Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/864

Filmkritik: A Siren's call72e Festival de Cannes 2019
Thomas Wake (Willem Dafoe) und Ephraim Winslow (Robert Pattinson) beginnen im Jahre 1890 ihr vierwöchige Schicht als Leuchtturmwärter auf einer Insel vor Neu-England. Als erfahrener Leuchtturmwart zeigt Wake Winslow schnell, wer das Sagen hat und lässt diesen nur mindere Tätigkeiten verrichten. Das Lampenhaus lässt er Winslow nie betreten, obwohl die beiden sich eigentlich auf der Spitze des Leuchtturmes in Schichten abwechseln sollten. Die Arbeit ist schwer, die Bedingungen sind garstig, und gerade gesprächig sind die beiden Männer auch nicht.
Die vier Wochen gehen vorbei, die beiden haben sich mit der jeweiligen Rolle arrangiert, zuweilen sprechen sie auch über ihre Vergangenheit miteinander. Wake warnt Winslow ausdrücklich davor, jemals einer Seemöwe etwas zuleide zu tun, denn dies bringe Unglück mit sich. Winslow, von der harten, schmutzigen Arbeit gepeinigt, schlägt jedoch in der Wut eine Seemöwe tot, als er einen Vogelkadaver in der Zisterne findet. Keine gute Idee, denn einen Tag vor der geplanten Abreise zieht ein tobender Sturm auf, welcher um die Insel fegt und die beiden Männer auf ihr festhält.