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Die Medien berichteten, dass im Spital Schwyz seit dem 16. Oktober 2020 die meisten ambulanten Eingriffe wegen Covid-Patienten verschoben wurden. Andererseits waren und sind die Spitäler Lachen und Einsiedeln nicht überlastet. Das Spital Lachen hat gar angeboten, von Schwyz Patienten zu übernehmen. In der Antwort auf die Kleine Anfrage KA 25/20 «Welche Spitalstrategie verfolgt der Regierungsrat, wenn es zu einer 2. Welle mit Covid-Patienten kommt?» vom 16. Juli 2020 schrieb das Departement des Innern u.a. in ihrer Antwort darauf: «Eine verbindliche Absprache mit den innerkantonalen Spitälern wurde bereits mit den zunehmenden Lockerungsmassnahmen (…) getroffen. Sie verpflichten sich, bei erneuter Zunahme der Covid-19-Erkraknungen den entsprechenden Kapazitätsbedarf sicher zu stellen.»
Die «Corona-Politik» des Regierungsrates basiert primär auf den sogenannten «Fallzahlen», der Anzahl der mit PCR positiv Getesteten. Diese Zahlen sind nicht aussagekräftig, solange nicht zusätzlich folgendes ausgewiesen wird:
- Anzahl der insgesamt gemachten Tests;
- Anzahl der erkrankten Testpositiven mit/ohne Symptome des neuen Coronavirus;
- Anzahl der testpositiven Hospitalisierungen mit/ohne Symptome des neuen Coronavirus;
- Anzahl der verstorbenen Testpositiven mit/ohne Symptome des neuen Coronavirus.
Die kantonale Statistik «Coronafälle im Kanton Schwyz» listet nur die Testpositiven, die Todesfälle und die Genesenen, aber nicht die Anzahl der hospitalisierten Testpositiven.
Dahingehend stellen wir dem Regierungsrat folgende Fragen:
- Wie sieht die aktuelle Spitalauslastung unserer drei Schwyzer Spitälern und die daraus folgende Spitalkapazität aus (mit Nennung von Zahlen und Prozenten, separiert pro Spital)?
- Warum wurde das Angebot des Spitals Lachen von Seiten des Spitals Schwyz nicht angenommen und war es wirklich notwendig, ambulante Eingriffe zu verschieben?
- Warum werden, die für eine Einschätzung der Lage entscheidenden Zahlen zu den erkrankten, hospitalisierten und verstorbenen Testpositiven mit/ohne Symptome des neuen Coronavirus nicht einzeln statistisch erfasst und publiziert, sprich nicht den Entscheidungen zugrunde gelegt?
Wir danken dem Regierungsrat für die Beantwortung unserer Fragen.