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Hütehund
Unentbehrlich beim Beweiden von Kulturland ohne Weidezäune. Hütehunde setzen mit ihrer Anwesenheit und ihrem gezielten Bewegungen oder Positionen Grenzen für die Schafherde fest.
Eine Fähigkeit von Hütehunden ist das Furche-Laufen. Dabei traben sie entlang einer Weidegrenze auf und ab, sodass die Schafherde auf der gewünschten Weide frisst. Wenn der Hirte weiterziehen möchte, dann ruft er eines der Leitschafe der Herde an und zieht weiter, während die Hunde weiter Weidegrenzen oder Übergänge sichern.
Hütehunde werden in der Regel an grösseren, homogenen Schafherden eingesetzt.
Traditionellerweise zeigen Hütehunde auch den sogenannten Wehr. Sie können ihre Herde gegenüber fremden Tieren/Menschen auf Anweisung des Schäfers verteidigen.
Steckbrief Hütehund
Betriebsform: Weidehüten (Schafe und Schäfer)
Tierart: Schafe
Anzahl Nutztiere: grosse homogene Schafherden
Zeitaufwand Ausbildung: 1-2 Jahre
Ausbildungsmöglichkeiten: Berufsschäfer mit Wanderherden
Typische Rassen: Altdeutscher Schäferhund, Deutscher Schäferhund, Berger des Pyrénées
Ausbildung
Die Ausbildung junger Hunde erfolgt oft im Beisein älterer, ausgebildeter Hütehunde während der Zeit der Beweidung. Das Furche-Laufen sowie der Grundgehorsam wird teilweise auch ohne Beisein von Schafen geübt.
Bei jungen, temperamentvollen Hütehunden werden erste Arbeitseinsätze bevorzugt an grossen Herden vorgenommen.