Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03561.jsonl.gz/1332

Tim Hortons, Kanadas riesige Kaffee- und Schnellimbiss-Kette, kommt in die Schweiz. Wann und wo ist noch unklar. Wir verraten dir aber schon jetzt, was du über den grossen Starbucks-Konkurrenten wissen solltest.
Jim Charade war derjenige, der den berühmten Hockeyspieler Tim Horton überzeugte, ins Gastro-Business einzusteigen. Er selbst versuchte seit Jahren, einen Kaffee- und Donut-Laden zu führen. Doch weil der Erfolg ausblieb, beschloss er, einen Promi mit ins Boot zu holen. Horton stand allerdings mehr auf Burger statt auf Donuts. Also schlossen sich die beiden Männer zusammen und eröffneten ein Burger- und Hot-Dog-Restaurant in North Bay, Ontario.
Die Burger verkauften sich allerdings nicht so gut wie erhofft. Also stiegen Horton und Charade doch auf Donuts um. 1964 eröffneten sie den ersten Tim Hortons, der zunächst noch «Tim Horton Donuts» hiess, in Hamilton, Ontario auf. Damals verkauften sie Donuts für 69 Cent und Kaffee für 10 Cent. Ausserdem standen nur zwei Sorten Donuts zur Auswahl: Apple Fritter (Mit Apfelfüllung) und Dutchie (Viereckiger Donut mit Rosinen und Zuckerglasur).
Über die Jahre kamen immer mehr verschiedene Donuts hinzu, die patriotischer nicht sein könnten. Da wären zum Beispiel der Maple Dip Donut,...
...der Toronto Blue Jays Donut oder...
...oder der Canada Donut.
Neben Donuts ist Tim Hortons berühmt für seine Timbits - eine Gebäck-Kreation, die es nur dort zu kaufen gibt.
Mit gerade mal 44 Jahren starb Tim Horton am 21. Februar 1974 bei einem Autounfall, nur wenige Stunden, nachdem er ein Eishockeyspiel verloren hatte. Jim Charade wurde zu diesem Zeitpunkt von Ron Joyce als Teilhaber der Donut-Kette, die 1974 drittgrösste in Kanada war, bereits abgelöst. Ein Jahr nach dem Tod des Hockey-Profis zahlte dieser Hortons Familie eine Million kanadische Dollar für die Anteile aus und wurde somit alleiniger Besitzer der bereits existierenden 40 Filialen. Heute gibts 4590 Stück.
Tim Hortons ist mittlerweile ein Teil der kanadischen Kultur und die Leute lieben ihn. Robin aus der Erfolgsserie «How I Met Your Mother» nannte den Laden mal «den kanadischsten Ort im Universum». 76 Prozent der Marktanteile im Kaffee- und Gebäck-Bereich und fast 25 Prozent im Fast-Food-Bereich beansprucht die Kette für sich - damit dominiert sie den Markt.
Im August 2014 übernahm Burger King Worldwide Inc. die Tim Hortons Inc. für 12,5 Milliarden kanadische Dollar (etwa 9,2 Milliarden Franken). Die beiden Unternehmen wurden zur neuen Holding Restaurant Brands International fusioniert.
Zum 50-jährigen Bestehen der Kette haben Hortons Team-Kollegen Johnny Bower und Ron Ellis sowie auch die NHL-Stars Sidney Crosby und Nathan MacKinnon bei einer Promo-Aktion mitgemacht und im Drive Thru ausgeholfen.
Das «Timbits Minor Sports Program» ist ein gemeinschaftsorientiertes Sponsoring-Programm, das Kindern im Alter von vier-neun Jahren die Chance bietet, Hausliga-Sport zu treiben. Dabei geht es nicht darum, zu gewinnen oder zu verlieren, sondern eine neue Sportart zu erlernen, Freundschaften zu schliessen und einfach Kind zu sein. Aktuell unterstützt Tim Hortons mehr als 300'000 Kinder in den Bereichen Hockey, Fussball, Baseball, Ringette (ähnlich wie Eishockey), Lacrosse und Softball in Kanada und den USA.
Während der Promo-Tour zu seinem Film «Gangster Squad» 2013 verriet der Liebling der Kanadier Ryan Gosling, dass er schon immer eine Tasse mit einem Filmbild von sich drauf haben wollte. Daraufhin hat Tim Hortons dem Schauspieler eine solche Tasse geschenkt. Trotz Anfragen von Fans gibt es diese Tasse nur einmal - in Besitz von Ryan.
Ebenfalls zum 50-Jährigen wurde in Hamilton ein Gedenkmuseum eröffnet. Dort kann man mehr über die Geschichte des Restaurants erfahren und Erinnerungsstücke anschauen.
Auf Wunsch des kanadischen Militärs eröffnete Tim Hortons 2006 eine Filiale auf einem Stützpunkt in Kandahar, Afghanistan.
Tim Hortons unterstützt die «Tim Horton Children’s Foundation», die unterprivilegierte Kinder aus Kanada und den Vereinigten Staaten den Besuch eines Sommercamps ermöglicht. Am sogenannten «Camp Day», der jährlich am ersten Mittwoch der vollen Juni-Woche stattfindet, werden die ganzen Kaffee-Einnahmen vieler Filialen der Stiftung gespendet.
Dieser Ausdruck ist typisch kanadisch und wird oft mit Tim Hortons Kaffee in Verbindung gebracht. Heisst: Kaffee mit zwei Rahm und zwei Zucker.