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Übersicht
1.11 Kantonaler Strommarktplatz
1.12 Solarenergie
1.13 Weitere Ideen im Bereich Energie
1.11 Kantonaler Strommarktplatz
Anreize zur dezentralen Stromproduktion: Wenn Privatpersonen mittels Photovoltaik Strom
produzieren, können sie diesen zu einem Pauschalpreis der IWB verkaufen, diese verkaufen
den Strom dann teurer weiter. In dieser Preisdifferenz berechnet die IWB die Kosten für alle
sieben Netzebenen. Hiermit werden nicht genug finanzielle Anreize gesetzt, um lokalen
Solarstrom herzustellen und lokal zu verkaufen. Wenn nur die unterste Netzebene benötigt wird,
soll auch nur für die unterste Netzebene gezahlt werden.
Auf dem kantonalen Strommarktplatz bezahlen die Privatpersonen nur für die Netzkosten, die
sie auch wirklich verursachen. So ist die Produktion von lokal und dezentral produziertem Strom
finanziell attraktiver und die Investition lohnt sich schneller.
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Heutzutage besteht für Privatpersonen schon länger die Möglichkeit, mittels Photovoltaik eigenen Strom zu produzieren. Dieser kann, wenn nicht alles selbst benötigt wird, in das Stromnetz eingespeist und an die IWB verkauft werden. Die IWB verkauft diesen Strom dann für ein Vielfaches an die Endkunden weiter. Grund dieses hohen Preises: Für Benützung und Unterhalt des Stromnetzes und deren Ebenen fallen Kosten an. Diese Kosten müssen pauschal für alle Netzebenen bezahlt werden, auch wenn der produzierte Strom nur eine Strasse weiter wieder genutzt wird. Es ist gleich teuer, wenn mein Nachbar meinen Strom verwendet oder wenn der selbstproduzierte Strom durch mehrere Netzebenen transportiert und hunderte Kilometer entfernt konsumiert wird. Hiermit werden nicht genug finanzielle Anreize gesetzt, um lokalen Solarstrom herzustellen und lokal zu verkaufen. Wenn nur die unterste Netzebene benötigt wird, soll auch nur für die unterste Netzebene gezahlt werden. So kann entweder lokal und dezentral produzierter Solarstrom viel billiger erworben werden oder aber noch etwas interessanter, der produzierte Solarstrom mit grösserem Gewinn verkauft werden. Somit wäre es viel attraktiver, die privaten Dächer und Fassaden mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, da sich eine Investition viel schneller und stärker auszahlt.
Dies alles soll mit einem lokalen Basler Strommarktplatz erreicht werden. Dies kann, wenn nötig, auch als zeitlich begrenzter, zehnjähriger Versuch durchgeführt werden. Die IWB gibt bei diesem Versuch die Möglichkeit, Überschüsse aus der dezentralen Stromproduktion gewinnbringender und nur unter Berechnung der Kosten für die unterste Netzebene zu verkaufen. Dies entspricht dem Verursacherprinzip. Denn Strom, der nur kurze Distanz zurücklegen muss und darum nur wenig Infrastruktur in Anspruch nimmt, verursacht weniger Kosten. Die IWB kann diesen Strommarkt ertragsneutral einführen, sprich für die anderen Ebenen etwas mehr Gebühren verlangen. Falls dies nicht mit der Schweizer Gesetzgebung in Einklang zu bringen ist, die momentan keine solchen Preisabstufungen vorsieht, wäre zum Beispiel eine Finanzierung des Verlustes der IWB auf Pilot-Projektbasis denkbar.
Konsequent und benutzerfreundlich umgesetzt würde diese Massnahme die lokale erneuerbare Stromproduktion einiges attraktiver gestalten und ihren Teil zum Umbau des Energiesektors beitragen. Pilotversuche, zum Beispiel in Walenstadt, haben bewiesen, dass dieses Konzept gut umsetzbar ist und den gewünschten Effekt mit sich bringt.
1.12 Solarenergie
Solaroffensive Basel-Stadt: Wenn wir die Energiewende bewältigen wollen, muss der Kanton
sein ganzes Potential bei der erneuerbaren Stromproduktion nutzen. Da ein Ausbau von Windund
Wasserkraft auf Kantonsgebiet kaum in Frage kommt, können wir uns vor allem auf die
Sonnenenergie konzentrieren. Mit unterschiedlichen Instrumenten sollen ab sofort Flächen von
öffentlichen Gebäuden, private Dächer und Dächer weiterer Infrastrukturen (Tramhaltestellen
etc.) für Photovoltaik- und Solaranlagen erschlossen werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Verantwortlichkeit für die Erschliessung von Nutzflächen
geschaffen und zur Finanzierung ein Solarfonds kreiert.
