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Allergien
Ähnlich wie die Fettleibigkeit treten die Allergien als eine moderne Epidemie auf. Mit der Industrialisierung des Landes steigt der Prozentsatz der Betroffenen. In entlegenen Gebieten von Südamerika und Afrika treten diese Überempfindlichkeiten kaum auf. Dass die Zahl der Allergien zugenommen hat, können viele Menschen aus der eigenen Erfahrung sagen. Wer heute älter als 40 Jahre ist, erinnert sich wohl kaum an Gespräche über Nahrungsmittelallergien in der eigenen Schulzeit. Heute leiden 6 Prozent aller Kinder daran. Die Zahl der Menschen mit einer zuweilen tödlichen Allergie gegen Erdnüsse hat sich in den USA zwischen 1997 und 2002 verdoppelt.
Zu den wichtigsten Allergenen gehören: Pollen, Hausstaubmilben, Milben, Schimmelpilze, Nahrungsmittel wie Nüsse, Erdbeeren oder Soja, aber auch Latex, Arzneimittel, stechende Insekten und viele andere Substanzen, auf die der Körper reagieren und überreagieren kann.
Die Symptome von Allergien wie Niesen, Keuchen, Jucken und Ausschläge, sind Anzeichen für den Amoklauf eines Immunsystems, des Immunsystems, das Eindringlinge angreift, die eigentlich keine Bedrohung darstellen.
Entwicklung einer Allergie
Der Körper wird mit einem Protein konfrontiert, das aus einer an sich harmlosen Quelle stammt. Es kann Hausstaub sein oder ein Stück Nuss-Schokolade. Aus nicht genau geklärter Ursache betrachtet der Körper den betreffenden Stoff als Bedrohung. Beim ersten Mal entstehen noch keine Symptome, doch der Körper erinnert sich und bereitet sich vor. Bei der ersten Begegnung regt das Immunsystem die Bildung von Antikörpern an. Diese Antikörper sind dafür verantwortlich, dass bei einer erneuten Begegnung mit dem Allergen – welche vielleicht Monate später erfolgt – der Körper chemische Stoffe aussendet, die Entzündungen auslösen, Juckreiz verursachen, Drüsen zur Schleimproduktion reizen, und die Nase anschwellen lassen. Wenn der Betroffene dem Allergen wiederholt ausgesetzt ist, kann diese Reaktion chronisch werden.
Bestimmte Zellen des Immunsystems (die T-Zellen) erinnern sich an die Attacke durch das Allergen und sorgen dafür, dass ein Teil des Körpers ständig entzündet bleibt. Häufig werden das Allergen und das Immunsystem einander immer feindlicher, die Reaktion schaukelt sich auf. Bei Lebensmittelallergien verläuft dieser Prozess noch viel schneller.
Ursache der Allergien
Die häufig zitierte Annahme, dass die Erbsubstanz des Menschen hauptverantwortlich ist, ist sehr umstritten. Die Zunahme der Allergien ist allein durch die Genetik nicht zu erklären. Der Genpool kann sich nicht in so kurzer Zeit so drastisch verändern. Es gilt als immer sicherer, dass Allergien eine Folge von Veränderungen der Ernährung und der Umwelt sind.
Als erwiesene Risiken gelten: weniger frisches Obst und Gemüse, mehr behandelte Lebensmittel, eine geringere Zufuhr an bestimmten Mineralstoffen. Auch die zunehmende Verwendung von Antibiotika könnte ein Grund für die Zunahme von Allergien sein. Es scheint einen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen bestimmter Bakterien/Verdauungstrakt und der Anfälligkeit für Allergien zu geben. Forscher gehen davon aus, dass die übermäßige Anwendung von Antibiotika bestimmte Allergien unterdrückende Teile der Darmflora stört.
Umweltgifte sind ebenfalls stark verdächtig, Allergien zu fördern. Um ein Beispiel zu nennen: Kinder, die in der Nähe viel befahrener Straßen aufwachsen und die Dieselabgase der LKWs einatmen, sind gegenüber solchen Allergenen, auf die sie ohnehin schon reagieren, noch empfindlicher.
Wie nachfolgend noch gezeigt werden wird, gibt es jedoch neben den genannten “äußeren” Faktoren auch “innere” Faktoren bei der Allergieentstehung. Die Psyche spielt bei der Auslösung und auch beim Ausprägungsgrad von Allergien häufig eine sehr wichtige Rolle. So berichtete mir ein Patient, dass er auf Weißmehl allergisch reagiere und einen anaphylaktischen Schock bekomme (eine lebensbedrohliche Entgleisung). Dies geschieht jedoch immer nur, wenn er “im Stress” ist.
