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Die nordkoreanische Führung verweigert Südkoreanern den Zugang in die gemeinsam betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong.
Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums ist den fast 900 südkoreanischen Arbeitern, die sich derzeit in dem Industriepark aufhalten, nur noch die Ausreise erlaubt.
Bislang war die Sonderwirtschaftszone in Kaesong so gut wie nie in die Konflikte zwischen beiden Staaten hineingezogen worden.
Der Süden reagierte besorgt. Ein Regierungsvertreter sagte, er ziehe alle Optionen in Betracht, um die Sicherheit der Südkoreaner in Kaesong zu gewährleisten – im schlimmsten Fall auch die Option eines militärischen Eingriffs.
Norden erklärte «Kriegszustand»
Die Situation zwischen beiden Staaten ist seit dem dritten Atomtest Nordkoreas im Februar äusserst gespannt. Am vergangenen Samstag hatte Nordkorea den «Kriegszustand» erklärt.
Die Krise auf der koreanischen Halbinsel war auch Thema eines Telefongesprächs zwischen China und den USA. Pentagon-Chef Chuck Hagel habe dabei die Situation als wachsende Gefahr bezeichnet, erklärte das US-Verteidigungsministerium.
Der Dialog zwischen China und den USA sowie die Zusammenarbeit in dieser Frage sei von grosser Bedeutung, sagte Hagel. Chinesische Medien berichteten, die Minister hätten Ansichten ausgetauscht und wichtige Themen besprochen.
Das Gespräch folgte zwei unabhängigen Treffen zwischen Chinas Aussenminister mit dem US-Botschafter und dem südkoreanischen Botschafter in Peking.
Sonderwirtschaftszone Kaesong
Kaesong – ein von beiden Korea betriebenes Industriegebiet – liegt auf nordkoreanischem Gebiet. 123 südkoreanische Firmen beschäftigen dort rund 50'000 Nordkoreaner. Der Park generiert etwa 80 Millionen Dollar Löhne, die aber direkt an Nordkoreas Regierung fliessen – eine der wenigen Möglichkeiten für das verarmte Land, an US-Devisen zu kommen.