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Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif und der republikanische US-Senator Tom Cotton beschiessen sich auf allen Kanälen. Dabei geht es um Sanktionen, Anschuldigungen und einen Glückwunsch.
Für den frischgebackenen Senator Tom Cotton ist klar: Für die nationale Sicherheit der USA gibt es zwei ernsthafte Bedrohungen. Ein Iran mit Atomwaffen und Ayatollah Ali Chamenei, der oberste Führer der Islamischen Republik. So zumindest äusserte sich der Republikaner jüngst in einer Rede, in der er die Iran-Politik von US-Präsident Barack Obama kritisierte.
Bereits Anfang März hatte er einen überheblichen, offenen Brief an Chamenei verfasst und liess ihn von 46 Senatoren unterzeichnen. Der 37-Jährige aus Arkansas, der seit Januar im Senat sitzt, ist gegen die Lockerung der UNO-Sanktionen.
Kein Wunder, spielte Irans Aussenminister Sarif just auf diesen Mann, als er am Mittwoch an der New York University über die Atomverhandlungen seines Landes sprach, wie das Newsportal Politico meldet. Im Falle eines Atomabkommens, sagte Sarif, würden die UNO-Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, «ob es Senator Cotton nun passe oder nicht».
Der Angesprochene liess sich nicht zweimal bitten und publizierte auf seiner Webseite eine Stellungnahme. Darin warnte er, der iranischen Führung sei nicht zu trauen, und Präsident Obama sei von Anfang an schlecht beraten gewesen, in der Sache irgendwelche Zugeständnisse in Aussicht zu stellen.
Doch das reichte ihm anscheinend noch nicht. In einer vierteiligen Twitter-Botschaft doppelte Cotton nach:
Wie bloss reagiert man auf solche Verunglimpfungen? Sarif tat folgendes:
In der Tat waren Cotton und seine Frau Anna Peckham drei Tage erstmals Eltern geworden. Von einem Sohn mit dem Namen Gabriel, wie dieser Tweet belegt:
Was ist von diesem verbalen Schlagabtausch zu halten?
Anfang April 2015 hatten die UNO-Vetomächte und Deutschland sowie Teheran in Lausanne eine unverbindliche Grundsatzeinigung im Atomstreit mit Iran erzielt. Bis Ende Juni wollen beide Seiten eine umfassende Lösung aushandeln. (kad)