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Mit vier bis zum teuren Zürcher Paradeplatz, oder – Mist! – mit sechs übers Ziel hinaus zum billigen Kornplatz in Chur? «Monopoly» machte Generationen mit den Regeln der freien Marktwirtschaft vertraut. Die Regeln sind altbekannt: Es gilt, Boden aufzukaufen und seine Mitspieler in den Ruin zu treiben.
Doch darum ging es nicht nur auf, sondern auch neben dem Spielbrett. Monopoly geschaffen hat angeblich 1930 der Erfinder Charles Darrow, ebenso angeblich als Zeitvertreib während dessen Arbeitslosigkeit in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Erste Monopoly-Ausgaben entstanden in Handarbeit, die Darrow an Freunde und Nachbarn verkaufte. 1935 kaufte die Spielefirma Parker Brothers die Rechte am Spiel, das sie noch ein Jahr zuvor nicht hatte haben wollen, wegen «52 grundsätzlichen Fehlern». So grundsätzlich konnten die Fehler nicht gewesen sein, denn Monopoly wurde seinem Namen gerecht – und zum Bestseller.
Das wiederum rief den Wirtschaftsprofessor Ralph Anspach auf den Plan, der «Anti-Monopoly» entwickelte, mit umgekehrten Regeln: Das Spiel wird anfangs von Trusts beherrscht, die Spieler sammeln Anerkennungspunkte und schaffen allmählich eine freie Marktwirtschaft.
Es kam, wie es kommen musste – und Parker Brothers und Anspach fanden sich vor dem Supreme Court in Washington wieder. Doch die höchsten Richter der USA liessen Parker abblitzen und befanden, dass Monopoly gar kein Original sei, sondern vielmehr ein Plagiat. Das Original hat Jahrgang 1904, war von Hand gezeichnet, trägt die US-Patentnummer 748 626 und stammt von einer jungen, findigen Quäkerin aus Virginia. Es hiess «The Landlord’s Game».