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17 Schützen starteten zu den drei respektive zwei Stellungsdisziplinen sowie 8 Schützen zum Liegend-Match der Armeegewehre. Am Nachmittag bestritten dann noch 22 Teilnehmer die Qualifikation der 60 Schuss Liegend-Meisterschaft mit den Sport- und Standardgewehren, bei der die 8 besten Schützen noch einen Final in Zehntelwertung gemäss den Richtlinien der internationalen Schiesssportkommission mit nochmals 24 Schuss für die Sieger schossen und so den Glarner Meister erkoren. Dabei läuft dies in einem sehr spannungsgeladenen Wettkampf ab. Nach dem 12. Schuss muss der Teilnehmer mit dem tiefsten Punktetotal ausscheiden, dann nach dem 14. Schuss der 7. Schütze usw. bis der Sieger feststeht. Die zahlreichen Zuschauer durften einen sehr spannenden Wettkampf mitverfolgen. Leider war das Programm falsch aufgestartet und dank dem spontanen Mithelfen der versierten Zuschauer wurde diese Panne schnell behoben und der Wettkampf wurde trotzdem spannend durchgeführt. Der Finalwettkampf wurde auf einem hohen Niveau ausgetragen. Dies ist sicherlich auch den guten Vorbereitungen der Athleten zu verdanken, obwohl der Schiesstand in Glarus bei den Matcheuren als unberechenbarer Stand mit verschiedenen Windeinflüssen gefürchtet ist.
Freie Waffe 3-Stellung
Drei Schützen schossen das anspruchsvolle Programm der Königsdisziplin der Langwaffen. Bei seinem ersten Einsatz in dieser Disziplin begann Mischa Armati die Kniendstellung mit den Passen 92/88 gut. Im liegenden Anschlag mit 95/96 wäre auch hier sicherlich mehr drin gelegen. Beim schwierigen, stehenden Teil zum Abschluss mit 83/79 wurde er sicherlich unter seinem Wert geschlagen, aber sein Gesamtresultat von 527 Punkten reichte schlussendlich zum Sieg. An zweiter Stelle finden wir Roly Weyermann mit total 499 Punkten.
Standardgewehr 2-Stellung
Dieser Zweistellungs-Wettkampf zeigt die verschiedenen Leistungsstandards der Schützen vehement auf. Da sind gleich 6 Schützen: Fredi Ronner, Niklaus Müller, Silvio Freitag, Roger Bissig, Mischa Armati und Franz Hunold, welche 560 und mehr Punkte erzielten. Der Rest der Schützen versuchte einigermassen mit den Spitzenleuten mitzuhalten. Die routinierten Schützen konnten mit den Windverhältnissen etwas besser umgehen, aber jeder musste mindestens eine unzufriedene Passe akzeptieren. Die Resultate waren sicherlich gegenüber anderen Jahren um 10 und mehr Punkte tiefer infolge der schlechteren Witterungseinflüsse. Nach einem Jahr Unterbruch holt sich Fredi Ronner im Zweistellungs-Match mit dem Standardgewehr den Titel zurück. Liegend erzielte er 96/99 und 94 Punkte. Kniend 98/91 und 96 Punkte. Mit dem Total von 574 Punkten konnte er seine Verfolger um 6 und mehr Punkte distanzieren. Es ist dies sein 14. Titel in dieser Disziplin. Mit dem besten Liegendteil von 98/98/96 Punkten distanzierte Silvio Freitag den Rest des Feldes nur geringfügig, er steigerte sich im Kniendteil enorm, konnte dies aber nicht bis zum Schluss durchziehen und mit 92/98/86 fiel er auf den 2. Rang mit einem Gesamttotal von 568 Punkten zurück. Der Titelverteidiger Niklaus Müller lag mit 98/97/96 nach dem Liegendteil nur einen Punkt hinter Silvio und kniend mit 94/94/89 musste auch er in der letzten Passe noch Federn lassen und wurde mit Silvio punktgleich mit dem Total von 568 Punkten im 3. Rang klassiert. Dann folgen im 4. Rang Roger Bissig mit 561, Mischa Armati mit 560 und Franz Hunold mit ebenfalls 560 Punkten im 5. und 6.Rang.
Armeegewehr 2-Stellung
Den Wettkampf der Armeegewehre mit 30 Schuss liegend und 30 Schuss kniend schossen nur gerade vier Schützen. Dabei erzielte ein überragender Ruedi Feldmann mit seinem Sturmgewehr 5703 erneut ein Superresultat 95/94/96 im Liegendteil und 94/91/85 im Kniendteil und dem Total von 555 Punkten.
Hansruedi Weber im 2. Rang erzielte 95/94/91 im Liegend-Anschlag und kniend mit 84/85/88 verlor er zu viel auf den Spitzenschützen Ruedi Feldmann. Er wurde mit sehr guten 537 Punkten im 2. Rang klassiert. Ebenfalls noch auf dem Podest mit einem hervorragenden Liegenteil von 94/94/96, aber erneut mit mageren Kniend-Passen von 77/81/81, erreichte Jürg Frei mit 523 Punkten total den 3. Rang.
