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Obwohl es in Industriestaaten nicht so prominent hervortritt, werden viele unserer Produkte, unter anderem aus dem Modebereich, durch Kinderarbeit hergestellt und finanziert. Aufgrund der niedrigen Kosten und hohen Effizienz nutzen insbesondere große Modeketten diese Art der Produktion. Allerdings hat diese Leistung einen Preis, den die arbeitenden Kinder zahlen müssen.
Kinderarbeit in der Mode – eine Übersicht der Verhältnisse
Kinderarbeit nimmt viele Formen an. Während Jungen häufig für körperlich härtere Arbeit in der Fabrik eingesetzt werden, sind es meistens die Mädchen, die bei sengender Hitze und nicht minder schwerer körperlicher und seelischer Belastung auf Baumwollfeldern arbeiten müssen. Die Baumwolle, die unter anderem in Indien, Pakistan und China angebaut wird, wird zumeist auch innerhalb dieser Länder in Fabriken von Kinderhänden zu den modischen Kleidungsstücken gefertigt, die einige Zeit später in unseren Läden zu finden sind. Die Kinder sind dabei neun bis vierzehn Stunden am Tag, bei einem Hungerlohn von oftmals nicht einmal zwanzig Euro im Monat, zu nicht altersgemäßer anstrengender Arbeit gezwungen.
Was tun? – Engagement gegen Kinderarbeit
Große Modeketten nehmen diese Art der Produktion in Kauf, um ihre günstigen Preise hierzulande halten zu können und weiter zu expandieren. Um eine hohe Produktionsrate zu erreichen wird überschüssige Baumwolle häufig in andere Entwicklungsländer, wie beispielsweise Bangladesch verschickt, wo mehr Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Das Problem besteht hauptsächlich darin, dass viele Modegeschäfte, als Nutzer dieser günstigen Tarife, ihre Zulieferer und Anbieter einer ungenügenden Prüfung unterziehen. Allerdings engagieren sich immer mehr Modeunternehmen für sogenannten fairen Handel, der die Ausbeutung der Kinder in den Produktionsländern verhindern und unterbinden soll. Auch Käufer haben, indem sie auf derartige Fairtrade-Siegel achten und diese Produkte kaufen, die Möglichkeit gegen Kinderarbeit vorzugehen.
Kinderarbeit als Mittel zum Zweck
Mithilfe von Kinderarbeit gelingt es Großunternehmen kostengünstig, sowie zuverlässig genügend Produkte für eine internationale Vertriebsaktivität zu produzieren. Der Verzicht von ausreichender Prüfung der Geschäftspartner in den Produktionsländern, wird durch den sichtbar großen Profit gewährleistet. Da Kinderarbeit menschenverachtend und oftmals gesetzeswidrig ist, wird die Öffentlichkeit zunehmend darauf aufmerksam und beginnt sich aktiv gegen Kinderarbeit zu engagieren, was auch die Modeketten dazu zwingt ihre Unternehmenspolitik zu ändern.
Bild zur Verfügung gestellt von: chris74 – Fotolia
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