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Melbourne - In mehr als 200 australischen Kirchen dürfen künftig bei Beerdigungen keine Vereinshymnen und Poplieder mehr gespielt werden. Diese Lieder seien schliesslich nicht für Trauerfeiern geschrieben worden.
Mit seinem Verbot reagierte der Erzbischof von Melbourne, Denis Hart, auf eine Studie, wonach die Hymne der Football-Nationalmannschaft, Bette Midlers "The Wind Beneath My Wings" und Frank Sinatras "My Way" zu den am häufigsten gewünschten Musikstücken bei Trauerzeremonien in Melbourne gehören.
Sportgesänge, romantische Balladen und Popsongs seien dem Anlass nicht angemessen, schrieb Erzbischof Hart in seiner Anordnung. "Säkulares Liedgut darf bei einer katholischen Beerdigung nicht gespielt oder gesungen werden", forderte Hart. Dieses sei schliesslich nicht für Trauerfeiern geschrieben worden.
Zwar müssten die Wünsche der Angehörigen berücksichtigt werden, eine katholische Beerdigung sei jedoch ein heiliger Ritus und müsse entsprechend begangen werden.
Die Anweisung stiess nicht nur auf Zuspruch: Gemeindepfarrer Bob Maguire sagte der Zeitung "Herald Sun", Beerdigungen seien in seinen Augen eine "Familienangelegenheit, der Geistliche beiwohnen und keine Kirchenangelegenheit, der die Familie beiwohnt".
SDA-ATS