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Champagner-Ratgeber
Damit der Champagner seine Qualität und seinen Ruf bewahrt, haben sich die Winzer aus der Champagne schon früh für den markenrechtlichen Schutz ihres Produktes eingesetzt. Das zulässige Gebiet wurde 1927 festgelegt.
Für Champagner dürfen nur Weine bestimmter Sorten aus der Champagne verwendet werden. Dabei werden aber fast ausschliesslich drei Rebsorten genutzt: Die roten Sorten "Pinot Noir" (Spätburgunder) und "Pinot Meunier" (Müllerrebe oder Schwarzriesling), sowie die weisse Sorte "Chardonnay". Die Sorten "Arbane" und "Petit Meslier" sind seit der Reblauskrise fast verschwunden.
Zum Ursprungsgebiet des Champagners gehören mehrere Weinanbaugebiete (Terroir), die jeweils verschiedene klimatische Voraussetzungen und Böden aufweisen. Als bekanntestes dieser Gebiete gilt die Region Montagne de Reims. Doch auch innerhalb der verschiedenen Gebiete gibt es noch Unterschiede. Daher werden alle Orte einzeln bewertet und als so genannte "crus" bezeichnet. Davon zählen aber lediglich 17 Orte und Dörfer zu den „Grand Crus“. Aus ihnen stammt die qualitative Spitze der Champagner-Sorten. Trotzdem ist der Hinweis auf die genaue Herkunft oft nicht auf der Flasche vermerkt, da bei der Vermarktung der Markenname im Vordergrund steht.
Nicht nur die Herkunft des Champagners ist geschützt. Auch die Qualitätskontrollen sind genau definiert und es gibt genaue Vorschriften hinsichlich der Traubenlese, zur Art der Vergärung und zur Reifung in der Flasche ("Méthode traditionelle" oder "Méthode champenoise").
Auch ein völlig identisch hergestelltes Produkt aus einer anderer Provenienz darf also nie als Champagner bezeichnet werden. Er muss immer als Sekt, resp. Schaumwein bezeichnet werden.
Auf dem Etikett von Champagner finden sich Angaben wie „reserve“ oder „cuvée“, die Aufschluss darüber geben, ob mehrere Jahrgänge verwendet wurden, oder ob es sich um einen Jahrgangschampagner handelt. Letzterer ist etwas besonderes, da er nicht in jedem Jahr hergestellt wird. Dieser Jahrgangschampagner kann in einigen Jahren besser schmecken als andere Sorten. Eine feste Regel ist dies jedoch nicht.
Grundsätzlich ist Champagner sowieso eine Geschmacksfrage. Möglich ist es, dass ein Geniesser eher einem anderen Schaumwein zuspricht, der zwar nicht aus der Champagne stammt, aber nach demselben Verfahren, der Méthode Champenoise, hergestellt wurde. Auch die Frage, ob ein „reserve“ oder ein „cuvée“ besser schmeckt, muss individuell entschieden werden.