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In der Klavierszene geniesst der rumänische Pianist Radu Lupu seit langem Kultstatus.
Radu Lupu zählt zu den grossen Poeten und Feingeistern, die ihre Erkenntnisse ausschließlich am Klavier preisgeben. Lupu ist ein Nuancen-Finder, ein Klang-Mystiker, der mit ein paar Pianissimotönen eine ganze Welt zu erschaffen vermag.
Er ist regelmässiger Gast bei wichtigen internationalen Orchestern wie dem Royal Concertgebouw, den Londoner Orchestern, den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern, mit denen er unter Herbert von Karajan 1978 bei den Salzburger Festspielen debütierte und diese acht Jahre später mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti eröffnete. Auch in den USA ist Radu Lupu seit seinen ersten Konzerten mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Carlo Maria Giulini und dem Cleveland Orchestra unter Daniel Barenboim im Jahr 1972 ein viel gefragter Solist.
Seine Einspielungen bei Decca umfassen u.a. alle Beethoven-Klavierkonzerte, die Klavierkonzerte von Grieg und Schumann, Sonaten für Violine und Klavier von Mozart, Debussy und Franck sowie Solowerke von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert. 1995 wurden seine Aufnahmen der Schubert-Sonaten A-Dur D 664 und B-Dur D 960 mit dem Grammy ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Radu Lupu für seine Einspielung von Schumanns Kinderszenen, der Kreisleriana und der Humoreske op. 20 den Edison Award.