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Die Römer erreichten die Gegend von Corbridge im Jahr 79 n.Chr. Dazu wurde etwa 750 m westlich der heutigen Ausgrabungsstätte ein Kastell errichtet. Dieses und das dazugehörige Bad wurden ausgegraben, sind jedoch nicht mehr sichtbar. Das Kastell diente als Versorgungsbasis für die Eroberungsfeldzüge in Schottland.
In Corspotitum wurde nach 84 n.Chr. das erste Kastell errichtet. Um 105 wurde es durch ein Feuer zerstört. Danach wurde ein zweites erstellt. In diese Zeit fällt auch die Bauzeit der Stanegate. Um 120 wurde das Kastell neu erbaut. Es war als Truppenversorgungsbasis für den Hadrianswall gedacht. Es befand sich etwa 4 km südlich des Walls. Als im Jahr 142 der Antoninuswall erstellt wurde, wurde das Kastell umgebaut und bestand mehrheitlich aus Stein. Es lag an einer Strasse, welche nach Schottland führte. Davon sind heute noch Teile der Principia und des Praetoriums zu sehen. Als der Antoninuswall um das Jahr 163 aufgegeben wurde, schwand die Bedeutung des Kastells.
Danach hat sich die Zivilsiedlung zu einer richtigen Stadt entwickelt. Das Kastell wurde dazu nach und nach geschliffen. Einige Truppen waren aber doch noch hier stationiert.
Es wurden Horrea, ein Brunnenhaus und ein Hofgebäude erstellt. Dessen Nutzung ist umstritten (Forum, Ladengebäude, Werkstätte). Nach Einfällen von nördlichen Stämmen um das Jahr 180 wurden diese Gebäude fertiggestellt. Südlich der Stanegate wurde ein Militärlager gebaut. Es bestand aus einem West- und Ostteil und war von einer Mauer umgeben.
Nachdem die Römer um 407 Britannien verliessen, hat die Stadt vermutlich unter lokaler Verwaltung noch weiter bestanden. Wie lange ist nicht bekannt.