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Pfarrei Kaltbrunn | Geschichte
Geschichte
Die Anfänge
Ein Reichenauer Abt gründete im 8.Jahrhundert ein Filialklösterchen in Babinchova, heute Benken (genaue Lage unbekannt). Zu diesem Hof gehörte ein ausgedehnter Grundbesitz: Benken, Kaltbrunn, Maseltrangen, Gommiswald und Rieden. Für dieses weite Gebiet entstand in Benken eine Pfarrkirche. Ums Jahr 979 kam es zum Bau einer zweiten Pfarrkirche auf dem Gebiet von Chaldebrunna (Kaltbrunn), die Oberkilchun (Oberkirchen).
Im Jahre 1490 errichteten die Dorfleute zur Erleichterung der Seelsorge eine Kapelle im Gebiet des heutigen Pfarreiheims an der Dorfstrasse. Auf Oberkirch erbaute man neben der Pfarrkirche eine Beinhaus-Kapelle, die heutige Kapelle der «schmerzhaften Mutter Gottes».
Der Bau der Pfarrkirche
Das Gotteshaus auf Oberkirch wurde mit der Zeit zu klein und auch baufällig. So beschloss man 1819 den Bau einer geräumigen Pfarrkirche im Dorfe. Die Pfarrei erwarb die Liegenschaft der Gebrüder Gmür im Dorfzentrum, ein fast neues Haus (heute Gemeindehaus) mit Umschwung, der für den Bau einer Kirche und einer Friedhofanlage ausreichte.
Die Pfarrkirche
Der Vorarlberger Baumeister Ladner übernahm den Kirchenbau für 12400 Gulden, die aber nicht ausreichten. Das Kloster Einsiedeln wollte 7000 Gulden beisteuern für den Chor mit dem Hochaltar; es stiftete auch das wertvolle Hochaltar-Bild (1738 gemalt von Franz Josef Spiegler, Konstanz) und dazu noch 5000 Gulden für das Pfarrhaus.
Der Rohbau war 1821 vollendet; die Kirche wurde gesegnet und gleich benutzt. Die feierliche Kirchweihe erfolgte erst 1832. Die alte Pfarrkirche, die Dorfkapelle und eine kleine Kapelle im Bornet (an der Grenze gegen Rieden) wurden abgebrochen. Auf die Hundertjahrfeier, 1921, wurde die ganze Kirche renoviert unter der künstlerischen Leitung von P. Albert Kuhn, Einsiedeln. Die Kirche erhielt neue Kreuzweg-Bilder, gemalt vom Münchner Kunstmaler Gebhard Fugel.
Im Jahre 1970 wurde unter der Leitung der Eidgenössischen Denkmalpflege eine Aussenrenovation durchgeführt.
Ein fürchterlicher Hagelschlag zerstörte am 1. August 1983 die Scheiben aller 7 Fenster auf der Südseite. Die beim gleichen Unwetter stark beschädigte Schindel-Bedachung der Turmkuppel wurde 1985 entfernt und durch eine kupferne ersetzt. 1989/90 erfolgte eine umfassende Innenrenovation. Ende Mai 1992 feierte die Kirchgemeinde die Einweihung der neuen Orgel.
2003 wurde im Rahmen der Seligsprechung von Mutter Charitas Brader beim Marienaltar eine Gedenkstätte eingerichtet.
Im Jahre 2017 wurden die „Kinderbänke“ vor dem Kreuzgang durch bewegliche Stühle ersetzt.