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Den stärkeren Auftritt hatte die Bernerin trotz der tollen 100-m-Zeit (10,96) über die halbe Bahnrunde. Mujinga Kambundji widerstand nach einem hervorragenden Kurvenlauf den nahenden Konkurrentinnen und siegte in 22,06 Sekunden vor der Amerikanerin Gabrielle Thomas (22,11) und der Britin Dina Asher-Smith (22,19). Der Wind schob mit 2,4 m/s etwas zu stark und verhinderte, dass die 22,06 in die Rekordliste aufgenommen werden. Erlaubt sind 2,0 m/s.
Die WM-Dritte über 200 m zeigte zweifelsohne einen ihrer besten 200-m-Läufe überhaupt. Den Schweizer Rekord von 22,26 Sekunden hat sie bereits dreimal in ihrer Karriere erreicht.
Eine Stunde vor dem 200-m-Lauf hatte Mujinga Kambundji im 100-m-Rennen brilliert. In 10,96 Sekunden kam die Bernerin bei einem Rückenwind von 0,9 m/s bis auf einen Hundertstel an ihren Bestwert heran. Die 29-Jährige wird mit diesem Lauf nicht restlos zufrieden sein. Mit dem Blick auf die Konkurrenz hätte sie bei einem optimalen Sprint wohl Ajla Del Ponte den Schweizer Rekord entreissen können, den die Tessinerin in Tokio auf 10,91 und vor einer Woche in La Chaux-de-Fonds auf 10,90 Sekunden gesenkt hatte. Die 10,96 reichten Mujinga Kambundji im einem Weltklasse-Feld bloss zum 7. Rang.
Die Siegerin Elaine Thompson-Herah aus Jamaika kam in 10,54 Sekunden bis auf 5 Hundertstel an den Fabel-Weltrekord von Florence Griffith-Joyner heran. Die Frau aus Jamaika untermauerte im Bundesstaat Oregon ihre Ausnahmestellung. Sie war deutlich schneller als ihre Landsfrauen Shelly-Ann Fraser-Pryce, die 10,73 Sekunden brauchte und wie in Japan vor der dritten Jamaikanerin Shericka Jackson (10,76 Sekunden) Zweite wurde. Sha'Carri Richardson, die Olympia wegen ihres Cannabis-Konsums und der annullierten Bestzeit bei der US-Qualifikation verpasste, war chancenlos und kam nach 11,14 Sekunden als Letzte ins Ziel.