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Wir Abstimmungsgegner sind gegen die Erstellung des Tramausbaus am Margarethenstich und nicht gegen das OZEANIUM. Wir suchen aber nach Lösungen, die den Bau des OZEANIUM und den Gleisersatz an der Heuwaage bei geringem Kostenaufwand ermöglichen. Dass der Tramausbau am Margarethenstich nicht sinvoll ist, sollten die Mitglieder des Grossen Rates zu Basel zur Kenntnis nehmen!
Wir würden es schade finden, wenn das OZEANIUM nicht gebaut würde, doch die Meinungen in der Bevölkerung sind geteilt.
Abhängigkeiten und Termine
gemäss Regierungsratsbeschluss vom 4. Juli 2017
Ratschlag „OZEANIUM“ an den grossen Rat
Zitat Ratschlag:
Der Bau des Ozeaniums bzw. der Anpassungen an der Allmend-Infrastruktur (neue Gleise) sind abhängig von der Inbetriebnahme des Margarethenstichs, da nur so die für die Betriebssicherheit notwendige Redundanz gewährleistet ist.
Ohne Margarethenstich wäre der Ersatz der Tramwendeschlaufe an der Heuwaage notwendig (zum Beispiel über dem unterirdischen Teil des Ozeaniums).
Die aktuellen
Basler Verkehrs-Verstrickungen (BVV):
zwischen dem Margarethenstich und …
- dem OZEANIUM an der Heuwaage
- den neuen Gleise auf der Heuwaage
- dem irgendwann einmal zu bauende Herzstück der Basler S-Bahn
- dem irgendwann einmal kommenden Marga-rethenpark auf einer neuen Margarethenbrücke
- der grössten Tram-Wende-Schlaufe der Welt
- und einem Verkehrskreisel auf der Heuwaage, den es nicht braucht. Siehe Rubrik: „Die richtige Lösung“
Die Lösung der 3 ersten Punkte wurde vom Regierungsrat in seinem Ratschlag schon in Erwägung gezogen, falls der Margarethenstich nicht erstellt wird. (siehe oben)
Wie das im Detail gemacht werden kann, wird in der Rubrik: „Die richtige Lösung“ aufgezeigt.
Die Lösung der beiden letzten Punkte erübrigt sich, weil sie gegenstandslos geworden sind.
Die Lösung „Herzstück“ und „Margarethenpark“ sind Zukunftsmusik.
Die amtsinternen Widersprüche hingegen kann man als sehr Amüsant bezeichnen, wenn man sie mit dem Ratschlag vergleicht:
Zitat von Herr Hofer, Baudep. Basel-Stadt
Nach Rücksprache mit dem zuständigen im Departement bitte ich Sie zu beachten, dass der Margarethenstich nicht gebaut wird, um das Ozeanium zu ermöglichen.
Es geht beim Projekt Margarethenstich darum, das Leimental künftig ( 5 Min.) schneller und direkter an den Bahnhof SBB anzubinden und eine umsteigfreie Verkehrsanbindung zur Messe,Roche und Bad. Bahnhof zu ermöglichen.
Der von Ihnen genannte Link zum Projekt Ozeanium war weder in der Grossrats-Debatte ein Thema, noch wird das Ozeanium im Bericht der UVEK BS zum Projekt Margarethenstich erwähnt. (Einzig im Ratschlag Kt. BS wird erwähnt, dass auf einen teuren Schienenersatzverkehr während der Bauphase des Ozeaniums bzw. der Umgestaltung der Binningerstrasse für das Leimental verzichtet werden könnte, falls vor dem Bau des Ozeaniums die Tramverbindung Margarethenstich bereits realisiert worden ist.
Weitere RRB-Absurdidäten im Ratschlag „OZEANIUM“ vom 4. Juli 17
Freistellen Baufeld Heuwaage: Durch die Verlegung der Gleise in die Strassenmitte und die Aufhebung der Tramwendeschlaufe wird das Baufeld Heuwaage bebaubar.
Mit dem Tram in der Strassenmitte, wird offenbar die Verkehrssicherheit gewaltig erhöht!
Ersatz Wendeschlaufe: Die Tramwendeschlaufe wird durch einen Rechtsabbieger in die Innere Margarethenstrasse ersetzt, der zusammen mit dem Margarethenstich als „grosse“ Schlaufe funktioniert. Vor dem Ozeanium wird eine Bedarfshaltestelle eingerichtet.
Man möchte eben mit der grössten Wendeschleife der Welt alle Rekorde brechen. Für 2’280 m dauert die Fahrt 10 Minuten!
Kreisel Heuwaage: Der Knoten Heuwaage wird zu einem Kreisel umgestaltet. Damit können Übersichtlichkeit und Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht werden – besonders für den Fuss- und Veloverkehr. Gleichzeitig entstehen mehr Fahrbeziehungen als heute. Zudem können Fahrbeziehungen ersetzt werden, die mit der Mittellage des Trams und der neuen Bedarfshaltestelle nicht mehr möglich sind (Ausfahrt von Munimattstrasse Richtung Stadt).
