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Gottfried August Homilius (1714–1785) studierte Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum direkten Schülerkreis von Johann Sebastian Bach. Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens.
Gottfried August Homilius hat überwiegend Kirchenmusik komponiert: mehr als 10 Passionen (eine 1775 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig gedruckt mit dem Titel „Ein Lämlein geht und trägt die Schuld“), je ein Oratorium zu Weihnachten (1777) und zu Ostern, über 60 Motetten, 180 Kantaten, 4 Magnifikat, Choräle, Präludien und Choralvorspiele. Im Jahr 1776 wurde Homilius als der „wohl jetzt ausgemacht beste Kirchenkomponist“ bezeichnet. [de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_August_Homilius]
Orgelwerke von Gottfried August Homilius
Von den überlieferten Orgelwerken sind besonders die 38 Choralvorspiele von Bedeutung. In der Auswahl der Melodien und in der Kompositionsweise erinnert die Sammlung an diejenige seines Zeitgenossen Johann Ludwig Krebs. Zwei Drittel der Bearbeitungen sind in Trioform geschrieben, die übrigen vierstimmig.