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| Hilarius von Poitiers († 367) - Gegen die Arianer, oder gegen Auxentius von Mailand

Fünfzehntes Hauptstück.
Zwei Götter aber habe ich nie gelehrt; denn es gibt auch nicht zwei Väter, daß zwei Götter genannt würben, und nicht zwei Söhne; sondern es ist Ein Sohn aus Einem Vater, der Alleine von dem Alleinen, Gott aus Gott, wie geschrieben steht:1 „Ein Gott, der Vater, aus welchem alle Dinge sind, und Ein Herr, Jesus Christus, durch welchen Alles ist;“ weßhalb wir auch Eine Gottheit predigen. Daher sind alle Irrlehren, welche dem katholischen Glauben entgegen sind, zwar immer von den versammelten katholischen Bischöfen verworfen und verflucht, besonders aber von uns, die wir zu Rimini zusammentraten, und seitdem verworfen worden. Die katholische Lehre aber, und die der Evangelien, welche die Apostel überliefert [S. 341] haben, diese haben wir getreu bewahrt. Damit jedoch euere Frömmigkeit dasjenige richtiger einsehen möchte, was in dem Koncilium zu Rimini verhandelt worden ist, so habe ich es übersendet, und bitte, ihr möchtet befehlen, daß dasselbe gefällig gelesen werde. Denn so wird euere Herrlichkeit einsehen, daß die, welche schon lange abgesetzt sind, das ist, Hilarius und Eusebius, sich bemühen, überall Spaltungen zu veranlassen. Denn euere Frömmigkeit sieht gar wohl ein, daß das, was aus den heiligen Schriften des katholischen Glaubens gut erklärt worden ist, nicht noch einmal verhandelt werden müsse.“
1: I. Korinth. VIII, 6.