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Flagge der Schweiz und der Europäischen Union (EU)
EWR/EU-Beitrittsdiskussion 1992 wurde in der Schweiz über den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) abstimmen. Diese Debatte berührte das Selbstverständnis der Schweiz zutiefst, denn die Schweiz verstand sich seit 1291 als einen "Spezialfall" in der europäischen Landschaft. Die Westschweiz hatte allerdings einen sachlicheren Zugang zur EWR-Frage. Die Befürworter aus diesem Landesteil und aus den Parteien FDP und SP appellierten an die Weltoffenheit der Schweiz und stellten die wirtschaftlichen Vorteile des EWR in den Vordergrund. Die EWR-Gegner stellten die bisherigen Erfolge der schweizerischen Alleingänge ins Rampenlicht. Viele Christen sind einem Vereinten Europa gegenüber skeptisch eingestellt. Die wirtschaftliche, politische und teilweise auch religiöse Vereinheitlichung Europas ist vielen suspekt und weckt Assoziationen mit den in der Offenbarung der Bibel beschriebenen Endzeit-Szenarien. Der Beitritt zum EWR wurde abgelehnt, und die Schweiz hat seither mehrere bilaterale Abkommen mit der EU abgeschlossen. Das Nein von Frankreich und Holland zur geplanten EU-Verfassung im Jahr 2005 stürzte die EU in eine tiefe Krise. Es wurde offenkundig, dass die Europäische Vereinigung für viele betroffene Bürger eine ziemlich fremde und schwer fassbare Idee darstellt.