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Die Findlinge und ihre kleineren Brüder die Lesesteine, wurden früher als Hindernisse beim Pflügen oder als willkommenes Baumaterial betrachtet und spätestens nachdem das Sprengpulver allgemeiner verwendet wurde, auch gefährdet. Als die Geologen die Entstehung der Landschaft und die Mechanismen der Alpenfalten immer mehr entschlüsselten, wurde auch die Bedeutung der Erratischen Blöcke erkannt. In der Folge wurden erste Findlinge unter Schutz gestellt oder zum Schutz erworben. Die Mittwochgesellschaft konnte am 11. Mai 1928 die Rorensteine zum Preis von CHF 500.- erwerben.
Die Findlinge am Pfannenstiel bestehen meist aus vulkanischem Ausgangsmaterial (Rotackersteine) und reagieren im Unterschied zur restlichen Geologie sauer. Das bedeutet, dass alle normalen Böden viel Kalk enthalten, die Findlinge jedoch nur Silikate. Die Findlinge Bilden folglich eine Art Inseln für Pflanzen, welche nur auf kalkfreien Substraten leben können. Darum gedeihen Farne (z.B. Nordischer Streifenfarn) und Moose (z.B. Hedwigs Wintermoos) auf den Findlingen, die sonst nur in den (Vor-)Alpen zu finden sind. Diese Pflanzen konnten sich wohl nur dank der kleinen Sporen, welche durch den Wind verbreitet werden, hier ansiedeln.