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Fr, 8. Januar 2021, Ralf Hersel
Jeder Teil der GNOME-Shell 40, vom Starten von Anwendungen bis hin zum Wechseln des Arbeitsbereichs, wird neu gestaltet, überarbeitet oder umgewidmet, um besser zu funktionieren - zumindest besser für einige. Nicht alle Rückmeldungen zu GNOMEs kühnen Plänen sind enthusiastisch. Einige Benutzer sind besorgt, dass die vorgeschlagenen "neuen" Arbeitsabläufe den gewohnten zuwiderlaufen, oder dass Eckfälle (wie vertikale Monitore) nicht berücksichtigt werden.
Allan Day, der Leiter des GNOME-Designs-Teams, versucht, diese Befürchtungen zu zerstreuen. In einem neuen Blog-Eintrag schreibt er, dass das GNOME-Team "...diese Bedenken versteht und man sich bemüht hat, das Ausmass und die Störung des aktualisierten Designs zu begrenzen". Das Ziehen und Ablegen von Fenstern zwischen Arbeitsbereichen wird wie bisher funktionieren und jeder, der einen vertikalen Monitor verwendet, kann sicher sein, dass das neue Design auch für ihn funktioniert.
Ausserdem bleibt die "hot Corner" erhalten, was bedeutet, dass die Übersicht der Aktivitäten immer nur einen Handgriff entfernt ist; auch die Suche wird hier wie bisher funktionieren (d.h. man kann die Super-Taste drücken und mit dem Tippen beginnen, um sofort zu suchen). Allan empfiehlt ausserdem, dass diejenigen, die von den Vorschlägen beunruhigt sind, "...warten sollten, um das Design auszuprobieren und zu sehen, wie es sich in der Praxis verhält", bevor sie sich entscheiden, dass sie es nicht mögen.
Da die GNOME-Shell-Entwicklungszweige zurzeit sehr aktiv sind, kann jeder mit etwas technischem Know-How schon vor dem Frühjahr erste Erfahrungen mit der neuen Benutzeroberfläche sammeln. Die Entwickler werden von nun an bis zum UI-Freeze, der laut Day "in etwa einem Monat" stattfinden wird, weiter am neuen Design feilen und es optimieren. Nach diesem Datum werden keine grösseren Designänderungen mehr vor der Veröffentlichung von GNOME 40 im März eingeführt werden. Schliesslich sagt GNOME, dass es geplant ist, es Anwendern 'einfacher' zu machen, die Entwicklungsversion vor der endgültigen Veröffentlichung zu testen. Details zum Vorgehen werden bald bekannt gegeben.