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Nach Trumps Abkehr sei es nun umso wichtiger, dass die anderen "Hauptakteure" wie die Europäische Union, China und Indien gemeinsam grosse Anstrengungen unternehmen, um die Ziele des Abkommens dennoch umzusetzen.
Nur Syrien und Nicaragua hätten sich dem Klimaabkommen verweigert, hatte die parteinahe Zeitung "Global Times" in einem Kommentar vor der Ankündigung Trumps festgestellt: "Kündigen die USA, werden sie zu einem Teil dieser fragwürdigen Minderheit. Es scheint, dass die Trump-Regierung sich nicht darum kümmert, die Reputation der USA in Gefahr zu bringen."
Klimaexperten loben schon länger, dass China im Kampf gegen die Treibhausgase eine immer klarer "Führungsrolle" einnehme. Das Land hat zugesagt, seinen Höchststand beim CO2-Ausstoss spätestens 2030 erreichen zu wollen. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass dieser "Peak" schon deutlich früher erreicht sein dürfte. Vor allem bei der dreckigen Verbrennung von Kohle, mit der China derzeit noch mehr als 60 Prozent des Energiebedarfs deckt, macht das Land Fortschritte.
Auch dank des schwächeren Wirtschaftswachstums hat China im vergangenen Jahr 4,7 Prozent weniger Kohle als im Vorjahr verbraucht - der dritte Rückgang in Folge. Die zweitgrösste Volkswirtschaft ist damit zwar noch immer der grösste Kohle-Konsument der Welt. Dennoch lobten Umweltschützer, dass Peking sichtbare Fortschritte dabei mache, seine Abhängigkeit von Kohleverbrennung, eine der grössten Quelle für das klimaschädliche Treibhausgas CO2, zu reduzieren.
Nach zwei Jahrzehnten blinden Wachstums der heute zweitgrössten Volkswirtschaft strebt auch der neue Fünf-Jahres-Plan der Regierung, der vergangenes Jahr in Kraft trat, ein qualitativ besseres und nachhaltigeres Wachstum an.
China verfügt bereits heute über mehr Solar- und Windenergieanlagen als jedes andere Land der Welt. Allerdings will die Volksrepublik nicht nur mit Hilfe regenerativer Energien ihren CO2-Ausstoss reduzieren. Im Kampf gegen die Erderwärmung und den dichten Smog in den Grossstädten sieht die Regierung den massiven Ausbau von Atomkraft als unverzichtbar an. Rund 80 neue Atomkraftwerke sollen allein in den nächsten 15 Jahren gebaut werden./jpt/DP/zb
(AWP)