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- Die Ethikkommission des Fussball-Weltverbandes Fifa hat weitere Strafen gegen den früheren Fifa-Präsidenten Sepp Blatter und den Ex-Generalsekretär Jerôme Valcke verhängt.
- Die beiden Funktionäre wurden jeweils für sechs Jahre und acht Monate für nationale und internationale Fussball-Tätigkeiten gesperrt.
- Zudem wurden sie mit einer Geldstrafe von je einer Million Schweizer Franken belegt.
Blatter und Valcke werden mehrere Vergehen zur Last gelegt, wie etwa Interessenkonflikte oder das Angebot beziehungsweise die Annahme von Geschenken oder sonstigen Vorteilen. Das teilte die Fifa mit.
Da die früheren Fifa-Bosse aktuell noch eine Strafe verbüssen, treten die Sanktionen erst nach deren Ablauf in Kraft. Im Fall Blatter also ab dem 8. Oktober 2021, bei Valcke läuft die erste Sperre erst am 8. Oktober 2025 ab.
Blatter zeigt sich empört
Blatter (85) reagierte empört. Diese Sanktionen bedeuteten für ihn einen «schmerzhaften und nicht nachvollziehbaren Nackenschlag», liess er der Deutschen Presse-Agentur über seinen Schweizer Sprecher ausrichten.
Blatter sei während eines andauernden Aufenthalts in einer Reha-Klinik von dem Entscheid überrumpelt worden. «Die Ethikkommission in ihrer jetzigen Form hat mit einer unabhängigen Instanz nichts mehr zu tun – sie ist viel mehr der verlängerte Arm des FIFA-Präsidenten und nicht viel mehr als eine Schein-Justiz», meinte Blatter nach Angaben seines Sprechers.
Weiterverkauf von WM-Tickets
Blatter war bis Herbst 2015 FIFA-Präsident, ehe er zusammen mit dem damaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini von der Ethikkommission des Verbandes suspendiert und später zunächst für acht Jahre gesperrt wurde. Die Sanktion wurde dann auf sechs Jahre reduziert. Im Kern ging es um eine Zahlung von zwei Millionen Franken von der FIFA an Platini aus dem Jahr 2011.
Valcke war 2015 wegen Verstössen gegen den Ethikcode des Weltverbandes in mehreren Punkten zunächst für zwölf Jahre gesperrt worden, ehe das Strafmass um zwei Jahre reduziert wurde. Ihm wurde damals zur Last gelegt, das er unter anderem am Weiterverkauf von WM-Tickets beteiligt gewesen sei und bei der FIFA-Untersuchung nicht kooperiert habe. Ihm wird nun auch noch Amtsmissbrauch vorgeworfen.