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Mit der Schwedin Tove Alexandersson und dem Schweizer Matthias Kyburz gewinnen an den Europameisterschaften in Neuenburg im Knockout-Sprint routinierte Läufer die Premiere dieses Wettkampf-Formates an Titelkämpfen.
Das Schweizer OL-Team stellte wie schon in der Sprint-Staffel die erfolgreichste Nation. Matthias Kyburz liess sich Gold umhängen, Simona Aebersold und Joey Hadorn nahmen Silber entgegen.
Der Knockout-Sprint kam erstmals an internationalen Titelkämpfen zur Austragung. Das Format ähnelt dem Team-Sprint im Langlauf. Immer sechs Läuferinnen oder Läufer begeben sich zeitgleich auf die Strecke. Jeweils die Top 2 arbeiten sich via Viertel- und Halbfinals in die Endrunde vor. Um ein Nachlaufen zu verhindern, wählen die Aktiven 30 Sekunden vor dem Start eine von drei möglichen Karten aus. Das Feld wird so immer wieder durch Gabelungen getrennt, trotzdem kommt mit dem steten Kontakt zu den Gegnern bei dem rund achtminütigen Lauf eine neue Komponente im OL-Sport hinzu.
Kyburz sicherte sich Gold mit einer cleveren Routenwahl zum letzten Posten. Der 31-Jährige lief eine Sekunde vor seinem jungen Team-Kollegen Joey Hadorn ein. Bronze holte sich der Norweger Kasper Fosser, der Riccardo Rancan noch abfing und so einen Schweizer Dreifachsieg verhinderte.
Auf Kyburz ist an Titelkämpfen in der Schweiz in den Disziplinen im urbanen Gelände Verlass. Nach WM-Gold im Sprint in Lausanne 2012, Gold an der EM 2018 im Tessin im Sprint sowie dem Sieg mit der Sprint-Staffel vergangenen Donnerstag holte er nun bereits die vierte Goldmedaille an heimischen Titelkämpfen in einer Sprint-Disziplin. Am Sonntag im Sprint kann er diese Serie fortsetzen.
Im Rennen der Frauen gewann die OL-Dominatorin Tove Alexandersson die Premiere. Die Schwedin setzte sich zusammen mit Simona Aebersold ab. In der Endphase musste die junge Schweizerin abreissen lassen. Die Seeländerin hatte als einzige Läuferin im Schweizer Dress den Finaleinzug geschafft. Gegen das physische Potenzial der Schwedin war Aebersold letztlich machtlos und kam mit acht Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel. «Ich bin gleichwohl total glücklich. Bislang (in Trainings und Weltcups) war der Knockout meine schwächste Disziplin», sagte die Bernerin.