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Der Goldpreis hat Ende August einen neuen Höchststand erreicht. Seit 2013 war das Edelmetall nie mehr so teuer: Ein Kilo kostet ungefähr 50’000 US-Dollar. In der Schweiz lohnt es sich allerdings nicht, deshalb dem Goldrausch zu verfallen. Hierzulande wird gerade mal ein Gramm des Elements pro Tag gefunden.
Der Hauptteil des Edelmetalls, welcher sich auf unserem Planeten findet, sickerte vermutlich kurz nach der Erdentstehung in ihren Kern. Geologe Bernard Wood geht davon aus, dass 99% des irdischen Goldvorkommens dort – bisher unerreichbar – stecken. Jenes Gold, welches aus der Erdkruste gewonnen wird, ist wahrscheinlich über Asteroideneinschläge dahin gelangt.
Nicht nur die Frage nach Lagerstätten, auch die Frage nach der Entstehung des Metalls beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Zeitenweise nahm man sogar an, dass sich das Element aus weniger wertvollen Metallen herstellen lässt. Isaac Newton, Autor des Gravitationsgesetzes, beschäftigte sich ebenfalls mit solchen Theorien.
Auch Jahrhunderte nach Newton rätselten Akademiker über den Ursprung des Goldes. Stephan Rosswog stellte im Jahr 1999 mithilfe einer Computersimulation die Theorie auf, dass schwerere Metalle wie Gold bei der Kollision zweier Neutronensterne entstehen.
Solche astronomischen Objekte haben einen Durchmesser von 10 bis 30 Kilometern und gleichzeitig eine extrem hohe Masse. Ein Teelöffel von ihr würde auf der Erde 5 Milliarden Tonnen wiegen. Ein Zusammenprall zweier Neutronensterne ereignet sich in der Galaxie der Milchstrasse ungefähr alle 100’000 Jahre.
Zuletzt wurde Rosswogs Theorie vor zwei Jahren bestätigt. In der Galaxie NGC 4993 ereignete sich eine Kollision zweier Neutronensterne, die in verschiedenen Weltraum-Observatorien mittels Gravitationswellen gemessen wurde. Die Masse an Gold, welche dabei entstanden ist und in den Weltraum geschleudert wurde, entspricht der Masse unserer Erde.