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Die Ritterzelte im Mittelalter
Der Begriff des Mittelalters bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit ca. 6. bis 15. Jahrhundert. Das Mittelalter gliedert sich in drei Teile: frühes, hohes und spätes Mittelalter.
Im Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter zerbrach die politische und kulturelle Einheit, des durch die griechisch-römische Antike geprägten Mittelmeerraums. Während das Byzantinische Reich im Osten intakt blieb, ging das Westreich 476 unter. Es entstanden neue Reiche, bewohnt von romanischen, germanischen, slawischen und keltischen Völkern. Während der antike Kernraum bereits christlich geprägt war, wurden im Mittelalter die übrigen „heidnischen“ Gebiete von Europa christianisiert.
Das Hochmittelalter war die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnegesangs. Die Bevölkerung begann zu wachsen, Handwerk und Handel wurden gefördert und auch die Bildung war nun nicht länger ausschließlich ein Privileg des geistlichen Standes. Allerdings verlief die Entwicklung in den einzelnen Reichen recht unterschiedlich. In diese Epoche fallen die Kreuzzüge. Später traten die religiösen Ziele der Kreuzzüge in den Hintergrund, oftmals zugunsten von Machtpolitik und wirtschaftlichen Interessen.
Das Spätmittelalter war die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. Die schlimmste Katastrophe im 14. Jahrhundert stellte die Pest dar, die in Europa fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung, vor allem in den Städten, das Leben kostete. Die Entvölkerung führte zu Aufständen und einem Wandel der Sozialstrukturen, die das Rittertum zugunsten des Bürgertums schwächten und in der katholischen Kirche einige Reformbewegungen auslösten. Ebenfalls die Kunst und Wissenschaften befanden sich im Spätmittelalter im Aufbruch. Die bereits im Hochmittelalter erfolgte Gründung der ersten Universitäten und die Erfindung des Buchdrucks verhalfen den Wissenschaften und der Philosophie zu einem neuen Aufschwung. Künstlern eröffneten sich neue Möglichkeiten, die bisher auf kirchliche Motive beschränkte Malerei wurde nun auf andere Bereiche ausgeweitet, auch die Dreidimensionalität wurde von den Malern entdeckt.
Für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit war im Wesentlichen die Erfindung des modernen Buchdrucks um 1450, die Entdeckung der neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492 und der Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche mit dem Beginn der Reformation verantwortlich.
Quelle: wikipedia.org
Bildquelle: kayserstuhl.de