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Der unbegleitete Kombinierte Verkehr (UKV) erfreut sich in den vergangenen Jahren einer anhaltend starken Nachfrage seitens der Industrie und des Handels. Die Probleme auf den oft überfüllten Strassen in Europa motivieren immer mehr Unternehmen, den Schienenweg als Alternative ins Auge zu fassen. Allerdings – auch der Güterverkehr auf der Schiene hat mit Problemen zu kämpfen. Grösste Sorge bereitet den Operateuren im Kombinierten Verkehr die Pünktlichkeit der Züge sowie die Qualität der Dienstleistungen der Bahnen. Trotz dieser Widrigkeiten konnte die Hupac-Gruppe – einer der führenden Operateure im Kombinierten Verkehr in Europa – die Zahl der transportierten Sendungen im vergangenen Jahr erneut zweistellig steigern.
2007 erzielte die Hupac ein Verkehrswachstum von 12,6%. Insgesamt beförderte der Schweizer Kombi-Operateur 689904 Lastwagen-Sendungen auf der Schiene. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 13% gegenüber dem Vorjahr und von 92% im Fünfjahresvergleich. «Damit liegen wir auf Strategiekurs», stellt Bernhard Kunz, Direktor der Hupac AG, mit Blick auf die Zahlen mit Befriedigung fest. Allerdings betont er, dass durch die Streikwelle im Herbst bei der Deutschen Bahn das Wachstum um schätzungsweise einen Prozentpunkt geringer ausgefallen ist als erwartet.
Attraktive Hafenverbindungen
Die höchste Zuwachsrate verzeichnete der nicht-transalpine Kombinierte Verkehr mit einer Steigerung von 21,9% gegenüber 2006. In diesem Segment wirkt sich das stark wachsende Verkehrsaufkommen der Westhäfen Rotterdam, Antwerpen und Zeebrugge aus. Der transalpine Kombinierte Verkehr wuchs um 10,1% und trug somit erneut zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene bei. Positiv entwickelte sich hier insbesondere der Ende 2006 aufgenommene Verkehr via die Brenner-Route. Bei der Rollende Autobahn – d.h. dem Verlad ganzer Lastwagen via Gotthard – war ein negatives Ergebnis von 2,9% zu verzeichnen. Bis zur Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels – voraussichtlich im Jahr 2018 – benötigt der Kombinierte Verkehr weiterhin die Unterstützung im heutigen Umfang, um das Verlagerungsziel von 650000 Lastwagen-Sendungen im Strassentransit durch die Schweiz zu erreichen. Für den Zeitraum 2011–2018 sind laut Hupac Fördermittel in Höhe von 2 Mrd Fr. erforderlich. «Das ehrgeizige Verlagerungsziel ist nur erreichbar, wenn der Bund und alle beteiligten Partner an der bisherigen erfolgreichen Verkehrspolitik festhalten», betont Kunz mit Nachdruck. Diese Betriebsbeiträge dienen dazu, die hohen Bahnkosten auf den Bergstrecken auszugleichen und den Kombiverkehr gegenüber der Strasse wettbewerbsfähig zu machen.
Positiver Ausblick 2008
Für das Jahr 2008 erwartet die Hupac-Gruppe erneut ein Verkehrswachstum im zweistelligen Bereich. Zu den zentralen Aufgaben gehört aber auch die weitere Verbesserung der Qualität. Während 2007 die Pünktlichkeitsrate der Züge um 4 Prozentpunkte von 71 auf 75% gestiegen ist, hält Hupac für 2008 an ihrem Zwischenziel von 80% pünktlicher Züge fest.