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Eine Pflanze mit roten Kirschen
Vor ca. 1000 Jahren fiel einem äthiopischen Geissenhirten auf, dass seine Ziegen sich an einer Pflanze mit roten Kirschen erfreuten – und danach immer besonders lebhaft waren.
Da ihm die Veränderung der Ziegen gar auffällig vorkam, wollte er selbst davon versuchen. Rote Kirschen weisen ja eher auf Gefahr hin, aber der Hirte dachte sich, wenn die Geisslein davon so munter wurden, könne es ihm wohl auch nicht schaden. Nun ist aber das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen furchtbar bitter und er spuckte die Kirsche im grossen Bogen wieder aus. Er kannte jedoch einen gescheiten Mönch aus dem nahegelegenen Kloster und brachte ihm ein paar der Kirschen mit. Dieser stellte fest, dass da noch was drinsteckte und so schälte er sie und liess die Bohnen an der Sonne trocknen, wie es damals üblich war, um Lebensmittel haltbar zu machen. So kamen also ein Ziegenhirte und ein Mönch als erste Menschen in den Genuss einer Kaffeebohne.
Bis der Kaffee jedoch kultiviert wurde, sollte es noch ein wenig dauern. 1500 wurden erste Kulturen in Jemen angepflanzt und man sagt, es seien vor allem die Sufis* gewesen, die abends bei ihren rituellen Treffen Kaffee zur Stärkung tranken.1550 wurde der Kaffee von Mekka nach Konstantinopel (heutiges Istanbul) gebracht, wo zwei Handelsmänner das erste Kaffeehaus eröffneten.
Im 17Jhd fiel einem Venezianischen Kaufmann auf, dass die Männer im Orient dauernd mit einer Tasse gefüllter dunkler Brühe anzutreffen waren. Selbst angetan vom Gebräu brachte er den Kaffee mit nach Hause. Ja und wen wundert es, dass der Kaffee nun rasant von Venedig aus die ganze Welt eroberte.