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Biographie
Hanna Stähli Wegmann
Hans Stähli wurde am 15. März 1910 in Brienz geboren. Schon in den späteren Schuljahren übte er sich im Landschafts- und Portätzeichnen und –malen. Nach dem Schulaustritt erlernte er bei seinem hochbegabten Vater während dreier Jahre den Beruf des Tierfigurenschnitzers. Seine weitere Ausbildung führte ihn in die Werkstätten des bekannten Bildhauers Hans Huggler-Wyss in Brienz. Dort lernte er das Schnitzen von Köpfen und menschlichen Figuren.
1933 besuchte er für ein Jahr die Kunstgewerbeschule in Basel, wo er von seinen Lehrern Fiechter, Albert Meyer und Albert Sooder in Anatomie, Farbenlehre, im Aktstudium sowie im Tier- und Figurenzeichnen unterrichtet wurde. Er hielt sich oft im Basler Zoo auf, um Tiere zu zeichnen, und er malte im Freien.
1936 unternahm Hans Stähli eine Reise nach Paris, wo er sich in Museen und Galerien während einiger Monate intensiv mit den grossen Meistern der Malerei beschäftigte.
1948 reiste er zusammen mit seinem Freund Fritz Ryser, Kunstmaler aus Basel, in die Provence, wo er in der lichtvollen Landschaft starke Impulse bekam und sich an neuen Motiven erfreute.
1942 heiratet Hans Stähli seine Frau Lydia, geb. Gerber. Die zwei Söhne und zwei Töchter, welche aus der Ehe hervorgingen, wandten sich in ihrem Leben künstlerisch der Musik zu. Da ihr Vater die Musik liebte, selber ausübte mit Gesang, Violine und Klarinette und bei seiner Arbeit und in der Freizeit sehr viel klassische Musik hörte, konnten die Kinder dieses Feld ganz selbstverständlich betreten und wurden nach ihren Fähigkeiten und Wünschen gefördert.
Er arbeitete in stiller Zurückgezogenheit an der Schnitzer-Werkbank und an der Staffelei. Das Malen war ihm eine innere Notwendigkeit; oft ging er bei Tageslicht ins Atelier oder mit der Staffelei hinaus in die Natur vors Motiv, und abends schnitzte er zum Broterwerb. Arbeitsorte für die Malerei waren nebst Brienz und Schwanden mit der näheren und weiteren Umgebung: Paris, Mittelmeer/Provence, Zermatt, Tessin, Murtensee, Thunersee, Zürichseegebiet mit Greifensee, dazu Aargau und Emmental. Es zog ihn auch in ganz besonderer Weise in die Zoologischen Gärten in Zürich und Basel. Als Porträtist war er gefragt und bekannt; ganz besonders gern malte er Porträts von Menschen, welche er selber als Modell auswählte.
1963 konnte Hans Stähli in sein eigenes Haus in Schwanden zügeln, welches nun ein geräumiges Atelier besass, das er nach seinen Wünschen selber geplant hatte. Die Lage des Hauses gewährte auch eine wunderbare Aussicht auf die Berge und den See, und mit wenigen Schritten erreichte er den Wald, durch welchen ein Wildbach fliesst. In der anregenden Umgebung begann eine neue Phase grosser Produktivität. Nun, seit 1965, war es ihm möglich, sich ausschliesslich der Malerei zu widmen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er ab 1980 nicht mehr malen. Noch viele Jahre beschäftigte er sich aber mit den von ihm geschätzten Künstlern und verbrachte viele Stunden im Atelier mit seinen Werken.
Im März 2005 starb Hans Stähli im hohen Alter von 95 Jahren.