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Am Dienstag hatten die Ölpreise zunächst zugelegt und waren kurzzeitig wieder über 50 Dollar gestiegen. Am Abend gerieten die Preise aber stark unter Druck. Händler nannten Äusserungen des Ölministers der Vereinigten Arabischen Emirate als Grund. Die Preise hätten sich seit dem Jahresbeginn erholt, sagte Suhail Al Mazrouei in Wien. "Der Markt wird sich von selbst auf einen Preis zu bewegen, der sowohl für die Verbraucher als auch für die Produzenten fair ist."
Die Worte des Ministers dämpften am Ölmarkt die ohnehin schwachen Erwartungen, die Opec-Staaten könnten sich beim Treffen an diesem Donnerstag auf Förderbeschränkungen verständigen. "Damit dürfte klar sein, dass von der OPEC-Sitzung keinerlei angebotsbeschränkende Massnahmen zu erwarten sind", kommentierte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte von der Commerzbank.
Dem Ölmarkt drohe ein anhaltendes Überangebot, das derzeit lediglich durch hohe ausserplanmässige Produktionsausfälle verhindert werde, schreibt Weinberg. Vor allem in Nigeria ist die Produktion zuletzt wegen Terroranschlägen auf Pipelines und Drohungen gegen Ölkonzerne zurückgegangen. Auch in Kanada hatte es wegen verheerender Waldbrände und in Libyen wegen bewaffneter Kämpfe zuletzt Rückgänge bei der Produktion gegeben.
Der Preis für Opec-Rohöl ist unterdessen gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 45,15 Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 35 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/bgf/jha/
(AWP)