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Hatoyama greift Asos «Anime-Palast» an
Bei einem Wahlkampfauftritt in Kyoto nahm sich Oppositionschef Yukio Hatoyama der Regierung liebstes Kind zur Zielscheibe, einen geplanten Neubau zu einem Zentrum und Museum für Medienkünste, das sich vorwiegend der japanischen Popkultur widmen soll. Kritiker nennen das von der Regierung unterstützte Projekt abschätzig «Anime-Palast» oder «Staatliches Manga-Internet-Café». Trotz des Widerstandes von Hatoyamas oppositioneller Demokratischen Partei hat Premier Aso, ein erklärter Manga-Fan, die Kosten für den Neubau ins diesjährige Nachtragsbudget miteinbezogen (siehe auch: «Japan Cool wird amtlich»).
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Um seine Unzufriedenheit darüber kundzutun, hat Hatoyama das «Internationale Manga-Museum» in Kyoto besucht. Das Museum ist auf einem ehemaligen Gelände einer Primarschule errichtet und 2006 eröffnet worden. Es ist in Zusammenarbeit zwischen der privaten Kyoto Seika Universität und der Stadt Kyoto zustande gekommen und gilt als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor.
So nutzte Hatoyamas den Museumsbesuch zu einem Angriff gegen seinen Widersacher: «Premier Aso hat für den Neubau des ‹Anime-Tempels› 11,7 Milliarden Yen (rund 87 Millionen Euro) beantragt. Gleichzeitig wurde in Kyoto durch den Umbau einer ehemaligen Primarschule eine Institution erschaffen, die sich sehen lässt.»
«Verkaufen die uns für blöd?»
In einer weiteren Wahlkampfrede in der Stadt Gifu in der Nähe von Nagoya griff Hatoyama die Misswirtschaft der aktuellen Regierung an: «Ein Zweck von Wahlen ist es ein Urteil über die letzten vier Jahre Regierungszeit zu fällen. Die LDP hat bei den letzten Wahlen vor vier Jahren versprochen, dass die Privatisierung der Post eine Verbesserung der Sozialversicherungen wie auch der Konjunktur im Allgemeinen bringen würde. Verkaufen die uns für blöd? Übergebt uns nach vier verschwendeten Jahren die Regierungsverantwortung!»
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