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Im vorhergehenden Posting haben wir den flachen urbanen Teppich von Barcelona und eine der vielen Perlen darin erleben können. Seit Haussmann (1853) heisst die höhengeregelte Bauweise «Tapis de Paris». Muss es denn in unserer weitgehenden Demokratie sein, dass solch wichtige Parameter des Städtebaus nicht geregelt werden können? Das Stadtbild sollte doch unser Allgemeingut sein!
Tatsächlich sind Bauhöhen im Zonenplan von Zürich geregelt. Doch gab es schon ab den Fünfzigerjahren Ausnahmen für bescheidene filigrane Hochhäuser. 1983 wurde durch Volksabstimmung ein Ausschlussgebiet für Hochhäuser in der Innenstadt erlassen. Auslöser war die Bewilligung wider Erwarten des umstrittenen Turms der Emserwerke am Schanzengraben.
Ohne das Volk je gefragt zu haben, erliess Stadtrat Elmar Ledergerber 2002 Hochhauszonen über Zürich West und Nord. Weil die Bewilligungskriterien nicht angewendet wurden, ist das unerfreuliche Stoppelfeld entstanden, das Zürich langsam aber sicher zur hässlichen Stadt (wie London) werden lässt.
Zürich verliert seinen offenen Himmel. Die Hügelzüge, welche die ikonische Lage der Stadt am See ausmachen, verschwinden aus dem Blickfeld. Wie Sie im Bild sehen, trägt eine neue Siedlung am Hönggerberg als Bekrönung politische Sprüche. Lassen Sie sich inspirieren und nehmen Sie mit der Politik Kontakt auf. Beginnen Sie in Ihrem Wohnquartier.