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Stan Wawrinka setzt in Metz ein dickes Ausrufezeichen und schlägt die Weltnummer 4 Daniil Medvedev. Zu reden gibt aber auch eine Aktion des Russen, der sich während der Partie mit den Zuschauern anlegt.
Nach einem Return-Fehler beim Stand von 0:2 im dritten Satz wird es Daniil Medvedev zu viel. Der 26-Jährige lässt seinen Frust an seinem Racket raus und wirft es auf den Boden. Sehr zum Unmut der Zuschauer in Metz, die Medvedev prompt ausbuhen.
Das wiederum gefällt dem Russen überhaupt nicht. Er zeigt mit dem Daumen nach unten und mimt einen Affen, als wolle er sagen, dass die buhenden Tennis-Fans sich wie Affen verhalten. Schliesslich verwirft Medvedev die Hände – und verliert wenig später auch die Partie. Er holt den Breakrückstand zwar noch auf, muss sich am Ende aber doch geschlagen geben.
Wawrinka so gut wie schon lange nicht mehr
Wawrinka gewinnt den Achtelfinal überraschend in 2:21 Stunden 6:4, 6:7 (7:9), 6:3. Es ist der bedeutendste Sieg des Romands, seit er vor zwei Jahren in Paris-Bercy in den Achtelfinals ebenfalls Daniil Medvedev besiegte, der schon damals die Nummer 4 der Welt war. Vier Einzel in der gleichen Turnierwoche gewann Wawrinka letztmals vor mehr als zwei Jahren.
Auf oberster Stufe überstand «Stan the Man» am Australian Open im Januar 2020 letztmals vier Runden. Auch damals besiegte er in den Achtelfinals Medvedev, ehe er an Alexander Zverev scheiterte. In den Metz-Viertelfinal gegen den 24-jährigen Schweden Mikael Ymer (ATP 100) startet Wawrinka nach dem Sieg über Medvedev sogar als leichter Favorit.
Dass Wawrinka ausgerechnet in der Halle und ausgerechnet in Metz der Durchbruch nach schwierigen, komplizierten Wochen gelingt, überrascht. In Metz gewann er zuvor bei drei Teilnahmen nur ein einziges Einzel. Und «indoors» holte der dreimalige Schweizer Grand-Slam-Turniersieger in seiner ganzen Karriere bloss einen Turniersieg: 2015 in Rotterdam.