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An den Solothurner Filmtagen ist der Schweizer Filmpreis 2004 verliehen worden.
Die Top-Auszeichnung erhielt der Spielfilm von Dominique de Rivaz: "Mein Name ist Bach". Die RS-Kömödie "Achtung, fertig, Charlie!" holte den Jury-Preis für die beste Besetzung.
Beim Dokumentarfilm siegte erwartungsgemäss die Polit-Geschichte "Mais im Bundeshuus" von Jean-Stéphane Bron. Der Kurzfilmpreis ging ebenfalls nicht überraschend an "L'escalier" von Frédéric Mermoud.
In der Kategorie "Beste Hauptrolle" ging der Filmpreis an die Theater-Schauspielerin Bettina Stucky im Fernsehfilm "Meier Marilyn" von Stina Werenfels. Den Preis der neugeschaffenen Kategorie "Beste Nebenrolle" erhielt Gilles Tschudi im Siegerfilm "Mein Name ist Bach" von Dominique de Rivaz.
Ruth Dreifuss sei Dank
Die Hauptgewinnerin des Abends, die 50-jährige Dominique de Rivaz, wuchs in Bern auf und lebt gegenwärtig in Berlin. Ihren ersten Kino-Spielfilm konnte sie erst nach vielen Rückschlägen realisieren.
Die Produktion kam nur darum zustande, weil die damalige Bundesrätin Ruth Dreifuss dem Film persönlich eine halbe Million Franken zusprach. Beide Experten-Kommissionen des Bundes hatten dem Projekt eine Bundes-Subvention verweigert.
"Mein Name ist Bach" erzählt von einer historisch verbürgten Episode aus dem Jahre 1747, als der alte Johann Sebastian Bach den jungen musikbegeisterten König Friedrich II. in Potsdam besuchte. Der Film wurde im August am Filmfestival Locarno erstmals gezeigt und kommt nächstens in die Kinos.
Viel Prominenz bei der Preisübergabe
Der siegreiche Dokumentarfilm "Mais im Bundeshuus" des Westschweizers Jean-Stéphane Bron beobachtet minutiös die Arbeiten der "Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur" bei der Ausarbeitung des Gentechnik-Gesetzes. Der Film lief bereits erfolgreich in den Kinos.
Der grösste Erfolgsfilm des letzten Jahres, der Spielfilm "Achtung, fertig, Charlie!" von Mike Eschmann, wurde von der Jury mit einem Spezialpreis ausgezeichnet. Corinna Glaus erhielt ihn für die Besetzung des Films mit "vielen tollen Schauspielerinnen und Schauspielern".
Die Preise wurden am Mittwochabend von Bundesrat Pascal Couchepin, vom Schauspieler Jean-Luc Bideau, von der Fernseh-Direktorin Ingrid Deltenre, vom Jury-Präsidenten Stephane Eicher sowie von Florence Heiniger und Polo Hofer, welche die Preisvergabe moderierten, übergeben. Die Preissumme betrug insgesamt 200 000 Franken.
swissinfo und Agenturen