Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03468.jsonl.gz/2695

Im Allgemeinen ist die HIV-Prävalenz unter « einheimischen », nicht drogenabhängigen Sexarbeitenden sehr niedrig. Hingegen besteht eine erheblich höhere HIV-Prävalenz bei Migrantinnen, intravenös Drogenkonsumierenden, männlichen und transsexuellen Sexarbeitenden.
Gewisse Studien stellten eine leicht erhöhte Prävalenz von STIs (Chlamydien, Papillomavirus (HPV), Gonorrhö (Tripper), Syphilis) bei Sexarbeitenden im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung fest. Es ist festzuhalten, dass STIs das Übertragungsrisiko von HIV erhöhen.
Ebenfalls zu erwähnen ist, dass bei Analverkehr ein konsequenteres Schutzverhalten festgestellt wurde als bei Vaginalverkehr, wo der Schutz wiederum besser sei als bei Oralverkehr. „Blasen ohne Gummi“ stellt daher die grösste Herausforderung für aktuelle Präventionsprojekte dar.
Aus diesem Grund muss die Präventionsarbeit bei Sexarbeitenden verstärkt werden, indem Räume angeboten werden, die einen offenen Dialog und urteilsfreie Beratung ermöglichen und wo jede Sexualpraktik angesprochen werden kann. Es ist ebenfalls wichtig, klare Empfehlungen herauszugeben, die aus dem Sexarbeiter-Milieu selbst hervorgehen. In der Westschweiz wurde zu diesem Zweck das Projekt Fairsexwork (www.fxw.ch) ins Leben gerufen. Für FxW Empehlungen auf Deutsch drücken sie hier und hier für andere Sprachen.
Für weitere Informantionen: