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5E. Licht - Atomenergie
1. Licht: Welle oder Teilchen? - Erkenntnisse über die Atomenergie
1.1 Leitfaden, Ziffer 26 "Die Leitgedanken in der siebten Lektion,
Band II"
Carl Huter schreibt:
- "Huygens hat 1690 zum ersten Male das Licht als Wellenbewegung erklärt. Diese Undulationstheorie kam zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts zur allgemeinen Anerkennung."
- "Ich stehe jedoch nach wie vor auch auf dem Boden der Emanationstheorie, die auch Newton 1692 vertrat, nämlich, dass das Licht ein äusserst feiner, von der Sonne und allen selbstleuchtenden Körpern ausgehender Stoff ist."
- "Ich nehme an, dass das Licht von der Lichtquelle allerdings einen Stoff aussendet, aber auch eine Ätherschwingung hervorruft und dass dieser Stoff eine Spaltung im Weltäther hervorruft (siehe 2.1), die sich mechanisch fortpflanzt und aus dem Weltäther das Fluidum heraustreibt, das sich in der chemischen Materie besonders sammelt und aufspeichert und dort gewaltige Energie entwickelt." (siehe 2.3)
- "Licht ist Ätherbewegung und Ätherzersetzung aber auch Äther- und Kraftübertragung."
1.2 Hauptwerk, fünfte Lektion, Band II
Carl Huter schreibt:
- "Der Weltäther, der alles erfüllt, ist der Vermittler der Sonnenstrahlen."
- "Er scheint als träge Masse den geringsten Widerstand äusseren Krafteinwirkungen entgegen zu setzen."
- "Der Weltäther ist also in hohem Masse lichtempfindlich, und dieses erklärt die ausserordentliche Wirkung, welche das Licht bei manchen chemischen und biologischen Vorgängen erzeugt."
- "Wenn bei Umlagerungen der Atome und Moleküle eine Mitarbeit des Äthers auftritt, so muss wohl eine ganz besondere feine Wirkung erzielt werden, eine Wirkung, die nicht nur allein chemischer Natur ist."
- "Diese besondere Mitarbeit des Äthers, nicht nur bei Lichterscheinungen, sondern auch bei vielen andern Vorgängen in der Natur, erklärt mir das Wesen der Elektrizität von ganz neuen Gesichtspunkten."
1.3 Hauptwerk, siebte Lektion, Band II
- "Huyghens hat 1690 zum ersten Mal das Licht als Wellenbewegung erklärt. Diese Undulationstheorie kam zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts allgemein zur Anerkennung."
- "Der grosse Mathematiker und Physiker Newton erklärte 1692 das Licht als einen äusserst feinen, von der Sonne und allen selbstleuchtenden Körper ausgehenden Stoff, Emanationstheorie."
- "Meiner Meinung nach ist beides richtig und liegt in beiden Theorien die Wahrheit zugleich (siehe 2.4), denn jede Kraftwirkung ruft Substanzverschiebung hervor."
- "Daher ist mit der Kraftübertragung auch eine Stoffübertragung verbunden."
- "An den Körper, welche Lichtquellen sind, wie z. B. die Sonne und alle Fixsterne, denke man sich stehende transversale Wellen, die sich aber im Weltäther transversal und longitudinal fortpflanzen."
- "Die stehenden Wellen, erklären sich aus einer, den leuchtenden Körpern innewohnenden magnetischen Spannkraft, die in den freien Einzelatomen so gewaltig zum Ausdruck kommt."
2. Anmerkungen
2.1 Äquivalenz von Masse und Energie, Ziffer 1.1
In Ziffer 26 des Leitfadens erläutert Huter die siebte Lektion II. Lehrbrief (obige Ziffer 1.1.). Huter erklärt, dass das Fluidum in den Atomen ein gewaltige Energie entwickelt. Vor dem Hintergrund von Einsteins Erkenntnis über die Äquivalenz von Masse und Energie (verfasst Mitte 1905 und veröffentlicht Mitte September 1905) ist dies ganz in diesem Sinne zu verstehen. Bei Huter wandelt sich das Fluidum in Energie um; Einstein kennt die Materie nur als Masse und in seiner Formel ist eine Umwandlung von Massen in Energie. Gerne wüsste man, wann Huter zu dieser Erkenntnis gelangt ist. Hatte er sie schon als er den II. Lehrbrief schrieb, in den Winter- und Frühjahrsmonaten 1905?
Vorläufige Antwort: Huter beschreibt die Lichtausbreitung in Ziffer 1.3. Die Physik hat heute, 115 Jahre später, nur die ersten 3 dort genannten Punkte bestätigt. Die anderen 3 Punkte würde man in der Physik eher verneinen. Weder mit physikalischen Theorien noch mit physikalischen Experimenten lassen sich Huters Aussagen überprüfen. Sollte sich Huters Beschreibung später einmal als vollständig erweisen, ist davon auszugehen, dass Huter bereits damals, als er den II. Lehrbrief verfasste, Kenntnis hatte, dass Materie in Energie umgewandelt werden kann und dabei eine gewaltige Energie freigesetzt wird.
2.2 Ätherspaltung, Ziffer 1.1 und Ziffer 1.2
Huter erwähnt hier erstmals die Spaltbarkeit des Äthers. Und so, als wäre dies eine Selbstverständlichkeit! Im Hauptwerk spricht er einzig von der Möglichkeit der Differenzierung des Äthers in Ruh-, Bewegungs- resp. Flieh- und Empfindungs-Äther. Sodann erwähnt er die Helionen, die nach Huter feiner als Äther sind. Nirgends informiert er über die Spaltbarkeit des Äthers. Es stellt sich die Frage, wie es überhaupt zur Spaltung kommt, welche Spaltprodukte entstehen, was danach geschieht bis die Spaltung überwunden und der originale Zustand wieder hergestellt ist. Läuft dies zufällig ab oder nach Regeln und Gesetzen?
