Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/92704

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Es gibt parlamentarische Vorstösse, die nicht dazu bestimmt sind, den Weltenlauf zu verändern; dieser ist einer von ihnen.</p><p>Im Rahmen der Renovierungsarbeiten des Parlamentsgebäudes, die ungefähr 80 Millionen Franken gekostet haben und ausserdem sehr gelungen sind, wurde beschlossen, das Rauchen in allen Räumlichkeiten des Parlamentsgebäudes zu verbieten. Die einzige Ausnahme bildet ein Raucherraum, der im Erdgeschoss eingerichtet wurde.</p><p>Es ist ganz und gar nicht meine Absicht, dieses Rauchverbot infrage zu stellen. Diese Massnahme erscheint mir vernünftig, um das Passivrauchen zu vermeiden und so die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.</p><p>Der Raucherraum scheint jedoch nicht den Erwartungen und Bedürfnissen der Raucherinnen und Raucher gerecht zu werden, da es dort keine mechanische Lüftung gibt. Im Raum ist es deshalb ziemlich unangenehm, extrem stickig und widerlich. Aus diesem Grund wird er nur wenig benützt, und er wirkt relativ düster.</p><p>Deshalb stelle ich dem Büro folgende Frage:</p><p>Wäre es angesichts der bereits getätigten Investitionen nicht sinnvoll, im einzigen noch für Raucherinnen und Raucher bestimmten Raum im Parlamentsgebäude eine Rauchentlüftungsanlage, die wohl nicht allzu viel kosten dürfte, zu installieren?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Im Rahmen des Projektes "Umbau und Sanierung Parlamentsgebäude" hat die Verwaltungsdelegation beschlossen, den Raucherinnen und Rauchern einen Raum als Raucherzimmer zur Verfügung zu stellen.</p><p>Bereits im Zuge des Umbaus wurde deshalb in dem dafür vorgesehenen Raum eine entsprechend starke Lüftungsanlage eingebaut. Diese mechanische Lüftung wurde von Anfang an so konzipiert, dass die Luft von mehr als einem Dutzend Raucherinnen und Rauchern abgeführt werden kann und trotzdem die Behaglichkeit der Raumnutzerinnen und -nutzer nicht durch störende Zuglufterscheinungen beeinträchtigt wird. Um erste Erfahrungen mit der Raumnutzung zu machen, wurde das Zimmer für die Wiedereröffnung des Parlamentsgebäudes lediglich provisorisch möbliert, mit vorhandenen Fauteuils und Tischen der früheren Galerie des Alpes.</p><p>Unmittelbar nach Inbetriebnahme des Raucherzimmers haben Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer dazu geführt, dass Architekt und Techniker gezielt technische Optimierungsmassnahmen prüfen und vorschlagen konnten. Die wichtigsten Massnahmen beinhalten das feste Verschliessen der Fenster, damit sich durch die Lüftung das entsprechende Raumklima einstellt und eine optimale Frischluftversorgung gewährleistet ist, sowie die zusätzliche Optimierung der Lüftungseinstellungen und die Beschaffung von geschlossenen Aschenbechern. Damit sich der Geruch möglichst wenig in Wände, Decken und Möblierung "einfrisst", wird das Raucherzimmer seither auch ausserhalb der Betriebszeiten mit reduzierter Leistung durch Frischluft versorgt. Die technischen Optimierungsmassnahmen an der bestehenden mechanischen Lüftung wurden bereits diesen Sommer umgesetzt.</p><p>Eine gezielte Umfrage bei Ratsmitgliedern hat dazu beigetragen, die definitive Möblierung so auszuwählen, dass sie noch mehr auf die Nutzung abgestimmt ist. Die evaluierten Stühle und Tische im Bistro-Stil wirken optisch weniger schwer und düster und ermöglichen es, dass die Luft noch besser im Raum zirkulieren kann. Die neue Möblierung wird im Hinblick auf die Herbstsession 2009 zur Verfügung stehen.</p></text>