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Geburtstermin berechnen: die Naegele-Methode
Das Baby wird heiss ersehnt. Wann können wir es in den Armen halten? Mit der Naegele-Methode lässt sich der Geburtstermin berechnen.
Baby, wann kommst du endlich? Wenn Sie den Geburtstermin berechnen, haben Sie zumindest einen Anhaltspunkt. Foto: manifeesto, iStock, Thinkstock
Die übliche Methode, um den Geburtstermin berechnen zu können, ist die Naegele-Regel. Diese geht wahrscheinlich auf den Gynäkologen Franz Naegele zurück, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewirkt hat.
Geburtstermin berechnen mit der Naegele-Methode
Für Frauen, deren Monatszyklus 28 Tage dauert, gilt folgende Formel:
Entbindungstermin = erster Tag der letzten Monatsblutung + 7 Tage - 3 Monate + 1 Jahr
Alternativ lässt sich auch folgende Formel anwenden:
Entbindungstermin = erster Tag der letzten Monatsblutung + 9 Monate + 7 Tage
Frauen, deren Zyklus unregelmässig ist, können den Entbindungstermin ihres Kindes mit dieser Regel nicht ausrechnen. Sie müssen die erweiterte Naegele-Regel anwenden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten:
Entbindungstermin = erster Tag der letzten Monatsblutung + 7 Tage - 3 Monate + 1 Jahr +/- Abweichung in Tagen
Andere Methoden wie zum Beispiel Ultraschall-Untersuchungen werden zur Voraussage des Entbindungstermins zur Naegele-Methode hinzugezogen. So lässt sich eine höhere Genauigkeit erreichen. Auch Geburten- und Schwangerschaftsrechner haben sich als sehr nützlich entpuppt. Sie berechnen anhand des ersten Tages der letzten Monatsblutung sowie der durchschnittlichen Dauer des Menstruationszyklus den voraussichtlichen Termin der Geburt. So können Schwangere einfach selbst im Internet mit ein paar Klicks den wahrscheinlichsten Entbindungstermin sowie die Schwangerschaftswoche berechnen.
Geburtstermin berechnen: reine Wahrscheinlichkeits-Berechnung
Mithilfe der Naegele-Regel lässt sich der wahrscheinlichste Geburtstermin berechnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geburt tatsächlich an diesem Tag stattfindet, liegt jedoch lediglich bei vier Prozent. Im Gegensatz dazu liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Geburt drei Wochen vor oder zwei Wochen nach dem berechneten Termin stattfindet, bei rund 90 Prozent. Geburten, die in diesem Zeitraum stattfinden, gelten immer noch als Termingeburten. Findet die Geburt vorher statt, spricht man von einer Frühgeburt. Wird der errechnete Termin um mehr als zwei Wochen überschritten, handelt es sich um eine Übertragung. Die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt liegt bei neun Prozent, jene für eine Übertragung bei einem Prozent.
Ursachen einer langen Schwangerschaft
Es gibt verschiedene Faktoren, die die Dauer der Schwangerschaft beeinflussen können.
- Tritt eine bestimmte Hormonreaktion am Anfang der Schwangerschaft erst spät ein, zieht dies einen früheren Entbindungstermin nach sich.
- Kam es bereits bei vorigen Schwangerschaften zu Übertragungen, ist eine Übertragung auch bei späteren Schwangerschaften sehr wahrscheinlich.
- Je höher das Alter der schwangeren Frau ist, desto wahrscheinlicher ist auch eine lange Schwangerschaftsdauer.
Auch bei einer Übertragung raten Experten von einer künstlichen Einleitung der Geburt ab. Diese soll nur bei gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind in Betracht gezogen werden.
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