Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03227.jsonl.gz/1174

Microsoft zeigt zum erstenmal die nächste Version des 'Communications Servers' und kündigt umwälzende Entwicklungen an.
Die nächste Version von Microsofts 'Office Communications Server' wird in der zweiten Jahreshälfte 2010 erhältlich. Dies sagte Gurdeep Singh Pall, bei Microsoft für das Geschäft mit dem 'Office Communication Server' verantwortlich, gestern an einem Kongress in Florida. 'Communication Server 14', wie die in die PC-Kommunikation integrierte "Telefonzentrale" von Microsoft noch genannt wird, werde grösste Umwälzungen auslösen, prophezeit Pall in einem Blogbeitrag
. Er habe erlebt, wie der Launch von Windows 3.0 1990 einen Wendepunkt in der Computerei, die sich von Mainframes auf PCs verlagerte, bedeutete. Und nun glaubt er, dass 'Communications Server 14' ähnlich umwälzende Auswirkungen haben werde.
Sehr viel über Features and Functions der Software, die im wesentlichen die Funktionen einer Telefonzentrale mit E-Mail- und Instant-Messaging verknüpft, sagte Pall nicht. Es wird einen neuen Kommunikations-Client für den PC geben, der natürlich besonders gut mit Microsoft Office, SharePoint (für die gemeinsame Bearbeitung von Daten) und Exchange zusammenarbeiten wird. Zusätzlich wird es aber auch eine Plattform für Software-Hersteller geben, die damit Kommunikation in ihre eigenen Lösungen einbauen können. Microsoft wird dies zweifellos mit seinen "Dynamics" Business-Lösungen (NAV, AX, CRM) tun. Pall glaubt, dass schon in drei Jahren drei Viertel aller neu verkauften Geschäftsanwendungen eine Kommunikationslösung integriert haben werden.
Pall zeigte ein nettes Feature: Man wird mit 'Communications Server 14' Mitarbeitende nicht nur nach Namen, sondern auch nach Kompetenzen suchen können und man wird sehen, wo sie gerade sind und ob sie allenfalls frei wären.
Riesenmarkt
Der US-Marktforscher Forrester glaubt, dass der Markt für Software für 'Unified Communications' in fünf Jahre etwa 14,5 Milliarden Dollar "schwer" sein wird. Microsoft will sich davon ein rechtes Stück abschneiden. (Christoph Hugenschmidt)