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Kyburz setzte sich mit 40 Sekunden Vorsprung gegenüber dem Schweden Gustav Bergman deutlich durch und beendete somit eine fünfjährige Durststrecke. Letztmals liess sich der inzwischen 31-Jährige 2016 als Weltmeister feiern. Vor fünf Jahren war er in Schweden ebenfalls in der Mitteldistanz der Schnellste gewesen. Das dritte Gold in einer Einzeldisziplin datiert aus dem Jahr 2012. Damals gewann er als Emporkömmling den Sprint an der Heim-WM in Lausanne.
Kyburz schaffte es auch während der Corona-Pandemie in die Schlagzeilen. Seit einem Jahr ist er Weltrekordinhaber über 50 km auf dem Laufband.
In der kartentechnisch anspruchsvollsten Disziplin Mitteldistanz hielt sich der Schweizer Team-Leader konsequent an seinen Vorsatz: «Zuerst Karte lesen, und erst Vollgas geben, wenn ich die Route auch wirklich sehe.» In der Vergangenheit hatte sich der fünffache Sieger im Gesamtweltcup schon oft selber aus der Entscheidung genommen, weil er zu stark auf die läuferischen Qualitäten gesetzt hatte.
Den erfolgreichen Schweizer Tag rundete Simona Aebersold mit Bronze ab. Die junge Seeländerin stand schon fünfmal auf dem WM-Podest, zuletzt vergangenen Sonntag mit der Mixed-Staffel. Um die Sammlung mit Gold zu erweitern, muss sie aber auf ein Nachlassen von Tove Alexandersson hoffen. Gegen die OL-Dominatorin aus Schweden ist die Konkurrenz derzeit machtlos. Aebersolds Rückstand betrug nach einem Lauf mit ein paar Unsicherheiten dreieinhalb Minuten, die Zweitplatzierte Norwegerin Andrina Benjaminsen büsste zweieinhalb Minuten ein.
Tove Alexandersson hat sich seit 2016 13 WM-Goldmedaillen umhängen lassen. Der Rekord von Simone Niggli-Luder liegt bei 23 Siegen.