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Auch wenn dynamische Mikrofone aufgrund ihrer qualitativen Einschränkungen wie dem nicht linearen Frequenzgang oder verminderter Impulstreue für Gesangsaufnahmen im Tonstudio eher ungeeignet erscheinen, kann ihr Einsatz in vielen Recording-Situationen durchaus sinnvoll sein und eine echte Alternative zu den qualitativ hochwertigeren Kondensatormikrofonen darstellen.
Ein dynamisches Mikrofon kann vom Sänger ohne Weiteres in der Hand gehalten werden, ein unschlagbarer Vorteil für alle Künstler:innen, die sich gerne bei der Performance bewegen und beim starren und ruhigen Stehen vor dem Kondensatormikrofon nicht emotional und „groovy“ performen können. Einige Sänger:innen brauchen auch das Live-Gefühl mit dem Mikrofon in der Hand, um eine aussagekräftige und überzeugende Vocalperformance abliefern zu können. Da die vergleichsweise schwere Membran des dynamischen Mikrofons eine starke Auslenkung für eine gute Signalübertragung erforderlich macht, sollten die Sänger nah am Mikrofon stehen und der Preamp sollte ausreichend Gain-Reserven für die verhältnismäßig niedrige Ausgangsspannung des Mikrofons zur Verfügung stellen.
Weiter im Raum entfernte Signale werden relativ stark ausgeblendet und es entsteht ein sehr druckvoller, direkter und unmittelbarer Sound, der zudem durch den sogenannten Nahbesprechungseffekt in den Tiefen noch verstärkt wird. Aus diesem Grund kann ein dynamisches Mikrofon eine echte Alternative für das Recording sehr lauter Sänger und Sängerinnen gerade in aggressiven Musikstile darstellen. Da entferntere Schallereignisse stärker ausgeblendet werden als bei Kondensatormikrofonen, eignen sich dynamische Mikrofone auch ganz gut für Live-Recordings, wenn zeitgleich andere Instrumente im selben Raum spielen.