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Urteil gegen ehemaligen FC Servette-Präsidenten Marc Roger
Der frühere Präsident des Konkurs gegangenen FC Servette, Marc Roger, ist vom Geschworenengericht in Genf wegen ungetreuer Geschäftsführung und Urkundenfälschung schuldig gesprochen worden.
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Freigesprochen wurde Roger vom Vorwurf des Betrugs und des betrügerischen Konkurses. Olivier Maus, der Ex-Verwalter des Clubs, wurde ebenfalls wegen ungetreuer Geschäftsführung schuldig gesprochen. Marguerite Fauconnet, die Juristin, die für Marc Roger arbeitete, sprach das Geschworenengericht der Urkundenfälschung schuldig.
Über die Höhe des Strafmasses wird das Gericht noch am Abend oder morgen früh befinden.
Zum Abschluss des Prozesses hatten die Anwälte des früheren Club-Präsidenten Marc Roger noch einmal dessen Unschuld beteuert. Sie forderten vom Geschworenengericht einen umfassenden Freispruch.
Marc Roger sei "von Grund auf ein guter Mensch", sagte Alain Marti. Es sei Roger nie bewusst gewesen, etwas Schlechtes zu tun, und schon gar nicht habe er absichtlich Schlechtes getan. Marc Roger sei ein Opfer der Medien und einer parteiischen Justiz, die ihn 22 Monate in Untersuchungshaft behalten habe.
Nie habe Roger während seines Präsidiums vom Frühjahr 2004 bis zum Konkurs im Februar 2005 den Club bestohlen. Er habe zwar 57 000 Franken aus der Kasse der Firma Avenir Football Investissements (AFI), der damaligen Dachgesellschaft des Servette FC, genommen. Doch sei das sein eigenes Geld gewesen.
Marc Roger habe einen "verwahrlosten" Club übernommen, sagte sein zweiter Anwalt Robert Assaël. Wenn der Franzose nicht eingesprungen wäre, dann wäre Servette bereits im Februar 2004 am Ende gewesen.
Rogers Anwälte widersprachen in ihren Plädoyers Staatsanwalt Dario Zanni, der zuvor Schuldsprüche gefordert hatte. Zanni warf Roger betrügerischen Konkurs, Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung vor.