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|Geschichte|

Ausgrabungen am Schlossberg weisen hin, dass Rudolfingen bereits zur Bronzezeit besiedelt war. Nach dem Rückzug der Römer im Jahr 454 stiessen im Frühmittelalter die Alemannen ins Weinland vor. 858 übergab der alemannische Edelmann Wolvene den Grundbesitz in „Ruadolvinga“ ans Kloster Rheinau.
Später wurde das Dorf der Abtei Reichenau, dann dem Kloster St. Katharinental bei Diessenhofen verä, wobei bis 1798 eigene Gerichtsbarkeit . In die Zeit der Helvetik geht auch die Zivilgemeinde Rudolfingen (1803) zurück, welche aufgrund der neuen Zürcher Kantonsverfassung Ende 2007 aufgelöst wurde.
In Rudolfingen stammen einzelne Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die meisten Bauten jedoch aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Neuere Bauten gibt es relativ wenig, weil der Siedlungsdruck aus Winterthur und Schaffhausen die stadtnahen Dörfer erfasste. Der Zonenplan aus dem Jahr 1966 schuf Perspektiven in quantitativer Hinsicht; die neue Bauzone 1966 umschloss das Dorf vollständig.
Im Europäischen Jahr für Denkmalpflege (1975) wählte der Zürcher Regierungsrat „Rudolfingen als Musterbeispiel für ein voll belebtes Bauerndorf“ aus. Eine gemischte Arbeitsgruppe aus Behörden und Fachleuten erstellte eine umfassende , bewertete und schlug Massnahmen für eine Abkehr von einem rein quantitativen Wachstum vor. Die Resultate wurden mit der Bevö eingehend diskutiert. Ein besonders wirksames Mittel für die Ortsbildpflege war die unentgeltliche Bauberatung durch einen unabhängigen Architekten: 2/3 der Liegenschaftenbesitzer machten davon Gebrauch und lösten in der damaligen Rezessionszeit ein willkommenes Bauvolumen für die örtlichen Handwerker aus. Der revidierte Zonenplan 1977 – er sieht eine eng ums Dorf gezogene Dorfzone und ein kleines im Osten vor – wurde im Frühjahr 1976 an der Gemeindeversammlung in Trüllikon ohne Gegenstimme gutgeheissen. Das Dorf hat sich seither in qualitativer Hinsicht weiterentwickelt.