Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/2966

Der Anstoss Ein überdurchschnittlicher Anteil an Ärztinnen und Ärzten mit einem ausländischen Diplom, eine Überalterung der Ärzteschaft und eine unterdurchschnittliche Ärztedichte veranlassen den Kanton zum Handeln. Die in der Ostschweiz tätigen Ärztinnen und Ärzte verfügen zu über 42% über ein ausländisches Diplom. Mit Ausnahme der Region Tessin ist der Anteil der Ärztinnen und Ärzte mit einem ausländischen Diplom in den anderen Regionen markant geringer. Überalterung der Ärzteschaft Das Durchschnittsalter der Ärztinnen und Ärzte der Schweiz nimmt seit Jahren zu. Die im ambulanten Sektor tätigen Ärztinnen und Ärzte sind im Durchschnitt zehn Jahre älter als ihre Kolleginnen und Kollegen des stationären Bereichs. Anbetracht des Umstands, dass im ambulanten Bereich ein beträchtlicher Anteil der berufstätigen Ärzteschaft das 65ige Altersjahr überschritten hat, kann in diesem Sektor von einer Überalterung der Ärzteschaft gesprochen werden. Kann der Nachwuchs an Ärztinnen und Ärzten nicht mehr über Kandidatinnen und Kandidaten mit ausländischen Diplomen abgedeckt werden, droht insbesondere im ambulanten Bereich eine Unterversorgung. Mit einer Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern in St.Gallen beteiligen sich St.Gallen und Zürich nicht nur an der Kampagne des Bundes zur Förderung des inländischen Ärztenachwuchses. Da Studien gezeigt haben, dass sich Ärzte häufiger in den Gebieten niederlassen, wo sie aus- und weitergebildet werden, wird mit dem neuen Masterstudienlehrgang gleichzeitig ein Beitrag gegen eine drohende regionale Unterversorgung geleistet.