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Zürich (awp) - Paramount Finanz lässt bei der Beteiligungsgesellschaft ENR Russia Invest nicht locker: An der nächsten ordentlichen Generalversammlung vom 25. Mai 2011 soll nach dem Willen des Grossaktionärs über die Auflösung und Liquidation der Gesellschaft befunden werden. ENR soll Kapital, das nicht investiert werden will oder kann, an die Aktionäre ausschütten, geht am Dienstagabend aus dem Traktandierungsbegehren hervor.
Ferner verlangt Paramount die Absetzung des bestehenden ENR-Verwaltungsrates und die Einsetzung eines von der Valartis-Gruppe und Gustav Stenbolt unabhängigen Liquidators. Auch die Ernennung eines unabhängigen Sachverständigen und die Beschneidung der Einflussnahme von Stenbolt bzw. der Valartis-Gruppe sollen abermals aufs Tapet kommen.
Der Streit zwischen Stenbolt und Georg von Opel schwelt nun schon bald seit 18 Monaten. ENR wird von der Valartis-Gruppe mit dem CEO Stenbolt kontrolliert, der gleichzeitig Verwaltungsrats-Präsident von ENR ist. Die vom Investor von Opel beherrschte Paramount Finanz ist Minderheitsaktionärin (33,76%) und kritisiert die strategische Ausrichtung von ENR.
Konkret wirft Paramount ENR vor, seit der Kotierung im November 2007 entgegen dem statutarischen Gesellschaftszweck keine Private-Equity-Investitionen getätigt zu haben. Die Gesellschaft habe zunächst lediglich grosse Bargeldbestände gehalten und alsdann ein Obligationen-Portefeuille aufgebaut. Damit sei faktisch eine Zweckänderung der Gesellschaft vorgenommen worden, ohne die Aktionäre zu konsultieren.
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