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Kinderrechte auf nationaler und internationaler Ebene
Kinder haben Rechte
Kinder und Jugendliche haben Rechte. Unsere Gründerin, Eglantyne Jebb, hat dies im Jahr 1922 in der ersten Deklaration über die Rechte der Kinder festgehalten – und zwar in Genf (deshalb heisst sie "Deklaration von Genf"). Am 20. November 1989 wurden diese universell gültigen und nicht verhandelbaren Kinderrechte als Konvention über die Rechte des Kindes von den Vereinten Nationen offiziell verabschiedet.
Die UNO-Kinderrechtskonvention ist die weltweit anerkannteste Menschenrechtskonvention überhaupt. Die Schweiz hat die UNO-Kinderrechtskonvention im Jahr 1997 ratifiziert.
Die in 54 Artikeln festgehaltenen Kinderrechte sind unteilbar und universell gültig. Sie stellen völkerrechtlich verbindliche Mindeststandards zum Wohle aller Kinder und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren dar. Weil Kinder besonders verletzliche Menschen sind und aufgrund ihrer Stellung in der Gesellschaft ihre Rechte nicht allein durchsetzen können beinhaltet die UNO-Kinderrechtskonvention nebst allgemeinen Menschenrechten zusätzlich spezielle Rechte. Erstmals werden Kinder als eigenständige Persönlichkeiten angesehen, die einen eigenen Rechtsstatus haben und diese Rechte einfordern können.
Auf die folgenden zehn Rechte der UNO-Kinderrechtskonvention legen wir einen Schwerpunkt in unserer Arbeit bei Save the Children:
Das Recht, dass das Wohl des Kindes immer im Zentrum steht
Das Recht auf Leben, Entwicklung und Gesundheit
Das Recht auf sofortige Hilfe in Notlagen und auf Schutz vor Gewalt, Ausbeutung, Vernachlässigung und Verfolgung
Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion
Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
Das Recht auf Bildung und Ausbildung
Das Recht auf Freizeit, Spiel, Erholung und kulturelle Teilhabe
Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln
Das Recht auf eine Familie, Fürsorge, ein sicheres Zuhause und Privatsphäre
Das Recht auf Betreuung bei Behinderungen
1922
verfasste unse Gründerin Eglantyne Jebb in Genf die erste Deklaration über die Rechte der Kinder - die "Deklaration von Genf".
1989
wurde die Kinderrechtskonvention der UNO verabschiedet.
1997
hat die Schweiz die UNO-Kinderrechtskonvention ratifiziert.
Gründerin von
Save the Children:
Eglantyne Jebb
Eglantyne Jebb verfasste 1922 die erste Deklaration über die Rechte der Kinder in Genf – die "Deklaration von Genf".
Umsetzung der Kinderrechte – eine Bilanz
Doch hat die UNO-Kinderrechtskonvention überhaupt einen Einfluss auf die Umsetzung der Kinderrechte weltweit? In unserem Bericht "Meilensteine für Kinder" zeigen wir auf, wie sich die Situation von Kindern seit dem Jahr 2000 verändert hat.
Kinder haben heute zweifelsohne bessere Chancen, ihre Rechte zu verwirklichen, als noch vor einigen Jahren. Die Kinderrechtskonvention setzt diesbezüglich wichtige Standards und Leitlinien. Und sie hilft, Kinderrechte in die nationale Gesetzgebung der Unterzeichnerstaaten zu integrieren.
Trotz der epochalen Fortschritte, die in den vergangenen Jahren erreicht wurden, bleiben grosse Herausforderungen bestehen – zu viele Kinder sterben auch heute noch vor ihrem fünften Geburtstag, sehen nie ein Klassenzimmer von innen oder werden regelmässig geschlagen und ausgebeutet.
Auch in der Schweiz bleiben Lücken in der Umsetzung der Kinderrechte bestehen. Es fehlt eine Koordination zwischen Bund und Kantonen für die Umsetzung der Kinderrechte sowie eine Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche, bei der sie ihre Rechte einfordern können.
Die Rechte von besonders verletzlichen Gruppen von Kindern sind nur unzureichend erfüllt (z.B. Kinder mit einer Behinderung, von Armut betroffene Kinder oder minderjährige Asylsuchende). Zudem sind Körperstrafen in der Schweiz nach wie vor erlaubt.
Mit unserer Advocacy-Arbeit helfen wir benachteiligten Kindern ihre Rechte einzufordern. Wir bringen Regierungen und Verwaltungen dazu, Verantwortung für Kinder zu übernehmen und fordern Regierungen auf, Armut und Ungleichheit auf politischer, sozialer und ökonomischer Ebene nachhaltig zu bekämpfen.
Als weltweit tätige Organisation verknüpfen wir unsere Advocacy-Arbeit mit unserer Projektarbeit vor Ort. Unsere Teams erleben jeden Tag hautnah mit, welche Bedürfnisse die Kinder in verschiedenen Regionen der Welt haben. Diese Erfahrungen lassen wir in unsere Gespräche mit regionalen und nationalen Organisationen und Behörden einfliessen und regen dadurch positive Veränderungen für die Kinder an.
In unseren Advocacy-Büros in Genf, Addis Abeba, Brüssel und New York setzen wir uns auf internationaler Ebene für die Achtung der Kinderrechte ein. Über die Zusammenarbeit mit der UNO und mit internationalen Organisationen erzielen wir wichtige Gesetzesänderungen und tragen dazu bei, dass Kinder weltweit ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Schweiz - Gemeinsam für Kinderrechte
In der Schweiz engagieren wir uns im Netzwerk Kinderrechte Schweiz, setzen uns für die Ombudsstelle für Kinderrechte ein und sind Teil der Frühförderungs-Koalition "Ready". Wir steuern unsere Expertise bei im NGO-Bericht sowie im partizipativen Kinder- und Jugendbericht zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention zuhanden des UNO-Kinderrechtsausschusses. Zudem unterstützen wir die politischen Vorstösse zur rechtlichen Verankerung des Kinderrechts auf eine gewaltfreie Erziehung.
Projekte im Bereich Sicherstellung der Kinderrechte im Fokus
Save the Children setzt alles daran, dass die am stärksten benachteiligten Kinder weltweit gesund aufwachsen, lernen und geschützt sind. Jede Spende zählt und wird dort eingesetzt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.
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