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Sumo ist der Nationalsport in Japan. Doch während er früher auch wirklich nur von Japanern betrieben wurde, liefen ihnen die Ausländer in den letzten Jahren den Rang ab. 1998 durfte sich mit Wakanohana letztmals ein waschechter Japaner als «Yokozuna» bezeichnen. Dieser höchste Rang im Sport wird bei besonderen Leistungen vergeben.
Jetzt hat es mit Kisenosato endlich wieder ein Japaner bis ganz nach oben geschafft. Der 30-Jährige ist seit dem 18. Jahrhundert erst der insgesamt 72. Yokozuna. Verdient hat sich der 178-Kilo-Brocken den Titel nach dem Neujahrsturnier, wo er 14 von 15 Kämpfe für sich entschied.
Insgesamt benötigte der Sportler 73 Turniere, um in den höchsten Rang aufzusteigen. Seit 1926 dauerte es nie mehr so lange. Bei der Ehrung erklärte Kisenosato: «Ich werde versuchen den Titel würdig zu tragen.»
Seit 1998 wurde der Titel nur noch Ringern aus der Mongolei und Hawaii verliehen. Japan kämpft seit Jahren mit Nachwuchsproblemen im Nationalsport. Mit dem Titel für Kisenosato erhofft man sich in Japan einen Aufschwung für die mit Schwierigkeiten kämpfende Sportart. Neben Kisenosato tragen aktuell mit Kakuryu, Harumafuji und Hakuho drei in der Mongolei geborene Ringer den Yokozuna-Titel. (fox)