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Asbest, den wir in der Natur in Form eines Minerals vorfinden, galt bis in die 1970er Jahre als ein Material mit vielen Vorteilen, wie z.B. seine Elastizität, seine Beständigkeit gegen Wärme und chemische Stoffe, seine einfache Gewinnung, seine leichte Bindung an andere Materialien und seine Langlebigkeit. Es ist kein Zufall, dass Asbest von den 1950er bis in die 1990er Jahre in verschiedenen Sektoren sowie im Bauwesen verwendet wurde. Heute wissen wir, dass diese „Wunder-Faser“ ernsthafte Gesundheitsschäden verursacht. Seit dem 1. März 1989 ist Asbest in der Schweiz als Gefahrstoff für die Atemwege eingestuft und seine Verwendung bei der Herstellung von Produkten verboten. Seit 1994 ist es auch verboten, asbesthaltige Gegenstände, Produkte oder Präparate in die Schweiz einzuführen.
Wann ist Asbest gefährlich?
Asbest ist nicht schädlich, wenn er sich in einem ruhenden Zustand befindet, wenn er Bestandteil anderer Produkte ist, wie z.B. Baumaterialien; wir sprechen von Klebstoffen, Wärme- und Schallisolierungen, elektrischen Anlagen, Gebäudeabdeckungen, Schornsteinen usw. Es stellt eine Gesundheitsgefährdung dar, wenn seine Fasern eingeatmet werden; dies geschieht zum Beispiel bei der Renovierung eines Hauses, wenn beim Entfernen von Fliesen, Teppichen, Dämmstoffen oder anderem diese Fasern in der Luft verteilt und eingeatmet werden. Diese kleinen Asbestfasern können auch durch Vibrationen, Luftströmungen und Temperaturschwankungen in der Umgebung verteilt werden. Diese Asbestpartikel sind, wenn sie eingeatmet werden, hochgradig krebserregend und können Asbestose, eine fibrosierende interstitielle Lungenerkrankung, verursachen.
Wie kann ich wissen, ob das Haus, das ich kaufe, Asbest enthält?
Asbest wurde bis in die 1990er Jahre in Baumaterialien verwendet. Es ist daher wahrscheinlich, dass diese Asbestfasern vor 1990 in vielen Wohngebäuden vorhanden waren. Wenn ein Käufer eine Immobilie, die vor 1990 gebaut wurde, kaufen und dann einige Renovierungsarbeiten durchführen möchte, müsste er mit dem Eigentümer der Immobilie vereinbaren, dass er durch ein Gutachten überprüfen lässt, ob Asbest vorhanden ist. Wenn das Gebäude mit Asbest verunreinigt wäre, würde das Sanierungsverfahren den Einsatz von Experten erfordern; die Kosten der Asbestsanierung sollten nicht unterschätzt werden. Alle Arbeiten, bei denen gesundheitsschädliche Asbestfasern freigesetzt werden, dürfen nur von Unternehmen ausgeführt werden, die auf Asbestsanierung spezialisiert und von der SUVA/INSAI (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) anerkannt sind. Asbestabfälle müssen dann entsorgt werden, und auch dieses Verfahren darf wiederum nur von Firmen durchgeführt werden, die dafür vorgesehen sind.
Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es unerlässlich, von Immobilienfachleuten begleitet zu werden, die Ihnen bestmöglich zur Seite stehen und Sie beraten können, insbesondere wenn es um sensible Fragen geht wie eben beispielsweise Asbest.
Die Unternehmen, die Asbestuntersuchungen durchführen, finden Sie hier:
Tessin
Graubünden