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Um Parkgebühren zu sparen, war Krummenacher mit dem Zug an die Staatsgrenze gefahren, von wo aus er nach Westen blickte und sich voller Verachtung das in dieser Richtung liegende Nachbarland vor Augen führte und mit Attributen bedachte, die auszusprechen selbst ihm nicht in den Sinn gekommen wäre, und Krummenacher war eigentlich bekannt als einer, der nichts kannte. Was er tatsächlich nicht kannte, war jenes Land, in das es ihn alsbald verschlug, weil er ohne viel zu denken losspaziert war und einen seit dem Schengenabkommen unbewachten Grenzposten passiert hatte. So merkte er erst in Paris, dass er sich gründlich verrannt hatte.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.