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Einleitung
am Rübenberge DE, 1894; Quelle: Neustadt am Rübenberge
Moose in der Ur- und Frühgeschichte
Die Beschäftigung mit Moosen ist bestimmt kein Phänomen der Neuzeit. Auch Menschen der Prähistorie waren sicher schon eine gewisse Anzahl Moose bekannt. Funde von Ausgrabungen (Dickson 1973), aber auch vergleichende Studien mit Kulturen von Naturvölkern legen nahe, dass Moose in der Vergangenheit und bis in die Jetztzeit eine grosse Bedeutung als Naturmaterialien besassen, zum Beispiel für Abdichtungs- oder Hygienezwecke. Vereinzelte Nennungen in alten Schriften zeigen, dass Moose schon seit langer Zeit auch als Medizinalpflanzen genutzt wurden. Unterschieden wurden dabei aber nur wenige Arten und Konfusionen mit ähnlichen Höheren Pflanzen und Flechten waren durchaus häufig.
Beginn der wissenschaftlichen Erforschung der Moose der Schweiz
Eine eigentliche wissenschaftliche Erforschung der Moosflora der Schweiz erfolgte erst mit der Entwicklung von leistungsfähigen Lupen und Mikroskopen zu Anfang des 18. Jahrhunderts. Diese stellten die Voraussetzung für exakte anatomische Studien und für ein tiefergehendes Verständnis dieser kleinen Organismen dar. Mit der Veröffentlichung von Hedwigs „Species muscorum“ (1801), die auf der von Carl von Linnée begründeten zweigeteilten Namensgebung beruht, war der Grundstein gelegt für die Erforschung der Moose durch Amateure und Botaniker. Sie sammelten Moose, bestimmten und archivierten diese in Herbarien. Neue Arten wurden wissenschaftlich beschrieben. Oft arbeiteten sie auch zusammen und halfen sich gegenseitig bei der Bestimmung von schwierigen Proben. Erste Artenlisten wurden publiziert, wie z.B. der „Catalogue des Mousses de la Suisse“ von Lesquereux (1845).
Literatur
Autor: N. Müller 5.2014