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11.4 km
Das Museo Vincenzo Vela gehört zu den wichtigsten europäischen Künstlerhäusern des 19. Jahrhunderts und wurde von Vincenzo Vela (1820-91), einem bedeutenden Tessiner Bildhauer realistischer Prägung, auf dem Höhepunkt seines Schaffens entworfen. Nachfolgend wurde die Villa als testamentarischer Nachlass der Schweizerischen Eidgenossenschaft übertragen und wurde unter der Leitung des Architekten Mario Botta vollständig renoviert.
Der private Charakter der Residenz stets gegenwärtig. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren und nicht zuletzt der anmutige Park, der das Anwesen umgibt, lassen die Villa Vela als ein Gesamtkunstwerk erscheinen.
Die im Museo Vela bewahrten Sammlungen spiegeln die besonderen Charakteristiken des Künstlerhauses von Vincenzo Vela wider - einem Patrioten, der sein Zeitalter intensiv erlebte und aktiv mitgestaltete, sei es nun in schöpferischer oder landespolitischer Hinsicht. Unter den rund 5.000 erhaltenen Werken ist vor allem seine Skulpturensammlung hervorzuheben, die Gipsmodelle fast aller seiner bildhauerischen Arbeiten mit einschliesst.
Des Weiteren sind Terrakotta- und Gipsbozzetti zu bewundern, deren feine Ausarbeitung und Vollkommenheit geradezu erstaunlich anmuten. Daneben birgt der Nachlass Vincenzo Velas rund tausend Original-Handzeichnungen des Bildhauers sowie eine aussergewöhnliche Sammlung zeitgenössischer Fotografien. Letztere (ebenfalls um die tausend Stücke) stellt eine der ältesten Fotografiesammlungen auf Schweizer Boden dar.
Der begabte Animalier-Bildhauer Lorenzo Vela ist im Museum mit einer Reihe von Gips- und Terrakottaplastiken vertreten, wobei es sich hauptsächlich um Tierdarstellungen sowie einige allegorische Figuren und Werke aus dem Bereich der Genrekunst handelt.
Spartaco Vela, der das herrschaftliche Anwesen der Schweizer Eidgenossenschaft übermachte, war Sohn des Bildhauers Vincenzo und befasste sich mit Malerei. Spartaco bereichert die Sammlung des Museums mit zahlreichen Ölgemälden, Entwürfen und einer Reihe von Akademiestücken.
Alle drei Künstler der Familie Vela waren leidenschaftliche Sammler zeitgenössischer Malerei, wobei ihnen die freundschaftlichen Beziehungen zu Kollegen und Mitstudenten aus der Zeit ihrer künstlerischen Ausbildung an der Akademie sehr entgegen kamen. Jeder von ihnen bevorzugte eine ganz eigene Stilrichtung, und so stellen die drei privaten Sammlungen, die in der Pinakothek des Museo Vela vereint sind, die umfassendste Gemäldegalerie des 19. Jahrhunderts aus dem lombardischen und piemontesischen Raum im Besitz der Eidgenossenschaft dar.
Die Familienbibliothek schliesslich besteht aus mehr als 1.500 Bänden und gibt Aufschluss über den schöpferischen Werdegang vieler Werke, die von Vincenzo Vela geschaffen wurden.
Öffnungszeiten
2014 geschlossen, ansonsten: März-Mai: 10-17 Uhr Juni-September: 10-18 Uhr Oktober-November: 10-17 Uhr Jeden Sonntag 10-18 Uhr Montag geschlossen
Preis
Erwachsene: CHF 12.- Kinder: CHF 8.- Schulen: CHF 3.-