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Das Institut für Agrarwirtschaft der ETH Zürich analysiert periodisch die wirtschaftliche Lage der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe nach Performance und hypothetischem Wettbewerbsdruck, der entstünde, wenn sich die Preise ans EU Niveau anpassten. Die Performance hat sich zwischen 2000 und 2004 leicht verschlechtert. Hauptgrund sind sinkende Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Vor allem das verstärkte Engagement in der Paralandwirtschaft (Agrotourismus, Lohnarbeit, Direktverkauf sowie Gebäude- und Maschinenvermietung) konnte weitere Performanceeinbussen verhindern. Der hypothetische Wettbewerbsdruck hat leicht zugenommen, da sich die Preisdifferenz bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen zur EU vergrössert hat. Bei einer Anpassung der Schweizer Preise ans EU-Niveau kämen insbesondere Ackerbaubetriebe unter Druck, da deren Absatzpreise heute relativ stark vom Grenzschutz profitieren. Dieser Wettbewerbsdruck wird bei den grösstenteils niedrig performanten Milchbetrieben der Hügel- und Bergregion durch höhere Direktzahlungen des Bundes abgeschwächt. Die Untersuchung zeigt, dass sich einzelne Betriebe trotz nahezu identischer Produktionsvoraussetzungen stark in ihrer wirtschaftlichen Lage unterscheiden. Wirtschaftlichere Betriebe sind produktiver (beispielsweise dank der Substitution von Arbeit durch Kapital in der Milchproduktion) und haben insbesondere im Ackerbau eine bessere Auslastung der Produktionsanlagen.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.