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514.544.1
Reglement über die Prüfung für die Waffenhandelsbewilligung
vom 21. September 1998 (Stand am 1. Januar 1999)
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement,
gestützt auf Artikel 17 Absatz 4 des Waffengesetzes vom 20. Juni 19971,
verordnet:
Mit der Prüfung für die Waffenhandelsbewilligung soll festgestellt werden, ob der Kandidat oder die Kandidatin über die theoretischen und praktischen Fachkenntnisse verfügt, welche eine sichere Führung eines Waffenhandels gewährleisten.
1 Die Prüfung setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Der theoretische Teil ist schriftlich abzulegen.
2 Die Prüfung wird von amtlichen Sachverständigen abgenommen.
3 Die Zentralstelle Waffen erarbeitet die Prüfungsunterlagen und stellt diese den Kantonen zur Verfügung. Sie erarbeitet Richtlinien, insbesondere zur Durchführung und Bewertung der Prüfungen.
1 Die theoretische Prüfung dauert eine Stunde und umfasst:
- a.
- die Waffen-, Kriegsmaterial-, Güterkontroll-, Gift- und Jagdgesetzgebung;
- b.
- die einschlägigen Bestimmungen des Strafgesetzbuches1;
- c.
- Kenntnisse der Waffen- und Munitionsarten und deren Handhabung;
- d.
- Grundkenntnisse der Ballistik.
2 Über das Ergebnis der theoretischen Prüfung wird ein Attest erstellt.
1 Die praktische Prüfung umfasst:
- a.
- Identifizierung von Waffen, Waffenzubehör und Munition;
- b.
- Waffenmanipulation, insbesondere Zerlegen und Zusammensetzen sowie Visiereinrichtungen.
2 Über das Ergebnis der praktischen Prüfung wird ein Attest erstellt. Die Sachverständigen begründen darin den Prüfungsentscheid.
1 Jede Teilprüfung wird mit genügend oder ungenügend bewertet.
2 Die Prüfung gilt als bestanden, wenn beide Teilprüfungen mit genügend bewertet werden.
3 Jede Teilprüfung kann höchstens zweimal wiederholt werden.
Die Prüfungsunterlagen und -resultate sind durch die zuständige Behörde zehn Jahre aufzubewahren.
1 Gegen den Prüfungsentscheid kann Beschwerde erhoben werden.
2 Das Verfahren richtet sich nach kantonalem Verwaltungsrecht.
1 Die Kantone vollziehen dieses Reglement. Sie bezeichnen die für die Durchführung der Prüfungen zuständigen amtlichen Sachverständigen.
2 Sie können die Prüfungen gemeinsam mit anderen Kantonen durchführen.
Dieses Reglement tritt am 1. Januar 1999 in Kraft.