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Staatliche Umerziehung für 335 Franken im Jahr
Letzte Woche wurde bekannt, dass die Halbierungsinitiative, die die Zwangsgebühren für die SRG von 335 auf 200 Franken reduzieren will, zustande gekommen ist. Gleichentags lieferte das Schweizer Fernsehen SRF gleich zwei Beweise, dass diese Initiative nötiger ist denn je.
Vor einer Woche widmete sich die Sendung ‘10 vor 10’ des Schweizer Fernsehens der Meldung aus Irland, dass die dortige Regierung beabsichtigt, 200’000 Rinder zu töten, um das Klima zu retten. Die sind irr, diese Iren, könnte man da denken. Nicht so das Schweizer Fernsehen, das das Töten von Kühen auch für die Schweiz zur Sprache brachte. Moderator Arthur Honegger, der vor allem als gegen die SVP rasender Reporter bekannt ist und mit seinen Flugreisen als Korrespondent aus aller Welt vermutlich schon mehr Schadstoffe verursacht hat als alle Rinder von Texas zusammen, fragte am Ende des Beitrages die Zuschauer, welche Lösung sie denn bevorzugen würden – Kühe töten, den Fleischkonsum reduzieren oder nur noch künstliches Fleisch aus dem Labor essen. Mehr als diese drei Möglichkeiten standen nicht zur Verfügung. Nachdem zahlreiche Leser dieser Umfrage darauf hingewiesen hatten, dass sie aber weiterhin richtiges Fleisch geniessen möchten, antwortete Honegger, das sei keine Option. Die ideologische Denkweise der Aktivistin von Greenpeace, die im Beitrag mehrmals zu Wort kam, wurde eins zu eins übernommen. Das Schweizer Fernsehen gefällt sich im Diktieren der richtigen Lebensweise. Es nimmt den Zuschauern das Denken für nur 335 Franken Zwangsgebühren im Jahr ab. Wie praktisch.
Da einige gefragt haben: Die Option "Weitermachen wie bisher" fehlt. Weil "Weitermachen wie bisher" keine Option ist.
— Arthur Honegger 🤙🏼 (@honegger) June 22, 2023
Viel zu viele Weisse ohne Color
Politischen Aktivismus legte letzte Woche auch eine andere Sendung von SRF an den Tag, die sich angeblich rassistischen Büchern widmete. Als Erstes genannt wurde Pippi Langstrumpf. Vermutlich nicht das Buch, das dem durchschnittlichen Zuschauer in den Sinn kommt, wenn er an Rassismus denkt. Befragt wurden in diesem Beitrag zwei Lehrerinnen und ein Bibliothekar der Pestalozzi-Bibliothek. Dieser wurde allerdings nicht Bibliothekar genannt, sondern gendergerecht ‘Person der Bibliothek’. Alle drei zeigten sich entsetzt, dass in Kinderbüchern nur selten schwarze Kinder und Kinder «of color» vorkämen. Eine Studie habe ergeben, dass lediglich 9 Prozent der Hauptpersonen in Büchern schwarz seien. SRF rechnete und stellte erschüttert fest, dass folglich 91 Prozent der Hauptpersonen weiss seien. Und das mitten in Europa! SRF geht vermutlich davon aus, dass die Personen in afrikanischen Geschichten je hälftig schwarz und weiss sind. Einerseits darf man Romane wie Winnetou nicht mehr lesen, andererseits wird nun beklagt, dass zu wenige verschiedene Hautfarben in unseren Büchern vorkommen würden. Wer das versteht, dürfte gute Chancen auf eine Stelle als Redaktor bei ’10 vor 10’ haben.
Warnhinweis für Pippi Langstrumpf
Die beiden Lehrerinnen, die dem ‘Kollektiv Kritische Lehrpersonen’ angehören, möchten in ihren Schulzimmern nur wertvolle Bücher auflegen. Dazu gehört zum Beispiel auch das Bilderbuch ‘Körper sind toll’, in dem Zeichnungen zu sehen sind, auf denen Erwachsene aller Hautfarben und aller Geschlechterkombinationen mit Kindern nackt unter der Dusche stehen.
In der Zentralbibliothek werden angeblich rassistische Bücher wie Pippi Langstrumpf aussortiert oder mit einem Kleber auf der Umschlagseite versehen, auf dem gross ‘Rassistische Inhalte’ steht. Zudem wird empfohlen, dass Kinder solche Geschichten nur noch in Begleitung Erwachsener lesen sollten. SRF liess die drei Aktivisten ohne kritische Frage zu Wort kommen. Jemand mit einer anderen Meinung wurde gar nicht erst interviewt. Andere Gedanken sind nicht erwünscht. Ob Fleisch oder Bücher, unser Staatssender weiss immer, was für uns richtig ist. Aber wollen wir dafür wirklich 335 Franken im Jahr bezahlen? Für dieses Geld könnte man mindestens zehnmal eine Ausgabe von Pippi Langstrumpf kaufen und an Kinder verschenken, die noch nicht ideologisch verblendet sind. Danach bleibt sogar noch genug Geld übrig für ein paar saftige Steaks.28