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Verfahren gegen Fifa wegen möglicher unlauterer Klimaversprechen
Gegen den Weltfussballverband Fifa ist ein Beschwerdeverfahren wegen möglicher unlauterer Klimaversprechen eröffnet worden. Die Schweizerische Lauterkeitskommission klärt ab, ob der Verband die Weltmeisterschaft in Katar als zu umweltfreundlich vermarktet hat.
Bei der Kommission sei ein solches Verfahren hängig, sagte Marc Schwenninger, Geschäftsleiter der Stiftung für die Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag. Er bestätigte Informationen des „Sonntagsblicks“.
Wegen der Abklärungen machte Schwenninger keine weiteren Angaben. Bis ein Entscheid vorliegt, dürfte es Monate dauern.
Der Zeitung zufolge steht die Klima-Allianz Schweiz hinter der Beschwerde. Sie werfe der Fifa PR-Methoden vor, die der Öffentlichkeit ein umwelfreundliches Image vorgaukeln, ohne dass es dafür ausreichend Beweise gebe („Klima-Greenwashing“).
Die Fifa bewirbt die WM auf ihrer Website als das erste „vollständig klimaneutrale Turnier“. Für den Sportgrossanlass wurden im Wüstenemirat Katar neue, klimatisierte Stadien sowie umfassend Infrastrukturen gebaut. Zehntausende Menschen reisten per Flugzeug an das Turnier. Die Fifa und der Gastgeber Katar kompensierten klimaschädliche CO2-Emissionen etwa mit dem Kauf von Emmissionsrechten und Kompensationsprogrammen.
Mehrere Medien und Umweltschützer behaupteten in den vergangenen Monaten jedoch, dass das Klimaversprechen der Turnierverantwortlichen falsch sei. Von der Fifa lag vorerst keine Stellungnahme vor.
Die Lauterkeitskommission ist ein Selbstkontrollorgan der Kommunikationsbranche. Sie erlässt Empfehlungen, aber keine staatlich durchsetzbaren Urteile. Die Gerügten setzen Empfehlungen der Kommission zufolge aber meist freiwillig um.
(text:sda/bild:unsplash)
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