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24.08.2015. Am vergangenen Wochenende fand der vierte Lauf des Porsche Sports Cup Suisse 2015 auf dem 3,801 Kilometer langen Circuit Dijon-Prenois im französischen Burgund statt. In den verschiedenen Rennserien traten 44 gemeldete Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad an. An den Freien Trainings nahmen über 60 weitere Fahrer teil. Während beim dritten Lauf in Le Castellet das erste Endurance-Rennen der Saison auf dem Programm stand, fuhren die Teilnehmer der Serien Porsche Super Sports Cup und Porsche Sports Cup in Dijon wieder jeweils ein Qualifying und zwei 30minütige Sprintrennen.
In der GT3 Cup Challenge fuhr Jean-Paul von Burg auf 991 GT3 Cup (5d) im Qualifying mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:20.434 Minuten auf die Pole Position. Hinter ihm starteten Patrick Schmalz, Oliver Ditzler und Ernst Keller (alle ebenfalls Gruppe 5d). Für Keller war das Rennen bereits in der vierten Runde vorbei, da sich seine und von Burgs Reifen touchierten und er dadurch ins Kiesbett steuerte. Durch die Kollision konnten Schmalz und Ditzler an von Burg vorbeiziehen und Schmalz ging kurzzeitig in Führung. Durch die anschliessende Safety-Car Phase konnte das Feld aufschliessen. Von Burg zog an Schmalz und Ditzler vorbei und übernahm erneut die Führung. Den Abstand zu seinen zwei Verfolgern baute er stetig aus, bis er mit einer einminütigen Zeitstrafe aufgrund von Überfahren der Streckenbegrenzung geahndet wurde. Dadurch konnte er den ersten Sprint nur auf Rang 11 abschliessen. Jarvis (5d) und Rochat (5c) wurden ebenfalls durch eine Zeitstrafe auf die hinteren Ränge verwiesen. Patrick Schmalz (5d) gewann schliesslich durch von Burgs Zeitstrafe das erste Sprintrennen im Rahmen der GT3 Cup Challenge vor Oliver Ditzler und Christian Jaquillard (beide Gruppe 5d).
Für das zweite Rennen waren die Karten neu gemischt: Von Burg, Titelverteidiger der GT3 Cup Challenge 2014, startete aufgrund des Ergebnisses im ersten Lauf von Rang 11 und Ernst Keller, bedingt durch den Zusammenstoss im ersten Rennen, vom letzten und damit 16. Rang. Von Burg kämpfte sich bereits in der vierten Runde zurück auf Position vier und fuhr in der siebten Runde die schnellste Rundenzeit des gesamten Feldes. Damit sicherte er sich Rang zwei hinter Schmalz und vor Ditzler. Zudem verbesserte Keller sich auf Rang drei der GT3 Cup Challenge, wurde allerdings durch eine einminütige Zeitstrafe auf den elften Rang verwiesen. Weitere Zeitstrafen wurden für Sacchet, Widmer und Schnyder verhängt. Patrick Schmalz traf es unterdessen noch härter: Der Führende erhielt eine zweiminütige Zeitstrafe und rutschte in der Rangliste auf den vorletzten Platz. Profitieren konnte von Burg, der in Führung ging und das Rennen für sich entschied. „Nach dem Unfall und der Zeitstrafe im ersten Rennen ist es im zweiten Sprint besser für mich gelaufen. Die leichte Kollision mit Keller im ersten Sprint tut mir Leid, es war sehr eng und Dijon ist eine schnelle Strecke. Es war keine Absicht, wir wollen hier einen fairen Wettkampf und haben bereits darüber gesprochen“, resümierte von Burg die beiden Rennen.
Im Porsche Super Sports Cup sicherte sich Enzo Calderari auf 997 GT3 R (Gruppe 7b) neben doppelter Pole Position im ersten und zweiten Rennen ebenfalls zweimal den Gesamtsieg. Im ersten Rennen fuhr er die schnellste Rennrunde mit 1:20.765 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 169.424 Kilometern pro Stunde. Im zweiten Sprint musste er die schnellste Runde allerdings von Burg mit 1:20.696 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 169.569 Kilometern pro Stunde überlassen.
Im Porsche Sports Cup holte sich unter den 11 Startern Sandro Morros auf 996 GT3 Cup (Gruppe 5a) durch die beste Qualifying-Zeit von 1:25.217 Minuten die Pole Position für den ersten Sprint und fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:27.148 Minuten ein. Auch das zweite Sprintrennen entschied er unangefochten für sich. Hinter Morros starteten im ersten Sprint Delafontaine auf 997 GT3 RS 4.0 (7eR), Dänzer auf 911 Carrera Cup (3) und Humbel auf 991 GT3 (4c). Aufgrund einer einminütigen Zeitstrafe verlor Dänzer seinen dritten Platz und beendete das Rennen auf Rang sieben.
In der Gruppe 4c kämpfte sich Giuliano Longa auf 991 GT3 RS vom sechsten Rang nach vorne und gewann vor Markus Humbel auf 991 GT3, der von Rang vier gestartet war. Schmid und Pachler (ebenfalls Gruppe 4c und auf 991 GT3) wurden durch eine Zeitstrafe auf die Ränge acht und neun verwiesen. Delafontaine verteidigte seinen Startplatz von der Pole bis zum Ziel und siegte in beiden Sprints der Gruppe 7eR vor Porret.
Im zweiten Rennen führte Longa die Gruppe 4c lange an, fiel jedoch in der letzten Runde aufgrund eines technischen Defekts aus. In der Gruppe 4c gewann dadurch Markus Humbel vor Erik Schmid und Beat Bär.
In der Porsche Driver’s Challenge (PDC) traten am vergangenen Samstag 16 Fahrer an. Bei dem Rennen gilt es, möglichst alle Runden gleich schnell zu fahren. Der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers definiert die Referenzrunde. Die Abweichung von dieser „Normrunde“ war bei Mark Hollenstein auf 997 GT3 am geringsten, der mit nur 1605 Strafpunkten den Lauf in Dijon für sich entschied. Den zweiten Platz sicherte sich Peter Meister mit 3389 Strafpunkten vor dem Drittplatzierten René Auinger mit 3641 Punkten.
Daniel Marbot, Vizepräsident des Porsche Club Zürich, zeigte sich überaus zufrieden mit dem Rennwochenende: „Über das gesamte Wochenende waren rund 120 Fahrzeuge auf dem Platz. Wir hatten wunderschöne Autos hier und wurden mit bestem Wetter belohnt.“
Die nächste Station des Porsche Sports Cup Suisse 2015 ist Italien. Am 26. September findet in Imola der fünfte und vorletzte Lauf der Saison statt.