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Extensiv genutzte Waldfläche
Extensive Nutzung bedeutet, dass der Mensch nur wenig in den natürlichen Lebensraum eingreift. Dadurch kann eine reichhaltige und spezialisierte Artenvielfalt entstehen. Extensiv genutzte Waldflächen sind frei zugänglich und bieten, sofern sie gut erreicht werden können, Raum für Freizeitaktivitäten.
Zwischen 1983/85 und 2004/06 haben die extensiv genutzten Waldflächen in der Schweiz um 58‘348 Hektaren zugenommen. Insgesamt werden knapp 16% des Gesamtwaldes extensiv genutzt. Regional sind grössere Unterschiede festzustellen. Am deutlichsten zeigt sich der Anstieg an der Alpennordflanke. An der Alpensüdflanke ist eine Abnahme festzustellen. Das sind extensiv genutzte Wälder, die nun in die nächste Stufe, die nicht bewirtschaftete übergehen. Für die Biodiversität und das Landschaftsbild und die Erholung ist der Trend neutral bis positiv.
Die extensiv genutzte Waldfläche in der Schweiz 2004/06 betrug 214‘616 Hektaren.
Der Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Holzpreise im untersuchten Zeitraum abgenommen haben. Aus diesem Grund war es häufig nicht möglich, Waldflächen wirtschaftlich zu nutzen.
Es gibt in der EU Anstrengungen, einen „high nature value (HNV) forest indicator“ einzuführen (siehe EEA Technical Report No. 13/2014)
Um die extensiv genutzten Waldflächen zu bestimmen, wurde ein abgeleitetes Merkmal aus dem Landesforstinventar verwendet. Dabei wurden die Probeflächen nach dem Zeitraum der letzten Nutzung und der Standortgüte (Gesamtwuchsleistung in Kilogramm pro Jahr und Hektare Waldfläche) eingeteilt: (a) solche mit einer Standortgüte zwischen 1500 und 3000 und einer zwischen 31 und 50 Jahren zurückliegenden letzten Nutzung, (b) einer Standortgüte zwischen 3000 und 4500 und einer zwischen 21 und 50 Jahren zurückliegenden letzten Nutzung und (c) bei einer Standortgüte oberhalb von 4500 und einer zwischen 11 und 30 Jahren zurückliegenden letzten Nutzung. Waldflächen die öfter bewirtschaftet werden gelten als intensiv genutzt, solche bei denen der letzte Eingriff länger zurückliegt als nicht bewirtschaftet.
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