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In der Schweiz ist ein erster Fall von Affenpocken bestätigt. Es handelt sich um einen Fall im Kanton Bern, wie die kantonalbernische Gesundheitsdirektion am Samstag mitteilte. Der Fall wurde am Freitag gemeldet und hat sich nach Laboruntersuchungen bestätigt.
Der kantonsärztliche Dienst habe das Contact Tracing aufgenommen, um mögliche Ansteckungsketten nachvollziehen zu können, hiess es in einer Mitteilung der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektions des Kantons Bern.
Die betroffene Person sei wohl im Ausland mit dem Virus in Berührung gekommen, hiess es weiter. Die erkrankte Person sei in ambulanter Behandlung und befinde sich zuhause in Isolation. Alle Kontaktpersonen seien durch das Contact Tracing informiert worden.
Die Affenpocken sind eine virale Infektionskrankheit, die durch das Orthopoxvirus verursacht wird, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Webseite schreibt. Beim Menschen weist das klinische Bild eine gewisse Ähnlichkeit mit Pocken (Variola) auf, wobei Affenpocken generell milder verlaufen.
Die Infektionserkrankung wird von Tieren, vermutlich von Nagetieren, auf den Menschen übertragen (Zoonose). Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.
Es ist möglich, dass durch sexuelle Kontakte mit einer infizierten Person die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch steigt, schreibt das BAG weiter. Männer, die Sex mit Männern haben, scheinen ein zusätzliches Risiko einer Ansteckung zu haben. Die Übertragungswege würden aktuell wissenschaftlich vertieft untersucht.
Seit Anfang Mai 2022 wurde erstmals eine Häufung von Affenpocken in mehreren Ländern in Europa und auch in Nordamerika festgestellt. Die Übertragung fand wahrscheinlich von Mensch zu Mensch statt.