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Intrigue entfernte Biederkeit ihm ungemein gefielen, so daß er sich durch ihn auch mehrere andere Gelehrte zuführen ließ"). In späteren Jahren war die Karnevalsreise für Friedrich eher ein Opfer, als ein Genuss. „Ich bin im Begriff nach Berlin zu gehen, sagt er in einem Briefe an Voltaire, den 17. Dez. 1777, um Andern ein Karneval zu geben, und selber keinen Theil daran zu nehmen.“ Aber, es wurde in der alten, wohlerwogenen Ordnung nichts geändert. Das Karneval belebte Berlin, zog Fremde an und, auch diese kleine Reise hatte ihren Berufszweck. Alle Behörden wurden nach einander zur Unterredung gezogen; sie berichteten, bekamen Befehle, machten Vorschläge, legten Rechenschaft ab, wurden belobt, ermuntert – oder angespornt. Den Tag vor seinem Geburtstage, auch wohl den 24. Januar früh Morgens, oder desselben Tages nach der Kour, ging der König nach Potsdam zurück. Seit dem siebenjährigen Kriege feierte Prinz Heinrich diesen Tag durch einen großen Maskenball. Solange die Königinn Mutter lebte, wurde auch deren Geburtstag, der 27. März, durch eine neue Oper gefeiert. Während aller dieser regelmäßigen Jahresgeschäfte, in diesem Sorgen und Genießen machte der König auch mehrerlei kleine diplomatische Angelegenheiten für das Haus und für die Unterthamen ab, und vertrat selbst die hülfesuchenden Fremden gegen kirchlichen und gegen politischen Druck, oder gegen jegliche andere Unbill. Den ersten Vertrag oder Kartel über die Auslieferung der entlaufenen Soldaten schloss der König mit Kursachsen, den 31. Okt. 1741 ; dann mit Baiern, den 4. Dez.; mit Württemberg, den 12. Jan. 1742; so mit vielen andern Staten *). Dagegen machten die Werbungen an vielen Orten des Auslandes ihm manche Noth"). 1754 hatte ein preußischer Werbeoffizier, v. Heyden, sammt einem Soldaten in Ulm einen reisenden katholischen Studenten auf der Landstraße heimlich entführen wollen, welcher aber an dem ihm in den Hals gesteckten Schnupftuche erstickte. Der Magistrat, nahm den Offizier fest; Friedrich forderte ihn, den 25.
1) Ancillon in s. Eloge de Merian.