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Bei einem spektakulären, mehrstündigen Einsatz hat die Rega zusammen mit Bergrettern in der Nacht auf Sonntag einen Kletterer aus der Nordwand des Titlis gerettet. Der Tessiner hatte sich bei einem Sturz in einer sehr schwierigen Kletterroute verletzt.
Der Kletterer lag an einer derart unzugänglichen Stelle, dass ihn der Rega-Helikopter nicht direkt am Seil heraufziehen konnte. Der Fels war an dem Ort nämlich 25 Meter überhängend und damit unerreichbar für eine direkte Rettung mit dem Helikopter, wie die Rega am Sonntag mitteilte.
Daher wurden vier Bergretter des Schweizer Alpen-Club (SAC) aufgeboten. Diese wurden mit einer Unmenge an Ausrüstung und Material an einem Felspfeiler 120 Meter oberhalb des Kletterers abgesetzt.
Wegen des überhängenden Felsens konnten sie sich von dort nicht einfach senkrecht zum Abgestürzten abseilen, sondern mussten sich eine sichere Route suchen und unzählige Bohrhaken anbringen.
Beim Verletzten angekommen, lagerten sie diesen in eine Bahre um, in der sie ihn in der Steilwand weitere 120 Meter abseilten. Erst dort fanden sie eine Stelle, von der aus der Helikopter den Verletzten per Winde retten konnte. (sda)