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Woher stammt die Nordmann-Tanne? Die meisten werden Skandinavien vermuten. Falsch, in Dänemark gedeihen zwar Nordmann-Plantagen und der Namensgeber der Zoologe Andreas von Nordmann, der dieTannenart im Jahr 1838 entdeckte, stammte aus Finnland. Die Heimat der Normann-Tanne ist jedoch der Kaukasus.
Die über 5000 Meter hohen Gebirgszüge des Großen Kaukasus schirmten in der Eiszeit das Gebiet vor den Gleschern aus dem Norden ab und machten es zu einem Refugium für Pflanzen- und Tierarten. Auch exotische Koniferen wie die Nordmann-Tanne haben sich dort gehalten.
Ambrolauri, etwa 200 Kilometer nordwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis entfernt, ist der wichtigste Ort für den internationalen Samenhandel und ein Gütesiegel für gute Tannenbäume. Im Oktober ist die grosse Tannzapfenernte. Dann steigen junge, behände Männer in die Tannen bis in höchsten Wipfel und pflücken die sonnengereiften Zapfen. Ein Tannenzapfen kann bis zu 200 Samen haben und aus einem Kilo Tannenzapfen können bis zu 4000 Weihnachtsbäume wachsen. Die Ernte wird an Tannenzapfenhändler verkauft und auf Plantagen hochgezogen.