Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/1541

Seit dem Monat August sind über eine halbe Million Rohingyas vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen. Angesichts dieser humanitären Krise hat die Schweiz beschlossen, ihre Hilfe auf acht Millionen Franken zu erhöhen. Gleichzeitig erneuert die Schweiz ihren Appell an die Regierung Myanmars, das Völkerrecht einzuhalten und insbesondere die Menschenrechte zu schützen, und fordert, dass die Urheber der Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden.
Vertreter mehrerer Geberländer und internationaler Organisationen treffen gestern im Palais des Nations in Genf zusammen. Ziel ist es, Mittel für die humanitäre Reaktion auf die Krise der Rohingya-Flüchtlinge zu mobilisieren. Seit August sind über eine halbe Million Menschen vor der Gewalt im Bundesstaat Rakhine im Westen Myanmars in das benachbarte Bangladesch geflohen. Diese Personen, darunter viele Frauen und Kinder, sind völlig mittellos und befinden sich in einer extrem prekären Lage.
Trotz der Solidarität und Grosszügigkeit der Menschen in Bangladesch sind die Bedürfnisse in Bezug auf Schutz, Wasser, Nahrung und sanitäre Einrichtungen nach wie vor sehr hoch. Die geflohenen Rohingyas, die in Behelfsunterkünften leben, sind zudem heftigen Stürmen ausgesetzt, die in der Region schwere Schäden angerichtet haben.
Angesichts dieser Krise und der wachsenden Bedürfnisse hat die Schweiz beschlossen, ihre Hilfe für Bangladesch auf acht Millionen Franken zu erhöhen. Die Humanitäre Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat bereits nahezu die Hälfte dieser Summe für die Einsätze des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR), der Internationalen Organisation für Migration (IOM), des Welternährungsprogramms (WFP) und verschiedener NGO verwendet.
Im letzten Monat brachte sie zudem Zelte und andere Hilfsgüter in die Region Cox’s Bazar, in der Tausende von Rohingya-Flüchtlingen Zuflucht gefunden haben. Drei Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe unterstützen die IOM und UNICEF bei der Einrichtung von Auffanglagern und bei der Installation von Trinkwassersystemen und sanitären Einrichtungen.