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Das Ansehen von Milch und Milchprodukten ist etwas gespalten. Für die einen sind Milch und Milchprodukte Ursache vieler Krankheiten, für die anderen sind sie eine natürliche Quelle wertvoller Nährstoffe. Milch und Milchprodukte wurden auch in Zusammenhang mit Prostatakrebs gebracht, was zumindest bei den Männern ein, sagen wir mal, etwas unangenehmes Gefühl hinterlässt.
Die eben im Nutrition and Cancer veröffentlichte Meta-Analyse von Huncharek und seinen beiden Kollegen dürfte hier speziell interessant sein (1). Alle drei Autoren stammen nämlich von so genannten Meta-Analyse-Forschungsgruppen, die sich forschungsmässig auf die saubere Durchführung von Meta-Analysen spezialisiert haben. Die von Huncharek und Kollegen erstellte Zusammenfassung von 45 Studien und knapp 27’000 Prostatakrebsfälle lässt aufatmen; der Schlusssatz der Meta-Analyse lautet: “Die [vorliegenden] Daten sprechen nicht für einen Zusammenhang zwischen Konsum von Milchprodukten und erhöhtes Risiko von Prostatakrebs.”
1. Huncharek M, Muscat J, Kupelnick B. Dairy Products, Dietary Calcium and Vitamin D Intake as Risk Factors for Prostate Cancer: A Meta-Analysis of 26,769 Cases From 45 Observational Studies. Nutrition and Cancer 2008;60:421-41.