Gemäss Huter ist der Äther sehr lichtempfindlich*), vgl. oben, Abschnitt fünfte Lektion, Band II des Hauptwerkes. Daraus lässt sich entnehmen, dass die elektromagnetische Strahlung in der Lage ist, den Äther zu spalten.
*) In der Sprache der Physik: empfindlich auf elektromagnetische Strahlung
2.3 Ausbreitung des Lichts mittels Äther, Ziffer 1.3
Eine transversale Welle kann sich nach den Vorstellungen der heutigen Physik nur in einem festen Körper, nicht aber in einem Gas auszubreiten. Nur in einem festen Körper, d.h. wenn sich die Atome in einem festgefügten Gitter befinden, zieht eine Auslenkung des Atoms oder eines Moleküls aus seiner Ruhelage eine Bewegung des Nachbaratoms resp. des Nachbarmoleküls nach sich und besteht eine Rückstellkraft, welche das Atom resp. Moleküle um die Ruhelage schwingen lässt.
Die Ilionen des Huterschen Äthers bewegen sich aber im Raum in freier, unabhängiger Weise, vergleichbar mit den Atome und Moleküle eines Gases, also ohne eine starre Verbindung zueinander und ohne Rückstellkräfte. Wie ist es also zu erklären, dass die Ilionen eine transversale Welle auszubreiten vermögen? – Die Erklärung wird u.a. umfassen:
a. Die Ilionen nehmen, wegen ihrem Empfindungsvermögen, die Aussendrücke auf.
b. Sie sind aber nicht in der Lage, die Ausseneindrücke zu speichern, da sie ihren absolut neutralen Zustand beibehalten.
c. Es bleibt keine andere Möglichkeit, als die Ausseneindrücke augenblicklich an das Nachbar-Ilion weiterzugeben.
2.4 Stehende Welle, Ziffer 1.3
In den letzten zwei Punkten von Ziffer 1.3 erklärt Huter das Licht als eine stehende Welle. Im letzten Punkt begründet er dies sogar. Daraus ergibt sich, dass sich Huter sehr sicher ist, dass es sich beim Licht um eine stehende Welle handelt. Der heutigen Physik ist diese Sichtweise resp. diese Erkenntnis völlig unbekannt. Man würde sie dort wohl als gewagt oder revolutionär, unglaublich, etc. bezeichnen. Wenn Licht eine stehende Welle sein sollte, so liessen sich viele rätselhafte physikalische Erscheinungen endlich plausibel erklären! Rätsel, die 100 Jahre und älter sind, wären dann gelöst!
Die Aussage über die magnetische Spannkraft, die in den freien Einzelatomen so gewaltig zum Ausdruck kommt, lässt sich nur ansatzweise nachvollziehen. Evtl. muss das Hutersche Werk noch genauer studiert und verstanden werden. Nach heutigem Kenntnisstand weisen freie und gebundene Einzelatome identische magnetische Spannkräfte auf. Man würde sie nach heutigem Kenntnisstand nicht als "gewaltig" bezeichnen.
2.5 Dualismus von Welle und Teilchen
Zu Huters Zeit betrachtete man das Licht als eine Welle (Huyghens). Einzig die geradlinige Ausbreitung liess sich damit nicht erklären, wohl aber mit der Teilchen-Theorie (Newton).
Die Physik ist nach jahrzehntelangen Forschungen, seit ca. 1950, definitiv zur Huterschen Ansicht gelangt. Anders als Huter ist es ihr aber nicht möglich zu erklären, weshalb das Licht diese zweifache Natur besitzt. Sie vermag einzig das Verhalten mit Formeln zu beschreiben. Huter indessen erklärt diese zweifache Natur damit, dass hier tatsächlich zwei physikalische Vorgänge ablaufen: Die Erzeugung und Aussendung einer Welle (Äther) und die Erzeugung und Aussendung eines Teilchens.
2.6 Weitere Konvergenz zwischen Huter und Physik?
Die heutigen Erkenntnisse der Physik über das Licht und die subatomaren Prozesse sind derart, dass nichts vorliegt, was die Huterschen Erkenntnisse in Frage stellt. Es ist möglich, dass die Physik dereinst die obigen Huterschen Erläuterungen weitgehend bestätigt. Die Erkenntnisse der Physik werden dann bestimmt beitragen, dass sich die Huterschen Erkenntnisse besser nachvollziehen lassen als heute.
Huter hat vorhergesagt (sinngemäss), dass die Physik die letzten Rätsel über die Materie erst lösen wird, wenn sie auf seine Lehren stösst, siehe auch Ziffer 1 in der Rubrik G. Zitate über Physik, Astrophysik
2.7 Huters Weg der Erkenntnis
Carl Huter schreibt (Quelle: ...), er habe mit dem Äther experimentiert, namentlich dann, als er am II. Lehrbrief gearbeitet habe. Huter besass ein sehr feines Empfindungsvermögen. Und er schreibt, er hätte dieses geschult, um mit dem Äther experimentieren zu können.
Er schreibt, er hätte vom Äther eine dankbare Rückstrahlung empfangen, als er mit dem Äther Fühlung aufgenommen habe und auch, da er dessen Natur und dessen Empfindungsvermögen richtig erkannt habe (Quelle: ...)
Für Huter war der Äther real, existierend, nicht nur eine Annahme oder ein Modell. Nur in Bezug auf die Eigenschaften des Äthers spricht er von "Annahmen", vgl. Rubrik A. Welt-Äther
Für weitere Informationen vgl. Rubik G. Forschungsmethode
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