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|Blüte bleibt aus. Ich schneide meine Spiräe immer im Februar. Sie wächst dann auch sehr kräftig, bildet aber kaum Blüten. Andere Sträucher blühen dagegen nach dem Schnitt im zeitigen Frühjahr prächtig. Mache ich etwas falsch?|
Der Schnitt erfolgt zur falschen Zeit Fast alle im Frühjahr blühenden Gehölze blühen, bevor sich das Blattwerk entwickelt. Dies ist möglich, weil sie ihre Blütenknospen schon im Vorjahr angelegt haben. Mit einem Schnitt im Frühjahr entfernen Sie also ungewollt die einjährigen Langtriebe mit den Blütenknospen. Sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder oder Hibiskus dagegen bilden ihre Blütentriebe erst im Frühjahr - da kommt der frühe Schnitt zur rechten Zeit. Würden Sie sie im Herbst oder Winter schneiden, wären sie Frosteinwirkungen ausgesetzt und anfälliger für Krankheiten, denn sie können Schnittwunden in der wachstumsfreien Zeit nicht verschließen.
Schneiden Sie Frühjahrsbtüher nach der Blüte
Sträucher wie Spiräe, Deutzie oder das Mandelbäumchen bilden nur kurzlebige Triebe. Ohne Schnittmaßnahmen entwickeln sie nur kurze, besenartige Triebe, die kaum noch blühen. Da sie vor allem an einjährigen Langtrieben blühen, kann man diese jährlich nach der Blüte entfernen. Außerdem entfernt man alle Triebe, die älter als drei Jahre sind, am Boden und belässt dafür die gleiche Anzahl junger Bodentriebe. Bei veredelten Mandelbäumchen erfolgt der Schnitt immer oberhalb der Veredlungsstelle.
Vergreiste Triebspitzen entfernen Sie zugunsten eines tiefer stehenden Jungtriebes. Blut-Johannisbeere, Kolkwitzie, Schönfrucht, Weigelie und Forsythie blühen zwar auch an einjährigen Langtrieben, aber das ergiebigste Blütenholz findet sich an den einjährigen Seitenverzweigungen zweijähriger Langtriebe Entfernen Sie z. B. bei der Forsythie nach der Blüte Triebe, die älter als drei bis vier Jahre sind, und lassen Sie dafür einjährige Triebe, die aus dem Boden wachsen, stehen. Abgeblühte zweijährige Triebe lichten Sie aus, indem Sie auf einen tiefer stehenden einjährigen Seitentrieb umlenken.
Lichten Sie Sträucher mit stabilem Gerüst aus
Sträucher wie Berberitze, Echter Gewürzstrauch, Hartriegel, Haselnuss, Scheinquitte, Schneeball und Felsenbirne blühen an einjährigen Trieben, aber sie vergreisen langsam und bilden auch am alten Holz Blütentriebe. Sie entwickeln ein stabiles Gerüst mit Bodentrieben, die mindestens fünf Jahre und länger vital bleiben. Entfernen Sie deshalb höchstens ein Fünftel der Gerüsttriebe und lassen Sie dafür junge Bodentriebe stehen. Überzählige Jungtriebe entfernen Sie. Sträucher dieser Gruppe bilden oft dichte Besen an den Treibenden aus. Lichten Sie diese regelmäßig aus und lassen einen Jungtrieb als neue Triebspitze stehen. Insgesamt schneidet man viel zurückhaltender als bei Sträuchern mit kurzlebigen Trieben.
So schneiden Sie Sträucher mit langlebigem Gerüst
Zaubernuss, Zierkirsche, Flieder, Holunder, Weißdorn, Zierapfel und Magnolien blühen vor allem an einjährigen Kurztrieben und behalten über Jahre ein vitales Blütenholz. Der Schnitt erfolgt hier sehr maßvoll. Entfernen Sie dabei lediglich sich kreuzende oder nach innen wachsende Triebe und Verzweigungen an den Triebenden. Die Gerüsttriebe werden dabei nicht entfernt und auch nicht durch Jungtriebe ersetzt.
