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Nun hat sich aber gezeigt, dass bisher nur rund 50 Prozent der Reparaturen durchgeführt worden sind und die gesamte Unternehmung ein Teil einer immensen Diskussion geworden ist. Der argentinische Verteidigungsminister Arturo Puricelli hat versprochen, dass der sinnbildliche Eisbrecher für Probefahrten wieder flott sei. Wenn man aber gemäss dem Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission glauben schenkt ist dies eher unwahrscheinlich. Es wurden Fehler in der Funktionsfähigkeit festgestellt und man berichtet von administrativen Unregelmässigkeiten und sogar von Korruptionsvorwürfen. Die Regierungsopposition liess verlauten, dass mit all dem Geld in der Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar, welches bisher in die Reparaturen gesteckt wurde, ein neuer Eisbrecher hätte gekauft werden können. Damit hätten auch alle Probleme, die für das argentinische Antarktisprogramm seither aufgetreten sind, schon längst gelöst werden können. Die Vertreter geben an, dass der technische Berater der Tanandor Werft, wo das Schiff für die nötigen Reparaturarbeiten liegt, von seinem Posten enthoben wurde, nachdem Beschwerden über das Chaos der gesamten Operation an die Öffentlichkeit gelangt waren.
Gleichzeitig hatte Minister Puricelli Ende Dezember 2012 den Vertrag mit der Schweizer Firma ABB ausser Kraft gesetzt mit dem Argument, dass der Kostenvoranschlag der Firma massiv überteuert sei. Jedoch kam heraus, dass durch diesen Voranschlag der ABB auch die Kosten für vorgängige Fehler, die beim Beginn der Reparaturarbeiten begangen worden waren, hätten abgedeckt werden müssen. In jedem Fall hat ABB verlauten lassen, den argentinischen Staat wegen Vertragsbruch zu belangen.
Ursprünglich war gedacht worden, dass die Probefahrten der «Almirante Irizar» am 17. Oktober 2011 beginnen würden, und zwar mit Cristina Fernandez de Kirchner und ihrem Mann Nestor Kirchner an Bord. Aber der plötzliche Tod von Nestor Kirchner ein Jahr zuvor und eine Kabinettsumbildung erzwangen eine Aufschiebung der ganzen Zeremonie. Die Opposition erklärte nun, dass sie vom argentinischen Verteidigungsministerium eine sofortige Beurteilung der Situation erwartet, inklusive einer Erklärung über den Stand der Reparaturarbeiten, das Budgetmanagement und wer schliesslich für die Verspätung und den finanziellen Mehraufwand verantwortlich sei.
Quelle: MercoPress http://en.mercopress.com
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