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Mit Hilfe von DCNS werden derzeit sechs "Scorpène" auf einer indischen Werft für die indische Kriegsmarine produziert. DCNS erklärte: "Dieser schwere Fall wird umfassend von den zuständigen französischen Verteidigungsbehörden untersucht. Diese Untersuchung wird ermitteln, welche Dokumente genau veröffentlicht wurden, welchen Schaden sie für DCNS-Kunden bedeuten könnten und wer für die Veröffentlichung verantwortlich ist."
Der Fall ist auch für Australien heikel. Erst im April hatte das Land den grössten Rüstungsauftrag seiner Geschichte an DCNS vergeben. Für rund 35 Milliarden Euro soll der Konzern zwölf U-Boote für Australien bauen. DCNS hatte sich bei der Ausschreibung gegen den deutschen Konzern Thyssenkrupp durchgesetzt. Das Datenleck betrifft allerdings nicht die von den Australiern bestellten U-Boote des Typs "Barracuda". Trotzdem warnten mehrere australische Politiker, der Vorfall sei sehr ernstzunehmen und erfordere weitere Untersuchungen.
Der indische Verteidigungsminister Manohar Parrikar sagte am Mittwoch vor Reportern, dass er über den Fall Bescheid wisse und weitere Untersuchungen angeordnet habe: "Ich gehe nicht davon aus, dass die Daten auf indischem Boden verloren gegangen sind." Er glaube nicht, dass das Leck alle Daten des U-Boots umfasse, weil die abschliessenden Arbeiten in Indien - und nicht in Frankreich - stattfänden./smr/DP/he
(AWP)