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In den vergangenen 30 Jahren gingen in Bayern mehr Schmetterlings-Arten verloren als die ganzen 200 Jahre davor, zitiert die Nachrichtenagentur sda eine Aussage des Schmetterlingsforschers Andreas Segerer zur Nachrichtenagentur APA. Bei manchen Arten seien die Bestände in Bayern bis zu 90 Prozent rückläufig, fand Segerer bei seinen Forschungen heraus.
Schuld sind Landwirtschaft und Überbauung
Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sei die industrialisierte, intensive Landwirtschaft, die Überbauungen durch Siedlungsgebiete, sowie Abgase aus Industrie und Autoverkehr. "Durch die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen wurden die Landschaften vereinheitlicht und quasi zu grünen Wüsten", sagt der Schmetterlingsforscher. Artenreiche Lebensräume liegen durch die zusätzlich wachsenden Städte weit auseinander.
Segerer fordert eine Politik, die Landwirten bei gleichem oder besserem Einkommen ein umweltfreundliches Wirtschaften ermöglicht. "Dann wird das Essen halt teurer", meinte der Forscher zur APA.
Schmetterlinge zeigen als Bioindikatoren den Zustand der Umwelt an. "Weil Schmetterlinge seit jeher beliebte Sammelobjekte sind, kann man ihr Vorkommen über einen Zeitraum von 250 Jahren kartieren", sagt der Autor des "Atlas aller in Bayern nachgewiesenen Schmetterlinge".