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Mit dem Entwicklungsprojekt Ghoraghat von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Bangladesch unterstützt.
250 km nordwestlich der Hauptstadt Dhaka im ländlichen Distrikt Dinajpur liegt der Bezirk Ghoraghat. Es ist eines der ärmsten Gebiete in Bangladesch, verschiedene Minderheitenvölker leben hier.
Zahlreiche Menschen haben als Tagelöhner kein sicheres Einkommen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in grosser oder extremer Armut. Sie können es sich nicht leisten, ihren Kindern drei Mahlzeiten am Tag zu geben. Die Familien leiden unter unzureichender Ernährung, hoher Mütter- und Kindersterblichkeit und schlechtem Zugang zu lokalen Gesundheitsstationen. Jedes zweite Kind ist unterernährt.
World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Behörden und Verantwortungsträgern, aber auch mit Gesundheitspersonal, Lehrern und Jugendlichen die grössten Probleme der Region identifiziert und eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt, um den ärmsten Menschen in der Region zu helfen. 2008 wurde das Entwicklungsprojekt Ghoraghat lanciert.
Ziel Jedes Kind soll respektiert und vor Missbrauch geschützt werden.
Massnahmen
Resultate
(religiöse Leiter, Mitglieder der lokalen Regierung, Mitarbeiter von Zivilstandsämtern und anderer NGOs) befassten sich mit dem Thema Kinderschutz.
erhielten eine Geburtsurkunde und sind keine "Sans-Papiers" mehr.
Ziel Jedes Kind hat Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.
Massnahmen
Resultate
wurden geschult, Hygiene-Massnahmen zum Wohl der Kinder umzusetzen.
Ziel Jedes Kind erhält eine medizinische Grundversorgung und ist ausreichend sowie ausgewogen ernährt.
Massnahmen
Resultate
profitierten von verbesserten Qualitätstandards in 12 Kliniken.
wurden in eines der 50 lokalen Ernährungsprogramme aufgenommen.
erreichten ihr Normalgewicht im Ernährungsprogramm.
Ziel Jedes Kind hat Zugang zu einer Grundausbildung. Seine Eltern können die Familie dank einem ausreichenden Einkommen versorgen.
Massnahmen
Resultate
schlossen sich in 8 Produktionsgruppen zusammen, um ihr Einkommen zu erhöhen und bessere Vermarktungschancen zu haben.
bereiten Kinder aus benachteiligten Familien auf den Eintritt in die Primarschule vor.
«Ohne Geburtsurkunden war es schwierig, Hilfe vom Staat zu bekommen. Doch jetzt ist vieles sehr einfach geworden.»
Ein wichtiger Schlüssel
Sojib (12) geht in die siebte Klasse und sagt: «Ich möchte Schriftsteller werden. Ich träume davon, dass meine Texte und Gedichte eines Tages veröffentlicht werden.» Er hat schon zehn kurze Theaterstücke geschrieben, die in der Schule aufgeführt worden sind. Nicht immer sah sein Leben so rosig aus. Früher lebte seine Familie in grosser Armut und hatte kaum genug zu essen.
Noch bis 2009 hatten Kinder in Bangladesch nur selten Geburtsurkunden. Doch seit einer Gesetzesänderung 2010 ist dieses Papier Voraussetzung für staatlichen Leistungen wie Schule oder medizinische Versorgung. World Vision setzte sich in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden dafür ein, dass die Bevölkerung ihre Rechte kennt und weiss, wie wichtig Geburtsurkunden für die Kinder sind.
Sojib bewarb sich mit der Hilfe der lokalen Schule für seine eigene Geburtsurkunde und staatliche Unterstützung. Seine Mutter sagt: «Früher war es schwierig, Hilfe vom Staat für unsere Kinder zu bekommen, da sie ohne Geburtsurkunde offiziell gar nicht existierten. Doch jetzt ist vieles sehr einfach geworden. Ich erzähle darum meinen Nachbarn, was wir erlebt haben, und rate ihnen, sich auch um die Geburtsurkunden zu bemühen.»