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Guaifenesin-Therapie
(Quelle Sigrid Nesterenko)
Die Guaifenesin-Therapie geht auf den kalifornischen Arzt Dr. Amand zurück, der diese auf der Basis seiner eigenen Fibromyalgie-Erkrankung und seiner vielen Patienten in seiner Praxis entwickelt hat.
Angeblich hat er tausende von Fibromyalgie-Patienten behandelt und eine Erfolgsquote von 90% erreicht.
Auf den ersten Blick erscheint diese Therapieform sehr banal, besteht sie doch in erster Linie aus der Verabreichung eines einfachen Hustenmittels.
Durch seine Patientenerfolge und seine Selbstversuche kam Dr. Amand zu der These, dass die Fibromyalgie nichts anderes als eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung sei.
Hieraus resultierte, dass vorhandene Phosphatüberschüsse nicht aus dem Körper ausgeschieden und diese zusammen mit Calcium in Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen eingelagert würden.
Was auch der Grund für die bekannten Fibromyalgie-Beschwerden, allen voran die Ganzkörperschmerzen sein dürfte.
Um den gestörten Phosphat-Stoffwechsel zu optimieren, stiess er auf das Guaifenesin, das eigentlich ein schleimlösendes Hustenmedikament ist.
Als Nebeneffekt ist das Guaifenesin in der Lage, den Phosphat-Stoffwechsel günstig zu beeinflussen, indem er Phosphatüberschüsse abbaut. Dr. Amand selber konnte sich hierdurch und in Verbindung mit weiteren Massnahmen, vollständig heilen.
Eine wichtige Massnahme besteht darin, sogenannte Salicylate zu meiden, da diese die Wirkung von Guaifenesin blockieren.
Wer nicht konsequent auf Salicylate verzichtet, kann von vornherein auf die Therapie verzichten, weil dadurch kein Erfolg zu erwarten ist.
Salicylate sind hauptsächlich Arzneimittel mit entzündungs- schmerz- oder fieberhemmender Wirkung.
Ab bekanntesten ist die Acetylsalicylsäure, welche unter anderem in Aspirin und einigen Nahrungsergänzungsmitteln vorkommt.
Allerdings weisen auch viele Körperpflegeprodukte wie Zahnpasta, Hautcremes, Kosmetikartikel oder Bodylotions Salicylate auf. Da diese über die Haut aufgenommen werden, sind sie im Rahmen der Guaifenesin-Therapie unbedingt zu meiden.
Salicylate sind ausserdem in fast allen Nahrungsmitteln enthalten, aber in so geringen Mengen, dass der Verzehr für die Therapie unerheblich ist, bis auf eine einzige Ausnahme: der Kaugummi.
Dennoch spielt auch die Ernährungsweise eine Rolle, zwar nicht in Hinblick auf die Salicylate, sondern hinsichtlich der Hypoglykämie.
Dr. Amand hat festgestellt dass viele Fibromyalgie-Patienten Probleme mit dem Blutzuckerspiegel aufweisen. Hieraus resultiert seine Empfehlung für eine kohlenhydratreduzierte Ernährung. Ausserdem sollte in Hinblick auf den gestörten Phosphat-Stoffwechsel auf
phosphathaltige Lebensmittel verzichtet werden.
Diese sind in Fertigprodukten und in Softdrinks enthalten.
Wie bei allen Therapieformen, gibt es auch in der Guaifenesin-Therapie Menschen die sehr gut darauf ansprechen und andere bei denen sich gar keine Veränderung zeigt.
Allerdings hat man nichts zu verlieren, ausser den Schmerzen und Beschwerden, was spricht also dagegen es einfach mal auszuprobieren?