Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/214063

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Anzahl Kinder, die Zeuginnen oder Zeugen von häuslicher Gewalt sind, statistisch zu erfassen. Diese jährliche oder zumindest in regelmässigem Abständen geführte Statistik wird aufzeigen, wie viele Kinder in Haushalten gemeldet sind, in denen Polizeieinsätze aufgrund von häuslicher Gewalt stattfinden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst gemäss Strafgesetzbuch sämtliche polizeilich registrierten Straftaten, einschliesslich der durch Gewaltdelikte geschädigten Personen aller Altersklassen. Die nationalen Ergebnisse werden jährlich veröffentlicht.</p><p>Darüber hinaus hat das Bundesamt für Statistik (BFS) zusammen mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) bereits 2013 Internetseiten zum Thema häusliche Gewalt publiziert (Katalog der polizeilich registrierten Straftaten gemäss Strafgesetzbuch, beschuldigte/geschädigte Personen nach Geschlecht, Alter und Beziehung zwischen beschuldigter und geschädigter Person): <a href="http://www.bfs.admin.ch">www.bfs.admin.ch</a> &gt; Statistiken finden &gt; Kriminalität und Strafrecht &gt; Polizei &gt; Häusliche Gewalt. In diesem Zusammenhang wurde auch eine vertiefte Analyse der Situation veröffentlicht, die seither regelmässig aktualisiert wurde.</p><p>Die Opferhilfestatistik (OHS) unter <a href="http://www.bfs.admin.ch">www.bfs.admin.ch</a> &gt; Statistiken finden &gt; Kriminalität und Strafrecht &gt; Opferhilfe gibt darüber hinaus Auskunft über die Zahl der bei Opferhilfestellen in Anspruch genommenen Beratungen sowie die von den Kantonen ausgerichteten Entschädigungen und Genugtuungsleistungen. Sie liefert nationale Ergebnisse zur Situation der Opfer oder ihrer Angehörigen verschiedener Altersklassen sowie zu den Straftaten und der Täter-Opfer-Beziehung. Die begangene Straftat wird anhand der Angaben des Opfers beurteilt.</p><p>Sämtliche zuständigen Bundesämter arbeiten eng zusammen, um die Lücken in der Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention in der Schweiz gemäss den Empfehlungen des Bundesrates vom 19. Dezember 2018 zu schliessen. Diese betreffen auch den Schutz der Kinder vor häuslicher Gewalt, obwohl dieser hauptsächlich in den Zuständigkeitsbereich der Kantone und Gemeinden fällt.</p><p>Der Bundesrat erachtet die vorliegenden nationalen Statistiken in diesem Bereich als ausreichend, um aussagekräftige Ergebnisse zur Situation in den Kantonen zu erhalten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.