Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/1244

Projekt: 1999–2000, mit René Paul, dipl. Arch HTL Bauherrschaft: privat Projektleitung: Bartelomeus Gijzen Bauleitung: René Paul, dipl. Arch HTL
Gleichwertige Besonnung und Aussicht für beide Parteien sind die entwurfsbestimmenden Faktoren, die weg vom Doppelreihenhaus hin zum Terrassenhaus führten. Der auf einem Erdgeschoss aus Beton aufgelagerte zweigeschossige Baukörper löst sich talseitig vom Boden und ermöglicht ein grosszügiges Wohnen zwischen Himmel und Landschaft mit Blick über das Limmattal. Dem fehlenden direkten Gartenbezug der Geschosswohnungen werden zwei- oder dreiseitig umlaufende Balkone entgegengesetzt, die sich zu unterschiedlich zur Sonne orientierten Aussenzimmern erweitern. Der das Gebäude umschliessende Garten wird durch das Abheben der Erdgeschosswohnung allen Hausbewohnern zugänglich gemacht und in verschieden nutzbare Aussenräume unterteilt. Die rückwärtige Vorfahrt endet unter dem frei auskragenden Baukörper. Hier befindet sich der witterungsgeschütze Carport und der Gebäudeeingang. Das zenital beleuchtete Treppenhaus aus Beton durchdringt den Holzkörper und führt zu den Wohnungen ans Licht.
Der Wohnungsgrundriss wird durch den freigestellten länglichen Treppenkörper und die vor- und rückwärtsspringende Fassade in verschiedene Wohnbereiche unterteilt und verdichtet sich zu den rückwärtig angeordneten Schlafräumen. Das Haus wird – wie in traditionellen Bauernhäusern – über eine hölzerne Aussentreppe von der Laube aus betreten. Der Grundriss ist entlang der Laube in drei Raumschichten unterteilt, die im Wohngeschoss mittels Schiebetüren kurzgeschlossen werden können. Durch ein Abknicken der Längswand wird der introvertierte Dielenraum im Dachgeschoss zur Sonnenseite geöffnet und mit einem kniestockhohen Fenster auf der Gartenseite mit der Loggia verbunden.