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Das Auge der Fotografie
1971 fand in Vevey eine grosse Retrospektive zur Geschichte der Fotografie rund um die berühmte Sammlung von Michel Auer statt. Der Erfolg dieser Ausstellung gab den Anstoss zur Gründung des Schweizer Kameramuseums durch Claude-Henry Forney. Es wurde 1979 in einer Wohnung an der Grande Place 5 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zog 1989 in ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in der Ruelle des Anciens-Fossés, das vom Architekten Hugo Fovanna restauriert und vom Dekorateur Serge Tcherdyne eingerichtet worden war.
Die Wahl fiel damals auf dieses Gebäude, weil es durch einen historischen unterirdischen Gang mit dem Nachbarhaus an der Grande Place verbunden ist, was eine spätere Erweiterung des Museums mit Eingang an der Grande Place in Aussicht stellte. Dies wurde im Jahr 2001 unter der Leitung des Architekten Joël Brönnimann Wirklichkeit.
Die Hauptaufgabe des Schweizer Kameramuseums besteht darin, ein kohärentes technologisches Kulturgut zu pflegen, das die Geschichte der Fotografie von ihren Ursprüngen bis heute aufzeigt und auch auf künftige Entwicklungen eingeht.
Illustration:
Das Veveyer Schloss Couvreu, oder auch Château de l’Aile genannt, mit im Vordergrund abgebildeter Personengruppe und einem Fotografen mit seiner Fachkamera. Von Friedrich Martens, ebenfalls Fotograf, gezeichnete und eingefärbte Lithografie. Martens ist bekannt für seine Pariser Panorama Daguerreotypien. Graviert von Lemercier in Paris für den Waadtländer Bazar in Lausanne, um 1855