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EFI und PhoenixCE
Das “Extensive Firmware Interface” EFI ist ein Software Interface zwischen dem Betriebssystem und der Firmware eines Computers. Mit EFI wurde das Ziel verfolgt, das alte BIOS in signifikanter Weise zu verbessern. Das Interface besteht aus Datentabellen, welche Plattform-spezifische Informationen enthalten sowie Boot- und Runtime Dienste und Routinen, die dem Betriebssystem und dessen Loader zur Verfügung stehen. Zusammengenommen stellen diese eine Standardumgebung bereit, mit welcher ein OS gestartet werden kann und Programmcode vor dem Bootvorgang gestartet werden kann (preboot applications).
Die EFI Spezifikation wurde ursprünglich durch Intel® entwickelt, wird jedoch seit geraumer Zeit durch das “Unified EFI Forum” weiterverfolgt und ist deswegen nun auch unter dem Namen Unified EFI (UEFI) bekannt.
EFI kann eine kleine Shell-Umgebung enthalten, sodass anstelle eines kompletten Starten eines Betriebssystems in eine kleine EFI Umgebung gestartet werden kann, in der kleine Test- und Diagnoseprogramme ausgeführt werden können. Die EFI Shell selbst ist ein EFI Programm und ist bei den Macintosh Computern direkt im System ROM enthalten. Sehr spezifisch für Macintosh Rechner kann eine durch die Indy / Diagnostik Gruppe entwickelt worden EFI Diagnose Applikation namens “diags” ausgeführt werden. Sie erlaubt Hardware Diagnostik auf dem Level des EFI.
Die EFI Spezifikation enthält keine Definition eines Dateisystems wobei typische Implementierungen das FAT32 System unterstützen.
Phoenix unterstützt Diagnoseprogramme innerhalb der EFI Umgebung. Phoenix bietet ein CLI NAMENS “EFITool”, welches die Vorbereitung für das Starten von Diagnose Programmen ebenso erleichtert wie die Analyse von Ergebnisprotokollen (auf OS Stufe). Auf dem EFI Level stellt Phoenix ein so genanntes ACM (Application Code Module) zur Verfügung, welches auf Stufe des EFI eingebunden wird und die Konfigurationsdatei für die späteren Testroutinen interpretiert.
Zusammenfassend erstellt PhoenixCE via das EFITool eine Liste der auszuführenden EFI Tests. Dann wird der Bootpath auf EFI gestellt und der zu testende Mac (UUT, Unit Under Test) neu gestartet. Dabei wird der Mac nicht OSX starten, sondern die EFI Umgebung und dabei die Indy Applikation “diags” ausführen. Hier wird auf die früher mit dem EFITool erstelle Liste der Tests zugegriffen, während dem Ablauf der einzelnen Tests werden Protokolle geführt. Nach dem Durchlauf der Testsequenz wird die UUT erneut neu gestartet und wieder ins OSX hochgefahren. Hier wird mit PhoenixCE und EFITool die Analyse der beim Test erstellten Protokolle gestartet um festzustellen, ob die erwähnten EFI Tests erfolgreich bestanden wurden.
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