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Der Piz Corvatsch: Einst dick vergletschert, heute stark ausgeapert, zieht seit mehr als 50 Jahren Schneesportler und Wanderer an. Der Berg erzählt hier seine Geschichte.Bereits 1902 erteilte die Bundesversammlung einem Luzerner Ingenieur die Konzession für den Bau- und Betrieb einer Drahtseilbahn von St.Moritz-Bad zum Hahnensee. Dieses Projekt wurde jedoch nie ausgeführt. Weitere 6 Versuche eine Bahn auf den Corvatsch zu bauen scheiterten allerdings bereits an der Gemeindeversammlung oder an anderen Einflüssen wie Krieg oder Geld. Erst beim siebten Versuch klappte es eine Bahn von Surley aus nach dem Piz Corvatsch auf 3303 müM zu bauen. Damit erhielt schlussendlich das Gesuch der Herren Badrutt, Gartmann, Kaspar, Keller und Niarchos den Segen 1959 des Eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartments.
Ohne Stavros S. Niarchos (1909 – 1996) gäbe es wohl keine Bergbahn auf den Corvatsch. Dank der Finanzkraft des griechischen Reeders konnte das Initiativkomitee vor 50 Jahren den verwegenen Bau verwirklichen. Als ich damals anfangs der 60 Jahre auf dem Flugplatz Samedan im Dienste der Direktion der Militärflugplätze stand, hatte ich mit Stavros S. Niarchos gleich wie mit dem Schah von Persien zwar nur am Rande Kontakt, aber man wusste allgemein wo beide im Engadin wohnten und dass beide mit immer wieder neuen Privatfliegern in Samedan landeten und damit einfach als STEINREICH galten.
So war es auch nicht verwunderlich, dass ich kurz nach Eröffnung der Corvatschbahn 1964 das Sommerskifahren bis hinunter zur Mittelstation Murtél genoss und am Nachmittag im Lej Marsch in St. Moritz badete. Das bei der Arbeit verdiente Geld wurde damit gleich für Sport und Vergnügen vor Ort umgesetzt. Wenige Jahre später – mit Beginn der Aspirantenschule im Herbst 1966 – endete jedoch diese unvergesslich schöne Zeit im Engadin. Mein Erwerbsleben als Kantonspolizist hatte definitiv begonnen.
Im August 1992 musste der Sommer-Skibetrieb endgültig eingestellt werden. Ab 1988 zog sich der Gletscher immer weiter zurück und irgendwann entleerte sich der unterirdische Gletschersee am Piz Corvatsch auf einen Schlag und verursachte im Roseggtal massive Überschwemmengen mit Todesfolge. Im Jahre 2007 konnten nach jahrelangen Verhandlungen schliesslich die Bergbahnen Furtschellas AG übernommen werden. Zwar war das Corvatsch-Gebiet mit dem Skilift Curtinella seit 1979 miteinander verbunden doch bis anhin noch immer selbständig.
Die ersten Schneekanonen versprühen ab dem Jahr 1985 ihr weisses Gold. Diese Anlagen wurden laufend durch Sparsamere ersetzt und heute besitzt die Corvatsch AG zusammen mit den Furtschelles Bahnen über insgesamt 150 Lanzen und 8 Aggregate. Damit kann die 4.5 km lange Snow-Night Strecke von der Mittelstation Murtél bis ins Tal beschneit werden. Das gleiche gilt für die Talabfahrt Furtschellas nach Sils hinunter, vorausgesetzt die Temperaturen im Herbst machen mit.
In Zeiten von Smartphones, iPads usw. hat auch der Piz Corvatsch seine App. Hier weiss man immer wo man sich befindet. Auch im Nebel. Nicht nur Fans des 3303 hohen Corvatsch wird es freuen, sondern auch alle anderen Gäste des Oberengadins:
Ab sofort steht im App Store von Apple und Android die kostenlose iSki Corvatsch App zum Download bereit. Nach dem Herunterladen sind sämtlich Informationen rund um den Berg jederzeit abrufbar: die Webcams übertragen das aktuelle Wetter, es wird über Veranstaltungen und Events informiert und es gibt Angaben zu den Schneebedingungen, Öffnungszeiten der Bergbahnen und Näheres über die Gastronomiebetriebe. Besonders praktisch ist die App für Skifahrer und Wanderer, die sich noch nicht so gut in der Corvatsch-Region auskennen. Mit Hilfe der GPS-Ortung ist der jeweilige Standort jederzeit auf dem Skipanorama bzw. auf der integrierten GoogleMaps-Karte bestimmbar. Darüber hinaus erhalten Wanderer detaillierte Informationen zu den schönsten Routen für ein unvergessliches Bergerlebnis. Die Corvatsch App macht einfach mobil.
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