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Für Tidjane Thiam war seine letzte Aktionärsversammlung als Prudential-Chef eine emotionale Sache. Der normalerweise selbstbewusste Geschäftsleiter stockte mehrfach in seiner Rede im Queen Elizabeth II Conference Centre, während er sich bei den Mitarbeitern und Aktionären bedankte. Ende des Monats, nach sieben Jahren bei dem britischen Versicherer, zieht Thiam nach Zürich, um den Chefposten bei der Credit Suisse zu übernehmen.
Er zollte seinem Vorgänger Mark Tucker Anerkennung für dessen Leistungen. Tucker leitet nun AIA Group – den asiatischen Versicherer, dessen Übernahme Thiam 2010 erfolglos versuchte, was ihm einen Tadel der britischen Aufsicht einbrachte wegen der Weise, wie er den Plan preisgegeben hatte.
Risikochef Bouee geht
Der 52-jährige Thiam schloss seine Rede mit einem Zitat seiner Mutter, Marietou – unter dem Applaus der Führungsspitzen und Aktionäre. «Es geht in allen Lebensbereichen nicht darum, wie man anfängt», sagte er, «aber wie man aufhört, darauf kommt es an.»
Risikochef Pierre-Olivier Bouee stand mit einem Wasser für seinen Vorstandsvorsitzenden bereit. Auch Bouee geht von Bord. Seine Zukunftspläne wurden zwar noch nicht bestätigt, die Karriere des Franzosen ist aber jener von Thiam dicht gefolgt: Beide fingen im Jahr 2008 bei Prudential an, nachdem sie vier Jahre zusammen bei Aviva gearbeitet hatten.
(bloomberg/ise/se)