Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03147.jsonl.gz/1827

(Lucy)
Gerade erst waren die Geschwister und der Weihnachtsmann gegangen. Sie hatten abgemacht, dass der Weihnachtsmann behaupten würde, Shadora habe ihn und ihren Bruder befreit. Mit einem Teleportstift, den Shadora vorher gestohlen hatte, waren sie dann abgehauen.
Die drei waren nun auf dem Weg zu Frau Weihnachten und die Freunde sollten sich so unauffällig wie möglich verhalten, damit die Wahrheit nicht herauskam. Denn ansonsten würden sie einen Riesen Ärger erwarten.
Doch der Weihnachtsmann war trotzdem richtig stolz auf sie.
(Elenor)
Über den Esstisch hinweg sah Elenor ihre Tochter an. Silver und ihre Freunde bedienten sich an den Leckereien, die Elenor für die jungen Helden aufgetischt hatte. Wie konnte sie das, mit der Auserwählten, ihrer Tochter bloß beibringen? Die Tatsache würde ihr ganzes Leben verändern. Elenor stützte den Kopf in die Hände und beschloss schliesslich, das ganze entweder am Abend, wenn die anderen Kinder weg waren, oder am nähchsten Morgen bevor Silver in die Schule ging, mit Silver zu besprechen.
(Lucy)
Lucy lief zusammen mit Rudolf, Snoopy und Myron auf Silvers Haus zu. Gemeinsam rätselten sie wo Norwen und Shadora jetzt wohl wohnen würden.
Bei Silver angekommen, klingelten sie. Die Tür schwang sofort auf. Silver stand in der Tür und hielt den Finger auf den Mund. “Meine Mutter schläft noch. Irgendwie ist sie seit unserer Ankunft sehr abwesend, denkt die ganze Zeit über etwas nach und ist sehr erschöpft. Aber sie kann ihre Näharbeiten auch später beginnen. Sie muss ja nicht wie wir zur Schule.” Da stimmten ihr die Freunde zu. Es war gut, wenn Silver ihre Mutter ausschlafen liess.
(Silver)
Die Tür des Klassenzimmers schwang mitten im Unterricht auf und Frau Weihnachten trat ein. “Silver ist bis zur Pause vom Unterricht entschuldigt”, erklärte sie. Erwartungsvoll sah sie Silver an. “Komm!”
Zögernd stand Silver vom Stuhl auf. Norwen, der neben ihr sass, nickte ihr aufmunternd zu. Dankbar lächelte sie ihn an und folgte Frau Weihnachten durch die Tür. Bevor Norwen und Shadora in ihr Team kamen, war Silver in dieser Lektion immer die einzige aus ihrer Gruppe gewesen. Jetzt waren sie und Norwen zu zweit.
Bei Frau Weihnachten’s Büro angekommen, bat diese Silver sich zu setzen. Das tat Silver. Doch als Frau Weihnachten das Wort ergriff, sprang Silver prompt wieder auf: “Wie deine Mutter dir bestimmt schon erzählt hat, bist du die Auserwählte aus der Legende.”
Früher hatte Silver die Legende immer als Gutenachtgeschichte hören wollen. Doch nie hätte sie in Erwägung gezogen, dass diese Legende auch nur einen Funken Wahrheit hatte. Und nun wollte ihr Frau Weihnachten weiß machen, dass sie die neue Auserwählte war! Plötzlich wurde Silver wütend. Laut Frau Weihnachten, hatte ihre Mutter davon gewusst. Warum hatte nicht sie es ihr erzählt. Silver hätte es lieber von ihrer Mutter erfahren.
(Lucy)
Lucy rannte so schnell sie konnte zum Klassenzimmer von Herr Gablish, einem Elfen, wo sie ihre nächste Lektion hatte.
Im Unterricht sass sie neben Myron und Norwen, der ihnen erzählte, dass Silver mitten in der Lektion aus dem Unterricht genommen wurde. Die drei fragten sich wieso und wollten Silver in der Pause fragen.
(Silver)
Eineinhalb Lektionen lang hatte Frau Weihnachten ihr erzählt, was es bedeutete die Auserwählte zu sein und welche Bürde dies war. Zudem war Silver mächtig wütend auf ihre Mutter.
Nun gab es nur eins, was ihre verdorbene Laune wieder auf einen guten Stand bringen konnte.
(Lucy)
In der Pause mussten die drei nicht lange suchen bis sie Silver fanden. Sie war von einer riesen Schar Schüler umrundet. Lucy erkundete sich bei einer Schülerin, was los war. Diese erklärte ihr, dass Silver die Auserwählte war. Damit konnte Lucy aber wiederum nichts anfangen. Myron allerdings schon. Er erklärte ihnen aufgeregt, was das war und was dies bedeutete.
Am Ende seines Berichtes, sagte Lucy: “Das ist anscheinend Silver’s neustes Hobby. Macht ihr ganz sicher Spass!” Lucy konnte es einfach nicht fassen! Anstatt es ihren Freunden zu erzählen, sagte es Silver lieber allen andern.
Nach der Schule auf dem Nachhauseweg erzählte Myron das gleiche noch den Anderen. “… und jetzt steigt ihr das Ganze natürlich zu Kopf”, endete Myron seine überlange Erklärung. (Ist aber auch nicht einfach das ganze kurz zu fassen!)
“Wir sind gleich bei unserem neuen Zuhause”, sagte Norwen. Jemand hatte Shadora und Norwen aufgenommen. Sie hatten jedoch nur die Adresse.
“Toll! Dann wohnt ihr ja ganz in der Nähe von mir”, bemerkte Lucy. Doch da liefen die Geschwister auf das Haus von Paul und Molly zu.
“Wartet”, rief Lucy, “das ist nicht euer neues Zuhause!” Überrascht sah Norwen Lucy an. “Wieso bist du dir da so sicher?” Lucy wollte erklären, doch da drückte Shadora schon die Klingel.
(Molly)
Molly öffnete die Tür. “Ah da sind ja die zwei Neuen!”, freute sie sich und nahm die Geschwister in die Arme. Da kam Lucy. Sie wirkte sehr verstört. “Ach hallo Lucy. Das sind unsere neuen Familienmitglieder Shadora.” “Wir kennen uns schon. Wir sind zusammen im Team”, unterbrach Norwen sie und Molly nickte verstehend. “Kommt doch rein. Wollt ihr einen heißen Kakao?”, fragte Molly die drei und sie traten ein.
(Lucy)
Nachdem sie den Kakao getrunken hatten, bekamen die Geschwister jeweils ein Zimmer. Gemeinsam gingen sie Möbel einkaufen.
Als Paul am Abend, als sie schon längst wieder vom Einkaufen zurück waren, nach Hause kam, konnte er sich, obwohl Molly ihn natürlich eingeweiht hatte, keinen Kommentar verkneifen: “Wird das jetzt ein Weisenhaus?”
Lucy verdrehte die Augen und als Paul weg war, erklärten Molly und Lucy den Geschwistern, dass Paul nicht immer so sei. Und dass er Lucy vor dem Ausflug zum Clan des Grauens einen grossen Sack Süssigkeiten geschenkt hatte.
Achtung: Zusatzkapitel erscheint am Schmutzigen-Donnerstag!