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Man habe die Berichte darüber vernommen, dass die betreffende Person ernsthaft reflektiert habe, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums der Volksrepubik am Donnerstag. "Ich denke, das ist die richtige Einstellung. Ich hoffe, dass die beteiligten Medien aufhören werden, dieses Thema zu hypen", fügte er hinzu.
JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hatte am Dienstag auf einer Veranstaltung in den USA gewitzelt, die kommunistische Partei feiere ihr hundertjähriges Bestehen, genau wie JP Morgan. "Ich würde eine Wette abschliessen, dass wir länger bestehen werden," hatte er hinzugefügt. In China könne er dies nicht sagen. "Wahrscheinlich hören sie sowieso zu." JP Morgan ist in China seit 1921 tätig. In dem Jahr wurde auch die kommunistische Partei Chinas gegründet.
Stärke und Langlebigkeit
Am Mittwoch ruderte Dimon dann zurück. Er bedauere die Bemerkungen, die er nicht hätte machen sollen. Er habe die Stärke und Langlebigkeit des Bankkonzerns betonen wollen. Dimon liess dann sogar noch eine zweite Erklärung folgen. Darin führte er aus: "Es ist nie richtig, über eine Gruppe von Menschen Witze zu machen oder sie zu verunglimpfen, egal ob es sich um ein Land, seine Führung oder einen Teil einer Gesellschaft und Kultur handelt."
In Hongkongs Finanzwelt waren Dimons Bemerkungen Tagesgespräch. Dort hatten sich Banker gewundert, dass sich der JP-Morgan Chef so äussert angesichts der vielen Fallstricke im Umgang mit China. Das Land ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Strategie des US-Bankhauses. Erst im August hatte das Institut als erstes Geldhaus die Genehmigung erhalten, ein Wertpapierhandelsgeschäft vollständig im Eigenbesitz zu betreiben. Der Schritt wurde als Meilenstein für die Öffnung der Kapitalmärkte Chinas gewertet.
(Reuters)