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NFS "Plant Survival – Überlebenserfolg von Pflanzen in naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen" (2001-2013)
NFS-Leiter: Prof. Martine Rahier (2001-2008), Prof. Ted Turlings (2008-2013)
Heiminstitution: Universität Neuenburg
Forschung des NFS und wichtigste Resultate
Zwischen 2001 und 2013 bearbeiteten die Forschenden von NFS Plant Survival Themen wie Zugang zu Nährstoffen, Anpassungsfähigkeit an veränderte Licht- und Umweltbedingungen, Stärkung der natürlichen Verteidigungsmechanismen von Pflanzen, Bestäubungsmechanismen und Kontrolle invasiver Pflanzen.
Der NFS erzielte wesentliche Fortschritte in der Analyse von Duftsignalen, die Maispflanzen bei Insektenbefall aussenden. Die Düfte ziehen natürliche Feinde an, die die Insekten parasitieren und letztlich töten. Verschiedene Maissorten haben diesen Abwehrmechanismus durch Züchtungen verloren. In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für chemische Ökologie (MPI-CE) in Jena haben Forschende eine genetisch veränderte Maispflanze entwickelt, die durch Duftsignale Nematoden anziehen kann.
Im Bereich der Bestäubungsgenetik stellten NFS-Forschende fest, dass durch die veränderte Expression eines einzigen Gens einer Blütenpflanze (z.B. Petunia integrifolia) die Präferenz eines bestimmten Bestäubers (z.B. Bombus terrestris) für diese bestimmte Blume geändert werden kann.
Sie konnten auch grundlegende Funktionen im Bereich der Nährstoffaufnahme durchleuchten, zum Beispiel die Verwendung von Licht für Wachstum und Fortpflanzung, die Erfassung von Photonen und die Anpassung an veränderte Lichtwellen, die Ablage von Vitaminen in Pflanzen, den Stärkehaushalt und die Alterung von Blättern.
Schliesslich befasste sich der NFS mit der Frage, wie die Verbreitung des beifussblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia), eine invasive Pflanze mit grossem Allergiepotenzial, kontrolliert werden könnte.