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Nägel
Nach einer Chemotherapie oder gezielten Therapie können sich die Nägel äußerlich verändern: Sie sind empfindlicher und können trocken und brüchig werden, es können Verfärbungen, Rillen (dunkle Kerben, d. h. Anzeichen für eine pigmentierte Nagelmatrix) oder Flecken an der Oberfläche auftreten. Dies kann durch tägliche chemische oder physische Belastungen weiter verstärkt werden. Keine Sorge: diese Nebenwirkungen sind unbedenklich und verschwinden einige Monate nach dem Abschluss der Therapie.
Einige hilfreiche Tipps für den Alltag
Wenn Sie die Gelegenheit haben, sollten Sie vor dem Beginn der Behandlung zur Pediküre gehen oder einen Podologen aufsuchen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Onkologen.
Während der Behandlung sollten Sie Ihre Finger- und Fussnägel feilen (nicht zu kurz) und nicht schneiden, um das Infektionsrisiko zu vermeiden.
Niednägel weder abreißen noch die Nagelhaut wegschneiden und kauen Sie nicht an den Nägeln; reiben Sie die Nagelhaut stattdessen mit einem Öl oder einer geeigneten Creme ein.
Es wird empfohlen, bei der Hausarbeit Baumwollhandschuhe unter den Kunststoffhandschuhen zu tragen.
Um Ihre Extremitäten nicht zu verletzen, sollten Sie bequeme Schuhe tragen.
Sobald Sie eine Reizung merken oder Schmerzen verspüren, suchen Sie umgehend Ihren Hautarzt auf. Er wird Sie gut beraten.
Vermeiden:
- Nagellack mit Formaldehyd, Paraben, Toluol, Geigenharz,
- künstliche Fingernägel,
- aggressive Maniküre,
- Reinigungsmittel,
- azetonhaltige Nagellackentferner,
- längerer Aufenthalt im Wasser oder an der Sonne.
Enthält Ihre Behandlung Wirkstoffe aus der Taxane-Gruppe?
Tragen Sie eine oder zwei Schichten siliziumhaltigen Nagellack auf, um die Fingernägel zu stärken. Sobald der Nagellack abzublättern beginnt, tragen Sie ihn erneut auf, nachdem Sie die Nägel mit azetonfreiem Nagellackentferner gereinigt haben.