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Jede Schweizerin und jeder Schweizer verzehrte im vergangenen Jahr durchschnittlich 35,5 kg Schweinefleisch (Vorjahr 35,1 kg), 16,8 kg Rindfleisch (17,2 kg), 5,0 kg Kalbfleisch (4,9 kg) und 2,5 kg Schaf-, Pferde- und Ziegenfleisch (2,5 kg). Der Verbrauch von Geflügelfleisch erreichte 10,9 kg (11,0 kg). Die neusten statistischen Monatszahlen des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) belegen, das 1995 17,000 Stück Grossvieh und 5200 Kälber mehr geschlachtet worden sind, als bis anhin angenommen. Zusätzlich fiel mehr Fleisch von Schafen an. Die in der Fleischschaustatistik "gefundenen" 15,000 t Fleisch dürften zum Teil direktvermarktet worden sein, meint Hans Rüssli von der SBV-Abteilung Tierische Produktion. Dies würde darauf hindeuten, dass der Direktverkauf von Fleisch in Zeiten mit tiefen Produzentenpreisen zunimmt.
Strukturwandel macht Schätzungen schwierig
Anfangs Jahr hatten die Schätzungen der Schweizerischen Genossenschaft für Schlachtvieh- und Fleischversorgung (GSF) einen rückläufigen Schweinefleischverbrauch von 6 % ergeben. "Annahmen aufgrund von Stichproben könnten sich bei einem rasanten Strukturwandel sehr schnell als falsch erweisen", meinte Josef Burri vpm der GSF zu den massiven Korrekturen.
Steigender Rindviehbestand?
780,000 Kühe sollen im Mai dieses Jahres nach Schätzungen des SBV in den Ställen der Schweizer Bauern stehen. Das wären rund 10,000 Stück mehr als vor einem Jahr. Diese Annahme wird durch die Tatsache untermauert, dass die Milcheinlieferungen im November und Dezember 1995 und im Januar des laufenden Jahres zwischen 1 bis 3 % höher waren, als die bereits sehr hohen Mengen vom Vorjahr. Mit dem höheren Kuhbestand liesse sich auch die grössere Anzahl geschlachteter Kälber erklären. LID