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Bist Du gerade unsicher und sehnst Dich nach innerer Stabilität? Fühlst Du Dich überfordert und hast Angst, nicht perfekt zu sein? Fehlt Dir die Ruhe zum Meditieren und die Zeit für eine längere Yogapraxis? Dann ist diese kurze meditative Yoga-Sequenz vielleicht das Richtige für Dich. Sie kann einen Raum schaffen, in dem Du ganz Du selbst sein kannst; nicht perfekt und doch genug.
Setze Dich aufrecht auf den Boden, auf eine Matte oder ein Kissen. Strecke Zeigefinger und Mittelfinger lang aus, während Du den Ringfinger und den kleinen Finger zur Handfläche hin beugst und beide Finger mit dem Daumen fixierst. Jetzt strecke beide Arme seitlich aus und setze die Fingerkuppen von Zeige- und Mittelfinger auf den Boden.
Bhu bedeutet Erde und in dieser Haltung nimmt der Körper die Form eines Berges an, der fest in der Erde verwurzelt ist. Nimm Deinen Atem wahr, spüre Aufrichtung und Stabilität. Diese Haltung kann die Qualitäten von Sicherheit, Geduld und Beständigkeit vermitteln.
Löse die Hände aus der Mudra und lege sie locker auf die Oberschenkel. Spüre Deinen Atem für ein paar Atemzüge und lasse die Schultern entspannt sinken. Atme jetzt etwas tiefer ein, richte Deine Wirbelsäule auf und drehe Dich ausatmend nach rechts, indem Du die linke Hand zum rechten Knie führst und die rechte Hand hinter Dir auf dem Boden aufsetzt.
Konzentriere Dich auf Deinen Atem, finde mehr Länge im Oberkörper, wenn Du einatmest und gehe mit der Ausatmung ein klein wenig mehr in die Rotation. Bleibe für einige Atemzüge in der Haltung. Komme anschliessend wieder in die Mitte zurück und drehe Dich auf die andere Seite.
Komme nach der Drehung auf die linke Seite wieder zur Mitte zurück. Setze die Fingerkuppen beider Hände links und rechts neben Dir auf. Strecke den rechten Arm nach oben, beuge den linken Arm leicht an, so dass die rechte Seite des Brustkorbes sich öffnen kann. Lasse gleichzeitig den rechten Sitzbeinhöcker noch tiefer in den Boden sinken, so dass Deine Flanke sich noch mehr streckt. Spüre die Dehnung und gebe den Rippen und der Lunge mit jedem Atemzug mehr Raum. Bleibe für ein paar Atemzüge in der Haltung.
Komme in die Mitte zurück und wiederhole die Bewegung auf der anderen Seite.
Finde wieder in eine bequeme und aufrechte Position zurück. Lege Deine Hände entspannt auf die Knie oder auf die Oberschenkel. Wenn Du möchtest, verbinde Daumen und Zeigefinger in der Jnana-Mudra, der Mudra des Wissens. Nimm Dir Zeit, Deinen Körper hier ganz bewusst zu spüren. Lass die Schultern schwer werden und spüre Weite in Deinen Schlüsselbeinen. Erlaube Deinem Körper und Deinem Geist mit jedem Atemzug mehr zu entspannen.
Wenn Gedanken aufkommen, lasse sie kommen und wieder gehen. Wie Wolken, die über einen klaren Himmel ziehen. Lass Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen. Vertraue Dich ganz dem Fluss Deines Atems an und nimm wahr, wie Du mit jedem Atemzug ruhiger wirst.
Wenn Du möchtest, wiederhole jetzt ganz still für Dich das Mantra «Ich bin genug». Lass die Bedeutung der Worte in Deinen Geist und Deinen Körper sinken. Nimm die Gefühle die auftauchen mit Dankbarkeit und Vertrauen an.
Lasse dann die Meditation langsam zum Ende kommen. Vertiefe Deinen Atem und öffne Deine Augen.