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Die Studentin Ghontscheh Ghawami sass fünf Monate im Gefängnis, weil sie letzten Sommer versucht hatte, ein Volleyball-Länderspiel der Männer als Zuschauerin im Stadion zu verfolgen. Aufgrund der neuen Rechtslage haben die Behörden nun alle Anschuldigungen gegen sie fallen gelassen. Die britisch-iranische Doppelbürgerin sprach gegenüber dem «Observer» von einem Erfolg der Frauenbewegung: «Dank des Engagements von Frauenrechtsaktivistinnen in den letzten zehn Jahren ist das Stadionverbot für Frauen überhaupt ein Thema in der iranischen Öffentlichkeit geworden.»
Beschränkte Zulassung
Nun dürfen Frauen Sportanlässe von Männern als Zuschauerinnen verfolgen, allerdings nicht alle Veranstaltungen, sagte der stellvertretende Sportminister Abdolhamid Ahmad. Ausnahmen sollen unter anderem Ringen und Schwimmen sein. Frauen werden in den Stadien getrennt von Männern und Familien in einem separaten Sektor die Wettkämpfe verfolgen. Die Lockerung des Stadionverbotes gilt als Sieg für Staatspräsident Hassan Rouhani über die konservativen Hardliner.
Druck der Sportverbände
Volleyball gehört im Iran zu den populären Sportarten. Der Fall von Ghontscheh Ghawami, die während der Haft zweimal in den Hungerstreik getreten ist, hatte international hohe Wellen geschlagen. Nach anfänglichem Zögern reagierten auch Sportverbände. So drohte der Internationale Volleyball-Verband damit, keine internationalen Turniere mehr nach Iran zu vergeben. Zuletzt forderte Sepp Blatter, Präsident des Fussball-Weltverbandes (Fifa), das Stadionverbot für Frauen aufzuheben.
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keine