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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00013 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 12. Juni 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, meldete sich u nter Hinweis auf körperliche und psychische Beeinträchtigungen am 3. Juni 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 20 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und holte bei der Y.___ AG ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Rheuma tologie, A llgemeine Innere Medizin und Psychiatrie ein, das am 4. April 2022 erstattet wurde ( Urk. 8/47). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/ 51 ; Urk. 8/ 58 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 1. November 2022 einen Leistungs anspruch ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 9. Januar 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 1. November 2022 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich eine Invalidenrente, zuzu sprechen. Eventualiter sei eine Begutachtung zu veranlassen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechtsanwäl tin Stephanie C. Elms eine unentgeltliche Rechtsbeist ä nd in zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 4. März 2023 die Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 1 6. März 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 2. März 2023 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Kosten note ein ( Urk. 11, 12 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psycho soziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen. Solche von der soziokulturellen oder psycho sozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditäts begründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungs medizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest ( Urk. 2), dass keine bleibende oder länger dauernde gesundheitliche Einschränkung mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Es handle sich um invaliditäts fremde psychosoziale Faktoren und diese könnten nicht berücksichtigt werden (S. 1). Es habe keine langandauernde funktionelle Einschränkung der Arbeits fähigkeit festgestellt werden können. Durch die finanzielle Lage und den Druck durch das M igrationsamt bestehe eine psychosoziale Belastung. Diese Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheitsgeschehen und damit zu k einer Invalidität (S. 2). 2.2 Di e Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend ( Urk. 1), ihr Gehörs anspruch sei verletzt worden, da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Argumen tation im Einwand eingegangen sei (S. 6). Weiter sei der psychiatrische Gutachter in seiner Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass äussere Faktoren wie die Probleme mit dem Migrationsamt und die finanzielle Situation die Erkrankung mitbestimmen würden. Das heisse jedoch nicht, dass ausschliesslich psychosoziale Faktoren für den Gesundheits schaden verantwortlich seien (S. 7). Der Beurteilung könne nicht entnommen werden, dass ihr Gesundheitszustand einzig auf psychosoziale Fak to ren zurück zuführen wäre (S. 7-8). Gegen eine rein durch diese psychosozialen Faktoren ver ursachte Erkrankung spreche der Umstand, dass die Pro b leme mit dem Migrations amt erst seit dem Jahr 2021 beständen. Die psychiatrische Erkrankung sei jedoch seit mindestens 2014 bekannt. Bereits im Jahr 2019 sei sie in psychi atrischer Behandlung gewesen, wo eine rezidivierende depressive Störung mittel gradiger Episode diagnostiziert worden sei. A usserdem sei sie v on 2004 bis 2 0 06 alkoholabhängig gewesen. Die Abhängigkeit vom Sozialamt bestehe sei t 201 0. Ferne r beständen neben der Depression eine ganze Reihe von somatischen Erkrankungen, womit eine Vielzahl von Komorbiditäten vorhanden sei (S. 8). Anhand der aktuellen Aktenlage sei der Schluss, dass ausschliesslich psycho soziale Faktoren für die Entstehung der Depression bei ihr verantwortlich seien, jedenfalls nicht zulässig. Der Rentenanspruch sei auf der Basis der gutachterlich festgestellten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu berechnen, was bei einem Tabellenlohnabzug von 10 % einen IV-Grad von 54 % ergebe und somit eine halbe Rente der Invalidenversicherung (S. 9). 2.3 Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin weiter aus ( Urk. 7), sie habe sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und sich mit Blick auf sie einer adressatengerechten, einfach verständlichen Sprache bedient (S. 1). In konsensualer Hinsicht kämen d i e Gutachter zum Schluss, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwie rige Situation, Druck des Migrationsamtes), sei nicht mi t einer relevanten Ver besserung der psychischen Symptome zu rechnen. Bei einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit oder von einer Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Demnach liege kein verselbständigtes psychiatrisches Beschwerdebild vor (S. 2). 3. 3.1 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Z.___, Oberarzt, und Dr. phil. k lin. p sych. A.___, Klin i scher Psychologe und Supervisor, vom Medizinischen Zent rum B.___ hielten in ihrem Bericht vom 3. Juni 2021 ( Urk. 8 /19) folgende Diagnosen fest (S. 1) : - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10, F33.1) - Adipositas (E66.0, BMI=33) - Lumbovertebrales Syndrom m/b - Diskrete, breitbasige dorsale Diskusp r ot r usion L4/5 (MRI Spital C.___ 21.08.17) - Leichte Osteopenie ( ped -zu AG 11.04.19) - Hormoninaktives Mikro adenom der Hypophyse (<3mm, Spital D.___ 03.08.18) - Am ehesten sekundäre/tertiäre Niereninsuffizienz (ED 2018) ( ped -zu AG 11.04.19) - Hepatitis B - Sanierte kombinierte suprau m bilicale und umbilicale Hernie (31.01.19 Spital D.___ ) Die Beschwerdeführerin sei seit den Vorgesprächen vom 1 6. u nd 1 9. Juli 2019 regelmässig bei ihnen in Behandlung. Sie beklage seit 2015 unter LWS- und BWS-Schmerzen sowie unter Müdigkeit und Schlafstörungen zu leiden (S. 1). Befundet wurde n depressive Stimmung, Antriebsminderung und Interessen verlust. Aus Sicht der Beschwerdeführerin würden die Beschwerden mit der Arbeit zusammen hängen. Die Kindheit sei ohne belastende Ereignisse verlaufen (S. 2). Die Störung habe Krankheitswert bei seit 1. März 2017 attestierter Arbeits unfähigkeit (S. 3). 3.2 Dr. med. E.___, leitende Ärztin, und Assistenzarzt F.___ von der Integrierten Psychiatrie G.___ führten im Kurzaustrittsbericht vom 1 6. September 2021 ( Urk. 8/37) folgende Diagnose n auf (S. 1) : - Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome - Sonstige näher bezeichnete Risik o faktoren in Eigenanamnese, anderenorts nicht klassifiziert - Medikamentenintoxikation in suizidaler Absicht vom 06.09.21 mit 1 g Sertralin, 1.5 g Trittico - Arterielle Hypertonie - Am ehesten sekundäre Nebenniereninsuffizienz, E rstdiagnose 24.08.2018 - Hormoninaktives Mikroadenom bei Hypophyse, Erstdiagnose 08 / 2018 - Milde Hyperprolaktinämie, Erstdiagnose 24.08.2018 - Chronische HBV-Infektion, Erstdiagnose 08/2018 - Chronische, nicht aktive Gastritis, 08/2018 - Sanierte supraumbilicale und umbilicale Hernie, 31.01.19 im Spital D.___ Die Beschwerdeführerin habe sich vom 6. bis 1 6. September 2021 bei ihnen in stationärer Behandlung befunden (S. 1). Sie sei per fürsorgerischer Unterbringung auf die Akutstation AKE5 im Rahmen eines depressiv -suizidalen Syndroms bei Status nach einem Suizidversuch durch eine Mischintoxikation gekommen. Ihr sei alles zu viel geworden. Sie habe kreisende Gedanken, Freudlosigkeit, Antriebs mangel, Schuldgefühle, pessimistische Zukunftsängste und verminderte Konzentrations fähigkeit beschrieben (S. 2). 3.3 3.3.1 Der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens der Y.___ AG in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, und Psychiatrie vom 4. April 2022 ( Urk. 8/ 47 ) ist folgende Diagnose mit Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 7 ) : - Depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F32.1) Aus psychiatrischer Sicht werde eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgra dige Ausprägung, diagnostiziert. Gemäss Mini-ICF-APP seien Beeinträchtigungen in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit (mittelgradig) sowie in der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit (leichtgradig) vorhanden (S. 6). Belastend wirkten sich die unsichere berufliche und finanzielle Zukunft, Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit aus. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozia len Zwangslage befinde, sei nicht mit einer Verbesserung der psychischen Symp tomatik zu rechnen. Unter einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit und keiner Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Bei auch in ein bis zwei Jahren weiterhin ein geschränkter Arbeitsfähigkeit aufgrund psychischer Faktoren wäre eine psychi atrische Verlaufsbegutachtung sinnvoll. Aus interdisziplinärer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 50 % in jeglichen beruflichen Tätigkeiten (Arbeitspensum 6.25 Stunden/d, 30 % geminderte Leistung, S. 7). Die um 50 % eingeschränkte Arbeits fähigkeit in jeglichen beruflichen Tätigkeiten werde ausschliesslich psychiatrisch mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode begründet. Die rheuma tologische Diagnose eines chronischen thorakolumbovertebralen Syn droms führe zu qualitativen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bezüglich überwiegend mittelschwerer und schwerer beruflicher Tätigkeiten, beeinflusse die Arbeitsfähigkeit in den von der Beschwerdeführerin früher ausge übten und in vergleichbaren beruflichen Tätigkeiten jedoch nicht. Die allgemein-internistischen Diagnosen führten nicht zu einer Einschränkung der Arbeits fähigkeit (S. 9). Aus psychiatrischer Sicht sei anhand der vorliegenden Akten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 3. Juni 2021 nachvollziehbar (S. 11). 3.3.2 Dr. med. H.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, Facharzt Rheumatologie, hielt in seinem Teilgutachten (Urk. 8/47/14-24) aus rheumatologischer Sicht keine Diagnosen mit relevanten Funktionseinbussen und Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in de r von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeit oder in vergle i chbaren Berufstätigkeiten fest (S. 21). 3.3.3 Derselbe führte im Allgemein Internistischen Teilgutachten ( Urk. 8/47/25-35) aus, dass sich aus allgemein-internistischer Sicht keine Diagnosen mit Funktions einbussen und Ein f luss auf die Arbeitsfähigkeit fänden (S. 32). 3.3.4 Med. prakt. I.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem Teil gutachten ( Urk. 8/47/36-45) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig ( ICD-10: F32.1 ), fest (S. 42). Die Beschwerdeführerin befinde sich seit etwa 2018 in ambulanter Behandlung des Medizinischen Zentrum s B.___ mit Termine n alle zwei Wochen (S. 37). Befundet wurde ein schwankender Antrieb. Sie sei in dysthymer Stimmungslage. Die affektive Sch w ingungsfähigkeit sei beeinträchtigt und zum depressiven Pol hin ausgelenkt. Es liege keine Affektlabilität oder Affektin kontinenz vor, keine Interessenlosigkeit und auch kein ausgewiesener Rückzug (S. 40). Die soziale Situation sei als angespannt und schwierig zu betrachten, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei, finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn angebe und zusätzlich im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten habe, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation habe die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum nachfolgenden Suizidversuch geführt habe. Die soziale Situation sei als belastend zu betrachten (S. 41). Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung seien die Kriterien für eine depressive Episode, mittelgradig, erfüllt gewesen. Von eine r rezidivierende n depressive n Störung, mi t vorangegangenen depressiven Episode n u nd vollstän diger Remission in der Vergangenheit, könne anhand der aktuell vorliegenden Aktenlage nicht ausgegangen werden. Der Suizidversuch am 6. September 2021 habe gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin aufgrund einer schwierigen Nachricht durch das Migrationsamt stattgefunden. Sie habe denselben mit Video aufgenommen und ihrem Sohn geschickt, welcher die Ambulanz gerufen habe. Das Verhalten der Beschwerdeführerin mache einen appellativen Eindruck und der aktuelle Suizidversuch sei direkt mit dem Druck des Migrationsamtes in Ver bindung zu bringen, was von der Beschwerdeführerin bestätigt werde (S. 42). Rein psychiatrisch betrachtet bestehe in der letzten und einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgrund der depressiven Symptomatik, dies seit 3. Juni 2021 (Bericht Klinik B.___, S. 44). Vor dem 3. Juni 2021 sei anhand der vorliegenden Unterlagen aus psychiatrischer Sicht keine Arbeits unfähigkeit anzunehmen (S. 44). Insgesamt sei die depressive Symptomatik und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgebend durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situation oder de n Druck des Migrationsamtes bestimmt. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde, sei nicht von einer Verbesserung der psychischen Symptome auszugehen. Unter einer verbesserten sozialen Situation dagegen sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung. Sollte die Arbeitsfähigkeit in ein bis zwei Jahren weiterhin aufgrund psychischer Faktoren eingeschränkt sein, werde eine Verlaufsbegutachtung empfohlen (S. 45). 4. 4.1 Vorab ist der formelle Einwand der Beschwerdeführerin zu prüfen, wonach ihr rechtliches Gehör verletzt worden sei, da sich die Beschwerdegegnerin nicht detailliert mit den Argumenten im Einwand auseinandergesetzt habe. Sie habe lediglich festgehalten, dass keine neuen Tatsachen hätten vorgebracht werden können ( Urk. 1 S. 5-6). 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungsweise der Versicherungs träger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begrün dung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respektive der Versicherungs träger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). Diesen Anforderungen ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü gung nachgekommen. So wurde von ihr ausgeführt, dass aufgrund der medizini schen Abklärungen vom 4. April 2022 mit mehreren Fachdisziplinen keine funk tionellen langandauernden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hätten festgestellt werden können. Die psychosozialen Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheits geschehen und damit zu keiner Invalidität ( Urk. 2 S. 2). Somit trifft die Behaup tung der Beschwerdeführerin nicht zu, dass sich die Beschwerdegegnerin darauf beschränkt habe zu erwähnen, dass mittels Einwand s keine neuen Tatsachen vor gebracht worden seien. V ielmehr hat sie zumindest kurz dargelegt, aus welchen Gründen das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Es liegt folglich keine Ver letzung des rechtlichen Gehörs vor. 5. 5.1 Das polydisziplinäre Gutachten vom 4. April 2022 erfüllt sämtliche rechtsprechungs gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs grundlagen (vgl. E. 1.6). Es beruht auf den notwendigen fachärzt liche n Untersuchung en durch d ie Gutachter, wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben und würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig ( vgl. Urk. 8 / 47 /7 46-279 ). Es berücksichtigt die vo n der Beschwerdeführer in geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist grundsätzlich einleuchtend und das Gut achten ist dem Grundsatz nach schlüssig, was von den Parteien auch nicht bestritten wird. Streitig ist hingegen, ob der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden kann oder ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, es liege kein invalidisierender verselbständigter psychischer Gesundheitsschaden vor, da die im psychiatrischen Teilg utachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit res pektive die depressive Episode auf soziale Belastungsfaktoren zurückzuführen sei, mithin kein rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 2). 5.2 Im Rahmen de s psychiatrischen Gutachtens wurde unmissverständlich auf die erhebliche Bedeutung der mitspielenden psychosoziale n Belastungsfaktoren hinge wiesen. So wurde ausgeführt, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwierige Situation, Druck des Migrations amtes), sei nicht mit einer relevanten Verbesserung der psychischen Symptome zu rechnen ( Urk. 8/47/ 45 ). Darüber hinaus hielt die Gutachterin fest, dass die depressive Symptomatik insgesamt und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgeblich durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situ ation oder den Druck des Migrationsamtes bestimmt sei en, wobei letzterer auch Auslöser des Suizidversuchs im September 2021 gewesen sei ( Urk. 8/47/41). Unter einer verbesserten sozialen Situation sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45). Anamnestisch angeführt wur den ausserdem Probleme mit dem 16 Jahre alten Sohn der Beschwerdeführerin, welcher sich gerade in einer Klinik befinde ( Urk. 8/47/37). Die Erkrankung des Sohnes belastete die Beschwerdeführerin bereits in der Integrierten Psychiatrie G.___ im September 2021 und führte zu Beurlaubungen während des ohnehin nur zehntägigen Klinika u fenthaltes ( Urk. 8/37/2). Dass die Beschwerdegegnerin angesichts dessen vom Vorliegen sozialer Belastungen mit direkten negativen funktionellen Folgen aus ging, ist nicht zu beanstanden. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass es nicht zulässig ist, die Beurteilung der psychosozialen Belastungsfaktoren der eigentlichen Prüfung der Standardindika toren voranzustellen und einen invalidisierenden Gesundheitszustand losgelöst von dieser Prüfung zu verneine n, gleichsam als läge ein Ausschlussgrund vor. Wie bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit ist auch bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen im Einzelfall (einzig) danach zu fragen, ob und wie sich die Krankheit leistungslimitierend auswirkt, wobei eine leistungs-, insbesondere rentenbegründende Invalidität jedenfalls eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose voraussetzt. Nicht zuletzt im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit ist es sach- und systemgerecht, solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Dass dabei soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, aus zuklammern sind, steht ausser Frage. Sie sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdi gen. Dabei werden die funktionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen durchaus auch mit Blick auf psychosoziale und soziokulturelle Belastungs faktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheits schädigung beeinflussen ( Urteil des Bundesgerichts 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1 mit Hinweisen). 6. 6.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 6.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beant wortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 6.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 6.4 6.4.1 Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass die Beschwerde führerin gemäss gutachterlicher Beurteilung an einer depressiven Episode, gegen wärtig mittelgradig, gemäss ICD-10 F32.1 leidet. Dazu finden sich indes nur wenig e und eher leicht ausgeprägte Befunde. So wurde n ein schwankender Antrieb, eine dysthyme Stimmung slage, Hoffnungslosigkeit und Grübelneigung und eine beeinträchtigte, zum depressiven Pol ausgelenkte affektive Schwingungs fähigkeit befundet ( Urk. 8/47/4 0 -42 ). Es lag en jedoch keine Affekt labilität oder Affektinkontinenz, keine Interessenlosigkeit und kein ausgewie sen er Rückzug vor und die Aufmerksamkeit sowie die Konzentration und das Gedächtnis waren ebenfalls unauffällig ( Urk. 8/47/40). Auch mit Blick auf die Fähigkeitsbeeinträchtigung entsprechend dem Mini-ICF APP war en lediglich die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit mittelgradig beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Flexibilität sowie die Umstellungs fähigkeit wurden nur als leicht beeinträchtigt beurteilt. Ansonsten bestanden keine Beeinträchtigungen ( Urk. 8/47/43). Die psychosozialen Faktoren waren hingegen deutlich ausgeprägt und wurden von der Gutachterin an mehreren Stellen erwähnt. So führte sie aus, dass die soziale Situation als angespannt und schwierig zu betrachten sei, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei und finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn bestünden. Zusätzlich habe sie im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation ha be die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum Suizidversuch geführt hat (Urk. 8/47/41). Rechtsprechungsgemäss ist dabei zu berücksichtigen, dass j e stär ker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter eine fachärzt lich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden s e in muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_544/2022 vom 3. März 2023 E. 2.4 mit Hin weisen). Als Komorbiditäten bestehen zwar diverse somatische Erkrankungen (vgl. Urk. 8 /47/7-8), diese sind aber alle ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine Wechselwirkung mit der psychiatrischen Diagnose wird gutachterlich nicht erwähnt. Wenn auch vorhandene Komorbiditäten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist, mithin nicht nur, falls sie für sich allein die Arbeitsfähigkeit einschränken (BGE 143 V 418 E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_331/ 2022 vom 6. September 2022 E. 6.4 mit Hinweisen ), so fehlen vorliegend doch Hinweise darauf, dass die depressive Störung durch die somatischen Erkrankungen verstärkt worden wäre. So wurde aus internistischer Sicht insbesondere kein Zusammenhang zwischen der medikamentös adäquat substituierten Nebennierenrindeninsuffizienz und der von der Beschwerdeführerin geklagten Kraftlosigkeit gesehen ( Urk. 8/47/32) und sind den Akten auch keine Wechselwirkungen zwischen dem funktionell nur bezüglich schwerer Tätigkeiten einschränkenden thorakolumbovertrebralen Schmerzsyndrom respektive den übrigen somati schen Leiden und der depressiven Symptomatik zu entnehmen. Der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden könnten ( Urk. 1 S. 8), ändert hieran nichts. Zwar befindet sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben in regel mässiger psychiatrischer Behandlung, sie könne aber den Namen ihres Behandlers nicht angeben, da dieser in regelmässigen Abständen wechsle. Die Gutachterin führte diesbezüglich aus, dass die therapeutische Beziehung eher oberflächlich zu sein schein e. Zudem bestehe hinsichtlich der medikamentösen Behandlung der Verdacht auf eine Incompliance in Bezug auf die Einnahme von Wellbutrin (Urk. 8/47/43). Das s der Wellbutrin -Spiegel bei einer Einnahme von 300mg täg lich nicht nachzuweisen gewesen sei, erscheine aus gutachterlicher Sicht auffällig und es erscheine wahrscheinlich, dass di e Beschwerdeführerin das Medikament nicht oder nicht regelmässig oder nicht in der angegebenen Dosierung einnehme (Urk. 8/47/40). Damit sind die Therapieoptionen überwiegend wahrscheinlich noch nicht ausgeschöpft und ist jedenfalls nicht vom Scheitern einer lege artis durchgeführten Therapie auszugehen. Insgesamt ist somit nach Ausklammerung der psychosozialen Faktoren lediglich von einem geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung auszugehen. 6.4.2 Betreffend den Komplex «Persönlichkeit» ist zu beachten, dass keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung bestehen ( Urk. 8/47/42). Im Komplex «Sozialer Kontext» wertete die Gutachterin die beruf liche Erfahrung der Beschwerdeführerin in unterschiedlichen Bereichen und dement sprechend die Fähigkeit zur Aneignung verschiedener Berufe als Ressour ce n ( Urk. 8 /47/43). Ein erheblicher sozialer Rückzug ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin hat drei Kinder, wovon zwei noch bei ihr zu Hause wohnen. Sie schilderte ihren Tagesablauf dahingehend, dass sie normalerweise um 07:00 Uhr aufstehe und diverse Termine b e im Arzt, Sozialamt oder mit den Kindern wahrnehme. Sie gehe Einkaufen und putze die Wohnung. Nachmittags komme der jüngste Sohn zum Essen. Am Abend werde gekocht und gegessen. Als Hobbies gab sie Nähen an. Dazu kaufe sie Stoffe auf dem Markt ein ( Urk. 8/ 47/38). Somit sind durchaus Ressourcen und ein soziales Umfeld vorhanden, welche sich positiv auf das Leistungsvermögen auswirken. Demgegenüber erwähnte die Gutachterin als belastend die berufliche und finan zielle Zukunft, die Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit (Urk. 8/47/43). Dabei handelt es sich jedoch um psychosoziale Belastungen, wel che nach dem Gesagten (vgl. E. 5.2) bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern sind, soweit sie – wie hier – direkt negative Folgen zeitigen. Insbesondere die Tatsache, dass die Gutachterin erwähnt, dass unter einer ver besserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist und ebenfalls nicht von eine r chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45), macht deutlich, dass sich die depressive Epi sode der Beschwerdeführerin aus psychosozialen und soziokulturellen Belastungs faktoren entwickelt hat und durch diese weiterhin unterhalten wird, jedoch bei Wegfall dieser nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, mithin einer verselbständigten psychischen Störung auszugehen ist ( vgl. Urk. 8/47/45). 6.4.3 Zum Aspekt der «Konsistenz» ist festzuhalten, das s die privaten Aktivitäten der Beschwerdeführerin mit im Wesentlichen uneingeschränkter Haushaltsführung, selbständiger Wahrnehmung diverser Termine und dem Ausüben von Hobbies wie dem Nähen und Einkaufen von Stoffen auf dem samstäglichen Markt nicht vereinbar sind mit einer erheblichen Einschränkung im Erwerbsbereich. 6.5 Insgesamt ist som it festzuhalten, dass bei eine m nicht erhebliche n Schweregrad der diagnostizierten Gesundheitsstörung sowie mit Blick auf die erhaltenen Res sourcen bei intaktem soziale m Umfeld und die erwähnten Therapieoptionen die im Gutachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit einer normativen Prüfung nicht standhält. Insbesondere erweist sich die gutachterliche Einschätzung inso weit als nicht normativ ausgerichtet, als es die psychosozialen Belastungen, obwohl sich diese funktionell direkt negativ auswirken, nicht ausklammert. So ist vor dem Hintergrund der Feststellung der Gutachter, wonach zwar eine Diagnose eine r depressiven Episode, gegenwärtig mittelgradig, vorliege, aber nicht von einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde n könne ( Urk. 8/47/45), und dem Umstand, dass unter einer verbesserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist ( Urk. 8 /47/45), überwiegend wahrscheinlich, dass sich ihre Einschätzung einer 50%igen Arbeits un fähigkeit ohne Ausklammerung der psycho sozialen Faktore n ergeben hat und folglich kein verselbständigter Gesund heitsschaden vorliegt. Zusammengefasst führt die Prüfung der massgeblichen B e weis themen im Lichte der Standardindikatoren zum Schluss, dass der Beweis einer lang andauernden und erheblichen gesundheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit nicht erbracht wurde, was sich zuungunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (E. 6.2). 6.6 Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Weitere medizinische Abklärungen erscheinen nicht notwendig, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi pierte Beweiswürdigung, BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, je mit Hinwei sen). Die IV-Stelle verneinte einen Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 7. 7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterlie genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Diese beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einset zung von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 1 S. 2). Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aus sichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten und Kostenvorschüssen erlassen. Es wird ihr überdies auf Gesuch eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). 7.3 Da d ie Beschwerdeführer in auf die finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen ist ( vgl. Urk. 3) und das von ih r gestellte Rechtsbegehren nicht als aussichtslos einzustufen ist, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt. Folglich sind die Gerichtskosten von Fr. 700.-- einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 7.4 Die Rechtsvertreterin de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, ist als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen und es steht ihr eine Entschä digung aus der Gerichtskasse zu. Sie hat einen Aufwand von insgesamt 9.6 Stunden und Barauslagen von p auschal 3 % geltend gemacht ( Urk. 12 ). Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschä digung von Fr. 2‘342.85 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten und der Kosten ihrer Rechts vertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 9. Januar 2023 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, wird mit Fr. 2’342.85 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00013 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 12. Juni 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, meldete sich u nter Hinweis auf körperliche und psychische Beeinträchtigungen am 3. Juni 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 20 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und holte bei der Y.___ AG ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Rheuma tologie, A llgemeine Innere Medizin und Psychiatrie ein, das am 4. April 2022 erstattet wurde ( Urk. 8/47). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/ 51 ; Urk. 8/ 58 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 1. November 2022 einen Leistungs anspruch ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 9. Januar 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 1. November 2022 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich eine Invalidenrente, zuzu sprechen. Eventualiter sei eine Begutachtung zu veranlassen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechtsanwäl tin Stephanie C. Elms eine unentgeltliche Rechtsbeist ä nd in zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 4. März 2023 die Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 1 6. März 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 2. März 2023 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Kosten note ein ( Urk. 11, 12 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psycho soziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen. Solche von der soziokulturellen oder psycho sozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditäts begründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungs medizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest ( Urk. 2), dass keine bleibende oder länger dauernde gesundheitliche Einschränkung mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Es handle sich um invaliditäts fremde psychosoziale Faktoren und diese könnten nicht berücksichtigt werden (S. 1). Es habe keine langandauernde funktionelle Einschränkung der Arbeits fähigkeit festgestellt werden können. Durch die finanzielle Lage und den Druck durch das M igrationsamt bestehe eine psychosoziale Belastung. Diese Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheitsgeschehen und damit zu k einer Invalidität (S. 2). 2.2 Di e Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend ( Urk. 1), ihr Gehörs anspruch sei verletzt worden, da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Argumen tation im Einwand eingegangen sei (S. 6). Weiter sei der psychiatrische Gutachter in seiner Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass äussere Faktoren wie die Probleme mit dem Migrationsamt und die finanzielle Situation die Erkrankung mitbestimmen würden. Das heisse jedoch nicht, dass ausschliesslich psychosoziale Faktoren für den Gesundheits schaden verantwortlich seien (S. 7). Der Beurteilung könne nicht entnommen werden, dass ihr Gesundheitszustand einzig auf psychosoziale Fak to ren zurück zuführen wäre (S. 7-8). Gegen eine rein durch diese psychosozialen Faktoren ver ursachte Erkrankung spreche der Umstand, dass die Pro b leme mit dem Migrations amt erst seit dem Jahr 2021 beständen. Die psychiatrische Erkrankung sei jedoch seit mindestens 2014 bekannt. Bereits im Jahr 2019 sei sie in psychi atrischer Behandlung gewesen, wo eine rezidivierende depressive Störung mittel gradiger Episode diagnostiziert worden sei. A usserdem sei sie v on 2004 bis 2 0 06 alkoholabhängig gewesen. Die Abhängigkeit vom Sozialamt bestehe sei t 201 0. Ferne r beständen neben der Depression eine ganze Reihe von somatischen Erkrankungen, womit eine Vielzahl von Komorbiditäten vorhanden sei (S. 8). Anhand der aktuellen Aktenlage sei der Schluss, dass ausschliesslich psycho soziale Faktoren für die Entstehung der Depression bei ihr verantwortlich seien, jedenfalls nicht zulässig. Der Rentenanspruch sei auf der Basis der gutachterlich festgestellten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu berechnen, was bei einem Tabellenlohnabzug von 10 % einen IV-Grad von 54 % ergebe und somit eine halbe Rente der Invalidenversicherung (S. 9). 2.3 Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin weiter aus ( Urk. 7), sie habe sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und sich mit Blick auf sie einer adressatengerechten, einfach verständlichen Sprache bedient (S. 1). In konsensualer Hinsicht kämen d i e Gutachter zum Schluss, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwie rige Situation, Druck des Migrationsamtes), sei nicht mi t einer relevanten Ver besserung der psychischen Symptome zu rechnen. Bei einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit oder von einer Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Demnach liege kein verselbständigtes psychiatrisches Beschwerdebild vor (S. 2). 3. 3.1 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Z.___, Oberarzt, und Dr. phil. k lin. p sych. A.___, Klin i scher Psychologe und Supervisor, vom Medizinischen Zent rum B.___ hielten in ihrem Bericht vom 3. Juni 2021 ( Urk. 8 /19) folgende Diagnosen fest (S. 1) : - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10, F33.1) - Adipositas (E66.0, BMI=33) - Lumbovertebrales Syndrom m/b - Diskrete, breitbasige dorsale Diskusp r ot r usion L4/5 (MRI Spital C.___ 21.08.17) - Leichte Osteopenie ( ped -zu AG 11.04.19) - Hormoninaktives Mikro adenom der Hypophyse (<3mm, Spital D.___ 03.08.18) - Am ehesten sekundäre/tertiäre Niereninsuffizienz (ED 2018) ( ped -zu AG 11.04.19) - Hepatitis B - Sanierte kombinierte suprau m bilicale und umbilicale Hernie (31.01.19 Spital D.___ ) Die Beschwerdeführerin sei seit den Vorgesprächen vom 1 6. u nd 1 9. Juli 2019 regelmässig bei ihnen in Behandlung. Sie beklage seit 2015 unter LWS- und BWS-Schmerzen sowie unter Müdigkeit und Schlafstörungen zu leiden (S. 1). Befundet wurde n depressive Stimmung, Antriebsminderung und Interessen verlust. Aus Sicht der Beschwerdeführerin würden die Beschwerden mit der Arbeit zusammen hängen. Die Kindheit sei ohne belastende Ereignisse verlaufen (S. 2). Die Störung habe Krankheitswert bei seit 1. März 2017 attestierter Arbeits unfähigkeit (S. 3). 3.2 Dr. med. E.___, leitende Ärztin, und Assistenzarzt F.___ von der Integrierten Psychiatrie G.___ führten im Kurzaustrittsbericht vom 1 6. September 2021 ( Urk. 8/37) folgende Diagnose n auf (S. 1) : - Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome - Sonstige näher bezeichnete Risik o faktoren in Eigenanamnese, anderenorts nicht klassifiziert - Medikamentenintoxikation in suizidaler Absicht vom 06.09.21 mit 1 g Sertralin, 1.5 g Trittico - Arterielle Hypertonie - Am ehesten sekundäre Nebenniereninsuffizienz, E rstdiagnose 24.08.2018 - Hormoninaktives Mikroadenom bei Hypophyse, Erstdiagnose 08 / 2018 - Milde Hyperprolaktinämie, Erstdiagnose 24.08.2018 - Chronische HBV-Infektion, Erstdiagnose 08/2018 - Chronische, nicht aktive Gastritis, 08/2018 - Sanierte supraumbilicale und umbilicale Hernie, 31.01.19 im Spital D.___ Die Beschwerdeführerin habe sich vom 6. bis 1 6. September 2021 bei ihnen in stationärer Behandlung befunden (S. 1). Sie sei per fürsorgerischer Unterbringung auf die Akutstation AKE5 im Rahmen eines depressiv -suizidalen Syndroms bei Status nach einem Suizidversuch durch eine Mischintoxikation gekommen. Ihr sei alles zu viel geworden. Sie habe kreisende Gedanken, Freudlosigkeit, Antriebs mangel, Schuldgefühle, pessimistische Zukunftsängste und verminderte Konzentrations fähigkeit beschrieben (S. 2). 3.3 3.3.1 Der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens der Y.___ AG in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, und Psychiatrie vom 4. April 2022 ( Urk. 8/ 47 ) ist folgende Diagnose mit Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 7 ) : - Depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F32.1) Aus psychiatrischer Sicht werde eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgra dige Ausprägung, diagnostiziert. Gemäss Mini-ICF-APP seien Beeinträchtigungen in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit (mittelgradig) sowie in der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit (leichtgradig) vorhanden (S. 6). Belastend wirkten sich die unsichere berufliche und finanzielle Zukunft, Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit aus. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozia len Zwangslage befinde, sei nicht mit einer Verbesserung der psychischen Symp tomatik zu rechnen. Unter einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit und keiner Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Bei auch in ein bis zwei Jahren weiterhin ein geschränkter Arbeitsfähigkeit aufgrund psychischer Faktoren wäre eine psychi atrische Verlaufsbegutachtung sinnvoll. Aus interdisziplinärer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 50 % in jeglichen beruflichen Tätigkeiten (Arbeitspensum 6.25 Stunden/d, 30 % geminderte Leistung, S. 7). Die um 50 % eingeschränkte Arbeits fähigkeit in jeglichen beruflichen Tätigkeiten werde ausschliesslich psychiatrisch mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode begründet. Die rheuma tologische Diagnose eines chronischen thorakolumbovertebralen Syn droms führe zu qualitativen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bezüglich überwiegend mittelschwerer und schwerer beruflicher Tätigkeiten, beeinflusse die Arbeitsfähigkeit in den von der Beschwerdeführerin früher ausge übten und in vergleichbaren beruflichen Tätigkeiten jedoch nicht. Die allgemein-internistischen Diagnosen führten nicht zu einer Einschränkung der Arbeits fähigkeit (S. 9). Aus psychiatrischer Sicht sei anhand der vorliegenden Akten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 3. Juni 2021 nachvollziehbar (S. 11). 3.3.2 Dr. med. H.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, Facharzt Rheumatologie, hielt in seinem Teilgutachten (Urk. 8/47/14-24) aus rheumatologischer Sicht keine Diagnosen mit relevanten Funktionseinbussen und Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in de r von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeit oder in vergle i chbaren Berufstätigkeiten fest (S. 21). 3.3.3 Derselbe führte im Allgemein Internistischen Teilgutachten ( Urk. 8/47/25-35) aus, dass sich aus allgemein-internistischer Sicht keine Diagnosen mit Funktions einbussen und Ein f luss auf die Arbeitsfähigkeit fänden (S. 32). 3.3.4 Med. prakt. I.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem Teil gutachten ( Urk. 8/47/36-45) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig ( ICD-10: F32.1 ), fest (S. 42). Die Beschwerdeführerin befinde sich seit etwa 2018 in ambulanter Behandlung des Medizinischen Zentrum s B.___ mit Termine n alle zwei Wochen (S. 37). Befundet wurde ein schwankender Antrieb. Sie sei in dysthymer Stimmungslage. Die affektive Sch w ingungsfähigkeit sei beeinträchtigt und zum depressiven Pol hin ausgelenkt. Es liege keine Affektlabilität oder Affektin kontinenz vor, keine Interessenlosigkeit und auch kein ausgewiesener Rückzug (S. 40). Die soziale Situation sei als angespannt und schwierig zu betrachten, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei, finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn angebe und zusätzlich im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten habe, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation habe die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum nachfolgenden Suizidversuch geführt habe. Die soziale Situation sei als belastend zu betrachten (S. 41). Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung seien die Kriterien für eine depressive Episode, mittelgradig, erfüllt gewesen. Von eine r rezidivierende n depressive n Störung, mi t vorangegangenen depressiven Episode n u nd vollstän diger Remission in der Vergangenheit, könne anhand der aktuell vorliegenden Aktenlage nicht ausgegangen werden. Der Suizidversuch am 6. September 2021 habe gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin aufgrund einer schwierigen Nachricht durch das Migrationsamt stattgefunden. Sie habe denselben mit Video aufgenommen und ihrem Sohn geschickt, welcher die Ambulanz gerufen habe. Das Verhalten der Beschwerdeführerin mache einen appellativen Eindruck und der aktuelle Suizidversuch sei direkt mit dem Druck des Migrationsamtes in Ver bindung zu bringen, was von der Beschwerdeführerin bestätigt werde (S. 42). Rein psychiatrisch betrachtet bestehe in der letzten und einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgrund der depressiven Symptomatik, dies seit 3. Juni 2021 (Bericht Klinik B.___, S. 44). Vor dem 3. Juni 2021 sei anhand der vorliegenden Unterlagen aus psychiatrischer Sicht keine Arbeits unfähigkeit anzunehmen (S. 44). Insgesamt sei die depressive Symptomatik und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgebend durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situation oder de n Druck des Migrationsamtes bestimmt. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde, sei nicht von einer Verbesserung der psychischen Symptome auszugehen. Unter einer verbesserten sozialen Situation dagegen sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung. Sollte die Arbeitsfähigkeit in ein bis zwei Jahren weiterhin aufgrund psychischer Faktoren eingeschränkt sein, werde eine Verlaufsbegutachtung empfohlen (S. 45). 4. 4.1 Vorab ist der formelle Einwand der Beschwerdeführerin zu prüfen, wonach ihr rechtliches Gehör verletzt worden sei, da sich die Beschwerdegegnerin nicht detailliert mit den Argumenten im Einwand auseinandergesetzt habe. Sie habe lediglich festgehalten, dass keine neuen Tatsachen hätten vorgebracht werden können ( Urk. 1 S. 5-6). 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungsweise der Versicherungs träger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begrün dung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respektive der Versicherungs träger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). Diesen Anforderungen ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü gung nachgekommen. So wurde von ihr ausgeführt, dass aufgrund der medizini schen Abklärungen vom 4. April 2022 mit mehreren Fachdisziplinen keine funk tionellen langandauernden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hätten festgestellt werden können. Die psychosozialen Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheits geschehen und damit zu keiner Invalidität ( Urk. 2 S. 2). Somit trifft die Behaup tung der Beschwerdeführerin nicht zu, dass sich die Beschwerdegegnerin darauf beschränkt habe zu erwähnen, dass mittels Einwand s keine neuen Tatsachen vor gebracht worden seien. V ielmehr hat sie zumindest kurz dargelegt, aus welchen Gründen das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Es liegt folglich keine Ver letzung des rechtlichen Gehörs vor. 5. 