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engern
Sinne dann, wenn das
Angebot einer Ware so groß ist, daß der
Absatz nur zu einem Preise möglich wird, bei welchem
viele Produzenten nicht den normalen Gewinn haben oder sogar
Verlust erleiden (Produktionskrisis). Sehr bestritten ist es,
ob eine Überproduktion dieser Art bei allen Waren zugleich stattfinden könne, weil jede Ware,
die auf dem Markte erscheint, zugleich Absatzgelegenheit für eine andere schaffe. Jedenfalls ist aber eine Überproduktion in
einzelnen Zweigen der Gütererzeugung möglich. Die Erscheinungen der Überproduktion dauern oft längere Zeit an,
bis sie endlich infolge Einschränkung der Produktion, der Zunahme der
Bevölkerung,
[* 2] der weitern
Entwicklung der Verkehrsmittel
und des Welthandels durch eine aufsteigende Preisbewegung beseitigt werden. (S.
Absatz, Handelskrisen.)
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Vgl. Neurath, Die wahren Ursachen der Überproduktionskrisen
(Wien
[* 3] 1892).
Oberschar, Mitte, in der Bergwissenschaft Gebirgsteile, welche von verliehenen Grubenrechten so eingeschlossen
sind, daß sie beim
Mangel der vorgeschriebenen Minimalgröße nicht mehr ein verleihbares Grubenfeld
bilden. (S. auch
Bergwerkseigentum.)
Bei Reibungsrädern verhalten sich die Umdrehungszahlen oder die Winkelgeschwindigkeiten umgekehrt wie die Radien der Reibungskreise,
bei Zahnrädern sind sie umgekehrt proportional den Teilkreishalbmessern oder Zähnezahlen, bei
Riemen-, Seil-,
Ketten- und
Schnurscheiben den Scheibendurchmessern.
im
Recht die Fähigkeit eines
Rechts oder einer Pflicht, ohne Linderung ihres Wesens auf eine
Person
durch Cession oder Übernahme übertragen zu werden;
der Gegensatz ist Unübertragbarkeit (z. B.
der ehelichen
Rechte und Pflichten).
Im
Finanzwesen ist Übertragbarkeit die einer Ausgabebewilligung des Staatsbudgets (Staatshaushaltsetats)
durch ausdrückliche Bestimmung des letztern oder im Wege sonstiger Vereinbarung zwischen Regierung und Volksvertretung beigelegte
Eigenschaft, vermöge deren die von einer solchen Bewilligung am Schlusse der Budgetperiode (Etatperiode) noch nicht ausgegebenen
Summen auch fernerhin noch für die nämlichen Ausgabezwecke zur
Verfügung der
Verwaltungen bleiben. Je nachdem
die Übertragbarkeit auf eine bestimmte Dauer beschränkt ist oder nicht, unterscheidet man zwischen begrenzter oder
unbegrenzter (S.
Ausgabereservate.)
Kontravention, im strafrechtlichen
Sinne Bezeichnung für die
Klasse der geringsten Straffälle, die man
zum
Teil in besondern Polizeistrafgesetzbüchern zusammengestellt hat oder die außerhalb des allgemeinen
Strafgesetzes durch
besondere Vorschriften (Gewerbeordnung, Fischerei-, Forst-,
Jagdgesetze,
Preß-, Post-,
Zoll-, Steuergesetze)
betroffen werden. Das Deutsche
[* 6] Reichsstrafgesetzbuch hat in Nachahmung des
Preuß. Strafgesetzbuchs von 1851 in seinem 29.
Abschnitt
eine Reihe solcher Übertretung aufgestellt, weil es dieselben für erheblich genug erachtete, um sie zum Gegenstande
reichsgesetzlicher Bestimmung zu machen, die Vervollständigung der
Reichs- und Landesgesetzgebung überlassend.
Auf die Übertretung finden die allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbuchs Anwendung, jedoch mit folgenden Ausnahmen:
2) ImAuslande begangene Übertretung sind straflos, sofern nicht besondere Gesetze oder
Verträge eine Ausnahme hiervon aufstellen.
3) BeiRealkonkurrenz (s. d.) kommt die volle
Strafe der einzelnen Übertretung zur Anwendung. Partiererei (s.
Hehlerei) findet auch bei Übertretung statt und ist strafbar. Bei Angeschuldigten zwischen 12-18 Jahren kann in
besonders leichten Fällen auf Verweis erkannt werden Die Strafverfolgung von Übertretung verjährt in 3
Monaten, die Vollstreckung
der rechtskräftig erkannten
Strafe (Haft oder
Geld) in 2 Jahren. Das österr.
Strafgesetz versteht unter
Übertretung die im Gegensatze zu den Verbrechen minder strafbaren Delikte, ebenso der
Schweiz.
[* 7] Strafgesetzvorentwurf von 1896, welcher
aber in Rücksicht auf die Verschiedenheit der Vermögensverhältnisse mit
Recht die Strafmaxima im Einzelfalle hoch setzt
(bis zu 10000
Frs.).
die Versicherung eines den «zeitigen gemeinen»
Wert des versicherten Gegenstandes übersteigenden Interesses.
Die Gesetzbücher aller Kulturstaaten haben übereinstimmend
den Grundsatz aufgestellt, daß Zweck der Schaden- oder Sachversicherung, bei der das Interesse des Versicherungsnehmers
an
Erhaltung des Versicherungsgegenstandes in
Geld bestimmt, schätzbar ist oder durch Übereinkunft der Parteien festgesetzt
werden kann, immer nur Ersatz des eintretenden Schadens, niemals eine
Bereicherung des Versicherten sein
soll und verbieten demgemäß die Überversicherung, insbesondere bei
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