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REBELEIN,
Hans, Dr. rer. nat., Chemiedirektor des Staatl. Chemischen Untersuchungsamtes in
Würzburg. * 17.5.1916 in Würzburg, † 23.5.1975.
Dr. Rebelein absolvierte - unterbrochen durch den
2. Weltkrieg - in Würzburg sein Chemiestudium. Ab 1945 war er Mitarbeiter an der
Staatlichen Chemischen Untersuchungs-Anstalt in Würzburg. Es folgten Studien der
Lebensmittel-Technologie und Promotion mit einem weinchemischem Thema. Darauf galt sein ganzes Interesse der Wein-Beurteilung mit Hilfe von ihm
zum Teil neu entwickelter und vereinfachter Methoden. Seine Analyse-Verfahren
und Beurteilungs-Grundlagen erfuhren nationale und internationale Beachtung und
gingen in die Weinuntersuchungs-Vorschriften ein.
Obwohl die
"Schnellmethoden" nach REBELEIN zwar nicht mehr ganz den letzten Stand der
Analysentechnik darstellen, haben sie jedoch durchaus noch ihre
Daseinsberechtigung.
Zuckerbestimmung nach Rebelein
(Schnellmethode)
Prinzip
In alkalischer Kupfersulfatlösung werden die Zucker (Glukose + Fruktose)
oxidiert. Bei diesem Vorgang wird das zweiwertige Kupfer zu Kupfer(I)oxid (Cu2O,
"Kupferoxidul") reduziert. Das nicht umgesetzte Kupfer wird mit Kaliumjodid
freigesetzt und mit Natriumthiosulfat zurück titriert.
Alkoholbestimmung nach Rebelein
Prinzip
Der Alkohol aus dem Wein wird in ein Oxydationsgemisch überdestilliert, wo er
spontan vollständig zu Essigsäure oxydiert. Das nicht verbrauchte
Oxydationsmittel wird dann mit Natriumthiosulfat zurück titriert. Dessen
Konzentration ist so gewählt, dass an der Bürette der Alkoholgehalt der
Flüssigkeit direkt abgelesen werden kann. Essigsäure und schweflige Säure
beeinflussen die Bestimmung nicht, während bei der einfachen
Alkoholdestillationsmethode ohne Neutralisation die ins Destillat übergehenden
flüchtigen Säuren miterfasst werden.
Für die Bestimmung des Glycerins und des Butylenglykols
wurde ihm 1958 das Ehrendiplom des internationalen Weinamtes in Paris verliehen.
Seine Verfahren sind häufig unter der Sammelbezeichnung
Rebelein-Methode angeführt.