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|K|
|Kalette: ist der Name der kleinen Facette, die vielfach die Unterteilspitze des Brillantschliffs (oder anderer Schliffformen, wie Navette, Marquise, Baguette, Tropfen usw.) abstumpft.|
|Kalkstein: Sedimentgestein, das größtenteils aus Calcit besteht.|
|Kamee: vom italienischen "cameo"; geschnittener Schmuckstein (Gemme) mit erhabener ^, bildlicher Darstellung.|
|Karat:
Abkürzung "ct". Gewichtseinheit für Edelsteine. Karat ist abgeleitet von
"keratonia siliqua", der Frucht des Johannisbrotbaumes, die im Durchschnitt
0,197g wiegt und schon im Mittelalter zum Wiegenbenutzt wurde. Heute ist 1 Karat= 0,2g.

Die Gewichtseinheit Karat hat nichts mit der Karatzahl, wie sie in der Schmuckbranche verwendet wird zu tun, da es sich hier nicht um eine Gewichtsangabe, sondern um eine Qualitätsbezeichnung handelt. Ein Karat bezieht sich hier auf ein vierundzwanzigstel des Gesamtgewichts des Metalls. Demnach entspricht eine Qualitätsbezeichnung von 24 ct reinem Gold. 18 ct Gold enthält 18 Teile reines Gold und 6 Teile anderer Metalle (Legierung).
Das Gewicht von Perlen wird in grain (lat.: "granum"= Korn) angegeben, wobei ein grain 0,05 g bzw. 0,25 ct entspricht, das aber im Handel zunehmend durch Karat ersetzt wird.
|Karborund: Schleifmaterial (Quarzsand, Sägemehl, Salz und Koks).|
|Karneol: rotbrauner, brauner oder braunroter Chalzedon, der im Altertum vorzugsweise zur Herstellung von Gemmen verwendet wurde. Braune bis Braunrote Chalcedone nennt man Sarder, beide sind durchscheinend. H= 6-7. Vorkommen/Fundorte: Brasilien, Uruguay, Nordafrika, Botswana, Indien, Japan, Russland. Spirituelle Bedeutung: Bestärkt uns in unserer Wahrnehmung. Gesundheitsförderung: Wirkt anregend auf den Magen und die Verdauung. Name: Karneol wurde der Farbe halber nach der Kornelkirsche benannt, Sarder nach seiner Herkunft, einer Stadt im vorderen Orient. Sternzeichen: Widder, Stier. Karneol ist ein seit langem bekannter Stein, heutzutage werden allerdings nur noch wenige Natur-Karneole angeboten, denn aus Achaten und Sarder lassen sich recht einfach schöne rote Karaneole brennen.|
|Katzenauge: mugelig geschliffener Schmuckstein, über dessen Oberfläche beim Bewegen des Steines ein heller Lichtstreifen wandert. Diese ungewöhnliche Spielart wird von Chrysoberyll, aber auch vom Quarz, Turmalin, Aquamarin u.a.m.|
|Katzenaugeneffekt: (Chatoyieren) Heller Lichtstreifen bei gewölbt geschaffenem Edelstein; wandert bei Bewegung des Steins über die Oberfläche.|
|Katzengold: siehe Pyrit.|
|Keramik: Grundmaterial ist Zirkonoxyd- oder Titankarbidpulver, das in eine Form gepresst und bei 1.450°C gesintert wird. Keramik ist extrem kratzfest, nach der Mohs-Skala hat es eine Härte von 9. Nur Diamant mit einer Härte von 10 kann zum Polieren von Keramik verwendet werden. Durch Beimischung von Farboxyden kann Keramik eingefärbt werden. Eine weitere Eigenschaft von Hightech Keramik ist ihre extreme Hitzebeständigkeit.|
|Kimberit: brekzienartige, diamantführende, serpentinartige, blaugrüne Varietät von Peridotit ("Blue Ground"), einem aus Olivin bestehenden, basischen Tiefengestein. Der Kimberit bildet das Füllgestein der als "Pipe-Minen" (Vulkanschlote) bekannt gewordenen primären Lagerstätten von Diamanten.|
|Klammerdrehstuhl: Ein Universaldrehstuhl zum Flachdrehen, Bohren, Schleifen usw.|
|Kluft: Bruchelement, das weder in Mineralen noch im Gestein den liegenden Strukturflächen folgt.|
|Kobalt: chemisches Element; Zeichen Co; stahlgraues, glänzendes, magnetisches Metall, das oft als Farbstoff zur verwendet wird.|
|Kohäsion: der innere Zusammenhalt (Bindekraft) der Moleküle eines Körpers.|
|kolloidal: Stoff in feinster Verteilung in einem anderen Stoff gelöst, z.B. hier: fester Stoff in Flüssigkeit= Kolloidlösung.|
|konkordant: Parallel zur Schicht liegend.|
|konstitutionell: aufbaumässig: anlagebedingt: zur Verbindung der Atome eines Moleküls gehörend.|
