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| Hilarius von Poitiers († 367) - Kommentar zum Evangelium des Matthäus

Neuntes Hauptstück
5.
„Als er dieses sprach, sieh! da kam ein Vorsteher, fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr! meine Tochter ist so eben gestorben, komm doch, und lege ihr deine Hand auf,“ u. s. w. Das Flehen des Vorstehers, der Glaube des Weibes, die Zusammenkunft des Volkes in dem Hause, das Schreien der zwei Blinden, und die Herbeibringung des Taubstummen und zugleich vom Teufel Besessenen, reihen sich an das oben Gesagte und stehen dem Sinne nach mit demselben in Verbindung. Man sieht, daß dieser Vorsteher das Gesetz sey, welches den Herrn für das Volk bittet, für jenes Volk, das es für Christus durch die verkündigte Erwartung seiner Ankunft ernährt hatte, damit er dem todten Volke das Leben wieder geben möchte. Denn wir lesen von keinem Vorsteher, welcher geglaubt habe; daher wird man die Person dieses bittenden Vorstehers mit Recht als ein Bild des Gesetzes betrachten. Diesem verhieß der Herr Hülfe, und ging hin, um sie zu leisten.