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Sicher, das Hochbeet ist zum Kultivieren da. Wertvoll ist es aber, wenn man kultivieren und kompostieren kombinieren kann.
Ein Hochbeet bietet viele Vorteile. Man kann Rückenschonend auf einer guten Arbeitshöhe sähen und pflanzen Durch die frühe Erwärmung der Erde entwickeln sich die Pflanzen schneller als auf einem normalen Gartenbeet. Die Erträge sind meistens höher, wenn Nährstoffe und Wassergaben stimmen.
Um den Einsatz eines Hochbeetes zu optimieren, kann dieses auch zum Kompostieren eingesetzt werden.
Im folgenden Beispiel handelt es sich um ein marktkonformes Hochbeet, 3 Meter lang, 90 cm breit und 85cm hoch. Dieses wurde in der Länge unterteilt so dass drei gleichlange Teile von 1m entstanden.
Vorderster Teil
Dieser Teil wurde vom letzten Winter bis ins frühe Frühjahr mit Kompostmaterial aufgefüllt und am Schluss mit ca 5cm Erde überdeckt. Anschliessend wurde diese Fläche mit einer Unkrautfolie abgedeckt und mit Frühgemüse bepflanzt. Das Gemüse wurde in 15cm grosse Töpfe eingepflanzt (Komposterde, Topfböden nicht ausschneiden, die Pflanzenwurzeln wachsen durch die Abzuglöcher des Topfes in den Kompost) und durch die vorgelochte Unkrautfolie, leicht (ca ¼) in den Kompost eingegraben. Ein Schneckenschutz verhinderte Schneckenfrass. Durch den Rottevorgang erhöht sich die Bodentemperatur des Kompostes und die Unkrautfolie verhindert die Abstrahlung, dazu erwärmt sich diese durch die Sonneneinstrahlung. Das kam den Setzlingen zugute und sie entwickelten sich sehr schnell ohne dass unliebsames Nitrat in der Pflanze gespeichert wurde. Mitte April kam noch ein Topf mit Erde (in der Mitte der Fläche) dazu, in den drei Zucchetti Samen gesät waren. Der Topf erhielt ebenfalls einen Schneckenschutz und dazu einen zum Schneckenschutz gehörenden Deckel. Dieser blieb auf dem Topf bis zur endgültigen Keimung. Alle Pflanzen entwickelten sich bestens trotz des eher kühlen und nassen Wetters. Zuerst wurden Salat und Kohlrabi geerntet. Durch das Wachstum der Zucchetti wurde der Platz schon bald ausgefüllt. Die Zucchetti begannen zu blühen und zu fruchten, dazu verankerten sie sich mit ihren Wurzeln im Kompost. Der Schneckenschutz blieb den ganzen Sommer über auf dem Topf. Im Herbst wurde die Fläche mit Winterroggen angesät. Der Kompost wird im Frühjahr fertig sein. Dann wird die Erde herausgenommen gesiebt und gelagert. Es entsteht wieder Platz für neues Kompostmaterial vom Frühjahr bis Herbst.
Mittlerer Teil
Hier wurden Garten- und Hausabfälle vom Frühjahr, den Sommer über bis in den Herbst hinein zum Kompostieren deponiert, im Herbst mit einigen cm Erde überdeckt und mit Winterroggen angesät. Während des Winters setzt sich die Kompostmasse. Deshalb wird dann im Frühjahr wieder aufgefüllt mit fünf cm Erde überdeckt und Frühgemüse im Topf kultiviert wie oben. Später im Frühjahr werden Kürbisse Jungpflanzen im grossen Topf darauf gestellt und, wie oben, leicht eingegraben. Im nächsten Herbst kann der Kompost ausgesiebt und in Säcken gelagert werden. So entsteht Platz für Kompostmaterial im Winter bis in den Frühling hinein.
Hinterster Teil
Hier standen den Sommer über Kürbisse. Anschliessend wurde die Komposterde herausgenommen, gesiebt und in Säcke abgefüllt bis zur Verwendung. Der Kompost ist ein Jahr alt und sehr gut verrottet.
Dieser Teil kann den Winter über wieder mit Kompostmaterial gefüllt werden. Im Frühjahr wird angepflanzt wie im oben (Vorderster Teil) beschrieben.
…und zum Schluss
Bereits stehen wir wieder vor den Festtagen und dem Jahreswechsel. Ich durfte mich auch dieses Jahr wieder zwölf Mal zu Gartenthemen äussern. Es freut mich immer (nach Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern) wenn ab und zu etwas in die praktische Bearbeitung der Hausgärten einfliesst.
Von Herzen wünsche ich Ihnen liebe Leserin, lieber Leser frohe Festtage und alles Gute und vor allem Gesundheit im neuen Jahr.