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Samstag 13. Februar 2010 | 12h | Alte Kaserne

Libertäre und kommunistische Kritik im Vergleich
Gerhard Hanloser, Referat und Diskussion
Anarchismus und Marxismus standen sich in Form von Marx und Bakunin in der 1. Internationale feindlich gegenüber. Viele AnarchistInnen liessen jedoch die Marxsche Kapitalismuskritik gelten, verwarfen allerdings die politischen Vorschläge der KommunistInnen: Übergangsprogramme, diktatorische Staatsverfassung, Bündnis mit dem Bürgertum. Viele MarxistInnen links von den Kommunistischen Parteien übernahmen Anfang des 20. Jahrhunderts anarchistische Vorstellungen. Im Rätekommunismus und bei Rosa Luxemburg lassen sich anarchistische Grundpositionen finden. In den späten 60er Jahren entstand ein Neo-Anarchismus, der sowohl Marx als auch den Anarchismus miteinander verband. Im Zentrum stand die Kritik des Autoritären. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern diese Strömungen und Positionen dem 21. Jahrhundert angemessen sind. Welche Vorstellungen sollten aufgeben werden und vor welchem theoretischen Hintergrund kann die heutige autoritäre wie ausbeuterische Wirklichkeit kritisiert werden?