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Löten
Das Wirkungsprinzip
Beim Löten wie beim Schweissen werden metallische Werkstoffe unter Einwirkung von Hitze miteinander verbunden. Und doch passiert an den Fügezonen etwas grundsätzlich Unterschiedliches. Während beim Schweissvorgang die Werkstücke selbst bis in den flüssigen Bereich erwärmt werden und unlösbar miteinander verschmelzen, bleiben die Metalle beim Löten im festen Zustand. Sie werden durch ein hinzugefügtes drittes Metall, das geschmolzene Lot, verbunden, indem dieses in die feinsten Oberflächenporen der Werkstücke eindringt. Man spricht hier von einer Legierung. Das Lot kann die Kontaktflächen der Metalle aber nur dann vollflächig benetzen, wenn diese dicht genug beieinanderliegen. Der Lötspalt sollte nicht breiter sein als 0,2 mm. Nur dann entsteht die sogenannte kapillare Saugwirkung, die das flüssige Lot in den Spalt hineinzieht. Die kapillare Saugwirkung kennt man z. B. auch von Löschpapier oder Öldochten her, wo Tinte bzw. Öl durch diesen Effekt entgegen der Schwerkraft hochsteigt. Nach dem beschriebenen Prinzip laufen sowohl das Hart- wie auch das Weichlöten ab. Der wesentliche Unterschied liegt in der Höhe der Arbeitstemperatur und - daraus resultierend - in der Festigkeit der Verbindung. Beim Weichlöten verwendet man Lote, die in einem Temperaturbereich zwischen 200° und 450°C schmelzen. Damit lassen sich zwar feste und dichte, aber nicht sehr belastbare Verbindungen herstellen. Für höher beanspruchte Nähte empfiehlt sich das Hartlöten. Neben anderen Loten und Flussmitteln wird dazu vor allem eine Temperatur über 450°C (meist zwischen 600° und 1100°C) benötigt.
Lot
- Messing-Hartlot
- Silber-Weichlot
Flussmittel
Der Erfolg beim Löten hängt entscheidend davon ab, ob die Lötstelle ausreichend erwärmt wird. Und zwar in relativ kurzer Zeit. Flussmittel lösen Oxydationen auf den Metallwerkstücken und verhindern ihre Neubildung. Ohne Flussmittel wären Lötverbindungen nicht möglich, da der Oxydationsfilm das flüssige Lot daran hindert, in die Oberflächenporen der Werkstücke einzudringen. Als Flussmittel wird Borax eingesetzt. Den gibt's als Lötwasser und Pulver. Jedes Flussmittel hat einen bestimmten Temperaturbereich, in dem es Oxyde lösen kann. Dieses muss auf die Arbeitstemperatur des Lotes und auf das jeweilige Metall abgestimmt sein.