Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/46440

<h2>SubmittedText<h2><p>Aus Anlass des Uno-Beitrittes beschenkt die Schweiz die internationale Organisation in New York und Genf mit Gaben im Wert von 2,5 Millionen Franken. Es ist vorgesehen, im Uno-Glaspalast in New York repräsentative Räumlichkeiten neu zu gestalten. Es geht laut Mitteilung des Bundesrates vornehmlich um jenen Raum, in welchem sich die Staatschefs und andere Politikerinnen und Politiker auf ihre Rede vor der Uno-Generalversammlung vorbereiten. In diesem Zusammenhang ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Inwiefern dient es dem Interesse des Schweizervolkes, wenn die nationale Classe politique die internationale Classe politique mit repräsentativen Räumlichkeiten beschenkt?</p><p>2. Inwiefern dient es dem Interesse der Weltbevölkerung - insbesondere dem Not leidenden, hungernden Teil -, wenn die Classe politique der Schweiz die internationale Classe politique mit repräsentativen Räumlichkeiten beschenkt?</p><p>3. Befürchtet der Bundesrat mit dieser Schenkung nicht, dass er jene Uno-Beitrittsgegner bestätigt, die vorausgesagt haben, dass die Classe politique nicht die Sorge um die Weltbevölkerung antreibt, sondern der Eigennutz einer auf standesgemässes Repräsentieren versessenen kleinen Schicht von Politikern und Funktionären?</p>