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Die Finanzwirtschaft ist innovativ, wenn es darum geht, Ihnen den Eindruck zu geben, Sie hätten Gold gekauft und Sie wären im Falle von Systemrisiken auf der sicheren Seite.
Banken legen Wert darauf, Ihren Wunsch nach Goldbesitz in einem Exchange Traded Fund (ETF) zu verbriefen. Dadurch müssen diese kein Gold kaufen/verkaufen, sondern Ihnen nur einen Vertrag anbieten. In diesem können Banken wie gewohnt jährliche Gebühren von Ihren Einlagen abziehen und Ihnen "das Gefühl" geben, Sie besässen Gold. Bei Ausfall als Schuldner können Ihnen Banken allerdings nicht einmal das Gold oder irgendeinen Gegenwert aushändigen.
Netter Versuch. Hier sind die ETCs (Exchange Traded Commodities) durch physisches Gold abgesichert. Das hat natürlich höhere Kosten zur Folge und im Notfall hat man immer noch kein Gold, um damit auf dem Markt Waren zu kaufen. Natürlich darf ihnen die Bank für jährliches Nichtstun und die Lagerung des Goldes, an das Sie wieder nicht herankommen, eine zusätzliche Gebühr verrechnen.
Es gibt erste Kryptowährungen die mit Gold unterlegt sind. Das nimmt ein Dienstleister, also eine Drittpartei für Sie vor. Damit haben Sie nun zwar das Gegenparteirisiko des Geldinstituts vermieden, das das Gold Zertifikat ausstellt, aber dafür nun das Risiko des Totalverlustes des Codes und des Untergangs des Drittanbieters. Hohe Gebühren des Drittanbieters und Sie haben immer noch kein Gold.