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Die Bevölkerung der Stadt Freiburg wächst – und damit steigt auch die Zahl der Schulkinder. Die Stadt muss daher ihre Schulen ausbauen. Am Anfang sind an verschiedenen Standorten Pavillons geplant (die FN berichteten). Gestern Abend hat der Freiburger Generalrat über einen Kredit für Pavillons für die Schule im Burgquartier abgestimmt.
Die Präsidentin der Finanzkommission, Dominique Jordan Perrin (SP), erinnerte daran, dass Pavillons für weitere Schulen bereits bewilligt und dass in der Vignettaz bereits einige aufgebaut worden sind. «Wir konnten uns bei einem Besuch davon überzeugen, dass sie den Bedürfnissen der Schulkinder entsprechen.» Sie fragte aber auch, ob die Stadt nicht besser einen globalen Ansatz hätte wählen und alle Pavillons auf einmal bestellen sollen – und so vielleicht Kosten gespart hätte.
Schuldirektorin Antoinette de Weck (FDP) sagte, auf den Schulbeginn 2016 brauche es im Burgquartier dringend einen neuen Raum für eine zusätzliche Kindergartenklasse.
Die Parteisprecher stellten sich alle hinter das Projekt. Gilles Bourgarel (Grüne) meinte jedoch, ein Provisorium, das auf zehn Jahre hinaus geplant sei, müsse man eher Notklassenzimmer denn provisorische Klassenzimmer nennen. FDP-Sprecher Jean-Noël Gex wiederum nennt die Pavillons «lieber modular als provisorisch». Auch Alexandre Grandjean (SP) bezog sich auf das Provisorische: «Alles Menschliche ist eigentlich nur provisorisch», habe Otto Bismarck einst gesagt. «Unsere Schuldirektion war in den letzten Jahren also sehr menschlich.» Pius Odermatt (SP) störte sich am Mandat für den externen Architekten: «149 000 Franken für das Mandat scheinen mir sehr hoch», sagte er. Bei 150 000 Franken liege die Schwelle, bei der ein Mandat öffentlich ausgeschrieben werde. Der Architekt habe bei jedem neuen Pavillonprojekt jeweils knapp unter 150 000 Franken verlangt – «die Erfahrungen aus den vorherigen Projekten hat also keinen Spareffekt gebracht», meinte Odermatt.
Baudirektor Jean Bourgknecht (CVP) antwortete, dass der Architekt die Pavillons extra für die Stadt entworfen habe. Daher wäre es sicher nicht günstiger geworden, für die weiteren Pavillons einen neuen Architekten beizuziehen. Er betonte, dass die Mandate nach allen Regeln der Kunst vergeben worden seien. Die Stadt habe kein globales Mandat vergeben können, sondern habe von Schulareal zu Schulareal neu entscheiden müssen. Der Rat stimmte dem 2-Millionen-Kredit mit 61 Ja einstimmig zu.
Schulpavillons: Zwei Millionen Franken für die Burg-Schule
B eim Schulhaus im Burgquartier will der Freiburger Gemeinderat für zwei Millionen Franken vier Pavillons erstellen. Denn das Schulhaus benötigt mehr Platz: Wegen des starken Bevölkerungswachstums braucht die Schule ab August 2016 eine zusätzliche Kindergartenklasse und ab 2018 eine zusätzliche Primarschulklasse sowie eine weitere Kindergartenklasse. In den vier Pavillons sollen vier Klassenzimmer à je 96 Quadratmeter entstehen. In jedem Pavillon wird es auch eine Garderobe und eine Toilette geben. Für das Neustadt-Schulhaus hat der Gemeinderat noch keine Lösung: Dort können aus denkmalschützerischen Gründen keine Pavillons aufgestellt werden. njb