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Dequalifikation durch Teilzeitarbeit und temporären Erwerbsausstieg?
Die individuelle Verweildauer im Bildungswesen hat seit der Bildungsexpansion stetig zugenommen. Häufig schliesst an die Erstausbildung bereits ein nächster Qualifizierungsschritt an, sei es in Form berufsbegleitender Weiterbildung, eines zusätzlichen universitären Abschlusses oder einer höheren Berufsbildung. Gleichzeitig versuchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den ersten Berufsjahren ausreichend praktische Erfahrungen zu sammeln, um sich für attraktivere Stellen zu qualifizieren. An dem Punkt im Lebenslauf, an dem Ausbildung, Weiterbildung und Berufstätigkeit vermittelt worden sind, führt die Gründung einer Familie dann bei Frauen häufig zu einer Unterbrechung der beruflichen Laufbahn. Zunehmend entscheiden sich Männer in diesem Zusammenhang für eine Reduktion ihrer Stellenprozente oder steigen temporär aus dem Erwerbsleben aus.
In problemzentrierten Interviews mit Vorgesetzten und Personalverantwortlichen wird die Einschätzung der Folgen einer Familiengründung für das Erwerbsleben erhoben. Im Forschungsprojekt wird danach gefragt, inwiefern der familienbedingte Ausstieg aus dem Erwerbsleben bzw. die Reduktion von Stellenprozenten aus Sicht der Arbeitgeber/innen eine Dequalifikation darstellt und ob mit dem neuen Lebensmodell auch Kompetenzen erworben und berufliche Perspektiven eröffnet werden.