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Im Jahre 1805 wurde ein gewisser Joseph Smith in Sharon, Vermont, geboren. Mit zarten vierzehn Jahren begann er sich zu fragen, welcher Glaube für ihn der richtige ist. Während einem Gebet in einem Wald, in dem er um Rat fragte, erhielt er Besuch von zwei Lichtgestalten: Gott und seinem Sohn. Jesus sagte ihm, dass alle Religionen, die zurzeit existieren, nicht die richtigen sind. Und dass er, Joseph Smith, eine neue Religion gründen soll. Es war diejenige der Mormonen. (Soweit die Saga, wie sie von den Mormonen erzählt wird!)
Zu einem der Pfeiler dieser neuen Glaubensrichtung gehörte, dass der «Prophet», Joseph Smith, seinen Glaubensbrüdern die Vielweiberei nicht verbot. Kein Wunder, dass die Mormonen und ihr Anführer auch aus diesem Grund der Verfolgung ausgesetzt waren. Um dieser zu entfliehen, zogen die Mormonen in einem Trek und unter der Führung von Joseph Smith in den Südwesten der Vereinigten Staaten. In der Gegend des Grossen Salzsees liessen sie sich nieder. Dort, wo ausser Indianern niemand lebte.
Hier gründeten die Mormonen ihre Hauptstad Salt Lake City. Hier bauten sie ihren wichtigsten Tempel, den Tabernakel und das Headquarter ihrer Sekte, die für ihren missionarischen Eifer bekannt ist. Den bekamen wir zu spüren, als wir den Mormonen-Tempel besuchten. Immer wieder wurden wir von «Schwestern» angesprochen, die aus aller Welt kamen, um hier für achtzehn Monate Dienst zu tun und neue Mitglieder zu aquirieren.
Der Vielweiberei haben die Mormonen inzwischen abgeschworen. Aber verboten ist nach wie vor der Genuss von Alkohol. Das wäre alleine Grund genug für mich, um dieser Sekte nicht beizutreten!