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Die japanische Regierung will den vom radioaktiven Cäsium verseuchten Boden der Präfektur Fukushima dekontaminieren. Sie geht davon aus, dass die Fläche, die stärker als 1 μSv/h radioaktiv verseucht ist, maximal 2’000 km2 ausmacht. Das entspricht 1/7 der Fläche der Präfektur. Für die Beseitigung des Cäsiums muss man die Oberflächenschicht bis 5 cm Tiefe abtransportieren. Das macht insgesamt 100 Millionen m3 Erde aus.
Betrachtet man nur das betroffene Ackerland, dass stärker als 5000 Bq/kg mit Cäsium verseucht ist und ca. 8’300 Hektar Land umfasst, müssen 4 Millionen Tonnen Erde entsorgt werden.
In der Tohoku-Region wohnen noch momentan 3’500 Menschen in einer Notunterkunft wie Sport- oder Messehalle. 6’500 wohnen mit mehr Komfort in einem Hotel und über 17‘500 Menschen sind bei Verwandten und Bekannte untergebracht. Immer mehr Betroffene ziehen in eine provisorische Wohnung. Dort können sie ihre Privatsphäre bewahren, sie brauchen aber immer noch intensive psychologische Betreuung, heisst es in der Nikkei-Zeitung vom 15. September. In Wirklichkeit mangelt es hingegen am Personal vor Ort, weil die Unterstützung anderer Präfekturen immer kleiner wird. Die betroffenen Präfekturen fordern nun von der Regierung weitere Hilfe an.