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Kieferbruch – was erwartet mich bei einer Fraktur?
Kieferbrüche zählen zu den Knochenbrüchen, die im Bereich von Mund, Gesicht und Kiefer am häufigsten vorkommen. In vielen Fällen sind Sportverletzungen oder Stürze die Ursache. Ein Kieferbruch gilt als äusserst schmerzhaft. Die Verletzung kann im Oberkiefer oder im Unterkiefer auftreten und die knöcherne Struktur des Kiefers einmal oder mehrfach gebrochen sein. Die Behandlung richtet sich nach verschiedenen Faktoren wie dem Ausmass des Bruchs. Um schwere Folgen zu vermeiden, sollte er umgehend ärztlich behandelt werden. Moderne Therapiemethoden gewährleisten häufig eine komplikationsarme Genesung und garantieren, dass die Gesundheit langfristig wieder hergestellt wird. Betroffene sollten sich jedoch auf einen längeren Heilungsprozess einstellen.
Was ist ein Kieferbruch?
Bei einem Kieferbruch liegt eine Fraktur im Kieferknochen vor. Das heisst, dass die knöcherne Struktur des Kiefers unterbrochen wurde. Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwischen einer Oberkieferfraktur und einer Unterkieferfraktur. Ein Kieferbruch entsteht in der Regel durch eine plötzliche, sehr starke mechanische Krafteinwirkung. Zu einem Oberkieferbruch kommt es häufig durch äussere Gewalteinwirkung (zum Beispiel einen Faustschlag ins Gesicht), Stürze aus grosser Höhe oder Unfälle im Strassenverkehr. Bei einem Unterkieferbruch handelt es sich zumeist um eine Sportverletzung. Zum Beispiel kommt es beim Eishockey häufig zu einer Unterkieferfraktur. Allerdings kann die Fraktur auch als Folge eines Sturzes durch Stolpern auftreten. Das Risiko für Kieferbrüche steigt, wenn bereits ein Knochenabbau vorliegt. Knochensubstanz bildet sich zurück, wenn sie nicht ständig durch Druck- und Zugkräfte belastet wird. Gibt es kleinere oder grössere Lücken im Gebiss, kann dies etwa den Rückgang des Kieferknochens begünstigen. Ein höheres Risiko für Kieferbrüche haben auch Patienten mit Osteoporose.
Welche Symptome treten bei einem Kieferbruch neben Schmerzen noch auf?
Nicht immer ist ein Kieferbruch von aussen zu erkennen. Insbesondere kleinere oder glatte Brüche führen nicht unbedingt zu Blutungen oder Schwellungen. Bist du dir nach einem Sturz, einem Unfall oder einer sonstigen Gewalteinwirkung auf den Kopf nicht sicher, ob alles in Ordnung ist, solltest du auf folgende Symptome achten:
- Ungewöhnliche Empfindungen im Kiefer wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln
- Schmerzen im Kiefer, die sowohl bei Bewegung des Kiefers als auch in Ruhe auftreten können
- Es haben sich Zähne gelockert oder es tritt plötzlich eine Zahnfehlstellung auf
- Der Biss hat sich verändert und fühlt sich komisch an
- Es sind Veränderungen am Kieferknochen zu ertasten
Ein Arzt oder Zahnarzt erkennt schnell, ob ein Kieferbruch vorliegt. Zudem können Röntgenuntersuchungen Aufschluss über den Zustand des Kiefers geben.
Wie wird ein Bruch im Kiefer diagnostiziert?
In der Regel wird ein Kieferbruch durch eine Röntgenaufnahme diagnostiziert. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt erkennen, wie viele Bruchlinien es gibt und wo sich diese befinden. Auch die Lageposition der Bruchstücke zueinander ist auf einer Röntgenaufnahme zu sehen. Handelt es sich um eine komplizierte Fraktur des Kiefers, können zusätzliche diagnostische Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) sinnvoll sein.
Wie läuft die Behandlung bei Frakturen in Kiefer und Gesicht ab?
Die Behandlung eines Kieferbruchs hängt vom Ausmass der Schädigung ab. Um schwere Folgen und Schmerzen zu vermeiden, ist es wichtig, den Kieferbruch innerhalb von zwei Tagen zu behandeln. Bei der Erstversorgung kann zumindest eine temporäre Schienung vorgenommen werden. Ist die Kieferfraktur stark ausgeprägt, wird in vielen Fällen eine Operation folgen. Diese hat zum Ziel, die Bruchstelle zu versorgen sowie die Funktion von Zähnen und Kiefer wiederherzustellen.
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Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner bei einem Kieferbruch?
Wenn du einen Kieferbruch hast, solltest du dich bei einem Spezialisten für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG-Chirurgie) in Behandlung begeben. Für die Gesundheit ist es wichtig, dass Zähne und Kiefer optimal versorgt und in die richtige Stellung gebracht werden. Bei der Behandlung eines Kieferbruchs kommt es oftmals nicht nur darauf an, den Knochenbruch zu heilen, auch Zähne können durch den Bruch gelockert oder stark beschädigt sein. Da es sich um eine Fraktur im Gesicht handelt, sollte das Behandlungsergebnis natürlich auch optisch überzeugen.
Wie kann ich einer Verletzung wie dem Kieferbruch vorbeugen?
Einer Verletzung wie dem Kieferbruch vorzubeugen, ist vergleichsweise schwierig. Häufig ist sie Folge eines Unfalls. Unvorhergesehenen Ereignissen kannst du natürlich schlecht vorbeugen. Du kannst dich jedoch bei bestimmten Sportarten wie Skifahren oder Eishockey durch das Tragen eines Helms schützen. Der Helm sollte mit einem entsprechenden Schutz für Mund und Kinn ausgestattet sein. Durch einen Helm ist der Kopf bei einem Schlag oder Sturz besser geschützt und das Risiko für einen Kieferbruch wird gesenkt.
Wie funktioniert die Mundhygiene bei einem Kieferbruch?
Wenn ein Kieferbruch vorliegt und operativ versorgt werden muss, ist die Mundhygiene oftmals nur eingeschränkt möglich. Werden eventuelle Schienen später entfernt, können sich in dieser Zeit bereits Karies und Zahnfleischentzündungen gebildet haben. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, in dieser Zeit Zähne und Zahnfleisch so gut wie möglich zu reinigen und zu pflegen. Sprich deinen behandelnden Arzt auf Tipps zur Mundhygiene während des Behandlungszeitraums an und lass dich dabei unterstützen.
Erstellt: 02.05.2020 - Copyright: 2020 Swisscom Directories AG
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