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Ein halbes Jahr vor dem Weltklimagipfel in Glasgow kritisieren die Nuclear Industry Association (NIA), RenewableUK und Solar Energy UK in einer gemeinsamen Medienmitteilung, dass das britische Stromnetz heute schmutziger als noch vor einem Jahr und stark abhängig von fossilen Brennstoffen sei.
Nach Angaben der britischen Stromnetzbetreibers National Grid ESO war die Kohlenstoffintensität von Strom – das Mass für die CO2-Emissionen pro verbrauchter Stromeinheit – in den ersten vier Monaten des Jahres 2021 um etwa 5% höher als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.
Die Dekarbonisierung des Stromnetzes sei entscheidend, um das neue Ziel der Regierung zu erreichen, die Treibhausgasmissionen bis 2035 um 78% und bis 2050 auf «netto null» zu reduzieren. Sauberer Strom werde für die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen, für Wärmepumpen und für die Produktion von grünem Wasserstoff benötigt. In diesem Zusammenhang fordern die Verbände etwa spezifische Ausbauziele für erneuerbare Energien. Die NIA fordert für ihren Bereich die Regierung auf, noch in diesem Jahr ein Finanzierungsmodell für neue Nuklearprojekte zu beschliessen und einen Plan zur Wiederherstellung der bestehenden Nuklearkapazitäten bis Anfang der 2030er-Jahre vorzulegen.
«Wir müssen in eine neue Kernkraftwerksgeneration investieren, um netto null zu erreichen. Wir wissen, dass Kernenergie und erneuerbare Energien gut zusammenwirken, um Emissionen zu verringern, und dass ein kohlenstoffarmer Energiemix entscheidend für unsere Zukunft ist», wird Tom Greatrex, NIA-CEO, zitiert.
Quelle
S.D. nach NIA, RenewableUK and Solar Energy UK, gemeinsame Medienmitteilung, 21. Mai 2021