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Neuigkeiten und Wissenswertes
Aufzeichnungen zu Beobachtungen an Vögeln im Jahre 1940
Aus einem Dokument im Archiv des nvpm konnte Folgendes nachgelesen werden (Autor unbekannt, wahrscheinlich wohnhaft gewesen in der Stadt Basel):
Kukuk - Cuculus canorus c.
"23. Juni 1940, 1 juv in Teichrohrsängernest
auf Petersinsel, ca. 2 Tage alt. Starker Sturm biegt den Schilf, sodass der Vogel ins Wasser fällt und ertrinkt. Grosse Nasenwarzen und auffallend orangeroter Rachen. Sperrt ohne dabei Laute von sich zu geben."
Darf ich vorstellen: Vogel des Jahres 2021
Kolorierte Tusch-Zeichnung von unserem Mitglied Uli Siegfried
Jetzt ist es offiziell: Der Steinkauz wurde zum Vogel des Jahres 2021 gekürt. Mehr zu seinem Wesen findet ihr gleich hier untenstehend.
Der Steinkauz gehört zur Familie der Eulen. Er galt im antiken Griechenland als Vogel der Weisheit. Der Steinkauz brütet in Mauerlöchern (daher der Name "Stein"kauz) wie auch in Baumhöhlen.
Die Geschlechter
gleichen sich. Die Körperlänge beträgt 21 bis 23 cm, die Flügelspannweite 53 bis 58 cm. Die Oberseite von Kopf und Körper ist braun und weist zahlreiche Flecken mit unterschiedlichem Muster auf. Der Gesichtsschleier, mit weissen Streifen
über den gelben und nach vorn gerichteten Augen, ist schwach ausgebildet. Die Unterseite des Körpers ist hell mit braunen, unregelmässigen Streifen. Der Schwanz ist kurz.
Das einmal gewählte Revier besetzt der Steinkauz ganzjährig
über Jahre oder auch lebenslang. Über kurze Strecken ist der Flug geradlinig, bei weiten Strecken wellenförmig, und bei der Jagd zeigen sich auch Rüttelflüge. Steinkäuze bewegen sich sehr häufig auf dem Boden fort. Sie sind
in der Lage, so schnell zu rennen, dass sie auch flüchtende Feldmäuse einholen. Der Steinkauz ist in der Dämmerung und nachts aktiv. Er jagt Mäuse, Heuschrecken und Käfer.
Die Veränderung der Landschaft mit Verlusten des
Lebensraumes führte zu massiven Verminderungen der Bestände (Rote Liste CH: stark gefährdet). Kleine Populationen überlebten in den Kantonen Genf, Jura und Tessin. Projekte zugunsten des Steinkauzes wie Anlegen von Magerwiesen und Sorge
für geeignete Nistplätze führten zu einer Vermehrung der Populationen (im Jahr 2017 zählte man 149 Reviere). In der Nordwestschweiz erhofft man sich Erfolge im Rahmen des "Trinationalen BirdLife Programmes Steinkauz und Obstwiesen".
Der Natur-Pflege-Tag vom 7. November fällt aus!
Dieser Anlass muss aus den aktuell bekannten Gründen in Sachen Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie leider abgesagt werden!
Bruterfolge bei Mehlschwalben und Mauersegler
Die im Chalchofen bei unserem Mitglied Ruth Hänni Anfang April 2020 neu montierten Mehlschwalben- und Mauersegler-Nisthilfen haben bereits neue Bewohner angelockt und zum Brutgeschäft animieren können. Mehrere Mehlschwalben und Mauersegler
haben die bevorzugte Wohnlage mit noch intakter Umgebung zum Anlass genommen, ihren Nachwuchs dort gross zu ziehen. Wir bedanken uns im Namen dieser Vögel bei den Architekten, Baumeistern und Gastgebern herzlich!
Neue Vereinsbekleidung
Wertes Mitglied / Werte Mitglieder
An der 65. Generalversammlung haben wir mit Freude einer neuen Vereinskleidung zugestimmt. Der Verein nvpm Matzendorf schenkt allen Vereinsmitgliedern ein T-Shirt
oder ein Polo-Shirt ihrer Wahl mit Stickerei-Logo «nvpm» (siehe Abbildung).
