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"Dad is gone" (Der Vater ist weg) ist eine Fotoserie über Kinder, die dem Sextourismus auf den Philippinen entsprungen sind.
Angeles City, rund 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Manila gelegen, ist für ihr Rotlicht-Milieu bekannt. Bis 1991 lag dort der Luftwaffenstützpunkt Clark Air, die grösste amerikanische Militär-Basis ausserhalb der USA.
Dies führte dazu, dass unzählige Bordelle und Striptease-Lokale aus dem Boden schossen und die Stadt zu einer der beliebtesten Destinationen für den Sextourismus wurde. Heute arbeiten etwa 12'000 Frauen in den Bars entlang der Fields Avenue.
Anders als etwa in Thailand sind die Kunden auf den Philippinen auf der Suche nach einer Beziehung mit einem "Girlfriend", die über mehrere Wochen oder Monate dauern kann.
Das ist auch der Grund, dass als Folge dieser "bezahlten" Beziehungen jedes Jahr tausende Kinder geboren werden. Die Väter – ob Amerikaner, Australier, Briten, Deutsche, Schweizer, Koreaner oder Japaner – lassen ihren Nachwuchs häufig im Stich. Und da in diesem streng katholischen Land Abtreibung als Verbrechen gilt, wachsen diese Kinder auf, ohne ihren Vater zu kennen und sind auf ständiger Suche nach ihrer Identität.
Die Fotoserie ist in Angeles City im August 2014 entstanden.
(Text und Bilder© Stéphanie Borcard & Nicolas Métraux)