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Grundlage der Reflexzonentherapie ist die Vorstellung, dass sich der Körper in seiner Gesamtheit jeweils in einzelnen Körperteilen spiegelt: So lässt sich beispielsweise die Oberfläche des Fusses in zahlreiche Zonen einteilen, die jeweils ein Organ oder eine bestimmte Körperregion repräsentieren. Diese Zonen werden als Reflexzonen bezeichnet. Zwischen einer Reflexzone und dem dazugehörigen Organ besteht eine enge Verbindung: Kommt es in einem Organ zu einer Funktionsstörung oder einer krankhaften Veränderung, so stellt dies für die korrespondierende Reflexzone einen Reiz dar, den sie mit einer bestimmten Reaktion beantwortet. Diese «Antwort» kann sich in Form von Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit oder durch Auffälligkeiten im Gewebe oder im Energiefluss der jeweiligen Reflexzone äussern. Die Reflexzonentherapie macht sich diese Verbindungen zwischen inneren Organen und Hautzonen zu Nutze: Mit speziellen Grifftechniken werden die betroffenen Reflexzonen gezielt behandelt, um dadurch die korrespondierenden Körperregionen und Körperfunktionen positiv zu beeinflussen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.
Hinsichtlich der Wirkungsweise der Reflexzonentherapie gibt es mehrere Theorien. So wird beispielsweise angenommen, dass die Reflexzonen über Nervenverbindungen oder über Energiebahnen mit den Organen in Verbindung stehen oder dass die Reizleitung über die sogenannte extrazelluläre Matrix erfolgt.
Es existieren mehrere verschiedene Reflexzonensysteme, die von Reflexzonentherapeuten als Grundlage für die Behandlung herangezogen werden können. Dazu gehören unter anderem:
– Die sogenannten Dermatome oder Head’sche Zonen, die nach dem englischen Neurologen Sir Henry Head benannt wurden. Dermatome sind Hautareale, die jeweils von einem Rückenmarksnerven innerviert werden und über Nervenverbindungen mit bestimmten Körperorganen verbunden sind.
– Das Körperzonenraster von William Fitzgerald, das den Körper in zehn Längszonen und drei waagrechte Zonen aufteilt.
– Eunice Ingham entwickelte die Vorstellung, dass sich jede Körperzone in einem bestimmten Areal oder Reflexpunkt auf den Fusssohlen widerspiegelt.
– Körperreflexzonen am Rücken oder am Bauch nach Jochen M. Gleditsch, Johann Abele oder Ann Lett.
– Sogenannte Mikrosysteme, zum Beispiel am Schädel nach Toshikatsu Yamamoto.
– Modelle für myofasziale Schmerz- oder Reflexpunkte wie die Tenderpoints nach Lawrence H. Jones, segmentale Irritationspunkte nach Karl Sell oder neurolymphatische Reflexpunkte nach Frank Chapman.
– Weitere Reflexzonensysteme bedienen sich der Hände, der Ohren oder des Gesichts.
Quelle: www.emindex.ch