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EIN KANADIER IM GARTEN und andere Geschichten
7. UND LETZTER TEIL
KRIEG UND FRIEDEN - TEIL I
Money makes the world go round - and Bob in Europe... Während der ersten zwei Monate meines Aufenthalts in der Schweiz war ich regelmässig gereist. Ich stieg am Wochenende in den Zug und ging die schönen schweizer Städte besichtigen - Lausanne, Fribourg, Basel, Bern... Mit Joey zusammen unternahm ich diverse Ausflüge nach Frankreich, Deutschland und Italien. Natürlich ging das mit der Zeit ins Geld - vor allem, als ich in Frankreich noch die längst fällige Garderobenrenovation vornahm. Das, zusammen mit den Ausgaben für einen Kleiderschrank (zu dessen Anschaffung mich übrigens Harty zwang, nachdem sich ihre Haushaltshilfe über meinen ständigen Kleiderverlag beschwert hatte) und dem bevorstehenden Kauf eines Flugtickets für Jane, hatte ein grösseres Loch in mein Budget gerissen.
Die Banque Suisse bezahlte mich nicht allzu schlecht, so dass ich mir diese Dinge auch mehr oder weniger leisten konnte. Eine eigene Wohnung hatte ich nicht, und mit Harty war vereinbart, dass ich ihr monatlich Fr. 500.- zuzüglich die Hälfte der Essenskosten bezahlen würde. Effektiv bezahlt hatte ich noch gar nichts. Ursprünglich hatte ich ja vorgehabt, meine Schulden im Oktober zu begleichen, doch dann kamen all die Reisen dazwischen. November war auch denkbar ungünstig - Weihnachten stand vor der Türe, und ich musste alle Geschenke für meine Verwandten und Bekannten in Kanada kaufen und senden, damit sie sie noch vor dem vierundzwanzigsten erhalten würden. Ich rechnete die Angelegenheit professionell durch und befand, dass ich wohl erst im Januar die vereinbarten Anteile an Harty würde überweisen können.
Es traf mich daher völlig unvorbereitet und unangenehm überraschend, als Harty sich bereits Ende November nach der Rückzahlung der Schulden erkundigte. Ich stand gerade vor dem Kühlschrank und beschäftigte mich mit meiner täglichen Käseauswahl und Rotweinsuche, als Harty von der Schule nach Hause kam. Sie setzte sich auf den Barhocker, verschränkte ihre Arme und fragte: "Weisst du schon, wann du für deinen Kostenanteil aufkommen wirst?"
Ich schloss den Kühlschrank und stellte meine Käsebox (nach dem Vorfall mit meinem ermordeten St. Pusère ging ich auf Nummer sicher) sanft auf die Anrichte. Ihre Unverfrorenheit war wohl kaum zu übertreffen - in Kanada würde es einem Freund nie in den Sinn kommen, sich nach der Rückzahlung von geborgtem Geld zu erkundigen.
"Ich habe mir gedacht, dass ich im Januar zumindest einen Teil überweisen werde."
"Bob, du wohnst nun schon seit mehr als zwei Monaten hier. Als ich sagte, dass du dir keine Sorgen wegen des Geldes machen müsstest, meinte ich damit nicht, dass du zunächst alles andere bezahlst und mit meinem Geld bis ins nächste Jahrtausend wartest."
Es war an der Zeit, ihr auch meinen Standpunkt darzulegen. "Findest du es nicht eher ungewöhnlich, geliehenes Geld derart inquisitorisch einzutreiben? Meine kanadischen Freunde hätten das sicher nie so gemacht."
Harty seufzte. "Glaube mir, es fällt mir auch sehr schwer, darüber zu reden. Vielleicht sind die Sitten bei euch anders, aber hier ist es so, dass man seine Schulden begleicht, sobald man wieder Geld hat. Als du deinen Septemberlohn erhalten hast, konnte ich verstehen, dass du ihn lieber für Vergnüglicheres als das Abzahlen deiner Schulden ausgeben wolltest. Als du deinen Oktoberlohn erhalten hast, habe ich vergeblich darauf gewartet, dass du dich bei mir melden würdest. Und nun haben wir Ende November, und ich möchte einfach nicht, dass dein Novemberlohn auch noch für andere Dinge drauf geht, denn ich brauche das Geld wirklich noch vor Ende Dezember. Ich habe lange hin und her überlegt, ob und wie ich etwas sagen sollte, aber letztendlich kam ich nicht umhin, denn...", sie blickte mich entschuldigend an, "...ich bin auch nicht gerade Millionär, und es sind doch immerhin in der Zwischenzeit mit den Lebensmitteln und allem beinahe Fr. 2000.- geworden. Weisst du, ich wollte wirklich, ich müsste nicht auf dich zukommen, und ich wünschte sehr, du hättest es von dir aus angesprochen oder bezahlt."
