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Schon lange war bekannt, dass die Andromeda Galaxie M31 und unsere Milchstrasse auf Kollisionskurs sind. Die genauen Details der Kollision konnten jedoch bisher nicht berechnet werden, da die Eigenbewegung von M31, d.h. die Geschwindigkeit mit der M31 über den Himmel zieht, unmessbar klein war. Vor ein paar Jahren gelang aber Sohn et al. (2012) die Messung der Eigenbewegung von M31 mit dem Hubble Weltraumteleskop (HST). Ausgehend von diesen Messungen haben Roeland P. van der Marel et al. (2012) dann den wahrscheinlichen Ablauf der Kollision simuliert. Dabei wurde auch Dreiecksgalaxie M33 berücksichtigt. Im heutigen astronomischen Bild des Tages sieht man das M31 und M33 zumindest scheinbar schon sehr nahe beieinander sind: der Abstand beträgt etwa 7 Durchmesser der Andromeda Galaxie. Radioastronomen haben zudem Anzeichen einer Gasbrücke zwischen den beiden Galaxien gefunden. Vermutlich sind sich die Galaxien also schon einmal begegnet und rasen jetzt zusammen auf die Milchstrasse zu.
Das Video zeigt den Ablauf der Kollision nach der sich unsere Sonne mit 85% Wahrscheinlichkeit im doppelten Abstand vom neuen Zentrum wiederfinden wird. Mit immerhin 20% Wahrscheinlichkeit wird sie sogar zeitweise durch M33 fliegen. Die Dreiecksgalaxie selbst wird dabei auf einer Bahn um die dann verschmolzene "Milchstrasse/M31" landen oder aus der lokalen Gruppe geworfen (mit immerhin 7% Wahrscheinlichkeit). Wie sich dieses kosmische Billardspiel nun auf das Überleben eines möglicherweise noch existierenden Nachfahren des Homo Sapiens auswirkt, kann man jetzt noch nicht sagen. Ein grösserer Abstand vom dann vermutlich einsetzender Starburst wird vermutlich hilfreich sein.
Für genauere Vorhersagen müssen aber wohl noch bessere Daten gewonnen werden.