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Im Jahr 2019 war der Anteil der weiblichen Geschäftsführung in Schweizer unternehmen lediglich 9%.
Im Jahr 2019 war der Anteil der weiblichen Geschäftsführung in Schweizer unternehmen lediglich 9%.
Seit Anfang diesen Jahres sollen grosse börsenkotierte Unternehmen mit Sitz in der Schweiz mehr Kaderstellen mit Frauen besetzen. Der Richtwert ist 30% Frauen im Verwaltungsrat und 20% Frauen in der Geschäftsleitung. Können diese Richtwerte nicht eingehalten werden, ist das Unternehmen verpflichtet, die Gründe im Vergütungsbericht anzugeben. Die Übergangsfrist dauert bei Verwaltungsräten 5 Jahre und bei der Geschäftsleitung 10 Jahre. Ist der Richtwert bis dahin nicht erfüllt, müssen Massnahmen dargelegt werden, wie man die Situation verändern kann. Sanktionen drohen keine.
Warum “nur“ 20 und 30 Prozent?
Wie Justizministerin Karin Keller-Sutter im Jahr 2019 sagte war Ziel des Bundesrats, dem Parlament einen Kompromiss zu unterbreiten, der das gesellschaftspolitische Anliegen der Gleichstellung glaubwürdig aufnimmt. Man wolle die Unternehmen dabei auch nicht übermässig belasten.
Stand 2019 waren in Schweizer Unternehmen lediglich 21% der Verwaltungsmitglieder weiblich. Der Anteil in Geschäftsleitungen liegt bei 9%. Seit 2006 ist der Frauenanteil in der Geschäftsleitung der grössten Schweizer Unternehmen lediglich um 5% gestiegen, was nicht gerade viel ist. Norwegen hatte im Jahr 2019 29% Frauenanteil in der Geschäftsleitung der grössten Firmen. Der Grund, warum die Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Ländern im hinteren Teil liegt, ist, dass wir immer noch sehr stark zugeschriebene Geschlechterrollen haben, welche sich hartnäckig halten.
Kategorie
News
Publiziert am
20.01.2021
Hashtag
#diewirtschaftsfrau #politik