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Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen
Um gewalttätige und gewaltbereite Risikofans von Sportstadien und deren Umgebung fernzuhalten, stehen den staatlichen Sicherheitskräften der Schweiz seit Anfang 2007 folgende Instrumente zur Verfügung: Rayonverbot, Meldeauflage, Polizeigewahrsam und Ausreisebeschränkung. Personen, gegen die eine dieser Massnahmen oder ein Stadionverbot verhängt wird, können im elektronischen Informationssystem HOOGAN erfasst werden.
Rayonverbot, Meldeauflage und Polizeigewahrsam werden von den zuständigen polizeilichen Stellen in den Kantonen und Städten gegen Personen verfügt, die sich anlässlich einer Sportveranstaltung gewalttätig verhalten haben. Eine Ausreisebeschränkung wird vom Bundesamt für Polizei (fedpol) ausgesprochen werden; die Kantone und Städte sowie die Schweizerische Zentralstelle Hooliganismus (SZH) können solche Ausreisebeschränkungen bei fedpol beantragen.
Parallel zu diesen neu geschaffenen Instrumenten der staatlichen Organe treffen die Sportverbände und -vereine sowie die Veranstalter weiterhin eigene, privatrechtliche Massnahmen gegen Gewalttäter. Gestützt auf ihre Befugnisse als Hausherren können sie unter anderem Stadionverbote verhängen.