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Ein Einwand bezeichnet ein unmittelbares Verbesserungspotenzial oder unbeabsichtigte Konsequenzen, die wir nicht riskieren möchten. Einwände werden häufig mit Veto oder Blockade gleichgesetzt. Betrachten wir sie als Geschenke, die uns vor Verschwendung oder gar Schaden bewahren!
Ein Einwand hat, wie ein Veto, die Eigenschaft, einen Vorgang zu blockieren, auf welchen er sich bezieht. Es ergibt schlicht keinen Sinn, eine Vereinbarung in Kraft zu setzen oder ein Vorgehen weiterzuverfolgen, solange er nicht aus der Welt geschafft ist. Er wird nicht in der Absicht geäussert, einen Vorschlag auszubremsen oder aufzuhalten – sondern ihn erheblich zu verbessern.
Ein Einwand ist nicht etwas, das ich «habe», sondern eine Erkenntnis über Verbesserungsmöglichkeiten, die ich mit der Gruppe teile.Tweet
Einwände suchen
Im Konsent-Entscheidungsverfahren unterstützen die Beteiligten einen Vorschlag, indem sie nach möglichen Einwänden zum Vorschlag suchen. Wenn alle ihr Wissen und ihre Erfahrung dafür einsetzen, mögliche Schwachstellen zu erkennen, darf das Team zuversichtlich davon ausgehen, nichts Wesentliches zu übersehen.
Je mehr Team-Mitglieder diesen Beitrag leisten, desto schneller und vollständiger kann diese Sicherheit erzielt werden. Umgekehrt vermindert schon das Mitdenken einer kleinen Gruppe das Risiko schwerer Versäumnisse erheblich. Kann das Team in also in Abwesenheit einzelner Mitglieder entscheiden? Diese Einschätzung ist abhängig vom jeweiligen Vorschlag und der Teamkonstellation. Grundsätzlich aber: ja, klar! Die kollektive Weisheit für Entscheidungen zu nutzen, erfordert nicht die vollständige Anwesenheit des Plenums.
Jederzeit gerne
Einwände sind nicht nur zum vorgesehenen Zeitpunkt im Entscheidungsprozess willkommen. Immer, wenn ein möglicher Schaden oder unmittelbares Verbesserungspotenzial erkannt werden, wird das Team von einem entsprechenden Einwand gegen die geltende Praxis profitieren.