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Es ist ein großer Fehler, Präsident Trump nach den Kriterien der herrschenden Klasse in Washington zu beurteilen, wenn man die Geschichte und Kultur der Vereinigten Staaten nicht berücksichtigt. Es ist ein anderer Fehler, seine Handlungen mit europäischen Maßstäben zu interpretieren. So hat seine Verteidigung der Waffenbesitzer oder der rassistischen Demonstranten in Charlottesville nichts mit Extremismus-Unterstützung zu tun, sondern nur mit der Förderung der Bill Of Rights. Thierry Meyssan erläutert die Meinungsströmung, die er vertritt und gibt einen Überblick über seine sehr wichtigen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Leistungen. Er wirft auch die Frage der Grenzen des US-politischen Denkens auf und die Risiken, die bei der Demontage des „amerikanischen Imperiums“ entstehen werden.
Während des Präsidentschaftswahlkampfes hatte Donald Trump versprochen die Regeln der Republikanischen Partei einzuhalten. Damals glaubte niemand an die Möglichkeit eines Erfolges. Er führte eine Kampagne, die auf der grundlegenden Geschichte dieser Partei aufgebaut war, Geschichte, die aber von ihren Politikern längst vergessen war, und er besiegte sie alle. Bis zur endgültigen Verkündigung seines Sieges haben die Meinungsumfragen ihn als Verlierer ausgegeben, so wie sie heute behaupten, dass er nicht wiedergewählt werden kann.
Jetzt ist es fast schon ein Jahr her, seitdem Präsident Trump das Amt im Weißen Haus übernommen hat. Es wird nun möglich, seine politischen Ambitionen zu durchschauen, trotz der zerstörerischen Konfrontation, die in den Vereinigten Staaten zwischen seinen Anhängern und Gegnern auf Kosten aller wütet.
Die Fakten sind umso schwieriger festzustellen, als Donald Trump selbst seine wichtigsten Leistungen hinter einer Flut von widersprüchlichen Erklärungen und Tweets versteckt und seine……