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Im Januar 2011 hat das Institut Kinder- und Jugendhilfe eine Studie abgeschlossen, die durch das 'Kinderheim Bachtelen - Sonderpädagogisches Zentrum für Verhalten und Sprache' finanziert wurde. Die Studie verknüpfte Forschungsperspektiven der Heimerziehungsforschung mit solchen der Biographieforschung und Transitionsforschung und kombinierte quantitative und qualitative Methoden. Im Mittelpunkt der ersten Untersuchungsperspektive standen die subjektiven Erfahrungen und Sichtweise von (ehemaligen) Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern hinsichtlich ihres Aufenthaltes im Heim sowie hinsichtlich der Phasen des Austritts aus dem Heim und des Übergangs in Ausbildung und in eine Lebensführung ausserhalb des Heims (biographische Leitfadeninterviews mit 16 ehemaligen Heimjugendlichen). Eine zweite Untersuchungsperspektive fokussierte auf die (sozial-)pädagogischen Leitbilder, Zielsetzungen und Wirkungsannahmen von Fachpersonen des Heimes (Gruppendiskussionen und Leitfadeninterviews mit Fachpersonen in unterschiedlichen Funktionen). Eine dritte Untersuchungsperspektive thematisierte die Ausbildungsverläufe, Lebenslagen und Lebenssituation ehemaliger Heimbewohnerinnen und Heimbewohner (telefonische Befragung; N=108; n=47). Die vierte Untersuchungsperspektive richtete die Aufmerksamkeit auf den Alltag in Schul- und Wohngruppensettings (ethnografische Beobachtung). Die Ergebnisse eröffnen differenzierte Einsichten in die Typik biographischer Herausforderungen, mit denen sich Jugendliche und junge Erwachsene im Übergang aus der Heimerziehung in selbständige Lebensführung konfrontiert sehen; in Ressourcen und Kompetenzen, die für einen gelingenden Übergang aus der Heimerziehung in selbständige Lebensführung von besonderer Bedeutung sind; in die Heterogenität von Verselbständigungsprozessen und in grundlegende Dilemmata und Ambivalenzen von Heimerziehung. Auf der Basis des Projektberichts wurden verschiedene Publikationen erarbeitet.