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Capĭte
censi (lat., «nach dem
Kopf Geschätzte») hießen seit
der Verfassung des
Servius Tullius zuerst diejenigen röm.
Bürger, welche ohne Grundeigentum waren. Zu ihnen gehörten auch die Handwerker, mit Ausnahme jedoch der Holz- und Metallarbeiter
und der
Musiker, welch letztere, weil für den Kriegsdienst verwendbar, in zwei eigenen Centurien (s. d.)
vereinigt waren. Ferner gehörten zu den
Capite censi die Freigelassenen, insoweit sie nicht ebenfalls in die
Klassen aufgenommen
waren.
Später, wohl seit der Censur des
Appius Claudius Cäcus (s.
Claudier) 312
v. Chr., hießen
Capite censi diejenigen, welche ein so
geringes (d. h. weniger als 12000
As zählendes) Vermögen besaßen, daß sie auch in die niederste
Klasse
der nach Vermögensstufen eingeschätzten
Bürger nicht mehr aufgenommen werden konnten und so in den Censuslisten in einer
außerhalb der
Klassen stehenden Centurie mit aufgeführt wurden. Die
Capite censi waren steuerfrei, dienten nicht in den
Legionen und besaßen weder aktives noch passives
Wahlrecht. Doch wurden
seit dem Anfang des 2. Jahrh.
v. Chr. wenigstens den Vermöglichern unter ihnen, seit dem Jahre 107 auch den übrigen alle diese
Rechte eingeräumt.