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Gefahrenkarte
Gefahrenkarten zeigen auf, welche Siedlungsräume durch Hochwasser, Lawinen, Rutschungen oder Felsstürze bedroht sind. Wobei es für jede dieser 4 Gefahrenkategorien eine eigene Karte gibt. Aus den Karten lässt sich ablesen, welche Flächen beim nächsten Unwetter überschwemmt werden könnten, wo Lawinen nieder gehen oder welcher Hang ins Rutschen geraten könnte.
Zudem enthält die Gefahrenkarte detaillierte Angaben über Ursachen, Ablauf, räumliche Ausdehnung, Intensität und Eintretenswahrscheinlichkeit von Naturereignissen.
Nutzen der Gefahrenkarte
- Raumplanung: Die Gefahrenkarte dient als Grundlage für raumplanerische Prozesse von Gemeinde und Kanton (z.B. Definition von Gefahrenzonen im Nutzungsplan und Formulierung von Bauauflagen).
- Massnahmen zur Risikoverminderung: Die Gefahrenkarte hilft bei der Lokalisierung und Dimensionierung von Schutzmassnahmen (zum Beispiel Hochwasserschutzdämme, Lawinenverbauungen etc.)
- Instrument bei der Notfallplanung: Die Gefahrenkarte zeigt auf, wo die grössten Gefährdungen auftreten und Ereignisse am wahrscheinlichsten sind. Die Notfallplanung kann sich danach richten.
- Sensibilisierung der Bevölkerung: Die Gefahrenkarte hilft, der Bevölkerung mögliche Gefährdungen aufzuzeigen und das Bewusstsein für allfällige Schutzmassnahmen zu erhöhen.
Bedeutung für den Hauseigentümer:
Nehmen Sie Kontakt mit der zuständigen Gemeindebehörde auf, wenn Sie bauliche Massnahmen in einem gefährdeten Gebiet planen.
› Mehr Informationen zu Gefahrenkarten (BAFU)
Akteure
Die Kantone sind gesetzlich verpflichtet festzustellen, welche Gebiete durch Naturgefahren und schädliche Einwirkungen bedroht sind. Bis 2011 sind die Kantone aufgefordert, die Gefahrenkartierung abzuschliessen. Die BAFU-Datenbank ShowMe gibt einen Überblick über den Stand der Gefahrenkartierung.
Gefahrenkarte ist nicht Gefahrenhinweiskarte
Gefahrenkarten sind nicht zu verwechseln mit Gefahrenhinweiskarten. Die Gefahrenhinweiskarte gibt eine gröbere Übersicht über die Gefährdungssituation in den Massstäben 1:10'000 – 1:50'000. Sie basiert auf geowissenschaftlichen Grundlagen sowie auf einfachen Modellrechnungen.
Gefahrenkarten haben die Massstäbe 1:2'000 – 1:10'000 und bilden damit eine detaillierte Übersicht der Gefährdungssituation. Die Bearbeitungstiefe ist um einiges höher. Sie enthalten detaillierte Angaben über Ursachen, Ablauf, räumliche Ausdehnung, Intensität, und Eintretenswahrscheinlichkeit von möglichen Sturz-, Rutsch- und Fliessprozessen.