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deutscher Ingenieure.
Anwesend:
Angelegenheiten des Vereines.
Versammlung des Vorstandes
am 14. und 15. März 1919 im Vereinshause zu Berlin.
Vor Eröffnung der Sitzung findet in Gegenwart aller Angestellten eine Begrüßung der aus dem Felde zurückgekehrten Angestellten durch den Vorstand statt. Der Kurator führt in seiner Ansprache u. a. aus, daß der vollständige Umschwung aller bisherigen Verhältnisse auch für den V. d. I. neue Aufgaben gebracht hat und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß diese durch gemeinsame Arbeit in gegenseitigem Vertrauen erfolgreich gelöst werden können.
Im Anschluß an die Begrüßung besichtigt der Vorstand eine Ausstellung zeichnerischer Darstellungen der Entwicklung der Vereinsgeschäfte seit Kriegsausbruch und der Organisation der Geschäftstelle und ihrer einzelnen Abteilungen. Bei einem Rundgang durch das Haus nimmt der Vorstand Gelegenheit, sich im einzelnen den Arbeitslauf innerhalb der Abteilungen darlegen zu lassen.
Die vorliegende vorläufige Betriebsrechnung für 1918 schließt mit einem Fehlbetrag von rd. 186000 M ab, der sich allerdings durch einen Gewinn aus dem Hausverkauf Charlottenstr. 43 auf rd. 88000 M ermäßigt. Hr. D.Meyer weist darauf hin, daß der V. d. I. unter dem Einfluß der allgemeinen ungünstigen Wirtschaftslage und der bestehenden Teuerungsverhältnisse sein besonderes Augenmerk auf eine Stärkung seiner finanziellen Grundlagen richten müsse. Die Geschäftstelle wird dem Vorstand Vorschläge bei Besprechung des Haushaltplanes für 1919 vorlegen.
Wahl der Rechnungsprüfer.
Da von den bisherigen Rechnungsprüfern Hr. Schmetzer verstorben ist und Hr. Schnaß die Wiederwahl abgelehnt hat, wird eine Neubesetzung erforderlich. Der Vorstand beschließt aber eine Vertagung, da der Vorstandsrat die Entscheidung zu treffen hat, der zurzeit nicht befragt werden kann. Haushaltplan des laufenden Jahres und gleichzeitig
Höhe des Mitglied beitrages.
Der im Haushaltplan für 1919) (aufgestellt im September v. J.) mit 172000 M angenommene Fehlbetrag erhöht sich nach dem Bericht des Hrn. D. Meyer, wenn man die heute schon eingetretenen Aenderungen und Steigerungen der Ausgaben in Rücksicht zieht, in außerordentlichem Maße. Zur Durchführung der in Angriff genommenen Arbeiten ist die jetzige Beamtenzahl in vollem Umfange erforderlich. Eine Einschränkung der Vereinsaufgaben aber erscheint bedenklich, wenn
1) s. Z. 1918 S. 779.
der Verein in dieser Zeit völliger Umgestaltung aller Verhältnisse die Führung auf technisch-wissenschaftlichem Gebiete behalten will.
Der Vorsitzende stimmt den Erwägungen der Geschäftstelle grundsätzlich zu; er ersucht die Geschäftstelle um eine schriftliche Darlegung mit Vorschlägen über die Beschaffung neuer Geldmittel unter Darlegung der Gründe für die erhebliche Unkostensteigerung.
Auch der Kurator ist der Ansicht, daß der Verein den Zeitverhältnissen Rechnung tragen und neue Wege beschreiten muß, und nimmt an, daß die Industrie trotz des augenblicklichen Niederganges dem Verein Mittel zur Durchführung seiner neuen Aufgaben verschaffen wird. Er wünscht die Aufstellung eines neuen Haushaltplanes auf Grund der jetzt vorliegenden Ergebnisse des Jahres 1918, um übersehen zu können, welche Geldbeträge unbedingt erforderlich sind.
Der Vorstand tritt in Erwägungen darüber ein, wie die Einnahmen des Vereines aus Beiträgen gesteigert werden können, und beschließt, dem Vorstandsrat eine bezügliche Vorlage zu nnterbreiten.
