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Vom 6. bis 15. Mai 2022 hallte die Schweiz von Philosophie wider.
Das gemeinsame Thema lautete: "Was wollen wir wissen?"
Eine Woche lang im Mai 2022 wurden allerlei mögliche und unmögliche Orte live mit philosophischem Denken bespielt. Lehrpersonen an Schulen und Universitätsinstitute, Volkshochschulen, Philosophische Praxen, öffentliche und private Initiativen und alle anderen FreundInnen der Weisheit tragen dazu bei, der Philosophie mehr von der Aufmerksamkeit zu verschaffen, die ihr gebührt. Und es scheint an der Zeit: Ist doch wohl eher selten heute von einem Zuviel, einem Überschuss an Orientierungswissen, an kritischer, vernünftig strukturierter Reflexion in der Öffentlichkeit die Rede.
Erfahren Sie mehr über dieses einzigartige Projekt auf unserer Übersichtsseite.
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Pendant une semaine en mai 2022, toutes sortes de lieux réels et virtuels accueilleraient la réflexion philosophique. Les écoles, les instituts universitaires, les centres culturels et les centres de formation, les cabinets de philosophie pratique ouvraient leurs portes pour présenter la réflexion philosophique et les travaux en cours au public suisse. L’objectif de cet événement était de replacer au centre du discours public une réflexion critique et structurée.
"Que voulons-nous savoir ?" était le thème de l’événement.
De par sa formule efficace, compréhensible et ouverte à la pluralité des domaines philosophiques, ce thème appelle le débat et permet ainsi de rassembler tous les publics.
Pour en savoir plus sur ce projet unique, consultez notre page d'aperçu.
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Per una settimana nel maggio 2022, molti luoghi reali e virtuali accoglierato la riflessione filosofica. Scuole, istituti universitari, centri culturali e di formazione, studi di pratica filosofica apriranno le loro porte per presentare al pubblico la riflessione filosofica e i lavori in corso. Lo scopo di questo evento è di riportare la riflessione critica e strutturata al centro del discorso pubblico.
Il tema dell'evento è "Cosa vogliamo sapere?"
Grazie alla sua formula efficace, comprensibile e aperta, il tema invita al dibattito e permette il coinvogimento di tutti i tipi di pubblico.
Per saperne di più su questo progetto unico nel suo genere, consultate la nostra pagina di sintesi.
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From 6 to 15 May 2022, Switzerland echoed with philosophy.
The common theme was "What do we want to know?".
For one week in May 2022, all kinds of possible and impossible places were played live with philosophical thinking. Teachers at schools and university institutes, adult education centres, philosophy practices, public and private initiatives and all other friends of wisdom contribute to giving philosophy more of the attention it deserves. And it seems about time: after all, it is rather rare today to hear about a too much, a surplus of orientation knowledge, of critical, sensibly structured reflection in the public.
Learn more about this unique project on our overview page.
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Trailer
watch the philExpo22 trailer here
(VIDEO EINBETTEN)
Das gab's noch nie: Ein Land präsentiert seine Philosophie. Oder umgekehrt: die Schweizer Philosophierenden stellen sich und ihre Arbeit vor. Eine Woche lang im Mai 2022 wurden allerlei mögliche und unmögliche Orte live mit philosophischem Denken bespielt. Lehrpersonen an Schulen, Universitätsinstitute, Volkshochschulen, Philosophische Praxen, öffentliche und private Initiativen und alle anderen FreundInnen der Weisheit trugen dazu bei, der Philosophie mehr von der Aufmerksamkeit zu verschaffen, die ihr gebührt. Und es scheint an der Zeit: Ist doch wohl eher selten heute von einem Zuviel, einem Überschuss an Orientierungswissen, an kritischer, vernünftig strukturierter Reflexion in der Öffentlichkeit die Rede ...
Das gemeinsame Thema lautete: "Was wollen wir wissen?" Darin ist zunächst von einem Wir die Rede, um das es stetig weniger gut bestellt zu sein scheint, wenn Stichwörter wie 'Polarisierung' und 'Spaltung' ins Kraut schiessen. Was hält 'uns' zusammen und wer oder was sind 'wir' überhaupt? Wen oder was umgreift das Wir, wen oder was schliesst es damit zugleich aus? Und von wem wird über Ein- und Ausschluss bestimmt?
Zugleich aber platziert unsere Leitfrage dieses Wir an die Stelle des Subjekts, das will. Als ob Wissen immer eine Frage des Wollens sei, oft genug geschieht es ja einfach; der Gedanke kommt, wenn er will, meinte Nietzsche ... Und doch lenken wir auch die Neugier und Forschung, unsere persönliche wie die gesellschaftliche. Gesellschaftliche und technische Probleme, denen wohl kaum anders als mit besserem Wissen zu begegnen sein wird, sind zahlreich. Setzen wir uns also die richtigen Wissensziele? Woran wären diese zu bemessen? Und wieder: von wem?
Kommt hinzu, dass der Begriff des Wissens, ohnehin schon ein Kernproblem der Philosophie seit jeher, unter den heutigen technischen und globalgesellschaftlichen Bedingungen gewiss nicht unkomplizierter geworden ist. "The darkness, out of which we are to advance into light, is the darkness of perplexity, not of ignorance.", schrieb H. H. Price schon 1945 unter dem Titel "Clarity Is Not Enough". Da gab es noch keine 'Social Media', kein 'Big Data', keine vierte, fünfte, xte Industrielle Revolution und keine mediale solche vom Schlage der Schrifterfindung.
"Was wollen wir wissen?" birgt also sicherlich genug 'food for thought' für eine Woche und weit darüber hinaus. Schliesslich aber wird das nun stattfinden im Rahmen der Schweiz, soit qu'elle existe ou n'existe pas. Spielt dieser Ort namens Schweiz für die hochgradig globalisierte Wissenschaft überhaupt eine Rolle? Welcher Öffentlichkeit stellt die Wissenschaft sich gegenüber und was macht die Öffentlichkeit mit ihren Wissenschaften? Seit der Pandemie ist nach langem Schwelen in dieser Beziehung richtiggehend Feuer unterm Dach. Wo stehen da die PhilosophInnen? Mehr am oder auf dem Feuerwehrschlauch? Oder fernab, auf der kühlen Terrasse eines 'Grand Hotel Abgrund' ...
Wie immer also läuft das Unterfangen auf Selbstverständigung zu: Was ist Philosophie? Was soll sie leisten? Was können wir von ihr erwarten? Wie immer kann die Antwort nur in der Vielzahl und Vielfalt der Stimmen bestehen, die dazu Stellung beziehen. Diesen Stimmen wollte die philExpo22 Raum und Zeit geben. Ob uns das gelungen ist, darüber müssen die zahlreichen Besucher der Veranstaltungen urteilen.
Bern und Region Bern
- 11. Bieler Philosophietage
- Markus Gabriel - "Ethik des Nichtwissens"
- Mythen und Held*innen
- „Conspiracy Theories: what to believe?“
Suisse romande
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