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Mo, 10. Januar 2022, Ralf Hersel
Ende des letzten Jahres ist die Hauptversion 6.0 von Nano, dem weit verbreiteten GNU/Linux-Editors für die Kommandozeile, erschienen. Die Version trägt den Beinamen "Humor heeft ook zijn leuke kanten", welcher vom niederländischen Komiker Herman Finkers stammt.
Die neue Version bringt diese Änderungen:
- Die Option --zero blendet die Titelleiste, die Statusleiste und die Hilfezeilen aus und verwendet alle Zeilen des Terminals als Bearbeitungsbereich. Die Titelleiste und Statusleiste können mit M-Z umgeschaltet werden.
- Farben können nun auch als dreistellige hexadezimale Zahlen angegeben werden, im Format #rgb. Dies wählt aus den 216 Indexfarben die Farbe, die den angegebenen Werten am nächsten kommt.
- Für Benutzer, die Zahlen nicht mögen, gibt es vierzehn neue Farbnamen: Rosa, Beet, Plum, Sea, Sky, Slate, Teal, Salbei, Brown, Ocker, Sand, gelbbraun, ziegelrot und karminrot.
- Die Aussetzung ist standardmässig aktiviert und kann mit ^T^Z aufgerufen werden. Die Optionen -z, --suspendable und 'set suspendable' sind obsolet und werden ignoriert.
- Wenn der automatische harte Zeilenumbruch eingeschaltet ist, wird das Einfügen von wenigen Wörtern (ohne Zeilenumbruch) die Zeile jetzt bei Bedarf fest umbrechen.
- Das Umschalten zwischen Anhängen und Voranstellen löscht den aktuellen Dateinamen.
- Die von M-D angezeigte Wortanzahl wird nun von der Option --wordbounds beeinflusst; mit dieser Option zählt Nano die Wörter wie 'wc'; ohne diese Option (die neue Standardeinstellung), werden Wörter auf eine menschlichere Weise gezählt: Satzzeichen werden als Leerzeichen betrachtet.
- Die YAML-Syntaxdatei ist inzwischen im Tarball enthalten.
Bei Rolling-Distros ist die Version 6.0 von Nano bereits vorhanden. In allen anderen Distributionen kann die neue Version von der Projektseite installiert werden.