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Vor zehn Jahren begann der westlich geförderte Krieg gegen die syrische Regierung im Rahmen des „Arabischen Frühlings“. In einem Interview mit Francesco Guadagni vom italienischen Medium „L’Antidiplomatico“ findet der französische Ex-Diplomat Michel Raimbaud deutliche Worte für diese Verbrechen. Von Redaktion.
Michel Raimbaud – zur Person:
Der französische Ex-Diplomat ist generalbevollmächtigter Minister, Ritter der Ehrenlegion und Offizier des Nationalen Verdienstordens. Von 1976 bis 1978 war Raimbaud Sekretär in Djeddah (Saudi-Arabien) und anschließend von 1978 bis 1979 in Aden (Jemen), bevor er von 1979 bis 1985 in die Zentralverwaltung (Afrika- und Madagaskar-Angelegenheiten) versetzt wurde. Danach wurde er von 1988 bis 1991 zum zweiten Botschaftsrat in Kairo und Brasilia ernannt, bevor er von 1991 bis 1994 französischer Botschafter in Mauretanien und schließlich für mehr als fünf Jahre Botschafter im Sudan wurde. Von Juni 2000 bis Februar 2003 war er Direktor des französischen Amtes für den Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen (OFPRA), damals in der Zentralverwaltung am Quai d’Orsay, bevor er 2004 französischer Botschafter in Simbabwe wurde und 2006 in den Ruhestand trat. Danach wurde er Dozent und lehrte auch am Zentrum für diplomatische und strategische Studien (CEDS).
Das von Francesco Guadagni geführte Interview ist in dem italienischen Medium „L’Antidiplomatico“ erschienen.
Herr Raimbaud, 2021 jährt sich der sogenannte Arabische Frühling zum zehnten Mal. Welche Bewertung können wir vornehmen?
Lassen Sie uns zunächst klarstellen, dass es sich bei den Protestbewegungen, die von Dezember 2010 (in Tunesien) bis zum Frühjahr 2011 ausgebrochen sind, offensichtlich weder um einen politischen “Frühling” noch um “friedliche und