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Medien: Deal mit Staatsanwaltschaft im Betrugsprozess gegen Sara Netanjahu
Das Wichtigste in Kürze
- Frau von Israels Ministerpräsident will Geld für Essen teilweise zurückzahlen.
Israelische Medien berichteten am Mittwoch, Sara Netanjahu habe eingewilligt, dem israelischen Staat 45.000 Schekel (11.160 Euro) zurückzuzahlen und zudem 10.000 Schekel Strafe zu zahlen. Sie will sich demnach zudem in einem vergleichsweise geringfügigen Anklagepunkt schuldig bekennen.
Der Prozess gegen Sara Netanjahu hatte im Oktober begonnen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie zwischen 2010 und 2013 hunderte Essen bei bekannten Restaurants in Jerusalem bestellt und die Kosten von insgesamt 100.000 Schekel unter der falschen Behauptung abgerechnet haben, in der offiziellen Residenz der Regierungschefs seien keine Köche verfügbar gewesen.
Das Gericht müsste einem Deal mit der Staatsanwaltschaft noch zustimmen. Sprecher der israelischen Justizverwaltung, des Justizministeriums und des Ehepaars Netanjahu wollten sich nicht zu den Berichten äussern.
Der Fall hatte erneut ein schlechtes Licht auf Netanjahu und seine Familie geworfen. 2016 erstritt ein ehemaliger Hausangestellter vor Gericht umgerechnet 40.000 Euro Entschädigung, weil er von Sara Netanjahu wiederholt schlecht behandelt worden war. Ausserdem soll die Frau des Regierungschefs Erlöse von Pfandflaschen, die der offiziellen Residenz gehörten, eingesteckt haben. Netanjahu selbst droht ebenfalls eine Anklage wegen drei Korruptionsaffären.
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