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Weit über eine Milliarde Franken hat der Bund in die Swissair gesteckt, damit die Fluggesellschaft wieder abheben konnte. Knapp ein Fünftel landet nach 14 Jahren wieder in Bern.
Der Bund erhält nach dem Grounding der ehemaligen Swissair 220 Millionen Franken seines Darlehens zurück. Der Insolvenzverwalter stimmte nach 14 Jahren einem entsprechenden Antrag der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zu.
Der Bund hatte der Swissair nach deren Grounding im Oktober 2001 ein Darlehen über 1,15 Milliarden Franken zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gewährt. Die EFK hatte die Verwendung dieser Mittel schon seit Jahren bemängelt, wie sie in ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht schrieb.
Gelder zweckentfremdet
Durch eine detaillierte Überprüfung der Abrechnung habe sie aufzeigen können, dass die Gelder «teilweise nicht für denjenigen Zweck eingesetzt wurden, den der Bund seinerzeit bestimmt hatte».
Der Insolvenzverwalter habe diesen Einwänden nun zugestimmt. Dem Bund würden deshalb aus der Konkursmasse der Swissair 220 Millionen Franken seines Darlehens zurückerstattet.
Das Ende eines Nationalsymbols
Das Grounding der Swissair hat sich ins kollektive Bewusstsein des Landes eingebrannt. Die Airline wurde von den eigenen Wachstumsphantasien erdrückt. Der Schuldenberg türmte sich derart hoch auf, dass Anfang Oktober 2001 die Rechnungen nicht mehr beglichen werden konnten. Der Bund bewilligte einen Hilfskredit, damit der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Ausgestattet mit weiteren Bundesmitteln flog die Swissair noch bis ins folgende Jahr.
Während 2002 die Nachfolgerin Swiss den Betrieb aufnahm, geriet die frühere Swissair-Führung ins Visier der Justiz. Das Grounding hatte ein jahrelanges juristisches Nachspiel. 2007 wurden vor dem Bezirksgericht Bülach 19 Angeklagte von allen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Kollaps freigesprochen. Was in Erinnerung bleibt, ist der Schock über das Ende des Nationalsymbols.
(sda/ise)