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Roger Federer reichte eine solide Leistung, um auch im zehnten Duell mit dem 31-jährigen Deutschen aus Augsburg, mit dem er schon oft trainiert hat, die Oberhand zu behalten. Nachdem er mit einem Rückhandpassierball im dritten Durchgang das entscheidende Break zum 5:4 geschafft hatte, verwertete er kurze Zeit später mit einem Aufschlagwinner seinen zweiten Matchball nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit.
Federer trat nicht so aggressiv und offensiv auf wie in der 2. Runde, als er den Belgier Steve Darcis nach allen Regeln der Kunst ausgespielt hatte. Beim Aufschlag wirkte er für einmal nicht ganz so souverän wie in den vergangenen Wochen. Er schlug fünf Doppelfehler und brachte nur 60 Prozent der ersten Aufschläge ins Feld. Im zweiten und dritten Satz kassierte er je ein Break, womit seine Serie von 78 Servicegames in Folge ohne Servicedurchbruch zu Ende ging. Sowohl bei seinem Turniersieg in Cincinnati als auch in den ersten beiden Partien in New York war Federer bei eigenem Service unangetastet geblieben.
"Ich gewann die wichtigen Punkte und servierte dann gut, wenn ich musste", sagte Federer im anschliessenden Platzinterview mit Pam Shriver. Der Schweizer, der nach seinem Auftritt in der Nacht wieder am Tag im Einsatz stand, hat die erste Woche in New York mit Bravour hinter sich gebracht. Er verlor keinen Satz, nur 20 Games und stand insgesamt nur 4:10 Stunden auf dem Platz, um bei seiner 16. US-Open-Teilnahme zum 15. Mal in die Runde der letzten 16 einzuziehen. Nur 2000 war er in New York in der 3. Runde an Juan Carlos Ferrero und damit bereits in der ersten Woche gescheitert.
In den Achtelfinals trifft Federer auf John Isner (USA/ATP 13). Der 2,08 m grosse Aufschlagspezialist aus North Carolina setzte sich gegen Jiri Vesely (ATP 48) durch, der beim Stand von 6:3, 6:4 aus Sicht des Amerikaners aufgab. Gegen Isner hat Federer vier von fünf Begegnungen gewonnen, das letzte Aufeinandertreffen 2012 am Davis-Cup-Spiel in Freiburg verlor er allerdings in vier Sätzen.