Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/122310

<h2>InitialSituation<h2><p><b>Übersicht aus der Botschaft</b></p><p>Das Protokoll zur Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Schweiz und Irland sieht die Aufnahme einer Bestimmung über den Informationsaustausch gemäss internationalem Standard vor. Daneben werden weitere Anpassungen des Abkommens vorgenommen. So wurde beispielsweise vereinbart, den komplizierten Artikel über die Besteuerungsrechte bei Dividenden durch einen neuen Artikel zu ersetzen. Gemäss dem neuen Artikel dürfen beide Staaten eine Quellensteuer von höchstens 15 Prozent auf dem Bruttobetrag der Dividenden erheben. Hält jedoch eine Gesellschaft eine Beteiligung von mindestens 10 Prozent am Kapital der Dividenden zahlenden Gesellschaft, so sind die Dividenden von der Quellensteuer befreit. Keine Quellensteuern sind ausserdem auf Dividenden an die Nationalbanken der beiden Staaten sowie an Vorsorgeeinrichtungen geschuldet.</p><p>Das Änderungsprotokoll sieht schliesslich eine Evolutivklausel für die Aushandlung einer Schiedsklausel vor. Sollte Irland künftig mit einem anderen Staat in einem Doppelbesteuerungsabkommen eine Schiedsklausel vereinbaren, so ist Irland zur Aufnahme von Verhandlungen über die Aufnahme einer solchen Bestimmung in das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz verpflichtet.</p><p>Die Kantone und die interessierten Wirtschaftskreise haben den Abschluss dieses Protokolls begrüsst.</p>