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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Republik Gabun sind gut, aber nicht eng. Besondere Kontakte bestehen in der Holzindustrie dank eines Abkommens zwischen dem Bildungszentrum Biel und dem Staat Gabun. Auch das von Doktor Albert Schweitzer in Lambarene gegründete Spital prägte die Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Gabun
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Interessen der Schweiz in Gabun werden von der Schweizer Botschaft in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) vertreten.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die beiden Länder pflegen keine engen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Die Schweiz importiert aus Gabun vor allem Land- und Forstwirtschaftsprodukte. Industriemaschinen, Geräte für die Elektro- und Elektronikindustrie und Präzisionsinstrumente machen den Löwenanteil der Schweizer Exporte aus, gefolgt von Occasionsfahrzeugen.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende (ESKAS) gewährt ausländischen Studierenden Universitätsstipendien, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Gabunische Republik ist gemeinsam mit etwas mehr als zehn anderen afrikanischen Ländern Teil des Zentral- und Südafrikapools.
Die Berner Fachhochschule Holz in Biel hat mit dem Staat Gabun ein Bildungsabkommen im Bereich Zimmerei und Holzbau abgeschlossen.
Schweizerinnen und Schweizer in Gabun
Ende 2015 lebten 43 Schweizer Staatsangehörige in Gabun.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wanderten Schweizer nach Gabun aus, um in der Holzindustrie, im Handel oder im Spital von «Urwalddoktor» Albert Schweitzer in Lambarene zu arbeiten. Die Schweiz anerkannte die Unabhängigkeit der ehemaligen französischen Kolonie 1960. Seit 1961 ist Gabun eine präsidiale Republik. Die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Gabun unterstanden bis Anfang der 1970er-Jahre den französisch-schweizerischen Abkommen von 1955 und 1967. 1972 schlossen die beiden Länder ein bilaterales Abkommen über Handel, Investitionsschutz sowie technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit ab.