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Ich las Teile von Klaus Bockmühls wichtigem Werk “Gesetz und Geist”. Er analysiert die protestantische Ethik anhand von Bekenntnistexten. Bockmühl, der 1989 an Krebs starb, hatte zwei weitere Folgebände geplant: Dem Studium der Ursprünge protestantischer Ethik im Schrifttum Martin Luthers und eine Aufzeichnung der Rezeption dieses Erbes im 19. und 20. Jahrhundert. Der Band erschien erstmals 1987 und wurde 2009 im Rahmen der Gesamtausgabe Bockmühls neu aufgelegt.
In meiner Rezension schreibe ich nachdenklich über Schwachpunkte, die auch auch die reformierte Theologie betreffen:
Beschäftigt hat mich – neben dem Verlust des Missionsgedankens und der Vernachlässigung der persönlichen Heiligung – der Gedanke, dass die reformierte Ethik teilweise eine Antriebslosigkeit hervorbringe. Diese äussert sich in einem gewissen Zögern und Passivität. Diese Konsequenzen sind meines Erachtens unverkennbar. Bockmühl ist für die Bewegung ein hilfreich-kritischer Begleiter; seine systematische Theologie könnte auch als Korrektiv dienen. Bockmühl erwähnt im übrigen positiv die Pneumatologie der niederländisch-reformierten Bewegung
Ich empfehle Beintkers Aufsatz “Calvins Theologie des Heiligen Geistes”.