5.1 Das polydisziplinäre Gutachten vom 4. April 2022 erfüllt sämtliche rechtsprechungs gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs grundlagen (vgl. E. 1.6). Es beruht auf den notwendigen fachärzt liche n Untersuchung en durch d ie Gutachter, wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben und würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig ( vgl. Urk. 8 / 47 /7 46-279 ). Es berücksichtigt die vo n der Beschwerdeführer in geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist grundsätzlich einleuchtend und das Gut achten ist dem Grundsatz nach schlüssig, was von den Parteien auch nicht bestritten wird. Streitig ist hingegen, ob der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden kann oder ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, es liege kein invalidisierender verselbständigter psychischer Gesundheitsschaden vor, da die im psychiatrischen Teilg utachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit res pektive die depressive Episode auf soziale Belastungsfaktoren zurückzuführen sei, mithin kein rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 2). 5.2 Im Rahmen de s psychiatrischen Gutachtens wurde unmissverständlich auf die erhebliche Bedeutung der mitspielenden psychosoziale n Belastungsfaktoren hinge wiesen. So wurde ausgeführt, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwierige Situation, Druck des Migrations amtes), sei nicht mit einer relevanten Verbesserung der psychischen Symptome zu rechnen ( Urk. 8/47/ 45 ). Darüber hinaus hielt die Gutachterin fest, dass die depressive Symptomatik insgesamt und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgeblich durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situ ation oder den Druck des Migrationsamtes bestimmt sei en, wobei letzterer auch Auslöser des Suizidversuchs im September 2021 gewesen sei ( Urk. 8/47/41). Unter einer verbesserten sozialen Situation sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45). Anamnestisch angeführt wur den ausserdem Probleme mit dem 16 Jahre alten Sohn der Beschwerdeführerin, welcher sich gerade in einer Klinik befinde ( Urk. 8/47/37). Die Erkrankung des Sohnes belastete die Beschwerdeführerin bereits in der Integrierten Psychiatrie G.___ im September 2021 und führte zu Beurlaubungen während des ohnehin nur zehntägigen Klinika u fenthaltes ( Urk. 8/37/2). Dass die Beschwerdegegnerin angesichts dessen vom Vorliegen sozialer Belastungen mit direkten negativen funktionellen Folgen aus ging, ist nicht zu beanstanden. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass es nicht zulässig ist, die Beurteilung der psychosozialen Belastungsfaktoren der eigentlichen Prüfung der Standardindika toren voranzustellen und einen invalidisierenden Gesundheitszustand losgelöst von dieser Prüfung zu verneine n, gleichsam als läge ein Ausschlussgrund vor. Wie bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit ist auch bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen im Einzelfall (einzig) danach zu fragen, ob und wie sich die Krankheit leistungslimitierend auswirkt, wobei eine leistungs-, insbesondere rentenbegründende Invalidität jedenfalls eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose voraussetzt. Nicht zuletzt im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit ist es sach- und systemgerecht, solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Dass dabei soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, aus zuklammern sind, steht ausser Frage. Sie sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdi gen. Dabei werden die funktionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen durchaus auch mit Blick auf psychosoziale und soziokulturelle Belastungs faktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheits schädigung beeinflussen ( Urteil des Bundesgerichts 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1 mit Hinweisen). 6. 6.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 6.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beant wortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 6.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 6.4 6.4.1 Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass die Beschwerde führerin gemäss gutachterlicher Beurteilung an einer depressiven Episode, gegen wärtig mittelgradig, gemäss ICD-10 F32.1 leidet. Dazu finden sich indes nur wenig e und eher leicht ausgeprägte Befunde. So wurde n ein schwankender Antrieb, eine dysthyme Stimmung slage, Hoffnungslosigkeit und Grübelneigung und eine beeinträchtigte, zum depressiven Pol ausgelenkte affektive Schwingungs fähigkeit befundet ( Urk. 8/47/4 0 -42 ). Es lag en jedoch keine Affekt labilität oder Affektinkontinenz, keine Interessenlosigkeit und kein ausgewie sen er Rückzug vor und die Aufmerksamkeit sowie die Konzentration und das Gedächtnis waren ebenfalls unauffällig ( Urk. 8/47/40). Auch mit Blick auf die Fähigkeitsbeeinträchtigung entsprechend dem Mini-ICF APP war en lediglich die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit mittelgradig beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Flexibilität sowie die Umstellungs fähigkeit wurden nur als leicht beeinträchtigt beurteilt. Ansonsten bestanden keine Beeinträchtigungen ( Urk. 8/47/43). Die psychosozialen Faktoren waren hingegen deutlich ausgeprägt und wurden von der Gutachterin an mehreren Stellen erwähnt. So führte sie aus, dass die soziale Situation als angespannt und schwierig zu betrachten sei, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei und finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn bestünden. Zusätzlich habe sie im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation ha be die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum Suizidversuch geführt hat (Urk. 8/47/41). Rechtsprechungsgemäss ist dabei zu berücksichtigen, dass j e stär ker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter eine fachärzt lich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden s e in muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_544/2022 vom 3. März 2023 E. 2.4 mit Hin weisen). Als Komorbiditäten bestehen zwar diverse somatische Erkrankungen (vgl. Urk. 8 /47/7-8), diese sind aber alle ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine Wechselwirkung mit der psychiatrischen Diagnose wird gutachterlich nicht erwähnt. Wenn auch vorhandene Komorbiditäten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist, mithin nicht nur, falls sie für sich allein die Arbeitsfähigkeit einschränken (BGE 143 V 418 E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_331/ 2022 vom 6. September 2022 E. 6.4 mit Hinweisen ), so fehlen vorliegend doch Hinweise darauf, dass die depressive Störung durch die somatischen Erkrankungen verstärkt worden wäre. So wurde aus internistischer Sicht insbesondere kein Zusammenhang zwischen der medikamentös adäquat substituierten Nebennierenrindeninsuffizienz und der von der Beschwerdeführerin geklagten Kraftlosigkeit gesehen ( Urk. 8/47/32) und sind den Akten auch keine Wechselwirkungen zwischen dem funktionell nur bezüglich schwerer Tätigkeiten einschränkenden thorakolumbovertrebralen Schmerzsyndrom respektive den übrigen somati schen Leiden und der depressiven Symptomatik zu entnehmen. Der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden könnten ( Urk. 1 S. 8), ändert hieran nichts. Zwar befindet sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben in regel mässiger psychiatrischer Behandlung, sie könne aber den Namen ihres Behandlers nicht angeben, da dieser in regelmässigen Abständen wechsle. Die Gutachterin führte diesbezüglich aus, dass die therapeutische Beziehung eher oberflächlich zu sein schein e. Zudem bestehe hinsichtlich der medikamentösen Behandlung der Verdacht auf eine Incompliance in Bezug auf die Einnahme von Wellbutrin (Urk. 8/47/43). Das s der Wellbutrin -Spiegel bei einer Einnahme von 300mg täg lich nicht nachzuweisen gewesen sei, erscheine aus gutachterlicher Sicht auffällig und es erscheine wahrscheinlich, dass di e Beschwerdeführerin das Medikament nicht oder nicht regelmässig oder nicht in der angegebenen Dosierung einnehme (Urk. 8/47/40). Damit sind die Therapieoptionen überwiegend wahrscheinlich noch nicht ausgeschöpft und ist jedenfalls nicht vom Scheitern einer lege artis durchgeführten Therapie auszugehen. Insgesamt ist somit nach Ausklammerung der psychosozialen Faktoren lediglich von einem geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung auszugehen. 6.4.2 Betreffend den Komplex «Persönlichkeit» ist zu beachten, dass keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung bestehen ( Urk. 8/47/42). Im Komplex «Sozialer Kontext» wertete die Gutachterin die beruf liche Erfahrung der Beschwerdeführerin in unterschiedlichen Bereichen und dement sprechend die Fähigkeit zur Aneignung verschiedener Berufe als Ressour ce n ( Urk. 8 /47/43). Ein erheblicher sozialer Rückzug ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin hat drei Kinder, wovon zwei noch bei ihr zu Hause wohnen. Sie schilderte ihren Tagesablauf dahingehend, dass sie normalerweise um 07:00 Uhr aufstehe und diverse Termine b e im Arzt, Sozialamt oder mit den Kindern wahrnehme. Sie gehe Einkaufen und putze die Wohnung. Nachmittags komme der jüngste Sohn zum Essen. Am Abend werde gekocht und gegessen. Als Hobbies gab sie Nähen an. Dazu kaufe sie Stoffe auf dem Markt ein ( Urk. 8/ 47/38). Somit sind durchaus Ressourcen und ein soziales Umfeld vorhanden, welche sich positiv auf das Leistungsvermögen auswirken. Demgegenüber erwähnte die Gutachterin als belastend die berufliche und finan zielle Zukunft, die Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit (Urk. 8/47/43). Dabei handelt es sich jedoch um psychosoziale Belastungen, wel che nach dem Gesagten (vgl. E. 5.2) bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern sind, soweit sie – wie hier – direkt negative Folgen zeitigen. Insbesondere die Tatsache, dass die Gutachterin erwähnt, dass unter einer ver besserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist und ebenfalls nicht von eine r chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45), macht deutlich, dass sich die depressive Epi sode der Beschwerdeführerin aus psychosozialen und soziokulturellen Belastungs faktoren entwickelt hat und durch diese weiterhin unterhalten wird, jedoch bei Wegfall dieser nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, mithin einer verselbständigten psychischen Störung auszugehen ist ( vgl. Urk. 8/47/45). 6.4.3 Zum Aspekt der «Konsistenz» ist festzuhalten, das s die privaten Aktivitäten der Beschwerdeführerin mit im Wesentlichen uneingeschränkter Haushaltsführung, selbständiger Wahrnehmung diverser Termine und dem Ausüben von Hobbies wie dem Nähen und Einkaufen von Stoffen auf dem samstäglichen Markt nicht vereinbar sind mit einer erheblichen Einschränkung im Erwerbsbereich. 6.5 Insgesamt ist som it festzuhalten, dass bei eine m nicht erhebliche n Schweregrad der diagnostizierten Gesundheitsstörung sowie mit Blick auf die erhaltenen Res sourcen bei intaktem soziale m Umfeld und die erwähnten Therapieoptionen die im Gutachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit einer normativen Prüfung nicht standhält. Insbesondere erweist sich die gutachterliche Einschätzung inso weit als nicht normativ ausgerichtet, als es die psychosozialen Belastungen, obwohl sich diese funktionell direkt negativ auswirken, nicht ausklammert. So ist vor dem Hintergrund der Feststellung der Gutachter, wonach zwar eine Diagnose eine r depressiven Episode, gegenwärtig mittelgradig, vorliege, aber nicht von einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde n könne ( Urk. 8/47/45), und dem Umstand, dass unter einer verbesserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist ( Urk. 8 /47/45), überwiegend wahrscheinlich, dass sich ihre Einschätzung einer 50%igen Arbeits un fähigkeit ohne Ausklammerung der psycho sozialen Faktore n ergeben hat und folglich kein verselbständigter Gesund heitsschaden vorliegt. Zusammengefasst führt die Prüfung der massgeblichen B e weis themen im Lichte der Standardindikatoren zum Schluss, dass der Beweis einer lang andauernden und erheblichen gesundheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit nicht erbracht wurde, was sich zuungunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (E. 6.2). 6.6 Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Weitere medizinische Abklärungen erscheinen nicht notwendig, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi pierte Beweiswürdigung, BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, je mit Hinwei sen). Die IV-Stelle verneinte einen Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 7. 7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterlie genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Diese beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einset zung von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 1 S. 2). Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aus sichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten und Kostenvorschüssen erlassen. Es wird ihr überdies auf Gesuch eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). 7.3 Da d ie Beschwerdeführer in auf die finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen ist ( vgl. Urk. 3) und das von ih r gestellte Rechtsbegehren nicht als aussichtslos einzustufen ist, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt. Folglich sind die Gerichtskosten von Fr. 700.-- einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 7.4 Die Rechtsvertreterin de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, ist als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen und es steht ihr eine Entschä digung aus der Gerichtskasse zu. Sie hat einen Aufwand von insgesamt 9.6 Stunden und Barauslagen von p auschal 3 % geltend gemacht ( Urk. 12 ). Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschä digung von Fr. 2‘342.85 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten und der Kosten ihrer Rechts vertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 9. Januar 2023 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, wird mit Fr. 2’342.85 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00013 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 12. Juni 2023

