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Zu dieser Einschätzung gelangt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner ersten Prognose für die anstehende Erntesaison, die fast den gleichen Ertrag bringen soll wie 2013/14. Die Washingtoner Experten prognostizieren in ihrem Zuckermarkt-Bericht eine weltweite Erzeugung von 175,6 Mio t Zentrifugalzucker in Rohwert; das wären 114 000 t oder 0,1 % weniger als das jetzt geschätzte Ergebnis für 2013/14.
Dieses wurde verglichen mit der November-Prognose um 877 000 t auf 175,7 Mio t angehoben. Im Einzelnen wird für den „Zucker-Riesen“ Brasilien ein Ernterückgang vorausgesagt, der aber durch Zuwächse der Produktion unter anderem in Indien und der EU annähernd ausgeglichen werden soll. Den globalen Zuckerverbrauch sieht das USDA in der Kampagne 2014/15 um gut 3 Mio t oder 1,8 % auf 170,5 Mio t steigen. Demnach würde aber im fünften Jahr in Folge die weltweite Erzeugung den Zuckerkonsum im Nahrungsbereich übertreffen.
Dennoch soll es gemäß der Ministeriumsvorhersage insgesamt zu einem Abbau der Bestände in den erfassten Ländern kommen, nämlich um 1,1 Mio t oder 2,4 % auf 44,4 Mio t. Die Erwartung einer weiterhin recht reichlichen Verfügbarkeit des Süßstoffes hat die Kurse zuletzt wieder unter Druck gesetzt: Am Dienstag vergangener Woche wurde der Rohzucker-Julikontrakt Nummer 11 in New York für 17,02 cts/lb (275 Euro/t) abgerechnet, während er Mitte Mai in der Spitze noch für 18,28 cts/lb (296 Euro/t) gehandelt worden war. Parallel dazu ging es auch mit der Weißzuckernotierung abwärts. Der für dieses Produkt an der Londoner Börse gehandelte August-Kontrakt kostete am 27. Mai auf Abrechnungsbasis 465,6 $/t (342 Euro), verglichen mit noch bis zu 496 $/t (384 Euro) Mitte Mai.