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"Der Verein «Seebahn-Park» hat eine aussergwöhnliche aber naheliegende Lösung für das Grünflächenproblem erarbeitet. Der Seebahngraben genannte Bahnabschnitt, der seit bald 100 Jahren die benachbarten Kreise 3 und 4 voneinander trennt, soll überdeckt und begrünt werden. Die jetzigen Querstrassen über die Geleise würden belassen und den Park in sechs Abschnitte teilen, die jeweils unterschiedlich bespielt werden könnten. Auf diese Weise würde auf einen Schlag eine gut 4 Hektaren grosse Parkfläche für Zürich geschaffen, ohne dass dafür Bauland geopfert werden müsste" schreibt das Velojournal..
Ein Veloweg wäre als erhöhte Expresslinie nach dem Vorbild «High Line» in New York denkbar und könnte die angedachte Gleisüberquerung beim ehemaligen Güterbahnhof verlängern. Somit entstünde eine fast vier Kilometer lange durchgehende Strecke vom Bahnhof Wiedikon über den Lettenviadukt bis zur Badi Oberer Letten in Wipkingen.
Quelle: velojournal.ch.
Pro und Kontra Seebahnpark.
Wenn schon zudecken, dann mit Gebäuden überbauen, damit mehr Leute hier wohnen oder arbeiten können (innere Verdichtung). Die Initianten meinen: Hier ist es schon genug dicht, aber zu wenig grün. Einmalige Chance für neuen Freiraum mitten im Siedlungsgebiet.
Der Seebahn-Park wertet die Gegend auf und verteuert damit die Wohnungen, Büros und Ladenflächen links und rechts des neuen Grünraums (Gentrifizierung). Die Initianten meinen: Wer ist gegen mehr Lebensqualität?
Die Böschungen des Bahneinschnitts bieten Lebensraum für einige Pflanzen und Tiere. Dieser wird zerstört durch die Überdeckung. Die Initianten meinen: Es werden max. 8‘000 m2 Böschungsflächen vernichtet, aber 42‘000 m2 Parkfläche (5x mehr!) geschaffen. Zweitklassige kontaminierte Grünflächen (Staub, Rost) werden in erstklassige Parkflächen verwandelt.
Die Zugfahrt durch den offenen Seebahn-Graben ist schöner als durch einen Tunnel zu fahren. Die Initianten meinen: Die meisten Züge fahren durch den 15 km langen Lochergut-Thalwil-Tunnel, da kommt es auf 500 m mehr oder weniger Tunnel nicht an. Was ist höher zu gewichten: die Aussicht des Zugfahrers oder die Lebensqualität der Anwohner?.
Haltung der SBB, des Kantons und der Stadt
SBB (Grundeigentümerin)
Grundsätzlich positive Haltung. Keine Kosten für SBB! Technische und Sicherheitsanforderungen erfüllen (Tunnel, laufender Bahnbetrieb etc.)
Kanton Zürich
«Mit der Überdeckung von Autobahnen und Bahnlinien an geeigneten Lagen kann ein Beitrag zur Siedlungsreparatur geleistet und das angrenzende Siedlungsgebiet aufgewertet werden. Die Verwirklichung entsprechender Vorhaben liegt deshalb im kantonalen Interesse. Voraussetzung ist, dass die aufgewerteten bzw. realisierbaren Nutzungspotenziale einen direkten Siedlungszusammenhang aufweisen und die bestehende Siedlungsstruktur zweckmässig ergänzen.» (Entwurf Kant. Richtplan, Teilrevision 2016, Ziffer 2.2.1)
Stadt Zürich
Seebahn-Park im Entwurf zum kommunalen Richtplan eingetragen (behördenverbindlich!). Stadtrat Richard Wolff (Tiefbau-und Entsorgungsdepartement, Grün Stadt Zürich) und Stadtrat André Odermatt (Hochbaudepartement, Amt für Städtebau) begrüssen das Projekt
Weitere Informationen: www.seebahn-park.ch
Artikel zum Thema
Park über den Gleisen in Wiedikon tagesanzeiger.ch vom 23.5.2020