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Der Abschluss des Deals steht noch aus, die Behörden müssen erst zustimmen, wie Heraeus am Montag mitteilte. Bislang hielt der deutsche Konzern 33 Prozent an Argor.
"Heraeus baut mit dieser Übernahme seine Edelmetallgeschäfte zum grössten Edelmetalldienstleister der Welt aus", sagte Heraeus-Chef Jan Rinnert in der Mitteilung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Argor-Heraeus beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und verarbeitet Gold, Silber, Platin und Palladium zu Barren, Münzen oder Produkten für die Elektronikbranche, den Chemiesektor und die Uhren- und Schmuckindustrie.
Der Unternehmenswert von Argor wurde laut der Nachrichtenagentur Reuters kürzlich auf 1 Milliarde Franken geschätzt. Argor-Heraeus ist eine der grossen Goldraffinerien in der Schweiz und nach eigenen Angaben einer der grössten Edelmetallverarbeiter weltweit.
Die in Mendrisio TI ansässige Firma mit einer Verarbeitungskapazität von jährlich rund 400 Tonnen war von 1973 bis 1986 eine hundertprozentige Tochter der Schweizerischen Bankgesellschaft SBG.
Argor war vor ein paar Jahren wegen Blutgold-Vorwürfen in die Schlagzeilen geraten. 2015 wurde aber ein Verfahren in der Schweiz wegen des Verdachts der Geldwäscherei und der Beihilfe zu Kriegsverbrechen eingestellt.
Die Bundesanwaltschaft war in ihrer Einstellungsverfügung unter anderem zum Schluss gekommen, dass Argor-Heraeus zwar hätte "wissen können, dass das aus Uganda ausgelieferte Rohgold mit grösster Wahrscheinlichkeit im Ostkongo geplündert wurde". Dieses "Wissen-Können" reiche aber nicht aus, um den Vorwurf der vorsätzlichen Beihilfe zu Kriegsverbrechen aufrechtzuerhalten.
(SDA)