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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00395 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 23. November 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1971, reiste am 1. Juli 2014 von Spanien in die Schweiz ein ( Urk. 7/14 Ziff. 1.4, Urk. 7/15 /2 ) und war vom 1 7. Juli 2014 bis 30. September 2015 als Koch im Z.___, in A.___, angestellt und bezog danach Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/12, Urk. 7/14 Ziff. 5.4, Urk. 7/17), als er sich am 6. März 2018 unter Hinweis auf eine seit dem Jahr 2015 bestehende psychische Beeinträchtigung (nervös, Schlaflosigkeit, „Lärm im Kopf“) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/14 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 7. August 2019 erstattet wurde (Urk. 7/5 8 ). M it Verfügung vom 2 7. November 2019 verneinte die IV-Ste ll e einen Anspruch auf eine Invaliden rente ( Urk. 7/7 6 ), was mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 im Verfahren Nr. IV.2019.00916 bestätigt wurde ( Urk. 7/ 85 Dispositiv-Ziffer. 1). Auf die vom Versicherten am 2. Dezember 2020 dagegen erhobene Beschwerde ( Urk. 7/87/2) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 1 4. Januar 2021 nicht ein ( Urk. 7/88 Dispositiv Ziffer. 1). 1.2 Unter Hinweis auf seit dem Jahr 2016 bestehende Beeinträchtigungen der men talen Gesundheit sowie psychische Probleme und Störungen meldete sich der Versicherte erneut am 1 1. Mai 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/89 Ziff. 6.1). Die IV-Stelle klärte die medizinische Situation ab und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/109; Urk. 7/110, Urk. 7/112, Urk. 7/117, Urk. 7/121, Urk. 7/127, Urk. 7/133, Urk. 7/141 ) mit Verfügung vom 1 5. Juni 2023 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/151 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. August 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 5. Juni 2023 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zwecks medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 5. September 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 1 1. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Im Weiteren wurde sein Gesuch um unent gelt liche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) bewilligt ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs aufgrund der Neuanmeldung vom 1 1. Mai 2021 vorlie gend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom men den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier tels rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1. 6 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundes gerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 1. 7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Recht sprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten ver sicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständi ger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä rungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, dass das Leistungs gesuch des Beschwerdeführers vom 9. März 2018 mit Verfügung vom 2 7. November 2019 abgewiesen worden sei. Am 1 1. Mai 2021 sei ein neues Gesuch eingereicht worden. Zur Prüfung der medizinischen Situation seien Unterlagen angefordert und dem regionalen ä rztlichen Dienst (RAD) zur Stellung nahme vorgelegt worden. Gemäss den aktuellen Unterlagen liege keine Verände rung zum Gutachten vom Jahr 2019 vor. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsfähig keit von 80 % als Hilfskoch oder in einer angepassten Tätigkeit. Für die Unterstützung bei der Stellensuche sei das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig. Auch aus dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Universitäts klinik C.___ sei keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachvoll ziehbar (S. 2 ff.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ( Urk. 1) geltend, dass auf die Einschätzung des RAD nicht abgestellt werden könne, zumal dieser sich nicht damit auseinandergesetzt habe, dass er gestützt auf die Erfahrungen im Beschäftigungsprogramm des Treffpunks D.___ als nicht mehr arbeitsfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt angesehen worden sei (S. 8 f. Rz. 7-8). Der Bericht des Treffpunktes D.___ mache deutlich, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung Mitte 2019 und der ablehnenden Verfügung im November 2019 erheblich verschlechtert habe. Dies decke sich mit den Angaben des früheren behandelnden Psychiaters Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher aufgrund der langjährigen Behand lung in der Lage gewesen sei, eine Längsschnitt-Beurteilung vorzunehmen. Auch der Umstand, dass Anfang 2023 eine sechswöchige stationäre Behandlung not wendig gewesen sei, untermauere die Annahme einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes (S. 9 Ziff. 9). Der seit März 2023 behandelnde Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, habe nachvoll ziehbar dargelegt, weshalb auf die RAD-Stellungnahme nicht abgestellt werden könne ( S. 9 Rz. 10). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden rente und in diesem Zusammenhang, ob seit der letzten leistungsverneinenden Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) eine anspruchsrelevante Ver schlechterung seines Gesundheitszustandes eingetreten ist (vorstehend E. 1. 5-6 ). 3. Mit Urteil vom 2 9. Oktober 2020 bestätigte das hiesige Gericht die rentenanspruchs verneinende Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ). In psychischer Hinsicht wurde auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gut achten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) abgestellt, wonach bei diagnostiziertem Verdacht auf eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1), anamnestisch schädlichem Gebrauch von Z-Substanzen ( Zolpi dem, ICD-10 F13.1) mit Verdacht auf (früheres) ärztlich substituiertes Abhängig keitssyndrom (ICD-10 F13.22), einem Verdacht auf Tinnitus, sprachlich bedingten Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung, anamnestisch Zustand nach Arbeitsplatzkonflikt und aktenanamnestisch Zustand nach mittelgradiger depres siver Episode (ICD-10 F3 2. 1) im Jahr 2016 davon ausgegangen wurde, dass der Beschwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Koch als auch in jeder angepassten Tätigkeit maximal zu 20 % eingeschränkt und entsprechend zu 80 % arbeitsfähig sei. Ver n eint wurde insbesondere das Vorliegen d er von Dr. E.___ ab 2015 gestell ten Diagnose einer schizoaffektiven Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1 ; Urk. 7/85 E. 4-5). 4. 4.1 Im Zusammenhang mit der am 1 1. Mai 2021 erfolgten Neuanmeldung des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ( Urk. 7/89) liegen folgende relevanten Berichte vor: 4.2 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 ( Urk. 7/93) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, schwere Episode, ohne psycho tische Episode, ICD-10 F33. 2. Dr. E.___ führte aus, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befinde. Im Verlauf zeige sich seit September 2019 eine wesentliche Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes. Zum psychischen Befund hielt Dr. E.___ unter anderem fest, dass die Bewusstseinslage des Beschwerdeführers klar und wach, die Stimmung depressiv und gereizt sei. Der Affekt sei labil, und es bestehe eine Störung der Vitalgefühle. Der Antrieb sei gestört. Die Auffassungs gabe sei intakt, Konzentration und Aufmerksamkeit seien gestört, und die Merkfähigkeit sei reduziert. Es bestünden keine formalen oder inhaltli chen Denkstörungen. Halluzinationen seien nicht erkennbar. 4.3 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 3. Januar 2022 ( Urk. 7/104) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaf fektive Störung, gegenwärtig depressive Episode (ICD-10 F25.1), bestehend seit Oktober 2015 ( Ziff. 2.5). Dr. E.___ führte aus, dass der Beschwerde führer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in Behandlung sei und die letzte Kontrolle am 1 7. Dezember 2021 erfolgt sei ( Ziff. 1.1). Unter anderem habe seit dem 1. Oktober 2018 in der letzten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Koch und Küchenhilfe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden ( Ziff. 1.3 ). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und emotionale Stabilität wäre für drei Stunden pro Tag zumutbar. Ein Integrationsversuch zu Bestimmung der beruflichen Leistungsfähigkeit wäre sinnvoll ( Ziff. 4.1-3). Seit Mitte 2017 zeige der Patient einen chronischen Verlauf mit depressiven und psychotischen Symptomen. Die depressive Symptomatik, die affektive Labilität und die kogni tive n Hi rnleistungen hätten sich seit 2020 verschlechtert. Daher bestehe eine schlechte Prognose zur Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.7). Seit Anfang November 2021 seien wieder Verfolgungs- und Beobachtungsideen mit Ängsten in der Öffent lichkeit aufgetreten ( Ziff. 2.1-2). 4. 4 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 ( Urk. 7/108/3-4) zum Bericht von Dr. E.___ vom 1 8. Mai 2021 aus, dass der psychopathologische Befund keine schwere depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien erkennen lasse. Ausser dass keine psychotische Symptomatik mehr berichtet werde, gleiche der Befund in etwa demjenigen aus dem Jahr 2018, wobei eine andere Diagnose gestellt werde. Im Bericht vom 3. Januar 2022 habe Dr. E.___ erneut die Diagnose schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD - 10 F25.1), bestehend seit Dezember 2015, gestellt, mit etwa dem gleichen psychopathologischen Befund wie im Jahr 2018 beschrieben worden sei. Im Gutachten von 2019 sei diese Diagnose verneint und eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Das Urteil des Sozialversicherungsgericht vom 2 9. Oktober 2020 habe das Gutachten gestützt. Damit könne aktuell keine Veränderung zum Zustand im 2018 erkannt werden. 4. 5 Auf Anfrage des Beschwerdeführers führte Dr. med. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 ( Urk. 7/132/1-3) aus, dass er entgegen der Aussage des RAD zu seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 alle Kriterien einer schweren depressiven Episode genannt habe. Der Beschwerdeführer habe erheb liche Schwierigkeiten häusliche Aktivitäten zu erledigen und ziehe sich sozial völlig zurück (S. 1 Ziff. 2.1 unten). Was den Bericht vom 3. Januar 2022 anbe lange, sei die Aussage des RAD unzutreffend, dass der gleiche Befund wie im Jahr 2018 vorliege. Die depressive Stimmung sei ausgeprägter, und im Gegensatz zu 2018 manifestiere sich nun die schwere depressive Episode viel deutlicher. Der Beschwerdeführer habe des Öfteren Suizidgedanken, welche er noch überwinden könne. Eine stationäre Behandlung werde nun eingeleitet. Dr. E.___ führte aus, dass aufgrund der schweren depressiven Episode mit kognitiven Ein schränkungen, schneller Ermüdbarkeit, Antriebsstörung, reduzierter Motivation und Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die angepasste Tätigkeit (S. 2 Ziff. 3). 4. 6 Dr. med. I.___, Oberarzt, J.___, Assistenzärztin, und K.___, Psychologin, Psychiatrische Klinik C.___, stellten in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 20 23 ( Urk. 7/140/1-3) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 4. Januar bis 1 4. Februar 20 2 3 folgende Diagnosen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (I C D-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1), Zolpidem - Trigeminusneuralgie Die Fachpersonen führte n aus, dass die zweite stationäre Aufnahme freiwillig erfolgt sei bei einer Exazerbation der depressiven Symptomatik mit Stimmungs schwankungen, ausgeprägten Grübelgedanken, innerer Unruhe und starken Schlafstörungen vor dem Hintergrund einer vorbekannten schizoaffektiven Stö rung. Zum psychopathologischen Befund bei Eintritt führten die Fachpersonen aus, dass der Beschwerdeführer im Kontaktverhalten freundlich, mitteilungsbereit und zugewandt gewesen sei. Es hätten keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen bestanden, und er sei zu allen Qualitäten orientiert gewesen. Auffassung und Konzentration seien unauffällig gewesen. Er habe sich lediglich an einen von drei Begriffen nach zehn Minuten erinnert, weshalb eine mittelgradige Merkfähigkeits störung und Gedächtnisstörungen bestanden hätten. Es h ätten ein Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fragliche paranoide Wahnwahrnehmungen bestanden. Es seien keine Wahnsystematisierung erkenn bar gewesen und keine Ich- S törungen. Jedoch habe der Patient an gegeben, manchmal das Gefühl zu haben, d ie Gedanken anderer lesen zu können. Er habe Ängste in Form von Zukunftsängsten, und die Stimmung sei niedergestimmt. Es bestünden deutliche Insuffizienz- und Schuldgefühle bei unauffälliger affektiver Schwingungsfähigkeit (S. 1 unten f.). Subjektiv sei der Antrieb vermindert, und es bestehe ein reduziertes Freud- und Interessenempfinden. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer unruhig (S. 2 oben). Die Fachpersonen führten aus, dass sie die gezeigte Symptomatik im Rahmen einer Verschlechterung insbesondere der affektiven Komponente der vorbekann ten schizoaffektiven Störung interpretierten. Es sei eine multimodale Behandlung etabliert worden (S. 2 Mitte). Aufgrund von einem langjährigen schädlichen Gebrauch von Zolpidem habe sich während dem stationären Aufenthalt ein gestörter Schlaf gezeigt. Medikamentös sei eine Therapie mit 50 mg Quetiapin zur Nacht etabliert und das Zolpidem ausgeschlichen worden (S. 2 unten). I m Verlauf des Aufenthalts habe der Beschwerdeführer unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei als Über tritt in das tagesklinische Setting erfolgt (S. 3 oben). 4. 7 Dr. I.___, Assistenzärztin J.__ und die Psychologin K.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem provisorischen Austrittsb ericht vom 1 7. März 2023 ( Urk. 7/143) über die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 folgende Diagno sen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - Differenzialdiagnose (DD): Posttraumatische Belastungsstörung - psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie - gemischte Hyperlipidämie Die Fachpersonen führten aus, dass ein freiwillig geplanter Eintritt zur tageskli nischen Behandlung im Anschluss an eine stationäre Behandlung an ihrer Klinik bis zum 1 4. Februar 2023 erfolgt sei (S. 1 Mitte). Die Erhebung des psychopatho logischen Befundes sei durch die Sprachbarriere des Patienten erschwert gewesen. Im interpersonellen Kontakt sei er freundlich gewesen. Er sei wach, bewusstseins klar und zu allen Qualitäten orientiert, das formale Denken geordnet und kohä rent gewesen. Es seien keine wahnhaften Inhalte nach aussen feststellbar gewesen und auch keine Wahrnehmungs - oder Ich- S törung. Im Affekt sei der Beschwerde führer dysthym und in der Stimmung verzweifelt und traurig gewesen. Er habe berichtet, dass die Stimmung häufig schwanken würde und er oft gereizt sei. Energie und Antrieb seien vorhanden gewesen. Es hätten Ein- und Durchschlaf störungen bestanden. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch angespannt und unruhig gewesen. Er habe angegeben, an einer inneren Unruhe und an einem sozialen Rückzug sowie an Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss zu leiden. Es habe keine akute Suizidalität bestanden (S. 1 unten). Die Fachpersonen führten aus, dass in den psychotherapeutischen Einzelgesprä chen der Fokus auf der Bewältigung und Bearbeitung von Grübelgedanken und Zukunftssorgen sowie auf dem Aufbau von fehlenden Ressourcen gelegen habe. Der Beschwerdeführer habe durch seine Migrationsbiografie stark belastet gewirkt, weshalb er für eine weitere Abklärung einer Traumafolgestörung an das Zentrum L.___ zugewiesen worden sei (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer habe im Verlauf des Aufenthalts unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei in gegenseitigem Einvernehmen am 1 7. März 2023 bei fehlenden Gefährdungsaspekten in die bestehenden Verhält nisse erfolgt (S. 4 oben). 4. 8 Dr. I.___ und Assistenzärztin J.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem Bericht vom 1 3. April 2023 ( Urk. 7/ 144 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit ( Ziff. 2.5): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte eine gemischte Hyperlipidämie ( Ziff. 2.6). Die Ärzte führten aus, dass der Beschwerde führer vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 bei ihnen in Behandlung gewesen sei. