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Maya Bringolf
Die skulpturale Formung mit dem Fokus auf den Körper und seine prekären Zustände ist mein aktueller Themenschwerpunkt. Die Aspekte Kopf, Körperfragment und Torso sind Ausgangslage meiner Befragung von Identität, bzw. deren Ablesbarkeit und Ausdruck im Körperlichen.
In der Auseinandersetzung mit dem Fragmentarisch-Körperlichen beschäftigt mich die Vermassung und die Aufhebung von Individualität und Geschlechterdifferenz. Im klassischen Abgussverfahren von Silikon-Negativformen mit eingefärbten 2-Komponenten Polyurethan-Hartschaum giesse ich Köpfe und andere Körperelemente ab und kombiniere sie mit verschiedenen Materialien zu surreal anmutenden Assemblagen.
Ich greife auf Versatzstücke des bürgerlichen Interieurs der frühen Nachkriegszeit zurück, die als autobiografisches Moment, als Erinnerung an die Inneneinrichtung aus dem Haus meiner Grosseltern fungieren. Wohlstand repräsentierend, war dieses biedere Mobiliar Statussymbol einer gehobenen Gesellschaft. Die Kombination dieser Wohnaccessoires und der Körperformen ist für mich eine Methode um Fragen von Identität zu untersuchen.
Zu den Fotos:
In den 2 Monaten, die ich in Nairs verbrachte, arbeitete ich auf die Ausstellung „Merets Funken“ hin, die im Oktober 2012 im Kunstmuseum Bern eröffnete.
Ich entwarf und baute die Modelle des Hodlersaals und der Lüftungsrohrinstallation mit Orgelpfeifen. Für eine 2. Arbeit stellte ich Wachsabgüsse von Armen und Beinen her, das grosse Kelleratelier war dafür der perfekte Ort.