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Wie so oft geben Rapper den Ton an. Sie sind Meister der Tarnung, zeigen – oder eher verstecken! – sich sommers wie winters mit einer Art Kapuzen-Mütze. Und machen diese prompt zum Trend.
Das Inkognito-Accessoire darf diesen Winter in keiner Garderobe fehlen. Und wir reden nicht vom Skilager. Denn mit den kratzigen Dingern, die Generationen von Müttern ihren Dreikäsehochs am Berg aufzwangen, haben die neuen Mützen nichts gemein. Diese werden in der Stadt getragen. Inspiriert sind sie nicht von der sportlichen Vergangenheit des Kleidungsstücks, sondern von militärischen Sturmhauben. Auf dem Laufsteg von Givenchy wurde die Kopfbedeckung mit einem Schirm versehen, Vuitton setzt auf militärische Prints, während die Marke A-Cold-Wall sie in eine Art Samurai-Uniform integriert. Zur Erinnerung: Die Kapuzen-Mütze wird als Balaklava bezeichnet. Der Name bezieht sich auf die Schlacht in der gleichnamigen Stadt während des Krimkriegs im Jahr 1853. Es überrascht also nicht, dass feministische Bewegungen gegen diese aggressiv klingende Modeerscheinung protestieren.
Die gute Nachricht ist aber: Es gibt harmlose Alternativen. Loewe hat Balaklavas entworfen, die das Gesicht in einem herzförmigen Ausschnitt rahmen. Paul Smith setzt auf seine typischen fröhlichen Streifen. Der Engländer Richard Quinn schlägt eine Art Kragen vor, der vom Kinn bis zu den Augenbrauen gerüscht ist. Wie das aussieht? Wie ein schützender, flauschiger Kokon, der Krieg und maskierte Kommandos vergessen lässt, und mit dem wir erhobenen Hauptes durch den Herbst und Winter spazieren.