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Mobilität und Verkehr sind allgegenwärtig. Wir bewegen uns, um Freunde zu besuchen, um zwischen Wohn- und Arbeitsort zu pendeln oder für unsere Freizeitbeschäftigung.
Güter sind in Bewegung, wenn sie von ihrem Produktionsort zu den Nutzerinnen und Nutzern (Konsumenten) transportiert werden. In der Schweiz sind der Personenverkehr und der Güterverkehr für mehr als einen Drittel des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich.
Ein Szenario des UVEK (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) zeigt folgende Entwicklungen im Mobilitätssektor der Schweiz auf:
Pro Jahr legt eine Person durchschnittlich rund 25’000 km zurück, 55% davon im Inland, 45% im Ausland. Dies ergibt eine Tagesdistanz von rund 68 km, davon 37 km im Inland. Dabei wird am häufigsten das Auto (65%) als Verkehrsmittel verwendet, gefolgt von der Bahn (20%). Fast die Hälfte (44%) der Strecken im Inland werden für Freizeitaktivitäten zurückgelegt, etwa ein Viertel (24%) für Arbeitswege. Die Distanzen im Ausland werden zu 74% für Freizeitaktivitäten wie Reisen zurückgelegt.
Anders sieht es bei Schülerinnen und Schülern aus. Statt des Autos werden vor allem Velo, öffentlicher Verkehr oder die eigenen Füsse benutzt. Letzteres nimmt ab, je älter die Kinder und Jugendlichen sind. Dafür hat die Verwendung motorisierter Verkehrmittel (Auto, “Töffli” usw.) ab- und die Verwendung von öffentlichen Verkehrkehrsmitteln (Tram, Bus usw.) zugenommen.
Mobilität beziehungsweise der Verkehr verbrauchen Energie. Gehen wir zu Fuss oder per Velo, ist es die eigene Körperenergie. Beim motorisierten Verkehr sind es fossile Treibstoffe oder Strom. Der öffentliche Verkehr benötigt hauptsächlich Strom (z.B. für Züge oder für Bergbahnen) oder fossile Treibstoffe, z.B. für Dieselbusse. Vom schweizerischen Gesamtenergieverbrauch entfallen knapp 38% auf den Verkehr. Zu diesem gehören der private und öffentliche Verkehr auf Strasse und Schiene, auf dem Wasser sowie in der Luft. Der internationale Luftverkehr ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.
Besonders problematisch ist, dass die meisten Verkehrsmittel immer noch Energie aus fossilen Treibstoffen (Benzin, Diesel, Kerosin) benötigen und dadurch einen Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz verursachen. Seit 2005 hat der Verkehr den Gebäudesektor an der Spitze der Treibhausgasverursacher abgelöst.
Die Automobilindustrie verbessert zwar laufend die Motoren, die bei gleichbleibender Leistung immer weniger Treibstoff verbrauchen und die Umwelt immer weniger belasten. Doch wegen der ständig leistungsstärkeren (weil immer schwereren!) Autos geht der durchschnittliche Treibstoffverbrauch nicht zurück. Ausserdem hat sich der motorisierte Individualverkehr seit 1970 verdoppelt, derjenige für den Warentransport verdreifacht.
So stellen die Abgasemissionen weiterhin ein gravierendes Problem dar, das auf eine Lösung wartet, und zwar nicht nur wegen Umweltverschmutzung und Klimawandel, sondern auch wegen der Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, z.B. durch Feinstaub.
Bleiben die Rahmenbedingungen gleich, werden Mobilität und Verkehrsaufkommen voraussichtlich weiter ansteigen. Das stellt uns vor Herausforderungen: Neben dem zunehmenden Energiebedarf führt das wachsende Verkehrsaufkommen zu einer stärkeren Belastung des Verkehrsnetzes, zu zusätzlichem Flächenbedarf, zum Anstieg der Luftschadstoffe und Treibhausgasemissionen sowie zu mehr Lärm.
Damit wir unsere Lebensqualität erhalten können und die energie- und umweltpolitischen Ziele erreichen, muss die Mobilität energie- und ressourceneffizienter werden. Dafür wurden im Rahmen der Energiestrategie 2050 Emissionsvorschriften definiert. Nebst diesen Vorschriften gibt es weitere Ansätze, die die nachhaltige Mobilität fördern:
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