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Farbsehstörungen (häufig auch Farbenblindheit genannt) sind Störungen der Sehzellen, die dazu führen, dass bestimmte Farben nicht richtig wahrgenommen werden können. Farbenblindheit entsteht aufgrund einer Störung der Farbpigmente, die sich in bestimmten Sinneszellen, den so genannten Zapfen, befinden und die die Farbwahrnehmung im Gehirn auslösen. Diese Zellen befinden sich in der Retina (Netzhaut), einer lichtempfindlichen Gewebeschicht, die die hintere Innenseite des Auges abdeckt. Wenn nur ein Pigment fehlt, kann der Patient Schwierigkeiten bekunden, zum Beispiel zwischen rot und grün zu unterscheiden. Dies ist die am häufigsten auftretende Art von Farbsehstörungen. Wenn ein anderes Pigment fehlt, ist die Unterscheidung zwischen blau und gelb nur schwer möglich. Personen mit einer Blau-Gelb-Sehschwäche haben in der Regel auch Probleme, die Farben rot und grün zu erkennen. Die schwerwiegendste und eigentliche Form von Farbenblindheit ist die Achromasie. Achromatische Personen können gar keine Farben wahrnehmen, sie sehen alles in Grauabstufungen. Achromasie tritt meistens zusammen mit Schwachsichtigkeit, Nystagmus (unwillkürliches rhythmisches Augenzittern), starker Lichtempfindlichkeit und sehr schlechtem Sehvermögen auf.
In den meisten Fällen ist Farbenblindheit genetisch bedingt. Nur sehr wenige Frauen sind davon betroffen, bei den Männern sind ungefähr 10 Prozent von einer Form von Farbsehstörungen betroffen. Auch das Medikament Hydroxychloroquin (Plaquenil), das zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt wird, kann Farbsehstörungen verursachen.
Quelle: Achromasie Farbenblindheit Farbsehstörungen (tuotromedico.com)
Allgemeines/Definition
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Farbsehstörungen werden meistens vererbt, können jedoch auch auf erworbene Störungen oder Entwicklungsstörungen mit Auswirkungen auf die Zapfen zurückgeführt werden. Wie stark eine vererbte Farbsehstörung ausgeprägt ist, kommt auf die Mutation der Gene für Opsin an (beim Menschen auf dem X-Chromosom und dem Chromosom 3). Die Gene für Opsin sind für die Kodierung der roten, grünen und blauen Zapfen verantwortlich.
Quelle: Color Vision Defects - Achromatopsia - information page with HONselect (services.hon.ch)
Ursachen
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Meistens kommen Farbsehstörungen bei Männern vor, da diese Störungen X-chromosomal rezessiv vererbt werden (von der Mutter an den Sohn). Es können aber auch Verletzungen oder Krankheiten, die zu einer Schädigung des Sehnervs oder der Netzhaut führen, eine Störung der Farbwahrnehmung auslösen. Folgende Krankheiten z.B. können zu Farbsinnstörungen führen:
- Diabetes
- Glaukom (grüner Star)
- Makuladegeneration
- Alzheimer
- Parkinson
- Multiple Sklerose
- chronischer Alkoholismus
- Leukämie
- Sichelzellenanämie
Weitere Ursachen für Farbsehstörungen können sein:
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, die zur Behandlung von Herzproblemen, Bluthochdruck, Infektionen, Nervenstörungen und psychischen Problemen eingesetzt werden, können die Farbwahrnehmung beeinträchtigen (z.B. Plaquenil zur Behandlung von rheumatoider Arthritis).
- Alter: Die Fähigkeit zur Farbwahrnehmung kann mit dem Alter graduell abnehmen.
- Kontakt mit Chemikalien: Kontakt mit bestimmten Chemikalien wie Düngemitteln oder Phenylethylen (Styrol) können nachgewiesen zu einem Verlust der Farbwahrnehmung führen.
In den meisten Fällen sind Farbsehstörungen genetisch bedingt. Ca. 8 Prozent der Männer leiden unter einer Form von Farbsinnstörungen. Frauen sind in der Regel nur die Trägerinnen des betreffenden Gens. Dennoch sind ca. 0.5 Prozent der Frauen von einer Farbsinnstörung betroffen. Wenn die Farbsehstörung erblich bedingt ist, bleibt sie in der Regel das Leben lang konstant. Sie führt zu keinem zusätzliche Sehverlust oder Erblindung.
Quelle: Color Vision Deficiency | American Optometric Association (aoa.org)
Diagnostik
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Mit besonderen Farbsehtests können Farbsehstörungen einfach erkannt werden. Gemeinhin werden pseudoichromatische Tafeln verwendet, um Personen auf angeborene Farbfehlsichtigkeit zu überprüfen. Diese Tests enthalten Zahlen oder Buchstaben aus kleinen Farbpunkten in Verwechslungsfarben, die sich von einem Hintergrund aus denselben Punkten in einer anderen Farbe abheben. Personen mit einem normalen Farbensehen können diese Muster wahrnehmen, für Personen mit der entsprechenden Farbfehlsichtigkeit unterscheiden sie sich nicht vom Hintergrund. Eine zweite Art von Tests von Farbsehstörungen sind Anordnungstests. Mit diesen Tests, bei denen der Patient kleine, farbige Plättchen in der Reihenfolge ihrer genauen Farbabstufung anordnen muss, kann der Schweregrad der angeborenen Farbsehstörung bestimmt werden oder es kann geprüft werden, ob eine erworbene Farbsehstörung vorliegt.
Quelle: Color Blindness (uic.edu)
Behandlung
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Es gibt keine Behandlung für erblich veranlagte Farbsehstörungen, da diese durch fehlende oder fehlerhafte Farbpigmente verursacht werden. Durch Krankheit oder Verletzungen erworbene Farbsehstörungen können teilweise korrigiert werden, sofern die Ursache behandelt werden kann.
Es wurden bestimmte spezielle Hilfsmittel entwickelt, um Personen mit Farbsehstörungen zu helfen, einige der betroffenen Farben besser unterscheiden zu können. Dazu gehören speziell getönte Linsen und Brillen. Solche Hilfsmittel bewirken aber kein normales Farbensehen und sollten daher mit Vorsicht verwendet werden.
Quelle: Color Blindness (uic.edu)
Abbildungen
Wissenschaftliche Artikel:
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