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Also..
Man hat ein Gespräch mit dem Chef und es wird vom Chef ausgedruckt, dass er einen nicht mehr im Team will, gibt aber einem eine Woche Zeit über nächste Schritte nachzudenken. Man versucht Kontakt telefonisch und elektronisch mit dem Personalbüro aufzunehmen, aber Personalbüro meldet sich nicht zurück. Vier Tagen später hat man eine biochemische Schwangerschaft und erzählt es dem Chef und der Verantwortliche für Weiterbildung in der Firma, da dadurch einen Kurs nur zum Teil besucht werden konnte. Beim zweiten Gespräch (8 Tage nach dem 1.) druckt man aus, dass man bei der Firma bleiben will, aber bereit ist intern zu wechseln. Der Chef sagt, er schaut es weiter mit dem Personalbüro. Man versucht erneut Kontakt mit dem Personalbüro aufzunehmen, aber man hat wieder keinen Erfolg. Zurück am Arbeitsplatz nach 2 freien Tagen wird man gekündigt.
Man wird mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt. Man erfährt ca. 3 Wochen später, dass man wieder schwanger ist. Man denkt alles ist ok. Während der Kündigungsfrist sagt man es noch dem Arbeitgeber, dass man schwanger ist. Der Arbeitgeber gratuliert einem, aber sagt nichts weiteres und unternimmt nichts weiteres. Nachdem man den Arbeitsplatz verlassen hat, erfährt man von der Arbeitslosenkasse, dass die Kündigung nichtig ist, weil man zu diesem Zeitpunkt schwanger war. Man meldet dies dem Arbeitgeber, aber der Arbeitgeber will eine Bestätigung von der Befruchtungszeit, weil der Arbeitgeber spekuliert, dass die Schwangerschaft später stattgefunden hat.
Art. 336c Abs. 1 OR: Nach Ablauf der Probezeit werden die Arbeitnehmenden vor Kündigungen geschützt, die während einer sog. Sperrfrist ausgesprochen werden. Als Sperrfristen gelten:
(...)
Die (ganze) Schwangerschaft und die 16 Wochen nach der Niederkunft.
(...)
Art. 336c Abs. 2 OR: Eine Kündigung, die vor Beginn der Sperrfrist ausgesprochen wird, ist dagegen gültig. Ist jedoch im Zeitpunkt, da die Sperrfrist beginnt, die Kündigungsfrist noch nicht abgelaufen, steht die Kündigungsfrist während der Sperrfrist still und läuft erst nach Ablauf der Sperrfrist wieder weiter.
Wie geht es weiter? Wer ist im Recht bzw. im Unrecht? Gilt der Kündigungsschutz? Wer übernimmt die Kosten für die Tage, an denen man nicht "angestellt" war? Kann man von missbräuchlicher Kündigung reden?
Danke für die Auskunft.