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Betrachtet man den Spendenmarkt der klerikalen und karitativen Organisationen, zeigt sich in den letzten Jahren der Trend eines leichten Wachstums. Dies heisst allerdings nicht, dass sich alle spendensammelnden Organisationen über zunehmende Einkünfte freuen können. Vielmehr zeigt sich ein stark differenziertes Bild in Bezug darauf, wie sich die Einkünfte der verschiedenen Organisationen in den letzten Jahren entwickelt haben (vgl. untenstehende Grafik).
Interpretiert man die Grafik, wird offensichtlich, dass der Gesamtmarkt (als grauer Bereich dargestellt) eine positive Entwicklung aufweisen kann. Deutlich überragen den Gesamtmarkt nur karitative Einrichtungen wie SOS Kinderdorf und Helvetas. Etwas über dem Gesamtmarkt situiert sind die im Gesundheitsbereich angesiedelten Non-Profit-Organisationen Multiple Sklerose Gesellschaft und die Krebsliga. Auch die kirchenähnliche Organisation Heilsarmee hält sich leicht über dem Benchmark. Unterdurchschnittlich entwickelt haben sich die Organisationen Brot für alle, NAK Humanitas, die Neuapostolische Kirche wie auch die Chrischona und die Aids-Hilfe.
Nachstehend werden einige Möglichkeiten für die Optimierung der freiwilligen Zuwendungen an klerikale und karitative Einrichtungen aufgezeigt.
Analyse des Spendenverhaltens
Das Spendenverhalten ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die Thematik ist entsprechend komplex. Wichtige Einflussfaktoren auf das Spendenverhalten sind nach eigener Auswertung (vgl. Grafik):
- das Zugehörigkeitsgefühl zu den Begünstigten,
- das Gefühl, dass man etwas Gutes tut und
- das Bedürfnis zu helfen.
Quelle: eigene Darstellung
Dabei zeigt sich immer wieder, dass Spender/-innen den Drang haben mitzubestimmen, wie die Gelder verwendet werden und auf ein gewisses Mass an Kontrolle und eine regelmässige Berichterstattung nicht verzichten möchten.
Die Organisationen sind bemüht, nicht nur ihre Projekte zu meistern, sondern auch eine positive und gewinnende Beziehung zum Spender/-in aufzubauen und zu erhalten. Dies ist wichtig, verursacht jedoch Kosten, die vom Spender/-in nur ungern getragen werden. Daher muss effizientes Fundraising betrieben werden.
In einem nächsten Beitrag wird ein generelles Konzept für ein erfolgreiches Fundraising vorgestellt.
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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Masterarbeit von Herrn Manuel Maurer, Absolvent des MAS FH in Controlling.