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«Glyphosat ist nicht krebserregend». Es ist klar, dass dies behauptet wird, wenn man damit Milliarden verdient. Tatsache ist, dass unabhängige Studien (nicht von den Herstellern finanziert) genau das Gegenteil aussagen. Zum Beispiel hat die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig die Probleme von deutschen Bauern untersucht, deren Kühe und Schweine massenweise verendeten und missgebildete Junge zur Welt brachten. Nicht nur die Tiere waren betroffen, auch die Bauern hatten mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Was nach über einem Jahr Forschung als Ursache für diese Probleme zutage kam, war Glyphosat. Genau dieses giftige Pestizid finden wir letztendlich in unseren Lebensmitteln.
Was wiegt nun schwerer: die Einbussen der Bauern von fünf bis acht Prozent, wenn man auf Pestizide verzichtet, wenn diese Aussage denn überhaupt stimmt und die, wenn der Wille vorhanden ist, man mittels Subventionen kompensieren kann? Oder sind es kranke Kinder, kranke Menschen, kranke Tiere und eine verseuchte Natur? Und welcher Aussage sollte man möglicherweise mehr Glauben schenken? Derjenigen einer Chemikalienagentur, die sagt, Glyphosat sei nicht krebserregend? Oder derjenigen der Studie der Krebsforscher der WHO, welche sagt, Glyphosat sei höchstwahrscheinlich krebserregend?
Höchst bedenklich finde ich auch, wenn das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) das Lied der Agrolobby singt, statt sich für die Gesundheit der Bevölkerung einzusetzen.
Helmut Piller, Plaffeien