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Salzgefäss/Salière
Ovales Salzgefäss aus dunkelblauem Glas, in einer durchbrochenen Silberfassung mit Säulen und Festons. Oberhalb der beiden vorderen Säulchen auf der Fassungsvorderseite stehen die Initialen «HI C F» und «M C F». Auf der Unterseite sind vier Dreiecksfüsschen, auf der Fassungsunterseite befindet sich die Meistermarke «FIM» sowie weitere Marken («13» und unleserliche Marke). Das Glas kann aus der Fassung herausgenommen werden.
Beim Objekt handelt es sich um das einzige erhaltene und bekannte Zuger Salzgefäss aus Silber. Wie es der Name Salzgefäss oder Salière bereits erahnen lässt, diente das Objekt als Behältnis für das kostbare «weisse Gold».
Die Meistermarke «FIM» weist den Zuger Goldschmied Franz Joseph Jakob Moos (16.01.1766–24.02.1844) als Hersteller der Salière aus. Er war um 1820 der Besitzer des Hauses Fischmarkt 11 in der Zuger Altstadt, welches er von seinem Vater Jakob Bernhard Moos (Lebensdaten unbekannt) übernahm. Interessant in Bezug auf das Thema Salz, ist der Umstand, dass Karl Kaspar Moos (18.02.1798–25.03.1853), der Sohn von Franz Joseph Jakob Moos, von 1828 bis 1851 Salzdirektor des Kantons Zug war. Gemäss der Verordnung über die Salzverwaltung vom 24.12.1828 des Kantons Zug hatte der Salzdirektor unentgeltlich für ein Salzmagazin zu sorgen, dieses reinlich zu halten und die darin vorkommenden Arbeiten und Aufwände (Abwägen, Überleeren, Reparaturen der Salzfässer, Korrespondenz, Briefporti, Geldtransporte, Schreibmaterial zur Verfügung stellen) auf eigene Kosten auszuführen. (vgl. «Sammlung der Gesetze und Beschlüsse, wie auch der Polizeiverordnungen, welche seit dem 11. Mai 1803 bis Ende Hornung 1845 für den Kanton Zug erlassen worden. Auf Befehl der Regierung gesammelt, Erster Band, Druck und Verlag bei Beat Joseph Blunschi, Zug 1846, Seite 242–247»)