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Lama Ngawang gründete die Great Compassion Boarding School im Jahre 2000 in Lo-Manthang, Mustang. In der Tages- und Abendschule wurden ca. 30 Kinder in gemieteten Räumen unterrichtet. Bereits im Jahre 2001 konnte dank Spenden das Schulhaus in traditioneller Bauweise errichtet werden.
Bald eilte der Schule ein sehr guter Ruf voraus und die Nachfrage nach Schulplätzen ist bis heute ungebrochen. Das Schulhaus wurde etappenweise vergrössert und ein Internatsbetrieb aufgenommen. So erhalten auch Kinder aus weit entfernten Dörfern die Chance, an der Great Compassion Boarding School unterrichtet zu werden.
Die kalten Temperaturen während des Winters 2001 verunmöglichten fast ein halbes Jahr den Schulbetrieb und bei der Wiederaufnahme im Frühling war so manch Erlerntes wieder vergessen. Um den Schulbetrieb auch während der Kältemonate aufrechtzuerhalten wurde 2002 in der tiefer gelegenen Stadt Pokhara ein Haus gemietet. Im Jahre 2004 durfte Lama Ngawang hier ein eigenes, neues Schulhaus mit dem Namen «Sedibagar» einweihen. Die Nachfrage nach Schulplätzen wuchs Jahr um Jahr.
Als die ersten Schülerinnen und Schüler die 6. Klasse (secondary level) erreichten, wurde eine Partnerschaft mit der SOS Hermann Gmeiner School eingegangen. Die SOS-Schule übernahm alle älteren Kinder und bildet sie bis zur 10. oder 12. Klasse weiter.
Da die SOS-Schule in einem anderen Viertel von Pokhara liegt, wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem Schulbus hin- und hergefahren. Sie bleiben auch das ganze Jahr hindurch in Pokhara.
Die Infrastruktur in «Sedibagar» wurde je länger, je mehr arg strapaziert und platzte bald aus allen Nähten.
Das Glück stand Lama Ngawang einmal mehr zur Seite und er konnte ein Grundstück in der Nähe der SOS-Schule kaufen. Als er genug Geld gesammelt hatte, begann er im Jahr 2003 mit dem Bau eines Studentenheims. Das Studentenheim wurde 2016 feierlich eröffnet und heute leben 80 Studenten dort.
Insgesamt sind heute 250 Kinder Teil der Great Compassion Boarding School Familie.
Das Internat mit Primarschule «Sedibagar» liegt am Fuss des Sarangkot, ein Vorberg des Annapurna Massivs. Sarangkot ist ein beliebtes Touristenziel, da es einen imposanten Blick auf die hohen Berge, die Stadt Pokhara und den Phewa-See bietet.
Alle Kinder sowie alle Lehrer und die beiden Hausmütter leben in Sedibagar. Die Anlage umfasst zwei Hauptgebäude: Im älteren «Girls Dormatory» leben alle Mädchen und die Hausmütter. Es hat sanitäre Anlagen, ein Krankenzimmer, ein Gästezimmer und einen grossen Raum für Veranstaltungen.
Im neueren, grösseren Gebäude wohnen alle Knaben und die Lehrerinnen und Lehrer. Dort befindet sich auch die Küche mit dem grossen Essraum, alle Schulzimmer, sanitäre Anlagen und die Wohnung von Lama Ngawang.
In einem Nebengebäude ist das Büro untergebracht. Zwischen den Häusern hat es einen Sportplatz für alle Arten von Aktivitäten und hinter dem Hauptgebäude liegt ein grosses Fussballfeld.
Das «Himalayan Children Hostel» liegt Titepani, das liegt im Südosten von Pokhara, im Stadtteil Gharipatan.
Finanziert von einem privaten Spender, wurde das Studentenheim 2016, nach dreijähriger Bauzeit, in Anwesenheit von seiner Heiligkeit Sakya Trizin, feierlich eingeweiht.
Das im traditionell tibetischen Stil gebaute Haus hat fünf Etagen mit einer Küche, einem Büro, einem Ess- und Lernraum, Schlafzimmern (getrennt nach Geschlecht), sanitären Anlagen auf jedem Stockwerk. Im obersten Stock befindet sich die Bibliothek/Raum für Gebete und Veranstaltungen, das Schlafzimmer des Leiters Studentenheim sowie ein Gästezimmer, ein Bad und eine Terrasse. Auf dem Dach stehen zwei grosse Wassertanks und Sonnenkollektoren, die bei Stromausfall als Überbrückung dienen.
Im Innenhof hat es zwei kleinere Gebäude, in denen Vocational Trainings (praktische Ausbildungen) statt finden, Lern-Workshops als Vorbereitung zur Schulabschlussprüfung durchgeführt und als Lager benutzt werden.
Auf der anderen Strassenseite konnte Lama Ngawang Land pachten und hat darauf verschiedene Gemüse- und Reisfelder angebaut, ein Gewächshaus aufgestellt, einen Sportplatz für Fuss- und Basketball gebaut sowie einen kleinen Hof für eine Bauernfamilie errichtet. Die Bauernfamilie kümmert sich um zwei Kühe und Büffel sowie um die Felder.
Das Gemüse und die Milch wird im Moment ausschliesslich für unser Studentenheim verwendet.
Die Sommerschule in Lo-Manthang liegt unmittelbar ausserhalb der historischen Stadtmauern. Einige Kinder lebten während der Schulzeit bei ihren Eltern, die meisten Kinder wohnten, schliefen und assen aber im schuleigenen Internat. Die Lehrerinnen und Lehrer wohnten je nach Möglichkeit ebenfalls im Internat oder in einer privaten Wohnung.
Das Hauptgebäude umfasst mehrere Schulzimmer, Schlafzimmer, die Küche, ein Essraum und einen grossen Innenhof. In einem kleineren Nebengebäude befinden sich sanitäre Anlagen, das grössere Nebengebäude wurde für Veranstaltungen wie Tanzaufführungen genutzt. Im Garten hat es einen Spielplatz und ein Gewächshaus.
Unsere Schule, wie auch alle staatlichen Schulen in Lo-Manthang wurden 2019 geschlossen.