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"Zunächst einmal werden wir meiner Meinung nach eine weitere Konsolidierung innerhalb der einzelnen Länder sehen", sagte Alasdair Warren, Chef des Investmentbanking in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Grenzüberschreitende Fusionen sind schwieriger, weil eine ganze Reihe von Banken erst einmal ihre eigenen Aufräum- und Umbauarbeiten abschliessen muss. Aber ich denke, dass es innerhalb der nächsten fünf Jahre auch zu internationalen Zusammenschlüssen kommen wird."
Die Deutsche Bank müsse zunächst beweisen, dass sie bei Kosten und Rendite vorankomme und ihre Strategie effizient umsetze, fuhr Warren fort. Das stehe auch im kommenden Jahr im Mittelpunkt. "Aber wenn wir einmal unser Ziel erreicht haben, kann ich mir durchaus Szenarien vorstellen, in denen wir Teil einer internationalen Konsolidierung sein könnten."
Warren war im Frühjahr von der US-Investmentbank Goldman Sachs zur Deutschen Bank gewechselt. Das Frankfurter Geldhaus kämpft derzeit wie viele Wettbewerber mit den Folgen der Niedrigzinsen. Hinzu kommen hausgemachte Probleme, vor allem teure Rechtsstreitigkeiten. Im Herbst war die Aktie auf ein historisches Tief gefallen. Angesichts der Probleme hatten die Spitzen von Deutscher Bank und Commerzbank dem Vernehmen nach einen Zusammenschluss ausgelotet, die Idee aber wieder verworfen./das/mis
(AWP)