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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich OH.2020.00003 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brugger Urteil vom 3 0. Juni 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer in vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür Sameli Thür Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 58, 8001 Zürich gegen Kanton Zürich Beschwerdegegner vertreten durch Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich Kantonale Opferhilfestelle Kaspar Escher-Haus, Postfach, 8090 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1980, zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz in der Küche eine Fraktur an der rechten Hand zu ( Urk. 8/1/5, Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9), die am 2 5. Januar 2019 im S pital Y.___ operativ versorgt wurde ( Urk. 8/5/3). X.___ stellte am 1 0. Dezember 2019 bei der Kantonalen Opferhilfestelle (nachfolgend: Opferhilfestelle) ein G esuch um Opferhilfe und beantragte die unentgeltliche Rechtsvertretung im Opferhilfeverfahren. Sie machte geltend, dass es im Zusammenhang mit der ärztlichen Unfallversorgung vom 2 5. Januar 2019 zu einem Arztfehler gekommen sei ( Urk. 8/1 S. 1 Ziff. 1 unten). Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 8/7, Urk. 8/10 = Urk. 2 ) lehnte die Opferhilfestelle das Gesuch um Opferhilfeleistungen (Anwaltskosten im Rahmen der Soforthilfe und längerfristige Hilf e) ab. 2. X.___ erhob am 2 4. Februar 2020 Beschwerde gegen die begründete Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als Leistungen der Opferhilfe abgewiesen worden sei en, und es sei ihr die Übernahme der anwaltlichen Kosten für die sofortige und längerfristige Hilfe in den Sozialversicherungs- und Haftpflichtverfahren zuzusprechen. Zudem sei ihr im vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren ( Urk. 1 S. 2 oben). Die Opferhilfestelle beantragte am 1 7. März 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), was X.___ am 1 9. März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Der Rechtsvertreter reichte dem Gericht am 7. April 2020 ( Urk. 10) die Honorar note ( Urk. 11) ein. Am 1 0. Juni 2020 ( Urk. 12) reichte er einen Arztbericht ( Urk. 13) und eine angepasste Honorarnote ( Urk. 14) ein. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opfer hilfegesetz, OHG) hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Unterstützung nach diesem Gesetz (Opferhilfe; Abs. 1). Der Anspruch besteht unabhängig davon ( Abs. 3), ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist ( lit. a), sich schuldhaft verhalten hat ( lit. b) oder vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat ( lit. c). 1.2 Nach Art. 2 OHG umfasst die Opferhilfe Beratung und Soforthilfe ( lit. a), länger fristige Hilfe der Beratungsstellen ( lit. b), Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter ( lit. c), Entschädigung ( lit. d), Genugtuung ( lit. e) oder Befreiung von Verfahrenskosten ( lit. f). 1.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 OHG werden Leistungen der Opferhilfe nur endgültig gewährt, wenn der Täter oder die Täterin oder eine andere verpflichtete Person oder Institution keine oder keine genügende Leistung erbringt. 1.4 Die zuständige kantonale Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest ( Art. 29 Abs. 2 OHG). Dies enthebt das Opfer nicht von der Pflicht, seine Verhält nisse zu offenbaren, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt und zumutbar ist. Das Opfer tritt eine Mitwirkungspflicht (BGE 126 II 97 E. 2e). Dabei ist zu berück sichtigen, dass der Verwaltungsstelle rechtlich und faktisch nicht dieselben prozessualen Untersuchungsmittel zur Verfügung stehen wie den Strafverfol gungsbehörden (BGE 126 II 97 E. 2e). 2. 2.1 D er Beschwerdegegner hielt im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) fest, die Beschwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 in der Küche gestürzt und habe sich das rechte Handgelenk gebrochen. Am 2 5. Januar 2019 sei im Spital Y.___ eine palmare Plattenosteosynthese vorgenommen worden. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bei ungenügender Aufklärung in den Eingriff eingewilligt hätte, zumal sie sich selbst als Notfall mit starken Schmerzen in das Spital eingewiesen habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts lasse eine zeitliche Dringlichkeit respektive ein Notfall eine eingeschränkte Aufklärung zu. Alternativen zu dem Eingriff seien nicht ersicht lich und eine zeitliche Verzögerung der Operation sei nicht angezeigt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sodann keine persönlichen Gründe dafür angege ben, dass sie eine Plattenosteosynthese bei umfassender Aufklärung abgelehnt hätte. Bei der Operation handle es sich um eine Standardmassnahme nach distaler Radiusfraktur ( S. 2 f. E. 2 b ). Aus den Akten der Suva ergebe sich, dass die Diagnose einer Radiusfraktur rechts korrekt gestellt worden sei. Eine Plattenosteosynthese stelle eine adäquate Behandlung des Bruches dar und es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Operation nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt worden sei. In der Folge habe sich ein Complex regional pain syndrome ( CRPS ) entwickelt. Diese s sei erkannt, diagnostiziert und konservativ behandelt worden. Die Beschwerdeführerin habe am 1 8. März 2019 angegeben, dass deutlich weniger Beschwerden bestünden. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2 4. Juni 2019 sei ein sehr gutes postoperatives Ergebnis festgestellt worden. Das Auftreten eines CRPS nach einer Operation lasse nicht per se auf eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung schliessen (S. 3 E. 2 c Mitte). Das Vorliegen einer Straf tat sei nicht gla ubhaft gemacht worden (S. 3 E 2 c unten). Es sei primär Sache der Strafbehörden, das Vorliegen einer Straftat abzuklären Der Beschwerdegegner verfüge nicht über die Möglichkeiten, eine Strafunter suchung durchzuführen (S. 4 E. 3). 2.2 Die B e schwerdeführerin brachte vor, trotz der am 2 5. Januar 2019 operierten Handgelenksfraktur sei es zu erheblichen neuen Beschwerden gekommen unter anderem mit Gefühlsstörungen in zwei Fingern, brennenden Schmerze n, Schwellungen und erheblicher Einbusse der Kraft ( Urk. 1 S. 3 Ziff. II. 1.1 a). Die von Anfang an bestehenden Probleme seien vom Arzt/Täter gegenüber der Patientin stets verharmlost und als angeblich völlig normaler Heilungsverlauf bezeichn et worden (S. 3 f Ziff. II. 1.1 b). Erst am 2 7. August 2019 habe der Arzt ihr gegenüber erklärt, dass doch nicht alles normal sei und man die Platte wieder entfernen müsse. Es sei aber keine klare Aussage/Diagnose bezüglich der wahren Beschwerdeursache gemacht worden, geschweige denn sei eine korrekte Opera tionsaufklärung erfolgt (S. 4 Ziff. II. 1.1 c). Es habe eine Operation «ins Blaue» erfolgen sollen, wobei der Operateur die Chance gehabt hätte, den Operationsbe richt selber zu formulieren und die Hinweise auf die wahre Schmerzursache beziehungsweise seine unsorgfältige Erstoperation zu vertuschen (S. 4 f. Ziff. 1.3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob im Hinblick auf die Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ von einer Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte und damit eine r fahrlässige n Körperverletzung auszugehen ist. Dies würde einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis tungen nach OHG begründen. 3. 3.1 Gemäss Unfallmeldung vom 3 0. Januar 2019 stürzte die Beschwerdeführerin am 2 3. Januar 2019 in der Küche und brach sich das rechte Handgelenk ( Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9). 3.2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Spital Y.___, nannte im Operationsbericht vom 2 8. Januar 2019 ( Urk. 8/5/3) als Diagnose eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts. Bei der Operation vom 2 5. Januar 2019 sei eine palmare Plattenosteosynthese distaler Radius rechts durchgeführt worden. Es wurde folgende Indikation angegeben : « Sturz auf das rechte Handgelenk mit Zuzug einer dorsal dislozierten Faktur, welche klar eine Operationsindikation dar stell t. Nun postprimär e Versorgung.» 3.3 Med. pract. A.___ und Dr. Z.___ führten im Austrittsbericht vom 2 5. Januar 2019 ( Urk. 8/5/4) aus, am 2 3. Januar 2019 sei eine notfallmässige Selbstzuweisung erfolgt. Die Patientin sei beim Putzen in ihrer Wohnung ausge rutscht und anschliessend auf das rechte Handgelenk gestürzt. Nun habe sie dort stärkste Schmerzen. Zudem verspüre sie Schmerzen im Rücken und im Gesäss. Nach dem Nachweis einer Fraktur sei initial die Aufnahme ins Spital zur Analge sie, Ruhigstellung und für die Durchführung abschwellender Massnahmen erfolgt. Der Eingriff sei am 2 5. Januar 2019 in Allgemeinanästhesie durchgeführt worden. In der postoperativen Röntgenkontrolle hätten sich regelrechte Stellungsverhält nisse gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei am 2 6. Januar 2019 auf eigenen Wunsch entlassen worden (S. 1 unten). Das weitere Vorgehen bestehe in der Ruhigstellung des Handgelenks mittels einer Handgelenksmanschette für sieben Tage und der Fortführung der physiothera peutischen Massnahmen ohne Belastung und mit bedarfsgerechter Analgesie (S. 2). 3.4 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 5/5) als Diagnose einen Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 2 5. Januar 2019 mit CRPS recht s (konservative Therapie). Dr. Z.___ führte weiter aus, die Patientin habe einen Cortisonschub für 12 Tage bekommen. Bezüglich ihres CRPS nach Plattenosteosynthese distaler Radius rechts bestünden deutlich weniger Beschwerden. 3.5 In der Krankenakte des Spital s Y.___ ist zu einer Untersuchung vom 2 6. April 2019 handschriftlich vermerkt ( Urk. 8/1/4 S. 1 oben), die Beschwerdeführerin habe Schmerzen, aktuell vor allem dorsal u l nar angegeben, die auch bei leichter Berührung bestünden. Bei Ruhestellung bestünden manchmal Schmerzen. Nach der Operation habe sie während zirka vier Wochen eine Schiene getragen. Der Unterarm sei leicht geschwollen. Eventue ll handle es sich um ein CRPS. 3.6 Suva-Kreisärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Chirurgie, erstattete am 2 6. Juni 2019 ( Urk. 8/5/7) einen Bericht über die Untersuchung der Beschwer deführerin vom 2 4. Juni 201 9. Dr. B.___ gab zum Röntgenbefund vom 1 8. März 2019 an, verglichen mit der Voruntersuchung vom 2 6. Januar 2019 bestehe eine unveränderte, regelrechte Stellung bei Status nach Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur. Vorbestehend sei eine ossäre Trümmerzone im dorsalen Radius. Das Osteosynthe sematerial sei intakt und liege regelrecht (S. 1 unten). Gemäss einem Bericht von Dr. Z.