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Wie in den vergangenen Jahren fand in Basel auf der Pferderennbahn ein Swiss Cup Rennen mit der internationalen Kategorie HC statt. Dies bedeutet „Hors Categorie“ und liegt eine Klasse unter einem Weltcup-Rennen. Basel war auch das einzige HC Rennen in dieser Saison, welches in der Schweiz stattfand und wahrscheinlich auch das einzige Rennen der Saison, bei welchem fast mit einem 25km/h-Schnitt gefahren und so die Taktik sehr entscheidend wird.
Der wichtige Start mit der engen Ausfahrt aus der Pferderennbahn gelang mir sehr gut und schon nach der ersten Runde führte ich eine grosse Verfolgergruppe, mit wenigen Sekunden Abstand auf die sechzehnköpfige Spitzengruppe, an. Geschickt gelang es mir auf den flachen Passagen wenig Führungsarbeit zu übernehmen und mich so zu erholen, so dass ich an den entscheidenden Stellen wieder vorne mitfahren konnte.
Schon in der zweiten Runde wurde unsere grosse Verfolgergruppe auseinandergerissen und so entstanden mehrere kleinere Gruppen. Ich fühlte mich sehr gut und versuchte mich in der dritten Runde von meinen Mitstreitern zu lösen und so den Anschluss an eine vordere Gruppe zu schaffen. Dadurch musste ich einige Zeit alleine fahren und konnte von keinem Windschatten profitieren. Ich setzte aber meine Kraft gezielt ein und versuchte mich auf den flachen Passagen so aerodynamisch wie möglich zu machen.
Auf den drei letzten Runden konnte ich mit einem anderen Fahrer zusammenspannen und mit ihm um den sechzehnten Schlussrang in der Elite-Kategorie und den fünften Schlussrang in der U23-Kategorie kämpfen.
Als ich auf der letzten Runde merkte, dass sich uns eine sehr grosse Gruppe näherte, verlor ich etwas die Geduld und investierte auf der Fläche etwas zu viel Kraft und so konnte mich dieser direkte Konkurrent, am etwa zwei Minuten langen Anstieg, abhängen. Ich konnte einen guten siebzehnten Schlussrang ins Ziel fahren und mir zum ersten Mal in meiner Karriere UCI-Punkte bei einem HC-Rennen holen.
Das Rennen in Basel war für mich sehr speziell. Es hat sich zum ersten Mal in dieser Saison nach „Rennen fahren“ angefühlt, denn ich konnte wirklich kämpfen und an mein Limit gehen. Dementsprechend waren meine Energiereserven im Ziel auch komplett aufgebraucht und ich musste mich nach der Ziellinie einige Minuten im Schatten hinlegen.
Am kommenden Wochenende findet mein Heimrennen in Langendorf statt. Ich freue mich über alle Fans am Streckenrand.