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Etwa 10% aller Kinder werden weltweit zu früh geboren. Je früher die Geburt desto grösser ist das Risiko für schwere Komplikationen wie Hirnblutungen und Hirninfarkte. Diese können die neurologische Entwicklung negativ beeinflussen und sind deshalb eine Hauptursache für geistige und motorische Behinderungen im späteren Leben extrem frühgeborener Kinder.
Erythropoietin (EPO) ist das bedeutendste körpereigene Hormon der Blutbildung. EPO wird seit Jahrzehnten als Medikament hergestellt und erfolgreich zur Therapie von chronischer Blutarmut auch bei Frühgeborenen eingesetzt. Hierbei hat sich gezeigt, dass EPO auch einen günstigen Effekt auf die neurologische Entwicklung hat, insbesondere nach Hirnblutung. Mittlerweile liegen die Ergebnisse einiger Studien mit EPO bei Neugeborenen vor, in denen EPO entweder prophylaktisch allen Frühgeborenen in hoher Dosierung verabreicht wurde oder gezielt nach einem schweren Sauerstoffmangel unter der Geburt. Die Ergebnisse zeigen allesamt eine gute Verträglichkeit von EPO und einen insgesamt günstigen Effekt auf die Hirnentwicklung.
In dieser randomisierten und doppelblinden Studie wird erstmals gezielt überprüft, ob die hochdosierte Gabe von EPO bei Frühgeborenen nach Hirnblutung oder Hirninfarkt eine bessere Wiederherstellung (Repair) und Verbesserung der neurologischen Entwicklung bewirkt, entsprechend der Studienname EpoRepair (www.eporepair.ch). Endpunkt der Studie ist der neurologische Entwicklungsstand im Alter von 5 Jahren. Verschiedene Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren des Gehirns, Biomarkern und Verhaltensuntersuchungen der Kinder finden zusätzlich bis zum Erreichen von 5 Jahren statt. In der Schweiz sind fast alle Zentren der hochspezialisierten Medizin für die Versorgung extrem Frühgeborener beteiligt, in Österreich und Deutschland jeweils das grösste Zentrum. Dieser Teil des Projektes erhebt nun die Outcome-Daten der Studienkinder mit 5 Jahren.