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Kalkfabrik Netstal AG
Seit der Eröffnung der Kalkbrennerei am Elggis im Jahre 1900 hat sich die Kalkfabrik Netstal AG zu einem grossen Unternehmen entwickelt. Der Kalkstein wird terrassenweise abgebaut. Den ausgesprengten Fels transportiert ein grosser Muldenkipper zur Brechanlage, wo der Kalkstein zerkleinert wird. Über Förderbänder und Siebe gelangen die Steine in die Steinbunker bei den Öfen. In diesen wird der Kalkstein auf 1200° erhitzt. Dabei wird Kohlensäure freigesetzt, zurück bleibt der gebrannte Kalk. Ein grosser Teil des gebrannten Kalkes verwendet man für die Stahlherstellung. Mehlfein gemahlen dient er zur Verfestigung von lehmigem Baugrund im Strassenbau.
Gebrannter Kalk kann auch “gelöscht“ werden. Unter starker Wärme und Dampf zerfällt er zu einem feinen Pulver, dem Kalkhydrat. Dieses kann vielseitig verwendet werden: für die Rauchgasreinigung, in Wasserauf-bereitungsanlagen, für Verputze, in der Papier- und der Kunststoffindustrie, als Rohstoff in der chemischen Industrie und als Bodenverbesserer für die Landwirtschaft.
Gestein, das sich für die Kalkbrennerei nicht eignet, wird als Sand, Kies oder Strassen- und Gleisschotter verwendet.
Heute ist die KFN die einzige Kalkfabrik in Schweiz. Rund 50 Personen bietet sie einen Arbeitsplatz.
Die Terrassen im Laufe der Zeit
Bilderbogen von Kurt Meyer
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