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Anwesend: Peter Schmid, Monika Sprecher, Philipp Meier, Sabine Frei, Anne Kaestle, Charlotte Tschumi, Frank Riklin und die Schreibende. (In der Sitzreihenfolge der Ohrfeige nach).
Diskutiert wurde (einmal mehr) die Umsetzbarkeit der Konzepts Social ürban Zone, kurz “SUZ”, welche als künstlerischer Eingriff ins neue Quartier von “mehr als Wohnen” gelten soll. Geplant ist ein ungewöhnlicher Trinkbrunnen von Selecta, welcher so in ein Gebäude eingebaut werden soll, dass man von ausserhalb des Hauses ein Getränk bestellen kann. Das Getränk soll gratis sein und Bedingung ist, dass man ein eigenes Trinkgefäss, eine Tasse oder einen Becher, dabeihat. Um diesen Automaten herum sollen Begegnungen stattfinden, welche die “SUZ” ausmachen.
Die Bandbreite der Ebenen, auf welchem das Projekt diskutiert wurde, reichte von “Ist es das für CHF 400’000.–?” bis “welche Getränke werden angeboten und gibt es mehrere Knöpfe am Automaten oder nur einen?” Thema war aber auch die Platzierung des Automaten. Da die beiden Künstler Frank und Patrik Riklin für die Phase II beauftragt sind, welche sich über den Zeitraum des Baus erstreckt, wird der Automat vorerst am Pavillon der Baugenossenschaft “Mehr als Wohnen” angebracht werden. Danach will man ihn umsiedeln an ein Gebäuse der Siedlung. Vorgeschlagen wurde das Gebäude L, welches sich am Rande der neuen Überbauung befindet, in der Nähe der Busstation ‘Kehrrichtverbrennung’. Diese würde man dabei gerne umbenennen, zB in den wohlklingenden Namen ‘ungewöhnlicher Trinkbrunnen’. Von Seiten der Baugenossenschaft wurde diese Platzierung als zu teuer eingestuft, da es sich um Gewerbefläche handelt, welche im m2-Preis höher ist, als Privatwohnfläche. Darum wurde danach über einen möglichen Standort gerätselt, welcher sich im Zentrum des neuen Quartiers, oder an dessen Peripherie befinden kann. Als Manifest könnte man sich eine Leuchtbeschriftung auf dem betreffenden Gebäude vorstellen, welches auch von ausserhalb der Siedlung gut sichtbar wäre.
Der Automat sollte ursprünglich einen Knopf haben und ein Getränk gratis anbieten. Bei dieser Sitzung standen aber auf einmal mehrere Wahlknöpfe und damit eine Auswahl von mehreren Getränken zur Debatte.
Die “SUZ” soll ausserdem von einem Kunstwirt betreut und bespielt werden. Sein Gehalt und die Mehrkosten für die Kunst sollen über einen Beitrag finanziert werden, der Teil der Mietkosten sein wird. Jeder Mieter der Siedlung wird sich also mit einem Beitrag an der “SUZ” beteiligen. Die Baugenossenschaft gibt zu bedenken, dass der vorgeschlagene Betrag von CHF 20.– bei weitem zu hoch ist. Was die Aufgaben des Kunstwirts sein sollen, blieb indessen eher unklar. Während in früheren Diskussionen die Bewirtschaftung des ungewöhnlichen Trinkbrunnens im Zentrum standen, waren diese nun kein Thema mehr.
Zudem ist ein Manifest geplant, welches im Rahmen von fünf Workshops, welche von den beiden Künstlern geleitet werden, ausgearbeitet werden soll. Die Waffen der Kreativität sollen zu einer sprachlichen Umsetzung und damit in die Sichtbarmachung führen. (Der Satz hat wirklich so gelautet.)
Die Schreibende hätte sich eine Diskussion darüber gewünscht, WER man mit dem ungewöhnlichen Trinkbrunnen in die “SUZ” locken möchte. Stattdessen wurde darüber geredet, wo er sich baulich gut unterbringen liesse. Ausserdem findet die Schreibende, dass es einen Unterschied macht, ob der Automat einen oder mehrere Knöpfe zur Auswahl hat. Wie schon in Blogeinträgen zuvor rät die Schreibende die beiden Künstler zur Reduktion. Weniger Worte können manchmal mehr Wirkung erzielen,zu viele Knöpfe aus einem spannenden Kunstprojekt einen hundsgewöhnlichen Selecta-ungewöhnlicher Trinkbrunnen machen…