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Rund 20 Jahre lang schrieb Alfonsina Storni für argentinische Wochenzeitschriften und Zeitungen, so auch in der wichtigsten Tageszeitung «La Nación».
Darin erforschte sie die Goldenen Zwanziger Jahre in Buenos Aires, sie beobachtete die Menschen im Grossstadtdschungel, die Frauen, die Männer, beim Flanieren, beim Shopping, beim Tango, aber vor allem bei der Arbeit. Sie schrieb kämpferisch, aber leicht und mit einer unnachahmlichen Ironie über die Geschlechterverhältnisse.
Auch ihre Erzählungen sind spielerische Experimente und nähern sich teilweise dem Surrealismus an: Essays – Erzählungen – Kolumnen – Aphorismen und Reisenotizen – autobiografische Texte und Interviews.
Diese Texte waren bislang nur auf Spanisch zu lesen.
Die erste deutsche Prosa-Ausgabe Meine Seele hat kein Geschlecht macht viele von ihnen zugänglich. Alle Texte sind neu übersetzt. Erstmals liegen auch Selbstporträts und Interviews mit Storni auf Deutsch vor.
Seit 1959 sind ausgewählte Gedichte auf Deutsch greifbar, unter anderen in Anthologien von Waldtrud Kappeler und Hans Erich Lampl.