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Cristina Morales, geboren 1985 in Granada. Die Dramatikerin, Tänzerin und Choreografin studierte Rechts- und Politikwissenschaften. Sie ist Autorin mehrerer preisgekrönter Romane und Kurzgeschichten. 2022 erhielt sie für ihren Roman «Leichte Sprache» den Internationales Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt.
In ihrem vierten, mit mehreren spanischen und auch internationalen Preisen ausgezeichneten Roman «Leichte Sprache» gibt Cristina Morales vier Frauen, die vom System als geistig behindert eingestuft werden, eine Stimme. Sie zeigt, wie die vier versuchen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, und ihre Schwierigkeiten auf diesem Weg. Morales verzichtet darauf zu verklären, vielmehr deckt sie Schwachstellen und Probleme auf, spricht Tabuthemen an und lässt Wut zu.
Und die Pille hat ja wohl einen Scheiß mit Emanzipation zu tun. Die Dermatologen verschreiben sie, damit die Mädchen ihre Pickel loswerden, denn die Pubertätsakne ist natürlich eine Krankheit, klar, aber es geht nicht darum, mehr oder weniger hübsch zu sein, oh nein, und auch nicht darum, als Gefäß für den Samen herzuhalten. Es geht doch um die Gesundheit unserer Jugend, das will mir nicht in den Kopf. Man kann ohne Kondome nicht promiskuitiv sein, Marga, schon wegen der sexuell übertragbaren Krankheiten, schon darum nicht.
Lectura y conversación