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Der Stammabfluss ist jener Anteil des Niederschlags, der über die Baumkrone entlang des Stammes auf den Boden trifft. Stammabfluss kommt hauptsächlich bei Baumarten mit einer glatten Rinde wie Buche und Hainbuche vor. In Buchenbeständen bildet der Stammabfluss einen wichtigen Anteil des Bestandesniederschlages (vgl. Abb. 3).
Mit der Stammabflussmessung wird auch die Menge an Nähr- und Schadstoffen bestimmt, die über den Stamm in den Boden gelangt. Die Stammabflussmessungen ergänzen die Messungen der Regensammler (3) und Schneesammler (4).
Auf LWF-Flächen mit Buchen- und Eichenvorkommen ist an ausgewählten Bäumen eine Silikonrinne installiert. Über die Rinne gelangt der Stammabfluss in eine Wippe, die mit einem Zähler verbunden ist. Bei jedem Wippenschlag erhöht sich der Zählerstand und eine Teilmenge des Stammabflusses wird über einen Schlauch in einen Sammelkanister abgeleitet. Die Stammabflusssammler bleiben das ganze Jahr über installiert und werden alle 14 Tage abgelesen.