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Der Bornhund, ein schwarzer Hund mit Halsband, heißt Bruno, er geht beim Wechsel der Witterung von den obern Felsen des Bornbergs herunter an die Aare. Man hört behaupten, er sei geflügelt und fliege vom Bornberge am linken Aarufer hinüber auf die beiden Wartburgen am rechten. Er gilt als Wetterpropheten und Todesbote. Ein Teil der Vorstadt Aarburg, am Fuße der Festung hin gelegen, wird nach einem dortigen Sägewerk die Sage genannt. Auch hier läuft Nachts ein schwarzer Pudel umher, der Sagehund. In der Neujahrsnacht aber dehnt er seine Wanderungen weiter aus und besucht mit einem Namensbüchlein (altes Abc-Büchlein) im Maul, alle Gegenden rings um's Städtchen. Es soll der Geist eines Mannes sein, der vor vielen Jahren als Aufseher dortiger Baumwollspinnereien im Rufe eines unredlichen Verwalters verstorben ist. Da er die Fabrikuhren zu richten hatte und die Maschinen, so sagt man, alle diese seien bei seinem Tode still gestanden, und der große Wendelbaum sei unter schrecklichem Krachen zersprungen.
(Arnold Niggli v. Aarburg.)
Band 3.1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Naturmythen, Neue Schweizer Sagen, Leipzig 1962
Abteilung Sturmtiere 21. Kapitel Sägehund und Bornhund bei Aarburg S. 90 - 90
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung www.maerchen.ch