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Boucher unterzeichnete einen Vertrag bis Ende Saison 2015/16. Er ist nach Antti Törmänen und Leuenberger der dritte Headcoach in dieser Saison.
Unter dem Strich
Der Kanadier soll die Berner doch noch in die Playoffs führen. Der Meister ist nach den 6 Niederlagen in den letzten 9 Partien unter den Playoff-Strich gefallen und liegt 6 Runden vor dem Ende der Regular Season einen Punkt hinter dem achtplatzierten Aufsteiger Lausanne zurück.
«Team braucht einen Schub»
SCB-Sportchef Sven Leuenberger begründete die Zurückstufung seines Bruders mit den Worten: «Lars hat in den Gesprächen, an denen auch die Geschäftsleitung beteiligt war, ein starkes Signal gegeben, dass die Mannschaft seiner Meinung nach einen zusätzlichen Schub braucht.» Der Trainerwechsel sei ein gemeinsamer Entscheid gewesen.
Sein Bruder habe den Headcoach-Posten im Dezember der Organisation zuliebe übernommen. «Damals gab es das Angebot, dass er jederzeit das Gespräch suchen kann. Das ist nun geschehen», sagte Sven Leuenberger. «Wir haben von Beginn weg gesagt, dass wir ihn nicht ‚verheizen‘ wollen.»
Leuenberger und Sheehan bleiben
Lars Leuenberger wird nun ebenso wie der im Herbst engagierte Gary Sheehan als Assistenten Bouchers agieren. Boucher, der schon nach der Entlassung Törmänens als einer der Favoriten auf den Job galt, war von 2010 bis Ende März 2013 Headcoach des NHL-Klubs Tampa Bay Lightning. 2012 amtete er als Assistenzcoach Kanadas an der Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden.
«Ein fordender Coach»
Sven Leuenberger charakterisierte den neuen Chef an der Bande als «fordernden Coach, der aber auch Energie hat.» Er habe als Trainer eine «Tellerwäscherkarriere» hinter sich. «Er begann als Coach von Juniorenteams, führte unter anderem Sidney Crosby zum Erfolg, wurde in der AHL zum ‚Coach of the Year‘ gewählt und war auch in der Organisation der Tampa Bay Lightning erfolgreich»
Erster Einsatz am Freitag
Das erste Spiel unter Boucher bestreitet der SCB am Freitag zuhause gegen Ambri-Piotta. Dass er unter Druck in der Lage ist zu reagieren, hatte der SCB bereits in den letztjährigen Playoffs bewiesen, als er Rückstände in den Serien gegen Servette (Viertelfinal) und Zug (Halbfinal) drehte und sich zum Schluss gegen Freiburg souverän den 13. Meistertitel sicherte.