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Weibliche Gefangene in Gefängnissen sind keine Seltenheit, aber dennoch eine Minderheit. Dieser Umstand führt zu diversen Problemen - angefangen bei der Tatsache, dass der Justizvollzug in erster Linie auf die Bedürfnisse und Rechte der männlichen Inhaftierten ausgerichtet ist.
Zwei Drittel aller Frauen, die weltweit im Gefängnis sitzen, sind Mütter. Fast drei Viertel von ihnen sind alleinerziehend. Weder ihre noch die Bedürfnisse ihrer Kinder werden vom Justizsystem berücksichtigt. Was passiert mit den Buben und Mädchen, während ihre Mütter in Haft sind? Wo und wie leben sie, was beschäftigt sie? Léa Pool hat den Alltag einiger dieser Kinder begleitet - in Nepal, Kanada, Bolivien und den USA.
Die kanadisch-schweizerische Regisseurin zeigt zudem, wie unabhängige Organisationen versuchen, den Mädchen und Jungen ein Zuhause zu bieten und ihnen regelmässige Kontakte zu ihren Müttern zu ermöglichen. «Double peine» ist ein engagierter, subtiler und eindringlicher Film über ein so aktuelles wie relevantes Thema, das bislang kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat.