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Am 23. November veröffentlichte Suisse Eole eine Medienmitteilung, die Nervosität offenbart. Darin geht es um eine Studie, die Freie Landschaft Schweiz im Jahr 2020 zum Thema Infraschall von Windkraftanlagen veröffentlicht hat. Unser Verband erachtet es als notwendig, gegen die grundlosen und opportunistischen Angriffe der Windkraftlobby Suisse Eole Stellung zu beziehen.
Die im September 2020 von unserem Verband veröffentlichte und nun von der Suisse Eole kritisierte Studie wurde vor einigen Monaten von unserer Website entfernt. Ihre Schlussfolgerungen waren falsch, hauptsächlich weil sie sich auf eine Studie der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) stützten, die einen groben Fehler bei der Umrechnung von Einheiten enthielt. Im Gegensatz zu den Unterstellungen von Suisse Eole war die Korrektur des BGR nach der Veröffentlichung unseres Berichts erfolgt und der Autor hatte sich in gutem Glauben auf die Daten eines renommierten wissenschaftlichen Instituts berufen. Sogar deutsche Medien wie das ZDF wurden Opfer dieses Fehlers.
Das eidgenössische Bundesamt für Umwelt BAFU, mit dem wir in dieser Angelegenheit in Kontakt stehen, stellte die fehlerhaften Berechnungen fest. Wir teilten daher dem BAFU mit, dass wir deren kritische Anmerkungen zur Kenntnis nahmen, und dankten dem Amt für seine konstruktive Zusammenarbeit. Wir baten auch unsere Mitglieder, die Studie nicht weiter in Umlauf zu bringen.
Die Angelegenheit wäre also erledigt, wenn die Windkraftlobby sie nun nicht dafür verwenden würde, um unserem Verband zu schaden. Unser Kampf wird von fast 50 Vereinen in unserem Land unterstützt, die mehrere Tausend Mitglieder haben, und nicht eine „Handvoll Bürger“, wie die Suisse Eole behauptet. Die Aggressivität der Windkraftlobby überrascht und offenbart ein grosses Informationsdefizit bei der Suisse Eole.
Was die weiteren Aspekte dieses Angriffs auf Freie Landschaft Schweiz betrifft, so halten wir fest, dass unser Verband von der Windkraftlobby Suisse Eole in Sachen Demokratie keine Nachhilfe braucht. An dieser Stelle sei an die Art und Weise erinnert, wie die Windkraftlobby demokratische Abstimmungen nicht akzeptiert, sondern in den Gemeinden La Praz VD oder Sonvilier BE jeweils eine zweite Abstimmung lancierte, weil die lokale Bevölkerung die Frechheit hatte, sich gegen dne Bau von Windkraftanlagen auszusprechen. Zwischen 2019 und 2021 fanden in 15 Schweizer Gemeinden Abstimmungen statt, von denen 12 zu einer Ablehnung des Windkraftprojekts führten (Link). Diese demokratische Realität scheint der Windkraftlobby nicht zu gefallen.
Wir erinnern daran, dass Suisse Eole unter anderem Elektrizitätsunternehmen vereint und laut Statuten „die Vertretung der Interessen der Windenergie in politischen und technischen Kreisen“ sicherstellt. Sie bezieht saftige Subventionen vom Bund, sodass sie zu einer kaum verdeckten Zweigstelle des Bundesamtes für Energie BFE geworden ist. Allein für den Zeitraum 2020-2023 erhält Suisse Eole vom BFE eine Subvention von 1’400’000 CHF, während Freie Landschaft Schweiz aus tausenden Freiwilligen besteht und nur von Spenden lebt.
An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass sich unser Verband nicht zum Dossier der grossen Photovoltaikparks in der freien Natur geäussert hat. Die Stellungnahme von Verbandspräsident Elias Vogt, der die Gesetzesänderung dem obligatorischen Referendum unterstellen wollte, ist – wie Suisse Eole festhält, ohne jedoch die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen – eine private und persönliche Stellungnahme.
Was die angebliche Zwietracht betrifft, die unser Verband in unserem Land säen würde, so stellen wir fest, dass es im Gegenteil die Windkraftprojekte sind, die die Bevölkerung systematisch und schwerwiegend spalten. Wenn es eine Verantwortung für die schweren Folgen von Windkraftanlagen geben sollte, liegt nicht auf der Seite derjenigen, die sich für den Schutz der Landschaft und der Biodiversität einsetzen.
Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme unserer Ausführungen.