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Andere Namen: In der Schweiz: Seltenbach, Mülibach (oder Ergoltingerbach), und Schiltenbach (oder Landgraben). In Deutschland: Klingengraben und zusätzlich auch Kotbach auf den letzten 2 km.
Hydrologie: Der Klingengraben entspringt mit zwei etwa gleich langen namenlosen Quellbächen im Kurz- und im Langtal auf 665 bzw. 700 m.ü.M. am Randen. Beide Bäche vereinigen sich bei Siblingen zum Seltenbach. Ab der Bahnstation Wilchingen-Hallau nennt er sich dann Mülibach (oder Ergoltingerbach) und vor Trasadingen heisst er dann Schiltenbach (oder Landgraben) und ab der Landesgrenze zu Deutschland ab Erzingen Klingengraben. Auf den letzten 2 km seines Laufes trägt er zusätzlich noch die Bezeichnung Kotbach. Er ist der wichtigste Abfluss des Klettgaus. Er ist 23.7 km lang und mündet bei Lauchringen auf 356 m.ü.M. in die Wutach. Sein Einzugsgebiet beträgt etwa 165.51 km² und er hat eine Wasserführung von 1.6 m³ pro Sekunde.
Gewässerkennzahl: 11046
Urkundlich überlieferte Namen:
Namensentwicklung:
Etymologie: Klingengraben ist der offizielle Name des Gesamtgewässers, auch wenn er noch zahlreiche, weitere lokale Namen trägt. Unter Klingen versteht man in der Regel Sand- und Kiesbänke in einem Fluss oder auch eine tiefe Stelle in einem Fluss. Graben ist eine alternative Bezeichnung für Bach.
Ergoltingerbach = Bach bei Ergoltingen.
Kotbach = Bach mit moorigem Wasser.
Landgraben = Bach, der übers Land fliesst.
Mühlebach = Bach, welcher eine Mühle antreibt.
Schiltenbach = Bach, benannt nach einem Grundstück eines Besitzers namens Schilt.
Seltenbach = Bach der nur selten Wasser führt.
Flussnamentyp: früher alemannischer Name
Geologie:
Flussgeschichte: Für ein Einzugsgebiet von über 165 km² führt der Bach relativ wenig Wasser. Das lässt vermuten, dass es zum einen im Klettgau relativ wenig regnet und zum andern, dass dem Bach für die Landwirtschaft viel Wasser entzogen wird, welches entweder verdunstet oder direkt ins Grundwasser gelangt. Vermutlich versichert aber auch ein Teil des Wassers im dortigen porösen Juragestein.