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forlaufend
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eine Abnahme dcs spccisischen Gewichts bemerkbar. Nordwestlich der Dardanellen gegen das Festland bin wnrdcn wieder höhere Temperaturen gefunden, während der Salzgehalt in den obern Schickten relativ klein blieb.
An der griech. Küste beobacktete man ebenfalls hohe Temperatnren bei bobem Salz- gehalt;
nordwärts schreitend ncbmen wieder Tem- peratnr und Salzgehalt ab. Im äußersten Norden, [* 2] bei Saloniki [* 3] und Athos, tritt ein masu'gerRückscklag auf.
Auch längs derNordküste von Eandia ist das Wasser durchwärmt, in der Mitte des M. findet man dagegen niedrigere Temperaturen geringern Salzgehalt.
Der Verlauf der Temperatur von der Oberfläche dem Grunde zu läsit sich dabin charakterisieren, daß die Wasscrschichten nach unten bin anfänglich rasch, dann allmäblich an Temperatur abnehmen. In größern Tiefen ist die Temperatur- abnahme kaum noch merklich.
Die S ck w a n kun - gen infolge des Wechsels der Lufttemperatur sind in den obern schichten nickt unwesentlich, in 30 in Tiefe treten sie noch deutlich hervor, in 100 in aber hören sie gänzlich auf. Die Grundtemperatur nimmt von S. nack N. hin ab, um auf Beträge hcrabzusinken, die im offenen Mittelmeer nirgends gefunden wurden.
Man fand im nördl. Teile des Ä. M. schon für 500 und 600 in Tiefe 12,9" (^., für 900 in und darunter so- gar nur 12,8 und 12,?", während die in der äußern Hochsee des centralen und östl. Mittelmcers beob- achtete niedrigste Temperatur 13^ (^. erreicht. Über die Strömungsverhältnisse. gewannen die Mitglieder der Pola-Erpedition folgende Resul- tate (gültig für den Spätsommer).
Nordlich von Rhodus tritt eine westlich gerichtete Strömung in das 3"l. M. ein, welche sich an das Festland lebnt und ihren Weg von der Halbinsel Doris ab gegen NW. und später von Chios ab gegen N. nimmt. Nach Vcspülung Mytilcncs vereinigt sich die Strö- mung init der aus dem Hellespont kommenden und läuft gegen W. und später gegen SW. Bei den Inseln Imbros und Lemlws trifft man auf einen Weststrom, der dann nach SV. biegt und später von der macedonisch-griech. Küste gegen SO. abge- lenkt wird.
Von der Barriere Negrovonte, Andros, Tcnos u. s. w. aus sendet dcr Strom reckter Hand [* 4] seines Laufes Abzweigungen durch die vielen Kanäle. Die Cytladen bespülend, wendet sich das Wasfcr nunmehr gegen Kap Malea und Kythcra, um durch den Kanal von [* 5] Cervi das ^l. M. zu verlassen. Zwei weitere bedeutende Stromschlüsfe ergeben sick zwischen Chios und Samos, und zwischen Kos und Rhodus. Hauptsächlich ist es das Wasser am linken Rande des nach S. führenden Zuges, das gegen diese Gebiete nach O. biegt, sich mit den Gewässern an den kleinasiat. Küsten vereinigt und mit ibnen sodann gemeinsam nach N. dem Kap Baba zustrebt. Diese aus dc-n minien gleicben Salzgcbaltt's sür den Spätsonimer abgeleiteten ^tromverbältnisfe itinlmcn im großen und ganzen mit den für das ganze Jahr in den engl. Segelanweisungen («8ai1- iiiss OirectionZ toi- tno ^l6äitei'i'ÄN0anv, Tl. 3) enthaltenen Angaben übcrein, mit dem einzigen Unterschiede, daß die Segclanweisungcn im S. vom Kap Baba eine südlich setzende Strömung angeben. Die besten Karten des M. sind zur Zeit nock die Seekarten des Verlags von Norie ^Wilson in London. [* 6] Schon 1831-38 hatte sich der franz. See- offizier Gauthier um die genauere Aufnahme der Eykladen sehr verdient gemackt, ipater wurden diese Aufnahmen zum Teil ergänzt. 1890 entschloß sich die grieck. Regierung, eine gänzliche Neuaufnahme des Landes vorzunehmen, und da ihr ein eigenes geschultes Personal für diesen Zweck nicht zur Ver- fügung stand, wurde die Oberleitung der Arbeit Os- fizieren des östcrr. Militärgeographiscken Instituts anvertraut, die gleichzeitig die Aufgabe erhielten, grieck. Offiziere in den einschlägigen Operationen zu unterrichten. Diese Landesaufnahme wird auch der Kartographie des Ä. M. zu gute kommen, da sämt- liche Westküsten desselben bis zur Grenze Griechen- lands und die gricck. Inseln in die Neuanfuahme mit einbezogen werden. Gegenwärtig ist die Gruppe der Entladen und jene der nordl. Svoraden in das Netz erster Ordnung bereits einbegriffen worden. Ägäm igrck., »unverheiratet») heißen die Weib- chen solcker Tiere, die sich ohne Befruchtung [* 7] durch Jungfernzeugung fortpflanzen.
