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Prozess in Paris: Weltgrößter Zementproduzent Lafarge kooperierte mit dem »Islamischen Staat« in Syrien. Französische Regierung wusste Bescheid
Neue und möglicherweise entscheidende Niederlage für den französischen Zementgiganten Lafarge: Das Oberste Revisionsgericht Frankreichs entschied am Dienstag, dass der Konzern wegen im Norden Syriens geleisteter »Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit« angeklagt werden darf. Die Richter kassierten damit das Urteil eines Pariser Berufungsgerichts, das im November 2019 entschieden hatte, Ermittlungen zu diesem Punkt nicht zuzulassen. Auf Antrag der NGO Sherpa und des Europäischen Zentrums für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) untersucht die französische Justiz seit 2017, ob der weltweit größte Zementproduzent von 2014 an die Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) mit »Schutzgeld« in Millionenhöhe schmierte, um mitten im Krieg den Betrieb seiner besonders gewinnträchtigen Fabrik im syrischen Dschalabija aufrecht zu erhalten.
Die Entscheidung und eine damit möglich gewordene Verurteilung Lafarges könnte künftig international als Präzedenzfall für ähnliche Klagen gegen global handelnde Großkonzerne