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Ob eine Strasse als Gemeinde- oder Kantonsstrasse eingestuft ist, spielt eine grosse Rolle bei der Finanzierung von Sanierungen oder anderen Arbeiten: Für Erstere kommen alleinig die jeweiligen Gemeinden auf, für Letztere alleinig der Kanton. Dieses System findet Grossrat Christian Ducotterd (CVP, Grolley) nicht gerecht, wie er in einer kürzlich eingereichten Motion schreibt. Als Beispiel nennt er die Gemeindestrasse zwischen Courtepin und Misery, welche ebenso viel Verkehr führe wie gewisse Kantonsstrassen. Ducotterd möchte deshalb, dass im Strassengesetz eine neue Kategorie eingeführt wird für Gemeindestrassen mit viel regionalem respektive Transitverkehr.
Auch sparen möglich
Die Kriterien für diese Kategorie und die Art der Finanzierung müsse der Staatsrat vorschlagen, schreibt Ducotterd. «Die globalen Kosten für das Strassennetz sollen für den Kanton aber nicht stark steigen», hält er fest. Denkbar sei, dass sich der Kanton zur Hälfte an den Kosten für Strassen mit hohem Regionalverkehr beteilige. Dafür könne möglicherweise vermieden werden, eine neue Strasse als Kantonsstrasse einzustufen. So könne der Staat Geld sparen.
Das neue System würde gemäss Ducotterd die Ungleichheit zwischen den Gemeinden aufheben. Gewisse kleinere Gemeinden könnten sich im Moment Strassensanierungen nicht leisten, obwohl ihre Strassen in erster Linie dem Transitverkehr dienten. mir