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Unter den zahlreichen Landsitzen des Solothurner Patriziats ist die Waldegg der schönste und weitläufigste. Zwei Baumalleen führen zum erhöht gelegenen Schloss mit seiner barocken Gartenanlage. Hier mischen sich französische und italienische Stilelemente mit der strengen Architektur eines Solothurner «Türmlihauses».
Schloss Waldegg wurde zwischen 1682 und 1686 von Schultheiss Johann Viktor I. von Besenval erbaut. 1865 erwarb Joseph von Sury-Bussy die Anlage. Er machte den Sommersitz ganzjährig bewohnbar. 1963 gelangte das Schloss durch einen Schenkungs- und Kaufvertrag mit den Geschwistern Marguerite, Charles und Victor von Sury-Bussy als öffentlich-rechtliche Stiftung in den Besitz des Kantons Solothurn.
Das Objekt von nationaler Bedeutung wurde zwischen 1985 und 2005 in zwei Etappen restauriert. Seit 1991 ist das Haus als Museum und Begegnungszentrum der Öffentlichkeit zugänglich, und seit 2005 ist es auch Sitz des Amtes für Kultur und Sport sowie der Geschäftsstelle des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung.