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Ihr multikultureller Hintergrund eröffnet Myriam zahlreiche Möglichkeiten. Ihre Mutter ist Walliserin, ihr Vater Algerier, aufgewachsen ist in der Schweiz, Ghana, Algerien, Kuweit und Kanada.
Schon als kleines Mädchen träumte sie davon, im Sozialwesen zu arbeiten. Ihr Wunsch, anderen zu helfen, brachte sie zunächst dazu, ein Medizinstudium zu absolvieren und während vier Jahren als Ärztin zu arbeiten. Um eine ganzheitliche Vision des Berufs zu erlangen, wandte sie sich der traditionellen chinesischen Medizin zu. Sie arbeitete als Pflegehelferin und Sozialpädagogin und bildete sich fortlaufend weiter.
Die Mutter zweier kleiner Töchter beschliesst, unter anderem aufgrund der Lebensqualität in ihre Heimat zurückzukehren. In Sitten arbeitet sie als Pflegehelferin in einer psychogeriatrischen Abteilung. Sie fühlt sich jedoch immer noch zum Sozialen hingezogen. Dies ist, was sie antreibt. Ihre Vorgesetzte bemerkt dies und ermutigt sie, ein Bachelorstudium der Sozialen Arbeit aufzunehmen, mit dem Ziel, die soziokulturelle Animation in der Psychogeriatrie zu fördern.
Für Myriam ist dieses Studium Glück pur. Und vor allem ist es nie zu spät: „Es stimmt nicht, dass Lernen mit dem Alter schwieriger wird. Mit meinem Vorwissen ist es für mich viel einfacher und interessanter zu lernen als in meiner Zeit als Medizinstudentin!“
Eines ist sicher: ihre Lebenslust ist ansteckend!