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Eine Klassenbühne einrichten
Damit Wörter und Sätze lebendig werden können, richten die Lernenden für die Dauer der Arbeit mit magazine 3.2 im Klassenzimmer eine Klassenbühne ein, auf der sie mit ihren Wörtern und kleinen Geschichten auftreten können. Dies kann mit wenig Aufwand bewerkstelligt werden:
Theaterpädagogische Grundsätze
Für einen Bühnenauftritt gelten theaterpädagogische Grundsätze. Den Lernenden soll klar sein, dass ein Auftritt ein seriöses Unterfangen ist, das gut vorbereitet sein will. Zudem gilt es die auf Seite 5 beschriebenen Überlegungen zu Konzentration, Mut, Sprache, Zuschauerinnen und Zuschauern und Engagement zu berücksichtigen.
Auf die Klassenbühne treten – ein Ritual
Die Auftritte auf der Klassenbühne können während der Französischlektionen stattfinden oder im Sinne eines Rituals in den Unterrichtsverlauf eingebaut werden, zum Beispiel als gemeinsamer Beginn oder Abschluss des Unterrichts oder als Überleitung von einer in die nächste Lektion.
Fächerübergreifend arbeiten, mit anderen Klassen zusammenarbeiten
Die Idee der Klassenbühne kann als fächerübergreifendes Projekt realisiert werden. Nebst Französisch können auch andere Sprachen, wie die Schulsprache oder weitere Erstsprachen von Mitschülerinnen und Mitschülern berücksichtigt werden. Es ist auch denkbar, mit einer andern 3. Klasse zusammenzuarbeiten, so dass die Erfahrungen geteilt werden können.
Kohärenz und Progression
In parcours 2 von magazine 3.1 haben die Lernenden mit deutsch-französischen / französisch-deutschen Parallelwörtern und Internationalismen gearbeitet. Die Wortschatzarbeit in magazine 3.2 bezieht sich nun vorwiegend auf französische Wörter.
Wörter sind überall
Französische Wörter können überall entdeckt werden: in den magazines, im ESP, in Büchern, in Zeitschriften, auf Anschriften in der Ortschaft, in Wörterbüchern, im Internet … In diesem parcours machen sich die Lernenden auf Wörtersuche und entdecken dabei viel Interessantes.
Aperçu de la tâche
Der Blick auf die tâche zeigt den Lernenden, welche Aufgabe sie am Ende des parcours lösen werden: auf die Klassenbühne treten und Wörter und Ein-Satz-Geschichten präsentieren. Die Schlussaufgabe zu kennen, kann Neugierde und Interesse wecken und für die Bearbeitung der activités und der tâche motivieren.
Die tâche besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist als Partnerarbeit, der zweite als Gruppenarbeit zu dritt angelegt. Es empfiehlt sich, mit der Klasse die Zusammenarbeit in Gruppen zu thematisieren.
Die Gruppen bestimmen den Zeitpunkt für die Präsentationen auf der Bühne selber. Damit liegt die Verantwortung für die Planung des Arbeitsprozesses bei den Lernenden. Die Lehrperson übernimmt die Koordination und Organisation der Auftritte der verschiedenen Gruppen.
Objectifs
Die Lernziele beziehen sich auf die drei Kompetenzbereiche «Sprachhandeln», «Bewusstheit für Sprache und Kulturen» und «Lernstrategische Kompetenzen».
In Kompetenzbereich I geht es um einen offenen und kreativen Zugang zu einem reichen Fundus an Wörtern, wie man ihn unter anderem im Wörterbuch findet. Eine erste Einsicht in den Bau eines einfachen Satzes erlaubt den Lernenden zudem, kurze Einsatz-Geschichten zu schreiben und vorzutragen.
Das Ziel von Kompetenzbereich II verbindet die Schulsprache mit der neu zu lernenden Sprache. Die Lernenden können die Einsicht in die drei Wortarten Nomen, Verb und Adjektiv in beiden Sprachen gleichzeitig gewinnen oder die Wortarten in der zweiten Sprache – sei es Deutsch oder Französisch – wiederentdecken. So oder so können beim Sprachenlernen Synergien genutzt werden.
In den lernstrategischen Zielen wird das Lernpotenzial von Bildern aufgezeigt. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler das Wörterbuch als Fundgrube für die Sprachproduktion kennen.
Die Lernziele sollen mit den Lernenden zusammen besprochen werden. Geeignete Momente sind:
Die Transparenz der Lernziele ermöglicht den Lernenden ein zunehmend selbstständigeres und eigenverantwortlicheres Handeln. Mit dem Thematisieren der Ziele kann ein Beitrag zur Entwicklung der Selbstkompetenz geleistet werden.