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Dein Hund liebt es, in Pfützen zu planschen, aber wenn es Zeit für ein Bad ist, zieht er den Schwanz ein und versteckt sich. Warum hassen Hunde Bäder so sehr? Wenn es nicht das Wasser ist, was ist es dann, das so viele Hunde zittern und winseln lässt? Finde heraus, was hinter der Angst Deines Hundes vor dem Baden stecken könnte, und erfahre, wie Du einen Hund, der das Baden hasst, trotzdem waschen kannst.
Warum hassen es Hunde zu baden?
Es stimmt zwar, dass nicht alle Hunde gerne im Wasser spielen, aber das erklärt nicht unbedingt, warum Dein Hund nicht gerne badet. Selbst wasserliebende Rassen wie Labrador Retriever scheuen sich oft davor, gebadet zu werden. Wenn es also nicht um das Wasser geht, warum hassen Hunde Bäder? Es gibt eine Reihe von Faktoren, die erklären können, warum es Dein Hund hasst, in die Nähe der Wanne oder des Waschbeckens zu gehen.
Schlechte Erinnerungen werden wachgerufen
In einem Beitrag der Veterinärmedizinischen Universität Wien wird deutlich, dass Hunde genau wie wir lernen, eine bestimmte Situation mit Angst oder Furcht zu assoziieren. Schlechte Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Baden, wie Verbrühungen durch heißes Wasser, Ausrutschen und Fallen in der Wanne, Wasser in der Nase oder brennendes Shampoo in den Augen, können Deinen Hund traumatisieren und ihn lehren, Bäder zu fürchten. Auch unangenehme Erfahrungen mit anderen Pflegeroutinen, wie z. B. Schmerzen beim Schneiden der Krallen oder beim Reinigen der Ohren, können schlechte Assoziationen mit der Badezeit hervorrufen, wenn dies zur gleichen Zeit geschieht.
Kontrollverlust
Wenn Dein Hund schwimmen geht oder in einer Pfütze planscht, ist das eine Aktivität, die ihm Spaß macht und die er freiwillig macht. Baden hingegen wird den Hunden in der Regel aufgezwungen. Dabei werden sie angefasst und auf eine Weise bewegt, die sie nicht mögen. Dieser Verlust der Wahl und der Kontrolle über das, was mit ihm geschieht, kann für einen Hund sehr beunruhigend sein.
Eine ungewohnte Situation
Hunde, die zum ersten Mal baden, oder die nicht so oft gebadet werden, können durch die ungewohnte Erfahrung, in eine Wanne mit Wasser getaucht und mit Shampoo eingeseift zu werden, ganz einfach verängstigt sein. Das wiederum kann negative Assoziationen hervorrufen, die in ihnen Angst vor zukünftigen Bädern auslösen.
Die Badezeit fühlt sich stressig an
Manchmal sind Hunde nicht die einzigen, die ihr Bad hassen. Hunde orientieren sich oft an den Emotionen ihrer Besitzer:innen. Laut National Geographic färben die Emotionen der Hundehalter:innen auf ihre Hunde ab. Das heißt: Je besorgter Du wirkst, desto ängstlicher wird auch Dein Vierbeiner. Wenn Du Deinen Hund anschreist, grob mit ihm umgehst und Dich beim Baden beeilst, lernt Dein Hund, dass er sich vor dem Baden fürchten sollte. Selbst wenn Du sanft mit Deinem Hund umgehst, kann er Deine Frustration spüren, was dazu führen kann, dass er das Baden in Zukunft fürchtet.
Müssen Hunde gebadet werden?
Muss Dein Hund überhaupt regelmäßig gebadet werden? Es kommt darauf an. Ein Großteil der Gründe für das Baden von Hunden liegt einfach darin, dass man besser mit ihnen leben kann. Du willst nicht, dass Dein Hund überall Schlamm hinterlässt und es macht auch keinen Spaß, mit einem stinkenden Hund zu kuscheln. Kurzhaarige Rassen mit gesunder Haut müssen eigentlich nicht gebadet werden, es sei denn, sie sind sehr schmutzig. In vielen Fällen reicht es aus, sie mit Reinigungstüchern abzuwischen, die für Haustiere geeignet sind. Wenn Du jedoch einen Vierbeiner der faltigen Rasse, wie einen Mops oder einen Shar-Pei, hast, solltest Du auch darauf achten, die Haut zwischen den Falten regelmäßig abzuwischen.
Langhaarige und gelockte Rassen hingegen profitieren von regelmäßigem Shampoo und Pflege, damit ihr Fell nicht verfilzt und unkontrollierbar wird. Doch auch tägliches Bürsten kann helfen. Haarlose Rassen wie die mexikanischen Nackthunde müssen regelmäßig gebadet werden, damit ihre Haut nicht austrocknet. Umgekehrt brauchen Hunde mit fettiger Haut, wie Cocker Spaniels , ebenfalls häufige Bäder, um Fettablagerungen zu vermeiden.
Wie man einen Hund badet, der Baden hasst
Wenn Dein Hund eine Haut- oder Fellbeschaffenheit hat, die das Baden notwendig macht, ist es am besten, wenn Du ihm beibringst, dass er gerne badet oder zumindest keine Angst davor hat. Dazu musst du negative Assoziationen durch positive ersetzen und Zeit und Geduld aufbringen. Wie sehr, hängt davon ab, ob Dein Hund Angst vor dem Baden hat, ob er nur Trübsal bläst oder ob er sich irgendwo dazwischen befindet.
1. Bleib ruhig
Zunächst solltest Du sicherstellen, dass Du mit einer positiven Einstellung an das Baden Deines Hundes herangehst. Wenn Du Dich gehetzt, gestresst oder frustriert fühlst, solltest Du mit dem Baden warten, bis Du entspannter bist, was wiederum dazu beiträgt, dass Dein Hund es auch ist.
2. Schaffe positive Assoziationen
Die Tierpsychologie und Alternativmedizin empfiehlt, Deinen Hund langsam an das Baden zu gewöhnen. Dafür kannst Du ihn zunächst einfach mit ins Bad nimmst, ihn lobst und ihm Leckerlis anbietest. Versuche nicht, ihn sofort zu baden, sondern gib ihm Zeit, positive Assoziationen mit dem Badezimmer und der Wanne zu entwickeln. Eine Möglichkeit, die Angst Deines Hundes vor der Wanne in Vorfreude umzuwandeln, besteht darin, den Futternapf Deines Hundes ins Badezimmer neben die Wanne zu stellen und eine Spur von Leckerlis dorthin zu legen. Wenn Du glaubst, dass Dein Hund bereit ist, stellst Du seinen Napf auf einer rutschfesten Matte in die Wanne. Wenn Dein Hund groß genug ist, kannst Du ihm erlauben, selbst hineinzuklettern, um ihm das Gefühl zu geben, die Wahl zu haben und die Kontrolle zu behalten.
Sobald Dein Hund in der Lage ist, ohne Angst in die Badewanne zu steigen, kannst Du ihm das Futter wegnehmen und das Wasser aufdrehen. Gib ihm Spielzeug zum Spielen in der Wanne und Leckerlis. Du könntest zum Beispiel etwas xylitfreie Erdnussbutter an die Wand zu schmieren und sie abschlecken lassen, während das Wasser läuft. Wenn Dein Hund es toleriert, dass das Wasser läuft und seine Pfoten nass werden, kannst Du ihn mit ein wenig Wasser bespritzen und das Ganze zu einem kleinen Spiel machen. Mach Deine Fellnase nach und nach nass und schäume sie mit Shampoo ein, während Du sie gleichzeitig lobst und beruhigst. Wenn Dein Hund in irgendeiner Phase des Badens unruhig wird, höre auf und versuche es später erneut.
3. Verhindere negative Assoziationen
Triff Vorkehrungen, damit sich Dein Hund beim Baden sicher fühlt. Lege eine rutschfeste Matte oder rutschfeste Aufkleber auf den Boden der Wanne, damit er nicht ausrutscht oder ziehe ein Badegeschirr in Betracht, wie es von professionellen Hundefriseur:innen verwendet wird, damit sich Dein Hund sicherer fühlt. Achte besonders darauf, sanft mit Deinem Hund umzugehen. Teste die Temperatur des Wassers und stelle sicher, dass es nicht zu heiß oder zu kalt ist. Vermeide es, dem Hund das Wasser direkt ins Gesicht zu spritzen oder zu gießen; verwende stattdessen einen Waschlappen für das Gesicht und andere empfindliche Stellen. Und heb Dir andere Pflegerituale wie das Trimmen der Krallen und das Zähneputzen für einen anderen Tag auf.
Es gibt zwar eine Reihe von Möglichkeiten, die Frage zu beantworten, warum Hunde das Baden hassen, aber die Lösungen sind dieselben, unabhängig davon, was der Auslöser für die Abneigung Deines Tieres ist. Mit viel Geduld, Sanftheit und Fürsorge kannst Du die Einstellung Deines Hundes zum Baden umkehren und die Badezeit für euch beide angenehmer und weniger stressig machen.
Jean Marie Bauhaus
Jean Marie Bauhaus ist eine Tierliebhaberin und freiberufliche Autorin für Themen rund um Haustiere, deren Artikel unter anderem auf AKC.org, Care.com und Daily Puppy erscheinen. Sie schreibt auch Romane und lebt mit ihrem Mann und einer Schar vierfüßiger Angehöriger in den Ozarks, wo sie bei ihrem Morgenkaffee gerne Rehe, wilde Truthähne und gelegentlich eine streunende Kuh beobachtet, die durch ihren Garten laufen.
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