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Die anspruchsvollen, ortsbaulichen Rahmenbedingungen in der Kernzone, die Aussicht zum Munot und die Nordlage des Hanges bestimmen hauptsächlich den vorliegenden Entwurf. Aus diesen Parametern ergänzt der Neubau, als präzises Puzzlestück den Bestand zu einem harmonischen Ensemble. Durch die traufständige Fassade zum Klusweg und der Ortfassade zum bestehenden Platz mit einem prächtigen Baum entstehen zwei klar definierte Aussenräume. Die sich verjüngende Gebäudesilhouette zu den westlichen Nachbargebäuden übernimmt deren Massstäblichkeit. Das Gebäude selbst interpretiert die traditionelle Dreiteiligkeit vieler historischen Bauten: Haus auf schwerem Sockel mit filigranem Dach. Die Dachneigung entspricht einer im Weinland typischen Neigung von 42°. Zum Klusweg und zum Munot ist zusätzlich eine ortsübliche Gartenlaube angefügt. Im Sockelbereich sind hochrechteckige Lochfenster vorgesehen. Darüber liegt das „Piano nobile“ mit Reihenfenstern, klar strukturiert und mit vertikalen Pfosten unterteilt. Ein Dachgeschoss in Holz mit runden Lochfenstern und Dachvorsprung schliesst das Gebäude ab. Nach Süden gräbt sich der Sockel in den Hang und lässt darüber einen grosszügigen Gartensitzplatz entstehen. Die innere Nutzungsverteilung strukturiert sich in vier Teile: Der Sockel mit dem Eingang beinhaltet die beiden Kinderzimmer, den Sportraum, die Waschküche und die grosse Doppelgarage. Auf dem erwähnten „edlen Geschoss“ sind die eher gemeinschaftlichen Nutzungen vorgeschlagen. Das Dachgeschoss ist den Eltern vorbehalten, verbindet sich aber über den zweigeschossigen Raum mit dem Hauptgeschoss. Im reduzierten Untergeschoss befindet sich der Keller, die Technik und der Hobbyraum.