IV.2023.00013

IV.2023.00013

IV.2023.00013 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Urteil vom 12. Juni 2023

Urteil vom 12. Juni 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG

schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug

Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, meldete sich u nter Hinweis auf körperliche und psychische Beeinträchtigungen am 3. Juni 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 20 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und holte bei der Y.___ AG ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Rheuma tologie, A llgemeine Innere Medizin und Psychiatrie ein, das am 4. April 2022 erstattet wurde ( Urk. 8/47).

1. X.___, geboren 1976, meldete sich u nter Hinweis auf körperliche und psychische Beeinträchtigungen am 3. Juni 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/ 20 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und holte bei der Y.___ AG ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Rheuma tologie, A llgemeine Innere Medizin und Psychiatrie ein, das am 4. April 2022 erstattet wurde ( Urk. 8/47). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/ 51 ; Urk. 8/ 58 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 1. November 2022 einen Leistungs anspruch ( Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 8/ 51 ; Urk. 8/ 58 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 1. November 2022 einen Leistungs anspruch ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 9. Januar 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 1. November 2022 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich eine Invalidenrente, zuzu sprechen. Eventualiter sei eine Begutachtung zu veranlassen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechtsanwäl tin Stephanie C. Elms eine unentgeltliche Rechtsbeist ä nd in zu bestellen ( Urk. 1 S. 2).

2. Die Versicherte erhob am 9. Januar 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 1. November 2022 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich eine Invalidenrente, zuzu sprechen. Eventualiter sei eine Begutachtung zu veranlassen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechtsanwäl tin Stephanie C. Elms eine unentgeltliche Rechtsbeist ä nd in zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 4. März 2023 die Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 1 6. März 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 2. März 2023 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Kosten note ein ( Urk. 11, 12 ).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 4. März 2023 die Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 1 6. März 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Mit Eingabe vom 2 2. März 2023 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Kosten note ein ( Urk. 11, 12 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psycho soziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen. Solche von der soziokulturellen oder psycho sozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2).

1.4 Zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psycho soziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen. Solche von der soziokulturellen oder psycho sozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditäts begründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungs medizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1).

Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditäts begründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versicherungs medizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.5 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.6 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je m.w.H.). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest ( Urk. 2), dass keine bleibende oder länger dauernde gesundheitliche Einschränkung mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Es handle sich um invaliditäts fremde psychosoziale Faktoren und diese könnten nicht berücksichtigt werden (S. 1). Es habe keine langandauernde funktionelle Einschränkung der Arbeits fähigkeit festgestellt werden können. Durch die finanzielle Lage und den Druck durch das M igrationsamt bestehe eine psychosoziale Belastung. Diese Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheitsgeschehen und damit zu k einer Invalidität (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest ( Urk. 2), dass keine bleibende oder länger dauernde gesundheitliche Einschränkung mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Es handle sich um invaliditäts fremde psychosoziale Faktoren und diese könnten nicht berücksichtigt werden (S. 1). Es habe keine langandauernde funktionelle Einschränkung der Arbeits fähigkeit festgestellt werden können. Durch die finanzielle Lage und den Druck durch das M igrationsamt bestehe eine psychosoziale Belastung. Diese Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheitsgeschehen und damit zu k einer Invalidität (S. 2). 2.2 Di e Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend ( Urk. 1), ihr Gehörs anspruch sei verletzt worden, da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Argumen tation im Einwand eingegangen sei (S. 6). Weiter sei der psychiatrische Gutachter in seiner Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass äussere Faktoren wie die Probleme mit dem Migrationsamt und die finanzielle Situation die Erkrankung mitbestimmen würden. Das heisse jedoch nicht, dass ausschliesslich psychosoziale Faktoren für den Gesundheits schaden verantwortlich seien (S. 7). Der Beurteilung könne nicht entnommen werden, dass ihr Gesundheitszustand einzig auf psychosoziale Fak to ren zurück zuführen wäre (S. 7-8). Gegen eine rein durch diese psychosozialen Faktoren ver ursachte Erkrankung spreche der Umstand, dass die Pro b leme mit dem Migrations amt erst seit dem Jahr 2021 beständen. Die psychiatrische Erkrankung sei jedoch seit mindestens 2014 bekannt. Bereits im Jahr 2019 sei sie in psychi atrischer Behandlung gewesen, wo eine rezidivierende depressive Störung mittel gradiger Episode diagnostiziert worden sei. A usserdem sei sie v on 2004 bis 2 0 06 alkoholabhängig gewesen. Die Abhängigkeit vom Sozialamt bestehe sei t 201 0. Ferne r beständen neben der Depression eine ganze Reihe von somatischen Erkrankungen, womit eine Vielzahl von Komorbiditäten vorhanden sei (S. 8). Anhand der aktuellen Aktenlage sei der Schluss, dass ausschliesslich psycho soziale Faktoren für die Entstehung der Depression bei ihr verantwortlich seien, jedenfalls nicht zulässig. Der Rentenanspruch sei auf der Basis der gutachterlich festgestellten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu berechnen, was bei einem Tabellenlohnabzug von 10 % einen IV-Grad von 54 % ergebe und somit eine halbe Rente der Invalidenversicherung (S. 9).

2.2 Di e Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend ( Urk. 1), ihr Gehörs anspruch sei verletzt worden, da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Argumen tation im Einwand eingegangen sei (S. 6). Weiter sei der psychiatrische Gutachter in seiner Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass äussere Faktoren wie die Probleme mit dem Migrationsamt und die finanzielle Situation die Erkrankung mitbestimmen würden. Das heisse jedoch nicht, dass ausschliesslich psychosoziale Faktoren für den Gesundheits schaden verantwortlich seien (S. 7). Der Beurteilung könne nicht entnommen werden, dass ihr Gesundheitszustand einzig auf psychosoziale Fak to ren zurück zuführen wäre (S. 7-8). Gegen eine rein durch diese psychosozialen Faktoren ver ursachte Erkrankung spreche der Umstand, dass die Pro b leme mit dem Migrations amt erst seit dem Jahr 2021 beständen. Die psychiatrische Erkrankung sei jedoch seit mindestens 2014 bekannt. Bereits im Jahr 2019 sei sie in psychi atrischer Behandlung gewesen, wo eine rezidivierende depressive Störung mittel gradiger Episode diagnostiziert worden sei. A usserdem sei sie v on 2004 bis 2 0 06 alkoholabhängig gewesen. Die Abhängigkeit vom Sozialamt bestehe sei t 201 0. Ferne r beständen neben der Depression eine ganze Reihe von somatischen Erkrankungen, womit eine Vielzahl von Komorbiditäten vorhanden sei (S. 8). Anhand der aktuellen Aktenlage sei der Schluss, dass ausschliesslich psycho soziale Faktoren für die Entstehung der Depression bei ihr verantwortlich seien, jedenfalls nicht zulässig. Der Rentenanspruch sei auf der Basis der gutachterlich festgestellten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu berechnen, was bei einem Tabellenlohnabzug von 10 % einen IV-Grad von 54 % ergebe und somit eine halbe Rente der Invalidenversicherung (S. 9). 2.3 Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin weiter aus ( Urk. 7), sie habe sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und sich mit Blick auf sie einer adressatengerechten, einfach verständlichen Sprache bedient (S. 1). In konsensualer Hinsicht kämen d i e Gutachter zum Schluss, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwie rige Situation, Druck des Migrationsamtes), sei nicht mi t einer relevanten Ver besserung der psychischen Symptome zu rechnen. Bei einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit oder von einer Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Demnach liege kein verselbständigtes psychiatrisches Beschwerdebild vor (S. 2).

2.3 Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin weiter aus ( Urk. 7), sie habe sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und sich mit Blick auf sie einer adressatengerechten, einfach verständlichen Sprache bedient (S. 1). In konsensualer Hinsicht kämen d i e Gutachter zum Schluss, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwie rige Situation, Druck des Migrationsamtes), sei nicht mi t einer relevanten Ver besserung der psychischen Symptome zu rechnen. Bei einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit oder von einer Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Demnach liege kein verselbständigtes psychiatrisches Beschwerdebild vor (S. 2). 3.

3. 3.1 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Z.___, Oberarzt, und Dr. phil. k lin. p sych. A.___, Klin i scher Psychologe und Supervisor, vom Medizinischen Zent rum B.___ hielten in ihrem Bericht vom 3. Juni 2021 ( Urk. 8 /19) folgende Diagnosen fest (S. 1) :

3.1 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Z.___, Oberarzt, und Dr. phil. k lin. p sych. A.___, Klin i scher Psychologe und Supervisor, vom Medizinischen Zent rum B.___ hielten in ihrem Bericht vom 3. Juni 2021 ( Urk. 8 /19) folgende Diagnosen fest (S. 1) : - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10, F33.1)

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10, F33.1) - Adipositas (E66.0, BMI=33)

Adipositas (E66.0, BMI=33) - Lumbovertebrales Syndrom m/b

Lumbovertebrales Syndrom m/b - Diskrete, breitbasige dorsale Diskusp r ot r usion L4/5 (MRI Spital C.___ 21.08.17)

Diskrete, breitbasige dorsale Diskusp r ot r usion L4/5 (MRI Spital C.___ 21.08.17) - Leichte Osteopenie ( ped -zu AG 11.04.19)

Leichte Osteopenie ( ped -zu AG 11.04.19) - Hormoninaktives Mikro adenom der Hypophyse (<3mm, Spital D.___ 03.08.18)

Hormoninaktives Mikro adenom der Hypophyse (<3mm, Spital D.___ 03.08.18) - Am ehesten sekundäre/tertiäre Niereninsuffizienz (ED 2018) ( ped -zu AG 11.04.19)

Am ehesten sekundäre/tertiäre Niereninsuffizienz (ED 2018) ( ped -zu AG 11.04.19) - Hepatitis B

Hepatitis B - Sanierte kombinierte suprau m bilicale und umbilicale Hernie (31.01.19 Spital D.___ )

Sanierte kombinierte suprau m bilicale und umbilicale Hernie (31.01.19 Spital D.___ ) Die Beschwerdeführerin sei seit den Vorgesprächen vom 1 6. u nd 1 9. Juli 2019 regelmässig bei ihnen in Behandlung. Sie beklage seit 2015 unter LWS- und BWS-Schmerzen sowie unter Müdigkeit und Schlafstörungen zu leiden (S. 1). Befundet wurde n depressive Stimmung, Antriebsminderung und Interessen verlust. Aus Sicht der Beschwerdeführerin würden die Beschwerden mit der Arbeit zusammen hängen. Die Kindheit sei ohne belastende Ereignisse verlaufen (S. 2). Die Störung habe Krankheitswert bei seit 1. März 2017 attestierter Arbeits unfähigkeit (S. 3).

Die Beschwerdeführerin sei seit den Vorgesprächen vom 1 6. u nd 1 9. Juli 2019 regelmässig bei ihnen in Behandlung. Sie beklage seit 2015 unter LWS- und BWS-Schmerzen sowie unter Müdigkeit und Schlafstörungen zu leiden (S. 1). Befundet wurde n depressive Stimmung, Antriebsminderung und Interessen verlust. Aus Sicht der Beschwerdeführerin würden die Beschwerden mit der Arbeit zusammen hängen. Die Kindheit sei ohne belastende Ereignisse verlaufen (S. 2). Die Störung habe Krankheitswert bei seit 1. März 2017 attestierter Arbeits unfähigkeit (S. 3). 3.2 Dr. med. E.___, leitende Ärztin, und Assistenzarzt F.___ von der Integrierten Psychiatrie G.___ führten im Kurzaustrittsbericht vom 1 6. September 2021 ( Urk. 8/37) folgende Diagnose n auf (S. 1) :

3.2 Dr. med. E.___, leitende Ärztin, und Assistenzarzt F.___ von der Integrierten Psychiatrie G.___ führten im Kurzaustrittsbericht vom 1 6. September 2021 ( Urk. 8/37) folgende Diagnose n auf (S. 1) : - Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome

Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome - Sonstige näher bezeichnete Risik o faktoren in Eigenanamnese, anderenorts nicht klassifiziert

Sonstige näher bezeichnete Risik o faktoren in Eigenanamnese, anderenorts nicht klassifiziert - Medikamentenintoxikation in suizidaler Absicht vom 06.09.21 mit 1 g Sertralin, 1.5 g Trittico

Medikamentenintoxikation in suizidaler Absicht vom 06.09.21 mit 1 g Sertralin, 1.5 g Trittico - Arterielle Hypertonie

Arterielle Hypertonie - Am ehesten sekundäre Nebenniereninsuffizienz, E rstdiagnose 24.08.2018

Am ehesten sekundäre Nebenniereninsuffizienz, E rstdiagnose 24.08.2018 - Hormoninaktives Mikroadenom bei Hypophyse, Erstdiagnose 08 / 2018

Hormoninaktives Mikroadenom bei Hypophyse, Erstdiagnose 08 2018 - Milde Hyperprolaktinämie, Erstdiagnose 24.08.2018

Milde Hyperprolaktinämie, Erstdiagnose 24.08.2018 - Chronische HBV-Infektion, Erstdiagnose 08/2018

Chronische HBV-Infektion, Erstdiagnose 08/2018 - Chronische, nicht aktive Gastritis, 08/2018

Chronische, nicht aktive Gastritis, 08/2018 - Sanierte supraumbilicale und umbilicale Hernie, 31.01.19 im Spital D.___

Sanierte supraumbilicale und umbilicale Hernie, 31.01.19 im Spital D.___ Die Beschwerdeführerin habe sich vom 6. bis 1 6. September 2021 bei ihnen in stationärer Behandlung befunden (S. 1). Sie sei per fürsorgerischer Unterbringung auf die Akutstation AKE5 im Rahmen eines depressiv -suizidalen Syndroms bei Status nach einem Suizidversuch durch eine Mischintoxikation gekommen. Ihr sei alles zu viel geworden. Sie habe kreisende Gedanken, Freudlosigkeit, Antriebs mangel, Schuldgefühle, pessimistische Zukunftsängste und verminderte Konzentrations fähigkeit beschrieben (S. 2).

