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Im Herbst 2013 hatte die Fennovoima beim MEE ihren Plan zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Das MEE hat diesen Plan jetzt angenommen, nachdem sie 24 Stellungsnahmen und Bemerkungen verschiedener Behörden und Organisationen geprüft hatte. Neun Ländern haben angekündigt, an einer Anhörung teilnehmen zu wollen, die im Rahmen des Espoo-Übereinkommens angeboten wird. Das Übereinkommen über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen – kurz Espoo-Konvention genannt – verpflichtet die Mitgliedstaaten bei Projekten mit möglicherweise erheblichen negativen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen die betroffenen Nachbarländer frühzeitig zu konsultieren.
Das MEE forderte die Fennovoima auf, in ihrer Analyse die Auswirkungen auf die aquatische Umwelt, das Risiko eines schweren Unfalls und die mögliche Ausbreitung radioaktiver Stoffe in der Nähe der Kernkraftwerkseinheit einzubeziehen. Zudem muss das Unternehmen eine detaillierte Folgenabschätzung für einen potenziellen Störfall der Stufe 7 auf der internationalen nuklearen Ereignisskala (Ines) vorlegen. Das MEE erwartet, dass die Fennovoima die Umweltverträglichkeitsprüfung Ende Februar 2014 abschliesst.
Die Fennovoima plant den Bau einer 1200-MW-Druckwasserreaktoreinheit des fortgeschrittenen russischen Typs AES-2006 am Standort Pyhäjoki auf der Halbinsel Hanhikivi am Bottnischen Meerbusen. Der Liefervertrag mit der Rosatom soll noch 2013 unterzeichnet werden.
Quelle
M.A. nach Fennovoima, Medienmitteilung, 13. Dezember, und NucNet, 16.Dezember 2013