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Architektur
Einer Kulisse gleich, unterstreicht die Silhouette des Neubaus die Bedeutung des Hörsaal- und Seminargebäudes.
Das Erdgeschoss wird vom "Schaufenster zur Stadt" dominiert und somit zur Erweiterung des öffentlichen Raumes.
Strassenbegleitend wird die Bevölkerung in das Areal gezogen, wo sich die Geowissenschaften mit sämtlichen Fachbereichen präsentieren.
Der Hauptzugang des Gebäudes wird bewusst eingeschossig ausgeführt. Nach Betreten öffnet sich das Raumgefüge zu einem zwei-geschossigen Luftraum, welcher die Nutzungen der Geowissenschaften mit den Flächen des Erdgeschosses verknüpft.
Die eng gesetzten, streng gerasterten Fassadenstützen aus Sichtbeton sind gebäudehoch und ziehen sich über die Dachhaut. Bei näherer Betrachtung bemerkt man die leichte Bewegung der vertikalen Glasebene, ein subtiles Schattenspiel entsteht.
Tragwerk
Die Tragstruktur basiert auf einem regelmässigen Raster, aus dem ein mehrheitlich geradliniger, vertikaler Lastabtrag bis hin zur Fundation resultiert. Schlaff bewehrte Betondecken ruhen auf Betonkernwänden, tragenden Innenwänden und vorfabrizierten Stützen.
Um die offene zweigeschossige Eingangshalle zu akzentuieren und stützenfrei auszubilden, sind im 2. Obergeschoss Vierendeelträger vorgesehen, um die Galerien und Stege im 1. Obergeschoss mit Zugstangen hochzubinden. Diese geschosshohen Stahlfachwerke sind in den Wandebenen integriert und überspannen das Eingangsfoyer, sodass die Lasten im Kern und Fassadenbereich abgetragen werden können.
Das Herzstück des Gebäudes, das grosse Atrium in Gebäudemitte, ist geprägt durch das lichtdurchlässige, geschwungene Dach, welches jeweils an den Hochpunkten durch Stahlträger überspannt wird, deren Lasten über die seitlich angeordneten Stützen abgetragen werden.