Die Beschwerdeführerin habe sich vom 6. bis 1 6. September 2021 bei ihnen in stationärer Behandlung befunden (S. 1). Sie sei per fürsorgerischer Unterbringung auf die Akutstation AKE5 im Rahmen eines depressiv -suizidalen Syndroms bei Status nach einem Suizidversuch durch eine Mischintoxikation gekommen. Ihr sei alles zu viel geworden. Sie habe kreisende Gedanken, Freudlosigkeit, Antriebs mangel, Schuldgefühle, pessimistische Zukunftsängste und verminderte Konzentrations fähigkeit beschrieben (S. 2). 3.3

3.3 3.3.1 Der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens der Y.___ AG in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, und Psychiatrie vom 4. April 2022 ( Urk. 8/ 47 ) ist folgende Diagnose mit Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 7 ) :

3.3.1 Der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens der Y.___ AG in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, und Psychiatrie vom 4. April 2022 ( Urk. 8/ 47 ) ist folgende Diagnose mit Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 7 ) : - Depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F32.1)

Depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F32.1) Aus psychiatrischer Sicht werde eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgra dige Ausprägung, diagnostiziert. Gemäss Mini-ICF-APP seien Beeinträchtigungen in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit (mittelgradig) sowie in der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit (leichtgradig) vorhanden (S. 6). Belastend wirkten sich die unsichere berufliche und finanzielle Zukunft, Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit aus. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozia len Zwangslage befinde, sei nicht mit einer Verbesserung der psychischen Symp tomatik zu rechnen. Unter einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit und keiner Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Bei auch in ein bis zwei Jahren weiterhin ein geschränkter Arbeitsfähigkeit aufgrund psychischer Faktoren wäre eine psychi atrische Verlaufsbegutachtung sinnvoll. Aus interdisziplinärer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 50 % in jeglichen beruflichen Tätigkeiten (Arbeitspensum 6.25 Stunden/d, 30 % geminderte Leistung, S. 7). Die um 50 % eingeschränkte Arbeits fähigkeit in jeglichen beruflichen Tätigkeiten werde ausschliesslich psychiatrisch mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode begründet. Die rheuma tologische Diagnose eines chronischen thorakolumbovertebralen Syn droms führe zu qualitativen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bezüglich überwiegend mittelschwerer und schwerer beruflicher Tätigkeiten, beeinflusse die Arbeitsfähigkeit in den von der Beschwerdeführerin früher ausge übten und in vergleichbaren beruflichen Tätigkeiten jedoch nicht. Die allgemein-internistischen Diagnosen führten nicht zu einer Einschränkung der Arbeits fähigkeit (S. 9). Aus psychiatrischer Sicht sei anhand der vorliegenden Akten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 3. Juni 2021 nachvollziehbar (S. 11).

Aus psychiatrischer Sicht werde eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgra dige Ausprägung, diagnostiziert. Gemäss Mini-ICF-APP seien Beeinträchtigungen in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit (mittelgradig) sowie in der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit (leichtgradig) vorhanden (S. 6). Belastend wirkten sich die unsichere berufliche und finanzielle Zukunft, Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit aus. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozia len Zwangslage befinde, sei nicht mit einer Verbesserung der psychischen Symp tomatik zu rechnen. Unter einer verbesserten sozialen Situation sei hingegen nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit und keiner Chronifizierung der depressiven Störung auszugehen. Bei auch in ein bis zwei Jahren weiterhin ein geschränkter Arbeitsfähigkeit aufgrund psychischer Faktoren wäre eine psychi atrische Verlaufsbegutachtung sinnvoll. Aus interdisziplinärer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 50 % in jeglichen beruflichen Tätigkeiten (Arbeitspensum 6.25 Stunden/d, 30 % geminderte Leistung, S. 7). Die um 50 % eingeschränkte Arbeits fähigkeit in jeglichen beruflichen Tätigkeiten werde ausschliesslich psychiatrisch mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode begründet. Die rheuma tologische Diagnose eines chronischen thorakolumbovertebralen Syn droms führe zu qualitativen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bezüglich überwiegend mittelschwerer und schwerer beruflicher Tätigkeiten, beeinflusse die Arbeitsfähigkeit in den von der Beschwerdeführerin früher ausge übten und in vergleichbaren beruflichen Tätigkeiten jedoch nicht. Die allgemein-internistischen Diagnosen führten nicht zu einer Einschränkung der Arbeits fähigkeit (S. 9). Aus psychiatrischer Sicht sei anhand der vorliegenden Akten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 3. Juni 2021 nachvollziehbar (S. 11). 3.3.2 Dr. med. H.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, Facharzt Rheumatologie, hielt in seinem Teilgutachten (Urk. 8/47/14-24) aus rheumatologischer Sicht keine Diagnosen mit relevanten Funktionseinbussen und Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in de r von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeit oder in vergle i chbaren Berufstätigkeiten fest (S. 21).

3.3.2 Dr. med. H.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, Facharzt Rheumatologie, hielt in seinem Teilgutachten (Urk. 8/47/14-24) aus rheumatologischer Sicht keine Diagnosen mit relevanten Funktionseinbussen und Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in de r von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeit oder in vergle i chbaren Berufstätigkeiten fest (S. 21). 3.3.3 Derselbe führte im Allgemein Internistischen Teilgutachten ( Urk. 8/47/25-35) aus, dass sich aus allgemein-internistischer Sicht keine Diagnosen mit Funktions einbussen und Ein f luss auf die Arbeitsfähigkeit fänden (S. 32).

3.3.3 Derselbe führte im Allgemein Internistischen Teilgutachten ( Urk. 8/47/25-35) aus, dass sich aus allgemein-internistischer Sicht keine Diagnosen mit Funktions einbussen und Ein f luss auf die Arbeitsfähigkeit fänden (S. 32). 3.3.4 Med. prakt. I.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem Teil gutachten ( Urk. 8/47/36-45) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig ( ICD-10: F32.1 ), fest (S. 42). Die Beschwerdeführerin befinde sich seit etwa 2018 in ambulanter Behandlung des Medizinischen Zentrum s B.___ mit Termine n alle zwei Wochen (S. 37). Befundet wurde ein schwankender Antrieb. Sie sei in dysthymer Stimmungslage. Die affektive Sch w ingungsfähigkeit sei beeinträchtigt und zum depressiven Pol hin ausgelenkt. Es liege keine Affektlabilität oder Affektin kontinenz vor, keine Interessenlosigkeit und auch kein ausgewiesener Rückzug (S. 40). Die soziale Situation sei als angespannt und schwierig zu betrachten, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei, finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn angebe und zusätzlich im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten habe, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation habe die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum nachfolgenden Suizidversuch geführt habe. Die soziale Situation sei als belastend zu betrachten (S. 41).

3.3.4 Med. prakt. I.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem Teil gutachten ( Urk. 8/47/36-45) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit eine depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig ( ICD-10: F32.1 ), fest (S. 42). Die Beschwerdeführerin befinde sich seit etwa 2018 in ambulanter Behandlung des Medizinischen Zentrum s B.___ mit Termine n alle zwei Wochen (S. 37). Befundet wurde ein schwankender Antrieb. Sie sei in dysthymer Stimmungslage. Die affektive Sch w ingungsfähigkeit sei beeinträchtigt und zum depressiven Pol hin ausgelenkt. Es liege keine Affektlabilität oder Affektin kontinenz vor, keine Interessenlosigkeit und auch kein ausgewiesener Rückzug (S. 40). Die soziale Situation sei als angespannt und schwierig zu betrachten, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei, finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn angebe und zusätzlich im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten habe, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation habe die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum nachfolgenden Suizidversuch geführt habe. Die soziale Situation sei als belastend zu betrachten (S. 41). Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung seien die Kriterien für eine depressive Episode, mittelgradig, erfüllt gewesen. Von eine r rezidivierende n depressive n Störung, mi t vorangegangenen depressiven Episode n u nd vollstän diger Remission in der Vergangenheit, könne anhand der aktuell vorliegenden Aktenlage nicht ausgegangen werden. Der Suizidversuch am 6. September 2021 habe gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin aufgrund einer schwierigen Nachricht durch das Migrationsamt stattgefunden. Sie habe denselben mit Video aufgenommen und ihrem Sohn geschickt, welcher die Ambulanz gerufen habe. Das Verhalten der Beschwerdeführerin mache einen appellativen Eindruck und der aktuelle Suizidversuch sei direkt mit dem Druck des Migrationsamtes in Ver bindung zu bringen, was von der Beschwerdeführerin bestätigt werde (S. 42). Rein psychiatrisch betrachtet bestehe in der letzten und einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgrund der depressiven Symptomatik, dies seit 3. Juni 2021 (Bericht Klinik B.___, S. 44). Vor dem 3. Juni 2021 sei anhand der vorliegenden Unterlagen aus psychiatrischer Sicht keine Arbeits unfähigkeit anzunehmen (S. 44). Insgesamt sei die depressive Symptomatik und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgebend durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situation oder de n Druck des Migrationsamtes bestimmt. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde, sei nicht von einer Verbesserung der psychischen Symptome auszugehen. Unter einer verbesserten sozialen Situation dagegen sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung. Sollte die Arbeitsfähigkeit in ein bis zwei Jahren weiterhin aufgrund psychischer Faktoren eingeschränkt sein, werde eine Verlaufsbegutachtung empfohlen (S. 45).

Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung seien die Kriterien für eine depressive Episode, mittelgradig, erfüllt gewesen. Von eine r rezidivierende n depressive n Störung, mi t vorangegangenen depressiven Episode n u nd vollstän diger Remission in der Vergangenheit, könne anhand der aktuell vorliegenden Aktenlage nicht ausgegangen werden. Der Suizidversuch am 6. September 2021 habe gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin aufgrund einer schwierigen Nachricht durch das Migrationsamt stattgefunden. Sie habe denselben mit Video aufgenommen und ihrem Sohn geschickt, welcher die Ambulanz gerufen habe. Das Verhalten der Beschwerdeführerin mache einen appellativen Eindruck und der aktuelle Suizidversuch sei direkt mit dem Druck des Migrationsamtes in Ver bindung zu bringen, was von der Beschwerdeführerin bestätigt werde (S. 42). Rein psychiatrisch betrachtet bestehe in der letzten und einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgrund der depressiven Symptomatik, dies seit 3. Juni 2021 (Bericht Klinik B.___, S. 44). Vor dem 3. Juni 2021 sei anhand der vorliegenden Unterlagen aus psychiatrischer Sicht keine Arbeits unfähigkeit anzunehmen (S. 44). Insgesamt sei die depressive Symptomatik und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgebend durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situation oder de n Druck des Migrationsamtes bestimmt. Solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde, sei nicht von einer Verbesserung der psychischen Symptome auszugehen. Unter einer verbesserten sozialen Situation dagegen sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung. Sollte die Arbeitsfähigkeit in ein bis zwei Jahren weiterhin aufgrund psychischer Faktoren eingeschränkt sein, werde eine Verlaufsbegutachtung empfohlen (S. 45). 4.

4. 4.1 Vorab ist der formelle Einwand der Beschwerdeführerin zu prüfen, wonach ihr rechtliches Gehör verletzt worden sei, da sich die Beschwerdegegnerin nicht detailliert mit den Argumenten im Einwand auseinandergesetzt habe. Sie habe lediglich festgehalten, dass keine neuen Tatsachen hätten vorgebracht werden können ( Urk. 1 S. 5-6).

4.1 Vorab ist der formelle Einwand der Beschwerdeführerin zu prüfen, wonach ihr rechtliches Gehör verletzt worden sei, da sich die Beschwerdegegnerin nicht detailliert mit den Argumenten im Einwand auseinandergesetzt habe. Sie habe lediglich festgehalten, dass keine neuen Tatsachen hätten vorgebracht werden können ( Urk. 1 S. 5-6). 4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungsweise der Versicherungs träger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begrün dung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respektive der Versicherungs träger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.).

4.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das kantonale Gericht beziehungsweise der Versicherungs träger mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begrün dung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht respektive der Versicherungs träger hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 229 E. 5.2, je m.w.H.). Diesen Anforderungen ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü gung nachgekommen. So wurde von ihr ausgeführt, dass aufgrund der medizini schen Abklärungen vom 4. April 2022 mit mehreren Fachdisziplinen keine funk tionellen langandauernden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hätten festgestellt werden können. Die psychosozialen Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheits geschehen und damit zu keiner Invalidität ( Urk. 2 S. 2). Somit trifft die Behaup tung der Beschwerdeführerin nicht zu, dass sich die Beschwerdegegnerin darauf beschränkt habe zu erwähnen, dass mittels Einwand s keine neuen Tatsachen vor gebracht worden seien. V ielmehr hat sie zumindest kurz dargelegt, aus welchen Gründen das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Es liegt folglich keine Ver letzung des rechtlichen Gehörs vor.

