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Der Schweizer Künstler Peter Trachsel (1949–2013) hat sich durch seine soziokulturellen Projekte, die er mit dem Verein die Hasena im Prättigauer Dorf Küblis realisierte, international einen Namen gemacht. Nach einer Ausbildung zum Dekorateur besuchte er 1972–1973 die F+F Schule für experimentelle Gestaltung in Zürich. Er gehörte zu den Pionieren der Performancekunst in der Schweiz und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen.
Ab 1981 betrieb er den Verein die Hasena – Institut für (den) fliessenden Kunstverkehr, der zum Mittelpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit wurde, und er begann partizipativ angelegte Projekte zu initiieren. Diese entstanden meist in Kollaboration mit anderen Kulturschaffenden und oft unter Einbezug von Laien. Mitte der 1980er Jahre zog er mit seiner Familie von Zürich nach Dalvazza bei Küblis im Prättigau (GR), wo das ländlich geprägte Umfeld zu seinem Aktionsfeld wurde. In Küblis wurde 2005 das Kulturzentrum Passagenhaus eröffnet und als Trägerschaft dieses Kulturzentrums die Stiftung für (den) fliessenden Kunstverkehr gegründet. Zeitlebens hat Peter Trachsel neben diesen organisatorischen und publizistischen Aktivitäten immer auch Kunstwerke in einem eher traditionellen Sinne hergestellt. Dazu gehörten Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Kunst-am-Bau-Projekte. Die Ausstellung im Labor des Bündner Kunstmuseums zeigt Einblicke in das vielseitige Schaffen und Wirken von Peter Trachsel und versteht sich zugleich als Bühne für eine Reihe von Veranstaltungen.
In Zusammenarbeit mit Michael Hiltbrunner und der Stiftung für (den) fliessenden Kunstverkehr.