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Das mittlere Einkommen einer alleinstehenden Person in der Schweiz beträgt 6’250 Franken im Monat. Als mittleres Einkommen bezeichnet man die Einkommenshöhe, von der aus die Anzahl Personen mit einem niedrigeren Einkommen gleich groß ist wie die der Personen mit höheren Einkommen.
Rechnet man das hiesige mittlere Monatseinkommen zu einem Netto-Jahreseinkommen hoch, landet man bei ca. 60’000 Franken – je nach Alter und Wohnort. Gibt man diese Zahl nun bei Global Rich List ein, wird man als einer der 38 Millionen reichsten Menschen nach Einkommen eingestuft. Ergo gehört man zu den Top 0.62%.
Hinken tut dieses Rating insofern, dass das mittlere Einkommen ein statistischer Wert ist. In der Realität weist die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Personen ein Äquivalenzeinkommen von weniger als 49'660 Franken pro Jahr auf, 10% der Schweizer*innen kommen nicht über 26'926 Franken im Jahr.
Laut Global Rich List, welche angibt, die Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten weltweit zu berücksichtigen, gehört aber selbst das untere Einkommenszehntel in der Schweiz noch zu den 6% reichsten Menschen der Welt. Zum Vergleich: Ein*e durchschnittliche*r Arbeiter*in in Ghana müsste für dieselbe Kaufkraft sieben mal länger arbeiten.
Solange sich die Einkommensschere in der Schweiz tendenziell weiter öffnet, ist das für schwache Einkommensklassen allerdings ein schwacher Trost. Denn man vergleicht sich in der Regel mit seiner unmittelbaren Umgebung. Wo soviel Reichtum sichtbar ist, wie in der Schweiz, ist der Massstab und das Potential für unerfüllte Bedürfnisse entsprechend gross.