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Supercomputer in TV-Format
IBM hat Ende 1999 das Blue-Gene-Projekt gestartet und mit 100 Millionen US-Dollar ausgestattet. Das Ziel des Projekts ist, eine Petaflop-Maschine zu entwickeln, die etwa achtzigmal schneller werden soll als der derzeit schnellste Rechner der Welt, der Earth Simulator von NEC. Im Gegensatz zum "Big Mac" genannten TeraScale-Cluster der Virginia Tech , der aus 1100 Apple- G5-Rechnern mit 2200 G5-Prozessoren besteht, sollen Big Blues künftige Supercomputer aber nicht aus verschalteten Standard-Servern bestehen.
Das Herzstück der Blue-Gene-Maschinen stellt dabei ein sogenannter Cell-Chip dar. Das Prinzip der Cell-Architektur ist, nicht einen grossen Prozessor auf einem Chip zu platzieren, sondern mehrere Prozessoren auf einem Chip zu packen, wobei der Chip die Arbeit unter den verschiedenen Prozessoren aufteilt. Zudem sind die einzelnen Cell-Chips spezielle dafür konstruiert, in grösseren Verbänden zu rechnen. Eine Architektur, die auch in der zukünftigen Playstation 3 von Sony eingesetzt werden soll.
Jetzt stellte IBM die erste Ausbaustufe des Blue-Gene-Projekts mit dem Namen Blue Gene Baby vor. Der Prototyp ist etwa so gross wie ein 30-Zoll-Fernseher und passt in ein halbes Rack. Die Leistung des Babys liegt bei rund 2 Teraflops pro Sekunde, womit die Maschine den Platz 73 auf der aktuellen Top5-00-Liste der leistungsstärksten Supercomputer belegt.
Die erste richtige Version, Blue Gene/L, soll mit einer Spitzenleistung von 360 Teraflops Anfang 2005 fertig sein. Die nachfolgenden Modelle Blue Gene/P und Blue Gene/Q sollen bis zu 1000 respektive 30000 Teraflops erreichen. Die P-Variante ist für 2006 oder 2007 eingeplant, die Q-Version ist für 2007 oder 2008 anberaumt.