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Region
Das atlantische Klima mit feuchtem, mildem Winter, regnerischem Frühjahr und trockenem, heissem Sommer und Frühherbst bekommt den hier angebauten Sorten besonders. Sie profitieren von ausgezeichneten Böden, die je nach Standort von tiefgründigem Kies, Sand, Lehm oder auch den Graves geprägt sind. Auf einer Rebfläche von rund 112 000 Hektar unterscheidet Bordeaux rund 50 Appellationen (Herkunftsgebiete). Man teilt diese gemeinhin grob in linksufrige und rechtsufrige Gebiete ein: Médoc, Graves und Sauternes sind die wichtigsten linksufrigen Gebiete (linkes Gironde- und Garonne-Ufer), St. Émilion und Pomerol die wichtigsten des rechten Ufers (des Flusses Dordogne). Die meistangebauten roten Rebsorten sind Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot. Bei den weissen Rebsorten sind Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle.
Subregion
Das Weinbaugebiet von St. Émilion (AOC) zählt mit 5500 Hektaren zu den bekanntesten und berühmtesten im Südwesten Frankreichs. Innerhalb des Weinbaugebiets Bordelais bildet St. Émilion zusammen mit Pomerol das Kerngebiet des «Rechten Ufers» der Gironde und der Dordogne; nach der Stadt Libourne auch Libournais genannt. Wie auf dem «Rechten Ufer» üblich, dominiert auch in den Cuvées von St. Émilion zumeist die Rebsorte Merlot.
Herstellung
16 Monate lang in Fässern gereift. 65% Neuholz, 35% in Reifebottiche und Amphoren.
Degustationsnotiz
In der Nase Pflaumenkonfitüre, Schwarzwälder Kirschtorte, rotem Kirschkompott und schwarzen Himbeeren mit einem Hauch von Menthol, Schokoladenbox, Lakritze und Tabakblatt. Am Gaumen ist er mittel bis vollmundig, mit fantastisch reifen, samtigen Tanninen und einer schönen Frische, die den großzügigen, hellfruchtigen Mittelteil anhebt und dem sehr lang anhaltenden, mineralischen Abgang viel Energie verleiht.
Trinkreife
Jahrgang + 20 Jahre
Geniessen zu
Edlen Fleischgerichten vom Kalb, Rind oder Lamm, aber auch zu Coq au Vin.