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Geschichte
Die Anfänge des Thuner Stadtorchester gehen zurück ins Jahr 1896, als unser Liebhaberorchester unter dem namen Orchesterverein Thun erstmals öffentlich auftrat, und zwar im Saal des Hotel Falken im Bälliz, dem heutigen Altersheim.
Der Dirigent August Oetiker war die Persönlichkeit, welche die ersten ca. 40 Jahre des Orchesters prägte: Er leitete neben dem Orchester auch den Cäcilienverein (den heutigen Cäcilienchor). In den 40er Jahren entstand die Tradition der Abonnementskonzerte. Die Leitung ging zu dieser Zeit über an Alfred Ellenberger, der auch als Musiklehrer am Lehrerinnenseminar und am Gymnasium wirkte und genau das war, was man heute einen Multiplikator nennt. Alle seine Schüler erhielten im Unterricht Einführungen in die Abonnementskonzerte.
Nach Ellenbergers Tod war es dann über 20 jahre lang François Pantillon, der das Orchester leitete. Nach seinem Rücktritt komponierte er im Auftrag des Orchesters ein Violinkonzert, das im Jahre 2006 mit Alexandre Dubach erfolgreich uraufgeführt wurde.
Eine Tradition des Thuner Stadtorchester bildet auch die gelegentliche Aufführung von Oratorien mit den Thuner Chören, in erster Linie mit dem Cäcilienchor. Gerade in der letzten Saison wurde Joseph Haydns Schöpfung aufgeführt, und zwar aus Anlass des 100. Jubiläums des Cäcilienchors.
Eine Attraktion unserer Konzerte sind immer wieder grossartige Instrumentalsolisten. In erster Linie denken wir da an „unseren“ Meistergeiger Alexandre Dubach, übrigens seit 2010 Ehrenmitglied des Vereins Thuner Stadtorchester. Zu erinnern ist auch an Pianistinnen und Pianisten wie Adrian Oetiker, Aglaia Graf oder Reto Reichenbach, an Cellisten wie Thomas und Patrick Demenga oder an den Klarinettisten Reto Bieri.