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Eine kalifornische Jungfirma namens Rapport will heute über Pläne für eine CPU mit nicht weniger als 1024 Prozessorkernen vorstellen, wie das 'Wall Street Journal' berichtet. Diese Chips sollen angeblich bereits nächstes Jahr marktreif werden.
Die Pläne von Rapport sind ein weiteres Zeichen für den Umbruch im aktuellen Chipdesign, der die Richtung der nächsten Jahre bestimmen wird. Während man bisher immer mehr Transistoren auf einen Chip packte und versuchte, die Taktfrequenz immer stärker zu erhöhen, übernehmen heute ganze Prozessoreinheiten die Rolle der Transistoren.
Bei den Mainstream-Prozessoren haben Intel, AMD und IBM gerade erst den Schritt zu zwei Kernen gemacht, CPUs mit vier Kernen dürften nächstes Jahr folgen.
Das liegt vor allem auch daran, dass bei diesen Herstellern die einzelnen Kerne ungefähr die Leistungsfähigkeit einer vollwertigen klassischen CPU haben.
Rapport geht mit seinem Design aber in eine andere Richtung. Die einzelnen kerne sind wesentlich weniger leistungsfähig als aktuelle vollwertige CPUs. Sie arbeiten mit 8-Bit, statt 32 oder 64 Bit. Die Taktfrequenz liegt bei 125 MHz, während sich Intel zum Beispiel der 4 GHz-Grenze nähert.
CPUs wie die von Rapport werden daher nur dort einen Geschwindigkeitsvorteil bringen, wo Aufgaben in vielen kleinen Einzelteilen parallel bearbeitet werden können. Ein Paradebeispiel dafür ist die Bildbearbeitung, zum Beispiel für 3D-Darstellungen, bei denen die Bilder in vielen Einzelteilen gleichzeitig berechnet werden könnten. Gerade im Bereich der Computergraphik ist also in den nächsten Jahren nochmals ein massiver Leistungssprung möglich. (hjm)