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Am 30. Juni dieses Jahres waren auf Amicus schweizweit über 2100 American Staffordshire Terrier, 2000 Rottweiler 1600 Staffordshire Bull Terrier, 730 Pit Bull Terrier und 560 Bull Terrier registriert - alles Hunde, die als potentiell gefährliche Tiere gelten.
Nach einer tödlichen Attacke auf einen Sechsjährigen im zürcherischen Oberglatt im Jahr 2005 haben mehrere Kantone für das Halten solcher «Listenhunde» eine Bewilligungspflicht eingeführt. Zürich, das Wallis, Freiburg und Genf führten sogar Rasseverbote ein.
Trotzdem haben die Meldungen über angriffige Hunde in den letzten Jahren in verschiedenen Kantonen zugenommen. In Zürich stieg die Zahl der Vorfälle mit Bissverletzungen oder übermässigem Aggressionsverhalten gegenüber Menschen von 580 im Jahr 2014 auf 700 im vergangenen Jahr.
Wenn der Chihuahua zur «Bestie» mutiert
Nur in den seltensten Fällen sind allerdings «Kampfhunde» die Übeltäter. So betrafen 2016 im Kanton Aargau von den 570 Meldungen (2015: 515) über Beissattacken und aggressives Verhalten nur fünf Prozent Rassetypen mit erhöhtem Gefährdungspotential.
Auffällig sei die Zunahme von Vorfällen mit Kleinhunden wie Chihuahua, Mops und Malteser, schreibt der Aargauer Veterinärdienst in seinem Jahresbericht. Oft werde verkannt, dass auch kleine Hunde «ein ausgeprägtes territoriales oder ressourcenbezogenes Verhalten» zeigen könnten.