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Schilddrüsenzentrum
Endokrinologie
Die Endokrinologen befassen sich mit Hormonen und dem Stoffwechsel. Die Endokrinologie ist ein wichtiges Teilgebiet der Inneren Medizin.
Die Schilddrüse
Die schmetterlingsförmige Schilddrüse liegt wie ein Schutzschild unterhalb des Kehlkopfs vor der Luftröhre. Die Schilddrüse produziert auf das Signal der Hirnanhangsdrüse hin die Schilddrüsenhormone Tetrajodthyronin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Hormone speichert sie und gibt sie nach Bedarf ins Blut und damit in den Organismus ab.
Folgen einer Schilddrüsen-Fehlfunktion
Die Schilddrüse soll im Zusammenspiel mit der Hirnanhangsdrüse den Organismus im Gleichgewicht halten. Fehlfunktionen der Schilddrüse machen sich im Körpergewicht (Stoffwechsel), im Herz-Kreislauf-System, in der Leistungsfähigkeit, in Haut und Haaren, durch Konzentrationsschwierigkeiten und letztlich in der Psyche bemerkbar. Knotenbildung und andere Vergrösserungen werden als morphologische Veränderungen bezeichnet; Über- oder Unterfunktion als funktionelle Störungen.
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Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Produziert die Schilddrüse zu viel Schilddrüsen-Hormone, führt das oft zu folgenden Beschwerden:
- vermehrtes Schwitzen
- psychomotorische Unruhe
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Gewichtsverlust
- Erschöpfung
Als Ursachen der Schilddrüsen-Überfunktion gelten der Morbus Basedow und die Funktionelle Autonomie. Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei welcher stimulierende Antikörper gegen die Schilddrüse gebildet werden. Ein mögliches Symptom dieser Krankheit ist das Hervortreten der Augäpfel. Der Morbus Basedow wird häufig im Alter zwischen 20 und 40 Jahren diagnostiziert und tritt bei Frauen fünfmal häufiger als bei Männern auf. Die häufigste Ursache für eine funktionelle Autonomie ist ein Knoten in der Schilddrüse, der unabhängig vom eigentlichen Bedarf zu viele Hormone bildet.
Die Nebenschilddrüsen
Die vier Nebenschilddrüsen liegen direkt an der Rückseite der Schilddrüse an und sind sehr klein (2 x 4 x 6 mm). Sie steuern den Kalziumhaushalt zusammen mit dem Vitamin D.
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Erkrankungen der Nebenschilddrüse
Wenn eine oder mehrere der vier Drüsen eine Überfunktion aufweisen, wird der Regelkreis empfindlich gestört, es kommt zu einer Calciumerhöhung im Blut und im Langzeitverlauf zu umfassenden Veränderungen im gesamten Körper. Typische Symptome sind vermehrtes Wasserlösen, Durst, Vergesslichkeit, Abgeschlagenheit und Müdigkeit bis hin zu Depressionen, Nierensteine oder Muskel-/Gliederschmerzen. Langzeitfolge sind Niereninsuffizienz und Osteoporose (Knochenschwund).
Nebenschilddrüsenerkrankungen treten meist schleichend auf und werden häufig erst nach Jahren erkannt. Die feinfühlige Diagnostik ist entscheidend und vermeidet langes Leiden. Der Hausarzt oder die Fachärzte der Endokrinologie können die Erkrankung in spezifischen Blutuntersuchungen feststellen und andere Ursachen für eine Nebenschilddrüsen-Überfunktion ausschliessen.
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Diagnostische Methoden
Eine sichere Diagnose ist für die richtige Therapiewahl elementar. In der endokrinologischen Sprechstunde kommen folgende diagnostischen Methoden zum Einsatz:
- Anamnese
- Abtasten der Schilddrüse (Grösse, Ausdehnung), auch der nahen Lymphknoten
- Sonographie (Ultraschall)
- Blutuntersuchungen im Labor
- Szintigraphie in der Radiologie/Nuklearmedizin
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Optimales Therapiekonzept
Bei der Wahl der Behandlung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Das optimal auf den Patienten abgestimmte Therapiekonzept wird bei komplexen Fällen am gemeinsamen Schilddrüsenboard ausgehend von der Diagnose besprochen und festgelegt. So haben die Patienten die Gewissheit, dass Spezialisten aus den verschiedenen Disziplinen die bestmögliche Behandlung für sie bestimmen.