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Diverse Neuerungen im alpinen Skirennsport: Künftig gibt es zusätzlich einen Nationencup, den K.o.-Slalom, dazu Neuerungen in den Speed-Disziplinen.
Die Neuerungen wurden am Kongress des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) im slowenischen Portoroz beschlossen.
Beim Nationencup, der erstmals zwischen Weihnachten und Neujahr in Bormio (It) durchgeführt wird, heissen die Vorbilder Davis Cup im Tennis oder Ryder Cup im Golf.
Teilnahmeberechtigt sind die besten acht bis zehn Nationen. Pro Nation starten je zwei Frauen und Männer in Abfahrt, Super-G, Slalom und Riesenslalom. Pro Disziplin wird in zwei Serien gefahren, die nach Rangpunkten gewertet werden. Weltcuppunkte werden nur für die Nationen-Wertung vergeben.
K.o.-Slalom definitiv
Im letzten Winter wurde in Madonna di Campilio der K.o.-Slalom erfolgreich getestet. Nun wird diese Disziplin definitiv ins Weltcupprogramm aufgenommen. Die Nachtrennen der Frauen und Männer in Sestriere werden Mitte Dezember 2002 nach diesem Modus durchgeführt.
Startberechtigt sind 34 Fahrer (die Top 15 fix sowie die übrigen auf Grund eines Qualifikations-Rennens plus der beste Fahrer, die beste Fahrerin aus dem Europacup).
Spannender Start für Speed-Disziplinen
Um zu verhindern, dass Rennen - wie oft in der Vergangenheit - schon nach ein paar wenigen Fahrern entschieden sind, erfolgt der Start wie in den technischen Bewerben in umgekehrter Reihenfolge zur Weltcup-Startliste oder zum Training.
Im Super-G gilt die aktuelle Weltcup-Startliste als Kriterium. Der 30. der Liste startet als Erster, die Nummer 1 als 30. Die weiteren Fahrer werden wie bisher in die Startliste aufgenommen.
In der Abfahrt entscheidet das letzte Training über die Startreihenfolge. Das heisst ebenfalls: Der 30. tritt mit der Startnummer 1 an, der Schnellste mit der Nummer 30. Findet nur ein Trainingslauf statt, wird wie im Super-G gemäss Weltcup-Startliste gestartet.
Taktische Trainings?
Damit liegt vor allem in den Abfahrts-Trainings einige Brisanz, da Spielraum für taktische Geplänkel besteht. Fahren die Stars absichtlich langsam, um tiefere Startnummern zu erhalten?
"Ich kann mir vorstellen, dass Trainer in Kenntnis der Zwischenzeiten die Fahrer anweisen, in Zielnähe langsamer zu fahren, um ihre Athleten in optimale Startpositionen zu manövrieren", sagt Bernhard Russi, einer der Initianten des neuen Startmodus.
Bremst aber jemand zu stark, könnte er unvermittelt die Nummer 33 oder 34 statt der 1 oder der 2 erhalten. Wie bisher dürfen aber die Abfahrer ihre Startnummer im Training weiterhin auswählen - zumindest dieser Vorteil bleibt.
swissinfo und Agenturen