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Der Bezirk Pfäffikon ist ein ländlich geprägter Bezirk im Kanton Zürich
Durch die erste Schwyzer Kantonsverfassung entstanden im Jahre 1803 die Bezirke Pfäffikon und Wollerau. Mit dem Ende der Verfassung sah das Alte Land Schwyz die Gelegenheit gekommen, die vor 1798 genossene Souveränität wieder zu erlangen. Im Januar 1814 beschloss der Kantonsrat die «Auflösung der Kantonalregierung». Dies liessen sich die Bezirke Pfäffikon, March, Einsiedeln und Küssnacht nicht gefallen und sprachen sich vom Alten Land los. Es kam 1830/31 zur Bildung des Kantons «Schwyz äusseres Land» durch die vier Bezirke. Die 1833 in Zürich abgehaltene Tagsatzung wollte die Spaltung des Kantons Schwyz nicht akzeptieren. Stattdessen liess man Schwyz militärisch besetzen und unter diesem Druck eine zeitgemässere Verfassung für den Kanton ausarbeiten. In der Folge wurden Inner- und Ausserschwyz wiedervereint.
Ab 1849
1848 wurde der Staat neu entworfen. Mit der neuen Schwyzer Kantonsverfassung wurden die Bezirke Pfäffikon und Wollerau in drei Gemeinden aufgeteilt: Freienbach, Feusisberg und Wollerau. Bis Ende 19. Jahrhundert waren aber einige Feusisberger und Wollerauer Politiker für eine Kreisgemeinde Pfäffikon. Der Vorschlag wurde aber im Kantonsrat nicht angenommen. Im Jahre 1898 wurde Pfäffikon infolge der neuen Kantonsverfassung nebst Wollerau wieder alle vier Jahre Bezirkshauptort der Höfe für zwei Jahre. Die Schlossmühle im Dorf wurde 1938 gekauft, um die Gemeindeverwaltung nach und nach zu erweitern. Das Gemeindehaus (Schlossmühle) wurde bis heute mehrfach renoviert. 1965 feierte man mit verschiedenen Veranstaltungen die Tausendjahrfeier Pfäffikon.
Industrialisierung
In der Geschichte von Pfäffikon sorgte lange Zeit das Kloster Einsiedeln für das Wohl von Pfäffikon. In der modernen Zeit änderte dies aber schnell. Mit dem Ausbau der Autobahn A3 im Jahre 1968 bis nach Pfäffikon stieg die Einwohnerzahl kontinuierlich nach oben. Zwei Jahre nach der Autobahneröffnung entschied sich der Kanton für eine Zweigstelle des kantonalen Verkehrsamts in Pfäffikon. 1974 entstanden auf Korporationsland nacheinander das Seedamm-Center, Alpamare und das Kulturzentrum. Einen weitsichtigen Schritt vollzog die Korporation Pfäffikon 1971, als sie dem Kanton 15’000 Quadratmeter Land für die im äusseren Kantonsteil geplante Kantonsschule schenkte. Diese wurde dann auch im Jahre 1975 eingeweiht. Wegen der immer tieferen Steuersätzen zogen nationale und internationale Firmen nach Pfäffikon. So wurde das Industrie- und Gewerbegebiet immer mehr ausgebaut.
Korporation Pfäffikon
Im 15. Jahrhundert beschlossen einige Bewohner von Pfäffikon, eine Genossenschaft zu gründen. Sie beschäftigte sich mit der Nutzung von Wald und Weiden. Aus dem Jahre 1593 stammen die ältesten bekannten Satzungen der Genossame Pfäffikon (Korporation Pfäffikon). Solange die Mehrheit der Bewohner dieser Region von der Landwirtschaft lebte, hatte eine solche Mitgliedschaft eine unmittelbare Auswirkung auf die Einkommenssituation. Schon immer ist die Korporation Pfäffikon die Gemeinschaft einiger Familien. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es noch elf Geschlechter, die dorfgenössig, also Mitglied der Korporation waren. Von diesen starben aber vier aus: Beul, Meyenberg, Kengelbacher und Wyder. Bis heute Mitglieder der Korporation Pfäffikon sind die Geschlechter Feusi, Gresch, Hiestand, Jäger, Steiner, Walder und Wild. Früher war es noch möglich, sich ins «Dorfrecht» einzukaufen. Dies ist aber heute nicht mehr der Fall.
Waldungen und offenes Land waren das Genossengut. Noch heute gehören die meisten Wälder am Etzel sowie die meisten Grundstücke der Korporation und nicht der Gemeinde.
Im Jahre 1895 begann die Korporation Quellen zu fassen und dem Dorf Pfäffikon als Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Heute versorgt das Wasserwerk der Korporation Pfäffikon die Dörfer Pfäffikon, Hurden und Freienbach.
Nach wie vor betreut die Korporation die drei Bereiche Land, Wald und Wasser in Pfäffikon. An der jährlichen Versammlung, am ersten Maisonntag, bestimmen die Korporationsbürger über die Geschäfte der Korporation. Die Korporation Pfäffikon ist sozusagen das Gegenstück zur Gemeinde Freienbach, da die Korporation sehr viele Aufgaben erledigt, die andernorts von der Gemeindeverwaltung ausgeführt werden.
wikipedia
und umfasst 10 politische Gemeinden :