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Warum soll es Apple besser gehen als Microsoft?
Das viel bejubelte Telefönchen iPhone aus dem Hause Apple kann "gekapert" werden. Dies zumindest berichtet die US-Firma Independent Security Advisors. Es genügt, einen naiven iPhone-Besitzer dazu zu überlisten, eine Website, die manipulierten Code enthält, zu besuchen. Ein tolles Feature des iPhones macht es potentiellen Angreifern besonders leicht: das Gerätchen merkt sich nämlich WLAN-Hotspots, die einmal besucht worden sind mit ihrem Namen. Böswillige Angreifer könnten also ihren Hotspot mit einem allgemein üblichen Namen und einer oft verwendeten Verschlüsselungsmethode versehen. iPhones, die in die Reichweite des manipulierten Hotspots kommen und von denen aus bereits einmal ein gleichnamiger WLAN-Internetzugang benützt worden wäre, würden sich dann automatisch einloggen und mit der manipulierten Webseite verbinden.
Die Security-Spezialisten beschreiben noch zwei weitere Methoden, mit denen so ein Super-Handy gekapert werden kann: Entweder über eine Internet-Forumsseite oder über ein Weblink, das naiven iPhone-Besitzern über SMS oder E-Mail zugesandt wird.
Eine Apple-Sprecherin sagte der 'New York Times', die einen Bericht über das iPhone-Loch ziemlich gross aufmachte, man nehme den Bericht der Security-Firma ernst.
Independent Security Advisors hat einen bewusst ungenauen Bericht
über das iPhone-Loch veröffentlicht. Das eigentliche Loch in der Handy-Version des Safari-Browsers wird nicht beschrieben. Der potentielle Schaden, den ein gekapertes Handy für seinen Besitzer anrichten kann, ist gross: Das Handy könnte beispielsweise alle seine Daten (Adressbuch, Telefonverbindungen, SMS) an eine beliebige Adresse senden. Oder dann das tun, wofür es konstruiert wurde: Telefonieren. An eine möglichst teure Bezahlnummer. (Christoph Hugenschmidt)