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Die Globale Chemikalienstrategie SAICM (Strategic Approach to International Chemicals Management) wurde im Jahr 2006 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, verabschiedet. Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung, die zum Ziel hat, das nachhaltige Management von Chemikalien zu fördern.
SAICM wird nicht nur von Regierungen, sondern auch von zwischenstaatlichen und Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Umwelt und Entwicklung sowie von der chemischen Industrie getragen.
SAICM setzt sich dafür ein, dass das am Johannesburg Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung vereinbarte Ziel, Chemikalien bis 2020 nur noch so zu produzieren und zu verwenden, dass die Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit, minimiert werden.
Themenbereiche
SAICM identifizierte bisher folgende aufkommende thematische Bereiche, in denen konkrete Projekte durchgeführt werden:
- Blei in Anstrichfarben
- Chemikalien in Produkten
- Gefährliche Substanzen im Lebenszyklus von elektrischen und elektronischen Produkten
- Nanotechnologie und Nanomaterialien
- Endokrine Disruptoren
- Perfluorinierte Chemikalien und der Übergang zu sicheren Alternativen
Schweizer Engagement
Die Schweiz engagiert sich im Rahmen des SAICM-Prozesses insbesondere für folgende Themen:
- Sicherstellung einer integrierten, sektorübergreifenden Chemikalienpolitik;
- Förderung von Kohärenz und Synergien zwischen den bestehenden internationalen Chemikalien- und Abfallprozessen;
- Schaffen guter Rahmenbedingungen für den aktiven Einbezug von Privatsektor und Zivilgesellschaft bei der Realisierung des globalen Zieles, bis 2020 einen sicheren und nachhaltigen Umgang mit Chemikalien sicher zu stellen;
- Weiterentwicklung der globalen Strategie, damit über sie auch neue Herausforderungen im Chemikalien- und Abfallmanagement, wie zum Beispiel Nanotechnologie und Nanomaterialien, angegangen werden können.
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 12.07.2016