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Eine geologische Störzone brachte im Frühling 2010 die Tunnelbohrmaschine (TBM) in der Weströhre des Teilabschnitts Faido zum Stillstand. Jetzt haben die Mineure den Bohrkopf des Riesenbohrers freigelegt. Damit kann die TBM den Vortrieb Richtung Sedrun wieder aufnehmen.
Am 4. März 2010 ereignete sich in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels rund 9 km von der Multifunktionsstelle Faido entfernt ein Gesteinsniederbruch. Der Vortrieb musste unterbrochen werden. Es wurden Sondierbohrungen durchgeführt, um die Grösse des entstandenen Hohlraumes sowie die Länge der Störzone zu ermitteln.
Damit die Tunnelbohrmaschine wieder andrehen kann, wurde im Verlauf der letzten Monate der lockere Bereich vor und über dem Bohrkopf der Maschine über eine Injektionsnische von der parallel verlaufenden Oströhre aus mit Zement verfestigt. Ebenfalls von der Oströhre aus wurde gleichzeitig ein weiterer Stollen zur Weströhre ausgebrochen und anschliessend der Bohrkopf der Tunnelbohrmaschine bis am 22. Juli 2010 im Gegenvortrieb freigelegt. Am darauf folgenden Tag nahm die TBM den Vortrieb in der Weströhre Richtung Sedrun wieder auf. Bis zu den Betriebsferien Ende Juli 2010 wird die Störzone vollständig durchfahren sein.
Die Baukosten zur Sanierung der Störzone sind zu einem grossen Teil im Werkvertrag enthalten. Der Stillstand der Maschine in der Weströhre bringt das Terminprogramm am Gotthard-Basistunnel nicht in Verzug. Auch der geplante Hauptdurchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnel am 15. Oktober 2010 ist dadurch nicht gefährdet.