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Ordnerverwaltung für Direkte Steuern (Teil 1 - bis Seite 49)
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Steuerobjekt: Der Tatbestand, der eine Steuer auslöst, ist je nach Steuerart unterschiedlich. Es gibt Steuerarten, bei denen ein bestehender Zustand besteuert wird, andere Steuerarten knüpfen an ein Ereignis an (es muss etwas geschehen, damit die Steuer ausgelöst wird):
Vermögenssteuer: Hier wird ein Zustand besteuert (das Vermögen nämlich, das bereits da ist). Das Steuerobjekt ist damit das Halten von (bestehendem) Vermögen. Das Analoge gilt für die Kapitalsteuer der juristischen Personen.
Einkommenssteuer: Ohne Zufluss von neuem Einkommen wird keine Einkommenssteuer ausgelöst. Dieser Zufluss stellt ein Ereignis dar, das Steuerobjekt besteht damit im Erzielen von steuerbarem Einkommen. Das Analoge gilt für die Gewinnsteuer der juristischen Personen.
Zur Steuerberechnungsgrundlage gehören zuerst einmal die...
...sachlichen Grundlagen (wie hoch ist der Wert, für den eine Steuer erhoben wird?), aber auch die zeitliche Bemessung (wann wird der Gegenstand besteuert?).
Beim Steuermass rechnen Sie die...
..geschuldete Steuer aus, indem Sie Steuertarife auf die Steuerberechnungsgrundlage anwenden. Es geht letztlich um die Frage, wie hoch der zu zahlende Steuerbetrag ist.
Erklären Sie den Unterschied zwischen Steuersubjekt und Steuerträger, und nennen Sie je ein Beispiel für Steuerarten, bei denen Steuersubjekt und Steuerträger identisch bzw. nicht identisch sind.
Steuersubjekt ist die Person, die mit der Steuerverwaltung abrechnet. Steuerträgerin hingegen ist die Person, die die Steuerlast letztlich zu tragen hat. Bei Einkommens- und Vermögenssteuer (natürliche Personen), aber auch bei Gewinn und Kapitalsteuer (juristische Personen) sind Steuersubjekt und Steuerträger identisch, nicht hingegen bei der Mehrwertsteuer und bei der Verrechnungssteuer, da beides Steuern sind, die überwälzt werden.
Welche beiden Arten von Steuerobjekten gibt es?
Das Steuerobjekt ist entweder ein Zustand (z.B. bei der Vermögenssteuer natürlicher Personen oder der Kapitalsteuer juristischer Personen) oder ein Ereignis (z.B. bei der Einkommenssteuer natürlicher Personen oder bei der Gewinnsteuer juristischer Personen).
Welche zwei Steuerrechnungen erhält eine natürliche Person pro Steuerjahr?
Eine Rechnung für die Kantons- und Gemeindesteuer, bei der das steuerbare Einkommen und steuerbare Vermögen erfasst wird sowie
eine Rechnung für die direkte Bundessteuer, bei der (nur) das steuerbare Einkommen erfasst wird (keine Vermögenssteuer). Das Inkasso der direkten Bundessteuer erfolgt durch die Kantone.
Steuersubjekte (Personen, die mit der Steuerverwaltung abrechnen) sind alle Personen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
Sie müssen zum Steuerhoheitsgebiet gehören - Nur wer z.B. in der Stadt Winterthur wohnt, muss dort Gemeindesteuern zahlen. Kantonssteuern für den Kanton Zürich zahlt, wer im Kanton wohnt. Direkte Bundessteuer zahlt, wer in der Schweiz wohnt.
Sie müssen rechtsfähig sein.
Steuersubjekt sind Sie nur, soweit keine subjektive Steuerbefreiung vorliegt. Steuerbefreit sind Angehörige der sich in der Schweiz befindenden ausländischen dipolmatischen und konsularischen Vertretungen - DBG Art. 15
Grundsätzlich ist jede natürliche rechtsfähige Person, die dem Steuerhoheitsgebiet zugehört, ein Steuersubjekt. Bei der Familienbesteuerung gelten gewisse Einschränkungen:
In ungetrennter Ehe lebende Ehegatten sowie eingetragene Partnerschaften werden gemeinsam besteuert - DBG Art. 9 Abs. 1 und 1bis. Beide Partner sind zwar Steuersubjekte, es erfolgt aber eine gemeinsame Veranlagung, d.h. Einkommen und Vermögen werden auf einer Steuererklärung zusammengezählt. Beide Partner haften grundsätzlich solidarisch (d.h. jeder für den vollen Betrag) für geschuldete Steueren - DBG Art. 13.