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Diese zwei Männer wollen US-Präsident werden
Alle vier Jahre wählen die USA ihre Präsidenten und Vizepräsidenten. Am 3. November 2020 ist es wieder soweit. Bei der 59. Wahl des US-Präsidenten stehen sich der amtierende Präsident und Republikaner Donald Trump mit Vize Mike Pence und der Demokrat Joe Biden mit Vize Kamala Harris gegenüber.
Am 20. Januar 2021 tritt der neue oder bisherige Präsident dann sein Amt an und wird bei der sogenannten Inauguration vereidigt.
Ebenfalls zur Wahl gestellt hat sich die 63-jährige Joanne Jorgensen, die für die Libertäre Partei antritt. 2016 hatte der Kandidat der Libertären Partei 3,3 Prozent der Stimmen erreicht.
Wie wird der Präsident gewählt?
Die Amerikanerinnen und Amerikaner, die sich für die Wahl registriert haben, wählen den US-Präsidenten nicht direkt. Sie können zwar ihre Stimme den Kandidaten geben (popular vote), gewählt wird der Präsident aber vom Electoral College (electoral vote). Das ist ein Gremium von Wahlmännern und -frauen, die ihre Stimme für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben. Die Wahlleute richten sich bei der Abstimmung nach dem Wahlergebnis des Bundesstaates. Jeder Bundesstaat hat ein solches Wahlgremium, wobei die Anzahl der Wahlleute je nach Bevölkerungsgrösse des Bundesstaates variiert.
Die Bevölkerung wählt also die Wahlleute, sogenannte Elektoren. Dies umfasst insgesamt 538 Wählmänner und -frauen. Wer 270 Wahlleute für sich gewinnt, wird Präsident. Da bei den US-Wahlen die Majorzwahl gilt, heisst das: Der Kandidat, der in einem Bundesstaat am meisten Stimmen hat, gewinnt alle Wahlleute – The winner takes it all.
Der nächste Prozess ist dann praktisch nur noch Formsache: Am 14. Dezember entscheiden die Wahlmänner und -frauen, wer der nächste Präsident der USA wird. Die Stimmen werden versiegelt nach Washington D.C. transportiert. Erst am 3. Januar werden diese Stimmen vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses ausgezählt.
Kongress wird gleichzeitig gewählt
Gleichzeitig zu dem US-Präsidenten wird am 3. November auch der Kongress gewählt. Dabei stehen 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Drittel der 100 Sitze im Senat zur Wahl. Aktuell stellen die Republikaner die Mehrheit im Senat und die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Deshalb spricht man von einer geteilten Regierung (divided government).
Prognose: Biden liegt vorn
Bisher war bereits in der Wahlnacht klar, wer der neue Präsident der USA wird. Dieses Jahr könnten die Ergebnisse erst später vorliegen. Der Grund dafür: Aufgrund der Corona-Pandemie werden wohl mehr Personen per Briefwahl abstimmen. Die Auszählung der Stimmen könnte sich dadurch verlängern. Hinzu kommt, dass in gewissen Bundesstaaten die Briefwahlunterlagen auch Tage nach der Wahl akzeptiert werden, sofern sie bis am Wahltag am 3. November (Poststempel) abgeschickt worden sind. Laut Experten könnte es deshalb dazu kommen, dass am 4. November noch nicht alle Wahlergebnisse vorliegen.
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Aktuell (Stand 3.11.2020) liegt der Demokrat Joe Biden laut 270towin.com mit 290 Stimmen vor dem amtierenden republikanischen Präsidenten Donald Trump (163 Stimmen). Auch bei den Sitzen um den Kongress liegen die Demokraten vorn.
Quelle: Pilatus Today
(hch)