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Angaben zur Person
Name: Didier Défago
Beruf: Course Designer
Tätig auf diesem Beruf seit: 2015
Aktueller Betrieb: D&D Alpin Sàrl & Matterhorn Cervino Speed Opening
7 Fragen an Didier
Was machst du beruflich?
Ich bin CEO von D&D Alpin Sàrl und erledige diverse Arbeiten auf Mandatsbasis. Darunter sind beispielsweise: FIS Course Designer, Consulting für Rossignol, Botschafter für Ochsner Sport, Autocorner und OMEGA und Präsident des Verbandes Walliser Bergbahnen.
Erzählst du uns auch noch etwas von deiner früheren Skifahrerkarriere?
Ich hatte das Glück, mich stufenweise bis an die Spitze des Skirennsports hochzuarbeiten (bis in den Weltcup). Ich wurde Junioren-Weltmeister im Super-G, danach durfte ich im Weltcup 16 Podestplätze und 5 Siege einfahren.
Als Krönung wurde ich Olympia-Sieger in der Abfahrt in Vancouver 2010. Meine Karriere als Spitzensportler dauerte ganze 17 Jahre: 402 Starts an Weltcuprennen, Teilnahmen an Weltmeisterschaften und vier Teilnahmen an olympischen Spielen. Die Saison 2010-11 musste ich wegen Knieproblemen aussetzen.
“Ich war bereits mit zwei Jahren auf den Ski unterwegs.”
Wie muss man sich die Arbeit als Pistenbauer der Weltcup-Piste “Gran Becca” in Zermatt/Cervinia vorstellen?
Es ist wichtig, dass man Strecken baut, die für die Fahrerinnen und Fahrer sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer gleichermassen attraktiv sind. Die speziellen Gegebenheiten jedes Standorts müssen dabei berücksichtigt werden und die Charakteristik muss spürbar sein, wie zum Beispiel die Streckenführung über den Gletscher in Zermatt und Cervinia. Hier ist vor allem auch eine gute Koordination aller Beteiligten aus beiden Ländern (Schweiz und Italien) wichtig.
Was sind die Herausforderungen?
Die Abfahrt ist auf zwei verschiedenen Untergrund-Arten geplant: Zwei Drittel befinden sich auf dem Gletscher, das letzte Drittel auf steinigem Untergrund. Für die Partie auf dem Gletscher ist es wichtig, auf die Erfahrung der Zermatt Bergbahnen AG zurückzugreifen, um die Arbeiten auch effizient durchführen zu können. Es darf nicht unterschätzt werden, dass wir diese neue Weltcup-Piste in sehr kurzer Zeit konzipieren und bauen müssen. Es ist eine grosse Herausforderung, denn es bleibt auch keine Zeit, Erfahrungen vor Ort zu sammeln. Die Piste muss aus dem Stand heraus zu 100 Prozent funktionieren.
Warum genau Zermatt?
Weil ich vom lokalen OK angefragt wurde 😉
Was sollten alle, die Zermatt besuchen, gesehen oder erlebt haben?
Sicher das einmalige Skigebiet, dass sich in extrem grosser Höhe über zwei Länder und auch zwei Kulturen erstreckt
Zermatt ist für mich..
… jedes Mal wieder etwas Besonderes und bei jedem Besuch hat man neue, einmalige Erlebnisse.