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Ausstellung «Canto d'amore»
«Canto d'amore. Klassizistische Moderne in Musik und bildender Kunst 1914–1935»
Kunstmuseum Basel in Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung
27. April bis 11. August 1996
26.04.1996
In einer reichen Folge exemplarisch ausgewählter Meisterwerke aus bildender Kunst und Musik erschloss diese Ausstellung einerseits die Spielarten «klassizistischer Moderne» in diesen beiden Künsten in paralleler Darstellung, zeigte andererseits jedoch auch deren enge Verbindungen in der Vorliebe für Themen aus der antiken Mythologie, dem Reich der Commedia dell'Arte oder der ländlichen Idylle. Als fundamentale Gemeinsamkeiten traten stilistische Tendenzen zu Einfachheit und Klarheit und der ausdrückliche Bezug auf die Tradition einerseits, die engen Beziehungen zur zeitgenössischen Avantgarde andererseits vor Augen. So waren zentrale Künstlergestalten der Avantgarde wie Igor Strawinsky und Pablo Picasso zugleich Hauptfiguren eines neuen Klassizismus, dessen Erscheinungsformen von den Erfahrungen der Moderne durchdrungen waren. Die kongeniale Zusammenarbeit dieser beiden Künstler kam ebenso ausführlich zur Darstellung wie diejenige Giorgio de Chiricos mit Alfredo Casella. Daneben wurden mit Musikmanuskripten aus der Paul Sacher Stiftung und anderen bedeutenden Musikarchiven wie mit Gemälden und Plastiken aus den grossen internationalen Museen und privaten Sammlungen Maler, Bildhauer und Komponisten wie Bonnard, Maillol, Matisse, Mondrian, Klee, Hindemith, Honegger, Milhaud, Satie und Schönberg als Vertreter einer der künstlerisch dichtesten Epochen des 20. Jahrhunderts gezeigt.
Katalog: «Canto d'amore. Klassizistische Moderne in Musik und bildender Kunst 1914–1935», hrsg. von Gottfried Boehm, Ulrich Mosch und Katharina Schmidt, 1996 (Bern: Benteli), 534 Seiten.
«Canto d'amore. Classicism in Modern Art and Music 1914–1935» (London: Merrell Holberton Publishers); «Canto d'amore. Modernité et classicisme dans la musique et les beaux-arts entre 1914 et 1935» (Paris: Flammarion).