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Wenn du für deine Steuererklärung das Hilfsblatt für Selbständigerwerbende ausfüllen willst, stolperst du wahrscheinlich früher oder später über den Abschnitt «Abrechnungsmethode». Dort musst du auswählen, ob du mit der «Ist-Methode» oder der «Soll-Methode» abrechnest. In diesem Artikel schauen wir uns an, was die Unterschiede sind und was du verwenden solltest.
Wenn du noch nie davon gehört hast, kann dich diese Frage ein wenig aus dem Konzept bringen. Zumindest ging’s mir so, als ich zum ersten mal meine Steuererklärung ausfüllen wollte. Frustriert ging ich dann zu einer Treuhänderin und liess mir das erklären.
Folgendes sind die Unterschiede:
Bei der Soll-Methode werden Einnahmen und Ausgaben dann verbucht, wenn der Anspruch darauf entsteht, also beispielsweise bei Rechnungsstellung. Konkret bedeutet das, dass die Buchungen erfolgen, sobald die Lieferung oder Leistung erfolgt ist, auch wenn die Rechnung noch nicht bezahlt wurde. Das ist also die klassische doppelte Buchhaltung, wie man sie kennt und «liebt». Diese Methode wird üblicherweise von größeren Unternehmen verwendet, da sie ein genaueres Bild der finanziellen Situation bietet.
Bei der Ist-Methode hingegen werden Einnahmen und Ausgaben erst dann verbucht, wenn das Geld tatsächlich geflossen ist, also wenn eine Zahlung erfolgt ist. Diese Methode wird oft von kleineren Unternehmen, Selbständigen oder Freiberuflern genutzt, da sie einfacher ist. Dementsprechend würde ich auch dir empfehlen die Ist-Methode zu verwenden, wenn du selbständigerwerbend bist und keine komplexen Geschäftsabläufe (wie z.B. ein Online-Shop mit Warenlager o.Ä.) hast.
Übrigens spricht man manchmal auch vom vereinnahmten (Ist-Methode) respektive vom vereinbarten (Soll-Methode) Entgelt. So zum Beispiel auf dem Formular für die MWST:
Wenn du aber weniger als 100’000 Franken Jahresumsatz machst, wird dich das noch nicht interessieren 😉
Fazit
Um das nochmals kurz zusammenzufassen: Wenn du selbständigerwerbend bist und eine einfache Buchhaltung führst (also eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung), dann musst du die Ist-Methode verwenden.