Eine lange Rede wegen so ein bisschen Geld.
"Wenn ich gewusst hätte, dass dir diese Angelegenheit solche mentalen Qualen bereitet, hätte ich meine Schulden schon viel früher bezahlt!" schnaubte ich. "Unter diesen Umständen werde ich das Geld noch in der nächsten Woche überweisen. Das wird mich allerdings mit ungefähr fünfzig Franken auf dem Konto für den Dezember zurücklassen."
Harty zuckte knallhart die Schultern. "Verhungern wirst du schon nicht - ich kann dich jederzeit zu einem Teller Spaghetti einladen."
Zwei Tage später sassen wir beide im Wohnzimmer. Sie arbeitete an ihrem Computer, ich spielte gerade eine Partie Counter Strike, als sie mich fragte: "Hast du dir schon eine Wohnung gesucht?"
Ich drückte die Pause-Taste, blickte vom Monitor auf und erwiderte: "Ich dachte, ich beginne nächste Woche damit, mich umzuschauen."
"Nächste Woche erst? Aber ich dachte, du wolltest in einem Monat hier ausziehen?" Die Verblüffung war ihr vom Gesicht abzulesen.
"Will ich auch", bestätigte ich voller Überzeugung. Und wie ich das wollte!
"Aber wenn du eine Wohnung willst, solltest du dich mindestens zwei Monate im voraus umsehen, um sicherzustellen, dass du rechtzeitig eine hast." Harty konnte einen leicht schockierten Unterton in ihrer Stimme kaum verbergen - es war beinahe so, als ob sie sich nicht gerade über die Perspektive freuen würde, mich noch ein paar Wochen weiter zu beherbergen. Ich fühlte mich gekränkt, und gleichzeitig geriet ich auch über diese vernichtende Botschaft in Rage. Meine ganze Wut richtete sich gegen Harty. Aufgebracht fauchte ich sie an: "Wurde ich denn darüber bereits informiert?"
"Ich denke schon." Hartys Augen funkelten leicht irritiert.
"Und ich denke nicht!" widersprach ich.
"Noch nie hast du eine grössere Wahrheit ausgesprochen", spottete sie.
Ich holte zu einem Tiefschlag aus: "Ich sollte nicht mit dir über irgendetwas reden. Du verdirbst mir bei allem die Motivation und Freude."
Das sass! Mit einem betroffenen Gesicht sagte sie: "Aber ich meine es sicher nie so! Wann habe ich dir denn die Freude verdorben?"
Jetzt hatte ich sie genau da, wo ich sie haben wollte: "Ich möchte dir keine Beispiele geben, sonst analysierst du sie wieder, und das führt zu überhaupt nichts. Lassen wir das Thema einfach auf sich bewenden."
Sie stand auf und machte sich einen Tee. Offensichtlich war sie über das Gespräch sehr aufgewühlt. Schliesslich blickte sie wieder zu mir hinüber und sagte: "Es ist ja egal, wer recht hat. Soll ich dir bei der Wohnungssuche helfen?"
"Nein, ich mache das lieber selbst", brummte ich unfreundlich.
"Vielleicht habe ich dich nicht bereits früher über die hiesigen Wohnungsmietbräuche in Kenntnis gesetzt", begann sie wieder, "vielleicht schon, ist ja auch egal. Auf jeden Fall habe ich in letzter Zeit nicht mehr nachgefragt, weil ich dir nicht das Gefühl geben wollte, dass du hier unwillkommen seist."
