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Steckbrief:
Name: Giorgio vom Palmenstein
Rufname: Giorgi (je nachdem auch BamBam, Zaupf oder Luusbueb)
Rasse: Landseer FCI: 226
Geburtsdatum: 02.02.2021
Augen: braun
Fell: Weiss / Schwarz
Schulterhöhe: im Wachstum
Gewicht: im Wachstum
Beruf: Wach- und Familienhund
Lieblingsessen: Alles Essbare
Lieblingsgetränk: Regenwasser gut abgestanden
Hobbys: Planschen, Spielen, Katzen jagen, Spielzeug und Anderes zerlegen
Rassenbeschrieb:
Der Landseer als eigenständige Rasse ist vergleichsweise jung. Die Rasse entstand vor dem Hintergrund, dass der weiß-schwarze Typ des Neufundländers Anfang des 20. Jahrhunderts in England immer mehr zurückgedrängt wurde und zu verschwinden drohte. Schweizer und deutsche Kynologen begannen auf der Basis weiß-schwarzer Neufundländer aus England mit dem Aufbau einer eigenen Rasse, die sie – entsprechend der bereits verbreiteten Bezeichnung für diesen Farbschlag des Neufundländers – Landseer nannten. 1960 erkannte die Fédération Cynologique Internationale den Landseer als eigenständige Rasse an.
Der Name der Rasse beruht darauf, dass der Maler Edwin Landseer, einer der bekanntesten englischen Tiermaler seiner Zeit, in seinen Gemälden und Zeichnungen um die Mitte des 19. Jahrhunderts weiß-schwarze Hunde bevorzugte, die in Großbritannien unter dem Namen Newfoundland Dog, Neufundländer, bekannt waren. Die Vorliebe des Malers führte dazu, dass dieser Hund bald landläufig den Namen Landseer Dog bekam, ohne dass sich die offizielle Rassebezeichnung änderte.
Der unmittelbar feststellbare Ursprung der Rasse sind Hunde, die von britischen Fischern aus Neufundland nach England gebracht wurden. Es ist anzunehmen, dass der Ursprung dieser Hunde jedoch in Europa lag, denn baskische Walfänger überwinterten lange vor den Briten im nördlichen Teil Neufundlands. Da es üblich war, auf Schiffen Hunde mit zu führen, ist es wahrscheinlich, dass diese Basken von großen nordspanischen Hunden begleitet wurden, die im Frühjahr häufig zurückgelassen wurden. So sind die optischen Gemeinsamkeiten mit dem großen spanischen Pyrenäenhund Mastín del Pirineo teilweise augenfällig. Möglicherweise haben der Neufundländer, der heutige Landseer und Pyrenäenberghunde Chien de Montagne des Pyrénées gemeinsame Vorfahren.
In Großbritannien wurden die Hunde als Newfoundland Dogs beliebte Hunde des englischen Adels und des Großbürgertums, mit denen man sich gerne schmückte. Die Zeichnungen Edwin Landseers steigerten ihre Bekanntheit weiter.
1886 wurde der „Newfoundland Club“ in England gegründet, der sowohl den ursprünglichen weiß-schwarzen, als auch den seit etwa 1850 aufgetretenen schwarzen und rot-braunen Typ züchtete. Schon früh begann der Streit um einen Standard zwischen den Befürwortern des schwarzen und den Anhängern der weiß-schwarz gefleckten Hunde. Die Befürworter des schwarzen Typs setzten sich durch und es wurde angestrebt, beide Typen zu verschmelzen, worüber der ursprüngliche weiß-schwarze Typ immer weniger in Erscheinung trat und in England fast in Vergessenheit geriet. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts begann die Renaissance des weiß-schwarzen Landseers, als schweizerische und deutsche Kynologen und Züchter letzte noch zur Zucht verwendbare Tiere aus England holten und die kontinental-europäische Reinzucht der Landseer aufbauten. Aufgrund der dominanten Vererbung der schwarzen Fellfarbe wurden zur Festigung des ursprünglichen weiß-schwarzen Charakters dabei auch Kuvasz sowie Pyrenäenberghunde als homozygot-weiße Rassen eingekreuzt.
Heute unterscheiden sich die beiden aus den Newfoundland Dogs hervorgegangenen Rassen Landseer und Neufundländer deutlich. Der Kopf des Landseers wirkt nicht so massig, die Schnauze ist etwas länger und nicht so stumpf. Insgesamt ist er etwas größer und wirkt agiler als der Neufundländer. Der schwarzweiße Neufundländer verschwand nicht, es gibt ihn neben der neu entstandenen Rasse Landseer auch weiterhin.
