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Wir wollten wissen: Wie geht die Schweiz mit Gesund- und Kranksein um? Welche Spuren hat die Pandemie hinterlassen und welche Faktoren beeinflussen unsere Gesundheit?
Antworten auf diese und weitere Fragen haben wir von mehr als 2’100 Schweizerinnen und Schweizer erhalten und in der Gesundheitsstudie zusammengefasst.
Der Gesundheitszustand hat sich insbesondere zwischen Juni 2021 und Juni 2022 markant verschlechtert. Zwar gab es in dieser Zeit rund um das Coronavirus grosse Impffortschritte und es verbreiteten sich Varianten mit weniger schweren Krankheitsverläufen. Deren leichtere Übertragbarkeit sowie das Wegfallen von Präventionsmassnahmen haben die Zirkulation des Virus jedoch beschleunigt. All das hat offenbar Spuren hinterlassen: Die Pandemie hat sich zu einer schleichenden Belastung für die Volksgesundheit entwickelt.
Der Anteil der Personen mit einer guten psychischen Verfassung hat sich im letzten Jahr nochmals verschlechtert. Die Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens fällt dennoch weniger markant aus als die Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes.
Welche Aspekte des eigenen Lebensstils belasten langfristig die eigene Gesundheit? Die Befragten nannten am häufigsten der berufliche Stress (35 Prozent) noch vor dem Bewegungsmangel (31 Prozent) und dem Essverhalten (23 Prozent). Besonders ausgeprägt ist die Betonung der beruflichen Belastung als Gesundheitsrisiko bei jungen Erwachsenen. Rund 60 Prozent der 18- bis 40-Jährigen nehmen ihren Beruf als ungesunden Stressfaktor wahr.