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Zum ersten Mal konnten – mithilfe einer Fotofalle – Jungluchse im Kanton Graubünden in der Surselva nachgewiesen werden. Auf dem Bild sind ein Luchsweibchen und zwei Jungtiere an einem Rehkadaver zu sehen.
Während des 19. Jahrhunderts wurden die Luchse in der Schweiz ausgerottet. Sie wurden verfolgt, die Wälder, in welchen sie lebten wurden abgeholzt und es gab nicht mehr genügend Nahrung. 1971 wurden wieder erste Luchse in der Schweiz freigelassen, und heute gibt es – hauptsächlich im Westen der Schweiz – wieder stabile Luchspopulationen. Von dort wurden zwischen 2001 und 2008 Luchse in die Nordostschweiz umgesiedelt, womit die Ausbreitung im Alpenraum gefördert werden sollte.
Der Kanton Graubünden wurde bereits vor 15 Jahren wieder mit Luchsen besiedelt. Seitdem konnten immer wieder Hinweise auf Luchse registriert werden, die Population entwickelte sich aber nicht sehr rasch und der Kanton wurde nicht weiträumig besiedelt. Die Fotos mit den Jungluchsen zeigen nun, dass sich die Luchse fortpflanzen, was in Zukunft eine Vergrösserung der Population und somit vielleicht eine weitere Ausbreitung zur Folge haben könnte. Die Bedingungen scheinen auf jeden Fall zu stimmen.
Bild: © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden