Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/267301

<h2>SubmittedText<h2><p><span style="color:black;">Laut dem Pesticide Action Network Europe (PAN Europe) gehören bei den in der EU zugelassenen Wirkstoffen in synthetischen Pestiziden 37 von 306 Moleküle zur Familie der PFAS, wobei deren Einsatz insbesondere in Frankreich stark zugenommen habe. PFAS gelten als «ewige Chemikalien» weil die Schadstoffe äusserst lange in der Umwelt verbleiben und sich in lebenden Organismen anreichern. Ihre endokrinschädigende und krebserregende Wirkung ist mittlerweile anerkannt. Auch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) veröffentlichte 2023 einen Vorschlag zur Einschränkung der Verwendung.</span></p><p><span style="color:black;">In der Schweiz blenden die Behörden den Zusammenhang zwischen synthetischen Pestiziden und PFAS aus. Der Zwischenbericht über die Pilotphase der Schweizerischen Gesundheitsstudie erwähnt nicht, dass die Bevölkerung auch über das Ausbringen von Pestiziden gegenüber PFAS exponiert wird. Generell wird der Zusammenhang zwischen PFAS und ihrer Verwendung im Pflanzenschutz von der Verwaltung nicht dokumentiert.</span></p><p><span style="color:black;">&nbsp;</span></p><p><span style="color:black;">Ich bitte den Bundesrat daher, die folgenden Fragen zu beantworten:</span></p><ol><li><span style="color:black;">Welche Moleküle, die zur Gruppe der PFAS gehören, werden zur Verwendung im Pflanzenschutz in der Schweiz vermarktet?</span></li><li><span style="color:black;">Welche der 37 in der PAN Europe-Studie erwähnten PFAS-Moleküle sind in der Schweiz zugelassen?</span></li><li><span style="color:black;">In welchen in der Schweiz verkauften Produkten sind sie enthalten? In welchen Mengen wurden diese verkauft?</span></li><li><span style="color:black;">Sind diese Mengen auch in der Schweiz stark angestiegen?</span></li><li><span style="color:black;">Wenn ja, kann man davon ausgehen, dass dies eine Reaktion auf Resistenzen der Zielorganismen gegen andere Moleküle ist und/oder eine Reaktion auf die Auswirkungen der Klimaerhitzung auf die Kulturen? Kann der Bundesrat Alternativen zur Adaptation der Kulturen vorschlagen, welche weniger grosse oder keine Auswirkungen auf die Qualität des Wassers und der Nahrungsmittel sowie auf die Biodiversität haben?</span></li><li><span style="color:black;">Ist der Bundesrat bereit, angesichts der besonderen Toxizität und Stabilität der PFAS eine dringende gezielte Überprüfung anzuordnen? Wenn ja, ab wann? Wenn nein, warum nicht?</span></li></ol>