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Schon lange kämpft Greenpeace dagegen, dass in der Arktis nach Öl gebohrt wird. Nun können sie einen kleinen Sieg verzeichnen. Shell hat angekündigt, diesen Sommer nicht wie geplant vor der Küste Alaskas Ölbohrungen durchzuführen.
Der Geschäftsführer von Shell, Ben van Beurden verkündete dies, nachdem ein Urteil des US-Berufungsgerichts gefällt wurde, in dem das US-Innenministerium angewiesen wurde, eine Lizenz nochmals zu prüfen. Die Lizenz, welche das Gebiet umfasst, in welchem gebohrt werden sollte, sei auf Grundlage von falschen Angaben zur Fördermenge ausgegeben worden.
Dies ist aber nicht das einzige Problem des Arktis-Projekts von Shell. Diese Lizenz wird schon seit Jahren von indigenen Gruppen und Umweltschutzgruppen angefochten. Weiter durfte Shell im Jahr 2012 nur oberflächliche Bohrungen durchführen, weil Notfall-Equipment bei Tests durchgefallen war. Und im Jahr 2013 musste das Projekt nach einer Pannenserie ausgesetzt werden. Shell hat dadurch schon grosse Summen an Geld und Zeit an dieses Projekt verschwendet. Insgesamt sind bereits 5 Milliarden Dollar investiert worden, wie Greenpeace schreibt. Bohrungen in der Arktis sind zudem hochriskant und gefährden den einzigartigen Lebensraum dort. Damit handelt sich Shell auch immer wieder negative Presse ein. Greenpeace würde es deshalb begrüssen, wenn das Projekt ganz eingestellt würde.
Dies ist nicht einmal so unwahrscheinlich. Denn kürzlich musste Shell eine Gewinnwarnung ausgeben, welche in Zusammenhang mit den hohen Kosten für das Arktis-Projekt gebracht wird. Greenpeace wird den Druck auf dieses und andere Unternehmen jedenfalls so lange aufrecht erhalten, bis gar keine Ölbohrungen in der Arktis mehr stattfinden.
Bild: Nandaro [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons