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«An ihren Taten sollt ihr sie erkennen»
Wie steht es um den Ruf und das Ansehen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirchen in der Schweiz? Welche Spuren und Narben haben kirchliche Skandale hinterlassen? Was trägt zu einem guten Image bei? Diese und weitere Fragen wurden in den vergangenen zwei Jahren in einem breit angelegten Forschungsprojekt untersucht. Knapp 1400 Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen wurden befragt.
Wichtigste Ergebnisse
Neben verschiedenen Baustellen förderte die Studie auch Positives zu Tage: Die Kirchen können sich auf motivierte und kompetente Mitarbeitende verlassen, kirchliche Angebote wie Taufen oder Hochzeiten werden geschätzt und ihr gesellschaftliches Engagement wird von den Befragten gewürdigt. Dies alles trägt positiv zur Reputation bei.
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass der Ruf der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren gelitten hat. Gründe dafür sind unter anderem das Öffentlich-Werden von Missbrauchsfällen sowie die Positionen der katholischen Kirche zur Fragen der Sexualmoral, der Gleichstellung der Geschlechter oder das Festhalten am Zölibat. An diesen Fragen droht das Herzstück der Reputation, die emotionale Verbundenheit mit der Organisation zu zerbrechen. D.h. die Menschen verlieren ihr Vertrauen in die Kirche, sie erachten diese als unglaubwürdig oder haben ein ungutes Gefühl, wenn sie an die Kirche denken. Die Politiker(innen) schätzten die reformierten Kirchen in den meisten Reputationsbereichen, wie Management, Leadership und Motivation der Mitarbeitenden sowie der Globalreputation positiver ein als die katholische Kirche.
Die Studie zeigt, dass sich der Ruf der Kirchen auch auf die Einstellung der Befragten zum Verhältnis von Kirche und Staat, auf die Attraktivität kirchlichen Engagements sowie auf die Wahrscheinlichkeit eines Kirchenaustritts auswirkt: Je schlechter es um die Reputation der Kirchen in den Augen der Befragten steht, desto eher befürworten sie eine Trennung von kirchlicher und staatlicher Sphäre und desto weniger scheint es ihnen attraktiv, sich in der Kirche freiwillig oder professionell zu engagieren. Zudem fördert ein schlechter Ruf die Wahrscheinlichkeit, aus der Kirche auszutreten.
Aus der Studie lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:
Offen, transparent und ehrlich kommunizieren
Kirche-Sein heisst auch im Dialog mit der Gesellschaft und den Menschen zu stehen. Wollen die Kirchen weiterhin als wichtige Stimmen und Akteure in der Gesellschaft wahrgenommen und akzeptiert werden, müssen sie offen, transparent und ehrlich kommunizieren. Doppelmoral gilt es genauso zu vermeiden wie jegliche Versuche, interne Missstände zu vertuschen. Zudem sind die Kirchen gefordert, ihren gesellschaftlichen Beitrag immer wieder auszuweisen.
Sich Veränderungen aktiv stellen und die Zukunft gestalten
Die Veränderungen in Gesellschaft und Kirchen dürfen weder klein geredet, noch beschönigt oder verneint werden. Die Kirchen sollten sich den Veränderungen stattdessen mutig und aktiv stellen und die eigenen Handlungsspielräume so gut wie möglich ausnützen.
Taten statt Worte: Ruf und Ansehen der Kirchen entscheiden sich an ihren Taten. Vertrauen und Glaubwürdigkeit müssen erarbeitet werden. Geeignete Massnahmen dafür sind eine sorgfältige Kirchenleitung, ein verantwortungsvoller Umgang mit den anvertrauten Geldern, gehaltvolle Angebote, kompetente und engagierte Mitarbeitende sowie ein nachhaltiges gesellschaftliches und religiöses Engagement.
Urs Winter-Pfändler (2015). Kirchenreputation. Forschungsergebnisse zum Ansehen der Kirchen in der Schweiz und Impulse zum Reputationsmanagement. St.Gallen: Edition SPI (ISBN: 978-3-906018-11-9). Bestellung hier möglich.
