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Um die Belastung mit Geruchsemissionen zu vermeiden, müssen Stallbauten einen Mindestabstand gegenüber Wohnbauten einhalten. Gegenüber der Wohnzone gelten höhere Anforderungen als gegenüber der gemischten Zone (Zonen in denen mässig störende Betriebe zugelassen sind) oder einem Wohnhaus in der Landwirtschaftszone.
Der Mindestabstand von Tierhaltungsanlagen zu Wohnbauten wird nach dem "FAT-Bericht 476"* bestimmt. Die Berechnung erfolgt mit der Excel-Datei "Berechnung von Mindestabständen bei Tierhaltungsanlagen (nach FAT-Bericht Nr. 476)". Für die Berechnung werden berücksichtigt: Anzahl Tiere, Faktoren, welche die Geruchsemissionen beeinflussen sowie die Abstände zwischen den Stallbauten.
Der berechnete Mindestabstand gilt ab dem äussersten Emissionspunkt einer Anlage: Stallfassade, Laufhof, Güllesilo, usw. Die Stallfassade gilt auch als äusserster Emissionspunkt, wenn die Abluft an einer zentralen Stelle abgeführt wird.
Für den Mindestabstand zur Wohnzone gilt 100%, zu gemischten Zone 70% und zum nächsten Wohnhaus in der Landwirtschaftszone 50% des errechneten Wertes.
Zusätzlich sind bei der Beurteilung des Mindestabstandes die Hauptwindrichtung und der Einfluss des Kaltluftabflusses zu berücksichtigen.
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* FAT: Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik