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Eine neue Studie simulierte den italienischen Fall und unterstreicht die grosse Bedeutung der Belüftung in Mikroumgebungen in Innenräumen, um die Ausbreitung der Infektion einzudämmen.
Je besser der Luftaustausch, desto rascher sinkt das Infektionsrisiko.
Abb. 2. Einzelheiten der Anwendung des vorgeschlagenen Ansatzes bei der Berechnung von Quantenkonzentrationen, n(t), und Infektionsrisiken, R, in der Apothekenumgebung für die Expositionsszenarien vor der Abschaltung (B) unter natürlichen (NV) und mechanischen Belüftungsbedingungen (MV). Die Grafik zeigt den Eintritt des infizierten Individuums (erste 10 Minuten) und das Risiko für einen Kunden, der bei mindestens 26 Minuten in die Mikroumgebung eintritt und 10 Minuten lang darin bleibt. Die Trends werden für bis zu 100 min dargestellt, um die Spitzen der n(t)- und R-Werte hervorzuheben.
Die Übertragung über die Luft ist ein Ansteckungsweg, der trotz des Nachweises in der wissenschaftlichen Literatur über die Rolle, die er im Zusammenhang mit einer Epidemie spielen kann, immer noch nicht ausreichend untersucht ist. Während sich der medizinische Forschungsbereich der Suche nach Heil- und Heilmitteln widmet, um den Auswirkungen eines Virus entgegenzuwirken, befasst sich der technische Bereich mit der Risikobewertung in Innenräumen, indem er die luftübertragene Übertragung des Virus während einer Epidemie simuliert. Zu diesem Zweck werden Daten zur Luftemission des Virus benötigt. Leider sind diese Informationen in der Regel erst nach dem Ausbruch auf der Grundlage spezifischer Reverse-Engineering-Fälle verfügbar. In dieser Arbeit wird ein neuartiger Ansatz zur Abschätzung der von einem ansteckenden Subjekt emittierten Viruslast auf der Grundlage der Viruslast im Mund, der Art der Atemtätigkeit (z.B. Atmen, Sprechen, Flüstern), der atemphysiologischen Parameter (z.B. Inhalationsrate) und Das Aktivitätsniveau (z.B. Ruhen, Stehen, leichte Übungen) wird vorgeschlagen.
Die Ergebnisse zeigten, dass hohe Quantenemissionsraten (> 100 Quanten h-1) durch eine asymptomatische infektiöse SARS-CoV-2-Person, die bei leichten Aktivitäten (d.h. langsames Gehen) vokalisiert, während ein symptomatische SARS-CoV-2-Person hat im Ruhezustand meist eine niedrige Quanten-Emissionsrate (< 1 Quantum h-1).
Die Ergebnisse in Form von Quantenemissionsraten wurden dann in Infektionsrisikomodelle übernommen, um ihre Anwendung durch Auswertung der Anzahl von Personen, die mit einem asymptomatischen SARS-CoV-2-Patienten infiziert sind, auf Italienisch Mikroumgebungen in Innenräumen vor und nach der Einführung von Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Die erzielten Ergebnisse aus den Simulationen deutlich hervorheben, dass die richtige Belüftung eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Virus spielt in Innenräumen.
Beispielsweise wurden für das Szenario der natürlichen Belüftung keine kritischen Mikroumgebungen festgestellt, da die R0-Werte < 1 ergaben (0,49, 0,17, 0,41 und 0,81 für Apotheke, Supermarkt, Post und Bank). Die Expositionsszenarien nach der Abschaltung wurden für Innenräume, die mit mechanischen Belüftungssystemen ausgestattet waren, weiter verbessert, da die R0-Werte viel niedriger als 1 waren (0,22, 0,12, 0,17 und 0,34 für Apotheke, Supermarkt, Postamt bzw. Bank).
Wenn also die infizierte Person an einem einzigen Tag verschiedene Umgebungen besuchte, wäre der resultierende R0-Wert nur dann niedriger als 1, wenn alle Mikroumgebungen mit mechanischen Belüftungssystemen ausgestattet wären. Diese Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die Bedeutung einer ordnungsgemäßen Belüftung von Innenräumen und stehen im Einklang mit der wissenschaftlichen Literatur, die die Bedeutung von Beatmungsstrategien bei Verringerung der durch Innenräume verursachten Verschmutzung (Stabile et al., 2017; Stabile et al, 2019).
Abb. 3. R0 berechnet für alle untersuchten Expositionsszenarien (natürliche Belüftung, mechanische Belüftung; vor der Abschaltung, nach der Abschaltung) und Mikroumgebungen (Apotheke, Supermarkt, Restaurant, Postamt, Bank) unter Berücksichtigung eines asymptomatischen SARS-CoV-2-Infizierten (cv = 1 × 109 Kopien mL-1) bei Ausübung leichter körperlicher Betätigung (ERq = 142 Quanten h-1) und der exponierten Bevölkerung im Stehen und/oder bei Ausübung leichter körperlicher Betätigung (IR = 0,96 m3 h-1).
Obige Auszüge aus Quelle:
Estimation of airborne viral emission: Quanta emission rate of SARS-CoV-2 for infection risk assessment
G. Buonannoa,b,⁎ , L. Stabilea , L. Morawskab