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Wie Russland, Aserbeidschan und Armenien mitteilen, vermittelte Präsident Putin im Karabach-Krieg einen Waffenstillstand. Dieser seit am 10. November 2020 um 1 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Die Bedingungen, unter denen der azerische Präsident Alijew den Waffenstillstand einging, sprechen eine deutliche Sprache zu Aserbeidschans Gunsten – und spiegeln die Geländegewinne, welche die azerischen Streitkräfte in gut sechs Kampfwochen erzielten:
- Aserbeidschan soll alle eroberten Gebiete behalten, auch die Schlüsselstast Shusha wenige Kilometer südwestlich von Stepanakert, der “Hauptstadt” von Berg-Karabach.
- Zusätzlich müssen armenisch-stämmige Bewohner von Berg-Karabach die Kontrolle über weitere Territorien abgeben.
- Eine russische Friedenstruppe soll den Waffenstillstand überwachen. Erste Bilder vom 10. November 2020 zeigen russische T-72-Panzer, die zur Erfüllung dieses Auftrags schon bereitstehen.
- Bei der Beaufsichtigung des Vertrags sollen auch türkische Offiziere beteiligt sein. Beobachter melden: Das habe Alijew zur Bedingung gemacht, als er den russischen Friedensverband akzeptierte.
Heftige Proteste in Armenien
- In der azerischen Kapitale Baku feiert die Menge Aderbeidschans “Sieg”.
- In Erevan dagegen, in Armeniens Hauptstadt, kam es zu heftigen Protesten. Die Opposition nennt den Waffenstllstand eine Kapitulation.