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Im Jahre 1243 ist das Urner Landessiegel mit dem beringten Stier erstmals überliefert.
Kanton
Uri
Das Wappentier, der brandschwarze Stier mit rotem (früher gelben)Nasenring,
lang heraushängender roter Zunge, bringt die Bändigung der Wildheit
und elementaren Kraft, von der das Land Uri wie kaum ein anderes
geprägt ist, sehr schön zum Ausdruck. Es war der Uri-Stier auf
dem Urner Banner jahrhundertelang in Europa gefürchtet.
Uri ist heute einer der bevölkerungsärmsten und wirtschaftlich
schwächsten Kantone der Schweiz. Seit 800 Jahren lebte Uri hauptsächlich
vom Passverkehr. Die römischen Legionen und Händler waren wie
später die germanischen Stämme der Völkerwanderungszeit
über den Großen St. Bernhard, über den Brenner wie auch
den Julier und Lukmanier gezogen. Der aufblühende Handel des 13.Jh.
zwischen den Leinwandzentren Flanderns, den großen deutschen Städten
und den ital. Metropolen, Mailand, Pisa, Venedig und Florenz rief nach
einer kürzeren Alpentraverse. Die Vorteile der Gotthardroute waren
bekannt, doch die Schöllenen- und Reuss-Schlucht galten lange Zeit
als unpassierbar. Die
Maut und Zölle, Werkstätten und das Herbergswesen verschafften
Generationen
von Urnern Brot.