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Beschreibung
Zur Erleichterung der Rekrutierung wurde das Zürcher Gebiet 1624 in zehn Militärquartiere eingeteilt mit Sammelplätzen für die einrückenden Soldaten. Hans Conrad Gyger (1599–1674) erhielt von den «Herren Kriegsräten» 1644 den Auftrag, über jedes Militärquartier eine Beschreibung und eine Landkarte anzufertigen. Er zeichnete zuerst die Karten der Militärquartiere von Eglisau und Regensberg, da im Dreissigjährigen Krieg an der Nordgrenze am ehesten Gefahr drohte. Nachdem die unmittelbare Bedrohung durch fremde Truppen vorüber war und Friedensverhandlungen schliesslich den Dreissigjährigen Krieg beendeten, konnte der Rat auf weitere Geländeaufnahmen verzichten.
Nach der Niederlage der Berner im Ersten Villmergerkrieg 1656 verstärkten sich die Gegensätze zwischen reformierten und katholischen Orten. Gyger erhielt den Auftrag, die fehlenden acht Militärquartierkarten zu zeichnen. 1659 und 1660 folgten die acht andern, sodass das ganze Zürcher Gebiet im Massstab von ca. 1:45’000 einheitlich kartiert war. Die für die Verteidigung wichtigen Täler und Hügel wurden durch Schattierungen hervorgehoben. Die Reliefwirkung ist auch im stark durchtalten Zürcher Oberland ausgezeichnet.
Die Karten von Hans Conrad Gyger sind nach Osten orientiert.