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Er war dabei, 1994 in Salamanca: Mel Ainscow, emeritierter Professor der Uni Manchester. «Es war der richtige Zeitpunkt, um die Sonderpädagogik und die Regelpädagogik zusammenzubringen», meint Ainscow, Fachmann in allen Fragen rund um Inklusion und Schulentwicklung. Diese Welt-Konferenz, welche von der UNESCO und der spanischen Regierung organisiert wurde, war ein Meilenstein in der Geschichte der inklusiven Pädagogik. Über 300 Vertretungen von 92 Regierungen und 25 internationalen Organisationen diskutierten über die grundlegenden politischen Änderungen, die erforderlich sind, um eine «Bildung für Alle» zu schaffen.
Die zentralen Forderungen: 1) Jedes Kind hat ein grundsätzliches Recht auf Bildung. 2) Die Bildungssysteme sind dahingehend zu entwickeln, dass möglichst alle Kinder in Regelschulen aufgenommen werden können – ausser es gibt zwingende Gründe, das nicht zu tun. Im Grunde war dies nichts weiter als eine Absichtserklärung. Doch in vielen Ländern diente die «Erklärung von Salamanca» als Grundlage für die Veränderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bildungsbereich.
Und wo stehen wir heute, 25 Jahre nach dieser Konferenz? «Wir haben enorme Fortschritte gemacht!», meint Mel Ainscow, «doch steht jedes Land – ja, jede Schule – an einem anderen Punkt.» Ainscow ist überzeugt: «Inklusion bleibt eine Vision. Doch diese Vision ist wie ein Kompass. Er gibt der Entwicklung von Schulen den richtigen Kurs an.»