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Tempranillo
Als Herkunft der Tempranillo-Rebe wurde fälschlicherweise lange Zeit eine Kreuzung mit Burgundertrauben vermutet, bis es 1812 mit genetischen Untersuchungen gelang, die spontane Kreuzung der weissen Sorte Albillo Mayor mit dem roten Benedicto zu beweisen. Die Rebe verbreitet sich in ganz Spanien, später auch Portugal und Übersee. Dabei hat sie auch verschiedene lokale Bezeichnungen wie Aragones im Ribera oder portugiesischen Alentejo, Tinta Roriz im Douro oder Tinto fino in Toro. In Spanien besetzt der Tempranillo die zweitgrösste Rebfläche aller Rebsorten und hat vor allem dank dem Anbaugebiet Rioja Liebhaber*innen rund um den ganzen Erdball.
Die Trauben reifen früh (spanisch temprano) und sind kleinbeerig (tempranillo), gefallen druch tiefrote und würzige Aromen. Häufig werden die Weine mit anderen Trauben auch noch verschnitten, beispielsweise Garnacha im Riojagebiet. Die Weingeniesser*innen schätzen die lange Lagerfähigkeit der kräftigen, aber dennoch milden und früh trinkreifen Weine.
Viele Tempranilloweine werden in Barriquefässern ausgebaut und kommen in drei Qualitäten mit den Bezeichnungen Crianza, Reserva und Gran Reserva auf die Flasche, welche die Gesamtreifezeit der Weine im Holz und in der Flasche ausweisen:
Beispiel Rioja-Reglement:
Eine Crianza reift mindestens 24 Monate, davon mindestens 6 Monate in Barrique-Eichenfässern und die restliche Zeit in der Flasche.
Eine Reserva reift mindestens 36 Monate, davon mindestens 12 Monate in Barrique-Eichenfässern und die restliche Zeit in der Flasche.
Eine Gran Reserva reift mindestens 60 Monate, davon mindestens 18 Monate in Barrique-Eichenfässern und die restliche Zeit in der Flasche.