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Vom Kastell Comagena sind heute noch einige Überreste zu sehen. Beim Salzturm handelt es sich um einen Hufeisenturm der Westmauer. Die Porta Principalis Dextra (rechtes Lagertor) wurde in einem Schutzbau konserviert. Der südwestliche Fächerturm ist ebenfalls in einem Schutzbau zu sehen, wie auch ein kurzer Mauerzug der Südmauer. Weitere Züge dieser Mauer sollen in neuzeitlichen Häusern zu sehen sein.
Die vollständige Nordmauer verlief dort, wo heute die Donau fliesst.
Unter dem ehemaligen Minoritenkloster sind mittelalterliche Bauten konserviert worden. Hier wurden auch einige Gruben des Vicus (Lagerdorfs) entdeckt, welcher sich aber hauptsächlich im Süden des Kastells befand. Im Museum werden viele Funde aus dem Lager und dem Vicus gezeigt.
Bereits unter Marcus Ulpius Traianus (98 - 117) begann der Umbau des Holz-Erde-Kastells aus der (vermutlichen) Zeit Titus Flavius Domitianus (81 - 96 n. Chr.) in Stein.
Im späteren 4. Jahrhundert n. Chr. wurde das Kastell immer mehr von der Zivilbevölkerung bewohnt. Der Schutz erfolgt nur noch durch schwache Grenztruppen, welche am Schluss aus germanischen Foederaten rekrutiert wurden.
Das Kastell wurde vermutlich zurzeit der Rugierfeldzüge (487 / 488 n. Chr). verlassen. Die Wiederbesiedelung erfolgte vermutlich um 790 n. Chr.