Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03437.jsonl.gz/2256

Als Angestellter von Christian Constantin hat ein Trainer vermutlich noch weniger Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen, als anderswo. Eine Niederlage in Bern, wenn auch nicht eine derart deutliche, muss jede Mannschaft in der Super League einkalkulieren. Ein Heimspiel gegen den FC Zürich ist etwas anderes. Die Zürcher waren in den letzten Wochen längst nicht so konstant wie die Young Boys. Unlängst verloren sie das Derby gegen die Grasshoppers 0:4.
Wenn ein Klub mit den Mitteln, den Möglichkeiten und den Ansprüchen des FC Sion nur eines von zehn Meisterschaftsspielen gewinnt und darüber hinaus unehrenhaft aus der Europa League und aus dem Schweizer Cup ausscheidet, ist dies blamabel. Der frühere FC-Barcelona-Spieler Gabri hat die vordringliche Aufgabe, Sion aus der schier einzigartigen, lang anhaltenden Baisse herauszuführen.
Gabri wird wissen, dass er vom Präsidenten nicht viel Zeit eingeräumt bekommen wird. Deshalb wäre es für den Spanier am besten, wenn er schon im Heimspiel gegen die zuletzt wenig konstanten Zürcher drei Punkte einfahren würde. Dazu müssten die Walliser jedoch nicht nur den FCZ bezwingen, sondern auch ihre eigene manifeste Schwäche im Tourbillon. Nachdem sie die Saison infolge der Rasensanierung mit vier Auswärtsspielen hatten beginnen müssen, spielten die Sittener zuletzt in rascher Folge sechsmal vor dem eigenen Publikum. Von diesen sechs Spielen gewannen sie kein einziges. Die mageren vier Punkte resultierten aus sechs Unentschieden. Die Festung Tourbillon ist am Bröckeln.