Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03514.jsonl.gz/2755

In China kühlt sich die Lage am Häusermarkt leicht ab. Zeitgleich vergeben Banken weniger Geld für die Finanzierung von Immobilien. Scheinbar ist die Angst vor faulen Krediten grösser geworden.
In China scheinen Regierungsbemühungen zur Abkühlung des Immobilienmarkts langsam Wirkung zu zeigen. Zwar stiegen die Hauspreise im Januar abermals in fast allen der 70 beobachteten Städten, wie aus Zahlen der nationalen Statistikbehörde hervorgeht. Allerdings schwächte sich der Anstieg erstmals seit längerem ab. Deutlich geringer war der Preisauftrieb in den Metropolen Peking und Shanghai sowie in den Industriezentren Shenzen und Guangzhou.
Kreditvergabe eingeschränkt
Unterdessen berichten chinesische Medien, dass grosse Geschäftsbanken des Landes ihre Kreditvergabe zur Finanzierung von Immobilienprojekten einschränken könnten. Dies gelte auch für den Schattenbankensektor, über den die Geldhäuser, meist in Form ausgelagerter Gesellschaften, die strengeren Regierungsvorgaben für die staatlichen Banken umschiffen wollen.
Dieses Vorgehen hat dazu geführt, dass ein riesiger, weitgehend unkontrollierter Nebenmarkt für Kreditgeschäfte entstanden ist, der die Darlehensvergabe und damit die Immobilienpreise befeuert hat. Diese Entwicklung bereitet den Banken angesichts hoher Kreditrisiken in ihren Bilanzen offenbar zusehends Unbehagen.
(awp/dbe/sim)