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«Je mehr Aktivitäten eingestellt werden, je mehr sich die wirtschaftliche und soziale Krise vertieft, desto dramatischer werden die menschlichen Folgen sein.»
Das Krankenhaussystem sei bereit für eine mögliche neue Welle was Betten, Masken, Medikamente und Beatmungsgeräte betrifft, so Castex. Eine Situation wie im Frühjahr solle jedoch unbedingt verhindert werden. Frankreichs Regierung hatte sich in der Vergangenheit bereits für regionale Beschränkungen ausgesprochen. So müssen etwa Bars und Restaurants in Marseille, das schwer getroffen ist, um 23 Uhr schliessen.
Castex erklärte, dass es am Ende der Ausgangsbeschränkungen Mitte Mai weniger als 1000 neue Corona-Infektionen pro Tag in Frankreich gegeben habe. Jetzt sei man bei mehr als 3000. «Natürlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren, wir testen viel mehr Menschen. Aber diese Zunahme der Tests erklärt nicht alles», so der Premier. «Die Zahl der Krankenhauseinweisungen beginnt langsam aber sicher zu steigen», warnte er.
Er erklärte, dass 19 weitere Départements als rote Zone eingestuft wurden - das heisst, dass dort eine erhöhte Ansteckungsgefahr herrscht. Zuvor waren lediglich Paris und das Départment Bouches-du-Rhône rot eingestuft. Die neuen Gefahrenzonen liegen vorrangig im Süden des Landes und rund um Paris. Für weite Teile der französischen Mittelmeerküste und den Grossraum Paris hat die Bundesregierung bereits eine Reisewarnung ausgesprochen.
Der Premier machte sich dafür stark, die Maskenpflicht in Paris noch weiter auszuweiten. Er habe darüber mit dem Polizeichef und der Bürgermeisterin gesprochen - eine entsprechende Regelung werde kommen. In weiten Teilen der Hauptstadt gilt bereits eine Maskenpflicht unter freiem Himmel.