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Bencic gewinnt ihren sechsten WTA-Titel
Belinda Bencic kommt zu ihrem ersten Titel seit den Olympischen Spielen. Die Ostschweizerin setzt sich beim Sandturnier von Charleston im Final gegen die tunesische Weltranglisten-Zehnte Ons Jabeur mit 6:1, 5:7, 6:4 durch.
Es ist inklusive dem Triumph in Tokio der sechste Turniersieg auf der WTA-Tour von Bencic. Nachdem sie schon in der Halle, auf Hartplatz und auf Rasen erfolgreich gewesen war, konnte sie in der in South Carolina gelegenen Hafenstadt ihren ersten Titel auf Sand gewinnen. Dafür erhält sie einen Siegercheck von über 150’000 Dollar und Weltranglistenpunkte, die sie am Montag auf Rang 13 vorstossen lassen.
„Ich bin so glücklich“, sagte Bencic nach der Pokalübergabe. „Dieser Titel bedeutet mit so viel. Ich hatte hier als 16-Jährige meinen Durchbruch, als ich den Halbfinal erreichte habe.“ 2014 hatte sie sich in Charleston via Qualifikation durch das Turnier gespielt und den Final knapp wegen eines verlorenen Tiebreaks im dritten Satz gegen die Slowakin Jana Cepelova verpasst.
Auch die vorerst letzte Partie auf dem grünen Sand von Charleston, wo Martina Hingis 1997 und 1999 gewonnen hatte, forderte von Bencic alles ab. Nach dem einseitigen, von der Schweizerin in einer halben Stunde gewonnenen ersten Satz steigerte sich Jabeur deutlich. Die Nordafrikanerin, mit einem selbst auf diesem Niveau aussergewöhnlich feinem Händchen ausgestattet, stellte Bencic mit ihrem variablen Spiel immer wieder vor Probleme.
Bencic verlor aber nie die Konzentration. Ruhig und abgeklärt reagierte sie auf die Rückschläge im zweiten Satz, auf den rasch verspielten Break-Vorsprung, auf den 2:4-Rückstand und schliesslich auf die vergebenen Breakchancen, die sie zwangen in einen dritten Satz zu gehen. Dort zahlte sich das etwas beständigere und solidere Spiel der 25-Jährigen aus. Sie schaffte mit dem dritten Break im dritten Satz zum 4:3 die entscheidende Differenz und verwertete nach gut zweieinhalb Stunden ihren ersten Matchball.
Bencic wird sich nun eine kleine, wohlverdiente Pause von der Tour gönnen. Sie hat in den letzten zweieinhalb Wochen elf Partien bestritten, darunter einige kräftezehrende. In der 1. Runde von Charleston stand sie gegen die junge Chinesin Wang Xiyu nur zwei Punkte vor der Niederlage. Später schlug sie auch die Weltranglisten-Dritte Paula Badosa nach einer Aufholjagd. Der Sieg gegen Jabeur war erst der dritte auf Sand gegen eine Top-10-Spielerin.
Bencic, die zu Saisonbeginn wegen Nachwirkungen einer Corona-Infektion nicht ihre besten Leistungen zeigen konnte, hatte schon in Miami klare Aufwärtstendenzen gezeigt und erstmals seit den Olympischen Spielen einen Halbfinal erreicht. In Charleston stimmte sie sich nun perfekt auf die Sandsaison ein, die in den kommenden Wochen auf dem roten, europäischen Sand, der Bencic weniger liegt, fortgesetzt wird.
(text:sda/bild:sda)
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