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Vallée de Joux et Haut-Jura vaudois, BLN-Gebiet 1022
1. Begründung der nationalen Bedeutung 1.1 Umfangreiche, typische Landschaft des Hochjuras. 1.2 Das Gebiet ist in seiner Längsrichtung strukturiert durch die Hauptkette des Mont Tendre, das Vallée du Joux mit seinen Seen sowie durch den grossen Risoud-Wald. 1.3 Im Kettenjura einmaliges Seengebiet 1.4 Verschiedene charakteristische Karstformationen in vielfältiger Ausprägung. 1.5 Grossflächige Wälder, Waldweiden und Weiden 1.6 Viehweiden mit den charakteristischen Trockenmauern 2. Charakter der Landschaft Abgeschlossenens Hochtal des Faltenjura, gepragt von Land wirtschaft, Nadeiwald und Seen (Lacs de Joux et Brenet). Im Norden grosster zusammenhangender Wald der Schweiz: Le Risoux. Im Zentrum speist die mäandrierende Orbe den Lac de Joux, dessen unterirdischer Abfluss bei Vallorbe wieder zu Tage tritt. Das Tal ist vom Gebirgszug der Dent de Vaulion begrenzt und bildet ein geschlossenes Becken.
Ausgeprägte Karsterosion (Senklöcher, Dolinen, Karrenfelder, Höhlen, usw.) formt den Charakter der Region (mehr als 200 bekannte Höhlen bei Marchairuz). Moränen, Ablagerungen und erratische Blöcke von würmzeitlichen Lokalgletschern.
Weite Fichtenwälder mit eingeschlossenen Inseln von Tannen-Buchenwäldern und oberhalb 1300 m Ahorn-, Buchen- und Fichtenwälder mit verschiedenen seltenen Arten. In den Waldweiden, felsigen Trockenrasen und Feuchtwiesen sehr unterschiedliche Vegetationseinheiten mit seltenen Arten. Das rauhe Klima des Jura ist Ursache für die Entwicklung einer Vegetation mit kriechenden Formen. Rasen auf den höchsten Lagen der Ketten des Mont Tendre und des Noirmont mit alpinen und subalpinen Arten. In den Flachmooren und den nicht abgetorften Hochmooren wachsen arktische Reliktarten.