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Mother! Review
Regisseur Aronofsky ist bekannt dafür in seinen Film gerne mit Symbolen und verschiedenen Ebenen zu arbeiten, mal weniger zurückhaltendend wie in The Fountain (2006) oder etwas geradliniger wie in Black Swan (2011). Mother! ist ein Mix. Die ersten zwei Drittel sind gefüllt mit subtiler unbehaglicher Stimmung, Gesten und Worten, die sich zunehmend steigern. "Mutter"(Jennifer Lawrence) lebt zusammen mit ihrem Ehemann "Er" (Javier Bardem) in einem abgelegene Landhaus. Er sucht dort verzweifelt nach Inspiration für sein nächstes Autorenwerk, sie versucht als seine Muse zu agieren, renoviert gar in liebevoller Handarbeit das alte Haus. Die traute Zweisamkeit wird durch den Besuch eines fremden Ehepaars unterbrochen.
"Er" badet in der zusätzlichen Aufmerksamkeit, doch "Mutter fühlt sich zunehmend bedrängt von dem seltsamen Verhalten der Fremden. Ihre steigende Irritation fängt Aronvosky brillant mit vielen Nahaufnahmen von Lawrences starkem Schauspiel ein. Er bedient sich Elementen von Thriller und Horror, um «Mutters» Perspektive auf den Zuschauer zu übertragen. Musik und Geräusche fügen sich nahtlos in das um "Mutter" immer enger werdende Netz ein.
Während "Er" bald seinen gesuchten Ruhm findet, beginnen die fremden Gäste sogar das Haus und damit ihr Werk zu zerstören. An der Oberfläche ist mother! damit die Geschichte einer Frau, die alles opfert um die Muse für ihren Künstler-Eheman zu sein, nur um am Ende von diesem gnadenlos in die Ecke gestelltzu werden. Ins grössere Übertragen geht es um gnadenlosen Konsum und Ausnutzung des Unschuldigen, des eigenen Lebensraums.
Jegliche Subtilität geht im letzten Drittel des Films verloren, es folgt ein Finale von apokalyptischem Ausmasse. Dieses verdeutlicht zwar «Mutters» Gefühle eindrucksvoll, driftet aber zugleich komplett in eine Welt von Symbolik ab und steht in einem sehr starken Kontrast zum vorhergehende Aufbau.
Und das Finale opfert am Ende «Mutters» Perspektive um den Fokus wieder auf «Ihn» zu legen, damit Aronofsky seine symbolische Allegorie erzählen kann. Damit nimmt er die Erzählung einer dysfunktionalen Beziehung ohne deren Konsequenzen zu Ende zu erzählen.
Mother! (Kurzinhalt)
Ein Dichter (Javier Bardem) und seine junge Ehefrau (Jennifer Lawrence) leben allein in einem großen viktorianischen Haus auf dem Land. Eines Tages steht ein fremder Mann (Ed Harris) und kurz darauf dessen Gattin (Michelle Pfeiffer) vor der Tür, die der Dichter beide begeistert einlädt, bei ihnen zu wohnen. Als überraschend auch noch die Söhne (Domhnall & Brian Gleeson) des Ehepaars auftauchen, eskalieren die Spannungen im Haus: Im Streit bringt ein Sohn den anderen um. Durch den tragischen Vorfall inspiriert, verfasst der Dichter ein Werk, das nicht nur mit einem renommierten Preis bedacht wird, sondern ihm schlagartig großen Kultstatus und Ruhm verschafft. Seine mittlerweile schwangere Frau sieht sich mit einer immer aggressiver werdenden Fangemeinde konfrontiert, die sich bald als unberechenbare Bedrohung entpuppt …
(Quelle: Paramount Pictures, Disney, Constantin)