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. März 2023 erfolgt ( Ziff. 1.1). Vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 sei für alle Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ( Ziff. 1.3). Zum Zeitpunkt des Eintrittes sei der Beschwerdeführer keiner Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgegangen. Im Rahmen der Jobkarte sei er zweimal wöchentlich für einige Stunden Küchenarbeit nachgegangen. Eine Tätigkeit in einem ähnlichen Ausmass wäre demnach zumutbar ( Ziff. 4.2). Bei aktuell präsentierter Symptomatik werde eine Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt als ungünstig eingeschätzt. Es müsse zunächst eine deutliche Ver besserung des schizoaffektiven Zustandsbildes im ambulanten Setting und eine Reduktion der einschiessenden Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminus neuralgie erzielt werden ( Ziff. 4. 3). Der Haushalt könne vom Beschwerdeführer mit Hilfe der Spitex gut bewältigt werden ( Ziff. 4.5). Die Symptomatik des Patienten sei im Rahmen einer schizoaffektiven Störung zu sehen. Aktuell stehe eine Symptomatik mit gemindertem Antrieb, gedrückter Stimmung, innerer Unruhe und Stimmenhören im Vordergrund. Der Beschwerde führer sei derzeit zu 100 % a rbeitsunfähig. Eine genaue Zeitangabe zur Wi e der aufnahme der Arbeit könne nicht gemacht werden ( Ziff. 2.7). Es bestünden Funktionseinschränkungen im Rahmen der depressiven sowie der psychotischen Symptomatik. Hierbei stehe eine stark eingeschränkte Belastungs fähigkeit mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Im Rahmen der depressiven Symptomatik kämen die Niedergeschlagenheit und Antriebslo sigkeit hinzu, welche eine funktionelle Einschränkung darstellen könnten. Zudem leide der Patient an Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminu s neuralgie ( Ziff. 3.4). 4. 9 Dr. H.___, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 ( Urk. 7/150/8) zum Bericht der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 aus, dass mit dem psychopathologischen Befund «Stimmung niedergestimmt, subjektiv verminder ter Anrieb, reduziertes Freud- und Interessenempfinden, Insuffizienz- und Schuldgefühle sowie Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fraglicher Wahnwahrnehmung» nicht klar von einer schizoaffektiven Störung ausgegangen werden könne. Auch eine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien könne nicht erkannt werden. Es sei davon a us zugehen, dass die Diagnose vom Behandler übernommen worden sei, der im Bericht vom 3. Januar 2022 erneut eine schizoaffektive Störung, gegen wärtig depressiv (ICD- 1 0 F 2 5.1), angegeben habe. Absolut unklar bleibe, wie es zur Aussage gekommen sei, dass von einer Verschlechterung auszugehen sei. Letztmals sei der Versicherte 2019 in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ hospitalisiert gewesen. Damals sei die Diagnose mittelgradige depressive Episode bei drohendem Obhutsentzug diagnostiziert worden. Eine Tr i geminusneuralgie begründe keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit. Zum Bericht der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 [richtig wohl: 1 7. März 2023] betref fend die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 hielt Dr. H.___ fest, dass im psychopathologischen Befund unter anderem keine wahn haften Inhalte, keine Wahnwahrnehmungsstörungen und keine I ch -Störungen angegeben worden seien, jedoch eine schwankende, dysthyme Stimmung. Völlig absurd erscheine die DD einer posttraumatischen Belastungsstörung, die offen sichtlich nur aufgrund von anamnestisch genannten traumatischen Erlebnissen gestellt worden sei. Zudem seien bei der Begutachtung 2019 keine traumatischen Erlebnisse und keine traumaspezifische Symptomatik beschrieben worden. Dr. H.___ hielt abschliessend fest, dass auch aufgrund der neu eingegangenen Berichte nicht von einer anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Am Vorbescheid könne festgehalten werden. 4. 10 Dr. F.___ stellte in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 ( Urk. 3/ 4) folgende Diagnosen (S. 2): - ängstlich-agitierte depressive Störung (ICD-10 F33.11) bei - anamnestisch schizoaffektiver Störung, wiederholte schizo - d epressive Phasen, Erstdiagnose 2016, Status nach mehreren stationären Klini kaufenthalten - für die Diagnose einer posttraumatic stress disorder ( PTSD ; F43.1 Traum afolgestörung) müsste eine genaue Anamnese erhoben werden Als somatische Diagnosen nannte Dr. F.___ eine Trigeminusneuralgie sowie Restless legs (S. 2 unten). Dr. F.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer seit dem 6. März 2023 ambulant in seiner Praxis behandle. Seit Behandlungs beginn Anfang März 2023 habe eine vollständige Arbeit s unfähigkeit für den ers ten Arbeitsmarkt bestanden (S. 1 unten). Im bisherigen Verlauf habe sich vor allem ein affektives Syndrom gezeigt, wel ches täglich vorhanden sei, und welches den Patienten in seiner Aktivität und Partizipation in den meisten Bereichen des Lebens zumindest mittelgradig ein schränke. Zu nennen seien eine ständige innere Unruhe, eine mittelgradige depressive Verstimmung, eine permanente Ängstlichkeit, ein Mangel an Freude und Interesse, ein ständiges Gedankendrängen und Grübeln, Schlafstörungen und ein sozialer Rückzug. Zusätzlich bestünden Gesichtsschmerzen durch eine Neu ralgie und unruhige Beine. Eindeutige schizophrene Symptome, beispielsweise Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Denken seien seit März 2023 nicht aufgetreten (S. 1 Mitte). Dr. F.___ hielt fest, dass die Entwick lung der letzten Jahre aus gesundheitlicher psychiatrischer Sicht unerfreulich gewesen sei, da die tägliche Symptomatik, insgesamt in etwa gleichbleibend, die sen Patienten mehr und mehr einnehme. Er sei gerade knapp in der Lage, im geschützten, niederschwelligen Rahmen mit der Jobkarte sporadisch einige Stun den als Hilfskoch zu arbeiten (S. 2 oben). Soweit Dr. H.___ die Diagnostik der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ anzweifle, könne die ungenaue Beschreibung zwar bemängelt werden, aber nicht darauf geschlossen werden, dass die Diagnose einer schizoaffektiven Störung des wegen nicht stimmen könne. Es sei auch nicht korrekt, dass eine Traumafolge störung «absurd» sei. Diese psychischen Störungen würden oft eine tief g reifende und dauerhafte Instabilität in der Persönlichkeit bedeuten. Diese Dimension liege beim Beschwerdeführer vor (S. 2 Mitte). 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung ( Urk. 2) gestützt auf die Stellung nahmen de r RAD- Ärztin Dr. H.___ vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) und vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4. 9 ) davon aus, das s sich beim Beschwerde führer seit der letzten eingehenden Prüfung des Leistungsanspruches im Zusammen hang mit der Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) ein unveränderter Gesundheitszustand zeige und damit kein Revision s grund ausge wiesen sei. Auch den Berichten der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sei keine Verschlech terung des Gesundheitszustandes zu entnehmen (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3). Dagegen machte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine n behan delnden Psychiater Dr. E.___ (vorstehend E. 4.2-3 und E. 4.5 ), den Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sowie die Ausführungen des seit März 2023 behandelnden Psychiater s Dr. F.___ (vorstehend E. 4. 10) geltend, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (vorstehend E. 2.2). 5.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus der Stellungnahme der Fachpersonen des Treffpunkts D.___ vom 2 8. Juli 2022 ( Urk. 7/120), wonach er eine Arbeit im geschützten Rahmen benötige, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. So sind die den Versicherten noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2019 vom 2 2. Juli 2019 E. 3.2.1). Zudem begründeten die Fachpersonen des Treffpunkts D.___ ihre Einschätzung unter anderem mit einem geschwächten körperlichen Zustand durch verschiedene Covid -Infektio nen, welche gemäss Aktenlage nicht zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führten respektive eine solche zu begründen vermögen. Weshalb der Beschwerde führer bei beschriebener Motivation aus psychischer Sicht nicht in der Lage gewesen sein soll, die niederschwellige Leistung von maximal 50 Stunden im Monat mit der Job k arte zu erbringen, lässt sich dem Bericht denn auch nicht entnehmen. 5.3 Was die Ausführungen und die Diagnostik von Dr. E.___ in seinen Berichten vom 1 8. Mai 2021 und vom 3. Januar 2022 (vorstehend E. 4.2-3) anbelangt, ist Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) beizupflichten, dass sich aus seinen Ausführungen keine relevante Ver schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ergibt. Bereits im Urteil vom 2 9. Oktober 2020, worin gestützt auf Gutachten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) davon ausgegangen wurde, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden beim Beschwerdeführer ausgewiesen sei ( Urk. 7/85 E. 4 ), fand eine eingehende Auseinandersetzung mit den anders lautenden Einschätzungen de s behandelnden Psychiaters Dr. E.___ und dessen Diagnostik statt, zumal dieser bereits damals eine schizoaffektive Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), für zutreffend befand (vgl. Urk. 7/85 E. 4.2). Soweit Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 (vorstehend E. 4.5) die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers damit begründete, dass die depressive Stimmung ausgeprägter sei und sich die schwere depressive Episode nun im Gegensatz zu 2018 viel deut licher manifestiere und der Beschwerdeführer Suizidgedanken habe, die er noch überwinden könne, entspricht dies weitgehend den zum Zeitpunkt des Urteils vom 2 9. Oktober 2020 bekannten, von Dr. med. E.___ in seinen damals vorliegenden Berichten beschriebenen Symptomen. Bereits damals beschrieb Dr. E.___ den Beschwerdeführer als depressiv und gereizt bei labi lem Affekt und latenten Suizidgedanken und attestierte dem Beschwerdeführer vorwiegend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 7/85 E. 3.2 und E. 3.6, vgl. Urk. 7/11/1). Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Januar 2021 mit der Job karte einer Beschäftigung von 50 Stunden pro Monat als Koch nachgeht und von den dortigen Fachpersonen auch als sehr motivierte Persönlichkeit beschrieben wurde (vgl. Urk. 7/120 Ziff. 1, Ziff. 3 und Ziff. 6), was ohnehin Zweifel an dem von Dr. E.___ postulierten Schweregrad der Erkrankung aufkom men lässt, zumal ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychi scher Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapit e l V (F), Dil ling / Mombour /Schmidt, Hrsg., 10. überarbeitete Auflage, Bern 2015 S. 174). Sodann berichtete Dr. E.___ in seinem direkt nach der Neuanmel dung des Beschwerdeführers vom 1 1. Mai 2021 ( Urk. 7/ 89 ) verfassten Bericht vom 1 8. Mai 2021 (vorstehend E. 4.2) von einer bereits vor der letztmaligen Verfü gung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) eingetretenen erheblichen Verschlech terung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit September 2019, was auf eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts schliessen lässt und im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (vorstehend E. 1. 6 ). Auch die Ausführungen von Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4.9), wonach aus den Berichten über d ie stationären beziehungs weise tagesklinischen Aufenthalte des Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ von A nfang Januar bis Mitte März 2023 (vorstehend E. 4.6-7) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ausgewiesen sei, erweisen sich als zutreffend. So übernahmen die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 2023 (vorstehend E. 4. 6 ) die vo m zuweisenden Behandler Dr. E.___ gestellte Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), wie aus dem genannten Zuweisungsgrund hervorgeht. Dies, obwohl die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ bei Eintritt des Beschwerdeführers keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen oder Ich-Störungen finden konnten und ent sprechend lediglich von einem Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinati onen sprachen. Die paranoiden Wahrnehmungen wurden sodann als fraglich bezeichnet, eine Wahnsystematisierung als nicht erkennbar. Auch nach im Anschluss an den stationären Aufenthalt vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 fort gesetzter Behandlung in der Tagesklink verneinten die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7 ) das Vorliegen von wahnhaften Inhalten, Wahrnehmungsstörungen oder Ich-Störungen. Das formale Denken sei geordnet und kohärent gewesen. Als diskrepant zu diesen Ausführungen erweist sich der Umstand, dass die Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem etwa einen Monat nach Behandlungsabschluss ver fassten Bericht vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) über psychotisches Erleben berichteten. Auch lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb bei zunächst in den Vorberichten vom 2 4. Februar und vom 1 7. März 2023 beschriebenem vorhan denem, respektive lediglich subjektiv verminderten Antrieb und der Feststellung, dass keine Bewusstseinsstörungen vorgelegen hätten (vorstehend E. 4.6-7), nun im Nachhin ein plötzlich von einer im Zentrum stehenden Symptomatik mit gemindertem Antrieb berichtet wird ( vorstehend E. 4.8 ). Auch die übrige Diagnostik der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vermag nicht zu überzeu gen. So wurde das Zolpidem bereits anlässlich des stationären Aufenthaltes vom 4. Januar bis 1 4. Februar 2023 ausgeschlichen (vorstehend E. 4.6). Weshalb nun in den Folgeberichten vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) und vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) der schädliche Gebrauch von Zo l pidem nach wie vor als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch zeitigt eine Trigeminusneuralgie keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Mit Blick auf die Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hielt Dr. H.___ zu Recht fest, dass sich die im Bericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) gestellte Differenzialdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht nachvollziehen lasse. Die Diagnose wurde dann im Folgebericht der Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4. 8 ) auch nicht mehr auf geführt. Auffallend und im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. E.___ und der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ stehend erweist sich sodann, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Verlaufskontrolle in der Schmerz sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Universitätsspital M.___, vom 3 1. Oktober 2022 ( Urk. 7/132/7-9) bei neuropathischen Schmerzen im Bereich des V3-Segments des Nervus trigeminus links psychisch unauffällig zeigte. So hielten die Ärzte zum Neurostatus des Beschwerdeführers fest, dass der Patient wach und zu allen Qua litäten orientiert sei. Er sei kooperativ und psychomotorisch adäquat. Konzentra tion und Aufmerksamkeit seien unauffällig (S. 3 Mitte). Auch nach der am 3 1. Januar 2023 - und damit noch während der stationären Behandlung an der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ - erfolgten Folgeuntersuchung hielten die Ärzte des Universitätsspitals M.___ zur fokussier t en neurologischen Untersuchung fest, dass sich ein 52-jähriger Patient in stabilem Allgemeinzustand gezeigt habe. Der Beschwerdeführer sei kontaktfähig, zu allen Qualitäten orientiert, im Verhalten adäquat und koopera tiv. Die Kognition im Gespräch sei unauffällig ( Urk. 7/145 S. 3 Mitte). An der schlüssigen Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. H.___ ändern auch die Aus führungen des nach Austritt aus dem tagesklinischen Setting der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ ab März 2023 behandelnden Dr. F.___ in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 (vorste hend E. 4.10) nichts. Vielmehr konnte auch er keine eindeutigen schizophrenen Symptome bestätigen und sprach von einer in den letzten Jahren etwa gleich bleibende n psychiatrischen Symptomatik, womit es sich bei seiner attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt infolge einer diagnos tizierten ängstlich-agitierten depressiven Störung (ICD-10 F33.11) im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ebenfalls lediglich um eine unter schiedliche Beurteilung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes (vorstehend E. 1.6) handelt. 5.4 Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 (Urk. 7/85) bestätigten Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) nicht in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verändert respektive ver schlechtert hat. Ein Revisionsgrund ist zu verneinen. Die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde führer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00395 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 23. November 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1971, reiste am 1. Juli 2014 von Spanien in die Schweiz ein ( Urk. 7/14 Ziff. 1.4, Urk. 7/15 /2 ) und war vom 1 7. Juli 2014 bis 30. September 2015 als Koch im Z.___, in A.___, angestellt und bezog danach Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/12, Urk. 7/14 Ziff. 5.4, Urk. 7/17), als er sich am 6. März 2018 unter Hinweis auf eine seit dem Jahr 2015 bestehende psychische Beeinträchtigung (nervös, Schlaflosigkeit, „Lärm im Kopf“) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/14 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 7. August 2019 erstattet wurde (Urk. 7/5 8 ). M it Verfügung vom 2 7. November 2019 verneinte die IV-Ste ll e einen Anspruch auf eine Invaliden rente ( Urk. 7/7 6 ), was mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 im Verfahren Nr. IV.2019.00916 bestätigt wurde ( Urk. 7/ 85 Dispositiv-Ziffer. 1). Auf die vom Versicherten am 2. Dezember 2020 dagegen erhobene Beschwerde ( Urk. 7/87/2) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 1 4. Januar 2021 nicht ein ( Urk. 7/88 Dispositiv Ziffer. 1). 1.2 Unter Hinweis auf seit dem Jahr 2016 bestehende Beeinträchtigungen der men talen Gesundheit sowie psychische Probleme und Störungen meldete sich der Versicherte erneut am 1 1. Mai 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/89 Ziff. 6.1). Die IV-Stelle klärte die medizinische Situation ab und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/109; Urk. 7/110, Urk. 7/112, Urk. 7/117, Urk. 7/121, Urk. 7/127, Urk. 7/133, Urk. 7/141 ) mit Verfügung vom 1 5. Juni 2023 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/151 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. August 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 5. Juni 2023 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zwecks medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 5. September 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 1 1. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Im Weiteren wurde sein Gesuch um unent gelt liche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) bewilligt ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs aufgrund der Neuanmeldung vom 1 1. Mai 2021 vorlie gend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom men den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier tels rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1. 6 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundes gerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 1. 7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Recht sprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten ver sicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständi ger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä rungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, dass das Leistungs gesuch des Beschwerdeführers vom 9. März 2018 mit Verfügung vom 2 7. November 2019 abgewiesen worden sei. Am 1 1. Mai 2021 sei ein neues Gesuch eingereicht worden. Zur Prüfung der medizinischen Situation seien Unterlagen angefordert und dem regionalen ä rztlichen Dienst (RAD) zur Stellung nahme vorgelegt worden. Gemäss den aktuellen Unterlagen liege keine Verände rung zum Gutachten vom Jahr 2019 vor. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsfähig keit von 80 % als Hilfskoch oder in einer angepassten Tätigkeit. Für die Unterstützung bei der Stellensuche sei das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig. Auch aus dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Universitäts klinik C.___ sei keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachvoll ziehbar (S. 2 ff.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ( Urk. 1) geltend, dass auf die Einschätzung des RAD nicht abgestellt werden könne, zumal dieser sich nicht damit auseinandergesetzt habe, dass er gestützt auf die Erfahrungen im Beschäftigungsprogramm des Treffpunks D.___ als nicht mehr arbeitsfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt angesehen worden sei (S. 8 f. Rz. 7-8). Der Bericht des Treffpunktes D.___ mache deutlich, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung Mitte 2019 und der ablehnenden Verfügung im November 2019 erheblich verschlechtert habe. Dies decke sich mit den Angaben des früheren behandelnden Psychiaters Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher aufgrund der langjährigen Behand lung in der Lage gewesen sei, eine Längsschnitt-Beurteilung vorzunehmen. Auch der Umstand, dass Anfang 2023 eine sechswöchige stationäre Behandlung not wendig gewesen sei, untermauere die Annahme einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes (S. 9 Ziff. 9). Der seit März 2023 behandelnde Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, habe nachvoll ziehbar dargelegt, weshalb auf die RAD-Stellungnahme nicht abgestellt werden könne ( S. 9 Rz. 10). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden rente und in diesem Zusammenhang, ob seit der letzten leistungsverneinenden Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) eine anspruchsrelevante Ver schlechterung seines Gesundheitszustandes eingetreten ist (vorstehend E. 1. 5-6 ). 3. Mit Urteil vom 2 9. Oktober 2020 bestätigte das hiesige Gericht die rentenanspruchs verneinende Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ). In psychischer Hinsicht wurde auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gut achten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) abgestellt, wonach bei diagnostiziertem Verdacht auf eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1), anamnestisch schädlichem Gebrauch von Z-Substanzen ( Zolpi dem, ICD-10 F13.1) mit Verdacht auf (früheres) ärztlich substituiertes Abhängig keitssyndrom (ICD-10 F13.22), einem Verdacht auf Tinnitus, sprachlich bedingten Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung, anamnestisch Zustand nach Arbeitsplatzkonflikt und aktenanamnestisch Zustand nach mittelgradiger depres siver Episode (ICD-10 F3 2. 1) im Jahr 2016 davon ausgegangen wurde, dass der Beschwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Koch als auch in jeder angepassten Tätigkeit maximal zu 20 % eingeschränkt und entsprechend zu 80 % arbeitsfähig sei. Ver n eint wurde insbesondere das Vorliegen d er von Dr. E.___ ab 2015 gestell ten Diagnose einer schizoaffektiven Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1 ; Urk. 7/85 E. 4-5). 4. 4.1 Im Zusammenhang mit der am 1 1. Mai 2021 erfolgten Neuanmeldung des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ( Urk. 7/89) liegen folgende relevanten Berichte vor: 4.2 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 ( Urk. 7/93) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, schwere Episode, ohne psycho tische Episode, ICD-10 F33. 2. Dr. E.___ führte aus, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befinde. Im Verlauf zeige sich seit September 2019 eine wesentliche Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes. Zum psychischen Befund hielt Dr. E.___ unter anderem fest, dass die Bewusstseinslage des Beschwerdeführers klar und wach, die Stimmung depressiv und gereizt sei. Der Affekt sei labil, und es bestehe eine Störung der Vitalgefühle. Der Antrieb sei gestört. Die Auffassungs gabe sei intakt, Konzentration und Aufmerksamkeit seien gestört, und die Merkfähigkeit sei reduziert. Es bestünden keine formalen oder inhaltli chen Denkstörungen. Halluzinationen seien nicht erkennbar. 4.3 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 3. Januar 2022 ( Urk. 7/104) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaf fektive Störung, gegenwärtig depressive Episode (ICD-10 F25.1), bestehend seit Oktober 2015 ( Ziff. 2.5). Dr. E.___ führte aus, dass der Beschwerde führer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in Behandlung sei und die letzte Kontrolle am 1 7. Dezember 2021 erfolgt sei ( Ziff. 1.1). Unter anderem habe seit dem 1. Oktober 2018 in der letzten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Koch und Küchenhilfe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden ( Ziff. 1.3 ). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und emotionale Stabilität wäre für drei Stunden pro Tag zumutbar. Ein Integrationsversuch zu Bestimmung der beruflichen Leistungsfähigkeit wäre sinnvoll ( Ziff. 4.1-3). Seit Mitte 2017 zeige der Patient einen chronischen Verlauf mit depressiven und psychotischen Symptomen. Die depressive Symptomatik, die affektive Labilität und die kogni tive n Hi rnleistungen hätten sich seit 2020 verschlechtert. Daher bestehe eine schlechte Prognose zur Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.7). Seit Anfang November 2021 seien wieder Verfolgungs- und Beobachtungsideen mit Ängsten in der Öffent lichkeit aufgetreten ( Ziff. 2.1-2). 4. 4 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 ( Urk. 7/108/3-4) zum Bericht von Dr. E.___ vom 1 8. Mai 2021 aus, dass der psychopathologische Befund keine schwere depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien erkennen lasse. Ausser dass keine psychotische Symptomatik mehr berichtet werde, gleiche der Befund in etwa demjenigen aus dem Jahr 2018, wobei eine andere Diagnose gestellt werde. Im Bericht vom 3. Januar 2022 habe Dr. E.___ erneut die Diagnose schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD - 10 F25.1), bestehend seit Dezember 2015, gestellt, mit etwa dem gleichen psychopathologischen Befund wie im Jahr 2018 beschrieben worden sei. Im Gutachten von 2019 sei diese Diagnose verneint und eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Das Urteil des Sozialversicherungsgericht vom 2 9. Oktober 2020 habe das Gutachten gestützt. Damit könne aktuell keine Veränderung zum Zustand im 2018 erkannt werden. 4. 5 Auf Anfrage des Beschwerdeführers führte Dr. med. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 ( Urk. 7/132/1-3) aus, dass er entgegen der Aussage des RAD zu seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 alle Kriterien einer schweren depressiven Episode genannt habe. Der Beschwerdeführer habe erheb liche Schwierigkeiten häusliche Aktivitäten zu erledigen und ziehe sich sozial völlig zurück (S. 1 Ziff. 2.1 unten). Was den Bericht vom 3. Januar 2022 anbe lange, sei die Aussage des RAD unzutreffend, dass der gleiche Befund wie im Jahr 2018 vorliege. Die depressive Stimmung sei ausgeprägter, und im Gegensatz zu 2018 manifestiere sich nun die schwere depressive Episode viel deutlicher. Der Beschwerdeführer habe des Öfteren Suizidgedanken, welche er noch überwinden könne. Eine stationäre Behandlung werde nun eingeleitet. Dr. E.___ führte aus, dass aufgrund der schweren depressiven Episode mit kognitiven Ein schränkungen, schneller Ermüdbarkeit, Antriebsstörung, reduzierter Motivation und Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die angepasste Tätigkeit (S. 2 Ziff. 3). 4. 6 Dr. med. I.___, Oberarzt, J.___, Assistenzärztin, und K.___, Psychologin, Psychiatrische Klinik C.___, stellten in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 20 23 ( Urk. 7/140/1-3) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 4. Januar bis 1 4. Februar 20 2 3 folgende Diagnosen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (I C D-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1), Zolpidem - Trigeminusneuralgie Die Fachpersonen führte n aus, dass die zweite stationäre Aufnahme freiwillig erfolgt sei bei einer Exazerbation der depressiven Symptomatik mit Stimmungs schwankungen, ausgeprägten Grübelgedanken, innerer Unruhe und starken Schlafstörungen vor dem Hintergrund einer vorbekannten schizoaffektiven Stö rung. Zum psychopathologischen Befund bei Eintritt führten die Fachpersonen aus, dass der Beschwerdeführer im Kontaktverhalten freundlich, mitteilungsbereit und zugewandt gewesen sei. Es hätten keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen bestanden, und er sei zu allen Qualitäten orientiert gewesen. Auffassung und Konzentration seien unauffällig gewesen. Er habe sich lediglich an einen von drei Begriffen nach zehn Minuten erinnert, weshalb eine mittelgradige Merkfähigkeits störung und Gedächtnisstörungen bestanden hätten. Es h ätten ein Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fragliche paranoide Wahnwahrnehmungen bestanden. Es seien keine Wahnsystematisierung erkenn bar gewesen und keine Ich- S törungen. Jedoch habe der Patient an gegeben, manchmal das Gefühl zu haben, d ie Gedanken anderer lesen zu können. Er habe Ängste in Form von Zukunftsängsten, und die Stimmung sei niedergestimmt. Es bestünden deutliche Insuffizienz- und Schuldgefühle bei unauffälliger affektiver Schwingungsfähigkeit (S. 1 unten f.). Subjektiv sei der Antrieb vermindert, und es bestehe ein reduziertes Freud- und Interessenempfinden. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer unruhig (S. 2 oben). Die Fachpersonen führten aus, dass sie die gezeigte Symptomatik im Rahmen einer Verschlechterung insbesondere der affektiven Komponente der vorbekann ten schizoaffektiven Störung interpretierten. Es sei eine multimodale Behandlung etabliert worden (S. 2 Mitte). Aufgrund von einem langjährigen schädlichen Gebrauch von Zolpidem habe sich während dem stationären Aufenthalt ein gestörter Schlaf gezeigt. Medikamentös sei eine Therapie mit 50 mg Quetiapin zur Nacht etabliert und das Zolpidem ausgeschlichen worden (S. 2 unten). I m Verlauf des Aufenthalts habe der Beschwerdeführer unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei als Über tritt in das tagesklinische Setting erfolgt (S. 3 oben). 4. 7 Dr. I.___, Assistenzärztin J.__ und die Psychologin K.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem provisorischen Austrittsb ericht vom 1 7. März 2023 ( Urk. 7/143) über die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 folgende Diagno sen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - Differenzialdiagnose (DD): Posttraumatische Belastungsstörung - psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie - gemischte Hyperlipidämie Die Fachpersonen führten aus, dass ein freiwillig geplanter Eintritt zur tageskli nischen Behandlung im Anschluss an eine stationäre Behandlung an ihrer Klinik bis zum 1 4. Februar 2023 erfolgt sei (S. 1 Mitte). Die Erhebung des psychopatho logischen Befundes sei durch die Sprachbarriere des Patienten erschwert gewesen. Im interpersonellen Kontakt sei er freundlich gewesen. Er sei wach, bewusstseins klar und zu allen Qualitäten orientiert, das formale Denken geordnet und kohä rent gewesen. Es seien keine wahnhaften Inhalte nach aussen feststellbar gewesen und auch keine Wahrnehmungs - oder Ich- S törung. Im Affekt sei der Beschwerde führer dysthym und in der Stimmung verzweifelt und traurig gewesen. Er habe berichtet, dass die Stimmung häufig schwanken würde und er oft gereizt sei. Energie und Antrieb seien vorhanden gewesen. Es hätten Ein- und Durchschlaf störungen bestanden. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch angespannt und unruhig gewesen. Er habe angegeben, an einer inneren Unruhe und an einem sozialen Rückzug sowie an Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss zu leiden. Es habe keine akute Suizidalität bestanden (S. 1 unten). Die Fachpersonen führten aus, dass in den psychotherapeutischen Einzelgesprä chen der Fokus auf der Bewältigung und Bearbeitung von Grübelgedanken und Zukunftssorgen sowie auf dem Aufbau von fehlenden Ressourcen gelegen habe. Der Beschwerdeführer habe durch seine Migrationsbiografie stark belastet gewirkt, weshalb er für eine weitere Abklärung einer Traumafolgestörung an das Zentrum L.___ zugewiesen worden sei (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer habe im Verlauf des Aufenthalts unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei in gegenseitigem Einvernehmen am 1 7. März 2023 bei fehlenden Gefährdungsaspekten in die bestehenden Verhält nisse erfolgt (S. 4 oben). 4. 8 Dr. I.___ und Assistenzärztin J.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem Bericht vom 1 3. April 2023 ( Urk. 7/ 144 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit ( Ziff. 2.5): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte eine gemischte Hyperlipidämie ( Ziff. 2.6). Die Ärzte führten aus, dass der Beschwerde führer vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 bei ihnen in Behandlung gewesen sei. