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Zum Vertragsrecht gehören alle Regeln, die das Zustandekommen eines Vertrags, seine Wirkungen und seinen Untergang bestimmen. Vertragsparteien sind stets Privatpersonen, also natürliche Personen (= Menschen), oder juristische Personen, zum Beispiel Aktiengesellschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH).
Viele Gesetzesbestimmungen zum Vertragsrecht finden sich im Obligationenrecht (OR). Das OR hat einen allgemeinen Teil (AT) und einen besonderen Teil (BT). Es gibt auch ausserhalb des OR Bestimmungen, die zum Vertragsrecht gehören, beispielsweise im Bundesgesetz über die Pauschalreise oder im Versicherungsvertragsgesetz. Umgekehrt zählen nicht alle Artikel des OR zum Vertragsrecht im engeren Sinne: Das Handelsrecht, das zum Beispiel das Gesellschaftsrecht regelt, bildet eine eigene Disziplin.
Ein zentraler Grundsatz des Vertragsrechts ist die Vertragsfreiheit. Sie umfasst mehrere Aspekte:
Die Vertragsfreiheit wird an verschiedenen Stellen eingeschränkt, durch Formvorschriften sowie Bestimmungen zum Persönlichkeitsschutz und Konsumentenschutz.
Wenn man zum Beispiel einen Werkvertrag abschliesst, erlaubt es die Vertragsfreiheit auch, die Mängelrechte vollständig auszuschliessen.
Ist ein abgeliefertes Werk mangelhaft oder entspricht es nicht den Vereinbarungen, stehen dem Besteller gewisse Rechte zu. Beobachter-Abonnenten erfahren im Merkblatt «Werkmangel - was tun?», welche Möglichkeiten ihnen offen stehen, wie sie die Mängelrüge durchsetzen und welche gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Verjährung gelten.