Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03653.jsonl.gz/1998

Durch Verbinden lässt sich ein verletzter Körperteil ruhigstellen, bei einer äusseren Blutung ein Druckverband anlegen oder eine Wunde abdecken.
Die richtige Binde wählen
Je nach Verletzung wird eine andere Binde benutzt:
- Zum Stillen einer Blutung wird am besten eine Kreppbinde
- Weiche Gazebinden eignen sich gut, um eine Kompresse auf eine Wunde zu befestigen.
- Bei einer Verstauchung oder bei Veneninsuffizienz kann anstelle einer Gaze- oder Kreppbinde eine Klebebinde (mit hypoallergenem Klebstoff) verwendet werden.
- Stützbinden werden zur Ruhigstellung eines verletzten oder schmerzenden Körperteils eingesetzt (sie wirken ähnlich wie ein Gips).
Ein paar Grundregeln für das Verbinden
Ein Verband muss an den jeweiligen Körperteil angepasst werden. Deshalb sollte das Verbinden in einem Kurs geübt werden. Besuchen Sie eine Ausbildung des Schweizerischen Roten Kreuzes, um sich mit den verschiedenen Methoden vertraut zu machen. Falls Sie ohne besondere Kenntnisse einen Verband anlegen müssen, können Sie sich an die folgenden Angaben halten.
Waschen Sie sich die Hände und setzen Sie sich der Person gegenüber, die verbunden werden soll. Desinfizieren Sie die Wunde und legen Sie eine Gazekompresse auf die verletzte Stelle, bevor Sie den Verband anlegen.
Die Binde muss im Uhrzeigersinn und von unten nach oben um den verletzten Körperteil gelegt werden. Dabei können verschiedene Methoden angewandt werden: Entweder wird mit einfachen Touren (dabei wird die Binde einfach spiralförmig um den verletzten Körperteil gelegt) oder mit Achtertouren (die Binde wird übers Kreuz in Form einer Acht angelegt) verbunden.
Ein Verband wird von unten nach oben angelegt.
Um die Blutzirkulation zu fördern, darf die Binde nicht zu fest angezogen werden. Soll hingegen eine Blutung gestillt oder ein Wundauflage befestigt werden, muss die Binde mit leichtem Zug angelegt werden. Ist der Verband für die verletzte Person unbequem, wurde die Binde wahrscheinlich zu stark angezogen.
Einen Finger verbinden
Beginnen Sie am Handgelenk und führen Sie die Binde diagonal über den Handrücken. Wenn Sie unten am verletzten Finger angekommen sind, können Sie diesen bis zum Nagel einbinden und die Binde danach spiralförmig wieder nach unten bis zum Fingergrundgelenk führen. Zum Schluss wird die Binde nochmals über den Handrücken und um das Handgelenk geführt.
Eine Hand oder einen Fuss verbinden
Wird eine Hand oder ein Fuss eingebunden, müssen die Finger oder Zehen sichtbar bleiben, damit die Blutzirkulation überprüft werden kann. Beginnen Sie am Handgelenk oder an der Ferse und führen Sie die Binde zu den Fingern oder Zehen. Führen Sie die Binde zwischen diesen beiden Stellen mehrmals hin und her.
Einen Arm oder ein Bein verbinden
Bei einem solchen Verband beginnen Sie am Handgelenk oder am Fussknöchel (führen Sie die Binde in mehreren Touren um diese Stelle). Dann wird gegen den Ellbogen oder das Knie hin verbunden. Zum Schluss wird die Binde um sich selbst gewickelt.