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Die japanische Firma Tokyo Kogaku KK brachte bereits 1957 mit der Topcon R ihre erste 35mm SLR auf den Markt. Zwei Jahre vor Nikon und ein Jahr vor Minolta. 1963 folgte dann mit der RE Super einer der grössten Meilensteine der Kamerageschichte. Bis dahin besassen Kameras entweder gar keinen Belichtungsmesser oder dann einen, der ausserhalb des Objektivs die Lichtmenge gemessen hat. Die RE Super war die allererste einäugige Spiegelreflexkamera mit einem sogenannten TTL Belichtungsmesser. TTL steht für Through the Lens. Der Belichtungsmesser hat das Licht also, wie es noch heute üblich ist, durch das Objektiv gemessen. Und das notabene bei offener Blende was damals ebenfalls noch lange nicht selbstverständlich war.
Die RE Super war für professionelle Anforderungen ausgelegt und entsprechend robust gebaut. Sie besass wie die Nikon F ein Wechselsuchersystem und einen Motoranschluss. Die US Navy hat die Topcon der deutlich bekannteren Nikon F als Standardausrüstung vorgezogen.
Eine Besonderheit war das Bajonett. Topcon hat keinen eigenen Objektivanschluss entwickelt, sondern den Exakta Anschluss der Firma Ihagee aus Dresden (damals DDR) verwendet. Das Exakta Bajonett wurde schon ab 1936 in der Kine Exakta, der allerersten einäugigen 35mm Spiegelreflexkamera, verwendet.
Die Produktion der RE Super wurde erst 1971 eingestellt. Topcon hat die Kameraproduktion schlussendlich nach einigen Wirren und Qualitätsproblemen 1980 endgültig eingestellt. Die Firma ist heute Weltmarktführer bei geodätischen Messinstrumenten.
Fotos: kleinbildkamera.ch