Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03291.jsonl.gz/2290

Unwetter im Kanton Waadt: Die Region der drei Seen wird überwacht
Die Unwetterperiode, die diese Woche durch das Land zog, neigt sich dem Ende zu und die sensiblen Punkte im Kanton, denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde, wie in Orbe oder Aigle, haben keine Schäden verursacht.
Die Lage in der Drei-Seen-Region bleibt jedoch angespannt. Die Niederschläge haben zwar aufgehört, aber der Wasserstand der Seen wird weiter ansteigen. So werden der Neuenburgersee und der Murtensee am Samstag ihren Höchststand erreichen. Danach werden sie diesen hohen Pegelstand mehrere Tage lang beibehalten. Ausserdem wird für Samstag eine Bise erwartet, die den bereits hohen Wasserstand durch die Wellen, die der Wind verursachen könnte, noch einmal deutlich ansteigen lassen könnte.
Die Unwetterperiode, die den Kanton in dieser Woche überquerte, neigt sich dem Ende zu. Die Wasserführung der Flüsse erreichte besorgniserregende Schwellenwerte, ohne jedoch Überschwemmungen zu verursachen. Bei den Seen hingegen, insbesondere beim Neuenburger-, Bieler- oder Murtensee, hat sich die Lage noch nicht stabilisiert. Der Anstieg des Pegels, der durch die Unwetter angeheizt wurde, stabilisiert sich, allerdings wird für den Samstag eine Bise erwartet, die Wellen verursachen könnte, deren Höhe von etwa 20 Zentimetern stellenweise zu Überschwemmungen führen könnte.
Der Bevölkerung wird empfohlen, sich von den Ufern von Seen und Wasserläufen fernzuhalten. Die Besitzer von Häusern am Flussufer werden gebeten, die Entwicklung der Lage aufmerksam zu verfolgen und gegebenenfalls empfindliche Gegenstände in Sicherheit zu bringen und die Stromversorgung zu unterbrechen, wenn dies nötig ist. Auch von der Schifffahrt wird abgeraten, da die Flüsse Holzstücke mit sich führen.
Vor Ort wird die Führung von zwei Einsatzführungsstellen (EEP) übernommen, eine in Yverdon-les-Bains, die andere in Avenches, während die Gesamtführung von ECAVENIR aus durch den KFS sichergestellt wird. Diese beiden KVP stehen unter der Leitung der SDIS Broye-Vully und SDIS Régional du Nord Vaudois in enger Zusammenarbeit mit der ECA und der KFS. Diese Führungsstrukturen haben bereits zahlreiche Überwachungsmassnahmen im gesamten Sektor der 3 Seen umgesetzt. Die Feuerwehr löste zudem über zwanzig Schutzmassnahmen zugunsten der Gemeinden und Bürger des 3-Seen-Gebiets aus. Hierfür wurden mehr als 60 Feuerwehrleute mobilisiert.
Auf kantonaler Ebene zählte die ECA seit der Auslösung der Situation Infra-ORCA rund 150 Einsätze sowie 1425 Anrufe, die von der Alarmverarbeitungszentrale (CTA-118) der ECA verwaltet wurden. Dies entspricht 1138 Mobilisierungen von Feuerwehrleuten und rund 500 eingesetzten Geräten. Alle diese Einsätze werden vom CTA/CODIS der ECA aus bearbeitet.
Der KFS mobilisierte 4 ständige Offiziere im KVP, um die koordinierte Führung zu gewährleisten und den Überblick zu sichern, 1 ständigen Offizier des KFS im EKP Yverdon und 1 ständigen Offizier des KFS im EKP Avenches.
Die Kantonspolizei Waadt betreibt einen Polizeikommandoposten mit 4 Personen, hat 3 Gendarmen der Brigade du Lac eingestellt. Sie ist auch in den beiden KVP Avenches und Yverdon mit 2 Personen präsent. Sie wird von 2 Personen der Police nord vaudois in Alarmbereitschaft unterstützt. Ihre Aufgaben sind die ständige Beurteilung des Zustands der Schifffahrt auf den von der Seebrigade betroffenen Wasserflächen, die Überwachung und Sicherung der potenziell überschwemmten Strassenachsen, die Planung der Strassensperrungen je nach Wasseranstieg und die Sicherung eventueller Evakuierungen.
Auf Seiten der ZSO werden derzeit die ORPC Jura-Nord-vaudois und Broye-Vully zur Unterstützung der Feuerwehren in Yverdon und Avenches für die Einrichtung und den Betrieb der beiden Kommandoposten eingesetzt. Der Personalbestand wurde durch die Anstellung eines Führungsgehilfen für die ECA-SDIS ergänzt.
Quelle: Kapo Waadt
Titelbild: Symbolbild (© Jozef Jankola – shutterstock.com)