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Kommt Notfunk in der heutigen Zeit noch zum Einsatz ?
In den letzten Jahren ereigneten sich immer wieder Naturkatastrophen verschiedenen Ausmasses. Bei deren Bewältigung hatten regelmässig Amateurfunkerinnen und Amateurfunker die Aufgabe, die Verbindungen in und aus den Katastrophengebieten herzustellen. Hier einige Beispiele:
Feb. 1999, Galtür (A)
Nach dem schweren Lawinenunglück erstellten Amateurfunker eine "Funkbrücke" nach Insbruck.
Dez. 2004, Südostasien
Schon wenige Stunden nach dem schweren Seebeben vor Sumatra und dem daraus entstandenen, verheerenden Tsunami nahmen indische Amateurfunker auf den Komoren Kontakt mit dem Festlaund auf und forderten Hilfe an.
Aug. 2005, Sarnen (CH)
Durch schwere Unwetter wurde ein Ferienlager mit behinderten Jugendlichen von der Aussenwelt abgeschnitten. Einer der Betreuer nahm mit seinem privaten Amateurfunkgerät Kontakt zu den örtlichen Rettungsorganisationen auf und veranlasste die Evakuierung eines erkrankten Lagerteilnehmers auf dem Luftweg.
Aug. 2005, New Orleans (USA)
Als die Stadt nach dem Hurricane Kathrina in den Fluten versank, brachen alle öffentlichen Kommunikationsverbindungen zusammen. Lediglich einige Amateurfunker waren in der Lage, mit ihren QRP-Funkgeräten (QRP = minimale Leistung) die Verbindung zur Aussenwelt aufrecht zu halten.
Okt. 2005, Pakistan
Wiederum waren nach dem schweren Erdbeben Amateurfunkverbindungen schon nach kurzer Zeit die ersten Kommunikationsmöglichkeiten im Katastrophengebiet.
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Welche Vorteile hat Funk gegenüber der Mobiltelefonie (Natel) im Notfall ?
Natelnetze bestehen aus einem Netz von Funkzellen, welche pro Sender je nach Standort, Zellengrösse und Senderkapazität einige Duzend bis einige Hundert Verbindungen gleichzeitig aufrechterhalten können. Im Katastrophenfall können solche Zellen durch Zerstörung ausfallen. Daneben ist bekannt, dass bei grösseren Ereignissen in unserer technisierten Welt jedermann zu seinem Natel greift um Kontakt zu seinen Angehörigen herzustellen. Dies kann schnell zu einer Überlastung einzelner Zellen führen und schlussendlich den Zusammenbruch des ganzen Netzes bedeuten.
Demgegenüber sind Notfunknetze unabhängig von Zellen und Standorten. Es handelt sich dabei um Punkt zu Punkt Verbindungen ohne grossen technischen Aufwand. Da solche Netze nur von ausgebildeten Spezialisten bedient werden, ist ihre Zuverlässigkeit als sehr hoch einzuschätzen.
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Wo liegen die Nachteile von Funkverbindungen ?
Analoge Funkverbindungen, und hier besonders Funkverbindungen im Notfall, werden normalerweise unverschlüsselt und im Klartext übermittelt. Sie können daher von jedermann mit einfachen Empfängern abgehört werden.
Zudem sind Funkverbindungen, abhängig von ihrer Frequenz, mehr oder weniger anfällig auf athmosphärische Störungen, wie sie zum Beispiel bei Gewittern entstehen können.
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