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Huttwil–Wolhusen-Bahn
|Kürzel||HWB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1895-05-09|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Vereinigte Huttwil-Bahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1895 eröffnete HWB war Eigentum einer Aktiengesellschaft und erschloss das Luzerner Hinterland (Amt Willisau). Sie stellte eine Längsverbindung zu den Strecken Bern–Entlebuch–Luzern und, zusammen mit der bereits 1889 eröffneten Langental–Huttwil-Bahn (LHB), Olten–Langental–Bern her. Wichtigster Kapitalgeber war mit 1 Mio. Franken der Kanton Luzern. Im Weiteren beteiligten sich der Kanton Bern sowie diverse Gemeinden an der Bahn. Den Betrieb der HWB besorgte die LHB.
Den Initianten der HWB, bei denen es sich vorab um politische Exponenten aus dem Luzerner Amt Willisau handelte, schwebte Grosses vor. Sie propagierten ihr Projekt als Teil einer zukünftigen Transitachse, die ausgehend von Delle über Moutier, Solothurn, Herzogenbuchsee, Huttwil, Wolhusen und weiter bis nach Luzern die kürzeste Anschlusslinie von Frankreich an die Gotthardbahn (GB) herstellen sollte. Satte Gewinne – als Massstab zog man die Rentabilität der GB heran – wurden in Aussicht gestellt, doch kam die HWB nie über den Status einer Lokalbahn hinaus.
Die Betriebsergebnisse der HWB lagen mit Ausnahme der Jahre 1914 und 1920 stets im Plus und reichten aus, um die Zinsverpflichtungen zu decken. Dividenden zahlte sie keine aus. Das Hauptgeschäft der HWB war der Güterverkehr, dessen Erträge nach 1914 rasch hochschnellten und sich bis 1919 fast vervierfachten. In diesem Jahr erzielte die HWB das beste Betriebsergebnis ihrer Geschichte als selbständige Unternehmung. Schon 1920 resultierte jedoch ein Defizit, weil der Betriebsaufwand ausserordentlich stark zugenommen hatte. Die Gründe dafür sind unklar, zumal die Betriebskosten nach 1920 wieder markant sanken. Ebenfalls keine näheren Angaben machte die Statistik zum massiven und plötzlichen Anstieg der schwebenden Schulden 1914 auf über 420'000 Franken, die schon im Folgejahr wieder grösstenteils abgebaut wurden. Möglicherweise plante die HWB Investitionen, stellte diese aber wegen des Kriegsausbruchs zurück.
Auf den 1. Januar 1944 fusionierte die HWB mit der LHB und der Ramsei–Sumiswald–Huttwil-Bahn (RSHB) zu den Vereinigten Huttwil-Bahnen (VHB). Gleichzeitig erfolgte die Elektrifizierung der Strecke (Wechselstrom).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: