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Hallo
Da Vitamin-C Mangel heutzutage nicht mehr sehr "in" ist, weiss kaum jemand Rat. Ich wäre froh um Hilfe:
Kann mir jemand sagen, welche Symptome bei langjährigem Vitamin C Mangel meistens/mit grosser Wahrscheinlichkeit auftauchen (Die Anzahl der möglichen Beschwerden ist riesig, was aber realistisch?)
Was gibt es für Gründe, warum auch bei massiver Substitution die Vitamin C- Werte im Blut nicht ansteigen oder gar fallen?
Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass die Laborwerte nicht richtig waren (Dass das Vitamin C nicht wirklich tief war, sondern nur der Wert, weil Vitamin C anscheinend so instabil ist, dass man bei der Blutentnahme und beim Transport von der Arztpraxis zum Labor so extrem aufpassen muss, dass es nicht zu Messfehlern kommt.)
Hintergrund zu diesen Fragen ist eine langjährige Krankengeschichte, mehrfach zu tief gemessene Vitamin C Werte (auch bei Einnahme von 2-3 Gramm pro Tag) und die Hypothese der Mediziner, das sei doch ein Messfehler...
Das mit dem Messfehler der Mediziner halte ich eher nicht für wahr, hört sich wie eine Ausrede an .
Jedoch stimmt vielleicht irgend etwas mit Deiner Verdauung nicht? Ist Dir diesbezüglich eine Störung bekannt? Denn irgendwie scheint Dein Körper dieses Vitamin eben nicht in den Körper aufnehmen zu können.
Liebe Grüße.
Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Skorbut war schon seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten als Krankheit bekannt. Später schrieben auch der griechische Arzt Hippokrates und der römische Autor Plinius darüber.
Im Mittelalter war Skorbut oft die Haupt-Todesursache bei Seeleuten; so verlor zum Beispiel das Schiff des Vasco da Gama auf einer Reise von 160 Mann Besatzung etwa 100 Mann durch Skorbut. Grund für das häufige Auftreten von Skorbut auf See war die einseitige Ernährung, die, mangels Konservierungsmöglichkeiten, hauptsächlich aus Pökelfleisch und Schiffszwieback bestand.
Erst als der britische Schiffsarzt James Lind 1754 in einer für damalige Verhältnisse sehr modernen Studie zeigen konnte, dass Zitrusfrüchte gegen Skorbut halfen, verlor die Krankheit ihren Schrecken. Neben Zitronen- oder Limettensaft, der oft in eingekochter Form mitgeführt wurde, wurden auch Sauerkraut und Kartoffeln an Bord genommen. Von der täglichen Ration Limonensaft stammt übrigens der Spitzname Limey der englischen Matrosen. Georg Forster berichtet, dass man mit Malz-Maische den Skorbut sehr wirksam bekämpft habe. Heute werden zur Bekämpfung von Skorbut vorwiegend Orangen benutzt, da diese mehr Vitamin C enthalten.
Auch an Land trat Skorbut auf, besonders in den Wintermonaten und in belagerten Festungen oder bei den ersten Nordamerika-Siedlern, wo Obst und Gemüse anfangs knapp waren. Maximilian zu Wied-Neuwied erkrankte am 11. März 1834 am Missouri in Fort Clark an Skorbut; nach dem Verzehr der Blätter und Zwiebeln der kleinen weißblühenden wilden Zwiebel Allium reticulatum stellte sich die Genesung ein.
Im 20. Jahrhundert trat Skorbut massenhaft während des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie in den deutschen Konzentrationslagern und im sowjetischen Gulag auf. Im Deutschland der Nachkriegszeit war Skorbut unter den Kindern von Heimatvertriebenen verbreitet.
Ursache, Symptome, Therapie
Die Ursache von Skorbut ist der Mangel an Vitamin C, das heißt, weniger als etwa 20 mg Vitamin C am Tag. Die als idealer Wert angegebene Dosis liegt bei 100 mg am Tag.
Die Behandlung der Krankheit besteht in der Verabreichung von Vitamin C, zum Beispiel als Vitamintabletten, Saft aus Zitrusfrüchten und reichlich Obst oder Gemüse. Über eine mangelnde Aufnahmefähigkeit von Vitamin C gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.
Folgende Symptome treten bei dieser Mangelerkrankung erst mehrere Monate nach Beginn des Mangels an Vitamin C auf:
Zahnfleischbluten bei Skorbut
Einblutungen der ZungeZahnfleischbluten und Zahnfleischwucherung (Gingivahyperplasie), sowie später Zahnausfall
Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten
Erschöpfung und Müdigkeit
schlechte Heilung von Wunden
Hautprobleme (Ekchymosen, Hyperkeratose) und Hautentzündungen sowie Hautblutungen (Petechien) und Blutungen im Bereich der Haarfollikel (perifollikuläre Hämorrhagien)
Muskelschwund
Knochenschmerzen durch Blutungen unter der Knochenhaut (subperiostal), hierdurch teilweise Hinken, Schonhaltung, Bewegungseinschränkung
Gelenkentzündungen
hohes Fieber
Starker Durchfall
Die Leistungsfähigkeit und die Arbeitskraft lassen erheblich nach. Skorbut kann zum Tod durch Herzschwäche führen.