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Scaradratal und der Soredapass
Eine Bergtour um die Tessiner Dreitausender in einem wilden Tal mit einem Amphitheater von aussergewöhnlichen Bergen.
Der Wanderweg beginnt in Lareccio, wo sich eine 500 Jahre alte Lärche befindet und führt auf der rechten Seite des Ri di Scaradra entlang hinauf.
Das Tal hat seinen Namen vom Fluss welcher es durchfließt und ist von einigen der höchsten Berggipfel des Tessins umgeben:
Torrone di Nav (2832 m), Pizzo Sorda (2884 m), Pizzo Cassimoi (3128 m), Cima di Aquila (3127 m) und Pizzo Cassinello (3102 m).
Um ins Val Scaradra zu gelangen kann man auch einem alten Weg folgen, der von Garzott (1628 m) über Garzora (1882 m) bis zum Laghetto di Torno auf 2186 m führt. Von da aus gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder den Abstieg zur Alpe Scaradra di Sotto (1797 m) oder den Aufstieg über Crestüscia zur Alpe di Sopra (2173 m), mit einem im Jahr 2000 umgebauten Hütte zur Übernachtung).
Vom Scaradratal aus kann man den geschichtsträchtigen Soredapass erreichen, der seit dem frühen Mittelalter von den Bergbewohnern des Bleniotals auf der Suche nach neuen Weideflächen für das Vieh benutzt wurde. Um mit ihren Kühen nach Graubünden zu gelangen, stiegen die Bergbauern den steilen und unwegsamen Hang zum Soredapass hinauf und nahmen einen langen Abstieg zur gleichnamigen Alp, der Lampertschalp, in Angriff.