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Die meisten Tennisspieler bekommen in ihrer ganzen Karriere nie die Chance, ein perfektes «Golden Match» zu absolvieren. Also sämtliche 48 Punkte im Spiel zum glatten 6:0-6:0 zu gewinnen. Falls es doch einmal passiert, dann meist auf der untersten Profi-Stufe, den ITF-Turnieren.
Beim tief dotierten M15-Turnier in Doha kommts am Montag wieder zu einer solchen Rarität. Der Thailänder Krittin Koaykul (ATP 1369) fegt den unklassierten Ukrainer Artem Bahmet in der ersten Qualirunde in 22 Minuten mit 6:0 und 6:0 vom Court.
Wer die Teilnahmegebühr bezahlt, darf spielen
Das Spiel ist eine Farce, denn die Tennis-Künste des 22-jährigen Bahmet halten sich in argen Grenzen. Noch nie zuvor hat er ein Profi-Match gespielt. Manchmal können Turniere ihr Quali-Tableau nicht ganz füllen. Dies öffnet die Tür für alle, die die Teilnahmegebühr bezahlen und eine ITF-Mitgliedschaft vorweisen können.
Fakt ist: Bahmet kann sich trotz seines miserablen Auftritts rühmen, mindestens ein Profimatch gespielt zu haben. Auf ATP- oder WTA-Niveau gabs noch nie ein «Golden Match». Und wird es wahrscheinlich auch nie.
Allerdings gelangen schon zwei goldene Sätze. Yaroslava Shvedova gewann die ersten 24 Punkte gegen Sara Errani in der dritten Runde von Wimbledon 2012 und 1982 verbuchte der US-Amerikaner Bill Scanlon auf der ATP-Tour in Delray Beach (USA) einen goldenen Satz gegen den Brasilianer Marcos Hocevar. (rib)