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Die Bilanzsumme der UBS beträgt etwa 2’000 Mia Franken – das BIP der Schweiz etwa 500 Mia Franken, also vier mal weniger. Oder anders: die Schweiz kann sich „ihre“ Grossbank gar nicht leisten, und zudem hat auch die Credit Suisse eine ähnlich grosse Bilanzsumme. Auch wenn dies derzeit Mode ist: staatliche Mittel für die Finanzwirtschaft sind hochgradiger Unsinn und widersprechen nicht nur ortoliberalen Staatsauffassungen.
Wenn Staaten ausziehen, „ihre“ privaten Grossbanken finanziell zu stützen, geht es um unvorstellbare Beträge, was angesichts der immensen Bilanzsummen dieser Klumpenrisiko-Unternehmen nicht weiter verwunderlich ist. 1.5 Billionen US-Dollar wurden am 10. Februar 08 allein für die USA genannt, für die Schweiz geht es um Beträge von rund 60 Mia Franken, was etwa dem jährlichen Haushalteinkommen von etwa einem Fünftel der Schweizer Haushalte entspricht! Auch angesichts der Steuereinnahmen von etwa 110 Mia Franken aller öffentlichen Hände ist ersichtlich, wie wenig tragfähig eine gesamte Volkswirtschaft im Vergleich mit den Risiken einer Grossbank ist!
Dies zeigt klar: öffentliche Mittel für die Banken sind unsinnig – der Staat hat die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Existenz der Einwohnenden unabhängig vom Erwerbseinkommen gesichert werden kann. Statt letztlich unfinanzierbare Milliarden- und Billionen-Beträge in die Finanzwirtschaft zu stecken, statt Konjunkturprogramme zu starten, sollten die Staaten sich darauf verlegen, das bedingungslose Grundeinkommen für alle zu gewährleisten. Dies könnte den Stellenwert der Finanzwirtschaft zurechtrücken und dafür sorgen, dass gesellschaftliche Aktivitäten zugunsten des Gemeinwohls mehr Gewicht erhalten.