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Niemand schrubbt gerne den Teppich oder wischt den Boden am Morgen. Wenn Ihr Hund morgens erbricht, so sind Sie nicht allein.
Oftmals fangen die Beschwerden früh morgens an. Ihr Hund ist unruhig, schmatzt, zeigt Aufstossen und manchmal hört man sogar laute Magen – Darmgeräusche. Manche Tiere zeigen am Morgen einen verminderten Appetit und übermässiges Essen von Gras. Das Erbrochene ist meist gelb-grün und wässrig. Es handelt sich hierbei meist um ein Gemisch aus Galle und Magensäure.
Eine Ursache für dieses morgendliche Malheur wird in der englischen Literatur mit Begriff „early morning vomiting“ beschrieben. Wenn der Magen über die Nacht längere Zeit leer bleibt, neigen gewisse Hunde zu einem Galle Reflux aus dem Dünndarm. Dies führt zusammen mit der angesammelten Magensäure zu einer Reizung der Magenwand und einer leichten Entzündung (Gastritis), was wiederum zum Erbrechen führt.
Am häufigsten betrifft es Hunde, welche nur einmal täglich gefüttert werden und die Prävalenz steigt mit dem Alter des Tieres.
Die Therapie des frühmorgendlichen Erbrechens kann meist ohne Einsatz von Medikamenten erfolgen.
Stellen Sie Ihrem Hund bevor sie zu Bett gehen einen „Mitternachtssnack“ bereit. So bleibt der Magen in der Nacht nicht leer und eine Übersäuerung kann verhindert werden. Falls Ihr Liebling Sie nachts weckt und um Essen bettelt, können Sie ihm auch ein Kong-Spielzeug oder ein Schnüffelteppich mit Snacks bestücken.
Falls die konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg zeigt, kann ein Versuch mit Magensäure-Blocker gestartet werden. In der Veterinärmedizin setzt man häufig den Wirkstoff Omeprazol dafür ein. Omeprazol führt zu einer verminderten Produktion von Magensäure und verhindert damit eine Reizung der Magenwand.
Erbrechen ist ein Symptom mit einer Vielzahl von Ursachen. Nicht jedes frühmorgendliche Erbrechen von Galle und Magensäure ist auf „early morning vomiting“ zurück zu führen. Zeigt Ihr Hund noch weitere Symptome, wie z.B. Apathie, Durchfall, Bauchschmerzen oder sogar Fieber (>39°C) sollten Sie einen Tierarzt kontaktieren.
Bei Unklarheiten oder Fragen können Sie hier unkompliziert mit einem Tierarzt sprechen: