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- Danielle Wightman-Stone |
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Der Umsatz im britischen Luxussektor legte in den vier Jahren von 2013 bis 2017 um 49 Prozent zu. Das berichtete Walpole, die Handelsorganisation für den britischen Luxussektor, der mehr als 250 Marken wie Alexander McQueen, Harrod's und Burberry zu seinen Mitgliedern zählt.
Laut Walpoles neuer Studie ist der britische Luxussektor damit 48 Milliarden Pfund (etwa 53,9 Milliarden Euro) wert - gegenüber 32,2 Milliarden Pfund (etwa 36,2 Milliarden Euro) im Vergleichszeitraum - wobei die Exporte 38 Milliarden Pfund (etwa 42,7 Milliarden Euro) und 156.000 Beschäftigte erreichten.
Der Bericht, der von Walpole in Auftrag gegeben und von der internationalen Beratungsfirma Frontier Economics erstellt wurde, deutet darauf hin, dass der britische Luxussektor mittelfristig "weiter schnell wachsen" wird. Sie prognostiziert auch, dass der Umsatzwert für 2024 rund 65 Milliarden Pfund (etwa 73 Milliarden Euro) erreichen wird, sofern Großbritannien und die EU eine Einigung über ihre künftigen Handelsbeziehungen erzielen.
Wenn Großbritannien und die EU jedoch keine Einigung über ihre zukünftigen Beziehungen erzielen können, wird der Umsatz im gleichen Zeitraum bis 2024 allerdings nur auf 52 Milliarden Pfund bis 60 Milliarden Pfund (etwa 58,4 bis 67,4 Milliarden Euro) geschätzt.
Der Bericht teilt den britischen Luxussektor nach 11 Klassifizierungen, ein. Demnach werde "das Spektrum der Aktivitäten" in der gesamten Branche erfasst und zwar: Designerbekleidung und -schuhe, edle Weine und Spirituosen, Luxusaccessoires, Luxusschmuck und -uhren, hochwertige Schönheitspflege und Kosmetik sowie hochwertige Automobile.
Die Studie stellt fest, dass der Luxussektor noch immer stark exportorientiert ist. 80 Prozent der Produkte, was 38,5 Millionen Pfund (etwa 43,2 Milliarden Euro) entspricht, sind für den Überseemarkt bestimmt, das sind 54 Prozent mehr als noch 2013 - der Export des High-End-Sektors macht 9 Prozent des gesamten britischen Warenexports aus. Die wichtigsten Exportmärkte für britische Luxusgüter sind die EU (42 Prozent), Nordamerika (23 Prozent) und China (11 Prozent), während das übrige Asien, einschließlich Japan und Korea, 9 Prozent ausmacht.
Die Exporte in der gesamten Designerbekleidungs- und Schuhbranche erreichten 2017 einen Gesamtumsatz von 5,81 Milliarden Pfund (etwa 6,5 Milliarden Euro), während Luxusschmuck und Uhren 2,42 Milliarden Pfund (etwa 2,7 Milliarden Euro) und Luxuslederwaren 1,55 Milliarden Pfund (etwa 1,7 Milliarden Euro) betrugen.
Der britische Luxussektor trägt 48 Milliarden Pfund (etwa 53,9 Milliarden Euro) zur britischen Wirtschaft bei, wobei die Exporte 38 Milliarden Pfund (etwa 42,7 Milliarden Euro) und die Beschäftigungszahlen 156.000 erreichen.
Die Studie zeigt auch, dass die direkte und indirekte Beschäftigung im britischen Luxussektor von 113.000 auf 156.000 von 2013 bis 2017 um 38 Prozent gestiegen ist und fast 6 Prozent aller in Großbritannien geschaffenen Arbeitsplätze ausmachte. Insgesamt wächst der britische Luxussektor im Jahresdurchschnitt um 9,6 Prozent, was vor allem auf eine starke Performance im Luxuskarosseriesektor zurückzuführen ist, fügte Walpole hinzu. Damit wird das durchschnittliche jährliche Wirtschaftswachstum Großbritanniens von 4 Prozent übertroffen.
Walpole betonte auch den so genannten "ständig zunehmenden Trend des Shoppingtourismus" und den Konsum von High-End-Produkten auf Reisen nach Großbritannien. Im Jahr 2017 betrug der Wert des Verkaufs von Luxuswaren an ausländische Kunden 4,5 Milliarden Pfund (etwa 5,1 Milliarden Euro), wobei China, die Golfstaaten und die USA sich als die drei wichtigsten Einkaufsnationen erwiesen.
Helen Brocklebank, Vorstandsvorsitzende von Walpole, sagte in einer Erklärung: "Diese Zahlen zeigen den außergewöhnlichen Beitrag des britischen Luxus zur britischen Wirtschaft und zum Ansehen der Marke Großbritannien in der Welt. Nur wenige andere Wirtschaftszweige können in so kurzer Zeit ein Wachstum von fast 50 Prozent vorweisen, und vor einem herausfordernden politischen Hintergrund ist dies ein Sektor, der weiterhin sein Engagement für Investitionen in die britische Fertigung und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze im ganzen Land unter Beweis stellt.”
”Wir freuen uns darauf, dieses robuste Wachstum fortzusetzen, nicht zuletzt bei den Exporten. Aber die Gefahr, die EU ohne Abkommen zu verlassen, bleibt bestehen und würde britische Luxusunternehmen 6,8 Milliarden Pfund (etwa 7,6 Milliarden Euro) an verlorenen Exporterlösen kosten. Jetzt ist es an der Zeit, dass die politischen Entscheidungsträger eine eindeutige Anerkennung des Sektors schaffen und einen geeigneten Rahmen gewährleisten, um das Wachstum der hochwertigen britischen Kreativ- und Kulturwirtschaft zu schützen".
Foto: Burberry
Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.ukveröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