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Eigentlich begann der Tag für Dean Grieder und seinen kleinen Bruder Alex wie immer. Nach dem Frühstück mussten die beiden sich spurten, um den Schulbus zu erwischen, Dean den Bus für die Highschool, Alex für die Grundschule. Doch noch während der Fahrt kam plötzlich ein Unwetter auf und Hagelkörner beschädigten den Bus, in dem Dean saß, so sehr, dass er ein Totalschaden war. Die Hagelkörner ließen sich jedoch nicht vom Metall des Busses aufhalten, sie durchschlugen es und verletzten und töteten einige Insassen. Der Bus in dem Alex saß, direkt hinter Deans Bus, wurde ebenfalls beschädigt, allerdings fuhr die Fahrerin, Mrs. Wooly, diesen in einen Supermarkt, um die Kinder dort in Sicherheit zu bringen. Anschließend schaffte sie es, die Überlebenden aus Deans Bus ebenfalls mit Hilfe ihres Busses, dorthin zu bringen. Die Verluste waren hoch, doch 14 Kinder konnte sie retten.
Als die Überlebenden in Sicherheit sind, versuchen sie über das Network Hilfe anzufordern, doch dieses ist zusammengebrochen. Sie sind auf sich gestellt, abgeschottet von der Außenwelt. Mrs. Wooly beschließt zu Fuß zur Notaufnahme zu gehen und Hilfe zu holen, die Kinder sollen derweil im Supermarkt Greenway bleiben, diesen aber verschließen, damit niemand eindringen kann. Tatsächlich schaffen es die Kids, den Supermarkt zu verschließen. Anfänglich ist das Leben im Supermarkt ein großes Abenteuer - Essen in Hülle und Fülle, vor allem Süßes und alles erdenkliche Spielzeug. Doch die paradiesischen Umstände ändern sich bald, denn ein Tsunami verwüstet die Ostküste der USA und in der nahegelegenen Chemiefabrik wird eine Giftwolke freigesetzt. Diese erreicht auch das Einkaufszentrum und hat verheerende Folgen, denn je nach Blutgruppe reagiert jeder anders auf die Chemikalien.
Mit Müh und Not gelingt es den Kids, diese Krise zu bewältigen, doch wie soll es weitergehen? Die ältesten unter ihnen gehen zwar schon auf die Highschool, doch die jüngsten sind noch Vorschulkinder. Die Großen kümmern sich um die Kleinen und dennoch, es sind noch Kinder. Nach erstaunlich kurzer Zeit schaffen sie es, ihren Alltag zu bewältigen und so etwas wie eine Gesellschaftsstruktur aufzubauen, doch es ist alles andere als einfach, so zu leben, zumal Gefahr von allen Seiten droht. Doch das alles ist erst der Anfang ...
Der Plot wurde erschreckend realistisch und spannend erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich zurückgelassen, wie diese 14 Kids es geschafft haben, in einem Supermarkt so etwas wie ein strukturiertes und funktionierendes System aufzubauen, mit dem ein Überleben möglich ist. Die Figuren wurden facettenreich in Szene gesetzt, wobei ich ausgesprochen faszinierend fand, wie sich einige von ihnen im Laufe des Buches veränderten bzw. ihr anscheinend wahres Gesicht erkennen ließen. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen angenehm und faszinierend zu lesen, doch an dieser Stelle eine Warnung: Dieser erste Band lässt den Leser mit einem ganz bösen Cliffhanger zurück und ganz ehrlich, ich bin so froh, dass der Nachfolge Band "Monument 14: Die Flucht" in wenigen Wochen erscheinen wird - ich glaube, allzu lange würde ich nicht auf die Fortsetzung warten wollen.
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