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Der Markt blickt gespannt auf ein Opec-Treffen an diesem Mittwoch. Ein an diesem Montag geplantes Vorbereitungstreffen von Vertretern der Opec und von Förderstaaten, die nicht dem Kartell angehören, wurde abgesagt. Die Organisation müsse sich zuerst selbst zu einer Lösung durchringen, bevor weitere Gespräche sinnvoll seien, hiess es.
Ausserdem hat das mächtige Opec-Mitglied Saudi-Arabien erklärt, dass das Ölkartell seine Produktion nicht unbedingt kürzen müsse. Wegen einer höheren Nachfrage könne sich der Ölmarkt im kommenden Jahr auch ohne eine Senkung der Fördermenge ausgleichen, hiess es. Nach wie vor werden die Ölpreise durch ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt belastet.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank ist eine Einigung auf konkrete Massnahmen einer Förderkürzung bei der Opec-Sitzung am Mittwoch wieder sehr unsicher geworden. "Über die Gründe der saudi-arabischen Haltung kann man nur spekulieren", hiess es in einer Studie. "Möglicherweise will der wichtigste OPEC-Produzent die anderen Länder in die Pflicht nehmen, sich ebenfalls an einer Produktionskürzung zu beteiligen und sich nicht nur auf Saudi-Arabien zu verlassen."
Im September hatte die Opec für viele Experten überraschend grundsätzlich eine Kürzung des täglichen Produktionsvolumens auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel beschlossen. Zuletzt wurde die Fördermenge des Kartells im Oktober auf 33,6 Millionen Barrel pro Tag geschätzt. Seit der grundsätzlichen Einigung ringen die Ölstaaten um eine Lösung in der Frage der praktischen Umsetzung./jkr/bgf/fbr
(AWP)