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Was ist Radball?
Radball ist ein Mannschaftssport. Ein Herz und eine Seele ist die Zweier-Mannschaft beim Radball-Spiel. Aktion und Reaktion müssen bei beiden Spielern ineinander übergehen. Beide müssen sich ergänzen. Jahrelanges Training gehört dazu, um durch schnelles Antreten und kräftige Schlagbewegungen mit dem Rad scharfe Ballschüsse zu erzielen. Auch die Abwehr des Torverteidigers muss blitzartig erfolgen. Das Radballspiel als kampfbetontes Bewegungs-spiel erfordert neben Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit ein hohes Mass an Körper- und Rad-beherrschung sowie Reaktion und Konzentration.
Im Radball wird zwischen diversen Kategorien unterschieden. Gestartet wird als Schüler Anfänger, danach wechselt man zu den Schüler B und anschliessend zu Schüler A. Ab 14 Jahren gehört man zu der Kategorie Jugend und wechselt zwei Jahre später zu den Junioren. Bei den Aktiven – dies beginnt ab dem 18. Lebensjahr – wird unterschieden in den Kategorien: Nationalmannschaft A und B, 1. Liga, 2. Liga und 3. Liga.
Geburtsstunde des Radballs!
Am Ende des 19. Jahrhunderts soll dem damals bekannten Kunstradfahrer Nicholas Kaufmann ein kleiner Hund vors Rad gelaufen sein. Um sich selbst den Sturz und dem Tier eine Verletzung zu ersparen, beförderte er ihn sanft mit dem Vorderrad zur Seite. Daraus entstand die Idee des Radballs.
Einen Gegenstand auf diese Art und Weise zu befördern, führte Kaufmann - ein Europäer, der in Amerika aktiv war - am 14. September 1883 gemeinsam mit einem anderen Kunstradfahrer der Öffentlichkeit vor. Anstelle eines Hundes nahmen sie einen Polo-Ball. In Amerika wurde die Sportart unter Kunstradfahrern schnell populär und kam auch bald nach Europa.
Die wichtigsten Regeln zum Spiel
Das Spielfeld ist wie beim Kunstradsport international genormt:
14 Meter lang und 11 Meter breit. Es ist von einer 30 cm hohen Schrägbande eingefasst.
Die Mannschaft besteht aus zwei Spielern: Torwart und Feldspieler, wobei jeder von ihnen Stürmer oder Torhüter spielen kann, wie es die jeweilige Situation erfordert. Meistens aber ist einer als fangsicherer Torwart und der andere als flinker Feldspieler prädestiniert.
Die Spielzeit beträgt zweimal sieben Minuten.
Junioren spielen zweimal 6 Minuten - Jugend/Schüler zweimal
5 Minuten.
Der Ball hat Kugelform und ist aus Stoff gefertigt, gefüllt ist er in der Regel mit Ross- oder Rehhaaren.
Seine Geschwindigkeit erreicht bei Freischlägen bis zu 70 km/h.
Das Tor ist 2 Meter hoch und ebenso breit.
Gespielt wird der Ball durch Schläge mit dem Rad und dem Körper, allerdings ohne Benutzung von Händen und Füßen - es sei denn die Hände bleiben am Lenker und die Füße auf den Pedalen. Kopfbälle dagegen sind gestattet.
Im Strafraum, dem mit einer durchzogenen Linie von 2 Meter Radius gekennzeichneten Halbkreis vor dem Tor, darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Mannschaft befinden. Der Gegner aber nur, wenn sich der Ball im Strafraum befindet.
Der Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehrbenutzen.
Ein 4 Meter Strafstoß wird verhängt, bei Vergehen im eigenen Strafraum bzw. bei groben Regelverstößen, außerhalb des Strafraums.
Andere Regelübertretungen außerhalb des Strafraums werden mit Freischlägen geahndet.
Bei Ausball wird das Spiel nach Unterbrechung einen Meter von der "Ausstelle" und der Bande entfernt mit einem "Anschlag" fortgesetzt.
"Ecken" - verursacht wie im Fußball durch den Verteidiger - werden von einem fixierten Punkt (2 Meter von der verlängerten Torauslinie und 4 Meter von der Tormitte) geschlagen.
Bei Bodenberührung während des Spiels mit Fuß oder Körper, ist der betreffende Sportler erst wieder spielberechtigt, wenn er die Toraußenlinie des eigenen Gehäuses überquert hat.