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Taekwondo ist eine koreanische Richtung althergebrachter Kriegskunst ohne Waffen, wie sie seit Jahrhunderten in Asien ausgeübt wurde. Jedes Land entwickelte dabei einen eigenen Stil: z. B. China Kuon-Tao oder Chan-fuah (Kung-Fu), Japan Karate.
Einfach übersetzt bedeutet Tae" soviel wie
springen, stoßen und schlagen mit den Füßen". Kwon"
wörtlich Faust" kennzeichnet die Handtechniken. Do"
Der Aspekt des Do im Taekwondo ist wesentlich, denn die Beherrschung der vielfältigen Arm- und Beintechniken dient nicht dazu, den Mitmenschen zu verletzen oder gar zu vernichten. Im Gegenteil: Der Schüler eignet sich im Laufe des Trainings eine Geisteshaltung an, bei der Konzentrationskraft, Intuition, Selbstbeherrschung und kontrolle entwickelt werden; dadurch wird er seine Fähigkeiten immer mehr zum Vorteil aller einsetzen.
Das Training basiert zunächst auf einer intensiven Spezialgymnastik. Durch sie erhält der Körper seine ursprüngliche Bewegungsfreiheit zurück, die er im Laufe seines bisherigen Lebens zivilisationsbedingt verloren hat. Yoga- und Meditationsübungen unterstützen den Prozeß.
Die komplexen Bewegungen mit Arm- und Beintechniken werden gemeinsam in der Gruppe Schritt für Schritt antrainiert. Festgelegte Formen (poomse), die an das chinesische Schattenboxen erinnern, vertiefen diese Übungen und demonstrieren den Entwicklungsgrad des Schülers. Partnerübungen fördern die Kontrolle über diese diese Techniken, bis sie schließlich im Wettkampf (chayu-taeryon) Vollkontakt mit Schutzausrüstung - eingesetzt werden können. Erst dem fortgeschrittenen Schüler ist es möglich allerdings nur bei Gürtelprüfungen die Wirkung seiner erlernten Techniken im Bruchtest (kyek-pa) zu erleben. Übungen zur gezielten Selbstverteidigung (hosinsul) runden das Trainingsprogramm ab.
Erstmals ist Taekwondo als eine eigene olympische Disziplin bei den olympischen Spielen 2000 in Sidney vertreten. Da die Taekwondo-Schule Fischenthal / Wald Mitglied im Swiss Taekwondo-Verband und damit auch Mitglied der internationalen World Taekwondo Federation" (WTF) ist, besteht prinzipiell die Möglichkeit, daß bei entsprechender Eignung Taekwondo-Sportler der Schule an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmen können.
Die Schülergrade sind an der Farbe des Gürtels zu erkennen. Es gibt die zehn Farben: weiß, weiß-gelb, grün, grün-blau, blau, blau-braun, braun (oder rot), braun-schwarz. Anfänger tragen den weißen Gürtel, Meister den schwarzen Gürtel. Diese unterscheiden sich durch die Dan-Graduierung, die mit dem 1. Dan" beginnt.
Unsere Taekwondo-Schule hat zur Zeit (Juli 2000) 32 Mitglieder in allen Altersgruppen Kinder (ab 7 Jahren) und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschritte, von denen vier Anwärter für Dan-Prüfung sind. Taekwondo eignet sich für Frauen genauso wie für Männer.
Yoga hilft Körperspannungen und damit Stress abzubauen, die Beweglichkeit wiederherzustellen, Selbstvertrauen zu gewinnen, die Intuition zu stärken und Konzentrationskraft zu entwickeln. Viele körperliche Beschwerden, Krankheiten wie überhaupt Probleme des Lebens können mit Hilfe regelmäßigen Yoga-Übens überwunden werden.
Yoga ist wohl das älteste historisch verbürgte Lehrsystem der Menschheit, das die auseinanderstrebenden Kräfte von Körper, Seele und Geist (Ji Dok Che) zusammenführt. Es stammt aus Indien und beinhaltet mehr als 800'000 verschiedene Übungen.
Es gibt viele Wege des Yoga. So beeinflußt Raja Yoga die geistigen Fähigkeiten, Karma oder Bhakti Yoga eher das Verhalten, während Hatha Yoga mehr die Körperschulung intendiert. Letztlich mündet jeder dieser Wege in die Erfahrung der Einheit von Körper, Seele und Geist. Der Hatha-Yoga-Kurs findet Dienstags 19:30 bis 21:00, im Ji Dok Che Dojang, hinterm Bahnhof Steg, statt.
Jeder kann Yoga unabhängig von seinem Alter üben. Der Einstieg ist jederzeit auch im laufenden Kurs möglich. Mitzubringen sind bequeme Kleidung und eine Decke.
Der Yoga-Kurs wird von Cornelia Schüz geleitet. Sie übt seit mehr als 20 Jahren Yoga
und ist Mitglied im Schweizer Yoga Verband, wo sie z. Zt. an der Yoga-University Villeret
ihre Kenntnisse erweitert.