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Wie viele Buddhas gibt es im Garten? – An einem sonnigen Vormittag wurden die Teilnehmenden des diesjährigen Sommerretreats aufgefordert, statt im Meditationsraum im Freien zu meditieren und später in der Einzelbegegnung (Dokusan) die Frage zu beantworten: Wie viele Buddhas gibt es im Garten? Das Folgende ist ein Auszug aus dem Dharma-Vortrag des nächsten Tages.
Im Kapitel 2.1 haben wir uns mit der Aussage beschäftigt: «Vimalakirti hatte die Wurzeln aller heilsamen Tugenden gepflanzt und nun ruhte er gelassen im Ungeschaffenen». Wir haben gesehen, dass die Begriffe das «Ungeschaffene» oder das «Ungeborene» Namen sind für das in Wirklichkeit namenlose Wesen aller Lebensformen. Dasselbe gilt für den im Zen gebrauchten Begriff Mu. Im diesem Vortrag komme ich noch einmal auf die Aussage zurück, mit einer etwas stärkeren Betonung auf der Praxis.
Die Hauptlehre des Buddha ist bekannt als Die Vier Edlen Wahrheiten. Der Buddha legte diese vier Konzepte zum ersten Mal seinen versammelten Freunden dar, nachdem er in Bodhgaya endgültige Klarsicht erlangt hatte. Mit dieser Verkündigung begann seine 45 Jahre dauernde Laufbahn als «Lehrer». Die Vier Edlen Wahrheiten bildeten den Eckstein von Buddhas Lehre; die zahllosen Worte, Lehrreden und Dialoge, die der ersten Darlegung folgten, behandelten verschiedenen Aspekte dieses grundlegenden Konzepts.
Vor einigen Monaten stiess ich auf ein interessantes Buch von Walpola Sri Rahula mit dem Titel „What the Buddha taught” (Walpola Sri Rahula ist ein Theravada-Mönch, der gut bekannt ist für seine Übersetzungen der Worte des historischen Buddha.)
Das Buch ist nicht sehr dick, aber es ist kein Buch, das man schnell liest. Bis Buddhas Worte und Sri Rahulas Kommentare im eigenen Geist Wurzeln schlagen und erblühen, braucht es Zeit. Im Laufe dieses Erblühens fühlt man sich mehr und mehr hingezogen zum Mann Gotama selbst, einem Menschen, der vollkommen menschlich war.