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Zudem arbeitet die Regierung an einem Plan, die Kohlenstoffdioxid-Produktion wieder zum Laufen zu bringen. Andernfalls könnten Bier und Fleisch knapp werden.
Auf die Frage des TV-Senders Sky News, ob staatlich unterstützte Kredite für Energiefirmen eine Option seien, sagte Kwarteng: «Es gibt viele Möglichkeiten.» Ein Unternehmen habe hohe Kosten, wenn es Hunderttausende Kunden von einem anderen gescheiterten Unternehmen übernehmen müsse. «Das kostet Geld und es kann durchaus eine Unterstützung für eine Art Kredit geben. Das wird diskutiert.»
Gaspreise um 250 Prozent gestiegen
Die Gaspreise sind in Grossbritannien seit Jahresanfang um 250 Prozent gestiegen. Mehrere kleinere Energieversorger mussten deshalb den Handel einstellen. Grosse Unternehmen wie National Grid, Centrica und EDF sollen die Kunden übernehmen. Doch die Konzerne fürchten Risiken, weil sie für die neuen Kunden Gas zu aktuellen, höheren Preisen einkaufen müssen.
Eine Form von Staatshilfen könnte es auch für Lieferanten des dringend benötigten Kohlendioxids (CO2) wie den US-Konzern CF Industries geben, sagte Kwarteng. «Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Woche einen sehr klaren Plan haben, um die CO2-Produktion wieder in Gang zu bringen.» Er habe mit Finanzminister Rishi Sunak über die Situation gesprochen. CF Industries hatte die Produktion von CO2 in zwei Fabriken in Grossbritannien vor wenigen Tagen gestoppt.
Bier und Vieh-Betäubung
CO2 wird unter anderem für Vakuumverpackungen bei Fleisch und zur Betäubung von Schlachtvieh benötigt. Der Verband der britischen Fleischverarbeiter warnte vor gesundheitlichen Problemen der Masttiere und vor einer Fleischknappheit in den Kühlregalen der Supermärkte. Auch bei der Herstellung von Bier und Softdrinks ist CO2 ein wichtiger Rohstoff.
Der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate geht davon aus, dass die Gaspreise hoch bleiben. Die niedrigen Preise aus der Vergangenheit seien nicht nachhaltig, sagte Suhail al-Masruei bei einer Branchenkonferenz in Dubai. Im Markt seien neue Investitionen nötig. Solange es diese nicht gebe, werde die Angebotsknappheit die Preise treiben.