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Der Beckenboden besteht im Wesentlichen aus drei übereinander liegenden Muskel- und Bindegewebsschichten, die das Becken gegen unten verschliessen. Die Muskelstränge und –platten bilden von vorne nach hinten sowie von rechts nach links ein elastisches Geflecht. Die Muskelschichten tragen und schützen die inneren Organe und stabilisieren ihre Lage. Gleichzeitig muss der Beckenboden beim täglichen Ausscheiden von Urin und Stuhl loslassen, abfedern und sich öffnen können. Abfedern und Druck ausgleichen muss er, wenn wir husten oder niesen. Und ganz besonders weit öffnen können muss sich der Beckenboden bei der Geburt eines Kindes. Zudem erfüllt er wichtige Funktionen in der Sexualität, da die Beckenbodenmuskeln wesentlich an der sexuellen Erregung beteiligt sind.
Darum wird der Beckenboden schwach
Bei den Frauen sind es vor allem drei Faktoren, die den Beckenboden beanspruchen und dehnen können: Geburten, Übergewicht sowie der natürliche Alterungsprozess. Männern macht der Beckenboden wegen ihrer Anatomie wesentlich seltener zu schaffen. Allerdings gehört ein Beckenbodentraining für den Mann zum unerlässlichen Rehabilitationsprogramm beispielsweise nach Prostataoperationen.
Folgen einer schwachen Beckenbodenmuskulatur
Ist der Beckenboden schwach oder schlecht trainiert, so kann dies Beschwerden verursachen. Ein schwacher Beckenboden führt zu einer Überlastung der Schliessmuskeln und kann Harn- und Stuhlinkontinenz auslösen. Auch Blasen- oder Gebärmuttersenkung stehen damit in Zusammenhang.
Training hilft!
Der Beckenboden lässt sich wie alle anderen Muskeln auch trainieren. Doch viele Menschen spüren den Beckenboden kaum, was das Training anfänglich erschwert und etwas Geduld erfordert.