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Am 16. Januar 1931 wurde Hanni in Lurtigen geboren. Der Vater war Gemüsehändler und arbeitete im Wald, die Mutter führte das Dorflädeli. Hier wuchs Hanni mit fünf Geschwistern auf und besuchte die Schule in Lurtigen. Nach der Konfirmation verbrachte sie ein Jahr im Welschland. Danach half sie den Eltern im Gemüsehandel. Schon früh machte sie die Autoprüfung und konnte dann ihren Vater mit dem Opel Blitz auf die Märkte in Bern und Grenchen chauffieren. Oft fuhr auch der Fast-Nachbarssohn Hans Herren mit, wobei sich mit der Zeit eine Liebe entwickelte. Nach dem Besuch der Bäuerinnenschule in Uttewil heirateten Hanni und Hans 1956 und zogen in die umgebaute Wohnung des Bauernhauses von Hans. Mit dessen Zwillingsbruder Paul führten sie den Bauernbetrieb weiter. Hanni besorgte den Haushalt und half bei Feldarbeiten mit. Im Laufe der Jahre kamen die Kinder Fritz, Gertrud und Elisabeth auf die Welt. Hanni Herren hatte grosse Freude am Garten und an Blumen. Die Geranien auf den Fenstersimsen verliehen dem Bauernhaus eine besondere Note. Auch Backen war ihre grosse Leidenschaft. Als 1992 der Sohn Fritz den Hof übernahm, verpflegte sie weiterhin die Saisonniers, die bei der Tabakernte halfen. Später half ihr der Ehemann dabei. Viel Freude bereiteten ihr die Besuche der Kinder und Grosskinder und später der Urgrosskinder.
Ein tiefer Einschnitt war der Tod ihres Enkels Andreas, der mit 17 Jahren an einem Herzstillstand starb. Es hat sie sehr belastet, als es Ehemann Hans immer schlechter ging. Sie hat ihm geholfen, bis er 2014 starb. Dank dem Zusammenhalt und der Stärkung durch die Familie hat Hanni, oder «Hanneli», wie sie von den Geschwistern genannt wurde, die schwere Zeit überwunden. Aber ihre Kräfte haben nachgelassen. Durch ihre Bescheidenheit und die Sorge um das Wohlergehen ihrer Familie hat sie ihre Beschwerden unterdrückt. Nach einem Spitalaufenthalt im Mai 2018 war ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Sie hat sich aber bemüht, eine gewisse Selbstständigkeit zu behalten. Dank der Betreuung durch Familie und Spitex konnte sie in der gewohnten Umgebung bleiben. Nach kurzem Spitalaufenthalt ist sie am 13. Januar 2019 friedlich eingeschlafen. Nun bleibt ihr Stuhl in der Stube leer, aber ihre Familie wird Hanni Herren als friedliebenden Mitmenschen in ehrender Erinnerung behalten.