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Schwache Störung im Osten
Während der Tag im Westen bereits mit viel Sonnenschein begann, war die Bewölkung der schwachen Störung im Osten ziemlich hartnäckig und lockerte sich erst gegen Abend auf. Obwohl auch der Süden von Wolkenfeldern gestreift wurde, war es mit Nordwind erneut freundlich und warm.
Der Alpenraum lag heute zwischen einem Hochdruckgebiet über der Nordsee und einem Tiefdruckgebiet über Südosteuropa in einer nordöstlichen Höhenströmung. Am frühen Morgen streifte aus Nordosten eine schwache Störung die östlichen Landesteile, bevor im Tagesverlauf auf der Vorderseite eines sich aufbauenden Höhenrückens langsam trockenere Luft zur Schweiz gelangte.
Die erwähnte schwache Störung führte in den Morgenstunden vor allem dichte Bewölkung zur Deutschschweiz, vereinzelt gab es auch ein paar Tropfen. Die Bewölkung hielt sich im Tagesverlauf etwas hartnäckiger als erwartet und lockerte sich erst gegen Abend langsam auf. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass der Aufbau des Höhenrückens im Westen und die damit einhergehende Subsidenz (grossräumiges Absinken der Luft in einem Hochdruckgebiet) noch nicht so stark ausgeprägt waren. Zudem breitete sich die Stratocumulusbewölkung im Tagesverlauf zwischenzeitlich wieder an einer Inversion auf etwa 1500 Metern aus. Diese Inversion ist in der Radiosondierung von Payerne um 12 Uhr UTC gut erkennbar. Ebenfalls ersichtlich ist die zunehmende Abtrocknung der Luftmasse von oben im Vergleich zur Radiosondierung um 00 Uhr UTC.
Auch im Süden zogen am Vormittag zeitweise dichtere Wolkenfelder dieser Störung vorüber. Diese schränkten die Sonnenscheindauer dort jedoch nur kurzzeitig ein. Mit einem Nordüberdruck von tagsüber 7 bis 10 hPa und Nordwind, der teilweise bis in die Niederungen wehte, war die Alpensüdseite heute wiederum wetterbegünstigt. Der Nordwind erreichte in den Niederungen Böenspitzen von knapp 50 km/h und war damit nicht mehr so stark ausgeprägt wie in den vergangenen Tagen.
In der Genferseeregion sorgte die Bise in der oft klaren Nacht für eine gute Durchmischung und verhinderte somit, dass es verbreitet zu Bodenfrost kam. Tagsüber verstärkte sich die Bise und blies am Nachmittag mit Böenspitzen von rund 50 km/h in St-Prex und Nyon/Changins. Aufgrund der meist starken Bewölkung konnten die Tiefstwerte im Osten und Norden des Landes nicht unter 5 bis 7 Grad sinken. Mit Nordwind gab es im Süden abermals eine relativ milde Nacht mit Tiefstwerten um 10 Grad.
Die schwache Störung hat heute nicht nur für Bewölkung im Osten gesorgt, sondern hat in den unteren Luftschichten auch etwas wärmere (oder eher weniger kühle) Luft zum Alpenraum geführt. Dies hatte zur Folge, dass die Temperaturhöchstwerte (Redaktionsschluss um 17 Uhr Lokalzeit) trotz ähnlicher Sonnenscheindauer in allen Landesteilen höher waren als am Vortag. Im Westen und im Süden waren die Temperaturen 4 bis 6 Grad höher, während im Osten mit kaum etwas Sonnenschein die Temperaturen 1 bis 3 Grad höhere Werte erreichten.