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Pfarrhaus
Das Pfarrhaus enthält noch wesentliche Gebäudeteile aus dem 16. – 18. Jahrhundert. Es birgt heute im Erdgeschoss das Pfarreisekretariat, den Sitzungsraum, das Pfarreiarchiv und einen Meditiationsraum. Das Obergeschoss ist als Mietwohnung ausgebaut.
Gebäude mit Bausubstanz aus dem 16. – 18. Jahrhundert
Das Gebäude entstand vermutlich schon vor dem dreissigjährigen Krieg (1618 – 1648). 1814 stürzten Teile der verfaulten Kellerdecke ein. Neubaupläne des einheimischen Baumeisters Benedikt Gantner wurden vom Kanton abgelehnt, worauf Baumeister Felder das Haus durch Einwölbung des Kellers sanierte. 1962 Umnutzung des Waschhausanbaus zu Wohnzwecken, sowie Bau eines Windfangs mit aufgesetztem Balkon vor der gartenseitigen Haustüre. 2004 Umfunktionierung des Parterres zu einem Bürobereich, während das erste Stockwerk als Mietwohnung umgebaut wurde.
Details am alten Bau
Das Pfarrhaus wendet seine Hauptschauseite bergwärts nach der alten Hauptstrasse. Das Gebäude birgt noch wesentliche Bausubstanz aus dem 16. – 18. Jahrhundert, so in den gemauerten Umfassungswänden, und vermutlich auch im liegenden Stuhl des geknickten Giebeldaches. Ungewöhnlich starke Strebepfeiler an der Westecke und der Nordwestfront geben zu erkennen, dass der nachträglich erfolgte Einzug des Gewölbekellers mit statischen Problemen verbunden war. Einige Zimmerdecken bewahren Biedermeierstuck.
Der Haupteingang liegt auf der Seite der alten Hauptstrasse
Die alte Hauptstrasse von Wegenstetten über Hellikon, Zuzgen, Niederhofen und Zeiningen nach Möhlin wurde eventuell schon seit der römischen Zeit begangen und könnte ein Teilstück einer Verbindung zwischen Rhein- und Aaretal darstellen. Sicher steht aber nur fest, dass die Strasse durch das Tal des Möhlinbaches seit dem Hochmittelalter eine gewisse Rolle für den regionalen Güteraustausch spielte. Kartographisch ist die heute noch erhaltene Wegführung erst in verschiedenen Plänen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfasst.