Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/2007

- US-Präsident Donald Trump kündigt den nächsten Wechsel in seinem Kabinett an.
- Per Ende Februar werde Verteidigungsminister James Mattis zurücktreten.
- Dies teilte Trump am späten Donnerstagabend via Twitter mit. In Kürze werde er einen Nachfolger benennen.
«Ich danke Jim sehr für seine Dienste!» Während der Amtszeit des Ministers seien grosse Fortschritte erreicht worden, etwa bei der Ausrüstung des Militärs, schrieb Trump. Mattis sei eine grosse Hilfe dabei gewesen, Verbündete und andere Länder dazu zu bringen, ihren Beitrag bei militärischen Verpflichtungen zu leisten.
Der Verteidigungsminister selbst hat das überraschende Ende seiner Amtszeit mit grundlegenden politischen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Trump begründet.
In seinem Rücktrittsschreiben macht sich Mattis für die enge Zusammenarbeit mit internationalen Verbündeten und Respekt ihnen gegenüber stark. Er schrieb, Trump habe das Recht, sich einen Verteidigungsminister auszusuchen, dessen Meinungen mehr auf einer Linie mit den Positionen des Präsidenten lägen.
Rücktritt nach längeren Spekulationen
Über Mattis' Ausscheiden war bereits im September spekuliert worden. Damals hatten mehrere Zeitungen berichtet, er werde in den kommenden Wochen aus der Regierung ausscheiden.
Der Journalist Bob Woodward hatte in seinem Enthüllungsbuch «Fear» geschrieben, Mattis habe sich mehrfach herablassend über Trump geäussert. Mattis hatte die Berichte über einen Rücktritt aber zurückgewiesen. Trump selbst hatte erklärt, Mattis werde noch lange im Amt bleiben.
Diverse Personalwechsel im Weissen Haus
- James Mattis' Rücktritt folgt auch auf diverse Personalwechsel in Trumps Kabinett in den vergangenen Wochen.
- Zuletzt erst hatte der US-Präsident angekündigt, seinen Stabschef John Kelly und Innenminister Ryan Zinke auszuwechseln.
- Seit Trump im Weissen Haus regiert, hat es Dutzende Personalwechsel gegeben – zu den aufsehenerregendsten gehörte die angeblich per Twitter erfolgte Entlassung von Aussenminister Rex Tillerson im März.
- Erst im November hatte Trump seinen Justizminister Jeff Sessions zum Rücktritt gedrängt.