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Tages Anzeiger vom 7.12.2010: Leserbrief von Felix Böni, Vorstandsmitglied KLAR! Züri Unterland.
Die Zürcher Regierungsräte Markus Kägi und Ernst Stocker sitzen im Axpo-Verwaltungsrat. Axpo beherrscht zusammen mit den anderen AKW-Betreibern die Nagra; diese finanziert für das Anhörungsverfahren den möglichen Standortkanton Zürich, welcher vertreten durch Baudirektor Kägi die Interessen der Bevölkerung in der Standortfrage für das geplante Atommülllager wahrnehmen soll. Das ist Atomfilz! Es kann doch nicht sein, dass die von der Atomindustrie beherrschte und alimentierte Nagra die Behörde bezahlt, welche im Anhörungsverfahren die Interessen der Bevölkerung vertritt. Die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) muss unabhängig von der Atomindustrie werden, und die Abgaben für die Entsorgung des Atommülls, welche der Konsument mit seiner Stromrechnung bezahlt, sollen vom Bund verwaltet und eingesetzt werden. Erst dann soll ein neuer, glaubwürdiger Entsorgungsnachweis, basierend auf einer sicheren, nachhaltigen Lösung und ohne Abhängigkeit von der Atomindustrie, erarbeitet werden.