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Das West-Nil-Virus befällt durch infizierte Mücken und Zecken Vögel, Pferde und Menschen sowie andere Säugetiere. Es tritt vor allem in Südosteuropa, Zentralasien, Nordamerika und Afrika auf und könnte auch die Schweiz erreichen.
Aktuelle internationale Situation
West-Nil-Fieber (WNF): Weitere Fälle in Europa.
Mit dem West-Nil-Fieber (WNF) können sich Zugvögel, Gänse und zahlreiche Säugetiere, unter anderen Pferde, Hunde und Katzen anstecken. Die Krankheit ist eine Zoonose, betrifft also auch Menschen.
Die Krankheit beim Tier
Pferde entwickeln eine Entzündung des Gehirns (Enzephalomyelitis) mit hohem Fieber oder zeigen gar keine Symptome. Symptomlos verläuft in der Regel eine Ansteckung mit dem West-Nil-Fieber bei Hunden und Vögeln. Letztere können in seltenen Fällen eine Gehirnentzündung entwickeln.
Ansteckung und Verbreitung
Der Erreger der Krankheit, das West-Nil-Virus (WNV), wird über den Stich infizierter Mücken oder durch den Biss virushaltiger Zecken übertragen.
In Europa hat sich der Erreger in den vergangenen Jahren ausgebreitet. Da die Vektoren (Mücken) und die Hauptwirte (Wildvögel) in der Schweiz vorkommen, könnte die Schweiz zukünftig auch von West-Nil-Fieber betroffen sein. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz bietet die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.
Was tun?
Das West-Nil-Fieber ist bei Tieren in der Schweiz noch nie beobachtet worden. Zurzeit sind keine vorsorglichen Massnahmen zu treffen.
Für Pferde ist ein Impfstoff gegen das WNV zugelassen.
Das West-Nil-Fieber ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.
Die Krankheit beim Menschen
Bei etwa 80 % der infizierten Menschen treten keine sichtbaren Krankheitsanzeichen des West-Nil-Fiebers auf. Etwa 20 % erkranken mit leichten Symptomen. Bei weniger als 1 % der infizierten Personen befällt das West-Nil-Virus das Nervensystem und es kommt zu Gehirn- und/oder Hirnhautentzündung.
Die Ansteckung erfolgt über den Stich infizierter Mücken. Das Virus kann nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Bei Reisen in Länder, in denen das West-Nil-Virus vorkommt, ist ein Schutz vor Insekten mittels angepasster Kleidung und Insektenschutzmittel ratsam (siehe auch „Weitere Informationen > Links > BAG: West-Nil-Virus").
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Gesetzgebung
Letzte Änderung 07.11.2019