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Der romantischen Überlieferung zufolge wurde Rugby während eines Fussballspiels in der gleichnamigen Stadt aus der Taufe gehoben: Weil die Mannschaft eines gewissen William Webb Ellis 1823 am Rande einer Niederlage stand, soll dieser den Ball mit den Händen gepackt und ihn ins Tor des Gegners gelegt haben.
Der irische Schriftsteller Oscar Wilde beschrieb den Unterschied zwischen Fussball und Rugby wie folgt: "Football is a gentleman's game played by ruffians and rugby is a ruffian's game played by gentlemen." Soweit zur Rugby Romantik.
1871 wurde in England die Rugby Football Union gegründet, welche in einer ersten Phase primär mit der Erarbeitung eines allgemein gültigen Regelwerks für diese neue Sportart beschäftigt war. Der sich in den Folgejahrzehnten daraus entwickelnde Spieltypus etablierte sich unter dem Oberbegriff "Rugby Union" in der Sportwelt.
Bei einer Rugby Union Begegnung stehen sich zwei Mannschaften mit je 15 Feldspielern gegenüber, weshalb auch von 15er-Rugby gesprochen wird. Bis 1995 durfte diese Form Rugby nur von Amateuren ausgeübt werden. Die Gesetze der Moderne und der immer grössere Trainingsaufwand bei den Topmannschaften machten es aber notwendig, dass auch die Rugby Union seit 1995 den Pfad der Professionalisierung betreten hat (Rugby League, bekannt als â 13er-Rugby, hatte sich schon 100 Jahre früher vom Amateurstatus verabschiedet).
Rugby in seinen verschiedenen Varianten ist vor allem in Teilen des britischen Commonwealth bzw. Ländern der südlichen Hemisphäre sehr populär. Führende Rugby Nationen sind Neuseeland (All Blacks), Australien (Wallabies), Südafrika (Springboks) und Argentinien (Pumas) in der südlichen Hemisphäre sowie Frankreich, England, Wales, Irland, Schottland und Italien in Europa.
Der seit 1987 alle 4 Jahre zur Austragung gelangende Rugby World Cup gilt weltweit als einer der grössten Sportanlässe überhaupt. Die nächste Weltmeisterschaft findet 2019 in Japan statt.