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Kirche Rüegsau
Die ehemalige Klosterkirche aus dem 12.Jh. wird ab 1500 zur Pfarrkirche erklärt.
Sie wird um 1789/90 erneuert und fast hundert Jahre später durch den Chorraum erweitert.
1892 verbrennt der hübsche Dachreiter, welcher durch ein verschnörkeltes Türmchen ersetzt wird.
1946/47 erfolgt die Renovation im Innenausbau.
1989/90 wird die Turmspitze demontiert und mit Kupfer-Titan-Zink-Blech eingekleidet, ebenfalls werden Giebel und Zifferblätter anhand von Farbspuren und Fotos wie vor 1946 gestrichen. In den vorherigen Zustand zurückgeführt werden auch die Nordfassade, der Eingang auf der Nordseite und das freigelegte gotische Rundfenster.
Durch die Renovation von 1999 mit der Neugestaltung der Fenster, erhält die Kirche Rüegsau die heutige Erscheinung.
Bei der letzte Renovation 2007 werden sämtliche Bänke ausgewechselt und die Beleuchtung wie auch die Schallanlage erneuert.
Orgel
Bis Ende des 18. Jh. begleitet kein Orgelspiel die Choräle vor und nach der Predigt. Es wird berichtet, dass die Schulmeister als Vorsänger beim Gesang mitgeholfen hätten. Die Gemeinde stellt schliesslich drei Posaunisten an. 1778 werden in beiden Kirchen Rüegsau und Rüegsbach Orgeln eingebaut. In Rüegsau ertönt eine 10-Register Orgel von Orgelmacher Wäber zu Juchten. Sie dient über hundert Jahre und wird 1900 durch eine Goll-Orgel ersetzt. Mit der Renovation von 1947 durch Orgelbau Kuhn aus Männedorf, erhält die Kirche eine neue, wohlklingende Orgel.
Glocken
Die nach dem Feuerbrand gestiftete Glocke für die damalige Klosterkirche Rüegsau mit der Inschrift: Ave Maria Gracia Anno Domine 1495 befindet sich zuoberst im Glockenstuhl.
1804 bekommt die Kirche Rüegsau eine neue, grössere Glocke. Sie stammt aus der Glockengiesserei Langenthal und kostet 210 Kronen und 22 Batzen.
1913 wird die Glocke bei Rüetschi in Aarau umgegossen und bei derselben Firma zugleich eine weitere Glocke bestellt. Das Glockengeläute erklingt im Dur-Dreiklang «A-Cis-E».
Glockenvideo und Tonaufnahmen vom 24.03.2012 der Glocken Kirche Rüegsau.
Die Aufnahmen stammen von Daniel Schöni, 14jähriger Schüler aus Mülchi, dessen Leidenschaft die Glocken sind.