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Der Handel mit den als Haustieren beliebten Afrikanischen Graupapageien ist künftig weltweit verboten. Die Teilnehmer der CITES-Artenschutzkonferenz in Johannesburg beschlossen am Sonntag ein internationales Handelsverbot für die Vögel.
Damit sind die Afrikanischen Graupapageien künftig auf den höchsten Schutzsstatus hochgestuft. Tierschützer begrüssten den Schritt.
Mit 95 Ja- zu 35 Nein-Stimmen wurde der Graupapagei in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen. Neben mehreren afrikanischen Ländern hatte sich auch die Europäische Union für ein Handelsverbot wildgefangener Graupapageien eingesetzt. In einem Plenum soll am Dienstag oder Mittwoch in Südafrika eine endgültige Entscheidung getroffen werden.
Afrikanische Graupapageien sind bei Haustierhaltern wegen ihrer Fähigkeit zum Imitieren der menschlichen Sprache beliebt, dadurch aber gleichzeitig in ihren natürlichen Lebensräumen bedroht.
Colman O'Criodain von der Tierschutzorganisation WWF sprach von einem «grossen Schritt nach vorn». In der Vergangenheit hätten Tierhändler durch Betrug und Korruption die Fang- und Verkaufsquoten weit überschritten.
Laut Schätzungen des Internationalen Tierschutzfonds IFAW wurden zwischen 1975 und 2013 etwa 2.1 bis 3.2 Millionen Afrikanische Graupapageien gefangen.
Die noch bis Donnerstag dauernde Konferenz in Südafrika findet auf der Grundlage des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) statt, das 1973 ausgehandelt wurde und 1975 in Kraft trat. Es regelt den weltweiten Handel mit wild lebenden Tier- und Pflanzenarten. (sda/afp/dpa)