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Der Hersteller mit Sitz in Bern gilt als Vorreiter für innovative Technologien. Für Furore in der Branche sorgten die sogenannten ChannelFree-Geräte, welche das Hörvermögen auf ein neues Level brachten. Die Hörgeräte von Bernafon zeichnen sich darüber hinaus durch ihre technische Flexibilität aus: Sie sind mit verschiedenen anderen Geräten kompatibel und teilweise sogar Bluetooth-fähig.
Der Hersteller Bernafon
Der Schweizer Hörgerätehersteller blickt auf eine lange Tradition zurück: Schon 1946 brachte man das erste Hörgerät aus dem eigenen Hause (damals noch die Gfeller AG) auf den Markt. Anlass dazu war die Schwerhörigkeit des Firmenchefs Hans Gfeller, die seinen Sohn und einen Studienkollegen zur Entwicklung des ersten Modells bewegte. Von nun an sollten Hörgeräte zum Portfolio der Firma gehören, nur wenige Jahre später wurden diese bereits ins Ausland exportiert. Schon bald erzielte die Firma, die ansonsten vor allem Elektroartikel wie Telefone und Telefonsystem herstellte, durch Hörgeräte 20 Prozent des gesamten Umsatzes. 1963 entwickelte das Unternehmen das erste Hinter-dem-Ohr-System (HdO), 1986 das erste In-dem-Ohr-System (IdO). Im gleichen Jahr übernahm das Unternehmen die amerikanische Firma Maico, um so besser in den US-Markt einsteigen zu können.
1987 fusionierte der Hersteller dann mit den Unternehmen Hasler, Autophon und Zellweger Telecommunications. Der Zusammenschluss nannte sich Ascom. Schon im folgenden Jahr 1988 zeigte sich, wie erfolgreich diese Fusion war: Ascom Audiosys, so die neue Bezeichnung für den Bereich Hörgeräte, brachte das weltweit erste digital programmierbare Modell auf den Markt – damals eine absolute Sensation. 1992 wurde die Abteilung Hörgeräte der deutschen Robert Bosch GmbH übernommen. Doch schon 1993 wurde der Geschäftsbereich Hörgeräte komplett an den dänischen Konzern William Demant verkauft, der 1995 den Firmensitz nach Bern verlegte und in Bernafon umbenannte.
Schon im darauf folgenden Jahr 1996 kam das erste Hörsystem mit Fernbedienung von Bernafon heraus. Der Erfindungsgeist der Ingenieure war ungebrochen: 2002 führte Bernafon die ChannelFree-Hörgeräte ein. Diese sind in der Lage, akustische Signale völlig anders zu verarbeiten und so für eine deutlich störungsfreiere und angenehmere Übertragung von Geräuschen zu sorgen. Doch nicht nur die technischen Innovationen bekamen mediale Aufmerksamkeit, auch das Design der Hörgeräte erhielt von der Fachpresse viel Lob – und nicht zuletzt den RedDot Design Award im Jahr 2007 für die brite-Serie.
Die Hörgeräte von Bernafon
Die Unterschiede der Hörhilfen von Bernafon liegen in der jeweiligen Ausführung. Die Firma bietet HdO-, IdO- und Receiver-in-the-ear-Systeme (RITE) an. Jedes dieser Systeme verfügt über spezifische Vorteile und eignet sich für bestimmte Formen der Schwerhörigkeit.
HdO-Geräte von Bernafon
Bei diesen Hörgeräten tragen Sie das Gehäuse hinter dem Ohr und ein weiteres Teil im Gehörgang, die Verbindung der beiden Teile erfolgt über einen Schallschlauch. Verschiedene Produktreihen bei Bernafon enthalten unter anderem Modelle für hinter das Ohr, beispielsweise Carista 5 oder Juna 9. Die Carista-Serie steht vor allem für eine möglichst authentische Wahrnehmung von Klang und verbessertes Sprachverstehen. Juna 9 bietet Hörkomfort auch in akustisch schwierigen Situationen wie einem Gruppengespräch oder wenn Richtungshören gefragt ist. Besonders für Musiker sind die Modelle aus dieser Serie deshalb zu empfehlen.
IdO-Hörhilfen – nahezu unsichtbar
IdO-Hörgeräte sind im Gehörgang untergebracht. Sie unterscheiden sich weiter in CIC-, ITC- und ITE-Systeme. Am kleinsten sind die CIC-Modelle, diese sind im Gegensatz zu den anderen beiden Systemen vollständig im Gehörgang untergebracht. Carista 5 und Juna 9 sind nur einige der Serien, die auch Modelle enthalten, die direkt im Gehörgang getragen werden. Die Serie Carista zeichnet sich auch durch die Unterdrückung von Rückkopplungen aus.
RITE-Modelle aus dem Hause Bernafon
Bei den RITE-Modellen sitzt das Gehäuse hinter dem Ohr und im Gehörgang der Lautsprecher, ganz ähnlich wie beim HdO-System. Der grosse Vorteil: Das Gehäuse ist kaum sichtbar. In der Reihe Chronos beispielsweise gibt es unter anderem Modelle in der RITE-Ausführung. Chronos ist unter anderem mit einem Multi-Automatikprogramm ausgestattet, das sich permanent der Umgebung anpasst. Dies erleichtert das Hören vor allem unterwegs ungemein. Überdies lassen sich die Modelle kabellos mit Geräten wie Telefonen oder Fernsehern verbinden.
Neben ihren funktionalen Eigenschaften und dem eleganten Design zeichnen sich die Hörgeräte durch die strikte Einhaltung zahlreicher Qualitätsstandards aus. Die Geräte sind mit dem CE-Gütesiegel versehen und erfüllen die Kriterien der europäischen Direktive zur Herstellung medizinischer Produkte (93/42/EEC).
Wissenswertes zu Bernafon
Das international tätige Unternehmen ist in über 50 Ländern mit über 18 Verkaufsgesellschaften und insgesamt 450 Mitarbeitern und Vertriebspartnern tätig. Am Firmensitz in Bern sind rund 140 Menschen beschäftigt, hier sind vor allem die Abteilungen Entwicklung, Marketing und Vertrieb angesiedelt. Die Produktionsstätten befinden sich in Dänemark und Polen.
Bernafon – Hörgeräte für jeden Bedarf
Das nachhaltige Wachstum in aller Welt und der grosse wirtschaftliche Erfolg zeigen, dass die Strategie von Bernafon, hohe Qualität und Zuverlässigkeit mit viel technischem Pioniergeist zu verbinden, aufgegangen ist. Der Schweizer Hersteller setzt auf Hightech-Produktionsanlagen, ausgeklügelte Software und ein ergonomisch an den Körper angepasstes, miniaturisiertes Design seiner Geräte.
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