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Die Schweizer Fliessgewässer sind stark verbaut und in ihren natürlichen Funktionen eingeschränkt. Rund ein Viertel aller Gewässer befindet sich in einem schlechten morphologischen Zustand. Zusätzlich beeinträchtigen zahlreiche Durchgangshindernisse den Lebensraum.
Die Fliessgewässer der Schweiz wurden seit dem 19. Jahrhundert massiv durch menschliche Eingriffe verändert. Sie wurden verbaut und in der Landschaft kanalisiert und eingeengt. Gründe dafür waren der Hochwasserschutz und die Energieproduktion, aber auch die Landgewinnung für Landwirtschaft und Siedlungsraum. Dadurch können die Gewässer viele ihrer natürlichen Funktionen nicht mehr erfüllen.
Lebensräume im und ums Gewässer verarmten, und das Landschaftsbild wurde monotoner.
Ungenügende Strukturvielfalt
Rund ein Viertel aller Gewässerstrecken sind künstlich, stark beeinträchtigt oder überdeckt (eingedolt). Mehr als 100'000, über 50cm hohe Durchgangshindernisse beeinträchtigen den Lebensraum von Pflanzen und Tieren auf vielen weiteren Gewässerabschnitten (Juli 2005). Stark beeinträchtigt sind vor allem Gewässer in tieferen Lagen. Im intensiv genutzten Mittelland haben fast die Hälfte der Fliessgewässer kaum mehr etwas mit ihrem ursprünglichen Zustand zu tun.
Beurteilungsmethoden
Der ökomorphologische Zustand der Fliessgewässer ist von den Kantonen mit finanzieller Unterstützung des BAFU erfasst worden. Sie haben die Strukturen der Fliessgewässer mit einem Modul, des Modul-Stufen-Konzept, erhoben und kartiert.
Das BAFU stellt die Ergebnisse dieser breitangelegten Zustandsanalyse in einem Bericht, sowie in Übersichtskarten und regionalen Auswertungen zur Verfügung (siehe Bericht unter Dokumente).
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 18.11.2019