Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/1723

Nachdem Disney in der Filmbranche bereits fest verankert ist, scheint der Mediengigant nun auch den Gamingmarkt ins Visier zu nehmen. Die aktuellen Gerüchte um einen möglichen Kauf von Electronic Arts (EA) sorgen für reichlich Aufsehen. Die Informationen stammen von Bloomberg, einem angesehenen US-amerikanischen Nachrichtenunternehmen, und werfen Fragen auf, die die Gaming-Community und die Unternehmenswelt gleichermassen beschäftigen.
Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Disney und EA
Die Zusammenarbeit zwischen Disney und Electronic Arts hat bereits eine lange Geschichte. Im Jahr 2013 schlossen die beiden Unternehmen einen Deal über die Rechte an Star Wars-Spielen. Dieser Deal ermöglichte es Studios wie Visceral Games, DICE und BioWare, Spiele im Star Wars-Universum zu entwickeln und über EA zu veröffentlichen. In den Jahren, die darauf folgten, wurden einige bemerkenswerte Spiele veröffentlicht, darunter “Star Wars: Battlefront” (2015), “Star Wars Battlefront II” (2017), “Star Wars Jedi: Fallen Order” (2019), “Star Wars: Squadrons” (2020) und der jüngste Titel “Star Wars Jedi: Survivor” (2023).
Obwohl nicht alle dieser Spiele gleichermassen erfolgreich waren – insbesondere “Battlefront II” wurde wegen seiner umstrittenen Pay-to-Win-Elemente kritisiert – hat die Jedi-Reihe eine treue Fangemeinde gewonnen und die Lücken zwischen den Veröffentlichungen der Star Wars-Serien auf Disney+ gefüllt. Darüber hinaus arbeiten verschiedene Studios unter EA derzeit an Spielen im Marvel-Universum, was Disneys Portfolio weiter diversifiziert.
Die Wahrscheinlichkeit eines Deals zwischen Disney und EA
Die Möglichkeit eines Kaufs von EA durch Disney ist derzeit schwer einzuschätzen. Die langjährige Partnerschaft bietet sicherlich eine solide Grundlage für eine solche Übernahme. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Gerüchte über einen möglichen Verkauf von EA die Runde machen. Im vergangenen Jahr wurde spekuliert, dass Amazon Interesse an der Übernahme des Videospielriesen habe. Die Schuldenlage von Electronic Arts könnte ein wichtiger Faktor sein, der solche Überlegungen vorantreibt. Laut einer Statistik von Juni 2023 hat EA Schulden in Höhe von 1,88 Milliarden US-Dollar, was die Überlegung, das Unternehmen zu verkaufen, durchaus sinnvoll erscheinen lässt.
Geduld ist gefragt
Unabhängig von den Spekulationen ist es wichtig zu bedenken, dass Verhandlungen dieser Grössenordnung sich über Jahre hinziehen können. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft, der durch rechtliche Herausforderungen verzögert wurde. Bei solch grossen Unternehmen und den immensen Geldbeträgen, die involviert sind, ist äusserste Vorsicht geboten. Daher wird es wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis EA eventuell Teil von Disney wird.
Eines steht jedoch fest: Disney hat den Gamingmarkt im Blick und wird früher oder später Schritte in diese Richtung unternehmen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, die Entwicklungen zu verfolgen und zu sehen, ob dieser potenzielle Deal Realität wird.