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Wegen Bauarbeiten im Rahmen einer technisch-energetischen Teilsanierung ist das Akademie-Gebäude am Pariser Platz bis 2016 nur für Veranstaltungen im Plenarsaal geöffnet.
Die Akademie der Künste ist eine von der Bundesrepublik Deutschland getragene Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie hat die Aufgabe, die Kunst zu fördern und die Bundesländer in Angelegenheiten der Kunst und Kultur zu beraten und zu unterstützen.
Als eine internationale Gemeinschaft von Künstlern beruft die Akademie in geheimer Abstimmung Mitglieder, deren Werk auf dem Gebiet der Bildenden Kunst, der Baukunst, der Musik, der Literatur, der Darstellenden Kunst sowie der Film- und Medienkunst anerkannt wird. Dabei handelt es sich um Persönlichkeiten, die die Kunst ihrer Zeit prägen und von denen erwartet wird, dass sie an den Aufgaben der Akademie mitwirken. Die Mitglieder der einzelnen Sektionen wählen jeweils ihren Direktor und dessen Stellvertreter; die Mitgliederversammlung wählt jeweils für drei Jahre den Präsidenten und den Vizepräsidenten. Die Direktoren der Sektionen bilden gemeinsam den Senat der Akademie, der unter Vorsitz des Präsidenten tagt und über alle Vorhaben der Akademie der Künste berät und entscheidet. Der Präsident, der Vizepräsident und die Direktoren üben ihre Aufgaben ehrenamtlich aus. Beschlussfassende Gremien sind die Sektionen, der Senat und das Plenum, das anlässlich der Mitgliederversammlungen mindestens zweimal im Jahr zusammentritt.
Die Akademie soll öffentlich wirken und sich sowohl der Vermittlung neuer künstlerischer Tendenzen als auch der Pflege des kulturellen Erbes widmen. Im Rahmen dieser Aufgaben veranstaltet sie unter anderem Kunst- und Dokumentationsausstellungen, Workshops, Konzerte, Vorträge, Lesungen, Film-, Theater- und Tanz-Aufführungen. Ein wesentlicher Bestandteil der Akademie ist ihr Archiv, dessen Sammlungsgebiet die Geschichte der Akademien der Künste in Berlin und der in ihr vertretenen Kunstsparten umfasst.
Die Sektion Bildende Kunst ist so alt wie die Akademie der Künste selbst. Zusammen mit der Architektur bildete sie den Kernbestand der 1696 gegründeten "Academie der Mahl-, Bild- und Baukunst". In ihrer über 300-jährigen Geschichte gehörten ihr u.a. Andreas Schlüter, Johann Gottfried Schadow, Carl Blechen und Max Liebermann an.
Auf Anregung und unter Mitwirkung von Künstlern der Sektion werden Ausstellungen gezeigt, die sich der zeitgenössischen Kunst von einem formalen oder thematischen Aspekt nähern. Darüber hinaus wird in Retrospektiven und Vortragsveranstaltungen an das Gesamtwerk hervorragender Künstler oder Kunstvereinigungen erinnert. Ausstellungsbezogene Begleitprogramme vertiefen bestimmte Aspekte mit künstlerischer Gestaltung oder informieren über ästhetische, transdisziplinäre und gesellschaftspolitische Zusammenhänge der Kunst.
1997-2004 gestaltet die Sektion die Ausstellungsreihe "Sehen und Denken", in der zeitgenössische Künstler und Kunstvermittler Einblick in die materiellen und geistigen Voraussetzungen ihrer Arbeit geben. Sie beteiligt sich an übergreifenden Projekten der Sektionen wie der "Jungen Akademie" und der Internationalen Sommerakademie im Land Brandenburg. Neben Vortragsreihen, Podien und Gesprächen werden auch internationale und interdisziplinäre Symposien zu den Themen der Ausstellungen sowie zu aktuellen kunsttheoretischen und kulturpolitischen Fragen durchgeführt. Der gesetzlich fixierte Beratungsauftrag der Akademie wird durch die Mitwirkung in Jurys, Gremien, Beiräten etc. und durch kritische Initiativen zu Problemen, die nach Auffassung der Mitglieder in der Öffentlichkeit vernachlässigt werden, erfüllt.
Einer Tradition aus der Zeit der Präsidentschaft Max Liebermanns folgend sollen künftig kleinere Frühjahrs- und größere Herbstausstellungen Positionen zeitgenössischer Kunst aus möglichst akademiespezifischer Perspektive vorstellen. Daneben ist die Sektion Bildende Kunst nach wie vor daran interessiert, einem häufig unterrepräsentierten Genre, der Kunst der Zeichnung, größere Aufmerksamkeit zu verschaffen.