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Umbau und vollständige Instandsetzung des Ausbaus eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohnungen.
Das Objekt im Bahnhofsquartier der Kleinstadt Brugg/AG gehörte früher zum Garten des Bahnhofshotels «Terminus». 1954 erbaute ein örtlicher Ingenieur das Mehrfamilienhaus mit einem Baumeister, er selbst bezog das oberste Geschoss. Der Bau weist eine wohlproportionierte Fassade mit Bandfenstern und konisch rückspringenden Balkonen auf und darf als feinsinnig gestalteter Repräsentant seiner Zeit eingestuft werden.
Auslöser der Renovation waren sanierungsbedürftige Kanalisationsleitungen. Der Eingriff am Fallstrang machte einen umfassenden Eingriff an Bädern und Küchen unumgänglich. Herausforderung war die Ermittlung der angemessenen Eingriffstiefe. Die Haupträume sind, gemessen an der Tiefe, eher etwas schmal bemessen. Eine schwach bemessene Tragstruktur und für heutige Verhältnisse suboptimale Trittschalldämmung rieten aber zu einem moderaten Eingriff. Die Restnutzungsdauer das Bau wurde deshalb auf 30-40 Jahre angesetzt. Daraus abgeleitet wurde auch auf eine – an sich sinnvolle – Dämmung der Fassade verzichtet. Eine notwendige Abtrennung der Balkone hätte zu unverhältnismässig hohen Kosten geführt, das kürzlich erneuerte Heizsystem hätte neu ausgelegt werden müssen, der feingliedrige Charakter der Baute wäre dabei verloren gegangen.