Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/1126

(Bildquelle) Montag ist mehr oder weniger alles geschlossen. Das Kulturzentrum der Banco do Brasil macht da eine Ausnahme. In der Ausstellung «Yayoi Kusama: Obsessão Infinita» lernen wir eine japanische Künstlerin kennen, bei der sich alles um farbige Punkte, Polka Dots und vieles um Phalli und ihre Angst davor dreht.
Anschliessend schlendere ich durch das Stadtzentrum, der Avenida Presidente Vargas und der Avenida Rio Branco entlang. Um das Zentrum Rios in den 30-er und 40-er Jahren neu mit der Avendida Presidente Vargas neu zu gestalten, wurden die alten Quartiere abgerissen (Bildquelle).
Das Avendida wirkt heute steril. Die hochpreisigen Läden befinden sich an der Avenida Rio Branco, die zu Nationalbibliothek, Oper und Kunstmuseum am zentralen Platz «Cinélandia» führt. Hier gibt es z.B. nach wie vor ein Edificio Swissair. Die Avenda Rio Branco wurde im Zuge der Stadtentwicklung in der jungen Republik anfangs des letzten Jahrhunderts im Stil der Belle Epoque gebaut. Auch ihr musste eine ganzes Quartier, in dem z.T. schreckliche hygienische Bedingungen herrschten, weichen (Bild Wikicommons):Ich mache auch Fotos der Igreja de Nossa Senhora da Candelária. Rogério hat am Samstag davon erzählt, dass hier 1993 die Polizei schlafende obdachlose Kinder und Jugendliche erschoss (Chacina da Candelária), er empfindet es wie viel andere als grosse Schande für Brasilien. Die Polizei, v.a. die Militärpolizei scheint nach wie vor ein unkontrolliertes Gebilde mit eigenem Gesetz zu sein, niemandem rechenschaftspflichtig. (Bild der sehr unscheinbaren Gedenktafel Wikicommons).Nachtessen dann in der Bar Astor.