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Alle erwerbstätigen Frauen (angestellt, selbstständigerwerbend, arbeitslos, im Betrieb einer angehörigen Person arbeitend) haben Anspruch auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub mit einer Entlöhung zu 80%. In den kantonalen Bestimmungen, den Personalreglementen und den Gesamtarbeitsverträgen können grosszügigere Leistungen vorgesehen werden.
Während der acht ersten Wochen nach der Niederkunft herrscht für Mütter ein Arbeitsverbot.
Gegenwärtig ist noch in keinem Bundesgesetz ein Vaterschaftsurlaub vorgesehen.
Um Beiträge zu erhalten, muss eine Frau während neun Monaten vor der Entbindung einer AHV angeschlossen gewesen sein und während mindestens fünf Monaten vor der Entbindung gearbeitet haben. Zudem muss sie zum Zeitpunkt der Niederkunft noch angestellt sein. Wenn sie die Anspruchsbedingungen vor der Niederkunft erfüllt hat, erhält sie Mutterschaftsbeihilfen.
Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin kann eine Frau während ihres Mutterschaftsurlaubs nicht entlassen.
Möchte eine Frau nach einer Geburt ihr Arbeitspensum verringern, so muss sie ihren Arbeitgeber bzw. ihre Arbeitgeberin nicht vor ihrer Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub darüber informieren. Das kann jedoch sinnvoll sein und ist eine Frage des Vertrauensverhältnisses zum Arbeitgeber oder zur Arbeitgeberin.
Der Arbeitgeber seinerseits oder die Arbeitgeberin ihrerseits ist nicht verpflichtet, nach der Entbindung einer Reduzierung des Arbeitspensums zuzustimmen. Ist dies beim Unternehmen aber möglich, könnte eine solche Ablehnung im Rahmen des Gleichstellungsgesetzes als Diskriminierung der Frauen gelten.
Wenn eine Frau die Berufstätigkeit ganz aufgeben will, muss sie zur Wahrung ihrer Rechte auf das Datum kündigen, an dem ihr Anspruch auf Lohnfortzahlung endet. Reicht sie die Kündigung nämlich auf das Datum der Geburt ein, verfallen all ihre Ansprüche.
Aktualisierung 29.01.2016