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Die Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) nutzt seit den 1960er Jahren die Wasserkraft des Hinterrheins. Unter anderem betreibt sie seit 1961 das Kraftwerk in Sils i.D.. Mit dem Bau des Kraftwerks wurde der Flusslauf der Albula teilweise umgelegt und dadurch verkürzt. Vor der Wasserrückgabe der Zentrale Sils wurde zur Sohlstabilisierung ein ca. 4 m hohes Absturzbauwerk errichtet. Basierend auf einer Verfügung der Regierung des Kantons Graubünden aus dem Jahre 1973 wurde 1980/81 im Rahmen einer Sanierung des Absturzbauwerks eine Fischtreppe erstellt. In den Jahren 1982/83 erfolgte eine erste Erneuerung bzw. Optimierung und 1992 eine zweite Sanierung der Fischaufstiegshilfe.
Aufgrund diverser Gesetzesänderungen und insbesondere nach Inkrafttreten des revidierten Gewässerschutzgesetzes sind Massnahmen für die Wiederherstellung der Fischgängigkeit der Fliessgewässer umzusetzen. Gemäss kantonaler Planung wurde für das bestehende Absturzbauwerk bzw. für die bestehende Fischtreppe in Sils i.D. eine Sanierungspflicht der KHR bezüglich Fischaufstieg angeordnet. Als Sanierungsziel wird der uneingeschränkte Aufstieg der Bach- und Seeforelle in der Albula im Bereich des Absturzbauwerks festgelegt.
Im Rahmen eines Variantenstudiums wurden sämtliche grundsätzlich denkbaren Möglichkeiten zur Verbesserung der Längsvernetzung an der Schwelle Albula aufgezeigt (KHR). Nach einer Vernehmlassung bei den kantonalen Fachstellen und den Umweltschutzorganisationen wurde die im Variantenstudium empfohlene Bestvariante (Optimierung der bestehenden FAA in Form einer teilgewässerbreiten, rauen Blockrampe) durch das AJF im Grundsatz gutgeheissen. Im Rahmen eines Vorprojekts wurde die Lösung durch die Entegra Wasserkraft AG konkretisiert und deren Machbarkeit im Detail untersucht.
Die KHR AG hat die Entegra Wasserkraft AG schliesslich auch mit der Bearbeitung des Bauprojekts für die empfohlene Bestvariante («raue Blockrampe») beauftragt. Das Projektteam wird ergänzt durch die beiden Fachbüros Hunziker, Zarn & Partner AG (Fluss- und Wasserbau, Geschiebe) und ecowert gmbh (Fischökologie).