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Legislaturindikator: Syntheseindex der Innovation
Auszug aus dem Legislaturziel 2: Die Schweizer Wirtschaft ist auf bestmögliche Rahmenbedingungen angewiesen, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen und der Wohlstand in der Schweiz gesichert werden kann. Durch eine optimale Ausgestaltung der wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen und geringe administrative Belastungen soll die Produktivität in der Schweiz erhöht werden. […] Gleichzeitig sollen der wirtschaftliche Strukturwandel und die Innovation gefördert werden.
Bedeutung des Indikators: In einem durch zunehmende Globalisierung geprägten Kontext muss die Schweiz ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, um ihren Wohlstand langfristig sichern zu können. Eine grundlegende Voraussetzung hierfür ist ein innovationsfreundliches Umfeld. Dieses zeichnet sich beispielsweise durch international vernetzte Bildungsinstitutionen, eine angemessene Forschungsfinanzierung und ein hochentwickeltes Humankapital aus.
Der Indikator zeigt den Syntheseindex der Innovation für die fünf erfolgreichsten Länder. Der Index nimmt Werte zwischen 0 (geringe Innovationstätigkeit) und 1 (hohe Innovationstätigkeit) an und enthält Informationen zur Innovationstätigkeit von Firmen, den dafür notwendigen Voraussetzungen sowie den wirtschaftlichen Auswirkungen.
Quantifizierbares Ziel: Die Schweiz behält ihre Position als international führender Innovationsstandort.
Kommentar
Der Syntheseindex der Innovation für die Schweiz ist zwischen 2011 und 2015 relativ konstant geblieben und hat anschliessend zugenommen. Im Jahr 2018 erreichte er einen Wert von 0,823. Damit platzierte sich die Schweiz an erster Stelle, vor allen EU-Ländern und berücksichtigten Drittstaaten. Innerhalb der EU weist Schweden mit 0,713 den höchsten Wert auf, gefolgt von Finnland (0,704), Dänemark (0,680) und den Niederlanden (0,651). Die Schweiz ist insbesondere in den Bereichen Humankapital, Attraktivität der Forschungssysteme und bei den Investitionen der Unternehmen führend.
Investitionen in die Forschung und Entwicklung (F+E) tragen dazu bei, innovationsfreundliche Bedingungen zu schaffen. 2017 wendete die Schweiz mehr als 22 Milliarden Franken dafür auf, was rund 3,4% ihres Bruttoinlandprodukts (BIP) entspricht. 69% der F+E-Investitionen in der Schweiz wurden 2017 von privaten Unternehmen getätigt. Die Hochschulen, die mehrheitlich durch öffentliche Mittel finanziert sind, der Bund und die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter trugen den restlichen Anteil bei.
Das Bildungsniveau spielt bei der Förderung eines innovationsfreundlichen Humankapitals eine grosse Rolle. 2018 verfügten 88,4% der ständigen Wohnbevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren über eine nachobligatorische Ausbildung, wobei dieser Anteil seit 2011 stetig angestiegen ist. 44,7% der ständigen Wohnbevölkerung dieser Altersklasse verfügten 2018 über eine Ausbildung auf Sekundarstufe II und 43,7% über eine Tertiärausbildung.
Seit 2011 hat sich der Anteil der Beschäftigten in innovativen Branchen am Total der Beschäftigten des sekundären und tertiären Sektors in Vollzeitäquivalenten nicht signifikant verändert. 2016 betrug er 29,4%.