Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/2372

Der Wein wurde bei den Juden in Schläuchen aufbewahrt.
Erst durch den Einfluss der Griechen verwendete man immer mehr auch
die handelsüblichen Amphoren.
Zuerst trank
man Wein aus irdenen oder gar goldenen Schalen. Die Technik des Aufbrennens von
Glasur auf Gefässe wurde bereits 4000 Jahre vor Christus erfunden. Um 1500 vor
Christus kamen gläserne Hohlgefässe auf, vermutlich erstmals in Ägypten. Man
füllte Stoffsäcklein mit Sand, tauchte diese in die flüssige Glasmasse und
durch Drehen und Walzen erhielt man die gewünschte Form. Das Säcklein
verbrannte, der Sand konnte nach der Fertigstellung der Flasche ausgeschüttet
werden. Um das 1. Jahrhundert vor Christus kam das Glasblasen in Syrien auf und
verbreitete sich rasch über das Römische Reich.
Erst im
Mittelalter setzte sich die Glasflasche auch nördlich der Alpen durch. Im 17.
Jahrhundert begann man, Glasflaschen für die Weinlagerung zu verwenden. Um das
Zerbrechen der Flaschen zu verhindern, wurden sie mit Stroh, Weidengeflecht oder
Leder umhüllt.
Anfangs des 19.
Jahrhunderts kam es in der Flaschenindustrie zu einschneidenden Veränderungen.
Bis anhin wurden die Glasflaschen im zeitaufwändigen Mundblasverfahren
hergestellt, mit all den damit verbundenen Ungenauigkeiten. Durch die Erfindung
der halb- und später vollautomatischen Maschinen konnten diese Abweichungen
korrigiert werden. Die industrielle Revolution erlaubte eine grössere,
schnellere und billigere Produktion von Glasflaschen. Der einst wertvolle und
einzigartige Glasbehälter verkommt zum Massenartikel.