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(Acne),
Hautkrankheit, die durch Zurückhaltung des Hautschmers in den
Talgdrüsen und
Entzündung des Drüsenbalges
sowie der angrenzenden
Lederhaut veranlaßt wird, daher gewöhnlich als Sekretionsanomalie in den
Talgdrüsen beginnt und dann
in
Eiterung und Pustelbildung übergeht. So pflegen die sogen.
Komedonen oder
Mitesser, durch Stockung des verdickten Drüsensekrets
entstanden, häufig zu Aknepusteln sich weiterzubilden und gleichzeitig neben letztern zu erscheinen (punktierte
Akne).
Die Aknepusteln sind meist isoliert stehende, rote, fleischige, konische Anschwellungen der
Haut,
[* 2] auf deren
Spitze sich kleine
mitEiter gefüllte
Pusteln erheben. Dieselben kommen vornehmlich an den
Stellen, welche reich an
Talgdrüsen
sind, vor: im
Gesicht,
[* 3] auf der
Stirn und an den Nasenflügeln, in der Jochbeingegend, auf dem
Rücken und der
Brust. Die Aknepustel
braucht 4-8
Tage zu ihrer
Ausbildung; berstet sie und ergießt sie ihren
Inhalt, so vertrocknet dieser zu
einer dünnen bräunlichen
Schuppe, nach deren
Abfallen die violettrot gefärbte knotige Erhabenheit der
Haut sehr langsam verschwindet.
Bei manchen Individuen kommen im Frühjahr oft die Aknepusteln wie die
Sommersprossen zum Vorschein. Verdauungsstörungen
und Tafelexzesse begünstigen ihre Entstehung. Die Behandlung beginnt mit einer sehr sorgsamen
Eröffnung jedes einzelnen
Knötchens durch tiefen
Einschnitt und Entleerung des
Talg- oder Eiterinhalts. Die reichliche
Blutung bei
dieser Prozedur wird durch Scharpieauflagen gestillt. Erst dann müssen die festen
Pfropfen
[* 4] aus den
Talgdrüsen vorsichtig
ausgedrückt werden, was etwa durch einen senkrecht auf die
Haut gesetzten Uhrschlüssel geschehen kann.
oder Akne, ein sehr gewöhnlicher Hautausschlag, der vorzugsweise im Gesicht, nächstdem am Rücken, an der Brust
u. s. w. auftritt. Er beruht auf einer Entzündung und Verschwärung der Talgdrüsen der Haut, welche eine
fette, dickflüssige Masse (den sog. Hauttalg) absondern. Verstopft sich die Drüsenmündung, so staut der Hauttalg in den Drüsensäckchen
an, dickt ein und vertrocknet in der Nähe der Öffnung, wobei er durch den von außen beigemischten Staubu. dgl. sich schwärzlich
färbt.
Drückt man eine so verstopfte Talgdrüse
aus, so dringt der dicke Hauttalg wurstförmig hervor und ähnelt
einem Würmchen mit schwarzem Kopfe. Daher entstand der NameMitesser (comedo). Übrigens kommen wirklich zuweilen kleine Tierchen
in diesem Hauttalge vor, die Haarbalgmilben (s. d., Demodex folliculorum Sim.), welche jedoch mit bloßem
Auge
[* 9] kaum aufzufinden sind und auf das Hautorgan keinen weitern schädlichen Einfluß üben. Entweder
infolge der Anhäufung des Hauttalgs oder aus andern, tiefer liegenden Ursachen entzünden sich häufig die Talgdrüsen, schwellen
an und verursachen kleine, rote Erhebungen der Haut, welche man, wenn sie den erwähnten schwarzen Punkt zeigen, punktierte
Akne nennt.
Diese Entzündung oder Schwellung kann sich wieder zerteilen oder zur Eiterung fortschreiten, oder endlich
ohne Vereiterung sich vergrößern. TrittEiterung ein, so bildet sich eine kleine Pustel, welche bald vertrocknet, abfällt
und eine allmählich verschwindende rote Erhebung, selten eine kleine Narbe zurückläßt. Zieht sich die Entzündung ohne
Eiterung in die Länge, so entsteht eine chronische Schwellung um die Talgdrüse, ein sog. Akneknoten,
welcher sich auf der Haut durch eine flache rote Erhebung verrät.
Tritt gleichzeitig um die Knoten eine beträchtliche Gefäßerweiterung ein, so erhält man die Acne rosacea (Kupferrose,
Burgundernase), welche häufig Trinker, namentlich Wein-und Branntweintrinker, heimsucht. Die Krankheit tritt gewöhnlich zuerst
während der Pubertätsentwicklung auf und verschwindet nach derselben meist wieder. Reizungen der Haut,
Unreinlichkeit, Diätfehler und Verstopfung begünstigen zwar die Entstehung der Finne, aber ihre eigentliche Ursache liegt in
einer nicht weiter erklärlichen Disposition.
Der Einfluß sexueller Excesse auf die Entwicklung der Finne wird sicher in ganz ungerechtfertigter Weise überschätzt. Heilung
ist nur in frischen Fällen möglich, in veralteten nur Besserung. Alle Reizungen der Haut durch Reiben, kaltes Waschen, Erhitzen
und schroffe Temperaturwechsel sind zu meiden, die festen Pfröpfe aus den Talgdrüsen behutsam und vorsichtig auszudrücken.
Zum Waschen ist reines Regenwasser, sehr verdünnte Tier- oder Mandelmilch zu benutzen oder dem Waschwasser
etwas Borax,
[* 10] flüssige Glycerinseife oder Benzoetinktur zuzusetzen.
Auch Schwefelpasten, das Kummerfeldsche Waschwasser, Schwefelsandseife und milde Fettsalben erweisen sich vielfach nützlich.
InnereMittel helfen nichts; sog. blutreinigende Mittel und starke Abführkuren schaden meist mehr als sie nützen, denn die
Krankheit liegt nicht in einer «Schärfe des Blutes». Doch sind Verstopfung und Diätfehler streng zu meiden,
und die habituell Verstopften können mit Vorteil eine gelinde Abführkur, z. B. eine Molken- und Traubenkur, benutzen.
Höhenzug in Thüringen, im preuß. Reg.-Bez. Merseburg, im SO.
von der Ilm, im NO. von der untern, im NW. von der obern Unstrut und im SW. von der Losse und der Fortsetzung
des Lossathals bis Sulza begrenzt, zieht von SO. nach NW. und besteht aus Buntsandstein und Muschelkalk. Durch das Thal des
Heldenbachs, der unterhalb Heldrungen rechts in die Unstrut mündet, wird der Höhenrücken in zwei Züge
getrennt, von denen der nordöstliche die Hohe¶
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Schrecke, der südwestliche die Schmücke heißt. Die zur Unstrut steil abfallende Schmücke bildet mit der Hainleite (s. d.)
bei Sachsenburg einen Engpaß,die Thüringer Pforte oder Sachsenlücke. Die Schmücke erhebt sich im Kinselsberg zu 386 m
und die Schrecke im Steiger zu 362 m Höhe, während der südöstl. Zug
der Finne noch eine Höhe von 333 m erreicht.