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Sie machen ihre Herrchen und Frauchen auf Hindernisse aufmerksam, führen sie sicher über die Strasse und reagieren auf 30 bis 40 Kommandos – Blindenführhunde sind für sehbehinderte Personen eine wichtige Unterstützung im Alltag.
Offizielle Zahlen dazu, wie viele Blindenführhunde in der Schweiz im Einsatz sind, gibt es nicht. Eine auffindbare Schätzung stammt von 2012: etwa 370 solche Vierbeiner sollen es damals gewesen sein. Knapp eine Handvoll offiziell anerkannter Schulen bilden in der Schweiz solche Vierbeiner aus.
Diese Schulen haben einen Tarifvertrag mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, zu dem auch die Invalidenversicherung IV gehört. Dieser regelt die Leistungen und Kosten für die «Abgabe von Blindenführhunden an IV-Versicherte».
Für die Einführungskosten bezahlt die IV an die Ausbildungsschule einmalig 10’000 Franken. Die Zahlung wird ausgelöst, wenn das sogenannte Gespann – also der Hund und die stark sehbehinderte oder blinde Person – den Schlusstest erfolgreich gemeistert hat.
Im Anschluss zahlt die IV der Hundeschule monatlich 350 Franken «Miete» für die Abgabe an die versicherte Person. Die Halter*in wiederum erhält von der IV monatlich eine Pauschale von 110 Franken für Tierarzt- und Futterkosten. Übersteigen die jährlichen Tierarztkosten 360 Franken, darf dieses Geld bei der IV beantragt werden.
Ein Hund ist etwa während acht bis zehn Jahren als Blindenführhund einsatzfähig. Rund 70’000 Franken kostet die Ausbildung der Tiere. Laut der Stiftung Ostschweizerische Blindenführhundeschule decken die IV-Kosten nur einen Teil der entstehenden Kosten, der Rest werde über Spendengelder generiert.