Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/2177

Die in die Krise geratene US-Bank First Republic kommt nicht zur Ruhe. Der Aktienkurs der Bank brach am Montag (20. März) trotz der zugesagten Milliardenspritze von elf Grossbanken weiter ein. Die Aktie der kalifornischen Regionalbank hat damit an acht Handelstagen rund 80 Prozent ihres Wertes verloren, am Montag fiel der Kurs um 17 Prozent.
Am Donnerstag hatten elf Großbanken der First Republic Bank Hilfen von insgesamt 30 Milliarden Dollar (rund 28 Milliarden Euro) zugesagt. Für dieses gemeinsame Vorgehen schlossen sich unter anderem Branchengrössen wie die Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase und Wells Fargo zusammen. Die Ratingagentur Standard & Poor’s urteilte, dies könne «vielleicht» nicht ausreichend sein.
Im Zuge des Zusammenbruchs der Silicon Valley Bank (SVB) war die First Republic in Bedrängnis geraten. Die 1985 gegründete Bank ist nach Einlagen die Nummer 14 des Landes.
Schon kurz nach Schließung der SVB war auch die Signature Bank vom Bundeseinlagensicherungsfonds FDIC unter ihre Aufsicht gestellt worden. Am Sonntag teilte der FDIC mit, der Grossteil des Geschäfts der Signature Bank werde an die Flagstar Bank verkauft. Flagstar übernehmen alle Konten sowie einen Teil des Kreditgeschäfts. Die 40 Filialen der Signature sollten am Montag unter dem Namen Flagstar öffnen.
Der SVB-Kollaps ist die grösste Bankenpleite in den USA seit der Finanzkrise 2008. Die Pleite sorgte für erhebliche Turbulenzen im Bankensektor und an den Börsen auch in Europa.