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Dank einer starken Nachfrage nach Speicherchips hat der koreanische Technologie-Riese Samsung im zweiten Quartal einen operativen Gewinn in Rekordhöhe erzielt.
Das Ergebnis stieg im Jahresvergleich um 72,7 Prozent auf 14,1 Billionen Won, also rund 11,5 Milliarden Franken, wie der südkoreanische Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehgeräten am Donnerstag mitteilte. Der grosse Rivale Apple rechnet für das zweite Quartal nur mit 8,2 Milliarden US-Dollar Gewinn, wird also voraussichtlich weit hinter Samsung zurückbleiben.
Der Gewinn der Südkoreaner stieg stärker als der Umsatz, bei dem Samsung einen Anstieg um ein Fünftel auf 61 Billionen Won verbuchen konnte. Vor allem im Halbleitergeschäft legte Samsung deutlich zu. Der Bereich ist der mit Abstand wichtigste Gewinnbringer des Konzerns, der neben Chips und Handys zum Beispiel auch noch Fernseher oder Haushaltsgeräte wie Kühlschränke herstellt.
Die gemessen am Umsatz grösste Sparte - das Geschäft mit Handys und Tablets - verdiente trotz eines Umsatzanstiegs nur in etwa so viel wie im Vorjahr. Dies ist unter anderem auf höhere Forschungs- und Entwicklungskosten zurückzuführen.
Zudem führte der Start des neuen Galaxy S8 zu hohen Marketingkosten. Zwischen Juli und Ende September rechnet der Konzern in der Sparte unter anderem wegen der Ausgaben für die Einführung des neuen Note-Smartphones mit einem im Vergleich zum Vorquartal sinkenden operativen Gewinn.
Zuletzt hatte Samsung einige Herausforderungen wie das Debakel mit brennenden Akkus bei dem Vorzeige-Smartphone Galaxy Note 7 im Herbst zu überstehen. (sda/dpa)