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Ein Wildschwein sorgte Mitte Dezember im Städtchen Estavayer für eine gewisse Aufregung: Es war bereits dunkel, als es an der Rue de Granges plötzlich krachte. Ein Streit? Ein Unfall? Nein, ein Wildschwein hatte die Eingangstüre eines Gebäudes durchschlagen. Im Haus gelangte es in das Untergeschoss, um im andern Teil des Gebäudes wieder die Treppe hochzusteigen. Dabei hinterliess es einige Blutspuren. Der Hauswart öffnete ihm die andere Eingangstüre. Schon war es wieder verschwunden.
«Meines Wissens ist es das erste Mal, dass sich ein Wildschwein in der Stadt verirrt. Es muss zweifelsohne in Schrecken versetzt worden sein», hält Paul Demierre, Chef der Abteilung für Wild und Fischerei, fest.
Auch der Wildhüter Pascal Gabaz hat noch nie gehört, dass ein Wildschwein in ein Haus eingedrungen ist. Er vermutet, dass es sich um ein junges Tier handelte. Rund 80 Wildschweine dürften sich nach seinen Schätzungen am Südufer des Neuenburgersees aufhalten. «Es wurde sicher gestört und Richtung Stadt getrieben. Vielleicht hat es im Fenster sein Spiegelbild entdeckt? Sicher ist, dass es völlig desorientiert gewesen sein muss.»
Mit Schweisshunden wurde die Blutspur verfolgt, doch ohne Erfolg.