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Mit grosser Sicherheit besteht kein erhöhtes Risiko, wenn eine Hormonersatztherapie weniger als fünf Jahre angewendet wird. Nach dem fünften Anwendungsjahr steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um ca. 0,5%. Nach 15 Jahren Hormoneinnahme sind es ca. 3% Risikosteigerung. Dieses erhöhte Risiko geht jedoch nach Therapieende verloren.
Dagegen ist der Zusammenhang von alleiniger Oestrogengabe und Gebärmutterkrebs eindeutig belegt. Wenn aber jede Frau, die noch eine Gebärmutter hat, Oestrogene - wie empfohlen - nur in Kombination oder mit zyklischer Zugabe von Progesteron anwendet, nimmt das Risiko sogar ab.
Nach wie vor bleibt zu betonen, dass die Gesamtsterblichkeit für Frauen unter Hormonsubstitution erniedrigt ist, weil Brustkrebserkrankungen hier meist in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden.
Diese Fakten müssen mit jeder einzelnen Frau besprochen werden. Nur zusammen kann ein individuelles Risikoprofil erarbeitet werden, und der Entscheid pro oder contra Hormone wird von der persönlichen Situation jeder Frau beeinflusst.