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Beim Extreme Slalom handelt es sich um ein neues Format der Sportart Kanuslalom, bei dem jeweils vier Athlet*innen gleichzeitig von einer Rampe springen und gegeneinander einen etwas einfacheren Slalom bestreiten. Die ersten zwei Paddler*innen pro Heat rücken in die nächste Runde vor, der Rest ist raus. (Erst wird in einem Time Trial vor- aussortiert, bei dem man allein antritt und gegen die Zeit fährt wie im klassischen Slalom.) Das Ganze wird in fürs Wildwasser geschaffenen Plastikbooten bestritten, da es zu rau hin- und hergeht für unsere üblichen Karbonboote. Die relativ neue Disziplin ist wild, kraftvoll und doch noch technisch, spannend zum Paddeln sowie Zuschauen - und macht mir sehr viel Spass.
Nachdem ich ein entäuschendes Halbfinale im Slalomrennen hinter mir hatte, hiess es für mich, Fokus auf den Extreme Slalom. Am Sonntag, dem Tag, an dem alle Extreme Slalom Rennen stattfanden, ging es Schlag auf Schlag. Am späteren Morgen gings für mich los mit dem Time Trial. Ich absolvierte keinen perfekten Lauf, aber es reichte, um in die Heats vorzurücken und mit dem 8. Rang hatte ich keine schlechte Ausgangslage bei der Auswahl des Startplatzes auf der Startrampe. Den ersten Heat gewann ich souverän, jetzt wusste ich, ich war im Spiel. Im Viertelfinle wurde schon mehr gekämpft und taktisch gesehen erforderte es schnelle und schwierige Entscheidungen. Das Halbfinale lief gut für mich bis zu einer Stelle, wo eine andere Paddlerin in der Walze hängen geblieben ist und ich abbremsen und mein Boot querstellen musste, damit ich nicht ihren Kopf traf mit meinem Bootsspitz. Dadurch verlor ich meine Position ganz vorne, jedoch konnte ich glücklicherweise noch als Zweite ins Ziel sprinten.
Nun stand ich im WM - Finale, unglaublich, jetzt war die Medaille plötzlich in Griffweite. Wegen meines zweiten Platzes im Halbfinale hatte ich nun eine unvorteilhafte Startposition. So war auch der Start schwierig für mich und ich landete ganz hinten. Jedoch blieb ich an den anderen dran und konnte mich durch ein schnelles zweites Aufwärtstor und einer sauberen Linie nach vorne arbeiten.
Am Ende fuhr ich als Zweite ins Ziel, ich konnte es kaum glauben; Silbermedaille an den U23 Weltmeisterschaften!
Nach harter Arbeit und ein paar schwierigen Jahren für mich, bedeutet mir diese Medaille sehr viel. Und zeigt mir, dass es sich lohnt geduldig zu sein, die Arbeit zu investieren und in den Prozess zu vertrauen.
Danke, dass Ihr mich auf meinem Weg am die Weltspitze unterstützt! Ihr macht all dies möglich. Ich bin dankbar, dass ich diesen Weg bis hierhin gehe durfte und es noch viel weiter gehen kann!