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Johann Christoph Pepusch (* 1667–1752) wurde 1667 als Sohn eines Pfarrers in Berlin geboren. Hier erhielt er seine erste musikalische Ausbildung, bevor er im Alter von 14 Jahren eine Stellung bei Hof antrat, die er 1698 kündigte. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln. Pepusch ging zunächst nach Amsterdam. 1704 etablierte er sich in London, publizierte aber weiterhin bis etwa 1718 in Holland. In London wirkte Pepusch als Bratschist, schon bald auch als Komponist, Theaterdirektor, Musiktheoretiker und Organist.
1710 war er Mitbegründer der „Academy of Ancient Music“ und der Madrigal Society, die sich der Erforschung und Aufführung der Musik vergangener Epochen, insbesondere des Elisabethanischen Zeitalters, widmete. Zwischen 1710 und 1730 gab Pepusch eine grosse Zahl eigener Werke in Druck. 1713 avancierte er zum Doktor der Musik an der Universität zu Oxford. Sein Werkverzeichnis umfasst Kompositionen aller Gattungen, von der Kammersonate für die unterschiedlichsten Instrumente über Lieder, Kantaten, Sinfonien bis zur Oper. Die letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens widmete er sich seinen Studien der Alten Musik.
Die englische Musikwissenschaft bezeichnet Johann Christoph Pepusch als bedeutenden Lehrer. Zu seinen Freunden und Schülern (u. a. William Boyce, John Travers, Johan Helmich Roman und Benjamin Cooke) gehörten die herausragendsten Musiker seiner Zeit. Nicht zuletzt durch seine Initiativen entwickelte sich England zu einer Forschungsstätte für Alte Musik, und das zu einer Zeit, als auf dem Kontinent ausschliesslich Musik des späten 18. und frühen 19. Jahrhundert gespielt wurde. [de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_Pepusch]