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Celtic Frost
Bandgeschichte
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Celtic Frost wurde 1984 von Tom G. Warrior (Thomas Gabriel Fischer), Martin Eric Ain (Martin Stricker) und Steven Priestly nach der Auflösung von Hellhammer gegründet und brachte die Mini-LP Morbid Tales bei dem deutschen Label Noise Records heraus, bei dem Hellhammer unterschrieben hatte; diese entpuppte sich als Erfolg. Daraufhin tourte die Band durch Deutschland und Österreich. 1985 erschien dann die Mini-LP Emperor's Return die mit Circle of the Tyrants auch ihren ersten Hit enthielt.
Für ihr erstes volles Album To mega therion, das noch im selben Jahr erschien, konnte die Band für die Cover-Gestaltung H. R. Giger gewinnen und knüpfte an den Erfolg der ersten Mini-LPs an. Der Song Circle of the Tyrants wurde hierauf nochmals in einer neuen Version veröffentlicht. Der Albentitel bezieht sich auf den Antichrist aus der Offenbarung des Johannes.
Das zweite Album Into the Pandemonium erschien 1987 und sollte einen immensen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Metal erreichen. Zu dem Thrash Metal traten Elemente des Gothic Rock und Dark Wave.
Während einer folgenden Tour durch die USA spitzten sich finanzielle Probleme und persönliche Spannungen der Mitglieder in der kompletten Auflösung von Celtic Frost zu. Sechs Monate später entschied sich Tom G. Warrior zu einer Wiederaufnahme der Arbeiten, zusammen mit Stephen Priestly, Oliver Amberg und Curt Victor Bryant. Trotz seiner Entscheidung legte er anscheinend weniger Interesse in die Aufnahmen, und überliess die Arbeiten an Cold Lake Amberg und dem Produzenten Tony Platt. Stilistisch entfernte sich die Band stark von ihren Thrash-Metal-Wurzeln und tendierte in Richtung Heavy Metal und Glam Metal. Das Album hatte weder Erfolg im Mainstream noch in der Metal-Szene, sondern führte stattdessen zu Ausverkaufsvorwürfen.
Auf dem folgenden Album Vanity/Nemesis von 1990, auf dem sich die Band wieder deutlich härter präsentierte, kehrte Martin Eric Ain (Slayed Necros; bürgerlich Martin Stricker) zur Band zurück. Von Kritikern gelobt, konnte die Band ihren Ruf jedoch nicht wiederherstellen. 1992 erschien noch die Retrospektive Parched With Thirst Am I and Dying, die neben bekannten Titeln und bis dahin unveröffentlichten Tracks auch zwei neue Stücke enthielt, die einen Vorgeschmack auf das folgende Album geben sollten. Dieses Album mit dem Arbeitstitel Under Apollyon's Sun wurde allerdings nicht mehr realisiert, da die Gruppe sich erneut auflöste.
In den Jahren 1999/2000 kamen die Gründungsmitglieder der Band wieder zusammen, um an der Wiederveröffentlichung der frühen Alben zu arbeiten. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl Fischer als auch Stricker an einer Wiederbelebung von Celtic Frost interessiert waren, so dass sich die Gruppe reformierte und die Arbeit an einem neuen Album in Angriff nahm. Ergebnis war das Album Monotheist, an dem die Band mehr als vier Jahre lang gearbeitet hatte und das 2006 veröffentlicht wurde (Plattenfirma: Century Media, Verlag der neuen Celtic-Frost-Stücke: Edition Diktatur des Kapitals/Budde Musikverlag, Berlin). Von Juni 2006 bis Mai 2007 ging die Band auf eine umfangreiche Welttournee, davon alleine 71 Konzerte in den Vereinigten Staaten als Headliner und als Special Guest von Type O Negative. Nach den Auftritten beim Wacken Open Air und With Full Force-Festival 2006 gastierte Celtic Frost im März und April 2007 wieder in Deutschland.
Am 9. April 2008 gab Tom Gabriel Fischer überraschend seinen Ausstieg bei Celtic Frost bekannt. Laut der offiziellen Homepage und seinem Blog verließ er die Band „wegen unüberwindbarer ernsthafter Verschleisserscheinungen auf persönlicher Ebene". Die verbliebenen Bandmitglieder sagten daraufhin alle anstehenden Konzerte für 2008 ab (darunter auch den geplanten Auftritt zum zehnten Geburtstag des Giger-Museums in Château St. Germain in der Schweiz). Am 9. September 2008 verkündeten Fischer und Ain in einer gemeinsamen Erklärung auf der Homepage der Band die endgültige Auflösung von Celtic Frost.
Inzwischen widmet sich Tom Gabriel Fischer zusammen mit dem Gitarristen von Dark Fortress und Tourgitarristen von Celtic Frost, V Santura, dem ehemaligen Schlagzeuger von Fear My Thoughts, Norman Lonhard, sowie einer bislang unbekannten Bassistin namens Vanja Slajh komplett seiner neuen Band Triptykon, die schon vor Fischers Ausstieg bei Celtic Frost als Seitenprojekt gegründet wurde. Das Debüt-Album Eparistera Daimones, an dem Tom Gabriel Fischer und V Santura über zwei Jahre gearbeitet haben und das auch Material enthält, welches ursprünglich für einen Nachfolger von Monotheist aufgenommen werden sollte, erschien am 19. März 2010.
Martin Eric Ain starb im Oktober 2017 nach einem Herzinfarkt in Zürich.