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Als Bui während der 1950er- bis in die 1980er- Jahre seine grosse Zeit hatte, waren noch Märsche und Polkas gefragt. Er selber liebäugelte schon damals mit verschiedenen Musikstilen. Dadurch prägte er die Schweizer Musik massgeblich mit. Unvergessen sind seine Auftritte und Produktionen mit der Akkordeonistin Heidi Wild. Nebenher arrangierte und komponierte Bui zahlreiche Melodien, vertrieb Noten und verkaufte Akkordeons.
Das Fieber fürs Akkordeonspiel verspürte der kleine Renato Bui schon, als man ihm als Kind ein entsprechendes Instrument zu Weihnachten schenkte. Nach jahrelangem, fleissigen Üben wurde der gerade einmal 17 Jahre alte Renato vom Fleck wem vom Tanzorchester der Tonhalle St. Gallen engagiert.
Arbeit und Hobby in einem
Als Verleger von Musiknoten gelangte er dann in den 1950er- Jahren nach Zürich. Als der bekannte Musikverleger Walter Wild verstarb, wurde Bui von dessen Tochter Heidi als Nachfolger avisiert. Die beiden wurden nicht nur Geschäftspartner, sondern schlossen sich zu einem beliebten und überaus erfolgreichen Akkordeonduo zusammen.
Einen Gang runter schalten
Mittlerweile geniesst Bui sein Rentnerleben zusammen mit seiner Frau in Trin GR. Hier fand der gebürtige Tessiner, der den Grossteil seines Lebens in St. Gallen und Zürich verbrachte seine neue Heimat. In den Bergen fühlt er sich am Wohlsten. Nach einem Unfall ist er leicht gehbehindert und muss seither auf seine geliebten Wanderungen verzichten. Auch das Akkordeon hat er aus gesundheitlichen Gründen seither beiseite gelegt und spielt dafür Klavier.