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Filmkritik: Das Leben ist ein Schrebergarten16. Zurich Film Festival 2020
Studentin Nelly (Steffi Friis) kümmert sich in der gemeinsamen Wohnung um ihre Oma Rosemarie (Heidi Diggelmann), die im Frühstadium von Demenz immer mehr Selbständigkeit einbüsst. Neben ihrem Studium jobbt sie als Busfahrerin, wo sie auf den unkonventionellen Musiker Paolo Cesar (Marc Sway) trifft. Nelly verliert ihre Oma einen Moment aus den Augen und findet sie nicht mehr. Bald stellt sich heraus, dass sie in ihrem geliebten Schrebergarten gelandet ist. Nelly ist mässig begeistert, denn nebenan gärtnert die Tante mit ihrem Mann. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und seither meidet sie ihre Familie.
Oma Rosemarie fühlt sich im Garten sofort besser. Der mühsame Präsident des Schrebergartens (Pablo Aguilar) legt seinen Gärtnern gerne Steine in den Weg, aber es gibt auch sympathische Mitgärtner wie Paolo Cesar oder die Kosovaren. Nelly öffnet sich langsam ihrer Tante und ihrem Mann gegenüber, die es gut mit ihr meinen. Als Nelly und Rosemarie es wagen, in ihrer Schrebergartenhütte zu übernachten, ist beim Präsidenten Feuer im Dach. Paolo Cesar unterstützt sie, denn er ist ganz unbemerkt bereits in seinem Gartenhüttchen eingezogen.