Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03512.jsonl.gz/2519

Aktuelles
Jedes dritte Kind ist schlecht ernährt
Über 200 Millionen Mädchen und Jungen unter fünf Jahren leiden weltweit unter den Folgen von unzureichender oder schlechter Ernährung und ist entweder unterernährt oder übergewichtig. Die Zahl ist alarmierend, sagt UNICEF.
Zum Welternährungstag am 16. Oktober veröffentlichte das UN-Kinderhilfswerk einen Bericht zur Situation der Kinder in der Welt. Fast zwei Drittel der Kleinkinder erhält nicht die richtigen Lebensmittel, um ihre körperliche und geistige Entwicklung zu fördern, heisst es in einer begleitenden Medienmitteilung. Es bestehe die Gefahr, dass sich ihr Gehirn nicht gut entwickeln könne und sie später Lernschwierigkeiten hätten. Das Immunsystem sei geschwächt und anfälliger für Infektionskrankheiten, die in vielen Fällen sogar zum Tod führten.
Das Verständnis von Mangelernährung müsse sich ändern, so UNICEF. Es gehe nicht nur darum, genug zu haben, sondern auch das Richtige zu essen. Fehlernährung führe zu Unterernährung, verstecktem Hunger durch fehlende Nährstoffe sowie zu Übergewicht.
149 Millionen Kinder unter fünf sind gemäss Mitteilung aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt, also zu klein für ihr Alter. 50 Millionen Kleinkinder sind zu dünn im Vergleich zu ihrer Grösse. Jedes zweite Mädchen und jeder zweite Junge, insgesamt 340 Millionen Kinder, leiden unter Defiziten durch fehlende Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin A und Eisen. 40 Millionen Kinder unter fünf sind übergewichtig oder fettleibig.
Um die wachsende Ernährungskrise von Kindern zu bekämpfen, ruft das UN-Kinderhilfswerk dazu auf, Kinder mehr in ihrer gesunden Entwicklung zu unterstützen.