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Forschende bringen Schweinen Gamen beiUhr
Ein Team rund um zwei Forscherinnen der US-amerikanischen Purdue University hat Schweinen beigebracht, ein Videospiel zu spielen. Dabei lernten die Tiere, wie sie per Joystick einen Cursor über einen Computerbildschirm bewegen können, um ein Ziel zu treffen.
Dass Delphine und Schimpansen intelligent sind, ist den meisten bekannt. Aber Schweine? Laut Forscherinnen der Purdue University im US-amerikanischen Bundesstaat Indiana sind die Rüsselnasen ausgesprochen clever. Im Rahmen eines Experiments brachte ein Team von Forschenden vier Schweinen bei, einen Computer per Joystick zu bedienen.
"Möglicherweise gibt es mehr, was Schweine lernen, verstehen und worauf sie reagieren können, als wir bisher angenommen haben", sagt die am Experiment beteiligte Forscherin Candace Croney gegenüber "The Guardian". Wie das Magazin berichtet, trainierte das Team rund um Croney und Co-Autorin Sarah Boysen die Schweine mit Leckerlis darauf, die Joysticks mit ihren Schnauzen zu bewegen. Dabei betrachteten die Tiere einen Computerbildschirm. Sobald die vier Schweine das Bewegen der Joysticks beherrschten, wurde die Schwierigkeit erhöht. Die Schweine mussten ihre Intelligenz bei einem Videospiel unter Beweis stellen.
Ziel beim Spiel war es, mit dem Joystick einen Cursor so über den Bildschirm zu bewegen, sodass er mit einer von vier wandartigen Strukturen auf dem Bildschirm kollidiert. "Bei der Kollision gab das Spiel ein 'Bloop'-Geräusch von sich und das Schwein erhielt ein Leckerli", schreibt "The Guardian". Je besser ein Schwein das Spiel meisterte, desto weniger Wände wurden ihm Präsentiert.
(Source: Laura Anderson / Unsplash)
Hamlet und Omlette wurden zu gross für das Experiment
Alle vier Schweine schnitten im Grossen und Ganzen besser ab als der Zufallsgenerator. Besonders gute Ergebnisse erzielten die beiden Yorkshire-Schweine Hamlet und Omlette, die zu Beginn des Experiments drei Monate alt waren. Sie schlugen den Zufall aber nur, wenn ihnen der Computer zwei Wände oder eine einzelne Wand zeigte. Bei drei Wänden war der Zufallsgenerator besser. Nach 12 Wochen Training waren Hamlet und Omlette aber so gross geworden, dass sie nicht mehr in den Teststall passten. Daher endete der Versuch für sie früher als für die anderen beiden Schweine.
Ebony und Ivory spielten ganze 15 Monate lang das Videospiel mit den Wänden. Die Ergebnisse der zwei Panepinto-Mikroschweine waren durchzogen. Laut "The Guardian" schnitten sie besser ab als der Zufall, wenn sie mit drei Wänden oder einer Wand konfrontiert wurden. Aber nur Ivory war bei der Zwei-Wand-Bedingung besser als der Zufallsgenerator.
"Dass die Schweine bei einer Aufgabe, die deutlich ausserhalb ihres normalen Bezugsrahmens lag, so erfolgreich waren, ist an sich schon bemerkenswert und ein Hinweis auf ihre verhaltensmässige und kognitive Flexibilität", schreiben die Forscherinnen. Zudem sei die Ermutigung durch den Schweinetrainer genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Leckerlies gewesen, um die Tiere anzuspornen.
Obwohl die Ergebnisse, die die Schweine erzielten, bemerkenswert sind, schlugen die Tiere laut "The Guardian" beim Experiment nicht so gut ab wie nicht-menschliche Primaten. So wurden ähnliche Experimente bereits mit Rhesusaffen durchgeführt.
Die neuen Technologien, die an der CES 2021 vorgestellt wurden, richten sich nicht direkt an Schweinebesitzer und -besitzerinnen. Dafür präsentierten Start-ups und bekannte Tech-Konzerne Anwendungen für Katzen- und Hundebesitzer.