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Mauritius
GeschichteVor 1500: Mauritius ist unbevölkert, aber doch bereits auf arabischen Seekarten verzeichnet als Dina Harobi, was soviel heisst wie «verlassene Insel».
1507: Portugiesische Seefahrer entdecken die Insel auf dem Weg vom Kap der Guten Hoffnung nach Indien und nutzen sie danach als Versorgungspunkt. Der Kapitän hiess Don Pedro Mascarenhas, daher der Name der Inselgruppe (Mauritius, Rodrigues und La Réunion bilden zusammen die Maskarenen). Man setzte Ziegen und Schweine aus, um sie bei der nächsten Durchfahrt schlachten zu können.
1598: Die Holländer übernehmen und benennen die Insel nach Prinz Moritz von Oranien (lat. Mauritius). Die Holländer sind die ersten, die sich auf Mauritius niederlassen und versuchen das Land zu bewirtschaften. Sie holzen die Ebenholzwälder ab und rotten dabei den prähistorischen Dodo Vogel aus. Bald zerstören Zyklon-Stürme die Plantagen und die eingeschleppten Ratten und das Gelbfieber zwangen sie das Vorhaben aufzugeben. Zudem wurde Südafrika als Siedlungsgebiet interessanter für die Holländer
1710: Die Franzosen übernehmen und nennen die Insel «Ile de France». Sie brachten die Kolonie zum Blühen und erbauten dabei die Hauptstadt Port Louis mit sturmgeschütztem Hafen und eine umfangreiche Infrastruktur (Strassen, Wohnhäuser, militärische Einrichtungen, Krankenhäuser, Wasserversorgung). Der Anbau von Zuckerrohr und der Handel mit Sklaven und Gewürzen boomt.
1810: Während zwei heftigen Seeschlachten machen die Briten Mauritius den Franzosen abtrünnig. Die Briten blieben danach den Inselbewohnern gegenüber tolerant und nahmen kaum Einfluss auf deren gewohntes Leben (Französisch blieb die Hauptsprache sowie galt nach wie vor das Napoleonische Recht). Mit Hilfe der afrikanischen Sklaven wurde ein Zuckerrohr Imperium aufgebaut.
1834: Grossbritannien verbot die Sklaverei im eigenen Land sowie in seinen Kolonien. Die meisten Sklaven wollten allerdings auch gegen Bezahlung nicht mehr auf den Feldern arbeiten und suchten sich ihr eigenes Land zur Bewirtschaftung. Somit kamen bald andere billige Arbeitskräfte aus Indien und China nach Mauritius.
1869: Mit Eröffnung des Suezkanals, dem verstärkten Zuckerrohranbau auf den karibischen Inseln und die Kultivierung der Zuckerrübe in Europa beginnt der wirtschaftliche Niedergang von Mauritius. Viele Einwohner verlassen die Insel und schlimme Malaria- und Cholera-Epidemien, ein Jahrhundertsturm und ein Grossfeuer liessen Mauritius niedergehen.
1939: Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, bemühen sich die Briten wieder um Mauritius. Der Hafen wird modernisiert, Teeplantagen angelegt und die Malaria bekämpft (seit 1952 gilt Mauritius als malariafrei).
1968: Die Unabhängigkeit innerhalb des Commonwealth wird ausgerufen (seit 1992 eine Republik). Seit der Unabhängigkeit ist Mauritius eine Demokratie mit freien Wahlen.
Klima und ReisezeitDas Wetter auf Mauritius ist ganzjährig tropisch mit Temperaturen zwischen 23° und 36°C. Die Wassertemperaturen sind ebenfalls das ganze Jahr warm zwischen 23° und 30°C. Die heisseste Jahreszeit ist der europäische Winter, die kälteste der europäische Sommer mit kühlen Nächten (bis 15°C). Der Süden und Osten werden von der gleichmässigen Brise des Südostpassats beeinflusst und sind daher leicht kühler und werden mit mehr Regen verwöhnt als der Norden und Westen. Es kann zu jeder Jahreszeit Niederschlag geben. Am wenigsten Regen fällt im Juli, am meisten im Januar. Im Februar und März besteht die Gefahr von Zyklonen.
