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Für 490 Millionen Franken will Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) die 30 F/A-18 nachrüsten. Damit sollen die Kampfflugzeuge weiterfliegen, bis 2030 eine neue Flotte gekauft ist (BLICK berichtete). Zudem prüft das VBS, einige Flieger erdkampftauglich zu machen.
«Neben der Verteidigung des Luftraums hat die Luftwaffe im Falle eines bewaffneten Angriffs auch die Aufgabe, Bodentruppen mit Feuer aus der Luft zu unterstützen», erklärt die Expertengruppe zur Beschaffung eines neuen Kampfjets in ihrem Bericht.
Szenario aus dem Kalten Krieg?
Dies stösst auf Kritik und offene Fragen: Es existiere kein plausibles Szenario, in welchem die Schweiz eine erdkampffähige Luftwaffe brauche, sagt Militärberater Bruno Lezzi zum «Tages-Anzeiger». Die Armeespitze scheine sich an der Abwehrkonzeption des Kalten Krieges zu orientieren.
Alt-Nationalrat Jo Lang vermutet, dass die Luftwaffe sich nicht für die Verteidigung der Schweiz aufrüsten will. Sondern weil sie sich der Nato annähern will. «Sie will mit der Nato den Erdkampf üben und dereinst auch an ihren Einsätzen teilnehmen, also Bomben abwerfen», so das GSoA-Vorstandsmitglied zum Tagi.
Zwar sei dies heute politisch nicht realistisch, doch wolle die Luftwaffe die Voraussetzungen schaffen, um bei einer veränderten Konstellation eingreifen zu können. (nmz)Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016