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Viele von Euch haben wahrscheinlich schon von der Basen-Diät gehört. Verschiedene Versionen von der Säure-Basen Theorie kursieren im Internet. Aber die Kernbotschaft von allen ist, dass die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen eine ‘Asche’ hinterlassen nachdem dem sie metabolisiert werden, die entweder sauer oder basisch ist.
Gemäss der Theorie ist es in unsrem Interesse wenn wir sicherstellen, dass wir mehr basische Nahrungsmittel als saure Nahrungsmittel konsumieren. Dadurch sollen wir sicherstellen, dass wir mit einem basisch geladenen Körper enden. Das soll uns angeblich von den Krankheiten der modernen Zivilisationen schützen. Wohingegen uns eine saure Diät anfällig für fast alles von Krebs bis Osteoporose, machen soll. Um sicher zustellen, dass wir basisch bleiben, schlagen die Befürworter von dieser Theorie vor, dass wir unseren Urin mit pH Messstreifen unter Kontrolle halten sollen.
In diesem Artikel will ich die Ansprüche, die die Befürworter von einer basischen oder alkalischen Diät für sich beanspruchen behandeln. Zugleich will ich einen Teil der Verwirrung klären, was das alles für Ihre Gesundheit bedeutet.
Nahrungsmittel können unseren Urin pH Wert beeinflussen
Bevor ich diese Theorie zerlege, will ich bestätigen, dass manche Punkte von der Theorie richtig sind. Erstens, Nahrungsmittel hinterlassen eine saure oder basische ‘Asche’. Die Art dieser ‘Asche’ wird bestimmt durch den relativen Gehalt von säure-formenden Komponenten. Dazu gehören Phosphat und Schwefel, und basisch-formende Komponenten wie Kalzium, Magnesium und Kalium. (1, 2). Im Allgemeinen sind tierische Produkte und Getreide säure-formend, während Früchte und Gemüse basisch-formend sind. Reine Fette, Zucker und Stärke sind neutral, weil sie kein Protein, Schwefel oder keine Mineralien enthalten.
Es ist auch wahr, dass die Nahrungsmittel die wir essen den pH Wert von unserem Urin verändern. (3, 4). Wenn Sie zum Beispiel zum Frühstück eine grünes Smoothie konsumieren, dann wird ihr Urin ein paar Stunden später sehr wahrscheinlich basischer sein, als der von jemand der Eier und Speck zum Frühstück hat. Nur als Randbemerkung, es ist sehr einfach den pH Wert von dem Urin zu messen. Das ist einer der grossen Vorteile der Basen-Diät. Jedermann kann bestätigen, dass es sehr befriedigend ist, konkrete Verbesserungen von Gesundheitswerten, die abhängig von der Diät sind, sofort zu sehen. Das Testen des pH Wertes von dem Urin gibt den Menschen dieses Gefühl und die Bestätigung. Wie auch immer, wie sie weiter unten sehen werden, ist der pH Wert von dem Urin weder ein guter Indikator von dem pH Wert des ganzen Körpers, noch ein guter Indikator von der generellen Gesundheit.
Nahrungsmittel beeinflussen unseren Blut pH Wert nicht
Befürworter von der Basen-Diät haben verschiedene Theorien hervorgebracht wie eine saure Diät der Gesundheit schadet. Die lächerlichste ist, dass wir mit den Nahrungsmittel die wir essen den pH Wert von unserem Blut ändern können und dass saures Blut Krankheiten auslöst und basisches Blut Krankheiten verhindert. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Der Körper reguliert den pH Wert von unserem Blut und von den extrazellulären Flüssigkeiten. Das können wir mit unserer Diät nicht beeinflussen. (5, 6). Hohen Dosen von Natriumbikarbonat können den Blut pH Wert temporär erhöhen, aber nicht ohne unbequeme Magen-Darm Symptome. (7, 8). Und sicherlich gibt es Umstände, in welchen das Blut saurer ist als es sein sollte, was ernstzunehmende Konsequenzen für die Gesundheit haben kann. Wie auch immer, der Status der Acidose (Übersäuerung) wird von pathologischen Gegebenheiten hervorgerufen. Die Hauptursache ist chronische Niereninsuffizienz und nicht was Sie essen. In anderen Worten, unabhängig von dem was Sie essen oder was für ein pH Wert Ihr Urin hat, können Sie ziemlich sicher sein, dass Ihr Blut ein pH Wert in der Grössenordnung von 7.4 hat.
Die Nieren und nicht die Knochen regulieren den Blut pH Wert
Die ‘Säure-Asche’ Theorie scheint die wichtige Rolle, die die Nieren in der Regulierung des Körper pH Wertes spielen überhaupt nicht zu berücksichtigen. Die Nieren sind sehr gut ausgerüstet, um mit der ‘Säure-Asche’ fertig zu werden. Wenn wir Dinge wie Protein verdauen, dann werden die Säuren, die dabei produziert werden, schnell mit Bicarbonat-Ionen, die im Blut sind, gepuffert. (7). Diese Reaktion produziert Kohlendioxid, das über die Lungen ausgeatmet wird und Salze, die von den Nieren ausgeschieden werden. Während dem Ausscheidungsprozess produzieren die Nieren neue Bicarbonat-Ionen, welche zurück in das Blut fliessen und die Bicarbonate ersetzen, die als Puffer verwendet wurden. Das generiert ein sich selbst erhaltender Zyklus durch welchen der Körper in der Lage ist den pH Wert von dem Blut konstant zu halten und das alles ohne Beteiligung der Knochen.
Daher unterstützt unser Verständnis von der Säure-Basen Physiologie die Theorie nicht, dass säure-formende Diäten einen Verlust von Knochenmineralien oder Osteoporose hervorrufen.
Die ‘Säure-Asche’ Hypothese der Osteoporose wird von klinischen Studien nicht bestätigt
Auf den ersten Blick sehen manche Studien erfolgversprechend aus, denn sie zeigen, dass saure Diäten manchmal die Ausscheidung von Kalzium in den Urin erhöhen. Manche Studien gehen davon aus, dass das zusätzliche Kalzium von den Knochen kommt. (8). Wenn allerdings das Kalzium Gleichgewicht (Einnahme minus Ausscheidung) gemessen wurde, haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass säure-formende Diäten keinen negativen Einfluss auf den Kalzium Metabolismus haben. (9). Manche Studien haben festgestellt, dass eine Supplementierung mit Kalium Salz (was den Zweck haben sollte die überschüssige Säure zu neutralisieren) einen positiven Effekt auf die Knochen Gesundheit hatte, was die ‘Säure-Asche’ Hypothese zu bestätigen scheint. Allerdings waren diese Resultate nur während den ersten paar Wochen der Supplementierung beobachtet worden und Langzeitstudien haben keinen Vorteil für die Gesundheit der Knochen gefunden, der durch diese alkalischen Salze hervorgerufen werden könnte.
Trotzdem, dass die Hypothese, dass höhere Einnahmen von Protein und Phosphaten säure bildend sind und daher für die Gesundheit der Knochen bestimmend ist, haben viele Studien gezeigt, dass höhere Einnahmen von Protein und Phosphaten positive Effekte auf den Kalzium Metabolismus und die Gesundheit der Knochen haben. (9). Die Zusammenfassung der klinischen Beweise von zwei verschiedenen Meta-Analysen and einem Review-Paper sind alle zu dem Schluss gekommen, dass zufällige kontrollierte Versuche die Hypothese nicht bestätigen, dass säure-formende Diäten den Verlust von Knochenmineralien oder Osteoporose hervorrufen. (9).