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In der Turnstunde von Rita Huebers Klasse aus Münchenstein BL war Zielwerfen mit dem Ball angesagt. Die Lehrerin befand sich auf dem Weg in den Zielbereich, als sie jäh von einem Ball im Gesicht getroffen wurde. Dabei ging ihre Brille in die Brüche. Die Garanta als Haftpflichtversicherung weigerte sich, den Schaden von 900 Franken zu übernehmen. Die Schülerin treffe kein Verschulden, hiess es zur Begründung. Und: Die Lehrerin habe in einer Turnstunde mit einer «sportlichen Fehlleistung» rechnen müssen.
Diese Argumentation schien dem Beobachter zu oberflächlich. Er forderte Rita Hueber auf, einen exakten Lageplan zu erstellen. Dieser zeigte sie weitab vom Zielbereich. Doch gab sich die Versicherung unnachgiebig: Die Mutter der Schülerin betone, die Lehrerin habe sich zu nahe beim Ziel aufgehalten. «War denn die Mutter dabei?», wandte der Beobachter ein. Es gab etliche Schüler, die den Lageplan der Lehrerin bezeugen konnten.
In der Zwischenzeit hatte sich die Lehrerin das nötige Wissen in Haftpflichtrecht selbst angeeignet. Sie gelangte nun an die Schulgemeinde und an den Kanton. Am Ende kam die Erziehungsdirektion für den «Arbeitsunfall» auf.