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Fremdwörter
Der Zweck der Sprache ist die Verständigung zwischen Menschen. Fremdwörter sind Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen worden sind. Sie sollen sinnvoll eingesetzt werden. Sinnvoll ist ein Fremdwort dort, wo es einen Sachverhalt präziser ausdrückt, als ein deutsches Wort das könnte.
Jugendliche, aber auch Berufsgruppen haben oft einen eigenen Wortschatz. Wenn diese Gruppen mit „Nicht-Insidern“ kommunizieren wollen, ist darauf zu achten, ob der verwendete Wortschatz der Situation entspricht und verstanden wird. In Aufsätzen haben gewisse Ausdrücke nichts zu suchen, auch wenn sie unter Jugendlichen üblich sind. Ob Fremdwort oder nicht, muss das Sprachgefühl entscheiden.
Fremdwörter werden bei uns in der Schweiz, soweit das möglich ist, so geschrieben, wie sie aus ihrer Herkunftssprache übernommen wurden.
Lehnwörter
Lehnwörter sind Fremdwörter, die „eingedeutscht“ worden sind. Oft ist ihre fremde Herkunft fast nicht mehr wahrnehmbar. Auch ihre Grammatik ist dem Deutschen angepasst.
z. B. der Sack (lat. saccus), der Karren (lat. carrus), die Kasse (it. cassa), die Lanze (fr. lance)
Mischformen
Oft werden Frendwörter mit deutschen Wörtern gemischt oder mit deutschen Endungen versehen.
z. B. das Bildungsniveau, die Lehrerkonferenz, laienhaft, phantasievoll…
Kunstwörter
Kunstwörter sind moderne Zusammensetzungen aus Fremdwortteilen.
z. B. Automobil (gr. autòs = selbst; lat. mobilis = beweglich)
Gemeinsame Wurzeln
Vergleichen wir Wörter in verschiedenen europäischen Sprachen finden wir oft Gemeinsamkeiten, die auf eine gemeinsame „Ursprache“ zurückgehen. Die europäischen Sprachen gehören zur indogermanischen bzw. indoeuropäischen Sprachfamilie. Nicht zu den indogermanischen Sprachen in Europa gehören das Finnisch, Ungarisch und Türkisch.
z. B. engl. family, franz. famille, ital. famiglia, span. familia, dt. Familie, aber: ungar. csàladi
Tipp: Verwende keine Fremdwörter, die du nicht genau kennst!