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Käse ist eines der meistgehandelten Milchprodukte der Welt. Die Schweiz produziert mehr Käse als sie verbraucht. Sie exportiert ihre handwerklich hergestellten Premium-Käse insbesondere in die umliegenden europäischen Staaten.
Rund 500 gewerbliche Schweizer Käsereien verarbeiten jährlich ca. 1,10 Mio. Tonnen frische Schweizer Milch. Dies entspricht ca. einem Drittel der Schweizer Jahresproduktion an Verkehrsmilch. Daraus stellen die gewerblichen Käsereien ca. 115’000 Tonnen Käse her. Dies entspricht einem Anteil von ca. zwei Dritteln an der Schweizer Käseproduktion.
Die gewerblichen Milchverarbeiter sind mit einem Anteil von ca. 80 % am Käseexport massgeblich an der Wertschöpfung durch Milch in ländlichen Regionen beteiligt. Käse ist der weitaus grösste Exportartikel der Schweizer Landwirtschaft.
Der wichtigste Handelspartner für Schweizer Käse ist Europa. Über 80 % der Schweizer Käseexporte gehen in unsere Nachbarländer. Hauptabnehmer sind Deutschland, Italien und Frankreich. Die Exporte nach Übersee steigen tendenziell.
Emmentaler AOP, Le Gruyère AOP und Appenzeller® machen zusammen 38 % der Schweizer Käseexporte aus. Ebenfalls gefragt sind Raclette, Tête de Moine AOP sowie Sbrinz AOP.
Der Schweizer Käsemarkt ist seit dem Jahr 2007 für EU-Produkte frei zugänglich. Seither steigt der Import von Käse in die Schweiz, insbesondere aus Deutschland. Deutscher Käse ist billiger als die Schweizer Käsespezialitäten. Ein grosser Teil der importierten Ware fliesst in Hotels, Restaurants und Kantinen sowie in gewisse Industriezweige der Nahrungsmittelbranche, die in erster Linie auf günstige Preise achten.