Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/85041

<h2>SubmittedText<h2><p>In einer Dokumentation des Kommandanten der Luftwaffe vom 22. Oktober 2007 werden "Die Produkte der heutigen Luftwaffe" dargestellt. Unter den Apparaten für "Führung, Fallschirm-Aufklärung, Schulung" findet sich der (ausdrücklich wegen seiner Schulungsvorzüge beschaffte) Heli EC 635 (EADS) nicht. Hingegen sind die 20 Maschinen dieses Typs bei den Produkten für den "Lufttransport" dargestellt. </p><p>Glaubt der Kommandant der Luftwaffe auch nicht an die (siehe Begründung zum Vorstoss) separat wiedergegebene faule Begründung des Chefs der Armee, das Entscheidungskriterium für die Typenauswahl zwischen den beiden Konkurrenten EADS und Agusta sei der schwergewichtige Einsatz als Schulungsgerät? </p><p>Welches sind die wirklichen Gründe dafür, dass - trotz nicht erfüllten Transport-Anforderungen - die Helikopter unbedingt vom sicheren Lieferanten der Offset-Aufträge für die Ruag bestellt worden sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Beim EC 635 handelt es sich - wie in der entsprechenden Botschaft beschrieben - um einen leichten Transport- und Schulungshelikopter. Es ging nie darum, ausschliesslich einen Transporthelikopter zu beschaffen.</p><p>Die Super-Puma-Flotte ist und bleibt das Hauptgerät für mittlere und grosse Transportaufgaben. Das Gesamtpaket EC 635/135 stellt für die drei wichtigen Aufgaben "Grund- und Weiterausbildung", "allgemeine Transporte" und "VIP-Transporte" eine optimale, weil kombinierte Lösung dar. Die Luftwaffe hätte folglich den EC 635 ebenso gut unter beiden Rubriken (Lufttransport und Schulung) aufführen können.</p><p>Für den Bundesrat besteht nach wie vor kein Grund, an der seinerzeit erfolgten Typenwahl zu zweifeln.</p>  Antwort des Bundesrates.