Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03531.jsonl.gz/1966

Soziale Integration und Inklusion von Menschen mit einer psychischen Langzeiterkrankung am Beispiel der Schizophrenie
Analyse der sozialpsychiatrischen Praxis und der Bedeutung vom Habitus, Kapital und sozialem Feld nach Bourdieu für die soziale Integration und Inklusion als Aufgabe der Sozialen Arbeit
Menschen mit psychischen Langzeiterkrankungen sind in einem höheren Mass von sozialer Ausgrenzung betroffen. Insbesondere Menschen mit einer diagnostizierten Schizophrenie sehen sich aufgrund der Stigmatisierung der Krankheit vor der Herausforderung, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Der Krankheitsverlauf, der in vielen Fällen zu einer Chronifizierung der Symptomatik führt, kann eher auf die sozialen Bedingungen als auf die Krankheit selbst zurückgeführt werden. Die sozialpsychiatrische Praxis ist grundsätzlich an der Integration und der Inklusion der Betroffenen interessiert, die Umsetzung davon ist allerdings unzureichend und birgt die unbeabsichtigte Gefahr von Exklusionsmechanismen. Für die Integration und die Inklusion dieser Menschen spielt sowohl der persönliche Habitus als auch die Verfügbarkeit von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital eine zentrale Rolle. Diese Aspekte bestimmen letztendlich die Position im sozialen Raum bzw. in der Gesellschaft und können durch Professionelle der Sozialen Arbeit für das Verständnis und die Analyse sozialer Problemlagen der Zielgruppe wie auch bei den Integrations- und Inklusionsbemühungen als Instrumentarium herangezogen werden.