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… erbaut Johann Amiet-Stüdeli in Langendorf an Stelle eines alten, mit Stroh gedeckten Hauses, ein neues, stattliches Bauernhaus. Amiet verlangt beim Kleinen Rat zu Solothurn (der heutige Regierungsrat) ein Pintenschenkrecht, das ihm 1820 erteilt wird.
… bewilligt die Kantonsregierung die Umwandlung der Pinte zu einer Tavernenwirtschaft. Im selben Jahr wird der Uhu ins Schild der Wirtschaft aufgenommen. Der Kauz, als Wächter der Nacht, ist das Wahrzeichen der Langendörfer Schützengesellschaft und gleichzeitig das Ehrensymbol der liberalen Partei der Schweiz.
… ersteigert Urs Witmer-Brunner die Liegenschaft Nr. 32 zum Preis von rund 7’400 Franken. Witmer ist von Beruf Müller und Bäcker und seit 1851 Gemeindeamman von Langendorf. Im Sonderbundskrieg von 1847 leistete er Dienst als Kavalleriefeldweibel.
… übernimmt Urs Witmers Sohn, Hermann Witmer-Ingold, den Betrieb. Er ist von Beruf Bäcker und Landwirt und wie sein Vater politisch tätig: von 1900 bis 1925 als Gemeindeammann und in dieser Zeit während einer Legislaturperiode auch als liberaler Kantonsrat.
… wird der älteste Sohn von Hermann Witmer, Ernst Witmer-Scheidegger, neuer Wirt im «Chutz». Ernst Witmer ist ein umsichtiger Geschäftsmann und Bauer. Er vergrössert den Betrieb sukzessive und lässt den Gasthof ausbauen.
… führt Max Witmer-Hubler, der einzige Sohn von Ernst Witmer, den Betrieb weiter. Nach alter Familientradition betätigt er sich politisch und amtet acht Jahre lang als frei sinniger Kantonsrat. Dank seinem Engagement in der Öffentlichkeit und mit Unterstützung seiner Frau Ruth gelingt es Max Witmer, den «Chutz» bis weit über die Region hinaus bekannt zu machen.
… geht die Leitung des «Chutz» in die Hände der fünften Generation über. Urs Witmer-Schmassmann übernimmt als jüngster Sohn von Max Witmer den Gasthof. Als Gastronom pflegt Urs Witmer vor allem eine ländliche Küche französischer Prägung. Er macht den «Chutz» so zu einer der ersten Adressen für die Liebhaber der traditionellen Kochkultur.