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Titelverteidiger Andy Murray und Rafael Nadal qualifizieren sich am Wimbledon-Turnier problemlos für die 3. Runde. Beide sind noch ohne Satzverlust.
Nach gut eineinhalb Stunden verwertete Murray gegen Brown seinen zweiten Matchball zum klaren 6:3, 6:2, 6:2-Sieg, nachdem zum wiederholten Mal ein Stoppball des Deutschen an der Netzkante hängengeblieben war. Vor zwei Jahren hatte Brown an selber Stätte mit seiner unkonventionellen Spielweise Rafael Nadal überrascht und diesen eliminiert.
Auch gegen Murray sorgte der 32-Jährige mit der Rasta-Frisur für einige spektakuläre Ballwechsel, in Bedrängnis konnte Brown diesmal den Favoriten allerdings nicht bringen. Spätestens nach dem ersten Break Mitte des ersten Satzes kontrollierte die Weltnummer 1 die Partie. In der Runde der letzten 32 trifft Murray am Freitag auf den Italiener Fabio Fognini (ATP 29).
Mit seinem Sieg machte Murray den Tag aus britischer Sicht perfekt. Vor ihm hatten bereits Aljaz Bedene, Heather Watson und Johanna Konta, die sich gegen Donna Vekic einen mehr als dreistündigen, hochstehenden Schlagabtausch geliefert hatte, die 3. Runde erreicht. Mit Petra Kvitova scheiterte die erste Mitfavoritin auf den Titel. Die Tschechin, die 2011 und 2014 in Wimbledon triumphiert hatte, unterlag der Amerikanerin Madison Brengle in drei Sätzen.
Auch Nadal ohne Satzverlust
Wie Murray erreichte auch Rafael Nadal ohne Satzverlust die 3. Runde, in der er am Freitag auf den Russen Karen Chatschanow trifft. Beim 6:4, 6:2, 7:5 gegen den Amerikaner Donald Young spielte der Wimbledon-Champion von 2008 und 2010 ungewohnt offensiv und stürmte 34 Mal ans Netz. Die Taktik zahlte sich aus, gewann er doch damit 27 Punkte. Sein einziges Break der Partie kassierte er erst beim Stand von 5:4, als er zum Sieg servieren konnte. Wenige Minuten später schaffte er es doch noch, vor Einbruch der Dunkelheit das Spiel zu beenden.
Vorbei ist das Turnier für Daniil Medwedew, den Bezwinger Wawrinkas in der Startrunde. Der 21-jährige Russe zeigte sich bei der Fünfsatz-Niederlage gegen den belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans allerdings als schlechter Verlierer.
Beim Stand von 0:2 im fünften Satz forderte er die Auswechslung der Stuhlschiedsrichterin Mariana Alves, was der Oberschiedsrichter allerdings ablehnte. Nach dem Ende der Partie schritt Medwedew wutentbrannt zu seinem Stuhl, kramte aus der Tasche Münzen hervor und warf diese der Schiedsrichterin vor die Füsse. Für seine unfaire Geste entschuldigte sich Medwedew später.