Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03333.jsonl.gz/2784

Jeden Tag werden rund 420 Babys während der Schwangerschaft, der Geburt oder dem Stillen mit dem HI-Virus angesteckt, und ohne Behandlung stirbt jedes zweite von ihnen vor seinem zweiten Geburtstag. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Babys weltweit lebensrettende Tests und eine wirksame Behandlung zukommen.
Marefelie Khechane aus Lesotho erfuhr erst bei ihrer vierten Schwangerschaft, dass sie HIV-positiv ist. Ihre Ahnungslosigkeit kostete ihre ersten drei Kinder das Leben und bescherte ihr und ihrem Mann unsägliches Leid. In Ländern mit tiefem und mittlerem Einkommen werden jährlich rund 1,4 Millionen HIV-positive Frauen schwanger. Die Mehrheit von ihnen erhält heute einen Aids-Test und entsprechende Beratung. Das Risiko, dass sie das HI-Virus auf ihre Kinder übertragen, liegt durchschnittlich bei 25 Prozent. Wenn diese Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit gute medizinische Beratung und antiretrovirale Medikamente erhalten, sinkt das Risiko auf unter 2 Prozent.
Erfolgreiche Reduktion der Übertragung
Jedes Jahr werden weltweit rund 150 000 Kinder mit dem HI-Virus infiziert. UNICEF setzt sich mit Erfolg dafür ein, die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind zu reduzieren. So erhalten heute über 70 Prozent der HIV-positiven Frauen in Ländern mit tiefen und mittleren Einkommen die nötige medikamentöse Therapie. 2005 waren es erst 15 Prozent.
UNICEF arbeitet mit anderen UN-Organisationen in über 80 Ländern daran, die Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids zu eliminieren. Das Kinderhilfswerk setzt dabei auf drei zentrale Interventionen:
- Den Zugang zu freiwilliger, vertraulicher Beratung und HIV-Tests schaffen.
- Professionelle medizinische Versorgung während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit bereitstellen.
- Antiretrovirale Therapie für Mutter und Kind ermöglichen.
Marafelie profitierte während ihrer vierten Schwangerschaft von dem durch UNICEF unterstützten Programm zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung: Ihr Sohn Selebalo kam HIV-negativ zur Welt.
Ihre Spende trägt dazu bei, dass immer weniger Kinder mit dem tödlichen HI-Virus zur Welt kommen und an Aids sterben. Von Herzen danke.