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Früher oder später befindet sich jede/r in einer Situation, in welcher man aufgefordert wird, etwas zu präsentieren oder einen Vortrag zu halten. Um dabei die bestmögliche Leistung zu erzielen, ist es von Vorteil zu wissen, wie man sich vor einer Menschenmenge verhält oder seine Ideen richtig zum Ausdruck bringt.
Hier sind ein paar wichtige Grundlagen, damit deine nächste Präsentation ein voller Erfolg wird:
Das Sender-Empfänger-Model
Um besser und deutlicher kommunizieren zu können, müssen wir erst einmal verstehen, wie ein Kommunikationsprozess abläuft.
Wird in einer Situation eine Information von einem Sender übertragen, was zu einer anschliessenden Interpretation des Empfängers führt, dann spricht man vom sogenannten Sender-Empfänger-Model. Es ist gerade im Marketing von grosser Bedeutung, um Kommunikationsprozesse zu verstehen und zielgerichtete Botschaften zu formulieren.
Dieser Kommunikationsprozess besteht aus mehreren Elementen:
- Sender: die Person, die eine Information übermittelt
- Empfänger: die Person, die die Information erhält und interpretiert
- Botschaft: die Information, die übermittelt wird
- Kanal: wie wird die Information überbracht (Sprache, Schrift, Gestik,..)
- Kodierung: Sender wandelt Botschaft in Signale um
- Dekodierung: Empfänger wandelt Signale in Informationen zurück
- Rauschen und Störungen. Mögliche Beeinträchtigungen im Prozess (Geräusche, Sprache,..)
Wie in dieser Auflistung deutlich wird, ist ein wichtiger Teil der Kommunikation, wie eine Information aufgenommen und verarbeitet wird.
Verbale, nonverbale & paraverbale Kommunikation
Spannend zu wissen ist, dass bei der Kommunikation gerade mal ein Bruchteil des Gesagten wirklich eine Rolle spielt.
Wenn wir uns mit jemandem unterhalten, dann gibt es drei verschiedene Aspekte zu beachten:
- Der Verbale Teil: «Verbal» bezeichnet Wort und Satzbau einer Information, also das, was wir sagen
- Non Verbal: Dabei sprechen wir von der Körperhaltung, der Mimik und dem Aussehen, also die Wirkung, die wir haben
- Para Verbal: das bezieht sich auf die Stimmlage, die Lautstärke, das Tempo und die Melodie, also die Emotionen, die wir zeigen
Wie präsentiere ich richtig?
Nun hast du die wichtigsten Grundlagen gelernt, Glückwunsch!
Hast du ein Vortrag in der Schule oder ist eine wichtige Präsentation in der Firma angekündigt? Kein Stress, das eben gelernte muss jetzt nur noch umgesetzt werden.
Das Ziel beim Präsentieren ist es, selbstbewusst und sicher aufzutreten. Mache deinem Gegenüber klar, dass du Ahnung davon hast, was du von dir gibst und lasse andere Wissen, dass du überzeugt von dir und deinen Argumenten bist. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass du selbst nicht von dir überzeugt bist, denn wenn du es nicht bist, wie sollen es dann die anderen sein?
Um das auch umsetzen zu können, halte dich an diesen Keypoints fest:
Berührung
Falls du neu in einen Raum kommst und die Anwesenden begrüsst, dann achte auf einen festen und bestimmten Händedruck. Du sollst aber nicht gleich die Hand des anderen zerdrücken :)
Proxemik
Achte auf deine Distanz zum Publikum. Stellst du dich ganz nach hinten an die Wand, dann wirkst du klein und verunsichert, doch stelle dich auch nicht zu nahe an das Publikum heran. Halte einen gewissen Abstand zur Leinwand / zum Bildschirm aber auch zum Publikum. Achte aber darauf, dass du die Sicht auf deine Präsentation nicht versperrst.
