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Drahterodieren
Das Drahterodieren wird auch als Drahtschneiden bezeichnet und ist eine funkenerosive Bearbeitung. Es handelt sich um ein formgebendes Fertigungsverfahren, das nach dem Prinzip des Funkenerodierens arbeitet. Als Bearbeitungselektrode dient ein dünner Draht, meistens aus Messing, der ununterbrochen am Werkstück vorbei gezogen wird. Der 0,02 bis 0,3 mm dicke Draht ist im oberen Teil der Drahterodiermaschine auf einer Spule aufgewickelt und wird von dort mittels Umlenkrollen zur oberen Drahtführung geführt.
Durch zwei gegenüberliegende Antriebsrollen, die sich im unteren Teil der Maschine befinden, wird der Draht dem Werkstück entlang durch die untere Drahtführung gezogen und danach entsorgt. Die Drahtführungen ober- und unterhalb des Werkstücks führen und stützen den Draht, unterdrücken Schwingungen und garantieren einen geraden Schnitt. Geschnitten wird ein Werkstück in einem flüssigen Dielektrikum, meist deionisiertem Wasser. Durch permanente Spülung transportiert das Dielektrikum den anfallenden Abfall aus dem Schnittspalt. Der Draht ist positiv, das Werkstück negativ gepolt. Nähert sich der Erodierdraht dem Werkstück, entsteht zwischen den beiden bei sehr kleinem Abstand ein Lichtbogen. Normalerweise würde der dünne Draht nun durch einen Kurzschluss zerstört. Da der Draht sich in einer Flüssigkeit befindet und ständig durchläuft, verbrennt er jedoch nicht, statt dessen lässt die Hitze des Funkens einen kleinen Teil des Werkstückes schmelzen und verdampfen – und weil pro Sekunde mehrere zehntausend Funken vom Draht auf das Werkstück springen, entsteht ein Schnittspalt.
Die obere und untere Drahtführung können separat gesteuert werden, was es ermöglicht, konische Konturen oder zum Beispiel auf der Oberseite ein Dreieck und auf der Unterseite ein Quadrat zu schneiden.
Samuel Werder AG bietet Drahterodieren an. Weiteres erfahren Sie unter Produktion.Hier gehts zum Angebot Drahterodieren