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Der Rettungsplan war im Sommer nach der geglückten Rettung des 1472 gegründeten Instituts gestrickt worden. Vorgesehen ist vor allem die Beschaffung von 5 Milliarden Euro. Damit sollen Verluste bei der Auslagerung von faulen Krediten im Umfang von 28 Milliarden Euro an den Rettungsfonds Atlante abgedeckt werden.
Monte dei Paschi hatte die Verlängerung wegen einer Veränderung der Rahmenbedingungen beantragt. Die Bevölkerung hatte in einem Referendum die vorgeschlagene Verfassungsänderungen am Sonntag abgelehnt. Daraufhin trat Premierminister Matteo Renzi am Mittwochabend zurück. Der Rücktritt könnte eine längere Phase der Unsicherheit für das hoch verschuldete Land einleiten. Dies könnte auch die Kapitalaufnahme von Monte dei Paschi erschweren.
Scheitert die Kapitalerhöhung durch Investoren, hält sich die Bank offen, um Staatshilfe zu bitten. In Brüssel soll die bisherige Regierung schon über entsprechende Möglichkeiten verhandelt haben. Nach europäischen Abwicklungsregeln müssten dann die Gläubiger von Anleihen mit Verlusten rechnen. Das Problem in Italien ist, dass viele Kleinanleger ihre Ersparnisse in diese Papiere gesteckt haben. Zuletzt deutete sich als Kompromiss an, dass kleine Bestände unter 100 000 Euro dabei besonders geschützt werden könnten./jsl/bgf/stb
(AWP)