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Treuepflicht und Konkurrenzverbot in einer GmbH
Da die GmbH nur einen kleinen Kreis von Beteiligten umfasst, unterliegen die Gesellschafter einer Treuepflicht sowie einem Konkurrenzverbot.
Treuepflicht und Konkurrenzverbot
Die Bestimmungen zum Konkurrenzverbot sowie zur Treuepflicht finden sich in Artikel 803 des Obligationenrechts. Die Treuepflicht umfasst verschiedene Aspekte. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Verpflichtung der Gesellschafter zur Wahrung der Geschäftsgeheimnisse. Diese Verpflichtung ist notwendig, da die Gesellschafter weitgehende Auskunfts- und Einsichtsrechte haben und die Gesellschaft dadurch enormen Schaden nehmen könnte, sofern dieses Wissen nach aussen dringt. Die Gesellschafter haben alles zu unterlassen, was die Interessen der Gesellschaft beeinträchtigt.
Ein anderer Aspekt ist das Konkurrenzverbot. Nicht erlaubt ist somit die Ausübung einer konkurrierenden wirtschaftlichen Tätigkeit. Das Konkurrenzverbot betrifft allerdings nur geschäftsführende Gesellschafter. Es empfiehlt sich, statuarische oder arbeitsrechtliche Konkurrenzverbote zu beschliessen bzw. zu vereinbaren.
Sofern alle übrigen Gesellschafter schriftlich zustimmen, darf ein Gesellschafter eine Tätigkeit ausüben, die gegen die Treuepflicht oder ein allfälliges Konkurrenzverbot verstösst. Allerdings kann statuarisch auch vorgesehen sein, dass die Gesellschafterversammlung für einen solchen Beschluss zuständig ist.
Liegt eine Verletzung der gesetzlichen Treuepflicht oder eines Konkurrenzverbotes vor und entsteht dadurch ein Schaden, so kann die Gesellschaft eine Schadenersatzklage erheben. Da der Nachweis eines Schadens häufig schwierig ist, können in den Statuen auch Konventionalstrafen vorgesehen werden.