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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welchen Zeitrahmen setzt er für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Städteschnellzüge St. Gallen-Zürich?</p><p>2. Welche Massnahmen sieht er vor, um dieses Ziel innert nützlicher Frist zu erreichen?</p><p>3. Wie setzt er die im Frühjahr 2005 von den Räten bewilligten 100 Millionen Franken ein, um dieses Ziel zu erreichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Gemäss Bundesbeschluss über den Verpflichtungskredit für die erste Phase des HGV-Anschlusses müssen die baulichen Massnahmen an den bewilligten Objekten bis spätestens 2010 in Angriff genommen und bis 2015 abgeschlossen werden. Für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Strecke St. Gallen-Zürich wurde noch kein Zeitrahmen festgelegt. Die Angebotsplanung erfolgt primär durch die Bahnunternehmen. Sie richtet sich insbesondere nach nachfrageorientierten und betrieblichen Kriterien. Zurzeit sind im Rahmen der Umsetzung des HGV-Anschlusskonzeptes die konzeptionellen Vertiefungsarbeiten im Gange (vgl. Ziff. 2). Die Planung ist auch mit den Arbeiten zur "Zukünftigen Entwicklung der Bahngrossprojekte" (ZEB) zu koordinieren, um mit den vorhandenen Mitteln verkehrlich optimale Resultate erreichen zu können. Die Vorlage zur ZEB wird der Bundesrat in der zweiten Hälfte 2006 in die Vernehmlassung geben.</p><p>2. Das HGV-Anschlusskonzept hat netzweite Wirkung. Die Ausbauten bringen dann den vollen Nutzen, wenn die Angebotskonzepte im Fern- und im Nahverkehr unter Einbezug des Güterverkehrs aufeinander abgestimmt sind. In die HGV-Planungen werden auch Anliegen im Gebiet der Ostschweiz einbezogen, welche im Rahmen von "Bahn 2000", erster Etappe, nicht berücksichtigt werden konnten.</p><p>Im Hinblick auf die Behandlung des HGV-Anschlussgesetzes im Parlament wurden diverse Analysen durchgeführt. So wurden auch auf der Strecke Zürich-St. Gallen-St. Margrethen verschiedene Angebotskonzeptvarianten untersucht und entsprechende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gemacht. Daraus war ein Bedarf für mehrere punktuelle Massnahmen auf dem bestehenden Netz zwischen Zürich-Flughafen und Winterthur ersichtlich. Im Kredit für den HGV-Anschluss sind Mittel im Umfang von 100 Millionen Franken vorgesehen.</p><p>Nun ist das HGV-Konzept umzusetzen. Das bedeutet, baureife Projekte sind zu realisieren. Andere Bereiche des HGV-Konzeptes sind weiter zu vertiefen. Die diesbezüglichen konzeptionellen Vertiefungsarbeiten sind unter Federführung der SBB unter Mitarbeit der Kantone und des Bundesamtes für Verkehr im Gange. Zuerst geht es darum, gemeinsam Angebots- und Betriebskonzepte festzulegen. Danach werden erweiterte Studien und Vorprojekte aufzeigen, welche Infrastrukturmassnahmen im Einzelnen auszuführen sind und wie die bewilligten 100 Millionen Franken konkret eingesetzt werden.</p><p>3. Vgl. Ziff. 2.</p>  Antwort des Bundesrates.