Der Landseer ist ein großer Hund mit imposanter Gestalt und wird bis 80 cm groß oder teilweise auch noch größer. Die dreieckigen Ohren sind mittelgross und wenn sie gegen die Augen gelegt werden, reichen sie bis zum inneren Augenwinkel. Das Deckhaar ist durchsetzt mit Unterwolle. Auffällig ist die weiße Grundfarbe mit schwarzen Platten, die auf dem Rumpf und der Kruppenpartie verteilt sind. Der Kopf ist schwarz, als Zuchtfestigung gilt eine nicht zu breite symmetrische weiße Blesse und eine weiße Schnauzenpartie. Die Läufe, die Brust, der Hals, die Rute und der Bauch müssen weiß sein.
Wesen und Verwendung
Der Landseer wird als wachsamer, aktiver und temperamentvoller als der Neufundländer beschrieben. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb und ist sehr menschenbezogen. Als Erbe seiner spanischen Vorfahren, die über Jahrhunderte ihre Herden gegen Wölfe und Bären verteidigten, erkennt ein Landseer selbstständig Gefahren und ist in der Lage, instinktiv eigenständige Entscheidungen zu deren Abwehr zu treffen. Schon seit dem 19. Jahrhundert hat er den Ruf, Menschen eigenständig vor dem Ertrinken zu retten, weswegen er auch heute noch als Wasserrettungshund an Seen und an den Küsten eingesetzt wird. Eine weitere Verwendung findet der Landseer verstärkt auch als Therapiehund, da er generell sehr lernfreudig ist und ihn in der Regel eine Menschen gegenüber hohe Reizschwelle auszeichnet.
Entsprechend erzogen, ist der Landseer ein sehr gut geeigneter Familienhund. Daher erfordert das Halten eines Landseers eine zwar liebevolle, aber dennoch stets konsequente Erziehung, die möglichst frühzeitig beginnen sollte. Zur Entfaltung seiner vielen positiven Eigenschaften benötigt der Landseer aber einen engen Kontakt zu seiner Familie. Er ist daher nicht für eine Zwingerhaltung geeignet. Ideal zur Haltung eines Landseers ist ein Haus mit eingezäuntem Areal, wo sich der Hund frei bewegen kann. Bei Spaziergängen ist er ein aufmerksamer Begleithund. Darüber hinaus ist er ein angenehmer und regelmäßig ruhiger Haushund, der nicht ohne Grund bellt. Zu Gästen des Hauses verhält er sich freundlich; Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert.
Eine mal etwas andere Beschreibung eines Landseers:
Der Landseer liegt immer und überall maximal im Weg und kann dabei deutlich mehr Raum einnehmen,als ihm größenmäßig zusteht.
Er kann bei Bedarf, oder auch nicht, jede Menge Haar verlieren, auch und vor allem direkt nach dem Bürsten.
Der Landseer beachtet Fremde draußen nicht, es sei denn man verlässt sich darauf dass er Fremde nicht beachtet.
Er hat eine immense Begabung darin, den Augenblick zu finden in dem man seine Menschen am meisten blamieren kann.
Die Pfoten sind rundlich kräftig und riesen groß, sie können große Dreckabdrücke auf der Kleidung und dem frisch geputzten Boden hinterlassen.
Landseer schätzen Ansprache und unsere volle Aufmerksamkeit. Darum stupsen sie einen besonders gerne in den Bauch oder an den Arm, wenn man eine volle Kaffeetasse in den Händen hält.
Den Landseer gibt es in einer Fellfärbung. Weiß mit Schwarzen Platten. Wenn sie allerdings richtig dreckig sind kann man die Schwarzen Platten nicht mehr vom Rest unterscheiden.
Landseer beherrschen die Kunst mit nur einem Liter Wasser im Napf den gesamten Raum zentimeterhoch unter Wasser zu setzen.
Alle Landseer bekommen niemals genug Futter. Wenn sie aber der Meinung sind, dass das Futter ihnen nicht schmeckt haben sie plötzlich über Tage keinen Hunger.
Sobald ein Landseer das Futter nur riecht, ist er in der Lage so viel Speichel produzieren, das binnen Minuten mit einer kompletten Austrocknung des Tieres zu rechnen ist.
Ein auf einem Tausende Hektar großen Feld tobender Landseer wird mit größter Akkuratesse in den Knien seines Besitzers bremsen und ihn so auf dem Boden der Tatsachen zu halten.
