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Erhitzter Tabak
Die Tabakindustrie hat neue Produkte auf den Markt gebracht, die «mit einem geringeren Risiko» beworben werden. Dabei handelt es sich um Erzeugnisse auf der Basis von erhitztem Tabak, die als «Heat-not-burn»-Produkte bezeichnet werden. Auf dem Schweizer Markt werden seit 2015 Produkte wie iQOS® von Philip Morris International und seit 2017 Produkte wie Glo® von British American Tobacco und Ploom Tech® von Japan Tobacco International angeboten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten findet bei diesen Produkten keine Verbrennung statt: der Tabak wird erhitzt (180 °C bis 350 °C), nicht verbrannt (800 °C). Diese Mini-Zigaretten (iQOS®, Glo®) oder Tabakkapseln (Ploom Tech®) werden elektrisch mithilfe eines Heizelements erhitzt. Die Produzenten behaupten, dass die Geräte keinen Rauch produzieren. Die Produkte enthalten jedoch Nikotin sowie giftige und krebserregende Stoffe, die auch in herkömmlichen Zigaretten zu finden sind.
Trotz der Versprechen der Tabakindustrie haben unabhängige Forscher vom Institut universitaire romand de santé au travail (IST) und der Policlinique médicale universitaire (PMU) vor Kurzem nachgewiesen, dass das Gerät iQOS® Rauch und Giftstoffe produziert (Referenz).
Bisher gibt es keine wissenschaftliche Studie, die die mittel- und langfristigen gesundheitlichen Folgen dieser Produkte auf der Basis von erhitztem Tabak untersucht.
Der aktuelle Kenntnisstand lässt den Schluss, dass diese Produkte weniger gesundheitsschädlich sind als herkömmliche Zigaretten, nicht zu. Gleiches gilt für die Exposition von Passivrauchern gegenüber dem von diesen Geräten erzeugten Rauch.
Diese Produkte dürfen nicht mit elektronischen Zigaretten verwechselt werden, die keinen Tabak, sondern eine Flüssigkeit mit oder ohne Nikotin enthalten.