Das folgende Gesetz “Law of Minutes”, (korrekte deutsche Übersetzung ist mir nicht bekannt) ist ein Grundpfeiler der Homöopathie. Es zeigt, dass der Körper bei Langzeitexposition einer Substanz eine Immunität dieser Substanz gegenüber entwickelt. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, dass zu der körperlichen Exposition für die Entwicklung einer Unverträglichkeit oder Allergie in aller Regel erforderlich ist, dass die Symptome einen Zweck erfüllen.
Schulmedizinisch wird eine Allergie häufig durch Desensibilisierung behandelt. Bei dieser folgenden Immuntherapie wird versucht, die Reaktion der T-Zellen so zu verändern, dass sie keine allergischen Symptome mehr hervorruft, wenn das Allergen erneut auftritt. Die wirksamste schulmedizinische Methode besteht zurzeit darin, über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren jede Woche immer größere Mengen der betroffenen Substanz zu injizieren.
Allergiebehandlung mit Hypnose
Allergiebehandlungen der Schulmedizin sind langwierig und bewirken trotzdem keine vollständige Heilung. Das liegt meines Erachtens daran, dass die Ursachen nicht behandelt werden.
Welches Verständnis der Krankheitsentstehung hat die Hypnosetherapie? Es ist bekannt, dass durch die zunehmende Umweltbelastung die Allergien immer häufiger auftreten, so dass bisweilen schon fast von einer “neuen Volkskrankheit” gesprochen wird. Wenn ein Elternteil von Ihnen an einer Allergie leidet, besteht eine statistische Wahrscheinlichkeit von 50 %, dass Sie ebenfalls eine Allergie bekommen. Haben beide Eltern eine Allergie, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ebenfalls eine Allergie bekommen noch viel höher. Es ist somit unbestreitbar, dass Erbe und Umwelt bei der Entstehung von Allergien eine Rolle spielen.
Wie kommt es jedoch zum Ausbruch einer Allergie?
Zum Ausbruch der Allergie im Moment des Kontaktes mit dem Allergen kommt es jedoch immer erst auf dem Hintergrund einer (oft unbewussten) emotionalen Konfliktsituation. Diese führt zu einer Verminderung der Regulations- bzw. Kompensationsfähigkeit des Körpers und damit zum Ausbruch der Symptomatik.
Der hypnotherapeutische Ansatz bei der Allergiebehandlung besteht dementsprechend darin, den emotionalen Konflikt, der zum Ausbruch der Erkrankung führte, aufzudecken und zu bearbeiten. Die Regulationsfähigkeit des Körpers stellt sich wieder ein, die Symptomatik löst sich auf. Die Allergie ist (in aller Regel) geheilt.
Eine andere praxisbewährte Behandlungsstrategie besteht darin, das Unterbewusstsein mit geeigneten Methoden über die Ungefährlichkeit des betreffenden Allergens zu “unterrichten”. In einer Sitzung wird dabei gewöhnlich auch nur eine Allergie behandelt. Wenn zwei bis drei Allergien behandelt werden sollen, können diese Sitzungen gegebenenfalls an einem Tag durchgeführt werden.
Bei multiplen Allergien ist der komplexere, aufarbeitende Therapieansatz empfehlenswert.
Ergänzen möchte ich, dass aufgrund des genannten Hintergrundes auch immer eine Ausleitung der Umweltgifte empfehlenswert ist, da diese eine Belastung des Körpers darstellen und letztendlich auch andere Erkrankungen auslösen kann.
Studie: Selbsthypnose gegen Allergien und Heuschnupfen
Wissenschafter der Universität Basel zeigten in einer Studie, dass Selbsthypnose erfolgreich gegen Heuschnupfen eingesetzt werden kann. Im Rahmen der Studie lehrten sie 66 Personen mit Heuschnupfen Hypnosetechniken, mit denen Symptome wie das Rinnen der Nase verringert werden konnten. Die verschriebenen Medikamente wurden weiter eingenommen, aufgrund der Selbsthypnose konnte die Medikamentendosis jedoch verringert werden.
Quelle: Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychotherapy and Psychosomatics publiziert.