Antrag auf Bewilligung von 10000 M für den Deutschen Verband technisch-wissenschaftlicher
Vereine.
Der Deutsche Verband technisch-wisssenschaftlicher Vereine hat den Antrag gestellt, der V. d. I. möchte ihm nach Maßgabe der Beteiligung der andern Vereine für das laufende Jahr einen Beitrag von 10000 M zukommen lassen.
Hr. D. Meyer empfiehlt die Bewilligung des Beitrages in Anbetracht der wichtigen und wertvollen Arbeiten, die der Deutsche Verband leistet. Der Vorstand ist damit einverstanden, daß der Beitrag in dieser Höhe beim Vorstandsrat beantragt wird.
Beitrag zur Göttinger Vereinigung.
Hr. D. Meyer befürwortet für das Jahr 1919 die Bewilligung des bisherigen Beitrages von 500 M an die Göttinger Vereinigung, der vor dem Kriege jährlich 1000 M gezahlt wurden. Der Vorstand genehmigt die Beitragzuweisung in Höhe von 500 M.
Antrag des Angestelltenausschusses auf Bewilligung eines einmaligen Entschuldungsbeitrages an die Beamten.
Hr. D. Meyer verliest den Antrag der Angestellten, die um die Bewilligung von einmaligen Entschuldungsbeiträgen bitten.
Mitgliederstand;
zukünftige Entwickungsmöglichkeiten.
Der Vorstand nimmt von den vorgelegten Kurvendarstellungen Kenntnis, aus denen ersichtlich ist, daß die Mitgliederzahl seit der Rückkehr der Kriegsteilnehmer ansteigt. Mietverhältnisse im Vereinshause.
Bei dem vor Beginn der Sitzung unternommenen Rundgang durch das Haus hat sich der Vorstand davon überzeugt, daß bei der durch die vorliegenden Arbeiten bedingten starken Besetzung aller Abteilungen starkes Platzbedürfnis vorliegt und zurzeit nicht die geringste Ausdehnungsmöglichkeit gegeben ist. Da auch dem Normenausschuß der deutschen Industrie, dem Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung und dem Deutschen Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine bisher nur behelfsweise Räumlichkeiten vermietet werden konnten, die für dauernde Benutzung nicht genügen, so schließt sich der Vorstand dem Vorschlag der Geschäftstelle an, durch Kündigung von Mietverträgen im Hause Platz zu schaffen.
II. Redaktion.
Sammelinhaltsverzeichnisse der Zeitschrift
Der Vorstandsrat hat seinerzeit die Herausgabe des Sammelinhaltsverzeichnisses der Zeitschrift für die Jahre 1911 bis 1915 beschlossen. Das Verzeichnis ist bearbeitet, hat aber
31. Mai 1919.
erst zum Teil gesetzt werden können. Die Geschäftstelle bringt in Vorschlag, das Verzeichnis nunmehr gleich auf 10 Jabre, also bis 1920 auszudehnen, weil sonst der Absatz in Frage gestellt werden würde; dies um so mehr, als die Kosten des Verzeichnisses sich bei 5 Jahren auf 7,50 M für das Stück (bei 10 Jahren auf 12 M) stellen gegenüber einem früheren Verkaufpreis von 1,50 M für das Mitglied.
Der Vorstand beschließt, dem Vorstandsrat die Vertagung des Erscheinens des Samuelverzeichnisses bis 1920 zu empfehlen. Auch die Frage der Herausgabe eines Sammelinhaltsverzeichnisses der »Technik und Wirtschaft vertagt der Vorstand.
Kündigung des Vertrages mit Julius Springer.
Hr. D. Meyer bringt in Erinnerung, daß der Vertrag mit Julius Springer auf Ende 1920 kündbar ist, und zwar muß eine Kündigung bis zum 1. Juli d. J. ausgesprochen werden. Der Vorstand beschließt, den Vertrag unter Vorbehalt etwaiger anderweitiger Entscheidung des Vorstandsrates aufzukündigen, um für alle Fälle sicher zu gehen, da eine Entscheidung des Vorstandsrates aller Vorraussicht nach erst nach dem Kündigungstermin herbeigeführt werden kann.
