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Isst du manchmal, weil dir z.B. langweilig ist oder weil du frustriert oder traurig bist? Isst du manchmal, um dich zu entspannen, um dich abzulenken, um dich zu belohnen? Isst du manchmal, wenn du zu Hause den vollen Kühlschrank siehst? Oder wenn du an einem Kiosk oder an einer Bäckerei vorbei kommst? Oder weil dein Nachbar oder deine Nachbarin grad den Grill angeworfen hat und es plötzlich nach Essen riecht?
Verweigerst du das Essen manchmal, weil es dir ein gutes Gefühl gibt oder es dir Trost spendet? Oder tust du es, weil du dich dann stark fühlst?
Wenn das eine oder andere gelegentlich vorkommt, ist das OK. Nicht OK ist es aber, wenn du in einer negativen Gefühlslage wie Frust, Trauer, Ärger oder Stress oder in bestimmten Situationen wie beim Vorbeigehen an einem Kiosk oder an einer Bäckerei immer isst. Oder wenn du immer hungerst, wenn du frustriert, traurig oder verärgert bist oder Stress hast.
Dann solltest du lernen, anders auf solche Situationen bzw. anders auf deine negativen Gefühle zu reagieren als mit Essen oder Hungern. Sonst spürst du mit der Zeit immer weniger, ob du wirklich Hunger hast oder satt bist – anders gesagt: Deine Gefühle oder bestimmte Situationen werden bestimmen, wann du zum Kühlschrank gehst oder wann du nichts mehr isst.