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Hallo Avanti Papis
statistisch gesehen gehöre ich zu denjenigen Vätern, die nur zu 50% das richtige kochen, wobei sich die Trefferquote massiv verschlechtert, wenn die Datenerhebung vom jüngeren der beiden Buben gemacht wird. Sie tendiert dann zeitweise gegen 0.0%. Auch gibt es bei fast 100% der Mahlzeiten 0.0% Dessert, was faktisch zwar nicht stimmt, von den Kindern aber so wahrgenommen wird. Wenn es dann ausnahmsweise doch mal einen Dessert gibt, bekommt der Ältere statistisch gesehen viel weniger Schokoladenpudding als der Jüngere, selbst wenn der Inhalt der Schüssel gerecht aufgeteilt wird, denn gemessen an der Körpergrösse müsste der Ältere, zumindest seiner Meinung nach, mehr bekommen. Also rein statistisch gesehen müsste dann eigentlich ich den grössten Teil für mich kriegen, ausser man berücksichtigt in der Berechnung auch noch das Gewicht, dann bekäme meine Frau vielleicht… Aber lassen wir das. Was ich damit sagen will, ist, dass Statistiken immer mit Vorsicht zu geniessen sind.
Trotzdem möchte ich euch einige interessante, statistische Zahlen nicht vorenthalten:
- Der Anteil der Teilzeit erwerbstätigen Frauen in der Schweiz beträgt 59%, derjenige der Männer 12%
- das Sorgerecht wird bei Scheidung zu 60% der Frau alleine zugesprochen, bei 34% kommt das gemeinsame Sorgerecht zum Tragen und nur 5% der Kinder werden den Vätern zugesprochen.
Letzteres könnte sich bald ändern, da sich eine Gesetzesrevision in der Vernehmlassung befindet, welche das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall vorsieht. Kritisiert wird die Vorlage vor allem von Frauen, welche der Meinung sind, dass sich Väter vor der Scheidung auch mehr um ihre Kinder kümmern sollten (siehe Anteil Teilzeitarbeit Frau-Mann). Dies ist wohl ein berechtigtes Anliegen, es wird jedoch nicht erreicht, indem man denjenigen Vätern, die sich nach einer Scheidung um ihre Kinder kümmern möchten, den Umgang mit ihren Kindern erschwert oder ihn gar verhindert. Avanti Papi befürwortet also die Revision zusammen mit vielen weiteren Organisationen, welche sich zur Schweizerischen Vereinigung für Gemeinsame Elternschaft (www.GeCoBi.ch) zusammengeschlossen haben.
Da auch wir eine gemeinsame Elternschaft befürworten, bietet sich die Möglichkeit GeCoBi als Kollektivmitglied beizutreten. Ich habe eine entsprechende Diskussion, inkl. Umfrage im Forum www.swissdad.ch eingerichtet und hoffe auf rege Beteiligung.
Statistisch gesehen leben übrigens 19% der Avanti Papis getrennt von der Mutter ihrer Kinder. 6% haben das alleinige Sorgerecht (Schweizer Schnitt) und 48% teilen sich das Sorgerecht (siehe auch www.avanti-papi.ch/umfrage.htm). Bevor nun aber dieses Papi News statistisch als zu spät ausgeliefert erfasst wird, schicke ich es los und grüsse euch herzlich.
Michi