Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03120.jsonl.gz/497

Etwa 15% der Bevölkerung tragen im Nasen-Rachen-Raum Meningokokkenbakterien, ohne dabei krank zu werden.
Wenn die Bakterien aber durch die Schleimhaut ins Blut gelangen, kann es zu schweren Erkrankungen kommen. Die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) zählen zu den gefürchtetsten Krankheiten.
Es gibt verschiedene Typen von Meningokokken.
In der Schweiz verursachten Meningokokken der Serogruppe C in den letzten vier Jahren 30 – 50% der Meningokokkeninfektionen. Das entspricht pro Jahr rund 20 schweren Erkrankungen (Hirnhautentzündung, Blutvergiftung) bei Kindern zwischen 1 und 4 Jahren und bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren.
Andere Meningokokken (A, W135, Y) sind in der Schweiz selten, hingegen häufig in gewissen Ländern Afrikas.
Meningokokkenerkrankungen sind häufig mit Komplikationen verbunden.
Bei der rasanten Ausbreitung über die Blutbahn kann es rasch zu einem Schock und zum Versagen mehrerer Organe kommen. Die Sterblichkeit beträgt ungefähr 10%. Bei 20% der Fälle kommt es zu schweren Narbenbildungen, Verlust von Gliedmassen und zu bleibenden Schäden des Zentralnervensystems (Lähmungen, geistige Entwicklungsdefizite, Taubheit).
Das Risiko einer Infektion mit Meningokokken der Gruppe C ist zur Zeit in der Schweiz eher niedrig.