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Am Übergang zur Basler Altstadt in Nachbarschaft zum Schweizerischen Bahnhof schliesst das Bürohaus das keilförmige Strassengeviert mit der städtischen Markthalle gegen Norden. Bekrönt durch eine kühne Kuppel aus Eisenbeton ist die Markthalle prominenter Teil einer städtebaulich und architektonisch hervorragenden Anlage aus den späten 1920er Jahren. Seit den 1960er Jahren verläuft östlich davon der Heuwaage-Viadukt, Teil der Ringstrasse entlang der ehemaligen, im 19. Jahrhundert abgebrochenen äusseren Stadtmauer. Unter dem Viadukt, gegenüber dem spitzwinkligen Baugrundstück liegt der talseitige Zugang zur Stadt. Mit dem Neubau sollte zwischen dem Geviert der Markthalle und der Innenstadt über die gewaltigen Verkehrsräume hinweg wieder ein Zusammenhang hergestellt werden, der auch zwischen den heterogenen städtebaulichen Massstäben vermittelt.
Im Sommer 1985 war das Projekt Gegenstand einer kantonalen Volksabstimmung. Eine Initiative hatte den Erhalt des neugotischen Eckhauses Opéra an dieser Stelle zur Debatte gestellt. Eine Mehrheit votierte für die Neubebauung.
Das Bürohaus erhebt sich auf einem schlüssig in die unregelmässige Parzelle eingepassten Sockel. Den kurzen Trakt nach Westen gerichtet, zieht es sich von der Ecke im Norden, dem tiefsten Punkt des Geländes, an der Ostseite mit einer 150 m langen Strassenfassade gegen Süden den Hang hinauf. Da es auf der Hoffront zurückgestaffelt ist, verjüngt sich das Haus fortlaufend nach oben. Über den grossen, zusammenhängenden Flächen im Sockelbereich sind in den fünf Obergeschossen die Büros organisiert.
Die Struktur der Eisenbetonkonstruktion besteht aus einem System aus Pfeilern und Decken. Die ausgeprägte Horizontalität des Volumens wird von der Vertikalen des zylindrisch geformten, fensterlosen Ecktrakts aufgefangen. Der Sockel ist mit rötlich eingefärbtem Beton verblendet. Darüber ist mit grossflächigen gegossenen Steinen, die durch die Zugabe von Porphyr-Gestein-Vorsatz eine grüne Farbe angenommen haben, eine äussere Schale aufgemauert. Das Modul der 1,40 m langen Steine entspricht dem der Struktur und der Raumorganisation des Gebäudes. Zum Hof im Süden, in Nachbarschaft zu den bestehenden kleinparzelligen Wohnhäusern, sind die zurückgestaffelten Wände ocker verputzt. Die liegenden Fenster und die Terrassentüren zum Hof sind grün bemalt, zur Strasse sind die Rahmen der Holzfenster mit Zinkblech verkleidet. Die hohe Öffnung der zweistöckigen Halle im vierten Obergeschoss ist mit dem bleigefassten Namenszug „Fides“ ausgefacht, als Hinweis, dass der Bau der Basler Sitz der gleichnamigen Treuhandgesellschaft ist. Ansonsten ist das Haus von einer ähnlichen Schlichtheit wie die übrigen Gebäude des Gevierts.
Datum: 1984—1990
Auftraggeber: Fides Treuhandgesellschaft Konsortium Steinentorberg, Basel
Ort: Steinentorberg/ Innere Margarethenstrasse, Basel, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 19.412 m²
Programm: Geschäfte, Büros
Bauingenieur: Léon Goldberg
Technische Gebäudeplanung: Waldhauser Haustechnik, Bogenschütz & Bösch, Selmoni