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Mein Lieblingsstück aus dem Konzernarchiv der Georg Fischer AG ist kein Buch im eigentlichen Sinne; es ist das Erinnerungsalbum von Johann Conrad Fischer während seiner Gesellenwanderung in den 1790er Jahren. Wenn man in dem kleinen Notizbuch blättert, das einem zeitgenössischen A5-Zeichenblock ähnelt, bekommt man einen sehr lebendigen Eindruck von Fischers Erfahrungen als junger Mann, der durch verschiedene europäische Länder reiste. Dresden, Kopenhagen, London sind nur einige der Orte, die in dem Album erwähnt werden. Menschen, die er auf seinen Reisen traf, schrieben eine Widmung und zeichneten manchmal Skizzen. So zeigt das exquisite Porträt von Fischer, das S. Graenicher 1793 in Dresden mit Bleistift anfertigte, den jungen Gesellen als selbstbewussten Menschen, der die Welt erkunden will. Auch das Porträt des Tischlerlehrlings J.C. Vogler, das vom selben Künstler stammt, vermittelt einen wunderbar detaillierten Eindruck von der Werkstatt eines Handwerkers. Eine Skizze mit ineinandergelegten Händen ist ein «souvenir d'amitié» eines Mannes aus Basel, ebenso wie eine Blumenzeichnung einer Dame aus Kopenhagen. Diese und andere Widmungen sind ein faszinierendes Zeugnis der eher persönlichen Aspekte seiner Reise. Sie ermöglichen es uns, das späte 18. Jahrhundert als eine Zeit der Offenheit und Kreativität neu zu erleben und zu rekonstruieren.