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Georg Philipp Telemann (1681–1767) erlernte die Musik weitgehend im Selbststudium. Erste grössere Kompositionserfolge hatte er während seines Jurastudiums in Leipzig, wo er ein Amateurorchester gründete, Opernaufführungen leitete und zum Musikdirektor der damaligen Universitätskirche aufstieg. Nach kurzzeitigen Anstellungen an den Höfen von Sorau und Eisenach wurde Telemann 1712 in Frankfurt am Main zum städtischen Musikdirektor und zum Kapellmeister zweier Kirchen ernannt. Ab 1721 besetzte er als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er die Leitung der Oper.
Georg Philipp Telemanns musikalischer Nachlass ist ausserordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen, darunter sind allerdings nur wenige Orgelwerke. [de.wikipedia.org/wiki/Georg_Philipp_Telemann]
Orgelwerke von Georg Philipp Telemann
Telemanns Orgelmusik umfasst Choralbearbeitungen über 23 Kirchenlieder, die als «48 Fugirte und veraenderte Choraele» überliefert sind. Zu jedem Choral gibt es eine zwei- und eine dreistimmige Bearbeitung. Zu „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ gibt es gar vier Bearbeitungen. Ferner sind 20 Kleine Fugen in verschiedenen Tonarten und einzelne freie Kompositionen überliefert.
In Telemanns Orgelmusik steht die cantable Melodie vor der kontrapunktischen Verarbeitung, sie weist bereits Züge der Frühklassik auf.
Johann Gottfried Walther hat zudem zwei Konzerte von Telemann für die Orgel bearbeitet.