Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/73654

<h2>SubmittedText<h2><p>Baustellen auf Autobahnen sind tagtäglich für massive Verkehrsbehinderungen und Verkehrsstaus verantwortlich. Der volkswirtschaftliche Schaden geht in die Millionen.</p><p>Warum wird bei Instandstellungs- und Sanierungsarbeiten auf Autobahnen nicht auch nachts und an den Wochenenden gearbeitet, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Je älter das Autobahnnetz wird, desto unvermeidlicher werden Instandstellungsarbeiten. Diese sind für den Benützer immer unangenehm, führen zu Behinderungen oder zumindest Geschwindigkeitsreduktionen. Das Bundesamt für Strassen hat vor einigen Jahren einen Systemwechsel vorgenommen, indem geplant und koordiniert ganze Streckenabschnitte von bis zu 15 Kilometern jeweils totalsaniert werden, dann aber über etwa 50 Kilometer baustellenfrei gefahren werden kann. Diese Methode läuft unter dem Namen UPlaNS, Unterhaltsplanung Nationalstrassen.</p><p>UPlaNS will ein sinnvolles und abgestimmtes Verhältnis von Zeit, Kosten und Risiko. Konzentriertes Bauen, namentlich in der Nacht und an Wochenenden, führt zu erheblichen Mehrkosten und insbesondere zu zusätzlichen Risiken für die Bauarbeiter und die Verkehrsteilnehmer. Zudem sind auf vielen Baustellen Tageslicht und teilweise auch Tagestemperaturen notwendig, um die notwendige Qualität der Arbeiten zu gewährleisten. Wo möglich wird aber selbstverständlich auf kurze Bauzeit hin gearbeitet, teilweise auch mit Anreizsystemen wie Bonus/Malus. Eine forcierte Bauweise in der Nacht und an Wochenenden hätte im Übrigen auch gravierende Belästigungen zur Folge, welche von direkt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern schlecht akzeptiert werden.</p>