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Während oder kurz nach dieser Phase wurden neue Institutionen an der Schnittstelle von Religion und Wissenschaft gegründet, um die neue religiöse Lage und deren Folgen besser zu verstehen und begleiten. Am Beispiel ausgewählter Institutionen erforscht das Projekt die Verflechtungsgeschichte von religiösen und sozialwissenschaftlichen Diskursen in der Schweiz von den 1960er-Jahren bis heute. Besondere Bedeutung kommt der Rolle des wechselseitigen Austausches zwischen Akteuren aus diesen Feldern bei der Gestaltung einer intellektuellen und gesellschaftlichen Wahrnehmung des gegenwärtigen religiösen Wandelns zu.
Das Projekt teilt sich in zwei Teilprojekte. Das erste Teilprojekt beschäftigt sich mit der Institutionalisierung der Religionssoziologie in der Schweiz und mit den intellektuellen Transferprozessen zwischen religiösen und akademischen Akteuren. Das zweite Teilprojekt interessiert sich für die Gründung und Institutionalisierung verschiedener «Informations- und Beratungsstellen» zu neuen religiösen Bewegungen, sowie für die zusammenhängenden Interaktionen zwischen Kirchen, staatlichen Institutionen und unterschiedlichen akademischen Fachbereichen.
Das Projekt basiert auf schriftlichen und mündlichen Quellen und fördert eine theoretische Reflexion zu den institutionellen Bedingungen der Wissensproduktion. Es leistet damit einen Beitrag zur Religions- und Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und genereller zur öffentlichen Diskussion über das Erbe der 1960er und 1970er-Jahre in der Schweiz und in globaler Perspektive.