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Die IWH-Experten gehen im laufenden Jahr von einer Steigerung der Verbraucherpreise um knapp acht Prozent aus. Im Jahr 2023 könnte die Teuerung sich sogar der Zehn-Prozent-Marke nähern, hiess es in dem Konjunkturbericht. Im August lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Der Grosshandelspreis für Erdgas sei in Europa zurzeit etwa fünf Mal so hoch wie vor einem Jahr, hiess es in dem Konjunkturausblick des IWH. Es sei zu erwarten, dass sich die Preise, mit der Erneuerung alter Lieferverträge in den kommenden Monaten den Grosshandelspreisen annäherten. Somit dürften auf die deutsche Volkswirtschaft Kosten für Erdgas zukommen, die die der beiden Ölkrisen in den 1970er Jahren noch übertreffen dürften.
Der überwiegende Teil der Belastung werde als Heiz- und Stromkostenerhöhung von den privaten Haushalten zu stemmen sein, sagten die Experten. "Die privaten Haushalte werden gezwungen sein, ihre sonstigen Konsumausgaben zu verringern, was einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion zur Folge haben wird", sagte Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik des IWH.
Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes würden ausserdem an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verlieren, sagte Holtemöller. Was folge, sei ein Rückgang der Arbeitszeit je Beschäftigten im kommenden Winterhalbjahr und mehr Kurzarbeit, so die Prognose./wpi/DP/jha
(AWP)