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Der sozialliberale Emmanuel Macron hatte in der ersten Runde zur französischen Präsidentschaftswahl mehr Stimmen als die Rechtspopulistin Marine Le Pen erhalten. "Der proeuropäische Reformer Macron befindet sich in der Pole-Position, um nächster französischer Präsident zu werden", kommentierte Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding. "Das Ergebnis bietet eine gute Chance, um Frankreich zu reformieren und die Eurozone zu stärken." Er sieht nur noch ein sehr geringes Risiko eines "Frexits", also eines Austritts Frankreichs aus der Eurozone.
Die französische Präsidentschaftswahl könnte laut Devisenexperte David Bloom von der britischen Bank HSBC zum Wendepunkte für den Euro werden. Sie dürfte zu einer nachhaltigen Stärke der Gemeinschaftswährung und im Gegenzug einer zunehmenden Schwäche des US-Dollar führen. Er verwies auf das nachlassende politische Risiko. Bloom zufolge dürfte bei den Investoren zunehmend der mögliche Ausstiegszeitpunkt der EZB aus ihrer ultralockeren Geldpolitik auf der Agenda stehen. Hier gebe es Überraschungspotenzial, das den Markt durcheinander wirbeln könnte.
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(AWP)