Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03593.jsonl.gz/2748

Akeboni Sumo
Masterfilm «Akeboni Sumo»
Akeboni, der gefürchtetste Sumo aller Zeiten, geboren in einer Dynastie der grössten Yokuzunas, ist seit jeher unbesiegt. Jedoch hat er ein Geheimnis. Er will gar kein Sumo sein. In ihm brennt das Verlangen, die Kunst der Geisha zu erlernen. Er schminkt sich heimlich in seiner Umkleide. Eines Tages schiesst ein Bediensteter unerwartet ein Foto von ihm mit geschminktem Gesicht. Akeboni setzt alles daran, das Foto an sich zu reissen, bevor es in falsche Hände kommt …
Regie: Klaas Kaat
Production: Corpmedia AG
Co-Production: Garbiela Bloch-Steinmann (SRF SRG SSR)
Co-Production: Jochen Ehmann (HSLU)
Animation: Klaas Kaat
Musik: Yukio Elien Lanz (Yukio)
Sounddesign: Simon Gasser (Guterton)
Mix: Thomas Gassmann (Linkedin)
Foleys: Dieter Hebben (dieterhebben)
Der Hauptcharakter «Akeboni» soll den Kontrast zwischen seinem inneren Wunsch und seiner momentanen Lebenssituation widerspiegeln.
Der Film setzt sich mit der Akzeptanz von Homosexualität und Transvestitismus im Sport auseinander. Was passiert, wenn sich eine Galionsfigur der absoluten Maskulinität gegen seine Rolle in der gesellschaftlichen Norm entscheidet?
Diese Geschichte ist nicht nur eine Befreiung des Hauptcharakters, sondern auch ein Aufruf zur Offenheit. Die Hauptfigur lebt seine Wünsche im Verborgenen, weil er es nicht wagt, diese öffentlich auszuleben. Er glaubt, die Gesellschaft würde sein wahres Ich nicht akzeptieren. Der grosse starke Mann der die Ausübung eines so weibliches Berufes anstrebt, passt nicht.
Unten verschiedene Inspirationen u.a.: Sumosheet, LH. Morgan; Samurai Jack, Genndy Tartakovsky; Modular head, Kieran Lampert; Sumo Jambe, Bande dessinee
Ich liess mich für den Kurzfilm von Genndy Tartakovsky‘s Zeichentrickserie „Samurai Jack“ inspirieren. In seinem visuellem Stil findet genau diese Abstraktion der Figuren statt, die ich erzielen wil. Tartakovsky benutzt in seinen Serien viele Kameraeinstellungen, die an Samurai- oder alten Western-Filme erinnern – wie etwa den schrägen Horizont oder den Focus auf die Augenpartie, die der Szene einen erhöhten Spannungsgrad geben.
Unten verschiedene studien aus dem Storyboarding und Charakterentwicklung:
Ein abstrakter Stil erlaubt es, die Zeichnungen überspitzt darzustellen und dem Betrachter die nötige Distanz zu einem ernsten Thema zu geben.
Die Figur habe ich auf wenige einfache Formen reduziert. Dies ermöglicht eine bessere Wiedererkennbarkeit des Charakters. Der vereinfachte Stil erlaubt bessere Möglichkeiten, einzelne Attribute der Charaktere hervor zu heben und Akzente zu setzen. Die Vereinfachung kann als Filter verstanden werden, der sich nur auf das Wesentliche konzentriert. Es findet eine Komplexitätsreduktion in Form und Farbe statt, bis nur das Essentielle übrig bleibt.
Unten erste Renderings und weitere Charakterentwicklung:
Es gibt aktuell mindestens einen Mann, der den Beruf der Geisha voll ausübt und sich grosser Beliebtheit erfreut, nämlich Eitaro Matsunoya aus Tokyo Japan (Quelle).