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New York/Havanna. Zum wiederholten Male ist am gestrigen Mittwoch die Handels- und Wirtschaftsblockade der USA gegen Kuba von der Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) in New York verurteilt worden. Die 192 Staaten der Weltorganisation stimmten im 18. Jahr in Folge über die umfassenden Strafmaßnahmen ab, die nach Angaben der Regierung des Karibikstaates seit Anfang der 1960er Jahre Schäden in Höhe von umgerechnet 96 Milliarden US-Dollar verursacht haben.
Nach Auskunft der staatlichen kubanischen Tageszeitung Granma stimmten 187 der 192 UNO-Mitgliedsstaaten gegen die US-Blockade. Die Marschall-Inseln und Mikronesien enthielten sich; die USA, Israel und Palau stimmten gegen die Verurteilung. Zuvor hatte die kubanische Delegation der Generalversammlung einen Bericht über die Blockadeschäden im vergangenen Jahr vorgelegt.
Im Interview mit der deutschen Tageszeitung Neues Deutschland hatte der kubanische Botschafter in Berlin, Raúl Becerra Egaña, zuvor über die Anstrengungen seines Landes berichtet, die USA zur Beendigung der Blockade zu bewegen. "Unsere Regierung hat in der Vergangenheit bereits versucht, die völkerrechtswidrige Blockade im Sicherheitsrat der UNO zu thematisieren. Aber Washington hat in diesem mächtigen Gremium ein Vetorecht. Uns bleibt also nur die Möglichkeit, über die menschenverachtenden Folgen der Blockade aufzuklären", so Becerra Egaña.
Die Blockade sei 1960 mit dem ausdrücklichen Ziel über Kuba verhängt worden, einen größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden anzurichten. So sollte der Unmut der Bevölkerung geschürt werden. "Diese Politik ist fünf Jahrzehnte lang gescheitert", sagte der Botschafter.
amerika21.de – 29. Oktober 2009
Harald Neuber