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Böden gelten als nicht erneuerbare Ressource. Die EU schätzt, dass allein die Acker- und Grünlandflächen der Mitgliedsländer Dienstleistungen im Wert von 76 Mrd. € pro Jahr erbringen, von denen nur ein Drittel aus der landwirtschaftlichen Produktion stammt.
In einem Quadratmeter Boden leben mehr als 5 Billionen Lebewesen: Bakterien, Protisten, Pilze, Algen, Nematoden, Milben, Spinnen, Springschwänze, Rädertiere, Käferlarven, Weichtiere, Krustentiere (usw.) und natürlich Regenwürmer. Zum Vergleich: Auf der Erde leben nur rund 8 Milliarden Menschen (Stand 2023).
Diese kleinen Tierchen sorgen für den Nährstoffumsatz, in dem sie organisches Material (z. B. tote Pflanzen und Tiere) im Boden zersetzen und für andere nutzbar machen. Ausserdem stabilisieren die Kleinstlebewesen die Bodenstruktur, verbessern die Wasserspeicherung und fördern das Pflanzenwachstum im Erdreich. Sie nehmen Stoffe auf (z. B. Co2), lassen sie wieder frei, bauen Schadstoffe ab und unterstützen Pflanzen bei der Abwehr von Krankheiten. Die Diversität der Bakterien, Pilzen, Protisten und Viren im Boden ist in ihrer Gesamtheit noch gar nicht bekannt – sie geht verloren bevor wir sie wirklich erforschen konnten.