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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00479 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Keller Urteil vom 1. Februar 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gesetzlich vertreten durch de n Vater Y.___ dieser vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Stark Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, gebor en am 2. April 2005, wurde am 22. Dezember 2017 durch seine Mutter unter Hinweis auf das Geburtsgebrechen Ziff. 210 gemäss dem Anhang zur Verordnung üb er Geburtsgebrechen ( GgV -Anhang; Prognathia infe rior congenita ) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Abklärungen und leistete mit Mitteil ung vom 24. Januar 2018 (Urk. 8/6) Kostengutsp rache für medizinische Massnahmen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 21 0. 1.2 Am 2 0. Januar 2020 erlitt der Versicherte im Rahmen eines Suizidversuchs Ver brennungen im Grad 3 an 95 % der Körperoberfläche. Am 2 0. März 2020 reichte die Mutter des Versicherten ein Gesuch für ein Hilfsmittel (Kommunikationsgerät) ein (Urk. 8/7). Das Gesuch wurde in der Folge zurückgezogen (Urk. 8/11), weshalb es die IV-Stelle ad acta legte (Urk. 8/10). 1.3 Am 23. Dezember 2020 reichte die Mutter des Versicherten erneut ein Gesuch für Hilfsmittel (Rückenliegeschale, Quengelschienen ) ein (Urk. 8/12). Am 27. Januar 2021 erfolgte die Anmeldung für Massnahmen für die berufliche Eingliederung (Urk. 8/19) und für eine Hilflosenentschädigung Minderjährige (Urk. 8/20). Am 9. Februar 2021 wurde der Versicherte durch die Mutter für medizinische Mass nahmen angemeldet (Urk. 8/32). Am 19. April 2021 reichte die Mutter des Ver si cherten ein Zusatzgesuch betreffend Badewannenlifter ein (Urk. 8/62), welches die IV-Stelle am 1 0. Juni 2021 guthiess (Urk. 8/75). Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Entschädigung für eine mittlere Hilflosigkeit und einen Intensivpflegezuschlag zu (Urk. 8/66). Die IV-Stelle lehnte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/65) mit Verfügung vom 14. Juni 2021 (Urk. 8/76 = Urk. 2) eine Kostengutsprache für medizinische Mass nahmen ab. 2. Der Vater de s Versicherten erhob am 16. August 2021 Beschwerde gegen die Ver fügung vom 1 4. Juni 2021 ( Urk. 2) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Kosten für die medizinischen Massnahmen seien im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) durch die IV-Stelle zu über nehmen (Urk. 1 S. 2). Am 27. Oktober 2021 (Urk. 7 ) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Vater des Versicherten am 2. Novem ber 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden ver sicherung (IVV) besteht ein Anspruch auf Übernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenig s tens relativ stabilisierte Folgezustände von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un fall (im Einzelnen: Beeinträchtigungen der Körperbewegung, der Sinneswahr neh mung oder der Kontaktfähigkeit) behoben oder gemildert werden, um die Erwerbs fähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Der Eingliederungserfolg ist bei jüngeren Ver si cherten als dauernd zu betrachten, wenn er wahrscheinlich während eines be deu tenden Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihrerseits nicht wes ent lich herabgesetzt sein darf, erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefunde, welche geeignet sind, die Aktivitätserwartung trotz der medizinischen Mass nah me wesentlich herabzusetzen, ist die Dauerhaftigkeit des Eingliederungser folgs zu verneinen (Urteil des Bundesgerichts 9C_695 /2009 vom 1. Dezember 2009 E. 2.1 ). Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognostisch zu beur teilen. Massgebend ist der medizinische Sachverhalt vor Durchführung der Mass nahme in seiner Gesamtheit. Die erforderliche Prognose bei einem Kind muss zwei Aus sagen enthalten: Zunächst muss erstellt sein, dass ohne die vorbeugende Behand lung in naher Zukunft mit Wahrscheinlichkeit eine bleibende Beein träch tigung eintreten würde; zugleich muss erstellt sein, dass durch die Behandlung ein stabi ler Zustand herbeigeführt werden kann, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Voraussetzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbs fähigkeit bestehen (Urteile des Bundesgerichts 9C_677 /2017 vom 8. Juni 2018 E. 2.2 und 8C_ 632 /2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1; Silvia Bucher, Eingliede rungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 155 Rz 245). 1. 2 Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als inva lid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 des Bundes ge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG haben sie Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Einglie de rung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Eine therapeutische Vorkehr, deren Wirkung sich in der Unterdrückung von Symptomen erschöpft, kann nicht als medizinische Massnahme im Sinne des Art. 12 IVG gelten, selbst wenn sie im Hinblick auf die schulische und erwerbliche Eingliederung unabdingbar ist. Denn eine solche dient weder der Herbeiführung eines stabilen Zustandes, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Vor aus setzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit bestehen, noch ändert sie etwas am Fortdauern eines labilen Krankheitsgeschehens und dient dementsprechend nicht der Verhinderung eines stabilen pathologischen Zustan des. Deswegen genügt eine günstige Beeinflussung der Krankheitsdynamik allein nicht, wenn eine spontane, nicht kausal auf die therapeutische Massnahme zu rückzuführende Heilung zu erwarten ist, oder wenn die Entstehung eines stabilen Defekts mit Hilfe von Dauertherapie lediglich hinausgeschoben werden soll. Ein Zustand, der sich nur dank therapeutischer Massnahmen einigermassen im Gleichgewicht halten lässt, ist keine stabile Folge von Krankheit, Unfall oder Geburtsgebrechen. Ein solcher Zustand ist zwar, solange er im Gleichgewicht bewahrt werden kann, stationär, nicht aber im Sinne der Rechtsprechung stabil. Um eine von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmende Behandlung des Leidens an sich geht es somit in der Regel bei der Heilung oder Linderung eines labilen pathologischen Geschehens. Eine Psychotherapie bei Minderjährigen kann von der Invalidenversicherung nur übernommen werden, wenn sie keinen Dauer charakter hat, also nicht – wie dies etwa bei Schizophrenien oder manisch-de pressiven Psychosen zutrifft – zeitlich unbegrenzt erforderlich sein wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_106 /2014 vom 9. April 2014 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat die Invalidenversicherung nicht nur medizinische Massnahmen zu übernehmen, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle gerichtet sind, sondern auch solche, die bei einstweilen noch labilem Leidenscharakter einen die berufliche Ausbil dung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Defektzustand vor beu gen. Dies ist der Fall, wenn ohne die betreffende Vorkehr in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wo durch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt würden (Urteil des Bundesgerichts 9C_393 /2012 vom 20. August 2012 E. 3 mit Hinwei sen). Die entsprechenden Kosten werden bei Minderjährigen also von der Invali denversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrschein lich keit zu einem schwer korrigierbaren, die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand führen würde (BGE 131 V 9 E. 4.2 mit Hinweisen). 1.3 Die medizinischen Massnahmen umfassen gemäss Art. 14 Abs. 1 IVG die Be hand lung, die vom Arzt oder von der Ärztin selbst oder auf ihre Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) sowie die Abgabe der vom Arzt oder der Ärztin verordneten Arzneien (lit. b). Beim Ent scheid über die Gewährung von ärztlicher Behandlung in Anstalts- oder Haus pflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin und auf die persönlichen Verhältnisse der versicherten Person in ange messener Weise Rücksicht zu nehmen ( Art. 14 Abs. 3 IVG). Der Anspruch umfasst ferner die erforderlichen Behandlungsgeräte (BGE 109 V 166). 1. 4 Art. 12 IVG strebt insbesondere eine Abgrenzung zwischen dem Geltungsbereich der Invalidenversicherung und dem der sozialen Krankenversicherung und der Unfallversicherung an. Grundsätzlich erfolgt die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung unabhängig von der Dauer des Leidens zunächst im Bereich der Kranken- oder Unfallversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1; Urteil des Bun desgerichts 8C_648 /2010 vom 1 2. Januar 2011 E. 2.3). Gemäss Art. 2 Abs. 4 IVV gilt die Behandlung von Verletzungen denn auch nicht als medizinische Mass nahme im Sinne von Artikel 12 IVG. Stabile - oder relativ stabilisierte – unfall bedingte Defekte können hingegen Anlass zu Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 IVG geben, sofern kein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen besteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.1 und U 91/02 vom 2 1. Oktober 2003 E. 3.2; BGE 102 V 69 E. 1 S. 70). Gemäss der Rechtsprechung ist ein enger sachlicher Zusammen hang mit den primären Unfallfolgen gegeben, wenn die medizinische Vorkehr mit der Unfallbehandlung einen einheitlichen Komplex bildet, wobei für die Beur teilung ausschliesslich der Zeitpunkt der Entstehung des Defektes und nicht der Zeitpunkt der Diagnosestellung oder der Durchführung der Massnahme aus schlag gebend ist. Eine Massnahme, die schon während der Unfallbehandlung als voraussichtlich notwendig erkennbar war, ist keine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1 und 114 V 18 E. 1b ). Wenn noch ein enger und sachlicher Zusammenhang mit den Unfallfolgen besteht, fällt die Leistungspflicht der Invalidenversicherung daher ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.2). Der zeitliche Zusam men hang mit der Unfallbehandlung wird von der Rechtsprechung als unter bro chen betrachtet, wenn der Defekt ohne Behandlung länger, das heisst in der Regel während 360 Tagen, stabil war und die versicherte Person im Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit tätig sein konnte, wobei die massgebende Zeit spanne für die Beurteilung des zeitlichen Zusammenhanges mit dem Eintritt des stabilen Defektzustandes nach Abschluss der primären Unfallbehandlung be ginnt und zum Zeitpunkt der erstmaligen Indikation der neuen Behand lungs vor kehr endet (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.3.1; BGE 114 V 18). 1.5 In einem Entscheid aus dem Jahre 2013 betreffend ein unter einem unfall be ding ten Hemisyndrom nach Schädel-Hirntrauma leidenden versichertes Kind (Urteil 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013) erwog das Bundesgericht, dass eine Zeit spanne zwischen dem Unfallereignis und dem Beginn eines stationären Reha bilitations aufenthaltes von rund 10 Wochen Dauer den engen zeitlichen Zu sammenhang zwischen der 11 Tage nach dem Unfall begonnenen Frühre habi litation und dem anschliessenden stationären Rehabilitationsaufenthalt nicht in Frage zu stellen vermöge, und dass von einem längere Zeit ohne Behandlung stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte, bei einer Zeitspanne von 10 Wochen keine Rede sein könne (E. 4.2). Der stationäre Rehabilitationsaufenthalt habe vielmehr in einem hinreichend engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfol gen gestanden. Auch aus dem Umstand, dass die behandelnden Ärzte nebst der Ergotherapie auch die Weiterführung von Logopädie und der heilpä da gogischen Frühförderung empfohlen hätten, lasse sich nicht darauf schliessen, dass die an lässlich des fraglichen stationären Rehabilitationsaufenthaltes durch geführten Therapien nicht mehr hauptsächlich die Unfallfolgen betroffen hätten. Sodann gelte es zu berücksichtigen, dass die Unfallbehandlung im Rechtssinn unvollstän dig sei, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht aus ser Zweifel stehe, dass Schädel- Hirntraumatiker nicht nur auf der Inten sivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müssten, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei (E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 114 V 18 E. 2b ). In BGE 114 V 18 hielt das Bundesgericht sodann fest, dass der enge zeitliche Zusammenhang der (rund einjährigen) Rehabilitation offensichtlich ge geben sei, da die Therapien unmittelbar im Anschluss auf die (knapp sechs Monate dauernde) Spitalbehandlung erfolgt sei (E. 2.c ). 1.6 Gemäss Art. 2 Abs. 2 IVV sind medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren, in dem nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behandlung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt o der untergeordnete Bedeutung erlangt hat. Laut der Verwaltungspraxis zur Kosten über nahme bei Behandlung von Lähmungen nach Hirnverletzungen und Erkran kungen des Gehirns oder des Rückenmarks (Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen, KSME, Fassung ab 1. Januar 2021, Rz 655-657/855-857.1) sind bei Lähmungen nach Hirnverletzungen Eingliede rungs massnahmen der Invalidenversicherung gerechtfertigt, sobald die Behand lung des Grundleidens abgeschlossen oder nur noch nebensächlich geworden ist und der Allgemeinzustand eine Eingliederung erlaubt, was frühestens sechs Wochen nach Wiedererlangen des vollen Bewusstseins beurteilt werden kann; vorher sind Massnahmen der Invalidenversicherung ausgeschlossen. Eingliede rungs massnahmen können frühestens vier Wochen nach Erlangen des vollen Bewusstseins zugesprochen werden. 1.7 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstel len. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen mit der Begründung (Urk. 2), es liege kein von der Invalidenversicherung anerkanntes Geburtsgebrechen vor und es fehlten auch die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kostengutsprache nach Art. 12 IVG. Die ge sundheitliche Beeinträchtigung sei auf einen schweren Verbrennungs un fall zu rückzuführen. Die Kosten für die stationäre Rehabilitation sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte (Lagerungsschale mit Quengel funktion und Unterarmorthesen) und auch die notwendige weitere Behandlung (allfällige Therapien) gingen deshalb nicht zu ihren Lasten ( S. 2). Aus näher genannten Gründen (Urk. 7 S. 2) habe im Zeitpunkt des Reha-Aufenthaltes kein stabiler oder wenigstens ein relativ stabilisierter Folgezustand im Sin ne von Art. 12 IVG vorgelegen. Der Reha-Aufenthalt diene der Verhinderung eines stabi len Defektzustands im Sinne einer Behandlung der Unfallfolgen, sei somit als Leidensbehandlung anzusehen und sei nicht unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet. 2.2 Dagegen wandte der Vater des Versicherten ein, es bestehe angesichts der weit gehend abgeschlossenen Heilung der Verbrennungsfolgen ein relativ stabilisierter Zustand, aktuell gehe es um die Verbesserung der Beweglichkeit. Im Übrigen seien medizinische Vorkehren bei Jugendlichen selbst bei einem noch labilen Leiden zu übernehmen, wenn ohne diese eine Heilung mit Defekt einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt würde ( Urk. 1 S. 4 f.). Wenn das Gericht nicht ohnehin zum Schluss komme, dass vorliegend die Vor aussetzungen von Art. 12 IVG zu bejahen seien, müsste vorliegend Art. 2 Abs. 2 IVV mindestens analog angewendet werden (S. 6). 2.3 Zu prüfen ist ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG, und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Über nahme der Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungs geräte zu Recht abgelehnt hat. 3. 3.1 Die Ärzt innen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, nannten mit Bericht vom 22. Februar 2021 (Urk. 8/36 = Urk. 8/67) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.): - Verbrennung Grad 3 von 95 % Körperoberfläche ( KOF ) vom 20. Januar 2020 - schweres obstruktive Schlafapnoe-Syndrom - Status nach undislozierter, subcapitaler Humerusfraktur rechts vom 10. Dezember 2020 Beim Versicherten sei es am 2 0. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brandbeschleuniger zu oben genannten Verbrennungen von 95 % der Kör per oberfläche gekommen. