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Die Knochenhautentzündung ist ein weitverbreitetes Problem bei Läufern, Gehern, Wanderern und Tänzern. 20 Prozent der Trainingsausfälle werden bei Läufern darauf zurückgeführt.
Beim Rennen kommt es im Bein bei jedem Bodenkontakt zu einer Dehnung der hinteren Unterschenkelmuskulatur, des langen Zehenstreckers und des hinteren Schienbeinmuskels. Letztere sind für die Stabilisation des oberen Sprunggelenks während des Laufens sehr wichtig und verhindern ein zu starkes Nach-innen-Knicken des Fusses.
Bei einer Überbelastung oder Überdehnung der betroffenen Muskulatur nimmt der Zug am Muskelansatz zu, die Knochenhaut entzündet sich, was man schliesslich als Schmerz empfindet. Anfänglich verspürt man ihn nur zu Beginn des Lauftrainings. Sobald man aufgewärmt ist, verschwindet er wieder. Mit der Zeit werden die Schmerzphasen immer länger, bis dann auch Ruheschmerzen und morgendliche Anlaufschmerzen dazukommen können.
Die Risikofaktoren für eine Knochenhautentzündung unterscheidet man nach äusseren und inneren Faktoren. Zu den äusseren zählen Veränderungen der Trainingsintensität respektive des Trainingsumfangs, der Trainingsbedingungen (zum Beispiel anderes Laufterrain) sowie Schuh- oder Technikwechsel.
Steigern Sie Laufpensum und Trainingsintensität nur langsam. Der Bewegungsapparat benötigt Zeit, um sich anzupassen. Dies gilt auch bei einer Umstellung der Lauftechnik (vom Fersen-/Mittelfussläufer zum Vorfussläufer). Die Muskulatur kann sich in wenigen Wochen an eine neue Belastung anpassen, Sehnen und Bänder benötigen dazu Monate bis Jahre.
Stretching der Waden, Krafttraining, Fussstabilisationsübungen, Massage und Entspannungsbäder wirken vorbeugend - auch die Anwendung der Faszienrolle.
Steigern Sie Laufpensum und Trainingsintensität nur langsam. Der Bewegungsapparat benötigt Zeit, um sich anzupassen. Dies gilt auch bei einer Umstellung der Lauftechnik (vom Fersen-/Mittelfussläufer zum Vorfussläufer). Die Muskulatur kann sich in wenigen Wochen an eine neue Belastung anpassen, Sehnen und Bänder benötigen dazu Monate bis Jahre.
Zu den inneren Risikofaktoren (anatomisch bedingte) gehören ein verstärktes Einknicken des Fusses, die Vorfusslauftechnik sowie eine verstärkte Aussenrotation des Fusses beim Gehen.
Die Symptome einer Knochenhautentzündung äussern sich als belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der inneren Schienbeinkante im unteren Drittel. Der Schmerz wird typischerweise verstärkt beim Strecken des Fusses und beim Zehenstand. Es gibt jedoch einige Symptome, die dem Bild einer Knochenhautentzündung ähneln und von einer medizinischen Fachperson ausgeschlossen werden müssen. Dies sind Stressfrakturen (Ermüdungsbrüche), Knochentumore, Muskelverletzungen, Durchblutungsstörungen sowie Nervenläsionen.
Wenn das genannte Beschwerdemuster auftritt und die Symptome länger andauern, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Insbesondere wenn man bereits morgens beim Aufstehen Schmerzen verspürt. Wird eine Knochenhautentzündung nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu einer Chronifizierung und damit zu einem langwierigen Heilungsverlauf kommen. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnosestellung wichtig. Zur Behandlung der Knochenhautentzündung wird eine Physiotherapie empfohlen.
In erster Linie geht es um antientzündliche Massnahmen (zum Beispiel Ultraschall), im weiteren Heilungsverlauf auch um eine allgemeine Kräftigung der Fuss- und Beinmuskulatur sowie um die Instruktion von Dehnübungen. Eine Reduktion des Lauftrainings bis zur Schmerzfreiheit ist in den meisten Fällen unumgänglich. Als weitere therapeutische Option kommt auch die sogenannte ACP-Therapie infrage. Dabei wird Eigenblutplasma in die Knochenhaut gespritzt, was einen antientzündlichen Effekt hat.