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Wenn dieser Antrag gestellt sei, sei es ihre Aufgabe, darüber nachzudenken. "Dass Grossbritannien jetzt eine gewisse Zeit braucht, auch erst einmal die Dinge analysiert, dafür habe ich ein gewisses Verständnis." Sie mahnte aber: "Wir dürfen uns eine dauerhafte Hängepartie nicht leisten, weil das, glaube ich, für die Wirtschaft beider Teile - der EU-27 und Grossbritannien - nicht gut wäre."
Sie stellte auch klar, dass es keine Vorverhandlungen mit London gebe, bevor die Austritts-Absicht nicht förmlich erklärt sei. Sie appellierte an den Zusammenhalt der 27 anderen EU-Staaten: "Es muss alles getan werden, damit Fliehkräfte oder Zentrifugalkräfte nicht gestärkt werden, sondern damit der Zusammenhalt gestärkt wird." Auf die Frage, ob es einen Brexit vom Brexit geben könnte, sagte Merkel: "Ich befasse mich mit den Realitäten."
London will sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und möchte bereits vor dem offiziellen Austritts-Antrag Vorgespräche mit Brüssel führen. Die Briten sollen nach Meinung des Brexit-Wortführers Boris Johnson auch weiterhin die Vorteile der EU nutzen können./du/DP/fbr
(AWP)