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Was ist ANR?
Die wissenschaftliche Grundlage der ANR Behandlung basiert auf der Erkenntnis, dass die regelmässige, längerdauernde und /oder hochdosierte Einnahme von Opioiden zu einer Veränderung derjenigen Strukturen im Gehirn führt, welche für die Wirkung dieser Substanzen verantwortlich sind.
Mehr über Opioide und Opioidabhängigkeit erfahren Sie hier:
Die biochemischen Andockstellen werden als Rezeptoren bezeichnet. Im Falle der Opioidrezeptoren nimmt man an, dass der Opioidkonsum eine Zunahme der Anzahl Rezeptoren, sowie wahrscheinlich auch zu einer Veränderung deren Affinität und Sensibilität bewirkt.
Hier finden Sie mehr über Opioidrezeptoren.
ANR besteht im Wesentlichen aus einer differenzierten und individuell auf den Patienten zugemessenen, medikamentösen Blockade der Opioidrezeptoren im Gehirn. Dabei besteht ein wichtiges Ziel darin, möglichst nur die überschüssigen Rezeptoren zu blockieren und daneben das natürliche Opioidsystem mit den Endorphinen als Substrat zu erhalten, resp. zu reaktivieren.
Das Verlangen (Craving) nach der suchterzeugenden Substanz wird dadurch praktisch ausgelöscht!
Eine schematische Darstellung des Behandlungsprinzips finden Sie hier:
Unterschied zum herkömmlichen Entzug
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Entzug wird durch die forcierte Blockade die Dauer der Entzugsbehandlung massiv verkürzt. Der Körper macht hingegen den gesamten Entzug durch, was von extremsten Entzugserscheinungen begleitet ist. Aus diesem Grund, wird das Verfahren unter Narkose durchgeführt – der Patient erlebt den Entzug also nicht bewusst mit.