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Die Olympischen Sommerspiele 2032 finden in Brisbane statt. Die Metropole an der Ostküste Australiens erhält an der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Tokio wie erwartet den Zuschlag.
Brisbane war im Rahmen eines neuen Vergabeverfahrens vom IOC zum «bevorzugten Bewerber» erklärt worden und stand daher als einziger Kandidat zur Wahl. Australien wird damit zum dritten Mal Olympia-Gastgeber. 1956 fanden die Sommerspiele in Melbourne statt, 2000 in Sydney.
Für Brisbane ist es ein Erfolg im zweiten Anlauf. 1992 hatte Barcelona den Vorzug vor Paris, Belgrad, Brisbane, Birmingham und Amsterdam erhalten. Gegen Brisbane sprach damals aus Sicht des IOC, dass die Stadt im Vergleich zu anderen Bewerbern klein war.
Durch den Kulturwandel weg vom Gigantismus ist der Nachteil von damals inzwischen ein Vorteil. Auch weil in Brisbane die meisten Wettkämpfe in bereits bestehenden Sportstätten stattfinden, ist der australische Bewerber im neuen Wahl-Verfahren bereits im Vorfeld in die Pole-Position gerückt. Laut Umfragen gibt es in der Region eine breite Zustimmung für die Olympia-Pläne, für die etwas mehr als drei Milliarden Franken veranschlagt wurden und deren Kosten der australische Staat zur Hälfte trägt.
IOC-Präsident Thomas Bach hatte die Bewerbung von Brisbane als «unwiderstehlich» bezeichnet. Zumindest einen Beigeschmack hinterlässt die Tatsache, dass der australische IOC-Vizepräsident John Coates das neue Vergabeverfahren federführend entwickelt hatte – und der erste Sieger nun ausgerechnet sein Heimatland ist. Das IOC bestritt einen Interessenskonflikt. Coates habe bei keiner Entscheidung mit abgestimmt.
Nach den Spielen in Tokio, die am Freitag eröffnet werden, sind Paris 2024 und Los Angeles 2028 die nächsten Gastgeber der Sommerspiele. Die Winterspiele 2022 finden in Peking statt, 2026 sind Mailand und Cortina d'Ampezzo die Ausrichter. (nih/sda)