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Irans Schah-Witwe wird 80 Kaiserin Farah Pahlavi: Ein Leben voller Glanz und Elend
1938 wird Farah Pahlavi als einziges Kind von Sohrab Diba und Farideh Ghotbi geboren. Ihr Grossvater war persischer Botschafter in Russland und den Niederlanden.
Gemeinsamer Auftritt: In Teheran zeigt sich Farah Pahlavi 1953 an der Seite ihres zukünftigen Mannes Schah Mohammad Reza Pahlavi.
1959 heiraten sie. Er war ihr früherer Kunstlehrer. Nun wird sie zur Frau des iranischen Schahs.
Bei der Hochzeitszeremonie hält die Brautmutter den Koran hoch über der Tochter. Farah schreitet unter dem heiligen Buch in die Ehe mit dem Schah.
1960 wird Söhnchen, Kronprinz Reza Pahlavi geboren.
Besuch in der Schweiz: Der persische Schah und seine Frau Farah treffen im Mai 1961 am Flughafen Zürich-Kloten ein.
Sechs Jahre später besucht die iranische Adelsfamilie erneut die Schweiz. In St. Moritz lernen die beiden Kinder Reza und Farahnaz Skifahren.
Die Adlige macht in schickem Weiss eine gute Figur. Sie fährt neben ihrem Skilehrer am Skilift Corviglia beim Piz Nero.
1967 wird Farah Pahlavi zur Schahbanu, zur Kaiserin gekrönt. Bis zu diesem Tag trug sie den Titel Malekeh, vergleichbar mit Königin.
Die iranische Herrscherfamilie zu diesem Zeitpunkt von links: Ashraf Pahlavi, die Zwillingsschwester des Schahs, Prinzessin Shahnaz Pahlavi, die Halbschwester des Schahs und der Schah selbst. Rechts von ihm Farah, vorne Prinzessin Farahnaz und Kronprinz Reza.
Die Schweiz bleibt der bevorzugter Ferienort der iranischen Royals: 1975 besucht der Schah von Persien erneut St. Moritz. In den Winterferien mit dabei sind Frau Farah und die vier Kinder.
Schon bald sollte ihr royales Leben ein jähes Ende finden. Die islamische Revolution im Iran war nicht mehr aufzuhalten. Am 16. Januar 1979 verlassen der Schah und seine Gattin ihr Land und begeben sich ins Exil. Das Paar wollte in die USA reisen, wo sich seine Kinder bereits befanden. Doch erst statteten sie Ägyptens Präsident Sadat (r.) einen Besuch ab. Hier empfängt das Staatsoberhaupt am Flughafen Assuan die Exilanten aus dem Iran.
1980 stirbt der iranische Schah im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen seiner langjährigen Krebserkrankung. Witwe Farah Pahlavi besucht das Grab ihres Mannes in Kairo.
Es sollte nicht ihr einziger Verlust bleiben. Farah Diba muss 2001 den Selbstmord ihrer Tochter Leila Pahlavi verkraften. Die damals 31-Jährige wurde in London leblos aufgefunden, nachdem sie eine Überdosis Schlaftabletten zu sich nahm.
Als hätte sie nicht schon genug Leid ertragen müssen, verliert Farah Pahlavi auch noch ihren Sohnn Ali Reza. 2011 setzt der Prinz seinem Leben in Boston ein Ende.
Die einstige Kaiserin lebt heute in Frankreich und in den USA. Sie engagiert sich für Hilfswerke wie die Unesco. Hier 2015 in Berlin: Die Schah-Witwe stellt fünf Lithographien vor, welche auf ihren Malereien basieren und in limitierter Auflage erhältlich sind. Der Erlös der Kunstwerke soll die nach ihrem Sohn benannte «Alireza Pahlavi Foundation» unterstützen.
Ihr Lächeln hat die Schahbanu von Iran trotz Schicksalsschlägen nicht verloren. Sie verbringt viel Zeit mir ihrer Familie, liess sich kürzlich wieder mit ihrem Sohn Kronprinz Reza und dessen Frau Yasmine ablichten, umgeben von dessen Töchtern Farah, Noor und Iman (v. l.).