Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/349

Zürich (ots) – In den vier liquidesten Marktregionen der Schweiz (Zürich, Nordwestschweiz, Bern, Genfersee) legten die Preise von Einfamilienhäusern (EFH) und Eigentumswohnungen (EGTW) im Berichtsjahr gegenüber der Vorperiode um 3,3 % bzw. 1,7 % zu. Die regionalen Durchschnittspreise variierten stark: Während in der teuersten Region Genfersee ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr im Durchschnitt CHF 1,305 Mio. kostete, musste in der preiswertesten Region Bern mit CHF 0,77 Mio. im Mittel 40 % weniger bezahlt werden. Auch die Unterschiede zwischen den teuersten und den günstigsten Gemeinden einer Region waren enorm, selbst bei Gemeinden, die relativ nahe beieinanderliegen. Die Analyse beruht auf den effektiven Verkaufspreisen des Swiss Real Estate Data Pools (SRED).
–Die Preise von EFHs nahmen in allen vier untersuchten Regionen zu
Die Preise von Einfamilienhäusern stiegen am stärksten in den Regionen Nordwestschweiz (+4,8 %) und Genfersee (+3,6 %). In den Regionen Zürich und Bern nahmen die Objektpreise mit 3,4 % bzw. 2,0 % nur durchschnittlich bzw. unterdurchschnittlich zu.
–Die Preise von Eigentumswohnungen stiegen nur noch in zwei Regionen
Die Preise von Eigentumswohnungen stiegen nur noch in der preiswertesten Region Bern (+7,4 %) und in der teuersten Region Genfersee (+3,6 %). In den Regionen Zürich und Nordwestschweiz hingegen sanken die Objektpreise um 3 % bzw. 1,5 %. Die Preise pro Quadratmeter Nettowohnfläche erhöhten sich dagegen in allen Regionen, am stärksten in der Region Zürich mit 6,7 %.
–Enorme Preisunterschiede zwischen den teuersten und den günstigsten Gemeinden
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der teuersten Gemeinde, der Stadt Genf, kostete CHF 3,57 Mio. Im bernischen Schüpfen erhielt man für den gleichen Preis mehr als neun EFHs. Noch extremer ist der Unterschied bei den Eigentumswohnungen: In Herrliberg liegt der Durchschnitt bei CHF 2,34 Mio., wofür es im bernischen Bannwald 13 Eigentumswohnungen gibt.
In der Berichtsperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 wurden in den vier liquidesten Marktregionen rund 3’200 Einfamilienhäuser und 4’900 Eigentumswohnungen im SRED mit den effektiven Verkaufspreisen erfasst. Im Vorjahr waren es 3’100 und 4’500.
Einfamilienhäuser: in der Region Genfersee am teuersten, in der Region Bern am günstigsten
Mit einem Preisanstieg für Einfamilienhäuser von 3,6 % auf CHF 1,305 Mio. konnte die Region Genfersee ihre Spitzenposition als teuerste Region der Schweiz verteidigen. Am günstigsten liess sich der Traum vom eigenen Haus in der Region Bern verwirklichen. Im Durchschnitt kostete dort ein Haus CHF 0,77 Mio.
Generell sind die regionalen Preisunterschiede bei den Einfamilienhäuser ausgeprägter als bei den Eigentumswohnungen. So lag der Unterschied bei den Einfamilienhäusern zwischen der günstigsten und der teuersten Region bei 44 %, bei Eigentumswohnungen dagegen nur bei 33 %.
Region Genfersee überholt Region Zürich bei den Preisen für Eigentumswohnungen
Eigentumswohnungen wurden im Vorjahresvergleich insgesamt 1,7 % teurer. Mit einem Preisanstieg von 3,6 % wurde für eine durchschnittliche Eigentumswohnung in der Region Genfersee CHF 0,865 Mio. bezahlt. Die Verkäufer in der Region Zürich mussten im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Preisreduktion von 3 % auf CHF 0,82 Mio. hinnehmen. In der Region Nordwestschweiz wurde ebenfalls 1,5 % weniger für eine Eigentumswohnung bezahlt.
Interessanterweise stiegen die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche in allen vier Regionen. Dies bedeutet, dass in den Regionen Zürich und Nordwestschweiz im Vorjahresvergleich vermehrt kleinere und somit preisgünstigere Wohnungen angeboten wurden.
Massive Unterschiede bei den Eigenheimpreisen auf Gemeindeebene
Bei den Einfamilienhäusern wurden in der Stadt Genf mit CHF 3,57 Mio. die höchsten Durchschnittspreise registriert. Die günstigsten Einfamilienhäuser gab es in der Berner Gemeinde Schüpfen knapp zehnmal günstiger, sie kosteten durchschnittlich CHF 0,38 Mio. Insgesamt wurden in der Region Bern 133 Objekte im SRED Datenpool erfasst mit mittleren Transaktionspreisen von unter CHF 0,65 Mio. Allerdings gab es auch in den teuren Regionen Zürich und Genfersee günstige Gemeinden wie Fischenthal und Gryon. Dort gab es Einfamilienhäuser für CHF 0,67 Mio. bzw. CHF 0,74 Mio. Fischenthal ist nur gut 30 Autominuten von der Goldküste entfernt. Dort kosteten fünf Einfamilienhäuser so viel wie eines in Küsnacht.
Die teuersten Eigentumswohnungen wurden in der einkommensstarken Gemeinde Herrliberg mit mittleren Preisen von CHF 2,34 Mio. gehandelt. Die preiswertesten Eigentumswohnungen lagen in der Region Bern mit Durchschnittspreisen von weniger als einem Zehntel (!). Sie lagen unter CHF 0,2 Mio. pro Objekt.
Die Kaufpreise pro Quadratmeter Nettowohnfläche bei Eigentumswohnungen variierten deutlich weniger stark. So mussten in der preiswertesten Gemeinde Bannwil Quadratmeterpreise von nur CHF 3’200 bezahlt werden, während in der teuersten Gemeinde Herrliberg der Quadratmeter CHF 16’100 kostete. Dies bedeutet, dass die Wohnungen in den teuersten Gemeinden nahezu doppelt so gross sind wie in den günstigsten.
Home Market Price Analysis
Die Home Market Price Analysis ist eine jährlich erscheinende Analyse zur Entwicklung der effektiven Verkaufspreise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Die Analyse deckt die vier Schweizer Regionen mit der höchsten Anzahl Eigenheimtransaktionen ab. Die Analyse ergibt ein regional differenziertes und nach Marktsegmenten aufgeschlüsseltes Bild über die Entwicklung der Verkaufspreise von Wohneigentum in diesen Regionen.
Die Datenbasis bildet der Swiss Real Estate Data Pool (SRED). Er ist ein Non-Profit-Verein der Credit Suisse, der UBS und der Zürcher Kantonalbank und liefert die Verkaufspreise sowie weitere Objektmerkmale von allen von ihnen finanzierten Eigenheimtransaktionen in den Datenpool ein.
homegate.ch publiziert die Analyse in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich.