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Freundschaft im Nationalsozialismus Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in dieselbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten. Friedrichs Freund, der bis zuletzt an ihm hängt, kann ihm immer weniger zur Seite stehen, da er selbst den Zwängen seiner Zeit ausgeliefert ist. Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.
Rezension
»Lest dieses Buch – ihr werdet es nicht bereuen!« Westdeutsche Zeitung 19.02.2008
Portrait
Dr. Hans Peter Richter, geboren 1925 in Köln, studierte Psychologie und Soziologie und arbeitete seit 1952 in selbstständiger Forschungstätigkeit für verschiedene Rundfunkanstalten und Wirtschaftsunternehmen. 1973 wurde er Professor für Wissenschaftsmethoden und Soziologie an der Fachhochschule in Darmstadt. Daneben hat er zahlreiche Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben und herausgegeben. Zweimal erhielt er für seine Arbeiten ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris. 1961 erschien sein Jugendroman ›Damals war es Friedrich‹ (dtv pocket 7800), der mit einer Auflage von mittlerweile über einer Million zu den bekanntesten und weitest verbreiteten Büchern zum Thema »Judenverfolgung im Dritten Reich« gehört. Millionen von Schülern haben sich durch dieses Buch mit Nationalsozialismus und Judenverfolgung auseinander gesetzt. ›Damals war es Friedrich‹ wurde mit dem Mildred-Batchelder-Award der American Library Association für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nicht amerikanischen Autors ausgezeichnet, dem Sebaldus-Jugendbuchpreis und dem Woodward-School-Book-Award. Das Buch stand ausserdem in der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde in viele Sprachen übersetzt. Der Autor starb im November 1993 in Mainz am Rhein.