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Geschichte
Emile Coué ist am 26.02.1857 in Troyes geboren. Er würde gerne Chemie studieren, aber seine Eltern können das nicht finanzieren. Er bekommt die Chance auf eine Praktikantenstelle in einer Apotheke. Dies gefällt ihm zwar nicht, aber er nimmt die Stelle nach dem Militärdienst an. Er ist so gut, dass der Apotheker zwei seiner Mitarbeiter entlässt, ohne sie zu ersetzen. 1882 erhält er das Diplom als Apotheker und wird Nachfolger eines anderen Apothekers in Troyes. Dort lernt er auch seine zukünftige Frau Lucie kennen. Er realisiert bei seiner Arbeit in der Apotheke wie enorm wichtig der Zuspruch und die Bestärkung für die Klienten sind. Mit seinem Schwiegervater, der ein berühmter Pflanzenzüchter ist, versteht er sich ausgezeichnet. Sie sind sich charakterlich sehr ähnlich. 1885 lernt er Professor Bernheim kennen, der eine Abhandlung über die Suggestion und ihre therapeutische Anwendung geschrieben hat, kennen. Coué gibt in seiner Apotheke selbsthergestellte Placebo-Kügelchen ab mit positiven Suggestionen. Diese bewirken erstaunliches und er hat Erfolg. Er bildet sich laufend auf diesem Gebiet weiter und lernt auch diverse Sprachen. Er übergibt seine Apotheke mit 39 Jahren seinem Geschäftsführer. 11 Jahre später muss er die Apotheke wieder selbst übernehmen, da sie nicht mehr gut lief. Schlagartig änderte sich dies wieder. Mit 53 verkauft er seine Apotheke, zieht nach Nancy und widmet sich ganz seiner Methode. Er gibt Sitzungen für Ratsuchende und hat riesigen Erfolg. Er heilt Charles Baudouin, der ein Psychologie-, und Philosophie-Studium abschloss. Durch ihn kann er einen Vortrag an seiner Universität halten. Baudouin schreibt seine Dissertation über die Suggestion und Autosuggestion. 1916 kann Coué einen Vortrag an der Genfer Universität halten. Das ist der Durchbruch. Coué hält daraufhin viele Vorträge in der Schweiz und im Ausland. Auch nach dem Ende des 1. Weltkrieges arbeitet Coué still weiter und immer haben seine Sitzungen den gleichen Ablauf. Er teilt den Menschen mit, dass er kein Heiler, sondern ein Lehrer ist. Er möchte den Menschen zeigen, wie sie sich selbst heilen können. Er ist Katholik, spricht aber nicht über Religion und so bleibt seine Methode neutral. Er schreibt ein Buch und es beginnen viele Auslandeinladungen. In der Schweiz, New York, London, Brüssel, Paris, Wien und Rom entstehen Coué Institute. Der Winter 1926 ist hart und da sich Coué nicht schont, stirbt er 69-jährig. Sein Werk ist vollbracht. Seine Methode war zu einfach und daher wird er nie von der allgemeinen medizinischen Fakultät anerkannt. Nach und nach schliessen auch die Institute. 1936 wird im Sainte-Marie-Park eine Büste von Coué errichtet und 2018 lässt die Stadt Nancy einen Rundgang «auf den Wegen Coués» im Touristenführer erscheinen. So wird Emile Coué wieder zum Leben erweckt.
Kurzfassung der Zusammenfassung von Ursula Kern