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Die Beny Steinmetz Group
30. Oktober 2013
Der Fall beschäftigt seit 2013 die Justiz von sechs Ländern, darunter die Schweiz. Nach Rechthilfegesuchen der USA und von Guinea hat im August 2013 auch die Genfer Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Bestechung fremder Amtsträger eröffnet. Das Kontrollzentrum einer verschachtelten Struktur von Offshore-Gesellschaften befindet sich ebenfalls in Genf. Ermittelt wird wegen dem Verdacht, dass eine der Frauen des ehemaligen Präsidenten Guineas bestochen wurde, um in den Besitz von Lizenzen für die Nutzung der hochwertigen Eisenerz-Lagerstätte in Simandou zu gelangen. Steinmetz bezahlte dafür 2009 lediglich 165 Mio. Dollar. Im Folgejahr kaufte der brasilianische Bergbaugigant Vale für 2,5 Mrd. Dollar 51 Prozent der Aktien jener Firma, welche die Lizenzen besass. Dieses Geld wäre eigentlich der Staatskasse Guineas zugestanden.
Der Fall BSG zeigt die dringende Notwendigkeit von Zahlungstransparenz im Rohstoffhandel. Er ist aber auch ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie Steuerparadiese systematisch zur Verschleierung illegaler Aktivitäten in schwach regierten und regulierten Entwicklungsländern genutzt werden. Um diesem Treiben einen Riegel zu schieben, müssten im Schweizer Handelsregister die Besitzer und wirtschaftlich Berechtigten von Firmenstrukturen offen gelegt werden.
Weitere Informationen:
- Medienmitteilung: Korruption in Guinea, Untersuchung in Genf: Die Steinmetz-Gruppe am Pranger (22.10.2013)
- Organigramm der Steinmetz-Gruppe, Rekonstruktion von Public Eye (ehemals Erklärung von Bern)