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Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hält Japan nicht mehr für kreditwürdig. Die Bonität des Landes sei nun nicht mehr stabil, sondern negativ, teilte S&P am Morgen mit. Das Land befindet sich seit der Erdbebenkatastrophe vom März in einer schweren Krise.
Hintergrund der Abstufung seien die Kosten der Beseitigung der Schäden der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe. Dazu komme die schon vorher sehr hohe Staatsverschuldung. Die Schäden, die durch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima entstehen, seien kaum abzusehen.
Das Bonitätsrating von Japan liege jetzt bei AA-, teilte S&P mit. Wie es weitergehe, hänge vom Umgang der japanischen Regierung mit der ausufernden Verschuldung ab.
Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf S&P ausserdem berichtet, geht die Ratingagentur von Kosten für den Wiederaufbau zwischen 20 Billionen Yen (etwa 214 Milliarden Franken) und 50 Billionen Yen aus.
(laf/cms/awp)