Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/2584

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche gesagt, es werde am Mittwoch eine "grosse Ankündigung" zur Steuerreform geben. Am Abend (1930 MESZ) war in Washington eine Unterrichtung der Medien durch Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn geplant.
Eine umstrittene Grenzausgleichssteuer zur Gegenfinanzierung der Steuerentlastungen soll laut US-Medienberichten in den Vorschlägen zunächst nicht enthalten sein. Mit einer solchen Steuer würden US-Exporteure entlastet und Importe belastet. Diese könnte insbesondere Deutschland hart treffen.
Trump hatte eine "historische Steuerreform" versprochen. Unternehmen sollten weniger Steuern bezahlen, um überall wettbewerbsfähig zu sein und florieren zu können. Gleichzeitig solle die Mittelschicht in den USA von massiven Steuererleichterungen profitieren.
Finanzminister Mnuchin sagte, die Eckpunkte der Reform beinhalteten nicht die geplanten massiven Investitionen in die in weiten Teilen marode US-Infrastruktur. Trump hatte angekündigt, eine Billion Dollar für Strassen, Brücken, Tunnel und Flughäfen zu investieren.
Die Umsetzung einer Steuerreform dürfte Monate in Anspruch nehmen. Denn auch wenn beide Kammern des Kongresses und das Weisse Haus von Republikanern geführt werden, sind die Interessen in wichtigen Feldern verschieden. Eine Steuerreform mit massiven Entlastungen würde den ohnehin bereits strapazierten US-Haushalt zusätzlich belasten.
Der US-Präsident hatte in der vergangenen Woche per Dekret die Überprüfung von Steuergesetzen aus dem Jahr 2016 angeordnet. Damit soll herausgefunden werden, ob die Regeln zu kompliziert sind und den US-Steuerzahlern schaden. Trump hatte gesagt, das Dekret sei ein erster Schritt hin zu einer Steuerreform./hoe/DP/tos
(AWP)