Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03107.jsonl.gz/358

Der US-Technologiekonzern Apple fordert seine in Taiwan ansässigen Lieferanten dazu auf, das «Made in Taiwan»-Label zu verschleiern. Dies berichtet die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei». Demzufolge soll das Herkunftslabel «Made in Taiwan» mit dem Zusatz «Taiwan, China» oder «Chinese Taipei» ergänzt werden. In beiden Fällen soll das Label den Eindruck erwecken, dass Taiwan ein Teil der Volksrepublik China ist.
Apple befürchte laut des Berichts Schikanen oder Konflikte mit chinesischen Zollbehörden und Wareninspekteuren. Experten vermuten, dass chinesische Offizielle sich weigern könnten, Lieferungen aus Taiwan anzunehmen, wenn diese das «Made in Taiwan»-Label tragen. Ebenso könnten Strafzahlungen drohen.
Die Volksrepublik China besteht zwar seit längerer Zeit darauf, dass in Taiwan hergestellte Produkte mit dem Zusatz «Taiwan, China» oder «Chinese Taipei» versehen werden. Bislang weigerte sich Apple jedoch, diesen Richtlinien zu entsprechen, auch deshalb, weil Taiwan selbst auf eine korrekte Deklaration der Ware besteht.
Da für Apple im September der grösste Produkt-Launch des Jahres mit der neuen iPhone-14-Generation ansteht und derzeit Millionen Smartphones produziert werden, kann sich das Unternehmen jedoch keine Verzögerungen in den Lieferketten erlauben und knickt vor der Forderung der chinesischen Staatsführung ein, schreibt «Nikkei».
Vorangegangen war Apples Entscheidung eine Warenkontrolle durch chinesische Behörden, die eine taiwanesische Lieferung an einen von Apples chinesischen Fabrikstandorten aufgehalten haben, um die Herkunftsbezeichnung der Waren zu überprüfen.
Seit des Taiwan-Besuchs der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, haben sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA, Taiwan und China erneut abgekühlt. China sieht den Besuch der Politikerin als einen Affront gegen die Staatsdoktrin, dass Taiwan immer noch ein Teil der Volksrepublik Chinas ist.
Verwendete Quellen:
(t-online/ARG)
Einen Monat nach der Enthüllung von T-Online bestätigen Facebook-Experten: Putins Troll-Armee hat Deutschland angegriffen. «Es war die grösste und komplexeste Operation russischen Ursprungs, die wir seit Beginn des Krieges in der Ukraine gestoppt haben.» Das teilte Facebook in seinem am Dienstag vorgelegten Bericht zu globalen Bedrohungen mit.