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- Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat sich in Peking mit Chinas Staatschef Xi Jinping getroffen.
- Dies bestätigten die chinesische staatliche Agentur Xinhua sowie die südkoreanische Agentur Yonhap.
- Kims Besuch in der chinesischen Hauptstadt habe vom Sonntag bis Mittwoch gedauert.
- Es war das erste Mal seit seinem Amtsantritt als Führer Nordkoreas im Jahr 2011, dass Kim Jong-un sein Land verlassen hatte und ins Ausland reiste.
Xinhua führte aus, Xi habe ein Bankett für Kim und dessen Frau Ri Sol-ju gegeben. Dort habe Nordkoreas Machthaber gesagt, er habe «erfolgreiche Gespräche» mit Xi zur Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen und zum «Erhalt von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel» geführt.
Das Thema der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann gelöst werden
Kim erklärte nach Angaben aus Peking zudem, dass er sich «der Denuklearisierung verpflichtet» fühle. Das Thema der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel könne gelöst werden, «wenn Südkorea und die USA mit gutem Willen auf unsere Bemühungen reagieren, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen und fortschrittliche und gleichzeitige Massnahmen für die Umsetzung von Frieden ergreifen», zitierte am Mittwoch die amtliche Nachrichtenagentur Xinua Nordkoreas Machthaber.
Weitere Treffen in Aussicht
China ist der wichtigste Verbündete des wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms international isolierten Landes. Die Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang haben sich zuletzt aber deutlich abgekühlt. So hat China Uno-Sanktionen gegen Nordkorea mitgetragen.
Was war das Ziel dieses Treffens?
Es sei schwierig zu beurteilen, ob bei diesem Besuch etwas Produktives herausgekommen sei, sagt Steffen Wurzel, ARD-Korrespondent in Shanghai, denn es seien nur Reporter der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur dabei gewesen. «Klar hingegen ist, was China mit diesem Besuch zeigen will: Es ist bereit, die Beziehungen zum alten Bruderstaat Nordkorea wieder zu verbessern.» Diese Beziehungen waren in den vergangenen Jahren ziemlich abgekühlt, auch, und vor allem, wegen der vielen Atomwaffentests der Nordkoreaner. «Gleichzeitig macht China klar», so Wurzel, «dass es der Chef im Ring ist und dass die Nordkoreane sich an den Chinesen orientieren müssen.» Die chinesische Staatspropaganda achte heute auch peinlichst genau darauf, dass die Bilder vom Treffen zeigen, dass Chinas Staatschef Xi die Ansagen mache und Kim Jong-un sich Notizen macht und brav zuhöre. «China vermittelt weiter: Selbst, wenn Kim Jong-un direkt mit Südkorea oder sogar mit den USA verhandeln möchte, an China kommt er hier nicht vorbei.»
In den Nordkorea-Konflikt ist in den vergangenen Wochen viel Bewegung gekommen: Kim will im April den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und voraussichtlich im Mai US-Präsident Donald Trump treffen.