Fall, dass entschieden wird, die bisher noch über den Gotthardpass führende Hochspannungsleitung in den Untergrund zu verlegen.
Sorgsamer Umgang mit dem Wasser
Sauberes Bergwasser und von Fahrzeugen eingebrachtes Fahrbahnwasser werden separat abgeleitet. Das aus dem Berginneren stammende saubere Wasser wird in einer Leitung gesammelt und an den Tunnelportalen in die Flüsse Ticino und Reuss geleitet. Das Wasser auf der Fahrbahn ist verschmutzt, wird über Schlitzrinnen gesammelt und an den Portalen in Strassenabwasserreinigungsanlagen (SABA) derart aufbereitet, dass eine umweltgerechte Ableitung in die Oberflächengewässer möglich ist. Weiter werden an beiden Portalen Stapelbecken erstellt, um in einem Ereignisfall (Brand, Havarie, Reinigung) das anfallende Abwasser zurückzuhalten und entsprechend seiner Zusammensetzung behandeln zu können.
Bestehende Lüftungsschächte werden verwendet
Getrennt durch die Zwischendecke befinden sich oberhalb des Verkehrsraums die beiden Lüftungskanäle – je ein Kanal für die Frischluftzufuhr und die Abluftführung. Die Kanäle führen zu unterirdischen Lüftungszentralen; zwei davon befinden sich bei den Portalen in Göschenen und Airolo, drei weitere sind über die Tunnellänge verteilt und schliessen an die bestehenden Lüftungsschächte der ersten Röhre an. Im Brandfall wird die Brandlüftung aktiviert: Dabei erfolgt über gezielt geöffnete Lüftungsklappen in der Fahrraumzwischendecke eine punktuelle Absaugung von Rauchgasen, was eine Evakuierung der Tunnelbenutzer ermöglicht.