Wird ein Pfeifenstrauch im Winter eingekürzt, gehen nicht nur die meisten Blüten verloren, sondern auch die harmonische Gehölzform.
|Buchs: Schnittzeitpunkt ich habe einen Bauerngarten mit einer Buchseinfassung und einige in Form geschnittene Buchskugeln. Wie oft und wann sollte ich sie schneiden?|
Bei Buchs ist regelmäßiger Schnitt nötig, damit man die Form immer klar erkennen kann. Wie oft Sie ihn schneiden sollten, ist abhängig vom Alter der Pflanzen, von der Wuchsstärke der einzelnen Sorte und von der Schnittform
Erziehen Sie in Stufen
Bauen Sie das Gehölz in der Erziehungsphase zunächst stufenweise auf, damit es sich gleich zu Beginn vom Gehölzinnern dicht verzweigt. Dazu benötigt Buchs in den ersten zwei bis drei Jahren bis zu vier Schnitte in einer Wachstumsperiode.
Halten Sie die Pflanzen in Form Ist die Form bereits aufgebaut, reicht bei Einfassungsbuchs in der Regel ein Schnitt pro Jahr. Starkwüchsige Sorten schneidet man zweimal im Jahr.
Schneiden Sie im Frühsommer
Der beste Zeitpunkt ist zwischen Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen, bis ca. Ende Juli. Neu gebildete Triebe können dann noch vor dem Winter ausreifen. Schneiden Sie an einem bewölkten Tag, damit sich die nach dem Schnitt aussen stehenden Blätter an die stärkere Sonnenstrahlung gewöhnen.
|Meine im Herbst noch frisch gepflanzten Lavendel-Stauden sind mir über Winter eingegangen. Hätte ich sie besser schützen müssen?|
Er wurde zu spät gepflanzt
Wird Lavendel zu spät im Jahr gepflanzt, kann er nicht mehr richtig einwurzeln. Die empfindlichen Wurzeln erfrieren dann.
-4 Warten Sie bis zum Frühjahr
Pflanzen Sie Lavendel im April oder Mai. So kann er den Sommer über genug Wurzeln bilden und übersteht den ersten Winter.
Er bekommt zu viel Nährstoffe Lavendel besiedelt von Natur aus karge Böden und reagiert auf zu hohe Düngergaben
empfindlich. Geschwächte Pflanzen sind dann besonders frostanfällig.
Stellen Sie die Düngung ein
Düngen Sie Lavendel nur wenig und ab dem Spätsommer überhaupt nicht mehr.
Der Standort ist schattig und nass Lavendel ist ein absolutes Sonnenkind. Im Schatten werden die Triebe lang und anfällig für Läuse und Pilzkrankheiten. Besonders durch winterliche Staunässe werden auch Pilzkrankheiten und Wurzelfäule begünstigt
Wählen Sie einen sonnigen Platz
Ein Standort in voller Sonne, am besten vor morgens bis abends, ist für Lavendel ideal.
Sorgen Sie für Wasserabzug
Lockern Sie schweren Boden auf und arbeiten Sie sandigen Schotter oder Kies ein.
Rindenmuich schadet
Der hohe Huminsäureanteil in Rindenmulclschadet kalkliebenden Arten wie Lavendel.
Mulchen Sie mit Splitt
Schützen Sie den Boden nach der Pflanzung vor Frost und aufkeimendem Unkraut nicht mit Rindenmuich, sondern lieber mit einer mehrere Zentimeter dicken Schicht Splitt aus dem Baustoffhandel.
|Ahorn vertrocknet: Ich habe mein Fächer-Ahorn ausgelichtet. Nun trochnen manche Triebe an den Schnittstellen ein, und es bilden sich rote Flecken. Was soll ich tun?|
Ahorn ist empfindlich
Ahornarten können Wunden nicht gut abschotten und verschliessen. Größssre Schnittwunden trocknen dann oft bis weit in das alte Holz zurück und bilden einen Nährboden für Pilze wie die Rotpustelkrankheit.
