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Der Zürcher Mediziner und Universalgelehrte Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) wurde gemeinhin eher dem barocken als dem aufgeklärten Wissenschaftsbetrieb zugeordnet, woran nicht zuletzt seine berühmte Fehlinterpretation fossiler Riesensalamander schuld war, die er für Relikte von Menschen deutete, die in der Sintflut umgekommen waren. Verschiedene Studien der vergangenen zwei Jahrzehnte wie auch die in diesem Band vereinigten Beiträge zeigen ihn als Frühaufklärer, der an der Schwelle einer neuen Zeit selber ungewohnte Wege beschritt und empirischen Methoden verpflichtet war. Die vorliegende Aufsatzsammlung präsentiert neue Studien zu einzelnen seiner Werke, dem weit verzweigten Korrespondentennetz sowie der Sammeltätigkeit des Polyhistors und vermittelt Einblicke in unbekanntes Quellenmaterial.
Der von Mathis Füssler und Christian Moser gestaltete Band enthält Beiträge von: Simona Boscani Leoni, Dunja Bulinsky, Sulamith Gehr, Jochen Hesse, Urs B. Leu, Hanspeter Marti, Paul Michel, Fritz Nagel, Christian Scheidegger und Jost Schmid.