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Franz Xaver wurde 1506 in Nordspanien geboren. Er studierte in Paris und wurde dort von Ignatius von Loyola als einer der ersten in den neu gegründeten Jesuitenorden aufgenommen. Er wirkte mit Ignatius in Rom und wurde von ihm 1540 als Missionar nach Indien entsandt.
Der temperamentvolle und abenteuerlustige Franz Xaver landete 1542 in Goa, der Hauptstadt der portugiesischen Kolonie und missionierte unter der Kolonialbevölkerung und den Heiden. In den zehn Jahren seines Wirkens spendete er gegen 30'000 Taufen. Zu Fuss und mit Schiffen durchzog der Jesuit Länder und Meere, er wirkte in Malakka auf der malayischen Halbinsel und auf den Molukken. 1549 reiste er in das eben neu entdeckte Japan und lernte sofort die einheimische Sprache. Auf der Fahrt nach China starb er 1552. Er ist der Begründer der Mission in der Kulturwelt des Fernen Ostens. Er ist auch der Bahnbrecher der neuzeitlichen Mission durch Erforschung des Missionsgebietes und Heranziehung einheimischer Kräfte.
Dargestellt wird er meist Inder taufend, als Jesuit mit dem Kreuz in der Hand, Kranke heilend, Tote erweckend oder als Sterbender. Er ist Patron des Ostens, aller Missionen, der Jesuiten, Seefahrer, für eine gute Sterbestunde und seit 1952 auch des Tourismus. Heilig gesprochen wurde er 1622, sein Fest wird am 3. Dezember gefeiert.