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Das Astra nennt sie «Spange», verbreiterter ist der Begriff «Teilspange». Eine Spange ist ein Element, das Dinge zusammenfügt oder -hält. Was hat das mit dem Zubringer Güterbahnhof zu tun? Und warum wird dieser eigentlich so genannt?
Der Projektname "Teilspange" stammt von 2012. Er ist eine Art Arbeitstitel. Entstanden ist er, weil es sich beim «Zubringer Güterbahnhof», wie das Projekt beim Kanton St.Gallen genannt wird, weil es sich um einen Teil der Spange handelt. Mit Spange ist die «Südspange» gemeint.
Die Südspange war eine Idee aus rechtsbürgerlichen Kreisen, um die Autobahn A1 druch St.Gallen zu entlasten. Entstanden ist sie in den 2000er-Jahren. Sie sollte von einer neuen Verzweigung zwischen Sitterbrücke und dem Anschluss Kreuzbleiche südlich um die Stadt zum Anschluss Neudorf führen. Dazwischen waren Anschlüsse im Bereich Stahl an die Zürcherstrasse, im Zentrum an die Wassergasse und im Bereich Singenberg an die Rorschacher Strasse vorgesehen. Diese komplett unteridisch angelegte Südspange sollte also einerseits die Autobahn entlasten und gleichzeitig neue innerstädtische Expressverbindungen schaffen. (Südspange im Tagblatt)
Hier ein Planausschnitt. Die Südspange ist die schwarz-rot gestrichelte Linie, welche das Stadtzentrum südlich umfährt. Über die Bereiche der Anschlüsse, gestrichelt eingekreist, wurde ein Baumoratorium verhängt.
Aus einer Präsentation von 2014 unter verworfene Varianten.
Geschätzte 1.2 Mia. Franken sollte die Röhre mit je einer Spur pro Richtung kosten. Bei einer realistischeren Kostenrechnung kam man auf über 3 Mia. Franken. Sachverständigen war schnell klar, dass die Realisierung nicht so einfach sein würde. Die Kosten würden wohl wesentlich höher sein. Was hier als eine dünne Linie dargestellt ist, wäre in Wirklichkeit ein komplexes Geflecht auch Sortier- und Verflechtungsspuren sowie – ebenfalls unterirdischen – Über- und Unterführungen. Es sollte ja alles kreuzungsfrei ausgeführt werden. Dass es dabei fast unmöglich ist. die Normen für den (National-) Strassenbau einzuhalten, merkte bald schon auch das Astra. Es kippte die Idee zugunsten einer 3. Röhre Rosenberg und einer «Teilspange». Diese würde auf der Linie der Südspange aber nur noch bis zum Güterbahnhof führen.
2012 entstand also aus der Südspange die Teilspange
Plan Astra
In der Folge wurde die Südspange wieder aus dem Richtplan gestrichen. Dieser erste Plan für die Teilspange führte noch ohne Kreise direkt durch den Güterbahnhof zur Geltenwilenstrasse. Als Ergänzung wollte man die so entstandene neue Strasse durch den Güterbahnhof auch als schnelle Verbindung zur Oberstrasse nutzen. Darum war ein «Hinterausgang» vorgesehen, ohne jedoch die Beziehung Oberstrasse–Autobahn anzubieten.