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Frauenthal
(Kt. Zug, Gem. Cham).
396 m. Nonnenkloster des Ordens der Zisterzienser, mit Oekonomiegebäuden (Mühle, Säge etc.), auf einer von der Lorze umflossenen Insel;
5,5 km nw. der Station Cham der Linie Zürich-Thalwil-Zug. 7 Häuser, 109 kathol. Ew. Kloster mit Kirche 1231 von den Freiherren von Schnabelburg, Eschenbach und Hünoberg gegründet und bald von verschiedenen Seiten her mit Gütern bedacht.
Aebtissin und Nonnen waren bis ins 15. Jahrhundert fast immer nur adeliger Herkunft.
Das Kloster hatte unter den Freiheitskriegen der Eidgenossen gegen das Haus Oesterreich stark zu leiden und wurde 1388 sogar durch Feuer zerstört;
es zerfiel zur Zeit der Reformation, erholte sich dann aber mit Hilfe seines Schirmvogtes, der Stadt Zug allmählig wieder.
Die Oberaufsicht führten der Reihe nach die Aebte von Kappel, Wettingen und Wettingen-Mehrerau.
Steht seit 1805 unter dem unmittelbaren Schutz des Kantons Zug. Die Nonnen unterhalten eine Erziehungsanstalt für Töchter und beschäftigen sich mit Weberei und feinen Stickarbeiten für Kirchenparamente.
Der lateinische Name des Klosters war Vallis Beatæ Mariæ.