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Als Substantivierung bezeichne ich eine die Bildung eines Substantivs mit dem Wortstamm eines Wortes einer anderen Wortart. Das geschieht oft durch angefügte Präfixe oder Suffixe.
Es gibt auch den umgekehrten Prozess. In vielen Fällen wird diese abgeleitete Bildung gar nicht mehr als solche wahrgenommen. Junge etwa steht für Knabe, aber nicht für (mehr?) für jung sein. Siehe auch Desubstantivierung
Es gibt Fälle, in welchen das Substantiv gar nicht (mehr?) auf ein Herkunftswort zurückgeführt wird, weil dieses ganz ausgestorben ist oder unmittelbar aufgehoben wurde.
Materialbezeichnungen wie Metall beschreiben eigentlich eine Eigenschaft, für die aber das Eigenschaftswort oft fehlt. Wenn ich dann von metallig spreche, scheint das Wort von Metall abgeleitet zu sein.
Adjektive werden oft durch Suffixe wie -heit oder -keit in Substantive überführt. Freiheit
Die Substantivierung ist ein grammatikalisches Phänomen. Sie wird aber in vielen Fällen zu einem pragmatischen Problem, etwa als Hypostasierung oder als Verdinglichung.
Literatur:
Whorf, B.: Sprache, Denken, Wirklichkeit