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Die Geschichte über den Jahreswechsel.
Eines Tages saß ein kleines Mädchen im Garten und beobachtete das Wetter. Es sah, wie die Wolken über den Himmel zogen und wie sie die Sonne immer wieder für kurze Zeit verdeckten. In ihrem Herzen spürte sie, dass die Kraft der Sonne immer vorhanden ist, bei jeder Wetterlage. Als das Mädchen so vor sich hin träumte, kam ein kleiner Hund auf sie zu. Er hatte wohl seinen Besitzer verloren und suchte unruhig nach ihm. Das Mädchen ging auf den Hund zu und fing an mit ihm zu sprechen. Sie hatte nämlich einen besonderen Draht zu Tieren und liebte sie sehr. Sie fragte den Hund, ob er mit ihr gerne spielen würde, doch der Hund war zu besorgt und schien sogar etwas verwirrt. Das Mädchen legte ihre Hand auf den Rücken des Hundes und sprach ihm innerlich sanfte Worte zu; es waren Worte von Ruhe, Spiel und Vertrauen. Der Hund war sehr empfänglich für diese Worte und konnte sich, zur Freude des Mädchens, schnell beruhigen. So spielten sie eine Zeit lang zusammen und verbrachten eine schöne Zeit. Der Hund hatte ein Band um den Hals und als das Mädchen es genauer betrachtete, las sie darauf eine Adresse. Sie entschloss sich, den Hund nach Hause zu bringen und gemeinsam unternahmen sie einen langen Spaziergang.
Es war der 31. Dezember und das Mädchen hatte noch vor eine Liste zu schreiben, mit Dingen, die sie sich für das neue Jahr wünschte. Sie hatte dieses Ritual von ihren verstorbenen Eltern übernommen. Jedes Jahr saßen sie gemeinsam am Kaminfeuer und schrieben eine Liste. Vor zwei Jahren waren ihre Eltern bei einem Autounfall gestorben und das Mädchen wohnte seitdem bei ihrer Großmutter. Sie kamen zum Haus des Hundes und ein junger Mann stand vor der Tür. Überglücklich seinen Hund wieder zu sehen, sprang er ihnen entgegen und umarmte ihn. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Hund, mit Name Fredy, davongelaufen war und der Mann hatte ihn schon überall gesucht. Das Mädchen war sehr froh darüber, dass sowohl der Hund als auch der Mann glücklich waren. Es lief wieder nach Hause und setzte sich vor das Kaminfeuer. Es nahm Papier und Stift und fing an, ihre Neujahrsliste zu schreiben. Aus einzelnen Worten entstand eine Art von Brief, weil das Mädchen sehr inspiriert war: „Lieber Gott Vater im Himmel und auf Erden, ich wünsche mir, dass alle Menschen auf Erden glücklich sind. Wenn ich dazu beitragen kann, dann leite mich bitte, dass ich etwas tue, was andere Menschen glücklich macht. So wie heute, als ich den Hund nach Hause gebracht habe. Ich danke dir dafür, dass du mir diese Gelegenheit angeboten hast. Durch meine Handlung konnte ich zwar den Mann und den Hund glücklich machen, aber das größere Glück durfte ich selbst erfahren. Durch das Geben und Helfen erfahre ich deine Kraft und Liebe. Ich werde davon berührt und durchströmt. Das ist ein so großes Geschenk, ein so schönes Gefühl, dass ich mehr davon haben möchte. Bitte gib mir auch für das kommende Jahr viele solche Gelegenheiten. Danke!“
Wenn wir uns für das neue Jahr Dinge wünschen, dann können wir an die Wünsche dieses Mädchens anknüpfen. Ist es nicht das Schönste, Liebe weiterzugeben? Ist es nicht lohnenswert, solche Wünsche zu haben? Ist das Gefühl des Gebens nicht viel schöner als jenes des nehmens? Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn jeder Mensch sich für das neue Jahr so etwas wünschen würde?