Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/1903

In einer amerikanischen Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster spielten Vorschulkinder eine Stunde vor dem Einschlafen bei hellem Licht. Dadurch stoppte die gegen Abend natürlich einsetzende Produktion des Schlafhormones Melatonin fast vollständig.
Diese Unterdrückung des Schlafhormons dauerte mindesten 50 Minuten an, nachdem das Licht ausgeschaltet wurde. Die Forscher warnen davor, das Einschlafritual mit Licht zu unterbrechen. Das könne zu chronischen Schlafproblemen führen.
Melatonin-Unterbruch
Die Forscher der University of Colorado, Boulder, beobachteten eine Gruppe von drei- bis fünfjährigen Kindern. Zuerst hatten die Kinder während fünf Tagen einen regelmässigen Schlaf-Fahrplan. Ausserdem hielten sich nur in gedimmtem Licht auf. Am sechsten Tag spielten die Kinder eine Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen eine Stunde lang an Licht-Tischen. Die Forscher fanden heraus, dass an diesem Licht die normale Produktion des Schlafhormons Melatonin um 90 Prozent zurückging.
Auch 50 Minuten nachdem die Kinder aus dem Licht entfernt wurden, war bei den meisten Kindern die Melatonin-Produktion um mehr als 50 Prozent reduziert.
Mehr Licht durch Kinderaugen
Der grundsätzliche Prozess mit dem Melatonin war schon länger bekannt. Bei Kindern jedoch ist der Effekt des Lichtes grösser, weil offenbar Kinderaugen mehr Licht aufnehmen als die Augen Erwachsener. So empfehlen die Forscher, Kinder im Dunkeln zu lassen, wenn sie mal im Bett sind. Ansonsten könnten aus den Einschlafproblemen auch chronische Schlafstörungen entstehen.