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Aufgrund der erhöhten Komplexität moderner politischer Probleme beschäftigen sich Akteure heutzutage parallel mit unterschiedlichen Problemen innerhalb verschiedener Phasen des politischen Prozesses, auf mehreren Ebenen, und in verschiedenen Arenen. Traditionelle politikwissenschaftliche Ansätze, welche sich auf einzelne Politikbereiche konzentrieren, sind nicht länger im Stande, diese neue Komplexität zu erfassen. Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist es, Grenzen bestehender Ansätze durch den expliziten Fokus auf einzelne Spielsituationen, in welchen sich Akteure befinden, zu überwinden. Leitende Forschungsfragen sind (1) Wie können sich gegenseitig überlappende Spiele identifiziert werden? (2) Durch welche Faktoren lässt sich erklären, dass Akteure verschiedene Spiele spielen oder Probleme in verschiedenen Spielen angegangen werden? (3) Welche gegenseitigen Einflusswirkungen haben die Spiele untereinander?Empirisch setzt sich das Forschungsprojekt mit der Schweizer Wasserpolitik auseinander. Probleme im Wasserbereich sind naturgemäss grenz- und sektor-übergreifend und betreffen mehrere Ebenen politischer Systeme. Diese Komplexität macht die Wasserpolitik zum idealen Forschungsfeld für die Studie von sich überlappenden Spielen. Die Analyse wird uns erlauben, (1) die Schweizer Wasserpolitik und die darin gespielten Spiele zu beschreiben, (2) die Überlappung der Spiele und die Präsenz von Akteuren und Problemen in mehreren Spielen zu erklären, und (3) zur politikwissenschaftlichen Theorie durch die Entwicklung einer Spieletypologie beizutragen.