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Das Matthäusevangelium ist das erste Evangelium im Neuen Testament, aber es ist nicht das älteste. Der Verfasser hat auf der Grundlage des Markusevangeliums und einer nicht erhaltenen Spruchquelle zwischen 80 und 90 n. Chr. eine eigenständige Erzählung verfasst, die bestimmte Aspekte des Lebens Jesu neu akzentuiert. So stellt das Matthäusevangelium den Vorrang der Sendung Jesu zu Israel besonders heraus, tritt aber für die universale Öffnung des Heils für die Völker ein. Denn das Matthäusevangelium hat als Adressaten mehrheitlich Judenchristen, wirbt aber sehr für die Öffnung zu den Nichtjuden und betont deshalb diese universale Perspektive.In fünf grossen Reden gibt Jesus Menschen Orientierung für ihr Leben und öffnet den Blick für Gottes Wirken.
Der Band ist eine sehr gut lesbare und verständliche Erschliessung des Matthäusevangeliums, bestehend aus einer eng am griechischen Urtext entlang gehenden und sehr schön gegliedert gesetzten wörtlichen Übersetzung und einem Kurzkommentar. Die Bibeltexte und die Erklärungen dazu stehen sich auf Doppelseiten gegenüber; das ermöglicht eine gute Überschaubarkeit und besseres Verstehen.
Zur Autorin: Uta Poplutz lehrt Biblische Theologie in Wuppertal/D.