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Die Diagnose des Urologen schlug ein wie ein Blitz. Ein bösartiger, schnell wachsender Tumor hat sich in der Prostata von Tom gebildet.
Eine Operation sei schwierig, aber nicht unmöglich. Tom und seine Frau fühlten sich wie vom Blitz getroffen. Gelähmt und sprachlos. Toms Frau, Lisa, kämpfte mit den Tränen, versuchte aber, stark zu sein. Tom selber hatte das Gefühl, er stehe vor einer grossen Wand. Die Besprechung beim Onkologen half den Beiden, wieder Boden unter den Füssen zu spüren und brachte wieder einen Funken Hoffnung. Lisa suchte nach einer Möglichkeit, wie sie Tom unterstützen konnte. Zuhören war das eine, aber sie wollte helfen, aber wie? Eine Broschüre im Wartezimmer der Onkologie brachte sie auf die Idee: Die Ernährung. Mit einer angepassten Ernährung will sie die Krebstherapie unterstützen. Sie informierte sich umfassend und fand es spannend, was die Ernährung alles bewirken kann. Sie merkte, dass sie nun umdenken muss. Bis anhin schaute sie, dass sie viel frisches Gemüse und Früchte und Vollkornprodukte auf den Tisch brachte und Fleisch und Milchprodukte nur in moderaten Mengen.
Die Wirksamkeit besonderer Diäten bei Krebserkrankungen gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Bisher konnte für keine dieser speziellen Krebsdiäten ein wissenschaftlicher Beleg gefunden werden. Primär sollte die Ernährung den Körper so gut wie möglich mit Energie, Protein und Nährstoffen versorgen. Während der aktiven Erkrankung kann man alles essen, was schmeckt und bekömmlich ist. Oftmals können schon kleine Veränderungen der üblichen Kost eine grosse Wirkung haben. Am besten ist eine abwechslungsreiche, gesunde Mischkost. Der Genuss und die Freude am Essen soll erhalten bleiben. Die Toleranz des Körpers gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln und die Aufnahme von Nährstoffen können sich durch die Therapie verändern. Das Geruchs- und Geschmackempfinden kann beeinträchtigt werden, wodurch die einzelnen Geschmacksrichtungen weniger intensiv oder anders wahrgenommen werden.
Mit der Therapie wurde zügig begonnen. Zunächst erhielt Tom eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie. Der Plan sah es vor, den Tumor danach operativ zu entfernen. Lisa merkte, dass es nun schon schwieriger war mit der Gestaltung des Speiseplanes. Tom fiel es vermehrt schwerer, Fleisch zu essen. Da war dieses Ekelgefühl. Tom verlor an Gewicht. Der Onkologe vereinbarte einen Termin bei der Ernährungstherapeutin. Sie ermutigte Lisa, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und gab ihr neue Tipps mit, wie sie therapieunterstützend kochen konnte. Die kleiner werdenden Portionen sollen optimal angereichert werden, so dass die Kaloriendichte und der Anteil an Eiweiss erhalten bleibt.
Einige Beispiele:
• Genügend Proteinquellen einbauen: Fleisch und Fisch sollen auf den Teller bevorzugt und zuerst aufgegessen werden. Eier und Milchprodukte in den Speiseplan einbauen, ein Spiegelei / Rührei oder Fleisch / Käseplatte zum Nachtessen anbieten
• Lebensmittel mit hoher Kaloriendichte wählen: Rahmquark statt Joghurt, Mascarpone statt Rahm (Suppen), Käsespätzle statt Teigwaren, gebratene Kartoffel statt Gschwellti...
• Grosszügig sein mit Butter, Rahm, Öl oder Créme fraiche – sie verfeinern und bereichern die Gerichte (Teigwaren, Reis)
• Nüsse und Saaten (z. B. Sonnenblumenkerne), Erdnussbutter, Honig einsetzen
Akut oder chronisch Kranke benötigen mehr Eiweiss – nämlich 1.0-1.5g / kg Körpergewicht. Ein Stück Fisch oder Fleisch, (z.B. eine Pouletbrust) enthält ca. 20g Eiweiss, ein grosses Stück Käse ca. 10g, 2dl Milch, ein Joghurt oder ein Ei ca. 6g. Menschen, die trotz ausgewogener Ernährung oder Anreicherung der gewohnten Mahlzeiten nicht genügend Kalorien und Eiweiss zu sich nehmen können, finden Unterstützung in energieund eiweissreichen Trinknahrungen. Mit ihnen können grössere Nährstofflücken gezielt geschlossen werden. Die in verschiedenen Aromen erhältlichen Trinknahrungen enthalten alle Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiss, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie enthalten somit alle Nährstoffe, die der Körper braucht und sollen während der akuten Phase zusätzlich zum normalen Essen eingenommen werden.
Liebe Leserin, lieber Leser, Ernährung ist unser Steckenpferd, unsere Hauptaufgabe im HomeCare Service Nordstern. Haben Sie Fragen, suchen Sie nach Lösungen? Rufen Sie uns an. Kennen Sie jemanden, der sich nicht mehr ausreichend ernährt und nach Hilfe sucht? Geben Sie ihm den Hinweis, dass er / sie bei uns Hilfe bekommt. Unsere erfahrene Ernährungstherapeutin und ihr Team beraten Sie gerne. Bei Bedarf stellen wir ein individuelles Musterpaket zusammen und helfen Ihnen, den Kostenantrag an die Krankenkasse auszufüllen und damit die Kostenregelung sicher zu stellen. In Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten sind wir bestrebt, miteinander das Optimum für den Patienten zu suchen und ihn zu begleiten. Haben Sie gewusst, dass Sie den Lieferanten der Trink- und Sondennahrung selber wählen dürfen? Denken Sie daran, dass Sie mit uns als lokaler Anbieter ins beste Versorgungsnetz aufgenommen werden. Gerade in der Zeit, wo wir von ökonomischem und ökologischem Sinn und Unsinn sprechen, macht es Sinn, regionale Anbieter zu berücksichtigen. Vielen Dank!