Vermeiden Sie Schnittmassnahmen Fächer-Ahorn und andere Ahornarten entwickeln von selbst ein stabiles Gerüst, das ohne Schnitt jahrelang vital bleibt und im Alter immer mehr Charakter bekommt. Entfernen Sie bei Schnittmassnahmen besser mehrere kleine Triebe als einen grossen.
Schneiden Sie im Sommer.
Zwischen Juni und September versiegt der Saftdruck in der Pflanze fast ganz. Dann bluten die Schnittstellen nicht und bieten weniger Angriffsfläche für Pilzkrankheiten. Ausserdem kann die Pflanze die Wunde während der Wachstumsphase innerlich besser durch keimhemmende Stoffe abschotten und aussen Wundgewebe bilden.
Entfernen Sie kranke Triebe.
Sind Triebe eingetrocknet oder von Pilzen befallen, schneiden Sie diese im Sommer aus. Entfernen Sie nicht nur die betroffenen Bereiche, sondern schneiden Sie mindestens 10 cm weiter in das gesunde Holz zurück.
Junge Gehölze sind frostempfindlich Viele Gartengehölze stammen ursprünglich aus wärmeren Klimaregionen und sind in jungen Jahren frostempfindlich z. B. der spät blühende Roseneibisch Hibiscus syriacus. Diese Gehölze haben als Jungpflanzen noch nicht genug Holzmasse aufgebaut, um harten Wintern zu widerstehen. Besonders wurzelnackt im späten Herbst gepflanzte Gehölze mit eher labiler Frosthärte können in den ersten Jahren in frostreichen Wintern ohne schützende Schneebedeckung stark zurückfrieren oder ganz absterben.
Sorgen Sie für Winterschutz
Packen Sie den jungen Strauch spätestens im Dezember mit Stroh ein und wickeln eine Schilfmatte um ihn herum. So werden die besonders im Vorfrühling gefährlichen starken Temperaturschwankungen abgemildert, bei denen auf extrem kühle Nächte schon recht warme Tage folgen. Die Matten halten auch eisige Winterwinde ab.
Ältere, schon grössere Sträucher und Bäume sind zwar etwas teurer, aber auch schon stärker verholzt und weniger frostempfindlich.
|Eingerollte Blätter bei Immergrünen Ich Beobachte immer wieder das sich bei meinen Rhododendron sie Blätter im Wintter einrollen. Was hat das auf sich ?|
Das ist ein natürlicher Frostschutz Mutter Natur hat den Rhododendren diesen natürlichen Frostschutz mitgegeben. Als wintergrünes Gehölz betreibt die Pflanze ja auch in der kalten Jahreszeit Stoffwechsel,
d. h. sie verdunstet während der Photosynthese Wasser über Poren auf der Blattfläche. Rollt sich das Blatt zusammen, ist das eine Art Sparmassnahme: Die Photosynthese wird eingeschränkt, und es verdunstet automatisch auch weniger Wasser. An frostigen Tagen wird so der fehlende Nachschub aus dem gefrorenen Boden kompensiert. Damit kann die Pflanze kurzfristig Schäden durch Frosttrocknis vermeiden. Hält der Zustand länger an, sollte man Schutzmassnahmen ergreifen.
Braune Blätter bei Immergrünen Damit eisiger Wind und ungefiltertes Sonnenlicht bei der Pflanze im Winter nicht zu Trockenschäden führen, können Sie sie während längerer Kälteperioden durch Strohmatten, ein spezielles Frostschutzvlies oder mit aufgelegten Fichtenzweigen schützen.
Ebenso wie andere Immergrüne sollte man auch Rhododendren bei trockenem Boden an frostfreien Wintertagen vorsorglich wässern, damit es nicht zu Schäden durch Austrocknung kommt.
