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Die akademische Forschung über die Akzeptanz der Windenergie ist so alt wie die ersten Windenergieanlagen, die in den 80er Jahren in Kalifornien installiert wurden. Umfang und Intensität der Forschung haben seitdem deutlich zugenommen. Eine Studie identifiziert die gesicherten Wissenständen und bestehende Forschungsbedarfe.
Fairness, Partizipation und Vertrauen
Einer der Kernbefunde ist, dass Fairness, Partizipation und Vertrauen zu den zentralen Akzeptanzfaktoren zählen. Desweiteren ist das NIMBY-Konzept als Erklärung für Widerstände gegen die Windenergienutzung unterkomplex. Sozioökonomische Auswirkungen des Windenergieausbaus sind stark an die Akzeptanz gebunden. Schall und Schattenwurf sowie andere visuelle Beeinträchtigungen schaffen Opposition. Ignoriert man Bedenken von Anwohnern gegenüber möglichen Beeinträchtigungen, können sich Konflikte verschärfen.
Der Abstand von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung hat einen Einfluss auf Befürwortung oder Widerstand, in welchem Masse ist jedoch nicht abschliessend geklärt.
Die Studie bestimmt auch zukünftige Forschungsbereiche zur Windakzeptanz. Die Beachtung der Forschungsergebnisse in der Planungs- und Genehmigungspraxis sowie im Bereich der Energiepolitik könnte dazu beitragen, Konflikte und wahrgenommene Ungerechtigkeiten um vorgeschlagene und bestehende Windenergieanlagen deutlich zu vermindern.