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Der 16. März 1774, ein Samstag, war ein schrecklicher Tag für Feldis.
Die Männer waren bei der Arbeit auf den Feldern oder in Chur auf dem Markt, als im Haus von Landamman Paul Tscharner, mitten im Dorf, das Feuer ausbrach. Es war neun Uhr vormittags.
Nur drei Stunden später waren die Kirche und alle Gebäude ein Raub der Flammen geworden. Alle, ausser das Haus in Starlatz. Vielleicht begünstigte seine Lage am unteren Dorfrand sein Überdauern, vielleicht auch die dicken steinernen Wände. Als einziges Haus von Feldis verfügt es über einen gemeinsamen Eingang sowohl für Mensch als auch für Vieh. Eine Art Vorhof trennt das Haus vom Stall.
Der Brand von 1774, bei dem eine Frau ums Leben kam, fand in einem Gedicht Niederschlag, das ein gewisser Johannes Barandun 30 Jahre später niederschrieb. Auf insgesamt 168 Strophen erzählt er von der Feuersbrunst, aber auch vom Durchzug der Franzosen, der Rinderpest oder den traurigen Schicksalen einzelner Feldiser.