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Ernährung und Gesundheit
Von Allergie bis Zöliakie - die Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Man kann krank werden, wenn die Ernährung nicht den Bedürfnissen des Körpers entspricht. Nimmt jemand zu viele oder zu wenige Nährstoffe zu sich und der Körper kann dies nicht mehr ausgleichen, können Krankheiten die Folge sein.
Einige wichtige Krankheiten, die mit Ernährung zu tun haben, stellen wir dir kurz vor.
Nahrungsmittelallergie
Hast du dich auch schon gefragt, wieso du eine Hand voll Nüsse essen kannst und dein Freund sofort ins Spital muss, wenn er eine einzige Nuss isst? Wenn das Immunsystem einer Person übertrieben auf ein eigentlich harmloses Nahrungsmittel reagiert, spricht man von einer Nahrungsmittelallergie. Circa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Lebensmittelallergie. Die Beschwerden reichen von Hautausschlägen über Schnupfen, Erbrechen, Durchfall, Atemprobleme bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schock. Ob du unter einer Lebensmittelallergie leidest, kann ein Arzt feststellen. Die häufigsten Lebensmittelallergien treten gegen Kuhmilch, Erdnüsse, Baumnüsse, Früchte und Weizen auf.
Laktoseintoleranz
Laktose ist Milchzucker. Bei einer Laktoseintoleranz kann der Körper den Milchzucker nicht verdauen. Man schätzt, dass ungefähr 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung unter einer Laktoseintoleranz leiden. Als Symptome treten beispielsweise Blähungen oder Durchfall auf.
Da Milch viel Calcium enthält, das für den Knochenaufbau wichtig ist, ist auf eine genügende Calciumzufuhr zu achten. Die meisten Menschen mit einer Laktoseintoleranz können auch gewisse Milchprodukte wie Joghurt oder Hartkäse essen, da der Milchzucker in diesen Produkten schon weitgehend abgebaut ist. Zudem gibt es im Handel viele laktosefreie Produkte.
Fructoseintoleranz
Fructose ist Fruchtzucker, der vor allem in Früchten, Fruchtsäften, Honig und Erfrischungsgetränken vorkommt. Bei gesunden Menschen wird der Fruchtzucker mithilfe besonderer Transportproteine über die Dünndarmschleimhaut ins Blut transportiert. Bei Menschen mit einer Fructoseintoleranz ist dieses Transportsystem eingeschränkt. Deshalb kann nur wenig Fructose im Dünndarm vom Körper aufgenommen werden. Die Fructose gelangt in den Dickdarm, wo es zu Beschwerden wie Bachschmerzen, Übelkeit, Blähungen und Durchfall kommen kann. Für die Linderung der Beschwerden muss wie bei einer Laktoseintoleranz meist auch bei einer Fructoseintoleranz die Ernährung umgestellt werden. Man besten informiert man sich darüber bei einer Ernährungsberatung.
Zöliakie
Zöliakie ist der Fachbegriff für eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Proteine (Eiweisse), die in den Getreidesorten Gerste, Roggen, Weizen, Dinkel, Hafer und Grünkern enthalten sind. Bereits durch kleine Mengen glutenhaltiger Nahrungsmittel wird bei Zöliakiebetroffenen die Dünndarmschleimhaut geschädigt. Diese Schädigung hat eine verminderte Nährstoffaufnahme zur Folge. Dadurch kann eine Unterversorgung des Körpers auftreten. Ungefähr eine von 100 Personen leitet unter Zöliakie. Eine Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten. Die Therapie von Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung. Jegliche glutenhaltige Produkte zu umgehen, ist eine Herausforderung. Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele glutenfreie Produkte zu kaufen.
Mangelernährung
Von einer Mangelernährung spricht man, wenn dem Körper bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Häufige Mangelversorgungen treten mit Eisen, Calcium, Jod, Fluor, Vitamin-D oder Folsäure auf. Auch wenn wir diese Nährstoffe nur in sehr kleinen Mengen benötigen, besitzen die äusserst wichtige Funktionen in unserem Körper. Um einer Mangelernährung vorzubeugen ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Ernähren wir uns also einseitig oder essen allgemein zu wenig, kann eine Mangelernährung die Folge sein.
Unterernährung
Die Unterernährung ist eine Form der Mangelernährung und bedeutet, dass dem Körper zu wenig Energie durch die Nahrung zugeführt wird. Durch Unterernährung können körperliche und psychische Probleme auftreten, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Unterernährung ist vor allem in den Entwicklungsländern weit verbreitet.
Übergewicht und Adipositas
Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) sind weit verbreitet. In der Schweiz sind circa 40 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder adipös und ungefähr 20 Prozent der Kinder. Schweres Übergewicht kann körperliche, soziale oder psychische Folgen haben. So ist zum Beispiel ist das Risiko für Gelenksprobleme, Diabetes, und Herz-Kreislauferkrankungen erhöht.
Für ein gesundes Körpergewicht sind eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung wichtig. Vielleicht helfen dir diese Tipps, dich im Alltag etwas mehr zu bewegen. Sprich auch mit deinem Arzt, wenn du unter starkem Übergewicht leidest.
• Nimm die Treppe anstatt den Lift.
• Bleib auf der Rolltreppe nicht stehen, sondern gehe weiter.
• Triff dich mit deinen Freundinnen oder Freunden zum Sport.
• Stehe während sitzenden Tätigkeiten immer wieder mal auf, streck dich durch und bewege dich kurz.
• Gehe eine oder zwei Haltestellen weiter, anstatt auf das Tram zu warten.