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In der Loipe geht’s doch: Während die Athleten von Swiss-Ski in den alpinen Disziplinen in dieser Saison ihrer Form weit hinterherfahren und bei der vergangenen WM in Schladming lediglich eine Silbermedaille nach Hause brachten, gibt es bei der nordischen Ski-WM, die während den nächsten zwei Wochen im italienischen Val di Fiemme stattfindet, bereits eine Goldmedaille zu bejubeln. Dario Cologna wurde als erster Schweizer überhaupt Langlaufweltmeister, was nach den zum Teil knapp verpassten Medaillen an vergangenen Weltmeisterschaften doch eine Genugtuung sein dürfte. Ob der Bündner seine Leistungen mit einer weiteren Medaille krönen oder sogar vergolden kann, wird sich nach dem Rennen über 50km zeigen.
Die zweite Schweizer Medaillenhoffnung, Simon Ammann, enttäuschte nach ansprechenden Trainingsleistungen im Springen auf der Normalschanze. Dennoch hat der Doppel-Doppel-Olympiasieger noch Chancen auf eine Medaille. Am Donnerstag findet der Wettkampf auf der Grossschanze statt. An der vergangenen WM in Oslo flog Ammann immerhin auf den dritten Platz und sorgte damals für den einzigen Medaillengewinn im Schweizer Lager.
Schweiz und Schneesport – Die Langläufer und Skispringer geben uns Hoffnung, dass diese Kombination in diesem Winter doch nicht vollkommen inkompatibel und erfolglos ist. Man stelle sich vor, Carlo Janka hätte die Abfahrt in Kitzbühel mit den leichten, schmalen Langlaufskis bestritten, oder Didier Défago in Schladming die langen, breiten Skisprung-Skis umgeschnallt, so dass er gleich zwei Tore auf einmal passieren konnte. Dass die beiden so tatsächlich schneller gewesen wären, kann nicht mehr bewiesen werden. Aber wenn früher jemand diese Idee gehabt hätte, wäre Osi Inglin, der Cheftrainer des Männerskiteams, der per Ende Saison gehen muss, vielleicht noch länger im Amt.