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Das Verschlucken von lebenden Goldfischen im Rahmen eines Trinkspiels im Internet kommt einen jungen Briten teuer zu stehen. Der 20-jährige wurde am Mittwoch von einem Gericht in Lowesoft zu einer Strafe von 200 Pfund (307 Franken) verurteilt.
Darüber hinaus muss er 600 Pfund Gerichtskosten begleichen und kommt damit auf einen Gesamtbetrag von mehr rund 1200 Franken. Die Strafe hatte die Königliche Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit gegenüber Tieren (RSPCA) beantragt.
Verurteilung wegen grausamem Verhalten
Das Gericht stützte sich auf ein Video aus dem Internet. Darauf ist zu sehen, wie der Verurteilte im Februar Wasser, Kies, zwei Goldfische und Fischfutter in ein Glas füllt, das er dann zügig leertrinkt. Der junge Mann kam damit einer Aufforderung im Internet im Rahmen eines Trinkspiels nach, das unter dem Namen Neknominate seine Kreise zieht.
Das Verhalten des 20-Jährigen wurde von dem Gericht als «grausam, unbedacht und dumm» eingestuft. Es half auch nichts, dass er die Goldfische nachher wieder ausgespuckt und bei seiner Grossmutter in einem Aquarium ausgesetzt hatte.
Bewusstsein über unzulässiges Verhalten fehlt
Der Anwalt des Angeklagten machte darauf aufmerksam, sein Mandant habe nicht gewusst, dass das Verhalten unzulässig sei. Schliesslich ässen viele Menschen Fische und «wir lassen lebende Hummer kochen».
Der Verurteilte bedauerte vor dem Gerichtssaal, dass ihn sein «dummer Scherz» viel Geld koste. «Ich werde das nicht wieder tun», fügte er hinzu. Seine Familie sei froh, dass er das Ganze nicht unter dem Einfluss von Alkohol gemacht habe.
Bei den Neknominate-Spielen geht es darum, sich beim schnellen Trinken von Bier samt Zutaten filmen zu lassen - und die Aufforderung zum Nachahmen dann wie bei einem Schneeballsystem an andere weiterzureichen.
(sda/lur/me)