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«Ich schreibe nicht mit Meinungen. Ich habe niemals eine Meinung gehabt, ich hasse Meinungen», sagte der diesjährige Literaturnobelpreisträger Peter Handke am Freitag auf einer Pressekonferenz der Schwedischen Akademie. Gefragt wurde er, ob er seine Ansichten zum Balkankonflikt geändert habe. Er möge Literatur, nicht Meinungen.
Solidarität mit Serbien
Handke, der am Freitag 77 Jahre alt wurde, hatte sich in dem Konflikt stark mit Serbien solidarisiert und nach Ansicht von Kritikern die von Serben begangenen Kriegsverbrechen bagatellisiert oder geleugnet. 2006 hielt er bei der Beerdigung des gestürzten serbischen Führers Slobodan Milošević eine Rede.
Die Vergabe des Literaturnobelpreises an ihn löste eine Debatte aus. Zur Nobelpreisvergabe am Dienstag sind Proteste gegen Handke in Stockholm geplant.
Die Schwedische Akademie hatte nach ihrem Skandaljahr 2018 im Oktober zwei Literaturnobelpreisträger verkündet: Die Polin Olga Tokarczuk erhält den Preis für das Jahr 2018, der Österreicher Handke für 2019.
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