Alle Vereinsmitglieder die an der GV oder am Tag der Natur keine Gelegenheit hatten, ihr T-Shirt zu bestellen, haben am
- Dienstag, 24. März 2020, zwischen
17.30-18.30 Uhr im alten Schulhaus in Matzendorf letztmals die Gelegenheit, das T-Shirt an zu probieren und die Farbe auszuwählen.
Es ist auch möglich weitere T-Shirts, Fleece-Gilet oder eine Mütze auf eigene Kosten zu bestellen.
Bei Fragen zur Vereinskleidung wendet euch bitte an:
Pia Christen, Tel. 041 280 70 12, <email-pii> oder <email-pii>
Neuntöter - Vogel des Jahres 2020
Neuntöter Weibchen links und Männchen rechts.
Zeichnung und Text von Uli Siegfried, Matzendorf
Der Neuntöter ist eine Vogelart aus der Familie der Würger. Er ist durch sein Verhalten bekannt, Beutetiere auf Dornen oder spitzen Ästen aufzu-spiessen als Vorrat oder zur Zerteilung. Die Kör-perlänge beträgt 16 bis 18
cm und die Flügellän-ge durchschnittlich 93 mm. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Färbung. Männchen haben einen rotbraunen Rücken und gleich gefärbtes Schultergefieder. Der Kopf ist oben, wie auch der
Nacken, blau-grau gefärbt. Eine schwarze Gesichtsmaske zieht vom Schnabel hinter das Auge. Die Handschwin-gen sind kastanienbraun. Die Unterseite ist hell-braun oder cremefarben. Weibchen haben eine einfarbig rötlich-braune Oberseite. Die Gesichts-maske
ist nur angedeutet. Die Unterseite ist beige; sie zeigt an Brust und Flanken eine teils nur angedeutete, teils kräftige dunkle Schuppung ("Sperberung"). Neuntöter sind Langstreckenzieher. Sie überwintern im südlichen Teil Afrikas. Der Wegzug
beginnt im August. Die ersten Rückkehrer treffen Anfang Mai wieder in den Brutgebieten ein. Neuntöter ernähren sich von kleinen Wirbeltieren und Insekten. Von einer Warte aus wird die Beute am Boden angegriffen. Insekten werden auch durch Jagd
im Flug erbeutet. Das Nest ist napfförmig und wird bevorzugt in Sträuchen und Hecken mit Dornen auf 1,5 - 2,5 m Höhe gebaut. Das Gelege besteht aus 5 - 6 Eiern. Sie werden zwei Wochen bebrütet. Die Jungvögel werden nach mindestens
37 Tagen in die Selbständigkeit entlassen. Durch die Veränderungen der Landschaft mit Verlusten des Lebensraumes entstanden grosse Einbussen im Bestand. Abhilfe können Dornenhecken und extensiv genutzte Kulturlandschaften schaffen (Beispiel:
Hecke zwischen Dünnern- und Holzmattenweg).
Aktuell im Kino ONIK in Oensingen:
Peter Wohlleben ist nicht nur ein Waldmanager sondern auch ein Waldkenner. Sein Wissen im Bereich der Forstwirtschaft und mit Bezug zum natürlichen Wachstum ist umfassend. In diesem Film deckt Peter Wohlleben auf, dass die grünen Riesen
in ihrem natürlichen Lebensraum miteinander kommunizieren. Außerdem enthüllt er weitere erstaunliche Fähigkeiten von Bäumen, die bisher unbekannt waren und überraschend sind.
Ab
25.01.2020
Vogelpräparate-Sammlung in neuem Kleid
Ab sofort ist unsere ansehnliche Vogelpräparaten-Sammlung im Erd- und Dachgeschoss des Mehrzweckgebäudes (Gebäude der Gemeindeverwaltung Matzendorf) neu geordnet und beschriftet. Über der Vitrine im Erdgeschoss (siehe Bild) sind
ausserdem 2 Zeichnungen von Uli Siegferied mit Beschrieb zum Kiebitz (Vogel des Jahres 2019) ausgestellt. Die Ausstellung der Präparate kann zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden.
