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Den zweiteiligen Eierbecher entwarf Marianne Brandt in ihrer Schaffenszeit am Bauhaus Dessau um 1926. Wie in vielen ihrer Entwürfe vereinigt die Künstlerin auch hier die drei Grundformen Kreis, Zylinder und Kugel.
Der Zylinder ist auf die kreisrunde Bodenplatte gesetzt. Im Zylinder sitzt ein herausnehmbarer Halbkugel-Aufsatz, der als Träger für das Ei fungiert. Der Eierbecher besticht durch seine Einfachheit und Funktionalität ebenso, wie durch seinen überlegenen Ausdruck. Die geometrische Formgebung ist typisch für die Ästhetik von Wohn- und Küchengegenständen des 20. Jahrhunderts und kennzeichnet den Übergang vom klassischen Handwerk zum Industrie-Design, der maßgeblich vom Bauhaus bestimmt wurde.
Aus glänzend poliertem Edelstahl gefertigt, erscheint der Eierbecher noch heute ebenso modern wie edel. Er steht beispielhaft für die Entwürfe Marianne Brandts in ihrer Zeit am Dessauer Bauhaus von 1925 bis 1929. Seit 1995 wird der Eierbecher vom italienischen Hersteller Alessi nach den Originalentwürfen produziert.