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Gesa von Hirschheydt
Mein Hauptinteresse liegt in der Naturschutzbiologie. Dies umfasst für mich vor allem Biodiversität, Biogeografie und Ökologie. Seit Oktober 2018 arbeite ich an der WSL für die Revision der Roten Liste der baum- und erdbewohnenden Flechten der Schweiz.
Meine Doktorarbeit befasst sich mit der Antreffwahrscheinlichkeit von epiphytischen Flechten. Dabei schätze ich mithilfe von sogenannten occupancy Modellen, wie oft Flechten während der Probenahme für die Rote Liste der epiphytischen Flechten der Schweiz (2002) nicht entdeckt wurden, obwohl sie vorhanden waren. Um Gewissheit über das Vorhandensein einer Art auf einer Probefläche zu haben, muss die Art mindestens einmal dort entdeckt und korrekt bestimmt werden. Die Schätzung der Antreffwahrscheinlichkeit wiederum wird ermöglicht durch eine wiederholte, unabhängige Aufnahme der gleichen Probefläche, zum Beispiel durch eine zweite Person. Ich arbeite mit dem Datensatz der Roten Liste von 2002 und mit dem Datensatz der Revision dieser Liste, welche gerade in der Phase der Probenahme steckt. Einerseits möchte ich das Ausmass des Verpassens von Arten (imperfect detection) abschätzen, andererseits Faktoren finden, die mit der Antreffwahrscheinlichkeit korrelieren, um auch die Antreffwahrscheinlichkeiten von solchen Arten abzuschätzen, die nicht im Datensatz enthalten sind.
2018 - 2020 Wissenschaftliche Assistentin in der Forschungsgruppe Biodiversität, WSL
2015 - 2018 MSc in Ökologie und Naturschutzbiologie, Universität Uppsala, Schweden
2011 - 2014 BSc in Biologie, Universität Freiburg, Schweiz