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Mentale Stärke oder wie man mit Absagen bei der Jobsuche umgeht
Aktualisiert: 18. Mai 2022
Niemandem gefällt es, wenn er oder sie eine Absage erhält, Ablehnungs-Schreiben bzw. E-Mails oder entsprechende Telefonanrufe deprimieren und erschüttern das Selbstvertrauen, ganz gleich, in welcher Phase des Einstellungsverfahrens man sich befindet.
Und wenn man niedergeschlagen und enttäuscht ist, muss man besonders darauf achten, dass man sich nicht zu lange selbst bemitleidet. Die Wahrheit ist, dass Selbstmitleid nur unglücklich macht und von zukünftigen Erfolgschancen abhält.
Ein hilfreicher erster Schritt, um mit einem negativen Feedback umzugehen, besteht darin, es zu reflektieren. Sprich mit einem Freund, Schwester, Bruder, Elternteil, Ehepartner, Coach, Mentor oder Familienmitglied und teile deine Gefühle und Emotionen in einem vertraulichen Rahmen mit. Schlafe anschliessend zuerst darüber und stürze dich nicht sofort in den Aktionsmodus! Beschäftige dich mit Aktivitäten, in denen du besonders gut bist, um dein Selbstvertrauen zu stärken. Mache einen Spaziergang im Park, um den Kopf frei zu bekommen, lege dir ein Trainingsprogramm zu, schau dir einen inspirierenden Film an, höre Musik oder lies Bücher, die dich in eine bessere Stimmung versetzen.
Wie geht es weiter? Wie kannst du mit einer Zurückweisung umgehen und dich von ihr erholen, nun da du dich beruhigt und sie verdaut hast?
Entwickle deine mentale Stärke. Mentale Stärke bedeutet, Rückschlägen konstruktiv zu begegnen und sich auf die Perspektiven zu konzentrieren, die sich ergeben, wenn die Dinge nicht wie geplant laufen. Mental starke Menschen behalten eine positive, anpassungsfähige Einstellung und Denkweise, wenn sie mit Hindernissen konfrontiert werden. Um resilient zu werden, muss man verstehen, dass Erfolg und Ablehnung Hand in Hand gehen und dass man einfach nicht weiterkommt, wenn man keine Risiken eingeht oder zukünftigen Absagen aus dem Weg geht.
Ablehnung wiegt gerade deshalb so schwer, weil unser Gehirn darauf programmiert ist, negativen Ereignissen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als positiven. Du kannst auf diese natürliche Tendenz reagieren, indem du deine Realität überprüfst - oder über die anderen Bedingungen nachdenkst, die zu der Absage geführt haben könnten. So denkst du vielleicht, dass du abgelehnt wurdest, weil dein Lebenslauf nicht beeindruckend genug war, aber in Wirklichkeit könnte das Unternehmen eine interne Einstellung vorgenommen oder die Stellenausschreibung ganz eingestellt haben.
Wenn du eine Absage nach der anderen erhältst, versuche, die Gründe dafür zu verstehen: Hast du dich blindlings auf die Stelle beworben, ohne die Stellenbeschreibung genau zu lesen? Waren deine Bewerbungsunterlagen vollständig? Bist du überqualifiziert oder nicht qualifiziert genug für die betreffende Stelle? Welchen Eindruck hast du deiner Meinung nach während und nach dem Vorstellungsgespräch hinterlassen? Warst du auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet? Hast du dich im Vorfeld über das Unternehmen informiert? Hat die Chemie gestimmt? Hast du kulturell zu dem Unternehmen gepasst? Konntest du zeigen, warum gerade du die richtige Person für die Stelle bist? Wenn du diese Fragen nicht beantworten kannst, musst du deine Bewerbung wahrscheinlich überarbeiten. Zögere auf keinen Fall, ein ausführlicheres Feedback anzufordern, wenn du der Meinung bist, dass dies zur Verfeinerung deiner Bewerbungsstrategie beitragen kann.
Bewerber und Stellensuchende verlieren oft die Motivation, während sie darauf warten, zu erfahren, ob sie eine Stelle bekommen haben, vor allem, wenn sie denken, dass sie im Vorstellungsgespräch super abgeschnitten haben. Aber Vorsicht, das ist eine Falle! Es ist nie eine gute Idee, mit der Suche aufzuhören, bevor du eine Stelle angeboten und angenommen hast. Solange du nichts Schriftliches erhalten hast, solltest du deine Suche fortsetzen. Bewerbe dich weiter und knüpfe Kontakte und nimm es vor allem nicht persönlich!
Es ist eine Tatsache, dass du nicht jede Stelle bekommen wirst, auf die du dich bewerben wirst. Das tut niemand! Absagen sind ein ständiger Bestandteil und Begleiter unseres Lebens. Denk daran, dass eine Absage zwar wie das Ende der Welt erscheinen mag, aber in Wirklichkeit eine Gelegenheit ist, mehr über sich selbst zu lernen und sich für die Zukunft zu verbessern.
Wenn du Lust hast mir von deinen Erfahrungen mit dem Thema zu berichten, dann ab in die Kommentare damit – ich freue mich, von dir zu lesen...