Die seit der letzten Vorstandsitzung neu erschienenen Veröffentlichungen sind zur Besichtigung ausgelegt. Hr. Matschoß gibt bekannt, daß eine Sonderreihe von Forschungsheften über mechanische Technologie, Materialprüfung und Stoffkunde herausgegeben werden soll unter Leitung der Herren Professor Heyn und Professor Dr. Keßner. Er erwähnt, daß das Jahrbuch erschienen und ein neuer Band in Vorbereitung ist. Der Vorstand genehmigt auf Antrag der Geschäftstelle, daß Anzeigen in dem Anzeigenteil des Mitgliederverzeichnisses aufgenommen werden können. Der Verkaufpreis wird auf 3,50 M festgesetzt, den Mitgliedern wird das Verzeichnis nur auf Bestellung geliefert.
Das Bezugsquellenverzeichnis soll nur einmal jährlich erscheinen. Der Sonderabdruck »Vaterland hat bereits guten Absatz gefunden. Der Technisch-literarische Führer ist stark verlangt worden. Weitere Führer sind in Vorbereitung.
Aus den über die zweimonatige Arbeit der Technischen Zeitschriftenschau vorliegenden Berechnungsunterlagen ist noch nicht zu erkennen, ob das Unternehmen sich jetzt schon selbst tragen kann. Die Geschäftstelle beabsichtigt, durch Einleitung des Postzeitungsverkehrs die Versandkosten auch für die Technische Zeitschriftenschau herabzudrücken. Der Vorstand ist damit einverstanden, daß die beim Versand durch das Postzeitungsamt benötigten Umschlagblätter der Technischen Zeitschriftenschau auf der ersten Seite für eigene Druckschriftenanzeigen des V. d. I. und auf der dritten Seite für fremde Anzeigen ausgenutzt werden.
Kriegsbücherei.
(Abschluß und Verwertung der Bestände.)
Die Kriegsbücherei hat mit Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen ihre Tätigkeit eingestellt. Der Vorstand bestimmt die Bücherbestände der aufgelösten Kriegsbücherei zur Verteilung für geeignete Volksbüchereien und überweist den verbliebenen Kassenbarbestand der Bücherei des V. d. I. für eigene Anschaffungen.
Bericht über die Arbeiten des Deutschen
Der VI. Band ist im Druck und wird Anfang April erscheinen. In Ergänzung der in diesem Band behandelten Frage über Lehrlingswesen wird der nächste Band Pläne zur Ausbildung von Lehrlingen umfassen. Hr. Matschoß berichtet, daß die Arbeit des Deutschen Ausschusses sehr anerkannt werde, so daß erhofft werden kann, daß die vom Deutschen Ausschuß beabsichtigte Werbung neuer Geldmittel von Erfolg begleitet sein wird.
Denkschrift des Deutschen Verbandes technisch-wissenschaftlicher Vereine über eine technische Zentralbibliothek.
Der Deutsche Verband hat eine Denkschrift vorbereitet, in der die Einrichtung einer Zentralbibliothek für die tech
nischen Wissenschaften angeregt wird. Der Deutsche Verband erbittet die Mitunterzeichnung des V. d. I. unter der Denkschrift, die außer an die Technischen Hochschulen an den Reichspräsidenten, die Reichsministerien und sonstige maßgebende Stellen ausgesandt werden soll.
Der Vorstand erklärt sich zur Unterzeichnung der Denkschrift neben den anderen technisch-wissenschaftlichen Verbänden bereit.
IV. Verwaltungsabteilung.
Grundsätzliche Regelung des Erlasses des Eintrittsgeldes beim Wiedereintritt in den V. d. I.
Der Kurator hat darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt beim Wiedereintritt früherer Mitglieder in den meisten Fällen der Erlaß des Eintrittsgeldes beantragt und auch genehmigt werde. Hr. Hellmich empfiehlt daher seitens der Geschäftstelle eine grundsätzliche Klärung der Frage, da der Erlaß des Eintrittsgeldes ursprünglich nur als Ausnahme für besondere Fälle gedacht sei, wenn der Austritt durch wirtschaftliche oder sonstige Privatgründe verursacht worden war.
