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Die Schweiz und Brunei nahmen 1984 diplomatische Beziehungen auf. Brunei hat Reformen zur Diversifizierung seiner Volkswirtschaft begonnen und bietet gute Voraussetzungen für Investoren aus der Schweiz.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Brunei Darussalam
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Zuständig für Brunei ist die Schweizer Botschaft in Singapur. Das von einem Honorarkonsul geleitete Konsulat befindet sich in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan. Der in Bern akkreditierte Botschafter von Brunei residiert in Berlin.
Die Schweiz pflegt seit 1984 diplomatische Beziehungen mit Brunei.
Die beiden Länder arbeiten auch im Rahmen des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) zusammen, bei dem die Schweiz seit Juli 2016 den Status als sektorielle Dialogpartnerin inne hat.
Wirtschaftliche und finanzielle Beziehungen
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Brunei sind sehr bescheiden. Gas und Erdöl dominieren die Wirtschaft des Sultanats. Im Hinblick auf eine Diversifizierung stellte Brunei im Jahr 2008 die «Vision Brunei 2035» vor, mit der das Land zur Liga der zehn Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen vorstossen will. Unter anderem sind höhere Ausgaben für Bildung, technologische Entwicklung und Infrastruktur geplant.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kunstschaffende aus Brunei können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Exzellenzstipendium des Bundes bewerben.
Schweizerinnen und Schweizer in Brunei
2016 lebten 14 Schweizerinnen und Schweizer in Brunei.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Brunei Ende 1983. Seit 1984 unterhalten die beiden Länder diplomatische Beziehungen. 2001 besuchte Bundesrat Pascal Couchepin Brunei als erster Vertreter der Schweizer Regierung. Im März 2011 und im April 2016 fanden in Bandar Seri Begawan erste politische Gespräche statt.