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Negrellisteg
Eine Passerelle soll die Stadtkreise 4 und 5 für den Fussverkehr miteinander verbinden. Die Fertigstellung des neuen Stegs ist auf die Eröffnung des Boulevards «Europaallee» im September 2020 geplant.
Mit der SBB-Durchmesserlinie und dem unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse sowie dem Entwicklungsgebiet Europaallee werden südlich des Gleisfeldes, im Kreis 4, sehr viel mehr Menschen als heute an- und abreisen, arbeiten und neu auch wohnen. Im Norden des Hauptbahnhofs, im Kreis 5, stehen ebenfalls städtebauliche Veränderungen bevor.
Die SBB als federführende Bauherrschaft hat zusammen mit der Stadt Zürich für die neue Verbindung mit dem Namen Negrellisteg im Jahr 2017 einen Studienauftrag im selektiven Verfahren durchgeführt. Das siegreiche Planerteam hat zwischenzeitlich ein Bauprojekt ausgearbeitet. Die rund 160 Meter lange Stahlbrücke überquert das Gleisfeld zwischen der Kanonengasse im Kreis 4 und der Klingenstrasse im Kreis 5. Sie wird primär von vier Stützen getragen, die auf den bestehenden Rampenwänden der Tiefbahnhöfe Museum- und Löwenstrasse stehen. An beiden Enden der Brücke führen spiralförmige Treppenzugänge als Verlängerung der Brückenkonstruktion um einen Liftturm.
Baubeginn ist für Sommer 2019 geplant. Mit der Fertigstellung der Hochbauten an der Europaallee und der Zollstrasse soll auch der neue Steg fertiggestellt sein.
Namensgeber Alois von Negrelli
Benannt wird der Steg nach Alois von Negrelli, der 1799 bis 1858 lebte. Negrelli stammte aus dem Trentino, das zu seinen Lebzeiten im Wesentlichen Teil des österreichischen Kaiserreiches war. Mit Zürich verband Negrelli vor allem die Projektleitung für die erste Schweizer Eisenbahn, die sogenannte Spanisch-Brötli-Bahn von Zürich nach Baden. Ferner war Negrelli Generalinspektor der österreichischen Staatsbahnen und Planer des Suezkanals.