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Wie gut ist dein kurzes Spiel?
Nachdem wir in der letzten Ausgabe den Test für das Putten und Chippen beschrieben haben, stehen heute mit Pitches und Bunkerschlägen die restlichen Themen des Tucker-Tests auf unserer To-do-Liste.
Das Besondere bei diesem Test ist, dass man pro Schlagart, also z.B. für den Bunkerschlag, ein sogenannt spezifisches Handicap erhält. Beispiel: Erspielst du von 15 Versuchen aus dem Bunker 2 Punkte, so entspricht das Handicap 24.
Auf diese Weise kann ein Handicap-20-Spieler beispielsweise feststellen, dass seine Quote aus dem Bunker schlechter als sein Handicap ist. Um seine Quote zu verbessern, empfehle ich eine Golflektion bei einem PGAPro und regelmässiges Training.
Je häufiger man den Test durchführt, desto repräsentativer sind die Ergebnisse. Ausserdem kann man diesen Test sehr gut als Trainingsplan benutzen. Damit ist das Training klar strukturiert, und man erhält nach jedem Training ein Hcp.-Ergebnis.
Kurze Pitches: Ziel ist es, den Ball aus 15 m in einen Umkreis von 10 Prozent der Gesamtdistanz zu bringen. Droppe 15 m von der Fahne entfernt 5 Bälle, wobei die Fahne mindestens 6 m vom Grün-Rand entfernt sein sollte. Für jeden Ball, der nicht weiter als 1,5 m von der Fahne entfernt zur Ruhe kommt, gibt es einen Punkt. Dies ist ein guter Schlag für einen Tour-Spieler, der den besten Spielern der Welt mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit gelingt. Vier Punkte wären also schon Weltklasse. Der ganze Test ist so ausgelegt, dass ein Tour-Spieler ca. 80 Punkte erreichen könnte. Es sind also 10 Pitches aus 2 unterschiedlichen Distanzen zu spielen.
Lange Pitches: Miss auf dem Pitch-Grün, von einer Fahne deiner Wahl, folgende 5 Längen ab: 25, 40, 55, 70 und 85 m. Spiele je 5 Bälle nacheinander zur Fahne und miss den Abstand zum Loch. Hilfreich, jedoch nicht zwingend notwendig ist ein Kreis mit Sprayfarbe um die Ziele (2 m Radius bei 25 m und 40 m; 3 m Radius bei 55 m, 70 m und 85 m). Liegt der Ball innerhalb des 2 m-, bzw. 3 m-Kreises, erhältst du einen Punkt. Trage deine Punkte in die abgebildete Tabelle ein. Spiele insgesamt 25 Pitches aus 5 verschiedenen Entfernungen.
Moderne Driving Ranges verfügen evtl. über ein Messsystem (Trackman, Toptracer etc.), das bei der Evaluierung der Schlaglängen helfen kann. Hierbei würde ich empfehlen, die Carry-Längen zu erfassen, also die Länge, die der Ball im Flug zurücklegt, da im Sommer der Ball auf dem harten Boden in verschiedene Richtungen abspringen kann.
Bunker: Im Bunker darf der Ball auf eine ebene Stelle in den Sand gelegt werden. Spiele jeweils fünf Bälle aus 6 m (Kreisradius 1,2 m), 12 m (Kreisradius 1,8 m) und 18 m (Kreisradius 2,4 m). Einen Punkt gibt es auch hier für jeden Ball, der innerhalb des Kreises aufschlägt. Du spielst also 15 Bälle aus 3 Distanzen.
Viel Spass beim Training!
Ralf Lehmann
PGA Master Professional
Wissenswertes Ralf Lehmann hilft Golfern
seit 25 Jahren mit einfachen und effektiven Methoden, ihr spielerisches Potenzial zu entfalten. Er ist seit über zehn Jahren in der Swiss PGA registriert und hat unter anderem folgende Ausbildungen absolviert: PGA Master Professional, Diplom Sportpädagoge (Universität Tübingen), TPI-zertifizierter Golf-Fitnesscoach, Experte für Rhythmus- und kurzes Spiel. Ausserdem wurde er von «QualiCert» als gesundheitswirksamer Golf Pro zertifiziert und referierte für das Bundesamt für Sport in Magglingen.