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Solaroffensive Basel-Stadt : Wenn wir die Energiewende bewältigen wollen, muss der Kanton sein ganzes Potential bei der erneuerbaren Stromproduktion nutzen. Dies ist momentan bei weitem nicht der Fall. Da ein Ausbau von Wind- und Wasserkraft auf Kantonsgebiet kaum in Frage kommt, können wir uns vor allem auf die Sonnenenergie konzentrieren. Um dieses Potential möglichst auszuschöpfen, müssen unter anderem folgende Massnahmen umgesetzt werden:
Bis 2030 sollen mindestens alle gut bis sehr gut geeigneten Dächer von öffentlichen Gebäuden mit einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage ausgestattet sein. Kann dabei keine Anlage montiert werden, muss diese auf anderen Dächern kompensiert werden.
Doch auch auf privaten Dächern müssen viel mehr Anlagen installiert werden. Der Kanton offeriert eine Energieanalyse des Hauses, in dem auch die Abklärung einer Installation von Solaranlagen erfolgt und bewirbt diese aktiv. Wenn die Hauseigentümer*innen nicht selbst eine Anlage finanzieren können, übernimmt der Kanton. In diesem Fall werden die Installationskosten übernommen, im Gegenzug wird dafür ein Grossteil des Stroms unentgeltlich ins Netz eingespeist. So wird die Installierung indirekt finanziert.
Dazu wird ein Solarfonds geschaffen. Wenn auf einem Haus Solaranlagen ab einer bestimmten Mindestleistung installiert werden könnten, dies die Hauseigentümer nicht möchten, muss ein Betrag in diesen Fonds eingezahlt werden.
Bei privaten Häusern kann also entweder selbst eine Anlage installiert werden, der Kanton kann die Installierung übernehmen und den Strom zu einem billigen Preis beziehen oder es wird in den Solarfonds eingezahlt.
Zusätzlich müssen sofort rechtliche Grundlagen sowie attraktive Finanzierungsmodelle geschaffen werden, um Infrastrukturen ebenfalls mit Solaranlagen auszustatten. Gerade bei Brücken, Bahndämmen, Strassenböschungen oder gewissen Fassaden wäre hier das Potential gross.
Um all das zu erreichen, wird eine organisatorische Verantwortlichkeit für die Erschliessung von Nutzflächen geschaffen. Sie ist essentiell, um möglichst viele Flächen für die Sonnenenergie nutzbar zu machen. Private können dann die erschlossenen Nutzflächen auf der Basis von temporären Aufträgen mit Anlagen ausstatten.
Dies sind nur einige Möglichkeiten diese Solaroffensive auszugestalten. Doch eines ist klar: Mindestens in dieser Grössenordung müssen sich die unternommenen Anstrengungen bewegen.
1.13 Weitere Ideen im Bereich Energie
1.13.1 Flexible Strombepreisung
Durch die Umstellung auf 100% erneuerbare Energie wird es zeitweise zu
Produktionsüberschüssen bzw. Unterproduktion kommen. Um dem entgegen zu kommen und
den Bedarf an Stromspeicherung zu reduzieren, soll der Strompreis flexibel bepreist werden. Je
grösser der Stromüberschuss, desto billiger der Strom. Bereits heute kennen wir einen
Nachtstromtarif. So entsteht ein Anreiz, stromintensive, aber zeitlich ungebundene Aktivitäten
dann auszuführen, wenn am meisten Strom verfügbar ist.
1.13.2 Photovoltaik gehört zum Stadtbild
Solar- und Photovoltaikanlagen können heute optisch sehr zurückhaltend auf Dächer und
Fassaden installiert werden und sollen kein Kriterium mehr darstellen, welches das Stadtbild
stören kann.
1.13.3 Fernwärmenetz erneuerbar
Das Fernwärmenetz kann und soll komplett auf erneuerbare Energiegewinnung umstellen. Dazu
sind vermehrt Nahwärmeverbünde notwendig. Auch sollen für dieses Ziel neue
Speichermöglichkeiten umgesetzt werden.
1.13.4 Stromsparpotenzial bei Servern
Die Gesamtfläche der Rechenzentren in der Schweiz und damit auch deren Stromverbrauch
wächst seit Jahren stark. Der Kanton soll Energieeinsparungen, insbesondere im Bezug auf
Kühlung und Lüftung, vermehrt fördern.