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Im Jahre 2002 ergaben meine Internetrecherchen, dass es in Zürich keinen XiangQi-Verein gab, dem ich mich hätte anschliessen können. Nicht mal sonst irgendwo in der Schweiz gab es einen solchen Verband. Also nutze ich meine bescheidenen HTML-Kenntnisse und veröffentlichte eine Webseite, auf der ich mich als «Präsidenten des Schweizerischen XiangQi-Verbandes» ausrief und mich selber «Schweizermeister 2002» nannte.
Der erhoffte Protest eines echten Präsidenten oder Schweizermeisters blieb aus, stattdessen setze der Deutsche XiangQi Bund einen Link auf meine Seite, und der Hamburger Journalist René Gralla witterte darin eine Story. Er nutze seine Kontakte zu Mannheimer XiangQi-Kollegen, um ein renommiertes XiangQi-Turnier als «Schweizermeisterschaft 2003» zu deklarieren. 18 Spieler waren an diesem 31. August 2003 nach Hockenheim gekommen, davon nur ich aus der Schweiz, was dazu führte, dass ich wieder Schweizermeister wurde, obwohl ich alle Partien verlor.
Ende 2003 erschien dann Grallas Artikel in der Basler Zeitung und im Tages-Anzeiger mit der Auswirkung, dass sich einige Spieler bei mir meldeten. Nach ein paar kleinen Lokalturnierchen wurde im November 2004 in Wettingen die erste Schweizermeisterschaft mit mehreren titelberechtigten Spielern durchgeführt: Schweizer Meister 2004 wurde Luca Rusconi. 2005 fand erstmals der Basler «Bebbi Becher» statt.
Mit einem möglicherweise subjektiven Schreibstil verfasst von Beat Sprenger