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Atheisten gehen gegen Grundschule vor wegen Bibelverteilaktion
Madison (idea) – In den USA geht eine atheistische Vereinigung gegen eine Grundschule vor, weil sie es dem Gideonbund erlaubt hatte, Viert- und Fünftklässlern Bibeln zu überreichen. Die „Freedom from Religion Foundation“ (Madison/Bundesstaat Wisconsin) reichte ihre Beschwerde gegen die Charles E. Boger-Grundschule in Kannapolis (Bundesstaat Nord Carolina) Ende März bei der zuständigen Schulaufsichtsbehörde in Cabbarus County ein. Darin schreibt der Anwalt der atheistischen Vereinigung, Patrick Elliott, es sei verfassungswidrig, dass Gideons an öffentlichen Schulen während des Schultages Bibeln verteilten. Öffentliche Schulen seien dazu verpflichtet, Religionen gegenüber neutral zu bleiben und so „die Gewissen junger und leicht zu beeindruckender Schüler zu schützen“. Die Schulaufsichtsbehörde teilte mit, sie werde den Fall prüfen. Der Sprecher des Internationalen Gideonbundes, Allison J. Davis, erklärte, man handle im Rahmen der geltenden Gesetze und verteile Bibeln nur an Orten, wo das genehmigt sei, oder auf Einladung. Der Gideonbund ist nach einem alttestamentlichen Richter benannt und wurde 1899 von Handelsreisenden gegründet. Heute hat er weltweit 300.000 Mitglieder. Er bietet Neue Testamente nicht nur in Hotels kostenlos an, sondern auch in Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen.