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Der grosse Stadel am westlichen Dorfeingang stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber in späteren Jahrhunderten mehrfach saniert, so 1810/1812. In jüngster Zeit liess die Gemeinde das Dach neu decken und ersetzte den Unterbau. Ein Stadel diente in erster Linie zur Aufbewahrung von Getreidegarben. Jeder Eigentümer
wusste genau, wo er seine Garben hinzustellen hatte, obwohl es im Inneren in der Regel keine Trennwände gab. Auf dem Tenn eines Stadels wurde das Korn gedroschen.
Details
Der Stadel ist auffallend gross. Er und seine Artgenossen im Weiler nahmen einst das Getreide aus den zahlreichen Ackerparzellen auf, deren Spuren im Gelände um Zmutt bis heute zu sehen sind. Die Dachkonstruktion und den Unterbau (Steinsockel, Schwellenkranz) erneuerte man in den 1990er-Jahren. Doch zeugen wild vorstehende
Balkenenden, Fällkerben (mit Arbeitsspuren der Axt), halbierte Stämme und von der Sonne tiefschwarz verbrannte Wände vom Alter des Gebäudekörpers, der geschätzt ins 16. Jahrhundert gehören dürfte. Fünf datierte Kanthölzer aber weisen auf die Jahre 1810/1812 als Fälldatum – sie liegen nicht im Originalgefüge und stammen von
einer Sanierung oder Versetzung.
Labornummern Dendrosuisse 2012: 96991-96997 vom 13. September 2012
Koordinate 2 621 545 / 1 095 029. Parzellennummer 6494