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18 Weltcupsiege, 67 Podiums bei 111 Starts in Weltcuprennen, 3 WM Titel, 4 x Silber, 3 x Bronze und 3 x Gesamtweltcupsieger. Seit 16 Jahren fährt Greg Minnaar jetzt im DH Weltcup an der Spitze mit, und es sieht nicht so aus, als würde sich das ändern. Kein anderer Fahrer konnte über eine so lange Zeit eine vergleichbare Konstanz halten. Woher kommt das?
Greg Minnaar wurde die Leidenschaft für Geschwindigkeit und Sprünge schon in die Wiege gelegt. Sein Vater war früher begeisterter Motocrosser und in Südafrika bekannt für seine waghalsigen Sprünge über weite Distanzen. Klein Greg startete bereits als 4-jähriger mit BMX Rädern, wechselte aber schon bald zur Leidenschaft seines Vaters: Motocross. Bis zum Alter von 15 Jahren verbrachte Greg seine ganze Freizeit auf einer MX Maschine und machte sich auch dort bald einen Namen für hohe Tempi und grosse Sprünge. Mit seinem damals schon ausgeprägten Ehrgeiz arbeitete er konzentriert an seinen MX Träumen, bis dann etwas anderes seine Neugier weckte: Downhill Mountainbiking. Seine Eltern übernahmen zu dieser Zeit einen Bikeshop und von da an war Greg Minnaar vom MTB Virus infiziert.
Durch sein Gefühl für hohe Tempi und die exzellente Beherrschung Technik auf zwei Rädern ging es auch hier nicht lange, bis Greg Minnaar im DH Sport schon bald an die Spitze in Südafrika kletterte. Und durch gute Ergebnisse in seinen ersten Worldcup Rennen die Aufmerksamkeit von internationalen Teams auf sich zog. In der Folge unterschrieb Greg einen Vertrag mit Animal Orange und zog nach England, wo er ständig mit Weltklasse Athleten trainieren konnte und sich so noch weiter verbesserte. Während dieser Zeit in England lernte Greg Minnaar auch Steve Peat kennen, welcher für ihn zu einem guten Freund und einer wichtigen Vertrauensperson wurde.
Mit 21 wechselte Greg zum Haro Lee Dungarees Team und wurde dort zum ersten Mal Weltmeister. Im Jahr darauf wurde er vom Team G Cross Honda abgeworben und blieb dort für vier Jahre. Während der Honda Zeit gewann er erneut den Gesamtweltcup. Nachdem das Honda Team aufgelöst wurde, schlug Steve Peat seinen Freund als neuen Teamkollegen bei Santa Cruz vor. Der Rest ist Geschichte – Minnaar und Santa Cruz arbeiten inzwischen seit 10 Jahren zusammen!
Kein anderer Fahrer konnte während einer solche langen Zeit an der Weltspitze mitfahren. Warum aber Greg Minnaar? Der Grund ist das kalkulierte Risiko und seine analytische Art. Er weiss ganz genau, wann er Vollgas geben kann und wann man Tempo rausnehmen muss, weil sich das Risiko nicht lohnt. Seine Runs sehen im Vergleich zu vielen anderen Fahrern vergleichsweise unspektakulär aus. Er fährt keinen alles-oder-nichts Stil, sondern sehr besonnen und überlegt. Und das ist sicher das Geheimnis seines langjährigen Erfolges.
Greg Minnaar ist aber nicht nur im DH Weltcup erfolgreich. Er nimmt regelmässig zum Vergnügen am Cape Epic teil, mal als Fahrer oder dieses Jahr als Leitwolf mit der MX Maschine. Zudem war Minnaar auch bei der ersten Red Bull Rampage dabei, kurz nach dem Gewinn des WM Titels. Obwohl er komplett aufs Gewinnen eingestellt ist, kommt beim ihm das Vergnügen nie zu kurz. Seine zugängliche Art macht in zudem zu einem der beliebtesten Fahrer im Rennzirkus. Dies führte auch dazu, dass ihn die grösste Zeitung in Südafrika 2013 zum Sportler des Jahres wählte. Eine Revolution in einem Land, wo sonst nur Rugby und Cricket existiert.
Wir wünschen Greg Minnaar jedenfalls schon jetzt viel Erfolg für die 2016er Saison. Und hoffen, dass er dem DH Sport noch lange erhalten bleibt. Good luck Mr. Consistency!
Ein aufschlussreiches persönliches Interview mit Minnaar gibt’s hier: https://youtu.be/ZijmqzP19ds