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Grundsätzliche Einschätzung
In den letzten Jahren war die Lage im Land unruhig. Seit 2009 kam es zu mehreren Putschversuchen, Attentaten und auch bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb des Militärs. Es kam zu Schiessereien und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen verübte die Armee am 12. April 2012 einen Putsch und übernahm die Macht. Im Frühling 2014 konnten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen durchgeführt werden. Die Lage hat sich vordergründig beruhigt. Die weitere Entwicklung bleibt aber ungewiss.
Auch in Guinea-Bissau kann das Risiko von terroristischen Akten nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen
Reisen ins Landesinnere erfordern eine sorgfältige Vorbereitung mit Kontaktpunkten für jede Etappe. Informieren Sie sich in den Medien und bei lokalen Kontaktpersonen über die Sicherheitslage, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).
Spezifische regionale Risiken
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Das Grenzgebiet zur senegalesischen Region Casamance ist instabil und unsicher, bewaffnete Auseinandersetzungen sind jederzeit möglich. Im Frühjahr 2006 bewaffnete Auseinandersetzungen sind jederzeit möglich.forderten Gefechte mehrere Todesopfer. Die verminten Zonen sind nicht klar gekennzeichnet. Von Reisen ins Grenzgebiet zur senegalesischen Region Casamance wird abgeraten.
Auch in den anderen Landesteilen gibt es noch vereinzelt verminte Gebiete, die nicht überall abgesperrt oder klar markiert sind. Informieren Sie sich bei den lokalen Sicherheitsbehörden und/oder der Bevölkerung.
Kriminalität
Die Kriminalität hat zugenommen und es kommt vermehrt zu Gewaltanwendung. Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen und unternehmen Sie Überlandreisen in Begleitung eines vertrauenswürdigen Führers, der mit den lokalen Verhältnissen vertraut ist.
Verkehr und Infrastruktur
Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt bei den Grenzposten.
Das Unfallrisiko auf Guinea-Bissaus Strassen ist hoch. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) ist der Verkehr erheblich erschwert. Verzichten Sie auf nächtliche Überlandfahrten.
Im ganzen Land bestehen Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung.
Infrastruktur für Reisende (Unterkünfte, Restaurants usw.) ist rar und meistens sehr bescheiden.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Gleichgeschlechtliche Handlungen sind verboten. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Grundversorgung ist nicht gewährleistet. Die Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung (Bargeld), bevor sie Patienten behandeln. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.
Nützliche Adressen
Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Dakar, Senegal
Helpline EDA
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz