Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03358.jsonl.gz/1170

-
Über die Herkunft des Namens Madulain gibt es mehrere Annahmen.
Madulene (Eisenerzabbau)
Der Name Madulene wird in der Literatur von Metallum abgeleitet und mit dem früheren Eisenserzabbau oberhalb des Dorfes am Es-chabach in Verbindung gebracht.
Medio Lacu (in der Mitte der Seen)
Die Geschichte von Madulainca.1200
Betrieb von Metallschmelzöfen, Schlacken-Funde an der Ova d'Es-cha 1320 Das Oberengadin war in drei Pleivs (Pfarreien) mit je einer Taufkirche eingeteilt: Zuoz (S-chanf, Madulain, La Punt Chamues-ch) Samedan (Bever, Samedan, Celerina und Pontresina) St. Moritz (Silvaplana und Sils) 1237-1251 Bau der Zollburg Guardaval (grosser und kleiner Zoll), Madulain durch den Bischof in Chur, Volkard von Neuburg 1370 Erste Erwähnung einer Kirche in Madulain 1441 und 1454 Erwähnung einer Kirche San Batrumieu (Apostel von Jesus) unterhalb von Madulain ca. 1420 Zerstörung der Zollburg Guardaval 1510 Fertigstellung der spätgothischen Kirche durch Meister Bernhard von Puschlav Renovationen 1672, 1745-1752, 1923, 1963, 1995 1554 Einführung der Reformation in Madulain 1527 Einführung der romanischen Schriftsprache Puter in Zuoz durch Gian Travers, Politiker 1483-1563 "Chianzun da la guerra dal Chasté d' Müs" und 1552 Jachiam Bifrun, Richter, Landammann Übersetzer des neuen Tastamentes (Katechismus) ins Romanische (Puter) 1538-1543 Terrtorialteilung im Oberengadin: Die "Cumoen Grand" wird in die Dorfgemeinden aufgeteilt. Die damals festgelegten Gemeindegrenzen gelten im wesentlichen heute noch, jedoch bleibt Madulain eine Fraktion von Zuoz. 1543 Madulain löst sich definitiv von der Gemeinde Zuoz 1543 Rechtshandel in S-chanf betreffend der Waldnutzung im Val Scarl und mit Zuoz im Val Chamuera Bildung der Sondereingetumsform der Waldsuperficies 1566 Ein grosser Teil der Dorfbevölkerung fiel der Pest zum Opfer. Zuoz erlaubte den Madulainern nicht mehr, ihre Toten auf dem Zuozer Friedhof zu bestatten. Sie mussten auf dem Feld beerdigt werden. 1643 Ältestes, heute erhaltenes Datum an einem Haus in Madulain 1790 Bau der Chesa Romedi in Madulain 1793 Charta geografica von Conradin Colani von La Punt Chamues-ch und Madulain, Parzellenplan 1826 Verpachtung der Alp Prüna an die Familie Orlandi: Pachtdauer bis zum Aussterben des Geschlechts. Pachtzins: 2 Laib Käse. Später Fr. 255.90 1860 Verlegung (Neubau) der Engadinerstrasse zwischen La Punt - Madulain vom rechten an das linke Innufer 1874 Flaz und Inn von Punt Muragl bis La Punt eingedämmt. Damit erhöht sich die Überschwemmungsgefahr in Madulain bis S-chanf. 1903 Erstellung des Kraftwerkes Madulain durch die Bündner Kraftwerke Klosters 1904 Privatschule im Haus Paulin Ratti (unterhalb der RhB-Barriere), die von Schülern aus dem ganzen Engadin besucht wurde 1904 Kinder von Madulain besuchen die Schule in La Punt Chamues-ch 1908 Kinder von Madulain besuchen die Schule in Zuoz 1911 Bau des Bahnhofes von Madulain, 1991 Fassadenrenovation 1913 Inbetriebnahme der Bahnlinie St. Moritz - Scuol 1935-1938 Bau der "neuen" Alpstrasse 1936 Verlegung des Friedhofes auf die Geländeterrasse über der Bahnlinie am Südwestrand des Gemeindeterritoriums ca. 600m vom Dorfrand entfernt, in einen lichten Lärchenwald 1939 Madulain erhält auf die Landesausstellung in Zürich ein neues Gemeindewappen 1961 Letzte Vergrösserung des Nationalparkes mit Val Trupchun, wo unter anderem die Gemeinde Madulain mit der Wald-Abteilung 20 eine Waldsuperficie mit einer Fläche von ca. 41 ha besitzt. Im Jahre 1995 wurde der Vertrag erneuert: Entschädigung der Eidgenossenschaft an die Gemeinde Fr. 2400.00 pro Jahr 1964 Bau der Hydrantenleitung im Dorf 1968 Erste Gemeindebauordnung von der Gemeindeversammlung beschlossen. 