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Wer deutschsprachige Handschriften früherer Jahrhunderte lesen will, muss sich mit der ausser Gebrauch gekommenen «deutschen» Schrift vertraut machen. Sollen derartige Handschriften für ein breiteres Publikum veröffentlicht werden, muss man sie transkribieren und zur Erklärung von heute Unverständlichem mit einem kritischen Apparat versehen. Das Buch ist eine Anleitung zu Lektüre, Transkription und Edition deutschsprachiger Manuskripte des 16. bis 18. Jahrhunderts aus dem Kanton Bern.
Der erste Teil enthält zur Lektüre notwendige Erklärungen: zeitgenössische Alphabete, Angaben zu Massen und Gewichten, Transkriptionsprinzipien usw. Im zweiten Teil finden sich sechzehn Quellentexte: die Reproduktion der Quelle, die Transkription mit Anmerkungen, Erläuterungen zum Kontext. Der dritte Teil versammelt verschiedene Materialien zum in Bern gängigen Münzgeld, zu den Städten, Flecken und Marktorten des Kantons, zu den in Bern herrschenden Hierarchien von Landvogteien, Pfarreien, Geschlechtern und Zünften.
«Norbert Furrers Schriftkunde ist weit mehr als eine Anleitung zum Lesen alter Schriften. Vielmehr bietet sie einen konzentrierten Überblick über die für den Umgang mit Quellen relevanten historischen Hilfswissenschaften. Für den wissenschaftlichen Gebrauch schliesst Furrers Publikation damit eine Lücke. Als nützliches Nachschlagewerk wird sie auf dem Büchergestell neben Durheim, Grotefend etc. ihren festen Platz einnehmen.»
«Destiné d'abord aux historiens bernois travaillant sur l'Ancien Régime, l'ouvrage de Norbert Furrer consacré aux sources écrites de ce canton rendra aussi service à leurs collègues vaudois. [...] L'auteur mérite toute notre gratitude pour ce guide.»
«Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um ein wertvolles Hilfsmittel bei der Bearbeitung von handschriftlichen Berner Texten. Auch zur autodidaktischen Aneignung von Lesekenntnissen kann es Anwendung finden. Es liefert Angaben zu Zahlungsmitteln und deren Kaufkraft und versammelt wichtige Grundlagen und Werkzeuge für Nutzer mit entsprechenden Vorkenntnissen ohne das zusätzliche Hilfsmittel wie Grotefend oder das Lesepraxisheft obsolet wären.»