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We Nöiis entschteyt, de isch viu unklar. Mängisch hiufts mir de, das Nöiiä i Wort z’verpackä. So si mir, dr Marco, dr Fredi, dr Joris und ig die Wuchä zämäghocket und hei zämä lut dänkt und ufgschribä. Mir wei öppis la entstah und wüssä no nid genau was. Mir hei ä Ahnig, Ideeä und Visionä, aber was machä mir mit denä?
Ä «Think Tank», irgendöppis i diä Richtig söttis wärdä, wobi ä «Tank», auso uf Dütsch ä Tank oder o ä Panzer oder öppis ähnlächs wie es Becki, haut scho schwär, gross u träg cha si. Auso chönntis de o meh so öppis wie ä Cloud si. Auso ä Wulchä. Die wär ömu scho mau liechter.
Fasch hätti vergässä, es geit de bi au däm um ds Lernä, auso um das vo aunä. Um üses eigetä und um das vo dir. Derbi wettä mir verschruschteti Strukturä ufbrächä. Wobi, mir wei nid ga korrigiere und optimierä! Mir wei nöiiä Syschtem dr Lern- und Entwickligsfreiruum gä.
Nachdäm ig ha a denä Sachä umästudiert (nid dasi fertig wär), gfaut mir diä Cloud oder äbä Wulchä scho ganz guet. D Wulchä verbindet viu, vo denä Gedankä wo da ufem Tisch si glägä.
Ig kennä mi itz nid so guet mit denä Wulchä us, ha aber doch es paar Verbindigä zwüschä usnä Ideeä und ihnä gmacht.
So Wulchä chöi viu. Si spycherä Wasser, spändä üs mängisch Schattä, lö ds Wasser wieder usä und schänkä Rägä, wobi dä o zurä Fluet cha wärdä. We si z’ schwär si, de möge si nid überä Bärg und müessä säch läärä. Ah, und genau! Wenn mir idä Bärgä si und dr Luft sä eifach vor üs dürä schiebt, de würkä si liecht und fiin, flügä mir mitem Flugzüg dürä, de schüttlets villäch chly. Hange si tagelang am Himmu, de würkä si villäch schwär und bös. Si sy da, wenns gwitteret und wenns schneit. Sonä Wulchä isch auso ganz schön viusitig, darum fingi, si passt ganz guet aus Biud. Villäch besser aus ä Tank oder ä Panzer. Wobi beidi o chöi Strukturä ufbrächä und d Wäut veränderä, numä haut angers.
Lernä findet überaus statt. Das isch für üs klar. Es gibt aber viu lernhinderndi Ortä, Strukturä wo eher Stoumuurä si, aus ä natürlechä Fluss. Auso toucht ds Wort «Renaturierig» irendwenn uf. Wüu Lernä isch nid immer so gfangä gsi wie hüt. Das chönnt zum Bispiu sy, dass mä Müglächkeitä schafft, angernä zuezluegä. Ganz diräkt und ächt. So entdeckä mir nämläch viu. Eigentläch klar. Oder? Für das z’änderä bruchts aber äbä äuä o immer wieder Muetafäu und Muetusbrüch, zämä für öppis Nöiis anstatt gägä Auts. Das wird nid immer uf Ahieb glingä, Nöii Sachä ufä Bode oder id Luft z’bringä. Darum isches sinnvou, wemä angeri a däm Prozess laht la teilha. Wüu dert isch immer o Lernä versteckt.
So chönntä mir no einisch d Wulchä aluegä. Mir nämä es Gwitter, wo cha gägä üs si. Denn isches eifach numä müehsam, beängschtigend und lut. D Wulchä cha aber o zumnä Gwitter füehrä wo für üs isch.
Dr Blitz wo üs zeigt, wie mächtig d Natur cha si und isch. Dr Blitz isch o öppis fürnä Fotograf, wo es schöns Biud cha ifa. I somnä Blitz sig ä unheimlächi Energie.
We mir bim Rägä afö, de wärdä mir äuä chum fertig mit dä schönä u guetä Sachä woner macht für üs. I dänkä scho numä ad Bödä, wie ds Wasser zu dä Wurzlä vo dä Pflanzä fliesst, wiener dr Blüetästoub vo dä Strassä wüscht, wie d Rägäwürm fürächömä, d Schnäggä, und… du gsehsch, i cha nümm hörä. Mir wüssä aber o, dass dr Rägä oder ds gsammletä Wasser cha zerstörä. I wott de gar gar nüt vo däm schönredä! Aber die Zerstörig cha o wieder zu nöiiä Müglächkeitä füehrä.
Das Wasser chunnt auso uf dr Wulchä, geit zu dä Wurzlä, id Pflanzä und nährt afä mau aungerem Bodä. Mir gseh no nid was passiert. Es isch ja de o nid so, dass jedes Blüemli, jedä Louch oder Boum glychviu Wasser brüchti. Meischtens verschiebt säch die Wuläch oder verflügt, git dr Sunnä platz und was ungerem Bodä het stattgfungä zeigt säch langsam adr Oberflächi mit Blüetä, Blätter, Frücht und was weiss ig. Itz redi vo eirä Wulchä und es cha natürläch guet si, dasses zwöi, drü, vier u no viu meh si, wo da zämä schaffä.
