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Dreizehntes internationales Kolloquium:
Das « erzeugte » Kind : welche Herausforderungen für die Rechte des Kindes, seine Identität und Herkunft ?
Programm unter dem Reiter "Dokumente" unten verfügbar.
29., 30. November und 1. Dezember 2023
HESTS, Siders, Schweiz
Mit Simultanübersetzung in Deutsch, Französisch und Englisch
Argumente : Dieses internationale Symposium soll einen Überblick über die verschiedenen Praktiken und Gesetze vermitteln – von den liberalsten bis hin zu den restriktivsten –, die den Bereich der medizinisch unterstützten Fortpflanzung regeln und die damit verbundenen Herausforderungen beleuchten. Welche Fragen stellen sich beispielsweise in Bezug auf die Identität von Kindern, die mithilfe einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung gezeugt wurden? Wie können wir die Achtung ihrer Rechte gemäss dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes von 1989 und dem dazugehörigen Fakultativprotokoll gewährleisten? Mit welchen Konsequenzen müssen Eltern rechnen, die diese Verbote umgehen, insbesondere im Fall einer Leihmutterschaft? Welche Regeln gelten für diese Praktiken in Ländern, in denen solche Reproduktionstechnologien erlaubt oder geduldet sind? Welche Lehren können aus dem Adoptionsrecht gezogen werden, um den Einsatz von Reproduktionstechnologien zu regeln? Mit welchen Erfahrungen und Gefühlen sehen sich diese Kinder konfrontiert und wie fügen sie sich in ihre Familien ein? Wie können Fachleute, die mit diesen Kindern und ihren Familien arbeiten, diese so gut wie möglich unterstützen und begleiten? Im Mittelpunkt stehen die Rechte der Kinder, ihre Erfahrungen und die Erfahrungen ihrer Familien, aber auch die Rolle der Fachkräfte in Ländern, die wie die Schweiz eine eher restriktive Gesetzgebung haben. Schliesslich sollen anhand von Beispielen aus der internationalen Praxis die Komplexität und Vielfalt dieser Praktiken aufgezeigt werden.
Zielsetzungen: Diese Konferenz zielt darauf ab, (1) einen proaktiven interdisziplinären Dialog zwischen Interessenvertreter:innen (heute erwachsene Kinder, die in einem Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung gezeugt wurden; Fachpersonen; Eltern, die eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung in Anspruch genommen haben; Politiker:innen, Akademiker:innen) zu ermöglichen, die sich im Zusammenhang mit Kinderechten und den neuen Techniken der Fortpflanzungsmedizin engagieren; (2) gute Praktiken und Fehlentwicklungen zu thematisieren, die die Rechte des Kindes in Bezug auf seine Identität und sein Familienleben ermöglichen oder gefährden; (3) das wissenschaftliche und rechtliche Wissen in diesem Bereich zu vertiefen; (4) den Fachleuten, die mit diesen Kindern und ihren Familien arbeiten, konkrete Instrumente an die Hand zu geben.
Zielpublikum: Diese Konferenz richtet sich an politische Entscheidungsträger:innen, an Fachpersonen, die mit und für Kinde und Jugendliche arbeiten (Sozialarbeitende, Psycholog:innen, Lehrpersonen, Ärzt:innen, Mediator:innen, alle weiteren Fachpersonen, die mit Kinderfragen zu tun haben), sowie Vertreter:innen aus dem akademischen und wissenschaftlichen Bereich.
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