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| Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)

Fünftes Buch
11. Kapitel: Die Werke des Fleisches und die des Geistes
2.
Da er also dort die Werke des Fleisches, die ohne den Geist sind und den Tod einbringen, aufgezählt hat, so sagt er, dem Vorausgegangenen entsprechend, am Schlüsse des Briefes zusammenfassend: „Wie wir das Bild dessen, der von der Erde ist, getragen haben, so lasset uns das Bild dessen tragen, der vom Himmel ist. Denn das sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht besitzen können“1 . Das Wort „Wie wir getragen haben das Bild dessen, der von der Erde ist“, gleicht dem andern: „Und dies seid ihr gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt im Namen unseres Herrn Jesu Christi und im Geiste unseres Volkes.“ Wann haben wir also das Bild dessen getragen, der von der Erde ist? Doch dann, als die genannten Werke des Fleisches in uns vollbracht wurden. Wann aber das Bild des himmlischen Menschen? Doch damals, als es von uns hieß: Ihr seid abgewaschen, indem ihr glaubtet an den Namen des Herrn und seinen Geist empfinget. Abgewaschen aber ist uns nicht die Substanz des Leibes, noch das sichtbare Gebilde, sondern unser früherer Wandel der Eitelkeit. In den Gliedern also, in denen wir zugrunde gingen, weil wir Verderbliches taten, in ebendenselben werden wir auch lebendig gemacht, wenn wir die Werke des Geistes wirken.
1: 1 Kor. 15,49 f.