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Bei einem Bandscheiben-Vorfall in der Halswirbelsäule tritt ein Teil des inneren Bandscheibengewebes (Knorpel) durch den Faserring der Bandscheibe aus und drückt dann auf eine Nervenwurzel, selten auf das Rückenmark. Der Druck auf die Nervenwurzel verursacht typischerweise folgende Symptome:
- Schmerzen im Arm
- oft begleitet von einer Gefühlsstörung im Gebiet des Schmerzes
- gelegentlich begleitet von Muskelschwäche im Arm oder in der Hand.
Am besten kann ein Bandscheiben-Vorfall mit einer Kernspinresonanz („MRI“) oder mittels Computer-Tomographie („CT“) nachgewiesen werden. Ein Bandscheiben-Vorfall in der Halswirbelsäule ist viel seltener als in der Lendenwirbelsäule, und bei weniger als 10% kommt es schliesslich zur Operation.
Operationsgründe sind in der Regel:
- hartnäckiger Schmerz im Arm, der trotz Schonung, Physiotherapie und gezielter Schmerzspritzen mehr als 8-12 Wochen andauert
- Muskelschwäche im Arm oder in der Hand
Bei der Operation wird die betroffene Bandscheibe über einen kleinen Hautschnitt seitlich am Hals unter Lupen-Vergrösserung oder unter dem Mikroskop entfernt. Die eingeklemmte Nervenwurzel wird dadurch sofort entlastet. Die entfernte Bandscheibe kann dann entweder durch einen Knochenblock, einen Kunststoff- oder Titan-Käfig, oder eine künstliche Bandscheibe ersetzt werden.