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Die Kaffeebohne ist der Samen der Kaffeepflanze, mit der das Getränk Kaffee gebrüht wird. Botanisch gesehen ist sie keine Bohne.
Das Wort Kaffeebohne ist eine volksetymologische Lehnübersetzung. Die Früchte sind rote, Kirschen ähnliche Steinfrüchte mit meist zwei Steinkernen. Diese Steinkerne sind die eigentlichen Kaffeebohnen. Sie liegen mit ihren abgeflachten Seiten zueinander und weisen in der Mitte dieser Fläche eine Längsfurche, die sogenannte Naht auf. Eine Sonderform, bei der einer der zwei Kerne verkümmert und sich nur ein einzelner, rundlicher Kern entwickelt, nennt man Perlbohne. Diese Steinkerne sind die Samen der Kaffeepflanzen und bestehen größtenteils aus Nährgewebe.
Zur Beurteilung von Kaffeebohnen sind Herkunft, Größe und die Anzahl der Defekte in der Lieferung besonders wichtige Kriterien.
Bei der Herkunft geht es hauptsächlich um die Anbauhöhe. In höheren Lagen reifen die Früchte langsamer und die Bohnen wachsen größer und härter. Übliche Abkürzungen in Mittel- und Südamerika sind SHB (Strictly Hard Bean, oder auch SHG für Strictly High Grown) für Anbaugebiete in 1600 Meter über dem Meer und höher, sowie HB (Hard Bean) für darunter liegende Regionen. Kaffeebohnen werden bei der Produktion der Größe nach sortiert. Größere Bohnen erzielen auf dem Markt höhere Preise, da Händler davon ausgehen, dass sie längere Zeit zum Reifen hatten.
Zur Prüfung der Qualität der Lieferung wird eine Stichprobe auf Mängel untersucht. Bei der Brasilien-Methode zählt man die Mängel in einer Probe von 300 g. Mängel werden dabei unterschiedlich gewichtet. So zählt eine faule Bohne als ein voller Defekt, während eine zerbrochene als fünftel zählt. Wird dagegen ein großer Stein oder Zweig gefunden, werden gleich fünf volle Defekte notiert.