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Die Ausfuhr von Schweizer Kriegsmaterial ist in den ersten neun Monaten 2008 massiv gestiegen. Insgesamt wurde für rund 500 Mio. Franken Kriegsgerät exportiert. Dies entspricht einer Zunahme von knapp 50% gegenüber der Vorjahresperiode.
Damit steuert die Waffenausfuhr im laufenden Jahr auf einen historischen Höchststand zu, wie der Statistik der Eidgenössischen Zollverwaltung zu entnehmen ist. Der bisherige Rekord geht auf das Jahr 1987 zurück und betrug 587 Mio. Franken.
Wichtigster Abnehmer war Pakistan. Das Land erhielt Waren im Wert von 91,4 Mio. Franken, verglichen mit 19,2 Mio. Franken in der Vorjahresperiode. Zweitwichtigstes Exportland war Dänemark (rund 62,5 Mio. Franken). Dahinter folgten Belgien, Deutschland, Grossbritannien und Finnland.
Fast halbiert haben sich dagegen die Exporte von Kriegsmaterial in die USA. Mit rund 18,7 Mio. Franken liegen die USA an neunter Stelle der Ausfuhrmärkte.
Der gesamte Schweizer Aussenhandel hat in den ersten neun Monaten 2008 an Dynamik verloren. Acht von zehn Branchen schrieben zwar ein Exportplus, das zudem regional breit abgestützt war. Im September waren die Exporte aber erstmals seit Januar 2005 wieder rückläufig.