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In freier Wildbahn beschäftigen sich Equiden mehr als 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme. In der traditionellen Fütterung von Pferden ist die Fressdauer mit 2–3 rationierten Raufutterportionen pro Tag stark verkürzt und kann zu Verdauungs- und/ oder Verhaltensproblemen führen. In dieser Studie wurde geprüft, ob eine Sparraufe mit zwei unterschiedlichen Netzen die Dauer der Futteraufnahme von Heu- sowie Haylage verlängert. Dazu erhielten sechs Stuten in einer Mehrraumgruppenanlage täglich fünfmal während 60 Minuten Zugang zu Raufutter. Das Futter wurde wahlweise mit einem Netz überspannt. Die Maschengrösse der Netze betrug 4,5 x 4,5 cm beziehungsweise 3 x 3 cm für Heu und 4,5 x 4,5 cm für Haylage. Die Aufnahme von Heu respektive Haylage mit und ohne Verwendung der Netze wurde während je vier Tagen je dreimal beobachtet und die verzehrte Menge pro Zeiteinheit erfasst. Die Daten wurden mit Hilfe des Wilcoxon-Rank Sum Tests in R statistisch ausgewertet. Für Haylage wurde kein signifikanter Unterschied der Aufnahmemenge mit dem 4,5 cm Netz oder ohne Netz festgestellt (1,70 kg TS/h mit Netz und 1,84 kg TS/h ohne Netz). Die Aufnahme von Heu wurde mit dem 3,0 cm-Netz signifikant reduziert (1,26 kg TS/h beim 3cm-Netz; 1,51 kg TS/h beim 4,5cm-Netz und 1,69 kg TS/h ohne Netz). Trotz grosser individueller Unterschiede konnte die Futteraufnahme mit dem 3-cm Netz deutlich verlangsamt werden.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.
Eine Vetsuisse-Studie zeigt, dass mit dem Konzept Freiluftkalb der Antibiotikaverbrauch in der Käl-bermast um 80 % reduziert wird. AGRIDEA hat die Wirtschaftlichkeit der Freiluftkalbhaltung geprüft und festgestellt, dass sie nicht mit der herkömmlichen Kälbermast mithalten kann.
Im Gegensatz zu Schweinen wird Milchvieh bisher kaum proteinreduziert gefüttert. Studien zeigen, dass es auch beim Rindvieh Potential zur Proteineinsparung und damit zur Reduktion von Ammoniak-Emissionen gibt.