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Semele
Oper
Stückinfo
Oper oder Oratorium? Im Fall von Händels "Semele" lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Die mythologische Geschichte der Semele, die von Juipter begehrt wird und an dessen Göttlichkeit letztlich verbrennt, war für ein Oratorium höchst ungewöhnlich. Und so gilt "Semele" heute vielen als eine der modernsten Kompositionen Händels für das Musiktheater: neue musikalische Formen werden zugunsten des dramatischen Effektes den erprobten, aber statischen Formen vorgezogen, bühnenwirksam - und damit für das Theater wie geschaffen - komponierte Händel nicht nur Semeles tragisch endende Suche nach emotionalen Grenzerfahrungen, sondern auch das Macht demonstrierende Donnergrollen Jupiters, die Eifersucht seiner Gattin Juno, die unglücklich liebende Ino und den grossen gemischten Chor.
Die junge deutsche Regisseurin Karin Beier, die ihren durchschlagenden Erfolg mit einem mehrsprachigen "Sommernachtstraum" am Düsseldorfer Schauspielhaus feierte und u.a. am Theater Bochum, den Münchner Kammerspielen und dem Wiener Burgtheater regelmässig zu Gast ist, inzenierte im Musiktheater zuletzt eine vielbeachtete "Carmen" (Theater Bremen) und "Rigoletto" an der Oper Köln.