Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/125382

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Motorfahrerausbildung in der Armee um den Erwerb des Fähigkeitsausweises gemäss Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) zu ergänzen und damit lückenlos an die zivile Nutzung heranzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Erhebungen des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes (Astag) haben gezeigt, dass rund 5 Prozent der jährlich im Militär ausgebildeten Motorfahrer später gewerbsmässig ins zivile Transportgewerbe einsteigen. Dies entspricht einer Anzahl von rund 70 Militärmotorfahrern. Da zu Beginn der Rekrutenschule (RS) noch nicht bekannt ist, wer betroffen ist, müssten folglich alle 1350 Rekruten die Zusatzausbildung gemäss der Chauffeurzulassungsverordnung vom 15. Juni 2007 (CZV; SR 741.521) absolvieren.</p><p>Der vom Motionär angesprochene Mehraufwand ist nicht zu vernachlässigen. Bei der ergänzenden Zusatzausbildung gemäss CZV handelt es sich um einen zusätzlichen Ausbildungsaufwand von zwei Wochen. Die Prüfungen (praktisch und mündlich) beanspruchen zusätzlich einen halben Tag pro Kandidaten. Die Kosten für eine Prüfung belaufen sich auf etwa 1000 Franken pro Prüfungskandidaten, was einem Gesamtvolumen von 1,35 Millionen Franken entspricht.</p><p>Die Motorfahrer müssen spätestens bis zur dreizehnten RS-Woche ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Die umfangreiche militärische Ausbildung erlaubt nicht, zusätzliche CZV-Lerninhalte zu integrieren. Aufgrund der militärischen Auflagen ist es zurzeit nicht denkbar, die soldatische Ausbildung zugunsten der zweiwöchigen CZV-Ausbildung zu kürzen.</p><p>Um die aktuell geltenden Auflagen erfüllen zu können, müssen bereits heute für die Grundausbildung der Motorfahrer zusätzliche, zivile Fahrlehrer eingemietet werden. Der Einbezug der Zusatzausbildung gemäss der CZV für Militärmotorfahrer könnte mit der im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee vorgesehenen Reduktion der gesamten Ausbildungsdauer ohnehin nicht ins Auge gefasst werden. Zivile Anbieter sind bereits heute in der Lage, verkürzte, massgeschneiderte CZV-Kurse für ausgebildete Militärmotorfahrer zu einem tragbaren Preis anzubieten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.