Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03511.jsonl.gz/46

Die ETH hat es nicht eilig mit der Einführung von Windows Vista, während andere Grossfirmen sogar auf "Windows 7" warten. Nur Microsoft spricht unverdrossen von einem Grosserfolg.
Der US-Megakonzern General Motors wird sehr wahrscheinlich auf die nächste Generation des PC-Betriebssystems, "Windows 7", warten und gar nie Vista installieren. Dies sagte Fred Killeen, der bei GM als "Chief Systems & Technology Officer" amtet, zur Zeitschrift 'BusinessWeek'. Die Anforderungen von Vista an die Leistungsfähigkeit von PCs seien so hoch, dass viele PCs bei GM mit Vista gar nicht laufen würden, erzählte Killeen. "Bis wir diese PCs ersetzen, könnte 'Windows 7' sowieso bereit sein," so der GM-IT-Manger.
Die Zeitschrift hat noch verschiedene andere "Vista-Verschmäher" ausfindig gemacht, so etwa die Alaska Airlines, die zwar etwa 2000 neue PCs bei Dell kauft, diese aber mit Windows XP betreibt. Und gemäss dem Marktforscher Gartner waren Ende letztes Jahr erst drei (3) Prozent aller Notebooks und ein (1) Prozent aller Desktop-PCs in Grossfirmen mit Windows Vista ausgerüstet. Gartner erwartet die grosse "Migrationswelle" erst für das erste Halbjahr 2009.
ETH migriert frühestens im Frühjahr 2009
In der Schweiz gehört die Stadt Zürich zu den Vista-Pionieren. Zürich will mit Hilfe von Windows Vista die 11'000 PC-Arbeitsplätze vereinheitlichen und Stadtpräsident Ledergerber tritt gar in einem Werbespot für Office 2007 und Vista auf.
Anders die ETH, die nicht nur eine sehr grosse IT-Organisation hat, sondern als technische Hochschule mit weltweitem Renomme auch eine gewisse Signalwirkung hat. Die ETH wird, wie gut informierte Kreise wissen, Windows Vista frühestens im Frühjahr 2009 einführen.
Gates: Wir haben 140 Millionen Windows Vista verkauft
Bei Microsoft beeilt man sich (natürlich), den Erfolg des neuen Betriebssystems zu betonen. Die Verkäufe von Windows Vista nähmen "sehr schnell" zu, sagte Microsoft-Chefbotschafter Bill Gates letzte Woche in Tokio. Weltweit seien 140 Millionen Exemplare von Windows Vista verkauft worden. Unklar ist allerdings, wieviele der "verkauften" Betriebssysteme mit neuen PCs und Notebooks zusammen (zwangs-)verkauft wurden und wieviele davon nachträglich wieder mit Windows XP ersetzt wurden. (Christoph Hugenschmidt)