Jugendliche Akteure einer gelebten christlichen Kultur
(Autor des Beitrags: Anastas Odermatt, ehrenamtlicher Co-Präsident von Jungwacht Blauring Schweiz und Religionswissenschaftler an der Universität Luzern)
Jungwacht Blauring darf in doppelter Hinsicht stolz sein: Der grösste katholische Kinder- und Jugendverband gab 2010 der Hochschule Luzern den Auftrag, die Studie «Entwicklung Grundlagen» durchzuführen, die zu dieser Publikation führte. Anschliessend hat er bereits mit Erfolg damit begonnen, die Erkenntnisse der Studie in die Praxis umzusetzen und im Rahmen des Projekts «Jubla bewegt» Strategien für die Zukunft zu entwickeln.
Die Publikation ist breit angelegt. Die Beiträge spannen das Feld der Verbandsjugendarbeit in der Schweiz auf und geben einen Überblick über die Geschichte, politische Entwicklungen und die heutigen Herausforderungen. Gleichzeitig weisen die Beiträge in ihrer Gesamtheit darauf hin, dass die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Verbandsjugendarbeit in der Schweiz grosse Lücken aufweisen, die es zu schliessen gilt.
Die Publikation regt zum Nachdenken über Jungwacht Blauring an. Zwei Anschlussgedanken:
Erstens: Im historischen Kapitel beschreibt Jürg Krummenacher (S. 30f), wie sich Jungwacht Blauring im Nachgang zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) geöffnet hat. Die kirchliche Hierarchie reagierte ambivalent – und diese Ambivalenz hält bis heute an. Aber Jungwacht Blauring hat es mit Kindern und Jugendlichen geschafft, zentrale christliche Werte wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Vergebungsbereitschaft in die heutige Zeit hinein zu übersetzen, und zwar in eine gelebte Kultur, in eine «Orthopraxie». Ausserdem werden vielerorts in Form von Gottesdiensten, stillen Momenten, Tischgedanken usw. Deutungsmöglichkeiten und Erfahrungsräume angeboten, diese gelebte Kultur im Sinne eines Transzendenzbezugs zu deuten. Freiwillig engagieren sich hier Jugendliche, auch solche die indifferent oder distanziert zu kirchlichen Institutionen oder religiösen Inhalten stehen. Dabei ist die «Schuld» für diese Distanz nicht bei Jungwacht Blauring zu suchen. Sie ist das Ergebnis gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen. Aber gerade in Jungwacht Blauring bietet sich der «Kirche» eine riesige Chance, mit «Indifferenten» und «Distanzierten» ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben. Jungwacht Blauring versteht sich als junge Kirche, vermittelt als pfarreiliche Gruppierung ein positives Bild von Kirche und bietet dieser eine Plattform, sich selbst ins Spiel zu bringen. Mitspielen bedingt aber Eigeninitiative, Neugier, Offenheit und «Spieldrang».
Zweitens: Aus dieser «Orthopraxie», aus dieser gelebten christlichen Kultur heraus entwi-ckelt sich Jungwacht Blauring weiter und lässt richtungsweisende Strukturen und Inhalte neu entstehen. Jungwacht Blauring ist ein höchst aktiver Akteur, wenn nicht sogar der Akteur schlechthin, wenn es um die (Weiter-) Entwicklung der verbandlichen kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz geht. Warum? Zum einen zeigen das paradigmatisch Projekte wie «Jubla Plus», «jubla.infanta», «Entwicklung Grundlagen» oder «jubla.bewegt» (vgl. www.jubla.ch). Diese Projekte sind Auslöser für weitere Prozesse und Arbeiten – die vorge-stellte Publikation belegt das in ihrer Gesamtheit vorbildhaft. Im Weiteren misst Jungwacht Blauring bei all diesen Projekten dem Austausch mit Partnern und weiteren Akteuren hohe Bedeutung bei. Die Erkenntnisse, die Jungwacht Blauring in seiner fortwährenden «Entwicklungsarbeit» gewinnt, werden multipliziert und sollen in andere kirchliche Institutionen und in die schweizweite (Verbands-)Jugendarbeit hinausgetragen werden. Darauf ist Jungwacht Blauring stolz. Und darauf darf auch «die Kirche» stolz sein.
