Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03402.jsonl.gz/2115

Die zierlichen Masse und eine Marketerie mit der Darstellung von Musikinstrumenten als Zeichen musischer Bildung weisen das Schreibmöbel als Damensekretär aus. Dass ein Möbelstück dieser Art im 18. Jahrhundert entstanden ist, ist kein Zufall. So erlebte das Briefeschreiben im Bürgertum zu dieser Zeit eine wahre Hochblüte. Es galt als eine angesehene Ausdrucksform, zu der gerade auch Frauen ermuntert wurden. Während Männer den Brief als repräsentatives Mittel der Selbstdarstellung und der Demonstration der eigenen Gelehrsamkeit nutzten, wurden von Frauen dabei jedoch explizit das Schreiben im Stil des sogenannten «Privatbriefs» erwartet, der in erster Linie der Schilderung des eigenen Fühlens und Erlebens diente.
wohl Frankreich, spätes 18. Jh. Blindholz Eiche und Nadelholz; Furnier u.a. Palisander und Rosenholz, verschiedene Intarsienhölzer; Deckblatt Marmor, Beschläge GelbgussLegat Prof. Dr. Rudolf Handmann-Horner, Basel Inv. 1941.183.