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Das Verfahren, um in Indonesien einen kollektiven Landtitel zu erhalten, ist lang und aufwändig. Nur wenigen indigenen Gemeinschaften ist das bisher gelungen. Silit entschied sich, diesen Weg zu gehen. Ein wichtiger Schritt war die Kartierung ihres Territoriums. Dafür war eine Delegation des Dorfes mehrere Tage im Wald unterwegs, hat die Koordinaten von Grenzmarkierungen wie alten Bäumen, Bachläufen oder Weggabelungen per GPS aufgenommen und eine digitale Karte erstellt. Diese ist Grundlage sowohl für den Landtitel als auch den zukünftigen Umgang mit dem Territorium. Zwei Drittel davon bleiben geschützter Wald, lediglich ein Drittel ist als Produktionsfläche reserviert. Niemand im Dorf darf eigenmächtig Land an Dritte abgeben.
Ende 2022 kam dann die lang ersehnte Nachricht aus Jakarta: Ihr kollektiver Waldbesitz (über 4272 Hektaren) wurde staatlich anerkannt und registriert. Im Regierungsbezirk Sintang – halb so gross wie die Schweiz – ist Silit das erste Dorf, das ein solches «Customary Forest Certificate» sein Eigen nennt. Am 22. Februar 2023 hat der indonesische Präsident Joko Widodo zwei Vertretern des Dorfes die Besitzurkunde eigenhändig überreicht. Das ist nicht nur eine grossartige Anerkennung für Silit. Es ist auch ein enorm wichtiges Zeichen für die Region.