Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03368.jsonl.gz/2029

Seit anfangs Juli ist in Spanien ein neues Gesetz in Kraft, das aktive Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid erlaubt. Spanien ist das vierte Land in Europa und das siebte Land weltweit, in dem aktive Sterbehilfe zugelassen ist. Dies umfasst sowohl Tötung auf Verlangen als auch Suizidbeihilfe.
Belgien und die Niederlande legalisierten die Euthanasie bereits 2002, und in beiden Ländern wurde die legale Tötung in den folgenden Jahren einerseits auf Minderjährige, andererseits auf Geisteskranke ausgedehnt. In den Niederlanden starben letztes Jahr 6’938 Menschen durch ärztlich assistierten Suizid, d.h.bereits 4% aller Todesfälle. Im Oktober 2020 gab die niederländische Regierung zudem Pläne bekannt, Euthanasie auch für Kinder bis zwölf Jahre freizugeben. In Kanada, wo die Tötung auf Verlangen ebenfalls legal ist, stieg allein 2020 die Zahl der Euthanasiefälle um 17 Prozent. In Portugal hat das Verfassungsgericht im März die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe und medizinisch assistiertem Suizid gestoppt, weil die zulässige Sterbehilfe nicht präzise genug umschrieben war. Das Parlament kann das Gesetz nun überarbeiten und dem Verfassungsgericht erneut vorzulegen.
(livenet)