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Die Fasnacht im Saastal hat eine über hundertjährige Tradition. Vor Beginn der Fastenzeit gingen die Menschen verkleidet auf die Strasse, um die bösen Geister zu vertreiben. Gemäss mündlichen Überlieferungen traten zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstmals die sogenannten Göiggler in Erscheinung. In Jutestoff gekleidet, flankierten jeweils zwei von ihnen die Umzüge und sorgten so für Ordnung. Heute überragen die Göiggler die rund 15 Umzüge im Saastal. Meist in Gruppen, ziehen sie mit selbstgenähten Kostümen aus feinen Stoffen, Rossschwänzen aus Echthaar und Glocken durch die Strassen. Über das schwarze Untergewand stülpen sie um die Taille, den Hals, die Handgelenke und Waden mehrschichtig aufeinandergenähte Röckchen, die am Saum mit Pelz eingefasst sind. Dazu tragen sie eine Maske und einen passend geschmückten Hut. Typisch sind auch der Ledergurt mit einer grossen oder mehreren kleinen Kuh-, Schaf- oder Pferdeglocken, die sich die Göiggler um die Hüfte binden.