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Forscher des Brigham and Women's Hospital in Boston untersuchten eine Gruppe Freiwilliger, die sich auf das Experiment einliessen. Die Probanden mussten sich aus 600 Fotos die Namen und Gesichter von 20 Leuten merken. Nach zwölf Stunden wurden ihnen die 20 Fotos wieder vorgelegt, unter Angabe eines falschen oder richtigen Namens. Sie sollten dann den richtigen Namen nennen und auch sagen, wie sicher sie sich mit ihrer Aussage fühlten. Der Test wurde zweimal durchgeführt. Hatten die Versuchspersonen bis zu acht Stunden geschlafen, konnten sie sich um 12 Prozent besser erinnern.
«Wir wissen, dass die verschiedenen Arten von Erinnerungen sich mit Schlaf verbessern», erklärte Dr. Jeanne Duffy. «Während andere Studien untersuchten, wie ein Nickerchen unsere Fähigkeiten verbessert, sich neue Namen und Gesichter zu merken, hatte noch niemand erforscht, wie eine ganze Nacht Schlaf sich auswirkt, wenn man sich am nächsten Tag wieder an die Namen und Fotos vom Vortag erinnern muss. Wir fanden heraus, dass wenn man den Versuchspersonen eine ganze Nacht Schlaf gibt, sich ihre Fähigkeit, den richtigen Namen mit einem Bild zu assoziieren, erheblich verbessert.»
Die Ergebnisse wurden im Journal «Neurobiology of Learning Memory» veröffentlicht und Dr. Duffy hofft, dass man mit dieser neugewonnenen Erkenntnis Menschen jeden Alters helfen kann, ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen - sie brauchen einfach nur genügend Schlaf. (cm)Publiziert am 27.11.2015 | Aktualisiert am 27.11.2015