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Das Lausanne von 1900
Die Bessières-Brücke
Die Bessières-Brücke, die oberste der drei Brücken über das Vallée du Flon, wurde von 1908 bis 1910 erbaut. Sie verbindet den Altstadthügel, das kantonale Verwaltungszentrum, mit der Rue Caroline und den östlich gelegenen Quartieren der Stadt. Über die Errichtung einer Brücke in diesem Bereich der Stadt wurde damals bereits seit Jahrzehnten diskutiert. Im Jahr 1839 sah ein erstes Projekt eine Hängebrücke vor. Erst als der Bankier und Bijoutier Charles Bessières im Jahr 1901 500'000 Franken zur Verfügung stellte, die von seinem Bruder Victor um weitere 50'000 Franken erhöht wurden, konnten die Bauarbeiten im Jahr 1908 endlich beginnen.
Im Jahr 1899 wurde der Architekt Eugène Jost im Rahmen eines Architekturwettbewerbs mit dem Bau der Brücke betraut. Sein Projekt sah insbesondere Türmchen im neumittelalterlichen Stil vor, die der Kathedrale am Beginn der Brücke nachempfunden waren. Dieses Projekt wurde jedoch in der Folge als zu kostspielig beurteilt. Die Brücke wurde schliesslich mit elf Metern hohen Obelisken im Stil von Louis XVI. verziert. Dabei orientierte man sich am benachbarten ehemaligen Spitalgebäude, das im neoklassischen Stil errichtet worden war.
Die Brücke besteht aus einem Metallbogen mit einer Öffnung von 80 Metern und zwei Steinbögen. Die Gesamtlänge beträgt 120 Meter. Seit 2008 ist eine Haltestelle der Metro m2 in die Bessières-Brücke integriert.