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Die englischsprachige Ghanaerin Angie mit methodistischen Wurzeln wohnt seit 1997 in Embrach. Die Kapelle der EMK war ihr längst aufgefallen, und es faszinierte sie, was hinter der Aufschrift ‚Evangelisch-methodistische Kirche‘ sich wohl verbirgt. Einmal ging sie vorbei und stand vor verschlossenen Türen, getraute sich aber nicht zu klingeln. An Sonntagen besuchte sie eine Gemeinde in Wallisellen, wo alles auf englisch übersetzt wird und sie etliche Leute kannte.
Im Laufe der Jahre hatte sie sich bereits mehrerer Rückenoperationen unterziehen müssen, im Jahr 2014 waren es gleich zwei. Und trotzdem, oder gerade deshalb, konnte sie sich nicht schmerzfrei bewegen – Schmerzen waren ein ständiger Begleiter….
Ein gern gesehener Gast ist Margrit in einem Weiler in Südindien, wo Leprakranke wohnen. Dahinter steckt eine spannende Geschichte, die anfing, als Margrit 12jährig war.
Ihre Mutter war damals so stark beansprucht, daß sie ihr vorschlug: „Ich schreibe die Briefe“ – an deinen Cousin in Indien. Johann Fritschi und seine Frau Louisa waren als Missionare nach Südindien ausgereist, wo ihnen zwei Söhne geboren wurden. Mittlerweile waren sie im Nilgiri-Gebirge, wo er eine Baum- und Pflanzenschule aufbaute und aus diversen Teeblättern Heilmittel herstellte. Ihr jüngerer Sohn Ernest studierte Medizin und spezialisierte sich auf die Wiederherstellungschirurgie für Leprakranke.
Am Bahnhof Bukarest Nord steige ich zusammen mit meiner Tochter Franziska in den Nachtzug nach Wien ein. Mit uns zusammen eine Gruppe Studentinnen aus Lausanne, mit dabei eine rumänische Studentin, die mich erstaunt fragt, aus welchem Teil des Landes ich wohl komme – wegen meinem Akzent in der rumänischen Sprache. Als ich sage, ich sei Schweizer, will sie es kaum glauben.
Wie kommt es dazu? Im Jahr 1980 wurde ich angefragt, ob ich nicht einen Einsatz für die Osteuropa-Mission (OEM) machen möchte. Ich sagte spontan zu und arbeitete drei Monate in Wien, von wo aus wir Christen im Ostblock besuchten und auch mit christlicher Literatur hinter dem Eisernen Vorhang versorgten. So kam ich ein erstes Mal nach Rumänien….