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Geschichte
Der gebürtige Baden-Württemberger Hugo Reitzel verlässt sein Heimatland und lässt sich in Lausanne nieder.
Mit 28 Jahren gründet er die Gesellschaft Reitzel & Cie und kauft das Anwesen Rochebord in Aigle, zu dem auch Anbauflächen und eine Senffabrik gehören. Der vielseitig interessierte Unternehmer beschließt, die Fertigung fortzusetzen und insbesondere den berühmten (und seit dem 18. Jahrhundert bekannten) Senf aus Aigle weiter zu produzieren.
Bei seiner Ankunft in Lausanne lernt Hugo Reitzel die aus Italien stammende Aïda Frati kennen. Sie heiraten und haben vier gemeinsame Kinder.
Während in den umliegenden Ländern der Erste Weltkrieg tobt, nimmt das Unternehmen die Produktion der berühmten Cornichons und anderer Gemüse (Blumenkohl, Sellerie, Karotten, Zwiebeln usw.) auf, die zunächst auf dem Anwesen angebaut und anschließend von den Gemüsebauern in der Rhône-Ebene gekauft werden.
Das Unternehmen Reitzel spezialisiert sich auf in Essig eingelegtes Gemüse, das zunächst handwerklich produziert wird. Diese Idee, inspiriert von den sott’aceti der Toskana, stammt von Aïda.
Ein zweites Essigprodukt wird auf den Markt gebracht: die kleine weiße Zwiebel. In den folgenden Jahren wird das Produktangebot aus dem Haus Reitzel um immer neue Aromen ergänzt.
Hugo Reitzel übergibt das Unternehmen, das daraufhin den Namen Reitzel Frères (Bruder) erhält, an seine beiden Söhne Charles und Franz.
Reitzel Frères begründet neue Partnerschaften, insbesondere mit dem Senfhersteller Grey-Poupon aus Frankreich.
Das Ende der 50er-Jahre ist auch der Anfang der Zusammenarbeit mit Migros in der Schweiz, die den Übergang von der handwerklichen zur industriellen Produktion des Unternehmens markiert.
Die erste Pasteurisieranlage der Schweiz wird bei Reitzel in Aigle installiert.
Reitzel übernimmt die Aktivitäten der Firma Aeschbach in Winterthur und errichtet daraufhin in Aigle eine Essigfabrik und eine Anlage für die Saucenherstellung. Reitzel wird damit erster Hersteller von Fertigsaucen in der Schweiz.
Das Unternehmen wächst und entwickelt sich im Ausland - insbesondere in Frankreich mit der Übernahme von Gesellschaften sowie in Indien mit der Gründung einer Tochtergesellschaft für die Verwaltung des Einkaufs von Cornichons/Gurken.
Das Unternehmen baut Partnerschaften mit Schweizer Bauern auf und erweitert seine Produktpalette an lokalen Produkten.
Reitzel lanciert die neue «HUGO» Pickles-Reihe mit Zutaten, die zu 100 % aus der einheimischen Landwirtschaft stammen.
Die HUGO Familie wächst und begrüßt neue Produkte: 4 Senf-Spezialitäten, 1 Mayonnaise, 2 Salatsaucen, 2 Essig-Rezepte