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Das Sprichwort wird König James dem Ersten von England zugeschrieben. Angeblich soll sein berühmter Ausspruch eher „No news is better than evil news“ gelautet haben. Die Meinung ist dieselbe: Solange wir von einem Unterfangen nichts hören, können wir davon ausgehen, dass es einen guten Verlauf nimmt.
Hätte König James das auch gesagt, wenn er via Smartphone mit über dreieinhalb Milliarden Internetnutzern verbunden gewesen wäre?
Das Sprichwort hat immer noch seine Gültigkeit. Zum Beispiel verbringt mein Teenager-Sohn mit der Familie seines Schulkollegen ein paar Ferientage in den Bergen. Wenn er mir nun, nachdem er seine Ankunft dort einmal bestätigt hat, keine WhatsApp-Nachricht und auch sonst keinen digitalen Wink mehr zukommen lässt, gehe ich getrost davon aus, dass es ihm bestens geht.
Übertragen wir dies auf Unternehmen mit ihren Kunden, Geldgebern, Mitarbeitenden, Partnern, Lieferanten und weiteren Stakeholdern. Dort sind gute Neuigkeiten sehr wertvoll. Die Unternehmenskommunikation generiert damit Aufmerksamkeit, baut Vertrauen auf und stärkt Verbindungen. Entscheidend dabei ist die richtige Beurteilung, wann eine Neuigkeit, in welchem Zusammenhang, in welcher Form und für wen gut ist.
Ist eine solche Beurteilung nicht möglich oder führt sie zu keinem positiven Ergebnis, hilft – für einen Moment mindestens – König James der Erste mit seinem berühmten Ausspruch. Wollen Unternehmen jedoch mittel- und langfristig im Dialog mit ihren Stakeholdern bleiben, ist „No news“ keine Option.