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Vorjahressieger Egan Bernal hat bei der 107. Tour de France das Handtuch geworfen. Vor dem Start zur Königsetappe in Grenoble teilte sein Team Ineos den Verzicht des 23-jährigen Kolumbianers mit.
«Egan ist ein echter Champion, der es liebt, Rennen zu fahren, aber er ist auch ein junger Fahrer, der noch viele Touren vor sich hat, und zu diesem Zeitpunkt halten wir es unterm Strich für klüger, mit dem Rennen aufzuhören», sagte Teamchef Dave Brailsford. Bernal werde sich nun erholen und sich neue Ziele für die Saison setzen.
Alle Chancen eingebüsst
Vor der 17. Etappe von Grenoble auf den Col de la Loze lag er in der Gesamtwertung als 16. knapp über 19 Minuten hinter dem Führenden Primoz Roglic aus Slowenien. Am Sonntag war er auf dem 15. Teilstück eingebrochen und hatte alle Chancen eingebüsst. Er hatte bereits das Vorbereitungsrennen Critérium du Dauphiné aufgeben müssen und war angeschlagen zur Tour gestartet.
«Natürlich wollte ich nicht, dass meine Tour de France so endet, aber ich stimme zu, dass es unter den gegebenen Umständen der richtige Entscheid für mich ist», wurde Bernal in der Team-Mitteilung zitiert. «Ich habe den grössten Respekt vor diesem Rennen und freue mich schon jetzt darauf, in den kommenden Jahren wiederzukommen.» Im vergangenen Jahr hatte er die Frankreich-Rundfahrt als jüngster Fahrer seit mehr als einem Jahrhundert gewonnen.
Auch Küng tritt nicht mehr an
Wie Vorjahressieger Egan Bernal trat auch Stefan Küng nicht zur 17. Etappe der Tour de France an. Der 26-jährige Thurgauer verschafft sich durch die Aufgabe fünf zusätzliche Tage Erholungszeit im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Imola.
In der Emilia Romagna bestreitet Küng, der bei seinen drei vorherigen Teilnahmen an der Frankreich-Rundfahrt jeweils bis Paris dabei blieb, am 25. September das Einzelzeitfahren. Als Europameister gehört der Fahrer des Teams Groupama-FDJ zum Favoritenkreis.
Küng lag nach der Tour-Bergetappe vom Dienstag, in welcher er fast mit den Anwärtern auf den Tour-Sieg ins Ziel kam, im Gesamtklassement mit einem Rückstand von rund zwei Stunden auf Platz 53. Nach der Aufgabe des Thurgauers verbleiben noch drei Schweizer im Tour-Fahrerfeld: Marc Hirschi, Sébastien Reichenbach und Michael Schär.