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Der sehr ländlich geprägte Perimeter des LQ-Projektes Vallée de la Brévine liegt in der Tal- und Hügellandschaft des Faltenjuras. Die offene Landschaft des Talbodens kontrastiert mit dem vielfältigen Mosaik aus Wiesen, Weiden, Waldweiden und geschlossenem Wald an den Talflanken. Die Kulturlandschaft ist geprägt durch die Weidewirtschaft. Das Vallée de la Brévine ist im Winter mit seinem sibirischen Charakter bekannt und beliebt für Langlauftouren in der Wytweidelandschaft.
Durch die intensivere Bewirtschaftung und die Spezialisierung der Betriebe gerät die Kulturlandschaft im Vallée de la Brévine unter Druck. Das traditionelle gemeinsame Weiden von Pferden, Rindern und Milchkühen wird zur Optimierung in der Milchwirtschaft zunehmend aufgegeben. Das Grünland im Talboden wird durch die grösseren Parzellen und intensivere Nutzung monotoner. An den Talflanken ist eine bipolare Entwicklung der Waldweiden im Gang: Einige Flächen werden intensiver bewirtschaftet, andere Teile der Waldweiden wachsen zu. Die für den Jurabogen typischen Trockensteinmauern zerfallen.
Die Hauptzielsetzung des LQ-Projektes ist die Erhaltung des strukturreichen und farbigen Grünlands im Talboden und der mosaikartigen Waldweidelandschaft an den Talflanken. Der Talboden des Vallée de la Brévine war einst ein Hochmoor. Der natürliche Charakter der verbleibenden Weiher und Feuchtgebiete soll gepflegt werden. Diese extensiven Flächen tragen zur Landschaftsvielfalt im Talboden bei. Schliesslich soll durch das LQ-Projekt auch der traditionell ländliche Charakter der Juralandschaft mit den typischen Elementen wie den Trockensteinmauern erhalten werden. Wichtige Massnahmen im LQ-Projekt sind die Pflege und Verjüngung der Waldweiden, die angepasste Bewirtschaftung der Dolinen, der Unterhalt der Trockensteinmauern sowie die Förderung von strukturreichen Weiden als Übergang zwischen dem Talboden und den Waldweiden an den Hängen.