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Johannes Konrad von Auw (auch Joannes Nicolaus Conrad geschrieben) wird 1834 Pfarrer von Wohlenschwil und tritt die schwierige Nachfolge des berüchtigten Pfarrers Peter Welti an. Konrad wirkt bis 1854.
Pfarrer Konrad war liberal und daher von der Aargauer Regierung hoch geschätzt. Viele Jahre war er Schulinspektor und ein besonderer Freund des radikalen Politikers Augustin Keller, der 1841 die Aufhebung der Klöster im Kanton Aargau veranlasste.
Augustin Keller verfasste für den verstorbenen Freund eine Biographie unter dem Titel «Ein Denkmal der Freundschaft auf das Grabmal des Verewigten». Darin sind auch Passagen aus dem philosophischen Werk von Pfarrer Konrad abgedruckt. Der 1796 im aargauischen Auw geborene Pfarrer Konrad war auch schriftstellerisch tätig. 1849 wurde sein Buch «Christliche Philosophie» veröffentlicht.
Dank seiner guten Beziehungen zu den liberalen Aargauer Behörden erhielt Pfarrer Konrad aus dem Kirchenschatz des aufgehobenen Zisterzienserklosters Wettingen wertvolle Kultgegenstände für die Pfarrei Wohlenschwil, unter anderem die prächtige Monstranz (Bild).
Johannes Konrad starb 1854.