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Backward Course Design
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BCD bedeutet, dass zuerst die Lernziele definiert und kompetenz-orientiert formuliert werden («beginning with the end in mind»).. Lernziele beschreiben wiederum den Kenntnisstand und die Fähigkeiten nach dem Ende der Lehrveranstaltung aus Sicht der Studierenden. Lernziele machen somit deutlich, was die Studierenden am Ende des Kurses an Wissen und Können erworben haben werden. Die Unterscheidung von Wissensinhalten (Knowledge) und Kompetenzen (Skills) ist dabei zentral. Lernziele unterscheiden sich in Bezug auf ihren Komplexitätsgrad und können hierarchisch geordnet werden. Es empfiehlt sich, die Formulierung von Lernzielen mit einem ein bis zwei Sätze (one-sentence summary) langen Gesamtziels (overall goal) zu beginnen. Aus diesem «Kondensat» des zu erreichenden Wissens- und Kompetenzniveaus können dann die einzelnen Lernziele (learning objectives) sowie die zur Erreichung notwendigen Zwischenschritte (milestones) definiert werden.
Je nach Lernzielen liegen die Voraussetzungen zu deren Erreichung im Vorwissen (prior knowledge) und den Kompetenzen, welche die Studierenden im Laufe des bisherigen Studiums erworben haben und die teilweise wiederholt oder in einem neuen Zusammenhang thematisiert werden. Oder es handelt sich um Meilensteine (Unter-Lernziele), die im Laufe der Lehrveranstaltung behandelt werden und die in der Summe zu dem jeweiligen Lernziel und der formulierten Kompetenz führen.
Lernziele sollen den angestrebten Wissenszustand und das Kompetenzniveau eindeutig und in aktiver Form beschreiben. Hierzu ist die Verwendung von Verben zentral, da durch sie eine Einordnung in ein bestehendes Klassifikationsschema (Taxonomie) erfolgt und damit eine hierarchische Ordnung von Lernzielen und Meilensteinen erreicht wird. An der ETH Zürich verwenden wir hierzu die Taxonomie von Anderson & Krathwohl (2001), die eine Weiterentwicklung der Taxonomie von Bloom darstellt.