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Frankreichs Luxusindustrie atmete nach der Wiederwahl von Präsident Emmanuel Macron am Sonntag erleichtert auf.
Macron hatte im Januar die Bedeutung der Modeindustrie als Frankreichs wichtigstem Exportsektor anerkannt. Bei der Einweihung eines von Chanel gesponserten Kunsthandwerker:innen-Workshops im Januar sagte er: „Wenn ich mir heute die Zahlen für 2021 anschaue, ist sie (die Mode) der führende Exportsektor unseres Landes.”
Macron ist erst der zweite Präsident, der in den letzten zwei Jahrzehnten zwei Amtszeiten absolvieren wird. Er erhielt 58,8 Prozent der Stimmen gegen die rechtskonservative Marine Le Pen. Mit Le Pen an der Spitze Frankreichs wäre die Beschäftigung vieler ausländischer Arbeitnehmer:innen gefährdet gewesen.
Zahlen der Federation de la Haute Couture et de la Mode (FHCM) zeigen, dass die Modebranche in Frankreich ein 150 Milliarden Euro schwerer Wirtschaftszweig ist, in dem über 1 Million Menschen beschäftigt sind und der 2,7 Prozent des BIP erwirtschaftet. Damit ist dieser Sektor für die französische Wirtschaft wichtiger als die Automobil- und Luftfahrtindustrie.
Französische Mode floriert unter Macrons Regierung
Unter Macron hat die Modeindustrie international einen Aufschwung erlebt. 50 der größten französischen Modeunternehmen haben eine Exportquote von durchschnittlich 80 Prozent.
Macron hat sich für das "Made in France"-Handwerk eingesetzt und für 2020 ein Gesetz zur Anwerbung und Ausbildung von Kunsthandwerker:innen eingeführt, um das Know-how in Frankreich zu halten. Französische Mode-Start-ups haben auch Zugang zu Finanzmitteln über die öffentliche Investitionsbank BPI, die das Wachstum französischer Unternehmen durch die Vergabe von Krediten, Bürgschaften und die Gewährung von Käufer- und Lieferantenkrediten zur Förderung von Geschäften im Ausland ankurbelt.
Während viele Wirtschaftsführer:innen ihre persönliche Meinung zur Wahl für sich behalten haben, hat LVMH-Chef Bernard Arnault Macron bereits öffentlich bekräftigt.
Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.