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Foto: Reuven Walder/Marine Photobank
Die Meeres- und Atmosphäre-Verwaltung der USA (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOOA) führt derzeit im Bundesstaat Massachussets eine Untersuchung durch: Angler erhalten Geld, wenn sie aufs Angeln verzichten. In Anglerkreisen sorgt dies für Verwirrung und Empörung.
1900 zufällig ausgewählte Freizeitfischer, die für 2012 bereits eine Bewilligung fürs Fischen im Meer gelöst hatten, kriegten Post von der NOOA. 500 Briefen lag ein Check zwischen 15 und 500 Dollar bei mit dem Angebot, ihn einzulösen und dafür die Anglerbewilligung für 2012 zurückzugeben, für die sie 10 Dollar ausgelegt hatten. In weiteren 700 Briefen lag zwar kein Check bei, aber das Angebot eines ähnlichen Betrags bei Rückgabe der Angelkarte. Und in nochmals 700 Briefen wurde lediglich danach gefragt, ob man bereit wäre, auch mehr als 10 Dollar für den Angelschein zu bezahlen.
Laut NOOA soll die Studie eine Schätzung des Werts erlauben, den die etwa 1,2 Mio. Freizeitfischer in Massachussets ihrem Hobby beimessen. Dieses Resultat könnte u. a. dazu dienen, den potentiellen Verlust eines Ölbohrunfalls oder anderer Umweltkatastrophen für die Angler zu kalkulieren.
Freizeitangler aber vermuten hinter der unüblichen Studie einen weiteren Versuch der Behörden, die Fischerei zu beschränken. Einige argwöhnen gar, NOOA lege es darauf an, die Angelbewilligungen zu widerrufen. Sogar ethische Fragen werfe das auf, meint ein Angler: «Darf denn die Regierung Geld ausgeben, um mich von meinem Hobby abzuhalten?»
145'000 Dollar gibt die Behörde für die Studie aus, die Hälfte davon in Form von Angeboten an Angler.
Quellen:
http://www.tidalfish.com/forums/showthread.php/315852-NOAA-paying-some-Massachusetts-anglers-not-to-fish-this-yea
http://www.sciencemag.org/content/335/6074/1292.summary