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Ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, riesige Bäume stürzten um, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Stadt Yancheng wurde von Stürmen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern heimgesucht. Auch Hagelstürme gingen über der Region nieder.
Präsident Xi Jinping ordnete einen “umfassenden” Einsatz der Rettungskräfte an, die bei den Aufräumarbeiten und der Suche nach Verletzten helfen sollten. Auch mehr als 1300 Polizisten wurden mobilisiert.
Der Feuerwehrchef der Provinz, Zhou Xiang, erklärte die Suche nach Überlebenden laut Xinhua am Freitag für beendet. Die Räumarbeiten liefen auf Hochtouren. Hunderte Helfer und Sicherheitskräfte waren im Katastrophengebiet im Einsatz.
Der Bezirk Funing war eines der am stärksten betroffenen Gebiete. Zahlreiche Einwohner irrten dort am Freitag durch die Ruinen ihrer Häuser, im Fluss trieben Trümmerteile. Der Einwohner Sun Yazhou steuerte einen Betonlaster, als der Tornado über die Gegend fegte. Die Wucht des Sturms drückte die Windschutzscheiben seines Fahrzeugs heraus. “Der Himmel wurde völlig schwarz. Ich hatte Angst, aber keinen Ort, um mich zu schützen”, sagte Sun.
Ein Krankenhaus in Funing war völlig überfüllt, auf den Fluren standen zusätzliche Betten. Ein Fabrikarbeiter berichtete dort, wie der Tornado ihn buchstäblich aus dem Gebäude gefegt hatte, obwohl er sich an eine Tür geklammert habe.
Der Mann trug Verletzungen an Kopf und Armen davon. Die Canadian Solar Factory, die rund tausend Menschen beschäftigt, und der dazugehörige Schlafsaal wurden komplett zerstört.
Arbeiter und Soldaten räumten rund um die Fabrik Hochspannungskabel beiseite. Medienberichten zufolge waren rund 360 Helfer im Einsatz. Zwei Arbeiter wurden demnach vermisst.
In der Ortschaft Lixin wurden etliche Häuser und Autos zerstört, Bäume waren entwurzelt. Mit Bulldozern und blossen Händen durchsuchten Rettungskräfte die Trümmer.
In den vergangenen Tagen wurden weite Teile Chinas von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, die jährlichen Sommerstürme sind heftiger als sonst. Die Regierung führte die heftigen Unwetter auf das Wetterphänomen El Niño zurück.
(SDA)