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Die Credit Suisse weist einen Konzerngewinn von 454 Mio CHF, dies im Vergleich mit 1'045 Mio im Vorquartal bzw. 254 Mio im Vorjahr. Auf Vorsteuerbasis lag der Gewinn bei 685 Mio CHF und die Eigenkapitalrendite bei 4%.Im Investment Banking hat die Bank einen Vorsteuergewinn von 229 Mio (Q2 754 Mio) erzielt. Ein gutes Ergebnis sei im Aktiengeschäft erzielt worden, dagegen hätten die Auswirkungen der schwierigen Bedingungen am Anleihenmarkt nicht wettgemacht werden können, teilte die Bank am Donnerstag mit.
Besser lief es in der Vermögensverwaltungseinheit (Private Banking & Wealth Management): Sie erreichte einen Vorsteuergewinn von 1'018 Mio CHF (Q2 917 Mio). Die Bank spricht von höherer Profitabilität und Fortschritten in der Kostenkontrolle bei anhaltend tiefen Zinsen und saisonal bedingt geringer Kundenaktivität. Sie konnte Netto-Neugelder von 8,1 Mrd CHF mit hohen Zuflüssen im Asset Management bei Produkten mit hoher Marge und aus den Emerging Markets sowie im UHNWI-Kundensegment verbuchen.
Das von der Bank vorgelegte Ergebnis lag - vor allem im Investment Banking - klar unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Konzerngewinn von 803 Mio bzw. einem Vorsteuergewinn von 1'151 Mio gerechnet.
An der Börse verliert die Aktie der Credit Suisse an Terrain. Im frühen Handel notiert der Titel 2 Prozent tiefer.
Fortschritte auf der Kostenseite
Weitere Fortschritte erzielte die CS auf der Kostenseite. Sie erreichte eine annualisierte Kostenreduktion in den ersten neun Monaten 2013 von 3,0 Mrd, beim Halbjahr war noch von 2,7 Mrd CHF die Rede. Das Kostenreduktionsziel für Ende 2015 von 4,4 Mrd wurde leicht auf 4,5 Mrd CHF angehoben.
Wie die Grossbank weiter mitteilte, hat sie bei der Umsetzung des Kapitalplans weitere Fortschritte erzielt. Die sogenannte Look-through Swiss Core Capital Ratio etwa verbesserte sich auf 11,4% (H1: 10,4%), die Quote des harten Kernkapitals (CET1) nach Basel III erhöhte sich auf 10,2%. Die Quoten berücksichtigen den Angaben zufolge eine Abgrenzung in den ersten neun Monaten 2013 für die Ausschüttung einer Bardividende.
Konzernchef Brady Dougan meinte zum Ergebnis in der Mitteilung: "Durch unsere anhaltende Kostendisziplin sowie unser effizientes Kapitalmanagement ist es uns gelungen, die Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen im dritten Quartal 2013 abzufedern, die sich in vielen unserer Geschäftsbereiche in einer geringen Kundenaktivität niederschlugen." An diese Fortschritte wolle man anknüpfen und das Wachstum in renditestarken Geschäftsfeldern, insbesondere im Private Banking & Wealth Management, vorantreiben. Dazu soll die Umsetzung der bestehenden Abwicklungsstrategie beschleunigt und die Offenlegung verbessert werden, indem für beide Divisionen jeweils eine nicht strategische Einheit geschaffen wird.
(AWP)