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Francesco Chiesa
«Ein Dichter, der klassisch gebildet und im 19. Jahrhundert verwurzelt war, dessen stärkste poetische Bilder aber die Condition humaine der Moderne spiegelten. Vanitas-Motive, die Endlichkeit des Daseins, die Vereinsamung in der technisierten Lebenswelt, die Entfremdung von Herkunft und Natur: All dies prägt Chiesas hier in die Sonettform gegebene Gedankenwelt.» Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung
Francesco Chiesa (1871–1973) galt lange Zeit als Patriarch und Übervater der Tessiner Literatur. Er war während Jahrzehnten der einzige Tessiner, der auch in Italien anerkannt war und gelesen wurde. Berühmt wurde er vor allem durch seinen Roman «Tempo di marzo». Chiesa war auch Rektor des Liceo Cantonale in Lugano sowie Präsident der kantonalen Denkmalkommission und der Kommission für Natur- und Heimatschutz. Verfasser zahlreicher Beiträge zu Literatur, Kunst und Gesellschaft sowie ein unermüdlicher Verfechter der «Italianità». Christoph Ferber, geboren 1954, Studium der Slawistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Lausanne, Zürich und Venedig. Tätigkeit als freier Übersetzer fast ausschliesslich lyrischer Texte aus dem Italienischen, dem Russischen und dem Französischen. Wohnt auf Sizilien. 2014 Auszeichnung mit dem Spezialpreis Übersetzung des Schweizerischen Bundesamts für Kultur.