Armeegewehr Liegend
Den Wettkampf der Armeegewehre im 60 Schuss Liegendprogramm absolvierten insgesamt 8 Schützen. Diesmal alle Schützen mit dem Sturmgewehr 5703. Richtig fulminant startete Martin Hürlimann und mit 285 Punkten lag er bereits mit 9 und mehr Punkten souverän in Führung. Es folgten mit 276 Punkten Martin Sigrist, dann folgte mit 275 Punkten Ruedi Feldmann und Röbi Eberle gleich dahinter mit 274 Punkten. Gusti Mächler mit 273 und Felix Zweifel als Verfolger auf den Zwischenrängen 5 und 6.
Die Spannung stieg, denn es wurde erbittert um jeden Punkt gekämpft und plötzlich lief es Martin Hürlimann nicht mehr so einfach und die Verfolger konnten sukzessive aufholen. Ruedi Feldmann konnte seine Routine ausspielen und erzielte mit den Passen 92/96/87/96/91/95 und dem Gesamttotal von 557 erneut ein Spitzenresultat und durfte als Glarner Meister ausgerufen werden. Um Platz 2 kämpften Martin Hürlimann und Felix Zweifel bis zur letzten Patrone und die entschied für Martin Hürlimann zum 2. Rang mit 551 Punkten und den einzelnen Passen von 93/94/98/89/85/92 Punkten. Für Felix Zweifel war dies ein guter Wettkampf mit 89/94/88/97/93/90 und dem Total von ebenfalls 551 Punkten und gleich vielen Mouchen, nämlich deren 7, aber die Schlusspasse von 90 gegenüber 92 entschied zu Ungunsten von Felix. Röbi Eberle mit 546 Punkten und Gusti Mächler mit 545 folgten auf den Rängen 4 und 5.
Sportgewehr liegend
Am Nachmittag traten 22 Schützinnen und Schützen zur gleichen Zeit zum 60 Schuss Qualifikationsprogramm an. Dabei wurde um den Einzug in den Final der besten acht Schützen um jeden Punkt ausgiebig gekämpft. Mit Reni Wiederkehr und Monika Däster starteten gleich zwei Favoritinnen zur gleichen Zeit mit den Männern für einen Spitzenplatz in der Rangliste. Nach der Hälfte des Programms war Harry Kamm allein an der Spitze mit 286 Punkten zu finden. Allerdings sassen ihm die Verfolger im Nacken und Niklaus Müller mit 285 und Matthias Simitz und Silvio Freitag mit je 284 Punkten hatten nur einen kleinen Abstand zur Spitze. Mischa Armati und Hampi Glarner waren die weiteren Verfolger mit 282 und 281 Punkten. Vor allem um die Finalplätze entbrannte ein erbitterter Kampf. Niklaus Müller legte in der zweiten Hälfte mächtig zu und er wusste mit dem Wind umzugehen.
Mit 292 Punkten legte er den Grundstein zum Sieg in der Qualifikation. Dahinter holte Christoph Kamber auf mit 287 Punkten. Mischa Armati mit 286 Punkten und Ruedi Feldmann, Matthias Simitz und Silvio Freitag mit je 284 sicherten sich den Finaleinzug. Markus Lehmann qualifizierte sich ebenfalls noch für den Final. Sepp Gisler als Mitfavorit gestartet, verpasste mit 559 Punkten den Final ebenso wie die zwei Damen Reni Wiederkehr und Monika Däster.
Final Sportgewehr liegend
Für jeden Finalisten begann der Wettkampf bei 0 und erfolgte mit der ersten Serie à 5 Schuss in 150 Sekunden und sogleich folgte die zweite Serie in 150 Sekunden. Dann wurde der elfte und zwölfte Wettkampfschuss in je 30 Sekunden kommandiert und Matthias Simitz musste im 8. Rang als erster Schütze mit 116,2 Punkten ausscheiden. Die nächsten 2 Einzelschüsse folgten und Christoph Kamber im 7. Rang schied mit 137,1 Punkten aus. Mit 157,6 musste Markus Lehmann die Segel als Sechster streichen. Im 5. Rang schied Mischa Armati mit 177,0 Punkten aus. Harry Kamm kämpfte sich nach vorne bis auf Rang 4 und musste notgedrungen wegen einem Scheibenfehler mit 188,4 Punkten ausscheiden. Die Routiniers Silvio Freitag und Niklaus Müller mussten sich gegen den grossartig auftrumpfenden Ruedi Feldmann erwehren, der aber dann mit 217,3 Punkten auf dem 3. Rang ausscheiden musste. Silvio war zu Beginn weg in Führung und vor den letzten 2 Schuss hatte er 4,2 Punkte Vorsprung. Silvio Freitag liess nichts mehr anbrennen und er nutzte seine Routine aus und gewann diesen Meistertitel mit neuem Finalrekord und wurde verdient Glarner Meister 2018 Liegend 300 m mit 244,3 Final-Punkten. Niklaus Müller durfte sich sehr freuen über seinen zweiten Platz mit 239,1 Punkten.