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Nach seinem 6:7 (4:7), 6:4, 7:5-Erfolg in fast drei Stunden gegen Tsitsipas wusste der Weltranglistenerste aus Spanien nicht, ob er nun das Jahr mit einem letztlich nutzlosen Sieg abgeschlossen hatte oder ob es am Samstag noch zu einem weiteren Highlight gegen Roger Federer kommen würde. Sein Schicksal an den ATP Finals, die er in seiner langen Karriere noch nie gewinnen konnte, lag in den Händen von Titelverteidiger Alexander Zverev, der ihn am späten Abend (nach Redaktionsschluss) mit einem Sieg gegen den bereits ausgeschiedenen Daniil Medwedew noch vom Halbfinal-Platz verdrängen konnte.
Nadal beendet das Jahr als Nummer 1
Grund zum Feiern hatte Nadal aber dennoch. Dank dem Ausscheiden von Novak Djokovic am Donnerstag beendet der 33-jährige Mallorquiner das Jahr zum insgesamt fünften Mal als Nummer 1 der Welt. Er zieht so mit Federer und Djokovic gleich, einzig Pete Sampras hat ein Jahr öfter als Klassenbester abgeschlossen (6 Mal). Der Linkshänder Nadal ist zudem der älteste Spieler, der am Ende eines Jahres zuoberst in der Weltrangliste steht.
Ein Rekord ist auch, dass er zum vierten Mal an die Spitze zurückkehrte, nachdem er diese zwischenzeitlich verloren hatte. Nadal war zuvor bereits 2008, 2010, 2013 und 2017 die Jahresend-Nummer 1. Auch die elf Jahre zwischen dem ersten und vorerst letzten Mal sind ein Rekord. Bereits zuvor war klar gewesen, dass zum 16. Mal in Folge einer der Big Four (neben Federer, Djokovic und Nadal war 2016 Andy Murray die Nummer 1) das Jahr an der Spitze beenden würde.
Kämferische und zunehmend stark
Egal wie es am Ende ausging, Nadal verdiente sich die Ehrungen mit einer wie gewohnt kämpferischen und mit zunehmender Matchdauer auch spielerisch starken Leistung. Tsitsipas schenkte dem Spanier nichts, kam aber während der gesamten Spieldauer zu keiner einzigen Chance, Nadal den Aufschlag abzunehmen. So waren die beiden Breaks zum 5:4 im zweiten und zum 6:5 im dritten Satz jeweils die Entscheidung. Sollte Nadal am Ende die Halbfinals verpasst haben, lag dies an den beiden Satzverlusten gegen Medwedew, als er einen Matchball abwehrte, und Tsitsipas.
Der als Nummer 6 gesetzte Grieche musste bei seinem Masters-Debüt die erste Niederlage einstecken, hinterliess aber erneut einen guten Eindruck. Er trifft im Halbfinal auf Federer (wenn Zverev gegen Medwedew gewann) oder den Österreicher Dominic Thiem (wenn Zverev verlor).
Federer spielt seinen Halbfinal am Samstag unabhängig vom Gegner um 15.00 Uhr.