Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/1809

Der Hauptgrund für den Rücktritt von Gemeindepräsident Roos sei die erhöhte zeitlich Belastung in seinem Betrieb, teilte die Gemeinde am Montag mit. Nach dem Entscheid der Gemeindeversammlung vom November, an dem über die Schulentwicklung der fusionierten Gemeinde Ebersecken und Altishofen diskutiert wurde, spürte er in den Diskussionen aber auch ein fehlendes Vertrauen der Bevölkerung in den Gemeinderat.
Auch Finanzvorsteher Josef Szalai nennt neben "begrenzten mentalen und gesundheitlichen Ressourcen" auch den Entscheid dieser Gemeindeversammlung als Ausschlag für die Demission. Er respektiere ihn, können die nun angedachte Strategie und deren Folgen aber nicht mittragen.
Die Stimmberechtigten von Altishofen und Ebersecken hatten 2018 einer Fusion zugestimmt, zwei Jahre später wurde sie vollzogen. Im September 2019 wählten die Stimmberechtigten den fünfköpfigen Gemeinderat der fusionierten Gemeinde. Dabei wurde Thomas Roos, der damalige Gemeindepräsident von Ebersecken, zum Gemeindepräsidenten der fusionierten Gemeinde gewählt. Josef Szalai war zuvor Mitglied des Altishofer Gemeinderats.
Grund für die Fusion war die finanzielle Lage des kleinen Ebersecken. Die Fusionsgemeinde im Luzerner Hinterland ist seither 14,4 Quadratkilometer gross und hat knapp 2000 Einwohner. Das 8,6 Quadratkilometer grosse Ebersecken war flächenmässig zwar grösser als Altishofen mit 5,8 Quadratkilometer, zählte aber weniger als 400 Einwohner. Altishofen zählte vor der Fusion gegen 1600 Personen.
(sda)