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Basel, um 1750
Johannes Fechter
Silber getrieben, gegossen
H. 36,3 cm
Inv. 1987.709.
Das bürgerliche Gebrauchssilber des 18. Jahrhunderts wird durch die verschiedenen Typen von Kannen dominiert, wie sie für die Zubereitung und zum Genuss der Modegetränke Tee, Kaffee und Schokolade benötigt wurden; dazu gehört auch der Wasserkessel zum Aufgiessen des Tees; er steht auf einem mit glühender Kohle oder mit einem Spiritusbrenner zu heizenden Untersatz, eine Gerätschaft, die schon als Wärmpfannen aus Messing seit der Spätgotik und in der Form mit dem Holzgriff seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Unser Kessel zeigt nicht die in Basel mehrmals vertretene schlichte kugelige Form, sondern ist, den Untersatz miteinbeziehend, über den Kannenkörper bis zum Deckel in gewundenen Zügen getrieben. Es handelt sich damit um ein prächtiges, der Mode des Louis XV verpflichtetes Einzelstück. Johannes Fechter, tätig 1735-1755, vertritt eine der bekanntesten, Ende des 17. bis Ende des 18. Jahrhunderts blühenden Basler Goldschmiededynastien. Zwölf Meister dieses Namens waren zünftig.