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Winteranfang
Aus meteorologischer Sicht beginnt der Winter am 1. Dezember und dauert bis am 28. Februar. Diese Definition beruht auf statistischen Gründen, um die Wetterphänomenen der vier Jahreszeiten besser vergleichen zu können. Der astronomische Winter beginnt jedoch mit der sogenannten Wintersonnenwende, am 21. oder 22. Dezember des Jahres. An diesem Zeitpunkt steht die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der anderen Erdhälfte: Dies ist der kürzeste Tag des Jahres.
Bilanz des Winters 2018/2019: Viel Schnee, und doch zu warm
Im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 war der Winter 2018/2019 im Norden 1,5°, im Süden sogar mehr als 2° Celsius zu warm. Am grössten war die Wärmedifferenz im Dezember und in der zweiten Hälfte des Februars. Da es aber insbesondere in der feuchten Phase kühl war, gab es in diesem Winter in gewissen Regionen viel Schnee. Insbesondere im Osten fiel mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Winter: Wir erinnern uns gerne an die wunderschönen Schneebildern aus dem Kanton Graubünden.
- Tiefste Temperatur des Winters 2018/2019: -28,4° C in La Brévine, am 25. Januar 2019
- Höchste Temperatur des Winters 2018/2019: +23,0° in Lugano, am 22. Februar 2019
Dezember 2018: keine weisse Weihnachten, dafür abwechslungsreiches Wetter
Milde und feuchte Meeresluft in der Schweiz: Dies brachten häufig stürmische Nordwest- und Westwinden im Dezember 2018. Im Flachland der Alpennordseite erreichten die Windspitzen an mehreren Tagen 70 bis 90 km/h. In den Bergen stiegen sie auf 130 bis 150 km/h, vereinzelt auch über 160 km/h. Auf der Südseite der Alpen lagen die Niederschlagsmengen jedoch regional deutlich unter dem Durchschnitt. Der Nordföhn brachte sonniges Wetter mit milden Temperaturen: In den Tieflagen erreichten die Höchstwerte zwischen 10 bis 15 Grad. Um den 10. Dezember kam kühle Luft aus dem Norden zur Alpennordseite: Oberhalb von 1'300 Metern fielen bis zu 50 cm Neuschnee; in der Nacht gab es Schnee auch bis in tiefere Lagen. In den folgenden Tagen floss eine Bisenströmung, welche Minustemperaturen auf beiden Seiten der Alpen verursachte.