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Bonitätsklassen
Bonitätsklassen werden oft auch Bonitätssegmente, Kredit-Risiko-Segmente oder auch nur kurz Risikosegmente genannt und sind das Resultat der Kreditprüfung. Während der Kreditwürdigkeitsprüfung wird für jeden Kreditnehmer die Zahlungsmoral, also die persönliche Einstellung des Kreditnehmers beim Zahlen von Verbindlichkeiten ausgerechnet. Die meisten Kreditbanken errechnen einen numerischen Wert (einen Risiko-Score), der die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung ausdrückt. Diese Risiko-Scores werden in Gruppen, die sogenannten Bonitätsklassen eingeordnet.
Jeder Kreditgeber unterhält sein eigenes Risiko-Scoring und macht dieses auch nicht öffentlich. Die meisten Unternehmen teilen die Kreditnehmer in fünf Bonitätsklassen ein: A, B, C, D und E. Teilweise werden diese noch unterteilt. Die Zugehörigkeit zu einer Bonitätsklasse entscheidet ob und zu welchen Konditionen ein Kreditnehmer einen Privatkredit erhält (Vergleiche Grafik: Kredit-Risiko-Segmente erklärt).
Kreditinstitute positionieren sich gemäss eigenen geschäftspolitischen Vorgaben den Bonitätsklassen gegenüber verschieden auf. Einzelne Anbieter gewähren nur Kreditnehmern der Bonitätsklasse A Kredit, andere wiederum akzeptieren Kreditnehmer der Bonitätsklasse A, B, C und D. (Vergleiche Grafik: Wichtigste Schweizer Kredit-Banken im Vergleich)
Kreditnehmer der Bonitätsklasse E haben keine Chance auf einen Kredit.
Die Einteilung in die Bonitätsklassen ist dynamisch, das heisst, dass der Kreditnehmer bei jeder Kreditprüfung neu evaluiert wird, und auch einen neuen Risiko-Score erhält. Je weiter zu Beispiel negative Informationen zurückliegen, desto besser wird der Score. Auch ein Kreditnehmer der Bonitätsklasse E hat die Möglichkeit mit guten Zahlverhalten in den Bonitätsklassen über die Zeit aufzusteigen und in Zukunft als D oder C Kredit zu erhalten.