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Begriffe rund ums Dämmen
Baustoffklasse (gemäss DIN 4102)
Baustoffe werden nach ihrem Brandverhalten in Baustoffklassen eingeteilt: A = nicht brennbare Baustoffe; A1 und A2 = nicht brennbare Baustoffe, die die Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen verlängern; B = brennbare Baustoffe; B1 = schwer entflammbar; B2 = normal entflammbar; B3 = leicht entflammbare Baustoffe.
Blower-Door-Test
Um die Luftdichtheit eines Hauses festzustellen, wird das Differenzdruck-Messverfahren, auch Blower-Door-Test, angewendet: Ein Ventilator mit einem Folienkragen drückt Luft in das Gebäude hinein oder saugt sie heraus. Abhängig vom Luftvolumen des Gebäudes ergibt sich ein Vergleichswert, die Luftwechselzahl. Sie dient zur Berechnung der unnötig entweichenden Energie und sollte bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen nicht grösser als 1,5 sein und bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen nicht grösser als 3.
Dämmstoffe
Als Dämmstoffe werden Baustoffe mit geringer Wärmeleitfähigkeit genutzt: Je nach Einsatzort werden dampfdichte oder diffusionsoffene Dämmkonstruktionen ausgeführt. Auch die Schall- und Trittschalldämmung sowie das Brandverhalten spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des geeigneten Dämmstoffs. Erhältlich sind Platten, Rollen, Matten, Vliese oder loses Material für Schüttungen. Dämmstoffe bestehen aus geschäumten Kunststoffen, Mineralwolle oder organischen Substanzen (Zellulose, Kork, Holz, Schafwolle, Hanf, Flachs, Seegras usw.).
Dampfsperre/Dampfbremse
Eine Dampfsperre verhindert das Wandern feuchter Luft durch ein Bauteil. Da Wasserdampf immer vom Warmen zum Kalten fliesst, wird die Dampfsperre zwischen der Innenverkleidung und der Dämmschicht angebracht. Wasserdampf kann nicht in die Dämmung gelangen und dort kondensieren, Feuchteschäden werden verhindert.
Energetische Sanierung
Die energetische Sanierung umfasst alle Massnahmen, die zur Senkung des Energiebedarfs, insbesondere des Heizenergiebedarfs, beitragen. Dazu zählen die Dämmung von Fassaden, Dach und Keller und der Ersatz von Fenstern und Haustüren gemäss den Bestimmungen der Energieeinsparverordnung. Weitere Massnahmen zur Senkung des Energiebedarfs sind die Sanierung der Heizungsanlage, der Einsatz von Solarthermie und energieeffizienten Elektrogeräten, kontrollierte Wohnraumlüftung und generell energiebewusstes Verbrauchsverhalten.
Energieausweis
Die Energieeinsparverordnung verpflichtet Eigentümer, einen Energieausweis zu erstellen. Der Energieausweis kann als Verbrauchs- oder Bedarfsausweis ausgeführt werden und stellt eine Bewertung des Gebäudes unter energetischen Aspekten dar.
Heizwärmebedarf (kWh/m_a)
Der Heizwärmebedarf in kWh/m_a gibt an, wie viel Energie pro Jahr aufgewendet werden muss, um die beheizten Räume eines Hauses zu erwärmen. Nicht eingeschlossen sind der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung und die Kühlung im Sommer. Bei der Berechnung wird nur die Grundfläche der beheizten Räume einbezogen, also zum Beispiel keine Kellerräume.
U-Wert
Der U-Wert, früher k-Wert, beschreibt die aufgrund der Wärmeleitfähigkeit eines Bauteils möglichen Wärmeverluste. Gemessen wird die Wärmemenge, die innerhalb einer Stunde durch einen Quadratmeter Bauteilfläche fliesst, wenn sich die Temperatur der Luft auf beiden Seiten um 1 Kelvin unterscheidet. Je kleiner der U-Wert ist, umso effektiver ist die Wärmedämmung des Bauteils.
Wärmebrücke
Als Wärmebrücke werden Bereiche eines Gebäudes bezeichnet, durch die Wärme schneller nach aussen transportiert wird, als durch angrenzende Bereiche. Wärmebrücken treten häufig an Bauteilen wie Balkonen, Mauersohlen, Heizkörpernischen, Rollladenkästen, Fensterrahmen und -stürzen oder Deckenanschlüssen auf.
Wärmedämmung
Wärmedämmung ist der Sammelbegriff für alle Massnahmen, die dazu dienen, die Abgabe von Wärmeenergie an die Umgebung mit Hilfe von Dämmstoffen zu reduzieren. Dazu zählen die Dämmung von Aussenwänden, Geschossdecken, Böden, Keller, Dach, Fenster- und Türfugen.
Wärmedämmverbundsystem
Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zur Dämmung von Aussenwänden besteht aus dem Dämmstoff, einer Armierungsschicht und einem Aussenputz. Als Dämmmaterial werden Mineralwolle, Polystyrol- oder Polyurethan-Hartschaum, Vakuumdämmplatten und natürliche Baustoffe wie Holzfasern, Kork, Hanf oder Schilf verwendet.
Wärmeleitfähigkeitsgruppe
Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) gibt die Durchlassfähigkeit eines Dämmstoffs für einen Wärmestrom an. Dämmstoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,025 W/mK werden in WLG 025 eingeordnet. Je kleiner die WLG-Einstufung ist, umso besser ist die Wärmedämmung.