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Die «NZZ am Sonntag» hat am 4. September 2016 in einem Artikel behauptet, im Gotthard-Basistunnel kämen die Züge der SBB wegen des hohen Luftwiderstands nicht auf das geplante Tempo. Es sei deshalb nicht klar, ob der vorgesehene Fahrplan eingehalten werden könne. Diese Aussagen sind falsch. Fakt ist:
- Die Testfahrten zeigen, dass Reisezüge mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h durch den Gotthard-Basistunnel (GBT) fahren und die geplanten Zeiten eingehalten werden können.
- Die Güterzüge können die Trassenzeiten mit der geplanten Anhängelast einhalten: Im Regelfall werden die Güterzüge mit 100 km/h durch den GBT fahren. Es gibt keine Beschränkung auf 900 Tonnen Anhängelast tagsüber, wie im Artikel behauptet wird.
- Die Strömungsverhältnisse im Gotthard-Basistunnel entsprechen den Berechnungen. Anders als dies im Artikel behauptet wird, wurde der Tunnelquerschnitt nicht aus Kostengründen enger gewählt als beim Lötschberg-Basistunnel. Das Profil des Lötschberg-Basistunnels ist etwas grösser, weil dieser ursprünglich für einen Autoverlad dimensioniert wurde.
- Die Erkenntnisse aus dem Test- und dem nun laufenden Probebetrieb zeigen, dass die im Artikel erwähnten Befürchtungen unbegründet sind: Das geplante Angebot im Gotthardtunnel ist zuverlässig fahrbar.