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Wetterrückblick
Frühling mit zwei Gesichtern
Später Schnee und frühe Hitze
Der Frühling ist in diesem Jahr wärmer, trockener und sonniger als im langjährigen Mittel gewesen. Es gab aber auch Osterschnee und verheerende Spätfröste und Unwetter.
Dank eines rekordwarmen März und einem sommerlichen Mai fällt der Frühling in diesem Jahr überdurchschnittlich warm aus. In beiden Monaten gab es zwar auch kältere Phasen mit Frost und Schnee, doch die für die Jahreszeit teils extrem hohen Temperaturen überwogen deutlich. Der April zeigte dagegen ein völlig anderes Gesicht und war aufgrund einer eiskalten zweiten Monatshälfte der kälteste seit 16 Jahren. Regional gab es sogar weiße Ostern und verheerende Spätfröste, sodass Winzer und Obstbauern herbe Verluste hinnehmen mussten.
Aufgrund der vielen sonnigen Tage fiel im Frühling weniger Regen als im langjährigen Mittel. Ursache hierfür war die vergleichsweise schwach ausgeprägte Tiefdruckaktivität. Stattdessen dominierten Hochdruckgebiete, die mal kalte und mal überdurchschnittlich warme Wetterphasen brachten. Niederschläge gab es vor allen in Form von Aprilwetter mit Schauern oder einzelnen heftigen Gewittern, ausgedehnte Regengebiete waren selten. Immerhin dämpften kräftige Regen- und Schneefälle im März und April die teils extreme Trockenheit im Süden.
Dank der sonnigen Monate März und Mai weist auch der Frühling insgesamt mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel auf. Besonders oft schien die Sonne im Westen und Süden, im Norden und Osten hielten sich dagegen etwas mehr Wolken. Aber auch dort war der Frühling meist überdurchschnittlich sonnig. Die sonnigsten Phasen des Frühlings waren jeweils die letzten Monatsdrittel der Monate März und Mai. Die vielen Sonnenstunden verschärften jedoch in weiten Teilen Deutschlands die Trockenheit, es gab sogar erste kleinere Waldbrände.