Simone Gretler Heusser und Peter Stade (Hrsg.): Verbandsjugendarbeit in der Schweiz. Herausforderungen und Entwicklungen gestern, heute und morgen. Interact Verlag Luzern, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit. 2014.
Verhältniss Kirche und Staat im Kanton Bern
Ausgelöst durch die «Angebots- und Strukturüberprüfung 2014» hat sich die Berner Kantonsregierung grundsätzlich mit dem Verhältnis von Kirche und Staat befasst. Sie hat dazu einen umfangreichen Expertenbericht sowie einen eigenen Bericht veröffentlicht. Diese bilden die Grundlagen für die parlamentarische Beratung und leiten einen Prozess ein, der zur Totalrevision der Kirchengesetzgebung führen soll. Die Landeskirchen haben die Möglichkeit, sich aktiv in das ganze Vorhaben einzubringen, garantiert ihnen die Kantonsverfassung doch ein Vorberatungs- und Antragsrecht in Angelegenheiten, die sie betreffen.
Das Vorhaben verfolgt aus regierungsrätlicher Sicht die Ziele,
- das bernische Staatskirchenrecht durch eine Entflechtung von Staat und Kirche auf ein zeitgemässes Fundament zu stellen,
- die Rolle der Landeskirchen zu stärken und ihnen insbesondere die Verantwortung für die Anstellung und Entlöhnung der Geistlichen zu übertragen,
- den finanziellen Handlungsspielraum des Kantons zu erweitern, aber zugleich ein zeitgemässes und verlässliches System für die Finanzierung der Landeskirchen auszuarbeiten.
Von der Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften soll abgesehen werden, doch sollen andere Massnahmen entwickelt werden, um Religionsgemeinschaften zu fördern, welche gesellschaftlich relevante Leistungen erbringen.
Aus gesamtschweizerischer Sicht reiht sich das Vorhaben gut in die aktuellen Dynamiken im Verhältnis von Staat und Kirchen ein. Innovativ ist der Expertenbericht namentlich darin, dass er einen ganzen Modellbaukasten enthält, der zwischen «Staatskirchentum» und «Trennung von Kirche und Staat» in den Dimensionen «Verflechtung», «Finanzierung» und «Anerkennung» eine ganze Palette von Massnahmen entwirft, die von milder über mittlere zu starker Entflechtung reichen. Zudem schlägt er eine ganze Reihe von Kriterien vor, um diese Modelle bzw. Massnahmen aus gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht zu bewerten.
«Nicht diskriminierend, objektiv und vernünftig begründbar»
Auf der Basis des Wiener Dokuments von 1989 hat die Menschenrechtsorganisation der OSZE (ODIHR) im Juni 2014 Richtlinien erlassen, welche die Verleihung der Rechtspersönlichkeit an Religionsgemeinschaften regeln. Diese Richtlinien – an deren Erarbeitung aus der Schweiz alt-Bundesgerichtspräsident Giusep Nay beteiligt war – betonen, dass es Religionsgemeinschaften, die dies wünschen, ohne unnötige Hindernisse und Anforderungen möglich sein soll, die Rechtspersönlichkeit zu erhalten um am Rechtsverkehr teilnehmen zu können. Erwähnt werden verschiedene Möglichkeiten wie Trust, Genossenschaft, Verein, Stiftung oder auch Rechtsformen sui generis für die Religionsgemeinschaften. Der Erhalt der Rechtspersönlichkeit solle schnell, transparent und fair sein, grundsätzlich allen offenstehen und nicht-diskriminatorisch ausgestaltet werden (Nr. 24).
Autonomie der Religionsgemeinschaften
Die Verleihung der Rechtspersönlichkeit muss ferner die Autonomie der Religionsgemeinschaften respektieren. Sie müssen ihre eigene Leitung, ihr internes Recht, ihre wesentlichen Glaubensüberzeugungen, ihre Strukturen und die Auswahl der religiösen Betreuungspersonen frei bestimmen können, ebenso ihren Namen und ihre Symbole. Angesichts der vielfältigen Organisationsformen der Religionsgemeinschaften wird vom staatlichen Recht in diesem Bereich eine hohe Flexibilität verlangt (Nr. 31). Der Entzug der Rechtspersönlichkeit darf nur aus triftigen Gründen erfolgen und muss anfechtbar sein. Er darf keine Einschränkung der Religionsfreiheit oder anderer Grundrechte der Angehörigen der betroffenen Religionsgemeinschaften nach sich ziehen (Nr. 34).
