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- Die Schweizerin muss sich nur Murielle Ahouré und Marie-Josée Ta Lou von der Elfenbeinküste geschlagen geben.
- Sie gewinnt als erste Schweizer Sprinterin eine Medaille an weltweiten Titelkämpfen.
- Lea Sprunger hatte das Finalticket in Birmingham als Halbfinal-Zweite über 400 m souverän gelöst, ehe die Nachricht der Disqualifikation kam.
Mujinga Kambundji hat an den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham über 60 m für einen Coup gesorgt. Die Bernerin gewann in 7,05 Sekunden Bronze und holte damit als erste Schweizer Athletin eine Medaille im Sprint an weltweiten Titelkämpfen.
Knapp am eigenen Rekord vorbei
Ihren vor knapp zwei Wochen in Magglingen aufgestellten Schweizer Rekord von 7,03 verpasste Kambundji nur um zwei Hundertstel. Gold holte Murielle Ahouré von der Elfenbeinküste in der Jahresweltbestzeit von 6,97 Sekunden.
Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu fähig bin.
«Es ist verrückt», sagte Kambundji im Fernsehinterview mit der BBC unmittelbar nach ihrem Coup. «Die besten Sprinterinnen der Welt waren da – und ich bin mittendrin.» Eine Sprint-Medaille an Weltmeisterschaften holte die Schweiz noch nie. «Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu fähig bin.»
Sprunger nachträglich disqualifiziert
Lea Sprunger kämpft hingegen nicht um die Medaillen. Die Waadtländerin hatte in der ersten von drei Halbfinalserien über 400 m hinter der Amerikanerin Shakima Wimbley in 51,71 Sekunden als Zweite die Ziellinie überquert, wurde nachträglich aber disqualifiziert. Die Romande hatte ihre Bahn unerlaubterweise verlassen. Der Protest von Swiss Athletics wurde abgewiesen.
Die Romande, die auf der Aussenbahn lief, war nicht die Einzige, der dieses Malheur unterlief. In einem 400-m-Vorlauf der Männer wurden sogar gleich alle fünf Starter disqualifiziert.
Sprunger war als Nummer 4 der Jahresbestenliste nach England gereist und als Medaillenanwärterin gehandelt worden.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 2.3.18, 22:35 Uhr