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Gemeindeplatz:
Landarenca bildet seit etwa 7-800 Jahre eine eigene, kleine Gemeinschaft unter den vielen im Calancatal. Früher waren die Siedlungen ausgesprochen gestreut, es gab also viel mehr Fraktionen oder ganzjährig bewohnte Häusergruppen als jetzt. Im Calancatal gab es fast 800 Jahre lang nur eine Gemeinde, die politisch und juristisch zum Misox gehörte. Mit dem Wachstum der Bevölkerung strebten die Gemeinde Calanca und die einzelnen Nachbarschaften (Dörfer) immer mehr nach Unabhängigkeit.
Erst nach 1850, mit der Bundesverfassung und die Reorganisation des Kantons, wurde das Territorium des Calancatals, also die Wälder und die Alpwiesen, aufgeteilt (darum haben z. B. Santa Maria und Castaneda Wälder und Alpen im Territorium von Rossa, andererseits konnten die von Rossa Kastanien pflücken in Buseno), und die Dorfschaften promovierten zu Gemeinden. Es gab deren 11. Nach 1960 entvölkerte sich das Tal aber dramatisch schnell, und die Gemeinden begannen wieder zu fusionieren. Trotzdem gibt es heute immer noch 8 Gemeinden für 700 Einwohner.
Landarenca blieb Gemeinde bis 1980, als die Fusion mit Arvigo stattfand.
Auf dem Gemeindeplatz vor der Kirche Platz versammelten sich die Männer, beim Steintisch sassen die Vorgesetzten. Die von Landarenca waren aber nicht sexistisch: unsere Gemeinde, mit Zürich, war die erste in der Schweiz, die das Frauenstimmrecht einführte in den 60er Jahren.