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Beim Hochwasser vom 8. Juli 2017 wurden in Zofingen die Gebiete Stadtbach und Dorfbach/Grenzbach stark überschwemmt. Nun steht fest, welche Massnahmen bei erneutem Starkregen Abhilfe schaffen sollen.
Die Stadt hat eine Schwachstellenanalyse vorgenommen
Nach den Starkniederschlagereignissen von 2017 und vom Mai 2018 hat die Stadt Zofingen umfangreiche Abklärungen, und daraus abgeleitet eine Schwachstellenanalyse und Risikobeurteilung, vorgenommen. Auch wurde das Oberflächenwasser in die Überlegungen mit einbezogen. Die Arbeiten zeigen den Handlungsbedarf in den Gebieten Stadtbach und Dorfbach/Grenzbach auf. An einer Informationsveranstaltung im Januar 2020 wurden die Erkenntnisse der Bevölkerung vorgestellt.
Die prioritären Massnahmen müssen geplant werden
Zwischenzeitlich hat das Ressort Tiefbau mit dem Kanton und einem Ingenieurbüro das betroffene Gebiet vertieft untersucht und Massnahmen definiert. Der Stadtrat hat diese nun genehmigt. Als nächstes gilt es, diese prioritären Massnahmen detailliert zu planen.
Die Schwachstellenanalyse hat bestätigt, dass die Bedeutung der Seitenbäche aus den steilen Hängen des Staatswalds südlich der Mühlethalstrasse bisher unterschätzt wurde, respektive, dass mit der zunehmenden Intensität von Starkniederschlägen die fehlende Gerinnekapazität dieser Bäche zu Wasseraustritten führte.
Vier Massnahmen wurden erarbeitet
In erster Priorität sind vier Massnahmen vorgesehen. Im Gebiete Haurihäuser, Schlossbaan und Mülitalwand soll zur Reduktion der Gefährdung eine wirksame Ableitmöglichkeit entlang des Waldrandes geschaffen werden. Es ist ein neuer Bachlauf mit Anschluss an den Stadtbach vorgesehen.
Beim Stadtbach, Unterhalt Wasserverteiler ist, neben der Abflussdrosselung, auch der Rückbau von Übergängen notwendig. Zur Abflussdrosselung sind an zwei Standorten, auf Höhe der ehemaligen Abflussdrosselung entlang der Seilergasse und vor der Querung Hottigergasse, Entlastungen mit anschliessenden Abflusskorridoren vorgesehen.
Der Gewässerlauf des Schafhubels ist um- und grösstenteils offenzulegen. Vor der Querung der Mühlethalstrasse ist ein robustes Einlaufbauwerk zu erstellen. Das Gerinne wird im Anschluss an die Querung offen bis zum Stadtbach geführt.
Zur Reduktion der Gefährdung im Gebiet nordwestlich des Spitals soll die Gerinnekapazität durch einen Ausbau des Gerinnes erhöht werden.