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Matthias Baer, Prof. Dr. phil, dipl. LSEB (Staatsexamen für Lehrer und Sachverständige der Erziehungs- und Bildungswissenschaften) wurde am 27.11.1951 in Bafut (Britisch West-Kamerun) geboren und wuchs in Mbengwi und Bamenda (Britisch West-Kamerun), Wil (ZH), Zürich und Netstal (Kanton Glarus) auf.
Nach dem Besuch der Kantonsschule Glarus, der Ausbildung zum Lehrer am Oberseminar Zürich, zweijähriger Tätigkeit an der Realschule in Dietikon und Thalwil und einem längeren Aufenthalt in England studierte er ab Wintersemester 1974 bei Prof. Dr., dr. h.c. mult. Hans Aebli an der Universität Bern Pädagogik mit Schwerpunkt Pädagogische Psychologie, Psychologie und Deutsche Sprache/Linguistik. 1976–80 war er wissenschaftlicher Hilfsassistent, 1981–87 wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung Pädagogische Psychologie der Universität Bern und nahm 1984–87 einen Lehrauftrag für das Fach Sprache am Seminar für Pädagogische Grundausbildung in Zürich wahr. Seine Dissertation bei Hans Aebli verfasste er zum Thema «Zerlegung oder Ganzheit in der mentalen Repräsentation von Bedeutung».
1987/88 war Matthias Baer mit einem Nachwuchsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds Postdoc am Ontario Institute for Studies in Education (OISE) in Toronto bei Prof. Dr. C. Bereiter und Prof. Dr. M. Scardamalia am Center for Applied Cognitive Science (CACS) und 1988/89 am Learning Research and Development Center (LRDC) in Pittsburgh bei Prof. Dr. R. Glaser und Prof. Dr. L. Resnick. Zurück an der Abteilung Pädagogische Psychologie der Universität Bern war er 1989–94 wissenschaftlicher Assistent, Lehrbeauftragter an der Abteilung für das Höhere Lehramt (Prof. Dr. P. Bonati) der Universität Bern (1989–94) und Leiter zweier Forschungsprojektes des Schweizerischen Nationalfonds zum Thema «Diagnose und Förderung der Textproduktionskompetenz von Schülerinnen und Schülern, unter Berücksichtigung kognitiver und metakognitiver Prozesse. Aus ihnen ging seine Habilitation an der Universität Zürich hervorging: «Textverfassen als beobachtbarer und als förderungsfähiger Prozess».
Ab 1994 war Matthias Baer Dozent für Erziehungswissenschaft an der Sekundar- und Fachlehrer-Ausbildung (SFA) an der Universität Zürich, die 2002 in die Pädagogische Hochschule Zürich integriert wurde. Von 1995–2006 war er Forschungsmitarbeiter und Mitgesuchsteller für die Nationalfondsprojekte «Lernen im Dialog» und «Adaptive Lehrkompetenz. Analyse von Struktur, Veränderbarkeit und Wirkung handlungssteuernden Lehrerwissens» an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen. 2001 wirkte er an der «Evaluation SFA (Sekundar- und Fachlehrerausbildung) an der Universität Zürich» mit.
Es folgten (2002–2018) eine vielfache Tätigkeit in Lehre, Forschung und Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, die Mitarbeit bei der Konzipierung der Pädagogischen Hochschulen Zürich und Luzern, Teilhochschulen Schwyz und Zug. 1995–2016 nahm Matthias Baer am Lehrstuhl von Prof. Dr. K. Reusser, Pädagogisches Institut bzw. Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich, regelmässig Lehraufträge einschliesslich Betreuung von Pro-/Seminararbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen wahr. 2004 schlossen sich Forschungsaufenthalte am Max Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (Prof. Dr. J. Baumert), am Institute for Learning der Universität Turku (Finnland; Prof., Dr. E. Lehtinen) und am Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel (Prof. Dr. M. Prenzel und Prof. Dr. T. Seidel) an sowie 2012 am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF; Prof. Dr. E. Klieme) in Frankfurt a.M.
Die von 2004–2018 von der Internationalen Bodensee Hochschule (IBH) und vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojekte von Matthias Baer (und Mitarbeitenden) sind:
- «Standarderreichung beim Erwerb von Unterrichtskompetenz in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung – Analyse der Wirksamkeit der berufsfeldorientierten Ausbildung»
- «Standarderreichung beim Erwerb von Unterrichtskompetenz im Lehrerstudium und im Übergang zur Berufstätigkeit»
- «Kognitiven Aktivierung von Schülerinnen und Schülern im Unterricht»
- «ALPHA – Entwicklung der Unterrichtskompetenz im Berufseinstieg». Forschungsprojekt der Internationalen Bodensee Hochschule
- «Videobasierte Förderung konstruktivistischer und kompetenzorientierter Lehrkompetenz bei angehenden und erfahrenen Lehrpersonen in der Funktion als Praxislehrperson (KoKoLeK) – eine doppelte Intervention».
Desweitern war er Mitgesuchsteller und Co-Leiter des Forschungsprojekts
- «Formativ-diagnostisches Handeln im Unterricht: Voraussetzungen von Lehrpersonen und Effekte bei Schülerinnen und Schülern» von Prof. Dr. A. Buholzer, Pädagogische Hochschule Luzern (2017–2019).
Mit den Forschungsprojekten verbunden sind vielfältige Beiträge und Symposien in wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen im In- und Ausland sowie die Gutachtertätigkeit beim Schweizerischen Nationalfonds und ausländischen Drittmittelinstitutionen sowie für wissenschaftliche Publikationsorgane.
Publikationen
Eine Publikationsliste von Prof. Dr. Matthias Baer ist auf der Webseite der PH Zürich zu finden.
Autorenschaft
Matthias Baer (Redaktion: Karin Manz)
Zeitmarke
1984