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Singletasking ist der Gegenspieler zum Multitasking und beschreibt die fokussierte Ausführung einer einzigen Tätigkeit, bevor man zur nächsten übergeht. Tatsächlich bestätigt die Forschung, dass die geteilte Aufmerksamkeit beim Multitasking zu einer verminderten Leistung bei beiden Tätigkeiten führt. Versuchen Sie bei Handlungen, die Sie in diesen Tagen ausführen, bewusst bei jeweils dieser einen Handlung zu bleiben, ohne bereits gedanklich bei der nächsten zu sein. Dazu zählt auch das Hemmen von sorgenvollen Gedanken.
Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung. Nehmen Sie den Atemrhythmus wahr. Spüren Sie Ihren Atemfluss. Atmen Sie bewusst ein und wieder aus. Zählen Sie beim Einatmen auf 4, beim Ausatmen auf 7, indem Sie Ihre Ausatmung in die Länge ziehen. D.h. atmen Sie ca. 4 Sek ein und fast doppelt so lange aus. Versuchen Sie das während 3 Minuten zu tun.
Bewusstes Atmen bewirkt im Gehirn eine erhöhte Synchronizität der Gehirnwellen und lässt uns wieder klarer denken. Das bewusste ganz langsame Ausatmen führt sehr schnell zur mentalen und physiologischen Entspannung. Die Übung kann somit jederzeit ganz einfach und spontan eingesetzt werden, u.a. wenn man sich angespannt, ängstlich oder gestresst fühlt.
Versuchen Sie, alltägliche Verrichtungen mit geschlossenen oder verbundenen Augen zu tun: ein Joghurt öffnen und auslöffeln, eine Orange schälen, den Teller abwaschen, die Schuhe binden, etc.
Durch das Ausblenden der gewohnten, visuellen Eindrücke spielt die Wahrnehmung des Geruchs, Geschmacks oder Ertastens eine viel wichtigere Rolle als sonst üblich. Dies erweitert den Erfahrungshorizont, erhöht die Achtsamkeit und aktiviert mehrere Hirnareale bei der Verarbeitung. Kurzum: Man erlebt alltägliche Dinge plötzlich wieder ganz anders und viel bewusster.