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Das Normale zieht seinen Sinn daraus, dass es etwas gibt, was seinen Anstoss erregt: das Anormale. In diesem Spannungsfeld entsteht im 20. Jahrhundert die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der Sammelband liefert die erste Übersicht zur Geschichte der jungen Disziplin in der Schweiz. Die Pionier*innen lehnten sich an Psychologie und Pädiatrie an und kamen zugleich der sozialpolitischen Forderung nach, Minderjährige so zu formen, dass sie sich in die Gesellschaft eingliederten. Der Band richtet den Fokus auf Institutionen (Ambulatorien und Beobachtungsstationen), Personen (Kinderpsychiater*innen) und Therapiemethoden (Tiefenpsychologie und Pharmakologie).