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Im
Stammheimer Thal treffen wir prachtvolle Moränenwälle, wie denn überhaupt Moränen und Kiesablagerungen grosse Flächen
des Bezirkes bedecken.
Der anbaufähige Boden des Bezirkes verteilt sich wie folgt: 5466,3 ha
Wald, 5082,3 ha Ackerland, 4081,4 ha Wiesland, 853,6
ha Weinberge, 349,4 ha Sumpfland. Der im Bezirk gekelterte Rotwein erzielt in seinen besten
Sorten oft
hohe Preise. Der Bezirk ist der einzige des Kantons, in dem das Ackerland an Fläche das Wiesland übertrifft. Die Viehstatistik
weist folgende Zahlen auf:
Das 13 km s. von Schaffhausen
an der
Thur gelegene Dorf,
Station der Linie
Winterthur-Schaffhausen, ist mit Kleinandelfingen durch zwei Brücken verbunden, von
denen sich die Eisenbahnbrücke 35 m hoch über den Fluss spannt.
Postbureau, Telegraph, Telephon. 142
Häuser und 822 Ew. 4 dem
eidgenössischen Fabrikgesetz unterstehende Geschäftsbetriebe: 2 Buchdruckereien, 1
Säge und 1 Turmuhrenfabrik.
Gross- und Kleinandelfingen bilden zwei
getrennte politische Gemeinden, mit
Adlikon und
Humlikon zusammen aber nur eine Kirchgemeinde.
Römische Altertümer und ein
alamannisches
Grab sind im Niederfeld gefunden worden.
Das im Mittelalter erbaute
Schloss gehörte den Söhnen des Kaisers
Albrecht, die es 1377 den
Herren von
Landenberg verpfändeten. 1437 kam Andelfingen an Zürich
und wurde eine Landvogtei. 1799 von
den Oesterreichern beschossen.
Das nach romanischem Bauplan gebaute Dorf ist von Festungswerken umgeben, hat einen Exerzierplatz und neue, nach
modernen Grundsätzen eingerichtete
Kasernen mit
Bad, elektrischem Licht und Centralheizung.
Gasthäuser. Armenspital.
Neben
der Kirche interessantes Beinhaus, unterhalb des Dorfes die Kirche des h.
Columban mit modernen Fresken.
Das Dorf ist den Lawinen ausgesetzt.
Ackerbau, Viehzucht, Käserei.
Gotthardmineralien. Das Klima ist der Höhenlage entsprechend
ein rauhes: Jahr im Mittel 2,8°;
Januar -6,4°;
Juli 12,1° C. Geburtsort des Paters Bernhard Christen, Kapuzinergenerals
in
Rom, und des
Malers Felix Diog (1764—1834).