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Die Liebe triumphiert in Cannes
Michael Haneke gewinnt mit seinem Film "Amour" die Goldene Palme am Filmfestival von Cannes. Beste Darsteller sind Mads Mikkelsen sowie die Rumäninnen Cristina Flutur und Cosmina Stratan.
Für Michael Haneke ist es die zweite Goldene Palme nach 2009, als er mit Das Weisse Band gewann. Mit seinem französischsprachigen Drama Amour über einen Mann, der seine sterbende Frau pflegt, gewinnt ein Favorit: Der beklemmende Film wurde von Kritikern und Publikum gleichermassen gefeiert.
Die zweitwichtigste Auszeichnung, den grossen Preis der Jury, erhielt Matteo Garrone für seine Mediensatire Reality. Nach Gomorra vor vier Jahren ist es bereits der zweite grosse Preis der Jury für Garrone.
Die Palme für den besten männlichen Darsteller ging nicht ganz unerwartet an Dänemarks Star Mads Mikkelsen für seine Darstellung eines zu Unrecht des Kindsmissbrauchs Verdächtigten. Den Preis für die beste Darstellerin teilen sich die beiden Hauptdarstellerinnen aus Beyond the Hills, Cristina Flutur und Cosmina Stratan. Der Film von Cristian Mungiu erhielt zudem auch den Preis für das beste Drehbuch.
Die beste Regie hat nach Ansicht der Jury Carlos Reygadas geführt für seinen Film Post Tenebras Lux. Mit einem "Trostpreis" musste sich dieses Jahr Ex-Palmengewinner Ken Loach begnügen. Sein The Angel's Share gewann "nur" den Jurypreis.
Ganz leer ausgegangen sind dieses Mal die Amerikaner. Obwohl mit stolzen sechs Filmen im Wettbewerb vertreten, ging - im Gegensatz zu letztem Jahr - keine einzige Auszeichnung über den grossen Teich.
OutNow war während zehn Tagen am Filmfestival von Cannes vor Ort. Unsere Reviews zu allen Wettbewerbsfilmen findet ihr im Cannes-Special.