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zum gedenken
? Marie Waeber-Zosso, Schmitten
Am 21. August 1911 wurde Marie Waeber-Zosso als erstes der 14 Kinder der Eltern Stefan und Rosalie Zosso-Boschung in Amtmerswil bei Wünnewil geboren. Sieben Jahre besuchte sie die Primarschule in Wünnewil und das achte in Freiburg. Nach der Schulentlassung folgten zwei Jahre als Familienhilfe. Die Eltern waren nicht auf Rosen gebettet. Der Vater leistete monatelang Militärdienst, und da die Nachkriegsjahre der Armut Vorschub leisteten, musste Marie mit 17 Jahren mithelfen, die Grossfamilie über die Runden zu bringen. Fast zwanzig Jahre lang führte ihr Arbeitsweg nach Neuenegg in die Wander AG. Dort arbeitete sie mit Freude und Zufriedenheit.1939 führte sie der Schmittner Josef Waeber an den Traualtar. Die glücklichen Eltern durften zwei Mädchen und zwei Buben zur Taufe tragen. Die junge Familie wohnte an der heutigen F.-X.-Müller-Strasse. 1945 wagten die Eltern Waeber die Erstellung eines Eigenheims im Hagnet. Die Freude über das Erreichte war gross. Doch ohne das tatkräftige Mitverdienen mit verschiedensten Heimarbeiten der guten Mutter wäre die Finanzierung nicht möglich gewesen. Marie Waeber war ihren Kindern eine vorbildliche, unermüdliche und besorgte Mutter und ihrem Gatten eine Stütze und Hilfe in allen Situationen.In jüngeren Jahren, als in Schmitten die Theaterkultur blühte, war sie eine begeisterte Laienschauspielerin. Im Mütter- und Landfrauenverein machte sie aktiv mit und gehörte über viele Jahre dem Vorstande an. Jahrzehntelang besorgte sie mit einigen Kolleginnen die Priester- und Messdienergewänder der Kirche Schmitten. Lange Zeit nähte und strickte sie monatlich einmal in der Missionsgruppe.Dazu führte sie ihrer Familie ein gastliches Haus mit einem gepflegten Haushalt und sorgte stets für ein zufriedenes und freundliches Daheim. Ihre Sorge galt ganz be- sonders den Angehörigen. So nahm sie ihre alternde und kränkelnde Mutter in ihre Familie und pflegte und umsorgte sie liebevoll drei Jahre lang. Eine ganz besondere Beziehung pflegte sie zu den Grosskindern.Marie Waeber lebte mit Überzeugung einen tiefen Glauben. Bis ins hohe Alter schritt sie täglich zur Messe in der Pfarrkirche, wo sie Kraft schöpfte und für erlangtes Glück dem Schöpfer dankte. Dazu war Marie eine leutselige, mitfühlende und anteilnehmende Frau.1989 durften die Eltern Waeber-Zosso die Goldene Hochzeit feiern. Es folgten noch neun frohe Jahre im trauten Heim. Doch 1998 erlitt ihr Gatte einen Hirnschlag, und er musste ins Pflegeheim Tafers. Die verantwortungsbewusste Frau nahm sich eine neue, schwere Aufgabe vor: Sie besuchte ihren Gatten täglich bis zu seinem Tode. Sein Tod 2002 traf die damals 91-jährige Frau schwer. Der Trennungsschmerz setzte ihr sehr zu. Doch Marie Waeber war eine starke Frau, sie fand den Rank wieder. Infolge grösserer Altersbeschwerden entschloss sie sich anfangs Sommer 2006, sich vom geliebten Heim zu trennen und den letzten Lebensabschnitt im Pflegeheim Sonnmatt zu verbringen. Am 21. November 2006 wurde sie von ihren Beschwerden erlöst.Eing.