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Genauer sind es rund 64'000 Franken pro Person, wie das Beratungsunternehmen Synechron ermittelt hat. Synechrons Analyse, die am Montag veröffentlicht wurde, schliesst die Kosten für die Verlegung des Personals ein sowie für das Entlassen und Anstellen von anderen Angestellten - und die Eröffnung neuer Büros in Städten wie beispielsweise Amsterdam, Dublin, Paris und Frankfurt.
Leitende Angestellte bei Citigroup, Goldman Sachs und HSBC hatten mitgeteilt, dass das Brexit-Votum sie dazu zwingt, Angestellte auf den Kontinent zu verlegen, um ungehinderten Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu haben. Wenn Jamie Dimon von JPMorgan Chase & Co. seine Warnung wahrmacht, dass bis zu 4000 Angestellte Grossbritannien verlassen müssen, könnte dies die US-Bank bis zu 200 Millionen Pfund (ca. 257 Mio. CHF) kosten.
Die grösste Sorge machen sie sich um das Passporting. Laut EU-Gesetz kann eine Bank, die in einem Mitgliedsstaat eingetragen ist, ihre Produkte und Dienstleistungen in allen 27 anderen anbieten und erhält so Zugang zu einer 19-Billionen-Volkswirtschaft mit mehr als 500 Millionen Bürgern.
"Finanzielles Passporting ist unverzichtbar für die Tätigkeiten, die viele Banken in Europa ausüben, und sie werden sich sorgfältig überlegen müssen, in welcher Stadt ihre Interessen und die Interessen ihrer Kunden am besten erfüllt werden," sagte Tim Cuddeford, ein Angestellter bei Synechrons Unternehmensberatungsgruppe in London.
Einige der zweitrangigen europäischen Wirtschaftszentren beäugen die Beute des britischen Referendumresultats, und bewerben sich bei grossen und kleinen Unternehmen, die sich den Zugang zum Binnenmarkt sichern wollen. Im Londoner Finanzdistrikt wurde Anfang des Monats ein Lastwagen gesehen, der mit einem Plakat mit den Worten "Liebe Start-ups, bleibt ruhig und zieht nach Berlin" versehen war.
(Bloomberg)