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‘Sangiovese’ [sand?o've?ze] ist eine aus Italien stammende Rotweinsorte. Sie ist dort eine der wichtigsten und häufigsten Traubensorten und bildet die Grundlage für bekannte Weine wie Brunello di Montalcino, Chianti Classico, Chianti, Morellino di Scansano oder Vino Nobile di Montepulciano. Allgemein zeichnet sich ein Sangiovese-Wein durch eine eher helle rote Farbe und eine ausgeprägte Struktur mit einem hohen Säure- und Tanningehalt aus.
Andere bekannte Weine auf der Grundlage von ‘Sangiovese’ sind: Rosso di Montefalco aus Umbrien, Rosso Piceno und Rosso Conero aus den Marken oder Sangiovese di Romagna aus der Emilia Romagna. Eine eigene Weinkategorie, in der der ‘Sangiovese’ eine wichtige Rolle spielt, sind die sogenannten „Supertuscans“. Das sind Weine, die nicht nach den italienischen DOC/DOCG Vorschriften hergestellt sind, mit dem Ziel nach önologischen und marktorientierten Kriterien hochwertige, „bedeutende“ Weine herzustellen, die sich meist an französischen Vorbildern orientieren. Häufig wird der Sangiovese bei diesen Weinen mit internationalen Rebensorten (Cabernet Sauvignon, Merlot) verschnitten und im Barrique ausgebaut.
Der ‘Sangiovese’ gilt als eine der bedeutenden italienischen Leitsorten und wird auch in den meisten anderen italienischen Regionen angebaut, wenn auch nur in kleiner Menge und in der Verwendung eines Verschnittpartners. Zu einer gewissen Bedeutung hat es die Rebe auf der Insel Korsika gebracht. Von den bis Ende des 18. Jahrhunderts die Insel beherrschenden Genuesen wurde die Rebsorte aus Italien eingeführt. Sie ist dort unter dem Namen Nielluccio in allen AOC / Vin de Pays Rot- und Roséweinen zugelassen. Weitere meist kleinere Anpflanzungen des Sangiovese gibt es in Europa in Griechenland, Malta, Schweiz, Türkei, und Ungarn. Außerhalb Europas wird er in Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Israel, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Thailand Tunesien und den USA angebaut.