Stellen Sie Rhododendren und andere Immergrüne in Gefäsen an einen windgeschützten Platz und schützen Sie den Wurzelballen im Topf durch Isoliermaterial (z. B. Noppenfolie oder Strohmatten) vor Frost.
|Meine Felsenbirne wird unten ganz kahl, entwickelt oben aber ein immer dichteres Geäst. Wie erreiche ich, dass sie auch unten noch Triebe hat?|
An die Basis kommt kein Licht
Triebe, die sich gegenseitig beschatten, verkahlen in Bodennähe. Oben, wo der Trieb genügend Licht erhält, verzweigt er sich zu "Besen" - und schattiert die Basis noch stärker. Solche Köpfe bilden sich auch durch das regelmäßige Einkürzen einjähriger Triebe und stören den harmonischen Aufbau.
Lichten sie den Strauch aus.
Entfernen Sie bis zu 3/4 der älteren Triebe am Boden und die äußeren dichten Verzweigungen (Besen) und Kopfbildungen. Lenken Sie sie auf einen tieferen, jungen Seitentrieb um der in die Wuchsrichtung des Haupttriebes zeigt und diesen locker auslaufen lässt.
Schneiden Sie in den Folgejahren so, dass die Pflanze jeweils 1/5 der älteren Bodentriebe durch die gleiche Anzahl an Jungtrieben ersetzt. Der Strauch sollte dann insgesamt etwa 10-12 unterschiedlich alte Bodentriebe haben. Überzählige Jungtriebe entfernt man direkt am Boden.
Schneiden Sie nach der Blüte Schneiden Sie immer nach der Blüte und kürzen Sie nie die einjährigen Langtriebe ein, denn Felsenbirnen bilden ihre Blütenknospen im Vorjahr und blühen an 2-4 Jahre alten Trieben.
|Es ist zum Verzweifeln: Schneide ich meinen Flieder zurück, bleibt im Folgejahr die Blüte aus. Unterlasse ich den Schnitt, entwickeln sich aber auch nur wenige Blütenstände. Wie pflege ich ihn denn nun richtig?|
Die Samenstände rauben Kraft Flieder setzt nach der Blüte Samen an, die nicht abfallen und zu den im Sommer neu gebildeten Blütenknospen für das nächste Jahr in Konkurrenz stehen. Das raubt Kraft.
Schneiden Sie Verblühtes aus
Schneiden Sie die Blütenstände direkt nach Ende der Blütezeit bis zum ersten grünen Blattpaar zurück. Sehr schwache Triebe, die nur wenig oder gar nicht geblüht haben, schneiden Sie bis zum nächsten kräftigen diesjährigen Trieb zurück Die Triebe verkahlen
Flieder besitzt jahrelang vitales Blütenholz. Ältere Gehölze verlieren jedoch zunehmend ihre Vitalität, d. h. sie vergreisen und verkahlen an der Basis.
Verjüngen Sie den Baum
Um das Gehölz zu kräftigem Wuchs anzuregen, schneiden Sie Flieder am besten vor der Blüte im Frühjahr. Sie verzichten damit zwar im selben Jahr auf Blüten, im nächsten Jahr blüht er aber umso schöner. Bei Sträuchern entfernen Sie ein Drittel der vergreisten Triebe direkt am Boden, bei veredeltem Flieder oberhalb der Veredlungsstelle.
Bei Hochstämmen entfernen Sie Besen, indem Sie sie auf einen tiefer stehenden und nach aussen weisenden Trieb umlenken.
Zu steile oder nach innen wachsende Triebe entfernen Sie vollständig. Neben dem Mitteltrieb sollten möglichst nur vier Seitentriebe das Gerüst bilden, sonst verkahlt der Baum.
Blüte bleibt aus
Entfernen Wildtriebe
Wilde Bodentriebe der Unterlage reissen Sie im Sommer direkt an der Wurzel aus. Bei Bedarf graben Sie dazu die Ansatzstelle frei. Wenn Sie solche Triebe lediglich am Boden abschneiden, regen Sie deren Wachstum nur zusätzlich an