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Im dritten Part erwartet die riesigen Spulen, auf denen ungefähr 4.500 Fäden nebeneinander aufgespannt wurden, der Färbeprozess mit dem charakteristischen Indigo. Das Garn für G-Star Jeans wird mit der Slasher Färbung behandelt, damit es seine einzigartige Farbe und Struktur erhält. Als zweite Färbemethode ist die Spinnfärbung bekannt.
Was ist eigentlich Indigo?
Bei Indigo handelt es sich um ein natürliches Produkt aus der Indigofera-Pflanze. Allerdings kommt diese in der Natur nur noch sehr selten vor, weswegen Indigo bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts synthetisch hergestellt wird. In vielen Teilen der Welt wird die Indigofärbung mit Umweltverschmutzung und Wasserverschmutzung in Verbindung gebracht. In den Werken von TRC Candiani kommt allerdings eine interne Reinigung und Wasserrecycling zum Einsatz, um den europäischen Vorgaben zu entsprechen.
So kommt das Indigo in die G-Star Jeans
Die Spinnfärbung zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Fäden während des Färbeprozesses zu einem dickeren Strang zusammengenommen werden. Die Methode ist zwar technisch einfacher, allerdings müssen die Fäden nach dem Färben wieder entworren werden, bevor sie verwebt werden können. Daher wird bei G-Star Jeans die Slasher Färbung genutzt.
Bei der Slasher Färbung kommt ein Schwefelbad zum Einsatz. Entweder wird das Garn zuerst in das Schwefelbad und anschließend in die Farbboxen mit dem Indigo getaucht, oder das Schwefelbad wird als Topping auf das Indigo aufgetragen. Da die Baumwolle nicht alle Farbe aufnimmt, bleibt ein Rest auf der Oberfläche, der dazu führt, dass das Indigo meist etwas ausbleicht. Durch die Oxidation an der Luft ändert sich die Farbe von Grün zu Blau. All diese Vorgänge haben Einfluss auf die endgültige Farbe des Materials.
Nachdem der Färbeprozess abgeschlossen ist und das Garn seine endgültige Farbe angenommen hat, verlässt es die Färberei auf den riesigen Spulen wieder. Im nächsten Schritt kann das Garn zum Stoff für die G-Star Jeans verwebt werden.