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Die Schweizer Behörden online
Ein Testament erlaubt es Ihnen, zu bestimmen, was mit Ihren Vermögenswerten nach Ihrem Tod geschieht und von den gesetzlichen Bestimmungen abzuweichen.
Um ein Testament abschliessen zu können, müssen Sie mindestens 18 Jahre alt und urteilsfähig sein.
Es gibt drei Testamentsformen:
Sie verfassen ein Testament von Anfang bis zu Ende von Hand, datieren es mit Jahr, Monat und Tag der Errichtung und unterzeichnen es.
Das Testament kann zu Hause aufbewahrt oder bei einer Amtsperson bzw. einem Notar, einer Notarin gegen Bezahlung einer Gebühr in Verwahrung gegeben werden.
Vergessen Sie nicht, alle zu einem früheren Zeitpunkt erstellten Testamente zu widerrufen. Wenn Sie einen Nachtrag schreiben, muss er im Testament klar erkennbar sein. Der Nachtrag oder die Änderung muss von Ihnen von Hand geschrieben werden, datiert und unterzeichnet sein. Wenn Sie ihr Testament vernichten, wird es automatisch aufgehoben.
Ein eigenhändiges Testament muss enthalten:
Vermeiden Sie, Anordnungen über die Bestattung im Testament festzuhalten. Oft werden Testamente erst nach der Bestattung gefunden und geöffnet. Anordnungen über die Bestattung kommunizieren Sie besser zu Lebzeiten Ihren nächsten Angehörigen, dem Bestattungsamt oder an den gewünschten Bestatter.
Bei Fragen oder Unsicherheiten wenden Sie sich an eine Notarin oder einen Notar.
Sie teilen einer Amtsperson bzw. einer Notarin, einem Notar und unter Anwesenheit von zwei Zeugen Ihren Willen mit. Die Amtsperson fasst den Willen in einer Urkunde zusammen und bewahrt das unterzeichnete Dokument auf. Mit ihrer Unterschrift beweisen die Zeugen, dass Sie verfügungsfähig waren und sie den Inhalt der Verfügung kennen.
Das mündliche Testament kommt nur zur Anwendung, wenn es nicht möglich ist, ein Testament in einer anderen Form zu errichten, z. B. bei drohender Todesgefahr, bei Kriegsereignissen usw.
Sie müssen Ihren Willen vor zwei Zeugen erklären. Diese Zeugen müssen diesen Willen sofort unter Angabe von Ort, Jahr, Monat und Tag und unter Erwähnung der besonderen Umstände schriftlich festhalten und unterzeichnet an die Gerichtsbehörde weiterleiten.
Wenn Testamente Formvorschriften oder Pflichtteile nicht einhalten, sind sie nicht automatisch ungültig; sie müssen von den gesetzlichen Erben durch Klage angefochten werden.