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1759 unterzeichnete Arthur Guinness im Alter von 34 Jahren einen Pachtvertrag für die St. James’s Gate Brauerei in Dublin. Er pachtete die Brauerei für 9000! Jahre zu einer Jahresmiete von 45 Pfund.
Die Brauerei war dazumal nur rund 16’000 m² gross (unterdessen über 200’000 m²), stillgelegt und hatte wenig Brauausrüstung. Trotz dieser Umstände baute er schnell einen erfolgreichen Handel auf und begann bereits 1769 mit dem Export seines Bieres nach England.
Als Arthur Guinness 1803 starb, hatte er ein erfolgreiches Braugeschäft aufgebaut, mit einem vielversprechenden Exporthandel.
Das Bier wird heute in über 150 Ländern auf der ganzen Welt verkauft und täglich werden weltweit rund 10 Millionen Gläser Guinness konsumiert. Es gibt in Irland sogar einen See welcher so verändert wurde, dass er aus der Luft wie ein Guinness aussieht, der «Guinness See» Lough Tay.
Nachfolgend stellen wir Ihnen 10 weitere interessante Fakten zum Guinness Bier vor.
- Guinness ist nicht schwarz
- Die Guinness Harfe und die Harfe der irischen Regierung
- Darum dauert es so lange für ein perfektes Guinness
- Irland ist nicht das Land mit dem höchsten Guinness Konsum
- Die Idee zum «Guinness Buch der Rekorde» entstand bei der Vogeljagd
- Ein Guinness fürs Blutspenden
- Die Guinness Brauerei in Dublin ist die meistbesuchte Attraktion in Irland
- Guinness ist vegan
- So trinkt man ein Guinness richtig
- Guinness schmeckt in Irland am besten
1. Guinness ist nicht schwarz
Jetzt müssen Sie ganz stark sein…. Guinness ist nicht schwarz! Wenn man ein Guinness in einem schwach beleuchteten Pub trinkt, mag es schwarz aussehen, wenn Sie es jedoch ins Licht halten, werden Sie sehen, dass es tatsächlich rötlich ist, ein dunkles Rubinrot um genau zu sein. Die satte Farbe kommt von der gerösteten und gemälzten Gerste (auf ähnliche Weise werden Kaffeebohnen geröstet).
2. Die Guinness Harfe und die Harfe der irischen Regierung
Am 5. April 1862 führte die Familie Guinness das Harfen-Symbol als Markenzeichen für ihre Brauerei ein. Die Harfe ist jedoch auch das offizielle nationale Emblem der Republik Irland und auf den irischen Euro-Münzen zu finden.
Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen der irischen Staatsharfe und der Guinness-Harfe!
Da Guinness das Harfen-Symbol 1876 markenrechtlich schützen liess, musste die irische Freistaatsregierung von 1922 die offizielle Regierungsharfe umdrehen, damit sie von der markenrechtlich geschützten Guinness-Harfe unterschieden werden konnte.
3. Darum dauert es so lange für ein perfektes Guinness
Wenn Sie ein Guinness bestellen und es nicht umgehend erhalten ist das ein gutes Zeichen! Es bedeutet nämlich nicht, dass der Barkeeper Sie vergessen hat, sondern dass er sein Fach versteht!
Laut Mark McGovern, ehemaliger Markenmanager des Guinness Storehouse in Dublin, dauert der offizielle, sechsstufige Prozess zum Einschenken eines perfekten Guinness, 119.5 Sekunden. Das Geheimnis liegt nämlich darin, dass man das zu ca. 3/4 gefüllte Pint etwa eine Minute lang ruhen lässt während die Stickstoffblasen entlang des Glases aufsteigen und sich so die charakteristische, samtige Schaumkrone des Bieres bildet.
4. Irland ist nicht das Land mit dem höchsten Guinness Konsum
Das meiste Guinness wird in Grossbritannien verkauft, gefolgt von Irland, Nigeria, den Vereinigten Staaten von Amerika und Kamerun. Man geht davon aus, dass weltweit täglich rund 10 Millionen Gläser Guinness konsumiert werden.
Guinness besitzt weltweit 5 Brauereien, diese sind in:
- Irland (Dublin)
- Malaysia
- Nigeria
- Ghana
- Kamerun
5. Die Idee zum «Guinness Buch der Rekorde» entstand bei der Vogeljagd
Die Idee zum «Guinness Buch der Rekorde» entstand in den frühen 1950er Jahren, als Sir Hugh Beaver, der damalige Geschäftsführer der Guinness-Brauerei, an einer Vogeljagd in der Grafschaft Wexford teilnahm.
Dort kam die Frage auf, welches der schnellste Wildvogel Europas sei. Als man in keinem der Nachschlagewerke eine Antwort darauf finden konnte, kam ihm in den Sinn, dass es solche Diskussionen jeweils auch in Pubs geben würde. Daraufhin kam ihm die Idee für eine Guinness-Werbeaktion, dem «Guinness Book of Records», dank welchem man solche Streitigkeiten beilegen könne.
6. Ein Guinness fürs Blutspenden
Bis und mit 2009 erhielten Personen über 18 Jahren nach dem Blutspenden ein Glas Guinness sowie eine Auswahl an Crackern oder Keksen. Man dachte, dass das Eisen im Guinness als guter Ersatz für den Blutverlust diene. Der Eisengehalt im Guinness ist mit 0.3mg pro Pint jedoch zu gering, dass es einen Einfluss auf den Eisengehalt im Blut haben würde.
Für einige Iren begann daher ein feuchtfröhlicher Abend beim Blutspende-Zentrum, da man dort ein kostenloses Glas Guinness erhielt!
Dieser Service wurde jedoch 2010 abgeschafft, nachdem die gesetzliche Blutalkoholgrenze gesenkt wurde.
7. Die Guinness Brauerei in Dublin ist die meistbesuchte Attraktion in Irland
Das Guinness Storehouse in Dublin ist die meistbesuchte Touristenattraktion in Irland! Das Museum konnte alleine im Jahr 2019 über 1.7 Millionen Besucher begrüssen, einem Anstieg von rund 32% zum Vorjahr.
Den Besuchern wurden im Jahr 2019 unglaubliche 1,1 Millionen Pints Guinness, 48’000 Portionen Guinness-Eintopf (Rindfleisch) sowie fast 50’000 Austern serviert – eine beliebte Paarung mit dem ikonischen irischen Bier.
8. Guinness ist vegan
Im Jahr 2017 bestätigte Guinness, dass sie das Filtrationsverfahren geändert haben und auf die Verwendung von Hausenblase (die getrocknete Schwimmblase des Hausen, auch bekannt unter dem Namen Beluga, eine Störart), verzichtet.
Ohne sie ist das Guinness Draught, Guinness Extra Stout und Guinness Foreign Extra Stout jetzt offiziell vegan-freundlich. Prost, Veganer!
9. So trinkt man ein Guinness richtig
Es gibt nicht nur eine offizielle Methode, ein Pint Guinness richtig einzuschenken, sondern auch eine offizielle Art, es zu trinken.
- Halten Sie Ihren Arm mit ausgestrecktem Ellbogen, sodass Ihr Unterarm mit dem Glas horizontal ist.
- Nehmen Sie einen Schluck, der gross genug ist, um den Schaum zu durchbrechen und das Bier darunter zu schmecken. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihr erster Guinness-Geschmack nicht zu bitter ist. Ausserdem schmeckt Guinness in Irland ein bisschen süsser als in anderen Teilen der Welt…
10. Guinness schmeckt in Irland am besten
Eine internationale Geschmacksstudie ergab, dass Guinness in seiner Heimat tatsächlich besser schmeckt.
Tausende Bars weltweit behaupten, dass sie das beste Pint Guinness der Welt servieren, aber die Mehrheit der Biertrinker ist sich einig, dass Guinness in Irland einfach besser schmeckt. Es gibt dazu sogar wissenschaftliche Beweise.
Wissenschaftler des Instituts für Lebensmitteltechnologen führten in 14 Ländern und 33 Städten eine Geschmacksumfrage durch. Die Mehrheit ihrer Tester sagte, dass sie die Guinness Pints in Irland mehr genossen als in jedem anderen Land.
Die Studie schliesst daraus, dass Guinness nicht zu weit transportiert werden sollte.
103 nicht erfahrene Tester aus verschiedenen Ländern tranken in 71 verschiedenen Pubs und Bars und bewerteten Faktoren wie Pub-Ambiente, Geschmack, Nachgeschmack sowie das Aussehen des Guinness Pints. Jeder Tester konnte anschliessend Punkte von 0-100 verteilen. Irland erhielt einen Durchschnitt von 74 Punkten, während die anderen Länder im Durchschnitt nur 57 Punkte erhielten.