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Langsam aber sicher scheint die Information über den Klimawandel auch bei den hartnäckigsten Ignoranten anzukommen:
- Die globale Erwärmung (Klimawandel) existiert tatsächlich und wurde hauptsächlich durch die Menschen verursacht bzw. wird immer noch weiter beschleunigt.
- Die globale Erwärmung wird uns u.a. weitere, extreme Wetterphänomene und Naturkatastrophen bescheren.
- Dem Klimawandel kann man nur Einhalt gebieten, indem die Menge an Treibhausgasen, welche an die Luft abgegeben wird, drastisch reduziert wird.
Zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung gehört CO2 (Kohlenstoffdioxid), welches bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Erdöl, Erdgas, Diesel, Bio-Diesel, Benzin, Biogas, Ethanol, usw. zwingend entsteht. Man geht heute davon aus, dass ab einer CO2-Konzentration von 450 ppm in der Atmosphäre absolut katastrophale Veränderungen in der Umwelt eintreten werden. Heute beträgt die CO2-Konzentration bereits 380 ppm, sie steigt pro Jahr durchschnittlich um 2 bis 3 ppm, sodass der kritische Wert voraussichtlich in ca. 30 Jahren erreicht werden wird.
In der Konferenz von Kyoto (Kyoto-Protokoll) haben viele Staaten vereinbart, ihren Ausstoss an CO2 bis zum Jahre 2012 durchschnittlich um 5% zu senken gegenüber dem Stand von 1990. Die USA – als grösster CO2-Produzent der Welt – und viele Entwicklungsländer weigerten sich, diese Zusage zu unterzeichnen.
Bereits heute zeichnet sich jedoch ab, dass sehr viele westlichen Staaten ihre damaligen Zusagen bezüglich CO2-Reduktion bei weitem verfehlen werden. Bei einigen Unterzeichner-Staaten hat der CO2-Ausstoss seit der Konferenz sogar weiterhin zugenommen.
Vor diesem Hintergrund finden zur Zeit in Nairobi Gespräche statt über die Zeit nach Ablauf der Kyoto-Vereinbarung, also nach 2012. Das erklärte Ziel ist es, diesmal auch die USA und die Entwicklungs- bzw. Schwellenländer zu Verpflichtungen zu bewegen.
Doch auch wenn in der Konferenz von Nairobi Verträge unterzeichnet werden sollten, ist es zumindest fraglich, ob diese danach besser eingehalten werden als jene von Kyoto. Dies würde sich nur dann ändern, wenn automatisch Sanktionen gegen Länder in Kraft treten würden, welche beim Pro-Kopf-Ausstoss an CO2 nach einer bestimmten Übergangsfrist noch einen festzusetzenden Grenzwert überschreiten. Selbstverständlich würde dann jedes Land für sich selbst einen möglichst hohen Pro-Kopf-Ausstoss an CO2 als Grenzwert verlangen. Damit würde das eigentliche Reduktionsziel bereits wieder untergraben.
Damit sind wir beim eigentlichen Kern des Problems angelangt:
Die Klimaveränderung stellt ein globales Phänomen dar, bei dem der Verursacher der Emission nicht automatisch auch der Leidtragende ist. Ursache und Wirkung sind beim Klimawandel sowohl zeitlich als auch räumlich getrennt.
Bei einem Chemieunfall mit giftigen Stoffen ist dies in der Regel ganz anders: Die unmittelbare Umgebung der Anlage wird verseucht, Menschen, Tiere und Pflanzen nehmen sofort und klar sichtbar Schaden. Deshalb werden auf diesem Gebiet Gesetze erlassen und auch durchgesetzt.
Wenn ich persönlich dieses Jahr 1’000 Liter mehr Benzin oder Diesel mit dem Auto verbrauche, wird dies nun zu Naturkatastrophen führen? Und falls ja, wo? Niemand kann mich deswegen einklagen, weil der Zusammenhang zwischen meinem Treibstoffverbrauch und einer Dürre in Afrika nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Dies ändert natürlich nichts daran, dass auch der durch mich persönlich verursachte CO2-Ausstoss zur Klimaveränderung beiträgt. Ich persönlich bin zweifellos mitverantwortlich für den Klimawandel.
Folgende Aussagen sind recht typisch:
- "Ich alleine kann doch nichts bewirken, weshalb sollte ich denn mein Verhalten ändern?"
- "Ich tue ja nichts Verbotenes, ich halte alle Gesetze ein. Ihr könnt ja von mir aus gerne Energie sparen, aber lasst mich in Ruhe damit."
- "Ich verbrauche doch so wenig Energie, sollen sich die grossen Umweltverschmutzer erst bessern, danach überlege ich es mir vielleicht auch."