Welcome to Zwitscherland
Das Schweizer Fernsehen strahlt in der Sendung Filmszene Schweiz vom nächsten Freitag, 2. August 2019, ab 22.25 Uhr den Kinofilm "Welcome to Zwitscherland" - Wie das Land, so die Vögel, auf SRF 1 aus. Reinschauen lohnt sich!!!
Konrad Zeltner unser neuer Ansprechpartner beim VVS / BirdLife Solothurn
Veränderungen im Vorstand des Soloth. Kantonalverbandes VVS haben dazu geführt, dass anstelle des bisherigen Johann Allemann aus Herbetswil neu Konrad "Koni" Zeltner aus Neuendorf unser 1. Ansprechpartner in Verbandsangelegenheiten ist.
Er ist folgendermassen erreichbar: Zeltner Konrad, Weiherweg 1, 4623 Neuendorf, 079 280 30 92, <email-pii>.
Der nvpm dankt dem bisherigen Johann Allemann für seine Unterstützung, heisst Koni
Zeltner jederzeit herzlich willkommen in unserem Verein und wünscht ihm alles Gute für die kommenden Aufgaben.
Pilzexkursion 2018 im Gebiet Schallenberg
Am Samstag, 23. September entführte uns der Pilzkontrolleur Urs Widmer ins Gebiet Schallenberg BE. Die Teilnehmerschar durfte für einmal ein neues Gebiet dazu nutzen, unter der kundigen Führung von Urs viel Interessantes über
die dort vorkommenden Pilze und deren Symbiosen mit den bevorzugten Bäumen zu erfahren. Herzlichen Dank an Urs Widmer und alle Teilnehmenden! Unter dem Register "Fotos" können einige Impressionen endeckt werden. Es lohnt sich.
Besuch in der Vogelwarte Sempach 2018
Erlebnisausstellung
Anlässlich der diesjährigen Vereinsreise besammelten sich 16 interessierte Personen am Samstagmorgen, 30. Juni 2018 beim Primarschulhaus in Matzendorf. Mit einem Car der Fa. Gerber Reisen Matzendorf chauffierte Urs Schmid die Insassen gekonnt
und sicher ans erste Reiseziel nach Mauensee im Kanton Luzern. Im Rest. Rössli stärkten sich die Teilnehmenden vor der anstehenden Wanderung entlang der unter Naturschutz stehenden Ufern des Sees. Zurück beim Bus wurde abermals Fahrt aufgenommen,
diesmal in Richtung Sempach, wo im Restaurant zur Schlacht Sempach sehr schmackhafte Mahlzeiten mit ebenso gut mundenden Getränken serviert wurden. Das passende Sommerwetter passte zur guten Stimmung der Reisegruppe. Für 14.00 Uhr war die Gruppe
zum Besuch der Vogelwarte in Sempach angemeldet. Sogleich nach Ankunft wurden die Teilnehmenden mit Erklärungen zur Erlebnisausstellung und zum Kinobesuch eingestimmt. Als virtuell beringte Vögel galt es die einzelnen Informationstafeln und Schaukästen
anzufliegen, um möglichst viele Informationen zu erhaschen. Die sehr interessant anmutende Ausstellung beinhaltet äusserst viele Informationen über das in Vielerlei erforschte Leben und Verhalten der in der Schweiz heimischen Vogelarten. Die
Zeit in der Ausstellung verging im Nu, so dass wohl oder übel schon bald die Heimreise angetreten werden musste. Beim abschliessenden Besuch auf der Terrasse des Rest. Rössli fand eine äusserst erlebnisreiche Vereinsreise in Matzendorf ein zufriedenes
Ende.