"Unwillkommen?" fragte ich höhnisch. "Unwillkommen?? Wie könnte ich auch je das Gefühl haben, hier unwillkommen zu sein, nachdem du mich mit derart viel Freude und Überzeugungskraft eingeladen hast? Nachdem du mir am Anfang in aller Ausführlichkeit vorgerechnet hast, wieviel billiger es doch für mich sein würde, hier zu wohnen statt in einer eigenen Wohnung? Lass dir doch bitte eine bessere Ausrede einfallen!"
Zum allerersten Mal, seit ich Harty kannte, wurde ihre Stimme etwas lauter. "Ganz egal, was man macht, Bob, dir kann man es einfach nicht recht machen, oder?"
Ich sprang auf, stellte mich breitstämmig vor sie hin und schlug meine rechte Faust in meine linke Handfläche. Sie wollte Lautstärke - da konnte ich wohl noch einiges mehr bieten! Und so brüllte ich: "Und du, du kannst wohl niemals einfach Ruhe geben, oder? Immer, aber auch absolut immer musst du recht haben!"
Sie hatte sich wieder gefangen. Mit leiser, aber klarer Stimme sagte sie: "Ich denke, es wird Zeit, dass wir einmal eine Pause voneinander haben. Ich schlage vor, dass du am Freitag für eine Woche zu Joey ziehst."
Damit hatte ich nicht gerechnet. Zum zweiten Mal tauchte in mir der Gedanke auf, dass ich vielleicht wirklich nicht ganz so hundertprozentig gern gesehen wurde, wie ich es immer angenommen hatte. Äusserlich liess ich mir aber nichts anmerken und antwortete nur cool: "Gute Idee."
Und so zog ich zwei Tage danach zu Joey.
KRIEG UND FRIEDEN - TEIL II
Eine Woche später war ich wieder zurück. Auch wenn mir das Zusammenleben mit Joey grossen Spass gemacht hatte, war ich andererseits froh, wieder ein eigenes Telefon im Zimmer, eine eigene Stereoanlage und einen eigenen Computer zur Verfügung zu haben. Die vorsintflutliche Waschmaschine an Joeys Wohnort vermisste ich mit Bestimmtheit auch nicht. Und vor allem erlaubte mir Joey keinen Käse im Kühlschrank - definitiv ein Grund, mich über die Rückkehr zu freuen. Ich gab mir in den ersten Tagen entsprechend Mühe. Letztendlich war ja niemandem gedient, wenn wir uns stritten. Harty schien sich während meiner Abwesenheit prächtig erholt zu haben; sie wirkte viel ausgeglichener und bestimmter. Die nächsten Tage verliefen äusserst angenehm.
"Gute Nacht!" Ich nahm die CD aus der Stereoanlage und drehte mich um, um zu meinem Zimmer zu gehen. Ich war bereits eine Woche zurück.
"Warte mal kurz, ich möchte dir nur noch eine Seite zeigen, die ich im Internet gefunden habe und die dir bestimmt gefällt."
Harty lächelte mich fröhlich an. Ich warf einen Blick auf ihren Monitor und sah nichts als einen grauen Fleck in der Mitte.
"Oh, wie schön, alles grau", witzelte ich.
"Sei kein Trottel - warte doch schnell! Die Seite ist noch am laden."
Hatte mich Harty soeben einen Trottel genannt? Ich konnte und wollte es nicht glauben. Sicherheitshalber fragte ich nach: "Machst du Witze?"
"Nein, natürlich nicht!" Erstaunt sah sie mich an.
Was zuviel ist, ist zuviel. Entschlossen drehte ich mich um und ging zu meinem Zimmer. Völlig überrascht durch meine konsequent-männliche Reaktion rief mir Harty hinterher: "Was ist denn nun los?"
"Beleidigen lasse ich mich nicht", rief ich ihr zu und schloss die Türe hinter mir. Dennoch kam ich nicht umhin zu hören wie sie sagte: "Einfach davonzulaufen ist nicht gerade sehr höflich."
Ich machte rechtsum kehrt - schliesslich sollte mir niemand vorwerfen können, ich sei nicht höflich! Stolzen Schrittes marschierte ich in das Wohnzimmer zurück, warf einen Blick auf die mittlerweile fertig geladene Internetseite, schnauzte: "Schön!" und ging wieder zurück in mein Schlafzimmer - diesmal aber endgültig.
