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Im Zusammenhang mit dem Kurzgedicht Haiku, bei dem das Flüchtige und das Unvergängliche in einem Dreizeiler aufleuchtet, hat sich im Japan des 17. Jahrhunderts eine spezifische Form des "dichterischen Unterwegs-Seins" herausgebildet. Nach allgemeinen Ausführungen zum Haiku aus einer persönlichen Perspektive geht der Referent mit Textbeispielen und Bildmaterialien auf den Meister der Gattung, Matsuo Bashô (1644-1694), und seine klassischen Fussreisen ein, die er in Tagebüchern festgehalten hat und die längst zum Kanon der Weltliteratur zählen.
Eduard Klopfenstein ist Prof. em. der Japanologie an der Universität Zürich mit Schwerpunkt Literatur, ältere wie neuere, insbesondere auch moderne Lyrik. Er war Herausgeber der «Zürcher Reihe Japanische Literatur» und ist verantwortlich für die "Japan Edition". Als namhafter Übersetzer hat er dem deutschsprachigen Publikum ausserdem zahlreiche japanische Autorinnen und Autoren in Erstübertragungen zugänglich gemacht.