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derartige Bilder gemalt hatte, reiste er zu Anfang der 50er Jahre nach Algerien, von wo er zwar einige Bilder zurückbrachte,
z. B. arabisches Lager, aber meistens doch bei den flachern Gegenden des mittlern Frankreich
blieb, z. B.: Teich in Nivernais, die
Wiesen von Charency (1857), freigehende Pferde in den Wäldern von Nivernais
(1863), die verlassene Hütte (1864), Geißblatt, Dorflache (Museum des Luxembourg), die Frösche (1875)
u. a. 1870 erhielt er das Ritterkreuz der Ehrenlegion.
1) HansChristian, dän. Architekt, geb. zu
Kopenhagen, besuchte die dortige Akademie als Schüler von Hetsch (gest. 1864), wo er 1829 die
goldne Medaille für den Entwurf eines Zeughauses erhielt. 1831 ging er mit einem Stipendium nach Rom
und bereiste von dort Neapel, Sicilien und Griechenland, wo er mit Schaubert die Ausgrabungen des Niketempels in Athen leitete
und ein Werk mit ihm darüber herausgab (L.
Roß, E. Schaubert und Chr. H., «Die Akropolis von Athen, 1. Abteilung:
Der Tempel der Nike Apteros», Berl. 1839). Dort baute er auch die Universität im griechischen
Stil und mehrere Privathäuser.
Nachdem er sich dann einige Jahre in seiner Heimat aufgehalten hatte, baute er 1854-57 das Marinearsenal in Triest, mußte
aber vor der Vollendung desselben zurückkehren, weil er in Kopenhagen zum Professor an der Akademie
gewählt war. Hier baute er noch das große Gemeindehospital, das naturhistorische Museum und eine Kirche zu Holbek im Rundbogenstil. 1867 wurde
er Etatsrat, 1876 Kommandeur des Danebrogordens, Mitglied der Akademien in Amsterdam, Wien, Florenz und des Instituts der
britischen Architekten.
2)
Heinrich, dän. Architekturmaler, geb. zu
Hadersleben, bildete sich von 1842 an auf der Akademie in Kopenhagen als Dekorationsmaler aus, bereiste 1847 Deutschland
und widmete sich seitdem mit Erfolg der Architekturmalerei, für die er 1850-52 Studienreisen im westlichen Europa bis Spanien
machte. Von seinen besten, besonders in der Lichtführung trefflichen Bildern befinden sich mehrere
in
der Gallerie zu Kopenhagen, darunter namentlich Christians IV.
Zimmer im Rosenborger Schloß. Auf die Ausstellung 1878 brachte
er den Saal der vier Thüren im Dogenpalast zu Venedig und ein Interieur aus dem 16. Jahrh.
in Lübeck. Auch um die Förderung des Kunsthandwerks in Dänemark machte er sich verdient. Er ist Mitglied
der Akademie und Professor in Kopenhagen.
3) KarlChrist.Konstantin, dän.
Genre- und Historienmaler, geb. zu Rom als Sohn des Porträtmalers Hans H., besuchte
anfangs die Bauschule in Kopenhagen, wandte sich aber bald der Porträtmalerei zu und wurde Schüler von
Christoph Wilh. Eckersberg.
1835-41 hielt er sich in Italien auf, wo er viele Bilder aus dem italienischen Volksleben malte. Nach seiner Rückkehr malte
er mehrere mythologische Fresken in der Universität zu Kopenhagen und Christus mit den zwölf Aposteln im Dom zu Roeskilde.
Zu seinen bedeutendern historischen Bildern gehören: Ägirs Gastmahl (Gallerie in Kopenhagen), die Reichsversammlung
in Christiansborg (Porträtbild) und einige Altarbilder. Er ist seit 1864 Mitglied der Akademie in Kopenhagen, wurde Professor,
Etatsrat und 1873 Vicedirektor der Akademie, als welcher er starb.
4) TheofilusEdvard, einer der bedeutendsten Architekten, geb. zu Kopenhagen,
lernte die Anfangsgründe der Kunst unter seinem ältern Bruder, Hans Christian H. (s.
1), und unter Hetsch, besuchte die dortige Akademie und ging mit einem dänischen Reisestipendium 1838 nach Italien und Griechenland,
wohin sein genannter Bruder ihm mehrere Jahre vorangegangen war. Dort beteiligte er sich an der Wiederherstellung des Tempels
der Nike Apteros, baute die Sternwarte des
Barons Sina, die englische Kirche, die Gemeindekirche und das
Haus des Griechen Demetrios und ging 1846 auf Einladung Ludw.
Försters nach Wien, wo sich ihm bei dem baulichen Aufschwung, den die Kaiserstadt bald nachher nahm, ein weites Feld
der Thätigkeit eröffnete. Nachdem er nämlich noch in Gemeinschaft mit
Förster (1846
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bis 1849) die evangelische Kirche in der Gumpendorfer Straße im byzantinischen Stil und (1853-58) die Synagoge in der Leopoldstadt
im byzantinisch-maurischen Stil errichtet hatte, folgte sein erster selbständiger Wiener Bau, das Waffenmuseum, der edelste,
künstlerisch durchgebildetste Teil des Arsenals, in welchem das System des überhöhten Rundbogens in einer Weise durchgeführt
ist, die dem Bau einen wunderbaren Charakter des Ernstes, der Festigkeit und Würde verleiht.
Etwa gleichzeitig damit entstand 1856 die schöne Grabkapelle auf dem evangelischen Friedhof und 1858 die auf Kosten des
Barons Sina erbaute neue Fassade der nicht-unierten griechisch-orientalischen Gemeinde. 1860 ging er im Auftrag desselben Barons
wiederum nach Athen und errichtete dort die Akademie der Wissenschaften, einen Prachtbau aus pentelischem
Marmor im Stil des Mnesikles und Iktinos. Aus den in dieser Zeit und in den nächsten Jahren in Wien geschaffenen Gebäuden
nennen wir den drei Häuser in sich vereinigenden Heinrichshof (1861-1863), den Palast des Erzherzogs Wilhelm (1865-67),
einen trefflich gelungenen Bau im Renaissancestil, das Haus der Gesellschaft der Musikfreunde (1867-70)
in italienischer Renaissance, den jetzt dem Hof- und Staatsarchiv eingeräumten Palast Epstein (1871)
und den Palast Ephrussi. In fast allen diesen Bauten entwickelt er in den griechischen Formen eine höchst geistvolle Anpassung
an die modernen Bedürfnisse des nordischen Lebens.
Ein nicht minder geistvoller Bau ist das aus einem bescheidenen Kastell herausgeschaffene Schloß Hörnstein in dem bei ihm
sonst nicht beliebten spätgotischen Stil. Dazu kommen, erst vor kurzem vollendet: die Börse (1877)
und die Akademie der bildenden Künste, beide im italienischen Renaissancestil, und des Meisters großartigste Schöpfung,
das noch unvollendete Parlamentsgebäude im Stil der griechischen Renaissance mit reichem statuarischen
Schmuck. Interessant ist sein Entwurf zur Wiederherstellung des Lysikrates-Denkmals in Athen (vgl.
«Lützows Zeitschrift für bildende Kunst», Bd.
3, S. 233 ff.). So glücklich er
in der dekorativen Ausstattung des Palastes Todesco
war, so wenig war er es im übrigen im kunstgewerblichen Fach. Er ist Mitglied der Akademie in Wien und
Inhaber mehrerer Orden.