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Was dem Angler das Anglerlatein, ist dem Waidmann das Jägerlatein. Das Thema Jagd hat auch in der Rumanschia unzählige Geschichten, Gedichte und Sprichwörter hervorgebracht. Einer der bekanntesten Autoren von Jagdgeschichten war der Unterengadiner Men Rauch, "der Mann mit der Gitarre, ein Tausendsassa, zu allerlei Spässen allzeit bereit, bekannt und beliebt als Sänger, Sammler und Komponist von Volksliedern, anerkannt auch als Theaterautor und Spieler." (Deplazes, Die Rätoromanen. Desertina Verlag, Disentis 1991).
Men Rauch, selber ein leidenschaftlicher Jäger, hat denn auch viele seiner Versreime selber vetont und mit der Gitarre vorgetragen. Etliche seiner Jagdgeschichten sind leicht moralisierend oder belehrend, andere vom Jägerlatein klassischer Art geprägt.
Die Verwendung und Pflege der Jägersprache gehört zum jagdlichen Brauchtum, als Fachsprache dient sie aber auch der Verständigung von Jägern untereinander. Der romanischsprachige Jäger nimmt's da mit der Pflege nicht so Ernst. Men Rauch hat dieser Sprachdurchmischung ein Gedicht entgegengesetzt: "Il chatschader s-chet rumantsch" (Der rein romanischsprachige Jäger). In einem Beitrag von RTR liest uns Arnold Rauch dieses Gedicht vor. Eine Ohrenweide!