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Bis zur Elektrifizierung war „dr chli Bach“ der wichtigste Energielieferant, um diverse Geräte und Maschinen anzutreiben. Zur Zeit seiner maximalen Ausnützung waren über 20 verschiedene Betriebe angeschlossen. Von diesem Kanal profitierten Mühlen, Sägereien, Schmieden, Wäschereien, Werkstätten und sogar Fabriken. Der Mühlbach diente lange Zeit einem grossen Teil der Bevölkerung auch als Trinkwasser-Bezugsort.
Indirekt verhalf der Mühlbach den Grabsern auch 1873 zu einer Postwagenlinie. Dies geht aus dem Tagebuch des 1823 geborenen Mattheus Eggenberger, Gerichtspräsident, hervor. Die Linie führte bis dahin von Wildhaus nach Gams und zur Station Haag. Postdirektor Meier in St.Gallen war der Meinung, dass dies so bleiben sollte: „Wegen einem Nest wie Grabs wird nichts geändert.“ Diese Ansicht stiess Eggenberger sauer auf. Er schrieb eine Petition an den Bundesrat, worin er alle Gewerbebetriebe am Mühlbach und im übrigen Dorf aufführte. Diese Darstellung von der Grösse des Dorfes und dem dort wirkenden Gewerbefleiss gab der Petition das nötige Gewicht. Mit Unterstützung von Buchs, Wildhaus und Nationalrat Hungerbühler, St.Gallen, gelang es, die Linienführung gegen den Willen des Postdirektors in St.Gallen zu ändern. Ab sofort fuhren täglich drei Wagen von Alt St.Johann-Wildhaus über Gams-Grabs nach Buchs.
Die grosse Bedeutung des Grabser Mühlbachs für die Bevölkerung widerspiegelt sich auch im Gedicht, das die Grabser Arbeitslehrerin und Dichterin Katharina Vetsch (1858 - 1938) verfasst hat.
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