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Der Pole Kamil Stoch sprang in beiden Durchgängen die Bestweite (105,5 und 103,5m). Mit diesen beiden Sätzen distanzierte der Weltcup-Führende und Weltmeister von der Grossschanze die Konkurrenz um Welten.
So büsste Silber-Gewinner Peter Prevc aus Slowenien 12,7 Punkte auf den Olympiasieger ein. Bronze ging an Anders Bardal aus Norwegen, der den österreichischen Vierschanzen-Tournee-Sieger Thomas Diethart auf den undankbaren vierten Platz verwies.
Stoch ist nach Wojciech Fortuna, der 1972 in Sapporo überraschend von der Grossschanze triumphiert hatte, erst der zweite Skisprung-Olympiasieger Polens.
Enttäuschung für Ammann
Nicht auf Touren kam Simon Ammann. Der doppelte Doppel-Olympiasieger zeigte in beiden Durchgängen im RusSki Gorki Jumping Center ungewohnte Schwächen beim Absprung und musste sich mit zwei mässigen Sprüngen auf 97,5 und 98,5 m begnügen. Zu mehr als Schlussrang 17 reichte diese Performance nicht.
«Ich war total heiss, fand aber den Rhythmus auf dieser Schanze nie - kein Automatismus, keine Freude», versuchte ein enttäuschter Ammann seine Leistung zu erklären. Seine Reserven seien riesig, aber beim Umsetzen scheitere es.
Auch Deschwanden ohne Exploit
Teamkollege Gregor Deschwanden, der in den Trainings mehrmals positiv überrascht hatte, kam mit Weiten von 100,5 und 96,5 m auf den 25. Platz.
Noch bleibt dem Schweizer Duo eine Medaillen-Chance. Am Samstag wird der Olympiasieger von der Grossschanze erkoren.