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Mi, 17. Februar 2021, Niklas
Fast drei Jahre nach der letzten grösseren Version hat die Debian-basierte Distribution Siduction gestern die neue Version 2021.1.0 "C-Blues" veröffentlicht, in der alle Pakete rundum erneuert wurden. Siduction bot früher monatlich neue Versionen an, die die neuesten Aktualisierungen und Sicherheitsverbesserungen enthielten. Seit März 2018 war es still um das Projekt.
Die Arbeit daran wurde jedoch nie eingestellt. Paketaktualisierungen wurden in die Repositories gestellt und es wurden sogar immer wieder ISOs veröffentlicht, mit denen man Siduction installieren konnte, ohne direkt nach der Installation hunderte Updates zu brauchen.
In der neuen Version kommt der Linux Long Term Support Kernel in Version 5.10.16 zum Einsatz, der einige Anpassungen erhalten hat, um die Hardwareunterstützung zu optimieren. Siduction nutzt Systemd 247.3 und hält die Software in seinen Repositories auf dem gleichen Stand wie Debian Unstable.
Als Standarddesktop kommt weiterhin KDE Plasma zum Einsatz, welches auf Version 5.20.5 aktualisiert wurde. Ausserdem werden Images mit Xfce 4.16, LXQt 0.16.0, Cinnamon 4.8.6 und LXDE 10+nmu1 angeboten. GNOME und MATE sind nicht als ISO vorhanden, können aber aus dem Repository installiert werden. Zusätzlich steht eine Version mit Xorg ohne Desktopoberfläche und eine ohne Xorg, die nur ein Vollbildterminal besitzt, zur Verfügung.
Siduction hat in der neuen Version bei den Images ohne Desktop wpa_supplicant durch iwd ersetzt. Diese Programme sind für die WLAN-Verbindung verantwortlich. iwd ist zehnmal kleiner und deutlich schneller, als wpa_supplicant. Es kann genauso wie sein Vorgänger auch mit NetworkManager verwaltet werden. Auf den Builds mit vorinstallierter Desktopoberfläche kommt weiterhin wpa_supplicant im Hintergrund zum Einsatz.
Die Distribution wird mit einem grafischen Installationsprogramm auf Basis von Calamares ausgeliefert, das eine einfache Installation von Siduction ermöglicht. Es ist dort aber nicht möglich, die Installation von unfreien Treibern abzuwählen. Diese müssen im Nachhinein mit dem remove-nonfree Terminalbefehl entfernt werden.
Siduction entstand im Juli 2011 als Fork der Distribution Aptosid, weil einige der Entwickler unzufrieden damit waren, wie die Community bei Aptosid behandelt wurde. Man hat sich als Ziel gesetzt, bei Siduction die Community mehr in Entscheidungen mit einzubeziehen. Siduction scheint das aktivere Projekt zu sein, die aktuellste Version von Aptosid erschien im Jahr 2013. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Sidution auch unfreie Pakete im Repository anbietet, was Aptosid nicht tut.
Quellen:
- https://9to5linux.com/debian-based-siduction-linux-os-returns-after-three-years-with-new-major-release
- https://news.siduction.org/2021/02/release-notes-for-siduction-2021-1-0-c-blues/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Siduction
- https://de.wikipedia.org/wiki/Aptosid
- https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siduction_Logo.svg