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Marie Corpataux, für die meisten bekannt als «Polinärsch Miggi», wurde am 13. September 1927 in Rechthalten geboren. Sie war das zweite Kind von Apollinaris und Pauline Zbinden. Zusammen mit ihren elf Geschwistern wuchs sie in der Weid, Rechthalten, auf. Dort erlebte sie eine unbeschwerte und glückliche Kindheit. Die Schule besuchte sie in Rechthalten und anschliessend war sie bei verschiedenen Familien als Haushalthilfe tätig.
Schon in jungen Jahren lernte sie Adolf Corpataux, ihren zukünftigen Ehemann kennen. Das junge Paar trat 1946 vor den Traualtar. Es wurde eine lange und glückliche Ehe. Sie wohnten in eher bescheidenen Verhältnissen bei der Kapelle in Rechthalten und wurden bald glückliche Eltern einer Tochter. Die Unbeschwertheit wurde durch einen Herzfehler ihrer Erstgeborenen auf eine harte Probe gestellt. In den folgenden Jahren kamen zwei Söhne auf die Welt.
1956 konnten sie im Zweifamilienhaus von Miggis Eltern, im Unterdorf, einziehen. Ihr Glück wurde durch die Geburt ihrer jüngsten Tochter noch verstärkt. Ihre Familie bedeutete Miggi alles.
Neben der Hausarbeit verdiente Miggi immer noch etwas dazu, um der Haushaltkasse etwas beizusteuern. Über mehrere Jahre hinweg arbeitete sie als Aushilfsserviertochter im Hotel Sternen in Rechthalten. In den darauffolgenden Jahren war sie bei ihrer Schwester im Café des Grand-Places und später im Café Grand-Pont in Freiburg tätig. Alle schätzten sie als zuverlässige Hilfe.
Ihr grösster Stolz und Freude waren ihre Gross- und Urgrosskinder. Jeder Geburt fieberte sie mit Ungeduld entgegen. Das Kinderlachen und die Heiterkeit erwärmten ihr das Herz. Dementsprechend wurden Gross- und Urgrosskinder auch verwöhnt.
Miggi war eine aufgestellte, gesellige Person, sie schätzte die Mitmenschen sehr und fand immer Zeit für ein Gespräch. Sie sang während 25 Jahren mit Begeisterung im Gemischten Chor in Rechthalten. Der Gesang und das Beisammensein waren für sie eine heitere Abwechslung brachten ihr immer viel Freude.
Im grossen Garten ernteten Miggi und Adolf frisches Gemüse und Obst. Die Blumenpracht rund ums Haus war eine Augenweide.
Gesundheitliche Probleme stellten sich seit Juli 2008 ein. Neben einem zu hohen Blutdruck überkamen sie plötzlich Rückenschmerzen. Mitte September, kurz nach ihrem 81. Geburtstag, musste sie ins Spital eingeliefert werden und Operationen waren unumgänglich. Von den gesundheitlichen Störungen konnte sie sich nicht erholen. Am späteren Abend des 27. Oktober 2008 wurde Miggi, im Kreise der Familie und gestärkt durch ihren Glauben, von ihrem Leiden erlöst. Eing.