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Der Leiter der US Central Intelligence Agency (CIA) William Burns hält sich derzeit zu einer Reihe von Arbeitstreffen in Israel auf. Gestern traf er mit hochrangigen Mitarbeitern des Geheimdienstes Mossad zusammen, unter anderem mit dem neuen Leiter David Barnea.
Laut dem israelischen Sender Channel 12 News stellten die Vertreter des Mossad dabei ihr “Raisi-Dossier” vor, ein Geheimdienst- und Persönlichkeitsprofil des neuen iranischen Präsidenten. Laut dem Dossier sei Raisi ein radikaler und grausamer Extremist, der für die Tötung Tausender iranischer Zivilisten verantwortlich ist, wobei er in einigen Fällen persönlich mit Freude daran beteiligt war.
“Der Mossad beschrieb Raisi als jemanden mit psychischen Störungen”, so der Sender in dem Bericht ohne Quellenangabe. Nach Einschätzung des Mossad wird es für die internationalen Staaten kaum möglich sein, mit Raisi eine Einigung über das iranische Atomprogramm zu erzielen. Und selbst wenn dies der Fall wäre, sei zu bezweifeln, dass Raisi sich an eine Vereinbarung halten wird. Daher bedarf es laut dem Mossad-Dossier eines neuen strategischen Ansatzes im Umgang mit dem Iran.
Der israelische Premierminister Bennett traf gemäss Medienberichten heute Morgen mit CIA-Chef Burns zusammen. Sie sprachen über die Intensivierung der nachrichtendienstlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen Israel und den USA, die iranische Bedrohung und Möglichkeiten zur Ausweitung und Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit.
Gestern sagte Verteidigungsminister Gantz bei einem Rundgang an der Nordgrenze gegenüber den israelischen Medien: «Israel wird nicht tatenlos zusehen, wie der Iran sein Atomprogramm vorantreibt. Wir sind bereit, zu dem Zeitpunkt, an dem Ort und mit den Mitteln, die wir bestimmen, zu handeln».
Burns hat das Amt des CIA-Direktors im März dieses Jahres übernommen, und dies ist eines seiner ersten Treffen mit einem internationalen Partner, was die enge Zusammenarbeit zwischen der CIA und dem Mossad unterstreicht.
Der Besuch findet zu einem Zeitpunkt statt, wo die Spannungen zwischen Israel und Iran nach dem Angriff auf das britische Schiff im Golf und dem Raketenbeschuss durch die vom Iran unterstützte Hisbollah am vergangenen Freitag besonders gross sind.
Gestern meldeten iranische Quellen, dass in der petrochemischen Anlage auf der Insel Kharg im Golf ein Feuer ausgebrochen sei. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens war an Bord eines Tankers, der in Latakia, der wichtigsten Hafenstadt im Norden des Landes, angedockt war, ein Feuer ausgebrochen.