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Am 26. April 1986 um 1:24 Uhr Lokalzeit explodierte der Block
Nr. 4 des russischen Kernkraftwerks Tschernobyl. Dabei geriet der Reaktor
ausser Kontrolle, wurde vollständig zerstört und brannte während
zehn Tagen.
Es
wurden grosse Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Dieser schwerste,
je in einer zivilen Kernanlage aufgetretene Unfall war eine Folge menschlichen
Fehlverhaltens, ist aber auch der Fehlkonzeption dieses Reaktortyps zuzuschreiben.
Die
hohe freigesetzte Radioaktivität wurde hauptsächlich in den heutigen
Staaten Ukraine, Weissrussland und Russische Föderation abgelagert,
ein Teil gelangte jedoch nach Westen, so dass ab dem 30. April 1986 auch
die Schweiz betroffen war.