Hat der Landseer einmal beschlossen zu spielen, fällt er eher tot um, als dass er von alleine aufhört. Wird er aber dazu gezwungen, fällt er bei nächste Gelegenheit in einen komatösen Tiefschlaf.
Landseer wissen aufgrund ihrer überragenden Intelligenz praktisch alles besser als ihre Menschen und sind daher in der Lage selbst zu entscheiden auf welches Kommando sie hören müssen und auf welches nicht.
Landseer Welpen sind in der Lage schneller zu verschwinden als Herrchen oder Frauchen gucken kann.
Vor allem wenn der Wurf aus 12 Welpen besteht und der Züchter alleine ist.
Landseer haben ein ausgeprägtes Minenspiel und sind großartige Schauspieler. Wenn sie nicht arbeiten wollen können sie humpeln als hätten sie nur drei Beine. Kaum sind sie zu Hause ist alles wieder gut.
Beim Spielen ist der Landseer allen anderen Hunden gegenüber im Vorteil. Nicht nur durch seine Größe, sondern vor allem durch seine körperliche Art zu Spielen. Wenn andere Hunde ihn anspringen braucht er sich nur umdrehen und der Hund prallt unverrichteter Dinge vom dicken Landseerhintern ab.
Er folgt seinem Alpha-Tier bedingungslos überall hin, es sei denn jemand anderes hat etwas zum Essen, ein Spielzeug oder ist bereit den Landseer zu kraulen. Oder etwas anderes lenkt ihn ab.
Die Leitungsbahnen vom Ohr zum Gehirn des Landseers sind viel länger als bei anderen Hunden, weshalb es auch viel länger dauert bis ein Kommando im Gehirn ankommt. Und noch länger dauert es bis das Kommando in den noch weiter entfernt liegenden Beinen für "Sitz" oder "Platz" ankommt. Ansonsten ist der Landseer allerdings in der Lage über Große Distanzen, durch mehrere Zimmer und Stockwerke hinweg das knistern der Leckerli-Tüte zu hören, und schneller als man glaubt vor einem zu sitzen und nach einem Leckerli zu fragen.
Der Landseer verfügt über eine perfekt arbeitende innere Uhr. Kann sein Mensch ausschlafen fängt er morgens um halb sechs an zu grunzen, durch das Haus zu robben und sich im Minutentakt einen neuen Liegeplatz zu suchen. Bis der Mensch endlich aufsteht und ihn raus lässt und füttert.
Muss der Mensch aber früh aufstehen, schläft der Landseer tief und fest bis er durch ziehen, zupfen und zerren kurz vor knapp dazu bewegt werden kann raus zu gehen und sich ein paar Tropfen aus zu pressen. Aber wehe fürs Futter bleibt keine Zeit mehr.
Ein Landseer ist eine absolute Wasserratte, um sich zu trocknen zieht er es vor, sich dicht vor oder neben seinem Mensch zu schütteln und sich dann freudig an ihm trocknen zu reiben. Das nasse Fell juckt ja sonst so.
Auf eine Meile Entfernung wittert ein Landseer ein totes Tier, und um seinem Menschen besonders gut zu gefallen kann ihn nichts davon abbringen sich mit größter Sorgfalt darin zu wälzen. Er will ja gut riechen für seinen Menschen.
Der Landseer ist ein echtes Sprachtalent. Beim Spielen klingt er wie ein Welpe, jauchzt in den höchsten Tönen. Kommt aber ein Fremder des Weges ist die Stimme tief und voll. Ergänzt wird das Repertoire durch Grunzen, Schnarchen, Furzen und Rülpsen.
Landseer haben ein enorm dichtes Fell. Wenn sie aus dem Wasser kommen ist der Großteil der Haut noch trocken. Schmutz scheint sich allerdings bis in die Haut hinein zu reiben, so dass der Mensch nicht einmal mit waschen alles raus bekommt.
Das ist aber kein Problem, denn der Landseer ist selbstreinigend. Sobald das Fell getrocknet ist rieselt der Dreck einfach raus. Und der Landseer ist wieder strahlend weiß. Zumindest da wo er es vorher auch war. Leider erstreckt sich die selbstreinigende Funktion nicht auch auf die Umgebung wo der Landseer lebt. Und nicht trotz all dem, sondern wegen all dieser Vor-und Nachteile lieben wir unsere Landseer!!!!!!!!!
Eine nicht so ganz ernst gemeinte Beschreibung des Landseers die wir vom Züchter bekommen haben.
Vielen Dank für Alles Claudia und Karl-Heinz.