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Mit dem strategischen Entscheid, die Investmentbank zu redimensionieren, war für Carsten Kengeter die Karriere bei der UBS zu Ende. Nun verlässt der einstige Co-Chef der Investmentbank den Konzern. Dies geht aus einer internen Mitteilung von UBS-Chef Sergio Ermotti hervor.
In die Schlagzeilen geraten war Kengeter im September 2011, als der Händler Kweku Adoboli in London 2,3 Mrd Dollar verzockte. Als Chef des Investmentbanking hatte er den Milliardenverlust zu verantworten. Während der damalige UBS-Chef Oswald Grübel infolge des Skandals den Hut nahm, behielt Kengeter seinen Job.
Einst Kandidat für UBS-Chef
Degradiert wurde Kengeter, als die UBS sich vergangenen Herbst entschloss, den Fokus hauptsächlich auf die Vermögensverwaltung zu legen. Kengeter bekam damals die Aufgabe, die nicht mehr weitergeführten Geschäfte der Investmentbank herunterzufahren. Für den deutschen Manager, der einst auch als Anwärter für den obersten Chefposten der UBS gehandelt wurde, war das ein Abstellgleis.
Kengeter war 2008 zur UBS gekommen, wo er anfangs den Handel mit Obligationen und strukturierten Produkten, Währungen und Rohstoffen leitete. Bereits im Frühjahr 2009 übernahm er dann zusammen mit Alex Wilmot-Sitwell das Ruder der ganzen UBS-Investmentbank.
Zur UBS gestossen war Kengeter von der US-amerikanischen Grossbank Goldmann Sachs, wo er unter anderem Co-Chef des Wertpapierhandels in Asien war. Wohin es den 45-Jährigen nach seinem Abgang bei der UBS zieht, ist nicht bekannt.