Hr. Görges regt eine Ueberprüfung und Befürwortung des Antrages durch den zuständigen Bezirksverein an.
Der Vorstand bestimmt, daß in Zukunft das Eintrittsgeld nur noch dann erlassen werden soll, wenn eine Befürwortung des Vorsitzenden des betreffenden Bezirksvereines die Richtigkeit der im Antrage dargelegten besonderen Gründe bestätigt.
Antrag des Oesterreichischen Verbandes betr.
Der Oesterreichische Verband hat die Genehmigung zur Erhöhung seines Mitgliedsatzes in Abstufungen bis zu 6 Kr. erbeten. Da ein Beschluß darüber vorliegt, daß die Verhältnisse des Oesterreichischen Verbandes durch den Gesamtverein geregelt werden müssen, ist der Antrag dem Vorstandsrat vorzulegen.
Der Vorstand beschließt, jetzt keine schriftliche Abstimmung des Vorstandsrates herbeizuführen, sondern die Beratung zu vertagen und dem Oesterreichischen Verband mitzuteilen, daß der Vorstand erst eine Klärung der politischen Verhältnisse in bezug auf den Anschluß Deutsch-Oesterreichs an Deutschland abwarten wolle. Sollte der Oesterreichische Verband inzwischen eine Beitragerhöhung bereits vorgenommen haben, so wird die nachträgliche Genehmigung des Vorstandsrates eingeholt werden.
t
V. Organisationsabteilung.
Vereinheitlichung des Verkehrswesens.
Hr. Hellmich teilt mit, daß der Deutsche Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine zu dem Abschnitt des in Beratung der Nationalversammlung befindlichen Verfassungsentwurfes, der über das Verkehrswesen handelt, einen Gegenentwurf vorbereitet hat, der einer demnächst tagenden Vorstandsratsversammlung des Deutschen Verbandes zur Annahme vorgelegt werden soll. Der Deutsche Verband hat ferner den Entwurf von Ausführungsbestimmungen dazu vorbereitet, die in einer die technischen, wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkte behandelnden Denkschrift bekanntgegeben werden sollen. Der Vorstand nimmt von diesem Vorgehen, mit dem er einverstanden ist, Kenntnis1).
Technische Sonderkurse.
Die Bezirksvereine haben sich der Veranstaltung von Sonderkursen mit großem Eifer angenommen. Um eine einheitliche Behandlung zu sichern, wird das eingehende Material von Hrn. Dipl.-Ing. v. Hanffstengel, der sich hierfür zur Verfügung gestellt hat, gesammelt, gesichtet und den Bezirksvereinen zur Kenntnis gebracht. Gleichzeitig ist ein Erfahrungsaustausch im Gange.
Der Vorsitzende empfiehlt, die Vortragsfolge nicht willkürlich zu bestimmen, sondern die Aufgaben und Themen den besonderen Bedürfnissen der Praxis innerhalb der verschie
denen Bezirksvereine anzupassen. Der Kurator regt an, auch die früheren Sonderkurse zur Fortbildung von Ingenieuren, die teilweise sehr viel Anerkennung gefunden hatten, wieder einzuführen.
Der Vorstand schließt sich dem Wunsche des Kurators an. Denkschrift: Technik und Heeresverwaltung. Der Vorstand ist damit einverstanden, daß die im Juni 1917 herausgegebene Denkschrift über die Mitwirkung der Vergl. Z. 1919 S. 299, 448.
Die Arbeiten des unter Leitung von Hrn. Geh. Regierungsrat Professor Heyn stehenden Metallausschusses, der die Kriegserfahrungen zusammengetragen und für weitere Kreise nutzbar machen soll, nehmen einen erfreulichen Fortgang. Die Behörden haben die amtlichen Mitarbeiter von ihrer Schweigepflicht entbunden.
Der Vorstand hält diese Arbeiten für besonders wertvoll und wünscht, daß der Ausschuß, sobald geregelte Verkehrsverhältnisse eingetreten sind, seine Wirksamkeit über die Kreise des Berliner B.-V. hinaus als Ausschuß des Gesamtvereines entfaltet und seine Arbeiten auf sämtliche industriellen Werkstoffe ausdehnt.
