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Der epistemologische Status der Foucaultschen Archäologie bzw. der Diskursanalyse ist nicht einfach zu bestimmen. "Woher" spricht diese Analyse? Wie liesse sie sich begründen, ohne sich in performative Selbstwidersprüche zu verwickeln – weil ja auch ihr Wahrheitsanspruch als blosser Diskurseffekt entziffert werden kann…? Ist sie ein philosophisches Verfahren, das nach Wahrheit fragt, oder eine Arbeit von Historikern, denen Geltungs- und Wahrheitsfragen egal sein können? Es ist kein Zufall, dass Foucault in der Archäologie des Wissens in den Schlusspassagen sein fiktives Gegenüber ihn fragen lässt: "Welchen Titel trägt Ihr Diskurs? Woher kommt er und mit welchem Recht spricht er? Wie könnte er sich legitimieren?", um dann noch etwas deutlicher zu fordern: "Auf jeden Fall sind Sie gehalten, uns zu sagen, was diese Diskurse sind, die Sie nun seit bald zehn Jahren hartnäckig verfolgen, ohne sie jemals näher auszuweisen. Mit einem Wort, was sind sie: Geschichte oder Philosophie?"
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In dem Gespräch, das Michel Foucault wahrscheinlich Anfang Juni 1968 mit dem Kulturjournalisten Claude Bonnefoy führte, das aus unbekannten Gründen abbrach und das erst 2011 unter dem Titel Le beau danger publiziert wurde, ließ Foucault sich auf das Experiment ein, über das, wie Bonnefoy sagte, "geheime Gerüst" seiner Bücher zu sprechen, über deren "Kehrseite" (S. 27). Foucault antwortet auf Bonnefoys Frage nach seinem Verhältnis zum Schreiben biographisch: Er sprach von seiner Kindheit und seiner Schulzeit, vor allem aber von seinem Vater, dem Chirurgen und Anatomie-Professor Paul-André Foucault, Sohn und Grosssohn von Ärzten und selbst Vater eines Chirurgen – Foucaults Bruder Denys –, verheiratet mit Anne Malapert, ihrerseits die Tochter eines Chirurgen, die es bedauerte, nicht Medizin studiert zu haben…
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