Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/18

Eton Fives ist ein Importprodukt aus England. Um 1920 wurde das Game vom Schotten Gordon Spencer, seines Zeichens Gamesmaster (Sportlehrer) am Lyceum Alpinum in
Zuoz eingeführt. Neben sechs Fives Courts in Zuoz gibt es je zwei weitere in Zürich und Genf.
Fives wird mit zwei Mannschaften à je zwei Spielern in einem squash-ähnlichen Freiluft-Court gespielt. Der Spielball muss über eine an der vorderen Wand angebrachten Markierung (Kante) gespielt werden und darf nur einmal auf dem Boden aufkommen. Gespielt wird mit einem Korkball, welcher mit den Händen (geschützt durch gepolsterte Handschuhe) geschlagen wird. Es benötigt viel Geschick, Wendigkeit und gute Reflexe. Körperliche Kondition und Fitness hilft, jedoch wichtiger sind Konzentrations-, Antizipierungsvermögen und Erfahrung, die man dank der Spielpraxis gewinnt. Das Spiel kann sehr kompetitiv gespielt werden, eignet sich aber auch als gesellschaftliches Freundschaftsspiel, bei dem man den "Plausch" hat und sich gleichzeitig körperlich ertüchtigt. Ein ausgeglichenes Spiel über fünf Sätze dauert ca. 2 1/2 Stunden. Das Spiel ist sehr abwechslungsreich und interessant, hervorgerufen durch die vielen Kanten, Abschrägungen und den Mauervorsprung im Court (u.a. der so genannten "Pepper Box").
Fives gehört wohl zu den ganz wenigen Sportarten der Welt, bei welcher das Regelwerk einen Schiedsrichter ausdrücklich untersagt. Unstimmigkeiten werden unter den Spielern vermittelt resp.
mit einer Wiederholung des Spielballs ("let") bereinigt.
Der erste Court der Welt steht in der Stadt Eton bei London.