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Neben dem Kongresshaus (vgl. Nr. 7) ist auch die Tramwartehalle und das dazugehörige Dienstgebäude ein Zeugnis der Landesausstellung von 1939. Vor Ausstellungsbeginn erfuhr der Bellevueplatz einer der wichtigsten Tram-Knotenpunkte der Stadt eine Umgestaltung durch Stadtbaumeister Hermann Herter (18771945). Aus Gründen der Übersichtlichkeit entschied sich Herter für ein Rondell mit 14m Aussendurchmesser, in dem sich ursprünglich der zentrale Wartebereich befand. Es lohnt sich, einen Blick in das heutige Café zu werfen, denn dort ist die Glasdecke unter dem Oblicht zu sehen, welche die Himmelsrichtungen und die Distanzen zu den europäischen Hauptstädten angibt.
Imposant ist das filigrane, dreieckige Flachdach mit einer Seitenlänge von 49,3m und den abgerundeten Ecken. Getragen wird es vom Rondell in der Mitte und drei Stützen. Die Stahlkonstruktion des Daches ist in Zusammenarbeit mit Ingenieur Fritz Stüssi entstanden. Die dünne Verkleidung, eine aufgespritzte Gunit-Beton-Schale von nur 5cm Dicke, ermöglicht eine nahtlose Oberfläche und vermittelt eine sehr leichte, fast schon fliegende Erscheinung. Eine grosse Bedeutung hatte Herter der nächtlichen Wirkung der Haltestelle beigemessen. Die Beleuchtung der Untersicht des Daches lässt die Konstruktion optisch schweben.
Baujahr: 19371938
Architektur: Hermann Herter
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Tramwartehalle Bellevueplatz
AdresseBellevueplatz, 8001 Zürich
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz