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Die Behörden auf Zypern haben am Donnerstag ein Kreuzfahrtschiff zur Rettung von rund 300 in Seenot geratenen Flüchtlingen geschickt. Das Flüchtlingsboot habe in den frühen Morgenstunden per Funk einen Hilferuf abgesetzt, als es bei rauer See zu kentern drohte. Daraufhin sei eine Rettungsaktion eingeleitet worden, teilte Zyperns Regierung mit. Unter den Flüchtlingen, die offenbar hauptsächlich aus Syrien stammten, waren nach Regierungsangaben viele Frauen und Kinder.
Durch die Behörden veröffentlichte Luftbilder zeigten ein vollkommen überladenes Fischerboot bei heftigem Seegang. Das zyprische Kreuzfahrtschiff «Salamis Filoxenia» war gerade von der griechischen Insel Syros zur zyprischen Hafenstadt Limassol unterwegs, als es ebenso wie ein Tankschiff unter maltesischer Flagge zu den Flüchtlingen beordert wurde.
Das kleine Boot trieb etwa 90 Kilometer südwestlich der Küstenstadt Paphos. Der Direktor der Kreuzfahrtreederei Salamis Cruise Lines, Kikis Vasiliou, sagte im Radio, die Besatzung des Kreuzfahrtschiffes nehme die Flüchtlinge an Bord und kümmere sich um deren Erstversorgung.
Die zyprischen Behörden erwarteten das Kreuzfahrtschiff mit den Flüchtlingen am Abend in Limassol. Die Flüchtlinge sollen in einem Armeelager nahe der Hauptstadt Nikosia untergebracht werden. Zypern liegt rund 100 Kilometer vom Bürgerkriegsland Syrien entfernt, aus dem inzwischen Millionen Menschen geflohen sind. (whr/sda)