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Vor gut 30 Jahren waren in der Schweiz 4'500 Personen inhaftiert. Damals lebten erst rund 6,6 Millionen Menschen in diesem Land. Inzwischen sind zwei Millionen Menschen dazu gekommen. Aber wie hat sich die Anzahl der Insassen seither verändert? Packe den Slider und gib deinen Tipp ab:
Aktuell sind damit 73 Personen pro 100'000 Einwohner inhaftiert. Der Wert am Stichtag vom 31. Januar 2021 war mit 6316 Personen der tiefste seit 2011.
Von den Inhaftierten befinden sich zurzeit 1989 Personen in Sicherheits- oder Untersuchungshaft. Von allen Insassen in der Schweiz sind 94 Prozent Männer und rund 70 Prozent Ausländer. Beide Anteile bewegten sich in den letzten Jahren auf konstantem Niveau.
Die Schweizer Justizvollzugseinrichtungen verfügen insgesamt über 7’397 Haftplätze und sind damit zu 85 Prozent belegt. Die Gesamtzahl der Inhaftierungen ist zwischen 2019 und 2020 von 47'588 auf 41'224 gesunken, das entspricht einem Rückgang von 13,4 Prozent.
Das Bundesamt für Statistik meldet im heute veröffentlichten Bericht zum Freiheitsentzug in der Schweiz ausserdem, dass es einen Trend gibt zu grösseren Haftanstalten mit mehr Plätzen, während vermehrt kleinere geschlossen werden. Aktuell werden in der Schweiz 92 Justizvollzugseinrichtungen betrieben, das sind sechs weniger als im Vorjahr. Im Jahr 1995 waren es noch 164 in der ganzen Schweiz.