Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03588.jsonl.gz/186

Das klare Ergebnis von 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 täuscht allerdings über den deutlich spannenderen Spielverlauf hinweg. Die beiden standen 3:15 Stunden auf dem Feld und zeigten teilweise hochklassiges Tennis. Zwar war Djokovic der bessere Spieler, allerdings lieferte auch Del Potro einen grossartigen Fight.
Entscheidung im zweiten Satz
Den zweiten Satz hätte der Argentinier eigentlich gewinnen müssen, doch in den entscheidenden Phasen liess ihn seine Vorhand im Stich. Djokovic hingegen spielte in den wichtigen Momenten wie so oft fehlerlos und brachte jeden Ball zurück. Im dritten Satz sah Djokovic früh wie der Sieger aus, doch Del Potro gelang noch einmal das Rebreak. Als Novak den Aufschlag seines Gegners zum 5:3 noch einmal durchbrach, war der Widerstand des US-Open-Siegers von 2009 allerdings gebrochen.
Respektvoller als Williams
Im zweiten Satz gab es eine Szene, die an das Frauenfinale erinnerte, bei dem Serena Williams die Nerven verlor (BLICK berichtete). In einem ewig dauernden Aufschlagspiel fiel Djokovic auf, dass ein Ball defekt war. Er wies Stuhlschiedsrichterin Alison Hughes auf das Problem hin und verschaffte sich so ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen. Del Potro stieg in die Diskussion ein. Diese blieb aber stets freundlich und respektvoll, Beschimpfungen oder Schuldzuweisungen gab es keine. Stattdessen verständigten sich Djokovic und del Potro darauf, den Ball einfach auszusortieren. Djokovic holte sich das Spiel und rettete sich in den Tie-Break, in dem er die besseren Nerven hatte.
Auf einer Stufe mit Sampras
Für den «Djoker» ist es der dritte Titel in New York und der 14. Grand-Slam-Titel insgesamt. Damit steht er auf einer Stufe mit Pete Sampras und liegt noch drei Titel hinter Rafael Nadal beziehungsweise sechs Triumphe hinter Roger Federer zurück.
Am Montag wird Novak Djokovic einen Sprung nach vorne machen. Durch seinen Erfolg in New York rückt er in der Weltranglist von Rang sechs auf drei vor. In Führung bleibt Rafael Nadal vor Roger Federer. (vof)