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Am Montag startet die Schlittlerin Martina Kocher mit guten Chancen auf ein Diplom zu ihren vierten Olympischen Spielen. Im Kampf um den Sieg dürfte erneut kein Weg an den Deutschen vorbeiführen.
Der Schlittel-Wettbewerb der Frauen ist seit Jahrzehnten die sicherste Goldmedaille für Deutschland. Letztmals stand 1994 in Lillehammer mit der Südtirolerin Gerda Weissensteiner eine Nicht-Deutsche zuoberst auf dem Podest. Seither gab es immer mindestens den Sieg und eine weitere Medaille für die deutschen Frauen, 2002 und 2006 sogar einen Dreifachsieg.
Ein solcher scheint diesmal aber eher unwahrscheinlich. Zwar dominierten Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner, die Olympiasiegerinnen von 2014 respektive 2010, die Trainings, doch vor allem die Nordamerikanerinnen haben aufgeholt. Vor vier Jahren holte die Amerikanerin Erin Hamlin, die das US-Team diesmal als Fahnenträgerin an der Eröffnungsfeier angeführt hatte, die Bronzemedaille. In dieser Saison feierte Summer Britcher an der zweitletzten Weltcup-Station in Lillehammer zwei Siege und fuhr zudem in einem Training die Bestzeit. Auch die Kanadierin Alex Gough war regelmässig vorne dabei.
Lange Zeit bei den Deutschen mittrainieren - und lernen - durfte Martina Kocher. Nach ihrem Coup an der WM 2016 in Königssee mit der Goldmedaille im (nicht-olympischen) Sprint und Silber (hinter Geisenberger) im Einzelwettbewerb war die 32-jährige Bernerin aber als Gast nicht mehr erwünscht. Sie war zu sehr Konkurrentin geworden. Im Weltcup erreichte sie in diesem Winter mit einem 4. Platz das beste Resultat ihrer Karriere. Eine Medaille als Ziel wäre wohl etwas zu hoch gegriffen, aber das zweite Diplom nach Vancouver 2010 liegt absolut drin. In den Trainingsfahrten platzierte sich Kocher meist in den Top 8.
SDA-ATS