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Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm werden bis Mitte 2015 verlängert. Das verlautete aus iranischen Delegationskreisen am Montag in Wien. Damit ist das ursprüngliche Ziel einer umfassenden Lösung des Atomkonflikts bis an diesem Montag um Mitternacht gescheitert. Die neue Frist läuft bis zum 1. Juli 2015.
Die Aussenminister der fünf UNO-Vetomächte USA, China, Russland, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschlands kamen am Montag mit dem iranischen Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif zusammen – erstmals in grosser Runde.
Angesichts der Blockade bei den vorbereitenden Gesprächen hatten Teheran und Vertreter der sogenannten 5+1-Gruppe bereits am Sonntagabend über eine Verlängerung der Frist für ein endgültiges Abkommen diskutiert.
Die beiden grössten Streitpunkte waren die Urananreicherung und die westlichen Sanktionen. Ein US-Diplomat sagte am Sonntagabend, zwar bleibe das Hauptaugenmerk weiter auf Schritte in Richtung eines endgültigen Abkommens gerichtet. Es sei aber klar, dass 24 Stunden vor Ablauf der Frist «eine Reihe von Optionen» diskutiert werde. «Eine Verlängerung ist eine der Optionen», sagte er.
Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an einer eigenen Atombombe zu arbeiten. Teheran bestreitet dies. Die Iraner wollen Atomenergie friedlich nutzen dürfen. Ihr Ziel ist die Aufhebung der gegen ihr Land verhängten Sanktionen. (sda/afp/dpa)