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Deutsch: Xylit, ausgesprochen Xülit Englisch: Xylitol, ausgesprochen Xsülaitol
Xylit (C5H12O5) ist eine Substanz, welche in vielen Früchten und Gemüsen des täglichen Lebens natürlich vorhanden ist. Es ist ein Stoff, welcher von der Pflanze selber im Zusammenhang mit der Photosynthese hergestellt und in den Zellstrukturen der Wasserkanäle eingelagert wird.
Xylit wird industriell überwiegend aus der Maispflanze gewonnen, welche hauptsächlich aus riesigen Monokulturen in China stammen. Xylit wird jedoch traditionell auch aus der Rinde von Harthölzern (Birke und Buche) gewonnen.
Xylit Baum-Süsse stammt zu 100% aus Birken- und Buchenrinde, daher auch der Name "Baum-Süsse"!
Xylit kommt in vielen Früchten und Gemüsen vor, welche wir täglich zu uns nehmen. Unsere Leber produziert es sogar als Nebenprodukt im Stoffwechselprozess (5-15g täglich). Xylit ist daher unserem Körper durchaus bekannt, was die Verstoffwechslung vereinfacht, wenn es mit der Nahrung aufgenommen wird.
Xylit wird aus Xylose (Holzzucker) durch verschiedene Verfahren gewonnen. Heute wird Xylit überwiegend aus Resten von Maiskolben hergestellt. Grösstes Herstellungsland ist China, wo es in grossen Mengen durch Hydrolyse1 (Wasserspaltung) auf biochemischem Wege gewonnen wird (möglich ist der Einsatz von gentechnisch verändertem Mais).
Wir haben einen Hersteller gefunden, welcher Xylit aus Laubbäumen gewinnt. Bei der Papier- und Zelluloseherstellung entsteht ein Nebenprodukt (aus Sicht der Papierherstellung), welches normalerweise für Wärme- und Energiegewinnung innerhalb der Papierherstellung dient. In diesem Nebenprodukt ist die Xylose bereits in gelöster Form vorhanden, woraus durch weitere Verarbeitung und Filterung reines Xylit gewonnen wird (es ist somit keine Hydrolyse mehr nötig). Bei diesem Verfahren muss für die Gewinnung von Xylit kein Baum zusätzlich gefällt werden. Die verwendeten Birken und Buchen stammen aus nachhaltiger FSC-Forstwirtschaft in Österreich. Die Weiterverarbeitung, Reinigung und Filterung des Xylits findet in Finnland statt, wo die Herstellung von Xylit seit über 60 Jahren bekannt ist.
Xylit sieht aus wie Zucker (Saccharose) schmeckt wie Zucker, und hat die gleiche Süsskraft wie Zucker. Sie können Xylit somit wie herkömmlichen Zucker verwenden,
zum Süssen von:
zum Kochen:
zum Backen:
Xylit ist daher ein idealer Zuckerersatz!
Grundsätzlich können Mengenangaben von Zucker in Rezepten eins zu eins für Xylit übernommen werden. Die Süsskraft des Xylits beim Kochen oder Backen bleibt erhalten.
Meine persönliche Erfahrung seit 2012 beim Backen und Kochen ist, dass weniger Xylit Baum-Süsse als Zucker benötigt wird. In der Regel sind 70 - 80% Xylit Baum-Süsse im Vergleich zur Menge Zucker im Rezept ausreichend.
So auch bei selbstgemachter Konfitüre, wo ich auf 100g Beeren/Früchte zwischen 40-45g Baum-Süsse verwende, je nach Süsse der Beeren/Früchte. Am Ende des Kochvorgangs mische ich etwas Zitronensaft dazu um einen Säureausgleich herzustellen (ansonsten kristallisiert das Xylit beim öffnen des Konfitürenglasses wieder und die Konfitüre wird "ungeniessbar"). Ein halbes Teelöffelchen Zitronensaft auf 100g Früchte sind bereits ausreichend.
Bitte probieren Sie es aus und experimentieren Sie etwas mit den Mengenverhältnissen, bis Sie die für Sie ideale Mischung herausgefunden haben.
Xylit kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken. Grund hierfür ist, dass nicht das ganze Kohlenhydrat verstoffwechselt wird. Dies kann im Dickdarm zu Osmose2 führen, was Blähungen und unter Umständen Durchfall hervorrufen kann.
Die empfohlene Tagesdosis ist abhängig von Alter und Körpergewicht. Bei Erwachsenen gilt als guter Massstab 0,5–1,0g Xylit Baum-Süsse pro Kilogramm Körpergewicht. Das heisst bei 60 kg Körpergewicht können somit bedenkenlos 30-60g Xylit Baum-Süsse pro Tag konsumiert werden. Da jeder Körper anders ist, sind dies lediglich Richtwerte. Bitte testen Sie selbst, wie viel Xylit Baum-Süsse Ihr Körper gut verwerten kann. HINWEIS: In Studien3 gab es Probanden, welche durch tägliche Einnahme von Xylit Baum-Süsse bis zur unglaublichen Menge von 200g pro Tag einnehmen konnten, ohne dass sie irgendwelche Sympthome von Blähungen bzw. Durchfall hatten...
