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Basel (awp) - Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für einen Test erhalten, mit dem Frauen identifiziert werden können, bei denen das höchste Risiko für einen Gebärmutterhals-Krebs besteht. Mit dem "cobas HPV-Test" (Humanes Papillomavirus) könnten Ärzte dabei unterstützt werden, frühzeitige und genauere Behandlungsentscheidungen zu treffen und somit möglicherweise viele Frauen vor dieser tödlichen Erkrankung zu bewahren, teilt der Pharmakonzern am Mittwoch mit.
Der cobas HPV-Test ist gemäss Mitteilung der einzige von der FDA zugelassene Screening-Test für Gebärmutterhalskrebs, der die Genotypisierung von HPV-16 und HPV-18 zusammen mit einem Test auf Hochrisiko-HPV-Typen erlaubt. Die beiden mit dem höchsten Risiko behafteten und für mehr als 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlichen HPV-Genotypen 16 und 18 würden einzeln nachgewiesen, während gleichzeitig 12 weitere Hochrisiko-HPV-Genotoypen erkannt würden, heisst es weiter.
Die Zulassung basiere auf Daten der ATHENA-Studie unter Beteiligung von mehr als 47'000 Frauen in den USA. Die Ergebnisse zeigten, dass bei einer von zehn Frauen im Alter von 30 Jahren oder älter, bei denen der cobas HPV-Test ein positives Ergebnis für HPV-16 und/oder 18 ergab, eine Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses vorlag, obgleich der Befund des Pap-Tests normal gewesen sei, so die Mitteilung.
In den USA werden gemäss Roche jährlich über 55 Mio Pap-Zytologien (Pap-Abstriche) durchgeführt. Zum Nachweis des Risikos für Gebärmutterhalskrebs sehen die derzeitigen Screening-Leitlinien entweder eine zytologische Untersuchung oder eine zytologische Untersuchung plus HPV-Test vor. Durch HPV-Tests, insbesondere die Genotypisierung von HPV-16 and HPV-18, liessen sich mehr Frauen mit einem Risiko für Gebärmutterhalskrebs identifizieren als durch die alleinige Durchführung von Pap-Tests, heisst es weiter.
Eine anhaltende Infektion mit HPV ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, wobei weltweit über 99% aller Gebärmutterhalskarzinome mit HPV in Verbindung gebracht werden. Angaben des National Cancer Institute zufolge treten in den Vereinigten Staaten jährlich 12'200 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf und 4'210 Todesfälle aufgrund der Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs pro Jahr auf weltweit 470'000 neue Fälle.
rt/cf
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