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Einmarsch der Franzosen
1798, nach 462 jähriger Vorherrschaft der Zünfte in der Stadtstruktur, lösten Franzosen nach ihrem Einmarsch unter der Devise «Liberté, Egalité, Fraternité» und der Gewerbefreiheit die politischen Zünfte auf. Die Zünfte verkauften mit wenigen Ausnahmen ihr Zunfthaus. Auch der Silberschatz wurde veräussert oder unter den Zünftern aufgeteilt. Die Handwerksvereinigungen blieben noch bestehen, sie gingen mit der Gewährung der Gewerbefreiheit und der Liberalisierung des Handels in den Dreissigerjahren des 19. Jahrhunderts unter. Allerdings hatte man nach fünf Jahren politischer Unsicherheit die Zünfte als Wahlgremien wieder eingesetzt, auf der Landschaft wurden die sogenannten Wahlzünfte gebildet, und so erhielt das Wort Zunft in Zürich im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für einen Wahlkreis auch eine zusätzliche Bedeutung.