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Cornelia Döbeli, Fachbereich Familie
Eine Erhöhung der Alimente ist nur dann möglich, wenn im Scheidungsurteil steht, dass die festgesetzten Alimente nicht ausreichen, um den gebührenden Unterhalt zu decken, und sich innert fünf Jahren seit der Scheidung die wirtschaftlichen Verhältnisse des unterhaltspflichtigen Ehegatten verbessert haben. Hingegen ist eine nachträgliche Erhöhung der Alimente aus dem Grund, dass sich die wirtschaftliche Situation der unterhaltsberechtigten Exgattin verschlechtert hat, nicht möglich. Der Gesetzgeber wollte die nacheheliche Solidarität unter Hinweis auf das so genannte Clean-Break-Prinzip nicht überstrapazieren. Dieses besagt, dass die Ehegatten mit der Scheidung endgültig voneinander entflochten sind und wirtschaftlich wieder jeder für sich selber verantwortlich ist.