EinreisebestimmungenEs wird kein Visum verlangt (CH / D / F / GB / etc. ) für einen Aufenthalt von 30 Tagen. Der Pass muss über das Ausreisedatum hinaus gültig sein.
FlügeEdelweiss fliegt mehrmals wöchentlich direkt nach Mauritius in 11 Stunden. Längere Alternativen sind Emirates oder Turkish Airlines. Als Verbindung mit unseren Safaris in Afrika bietet sich der Swiss Flug nach Johannesburg / Nairobi und ein Rückflug von Mauritius mit Edelweiss.
Gesundheit & VersicherungMauritius ist malariafrei.
Für alle Reisen wird empfohlen, die persönlichen Impfungen zu prüfen, bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Die Gelbfieberimpfung ist nur notwendig, wenn Sie von einem «Gelbfieber-Land» wie Kenya oder Uganda einreisen. Im gegebenen Fall muss dringend das gelbe Impfbüchlein mitgeführt werden.
Währung & ZahlungsmittelDie Landeswährung ist die Mauritische Rupie (MUR, Rs).
Auf Mauritius wird in der Landeswährung bezahlt. Es ist sinnvoll einen kleineren Betrag in Rupien für Einkäufe vor Ort am Bancomaten zu beziehen oder einzutauschen. In Restaurants und Hotels kann mit Kreditkarten (VISA, Mastercard) bezahlt werden.
KommunikationDie Landessprache ist Kreolisch. Hier handelt es sich um eine eigene Sprache, die man zwar als Dialekt des Französischen betrachten kann, aber im Grunde genommen eigenständig ist. Kreolisch wird von über zehn Millionen Menschen weltweit gesprochen, zum Beispiel auf Inselstaaten wie den Seychellen, La Réunion und den französischen Karibikinseln. Es ist zwar immer kreolisch, aber es gibt zahlreiche Abwandlungen und keine einheitliche Schreibweise.
Während der französischen Kolonialzeit wurde bei der Beschäftigung von Sklaven streng darauf geachtet, dass Sklaven aus unterschiedlichen Ländern zusammen arbeiten müssen. So konnten sie sich nicht verständigen und Revolten planen. Mit ihren Gutsherren mussten sich die Sklaven jedoch irgendwie auf Französisch unterhalten. Dabei entwickelten sich eigene, dem Französischen ähnliche Wörter und Grammatiken bei den Sklaven: das Kreolisch.
Die offizielle Amtssprache ist Englisch. Allerdings muss man wissen, dass Amtssprache noch lange nicht bedeutet, dass sie jeder Mauritianer fliessend und gerne spricht. Englisch ist die Amtssprache, in der Verträge geschrieben werden und in der an Universitäten Prüfungen abgelegt werden. Auch werden offizielle Dokumente auf Englisch verfasst. Die meisten Leute sprechen jedoch lieber französisch als englisch.
Essen & TrinkenNahrungsmittel sind von guter Qualität. Wir empfehlen Ihnen jedoch, nur abgefülltes Trinkwasser zu trinken.
StromDie Stromspannung beträgt 220 - 230 Volt. Die Steckdosen auf Mauritius verlangen einen britischen Stecker. Die Schweizer Stecker mit zwei Stiften können in der Regel direkt eingesteckt werden, für jene mit drei Stiften braucht man einen Adapter.
WäscheserviceKleider können in allen guten Hotels gewaschen werden lassen.
StrassenverkehrAuf Mauritius herrscht Linksverkehr.
ZeitverschiebungWährend der Schweizer Winterzeit ist es 3 Stunden später auf Mauritius, während unserer Sommerzeit 2 Stunden später (GMT + 4).