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«Immer mehr Experte erkennen an, dass die Dekarbonisierung des Energiesektors nicht allein durch die Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden kann und mit der Kernenergie gekoppelt werden muss, wenn die Welt ihre Netto-Null-Ziele bis 2050 erreichen will» so Foratom anlässlich der Veröffentlichung eines Positionspapiers. Der Langzeitbetrieb der europäischen Kernkraftwerke können dazu beitragen, die mittelfristigen Emissionsreduktionsziele bis 2030 zu erreichen, die Abhängigkeit der EU von Energieimporten zu verringern, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Integration variablerer erneuerbarer Energien in das Netz zu unterstützen. Laut Foratom seien die überarbeiteten Zwischenziele für die Dekarbonisierung – eine Verringerung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 1990 – ehrgeiziger als zuvor und könnten ohne die Verlängerung des Betriebs bestehender Kernkraftwerke nicht erreicht werden.
Nach Angaben von Foratom sind die Kosten für Strom Kernkraftwerken im Langzeitbetrieb niedriger als die Kosten für Strom aus anderen Quellen, einschliesslich Gas und erneuerbaren Energien. «Der Langzeitbetrieb erfordert viel geringere Kapitalinvestitionen und führt zu geringen Investitionsrisiken, was zu niedrigeren und stabileren Kundenkosten führt», so Foratom-Generalsekretär Yves Desbazeille. Der Langzeitbetrieb könne ausserdem die betriebliche Effizienz der Kernkraftwerksflotte durch die Sanierung und Aufrüstung der Anlagen, die Verbesserung der betrieblichen Fähigkeiten und der Unternehmensführung sowie die Aufrechterhaltung von Fähigkeiten und Fachwissen in der gesamten nuklearen Wertschöpfungskette verbessern.
In dem Positionspapier kritisiert Foratom, dass der Langzeitbetrieb immer noch mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert ist, darunter regulatorische Aspekte, industrielle Herausforderungen wie Innovation und technologische Durchbrüche sowie verschiedene Steuern und Abgaben, die nur für die Kernenergie gelten würden Heute sind 107 Kernreaktorblöcke in 13 EU-Mitgliedstaaten kommerziell in Betrieb und liefern mehr als ein Viertel der Stromerzeugung in der EU. Zusätzlich sind zwölf Reaktorblöcke Grossbritannien Königreich und vier in der Schweiz in Betrieb.
Quelle
S.D. nach NucNet, 15. Dezember 2021