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Klinische Informationen
Zur Familie der Paramyxoviridae gehörend, führt das Masern-Virus zu einer weltweit verbreiteten Infektionskrankheit. Das Masern-Virus tritt durch Tröpfcheninfektion über die Schleimhäute des Oropharynx und der Konjunktiva ein, vermehrt sich zunächst lokal sowie in den regionalen Lymphknoten und breitet sich schliesslich nach Vermehrung in den B- und T-Lymphozyten und in den Makrophagen im Organismus aus. Nach einer Inkuba-tionszeit von 10 - 12 Tagen beginnt die Erkrankung mit einer uncharakteristischen Symptomatik der oberen Luftwege und der Bindehäute. Zusätzlich entwickelt sich Fieber, gelegentlich Erbrechen oder Krampfanfälle. Am 2. – 3. Tag erscheinen kalkspritzerartige Flecken auf den Wangenschleimhäuten, ein Enanthem am weichen Gaumen sowie Urtikaria. Ein paar Tage danach beginnt das zweite, über den ganzen Körper sich ausbreitende exanthematische Stadium, das von einem erneutem Fieberanstieg begleitet ist. Innerhalb von 1 – 2 Tagen kommt das makulopapulöse Exanthem (sog. morbilliform) zur vollen Entfaltung und beginnt dann rasch abzublassen. Dabei erlischt gleichzeitig die Infektiosität des Krankheitsprozesses.
Komplikationen: Masernpneumonie, Masernkrupp, Masernotitis, Masernenzephalitis.
IgM-Anstieg ca. 2 – 3 Tage nach Exanthembeginn; IgG-Anstieg ca. 4 Tage nach Exanthembeginn bzw. erfolgreicher Schutzimpfung.