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Der Italiener Riccardo Montani hat am Samstag den Swissalpine in Davos gewonnen. Als moralischer Sieger erhielt der drittplatzierte Zürcher Stephan Wenk ebenfalls die Siegprämie von 2000 Franken.
Die Rennleitung des Berglauf-Klassikers – 68 km, 2606 m HD, vier Pässe, ein Panorama-Trail und acht Täler mit Start und Ziel in Davos – musste sich im Zielraum wegen einer Panne bei der Streckenmarkierung beraten. Wenk, der stärkste Läufer im Feld, wurde wahrscheinlich deshalb nur Dritter, weil er fehlgeleitet worden war.
Favorit Wenk hatte das Rennen auf dem Scalettapass nach rund 18 km gemeinsam mit dem Amerikaner T-Roy Brown, der für den ST Bern startet, deutlich angeführt. Danach verpassten die beiden allerdings die Abzweigung auf den Panorama-Trail, weil die Signalisierung noch nicht installiert war. Stattdessen lief das Duo talwärts. Es dürfte unverschuldet 20 Minuten verloren haben. Der Berglauf-Klassiker wurde in diesem Jahr auf einer neuen Strecke ausgetragen.
Wenk schloss zwar wieder zur Spitze auf, während Brown frustriert aufgegeben hatte. Im Kampf um den Tagessieg auf den letzten gut 10 km fehlte dem Favoriten allerdings die Kraft. Bis ins Ziel büsste er noch mehr als acht Minuten auf Montani ein.
Die Jury beliess Wenk auf Platz 3, erklärte ihn jedoch zum moralischen Sieger und richtete ihm wie Montani ebenfalls die Siegprämie aus. Der Italiener (Siegerzeit 6:12:28 Stunden) hatte kurz vor dem Ziel noch den Thurgauer Raphael Sprenger abgefangen und in den 2. Rang verwiesen.
Im Lauf der Frauen setzte sich die Tschechin Marcela Vasinova (6:59:12) durch. Der zweitplatzierten Kathrin Götz nahm Vasinova gut 20 Minuten ab. Als Dritte erreichte die Vorjahressiegerin Luzia Bühler das Ziel.
Wegen der Corona-Schutzvorkehrungen wurden die diversen Läufe in Davos auf zwei Tage verteilt. Der vierfache OL-Weltmeister Matthias Kyburz aus Möhlin gewann am Sonntag über 43 km mit insgesamt 1324 Höhenmetern in der Streckenrekord-Zeit von 3:00:16 Stunden. (ram/sda)