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Bildung für Mädchen und benachteiligte Kinder
Das Projekt hat zum Ziel, den Zugang zu Bildung in Nepal zu fördern, die Qualität des Schulunterrichts zu verbessern sowie benachteiligte Kinder, wie Mädchen, Dalit-Kinder und Kinder mit Behinderungen, besser zu integrieren und zu fördern.
Das ist unser integratives Bildungsprojekt in Nepal
Projektregion
19 Schulen in der Provinz Sindhuli in Nepal
Projektlaufzeit
Juli 2021 – Juni 2023
Die erste Projektphase fand zwischen Januar 2018 und Dezember 2020 statt.
Massnahmen
- Verbesserung der Qualität der Bildung, indem Lernlücken geschlossen werden
- Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse von Kindern der ersten Klasse sowie Vermittlung von STEAM-Fähigkeiten (Science, Technology, Engineering, Art, Mathematics, Deutsch: Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen, Kunst, Mathematik)
- Förderung der inklusiven Bildung: Verbesserung der schulischen Umgebung und Systeme für Mädchen, Kinder mit Behinderungen und Dalit-Kinder (z.B. sanitäre und Hygiene-Einrichtungen)
- Entwicklung eines Leitfadens in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, um Schulabbrüche vorzubeugen und Mädchen, die bereits die Schule abgebrochen haben, eine alternative Ausbildung zu ermöglichen
Der Bezirk Sindhuli in Nepal ist einer der am wenigsten entwickelten Bezirke des Landes, mit einer sehr niedrigen Bildungsquote und einer schlechten physischen und pädagogischen Lernumgebung. Im Jahr 2017 blieben 25 Prozent der Kinder im Grundschulalter und 45 Prozent der Kinder im Sekundarschulalter der Schule fern. Die Kinder, die die Schule besuchen, erzielen schlechte Ergebnisse.
Aufgrund der aktuellen Pandemie hat sich die Situation noch verschlimmert, Voraussetzungen für alternative Lernformen sind meist nicht gegeben. Nach Angaben des Bildungsministeriums mussten aufgrund von COVID-19 schätzungsweise 8,5 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren die Schule unterbrechen, darunter viele marginalisierte Mädchen, Kinder aus indigenen Minderheiten oder mit Behinderungen. Jüngste Daten zeigen zudem, dass 48 Prozent der Eltern ihre Kinder womöglich nach Schulöffnung nicht wieder in die Schule schicken werden.
Unsere Projektziele
Kinder und Jugendliche, insbesondere Mädchen, erhalten einen verbesserten Zugang zu integrativer, qualitativ hochwertiger und geschlechtersensibler Bildung, die sie für die Zukunft vorbereitet - auch in Notsituationen wie COVID-19.
Was wir für den Projekterfolg tun
Wir sensibilisieren Lehrkräfte und Eltern für die Wichtigkeit des kontinuierlichen Lernens. Sie erlernen das Handwerk, um die Kinder auf ihrem Lernweg zu unterstützen und ein motivierendes, integratives und geschlechtergerechtes Unterrichtsumfeld zu schaffen. Plan International arbeitet zudem eng mit den lokalen Behörden zusammen, um heranwachsende Mädchen, die nicht zur Schule gehen, zu identifizieren und ihnen eine flexible und alternative Ausbildung zu ermöglichen. Das Projekt findet im neuen Kontext von COVID-19 statt und baut auf den während der Pandemie gewonnenen Erkenntnisse auf. Dies beinhaltet alternative Bildungsansätze und die Entwicklung entsprechender Materialien.
Mehr über das Projekt
Das sagen Projektteilnehmende
"Wir sehen Veränderungen in den Schulen seit Beginn des Projekts. Unter anderem haben nun alle weiterführenden Schulen eine eigene Genderbeauftragte; die Klassenzimmer sind lernfreundlicher und mit Lernmaterialien ausgestattet und verfügen über gut geführte, kinderfreundliche sanitäre und Hygiene-Einrichtungen. Die Lehrpersonen haben ihre Fähigkeiten verbessert, Lernmittel aus kostengünstigen Materialien zu entwickeln. Am wichtigsten ist, dass die Lehrpersonen nun gleichstellungsorientierte Unterrichtsansätze anwenden. Sie unterrichten die Jungen und Mädchen am gleichen Ort und bieten ihnen beim Lernen, aber auch bei sportlichen Aktivitäten im Freien, die gleichen Möglichkeiten."
Om, Lehrer, 42-jährig, berichtet über die Erfolge der ersten Projektphase