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1978 wurde die erste Version VMS veröffentlicht. Der Betriebssystem-Methusalem scheint nicht totzukriegen.
Hewlett-Packard feiert - eigentlich etwas zu früh - den dreissigsten Geburtstag des Betriebssystems VMS. Die Abkürzung steht für "Virtual Memory System". Das Betriebssystem, mit dem Digital Equipment seine verhältnismässig günstigen "Minicomputer" VAX ausrüstete, war zu seiner Zeit revolutionär. Es war ein Multiuser- und Multitasking-fähiges 32-Bit-System, das sich bis heute durch seine besondere Stabilität auszeichnet. Doch VMS brachte DEC kein Glück. Die VAX war zwar ein Riesenerfolg, doch dieser liess den Konzern unvorsichtig werden. Man verschlief die PC- und Client-Server-Revolution. In der Folge wurde DEC 1999 an den Newcomer Compaq verkauft aber nie richtig integriert. Compaq seinerseits ging samt seinen DEC-"Verdauungsproblemen" an HP.
Dort lebt VMS - heute unter dem Namen OpenVMS und in der Version 8.3 - fröhlich weiter und wird immer noch für sehr transaktionslastige Anwendungen, die eine hohe Verfügbarkeit brauchen, eingesetzt. Mit OpenVMS kann man unterdessen die guten, alten VAX-Systeme, aber auch die neueren (aber auch schon veralteten) Alpha-Server und deren Nachfolger, die Itanium-basierenden Integrity-Server betreiben. Die nächste Version von OpenVMS, 8.3-1H1 wurde von HP eben erst angekündigt.
Wer noch eine alte VAX oder eine der Nachfolge-Maschinen im Keller stehen hat, kann eine kostenlose Version von OpenVMS ("OpenVMS Hobbyist") fast kostenlos herunterladen.
Selbst die Ur-Version 1.0 von VMS ist für Enthusiasten noch zu haben. Die Informatik ist eben doch nicht so schnelllebig, wie alle immer sagen... (Christoph Hugenschmidt)
Gut verständliche Informationen zu VMS und OpenVMS gibt es - wie so oft - auf Wikipedia.