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Jedes Land hat seine Rituale, Bräuche und Eigenheiten unter anderem fürs neue Jahr. Nachfolgend ein paar brasilianische Rituale für das Glück im neuen Jahr.
Sieben Wellen überspringen
Um Glück zu haben und vom Neuen Jahr alle Wünsche erfüllt zu bekommen, ist folgendes förderlich: Man begibt sich zur Stunde des Jahreswechsels an den Strand des Meeres und überspringt sieben Wellen hintereinander zum Jahreswechsel. Dies ist ein mit der afro-brasilianischen Kultur verbundenes Ritual, es folgt den Vorgaben des Iemanjá-Kultes. Iemanjá oder Yemayá ist im brasilianischen Candomblé die Göttin des Meeres und der Mutterschaft.
Linsen – Lentilha
Die Tradition besagt, dass eine Linsensuppe in der Neujahrsnacht den Erfolg im neuen Jahr nach sich zieht. Wahrscheinlich ist, dass dieser Habitus in Verbindung mit jener biblischen Passage steht, in der ein gewisser Esau seinen Status als Erstgeborener seinem Zwillingsbruder Jakob gegen einen Teller Linsen überlässt – und diese Episode hat die Hülsenfrucht mit der Macht gekoppelt.
Feuerwerk – Fogos de artifício
Das Feuerwerk wird an Sylvester in ähnlicher Absicht abgebrannt, wie in seiner Heimat China, (während der Song-Dynastie) aus der es stammt: Die bösen Geister und negativen Energien fern zu halten. Im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich in Italien aus dem Gebrauch des Schwarzpulvers eine eigenständige europäische Feuerwerkskunst. Heutzutage werden Feuerwerke vor allem zu Neujahr und an Nationalfeiertagen abgefeuert.
Granatapfel – Romã
Sieben Kerne dieser Frucht essen und die Samen in der Geldbörse aufbewahren, ist alles, was man tun muss, um das ganze Jahr über Geld zu haben. Dies ist eine uralte Tradition, die bei orientalischen Völkern üblich und speziell mit den Mauren zusammenhängt, die einstmals die iberische Halbinsel eroberten. Die Idee des Überflusses stammt von der grossen Samenmenge, welche dieser Frucht zu eigen ist.
Farben
Die Farbe ROSA zum Anlocken der Liebe, ROT für die Leidenschaft, WEISS soll Frieden bringen und GELB den Reichtum. Die Menschen pflegen gewisse Farben zu benutzen, um sich ihre Wünsche erfüllen zu können – das kann mittels einer Kleidung, einem Intimstück oder auch nur eines Bändchens geschehen. Es ist schwierig, den Ursprung dieses Rituals festzustellen, aber eine der Forschungslinien geht davon aus, dass es afrikanische, europäische und orientalische Wurzeln hat.