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Wir stellen ihm ein paar Fragen zu seiner Arbeit und der Situation im Norden Iraks. Eine Bildergalerie zeigt seine Aktivitäten im Flüchtlingscamp in Domiz: Bildergalerie.
Martin Zirn, weshalb sind Sie derzeit im Irak?
Das UNHCR beantragte bei der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) einen Technischen Koordinator für den Einsatz im Irak. Im Moment bin ich in Erbil stationiert, das in der kurdischen Region im Norden Iraks liegt.
Was sind dort Ihre Aufgaben?
Meine Hauptaufgabe als Technischer Koordinator besteht darin, den Bau von zwei Gesundheitszentren in Ninewa und Erbil zu leiten. Ich arbeite eng mit allen Anspruchsgruppen zusammen, zu denen insbesondere die Gebervertreter, staatliche Behörden, Durchführungsorganisationen und natürlich das UNHCR gehören. Ich koordiniere die beteiligten Parteien und stelle bei der Überwachung der Arbeiten sicher, dass die vorgesehenen Anforderungen und Standards eingehalten und die Projekte rechtzeitig fertiggestellt werden.
Zudem beteilige ich mich an der Planung von Lagern für Menschen, die vor der Gewalt in Syrien fliehen. Es geht darum, dass ich technische Beratung bei der Planung der Lageplätze biete und das UNHCR und die lokalen Behörden bei allen lagerbezogenen Fragen unterstütze, damit sie den Flüchtlingsstrom aus Syrien bewältigen können.
Wie sieht ein durchschnittlicher Tag bei Ihnen aus?
Einmal pro Woche besuche ich das Projektbüro des UNHCR in Dohuk und das Lager in Domiz. Die Fahrt von Erbil aus dauert jeweils 2,5 Stunden hin und 2,5 Stunden zurück. Manchmal übernachte ich in Dohuk, damit ich mehr Zeit für Sektor-Koordinationssitzungen sowie für Treffen mit lokalen und nationalen Behörden habe, die ebenfalls an der Bewältigung der Syrien-Krise beteiligt sind. Manchmal sind Reisen nach Bagdad und an andere Orte notwendig. An gewissen Tagen habe ich in Erbil Sitzungen mit lokalen Behörden, anderen Organisationen und Arbeitskollegen anderer Einheiten.