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Rund 47% der stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger des Seebezirkes gingen dieses Wochenende an die Urnen, um über die beiden nationalen sowie die kantonale Initiative zu befinden.
Im Seebezirk zeigte sich dabei ein interessantes Bild zur Meinung betreffend der Konzernverantwortungsinitiative. Während im Kanton Freiburg mit 56.6% ein recht deutliches Ja eingelegt worden ist, wurde die Initiative im Seebezirk mit 50.1% hauchdünn abgelehnt. Der bei dieser Initiative wieder einmal entstandene Röstigraben geht dabei nicht nur mitten durch den Kanton Fribourg, sondern quer durch den Seebezirk. Neun Gemeinden sagten Nein, acht Ja, darunter die mehrheitlich deutschsprachigen Gemeinden Murten, Muntelier und Ulmiz. Die Gemeinde Murten stimmte mit 51.3% zu.
Klarer war es bei der Kriegsmaterialinitiative, welche der Nationalbank sowie der AHV vorgeschrieben hätte, ihre Gelder nicht mehr in Unternehmen zu investieren, die an der Produktion von Kriegsmaterial beteiligt sind. Mit einem Nein-Anteil von 60.9% schlossen sich auch hier der Seebezirk und alle seine Gemeinden dem nationalen und kantonalen (54.9% Nein) Verdikt zu dieser Vorlage an.
Bei der kantonalen Vorlage zur Revision des Gesetzes über die Pensionskasse des Staatspersonals gab es im Seebezirk mit 74.5% das deutlichste Ja aller Bezirke (kantonal 69.8% Ja). Sämtliche Gemeinden stimmten dem Vorhaben zu.