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Die steigende Anzahl von Jugendstraftaten beunruhigt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Eltern, Justiz, Politiker und die breite Öffentlichkeit. Es stellt sich die Frage, wie jugendliche Straftäter sanktioniert werden müssen. Die Untersuchung zeigt das Repertoire jugendstrafrechtlicher Sanktionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf und vergleicht sie miteinander. Es wird dabei auch berücksichtigt, welche Bedeutung den einzelnen Sanktionen in der Justizpraxis der jeweiligen Länder zukommt. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Darstellung der jugendstrafrechtlichen Sanktionen des amerikanischen Strafrechts unter besonderer Berücksichtigung der Bundesstaaten Wisconsin und Minnesota. Die Untersuchung zeigt Besonderheiten des deutschen Jugendstrafrechts auf, die in den übrigen verglichenen Rechtsordnungen nicht existieren.
Autorentext
Die Autorin: Melanie Ries, 1975 in Bad Hersfeld geboren; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam, der Universität Tübingen sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2000 Erstes juristisches Staatsexamen in München; juristischer Vorbereitungsdienst im OLG-Bezirk München (Wahlstation bei der Australian Law Reform Commission in Sydney); 2002 Zweites juristisches Staatsexamen; nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwältin in München; seit 2004 Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Tokyo.