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Normen und Vorschriften
Auf dieser Seite befinden sich massgebliche Richtlinien im Bereich der professionellen Audiosysteme.
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Definition
Die Evakuierungsbeschallung
Basierend auf der VKF-Brandschutzrichtlinie 12-15 (Brandverhütung und organisatorischer Brandschutz) ist eine akustische Alarmierung in folgenden Gebäuden Vorschrift:
- Beherbergungsbetriebe [b]
Hotels, Pensionen, Ferienzentren usw. mit einer Kapazität von ≥ 50 Betten: Ausstrahlung der Meldung in allen Zimmern. Ab 300 Betten: Verbreitung der Nachricht in allen öffentlich zugänglichen Bereichen. In diesem Fall empfiehlt die SES ein elektroakustisches Notfallwarnsystem einzubauen.
- Verkaufsgeschäfte
Gesamtverkaufsfläche von > 1’200 m2: gleichzeitige Verbreitung der Meldung in allen öffentlich zugänglichen Bereichen. In Verkaufsgeschäften mit einer Verkaufsfläche > 4'800 m2 (eingeschossig) oder > 2'400 m2 (mehrgeschossig), ist ein elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend dem Stand der Technik erforderlich.
- Räume mit grosser Personenbelegung
Ab einer zulässigen Belegung von > 300 Personen ist ein Informationssystem mit individueller Sprachdurchsage erforderlich.
Ab 1‘000 Personen ist ein elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend dem Stand der Technik erforderlich.
- Bauten mit mehreren Sälen und gemeinsamen Foyers
Theater, Multiplexkinos, Konzertsäle, Unterhaltungslokale usw. mit einer zulässigen Belegung von gesamthaft > 300 Personen: gleichzeitige Ausstrahlung in allen öffentlich zugänglichen Räumen. Ab insgesamt 1'000 Personen ist ein elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend dem Stand der Technik erforderlich.
- Messe- oder Eventhallen, Bahnhofs- und Flughafengebäude
Gleichzeitige Sprachdurchsage in allen öffentlich zugänglichen Bereichen.
Bei einer Gesamtfläche von mehr als 4‘800 m2 (eingeschossig) resp. 2‘400 m2 (mehrgeschossig) ist ein elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend dem Stand der Technik erforderlich.
- Stadien
Ab einer zulässigen Belegung von > 300 Personen: Gleichzeitige Sprachdurchsage in allen öffentlich zugänglichen Bereichen. Bei einer zulässigen Belegung von > 10‘000 Personen in offener Bauweise, resp. > 5‘000 Personen in geschlossener Bauweise ist ein elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend dem Stand der Technik erforderlich.
Konzipierung, Montage und Anwendung von Sprachalarmanlagen (SAA) und elektroakustischen Notfallwarnsystemen (ENS) werden in der SES-Richtlinie (Stand der Technik) festgelegt.
Elektrische Lautsprecheranlage (ELA)
Einfache elektroakustische Anlage, die ein Audiosignal von einem Mikrofon oder Abspielgerät etc. verstärkt und über Lautsprecher wiedergibt; Ausführung nach DIP 12-15.
Alternativ können auch automatische Brandmelder mit integrierten akustischen Geräten oder Ethernet/LAN-basierte Akustiksysteme installiert werden.
Sprachalarmanlagen (SAA)
Elektroakustische Lautsprecheranlage, die Teil einer Brandmeldeanlage (BMA) ist. Der Evakuierungsalarm wird über die BMA automatisch ausgelöst und zurückgesetzt. Das System kann auch für andere Arten von Alarmen (Amok, Bombendrohung usw.) verwendet und manuell gesteuert werden; Ausführung und Zertifizierung der Komponenten gemäß den Normen SN EN 54-4 (Energieversorgungseinrichtungen), 54-16 (Sprachalarmzentralen) und 54-24 (Komponenten für Sprachalarmierungssysteme - Lautsprecher).
Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS)
Elektroakustische Beschallungsanlage, die nicht mit einer Brandmeldeanlage (BMA) verbunden ist und daher im Brandfall nicht verwendet werden darf. Es ist nicht erlaubt, die Notrufmeldung automatisch auszulösen; Ausführung gemäss SN EN 50849 (Elektroakustische Notfallwarnsysteme).
Entspricht die ENS-Anlage laut SES dem Stand der Technik, darf die Brandmeldung nur durch manuelle Auslösung erfolgen.
Nützliche Dokumente
Häufig gestellte Fragen zum Thema Professionelle Audiosysteme
Kann man Komfortbeschallung mit einem Evakuierungssystem machen?
Eine der ersten Fragen, die sich bei der Projektplanung stellen wird, ist, ob Sicherheitsbeschallung und Komfortbeschallung (mit der Hintergrundmusik und Durchsagen ausgestrahlt werden) kombiniert oder getrennt werden sollen. Die naheliegende Antwort ist, dass eine Verknüpfung der beiden Funktionen zu Einsparungen bei der Ausstattung und der Installation führt. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass das gewählte System dies ermöglicht, wie es zum Beispiel bei ATEÏS-Systemen der Fall ist.
Warum sollte man sich für Lautsprecher anstelle von Sirenen entscheiden?
Abgesehen von Gebäuden, in denen ein akustisches Alarmsystem vom Typ SAA oder ENS vorgeschrieben ist, können Alarmsignale auch durch Klingelsignale, Sirenen, Tonfolgen, sprachgesteuerte Brandmelder oder Telefonanlagen übertragen werden. Da das Hauptziel jedoch darin besteht, eine wichtige Information "klar und deutlich" zu übermitteln, sind solche Systeme nicht empfehlenswert. Häufig sind die Nutzer eines Gebäudes nicht mit den Evakuierungsanweisungen für einen bestimmten Alarmtyp vertraut, was katastrophale Folgen haben kann. Die Nachricht richtet sich direkt an die gefährdeten Personen, diese wissen daher genau, was sie tun müssen. Die Übermittlung wichtiger Nachrichten ist selbst unter den schwierigsten Bedingungen gewährleistet. Das Ergebnis ist eine deutliche Verringerung von Panik, unangemessenen Reaktionen und die Menschen bringen sich selbst schneller, geordneter und gezielter in Sicherheit.
Evakuierungsalarm durch Sirene
- absolut unzureichend
- Mangel an Aufforderungen
- wird häufig ignoriert
- wird falsch interpretiert
- zu lange Reaktionszeiten
- mangelhafte Kommunikation
Evakuierungsalarm über Lautsprecher
- verständliche und genaue Informationen
- optimale Reaktion
- keine Gefahr von Fehlinterpretationen
- Mehrsprachig
- Informationen sind für alle verständlich
- regt zur Selbstrettung an
- Sprachanweisungen
Wie bildet man sich in Sachen Professionelle Audiosysteme aus, bzw. weiter?
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