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Die Kommentare der Kardiologen an der wissenschaftlichen Jahrestagung des American College of Cardiology in San Francisco zu den bioresorbierbaren Stents reichten von «Revolution» über «Meilenstein» bis zu «einzigartigem Nutzen für die interventionelle Kardiologie». Die Wissenschafter waren sich einig, dass eine temporäre Gefässstütze, die sich nach getaner Arbeit auflöst, die Zukunft in der Behandlung der operativen Kardiologie darstellt.
Die Resultate der klinischen Drei-Jahres-Ergebnisse machen Hoffnung: Weder kam es zu kardial bedingten Todesfällen noch zur erneuten Verengung oder Stent-Thrombosen. Die durchschnittliche Gefässinnenfläche blieb vergrössert, die Plaque verringert. Erfreulich auch: eine mit der Zeit eintretende Verbesserung der Eigenbewegung des Gefässes. Verbesserungen, die mit Metallstents nicht möglich wären. Die Ergebnisse basieren auf Messungen bei über 100 Patienten nach einem und drei Jahren.
Bei der koronaren Herzerkrankung sind Arterien, die das Herz mit Blut versorgen, verengt oder blockiert. Ursache sind Plaques, die aus Fett, Cholesterin, Kalk und anderen Ablagerungen bestehen. Die sammeln sich an den Gefässinnenwänden. Mit der Zeit verhärtet sich diese Plaque und verengt die Koronararterien. Die Versorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut wird eingeschränkt. Das kann zu Angina Pectoris und Herzinfarkt führen.
Die bioresorbierbare Gefässstütze Absorb ähnelt einem Röhrchen aus Gittergeflecht. Absorb wird auch als Gerüst bezeichnet, um zu verdeutlichen, dass es sich dabei nur um eine vorübergehende Abstützung handelt. Metallstents, die seit Mitte der 90er-Jahre eingesetzt werden, bleiben dagegen dauerhaft im Körper und stellen einen ständigen Fremdkörper dar.
In den USA ist Absorb erst zu Studienzwecken erlaubt. Zugelassen ist Absorb aber bereits in der Schweiz, Europa, dem Nahen Osten sowie in Teilen Lateinamerikas und im asiatisch-pazifischen Raum. Mit Absorb wird eine weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des von Dr. Andreas Grüntzig in Zürich entwickelten Ballonkatheters geschrieben. Denn ohne diese Entwicklung wären Eingriffe am Herzen heute nicht möglich.
Infos www.abbott.ch