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FÜNF SZENEN
Das Schiff des Helden Theseus, der den Minotaurus besiegt hat, ist auf dem Rückweg von Kreta nach Athen vor Naxos gestrandet. Ariadne beklagt sich bei ihrem Vater Minos und den Göttern über das verliebte Drängen des Theseus, während dessen frühere Gattin Phädra über die Gleichgültigkeit ihres Ehemannes erzürnt ist. Ariadnes und Phädras Klagen hört Dionysos, der sich als Bettler verkleidet unter Zigeuner gemischt hat und von beiden Frauen beschenkt wird. Als Theseus erscheint, läuft Ariadne davon; sehnsüchtig ruft sie ihr Gatte zurück. Dionysos macht ihn durch einen Zauberwein trunken, so dass er die zurückgebliebene und gleich gekleidete Phädra doppelt sieht. So glaubt er, beide Frauen um sich zu haben und segelt ab. Ariadne ist froh, dass Theseus sie verlassen hat und dankt dem »Bettler«, der sich in einen strahlenden Gott verwandelt. Dionysos, der vergeblich um sie wirbt, versetzt Ariadne auf ihren Wunsch an den Sternenhimmel, wo sie für alle Zeiten den Schiffen, Weisen und Liebenden leuchten soll.