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Laut einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht wurde, absorbiert Moos aufgrund seiner schwammigen, grünen und kühlen Eigenschaften sechsmal mehr CO₂ als andere Pflanzen. Es wurde festgestellt, dass der mit Moos bedeckte Boden sechsmal mehr Kohlenstoff enthält als Böden ohne Moosbedeckung.
Im Rahmen der Studie wurden Moose von über 100 Standorten weltweit in acht verschiedenen Ökosystemen getestet. David Eldridge, Ökologe an der University of New South Wales, erklärte gegenüber Science Report, dass Moose vielleicht so aussehen, als wären sie tot, aber wenn sie mit Wasser besprüht werden, erwachen sie wieder zum Leben, ihre Zellen zerfallen nicht wie bei normalen Pflanzen.
Das Forschungsteam geht davon aus, dass 6,43 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in moosigen Böden gespeichert sind. Die Studie zeigte, dass in Böden mit Moosbewuchs deutlich weniger Krankheitserreger gefunden wurden als in Böden ohne Moose.
Moos hat erstaunliche Fähigkeiten für die Umwelt. Das Unternehmen „Green City Solutions“ stellt Feinstaubfilter für städtische Gebiete her und will damit das Stadtklima verbessern. Ein Moospolster dient als Filter, durch den die Stadtluft durchgedrückt und belüftet wird. Die Luft wird bis zu 82 Prozent gereinigt und die Umgebung kann um bis zu acht Grad gekühlt werden.
Bild: (c) Unsplash.com/Aldo Hernandez