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Eine Eizelle überlebt nach dem Eisprung nur wenige Stunden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wann der Eisprung stattfindet und ob überhaupt. Diese Methoden können dabei helfen, seinen Körper kennen zu lernen und herauszufinden, wann die fruchtbaren Tage sind. Sie werden auch die Methoden der natürlichen Familienplanung genannt:
- Messen der Körpertemperatur: Zugegeben, die Methode fordert Disziplin. Denn nur wer jeden Morgen vor dem Aufstehen um ungefähr dieselbe Zeit seine Körpertemperatur misst, kann herausfinden, ob diese kurz vor dem Eisprung zuerst abfällt und dann steigt. Fruchtbar ist eine Frau genau in der Zeit, in der die Temperatur innerhalb von 48 Stunden in die Höhe schnellt, um circa 0.5 Grad. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt, muss die Temperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen um mindestens 0,2 Grad Celsius höher liegen als in den sechs Tagen zuvor. Verantwortlich für den Temperaturanstieg ist das Gelbkörperhormo, das dafür sorgt, dass die Eizelle aus dem Follikel springt, wo sie herangereift ist. Eine Frau ist schon drei bis fünf Tage vor dem Eisprung fruchtbar. Zwar überlebt die Eizelle nach dem Eisprung nur 12 bis 20 Stunden. Sperma dagegen kann im weiblichen Unterleib rund drei Tage durchhalten. Am wahrscheinlichsten ist eine Schwangerschaft, wenn man einen Tag vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr hat.
- Schleim beobachten: Etwas weniger aufwendig ist das Beobachten des Gebärmutterhalssekrets, auch Zervixsekret genannt. Im Laufe des Zyklus verändert sich die Konsistenz des Schleims. Unter Einfluss des Hormons Östrogen ist der Ausfluss zur Zyklusmitte besonders dünnflüssig. Gleichzeitig öffnet sich der Muttermund zum Zeitpunkt des Eisprungs, optimale Bedingungen also, damit die Spermien ihren Weg in die Gebärmutter und die Eileiter finden.
Nach der Periode hat eine Frau meist wenig oder gar keinen Ausfluss. Dann wird das Sekret zähflüssig oder pappig. Wenn man den Schleim mit den Fingern auseinanderzieht, spinnt er keine Fäden, sondern ist eher klebrig. Erst wenige Tage vor dem Eisprung nimmt die Menge des Sekrets zu, wird flüssiger. Aussehen und Konsistenz des Schleims ähnelt nun Eiweiss. Beim Auseinanderziehen bilden sich Fäden. Je näher der Eisprung ist, desto mehr Fäden zieht der Schleim. Nach dem Eisprung ist dann das Sekret wieder eher pappig und zäh.
- Gebärmutterhals ertasten: Das macht der Frauenarzt oder die Frauenärztin beim Routineuntersuch. Während des Zyklus ändert sich nicht nur die Menge und die Konsistenz des Gebärmutterhalssekrets. Auch der Gebärmutterhals selbst ändert seine Position. In den unfruchtbaren Phase zu Zyklusbeginn und in der zweiten Hälfte des Zyklus ist die Gebärmutter leicht nach Hinten geknickt. Der Muttermund liegt also an der hinteren Scheidenwand. Zudem ist der Gebärmutterhals fest verschlossen und das Grübchen, der Eingang in die Gebärmutter, kann unter Umständen beim Ertasten nicht ausfindig gemacht werden. Zudem ist der Gebärmutterhals eher fest. Anders in der fruchtbaren Phase: Der Muttermund liegt eher zentriert am Ende der Scheide. Das Grübchen ist nun spürbar und leicht geöffnet. Zudem ist der Muttermund etwas weicher.
Der Gebärmutterhals sollte jeden Tag zur gleichen Zeit untersucht werden. Und natürlich braucht es für den Selbstuntersuch eine vorsichtige Technik: Saubere Hände und kurze Nägel, das versteht sich von selber. Am besten geht es entweder mit dem Zeigefinger oder mit Zeigefinger und Mittelfinger, während man auf der Toilette sitzt. Die Finger dann vorsichtig in die Scheide einführen. Der Gebärmutterhals wird als kugeliger und gummiartiger Widerstand mit einem kleinen Grübchen in der Mitte beschrieben.
Eine Frau braucht etwa zwei bis drei Monate, also zwei bis drei Zyklen, bis sie die Befunde auch einordnen kann.