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So furchteinflössend wie auch wohlklingend der Name «Monstera deliciosa» auch ist, so einzigartig und markant ist diese beliebte Zimmerpflanze auch. Da sie eine stattliche Grösse erreichen kann, dient die Kletterpflanze als grüner Blickfang in jedem Raum.
Ihr deutscher Name «Fensterblatt» ist auf die geschlitzten und gelöcherten Blätter zurückzuführen, die auch das Markenzeichen dieser pflegeleichten Pflanze sind. Diese markanten Blätter sind ein beliebtes Motiv auf Bildern und Stoffen, sie sind auf der ganzen Welt bekannt.
Die Gattung Monstera gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Aracea) und stammt aus Mittel- und Südamerika. Bis zu 50 verschiedene Arten sind bekannt. Die in unseren Breiten bekannteste, Monstera deliciosa, wurde im 19. Jahrhundert aus Mexiko nach Europa eingeführt und wird seitdem als Zimmerpflanze kultiviert. In ihrer tropischen Heimat wächst die Pflanze mit ihren Luftwurzeln als Epiphyt kletternd an Bäumen und kann dabei bis zu 20 Meter hoch wachsen. Der lateinische Name «Monstera» ist auf ihren hohen Wuchs und die grossen, nahezu «monströsen» Blätter zurückzuführen. Es ist nicht abschliessend geklärt, warum die Monstera ihre markanten geschlitzten Blätter entwickelt, man nimmt jedoch an, dass diese die Lichtaufnahme verbessern und tropische Stürme besser überstehen, indem die Blätter weniger Widerstand leisten.
Die Gattung Monstera umfasst diverse Arten von ausdauernden und robusten Kletterpflanzen. Mit zunehmendem Alter bilden sich immer längere Luftwurzeln aus, die der Pflanze zur Nährstoffaufnahme dienen. Die in unseren Breiten erhältlichen Arten haben meist die auffallend geschlitzten und gelöcherten Blätter gemein, allen voraus die Monstera deliciosa als bekannteste Vertreterin. Ihre Blätter sind zu Beginn hellgrün, mit zunehmendem Alter dunkelgrün und glänzend und können enorme Grössen erreichen. Im Jungstadium sind die Blätter herzförmig und geschlossen, bis sie sich immer weiter aufspalten und zusätzlich Löcher entwickeln. Wenn die Blätter sich nicht spalten, kann dies auf einen zu dunklen Standort, Nährstoffmangel oder zu wenig Platz hinweisen. Ihre sich mit jedem Jahr verändernde Form macht jede Pflanze zu einem Unikat und zu einer Erscheinung, die nie langweilig wird.
Auch durch ihre Grösse fällt die Monstera auf. Im Laufe der Jahre kann sie, bei ausreichender Pflege, eine Höhe von 3 bis 5 Metern erreichen.
Der Blütenstand, den man in der Zimmerkultur jedoch fast nie oder – bei guter Pflege – erst nach Jahrzehnten zu Gesicht bekommt, besteht aus einem Kelchblatt, das einen Kolben, den sogenannten Spadix, mit dicht aneinandergereihten cremeweissen Blüten umhüllt.
Wem die Monstera deliciosa als Blickfang nicht genügt, wird sich über Verwandte wie die Monstera deliciosa «Borsigina variegata», das bunte Fensterblatt freuen. Ihre Blätter ähneln in der Form dem gewöhnlichen Fensterblatt, tragen jedoch eine auffällige Panaschierung, eine Musterung aus Weiss und Grün. Die Monstera deliciosa «Thai Constellation» ähnelt der Art Variegata, hat jedoch eine cremefarbene Panaschierung mit kleineren Flecken, die auch nach der Weiterzüchtung nicht verschwinden. Ebenfalls interessant ist die Monstera siltepecana, die «silberne» Monstera, deren Blätter anfänglich silberfarben mit grünen Blattadern sind und mit zunehmendem Alter grüner und dunkler werden. Diese Arten gehören zu den Raritäten und sind seltener im Handel erhältlich. Eine weitere im Handel erhältliche Monstera-Art ist die Monstera adansonii, das geschlitzte Fensterblatt, deren Blätter gelöchert sind, sich jedoch am Rand nicht aufspalten.
Die Monstera deliciosa ist eine robuste, pflegeleichte Pflanze, die auch für Anfänger geeignet ist. Diese Eigenschaft erhält sie dadurch, dass sie nur mässig gegossen werden muss und auch mit wenig zusätzlicher Pflege zurechtkommt. Das Fensterblatt bevorzugt einen hellen Standort mit indirektem Licht, kann aber auch an dunkleren Standorten stehen. Im letzteren Fall muss jedoch damit gerechnet werden, dass sich ihre Blätter nicht so markant ausbilden. Was das Fensterblatt in jedem Fall benötigt, ist genügend Platz, sowohl im Topf als auch in Höhe und Breite. Das Fensterblatt wächst in der Regel zügig und benötigt eine Rankhilfe, damit die Pflanze kompakt in die Höhe wachsen kann.
