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Diese Kuckuckshummel schleicht sich in bestehende Nester, tötet die viel kleinere Königin und unterwirft ganze Völker von bis zu 100 Steinhummeln.
Die Art ist mit 15 – 25 mm auffällig gross und kräftig. Bereits im Feld lassen sich die Weibchen durch die rot behaarten Hinterleibssegmente 4 und 5 und die schwarzbraunen Flügel sicher bestimmen. Jedoch ist die Unterscheidung der deutlich kleineren Männchen von anderen Hummelarten im Feld nicht möglich. Bei ihnen sind die Flügel weniger dunkel und die Hinterleibssegmente 3 – 5 sind rot behaart.
Wie bei allen Kuckuckshummeln üblich, besitzen auch die Weibchen der Felsen-Kuckuckshummel keine Sammelkörbchen.
Felsen-Kuckuckshummeln sind von Mai bis Oktober aktiv.
Bei dieser Kuckuckshummelart dringen die Weibchen in die Nester hauptsächlich von Steinhummeln, aber auch von anderen Hummelarten, ein. Dabei suchen sie sich ein bereits aktives Volk mit Arbeiterinnen aus. Im Wirtsnest verhält sich das Weibchen zunächst ruhig und unauffällig, bis es den Geruch des Nests angenommen hat. Danach kämpft es meist erfolgreich gegen die kleinere Steinhummelkönigin. Als Siegerin ist die Felsen-Kuckuckshummel nun diejenige, die im Steinhummelnest die Eier legt. Aus diesen schlüpfen ausschliesslich Drohnen- und Königinnenlarven, welche von den Arbeiterinnen des Wirtsvolks mit Nahrung versorgt werden. Bereits im Herbst findet die Begattung statt, wonach die Drohnen sterben. Die begatteten Jungköniginnen hingegen überwintern an einem geschützten Ort in der Erde.
Im Frühjahr ernähren sich die Jungköniginnen von Pollen und Nektar verschiedener Pflanzenfamilien, wobei Löwenzahn und Wittwenblumen sehr beliebt sind. Wie die Männchen verschiedener Bienengruppen, schätzen auch die Männchen der Felsen-Kuckuckshummel den Nektar von Disteln. Die Larven werden von den Wirtsarbeiterinnen mit Pollen und Nektar verschiedener Pflanzenfamilien versorgt.
Als Kuckucksbiene ist die Art von ihrem Wirt abhängig. Ihr kann daher durch den Erhalt und die Förderung von Höhlen für Steinhummeln geholfen werden. Geeignet sind dabei auch unterirdische Mäuse- und Vogelnester. Daneben brauchen Kuckuckshummeln und deren Wirt ein durchgehendes Angebot an Pollen- und Nektarblüten von April bis Oktober. Beide Arten nutzen ein sehr breites Blütenangebot, wobei bei der Felsen-Kuckuckshummel Löwenzahn, Wittwenblumen, Skabiosen und Disteln sehr beliebt sind. Wer seinen Garten mit einheimischen Blütenpflanzen bereichert und in seinem Rasen vorgenannte Blumenarten duldet, hat daher gute Chancen, Steinhummel und Felsen-Kuckuckshummeln als Gäste zu beherbergen.
Zum Verwechseln ähnlich - der Wirt der Felsen-Kuckucksbiene - die Steinhummel.