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Das Basalzellkarzinom ist der häufigste, bösartige Hauttumor. In Deutschland werden jedes Jahr circa 120.000 Neuerkrankungen, in einer Population von circa 80 Millionen, dokumentiert - während in der Schweiz, mit 8 Millionen Einwohnern, sogar über 25.000 neue Erkrankungsfälle registriert werden. Alle 10-15 Jahre verdoppeln sich diese Neuerkrankungszahlen. Die Ursache ist in fast allen Fällen eine langjährige und sehr intensive Sonnenbestrahlung. Besonders häufig sind daher Menschen betroffen, die lange Jahre im Freien gearbeitet haben oder sich in ihrer Freizeit intensiv der UV-Strahlung ausgesetzt haben. Die Erkrankung wird am häufigsten im 60.-70. Lebensjahr diagnostiziert. Ein erhöhtes Risiko tragen aber auch Menschen mit heller Haut (Hauttyp I und II), blonden oder roten Haaren und blauen, grünen oder grauen Augen.
Das Basalzellkarzinom entsteht in der untersten Schicht der Epidermis (Oberhaut), der sogenannten Basalzellschicht. Diese Tumoren können an jeder Körperstelle auftreten, am häufigsten findet sich das Basalzellkarzinom jedoch auf den sogenannten Sonnenterrassen, wie zum Beispiel Nase, Ohr, und Unterlippe. Basalzellkarzinome entwickeln keine Tochtergeschwülste (Metastasen). Typisch ist jedoch das langsame, invasive Wachstum der Basalzellkarzinome zur Seite und in die Tiefe. Sie machen keinen Halt vor wichtigen Strukturen, wie zum Beispiel am Augenlid, an Nase oder Ohr, und können sogar die Muskulatur und den Knochen angreifen. Das Basalzellkarzinom sollte daher möglichst frühzeitig erkannt und damit rechtzeitig einer Behandlung zugeführt werden. In diesen Fällen bestehen die allerbesten Heilungsaussichten.
Häufig zeigt sich beim Basalzellkarzinom zunächst ein kleines, glasiges Knötchen an der Haut, das von winzigen Blutgefäßen durchzogen ist. Im fortgeschrittenen Stadium erkennt man eine zentrale Einziehung mit umgebendem, klein-knotigem Randwall und später manchmal eine mittig eine nässende Wunde (Ulzeration). Es gibt jedoch auch Formen, die sehr wenig auffällig und unscheinbar, wie eine Narbe ausgeprägt sein. Das klinische Bild ist vielgestaltig!
Bei Verdacht auf ein Basalzellkarzinom wird der Tumor operativ entfernt, unter Einhaltung eines geringen Sicherheitsabstands. Das gewonnene Körpergewebe wird anschließend einer feingeweblichen Untersuchung (Dermato-Histopathologie) zugeführt. Hier wird eine exakte, mikroskopische Schnittrand-Kontrolle durchgeführt, um die Tumorfreiheit der Gewebsränder zur Seite und zur Tiefe sicherzustellen. Zeigen die Ränder des Gewebestückes noch Tumorzellen, erfolgt zeitnah eine Nachoperation in die erforderliche Richtung. Sind die Ränder des Präparats schließlich tumorfrei, so kann der operative Defektverschluss geplant und durchgeführt werden.
Durch eine Haut-Screening-Untersuchung können Basalzellkarzinome frühzeitig erkannt, ohne großen Aufwand operativ entfernt und damit geheilt werden! Je kleiner der Tumor ist, desto kleiner ist die erforderliche Operation und desto unscheinbarer wird die entstehende Narbe sein. Je größer der Tumor jedoch bei Diagnosestellung ist, desto umfangreicher wird die erforderliche operative Behandlung. Häufig ist hier nach sicherer, vollständiger Tumorentfernung, ein Defektverschluss mit teils aufwendigen, plastisch-chirurgischen Techniken nötig.
Es gibt spezielle Befunde, bei denen in Zusammenschau mit dem Patientenalter, der gesundheitlichen Situation und der medikamentösen Begleitbehandlung ein abweichendes Behandlungskonzept besprochen wird. Hierfür bieten sich die Photodynamische Therapie (PDT) – lichtsensibilisierende Creme- und Bestrahlungstherapie, oder die Behandlung mit einer immunstimulierenden Creme, Wirkstoff: Imiquimod an.