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. März 2023 erfolgt ( Ziff. 1.1). Vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 sei für alle Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ( Ziff. 1.3). Zum Zeitpunkt des Eintrittes sei der Beschwerdeführer keiner Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgegangen. Im Rahmen der Jobkarte sei er zweimal wöchentlich für einige Stunden Küchenarbeit nachgegangen. Eine Tätigkeit in einem ähnlichen Ausmass wäre demnach zumutbar ( Ziff. 4.2). Bei aktuell präsentierter Symptomatik werde eine Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt als ungünstig eingeschätzt. Es müsse zunächst eine deutliche Ver besserung des schizoaffektiven Zustandsbildes im ambulanten Setting und eine Reduktion der einschiessenden Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminus neuralgie erzielt werden ( Ziff. 4. 3). Der Haushalt könne vom Beschwerdeführer mit Hilfe der Spitex gut bewältigt werden ( Ziff. 4.5). Die Symptomatik des Patienten sei im Rahmen einer schizoaffektiven Störung zu sehen. Aktuell stehe eine Symptomatik mit gemindertem Antrieb, gedrückter Stimmung, innerer Unruhe und Stimmenhören im Vordergrund. Der Beschwerde führer sei derzeit zu 100 % a rbeitsunfähig. Eine genaue Zeitangabe zur Wi e der aufnahme der Arbeit könne nicht gemacht werden ( Ziff. 2.7). Es bestünden Funktionseinschränkungen im Rahmen der depressiven sowie der psychotischen Symptomatik. Hierbei stehe eine stark eingeschränkte Belastungs fähigkeit mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Im Rahmen der depressiven Symptomatik kämen die Niedergeschlagenheit und Antriebslo sigkeit hinzu, welche eine funktionelle Einschränkung darstellen könnten. Zudem leide der Patient an Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminu s neuralgie ( Ziff. 3.4). 4. 9 Dr. H.___, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 ( Urk. 7/150/8) zum Bericht der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 aus, dass mit dem psychopathologischen Befund «Stimmung niedergestimmt, subjektiv verminder ter Anrieb, reduziertes Freud- und Interessenempfinden, Insuffizienz- und Schuldgefühle sowie Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fraglicher Wahnwahrnehmung» nicht klar von einer schizoaffektiven Störung ausgegangen werden könne. Auch eine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien könne nicht erkannt werden. Es sei davon a us zugehen, dass die Diagnose vom Behandler übernommen worden sei, der im Bericht vom 3. Januar 2022 erneut eine schizoaffektive Störung, gegen wärtig depressiv (ICD- 1 0 F 2 5.1), angegeben habe. Absolut unklar bleibe, wie es zur Aussage gekommen sei, dass von einer Verschlechterung auszugehen sei. Letztmals sei der Versicherte 2019 in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ hospitalisiert gewesen. Damals sei die Diagnose mittelgradige depressive Episode bei drohendem Obhutsentzug diagnostiziert worden. Eine Tr i geminusneuralgie begründe keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit. Zum Bericht der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 [richtig wohl: 1 7. März 2023] betref fend die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 hielt Dr. H.___ fest, dass im psychopathologischen Befund unter anderem keine wahn haften Inhalte, keine Wahnwahrnehmungsstörungen und keine I ch -Störungen angegeben worden seien, jedoch eine schwankende, dysthyme Stimmung. Völlig absurd erscheine die DD einer posttraumatischen Belastungsstörung, die offen sichtlich nur aufgrund von anamnestisch genannten traumatischen Erlebnissen gestellt worden sei. Zudem seien bei der Begutachtung 2019 keine traumatischen Erlebnisse und keine traumaspezifische Symptomatik beschrieben worden. Dr. H.___ hielt abschliessend fest, dass auch aufgrund der neu eingegangenen Berichte nicht von einer anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Am Vorbescheid könne festgehalten werden. 4. 10 Dr. F.___ stellte in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 ( Urk. 3/ 4) folgende Diagnosen (S. 2): - ängstlich-agitierte depressive Störung (ICD-10 F33.11) bei - anamnestisch schizoaffektiver Störung, wiederholte schizo - d epressive Phasen, Erstdiagnose 2016, Status nach mehreren stationären Klini kaufenthalten - für die Diagnose einer posttraumatic stress disorder ( PTSD ; F43.1 Traum afolgestörung) müsste eine genaue Anamnese erhoben werden Als somatische Diagnosen nannte Dr. F.___ eine Trigeminusneuralgie sowie Restless legs (S. 2 unten). Dr. F.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer seit dem 6. März 2023 ambulant in seiner Praxis behandle. Seit Behandlungs beginn Anfang März 2023 habe eine vollständige Arbeit s unfähigkeit für den ers ten Arbeitsmarkt bestanden (S. 1 unten). Im bisherigen Verlauf habe sich vor allem ein affektives Syndrom gezeigt, wel ches täglich vorhanden sei, und welches den Patienten in seiner Aktivität und Partizipation in den meisten Bereichen des Lebens zumindest mittelgradig ein schränke. Zu nennen seien eine ständige innere Unruhe, eine mittelgradige depressive Verstimmung, eine permanente Ängstlichkeit, ein Mangel an Freude und Interesse, ein ständiges Gedankendrängen und Grübeln, Schlafstörungen und ein sozialer Rückzug. Zusätzlich bestünden Gesichtsschmerzen durch eine Neu ralgie und unruhige Beine. Eindeutige schizophrene Symptome, beispielsweise Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Denken seien seit März 2023 nicht aufgetreten (S. 1 Mitte). Dr. F.___ hielt fest, dass die Entwick lung der letzten Jahre aus gesundheitlicher psychiatrischer Sicht unerfreulich gewesen sei, da die tägliche Symptomatik, insgesamt in etwa gleichbleibend, die sen Patienten mehr und mehr einnehme. Er sei gerade knapp in der Lage, im geschützten, niederschwelligen Rahmen mit der Jobkarte sporadisch einige Stun den als Hilfskoch zu arbeiten (S. 2 oben). Soweit Dr. H.___ die Diagnostik der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ anzweifle, könne die ungenaue Beschreibung zwar bemängelt werden, aber nicht darauf geschlossen werden, dass die Diagnose einer schizoaffektiven Störung des wegen nicht stimmen könne. Es sei auch nicht korrekt, dass eine Traumafolge störung «absurd» sei. Diese psychischen Störungen würden oft eine tief g reifende und dauerhafte Instabilität in der Persönlichkeit bedeuten. Diese Dimension liege beim Beschwerdeführer vor (S. 2 Mitte). 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung ( Urk. 2) gestützt auf die Stellung nahmen de r RAD- Ärztin Dr. H.___ vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) und vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4. 9 ) davon aus, das s sich beim Beschwerde führer seit der letzten eingehenden Prüfung des Leistungsanspruches im Zusammen hang mit der Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) ein unveränderter Gesundheitszustand zeige und damit kein Revision s grund ausge wiesen sei. Auch den Berichten der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sei keine Verschlech terung des Gesundheitszustandes zu entnehmen (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3). Dagegen machte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine n behan delnden Psychiater Dr. E.___ (vorstehend E. 4.2-3 und E. 4.5 ), den Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sowie die Ausführungen des seit März 2023 behandelnden Psychiater s Dr. F.___ (vorstehend E. 4. 10) geltend, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (vorstehend E. 2.2). 5.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus der Stellungnahme der Fachpersonen des Treffpunkts D.___ vom 2 8. Juli 2022 ( Urk. 7/120), wonach er eine Arbeit im geschützten Rahmen benötige, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. So sind die den Versicherten noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2019 vom 2 2. Juli 2019 E. 3.2.1). Zudem begründeten die Fachpersonen des Treffpunkts D.___ ihre Einschätzung unter anderem mit einem geschwächten körperlichen Zustand durch verschiedene Covid -Infektio nen, welche gemäss Aktenlage nicht zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führten respektive eine solche zu begründen vermögen. Weshalb der Beschwerde führer bei beschriebener Motivation aus psychischer Sicht nicht in der Lage gewesen sein soll, die niederschwellige Leistung von maximal 50 Stunden im Monat mit der Job k arte zu erbringen, lässt sich dem Bericht denn auch nicht entnehmen. 5.3 Was die Ausführungen und die Diagnostik von Dr. E.___ in seinen Berichten vom 1 8. Mai 2021 und vom 3. Januar 2022 (vorstehend E. 4.2-3) anbelangt, ist Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) beizupflichten, dass sich aus seinen Ausführungen keine relevante Ver schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ergibt. Bereits im Urteil vom 2 9. Oktober 2020, worin gestützt auf Gutachten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) davon ausgegangen wurde, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden beim Beschwerdeführer ausgewiesen sei ( Urk. 7/85 E. 4 ), fand eine eingehende Auseinandersetzung mit den anders lautenden Einschätzungen de s behandelnden Psychiaters Dr. E.___ und dessen Diagnostik statt, zumal dieser bereits damals eine schizoaffektive Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), für zutreffend befand (vgl. Urk. 7/85 E. 4.2). Soweit Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 (vorstehend E. 4.5) die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers damit begründete, dass die depressive Stimmung ausgeprägter sei und sich die schwere depressive Episode nun im Gegensatz zu 2018 viel deut licher manifestiere und der Beschwerdeführer Suizidgedanken habe, die er noch überwinden könne, entspricht dies weitgehend den zum Zeitpunkt des Urteils vom 2 9. Oktober 2020 bekannten, von Dr. med. E.___ in seinen damals vorliegenden Berichten beschriebenen Symptomen. Bereits damals beschrieb Dr. E.___ den Beschwerdeführer als depressiv und gereizt bei labi lem Affekt und latenten Suizidgedanken und attestierte dem Beschwerdeführer vorwiegend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 7/85 E. 3.2 und E. 3.6, vgl. Urk. 7/11/1). Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Januar 2021 mit der Job karte einer Beschäftigung von 50 Stunden pro Monat als Koch nachgeht und von den dortigen Fachpersonen auch als sehr motivierte Persönlichkeit beschrieben wurde (vgl. Urk. 7/120 Ziff. 1, Ziff. 3 und Ziff. 6), was ohnehin Zweifel an dem von Dr. E.___ postulierten Schweregrad der Erkrankung aufkom men lässt, zumal ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychi scher Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapit e l V (F), Dil ling / Mombour /Schmidt, Hrsg., 10. überarbeitete Auflage, Bern 2015 S. 174). Sodann berichtete Dr. E.___ in seinem direkt nach der Neuanmel dung des Beschwerdeführers vom 1 1. Mai 2021 ( Urk. 7/ 89 ) verfassten Bericht vom 1 8. Mai 2021 (vorstehend E. 4.2) von einer bereits vor der letztmaligen Verfü gung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) eingetretenen erheblichen Verschlech terung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit September 2019, was auf eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts schliessen lässt und im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (vorstehend E. 1. 6 ). Auch die Ausführungen von Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4.9), wonach aus den Berichten über d ie stationären beziehungs weise tagesklinischen Aufenthalte des Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ von A nfang Januar bis Mitte März 2023 (vorstehend E. 4.6-7) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ausgewiesen sei, erweisen sich als zutreffend. So übernahmen die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 2023 (vorstehend E. 4. 6 ) die vo m zuweisenden Behandler Dr. E.___ gestellte Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), wie aus dem genannten Zuweisungsgrund hervorgeht. Dies, obwohl die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ bei Eintritt des Beschwerdeführers keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen oder Ich-Störungen finden konnten und ent sprechend lediglich von einem Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinati onen sprachen. Die paranoiden Wahrnehmungen wurden sodann als fraglich bezeichnet, eine Wahnsystematisierung als nicht erkennbar. Auch nach im Anschluss an den stationären Aufenthalt vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 fort gesetzter Behandlung in der Tagesklink verneinten die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7 ) das Vorliegen von wahnhaften Inhalten, Wahrnehmungsstörungen oder Ich-Störungen. Das formale Denken sei geordnet und kohärent gewesen. Als diskrepant zu diesen Ausführungen erweist sich der Umstand, dass die Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem etwa einen Monat nach Behandlungsabschluss ver fassten Bericht vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) über psychotisches Erleben berichteten. Auch lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb bei zunächst in den Vorberichten vom 2 4. Februar und vom 1 7. März 2023 beschriebenem vorhan denem, respektive lediglich subjektiv verminderten Antrieb und der Feststellung, dass keine Bewusstseinsstörungen vorgelegen hätten (vorstehend E. 4.6-7), nun im Nachhin ein plötzlich von einer im Zentrum stehenden Symptomatik mit gemindertem Antrieb berichtet wird ( vorstehend E. 4.8 ). Auch die übrige Diagnostik der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vermag nicht zu überzeu gen. So wurde das Zolpidem bereits anlässlich des stationären Aufenthaltes vom 4. Januar bis 1 4. Februar 2023 ausgeschlichen (vorstehend E. 4.6). Weshalb nun in den Folgeberichten vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) und vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) der schädliche Gebrauch von Zo l pidem nach wie vor als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch zeitigt eine Trigeminusneuralgie keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Mit Blick auf die Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hielt Dr. H.___ zu Recht fest, dass sich die im Bericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) gestellte Differenzialdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht nachvollziehen lasse. Die Diagnose wurde dann im Folgebericht der Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4. 8 ) auch nicht mehr auf geführt. Auffallend und im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. E.___ und der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ stehend erweist sich sodann, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Verlaufskontrolle in der Schmerz sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Universitätsspital M.___, vom 3 1. Oktober 2022 ( Urk. 7/132/7-9) bei neuropathischen Schmerzen im Bereich des V3-Segments des Nervus trigeminus links psychisch unauffällig zeigte. So hielten die Ärzte zum Neurostatus des Beschwerdeführers fest, dass der Patient wach und zu allen Qua litäten orientiert sei. Er sei kooperativ und psychomotorisch adäquat. Konzentra tion und Aufmerksamkeit seien unauffällig (S. 3 Mitte). Auch nach der am 3 1. Januar 2023 - und damit noch während der stationären Behandlung an der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ - erfolgten Folgeuntersuchung hielten die Ärzte des Universitätsspitals M.___ zur fokussier t en neurologischen Untersuchung fest, dass sich ein 52-jähriger Patient in stabilem Allgemeinzustand gezeigt habe. Der Beschwerdeführer sei kontaktfähig, zu allen Qualitäten orientiert, im Verhalten adäquat und koopera tiv. Die Kognition im Gespräch sei unauffällig ( Urk. 7/145 S. 3 Mitte). An der schlüssigen Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. H.___ ändern auch die Aus führungen des nach Austritt aus dem tagesklinischen Setting der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ ab März 2023 behandelnden Dr. F.___ in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 (vorste hend E. 4.10) nichts. Vielmehr konnte auch er keine eindeutigen schizophrenen Symptome bestätigen und sprach von einer in den letzten Jahren etwa gleich bleibende n psychiatrischen Symptomatik, womit es sich bei seiner attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt infolge einer diagnos tizierten ängstlich-agitierten depressiven Störung (ICD-10 F33.11) im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ebenfalls lediglich um eine unter schiedliche Beurteilung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes (vorstehend E. 1.6) handelt. 5.4 Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 (Urk. 7/85) bestätigten Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) nicht in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verändert respektive ver schlechtert hat. Ein Revisionsgrund ist zu verneinen. Die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde führer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00395 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 23. November 2023

