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Bundesrätin Viola Amherd
Es gibt bei uns kaum Fussballmillionäre.
Bundesrätin Viola Amherd (CVP) im Interview mit der AZ
Screenshot by Blick mit 10 Millionaros aus der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Die Liste der Schweizer Fussballmillionäre liesse sich mühelos dreistellig erweitern. Zusammen mit Managern und Betreuern / Umfeld käme man sogar leicht auf eine vierstellige Zahl. Der Ehrlichkeit halber müsste auch erwähnt werden, dass die FIFA einer der reichsten Verbände auf diesem Erdball ist. Das Vermögen der FIFA beläuft sich auf 3,9 Milliarden Euro. Während FIFA-Präsident Infantilo im Privatjet um die Erde düst, werden seine Schäfchen vom Bund durchgefüttert. Früher nannte man solche Praktiken «Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren». Inzwischen gehören sie bei der NVP (Neoliberale Volkspartei, pardon, CVP (Christliche Volkspartei) zur DNA des Parteiprogramms.
Zitat der Woche: Andrej Platonow
«Der Mensch strebt danach, die Erde immer stärker und schneller auszubeuten, egal, ob nach ihm noch Gras wächst. Und wirklich: Wo vor dem Menschen noch Gras wuchs, wächst keines mehr, nachdem er dort mit seiner Wirtschaft gewütet hat.»
Diese aktuell anmutenden Worte stammen nicht von Vertretern der heutigen Umweltschutzbewegung. Geschrieben hat sie der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow 1924 in seinem Beitrag «Der Mensch in der Wüste» in der Zeitung «Nascha gaseta».
Mit dem Roman «Dshan oder Die erste sozialistische Tragödie»* schrieb Platonow ausserdem seine literarische Reaktion auf die gewaltsame Industrialisierung in der Sowjetunion unter Stalin.
* Als deutsche Übersetzung erschienen am 10.10.2019. Erhältlich u.a. bei ExLibris