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Während des Zweiten Weltkriegs wandert der jüdische Ing. Josef Ganz in die Schweiz aus und versuchte, dort einen Fabrikanten zu finden, der seinen zweisitzigen Kleinwagen in Serie produzieren würde. Da er keine Schweizer Nationalität besaß, konnte er kein eigenes Unternehmen gründen.
In der Firma Rapid Motormäher AG fand er schließlich einen Partner und ab Sommer 1944 wurde eine separate Werkstätte eingerichtet, woraufhin kurz danach auch die Serienmontage begann. Mit einer Leistung von knapp 10 PS beschleunigte der lediglich 400 Kg leichte Zweisitzer auf fast 70 km/h Höchstgeschwindigkeit. Für 3.600 SFr. kam der Kleinwagen unter der Bezeichnung Rapid in den Handel und der Käufer bekam ein – für die kurze Nachkriegszeit – solides, durchdachtes und auch agiles Fahrzeug. Um den Zweisitzer warten zu können, konnten sowohl die Front-, als auch die Motorhaube aufgeklappt werden. Als Schutz vor Regen gab es ein Stoffverdeck als Dach, das an die Frontscheibe geknöpft wurde. Mag der Rapid auf den ersten Blick eigentlich alles gehabt haben, was ein Erfolgsrezept für ein beliebtes Auto sein könnte, so war ihm dennoch kein Erfolg beschieden. Schon zu Beginn des Jahres 1947 kam die Geschäftsführung zu dem Entschluss, dass die Fertigung des Zweisitzers eingestellt werden sollte.
Insgesamt wurden nur 36 Fahrzeuge hergestellt, wobei eines davon heute noch im Verkehrshaus der Schweiz - in Luzern - zu bestaunen ist.