Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/487

Die Kette besteht ganz aus beinahe horizontal gelagerten und nur schwach gegen N. geneigten Schichten des Tertiärs, besonders
Molassesandstein, einigen Nagelfluhbänken und zahlreichen, aber wenig mächtigen Mergellagern. Auf dem Grat stellenweise
(Uetliberg, Albishochwacht, Bürglen, Albishorn) Ueberreste der ersten Glacialzeit in Gestalt von Grundmoränen mit geschrammten
Geschieben, überlagert von Bänken stark mechanisch deformierter quaternärer oder löcheriger Nagelfluh
(jünger und meist fester als die tertiäre Nagelfluh).
Die Steilformen des Albisgrates, seine vielfach kahlen Abhänge und die auf beiden Seiten häufigen Abrutschflächen weisen
darauf hin, dass die Entstehung der Kette eine rezente und noch nicht zum Abschluss gekommene ist. Nach der Bildung
der grossen Hauptthäler des Zürichsee und der Reuss war der Albis zunächst eine Molassekette mit breitem Rücken, ähnlich
dem heutigen Zürichberg, in den dann die durch die Moränenablagerungen der dritten Eiszeit abgelenkten Flüsse Sihl und Reppisch
ihre neuen Thäler einzuschneiden begannen und so im Laufe der Zeit den Rücken mehr und mehr zum scharfen
Albisgrat heraus modellierten.
Litteratur: Alex. Wettstein. Geologie vonZürichund Umgebung.Zürich1885. - Alb. Heim. Geschichte desZürichsees(Neujahrsbl. Der naturforsch.Gesellsch. in Zür. 1891). - Aug. Aeppli. Erosionsterrassen u. Glacialschotter ... (Beiträge zur geolog. Karte derSchweiz),
Bern1894.
(Ober und Unter) (Kt. Zürich,
Bez. Horgen).
Häusergruppen der Gem. Langnau, Unter-Albis in 578 m, Ober-Albis
in 793 m. Ersteres 14 km von Zürich,
5 km von der Stat. Langnau der Sihlthalbahn; Ober-Albis auf der Passhöhe. Im Sommer bewirtschaftete
Gasthäuser. Telephon. Luftkurorte.