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 habe ein intensiv medi zinischer Aufenthalt stattgefunden mit zahlreichen Operationen und Haut trans plantationen. Seit dem 10. Juni 2020 sei der Versicherte im Zentrum für brand ve rletzte Kinder des Spitals hospitalisiert gewesen. Er sei vom Spital Z.___ zur stationären Rehabilitation zugewies en worden und nehme seit dem 2. November 2020 im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches aktuell Physio the rapie, Ergothera pie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sporttherapie und Rehabilitations pflege sowie psychologische Begleitung beinhalte. Das Ziel der Rehabilitation sei die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selb ständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Versicherte sei aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen, wobei er jedoch zunehmend assistieren könne, so schaffe er es nun schon, selbständig die Zähne zu putzen (S. 2 f.). Hohe Priorität habe im Moment die Erlangung eines möglichst grossen Bewegungsumfangs, sowie die psychothera peutische Aufarbeitung des traumatischen Erlebnisses. Die Selbständig keit, die ihm dies im Alltag bringe, werde ausschlaggebend sein für jegliche zukünftige Beteiligung im Berufsleben, wie auch für seine schulische Zukunft (S. 4). 3. 2 Die Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, führten mit Bericht vom 4. März 2021 (Urk. 8/52 / 5 ) aus, aufgrund des schweren Verbren nungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu er halten. Durch die Verbrennung dritten Grades an 95 % der Körper oberfläche neige diese dazu, Narben zu bilden und sich zusammenzuziehen, wo durch es zu Bewegungseinschränkungen beziehungsweise Zwangsfehlstellungen in anliegen den Gelenken kommen könne. Da Kontrakturen und Wundheilungs störungen die Selbständigkeit des Versicherten und spätere Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen und ausüben zu können stark einschränken würde n, brauche er jetzt intensive, tägliche Physio- und E rgotherapie, inklusive Training in der Robotik um die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Zudem werde an der Kraft und Koordination gearbeitet. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Rege nerationsprozess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig und in diesem Um fang aktuell nur stationär denkbar. Abgesehen von dem intensiven Thera piesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das geschulte Pflegepersonal, sowie der weitere n Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psycho logische Betreuung. 3. 3 Dr. med. C.___, Oberärztin, Fachärztin für Kinder- und Jugend me dizin, Rehabili tationszentrum A.___, B.___, führte mit Bericht vom 2 9. März 2021 (Urk. 8/56 = Urk. 8/68 ) ergänzend aus, der Versicherte sei bis voraussichtlich Ende April stationär in der Kinderrehabilitation (Ziff. 2.7). Die Rückenliegeschale sei drin gend notwendig, um Kontrakturen entgegenzuwirken, dem Versicherten im All tag eine bessere Beweglichkeit zu gewähren und eine Verbesserung der Atem situation zu erzielen. Die Unterarmorthesen seien verord net worden, um den Bewegungsumfang des Ellenbogengelenks zu erhalten bezie hungsweise zu ver bessern, einerseits durch das Strecken der Haut, andererseits auch durch Strecken von Sehnen und Muskeln ( Urk. 8/56/4). 3. 4 Kurz nach Verfügungserlass ging folgender Bericht bei der Beschwerdegegnerin ein: Di e Ärzte des Spitals Z.___ führten mit Bericht vom 1. Juni 2021 (Urk. 8/80 ) aus, der Versich erte sei aktuell noch stationär nach mehreren Narben release und Z-Plastiken am Hals zur Verbesserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter (Ziff. 1.6). E ine Verlegung in die Rehabilitation in B.___ sei vorgesehen (Ziff. 2.7). 3. 5 Im Beschwerdeverfahren wurden folgende Berichte eingereicht: Prof. Dr. med. D.___, Leiter Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Facharzt für Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik E.___, Zentrum für brand verletzte Kinder, führte mit E-Mail vom 2 6. Juli 2021 (Urk. 3/2 ) auf Fragen der Re chtsver treterin des Vaters des Versicherten aus, ein stabiler Defektzustand sei bei einer schweren Verbrennung dann erreicht, wenn die Hautoberfläche wieder stabil ver heilt sei. Dies sei der Fall gewesen, als der Versicherte in die Reha über getreten sei. Bewegungseinschränkungen durch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern machten eine Rehabilitation unabdingbar. Der Ver sicherte sei zu einem Zeitpunkt nach B.___ gegangen, als seine Frühreha im Spital Z.___ abgeschlossen gewesen sei. Auf die Frage, ab wann die Behandlung des ursäch lichen Gesundheitsschadens (weitgehend) abgeschlossen gewesen sei, führte Prof. Dr. D.___ aus, dies sei beim Übertritt nach B.___ gewesen. Zu dem führte er aus, d ie Behandlung eines schwerbrandverletzten Jugendlichen wie des Versicherten bestehe aus der l ebensrettenden Akutbehandlung, welche bei ih m viele Monate in Anspruch genommen habe. Daran schliesse sich eine Frühre ha bilitation im Spital Z.___ an, die noch teilweise Haut müsse stabil werden, die Ernährung, Physio therapie und Ergotherapie seien notwendig. Als diese nach Monaten auch abge schlossen gewesen sei, sei es zur eigentlichen Rehabilitation gekommen, welche darauf abziele, den Versicherten in einen normalen Familien alltag und Schulall tag zu reintegrieren. Wenn eine Rehabilitation eines Patienten wie des Versicher ten nicht gelinge, komme es zur schrittweisen Verschlechterung der Selbständig keit, Rollstuhlpflicht, Hilfe beim Essen, Toilettengang usw. seien die Folge (S. 2). Prof. Dr. med. F.___, Chefarzt, Facharzt für Kinder- und Jugend medizin, Rehabi litationszentrum A.___, Spital Z.___, B.___, führte mit E-Mail vom 16. August 2021 (Urk. 3/3 ) auf Fragen der Recht s vertreterin des Vaters des Versicherten aus, die Ziele der Rehabilitation seien Reintegration und Rückkehr in den schulischen (inkl. Schulweg) und familiären Alltag, Verbesserung der Selbständigkeit und Mobilität. Durch ergotherapeutische und psychotherapeutische Massnahmen soll ten bei inzwischen stabilisiertem Zu stand und Abschluss des Leidens an sich die Gelenksbeweglichkeit erhalten wer den, zur Bewältigung des Alltags (Selbstver sorgung, Schule inklusive Grapho mo torik (Bedienung Computer, Benutzung OeV, Umgang mit Kreditkarte, Mund mo torik etc.) ). Auf die Frage, ob eine wesentliche und dauerhafte Verbesserung der künftigen Erwerbsfähigkeit durch die Reha gegeben sei, wurde ausgeführt, durch häufiges Anwenden beziehungsweise Ein bindung von Bewegungen in den Alltag ergebe sich ein positive r Trainingseffekt. Allerdings sei hierfür - insbesondere in der Adoleszenz (pub ertärer Wachstum schub ) eine erhaltende Therapie notwendig, um eine m drohenden stabilen Defekt (Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit) vorzubeugen. Es müsse alles daran gesetzt werden, diesen Jugendlichen in den be ruflichen Arbeitsprozess (mit ent sprechenden Anpassungen) zu integrieren, was aufgrund der Erfahrung in der Beschulung in den Spitalschulen der Reha bilitation und im Spital Z.___ gelingen sollte (S. 2). Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksich tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b ; 99 V 98). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der nach Verfügungserlass eingereichten Berichte erfüllt, weshalb diese vorliegend berücksichtigt werden können. 4. 4.1 Dass die streitigen medizinischen Massnahmen, wie von der IV -Stelle ausgeführt (vgl. Urk. 2 S. 2 ), mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens nicht gestützt auf Art. 13 IVG übernommen werden können, wird vom Beschwerdeführer vorlie gend zu Recht nicht bestritten. Bereits aufgrund des Alters ist davon auszugehen, dass der 14-jährige Versicherte in Bezug auf die konkrete Suizidhandlung nicht urteilsfähig war und ein Unfall vorliegt. Zu prüfen ist folglich, ob der Rehabilitationsaufenthalt in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen stand, mithin ob der Rehabilitationsaufenthalt mit der Unfallbehandlung einen einheit lichen Komplex bildete (vgl. vorstehend E. 1.4 f.). 4.2 Dem Bericht der Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, vom 2 2. Februar 2021 (vorstehend E. 3.1), ist zu entnehmen, dass es beim Versicherten am 20. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brand beschleuniger zu einer Verbrennung Grad 3 von 95 % der Körperoberfläche gekommen ist. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 fand ein intensivmedizinischer Aufenthalt statt, mit zahlreichen Operationen und Hauttransplantationen. Ab dem 10. Juni 2020 war der Versicherte im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___ hospitalisiert. Ab dem 2. November 2020 befand er sich im Reha bi litationszentrum A.___. Dies wohl bis April 2021 (vgl. vorstehend E. 3. 3-3. 4). Danach fand nach mehreren Narbenreleases und Z-Plastiken am Hals zur Ver besserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter wieder ein stationärer A uf enthalt im Spital Z.___ statt. Im Anschluss war eine Verlegung in die Rehabilita tion in B.___ vorgesehen (vorstehend E. 3.5). Am 30. Juli 2021 wurde er gemäss Angaben seiner Mutter aus der Reha in B.___ entlassen (vgl. Urk. 8/88). Gemäss den Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, war das Ziel der Rehabilitation die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für den Versicherten geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Ver sicherte war im Berichtszeitpunkt im Februar 2021 aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen (vorstehend E. 3.1). Im März 2021 gaben sie an, aufgrund des schweren Ver brennungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der ver schiedenen Thera pien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Regenerations pro zess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig. Abgesehen von dem inten siven Therapiesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das ge schulte Pflegeper sonal sowie die weitere Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psychologische Betreuung (vorstehend E. 3. 2 ). 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Rehabilitationsaufenthalt des Versicherten am 2. November 2020 gut neun Monate nach dem Unfall vom 2 0. Januar 2020 angetreten wurde, dies nach einem intensivmedizinischen Aufenthalt und einer Hospitalisierung im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___. M it der Rehabilitation wurde folglich unmittelbar nach der akutmedizinischen Behand lung und Frührehabilitation begonnen. Von einem längere Zeit ohne Behandlung bestehenden stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte ( vorstehend E. 1.4 ), kann auch bei einer Zeitspanne von rund neun Monaten keine Rede sein, namentlich nicht mit Blick auf die schweren Verletzungen des Versicherten. Auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein zeitlicher Unterbruch zu bejahen ist, wenn ein Defekt ohne Behandlun g während 360 Tagen stabil war (vgl. vorstehend E. 1. 4 ), liegt noch kein zeitlicher Unterbruch vor. Zudem war die B ehandlung während des Rehabilitationsaufenthaltes noch nicht abgeschlossen und es stand während des Aufenthaltes die Behandlung der Ver brennungs folgen im Vordergrund, was sich bereits daraus ergibt, dass der Ver si cherte aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Massnahmen angewiesen war und eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig war, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Die Rehabilitation diente dem nach der Behebung unfallbedingter Funktionseinschränkungen. Der Versicherte nahm im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches (im Berichtszeitpunkt Februar 2021 ) Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sportthe rapie und Rehabilitationspflege sowie psychologische Begleitung beinhaltete. Das Ziel der Rehabilitation war wie erwähnt die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Vor diesem Hintergrund ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Behandlung des Grundleidens bereits vor dem 2. November 2020 abgeschlossen oder nur noch nebensächlich gewesen wäre. Die Rehabilitationsmassnahmen in B.___ standen vielmehr in hinrei chend engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfolgen. Soweit beschwerdeweise geltend gemacht wird, gemäss dem Bericht von Prof. Dr. D.___ sei die Leidensbehandlung Anfang November 2020 abgeschlossen gewesen (vgl. Urk. 1 S. 6 Rz 1.4), geht dies aus seinem Bericht so nicht hervor. S einem Bericht kann entnommen werden, dass Bewegungseinschränkungen du rch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern eine Rehabilitation unabdingbar machten (vorstehend E. 3.6). Insofern gilt somit vorliegend dasselbe wie im BGE 114 V 18 (E. 2b S. 21), wo das Bundesgericht erwog, die Unfall be handlung im Rechtssinn wäre unvollständig, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht ausser Zweifel steh e, dass Schädel-Hirn-Trau ma tiker nicht nur auf der Intensivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müss t en, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei ( vor stehend E. 1.5 ). Gleiches muss analog auch für die schweren Verbrennungen gelten. Es widerspricht der angeführten Rechtsprechung ( vorstehend E. 1. 4 ), den engen sachlichen Zusammenhang mit der primären Unfallbehandlung zu verneinen, sobald die Rehabilitationsmassnahmen über die medizinische Heilbehandlung im engsten Sinne - hier insbesondere lebensrettende Akutbehandlung und Früh reha bili tation im Spital Z.___ - hinausgehen. Insofern kann der Versicherte aus den Berichten von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ nichts zu seinen Gunsten ableiten. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass nichterwerbs tätige minderjährige Versicherte als invalid gelten, wenn ihr Gesundheitsschaden künftig wahrscheinlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben werde, und hierzu auf die Berichte von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ verweist (Urk. 1 S. 5 Rz 1.2), ist festzuhalten, dass die Invalidenversicherung eine Vorkehr, die der Behandlung des Leidens an sich zuzuzählen ist, auch dann nicht zu über nehmen hat, wenn ein wesentlicher Eingliederungserfolg vorausgesehen werden kann. Der Eingliederungserfolg, für sich allein betrachtet, ist im Rahmen von Art. 12 IVG kein taugliches Abgrenzungskriterium, zumal praktisch jede ärztliche Vorkehr, die medizinisch erfolgreich ist, auch im erwerblichen Leben eine ent sprechende Verbesserung bewirkt (BGE 120 V 277 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 E. 2, 2000 S. 64 E. 1, S. 295 E. 2a und S. 298 E. 1a je mit Hinweisen) 4.4 Beschwerdeweise wurde die analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV beantragt (vgl. vorstehend E. 2.2). Den medizinischen Akten sind keine Hinweise zu ent neh men, dass der Versicherte infolge des Unfalls vom 20. Januar 2020 jemals unter Lähmungen gelitten hätte. Demzufolge kommt die Bestimmung von Art. 2 Abs. 2 IVV, wonach medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren sind, in dem nach be währter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behand lung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt oder unter g e ordnete Bedeutung erlangt hat, vorliegend nicht zur Anwendung und der erwähn ten Verwaltungspraxis zur Kostenübernahme bei Behandlung von Läh mungen nach Hirnverletzungen ( KSME Rz 655-657/855-857.1; vorstehend E. 1.6) kommt i m vorliegende n Fall grundsätzlich keine Relevanz zu. Eine analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Recht sprechung ausgeschlossen (vgl. Urteil 9C_748 /2 012 vom 12. April 2013 E. 4.1). 4.5 Zusammenfassend sind somit die Voraussetzungen für die Gewährung medizi ni scher Massnahmen (Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte ) gemäss Art. 12 IVG nicht gegeben, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Dem Versicherten steht es frei, für weitere medizinische Massnahmen ein neues Gesuch einzureichen. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r u nterliegenden Partei aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensKeller

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00479 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Keller Urteil vom 1. Februar 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gesetzlich vertreten durch de n Vater Y.___ dieser vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Stark Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, gebor en am 2. April 2005, wurde am 22. Dezember 2017 durch seine Mutter unter Hinweis auf das Geburtsgebrechen Ziff. 210 gemäss dem Anhang zur Verordnung üb er Geburtsgebrechen ( GgV -Anhang; Prognathia infe rior congenita ) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Abklärungen und leistete mit Mitteil ung vom 24. Januar 2018 (Urk. 8/6) Kostengutsp rache für medizinische Massnahmen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 21 0. 1.2 Am 2 0. Januar 2020 erlitt der Versicherte im Rahmen eines Suizidversuchs Ver brennungen im Grad 3 an 95 % der Körperoberfläche. Am 2 0. März 2020 reichte die Mutter des Versicherten ein Gesuch für ein Hilfsmittel (Kommunikationsgerät) ein (Urk. 8/7). Das Gesuch wurde in der Folge zurückgezogen (Urk. 8/11), weshalb es die IV-Stelle ad acta legte (Urk. 8/10). 1.3 Am 23. Dezember 2020 reichte die Mutter des Versicherten erneut ein Gesuch für Hilfsmittel (Rückenliegeschale, Quengelschienen ) ein (Urk. 8/12). Am 27. Januar 2021 erfolgte die Anmeldung für Massnahmen für die berufliche Eingliederung (Urk. 8/19) und für eine Hilflosenentschädigung Minderjährige (Urk. 8/20). Am 9. Februar 2021 wurde der Versicherte durch die Mutter für medizinische Mass nahmen angemeldet (Urk. 8/32). Am 19. April 2021 reichte die Mutter des Ver si cherten ein Zusatzgesuch betreffend Badewannenlifter ein (Urk. 8/62), welches die IV-Stelle am 1 0. Juni 2021 guthiess (Urk. 8/75). Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Entschädigung für eine mittlere Hilflosigkeit und einen Intensivpflegezuschlag zu (Urk. 8/66). Die IV-Stelle lehnte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/65) mit Verfügung vom 14. Juni 2021 (Urk. 8/76 = Urk. 2) eine Kostengutsprache für medizinische Mass nahmen ab. 2. Der Vater de s Versicherten erhob am 16. August 2021 Beschwerde gegen die Ver fügung vom 1 4. Juni 2021 ( Urk. 2) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Kosten für die medizinischen Massnahmen seien im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) durch die IV-Stelle zu über nehmen (Urk. 1 S. 2). Am 27. Oktober 2021 (Urk. 7 ) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Vater des Versicherten am 2. Novem ber 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden ver sicherung (IVV) besteht ein Anspruch auf Übernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenig s tens relativ stabilisierte Folgezustände von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un fall (im Einzelnen: Beeinträchtigungen der Körperbewegung, der Sinneswahr neh mung oder der Kontaktfähigkeit) behoben oder gemildert werden, um die Erwerbs fähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Der Eingliederungserfolg ist bei jüngeren Ver si cherten als dauernd zu betrachten, wenn er wahrscheinlich während eines be deu tenden Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihrerseits nicht wes ent lich herabgesetzt sein darf, erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefunde, welche geeignet sind, die Aktivitätserwartung trotz der medizinischen Mass nah me wesentlich herabzusetzen, ist die Dauerhaftigkeit des Eingliederungser folgs zu verneinen (Urteil des Bundesgerichts 9C_695 /2009 vom 1. Dezember 2009 E. 2.1 ). Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognostisch zu beur teilen. Massgebend ist der medizinische Sachverhalt vor Durchführung der Mass nahme in seiner Gesamtheit. Die erforderliche Prognose bei einem Kind muss zwei Aus sagen enthalten: Zunächst muss erstellt sein, dass ohne die vorbeugende Behand lung in naher Zukunft mit Wahrscheinlichkeit eine bleibende Beein träch tigung eintreten würde; zugleich muss erstellt sein, dass durch die Behandlung ein stabi ler Zustand herbeigeführt werden kann, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Voraussetzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbs fähigkeit bestehen (Urteile des Bundesgerichts 9C_677 /2017 vom 8. Juni 2018 E. 2.2 und 8C_ 632 /2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1; Silvia Bucher, Eingliede rungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 155 Rz 245). 1. 2 Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als inva lid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 des Bundes ge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG haben sie Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Einglie de rung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Eine therapeutische Vorkehr, deren Wirkung sich in der Unterdrückung von Symptomen erschöpft, kann nicht als medizinische Massnahme im Sinne des Art. 12 IVG gelten, selbst wenn sie im Hinblick auf die schulische und erwerbliche Eingliederung unabdingbar ist. Denn eine solche dient weder der Herbeiführung eines stabilen Zustandes, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Vor aus setzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit bestehen, noch ändert sie etwas am Fortdauern eines labilen Krankheitsgeschehens und dient dementsprechend nicht der Verhinderung eines stabilen pathologischen Zustan des. Deswegen genügt eine günstige Beeinflussung der Krankheitsdynamik allein nicht, wenn eine spontane, nicht kausal auf die therapeutische Massnahme zu rückzuführende Heilung zu erwarten ist, oder wenn die Entstehung eines stabilen Defekts mit Hilfe von Dauertherapie lediglich hinausgeschoben werden soll. Ein Zustand, der sich nur dank therapeutischer Massnahmen einigermassen im Gleichgewicht halten lässt, ist keine stabile Folge von Krankheit, Unfall oder Geburtsgebrechen. Ein solcher Zustand ist zwar, solange er im Gleichgewicht bewahrt werden kann, stationär, nicht aber im Sinne der Rechtsprechung stabil. Um eine von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmende Behandlung des Leidens an sich geht es somit in der Regel bei der Heilung oder Linderung eines labilen pathologischen Geschehens. Eine Psychotherapie bei Minderjährigen kann von der Invalidenversicherung nur übernommen werden, wenn sie keinen Dauer charakter hat, also nicht – wie dies etwa bei Schizophrenien oder manisch-de pressiven Psychosen zutrifft – zeitlich unbegrenzt erforderlich sein wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_106 /2014 vom 9. April 2014 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat die Invalidenversicherung nicht nur medizinische Massnahmen zu übernehmen, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle gerichtet sind, sondern auch solche, die bei einstweilen noch labilem Leidenscharakter einen die berufliche Ausbil dung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Defektzustand vor beu gen. Dies ist der Fall, wenn ohne die betreffende Vorkehr in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wo durch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt würden (Urteil des Bundesgerichts 9C_393 /2012 vom 20. August 2012 E. 3 mit Hinwei sen). Die entsprechenden Kosten werden bei Minderjährigen also von der Invali denversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrschein lich keit zu einem schwer korrigierbaren, die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand führen würde (BGE 131 V 9 E. 4.2 mit Hinweisen). 1.3 Die medizinischen Massnahmen umfassen gemäss Art. 14 Abs. 1 IVG die Be hand lung, die vom Arzt oder von der Ärztin selbst oder auf ihre Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) sowie die Abgabe der vom Arzt oder der Ärztin verordneten Arzneien (lit. b). Beim Ent scheid über die Gewährung von ärztlicher Behandlung in Anstalts- oder Haus pflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin und auf die persönlichen Verhältnisse der versicherten Person in ange messener Weise Rücksicht zu nehmen ( Art. 14 Abs. 3 IVG). Der Anspruch umfasst ferner die erforderlichen Behandlungsgeräte (BGE 109 V 166). 1. 4 Art. 12 IVG strebt insbesondere eine Abgrenzung zwischen dem Geltungsbereich der Invalidenversicherung und dem der sozialen Krankenversicherung und der Unfallversicherung an. Grundsätzlich erfolgt die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung unabhängig von der Dauer des Leidens zunächst im Bereich der Kranken- oder Unfallversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1; Urteil des Bun desgerichts 8C_648 /2010 vom 1 2. Januar 2011 E. 2.3). Gemäss Art. 2 Abs. 4 IVV gilt die Behandlung von Verletzungen denn auch nicht als medizinische Mass nahme im Sinne von Artikel 12 IVG. Stabile - oder relativ stabilisierte – unfall bedingte Defekte können hingegen Anlass zu Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 IVG geben, sofern kein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen besteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.1 und U 91/02 vom 2 1. Oktober 2003 E. 3.2; BGE 102 V 69 E. 1 S. 70). Gemäss der Rechtsprechung ist ein enger sachlicher Zusammen hang mit den primären Unfallfolgen gegeben, wenn die medizinische Vorkehr mit der Unfallbehandlung einen einheitlichen Komplex bildet, wobei für die Beur teilung ausschliesslich der Zeitpunkt der Entstehung des Defektes und nicht der Zeitpunkt der Diagnosestellung oder der Durchführung der Massnahme aus schlag gebend ist. Eine Massnahme, die schon während der Unfallbehandlung als voraussichtlich notwendig erkennbar war, ist keine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1 und 114 V 18 E. 1b ). Wenn noch ein enger und sachlicher Zusammenhang mit den Unfallfolgen besteht, fällt die Leistungspflicht der Invalidenversicherung daher ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.2). Der zeitliche Zusam men hang mit der Unfallbehandlung wird von der Rechtsprechung als unter bro chen betrachtet, wenn der Defekt ohne Behandlung länger, das heisst in der Regel während 360 Tagen, stabil war und die versicherte Person im Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit tätig sein konnte, wobei die massgebende Zeit spanne für die Beurteilung des zeitlichen Zusammenhanges mit dem Eintritt des stabilen Defektzustandes nach Abschluss der primären Unfallbehandlung be ginnt und zum Zeitpunkt der erstmaligen Indikation der neuen Behand lungs vor kehr endet (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.3.1; BGE 114 V 18). 1.5 In einem Entscheid aus dem Jahre 2013 betreffend ein unter einem unfall be ding ten Hemisyndrom nach Schädel-Hirntrauma leidenden versichertes Kind (Urteil 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013) erwog das Bundesgericht, dass eine Zeit spanne zwischen dem Unfallereignis und dem Beginn eines stationären Reha bilitations aufenthaltes von rund 10 Wochen Dauer den engen zeitlichen Zu sammenhang zwischen der 11 Tage nach dem Unfall begonnenen Frühre habi litation und dem anschliessenden stationären Rehabilitationsaufenthalt nicht in Frage zu stellen vermöge, und dass von einem längere Zeit ohne Behandlung stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte, bei einer Zeitspanne von 10 Wochen keine Rede sein könne (E. 4.2). Der stationäre Rehabilitationsaufenthalt habe vielmehr in einem hinreichend engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfol gen gestanden. Auch aus dem Umstand, dass die behandelnden Ärzte nebst der Ergotherapie auch die Weiterführung von Logopädie und der heilpä da gogischen Frühförderung empfohlen hätten, lasse sich nicht darauf schliessen, dass die an lässlich des fraglichen stationären Rehabilitationsaufenthaltes durch geführten Therapien nicht mehr hauptsächlich die Unfallfolgen betroffen hätten. Sodann gelte es zu berücksichtigen, dass die Unfallbehandlung im Rechtssinn unvollstän dig sei, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht aus ser Zweifel stehe, dass Schädel- Hirntraumatiker nicht nur auf der Inten sivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müssten, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei (E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 114 V 18 E. 2b ). In BGE 114 V 18 hielt das Bundesgericht sodann fest, dass der enge zeitliche Zusammenhang der (rund einjährigen) Rehabilitation offensichtlich ge geben sei, da die Therapien unmittelbar im Anschluss auf die (knapp sechs Monate dauernde) Spitalbehandlung erfolgt sei (E. 2.c ). 1.6 Gemäss Art. 2 Abs. 2 IVV sind medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren, in dem nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behandlung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt o der untergeordnete Bedeutung erlangt hat. Laut der Verwaltungspraxis zur Kosten über nahme bei Behandlung von Lähmungen nach Hirnverletzungen und Erkran kungen des Gehirns oder des Rückenmarks (Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen, KSME, Fassung ab 1. Januar 2021, Rz 655-657/855-857.1) sind bei Lähmungen nach Hirnverletzungen Eingliede rungs massnahmen der Invalidenversicherung gerechtfertigt, sobald die Behand lung des Grundleidens abgeschlossen oder nur noch nebensächlich geworden ist und der Allgemeinzustand eine Eingliederung erlaubt, was frühestens sechs Wochen nach Wiedererlangen des vollen Bewusstseins beurteilt werden kann; vorher sind Massnahmen der Invalidenversicherung ausgeschlossen. Eingliede rungs massnahmen können frühestens vier Wochen nach Erlangen des vollen Bewusstseins zugesprochen werden. 1.7 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstel len. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen mit der Begründung (Urk. 2), es liege kein von der Invalidenversicherung anerkanntes Geburtsgebrechen vor und es fehlten auch die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kostengutsprache nach Art. 12 IVG. Die ge sundheitliche Beeinträchtigung sei auf einen schweren Verbrennungs un fall zu rückzuführen. Die Kosten für die stationäre Rehabilitation sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte (Lagerungsschale mit Quengel funktion und Unterarmorthesen) und auch die notwendige weitere Behandlung (allfällige Therapien) gingen deshalb nicht zu ihren Lasten ( S. 2). Aus näher genannten Gründen (Urk. 7 S. 2) habe im Zeitpunkt des Reha-Aufenthaltes kein stabiler oder wenigstens ein relativ stabilisierter Folgezustand im Sin ne von Art. 12 IVG vorgelegen. Der Reha-Aufenthalt diene der Verhinderung eines stabi len Defektzustands im Sinne einer Behandlung der Unfallfolgen, sei somit als Leidensbehandlung anzusehen und sei nicht unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet. 2.2 Dagegen wandte der Vater des Versicherten ein, es bestehe angesichts der weit gehend abgeschlossenen Heilung der Verbrennungsfolgen ein relativ stabilisierter Zustand, aktuell gehe es um die Verbesserung der Beweglichkeit. Im Übrigen seien medizinische Vorkehren bei Jugendlichen selbst bei einem noch labilen Leiden zu übernehmen, wenn ohne diese eine Heilung mit Defekt einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt würde ( Urk. 1 S. 4 f.). Wenn das Gericht nicht ohnehin zum Schluss komme, dass vorliegend die Vor aussetzungen von Art. 12 IVG zu bejahen seien, müsste vorliegend Art. 2 Abs. 2 IVV mindestens analog angewendet werden (S. 6). 2.3 Zu prüfen ist ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG, und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Über nahme der Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungs geräte zu Recht abgelehnt hat. 3. 3.1 Die Ärzt innen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, nannten mit Bericht vom 22. Februar 2021 (Urk. 8/36 = Urk. 8/67) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.): - Verbrennung Grad 3 von 95 % Körperoberfläche ( KOF ) vom 20. Januar 2020 - schweres obstruktive Schlafapnoe-Syndrom - Status nach undislozierter, subcapitaler Humerusfraktur rechts vom 10. Dezember 2020 Beim Versicherten sei es am 2 0. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brandbeschleuniger zu oben genannten Verbrennungen von 95 % der Kör per oberfläche gekommen. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 habe ein intensiv medi zinischer Aufenthalt stattgefunden mit zahlreichen Operationen und Haut trans plantationen. Seit dem 10. Juni 2020 sei der Versicherte im Zentrum für brand ve rletzte Kinder des Spitals hospitalisiert gewesen. Er sei vom Spital Z.___ zur stationären Rehabilitation zugewies en worden und nehme seit dem 2. November 2020 im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches aktuell Physio the rapie, Ergothera pie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sporttherapie und Rehabilitations pflege sowie psychologische Begleitung beinhalte. Das Ziel der Rehabilitation sei die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selb ständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Versicherte sei aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen, wobei er jedoch zunehmend assistieren könne, so schaffe er es nun schon, selbständig die Zähne zu putzen (S. 2 f.). Hohe Priorität habe im Moment die Erlangung eines möglichst grossen Bewegungsumfangs, sowie die psychothera peutische Aufarbeitung des traumatischen Erlebnisses. Die Selbständig keit, die ihm dies im Alltag bringe, werde ausschlaggebend sein für jegliche zukünftige Beteiligung im Berufsleben, wie auch für seine schulische Zukunft (S. 4). 3. 2 Die Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, führten mit Bericht vom 4. März 2021 (Urk. 8/52 / 5 ) aus, aufgrund des schweren Verbren nungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu er halten. Durch die Verbrennung dritten Grades an 95 % der Körper oberfläche neige diese dazu, Narben zu bilden und sich zusammenzuziehen, wo durch es zu Bewegungseinschränkungen beziehungsweise Zwangsfehlstellungen in anliegen den Gelenken kommen könne. Da Kontrakturen und Wundheilungs störungen die Selbständigkeit des Versicherten und spätere Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen und ausüben zu können stark einschränken würde n, brauche er jetzt intensive, tägliche Physio- und E rgotherapie, inklusive Training in der Robotik um die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Zudem werde an der Kraft und Koordination gearbeitet. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Rege nerationsprozess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig und in diesem Um fang aktuell nur stationär denkbar. Abgesehen von dem intensiven Thera piesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das geschulte Pflegepersonal, sowie der weitere n Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psycho logische Betreuung. 3. 3 Dr. med. C.___, Oberärztin, Fachärztin für Kinder- und Jugend me dizin, Rehabili tationszentrum A.___, B.___, führte mit Bericht vom 2 9. März 2021 (Urk. 8/56 = Urk. 8/68 ) ergänzend aus, der Versicherte sei bis voraussichtlich Ende April stationär in der Kinderrehabilitation (Ziff. 2.7). Die Rückenliegeschale sei drin gend notwendig, um Kontrakturen entgegenzuwirken, dem Versicherten im All tag eine bessere Beweglichkeit zu gewähren und eine Verbesserung der Atem situation zu erzielen. Die Unterarmorthesen seien verord net worden, um den Bewegungsumfang des Ellenbogengelenks zu erhalten bezie hungsweise zu ver bessern, einerseits durch das Strecken der Haut, andererseits auch durch Strecken von Sehnen und Muskeln ( Urk. 8/56/4). 3. 4 Kurz nach Verfügungserlass ging folgender Bericht bei der Beschwerdegegnerin ein: Di e Ärzte des Spitals Z.___ führten mit Bericht vom 1. Juni 2021 (Urk. 8/80 ) aus, der Versich erte sei aktuell noch stationär nach mehreren Narben release und Z-Plastiken am Hals zur Verbesserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter (Ziff. 1.6). E ine Verlegung in die Rehabilitation in B.___ sei vorgesehen (Ziff. 2.7). 3. 5 Im Beschwerdeverfahren wurden folgende Berichte eingereicht: Prof. Dr. med. D.___, Leiter Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Facharzt für Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik E.___, Zentrum für brand verletzte Kinder, führte mit E-Mail vom 2 6. Juli 2021 (Urk. 3/2 ) auf Fragen der Re chtsver treterin des Vaters des Versicherten aus, ein stabiler Defektzustand sei bei einer schweren Verbrennung dann erreicht, wenn die Hautoberfläche wieder stabil ver heilt sei. Dies sei der Fall gewesen, als der Versicherte in die Reha über getreten sei. Bewegungseinschränkungen durch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern machten eine Rehabilitation unabdingbar. Der Ver sicherte sei zu einem Zeitpunkt nach B.___ gegangen, als seine Frühreha im Spital Z.___ abgeschlossen gewesen sei. Auf die Frage, ab wann die Behandlung des ursäch lichen Gesundheitsschadens (weitgehend) abgeschlossen gewesen sei, führte Prof. Dr. D.___ aus, dies sei beim Übertritt nach B.___ gewesen. Zu dem führte er aus, d ie Behandlung eines schwerbrandverletzten Jugendlichen wie des Versicherten bestehe aus der l ebensrettenden Akutbehandlung, welche bei ih m viele Monate in Anspruch genommen habe. Daran schliesse sich eine Frühre ha bilitation im Spital Z.___ an, die noch teilweise Haut müsse stabil werden, die Ernährung, Physio therapie und Ergotherapie seien notwendig. Als diese nach Monaten auch abge schlossen gewesen sei, sei es zur eigentlichen Rehabilitation gekommen, welche darauf abziele, den Versicherten in einen normalen Familien alltag und Schulall tag zu reintegrieren. Wenn eine Rehabilitation eines Patienten wie des Versicher ten nicht gelinge, komme es zur schrittweisen Verschlechterung der Selbständig keit, Rollstuhlpflicht, Hilfe beim Essen, Toilettengang usw. seien die Folge (S. 2). Prof. Dr. med. F.___, Chefarzt, Facharzt für Kinder- und Jugend medizin, Rehabi litationszentrum A.___, Spital Z.___, B.___, führte mit E-Mail vom 16. August 2021 (Urk. 3/3 ) auf Fragen der Recht s vertreterin des Vaters des Versicherten aus, die Ziele der Rehabilitation seien Reintegration und Rückkehr in den schulischen (inkl. Schulweg) und familiären Alltag, Verbesserung der Selbständigkeit und Mobilität. Durch ergotherapeutische und psychotherapeutische Massnahmen soll ten bei inzwischen stabilisiertem Zu stand und Abschluss des Leidens an sich die Gelenksbeweglichkeit erhalten wer den, zur Bewältigung des Alltags (Selbstver sorgung, Schule inklusive Grapho mo torik (Bedienung Computer, Benutzung OeV, Umgang mit Kreditkarte, Mund mo torik etc.) ). Auf die Frage, ob eine wesentliche und dauerhafte Verbesserung der künftigen Erwerbsfähigkeit durch die Reha gegeben sei, wurde ausgeführt, durch häufiges Anwenden beziehungsweise Ein bindung von Bewegungen in den Alltag ergebe sich ein positive r Trainingseffekt. Allerdings sei hierfür - insbesondere in der Adoleszenz (pub ertärer Wachstum schub ) eine erhaltende Therapie notwendig, um eine m drohenden stabilen Defekt (Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit) vorzubeugen. Es müsse alles daran gesetzt werden, diesen Jugendlichen in den be ruflichen Arbeitsprozess (mit ent sprechenden Anpassungen) zu integrieren, was aufgrund der Erfahrung in der Beschulung in den Spitalschulen der Reha bilitation und im Spital Z.___ gelingen sollte (S. 2). Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksich tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b ; 99 V 98). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der nach Verfügungserlass eingereichten Berichte erfüllt, weshalb diese vorliegend berücksichtigt werden können. 4. 4.1 Dass die streitigen medizinischen Massnahmen, wie von der IV -Stelle ausgeführt (vgl. Urk. 2 S. 2 ), mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens nicht gestützt auf Art. 13 IVG übernommen werden können, wird vom Beschwerdeführer vorlie gend zu Recht nicht bestritten. Bereits aufgrund des Alters ist davon auszugehen, dass der 14-jährige Versicherte in Bezug auf die konkrete Suizidhandlung nicht urteilsfähig war und ein Unfall vorliegt. Zu prüfen ist folglich, ob der Rehabilitationsaufenthalt in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen stand, mithin ob der Rehabilitationsaufenthalt mit der Unfallbehandlung einen einheit lichen Komplex bildete (vgl. vorstehend E. 1.4 f.). 4.2 Dem Bericht der Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, vom 2 2. Februar 2021 (vorstehend E. 3.1), ist zu entnehmen, dass es beim Versicherten am 20. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brand beschleuniger zu einer Verbrennung Grad 3 von 95 % der Körperoberfläche gekommen ist. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 fand ein intensivmedizinischer Aufenthalt statt, mit zahlreichen Operationen und Hauttransplantationen. Ab dem 10. Juni 2020 war der Versicherte im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___ hospitalisiert. Ab dem 2. November 2020 befand er sich im Reha bi litationszentrum A.___. Dies wohl bis April 2021 (vgl. vorstehend E. 3. 3-3. 4). Danach fand nach mehreren Narbenreleases und Z-Plastiken am Hals zur Ver besserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter wieder ein stationärer A uf enthalt im Spital Z.___ statt. Im Anschluss war eine Verlegung in die Rehabilita tion in B.___ vorgesehen (vorstehend E. 3.5). Am 30. Juli 2021 wurde er gemäss Angaben seiner Mutter aus der Reha in B.___ entlassen (vgl. Urk. 8/88). Gemäss den Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, war das Ziel der Rehabilitation die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für den Versicherten geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Ver sicherte war im Berichtszeitpunkt im Februar 2021 aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen (vorstehend E. 3.1). Im März 2021 gaben sie an, aufgrund des schweren Ver brennungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der ver schiedenen Thera pien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Regenerations pro zess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig. Abgesehen von dem inten siven Therapiesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das ge schulte Pflegeper sonal sowie die weitere Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psychologische Betreuung (vorstehend E. 3. 2 ). 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Rehabilitationsaufenthalt des Versicherten am 2. November 2020 gut neun Monate nach dem Unfall vom 2 0. Januar 2020 angetreten wurde, dies nach einem intensivmedizinischen Aufenthalt und einer Hospitalisierung im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___. M it der Rehabilitation wurde folglich unmittelbar nach der akutmedizinischen Behand lung und Frührehabilitation begonnen. Von einem längere Zeit ohne Behandlung bestehenden stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte ( vorstehend E. 1.4 ), kann auch bei einer Zeitspanne von rund neun Monaten keine Rede sein, namentlich nicht mit Blick auf die schweren Verletzungen des Versicherten. Auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein zeitlicher Unterbruch zu bejahen ist, wenn ein Defekt ohne Behandlun g während 360 Tagen stabil war (vgl. vorstehend E. 1. 4 ), liegt noch kein zeitlicher Unterbruch vor. Zudem war die B ehandlung während des Rehabilitationsaufenthaltes noch nicht abgeschlossen und es stand während des Aufenthaltes die Behandlung der Ver brennungs folgen im Vordergrund, was sich bereits daraus ergibt, dass der Ver si cherte aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Massnahmen angewiesen war und eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig war, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Die Rehabilitation diente dem nach der Behebung unfallbedingter Funktionseinschränkungen. Der Versicherte nahm im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches (im Berichtszeitpunkt Februar 2021 ) Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sportthe rapie und Rehabilitationspflege sowie psychologische Begleitung beinhaltete. Das Ziel der Rehabilitation war wie erwähnt die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Vor diesem Hintergrund ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Behandlung des Grundleidens bereits vor dem 2. November 2020 abgeschlossen oder nur noch nebensächlich gewesen wäre. Die Rehabilitationsmassnahmen in B.___ standen vielmehr in hinrei chend engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfolgen. Soweit beschwerdeweise geltend gemacht wird, gemäss dem Bericht von Prof. Dr. D.___ sei die Leidensbehandlung Anfang November 2020 abgeschlossen gewesen (vgl. Urk. 1 S. 6 Rz 1.4), geht dies aus seinem Bericht so nicht hervor. S einem Bericht kann entnommen werden, dass Bewegungseinschränkungen du rch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern eine Rehabilitation unabdingbar machten (vorstehend E. 3.6). Insofern gilt somit vorliegend dasselbe wie im BGE 114 V 18 (E. 2b S. 21), wo das Bundesgericht erwog, die Unfall be handlung im Rechtssinn wäre unvollständig, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht ausser Zweifel steh e, dass Schädel-Hirn-Trau ma tiker nicht nur auf der Intensivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müss t en, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei ( vor stehend E. 1.5 ). Gleiches muss analog auch für die schweren Verbrennungen gelten. Es widerspricht der angeführten Rechtsprechung ( vorstehend E. 1. 4 ), den engen sachlichen Zusammenhang mit der primären Unfallbehandlung zu verneinen, sobald die Rehabilitationsmassnahmen über die medizinische Heilbehandlung im engsten Sinne - hier insbesondere lebensrettende Akutbehandlung und Früh reha bili tation im Spital Z.___ - hinausgehen. Insofern kann der Versicherte aus den Berichten von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ nichts zu seinen Gunsten ableiten. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass nichterwerbs tätige minderjährige Versicherte als invalid gelten, wenn ihr Gesundheitsschaden künftig wahrscheinlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben werde, und hierzu auf die Berichte von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ verweist (Urk. 1 S. 5 Rz 1.2), ist festzuhalten, dass die Invalidenversicherung eine Vorkehr, die der Behandlung des Leidens an sich zuzuzählen ist, auch dann nicht zu über nehmen hat, wenn ein wesentlicher Eingliederungserfolg vorausgesehen werden kann. Der Eingliederungserfolg, für sich allein betrachtet, ist im Rahmen von Art. 12 IVG kein taugliches Abgrenzungskriterium, zumal praktisch jede ärztliche Vorkehr, die medizinisch erfolgreich ist, auch im erwerblichen Leben eine ent sprechende Verbesserung bewirkt (BGE 120 V 277 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 E. 2, 2000 S. 64 E. 1, S. 295 E. 2a und S. 298 E. 1a je mit Hinweisen) 4.4 Beschwerdeweise wurde die analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV beantragt (vgl. vorstehend E. 2.2). Den medizinischen Akten sind keine Hinweise zu ent neh men, dass der Versicherte infolge des Unfalls vom 20. Januar 2020 jemals unter Lähmungen gelitten hätte. Demzufolge kommt die Bestimmung von Art. 2 Abs. 2 IVV, wonach medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren sind, in dem nach be währter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behand lung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt oder unter g e ordnete Bedeutung erlangt hat, vorliegend nicht zur Anwendung und der erwähn ten Verwaltungspraxis zur Kostenübernahme bei Behandlung von Läh mungen nach Hirnverletzungen ( KSME Rz 655-657/855-857.1; vorstehend E. 1.6) kommt i m vorliegende n Fall grundsätzlich keine Relevanz zu. Eine analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Recht sprechung ausgeschlossen (vgl. Urteil 9C_748 /2 012 vom 12. April 2013 E. 4.1). 4.5 Zusammenfassend sind somit die Voraussetzungen für die Gewährung medizi ni scher Massnahmen (Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte ) gemäss Art. 12 IVG nicht gegeben, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Dem Versicherten steht es frei, für weitere medizinische Massnahmen ein neues Gesuch einzureichen. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r u nterliegenden Partei aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensKeller

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00479 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Keller Urteil vom 1. Februar 2022

IV.2021.00479

IV.2021.00479

IV.2021.00479 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Keller

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Keller

Urteil vom 1. Februar 2022

Urteil vom 1. Februar 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gesetzlich vertreten durch de n Vater Y.___

gesetzlich vertreten durch de n Vater Y.___ dieser vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller

dieser vertreten durch Rechtsanwältin Britta Keller Fertig Keller Stark Rechtsanwälte

Fertig Keller Stark Rechtsanwälte Lutherstrasse 2, 8004 Zürich

Lutherstrasse 2, 8004 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, gebor en am 2. April 2005, wurde am 22. Dezember 2017 durch seine Mutter unter Hinweis auf das Geburtsgebrechen Ziff. 210 gemäss dem Anhang zur Verordnung üb er Geburtsgebrechen ( GgV -Anhang; Prognathia infe rior congenita ) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Abklärungen und leistete mit Mitteil ung vom 24. Januar 2018 (Urk. 8/6) Kostengutsp rache für medizinische Massnahmen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 21 0.

1.1 X.___, gebor en am 2. April 2005, wurde am 22. Dezember 2017 durch seine Mutter unter Hinweis auf das Geburtsgebrechen Ziff. 210 gemäss dem Anhang zur Verordnung üb er Geburtsgebrechen ( GgV -Anhang; Prognathia infe rior congenita ) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Abklärungen und leistete mit Mitteil ung vom 24. Januar 2018 (Urk. 8/6) Kostengutsp rache für medizinische Massnahmen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 21 0. 1.2 Am 2 0. Januar 2020 erlitt der Versicherte im Rahmen eines Suizidversuchs Ver brennungen im Grad 3 an 95 % der Körperoberfläche. Am 2 0. März 2020 reichte die Mutter des Versicherten ein Gesuch für ein Hilfsmittel (Kommunikationsgerät) ein (Urk. 8/7). Das Gesuch wurde in der Folge zurückgezogen (Urk. 8/11), weshalb es die IV-Stelle ad acta legte (Urk. 8/10).

1.2 Am 2 0. Januar 2020 erlitt der Versicherte im Rahmen eines Suizidversuchs Ver brennungen im Grad 3 an 95 % der Körperoberfläche. Am 2 0. März 2020 reichte die Mutter des Versicherten ein Gesuch für ein Hilfsmittel (Kommunikationsgerät) ein (Urk. 8/7). Das Gesuch wurde in der Folge zurückgezogen (Urk. 8/11), weshalb es die IV-Stelle ad acta legte (Urk. 8/10). 1.3 Am 23. Dezember 2020 reichte die Mutter des Versicherten erneut ein Gesuch für Hilfsmittel (Rückenliegeschale, Quengelschienen ) ein (Urk. 8/12). Am 27. Januar 2021 erfolgte die Anmeldung für Massnahmen für die berufliche Eingliederung (Urk. 8/19) und für eine Hilflosenentschädigung Minderjährige (Urk. 8/20). Am 9. Februar 2021 wurde der Versicherte durch die Mutter für medizinische Mass nahmen angemeldet (Urk. 8/32). Am 19. April 2021 reichte die Mutter des Ver si cherten ein Zusatzgesuch betreffend Badewannenlifter ein (Urk. 8/62), welches die IV-Stelle am 1 0. Juni 2021 guthiess (Urk. 8/75). Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Entschädigung für eine mittlere Hilflosigkeit und einen Intensivpflegezuschlag zu (Urk. 8/66). Die IV-Stelle lehnte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/65) mit Verfügung vom 14. Juni 2021 (Urk. 8/76 = Urk. 2) eine Kostengutsprache für medizinische Mass nahmen ab.

1.3 Am 23. Dezember 2020 reichte die Mutter des Versicherten erneut ein Gesuch für Hilfsmittel (Rückenliegeschale, Quengelschienen ) ein (Urk. 8/12). Am 27. Januar 2021 erfolgte die Anmeldung für Massnahmen für die berufliche Eingliederung (Urk. 8/19) und für eine Hilflosenentschädigung Minderjährige (Urk. 8/20). Am 9. Februar 2021 wurde der Versicherte durch die Mutter für medizinische Mass nahmen angemeldet (Urk. 8/32). Am 19. April 2021 reichte die Mutter des Ver si cherten ein Zusatzgesuch betreffend Badewannenlifter ein (Urk. 8/62), welches die IV-Stelle am 1 0. Juni 2021 guthiess (Urk. 8/75). Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Entschädigung für eine mittlere Hilflosigkeit und einen Intensivpflegezuschlag zu (Urk. 8/66). Die IV-Stelle lehnte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/65) mit Verfügung vom 14. Juni 2021 (Urk. 8/76 = Urk. 2) eine Kostengutsprache für medizinische Mass nahmen ab. 2. Der Vater de s Versicherten erhob am 16. August 2021 Beschwerde gegen die Ver fügung vom 1 4. Juni 2021 ( Urk. 2) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Kosten für die medizinischen Massnahmen seien im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) durch die IV-Stelle zu über nehmen (Urk. 1 S. 2). Am 27. Oktober 2021 (Urk. 7 ) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Vater des Versicherten am 2. Novem ber 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9 ).

2. Der Vater de s Versicherten erhob am 16. August 2021 Beschwerde gegen die Ver fügung vom 1 4. Juni 2021 ( Urk. 2) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Kosten für die medizinischen Massnahmen seien im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) durch die IV-Stelle zu über nehmen (Urk. 1 S. 2). Am 27. Oktober 2021 (Urk. 7 ) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Vater des Versicherten am 2. Novem ber 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden ver sicherung (IVV) besteht ein Anspruch auf Übernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenig s tens relativ stabilisierte Folgezustände von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un fall (im Einzelnen: Beeinträchtigungen der Körperbewegung, der Sinneswahr neh mung oder der Kontaktfähigkeit) behoben oder gemildert werden, um die Erwerbs fähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Der Eingliederungserfolg ist bei jüngeren Ver si cherten als dauernd zu betrachten, wenn er wahrscheinlich während eines be deu tenden Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihrerseits nicht wes ent lich herabgesetzt sein darf, erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefunde, welche geeignet sind, die Aktivitätserwartung trotz der medizinischen Mass nah me wesentlich herabzusetzen, ist die Dauerhaftigkeit des Eingliederungser folgs zu verneinen (Urteil des Bundesgerichts 9C_695 /2009 vom 1. Dezember 2009 E. 2.1 ). Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognostisch zu beur teilen. Massgebend ist der medizinische Sachverhalt vor Durchführung der Mass nahme in seiner Gesamtheit. Die erforderliche Prognose bei einem Kind muss zwei Aus sagen enthalten: Zunächst muss erstellt sein, dass ohne die vorbeugende Behand lung in naher Zukunft mit Wahrscheinlichkeit eine bleibende Beein träch tigung eintreten würde; zugleich muss erstellt sein, dass durch die Behandlung ein stabi ler Zustand herbeigeführt werden kann, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Voraussetzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbs fähigkeit bestehen (Urteile des Bundesgerichts 9C_677 /2017 vom 8. Juni 2018 E. 2.2 und 8C_ 632 /2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1; Silvia Bucher, Eingliede rungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 155 Rz 245).

1.1 Gemäss Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden ver sicherung (IVV) besteht ein Anspruch auf Übernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenig s tens relativ stabilisierte Folgezustände von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un fall (im Einzelnen: Beeinträchtigungen der Körperbewegung, der Sinneswahr neh mung oder der Kontaktfähigkeit) behoben oder gemildert werden, um die Erwerbs fähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Der Eingliederungserfolg ist bei jüngeren Ver si cherten als dauernd zu betrachten, wenn er wahrscheinlich während eines be deu tenden Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihrerseits nicht wes ent lich herabgesetzt sein darf, erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefunde, welche geeignet sind, die Aktivitätserwartung trotz der medizinischen Mass nah me wesentlich herabzusetzen, ist die Dauerhaftigkeit des Eingliederungser folgs zu verneinen (Urteil des Bundesgerichts 9C_695 /2009 vom 1. Dezember 2009 E. 2.1 ). Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognostisch zu beur teilen. Massgebend ist der medizinische Sachverhalt vor Durchführung der Mass nahme in seiner Gesamtheit. Die erforderliche Prognose bei einem Kind muss zwei Aus sagen enthalten: Zunächst muss erstellt sein, dass ohne die vorbeugende Behand lung in naher Zukunft mit Wahrscheinlichkeit eine bleibende Beein träch tigung eintreten würde; zugleich muss erstellt sein, dass durch die Behandlung ein stabi ler Zustand herbeigeführt werden kann, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Voraussetzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbs fähigkeit bestehen (Urteile des Bundesgerichts 9C_677 /2017 vom 8. Juni 2018 E. 2.2 und 8C_ 632 /2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1; Silvia Bucher, Eingliede rungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 155 Rz 245). 1. 2 Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als inva lid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 des Bundes ge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG haben sie Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Einglie de rung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.

1. 2 Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als inva lid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 des Bundes ge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG haben sie Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Einglie de rung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Eine therapeutische Vorkehr, deren Wirkung sich in der Unterdrückung von Symptomen erschöpft, kann nicht als medizinische Massnahme im Sinne des Art. 12 IVG gelten, selbst wenn sie im Hinblick auf die schulische und erwerbliche Eingliederung unabdingbar ist. Denn eine solche dient weder der Herbeiführung eines stabilen Zustandes, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Vor aus setzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit bestehen, noch ändert sie etwas am Fortdauern eines labilen Krankheitsgeschehens und dient dementsprechend nicht der Verhinderung eines stabilen pathologischen Zustan des. Deswegen genügt eine günstige Beeinflussung der Krankheitsdynamik allein nicht, wenn eine spontane, nicht kausal auf die therapeutische Massnahme zu rückzuführende Heilung zu erwarten ist, oder wenn die Entstehung eines stabilen Defekts mit Hilfe von Dauertherapie lediglich hinausgeschoben werden soll. Ein Zustand, der sich nur dank therapeutischer Massnahmen einigermassen im Gleichgewicht halten lässt, ist keine stabile Folge von Krankheit, Unfall oder Geburtsgebrechen. Ein solcher Zustand ist zwar, solange er im Gleichgewicht bewahrt werden kann, stationär, nicht aber im Sinne der Rechtsprechung stabil. Um eine von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmende Behandlung des Leidens an sich geht es somit in der Regel bei der Heilung oder Linderung eines labilen pathologischen Geschehens. Eine Psychotherapie bei Minderjährigen kann von der Invalidenversicherung nur übernommen werden, wenn sie keinen Dauer charakter hat, also nicht – wie dies etwa bei Schizophrenien oder manisch-de pressiven Psychosen zutrifft – zeitlich unbegrenzt erforderlich sein wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_106 /2014 vom 9. April 2014 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).

Eine therapeutische Vorkehr, deren Wirkung sich in der Unterdrückung von Symptomen erschöpft, kann nicht als medizinische Massnahme im Sinne des Art. 12 IVG gelten, selbst wenn sie im Hinblick auf die schulische und erwerbliche Eingliederung unabdingbar ist. Denn eine solche dient weder der Herbeiführung eines stabilen Zustandes, in welchem vergleichsweise erheblich verbesserte Vor aus setzungen für die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit bestehen, noch ändert sie etwas am Fortdauern eines labilen Krankheitsgeschehens und dient dementsprechend nicht der Verhinderung eines stabilen pathologischen Zustan des. Deswegen genügt eine günstige Beeinflussung der Krankheitsdynamik allein nicht, wenn eine spontane, nicht kausal auf die therapeutische Massnahme zu rückzuführende Heilung zu erwarten ist, oder wenn die Entstehung eines stabilen Defekts mit Hilfe von Dauertherapie lediglich hinausgeschoben werden soll. Ein Zustand, der sich nur dank therapeutischer Massnahmen einigermassen im Gleichgewicht halten lässt, ist keine stabile Folge von Krankheit, Unfall oder Geburtsgebrechen. Ein solcher Zustand ist zwar, solange er im Gleichgewicht bewahrt werden kann, stationär, nicht aber im Sinne der Rechtsprechung stabil. Um eine von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmende Behandlung des Leidens an sich geht es somit in der Regel bei der Heilung oder Linderung eines labilen pathologischen Geschehens. Eine Psychotherapie bei Minderjährigen kann von der Invalidenversicherung nur übernommen werden, wenn sie keinen Dauer charakter hat, also nicht – wie dies etwa bei Schizophrenien oder manisch-de pressiven Psychosen zutrifft – zeitlich unbegrenzt erforderlich sein wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_106 /2014 vom 9. April 2014 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat die Invalidenversicherung nicht nur medizinische Massnahmen zu übernehmen, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle gerichtet sind, sondern auch solche, die bei einstweilen noch labilem Leidenscharakter einen die berufliche Ausbil dung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Defektzustand vor beu gen. Dies ist der Fall, wenn ohne die betreffende Vorkehr in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wo durch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt würden (Urteil des Bundesgerichts 9C_393 /2012 vom 20. August 2012 E. 3 mit Hinwei sen). Die entsprechenden Kosten werden bei Minderjährigen also von der Invali denversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrschein lich keit zu einem schwer korrigierbaren, die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand führen würde (BGE 131 V 9 E. 4.2 mit Hinweisen).

Nach der Rechtsprechung hat die Invalidenversicherung nicht nur medizinische Massnahmen zu übernehmen, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle gerichtet sind, sondern auch solche, die bei einstweilen noch labilem Leidenscharakter einen die berufliche Ausbil dung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Defektzustand vor beu gen. Dies ist der Fall, wenn ohne die betreffende Vorkehr in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wo durch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt würden (Urteil des Bundesgerichts 9C_393 /2012 vom 20. August 2012 E. 3 mit Hinwei sen). Die entsprechenden Kosten werden bei Minderjährigen also von der Invali denversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrschein lich keit zu einem schwer korrigierbaren, die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand führen würde (BGE 131 V 9 E. 4.2 mit Hinweisen). 1.3 Die medizinischen Massnahmen umfassen gemäss Art. 14 Abs. 1 IVG die Be hand lung, die vom Arzt oder von der Ärztin selbst oder auf ihre Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) sowie die Abgabe der vom Arzt oder der Ärztin verordneten Arzneien (lit. b). Beim Ent scheid über die Gewährung von ärztlicher Behandlung in Anstalts- oder Haus pflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin und auf die persönlichen Verhältnisse der versicherten Person in ange messener Weise Rücksicht zu nehmen ( Art. 14 Abs. 3 IVG). Der Anspruch umfasst ferner die erforderlichen Behandlungsgeräte (BGE 109 V 166).

1.3 Die medizinischen Massnahmen umfassen gemäss Art. 14 Abs. 1 IVG die Be hand lung, die vom Arzt oder von der Ärztin selbst oder auf ihre Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) sowie die Abgabe der vom Arzt oder der Ärztin verordneten Arzneien (lit. b). Beim Ent scheid über die Gewährung von ärztlicher Behandlung in Anstalts- oder Haus pflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin und auf die persönlichen Verhältnisse der versicherten Person in ange messener Weise Rücksicht zu nehmen ( Art. 14 Abs. 3 IVG). Der Anspruch umfasst ferner die erforderlichen Behandlungsgeräte (BGE 109 V 166). 1. 4 Art. 12 IVG strebt insbesondere eine Abgrenzung zwischen dem Geltungsbereich der Invalidenversicherung und dem der sozialen Krankenversicherung und der Unfallversicherung an. Grundsätzlich erfolgt die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung unabhängig von der Dauer des Leidens zunächst im Bereich der Kranken- oder Unfallversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1; Urteil des Bun desgerichts 8C_648 /2010 vom 1 2. Januar 2011 E. 2.3). Gemäss Art. 2 Abs. 4 IVV gilt die Behandlung von Verletzungen denn auch nicht als medizinische Mass nahme im Sinne von Artikel 12 IVG. Stabile - oder relativ stabilisierte – unfall bedingte Defekte können hingegen Anlass zu Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 IVG geben, sofern kein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen besteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.1 und U 91/02 vom 2 1. Oktober 2003 E. 3.2; BGE 102 V 69 E. 1 S. 70). Gemäss der Rechtsprechung ist ein enger sachlicher Zusammen hang mit den primären Unfallfolgen gegeben, wenn die medizinische Vorkehr mit der Unfallbehandlung einen einheitlichen Komplex bildet, wobei für die Beur teilung ausschliesslich der Zeitpunkt der Entstehung des Defektes und nicht der Zeitpunkt der Diagnosestellung oder der Durchführung der Massnahme aus schlag gebend ist. Eine Massnahme, die schon während der Unfallbehandlung als voraussichtlich notwendig erkennbar war, ist keine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1 und 114 V 18 E. 1b ). Wenn noch ein enger und sachlicher Zusammenhang mit den Unfallfolgen besteht, fällt die Leistungspflicht der Invalidenversicherung daher ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.2). Der zeitliche Zusam men hang mit der Unfallbehandlung wird von der Rechtsprechung als unter bro chen betrachtet, wenn der Defekt ohne Behandlung länger, das heisst in der Regel während 360 Tagen, stabil war und die versicherte Person im Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit tätig sein konnte, wobei die massgebende Zeit spanne für die Beurteilung des zeitlichen Zusammenhanges mit dem Eintritt des stabilen Defektzustandes nach Abschluss der primären Unfallbehandlung be ginnt und zum Zeitpunkt der erstmaligen Indikation der neuen Behand lungs vor kehr endet (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.3.1; BGE 114 V 18).

