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And Then We Danced
Regie: Levan Akin
Darst.: Levan Gelbakhiani, Bachi Valishvili, Ana Javakishvili, Kakha Gogidze, Ana Makharadze, Nino Gabisonia, Levan Gabrava, Dachi Babunashivili u.a.
Merab, ein fröhlich-verträumter Tänzer im georgischen Nationalballett, trainiert seit seiner Kindheit mit seiner Tanzpartnerin Mary; die beiden sind ein perfekt eingestimmtes Duo. Als eines Tages Irakli, ein Tänzer aus der Provinz, zum Ensemble stösst, hat Merat plötzlich nicht nur einen Rivalen neben sich, sondern auch einen mysteriösen jungen Mann, der in ihm ein bisher nie gekanntes Begehren weckt. Regisseur und Drehbuchautor Levan Akin, 1979 in Stockholm als Sohn georgischer Eltern geboren, sah 2013 in einer TV-Reportage, wie in Georgiens Hauptstadt Tiflis ein von der orthodoxen Kirche aufgehetzter Mob eine Gay Pride Parade angriff. Dieser Vorfall war die Initialzündung für «And Then We Danced». Levan Akin reiste wiederholt für Recherchen in die Heimat seiner Vorfahren, lernte dort eine von archaischen Werten geprägte homophobe Gesellschaft kennen, in der eine junge Generation um Freiheiten kämpft. Wie stark der Einfluss rückständiger Kreise in Georgien ist, zeigte sich bei der nationalen Premiere von «And Then We Danced» im November 2019: Der Film, der in Cannes seine Weltpremiere hatte und an den Festivals von Sarajevo, Valladolid und Chicago die Hauptpreise erhielt, konnte nur unter Polizeischutz gezeigt werden. Neben der bewegenden LGBT-Liebesgeschichte sind es vor allem die mitreissenden Tanzszenen, die «And Then We Danced» zum Ereignis machen. Ann Hornaday schreibt in der Washington Post: «Akins weiterer Triumph besteht in der Besetzung von Levan Gelbakhiani, einem Tänzer, den er auf Instagram entdeckt hat und der Merab die Art von Unschuld und Arglosigkeit verleiht, die beim Publikum sofortige Sympathie hervorruft. Es ist eine Freude Gelbakhiani mit seinen grossen grünen Augen und seinem breiten Lächeln zuzusehen, egal ob er über die Tanzfläche eines Tanzstudios schwebt oder aus dem Stegreif einen verführerischen Shimmy zu einer Pop-Melodie von Robyn hinlegt. (...) In Akins fähigen Händen wird ‹And Then We Danced› zu einem berührenden Zeugnis von Herzschmerz, Spannkraft und emotionalem Ausdruck in seiner befreiendsten und lebensbejahendsten Form.»