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Der Pizolgletscher war einst ein kleiner Kargletscher von dem heute noch ein paar wenige schuttbedeckte Toteiskörper übriggeblieben sind. Seit 1893 werden jährliche Längenveränderungsmessungen durchgeführt und von 2006 bis 2019 wurden Massenbilanzmessungen durchgeführt.
Der Pizolgletscher war der Zwerg im Schweizer Massenbilanz Netzwerk und vertrat die sehr kleinen Gletscher. Diese machen etwa 80% der Anzahl der Schweizer Gletscher aus, sind jedoch in Bezug auf ihre Fläche zweitrangig. Die Massenbilanz des Pizolgletschers war stark abhängig von hohen Mengen an Winterakkumulation. Die jährliche Massenbilanz des Pizolgletschers zeigte vergleichbar mit der Längenänderung starke Schwankungen über die Beobachtungsperiode. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Massenbilanzen aber klar negativ. Diese negativen Massenbilanzen haben dazu geführt, dass die Firnbedeckung vollständig verschwunden ist und sich auf dem Gletscher vermehrt Schutt ansammelt. Die aktive Pflege des Massenbilanz-Netzwerks wurde 2019 aufgegeben, nachdem der Gletscher durch anhaltende Massenverluste zerfallen war und nur noch aus mehreren kleinen Toteiskörpern besteht, die stark von Schutt bedeckt sind. Die Massenbilanzbeobachtungen wurden bis 2021 fortgesetzt, bis alle Pegel ausgeschmolzen waren.
Die Winter- und Sommer-Massenbilanz wurde am Pizolgletscher erst von 2006 bis 2021 gemessen. Trotzdem wird hier eine mehr als hundertjährige Messreihe dargestellt. Die vorgängigen Werte wurden dafür mit einem Massenbilanzmodell anhand von und Höhenmodellen rekonstruiert. Für die Zeit nach 2021 gibt es keine weiteren Messwerte.