Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/2089

Trotz traditioneller Vorstellungen von Tanz hat Anna Halprin seine Grenzen erweitert, um soziale Probleme anzusprechen, Gemeinschaft aufzubauen, körperliche und emotionale Heilung zu fördern und Menschen mit der Natur zu verbinden.
Anna Halprin (13. Juli 1920 - 24. Mai 2021) war eine amerikanische Choreografin und Tänzerin. Sie trug dazu bei, den Tanz im Amerika der Nachkriegszeit neu zu definieren und leistete Pionierarbeit für die experimentelle Kunstform, die heute als postmoderner Tanz bekannt ist. Anna Halprin bezeichnete sich selbst als eine, die mit den Regeln des modernen Tanzes bricht.
In den 1950er Jahren gründete Halprin den San Francisco Dancers' Workshop, um Künstlern wie ihresgleichen einen Ort für die Ausübung der Kunst zu geben. Indem sie die Möglichkeiten ihres eigenen Körpers erforschte, schuf sie eine systematische Art, sich mit Hilfe des kinästhetischen Bewusstseins zu bewegen. Mit ihrem Ehemann, dem Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin, entwickelte sie die sog. RSVP-Zyklen, eine kreative Methode, die die Idee von Partituren einschliesst und in allen Disziplinen breit angewendet werden kann.
Beeinflusst von ihrem eigenen Kampf gegen den Krebs und ihrem Heilungsweg wurde Halprin durch ihre Arbeit mit todkranken Patienten sowie durch kreative Bewegungsarbeit in der Natur bekannt.
1978 gründete sie zusammen mit ihrer Tochter Daria Halprin das Tamalpa Institute in Marin County, Kalifornien, welches Ausbildungen in ihrer kreativen Methodik Life/Art Process anbietet. Halprin hat einige Bücher geschrieben, darunter: “Movement Rituals,” “Moving Toward Life: Five Decades of Transformational Dance” und “Dance as a Healing Art”.