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Nun müssen die Mitglieder der SP entscheiden, wen sie ins Rennen für die Nachfolge von Christian Levrat schicken wollen. Sie haben die Wahl zwischen Ursula Schneider Schüttel aus dem Seebezirk und Carl-Alex Ridoré aus dem Saanebezirk.
Es bleibt bei den zwei bekannten Kandidaturen innerhalb der SP für den frei werdenden Freiburger Ständeratssitz. Ursula Schneider Schüttel, Nationalrätin und Vize-Gemeindepräsidentin von Murten, und Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks, wollen die Nachfolge von Christian Levrat antreten. Bis Ablauf der Frist am Freitag um Mitternacht hätten sich keine weiteren Kandidatinnen und Kandidaten gemeldet, sagte Alizée Rey, Präsidentin der kantonalen SP, auf Anfrage.
Die SP kann aber nur eine Person ins Rennen für die Ersatzwahl schicken. Nun müssen die Parteimitglieder entscheiden, welchen der beiden Kandidaten sie favorisieren. Die Partei plant den Nominierungskongress für den 26. Mai.
«Mitte Mai wird der Direktionsvorstand seine Strategie festlegen», erklärte Alizée Rey. «Die beiden Kandidierenden werden zur Sitzung eingeladen und angehört, und dann werden wir entscheiden, ob wir den Mitgliedern am Kongress eine Person oder zwei Personen für die Nomination empfehlen.» Sicher aber werden Schneider Schüttel wie auch Ridoré zur Wahl stehen.
«Eine echte Wahl»
Rey sagte, sie freue sich, dass die SP-Mitglieder eine echte Wahl haben werden. «Man hat der Freiburger SP zuletzt immer vorgeworfen, dass niemand für unsere bewährten Amtsträger nachrückt. Nun hat die Partei gezeigt, dass sie viele valable Kandidaten hat.»
«Erfreulich ist, dass wir den Mitgliedern zwei komplett verschiedene Profile präsentieren können», sagte die Präsidentin. Mit Ursula Schneider Schüttel habe man eine Frau aus Deutschfreiburg, die sowohl auf kommunaler wie auf nationaler Ebene bereits sehr viel Erfahrung mitbringe.
Carl-Alex Ridoré repräsentiere die Diversität der Freiburger SP. Er vertrete den französischsprachigen Kantonsteil, sei aber wie Schneider Schüttel bestens zweisprachig. Der Oberamtmann des Saanebezirks ist etwas jünger und habe sich bereits bei Wahlen nach dem Majorzsystem durchgesetzt, erklärte Rey.
Keine Kandidatur aus der Stadt Freiburg
Thierry Steiert, Syndic, und Andrea Burgener Woeffray, Gemeinderätin der Stadt Freiburg, haben sich hingegen als weitere mögliche Anwärter definitiv gegen eine Kandidatur für den Ständerat entschieden. Die Herausforderungen der neuen Legislatur und die zahlreichen Projekte in der Stadt Freiburg würden ein volles Engagement von Thierry Steiert und Andrea Burgener Woeffray verlangen, schreibt die Stadtfreiburger SP in einer Mitteilung. Diese Feststellung dränge sich auf nach einer vertieften Analyse der Situation und in Absprache mit dem Präsidium der Sektion. Die SP der Stadt Freiburg dankt den beiden Gemeinderäten in ihrer Mitteilung dafür, dass sie sich die Zeit genommen hätten, die Situation zu analysieren, für den konstruktiven Austausch mit dem Präsidium der Sektion und für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt.