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Bida,
Alexandre, franz. Zeichner und Maler, geb. 1823 zu Toulouse, bildete sich im Zeichnen und Aquarellmalen unter Delacroix in Paris aus. 1844-1846 bereiste er Konstantinopel und den Orient und machte zwei Jahre gründliche Studien, so daß seine nachher angefertigten Zeichnungen und Ölbilder den Charakter der Menschen und den der Gegenden in ihren verschiedenen Licht- und Luftwirkungen treu und künstlerisch wiedergeben. Die umfassendsten Studien machte er in Palästina, das er später noch einmal bereiste.
Bilder dieser Art sind z. B.: ein arabisches Kaffeehaus, der armenische Barbier, der Sklavenmarkt, die Bastonnade, die Rückkehr von Mekka, die betenden Juden vor der Salomonischen Mauer, die Ermordung der Mamelucken, der Abschied des verlornen Sohns und die Enthauptung Johannis des Täufers. In Deutschland wurde er am bekanntesten durch seine von Flameng u. a. radierten Zeichnungen zu den vier Evangelien (auch mit deutschem Bibeltext in Bremen erschienen), die mit sehr naturgetreuer Darstellung der betreffenden Gegenden und edler Auffassung des jüdischen Typus einen echt christlichen Geist verbinden. Ebenso illustrierte er eine Ausgabe der Werke Alfred de Mussets und das Buch Ruth (1876). In seinen Zeichnungen hat er die eigentümliche Manier, auf dem getuschten Blatte dadurch zu modellieren, daß er vermittelst Radiernadel und -Messer die dunklen Töne wegnimmt, wodurch seine Zeichnungen eine besondere Klarheit und ein sehr deutliches Relief der Erscheinung erhalten. 1855 wurde er Ritter und 1870 Offizier der Ehrenlegion.