Bei Kindern unter 3 Jahren ist wie bei vielen anderen Lebensmitteln auch, Vorsicht geboten: Beginnen Sie mit einer geringen Menge und beobachten Sie die Verträglichkeit.
Xylit Baum-Süsse kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken. Grund ist der Umstand, dass nur etwa ein Drittel der im Xylit enthaltenen Kohlenhydrate vom menschlichen Körper verwertet werden können. Der Rest gelangt unverarbeitet in den Dickdarm, wo es durch osmotisches Phänomen Wasser ziehen und deshalb leicht abführend wirken kann. Es gibt in diesem Zusammenhang keine exakten Richtmengen, ab welcher Menge Xylit abführend wirken kann. Jeder Körper reagiert individuell darauf. Beginnen Sie mit kleinen Mengen und erhöhen Sie diese langsam. Im Gegensatz zu allen anderen Zuckeraustauschstoffen (welche alle abführend wirken können), gewöhnt sich der Körper nachweislich an Xylit. Die Angwöhnungszeit dauert ca. 4 Wochen. Danach kann Xylit auch in grösseren Mengen eingenommen werden. Bei wissenschaftlichen Langzeitstudien zwischen 1972-1974 an der Universität Turku in Turku, Finnland, gab es normalgewichtige Erwachsene, welche täglich bis zu 200g Xylit einnehmen konnten, ohne abführende Wirkung.
Ein weiterer interessanter Pluspunkt von Xylit: Es wird als komplexes Kohlenhydrat sehr langsam absorbiert. Xylit hat einen 10mal geringeren Blut-Zucker-Anstieg als herkömmlicher Zucker. Dies ist vor allem für Sportler wichtig, da dieser Umstand eine länger anhaltende Leistungsfähigkeit ermöglicht und den Körper nicht belastet. Der Blut-Zucker-Anstieg wird in Glyx (Glykämischer Index) zwischen 0-100 angegeben. Traubenzucker hat einen Glyx von 100, Zucker von 68-72 und Xylit hat einen Glyx von lediglich 7.
Xylit Baum-Süsse ist ein natürlicher Stabilisator für Insulin. Bei der Konsumation von Xylit Baum-Süsse kommt es nicht zu einer Spitze im Blutzucker. Xylit Baum-Süsse wird im Körper insulinunabhängig verstoffwechselt und ist daher ganz besonders für Menschen mit Diabetes geeignet.
Xylit gehört zu den sogenannten mehrwertigen (Zucker)Alkoholen, zu welchen auch Mannit und Sorbit gehören. Xylit hat jedoch eine Eigenschaft, welche kein anderer Stoff aufweist: alle bisherigen wissenschaftlichen Studien haben gezeigt, dass viele Bakterien Xylit nicht verstoffwechseln und sich somit nicht von Xylit ernähren können. Als Folge davon verhungern sie.
Zu den erwähnten Bakterien gehören u.a. Streptococcus Mutans4, welche als hauptsächliche Verursacher von Karies und Plaque bekannt sind. Wenn Sie regelmässig kleine Mengen von Xylit (5 - 8 g/Tag) zu sich nehmen, können diese Bakterien nicht überleben und Sie beugen Karies, Plaque und Zahnstein vor. Lesen Sie hierzu "Links zu Xylit-Berichten".
Es gibt in der Anti-Aging-Forschung neue Erkenntnisse, welche einen konstant niedrigen Insulinspiegel als Schlüssel für ein erfolgreiches Anti-Aging-Programm ansehen. Dank Xylit Baum-Süsse haben wir einen sehr niedrigen Insulinspiegel und tragen somit indirekt zum Anti-Aging bei.
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1 Die Hydrolyse (altgriechisch ὕδωρ hydor „Wasser“ und λύσις lýsis „Lösung, Auflösung, Beendigung“) ist die Spaltung einer (bio)chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser (Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 562).
2 Häufig wird Osmose beschrieben als die spontane Passage von Wasser oder eines anderen Lösungsmittels durch eine semipermeable Membran, die für das Lösungsmittel, jedoch nicht die darin gelösten Stoffe durchlässig ist (Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Osmose)
3 Es wurden in Studien von Probanden die Einnahmen von 200 g Xylitol täglich problemlos vertragen (Wikipedia, unter Eigenschaften, 5. Absatz, zweitletzter Satz: https://de.wikipedia.org/wiki/Xylit)
4 Streptococcus mutans ist eine Bakterienart aus der Gattung der Streptokokken (Streptococcus). S. mutans ist der Leitorganismus der Zahnkaries und bei fast jedem Menschen im Speichel vorhanden. Die Höhe der Konzentration von S. mutans im Speichel korreliert eng mit dem Kariesrisiko.(↑ A Sharma et al.(2009): Dermatoglyphic interpretation of dental caries and its correlation to salivary bacteria interactions: An in vivo study In: JISPPD, Vol. 27, No. 1, S. 17–21 PMID 19414969 doi:10.4103/0970-4388.50811).