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Vor 70 Jahren fanden in der Schweiz im Alpendorf St. Moritz die ersten Olympischen Spiele seit dem Zweiten Weltkrieg statt. Japan und Deutschland wurden wegen ihrer Rolle im Konflikt ausgeschlossen, und die Sowjetunion schickte keine Athleten zum Wettkampf. Aber fast 700 Athleten aus 28 Nationen nahmen an 22 Veranstaltungen zu vier verschiedenen Sportarten teil.
Die Auswirkungen des Krieges waren noch immer in ganz Europa spürbar. Athleten wurden daran gehindert, ihre Heimatländer zu verlassen oder an Wettkämpfen teilzunehmen, und niemand investierte in den Sport. Um die Stimmung aufzuheitern, wurde das Winterereignis der Nachkriegszeit, das Ende Januar 1948 stattfand, als "Spiele der Erneuerung" bezeichnet.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied sich für St. Moritz als Austragungsort wegen seiner gut erhaltenen Infrastruktur, die für die Olympischen Winterspiele 1928 errichtet worden war. Das Problem fehlender Sportausrüstung wurde kameradschaftlich gelöst: Um am Wettkampf teilzunehmen, liehen sich norwegische Skifahrer die Skier der Amerikaner aus.
Nicht nur das, sondern auch die neutrale Haltung der Schweiz während des Krieges gab den Organisatoren und den Sportlern Aufwind.
Ein Höhepunkt des Anlasses waren die Bob-Rennen – auch aufgrund von Sabotagevorwürfen: Die Steuerung der Schlitten des US-Teams wurde angeblich manipuliert. Später gab ein Lastwagenfahrer zu, dass er den Schaden verursacht hatte, indem er versehentlich in den Schuppen fuhr, in dem die Bobs aufbewahrt wurden. Das Schweizer Team gewann Gold und Silber, die Bronzemedaille ging an das Team aus den USA.
In der Serie #swisshistorypicsexterner Link blicken wir zurück in die Vergangenheit und zeigen Bilder von den ersten Olympischen Winterspielen nach dem Zweiten Weltkrieg.