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An der Schweizer Meisterschaft im Nacht-OL, die am 24.3. bei Gelterkinden ausgetragen wurde, gewann Julia Gross das Rennen der Elite-Frauen knapp vor Simone Niggli. Dani Rohr (Gattikon) konnte ebenfalls einen Sieg feiern.
Zum zweiten Mal nach 2015 sicherte sich Julia Gross den Titel der Schweizermeisterin im Nacht-OL. Vor drei Jahren wurde dieser Wettkampf als Massenstartrennen ausgetragen und Gross setzte sich damals knapp gegen Ines Brodmann und Simone Niggli durch. Auch in diesem Jahr erwies sich die Grande Dame des OL-Sportes als starke Widersacherin. Allerdings unterlief der 23-fachen Weltmeisterin schon beim zweiten von 23 Posten ein grober Fehler, der sie mehr als zwei Minuten kostete.
Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd, schaffte sie es nicht mehr, Gross den Sieg wegzuschnappen. Auch der Ex-Richterswilerin gelang kein perfekter Lauf. «Am Anfang konnte ich mich gut konzentrieren, doch gegen den Schluss des Laufes schlichen sich bei mir kleine Fehler ein», berichtete sie nach dem Wettkampf. Den Posten 22, der in einem Loch auf einem unübersichtlichen Plateau stand, verpasste Gross beim ersten Anlauf. Doch sie vermochte den Fehler rasch zu korrigieren und damit den Schaden in Grenzen zu halten. Im Schlussteil des anforderungsreichen Laufes verlor die flinke Primarlehrerin zwar nochmals etwas Zeit. In der Endabrechnung trennten sie aber noch acht Sekunden von der zweitplatzierten Simone Niggli.
Nicht zufrieden mit ihrer Leistung war Paula Gross. Die jüngere Schwester von Julia Gross klage nach dem Wettkampf über viele störende Gedanken, die sie während des Rennens beschäftigt hatten. Immerhin erreichte sie im Rennen der Elite-Frauen den siebten Rang.
Daniel Rohr holte sich den Sieg im Schlussteil
Der Gattiker startete eher verhalten ins Abenteuer Nacht-OL-Meisterschaft. Doch je länger der Lauf dauerte, desto besser kam er in Fahrt. Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennes lag er bereits an zweiter Position, dies weil er einen längeren Abschnitt deutlich schneller absolviert hatte, als fast alle seine Gegner. Vor dem entscheidenden Schlussteil lag nur noch der 20-jährige Dominik Tschamper aus Hombrechtikon vor Rohr. Im Gegensatz zu Tschamper vermochte der Läufer der OL Zimmerberg nochmals zuzusetzen. Die Laufanalyse zeigt, dass beide den 18. von 21 Posten gleichzeitig passiert hatten. Dann setzte sich Rohr ab und gewann schliesslich das Rennen der Kategorie Herren A mittel mit 23 Sekunden Vorsprung.