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Tessin, eigentlich
Also, meine Damen und Herren, ich sitze so im Tram mit Richie, dem besten Ehemann von allen, und wir debattieren die Frage, warum sich eigentlich immer nur Leute, deren Privatleben so langweilig ist, dass selbst eine Batteriehenne Abendkurse nehmen würde, über eine vermeintliche Ausspähung durch den amerikanischen Geheimdienst aufregen, as if anybody would give a flying Wallenda. Übrigens sind das regelmässig dieselben Leute, die keinerlei Mühe haben, jemanden im anonymen Schwarm elektronisch zu denunzieren und öffentlich an den Pranger zu stellen, solange es sich um die Tochter von Edmund Stoiber handelt. Zum Beispiel. Örk. Man könnte direkt mal wieder den Glauben an die Menschheit verlieren, wenn es nicht auch einige rundherum gelungene Exemplare der menschlichen Gattung gäbe, zum Beispiel den Olympia-Schwimmer Yves Platel, der augenblicklich in der Bahnhofsapotheke in Zürich arbeitet. Des weiteren sprechen Richie und ich darüber, wieso eigentlich die Swisscom ein Telefon «da Vinci» nennt; ich meine, wäre «Hedda Hopper» oder «Elsa Maxwell» nicht ein passenderer Name für ein Telefon? Und dann fällt mir diese Tessin-Reklame ins Auge, die überall im Tram hängt, ich habe eines der Werbemotive für Sie photographiert, verehrte Leserschaft, aber der Slogan ist stets derselbe: Eigentlich in 2 Stunden erreichbar. Verstehen Sie das?