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Swift musste sich unter anderem in der Kategorie Best Pop der amerikanisch-kubanischen Sängerin Camila Cabello geschlagen geben. Der Award für das Beste Video ging an US-Rapper Kendrick Lamar ("HUMBLE"), der nicht anwesend war und beinahe gelangweilt per Videobotschaft grüsste. Dass Lamar den Preis bekam und nicht die Sängerin Katy Perry ("Bon Appétit"), dürfte ein kleiner Trost für Swift gewesen sein. Perry gilt als ihre Intimfeindin.
Shawn Mendes hingegen wurde als Bester Künstler und für den Besten Song ("There’s Nothing Holdin' Me Back") ausgezeichnet. Ausserdem gewann er als "Best Canadian Act" und in der Kategorie "Biggest Fans", deren Sieger in der Woche vor den Europe Music Awards über die Anzahl von Hashtags in den sozialen Medien Twitter und Instagram bestimmt worden war.
Mendes feierte den vierfachen Erfolg mit seiner Grossmutter. "Sie ist mitgekommen, um hier mit mir abzuhängen", scherzte er. Oma Mendes war sichtbar stolz.
Ereignisarme Show
Die Londoner Sängerin Rita Ora bemühte sich als Moderatorin, in die ereignisarme Show etwas Schwung zu bringen. Aber viele Superstars fehlten. Deshalb wurden einige Awards im Schnellverfahren vergeben. Der britische Sänger Ed Sheeran wurde als Bester Live-Künstler geehrt, die britische Sängerin Dua Lipa als Beste Newcomerin. Rapper Eminem erhielt den Award als Bester Hip-Hop-Künstler.
Etwas merkwürdig geriet die Dankesrede der US-Rocker Thirty Seconds To Mars, die den Preis als Beste Alternative-Band erhielten. Sänger Jared Leto wirkte seltsam abwesend, widmete die Auszeichnung dem Publikum und warb für eine Tournee im kommenden Jahr.
Auch sein Outfit hätte eine Auszeichnung verdient. Leto trug eine rosafarbene Bluse mit einem lilafarbenen Jacket, dazu eine glänzend rote Trainingshose. In der Kategorie Best Look gewann allerdings der ehemalige One-Direction-Star Zayn Malik ("Pillow Talk").
Zum Abschluss wurden U2 mit dem "Global Icon Award" geehrt. Die irische Rockband war am Vorabend unter grossem Jubel auf dem Trafalgar Square im Zentrum Londons aufgetreten.
Doch in der Halle konnten Bono und Co. nach mehreren Jahrzehnten im Musikgeschäft nicht mehr so viel Geschrei hervorrufen wie ihre jüngeren Musikerkollegen, darunter Gewinner Shawn Mendes.