63. Generalversammlung vom 23. Februar 2018
Im ehemaligen Schützenhaus in Matzendorf konnte die Präsidentin Corina Roth knapp 30 Mitglieder, darunter den Ehrenpräsidenten Daniel Fankhauser und die Ehrenmitglieder René Kaufmann und Emil Fluri, zur diesjährigen
Generalversammlung begrüssen. In ihrem Jahresbericht streifte sie mit freudiger Miene die zahlreichen Aktivitäten des zurückliegenden Vereinsjahres. Eine Winterexkursion führte die Teilnehmenden nach Meienried
b/Büren BE. Eine ornithologische Morgenexkursion, eine botanische Abendexkursion sowie eine Pilzexkursion organisierte der nvpm im heimischen Thal. Dazu kamen zwei Pflegeeingriffe im Mühlibiotop in Matzendorf, eine eintägige Vereinsreise
in die Region Utzenstorf und die Einberufung einer a.o. GV bildeten die Höhepunkte im 2017. Mit einem geringfügigen Minusertrag konnte die abtretende Maya Dobler die gesunde Kasse in neue Hände übergeben. Die Anzahl Mitglie-der liegt
neu bei 52. Erfreulicherweise konnten die zwei Demissionen (Kassierin Maya Dobler und Beisitzer Christoph Fluri) mit neuen Mitgliedern aufgefangen werden. Besser noch gelang es den Vorstand um ein Mitglied aufzustocken. Neu im Vorstand vertreten
sind Eveline Hänggi als Aktuarin, Trudy Flury als Beisitzerin und Ueli Siegfried als Beisitzer. Der bisherige Aktuar Pascal Zimmermann übernimmt neu die Kassenführung. Nach der Genehmigung des diesjährigen Jahresprogrammes wurde der Abend
mit Fotos des vergangenen Vereinsjahres und einem Imbiss der Metzgerei R. Stübi gebührend abgeschlossen.
Botanische Exkursion vom 14. Juni 2017 in Matzendorf
Mit Markus Ritter aus dem Baselbiet ist es den Verantwortlichen der Interessengemeinschaft Thal (INT) und dem Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf (nvpm) gelungen einen äussert versierten Exkursionsleiter zu engagieren. Die Kooperation
von INT und nvpm zum Thema "Weg- und Strassenränder; welchen Wert haben diese für Natur und Biodiversität" hat sich bezahlt gemacht. Knapp 40 Personen zeigten mit ihrem Erscheinen an diesem wunderschönen Sommer- abend das Interesse
an der Natur eindrücklich. Der Exkursionsleiter verstand es denn auch, die Teilnehmenden mit seinem Ausführungen und seinem breiten Wissen über die Zusammenhänge der Lebens- räume wie Kleinstrukturen, Hecken und Waldrändern in
seinen Bann zu ziehen. Nicht selten blieb dem aufmerksamen Zuhörer vor Er- staunen der Mund offen ob der Abhängigkeiten von Pflanzen, Insekten, Vögeln und Wildtieren. Mit einer offerierten kleinen Verpflegung fand der gelungene und gut organisierte
Anlass durch ein gemütliches Beisammensein am Besammlungsort beim ehemaligen Schützenhaus in Matzendorf seinen würdigen Abschluss.
Vogel des Jahres 2016 - Buntspecht
Buntspecht Weibchen (©vogelwarte.ch)
Der Buntspecht macht bereits an warmen Februartagen mit kurzen, kräftigen Trommelwirbeln auf sich aufmerksam. Um Erschütterungen beim Trommeln zu mildern, ist das Gehirn stossdämpfend gelagert. Unsere häufigste und am weitesten verbreitete
Spechtart stellt geringe Ansprüche an den Lebensraum und brütet auch in städtischen Parkanlagen. Sie zeigt durch die Nutzung von Koniferenzapfen in besonderen «Spechtschmieden» und von Baumsaft durch das «Ringeln» von
Bäumen eine bemerkenswerte Spezialisierung. (Text: Vogelwarte.ch)
Bestand in der Schweiz (Paare) Zugverhalten
Tag-/Nachtzieher 40'000 - 60'000 (2008-2012) überwiegend Standvogel Tagzieher
Länge (cm) Spannweite (cm)
Gewicht (g)
Brutort
Brutzeit
Nahrung Baumhöhlen
Mitte April bis Mitt Juli Insekten, Samen
Vogelgruppe Lebensraum Spechte
Wald, Siedlungen