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Die Luftfahrt hat einen neuen Helden. Kapitän Damir Yusupov rettete mit einer spektakulären Bruchlandung 226 Menschen das Leben. Die Beinahe-Katastrophe von Moskau weist deutliche Parallelen zum Wunder vom Hudson River in New York auf.
Er ist der neue Nationalheld Russlands: Kapitän Damir Yusupov (41) rettete mit einer heldenhaften Notlandung im Maisfeld am Donnerstag in Moskau 226 Menschen das Leben. Dabei sind mindestens 74 Passagiere verletzt worden.
Sekunden nach dem Start in Moskau wurde der Airbus A321 der Ural Airlines von mehreren Vögeln getroffen. Ein Triebwerk fing sofort Feuer, das andere stieg aus. Wie Aviatik-Legende Chesley «Sully» Sullenberger reagierte Yusupov blitzschnell und landete den vollgetankten Airbus ohne Antrieb.
Nicht im Hudson River in New York, dafür in einem nur einen Kilometer von der Piste entfernten Maisfeld. Alle Menschen an Bord überlebten.
«Zuerst wollte ich die Maschine wenden und zum Flughafen zurückkehren. Dann merkte ich, dass wir viel zu wenig Schub dafür haben. Da war klar, dass wir im Acker runtergehen müssen», erklärte Yusupov am Donnerstagabend an einer Medienkonferenz.
«Ich fühle mich überhaupt nicht als Held. Ich habe bloss alles getan, um Crew und Passagiere zu retten», so der in Sibirien geborene Russe.
Die Passagiere waren entzückt über die Leistung der Piloten: «Er landete die Maschine sanft im Maisfeld. Ich denke, wir haben nur dank ihm überlebt. Alle Passagiere jubelten ihm zu, als er durch die Kabine ging», erklärte eine Frau zu Russia Today.
Yusupov arbeitete bei der Evakuierung der Passagiere an vorderster Front mit. Mit einem Megafon wies er den Fluggästen den Weg zur nächsten Strasse. «Folgt der Sonne, geht entlang der Reihen des Mais», habe er den Leuten zugerufen.
Der Kreml hat bereits angekündigt, dass Yusupov sowie der 23-jährige Copilot Georgy Murzin eine Ehrenmedaille erhalten werden.
Die Maschine sollte von Moskau nach Simferopol auf der Halbinsel Krim fliegen, wo viele Russen Ferien machen. Die Sommerferien enden in gut zwei Wochen.
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