|Kontaktaureole: Thermisch beeinflusste (kontaktmetamorphe) Zone im Nebengestein rund um eine Intrusion.|
|Kontaktgestein: Gestein, das entweder am Vorgang der Kontaktmetamorphose beteiligt war, oder aus einer Kontaktmetamorphose hervorgegangen ist.|
|Konglomerat: ein klastisches Sedimentgestein, dessen zusammengekittete Bruchstücke (Trümmergesteine) abgerundet sind.|
|Kontaktmetamorphose: unter Kontaktmetamorphose versteht man jede durch Berührung mit aufsteigenden schmelzflüssigen Massen hervorgerufene Gesteinsumbildung.|
|Kontaktminerale: Minerale, die aus dem Prozess der Kontaktmetamorphose hervorgegangen sind.|
|Korallen: Rot bis rosa, weiß, selten auch bläulich bis schwarz. Undurchsichtig. H=3-4. Korallen wachsen auf der ganzen Welt in warmen Gewässern. Bekannt sind vor allem die großen Bänke und Riffe, z.B. das "Great Barrier"-Riff in Australien. Spirituell: Stärkt das Selbstvertrauen. Gesundheitsförderung: Hilft im Wachstum, beim Knochenaufbau. Name: aus dem Latein "corallium" bzw. dem altgriechisch "korallion". Sternzeichen: Skorpion. In früherer Zeit kamen Korallen überall im Mittelmeer vor. Die Ägypter legten sie den Toten als Schutzstein ins Grab.|
|Kornzange:
=Pinzette. Kornzangen werden je nach Anwendungsgebiet aus verschiedenen Rohstoffen
gefertigt.

Karbon-Stahl ist das härteste Material, das bei der Kornzangenfertigung verwendet wird. Selbst feinste Kornzangen aus Karbon-Stahl haben eine sehr stabile Federhärte. Unerreicht in ihrer Qualität sind die seit Jahrzehnten unverändert hergestellten Kornzangen von Dumont. Eine etwas einfachere Karbon-Qualität wird bei den Standard-Kornzangen und bei den Electronic-Kornzangen verwendet. Bedingt durch die Stahl-Federhärte können Karbon-Kornzangen weder antimagnetisch noch säurebeständig sein.
Inox-Stahl: Kornzangen aus Inox-Stahl sind rostfrei und können auch in Verbindung mit Flüssigkeiten verwendet werden. Die Serien Dumont Medical und Dumont Biologie sind in der Ausarbeitung der Oberfläche und der Form der Spitzen, für höchste Ansprüche präzise verarbeitet. Die Festigkeit der Spitzen ist ebenfalls federhart. Beide Serien sollten nur für sehr feine Arbeiten verwendet werden.
Antimagnetische Kornzangen: Für Arbeitsgebiete, in denen Magnetfelder vorhanden sind, werden antimagnetische Kornzangen benötigt. Grundsätzlich gilt, dass Kornzangen ohne Zusätze von Kohlenstoff (Karbon), z.B. Messing- oder Nickel-Kornzangen, keinen Magnetismus annehmen. Durch spezielle Legierungen mit Nickel, Kupfer und Zink, zum Teil mit Kohlenstoffzusätzen, ist man Kompromisse eingegangen. Die Dumont-Serie Dumoxel verbindet eine relativ gute Härte mit 90%iger Unempfindlichkeit gegen Magnetismus.
|Korunde: Name der Minerale, die aus kristallisierter Tonerde (Aluminiumoxid= Al2O3) bestehen. Bekannte Abarten sind der rote Rubin und der blaue Saphir. D=3,99; H=9; n=1,765,|
|Kraft: Physikalische Größe (Einheit N). Es gibt Kräfte unterschiedlicher Herkunft, Gewichtskräfte, Federkräfte, magnetische Kräfte usw.|
|Krappenfassung: Der Stein wird durch Drahtstrümpfe im Schmuckstück gehalten.|
|Kristall: Der Kristall ist ein stofflich einheitlicher streng geometrischer Körper, mit gesetzmäßigem Innenbau, dem Kristallgitter.|
|Kronenfacetten: die geneigten, das Oberteil des Brillantschliffes (aber auch anderer Schliffe, wie Marquise, Navette, Tropfen usw.) bildenden Facetten.|
|kryptokristalin: bezeichnet Mineral-Aggregate, die aus submikroskopisch-feinen Kristallen bestehen, im Unterschied zu Aggregaten, deren Mineralbestandteile makroskopisch, d.h. von bloßem Auge, erkannt werden können.|
|kubisch: auch regulär genannt: die Zusammenfassung jener Kristallklassen, die durch ein Achsenkreuz mit drei gleich langen und senkrecht aufeinanderstehenden Achsen ausgezeichnet sind.|
|Kugelhämmer: Wer Kugelhämmer zum Auftiefen benützt, soll diese wie Punzen handhaben und mit einem Hornhammer auf dieselben schlagen. So bleiben die Kanten der Anke gut.|