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Der Mann hatte 2014 Drohbriefe an das Unternehmen Fonterra, den grössten Exporteur von Milchpulver weltweit, sowie an den neuseeländischen Bauernverband geschickt.
Erpresser wollte von Verbot profitieren
Darin drohte er, für den chinesischen Markt bestimmtes Milchpulver mit einem Pestizid mit dem Marktnamen 1080 zu vergiften, wenn Neuseeland dieses nicht verbiete. 1080, wobei es sich um Natriumfluoracetat handelt, wird gegen Nager eingesetzt und ist in Neuseeland höchst umstritten.
Die Anklage legte aber dar, dass der Mann keinesfalls aus selbstlosen Motiven gehandelt habe. Vielmehr hätte ein Verbot von 1080 äusserst lukrativ für den Geschäftsmann sein können, da er ein Konkurrenzprodukt entwickelt hatte. Im Prozess war offenbar worden, dass er finanzielle Schwierigkeiten sowie psychische Probleme wegen des Todes seiner Frau gehabt hatte.
Milchpulver-Export wichtig
Der Richter erkannte in seinem Urteil an, dass der Angeklagte seine Drohungen nie habe in die Tat umsetzen wollen. Die Erpressung habe die Betroffenen allerdings in Angst versetzt. Ausserdem habe sie den Betroffenen und den Sicherheitsbehörden Kosten in Höhe von 32 Millionen neuseeländischer Dollar verursacht.
Die Drohungen waren zunächst nicht öffentlich gemacht worden. Die neuseeländischen Behörden verstärkten vielmehr die Kontrollen bei Milchpulver und schränkten den Zugang zu Milchpulverpackungen in den Läden ein. Die Drohungen trafen Neuseeland hart, weil der Milchpulver-Export einen wichtigen Anteil am Gesamtexport des Landes hat - 17 Prozent des Gesamtexports.
In den Ermittlungen zu dem Erpressungsfall waren etwa 2600 Menschen befragt worden. Der Schuldige wurde schliesslich durch eine DNA-Spur überführt.