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50 Jahre Demokratie – Neue Musik in Portugal
Fundação Casa da Música, Porto (PT)
Am 25. April 1974 stürzte ein Militärputsch die Diktatur und schuf die Voraussetzungen für den friedlichen Übergang Portugals zur Demokratie, das Ende der politischen und sozialen Unterdrückung und der Zensur. 2024 feiert Portugal 50 Jahre Demokratie und Freiheit im künstlerischen Schaffen. Die Casa da Música Porto hat für diese Saison eine besondere und einzigartige Konzertreihe programmiert, in der sowohl Komponist*innen aus der Zeit des Widerstands gegen das Regime als auch die neuen Komponist*innengenerationen zu hören sind, die dank der Nelkenrevolution in einem offenen Umfeld leben, studieren und arbeiten konnten.
Die Casa da Música ist eine führende Institution bei der Vergabe von Aufträgen und der Aufführung neuer Werke von Komponist*innen aus fast allen Teilen der Welt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der demokratischen Revolution sieht sich das Konzerthaus in der „kulturellen Verpflichtung“, Werke, die in den letzten 70 Jahren in Portugal entstanden sind, ins Rampenlicht zu rücken. Es erübrigt sich zu betonen, dass von den 15 vorgestellten Komponist*innen Emmanuel Nunes (1941–2012) eine besondere Anerkennung verdient. Anerkennung ist. Seine Musik wird in dieser Saison im Vordergrund stehen.
In jüngerer Zeit wird Vasco Mendonça (1977) von renommierten Orchestern, Ensembles, Opernhäusern und Festivals nachgefragt. Er wird Composer in Residence sein. Sein Porträt umfässt zwei neue Werke und eine Retrospektive ausgewählter Werke. Seine Musik wird von renommierten Dirigent*innen und Solist*innen aufgeführt.
Aber die Geschichte beginnt mit Fernando Lopes-Graça (1906–1994), einem politisch engagierten Komponisten, der sich besonders in der Chormusik hervortat. Lopes-Graças Forschungen zur portugiesischen Volksmusik und seine höchst originellen Harmonisierungen verdienen es, von der Musikwelt entdeckt zu werden. Paul Hillier, der erste Musikdirektor des Chors der Casa da Música, setzte sich für die Chormusik von Lopes-Graça auf höchstem Niveau ein. Zur Eröffnung der Saison wird Hillier wieder den Chor der Casa da Música dirigieren und sich für diesen relativ unbekannten Komponisten einsetzen
Außerdem werden in der Konzertreihe, die von der Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützt werden, Werke von Constança Capdeville, Pinho Vargas, Carlos Caires, Luís Tinoco, Pedro Amaral, Luís Antunes Pena, Daniel Moreira, Ângela Ponte, Igor C. Silva und Pedro Lima aufgeführt. Inés Badalo (*1989) wird die Junge Composer in Residence sein, von der zwei Auftragskompositionen zu erleben sind.
Weitere Informationen:
casadamusica.com
Termine
14. Januar, 3. Februar, 20. April, 24. April und 3. November 2024
Casa da Música, Porto