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Gottfried Benn
Geboren am 2.5.1886 in Mansfeld (Brandenburg), gestorben am 7.7.1956 in Berlin. Als Arzt und Sanitätsoffizier in beiden Weltkriegen sah er täglich Elend und Verfall des menschlichen Körpers. Als Dichter beschrieb er es in harten, ekelerregenden Worten. Damit mußte er anecken: Seine Gedichte galten als geschmacklos, er selbst als Zyniker und Amoralist. 1933 trat er öffentlich für die Nationalsozialisten ein: ein »gründlicher, aber nur kurz dauernder« Fehler. Später verhängte das Nazi-Regime ein Schreibverbot über ihn. Nach dem Krieg kommen für Benn Ruhm und Ehrungen. Es wird klar, »daß es für unsere Generation ohne Benn keine Kunst wird geben können« (Rudolf Lind).