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Wer ein Pferd kauft, sollte sich einen genauen Überblick über den Gesundheitszustand des Tieres verschaffen.
Dafür ist eine ausführliche Ankaufsuntersuchung da.
Die Ankaufs-/ Verkaufsuntersuchung beinhaltet eine klinische Untersuchung der inneren (Kreislauf-, Atem-, Verdauungsapparat, Nervensystem) und äusseren Organe (Haut, Muskulatur) und des Bewegungsapparates (Gliedmassen, Hals, Rücken). Auch werden die Ohren, Augen und Geschlechtsorgane angeschaut und das Pferd in allen Gangarten beurteilt. Ebenfalls gehört ein Belastungstest (mindestens 15-20 Minuten an der Longe im Schritt, Trab und Galopp) dazu.
In einem ausführlichen Kundengespräch wird anschliessend der Gesundheitszustand des Pferdes als Basis für den Kaufentscheid besprochen.
Die Kosten für die Untersuchung trägt normalerweise der Auftraggeber, er ist dementsprechend auch derjenige, welcher bestimmt, welche Zusatzuntersuchungen allenfalls gemacht werden.
Im optimalen Fall weist das Pferd keine grösseren Mängel auf und kann als „gesund und recht“ guten Gewissens gekauft/ verkauft werden. Leider werden aber auch häufig grössere Probleme aufgedeckt - was ja auch Sinn und Zweck dieser Untersuchungen ist. Hier ist es die Aufgabe des Tierarztes mit dem Auftraggeber den Schweregrad der Veränderungen und die möglichen weiteren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen und somit eine Risikoabwägung zu ermöglichen. Damit kann er besser abschätzen, ob er das Pferd trotz der Mängel kaufen/ verkaufen will oder ob eine andere Lösung gesucht werden muss.