Bei Zimmertemperaturen um die 21 Grad Celsius gedeiht die Pflanze optimal, im Winter sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad Celsius fallen. Kann ein halbschattiger Platz sichergestellt werden, so kann die Pflanze im Sommer auch auf Balkon oder Terrasse umplatziert werden (dabei direkte Sonneneinstrahlung zwingend vermeiden). Zugluft und Temperaturschwankungen gilt es zu vermeiden. Wie die meisten tropischen Pflanzen schätzt die Monstera eine hohe Luftfeuchtigkeit, wodurch sich auch Standorte wie Küche und Bad gut eignen, sofern sie hell genug sind.
Blätter und Stiele der Monstera sind als leicht giftig eingestuft und dürfen keineswegs verzehrt werden. Der Pflanzensaft kann ebenfalls Hautreizungen verursachen. Daher sollten Kinder und Haustiere im Zweifel von der Pflanze ferngehalten werden.
Anders als die Monstera deliciosa stellen ihre panaschierten Artgenossen wie die Monstera deliciosa variegata oder Thai Constellation etwas höhere Ansprüche an den Standort, da die hellen Bereiche des Blattes kein Licht absorbieren können. Sie sollten daher unbedingt an hellen Standorten ohne pralle Sonne stehen.
Die Monstera deliciosa wächst mit der richtigen Pflege schnell und entwickelt die typische Blattform. Als Substrat sollte eine nährstoffreiche, gut durchlässige Erde gewählt werden. Ihr Hauenstein Gartencenter bietet Ihnen die passende Zimmerpflanzen- oder Grünpflanzenerde.
Gegossen werden sollte wenig, aber zwingend regelmässig, und Staunässe muss
vermieden werden. Die oberste Schicht, etwa 5 cm des Substrats, sollte vor der
nächsten Wassergabe trocken sein. Wie die meisten pflegeleichten Zimmerpflanzen
verträgt das Fensterblatt kurze Trockenheit besser als Überwässerung.
Damit die Blätter «atmen» können, sollten sie durch regelmässiges Abwischen oder Abbrausen staubfrei gehalten werden. Auch das Benetzen mit kalkfreiem Wasser schätzt die Pflanze sehr.
Damit das grosse Fensterblatt die benötigte Stabilität bekommt, sollte eine Rankhilfe wie ein fester Stab im Topf platziert werden, an der die Pflanze klettern kann und die ihr die nötige Stabilität bietet. Erhält sie das nicht, neigen sich die Stiele durch die grossen, schweren Blätter dem Boden zu. Auch für genügend Platz im Topf sollte gesorgt werden. So empfiehlt es sich, die Pflanze in den ersten Jahren regelmässig umzutopfen, um ein gutes Wachstum zu ermöglichen. Ist die Pflanze zu gross geworden, können Stiele mit Blattknoten und Luftwurzel mit einem scharfen Messer abgetrennt und so auch gleich vermehrt werden.
Immer wieder stellt sich die Frage, ob zu lange gewachsene
Luftwurzeln geschnitten werden dürfen. Dies sollte jedoch unbedingt vermieden
werden, da dadurch wichtige Funktionen wie Nährstoffaufnahme und
-speicherung sowie Stabilität unterdrückt würden und die Pflanze damit geschwächt wird. Zu lang gewordene Luftwurzeln werden idealerweise belassen oder in die Erde umgeleitet, wo sie einwurzeln. Andernfalls können sie auch in Wasserbehälter, gerne auch in ein Aquarium geleitet werden, wo sie zusätzliche Dienste erfüllen, indem sie unerwünschtes Nitrat aus dem Wasser filtern.
Um ein gesundes Wachstum zu erreichen, sollte die Monstera während den Frühlings- und Sommermonaten regelmässig gedüngt werden. In unseren Hauenstein Gartencentern beraten wir Sie gerne und bieten Ihnen den passenden Dünger.
Werden die minimalen Anforderungen der Monstera erfüllt, so kann sie ein jahrzehntelanger Begleiter sein und mit ihrer Grösse und den interessanten Blattformen und -färbungen als prachtvolle Begrünung dienen.
In der Natur bis zu 20 m hoch
Dunkelgrün-glänzend, geschlitzt
Sonnig bis halbschattig;
relativ anspruchslos