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Theater Basel | Der Fremde
Mann ohne familiäre Bande
Am Strand von Algier wird ein Mann ermordet. Der Täter ist Franzose – ein gewisser Meursault, Büroangestellter ohne Vornamen. Er ist ein Mann ohne familiäre Bande, ohne jegliche Bindungen an die Welt an sich, umso mehr nach dem Tod seiner Mutter, mit der er sich nicht verstand. Im Mordprozess brüskiert er das Gericht und zeigt keine Reue. Schliesslich wird er für diese Tat, die ohne Motiv zu sein scheint und für die er nur die gleissende Sonne verantwortlich machen kann, zum Tode verurteilt. Er geht in den Tod – in der tiefen Überzeugung, dass es keine Hoffnung und keinen Trost für ihn geben wird.
Mörder als Stellvertreter
Albert Camus schrieb seinen weltberühmten Roman «Der Fremde» während des – von ihm als absurd empfundenen – zweiten Weltkriegs. Der Protagonist ist eine höchst ambivalente Figur: Er ist ein Mörder, aber als Stellvertreter für das Aneckende, das Unpassende und die Verweigerung des Konformen könnte man ihn auch positiv deuten. Meursault ist die Inkarnation des Emotionslosen und der Gleichgültigkeit. Er ist der im Moment Lebende, der die Freiheit erst als Freiheit begreift, als er sie nicht mehr hat.
Was ist die Moral von Grenzen
In der Inszenierung von Patrick Gusset, die er mit einer Gruppe Jugendlicher erarbeitet hat, steht die Frage nach Entsagung und Entzug im Mittelpunkt. Mit welchen Emotionen treten junge Menschen ihrer Umwelt entgegen, was deklarieren sie als relevant? Weiter gefragt: Was ist die Moral von Grenzen? Was unterscheidet das Vertraute vom Fremden? Wann ist man Vertrauter, wann Fremder und (wie) kann das alles zusammengehen? Das Projekt des Jungen Hauses sucht mit Camus’ «Fremden» von damals nach dem «Fremden» von heute.
Theater Basel | kleine Bühne | Der Fremde | Schauspiel nach dem Roman von Albert Camus | Eine Produktion des Jungen Hauses, ab 14 Jahren | Inszenierung: Patrick Gusset | Premiere 14. Januar 2016 | bis 03. Februar 2016
1.1 Videobericht als Web-Movie
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1.2 Web-Video auf Datenträger
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1.3 Videobericht hochauflösend
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1.4 Kopie des Rohmaterials
In begründeten Fällen können wir Ihnen das gesamte Rohmaterial im gewünschten Format zur Verfügung stellen. Eine digitale Kopie kostet 280.- Franken*. Ist das Originalmaterial noch auf Digitalkassetten gespeichert kostet das Kopieren der ersten 100 Minuten (oder 2 DV-Bänder) insgesamt 280.- Franken, jede weitere Stunde derselben Produktion 50.- Franken*. Wünschen Sie ein anderes Format, oder haben Sie andere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
1.5 TV und Film
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Rechtliches
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