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Kanton Neuenburg Neuchâtel NE
Der Kanton Neuenburg ist ein Kanton in der Romandie, dem frankophonen Landesteil der Schweiz und zählt zur Grossregion Espace Mittelland und zur Hauptstadtregion Schweiz. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt Neuenburg (Neuchâtel). Mit dem Tod der kinderlosen Fürstin Marie de Nemours erlosch die über zwei Jahrhunderte währende Regentschaft des Hauses Orléans-Longueville über Neuenburg. Unter den 15 Bewerbern um die fürstliche Herrschaft in Neuenburg wurde der namentlich von Bern favorisierte preussische König Friedrich aus dem Hause Hohenzollern eingesetzt. Nach langen Verhandlungen erfolgte am 3. November 1707 die förmliche Anerkennung der Rechte Friedrichs und seiner Erben an Neuenburg, die fortan auch den Titel «souveräner Fürst von Oranien, Neuchâtel und Valangin» führten. Der König von Preussen gab dem Fürstentum -von London aus- am 18. Juni 1814 eine neue Verfassung (Charte constitutionelle) nach dem Vorbild der Verfassung von Genf und erneuerte die Rechte des Fürstentums als eines für sich bestehenden, von preussischen Staatsinteressen ganz getrennten Staates. In der Folge wurde das Fürstentum Neuenburg auf Basis des Bundesvertrages vom 9. September 1814, der am 7. August 1815 in Kraft getreten ist, als Kanton in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Vom Wiener Kongress (1815) wurde Neuenburg als «Schweizer Kanton und preussisches Fürstentum» anerkannt.