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Viele Imker lassen ihren Bienen heute mehr Honig und füttern weniger zu. Welche Vorteile hat das?
Honig enthält nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Vitamine und Mineralien. Bienen, die mit ihrem eigenen Honig gefüttert werden, leben länger. Ausserdem fliegen geschwächte oder kranke Bienen gezielt Pflanzen an, deren Nektar sie stärkt. Die Datenlage dazu ist aber noch nicht hundertprozentig klar.
Nimmt das Bienensterben weiter zu?
Das ist unklar. Seit 2008 werden in der Schweiz dazu Daten erhoben. Die Verluste an Bienenvölkern schwanken dabei zum Teil erheblich. Die Wissenschaft hat aber noch nicht herausgefunden, warum das so ist. Man kann also auch nicht sagen, dass das Honigbienensterben zunimmt.
Man liest seit Jahren, dass Honig viel teurer werden wird. Bislang ist das nicht eingetreten. Warum?
Das liegt an den Importen aus fernen Ländern, in denen Honig günstiger produziert werden kann. Dieser Honig erreicht aber oft nicht die Qualität von Schweizer Honig.
Welche Folgen hätte ein starkes Bienensterben für die Landwirtschaft?
Bei den Pflanzen, die durch Honigbienen bestäubt werden – wie Fruchtbäume und -sträucher –, würden die Erträge sinken, die Produkte würden sich verteuern. Durch den Import von Früchten würden wir das Problem der steigenden Preise erst einmal auslagern. Das wiederum würde eine grössere Abhängigkeit von ausländischen Produzenten bedeuten.