Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/2533

Autor: Josef jungo
Seit dem 1. Januar 2008 bewirtschaftet die Familie von Marc und Damaris Zbinden mit den Kindern Irina (2) und Dominic (6 Monate) den 50-ha-Betrieb Guglera parallel mit dem elterlichen 28-ha-Betrieb im «Brand», Zumholz. «Es war kein leichter Start», schaut Marc zurück.
Nachdem er nach der beruflichen Ausbildung anfänglich ausserhalb der Landwirtschaft tätig war, entschied sich der Meisterlandwirt vor etwa drei Jahren für den Bauernberuf. Er bewarb sich für den Betrieb Guglera. Mit dem unerwarteten Tod des Vaters stellte sich eine neue Situation. Innerhalb der Familie sei man übereingekommen, die Pacht in der Guglera anzutreten und beide Betriebe gemeinsam zu bewirtschaften. Sein Bruder Christoph, der als Betriebsberater in Grangeneuve tätig ist, sei der Familie eine wertvolle Stütze, betont er. Wie der Betriebsleiter ausführte, mussten im vergangenen Jahr etliche Hindernisse überwunden werden. Es sei nicht leicht gewesen, die finanziellen Probleme zu überwinden, weil die zugesagten Gelder später eintrafen als vorgesehen. Inzwischen liege der Buchhaltungsabschluss auf dem Tisch. Man sei mit dem Ergebnis einigermassen zufrieden.
Mehr Milchleistung aus dem Grundfutter
Der Buchhaltungsabschluss zeige Kostenfallen schonungslos auf, sagt Marc. Grosses Potenzial ortet er bei der Verbesserung des Wiesenfutters. Die Grasnarben der Weiden- und Wiesenbestände seien veraltet und der Boden ausgelaugt. Neue Ansaaten brachten nicht den gewünschten Erfolg. Es müsse aber auch auf der Höhe von 930 m gelingen, gute Wiesenbestände herbeizuführen, um so auch die im Sommer anfallende Gülle effizient einsetzen zu können. Mit besserem Grundfutter will der Betriebsleiter die Kosten für Kraftfutter senken und möchte auch erreichen, dass genügend Futter für den Tierbestand mit 58 Kühen, 45 Aufzuchtrindern, 21 Kälbern und 3 Zuchtstieren der Rasse Swiss Fleck vorhanden ist.
Schwierig, geeignetes Personal zu finden
«Wir sollten eigentlich zwei Vollzeitangestellte beschäftigen können», erklärt Marc den Berufskollegen. Einerseits sei dies ein finanzielles Problem, andererseits sei es schwierig, geeignetes Personal zu finden. Auch der Mechanisierung seien Grenzen gesetzt.
Auf die Frage, was er anders machen würde, meinte Marc, «wahrscheinlich nicht viel, ich suche die Herausforderung, gebe aber zu, dass diese auch zur Überforderung werden kann».