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Milchsäurebakterien, auch Laktobazillen genannt, bauen Zucker durch Gärung zu Milchsäure beziehungsweise Laktat um. Daher ist bei ihnen im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren gegangen, bestimmte, für ihr Überleben notwendige Substanzen selbst herzustellen. Die Laktobazillen erhalten diese Stoffe hingegen aus dem sie umgebenden Medium. Milchsäurebakterien kommen natürlicherweise im menschlichen Darm vor und schützen dort vor einer Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger.
Ebenso hemmen sie in der weiblichen Scheide das Wachstum von schädlichen Keimen. Dazu bilden sie nicht nur spezifische Hemmstoffe , mit denen sie andere, ähnliche Bakterien an der Ausbreitung hindern. Sie schaffen noch dazu durch die Bildung der Säure ein so saures Milieu, dass es vielen anderen Mikroorgansimen unmöglich macht, sich dort anzusiedeln. Die meisten Bakterien produzieren darüber hinaus weitere Substanzen, etwa Wasserstoffperoxid, die ebenfalls schädlich für andere Bakterien und Pilze sind.
Durch das Ausschalten der Zytokine können die Milchsäurebakterien deshalb beispielsweise vor chronischen Darmentzündungen schützen.