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Sorby,
Henry Clifton, engl. Naturforscher, geb. in Woodburn bei Sheffield, [* 2] besuchte die Kollegiatschule in Sheffield und beschäftigte sich dann hauptsächlich mit der Anwendung mikroskopischer Beobachtungen auf Physik. Gegenstände und die Anwendung physik. Methoden auf geolog. Probleme. Er lebt auf seinem Landsitze zu Broomfield bei Sheffield. 1856-58 erörterte er in einer Reihe von Beiträgen zu dem «Edinburg [* 3] New Philosophical Journal» diejenigen Strukturen geschichteter Gesteine, [* 4] welche die Richtung und Art der Strömung anzeigen, und die Schlüsse, welche sich aus diesen Thatsachen für die Aufhellung der physischen Geographie der verschiedenen geolog.
Perioden ergeben. Die Anwendung des Mikroskops auf das Studium der Gesteine setzte ihn in den Stand, die mechan. Entstehung der Schieferung festzustellen und zu beweisen, daß die mikroskopische Struktur der Mineralien in manchen Fällen ihren Ursprung aus feuerflüssig-geschmolzenen Massen, oder aus wässerigen Flüssigkeiten, oder aus beiden zusammen erkennen läßt. Aus diesen Resultaten gewann S. das wichtige Ergebnis der direkten Wechselbeziehung der mechan. und der chem. Kräfte, das er 1863 vor der Königlichen Gesellschaft in London [* 5] erläuterte. S. war auch der erste, der die Spektralanalyse [* 6] auf mikroskopische Untersuchungen anwandte und ein Spektroskop [* 7] erfand, das zur Entdeckung von Blutflecken und zur Untersuchung sonstiger animalischer und vegetabilischer Farbstoffe geeignet ist und bereits weite Verbreitung gefunden hat. Seine Forschungen über die mikroskopische Struktur des Stahls und der Meteoriten sind ebenfalls von hohem Wert.