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Der Reichtum der Universitäten
In der Finanzkrise verlor die Harvard University während eines Jahres 11 Milliarden Dollar (27,3%) ihres Stiftungsvermögens. Universitäten sind offensichtlich nicht nur reich an Wissen, sondern auch an materiellen Werten. Dazu gehören neben Stiftungen Gebäude und Grossgeräte, aber je nach Land auch Weinberge, Bibliotheken, Laboreinrichtungen, Kunst-, Forschungs- und Lehrsammlungen. Anders als Harvard sind die öffentlichen Universitäten zwar Besitzer, in der Regel aber nicht Eigentümer dieses Reichtums und daher von finanzpolitischen Entscheidungen der staatlichen Träger abhängig.
Das vorliegende Panel fragt nach den materiellen Grundlagen und Manifestationen des Reichtums moderner Universitäten. Dabei interessiert insbesondere, wie ökonomisches Kapital in soziales, politisches oder symbolisches verwandelt werden kann – und umgekehrt. Welche Metriken und Rechnungslegungsstandards kommen zum Zuge? Welche informellen Wertehierarchien liegen einer Bewertung zugrunde? Wie gehen private und öffentliche Universitäten sowie deren Träger in Zeiten des Sparens mit dem vorhandenen Reichtum um?