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2017 wurde der Bernhardiner von der Öffentlichkeit zum Schweizer Tier par excellence gewählt, wobei er den Steinbock und das Murmeltier ausstach. Nun hat die Barry Stiftung im Zuge des «Barry on Mission» Projekts eine Reihe von Schweizer Persönlichkeiten auserwählt, um ihnen einen Bernhardiner ihrer Zucht «anzuvertrauen». Eine von ihnen ist der neue Schweiz-Tourismus-Direktor Martin Nydegger. Die Zeremonie rund um die «Adoption» des Bernhardiners fand am Donnerstag in Zürich statt.
«Da es sich historisch um den ersten Bergführerhund auf den Schneewegen der Region des Grossen St. Bernhards handelt, wollten wir einen Beitrag für den Schweizer Tourismussektor leisten. Der Hund ‹Barry› wird Martin Nydegger helfen, die Schweizer Werte in die Welt zu tragen und wird die Einzigartigkeit unseres Landes in Hinsicht auf Kultur und Natur repräsentieren», so Claudio Rossetti, Geschäftsführer der Fondation Barry.
Die Zucht des Hospizes vom Grossen St. Bernhard
Im 11. Jahrhundert gründeten Chorherren auf dem Pass des Grossen St. Bernhard, 2469 m über dem Meeresspiegel, ein Hospiz, um Reisenden und Pilgern eine Schutzstätte zu bieten. An diesem Ort wurden schon ab Mitte des 17. Jahrhunderts grosse Berghunde zur Wache und zum Schutz gehalten. Die Anwesenheit dieser Hunde ist bereits ab 1695 dokumentiert und schriftlich in einem Memorandum des Hospizes von 1707 festgehalten. Die Hunde wurden schon bald als Begleiter und vor allem zur Rettung von in Schnee und Nebel verschollenen Wanderern eingesetzt. Die Hunde des Grossen St. Bernhard haben das Leben zahlreicher Personen gerettet und sie vor dem weissen Tod bewahrt.
Der Stammvater Barry
Im 19.Jahrhundert verbreiteten Chroniken in verschiedenen Sprachen und die mündlichen Berichte von Soldaten, die im 19.Jahrhundert den Pass mit Napoleon Bonaparte überquerten, den Ruhm der Bernhardiner (damals «Barry Hund» genannt) in ganz Europa. Der legendäre Barry wurde zum Urbild der Rettungshunde. Barry I lebte von 1800 bis 1812 beim Hospiz und war sicherlich der berühmteste aller Rettungshunde des Passes: Er rettete das Leben von über 40 Personen. Seine Geschichte ist sagenumwoben und hat sehr zur Entstehung des guten Rufes der Bernhardiner beigetragen. Aus diesem Grund gibt es in der Zucht des Hospizes immer einen Hund, der Barry heisst.
«Seit seinen Ursprüngen wird in der Zucht des Hospizes vom Grossen St. Bernhard der Stammhund Barry genannt», erklärt Manuel Gaillard, der Zuchtverantwortliche in Martigny. «Einige von ihnen sind in die Geschichte eingegangen, wie der erste Bernhardiner, der heute in Bern ausgestellt ist, oder Barry III, der sich im Hospizmuseum befindet. Heute berücksichtigen wir bei der Selektion vor allem Kriterien der Anatomie und des Verhaltens: ein schlankes, sportliches Aussehen, ein schöner Kopf, nicht zu weit geöffnete Augen, eine schöne und symmetrische «Maske» auf dem Gesicht und vor allem ein guter Charakter». (htr/pt)