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Zusammenfassung
Durch die verheerenden Überschwemmungen im Jahre 1993 in der Stadt Brig im Kanton Wallis (CH) wurde auch die Nachbargemeinde Naters auf ihren ungenügenden Hochwasserschutz aufmerksam. Die Ablfusskapazität des Kelchbaches in Naters genügt nicht, um größere Abflüsse als das 20-jährliche Hochwasser abzuführen. Ein Projekt sieht nun vor, oberhalb Naters den Geschieberückhalt mit einer Hochwasserenlastungsanlage zu kombinieren. Ein natürlicher Geländekessel soll durch den Bau einer durchläßigen Sperre als Geschieberückhaltebecken genutzt werden. Große Abflüsse werden zu einem See aufgestaut, in welchem Geschiebe und Holz zurückgehalten werden. Die maximal durch die Sperre abfließende Wassermenge wird soweit begrenzt, dass sie schadlos durch das Dorf abgeführt werden kann. Eine Möglichkeit besteht darin, größere Wassermengen durch ein Fassungsbauwerk und einen Umleitstollen direkt in die Rhone zu entlasten. Um Verstopfungen und Abrasion der unterirdischen Bauteile zu verhindern, muss das Fassungsbauwerk so platziert und gestaltet werden, dass Geschiebe und Holz von der Entlastungsanlage ferngehalten werden. Die wasser- und flussbauliche Machbarkeit des Projektes wurde in einem hydraulischen Modell getestet.