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Wenn das kein gutes Omen ist: Genau am 4. Dezember 2007, dem Tag ihrer Schutzpatronin "der Heiligen Barbara" haben die Mineure in Erstfeld mit dem maschinellen Vortrieb begonnen. Nach der Barbarafeier in der Kirche Erstfeld folgte auf der Baustelle das Andrehen der Tunnelbohrmaschine "Gabi 1" in der Oströhre. Damit läuft nun auch im letzten Teilabschnitt des Gotthard-Basistunnels der Tunnelausbruch. Ende 2009 soll nach 7,2 km Vortrieb der Durchschlag zum Teilabschnitt Amsteg erfolgen.
Als Vorbereitungsarbeiten hatten die Mineure parallel zur Montage der Tunnelbohrmaschinen (TBM) seit Ende August 2007 die ersten 20 m der Tunnelröhren im Sprengvortrieb ausgebrochen. Die TBM benötigen diese Startröhren, um sich mit den so genannten Grippern im Berg zu verspannen, damit sie ihre Vortriebskraft auf den Berg übertragen können. Wie ein Spitzensportler muss sich die Maschine zuerst "warm" laufen. Der eigentliche Leistungsvortrieb in der Oströhre beginnt anfangs April 2008, der Durchschlag soll im Dezember 2009 erfolgen. Die zweite TBM "Gabi 2" wird den Leistungsvortrieb in der Weströhre im Mai 2008 aufnehmen, der Durchschlag wird im Februar 2010 erwartet.
Vor dem Festakt des Andrehens hatten die Mineure in der katholischen Kirche in Erstfeld in einer Heiligen Messe ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara, gefeiert. Auch auf den anderen Baustellen am Gotthard ruhte die Arbeit für die Feierlichkeiten zum Barbaratag.
Die Arbeiten in Erstfeld umfassen den Vortrieb der beiden Einspurröhren für den 7,2 Kilometer langen Teilabschnitt des Gotthard-Basistunnels von Erstfeld nach Amsteg, den Ausbruch von 23 Querschlägen und den Bau der unterirdischen Verzweigung für die spätere Realisierung einer unterirdischen Bergvariante im Kanton Uri.
Am 1. Dezember 2007 waren von den insgesamt 153.5 km Tunnel, Schächte und Stollen des Gotthard-Basistunnels 106.3 km oder 69.3 Prozent ausgebrochen.