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mittels eines heißen
Eisens gekräuselte und verfilzte Glaseide (s.
Glasspinnerei), die als plüschartiger
Ausputz, als Filtriermaterial sowie ihrer eigentümlichen Wärme
[* 3] erzeugenden Wirkung wegen als
Gicht- und Rheumatismuswatte
(Glaswatte) Verwendung findet.
Ein Glas von besonderer Zusammensetzung liefert Glasseide, welche sich nach dem Aufschneiden auf der Trommel zu einer Spirale
von 1/5 der Länge des Fadens kraust. Diese Glaswolle ist schneeig weiß, von blendendem Schimmer und sehr
geringem Wärmeleitungsvermögen; sie erzeugt auf der Haut sofort ein Gefühl von Wärme und ist deshalb als Gicht- und Rheumatismuswatte
mit Erfolg gebraucht worden; man benutzt sie ferner zu Muffen, Kappen, Hüten, als Plüschbesatz, zu Straußfedern, Pleureusen
und besonders
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als treffliches Filtriermaterial, welches von Chemikalien nicht angegriffen wird und leicht wieder zu reinigen ist. Die Glasspinnerei, welche
bis jetzt nur über sehr wenige Farben verfügt, dürfte eine große Zukunft haben, sobald es gelingt, das Glasgespinst von der
Trommel abzuhaspeln.
Vgl. Tscheuschner, Handbuch der Glasfabrikation
[* 17] (Weim. 1884);