1. 4 Art. 12 IVG strebt insbesondere eine Abgrenzung zwischen dem Geltungsbereich der Invalidenversicherung und dem der sozialen Krankenversicherung und der Unfallversicherung an. Grundsätzlich erfolgt die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung unabhängig von der Dauer des Leidens zunächst im Bereich der Kranken- oder Unfallversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1; Urteil des Bun desgerichts 8C_648 /2010 vom 1 2. Januar 2011 E. 2.3). Gemäss Art. 2 Abs. 4 IVV gilt die Behandlung von Verletzungen denn auch nicht als medizinische Mass nahme im Sinne von Artikel 12 IVG. Stabile - oder relativ stabilisierte – unfall bedingte Defekte können hingegen Anlass zu Eingliederungsmassnahmen nach Art. 12 IVG geben, sofern kein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen besteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.1 und U 91/02 vom 2 1. Oktober 2003 E. 3.2; BGE 102 V 69 E. 1 S. 70). Gemäss der Rechtsprechung ist ein enger sachlicher Zusammen hang mit den primären Unfallfolgen gegeben, wenn die medizinische Vorkehr mit der Unfallbehandlung einen einheitlichen Komplex bildet, wobei für die Beur teilung ausschliesslich der Zeitpunkt der Entstehung des Defektes und nicht der Zeitpunkt der Diagnosestellung oder der Durchführung der Massnahme aus schlag gebend ist. Eine Massnahme, die schon während der Unfallbehandlung als voraussichtlich notwendig erkennbar war, ist keine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (BGE 140 V 246 E. 7.5.1 und 114 V 18 E. 1b ). Wenn noch ein enger und sachlicher Zusammenhang mit den Unfallfolgen besteht, fällt die Leistungspflicht der Invalidenversicherung daher ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.2). Der zeitliche Zusam men hang mit der Unfallbehandlung wird von der Rechtsprechung als unter bro chen betrachtet, wenn der Defekt ohne Behandlung länger, das heisst in der Regel während 360 Tagen, stabil war und die versicherte Person im Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit tätig sein konnte, wobei die massgebende Zeit spanne für die Beurteilung des zeitlichen Zusammenhanges mit dem Eintritt des stabilen Defektzustandes nach Abschluss der primären Unfallbehandlung be ginnt und zum Zeitpunkt der erstmaligen Indikation der neuen Behand lungs vor kehr endet (Urteil des Bundesgerichts 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013 E. 2.3.1; BGE 114 V 18). 1.5 In einem Entscheid aus dem Jahre 2013 betreffend ein unter einem unfall be ding ten Hemisyndrom nach Schädel-Hirntrauma leidenden versichertes Kind (Urteil 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013) erwog das Bundesgericht, dass eine Zeit spanne zwischen dem Unfallereignis und dem Beginn eines stationären Reha bilitations aufenthaltes von rund 10 Wochen Dauer den engen zeitlichen Zu sammenhang zwischen der 11 Tage nach dem Unfall begonnenen Frühre habi litation und dem anschliessenden stationären Rehabilitationsaufenthalt nicht in Frage zu stellen vermöge, und dass von einem längere Zeit ohne Behandlung stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte, bei einer Zeitspanne von 10 Wochen keine Rede sein könne (E. 4.2). Der stationäre Rehabilitationsaufenthalt habe vielmehr in einem hinreichend engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfol gen gestanden. Auch aus dem Umstand, dass die behandelnden Ärzte nebst der Ergotherapie auch die Weiterführung von Logopädie und der heilpä da gogischen Frühförderung empfohlen hätten, lasse sich nicht darauf schliessen, dass die an lässlich des fraglichen stationären Rehabilitationsaufenthaltes durch geführten Therapien nicht mehr hauptsächlich die Unfallfolgen betroffen hätten. Sodann gelte es zu berücksichtigen, dass die Unfallbehandlung im Rechtssinn unvollstän dig sei, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht aus ser Zweifel stehe, dass Schädel- Hirntraumatiker nicht nur auf der Inten sivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müssten, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei (E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 114 V 18 E. 2b ). In BGE 114 V 18 hielt das Bundesgericht sodann fest, dass der enge zeitliche Zusammenhang der (rund einjährigen) Rehabilitation offensichtlich ge geben sei, da die Therapien unmittelbar im Anschluss auf die (knapp sechs Monate dauernde) Spitalbehandlung erfolgt sei (E. 2.c ).

1.5 In einem Entscheid aus dem Jahre 2013 betreffend ein unter einem unfall be ding ten Hemisyndrom nach Schädel-Hirntrauma leidenden versichertes Kind (Urteil 9C_748 /2012 vom 1 2. April 2013) erwog das Bundesgericht, dass eine Zeit spanne zwischen dem Unfallereignis und dem Beginn eines stationären Reha bilitations aufenthaltes von rund 10 Wochen Dauer den engen zeitlichen Zu sammenhang zwischen der 11 Tage nach dem Unfall begonnenen Frühre habi litation und dem anschliessenden stationären Rehabilitationsaufenthalt nicht in Frage zu stellen vermöge, und dass von einem längere Zeit ohne Behandlung stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte, bei einer Zeitspanne von 10 Wochen keine Rede sein könne (E. 4.2). Der stationäre Rehabilitationsaufenthalt habe vielmehr in einem hinreichend engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfol gen gestanden. Auch aus dem Umstand, dass die behandelnden Ärzte nebst der Ergotherapie auch die Weiterführung von Logopädie und der heilpä da gogischen Frühförderung empfohlen hätten, lasse sich nicht darauf schliessen, dass die an lässlich des fraglichen stationären Rehabilitationsaufenthaltes durch geführten Therapien nicht mehr hauptsächlich die Unfallfolgen betroffen hätten. Sodann gelte es zu berücksichtigen, dass die Unfallbehandlung im Rechtssinn unvollstän dig sei, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht aus ser Zweifel stehe, dass Schädel- Hirntraumatiker nicht nur auf der Inten sivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müssten, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei (E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 114 V 18 E. 2b ). In BGE 114 V 18 hielt das Bundesgericht sodann fest, dass der enge zeitliche Zusammenhang der (rund einjährigen) Rehabilitation offensichtlich ge geben sei, da die Therapien unmittelbar im Anschluss auf die (knapp sechs Monate dauernde) Spitalbehandlung erfolgt sei (E. 2.c ). 1.6 Gemäss Art. 2 Abs. 2 IVV sind medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren, in dem nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behandlung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt o der untergeordnete Bedeutung erlangt hat. Laut der Verwaltungspraxis zur Kosten über nahme bei Behandlung von Lähmungen nach Hirnverletzungen und Erkran kungen des Gehirns oder des Rückenmarks (Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen, KSME, Fassung ab 1. Januar 2021, Rz 655-657/855-857.1) sind bei Lähmungen nach Hirnverletzungen Eingliede rungs massnahmen der Invalidenversicherung gerechtfertigt, sobald die Behand lung des Grundleidens abgeschlossen oder nur noch nebensächlich geworden ist und der Allgemeinzustand eine Eingliederung erlaubt, was frühestens sechs Wochen nach Wiedererlangen des vollen Bewusstseins beurteilt werden kann; vorher sind Massnahmen der Invalidenversicherung ausgeschlossen. Eingliede rungs massnahmen können frühestens vier Wochen nach Erlangen des vollen Bewusstseins zugesprochen werden.

1.6 Gemäss Art. 2 Abs. 2 IVV sind medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren, in dem nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behandlung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt o der untergeordnete Bedeutung erlangt hat. Laut der Verwaltungspraxis zur Kosten über nahme bei Behandlung von Lähmungen nach Hirnverletzungen und Erkran kungen des Gehirns oder des Rückenmarks (Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen, KSME, Fassung ab 1. Januar 2021, Rz 655-657/855-857.1) sind bei Lähmungen nach Hirnverletzungen Eingliede rungs massnahmen der Invalidenversicherung gerechtfertigt, sobald die Behand lung des Grundleidens abgeschlossen oder nur noch nebensächlich geworden ist und der Allgemeinzustand eine Eingliederung erlaubt, was frühestens sechs Wochen nach Wiedererlangen des vollen Bewusstseins beurteilt werden kann; vorher sind Massnahmen der Invalidenversicherung ausgeschlossen. Eingliede rungs massnahmen können frühestens vier Wochen nach Erlangen des vollen Bewusstseins zugesprochen werden. 1.7 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstel len. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).

1.7 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstel len. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen mit der Begründung (Urk. 2), es liege kein von der Invalidenversicherung anerkanntes Geburtsgebrechen vor und es fehlten auch die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kostengutsprache nach Art. 12 IVG. Die ge sundheitliche Beeinträchtigung sei auf einen schweren Verbrennungs un fall zu rückzuführen. Die Kosten für die stationäre Rehabilitation sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte (Lagerungsschale mit Quengel funktion und Unterarmorthesen) und auch die notwendige weitere Behandlung (allfällige Therapien) gingen deshalb nicht zu ihren Lasten ( S. 2). Aus näher genannten Gründen (Urk. 7 S. 2) habe im Zeitpunkt des Reha-Aufenthaltes kein stabiler oder wenigstens ein relativ stabilisierter Folgezustand im Sin ne von Art. 12 IVG vorgelegen. Der Reha-Aufenthalt diene der Verhinderung eines stabi len Defektzustands im Sinne einer Behandlung der Unfallfolgen, sei somit als Leidensbehandlung anzusehen und sei nicht unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet.

2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen mit der Begründung (Urk. 2), es liege kein von der Invalidenversicherung anerkanntes Geburtsgebrechen vor und es fehlten auch die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kostengutsprache nach Art. 12 IVG. Die ge sundheitliche Beeinträchtigung sei auf einen schweren Verbrennungs un fall zu rückzuführen. Die Kosten für die stationäre Rehabilitation sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte (Lagerungsschale mit Quengel funktion und Unterarmorthesen) und auch die notwendige weitere Behandlung (allfällige Therapien) gingen deshalb nicht zu ihren Lasten ( S. 2). Aus näher genannten Gründen (Urk. 7 S. 2) habe im Zeitpunkt des Reha-Aufenthaltes kein stabiler oder wenigstens ein relativ stabilisierter Folgezustand im Sin ne von Art. 12 IVG vorgelegen. Der Reha-Aufenthalt diene der Verhinderung eines stabi len Defektzustands im Sinne einer Behandlung der Unfallfolgen, sei somit als Leidensbehandlung anzusehen und sei nicht unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet. 2.2 Dagegen wandte der Vater des Versicherten ein, es bestehe angesichts der weit gehend abgeschlossenen Heilung der Verbrennungsfolgen ein relativ stabilisierter Zustand, aktuell gehe es um die Verbesserung der Beweglichkeit. Im Übrigen seien medizinische Vorkehren bei Jugendlichen selbst bei einem noch labilen Leiden zu übernehmen, wenn ohne diese eine Heilung mit Defekt einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt würde ( Urk. 1 S. 4 f.). Wenn das Gericht nicht ohnehin zum Schluss komme, dass vorliegend die Vor aussetzungen von Art. 12 IVG zu bejahen seien, müsste vorliegend Art. 2 Abs. 2 IVV mindestens analog angewendet werden (S. 6).

2.2 Dagegen wandte der Vater des Versicherten ein, es bestehe angesichts der weit gehend abgeschlossenen Heilung der Verbrennungsfolgen ein relativ stabilisierter Zustand, aktuell gehe es um die Verbesserung der Beweglichkeit. Im Übrigen seien medizinische Vorkehren bei Jugendlichen selbst bei einem noch labilen Leiden zu übernehmen, wenn ohne diese eine Heilung mit Defekt einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt würde ( Urk. 1 S. 4 f.). Wenn das Gericht nicht ohnehin zum Schluss komme, dass vorliegend die Vor aussetzungen von Art. 12 IVG zu bejahen seien, müsste vorliegend Art. 2 Abs. 2 IVV mindestens analog angewendet werden (S. 6). 2.3 Zu prüfen ist ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG, und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Über nahme der Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungs geräte zu Recht abgelehnt hat.

2.3 Zu prüfen ist ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG, und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Über nahme der Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungs geräte zu Recht abgelehnt hat. 3.

3. 3.1 Die Ärzt innen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, nannten mit Bericht vom 22. Februar 2021 (Urk. 8/36 = Urk. 8/67) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.):

3.1 Die Ärzt innen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, nannten mit Bericht vom 22. Februar 2021 (Urk. 8/36 = Urk. 8/67) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.): - Verbrennung Grad 3 von 95 % Körperoberfläche ( KOF ) vom 20. Januar 2020

Verbrennung Grad 3 von 95 % Körperoberfläche ( KOF ) vom 20. Januar 2020 - schweres obstruktive Schlafapnoe-Syndrom

schweres obstruktive Schlafapnoe-Syndrom - Status nach undislozierter, subcapitaler Humerusfraktur rechts vom 10. Dezember 2020

Status nach undislozierter, subcapitaler Humerusfraktur rechts vom 10. Dezember 2020 Beim Versicherten sei es am 2 0. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brandbeschleuniger zu oben genannten Verbrennungen von 95 % der Kör per oberfläche gekommen. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 habe ein intensiv medi zinischer Aufenthalt stattgefunden mit zahlreichen Operationen und Haut trans plantationen. Seit dem 10. Juni 2020 sei der Versicherte im Zentrum für brand ve rletzte Kinder des Spitals hospitalisiert gewesen. Er sei vom Spital Z.___ zur stationären Rehabilitation zugewies en worden und nehme seit dem 2. November 2020 im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches aktuell Physio the rapie, Ergothera pie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sporttherapie und Rehabilitations pflege sowie psychologische Begleitung beinhalte. Das Ziel der Rehabilitation sei die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selb ständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Versicherte sei aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen, wobei er jedoch zunehmend assistieren könne, so schaffe er es nun schon, selbständig die Zähne zu putzen (S. 2 f.). Hohe Priorität habe im Moment die Erlangung eines möglichst grossen Bewegungsumfangs, sowie die psychothera peutische Aufarbeitung des traumatischen Erlebnisses. Die Selbständig keit, die ihm dies im Alltag bringe, werde ausschlaggebend sein für jegliche zukünftige Beteiligung im Berufsleben, wie auch für seine schulische Zukunft (S. 4).

