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Great Barrier Reef kurz vor Kollaps: UNESCO fordert mehr Schutz
Das Great Barrier Reef wird vorerst von der UNESCO nicht auf die Rote Liste der gefährdeten Weltnaturstätten gesetzt. Allerdings wird Australien nun verstärkt in die Pflicht die genommen, die geforderten Auflagen zu erfüllen, um das Korallenriff zu schützen.
Das weltgrösste Korallenriff, das Great Barrier Reef, ist massiv bedroht. Für seinen Erhalt ist die australische Regierung verantwortlich, diese hat jedoch in den vergangenen Jahren ihre Pflichten vernachlässigt. Daher erwägt das UNESCO-Welterbekomitee das Great Barrier Reef auf die Rote Liste der bedrohten Welterbestätten zu setzen. In diesem Fall könnte die UNESCO Australien zu erfüllende Schutzmassnahmen diktieren. Vorläufig hat das UNESCO-Komitee jedoch gegen diese Massnahme gestimmt und den von Australien vorgelegten «Reef-2050-Plan» akzeptiert.
Australien muss nun bis zum Dezember 2016 in einem Bericht beweisen, dass aus dem «Reef-2050-Plan» hervorgehend ausreichende Anstrengungen zum Schutz des Korallenriffs unternommen werden. Nach diesem Plan wird unter anderem die Sauberkeit der ins Meer geleiteten Wasser stärker kontrolliert.
In den letzten 30 Jahren wurde bereits die Hälfte der Korallen im Great Barrier Reef durch den Klimawandel, Wasserverschmutzung, wie Abwässer der Landwirtschaft und das Ausbaggern immer neuer Kohlehäfen vor der nahgelegenen australischen Küste zerstört. Zu seinem besonderen Schutz wurde es daher 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
Quellen: scinexx.de, spiegel.de, Text: Regina Rohland