Blickkontakt
Schaue nicht die ganze Zeit auf deine Notizen und suche den Blickkontakt mit dem Publikum. Wechsel dich mit den Personen ab, so fühlen sich alle in deinen Vortrag miteinbezogen. Achtung! Starre die einzelnen Personen nicht an! Dann kommt schnell ein Unbehagen auf.
Körpersprache
Achte auf eine aufrechte Körperhaltung und auf eine möglichst natürliche «Pose». Verschränke nicht die Arme oder lasse sie in den Taschen deiner Hose oder deines Hoodies verschwinden, das wirkt desinteressiert und unseriös. Versuche auch, nicht die ganze Zeit von einem Bein auf das andere zu hüpfen. Bleibe möglichst ruhig, etwa hüftbreit stehen. Natürlich darfst du dich auch mal im Raum bewegen, wenn es zur Situation oder zum Inhalt der Präsentation passt. Benutze ruhig auch deine Hände, um das gesagte zu unterstreichen oder dem ganzen mehr Ausdruck zu verleihen.
Tonfall
Keiner hört gerne zu, wenn das Gesagte immer monoton und eintönig klingt. Betone wichtige Wörter, spiele mit dem Tempo und achte auf eine angemessene Lautstärke. Alle sollen dich problemlos und angenehm verstehen können.
Lampenfieber und Blackouts
Jeder kennt es: Ein Vortrag steht an und am Abend vorher ist man das reinste Nervenbündel. Man ist nervös, vergisst beim Üben seinen Text oder man kann nur schwer einschlafen.
Zuallererst muss man sagen: Nervosität ist nichts Schlechtes! Ein bisschen Nervosität ist gut und wichtig. Es hilft dir, dich auf deine Arbeit zu fokussieren und zeigt, dass dir das Ergebnis nicht egal ist. Trotzdem sollte die Nervosität nie die Überhand gewinnen. Hier ein paar Tipps, wie du damit umgehen kannst:
- Gute Vorbereitung ist das A und O. Setze dich mit deinem Thema auseinander und übe so oft, wie es geht. Je besser du dich auskennst, desto besser sind die Chancen auf einen Erfolg.
- Ein Manuskript ist dein Freund und Helfer. Schreibe dir einige Hilfszettel, auf die du während der Präsentation immer wieder zurückgreifen kannst.
- Lockerungsübungen sind vor einem Vortrag sehr beruhigend. Schüttle einmal deine Arme und Hände aus oder atme bewusst mehrere Minuten ein und aus. Du kannst auch auf YouTube nach diversen Lockerungsübungen suchen. Sicherlich ist auch etwas für dich dabei!
- Ein voller Bauch präsentiert nicht gerne. Schau, dass du vorher etwas im Magen hast, aber schlag ihn dir nicht voll. Keiner mag das Gefühl von zu viel Essen im Bauch, vor allem nicht, wenn du dann noch vor Leuten stehen musst.
- Atmen! Bei all der Aufregung kann man das Atmen schnell einmal vergessen. Achte auf eine regelmässige Atmung.
- Suche während der Präsentation nach freundlichen Gesichtern. Zwischen ihnen kannst du dich abwechseln und das gibt dir eine gewisse Sicherheit.
- Keiner merkt dir deine Nervosität so sehr an wie du selbst. Auch wenn du denkst, dass jeder sieht, wie deine Hände zittern oder dass du durchgehend stotterst. Meistens ist es gar nicht so schlimm, wie man meint. Denk immer daran.
Manchmal kann man es nicht vorbeugen und es kommt zu einem Blackout. Keine Panik, das passiert jedem Mal! So reagierst du am besten:
Atme kurz tief durch und beruhige dich. Wiederhole deinen letzten Satz und schaue auf deine Stichwortzettel. Versuche den Anschluss wieder zu finden. Worum geht es? Stelle nötigenfalls eine Frage an das Publikum, so gewinnst du etwas Zeit zum Überlegen.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst und mache anschliessend wieder genau so weiter wie vorher.