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Internationale Partnernetzwerke
Der Aufbau eines internationalen Partnernetzwerks bezweckt hauptsächlich den Austausch von Best-Practices zwischen öffentlichen Verwaltungen.
Der Hohe Kommissar für nationale Minderheiten der OSZE setzt sich für die Reduktion des Konfliktpotenzials bei nationalen Minderheiten ein. Ziel ist es, Konflikte und Spannungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu verhüten.
Die 2013 gegründete Association internationale des commissaires linguistiques (AICL) verteidigt und fördert die sprachliche Vielfalt sowie die Rechte und Gleichstellung verschiedener Sprachgemeinschaften. Sie hilft zudem den Sprachkommissarinnen und Sprachkommissaren dabei, die sehr strengen Berufsnormen zu erfüllen. Zu den Mitgliedern der Vereinigung zählen hauptsächlich unabhängige Vertreterinnen und Vertreter, die ihren jeweiligen Parlamenten oder gesetzgebenden Versammlungen darüber Bericht erstatten, wie ihre Regierungen die Verpflichtungen im Bereich der Sprachrechte erfüllen.
Der Kommissar für Amtssprachen ist ein von beiden Kammern ernannter Vertreter des kanadischen Parlaments. Er erstattet den Parlamentarierinnen und Parlamentariern darüber Bericht, wie die Regierung die Sprachenpolitik umsetzt.
Rapport annuel sur les langues officielles 2014-2015
Kanadische Bundesverwaltung
Dank des seit 40 Jahren bestehenden Gesetzes zu den kanadischen Amtssprachen verfügt das Land über eine grosse Bandbreite an Informationen, Instrumenten und Erfahrungen.
Secrétariat du Conseil du Trésor
Ministère de la justice du Canada
Patrimoine Canadien
Rapport annuel 2013-2014 de Patrimoine canadien sur les langues officielles
Commission de la fonction publique du Canada
Bureau de la traduction
Ressources naturelles Canada
Zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten verfügen über Institutionen, deren Aufgabe das Monitoring von Landessprachen, Empfehlungen zum Sprachgebrauch oder die Erarbeitung und Weiterentwicklung der Sprachpolitiken ist. Die EFNIL ist für diese nationalen Sprachinstitutionen eine Plattform für den Informationsaustausch über ihre Arbeit und die Veröffentlichung von Informationen zu Sprachgebrauch und Sprachenpolitik in der Europäischen Union.
Europäische Union
Die Europäische Union verfolgt eine Politik der Mehrsprachigkeit. Sie kommuniziert in 24 Amtssprachen. Namentlich die Generaldirektion Übersetzung und die Generaldirektion Bildung und Kultur spielen bei der Förderung der individuellen und institutionellen Mehrsprachigkeit in der Europäischen Union und ihrer Verwaltung eine wichtige Rolle.
- Mehrsprachigkeit: ein Trumpf für Europa und eine gemeinsame Verpflichtung
- Verordnung Nr. 1 vom 15. April 1958 zur Regelung der Sprachenfrage für die Europäische Union
- Europäischer Indikator für Sprachenkompetenz
- Sprachenpolitik – Kurzdarstellung zur Europäischen Union
- Übersetzung und Mehrsprachigkeit
- Intercomprehension - Exploring its usefulness for DGT, the Commission and the EU
In Belgien ist die Commission permanente du Contrôle linguistique (CPCL) dafür verantwortlich, die Anwendung der per königlichem Dekret vom 18. Juli 1966 koordinierten Gesetze über den Sprachgebrauch in der Verwaltung zu überwachen.
Arrêté royal du 18 juillet 1966 (M.B. du 2.8.1966) portant coordination des lois sur l'emploi des langues en matière administrative.
Rapport annuel 2015 de la Commission permanente de contrôle linguistique de Belgique
Svizzera-Belgio, economie a confronto (Tempi moderni, RSI, 22.04.2016)
Finnische Bundesverwaltung
Finnland verfügt über eine Regierungsstrategie zu den Landessprachen. Die Regierung veröffentlicht einen Bericht über die Umsetzung der Sprachenpolitik. Seit 1922 sind per Gesetz zwei offizielle Amtssprachen anerkannt: Finnisch (91 %) und Schwedisch (5,4 %). Ziel der Regierungsstrategie ist die Gleichbehandlung der beiden Amtssprachen und Sprachgemeinschaften. Zu den operativen Instrumenten der Regierungsstrategie gehört auch ein Verfahren für das öffentliche Beschaffungswesen.
Ministry of Justice
Ministry for Foreign Affairs of Finland
Die Schwedische Versammlung Finnlands ist eine Organisation mit dem satzungsgemässen Auftrag, die schwedische Sprache zu bewahren und die Interessen der schwedischsprachigen Bevölkerung Finnlands zu wahren. Sie übernimmt die Funktion eines Interessenverbands für die legitimen Anliegen der schwedischsprachigen Bevölkerung.
Language Act
Sámi Language Act
Seit 1984 ist die Mehrsprachigkeit in Luxemburg gesetzlich festgeschrieben. Luxemburgisch ist Landessprache, Französisch Gesetzgebungssprache. Französisch, Deutsch und Luxemburgisch sind auch Gerichts- und Verwaltungssprachen.
Loi du 24 février 1984 sur le régime des langues