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25.02.2021, 16:07 Uhr
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Goldman Sachs muss im Betrugsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB 2,9 Mrd. USD bezahlen. Dank der aussergerichtlichen Einigung konnte die US-Investmentbank noch Schlimmeres abwenden.
Goldman Sachs hat im malaysischen Milliarden-Betrugsfall 1MDB mit dem US-Departement of Justice eine aussergerichtliche Einigung erzielt und ist damit nicht vorbestraft. Goldman Sachs wird im Rahmen einer koordinierten Lösung mit den Straf- und Zivilbehörden der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs, Singapurs und anderer Länder mehr als 2,9 Mrd. USD Busse zahlen.
Die US-Investmentbank hat zugegeben, dass sie sich gegen die Anti-Korruptionsbestimmungen der USA (Foreign Corrupt Practices Act, FCPA) verschworen hat, indem sie Bestechungsgelder in Höhe von über 1 Mrd. USD an malaysische und Abu Dhabi-Beamte gezahlt hat, um lukrative Geschäfte für Goldman Sachs zu erhalten. Zudem hat die Bank zwischen 2012 und 2013 drei Anleiheemissionen des Staatsfonds 1MDB im Gesamtvolumen von 6,5 Mrd. USD begleitet. Ein Grossteil des Geldes wurde entwendet, Goldman Sachs kassierte aber 600 Mio. USD an Gebühren.
Zuvor bekannte sich Tim Leissner, der ehemalige Südostasien-Chef von Goldman Sachs, der Verschwörung zur Geldwäsche und der Verletzung des FCPA schuldig. Der von Malaysia ausgelieferte ehemalige Geschäftsführer von Goldman und Leiter des Investment Banking von GS Malaysia, Ng Chong Hwa, auch bekannt als "Roger Ng", soll im März 2021 vor Gericht gestellt werden, um sich diesen Anklagepunkten zu stellen.