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Seit 18 Jahren lebe ich mit Zöliakie und einer Laktoseintoleranz. Nun ist eine Histaminunverträglichkeit dazu gekommen. Ich reagiere über die Haut mit Nesselausschlag und Juckreiz. Ich bin Vegetarierin, nun wurde auch noch ein drohender Diabetes festgestellt. Ich mache nun einen Darmaufbaukur mit Bakterienkulturen. Was können Sie mir noch raten?
Ihr Körper scheint nur noch erlesenste Nahrung zu tolerieren … Aber bei so vielen Einschränkungen vergeht tatsächlich die Lust am Essen. Vielleicht vorneweg: Machen Sie sich über die Vitamine und Nährstoffe keine Sorgen. Auch mit Reis, Gemüse, Früchten, gewissen Nüssen und der allgemein frisch zubereiteten Nahrung nehmen Sie viele Vitalstoffe zu sich. Wichtig für Ihren Darm ist, dass Sie die Speisen warm zubereiten, dass Sie schon zum Frühstück einen warmen Getreidebrei mit Zimt essen (oder ähnliches) und zum Mittagessen viel grünes, leicht bitteres Gemüse zubereiten mit Hülsenfrüchten (Mungbohnen wenn das geht) und Reis. Kochen Sie mit Ghee oder Kokosfett, das nährt den Darm. Essen Sie die Früchte immer nur separat zwischen den Mahlzeiten und nicht unmittelbar davor oder danach. Sie können sich am Nachmittag oder am Vormittag auch einen Grünsaft zubereiten mit grünem Salat, einer Frucht und grünen Gemüseblättern. Das ist eine wahre Vitaminbombe.
Essen Sie Eier? Die Eier können Entzündungssituationen im Darm fördern. Ich habe in meinem Umfeld schon die Erfahrung gemacht, dass durch den strikten Verzicht auf Eier, eine Laktoseintoleranz vollkommen verschwunden ist. Das ist jetzt nicht wissenschaftlich, und doch möchte ich Ihnen ans Herz legen, dies zu prüfen. Sie müssten drei Monate lang ganz auf Eier verzichten. Danach ist es egal, wenn mal ein Ei in einem Kuchen ist oder eine Salatsauce mit Mayonnaise zubereitet wurde. Prüfen Sie auch, ob das Fleisch Ihrem Körper ganz widerstrebt, oder ob Fleisch aus 100-prozentig vertretbarer Haltung vielleicht doch etwas ist, was Ihr Körper unterstützen könnte. Es gibt Leute, vor allem jene mit der Blutgruppe 0, welche tierische Eiweisse besser verstoffwechseln als Getreide. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, gilt es zu prüfen, was ein vertretbarer Weg sein könnte. Es ist eine gute Idee, den Darm aufzubauen. Evtl. können Sie nach der Kur mit Heilerde weitermachen. Heilerde bindet Entzündungsstoffe, Keime und schädliche Bakterien im Darm.
Was die Haut betrifft, könnten Sie VOR dem Duschen jeweils ein pflanzliches Öl auf die empfindlichen Stellen auftragen. Was sich ebenfalls bewährt sind Salben oder Lotionen, die das homöopathische Heilmittel Cardiospermum enthalten. Sie helfen bei Nesselsucht, allergischen Reaktionen und Juckreiz.