___ vom 2 7. Mai 2019 gehe es der Patientin eigentlich sehr gut bei nahezu uneingeschränkte r Funktion. Es bestehe eine konventionell radiologisch geheilte Fraktur. Gemäss dem Röntgenbefund vom 2 7. Mai 2019 sei das Osteo synthesematerial intakt und nicht gelockert. Es bestehe eine progrediente Konsolidierung, wobei der ehemalige Frakturspalt noch partiell einsehbar sei (S. 2 oben). Die Beschwerdeführerin habe bei der kreisärztlichen Untersuchung angegeben, dass es ihr nicht gut gehe und sie immer Schmerzen im Bereich der rechten Hand habe. Sie könne nichts Schweres heben. Die Intensität der Schmerzen liege zwischen vier und fünf auf der Schmerzskala (S. 2 Mitte). Weiter bemerke sie immer noch ein e leichte Verbesserung. So könne sie sich wieder alleine anziehen. Leichte Sachen könne sie wieder tragen. Schliesslich stelle sie immer wieder fest, dass es im Bereich der Hand und im Unterarm zu Schwellungen komme und manchmal e in Druck ums Handgelenk bestehe (S. 2 unten). Zu den erhobenen Befunden wurde ausgeführt, palpatorisch würden leichte diffuse Druckschmerzen im Bereich der Narbe und des Handgelenks angegeben. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei im Seitenvergleich noch end g ra dig eingeschränkt (S. 3 Mitte). Die Tr ophik der Hand sei unauffällig (S. 3 unten). Dr. B.___ nannte als Diagnose Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand und des Handgelenks bei Status nach osteosynthetisch versorgter, dorsal dislo zierter Radiusfraktur rechts und im Verlauf konservativ behandelte s CRPS rechts (S. 4 oben). Die Bes chwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 gestürzt und habe sich die dokumentierte Radiusfraktur rechts zugezogen. Die Erstbehandlung sei im Spital Y.___ erfolgt, wo eine Osteosynthese durchgeführt worden sei. Der Eingriff sei bezüglich der Wundheilung komplikationslos verlaufen. Im weiteren Verlauf sei klinisch die Diagnose eines CRPS gestellt worden, das konservativ behandelt worden sei. Schliess lich sei es zum Abflauen der CRPS-Symptomatik gekommen mit einer insgesamt guten Handfunktion (S. 4 Mitte). Die Beschwer deführerin habe sich in einem guten Allgemein- und Ernährungszustand präsen tiert. Während der Anamnese habe sie beide Arme gleichmässig in die Gestikula tion eingebunden. Insgesamt liege ein sehr gutes postoperatives, rehabilitiertes Ergebnis vor, ohne nachweisbare trophische Veränderungen und ohne Anhalts punkte für das Fortbestehen eines CRPS (S. 4 unten). 3.7 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 2 6. August 2019 ( Urk. 8/1/6) nach der Sprechstunde vom gleichen Tag als Diagnosen: - Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 25. Januar 2019 - CRPS rechts (konservative Therapie) Dr. Z.___ führte weiter aus, gut neun Monate nach der palmaren Plattenoste osynthese bestehe eine eigentlich nahezu uneingeschränkte Funktion mit minimaler Beugehemmung. Bei leicht eingeschränkter Beugefunktion der Finger und des Daumens und möglicher Plattenreizung solle das Osteosynthesematerial entfernt werden. 3.8 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab im Bericht vom 1 3. September 2019 ( Urk. 8/1/5) an, die Fraktur am rechten Handgelenk sei am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels Osteosynthese versorgt worden. Die Beschwerden hätten sich nach der Operation gebessert. Ein Teil der Beschwer den habe jedoch persistiert, weshalb bisher eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die Entfernung des Materials sei für den 2 5. Oktober 2019 vorgesehen. Vor dem Unfall habe die Patientin nie Probleme mit dem rechten Handgelenk gehabt. 3.9 Dr. med. D.___, Fachärztin für Rheumatologie, nannte im Bericht vom 2 5. November 2019 ( Urk. 8/5/11 S. 1-3) nach den Untersuchungen vom 1 1. und 2 5. November 2019 (S. 1) als Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 bei nach dorsal dislozierter Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - k linisch und radiologisch keine Hinweise für ein CRPS - cervikospondylogenes Syndrom rechts mehr als links - leicht Periarthropathia humeroscaplularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 Dr. D.___ führte weiter aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass der behandelnde Chirurg ihr die Diagnose eines CRPS erst Anfang September 2019 mitgeteilt habe. Vor einer Entfernung der Plattenosteosynthese wolle sie sich erst ein mal beraten lassen. Sie habe immer mehr Schmerzen und weniger Kraft. Der rechte Vorderarm fühle sich ganz kalt an (S. 1 unten). Auf den Röntgenbildern des rechten Handgelenks vom 3 1. Oktober 2019 sei keine Osteopenie zu erkennen (S. 2 unten). Radiologisch bestünden keine Hinweise für ein CRPS ( S. 3 oben). 3.10 Die Beschwerdeführerin reichte zudem einen Bericht der Ärzte der Universitäts klinik E.___ vom 2 8. Mai 2018 ( Urk. 13) ein. Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 - nach dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - Verdacht auf Partial-Läsion TFC - chronifizierte rechtsseitige Nacken-/Armschmerzen rechts - Periarthropathia humeroscapularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 - beginnende periphere und zentrale Sensibilisierung Weiter wurde ausgeführt, es bestehe eine diffuse Durckdolenz im Bereich des gesamten Handgelenks (S. 1 unten). Ein Teil der Beschwerden sei durch eine Läsion des TFCC erklärbar (S. 2 unten). 4. 4.1 Die Einwilligung des Betroffenen in eine ärztliche Behandlung vermag eine einfache Körperverletzung immer zu rechtfertigen ( Trechsel /Pieth, Schweize risches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Geth N 8 vor Art. 122 StGB ). 4.2 Nach Art. 125 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) wird, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, auf Antrag, mit Freiheits strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 4.3 Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nerven systems, der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische Reflexdistrophie ) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Nervenläsion. Klinisch e Zeichen beziehungsweise Symptome eines CRPS sind schwer lokalisierbare bren nende Schmerzen (zum Beispiel Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u. a. Ödeme, Temperatur- und Schweisssekretionsstörung, eventuell trophische Störung der Haut, Nagelverän derungen, lokal vermehrtes Haarwachstum ). Das CRPS ist eine neurologisch- orthopädisch-traumatologische Erkrankung und ein organischer beziehungsweise k örperlicher Gesundheitsschaden ( Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2018 vom 1 8. September 2018 E. 4.1.2). 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts zu, die am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels einer palmaren Plattenosteosynthese versorgt wurde (vorstehend E. 3.1-3.3). In der Folge entwickelte sich offenbar ein CRPS (E. 3.4). Dr. D.___ konnte in den Untersuchungen vom November 2019 keine Hinweise für ein CRPS mehr feststellen (E. 3.9 hiervor ). 5.2 Mit Blick auf die vorliegenden Arztberichte kann auf die beantragte persönliche Befragung der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 1.5 c unten) verzichtet werden. Da auf die Berichte des Unfallversicherers und der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann, sind auch von einer Begutachtung der Beschwerdefüh rerin ( Urk. 1 S. 7 Ziff. 1.5c) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies nachdem in den medizinischen Untersuchungen und den nach der Operation vom 2 5. Januar 2019 erstellten Röntgenbildern keine Hinweise für einen ärztlichen Fehler festgestellt worden waren. 5.3 Wie der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in die Operation vom 2 5. Januar 2019 eingewilligt hat ( Urk. 2 S. 2 f. E. 2b). Bei der durchgeführten palmaren Platten osteosynthese handelt es sich sodann, soweit ersichtlich, um das übliche Vorgehen bei ei ner distalen Radiusfraktur. Das in der Folge aufgetretene CRPS wurde gemäss den Akten korrekt diagnostiziert und behandelt. Von Seiten der Beschwerdeführerin wurde nicht glaubhaft dargelegt, dass den Ärzten des Spital s Y.___ im Zusammenhang mit der Operation vom 2 5. Januar 2019 eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen wäre. Gemäss dem Austrittsbericht der Ärzte des Spital s Y.___ vom 2 5. Januar 2019 finden sich in den nach der Operation erstellten Röntgenbilder n regelrec hte Verhältnisse der Plattenosteosynthese (vgl. E. 3.3), was gegen einen ärztlichen Fehler spricht. In den von Dr. B.___ im Bericht vom 2 6. Juni 2019 erwähnten Akten und Rönt genbildern finden sich ebenfalls keine Hinweise für eine Sorgfaltspflichtver letzung der behandelnden Ärzte. Es ist daher davon auszugehen, dass die Behandlung der distalen Radiusfraktur rechts und des CRPS korrekt nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgte. Der Umstand allein, dass nach der Operation zwischenzeitlich ein CRPS aufgetreten ist, lässt entgegen der Beschwerdeführerin keine Rückschlüsse auf ein e Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte zu. Dr. Z.___ stellte im Bericht vom 1 8. März 2019 die Diagnose eines CRPS (vorstehend E. 3.4). Die Behauptung, er habe die Beschwerdeführerin absichtlich zu spät über das Vorliegen eines CRPS informiert ( Urk. 1 S. 3 f. Ziff. II 1.1 b), findet in den me dizinischen Akten keine Stütze, da er die Diagnose nicht verheimlichte. 5.4 Z usammenfassend fehlt es bezüglich der Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ am Nachweis einer Straftat beziehungsweise wurde eine solche von der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht. Der Beschwerdegegner hat einen Anspruch auf Leistungen nach OHG demzufolge zu Recht verneint und der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind vorliegend erfüllt. 6.2 Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt. Der v on Rechtsanwalt Dr. Thür in der Honorarnote vom 1 0. Juni 2020 neu geltend gemachte Aufwand von 13 Stunden und 35 Minuten zuzüglich Baraus lagen ( Urk. 14) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er die Beschwerdeführerin schon im Verfahren vor dem Beschwerdegegner vertrat. So erweist sich ein Aufwand von 195 Minuten für Aktenstudium und von über fünf Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift als überhöht. Angesichts der zu studierenden rund 30 Aktenstücke des Beschwerdegegners und der achtseitigen Rechtsschrift sowie den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung sowie der in ähnliche n Fällen zugesprochenen Beträge ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. Thür bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren. Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür, Zürich, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. D i e Beschwerdeführer in wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür - Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unter Beilage je einer Kopie von Urk. 15-16 - Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrugger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich OH.2020.00003 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brugger Urteil vom 3 0. Juni 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer in vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür Sameli Thür Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 58, 8001 Zürich gegen Kanton Zürich Beschwerdegegner vertreten durch Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich Kantonale Opferhilfestelle Kaspar Escher-Haus, Postfach, 8090 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1980, zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz in der Küche eine Fraktur an der rechten Hand zu ( Urk. 8/1/5, Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9), die am 2 5. Januar 2019 im S pital Y.___ operativ versorgt wurde ( Urk. 8/5/3). X.___ stellte am 1 0. Dezember 2019 bei der Kantonalen Opferhilfestelle (nachfolgend: Opferhilfestelle) ein G esuch um Opferhilfe und beantragte die unentgeltliche Rechtsvertretung im Opferhilfeverfahren. Sie machte geltend, dass es im Zusammenhang mit der ärztlichen Unfallversorgung vom 2 5. Januar 2019 zu einem Arztfehler gekommen sei ( Urk. 8/1 S. 1 Ziff. 1 unten). Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 8/7, Urk. 8/10 = Urk. 2 ) lehnte die Opferhilfestelle das Gesuch um Opferhilfeleistungen (Anwaltskosten im Rahmen der Soforthilfe und längerfristige Hilf e) ab. 2. X.___ erhob am 2 4. Februar 2020 Beschwerde gegen die begründete Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als Leistungen der Opferhilfe abgewiesen worden sei en, und es sei ihr die Übernahme der anwaltlichen Kosten für die sofortige und längerfristige Hilfe in den Sozialversicherungs- und Haftpflichtverfahren zuzusprechen. Zudem sei ihr im vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren ( Urk. 1 S. 2 oben). Die Opferhilfestelle beantragte am 1 7. März 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), was X.___ am 1 9. März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Der Rechtsvertreter reichte dem Gericht am 7. April 2020 ( Urk. 10) die Honorar note ( Urk. 11) ein. Am 1 0. Juni 2020 ( Urk. 12) reichte er einen Arztbericht ( Urk. 13) und eine angepasste Honorarnote ( Urk. 14) ein. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opfer hilfegesetz, OHG) hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Unterstützung nach diesem Gesetz (Opferhilfe; Abs. 1). Der Anspruch besteht unabhängig davon ( Abs. 3), ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist ( lit. a), sich schuldhaft verhalten hat ( lit. b) oder vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat ( lit. c). 1.2 Nach Art. 2 OHG umfasst die Opferhilfe Beratung und Soforthilfe ( lit. a), länger fristige Hilfe der Beratungsstellen ( lit. b), Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter ( lit. c), Entschädigung ( lit. d), Genugtuung ( lit. e) oder Befreiung von Verfahrenskosten ( lit. f). 1.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 OHG werden Leistungen der Opferhilfe nur endgültig gewährt, wenn der Täter oder die Täterin oder eine andere verpflichtete Person oder Institution keine oder keine genügende Leistung erbringt. 1.4 Die zuständige kantonale Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest ( Art. 29 Abs. 2 OHG). Dies enthebt das Opfer nicht von der Pflicht, seine Verhält nisse zu offenbaren, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt und zumutbar ist. Das Opfer tritt eine Mitwirkungspflicht (BGE 126 II 97 E. 2e). Dabei ist zu berück sichtigen, dass der Verwaltungsstelle rechtlich und faktisch nicht dieselben prozessualen Untersuchungsmittel zur Verfügung stehen wie den Strafverfol gungsbehörden (BGE 126 II 97 E. 2e). 2. 2.1 D er Beschwerdegegner hielt im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) fest, die Beschwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 in der Küche gestürzt und habe sich das rechte Handgelenk gebrochen. Am 2 5. Januar 2019 sei im Spital Y.___ eine palmare Plattenosteosynthese vorgenommen worden. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bei ungenügender Aufklärung in den Eingriff eingewilligt hätte, zumal sie sich selbst als Notfall mit starken Schmerzen in das Spital eingewiesen habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts lasse eine zeitliche Dringlichkeit respektive ein Notfall eine eingeschränkte Aufklärung zu. Alternativen zu dem Eingriff seien nicht ersicht lich und eine zeitliche Verzögerung der Operation sei nicht angezeigt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sodann keine persönlichen Gründe dafür angege ben, dass sie eine Plattenosteosynthese bei umfassender Aufklärung abgelehnt hätte. Bei der Operation handle es sich um eine Standardmassnahme nach distaler Radiusfraktur ( S. 2 f. E. 2 b ). Aus den Akten der Suva ergebe sich, dass die Diagnose einer Radiusfraktur rechts korrekt gestellt worden sei. Eine Plattenosteosynthese stelle eine adäquate Behandlung des Bruches dar und es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Operation nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt worden sei. In der Folge habe sich ein Complex regional pain syndrome ( CRPS ) entwickelt. Diese s sei erkannt, diagnostiziert und konservativ behandelt worden. Die Beschwerdeführerin habe am 1 8. März 2019 angegeben, dass deutlich weniger Beschwerden bestünden. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2 4. Juni 2019 sei ein sehr gutes postoperatives Ergebnis festgestellt worden. Das Auftreten eines CRPS nach einer Operation lasse nicht per se auf eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung schliessen (S. 3 E. 2 c Mitte). Das Vorliegen einer Straf tat sei nicht gla ubhaft gemacht worden (S. 3 E 2 c unten). Es sei primär Sache der Strafbehörden, das Vorliegen einer Straftat abzuklären Der Beschwerdegegner verfüge nicht über die Möglichkeiten, eine Strafunter suchung durchzuführen (S. 4 E. 3). 2.2 Die B e schwerdeführerin brachte vor, trotz der am 2 5. Januar 2019 operierten Handgelenksfraktur sei es zu erheblichen neuen Beschwerden gekommen unter anderem mit Gefühlsstörungen in zwei Fingern, brennenden Schmerze n, Schwellungen und erheblicher Einbusse der Kraft ( Urk. 1 S. 3 Ziff. II. 1.1 a). Die von Anfang an bestehenden Probleme seien vom Arzt/Täter gegenüber der Patientin stets verharmlost und als angeblich völlig normaler Heilungsverlauf bezeichn et worden (S. 3 f Ziff. II. 1.1 b). Erst am 2 7. August 2019 habe der Arzt ihr gegenüber erklärt, dass doch nicht alles normal sei und man die Platte wieder entfernen müsse. Es sei aber keine klare Aussage/Diagnose bezüglich der wahren Beschwerdeursache gemacht worden, geschweige denn sei eine korrekte Opera tionsaufklärung erfolgt (S. 4 Ziff. II. 1.1 c). Es habe eine Operation «ins Blaue» erfolgen sollen, wobei der Operateur die Chance gehabt hätte, den Operationsbe richt selber zu formulieren und die Hinweise auf die wahre Schmerzursache beziehungsweise seine unsorgfältige Erstoperation zu vertuschen (S. 4 f. Ziff. 1.3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob im Hinblick auf die Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ von einer Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte und damit eine r fahrlässige n Körperverletzung auszugehen ist. Dies würde einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis tungen nach OHG begründen. 3. 3.1 Gemäss Unfallmeldung vom 3 0. Januar 2019 stürzte die Beschwerdeführerin am 2 3. Januar 2019 in der Küche und brach sich das rechte Handgelenk ( Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9). 3.2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Spital Y.___, nannte im Operationsbericht vom 2 8. Januar 2019 ( Urk. 8/5/3) als Diagnose eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts. Bei der Operation vom 2 5. Januar 2019 sei eine palmare Plattenosteosynthese distaler Radius rechts durchgeführt worden. Es wurde folgende Indikation angegeben : « Sturz auf das rechte Handgelenk mit Zuzug einer dorsal dislozierten Faktur, welche klar eine Operationsindikation dar stell t. Nun postprimär e Versorgung.» 3.3 Med. pract. A.___ und Dr. Z.___ führten im Austrittsbericht vom 2 5. Januar 2019 ( Urk. 8/5/4) aus, am 2 3. Januar 2019 sei eine notfallmässige Selbstzuweisung erfolgt. Die Patientin sei beim Putzen in ihrer Wohnung ausge rutscht und anschliessend auf das rechte Handgelenk gestürzt. Nun habe sie dort stärkste Schmerzen. Zudem verspüre sie Schmerzen im Rücken und im Gesäss. Nach dem Nachweis einer Fraktur sei initial die Aufnahme ins Spital zur Analge sie, Ruhigstellung und für die Durchführung abschwellender Massnahmen erfolgt. Der Eingriff sei am 2 5. Januar 2019 in Allgemeinanästhesie durchgeführt worden. In der postoperativen Röntgenkontrolle hätten sich regelrechte Stellungsverhält nisse gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei am 2 6. Januar 2019 auf eigenen Wunsch entlassen worden (S. 1 unten). Das weitere Vorgehen bestehe in der Ruhigstellung des Handgelenks mittels einer Handgelenksmanschette für sieben Tage und der Fortführung der physiothera peutischen Massnahmen ohne Belastung und mit bedarfsgerechter Analgesie (S. 2). 3.4 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 5/5) als Diagnose einen Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 2 5. Januar 2019 mit CRPS recht s (konservative Therapie). Dr. Z.___ führte weiter aus, die Patientin habe einen Cortisonschub für 12 Tage bekommen. Bezüglich ihres CRPS nach Plattenosteosynthese distaler Radius rechts bestünden deutlich weniger Beschwerden. 3.5 In der Krankenakte des Spital s Y.___ ist zu einer Untersuchung vom 2 6. April 2019 handschriftlich vermerkt ( Urk. 8/1/4 S. 1 oben), die Beschwerdeführerin habe Schmerzen, aktuell vor allem dorsal u l nar angegeben, die auch bei leichter Berührung bestünden. Bei Ruhestellung bestünden manchmal Schmerzen. Nach der Operation habe sie während zirka vier Wochen eine Schiene getragen. Der Unterarm sei leicht geschwollen. Eventue ll handle es sich um ein CRPS. 3.6 Suva-Kreisärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Chirurgie, erstattete am 2 6. Juni 2019 ( Urk. 8/5/7) einen Bericht über die Untersuchung der Beschwer deführerin vom 2 4. Juni 201 9. Dr. B.___ gab zum Röntgenbefund vom 1 8. März 2019 an, verglichen mit der Voruntersuchung vom 2 6. Januar 2019 bestehe eine unveränderte, regelrechte Stellung bei Status nach Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur. Vorbestehend sei eine ossäre Trümmerzone im dorsalen Radius. Das Osteosynthe sematerial sei intakt und liege regelrecht (S. 1 unten). Gemäss einem Bericht von Dr. Z.