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Zwischen dem 11. und dem 21. Dezember findet die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2019 zum ersten Mal in Katar statt. Das Turnier soll den besten Verein der Welt küren. Neben den sechs Siegern der kontinentalen Meisterwettbewerbe auf Klubebene aus Asien, Afrika, der Karibik, Nord- und Zentralamerika, Südamerika, Europa und Ozeanien tritt auch der Meister aus der Liga des Gastgeberlandes an. Für Europa nimmt der amtierende Champions-League-Sieger, der FC Liverpool, teil.
Der Verein des deutschen Trainers Jürgen Klopp sorgte vor dem Turnier für einen kleinen Eklat. Dem FC Liverpool, der im Halbfinale gesetzt ist und somit erst am 18. Dezember ins Geschehen einsteigt, wurde von der FIFA das Luxushotel Marsa Malaz Kempinski in Doha zugeteilt, doch der Klub weigere sich laut englischen Medienberichten dort abzusteigen. Der Grund für die Absage entfachte Respektsbekundungen.
Wie «The Athletic» berichtet, habe sich der englische Traditionsverein aus England aber gegen einen Aufenthalt im 5-Sterne Hotel entschieden. Dahinter soll eine Recherche des «Guardian» stecken, der 2018 herausfand, dass das Hotel gegen verschiedene Arbeitsgesetze verstossen habe.
Laut des Berichts hätten Wanderarbeitnehmer Löhne unterhalb des Mindestlohns verdient und es sei gegen die Arbeitsgesetze verstossen worden. Demnach habe manches Personal in 12-Stunden-Schichten bei 45 Grad Celsius gearbeitet und nicht mal umgerechnet 10 Euro am Tag verdient.
Der FC Liverpool hatte den «Modern Slavery Act» von 2015 unterzeichnet und sich dazu verpflichtet. Der Klub wolle damit verhindern, dass Arbeitnehmer in Lieferketten und in den Partner-Unternehmen einer «modernen Sklaverei» ausgesetzt sind. Der Verein teilte dem Fussball-Weltverband daher mit, dass er in ein anderes Hotel auf das Festland wechseln werde, welches nicht unter derartigen Arbeitsbedingungen gebaut worden sei.
In den sozialen Netzwerken feierten Fans und Beobachter die Entscheidung des derzeitigen Tabellenführer der Premier League. Katar steht seit Jahren wegen der unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf Grossbaustellen in der Kritik. Vor allem die Fussball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 und die Baustellen der Stadien sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Die FIFA-Klub-WM soll auch im kommenden Jahr in dem Land stattfinden und als Test für die WM dienen. (bn/watson.de)