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Der Britische Gesundheitsdiensts (NHS) beschloss Ende Juli, die umstrittene Genderklinik Tavistock im Norden von London per 2023 zu schliessen. Tavistock wird seit längerem vorgeworfen, Minderjährige zu Geschlechtsumwandlungen zu drängen. Das Zentrum wurde 1989 gegründet, um Minderjährigen unter 17 Jahren Geschlechtsumwandlungen zu ermöglichen. Die Klinik spielte eine Vorreiterrolle beim Einsatz von Pubertätsblockern, die die Produktion der Geschlechtshormone hemmen und damit die Pubertät aufhalten. Teilweise wurden solche bereits Kindern im Alter von 10 Jahren verabreicht. Im Jahr 2010 überwiesen Ärzte aus dem ganzen Land 138 Minderjährige an Tavistock. 2021 waren es bereits über 5’000 Überweisungen. In einer Recherche der TV-Sendung «BBC Newsnight» äusserten Klinik-Mitarbeiter schon 2020 die Sorge, minderjährige Patienten würden in Richtung einer Geschlechtsumwandlung gedrängt. Zudem arbeite die Klinik eng mit Lobbyorganisationen der Transbewegung zusammen, was zu diesem Klima beitrug. Pubertätsblocker für Kinder und Minderjährige dürften nun in Grossbritannien stark reguliert oder – wie jüngst Schweden – ganz untersagt werden.
(ap)