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Regionen und Geldpolitik
Jean-Pierre Roth, Präsident des Direktoriums
Eröffnungsfeier für das akademische Jahr 2001/2002 an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Neuenburg, Neuenburg, 22.10.2001
In seiner Rede geht Jean-Pierre Roth der Beziehung zwischen den Regionen und der Geldpolitik auf den Grund. Diese Beziehung ist im Wesentlichen durch eine Spannung gekennzeichnet, weil sich die regionalen Gegebenheiten unterscheiden, während die monetären Bedingungen für das ganze Land gelten. Diese Spannung kann nicht leicht zum Verschwinden gebracht werden. Roth überprüft und verwirft verschiedene theoretisch mögliche Szenarien dafür, nämlich die Schaffung einer regionalen Währung, den Gebrauch des Euros auf regionaler Ebene, die Festlegung verschiedener Wechselkurse und die Anwendung eines festen Wechselkurses zwischen Franken und Euro. Der Verzicht auf eine Fixierung des Wechselkurses bedeutet nicht, dass die Schweizerische Nationalbank dessen Entwicklung gleichgültig gegenüber steht. Indem sie die Entwicklung der Wechselkurse bei der Festlegung ihrer Geldpolitik in geeigneter Weise miteinbezieht, trägt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu bei, die negativen Auswirkungen der Wechselkursentwicklung auf bestimmte Regionen zu dämpfen. Die jüngsten geldpolitischen Beschlüsse sind ein deutliches Beispiel dieser Handlungsweise.