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Das Wasserforschungsinstitut Eawag befasst sich nicht nur mit Gewässern, sondern unter anderem auch mit Sex.
Jedenfalls sind Forscher der Eawag der zugegebenermassen wichtigen Frage nachgegangen, warum sich die Pflanzen und Tiere (den Menschen wohl eingeschlossen) überhaupt mit Partnersuche und Sex „abmühen“ (O-Ton Eawag), wenn es doch auch anders ginge. Und die Eawag hat eine Antwort gefunden: Es ist wegen den Parasiten.
Bei einer Schneckenart fanden die Forscher heraus, dass diese Art sich sexuell, aber auch asexuell (also per Klon) vermehren kann. Die geklonten Schnecken waren anfälliger auf Parasiten als diejenigen, die per Sex gezeugt wurden. Die Schlussfolgerung der Forscher: dass die sexuelle Vermehrung für eine Population langfristig einen Vorteil bringt, um gegen Parasiten zu bestehen.
Ist die schönste Nebensache der Welt also nur der Parasiten wegen entstanden? Und die ganze Liebesmühe, die Suche nach einem Partner und alles, was damit zusammenhängt, das braucht es nur wegen einiger Spulwürmer, Bakterien und Milben?
Also echt, mir kommt das Ganze Spanisch vor. Was ist denn mit all jenen Parasiten und Krankheiten, die beim Sex übertragen werden? – Und was mit all dem, was wir in Sachen Fortpflanzung und Genetik in der Evolutionsbiologie gelernt haben? Kann mich jemand aufklären?