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Man kann Tattoos mittlerweile weltweit in allen sozialen Schichten antreffen. Sie stoßen auf eine immer breitere Akzeptanz in allen Bevölkerungsschichten. In Japan hat sich das Tätowieren als eine wahre Kunst etabliert und oft bedeckt das Motiv einen großen Teil des Körpers.
Bekannt ist die Kunst des Tätowierens bereits seit der Frühgeschichte der Menschen. Schon immer wurden Zeichen zum Schutz vor bösen Geistern, der Stammeszugehörigkeit, für Fruchtbarkeit, Zeugung, Geburt, Tod und ähnliches auf die Haut gebracht.
Dies geschah durch unterschiedlichste Methoden:
– Klopfen: Nadeln oder spitzige Steine befinden sich an einem Stock, diese werden auf die Haut geklopft.
– In Europa nutze man früher die 3-Nadel-Technik mit Tusche.
– Oft wurde die Tusche auch durch einfaches ritzen unter die Haut gebracht.
Heute kommen weltweit fast ausschließlich Tätowiermaschinen zum Einsatz. An Tätowiermaschinen sind vibrierende Nadeln angebracht, die für gleichbleibenden Druck und gleichmäßige Farbzuführung sorgen. Es gibt verschiedene Aufsätze mit einer unterschiedlichen Anzahl von Nadeln. Während Konturen mit einer relativ geringen Anzahl Nadeln (ca. 3) gestochen werden, benutzt man für Flächen eine größere Anzahl (ca. 10-14).
Bereits im alten Ägypten wurde tätowiert. In der 11.Dynastie (2040-1658 vor Chr.) waren Tattoos bekannt, wie man einigen Hieroglyphenschriften entnehmen kann. Die Motive bestanden aus Punkten und Strichen in blauschwarzer Farbe. Über die Bedeutungen der Tattoos im alten Ägypten sind die Archäologen uneins; am wahrscheinlichsten ist die Aussage: “Die Tätowierungen sollten die Fruchtbarkeit der Verstorbenen im Jenseits sichern”. Anfang 1923 wurde neben dem Grab des legendären Pharaos Tut-Ench-Amun auch das Grab einer tätowierten Prinzessin in einer Gruft bei Luxor entdeckt. Man stellte fest, dass sie eine Angehörige der elften Dynastie von Theben war.
Bevor sich das Christentum ausbreitete, war das tätowieren ein weit verbreiteter Stammesbrauch. Auch die ersten Christen schmückten Ihre Haut mit religiöser Symbolen. Besonders die Keltischen Stämme auf den Britischen Inseln praktizierten die Körperbemalung. Tattoos sind bekannt von den Stämmen der Ainu Südostasiens und Japans, den Eingeborenen Amerikas und den Polynesiern des Südpazifiks. Die afrikanischen Stämme bevorzugten wegen ihrer dunklen Hautfarbe die Narbenzeichnung.
Im Mittelalter wurde das Tätowieren in Europa von diversen christlichen Religionen verboten. Es war James Cook, der die Tätowierung in Europa bekannt machte. Cook brachte im Jahre 1774 einen tätowierten Polynesier namens Omai nach London.
Das Wort “Tattoo” entwickelte sich aus dem Begriff “Tatau” in Tahiti und bedeutet soviel wie “Bemalung”.
Kurz seien an dieser Stelle noch die verschiedenen Stilrichtungen der Tattoos erwähnt:
– Orientale Muster der östlichen Mythologie, zusammenhängend auf größeren Körperflächen
– Black and Grey -Tattoos in schwarz und grau
– Tribals – tiefschwarze, scherenschnittartige Motive
– Realistic Naturszenen oder Portraits (bunt)
– Motive aus der keltischen Mythologie