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Kontext: Die Zellteilung und die damit verbundene Teilung des Erbgutes (Genom) ist einer der bedeutendsten Prozesse in unserer Natur. Sie gewährleistet die Differenzierung und das Wachstum aller Lebewesen. Dabei werden Erbgut und andere wichtige Elemente der Zelle verdoppelt und den Tochterzellen zugeordnet. Vor der tatsächlichen Spaltung der Zelle kommt es zur Kernteilung, der sogenannten ‚Mitose'. Dabei werden die replizierten Chromosomen räumlich aufgereiht und voneinander getrennt und auseinander gezogen. Dieser Prozess wird durch die sogenannte mitotische Spindel erreicht, eine molekulare Superstruktur bestehend aus Mikrotubuli, einem Biopolymer, sowie assoziierten molekularen Maschinen (Motorproteine), und deren Regulatoren und anderen Bindeproteinen. Die für die Chromosomentrennung verantwortlichen Kräfte und die räumliche und zeitliche Koordination sind nicht vollständig verstanden und deshalb ein aktuelles Thema in der Grundlagenforschung. Es ist zum Beispiel nicht klar, an welcher Stelle der Spindel diese Kräfte entstehen, an den sogenannten Spindelpolen oder an den Verbindungspunkten zwischen Chromosomen und Spindel. Methoden: Es sollen Methoden entwickelt werden, mit denen die Mechanik der mitotischen Spindel im Detail studiert werden kann. Die Entwicklung einer Apparatur zur Messung von Kräften, zur mechanischen Charakterisierung der Spindel sowie deren Teilkomponenten ist notwendig. Dazu werden etablierte Methoden der Lichtmikroskopie, der Oberflächentechnik und der Nanotechnik verwendet. Grundlegende Methoden der Biochemie werden zu Hilfe gezogen. Bedeutung: Die Grundlagenforschung im Bereich der Zellteilung hat direkte Anwendungen in der Krebsforschung. Da die Proliferation von Krebszellen erhöht ist, was mit schnellem Gewebewachstum einhergeht, werden Wege gesucht, um diese schnelle Zellteilungsfolge zu hemmen oder zu unterbinden. Dies bedarf jedoch detaillierter Kenntnisse über die Schlüsselkomponenten und Regulatoren. Ein Ansatz ist die Hemmung der Kraft generierenden Proteine.