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Mein Zugang zu den Objekten in der Sammlung ist durch meine aktuellen Erfahrungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus beeinflusst. Museale Schutzmassnahmen wie die Glasvitrinen vor den Marionetten von Sophie Taeuber-Arp lösen in mir ein Gefühl von Distanz aus. Die in Folie eingewickelten Textilien von William Morris lassen meinen Daumen über meinen Zeigefinger kreisen, um meinen Tastsinn zu überprüfen. Meiner Recherche durch die Plakatsammlung im eMuseum wird durch einen Videoanruf von einem Freund unterbrochen.
Glatte, transparente Oberflächen rücken in den Vordergrund meiner Auseinandersetzung mit der Sammlung. Ich frage mich: Wie fühlen wir uns in Zeiten einer Pandemie, wenn die Möglichkeit einer haptischen Erfahrung an einem geteilten Ort fehlt? Sei es im Museum oder im Privatleben. Überspitzt formuliert: Ist die Manipulation unserer Sinne ein Ausweg, um unsere Umgebung scheinbar zu berühren und berührt zu werden?
Mein Ansatz ist als ein Experiment zu verstehen, bei dem ich Abbilder ausgewählter Sammlungsobjekte verändere und mit dem ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) Phänomen verknüpfe. Ich habe eigene Objektsounds aufgenommen, die eine fiktive Verbindung zu den ausgewählten Objekten in der Sammlung aufbauen. Sowohl das Abbild wie auch der Sound referieren auf das gleiche Objekt, das physisch in der Sammlung aufbewahrt wird. Können wir Abbild und Sound vertrauen?