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In etwa ja, denn Mallorca ist nicht so von unbeständigen Wetter geprägt wie wir es aus mitteleuropäischen Breiten kennen. Das mediterrane Klima sorgt für heiße Sommer und milde Winter. Trotzdem sorgt die Nähe zum westlichen Rand des Mittelmeers für unbeständigeres Wetter, als man es beispielsweise von Griechenland oder Süd Italien kennt. Das Klimageschehen wird vom Azorenhoch und von atlantischen Tiefausläufern mitbestimmt.
Auf Mallorca sind die geringsten Niederschläge in den Sommermonaten zwischen Mai und September zu verzeichnen. Vor allem von Oktober bis Januar ist auch auf Mallorca das Wetter eher unbeständig und vor allem im Norden von Mallorca eher nasskalt, während der Süden auch im Winter mildere Temperaturen bietet. Die stabile Wetterlage setzt erst ein wenn sich der Azorenkeil fest über dem westlichen Mittelmeer etabliert hat. Da Mallorca direkt an der Nahtstelle zwischen den Kontinenten Europa und Afrika liegt, sind auch im Winter saisonale Wetterschwankungen möglich. So können die Temperaturen sprunghaft ansteigen, wenn ein Warmlufteinfall aus der Sahara kommt.
Mallorca und die Balearen sind oftmals sehr starken Nordwinden ausgesetzt, die entstehen wenn ein Tief über den Inseln, einem Hoch über der Biskaya gegenübersteht. Die Winde werden durch die Gebirgsformationen in Nordspanien und Südfrankreich regelrecht beschleunig und treffen oft mit 100 km/h und mehr auf die Balearen. Der auch Tramuntana genannte Wind, von dem auch das Gebirgsmassiv in Mallorcas Nordosten seinen Namen hat, wird an eben dieser natürlichen Barriere, der Tramuntana abgefangen und erreicht so die landwirtschaftlich genutzten, südlichen Gebiete von Mallorca kaum.
Bedingt hierdurch kommt es aber im Nordosten der Insel zu den höchsten Niederschlägen, während der Südenwesten und Süden, die hinter der Gebirgskette der Tramuntana liegenden Bereich deutlich weniger Regen abbekommen.