___ vom 2 7. Mai 2019 gehe es der Patientin eigentlich sehr gut bei nahezu uneingeschränkte r Funktion. Es bestehe eine konventionell radiologisch geheilte Fraktur. Gemäss dem Röntgenbefund vom 2 7. Mai 2019 sei das Osteo synthesematerial intakt und nicht gelockert. Es bestehe eine progrediente Konsolidierung, wobei der ehemalige Frakturspalt noch partiell einsehbar sei (S. 2 oben). Die Beschwerdeführerin habe bei der kreisärztlichen Untersuchung angegeben, dass es ihr nicht gut gehe und sie immer Schmerzen im Bereich der rechten Hand habe. Sie könne nichts Schweres heben. Die Intensität der Schmerzen liege zwischen vier und fünf auf der Schmerzskala (S. 2 Mitte). Weiter bemerke sie immer noch ein e leichte Verbesserung. So könne sie sich wieder alleine anziehen. Leichte Sachen könne sie wieder tragen. Schliesslich stelle sie immer wieder fest, dass es im Bereich der Hand und im Unterarm zu Schwellungen komme und manchmal e in Druck ums Handgelenk bestehe (S. 2 unten). Zu den erhobenen Befunden wurde ausgeführt, palpatorisch würden leichte diffuse Druckschmerzen im Bereich der Narbe und des Handgelenks angegeben. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei im Seitenvergleich noch end g ra dig eingeschränkt (S. 3 Mitte). Die Tr ophik der Hand sei unauffällig (S. 3 unten). Dr. B.___ nannte als Diagnose Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand und des Handgelenks bei Status nach osteosynthetisch versorgter, dorsal dislo zierter Radiusfraktur rechts und im Verlauf konservativ behandelte s CRPS rechts (S. 4 oben). Die Bes chwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 gestürzt und habe sich die dokumentierte Radiusfraktur rechts zugezogen. Die Erstbehandlung sei im Spital Y.___ erfolgt, wo eine Osteosynthese durchgeführt worden sei. Der Eingriff sei bezüglich der Wundheilung komplikationslos verlaufen. Im weiteren Verlauf sei klinisch die Diagnose eines CRPS gestellt worden, das konservativ behandelt worden sei. Schliess lich sei es zum Abflauen der CRPS-Symptomatik gekommen mit einer insgesamt guten Handfunktion (S. 4 Mitte). Die Beschwer deführerin habe sich in einem guten Allgemein- und Ernährungszustand präsen tiert. Während der Anamnese habe sie beide Arme gleichmässig in die Gestikula tion eingebunden. Insgesamt liege ein sehr gutes postoperatives, rehabilitiertes Ergebnis vor, ohne nachweisbare trophische Veränderungen und ohne Anhalts punkte für das Fortbestehen eines CRPS (S. 4 unten). 3.7 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 2 6. August 2019 ( Urk. 8/1/6) nach der Sprechstunde vom gleichen Tag als Diagnosen: - Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 25. Januar 2019 - CRPS rechts (konservative Therapie) Dr. Z.___ führte weiter aus, gut neun Monate nach der palmaren Plattenoste osynthese bestehe eine eigentlich nahezu uneingeschränkte Funktion mit minimaler Beugehemmung. Bei leicht eingeschränkter Beugefunktion der Finger und des Daumens und möglicher Plattenreizung solle das Osteosynthesematerial entfernt werden. 3.8 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab im Bericht vom 1 3. September 2019 ( Urk. 8/1/5) an, die Fraktur am rechten Handgelenk sei am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels Osteosynthese versorgt worden. Die Beschwerden hätten sich nach der Operation gebessert. Ein Teil der Beschwer den habe jedoch persistiert, weshalb bisher eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die Entfernung des Materials sei für den 2 5. Oktober 2019 vorgesehen. Vor dem Unfall habe die Patientin nie Probleme mit dem rechten Handgelenk gehabt. 3.9 Dr. med. D.___, Fachärztin für Rheumatologie, nannte im Bericht vom 2 5. November 2019 ( Urk. 8/5/11 S. 1-3) nach den Untersuchungen vom 1 1. und 2 5. November 2019 (S. 1) als Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 bei nach dorsal dislozierter Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - k linisch und radiologisch keine Hinweise für ein CRPS - cervikospondylogenes Syndrom rechts mehr als links - leicht Periarthropathia humeroscaplularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 Dr. D.___ führte weiter aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass der behandelnde Chirurg ihr die Diagnose eines CRPS erst Anfang September 2019 mitgeteilt habe. Vor einer Entfernung der Plattenosteosynthese wolle sie sich erst ein mal beraten lassen. Sie habe immer mehr Schmerzen und weniger Kraft. Der rechte Vorderarm fühle sich ganz kalt an (S. 1 unten). Auf den Röntgenbildern des rechten Handgelenks vom 3 1. Oktober 2019 sei keine Osteopenie zu erkennen (S. 2 unten). Radiologisch bestünden keine Hinweise für ein CRPS ( S. 3 oben). 3.10 Die Beschwerdeführerin reichte zudem einen Bericht der Ärzte der Universitäts klinik E.___ vom 2 8. Mai 2018 ( Urk. 13) ein. Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 - nach dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - Verdacht auf Partial-Läsion TFC - chronifizierte rechtsseitige Nacken-/Armschmerzen rechts - Periarthropathia humeroscapularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 - beginnende periphere und zentrale Sensibilisierung Weiter wurde ausgeführt, es bestehe eine diffuse Durckdolenz im Bereich des gesamten Handgelenks (S. 1 unten). Ein Teil der Beschwerden sei durch eine Läsion des TFCC erklärbar (S. 2 unten). 4. 4.1 Die Einwilligung des Betroffenen in eine ärztliche Behandlung vermag eine einfache Körperverletzung immer zu rechtfertigen ( Trechsel /Pieth, Schweize risches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Geth N 8 vor Art. 122 StGB ). 4.2 Nach Art. 125 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) wird, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, auf Antrag, mit Freiheits strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 4.3 Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nerven systems, der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische Reflexdistrophie ) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Nervenläsion. Klinisch e Zeichen beziehungsweise Symptome eines CRPS sind schwer lokalisierbare bren nende Schmerzen (zum Beispiel Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u. a. Ödeme, Temperatur- und Schweisssekretionsstörung, eventuell trophische Störung der Haut, Nagelverän derungen, lokal vermehrtes Haarwachstum ). Das CRPS ist eine neurologisch- orthopädisch-traumatologische Erkrankung und ein organischer beziehungsweise k örperlicher Gesundheitsschaden ( Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2018 vom 1 8. September 2018 E. 4.1.2). 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts zu, die am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels einer palmaren Plattenosteosynthese versorgt wurde (vorstehend E. 3.1-3.3). In der Folge entwickelte sich offenbar ein CRPS (E. 3.4). Dr. D.___ konnte in den Untersuchungen vom November 2019 keine Hinweise für ein CRPS mehr feststellen (E. 3.9 hiervor ). 5.2 Mit Blick auf die vorliegenden Arztberichte kann auf die beantragte persönliche Befragung der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 1.5 c unten) verzichtet werden. Da auf die Berichte des Unfallversicherers und der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann, sind auch von einer Begutachtung der Beschwerdefüh rerin ( Urk. 1 S. 7 Ziff. 1.5c) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies nachdem in den medizinischen Untersuchungen und den nach der Operation vom 2 5. Januar 2019 erstellten Röntgenbildern keine Hinweise für einen ärztlichen Fehler festgestellt worden waren. 5.3 Wie der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in die Operation vom 2 5. Januar 2019 eingewilligt hat ( Urk. 2 S. 2 f. E. 2b). Bei der durchgeführten palmaren Platten osteosynthese handelt es sich sodann, soweit ersichtlich, um das übliche Vorgehen bei ei ner distalen Radiusfraktur. Das in der Folge aufgetretene CRPS wurde gemäss den Akten korrekt diagnostiziert und behandelt. Von Seiten der Beschwerdeführerin wurde nicht glaubhaft dargelegt, dass den Ärzten des Spital s Y.___ im Zusammenhang mit der Operation vom 2 5. Januar 2019 eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen wäre. Gemäss dem Austrittsbericht der Ärzte des Spital s Y.___ vom 2 5. Januar 2019 finden sich in den nach der Operation erstellten Röntgenbilder n regelrec hte Verhältnisse der Plattenosteosynthese (vgl. E. 3.3), was gegen einen ärztlichen Fehler spricht. In den von Dr. B.___ im Bericht vom 2 6. Juni 2019 erwähnten Akten und Rönt genbildern finden sich ebenfalls keine Hinweise für eine Sorgfaltspflichtver letzung der behandelnden Ärzte. Es ist daher davon auszugehen, dass die Behandlung der distalen Radiusfraktur rechts und des CRPS korrekt nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgte. Der Umstand allein, dass nach der Operation zwischenzeitlich ein CRPS aufgetreten ist, lässt entgegen der Beschwerdeführerin keine Rückschlüsse auf ein e Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte zu. Dr. Z.___ stellte im Bericht vom 1 8. März 2019 die Diagnose eines CRPS (vorstehend E. 3.4). Die Behauptung, er habe die Beschwerdeführerin absichtlich zu spät über das Vorliegen eines CRPS informiert ( Urk. 1 S. 3 f. Ziff. II 1.1 b), findet in den me dizinischen Akten keine Stütze, da er die Diagnose nicht verheimlichte. 5.4 Z usammenfassend fehlt es bezüglich der Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ am Nachweis einer Straftat beziehungsweise wurde eine solche von der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht. Der Beschwerdegegner hat einen Anspruch auf Leistungen nach OHG demzufolge zu Recht verneint und der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind vorliegend erfüllt. 6.2 Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt. Der v on Rechtsanwalt Dr. Thür in der Honorarnote vom 1 0. Juni 2020 neu geltend gemachte Aufwand von 13 Stunden und 35 Minuten zuzüglich Baraus lagen ( Urk. 14) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er die Beschwerdeführerin schon im Verfahren vor dem Beschwerdegegner vertrat. So erweist sich ein Aufwand von 195 Minuten für Aktenstudium und von über fünf Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift als überhöht. Angesichts der zu studierenden rund 30 Aktenstücke des Beschwerdegegners und der achtseitigen Rechtsschrift sowie den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung sowie der in ähnliche n Fällen zugesprochenen Beträge ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. Thür bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren. Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür, Zürich, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. D i e Beschwerdeführer in wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür - Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unter Beilage je einer Kopie von Urk. 15-16 - Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrugger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich OH.2020.00003 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brugger Urteil vom 3 0. Juni 2020

