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Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) wollen jetzt Wissenschaftler gegen die Ausbreitung antisemitisch gemeinter Diffamierungen vorgehen und damit helfen, deren Verbreitung im Netz zu bekämpfen. "Decoding Antisemitism" – so nennt sich das Projekt, das vom Linguisten Matthias J. Becker von der Technischen Universität (TU) Berlin geleitet wird. Beteiligt sind unter anderem auch das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU und das Londoner King's College.
Zu dem Forscherteam gehören Experten für Diskursanalyse, Computerlinguistik und Historiker. Bisher habe sich noch keine Untersuchung darauf konzentriert, versteckten und codierten Hass gegen Juden zu identifizieren. Dabei gehe aus Studien hervor, dass antisemitische Diffamierungen mehrheitlich nicht direkt ausgedrückt würden. Auch die Andeutung von Verschwörungsmythen oder die Wiederholung von Stereotypen in Bildern, Karikaturen oder Memes gehörten dazu.
Mit Hilfe von Computern und Künstlicher Intelligenz wollen die Forscher grosse Mengen an Daten- und Bildmaterial sichten, die menschliche Analysten nicht verarbeiten könnten. Ziel des Projekts sei unter anderem eine Open-Source-Anwendung, um etwa Debatten auf Webseiten zu moderieren. Es gehe dabei ausdrücklich nicht darum, einen Zensuralgorithmus zu erschaffen, teilte die Landecker-Stiftung weiter mit.
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