Diesen Anforderungen ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü gung nachgekommen. So wurde von ihr ausgeführt, dass aufgrund der medizini schen Abklärungen vom 4. April 2022 mit mehreren Fachdisziplinen keine funk tionellen langandauernden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hätten festgestellt werden können. Die psychosozialen Faktoren seien belastend, führten aber nicht zu einem langandauernden, nicht mehr behandelbaren Krankheits geschehen und damit zu keiner Invalidität ( Urk. 2 S. 2). Somit trifft die Behaup tung der Beschwerdeführerin nicht zu, dass sich die Beschwerdegegnerin darauf beschränkt habe zu erwähnen, dass mittels Einwand s keine neuen Tatsachen vor gebracht worden seien. V ielmehr hat sie zumindest kurz dargelegt, aus welchen Gründen das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Es liegt folglich keine Ver letzung des rechtlichen Gehörs vor. 5.

5. 5.1 Das polydisziplinäre Gutachten vom 4. April 2022 erfüllt sämtliche rechtsprechungs gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs grundlagen (vgl. E. 1.6). Es beruht auf den notwendigen fachärzt liche n Untersuchung en durch d ie Gutachter, wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben und würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig ( vgl. Urk. 8 / 47 /7 46-279 ). Es berücksichtigt die vo n der Beschwerdeführer in geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist grundsätzlich einleuchtend und das Gut achten ist dem Grundsatz nach schlüssig, was von den Parteien auch nicht bestritten wird.

5.1 Das polydisziplinäre Gutachten vom 4. April 2022 erfüllt sämtliche rechtsprechungs gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs grundlagen (vgl. E. 1.6). Es beruht auf den notwendigen fachärzt liche n Untersuchung en durch d ie Gutachter, wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben und würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig ( vgl. Urk. 8 47 /7 46-279 ). Es berücksichtigt die vo n der Beschwerdeführer in geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist grundsätzlich einleuchtend und das Gut achten ist dem Grundsatz nach schlüssig, was von den Parteien auch nicht bestritten wird. Streitig ist hingegen, ob der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden kann oder ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, es liege kein invalidisierender verselbständigter psychischer Gesundheitsschaden vor, da die im psychiatrischen Teilg utachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit res pektive die depressive Episode auf soziale Belastungsfaktoren zurückzuführen sei, mithin kein rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 2).

Streitig ist hingegen, ob der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden kann oder ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, es liege kein invalidisierender verselbständigter psychischer Gesundheitsschaden vor, da die im psychiatrischen Teilg utachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit res pektive die depressive Episode auf soziale Belastungsfaktoren zurückzuführen sei, mithin kein rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 2). 5.2 Im Rahmen de s psychiatrischen Gutachtens wurde unmissverständlich auf die erhebliche Bedeutung der mitspielenden psychosoziale n Belastungsfaktoren hinge wiesen. So wurde ausgeführt, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwierige Situation, Druck des Migrations amtes), sei nicht mit einer relevanten Verbesserung der psychischen Symptome zu rechnen ( Urk. 8/47/ 45 ). Darüber hinaus hielt die Gutachterin fest, dass die depressive Symptomatik insgesamt und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgeblich durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situ ation oder den Druck des Migrationsamtes bestimmt sei en, wobei letzterer auch Auslöser des Suizidversuchs im September 2021 gewesen sei ( Urk. 8/47/41). Unter einer verbesserten sozialen Situation sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45). Anamnestisch angeführt wur den ausserdem Probleme mit dem 16 Jahre alten Sohn der Beschwerdeführerin, welcher sich gerade in einer Klinik befinde ( Urk. 8/47/37). Die Erkrankung des Sohnes belastete die Beschwerdeführerin bereits in der Integrierten Psychiatrie G.___ im September 2021 und führte zu Beurlaubungen während des ohnehin nur zehntägigen Klinika u fenthaltes ( Urk. 8/37/2). Dass die Beschwerdegegnerin angesichts dessen vom Vorliegen sozialer Belastungen mit direkten negativen funktionellen Folgen aus ging, ist nicht zu beanstanden.

5.2 Im Rahmen de s psychiatrischen Gutachtens wurde unmissverständlich auf die erhebliche Bedeutung der mitspielenden psychosoziale n Belastungsfaktoren hinge wiesen. So wurde ausgeführt, solange sich die Beschwerdeführerin in einer sozialen Zwangslage befinde (finanziell schwierige Situation, Druck des Migrations amtes), sei nicht mit einer relevanten Verbesserung der psychischen Symptome zu rechnen ( Urk. 8/47/ 45 ). Darüber hinaus hielt die Gutachterin fest, dass die depressive Symptomatik insgesamt und auch das Verhalten der Beschwerdeführerin massgeblich durch äussere Faktoren wie die finanzielle Situ ation oder den Druck des Migrationsamtes bestimmt sei en, wobei letzterer auch Auslöser des Suizidversuchs im September 2021 gewesen sei ( Urk. 8/47/41). Unter einer verbesserten sozialen Situation sei nicht von einer anhaltenden Arbeits unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen und ebenfalls nicht von einer chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45). Anamnestisch angeführt wur den ausserdem Probleme mit dem 16 Jahre alten Sohn der Beschwerdeführerin, welcher sich gerade in einer Klinik befinde ( Urk. 8/47/37). Die Erkrankung des Sohnes belastete die Beschwerdeführerin bereits in der Integrierten Psychiatrie G.___ im September 2021 und führte zu Beurlaubungen während des ohnehin nur zehntägigen Klinika u fenthaltes ( Urk. 8/37/2). Dass die Beschwerdegegnerin angesichts dessen vom Vorliegen sozialer Belastungen mit direkten negativen funktionellen Folgen aus ging, ist nicht zu beanstanden. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass es nicht zulässig ist, die Beurteilung der psychosozialen Belastungsfaktoren der eigentlichen Prüfung der Standardindika toren voranzustellen und einen invalidisierenden Gesundheitszustand losgelöst von dieser Prüfung zu verneine n, gleichsam als läge ein Ausschlussgrund vor. Wie bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit ist auch bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen im Einzelfall (einzig) danach zu fragen, ob und wie sich die Krankheit leistungslimitierend auswirkt, wobei eine leistungs-, insbesondere rentenbegründende Invalidität jedenfalls eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose voraussetzt. Nicht zuletzt im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit ist es sach- und systemgerecht, solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Dass dabei soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, aus zuklammern sind, steht ausser Frage. Sie sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdi gen. Dabei werden die funktionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen durchaus auch mit Blick auf psychosoziale und soziokulturelle Belastungs faktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheits schädigung beeinflussen ( Urteil des Bundesgerichts 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1 mit Hinweisen).

Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass es nicht zulässig ist, die Beurteilung der psychosozialen Belastungsfaktoren der eigentlichen Prüfung der Standardindika toren voranzustellen und einen invalidisierenden Gesundheitszustand losgelöst von dieser Prüfung zu verneine n, gleichsam als läge ein Ausschlussgrund vor. Wie bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit ist auch bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen im Einzelfall (einzig) danach zu fragen, ob und wie sich die Krankheit leistungslimitierend auswirkt, wobei eine leistungs-, insbesondere rentenbegründende Invalidität jedenfalls eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose voraussetzt. Nicht zuletzt im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit ist es sach- und systemgerecht, solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Dass dabei soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, aus zuklammern sind, steht ausser Frage. Sie sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdi gen. Dabei werden die funktionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen durchaus auch mit Blick auf psychosoziale und soziokulturelle Belastungs faktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheits schädigung beeinflussen ( Urteil des Bundesgerichts 8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 4.1 mit Hinweisen). 6.

6. 6.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).

6.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 6.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

6.2 Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beant wortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 6.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beant wortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 6.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 6.4

6.4 6.4.1 Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass die Beschwerde führerin gemäss gutachterlicher Beurteilung an einer depressiven Episode, gegen wärtig mittelgradig, gemäss ICD-10 F32.1 leidet. Dazu finden sich indes nur wenig e und eher leicht ausgeprägte Befunde. So wurde n ein schwankender Antrieb, eine dysthyme Stimmung slage, Hoffnungslosigkeit und Grübelneigung und eine beeinträchtigte, zum depressiven Pol ausgelenkte affektive Schwingungs fähigkeit befundet ( Urk. 8/47/4 0 -42 ). Es lag en jedoch keine Affekt labilität oder Affektinkontinenz, keine Interessenlosigkeit und kein ausgewie sen er Rückzug vor und die Aufmerksamkeit sowie die Konzentration und das Gedächtnis waren ebenfalls unauffällig ( Urk. 8/47/40). Auch mit Blick auf die Fähigkeitsbeeinträchtigung entsprechend dem Mini-ICF APP war en lediglich die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit mittelgradig beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Flexibilität sowie die Umstellungs fähigkeit wurden nur als leicht beeinträchtigt beurteilt. Ansonsten bestanden keine Beeinträchtigungen ( Urk. 8/47/43).

6.4.1 Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass die Beschwerde führerin gemäss gutachterlicher Beurteilung an einer depressiven Episode, gegen wärtig mittelgradig, gemäss ICD-10 F32.1 leidet. Dazu finden sich indes nur wenig e und eher leicht ausgeprägte Befunde. So wurde n ein schwankender Antrieb, eine dysthyme Stimmung slage, Hoffnungslosigkeit und Grübelneigung und eine beeinträchtigte, zum depressiven Pol ausgelenkte affektive Schwingungs fähigkeit befundet ( Urk. 8/47/4 0 -42 ). Es lag en jedoch keine Affekt labilität oder Affektinkontinenz, keine Interessenlosigkeit und kein ausgewie sen er Rückzug vor und die Aufmerksamkeit sowie die Konzentration und das Gedächtnis waren ebenfalls unauffällig ( Urk. 8/47/40). Auch mit Blick auf die Fähigkeitsbeeinträchtigung entsprechend dem Mini-ICF APP war en lediglich die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit mittelgradig beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben und die Flexibilität sowie die Umstellungs fähigkeit wurden nur als leicht beeinträchtigt beurteilt. Ansonsten bestanden keine Beeinträchtigungen ( Urk. 8/47/43). Die psychosozialen Faktoren waren hingegen deutlich ausgeprägt und wurden von der Gutachterin an mehreren Stellen erwähnt. So führte sie aus, dass die soziale Situation als angespannt und schwierig zu betrachten sei, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei und finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn bestünden. Zusätzlich habe sie im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation ha be die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum Suizidversuch geführt hat (Urk. 8/47/41). Rechtsprechungsgemäss ist dabei zu berücksichtigen, dass j e stär ker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter eine fachärzt lich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden s e in muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_544/2022 vom 3. März 2023 E. 2.4 mit Hin weisen).

Die psychosozialen Faktoren waren hingegen deutlich ausgeprägt und wurden von der Gutachterin an mehreren Stellen erwähnt. So führte sie aus, dass die soziale Situation als angespannt und schwierig zu betrachten sei, da die Beschwerdeführerin vom Sozialamt abhängig sei und finanzielle Schwierigkeiten mit Schulden bei ihrem Sohn bestünden. Zusätzlich habe sie im Jahr 2021 die Mitteilung vom Migrationsamt erhalten, sie müsse auswandern, wenn sie nicht arbeiten gehe. Diese Situation ha be die Beschwerdeführerin massiv unter Druck gesetzt, was aus gutachterlicher Sicht zum Suizidversuch geführt hat (Urk. 8/47/41). Rechtsprechungsgemäss ist dabei zu berücksichtigen, dass j e stär ker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter eine fachärzt lich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden s e in muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_544/2022 vom 3. März 2023 E. 2.4 mit Hin weisen). Als Komorbiditäten bestehen zwar diverse somatische Erkrankungen (vgl. Urk. 8 /47/7-8), diese sind aber alle ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine Wechselwirkung mit der psychiatrischen Diagnose wird gutachterlich nicht erwähnt. Wenn auch vorhandene Komorbiditäten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist, mithin nicht nur, falls sie für sich allein die Arbeitsfähigkeit einschränken (BGE 143 V 418 E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_331/ 2022 vom 6. September 2022 E. 6.4 mit Hinweisen ), so fehlen vorliegend doch Hinweise darauf, dass die depressive Störung durch die somatischen Erkrankungen verstärkt worden wäre. So wurde aus internistischer Sicht insbesondere kein Zusammenhang zwischen der medikamentös adäquat substituierten Nebennierenrindeninsuffizienz und der von der Beschwerdeführerin geklagten Kraftlosigkeit gesehen ( Urk. 8/47/32) und sind den Akten auch keine Wechselwirkungen zwischen dem funktionell nur bezüglich schwerer Tätigkeiten einschränkenden thorakolumbovertrebralen Schmerzsyndrom respektive den übrigen somati schen Leiden und der depressiven Symptomatik zu entnehmen. Der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden könnten ( Urk. 1 S. 8), ändert hieran nichts.