OH.2020.00003

OH.2020.00003

OH.2020.00003 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brugger

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brugger

Urteil vom 3 0. Juni 2020

Urteil vom 3 0. Juni 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer in

Beschwerdeführer in vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür Sameli Thür Rechtsanwälte

Sameli Thür Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 58, 8001 Zürich

Bahnhofstrasse 58, 8001 Zürich gegen

gegen Kanton Zürich

Kanton Zürich Beschwerdegegner

Beschwerdegegner vertreten durch Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich

vertreten durch Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich Kantonale Opferhilfestelle

Kantonale Opferhilfestelle Kaspar Escher-Haus, Postfach, 8090 Zürich

Kaspar Escher-Haus, Postfach, 8090 Zürich Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1980, zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz in der Küche eine Fraktur an der rechten Hand zu ( Urk. 8/1/5, Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9), die am 2 5. Januar 2019 im S pital Y.___ operativ versorgt wurde ( Urk. 8/5/3).

1. X.___, geboren 1980, zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz in der Küche eine Fraktur an der rechten Hand zu ( Urk. 8/1/5, Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9), die am 2 5. Januar 2019 im S pital Y.___ operativ versorgt wurde ( Urk. 8/5/3). X.___ stellte am 1 0. Dezember 2019 bei der Kantonalen Opferhilfestelle (nachfolgend: Opferhilfestelle) ein G esuch um Opferhilfe und beantragte die unentgeltliche Rechtsvertretung im Opferhilfeverfahren. Sie machte geltend, dass es im Zusammenhang mit der ärztlichen Unfallversorgung vom 2 5. Januar 2019 zu einem Arztfehler gekommen sei ( Urk. 8/1 S. 1 Ziff. 1 unten). Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 8/7, Urk. 8/10 = Urk. 2 ) lehnte die Opferhilfestelle das Gesuch um Opferhilfeleistungen (Anwaltskosten im Rahmen der Soforthilfe und längerfristige Hilf e) ab.

X.___ stellte am 1 0. Dezember 2019 bei der Kantonalen Opferhilfestelle (nachfolgend: Opferhilfestelle) ein G esuch um Opferhilfe und beantragte die unentgeltliche Rechtsvertretung im Opferhilfeverfahren. Sie machte geltend, dass es im Zusammenhang mit der ärztlichen Unfallversorgung vom 2 5. Januar 2019 zu einem Arztfehler gekommen sei ( Urk. 8/1 S. 1 Ziff. 1 unten). Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 8/7, Urk. 8/10 = Urk. 2 ) lehnte die Opferhilfestelle das Gesuch um Opferhilfeleistungen (Anwaltskosten im Rahmen der Soforthilfe und längerfristige Hilf e) ab. 2. X.___ erhob am 2 4. Februar 2020 Beschwerde gegen die begründete Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als Leistungen der Opferhilfe abgewiesen worden sei en, und es sei ihr die Übernahme der anwaltlichen Kosten für die sofortige und längerfristige Hilfe in den Sozialversicherungs- und Haftpflichtverfahren zuzusprechen. Zudem sei ihr im vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren ( Urk. 1 S. 2 oben).

2. X.___ erhob am 2 4. Februar 2020 Beschwerde gegen die begründete Verfügung vom 7. Januar 2020 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als Leistungen der Opferhilfe abgewiesen worden sei en, und es sei ihr die Übernahme der anwaltlichen Kosten für die sofortige und längerfristige Hilfe in den Sozialversicherungs- und Haftpflichtverfahren zuzusprechen. Zudem sei ihr im vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren ( Urk. 1 S. 2 oben). Die Opferhilfestelle beantragte am 1 7. März 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), was X.___ am 1 9. März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).

Die Opferhilfestelle beantragte am 1 7. März 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), was X.___ am 1 9. März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Der Rechtsvertreter reichte dem Gericht am 7. April 2020 ( Urk. 10) die Honorar note ( Urk. 11) ein. Am 1 0. Juni 2020 ( Urk. 12) reichte er einen Arztbericht ( Urk. 13) und eine angepasste Honorarnote ( Urk. 14) ein.

Der Rechtsvertreter reichte dem Gericht am 7. April 2020 ( Urk. 10) die Honorar note ( Urk. 11) ein. Am 1 0. Juni 2020 ( Urk. 12) reichte er einen Arztbericht ( Urk. 13) und eine angepasste Honorarnote ( Urk. 14) ein. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opfer hilfegesetz, OHG) hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Unterstützung nach diesem Gesetz (Opferhilfe; Abs. 1). Der Anspruch besteht unabhängig davon ( Abs. 3), ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist ( lit. a), sich schuldhaft verhalten hat ( lit. b) oder vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat ( lit. c).

1.1 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opfer hilfegesetz, OHG) hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Unterstützung nach diesem Gesetz (Opferhilfe; Abs. 1). Der Anspruch besteht unabhängig davon ( Abs. 3), ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist ( lit. a), sich schuldhaft verhalten hat ( lit. b) oder vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat ( lit. c). 1.2 Nach Art. 2 OHG umfasst die Opferhilfe Beratung und Soforthilfe ( lit. a), länger fristige Hilfe der Beratungsstellen ( lit. b), Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter ( lit. c), Entschädigung ( lit. d), Genugtuung ( lit. e) oder Befreiung von Verfahrenskosten ( lit. f).

1.2 Nach Art. 2 OHG umfasst die Opferhilfe Beratung und Soforthilfe ( lit. a), länger fristige Hilfe der Beratungsstellen ( lit. b), Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter ( lit. c), Entschädigung ( lit. d), Genugtuung ( lit. e) oder Befreiung von Verfahrenskosten ( lit. f). 1.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 OHG werden Leistungen der Opferhilfe nur endgültig gewährt, wenn der Täter oder die Täterin oder eine andere verpflichtete Person oder Institution keine oder keine genügende Leistung erbringt.

1.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 OHG werden Leistungen der Opferhilfe nur endgültig gewährt, wenn der Täter oder die Täterin oder eine andere verpflichtete Person oder Institution keine oder keine genügende Leistung erbringt. 1.4 Die zuständige kantonale Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest ( Art. 29 Abs. 2 OHG). Dies enthebt das Opfer nicht von der Pflicht, seine Verhält nisse zu offenbaren, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt und zumutbar ist. Das Opfer tritt eine Mitwirkungspflicht (BGE 126 II 97 E. 2e). Dabei ist zu berück sichtigen, dass der Verwaltungsstelle rechtlich und faktisch nicht dieselben prozessualen Untersuchungsmittel zur Verfügung stehen wie den Strafverfol gungsbehörden (BGE 126 II 97 E. 2e).

1.4 Die zuständige kantonale Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest ( Art. 29 Abs. 2 OHG). Dies enthebt das Opfer nicht von der Pflicht, seine Verhält nisse zu offenbaren, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt und zumutbar ist. Das Opfer tritt eine Mitwirkungspflicht (BGE 126 II 97 E. 2e). Dabei ist zu berück sichtigen, dass der Verwaltungsstelle rechtlich und faktisch nicht dieselben prozessualen Untersuchungsmittel zur Verfügung stehen wie den Strafverfol gungsbehörden (BGE 126 II 97 E. 2e). 2.

2. 2.1 D er Beschwerdegegner hielt im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) fest, die Beschwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 in der Küche gestürzt und habe sich das rechte Handgelenk gebrochen. Am 2 5. Januar 2019 sei im Spital Y.___ eine palmare Plattenosteosynthese vorgenommen worden.

2.1 D er Beschwerdegegner hielt im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) fest, die Beschwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 in der Küche gestürzt und habe sich das rechte Handgelenk gebrochen. Am 2 5. Januar 2019 sei im Spital Y.___ eine palmare Plattenosteosynthese vorgenommen worden. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bei ungenügender Aufklärung in den Eingriff eingewilligt hätte, zumal sie sich selbst als Notfall mit starken Schmerzen in das Spital eingewiesen habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts lasse eine zeitliche Dringlichkeit respektive ein Notfall eine eingeschränkte Aufklärung zu. Alternativen zu dem Eingriff seien nicht ersicht lich und eine zeitliche Verzögerung der Operation sei nicht angezeigt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sodann keine persönlichen Gründe dafür angege ben, dass sie eine Plattenosteosynthese bei umfassender Aufklärung abgelehnt hätte. Bei der Operation handle es sich um eine Standardmassnahme nach distaler Radiusfraktur ( S. 2 f. E. 2 b ).

Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bei ungenügender Aufklärung in den Eingriff eingewilligt hätte, zumal sie sich selbst als Notfall mit starken Schmerzen in das Spital eingewiesen habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts lasse eine zeitliche Dringlichkeit respektive ein Notfall eine eingeschränkte Aufklärung zu. Alternativen zu dem Eingriff seien nicht ersicht lich und eine zeitliche Verzögerung der Operation sei nicht angezeigt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sodann keine persönlichen Gründe dafür angege ben, dass sie eine Plattenosteosynthese bei umfassender Aufklärung abgelehnt hätte. Bei der Operation handle es sich um eine Standardmassnahme nach distaler Radiusfraktur ( S. 2 f. E. 2 b ). Aus den Akten der Suva ergebe sich, dass die Diagnose einer Radiusfraktur rechts korrekt gestellt worden sei. Eine Plattenosteosynthese stelle eine adäquate Behandlung des Bruches dar und es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Operation nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt worden sei. In der Folge habe sich ein Complex regional pain syndrome ( CRPS ) entwickelt. Diese s sei erkannt, diagnostiziert und konservativ behandelt worden. Die Beschwerdeführerin habe am 1 8. März 2019 angegeben, dass deutlich weniger Beschwerden bestünden. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2 4. Juni 2019 sei ein sehr gutes postoperatives Ergebnis festgestellt worden. Das Auftreten eines CRPS nach einer Operation lasse nicht per se auf eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung schliessen (S. 3 E. 2 c Mitte). Das Vorliegen einer Straf tat sei nicht gla ubhaft gemacht worden (S. 3 E 2 c unten).

Aus den Akten der Suva ergebe sich, dass die Diagnose einer Radiusfraktur rechts korrekt gestellt worden sei. Eine Plattenosteosynthese stelle eine adäquate Behandlung des Bruches dar und es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Operation nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt worden sei. In der Folge habe sich ein Complex regional pain syndrome ( CRPS ) entwickelt. Diese s sei erkannt, diagnostiziert und konservativ behandelt worden. Die Beschwerdeführerin habe am 1 8. März 2019 angegeben, dass deutlich weniger Beschwerden bestünden. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2 4. Juni 2019 sei ein sehr gutes postoperatives Ergebnis festgestellt worden. Das Auftreten eines CRPS nach einer Operation lasse nicht per se auf eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung schliessen (S. 3 E. 2 c Mitte). Das Vorliegen einer Straf tat sei nicht gla ubhaft gemacht worden (S. 3 E 2 c unten). Es sei primär Sache der Strafbehörden, das Vorliegen einer Straftat abzuklären Der Beschwerdegegner verfüge nicht über die Möglichkeiten, eine Strafunter suchung durchzuführen (S. 4 E. 3).

