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September 2017
Juan Gabriel Vásquez: Das Geräusch der Dinge beim Fallen
»Ein atemberaubend gut geschriebenes, aufklärerisch konzipiertes und mitreissend erzähltes Buch.«
Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur
»Ein psychologisches Meisterwerk.«
Berner Zeitung
Inhalt
Bogotá, Kolumbien, im Sommer 2009:
Der Jura-Professor Antonio Yammara liest in der Zeitung von einem Nilpferd, das aus dem ehemaligen Privatzoo des legendären Drogenkönigs Pablo Escobar entflohen ist.
Unmittelbar fühlt er sich in die Zeit zurückversetzt, als der Krieg zwischen Escobars Medellín-Kartell und den Regierungstruppen auf Kolumbiens Straßen eskalierte. Damals musste er hautnah miterleben, wie ein Freund ermordet wurde.
Noch Jahre später quälen ihn die Erinnerungen. Bei seinen Nachforschungen über den Mord entdeckt Antonio, wie stark sein eigenes Leben und das seines Freundes von der gewaltsamen Vergangenheit des Landes bestimmt wurden.
„Das Geräusch der Dinge beim Fallen“ ist eine preisgekrönte Tour de Force und ein intimes Porträt einer Generation in Kolumbien, die der Drogenhandel in einem lebendigen Albtraum gefangen hielt.
Der Autor
Juan Gabriel Vásquez wurde 1973 in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, geboren. Er studierte lateinamerikanische Literatur in Paris und arbeitete als Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Er hat unter anderem Victor Hugo, E. M. Forster und John Dos Passos übersetzt sowie preisgekrönte Erzählungen und Essays publiziert.
Heute ist Vásquez ausschliesslich als Schriftsteller und Kolumnist tätig. Er ist eine herausragende literarische Stimme aus Lateinamerika. Seine Werke wurden bisher in 16 Sprachen übersetzt.
In seinen vielschichtigen Romanen und Erzählungen beleuchtet er die Verwerfungen von Kolumbiens jüngerer Geschichte ebenso wie Fragen der menschlichen Existenz.
Im März 2011 wurde Vásquez mit einem der wichtigsten Literaturpreise der spanischsprachigen Welt ausgezeichnet – dem Alfaguara-Literaturpreis. Sein bis dahin unveröffentlichter Roman „El ruido de las Costas al car“ („Das Geräusch der Dinge beim Fallen“) wurde aus über 600 eingesandten Manuskripten von der Jury in Madrid gewählt. 2014 erhielt er gemeinsam mit seiner Übersetzerin ins Englische den International Dublin IMPAC Literary Award.
Sein neuster Roman erschien im vergangenen Jahr unter dem Titel „La forma de las ruinas“. Zuletzt auf Deutsch erschienen ist der Roman „Die Reputation“ (2016). Nach 13 Jahren in Barcelona lebt Vásquez seit 2012 wieder in Bogotá mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern.
Das Frühlingssemester 2017 verbrachte er gemeinsam mit seiner Familie in Bern, wo er an der Universität die Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur innehatte.
Die Übersetzerin
Susanne Lange, geboren 1964 in Berlin, lebt in Barcelona. Für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt das Zuger Übersetzerstipendium für ihre Neuübersetzung des Don Quijote (2003), den Hieronymusring (2007) und den Johann-Heinrich-Voss-Preis (2009).
Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u. a. Fernando del Paso, Federico García Lorca, Octavio Paz, Carmen Laforet, Juan Rulfo und Javier Marías.
Hier lesen Sie ein Interview mit Susanne Lange zu ihrer Übersetzung von Juan Gabriel Vásquez‘ Buch.
Angaben zum Buch
Titel: „Das Geräusch der Dinge beim Fallen“
Autor: Juan Gabriel Vásquez
Übersetzung: Susanne Lange
Erschienen 2014 im Verlag Schöffling & Co. und als Taschenbuch 2017 im Fischer Verlag.
192 Seiten.
Hinweis: Die Buchclub-Mitglieder haben sich für dieses Buch entschieden. Die Abstimmung erfolgte beim Buchclub-Treffen im Mai.