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Im Rahmen der Ausstellung «Frischs Fiche und andere Geschichten aus dem Kalten Krieg» im Strauhof in Zürich soll auf einer Schautafel auf 1800 Zeichen das Nötige zur engagierten Literatur der Schweiz gesagt werden. Bitte schön:
Berns Literatur der 1970er Jahre ist hauptsächlich jene von nonkonformistischen, bildungsprivilegierten Einzelkämpfern. Schriftstellerinnen gibt es nur wenige. Allerdings schreibt eine von ihnen das mit Abstand erfolgreichste Buch.
Wenn man bedenkt, was man alles liest, wenn man nichts als zwischen Hamsterrad und Zentrifuge seine Arbeit tut. Bloss: Wie soll man das alles einordnen, damit man nicht zum Verschwörungstheoretiker wird?
Maos «grosser Sprung nach vorn» (1958-1962) hat ungefähr gleich viele Tote produziert wie der Zweite Weltkrieg: mindestens 45 Millionen. Die politische Praxis des Sozialismus braucht Menschen, die es noch nicht gibt.
Wenn das Nachrichtenmagazin «Facts» konstatiert, die «Schweizer Literatur» sei krank, weil «der hiesige Roman auszusterben» drohe, so stimmt das, oder es stimmt nicht. Drei Thesen zur These eines Thesenjournalisten.
Gegen die Kulturen der totalitären Staaten verteidigte die Kultur der Moderne die Autonomie. Aber Autonomie heisst auch: Desintegration, Isolation und kommunikativer Tod. Was kommt danach? Sechs Vermutungen.
Stand 1945 auch die Schweiz an einem «geistigen Nullpunkt»? Im Bernbiet entwickelt sich 1964 ein Literaturstreit, den der berühmte Zürcher Literaturstreit Ende 1966 in den Grundzügen nachzubeten beginnt.