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«Im Moment sind mehr als 20 Impfstoffkandidaten in klinischen Studien», sagt Soumya Swaminathan, Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorgansisation (WHO), in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.
«Deshalb sind wir zuversichtlich, dass ein paar von ihnen funktionieren werden.» Laut Swaminathan könnten Anfang 2021 erste Ergebnisse vorliegen. Nach der Massenproduktion der Impfstoffe könnte es daraufhin Mitte 2021 einen Impfstoff geben, der auf breiter Basis eingesetzt wird.
GB: Deal für 90 Millionen Impfdosen
Grossbritannien hat sich von zwei möglichen Impfstoffen 90 Millionen Dosen gesichert. Man habe mit mehreren Pharmafirmen entsprechende Verträge unterschrieben, meldet das Wirtschaftsministerium.
Beteiligt sind unter anderem die Firmen BioN-Tech und Pfizer. Wieviel Grossbritannien für die möglichen Impfungen bezahlt ist unklar.
Im Idealfall mehr als zwei Impfstoffe erfolgreich
«Natürlich lässt sich das nicht vorhersagen», betont Swaminathan. Sie hat jedoch grosse Hoffnungen: «Wenn wir annehmen, dass es eine zehnprozentige Chance für jeden der Impfstoffkandidaten gibt, erfolgreich zu sein, bedeutet das immer noch, dass ein oder zwei Impfstoffe erfolgreich sein könnten – vielleicht sogar mehr.»
Swaminathan sagt zur aktuellen Entwicklung eines Corona-Impfstoffs, es sei einer der kürzesten Zeitpläne, den die WHO je gesehen habe: «Von der Veröffentlichung des Virus-Genoms im Januar bis zum ersten Impfstofftest im März vergingen weniger als drei Monate.»
Die WHO-Chefwissenschaftlerin nimmt auch Bezug auf die Antikörper. Es sei nicht entmutigend, dass neutralisierende Antikörper in einigen Corona-Infizierten nach einer Zeit verschwinden. Das bedeute aber nicht, dass damit die Immunität weg sei.
Die verschiedenen Arten der Immunität gegen das Virus würden derzeit erforscht. Es gebe verschiedene Arten der Körperabwehr, wie etwa T-Zellen und Gedächtniszellen.