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Das Kloster Hilandar wurde auf Initiative des Heiligen Sava nach 1191 in der autonomen griechischen Mönchsrepublik Athos errichtet und ist eines der signifikantesten serbisch-orthodoxen Klöster der heutigen Zeit. Das 1988 von der UNESCO als Weltkulturerbe deklarierte Kloster beherbergt darüber hinaus eine der gewichtigsten serbisch-historischen Bibliotheken des Mittelalters.
Im Archiv der Bibliothek befinden sich nicht nur historisch bedeutsame Dokumente, Handschriften und Evangelien serbischer, byzantinischer, walachischer, russischer, sowie osmanischer Redaktion und Korrespondenz, sondern auch zahlreiche kaiserliche Edikte. Bis ins Jahr 1896 befand sich auch das älteste serbische Evangelium, das sogenannte Miroslav-Evangelium, im Archiv der Bibliothek. Die Bibliothek des Klosters beherbergt rund 809 slawische und 181 griechische Handschriften. Es weist einen Bestand von etwa 20.000 gedruckten Büchern auf, wovon ungefähr 3.000 in griechischer Sprache geschrieben sind. Anderen Angaben nach bewahrt das Archiv darüber hinaus über hunderte von Handschriften, Inkunabeln, Zeitschriften und Zeitungen des 18.-20. Jahrhunderts auf. Der heutige Bibliotheksbestand wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in eine zentrale Bibliothek zusammengetragen. Der Fonds entstand hierbei durch Schenkungen von Herrschern und reichen Fürsten, Stiftungen von Mönchen, sowie den Abschriften und Übersetzungen, die seit dem 13. Jahrhundert im Kloster gepflegt wurden.
Zu erwähnen ist, dass zu den wichtigsten Reliquien des Klosters einige der berühmtesten Ikonen der orthodoxen Kirche zählen: die Ikonen des Christus Pantokrator aus dem 13. Jh. und die “Dreihändige Gottesmutter”, sowie der Hirtenstab des Heiligen Sabas von Mar Saba.
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