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Jaguar-typisch die imposante Uhrensammlung, hier im E-Type
Citroën hat den 2CV und die DS, Ford die Tin Lizzy sowie den Mustang und VW den Käfer als Markenikone. Seit dem Krieg hat Jaguar diverse solche Herausrager im Markt etabliert, wenige floppten ziemlich. Wie reifen Automobile zu Ikonen? Zu historisch wertvollen Produkten? Über das Design, die Technik oder über den Verkaufserfolg im Markt? Wie reifen sie, statt zu altern? Vielleicht gibt die Oldtimerszene darüber die ehrlichste Auskunft. Für altes Blech gibt es kaum eine Marke, welche sich in der Schweiz mit der Restaurierung, der Pflege und Instandhaltung sowie dem Service von Old- und Youngtimern besser über Wasser halten kann, als mit der Grosskatzenmarke. Möglicherweise hat ein Ikonenlabel etwas mit den lieblichen Tiernahmen zu tun, vielleicht auch mit der Zahl der produzierten Exemplare. Ab dem zweiten Weltkrieg setzte man bei Jaguar in- und extern ausschliesslich auf nüchtern-ingeniöse Modell-Bezeichnungen, welche auf der Klassenzugehörigkeit und der Modellgeneration fussen. Bei Jaguar muss neben dem Design noch etwas anderes dazukommen sein.
Ein frühes XK-Modell an der spektakulären Mille Miglia
Jaguar XK
Bereits der1948 vorgestellte Jaguar XK 120 auf der London Motor Show mit dem denkmalhaften Styling liefert Ansätze zu den gestellten Fragen mit dem ebenfalls neuen, dann bis 1992 gebauten Reihensechszylinder-DOHC-Motor und «120» (für die damit erreichbare Höchstgeschwindigkeit in Meilen je Stunde). Dem offenen Zweisitzer (OTS = Open Two Seater) wurden 1951 ein Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe) und im April 1953 ein Sportwagen mit versenkbarem Stoffdach (DHC = Drop Head Coupe) zur Seite gestellt. Der XK hat diese DOHC-Reihensechsy-Maschine, welche im präelektronischen Zeitalter als Mass der Dinge galt. So bleibt dieses Auto bis heute als zu schade, um die Strasse mit einem Golf zu teilen.
Die sportliche MK-Limousine gilt als Design-Ikone schlechthin.
Jaguar MK
Nach dem MK I, 1955 bis 59 stellte Jaguar den MK II ebenfalls mit dem Zerknall-Treibling mit sechs Zylindern in Reihe vor. Die Karosserie erfuhr einige Detailverbesserungen und Retuschen. Der Mk II 2.4 hatte nun 120 bhp, der 3.4 weiterhin 210 bhp sowie der neu hinzugekommene 3.8 220 bhp. Über ein Vierganggetriebe mit Mittelschaltung, auf Wunsch mit Overdrive oder Borg-Warner Automatikgetriebe, wurden die Hinterräder angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 160/190/200km/h mit Schaltgetriebe. Damit galt der MK II 3.8 bis 1964 als schnellste viertürige Limousine seiner Zeit. Dieses Auto wäre als Haus auch heute noch nicht abbruchreif.
Der E-Type gehört zu den gesuchtesten Oldtimern, heute als Cabrio sehr empfehlenswert.
E-Type
Der Jaguar E-Type stellte sich am 15. März 1961 auf dem Genfer Auto-Salon vor und war als zwei- und 2+2-sitziges Coupé (Fixed-Head Coupé) sowie als zweisitziger Roadster (OTS oder Open Two Seater) erhältlich. Der Sechszylinder-Reihenmotor mit 3781 cm³ und 265 bhp/269 PS entspricht dem des XK 150 S 3,8 Liter. Er treibt über ein Viergangschaltgetriebe die Hinterräder an. Der E-Type erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 240 km/h. Das Design mit den grossen Radkästen ist aus heutiger Sicht Steinzeit, war damals aber sensationell. Und Jaguar schoss damit einen Pass in die Tiefe eines leeren Raumes; die Technik, die Fahrleistungen und der Verkaufspreis waren konkurrenzlos.
Wundersame Autovermehrung
Altern ist menschlich, sagt man, für Autos scheint dies nicht zwingend zu gelten. Seit 1994, ungefähr dem Jahr, an dem die Oldieszene nachfragemässig markant an Zuspruch gewann, nimmt der Bestand an eingelösten Veteranen markant zu und die Zahl z.B. der registrierten Jaguar E-Type wächst. Top Exemplare werden zu Preisen um die 100 000 Franken gehandelt, und gehen als Milestones Cars über AutoScout 24 wie warme Weggli.
Ikonen- Bestände
Quelle: BfS (1994), Auto-i-Dat
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Der erste E-Type Nachfolger war der XJ-S, damals ziemlich ausladend geraten, im Bild ein zwölfzylindriger.