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Für Überlegungen im Rahmen einer Humanökologie dürfte der Tatsache Bedeutung zukommen, dass die verschiedenen genannten Stadien der Entwicklung sich nicht gegenseitig ausschliessen, in dem Sinne, dass ein neues Stadium ein altes verdrängt, sondern dass ein neues einem alten, das weiterhin besteht, lediglich zugefügt wird. Alle drei Schichten sind aktiv, und die unteren Schichten stehen nur teilweise unter der Kontrolle der obersten Schicht, des Grosshirns. Z.B. gibt es das Phänomen der Prägung (das selektive Lernen von ganz bestimmten Inhalten zu ganz bestimmten Zeiten) auch beim Menschen, wie etwa aus Erfahrungen mit Blinden bekannt ist, die im späteren Leben durch eine Operation das Augenlicht erhielten und dann aber sehend sich in der Umwelt nicht zurecht finden konnten. Weiter sind wir Stimmungen, Gefühlen und Schlafträumen unterworfen, die aus dem Unbewussten auftauchen, d.h. von den Aktivitäten des L-Systems bewirkt und im Grosshirn (typischerweise in der rechten Gehirnhälfte, s. unten) lediglich bewusst wahrgenommen werden.
Das heisst aber, dass auch der Mensch nur zum Teil von seiner Umgebung emanzipiert ist, dass er nur zum Teil ein rationales Wesen ist, und dass er nur zum Teil objektive Bilder seiner Umwelt erhält. Von Ditfurth (1982) spricht von der "... Tatsache, dass auch wir mit einem Grosshirn ausgestaltete Menschen nicht so frei, nicht so gänzlich unabhängig sind von der Umwelt, wie wir geglaubt hatten." Und weiter: "Vielleicht die grösste und wahrscheinlich die gefährlichste Illusion, die wir uns über uns selbst machen, ist die seit Urzeiten genährte Überzeugung, dass wir uns durch den Besitz von Vernunft von allen andern Lebewesen grundsätzlich und radikal unterscheiden." Sicher aber ist andererseits, dass wir sehr viele Freiheitsgrade haben, mit denen wir etwas "Sinnvolles" anfangen können oder könnten, sofern wir nicht der Ratio in der linken Gehirnhälfte allzu freien Lauf lassen und die Verbindung zu unserer Herkunft via die rechte Gehirnhälfte aus unserem Bewusstsein verdrängen.