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Dazu sollen am Mittwoch herausgegebene gemeinsame Richtlinien der Kommunistischen Partei und des Kabinetts dienen. Chinas Privatsektor wurde von den Corona-Einschränkungen und weitreichender staatlicher Regulierung gehemmt - von Technologiefirmen bis hin zum Immobiliensektor. Die Behörden haben mittlerweile damit begonnen, einige Massnahmen zurückzudrehen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Gemäss den neuen Richtlinien sollen private Unternehmen dazu ermutigt werden, Anleihen für Technologieinnovationen auszugeben.
Zudem sollen geeignete Unternehmen bei Börsengängen und bei der Refinanzierung unterstützt werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit Blick auf die Richtlinien meldete. Die Behörden werden auch sogenannte Plattformunternehmen dabei unterstützen, eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und im internationalen Wettbewerb zu spielen. Private Unternehmen werden überdies ermutigt, ihre Investitionen in Bereichen wie Stromerzeugung und -speicherung sowie in industriellen Anwendungen des Internets zu erhöhen.
Die Erholung der chinesischen Wirtschaft von der Corona-Krise hatte im zweiten Quartal angesichts zahlreicher Probleme erheblich an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni nur noch um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Damit wurde das Ergebnis des ersten Vierteljahres von 2,2 Prozent klar verfehlt. Analysten bezweifeln inzwischen, ob das von der Regierung ausgegebene Wachstumsziel von fünf Prozent für das Gesamtjahr 2023 erreicht werden kann. Der Exportweltmeister leidet unter der schwächelnden Nachfrage im Ausland. Auch der Konsum schwächelt. Die Arbeitslosenquote junger Chinesen erreichte im Juni mit 21,3 Prozent einen Rekordwert, da Millionen Schul- und Uni-Absolventen nur noch ein begrenztes Angebot an Jobs zur Verfügung steht.
(Reuters)