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Die Erfahrungen aus den Kontrollen der Vorjahre zeigten, dass noch nicht alle Unternehmen die deklarationspflichtigen Produkte gleich gut deklarieren. Wie bereits im Kontrolljahr 2016 legte das Büro für Konsumentenfragen deshalb auch 2017 den Fokus auf Unternehmen, die ein grösseres Risiko für inkorrekte Deklarationen haben. Kontrolliert wurden kleinere Unternehmen, noch nie überprüfte Filialen grösserer Firmen, Unternehmen mit deklarationspflichtigen Holzprodukten im Nebensortiment, Versand- und Onlinehändler sowie neue Anbieter auf dem Markt.
Nur ein Sechstel der Geprüften deklariert vollständig korrekt
Insgesamt fanden 120 Kontrollen statt. Ein Sechstel (17%) der geprüften Unternehmen deklarierte seine Produkte vollständig korrekt. Bei diesen Unternehmen handelt es sich vor allem um solche, die ihre Deklarationspflicht mit einem fehlerfrei funktionierenden System zur Deklaration umgesetzt haben.
Bei 37% der Unternehmen waren die Deklarationen der kontrollierten Produkte nur teilweise korrekt. Beanstandet wurden bei 60% der mangelhaften Deklarationen die Angaben zur Holzherkunft, bei 5% die Nachweise der Holzart und bei 21% sowohl die Mitteilungen zur Holzart als auch zur Holzherkunft. Bei den verbleibenden 14% der bemängelten Produkte war einzig die Zugänglichkeit zum wissenschaftlichen Namen der Holzart nicht gewährleistet.
Die meisten Unternehmen, die nur teilweise korrekt deklarieren, sind Grossunternehmen mit einer grösseren Anzahl an deklarationspflichtigen Produkten im Hauptsortiment. Das Büro für Konsumentenfragen stellte hier häufig systembedingte Mängel fest. Bei mehr als der Hälfte dieser Unternehmen waren mindestens 75% der kontrollierten Produkte korrekt deklariert.
Kleine Unternehmen oft mit Nachholbedarf
Bei 41% der Unternehmen war kein kontrolliertes Produkt vollständig korrekt deklariert. Dabei handelte es sich zum grössten Teil um kleine Unternehmen, die noch nie überprüft wurden und die sich ihrer Deklarationspflicht oft nicht bewusst waren. Auch hier lagen die Mängel hauptsächlich bei einer fehlenden Deklaration der Holzherkunft.
Bei 5% der Unternehmen fehlten bei allen kontrollierten Produkten sowohl die Deklaration der Holzart als auch die Deklaration der Holzherkunft. Bei diesen Unternehmen handelte es sich vor allem um solche, welche deklarationspflichtige Produkte im Nebensortiment verkaufen.
Die Unternehmen, bei denen Mängel bei der Deklarationspflicht festgestellt wurden, bekamen Fristen gesetzt, innerhalb deren sie die korrekte Umsetzung der Verordnung sicherstellen und belegen mussten. Die betroffenen Unternehmen kamen den Forderungen des Büros für Konsumentenfragen vollständig nach. Einzig in drei Fällen musste das BFK die Berichtigung der Deklaration verfügen.