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Mitten in der Ukraine-Krise forderte Präsident Putin die Chefs der russischen Rüstungsindustrie “zu neuen Höchstleistungen” auf. Bei seiner Konferenz mit den Unternemen richtete der Oberbefehlshaber das Augenmerk auf das staatliche Beschaffungsprogramm, das unter dem Code „GPV-2027“ läuft.
Als Hauptgrund für die weitere Stärkung der Streitkräfte nannte Putin die Modernisierung der NATO und der US-Streitkräfte in Europa sowie Manöver in der Nähe der russischen Grenzen. Er wies darauf hin, dass ein weiteres amerikanisches Schiff in das Schwarze Meer eingelaufen sei. Putin betonte auch die mögliche Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa.
Zum “GPV-2027” stellte Putin einen „bedeutenden Fortschritt“ im Bereich der Luft- und Raumfahrtverteidigung fest. „In Übereinstimmung mit den früher getroffenen Entscheidungen sollen in den kommenden Jahren mehr als 200 Flugzeuge und 26 Flugabwehrraketensysteme S-350, S-400 und S-500 an die Truppe geliefert werden.
Generell wird das derzeitige Tempo der Aufrüstung der Luftverteidigungs- und Raketenabwehrkräfte es ermöglichen, den Anteil moderner Waffen und Ausrüstungen in den Jahren 2025–2027 auf mindestens 80% zu erhöhen. Russische Experten schätzen die Kosten für diese Ausgaben auf über 1 Billion Rubel, was mehr als 14 Milliarden $ entspricht. Was Russland für die Rüstung ausgeben kann, hängt direkt von den Einnahmen ab, die es aus dem Erdöl- und Erdgas-Export schöpft (Rosneft und Gazprom).
Putin erklärte, dass die Marine 49 neue Kampfschiffe und -boote und neun landgestützte Raketensysteme erhält. Besonderes Augenmerk legte er auf die Marinefliegerei und stellte die Aufgabe, den Anteil moderner Waffen in der Marine auf über 70% zu steigern.
Ein weiterer wichtiger Punkt für den russischen Präsidenten sind die Drohnen. Das Militär hat bereits über 2’000 Drohnen erhalten, die einsatzbereit sind. Kampfdrohnen erwiesen sich in den jüngsten Kriegen als wirksam.
Putin betonte auch die Bedeutung neuer Hyperschall-Waffensysteme, Hochleistungslaser und militärischer Roboter für die Streitkräfte: „Jetzt ist es besonders wichtig, die Technologien für neue Hyperschallwaffensysteme, Hochleistungslaser und Robotersysteme zu entwickeln und zu implementieren, die in der Lage sein werden, potenziellen militärischen Bedrohungen wirksam zu begegnen, was bedeutet, dass sie die Sicherheit unseres Landes weiter stärken werden“.
Besonderes Augenmerk richtete er auf die Anwendung von Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI), die einen Durchbruch bei der Effizienz der Waffenbekämpfung ermöglichen sollen. „Solche Technologien sollten aktiv in Kommando- und Kontrollsystemen von Truppen und Waffen, in Kommunikationseinrichtungen zur Datenübertragung sowie in hochpräzisen Raketensystemen eingesetzt werden“, betonte der Präsident.