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Treppe und Ladenpavillon
Bahnhof Stadelhofen
Die Aufgabenstellung ist es, eine zusätzliche Ausgangstreppe von Gleis 1 auf die Überführung und so auf die Strasse zu schaffen und gleichzeitig die angrenzende Nische unter der Anlieferungsrampe aufzuwerten.
Drei Überlegungen bestimmen die erarbeitete Lösung:
1. Das an sich naheliegende Verlängern der bestehenden Treppe von der Passerelle aus funktioniert nicht, weil die erforderliche Kopffreiheit nicht gewährleistet werden kann.
2. Diese Kopffreiheit zu garantieren würde bedingen, die Passerelle und das Geländer von Calatrava anzuschneiden. Diese Lösung wäre schwer umsetzbar, da der Bahnhof unter Denkmalschutz steht. Die Passerelle als zweitrangiges Element des Bahnhofes als Ganzes abzubrechen und mit einer neuen Lösung zu ersetzen bietet grösseren Spielraum und ist einfacher umzusetzen.
3. Von den Verkehrsströmen her erachten wir es als wichtig, dass die neue Ausgangstreppe von den Gleisen und Rolltreppen her erreicht werden kann. Dadurch ist gewährleistet, dass keine verborgenen Ecken und Sackgassen entstehen, die tendentiell verslumen.
An die neue Treppe angedockt soll eine mögliche Verkaufsfläche (etwa ein Esswaren-Takeaway) den Ort aufwerten. Dieser Pavillon soll keine Rückseite haben und sich rundum orientieren, damit auch die hinterste Ecke belebt wird. Um ihn nicht grösser als nötig machen zu müssen ist er für die Kundschaft nicht betretbar, sondern bietet seine Waren direkt an der Fassade an. So wird die ganze Nische um den Laden nicht nur zur notwendigen Verkehrs- und Durchgangsfläche für die Ausgangstreppe, sondern erhält mit dem Esswarenladen eine neue Attraktion. Zusätzlich sind auf der Aussenseite des Ladens Sitzgelegenheiten angeordnet, damit eine Outdoor Café Stimmung entsteht und man am Ort verweilt, was einer Belebung der Treppe und des Ladens förderlich ist.
Die Schliessfächer werden nördlich der Rolltreppen versetzt unter einem neu zu erstellenden Vordach. Als Variante wäre es möglich, den Laden etwas kleiner zu erstellen und die Schliessfächer unter der Anlieferungsrampe zu belassen.