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Die Grundsätze der Verrechnung zwischen Verwaltungseinheiten (VE) finden sich in folgenden Regelungen:
IPSAS
Folgende drei Verrechnungsprozesse zwischen den VE des Bundes gelangen zur Anwendung:
a) Die Leistungsverrechnung (LV) findet zwischen Leistungserbringer (LE) und Leistungsbezüger (LB) statt und dient ausschliesslich dem Bezug von Leistungen gemäss «Leistungsbereichskatalog der VE». Der Katalog gilt für die VE der zentralen Bundesverwaltung (BVerw) sowie für jene der dezentralen BVerw ohne eigene Rechnung. Für die LV ist zwischen folgenden Tatbeständen zu unterscheiden:
Der finanzierungswirksame (fw) Kreditanteil ist beim LE bzw. zentralen Beschaffer eingestellt. Bei der LV kommt für den Zahlungsausgleich der Zahlweg «8» zum Einsatz, die Geschäfte sind ausschliesslich über LV-Konten abzuwickeln. Dabei sind von beiden VE zentral vorgegebene Konten für die Leistungsverrechnung (LV_Aufwand / LV_Ertrag, LV_Forderungen Bund / LV_Verbindlichkeiten Bund) zu verwenden.
b) Die Weiterbelastung (WB) wird immer dann angewandt, wenn der finanzierungswirksame Kreditanteil nicht beim LE, sondern beim LB eingestellt ist (Dezentralisierung der Kredite). Der LE kann bei der Weiterbelastung eine Verrechnungsstelle (Belastungen / Gutschriften) oder eine zentrale Beschaffungsstelle (externer Einkauf von z. B. aktivierbaren Gütern) sein. Der LE belastet die entsprechenden Leistungen den beziehenden VE (LB) zwingend über zentral vorgegebene Debitoren- bzw. Kreditorenkonten für die Weiterbelastung (Forderungen / Verbindlichkeiten Weiterbelastung Bund). Der Zahlungsausgleich erfolgt mit Zahlweg «6». Über den Mechanismus der Weiterbelastung werden auch Ablieferungen von fiskalischen Einnahmen an andere VE abgewickelt.
c) Die Weiterverrechnung (WV) umfasst alle finanzierungswirksamen Verrechnungsarten zwischen den VE, welche weder mit dem Instrument der Leistungsverrechnung noch der Weiterbelastung effizient gelöst werden können. Dies ist dann der Fall, wenn andere Zahlwege als diejenigen der Weiterbelastung («6») und der Leistungsverrechnung («8») zur Anwendung gelangen. Dieses Verfahren ist für Spezialfälle vorgesehen und bedarf der Rücksprache mit der EFV (z. B. wenn der LE ein automatisches Verfahren für die Rechnungsstellung an externe Dritte aufgebaut hat und interne Leistungsbezüge anzahlmässig eine untergeordnete Rolle spielen).
Leistungen, welche nicht im «Leistungsbereichskatalog der VE» enthalten und nicht für die WB oder WV zugelassen sind, dürfen nicht zwischen den kreditführenden VE der BVerw verrechnet werden.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die kreditmässige Behandlung, die Verbuchung in Bilanz und Erfolgsrechnung des Leistungserbringers (LE) bzw. des Leistungsbezügers (LB) sowie über weitere Merkmale der drei Verrechnungsarten LV / WB / WV.
|Seiteninformationen|
|Herausgeber:||Eidgenössische Finanzverwaltung EFV|
|Gültigkeitsbereich:||Bundesverwaltung|
|Gültig ab:||26.09.2006|
|Gültig bis:||Auf Widerruf|
|Letzte Änderungen:||01.10.2016|