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Report Public Eye, 2020
Im Jahr 2011 hat die WHO ihren Grenzwert für Atrazin im Trinkwasser um das 50-fache von 2 auf 100 Mikrogramm Atrazin pro Liter Wasser (μg/l) angehoben, aufgrund einer Einschätzung durch das gemeinsame Gremium der WHO und FAO zu Pestizidrückständen (Joint Meeting on Pesticide Residues, JMPR) im Jahr 2007.
Der vorliegende Bericht zeigt jedoch, dass die Bewertung des JMPR auf veralteten, ungenügenden Daten basiert und zahlreiche toxikologische Nachweise vernachlässigt. Diese belegen ernsthafte schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, einschliesslich Störungen des Hormon- und Fortpflanzungssystems sowie Krebsrisiken. In einem gemeinsamen Brief verlangen 33 Wissenschaftler und Toxikologinnen aus der ganzen Welt von der WHO, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen und den Grenzwert entsprechend anzupassen. Der aktuelle Richtwert von 100 μg/l kann den Schutz der Gesundheit nicht gewährleisten.