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Carlo Carrà hat in seiner dritten und letzten Schaffensphase begonnen, plastisch und reduziert zu malen. Ein schönes Beispiel hierfür sind die beiden weidenden Pferde mit ihren prallen Körpern, die sie dreidimensional wirken lassen. Ihre Köpfe sind angedeutet, Augen und Maul fehlen. Trotz oder gerade wegen dieser Reduktion strahlt das Bild «Cavalli al mare» (1953) eine unglaubliche Intensität aus.
Zu dieser Periode zählen auch die Landschaftsbilder des grossen Italieners, die wesentlich zu seinem internationalen Ruhm beigetragen haben. So etwa das Meisterwerk «Pino sul mare», 1921 (r.), zu dem Carrà (1881–1966) in seiner Autobiografie schreibt: «Mit diesem Bild habe ich versucht, eine mythische Darstellung der Natur zu schaffen.» Die formale Strenge der Bilder hat der Maler sich durch das Studium früher florentinischer Meister wie Giotto und Masaccio angeeignet. Carlo Carrà ist ein bedeutender Vertreter der italienischen Kunstgeschichte. Er zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Begründern des Futurismus, setzte sich später mit der italienischen Malerei des 14. und 15. Jahrhunderts auseinander und gab der Landschaftsmalerei eine neue Richtung.
Museo d’Arte Mendrisio TI
Di–Fr 10–12/14–17, Sa/So 10–18 Uhr,
Tel. 058 688 33 50
www.mendrisio.ch/museo
Katalog CHF 45.–