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Der Gemeinderat hat den Vertrag mit Schneider Umweltservice AG für rund 100'000 Franken erneuert. Leider geht aus der Publikation nicht hervor, ob die Gemeinde 100'000 Franken erhält oder diesen Betrag bezahlt. Für die Zahlung an Schneider würde sprechen, dass dieser mit dem Betrieb der Sammelstelle eine äusserst beliebte öffentliche Dienstleistung zur Zufriedenheit unserer Bevölkerung erbringt, wie der rege Besuch zeigt. Für eine Zahlung an die Gemeinde würde sprechen, dass Schneider bei der Einlieferung gewisser Abfälle, auch Wertstoffe genannt, Gebühren erheben darf und die übrigen Materialien, wie Glas, Karton, Metall, usw. verkaufen kann. Also, wer erhält, wer bezahlt und wie könnte man solche Informationen klarer formulieren?
Heinz Bertschinger, Gutenswil
Antwort des Gemeindeschreibers Beat Grob:
Die Wertstofferlöse sind seit Mai 2019 insbesondere bei den Fraktionen Karton, Papier und Leichteisen regelrecht zusammengebrochen, was zu substanziellen Mindereinnahmen führt. Bei den Fraktionen Papier und Karton herrscht einerseits ein Überangebot, anderseits erschweren Importbeschränkungen in verschiedenen asiatischen Ländern einen Absatz in diesen Märkten. Bei den Stahlwerken macht sich insbesondere die unsichere wirtschaftliche Entwicklung bemerkbar (Strafzölle, Handelskrieg, Rückgänge in Automobilindustrie etc.). Der Preiszerfall hat zur Folge, dass beispielsweise für Karton gar keine Vergütung mehr ausgerichtet wird, sondern bereits Kosten für die Verwertung geltend gemacht werden. Die Firma Schneider Umweltservice AG, Meilen wird mit dem Betrieb der gemeindeeigenen Sammelstelle beauftragt. Die Gemeinde zahlt der Firma Schneider Umweltservice AG für diese Dienstleistung einen Preis von pauschal Fr. 103‘200.00 pro Jahr exkl. Mehrwertsteuer. Die Kosten gehen zu Lasten der Spezialfinanzierung Kehricht.