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Chatrian
(spr. schatriang), s. Erckmann-Chatrian.
(spr. schatriang), s. Erckmann-Chatrian.
(spr. -schatriang), Kollektivname zweier gemeinsam arbeitender französischer Romanschriftsteller, welche, dem Elsaß entstammend, in der zweiten Hälfte des Kaiserreichs glänzende Erfolge nicht nur bei ihren französischen Landsleuten, sondern namentlich auch in Deutschland und in der Schweiz erzielten, indem ein gewisser gemütvoller Zug in ihren Dorfgeschichten etwas wie verwandtschaftliche Gefühle weckte und den Glauben begründete, daß das Beste in ihrer Schreibweise ihrer alemannischen Abstammung nicht fremd sei, die später aber, als sie nach dem Rückfall ihrer Heimat an das Deutsche Reich für Frankreich optierten und ultrachauvinistisch wurden, über den neuen Bestrebungen, denen sie ihr ursprüngliches Wesen opferten, rasch ihre Popularität verloren.
Emile Erckmann, geb. zu Pfalzburg, Sohn eines Buchhändlers, hatte 1842 in Paris das Studium der Rechte begonnen und dasselbe nach verschiedenen längern Unterbrechungen 1858 endlich erledigt, als er sich ein Jahr später mit seinem Freund Alexandre Chatrian, geb. zu Soldatenthal aus einer alten Familie von Glashüttenbesitzern der Meurthe und damals als Lehrer am Collège seiner Vaterstadt angestellt, zu gemeinsamer litterarischer Thätigkeit verband. Ihre ersten Arbeiten: »Le sacrifice d'Abraham«, »Le bourgmestre en bouteille« etc., die in dem neugegründeten »Démocrate