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Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass jedes Individuum Eigentum an seinem Körper und den Früchten seines Handelns hat. Entsprechend gibt es keine moralische Rechtfertigung ihm Einkommen aus, wie auch immer gearteten, freiwilligen Transaktionen (z.B. Anbieten von Arbeitsleistung, Ausleihen von Kapital, Verkauf von neuartigen Ideen usw.) zu entziehen.
Wenn dennoch Steuern erhoben werden, sollte das System wenigstens so ausgestaltet sein, dass der ökonomische Schaden minimiert wird. Momentan werden Kapitaleinkommen wie alle anderen Einkommensarten besteuert. Durch die Einführung von unklaren Einkommenskategorien und den damit einhergehenden Abgrenzungsfragen erhöht sich der administrative Aufwand des Steuersystems weiter. Zudem führt die Ungleichbesteuerung von unterschiedlichen Produktionsfaktoren dazu, dass diese suboptimal eingesetzt werden und damit ein über den Steuerbetrag hinausgehender Schaden entsteht. Eine übermässige Besteuerung von Kapitaleinkommen führt zum Beispiel dazu, dass weniger Kapital produktiv eingesetzt wird, was zu höheren Kapitalkosten und dadurch zu tieferen Löhnen führt.
Den Jungsozialisten, die der Meinung sind, dass Kapital im Gegensatz zu ihnen nicht arbeite, sei empfohlen einmal einem Roboter bei der Arbeit zuzuschauen. Sparen und Investieren sind unerlässliche Teile einer gesunden Volkswirtschaft; diese Aktivitäten bestrafen zu wollen, halten wir aus moralischen und praktischen Gründen für falsch. Anstatt ständig nach Möglichkeiten zu suchen, wie dem produktiven Teil der Gesellschaft mehr weggenommen werden kann, sollte sich der Staat, der auch in der Schweiz fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung absorbiert, viel eher überlegen, welche seiner Ausgaben unnötig sind und reduziert werden können.