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Der Zigaretten Filter filtert schädliche Stoffe aus dem Rauch der Zigarette heraus und dämmt die Wirkung des heißen Gases im Mund. Ob dies in gesundheitlicher Hinsicht wirksam ist, steht infrage.
Der stark gesundheitsgefährdende Rauch der Zigarette beinhaltet Nikotin und Kohlenstoffdioxid, sowie Monoxid, Stickstoffoxide, Butadien, und Benzol, wie auch Formaldehyd, Blausäure und Nitrosamine. Im Zigarettenrauch sind ungefähr 12000 unterschiedliche Stoffe enthalten, von denen die meisten krebserregend und toxisch sind. Diese Stoffe schränkt der Zigaretten Filter teilweise in ihrer Wirkung ein. Darüber hinaus macht er den Geschmack der Zigarette milder. Der Zigaretten Filter hat mit dem korkfarbenen Mundstück eine besondere Gestaltung. Aus optischen Aspekten wird der Zigaretten Filter manchmal auch in weiß gehalten. Der Filter wird an mehr als neunzig Prozent der Zigaretten angebracht.
Aufbau und Fertigung
Der Zigaretten Filter wird aus Cellulose gefertigt, welche in pflanzlichen Zellwänden sitzt und die am öftesten vorkommende organische Verbindung ist. Diese bildet Moleküle, in denen sich übereinander reißfeste Strukturen bilden. Aus diesem Grund ist Cellulose in der Papierherstellung sehr gut verwendbar. In Wasser ist die Cellulose nicht löslich, in Pflanzen ist sie die wichtigste Struktursubstanz. Bei der Herstellung von Zigaretten Filter löst sich die Cellulose in Aceton auf und wird zu langen Fäden gesponnen. Diese ergeben ein Endlosband, welches mit Triacetin, eine Mischung aus Glycerin und Essigsäure, Punkt für Punkt verklebt wird. Durch diese Verklebung lässt der Zigaretten Filter keinen Rauch durch. Bei Light-Zigaretten hat der Filter zusätzliche Löcher, welche durch die vermehrte Luftzufuhr den Rauch verdünnen und sie dadurch weniger schädlich wird. Ein Filter einer Zigarette filtert Partikel bis 0,2 Mikrometer.
Wirksamkeit und Gefahren
Es ist bewiesen, dass Light-Zigaretten nicht mehr und nicht weniger als normale Filterzigaretten den Rauch filtern. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung “light” oder “mild” für diese Zigaretten seit dem Jahre 2003 in der EU nicht mehr gesetzlich erlaubt. Labormessungen ergaben, dass bei den Schadstoffen von gefilterten und ungefilterten Zigaretten wirklich eine deutliche Absenkung gewisser Schadstoffe nachzuweisen waren. Diese Messungen entsprechen allerdings nicht der Realität des menschlichen Rauchens. Der amerikanische Zigarettenhersteller Philipp Morris führte dazu bereits im Jahre 1969 eine “Lippenstudie” durch, welche bewies, dass Raucher nur durch die Art, wie sie den Zigaretten Filter mit ihren Fingerspitzen umfassen, die Funktion beeinträchtigen. So gelangen durch den Filter feinste Fasern in die Lunge, und erschaffen eine zusätzliche Gefahr.