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Kannst du auf dein Handy verzichten?
Wenn du mit «nein» antwortest, dann bist du wohl «nomophobisch». Das heisst nichts anderes, als dass du übermässige Angst hast, von deinem Handy getrennt zu sein.
Noch mal anders nachgefragt:
Ist es schon mal vorgekommen, dass du wieder zurück nach Hause bist, weil du dort dein Handy vergessen hast?
Wie reagierst du, wenn du nur noch 1% Akku hast und keine Möglichkeit, dein Handy aufzuladen?
Was geht bei dir ab, wenn du denkst, dass du dein Smartphone vergessen oder verloren hast?
Hat dich eine oder gar mehrere dieser Situationen beunruhigt? Dann bist du wahrscheinlich bereits nomophobisch oder könntest es werden.
99% der 12- bis 19-jährigen Jugendlichen haben ein Handy und sind im Durchschnitt unter der Woche 2,5 Stunden und am Wochenende 3 Stunden pro Tag online.
Mehr über die Mediennutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfährst du von der JAMES-Studie
, welche alle vier Jahre durchgeführt wird.
Steckst du manchmal online fest?
Hast du das Gefühl, dass du zu viel Zeit mit dem Smartphone verbringst? Musst du sofort antworten, wenn du eine Nachricht über Snapchat, WhatsApp oder Instagram bekommst?
Es ist wichtig zu verstehen, dass die digitalen Medien so entwickelt wurden und aufgebaut sind, dass wir damit das Zeitgefühl verlieren. Die digitalen Inhalte ziehen die ganze Aufmerksamkeit auf sich, indem sie uns ständig neue und aufregende Dinge zeigen oder uns auffordern, irgendetwas zu machen. So entsteht tatsächlich manchmal der Eindruck, dass wir online «feststecken» und nicht mehr in der Lage sind, das Handy abzuschalten oder wegzulegen.
Dein ständiger Begleiter
Fotos oder Videos austauschen, mit seinen Freunden chatten, Games spielen oder Musik hören. Dies alles heisst, dass du tatsächlich viel Zeit am Handy verbringst. Vielleicht hast du sogar das Gefühl, dass du immer erreichbar und ansprechbar sein musst. Wenn du aufgefordert wirst, dein Handy nicht mehr zu benutzen, hättest du möglicherweise grössere Schwierigkeiten damit. Es mag ein bisschen klischeehaft klingen, aber es ist nichts Aussergewöhnliches, wenn junge Leute sagen: «Mein Telefon ist mein ganzes Leben!»
Bin ich ein Phubber?
Übrigens, vielleicht hast du schon mal jemanden «gephubbed». Der Begriff «Phubbing» setzt sich aus den Wörtern «phone» und «snubbing» zusammen. Ein sogenannter «Snobber» ist ein Wichtigtuer. Hier ein Beispiel: Während du dich mit einem Freund oder einer Freundin unterhältst, bekommst du eine Snapchat-Message. Du willst sofort wissen, was in der Message steht und schaust nach. Und damit befindet sich dein Freund oder deine Freundin auf einmal in einem Gespräch, bei welchem niemand mehr wirklich zuhört. Denn deine Aufmerksamkeit ist ja nun beim Snap und nicht mehr beim Gespräch.
Mach dir keine grossen Vorwürfe, wenn das passiert. Denn du bist bei weitem nicht alleine damit, das passiert vielen. Das liegt daran, dass Handys und Apps so konzipiert sind, dass man fast nicht anders kann, als nur an sie zu denken. Sie schreien nach unserer Aufmerksamkeit.
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