Normenausschuß der deutschen Industrie.
Der Vorstand nimmt von dem Bericht über die erfreuliche Entwicklung des N. d. I. mit Befriedigung Kenntnis.
Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung.
Der Ausschuß hat seine Vorarbeiten mit der Aufstellung allgemein gültiger Gesichtspunkte über das Wesen der Spezialisierung und Typisierung abgeschlossen und wendet sich nunmehr der Behandlung von Einzelfragen zu.
Die Industrie bringt den neuen Aufgaben des Ausschusses für wirtschaftliche Fertigung großes Interesse entgegen.
Ingenieurhilfe.
Die Hilfskasse für deutsche Ingenieure und der »Kriegsdanke sind nunmehr in den Rahmen der in der Entstehung begriffenen »Ingenieurhilfe« eingefügt.
Wärmetechnischer Ausschuß.
Hr. D. Meyer berichtet über die Weiterarbeit des Ausschusses, dessen Zusammensetzung und Aufbau vom Vorstand bereits genehmigt wurde. Es wird beabsichtigt, durch Merkblätter und graphische Darstellungen auf die Möglichkeit von Ersparnissen in den einzelnen Verbrauchsgebieten aufmerksam zu machen. Eines dieser Gebiete — Dampfkesselanlagen ist bereits bearbeitet, und das betreffende Merkblatt soll als Muster an die Bearbeiter der übrigen Verbrauchsgruppen hinausgehen. Der Ausschuß wird durch die jetzt in Vorbereitung befindliche Gesetzes vorlage über die Kohlen wirtschaft erhöhte Bedeutung erlangen ').
Der Vorstand nimmt von den Ausführungen Kenntnis und sieht der weiteren Entwicklung der Arbeiten mit Interesse entgegen.
1) Vergl. Z. 1919 S. 447.
Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure.
Ausschuß für technische Mechanik.
Hr. Hellmich erstattet dem Vorstand Bericht über die Arbeiten des vom Berliner B.-V. gebildeten Ausschusses für technische Mechanik, der es übernommen hat, das Wesen der technischen Unterrichtsmittel zu behandeln und einen Austausch der Berufserfahrungen zu vermitteln.
Der Ausschuß setzt sich mit den übrigen Bezirksvereinen in Verbindung, um sie ebenfalls für die Aufgabe zu interessieren, und stellt das Material der Zentralstelle zur Verfügung.
Auslegung der Gebührenordnung.
Die Ge
Der Braunschweiger B.-V. hat bei der Geschäftstelle angefragt, ob eine Auslegung der Gebührenordnung dahingehend möglich sei, daß die Gutachter neben den Tagegeldern und Reisekosten noch ein Honorar als Vergütung für Zeitverlust an Reisetagen beanspruchen können. schäftstelle hat im Einverständnis mit dem Kurator nach den jetzt bestehenden Bestimmungen diesen Anspruch als nicht billig bezeichnet, woraufhin der Braunschweiger B.-V. gebeten hat, durch den Vorstand eine entsprechende Abänderung der Gebührenordnung beim Gebührenausschuß vorzuschlagen. Der Vorstand leitet, ohne selbst in die Beratung einzutreten, den Antrag wunschgemäß durch den Kurator an den Ausschuß für Gebührenordnung weiter.
Sammelmappen für die Zeitschrift.
Von dem verschiedentlich angeregten Vertrieb von Sammelmappen für die Zeitschrift soll abgesehen werden. Die Geschäftstelle soll jedoch geeignete Muster vermitteln und den Mitgliedern Bezugspreis und -quellen mitteilen.
Beratungsstelle des Hilfs bundes für kriegs-
Hr. Matschoß gibt dem Vorstand von einem Bericht Kenntnis, den Hr. Professor Franz über die Tätigkeit der Beratungsstelle des Hilfsbundes an den V. d. I. erstattet hat. Der Vorstand nimmt von den gemeinnützigen Bestrebungen des Hilfsbundes Kenntnis und sieht gelegentlich weiteren Berichten gern entgegen.
