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In der Kleinstadt Derry im US-Bundesstaat Maine verschwindet plötzlich ein Kind nach dem anderen. Angefangen hat alles mit dem kleinen Georgie, der nie von einem Regenspaziergang mit seinem Papierboot zurückgekehrt ist.
Im darauffolgenden Sommer werden sein Bruder Bill und dessen Freunde – kollektiv als «Losers Club» bekannt – mit dem Grund für Georgies Verschwinden konfrontiert: In Derry treibt ein unheimliches Wesen sein Unheil.
Dieses gewinnt an Kraft durch die Angst der Kinder und erscheint in verschiedenen Formen, oft als böser Clown Pennywise. Die sieben Freunde des «Losers Club» lüften das Geheimnis, das «ES» umgibt und wollen seinem Treiben ein Ende setzten.
Das pubertärste Zitat
«Können nur Jungfrauen dieses Ding sehen? Sehe ich es deshalb nicht?» Das fragt Richie, dem zu diesem Zeitpunkt der böse Clown Pennywise noch nicht erschienen ist – im Gegensatz zu seinen Freunden im «Losers Club».
Der Schauspieler
Pennywise wird von Bill Skarsgård gespielt. Der Schwede entstammt einer Schauspielerfamilie; sowohl seine Brüder Alexander, Gustaf und Valter als auch sein Vater Stellan sind regelmässig auf der grossen Leinwand zu sehen.
Einem internationalen Publikum wurde der 27-Jährige durch sein Mitwirken an der Netflix-Horror-Serie «Hemlock Grove» (2013–2015) bekannt. Aktuell ist Skarsgård auch an der Seite von Charlize Theron in «Atomic Blonde» in den Schweizer Kinos zu sehen.
Fakten, die man wissen sollte
Stephen Kings «It» wurde 1990 bereits einmal verfilmt – als Zweiteiler für den amerikanischen Fernsehsender ABC. Ursprünglich wurde der Zombiefilm-Pionier George A. Romero («Night of the Living Dead») als Regisseur für das Projekt verpflichtet.
Wegen seines vollen Terminkalenders überliess er letztendlich Drehbuchautor Tommy Lee Wallace den Vortritt. Mit Romero auf dem Regiestuhl wäre die Mini-Serie wohl furchteinflössender ausgefallen. Die Figur des Pennywise wurde von Tim Curry – bekannt aus dem Grusel-Musical «The Rocky Horror Picture Show» – verkörpert.
Das Urteil
Die Macher der Neuauflage von «It» haben sich dafür entschieden, den Ausgangspunkt der Geschichte von den Fünfzigern in die späten Achtziger zu verlegen. Ein Mehrwert wird dem Zuschauer dadurch nicht wirklich geboten: Hier eine Anspielung auf die Boy-Group «New Kids on the Block», da eine kurze Szene in einer Videospielhalle – das riecht alles ein bisschen nach Retro-Inszenierung, Marke «Malen nach Zahlen».
«It» ist vor allem dann gut, wenn der Film sich auf die Gruppendynamik des «Losers Club» konzentriert. Das ist einerseits den Figuren zu verdanken, die Stephen King für seine Romanvorlage geschaffen hat, andererseits der durchwegs gut geglückten Besetzung der Rollen – denn die Jungschauspieler harmonieren überdurchschnittlich gut miteinander.
Der Horror in «It» ist dagegen konventionell und absehbar ausgefallen, so dass echte Schock-Momente ausbleiben. Schaut man sich «It» eher in Erwartung einer angedeuteten Coming-of-Age-Geschichte an denn eines zukünftigen Horror-Klassikers, bietet der Film durchaus gute Unterhaltung.
Kinostart: 28.9.2017