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(26.04.2023) Der CO2-Fussabdruck des Landes ist weiterhin zu hoch, während zugleich die Ressourcen nicht effizient genutzt wurden. Nur 6,9% der in der Schweiz verwendeten Rohstoffe werden recycelt, wie aus dem von Circular Economy Switzerland und Deloitte Schweiz erstellten Circularity Gap Report hervorgeht.
Der vom Verein Circular Economy verfasste Bericht gibt an, dass das Verarbeitende Gewerbe insofern am meisten verbraucht, als knapp 40% der Rohstoffe des Landes und mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen (36%) auf diesen Sektor entfallen. Ausserdem sind das Verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe und die Agrar- und Ernährungswirtschaft für rund drei Viertel (73%) des Material-Fussabdrucks der Schweiz verantwortlich.
Die Studie zeigt fünf Hauptbereiche auf, in denen das Land die Kreislaufwirtschaft optimieren sollte: die industrielle Produktion, Verkehr und Mobilität, Immobilien, das Ernährungssystem und die Lebensweise. Insbesondere diese Entwicklungen könnten der Schweiz ermöglichen, den Anteil der Kreislaufwirtschaft zu verdoppeln, der damit auf 12,1% steigen könnte. Die Autoren des Berichts rechnen ausserdem mit einer Senkung des Ressourcenverbrauchs um mehr als ein Drittel (-33%) und der Treibhausgasemissionen um knapp die Hälfte (-43%).
Es wäre jedoch technisch unmöglich, den Anteil der Kreislaufwirtschaft auf 100% zu steigern, da sich die Qualität der Rohstoffe und der verarbeiteten Materialien mit jedem Recyclingprozess verschlechtert. Die Verflechtung der rohstoffarmen Schweiz mit dem Welthandel macht es zudem schwer, die Produktions- und Handelsbedingungen vollständig zu kontrollieren.
Weltweit hängen knapp 70% der Emissionen von Kohlendioxid (CO2) mit der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen zusammen. Angesichts dieser Feststellung erscheint die Kreislaufwirtschaft, die sich insbesondere auf Best Practices für Recycling, Wiederverwendung, Erneuerung und Reparatur stützt, als eine der unverzichtbaren Lösungen, um die Auswirkungen der Aktivität des Menschen auf die Umwelt zu begrenzen.
Letzte Änderung 26.04.2023