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In der Weltrangliste herrschte bei Stan Wawrinka 2014 praktisch status quo. Nach seinem Australian-Open-Sieg war der Romand vom 27. Januar bis zum 6. Juli die Nummer 3, seither ist er an der 4. Position klassiert.
Weit weniger linear verlief indes seine Saison im Detail. Auf starke Turniere mit grossen Siegen folgten immer wieder teils unerklärliche Schwäche-Phasen. Die Tennis-Saison Wawrinkas war eine einzige Achterbahnfahrt.
Top: Saisonstart, Monte Carlo und auf Rasen
Highlights gab es 2014 einige: Der Auftakt mit den Triumphen in Chennai und vor allem Melbourne war phantastisch. Im Mai folgte der Turniersieg in Monte Carlo mit dem Finalerfolg gegen Roger Federer. Auch die kurze Rasen-Saison verlief durchaus erfreulich (Halbfinal in Queens, Viertelfinal in Wimbledon). Höhepunkte waren zudem die Siege mit der Schweiz im Davis Cup - auch wenn Wawrinka nur selten überzeugen konnte.
Flop: Nordamerika, Paris und Asien-Tournee
Ebenso zahlreich wie die Ausrufezeichen waren indes die Rückschläge: Auf den Hartplätzen in Nordamerika lief es Wawrinka im März nicht nach Wunsch. Und nach seinem Triumph in Monte Carlo gewann der 29-Jährige an den 3 Sandplatz-Events in Madrid, Rom und Roland Garros nur gerade einen Match.
Wenig erfreulich waren zudem die letzten 2 Monate: An den 5 Turnieren seit Wimbledon hat der Lausanner einzig an den US Open (Viertelfinal) mehr als 2 Partien gewinnen können. Seine Asien-Tournee mit den Erstrunden-Niederlagen in Tokio und Schanghai missglückte dem 29-Jährigen komplett.
Manchmal zu hart zu sich
Er sei strenger zu sich selber geworden, sagte Wawrinka im August in New York. «Manchmal bin ich auch zu hart zu mir und werde zu negativ.» Darunter leide sein Spielniveau. «Ich bin ein Perfektionist und möchte immer mein bestmögliches Niveau erreichen. Und dieses ist höher als in den Vorjahren», so Wawrinka.
6 Erstrunden-Niederlagen in Basel
Nun will Wawrinka ganz zum Saisonende noch einmal Fahrt aufnehmen. Schliesslich stehen mit den ATP World Tour Finals in London und dem Davis-Cup-Final in Lille noch zwei absolute Höhepunkte an.
Ob der Lausanner ausgerechnet in Basel aus seiner jüngsten Form-Baisse findet, muss bezweifelt werden. Mit den Swiss Indoors konnte sich Wawrinka nämlich nie richtig anfreunden. Bei 10 Teilnahmen resultierten nicht weniger als 6 Erstrunden-Niederlagen - zuletzt 2012 und 2013.
Wawrinkas Saison im Detail
|Turnier||Kategorie||Unterlage||Ergebnis|
|Chennai||ATP 250||Hart||Sieg|
|Australian Open||Grand Slam||Hart||Sieg|
|Indian Wells||ATP 1000||Hart||Achtelfinal|
|Miami||ATP 1000||Hart||Achtelfinal|
|Monte Carlo||ATP 1000||Sand||Sieg|
|Madrid||ATP 1000||Sand||2. Runde (nach Freilos)|
|Rom||ATP 1000||Sand||Achtelfinal|
|Roland Garros||Grand Slam||Sand||1. Runde|
|Queens||ATP 250||Rasen||Halbfinal|
|Wimbledon||Grand Slam||Rasen||Viertelfinal|
|Toronto||ATP 1000||Hart||Achtelfinal|
|Cincinnati||ATP 1000||Hart||Viertelfinal|
|US Open||Grand Slam||Hart||Viertelfinal|
|Tokio||ATP 500||Hart||1. Runde|
|Schanghai||ATP 1000||Hart||2. Runde (nach Freilos)|
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 17.10.14, 22:20 Uhr