Am Morgen fand ich - welche Überraschung - einmal mehr einen Brief auf dem Spiegel. Während ich mich rasierte, las ich ihn durch:
Lieber Bob
Missverständnisse und Streitigkeiten gibt es in jeder Beziehung und Freundschaft, und solange man sie ausdiskutieren kann, ist das auch nicht weiter tragisch. Du scheinst es jedoch zu bevorzugen, bei jeder kleinsten Gelegenheit mitten im Gespräch davonzulaufen. Das ist unhöflich, respektlos, kindisch und verunmöglicht jede Kommunikation.
Gestern war nicht das erste Mal, dass Du einfach weggelaufen bist, aber ich werde dafür sorgen, dass es das letzte Mal war.
Ich bitte Dich daher, bis Ende dieser Woche endgültig auszuziehen. Du kannst vorübergehend bei Joey wohnen.
Ich habe Dir bereits mehrmals gesagt, dass ich nicht bereit bin, ein solches Verhalten zu akzeptieren, und ich bin es wirklich nicht. Du bist zu Weihnachten dennoch hier eingeladen, und ich möchte auch weiterhin auf freundschaftliche Art und Weise mit Dir auskommen - letztendlich ist dies nicht das Ende der Welt :-)
Pass auf Dich auf.
Harty
PS: Ich hätte dir all dies gerne persönlich gesagt, doch leider löst du dich bei unseren Gesprächen immer so schnell in Luft auf.
Ich war wie vom Blitz getroffen. Ich las den Brief noch zwei Mal durch, doch es änderte nichts an den Tatsachen - sie hatte mich rausgeschmissen.
Am Freitag packte ich meine Sachen und zog bei Joey ein. Dieser empfing mich nicht gerade freudig, doch was blieb ihm anderes übrig?
Am Samstag ging ich zu Harty und wusch meine Wäsche - die Waschmaschine bei Joey war wirklich zum schreien langsam. Am Sonntag ging ich wieder zu Harty, spielte noch ein paar Runden Opponing Forces auf ihrem PC und packte den Rest meiner Sachen ein. Ich erstellte eine detaillierte Liste der Dinge, die Joey am nächsten Tag für mich abholen sollte, und klebte Zettel auf jede Schachtel, die der Reihe nach nummeriert waren, damit auch sicher nichts vergessen ging.
Am Montag sass ich bei der Arbeit, als Joey mich anrief.
"Ich bin gerade deine Sachen abholen gegangen."
"Danke, mein Freund!" freute ich mich.
Joey räusperte sich. "Da gibt es nur ein kleines Problem."
Hörte ich da Problem? Misstrauisch fragte ich: "Was denn?"
"Na, du weisst doch, dass du auf jede Schachtel, die ich mitnehmen sollte, einen Zettel gemacht hast. Als ich also mit der Schachtel mit der Stereoanlage drin durch den Gang marschierte, stellte Harty sich mir wie ein Feldweibel in den Weg und fragte mich, wohin ich denn damit zu gehen gedenke."
Mir schwante nichts gutes. "Und was hast du gesagt?"
"Dass ich es mitnehmen wolle."
"Sehr gut!" lobte ich.
"Ja, aber ihre Antwort war kurz und prägnant: 'Das gehört mir und bleibt hier.' Sogar als ich ihr deine Liste gezeigt habe, war sie nicht beeindruckt. Sie blieb dabei, dass ihre Stereoanlage nicht zu dir gehe - obwohl du schwarz auf weiss geschrieben hattest: 'Stereoanlage - Nr. 4'. Tut mir leid..."
Ich schüttelte den Kopf. "Dabei hat sie sie mir vor drei Monaten doch eindeutig ausgeliehen. Sie sagte sogar noch: 'Du kannst sie haben, solange du hier bist.' Aber du kannst nichts dafür - Harty ist eben ein wankelmütiger Typ!"
Ich ging noch ein letztes Mal zu Harty - zu Weihnachten war ich zum Essen eingeladen (Jane hatte ihren Besuch auf den Februar verschoben). Ich kam etwas früher an, und es war noch keiner der anderen Gäste dort. Das Schweigen zu Beginn war lähmend. Nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln ("Was möchtest du trinken." - "Bier." - "Wie geht es dir?" - "Danke, gut.") war der Gesprächsstoff auch schon ausgegangen. Schliesslich fasste ich mir ein Herz - ich weiss nicht, ob es die weihnachtliche Stimmung war oder einfach die Erinnerung an gewisse gute Momente, die es vor langer Zeit auch einmal gegeben hatte - und sagte: "Weisst du, Harty, ich habe nachgedacht."
