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1. Warum sind die Fantastic Four wichtig?
Die vierköpfige Superhelden-Familie wurde 1961 von Autor Stan Lee und Zeichner Jack Kirby für den Marvel Verlag erfunden. Damals, vor 60 Jahren, waren Superhelden out. Der Erfolg der Fantastic Four änderte das. Es gab einen riesigen Boom.
Lee und Kirby erfanden in den folgenden zwei Jahren Superhelden und Superheldeninnen, die man aus Comics und Kinofilmen kennt: Spiderman, Iron Man, Hulk, The Wasp, Black Widow und viele andere.
Der Marvel Verlag wurde einer der grössten Comic-Produzenten der USA.
Daraus entwickelte sich Marvel Entertainment, wo auch Filme und Serien produziert wurden. Die Firma wurde 2009 für vier Milliarden Dollar vom Disney Konzern aufgekauft.
Austellung «60 Jahre Marvel Comics Universe»
Noch bis zum 30. September gibt es im Amerikahaus einen Streifzug durch die Erfolgsgeschichte des Comicverlages Marvel zu sehen, die vor 60 Jahren mit den Fantastic Four begann.
Mit 180 Originalzeichnungen und anderen Ausstellungsstücken.
Der Eintritt ist frei.
Fazit: Ohne die Fantastic Four gäbe es heute einige der erfolgreichsten Superhelden-Figuren und die dazugehörigen Blockbuster des sogenannten Marvel Cinematic Universe nicht.
2. Was war neu an den Fantastic Four?
Die vier Mitglieder stritten ständig miteinander. Ihre privaten Probleme nahmen in den ersten Geschichten viel Platz ein. Das hatte es bis dahin in Superheldencomics nicht gegeben.
Die unsichtbare Frau hatte Beziehungsprobleme mit ihrem Freund Mr. Fantastic, einen Typen mit einem hyperelastischen Körper.
Der jugendliche Bruder der Unsichtbaren war eine fliegende, menschliche Fackel, die alle nervte.
Und dann war da der beste Buddy von Mr. Fantastic: ein superstarker Steinhaufen in Menschenform namens «Das Ding», der ständig deprimiert war, weil alle wegen seinem grotesken Äusseren Angst vor ihm hatten.
Sprich: Die fantastischen Vier waren, trotz ihrer fantastischen Kräfte, ganze normale Menschen mit Fehlern und Problemen – nicht besser, nicht schlechter als jeder oder jede andere. Das machte ihren Erfolg 1961 aus.
Das Konzept der allzu menschlichen Heldinnen und Helden wurde dann beim Marvel Verlag auf alle folgenden Figuren angewandt.
Bestes Beispiel ist Spiderman, der knapp ein Jahr nach den Fantastic Four auf dem Markt kam: Er war anfangs der ungeliebte, schüchterne Nerd an der Schule, hatte ständig Geldprobleme und eine Tante mit Herzproblemen.
3. Die Fantastic Four auf der Kinoleinwand
Zwischen 2005 und 2015 erschienen drei Kinofilme, von denen die ersten beiden finanziell erfolgreich waren. Für 2023 ist ein neuer angekündigt.
Kuriosum: Ein Film über die Fantastic Four kam nie in die Kinos. 1986 kaufte der deutsche Produzent Bernd Eichinger die Filmrechte, engagierte Anfang der 1990er B-Movie-Ikone Roger Corman, um einen Low-Budget-Film zu produzieren.
Obwohl es Trailer und Promo-Tour gab, wurde der Film nie veröffentlicht. Bis heute hält sich das Gerücht, dass der Film nur hergestellt wurde, um die Rechte an der Superhelden-Familie zu behalten. Bernd Eichinger bestritt das immer. Den Film findet man heute komplett im Internet.