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Kirchgemeinde. Die Katholiken sind zur Pfarrei
St. Anton eingeteilt. Le Petit Saconnex ist
ein industriereiches Aussenquartier der Stadt
Genf. Die Gemeinde bildete einst den am rechten Ufer der
Rhone gelegenen Teil der «Franchises» der Stadt
Genf und wurde später dem Mandament
Peney angegliedert. Das Dorf 1590 durch
die Soldaten des Herzogs von Savoyen in Asche gelegt. Die 1621 erstellte erste Kirche wurde 1729 vollständig umgebaut und 1844 ausgebessert,
in welchem Jahr man ihr auch einen neuen Glockenturm beifügte. In dieser Kirche hielt 1794 der revolutionäre
Klub seine Sitzungen ab, der den Gottesdienst abschaffte und das Läuten der Glocken verbot.
Nach der Einnahme
Genfs durch die Franzosen 1798 mussten nach dem vom Sieger eingeführten Gesetz alle Kirchenglocken entfernt
werden, die nicht mit einem Uhrwerk in Verbindung standen. Um die Glocken seiner Kirche zu retten, liess
der Pfarrer von Le Petit Saconnex an jeden Schwengel einen
Strick befestigen und diesen in ein benachbartes
Haus hinüberleiten,
von welchem aus dann die Stunden geschlagen wurden. In der
Villa de Budé in Le Petit Saconnex wohnte 1829 die
Kaiserin Marie
Luise. Fund von Gräbern aus der Burgunderzeit. Altersasyl, das Schweizerbürger im
Alter von über 60 Jahren
aufnimmt.
Haus für Rekonvaleszenten, dem Staat Genf
von der Baronin Rothschild geschenkt. Asyl «Enfantine»
für rekonvaleszente Kinder. Zahlreiche
Villen und Landhäuser mit grossen Parkanlagen, reizenden Spazierwegen und prachtvoller
Aussicht. 1288: Sacunay.
Gabriel de
Saconnex, Stiftsdekan zu Genf
und heftiger Gegner der Reformation, liess die Streitschrift Heinrichs VIII. von England
gegen
Luther neu drucken und fügte ihr ein Vorwort bei, in dem er Calvin scharf angriff.
Dieser antwortete darauf mit der
Schrift Gratulatio ad dom.
Gabrielem de Saconay.
Das Dorf gehört zu dem durch den
Turiner Vertrag von 1816 zu
Genf
gekommenen Gebiet. Im 12. Jahrhundert: Sachonay ultra Alvam;
Von Girolamo Tirinanzi aus Cadogno
(einem kleinen Dorf über
Brissago) 1709 erbaut und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Antonio Francesco Branca
aus
Brissago, der sich in Nürnberg und St.
Petersburg als Kaufmann ein Vermögen erworben hatte, vergrössert und mit schönen
Fresken aus der Hand des
Malers Orelli aus
Locarno geschmückt.
Wallfahrtsort. Eine gegenüber der Kirche
entspringende starke Eisenquelle, die von
üppiger Vegetation und von alten
Kastanienbäumen umrahmt ist, zieht viele Fremde
an.