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16.12.2014
In einer Zeit, in der die New Age Bewegung in voller Blüte war, veröffentlichte der Amerikaner Jordan De La Sierra mit "Gymnosphere: Song of the Rose" seinen Opus Magnus. Es war ein genreprägendes Werk, das einen Bogen von Klassik zur Avantgarde spannte. Verkaufstechnisch war "Gymnosphere" ein Flop, der De La Sierra dazu zwang sich aus dem Musikbusiness zurückzuziehen. Er widmete sich fortan seiner Leidenschaft als Landschaftsgärtner. Ein Beruf, der wie die Faust aufs Auge zur Musik des Kaliforniers passt.
Sein Meisterwerk von 1977 kommt einer Hügellandschaft im Mondlicht gleich, auf der die langen Grashalme im lauen Nachtlüftchen wehen. "Gymnosphere" besteht aus 4 einzelnen Stücken, jedes davon länger als 20 Minuten. Meistens basieren sie auf einfachen Pianoakkorden, die sich immerzu in sich wiederholen und so eine hypnotische Wirkung erzeugen. Das lange unter Sammlern als Rarität gehandelte Album wurde kürzlich vom Reissue-Label Numero Group neu aufgesetzt und ist nun auch einer breiteren Masse zugänglich.