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In Band 7 der Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005 stehen literaturwissenschaftliche Fragen vom Hochmittelalter bis zur Frühmoderne im Vordergrund.
Wo Bilder und sprachlich artikulierte Werke einander kontextualisieren, entstehen Verhältnisse der Interdependenz oder des Austauschs. Diese werden in der Sektion «Bild, Rede, Schrift» auf ihr Potential hin befragt. Untersucht werden kalkulierte Kombinationen von Text und Bild wie auch unterschwellige Phänomene eines Austauschs oder Konnexes.
In der Sektion «Kleriker, Adel, Stadt» werden diese kulturgeschichtlichen Kategorien, die gern heuristisch zur Typisierung mittelalterlicher Literatur dienen, nach ihrem Konfliktgehalt durchleuchtet: Wie bestimmen diese Kulturen ihr Verhältnis zueinander? Welche literarischen Gattungen oder Diskursformen dominieren? Wie stehen sie zu aussereuropäischen/nicht-christlichen Kulturen?
Über einfache rezeptionsgeschichtliche Fragen hinaus zeigen die Beiträge der abschliessenden Sektion «Wissenschaften und Literatur seit der Renaissance» anhand exemplarischer Untersuchungen, wie sich Literatur aller Gattungen mit verschiedenen Wissenstraditionen auseinandersetzt und im Umfeld wissenschaftlicher Neuerungen entsteht.