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„Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“
Dieses verkürzte Zitats des römischen Dichters Juvenal hat heute eine tiefere Bedeutung: Die Tatsache, dass sich Körper («Soma») und Geist («Psyche») nicht trennen lassen, ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Es gibt demnach keine Krankheiten, welche nur den Körper oder nur den Geist befallen.
Wissenschaftlich gesprochen bestehen immer psychosomatische und somatopsychische Wechselwirkungen. Dies trifft speziell auf chronische Schmerzzustände zu. Chronische Schmerzen zermürben die Patienten körperlich und können das ganze Denken und Fühlen vollkommen beherrschen und beeinträchtigen.
„Wir hören in den Schmerz hinein, indem wir dem Patienten zuhören.“
Ziel der psychologischen Diagnostik ist es, herauszufinden, ob zusätzlich zur körperlichen Problematik auch psychische Faktoren vorhanden sind, welche die Schmerzkrankheit unterhalten und ihre Behandlung erschweren. Speziell sind hier Stimmungsschwankungen, Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und Angstzustände gemeint.
Aspekte wie Arbeitsunfähigkeit, Rückzug aus dem sozialen Leben und Verlust der Freuden des Alltags werden mit dem Patienten detailliert betrachtet. In der anschliessenden Therapie wird versucht, diesen Faktoren entgegenzuwirken.