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Zentralkomitee der Zünfte Zürichs. Informationen zum Sechseläuten; Entstehung; Böögg; Marschordnung; Programm und vieles mehr.
Die Wappenkommission begutachtet die Familienwappen der Mitglieder der zürcherischen Gesellschaften und Zünfte und steht diesen in heraldischen Fragen zur Verfügung.
Zünfte Zürichs
Ritter und Adelige umfasste die einzige Gesellschaft der Stadt. «Constabilis» heisst «treuer Gefährte». Diese Mitgliedschaft privilegierte früher zur Jagd. Bürgermeister Rudolf Brun war Mitglied der Gesellschaft zur Constaffel.
Die Krämerzunft hat ihr Zunfthaus gegenüber dem Rathaus am Limmatquai. Zu den Krämern gehörten Gewürzhandler, Gürtler, Nadler, Posamenter, Strehl- und Knopfmacher, Bürstenbinder, Hosenlismer, Zuckerbäcker und Apotheker.
Die Wirte und Weinzwischenhändler waren in der Meisen zusammengefasst. Daneben fanden auch das Sattler- und Malerhandwerk Aufnahme in der Meisen. Ihr Zunfthaus liegt direkt zwischen Limmat und Münsterhof.
Die Schmiden, Schwertfeger, Sarmürker (Hersteller von Kettenhemden), Ärzte und Barbiere wurden in der Schmiden-Zunft zusammengefasst. Das gleichnamige Zunfthaus an der Marktgasse ist in ihrem Besitz.
Bäcker und Müller fanden sich bei der Zunft zum Weggen zusammen. Ihr Name ist auf ihr altes Zunfthaus zurückzuführen. Eine noch heute grosse Anzahl aktiver Berufsleute ist der Stolz der Zunft. Sie verteilen am Sechseläuten-Umzug Semmeli an die Zuschauer.
1877 schlossen sich die Gerber und die Schuhmacher, die bis dahin zwei Handwerkszünfte bildeten, zur vereinigten Zunft zusammen. Sie sind die einzige Zunft mit zwei Zunftmeistern.
Die Metzger und Viehhändler wurden von Rudolf Brun in die Widder-Zunft eingeteilt. Sie zogen 1995 wieder in ihr ehemaliges Zunfthaus am Rennweg ein. Am Aschermittwoch wurden jeweils unter ihrer Leitung Umzüge, sozusagen Vorlaufer des Sechseläutenumzuges, durchgeführt.
Die tuchverarbeitenden Handwerke inklusive die Kürschnerwaren bei den Schneidern zusammengefasst. Sie besitzen das Zunfthaus «zum Königstuhl» in einer Seitengasse des Limmatquai. Am Umzug führen sie grosse Scheren und ein «Glätteisen» mit.
Die Handwerke am Wasser wurden bei der Schiffleuten-Zunft vereinigt: Fischer und Schiffleute, Seiler, Karrer und Tregel. Sie führen seit 1979 alle drei Jahre das Schifferstechen, ein zünftiges Kampfspiel zu Schiff, durch.
Gärtner, Öler und Gremper (Kleinhändler) wurden in der Zunft zum Kämbel vereinigt. Die Kambel ist eine Angoraziege, deren Name ihr früheres Zunfthaus trug. Heute gehört der Zunft die «Haue» am Limmatquai.
Die Weberzunft beherbergte Leinen- und Wollenweber, Bleicher und Hutmacher. Das bekannte Lied «Freut Euch des Lebens» stammt aus der Feder von Johann Martin Usteri, einem Zünfter der Waag. Ihr Zunfthaus steht am Münsterhof.
Erste «neue» Zunft nach dem Verlust der politischen Rechte durch die historischen Zünfte. Sie wurde im Gasthof zum Schwanen gegründet und führt deshalb einen Schwan im Wappen, den sie am Umzug auch auf einem Wagen mifführt.
Stadtquartier Riesbach am rechten Zürichseeufer. Riesbach zeigt das Rebhandwerk während der Wümmet. Ihr Zunfthaus liegt an der «Unteren Zäune» und heisst «zum grünen Glas».
Stadtquartier Enge. Ihr Name stammt von der Kapelle zu den drei heiligen Königen, die 1390 geweiht wurde. Am Umzug marschieren die drei Könige mit ihren Pagen voraus. Zu sehen ist auch die Zürcher Marine samt ihrem «Kriegsschiff» Neptun.
Stadtquartier Fluntern am Zürichberg. Sie zeigt unter anderem mit der Hochwacht ein mittelalterliches Alarmsystem, welches rund um die Stadt aufgezogen war. Die Fluntemer Grenadiere stellen eine Privatarmee von Alexander Notz dar.
Stadtquartier Hottingen am Zürichberg. Mit dem «Fahnlein der sieben Aufrechten» aus Gotffried Kellers gleichnamiger Novelle verkörpern sie ein Stück von Zürichs Literaturgeschichte. Ihre Zunftstube liegt am Neumarkt.
Stadtquartier Wiedikon am Fusse des Üetlibergs. Sie zeigen mit ihren Kostümen den Reichshof zu Wiedikon im 13. Jahrhundert. Der Reichsapfel im Wappen erinnert an die Verwaltung Wiedikons durch einen vom Reich bestellten Vogt.
Stadtquartier Wollishofen am linken Zürichseeufer. Sie tragen am Sechseläuten Bauerntrachten aus dem Knonauer Amt. Eine nachgestellte Bauernhochzeit offenbahrt die Ansprüche damaliger Zeit an eine Vermählung.
Stadtquartier Aussersihl und Industriequartier. Der Hardturm im Wappen zeigt den heute noch an der Limmat stehenden Befestigungsturm, der Teil einer Letzi vor den Toren der Stadt war. Die Kostüme der Hard kommen aus dem Zeitalter des Rokoko.
Stadtquartier Oberstrass. Die Kostümgruppen von Oberstrass stammen aus der Zeit des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. Daneben zeigen sie, wie man früher in Oberstrass «gemostet» hat. Im Wappen führen sie den «Chrattenturm».
Stadtquartiere Affoltern, Oerlikon und Seebach «ennet» dem Milchbuck. Der Name geht auf die St. Niklaus-Kapelle in Schwamendingen zurück. Sie tragen Kostüme aus der Umgebung der Kyburg.
Stadtquartier Höngg gegen das Limmattal hin. Mit Kostümen des Kleinjogg, einem Musterbauern aus dem 18. Jahrhundert, zeigen die Höngger das Rebhandwerk früherer Zeit.
Stadtquartiere Albisrieden und Altstetten. Der Name Letzi stammt von einer befestigungsmauer, welche durch Albisriedergebiet verlief. Ihr Zunfthaus liegt am Napfplatz und heisst «zum Turm». Alljährlich führt die Zunft eine öffentliche Zehntenabgabe auf.
Stadtquartier Schwamendingen «ennet» dem Milchbuck. Die Zweitjüngste Zunft zeigt Zürcher, wie sie sich im 18. Jahrhundert am Sonntag kleideten. Ihr Wagen, der von Zünftern selbst gebaut wurde, ist die Herzogenmühle.
Das Stadtquartier Witikon wird durch die jüngste Zunft verkörpert. Im Empire-Stil erinnern die Witiker mit Ihren Kostümen an Napoleon und seine Zeit. Die Reitergruppe zeigt helvetische Husaren aus der Zeit der französischen Revolution.
Quelle:
www.sechselaeuten.ch