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Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Städte in Deutschland in Schutt und Asche. Vor allem Hamburg im Norden, sowie Dresden und Leipzig im Osten wurden stark zerbombt, da hier viel Industrie und Infrastruktur war und die Alliierten versuchten, Hitler am Bau neuer Waffen zu hindern. Am Ende des Krieges wurden diese Städte wieder aufgebaut – im Falle von Leipzig und Dresden von den russischen Besatzern im sozialistischen Stil – was dafür sorgte, dass viele Städte heute keinen historischen Stadtkern mehr haben oder historische Gebäude Seite an Seite mit Plattenbauten stehen.
Es wurde viel diskutiert wie die neuen Städte aussehen sollten: Traditionalisten wünschten sich einen möglichst ähnlichen Wiederaufbau der alten Städte, Stadtplaner und Politiker sahen eine Chance, Städte neu zu schaffen und so eine Struktur zu geben, die im Zuge des Wachstums in der Industrialisierung meist verloren gegangen war. Vor allem in der DDR wurde die Chance genutzt, Städte neu zu strukturieren und effizienter zu gestalten – meistens leider ohne Rücksicht auf Ästhetik, sondern mit einem Fokus auf schnelle Bauweise, viel Wohnraum und Effizienz. Aber auch im Westen wurde die Diskussion oft zugunsten der Effizienz und nicht der Ästhetik entschieden.