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Der 1976 in Chambéry (Rhône-Alpes) geborene Geiger Renaud Capuçon studierte am Pariser Konservatorium bei Gérard Poulet und Veda Reynolds. Anschliessend ging er nach Berlin, um seine Ausbildung bei Thomas Brandis fortzusetzen, und auch von Isaac Stern erhielt er wertvolle Ratschläge. 1997 verpflichtete ihn Claudio Abbado als Konzertmeister in das Gustav Mahler Jugendorchester, dem er drei Jahre lang angehörte. Parallel dazu entwickelte sich Capuçons Solistenkarriere, die ihn bald zu den bedeutenden Orchestern in Europa und Amerika führen sollte. So arbeitete er seither mit den Berliner Philharmonikern und Bernard Haitink, dem Boston Symphony Orchestra und Chris-toph von Dohnányi, dem Orchestre de Paris und Paavo Järvi, dem Orches-tre National de France und Daniele Gatti oder dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel zusammen. In der Saison 2017/18 konzertierte er mit dem London Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Detroit Symphony Orchestra und dem Royal Stockholm Philharmonic. Gemeinsam mit Kit Armstrong brachte er im Berliner Boulez-Saal sämtliche Violinsonaten Mozarts zur Aufführung. Ohnehin nimmt die Kammermusik für Renaud Capuçon eine wichtige Rolle ein, so auch im Zusammenspiel mit Martha Argerich, Daniel Barenboim, Franck Braley, Hélène Grimaud, Denis Ko-zhukhin, Daniil Trifonov und natürlich seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon. Er ist künstlerischer Leiter des Osterfestivals in Aix-en-Provence, der Sommets Musicaux de Gstaad und der Lausanne Soloists. Capuçons CDs wurden vielfach ausgezeichnet; zuletzt erschien im Frühjahr 2018 seine Aufnahme der beiden Bartók-Konzerte. 2011 wurde Renaud Capuçon zum «Chevalier dans l’Ordre National du Mérite», 2016 zum «Chevalier de la Légion d’honneur» ernannt. Er spielt die Guarneri del Gesù «Panette» aus dem Jahr 1737, die zuvor Isaac Stern gehört hatte.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 11. April 2000 mit Mozarts Sinfonia concertante KV 364; Stefan Anton Reck leitete das Gustav Mahler Jugendorchester.
Juli 2018