Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03544.jsonl.gz/294

So mancher Evergreen musste sich zuerst den Weg an die Spitze bahnen. Nicht anders bei Roger Whittaker. 1971 war er bereits ein international erfolgreicher Sänger und Komponist. ÜbersRadio bat er seine Fans ihm doch Textideen für ein neues Lied zuzuschicken. Dazu komponierte er dann eine Melodie und «The last Farewell» war entstanden. Eigentlich eine clevere Marketingstrategie. Roger veröffentlicht den Titel auf seinem Album «New world in the Morning». Leider geriet das Lied in Vergessenheit.
Ein Flop findet Gehör
Erst vier Jahre später hört die Frau eines amerikanischen Radiochefs aus Atlanta «The last Farewell» zufällig auf einer Ferienreise. Sie findet Gefallen daran und fordert ihren Gatten auf, den Song zu pushen. Nachdem «The last Farewell» mehrmals im Radio gesendet wurde, landete die Scheibe auf Platz 19 der US-Hitparade. Die Erfolgswelle schwappte auf Europa über und ein Evergreen und Welthit war geboren. Zusätzlichen Aufschwung erhielt «The last Farewell» dank Elvis Presley, der seine eigene Version davon herausbrachte.
Auf Deutsch klingt es seltsam
Zum besseren Verständnis, und weil es sich das deutsche Publikum gewöhnt war, brachte Roger sogar noch eine deutsche Aufnahme heraus. Weil er der Sprache nicht mächtig war, wurde für ihn alles phonetisch aufgeschrieben. Roger hatte demnach keine Ahnung was er da genau sang, und irgendwie spürt man das auch. Die deutsche Version wurde kein grosser Erfolg, bedeutete aber seinen Einstieg als Schlagersänger in den deutschen Markt. Spätere Hits wie «Albany» oder «Wenn es dich noch gibt» folgten und ebneten seinen Weg.
Stars und Hits im Rampenlicht
Im «Schlagermosaik» nimmt Roger De Win jeden Montag einen Schlagertitel unter die Lupe und bringt interessante Fakten ans Licht.