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Beat Feuz kann sich im Optimalfall bereits am Samstag in Kvitfjell die kleine Kristallkugel für den besten Abfahrer der Saison krallen.
Im ersten von zwei Trainings liess es der Emmentaler auf der Olympia-Piste von 1994 gewohnt ruhig angehen.
Als 35. büsste Feuz beinahe zwei Sekunden auf die Bestzeit des Österreichers Hannes Reichelt ein. Damit war er hinter Mauro Caviezel (8./0,55 zurück), Urs Kryenbühl (15./1,24) und Marc Gisin (30./1,69) lediglich der viertschnellste Fahrer des Schweizer Teams. Auf Aksel Lund Svindal büsste Feuz auf der wegen Nebels verkürzten Strecke fast eine halbe Sekunde ein.
Der Vergleich mit Svindal ist für Feuz insofern interessant, als ihm der Norweger noch den Gewinn seiner ersten Kristallkugel streitig machen kann. Zwei Rennen vor Schluss liegt der Schweizer im Abfahrts-Weltcup 40 Punkte vor Svindal, der sich vor drei Wochen in Südkorea vor Kjetil Jansrud und Feuz zum Abfahrts-Olympiasieger gekürt hat. Nun möchte Weltmeister Feuz, der vor sieben Jahren in Kvitfjell seinen ersten von mittlerweile zehn Weltcupsiegen gefeiert hat, in dessen Heimat natürlich nur zu gerne zurückschlagen.
Ein Vergleich der Abfahrtsresultate von Feuz und Svindal in dieser Saison zeigt einige Parallelen: In bisher sieben Weltcuprennen schafften es beide je fünfmal aufs Podest, dazu klassierten sie sich nie ausserhalb der Top 8. Während Feuz die Rennen in Lake Louise, Wengen und Garmisch-Partenkirchen gewann, stand Svindal Anfang Dezember in Beaver Creek und zwei Wochen später in Gröden zuoberst auf dem Podest. Bei einem neuerlichen Sieg von Feuz müsste Svindal in Kvitfjell mindestens Fünfter werden, um beim Saisonfinale in Are in einer Woche noch (theoretische) Chancen auf die kleine Kristallkugel zu haben.