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Der Weltaidstag wurde erstmals 1988 begangen, als sich die Viruserkrankung epidemisch ausbreitete. Zuvor hatte sich das wandlungsfähige Virus in Zentralafrika von Affen auf Menschenaffen und schliesslich auf den Menschen übertragen und damit zweimal die Artengrenze überschritten. Bekannt wurde HIV, als sich in den achtziger und neunziger Jahren, ausgehend von Haiti und den USA, immer mehr Menschen auch in der sogenannten westlichen Welt infizierten. Darunter waren auch Prominente wie Rock Hudson und Freddie Mercury. Auch der vielbeachtete Hollywood-Film «Philadelphia» (1993) steigerte die Aids-Awareness erheblich.
Derzeit sind etwa 37 Mio. Menschen weltweit mit HIV infiziert. Subsahara-Afrika und die Karibik sind die Hotspots: In Botswana beispielsweise trägt jeder fünfte Erwachsene das Virus in sich.
Dank intensiver Aufklärungsarbeit und Zugang zu modernen Behandlungsmethoden ist die Lage in Europa anders. Hier sind die Zahlen zu Neuinfektionen seit Jahren rückläufig. In der Schweiz leben etwa 20’000 Menschen mit HIV, von denen nur knapp 20 Prozent der Betroffenen weiblich sind. Hauptübertragungsweg ist nach wie vor der ungeschützte Geschlechtsverkehr, während die Ansteckung durch Bluttransfusionen oder Spritzenbesteck inzwischen kaum noch von Bedeutung ist.
Pünktlich zum Weltaidstag startet die Aids-Hilfe Schweiz eine Aufklärungskampagne zum Abbau von Vorbehalten gegenüber HIV-Infizierten: «HIV ist unter erfolgreicher Therapie nicht mehr übertragbar», so Geschäftsleiter Andreas Lehner.