Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03243.jsonl.gz/2133

In dem Mitte der Siebzigerjahre von der Regionalplanungsstelle beider Basel ausgearbeiteten Buslinienkonzept für den unteren Kantonsteil war auch eine Querverbindungslinie von Arlesheim über Reinach und Therwil nach Biel-Benken enthalten. Die neue Autobuslinie konnte schliesslich am 15. Oktober 1978 als Teil des Ausbaukonzepts «Grünes Licht für den öffentlichen Verkehr» eröffnet werden und erhielt die Nummer 64. Sie endete allerdings nicht wie ursprünglich geplant in Biel-Benken, sondern wurde über Oberwil nach Bottmingen weitergezogen und übernahm dabei den Abschnitt Biel-Benken–Bottmingen von der gleichzeitig eingestellten Linie 62.
Die neue Tangentiallinie entsprach einem grossen Bedürfnis und war von Anfang erfolgreich; Änderungen an der Linienführung drängten sich nicht auf. 1997 konnte in Arlesheim eine direkte Umsteigemöglichkeit zur Tramlinie 10 geschaffen werden, indem anstelle des alten Birseckbahndepots im Ortszentrum ein Einkaufskomplex mit Buswendeplatz erstellt worden war. 2001 trat der 64er den Abschnitt Biel-Benken–Bottmingen an die neue Linie 60 ab, womit der Linienverlauf nun exakt dem ursprünglichen Konzept aus den Siebzigerjahren entsprach.
Seit 2009 verkehrt die Linie 64 ab Therwil zur neuen Endhaltestelle Bachgraben im äussersten Westen der Stadt Basel, womit eine Querverbindung von Oberwil nach Allschwil entstand. Gleichzeitig liessen sich das Gymnasium Oberwil (endlich) vollwertig an den öffentlichen Verkehr anbinden und die prosperierenden Gewerbezonen sowie die Freizeitanlagen entlang des Hegenheimermattwegs erschliessen. Das Fahrgastaufkommen rechtfertigte den Einsatz von Gelenkwagen. Der Abschnitt Therwil–Biel-Benken fiel an die Linie 62.
Um die Fahrplanstabilität zu verbessern, wird der Abschnitt Dornach Bahnhof–Arlesheim Dorf seit Ende 2019 von der Linie 65 bedient.