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leiden ist ein vielfältiger begriff. wir leiden, wenn wir schmerzen haben. wir leiden, wenn wir gestresst sind. wir leiden aber auch, wenn wir etwas haben wollen, das wir nicht bekommen. wir leiden, wenn wir etwas verlieren, das wir gerne haben.
also kurz gesagt, wir leiden, wenn wir a) etwas begehren oder b) etwas ablehnen.
die grosse frage ist: können wir dieses leiden überwinden? können wir nicht leiden? und wenn ja, wie machen wir das?
für mich gibt es zwei wege, die in die richtung des nichtleidens gehen.
der eine weg ist das annehmen oder loslassen des leidens. wenn ich also kopfschmerzen habe, ist da schmerz. es heisst aber nicht, dass ich darunter leiden muss. schmerz ist eine sinneswahrnehmung wie jede andere wahrnehmung auch. kann ich den schmerz als sinneswahrnehmung betrachten, ohne eine erwartung dazu zu nehmen?
der andere weg ist, leiden gar nicht erst zu produzieren. wenn ich mich bemühe, mich ethisch korrekt zu verhalten, vermindere ich einiges leiden, das auch mich betrifft. ich habe weniger konflikte, ich habe weniger stress und weniger sorgen.
und zu guter letzt: auch das leiden ist bewegung, sich stetig verändernd.
bleiben wir in bewegung im tanz des lebens - jetzt.