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|Name||Allmig- [1]|
|Kanton||Zug [2]|
|Beschreibung|
→ Allmend- [1]
|Deutung Bestimmungswort|
Allmend,- Allmig-: Zu mhd. al-meinde, almende f. 'Gemeindetrift', schwzdt. Allmend, Allmig u. ä. 'Land, Wald und Gewässer in Allgemeinbesitz, Grundbesitz einer Gemeinde an Weide- und Streueland, Wald und Gewässern'. Die[...] (weiterlesen)Allmend,- Allmig-: Zu mhd. al-meinde, almende f. 'Gemeindetrift', schwzdt. Allmend, Allmig u. ä. 'Land, Wald und Gewässer in Allgemeinbesitz, Grundbesitz einer Gemeinde an Weide- und Streueland, Wald und Gewässern'. Die Bezeichnung Allmend, Allmig hat bis in die Gegenwart ihre appellativische Bedeutung bewahrt. In älterer Zeit wurde auch der Begriff → Gmeinwärch verwendet.
(Ehemals) gemeinschaftlich genutzte Landstücke und Wälder finden sich in allen Gemeinden des Kantons Zug, wobei es innerhalb einer Gemeinde verschiedene Nutzungsgenossenschaften mit je eigenen Allmenden (Weide und Wald) geben konnte. In Cham etwa gab es Dorfgenossenschaften im Chirchbüel und im Städtli, in Äniken, Lindencham, Friesencham und Rumetik sowie in Nider- und Oberwil; in der Gemeinde Baar existieren bis heute fünf verschiedene Korporationen (Dorf, Blickensdorf, Deinikon, Inwil und Grüt). Allmendland wurde von den nutzungsberechtigten Genossen extensiv als Weide- oder Streueland genutzt und ergänzte das als «Privatbesitz» zu jedem Hof gehörende Land, das vorwiegend dem Ackerbau und der Heugewinnung diente. Allmenden lagen teilweise in unmittelbarer Nähe der Siedlungen, wo sie – etwa in Walchwil und Oberägeri – als → Heimchüe- oder → Huschüeallmend dienten. Andere Allmenden befanden sich in entlegenen Gemeindeteilen; sie waren Sommerweiden für Vieh und Pferde, etwa auf dem Zuger- und Walchwilerberg, auf dem Raten oder im Hürital. Auch Ried- und Sumpfland, das wegen seiner Bodenqualität keine intensive Bewirtschaftung zuliess, war in der Regel Allmend; es diente vorwiegend zur Gewinnung von Streue und Farn (s. etwa → Sumpfallmend). Schliesslich konnten auch historische Faktoren die Ausscheidung als Allmend bestimmen: Die Hünenberger Allmend im Gebiet Marlachen–Ischlag scheint mit einem Teil jener Güter identisch zu sein, welche Hünenberger Genossen 1414 aus dem Besitz Junker Hartmanns von Hünenberg kaufen konnten und fortan gemeinschaftlich nutzten.
Seit dem 18. Jh. wurden die Allmenden oder Teile davon in vielen Dorfgenossenschaften, besonders im Änetsee, zu Eigentum aufgeteilt. In Cham etwa ging zwischen 1710 (Allmendweide von Niderwil) und 1786 (Städtlerallmend) der grösste Teil des Allmendlandes als Privatbesitz an die nutzungsberechtigten Genossen über; der Wald blieb in vielen Fällen – zumindest vorläufig – gemeinsames Eigentum. In der Gemeinde Zug und im Ägerital wurden die Allmenden nur sehr beschränkt aufgeteilt (s. etwa → Eigenried): Neben dem Wald besitzen hier die Korporationen bis heute umfangreiche (ehemalige) Weide- und Streuegebiete.
Ein Spezialfall scheinen drei kleine Landstücke namens → Allmendli in Menzingen zu sein. Eines davon lag in Dorfnähe bei der Luegeten; es wird in den im frühen 17. Jh. einsetzenden Belegen von Beginn an als privates Eigentum (?) bezeichnet. Die andern zwei befinden sich östlich der Chnächtlischwand; auch sie sollen – zumindest nach Auskunft der Gewährsleute – nie im Besitz der Gemeinde oder einer Korporation gewesen sein.
Zusammensetzungen mit dem Grundwort -allmend, -allmig: → Grundwortregister (weniger anzeigen) [1]
|Deutung Grundwort|
-weid: Zusammensetzung mit → Weid 'Weideland, Weide'. [1]
|Datensatz||8012109|
|Datenherkunft||

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