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Silbermedaille in der 76-kg-Klasse nach einem packenden Final
Der Meister und der Dritte vom Vorjahr trafen in diesem 76-kg-Final aufeinander. Natürlich stieg der 30-jährige Erwin Eggertswyler aus St. Silvester als Aussenseiter in den Final. Aber er bekam mit seinem Kommentar, den er vor dem Kampf abgegeben hatte, vollumfänglich Recht: «Ich ringe gegen stärkere Gegner viel besser als gegen schwächere.» Eggertswyler zeigte sich von seiner stärksten Seite und brachte mit seinen Ringerkünsten das Publikum zum Kochen.
Nach 3 Minuten ohne Punkte folgte der Zwie-Griff, in welchem Eggertswyler zuerst greifen durfte. In der Szene darauf gelangten die beiden an den Mattenrand, und Veton liess den Griff zu früh los: 1:0 zur Eggertswyler nach 6 Minuten. Danach verhärtete sich der Kampf. Eggertswyler kam fast zu Punkten, als er, Veton auf den Schultern tragend, aufstehen konnte. Erst nach 8 Minuten brachte Veton durch einen Beinangriff das 1:1 zustande. So stand es bei Kampfende nach 9 Minuten 1:1. Es entschied das 4:2-Verhältnis der Passivitäten zu Gunsten von Veton: «Meine Taktik war, zu Beginn ja keinen Punkt abzugeben. Wenn man gegen Veton einmal zurückliegt, kommt man fast gar nicht mehr zu Punkten durch. Einmal hätte mir der Schiedsrichter noch einen Punkt geben können. Aber ich muss seinen Entscheid akzeptieren.»
Nach viermal Gold und einmal Bronze besitzt Erwin Eggertswyler nun drei Silbermedaillen. An den Greco-SM war er zweimal Vize-Meister geworden.
Roger Raemy Vierter
Der 17-jährige Roger Raemy aus Schwarzsee belegte in 58-kg-Klasse den 4. Rang. Nach einer 1:11-Niederlage gegen Gächter, einem Freilos und dem Schultersieg über Gilléron stand er im kleinen Final. Dort hatte er allerdings gegen Pius Zberg (Schattdorf) keine Chance und verlor. Weinend ging er vom Platz: «Ich dachte, ich könnte gewinnen. Aber der Gegner war zu stark»,
sagte er zehn Minuten nach dem Kampf, als seine Enttäuschung schon von seinem Gesicht gewichen war. Roger Raemy ringt seit sieben Jahren.