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Kann das Gretchen aus Goethes "Faust" als selbstbewusste Figur gelesen werden? Als eine Figur, die nicht als Vergrößerungsspiegel dient oder als instrumentalisierte Figur agiert, sondern als Figur mit eigener Handlungsermächtigung?
Um die These, ob Gretchen als emanzipierte, eigenständig handelnde Figur gelesen werden kann, zu untersuchen, bediene ich mich bei feministischen Ansätzen in der Literaturanalyse und lege mein Augenmerk dabei auf die Frage, wie die Figur in das Stück eingeführt wird. Was sind die ersten Informationen, die der Leser vom Autor erhält? Wie tritt Gretchen das erste Mal in Erscheinung?