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Der vorliegende Artikel beleuchtet drei Aspekte einer umfassenden Literaturanalyse zur alpwirtschaftlichen Nutztierhaltung: die Auswirkungen der Sömmerung auf die Tiere, die Eignung der Tiere für die Sömmerung und Alternativen zur Milchviehsömmerung. Die Bedingungen auf den Alpweiden führen bei Milchkühen zu einem Energiedefizit, welches in erster Linie einen Rückgang der Milchleistung zur Folge hat. Beim Jung- und Mastvieh folgt nach der Alpung meist kompensatorisches Wachstum. Ausserdem konnte bei Aufzuchtrindern eine erhöhte Milchleistung in der ersten Laktation nachgewiesen werden. Eine mögliche Alternative zur Milchviehsömmerung stellt die Alpung von Mutterkühen dar. Hier ist die dem Standort angepasste Wahl der Rasse entscheidend. In den Bereichen Mischweidesysteme und bei den lokal angepassten Rassen besteht im Hinblick auf eine bessere Nutzung von Alpweiden noch Potenzial. Dazu fehlen bisher allerdings gezielte Untersuchungen.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.
Eine Vetsuisse-Studie zeigt, dass mit dem Konzept Freiluftkalb der Antibiotikaverbrauch in der Käl-bermast um 80 % reduziert wird. AGRIDEA hat die Wirtschaftlichkeit der Freiluftkalbhaltung geprüft und festgestellt, dass sie nicht mit der herkömmlichen Kälbermast mithalten kann.
Im Gegensatz zu Schweinen wird Milchvieh bisher kaum proteinreduziert gefüttert. Studien zeigen, dass es auch beim Rindvieh Potential zur Proteineinsparung und damit zur Reduktion von Ammoniak-Emissionen gibt.