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Quetiapin und Propafenon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Zudem ist Propafenon ein potenter CYP2D6-Inhibitor. Da Quetiapin hauptsächlich über CYP3A4 und zu einem geringeren Teil über CYP2D6 metabolisiert wird, sind erhöhte Konzentrationen des Neuroleptikums nicht auszuschliessen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Gemäss Schweizer Fachinformation für Quetiapin kam es unter Imipramin, einem CYP2D6 Inhibitor, oder Fluoxetin, einem CYP3A4 und CYP2D6 Inhibitor, nicht zu einer signifikanten Veränderung der pharmakokinetischen Parameter von Quetiapin [Potkin SG, 2002].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) sollten überwacht werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018