Es sei primär Sache der Strafbehörden, das Vorliegen einer Straftat abzuklären Der Beschwerdegegner verfüge nicht über die Möglichkeiten, eine Strafunter suchung durchzuführen (S. 4 E. 3). 2.2 Die B e schwerdeführerin brachte vor, trotz der am 2 5. Januar 2019 operierten Handgelenksfraktur sei es zu erheblichen neuen Beschwerden gekommen unter anderem mit Gefühlsstörungen in zwei Fingern, brennenden Schmerze n, Schwellungen und erheblicher Einbusse der Kraft ( Urk. 1 S. 3 Ziff. II. 1.1 a). Die von Anfang an bestehenden Probleme seien vom Arzt/Täter gegenüber der Patientin stets verharmlost und als angeblich völlig normaler Heilungsverlauf bezeichn et worden (S. 3 f Ziff. II. 1.1 b). Erst am 2 7. August 2019 habe der Arzt ihr gegenüber erklärt, dass doch nicht alles normal sei und man die Platte wieder entfernen müsse. Es sei aber keine klare Aussage/Diagnose bezüglich der wahren Beschwerdeursache gemacht worden, geschweige denn sei eine korrekte Opera tionsaufklärung erfolgt (S. 4 Ziff. II. 1.1 c). Es habe eine Operation «ins Blaue» erfolgen sollen, wobei der Operateur die Chance gehabt hätte, den Operationsbe richt selber zu formulieren und die Hinweise auf die wahre Schmerzursache beziehungsweise seine unsorgfältige Erstoperation zu vertuschen (S. 4 f. Ziff. 1.3).

2.2 Die B e schwerdeführerin brachte vor, trotz der am 2 5. Januar 2019 operierten Handgelenksfraktur sei es zu erheblichen neuen Beschwerden gekommen unter anderem mit Gefühlsstörungen in zwei Fingern, brennenden Schmerze n, Schwellungen und erheblicher Einbusse der Kraft ( Urk. 1 S. 3 Ziff. II. 1.1 a). Die von Anfang an bestehenden Probleme seien vom Arzt/Täter gegenüber der Patientin stets verharmlost und als angeblich völlig normaler Heilungsverlauf bezeichn et worden (S. 3 f Ziff. II. 1.1 b). Erst am 2 7. August 2019 habe der Arzt ihr gegenüber erklärt, dass doch nicht alles normal sei und man die Platte wieder entfernen müsse. Es sei aber keine klare Aussage/Diagnose bezüglich der wahren Beschwerdeursache gemacht worden, geschweige denn sei eine korrekte Opera tionsaufklärung erfolgt (S. 4 Ziff. II. 1.1 c). Es habe eine Operation «ins Blaue» erfolgen sollen, wobei der Operateur die Chance gehabt hätte, den Operationsbe richt selber zu formulieren und die Hinweise auf die wahre Schmerzursache beziehungsweise seine unsorgfältige Erstoperation zu vertuschen (S. 4 f. Ziff. 1.3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob im Hinblick auf die Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ von einer Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte und damit eine r fahrlässige n Körperverletzung auszugehen ist. Dies würde einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis tungen nach OHG begründen.

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob im Hinblick auf die Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ von einer Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte und damit eine r fahrlässige n Körperverletzung auszugehen ist. Dies würde einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis tungen nach OHG begründen. 3.

3. 3.1 Gemäss Unfallmeldung vom 3 0. Januar 2019 stürzte die Beschwerdeführerin am 2 3. Januar 2019 in der Küche und brach sich das rechte Handgelenk ( Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9).

3.1 Gemäss Unfallmeldung vom 3 0. Januar 2019 stürzte die Beschwerdeführerin am 2 3. Januar 2019 in der Küche und brach sich das rechte Handgelenk ( Urk. 8/5/1 Ziff. 2, 4-6 und 9). 3.2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Spital Y.___, nannte im Operationsbericht vom 2 8. Januar 2019 ( Urk. 8/5/3) als Diagnose eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts. Bei der Operation vom 2 5. Januar 2019 sei eine palmare Plattenosteosynthese distaler Radius rechts durchgeführt worden. Es wurde folgende Indikation angegeben : « Sturz auf das rechte Handgelenk mit Zuzug einer dorsal dislozierten Faktur, welche klar eine Operationsindikation dar stell t. Nun postprimär e Versorgung.»

3.2 Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Spital Y.___, nannte im Operationsbericht vom 2 8. Januar 2019 ( Urk. 8/5/3) als Diagnose eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts. Bei der Operation vom 2 5. Januar 2019 sei eine palmare Plattenosteosynthese distaler Radius rechts durchgeführt worden. Es wurde folgende Indikation angegeben : « Sturz auf das rechte Handgelenk mit Zuzug einer dorsal dislozierten Faktur, welche klar eine Operationsindikation dar stell t. Nun postprimär e Versorgung.» 3.3 Med. pract. A.___ und Dr. Z.___ führten im Austrittsbericht vom 2 5. Januar 2019 ( Urk. 8/5/4) aus, am 2 3. Januar 2019 sei eine notfallmässige Selbstzuweisung erfolgt. Die Patientin sei beim Putzen in ihrer Wohnung ausge rutscht und anschliessend auf das rechte Handgelenk gestürzt. Nun habe sie dort stärkste Schmerzen. Zudem verspüre sie Schmerzen im Rücken und im Gesäss. Nach dem Nachweis einer Fraktur sei initial die Aufnahme ins Spital zur Analge sie, Ruhigstellung und für die Durchführung abschwellender Massnahmen erfolgt. Der Eingriff sei am 2 5. Januar 2019 in Allgemeinanästhesie durchgeführt worden. In der postoperativen Röntgenkontrolle hätten sich regelrechte Stellungsverhält nisse gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei am 2 6. Januar 2019 auf eigenen Wunsch entlassen worden (S. 1 unten).

3.3 Med. pract. A.___ und Dr. Z.___ führten im Austrittsbericht vom 2 5. Januar 2019 ( Urk. 8/5/4) aus, am 2 3. Januar 2019 sei eine notfallmässige Selbstzuweisung erfolgt. Die Patientin sei beim Putzen in ihrer Wohnung ausge rutscht und anschliessend auf das rechte Handgelenk gestürzt. Nun habe sie dort stärkste Schmerzen. Zudem verspüre sie Schmerzen im Rücken und im Gesäss. Nach dem Nachweis einer Fraktur sei initial die Aufnahme ins Spital zur Analge sie, Ruhigstellung und für die Durchführung abschwellender Massnahmen erfolgt. Der Eingriff sei am 2 5. Januar 2019 in Allgemeinanästhesie durchgeführt worden. In der postoperativen Röntgenkontrolle hätten sich regelrechte Stellungsverhält nisse gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei am 2 6. Januar 2019 auf eigenen Wunsch entlassen worden (S. 1 unten). Das weitere Vorgehen bestehe in der Ruhigstellung des Handgelenks mittels einer Handgelenksmanschette für sieben Tage und der Fortführung der physiothera peutischen Massnahmen ohne Belastung und mit bedarfsgerechter Analgesie (S. 2).

Das weitere Vorgehen bestehe in der Ruhigstellung des Handgelenks mittels einer Handgelenksmanschette für sieben Tage und der Fortführung der physiothera peutischen Massnahmen ohne Belastung und mit bedarfsgerechter Analgesie (S. 2). 3.4 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 5/5) als Diagnose einen Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 2 5. Januar 2019 mit CRPS recht s (konservative Therapie). Dr. Z.___ führte weiter aus, die Patientin habe einen Cortisonschub für 12 Tage bekommen. Bezüglich ihres CRPS nach Plattenosteosynthese distaler Radius rechts bestünden deutlich weniger Beschwerden.

3.4 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 1 8. März 2019 ( Urk. 5/5) als Diagnose einen Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 2 5. Januar 2019 mit CRPS recht s (konservative Therapie). Dr. Z.___ führte weiter aus, die Patientin habe einen Cortisonschub für 12 Tage bekommen. Bezüglich ihres CRPS nach Plattenosteosynthese distaler Radius rechts bestünden deutlich weniger Beschwerden. 3.5 In der Krankenakte des Spital s Y.___ ist zu einer Untersuchung vom 2 6. April 2019 handschriftlich vermerkt ( Urk. 8/1/4 S. 1 oben), die Beschwerdeführerin habe Schmerzen, aktuell vor allem dorsal u l nar angegeben, die auch bei leichter Berührung bestünden. Bei Ruhestellung bestünden manchmal Schmerzen. Nach der Operation habe sie während zirka vier Wochen eine Schiene getragen. Der Unterarm sei leicht geschwollen. Eventue ll handle es sich um ein CRPS.

3.5 In der Krankenakte des Spital s Y.___ ist zu einer Untersuchung vom 2 6. April 2019 handschriftlich vermerkt ( Urk. 8/1/4 S. 1 oben), die Beschwerdeführerin habe Schmerzen, aktuell vor allem dorsal u l nar angegeben, die auch bei leichter Berührung bestünden. Bei Ruhestellung bestünden manchmal Schmerzen. Nach der Operation habe sie während zirka vier Wochen eine Schiene getragen. Der Unterarm sei leicht geschwollen. Eventue ll handle es sich um ein CRPS. 3.6 Suva-Kreisärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Chirurgie, erstattete am 2 6. Juni 2019 ( Urk. 8/5/7) einen Bericht über die Untersuchung der Beschwer deführerin vom 2 4. Juni 201 9.

3.6 Suva-Kreisärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Chirurgie, erstattete am 2 6. Juni 2019 ( Urk. 8/5/7) einen Bericht über die Untersuchung der Beschwer deführerin vom 2 4. Juni 201 9. Dr. B.___ gab zum Röntgenbefund vom 1 8. März 2019 an, verglichen mit der Voruntersuchung vom 2 6. Januar 2019 bestehe eine unveränderte, regelrechte Stellung bei Status nach Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur. Vorbestehend sei eine ossäre Trümmerzone im dorsalen Radius. Das Osteosynthe sematerial sei intakt und liege regelrecht (S. 1 unten). Gemäss einem Bericht von Dr. Z.___ vom 2 7. Mai 2019 gehe es der Patientin eigentlich sehr gut bei nahezu uneingeschränkte r Funktion. Es bestehe eine konventionell radiologisch geheilte Fraktur. Gemäss dem Röntgenbefund vom 2 7. Mai 2019 sei das Osteo synthesematerial intakt und nicht gelockert. Es bestehe eine progrediente Konsolidierung, wobei der ehemalige Frakturspalt noch partiell einsehbar sei (S. 2 oben).

