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Als ich mich nach dem Abitur dafür entschieden habe, Germanistik zu studieren, habe ich mich vor allem aus praktischen Gründen an der Universität Genf eingeschrieben: ich wohnte in Genf, also war es eine ganz logische Entscheidung. Germanistik in Genf zu studieren ist wahrscheinlich nicht das gleiche wie an einer deutschsprachigen Uni, aber es hat durchaus Vorteile. Da die Mehrheit der Studenten französischsprachig ist, sind die Dozenten stets darum bemüht, uns zu unterstützen und eine aktive Teilnahme zu fördern; innerhalb kürzester Zeit fällt es einem leicht, sich in der fremden Sprache auszudrücken.
Zudem werden in den zwei ersten Studienjahren spezielle Kurse für die Frankophonen angeboten („travaux pratiques“), so dass im schriftlichen wie im mündlichen Ausdrucksvermögen schnell Fortschritte gemacht und universitäres Niveau erreicht werden kann.
Auch die überschaubare Grösse des Départements ist meines Erachtens von Vorteil: Es ergeben sich gute Kontakte zwischen den Studenten und eine individuelle Betreuung durch die Lehrenden wird ermöglicht. Nicht zuletzt sorgt das internationale Flair in Genf dafür, dass man viele Kontakte zu Studenten deutscher Muttersprache knüpfen kann.