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Das American Bureau of Shipping (ABS) schloss im Dezember 2022 die Technologiequalifizierung der vom dänischen Unternehmen Seaborg Technologies und Samsung Heavy Industries gemeinsam entwickelten CMSR Power Barge ab. Die Auslegung erfülle die sogenannte Machbarkeitsstufe, den ersten Meilenstein im ABS-Verfahren zur Qualifizierung neuer Technologien (NTQ), so ABS.
Laut Samsung Heavy Industries ist die CMSR Power Barge eine Verschmelzung von Kernkraft- und Schiffbautechnologie; sie unterliegt aber weniger Beschränkungen hinsichtlich der Standortwahl im Vergleich zu einem Kernkraftwerk an Land. Die Bauzeit betrage nur etwa zwei Jahre und die Kosten seien geringer. Ein einzelner CMSR weist eine Leistung von 250 MWth und 100 MWe auf und hat eine Lebensdauer von zwölf Jahren. Es sind Konfigurationen von zwei bis acht CMSR-Einheiten möglich und der Reaktor kann neben der Stromversorgung beispielsweise zur Meerwasserentsalzung oder zur Versorgung eines Fernwärmenetzes eingesetzt werden.
Samsung Heavy Industries und Seaborg hatten im April 2022 eine Partnerschaftsvereinbarung zur Entwicklung und Herstellung schwimmender Kernkraftwerke unterzeichneten. Im Mai gab Seaborg bekannt, dass es mit der südkoreanischen Best Engineering in Energy Solutions Inc. (BEES) eine Absichtserklärung geschlossen habe, um die regulatorischen Anforderungen für den weltweiten Export von schwimmenden Kernkraftwerken auf der Grundlage des CMSR abzuklären.
Quelle
M.A. nach ABS, In the Spotlight, 17. Dezember 2022, und Samsung Heavy Industries, Medienmitteilung, 4. Januar 2023