Gewährung besonderer Rechte an einzelne Religionsgemeinschaften
Ausdrücklich wird festgehalten, dass Regelungen zulässig sind, welche einzelnen Religionsgemeinschaften besondere Rechte und Vorteile (z.B. finanzieller Art) einräumen. Solche Regelungen rechtfertigen auch die Verpflichtung der solchermassen bevorzugten Religionsgemeinschaften, besonderen Anforderungen entsprechen zu müssen, solange diese verhältnismässig und nicht-diskriminatorisch sind (Nr. 38). Die Gründe, dass bestimmten Religionsgemeinschaften ein solcher bevorzugter Status verliehen wird, müssen objektiv und vernünftig überprüfbar sein (Nr. 39). Grundsätzlich muss der Zugang zu dieser bevorzugten Rechtsstellung auch anderen Religionsgemeinschaften offen stehen. Sie müssen eine faire Chance haben, diesen Status zu erlangen und die zu dessen Erlangung zu erfüllenden Kriterien dürfen nicht diskriminatorisch sein (Nr. 40). Zudem darf diese besondere Rechtsstellung einer Religionsgemeinschaft nicht zur Diskriminierung der Angehörigen anderer Religionen führen (Nr. 41).
Unterschiedliche Behandlung muss objektive Gründe haben
Die Richtlinien enden mit folgender Bestimmung: «Unterschiedliche Behandlung in bezug auf das Vorgehen zur Erlangung der Rechtspersönlichkeit ist nur dann mit dem Grundsatz der Nicht-Diskriminierung vereinbar, wenn es eine objektive und vernünftige Begründung dafür gibt, wenn die unterschiedliche Behandlung keine unverhältnismässigen Folgen für die Ausübung der Religionsfreiheit durch (minoritäre) Gemeinschaften und deren Mitglieder hat, und wenn der Erhalt der Rechtspersönlichkeit für diese nicht übermässig beschwerlich ist.» (Nr. 42)
Einfacher Zugang zur Rechtsfähigkeit über das schweizerische Vereinsrecht
Mit Blick auf das Schweizerische Zivil- und Religionsrecht kann bezüglich der Umsetzung dieser Richtlinien festgehalten werden, dass der Erhalt der Rechtspersönlichkeit für Personenverbindungen, die dies wünschen, insbesondere im Rahmen des Vereinsrechts (ZGB Art. 60 ff.) sehr einfach möglich ist. Das Risiko einer Verletzung der Richtlinien durch diskriminatorischen Ausschlusses von der Rechtsfähigkeit besteht demzufolge kaum.
Anerkennungsgesetze als Weg zur Erfüllung der Anforderungen bezüglich Sonderregelungen
Was jedoch die Verleihung eines mit Sonderrechten verbundenen rechtlichen Status an einzelne Religionsgemeinschaften betrifft, ist ein gesetzgeberischer Nachholbedarf erkennbar: Was einzelnen Religionsgemeinschaften zusteht, muss grundsätzlich auch anderen zugänglich sind, welche die entsprechenden Anforderungen erfüllen. Das impliziert, dass in Kantonen, wo einzelne Religionsgemeinschaften öffentlichrechtlich oder öffentlich anerkannt sind, auch andere Religionsgemeinschaften diesen Status erhalten können sollen. Ob den Anforderungen der Richtlinien mit der Tatsache Genüge getan ist, dass dies via Änderung der Kantonsverfassung grundsätzlich überall möglich ist, erscheint eher fraglich. Die in den Richtlinien mehrfach wiederholten Anforderungen an transparente Verfahren, objektive und vernünftige Begründungen und Kriterien könnten mit Hilfe von gesetzlichen Grundlagen für die öffentliche oder öffentlich-rechtliche Anerkennung von Religionsgemeinschaften zweifellos einfacher und besser erfüllt werden.
