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DWS : Das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal in Höhe von 6,4 Prozent bestätigt das Bild einer sich öffnenden Volkswirtschaft, die weiterhin von fiskalischen Impulsen getrieben wird.
von Dr. Christian Scherrmann, US Volkswirt DWS
Die Zahl liegt dennoch leicht unter den Erwartungen von 6,7 Prozent. Der Konsum, insbesondere der Güterkonsum (23,6 Prozent), war mit 10,7 Prozent besonders stark, während der Dienstleistungskonsum mit 4,6 Prozent noch immer hinterherhinkt.
Die Investitionen sanken um 5 Prozent, da die Investitionen in gewerbliche Bauten und Anlagen mit -4,8 Prozent immer noch im negativen Bereich verweilen – die privaten Wohnungsbauinvestitionen hingegen unterstützten mit 10,8 Prozent. Die Lagerbestände (-2,62 Prozentpunkte) und die Nettoexporte (-0,87 Prozentpunkte) schmälerten das Gesamtwachstum im ersten Quartal, während die Staatsausgaben um 6,3 Prozent anstiegen.
Zwar ist das BIP-Wachstum für das erste Quartal nach wie vor beachtlich, zeigt aber auch, dass der Großteil der wirtschaftlichen Aktivität nach wie vor auf fiskalisch unterstütztem Konsum beruht. Die gute Nachricht ist, dass sich dieser Trend höchstwahrscheinlich auch im zweiten Quartal fortsetzen wird.
Die letzte Runde der Einmalzahlungen wurde erst im März ausgezahlt und die Haushalte verfügen bereits über eine solide Finanzlage – zumindest auf aggregierter Ebene. Darüber hinaus unterstützt die erfolgreiche Impfkampagne in den USA eine schnellere Rückkehr zur Normalität. Dies sollte den Konsum im Dienstleistungssektor weiter stärken und den Arbeitsmarkt in diesem Segment unterstützen.
Quelle: BondWorld