Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03216.jsonl.gz/2788

LID. Export-Käse und überschüssiges Magermilchpulvers sollen gezielt verbilligt werden, um die Krise im Milchmarkt zu lösen. Dies schlug der Milchverband Winterthur in einem Communiqué vom 22. Juli vor. Die von der Emmi geforderte Milchpreissenkung könne "natürlich nicht" akzeptiert werden. Die vorgeschlagenen Massnahmen sollten mit Hilfe von Abgaben auf der Einschränkungsmilch oder mit generellen Milchpreisabzügen finanziert werden, heisst es weiter. Da aber kaum alle Milchproduzenten oder Verwerter freiwillig kooperieren würden, sei eine Allgemeingültigkeitserklärung des Bundes Voraussetzung oder eine Lösung über die Sortenorganisationen. Zur Zeit würden mögliche Massnahmen, um eine Milchpreiserhöhung zu verhindern und dennoch das Mengenproblem in den Griff zu bekommen von den Verantwortlichen der Milchverbände und der Dachorganisation Schweizer Milchproduzenten wie auch zusammen mit der Käsereiwirtschaft diskutiert. Einig seien sich Milchproduzenten und Verwerter darüber, dass der Abbau der Marktstützung bei den Milchprodukten sofort gestoppt werden müsse.
Mediendienst Nr. 2576 vom 25. Juli 2002