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«Dä muesch gseh ha!», rief Küre ins Telefon. Es war für ihn kein Leichtes, mich davon zu überzeugen, mit ihm ans Menuhin Festival in Gstaad zu kommen, wo Bobby McFerrin auftreten würde. Ich fuhr dann hin, nach Gstaad also, in das Dorf im Berner Oberland, zugehörig der Einwohnergemeinde Saanen; ab Bern dauert die Zugfahrt rund zwei Stunden. Wer die beste Verbindung wählt, steigt nur einmal um.
Ich war bereits bei der Dorfkirche in Saanen angekommen, als mich Küre wissen liess, dass er sich um eine halbe Stunde verspäten würde. Also blieb genug Zeit, mich mit Alec anzufreunden, dem braungebrannten Aktivisten, der sich am Fusse der Kirche installiert hatte, um die Festivalbesucher mit Flyern auszustatten (und nebenbei den Zorn der Organisation auf sich zu ziehen). Hier grob zusammengefasst, was auf den Flugzetteln geschrieben steht: Yehudi Menuhin, Gründer des Festivals/Violinist/Dirigent/Humanist und Ehrenbürger von Gstaad, hätte sich wohl im Grabe umgedreht, wüsste er, dass seit dem Jahr 2002 (also drei Jahre nach seinem Tod) die HSBC Bank als Hauptsponsor für sein Festival ins Boot geholt wurde. Alec und ich waren gerade erst per du, als Küre kam und wir in die Kirche hetzten. Die war rappelvoll, aber wir erspähten noch zwei freie Plätze, drückten uns an den bereits Sitzenden vorbei und da wurde uns klar, weshalb die überhaupt noch frei waren, aber da war es schon zu spät: