Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/68988

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht die Möglichkeiten einer Zertifizierung von Unternehmen aufzuzeigen, die sich für die Einhaltung der verfassungsmässig garantierten Gleichstellung einsetzen. Als Kriterien sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden: die Durchsetzung der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau, die Beförderungspraxis und insbesondere die gleichmässige Verteilung der beiden Geschlechter auf allen Kaderstufen, die Entwicklungspläne für Frauen und Männer mit Einbezug der beruflichen Weiterbildung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer. Der Bericht soll aufzeigen, wie eine Zertifizierung ausgestaltet werden könnte und wie zertifizierte Unternehmen gefördert werden könnten. Dazu sollen im Bericht auch wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Überlegungen einer Zertifizierung dargestellt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In seinem Bericht über die Evaluation der Wirksamkeit des Gleichstellungsgesetzes (in Erfüllung des Postulates 02.3142) hat der Bundesrat in Aussicht gestellt, dass die Einführung einer Zertifizierung bzw. eines Labels, für gleichstellungsfreundliche Unternehmen geprüft werden soll, unter Klärung der Bedingungen, unter welchen dies praktikabel wäre. Mit dieser Aufgabe wurden das EDI (EBG) gemeinsam mit dem EVD (Seco) und dem EJPD (BJ) betraut, welche dazu die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern suchen werden. Es wurde auch erwähnt, dass solche Anreize nicht nur in Bezug auf das Kriterium Geschlecht denkbar sind. Im Rahmen dieser Abklärung sollen die von der Postulantin vorgeschlagenen Kriterien ebenfalls untersucht werden. Vorerst werden aber die Resultate der beiden im obengenannten Bericht erwähnten und zurzeit laufenden Projekte abgewartet: einer Machbarkeitsstudie über die Einführung eines Gleichstellungs-Labels und der Entwicklung eines Zertifizierungsprozesses für Unternehmen zum Nachweis der Lohngleichheit.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.