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Fuchs folgt auf Guerdat als Sieger beim Weltcupfinal
Martin Fuchs gewinnt in Leipzig den Weltcupfinal. Der Zürcher stösst am Sonntag im Sattel von Chaplin von Position 3 aus an die Spitze vor und holt zum 6. Mal für die Schweiz die begehrte Trophäe.
Auf Martin Fuchs ist an Grossanlässen Verlass. Er kehrt fast von jedem Championat mit einer Medaille nach Hause: 2021 wurde er Team-Europameister und EM-Zweiter in Riesenbeck, 2019 Europameister in Rotterdam und Hallen-WM-Zweiter in Göteborg oder 2018 WM-Zweiter in Tryon. Hinzu kommen zahlreiche Siege an Grands Prix. Zuletzt vergangenen Dezember mit dem Triumph des mit 1 Million Dollar dotierten Grand-Slam-Events in Genf. In der Weltrangliste hat er Steve Guerdat überflügelt und blickt nun von Position 3 aus Richtung Thron.
Der Ausfall von Ausnahmepferd Clooney unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Tokio liess die Erfolgsserie des Schweizers nicht abreissen. Mit Leone Jei, The Sinner oder Chaplin verfügt Fuchs über weitere Vierbeiner, die höchstem Niveau genügen. In Leipzig trug ihn nun primär Chaplin zum Erfolg, der am Donnerstag (Sieg in der Eröffnungsprüfung) und am Sonntag (zwei Nullfehlerritte) zum Einsatz kam. Mit The Sinner hatte der aktuell erfolgreichste Schweizer Reiter am Freitag einen kleinen Rückschlag einstecken müssen.
Bei der zuvor letzten Austragung eines Weltcupfinals im Jahr 2019 – der Pandemie fielen zwei Events zum Opfer – war Fuchs bereits Zweiter hinter Guerdat geworden, nun holte der Zürcher einen der wichtigsten Titel seiner Karriere. Vor Fuchs und Guerdat (2015, 2016, 2019) hatten auch schon Beat Mändli (2007) und Markus Fuchs (2001) beim Highlight der Hallensaison, dem zweitwichtigsten Event des Jahres nach dem Grossanlass im Sommer, triumphiert.
Den Sieg bei der inoffiziellen Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig verdankte der 29-jährige Fuchs zwei Nullfehlerritten am Sonntag. Der Schweizer hatte am Freitag die Führung im Zwischenklassement verloren und war neben der eigenen Top-Leistung auf die Fehler der zwei vor ihm liegenden Konkurrenten angewiesen. Und tatsächlich erwischten Harrie Smolders auf Monaco und insbesondere McLain Ward auf Contagious nicht den besten Tag. Der Niederländer fiel auf Platz 2 zurück, der Amerikaner sogar in den 7. Rang.
(text&bild:sda)
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