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Cahors fast gleich: Malbec
Das neue Jahr beginnt schon mit der ersten Datums Änderung! Wir müssen die „Cahors“ Degustation auf den 15. Januar verschieben.
Auch wenn die meisten Cahors Weine nicht aus 100% Malbec sind (Meist eine Assemblage mit Tannat und Merlot) ist die Cahors die Heimat der Malbec Traube.
Der Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte. Früher wurde er in 30 Départements angebaut, weshalb fast 400 Namen für ihn im Gebrauch waren. So heißt die Sorte auch Auxerrois (im Gebiet Cahors), Côt (Haut-Pays und Loire), Malbeck oder Pressac (Bordeaux). Geschätzt werden die fast lilaschwarzen Malbec-Weine für ihre fruchtige Würze, die oft typische Pflaumen- und Tabaknoten aufweist. Anklänge an Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürze, Kirschen und Bitterschokolade sind ebenso möglich.
Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie belegt, dass die Rebsorten-Gruppe Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng miteinander verwandt sind.Es besteht zudem eine auffallende Ähnlichkeit dieser Gruppe zum Malbec, und die Sorte Claverie steht genetisch ebenfalls in enger Verwandtschaft zu dieser Gruppe.Geschichte
Der Ampelograph Pierre Galet vermutet den Ursprung der Sorte im Gebiet der ehemaligen französischen Provinz Quercy und bezeichnet die Rebsorte somit folgerichtig Côt. Im 16. Jahrhundert habe François I. die Sorte aus dem Cahors importiert und in Thomery, an den Hängen der Seine sowie im Weinbaugebiet Champagne anbauen lassen. Untermauert wird diese These durch Beschreibungen von Salomon im Jahr 1921, 300-jährige Rebstöcke von Malbec und Cabernet Sauvignon gefunden zu haben.
Im Bereich des Weinbaugebiets Bordeaux trägt die Rebsorte häufig Synonymnamen von Personen, die sich um die örtliche Verbreitung verdient gemacht haben. Der Mediziner de Lutkens legte in der Ortschaft Camblanes im 18. Jahrhundert einen Weinberg mit dem Côt. Lokal wurde die Sorte Lutkens oder Luckens benannt. Wenig später legte Herr Malbeck Rebflächen in Sainte-Eulalie an. Malbeck verbreitete die Sorte weitflächig und prägte damit den Namen im Bordelais und später international. In Saint-Émilion ist die Rebsorte unter dem Namen Pressac bekannt.
Französisches Hauptanbaugebiet des Malbec ist heute wieder seine Heimatregion Cahors, wo aus ihm früher der berühmte Vin noir gekeltert wurde. Heute muss er dort mindestens 70 % in den Cuvées stellen. Die ungemein farbintensive Reinversion ist oft etwas eckig und karg und entwickelt erst nach langer Reifezeit Feinheit. Deshalb wird häufig Merlot oder seltener Tannat als Verschnittpartner hinzugefügt. Traditionell ausgebauter Cahors verträgt eine Reifezeit von zehn Jahren im Keller. Außer im Cahors findet die Rebsorte noch Eingang in den Appellationen Bergerac, Buzet, Côtes de Duras, Côtes-du-Frontonnais, Côtes du Marmandais, Montravel und Pécharmant sowie im Côtes du Brulhois, einem Wein mit dem Status eines Vin Delimité de Qualité Supérieur.
Weil der Malbec nicht nur anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten ist, sondern auch vor allem für Frost, fiel er Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem im Bordeauxgebiet durch die damaligen schweren Frosteinbrüche großflächig aus. In den Cuvées des Bordeaux war er hauptverantwortlich für die Farbe und den Tanningehalt. Im früheren Schwerpunktverbreitungsgebiet Bordeaux wurde er vom Merlot verdrängt und wird dort nur noch von wenigen Traditionsbetrieben für die Mischweine gepflegt. Heute gibt es noch nennenswerte Anpflanzungen in den Herkunftsbezeichnungen Côtes de Bourg, Blaye und auf dem Gebiet des Entre deux mers
Quelle: Wikipedia
Anmerkung: Wir werden uns bei der Blinddegustation vom 14. Januar ausschliesslich auf Weine aus der Cahors Region beschränken. Wer im Vorfeld schon mal einen Cahors probieren möchte, dem empfehlen wir: Cahors AOC Château de Mercuès 2006 75cl, von Coop Sfr. 14.50 (Aktion zu Sfr. 11.50), mit Malbec, Merlot, Tannat kein reiner Malbec aber ein wunderbarer Begleiter zu einem Eintopf (z.B. Voressen) mit einem super Preis/Leistung Verhältnis. Tipp: eine Stunde vor dem Genuss dekantieren.