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16-Jähriger (†): «Mein letzter Wunsch – ein Abtreibungsverbot!»
Gouverneur von Texas verspricht, sich dafür einzusetzen
Am 26. August 2018 starb in Texas (USA) der 16-jährige Jeremiah Thomas an Knochenkrebs. Wochen zuvor hatte der junge Mann in einem Telefongespräch mit dem texanischen Regierungs- und Staatschef «ein Ende der Abtreibungen» als letzten Wunsch vorgebracht: Jeremiah kämpfte nicht nur um sein eigenes, vom Krebs auf den Kopf gestelltes Leben, er kämpfte auch bis zuletzt für das Leben der Ungeborenen.
Der Krebs war im März dieses Jahres diagnostiziert worden: eine sehr aggressive, gegen Bestrahlung resistente Art. Bald war der Tumor in Jeremiahs Wirbelsäule angekommen, und der bisherige, herausragende College-Football-Spieler wurde von der Hüfte an abwärts gelähmt.
«Wünsch dir was»
Mit seiner Krankheit erfüllte Jeremiah die Kriterien der internationalen Stiftung «Make-A-Wish» («Wünsch dir was»), die sich dafür einsetzt, dass schwerstkranken Kindern ein Herzenswunsch erfüllt werden kann, und die deshalb auch auf Jeremiah zukam. Jeremiah dachte nun allerdings weniger an sich selbst … als an die ungeborenen Kinder! Der Teenager hatte sich schon oft für sie engagiert. Mit seiner Familie (13 Kinder!) bot er vor Abtreibungskliniken schwangeren Frauen Hilfe an. Sein Vater leitet eine christliche Organisation. Jeremiahs Herzenswunsch war also: «ein Ende der Abtreibungen in meinem Heimatstaat »! Zu diesem Zweck wollte er mit dem Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sprechen.
Zunächst sah es danach aus, dass der «politische» Wunsch nicht berücksichtigt werden konnte. Doch dann schaltete sich die Ehefrau des Gouverneurs via Facebook persönlich ein und leitete ein Telefongespräch mit ihrem Mann in die Wege! Greg Abbott rief den jungen sterbenskranken Patienten am 17. Juni 2018 in die Klinik an. «Ich möchte mit Ihnen über einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Abtreibung sprechen», unterbreitete ihm Jeremiah sein grösstes Anliegen. Der republikanische Gouverneur seinerseits konnte Jeremiah versichern: «Wir hatten soeben unseren Parteitag, und dein Wunsch ist Teil unseres Programms. Wir werden das Verbot der Abtreibung in ganz Texas weiterverfolgen – dein Wunsch soll also in Erfüllung gehen!»
Anfeindungen
Nationale wie auch internationale Medien griffen die Geschichte auf. In der Folge hatte Jeremiah neben dem Krebs noch eine andere Art von Übel zu gewärtigen: In den sozialen Medien hagelte es Hasskommentare wegen seiner klaren Haltung zum Verbot von Abtreibungen. Die abscheulichsten Statements wünschten ihm einen schnellen Tod. Doch Jeremiah begegnete den Anfeindern stets in einem Geist der Verzeihung und der Nachsicht.
Inzwischen ist der junge Mann dem Krebs erlegen. Der Verein Mamma sagt Jeremiah von Herzen Danke für sein mutiges Zeugnis und hofft, dass sein letzter Wunsch bald Wirklichkeit werden kann – nicht nur in Texas!