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Anno 1471 startete Basel den langen Reigen der Herbstmessen (damals gab es im Frühjahr noch eine weitere Messe) – nur kurz von Seuchen und Kriegen unterbrochen, zuletzt im vergangenen Jahr, coronabedingt. Wer aber wollte überhaupt eine Messe in Basel haben, was gab es damals zu erleben?
«Frau ohne Kopf» und «Krokodilmädchen»
Wer historische Berichte liest, erfährt manches Entsetzliche und Skurrile. 1624 etwa wurde ein Löwe ausgestellt, der dann einen Buben tot biss. Anfangs 20. Jahrhundert wurden Moritatensänger verboten, weil sie mit ihren Mord- und Schauergeschichten Schrecken auslösten. Damals gehörten die «Frau ohne Kopf» oder «Kleopatra, das Krokodilmädchen» zu den höchsten Erregungen der Volksseele. Fast hundert Jahre lang, bis 1982, blieb der Messebetrieb vom Münsterplatz verbannt – weil das bunte Treiben den Schulbetrieb am Münstergymnasium störte. Meinten 1876 die Pädagogen.
Diese und ähnliche Geschichten kennt Basels bekanntester Stadtführer und Lokalhistoriker Roger Rebmann alias Grabmacherjoggi bestens. Im Talk gibt er Proben seines reichen Wissens.