Der Bereich zwischen Steinenvorstadt und dem OZEANIUM wird wohl zur Fussgängerzone gehören, und warum in einer Autofreien Stadt noch Verkehrskreisel erforderlich sind, ist nicht nachvollziehbar. Momentan gibt es eine Munimattbrücke über den Birsig und die Strasse heisst gemäss Stadtplan noch immer Birsigstrasse!
Velo- und Fussverkehr Binningerstrasse: Dank der Tram-Mittellage sind beidseitig der Binningerstrasse Trottoirs und Velostreifen möglich. Der Komfort für den Fussverkehr steigt deutlich.
Je nach Lust und Laune variieren in Basel-Stadt die Breiten der Velostreifen von 1.2 Meter bis 1.6 Meter. Damit der Verkehrsraum der Binningerstrasse alle Angebote gemäss der Verkehrsplanung von Rapp aufnehemn kann, muss man wohl das OZEANIUM verschieben oder den Birsig einschmälern!
Umweltverträglichkeitsprüfung
Die Umweltverträglichkeitsprüfung behandelt die Auswirkungen eines Vorhabens in allen Umweltbereichen (Luft, Lärm, Flora und Fauna, Störfall, Wasser usw.). Die eidgenössische Verordnung über die Umwelt-verträglichkeitsprüfung (UVPV) vom 19. Oktober 1988 bezeichnet im Anhang die UVP-pflichtigen Anlagen sowie das jeweils massgebliche Verfahren. Gemäss Anhang 1, Ziffer Nr. 60.0, unterliegen Vergnügungsparks mit einer Fläche von mehr als 75‘000 m2 oder für eine Kapazität von mehr als 4‘000 Besuchern pro Tag der UVP-Pflicht.
Schade, dass im UVB der Verkehr statt gemessen nur berechnet wurde, sintemalen die Verkehrs-Simulationen der neuen Knoten auch nur auf berechneten Daten beruhen.
Klima
Globale Problemkreise wie Klimaerwärmung, Überfischung, Meeresverschmutzung, Übernutzung von Korallenriffen usw. werden im Ozeanium authentisch, emotional und wissenschaftlich korrekt vermittelt werden.
Der Regierungsrat zieht offenbar alle Register des Mainstreams, um auf etwas hinzuweisen, das wissenschaflich noch längst nicht geklärt ist!
Nachhaltigkeit / Energie
Die Energiefachstelle des Kantons wurde bereits bei der Ausschreibung des Wettbewerbs und bei der Vorprüfung der Wettbewerbsprojekte einbezogen. Der Energiebedarf ist also schon seit Beginn ein wichtiges Thema. Dabei ist es wichtig, eine gut gedämmte Gebäudehülle mit genügend Masse zu haben, damit das Gebäude träge auf die wechselnden internen Lasten durch die Besucher reagiert. Beides wird mit dem vorliegenden Entwurf erreicht.
Nachdem sich der Regierungsrat seit 40 Jahren nicht um die Energiefrage der Gebäude in Basel-Stadt interessiert hat, glaubt man, mit einer gut gedämmten Gebäudehülle inkl. Masse, den Energieverbrauch im Griff zu haben. Das alles selbstverständlich wieder nur berechnet auf dem Papier, denn vor Energiemessungen bei Gebäuden will m,an in Basel-Stadt nachweislich nichts wissen! Die Berechnungen basieren zudem auf falschen Energiegesetzen!
Tramverbindung Binningerstrasse / Innere Margarethenstrasse
Im Anzug Müller und Konsorten aus dem Jahr 2004 (Nr. 04.7816.01) wurde die Frage nach einer zweigleisigen Verbindung Innere Margarethenstrasse–Binningerstrasse gestellt und in einem anderen Kontext beurteilt.
Heute geht es um den Ersatz der Tramwendeschlaufe durch eine sogenannte „grosse Schlaufe“. Dazu ist aber nur eine eingleisige Verbindung (Rechtsabbieger) von der Binningerstrasse in die Innere Margarethenstrasse notwendig. Dabei handelt es sich um ein reines Dienstgleis (für Störfälle) mit engen Radien ist. Diese Verbindung ist aus heutiger Sicht machbar und auch mit den Anforderungen der übrigen Verkehrsarten (insbesondere MIV) verträglich.
Mit der vorgesehenen Anordnung der Strasse und Schiene in besagtem Bereich ist der Gleisrechtsabbieger aufgrund der engen Radien als Betriebsgleis für den Regelbetrieb nicht geeignet.
Eine Lachnummer entsteht erst dann, wenn man die Hintegründe kennt. Aus Spargründen kaufte man minderwertige Schienen aus Polen ein, die nur kurzfrisatig tauglich sind. Selbstverständlich kann man mit einem Radius von 16 Metern und guten Schienen einen Regelbetrieb von der Binningerstrasse in die Innere-Margarethenstrase – und umgekehrt – erstellen. Faule Ausreden sind deshalb die besten Lachnummern!