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Zum Tod von Buddy Elias (2. Juni 1925 bis 16. März 2015)
Humanist, Zeitzeuge und Mittler zwischen Völkern
Der Schauspieler Buddy Elias ist tot. Als Präsident des Anne Frank Fonds Basel und Cousin von Anne Frank setzte er sich für eine starke, gerechte Zivil- und Staatengemeinschaft ein.
Am Montag ist Buddy Elias im Kreise der Familie kurz vor seinem 90. Geburtstag in seinem Heim in Basel verstorben. Dankbar für das erfüllte Leben dieses Humanisten, Schauspielers und Zeitzeugen nimmt der Anne Frank Fonds Abschied von seinem langjährigen Präsidenten, Mentor und Freund.
Jahrzehnte setzte sich Buddy Elias für die Zivilgesellschaft, für Dialog und Aufklärung gegen Diskriminierung ein. Als engagierter Zeitzeuge und Cousin von Anne Frank trat er unermüdlich für Bildungsarbeit, Menschenrechte und speziell die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Mit der Ethik eines Gerechten engagierte er sich für das Erbe und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, gegen Rassismus und Antisemitismus. Er erhob die Stimme zugunsten der Schwachen, Benachteiligten und Ausgegrenzten in allen Gesellschaften.
Im Sinne des Gründers und Stifters Otto Frank leitete Buddy Elias den Anne Frank Fonds, nahm die Wahrung des Universalerbes der Familien wahr, vertiefte und verbreiterte die ehrenamtliche Stiftungstätigkeit der Nonprofit-Organisation. Zusammen mit dem Stiftungsrat verantwortete Buddy Elias die Herausgabe und Dramatisierung des Tagebuchs seiner Cousine Anne Frank. Einnahmen aus diesen Aktivitäten fliessen karitativen und edukativen Projekten zu. Ebenso gründete Buddy Elias im Jahre 2012 in Frankfurt das Familie Frank Zentrum, in dem die Archive der Familien Frank, Elias, Stern und Kahn zugänglich gemacht werden.
Geboren 1925 in Frankfurt am Main, wo er in den ersten Jahren mit seinen Cousinen Margot und Anne Frank aufwuchs, emigrierte er mit seiner jüdischen Familie im Jahre 1931 nach Basel. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Buddy Elias Karriere als Clown bei Holiday on Ice, mit der er 14 Jahre lang um die Welt tourte. Es folgte eine internationale Karriere als Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler. Zeit seines Lebens widmete er sich mit Überzeugung der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und dem Kampf gegen Diskriminierung und Antisemitismus. Sein Ehrenamt verstand er als Verpflichtung gegenüber seiner durch den Nationalsozialismus ums Leben gekommenen Familie, als Auftrag und Einsatz zugunsten von Verständigung und Dialog. Unter anderem wurde er dafür mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Frankfurt auszeichnet.
Die Bestattung findet im engsten Kreise der Familie und des Stiftungsrats statt.
Für Rückfragen:
Yves Kugelmann
+41 79 371 60 60
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