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Die der Ortsbürgergemeinde gehörende Gebäudegruppe Burghalde, mit der alten Burghalde und der neuen Burghalde liegt am südwestlichen Fuss des Schlossberges, dort wo der Weg zum Hügel aufsteigt.
Die alte Burghalde, erbaut 1628, besteht aus einem dreigeschossigen spätgotischen Wohnhaus mit Fachwerkanbau sowie der ehemaligen Trotte. Im halbrundem Schneggen auf der Westseite wird die hölzerne Treppe hochgeführt.
Im rückwärtigen Saal findet sich eine besondere Kostbarkeit, eine hochbarocke figürliche Stuckdecke (1718), die in der Art an den italienischen Künstler Diego Carlone erinnert. 1983 wurde das Haus renoviert und das Museum Burghalde eingerichtet.
Die neue Burghalde wurde 1793/94 nach den Plänen von Johann Rudolf Dolder erbaut. Der streng symmetrische frühklassizistische Bau besticht durch seine grosszügige Freitreppe und das reich geschmiedete Flügeltor. Die Fassade mit fünf Fensterachsen wird von Ecklisenen mit Quadereinteilung eingefasst. Die Höhe des Walmdaches ist gleich der Höhe der beiden Wohngeschosse vom Sockel aufwärts. Zwei Lukarnen, ein achteckiger Dachreiter und zwei Firsturnen zieren das Dach.
Im Inneren besticht das Obergeschoss durch den mittleren Saal und dessen Seitenzimmer, die dank Tapeten und Bordüren (um 1800 vom Rixheim) die Wohnatmosphäre des Louis XVI brillant vergegenwärtigen.
Die Gebäudegruppe der Burghalde wird abgerundet durch das Kutscherhaus im Süden und das sogenannte Hirzelhaus in der Ecke Schlossgasse / Burghaldenstrasse im Westen der neuen Burghalde. Das Kutscherhaus, ein aus dem späten 18. Jahrhundert stammender zierlicher Bau, diente ursprünglich wohl als Unterkunft für die Bediensteten des herrschaftlichen Anwesens "Burghalde".
Das Hirzelhaus wurde 1696 errichtet und gehörte ebenfalls zum Imperium der in der Burghalde lebenden Familie Ringier.