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Eine der häufigsten Netzhauterkrankung überhaupt ist die Maculadegeneration. Sie befällt ausgerechnet die Netzhautmitte, d.h. den gelben Fleck (lateinisch Macula lutea), den Ort der die höchste Dichte an lichtempfindlichen Photorezeptoren (Zapfen) aufweist. Die Abnutzungserscheinungen betreffen also die Stelle mit der höchsten Dichte an Sinneszellen, den Ort des schärfsten Sehens.
Funktioniert die Macula weniger gut, verschlechtert sich das Sehvermögen, bis man kaum mehr lesen kann und auch nicht mehr ein Fahrzeug lenken darf. Durch den Ausfall des zentralen Blickfeldes lässt sich nichts mehr richtig fixieren. Zum Beispiel kann eine Person nicht mehr an deren Gesichtszügen sondern nur noch anhand der Umrisse, der Gangart und der Stimme erkennt werden, beim Lesen fallen Wortteile oder ganze Wörter aus. Man müht sich mit dem Zusammensetzen eines Puzzles vergebens ab weil immer mehr Puzzleteile (funktionierende Sinneszellen) fehlen, so dass kein Ganzes mehr erkannt werden kann.
Ganz entscheidend für die Therapieform und die Sehprognose ist der Zeitpunkt der Diagnose: je früher je besser! Hilfreich für die Früherfassung ist 1 bis 2 × wöchentliches Selbsttesten mit dem Amsler-Gitter zu Hause. Stark vereinfachend kann die Maculadegeneration in eine sogenannt häufigere trockene und eine etwas weniger häufigen feuchte altersbedingte Maculadegeneration (AMD) unterschieden werden. Die trockene AMD verläuft meist langsamer und führt seltener zu Erblindung im Sinne des Gesetzes. Heutzutage kann man nur versuchen, das Voranschreiten der Degeneration möglichst lange hinauszuzögern, durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, zur Unterstützung der Stoffwechselvorgänge in der Macula. Die feuchte AMD muss hingegen durch Injektion eines Medikamentes in den Glaskörperraum behandelt werden, was durch Einführen einer extrem feinen Nadeln im Operationssaal geschieht. In bestimmten Situationen müssen eine Laserkoagulationsbehandlung oder eine sogenannte Photodynamische Therapie der Netzhaut vorgenommen werden.