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Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2019
SWIPRA GV Auswertung
Schweizer Generalversammlungen 2018/2019: Aktionäre und Stimmrechtsberater beurteilen Verwaltungsrats-Mitglieder kritischer
Die kritischsten Verwaltungsratswahlen erhielten erstmals mehr Dagegen-Stimmen als die kritischsten Vergütungsabstimmungen. Bei den 10% der Wahlen in den Verwaltungsrat (VR) mit den meisten Dagegen-Stimmen, stieg der Anteil ablehnender Aktionäre im Median auf über 20%. Aktionäre stimmten dabei vor allem aus Bedenken zur Unabhängigkeit der nominierten Verwaltungsräte gegen deren Wahl, gefolgt von Zweifeln im Zusammenhang mit der erwarteten Verfügbarkeit der designierten Verwaltungsräte. Minderheitsaktionäre in Unternehmen mit einem Ankeraktionäre stimmten oftmals negativer als Aktionäre in breit gehaltenen Unternehmen, insbesondere bei den kritischsten, für Minderheitsaktionäre sehr wichtigen Wahlen in den VR. Durch den verstärkten Fokus der Aktionäre auf die VR-Wahlen, die weiterhin häufig auf Basis von Abstimmungs-Empfehlungen beurteilt werden, stieg der Einfluss von Stimmrechtsberatern, allen voran ISS, wieder. Weiter ist die Diversität der Verwaltungsräte erneut angestiegen: Die Gremien wurden internationaler und weiblicher. Der Anteil Frauen an neu zur Wahl stehenden Verwaltungsräten hat dabei eine neue Höchstmarke erreicht. Weniger kritisch waren in dieser Saison die Abstimmungen zum Vergütungsbericht. Der tiefere Anteil Dagegen-Stimmen ist dabei auf eine verbesserte Offenlegung zur Vergütung seitens der Unternehmen, nicht auf eine weniger kritische Haltung der Investoren zurückzuführen. Letztere halten den Druck hoch: reagiert ein Unternehmen nicht auf ein vergütungsbezogenes Anliegen, steigen die Dagegen-Stimmen bei Vergütungs-berichten im Median schnell auf 30% und mehr.
Dies sind einige der wichtigsten Resultate der von SWIPRA Services durchgeführten Analyse der GVs der 100 grössten, in der Schweiz kotierten Unternehmen im Zeitraum zwischen Juli 2018 und Juni 2019.
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