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Aus dem Werkmuseum der Maschinenfabrik Sulzer-Rüti ZH. Die ehemaligen Besitzer sind leider unbekannt. Interessant ist, dass dieser Stuhl immer wieder auf den neusten technischen Stand nachgerüstet wurde, und ein Riesenglücksfall, dass er überhaupt erhalten blieb.
So hat dieser Webstuhl einen Schnellschützen oder eine Schnell-Lade (erfunden 1733), einen Steig- oder Wechselkasten (erfunden 1760), für zwei Webschiffchen mit verschiedenen Farben, eine Schaftmaschine entwickelt ab 1745. Die jetzt eingehängten Schäfte sind aber neueren Datums, wie auch deren Federzüge. Ebenfalls neuer ist die Mechanik zum Nachziehen des fertigen Gewebes auf den Warenbaum um 1830.
Solche Schaftmaschinen bildeten die Vorgänger des von Joseph-Marie Jacquard entwickelten, 1805 patentierten Jacquard-Bildwebstuhles. Dabei wurden nicht mehr mit Schäften ganze Gruppen von Kettfäden gesteuert, sondern jeder Kettfaden wird einzeln angesteuert und kann einzeln gehoben oder gesenkt werden. Die Bildweberei wurde damit enorm vereinfacht und reproduzierbar. Das Steuersystem an diesem Stuhl bilden gelochte Holzbrettchen, wobei die Holznägel je nach dem zu webenden Muster in die vorge-gebenen Löcher gesteckt wurden. Diese Konstruktion wurde von Jacques de Vaucanson um 1741 entwickelt. Jacquard entwickelte diese Idee weiter zu effektiven Lochkarten