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In diesem Haus befindet sich eine funktionstüchtige Getreidemühle, die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert hat.
Zusammen mit einem Wohnhaus wurde hier 1828 eine Schmiede gebaut.1846 ersetzte Gallus Schlegel diese durch eine Mühle mit Bäckerei. In der Zeit von 1860 bis 1893 betrieb Niklaus Schlegel (vermutlich der Sohn) die "Fruchtmühle" und die Bäckerei. In den Akten der Gebäudeversicherung ist folgende Ausrüstung aufge-führt: Wasserrad, Wellbaum, Kammrad, 1 Mühlestuhl (Unterbau der Mühlensteine), 2 Mahlhaufen (Mahlgänge), 1 Backofen. Ab 1928 wurde die Bäckerei nicht mehr erwähnt.
1935 ersteigerte Fritz Forrer von Wildhaus diese Mühle und baute sie sukzessive zu einer leistungsfähigen Dorfmühle aus. Der Betrieb wurde 1957 eingestellt.
Das oberschlächtige Wasserrad und die Mühle sind in so gutem Zustand, dass sie jederzeit in Gang gesetzt werden können. Die Getreidemühle besteht aus einem herkömmlichen Steinmahlgang, einer vertikalen Steinmühle der Firma Soder, einem doppelten Walzenstuhl, einer Röllmühle sowie aus verschiedenen Sieb-, Reinigungs- und Sortiervorrichtungen. Mit der Röllmühle wurde Dinkel entspelzt (geröllt).
In dieser Mühle wurde hauptsächlich Mais - früher die wichtigste Feldfrucht im Rheintal - zu Schrot, Griess und verschiedenen Mehlsorten gemahlen, aber auch Weizen und Dinkel.
In den Jahren 2014 und 2015 wurden durch den Verein Grabser Mühlbach die Röllmühle und die Weizenreinigung wieder instand gestellt und in Betrieb genommen, zuerst allein mit Wasserkraft. Es zeigte sich aber, dass der Betrieb ohne Zusatzmotor nicht möglich war. Heute werden die beiden Geräte ausschliesslich mit dem neuen Elektromotor betrieben .
2016 wurde die Beleuchtung der Mühle neu installiert und gleichzeitig die ganze Energieverteilung (Licht und Kraft) den gesetzlichen Anforderungen angepasst.
2016 begann der neue Eigentümer Wohnhaus und Stall umzubauen. Auch das Dach und die Fassaden wurden erneuert.
Gefreut hat uns, dass er auch den gedeckten Platz über der Mühle mit dem kunstvollen Geländer im alten Stil erneuert hat. (siehe Bild oben vom 26.2.2019).
Im März 2019 wurde der Boden unter dem Steinmahlgang erneuert. Nun ist es wieder möglich, feines Mehl herzustellen.
Nach Beendigung der umfangreichen Gebäudesanierungen und Umbauten wurde im Laufe des Jahres 2019 der letzte Teil der Mühle wieder instand gestellt. Es handelt sich dabei um die Maisreinigung im dritten Stockwerk der Mühle. Der unten angelieferte Mais wird über den grossen Einfülltrichter zum Elevator geleitet, der dann die Körner nach oben in die grosse Siebrolle führt, wo Staub und kleine Fremdkörner ausgesiebt werden. Über zwei Förderschnecken gelangen die gereinigten Körner wieder nach unten, wo sie dann auf der Walzenmühle gemahlen werden.
Mit diesem letzten instand gestellten Teil ist die Maismühle nun wieder vollständig betriebsfähig.