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1885
Richard und Antoinette Fleming St. Léger kauften die Brissago-Inseln.
Auf der Isola Grande liess die Baronin ein Haus auf den Überresten eines Klosters errichten. Danach begann sie damit, den Garten anzulegen. Sie liess Erde herbringen, errichtete Wege und pflanzte, wie es damals Mode war, seltene und subtropische Pflanzen an, wie beispielsweise Eukalyptus und Palmen.
Aus finanziellen Gründen war die Baronin dazu gezwungen, die Brissago-Inseln an Max Emden zu verkaufen.
Das Haus auf der Isola Grande wurde durch einen prächtigen Palast (heute Villa Emden) aus den edelsten Materialien ersetzt: vom strahlend weissen Carrara-Marmor des Spiegelsaals und der Treppenaufgänge bis hin zum Florentiner Intarsien-Fussboden im Roten Saal.
Obwohl Emden sich nicht wirklich für Botanik interessierte, beschloss er, den von der Baronin angelegten Garten zu erhalten.
Die Erben von Max Emden verkauften die Brissago-Inseln. Am Kauf waren die Republik und der Kanton Tessin, die Gemeinden Ascona, Brissago und Ronco sopra Ascona sowie der Schweizer Heimatschutz und Pro Natura beteiligt.
Die Inseln dienen der Erhaltung und Vermittlung der Schönheiten der Natur zu kulturellen, wissenschaftlichen und touristischen Zwecken. So entsteht der Botanische Garten des Kantons Tessin, der am 2. April 1950 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Der Kanton Tessin wurde alleiniger Eigentümer der Brissago-Inseln.
Diese Neuorganisation sichert die Bewahrung und weitere Aufwertung des natürlichen, wissenschaftlichen, landschaftlichen und historischen Erbes.
heute