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Interpellation
Die Fussballweltmeisterschaft 2022 wird in Katar stattfinden. Das Land wurde insbesondere von Human Rights Watch oft kritisiert, da das Strafgesetzbuch von Katar gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen kriminalisiert und mit mehreren Jahren Haft bestraft. Die Meinungsäusserungs- und Pressefreiheit stehen ebenfalls auf dem Spiel, wie das jüngste Beispiel des Verbots von regenbogenfarbenem Spielzeug (RTS, 22.12.21) zeigt, das vom katarischen Handelsministerium als “mit Slogans versehen, die gegen islamische Werte verstossen” beurteilt wurde.
Die Schweiz steht in der Pflicht, ihre Spieler, die gesamte Delegation und die Schweizer Fans, die an die WM nach Katar reisen, zu schützen. Sie muss sich daher auch spezifisch dafür einsetzen, dass queere Personen nicht gefährdet oder diskriminiert werden.
Als Gastland des Sitzes der FIFA, die von einem Schweizer geleitet wird, trägt unser Land zudem eine besondere Verantwortung.
Fragen
Ich bitte den Bundesrat daher, die folgenden Fragen zu beantworten:
- Welche Massnahmen werden zum Schutz von schwulen und bisexuellen Spielern und der Delegation, welche die Spieler betreuen, ergriffen, um ihre Sicherheit auch ausserhalb des Fussballstadions zu gewährleisten?
- Welche Massnahmen werden ergriffen, um die Sicherheit aller Schweizer Fans zu gewährleisten, die an die WM nach Katar reisen?
- Wird er die FIFA auffordern, Massnahmen zum Schutz der Meinungsäusserungsfreiheit und zum Schutz von allen queeren Personen, die nach Katar reisen, zu ergreifen?
- Wird er sich an die Regierung von Katar wenden, um die Sicherheit und Nicht-Diskriminierung von queeren Personen in Katar auch ausserhalb der WM zu verbessern?
Hinweise zur Interpellation
Einreichungsdatum: 17.03.2022