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Spanien: erneute Laufzeitverlängerung für Ascó
Die Betriebsbewilligung für Ascó-1 (PWR, 995 MW) wurde um neun Jahre bis zum 1. Oktober 2030 verlängert, während Ascoó-2 zehn Jahre länger, also bis 1. Oktober 2031, betrieben werden kann. Die der Betreiberin Asociación Nuclear Ascó-Vandellós II AIE (ANAV) wird in diesem Zeitraum bestimmte Auflagen einhalten müssen. Laut dem amtlichen Bulletin kann die ANAV für Ascó-2 spätestens Ende März 2030 einen weiteren Verlängerungsantrag einreichen.
Die nukleare Aufsichtsbehörde Spaniens, der Consejo de Seguridad Nuclear (CSN), hatte sich zuvor einstimmig für eine Verlängerung der Betriebsbewilligungen für das Kernkraftwerk Ascó ausgesprochen. Dabei stützte sich der CSN auch auf den Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), die im Juli 2021 auf Anfrage der ANAV eine Salto-Follow-up-Mission (Safety Aspects of Long-term Operation) durchführte, um die Sicherheit des Langzeitbetriebs zu untersuchen.
Die Betriebsgenehmigungen können jederzeit widerrufen werden, sollte die nukleare Sicherheit nicht mehr gewährleistet sein.
Kernenergieausstieg bis 2035 vorgesehen
Laut der gegenwärtigen Energiestrategie Spaniens sollen alle sieben Kernkraftwerkseinheiten bis 2035 abgeschaltet werden. Das Land will bis 2050 seinen Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen erzeugen. In ihrem Bericht «Spain 2021: Energy Review» empfiehlt die Internationale Energie-Agentur (IEA), Spanien solle den «Nutzen der Kernenergie – auch für nichtelektrische Anwendungen – zur Diversifizierung der technischen Möglichkeiten berücksichtigen, um eine langfristige CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen». Der Atomstromanteil Spanien beträgt derzeit 22%.