Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/2592

Die Rekordzahl von 22 WM-Läufen im Jahr ist in Gefahr. Die Organisatoren des GP von China sagten ihr Rennen am 19. April ab. In Shanghai, wo letztes Jahr das 1000. WM-Rennen (inklusive der elf Indy 500 Rennen!) gefeiert wurde, will man wegen des Corona-Virus keine Risiken eingehen.
Der Weltverband FIA musste diese Entscheidung natürlich akzeptieren – und sucht jetzt verzweifelt ein anderes Datum! Selbst ein Comeback in Hockenheim stand kurz auf dem Plan.
FIA will nicht aufgeben
«Wir werden ein Datum finden. China ist für uns wichtig», sagt Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Doch die andern Veranstalter haben kein Interesse an einer Kalender-Änderung.
Zum letzten Mal wurde 2011 ein Formel-1-Rennen abgesagt. Politische Wirren und Strassenschlachten in Bahrain waren der Grund.
Absage mit Folgen
Tragische Folgen hatte 1971 die Rennabsage des GP von Mexiko: Man weigerte sich, dort anzutreten, weil in den Jahren zuvor dauernd streunende Hunde über die Piste gerannt waren. Die britischen Teams organisierten darauf am 24. Oktober im englischen ein nicht zur WM zählendes Kehraus-Rennen. Dabei kam der auf der Pole-Position gestartete Fribourger Jo Siffert 18 Minuten nach dem Start nach einem Aufhängungsbruch an seinem BRM ums Leben.