Diese Aussagen entspringen der völlig falschen Annahme, dass wir für unser Tun und Lassen nicht voll verantwortlich seien. Nur weil wir für gewisse Taten nicht gebüsst oder gar hinter Schloss und Riegel gesteckt werden, heisst dies noch lange nicht, dass diese Taten keine Einfluss auf unsere persönliche Zukunft haben würden.
Das Ziel unseres Daseins ist, letztendlich in dauernder Harmonie mit sich selbst und mit seiner Umgebung leben zu können. Dies ist ein Leben voller Freude und Erfüllung, ohne Ängste und Sorgen. Über viele Leben (Inkarnationen) nähern wir uns schrittweise diesem Ziel.
In der Schule und bei einem Studium entscheiden unsere Leistungen innerhalb des aktuellen Semesters, ob wir ins nächste Semester eintreten können, oder ob das aktuelle Semester repetiert werden muss. Analog entscheidet unser Verhalten im täglichen Leben darüber, ob wir uns dem oben erwähnten Ziel der Harmonie mit uns selbst und mit unserer Umgebung nähern oder ob wir uns sogar von diesem Ziel weiter entfernen.
Es dürfte vor diesem Hintergrund einleuchtend sein, dass die Schädigung bzw. Zerstörung der Natur – also unserer Umgebung und Lebensgrundlage – letztendlich uns Menschen am stärksten schadet: Wir schädigen und zerstören genau das, womit wir eigentlich in Einklang und Harmonie kommen wollen.
Angesichts des weit verbreiteten rücksichtslosen Umgangs mit der Natur tönt dies recht hoffnungslos. Für die persönliche Weiterentwicklung zählen jedoch nur die eigenen Entscheidungen und nicht das Verhalten der Mehrheit oder einzelner anderer. Deshalb kann man als Einzelperson durchaus etwas bewirken, indem man die negativen Auswirkungen seines Daseins (Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung, usw.) auf ein verträgliches Mass reduziert. Indem man seinen ganz persönlichen Beitrag zur Eindämmung der anstehenden Probleme bedingungslos leistet.
Es gibt absolut keinen Grund mit der Reduktion des persönlichen Beitrages zur Klimaveränderung und Umweltverschmutzung zuzuwarten, bis entsprechende Gesetze oder Lenkungsmassnahmen allenfalls in Kraft treten. Wer dies sofort und aus freier Einsicht tut, schafft damit auch automatisch bessere Voraussetzungen für seine persönliche Zukunft – sei es noch in dieser oder in kommenden Inkarnationen. Für die persönliche Weiterentwicklung zählen nur freiwillige Entscheidungen. Wenn Sie ein sparsames Auto kaufen, weil die Kosten für den Sprit zu hoch geworden sind, hat dies kaum Effekte auf die persönliche Entwicklung. Wenn Sie aber Ihren CO2-Ausstoss (z.B. durch Umstieg auf ein sparsameres Auto) freiwillig verkleinern, weil Sie einsichtig geworden sind, weil Ihnen der Planet Erde am Herzen liegt, dann wird dies sehr wohl positiven Einfluss auf Sie selbst haben.
Beim vorher erwähnten Vergleich mit der Schule bzw. mit einem Studium gibt es jeweils Lehrer, welche die Prüfungen auswerten. Wer bewertet aber unser Verhalten im täglichen Leben? Wer oder was entscheidet, wie glücklich und zufrieden wir sind, wie sicher wir uns fühlen?
Dies ist jener Teil von uns, welcher "das Leben" in uns und unsere Individualität ausmacht. Wie wir dies nennen ist unwichtig, enorm wichtig ist hingegen zu erkennen, dass dies ein Teil von uns selbst ist. Deshalb ist es auch nicht möglich zu schummeln oder sich der persönlichen Verantwortung zu entziehen. Denn vor sich selbst kann man nichts verstecken!
Die Analyse und Beurteilung unserer Entscheidungen findet permanent statt und führt letztendlich zu Korrekturen auf unserem Lebensweg: "Das Leben" konfrontiert uns in der Zukunft mit Situationen, welche uns erlauben zu lernen, was uns noch fehlt. Wobei mit Zukunft durchaus auch weitere Inkarnationen gemeint sind.
Nehmen Sie deshalb Ihre persönliche Verantwortung (auch) bezüglich Schadstoffausstoss (bzw. Treibhausgase) war, den Sie entweder direkt oder indirekt verursachen. Sie helfen damit nicht nur die Erde von dem drohenden Kollaps zu bewahren, sondern Sie helfen damit auch gleich sich selbst am meisten. Eine sogenannte "Win-Win" Situation, bei der alle Beteiligten nur Vorteile geniessen.
Taten sind wichtiger als Worte – beginnen Sie noch heute mit der Umsetzung!