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Sommerakademie «Zwischen AfD, Podemos und Postdemokratie»
10:00 - 13:00
Allenthalben ist heute zu hören, dass die Demokratie sich in der Krise befinde; nicht nur aufgrund der Bedrohung von außen, etwa durch Terrorismus oder massive Migrationsbewegungen, sondern vor allem durch eine innere Erosion: durch „Populismus“ von den linken und rechten Rändern. Das ist allerdings nicht so selbstverständlich wie es klingt: Demokratie ist eine Herrschaftsform, in der – Abraham Lincoln zufolge – die Regierung „of the people, by the people, for the people“ erfolgt. Das Volk (lat. populus) regiert sich demzufolge selbst, ob „direkt“ oder repräsentativ. Vielerorts wird überdies ein Demokratieverlust beklagt angesichts technokratischer Verlagerungen von politischen Entscheidungen in juristische oder administrative Abteilungen, die nicht mehr demokratisch legitimiert sind (Ranciere 2002, Crouch 2009). Könnten populistische Strömungen als eine Art „Gegenbewegung“ verstanden werden, die diesem Demokratieverlust entgegenstreben? Ist es vielleicht nicht gerade eine „Politisierung“ der Öffentlichkeit, wie sie etwa Habermas lange Zeit gefordert hat? Was ist da an einem „Populismus“ also eigentlich zu bemängeln?
Teilnehmen können Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung sowie alle Studierende der Schweizer Hoch- und Fachhochschulen.Letztere werden gebeten, Ihre Bewerbung mit Kurz-CV, Motivationsschreiben und Angabe einer Referenzperson an <email-pii> einzureichen.
Weitere Informationen: http://bit.ly/2Dz8nPH