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Zollikofen: Bescheiden, leise und gläubig sind die ersten drei Charaktereigenschaften, die auffallen, wenn man mit dem neuen Tempelpräsidenten spricht. Mit leiser Stimme erzählt Präsident Brenders von seinem Leben, das in Sainte-Foy-lès-Lyon, einem kleinen Vorort von Lyon beginnt. Mit 17 begegnete er seiner Frau Brigitte (16) dank ihrem gemeinsamen Interesse an Volkstänzen. Aus Freundschaft wurde Liebe und 1973 heirateten sie. Schwester Brenders arbeitete in einer Bank und Bruder Brenders studierte. Seine erste Stelle trat er als Mathematik-Lehrer in einer katholischen Schule an. Ihr erstes Kind wurde drei Jahre nach der Hochzeit geboren. Um seine Familie besser versorgen zu können, ging er nebenberuflich zurück zur Schule und erwarb mit 40 ein zusätzliches Diplom. In der Zwischenzeit hatten sie 4 Kinder. Die Zeit war damals, um es mit seinen Worten zu sagen: „un peu difficile“ (ein wenig schwierig). Mit dem höheren Diplom konnte er dann an der Universität unterrichten und das Leben wurde „süsser“ für die Familie Brenders. Kurz danach folgte noch das fünfte Kind. Caroline, Peggy, Alma-Pierre, Alexandra und Joa-May sind mittlerweile verheiratet und leben auf der Welt verstreut und sind dankbar für die Technologie, die es ihnen ermöglicht, sich regelmässig zu kontaktieren.
1973 war das Jahr der Veränderung! Bruder und Schwester Brenders waren bis dahin aktiv in der katholischen Kirche. Drei Monate nach ihrer Hochzeit klopften die Missionare an ihre Türe und nochmals 3 Monate später wurden sie in der Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage getauft. Die Tatsache, dass die Kirche von Propheten und Aposteln geführt wird, wie zu Zeiten von Jesus, sowie die Wahrheit des Buches Mormon überzeugte sie. Beide erhielten verschiedene Aufgaben in der Kirche, als Lehrer in der FHV und im Priestertum. Präsident Brenders diente als Zweigpräsident, Bischof, Pfahlpräsident und als Ratgeber in der Pfahlpräsidentschaft im Pfahl Genf. Zusammen dienten sie im Kindergarten und als Missionare für die Jungen Erwachsenen in einem Institut-Center. 2015 wurde er als Ratgeber von Erik Psota in die Tempelpräsidentschaft berufen, nachdem er sich als Professor hatte pensionieren lassen.
Alle diese Aufgaben entwickelten in Bruder und Schwester Brenders eine Ruhe und ein tiefes Vertrauen in den Herrn. Als sie dann den Anruf von Apostel Henry B. Eyring erhielten, waren sie bereit, ihr neues Amt anzunehmen.
Präsident Brenders gefallen die Schweiz und die Region rund um den Tempel sowie die Schweizer Sauberkeit, die Fußgänger-Streifen und das Gesetz, dass alle Autos anhalten müssen, wenn er über die Strasse möchte. Der Kulturmix und die verschiedenen Charaktereigenschaften der Menschen aus naheliegenden Ländern und Regionen sind für ihn sehr spannend. Schwester Brenders, die ihre ersten 5 Jahr in Marokko verbrachte, und ihr Mann als Franzose mit holländischen Wurzeln, entwickelten früh eine Sensibilität für fremde Kulturen. So erkennen sie beide die Vorteile und Herausforderungen in der Zusammenarbeit verschiedener Nationen im Tempel. Bruder Brenders wiederholt mehrmals, wie glücklich er ist, im Haus des Herrn dienen zu können, und wie sehr er sich auf die kommenden 3 Jahre als Tempelpräsident freut.