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Die Erfolgskontrolle Moorschutz Schweiz 2007 hat gezeigt, dass die Qualität der Moore in der Schweiz deutlich abgenommen hat: Die Moore wurden trockener, torfärmer und nährstoffreicher. Mit vertiefenden Auswertungen dieser Daten sollen Zusammenhänge zwischen den ökologischen Voraussetzungen in der Umgebung der Moore und den festgestellten negativen Veränderungen in der Moorvegetation nachgewiesen werden.
Dieser Nachweis ist Voraussetzung und Anknüpfungspunkt für die Konzeption praxistauglicher Ansätze zur Festlegung hydrologischer Pufferzonen (siehe folgende Beiträge).
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Moorvegetation negativ entwickelt, und zwar hinsichtlich verschiedener Aspekte (gemessen als Zeigerwerte), insbesondere:
Zur Erhaltung der Moore ist es deshalb unabdingbar, dass in den Einzugsgebieten Störungen der Hydrologie vermieden werden. Dazu müssen die hydrologischen Einzugsgebiete und die darin enthaltenen Störungen (Drainagen, Strassen etc.) bekannt sein.
Prognoseinstrument um kritische Umgebungseffekte zu charakterisieren
Anhand der Modellierung können auch Moore ohne Vegetationsdaten bezüglich kritischen Umgebungseffekten charakterisiert werden. Dieses Prognoseinstrument kann als Planungshilfe in allen Schweizer Mooren eingesetzt werden.
Anhand von Regressionsmodellen wurde der Effekt von Erschliessungen und Wald auf die Moore geschätzt.
Gemäss Modellierung wird der Wasserhaushalt des gesamten Moores zu gut 5% durch die indirekte Wirkung der Erschliessungen und zu knapp 5% durch diejenige des Waldes mitbestimmt. Die Lichtverhältnisse werden zu 7% durch den Wald beeinflusst, aber nur zu 1.5% durch Erschliessungen. Untenstehende Abbildung zeigt die geschätzten Effekte von Erschliessungen (links) und Wald (rechts) auf die Feuchtezahl für ein Moor in einem 80 x 80 m Raster. Tiefe Modellwerte (rot in Abbildung) bedeuten wahrscheinlich durch den betrachteten Umgebungsfaktor verursachte trockenere Verhältnisse.
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