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Im Schweizer Hochgebirge nimmt die Vielfalt der Vögel immer mehr ab, wie eine Studie belegt. Das zeigt die Auswertung von Daten aus zwei Jahrzehnten, wie die Universität Zürich (UZH) am Dienstag mitteilte.
Der Lebensraum einiger Schweizer Vogelarten wie etwa dem Baumpieper oder dem Trauerschnäpper hat sich in den letzten Jahren in höhere Lagen verschoben. Wie sich diese Veränderungen auf die Vogelgemeinschaften im Hochgebirge auswirken, legten Forschende der UZH und der Schweizerischen Vogelwarte im Fachmagazin "Diversity and Distributions" dar.
"Unsere Studie zeigt, dass Bergspezialisten zunehmend Gefahr laufen, verdrängt zu werden", sagte der Ökologie-Professor Arpat Ozgul in der Mitteilung. Kritische Faktoren dafür seien neben der Invasion von Vögeln aus tieferen Lagen auch die Verkleinerung von Lebensräumen sowie die Schwierigkeit, optimale Lebensräume in höheren Lagen zu finden.
Klimawandel und veränderte Landnutzung als Ursachen
Wie die Studie ebenfalls ergab, gleicht sich die Artenzusammensetzung der verschiedenen alpinen Gemeinschaften immer weiter aneinander an. "Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der doppelte Effekt der globalen Erwärmung und die Aufgabe der traditionellen Bewirtschaftung zu einer Verarmung der Vogelgemeinschaften in den Alpen führt", liess sich der Erstautor Vicente García-Navas zitieren.
Letzteres trage zur Verbuschung und zur Verschiebung der Baumgrenze nach oben bei. Darunter leiden etwa diejenigen Arten, die an das Leben im baumlosen Hochgebirge angepasst sind. Deshalb sind laut García-Navas dringend Schutzmassnahmen und eine Anpassung der Bewirtschaftung nötig.