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Fuss und Sprunggelenk Deformitäten
Die mechanischen Achsen des Fusses und der Sprunggelenke sind ganz wesentlich für die Funktionen: statische Belastung, Abstoss und Abfederung. Die wichtigen Deformationen betreffen diese Achsen und können durch einen Unfall oder Krankheiten verursacht werden. Die entsprechenden Fehlstellungen liegen entweder im Knochen oder in einer Gelenksachse. Eine Fehlstellung muss in einer funktionellen Stellung untersucht werden, am besten barfuß und im Stehen. Die Beurteilung der äußeren Form des Fußes ist mindestens so wichtig wie das Röntgenbild.
Die Deformationen können bei der Geburt oder in der weiteren Entwicklung des Kindes zum Vorschein kommen. Sie können weiterhin mit einem degenerativen Prozess (Alter, Arthrose), Folgen eines neurologischen Leidens, Folgen eines Unfalls (posttraumatische Deformationen) oder einer chronischen Entzündung (Polyarthritis) und schließlich auch mit einem metabolischen Leiden (Diabetes) oder Tumoren verbunden sein.
Der Fuss hat 28 Knochen. Dies macht ihn zu einem relativ komplexen Gebilde im Vergleich zu den vier Knochen, die die Hüfte mit dem oberen Sprunggelenk verbinden. Korrekturen von Fussdeformitäten bedingen eine genaue Kenntnis der Anatomie und Funktion der betroffenen Knochen, Gelenke und Muskeln.
Die Effizienz der Hand basiert auf einer grossen Gelenkigkeit bei relativ kleinen Kräften. Beim Fuß wirken hingegen sehr große Kräfte bei einer relativ bescheidenen Gelenkigkeit. Korrekturoperationen am Fuss und an den Sprunggelenken bestehen besonders aus Osteotomien (Knochenschnitte und Umstellungen), Gelenksversteifungen und Versetzungen von Muskelsehnen.