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Die Schweizer Exporte von Turbojets, Luftpumpen und anderen Grossmaschinen nach Russland sind in den letzten zwei Monaten stark gestiegen. Die Schweizer Hersteller scheinen es eilig zu haben, die letzten Aufträge zu erfüllen, die vor den westlichen Sanktionen gegen Russland aufgrund des Einmarsches in die Ukraine abgeschlossen wurden.
Die westlichen Länder, darunter die Schweiz, haben mehrere Sanktionspakete für den Export von Waren nach Russland eingeführt. Einige der Sanktionen traten nicht sofort in Kraft. In der Schweiz treten die meisten zwischen Mitte Juni und Ende Juli in Kraft. Ab August wird die Einhaltung der Sanktionen überprüft.
Im Zeitraum Januar bis April beliefen sich die Exporte von Turbojets, Turbopropellern und Gasturbinen aus der Schweiz nach Russland auf monatlich 1 Million bis 2,5 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet rund 1,1 Millionen bis 2,6 Millionen Euro. Im Mai schossen die Exporte dieser Güter auf mehr als 11 Millionen Franken und im Juni auf fast 6 Millionen Franken in die Höhe.
Insgesamt exportierte die Schweiz im Juni Waren im Wert von 492 Millionen Franken nach Russland. Das sind etwa 83 Prozent mehr als im Januar, dem Monat vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Die Lieferungen bestanden hauptsächlich aus pharmazeutischen Gütern wie Medikamenten, Diagnostika und Blut. Die Gesamtexporte der EU nach Russland sind seit der Verhängung der Sanktionen zurückgegangen.
Die EU, Großbritannien und andere Verbündete haben mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, um die Einhaltung der Sanktionen besser zu überwachen. Ein europäischer Diplomat sagte, die Schweiz folge weitgehend den EU-Sanktionen, sei aber bei der Durchsetzung der Maßnahmen weniger effektiv.