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Bizarrerie
(frz.), Sonderbarkeit im Betragen, insbesondere eine solche, die aus absichtlicher Abweichung von geltenden Sitten und Normen entspringt; es ist die mit Affektiertheit verbundene Sucht nach dem Seltsamen, Ungereimten, Ausfallenden. Der Künstler verfällt leicht ins Bizarre, wenn er in falscher Originalitätssucht gewaltsam über Stil und Tradition hinausstrebt, ohne daß seine Kräfte zu wirklich neuen Schöpfungen hinreichen, sodaß formlose und verzerrte Gebilde entstehen, wenn auch das Bizarre zuweilen durch einen Reiz des Geheimnisvollen und Schauerlichen fesselt, wie in E. T. A. Hoffmanns «Phantasiestücken in Callots Manier» oder in den Bildern des sog. Höllen-Breughel und des belg. Malers Wiertz.