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Demnach werden nach Schätzung des UNO-Nothilfebüros (OCHA) im nächsten Jahr mehr als 135 Millionen Menschen humanitäre Hilfe brauchen. Das wäre ein Anstieg der Zahl der Bedürftigen um fünf Prozent im Vergleich zu 2017.
In Syrien sei die humanitäre Hilfe im nächsten Jahr besonders dringlich. Dort werde die Zahl der notleidenden Menschen jene aus dem Jemen und der Demokratischen Republik Kongo überschreiten. Für Hilfeleistungen sollen deshalb 7,7 Milliarden Dollar für das Land selber und weitere 4,1 Milliarden Dollar für Flüchtlinge in den umliegenden Staaten gezahlt werden.
Aber auch Bürger in Ländern wie Jemen und Südsudan seien weiterhin auf Lieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten, Zelten und anderen wichtigen Gütern zum Überleben angewiesen. Für Notleidende aus dem Jemen würden 2,5 Milliarden benötigt, für jene aus dem Südsudan 1,8 Milliarden Dollar. Weitere 1,5 Milliarden Dollar sollen für Flüchtlinge in den umliegenden Nachbarländern eingesetzt werden.
Am stärksten werde die Unterstützung für notleidende Menschen aus dem Kongo aufgestockt. In dieses Land fliessen im nächsten Jahr 125 Prozent mehr humanitäre Gelder als noch im 2017.
Für 2017 zog das UNO-Nothilfebüro eine zwiespältige Bilanz. Einerseits habe die internationale Gemeinschaft mit 13 Milliarden Dollar bis Ende November so viel gegeben wie nie zuvor. Andererseits werde die Kluft zwischen Unterstützung und Bedarf angesichts der hohen Zahl von Krisen jeglicher Art immer grösser.
So hatte das UNO-Nothilfebüro vor einem Jahr für 2017 bereits 22,2 Milliarden Dollar für weltweite Hilfen gefordert.
(SDA)