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Nachdem das Unfallrisiko im Kanton Thurgau seit 2011 jährlich im Schnitt um zwei Berufsunfälle pro 1'000 Vollbeschäftigte gesunken war, ist es 2021 erstmals wieder gestiegen (+5,5 Prozent). Die Zunahme 2021 folgt auf eine deutliche Abnahme im ersten Pandemiejahr: Im 2020 konnte wegen den Massnahmen in verschiedenen Branchen nicht mehr vollumfänglich gearbeitet werden, was zu einem Rückgang der Exposition und somit zu einem Rückgang der Unfälle geführt hat.
Im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt (61 Fälle je 1'000 Vollbeschäftigte) bleibt im Jahr 2021 das Berufsunfallrisiko im Kanton Thurgau mit 79 Fällen je 1'000 Vollbeschäftigte deutlich höher. Der Grund für diese Differenz dürfte im unterschiedlichen Branchenmix liegen. Im Kanton Thurgau ist der Anteil der Beschäftigten im Landwirtschaftssektor und im Industrie/Gewerbe-Sektor deutlich höher als im Schweizer Durchschnitt. Der Dienstleistungssektor gewann in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung, wodurch sich nun auch das Berufsunfallrisiko tendenziell an den Schweizer Schnitt angleicht.
Die Zahl der neu anerkannten SUVA-Invalidenrenten schwankt von Jahr zu Jahr. Im 2021 wurden 19 Invalidenrenten festgesetzt. Ein langjähriger Abwärtstrend lässt sich auch hier beobachten. Vor 10 Jahren lag der Wert noch bei 27, vor 20 Jahren bei 40. In fünf Fällen führte der Berufsunfall 2021 zum Tode.