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Kaffee trinken und den Blutdruck senken
Dass Kaffee sich bei Nichtrauchern durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken kann, zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee erhöhen den Blutdruck zwar kurzfristig, senken ihn aber über längere Zeit hinweg.
Kaffeetrinker können sich freuen: Das koffeinhaltige Getränk senkt langfristig den Blutdruck. Foto: Goodshoot - Thinkstock
Wer pro Tag eine Tasse Kaffee trinkt, kann seinen Blutdruck langfristig um bis zu 9 Millimeter Quecksilbersäule (Einheit für Blutdruckmessung) senken. Dieses Ergebnis veröffentlichten Forscher vom Universitätsspital Lausanne in der Fachzeitschrift «Human Molecular Genetics», wie der Schweizerische Nationalfonds heute berichtete.
Kaffeegenuss ist genetisch veranlagt
Idris Guessous, der Erstautor der Studie, erklärt den positiven Effekt von Kaffee wie folgt: «Das ist vergleichbar mit Jogging: Auch wenn der Blutdruck während des Rennens steigt, schützt regelmässiger Sport vor Herzkreislaufschäden.» Zusammen mit seinen Kollegen untersuchte er bei 16'000 Personen den Blutdruck und die genetische Ausstattung in Zusammenhang mit dem Kaffekonsum. Wie viel Kaffee man pro Tag trinkt, ist laut Guessous genetisch bestimmt und hängt von verschiedenen Varianten des Gens CYP1A2 ab. In diesem Gen wird ein Bauplan für das gleichnamige Eiweiss entworfen, das unter anderem für den Abbau von Koffein in der Leber verantwortlich ist. Ist dieses Eiweiss besonders effektiv, trinkt ein Mensch tendenziell eher mehr Kaffee und weist laut der Studie einen tieferen Blutdruck auf als Menschen mit einer weniger aktiven Genvariante.
Resultate gelten nur für Nichtraucher
Einen tieferen Blutdruck bewirkt der Kaffee aber nur bei Nichtrauchern. «Zigarettenrauch vernebelt den schützenden Effekt von Kaffee», erklärt Guessous. Dies hängt damit zusammen, dass der Rauch die Aktivität von CYP1A2 stark beschleunigt. Dadurch wird aber auch der Koffeinabbau von Personen mit weniger effizienten Eiweissvarianten beschleunigt.