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Die Grundform der Schwingungen
Der ganze Kosmos, und damit auch jeder Mensch, ist Teil eines universalen Schwingungssystems. Alles was wir sind und alles, was ausserhalb von uns ist, besteht aus Schwingungen. Wir können die gesamte Realität nicht sehen, wir nehmen nur einen Teil des Gesamten wahr, soweit es unsere Sinnesorgane ermöglichen.
Schwingungen können wir messen. Mit unserer entwickelten Technik stellen wir sie jedoch meist nur zweidimensional dar. Bei meiner übersinnlichen Wahrnehmung der Grundform einer Schwingung, im Jugendalter, habe ich diese jedoch räumlich gesehen.
Zuerst bog ich mir einen Draht nach dem, was ich im Raumzeit-Sehen erkennen konnte. Als ich diesen Draht im Licht drehte, war ich erstaunt, dass im Schatten auf dem Hintergrund viele Formen enthalten waren (siehe Bildserie 1). Ich sah Sinuskurven, Spiralen, den Herzrhythmus, den Kreis, die Gerade, Ying und Yang und nahezu alle bekannten Formen. Die Achterschleife des gebogenen Drahtes scheint die Grundform zu sein, in ihr ist alles enthalten.
Bildserie 1: Halten wir diesen speziell gebogenen Draht unter eine Lichtquelle und lassen den Schatten auf einen hellen Untergrund fallen, so werden wir bekannte Formen wahrnehmen können.
Beim Drehen des Drahtes und Beobachten der Schattenbilder lassen sich auch Gesetzmässigkeiten feststellen, zum Beispiel eine Sinusschwingung. Wenn wir den Draht um einen Viertel drehen, sehen wir die Sinusschwingung mit der genau doppelten Frequenz. Auch der Ton einer Flöte wird durch eine Schwingung der Luft angeregt. Spielen wir die Flöte beim Griff eines bestimmten Lochs und überblasen sie mit einem grösseren Druck, so erhalten wir einen Ton, der genau eine Oktave höher ist, also genau die doppelte Frequenz. In der Grundschwingung ist die nächste Oktave jeweils enthalten. Es ist immer noch die gleiche Schwingung, aber mit einer anderen Form. Bewegen wir nun den Draht weiter im Licht, so werden wir viele weitere Formen finden, man kann sogar die Gerade und eine Zickzackform sehen. Alle Formen sind in der Schwingung enthalten und obwohl der Draht an sich keine Gerade hat, wird sogar diese dargestellt. Alte Philosophen sagen, dass die Gerade im Unendlichen zurückkommt. Doch auch moderne technische Grundlagen, wie die bildliche Darstellung des Magnetfeldes bei der Transformation von Wechselstrom in einer Spule, sind sichtbar.
Ist der Verlauf der Schwingung ohne jeglichen Widerstand, so entspricht die Form einer Spiralfeder. Sobald sie auf einen Widerstand stösst, ändert sie die Form in eine Art lang gezogene Achterschlaufe.
Lange suchte ich nach einer mathematischen Beschreibung der Grundschwingung. Auch ein Mathematiker, den ich gefragt habe, konnte mir nicht weiterhelfen. Im Sommer 2003, bei einer Reise in die Mongolei, erlebte ich die übersinnliche Wahrnehmung einer Skulptur. Vor meinem inneren Auge sah ich den Körper und bemerkte, dass dies die mathematische Sinusfunktion - von beiden räumlichen Seiten gesehen - ist. So ging ich, beschaffte mir das Material und fertigte diese Skulptur an. Mit Erstaunen sah ich, dass darin tatsächlich alle Formen enthalten sind, ohne dass ich mir dies hätte mathematisch errechnen können. Betrachtet man diese Skulptur und ihren Schatten von allen Seiten, so erkennt man, wie bereits mit dem Draht veranschaulicht, viele Formen.
Die Skulptur der Grundschwingung entsteht durch Teilen eines Quaders. Auf den beiden Längsseiten sehen wir die Schwingung in ihrer zweidimensionalen Form. An der innen liegenden Schnittkante der vier Teile erkennen wir die räumliche Schwingung. Biegen wir einen Draht genau entlang dieser Schnittkante, so erhalten wir die anschaulichere Form der Schwingung, die unter Licht im Schattenbild die genannten Formen deutlich macht (siehe Bildserie 2)
Bildserie 2: Die Skulptur der Grundschwingung von Robert Braunschweig. Die Längsseiten zeigen die Schwingung in ihrer zweidimensionalen Form. Die innen liegende Schnittkante stellt die räumliche Schwingung dar.