Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03537.jsonl.gz/424

Klaus Vogt (geb. 1938), gelernter Bootsbauer, Absolvent der Innenarchitekturklasse Willy Guhls an der Zürcher Kunstgewerbeschule (heute ZHdK), dann Assistent an der Architekturschule der ETH Zürich, vertritt statt sturer Regeln die Freude am Experiment, die Lust am Spiel mit Formen, Farben und Fertigungstechniken. Meist stellt Vogt seine Möbel zunächst für den Eigengebrauch her und versucht dabei, mit minimalsten Mitteln auszukommen. Für die Herstellung von Schülerstühlen für das Kantonale Gymnasium in Locarno etwa baut er eine mechanische Maschine zur Biegung der Sperrholz-Sitzschalen, die dann auf ein farbig lackiertes Gestell aus verschweissten Winkelkonstruktionen montiert wird. An diese eigenen Entwürfe, aber auch an die Möbel von Jean Prouvé erinnernden Verfahren, knüpft Vogt 1962 an, als er einen einfachen, stapelbaren Hocker entwickelt. 2014 produziert Embru den dreibeinigen Hocker als Modell 1563 erstmals in Serie.