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Französische Wissenschaftler konnten verschiedene Faktoren wie etwa Nikotin- und Alkoholkonsum bestimmen, die das Risiko für Wechseljahresbeschwerden erhöhen. Die Forscher um Francoise Clavel-Chapoleon, vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale, haben ihre Studie im Fachmagazin der European Menopause and Andropause Society (EMAS) veröffentlicht. Hintergrund der Untersuchung war es verschiedenste Risikofaktoren zu bestimmen, die das Auftreten von Wechseljahresbeschwerden beeinflussen.
In die Studie gingen die Daten von über 28.000 Frauen ein, die zwischen den Jahren 1990 und 2000 in die Wechseljahre (Menopause) kamen. Mit Hilfe von Fragebögen, die den Teilnehmerinnen alle zwei Jahre zugesendet wurden, ermittelten die Wissenschaftler Angaben zur deren Lebensweise, Ernährungsgewohnheiten, Krankengeschichte, Körpergröße und Bildungsniveau. Zudem wurde aufgenommen zu welchen Zeitpunkten die Frauen Wechseljahresbeschwerden an sich bemerkten.
Die Auswertung ergab, dass bestimmte hormonelle Faktoren wie die aktuelle Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln negativ mit dem Einsetzen von Wechseljahresbeschwerden assoziiert waren. Auch bei unter-, übergewichtigen und stark übergewichtigen Frauen wurde nach den Wechseljahren ein verringertes Risiko für Beschwerden beobachtet.
Demgegenüber erhöhten Rauchen und Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit für Symptome und darüber hinaus auch für verschiedene Erkrankungen wie Depressionen, Migräne, gutartige Schilddrüsenveränderungen sowie allergische Überempfindlichkeiten. Auch ungesunde Ernährungsgewohnheiten wie der Verzehr von schnell verfügbarem Zucker oder „Snacks” erhöhten das Risiko für Wechseljahresbeschwerden.
„Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Wechseljahresbeschwerden, die durch das Erliegen der Östrogenproduktion der Eierstöcke bedingt sind, von verschiedensten äußeren und inneren Faktoren beeinflusst werden. Dabei scheinen allgemein ungesunde Verhaltensweisen wie das Rauchen aber auch Alkoholkonsum ein Beschwerdebild zu begünstigen”, kommentiert Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) die Datenlage.
Umgekehrt haben viele Studien gezeigt, dass man durch eine bestimmte Lebensweise und eine gesunde Lebensführung Symptome lindern oder gar abwenden kann. Insbesondere regelmäßige Bewegung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, um den Problemen des Östrogenmangels entgegenzuwirken. „Werden die Beschwerden als sehr massiv empfunden, kann eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden. In jedem Fall ist ein ausführliches Gespräch mit dem Frauenarzt wichtig. Es kann zum einen bei der psychischen Bewältigung von typischen Klimakteriumsproblemen und -ängsten helfen. Zum anderen ist es wichtig zu klären, ob neben dem Hormonmangel noch andere Probleme Auslöser der Beschwerden sein könnten”, ergänzt der Gynäkologe.