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Alice Borciani
Alice Borciani wurde in Reggio Emilia geboren. Sie studierte Trompete und Gesang am Konservatorium von Reggio Emilia. Bei Monica Piccinini spezialisierte sie sich auf das barocke Vokalrepertoire. Im Jahr 2012 schloss sie ihr Studium an der Schola Cantorum Basiliensis unter der Leitung von Gerd Türk mit Auszeichnung ab.
Im Jahr 2005 gewann sie den Internationalen Musikwettbewerb Premio Città di Padova. 2010 gewann sie den dritten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Barockgesang Francesco Provenzale in Neapel, der von der Cappella Pietà dei Turchini organisiert wurde. Im Jahr 2013 gewann sie mit dem Ensemble Cafebaum den ersten Preis beim Wettbewerb der Händel-Festspiele Göttingen für junge Ensembles der Barockmusik.
Alice Borciani begann in sehr jungem Alter mit dem Chorgesang. Unter ihren ersten Auftritten als Solistin ist die Rolle der Amore in Monteverdis Il ballo delle ingrate in Guastalla (Italien) erwähnenswert, die 1995 für ARION (Paris) auch aufgenommen wurde. Im Jahr 2010 debütierte sie unter der Leitung von Andrea Marcon am Theater Basel als Satirino in La Calisto von Francesco Cavalli. Im selben Jahr sang sie die Titelrolle in Cappuccetto Rosso von Carlo Boccadoro in Modena (Italien). In den Jahren 2011 und 2012 sang sie am Potsdamer Schlosstheater unter der Leitung von Sergio Azzolini die Barbarina in Le nozze di Figaro. 2012 sang sie am Theater Basel mit dem La Cetra Barockorchester Basel unter der Leitung von Andrea Marcon in Die Feenkönigin. In den Jahren 2013 und 2015 nahm sie am Programm der Akademie teil, die von der Capella Reial de Catalunya unter der Leitung von Jordi Savall organisiert wurde, und wurde in der Folge als festes Ensemblemitglied eingeladen. Im Jahr 2015 war sie am Theater Basel für Médée von Marc-Antoine Charpentier und Juditha triumphans von Antonio Vivaldi zu Gast. Unter der Leitung von Diego Fasolis sang sie in Lugano und auf einer Italien-Tournee die Rolle des Engels in La Resurrezione von G.F. Händel. Im Januar 2017 trat sie unter der Leitung von Thomas Hengelbrock in der Eröffnungsnacht der Elbphilharmonie in Hamburg auf. Im Juni 2017 gab sie am Theater Basel unter der Leitung von Andrea Marcon ihr Debüt als Oberto in Alcina von G.F. Händel.
Alice Borciani trat bei verschiedenen Festivals in Europa und in Japan, Kolumbien, Armenien, Georgien und Bolivien auf, mit verschiedenen Ensembles und Dirigenten wie Jordi Savall, Andrea Marcon, Thomas Hengelbrock, Diego Fasolis und Leonardo García Alarcón. Sie wirkt regelmässig im Balthasar-Neumann-Chor, in der Capella Reial de Catalunya, dem La Cetra Vokalensemble, dem Chœur de Chambre de Namur, Vox Luminis, der Zürcher Sing-Akademie, La Fonte Musica, Servir Antico und Melpomen auf.
Zu den zukünftigen Engagements gehören Amore und Giunone in Il ritorno d’Ulisse in patria in Schloss Waldegg (CH) und eine Tournee in Japan mit dem Organisten Aki Noda.
Alice Borciani interessiert sich auch für zeitgenössische Musik und hat in verschiedenen Opern, Konzerten und Uraufführungen zeitgenössischer Stücke mitgewirkt.