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Basel, 1847
Friedrich Mähly
Lithographie koloriert
H. 61,7, B. 84 cm
Inv. 1901.108.
Ein Vorzug des Mähly-Planes liegt nicht nur in der topographischen Genauigkeit, sondern auch in der Tatsache, dass er auf dem Grundriss des Vogelschaubildes von Matthäus Merian aufbaut. Durch den Vergleich beider Pläne erhält man Einblick in die bauliche Kontinuität resp. Veränderung der Stadt Basel während eines Zeitraumes von 230 Jahren. Trotz der Kontinuität in den grossen Zügen - private wie öffentliche Bautätigkeit waren zwischen 1615 und 1847 gering gewesen - hatte sich im Kleinen doch einiges geändert. Verschwunden waren 1847 nicht nur die Vorwerke einiger Stadttore, sondern auch die Rheinbefestigung und zahlreiche Türme und Kapellen.
Neu entstanden waren Stadthaus, Haus zum Kirschgarten, St. Jakobsdenkmal, Botanischer Garten, Bürgerspital usw. Zaghaft kündigt sich mit den ersten Fabrikbauten und dem Elsässerbahnhof eine neue Epoche an. Das Bild der biedermeierlich-idyllisch am Rheinknie hingebetteten Stadt idealisiert die Vorstellung vom alten Basel. Die Wirklichkeit war anders; man vergegenwärtige sich nur den offenen Birsigbach an der späteren Falknerstrasse, der als übelriechende Kloake mitten durch die Stadt floss und Quelle verheerender Epidemien war.