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Beim Hofe gleichen Namens befindet sich etwa zehn Minuten ob Truns auf einem runden Hügel die imposante Turmruine Cartatscha. Die Bauart lässt auf sehr hohes Alter des Turmes schließen. Er ist im obern Oberlande ein Unikum. Keine Burg und kein anderer Turm ist wie er aus so grossen und genau bearbeiteten Felsblöcken erstellt. Die Mauern sind sehr dick. Am ganzen Turme sind weder Tür noch Fensteröffnungen wahrzunehmen. Über die Geschichte des Turmes wissen wir gar nichts. Keine Urkunde tut seiner Erwähnung. Im Mittelalter gehörte er wohl dem Kloster Disentis, das bei Truns viele Rechte besass. Sehr wahrscheinlich war die Burg von den Ministerialen des Klosters Disentis bewohnt, die sich nach ihr benannten. Ein Olricus de Crestazia beschwört im Jahre 1261 den Vertrag des Abtes Heinrich von Disentis mit den Herren von Orelli.
Die Sage berichtet, dass ein Burgvogt einst von einem pflügenden Bauern erschlagen und im Ackerfelde beerdigt worden sei. Seither seien die Burgbewohner verschollen.
Bibliographie