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Adresse
Nordstrasse 174, Zürich-Wipkingen
Projektart
Ersatzneubau
Anzahl Wohnungen
9 Wohnungen
Grobterminplan
Ab 2. Q. 2022 - Baustart
Ab 3. Q. 2023 Erstbezug
Aktueller Stand
Bauprojekt
Architektur
Roider Giovanoli Architekten GmbH
Ausgangslage
Die Baugenossenschaft Süd-Ost hat die Liegenschaft Nordstrasse 174 im Januar 2004 erworben. Das bestehende Wohnhaus mit 3 Wohnungen ist in einem schlechten baulichen Zustand. Das Grundstück befindet sich in der Zone W5 und verfügt über ein grösseres Ausnutzungspotential. In einer Potentialstudie wurden unterschiedliche Varianten für eine neue Überbauung untersucht. Für die Wahl eines Planungsteams wurde ein anonymer Projektwettbewerb auf Einladung mit 5 Teilnehmenden durchgeführt.
Das Preisgerichts empfahl das Projekt Nr. 1 «Umberto» von Roider Giovanoli Architekten GmbH einstimmig zur Weiterbearbeitung und Ausführung unter Berücksichtigung der Projektkritik.
Präsenz an der Strasse - Öffnung zum begrünten Hof
Die längliche Parzelle der Nordstrasse 174 spannt von der Quartierstrasse im Südwesten zum grünen Hof im Nordosten.
Auf Grund des sehr schmalen Parzellenzuschnitts wird das Baurecht auf allen Ebenen zur bestimmenden Rahmenbedingung. Die Nutzfläche ist maximiert, die baurechtlichen Möglichkeiten werden jedoch möglichst gewinnbringend für die Gestaltung des Baukörpers ausgeschöpft. Die Masse wird - in der Horizontalen und in der Vertikalen - zur Strasse hin konzentriert. Dies ermöglicht trotz der sehr schmalen Fassade eine angemessene Präsenz zur Strasse. Nach hinten, in den grünen Hof, treppt das Gebäude im Schnitt ab und es verjüngt sich im Grundriss. Das Haus öffnet sich zum Hof.
Das Wohnhaus zelebriert das städtische Wohnen in einem ruhigen, durchgrünten Quartier. Beide Wohnungen auf den Geschossen profitieren von der doppelten Ausrichtung zur Stadt und Hof. Sie entwickeln sich von Wohnraum mit Balkon im Südwesten her in die Tiefe. Trotz der knappen Fläche entsteht in den Wohnungen über die aussergewöhnliche Ausdehnung in der Längsrichtung eine räumliche Grosszügigkeit.
differenzierter Ausdruck
Eine Mischbauweise aus Beton und Mauerwerk mit mineralischer Aussenwärmedämmung und einem Mittelschichtputz ermöglichen trotz komplizierter Gebäudegestalt eine kostengünstige Bauweise. Die Fenster liegen weit aussen, die Gebäudehülle wir zu einer Art Haut. Wo die Aussenwand zugänglich ist, wird sie mit Keramikplatten verkleidet. Die begrenzten Mittel und die architektonische Sorgfalt werden nicht in die Flächen, sondern in die Anschlüsse, Abschlüsse und Ecken investiert.
Klare Zonierung und viel Raum für das Zusammenleben
Die Anordnung des Volumens macht es einfach, den Aussenraum im Erdgeschoss klar zu zonieren: Zugang, Velo-Parkierung und gemeinschaftliche Bereiche zum Hof auf der Nordwestseite und private Aussenräume nach Südosten. Der Geländeverlauf erlaubt es, die privaten Bereiche im Erdgeschoss gegenüber dem Trottoir mit einer kniehohen Mauer leicht zu erhöhen und damit attraktives Wohnen im Erdgeschoss zu erlauben.
Der gemeinschaftliche Dachgarten
Im Sinne der städtebaulichen Konzeption wird das Attika im Bereich zur Nordstrasse konzentriert. Zum grünen Hof hin bleibt viel freier Raum, der als Dachgarten für die Gemeinschaft genutzt wird. Infrastrukturelemente wie ein Abstellraum für Mobiliar und ein Wasseranschluss machen den Dachgarten vielfältig nutzbar.