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Unser Körper befindet sich dauerhaft unter einem gewissen Mass an gesundem Stress. Diese sog. „fight or flight“ (kämpfen oder fliehen) Reaktion von unserem Organismus ist evolutionsbedingt und ermöglicht uns
das Überleben. Beim Stricken aktivieren die sich wiederholenden Bewegungen unser parasympathisches Nervensystem. Das führt dazu, dass die von Stress ausgelöste Reaktion unseres Körpers beruhigt wird.
Stricken oder andere kreative Tätigkeiten bieten also eine nichtpharmazeutische Alternative der Regulation von starken Emotionen.
Das Gute-Laune-Mittel, das jeder von uns im Körper hat, heisst Dopamin. Es wird vom sog. Belohnungszentrum in unserem Hirn freigesetzt, wenn man etwas Angenehmes macht oder fühlt.
Es wird aber auch dann freigesetzt, wenn wir zum Beispiel stricken. Es geht aber noch weiter: es wird auch dann ausgeschüttet, wenn wir unser fertiges Werk anschauen oder Lob dafür ernten!
Es gibt eine Studie mit über 3'500 Strickern, bei der 81% der depressiven Teilnehmern berichtet haben, dass sie sich nach dem Stricken glücklich oder gar sehr glücklich fühlten.