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Mit den ersten «Drafts for Comments» (DfC) wird die Kommentierung und der vorgeschlagene Prozess eröffnet. Die ersten DfC bilden gewissermassen einen Konzeptnachweis, einen PoC. Auch und gerade diese DfC können bei Interesse gerne kommentiert und kritisiert werden, nämlich ganz im Sinne des DfC-Vorschlages.
DfC: worum geht es?
In der ausführlichen Ankündigung steht in der Zusammenfassung:
Ein DfC ermöglicht es, so die Idee, Themen zu erarbeiten und zur Diskussion zu stellen. Das Prinzip hat gewisse Ähnlichkeiten zu anderen "Call for ..." oder "Request for ...". Ganz im Wortsinn von «Draft for Comments» geht es hier darum, um Kommentare zu einem Dokumenten-Entwurf zu bitten. Der Themenbereich eines DfC per se ist nicht eingeschränkt. In diesem Projekt soll er alle digitaltechnischen oder digitalökonomischen Fragen umfassen. Fachleute, Forschende und alle interessierten Personen sollen mit ihrer Expertise und ihrem Wissen dazu beitragen können, dieses direkt oder indirekt einer breiteren, interessierten Öffentlichkeit weiterzugeben. [...]
Es geht also primär darum, um Kommentare zu einem Entwurf zu bitten, um dieses Dokument zu verbessern.
Es wird eine Weile dauern, bis einige hoffentlich relevanten DfC entstanden sein werden und bis es ein paar Mitglieder auf der Mailingliste hat. Dort können gerne auch Vorschläge zu DfC eingebracht und diskutiert werden. Die Kommentierung ist grundsätzlich zeitlich unbegrenzt möglich.
Wie kommentieren?
Zur Kommentierung könnte aus vielen Werkzeugen ausgewählt werden. Ähnlich wie bei viel grösseren Organisationen, etwa der IETF, steht zumindest bis auf weiteres die bewährte und eigentlich immer noch praktische Mailingliste zur Verfügung. Vermutlich ist diese unter ICT-Fachpersonen bekannter als sonst. Ausschlaggebend war jedoch, dass eine Mailingliste bei einem kleinen Projekt mit Abstand am einfachsten sein sollte und den wohl geringsten Wartungsaufwand verursachen dürfte.
DfC: Wie einfach ist einfach?
Fragt sich, ob die jetzt als Entwurf bereitstehenden DfC, etwa die Beschreibung im DfC 1001, noch einfach sind.
Zunächst einmal ist die Kommentierung bestimmt sehr einfach: Um dies auf einer altbekannten Mailingliste zu tun, braucht es keine besonderen Kenntnisse.
Was die Erarbeitung eines Dokumentes als DfC betrifft, kann die Organisation, welche das DfC-Prinzip übernehmen will, diese selber bestimmen. Insofern geben die vier ersten DfC 1001, DfC 1002, DfC 1003, DfC 1004, Anhaltspunkte. Die Kommentierung durch Interessierte, welche ein vorgelegtes Dokument (DfC) der Kritik aussetzt und hoffentlich verbessern hilft, ist ein wesentlicher Punkt.
Schaut man beispielsweise die Kategorie “Experten-Standard, Mindestanforderungen für die Praxis” an und vergleicht mit vielen erwähnten Normen- und Standardisierungsorganisationen, dann kann der vorgeschlagene DfC-Prozess augenscheinlich als einfach bezeichnet werden. Tatsächlich besteht dennoch die Tendenz, zu viel in einen als einfach angekündigten Kommentarprozess packen zu wollen.