1970 Beginn des Baubooms mit Stockwerkeigentumswohnungen 1973 Ausbau des Gemeindehauses, Baujahr ~ 1700, Architekt Tino Walz 1974 Bau des Waldweges Pschaidas 1080m 1974 Gründung des Schulverbandes La Plaiv für die Sekundar- und Realschule der Gemeinden La Punt Chamues-ch, Madulain, Zuoz und S-chanf 1976 Eröffnung der Via Segantini auf der linken Talseite auf ca. 1880 m.ü.M. von La Punt bis Zuoz 1977 Neubau eines grösseren Wasserreservoirs 1780 m.ü.M. 1977-1980 Bau der Abwasserreinigungsanlage Furnatsch, des Abwasserverbandes und des Verbands- Transportkanals Suot Funtauna Merla mit den Gemeinden La Punt Chamues-ch, Madulain, Zuoz und S-chanf 1980 Bau des Verbandskanals La Punt - S-chanf 1981 Gemeinde-Baugesetz und Zonenpläne / Generelle Gestaltungspläne und Generelle Erschliessungspläne von der Gemeindeversammlung beschlossen 1981 Neupflästerung und Beleuchtung Via da Baselgia 1984 Bau der Umfahrungsstrasse, Melioration und Güterzusammenlegung 1987 Warme heftige Gewitter führen zu Überschwemmungen des Inns und der Ova d'Es-cha; die Gemeindefeuerwehr dämmt die Ova d'Es-cha ein. 1987 Ausbau und Verbreiterung der neuen Alpstrasse bis ca. 1960 m.ü.M. 1987-1989 Kauf und Ausbau der Chesa Strimer durch die Gemeinde-Architekten Heinrich Bauder und Gianni Secchi 1989 Erstes Coppa Colani, Curling-Tournier in Zuoz 1989 Revision und Ergänzung Gemeinde-Baugesetz und Zonenpläne / Generelle Gestaltungspläne Generelle Erschliessungspläne 1990 Waldbauprojekt. Bau der Waldstrasse Sur Chasté 1994 Bau des Werkgebäudes anstelle des Nitridgebäudes und des Feuerwehrmagazins 1995 Erster Strassenbrunch in Madulain des "Kulinarium" 5 vor dem Restaurant Colani mit den Spitzenköchen G. Stöhr, L. Rosenblatt, P. Graber und E. Hitzberger 1995 Wald / Weide Ausscheidung und Waldbewirtschaftungsplan 1995 Vertrag mit Stiftung Nationalpark: Verzicht auf die Waldnutzungsrechte der Gemeinde im Val Trupchun 1995 Aufhebung der Milchsammelstelle im Gemeindehaus. Die Pipeline liefert im Sommer nach wie vor die Milch von der Alp Es-cha Dadour in den ehemaligen Milchannahmeraum. Die Milch wird direkt bei den Landwirten abgeholt. Jeder Landwirt kühlt die Milch in einem eigenen Kühlbehälter. Die Bevölkerung kann die Milch direkt bei den Landwirten beziehen. 1996 Bau und Fortsetzung der "neuen" Alpstrasse ab ca. 1960 m.ü.M. über Zuozer Boden bis zur Alp Es-cha Dadour 1996 Einbau von Urnengräbern im Friedhof 1998 Gründung der Tourismusorganisation Plaiv (TOP Engadin) und der Wirtschaftsorganisation Plaiv (WOP) durch die Gemeiden La Punt Chamues-ch, Madulain, Zuoz und S-chanf 1998 Gründung der Golf Zuoz AG 1998 Eröffnung des Reka Ferienhauses Chesa Engiadina (ehemals Chesa Raschér, Chesa Sur) mit 16 Ferienwohnungen 1999 Eröffnung der ersten Inline-Strecke im Engadin (La Punt - S-chanf mit Anschluss an das Dorf Madulain 1999 Eröffnung des Vereina-Tunnels 19.1 km und Einführung des Halbstundentakts der RhB in Madulain 1999 Eröffnung des Öffentlichen Busverkehrsbetriebes Oberengadin mit Integrierung des Schulbusses der Gemeinden La Punt Chamues-ch, Madulain und S-chanf 2002 Eröffnung des Golfplatzes Zuoz/Madulain