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Der Leitindex Dow Jones ist in eine Konsolidierungsphase eingetreten und hat in den letzten fünf Handelstagen 0,7 Prozent verloren. Dies, nachdem er Mitte März ein Rekordstand bei über 33'000 Punkten erreicht hatte. Der Technologieindex Nasdaq zeigte hingegen gerade in dieser Woche eine stärkere Kursentwicklung als der Dow Jones.
Für Jim Cramer, Moderator der Sendung "Mad Money "der US-Finanzsenders CNBC, bietet die Konsolidierungsphase bei den zyklischen Aktien nun für Anleger die Möglichkeit, ihre Tech-Bestände zu reduzieren und Industrietitel zu kaufen.
Er sagte in der Sendung vom Montag an die Adresse von Anlegern: "Man muss diversifiziert bleiben. Wenn Anleger aktuell nur Technologie besitzen, werden sie die Renditechancen von sogenannten Wiedereröffnungsaktien verpassen."
Der ehemalige Hedgefonds-Manager hat seinen Zuhörern gleich eine Liste von Aktientipps mitgegeben (siehe auch Tabelle unten).
Eisenbahnunternehmen:
Die US-Wirtschaft nimmt wieder an Fahrt auf. Davon profitieren insbesondere Eisenbahnunternehmen. Diese transportieren knapp 30 Prozent der inländischen Güter in den USA. Jim Cramer empfiehlt gleich drei Unternehmen zum Kauf: CSX, Norfolk Southern und Union Pacific. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25 ist Union Pacific nur geringfügig günstiger als CSX mit 27 oder Norfolk Southern mit 28. Der wesentliche Unterschied zwischen den Unternehmen ist vielmehr in der geographischen Ausrichtung vorzufinden. Während Union Pacific in den gesamten USA operiert, sind CSX und Norfolk Southern die Platzhirsche östlich des Mississippis.
US-Airlines:
Der Impffortschritt in den USA bringt es mit sich, dass der inländische Flugverkehr stark ansteigt. Hiervon sollten die von Jim Cramer empfohlenen Southwest Airlines und United Airlines profitieren. Da die weltgrösste Billigfluggesellschaft einen stärkeren Inlandfokus als United Airlines hat, ist diese wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in Europa interessanter. United Airlines leidet mit den Interkontinentalflügen unter den weltweiten Reiserestriktionen. Jim Cramer empfiehlt ebenso den Flugzeugbauer Boeing zum Kauf.
Industriegüter:
United Rentals gehört zu den grössten Vermietern von Investitionsgütern in den USA. Den konjunkturellen Aufschwung und die anziehende Investitionstätigkeit sind zum Teil schon im Aktienkurs von United Rentals eingepreist. Seit Jahresbeginn hat der Titel 34 Prozent gewonnen. Mit einem KGV von 22 bleibt die Aktie im momentanen Niedrigzinsumfeld trotzdem günstig. Jim Cramer empfiehlt ebenso den Baumaschinenhersteller Caterpillar und den Produzenten von Diesel- und Gasmotoren Cummins zum Kauf.
Autobauer:
Ford und GM (Generl Motors) gehören für Jim Cramer ebenfalls zu den Unternehmen, die von der wirtschaftlichen Wiedereröffnung überdurchschnittlich profitieren sollten. Obwohl die Ford-Aktien dieses Jahr bereits 46 Prozent hinzugewonnen haben, verfügen sie aktuell gegenüber GM einen leichten Vorteil. Ford hat Ende Januar die Auslieferung des Elektro-SUV, genannt Mustang Mach-E, begonnen und trifft mit dem neuen Modell auf eine starke Nachfrage. Im Februar sind bereits 3739 Stück ausgeliefert worden. Vom GM-Vorzeigemodell Chevy Bolt wurden in den USA im Dezember hingegen nur 2200 Stück verkauft.