Dr. B.___ gab zum Röntgenbefund vom 1 8. März 2019 an, verglichen mit der Voruntersuchung vom 2 6. Januar 2019 bestehe eine unveränderte, regelrechte Stellung bei Status nach Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur. Vorbestehend sei eine ossäre Trümmerzone im dorsalen Radius. Das Osteosynthe sematerial sei intakt und liege regelrecht (S. 1 unten). Gemäss einem Bericht von Dr. Z.___ vom 2 7. Mai 2019 gehe es der Patientin eigentlich sehr gut bei nahezu uneingeschränkte r Funktion. Es bestehe eine konventionell radiologisch geheilte Fraktur. Gemäss dem Röntgenbefund vom 2 7. Mai 2019 sei das Osteo synthesematerial intakt und nicht gelockert. Es bestehe eine progrediente Konsolidierung, wobei der ehemalige Frakturspalt noch partiell einsehbar sei (S. 2 oben). Die Beschwerdeführerin habe bei der kreisärztlichen Untersuchung angegeben, dass es ihr nicht gut gehe und sie immer Schmerzen im Bereich der rechten Hand habe. Sie könne nichts Schweres heben. Die Intensität der Schmerzen liege zwischen vier und fünf auf der Schmerzskala (S. 2 Mitte). Weiter bemerke sie immer noch ein e leichte Verbesserung. So könne sie sich wieder alleine anziehen. Leichte Sachen könne sie wieder tragen. Schliesslich stelle sie immer wieder fest, dass es im Bereich der Hand und im Unterarm zu Schwellungen komme und manchmal e in Druck ums Handgelenk bestehe (S. 2 unten).

Die Beschwerdeführerin habe bei der kreisärztlichen Untersuchung angegeben, dass es ihr nicht gut gehe und sie immer Schmerzen im Bereich der rechten Hand habe. Sie könne nichts Schweres heben. Die Intensität der Schmerzen liege zwischen vier und fünf auf der Schmerzskala (S. 2 Mitte). Weiter bemerke sie immer noch ein e leichte Verbesserung. So könne sie sich wieder alleine anziehen. Leichte Sachen könne sie wieder tragen. Schliesslich stelle sie immer wieder fest, dass es im Bereich der Hand und im Unterarm zu Schwellungen komme und manchmal e in Druck ums Handgelenk bestehe (S. 2 unten). Zu den erhobenen Befunden wurde ausgeführt, palpatorisch würden leichte diffuse Druckschmerzen im Bereich der Narbe und des Handgelenks angegeben. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei im Seitenvergleich noch end g ra dig eingeschränkt (S. 3 Mitte). Die Tr ophik der Hand sei unauffällig (S. 3 unten).

Zu den erhobenen Befunden wurde ausgeführt, palpatorisch würden leichte diffuse Druckschmerzen im Bereich der Narbe und des Handgelenks angegeben. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei im Seitenvergleich noch end g ra dig eingeschränkt (S. 3 Mitte). Die Tr ophik der Hand sei unauffällig (S. 3 unten). Dr. B.___ nannte als Diagnose Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand und des Handgelenks bei Status nach osteosynthetisch versorgter, dorsal dislo zierter Radiusfraktur rechts und im Verlauf konservativ behandelte s CRPS rechts (S. 4 oben).

Dr. B.___ nannte als Diagnose Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand und des Handgelenks bei Status nach osteosynthetisch versorgter, dorsal dislo zierter Radiusfraktur rechts und im Verlauf konservativ behandelte s CRPS rechts (S. 4 oben). Die Bes chwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 gestürzt und habe sich die dokumentierte Radiusfraktur rechts zugezogen. Die Erstbehandlung sei im Spital Y.___ erfolgt, wo eine Osteosynthese durchgeführt worden sei. Der Eingriff sei bezüglich der Wundheilung komplikationslos verlaufen. Im weiteren Verlauf sei klinisch die Diagnose eines CRPS gestellt worden, das konservativ behandelt worden sei. Schliess lich sei es zum Abflauen der CRPS-Symptomatik gekommen mit einer insgesamt guten Handfunktion (S. 4 Mitte). Die Beschwer deführerin habe sich in einem guten Allgemein- und Ernährungszustand präsen tiert. Während der Anamnese habe sie beide Arme gleichmässig in die Gestikula tion eingebunden. Insgesamt liege ein sehr gutes postoperatives, rehabilitiertes Ergebnis vor, ohne nachweisbare trophische Veränderungen und ohne Anhalts punkte für das Fortbestehen eines CRPS (S. 4 unten).

Die Bes chwerdeführerin sei am 2 3. Januar 2019 gestürzt und habe sich die dokumentierte Radiusfraktur rechts zugezogen. Die Erstbehandlung sei im Spital Y.___ erfolgt, wo eine Osteosynthese durchgeführt worden sei. Der Eingriff sei bezüglich der Wundheilung komplikationslos verlaufen. Im weiteren Verlauf sei klinisch die Diagnose eines CRPS gestellt worden, das konservativ behandelt worden sei. Schliess lich sei es zum Abflauen der CRPS-Symptomatik gekommen mit einer insgesamt guten Handfunktion (S. 4 Mitte). Die Beschwer deführerin habe sich in einem guten Allgemein- und Ernährungszustand präsen tiert. Während der Anamnese habe sie beide Arme gleichmässig in die Gestikula tion eingebunden. Insgesamt liege ein sehr gutes postoperatives, rehabilitiertes Ergebnis vor, ohne nachweisbare trophische Veränderungen und ohne Anhalts punkte für das Fortbestehen eines CRPS (S. 4 unten). 3.7 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 2 6. August 2019 ( Urk. 8/1/6) nach der Sprechstunde vom gleichen Tag als Diagnosen:

3.7 Dr. Z.___ nannte im Bericht vom 2 6. August 2019 ( Urk. 8/1/6) nach der Sprechstunde vom gleichen Tag als Diagnosen: - Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 25. Januar 2019

Status nach palmarer Plattenosteosynthese distaler Radius rechts vom 25. Januar 2019 - CRPS rechts (konservative Therapie)

CRPS rechts (konservative Therapie) Dr. Z.___ führte weiter aus, gut neun Monate nach der palmaren Plattenoste osynthese bestehe eine eigentlich nahezu uneingeschränkte Funktion mit minimaler Beugehemmung. Bei leicht eingeschränkter Beugefunktion der Finger und des Daumens und möglicher Plattenreizung solle das Osteosynthesematerial entfernt werden.

Dr. Z.___ führte weiter aus, gut neun Monate nach der palmaren Plattenoste osynthese bestehe eine eigentlich nahezu uneingeschränkte Funktion mit minimaler Beugehemmung. Bei leicht eingeschränkter Beugefunktion der Finger und des Daumens und möglicher Plattenreizung solle das Osteosynthesematerial entfernt werden. 3.8 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab im Bericht vom 1 3. September 2019 ( Urk. 8/1/5) an, die Fraktur am rechten Handgelenk sei am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels Osteosynthese versorgt worden. Die Beschwerden hätten sich nach der Operation gebessert. Ein Teil der Beschwer den habe jedoch persistiert, weshalb bisher eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die Entfernung des Materials sei für den 2 5. Oktober 2019 vorgesehen. Vor dem Unfall habe die Patientin nie Probleme mit dem rechten Handgelenk gehabt.

3.8 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab im Bericht vom 1 3. September 2019 ( Urk. 8/1/5) an, die Fraktur am rechten Handgelenk sei am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels Osteosynthese versorgt worden. Die Beschwerden hätten sich nach der Operation gebessert. Ein Teil der Beschwer den habe jedoch persistiert, weshalb bisher eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die Entfernung des Materials sei für den 2 5. Oktober 2019 vorgesehen. Vor dem Unfall habe die Patientin nie Probleme mit dem rechten Handgelenk gehabt. 3.9 Dr. med. D.___, Fachärztin für Rheumatologie, nannte im Bericht vom 2 5. November 2019 ( Urk. 8/5/11 S. 1-3) nach den Untersuchungen vom 1 1. und 2 5. November 2019 (S. 1) als Diagnosen (S. 1):

3.9 Dr. med. D.___, Fachärztin für Rheumatologie, nannte im Bericht vom 2 5. November 2019 ( Urk. 8/5/11 S. 1-3) nach den Untersuchungen vom 1 1. und 2 5. November 2019 (S. 1) als Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 bei nach dorsal dislozierter Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019

Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 bei nach dorsal dislozierter Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - k linisch und radiologisch keine Hinweise für ein CRPS

k linisch und radiologisch keine Hinweise für ein CRPS - cervikospondylogenes Syndrom rechts mehr als links

cervikospondylogenes Syndrom rechts mehr als links - leicht Periarthropathia humeroscaplularis rechts, Erstdiagnose November 2019

leicht Periarthropathia humeroscaplularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019

Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 Dr. D.___ führte weiter aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass der behandelnde Chirurg ihr die Diagnose eines CRPS erst Anfang September 2019 mitgeteilt habe. Vor einer Entfernung der Plattenosteosynthese wolle sie sich erst ein mal beraten lassen. Sie habe immer mehr Schmerzen und weniger Kraft. Der rechte Vorderarm fühle sich ganz kalt an (S. 1 unten).

Dr. D.___ führte weiter aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass der behandelnde Chirurg ihr die Diagnose eines CRPS erst Anfang September 2019 mitgeteilt habe. Vor einer Entfernung der Plattenosteosynthese wolle sie sich erst ein mal beraten lassen. Sie habe immer mehr Schmerzen und weniger Kraft. Der rechte Vorderarm fühle sich ganz kalt an (S. 1 unten). Auf den Röntgenbildern des rechten Handgelenks vom 3 1. Oktober 2019 sei keine Osteopenie zu erkennen (S. 2 unten). Radiologisch bestünden keine Hinweise für ein CRPS ( S. 3 oben).

Auf den Röntgenbildern des rechten Handgelenks vom 3 1. Oktober 2019 sei keine Osteopenie zu erkennen (S. 2 unten). Radiologisch bestünden keine Hinweise für ein CRPS ( S. 3 oben). 3.10 Die Beschwerdeführerin reichte zudem einen Bericht der Ärzte der Universitäts klinik E.___ vom 2 8. Mai 2018 ( Urk. 13) ein.

3.10 Die Beschwerdeführerin reichte zudem einen Bericht der Ärzte der Universitäts klinik E.___ vom 2 8. Mai 2018 ( Urk. 13) ein. Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1):

Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1): - Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019

Status nach Plattenosteosynthese vom 2 5. Januar 2019 - nach dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019

nach dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts vom 2 3. Januar 2019 - Verdacht auf Partial-Läsion TFC

Verdacht auf Partial-Läsion TFC - chronifizierte rechtsseitige Nacken-/Armschmerzen rechts

chronifizierte rechtsseitige Nacken-/Armschmerzen rechts - Periarthropathia humeroscapularis rechts, Erstdiagnose November 2019

Periarthropathia humeroscapularis rechts, Erstdiagnose November 2019 - Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019

Epicondylopathia humeri radialis und ulnaris rechts, Erstdiagnose November 2019 - beginnende periphere und zentrale Sensibilisierung

beginnende periphere und zentrale Sensibilisierung Weiter wurde ausgeführt, es bestehe eine diffuse Durckdolenz im Bereich des gesamten Handgelenks (S. 1 unten). Ein Teil der Beschwerden sei durch eine Läsion des TFCC erklärbar (S. 2 unten).

