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Der Duden beschreibt Intelligenz als:
Fähigkeit [des Menschen], abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten.
Howard Gardner (* 11. Juli 1943 in Scranton (Pennsylvania), USA) sagt:
Intelligenz ist keine unstrukturiert einheitliche Fähigkeit. Er prägte den Begriff der Multiplen Intelligenz und wies vehement auf kulturbedingte Unterschiede bei der Bewertung von Intelligenz hin und forderte, sich von der Vorstellung einer einheitlichen Intelligenz zu verabschieden.
Robert J. Sternberg (* 8. Dezember 1949 in New Jersey) erweiterte den Intelligenzbegriff wie folgt:
Intelligenz umfasst Lernen aus Erfahrung, abstraktes Schlussfolgern, die Fähigkeit, sich einer ständig weiterentwickelnden und verändernden Umwelt anzupassen und die Motivation, überhaupt neues Wissen bzw. Fertigkeiten zu erlangen. Die ersten beiden Punkte werden bereits von verbreiteten Intelligenztests erfasst. Die letzten beiden Punkte finden bisher jedoch wenig bis keine Berücksichtigung bei der Erfassung von „Intelligenz“.
In ihrem neuen Buch «INTELLIGENZ – Grosse Unterschiede und ihre Folgen» von Elsbeth Stern und Aljoscha Neubauer (Deutsche Verlagsanstalt München 2013), gibt es erneut Hinweise dazu, dass zur Zeit begabte Kinder nicht immer angemessen gefördert werden und welcher Verlust diese Tatsache für unsere Wissensgesellschaft bedeutet. Dabei zeigen sie auf wie fatal es ist, sich auf die ca. 2% sogenannt Hochbegabten für massgeschneiderte Förderung zu konzentrieren. Es ist nicht möglich, dass diese geringe Anzahl Personen alle wichtigen Aufgaben einer Gesellschaft übernehmen können und auch die weiteren 10-15% der sehr begabten Menschen sind durchaus in der Lage wichtige Funktionen zu übernehmen.
Um sie angemessen zu fördern, muss die Begabungsförderung dringend auch dieser Gruppe von Schülerinnen und Schülern angeboten werden. Gerade diese Kinder und ihre Eltern fühlen sich von der Schule nicht wahrgenommen, wenn sie vom «Schul-Tagesmenü» unterfordert und «Lernen à la carte» gefragt ist.
use it - or loose it. Benutze dein Gehirn oder verliere die gelernten Fähigkeiten.
Nach Prof. Lutz Jänke ist die Begabung (Potential, Intelligenz) angeboren. Allerdings sind Lernen und Training unumgänglich, bevor eine Begabung in entsprechende Fertigkeiten (Leistungen) umgesetzt werden kann.
Mentorat fördert Begabte in ihren Stärken.