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Zu Beginn der Versammlung in einem Tokioter Hotel entschuldigte sich der bisherige Chef Shuichi Takayama und versprach «drastische Reformen». Er gehört zu den 18 früheren und aktiven Managern und Bilanzprüfern, die Olympus wegen der Bilanzfälschungen auf Schadenersatz verklagt hat.
Gläubigerbanken beeinflussen Entscheidung
Der Bilanzbetrug war im Oktober 2011 dank des gefeuerten britischen Chefs Michael Woodford aufgedeckt worden. Auf der Hauptversammlung sprach ein aufgebrachter Woodford von einer «Schande» und verlangte laut Medien Rechenschaft darüber, ob sein Rausschmiss legitim war. Sein Anliegen wurde jedoch mit dem Hinweis auf ein von ihm in Grossbritannien angestrengtes Gerichtsverfahren zurückgewiesen.
Woodford hatte versucht, eine Aktionärsfront für die Rückkehr an die Olympus-Spitze zu organisieren. Doch japanische institutionelle Anteilseigner liessen den rebellischen Briten abblitzen. Auf dem Aktionärstreffen sprach sich Woodford zudem vergeblich gegen die Berufung von Sasa und Kimoto als die neuen Top-Manager aus. Auch eine Gruppe ausländischer Anteilseigner zeigte sich laut Medienberichten «enttäuscht». Die Gläubigerbanken hätten die Entscheidung über die neue Managementriege entscheidend beeinflusst.
Sasas Berufung als neuer Präsident kommt jedoch nicht überraschend, da die Medizintechnik inzwischen zum grössten Bereich von Olympus geworden ist - allerdings auch durch die Übernahmen, bei denen durch überhöhte Preise Bilanzbetrug betrieben wurde.
(tno/vst/muv/sda/awp)