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Rechte der Walser
zwischen Mythologisierung und Verleugnung
Der Weg der Walser ist mit Freiheitsbriefen, Schutzbriefen etc geradezu 'gepflastert'. Man kann mit Fug und Recht behaupten, diese Freiheiten der Walser seien ein wichtiger Teil ihrer Geschichte.
Es ist unbestritten, dass die Walser Freiheiten hatten, die im damaligen Kontext keine Selbstverständlichkeit darstellten.
Es ist aber eine grosse Kontroverse darüber entstanden, wie diese Freiheiten zu deuten sind.
Namhaft Forscher (u.a. Peter Liver, Paul Zinsli etc) behaupten, Walser Recht sei Kolonistenrecht. Die Freiheiten der Walser wurden also allen jenen zugesprochen, welche bereit waren, abgelegene Gebiet zu kolonisieren.
Dieser These wurde kürzlich widersprochen. Die Walser hätten diese Freiheit schon in ihrer Urheimat gekannt und diese von dort mitgebracht.
In diesem Kapitel erfahren Sie mehr darüber, was man unter diesen Freiheiten zu verstehen hat und in welche Walser Gebeiten welche Freiheiten nachgewiesen werden können. Und Sie erhalten eine Reihe von Hinweisen und Argumenten zu der grossen Kontroverse der Walser Forscher.
Sind Walser Rechte Rechte der Walser?
Walliser Rechtsquellen vor 1500
Eine Fülle von Urkunden belegen die Ereignisse und Zustände rund um die Walser im 13.Jahrhundert. Einen Einblick gewährt Enrico Rizzi ( Rizzi, Enrico: Walser Regestenbuch,1991). Einen ausgezeichneten Überblick über die Dokumente der Südwalser erhalten Sie auf der Homepage www.walser-cultura.it.
Walliser Rechtsquellen
Der Friedensvertrag von Saas-Almagell von 1291 (Vollversion) zeigt auf eindrückliche Art und Weise, was im Spätmittelalter am wichtigsten war: Sicherheit. In einer Zeit, in welcher der Handel über die Pässe blühte (sieh auch Gotthard/Simplon), brauchten die Händler Sicherheit vor Raubüberfällen.