Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03131.jsonl.gz/2712

Die Nationalräte werden alle vier Jahre für eine Legislaturperiode von vier Jahren vom Volk gewählt, die letzte Wahl fand am Sonntag, den 18. Oktober 2015, statt. Die Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge für die Nationalrats- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober 2019 ist nun abgelaufen.
Für die neun Luzerner Nationalratssitze bewerben sich 254 Personen auf 33 Listen. 3 Kandidatinnen und 4 Kandidaten wollen in den Ständerat. Die Listen sind noch nicht bereinigt, die Zahlen also noch provisorisch. 7 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um einen der beiden Ständeratssitze. Neben dem bisherigen Ständerat Damian Müller (FDP) treten zu den Wahlen auch Monique Frey (Grüne), Andrea Gmür-Schönenberger (CVP), Michèle Graber (glp), Franz Grüter (SVP), David Roth (SP) und Florian Studer (parteilos) an. Für die Ständeratswahlen sind 15 Listen eingereicht worden.
Der Nebenjob ist lukrativ und heiss begehrt
Ein Nationalratsmitglied erhält als Jahreseinkommen 26’000 Fr. zuzüglich Taggelder zu 440 Fr. pro anwesendem Sitzungstag. Die Spesenentschädigungen betragen pro Jahr grundsätzlich 33’000 Fr. zuzüglich Mahlzeitenentschädigungen zu 115 Fr. pro Tag und Übernachtungsentschädigungen zu 180 Fr. pro Tag. Es kommen noch diverse Vergütungen hinzu.
Beispielsweise hat jeder Parlamentarier Anrecht auf ein Generalabonnement der 1. Klasse der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) oder den Wert desselben als pauschale Entschädigung für Reisen im Inland. Wer mit dem Auto anreist, erhält die Parkgebühren erstattet. Schäden an diesen Fahrzeugen, die während der Fahrten nach Bern und zurück an den Wohnort entstehen, zahlt ebenfalls der Bund. Im Jahr 2010 Betrug die Summe dieser Entschädigungen und Vergütungen im Durchschnitt 133’000 Fr.
Bundesversammlung mit Sitz im Berner Bundeshaus
Der Nationalrat ist die grosse Kammer des Parlaments der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit 200 Mitgliedern. Der Ständerat (kleine Kammer) ist die Vertretung der Kantone mit 46 Mitgliedern. Beide Parlamentskammern bilden zusammen die Bundesversammlung mit ihrem Sitz im Berner Bundeshaus. Die Wahl erfolgt seit 1919 nach der Annahme einer entsprechenden Volksinitiative mittels Proporzwahl, wobei jeder Kanton einen Wahlkreis bildet.
Jeder Wahlkreis bildet ein in sich geschlossenes Wahlgebiet
Eine Sperrklausel, wie die beispielsweise in Deutschland übliche sogenannte Fünf-Prozent-Hürde, gibt es nicht, da in der Schweiz möglichst klare Fraktionsstärken zugunsten von Regierungsbildungen nicht elementar sind. Seit 1971 können Frauen bei Nationalratswahlen wählen und gewählt werden. Wahltag ist jeweils alle vier Jahre am zweitletzten Sonntag im Oktober.
Mehr Informationen unter: www.wahlen.lu.ch