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Die Tivoid-Akwaya-Gruppe setzt sich aus acht kleinen Volksgruppen zusammen, die alle ihre eigene Sprache sprechen. Von 2007 bis 2017 konnte in folgenden vier der acht Sprachen gearbeitet werden: Ugare, Iceve, Ipulo und Iyive. Diese vier Sprachgruppen haben nun ein Alphabet, ein Sprachkomitee und ein paar kurze Texte oder niedergeschriebene Geschichten in ihrer Sprache, die bisher nur mündlich überliefert waren. In Iceve und Ipulo gab es auch erste Alphabetisierungsbemühungen.
Wegen der politischen Unruhen, die im Süd- und Nordwesten Kameruns seit 2016 immer wieder aufflammen, mussten 2018 alle ausländischen Spracharbeiter die Gegend verlassen und konnten bis heute nicht zurückkehren. Bewaffnete Übergriffe sind nach wie vor an der Tagesordnung. Deshalb steht die Spracharbeit für die Ugare, Ipulo und Iyive seit 2017 still. Kathy, die Linguistin, schreibt: „Das Überleben ist schon schwierig genug für die Menschen dort und es ist momentan nicht daran zu denken, die Spracharbeit fortzusetzen. Aber wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass sie eine Bibelübersetzung brauchen.“
Anders sieht es für die Iceve aus. Die Arbeit in ihrer Sprache konnte dank dem Lukas-Partnerschaftsprojekt (Luke Partnership Project, LPP) in Nigeria, das vor eineinhalb Jahren begonnen hat, weitergeführt werden. Ziel dieses Projekts ist, das Lukasevangelium in sechs nigerianische Sprachen zu übersetzen, die ein Clusterprojekt bilden und den Film Jesus in diesen Sprachen zu synchronisieren. Die Linguisten haben dafür plädiert, dass sich das Iceve-Projekt ihnen anschliesst, da in Kamerun aufgrund der Unruhen die Arbeit nicht möglich ist. Bereits 4 von insgesamt 10-12 Workshops wurden durchgeführt. Das Iceve-Team konnte dank der Workshops Entscheide bezüglich der Rechtschreibung treffen, das Niederschreiben mündlich überlieferter Geschichten üben, 11 Kapitel des Lukasevangeliums übersetzen, verschiedene Schriftstellen mit Leuten der Sprachgemeinschaft testen und vier Kapitel mit einem Berater prüfen. Dadurch verbesserten sich auch die Computerkenntnisse der Teammitglieder.
Der nächste Workshop wird vom 8. bis 26. März in Ikom (Nigeria) stattfinden. Diesmal können die Linguisten wieder dabei sein, da sie Anfang Februar in Nigeria eingetroffen sind.