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Wirtschaft Brasiliens: Belindia
Edelsteine und Mineralien in Brasilien
"If you think Brazil is a jungle, you're right. In the business world, only the strongest survive. Big companies do business in Brazil because it has the necessary infrastructure to make everything run smoothly: advanced technology in communications, luxury hotels and excellent leisure facilities. Come and take part in meetings, congresses and conventions in the modern metropolis of São Paulo, Belo Horizonte, Curitiba, Rio de Janeiro, Porto Alegre, Brasília... If doing business is your passion, Brazil is your destiny. But if travelling is your passion, Brazil is also your destiny" (Time Latin America Edition, 20 November 2000).
Brasilien hat in den letzten 100 Jahren den Riesenschritt von der Plantagenwirtschaft mit Sklaverei zur zehntgrössten Industrienation der Erde geschafft. So steht Brasilien ungeachtet des Elends eines grossen Teils seiner Bevölkerung unter den zehngrössten Volkswirtschaften.
Brasiliens Wirtschaft stellt 34% dar, alles was in Lateinamerika produziert wird und 40% was gehandelt wird. Nur ist die Einkommensverteilung heute immer noch so ungerecht. Man schätzt, dass 25% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt (IPEA 1999). In diesem Sinne ist Brasilien sicher das ungerechteste Land der Welt.
Brasilien ist "Belindia": Belgien und Indien zugleich; klassische Schwerindustrie und feudalistische Armut. In Brasilien-Belgien dominiert São Paulo, gefolgt von Rio de Janeiro und Belo Horizonte im Südosten, mit Eigentumswohnungen von 450 m². Die Südregion verfügt aber über eine bessere Lebensqualität. Weitere wichtige Städte unter dem Wirtschaftspunkt sind: Porto Alegre, Curitiba, Salvador, Recife, Manaus, Campinas, São José dos Campos, Santos, Fortaleza, Juiz de Fora, Campos, Betim, Uberlândia und Londrina.
Der Dienstleistungsbereich ist heute in Brasilien nicht weniger stark computerisiert als in der Bundesrepublik. In 140 Fabriken produzieren 30'000 - 40'000 Brasilianer nationale Computer. Die Steuererklärung z.B. wird in Brasilien schon 80% per Internet gemacht (2001). Und die Wahlen sind im Jahr 2000 100% elektronisch worden.
Brasilien arbeitet bei der Weltraumstation mit und produziert Flugzeuge für die ganze Welt und seine eigenen Satelliten. Die wichtigsten Universitäten verfügen über eine sehr gute Forschungsqualität (medical excellence, Informatik, Biotechnologie usw.), obwohl sie kaum Investitionshilfe erhalten und nicht auf den ersten Seiten der europäischen Zeitungen erscheinen. Brasilien-Belgien geht den Weg der nachahmenden Entwicklung. Hier wird möglichst viel von der alten "Ersten Welt" kopiert und auch verbessert.
Im Nordosten, in "Brasilien-Indien", werden dagegen die "Witwen der Trockenheit" mit ihrer Kinderschar von den Familienvätern in einer Bretterhütte zurückgelassen, weil diese in der Hoffnung auf irgend ein Einkommen in die Städte des Südens trecken. Die allermeisten von ihnen enden aber in diesen Städten als "Sozialmüll".
Dass Brasilien ein Land der Superlative und voller Gegensätze ist, zeigt sich nicht nur bei der landschaftlichen und historischen, sondern auch bei der wirtschaftlichen Betrachtung des Landes. Moderne Wirtschaftszentren, eine hoch spezialisierte, auf den Export ausgerichtete Landwirtschaft und riesige Vorkommen an Bodenschätzen existieren Seite an Seite mit Elendsvierteln und den vielfältigen Ausprägungen des so genannten "informellen Sektors" (ca. 300 Milliarden Dollar), eines Phänomens, das den Reisenden auf Schritt und Tritt begegnet.
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Edelsteine und Mineralien in Brasilien
Deus é Brasileiro (Gott ist Brasilianer). Wer sich einmal die Zeit nimmt, Brasilien abseits von vorgefertigten Klischees und Massentourismus näher kennen zulernen, wird recht bald den tieferen Sinn dieses Sprichwortes erleben.
Nicht nur in seinen freundlichen, liebenswerten Menschen, in den unendlichen Weiten und schier unermesslichen Bodenschätzen wird dieser Ausspruch ganz offensichtlich bestätigt. Brasilien verfügt über ein enormes Potential an Bodenschätzen aller Art.
Nach informellen Angaben deckt Brasilien heute nahezu 80% des Angebotes an farbigen Schmuck- und Edelsteinen auf dem Weltmarkt. Diamanten spielen nur noch eine untergeordnete Rolle, obwohl immer wieder von neuen Fundorten berichtet wird. Südafrika hat mit einer Marketingpolitik und grosstechnischer Produktion hier Brasilien den ersten Rang streitig gemacht. Reichhaltige Lagerstätten an Schmuck- und Edelsteinen und Mineralien finden sich über das ganze Land verteilt (besonders in Minas Gerais, Pará, Goiás und Bahia) und werden immer neue Fundorte entdeckt.
Unter anderen finden wir die unten abgebildeten Edelsteine in den Städten Teófilo Otoni und Governador Valadares im Bundesstaat Minas Gerais, aber auch im Museu de Mineralogia in Ouro Preto.
Topas Imperial.
Agata.
Diamant.