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Validierung von Bildungsleistungen
Das Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) stellt sicher, dass ein eidgenössisch anerkannter Abschluss auf verschiedenen Bildungswegen erreicht werden kann. Dies schliesst neben den regulären Bildungswegen auch nicht formal erworbene Bildung ein. Dies können beispielsweise Handlungskompetenzen sein, die im Alltag erworben worden sind. So können Erwachsene einen eidgenössisch anerkannten Abschluss der beruflichen Grundbildung erlangen, ohne einen vollständigen formalen Bildungsgang durchlaufen zu haben. Dabei werden berufliche und ausserberufliche Erfahrungen und Ausbildungen angemessen angerechnet.
Die Kandidierenden weisen anhand eines Dossiers und eines Gesprächs nach, dass sie über die erforderlichen beruflichen Handlungskompetenzen für einen bestimmten Abschluss der beruflichen Grundbildung verfügen. Fehlende Kompetenzen können durch ergänzende Bildung oder weitere Praxiserfahrungen erworben werden. Werden alle Erfordernisse erfüllt, wird der eidgenössisch anerkannte Abschluss erlangt.
Die Validierung von Bildungsleistungen ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (OdA). Ein nationaler Leitfaden zur Validierung von Bildungsleistungen dient den verschiedenen Akteuren als Hilfsmittel und verdeutlicht den Prozess der Validierung. Er beinhaltet Informationen zu den Akteuren und Zuständigkeiten, zu den Phasen des Validierungsprozesses und zu den Validierungsinstrumenten.