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Eine kleine Gruppe von Unternehmen dominiert die Medienlandschaft Indiens.
Zwar wirkt diese auf den ersten Blick vielfältig, doch zeigt eine neue Untersuchung, dass hinter den meisten Medienunternehmen nur eine Handvoll Besitzern steht.
«Die Zahlen zeigen, dass eine Vielzahl an Medien nicht gleichbedeutend ist mit einer pluralistischen Medienlandschaft», erklärt Syed Nazaket, Gründer und CEO von Data Leads.
Zusammen mit Reporter ohne Grenzen (ROG) führte Data Leads eine sechsmonatige Recherche durch, die die Besitzverhältnisse der indischen Medienbranche genauer unter die Lupe nahm. Durch die Untersuchung wurde deutlich, welche Gesichter hinter den wichtigsten Medien im Land stehen.
Vor allem im Print-Bereich ist der Markt hochkonzentriert. Unter den Zeitungen, die auf Hindi erscheinen, entfallen auf vier Medien 76,45 Prozent der Leserschaft. Ähnlich ist es auf regionaler Ebene, wo die zwei führenden Zeitungen der verschiedenen Sprachgruppen jeweils mehr als die Hälfte der Leserschaft auf sich vereinen.
Auch in der Radiobranche kann von Pluralismus keine Rede sein. Der staatliche Sender All India Radio (AIR) - das grösste Radionetzwerk der Welt - hat hier nämlich das landesweite Monopol für Nachrichtensendungen. Private Funkanstalten sind nicht befugt, eigene News zu übertragen und müssen sich auf Musik und Unterhaltungsprogramme beschränken.
Diese Entwicklung sei auch eine Folge der lückenhaften Regulierung, heisst es in einer Medienmitteilung von ROG. Es mangele an Vorgaben, die den Medienpluralismus schützen. «Gesetze, die der Besitzkonzentration Schrankensetzen.»
Bestehende Regulierungen reichen oft in die Kolonialzeit zurück und seien dementsprechend veraltet. Die Monopolstellung von All India Air ist beispielsweise vom 1885 verabschiedeten Indian Telegraph Act festgesetzt.