IV.2023.00395

IV.2023.00395

IV.2023.00395 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Schucan

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Schucan

Urteil vom 23. November 2023

Urteil vom 23. November 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht

lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1971, reiste am 1. Juli 2014 von Spanien in die Schweiz ein ( Urk. 7/14 Ziff. 1.4, Urk. 7/15 /2 ) und war vom 1 7. Juli 2014 bis 30. September 2015 als Koch im Z.___, in A.___, angestellt und bezog danach Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/12, Urk. 7/14 Ziff. 5.4, Urk. 7/17), als er sich am 6. März 2018 unter Hinweis auf eine seit dem Jahr 2015 bestehende psychische Beeinträchtigung (nervös, Schlaflosigkeit, „Lärm im Kopf“) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/14 Ziff. 6.1).

1.1 X.___, geboren 1971, reiste am 1. Juli 2014 von Spanien in die Schweiz ein ( Urk. 7/14 Ziff. 1.4, Urk. 7/15 /2 ) und war vom 1 7. Juli 2014 bis 30. September 2015 als Koch im Z.___, in A.___, angestellt und bezog danach Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/12, Urk. 7/14 Ziff. 5.4, Urk. 7/17), als er sich am 6. März 2018 unter Hinweis auf eine seit dem Jahr 2015 bestehende psychische Beeinträchtigung (nervös, Schlaflosigkeit, „Lärm im Kopf“) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/14 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 7. August 2019 erstattet wurde (Urk. 7/5 8 ). M it Verfügung vom 2 7. November 2019 verneinte die IV-Ste ll e einen Anspruch auf eine Invaliden rente ( Urk. 7/7 6 ), was mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 im Verfahren Nr. IV.2019.00916 bestätigt wurde ( Urk. 7/ 85 Dispositiv-Ziffer. 1). Auf die vom Versicherten am 2. Dezember 2020 dagegen erhobene Beschwerde ( Urk. 7/87/2) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 1 4. Januar 2021 nicht ein ( Urk. 7/88 Dispositiv Ziffer. 1).

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 7. August 2019 erstattet wurde (Urk. 7/5 8 ). M it Verfügung vom 2 7. November 2019 verneinte die IV-Ste ll e einen Anspruch auf eine Invaliden rente ( Urk. 7/7 6 ), was mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 im Verfahren Nr. IV.2019.00916 bestätigt wurde ( Urk. 7/ 85 Dispositiv-Ziffer. 1). Auf die vom Versicherten am 2. Dezember 2020 dagegen erhobene Beschwerde ( Urk. 7/87/2) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 1 4. Januar 2021 nicht ein ( Urk. 7/88 Dispositiv Ziffer. 1). 1.2 Unter Hinweis auf seit dem Jahr 2016 bestehende Beeinträchtigungen der men talen Gesundheit sowie psychische Probleme und Störungen meldete sich der Versicherte erneut am 1 1. Mai 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/89 Ziff. 6.1). Die IV-Stelle klärte die medizinische Situation ab und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/109; Urk. 7/110, Urk. 7/112, Urk. 7/117, Urk. 7/121, Urk. 7/127, Urk. 7/133, Urk. 7/141 ) mit Verfügung vom 1 5. Juni 2023 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/151 = Urk. 2).

1.2 Unter Hinweis auf seit dem Jahr 2016 bestehende Beeinträchtigungen der men talen Gesundheit sowie psychische Probleme und Störungen meldete sich der Versicherte erneut am 1 1. Mai 2021 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/89 Ziff. 6.1). Die IV-Stelle klärte die medizinische Situation ab und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/109; Urk. 7/110, Urk. 7/112, Urk. 7/117, Urk. 7/121, Urk. 7/127, Urk. 7/133, Urk. 7/141 ) mit Verfügung vom 1 5. Juni 2023 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/151 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. August 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 5. Juni 2023 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zwecks medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2).

2. Der Versicherte erhob am 1 7. August 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 5. Juni 2023 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zwecks medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 5. September 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 1 1. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Im Weiteren wurde sein Gesuch um unent gelt liche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) bewilligt ( Urk. 8).

Mit Beschwerdeantwort vom 2 5. September 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen ( Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 1 1. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Im Weiteren wurde sein Gesuch um unent gelt liche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) bewilligt ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs aufgrund der Neuanmeldung vom 1 1. Mai 2021 vorlie gend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs aufgrund der Neuanmeldung vom 1 1. Mai 2021 vorlie gend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom men den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom men den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier tels rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier tels rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).

1. 5 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1. 6 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).

1. 6 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundes gerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).

Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundes gerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4).

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 1. 7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Recht sprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten ver sicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständi ger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä rungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

1. 7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Recht sprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten ver sicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständi ger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä rungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, dass das Leistungs gesuch des Beschwerdeführers vom 9. März 2018 mit Verfügung vom 2 7. November 2019 abgewiesen worden sei. Am 1 1. Mai 2021 sei ein neues Gesuch eingereicht worden. Zur Prüfung der medizinischen Situation seien Unterlagen angefordert und dem regionalen ä rztlichen Dienst (RAD) zur Stellung nahme vorgelegt worden. Gemäss den aktuellen Unterlagen liege keine Verände rung zum Gutachten vom Jahr 2019 vor. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsfähig keit von 80 % als Hilfskoch oder in einer angepassten Tätigkeit. Für die Unterstützung bei der Stellensuche sei das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig. Auch aus dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Universitäts klinik C.___ sei keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachvoll ziehbar (S. 2 ff.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, dass das Leistungs gesuch des Beschwerdeführers vom 9. März 2018 mit Verfügung vom 2 7. November 2019 abgewiesen worden sei. Am 1 1. Mai 2021 sei ein neues Gesuch eingereicht worden. Zur Prüfung der medizinischen Situation seien Unterlagen angefordert und dem regionalen ä rztlichen Dienst (RAD) zur Stellung nahme vorgelegt worden. Gemäss den aktuellen Unterlagen liege keine Verände rung zum Gutachten vom Jahr 2019 vor. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsfähig keit von 80 % als Hilfskoch oder in einer angepassten Tätigkeit. Für die Unterstützung bei der Stellensuche sei das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig. Auch aus dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Universitäts klinik C.___ sei keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachvoll ziehbar (S. 2 ff.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ( Urk. 1) geltend, dass auf die Einschätzung des RAD nicht abgestellt werden könne, zumal dieser sich nicht damit auseinandergesetzt habe, dass er gestützt auf die Erfahrungen im Beschäftigungsprogramm des Treffpunks D.___ als nicht mehr arbeitsfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt angesehen worden sei (S. 8 f. Rz. 7-8). Der Bericht des Treffpunktes D.___ mache deutlich, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung Mitte 2019 und der ablehnenden Verfügung im November 2019 erheblich verschlechtert habe. Dies decke sich mit den Angaben des früheren behandelnden Psychiaters Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher aufgrund der langjährigen Behand lung in der Lage gewesen sei, eine Längsschnitt-Beurteilung vorzunehmen. Auch der Umstand, dass Anfang 2023 eine sechswöchige stationäre Behandlung not wendig gewesen sei, untermauere die Annahme einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes (S. 9 Ziff. 9). Der seit März 2023 behandelnde Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, habe nachvoll ziehbar dargelegt, weshalb auf die RAD-Stellungnahme nicht abgestellt werden könne ( S. 9 Rz. 10).

2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ( Urk. 1) geltend, dass auf die Einschätzung des RAD nicht abgestellt werden könne, zumal dieser sich nicht damit auseinandergesetzt habe, dass er gestützt auf die Erfahrungen im Beschäftigungsprogramm des Treffpunks D.___ als nicht mehr arbeitsfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt angesehen worden sei (S. 8 f. Rz. 7-8). Der Bericht des Treffpunktes D.___ mache deutlich, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung Mitte 2019 und der ablehnenden Verfügung im November 2019 erheblich verschlechtert habe. Dies decke sich mit den Angaben des früheren behandelnden Psychiaters Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher aufgrund der langjährigen Behand lung in der Lage gewesen sei, eine Längsschnitt-Beurteilung vorzunehmen. Auch der Umstand, dass Anfang 2023 eine sechswöchige stationäre Behandlung not wendig gewesen sei, untermauere die Annahme einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes (S. 9 Ziff. 9). Der seit März 2023 behandelnde Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, habe nachvoll ziehbar dargelegt, weshalb auf die RAD-Stellungnahme nicht abgestellt werden könne ( S. 9 Rz. 10). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden rente und in diesem Zusammenhang, ob seit der letzten leistungsverneinenden Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) eine anspruchsrelevante Ver schlechterung seines Gesundheitszustandes eingetreten ist (vorstehend E. 1. 5-6 ).

2.3 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden rente und in diesem Zusammenhang, ob seit der letzten leistungsverneinenden Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) eine anspruchsrelevante Ver schlechterung seines Gesundheitszustandes eingetreten ist (vorstehend E. 1. 5-6 ). 3. Mit Urteil vom 2 9. Oktober 2020 bestätigte das hiesige Gericht die rentenanspruchs verneinende Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ). In psychischer Hinsicht wurde auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gut achten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) abgestellt, wonach bei diagnostiziertem Verdacht auf eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1), anamnestisch schädlichem Gebrauch von Z-Substanzen ( Zolpi dem, ICD-10 F13.1) mit Verdacht auf (früheres) ärztlich substituiertes Abhängig keitssyndrom (ICD-10 F13.22), einem Verdacht auf Tinnitus, sprachlich bedingten Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung, anamnestisch Zustand nach Arbeitsplatzkonflikt und aktenanamnestisch Zustand nach mittelgradiger depres siver Episode (ICD-10 F3 2. 1) im Jahr 2016 davon ausgegangen wurde, dass der Beschwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Koch als auch in jeder angepassten Tätigkeit maximal zu 20 % eingeschränkt und entsprechend zu 80 % arbeitsfähig sei. Ver n eint wurde insbesondere das Vorliegen d er von Dr. E.___ ab 2015 gestell ten Diagnose einer schizoaffektiven Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1 ; Urk. 7/85 E. 4-5).

3. Mit Urteil vom 2 9. Oktober 2020 bestätigte das hiesige Gericht die rentenanspruchs verneinende Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ). In psychischer Hinsicht wurde auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gut achten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) abgestellt, wonach bei diagnostiziertem Verdacht auf eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1), anamnestisch schädlichem Gebrauch von Z-Substanzen ( Zolpi dem, ICD-10 F13.1) mit Verdacht auf (früheres) ärztlich substituiertes Abhängig keitssyndrom (ICD-10 F13.22), einem Verdacht auf Tinnitus, sprachlich bedingten Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung, anamnestisch Zustand nach Arbeitsplatzkonflikt und aktenanamnestisch Zustand nach mittelgradiger depres siver Episode (ICD-10 F3 2. 1) im Jahr 2016 davon ausgegangen wurde, dass der Beschwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Koch als auch in jeder angepassten Tätigkeit maximal zu 20 % eingeschränkt und entsprechend zu 80 % arbeitsfähig sei. Ver n eint wurde insbesondere das Vorliegen d er von Dr. E.___ ab 2015 gestell ten Diagnose einer schizoaffektiven Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1 ; Urk. 7/85 E. 4-5). 4.

4. 4.1 Im Zusammenhang mit der am 1 1. Mai 2021 erfolgten Neuanmeldung des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ( Urk. 7/89) liegen folgende relevanten Berichte vor:

4.1 Im Zusammenhang mit der am 1 1. Mai 2021 erfolgten Neuanmeldung des Beschwerdeführers bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug ( Urk. 7/89) liegen folgende relevanten Berichte vor: 4.2 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 ( Urk. 7/93) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, schwere Episode, ohne psycho tische Episode, ICD-10 F33. 2.

4.2 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 ( Urk. 7/93) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, schwere Episode, ohne psycho tische Episode, ICD-10 F33. 2. Dr. E.___ führte aus, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befinde. Im Verlauf zeige sich seit September 2019 eine wesentliche Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes. Zum psychischen Befund hielt Dr. E.___ unter anderem fest, dass die Bewusstseinslage des Beschwerdeführers klar und wach, die Stimmung depressiv und gereizt sei. Der Affekt sei labil, und es bestehe eine Störung der Vitalgefühle. Der Antrieb sei gestört. Die Auffassungs gabe sei intakt, Konzentration und Aufmerksamkeit seien gestört, und die Merkfähigkeit sei reduziert. Es bestünden keine formalen oder inhaltli chen Denkstörungen. Halluzinationen seien nicht erkennbar.

Dr. E.___ führte aus, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befinde. Im Verlauf zeige sich seit September 2019 eine wesentliche Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes. Zum psychischen Befund hielt Dr. E.___ unter anderem fest, dass die Bewusstseinslage des Beschwerdeführers klar und wach, die Stimmung depressiv und gereizt sei. Der Affekt sei labil, und es bestehe eine Störung der Vitalgefühle. Der Antrieb sei gestört. Die Auffassungs gabe sei intakt, Konzentration und Aufmerksamkeit seien gestört, und die Merkfähigkeit sei reduziert. Es bestünden keine formalen oder inhaltli chen Denkstörungen. Halluzinationen seien nicht erkennbar. 4.3 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 3. Januar 2022 ( Urk. 7/104) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaf fektive Störung, gegenwärtig depressive Episode (ICD-10 F25.1), bestehend seit Oktober 2015 ( Ziff. 2.5). Dr. E.___ führte aus, dass der Beschwerde führer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in Behandlung sei und die letzte Kontrolle am 1 7. Dezember 2021 erfolgt sei ( Ziff. 1.1). Unter anderem habe seit dem 1. Oktober 2018 in der letzten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Koch und Küchenhilfe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden ( Ziff. 1.3 ). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und emotionale Stabilität wäre für drei Stunden pro Tag zumutbar. Ein Integrationsversuch zu Bestimmung der beruflichen Leistungsfähigkeit wäre sinnvoll ( Ziff. 4.1-3). Seit Mitte 2017 zeige der Patient einen chronischen Verlauf mit depressiven und psychotischen Symptomen. Die depressive Symptomatik, die affektive Labilität und die kogni tive n Hi rnleistungen hätten sich seit 2020 verschlechtert. Daher bestehe eine schlechte Prognose zur Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.7). Seit Anfang November 2021 seien wieder Verfolgungs- und Beobachtungsideen mit Ängsten in der Öffent lichkeit aufgetreten ( Ziff. 2.1-2).

4.3 Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 3. Januar 2022 ( Urk. 7/104) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaf fektive Störung, gegenwärtig depressive Episode (ICD-10 F25.1), bestehend seit Oktober 2015 ( Ziff. 2.5). Dr. E.___ führte aus, dass der Beschwerde führer seit dem 4. Juli 2017 bei ihm in Behandlung sei und die letzte Kontrolle am 1 7. Dezember 2021 erfolgt sei ( Ziff. 1.1). Unter anderem habe seit dem 1. Oktober 2018 in der letzten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Koch und Küchenhilfe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden ( Ziff. 1.3 ). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und emotionale Stabilität wäre für drei Stunden pro Tag zumutbar. Ein Integrationsversuch zu Bestimmung der beruflichen Leistungsfähigkeit wäre sinnvoll ( Ziff. 4.1-3). Seit Mitte 2017 zeige der Patient einen chronischen Verlauf mit depressiven und psychotischen Symptomen. Die depressive Symptomatik, die affektive Labilität und die kogni tive n Hi rnleistungen hätten sich seit 2020 verschlechtert. Daher bestehe eine schlechte Prognose zur Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.7). Seit Anfang November 2021 seien wieder Verfolgungs- und Beobachtungsideen mit Ängsten in der Öffent lichkeit aufgetreten ( Ziff. 2.1-2). 4. 4 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 ( Urk. 7/108/3-4) zum Bericht von Dr. E.___ vom 1 8. Mai 2021 aus, dass der psychopathologische Befund keine schwere depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien erkennen lasse. Ausser dass keine psychotische Symptomatik mehr berichtet werde, gleiche der Befund in etwa demjenigen aus dem Jahr 2018, wobei eine andere Diagnose gestellt werde.

4. 4 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 ( Urk. 7/108/3-4) zum Bericht von Dr. E.___ vom 1 8. Mai 2021 aus, dass der psychopathologische Befund keine schwere depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien erkennen lasse. Ausser dass keine psychotische Symptomatik mehr berichtet werde, gleiche der Befund in etwa demjenigen aus dem Jahr 2018, wobei eine andere Diagnose gestellt werde. Im Bericht vom 3. Januar 2022 habe Dr. E.___ erneut die Diagnose schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD - 10 F25.1), bestehend seit Dezember 2015, gestellt, mit etwa dem gleichen psychopathologischen Befund wie im Jahr 2018 beschrieben worden sei. Im Gutachten von 2019 sei diese Diagnose verneint und eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Das Urteil des Sozialversicherungsgericht vom 2 9. Oktober 2020 habe das Gutachten gestützt. Damit könne aktuell keine Veränderung zum Zustand im 2018 erkannt werden.

Im Bericht vom 3. Januar 2022 habe Dr. E.___ erneut die Diagnose schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD 10 F25.1), bestehend seit Dezember 2015, gestellt, mit etwa dem gleichen psychopathologischen Befund wie im Jahr 2018 beschrieben worden sei. Im Gutachten von 2019 sei diese Diagnose verneint und eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Das Urteil des Sozialversicherungsgericht vom 2 9. Oktober 2020 habe das Gutachten gestützt. Damit könne aktuell keine Veränderung zum Zustand im 2018 erkannt werden. 4. 5 Auf Anfrage des Beschwerdeführers führte Dr. med. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 ( Urk. 7/132/1-3) aus, dass er entgegen der Aussage des RAD zu seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 alle Kriterien einer schweren depressiven Episode genannt habe. Der Beschwerdeführer habe erheb liche Schwierigkeiten häusliche Aktivitäten zu erledigen und ziehe sich sozial völlig zurück (S. 1 Ziff. 2.1 unten). Was den Bericht vom 3. Januar 2022 anbe lange, sei die Aussage des RAD unzutreffend, dass der gleiche Befund wie im Jahr 2018 vorliege. Die depressive Stimmung sei ausgeprägter, und im Gegensatz zu 2018 manifestiere sich nun die schwere depressive Episode viel deutlicher. Der Beschwerdeführer habe des Öfteren Suizidgedanken, welche er noch überwinden könne. Eine stationäre Behandlung werde nun eingeleitet. Dr. E.___ führte aus, dass aufgrund der schweren depressiven Episode mit kognitiven Ein schränkungen, schneller Ermüdbarkeit, Antriebsstörung, reduzierter Motivation und Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die angepasste Tätigkeit (S. 2 Ziff. 3).

4. 5 Auf Anfrage des Beschwerdeführers führte Dr. med. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 ( Urk. 7/132/1-3) aus, dass er entgegen der Aussage des RAD zu seinem Bericht vom 1 8. Mai 2021 alle Kriterien einer schweren depressiven Episode genannt habe. Der Beschwerdeführer habe erheb liche Schwierigkeiten häusliche Aktivitäten zu erledigen und ziehe sich sozial völlig zurück (S. 1 Ziff. 2.1 unten). Was den Bericht vom 3. Januar 2022 anbe lange, sei die Aussage des RAD unzutreffend, dass der gleiche Befund wie im Jahr 2018 vorliege. Die depressive Stimmung sei ausgeprägter, und im Gegensatz zu 2018 manifestiere sich nun die schwere depressive Episode viel deutlicher. Der Beschwerdeführer habe des Öfteren Suizidgedanken, welche er noch überwinden könne. Eine stationäre Behandlung werde nun eingeleitet. Dr. E.___ führte aus, dass aufgrund der schweren depressiven Episode mit kognitiven Ein schränkungen, schneller Ermüdbarkeit, Antriebsstörung, reduzierter Motivation und Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die angepasste Tätigkeit (S. 2 Ziff. 3). 4. 6 Dr. med. I.___, Oberarzt, J.___, Assistenzärztin, und K.___, Psychologin, Psychiatrische Klinik C.___, stellten in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 20 23 ( Urk. 7/140/1-3) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 4. Januar bis 1 4. Februar 20 2 3 folgende Diagnosen (S. 1):

4. 6 Dr. med. I.___, Oberarzt, J.___, Assistenzärztin, und K.___, Psychologin, Psychiatrische Klinik C.___, stellten in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 20 23 ( Urk. 7/140/1-3) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 4. Januar bis 1 4. Februar 20 2 3 folgende Diagnosen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (I C D-10 F25.1)

schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (I C D-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1), Zolpidem

psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1), Zolpidem - Trigeminusneuralgie

Trigeminusneuralgie Die Fachpersonen führte n aus, dass die zweite stationäre Aufnahme freiwillig erfolgt sei bei einer Exazerbation der depressiven Symptomatik mit Stimmungs schwankungen, ausgeprägten Grübelgedanken, innerer Unruhe und starken Schlafstörungen vor dem Hintergrund einer vorbekannten schizoaffektiven Stö rung. Zum psychopathologischen Befund bei Eintritt führten die Fachpersonen aus, dass der Beschwerdeführer im Kontaktverhalten freundlich, mitteilungsbereit und zugewandt gewesen sei. Es hätten keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen bestanden, und er sei zu allen Qualitäten orientiert gewesen. Auffassung und Konzentration seien unauffällig gewesen. Er habe sich lediglich an einen von drei Begriffen nach zehn Minuten erinnert, weshalb eine mittelgradige Merkfähigkeits störung und Gedächtnisstörungen bestanden hätten. Es h ätten ein Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fragliche paranoide Wahnwahrnehmungen bestanden. Es seien keine Wahnsystematisierung erkenn bar gewesen und keine Ich- S törungen. Jedoch habe der Patient an gegeben, manchmal das Gefühl zu haben, d ie Gedanken anderer lesen zu können. Er habe Ängste in Form von Zukunftsängsten, und die Stimmung sei niedergestimmt. Es bestünden deutliche Insuffizienz- und Schuldgefühle bei unauffälliger affektiver Schwingungsfähigkeit (S. 1 unten f.). Subjektiv sei der Antrieb vermindert, und es bestehe ein reduziertes Freud- und Interessenempfinden. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer unruhig (S. 2 oben).

Die Fachpersonen führte n aus, dass die zweite stationäre Aufnahme freiwillig erfolgt sei bei einer Exazerbation der depressiven Symptomatik mit Stimmungs schwankungen, ausgeprägten Grübelgedanken, innerer Unruhe und starken Schlafstörungen vor dem Hintergrund einer vorbekannten schizoaffektiven Stö rung. Zum psychopathologischen Befund bei Eintritt führten die Fachpersonen aus, dass der Beschwerdeführer im Kontaktverhalten freundlich, mitteilungsbereit und zugewandt gewesen sei. Es hätten keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen bestanden, und er sei zu allen Qualitäten orientiert gewesen. Auffassung und Konzentration seien unauffällig gewesen. Er habe sich lediglich an einen von drei Begriffen nach zehn Minuten erinnert, weshalb eine mittelgradige Merkfähigkeits störung und Gedächtnisstörungen bestanden hätten. Es h ätten ein Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fragliche paranoide Wahnwahrnehmungen bestanden. Es seien keine Wahnsystematisierung erkenn bar gewesen und keine Ich- S törungen. Jedoch habe der Patient an gegeben, manchmal das Gefühl zu haben, d ie Gedanken anderer lesen zu können. Er habe Ängste in Form von Zukunftsängsten, und die Stimmung sei niedergestimmt. Es bestünden deutliche Insuffizienz- und Schuldgefühle bei unauffälliger affektiver Schwingungsfähigkeit (S. 1 unten f.). Subjektiv sei der Antrieb vermindert, und es bestehe ein reduziertes Freud- und Interessenempfinden. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer unruhig (S. 2 oben). Die Fachpersonen führten aus, dass sie die gezeigte Symptomatik im Rahmen einer Verschlechterung insbesondere der affektiven Komponente der vorbekann ten schizoaffektiven Störung interpretierten. Es sei eine multimodale Behandlung etabliert worden (S. 2 Mitte). Aufgrund von einem langjährigen schädlichen Gebrauch von Zolpidem habe sich während dem stationären Aufenthalt ein gestörter Schlaf gezeigt. Medikamentös sei eine Therapie mit 50 mg Quetiapin zur Nacht etabliert und das Zolpidem ausgeschlichen worden (S. 2 unten). I m Verlauf des Aufenthalts habe der Beschwerdeführer unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei als Über tritt in das tagesklinische Setting erfolgt (S. 3 oben).

Die Fachpersonen führten aus, dass sie die gezeigte Symptomatik im Rahmen einer Verschlechterung insbesondere der affektiven Komponente der vorbekann ten schizoaffektiven Störung interpretierten. Es sei eine multimodale Behandlung etabliert worden (S. 2 Mitte). Aufgrund von einem langjährigen schädlichen Gebrauch von Zolpidem habe sich während dem stationären Aufenthalt ein gestörter Schlaf gezeigt. Medikamentös sei eine Therapie mit 50 mg Quetiapin zur Nacht etabliert und das Zolpidem ausgeschlichen worden (S. 2 unten). I m Verlauf des Aufenthalts habe der Beschwerdeführer unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei als Über tritt in das tagesklinische Setting erfolgt (S. 3 oben). 4. 7 Dr. I.___, Assistenzärztin J.__ und die Psychologin K.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem provisorischen Austrittsb ericht vom 1 7. März 2023 ( Urk. 7/143) über die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 folgende Diagno sen (S. 1):

4. 7 Dr. I.___, Assistenzärztin J.__ und die Psychologin K.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem provisorischen Austrittsb ericht vom 1 7. März 2023 ( Urk. 7/143) über die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 folgende Diagno sen (S. 1): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1)

schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - Differenzialdiagnose (DD): Posttraumatische Belastungsstörung

Differenzialdiagnose (DD): Posttraumatische Belastungsstörung - psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem

psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie

Trigeminusneuralgie - gemischte Hyperlipidämie

gemischte Hyperlipidämie Die Fachpersonen führten aus, dass ein freiwillig geplanter Eintritt zur tageskli nischen Behandlung im Anschluss an eine stationäre Behandlung an ihrer Klinik bis zum 1 4. Februar 2023 erfolgt sei (S. 1 Mitte). Die Erhebung des psychopatho logischen Befundes sei durch die Sprachbarriere des Patienten erschwert gewesen. Im interpersonellen Kontakt sei er freundlich gewesen. Er sei wach, bewusstseins klar und zu allen Qualitäten orientiert, das formale Denken geordnet und kohä rent gewesen. Es seien keine wahnhaften Inhalte nach aussen feststellbar gewesen und auch keine Wahrnehmungs - oder Ich- S törung. Im Affekt sei der Beschwerde führer dysthym und in der Stimmung verzweifelt und traurig gewesen. Er habe berichtet, dass die Stimmung häufig schwanken würde und er oft gereizt sei. Energie und Antrieb seien vorhanden gewesen. Es hätten Ein- und Durchschlaf störungen bestanden. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch angespannt und unruhig gewesen. Er habe angegeben, an einer inneren Unruhe und an einem sozialen Rückzug sowie an Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss zu leiden. Es habe keine akute Suizidalität bestanden (S. 1 unten).

Die Fachpersonen führten aus, dass ein freiwillig geplanter Eintritt zur tageskli nischen Behandlung im Anschluss an eine stationäre Behandlung an ihrer Klinik bis zum 1 4. Februar 2023 erfolgt sei (S. 1 Mitte). Die Erhebung des psychopatho logischen Befundes sei durch die Sprachbarriere des Patienten erschwert gewesen. Im interpersonellen Kontakt sei er freundlich gewesen. Er sei wach, bewusstseins klar und zu allen Qualitäten orientiert, das formale Denken geordnet und kohä rent gewesen. Es seien keine wahnhaften Inhalte nach aussen feststellbar gewesen und auch keine Wahrnehmungs oder Ich- S törung. Im Affekt sei der Beschwerde führer dysthym und in der Stimmung verzweifelt und traurig gewesen. Er habe berichtet, dass die Stimmung häufig schwanken würde und er oft gereizt sei. Energie und Antrieb seien vorhanden gewesen. Es hätten Ein- und Durchschlaf störungen bestanden. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch angespannt und unruhig gewesen. Er habe angegeben, an einer inneren Unruhe und an einem sozialen Rückzug sowie an Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss zu leiden. Es habe keine akute Suizidalität bestanden (S. 1 unten). Die Fachpersonen führten aus, dass in den psychotherapeutischen Einzelgesprä chen der Fokus auf der Bewältigung und Bearbeitung von Grübelgedanken und Zukunftssorgen sowie auf dem Aufbau von fehlenden Ressourcen gelegen habe. Der Beschwerdeführer habe durch seine Migrationsbiografie stark belastet gewirkt, weshalb er für eine weitere Abklärung einer Traumafolgestörung an das Zentrum L.___ zugewiesen worden sei (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer habe im Verlauf des Aufenthalts unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei in gegenseitigem Einvernehmen am 1 7. März 2023 bei fehlenden Gefährdungsaspekten in die bestehenden Verhält nisse erfolgt (S. 4 oben).

Die Fachpersonen führten aus, dass in den psychotherapeutischen Einzelgesprä chen der Fokus auf der Bewältigung und Bearbeitung von Grübelgedanken und Zukunftssorgen sowie auf dem Aufbau von fehlenden Ressourcen gelegen habe. Der Beschwerdeführer habe durch seine Migrationsbiografie stark belastet gewirkt, weshalb er für eine weitere Abklärung einer Traumafolgestörung an das Zentrum L.___ zugewiesen worden sei (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer habe im Verlauf des Aufenthalts unter der multimodalen Behandlung eine zunehmende Besserung der Symptomatik gezeigt. Der Austritt sei in gegenseitigem Einvernehmen am 1 7. März 2023 bei fehlenden Gefährdungsaspekten in die bestehenden Verhält nisse erfolgt (S. 4 oben). 4. 8 Dr. I.___ und Assistenzärztin J.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem Bericht vom 1 3. April 2023 ( Urk. 7/ 144 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit ( Ziff. 2.5):

4. 8 Dr. I.___ und Assistenzärztin J.___, Psychiatrische Universitätsklinik C.___, stellten in ihrem Bericht vom 1 3. April 2023 ( Urk. 7/ 144 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit ( Ziff. 2.5): - schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1)

schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1) - psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem

psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1) Zolpidem - Trigeminusneuralgie

Trigeminusneuralgie Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte eine gemischte Hyperlipidämie ( Ziff. 2.6). Die Ärzte führten aus, dass der Beschwerde führer vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 bei ihnen in Behandlung gewesen sei. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. März 2023 erfolgt ( Ziff. 1.1). Vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 sei für alle Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ( Ziff. 1.3). Zum Zeitpunkt des Eintrittes sei der Beschwerdeführer keiner Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgegangen. Im Rahmen der Jobkarte sei er zweimal wöchentlich für einige Stunden Küchenarbeit nachgegangen. Eine Tätigkeit in einem ähnlichen Ausmass wäre demnach zumutbar ( Ziff. 4.2). Bei aktuell präsentierter Symptomatik werde eine Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt als ungünstig eingeschätzt. Es müsse zunächst eine deutliche Ver besserung des schizoaffektiven Zustandsbildes im ambulanten Setting und eine Reduktion der einschiessenden Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminus neuralgie erzielt werden ( Ziff. 4. 3). Der Haushalt könne vom Beschwerdeführer mit Hilfe der Spitex gut bewältigt werden ( Ziff. 4.5).

Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte eine gemischte Hyperlipidämie ( Ziff. 2.6). Die Ärzte führten aus, dass der Beschwerde führer vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 bei ihnen in Behandlung gewesen sei. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. März 2023 erfolgt ( Ziff. 1.1). Vom 4. Januar bis 1 6. März 2023 sei für alle Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ( Ziff. 1.3). Zum Zeitpunkt des Eintrittes sei der Beschwerdeführer keiner Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgegangen. Im Rahmen der Jobkarte sei er zweimal wöchentlich für einige Stunden Küchenarbeit nachgegangen. Eine Tätigkeit in einem ähnlichen Ausmass wäre demnach zumutbar ( Ziff. 4.2). Bei aktuell präsentierter Symptomatik werde eine Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt als ungünstig eingeschätzt. Es müsse zunächst eine deutliche Ver besserung des schizoaffektiven Zustandsbildes im ambulanten Setting und eine Reduktion der einschiessenden Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminus neuralgie erzielt werden ( Ziff. 4. 3). Der Haushalt könne vom Beschwerdeführer mit Hilfe der Spitex gut bewältigt werden ( Ziff. 4.5). Die Symptomatik des Patienten sei im Rahmen einer schizoaffektiven Störung zu sehen. Aktuell stehe eine Symptomatik mit gemindertem Antrieb, gedrückter Stimmung, innerer Unruhe und Stimmenhören im Vordergrund. Der Beschwerde führer sei derzeit zu 100 % a rbeitsunfähig. Eine genaue Zeitangabe zur Wi e der aufnahme der Arbeit könne nicht gemacht werden ( Ziff. 2.7).

Die Symptomatik des Patienten sei im Rahmen einer schizoaffektiven Störung zu sehen. Aktuell stehe eine Symptomatik mit gemindertem Antrieb, gedrückter Stimmung, innerer Unruhe und Stimmenhören im Vordergrund. Der Beschwerde führer sei derzeit zu 100 % a rbeitsunfähig. Eine genaue Zeitangabe zur Wi e der aufnahme der Arbeit könne nicht gemacht werden ( Ziff. 2.7). Es bestünden Funktionseinschränkungen im Rahmen der depressiven sowie der psychotischen Symptomatik. Hierbei stehe eine stark eingeschränkte Belastungs fähigkeit mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Im Rahmen der depressiven Symptomatik kämen die Niedergeschlagenheit und Antriebslo sigkeit hinzu, welche eine funktionelle Einschränkung darstellen könnten. Zudem leide der Patient an Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminu s neuralgie ( Ziff. 3.4).

Es bestünden Funktionseinschränkungen im Rahmen der depressiven sowie der psychotischen Symptomatik. Hierbei stehe eine stark eingeschränkte Belastungs fähigkeit mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Im Rahmen der depressiven Symptomatik kämen die Niedergeschlagenheit und Antriebslo sigkeit hinzu, welche eine funktionelle Einschränkung darstellen könnten. Zudem leide der Patient an Gesichtsschmerzen im Rahmen der Trigeminu s neuralgie ( Ziff. 3.4). 4. 9 Dr. H.___, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 ( Urk. 7/150/8) zum Bericht der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 aus, dass mit dem psychopathologischen Befund «Stimmung niedergestimmt, subjektiv verminder ter Anrieb, reduziertes Freud- und Interessenempfinden, Insuffizienz- und Schuldgefühle sowie Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fraglicher Wahnwahrnehmung» nicht klar von einer schizoaffektiven Störung ausgegangen werden könne. Auch eine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien könne nicht erkannt werden. Es sei davon a us zugehen, dass die Diagnose vom Behandler übernommen worden sei, der im Bericht vom 3. Januar 2022 erneut eine schizoaffektive Störung, gegen wärtig depressiv (ICD- 1 0 F 2 5.1), angegeben habe. Absolut unklar bleibe, wie es zur Aussage gekommen sei, dass von einer Verschlechterung auszugehen sei. Letztmals sei der Versicherte 2019 in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ hospitalisiert gewesen. Damals sei die Diagnose mittelgradige depressive Episode bei drohendem Obhutsentzug diagnostiziert worden. Eine Tr i geminusneuralgie begründe keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit.

4. 9 Dr. H.___, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 ( Urk. 7/150/8) zum Bericht der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 aus, dass mit dem psychopathologischen Befund «Stimmung niedergestimmt, subjektiv verminder ter Anrieb, reduziertes Freud- und Interessenempfinden, Insuffizienz- und Schuldgefühle sowie Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinationen und fraglicher Wahnwahrnehmung» nicht klar von einer schizoaffektiven Störung ausgegangen werden könne. Auch eine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien könne nicht erkannt werden. Es sei davon a us zugehen, dass die Diagnose vom Behandler übernommen worden sei, der im Bericht vom 3. Januar 2022 erneut eine schizoaffektive Störung, gegen wärtig depressiv (ICD- 1 0 F 2 5.1), angegeben habe. Absolut unklar bleibe, wie es zur Aussage gekommen sei, dass von einer Verschlechterung auszugehen sei. Letztmals sei der Versicherte 2019 in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ hospitalisiert gewesen. Damals sei die Diagnose mittelgradige depressive Episode bei drohendem Obhutsentzug diagnostiziert worden. Eine Tr i geminusneuralgie begründe keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit. Zum Bericht der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 [richtig wohl: 1 7. März 2023] betref fend die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 hielt Dr. H.___ fest, dass im psychopathologischen Befund unter anderem keine wahn haften Inhalte, keine Wahnwahrnehmungsstörungen und keine I ch -Störungen angegeben worden seien, jedoch eine schwankende, dysthyme Stimmung. Völlig absurd erscheine die DD einer posttraumatischen Belastungsstörung, die offen sichtlich nur aufgrund von anamnestisch genannten traumatischen Erlebnissen gestellt worden sei. Zudem seien bei der Begutachtung 2019 keine traumatischen Erlebnisse und keine traumaspezifische Symptomatik beschrieben worden. Dr. H.___ hielt abschliessend fest, dass auch aufgrund der neu eingegangenen Berichte nicht von einer anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Am Vorbescheid könne festgehalten werden.

Zum Bericht der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 2 4. Februar 2023 [richtig wohl: 1 7. März 2023] betref fend die tagesklinische Behandlung vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 hielt Dr. H.___ fest, dass im psychopathologischen Befund unter anderem keine wahn haften Inhalte, keine Wahnwahrnehmungsstörungen und keine I ch -Störungen angegeben worden seien, jedoch eine schwankende, dysthyme Stimmung. Völlig absurd erscheine die DD einer posttraumatischen Belastungsstörung, die offen sichtlich nur aufgrund von anamnestisch genannten traumatischen Erlebnissen gestellt worden sei. Zudem seien bei der Begutachtung 2019 keine traumatischen Erlebnisse und keine traumaspezifische Symptomatik beschrieben worden. Dr. H.___ hielt abschliessend fest, dass auch aufgrund der neu eingegangenen Berichte nicht von einer anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Am Vorbescheid könne festgehalten werden. 4. 10 Dr. F.___ stellte in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 ( Urk. 3/ 4) folgende Diagnosen (S. 2):

4. 10 Dr. F.___ stellte in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 ( Urk. 3/ 4) folgende Diagnosen (S. 2): - ängstlich-agitierte depressive Störung (ICD-10 F33.11) bei

ängstlich-agitierte depressive Störung (ICD-10 F33.11) bei - anamnestisch schizoaffektiver Störung, wiederholte schizo - d epressive Phasen, Erstdiagnose 2016, Status nach mehreren stationären Klini kaufenthalten

anamnestisch schizoaffektiver Störung, wiederholte schizo d epressive Phasen, Erstdiagnose 2016, Status nach mehreren stationären Klini kaufenthalten - für die Diagnose einer posttraumatic stress disorder ( PTSD ; F43.1 Traum afolgestörung) müsste eine genaue Anamnese erhoben werden

für die Diagnose einer posttraumatic stress disorder ( PTSD ; F43.1 Traum afolgestörung) müsste eine genaue Anamnese erhoben werden Als somatische Diagnosen nannte Dr. F.___ eine Trigeminusneuralgie sowie Restless legs (S. 2 unten). Dr. F.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer seit dem 6. März 2023 ambulant in seiner Praxis behandle. Seit Behandlungs beginn Anfang März 2023 habe eine vollständige Arbeit s unfähigkeit für den ers ten Arbeitsmarkt bestanden (S. 1 unten).

Als somatische Diagnosen nannte Dr. F.___ eine Trigeminusneuralgie sowie Restless legs (S. 2 unten). Dr. F.___ führte aus, dass er den Beschwerdeführer seit dem 6. März 2023 ambulant in seiner Praxis behandle. Seit Behandlungs beginn Anfang März 2023 habe eine vollständige Arbeit s unfähigkeit für den ers ten Arbeitsmarkt bestanden (S. 1 unten). Im bisherigen Verlauf habe sich vor allem ein affektives Syndrom gezeigt, wel ches täglich vorhanden sei, und welches den Patienten in seiner Aktivität und Partizipation in den meisten Bereichen des Lebens zumindest mittelgradig ein schränke. Zu nennen seien eine ständige innere Unruhe, eine mittelgradige depressive Verstimmung, eine permanente Ängstlichkeit, ein Mangel an Freude und Interesse, ein ständiges Gedankendrängen und Grübeln, Schlafstörungen und ein sozialer Rückzug. Zusätzlich bestünden Gesichtsschmerzen durch eine Neu ralgie und unruhige Beine. Eindeutige schizophrene Symptome, beispielsweise Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Denken seien seit März 2023 nicht aufgetreten (S. 1 Mitte). Dr. F.___ hielt fest, dass die Entwick lung der letzten Jahre aus gesundheitlicher psychiatrischer Sicht unerfreulich gewesen sei, da die tägliche Symptomatik, insgesamt in etwa gleichbleibend, die sen Patienten mehr und mehr einnehme. Er sei gerade knapp in der Lage, im geschützten, niederschwelligen Rahmen mit der Jobkarte sporadisch einige Stun den als Hilfskoch zu arbeiten (S. 2 oben). Soweit Dr. H.___ die Diagnostik der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ anzweifle, könne die ungenaue Beschreibung zwar bemängelt werden, aber nicht darauf geschlossen werden, dass die Diagnose einer schizoaffektiven Störung des wegen nicht stimmen könne. Es sei auch nicht korrekt, dass eine Traumafolge störung «absurd» sei. Diese psychischen Störungen würden oft eine tief g reifende und dauerhafte Instabilität in der Persönlichkeit bedeuten. Diese Dimension liege beim Beschwerdeführer vor (S. 2 Mitte).

Im bisherigen Verlauf habe sich vor allem ein affektives Syndrom gezeigt, wel ches täglich vorhanden sei, und welches den Patienten in seiner Aktivität und Partizipation in den meisten Bereichen des Lebens zumindest mittelgradig ein schränke. Zu nennen seien eine ständige innere Unruhe, eine mittelgradige depressive Verstimmung, eine permanente Ängstlichkeit, ein Mangel an Freude und Interesse, ein ständiges Gedankendrängen und Grübeln, Schlafstörungen und ein sozialer Rückzug. Zusätzlich bestünden Gesichtsschmerzen durch eine Neu ralgie und unruhige Beine. Eindeutige schizophrene Symptome, beispielsweise Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Denken seien seit März 2023 nicht aufgetreten (S. 1 Mitte). Dr. F.___ hielt fest, dass die Entwick lung der letzten Jahre aus gesundheitlicher psychiatrischer Sicht unerfreulich gewesen sei, da die tägliche Symptomatik, insgesamt in etwa gleichbleibend, die sen Patienten mehr und mehr einnehme. Er sei gerade knapp in der Lage, im geschützten, niederschwelligen Rahmen mit der Jobkarte sporadisch einige Stun den als Hilfskoch zu arbeiten (S. 2 oben). Soweit Dr. H.___ die Diagnostik der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ anzweifle, könne die ungenaue Beschreibung zwar bemängelt werden, aber nicht darauf geschlossen werden, dass die Diagnose einer schizoaffektiven Störung des wegen nicht stimmen könne. Es sei auch nicht korrekt, dass eine Traumafolge störung «absurd» sei. Diese psychischen Störungen würden oft eine tief g reifende und dauerhafte Instabilität in der Persönlichkeit bedeuten. Diese Dimension liege beim Beschwerdeführer vor (S. 2 Mitte). 5.

5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung ( Urk. 2) gestützt auf die Stellung nahmen de r RAD- Ärztin Dr. H.___ vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) und vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4. 9 ) davon aus, das s sich beim Beschwerde führer seit der letzten eingehenden Prüfung des Leistungsanspruches im Zusammen hang mit der Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) ein unveränderter Gesundheitszustand zeige und damit kein Revision s grund ausge wiesen sei. Auch den Berichten der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sei keine Verschlech terung des Gesundheitszustandes zu entnehmen (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3). Dagegen machte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine n behan delnden Psychiater Dr. E.___ (vorstehend E. 4.2-3 und E. 4.5 ), den Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sowie die Ausführungen des seit März 2023 behandelnden Psychiater s Dr. F.___ (vorstehend E. 4. 10) geltend, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (vorstehend E. 2.2).

5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung ( Urk. 2) gestützt auf die Stellung nahmen de r RAD- Ärztin Dr. H.___ vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) und vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4. 9 ) davon aus, das s sich beim Beschwerde führer seit der letzten eingehenden Prüfung des Leistungsanspruches im Zusammen hang mit der Verfügung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) ein unveränderter Gesundheitszustand zeige und damit kein Revision s grund ausge wiesen sei. Auch den Berichten der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sei keine Verschlech terung des Gesundheitszustandes zu entnehmen (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3). Dagegen machte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine n behan delnden Psychiater Dr. E.___ (vorstehend E. 4.2-3 und E. 4.5 ), den Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ (vorstehend E. 4.6-8) sowie die Ausführungen des seit März 2023 behandelnden Psychiater s Dr. F.___ (vorstehend E. 4. 10) geltend, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (vorstehend E. 2.2). 5.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus der Stellungnahme der Fachpersonen des Treffpunkts D.___ vom 2 8. Juli 2022 ( Urk. 7/120), wonach er eine Arbeit im geschützten Rahmen benötige, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. So sind die den Versicherten noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2019 vom 2 2. Juli 2019 E. 3.2.1). Zudem begründeten die Fachpersonen des Treffpunkts D.___ ihre Einschätzung unter anderem mit einem geschwächten körperlichen Zustand durch verschiedene Covid -Infektio nen, welche gemäss Aktenlage nicht zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führten respektive eine solche zu begründen vermögen. Weshalb der Beschwerde führer bei beschriebener Motivation aus psychischer Sicht nicht in der Lage gewesen sein soll, die niederschwellige Leistung von maximal 50 Stunden im Monat mit der Job k arte zu erbringen, lässt sich dem Bericht denn auch nicht entnehmen.

5.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus der Stellungnahme der Fachpersonen des Treffpunkts D.___ vom 2 8. Juli 2022 ( Urk. 7/120), wonach er eine Arbeit im geschützten Rahmen benötige, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. So sind die den Versicherten noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2019 vom 2 2. Juli 2019 E. 3.2.1). Zudem begründeten die Fachpersonen des Treffpunkts D.___ ihre Einschätzung unter anderem mit einem geschwächten körperlichen Zustand durch verschiedene Covid -Infektio nen, welche gemäss Aktenlage nicht zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führten respektive eine solche zu begründen vermögen. Weshalb der Beschwerde führer bei beschriebener Motivation aus psychischer Sicht nicht in der Lage gewesen sein soll, die niederschwellige Leistung von maximal 50 Stunden im Monat mit der Job k arte zu erbringen, lässt sich dem Bericht denn auch nicht entnehmen. 5.3 Was die Ausführungen und die Diagnostik von Dr. E.___ in seinen Berichten vom 1 8. Mai 2021 und vom 3. Januar 2022 (vorstehend E. 4.2-3) anbelangt, ist Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) beizupflichten, dass sich aus seinen Ausführungen keine relevante Ver schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ergibt.

