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NIKI DE SAINT PHALLE
Niki de Saint Phalle wird 1930 in Neuilly-sur-Seine geboren. 1936 bis 1945 besucht sie in New York die Klosterschule Sacré-Coeur.
Ab 1951 lebt Niki de Saint Phalle in Paris, um 1955 lernt sie hier den Künstler Jean Tinguely kennen und geht mit ihm eine langjährige Beziehung ein. 1971 heiraten Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. Er hilft ihr und inspiriert sie, es entstehen gemeinsame Projekte und durch ihn kommt sie auch in Kontakt zu der Künstlergruppierung der «Nouveau Réalistes», die sich im Oktober 1960 zusammenschliesst und der sie ab 1961 angehört.
Erstes Aufsehen erregt Niki de Saint Phalle mit den «Schiessbildern», die um 1955 entstehen. Mit einem Gewehr schiesst sie auf eine reliefartig strukturierte, aber farblose Leinwand, die mit Farbbeuteln präpariert ist: diese zerplatzen und die Farbe ergiesst sich über die Leinwand. Ab 1964 formt Niki de Saint Phalle die drallen und bunten «Nana»-Figuren, die sehr populär werden und die Künstlerin international bekannt machen. Mit diesen abstrahierten, verspielten, fröhlich bunt bemalten Figuren mit sehr weiblichen Formen setzt sich Niki de Saint Phalle auf ihre Weise mit der Rolle der Frau auseinander. Mit Jean Tinguely arbeitet sie 1982 gemeinsam am "Strawinski-Brunnen» für den Platz vor dem Centre Pompidou in Paris.
Die Künstlerin erleidet schliesslich schwere Atemwegserkrankungen durch die jahrzehntelange Arbeit mit Staub und giftigen Dämpfen von Polyester und Kunstharz. Auf ärztlichen Rat zieht sie sich 1994 in das milde Klima von San Diego, Kalifornien, zurück. Hier sie an einer letzten großen Werkserie, die zugleich spielerische Hommage an Jean Tinguely ist, der 1991 verstirbt: es entstehen die beweglichen Skulpturen der «Explodierenden Bildern».
Niki de Saint Phalle stirbt 2002 in San Diego.
NIKI DE SAINT PHALLE