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Für die Kategorien U16 und U18 fand die SM in Riehen statt, während die Kategorien U20 und U23 eine Woche später in Genf ihren Einsatz hatten. In Riehen waren zehn Nidwaldner/innen am Start, während es in Genf deren vier waren.
Ihren ersten Schweizermeistertitel in einer Einzeldisziplin erkämpfte sich Julia Niederberger über 400 m in Genf. Nach einem locker gelaufenen Vorlauf lief die EM- und WM-Starterin in neuer persönlicher Bestleistung von 52.65 s ungefährdet zum Sieg. Mit dieser Zeit belegt sie aktuell Rang zehn der ewigen Schweizer Bestenliste über die 400 m.
Etwas mehr zu kämpfen hatte Navid Kerber im 1500-m-Final der U20: Mit Tobias Bontoro hatte er einen unerwartet starken Konkurrenten, der es bis ins Ziel spannend machte. In 3:56.86 hatte Navid die Nase schliesslich um sechs Zehntel vorn – dem Rest der Konkurrenz nahm er über vier Sekunden ab und gewann so nach 2021 über 800 m seinen zweiten Schweizermeistertitel bei den U20.
Eine weitere Medaille konnte Nino Portmann in der Kategorie U23 im Weitsprung gewinnen. Der Mehrkämpfer wurde in 7.09 m Zweiter – und belegte daneben in fünf weiteren Disziplinen einen Top-Ten-Rang. Die gute Teambilanz wurde schliesslich von Michael Hofmeister mit Rang sieben im Hochsprung abgerundet.
An den Schweizermeisterschaften U16/U18 in Riehen war Michelle Liem die erfolgreichste Nidwaldner Athletin. Sie lief trotz Monsterprogramm (400 m Vorlauf am Samstag und 200 m Vorlauf am Sonntag) die anschliessenden Finalläufe in 24.47 s über 200 m und 54.27 s über 400 m im Bereich ihrer Bestleistungen. Im 200-m-Lauf knapp geschlagen klassierte sie sich auf dem zweiten Rang. Der nur eine Stunde später stattfindende 400-m-Final wurde zum Kürlauf mit über zwei Sekunden Vorsprung.
Shirin Kerber (U18) sicherte sich in 4:30.68 den Schweizermeistertitel über 1500 m. Sie siegte mit einem deutlichen Vorsprung von zehn Sekunden auf die nächste Gegnerin.
Enya Rohrer (U16) erkämpfte sich im Kugelstossen mit 11.70 m die Bronzemedaille. Mit der gleichen Weite wie die Viertplatzierte, hatte sie das Wettkampfglück auf ihrer Seite. Für Enya ist es der Gewinn der ersten SM-Medaille. Im anschliessenden Diskuswettkampf, in welchem sie als Vierte der Meldeliste zu den Medaillenkandidatinnen gehörte, fand Enya die nötige Spannung nicht mehr und klassierte sich auf dem neunten Rang mit einer Weite von 31.93 m.
Sven Rymann (U16) verbesserte seine 100-m-Hürden-Bestleistung gleich drei Mal. Mit den 14.10 s im Finallauf landete er schlussendlich auf dem undankbaren vierten Rang, welcher aber sehr viel Wert hat. Seine Entwicklung und die körperlichen Voraussetzungen lassen in Zukunft bei weiteren Abständen und höheren Hürden einiges erhoffen. Etwas ausgepumpt reichte die Kraft im Hochsprung noch für 1.70 m, die den neunten Rang bedeuteten.
Mit der erlittenen Fussverletzung im Speerwurf an der erfolgreichen Mehrkampf-SM vor einer Woche konnte Selina Odermatt (U18) nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Sie erreichte im Weitsprung den 9. Rang und im Kugelstossen den 14. Rang. Auf das Hürdenlaufen und den Hochsprung verzichtete sie in Hinblick auf die weiteren wichtigen Wettkämpfe im September.
Tim Jakob (U18) kam im Speerwurf mit den erzielten 48.59 m sehr nahe an seine PB von 49.74 m heran. Dies bedeutete für ihn den elften SM-Rang.
Für die weiteren Nidwaldner Athletinnen waren die Schweizermeisterschaft allesamt ein Wettkampf zum Abhaken: Ranja Bodenmüller (1500 m / U18), Lya Niederberger (400 m / U18), Marilou Krienbühl (200 m / U18) und Sereina Liem (80 m Hürden / U16) schieden leider im Vorlauf aus. Grosses Pech hatte Vanessa Feierabend, die über 2000 m wegen einer Fussverletzung aufgeben musste.
Daniel Blättler und Sabine Rymann