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Am Dienstag, dem 18.12.2018, konnte die Klasse 4b den bekannten Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss in der Stiftschule Einsiedeln begrüssen. Ihm wurde die herausfordernde Aufgabe gestellt, das Welttheater, welches 2020 in Einsiedeln auf dem Klosterplatz aufgeführt wird, zu organisieren. Für diesen spektakulären Anlass werden insgesamt 500 Mitarbeiter benötigt, für jene mit Interesse können sich noch anmelden. Vor dem Treffen hat sich die Klasse mit dem originalen Welttheater, welches 1630 von Pedro Calderon geschrieben wurde, auseinandergesetzt. Wir kamen zu dem Schluss, dass es bei dem Welttheater um die Welt geht, in der die Menschen vor Gott ihre zugeteilte Rolle spielen.
An der Diskussion ging es unter anderem um ein Interview mit Kumi Naidoo, ein Menschenrechtsaktivist und der Chef der Amnesty-International Organisation.
Das erste Stichwort war „opfern“. Dieses Wort wird im Deutschen für mehrere Bedeutungen im Alltag eingesetzt. Im Gegensatz dazu werden im Englischen die mehreren Bedeutungen mit verschiedenen Wörtern zum Ausdruck gebracht. Wie „to sacrifise“ oder „to offer up“. Die dazugehörige Frage lautete: Für was opfere ich mich oder für was opfere ich mich in begrenzter Zeit auf der Welt. In dem Interview opfert sich der Mann für die Menschenrechte, sodass die zukünftigen Menschen, welche im Buch von Pedro Calderon als ungeborenes Kind darstellt werden, ein besseres Leben führen können. Uns ist es, wegen all den bestehenden Möglichkeiten unser Leben so zu gestalten wie wir möchten, nicht klar, dass das in manchen Teilen der Welt gar nicht möglich ist. Auch im Welttheater wird dieses Thema aufgegriffen, denn die jeweiligen Klassen, wie zum Beispiel der Bettler, werden vom Schöpfer bestimmt und wir sind dazu verdammt diese uns zugeschriebene Rolle auszuführen. Daraus zu folgern ist, dass weder die Leute aus dem Buch noch die Leute aus weniger fortgeschrittenen Ländern die Möglichkeit haben sich weiterzuentwickeln und ihre Ziele zu erreichen.
Ein weiter Aspekt ist die Propaganda. Im Welttheater gilt nur, dass solange der Vorführende seine Rolle glaubenswürdig spielt, gelangt er am Ende ins Paradies bzw. in den Himmel. Dies wird mit dem Satz „Obrar bien, que Dios es Dios“ also „Gut handeln, denn Gott ist Gott“ ausgedrückt. Wenn einer der Spielenden seine Rolle vergisst oder nicht mehr weiterweiss, so wird ihm oder ihr vom Gesetz dieser Satz aufgesagt. Jeder versucht also sein Bestes um Gott zu beeindrucken und um das Spiel so trefflich wie möglich auszuführen.
Dadurch versucht Calderon das Volk bezüglich des Christentums zu beeinflussen und betreibt somit Propaganda.
Letztlich erwähnte Bärfuss das Ungehorsame, denn wer nach den Regeln lebe, dem würde genau das geschehen wie dem Bettler. Er könnte nie nach seinen Träumen und Zielen leben und würde nie mehr erleben, als das von Gott ihm vorherbestimmte.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Diskussion mit Lukas Bärfuss uns verholfen hat das Buch von einer anderen Seite zu betrachten und es mit unserer heutigen Zeit zu vergleichen und somit die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu analysieren und zu diskutieren.
Von Julian, Luana und Lu