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Obwohl sich 2011 beinahe doppelt so hohe Schäden wie im Jahr 2010 ergaben, geht das Jahr 2011 als geringes bis mässiges Unwetterschadensjahr in die Statistik ein. Ein Grund für die verhältnissmässig geringen Schäden liegt in den landesweit ausgeprägten Trockenperioden im Frühjahr und Herbst, was zu ausgesprochen tiefen Schadenssummen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 führte. Dies zeigen Auswertungen der landesweiten Unwetterschadens-Datenbank der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL.
Rutschungen, Murgänge, Hochwasser, Steinschlag und Felssturz verursachten 2011 in der Schweiz Schäden von knapp 120 Millionen Franken. Das ist deutlich weniger als das teuerungsbereinigte, langjährige Mittel (1972-2010) von etwa 344 Millionen Franken. Das Jahr 2011 verursachte nur etwa 4% der Schadenskosten, die als Folge des Hochwassers vom August 2005 anfielen.
Die Schäden in 2011 wurden durch die Hochwasser im Oktober geprägt: Rund 71% der Gesamtschäden 2011 sind auf das Ereignis vom 10. Oktober zurückzuführen, als in den Kantonen Bern, Wallis und Glarus lang anhaltende Niederschläge und eine bis in höhere Lagen rasch einsetzende Schneeschmelze zu Schäden von rund 85 Millionen Franken führten. Am schwersten betroffen waren das Lötschental VS und das Berner Oberland, wo zahlreiche Bäche über die Ufer traten und Schaden anrichteten, vor allem an Gebäuden, Verkehrswegen und Wasserläufen.
Bild: Stefan Grünig, CH-3752 Wimmis (Wikimeida Commons)