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Hunderte Klimaschützer haben am Samstag in London mit der Blockade von Brücken gegen die «Untätigkeit» der Regierung protestiert. Bei den Demonstrationen gegen den Klimawandel wurden Dutzende Menschen festgenommen.
Die Demonstranten liessen sich auf fünf Themse-Brücken im Zentrum der britischen Hauptstadt nieder, darunter auch die Westminster-Brücke in der Nähe des Parlaments.
In einer Erklärung der Blockierer zum «Tag der Rebellion» hiess es: «Wir nehmen die Brücken von London, bevor wir alle zusammenbrechen». Die Veranstalter der Bewegung Extinction Rebellion gaben die Zahl der Demonstranten mit mehr als 6000 an.
Auf Schildern forderten die Aktivisten Aufklärung über den Klimawandel. «Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Handeln jetzt!» und «Leugnen der Klimaerwärmung ist keine Politik», hiess es weiter. Die Demonstranten forderten die Regierung auf, die Emissionen von Kohlendioxid bis 2025 auf Null zu verringern. Eine «nationale Bürgerversammlung» solle Veränderungen überwachen.
Die Polizei nahm bis zum Nachmittag 70 Demonstranten fest - hauptsächlich wegen Verkehrsbehinderung, denn auf den Brücken gab es kein Durchkommen mehr. Auch Rettungsdienste seien davon betroffen gewesen. Am Abend waren dann laut Polizei alle Brücken wieder frei, die Demo hatte sich zum Parlament verlagert.
Wissenschaftliche Studien besagen, dass der Klimawandel die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln verlangsamt. Bei einer Erderwärmung um drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter könne dies bis zum Jahr 2050 zum Tod von mehr als einer halben Million Menschen führen. (sda/afp/dpa)