Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/220816

<h2>SubmittedText<h2><p>Ärzte sind besorgt, dass der zunehmende Konsum von Cannabis und CBD, forciert durch die neu ermöglichten Pilotprojekte mit Cannabis, zu unvorhersehbaren und schwerwiegenden Wechselwirkungen mit Medikamenten führen kann.</p><p>- Gedenkt der Bundesrat diese Problematik bei den Pilotprojekten und diesbezüglichen Rahmenbedingen einzubeziehen?</p><p>- Bräuchte es hierfür beispielweise neue, verpflichtende Warnhinweise bei Medikamenten und entsprechenden Fachinformationen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes betreffend die Pilotversuche mit Cannabis, die sich aktuell in der Parlamentsberatung befindet, beschränkt die Teilnahme auf erwachsene Personen, welche bereits Cannabis konsumieren. Durch solche Pilotprojekte kann es deshalb nicht zu einer Zunahme des Konsums kommen. Wechselwirkungen von Cannabis mit anderen Medikamenten können nicht gänzlich ausgeschlossen werden, weshalb ein entsprechendes Risiko im Rahmen der Gesundheitsprüfung bei Eintritt in die Studie individuell abgeklärt werden muss. Die Studienärztin oder der Studienarzt sind verantwortlich dafür, Personen - falls medizinisch angezeigt - von den Versuchen auszuschliessen. Zudem muss der Gesundheitszustand bei allen Probandinnen und Probanden fortlaufend überwacht werden. Allerdings sind dem BAG und Swissmedic im Kontext der medizinischen Anwendung von Cannabis keine schwerwiegenden unerwünschten Wechselwirkungen von THC- oder CBD-haltigen Präparaten mit anderen Arzneimitteln bekannt.</p>