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Die Schülerinnen und Schüler der 7H und 8H von Conthey erhielten eine spannende Aufgabe: Sie sollten sich die Welt von morgen vorstellen. Die Ergebnisse waren unvoreingenommen und überraschend – hier eine Auswahl davon.
Wir sprechen oft über die Welt von morgen, darüber, wie wir unsere Gewohnheiten oder unsere Art zu konsumieren ändern könnten. Doch wie denken Kinder darüber? Wir haben die Schülerinnen und Schüler der 7H und 8H von Conthey dazu befragt.
Zunächst wollten wir wissen, was sie für unseren Planeten tun. Die meisten Kinder erklärten, dass sie Abfall trennen und darauf achten, die Lichter zu löschen. Mit der Zeit verloren sie ihre Scheu und begannen, ihre Meinung auf ziemlich direkte und sogar provokative Weise zu äussern.
„Ich glaube, dass die Regierung den Klimawandel stoppen könnte, wenn sie wirklich die Absicht hätte“, erklärte etwa Esteban.
Und beim Essen?
Die Kinder sind sich auch bewusst, dass einheimische Lebensmittel bevorzugt werden sollten und es wahrscheinlich nicht mehr lange möglich sein wird, exotische Früchte zu importieren. Sie haben bereits festgestellt, dass es nicht einfach ist, seine Gewohnheiten zu ändern. „Ich werde von Fast Food einfach magisch angezogen“, hob Esteban hervor. Zum Thema Lebensmittelverschwendung erzählte eines der Kinder, dass seine Grossmutter, anstatt die Reste wegzuwerfen, immer Fleischbällchen kocht.
Einige geben sich bewusst Mühe: „Zuhause achten wir auf alles, ausser auf Nutella“, erklärte Valentine. Shahina erzählte, dass in ihrer Familie manchmal Fleischersatzprodukte gegessen werden. Auf Julias Frage hin, ob sie dies wegen des Geschmacks tun würden, antwortete sie: „Nein, mein Vater war überzeugt, dass es sich um echtes Fleisch handelte.“
Wir fragten die Kinder, ob sie es sich vorstellen könnten, Vegetarier zu werden, und erhielten einige vehemente Reaktionen wie „nie im Leben“! Es stellte sich heraus, dass es für die Kinder nicht einfach ist, auf das Fleischessen zu verzichten. So könnte vielleicht eine flexitarische Ernährung, d. h. die bewusste Reduzierung tierischer Produkte wie Fleisch zugunsten von pflanzenbasierten Lebensmitteln, eine Alternative sein.
Diese Begegnung machte uns klar, dass die befragten Kinder nicht oft über die Themen Umwelt und Ernährungsgewohnheiten diskutieren. Dennoch überraschten sie uns mit einigen originellen Vorschlägen: „Jeder sollte Anspruch auf kostenlose Solarpanels haben“, begeisterte sich Esteban. Andere Aussagen erstaunten: „Man müsste auch die Geburten kontrollieren können, damit es weniger Menschen gibt und die Umwelt weniger geschädigt wird“, bemerkte Sebastian. Dem widersprach Valentine jedoch sofort: „Nein, es ist besser, zu adoptieren“.
Sami sieht der Zukunft optimistisch entgegen: „Ich bin überzeugt, dass alles gut gehen wird. Null Problemo, ich fürchte mich nicht.“
Nuria, Lénia, Celina, Julia