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Wild Nothing: Der schönste Fadein des Jahres
Zeugen Fadeouts von schlechtem Songwriting? Wenn ja, wie ist es denn um den Fadein bestellt?
Das Orchesterstück „Die Planeten“ von Gustav Holst aus dem Jahre 1916 war der erste Musiktitel, dessen Ende ausgeblendet wurde. Fadeouts gelten in der Popmusik eher als verpöntes Stilmittel. Man stelle sich vor, Fernsehsendungen würden plötzlich grau werden und dann schwarz. Wenn man keine Idee hat den Song zu beenden, lässt man ihn einfach ausklingen lautet der Vorwurf. Allerdings gibt es auch grosse Songs, die ausfaden, zum Beispiel „Reckoner“ von Radiohead oder „We Dance“ von Pavement, um nur zwei zu nennen. Was hingegen soll man von Fadeins halten? Als erste Aufnahme mit einem Fadein gilt „Eight Days a Week“ von den Beatles aus dem Jahr 1964. Der schönste Fadein des Jahres – ich kenne schlicht keinen anderen – kommt von Wild Nothing und ihrem Song „Golden Haze“, der am 12. September auf der gleichnamigen 12inch erscheinen wird. Wild Nothing nützen mit dieser EP den Schwung rigoros aus, den sie im Mai mit der Veröffentlichung der grandiosen Platte „Gemini“ aufgenommen haben. Ein Kleinod aus Lo-Fi und Dream-Pop, inspiriert durch The Cure, und die Cocteau Twins.
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