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Beschreibung
Genestrerio wird 1375 erstmals urkundlich erwähnt (als „Cassina de Zenestrario“): Die Siedlung gehörte damals zu den Besitztümern einiger Adelsfamilien aus Mendrisio. Es ist aber eine gesicherte Tatsache, dass bereits vor dem Jahr 1000 einige Landhäuser bestanden und das Dorf, wo Armeen der deutschen Kaiser auf ihrem Weg nach Italien durchzogen, einen „Freibrief“ - ein altes kaiserliches Privileg - genoss, der damals von Adolf von Nassau-Weilburg gewährt wurde, dem Herrscher des Heiligen Römischen Reiches von 1292 bis 1298, dem Jahr seiner Absetzung durch die Kurfürsten, ein einmaliger Akt in der Geschichte des Kaiserreichs.
1599 erlaubte der Bischof von Como die Loslösung der Pfarrei Genestrerio von der Pieve di Balerna. Ab Beginn des 16. Jahrhunderts wanderten immer wieder Arbeiter aus Genestrerio nach Italien aus und widmeten sich vor allem dem Maurerhandwerk, wie z. B. die Patrizierfamilien Boffi (Stuckateure) oder Coldirali (heute: Caldelari); ein Mitglied der Familie scheint auch am Bau der Kathedrale von Fulda in Deutschland beteiligt gewesen zu sein.
Nach der volkstümlichen Tradition ist der Name Genestrerio von den Ginsterpflanzen abzuleiten, die einst in der Region Campagna Adorna (oder „Campagnadorna“ oder „Campagna d’Orgna“) sehr verbreitet waren und die in goldenen Farben auf dem Gemeindewappen zu finden sind, zusammen mit einer Tabakpflanze und Weintrauben, d. h. den Hauptpflanzungen der Region.
Am 5. April 2009 wurden durch Eingemeindungen im Mendrisiotto Genestrerio, Arzo, Capolago, Rancate und Tremona zu Teilen der Gemeinde Mendrisio.
Eigenschaften
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