Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/1973

Diplomarbeit in Zielsprache
schreiben 4.6.04
Sehr geehrte Frau Birkenbihl,
erst einmal vielen Dank für Ihre großartige Arbeit, die Sie in den letzten Jahrzehnten
geleistet haben! Ich gehöre auch zu den "treuen Tomaten" und habe in Ihrem Supermarkt
der Tipps zum gerhirn-gerechten Lernen schon viel für mich finden können.
====== das freut mich sehr
Ich kenne Ihr Buch zur Birkenbihl-Sprachlernmethode
und habe viel in der Wandzeitung gelesen und meine, dass Sie diese Frage noch
nicht beantwortet haben.
Mein Anliegen:
Ich stehe vor der großen Aufgabe innerhalb der nächsten 10-12 Monate meine Diplomarbeit
bei einem sehr renommierten, international orientierten Institut zu schreiben.
Deshalb möchte mein Professor gerne, dass ich die Arbeit in Englisch verfasse.
Englisch Lesen und Hören kann ich ganz gut, da ich viel Fachliteratur gelesen
habe, aber mit freiem Sprechen und Schreiben sieht es wegen mangelnder Übung
eher schlecht aus
.===== jaja, es fehlt halt dann SCHRITT 4 (AKTIVITÄTEN), hierzu gehören auch
sprechen, schreiben etc., wer das nicht übt, kann es dann auch nicht, ha ha
Nun habe ich zahlreiche
englische Veröffentlichungen zu lesen, die genau in Schreibstil und Niveau dem
entsprechen, wie ich meine Arbeit schreiben müßte.
1. Haben Sie einen Tipp, wie ich möglichst gehirn-gerecht von diesem Schreibstil
lernen könnte? Meine Idee wäre das Abschreiben der Texte.
====== erstens auf kassette sprechen LASSEN (von einem native speaker), zweitens
wie lektionen aktiv und passiv hören, dann erst zu schritt 4 AKTIVITÄTEN übergehen,
und z.b. abschreiben. aber ich würde LÜCKENTEXTE machen und immer einige wörter
auslassen, die Sie beim abschreiben einsetzen können. das macht mehr spaß und
hält Ihren geist wach!
2. Wäre es hilfreich, erst
eine deutsche Fassung zu schreiben und diese dann zu übersetzen? Ich sehe dabei
die Gefahr, deutsche Redewendungen insEnglische zu übertragen. Was halten Sie
davon?
======= solange Sie nicht englisch DENKEN können, hat es wenig sinn, texte zu
schreiben. man lernt lesen durch schreiben (s. modul "probleme mit dem lesen?"
in stroh ab 36. auflage) und man lernt schreiben durch lesen (bewußtes durcharbeiten
von modellen). je mehr modelle sie aktiv durchgearbeitet haben, desto mehr lernen
sie "so" zu denken...
Es wäre mein absoluter Traum,
das zu schaffen!
===== warum nicht. wissenschaftliche texte sind sowieso ziemlich "trocken",
da müssen Sie sprachliche weit weniger können als für einen roman. ich kann
meine konzepte auf italienisch oder französisch ausdrücken, könnte aber in beiden
keine kurzgeschichte schreiben (engl. und holländisch hingegen schon!)
Vielen Dank und schöne Grüße,T.
(es wäre nett, wenn Sie meinen Beitrag für die Wandzeitung anonymisieren würden)
==== haben wir gemacht
:-))