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Vakuum ist die Abwesenheit von Materie. Aristoteles vertrat die Meinung, dass der Raum mit Seiendem angefüllt sei und die Natur Abscheu vor dem Vakuum habe. Philosophisch gesehen entfällt damit auch die Frage nach der Entstehung der Welt, die dann nur noch über sich ständig wandelnde Zustände definiert ist, nicht aber durch einen Schöpfungsakt aus dem Nichts. Aufgrund des Wesens des Nichts kann über es nicht gesprochen werden, da die Sprache Ausdruck der Vernunft ist, welche dem Nichts gegenübersteht und es in Schach hält. Nichts offenbart sich also ausschließlich im Schweigen oder der Meditation. Depressiv Betroffene haben das Gefühl, gar nicht mehr denken zu können, und beschreiben kognitive Prozesse als ein inneres „Nichts“ oder „Vakuum“.
In der Kunst bezeichnet man den Wunsch, alle leeren Flächen, besonders in der Malerei und im Relief, mit Darstellungen oder Ornamenten zu füllen, horror vacui, lat. «Scheu vor der Leere». Musik hört man im Vakuum nicht. Vakuumiertes Fleisch hält sich im Gegensatz zu normal verpacktem um ein 10-faches länger.
Halten Gedanken in einem Vakuumbeutel länger, weil der Luftsauerstoff fehlt und damit Stoffwechsel- und Oxidationsprozesse verlangsamt werden? Macht es überhaupt Sinn, Gedanken zu vakuumieren? Wir haben es ausprobiert. Das Experiment „Vakuum“ können Sie im Schaukasten von metron/Brugg bis Juni mitverfolgen.
„Bitte denken Sie nicht weiter darüber nach.“ Müller Tauscher