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«Wir müssen im Journalismus nichts neu erfinden. Wir sollten nur vieles von dem versuchen, was wir lange nicht mehr zu versuchen wagten»
Noch ehe er eine einzige Zeile veröffentlicht hatte, war es sein Plan, Auslandskorrepondent zu werden. Seit 2007 kann er diesen Traum mit der Realität abgleichen. Und dabei helfen ihm leider nicht mal jene 12000 Kilometer Distanz zwischen Buenos Aires und den Controlling-Abteilungen daheim, die regelmässig errechnen, dass sich Lateinamerika-Berichtersttung nicht lohnt. Der letzte Job, den er verlor, war die Korrespondenz für ein renommiertes Zürcher Blatt, das nun lieber süddeutsche als eigene Berichterstatter beschäftigt. Fink hat Geschichte und Italienisch in Wien studiert, in München die Deutsche Journalisten Schule absolviert und 1996 ein Jahr im "Dossier" der "Zeit" gelernt. Er war Auslands- und Reportageredaktor bei "Format" in Wien und "Focus" in München, dessen fester Lateinamerika-Korrespondent er war, bevor er freier Mitarbeiter werden durfte. Dass er allen Sparrunden zum Trotz immer noch in Buenos Aires ist, verdeutlicht, dass er Wurzeln schlug in einem launischen Land, das sich selbst ständig neu erfinden muss. Und es zeigt seine Passion für einen Kontinent, der so viele Geschichten birgt, die er gerne erzählen würde. Fink erzählt gern. Und er liebt grosse Geschichten, in denen es um Politik und Wirtschaft geht, um Umwelt und Soziales. Am liebsten alles zusammen, denn oft hängt ja alles zusammen.