Mit grenzenlosem Erstaunen blickte sie mich an. "Ach ja?"
"Ja." Ich lächelte verlegen. "Und ich bin zum Schluss gekommen, dass viele unserer Probleme ihren Ursprung in den kulturellen Unterschieden haben."
"Ach, wirklich?" Harty blickte mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Du meinst, es liegt nicht nur daran, dass ich eine dumme Kuh bin?"
"Nein, nicht nur." Ich grinste sie an und fuhr fort: "Zum Beispiel ist es in Kanada so, dass sich zwar Männer untereinander und Frauen untereinander im Spass mit Schimpfwörtern beschenken, doch wenn Frauen Beleidigungen an Männer austeilen, meinen sie es immer Ernst."
"Das ist aber äusserst interessant..." Harty schaute mich nachdenklich an. Plötzlich schien sie einen Entschluss gefasst zu haben. Ein Leuchten ging über ihr Gesicht, und zum ersten Mal seit langem strahlte sie mich mit ihrem seltenen Mona-Lisa-Lächeln an. "Bob, weisst du was? Wir haben gute und schlechte Zeiten hinter uns. Weshalb begraben wir nicht das Kriegsbeil und rauchen eine Friedenspfeife miteinander? Ich nehme eine Zigarette, du eine deiner Zigarren, gemeinsam packen wir die Gläser und den Rotwein und gehen auf die Terrasse. Was meinst du?"
Es wurde ein gutes Weihnachten.
NACHTRAG
Seit Weihnachten sind nun - nun, rechnen Sie selbst. :-) Bob hat dank Joeys Hilfe innert kürzester Zeit eine Wohnung gefunden und lebt seit Anfang Januar in seinen eigenen vier Wänden - direkt über Joey. Er soll übrigens verkündet haben, aufgrund seiner Erfahrungen mit Joey eine Geschichte schreiben zu wollen. Sie soll den Titel tragen "Mein Zusammenleben mit Joey"...
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich ihn vermisse. Ich denke, wir sind beide froh, dass wir nicht mehr dasselbe Dach über dem Kopf haben. Doch wir hatten nicht nur schlechte Zeiten, sondern auch auch ein paar ausgesprochen schöne Momente zusammen. Und bis heute verbindet uns noch immer unsere gemeinsame Liebe zu Büchern wie "Middlemarch", "Emma", "Pride and Prejudice" und "The Lord Of The Rings", zu Jazz, Satchmo und Buena Vista Social Club.
Jane hat sich übrigens nach Weihnachten definitiv von ihm verabschiedet. Und es sich zwei Tage später wieder definitiv überlegt. Doch da Bob in der Zwischenzeit eine hübsche Schweizerin kennengelernt hatte, hat er ihr definitiv zu verstehen gegeben, dass sie diese Jojo-Spiele nicht länger mit ihm spielen könne. Das letzte, was mir in dieser Angelegenheit über dunkle und verwundene Kanäle zugetragen wurde, ist, dass vielleicht doch nicht alles so definitiv war - und wer weiss, vielleicht kommen die beiden doch wieder zusammen?
EINEN TEIL VERPASST? HIER NOCHMALS ZUM NACHLESEN:
Wie Bob in die Schweiz kam - 1. Teil: "Das Interview" / "Schweizer sein, das ist nicht..."
Seine ersten Erfahrungen - 2. Teil: "Zürich und das Internet" / "Autofahren für Lebensmüde"
Leben mit Harty - 3. Teil: "So ein Käse" / "Ein Kanadier im Garten"
Das Leben in der Schweiz - 4. Teil: "Drum prüfe, wer sich bindet..." / "Das Schweizer ABC"
Die ersten Auswirkungen des Kulturschocks - 5. Teil: "Das Spiel, das wie das Volk ist" / "Vive la différence!"
Bob als Hockeyaner/Dompteur/Tourist - 6. Teil: "The Canadian Way" / "Bob der Dompteur" / "Einmal Italien, aber..."
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