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Über vier Monate lang analysierte die Westschweizer Zeitung «Le Temps», wie viele Editorials von Frauen geschrieben, wie viele Interviews mit Frauen geführt wurden und wie viele Frauen in Teaserbilder vertreten waren.
Nach dem Vorbild der «Le Temps» haben wir für watson eine ähnliche Untersuchung durchgeführt.
In der Woche vom 13. bis und mit 19. Mai wurden täglich um 11.30 Uhr die 20 bis 30 neusten Artikel auf verschiedene Faktoren untersucht. Die Ergebnisse im Listicle:
Bei der Autorenanalyse zählten wir jene Artikel, die klar mit einem Autor oder einer Autorin gekennzeichnet waren. Durchschnittlich wurden 9.8 Artikel von Männern verfasst, bei den Frauen waren es 2.4 Artikel innerhalb einer Woche.
Innerhalb der untersuchten sieben Tage war weder eine Analyse noch ein Kommentar einer Frau zu lesen. Kommentare, Analysen und Reviews von Journalisten gab es neun.
Bei den Interviewpartnerinnen sieht es ähnlich aus. Einzige weibliche Interviewpartnerin innerhalb einer Woche war die Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Interviews mit männlichen Gesprächspartnern gab es in der untersuchten Zeitspanne zwei.
Wir untersuchten ebenfalls die Bilder, welche auf der Startseite ersichtlich sind. Die Bilder ordneten wir fünf verschiedenen Kategorien zu. Hatte es mehrere Personen im Bild und war nur eine davon eine Frau, wurde das Bild den weiblichen Teaserbildern zugeordnet. Auch hier ist das Ergebniss eindeutig. Innerhalb von einer Woche erschienen im Durchschnitt 13 Männer in Teaserbildern. Bei den Frauen waren es im Schnitt sieben.
Wir beginnen mit dem Anteil Journalistinnen. Von allen Personen, die Artikel für watson schreiben, sind 32 Prozent weiblich.
Auch bei watson sind Frauen deutlich untervertreten. Sowohl als Autorinnen und Journalistinnen als auch in Teaserbildern und als Expertinnen. Natürlich wird hier nur ein Ausschnitt einer sehr kurzen Zeitspanne gezeigt. Eine Untersuchung über einen längeren Zeitraum würde repräsentativere Ergebnisse liefern. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass sich auch bei einer Untersuchung von vier Monaten ein ähnliches Bild zeigen würde.
2022 stiegen die Kosten des Gesundheitswesens im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Milliarden auf 91,5 Milliarden Franken an. Der Anteil der Gesundheitskosten am Bruttoinlandprodukt (BIP) zu laufenden Preisen verringerte sich gegenüber 2021 leicht von 12,0 Prozent auf 11,7 Prozent im Jahr 2022. Dies geht aus den neusten Zahlen der Statistik «Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens» des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.