Als Komorbiditäten bestehen zwar diverse somatische Erkrankungen (vgl. Urk. 8 /47/7-8), diese sind aber alle ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine Wechselwirkung mit der psychiatrischen Diagnose wird gutachterlich nicht erwähnt. Wenn auch vorhandene Komorbiditäten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist, mithin nicht nur, falls sie für sich allein die Arbeitsfähigkeit einschränken (BGE 143 V 418 E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_331/ 2022 vom 6. September 2022 E. 6.4 mit Hinweisen ), so fehlen vorliegend doch Hinweise darauf, dass die depressive Störung durch die somatischen Erkrankungen verstärkt worden wäre. So wurde aus internistischer Sicht insbesondere kein Zusammenhang zwischen der medikamentös adäquat substituierten Nebennierenrindeninsuffizienz und der von der Beschwerdeführerin geklagten Kraftlosigkeit gesehen ( Urk. 8/47/32) und sind den Akten auch keine Wechselwirkungen zwischen dem funktionell nur bezüglich schwerer Tätigkeiten einschränkenden thorakolumbovertrebralen Schmerzsyndrom respektive den übrigen somati schen Leiden und der depressiven Symptomatik zu entnehmen. Der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden könnten ( Urk. 1 S. 8), ändert hieran nichts. Zwar befindet sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben in regel mässiger psychiatrischer Behandlung, sie könne aber den Namen ihres Behandlers nicht angeben, da dieser in regelmässigen Abständen wechsle. Die Gutachterin führte diesbezüglich aus, dass die therapeutische Beziehung eher oberflächlich zu sein schein e. Zudem bestehe hinsichtlich der medikamentösen Behandlung der Verdacht auf eine Incompliance in Bezug auf die Einnahme von Wellbutrin (Urk. 8/47/43). Das s der Wellbutrin -Spiegel bei einer Einnahme von 300mg täg lich nicht nachzuweisen gewesen sei, erscheine aus gutachterlicher Sicht auffällig und es erscheine wahrscheinlich, dass di e Beschwerdeführerin das Medikament nicht oder nicht regelmässig oder nicht in der angegebenen Dosierung einnehme (Urk. 8/47/40). Damit sind die Therapieoptionen überwiegend wahrscheinlich noch nicht ausgeschöpft und ist jedenfalls nicht vom Scheitern einer lege artis durchgeführten Therapie auszugehen.

Zwar befindet sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben in regel mässiger psychiatrischer Behandlung, sie könne aber den Namen ihres Behandlers nicht angeben, da dieser in regelmässigen Abständen wechsle. Die Gutachterin führte diesbezüglich aus, dass die therapeutische Beziehung eher oberflächlich zu sein schein e. Zudem bestehe hinsichtlich der medikamentösen Behandlung der Verdacht auf eine Incompliance in Bezug auf die Einnahme von Wellbutrin (Urk. 8/47/43). Das s der Wellbutrin -Spiegel bei einer Einnahme von 300mg täg lich nicht nachzuweisen gewesen sei, erscheine aus gutachterlicher Sicht auffällig und es erscheine wahrscheinlich, dass di e Beschwerdeführerin das Medikament nicht oder nicht regelmässig oder nicht in der angegebenen Dosierung einnehme (Urk. 8/47/40). Damit sind die Therapieoptionen überwiegend wahrscheinlich noch nicht ausgeschöpft und ist jedenfalls nicht vom Scheitern einer lege artis durchgeführten Therapie auszugehen. Insgesamt ist somit nach Ausklammerung der psychosozialen Faktoren lediglich von einem geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung auszugehen.

Insgesamt ist somit nach Ausklammerung der psychosozialen Faktoren lediglich von einem geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung auszugehen. 6.4.2 Betreffend den Komplex «Persönlichkeit» ist zu beachten, dass keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung bestehen ( Urk. 8/47/42). Im Komplex «Sozialer Kontext» wertete die Gutachterin die beruf liche Erfahrung der Beschwerdeführerin in unterschiedlichen Bereichen und dement sprechend die Fähigkeit zur Aneignung verschiedener Berufe als Ressour ce n ( Urk. 8 /47/43). Ein erheblicher sozialer Rückzug ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin hat drei Kinder, wovon zwei noch bei ihr zu Hause wohnen. Sie schilderte ihren Tagesablauf dahingehend, dass sie normalerweise um 07:00 Uhr aufstehe und diverse Termine b e im Arzt, Sozialamt oder mit den Kindern wahrnehme. Sie gehe Einkaufen und putze die Wohnung. Nachmittags komme der jüngste Sohn zum Essen. Am Abend werde gekocht und gegessen. Als Hobbies gab sie Nähen an. Dazu kaufe sie Stoffe auf dem Markt ein ( Urk. 8/ 47/38). Somit sind durchaus Ressourcen und ein soziales Umfeld vorhanden, welche sich positiv auf das Leistungsvermögen auswirken.

6.4.2 Betreffend den Komplex «Persönlichkeit» ist zu beachten, dass keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung bestehen ( Urk. 8/47/42). Im Komplex «Sozialer Kontext» wertete die Gutachterin die beruf liche Erfahrung der Beschwerdeführerin in unterschiedlichen Bereichen und dement sprechend die Fähigkeit zur Aneignung verschiedener Berufe als Ressour ce n ( Urk. 8 /47/43). Ein erheblicher sozialer Rückzug ist nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin hat drei Kinder, wovon zwei noch bei ihr zu Hause wohnen. Sie schilderte ihren Tagesablauf dahingehend, dass sie normalerweise um 07:00 Uhr aufstehe und diverse Termine b e im Arzt, Sozialamt oder mit den Kindern wahrnehme. Sie gehe Einkaufen und putze die Wohnung. Nachmittags komme der jüngste Sohn zum Essen. Am Abend werde gekocht und gegessen. Als Hobbies gab sie Nähen an. Dazu kaufe sie Stoffe auf dem Markt ein ( Urk. 8/ 47/38). Somit sind durchaus Ressourcen und ein soziales Umfeld vorhanden, welche sich positiv auf das Leistungsvermögen auswirken. Demgegenüber erwähnte die Gutachterin als belastend die berufliche und finan zielle Zukunft, die Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit (Urk. 8/47/43). Dabei handelt es sich jedoch um psychosoziale Belastungen, wel che nach dem Gesagten (vgl. E. 5.2) bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern sind, soweit sie – wie hier – direkt negative Folgen zeitigen. Insbesondere die Tatsache, dass die Gutachterin erwähnt, dass unter einer ver besserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist und ebenfalls nicht von eine r chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45), macht deutlich, dass sich die depressive Epi sode der Beschwerdeführerin aus psychosozialen und soziokulturellen Belastungs faktoren entwickelt hat und durch diese weiterhin unterhalten wird, jedoch bei Wegfall dieser nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, mithin einer verselbständigten psychischen Störung auszugehen ist ( vgl. Urk. 8/47/45).

Demgegenüber erwähnte die Gutachterin als belastend die berufliche und finan zielle Zukunft, die Probleme mit dem Migrationsamt und die Arbeitslosigkeit (Urk. 8/47/43). Dabei handelt es sich jedoch um psychosoziale Belastungen, wel che nach dem Gesagten (vgl. E. 5.2) bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus zuklammern sind, soweit sie – wie hier – direkt negative Folgen zeitigen. Insbesondere die Tatsache, dass die Gutachterin erwähnt, dass unter einer ver besserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist und ebenfalls nicht von eine r chronifizierten depressiven Störung ( Urk. 8/47/45), macht deutlich, dass sich die depressive Epi sode der Beschwerdeführerin aus psychosozialen und soziokulturellen Belastungs faktoren entwickelt hat und durch diese weiterhin unterhalten wird, jedoch bei Wegfall dieser nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, mithin einer verselbständigten psychischen Störung auszugehen ist ( vgl. Urk. 8/47/45). 6.4.3 Zum Aspekt der «Konsistenz» ist festzuhalten, das s die privaten Aktivitäten der Beschwerdeführerin mit im Wesentlichen uneingeschränkter Haushaltsführung, selbständiger Wahrnehmung diverser Termine und dem Ausüben von Hobbies wie dem Nähen und Einkaufen von Stoffen auf dem samstäglichen Markt nicht vereinbar sind mit einer erheblichen Einschränkung im Erwerbsbereich.

6.4.3 Zum Aspekt der «Konsistenz» ist festzuhalten, das s die privaten Aktivitäten der Beschwerdeführerin mit im Wesentlichen uneingeschränkter Haushaltsführung, selbständiger Wahrnehmung diverser Termine und dem Ausüben von Hobbies wie dem Nähen und Einkaufen von Stoffen auf dem samstäglichen Markt nicht vereinbar sind mit einer erheblichen Einschränkung im Erwerbsbereich. 6.5 Insgesamt ist som it festzuhalten, dass bei eine m nicht erhebliche n Schweregrad der diagnostizierten Gesundheitsstörung sowie mit Blick auf die erhaltenen Res sourcen bei intaktem soziale m Umfeld und die erwähnten Therapieoptionen die im Gutachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit einer normativen Prüfung nicht standhält. Insbesondere erweist sich die gutachterliche Einschätzung inso weit als nicht normativ ausgerichtet, als es die psychosozialen Belastungen, obwohl sich diese funktionell direkt negativ auswirken, nicht ausklammert. So ist vor dem Hintergrund der Feststellung der Gutachter, wonach zwar eine Diagnose eine r depressiven Episode, gegenwärtig mittelgradig, vorliege, aber nicht von einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde n könne ( Urk. 8/47/45), und dem Umstand, dass unter einer verbesserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist ( Urk. 8 /47/45), überwiegend wahrscheinlich, dass sich ihre Einschätzung einer 50%igen Arbeits un fähigkeit ohne Ausklammerung der psycho sozialen Faktore n ergeben hat und folglich kein verselbständigter Gesund heitsschaden vorliegt.

6.5 Insgesamt ist som it festzuhalten, dass bei eine m nicht erhebliche n Schweregrad der diagnostizierten Gesundheitsstörung sowie mit Blick auf die erhaltenen Res sourcen bei intaktem soziale m Umfeld und die erwähnten Therapieoptionen die im Gutachten attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit einer normativen Prüfung nicht standhält. Insbesondere erweist sich die gutachterliche Einschätzung inso weit als nicht normativ ausgerichtet, als es die psychosozialen Belastungen, obwohl sich diese funktionell direkt negativ auswirken, nicht ausklammert. So ist vor dem Hintergrund der Feststellung der Gutachter, wonach zwar eine Diagnose eine r depressiven Episode, gegenwärtig mittelgradig, vorliege, aber nicht von einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde n könne ( Urk. 8/47/45), und dem Umstand, dass unter einer verbesserten sozialen Situation nicht von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist ( Urk. 8 /47/45), überwiegend wahrscheinlich, dass sich ihre Einschätzung einer 50%igen Arbeits un fähigkeit ohne Ausklammerung der psycho sozialen Faktore n ergeben hat und folglich kein verselbständigter Gesund heitsschaden vorliegt. Zusammengefasst führt die Prüfung der massgeblichen B e weis themen im Lichte der Standardindikatoren zum Schluss, dass der Beweis einer lang andauernden und erheblichen gesundheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit nicht erbracht wurde, was sich zuungunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (E. 6.2).

Zusammengefasst führt die Prüfung der massgeblichen B e weis themen im Lichte der Standardindikatoren zum Schluss, dass der Beweis einer lang andauernden und erheblichen gesundheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit nicht erbracht wurde, was sich zuungunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (E. 6.2). 6.6 Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Weitere medizinische Abklärungen erscheinen nicht notwendig, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi pierte Beweiswürdigung, BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, je mit Hinwei sen). Die IV-Stelle verneinte einen Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

6.6 Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweis mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Weitere medizinische Abklärungen erscheinen nicht notwendig, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi pierte Beweiswürdigung, BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, je mit Hinwei sen). Die IV-Stelle verneinte einen Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 7.

7. 7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterlie genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterlie genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 7.2 Diese beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einset zung von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 1 S. 2).

7.2 Diese beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einset zung von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 1 S. 2). Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aus sichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten und Kostenvorschüssen erlassen.

Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aus sichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten und Kostenvorschüssen erlassen. Es wird ihr überdies auf Gesuch eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2).

Es wird ihr überdies auf Gesuch eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). 7.3 Da d ie Beschwerdeführer in auf die finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen ist ( vgl. Urk. 3) und das von ih r gestellte Rechtsbegehren nicht als aussichtslos einzustufen ist, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt. Folglich sind die Gerichtskosten von Fr. 700.-- einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

7.3 Da d ie Beschwerdeführer in auf die finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen ist ( vgl. Urk. 3) und das von ih r gestellte Rechtsbegehren nicht als aussichtslos einzustufen ist, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt. Folglich sind die Gerichtskosten von Fr. 700.-- einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 7.4 Die Rechtsvertreterin de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, ist als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen und es steht ihr eine Entschä digung aus der Gerichtskasse zu. Sie hat einen Aufwand von insgesamt 9.6 Stunden und Barauslagen von p auschal 3 % geltend gemacht ( Urk. 12 ). Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschä digung von Fr. 2‘342.85 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

7.4 Die Rechtsvertreterin de r Beschwerdeführer in, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, ist als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen und es steht ihr eine Entschä digung aus der Gerichtskasse zu. Sie hat einen Aufwand von insgesamt 9.6 Stunden und Barauslagen von p auschal 3 % geltend gemacht ( Urk. 12 ). Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschä digung von Fr. 2‘342.85 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten und der Kosten ihrer Rechts vertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.

Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten und der Kosten ihrer Rechts vertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst:

Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 9. Januar 2023 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt.

In Bewilligung des Gesuchs vom 9. Januar 2023 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, wird mit Fr. 2’342.85 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, wird mit Fr. 2’342.85 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubLangone