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Der Schweizer Tennisspieler hat in Melbourne den Final gegen Fernando Gonzalez in drei Sätzen mit 7:6, 6:4 und 6:4 gewonnen. Es ist der zehnte Sieg des Baslers in einem Grand-Slam-Turnier.
Trotz des klaren Resultats musste der Weltranglisten-Erste den Sieg hart erkämpfen, denn der Chilene wehrte sich besonders im ersten Satz stark.
Roger Federer war im Final des Australian Open auch vom Chilenen Fernando Gonzalez (ATP 10) nicht zu stoppen. Der topgesetzte Schweizer gewann 7:6 (7:2), 6:4, 6:4. Für den 25-Jährigen war es der zehnte Grand-Slam-Triumph.
Federer setzte sich damit auch in der 10. Direktbegegnung gegen Gonzalez durch. Der dritte Sieg in Down Under bei der dritten Teilnahme brachte ihm ein Preisgeld von 1,25 Mio. Franken ein.
Verdiente Müdigkeit
"Alleine der Sieg ist für mich unglaublich, aber dass ich sogar ohne einen Satz zu verlieren gewonnen habe, ist wunderbar", sagte Federer, der mit seinem 36. Sieg hintereinander eine persönliche Bestleistung schaffte. Er sei jetzt ausgelaugt und geschafft, aber glücklich, so der Schweizer, der sein nächstes Turnier erst Ende Februar in Dubai bestreiten wird.
"Am Anfang war ich auch nervös, ich liess einige Chancen aus. Ich musste mich zunächst auf die veränderte Spielweise von Gonzalez einstellen. Wer weiss, was geschehen wäre, wenn er den ersten Satz gewonnen hätte. Nachher lief es mir dann wieder sehr gut."
Zittern im ersten Satz
Den ersten Satz gewann Federer in extremis: Er kassierte das Break zum 4:5 und musste danach zunächst zwei Satzbälle abwehren. Danach vergab die Weltnummer 1 bei 6:5 und Aufschlag Gonzalez selber vier Satzbälle und musste in die Kurzentscheidung. Federer ging im Tiebreak schnell 5:0 in Führung und nützte bei 6:2 den ersten von vier (weiteren) Satzbällen aus.
Im zweiten Durchgang breakte Federer seinen Kontrahenten im siebten Game (zum 4:3). In der Folge brachte der Baselbieter mit zwei starken Servicegames den Satz sicher nach Hause.
Einzig Paris fehlt noch
Im dritten Satz besass Federer wiederum beim Stand von 3:3 und Aufschlag des Chilenen Breakchancen, die vierte schliesslich nutzte er. Der nicht mehr so frisch wirkende Gonzalez gewann in den Sätzen 2 und 3 bei Aufschlag Federers nur gerade fünf Punkte.
Angesprochen auf den Grand Slam meinte Federer: "Meine Saison kann nur noch besser werden, wenn ich auch das French Open gewinne. Klar, dass ich das versuche." Das Turnier in Paris auf Sand ist das einzige der Grand-Slam-Serie, das der Schweizer noch nie gewonnen hat.
swissinfo und Agenturen
Roger Federer
Roger Federer gewann am Sonntag in Australien seinen zehnten Gran-Slam-Titel.
Geboren 1981, ist Roger Federer seit Februar 2004 die Nummer 1 der ATP-Weltrangliste.
Er hat bereits 45 ATP-Turniere sowie die Grand Slams von Australien (2004, 2006), Wimbledon (2003, 2004, 2005 und 2006) und das US-Open (2004, 2005 und 2006) gewonnen.
Federer wurde vom internationalen Tennisverband zum dritten Mal in Folge zum Spieler des Jahres 2006 gewählt.
Er wurde ebenfalls zum dritten Mal (nach 2003 und 2004) Schweizer Sportler des Jahres 2006.
Federer ist seit April 2006 Botschafter des UNO-Kinderhilfswerks Unicef.