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Regen und Schnee
Neben den Wolken prägt vor allem der Niederschlag unser Wetterempfinden: Vom kühlenden Gewitterregenguss an einem Sommerabend bis zum grossen Schneefall im Stau der Alpen. Die verschiedenen Niederschlagsarten sind aber nur ein Teil eines gewaltigen Wasserkreislaufs.
Der Ablauf
Das Wasser auf der Erde befindet sich in einem ständigen Kreislauf, der durch die Sonne angetrieben wird. Der Wasserkreislauf wiederholt sich stetig, dabei geht kein Wasser verloren und es kommen keine neuen Wassermengen hinzu. Die Wasservorräte sind festgelegt.
Luft kann Wasser wie ein Schwamm aufnehmen und wieder abgeben.
Ein Grossteil der Feuchte in unserer Luft stammt vom Meer (Atlantik und Mittelmeer) und auch andere Gewässer dienen als Wasserquellen. Die Sonne dient als Motor, die mit ihrer Wärme den Kreislauf antreibt. Von den Blätter der Vegetation und vom Boden verdunstet Wasser. Durch die Erwärmung von Schnee verdunstet das Wasser ebenfalls. Das verdunstete Wasser steigt in Form von Wasserdampf in die Atmosphäre auf, es kondensiert und bildet Wolken. Der Wind transportiert die Wolken weiter.
Diese bestehen aus vielen sehr kleinen Wassertröpfchen oder kleinen Eiskristallen bei hohen Wolken. Die Entwicklung von kleinen Wolkentröpfchen/Eiskristallen zu Regentropfen/Schneeflocken ist kompliziert und erfolgt vor allem durch das Zusammenstossen. Ab einer gewissen Grösse fallen die Regentropfen/Schneeflocken mit zunehmender Geschwindigkeit wieder zur Erdoberfläche: es regnet, kann schneien und hageln, sowohl über den Ozeanen als auch über den Kontinenten.
So entstehen bei uns im Sommer Gewitterwolken besonders häufig über Gebieten, wo nach einem verregneten Frühling der Boden besonders feucht ist.
Das Regenwasser, aber auch Schmelzwasser von Schnee, gelangt über Bäche und Flüsse wieder zurück ins Meer und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Ein Teil des Wassers kann auch versickern und gelangt so ins Grundwasser. Unter einer Wüste kann dies neue Quellen bilden oder auch dirket ins Meer zurück fliessen.
Die Wanderschaft eines Regentropfen durch die Atmosphäre dauert im Durchschnitt etwa neun bis zehn Tage.
Niederschlagsarten
In unseren Breiten gibt es nicht nur Schnee oder Regen, zeitweise fällt auch Nieselregen: kleine, feine Tröpfchen mit einem Durchmesser von weniger als 0.5 Millimeter. Der Regen kann anhaltend und gleichförmig über ein grösseres Gebiet fallen (Landregen), als kurzer kräftiger Schauer oder als Wolkenbruch.
Vor allem bei wechselhaftem "Aprilwetter", wenn die Wolken noch nicht zu viel Feuchtigkeit enthalten, bringen dicke schwarze Wolken oft auch kurze Graupelschauer, die aus maximal 5 mm grossen weissen Eiskörnchen oder Bällchen bestehen. Grössere und dichtere Eisklumpen werden als Hagel bezeichnet, die im Sommer in Zusammenhang mit Gewittern oft grosse Schäden anrichten.