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Der Belo-Monte-Staudamm, welcher der drittgrösste der Welt werden soll, darf nur unter Einhaltung sozialer Normen und Umweltauflagen errichtet werden. Welche Vorhaltungen der Richter der Baugesellschaft Norte Energia machte, wurde zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen teilte am Montag auf Anfrage mit, dass ihm die Entscheidung des Richters noch nicht zugestellt worden sei.
Nach Regierungsangaben müssen wegen des gigantischen Infrastrukturprojekts 16'000 Menschen umgesiedelt werden, Nichtregierungsorganisationen sprechen sogar von 40'000 Menschen. Der Staudamm von Belo Monte, durch den der Xingu-Fluss auf einer Fläche von 502 Quadratkilometern aufgestaut werden soll, ist der grösste derartige Bau in Brasilien. Nach seiner Inbetriebnahme soll er elf Prozent des Stromverbrauchs des Landes sichern.
2015 soll die erste Turbine des Wasserkraftwerks in Betrieb gehen, 2019 soll das 10,5 Milliarden Euro teure Kraftwerk 11'000 Megawatt produzieren und damit 20 Millionen Haushalte versorgen. Fertiggestellt wäre der Staudamm der drittgrösste in der Welt nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipu-Staudamm an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay.