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Die Präsidentschaftskandidatin der linksgerichteten Freien Partei, Xiomara Castro, feiert mit ihrem Running Mate, dem als Vizepräsident kandidierenden Salvador Nasralla am Sonntag, 28. November in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa den Sieg. Castro will nach dem Showdown mit der konservativen Nationalen Partei diese nach zwölf Jahren an der Macht ablösen. (Keystone/AP Photo, Moises Castillo)
Honduras ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Es leidet schwer unter Drogenkriminalität und Korruption. Mehrmals wurde das Land in den letzten Jahren zudem von Wirbelstürmen verwüstet. Hunderttausende haben sich als Armutsmigranten in Richtung USA auf den Weg gemacht. Castro hatte im Wahlkampf einen Neuanfang für Honduras versprochen.
Anders als vor vier Jahren verlief die Wahl offenbar friedlich und mit hoher Beteiligung. Die Wahlbehörde hat dreissig Tage Zeit, das Resultat zu verkünden. Bei der Wahl von 2017 war der erfolgreichen Opposition in dieser Phase vermutlich der Sieg gestohlen worden. Nun, da mit Xiomara Castro erneut die oppositionelle Kandidatin klar in Führung liegt, könnte die zwölfjährige Herrschaft der Konservativen beendet werden.