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Leopold Beul
Leopold (Alois) Beul (* 23. Januar 1886 in Lachen; † 13. Juni 1955 in Mariastein)
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Profess: 14. Oktober 1906
Priesterweihe: 19. Juni 1910
Ämter
Lehrer an der Stiftsschule: 1910–1931
Kapellmeister in Disentis: 1931–1938
Musiklehrer am Institut Marienburg: 1938–1941
Organist an der Wallfahrtskirche zu Mariastein: 1945–1955
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Sohn des Alois Beul und der Maria Hardegger.
Lebensbeschreibung[1]
P. Leopold Beul wurde am 23. Januar 1886 in Lachen geboren und auf den Namen Alois getauft. Er besuchte die Mittelschule zu Beromünster und das Gymnasium von Engelberg, legte im Oktober 1906 als Fr. Leopold die Profess ab und empfing am 19. Juni 1910 die Priesterweihe. Von da an wirkte er 21 Jahre als Gymnasiallehrer und Stiftsorganist in Engelberg. Von 1931 bis 1938 war er Kapellmeister in Disentis, von 1938 bis 1941 Musiklehrer am Institut Marienburg zu Wikon, dann wieder in Engelberg und ab 1945 Organist an der Wallfahrtskirche zu Mariastein bis zu seinem Tod am 13. Juni 1955.
P. Leopold war ein begabter Musiker. Schon als Primarschüler begleitete er in der Kirche Lachen an der Orgel Messen und Volksgesänge. Als er als Schüler in die Stiftsschule Engelberg kam, weckte er schon am ersten Abend allgemeine Bewunderung durch Klaviervorträge von Chopin-Walzern und Charakterstücken von Stephan Heller. Während seiner Studienzeit und dann als junger Mönch der Abtei Engelberg bildete er sich musikalisch weiter aus. Neben Orgel und Klavier waren es auch Violine und Violoncello und Flöte, denen er gesteigertes Interesse zuwandte und damit dem Stiftsorchester geschätzte Dienste leistete.
Seine musikalische Ausbildung erhielt weitgehende Förderung durch einen Musiker aus Paris, der alljährlich seine Ferien in Engelberg zu brachte, und vor allem auch durch den Besuch der Musikakademie in Zürich. Schon als junger Pater vertiefte er sich in das Studium der technischen Fragen der Orgelbaukunst und erreichte auch darin eine hervorragende Fachkenntnis. Auf seinen Ferienreisen lernte er die berühmtesten Orgelwerke des In- und Auslandes kennen und bildete sich im Laufe der Jahre zu einem erfahrenen Experten des Orgelbaues aus.
Bei all dieser hohen Begabung und seinem Können blieb P. Leopold ein bescheidener Mensch, der keine Ansprüche auf Ehre und Anerkennung erhob. Er liebte es, andern durch sein Spiel Freude zu machen und seine Dienste zu leisten. Wäre er etwas kühner und selbstbewusster gewesen, so wären ihm wohl auch seine Dispositionen und Gutachten schneller und leichter aus der Feder geflossen. Sicher aber kommt ihm das hohe Verdienst zu, mancher Kirche eine Orgel von bleibendem Wert geschaffen zu haben. Sein Meisterwerk bildet die grosse Orgel in der Stiftskirche von Engelberg, die er mit allen Schikanen des Feinschmeckers ausgestattet hat.
P. Leopold ertrug das Klima und die hohe Lage von Engelberg nicht gut und war deshalb viele Jahren mit wenigen Unterbrechungen auswärts tätig. Er starb am 13. Juni 1955 im Kloster Mariastein.
Werke[2]
- Alleluia confitebuntur caeli - Coro femminile, org.
- An das göttliche Kind - V (3).
- Breite Kind die Arme aus - V (X), org.
- Confitebuntur caeli - Coro femminile, org.
- Exaltabo te Domine - Coro, org.
- Exultavit spiritus meus - Coro, org.
- Improperium exspectavit - Coro femminile.
- Sacred songs - Coro femminile, org.
Professnummer
- Nr. 695
Einzelnachweise
Bibliographie
- Nachruf P. Leopold Beul, in: Titlisgrüsse 41, 1954/55, S. 81-83.