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Das Filmfestival Locarno sieht seinen Platz unter den "Weltfestivals" bedroht. Noch aber sind die Geldquellen nicht versiegt: Der neue Direktor Olivier Père konnte am Mittwoch ein dichtes Programm im Rahmen der Vorjahre präsentieren.
"Etwas offener" wolle er das Festival gestalten, erklärte Père vor den Medien in Bern. So läuft spätabends etwa ein deutscher Zombie-Film auf der Piazza Grande. Und der Kanadier Bruce LaBruce tritt mit "L.A. Zombie", einem Film mit Pornodarsteller François Sagat in der Hauptrolle, im internationalen Wettbewerb an.
Um den Goldenen Leoparden rittern unter mindestens 18 Filmen auch zwei Schweizer Streifen: "La Petite Chambre" von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond handelt von einem störrischen alten Mann, der sich weigert ins Altersheim zu gehen. "Songs of Love and Hate" von Katalin Gödrös ist ein Familiendrama aus dem Tessin.
Trotz der aussichtsreichen Affiche warnte Festivalpräsident Marco Solari auch an der diesjährigen Medienkonferenz vor dem Abstieg Locarnos aus der Liga der "Weltfestivals". In seiner zehnjährigen Amtszeit wuchs das Budget der Veranstaltung von 4 auf über 11 Mio. Franken an.
Es sei jedoch unabdingbar, dass der Bund seine Zuschüsse bald um rund 400'000 Franken erhöhe. Ansonsten drohe Locarno gegenüber anderen Filmanlässen, die immer besser dotiert seien, ins Hintertreffen zu geraten.
swissinfo.ch und Agenturen