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PRINCE: Ich brauche Geld. Was soll ich tun?
WARNER BROS: Wir nehmen dich wieder unter Vertrag, obwohl du uns als Sklaventreiber bezeichnet hattest.
PRINCE: Okay.
Oder anders ausgedrückt: Popstar Prince hat wieder bei Warner Bros Records unterschrieben, beim Label mit dem er vor 20 Jahren im Streit auseinander ging – ein Streit, der derart verbittert geführt wurde, dass Prince sich als «Sklave» bezeichnete und seinen Namen in ein unaussprechbares Symbol verwandelte.
Nun hat er aber treu seinem Motto, niemals den bösen Plattenlabel-Sklaventreibern klein beizugeben, erneut bei Warner unterschrieben, damit sein Erfolgsalbum «Purple Rain» pünktlich zum 30. Jubiläum neuveröffentlicht werden kann. Ausserdem erhält Prince die Rechte an allen Master-Aufnahmen, die während der Zeit des ersten Warner-Vertrages entstanden.
Warner-CEO Cameron Strang scheint ebenfalls happy:
Prince unterschrieb anno 1977 bei Warner Brothers und in der Folge wurden die erfolgreichsten Alben seiner Karriere veröffentlicht, unter anderem «Purple Rain», ...
... «Sign O the Times» ...
... oder der «Batman»-Soundtrack von 1989.
Als 1991 «Diamonds and Pearls» veröffentlicht wurde, war das Verhältnis zwischen Künstler und Label bereits gestört.
Prince wollte mehr und öfters Musik veröffentlichen und wollte Kontrolle über seine Master-Tapes. Als Warner sich weigerte, auf diese Forderungen einzugehen, trat Prince fortan mit dem Wort «SLAVE» auf seinem Gesicht gemalt auf und benannte sich um in ein nicht aussprechbares Symbol:
Die Presse nannte ihn fortan The Artist Formerly Known As Prince, oder TAFKAP, oder The Artist, oder The Symbol, oder – wie MTV eine kurze Zeit lang das tat – Nigel, bis man übereinkam, ihn wieder Prince zu nennen.
Nun könnte Prince aber wieder zurück sein ... und uns abermals dazu auffordern, «Now move your big ass round this way so I can work on that zipper, baby!»