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Kinder sind von Häuslicher Gewalt immer mit betroffen. Sei es durch direkte körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt oder durch indirekte Gewalt, d.h. das Miterleben der Gewalt unter den Erwachsenen. Oft meinen die Eltern, dass das Kind die Misshandlungen nicht mitbekommen habe, weil es zu klein sei, oder weil es zu jener Zeit geschlafen oder im Zimmer gespielt habe. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Kinder die Gewalt zu Hause fast immer mitbekommen, manchmal bewusst und manchmal unbewusst durch die gedrückte, angespannte Stimmung. Indirekte Gewalterfahrung kann ebenso traumatisierende Folgen haben wie direkt erfahrene Gewalt.
Neue Forschungen zeigen, dass das Miterleben von Häuslicher Gewalt zwischen Eltern in seinen Folgen und seiner Intensität mit direkter Kindesmisshandlung vergleichbar ist, auch wenn Kinder nicht direkt angegriffen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass Häusliche Gewalt und direkte Kindesmisshandlung oftmals in den gleichen Familien auftreten. Kinder brauchen deshalb besonderen Schutz und Unterstützung!
Für gewaltbetroffene Kinder ist es besonders wichtig, dass sie neben dem gewaltbelasteten Zuhause Orte haben, wo sie kindgerechte Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse sammeln können, ohne nicht ständiger Angst ausgesetzt zu sein. Diese sogenannten Inseln können helfen, dass sie trotz erlebter Gewalt stark und mutig werden können. Nahe Angehörige, Nachbarn, Freundinnen und Freunde können wie die Schule, Freizeitverbände, Musik- und Sportvereine darin eine wichtige unterstützende Rolle übernehmen.