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Köniz, Schliern b. Köniz, 3098
|Informationen zur Herstellung der Statuen|
In der alten Tradition der Herstellung normalgroßer Statuen wird in Nepal hauptsächlich nach der Methode des cire perdue gearbeitet, d.h. mit einer verlorenen Wachsform. Diese zeitaufwendige Prozedur wird vom Statuenmacher als Ritual verstanden: Durch die Arbeit an einer sakralen Statue ist es ihm möglich sein Karma positiv zu beeinflussen.
Um einen Tonkern, der grob die Umrisse der herzustellenden Statue wiedergibt, wird ein bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Modell aus Wachs gefertigt, das in Proportion und Form der jeweiligen ikonographischen Vorgabe entsprechen muss. Das Wachsmodell wird dann wiederum vorsichtig mehrfach mit feinem Lehm überzogen. Wird die Figur erwärmt und dadurch das Wachs heraus geschmolzen, bleibt die Gussform bestehend aus äußerem Tonmantel und innerem Tonkern.
Als Gussmaterial dient hauptsächlich Kupfer, bzw. Metalllegierungen die auf Kupfer basieren, wie zum Beispiel auch Bronze. Nur selten wird Silber oder Gold als Gussmaterial verwendet.
Nach Abkühlung des Metalls wird der äußere Tonmantel zerschlagen und damit die Gussform zerstört. Das so entstandene Duplikat des Wachsmodells, der Rohguss, muss aufwendig überarbeitet werden. Hat die Oberfläche der Statue ein ebenmäßiges Erscheinungsbild erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Oberflächenveredelung.
Viele Statuen werden nach wie vor komplett feuervergoldet. Andere werden patiniert und erhalten letztendlich nach aufwendiger Politur eine bräunlich glänzende, bronzene Optik. Bei sogenannten dreifarbigen Statuen liegt eine teilweise Feuervergoldung und Bräunierung des Korpus vor, während das Gesicht mit einer Goldpuderschicht veredelt wird.
Eine Rarität der Oberflächenbearbeitung stellt das stone finish dar. Dem Metallguss wird eine steinerne Optik verliehen.
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Masse: H: 10 cm