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Wie wird eigentlich Holz zu Stein?
Wenn ein Baum stirbt, dann wird sein Holz normalerweise mit der Zeit von Bakterien und Pilzen zersetzt – es verrottet. Doch die Mikroorganismen brauchen Sauerstoff für ihre Arbeit. Fehlt dieser, kann das Holz bei den richtigen Bedingungen zu einem Fossil werden. Um „zu Stein“ zu werden, darf also keine Luft zum Holzstück gelangen. Dies ist zum Beispiel der Fall nach einem
Vulkanausbruch, wenn die ausgeschleuderte Vulkanasche Baumstämme luftdicht unter sich begräbt. Auch können abgestorbene Bäume in einem Fluss davongeschwemmt und irgendwann von Schlamm, Sand und anderem Sediment luftdicht bedeckt werden. So eingepackt liegen die Bäume für lange, lange Zeit (Jahrmillionen). Wasser sickert durch den Boden und transportiert in ihm gelöste Stoffe, zum Beispiel verschiedene Mineralien. Es durchfliesst auch den eingebetteten Baumstamm, und das Holz „sammelt“ die Mineralien aus dem Wasser in seinen Zellen. Nach und nach wird so das organische Holz durch anorganische Mineralien ersetzt. Die Struktur und die Form des Baumstammes bleiben dabei aber perfekt erhalten! Das wichtigste Mineral bei diesem Vorgang ist Siliziumdioxid. Es füllt die Poren des Holzes auf und „verkieselt“ dieses. Doch auch andere Mineralien sind beteiligt und verantwortlich für die schönen Farben
des versteinerten Baumstamms. Eisenoxide zum Beispiel färben das Holz rot, gelb
oder braun, Kobalt und Chrom geben ihm eine blaue oder grüne Farbe.
Die Fundstellen liegen in Arizona, USA, Brasilien, Australien, Kanada und Afrika.