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Die Information Security Society Switzerland (ISSS), der hierzulade grösste Verband von ICT Security Professionals, hat unter dem Präsidium in diesem Jahr zum siebten Mal seine ISSS Excellence Awards verliehen. Die Awards sollen herausragende Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten zu IT- und Informationssicherheit auszeichnen.
Dieses Jahr gingen zwei mit je 4000 Franken dotierte Awards an Christian Badertscher, der eine Doktorarbeit an der ETH Zürich eingereicht hat, sowie an Gian-Luca Frei und Fedor Gamper mit einer Bachelorarbeit an der Berner Fachhochschule.
Idealizations of Practical Cryptographic Building Blocks
In seiner Doktorarbeit wende Christian Badertscher das von seinem Doktorvater Ueli Maurer im Jahr 2011 vorgeschlagene Paradigma der "konstruktiven Kryptographie" auf eine Reihe von praktisch relevanten kryptografischen Problemen an, schreibt die Jury. Damit leiste er einen Beitrag zum Bestreben nach "nachweisbarer Sicherheit". Die angesprochenen Probleme sind sichere Kommunikation auf Basis symmetrischer Grundelemente, sicherer ausgelagerter (Cloud-) Speicher, digitale Signaturen und die Blockchain-Technologie. Für jedes dieser Probleme entwickle Badertscher präzise Security-Statements, die in jedem möglichen Kontext gültig seien und die Leistungsfähigkeit der verwendeten Methodik demonstrieren.
Design and Implementation of a Digital Access Control Protocol
Frei und Gamper, so die Jury, hätten einen neuartigen Ansatz für ein bekanntes Problem präsentiert, den sicheren digitalen Zugriff auf physische Ressourcen wie Autos oder IoT-Geräte. Bei der Entwicklung ihres neuen Protokolls verwendeten sie eine Public-Key-Recovery-Technik, die die Nachrichtengrösse für den Austausch von Zertifikaten drastisch verringere, was insbesondere für Verbindungen mit niedriger Bandbreite wichtig sei. Die Autoren implementierten ihren Ansatz zudem als Prototyp für einige beispielhafte Anwendungen. (hjm)