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Im Oktober 2015 sind wir für ein paar Tage ins Tessin gefahren, genauer gesagt ins Locarnese. Wir haben Erinnerungen an diese Gegend. Vor bald 40 Jahren sind wir während vieler Jahre im August ins Onsernone-Tal gefahren. Unsere Freunde hatten Freunde, die in Russo ein Haus besassen, das wir jeweils ab Mitte August, wenn in Zürich die Schule wieder begann, bewohnen durften. 1985, also vor 30 Jahren, war das letzte Mal, nachher mussten die Kinder unserer Freunde selbst zu Schule gehen.
In diesem Dorfladen hatten wir seinerzeit bei Signora Buzzini eingekauft. Sie hatte alles, was man brauchte. Von den Spaghettis aus lokaler Produktion träumen wir immer noch, der Wein in den Korbflaschen war dann zuhause allerdings nicht mehr so gut wie vor Ort.
Das Vergeletto, ein Nebental des Onsernone, wurde durch Unwetter in den 1970er oder 1980 Jahren total verschüttet, übrig blieb ein Steinwüste und nach den Aufräumarbeiten ein Kiesbeet. Heute sind wieder Bäume nachgewachsen, die Wiesen begrünt und das wunderbare Licht, das sich im Laub bricht, ist wieder da. Die Natur zerstört aber repariert auch wieder, wenn man ihr genügend Zeit gibt. Vermutlich hat hier aber der Mensch nachgeholfen. Dieses Mal wurden wir vom Unwetter verschont, aber das Gewitter (Temporale sul Locarnese), das wir vom Hotelbalkon bestaunten, hat uns schon an dieses Ereignis erinnert.