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Dieser Indikator zur reproduktiven Gesundheit gibt Auskunft über Zugang zur vorbeugenden Verhütung unerwünschter Schwangerschaften und deren Inanspruchnahme.
Im Jahr 2017 lag die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei den Schweizerinnen bei 4,2‰. Bei den Ausländerinnen war die Rate mit 7,8‰ etwas weniger als doppelt so hoch.
Seit 2011 ist die Schwangerschaftsabbruchrate gesamthaft um 0,6 Promillepunkte zurückgegangen. Bei den Ausländerinnen betrug die Abnahme 2,5 Promillepunkte (von 10,3‰ auf 7,8‰). Der relative Unterschied zwischen den Schweizerinnen und den Ausländerinnen ist etwas kleiner geworden: 2011 war die Rate bei den Schweizerinnen 2,3-mal tiefer als bei den Ausländerinnen, 2017 lag dieser Wert bei 1,8.
Die Schwangerschaftsabbruchrate ist bei den Ausländerinnen ungefähr doppelt so hoch wie bei den Schweizerinnen; dabei gibt es jedoch geringfügige altersspezifische Unterschiede. Der Unterschied der Rate zwischen Ausländerinnen und Schweizerinnen ist bei den 25- bis 29-Jährigen am geringsten (9,8 ‰ gegenüber 6,2 ‰). Am grössten ist er bei den 20- bis 24-Jährigen: Bei den Ausländerinnen liegt die Rate bei 12,4 ‰ (der höchste beobachtete Wert), d. h. sie ist 2,4-mal höher als diejenige der Schweizerinnen mit einem Wert von 5,1 ‰.
Tabellen
Definitionen
Dieser Indikator bestimmt die Anzahl der (medizinisch indizierten und freiwilligen) Schwangerschaftsabbrüche bei in der Schweiz wohnhaften Frauen pro 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren sowie nach Altersklasse. Die Rate nach Staatsangehörigkeit errechnet sich aus der weiblichen Bevölkerung derjenigen Kantone, die bei einem Schwangerschaftsabbruch die Nationalität der Frau erfassen.