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Gleisbauer/in
Die aus dem Jahre 1441 am Ofenpass gefunden Holzschienenwege, gehören zu den ältesten Schienenwegen der Schweiz. Bis sich die Eisenbahn jedoch zum führenden Transportmittel für Personen und Güter entwickeln konnte, dauerte es einige Jahrhundert. Erst in den 1830er Jahren wurde europaweit mit dem Bau von Eisenbahnnetzen begonnen.
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In der föderalistisch regierten Schweiz verzögerten sich allerdings die Bauarbeiten bis in die 1850er Jahre. Der Grund dafür war ein entbrannter Kampf um die Linienführung sowie deren Finanzierung. In den Jahren 1850 bis 1950 sorgte das Massentransportmittel Eisenbahn auch in der Schweiz für tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Umwälzungen, indem es insbesondere den Binnenmarkt und die Anbindung der schweizerischen Volkswirtschaft an den europäischen Markt unterstützte. Die grossen Städte, wie Zürich und Basel, gehörten zu den Gewinnern des Eisenbahnzeitalters. Sie sicherten sich die Hauptlinien und vergrösserten so ihren wirtschaftlichen Standortvorteil. Zunehmend fanden auch Abwanderungen aus schwach vernetzten Regionen, wie z.B. aus dem Kanton Graubünden, alten Industriegebieten im Jura, Textilorten im Glarnerland sowie aus Heimarbeiterdörfern im Entlebuch und Emmental, in die städtische Agglomeration statt. Die demographischen Unterschiede und das Wohlstandgefälle zwischen schwach vernetzten Regionen (z.B. Randregionen, voralpine und alpine Bergregionen) nahmen zusehends zu. Daher kämpften ab 1870 auch nicht bzw. schwach vernetze Regionen um einen Bahnanschluss und barachten zum Teil grosse finanzielle Opfer, die sich bis in die 60er Jahre meist als lohnenswert erwiesen. Die individuelle Mobilität in den 60er Jahren, dem Zeitalter des motorisierten Privatverkehrs, führte schliesslich dazu, dass die städtischen Einwohner allmählich in die grüne Agglomeration abwanderten. Dies hingegen führte zu Pendlerströmen und damit auch zur Überbelastung des Strassennetzes. Demgemäss und aus ökologischen Überlegungen nahm das Transportmittel Eisenbahn gegen Ende des 20 Jahrhunderts erneut einen zentralen Stellenwert ein, dem es immer noch gerecht wird.
So ist die Bahn heute umso mehr auf ein einwandfreies und sicheres Schienennetz angewiesen. Dafür sorgen meist Gleisbauer[1], die in der Regel nach einer dreijährigen Ausbildung für den Bau und Unterhalt von Gleisanlagen zuständig sind. Sie führen ferner Reparaturarbeiten aus, indem sie Schienen und Weichen reparieren, abgenütztes Material ersetzten und Planier- sowie Schleifarbeiten vornehmen. Die Pflege der Gleisumgebung gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich. Dabei mähen sie vor allem Gras, schneiden Sträucher, räumen Schnee weg, reinigen und flicken Entwässerungskanäle und Leitungen. All diese Arbeiten erfordern neben handwerklichem und technischem Geschick unter anderem Körperkraft und eine robuste Gesundheit sowie Teamfähigkeit, denn Gleisbauer arbeiten meist im Freien und in Teams.
[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Gleisbauerin.
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Literatur
Bärtschi Hans-Peter, Dubler Anne-Marie: Eisenbahnen, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), abgerufen am 23.01.2019.
www.berufsberatung.ch → Eintrag Gleisbauer/in, abgerufen am 14.08.2018.
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