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Warum eine Beagle mit SKG-Abstammungsurkunde?

Vor dem Kauf eines Hundes
Wer noch nie einen Hund besass, muss vor dem Kauf eines Hundes einen
Theoriekurs besuchen. In dem mindestens 4-stündigen Kurs wird vermittelt,
welche Bedürfnisse ein Hund hat, wie man mit ihm richtig umgeht und
was es an Zeit und Geld braucht, einen Hund zu halten.
Mit jedem neuen Hund, auch wenn man bereits einen hat, muss man ein Training absolvieren - im ersten Jahr nach Erhalt des Hundes. Im Training werden Grundlagen vermittelt: Wie ein Hund zu führen und zu erziehen ist, was man tun kann, wenn der Hund problematische Verhaltensweisen zeigt, und wie man Risikosituationen erkennt und entschärfen kann.
Wieso ein Welpe mit Papieren?
Da Sie möglicherweise zum Zeitpunkt des Kaufs nicht daran denken, mit Ihrem Beagle auf Ausstellungen zu gehen oder sogar selbst zu züchten, fragen Sie sich sicher, wozu denn Ihr Welpe eigentlich "Papiere" haben muss. Sie möchten ja einfach nur einen Hund erwerben, der aussieht wie ein Beagle und möglichst gesundheitlich robust und von freundlichem, selbstsicherem Wesen ist. Und genau deshalb züchten Schweizer Züchter/innen nur mit Elterntieren mit FCI-Abstammungsurkunden resp. bestandener Ankörungen (Zuchttauglichkeits-Prüfungen) des Beagle Clubs. Diese wird in der Regel zwei Mal jährlich durchgeführt und beinhaltet die Beurteilung des Formwerts und des Wesens (in der Gruppe und einzeln) durch einen von der SKG (Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft) anerkannten und vom Beagle Club Schweiz eingesetzten Spezialrichter für Beagles. Vorgängig ist jedoch der Besuch von zwei Ausstellungen Bedingung. Um zu verhindern, dass Beagles mit Hüftproblemen in die Zucht kommen, muss ebenfalls die Hüftgelenks-Dysplasie (HD) untersucht werden. Nur Beagles, die diese Ankörung bestehen, werden in der Schweiz zur Zucht zugelassen. Nicht zur Zucht zugelassen hingegen werden Beagles, die vererbbare Krankheiten, Erbdefekte oder Zahnfehler aufweisen, aggressiv, ängstlich, schreckhaft oder schussscheu sind oder dem Standard nicht in hohem Masse entsprechen.
Leute, die Hunde ohne Abstammungsurkunde auf die Welt setzen, tun das,
weil ihre Zuchttiere, ihre Zuchtstätte und Aufzuchtsbedingungen die
vom Beagle Club erforderten Anforderungen nicht erfüllen. Somit ist
die Qualität der "papierlosen" Welpen dem Zufall überlassen;
SKG/FCI Abstammungsurkunden sind eine Anerkennung/Bescheinigung für
Züchter, die sich das Ziel gesetzt haben, Hunde von höchster
Qualität zu züchten, was Gesundheit, Wesen und rassetypisches
Erscheinungsbild anbelangt, und die sich deshalb einer strengen Selektionen
von Zuchttieren sowie Kontrollen unterziehen und viel Wert auf eine artgerechte
Aufzucht legen.
Das Zuchtwesen im Beagle Club
Das Ziel unserer Bestrebungen ist die Zucht gesunder, rassetypischer
und wesenssicherer Beagles, welche auch im internationalen Vergleich bestehen
können. Gestützt auf nationale und internationale Bestimmungen
zur Zucht von Rassehunden hat der Beagle Club Schweiz ein
Zuchtreglement erlassen, welches für die Rassezucht aller Beagles
in der Schweiz verbindlich ist. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist
Voraussetzung für die Abgabe der international anerkannten Abstammungsurkunden,
also der "Papiere".
Mittlerweile stehen leider auch in der Schweiz Beaglewelpen zum Verkauf,
d.h. deren Eltern nicht zur Zucht zugelassen sind weil sie z.B. aus obgenannten
Gründen die Ankörung nicht bestanden haben resp. aus einem Verein
stammen der nicht Mitglied der Fédération Cynologique Internationale
(FCI) ist oder nur durch einen solchen zur Zucht zugelassen sind. Augen
auf also, wenn in einer Anzeige nur steht "mit Papieren" (diese
aber nicht von der FCI/SKG stammen) oder auch "Rassenrein aber ohne
Papiere"...
Lassen Sie sich also genügen Zeit für den Welpenkauf und überstürzen Sie nichts, nur weil Sie sonst ein paar Kilometer weiter fahren oder ein paar Monate länger warten müssten. Denken Sie daran, dass der richtige Welpe es wert ist, dass Sie auf ihn warten!
Wir empfehlen Ihnen verschiedene Zuchtstätten zu kontaktieren bevor
eine Hündin trächtig ist und die Zuchtstätte Ihrer Wahl
eventuell schon zu besuchen wenn zurzeit keine Welpen vorhanden sind.
Beginnen Sie frühzeitig damit, denn die meisten seriösen Züchter
haben eine Warteliste.
Haben Sie eventuell auch Interesse an einem älteren Beagle? Dann schauen Sie doch einmal auf unserer Seite für die Vermittlung älterer Hunde.
Brauchen Sie Beratung oder wollen Sie sich erst einmal grundsätzlich informieren, so wenden Sie sich direkt an die Züchter oder aber an die Welpenvermittlung:

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