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Ein Team der Georgia-Tech-Universität in Atlanta hat ein Design für aus Graphen bestehende winzige Antennen für die drahtlose Datenübertragung entwickelt. Die nur etwa ein Mikrometer langen Antennen könnten über sehr kurze Distanzen extrem hohe Bandbreiten ermöglichen. Laut den Berechnungen des Teams könnte bei einem Meter Übertragungsdistanz eine Bandbreite von einem Terabit pro Sekunde erreicht werden.
Dies würde die Übertragung von mehr als 100 Gigabyte pro Sekunde erlauben. So könnte man beispielsweise HD-Filme in Bruchteilen einer Sekunde von einem Gerät auf ein anderes übertragen. Auf kürzere Distanzen wären zudem theoretisch noch wesentlich höhere Bandbreiten möglich, so dass die Technologie irgendwann auch für die Kommunikation zwischen PC- und Chip-Komponenten eingesetzt werden könnte.
Graphen ist eine Abwandlung der altbekannten Kohlenstoff-Form Graphit, die man unter anderem in Bleistiftminen findet. Graphene
sind nur ein Atom "dicke" Kohlenstoffkristalle mit einer wabenartigen Struktur, die erst seit wenigen Jahren hergestellt werden können. Sie besitzen ungewöhnliche elektrische Eigenschaften.
Ein realer Einsatz für die Datenübertragung ist aber noch in weiter Ferne. Wie erwähnt hat das Team lediglich die potentiellen Eigenschaften von Graphen-Antennen errechnet, physische Prototypen gibt es nicht. Zudem bräuchte man für funktionierende Systeme auch noch Signalgeneratoren und -Detektoren sowie andere Komponenten mit entsprechender Leistung. (hjm)