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Im Jahr 1906 erwarb Giovanni Battista Recchia ein kleines Gut in Jago, in den Hügeln über Negrar. Er baute dort sein Haus und widmete sich der Landwirtschaft und den Weinbergen. Sein Sohn Enrico setzte alles auf den Weinanbau und gab diese Leidenschaft an seine Nachkommen weiter. In den 70er Jahren übernahm Riccardo Recchia die Leitung des Betriebes. Die Ausdehnung der Weinberge war noch sehr begrenzt (ca. 5-6 ha). Eine Reihe von Investitionen ermöglichte aber bereits die Produktion von Qualitätsweinen. Die Weinberge im Valpolicella Classico liegen auf einer Höhe von 100 - 400 m. ü. M.. Hier baut die Familie Recchia die klassischen Amarone-Sorten: Corvina, Rondinella und Molinara an. Aus diesem Traubengut entstehen charakterstarke und dichte Weine.
Das Veneto gehört neben Sizilien und Apulien zu den grossen Weinproduzenten Italiens. Die Weinpalette reicht von den dichten Veronesern bis hin zu den feinperligen Prosecchi. Mit Soave, Valpolicella und Bardolino wachsen im Westen der Region prominente italienische Weine. Hinsichtlich des Prestiges ist ein markanter Unterschied zwischen West und Ost erkennbar. Vom Gardasee, den Voralpen entlang bis hin zu den Lagunen Venedigs bedecken die Rebgärten die weite Ebene. Klimatisch ist daher die Provinz unbeschreiblich vielschichtig. Auch der Facettenreichtum der Böden lässt sich auf die Lage am Saum der Bergketten zurückführen. Das Veneto ist seit Langem eine wirtschaftlich leistungsfähige Region. Die innovative Haltung hat sich auch im Rebbau durchgesetzt. Auf hohem Niveau wird Wein vinifiziert und vermarktet. Qualität und grossflächige Produktionen gehen nebeneinander her und sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.