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Veröffentlichung feiner aufgelöster SRTM-Daten (25m) des DLR
Das digitale Höhenmodell aus der SRTM-Mission hat eine Rastergröße von 25 Metern und kann nun kostenfrei heruntergeladen werden. Der Zugang zu den Daten ist über eine EOWEB-Bestellung möglich. Dabei ist die Gesamtfläche des Höhenmodells ist in hundert so genannte „Kacheln“ eingeteilt, zu denen die Wissenschaftler des DFD die Höhenmodelle aufbereitet haben.
Die neu verfügbaren Daten wurden von einem X-Band Synthetic Aperture Radar (Instrument X-SAR, entwickelt vom DLR) gewonnen (im Gegensatz zum bisher bekannten C-Band, welches vom Instrument SIR-C von der NASA aufgenommen wurde). Das X-Band weist kürzere Wellenlängen und dadurch eine höhere Genauigkeit auf, besitzt aber auch etwas weniger Durchdringung zum Beispiel bei Vegetation. Gleichzeitig war bei X-SAR die swath width (also die Breite des Aufnahmestreifens) geringer als beim SIR-C. Das führt dazu, dass das neue Produkt leider in den meisten Gebieten nicht flächendeckend vorliegt, sondern Löcher aufweist. Der Datensatz hat ein Karo-Muster, das den Orbits des Space Shuttles während SRTM folgt. In höheren Breiten liegen die Orbits näher zusammen, die Abdeckung wird besser (bis zu 100%). In der Äquatorregion ist die Abdeckung am schlechtesten.
Der Zugang zu den Daten ist über eine EOWEB-Bestellung möglich. Die erforderliche Registrierung unter http://eoweb.dlr.de:8080/index.html ist kostenlos; registrierte Nutzer können von einem FTP-Server Quicklooks (Vorschaubilder, eingebettet in KML-Dateien) oder die Daten selbst herunterladen. Die Daten sind gekachelt in 10° x 10° und haben eine Auflösung von 1 Bogensekunde. Die entspricht am Äquator einer metrischen Auflösung von circa 30 m x 30 m, im Breitengrad der Schweiz circa 21 m x 30 m. Die Auflösung ist somit dreimal feiner als die Auflösung der bisher bekannten SRTM-SIR-C-Daten. Die Projektion ist WGS1984, die Höhendaten weisen eine Präzision (nicht Genauigkeit) von 1 m auf. Die Genauigkeit wird vom DLR mit ±16m (absolut) bzw. ±6 m (relativ) angegeben.
Damit man die Abdeckung des Datensatzes schnell und leicht beurteilen kann, habe ich die Quicklooks als KML vom DLR heruntergeladen. Anschliessend habe ich die Auflösung der Vorschaubilder um den Faktor 10 „aufgeblasen“, so dass ich alle Quicklooks gleichzeitig performant in Google Earth anschauen konnte. Schliesslich habe ich um die 259 Vorschaubilder einen KML-Container gebaut, so dass nun alle Quicklooks in einem KML vorliegen.
Wer die Eignung der SRTM-X-Band-Daten für seine Projekte prüfen möchte, kann die Quicklook-KMLs von Ernst Basler + Partner gerne downloaden.