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Aus der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in Kasachstan ist erwartungsgemäss der Amtsinhaber Nursultan Nasarbajew als Sieger hervorgegangen. Wie Nachwahlbefragungen der regierungsnahen Agentur ASIP am Sonntag ergaben, erhielt Nasarbajew fast 95 Prozent der Stimmen.
Sollte sich das bestätigen, hätte Nasarbajew besser abgeschnitten als bei der Präsidentschaftswahl 2005, als er gut 91 Prozent erzielte.
Ausser Nasarbajew waren lediglich drei Kandidaten angetreten, die alle dem Regime des öl- und gasreichen Steppenstaates nahe stehen. Wahlberechtigt waren mehr als 9 der insgesamt etwa 16,4 Millionen Kasachen. Nach Behördenangaben lag die Wahlbeteiligung bei nahezu 90 Prozent.
Die wichtigsten Oppositionsparteien boykottierten die Wahl und riefen die 9,2 Millionen Stimmberechtigten auf, zu Hause zu bleiben. Angesichts des kurzen Zeitraums entschlossen sich die Oppositionsparteien, bei der Wahl nicht anzutreten.
Der 70-jährige Nasarbajew regiert das zentralasiatische Land seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991. Er hatte unlängst ein Referendum auf Eis gelegt, das seine Amtszeit bis 2020 verlängert hätte. Eine Verfassungsänderung durch das Parlament ermöglichte ihm dann Anfang Februar, vorgezogene Neuwahlen für Anfang April auszurufen.
Etwa 400 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwachten die Wahl. Die Organisation hat seit 1991 noch keine Wahl in dem uran- und erdölreichen Land als fair eingeschätzt. Auch diesmal wurde mit Kritik gerechnet.