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1. Henna 5000 v.Chr. - die Entdeckung von Henna
Henna ist eine der ältesten Formen der Körperkunst und lässt sich 5000 Jahre bis ins alte Ägypten zurückverfolgen. Die alten Ägypter malten die Nägel der Mumien, um sie mit einer Form von Henna zu mumifizieren. Die Verwendung von Henna als Tätowierung war tatsächlich eine ägyptische Praxis vor seiner Erforschung in Indien. Wenn ein Pharao starb, wurde er mit Henna bemalt, um ein glückseliges Leben nach dem Tod zu haben und im Jenseits erkannt zu werden.
2. Die Hennapflanze - Lawsonia Inermis
Henna = Lawsonia Inermis ist eine Pflanze mit dunkelgrünen Blättern und vier weiß-gelblichen Blütenblättern. Um zu gedeihen, braucht es heisse und trockene Bedingungen. Auf der ganzen Welt ist Henna als natürliche Schönheitspflanze bekannt. Das natürliche Pigment (Lawsone), das in den Blättern von Lawsonia inermis enthalten ist, ist der Hauptbestandteil von Hennapulver.
3. Henna ≠ Henna
Wusstest Du, dass es verschiedene Sorten von Henna gibt? Henna wird am häufigsten durch die Region identifiziert, in der es angebaut, geerntet und verpackt wurde. Einige der häufigsten Arten sind:
- Jamila – aus Pakistan
- Jemeni – aus Jemen
- Marokkanisch – aus der Westsahara oder Marokko
- Rajasthani – Indien in der Region Rajasthani
4. Bezeichnungen für Henna - die drei Synonyme
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für Henna. Henna ist international, Mehndi ist indisch und Heena arabisch.
5. Hinduistische und muslimische Henna Muster unterscheiden sich
Bei der islamischen Hennakunst beschränkt sich das Bemalen meist auf Hände und Füsse. Während in Indien durchaus figürliche Darstellungen wie menschliche Gesichter, Vögel und andere Tiere üblich sind, werden diese von den Moslems vermieden, da es ihnen verboten ist, solche beim Beten am Körper zu tragen. Beliebt sind dafür grosse, florale und geometrische Designs. Häufig bedecken die Muster fast die ganze Hand, wobei auch die Fingerkuppen und -nägel mit Henna gefärbt werdet.
6. Das Spiel mit den Initialen in Henna Designs
In der Hochzeitsnacht muss der Ehemann unter dem komplexen Muster seine Initialen finden. Wenn der Bräutigam, bevor die Hochzeitsnacht vorbei ist, seinen Namen oder seine Initialen innerhalb der komplizierten Henna-Muster finden kann, wird gesagt, dass er der dominierende in der Ehe sein wird. Wenn er scheitert, ist die Braut der Boss.
7. Henna als Schutz vor dem bösen Blick
Henna schützt die Braut auch vor dem bösen Blick, so der Aberglaube.
8. Henna als Volksmedizin - die Heilkraft der Pflanze
In der ägyptischen Volksmedizin wurde Henna primär als Heilpflanze genutzt und nur in zweiter Linie als Haar- und Hautfärbemittel. Es wurde bei allen Arten von entzündeten Wunden verordnet, gegen Magenschmerzen, Rheuma und Erkältungskrankheiten und als Sonnenschutz genutzt.
9. Haare färben mit Henna - die gesunde Alternative
Henna ist die gesunde Alternative zu den herkömmlichen chemischen Haarfarben und -tönungen. Henna ist eine Naturhaarfabe - eine Pflanzenfarbe mit der man Haare natürlich färben kann. Haare färben mit Henna ist auch gesund für die Kopfhaut, denn der natürliche Säureschutzmantel der Kopfhaut bleibt erhalten und wird durch Henna nicht angegriffen. Dabei dringt die Farbe nicht in das Haar ein, sondern legt sich nur auf das Haar, dabei bleibt die Struktur erhalten und wird nicht geschädigt.
10. Die Henna Nacht "Kina"
Die Henna-Nacht, “Kina“ genannt, ist ein unter Muslimen verbreiteter Brauch. In der Türkei treffen sich am Vortag der Hochzeit die engsten Verwandten und Freundinnen der Braut, um ihre Handflächen und Finger mit Henna zu bemalen. In dieser letzten Nacht vor der Hochzeit wird die Braut als alleinstehende Frau gefeiert, die zum Tag der Hochzeit das Elternhaus verlässt. An diesem Abend steht die Farbe Rot für Fruchtbarkeit, Wohlstand, grosse Liebe und Nachwuchs.