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Rafael Nadals Traum vom dritten Wimbledon-Triumph nach 2008 und 2010 platzt im Achtelfinal. Der French-Open-Champion scheitert in fünf Sätzen am Luxemburger Gilles Muller.
Vor allem in den ersten beiden Sätzen bekundete Nadal viel Mühe mit dem Linkshänder-Aufschlag des 34-jährigen Veteranen. Und nachdem der Spanier in den Sätzen ausgeglichen hatte, behielt Muller am Ende die Nerven. Nach gut vierdreiviertel Stunden gelang der Nummer 26 der Welt mit dem fünften Matchball das entscheidende Break zum 6:3, 6:4, 3:6, 4:6, 15:13-Sieg. Die ersten beiden Matchbälle hatte Nadal beim Stand von 4:5 abwehren können, den dritten und vierten beim Stand von 9:10.
Eine Premiere war das für Muller nicht. Muller ist ein eigentlicher Rasenspezialist und hatte Nadal in Wimbledon bereits vor zwölf Jahren bezwungen. Ausserdem schaffte es der Spanier seit 2011, als er im Final Novak Djokovic unterlag, nie mehr in die Viertelfinals.
Ein Leidtragender des Marathonmatches war neben Nadal auch Novak Djokovic. Die Partie des möglichen Halbfinalgegners von Federer gegen den Franzosen Adrian Mannarino wurde nicht mehr begonnen, sondern auf Dienstag verschoben. Derweil kommt der nächste Gegner Tomas Berdych nach seinem Fünfsatzerfolg gegen Dominic Thiem zu einem freien Tag.
Andy Murray weiterhin auf Kurs
Titelverteidiger Andy Murray qualifizierte sich hingegen problemlos für die Viertelfinals. Der Weltranglisten-Erste setzte sich gegen den Franzosen Benoît Paire 7:6 (7:1), 6:4, 6:4 durch. Murray verzeichnete einen harzigen Start in die Partie, lag im ersten Durchgang mit Break zurück, ehe er in den Satz zurückfand und das Tiebreak souverän mit 7:1 für sich entschied.
Zwar musste der Brite während der Partie dreimal seinen Aufschlag abgeben, dennoch zeigte er seine bislang beste Partie an diesem Turnier, nachdem er in der 3. Runde gegen Fabio Fognini doch einige Mühe bekundet hatte. In den Viertelfinals trifft Murray nun am Mittwoch auf den Amerikaner Sam Querrey, der den Südafrikaner Kevin Anderson in fünf Sätzen schlug.
Ebenfalls in den Viertelfinals steht Marin Cilic. Der Kroate setzte sich gegen den Spanier Roberto Bautista-Agut 6:2, 6:2, 6:2 durch, ist weiterhin ohne Satzverlust und trifft nun auf Gilles Muller.
SDA-ATS