Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/1154

Obstipation oder Verstopfung bedeutet zu seltene oder behinderte Darmentleerung. Weniger als drei Stuhlentleerungen in der Woche, oft verbunden mit erschwertem Stuhlgang, gelten als Obstipation. Der Begriff ist jedoch nicht eindeutig definiert.
Die normale Häufigkeit des Stuhlgangs variiert zwischen dreimal täglich und dreimal pro Woche und wird gesteuert durch das vegetative (selbständig tätige) Nervensystem.
Der Begriff Verstopfung ist nicht eindeutig definiert. Unterschieden werden verschiedene Arten:
Alle denkbaren Ursachen für Verstopfung sind nicht aufzählbar. Sie sind sehr vielfältig, nicht immer liegt eine Erkrankung des Darms (selbst) vor.
Auf nervöse Impulse, seelische Einflüsse oder Nahrungsmittel kann der Darm mit Verstopfung oder mit Durchfall reagieren.
Der Ausdruck Verstopfung spricht für sich. Die Betroffenen leiden an unregelmässigem, seltenem und oft schmerzhaftem Stuhlgang. Bauchschmerzen, Blähungen sowie Völlegefühl sind unangenehme Begleiterscheinungen. Koliken, Übelkeit und Erbrechen können eine akut auftretende Verstopfung begleiten.
Bei chronischem Verlauf besteht häufig das Gefühl, man habe sich nicht genügend entleert. Hochgradige Eindickung des Darminhalts führt zu hartem Stuhl. Bisweilen entsteht im Enddarm ein kompakter „Kotstein“, der nicht selbst hinaus gepresst werden kann, als Fremdkörper wirkt und die Symptome eines Darmverschlusses hervorruft.
Eine ärztliche Untersuchung ist angezeigt, wenn Obstipation in Kombination mit folgenden Beschwerden auftritt:
Der Arzt wird in erster Linie abklären, ob sich ein organischer Befund ausschliessen lässt. Es geht dabei insbesondere um Krebserkrankungen des Darms, neurologische Krankheiten oder Lageveränderungen wie Darmvorfall. Dazu nötig sind das Austasten des Enddarms (rektale Untersuchung, eine Darmspiegelung, Ultraschall und allenfalls weitere bildgebende Verfahren.
Die Bestimmung der Transitzeit des Darminhalts kommt in Frage, wenn klare organische Veränderungen am Darm nicht erkennbar sind und medikamentöse und diätetische Massnahmen zu keinem Ergebnis geführt haben. Nach Schlucken röntgendichter Kapseln lässt sich deren Durchlauf im Darm radiologisch verfolgen.
Ein längerer Einsatz von Abführmitteln sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.