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Luigi Fragale lebte in den 1990er Jahren als Kind eines Saisonniers illegal in der Schweiz. Er erinnert sich an die Angst, die er hatte, wenn es klingelte, wenn er sich verletzte, wenn er Lärm machte, wenn er nach draussen ging. Bis zur Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 lebten geschätzt 50‘000 Kinder von Gastarbeitern nach dem Saisonnierstatut im Schweizer Untergrund. Rund 500‘000 weitere wurden in ihren Heimatländern bei Verwandten, in grenznahen Heimen oder in Pflegefamilien untergebracht, weil Familiennachzug untersagt war. Ein schwarzes Kapitel Schweizer Migrationspolitik, das erst heute aufgearbeitet und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird. Ein berührender Film mit zahlreichen Originalaufnahmen, der den Betroffenen eine Stimme gibt.
Beat Bieri und Jörg Huwyler sind anwesend für das Saalgespräch nach dem Film.