O mir schiebt säch itz grad so eini vord oder id Gedankä u darum isches gwüss besser i hörä hiä. Ob Tank oder Wulchä. Es geit wyter. Bis gly.
in Deutsch
Wenn Neues entsteht, dann ist noch viels unklar. Manchmal hilft es mir, das Neue in Worte zu verpacken. So sind wir, also Fredi, Marco Joris und ich diese Woche zusammengesessen und haben laut gedacht. Vieles von diesem Denken haben wir aufgeschrieben. Wir wollen etwas entstehen lassen, was genau, wissen wir noch nicht. Wir haben eine Ahnung, eine Idee und Visionen aber was machen wir mit diesen?
Ein «Think Tank», irgendetwas in diese Richtung soll es werden. Wobei ein «Tank», also auf Deutsch ein Tank, ein Panzer oder etwas ähnliches wie ein Becken schon schwer, gross und träge sein kann. Also könnte es mehr etwas wie eine «Cloud» sein. Also eine Wolke. Die wäre auf jeden Fall schon einmal leichter.
Fast hätte ich es vergessen, es geht nämlich bei all dem um das Lernen, also um das, von uns allen. Um unser eigenes und das von dir. Dabei wollen wir verkrustete Strukturen aufbrechen. Wobei wir nicht korrigieren wollen oder oprimieren! Wir wollen neuen Systemen den Lern- und Entwicklungsfreiraum geben oder ermöglichen.
Nachdem ich an diesen Themen rumstudiert habe (nicht, dass ich fertig wäre), gefällt mir die Cloud oder eben die Wolke ganz gut. Die Wolke verbindet viele der Gedanken, die auf dem Tisch lagen.
Nun, ich kenne mich mit den Wolken nicht wirklich gut aus, habe aber doch ein paar Verbindungen zwischen unseren Ideen und ihnen gemacht.
Wolken können viel. Sie speichern Wasser, spenden uns Schatten, geben das gespeicherte Wasser wieder frei und schenken uns Regen. Wobei dieser Regen auch zur Flut werden kann. Wenn Wolken zu schwer sind, dann bleiben sie an den Bergen hängen und müssen sich leeren. Ah, und genau! Wenn wir in den Bergen sind und der Wind die Wolken wie Wattebausche weiterschiebt, dann wirken sie leicht und fein. Fliegen wir mit dem Flugzeug durch eine Wolke, dann schüttelt es und vielleicht etwas. Hängen sie tagelang am Himmel, dann wirken sie vielleicht schwer und böse. Sie sind da, wenn es gewittert und wenn es schneit. Wolken sind ganz schön vielseitig und deshalb denke ich, dass sie ganz gut als Bild für unser Vorhaben passt. Vielleicht besser als Tank oder Panzer. Wobei beide auch Strukturen aufbrechen und die Welt verändern können. Nur halt anders.
Lernen findet überall statt. Das ist für uns klar. Es gibt aber viele lernhindernde Orte, Strukturen, die eher Staumauern sind, als ein natürlicher Fluss. Also tauchte das Wort «Renaturierung» irgendwann auf. Weul Lernen war nicht immer so gefangen wie heute. Das könnte zum Beispiel sein, dass man Möglichkeiten schafft, anderen bei der Arbeit zuzusehen. Ganz direkt und echt. So entdecken wir nämlich viel. Eigentlich klar. Oder? Um das zu ändern brauchts aber immer auch wieder Mutanfälle und Mutausbrüche. Zusammen für etwas Neues anstatt gegen etwas Altes. Es wird nicht immer auf Anhieb gelingen, Neue Dinge auf den Boden oder in die Luft zu bringen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn man andere an dem Prozess teilhaben lässt. Denn auch dort ist Lernen versteckt.
So könnte wir uns noch einmal die Wolke anschauen. Denken wir an ein Gewitter, welches aus einer Perspektive gegen uns sein kann. Dann ist es einfach nur mühsam, beängstigend und laut. Die Wolken können aber auch zu einem Gewitter führen (sind ja auch nur ein Teil davon), dass «für uns» ist.
Der Blitz zeigt uns, wie mächtig die Natur sein kann und ist. Der Blitz ist auch interessant für einen Fotografen, der etwas tolles einfangen kann. In so einem Blitz ist unheimlich viel Energie.
Wenn wir uns den Regen anschauen, dann werden wir wahrscheinlich kaum fertig, gute Dinge zu finden. Ich denke schon nur an den Boden, wie das Wasser zu den Wurzeln der Pflanzen fliesst, wie er den Blütenstaub von den Strassen wäscht, wie die Regenwürmer hervorkriechen, die Schnecken, und… du siehst, ich kann nicht mehr aufhören. Wir wissen aber auch, dass der Regen oder das gesammelte Wasser zerstören kann. Ich will da gar nichts schönreden! Aber die Zerstörung kann auch wieder zu neue Möglichkeiten führen.
Das Wasser kommt also aus der Wolke, fliesst zu den Wurzeln der Pflanzen, nährt unter dem Boden. Wir sehen noch nicht was passiert. Es ist auch nicht so, dass jede Blume, jeder Lauch, jeder Baum gleichviel Wasser benötigt. Meistens schiebt sich die Wolke weg oder verfliegt und gibt der Sonne platz und was unter dem Boden stattgefunden hat, zeigt sich langsam an der Oberfläche mit Blüten, Blättern und Früchten. Jetzt spreche ich von einer Wolke aber es können natürlich zwei, drei, vier, und noch viel mehr sein, die zusammen «arbeiten».
Auch bei mir schiebt sich eine Wolke vor oder in die Gedanken und darum ist es besser ich schliesse hier ab. Ob Tank oder Wolke. Es geht weiter. Bis bald.