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Eröffnung: Freitag, 28. August 2015
Die in New York und Berlin lebende Filmemacherin Loretta Fahrenholz begibt sich mit ihrer Kamera in reale Situationen oder entwirft fiktive Milieus und arbeitet mit den auftretenden Reibungen zwischen Akteuren, Narrationen und Produktionsmitteln. Ihre Filmsprache ist sich selbst distanziert und lebt von einer binären Dynamik: Die Umstände zu manipulieren und sich von ihnen manipulieren zu lassen. Im Rückgriff auf bestehende Genres wie Dokumentar-, Apokalypse- oder Porno-Film entstehen formal und inhaltlich irritierende Filme. Sie zeigen in der Regel Menschen bei ihrem Versuch, als Gruppen zu funktionieren. Das klappt manchmal und dann wieder nicht.
Gezeigt werden der dystopische Sci Fi-Tanzfilm Ditch Plains, und Implosion, eine filmische Adaption des gleichnamigen Theaterstück der Dichterin und Feministin Kathy Acker (1947-1997) sowie einen von Hans-Christian Lotz geschnittenen Trailer für My Throat, My Air. Außerdem werden zwei neue Fotoserien präsentiert, die serielle Smart Phone Arbeit Recently Deleted und mit einem industriellen Laserscanner erstellte Raumvermessungen eines Bauernhofs in Bayern.
3 Frauen, der Titel der Ausstellung, bezieht sich auf den gleichnamigen Film des amerikanischen Regisseurs Robert Altman von 1977. Er schildert die zunehmend bizarre Beziehung dreier Frauen in einer staubigen, halbverlassenen kleinen Stadt in Kalifornien.
“What struck me was her statement about ‘merging with the subject’ while making films – going too far to remain documentary, but not far enough for the films to be perceived as entirely fictive. Her approach seems to challenge the idea of reality as something non-artificial and the artist’s subjectivity as constitutional to authorship.” (Erika Landström)
Eine Zusammenarbeit mit Fridericianum, Kassel