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Der Bund modelliert die Lärmbelastung alle fünf Jahre. Die jüngste Analyse basiert auf Daten von 2015. Sie zeigt laut dem BAFU, dass «trotz Anstrengungen von Bund und Kantonen» noch immer viele Menschen Lärm ausgesetzt sind. Von den 8,3 Millionen Schweizerinnen und Schweizern sind (Stand 2015) tagsüber 1,1 Millionen von übermässigem Strassenlärm betroffen (nachts ca. 1,0 Million). Der Eisenbahnlärm beeinträchtigt tagsüber 16'000 und nachts 87'000 Personen. Fluglärm belastet 24'000 Personen tagsüber und 75'000 Personen nachts.
Der Bundesrat hat Mitte 2017 einen nationalen Massnahmenplan zur Verringerung der Lärmbelastung verabschiedet (vgl. unsere News 2017). Am effizientesten ist demnach die Bekämpfung von Lärm an der Quelle, d.h. bevor er entsteht. Ein zweiter Schwerpunkt des Plans gilt der Förderung von Ruhe- und Erholungsräumen in der Siedlungsentwicklung. Der Bundesrat schlägt raumplanerische Instrumente und Rahmenbedingungen vor, um bei der Gestaltung von urbanen Lebensräumen künftig auch akustische Kriterien miteinzubeziehen.