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Wolfgang Joop, Star-Modedesigner und Kunstsammler, besitzt eine Kollektion bedeutender Kunstwerke vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. 17 Altmeistergemälde aus seiner Sammlung werden am 22. März bei Koller in Zürich ausgerufen. Sie hingen in Joops Potsdamer Villa, wo nun Werke zeitgenössischer Kunst Platz finden sollen. Unter den Losen befinden sich hauptsächlich holländische Blumenstillleben des 17. Jahrhunderts, wie die vier Werke des Antwerpener Altmeisters Nicolas van Veerendael (Schätzpreise 30 000 bis 50 000 Franken). Höchsttaxiertes Bild ist ein Renaissance-Werk eines als Meister von Frankfurt bekannten flämischen Malers des späten 15. Jahrhunderts. Seine detailliert auf Holz gemalte «Allegorie der Liebe» ist auf 250 000 bis 350 000 Franken geschätzt. Ein weiterer Sammlungshöhepunkt ist «Fête Champêtre» (80 000 bis 120 000 Franken), die Darstellung einer galanten Festgesellschaft auf dem Lande von Jean-Baptiste Pater, welcher sein Handwerk in der Schule des berühmten Rokoko-Malers Antoine Watteau erlernte und Friedrich den Grossen zu seinen Auftraggebern zählte.
Daneben werden weitere prominente Altmeister unterschiedlicher Provenienzen versteigert, wie das Stillleben «Flechtkorb mit Früchten auf einer Tischplatte mit Insekten» von Isaac Soreau (240000 bis 280000 Franken). Das Gemälde «Edle Dame an einem Tisch mit Laute und Notenblättern» des Niederländers Eglon Henrik van der Neer von 1667 (200000 bis 300000 Franken) war bisher lediglich aus Dokumentationen bekannt und wurde nun von Koller in einer Schweizer Privatsammlung wiederentdeckt.
Die Gotik inspirierte im 19. Jahrhundert zahlreiche Architekten, Künstler und Designer. Vor allem in England gelangte das «Gothic Revival» zur Blüte. Ein schönes Beispiel dafür ist die Sitzbank eines unbekannten Entwerfers, die um 1855 von der englischen Coalbrookdale Company aus Eisen gegossen wurde. Die später grün gefasste Bank trägt die Signatur «Coalbrookdale» sowie einen Musterschutzstempel, die sogenannte Diamond Registration Mark, und ist ebenso einzigartig wie erschwinglich: Sie kommt Mitte März bei Schuler in Zürich für 2000 bis 3000 Franken unter den Hammer.
Zur gehobenen Tischkultur gehörten auch im 18. Jahrhundert Gefässe aus Silber. Die typische Form einer Kaffeekanne aus der Zeit um 1780/90 zeigt das Exemplar des Augsburger Meisters Gottlieb II Christian Schu(h)mann: Der birnförmige Körper ruht auf vier Huffüssen, den Deckel ziert ein Blütenknauf (Schätzpreis 2000 bis 3000 Franken). Ebenso elegant wie zeitlos ist ein dreiteiliges Teeservice aus 925er-Silber. Teekanne, Zuckerdose und Cremier, Sheffield, 1935/36, tragen die Meistermarke Atkin Brothers (1500 bis 2000 Franken). Aus der Sammlung Dr. Philippe D. Ledermann kann Schuler Auktionen eine grössere Anzahl von Jugendstilobjekten anbieten, darunter eine vergoldete Bronzevase von Maurice Maignan in Form einer Blüte, Paris, um 1900 (3000 bis 4000 Franken).
Die Damenwelt in der Kultserie «Mad Men» macht es vor: Klotzen statt Kleckern lautet die Devise. Opulent glitzernden Modeschmuck von Dior & Co versteigert das Dorotheum in Wien am 25. März. Die Auktion umfasst den ersten Teil einer umfangreichen Modeschmuck-Sammlung eines deutschen Ehepaares: 150 Objekte aus Musterkollektionen der Jahre 1958 bis 1972. Der hochwertige, nur sehr selten in den Handel gelangende Modeschmuck besteht aus in Wattens (Tirol) gefertigten Swarovski-Steinen, ist signiert und ungetragen. Produzent der von Dior und anderen Modefirmen wie Pricharé oder Vendôme beauftragten Kollektionen war die Schmuckwarengenossenschaft Neugablonz bei Kaufbeuren. Zu den Highlights der Auktion zählen prunkvolle Colliers, Broschen und Armbänder von Dior mit Rufpreisen von 160 bis 1200 Euro. Katrin Bachofen
Koller Auktionen Zürich, Altmeisterauktion 22.3.2013; Schuler Auktionen Zürich, 18. bis 21.3.2013; Dorotheum Wien, Auktion Modeschmuck 25.3.2013.