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Der Wirkstoff von Diamox, Acetazolamid, führt zu einer verstärkten Wasserausscheidung (Diurese).
Für das Auge bedeutet dies eine Senkung des Innendrucks. Diamox wird deshalb zur Glaukombehandlung (grüner Star) eingesetzt.
Bei Atembeschwerden führt Diamox zur verbesserten Ansprechbarkeit des Atemzentrums. Das Arzneimittel wird zur Prophylaxe der Höhenkrankheit eingesetzt.
Hirnödeme (Wasseransammlungen im Hirn) und bestimmte Epilepsieformen werden durch Diamox günstig beeinflusst.
In der Bauchspeicheldrüse wird die Sekretion durch das Arzneimittel vermindert.
Diamox darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden!
Während einer Langzeittherapie mit Diamox muss für eine ausreichende Zufuhr von Kalium gesorgt werden. Hierzu eignen sich Diätmassnahmen (Gemüse, Obst, vor allem getrocknete Aprikosen) oder eine zusätzliche Abgabe von Kaliumpräparaten. Hierüber entscheidet der Arzt oder die Ärztin.
Diamox sollte nicht eingenommen werden:
Die Anwendung und Sicherheit von Diamox bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat, falls Sie von irgendeiner dieser Kontraindikationen betroffen sind.
Eine Diamox-Langzeitbehandlung ist nicht angezeigt bei Patienten und Patientinnen mit chronischem, nicht stark ausgeprägtem Glaukom, deren Tränenausführgänge verstopft sind.
Diamox kann Schläfrigkeit oder Verwirrung verursachen oder die Sehkraft beeinträchtigen, und damit die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen! Wenn Sie nach Einnahme von Diamox solche Nebenwirkungen empfinden, dann sollten Sie weder fahren noch Maschinen bedienen.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie
Wenige Personen, die mit Mitteln gegen Epilepsie, wie Acetazolamid, behandelt werden, hatten Selbstverletzungen- oder Suizidgedanken; hätten Sie solche Gedanke, dann müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin sofort kontaktieren.
Bei Patienten mit Lungenerkrankungen, wie Lungenemphysem oder chronischer Bronchitis, bei denen die Atmung eingeschränkt ist, sollte Diamox nur mit Vorsicht eingesetzt werden.
Die Wirkung von Diamox wird durch Probenecid und Sulfinpyrazon verstärkt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder letztlich eingenommen haben! Es betrifft insbesondere folgende Arzneimittel, die die Wirkung von Diamox beeinflussen können:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder anderen Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Es gibt keine kontrollierten Studien mit Diamox während der Schwangerschaft oder Stillzeit, deshalb sollte Diamox während der Schwangerschaft (vor allem in den ersten 3 Monaten), wenn Sie denken, schwanger zu sein oder schwanger werden möchten, nicht eingenommen werden, es sei denn, dass der Arzt oder die Ärztin dies ausdrücklich verordnet.
Acetazolamid, der Wirkstoff von Diamox, tritt in die Muttermilch über. Während der Stillzeit müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat fragen, ob Sie Diamox einnehmen dürfen.
Diamox wird je nach Anwendungsgebiet in verschiedenen Dosierungen vom Arzt oder von der Ärztin verschrieben.
Übliche Dosierung, falls nicht anders vom Arzt oder von der Ärztin verordnet:
Glaukom
1. In akuten Fällen: 250-1000 mg (1-4 Tabletten) über 24 h verteilt
Atembeschwerden
500-750 mg (2-3 Tabletten) täglich
Epilepsie
250-1000 mg (1-4 Tabletten) über 24 h verteilt
Ödeme
Anfangs 250-375 mg (1-1½ Tabletten) täglich, anschliessend 250-375 mg (1-1½ Tabletten) wöchentlich
Prophylaxe der Höhenkrankheit
Ca. 500 mg (2 Tabl.) täglich (Beginn: 1 Tag vor Aufbruch)
Die Anwendung und Sicherheit von Diamox bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Falls Sie mehr Diamox als vorgesehen eingenommen haben, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, indem Sie entweder Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin anrufen oder zum nächstgelegenen Spital (Notfallabteilung) gehen. Nehmen Sie die übrigbleibenden Tabletten und diese Packungsbeilage mit, so wird der Arzt wissen, was Sie eingenommen haben.
Beim Vergessen einer Dosis sollten sie diese einnehmen, sobald Sie sich daran erinnern. Falls aber nur weniger als 2 Stunden bis nächster Einnahme bleiben, dann müssen Sie die vergessene Dosis auslassen. Nehmen Sie nie doppelte Dosen auf einmal.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Diamox auftreten:
Ausserdem kann Diamox Nebenwirkungen auslösen, die Sie normalerweise nicht bemerken werden, wie Veränderungen in Elektrolyten (Salze). Ihr Blutzuckerspiegel kann verändert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin. Bei einer Langzeitbehandlung mit diesem Arzneimittel sollte Ihr Blut regelmässig kontrolliert werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Diamox kann gewisse Labortests beeinflussen. Falls Sie einen Spital oder eine Klinik für Labortesten besuchen, müssen Sie den betroffenen Arzt informieren, dass Sie Diamox einnehmen.
Diamox ist ausserhalb der Reichweite von Kindern, bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Diamox Tablette enthält als Wirkstoff 250 mg Acetazolamid. Es enthält zudem Hilfsstoffe.
21191 (Swissmedic).
Diamox erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Von den 250 mg Tabletten (mit Kreuzbruchrille) sind Packungen zu 25 erhältlich.
Vifor SA, Villars-sur-Glâne.
Mercury Pharma Ltd, Croydon (UK).
Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.