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Unter «Risiko» werden im Kanton Bern Ereignisse und Entwicklungen verstanden, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Erreichung der Ziele und die Erfüllung der Aufgaben des Kantons haben. Das Risikomanagement beinhaltet die systematische Anwendung von Grundsätzen, Verfahren und Tätigkeiten zur Identifikation, Analyse, Bewertung, Bewältigung und Überwachung von Risiken.
Das Risikomanagement des Kantons Bern ist stark dezentral organisiert und bildet einen integralen Bestandteil der bestehenden Controllingverfahren und -prozesse der Direktionen und der Staatskanzlei. Es basiert auf den «Richtlinien über das Risikomanagement des Kantons Bern». Diese legen die Rahmenbedingungen für ein wirksames und vorausschauendes Risikomanagement in der Verwaltung des Kantons Bern fest. Sie bilden die verbindliche Grundlage für die Ausgestaltung, Umsetzung, Überprüfung (Controlling) und Weiterentwicklung des Risikomanagements. Weiter regeln sie die Begriffe, die Ziele und Grundsätze, die Organisation und die Verantwortlichkeiten des Risikomanagements sowie die Abläufe und Inhalte des Risikomanagementprozesses.
Die Finanzdirektion bildet die Koordinations- und Anlaufstelle der Direktionen und der Staatskanzlei für Fragen im Zusammenhang mit dem gesamtstaatlichen Risikomanagement. Sie ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der Methodik, der Prozesse, der Berichterstattung sowie die Weiterentwicklung des Risikomanagements auf gesamtstaatlicher Ebene ganz generell.