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Bei der Vorstellung seines Programms für die Präsidentschaft betonte Macron Anfang März in Paris, dass Produzentenpreise, die ein ausreichendes Einkommen aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit sicherten, ein Oberziel seiner Agrarreform sein würden.
Dafür müssten Produzentenorganisationen gestärkt und für sie Ausnahmen vom Wettbewerbsrecht gelten, damit die Verhandlungsposition der Landwirte gegenüber dem Handel verbessert werde. Zudem versprach Macron, mit den Akteuren der Nahrungswirtschaft eine gesetzliche Übereinkunft, die „Grenelle de l’alimentation“, zu erarbeiten, die eine ausgewogene Verteilung der Wertschöpfung innerhalb der Lebensmittelkette bezwecke.
Ein weiteres Ziel sei die Absicherung der Landwirte gegen Preisrisiken, die über individuelle Vorsorgerücklagen oder Versicherungen gegen klimatische Einflüsse erfolgen könne. Die französische Landwirtschaft hält der Präsidentschaftskandidat für einen sehr leistungsfähigen Sektor, in dem Innovationen durch Weiterbildung und Investitionen unterstützt werden müssten. Dazu zählten beispielsweise die Förderung von Biogasanlagen oder die Diversifizierung derEinkommenserzielung durch den Ausbau des Agrartourismus.
Umweltleistungen der Landwirtschaft will Macron imRahmen der GemeinsamenAgrarpolitik (GAP) fördern und dafür zusätzlich 200 Mio Euro im Jahr aus nationalen Mittel bereitstellen. Auch sollen im Vertrag „Grenelle“ der Nahrungswirtschaft umweltpolitische Ziele,wie die schrittweise Verminderung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes, festgelegt werden. Der Politiker der selbst gegründeten Partei „En Marche“ sprach sich zudem dafür aus, die Beratung zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln institutionell von deren Verkauf zu trennen, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Grundstückstransfers will Macron über mehr Transparenz bei den Siedlungsgesellschaften erleichtern und insbesondere den Grunderwerb von Junglandwirten über Finanzierungshilfen fördern. Landwirtschaftliche Betriebe, die Mitarbeiter zumstaatlichen Mindestlohn beschäftigen, stellte der Politiker eine Befreiung von Sozialabgaben in Höhe von jährlich 1'800 Euro in Aussicht.