Ägatharied, Gemeinde im Bezirksamt Mieö- back des bayr. Reg.-Bez. Oberbayern, an der Scklierack, hat alten Altären' Kohlenbergbau. Agende wird viel besucht. Agathm, das durch Kondensation von Salieyl- aldebvd und cx-Metbylphenylhydrazin darstellbare Salicyl-A-Vlctbvlphenylhydrazon. Es bildet geruck- und gesckniacklose weiße, in Wasser unlösliche, in Alkobol und Mber lösliche Krystallblättchen, die gegen Rheumatismus, Ischias und Gicht dienen. 'Agde, Stadt, hat (1891) 7034, als Gemeinde 7389 E. ft3234E. *Agen, Stadt, hat ^1891) 18403, als Gemeinde ^Agende.
Eingehendere Studien und gründ- lickere Bekanntschaft mit ältern cvang.
Gottesdienst- ordnungen fübrtcn zu der Erkenntnis, daß die alte preumscke von 1822 der Gemeinde an evang. Wabrbeit und liturgischer Schönheit nicht das Er- iorderlicke biete-, auch genügte sie keineswegs dem rein praktiscren Bedürfnis.
Äußerst lückenhaft, bot sie für die allereinfachsten liturgischen Bedürfnisse der feiernden Gemeinde und des geistlichen Amtes oft nickts;
gab sie dock z. B. gar keine Fingerzeige liturgische Andackten), für die ^eier patriotischer Festtage und Missionsfeste, für die Einführung der Geistlicken u. s. w. Aus diesen Gründen erkannte das Kirckenregiment das Bedürfnis einer Agenden- revision bereits in den dreißiger Jahren offen an und bat es seitdem nicht mehr in Frage gestellt' energiscke Tckritte zur Verwirklichung derselben sind jedock erst nach Einführung der Generalsynode i187^) gethan worden.
Nachdem bereits die erste Generalsvnode von 1879 die Revision einmütig ge- fordert batte und die Gcneralsynoden von 1885 und 1891 diese Forderung wiederholt hatten, ist schließ- lick der Generalsynode von 1894 vom evang. Ober- kirckenrat der Entwurf einer neuen Agende vorgelegt und von ibr i!0. und 14. 'Nov.) angenommen wor- den. Die neue Agende (hg. vom evang.' Obertirckenrat, Berl. 1895) hat in geeigneter Weise alle bisber fühl- bar gewordenen Mängel beseitigt, sie bat besonders eine «freiere Bewegung der Vesonderbeiten des Be- kenntnisses» innerbalb der Einheit der Landeskirche ermöglickt und bietet ein Kirchenbuch so reick an For- mularen und Anleitungen für alle Arten gottes- vicnstlicker sveiern, wie es der großen evang. Lan- deotirche Altpreußens würdig ist.
Die Agende ist durch ein besonderes Kirchengesetz (vom eingefübrt worden, welches jedoch die einstweilige Beibebaltung älterer Gottesdienstorommgen unter ¶