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Rückblick
2016:
Adolf Niederhäuser, 1927, wuchs in Wattenwil im Mettleneggen auf. Bereits während seiner Schulzeit bemerkte man sein zeichnerisches Talent.
Nach der Lehre als Maler und Schriftenmaler absolvierte er ein Praktikum beim Kirchen- und Bauernmaler Paul Wegmann in Thun. Gleichzeitig nahm er Unterrichtsstunden beim Lehrer und Kunstmaler Paul Gmünder.
Ab 1960 arbeitete er bis zu seiner Pensionierung als Schriftenmaler im Berner Inselspital. Er lebt in Bümpliz.
Adolf Niederhäuser schenkte dem Ortsmuseum Wattenwil über 100 Gemälde, die an der Ausstellung vom Herbst bis Frühjahr 2015/16 von vielen Besuchern sehr positiv aufgenommen worden sind, da sie das Leben darstellen wie es ist, seriös, mit einer optimistischen Grundhaltung, manchmal mit einem leichten Augenzwinkern...
Sein Sohn Robert schreibt über ihn (Auszug):
"...viele Tausende von Stunden hat mein Vater während seiner Freizeit im Atelier verbracht. Seine Gemälde regelmässig ausstellen wollte er nicht, weil er seine Zeit anders nutzte. Das Malen war für ihn vielmehr wie ein Spiegel der vielen Reisen, die er immer zusammen mit seiner Ehefrau Hanna in der Schweiz und im Ausland unternahm. Vor allem Süditalien und Frankreich hatten es ihnen angetan. Bei Reisen in der Schweiz nahm er so oft es ging seine Farben und seine Reisestaffelei mit, um vor Ort zu malen. Im Ausland fotografierte er viel, um anschliessend die besten Eindrücke zu malen, so, wie er sie sah.
In seinem Atelier arbeitete er zudem immer wieder an Kopien alter, bekannter Meister wie Albert Anker, K. Grob, J.K. Stieler und anderen. Diese Bilder, die er auch kunstvoll einrahmte, widmete er vor allem seiner geliebten Hanni.
Auch die Bauernmalerei, das Bemalen von Spanschachteln, die seine Frau jeweils wunderschön mit Stoff auskleidete, das Kerzenmalen und das Gestalten von Acrylbildern, die er mit Blattgold verkleidete, waren immer wieder Teil seines Schaffens.
Doch am liebsten malte er die Natur, alte Bauernhäuser und Tiere. Vor allem Pferde, die damals für die Bauern unersetzlich waren. Viele einsame Wanderungen in seinen jungen Jahren ins Gurnigelgebiet, zu seinem Verwandten, Alphirt Werner, hatten ihm die Augen dafür geöffnet. Meistens hatte er schon damals seine Staffelei und die Farben über den Rucksack gepackt dabei...".