Beim Versicherten sei es am 2 0. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brandbeschleuniger zu oben genannten Verbrennungen von 95 % der Kör per oberfläche gekommen. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 habe ein intensiv medi zinischer Aufenthalt stattgefunden mit zahlreichen Operationen und Haut trans plantationen. Seit dem 10. Juni 2020 sei der Versicherte im Zentrum für brand ve rletzte Kinder des Spitals hospitalisiert gewesen. Er sei vom Spital Z.___ zur stationären Rehabilitation zugewies en worden und nehme seit dem 2. November 2020 im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches aktuell Physio the rapie, Ergothera pie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sporttherapie und Rehabilitations pflege sowie psychologische Begleitung beinhalte. Das Ziel der Rehabilitation sei die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selb ständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Versicherte sei aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen, wobei er jedoch zunehmend assistieren könne, so schaffe er es nun schon, selbständig die Zähne zu putzen (S. 2 f.). Hohe Priorität habe im Moment die Erlangung eines möglichst grossen Bewegungsumfangs, sowie die psychothera peutische Aufarbeitung des traumatischen Erlebnisses. Die Selbständig keit, die ihm dies im Alltag bringe, werde ausschlaggebend sein für jegliche zukünftige Beteiligung im Berufsleben, wie auch für seine schulische Zukunft (S. 4). 3. 2 Die Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, führten mit Bericht vom 4. März 2021 (Urk. 8/52 / 5 ) aus, aufgrund des schweren Verbren nungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu er halten. Durch die Verbrennung dritten Grades an 95 % der Körper oberfläche neige diese dazu, Narben zu bilden und sich zusammenzuziehen, wo durch es zu Bewegungseinschränkungen beziehungsweise Zwangsfehlstellungen in anliegen den Gelenken kommen könne. Da Kontrakturen und Wundheilungs störungen die Selbständigkeit des Versicherten und spätere Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen und ausüben zu können stark einschränken würde n, brauche er jetzt intensive, tägliche Physio- und E rgotherapie, inklusive Training in der Robotik um die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Zudem werde an der Kraft und Koordination gearbeitet. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Rege nerationsprozess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig und in diesem Um fang aktuell nur stationär denkbar. Abgesehen von dem intensiven Thera piesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das geschulte Pflegepersonal, sowie der weitere n Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psycho logische Betreuung.

3. 2 Die Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, führten mit Bericht vom 4. März 2021 (Urk. 8/52 5 ) aus, aufgrund des schweren Verbren nungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu er halten. Durch die Verbrennung dritten Grades an 95 % der Körper oberfläche neige diese dazu, Narben zu bilden und sich zusammenzuziehen, wo durch es zu Bewegungseinschränkungen beziehungsweise Zwangsfehlstellungen in anliegen den Gelenken kommen könne. Da Kontrakturen und Wundheilungs störungen die Selbständigkeit des Versicherten und spätere Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen und ausüben zu können stark einschränken würde n, brauche er jetzt intensive, tägliche Physio- und E rgotherapie, inklusive Training in der Robotik um die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Zudem werde an der Kraft und Koordination gearbeitet. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Rege nerationsprozess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig und in diesem Um fang aktuell nur stationär denkbar. Abgesehen von dem intensiven Thera piesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das geschulte Pflegepersonal, sowie der weitere n Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psycho logische Betreuung. 3. 3 Dr. med. C.___, Oberärztin, Fachärztin für Kinder- und Jugend me dizin, Rehabili tationszentrum A.___, B.___, führte mit Bericht vom 2 9. März 2021 (Urk. 8/56 = Urk. 8/68 ) ergänzend aus, der Versicherte sei bis voraussichtlich Ende April stationär in der Kinderrehabilitation (Ziff. 2.7). Die Rückenliegeschale sei drin gend notwendig, um Kontrakturen entgegenzuwirken, dem Versicherten im All tag eine bessere Beweglichkeit zu gewähren und eine Verbesserung der Atem situation zu erzielen. Die Unterarmorthesen seien verord net worden, um den Bewegungsumfang des Ellenbogengelenks zu erhalten bezie hungsweise zu ver bessern, einerseits durch das Strecken der Haut, andererseits auch durch Strecken von Sehnen und Muskeln ( Urk. 8/56/4).

3. 3 Dr. med. C.___, Oberärztin, Fachärztin für Kinder- und Jugend me dizin, Rehabili tationszentrum A.___, B.___, führte mit Bericht vom 2 9. März 2021 (Urk. 8/56 = Urk. 8/68 ) ergänzend aus, der Versicherte sei bis voraussichtlich Ende April stationär in der Kinderrehabilitation (Ziff. 2.7). Die Rückenliegeschale sei drin gend notwendig, um Kontrakturen entgegenzuwirken, dem Versicherten im All tag eine bessere Beweglichkeit zu gewähren und eine Verbesserung der Atem situation zu erzielen. Die Unterarmorthesen seien verord net worden, um den Bewegungsumfang des Ellenbogengelenks zu erhalten bezie hungsweise zu ver bessern, einerseits durch das Strecken der Haut, andererseits auch durch Strecken von Sehnen und Muskeln ( Urk. 8/56/4). 3. 4 Kurz nach Verfügungserlass ging folgender Bericht bei der Beschwerdegegnerin ein: Di e Ärzte des Spitals Z.___ führten mit Bericht vom 1. Juni 2021 (Urk. 8/80 ) aus, der Versich erte sei aktuell noch stationär nach mehreren Narben release und Z-Plastiken am Hals zur Verbesserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter (Ziff. 1.6). E ine Verlegung in die Rehabilitation in B.___ sei vorgesehen (Ziff. 2.7).

3. 4 Kurz nach Verfügungserlass ging folgender Bericht bei der Beschwerdegegnerin ein: Di e Ärzte des Spitals Z.___ führten mit Bericht vom 1. Juni 2021 (Urk. 8/80 ) aus, der Versich erte sei aktuell noch stationär nach mehreren Narben release und Z-Plastiken am Hals zur Verbesserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter (Ziff. 1.6). E ine Verlegung in die Rehabilitation in B.___ sei vorgesehen (Ziff. 2.7). 3. 5 Im Beschwerdeverfahren wurden folgende Berichte eingereicht:

3. 5 Im Beschwerdeverfahren wurden folgende Berichte eingereicht: Prof. Dr. med. D.___, Leiter Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Facharzt für Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik E.___, Zentrum für brand verletzte Kinder, führte mit E-Mail vom 2 6. Juli 2021 (Urk. 3/2 ) auf Fragen der Re chtsver treterin des Vaters des Versicherten aus, ein stabiler Defektzustand sei bei einer schweren Verbrennung dann erreicht, wenn die Hautoberfläche wieder stabil ver heilt sei. Dies sei der Fall gewesen, als der Versicherte in die Reha über getreten sei. Bewegungseinschränkungen durch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern machten eine Rehabilitation unabdingbar. Der Ver sicherte sei zu einem Zeitpunkt nach B.___ gegangen, als seine Frühreha im Spital Z.___ abgeschlossen gewesen sei. Auf die Frage, ab wann die Behandlung des ursäch lichen Gesundheitsschadens (weitgehend) abgeschlossen gewesen sei, führte Prof. Dr. D.___ aus, dies sei beim Übertritt nach B.___ gewesen. Zu dem führte er aus, d ie Behandlung eines schwerbrandverletzten Jugendlichen wie des Versicherten bestehe aus der l ebensrettenden Akutbehandlung, welche bei ih m viele Monate in Anspruch genommen habe. Daran schliesse sich eine Frühre ha bilitation im Spital Z.___ an, die noch teilweise Haut müsse stabil werden, die Ernährung, Physio therapie und Ergotherapie seien notwendig. Als diese nach Monaten auch abge schlossen gewesen sei, sei es zur eigentlichen Rehabilitation gekommen, welche darauf abziele, den Versicherten in einen normalen Familien alltag und Schulall tag zu reintegrieren. Wenn eine Rehabilitation eines Patienten wie des Versicher ten nicht gelinge, komme es zur schrittweisen Verschlechterung der Selbständig keit, Rollstuhlpflicht, Hilfe beim Essen, Toilettengang usw. seien die Folge (S. 2).

Prof. Dr. med. D.___, Leiter Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Facharzt für Kinderchirurgie, Universitätskinderklinik E.___, Zentrum für brand verletzte Kinder, führte mit E-Mail vom 2 6. Juli 2021 (Urk. 3/2 ) auf Fragen der Re chtsver treterin des Vaters des Versicherten aus, ein stabiler Defektzustand sei bei einer schweren Verbrennung dann erreicht, wenn die Hautoberfläche wieder stabil ver heilt sei. Dies sei der Fall gewesen, als der Versicherte in die Reha über getreten sei. Bewegungseinschränkungen durch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern machten eine Rehabilitation unabdingbar. Der Ver sicherte sei zu einem Zeitpunkt nach B.___ gegangen, als seine Frühreha im Spital Z.___ abgeschlossen gewesen sei. Auf die Frage, ab wann die Behandlung des ursäch lichen Gesundheitsschadens (weitgehend) abgeschlossen gewesen sei, führte Prof. Dr. D.___ aus, dies sei beim Übertritt nach B.___ gewesen. Zu dem führte er aus, d ie Behandlung eines schwerbrandverletzten Jugendlichen wie des Versicherten bestehe aus der l ebensrettenden Akutbehandlung, welche bei ih m viele Monate in Anspruch genommen habe. Daran schliesse sich eine Frühre ha bilitation im Spital Z.___ an, die noch teilweise Haut müsse stabil werden, die Ernährung, Physio therapie und Ergotherapie seien notwendig. Als diese nach Monaten auch abge schlossen gewesen sei, sei es zur eigentlichen Rehabilitation gekommen, welche darauf abziele, den Versicherten in einen normalen Familien alltag und Schulall tag zu reintegrieren. Wenn eine Rehabilitation eines Patienten wie des Versicher ten nicht gelinge, komme es zur schrittweisen Verschlechterung der Selbständig keit, Rollstuhlpflicht, Hilfe beim Essen, Toilettengang usw. seien die Folge (S. 2). Prof. Dr. med. F.___, Chefarzt, Facharzt für Kinder- und Jugend medizin, Rehabi litationszentrum A.___, Spital Z.___, B.___, führte mit E-Mail vom 16. August 2021 (Urk. 3/3 ) auf Fragen der Recht s vertreterin des Vaters des Versicherten aus, die Ziele der Rehabilitation seien Reintegration und Rückkehr in den schulischen (inkl. Schulweg) und familiären Alltag, Verbesserung der Selbständigkeit und Mobilität. Durch ergotherapeutische und psychotherapeutische Massnahmen soll ten bei inzwischen stabilisiertem Zu stand und Abschluss des Leidens an sich die Gelenksbeweglichkeit erhalten wer den, zur Bewältigung des Alltags (Selbstver sorgung, Schule inklusive Grapho mo torik (Bedienung Computer, Benutzung OeV, Umgang mit Kreditkarte, Mund mo torik etc.) ). Auf die Frage, ob eine wesentliche und dauerhafte Verbesserung der künftigen Erwerbsfähigkeit durch die Reha gegeben sei, wurde ausgeführt, durch häufiges Anwenden beziehungsweise Ein bindung von Bewegungen in den Alltag ergebe sich ein positive r Trainingseffekt. Allerdings sei hierfür - insbesondere in der Adoleszenz (pub ertärer Wachstum schub ) eine erhaltende Therapie notwendig, um eine m drohenden stabilen Defekt (Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit) vorzubeugen. Es müsse alles daran gesetzt werden, diesen Jugendlichen in den be ruflichen Arbeitsprozess (mit ent sprechenden Anpassungen) zu integrieren, was aufgrund der Erfahrung in der Beschulung in den Spitalschulen der Reha bilitation und im Spital Z.___ gelingen sollte (S. 2).

Prof. Dr. med. F.___, Chefarzt, Facharzt für Kinder- und Jugend medizin, Rehabi litationszentrum A.___, Spital Z.___, B.___, führte mit E-Mail vom 16. August 2021 (Urk. 3/3 ) auf Fragen der Recht s vertreterin des Vaters des Versicherten aus, die Ziele der Rehabilitation seien Reintegration und Rückkehr in den schulischen (inkl. Schulweg) und familiären Alltag, Verbesserung der Selbständigkeit und Mobilität. Durch ergotherapeutische und psychotherapeutische Massnahmen soll ten bei inzwischen stabilisiertem Zu stand und Abschluss des Leidens an sich die Gelenksbeweglichkeit erhalten wer den, zur Bewältigung des Alltags (Selbstver sorgung, Schule inklusive Grapho mo torik (Bedienung Computer, Benutzung OeV, Umgang mit Kreditkarte, Mund mo torik etc.) ). Auf die Frage, ob eine wesentliche und dauerhafte Verbesserung der künftigen Erwerbsfähigkeit durch die Reha gegeben sei, wurde ausgeführt, durch häufiges Anwenden beziehungsweise Ein bindung von Bewegungen in den Alltag ergebe sich ein positive r Trainingseffekt. Allerdings sei hierfür - insbesondere in der Adoleszenz (pub ertärer Wachstum schub ) eine erhaltende Therapie notwendig, um eine m drohenden stabilen Defekt (Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit) vorzubeugen. Es müsse alles daran gesetzt werden, diesen Jugendlichen in den be ruflichen Arbeitsprozess (mit ent sprechenden Anpassungen) zu integrieren, was aufgrund der Erfahrung in der Beschulung in den Spitalschulen der Reha bilitation und im Spital Z.___ gelingen sollte (S. 2). Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksich tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b ; 99 V 98).

Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksich tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b ; 99 V 98). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der nach Verfügungserlass eingereichten Berichte erfüllt, weshalb diese vorliegend berücksichtigt werden können.

Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der nach Verfügungserlass eingereichten Berichte erfüllt, weshalb diese vorliegend berücksichtigt werden können. 4.

4. 4.1 Dass die streitigen medizinischen Massnahmen, wie von der IV -Stelle ausgeführt (vgl. Urk. 2 S. 2 ), mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens nicht gestützt auf Art. 13 IVG übernommen werden können, wird vom Beschwerdeführer vorlie gend zu Recht nicht bestritten.

4.1 Dass die streitigen medizinischen Massnahmen, wie von der IV -Stelle ausgeführt (vgl. Urk. 2 S. 2 ), mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens nicht gestützt auf Art. 13 IVG übernommen werden können, wird vom Beschwerdeführer vorlie gend zu Recht nicht bestritten. Bereits aufgrund des Alters ist davon auszugehen, dass der 14-jährige Versicherte in Bezug auf die konkrete Suizidhandlung nicht urteilsfähig war und ein Unfall vorliegt. Zu prüfen ist folglich, ob der Rehabilitationsaufenthalt in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen stand, mithin ob der Rehabilitationsaufenthalt mit der Unfallbehandlung einen einheit lichen Komplex bildete (vgl. vorstehend E. 1.4 f.).

Bereits aufgrund des Alters ist davon auszugehen, dass der 14-jährige Versicherte in Bezug auf die konkrete Suizidhandlung nicht urteilsfähig war und ein Unfall vorliegt. Zu prüfen ist folglich, ob der Rehabilitationsaufenthalt in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit den primären Unfallfolgen stand, mithin ob der Rehabilitationsaufenthalt mit der Unfallbehandlung einen einheit lichen Komplex bildete (vgl. vorstehend E. 1.4 f.). 4.2 Dem Bericht der Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, vom 2 2. Februar 2021 (vorstehend E. 3.1), ist zu entnehmen, dass es beim Versicherten am 20. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brand beschleuniger zu einer Verbrennung Grad 3 von 95 % der Körperoberfläche gekommen ist. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 fand ein intensivmedizinischer Aufenthalt statt, mit zahlreichen Operationen und Hauttransplantationen. Ab dem 10. Juni 2020 war der Versicherte im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___ hospitalisiert. Ab dem 2. November 2020 befand er sich im Reha bi litationszentrum A.___. Dies wohl bis April 2021 (vgl. vorstehend E. 3. 3-3. 4). Danach fand nach mehreren Narbenreleases und Z-Plastiken am Hals zur Ver besserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter wieder ein stationärer A uf enthalt im Spital Z.___ statt. Im Anschluss war eine Verlegung in die Rehabilita tion in B.___ vorgesehen (vorstehend E. 3.5). Am 30. Juli 2021 wurde er gemäss Angaben seiner Mutter aus der Reha in B.___ entlassen (vgl. Urk. 8/88).