Kundgebung des Bayerischen B.-V. für die Einheit des Wirtschaftslebens im Reich.
Der Vorstand nimmt von der vom Bayerischen B.-V. ausgehenden Kundgebung für die Einheit des Wirtschaftslebens im Reich, an die sich der Hamburger B.-V. voll anschließt, mit Freuden Kenntnis.
In einem Schreiben an den Bayerischen B.-V. bringt der Vorstand seine warme Zustimmung zu diesen Kundgebungen zum Ausdruck und beschließt, sie den Bezirksvereinen und Vorstandsratsmitgliedern zu übersenden, sie in der Vereinszeitschrift zu veröffentlichen1) und den Tageszeitungen zugänglich zu machen.
1) s. Z. 1919 S. 299.
Verband technischer Vereine in Bremen.
Zu dem Artikel »Die Stellung der Bezirksvereine des V. d. I. zu den Forderungen des Tages «1) wird uns noch nachträglich über die Tätigkeit des Bremer Bezirksvereines berichtet:
Den
In Bremen ist bereits im Jahre 1913 ein Verband technischer Vereine gegründet worden, »um die Anerkennung der Bedeutung des technischen Standes für die Bedeutung des öffentlichen Lebens zu fordern«. Dem Verband gehören fol gende Vereine an: Verein deutscher Ingenieure, Architektenund Ingenieur-Verein, Verband deutscher Diplom-Ingenieure. Ortsgruppe Bremen, Bund deutscher Architekten, Verein deutscher Chemiker, Deutsche freie Architektenschaft. Vorsitz führt ein Mitglied des V. d. I. Zu der im Jahre 1917 beabsichtigten Neuordnung der Verfassung für den Bremer Staat nahm der Verband in einer Eingabe Stellung mit dem Erfolge, daß der Verfassungsentwurf eine erheblich bessere Berücksichtigung der Ingenieure, vor allem ihre Gleichstellung mit den anderen akademischen Berufen vorsah. Nach der Revolution trat dem Verbande noch der Verein der technischen Oberbeamten bei, so daß nunmehr alle technischen Vereine Bremens darin zusammengeschlossen sind. Der Verband
1) s. Z. 1919 S. 322.
veranlaßte neuerdings die Gründung eines Verbandes akademischer Berufstände, dessen Vorsitz dem Vertreter des V. d. I. übertragen wurde.
Der Elektrotechnische Verein des RheinischWestfälischen Industriegebietes veranstaltet einen 14 tägigen Hochschul- Fortbildungskursus für Elektrotechnik in der Zeit vom 1. bis 13. September 1919. Den Mitgliedern des V. d. I. werden Karten zum Vorzugspreise von 55 M (anstatt 70 M) für den ganzen Kursus und 2,50 M für die Doppelstunde überlassen. Die hauptsächlichsten Vorlesungen betreffen: Grundlagen der Elektrotechnik (Prof. PetersenDarmstadt), Kraftwerke und Unterwerke (derselbe), Antriebmotoren und Apparate für Bergbau und Hüttenbetriebe (Prof. Philippi-Berlin), Elektrische Bahnen für Bergbau und Hüttenbetriebe (Reg.-Baumeister Ohl-Berlin), Elektrische Hebe- und Transportzeuge und intermittierende Betriebe (Obering. Schiebeler-Berlin), Moderne Kesselanlagen (Oberingenieur Ott-Hannover). Dampfturbinen (Direktor Treitel-Berlin). Außerdem finden Uebungen in der Elektrotechnik, in der Hochspannungstechnik, Besichtigungen und freie Aussprachen statt.
Alle Anfragen bezüglich der Fortbildungskurse sind an Herrn Betriebsingenieur Pötter, Sterkrade, zu richten.
Redakteur: D. Meyer.
Geschäftsstunden 9 bis 4, Sonnabends 9 bis 1 Ubr.
Selbstverlag des Vereines deutscher Ingenieure, Berlin N.W. 7, Sommerstraße 4a.
Angaben über Bezugspreise, Anzeigenpreise, Nachlieferung nicht angekommener Hefte an Mitglieder usw. am Schluß des redaktionellen Telles.