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Gottérons Torhüter Barry Brust (34) hat gute Chancen auf einen Platz im kanadischen Olympiateam. Nicht primär wegen seiner sportlichen Klasse, sondern weil er gut für die Chemie im Team ist.
Gegen Davos spielte er beim 4:1-Sieg des Team Canadas nicht. Er wurde wegen einer leichten Fussverletzung geschont. Aber es ist möglich, dass Barry Brust im kanadischen Olympiateam die Nummer Drei wird.
Dave King (70), der einflussreichste Mann im kanadischen Coaching- und Selektionsteam sagt: «Wir mögen Barry. Er ist eine aussergewöhnliche Persönlichkeit und gut für die Chemie im Team. Er hat bei unserer Weihnachtsfeier hier in Davos am 25. Dezember den Samichlaus gespielt. Er war grossartig und wir haben ihm empfohlen, nach dem Rücktritt den Samichlaus zum Beruf zu machen.»
Nun reicht aber ein guter Samichlaus-Auftritt noch nicht, um in Kanada zu olympischen Eishockeyehren zu kommen. King schätzt den unkonventionellen Stilisten. «Wir haben in Kanada heute einfach keine grossen Goalies mehr. Wir wissen nicht, warum das so ist. Es gibt viele Theorien und eine besagt, dass wir die jungen Torhüter zu sehr drillen und zu Robotern machen. Das ist bei Barry sicher nicht der Fall. Er ist ein Instinktgoalie im besten Sinne des Wortes.»
Der Goalie-Riese (188 cm/103 kg) Brust musste sich ein paar Bemerkungen wegen seines nicht ganz durchtrainierten Körpers anhören. Er hatte darauf eine schlagfertige Antwort: «Von weichen Körpern prallen die Pucks weniger nach vorne ab.»