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Zu den herausragenden Veröffentlichungen im Herbst 2011 gehört das Album "Eine Frau" von Jasmin Tabatabai (Edel). Opulent und sensibel produziert von David Klein, profiliert sich die Schauspielerin hier als Jazz- und Chansonsängerin. Das Medienecho fiel bereits beachtlich aus. "Man hört eine Musikerin, die sich wohlfühlt. Die das Berlin der 20er-, die Chansons der 30er- und das Flair der 40er-Jahre mühelos in unsere Zeit rettet", schrieb zum Beispiel die "neue musikzeitung". Und bei laut.de heisst es: "Wenn Tabatabai singt, gleitet sie wonnig zurück in die Goldenen Zwanziger. Ihre Interpretationen kritteln nicht, sondern sind kokett und mondän wie ein Revuefilm." In der Tat darf man es wohl als glückliche Fügung bezeichnen, dass Jasmin Tabatabai für die elf Lieder auf "Eine Frau" dem musikalischen Kompass ihres Produzenten David Klein folgte und sich damit neue Dimensionen als Sängerin erschloss. Wer die Künstlerin noch als Protagonistin des Films "Bandits" oder als Rockerin mit ihren Soloalben "Only Love" (2002) und "I Ran" (2007) in den Ohren hat, wird jedenfalls hocherfreut sein über das neue Programm. Es enthält bekannte Lieder wie "Kann denn Liebe Sünde sein" oder "Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben" neben dem "Chanson d'Hélène" von Philippe Sarde aus Claude Sautets Film "Les Choses de la Vie" oder "Herbstgewitter über den Dächern" von Reinhard Mey. "Singen ist das, was ich überhaupt am liebsten mache, es ist Balsam für die Seele", sagt Jasmin Tabatabai. Mit ihrem neuen Album tritt sie den Beweis für diese Behauptung an. "Ein Album ohne Verfallsdatum", wollte er mit der Künstlerin machen, gibt Produzent David Klein zu Protokoll, der schon mit "My Marilyn", einer musikalischen Hommage an Marilyn Monroe, und mit dem hochkarätig besetzten "Selma"-Projekt, bei dem er Gedichte der jüdischen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger vertonte, aufhorchen liess. Für die Aufnahmen war das Beste gerade gut genug, sagt Klein. 45 Streicher des Sinfonieorchesters Basel spielten die String-Arrangements ein die Big-Band-Arrangements wurden von Mitgliedern der HR Big Band eingespielt. Aufgenommen wurde in Studios wie Teldex in Berlin, Volkshaus in Basel sowie Idee und Klang in Basel, "denn letztlich verhält sich der Aufnahmeraum in Bezug zum Instrument wie die Saite in einem Flügel. Der Raum fungiert als Resonanzkörper des jeweiligen Instruments oder Stimme - er prägt den Gesamtklang und drückt dem aufgenommenen Signal einen unverkennbaren Stempel auf. Ein gut klingender Raum ist unerlässlich für eine hochwertige Aufnahme." Tonmeister Daniel Dettwiler arbeitete mit erlesenen Vintage-Mikrofonen, darunter fünf Exemplare der Marke Neumann U47 und zwei M49, aber auch mit modernen High-End-Mikrofonen. "Das U47 gilt zu recht als der heilige Gral unter den Mikrophonen", sagt David Klein. "John Coltrane, Miles Davis oder Billie Holiday wurden bei ihren legendären Aufnahmen mit diesem Mikrofon aufgenommen." Ausserdem habe Dettwiler bei seinen Aufnahmen ausschliesslich Wandler von EMM Labs eingesetzt: "Diese Wandler klingen nicht nur akkurat, sie sind vor allem ausserordentlich musikalisch." So entstand ein Album, das auch in Sachen Klangqualität keine Wünsche offen lässt und sich deshalb als Referenzeinspielung für alle audiophilen Fachmagazine empfiehlt. Manfred Gillig-Degrave (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
Portrait
Jasmin Tabatabai, 1967 in Teheran, ist eine leidenschaftliche Vorleserin. Die Musikerin und Schauspielerin, die ihren Durchbruch 1997 mit Katja von Garniers Musikfilm 'Bandits' hatte, wurde zuletzt für ihre Rolle in 'Fremde Haut' als beste Hauptdarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert.