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Im Rahmen eines Pilotprojekts soll die Förderung des mathematischen Argumentierens im Kindergarten mit der Weiterbildung von jungen Kindergärtnerinnen verbunden werden. Dazu werden mit zehn ausgewählten Lehrpersonen aus dem Kindergarten Lernumgebungen zum mathematischen Argumentieren entwickelt, die anschliessend in den Kindergärten erprobt werden. Ziel des Projektes ist einerseits, mehr Erkenntnisse über das mathematische Argumentieren von Kindergartenkindern zu gewinnen und andererseits Lernumgebungen zu entwickeln, mit welchen die Kompetenz des mathematischen Argumentierens gezielt gefördert wird. Letzteres ist auch relevant im Kontext des Lehrplans 21, wo diese Kompetenz gefordert wird, es aber an praxiserprobten Beispielen fehlt.
Beim Thema „Argumentieren“ aus der Mathematikdidaktik ist eine Interaktion zwischen naturwissenschaftlichem und geisteswissenschaftlichem Denken zwangsläufig vorhanden. Mathematikdidaktik im Kindergarten ist ein relativ neues Gebiet. Das mathematisch-naturwissenschaftliche Denken im Kindergarten erhält normalerweise wenig Aufmerksamkeit. Die Kindergärtnerinnen sind normalerweise auch nicht sehr naturwissenschaftlich ausgerichtet. Die vertiefte Auseinandersetzung mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Denkprozessen im Kindergarten und ihre Förderung könnte es jedoch ermöglichen, dass Probleme der Vermittlung von mathematischen Inhalten auf höheren Stufen verbessert werden können. Aus diesem Grunde wird das Projekt bewilligt, um solche Überlegungen zu fördern.