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Der Jonas-Furrer-Park samt Statue wird von November 2019 bis Mai 2020 saniert. Neu soll die Parkgestaltung offener und für die Bevölkerung zugänglich werden. Die Kosten für die Sanierung von Büste und Sockel übernimmt die Freimaurerloge Akazia.
Freundlicher, lichtdurchlässiger und mit Rampe und Kiesweg rund um die Statue: So soll der Park zum Gedenken an Jonas Furrer zwischen Merkur- und Theaterstrasse im nächsten Frühling aussehen. Dazu entfernen die Mitarbeitenden von Stadtgrün im Laufe des Winters die dichten Eibenbüsche hinter der Statue. Bereits im November wird die Bronzebüste demontiert und in einem spezialisierten Atelier restauriert. Der steinerne Sockel und die Umfassungsmauer werden vor Ort erneuert. Die Kosten für die Restaurierung von Büste und Sockel übernimmt im Rahmen ihres 200-jährigen Jubiläums die Winterthurer Freimaurerloge Akazia, deren Mitglied Jonas Furrer zu Lebzeiten war.
Im Frühling beginnen die Vorbereitungen für die Neubepflanzung und -gestaltung der Anlage. Die Wiese des Parks wurde in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu einem Blumenrasen entwickelt. Dieser wird noch mit einem Band von Zwiebelblühern im Halbrund ergänzt. Die Sanierung der Anlage kostet rund 75 000 Franken und wird über den Sammelkredit von Stadt-grün für Sanierungen finanziert.
Der erste Bundespräsident der Schweiz Der Winterthurer Jonas Furrer (1805-1861) war einer der bedeutendsten Schweizer Politiker des 19. Jahrhunderts. Vor seiner politischen Laufbahn war er Jurist und Anwalt. Mit 29 Jahren wurde er 1834 in den Grossen Rat gewählt. Auf kantonaler Ebene profilierte er sich sowohl als liberaler Oppositionsführer gegen die konservative Regierung wie auch als Regierungsratspräsident von 1845 bis 1848. Im Krisenjahr 1847 war er Mitglied der eidgenössischen Kommission, die sich der Lösung des Sonderbundkonflikts annahm. Er war massgeblich beteiligt an der Ausarbeitung der ersten Bundesverfassung von 1848, wurde in diesem Jahr in den Ständerat, an-schliessend in den Bundesrat und zum ersten Bundespräsidenten gewählt. Als Aussenpolitiker in den Präsidialjahren wie auch als Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements war er eine der prägenden Figuren des jungen Bundesstaats. Bereits kurz nach Furrers Tod beschlossen die Winterthurer Bürger im Juli 1861, dass Jonas Furrer in seiner Heimatstadt ein Denkmal erhalten soll. Trotz mehrerer Anläufe dauerte es über dreissig Jahre bis zur Realisierung, für die sich der Kunstverein massgeblich engagierte. Das vom Küsnachter Bildhauer Gustav Siber gestaltete Denkmal wurde am 1. August 1895 im Rahmen des Eidgenössischen Schützenfestes der Öffentlichkeit übergeben.
11. Nov. 2019, 08:16 Uhr