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Broccolo fiolaro di Creazzo trifolato
Gedünsteter Broccolo fiolaro
Diese bei uns weitgehend unbekannte Broccoli Variante, die auf den Hügeln in der Gegend von Creazzo, in der Provinz Vicenza, angebaut wird, kann man mit etwas Glück auf dem Gemüsemarkt finden. Er sieht dem catalogna oder dem cima di rapa sehr ähnlich, hat aber – anders als man erwarten würde – keinen bitteren Anteil. Wir empfanden ihn sogar leicht süsslich-nussig.
Zutaten und Zubereitung
1 kg broccolo fiolaro
Den broccolo auseinanderdrücken, die härtesten Blätter wegwerfen, den Rest in ca. 5 cm lange Stücke schneiden, unter fliessendem Wasser waschen und in gesalzenem, siedendem Wasser 15 – 20 Minuten blanchieren. Darauf achten, dass er nicht zu weich wird und nach der Kochzeit sofort kalt abschrecken.
2 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel
Olivenöl in einer weiten Pfanne erhitzen, die Zwiebel bei mittlerer Hitze geduldig andünsten, den blanchierten broccolo leicht ausdrücken, dass er nicht zu nass ist, und etwa 5 Minuten mitdünsten.
Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Vom Feuer nehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben entweder mit Olivenöl oder einem sämigen acetobalsamico beträufeln oder mit parmigiano bestreut servieren.
VARIANTE:
Anstelle der Zwiebel 1 Knoblauchzehe in Scheiben schneiden und zusammen mit einer Messerspitze peperoncino im Olivenöl andünsten, dann zwei Sardellenfilets darin zergehen lassen und den broccolo etwa 5 Minuten mitdünsten, salzen, pfeffern und servieren.
HINWEIS:
Schon vor mehr als 100 Jahren beschrieb Pellegrino Artusi (4.8.1820 – 30.3.1911), der Begründer der italienischen Nationalküche, in seinem Kochbuch „La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene“ das folgende Rezept: „Die Blätter reinigen, die härtesten wegwerfen und die übrigen in heissem Wasser kochen, herausnehmen und sofort in kaltem Wasser abschrecken. Nach dem Abschütten grob schneiden und zusammen mit lardo vergine (lardo di Colonnata) in einer Bratpfanne andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen, Weisswein angiessen unter ständigem Wenden weiterkochen, bis der Wein verdunstet ist; dann als Köstlichkeit servieren. Ich kann für dieses Gericht keine präzisen Mengenangaben machen, habt Geduld und versucht dies selbst herauszufinden, so dass es eurem Geschmack am besten entspricht.“