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Das Bundesamt für Strassen (Astra) sucht derzeit einen neuen Standort für seine Zweigstelle in Estavayer. Eine Verlegung nach Yverdon ist allerdings nicht geplant. Dies bestätigt der Staatsrat in seiner Antwort auf eine entsprechende Anfrage der sozialdemokratischen Grossratsmitglieder Rose-Marie Rodriguez (Estavayer-le-Lac) und David Bonny (Prez-vers-Noréaz).
Staatsrat Olivier Curty (CVP) habe sich sofort mit den betroffenen kommunalen und regionalen Instanzen abgesprochen und Mitte August Astra-Vertreter in Bern getroffen, so der Staatsrat. Dort habe Astra-Direktor Jürg Röthlisberger erklärt, dass sein Amt nicht die Absicht habe, Estavayer zu verlassen.
Wohl würden die gegenwärtigen Räumlichkeiten laut Röthlisberger nicht mehr den Bedürfnissen des Astra mit immer mehr Mitarbeitenden entsprechen. Aus diesem Grund habe das Amt mehrere Zwischenlösungen zur Behebung seines Platzproblems besprochen, aber auch eine definitive Lösung in Form eines neuen Gebäudes in der Nähe des Bahnhofs von Estavayer, um «einen ansehnlichen Standort zu erhalten, der den Standards des Bundes entspricht», wie es in der staatsrätlichen Antwort heisst.
Gleichzeitig habe Röthlisberger aber auch darauf verwiesen, dass es in Yverdon grundsätzlich leichter wäre, französische Ingenieure anzustellen. Der Staatsrat setze aber alles daran, dass das Astra in Estavayer bleibe, und wolle ihm insbesondere geeignete Räumlichkeiten im Hauptort des Broyebezirks anbieten. Direkten Kontakt mit dem Bundesrat habe die Kantonsregierung in dieser Sache allerdings noch nicht gehabt, wie sie in ihrer Antwort weiter festhält.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) habe sich aber in ihrer Antwort auf eine entsprechende Anfrage von Nationalrätin Valérie Piller Carrard (SP) ebenfalls dahingehend geäussert, dass die heute verfügbare Fläche in Estavayer die minimalen Anhaltswerte des Bundesamts für Bauten und Logistik nicht erfülle und den künftigen Platzbedarf des Bundesamts für Strassen nicht zu decken vermöge.