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Jugendliche, die das Bildungssystem frühzeitig verlassen, stellen eine potentielle Risikogruppe dar, da die Perspektiven für Personen ohne postobligatorischen Abschluss auf dem Arbeitsmarkt stark eingeschränkt sind. Der Anteil frühzeitiger Schulabgänger/innen ist Indikator dafür, wie effektiv das Bildungssystem ist, die Jugendlichen bis zur Vermittlung der Mindestanforderungen an eine erfolgreiche berufliche und persönliche Verwirklichung zu halten, zu bilden und bei ihnen eine Lernkultur zu vermitteln.
Hauptergebnisse
- Der Anteil der 18- bis 24-jährigen Bevölkerung ohne postobligatorischen Abschluss, die sich nicht in Ausbildung befinden ist seit 2010 auf heute 5% gesunken.
- Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
- Bei ausländischen Jugendlichen ist der Anteil mit fast 13% deutlich höher als bei den Jugendlichen mit schweizerischen Nationalität (3%).
Seit 2010 nimmt der Anteil der frühzeitigen Schulabgänger und Schulabgängerinnen tendenziell ab und liegt 2018 bei 5%, wobei kaum geschlechtsspezifische Unterschiede zu verzeichnen sind.
Seit 2003 gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem Anteil der schweizerischen und dem der ausländischen Jugendlichen, die das Bildungssystem vorzeitig verlassen. Dieser Unterschied hat sich allerdings deutlich reduziert. 2018 liegt der Anteil bei 3% bei den Jugendlichen schweizerischer und bei fast 17% bei den Jugendlichen ausländischer Nationalität.
Tabellen
Methodologie
Berechnungsmethode
Als frühzeitige Schulabgänger/innen werden Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren definiert, die die folgenden zwei Kriterien erfüllen:
- Sie haben höchstens die obligatorische Schule abgeschlossen
- im Jahr vor der Befragung waren sie nicht mehr in der formalen Bildung eingeschult gewesen.
Sie werden in % der gleichaltrigen ständigen Wohnbevölkerung angegeben.
Definitionen
Formale Bildung
Bildungsgänge der obligatorischen Schule, der Sekundarstufe II (berufliche Grundbildung oder allgemeinbildende Schulen) und der Tertiärstufe (zum Beispiel Hochschulstudien oder die Abschlüsse der höheren Berufsbildung).
Dimensionen
Internationaler Vergleich
Die internationale Definition dieses Indikators unterscheidet sich von der nationalen Definition in zwei Punkten:
- Die Referenzperiode bezieht sich auf die vier letzten Wochen vor der vierteljährlichen durchgeführten Befragung und nicht das vorhergehende Jahr;
- Die nichtformale Bildung wird in den Berechnungen einbezogen.
Andere Eigenschaften des Indikators
Die publizierten Zahlen stellen eine gewichtete Hochrechnung dar. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss berücksichtigt werden, dass Resultate, die auf kleinen Fallzahlen beruhen, einem relativ grossen Zufallsfehler unterliegen können.
- Bei Auswertungen zwischen 1991 und 2009 werden Hochrechnungswerte, die auf weniger als 5 Interviews basieren, aus Gründen des Datenschutzes nicht publiziert und durch ein « X » ersetzt. Die Hochrechnungswerte die auf 5 bis 49 Interviews basieren werden in Klammern « ( ) » dargestellt und sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.
- Ab 2010, im Rahmen von Jahresdurchschnittswerten der Quartalsvariablen, werden Hochrechnungswerte, die auf weniger als 5 Interviews basieren, aus Gründen des Datenschutzes nicht publiziert und durch ein « X » ersetzt. Die Hochrechnungswerte die auf 5 bis 89 Interviews basieren werden in Klammern « ( ) » dargestellt und sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.
Brüche der Zeitreihen
- 2001: Überarbeitung des Fragebogens
- 2002: Aufstockung der Stichprobe
- 2003: Aufstockung der Stichprobe der AusländerInnen
- 2010: kontinuierliche Erhebung (4 trimester Erhebung), Überarbeitung des Fragebogens
- 2010-2015: Neugewichtung der Daten
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
2020
Definitionen
Quellen