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Im Siedlungsraum stellen Licht- und Entwässerungsschächte sowie ungesicherte Kellerabgänge oftmals Fallen für Amphibien und andere Kleintiere dar, aus welchen sie aufgrund der steilen, glatten Betonwände nicht mehr alleine herauskommen.
Helfen Sie diesen Tieren, indem Sie sie aus der Falle entnehmen und draussen in unmittelbarer Umgebung an einem geschützten Ort (z.B. unter einem Gebüsch, unter einem Holz-/Laubhaufen, etc.) wieder freilassen. Die Tiere sollen nicht direkt in ein Gewässer oder in den Wald zurückgebracht werden (Amphibien verbringen einen Grossteil des Jahres an Land!), denn sie haben einen guten Orientierungssinn und wären verloren, wenn man sie an einen Ort bringt, den sie nicht kennen. Die Gefahrenquelle (z.B. Lichtschacht, Kellerschacht, Treppenabgang, geöffnetes Kellerfenster, etc.) ist anschliessend mit einfachen baulichen Massnahmen (wie z.B. den Schacht mit einem Gitter oder Lochblech bedecken, oder eine Ausstiegshilfe wie eine Amphibienleiter oder ein griffiges Brett anbringen) zu sichern. Die Broschüre „Amphibienschutz vor der Haustür“ zeigt hierfür zahlreiche Empfehlungen und Beispiele auf.
Im Winter sollen die Tiere nicht sofort draussen freigelassen werden. Wenn der Fundort frostfrei und windgeschützt ist, ist es sinnvoller, einfach eine Ausstiegshilfe anzubringen, sodass die Tiere nach der Winterruhe von selbst den Schacht verlassen können. Falls dies nicht möglich ist und Temperaturen unter 5 °C andauern, können die Tiere kurzzeitig in eine Schachtel mit feuchtem Moos, feuchten Holzstücken (Baumrinde, Holz-Schnitzel, Äste,…) oder Laub gelegt werden, welche mit einem luftdurchlässigen Stoff verschlossen wird. Es ist äusserst wichtig, dass die Schachtel bis zur Freilassung der Tiere stets an einem kühlen Ort bleibt (z.B. im ungeheizten Natursteinkeller). Keinesfalls dürfen die Tiere in die geheizte Stube genommen werden! Das Ziel bleibt stets, die Tiere so rasch wie möglich wieder in Freiheit zu entlassen. Sobald die Temperaturen also über 5 °C steigen, können die Tiere an einem sicheren Ort in unmittelbarer Nähe (z.B. unter einem Gebüsch, unter einem Holz-/Laubhaufen, etc.) freigelassen werden.
Die Gefahrenquelle ist anschliessend auch hier amphibiengerecht zu sichern.