Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/2433

Die Martinskirche steht auf 850 m ü.M.. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jhd und wurde im 16. Jhd erweitert. Der rechteckige Bau mit halbkreisförmiger Apsis trägt ein Fresko des heiligen Christophorus aus dem 17. Jhd an der Fassade. Das einzige Schiff weist eine Balkendecke auf. Im Chor und an der Ostwand sind Freskendekorationen des ursprünglichen Gotteshauses erhalten geblieben. In der Apsis eine "Majestas Domini" mit den vier Evangelisten, vermutlich im 15. Jahrhundert von einem Maler mit Vorliebe für die Gotik angebracht. Darunter die Reihe der zwölf Apostel mit Schriftrollen auf dem Kopf, vermutlich Ende des 15. Jhd von einem andern Maler, vielleicht aus der Werkstatt der Seregnesi, geschaffen. An den Seitenwänden des Schiffs sind zwei Freskenzyklen zu sehen: In der oberen Reihe Heiligenfiguren, darunter der Bischof Martin auf einem dunkelblauen Hintergrund; eingefasst von einem Zierband mit weissen und schwarzen Spitzen. In der unteren Reihe eine Dreifaltigkeit, die Christus am Kreuz stützt, unter den Heiligenfiguren ein Krieger mit Schwert in der Tracht der damaligen Zeit, seitlich davon die Heiligen Johannes und Sebastian. Auch das Fresko des Letzten Abendmahls an der Nordwand, aus der zweiten Hälfte des 15. Jhd, ist wahrscheinlich ein Werk des Maestri Seregnesi. Ohne Zweifel später sind die Fresken im oberen Teil der Nordwand entstanden. Sie stellen die Jungfrau Maria zu Füssen des Kreuzes, Christus am Ölberg und die Flucht nach Ägypten dar, das Werk eines unbekannten Barockmalers (17.), während die Heiligenfiguren, darunter S. Rocco, von Alessandro Gorla (1604) gemalt wurden. 1954 wurde die Kirche von M. Moglia aus Viganello restauriert. Er hat auch ein eigenes Werk an der Wand zurückgelassen, an die der antike Altar gelehnt war; es stellt die Grablegung Christi dar.
Geschlossen
Schlüssel liegt bei Frau Silveria Pifferini, Cugnasco (Tel. 091 859 11 32)