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<h2>SubmittedText<h2><p>In der Ausschreibung des EDA für die Stelle als "Human Security Advisor for the Occupied Palestinian Territory" (Arbeitsort: Ramallah) wird u. a. "perfect command of German or French (passive knowledge of another language)" verlangt.</p><p>1. Welche Aufgaben dieser Position erfordern es, dass eine dieser beiden Amtssprachen beherrscht wird, die dritte aber nicht?</p><p>2. Warum muss die Beherrschung "perfekt" sein? Würde eine Kandidatin oder ein Kandidat mit guten Kenntnissen nicht berücksichtigt?</p><p>3. Ist der Bundesrat der Auffassung, dass diese Stellenausschreibung dem Buchstaben und dem Geist des Sprachengesetzes und der Sprachenverordnung sowie den Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung und den "Leitlinien zu Personalfragen - Leitfaden Förderung Mehrsprachigkeit" des EPA entspricht?</p><p>4. Gemäss den Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit können die Ämter Mehrsprachigkeitsbeauftragte einsetzen, welche die Führungskräfte in praktischen Fragen der Mehrsprachigkeit unterstützen. Gibt es in der Direktion der Verwaltungseinheit, die diese Stellenausschreibung veröffentlicht hat, eine solche Person? Wird sie bei der Formulierung von Stellenausschreibungen zu Aspekten der Mehrsprachigkeit konsultiert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Es gibt keine Aufgaben der ausgeschriebenen Position, welche die Beherrschung der beiden genannten Amtssprachen erfordern. Somit gibt es keinen Grund, warum in der Ausschreibung nur Französisch und Deutsch als Sprachen verlangt werden, Italienisch als dritte Landessprache jedoch nicht erwähnt wird.</p><p>2./3. "Perfect command" kann tatsächlich diskriminierend verstanden werden, wenn nur Französisch und Deutsch als Voraussetzungen gefordert werden. Die Formulierung in der Stellenausschreibung für "Human Security Advisor" wird künftig folgendermassen lauten:</p><p>"Excellent knowledge of Italian or French or German (with knowledge of another Swiss official language) and English language (written and orally)".</p><p>4. Die Funktion der Mehrsprachigkeitsdelegierten wird im EDA seit 2009 von der Fachstelle Chancengleichheit EDA wahrgenommen. Die Fachstelle ist zuständig für die Sensibilisierung der personalrekrutierenden Stellen im Departement, die strategische Umsetzung des Sprachengesetzes, der Sprachenverordnung und der Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung sowie für die Anwendung des "Leitfadens zur Förderung der Mehrsprachigkeit". Dem EDA ist es ein wichtiges Anliegen, die Publikation der Stellenausschreibungen so zu formulieren, dass keine Sprachminderheit diskriminiert wird und die amtssprachlichen Anforderungen gemäss den Artikeln 6a und 6b der Sprachenverordnung klar kommuniziert werden. Zur Frage der Mehrsprachigkeit bei der Formulierung von Stellenausschreibungen braucht die Fachstelle Chancengleichheit EDA nicht systematisch konsultiert zu werden. Die HR-Beratungen des EDA und die Mehrsprachigkeitsdelegierte streben hingegen gemeinsam mit den Linienvorgesetzten das Ziel an, die Kriterien der Personalauswahl nach den Weisungen des Bundesrates und des Leitfadens EPA zu erfüllen.</p><p>Der Bundesrat hält fest, dass 45 Prozent der Stellen als "Human Security Advisor" mit Angehörigen der sprachlichen Minderheiten besetzt sind und deshalb in der Praxis keine Diskriminierung besteht.</p>  Antwort des Bundesrates.