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Die Karten, die die Verteilung der radioaktiven Kontamination in Tokyo zeigen, wurden am 6. Oktober publik. Die Untersuchungen wurden vom 14. bis 18. September mit dem Helikopter durchgeführt.
Das erste Bild zeigt die Dosisrate, gemessen bei 1m über dem Boden. Im zweiten wird die gesamte Ablagerungsmenge von Cäsium 134 und 137 auf der Erdoberfläche gezeigt. (Quelle: MEXT)
Tokyo liegt ca. 250km entfernt vom AKW Fukushima I. Am westlichen und östlichen der japanischen Hauptstadt wurde höhere Radioaktivität gemessen. Im Norden von Okutama, dem westlichsten Bezirk von Tokyo, betrug die Konzentration von Cäsium teilweise mehr als 60’000 Becquerel pro Quadratmeter. Die Dosisrate erreicht 0.2 bis 0.5 µSv/St.
Laut Ministerium für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) könnten Menschen in diesen Gebieten in einem Jahr einer Strahlenbelastung von mehr als 1mSv ausgesetzt werden. Das Grenzwert für normale Bevölkerung gilt 1mSv pro Jahr.
Beim Atomunfall in Tschernobyl von 1986 wurden Gebiete, wo die Konzentration von Cäsium 137 mehr als 37’000 Bq/m2 betrug, als „verseucht“ erklärt. Etwa gleiche Konzentration haben neben der östlichen Hälfte der Präfektur Fukushima, den nördlichen Teile von Gunma und Tochigi auch Okutama von Tokyo, Kashiwa von Chiba und ein Teil um die Stadt Tsuchiura von Ibaraki.
Die Bevölkerung von den Gebieten mit einer hohen Konzentration von Cäsium 137, genauer gesagt mehr als 555’000 Bq/m2, mussten beim Tschernobyl-Unfall zwingend evakuieren. Dieses Niveau erreichten in Japan die Umgebung vom AKW und die beiden Gemeinde der Präfektur Fukushima, Namie und Iitate.
An der Rinne, wo Regenwasser sich sammeln, könnte sich auch Cäsium ansammeln, sagt Professor Tomoya Yamauch an der Uni Kobe in der Asahi-Zeitung. Dann könnte die Strahlendosis um das zehnfache höher als Umgebung werden. Solche Stelle wird „hot spot“ genannt.
Inzwischen wird in verschiedenen Bezirken in Tokyo wie Toshima nicht nur an jeder Schule sondern auch an jedem Park die Strahlendosis gemessen.