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Der österreichische Bariton Florian Boesch, der aus einer Wiener Sänger-
familie stammt, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht von seiner Grossmutter Ruthilde Boesch, ehe er ab 1997 an der Wiener Universität für Musik studierte, wo er die Lied- und Oratorienklasse von Robert Holl absolvierte. Er begann seine internationale Karriere im Jahr 2003 als Papageno am Opernhaus Zürich. Seither ist Boesch Stammgast auf vielen führenden Bühnen. So sang er 2017 den Méphistophélès in Berlioz’ La Damnation de Faust an der Berliner Staatsoper, unter der Leitung von Sir Simon Rattle; in der laufenden Saison war er bereits als Titelheld in Bergs Wozzeck und Händels Saul am Theater an der Wien zu erleben. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verband Florian Boesch mit Nikolaus Harnoncourt: Gemeinsam interpretierten sie Werke von Monteverdi, Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven bei der styriarte, den Salzburger Festspielen und den Berliner Philharmonikern. Auch mit Ivor Bolton, Gustavo Dudamel, Iván Fischer, Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Sir Roger Norrington und Robin Ticciati hat Florian Boesch konzertiert. 2014/15 war er «artist-in-residence» in der Londoner Wigmore Hall, 2016/17 hatte er dieselbe Position am Wiener Konzerthaus inne. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist der Liedgesang: Mit Rezitalen stellte er sich bei der Schubertiade, beim Edinburgh Festival, im Amsterdamer Concertgebouw, im Konzerthaus Dortmund, in der Philharmonie Luxemburg und im Wiener Musikverein vor. Gemeinsam mit der Tiroler Musicbanda Franui entwickelte er das Projekt Alles wieder gut, das er im Frühjahr 2018 in Brüssel und in der Hamburger Elbphilharmonie präsentieren wird. Für seine Einspielung mit Loewe-Balladen erhielt Florian Boesch 2012 der «Edison Award». Seine jüngste CD, die im Herbst 2017 erschien, ist Schuberts Winterreise gewidmet.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2006 als Poeta in Salieris Prima la musica, poi le parole unter der Leitung von David Stern.
Februar 2018