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Geschichte der Gruppe Anschläger
Im 19. Jahrhundert spezialisierte sich eine Gruppe Schreiner als Anschläger. Sie arbeiteten im Akkord, ohne einen garantierten Stundenlohn. Anfangs akzeptierten die Gewerkschaften Arbeiten im Akkord und die selbständige Übernahme von Arbeiten nicht. Nach zähem Kampf kam endlich im Jahr 1896 der erste Vertrag mit den Schreinermeistern von Zürich zustande.
Rund 10 Jahre dauerte es , bis endlich ein Tarifvertrag zustande kam. In dieser Abmachung wurde auch der 9 Std. Tag offiziell anerkannt. 1906 schlossen sich die Anschläger dem Holzarbeiterverband an. Erst 1911 bekamen die Anschläger einen Stundenlohn von 0.75 Fr. zugesichert. Ein weiteres Ziel war der freie Samstag Nachmittag. 1912 wurde der freie Samstag Nachmittag mit vollem Lohnausgleich Wirklichkeit.
Nach dem Generalstreik von 1918
stiegen die Löhne dauernd,
konnten aber nicht Schritt halten
mit der Teuerung. In das Jahr
1922 fiel auch die Gründung der
Bauarbeitersektion, in welcher
sich die Schreiner, Anschläger,
Maurer, Handlanger, Gipser und
Maler zusammenschlossen.
Für die Schreiner wurde ein Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen. Die Anschläger kamen endlich zu ihrem seit Jahren geforderten Tarifvertrag. Die Vereinbarung beinhaltete auch die 48 Stunden Woche. Die Akkordsätze wurden festgelegt und die Zulagen für die Arbeiten ausserhalb der Stadt Zürich festgelegt und zugesichert.
1932 begann eine bittere Zeit für die Anschläger. Die Mitgliederzahl sank von 320 auf 130 ab. Arbeitslosigkeit, Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich, Lohnabbau verschlechterten ihre Existenz manchmal bis zur Unerträglichkeit. Die nutzten die Stadtmeister aus und kündigten den bestehenden Tarifvertrag. 2 Jahre ohne Vertrag folgten.
Dann kam der 2. Weltkrieg der 5 Jahre dauerte. Dies waren 5 verlorene Jahre für Europa und eine grosse Belastung für die arbeitende Bevölkerung. 1945 konnte mit den Arbeitgebern ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen werden. 4% Ferienentschädigung wurden zugesichert.
1960 konnte vertraglich die 45 Stundenwoche eingeführt werden. Dies bedeutete die
5 Tagewoche. 1964 konnte im Vertrag der Lohnausgleich bei Militärdienst verankert werden. Hart waren die Auseinandersetzungen in der Gruppe als 1967 der Monopolartikel aus dem Vertrag gekippt wurde. Dies spricht aber für die Gruppe, dass trotz dieser Massnahme die Gruppe Anschläger bestehen blieb und die Nachfrage nach guten Anschlägern unvermindert angehalten hat. Eine in diesem Ausmass nie gekannte Vollbeschäftigung kennzeichnete die nächsten Jahre.
Nach vierjährigem Drängen, konnte auf Juli 1982 erstmals eine eigene Pensionskasse für Anschläger abgeschlossen werden. 1984 wurde vom Bund die obligatorische Arbeitslosen - Versicherung eingeführt. 1987 wurde die Arbeitszeit auf 43 Std. gesenkt. Weitere Wirtschaftskrisen folgten. Dies gab den Anschlägern den Auftrieb für die Gründung einer eigenen Firma. Die Firma HOMOZ wurde 1988 gegründet. Im selben Jahr wurde auch der Tarifpunkt eingeführt. So mussten nicht jährlich die gesamten Tarifpositionen geändert werden.
1995 wurde unser Büro von der Sihlfeldstrasse an die Hurdäckerstrasse verlegt. Dies ist bis zum heutigen Zeitpunkt so geblieben.
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