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Ende der 1950er-Jahre beschrieb Ted Crosby, W6TC in mehreren Artikeln im amerikanischen Ham-Radio-Magazin QST hochwertige Amateurband-Empfänger, die von vielen Funkamateuren nachgebaut wurden.
Alex Stewart, WA4ZNI beschrieb später eine Version mit der damals berühmten englischen Eddystone-Skala, die er für seinen dritten (!) HBR-Empfänger, den HBR-13C verwendet hatte (QST Oktober 1965). Die grosse Skala verlangte etliche Umstellungen im mechanischen Aufbau des Empfängers.
Ich schrieb an Alex (mit Schneckenpost - es gab ja noch kein E-Mail) und er sandte mir einen Satz seiner Dokumentation und beschaffte mir dann auch ein paar Bauteile, die ich hierzulande nicht kaufen konnte. Es entspann sich ein lebhafter Briefwechsel.
In der Folge baute ich den Empfänger auf (bis er gut funktionierte, dauerte es eine ganze Weile). Es war ein sehr lehrreiches Unterfangen und der Empfänger machte mir grosses Vergnügen.
Die HBR-Empfänger wurden oft nachgebaut. Hier findet man eine Sammlung von Bildern und Anleitungen und kann sich an einem Forum registrieren, wo zeitweise lebhaft diskutiert wird.
Ich stellte fest, dass viele OM's (meistens USA) sich bis heute mit diesem Empfänger-Typ befassen, sei es für Reparatur oder sogar Neubau, wobei das Ersatzteil-Problem das fast verunmöglicht.
Bei W6HHT kaufte ich ein E-Book (CD) mit dem Titel recollections of a radio receiver
eine umfangreiche Sammlung aller Informationen über diese Empfänger-Serie. Sie wird hier bei eham.net sehr positiv beurteilt.
Über 20 Jahre stand der RX bei mir im Keller. Jetzt habe ich ihn wieder ins shack gestellt und versucht, ihn wieder in Gang zu bringen.
Nachdem ich verschiedene Fehler behoben und eine Röhre ersetzt hatte, konnte ich schon mal die ersten CW-QSO's auf 40m empfangen.
Bis nun alles sauber eingerichtet und abgestimmt ist, wird es wohl noch eine Zeit gehen.Ich gehe diese Arbeit sehr gemütlich an, nehme mir Zeit, Schaltungsdetails nachzulesen, auf der recollections-CD oder auch im - glücklicherweise noch vorhandenen- ARRL-Handbook 1965.
Hier ein paar Detail-Aufnahmen:--------------------------------------------------------------------------------------
Seitenansicht mit Blick auf die Steckspulen.
Bandwechsel bedeutete den Austausch von 3 Spulen
Das war zwar umständlich, erlaubte aber, mit Amateur-Mitteln ein hochwertiges Frontend zu entwickeln.
erste ZF 1610 kHz, zweite 100 kHz
Ted Crosby im QST Oktober 1965: The objective is improved skirt selectivity for the over-all receiver.
Because of the much lower frequeny employed in the second i.f. amplifier, the modification is more effective in respect than in the first i.f. ...the passband of the receiver will be just as narrow as can be satisfactorily employed for s.s.b. reception ...