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Guttenbergs teilweise plagiierte Dissertation war am 18.2.2011 und am 22.2.2011 auch in der Blogthek Thema. In „Die Zeit“ vom 24.11.2011 erklärt Guttenberg unter dem Titel „Es war kein Betrug“ seine Arbeitsweise beim Schreiben der Dissertation:
„Ich war ein hektischer und unkoordinierter Sammler. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, etwas passt, habe ich es ausgeschnitten oder kopiert oder auf Datenträgern sofort gespeichert oder direkt übersetzt … Später habe ich gewisse Textstellen auch mal aus dem Internet herausgezogen, auch diese abgespeichert, wieder auf unterschiedlichen Datenträgern. Eigentlich war das eine Patchworkarbeit, die sich am Ende auf mindestens 80 Datenträger verteilt hat.
Ich habe für jedes Kapitel eine Diskette angefertigt, ich habe unterschiedliche Ordner angelegt, ich habe über die Jahre hinweg auf vier unterschiedlichen Computern gearbeitet, die an unterschiedlichen Orten waren … Ich habe auf Reisen an der Dissertation gearbeitet, manchmal in Universitätsbibliotheken oder wenn ich bei einem Thinktank unterwegs war. Irgendwann hatte ich einen Wust an Informationen, der allerdings, abgesehen von den Gliederungspunkten, keinerlei innere Ordnung mehr hatte.
Der grösste Fehler war, dass ich den Zitaten- und Fussnotenapparat nicht gleichzeitig oder wenigstens zeitnah abgeschlossen hatte … Nachdem ich in die Politik gegangen war, konnte ich, wenn überhaupt, nur noch in den Nachtstunden an der Dissertation arbeiten. Meine Arbeitsweise konnte man dann irgendwann nur noch chaotisch nennen … Ich hätte mir die wissenschaftliche Kärrnerarbeit antun müssen.“