Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/2509

Seit sich auch die Schweiz in einer «ausserordentlichen Lage» befindet und die Bevölkerung angehalten ist, alles Menschenmögliche zu unternehmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ändert sich auch für die Bewirtschaftung von Liegenschaften einiges. Der Verband der Immobilienwirtschaft Svit hat hierfür Empfehlungen herausgegeben, die sich zum Beispiel an Stockwerkeigentümergemeinschaften richten. Versammlungen etwa, die innerhalb einer statutarischen Frist anzusetzen wären, sollten ohne weitere Konsequenzen verschoben werden. Wo Gemeinschaftsräume vorhanden sind, sollte auf die Distanzregeln hingewiesen werden und die Benützung durch Gruppen ganz unterbunden werden.
Geachtet werden muss auf die Hygiene in gemeinschaftlich genutzten Bereichen, zum Beispiel in Treppenhäusern, Waschküchen oder Liften, aber auch auf Türgriffen und bei der Sonnerie am Eingang. Spezielles Augenmerk sollte den besonders verletzlichen Personen im Haus, insbesondere älteren und gefährdeten Menschen, geschenkt werden.
Tritt in einer Liegenschaft ein Krankheitsfall auf und sollte der Bewirtschafter oder die Hausverwaltung davon Kenntnis erhalten, ist nach ersten Massnahmen wie Selbstisolation oder -quarantäne der Betroffenen Kontakt aufzunehmen mit der Krisenorganisation des jeweiligen Kantons. Die übrigen Bewohner sind unter Berücksichtigung des Persönlichkeitsschutzes zu informieren. Gleichzeitig sollte aber zur Besonnenheit aufgerufen werden.
Nachdem das wirtschaftliche Leben nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist, fragen sich viele, welche Folgen für den Immobilienmarkt zu erwarten sind. Die Ökonomen der UBS lieferten dazu eine erste Analyse: Sie gehen davon aus, dass eine Rezession den hiesigen Markt negativ tangieren wird. Erhöhte Risiken sehen sie «im oberen Preissegment des Eigenheimmarkts, bei Büroflächen in den Grosszentren und Mehrfamilienhäusern in der Peripherie». Bei den gewöhnlichen Eigenheimen, im breiten Wohnrendite- und Geschäftsflächenmarkt sei das Risiko grösserer Wertverluste dagegen eher gering.
Absagen von Präsentationen und Events wegen des Versammlungsverbots betrafen unter anderem Ginesta und Knight Frank, die ihren «Wealth Report 2020» vorstellen wollten, und den Schulthess-Verlag, der zum diesjährigen Mietrechtsforum geladen hatte. Auch der HEV Schweiz und das Bundesamt für Wohnungswesen mussten die geplante Vernissage für den «Digitalen Atlas der Immobilienwirtschaft Schweiz» verschieben.
18. Februar 2021
14. Dezember 2020
26. November 2020
Meinen Namen, E-Mail und Website in diesem Browser speichern, bis ich wieder kommentiere.