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Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen; ich bin der HERR, euer Gott. (3. Buch Mose 19, 4)
«Die thebäische Legion bestand hauptsächlich aus christlichen Soldaten aus Oberägypten, der Thebais. Auf einem Feldzug unter Kaiser Maximian gegen gallische Aufrührer lagerte das Heer in Octodurum, dem heutigen Martigny, um durch Opferfeste die Götter günstig zu stimmen. Oberst Mauritius verliess daraufhin mit seinen Mannen das Lager und bezog bei Agaunum, dem heutigen Saint-Maurice Stellung. Hier wollten die christlichen Soldaten die heidnischen Festlichkeiten abwarten und sich dann wieder mit dem übrigen Heer vereinigen. Auf Maximians Befehl zur Teilnahme an dem Ritual liess Mauritius dem Herrscher antworten: «Wir Christen beteiligen uns nicht am Götzendienst.» Daraufhin wurde die Legion dezimiert, d.h. jeder zehnte Mann vor den Augen der Kameraden enthauptet.» (Albert Christian Sellner: Immerwährender Heiligenkalender, Frankfurt 1993)
Der Heilige Mauritius wird wegen seiner afrikanischen Abstammung oft als Schwarzer, als «Mohr» dargestellt und trägt als Zeichen der Führerschaft eine Fahne. Vor diesem Hintergrund erscheint die Debatte um die «Mohrenköpfe» aus Waltenschwil, das Wappen der Gemeinde Möriken mit «Mohr mit roten Lippen und Ohringen» und das Bier aus der «Mohrenbrauerei» in Dornbirn in einem anderen Licht.
Herr, mach uns stark
im Mut, der dich bekennt,
dass unser Licht vor allen Menschen brennt.
(Reformiertes Gesangbuch 865, 1)
PS: Das Signet der Schwarzkopf-Haarpflegeprodukte geht derweil auf ihren Gründer, den Chemiker und Apotheker Hans Schwarzkopf zurück.
Bettina Lukoschus, Pfarrerin