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Fast USD 30 Millionen für die Entwicklung von Mikrobiziden bereitgestellt
Silver Spring, Maryland (ots/PRNewswire) -
- IPM lobt die beträchtliche Unterstützung der HIV-Prävention durch europäische Staaten
Die Forschung nach einem Mikrobizid für Frauen erhielt heute durch die Mitteilung von vier europäischen Regierungen, sie würden beinahe USD 30 Millionen für die Forschung des International Partnership for Microbicides (IPM)bereitstellen, neuen Schwung. Das neue Engagement von Grossbritannien (GBP 7,5 Millionen über einen Zeitraum von drei Jahren), Irland (EUR 9 Millionen über einen Zeitraum von drei Jahren), Dänemark (DKK 27,5 Millionen über einen Zeitraum von drei Jahren) und Schweden (SEK 10 Millionen) wurde am Welt-Aids-Tag angekündigt und wird erheblich zur Entwicklung und Erhältlichkeit dringend benötigter Technologien für die HIV-Prävention bei Frauen beitragen.
"IPM akzeptiert dankbar diese grosszügige und weitsichtige Unterstützung", sagte Dr. Zeda Rosenberg, Geschäftsführerin bei IPM. "Neue Präventionsstrategien wie Mikrobizide werden von Frauen in Entwicklungsländern dringend benötigt und dieses neue Engagement bringt uns der Realisierung dieses Zieles einen Schritt näher".
Ein Mikrobizid ist eine Substanz, die die Übertragung von Geschlechtskrankheiten wesentlich verringern kann, wenn sie vor dem Geschlechtsverkehr in der Vagina aufgetragen wird. Ein Mikrobizid kann in Form von Gel, Creme, Zäpfchen und Gleitmitteln produziert werden oder in Form eines Schwammes oder eines vaginalen Ringes, der langsam die Aktivsubstanz freigibt. Fünf potentielle Mikrobizide werden bereits auf ihre Verträglichkeit untersucht und könnten innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre auf den Markt gebracht werden.
"Die AIDS-Krise ist für die weltweit über 40 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die unter dieser Krankheit leiden, eine menschliche Tragödie. Anlässlich der Präsidentschaft Grossbritanniens der G8 und der Europäischen Union wollen wir den globalen Kampf gegen AIDS durch ein starkes Engagement für eine bessere Prävention und Behandlung anführen", sagte der britische Premierminister Tony Blair. "Die Forschungsgelder von heute dienen der Zukunft und fördern die Entwicklung von Impfstoffen und Mikrobiziden, von denen sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer profitieren werden".
"Entscheidend ist, dass Mikrobizide Frauen mehr Kontrolle bei der Vorbeugung der Übertragung von HIV geben werden", sagte Conor Lenihan, Staatssekretär im irischen Aussenministerium. "Irland unterstützt diese lebenswichtige Forschung durch seine Investition in die International Partnership for Microbicides, eine Forschungsinitiative mit sowohl öffentlichen als auch privaten Trägern".
"Die schwedische Regierung hat den Fortschritt in der Mikrobizidforschung und -entwicklung zur Priorität gemacht", sagte Carin Jamtin, schwedische Ministerin für internationale Entwicklungsarbeit. "Sichere und wirksame Mikrobizide in Verbindung mit den bereits existierenden Präventionsmöglichkeiten werden letztendlich die Verbreitung von HIV/AIDS reduzieren und damit direkt zum Erfolg der UN Millenium Development Goals beitragen".
"Wir gratulieren diesen Regierungen dazu, dass sie auf die in ihren eigenen Ländern zum Ausdruck gebrachte Notwendigkeit von Mikrobiziden reagiert haben", sagte Lori Heise, Direktor der Global Campaign for Microbicides, einer internationalen Bewegung von Aktivisten, Bürgern und Non-Profit-Organisationen, die sich für eine schnellere Erhältlichkeit von HIV-Präventionsmittln insbesondere für Frauen einsetzen. "Wir haben in den letzten drei Jahren mit Nicht-Regierungsorganisationen in ganz Europa zusammengearbeitet, die sehen, wie dringend neue HIV-Präventionsmittel benötigt werden, und zwar sowohl in ihren eigenen Ländern als auch in Entwicklungsstaaten. Diese erhebliche Unterstützung der IPM demonstriert, dass Regierungen in der Lage sind, auf den politischen Willen und die Prioritäten ihrer Bürger zu reagieren und dass sie dies auch tun".
Selbst mit diesem neuen Engagement wird weitere Unterstützung für die Finanzierung des Expansionsprogramms der IPM benötigt. Im Rahmen dieses Programms sollen unter anderem zusätzliche Standorte für klinische Studien eingerichtet und umfassende Wirksamkeitsstudien vorbereitet werden.
Die wachsende Unterstützung für die Entwicklung von Mikrobiziden wurde im Oktober durch die Ankündigung von Lizenzverträgen zwischen Merck & Co. und Bristol-Myers Squibb mit der IPM für die Entwicklung neuer antiretroviraler Wirkstoffe als potentielle Mikrobizide für die HIV-Prävention bei Frauen demonstriert. In zwei separaten Verträgen gewährten die beiden Pharmazeutikunternehmen IPM gebührenfreie Lizenzen für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung ihrer Wirkstoffe in Mikrobiziden in Ländern ohne ausreichende Ressourcen. Damit haben drei führende Pharmazeutikunternehmen Verträge mit IPM abgeschlossen. Im März 2004 unterzeichnete IPM einen Vertrag mit Tibotec Pharmaceuticals Ltd., einem Tochterunternehmen von Johnson & Johnson, für die Entwicklung eines nicht-nukleosidalen Retrotranskriptasehemmers als Mikrobizid.
IPM bedankt sich ausserdem für die Unterstützung aus Kanada, den Niederlanden, Norwegen, den USA sowie der Europäischen Kommission, der Rockefeller Foundation, der Bill & Melinda Gates Foundation und der Weltbank.
Über IPM
Die International Partnership for Microbicides wurde für eine schnellere Entwicklung und Erhältlichkeit vaginaler Mikrobizide für die Prävention der Übertragung von HIV bei Frauen in Entwicklungsländern gegründet. Durch die Analyse von Wirkstoffen, das Design optimaler Formeln, die Bereitstellung von Produktionskapazität, die Einrichtung von Standorten für umfassende Wirksamkeitsstudien bemüht sich die Organisation darum, die Effizienz des Engagements für die Entwicklung und Herstellung sicherer und wirksamer Mikrobizide für Frauen so schnell wie möglich zu verbessern. Für weitere Informationen und zur Einsicht des kürzlich veröffentlichten Strategiedokuments "Mikrobizide: Eine essenzielle HIV-Präventionsstrategie für die Verwirklichung der Entwicklungsziele des Jahrtausends" besuchen Sie uns unter http://www.ipm-microbicides.org.
Webseite: http://www.ipm-microbicides.org
ots Originaltext: International Partnership for Microbicides
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
U.S., Annmarie Leadman, +1-301-608-2221,
<email-pii>, U.K., Saul Walker, +44-790-500-5277,
<email-pii>, beide bei International Partnership for
Microbicides