4.2 Dem Bericht der Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, vom 2 2. Februar 2021 (vorstehend E. 3.1), ist zu entnehmen, dass es beim Versicherten am 20. Januar 2020 im Rahmen eines Suizidversuches mit Brand beschleuniger zu einer Verbrennung Grad 3 von 95 % der Körperoberfläche gekommen ist. Vom 20. Januar bis 10. Juni 2020 fand ein intensivmedizinischer Aufenthalt statt, mit zahlreichen Operationen und Hauttransplantationen. Ab dem 10. Juni 2020 war der Versicherte im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___ hospitalisiert. Ab dem 2. November 2020 befand er sich im Reha bi litationszentrum A.___. Dies wohl bis April 2021 (vgl. vorstehend E. 3. 3-3. 4). Danach fand nach mehreren Narbenreleases und Z-Plastiken am Hals zur Ver besserung der Mobilisation im Rumpf und Schulter wieder ein stationärer A uf enthalt im Spital Z.___ statt. Im Anschluss war eine Verlegung in die Rehabilita tion in B.___ vorgesehen (vorstehend E. 3.5). Am 30. Juli 2021 wurde er gemäss Angaben seiner Mutter aus der Reha in B.___ entlassen (vgl. Urk. 8/88). Gemäss den Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, war das Ziel der Rehabilitation die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für den Versicherten geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Ver sicherte war im Berichtszeitpunkt im Februar 2021 aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen (vorstehend E. 3.1). Im März 2021 gaben sie an, aufgrund des schweren Ver brennungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der ver schiedenen Thera pien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Regenerations pro zess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig. Abgesehen von dem inten siven Therapiesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das ge schulte Pflegeper sonal sowie die weitere Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psychologische Betreuung (vorstehend E. 3. 2 ).

Gemäss den Är ztinnen des Spitals Z.___, Rehabilitationszentrum A.___, B.___, war das Ziel der Rehabilitation die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für den Versicherten geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Der Ver sicherte war im Berichtszeitpunkt im Februar 2021 aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Mass nahmen angewie sen (vorstehend E. 3.1). Im März 2021 gaben sie an, aufgrund des schweren Ver brennungsunfalls sei weiterhin eine sehr hohe Frequenz der ver schiedenen Thera pien notwendig, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Das intensive Therapiesetting sei auf Grund der ver hältnismässig noch frischen Verletzungen mit sich noch im Regenerations pro zess befindlichen Hautstrukturen noch notwendig. Abgesehen von dem inten siven Therapiesetting bedürfe es noch einer kompetenten Wundpflege durch das ge schulte Pflegeper sonal sowie die weitere Instruktion des Versicherten. Zudem benötige er noch enge psychologische Betreuung (vorstehend E. 3. 2 ). 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Rehabilitationsaufenthalt des Versicherten am 2. November 2020 gut neun Monate nach dem Unfall vom 2 0. Januar 2020 angetreten wurde, dies nach einem intensivmedizinischen Aufenthalt und einer Hospitalisierung im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___. M it der Rehabilitation wurde folglich unmittelbar nach der akutmedizinischen Behand lung und Frührehabilitation begonnen. Von einem längere Zeit ohne Behandlung bestehenden stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte ( vorstehend E. 1.4 ), kann auch bei einer Zeitspanne von rund neun Monaten keine Rede sein, namentlich nicht mit Blick auf die schweren Verletzungen des Versicherten. Auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein zeitlicher Unterbruch zu bejahen ist, wenn ein Defekt ohne Behandlun g während 360 Tagen stabil war (vgl. vorstehend E. 1. 4 ), liegt noch kein zeitlicher Unterbruch vor.

4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Rehabilitationsaufenthalt des Versicherten am 2. November 2020 gut neun Monate nach dem Unfall vom 2 0. Januar 2020 angetreten wurde, dies nach einem intensivmedizinischen Aufenthalt und einer Hospitalisierung im Zentrum für brandve rletzte Kinder des Spitals Z.___. M it der Rehabilitation wurde folglich unmittelbar nach der akutmedizinischen Behand lung und Frührehabilitation begonnen. Von einem längere Zeit ohne Behandlung bestehenden stabilen Defekt, welcher den zeitlichen Zusammenhang mit der Unfallbehandlung allenfalls zu unterbrechen vermöchte ( vorstehend E. 1.4 ), kann auch bei einer Zeitspanne von rund neun Monaten keine Rede sein, namentlich nicht mit Blick auf die schweren Verletzungen des Versicherten. Auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein zeitlicher Unterbruch zu bejahen ist, wenn ein Defekt ohne Behandlun g während 360 Tagen stabil war (vgl. vorstehend E. 1. 4 ), liegt noch kein zeitlicher Unterbruch vor. Zudem war die B ehandlung während des Rehabilitationsaufenthaltes noch nicht abgeschlossen und es stand während des Aufenthaltes die Behandlung der Ver brennungs folgen im Vordergrund, was sich bereits daraus ergibt, dass der Ver si cherte aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Massnahmen angewiesen war und eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig war, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Die Rehabilitation diente dem nach der Behebung unfallbedingter Funktionseinschränkungen. Der Versicherte nahm im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches (im Berichtszeitpunkt Februar 2021 ) Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sportthe rapie und Rehabilitationspflege sowie psychologische Begleitung beinhaltete. Das Ziel der Rehabilitation war wie erwähnt die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Vor diesem Hintergrund ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Behandlung des Grundleidens bereits vor dem 2. November 2020 abgeschlossen oder nur noch nebensächlich gewesen wäre. Die Rehabilitationsmassnahmen in B.___ standen vielmehr in hinrei chend engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfolgen.

Zudem war die B ehandlung während des Rehabilitationsaufenthaltes noch nicht abgeschlossen und es stand während des Aufenthaltes die Behandlung der Ver brennungs folgen im Vordergrund, was sich bereits daraus ergibt, dass der Ver si cherte aufgrund der Kontrakturen und der vielen Narben weiterhin vollständig auf Hilfe bei pflegerischen Massnahmen angewiesen war und eine sehr hohe Frequenz der verschiedenen Therapien notwendig war, um die Gelenkfunktionen des Versicherten zu verbessern und zu erhalten. Die Rehabilitation diente dem nach der Behebung unfallbedingter Funktionseinschränkungen. Der Versicherte nahm im Rehabilitationszentrum an einem ärztlich geleiteten, intensiven und multimodalen Therapieprogramm teil, welches (im Berichtszeitpunkt Februar 2021 ) Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, medizinische Trainings- und Sportthe rapie und Rehabilitationspflege sowie psychologische Begleitung beinhaltete. Das Ziel der Rehabilitation war wie erwähnt die Rückkehr nach Hause mit Eintritt in eine für ihn geeignete Schule sowie selbständiges Essen und eine möglichst grosse Selbständigkeit in den activities of daily living ( ADL ). Vor diesem Hintergrund ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Behandlung des Grundleidens bereits vor dem 2. November 2020 abgeschlossen oder nur noch nebensächlich gewesen wäre. Die Rehabilitationsmassnahmen in B.___ standen vielmehr in hinrei chend engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Unfallfolgen. Soweit beschwerdeweise geltend gemacht wird, gemäss dem Bericht von Prof. Dr. D.___ sei die Leidensbehandlung Anfang November 2020 abgeschlossen gewesen (vgl. Urk. 1 S. 6 Rz 1.4), geht dies aus seinem Bericht so nicht hervor. S einem Bericht kann entnommen werden, dass Bewegungseinschränkungen du rch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern eine Rehabilitation unabdingbar machten (vorstehend E. 3.6). Insofern gilt somit vorliegend dasselbe wie im BGE 114 V 18 (E. 2b S. 21), wo das Bundesgericht erwog, die Unfall be handlung im Rechtssinn wäre unvollständig, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht ausser Zweifel steh e, dass Schädel-Hirn-Trau ma tiker nicht nur auf der Intensivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müss t en, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei ( vor stehend E. 1.5 ). Gleiches muss analog auch für die schweren Verbrennungen gelten.

Soweit beschwerdeweise geltend gemacht wird, gemäss dem Bericht von Prof. Dr. D.___ sei die Leidensbehandlung Anfang November 2020 abgeschlossen gewesen (vgl. Urk. 1 S. 6 Rz 1.4), geht dies aus seinem Bericht so nicht hervor. S einem Bericht kann entnommen werden, dass Bewegungseinschränkungen du rch den Zug der verpflanzten Haut und den Verlust von Fingern eine Rehabilitation unabdingbar machten (vorstehend E. 3.6). Insofern gilt somit vorliegend dasselbe wie im BGE 114 V 18 (E. 2b S. 21), wo das Bundesgericht erwog, die Unfall be handlung im Rechtssinn wäre unvollständig, wenn sich an die unfallmedizinische Akutversorgung nicht eine ebenso intensive Rehabilitation anschliessen würde, zumal aus medizinischer Sicht ausser Zweifel steh e, dass Schädel-Hirn-Trau ma tiker nicht nur auf der Intensivstation versorgt, sondern auch rehabilitativ betreut werden müss t en, was grundsätzlich Sache des Unfallversicherers sei ( vor stehend E. 1.5 ). Gleiches muss analog auch für die schweren Verbrennungen gelten. Es widerspricht der angeführten Rechtsprechung ( vorstehend E. 1. 4 ), den engen sachlichen Zusammenhang mit der primären Unfallbehandlung zu verneinen, sobald die Rehabilitationsmassnahmen über die medizinische Heilbehandlung im engsten Sinne - hier insbesondere lebensrettende Akutbehandlung und Früh reha bili tation im Spital Z.___ - hinausgehen. Insofern kann der Versicherte aus den Berichten von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ nichts zu seinen Gunsten ableiten.

Es widerspricht der angeführten Rechtsprechung ( vorstehend E. 1. 4 ), den engen sachlichen Zusammenhang mit der primären Unfallbehandlung zu verneinen, sobald die Rehabilitationsmassnahmen über die medizinische Heilbehandlung im engsten Sinne - hier insbesondere lebensrettende Akutbehandlung und Früh reha bili tation im Spital Z.___ - hinausgehen. Insofern kann der Versicherte aus den Berichten von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ nichts zu seinen Gunsten ableiten. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass nichterwerbs tätige minderjährige Versicherte als invalid gelten, wenn ihr Gesundheitsschaden künftig wahrscheinlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben werde, und hierzu auf die Berichte von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ verweist (Urk. 1 S. 5 Rz 1.2), ist festzuhalten, dass die Invalidenversicherung eine Vorkehr, die der Behandlung des Leidens an sich zuzuzählen ist, auch dann nicht zu über nehmen hat, wenn ein wesentlicher Eingliederungserfolg vorausgesehen werden kann. Der Eingliederungserfolg, für sich allein betrachtet, ist im Rahmen von Art. 12 IVG kein taugliches Abgrenzungskriterium, zumal praktisch jede ärztliche Vorkehr, die medizinisch erfolgreich ist, auch im erwerblichen Leben eine ent sprechende Verbesserung bewirkt (BGE 120 V 277 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 E. 2, 2000 S. 64 E. 1, S. 295 E. 2a und S. 298 E. 1a je mit Hinweisen)

Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass nichterwerbs tätige minderjährige Versicherte als invalid gelten, wenn ihr Gesundheitsschaden künftig wahrscheinlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben werde, und hierzu auf die Berichte von Prof. Dr. D.___ und Prof. Dr. F.___ verweist (Urk. 1 S. 5 Rz 1.2), ist festzuhalten, dass die Invalidenversicherung eine Vorkehr, die der Behandlung des Leidens an sich zuzuzählen ist, auch dann nicht zu über nehmen hat, wenn ein wesentlicher Eingliederungserfolg vorausgesehen werden kann. Der Eingliederungserfolg, für sich allein betrachtet, ist im Rahmen von Art. 12 IVG kein taugliches Abgrenzungskriterium, zumal praktisch jede ärztliche Vorkehr, die medizinisch erfolgreich ist, auch im erwerblichen Leben eine ent sprechende Verbesserung bewirkt (BGE 120 V 277 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 E. 2, 2000 S. 64 E. 1, S. 295 E. 2a und S. 298 E. 1a je mit Hinweisen) 4.4 Beschwerdeweise wurde die analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV beantragt (vgl. vorstehend E. 2.2). Den medizinischen Akten sind keine Hinweise zu ent neh men, dass der Versicherte infolge des Unfalls vom 20. Januar 2020 jemals unter Lähmungen gelitten hätte. Demzufolge kommt die Bestimmung von Art. 2 Abs. 2 IVV, wonach medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren sind, in dem nach be währter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behand lung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt oder unter g e ordnete Bedeutung erlangt hat, vorliegend nicht zur Anwendung und der erwähn ten Verwaltungspraxis zur Kostenübernahme bei Behandlung von Läh mungen nach Hirnverletzungen ( KSME Rz 655-657/855-857.1; vorstehend E. 1.6) kommt i m vorliegende n Fall grundsätzlich keine Relevanz zu. Eine analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Recht sprechung ausgeschlossen (vgl. Urteil 9C_748 /2 012 vom 12. April 2013 E. 4.1).

4.4 Beschwerdeweise wurde die analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV beantragt (vgl. vorstehend E. 2.2). Den medizinischen Akten sind keine Hinweise zu ent neh men, dass der Versicherte infolge des Unfalls vom 20. Januar 2020 jemals unter Lähmungen gelitten hätte. Demzufolge kommt die Bestimmung von Art. 2 Abs. 2 IVV, wonach medizinische Massnahmen bei Lähmungen und andern motorischen Funktionsausfällen von dem Zeitpunkt an zu gewähren sind, in dem nach be währter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft im Allgemeinen die Behand lung des ursächlichen Gesundheitsschadens als abgeschlossen gilt oder unter g e ordnete Bedeutung erlangt hat, vorliegend nicht zur Anwendung und der erwähn ten Verwaltungspraxis zur Kostenübernahme bei Behandlung von Läh mungen nach Hirnverletzungen ( KSME Rz 655-657/855-857.1; vorstehend E. 1.6) kommt i m vorliegende n Fall grundsätzlich keine Relevanz zu. Eine analoge Anwendung von Art. 2 Abs. 2 IVV ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Recht sprechung ausgeschlossen (vgl. Urteil 9C_748 /2 012 vom 12. April 2013 E. 4.1). 4.5 Zusammenfassend sind somit die Voraussetzungen für die Gewährung medizi ni scher Massnahmen (Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte ) gemäss Art. 12 IVG nicht gegeben, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

4.5 Zusammenfassend sind somit die Voraussetzungen für die Gewährung medizi ni scher Massnahmen (Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 2. November 2020 bis 3 0. Juli 2021 sowie für die in diesem Zusammenhang notwendigen Behandlungsgeräte ) gemäss Art. 12 IVG nicht gegeben, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Dem Versicherten steht es frei, für weitere medizinische Massnahmen ein neues Gesuch einzureichen.

Dem Versicherten steht es frei, für weitere medizinische Massnahmen ein neues Gesuch einzureichen. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r u nterliegenden Partei aufzuerlegen.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r u nterliegenden Partei aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Britta Keller

Rechtsanwältin Britta Keller - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes ge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensKeller