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Das markante Gebäude des Hotels Kettenbrücke bildet einerseits den Brückenkopf der Kettenbrücke und andererseits den Auftakt zur Altstadt Aarau. Vom bestehenden Gebäudeensemble wurden die beiden Kopfgebäude in ihrem Volumen belassen, der dazwischenliegende Saal wurde abgebrochen und machte einem Neubau Platz.
Das neue Gebäude beherbergt neben einem Viersternehotel mit Restaurant und Seminarräumen, eine Bar, Wohnungen sowie Gewerbeflächen.
Das Grundstück liegt in der Schwemmebene der Aare. Der geologische Untergrund baut sich aus Niederterassenschotter auf, welche von künstlich eingebrachtem Auffüllmaterial überlagert wird. In etwa 5 m Tiefe befindet sich ein überschwemmungshorizont mit Holzresten, welche lokal eine Mächtigkeit von bis zu 2.5 m besitzen. Der Felshorizont fällt von Süden nach Norden stark ab. Während er sich im südlichen Bereich des Grundstücks etwa 3 m unter der Terrainoberfläche befindet, fällt er gegen das nördliche Grundstückende auf bis zu 15 m unter Terrainoberkante ab.
Das bestehende Gebäude hat infolge des Schwemmholzhorizontes während seiner Nutzungszeit markante Setzungen von bis zu 10 cm erfahren. Um weitere Setzungen zu verhindern wurde die Fundation der bestehenden Kopfbauten mittels Mikropfählen verstärkt. Aufgrund der Schwemmholzeinschlüsse und dem stark variablen Felshorizont waren auch beim Neubau Setzungen zu erwarten. Um diese Setzungen zu verhindern und auch um die differentiellen Setzungen zwischen den Kopfbauten und dem Neubau gering zu halten wurde der Neubau auf einem Mischsystem aus Mikropfählen und Bohrpfählen fundiert.
Der Grundwasserspiegel im Projektgebiet schwankt relativ stark. Der mittlere Grundwasserspiegel liegt unter der Fundationskote des Gebäudes, der maximale Grundwasserspiegel knapp unterhalb der Terrainoberfläche. Hinzu kommt, dass im überschwemmungsfall mit Hochwasser von der Aare gerechnet werden muss.
Das gesamte Untergeschoss wurde deshalb als weisse Wanne ohne Sollrisselemente ausgeführt. Die Dichtigkeit wird durch eine erhöhte Mindestbewehrung sichergestellt.
In den beiden Kopfbauten sind die Wohnungen, die Gewerbeflächen und das Restaurant untergebracht. Die bestehenden Kopfbauten wurden entkernt und mit neuen Betondecken,
-wänden und –stützen versehen. Die vertikale Lastabtragung erfolgt einerseits über die neuen Tragwerkselemente und andererseits über die bestehenden Aussenwände. Die horizontale Lastabtragung der Kopfbauten erfolgt über den neu erstellten Mitteltrakt. Dazu wurden die neuen Betondecken monolithisch mit dem Mitteltrakt verbunden.