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Das Ziel von nur noch 650'000 Lastwagenfahrten über Schweizer Alpenstrassen hätte eigentlich 2018, zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels für Züge, erreicht werden sollen. Der Bundesrat will im Rahmen des Verlagerungsberichts 2019 darlegen, wie die Verlagerungspolitik besser umgesetzt kann.
1999 waren mit dem Verkehrsverlagerungsgesetz die Massnahmen zur Umsetzung der vom Volk beschlossenen Verlagerungspolitik in Kraft getreten. Im Jahr 2000 entstanden neue Rahmenbedingungen im Alpenverkehr: dank der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der schrittweisen Erhöhung der Gewichtgrenze für schwere Güterfahrzeuge auf 40 Tonnen.
Im Jahr 2018 zeigte sich, dass auf Strasse und Schiene erneut mehr Güter durch die Alpen transportiert wurden, vor allem auf Schienen. Auf den Schienen wurden 19 Millionen Tonnen Güter mit Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern durch die Alpen transportiert – so viel wie nie zuvor. Allerdings konnte die Bahn das Rekordniveau von 2016 nicht vollständig erreichen. Grund dafür sind Mängel bei der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Bahnen, wie es in einer Bundesmitteilung heisst.
Auf der Strasse nahmen die Lastwagenfahrten 2018 auf zwei der vier wichtigen Schweizer Alpenübergängen, dem Gotthard und dem San Bernardino, im Vergleich zum Vorjahr ab. Am Simplon und am Grossen Sankt Bernhard hingegen stieg die Zahl der Lastwagenfahrten im Vergleich zu 2017. Allerdings war der Simplon im Jahr 2017 witterungsbedingt oft gesprerrt gewesen, und am Grossen Sankt Bernhard verhinderte eine Tunnel-Baustelle 2017 die Durchfahrt während Monaten.
Insgesamt geht der Strassengüterverkehr über die Schweizer Alpen, trotz stabil wachsender Konjunktur in Italien und ganz Europa, langsam zurück. Anders präsentiert sich die Situation in den Nachbarländern. Am Brenner etwa steigt die Zahl der Lastwagen immer weiter an.