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Ganz neu ist der Name Marta Kostyuk dem Schweizer Tennisfan nicht. Ziemlich genau vor einem Jahr tauchte er ein erstes Mal auf dem hiesigen Radar auf. Im Final des Juniorinnen-Turniers bei den Australian Open schlug die damals 14-jährige Teenagerin die Schweizerin Rebeka Masarova (die ab sofort für Spanien spielt) in 3 Sätzen.
Schon 10 Siege in Serie in Melbourne
12 Monate später sorgt Kostyuk «Down Under» abermals für Aufsehen. Mit 3 Dreisatzsiegen spielte sich die inzwischen 15-Jährige erfolgreich durch die Melbourne-Qualifikation, die sie nur dank einer Wildcard bestreiten durfte. Und am Montag nun düpierte sie im Main Draw die an Nummer 25 gesetzte Chinesin Shuai Peng glatt mit 6:2, 6:2.
Mit diesen Erfolgen gelang Kostyuk Eindrückliches:
- Sie ist die erste Spielerin mit Jahrgang 2002 im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.
- Mit 15 Jahren und 6 Monaten ist Kostyuk die Jüngste seit 13 Jahren, die sich für eines der 4 wichtigsten Turniere des Jahres qualifizieren konnte.
- 1996 erreichte letztmals eine noch jüngere Spielerin in Melbourne Runde 2. Es war eine gewisse Martina Hingis – im Alter von 15 Jahren und knapp 4 Monaten.
- Kostyuk steht bei den Australian Open saisonübergreifend bereits bei 10 Siegen in Folge (Juniorinnen 2017, Quali 2018 und Main Draw 2018).
Am Mittwoch trifft Kostyuk auf die australische Wildcard-Inhaberin Olivia Rogowska (WTA 168) und hat dabei die Chance auf den Einzug in Runde 3. Ein Grund zur Nervosität? Mitnichten! Denn die Ukrainerin, die von Federer-Coach Ivan Ljubicic betreut wird, hat trotz ihres zarten Alters ein überaus gesundes Selbstvertrauen. 3 Kostproben aus Melbourne:
Ich habe das Gefühl, dass ich an diesem Turnier alles erreichen kann. Das weiss ich.
Ich stelle jedes Jahr, in jedem Turnier irgendwelche Rekorde auf. Es ist nichts Spezielles. Wenn ich jedes Mal aufgeregt wäre, wenn es passiert, dann wäre es zu viel.
Es ist einfach ein weiterer Match. Ich denke nicht «Oh mein Gott, ich bin in der 2. Runde!»
Um die Leistung von Hingis von 1996 zu toppen, fehlt Kostyuk übrigens noch einiges: Die Ostschweizerin stürmte vor 22 Jahren bis in die Viertelfinals und gab dabei in 4 Matches gerade einmal 14 Games ab.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung Australian Open 2018