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Liebe „unicorn“!
Dein Vater trinkt zwar im Moment nicht, aber ich denke, es ist normal dass „die Gedanken“ nicht einfach weg sind. Die Unsicherheit bleibt. Es ist verständlich, dass dich diese Situation weiterhin belastet. Und eine Grippe hilft erst recht nicht…
Was mir auffällt ist: Du hast sehr viel, um das du dich kümmerst. Kannst du dir vorstellen, mit deiner Psychologin darüber zu sprechen, wie du dich hier entlasten kannst? Es gibt zum Beispiel Fachstellen oder andere Bezugspersonen, die deiner Mutter dabei helfen könnten, ihre Bewerbungen zu schreiben. Du hast mit den Anforderungen in der Schule schon mehr als genug zu tun. Die Schule IST anspruchsvoll, fast alle Schülerinnen und Schüler erleben das so. Und es wäre wichtig, dass du auch freien Raum für dich selbst findest. Freizeit, die dir Spass macht.
Deine Psychologin sieht auch, dass es dir nicht gut geht. Sie begleitet dich und ist bestimmt eine wichtige Bezugsperson. Welche Ratschläge und Tipps gibt sie dir? Welche Ideen kannst du mit ihr erarbeiten, um dir Freiräume zu öffnen? Kannst du dir vorstellen, mit ihr darüber zu sprechen?
Und: Gibt es eine erwachsene Bezugsperson ausserhalb deiner Familie, mit der du über deine Situation sprechen kannst und die mit dir z.B. in der Freizeit gelegentlich etwas unternimmt? Zum Beispiel eine Tante, ein Götti?
Schreib uns wieder, um zu berichten!
Herzlich, admin-lara