Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/1369

Wie hängt der westliche Ernährungsstil mit der Aknebildung zusammen?
Bisher wurde die Akne überwiegend als Problem der Pubertät angesehen, allerdings sind auch immer mehr Erwachsene betroffen, die Tendenz ist steigend. Statistische Daten zeigen allerdings, dass nicht genetische Faktoren im Vordergrund stehen, sondern externe, umweltbedingte Einflüsse, von denen die westliche Ernährung als gewichtiger Faktor der Akneauslöser zunehmende Beachtung findet.
Die Ernährung entpuppte sich mit der Zeit als grosser Faktor für die Aknebildung. Es gibt Populationen, die sich sehr einfach ernähren, bei denen es Akne nicht gibt. Auch in Notzeiten in Europa waren nur wenige Menschen von Akne betroffen. Wir wollen uns nun mit unserer westlichen Ernährung beschäftigen. Es sollen die Chancen aufgezeigt werden, die in einer Umstellung der Ernährung liegen.
Bei Aknepatienten weist das Sebum (Hautfett) eine besondere Zusammensetzung auf, die das Wachstum von Aknebakterien (Propionikabetium acnes) begünstigt. Es enthält viele freie Fettsäuren, die entzündungsfördernd, hautschädigend und komedogen wirken. Zentrale Hormone der Pubertät wie das Wachstumshormon GH und der insulinartige Wachstumsfaktor-1 IGF-1, sowie Milch und hyperglykämische Kohlenhydrate haben einen negativen Einfluss auf das Sebum.
In einer Studie aus Südkorea mit 783 Patienten mit Akne und 502 Akne-freien Kontrollen kam man zum Ergebnis, dass eine hohe glykämische Last, der Konsum von Milchprodukten, hoher Fettkonsum und Jod die Entstehung und Verschlimmerung von Akne fördern. Eine zweite Forschungsgruppe wies zusätzlich einen signifikanten, negativen Effekt von hohem Konsum von Zucker, gesättigten Fetten und Transfettsäuren auf Akne auf.
Unser westlicher Ernährungsstil ist geprägt vom hohen Konsum hyperglykämischer Kohlenhydrate in fester Kombination mit Milch/Milchprodukten wie Schokolade, Eiscreme, Pizza mit Käse oder gezuckerte Cornflakes mit Milch. All diese Faktoren wirken zusammen auf eine Erhöhung der Bildung von Akne.
Was können Sie selbst tun, um sich mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Ausbruch von Akne zu bewahren? Bitte beachten Sie die in der untenstehenden Tabelle aufgeführten Ratschläge zu einer gesunden Ernährung. Sie leben damit gesund und vermeiden auch andere Erkrankungen wie Überwicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Diese sind schon lange als Zivilisationskrankheiten in unser aller Bewusstsein und nun wissen wir, dass Akne auch eine solche darstellt.
Andere Dinge wie Stress, berufliche Substanzen, Umwelttoxine und mechanische Faktoren lassen sich oft nicht so leicht beeinflussen. Umso wichtiger ist, dass Sie nicht rauchen, akneigene Medikamente und falsche Kosmetika meiden. Auch ein täglicher Lichtschutz in den sonnenreichen Monaten gehört unbedingt dazu. Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihre Haut richtig pflegen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden Aknebehandlung.