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frühere Schreibweisen: Sol, Sole, Sohl
Obwohl Sool auf einem sonnigen Hügel liegt und das Sooler Wappen eine Sonne zeigt, hat der Name "Sool" nichts mit der Sonne (ital. Sole) zu tun.
Die Bezeichnung "sol", die unter anderem auch in der Flurbezeichnung "Bärensol" , z.B. in Niederurnen, in Luchsingen und im Muothatal (SZ) sowie im Bisistal (UR) vorkommt, stammt vom Wort "Suhle". Dies bedeutet eine Vertiefung in der Landschaft mit lehmigem Untergrund, in sich Wasser ansammelt und ein Sumpf entsteht. An diesen Stellen haben sich früher Wildtiere im Sumpf gesuhlt, d.h. gewälzt, um die Haut zu "pflegen" und die Insekten zu bekämpfen.
Der "Boden" im Untersool, wo sich vor der Drainage eine ausgebaute Wasserstelle für Mensch und Vieh befand. In vorgeschichtlicher Zeit befand sich hier eine sogenannte Suhle.
Auszug aus "Die Namen der glarnerischen Gemeinden" von Fritz Zopfi
Quelle: Jahrbuch des Hisorischen Vereins des Kantons Glarus, 1941
Sool
Frühere Bezeichnungen: sõl, uff sõl, Soler tagwan, Anf. 14. Jahrh. ab Sol, 1395 offen Sool 1349, offen Sol 1350, uffen Sool 1371 usw.
Dorf, rund 100m über dem Talboden in einer Geländehohlkehle der prähistorischen Bergsturzmasse nördlich Schwanden. In der Mulde von Untersool bestand im letzten Jahrhundert noch der flache Tümpel, dem die Siedung den Namen verdankt: ahd. sol, d.h. Lache, Tümpel, Pfütze, mhd. Sol
Der Typus erscheint in zahlreichen glarnerischen Flurnamen, weist immer auf (z.T. heute ausgetrocknete) Lachen, in denen das Wild aus den grossen Bergwäldern sich im Kot wälzte. (z.B. die vielen Bärensool)
Die im Frühling unter Föhneinfluss gewöhnlich zwei bis drei Wochen vor ihren südlichen Nachbargebieten schneefrei werdende Gegend zeigt Spuren romanischer Besiedlung, und zwar in der Umgebung des durch einen mächtigen (noch nie von einem Spaten berührten!) Ringwall geschützten Burghügels, der schon in vorgeschichtlicher Zeit ein Refugium gebildet haben dürfte.
S. auch «Spuren romanischer Besiedlung»