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Reglement für die Förderung der Digitalisierung
1. Ziel und Rahmen der Förderung
Die Stiftung Kulturfonds SUISSIMAGE fördert die Digitalisierung von Schweizer Filmen, die analog gedreht wurden, um ihre digitale Auswertung zu ermöglichen.
Während zwei Jahren setzt die Stiftung dafür eine jährliche Summe von CHF 200'000.- ein. Mit Förderbeiträgen von maximal CHF 20'000.- pro Projekt, kann der Kulturfonds in diesem Zeitraum die erneute Auswertung von rund zwanzig Filmen unterstützen.
2. Gegenstand der Förderung
Die Förderung richtet sich an lange Schweizer Filme (Spiel-, Dokumentar-, Animationsfilme)
3. Rechteinhaber
Das Gesuch wird im Prinzip durch den Produzenten/die Produzentin eines langen Schweizer Kinofilms gestellt (oder durch den/die ausgewiesene Rechteinhaber/Rechteinhaberin).
Der Regisseur/die Regisseurin ist Schweizer BürgerIn oder hat Wohnsitz in der Schweiz. Er/Sie kann das Gesuch im Einvernehmen mit dem Produzenten/der Produzentin auch selber stellen.
4. Bedingungen
Der Produzent/Die Produzentin oder der Regisseur/die Regisseurin ergreift die Initiative für das Digitalisierungsprojekts und koordiniert die Arbeiten.
Sie belegt die Finanzierung der Digitalisierung.
Sie belegt konkrete Möglichkeiten zur Auswertung. Beispielsweise:
5. Gesuchsdossier
Das Gesuch muss Folgendes beinhalten:
|a)||die nötigen Informationen über den Film und die Rechteinhaber|
|b)||einen Nachweis der regulären Kinoauswertung|
|c)||die Projekte zur Auswertung in digitaler Form|
|d)||Informationen zum Ort, wo das Material gelagert ist|
|e)||eine Beschreibung des Ausgangs-Materials (Bild und Ton)|
|f)||einen Kostenvoranschlag des Labors, welcher folgende Arbeiten beinhält:|
6. Eingabefristen
Die Gesuche an die Kulturstiftung SUISSIMAGE können jederzeit gestellt werden.
7. Entscheid
Die Kulturkommission SUISSIMAGE behandelt die Gesuche an ihren regulären Sitzungen. Die Auswahl wird nicht begründet.
Die Kulturkommission konsultiert die Cinémathèque suisse.
Im Prinzip unterstützt sie nicht mehr als einen Film pro Regisseurin/Regisseur.
Im Fall eines positiven Entscheids werden folgende Förderbeiträge zugesprochen:
|Filme mit einer Dauer über 100 Minuten:||CHF 20'000|
|von 90 bis 100':||CHF 18'000|
|von 80 bis 89':||CHF 16'000|
|von 70 bis 79':||CHF 14'000|
|von 60 bis 69':||CHF 12'000|
Überdies reduziert sich der Förderbeitrag um 30%, falls der überwiegende Teil der Arbeiten im Ausland ausgeführt wird.
8. Verpflichtung
Der minimal verlangte Standard der Digitalisierung ist 2K, eine Auflösung welche eine gute Kinoprojektion erlaubt.
Die Farbkorrektur muss vom Chef-Kameramann/-Kamerafrau, dem Regisseur/der Regisseurin oder einer anderen kompetenten Person überwacht werden.
Befindet sich das Ausgangsmaterial in der Cinémathèque, ersucht der Rechteinhaber sie das Ausgangs-Material vor dem Einsenden an das zuständige Digitalisierungs-Labor zu kontrollieren und vorzubereiten.
Befindet sich das Ausgangsmaterial anderswo, muss der Rechteinhaber vom Labor/Archiv einen Bericht über den Zustand des Materials einfordern.
Um die Konservierung der digitalen Version zu garantieren, deponiert der Rechteinhaber bei der Schweizerischen Cinémathèque ein DCP mit dem dazugehörigen Material (Masterfiles, Scans, Untertitel-Versionen, usw.).
9. Die Förderung
Die Subvention wird ausgeschüttet beim Erhalt einer Bescheinigung der Schweizerischen Cinémathèque über die Einreichung des Materials.
Die Förderung durch den Kulturfonds SUISSIMAGE wird erwähnt wo es möglich ist in der Kommunikation der Auswertung des Films.
10. Inkrafttreten und Änderungen
Das vorliegende Reglement tritt am 15. Oktober 2014 in Kraft für eine (verlängerbare) Dauer von 2 Jahren.
Es kann jederzeit durch den Kulturfonds der SUISSIMAGE revidiert oder aufgehoben werden.
Bern, 15. Oktober 2014/26. März 2015