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Ludwig,
Schachspieler, geb. zu
Berlin, starb als
Lehrer der
Mathematik am Köllnischen
Realgymnasium
daselbst Er war der
Gründer der sogen.
Berliner Schachschule, deren
Blütezeit in die Jahre
1837-42 fällt, und vereinigte ein ebenso sicheres wie elegantes
Spiel mit der umfassendsten Kenntnis der auf das
Schachspiel
bezüglichen Litteratur. Er veröffentlichte nur zwei kleine, aber wertvolle Sammlungen praktischer
Partien, von denen die
»Korrespondenzpartien, gesammelt und erläutert«, bedeutend vermehrt, von
M.
Lange (Leipz. 1872) neu herausgegeben wurden. Seine Bearbeitung der 100 Endspiele
des syrischen
MeistersStamma
gab später v.
Oppen heraus. Auch rief Bledow die erste deutsche »Schachzeitung«
ins
Leben, deren erstes Heft im Juli 1846 erschien. Seine reiche Schachbibliothek kaufte die königliche
Bibliothek in
Berlin.
außerdem sprachwissenschaftliche und ethnologische
Aufsätze¶
mehr
in dem »Cape Monthly Magazine«. In den letzten Jahren seines Lebens hatte er sich dem Studium der noch ganz unbekannten, isoliert
dastehenden Buschmannsprache gewidmet, die er von einer in seiner Wohnung aufgenommenen Buschmannfamilie erlernte, und machte
in den erwähnten »Reports« interessante Mitteilungen über die Mythologie der Buschmänner. Mit der Bearbeitung
der von ihm hinterlassenen Materialien für ein Lexikon der Buschmannsprache ist seine Schwägerin, MißLloyd, beschäftigt.