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Einmal kriminell, immer kriminell?
Die Wirksamkeit moralischer Verhaltensinterventionen bei jugendlichen Delinquenten
DOI:https://doi.org/10.26043/GISo.2023.2.2
Schlagworte:Moralentwicklung, Jugendkriminalität, Verhaltensinterventionen, Metaanalyse
Abstract
Es gibt zahlreiche empirische Belege dafür, dass Jugenddelinquenz mit Störungen in der moralischen Entwicklung, im moralischem Urteilsvermögen, der Empathie und in den Emotionen Schuld und Scham verbunden sein kann. Folglich wurden Interventionen entwickelt, die auf die moralische Entwicklung jugendlicher Delinquenter abzielen, um die Wiederholung von Straftaten zu reduzieren. Eine umfassende Zusammenfassung von Studien, die die Wirksamkeit dieser Interventionen untersuchten, liegt jedoch bis heute nicht vor. Der aktuelle Beitrag befasst sich daher mit den beiden folgenden Fragestellungen: Zum einen geht es darum, ob moralische Verhaltensinterventionen bei jugendlichen Delinquenten wirksam sind, um moralisches Urteilsvermögen zu beeinflussen. Zum anderen soll der Frage nachgegangen werden, ob durch diese Interventionen verhindert werden kann, dass sie rückfällig werden. Die Ergebnisse der beiden Metaanalysen, die in diesem Zusammenhang durchgeführt wurden, zeigen, dass moralische Verhaltensinterventionen einen kleinen bis mittleren, aber dennoch signifikanten Gesamteffekt auf das moralische Urteilsvermögen hatten. Lediglich der Interventionstyp erwies sich als signifikanter Moderator. Die Gesamtwirkung auf Rückfälle war gering und nicht signifikant.
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