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Ein umfassender, reich bebilderter Führer zu mehr als 80 faszinierenden und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in einer der grossen Hauptstädte Europas
Stille Klöster, ausgefallene Museen, verborgene Passagen, geheime Gärten und aussergewöhnliche Läden
Vom Stamm der Parisii und römisches Lutetia zum "Sonnenkönig" und Napoleon
Das Pagodekino, das Museum von Magie, das Pendel von Foucault, und die unterirdische Totenwelt
Genosse Lenin, der unkonventionelle George Sand, Natalie Barney, und der ruhelose Henri de Monfreid
Ein Leser schrieb in seiner Rezension eines Reiseführers einer Stadt, dass das Buch sehr schlecht sei. Weil der Autor nämlich nicht kurz und bündig jene Sehenswürdigkeiten aufgelistet hatte, die man als eiliger Besucher in drei Stunden einfach sehen muss! Punkt. Dieser Leser hätte es mit dem vorliegenden Buch... Ein Leser schrieb in seiner Rezension eines Reiseführers einer Stadt, dass das Buch sehr schlecht sei. Weil der Autor nämlich nicht kurz und bündig jene Sehenswürdigkeiten aufgelistet hatte, die man als eiliger Besucher in drei Stunden einfach sehen muss! Punkt. Dieser Leser hätte es mit dem vorliegenden Buch wohl noch schwerer gehabt: Smith listet nämlich 98 Orte und Bemerkenswertes auf, von denen mindestens zwei Drittel unter den Begriff „muss man einfach sehen“ fallen. Aber sicher nicht in drei Stunden! Es hängt nun sicherlich aber auch davon ab, was der Leser unter dem Begriff „muss man einfach sehen“ versteht. Smith scheint da, so wie ich, ein Anhänger der unscheinbaren, abseits liegenden Kleinode zu sein, die eine Stadt, wie Paris beispielsweise, erst so richtig erlebenswert machen. Smith führt den Besucher beispielsweise in ein Stadtviertel, in dem man durch zahlreiche überdachte (Einkaufs)Passagen aus dem 19. Jahrhundert flanieren kann; Besucher können auch vier Mal in Paris die Freiheitsstatue von New York in maßstabgetreuem Verhältnis erleben ; ein anderer Spaziergang führt in das chinesische Viertel Klein-Wenzhou. Wo sich die weltgrößte Sammlung von Kugelschreibern verbirgt, wo es stille Kreuzgänge gibt und ein paar Abstiege in Pariser Unterwelten führen, sind weitere Entdeckungsmöglichkeiten. Sieben Stadtmauern von Paris gilt es zu finden, wann und wo die echte Dornenkrone Jesus einmal monatlich zu sehen ist erfährt der Leser ebenso wie die Lage und Geschichte eines historischen Jazz-Kellers. Wieso die wasserspendenden Eisenbrunnen einen englischen Namen tragen, dass es ein römisches Amphitheater in Paris gibt oder welches Bistro das beste sei – das Buch ist reich an Vorschlägen, was der interessierte Besucher in Paris so alles entdecken kann. Vielleicht möchte er ja einen Hindu-Tempel besichtigen oder ist sich im Museum der Fälschungen nicht sicher, ob er vor dem Original oder der Fälschung steht? Beim Eintritt in eine Kirche im 12. Arrondissement meint der Besucher, er stünde nun in der Hagia Sophia in Istanbul. Jeder Artikel bietet nicht nur die direkte Information über das Objekt oder die Sehenswürdigkeit, sondern auch Rahmeninformationen, damit man die Sache besser verstehen und einordnen kann. Da wird beispielsweise kurz die Geschichte des Pariser Kanalsystems beschrieben oder bei der Manufaktur der Wandteppiche die Geschichte der Manufaktur. Im vorderen und hinteren Buchdeckel findet man Übersichtskarten, damit man diese Orte findet. Bei den jeweiligen Artikeln steht welche U-Bahnlinie dorthin führt, wie die nächste U-Bahnstation heißt und natürlich die genaue Adresse. Aber auch nützliche Hinweise, ob man das Objekt jederzeit besichtigen kann, ob man sich anmelden muss oder ob es für die Öffentlichkeit nicht zugängig ist. Am Ende des Buches listet Smith nochmals alle Orte mit Adressen und Öffnungszeiten auf, gefolgt von einem umfangreichen Literaturverzeichnis „zum Weiterlesen“.