Dualismus als Modell
Vor dem Hintergrund innerkatholischer Debatten um die Vereinbarkeit der öffentlichrechtlichen Organisation der katholischen Kirche mit deren Selbstverständnis und mit der Religionsfreiheit ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Richtlinien einerseits die Wahrung der Autonomie der Religionsgemeinschaften vorschreiben (Nr. 31), anderseits jedoch festhalten, dass die Verleihung von Sonderrechten wie z.B. des Steuerbezugsrechts an die Erfüllung zusätzlicher Anforderungen geknüpft werden dürfen, solange diese verhältnismässig und nicht-diskriminierend sind (Nr. 38). Der typisch schweizerische Dualismus ist ein Modell, diesen beiden Anforderungen gleichzeitig Rechnung zu tragen.
Das europäische Recht ist im aktuellen (kirchen-)politischen Kontext kaum der entscheidende Antreiber für die Weiterentwicklung des Religionsrechtes in der Schweiz oder in den einzelnen Kantonen. Trotzdem werden jene Kräfte in den Kirchen und in der Politik, welchen die Menschenrechte und der Vorrang der EMRK am Herzen liegt, und jene, die tragfähige religionsrechtliche Antworten auf die Pluralisierung der Religionslandschaft suchen, diese Richtlinen der OSZE mit Gewinn lesen und in die Diskussion einbringen.
Palliativ-Pflege-Tagung 2015: «Da und doch so fern»
Bis heute gilt: Demenz ist unheilbar. Wer an Demenz erkrankt, wird auch mit Demenz sterben. Gerade die letzte Lebensphase von Menschen mit Demenz ist noch wenig erforscht. Aus diesem Grund beleuchtet Caritas an ihrer diesjährigen Palliativ-Pflege-Tagung vom 3. September 2015 die Verbindung von Demenz und Sterben aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Ziel, die besonderen Bedürfnisse von Sterbenden mit Demenz sowie ihren Angehörigen besser wahrnehmen und auf sie eingehen zu können. Diese Fachtagung wird unter anderem von der RKZ unterstützt.
Kursangebote Kirchenmanagement 2015/16
Die gesellschaftlichen Veränderungen und die knapper werdenden Ressourcen zwingen die Kirchen zu unternehmerischem Handeln. Wie lässt sich kirchliche Arbeit so gestalten, dass sie den Auftrag sachgerecht wahrnimmt und so sinnvoll wie möglich umsetzt? Diese Frage stellt sich immer dringender und das Interesse an Kirchenmanagement nimmt zu. Aus diesem Grund bietet die RKZ in Zusammenarbeit mit dem Verbandsmanagement Institut (VMI) der Universität Freiburg 2015/16 wiederum den Basis-Lehrgang «Kirchenmanagement» und das Aufbau-Modul «Führen und Zusammenführen in Veränderungsprozessen» an.
Der Basis-Lehrgang «Kirchenmanagement» richtet sich daher an Personen, die in kirchlichen oder staats-kirchenrechtlichen Strukturen Führungsaufgaben wahrnehmen. Er wird 2015/16 bereits zum fünften Mal aus-geschrieben und vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse eines modernen Managements, das an die Bedürfnisse der Kirche angepasst ist. Der zweiteilige Basis-Lehrgang 2015/2016 findet vom 22. bis 24. Oktober 2015 in Schwarzsee FR und vom 28. bis 30. Januar 2016 in Wislikofen AG statt.
Das Aufbau-Modul «Führen und Zusammenführen in Veränderungsprozessen» wird 2016 zum zweiten Mal durchgeführt und bietet die Chance, das im Basis-Lehrgang vermittelte Wissen zu vertiefen. Es richtet sich an Personen, die mit der Aufgabe des Führens und Zusammenführens in Veränderungsprozessen konfrontiert sind. Voraussetzung für den Besuch dieses Moduls ist die Teilnahme am Basis-Lehrgang. Das Aufbau-Modul findet vom 14. bis 16. April 2016 in Schwarzsee FR statt.