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Die Migration der Intelligenz ist keine Pest. Sie ist ein Bollwerk gegen den Wohlstandsverlust.
Alle Wirtschaftsstudenten werden früher oder später mit dem britischen Nationalökonomen und Sozialphilosophen Thomas Robert Malthus in Kontakt kommen.
Bekannt wurde er insbesondere durch zwei Werke über die Bevölkerungstheorie. 1798 erschien die Schrift „An Essay on the Principle of Population“ und 1820 folgte noch die weiter Publikation „Principles of Economics“. Es war die erste zugespitzte Kritik am Wachstum.
Gerade das erste Werk ist interessant. Dort behauptet er, dass das Bevölkerungswachstum geometrisch erfolgt. Dahingehend wächst die Nahrungsproduktion allerdings nur arithmetisch. Aus dieser Theorie schliesst er nun, dass die Bevölkerung verelendet, die Armut alle im Griff hat und somit auch die Gesamtpopulation der Menschen schrumpft. Diese düsteren Prognosen sind nicht eingetroffen. Die Weltbevölkerung wächst, wird in den aufstrebenden Regionen immer jünger, gebildeter und aufgeklärter und die Nahrungsproduktion war noch nie auf einem so hohen Niveau wie jetzt. Zum Glück. Der Bedarf an Lebensmitteln steigt immer noch von Jahr zu Jahr.
Es gab aber auch andere positivistische Stimmen und pointierte Meinungen zum Wachstum.
Es waren die Merkantilisten, die gegenüber Wachstum weitaus offener waren und dieses mit Wohlstand, Entwicklung und Fortschritt in Verbindung brachten. Dazu gibt es selbstverständlich auch noch viele andere umstrittene Meinungen, Theorien und Anschauungen. Genauso wie der Standpunkt der steigenden Erwerbsbevölkerung als dynamischer Wachstums- und Wohlstandsbeschleuniger umstritten ist und zuweilen sich in verhärteten Diskussion verheddert. Genau so wird es interessant und nicht zu unterschätzend wichtig, wenn man sich zuweilen einen zweiten Blick auf die gegenwärtige Migrationdiskussion in der Schweiz gönnt, um nicht auf die vielen ideologischen Kothaufen zu stehen, die viele ungefragt auf den politischen Wegen hinterlassen.
Europa und Japan sind davon betroffen.
Ja sogar die kommende Supermacht China ist schon davon betroffen. Die USA nicht. Eine alternde Bevölkerung wirkt sich direkt auf die nationalökonomische Dynamik aus. Sie lahmt und sie schrumpft. Alte Gesellschaften sind weniger auf die Zukunft vorbereitet wie Staaten mit einer jungen und gut ausgebildeten Bevölkerung. Eine alternde Bevölkerung geht auch mit einer sinkenden Wertschöpfung einher. Auch die Schweiz ist davon betroffen. Migration wird nach wie vor von vielen wie eine Hydra mit fauchenden Köpfen empfunden. Eine Bedrohung, der man das Haupt abschlagen muss. Migration ist anstrengend. Sie war es schon immer. Nicht nur die Schweiz ächzt manchmal unter dem Druck der vielen demografischen, kulturellen und sozialen Veränderungen.
Die Migration der Intelligenz ist jedoch nötig, um den Trend der schleichenden Vergreisung einen Landes aufhalten zu können.
Gerade die Migration hat das durchschnittliche Alter der schweizerischen Bevölkerung nach unten gedrückt. Das hat nicht nur eine soziologische Komponente, sondern wirkt sich in naher Zukunft direkt auf die Wirtschaft aus. Ohne Migration würde das Strassenbild von den Silberrücken dominiert werden und der Gehstock ein Utensil, das den Alltag bestimmt.
Eine alternde Bevölkerung braucht Migration.
Notabene eine Migration jener klugen Köpfe, die ihre Chancen in diesem Land zu nutzen wissen und dank ihrem Integrationswillen und -fähigkeit nicht nur den Altersdurchschnitt drücken, sondern mit ihrer schöpferischen Kraft auch ihren Beitrag zur Wirtschaft beisteuern und somit den Fortbestand des Erfolgmodells Schweiz sichern.
Der Wachstumstreiber Jugend ist ökonomisch nicht zu unterschätzen.
Die Schweiz ist vielen anderen europäischen Ländern davon geeilt. Wie älter Gesellschaften werden, desto schwächer wird die Wirtschaftsleistung. Der Wohlstandsverlust ist dann so sicher wie der nächste Sonnenuntergang. Die Schweiz, und das schleckt in der Tat keine Geiss weg, hat mit der starken Zuwanderung sicher ein paar Probleme importiert, die nicht ganz einfach zu lösen sind und viel Geld kosten. Die Zersiedelung der Landschaften, einhergehend mit einem wachsenden Lavieren der Raumordnung, ist sicher nicht zu unterschätzen und benötigt korrigierende Einflüsse seitens der Politik. Auch die allgemeine Infrastruktur, der öffentliche Verkehr und der Wohnungsmarkt sind stark unter Druck.
Die Schweiz verändert sich. Heidi ist in der Stadt angekommen.
Die Migration der klugen Köpfe ist auch für den Arbeitsmarkt wichtig. Dieses Land hat keine Rohstoffe zu bieten. Fitte ‚Brainware’ bewahrt uns vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit und in die Bedeutungslosigkeit. Die Migration der Intelligenz schafft Werte und Wohlstand. Wir sollten sie zulassen und uns auf die Zukunft freuen!Die Migration der Intelligenz ist keine Pest. Sie ist ein Bollwerk gegen den Wohlstandsverlust.,