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Der Grossteil des Weinbaugebiets Rioja ist in der gleichnamigen Provinz La Rioja gelegen. Es erstreckt sich über das Ebrobecken und das hügelige Hinterland, Teile befinden sich auch in den nördlich angrenzenden Provinzen Baskenland und Navarra. Das Weinbaugebiet Rioja ist in drei Subzonen aufgeteilt:
- Rioja Alta: Das grösste Rioja-Teilgebiet (24.000 Hektar) ist am Südufer des Ebro gelegen. Zentrum des Weinbaus ist die Kleinstadt Haro. Am 29. Juni findet dort die traditionelle „Weinschlacht“ statt. Die weiss gekleideten Bewohner bespritzen sich dabei gegenseitig mit Rotwein.
- Rioja Baja: Das Subgebiet grenzt östlich an Rioja Alta und ist ebenfalls überwiegend am Südufer gelegen. Die Einflüsse des Atlantiks sind dort weniger ausgeprägt, wodurch die Niederschlagsmenge geringer als in den beiden anderen Rioja-Gebieten ist.
- Rioja Alavesa: Das kleinste Teilgebiet (12.000 Hektar) liegt nördlich des Ebro auf dem Gebiet des Baskenlandes. Wie in Rioja Alta herrschen dort kalkhaltige Tonböden vor.
Rotwein aus andren Regionen Spaniens
Die spanischen Rotweine aus dem Priorat haben sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu den angesehensten in Europa entwickelt. In der Region sind vor allem Schieferböden anzutreffen. Diese sind zwar nicht sonderlich ertragreich, bringen dafür aber sehr aromatische Trauben hervor. Im Priorat werden fast ausschliesslich Rotweine produziert. Die dominierenden Rebsorten sind dabei Cariñena und Garnacha.
Ribera del Duero ist ein vergleichsweise kleines Weinbaugebiet (15.000 Hektar Anbaufläche). Für Furore sorgen die Rotweine aus der Region im nördlichen Zentrum des Landes dennoch. Ähnlich wie das Priorat konnte sich Ribera del Duero seit den 1980er-Jahren unter den bekanntesten Weinbauregionen Europas etablieren. Die am häufigsten angebaut Rebsorte ist „Tinta del País“, aus biologischer Sicht entspricht diese dem Tempranillo aus Rioja. Die aus ihr gewonnenen Weine sind häufig intensiv im Geschmack und haben einen hohen Tanninanteil.
Auch wenn Navarra an die wesentlich bekanntere Rioja-Region angrenzt, haben sich die hier vinifizierten Rotweine einen eigenen Charakter bewahrt. Die verbreitetste Rebe ist die rote Garnacha, aber auch die Tempranillo-Traube wird angebaut. Die Region ist auch für ihre Rosé-Weine bekannt.
Tempranillo: Die Königin unter den (spanischen) Rotweinreben
Tempranillo hat massgeblich zum internationalen Erfolg des Rotweins aus Spanien beigetragen. Die Traube ergibt sehr fruchtige und raffinierte Rotweine mit weichen Tanninen und moderatem Alkoholgehalt. Ihr Potenzial nutzen spanische Winzer für Spitzenweine. Sie ist mit 207.677 Hektar (Stand 2010) auch die am meisten angebaute spanische Rotweinrebsorte. Berühmte Weingüter wie Vega Sicilia, Alejandro Fernández und Dominio Pingus setzen in erster Linie auf die frühreifende Tempranillo-Reben.
Weitere verbreitete spanische Rotweinreben sind (Stand 2010):
- Bobal 80.120 Hektar
- Garnacha Tinta 70.140 Hektar
- Monastrell 58.406 Hektar
Darüber hinaus wird in Spanien eine Reihe von autochtonen Rebsorten angebaut. Dazu gehört beispielsweise die im Nordwesten des Landes angebaute Mencía, aus der raffinierte Weine mit häufig intensivem Bouquet vinifiziert werden. Sie können sowohl bei Coop Mondovino als auch an den Coop Verkaufsstellen spanische Rotweine kaufen.