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14.09.1791
Im Jahr 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, veröffentlichte Olympe de Gouges eine Schrift mit Frauenrechten als Reaktion auf die Verkündung der Menschen- und Bürgerrechte, welche heute noch Grundlage demokratischer Verfassungen sind. Die Frau wird als Rechtssubjekt in den inhaltlichen Ausführungen zu den Bürgerrechten ergänzt.
Kontext
An jeder für schuldig befundenen Frau wird die volle Härte des Gesetzes angewendet. / Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Mann an Rechten gleich.
1791 veröffentlichte Olympe de Gouges eine Schrift mit dem Titel: "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Inhalt dieser Schrift war eine genaue Auslegung der bürgerlichen Rechte und Pflichten bezogen auf die Frau. Hervorzuheben ist dabei nicht nur die emanzipatorische Argumentation ihrer Schrift, sondern der Fokus dieser auf Pflichten. Olympe de Gouges war der Überzeugung, dass rechtliche Gleichstellung nicht nur über gleiche Rechte, sondern vor allem in Bezug auf gleiche Pflichten wie Steuern oder Gerichtsbarkeit erreicht wird. Das Thema der gleichen Pflichten ist im heutigen Gleichstellungsdiskurs immer noch ein brisantes.
Wer war Olympe de Gouges?
Olympe de Gouges war eine französische Intellektuelle im Zeitalter der Französischen Revolution. Sie wurde in ärmlichen Verhältnissen geboren, heiratete einen Wirt aus Paris und wurde kurze Zeit danach Witwe.
Als französische Schriftstellerin veröffentlichte sie Theaterstücke und Bücher zu revolutionären Themen. Olympe de Gouges kritisierte beispielsweise die Sklaverei, die Ehe und ihre rechtliche Stellung sowie die Stellung der Frau in der Gesellschaft als Ganzes.
Als französische Intellektuelle und Gegnerin der Politik von Robespierre wurde sie 1793 hingerichtet.