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Dr. Werner Oswald gründet 1936 die Holzverzuckerungs-AG (HOVAG) mit Sitz in Zürich. Diese stellt aus Holz Aethylalkohol her, der als Ersatz-Treibstoff dient.
1942 wird eine Produktionsstätte in Ems eröffnet. 1947 wird die Inventa AG als eigenes Forschungszentrum vorgestellt. 1949 gründet die HOVAG eine weitere Tochtergesellschaft, die FIBRON AG, welche Polyamid-Kunststoffe und Polyamid-Fasern herstellt. Auch werden Düngemittel ins Sortiment aufgenommen.
Weiters stellt die HOVAG auch Socken her. Die Socken aus Grilon®-Fasern werden zum Markenzeichen der HOVAG in der Schweiz.
Ab 1954 findet die Inventa AG Lizenzabnehmer in der ganzen Welt. Über 60 Produktionsstätten zur Caprolactam-Herstellung werden eröffnet. 1956 wird die Treibstoffersatz-Herstellung eingestellt.
1960 wird die HOVAG in EMSER WERKE AG umbenannt. 1962 geht die neu gegründete Chemie Holding Ems AG an die schweizer Börse. Es folgen stetig neue Verkaufsstellen- und Tochtergesellschaftsgründungen (die Niederlassung in Japan, Deutschland, Frankreich, Gründung der PATVAG AG) sowie Sortimentserweiterungen (bspw. Grilonit® Epoxydharze, Polyesterfasern Grilene®, Grilamid® Polyamid 12 und Grilon® Co-Polyamid).
1972 wird Dr. Christoph Blocher wird zum Direktionsvorsitzenden und Delegierten des Verwaltungsrates der EMSER WERKE AG gewählt. 1978 werden die verschiedenen Gesellschaften in der Chemie Ems Holding AG zusammengefasst. Ab 1980 wird die Herstellung der Textilfasern eingestellt und die Produktion auf technische Kunststoffe konzentriert.
1982 wird die Chemie Holding Ems AG in EMS-CHEMIE HOLDING AG umbenannt. Aus der EMSER WERKE AG in Domat/Ems wird die EMS-CHEMIE AG. Die Marke EMS ziert nun alle Geschäftsbereiche, das heutige Logo entsteht.
1983 übernimmt Christoph Blocher die Aktienmehrheit der EMS-CHEMIE Holding AG. Die EMS-Gruppe kauft weitere Gesellschaften (Togo-Gruppe, SSF DOTTIKON AG, Illing GmbH) und erweitert die Produktionsanlagen (bspw. in den USA, Taiwan und in Domat/Ems).
Der witterungsbeständige Pulverlack Primid® und der Metallersatz Grivory® GV wird eingeführt. 1993 feiert die EMS die 750ste Patentanmeldung. Die EMS-PATVAG bringt Anzündersysteme für Airbags auf den Markt. Die EMS lanciert mit dem transparenten Polyamid Grillamid® TR ein Material für Brillenfassungen und Sonnenbrillenlinsen. Die Präsenz der EMS-TOGO in Südostasien wird weiter ausgebaut.
1996 werden die Grilesta® Polyester-Harzen für Pulverlacke an die Firma UCB verkauft. Joint-Ventures in den USA werden eingegangen, die Beteiigung an der Karl Fischer Industrieanlagen GmbH wird ausgebaut und diese dann 1999 komplett übernommen und zusammen mit INVENTA zur INVENTA-FISCHER umbenannt. Die EMS verkauft 2002 ihre Kraftwerke.
2004 übernimmt Magdalena Martullo-Blocher, die Tochter Christoph Blochers, als Vizepräsidentin und Delegierte des Verwaltungsrates die Gruppenleitung. Die EMS-Gruppe verkauft den Unternehmensbereich INVENTA-FISCHER an Uhde. 2006 wird das Biomassekraftwerkes TEGRA in Domat/Ems in Betrieb genommen. Der CO2-Ausstoss kann so um 80% verringert werden. Neue Produkte werden vorgestellt, bspw. Grivory® HT3 und weitere Produktionsanlagen in China, Korea und den USA werden eröffnet. 2011 feiert die EMS ihr 75-Jahr Jubiläum.
2009 eröffnen einige neue Produktionsstätten, unter anderem in Indien, China und Nordamerika.
2011 erscheint die Firmenbiographie "Erfolg als Auftrag. EMS-CHEMIE: Die Geschichte eines unmöglichen Unternehmens" von Karl Lüönd.
2017 wird die EMS-CHEMIE zum 7. Mal in Folge von General Motors zum "Lieferant des Jahres" gewählt.
2020 konnte die EMS tortz Coronakrise ihre Produktion weiterführen.
Quelle: www.ems-group.com