Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03117.jsonl.gz/1434

(28.04.2021) Frauen haben Schwierigkeiten, in den Familienbetrieben ihren Platz zu finden. Gemäss der Studie "Generation Töchter" der Wirtschaftsprüfung und ‑beratung PwC spielt ein Drittel der Töchter, die in eine Unternehmerfamilie hineingeboren werden, später in der Firma ihrer Eltern keine Rolle und macht extern Karriere.
Laut Aussage der 189 befragten Frauen aus Schweizer Familienunternehmen werden in der Regel die Söhne als die natürlichen Nachfolger des Familienerbes angesehen. Ihnen werden die höchsten Führungspositionen angeboten, auch wenn eine Schwester über eine gleichwertige Ausbildung verfügt.
Wenn es keine männlichen Geschwister gibt, übernehmen 80% der Frauen den Familienbetrieb. Haben sie einen oder mehrere Brüder, gehen nur 18% von ihnen diesen Weg. Auf die Frage nach ihren Zielen innerhalb des Familienunternehmens sagten nur 19%, dass sie CEO werden wollen. Ausserdem ist eine Schwester nur selten die Vorgesetzte ihres Bruders, während der umgekehrte Fall oft vorkommt.
Knapp zwei Drittel der Befragten sagen, dass sie aktiv in den Familienbetrieb involviert sind. In der Altersgruppe der 20- bis 32-Jährigen arbeiten 41% ohne Führungsverantwortung mit, hauptsächlich in den Bereichen Marketing/Vertrieb, Personal oder Verwaltung. 24% der befragten Frauen streben einen Posten in der Verwaltung an.
Rund vier von fünf Umfrageteilnehmerinnen, die ausserhalb des Familienunternehmens arbeiten, haben einen Fachausweis, ein Meisterdiplom, ein Diplom einer Höheren Fachschule, einen Bachelor oder einen Master. Ein Drittel von ihnen erklärte, zunächst Erfahrungen ausserhalb der Firma sammeln zu wollen.
Jede Vierte ist der Ansicht, dass ihre Beziehungen zu den Mitarbeitern einfacher wären, wenn sie ein Mann wäre. Viele Frauen, die eine Führungsposition anstreben, haben den Eindruck, sich beweisen zu müssen, um ihre Funktion rechtfertigen zu können. Sie sagen jedoch, dass ihre Familie ihnen beim Einstieg in die Firma ein angemessenes (36%) oder sogar starkes (60%) Vertrauen entgegengebracht hat.
Letzte Änderung 28.04.2021