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Im Ranft baute sich Bruder Klaus Ende 1467 zuerst ein "cluselin" aus Ästen, Holz und Laub. Seine Mitbürger, Freunde und Nachbarn, errichteten dem Gottesmann schon im folgenden Jahr 1468 eine richtige Klause und eine Kapelle. Der Konstanzer Weihbischof Thomas weihte die Kapelle am 27. April 1469 zu Ehren der Mutter Gottes, der Büsserin Maria Magdalena, des heiligen Kreuzes und der 10'000 Ritter. Bei dieser Gelegenheit prüfte er die Nahrungslosigkeit des Eremiten.
Besass die Kapelle bei der Weihe einen Altar, so werden fünf Jahre später schon drei erwähnt. Ein Erdbeben von 1601 machte eine Renovation nötig, nachher besass die Kapelle wieder einen Altar, der fünf Jahre später geweiht wurde. Fortwährender Bergdruck und eine Erdbewegung 1693 machten einen Neubau notwendig, der auf dem bisherigen Grundriss errichtet und 1701 geweiht wurde. Der im 19. Jahrhundert übermalte Altar von 1606 wurde 1947 entfernt und fand 1998 einen neuen Platz in der Kapelle des Alters- und Pflegeheims der Gemeinde Sachseln.
Seit der Restauration von 1986/87 steht ein Blockaltar frei im Chorraum. Der frühgotische Kruzifixus an der Ostwand ist ein Geschenk von 1947 aus Luzerner Privatbesitz. An den beiden Schrägen der Chorwand befinden sich eine spätgotische Madonna und eine um 1650 entstandene Statue von Bruder Klaus.
Ein 1821 von Balz Heymann gemalter Zyklus von 18 Bildern erzählt das Leben von Bruder Klaus. Die nach einem italienischen Vorbild gemalte Verkündigung an der Rückwand, stammt ebenfalls von Heymann, signiert B-H-P 1827.