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- Forscher haben den grössten Stammbaum der Welt erstellt.
- 13 Millionen Menschen, vor allem aus Europa und Nordamerika, sind darin über 500 Jahre hinweg miteinander verbunden.
- Das Team fand unter anderem heraus, dass Gene für die Langlebigkeit eines Menschen eine eher geringe Rolle spielen.
Im Durchschnitt erstrecke sich das Familiengeflecht über elf Generationen, so die Forscher im Fachjournal «Science». Um bis zu einem einzigen gemeinsamen Vorfahren zu gelangen, hätten sie noch 65 weitere Generationen zurückgehen müssen.
Forschungsprojekt
Die Wissenschaftler um Joanna Kaplanis vom New York Genome Center durchforsteten dazu 86 Millionen Personenprofile, die auf der Website Geni.com, Link öffnet in einem neuen Fenster vor allem von Hobby-Ahnenforschern aus aller Welt angelegt worden waren.
Durch die Strukturierung der Geburts-, Heirats- und Sterbedaten und -orte mit Hilfe mathematischer Theorien kam das Team zu interessanten Schlüssen: So zeigte sich, dass die meisten Amerikaner vor 1750 im Umkreis von zehn Kilometern ihren Ehepartner fanden – während 1950 Geborene zumeist 100 Kilometer reisten, um die Liebe ihres Lebens zu finden.
Ausserdem heiratete man vor 1850 auch häufiger innerhalb der Familie – im Durchschnitt einen Cousin 4. Grades. In den vergangenen 300 Jahren haben in Europa und Nordamerika zudem mehr Frauen ihren Wohnort gewechselt als Männer. Wenn Männer migrierten, reisten sie jedoch weiter als Frauen.