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Deutschland, Dezember 1941 - die Welt steht mitten im Krieg. Die deutschen Städte sind unzähligen Luftangriffen feindlicher Geschwader ausgesetzt, immer klarer wird erkennbar: Wer die Überlegenheit in der Luft besitzt, wird den Krieg gewinnen. Die SS versucht mit allen Mitteln der Gewalt den populären Luftwaffengeneral Harras, der sich aus fliegerischer Besessenheit Hitlers Wehrmacht verschrieben hat, für ihre Ziele zu gewinnen. Harras erkennt, dass er an einem grausamen Krieg und Unmenschlichkeit mitschuldig ist. Er sühnt sein Versagen, indem er durch seinen Tod einen Freund vor der SS rettet. Ein wertvolles, ernst zu nehmendes Zeitdokument aus dem Dritten Reich für Menschen, die den zeitgeschichtlichen Hintergrund dieses Werkes erforschen und weiterfragen, wo der Film nichts mehr zu sagen hat.
Portrait
Carl Zuckmayer, geb. 1896 in Nackenheim am Rhein, meldete sich nach dem Abitur in Mainz als Kriegsfreiwilliger. 1918 begann er ein kurzes Studium der Geistes- und Naturwissenschaften in Frankfurt a.M. und Heidelberg. 1920 ging er nach Berlin. Erste Stücke blieben ohne Erfolg, erst 'Der fröhliche Weinberg' brachte ihm 1925 den Durchbruch und den Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Er zog in sein Haus nach Salzburg. 1938 floh er in die Schweiz, ein Jahr später emigrierte er in die USA, wo er als Farmer lebte. Von 1947 bis 1957 hielt er sich abwechselnd in der Schweiz und in den USA auf. 1958 kehrte er endgültig in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er als einer der über Jahrzehnte erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in Visp (Wallis) gestorben. Dr. Marianne Koch , geboren 1931, unterbrach ihr Medizinstudium zeitweise für eine erfolgreiche Filmkarriere (Bundesfilmpreis 1955), nahm es jedoch später wieder auf und liess sich 1985 als Internistin mit eigener Praxis nieder. Nebenbei war sie auch journalistisch tätig, u.a. als Moderatorin der Sendungen III nach 9, Club 2 und MEDIZIN MAGAZIN, sowie als Autorin populärwissenschaftlicher Serien in Zeitschriften. Marianne Koch hat bereits mehrere Auszeichnungen auf dem Gebiet der medialen Kommunikation von Medizin erhalten. Sie ist Präsidentin der Deutschen Schmerzliga und Schirmherrin der Deutschen Hochdruckliga . 2002 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie lebt in der Nähe von München.
Die Verfilmung von Zuckmayers bekanntem Drama über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland weist zwar einige Abweichungen vom Drama auf, durch die das Drama allerdings nicht sinnentfremdet, sondern eher einfühlsam ergänzt wird - z. B. Ausgestaltung der Gefängnisszene, sowie das Buchstabieren des Wortes VATERLAND gegen Ende des Films. Dazu...Die Verfilmung von Zuckmayers bekanntem Drama über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland weist zwar einige Abweichungen vom Drama auf, durch die das Drama allerdings nicht sinnentfremdet, sondern eher einfühlsam ergänzt wird - z. B. Ausgestaltung der Gefängnisszene, sowie das Buchstabieren des Wortes VATERLAND gegen Ende des Films. Dazu ein Curd Jürgens in Spitzenform, der der Rolle der ohnehin aussagekräftigen und imposanten Hauptfigur Harry Harras wahrhaft Leben und Glaubwürdigkeit verleihen kann. Auch 56 Jahre nach der Entstehung und noch in Schwarz-Weiß-Format ein unvergleichlich gutes Werk zum Thema deutsche Vergangenheitsbewältigung. Aufrüttelnd, ergreifend und immer noch sehenswert.