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Im Unterschied zum Wetter, das tagtäglich erlebbar ist, beschreibt das Klima das Wettergeschehen einer Region über einen längeren Zeitraum. Das Klima hat sich wie auch das Wetter schon immer verändert. Gemäss heutigem Stand der Forschung ist jedoch, nebst natürlichen Faktoren wie die Variabilität der Sonneneinstrahlung oder Vulkaneruptionen, vermehrt auch ein menschlicher Einfluss feststellbar.
Kohlendioxid (CO2) ist ein in der Erdatmosphäre natürlich vorkommendes Treibhausgas. Aufgrund menschlicher Aktivitäten, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle, aber auch von Holz und anderer Biomasse, gelangt zusätzliches CO2 in die Atmosphäre, wodurch der natürliche Treibhauseffekt verstärkt wird. Die älteste CO2-Messreihe stammt vom Observatorium auf dem Mauna Loa, Hawaii. Seit Beginn der Messungen 1959 hat die mittlere CO2-Konzentration um 31% zugenommen. Auch andere durch menschliche Aktivitäten freigesetzte Treibhausgase wie Methan (CH4), Lachgas (N2O) sowie bestimmte synthetische Gase reichern sich zunehmend in der Atmosphäre an.
Die Lufttemperatur schwankt von Jahr zu Jahr und kann von kälteren wie auch wärmeren Perioden gekennzeichnet sein. Seit Beginn der 1990er-Jahre werden in der Schweiz überdurchschnittliche Jahresmitteltemperaturen gemessen: Die sechs wärmsten Jahre seit Messbeginn 1864 wurden allesamt nach 2010 registriert, wobei 2018 das bisher wärmste Jahr war. Die Temperaturzunahme war nördlich der Alpen ausgeprägter als im Süden. Während sich im Winter die tiefen Lagen des Mittellandes stärker erwärmt haben als die Bergregionen, zeigt sich im Sommer das umgekehrte Bild.
Als Hitzetage werden Tage mit Höchsttemperaturen von 30° C und mehr bezeichnet. Je nach Höhenlage, Bodenbedeckung, Nähe zu einem Gewässer usw. treten solche Hitzetage mehr oder weniger häufig auf. Mit der allgemeinen Tendenz zu wärmeren Temperaturen ist in den vergangenen Jahrzehnten auch eine Zunahme der Anzahl Hitzetage in der Schweiz zu beobachten.
Fällt die Temperatur unter 0° C, wird von einem Frosttag gesprochen. Ob und wie häufig solche Frosttage auftreten, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, insbesondere aber von der Höhe über Meer. Generell lässt sich sagen, dass die Anzahl Frosttage in der Schweiz in den vergangenen Jahrzehnten rückläufig ist.
Die Niederschlagsmengen können von Jahr zu Jahr stark variieren. Seit Beginn der Messungen lässt sich für die gesamte Schweiz kein eindeutiger Trend feststellen. Im Mittelland hingegen haben die Niederschläge im Winter zugenommen und im Gebiet um den Bodensee die Frühlingsniederschläge. Für alle anderen Regionen der Schweiz sowie zu den Jahreszeiten lässt sich keine klare Tendenz beobachten.
Während des Wachstums entziehen Pflanzen und Bäume der Luft Kohlendioxid (CO2) und nehmen dabei den Kohlenstoff (C) auf. Bei der Verbrennung des Holzes oder wenn Bäume absterben bzw. verrotten, wird der Kohlenstoff in Form von CO2 wieder freigesetzt, was im Fall der Verrottung über einen längeren Zeitraum erfolgen kann. Da in der Schweiz seit einigen Jahren mehr Holz nachwächst als genutzt wird bzw. abstirbt, wirkt der Wald als Speicher für CO2. 2019 betrug der Zuwachs an stehendem Holz rund 2,6 Millionen Kubikmeter. Die übliche Annahme ist, dass ein Kubikmeter Holz im Durchschnitt etwa eine Tonne CO2 aufnehmen kann. Nebst stehendem Holz, das den weitaus grössten Anteil an der Biomasse des Waldes ausmacht, haben u.a. auch Totholz, Streu und Boden einen Einfluss auf die Aufnahme bzw. Abgabe von CO2.
Seit 1960 haben die Schweizer Gletscher insgesamt knapp die Hälfte ihres Eisvolumens eingebüsst, welches 2020 auf rund 53 km3 geschätzt wurde. Besonders markant war der Rückgang in den Jahren 2003, 2011 und 2017 mit Volumenverlusten von über 3% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Nebst der Lufttemperatur, insbesondere in den Sommermonaten, ist vor allem auch die gefallene Schneemenge für den Zuwachs bzw. das Abschmelzen des Gletschereises über ein Jahr von Bedeutung.
2019 wurde der Anstieg der globalen Temperatur aufgrund des Klimawandels von 51% der Bevölkerung als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt eingeschätzt. 2015 lag dieser Wert noch bei 34%. Nebst dem Klimawandel wurde 2019 auch der Verlust der Biodiversität (54%) sowie der Einsatz von Pestiziden (53%) vom überwiegenden Teil der Bevölkerung als sehr gefährlich beurteilt. Andere Umweltveränderungen und Technologien wurden als weniger gefährlich gesehen.
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