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Symptome
Alle süchtig machenden Substanzen haben angenehme und unangenehme oder sogar schädliche Wirkungen. Klar vor Augen führen kann man sich dieses Wirkspektrum anhand des Alkohols. Trinkt jemand ab und zu Alkohol zum Genuss (Genussmittel) spricht man von Gebrauch der Droge. Die meisten Menschen trinken ab und zu ein Glas Wein oder Bier zum Essen, was vollkommen unproblematisch ist. Entwickeln sich aus einem regelmässigen Alkoholkonsum Probleme in irgendeinem Lebensbereich (psychische oder körperliche Gesundheit, Leistungsfähigkeit in Schule oder Beruf, persönliche Beziehungen, …) so spricht man von Missbrauch der Droge. Jemand der Drogenmissbrauch betreibt, könnte jederzeit aufhören damit, ohne unter Entzugssymptomen zu leiden. Meist wollen dies die Konsumenten jedoch nicht, weil sie die Wirkung der Droge schätzen und oft auch, weil sie die Probleme des Alltags einen Moment vergessen können. Hat sich jemand so an den Konsums des Alkohols gewöhnt, dass Entzugssymptome auftreten, wenn der Konsum ausbleibt, liegt eine Abhängigkeit vor. Die Betroffenen leiden unter körperlichen Symptomen, die erst verschwinden, wenn sie wieder Alkohol trinken (körperliche Abhängigkeit) und sie haben das unwiderstehliche Verlangen, Alkohol zu trinken (psychische Abhängigkeit).
Meist werden die Probleme bei Missbrauch und Abhängigkeit von den Betroffenen viel weniger stark wahrgenommen als von der Umgebung. Die Betroffenen glauben, es sei 'alles normal', sie hätten 'alles im Griff'. Deshalb wenden sich oft Angehörige und Bezugspersonen zuerst mit Fragen an die Beratungsstelle und die Konsumenten erscheinen erst, wenn die Probleme und der soziale Druck gross geworden sind. Zudem ist Alkohol ein Gift, das bei ständigem Konsum fast alle Organe des Körpers angreift (toxische Wirkung).