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Bei der Amma-Bewegung handelt es sich um eine weltweit verbreitete Bewegung, an dessen Spitze Amma selber steht. Durch ihre unzähligen Umarmungen und jährlichen Welttourneen ist sie international bekannt geworden. Ammas Philosophie enthält unter anderem Elemente der Advaita-Vedanta Bewegung und des Bhakti-Yogas.
Entwicklung zu einem internationalen Guru
Amma wurde im Jahre 1953 als Sudhamani Idamannel geboren. In Parayakadavu, einem kleinen Fischerdorf an der Küste des indischen Bundesstaates Kerala, wuchs sie in einer ärmlichen Grossfamilie auf. Sudhamani besuchte selbst nur 4 Jahre die Schule und musste sich danach um die Hausarbeit kümmern. Die Eltern waren Verehrer des Gottes Krishna, vor allem ihre Mutter gilt als besonders spirituell. Dies beeinflusste Amma schon in frühen Jahren. Bereits als Kind chantete und sang sie selbst zu Ehren Krishnas.
Mit 22 Jahren machte Amma erstmals die Erfahrung der Einheit mit Krishna. Etwas später erlebte sie in einer Vision eine geistige Vereinigung mit der Muttergottheit Devi. Durch Wunderberichte, welche sich über sie verbreiteten, wuchs ihr Ansehen in der Gesellschaft. Als Amma 25 Jahre alt war, wurde sie erstmals von einigen jungen Männern als Guru akzeptiert. Im Jahre 1981 fand die organisatorische Verfestigung ihres Ashrams in ihrem Heimatsdorf in Indien unter dem Namen „Mata Amritanandamayi Mission“ statt. Ihr Name Mata Amritanandamayi bedeutet so viel wie „Mutter der unsterblichen Glückseligkeit“. Von ihren Anhängern wird sie seitdem Amma, Mutter, genannt. Ammas Hilfswerke sind von der Uno akkreditiert und agieren nun mit weltweiter Ausstrahlung unter dem Namen der Organisation „Embracing the World“.
Vom Religiösen zum Spirituellen
Das Ziel der Amma-Bewegung liegt darin, vom Religiösen zum Spirituellen zu gelangen, wodurch Konflikte verringert und die interkulturelle Einheit gefördert werden sollen. Ebenfalls werden die Parallelen zwischen den verschiedenen Religionen hervorgehoben. Anhänger werden dazu angehalten,ihre eigene Religion beizubehalten und zu integrieren. Von den Anhängern wird erwartet, die eigene spirituelle Weiterentwicklung zu pflegen. Unter anderem kann dies durch Rezitieren von Mantras, Puja-Zeremonien zu Hause oder auch durch das Praktizieren von Ammas eigener Meditationstechnik (Integrated Amma Meditation) erreicht werden.
Die wichtigste religiöse Praxis für Mitglieder der Bewegung ist die Teilnahme an den Darshans mit Amma, bei denen sie ihre Anhänger und Besucher umarmt.
Neben der grossen religiösen Bedeutung setzt sie sich damit auch gegen gesellschaftliche und soziale Ausgrenzung ein. Ammas eigener Standpunkt zu den Umarmungen ist: „Meine Umarmungen sollen den Geist der Liebe und Selbstlosigkeit in den Menschen wecken.“
Liebe, Toleranz und Mitgefühl sind zentrale Gebote in der Praxis der Amma-Bewegung. Sie setzt sich daher auch für Menschenrechte ein und hat ein grosses globales Netzwerk von Projekten für Arme.
Die Amma-Bewegung in der Schweiz
Amma Schweiz besteht aus zwei Hauptorganisationen und weiteren kleineren Gruppierungen. Zum einen ist der Verein „Amrita Vereinigung Schweiz“ von Bedeutung und zum anderen spielt auch die Stiftung „Mata Amritanandamayi Center Switzerland“ eine grosse Rolle.
Die Amrita Vereinigung hat ihren Sitz in Steinmaur, im Kanton Zürich und ist verantwortlich für die Organisation der jährlichen Besuche von Amma in der Schweiz. Auch sonstige grössere Benefizanlässe und Spendensammlungen werden von der Amrita Vereinigung Schweiz lanciert.
Auf der ganzen Welt gibt es die Mata Amritanandamayi Zentren. Die Stiftung in der Schweiz hat ihren Sitz in Flaach, Zürich. Im Schweizer Zentrum „Ziegelhütte“ treffen sich die Amma-Anhänger regelmässig zu verschiedenen Anlässen. Im Fokus dieser Zusammenkünfte stehendie Themen Bildung, Nachhaltigkeit und Engagement. Mit Seminaren, Vorträgen, Weiterbildungen und vielem mehr, versuchen die Amma-Anhänger ihr Wissen zu diesen Themen zu erweitern und zu verbessern. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es regelmässig Treffen. Alle Anlässe in der Ziegelhütte sind öffentlich.
Die Amrita Vereinigung hat ihren Fokus weniger auf den gemeinsamen Gruppenanlässen, sondern ist vor allem nach aussen gerichtet. Besonders der jährliche Besuch von Amma steht stark im Vordergrund. Die Amrita Vereinigung sucht jedes Jahr Helfer, die vor, während und nach Ammas Besuch in der Schweiz als Volontäre tätig sind. Amma besucht die Schweiz meist im Oktober für drei Tage. Der Besuch findet jeweils in den Eulachhallen Winterthur statt. In diesen drei Tagen hält Amma Vorträge und es wird gemeinsam meditiert. Von grosser Bedeutung ist während dieser Zusammenkünfte die Zeit, die sich Amma nimmt, um alle Besucher zu umarmen. Dieser Anlass ist für alle Besucher offen und gratis.
Bei diesen öffentlichen Auftritten von Amma werden jeweils grosse Summen an Geld gespendet. Dieses Geld wird grösstenteils für die Hilfsprojekte eingesetzt. Dank den regelmässigen Welttouren können die Hilfsprojekte aufrechterhalten und auch neue Projekte realisiert werden.
Kontaktinformationen:
Amrita Vereinigung (Schweiz), Wagenhalde 8, CH-8162 Steinmaur
Stiftung M.A. Center, Ziegelhütte 1, 8416 Flaach
Quellen:
http://www.ziegelhuette.ch/; 18.04.2016
relinfo.ch; 18. 04. 2016
http://www.amma-schweiz.ch; 18. 04. 2016
Huffer, J. A. (2011): Hinduism without Religion - Amma’s Movement in America, Association for Religion and Intellectual Life, Cross Currents, v.61, no.3, 2011 Sept, p.374(25) (ISSN: 0011-1953)
http://www.amma.de/; 28.08.2016
http://www.amma-schweiz.ch/amma-schweiz.html
http://www.amma-schweiz.ch/amma-worldtour/europa.html
http://www.ziegelhuette.ch/akti