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Surses ist eine politische Gemeinde in der Region Albula des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie ist am 1. Januar 2016 durch die Fusion der politischen Gemeinden Salouf, Riom-Parsonz, Cunter, Savognin, Tinizong-Rona, Mulegns, Sur, Marmorera und Bivio entstanden. Nach Scuol ist sie flächenmässig die zweitgrösste Gemeinde im Kanton Graubünden und hinter Glarus Süd die drittgrösste der Schweiz.
Das Gemeindegebiet umfasst das ganze Tal Oberhalbstein (rätoromanisch Surses).
Geschichte
Eine vom Kanton Graubünden favorisierte Fusion aller Gemeinden des Tales scheiterte Anfang März 2006 vorwiegend an den kleineren Gemeinden. In getrennten und gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen sagten zwar fast 60 % der Stimmenden Ja zum Projekt. Weil sich aber die Gemeinden Cunter, Marmorera, Salouf, Sur und Tinizong-Rona gegen den Zusammenschluss aussprachen und das benötigte Quorum von 85 % der Stimmen nicht zustande kam, scheiterte das Projekt. Die Bündner Regierung hatte die erstmalige Fusion eines ganzen Kreises mit einem «Fusionsgeschenk» von 9,25 Millionen Franken aus der Kantonskasse stark propagiert. Die Gemeinde Surses wäre damals zur flächenmässig grössten Gemeinde der Schweiz geworden.
Im Jahre 2015 wurde ein zweiter Anlauf für die Fusionsgemeinde unternommen. Diesmal stimmten die Bürger der betroffenen Gemeinden deutlich für den Zusammenschluss zur Gemeinde Surses. Die neue Gemeinde entstand am 1. Januar 2016.