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Kaum ein Datum in der Geschichte der beiden deutschen Staaten ist so zur Legende geworden wie der 17. Juni 1953. In der Bundesrepublik wurde dieser Tag zum Symbol - für den Kampf aller Deutschen um Freiheit und Demokratie. In der DDR hingegen versuchte das Regime, die Erinnerung daran auszulöschen. Das Geschehen und seine Hintergründe wurde bisher weder in einer grossen Fernsehdokumentation noch in einer bedeutenden populären Buchpublikation gewürdigt - dabei war es einer der Meilensteine deutscher Nachkriegsgeschichte. Wer wäre besser geeignet, diese Lücke zu schliessen, als Guido Knopp? In seinem Werk schildert er die Ereignisse um diesen historischen Tag in all ihrer Dramatik. Er erzählt, wie sich die Wut der aufgebrachten Massen entlud, wie sie für freie Meinungsäusserung und freie Wahlen auf die Strasse gingen. Ohne das Eingreifen der Sowjetpanzer wäre der Aufstand erfolgreich verlaufen - und die Einheit vielleicht früher gekommen.
Portrait
Prof. Dr. Guido Knopp war nach seinem Studium zunächst Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und anschließend Auslandschef der Welt am Sonntag. Seit 1984 leitet er die ZDF- Redaktion Zeitgeschichte. Guido Knopp hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis und das Bundesverdienstkreuz.