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Kognitive Störungen / Demenzen
Demenzen sind langsam fortschreitende Hirnleistungsstörungen mit nachlassender Selbstständigkeit und mit Verhaltens- und Wesensänderungen. Kernsymptome sind Einschränkungen des Gedächtnisses, der Lernfähigkeit, der Auffassung, des Rechnens, der Sprache und der Urteilsfähigkeit. Leichtere Formen werden als leichte kognitive Störung bezeichnet.
Die häufigsten Ursachen sind die Alzheimerkrankheit und Herz-Kreislauf Erkrankungen. Daneben gibt es als Ursachen u.a. Vitaminmangel, hormonelle Störungen oder Entzündungen. Frontotemporale Demenzen gehen mit Persönlichkeitsveränderungen oder Sprachstörungen einher. Depressionen können zu reversiblen Konzentrationsstörungen im Sinne einer „Pseudodemenz“ führen.
Typisch ist eine frühe Beeinträchtigung der Merkfähigkeit, Wortfindung und Orientierung an nicht vertrauten Orten. Komplexe Tätigkeiten (Finanzen) und Gesellschaft (sozialer Rückzug) werden vermieden. Die Bewältigung von Alltagsaufgaben fällt im Gegensatz zu früher zunehmend schwerer. Depressionen, Ängste, Misstrauen und Apathie sind häufig. Teilweise stehen eine Wesensänderung oder Verhaltensprobleme im Vordergrund.
Für die Alzheimerkrankheit sind je nach Krankheitsstadium verschiedene Medikamente zur Behandlung zugelassen. Ferner spielen nicht-medikamentöse Therapien wie kognitive Aktivierung oder verhaltenstherapeutische Methoden eine wichtige Rolle. Wichtig ist die gezielte Behandlung von individuellen Risikofaktoren. Bei sogenannten symptomatischen kognitiven Störungen wird die Ursache z.B. ein Vitaminmangel behandelt.