Weiter wurde ausgeführt, es bestehe eine diffuse Durckdolenz im Bereich des gesamten Handgelenks (S. 1 unten). Ein Teil der Beschwerden sei durch eine Läsion des TFCC erklärbar (S. 2 unten). 4.

4. 4.1 Die Einwilligung des Betroffenen in eine ärztliche Behandlung vermag eine einfache Körperverletzung immer zu rechtfertigen ( Trechsel /Pieth, Schweize risches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Geth N 8 vor Art. 122 StGB ).

4.1 Die Einwilligung des Betroffenen in eine ärztliche Behandlung vermag eine einfache Körperverletzung immer zu rechtfertigen ( Trechsel /Pieth, Schweize risches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Geth N 8 vor Art. 122 StGB ). 4.2 Nach Art. 125 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) wird, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, auf Antrag, mit Freiheits strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

4.2 Nach Art. 125 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) wird, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, auf Antrag, mit Freiheits strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 4.3 Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nerven systems, der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische Reflexdistrophie ) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Nervenläsion. Klinisch e Zeichen beziehungsweise Symptome eines CRPS sind schwer lokalisierbare bren nende Schmerzen (zum Beispiel Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u. a. Ödeme, Temperatur- und Schweisssekretionsstörung, eventuell trophische Störung der Haut, Nagelverän derungen, lokal vermehrtes Haarwachstum ). Das CRPS ist eine neurologisch- orthopädisch-traumatologische Erkrankung und ein organischer beziehungsweise k örperlicher Gesundheitsschaden ( Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2018 vom 1 8. September 2018 E. 4.1.2).

4.3 Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nerven systems, der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische Reflexdistrophie ) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Nervenläsion. Klinisch e Zeichen beziehungsweise Symptome eines CRPS sind schwer lokalisierbare bren nende Schmerzen (zum Beispiel Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u. a. Ödeme, Temperatur- und Schweisssekretionsstörung, eventuell trophische Störung der Haut, Nagelverän derungen, lokal vermehrtes Haarwachstum ). Das CRPS ist eine neurologisch- orthopädisch-traumatologische Erkrankung und ein organischer beziehungsweise k örperlicher Gesundheitsschaden ( Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2018 vom 1 8. September 2018 E. 4.1.2). 5.

5. 5.1 Die Beschwerdeführerin zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts zu, die am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels einer palmaren Plattenosteosynthese versorgt wurde (vorstehend E. 3.1-3.3). In der Folge entwickelte sich offenbar ein CRPS (E. 3.4). Dr. D.___ konnte in den Untersuchungen vom November 2019 keine Hinweise für ein CRPS mehr feststellen (E. 3.9 hiervor ).

5.1 Die Beschwerdeführerin zog sich am 2 3. Januar 2019 bei einem Sturz eine dorsal dislozierte Radiusfraktur rechts zu, die am 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ mittels einer palmaren Plattenosteosynthese versorgt wurde (vorstehend E. 3.1-3.3). In der Folge entwickelte sich offenbar ein CRPS (E. 3.4). Dr. D.___ konnte in den Untersuchungen vom November 2019 keine Hinweise für ein CRPS mehr feststellen (E. 3.9 hiervor ). 5.2 Mit Blick auf die vorliegenden Arztberichte kann auf die beantragte persönliche Befragung der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 1.5 c unten) verzichtet werden. Da auf die Berichte des Unfallversicherers und der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann, sind auch von einer Begutachtung der Beschwerdefüh rerin ( Urk. 1 S. 7 Ziff. 1.5c) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies nachdem in den medizinischen Untersuchungen und den nach der Operation vom 2 5. Januar 2019 erstellten Röntgenbildern keine Hinweise für einen ärztlichen Fehler festgestellt worden waren.

5.2 Mit Blick auf die vorliegenden Arztberichte kann auf die beantragte persönliche Befragung der Beschwerdeführerin ( Urk. 1 S. 6 Ziff. 1.5 c unten) verzichtet werden. Da auf die Berichte des Unfallversicherers und der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann, sind auch von einer Begutachtung der Beschwerdefüh rerin ( Urk. 1 S. 7 Ziff. 1.5c) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies nachdem in den medizinischen Untersuchungen und den nach der Operation vom 2 5. Januar 2019 erstellten Röntgenbildern keine Hinweise für einen ärztlichen Fehler festgestellt worden waren. 5.3 Wie der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in die Operation vom 2 5. Januar 2019 eingewilligt hat ( Urk. 2 S. 2 f. E. 2b). Bei der durchgeführten palmaren Platten osteosynthese handelt es sich sodann, soweit ersichtlich, um das übliche Vorgehen bei ei ner distalen Radiusfraktur. Das in der Folge aufgetretene CRPS wurde gemäss den Akten korrekt diagnostiziert und behandelt.

5.3 Wie der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in die Operation vom 2 5. Januar 2019 eingewilligt hat ( Urk. 2 S. 2 f. E. 2b). Bei der durchgeführten palmaren Platten osteosynthese handelt es sich sodann, soweit ersichtlich, um das übliche Vorgehen bei ei ner distalen Radiusfraktur. Das in der Folge aufgetretene CRPS wurde gemäss den Akten korrekt diagnostiziert und behandelt. Von Seiten der Beschwerdeführerin wurde nicht glaubhaft dargelegt, dass den Ärzten des Spital s Y.___ im Zusammenhang mit der Operation vom 2 5. Januar 2019 eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen wäre. Gemäss dem Austrittsbericht der Ärzte des Spital s Y.___ vom 2 5. Januar 2019 finden sich in den nach der Operation erstellten Röntgenbilder n regelrec hte Verhältnisse der Plattenosteosynthese (vgl. E. 3.3), was gegen einen ärztlichen Fehler spricht. In den von Dr. B.___ im Bericht vom 2 6. Juni 2019 erwähnten Akten und Rönt genbildern finden sich ebenfalls keine Hinweise für eine Sorgfaltspflichtver letzung der behandelnden Ärzte. Es ist daher davon auszugehen, dass die Behandlung der distalen Radiusfraktur rechts und des CRPS korrekt nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgte. Der Umstand allein, dass nach der Operation zwischenzeitlich ein CRPS aufgetreten ist, lässt entgegen der Beschwerdeführerin keine Rückschlüsse auf ein e Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte zu.

Von Seiten der Beschwerdeführerin wurde nicht glaubhaft dargelegt, dass den Ärzten des Spital s Y.___ im Zusammenhang mit der Operation vom 2 5. Januar 2019 eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen wäre. Gemäss dem Austrittsbericht der Ärzte des Spital s Y.___ vom 2 5. Januar 2019 finden sich in den nach der Operation erstellten Röntgenbilder n regelrec hte Verhältnisse der Plattenosteosynthese (vgl. E. 3.3), was gegen einen ärztlichen Fehler spricht. In den von Dr. B.___ im Bericht vom 2 6. Juni 2019 erwähnten Akten und Rönt genbildern finden sich ebenfalls keine Hinweise für eine Sorgfaltspflichtver letzung der behandelnden Ärzte. Es ist daher davon auszugehen, dass die Behandlung der distalen Radiusfraktur rechts und des CRPS korrekt nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgte. Der Umstand allein, dass nach der Operation zwischenzeitlich ein CRPS aufgetreten ist, lässt entgegen der Beschwerdeführerin keine Rückschlüsse auf ein e Sorgfaltspflichtverletzung der operierenden Ärzte zu. Dr. Z.___ stellte im Bericht vom 1 8. März 2019 die Diagnose eines CRPS (vorstehend E. 3.4). Die Behauptung, er habe die Beschwerdeführerin absichtlich zu spät über das Vorliegen eines CRPS informiert ( Urk. 1 S. 3 f. Ziff. II 1.1 b), findet in den me dizinischen Akten keine Stütze, da er die Diagnose nicht verheimlichte.

Dr. Z.___ stellte im Bericht vom 1 8. März 2019 die Diagnose eines CRPS (vorstehend E. 3.4). Die Behauptung, er habe die Beschwerdeführerin absichtlich zu spät über das Vorliegen eines CRPS informiert ( Urk. 1 S. 3 f. Ziff. II 1.1 b), findet in den me dizinischen Akten keine Stütze, da er die Diagnose nicht verheimlichte. 5.4 Z usammenfassend fehlt es bezüglich der Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ am Nachweis einer Straftat beziehungsweise wurde eine solche von der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht.

5.4 Z usammenfassend fehlt es bezüglich der Operation vom 2 5. Januar 2019 im Spital Y.___ am Nachweis einer Straftat beziehungsweise wurde eine solche von der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht. Der Beschwerdegegner hat einen Anspruch auf Leistungen nach OHG demzufolge zu Recht verneint und der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

Der Beschwerdegegner hat einen Anspruch auf Leistungen nach OHG demzufolge zu Recht verneint und der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6.

6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).

6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind vorliegend erfüllt.

Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind vorliegend erfüllt. 6.2 Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.

6.2 Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt. Der v on Rechtsanwalt Dr. Thür in der Honorarnote vom 1 0. Juni 2020 neu geltend gemachte Aufwand von 13 Stunden und 35 Minuten zuzüglich Baraus lagen ( Urk. 14) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er die Beschwerdeführerin schon im Verfahren vor dem Beschwerdegegner vertrat. So erweist sich ein Aufwand von 195 Minuten für Aktenstudium und von über fünf Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift als überhöht.

Der v on Rechtsanwalt Dr. Thür in der Honorarnote vom 1 0. Juni 2020 neu geltend gemachte Aufwand von 13 Stunden und 35 Minuten zuzüglich Baraus lagen ( Urk. 14) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er die Beschwerdeführerin schon im Verfahren vor dem Beschwerdegegner vertrat. So erweist sich ein Aufwand von 195 Minuten für Aktenstudium und von über fünf Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift als überhöht. Angesichts der zu studierenden rund 30 Aktenstücke des Beschwerdegegners und der achtseitigen Rechtsschrift sowie den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung sowie der in ähnliche n Fällen zugesprochenen Beträge ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. Thür bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren.

Angesichts der zu studierenden rund 30 Aktenstücke des Beschwerdegegners und der achtseitigen Rechtsschrift sowie den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung sowie der in ähnliche n Fällen zugesprochenen Beträge ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. Thür bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren. Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.

Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür, Zürich, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. D i e Beschwerdeführer in wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür, Zürich, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. D i e Beschwerdeführer in wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür

Rechtsanwalt Dr. Rolf Thür - Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unter Beilage je einer Kopie von Urk. 15-16

Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unter Beilage je einer Kopie von Urk. 15-16 - Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

MosimannBrugger