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Laut dem Verbande Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten (SMS) werden in der Schweiz zwischen 20 bis 30 natürliche Mineralwasserquellen kommerziell genutzt. Welches Wasser als Mineralwasser abgefüllt und verkauft werden darf, ist per Gesetz in der Verordnung über Trink-, Quell und Mineralwasser festgeschrieben. Natürliches Mineralwasser muss sich auszeichnen durch eine besondere geologische Herkunft, Art und Menge der mineralischen Bestandteile, ursprüngliche Reinheit sowie durch die im Rahmen natürlicher Schwankungen gleichbleibende Zusammensetzung und Temperatur.
Natürliches Mineralwasser darf keiner Behandlung unterworfen und mit keinem Zusatz versehen werden – wie dies beispielsweise bei aufbereitetem See- oder Flusswasser der Fall ist, dass als Trinkwasser gebraucht wird. Mineralwässer müssen zudem so verschlossen sein, dass eine Verfälschung oder Verunreinigung unmöglich ist.
Mineralisierung
Entscheidend für den Geschmack eines Mineralwassers ist die Menge und Art der enthaltenen Mineralstoffen. Ein Mineralwasser, dass deutlich nach Salzen und Mineralien schmeckt, wird vor allem von Sportlern geschätzt, die Wert auf eine hohe Mineralstoffzufuhr legen. Möchte man einen milderen, eher neutralen Geschmack, bedient man sich besser mit Wässern, die nur leicht mineralisiert sind.
Die Zusammensetzung variiert je nachdem wie lange ein Wasser im Erdinneren «unterwegs» war und welche Gesteinsschichten es dabei durchlaufen hat. Einige Mineralstoffe im Überblick:
- Kalzium
Kalzium kann als das «Knochenbaumaterial» schlechthin bezeichnet werden. Aber auch das Herz, die Nerven und Muskeln benötigen viel Kalzium. Ein Mangel an Kalzium kann speziell bei älteren Menschen zu Osteoporose führen und steigert das Herzinfarktrisiko.
- Magnesium
- Kalium
Kalium reguliert den Wassergehalt in den Zellen, und den osmotischen Druck (zwischen Zelleninnerem und –äusserem). Wichtig ist Kalium auch für die Muskelkontraktionen und die Übertragung von Nervensignalen. Zuviel Kalium kann Appetitlosigkeit und Verstopfungen verursachen.
- Jod
Jod ist ein wichtiges Element für die Schilddrüse. Ein Mangel führt zu Funktionsstörungen und zu einer Vergrösserung. Eine Überversorgung mit Jod schadet aber genauso und es kommt unter anderem zu Haarausfall, Gereiztheit usw. Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 0,15 bis 0,18 Milligramm.
- Kupfer
Kupfer gehört neben Eisen zu den lebensnotwendigen Spurenelementen, weil es für die Bildung roter Blutkörperchen zuständig ist. Kupfermangel setzt die Spannkraft der Blutgefässe herab und begünstigt so Herzerkrankungen.
Mit oder ohne Kohlensäure?
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Mineralwasser aus der Flasche beträgt in der Schweiz rund 115 Liter. Gemäss dem SMS ist in den letzten Jahren ein Trend zu stillem Mineralwasser, also ohne Kohlensäure, auszumachen. Diesem Umstand haben auch die Hersteller Rechnung getragen und Produkte mit unterschiedlichem Kohlensäuregehalt auf den Markt gebracht.
Ob Sie zu Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure greifen, ist letztendlich Geschmackssache. Sollten Sie allerdings zu Magen-Darm-Beschwerden neigen, kann das «Blubberwasser» für noch mehr Rumoren und Unbehagen im Bauch sorgen.
Umfrage
- Quellen
Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW), trinkwasser.ch
Imageanalyse des SVGW zum Thema Trinkwasser, 2011
Auskünfte von Marcel Kreber, Generalsekretär des Verbandes Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten (SMS), mineralwasser.ch
Klaus Oberbeil: «Schlankheitsformel Wasser», südwest-Verlag, 2004
Frank Müller: «Wasser – Lebenselixier und Heilmittel», Gondrom-Verlag, 2006