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Heute leben 762’000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Das sind mehr als 10 % der Schweizer Bürger, und diese Zahl steigt jährlich um durchschnittlich 2 %.
Zwei Drittel der Auswanderer leben in Europa. Die heutige Migration ist vor allem auf die zunehmende internationale Mobilität in zahlreichen Tätigkeitsbereichen zurückzuführen. In den meisten Fällen sind die Auslandsaufenthalte von kurzer Dauer. Neben beruflichen Gründen kann die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, jedoch auch von Abenteuerlust, dem Studium, der Liebe oder aber dem Wunsch, den Lebensabend anderswo zu geniessen, geleitet sein.
Die Verbundenheit unserer Landsleute zu ihrem Heimatland ist heute stärker denn je. Der Beweis dafür ist ihr Wunsch, ihre politischen Rechte wahrnehmen zu können. Seit 1992 besitzen sie das briefliche Stimm- und Wahlrecht auf Bundesebene. Knapp 148’000 Bürgerinnen und Bürger im Ausland sind in einem Schweizer Stimmregister eingetragen und beteiligen sich regelmässig an den Wahlen und Abstimmungen. Dies entspricht der Anzahl der Stimmberechtigten der Kantone Tessin, Wallis oder Thurgau.
Weit entfernt von ihrer Heimat pflegten die Emigranten ihre Schweizer Traditionen und ihren Wunsch, die Beziehungen zu ihrem Heimatland aufrechtzuerhalten, umso stärker. Sie gründeten häufig Kolonien, deren Schweizer Charakter an den Namen wie New Glarus in den USA oder auch Berna in Argentinien zu erkennen ist.