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Einführung
Viele Komponenten des Gesichtes wie Ohr, Teile der Nase sowie der Kiefer, die Zähne und Speicheldrüsen stammen u. a. von pharyngealen Anteilen des Kopfdarmes ab. Deshalb ist das Verständnis der Entwicklung dieser Region wichtig.
Der Vorderdarm eines Embryos (Stadium 8, ca. 23 Tage) endet blind in der kranialen Region unterhalb des sehr schnell wachsenden Gehirns. Er bildet mit dem Ektoderm, das den Embryo überzieht, die Membrana oropharyngealis, die aber bald einreisst (Stadium 11, ca. 29 Tage).
Eine Verbindung zwischen dem Vorderdarm und der Amnionhöhle ist entstanden. Sie wird als Mundbucht oder Stomodaeum bezeichnet (siehe Abb. 3).
Während der Flexion des Embryos in den folgenden Tagen (stärkste Flexion im Stadium 14, ca. 32 Tage) bilden sich im Bereich des Vorderdarms beidseits Mesenchymansammlungen, die sich zu den Pharyngealbögen formieren. Sie werden durch die Pharyngealfurchen getrennt, welche im Innern an das Endoderm des Vorderdarms grenzen (Schlundtaschen).
Das Mesenchym im Bereich der Pharyngealbögen stammt vor allem aus ausgewanderten Neuralleistenzellen. Es wird auch als Mesektoderm bezeichnet.
Zusätzlich findet man auch Mesenchym vom paraxialen Mesoderm, das den übrigen Raum zwischen Ektoderm und Endoderm ausfüllt. Dieser ganze Abschnitt wird als embryonaler Pharynx bezeichnet.
In jedem Pharyngealbogen verläuft eine grosse Aortenbogenarterie, die direkt aus der Aortenwurzel entspringt und in die dorsale Aorta mündet, ein Hirnnerv und präkartilagenes Mesenchym.
Aus dem präkartilagenen Mesenchym entstehen beim Erwachsenen typische Skelettstrukturen des Halses. Die Kenntnis dieser Grundstruktur der Pharyngealbögen ist wichtig, da diese beibehalten wird, obwohl während der weiteren Entwicklung diese metamerie Anordnung durch unterschiedliches Wachstum verschoben zu sein scheint.
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