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(Kt. Wallis,
Bez.
Saint Maurice). Kirche in 815 m. Gem. und Pfarrdorf auf der westl. über den Felswänden
von
Saint Maurice liegenden Terrasse und in dem Thälchen, das sich zwischen der
Petite Dent
(Dent de Valerette) und der
Aiguille deValère bis zur
Cime de l'Est der
Dents du Midi hinaufzieht. Mit
Saint Maurice durch zwei Saumwege und mit
Massongex durch eine Fahrstrasse verbunden. Postablage, Telephon. Gemeinde, mit
Aussays, Basseys,
La Doëy,
Vers les Gex und
Vésenaux: 111
Häuser, 518 kathol. Ew. Die bedeutendste Siedelungsgruppe ist das Dorf
Aussays (mit der 1838 erstellten Pfarrkirche): 39
Häuser, 168 Ew.
Neben der Kirche erhebt sich eine 1863 errichtete Säule aus schwarzem Marmor zum Andenken an den Burgunderkönig
Sigismund, der sich im Jahr 515 (oder 523) vor den Soldaten von Chlodomir hierher geflüchtet hatte, dann aber ergriffen,
nach Orléans geführt und dort niedergemetzelt wurde.
Neu erbauter Gasthof, 1 Stunde ob
Saint Maurice. Vérossaz ist zugleich
mit
Évionnaz im Jahr 1822 von
Saint Maurice abgetrennt und zur eigenen Gemeinde erhoben worden. Landwirtschaft.
In Vérossaz fand am der Zwischenfall (Ermordung eines Liberalen) statt, der den 21 Tage später durch den Kampf
am
Trient beendigten Bürgerkrieg zwischen der
JungenSchweiz und der
AltenSchweiz heraufbeschwor.
(Arêtedes) (Kt. Freiburg
und Waadt).
1807 und 1868 m. Vom
Col de Jaman ausgehender und über den
Courcy (1868
m) ziehender Felskamm. An der Waadtländer Flanke liegt die Alpweide Les Verraux (mit
Hütten in 1350 m).
552 m. Gruppe von 4
Häusern mit Fabrikanlagen 1,5 km ssw.
Münster, auf
einer Terrasse links über der schäumenden
Birs und am Eingang in die berühmte
Schlucht von
Court. 58 kathol. Ew.
Kirchgemeinde
Münster.
Hier steht
die katholische Pfarrkirche von
Münster.
Grosse
Glashütte, die hauptsächlich Fensterglas
herstellt.
Mechanische Werkstätten und Backsteinfabrik.
Zwei Elektrizitätswerke, die der Gemeinde
Münster zusammen 450 PS
liefern.
Als Brennmaterial benutzte man die glänzend schwarze Pechkohle, die sich in der Süsswasser-Molasse dieser Gegend in grosser
Menge vorfand und zwar in zwei
Zonen: einer nordwestl. längs des
Thales des
Flon und einer südöstl. längs des Mionnazthales.
Die französische Revolution führte u. a. auch Herrn de Brémond, gewesenen Geheimsekretär Ludwigs
XVI., in unser Land, der sich für die Glasindustrie interessierte und 1796 den ganzen Betrieb erwarb. Er machte den Marquis
de Montciel, Minister des Innern unter Ludwig XVI., zu seinem Anteilhaber und brachte sowohl die Kohlenbergwerke als die
Glasfabrikation zu hoher Blüte.
Als erfahrner Landwirt beschäftigte er sich ferner mit Meliorationsarbeiten, indem er grosse Flächen
von
Sumpf- und Torfland in anbaufähigen Boden umwandelte und Landgüter (La
Châtelaine,
Le Praz Linliaz etc.) schuf, die heute
noch zu den schönsten der Gegend zählen.
Glashütte und Bergwerke beschäftigten damals 400 Arbeiter. Die
Glashütte blieb
bis 1901 im Besitz der Familie de Brémond und ihrer Mitteilhaber und kam dann an die
Brüder Quennec,
um 1904 von einer Aktiengesellschaft übernommen zu werden. Infolge Erschöpfung der Kohlenflöze hatte man den Bergwerksbetrieb,
der jährlich bis zu 20000 Meterzentner
Kohlen gefördert, schon 1880 eingestellt.
1466 m. Gruppe von 8
Häusern in der Gemeindeabteilung Clèbe, am NW.-Fuss
der
Crête de Thyon und am rechten Ufer der Prinze, rechts über der Wildbachrunse der Ogence und am Durchpass des
Bisse (Wasserleitung)
von
Vex. 3 km ö.
Basse Nendaz. 55 kathol. Ew. Kirchgemeinde
Nendaz.
Infolge des
Brandes des Dorfes Clèbe im Jahr 1904 hatte
die Einwohnerzahl von Verrey einen beträchtlichen, aber rasch wieder vorübergehenden Zuwachs zu verzeichnen.
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