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Kantonsrat will höhere Auslastung im Zürcher Schauspielhaus
Der Kantonsrat folgte am Montag mit 103 zu 64 Stimmen einem Mehrheitsantrag der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK). Dieser verlangt, dass das Zürcher Schauspielhaus sein Angebot auf breitere Bevölkerungsschichten ausrichten und dadurch die Auslastung erhöhen soll. Die Debatte um die Ausrichtung des Schauspielhauses erfolgte im Rahmen der Genehmigung der vom Regierungsrat vorgeschlagenen Beiträge aus dem Kulturfonds zugunsten der grossen Kulturinstitutionen in den Städten Zürich und Winterthur.
Der Regierungsrat knüpft die Beiträge an Kriterien aus dem Kulturleitbild. Darin enthalten ist unter anderem der Auftrag, verschiedene Bevölkerungsschichten anzusprechen. Eine Minderheit von SP, Grüne, AL und EVP lehnten es deshalb ab, zusätzliche Erwartungen an das Schauspielhaus zu stellen. Das Schauspielhaus geriet zuletzt wegen einer relativ tiefen Auslastung der Vorstellungen in die Kritik. Das Programm sei zu stark auf Minderheiten ausgerichtet, machen Kritiker geltend.
Beim Kunsthaus war es der Regierungsrat, der zusätzliche Vorgaben machte. Er machte die Gewährung von Projektbeiträgen von der Bedingung abhängig, dass auch Vorhaben für die Provenienzforschung der Emil-Bührle-Sammlung dabei sind. Ein Antrag der SVP, gar keine Beiträge an die Kulturinstitutionen der Stadt Zürich auszurichten, scheiterte mit 120 gegen 46 Stimmen.
Insgesamt belaufen sich die Beiträge aus dem Kulturfonds auf rund 14 Millionen Franken. Die Beiträge gehen in der Stadt Zürich an das Schauspielhaus, das Kunsthaus und die Tonhalle. In Winterthur erhalten das Kunstmuseum, das Musikkollegium und das Theater Winterthur Beiträge.