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Genève Aéroport hat dem BAZL die Unterlagen übermittelt, die es ihm ermöglichen, bei der Umsetzung von Massnahmen zur Stabilisierung und anschliessenden Reduktion der Lärmbelastung Fortschritte zu erzielen. Darüber hinaus sind die Zahlen zur Messung der Lärmemissionen von Flugbewegungen im Jahr 2018 inzwischen bekannt und zeigen eine positive Entwicklung für die Anwohner.
Genève Aéroport setzt seine Arbeiten zur Stabilisierung und anschliessenden Reduzierung der durch seine Tätigkeit verursachten Lärmbelastung fort. Nach der Verabschiedung des SIL
(Sachplan Flughafeninfrastruktur) durch den Bundesrat im November 2018 und der Unterzeichnung des Zielvereinbarungsabkommens mit dem Kanton
Genf im Mai 2019 hat der Flughafen Ende Juni ein Dossier beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eingereicht, um das Verfahren einzuleiten, welches zur Festlegung einer neuen zulässigen Lärmschwelle ("zulässiger Lärm" nach der Lärmschutzverordnung) führen wird. Dieser neue wichtige Schritt ermöglicht es Genève Aéroport, die Umsetzung konkreter Vorgehensweisen voranzutreiben. Die aus rund zwanzig Dokumenten bestehende Akte stellt den Vorschlag seitens Genève Aéroport für Massnahmen zur Stabilisierung und anschliessenden Lärmminderung dar. Diese Massnahmen wurden in Absprache mit Bund und Kanton in mehr als einem Jahr Arbeit vorbereitet. Das BAZL führt nun die Freigabe dieses Dossiers durch, mit dem Ziel, im September die öffentliche Konsultation zu lancieren.
Der Flughafen stellt unter anderem über ein innovatives Massnahmensystem vor, das darauf abzielt, die Anzahl der verspäteten Abflüge zwischen 22:00 Uhr und 24:00 Uhr zu begrenzen, um die Lärmbelastung während dieser sensiblen Nachtstunden zu reduzieren, wie von Anwohnern und Bevölkerung gefordert. Eine neue Preispolitik wird die leiseren Flugzeuge bevorzugen. Der Flughafen bittet seine Regulierungsbehörde auch um die Genehmigung zum Bau einer neuen Schnellausfahrt von der Landebahn und zur Änderung der Betriebsvorschriften, um die erforderlichen betrieblichen Vorgehensweisen zur Einhaltung des SIL-Rahmens einzusetzen.
Lärmkurven 2018
Darüber hinaus wurden die Zahlen zur Messung der Lärmemissionen von Flugbewegungen im Jahr 2018 veröffentlicht. Diese als « Lärmkurven», dargestellten Daten zeigen eine im Vergleich zum Vorjahr günstige Lärmentwicklung. Tatsächlich nahmen die Bevölkerungsexposition und die Kurvenfläche 2018 im Vergleich zu 2017 ab.
Die Fläche der lärmbelasteten Gebiete hat sich um 2,1 km2 verringert. Die Berechnung erfolgt durch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) auf Basis der vom BAZL validierten Verkehrsstatistik.
Das Jahr 2018 respektiert die mittelfristige Lärmkurve des SIL. Es sei daran erinnert, dass das SIL-Objektblatt ein zweistufiges Ziel für Genève Aéroport vorsieht: eine mittelfristige Lärmkurve, die der Flughafen zuerst einhalten muss, und dann eine Kurve, die bis 2030 einen noch geringeren Lärmpegel zeigt. Mehr als 5.000 Menschen, bei konstanten Bevölkerungszahlen, befinden sich somit nun ausserhalb der lärmausgesetzten Gebiete.
Der Rückgang der Flugbewegungen im Jahr 2018, insbesondere die verspäteten Abflüge zwischen 22 und 23 Uhr, erklären diese Ergebnisse. Hervorzuheben ist auch die verstärkte Nutzung der Start- und Landebahn in Richtung Nordosten aus Wettergründen.
Die Bemühungen müssen für die Nachtzeit zwischen 22:00 Uhr und Mitternacht fortgesetzt werden, da letztere einen erheblichen Einfluss auf die Lärmkurven haben. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird sich zeigen, ob die Anstrengungen von Genève Aéroport es ermöglichen, den Trend zur Stabilisierung oder gar Reduzierung der Lärmbelastungskurven fortzusetzen.
Für das laufende Jahr verringern sich die nächtlichen Flugbewegungen (Stand Ende Mai 2019) für die beiden entscheidenden Zeitfenster der Nachtzeit (22-23 Uhr und 23-24 Uhr). Zwischen Januar und Mai 2019 gingen die Flugbewegungen in der Nacht insgesamt um 6% und die Abflüge um 23% zurück.
Pressekontakt:
Madeleine von Holzen
Pressesprecherin
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