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Der russisch-estnische Pianist Peter Laul wurde in St. Petersburg geboren, wo er mit Alexander Sandler am Staatlichen Konservatorium Rimski-Korsakov studierte und seit 2002 seinerseits unterrichtet. 1995 erhielt er beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen den dritten Preis und einen Spezialpreis für die beste Interpretation eines Bach-Werkes, sowie 1997 den ersten Preis und den Spezialpreis für die Interpretation einer Schubertsonate. In Moskau gewann er 2000 den ersten Preis des Internationalen Scriabin-Wettbewerbs und 2003 verlieh ihm das russische Kulturministerium eine Ehrenmedaille für sein exzellentes Kulturschaffen.
Peter Laul tritt als Solist mit dem philharmonischen Orchester St. Petersburg, dem Symphonieorchester Moskau und vielen regionalen Orchestern unter Dirigenten wie Maxim Schostakowitsch (1. Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch), Nikolai Alexeiev und Valery Gergiev auf. Er spielte auch mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Orchestern der Theater von Bremen und Oldenburg und mit „Les siècles“ unter der Leitung von François-Xavier Roth. In Paris konnte man ihn im Auditorium du Louvre, im Théâtre de la Ville, im Théâtre du Châtelet und im Musée d’Orsay hören, in New York in der Steinway Hall und im Lincoln Center, in Amsterdam im Concertgebouw, in Utrecht in der Vredenburg sowie in weiteren berühmten Konzertsälen in Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Spanien, Belgien, Italien, Ukraine, Lettland, Monaco, Finnland, Ungarn, Niederlande, in den USA, in Brasilien und Japan sowie in der Schweiz. Seine jüngsten Auftritte führten ihn zu den „Serres d’Auteuil“ in Paris, dem Festival in Colmar, zum Frühlingsfestival Kamtschatka, zum Festival von Saint-Riquier, in die Philharmonie Luxemburg, zum Frühlingsfestival Polen und nach Nord-Irland.
Seine Kammermusikpartner sind Ilya Gringolts, Maxim Vengerov, Marc Coppey, Graf Mourja, Sergej Levitin, Gary Hoffmann, David Grimal, Laurent Korcia und Tedi Papvrami. Mit Marc Coppey verbindet ihn eine intensive musikalische Verbindung: auf dem Label Aeon erschien ein Album mit russischen Sonaten (2006) und die Brahm’schen Sonaten. Regelmäßig tritt er als Trio mit Graf Mourja und Françoise Groben auf, mit denen er auch einen Zyklus der Trios von Brahms eingespielt hat. 2006 erschien eine Scriabine gewidmete CD auf dem Label Aeon, eine weitere CD russischer Musik für Harmonia Mundi mit der Flötistin Alexandra Grot und eine dritte, Schostakowitsch gewidmete, die er mit seinem Lehrer Alexander Sadler für das Label Melodia einspielte. Hochgelobt von der Kritik sind auch seine Gesamtaufnahmen der Cello-Sonaten und Klaviertrios von Brahms (2007 und 2008), der Violinsonaten und Klaviertrios von Schumann (2010) sowie der Violinsonaten von Stravinski (2020) sowie zahlreiche weitere CDs bei Naxos, Aeon, Onyx Classics, BIS, harmonia mundi, Querstand, Integral Classic, King Records and Northern Flowers.