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Pistolen-Gangfischschiessen
Alfred Sauter orientierte am 1. November 1954, dass sich die Standschützen mit der Einladung zum Gangfischschiessen bei den Gesellschaften auch nach einem allfälligen Wunsch zu einem ähnlichen Pistolenschiessen erkundigen.
Von Seiten der Standschützen wird an der nächsten Versammlung im Dezember 1954 ein Programm auf 25m vorgeschlagen, Fritz Plüer und Arthur Graf denken an ein erschwertes Programm auf 50m. Am 5. April 1955 besprach der Vereinsvorstand ein mögliches Programm mit der Schiessplankommission des Kantonalvorstandes. Es wird sich um einen Gruppenwettkampf handeln, ein Einzelwettkampf kann wahrscheinlich nicht eingeführt werden. Der Kantonalvorstand tendierte auf die Distanz 50 m, er genehmigte eine Kranzquote von 20 Prozent und ein Doppel von 4 Franken.
Am 6. April 1955 sprach sich die Vereinsversammlung fast einstimmig für die Einführung eines Pistolengangfisch-Schiessens aus. Die Distanz, 30m oder 50m muss noch erprobt werden. Am 25. Juli 1955 wurde das erste Gangfisch-Reglement genehmigt. Das Schiessen wurde als Gruppen- und Einzelwettkampf ausgeschrieben. Eine Gruppe setzte sich aus 5 Schützen zusammen. Auf die schwarze Olympiascheibe werden 2 Probeschüsse und 2 Serien à 5 Schuss geschossen. Das Programm wurde wie bei den Gewehrschützen auf Drehscheiben geschossen. Für die Rangierung zählen 4 Resultate, das schlechteste kann gestrichen werden.
Bereits im Oktober entstanden wegen des 50m-Programms Differenzen mit den Standschützen. Bei der Durchführung auf 30m entstünden den Pistolenschützen Mehrkosten für den Zugang zu einem allfälligen Schützenstand. Die Standschützen wären bereit, diese zu übernehmen, wenn sich die Pistolenschützen mit einem Servitut verpflichten würden, bis zur Erstellung eines Längswalles nie auf die Distanz 50m zu schiessen. Der Vorstand der Pistolenschützen lehnten ein solches Servitut ab, vor allem weil der verlangte Schutzwall wohl auf persönlichen Differenzen beruhte.
Auf Antrag von Adolf Sauter beschloss die Versammlung, am vorgesehenen Programm festzuhalten, aber nur auf Scheiben 1 - 5 zu schiessen. Die Siegergruppe erhielt einen Zinnteller mit dem Motiv Arenenberg und ein Spanferkel. Die zweite Gruppe einen 10 pfündigen Hecht und die am weitesten angereiste Gruppe einen Trostpreis von 5 Gangfischen.
Das erste Gangfischschiessen wurde ein voller Erfolg. Es beteiligten sich 58 Gruppen und total 329 Schützen. Unsere Gruppe erreichte Platz 12. Das Schiessen wies einen Vorschlag von Fr. 334.40 aus. Am 10. April 1957 wurde das Gangfischprogramm infolge Zeitproblemen geändert. Die Probeschüsse wurden weggelassen. Neu sollten 1 Schuss in 30 Sekunden, 3 Schüsse in 20 Sekunden und 6 Schüsse in 60 Sekunden geschossen werden.
Das Kranzabzeichen wurde an 25 Prozent der Teilnehmer abgegeben. Als Gruppenpreis wurden wie bei den Gewehrschützen ebenfalls Gangfische abgegeben. Ende September 1958 durfte der Verein eine von Louis Sauter gestiftete Wanderstandarte für jeweils erstrangierte Gruppen entgegennehmen. Gleichzeitig wurde ein zugehöriges Reglement genehmigt. Erster Gewinner wurden die Pistolenschützen aus Wetzikon. 449 Schützen haben das Programm absolviert. Im April 1960 wurde für den Einzelschuss stat bisher 30 Sekunden eine Zeit von 20 Sekunden festgelegt. Das Kranzabzeichen wurde neu mit 92 Punkten abgegeben.
Nachdem der Gabensatzerweitert wurde, stieg die Teilnehmerzahl stark an. 1962 beteiligten sich 602, 1963 652 und 1964 sogar 738 Schützen. Nach einem kurzfristigen Beteiligungsrückgang brachte das Jahr 1972 (Laufscheiben) MIT 752 Schützen eine weitere Rekordbeteiligung.Am 23. Januar 1979 beschloss eine Versammlung wieder eine Wanderstandarte anzuschaffen. Die Kosten wurden erneut von Louis Sauter übernommen.
Unerwartet traf uns - nach der Gemeindeversammlung vom 4. Juli 1979 - die Nachricht vom Tod unseres OK-Präsidenten und Ehrenmitglied Arthur Graf. Er war der eigentliche Motor unseres Vereins und seit der Gründung in verschiedenen Chargen tätig. Durch den Todesfall wurden die Vorbereitungsarbeiten zum 25. Gangfisch-Schiessen unterbrochen. Paul Dammann führte sie schliesslich weiter.
14 Sektionen hatten seit Beginn - also während 25 Jahren - ununterbrochen am Gangfisch-Schiessen teilgenommen. Diese Sektionen sollten als Dank einen Wimpel mit Ständer erhalten.
Ab 1984 konnte das Gangfisch-Schiessen auch mit der Sportpistole geschossen werden. Nachdem die Pistolenschützen Buchs die zweite Standarte endgültig gewonnen hatten, wurde die Anschaffung einer dritten Standarte beschlossen. Auch diese wurde erfreulicherweise wieder von Louis Sauter finanziert. Die eigentliche Bewährungsprobe der neuen 25m - Anlage erfolgte am 35. Pistolen-Gangfischschiessen 1989 mit einem Auszahlungsstich, der seither zu unserem Programm gehört.
40. Pistolen-Gangfischschiessen
Nach dem Motto "Man soll die Fester feiern wenn Sie fallen" entschloss sich der Vorstand, ein Jubiläumsschiessen zu organisieren. Vor allem unser Kassier Othmar Wengi engagierte sich sehr für diesen Anlass. Die Idee, jedem Schützen sollte ein Präsent überreicht werden, konnte Dank dem Einsatz aller Vorstandsmitglieder realisiert werden. Jeder wurde beauftragt, in seinem Bekanntenkreis nach Gönnern zu suchen. Ebenfalls wurde ein Jubiläums - Schiessplan mit vielen Inserenten herausgegeben, welcher an die Dorfbevölkerung und allen eingeladenen Schützen verteilt wurde.
Die Arbeit hatte sich gelohnt, konnten wir doch mit einer Rekordbeteiligung von 766 Schützen aufwarten. Jeder erhielt einen Bierhumpen und den erfolgreichen Schützen konnte ein spezieller Kranz mit Goldrand überreicht werden. Sieger im Gruppenwettkampf wurde Arbon "Spatz" mit 483 Punkten. Schützenkönig wurde Jörg Högger, Amriswil mit dem Maximum von 100 Punkten.