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Ozontestversuche & Aktivkohleversuche
Bevor Kläranlagen mit einer erweiterten Reinigungsstufe (Ozon oder Aktivkohle) ausgestattet werden, sollen/können verschiedene Abklärungen vorgenommen werden; vor allem für den Fall, dass eine Ozonung in Betrachtung gezogen wird. Für jede ARA wird individuell bestimmt, welches Verfahren das geeignete ist; ausschlaggebend sind zum Beispiel der Bromid-Gehalt des Abwassers oder die Platzverhältnisse der ARA.
ENVILAB bietet die Situationsanalyse von Kläranlagen an, bei welcher die relevanten Abwasserdaten (DOC, Ionen, Stickstoff-Verbindungen) bestimmt und Versuche zur Elimination von MV mittels Ozon oder Aktivkohle durchgeführt werden. Dazu wird das Abwasser zunächst chemisch charakterisiert und anschliessend mit verschiedenen Ozondosen oder unterschiedlichen Aktivkohlen behandelt. Die Eliminationsleistung von MV (und DOC für Aktivkohle) wird für verschiedene Ozon- oder Aktivkohlendosen quantifiziert.
Falls eine Ozonung in Betracht gezogen wird, soll die Empfehlung des VSA („Abklärungen Verfahrenseignung Ozonung“) befolgt werden. Die chemischen Abklärungen in Bezug auf eine Ozonung stützen sich dabei auf das von der Eawag entwickelte modulare Ozontestverfahren. Dabei werden die Ozonzehrung und die •OH-Radikal Ausbeute (Modul 1), die MV Elimination (Modul 2) sowie die Bildung von unerwünschten Oxidationsnebenprodukte wie Bromat oder Nitrosamine (Modul 3) bestimmt. In einem zweiten Schritt können die ökotoxikologischen Einflüsse der Ozonung, mittels Biotests, betrachtet werden.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann die ARA mit Unterstützung der ENVILAB oder einem Planer entscheiden, welches das geeignete Verfahren ist.