5.3 Was die Ausführungen und die Diagnostik von Dr. E.___ in seinen Berichten vom 1 8. Mai 2021 und vom 3. Januar 2022 (vorstehend E. 4.2-3) anbelangt, ist Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2022 (vorstehend E. 4.4) beizupflichten, dass sich aus seinen Ausführungen keine relevante Ver schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ergibt. Bereits im Urteil vom 2 9. Oktober 2020, worin gestützt auf Gutachten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) davon ausgegangen wurde, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden beim Beschwerdeführer ausgewiesen sei ( Urk. 7/85 E. 4 ), fand eine eingehende Auseinandersetzung mit den anders lautenden Einschätzungen de s behandelnden Psychiaters Dr. E.___ und dessen Diagnostik statt, zumal dieser bereits damals eine schizoaffektive Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), für zutreffend befand (vgl. Urk. 7/85 E. 4.2).

Bereits im Urteil vom 2 9. Oktober 2020, worin gestützt auf Gutachten von Dr. B.___ vom 7. August 2019 ( Urk. 7/58) davon ausgegangen wurde, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden beim Beschwerdeführer ausgewiesen sei ( Urk. 7/85 E. 4 ), fand eine eingehende Auseinandersetzung mit den anders lautenden Einschätzungen de s behandelnden Psychiaters Dr. E.___ und dessen Diagnostik statt, zumal dieser bereits damals eine schizoaffektive Stö rung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), für zutreffend befand (vgl. Urk. 7/85 E. 4.2). Soweit Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 (vorstehend E. 4.5) die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers damit begründete, dass die depressive Stimmung ausgeprägter sei und sich die schwere depressive Episode nun im Gegensatz zu 2018 viel deut licher manifestiere und der Beschwerdeführer Suizidgedanken habe, die er noch überwinden könne, entspricht dies weitgehend den zum Zeitpunkt des Urteils vom 2 9. Oktober 2020 bekannten, von Dr. med. E.___ in seinen damals vorliegenden Berichten beschriebenen Symptomen. Bereits damals beschrieb Dr. E.___ den Beschwerdeführer als depressiv und gereizt bei labi lem Affekt und latenten Suizidgedanken und attestierte dem Beschwerdeführer vorwiegend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 7/85 E. 3.2 und E. 3.6, vgl. Urk. 7/11/1).

Soweit Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 1 7. Dezember 2022 (vorstehend E. 4.5) die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers damit begründete, dass die depressive Stimmung ausgeprägter sei und sich die schwere depressive Episode nun im Gegensatz zu 2018 viel deut licher manifestiere und der Beschwerdeführer Suizidgedanken habe, die er noch überwinden könne, entspricht dies weitgehend den zum Zeitpunkt des Urteils vom 2 9. Oktober 2020 bekannten, von Dr. med. E.___ in seinen damals vorliegenden Berichten beschriebenen Symptomen. Bereits damals beschrieb Dr. E.___ den Beschwerdeführer als depressiv und gereizt bei labi lem Affekt und latenten Suizidgedanken und attestierte dem Beschwerdeführer vorwiegend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 7/85 E. 3.2 und E. 3.6, vgl. Urk. 7/11/1). Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Januar 2021 mit der Job karte einer Beschäftigung von 50 Stunden pro Monat als Koch nachgeht und von den dortigen Fachpersonen auch als sehr motivierte Persönlichkeit beschrieben wurde (vgl. Urk. 7/120 Ziff. 1, Ziff. 3 und Ziff. 6), was ohnehin Zweifel an dem von Dr. E.___ postulierten Schweregrad der Erkrankung aufkom men lässt, zumal ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychi scher Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapit e l V (F), Dil ling / Mombour /Schmidt, Hrsg., 10. überarbeitete Auflage, Bern 2015 S. 174).

Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Januar 2021 mit der Job karte einer Beschäftigung von 50 Stunden pro Monat als Koch nachgeht und von den dortigen Fachpersonen auch als sehr motivierte Persönlichkeit beschrieben wurde (vgl. Urk. 7/120 Ziff. 1, Ziff. 3 und Ziff. 6), was ohnehin Zweifel an dem von Dr. E.___ postulierten Schweregrad der Erkrankung aufkom men lässt, zumal ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychi scher Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapit e l V (F), Dil ling Mombour /Schmidt, Hrsg., 10. überarbeitete Auflage, Bern 2015 S. 174). Sodann berichtete Dr. E.___ in seinem direkt nach der Neuanmel dung des Beschwerdeführers vom 1 1. Mai 2021 ( Urk. 7/ 89 ) verfassten Bericht vom 1 8. Mai 2021 (vorstehend E. 4.2) von einer bereits vor der letztmaligen Verfü gung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) eingetretenen erheblichen Verschlech terung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit September 2019, was auf eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts schliessen lässt und im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (vorstehend E. 1. 6 ).

Sodann berichtete Dr. E.___ in seinem direkt nach der Neuanmel dung des Beschwerdeführers vom 1 1. Mai 2021 ( Urk. 7/ 89 ) verfassten Bericht vom 1 8. Mai 2021 (vorstehend E. 4.2) von einer bereits vor der letztmaligen Verfü gung vom 2 7. November 2019 ( Urk. 7/ 76 ) eingetretenen erheblichen Verschlech terung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit September 2019, was auf eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts schliessen lässt und im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (vorstehend E. 1. 6 ). Auch die Ausführungen von Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4.9), wonach aus den Berichten über d ie stationären beziehungs weise tagesklinischen Aufenthalte des Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ von A nfang Januar bis Mitte März 2023 (vorstehend E. 4.6-7) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ausgewiesen sei, erweisen sich als zutreffend.

Auch die Ausführungen von Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2023 (vorstehend E. 4.9), wonach aus den Berichten über d ie stationären beziehungs weise tagesklinischen Aufenthalte des Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ von A nfang Januar bis Mitte März 2023 (vorstehend E. 4.6-7) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ausgewiesen sei, erweisen sich als zutreffend. So übernahmen die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 2023 (vorstehend E. 4. 6 ) die vo m zuweisenden Behandler Dr. E.___ gestellte Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), wie aus dem genannten Zuweisungsgrund hervorgeht. Dies, obwohl die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ bei Eintritt des Beschwerdeführers keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen oder Ich-Störungen finden konnten und ent sprechend lediglich von einem Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinati onen sprachen. Die paranoiden Wahrnehmungen wurden sodann als fraglich bezeichnet, eine Wahnsystematisierung als nicht erkennbar. Auch nach im Anschluss an den stationären Aufenthalt vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 fort gesetzter Behandlung in der Tagesklink verneinten die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7 ) das Vorliegen von wahnhaften Inhalten, Wahrnehmungsstörungen oder Ich-Störungen. Das formale Denken sei geordnet und kohärent gewesen.

So übernahmen die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 2 4. Februar 2023 (vorstehend E. 4. 6 ) die vo m zuweisenden Behandler Dr. E.___ gestellte Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), wie aus dem genannten Zuweisungsgrund hervorgeht. Dies, obwohl die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ bei Eintritt des Beschwerdeführers keine Hinweise für Bewusstseinsstörungen oder Ich-Störungen finden konnten und ent sprechend lediglich von einem Verdacht auf akustische und visuelle Halluzinati onen sprachen. Die paranoiden Wahrnehmungen wurden sodann als fraglich bezeichnet, eine Wahnsystematisierung als nicht erkennbar. Auch nach im Anschluss an den stationären Aufenthalt vom 1 5. Februar bis 1 7. März 2023 fort gesetzter Behandlung in der Tagesklink verneinten die Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem Austrittsbericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7 ) das Vorliegen von wahnhaften Inhalten, Wahrnehmungsstörungen oder Ich-Störungen. Das formale Denken sei geordnet und kohärent gewesen. Als diskrepant zu diesen Ausführungen erweist sich der Umstand, dass die Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem etwa einen Monat nach Behandlungsabschluss ver fassten Bericht vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) über psychotisches Erleben berichteten. Auch lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb bei zunächst in den Vorberichten vom 2 4. Februar und vom 1 7. März 2023 beschriebenem vorhan denem, respektive lediglich subjektiv verminderten Antrieb und der Feststellung, dass keine Bewusstseinsstörungen vorgelegen hätten (vorstehend E. 4.6-7), nun im Nachhin ein plötzlich von einer im Zentrum stehenden Symptomatik mit gemindertem Antrieb berichtet wird ( vorstehend E. 4.8 ).

Als diskrepant zu diesen Ausführungen erweist sich der Umstand, dass die Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ in ihrem etwa einen Monat nach Behandlungsabschluss ver fassten Bericht vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) über psychotisches Erleben berichteten. Auch lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb bei zunächst in den Vorberichten vom 2 4. Februar und vom 1 7. März 2023 beschriebenem vorhan denem, respektive lediglich subjektiv verminderten Antrieb und der Feststellung, dass keine Bewusstseinsstörungen vorgelegen hätten (vorstehend E. 4.6-7), nun im Nachhin ein plötzlich von einer im Zentrum stehenden Symptomatik mit gemindertem Antrieb berichtet wird ( vorstehend E. 4.8 ). Auch die übrige Diagnostik der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vermag nicht zu überzeu gen. So wurde das Zolpidem bereits anlässlich des stationären Aufenthaltes vom 4. Januar bis 1 4. Februar 2023 ausgeschlichen (vorstehend E. 4.6). Weshalb nun in den Folgeberichten vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) und vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) der schädliche Gebrauch von Zo l pidem nach wie vor als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch zeitigt eine Trigeminusneuralgie keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Mit Blick auf die Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hielt Dr. H.___ zu Recht fest, dass sich die im Bericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) gestellte Differenzialdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht nachvollziehen lasse. Die Diagnose wurde dann im Folgebericht der Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4. 8 ) auch nicht mehr auf geführt.

Auch die übrige Diagnostik der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vermag nicht zu überzeu gen. So wurde das Zolpidem bereits anlässlich des stationären Aufenthaltes vom 4. Januar bis 1 4. Februar 2023 ausgeschlichen (vorstehend E. 4.6). Weshalb nun in den Folgeberichten vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) und vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4.8) der schädliche Gebrauch von Zo l pidem nach wie vor als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde, lässt sich nicht nachvollziehen. Auch zeitigt eine Trigeminusneuralgie keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Mit Blick auf die Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hielt Dr. H.___ zu Recht fest, dass sich die im Bericht vom 1 7. März 2023 (vorstehend E. 4.7) gestellte Differenzialdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht nachvollziehen lasse. Die Diagnose wurde dann im Folgebericht der Fach personen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ vom 1 3. April 2023 (vorstehend E. 4. 8 ) auch nicht mehr auf geführt. Auffallend und im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. E.___ und der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ stehend erweist sich sodann, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Verlaufskontrolle in der Schmerz sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Universitätsspital M.___, vom 3 1. Oktober 2022 ( Urk. 7/132/7-9) bei neuropathischen Schmerzen im Bereich des V3-Segments des Nervus trigeminus links psychisch unauffällig zeigte. So hielten die Ärzte zum Neurostatus des Beschwerdeführers fest, dass der Patient wach und zu allen Qua litäten orientiert sei. Er sei kooperativ und psychomotorisch adäquat. Konzentra tion und Aufmerksamkeit seien unauffällig (S. 3 Mitte).

Auffallend und im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. E.___ und der Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ stehend erweist sich sodann, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Verlaufskontrolle in der Schmerz sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Universitätsspital M.___, vom 3 1. Oktober 2022 ( Urk. 7/132/7-9) bei neuropathischen Schmerzen im Bereich des V3-Segments des Nervus trigeminus links psychisch unauffällig zeigte. So hielten die Ärzte zum Neurostatus des Beschwerdeführers fest, dass der Patient wach und zu allen Qua litäten orientiert sei. Er sei kooperativ und psychomotorisch adäquat. Konzentra tion und Aufmerksamkeit seien unauffällig (S. 3 Mitte). Auch nach der am 3 1. Januar 2023 - und damit noch während der stationären Behandlung an der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ - erfolgten Folgeuntersuchung hielten die Ärzte des Universitätsspitals M.___ zur fokussier t en neurologischen Untersuchung fest, dass sich ein 52-jähriger Patient in stabilem Allgemeinzustand gezeigt habe. Der Beschwerdeführer sei kontaktfähig, zu allen Qualitäten orientiert, im Verhalten adäquat und koopera tiv. Die Kognition im Gespräch sei unauffällig ( Urk. 7/145 S. 3 Mitte).

Auch nach der am 3 1. Januar 2023 - und damit noch während der stationären Behandlung an der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ erfolgten Folgeuntersuchung hielten die Ärzte des Universitätsspitals M.___ zur fokussier t en neurologischen Untersuchung fest, dass sich ein 52-jähriger Patient in stabilem Allgemeinzustand gezeigt habe. Der Beschwerdeführer sei kontaktfähig, zu allen Qualitäten orientiert, im Verhalten adäquat und koopera tiv. Die Kognition im Gespräch sei unauffällig ( Urk. 7/145 S. 3 Mitte). An der schlüssigen Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. H.___ ändern auch die Aus führungen des nach Austritt aus dem tagesklinischen Setting der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ ab März 2023 behandelnden Dr. F.___ in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 (vorste hend E. 4.10) nichts. Vielmehr konnte auch er keine eindeutigen schizophrenen Symptome bestätigen und sprach von einer in den letzten Jahren etwa gleich bleibende n psychiatrischen Symptomatik, womit es sich bei seiner attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt infolge einer diagnos tizierten ängstlich-agitierten depressiven Störung (ICD-10 F33.11) im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ebenfalls lediglich um eine unter schiedliche Beurteilung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes (vorstehend E. 1.6) handelt.

An der schlüssigen Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. H.___ ändern auch die Aus führungen des nach Austritt aus dem tagesklinischen Setting der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___ ab März 2023 behandelnden Dr. F.___ in seinem Bericht vom 1 5. August 2023 (vorste hend E. 4.10) nichts. Vielmehr konnte auch er keine eindeutigen schizophrenen Symptome bestätigen und sprach von einer in den letzten Jahren etwa gleich bleibende n psychiatrischen Symptomatik, womit es sich bei seiner attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt infolge einer diagnos tizierten ängstlich-agitierten depressiven Störung (ICD-10 F33.11) im Vergleich zur letztmaligen Rentenanspruchsprüfung ebenfalls lediglich um eine unter schiedliche Beurteilung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes (vorstehend E. 1.6) handelt. 5.4 Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 (Urk. 7/85) bestätigten Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) nicht in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verändert respektive ver schlechtert hat. Ein Revisionsgrund ist zu verneinen.

5.4 Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2 9. Oktober 2020 (Urk. 7/85) bestätigten Verfügung vom 2 7. November 2019 (Urk. 7/ 76 ) nicht in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise verändert respektive ver schlechtert hat. Ein Revisionsgrund ist zu verneinen. Die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

Die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde führer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ).

6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit wert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde führer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ). Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensSchucan