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Verstösse einzelner Produzenten gegen russische Qualitätsauflagen seien zu prüfen. Eine „totale Sperre wäre aber eine falsche Entscheidung“, sagte Putin bei einem Beratungsgespräch zur Entwicklung der russischen Landwirtschaft in Stawropol. Danilenko hatte seine Forderung damit begründet, dass sich die Qualität der ukrainischen Milchprodukte zuletzt deutlich verschlechtert habe.
Indes scheint die tatsächliche Lage unklar. Der Kiewer Interimsministerpräsident Arseni Jazenjuk, hatte am Montag voriger Woche beklagt, dass Moskau sämtliche Einfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern aus der Ukraine untersagt habe. Der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) wies diese Darstellung zurück. Die Behörde teilte am vergangenen Donnerstag mit, dass am 16. Juni lediglich das Importverbot für Speisekartoffeln aus der Ukraine in Kraft getreten sei. Dieses war mit wiederholten Funden eines Quarantäneschädlings in den Lieferungen begründet worden.
Gleichzeitig kündigte Rosselkhoznadzor aber an, dass ab dem 30. Juni die Bedingungen für den Import tierischer Produkte aus der Ukraine verschärft würden. So seien künftig jeder Lieferung unter anderem auch Bescheinigungen über die Herkunft der verwendeten Rohstoffe beizulegen. Unterdessen stellte der russische Minister für Krim-Angelegenheiten, Oleg Saweljew, klar, es gebe keine Pläne, Importzölle auf ukrainische Lebensmittel seitens der Halbinsel einzuführen.
Derzeit werde die Krim zum grössten Teil mit Nahrungsgütern durch ukrainische Unternehmen versorgt. Im Gegensatz zu Rosselkhoznadzor-Pressesprecher Alexej Alexejenko, der generell die Qualität der Lebensmittel aus dem Nachbarland in Zweifel zog und erneut insbesondere die Lieferung von Käseimitaten kritisierte, lobte Saweljew die aus der Ukraine bezogenen Nahrungsgüter als „hochwertig“ und „relativ preiswert“.