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Rechnungsgemeindeversammlung
vom 20. Juni 2022
Die 17 stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger von Laupersdorf bewilligten an der Gemeindeversammlung, welche traditionsgemäss auf dem Hasenbödeli stattgefunden hat, die Fusion der bestehenden Forstbetriebe «Hinteres Thal» und «Mittleres Thal» und genehmigten die Statuten des Zweckverbandes «Forst Dünnerntal».
Der heutige Forstbetrieb Mittleres Thal, der die Wälder von Laupersdorf und Matzendorf bewirtschaftet, ist mit 1053 Hektaren Wald im kantonalen Vergleich ein relativ kleiner Forstbetrieb. Nach der geplanten Fusion mit dem Forstbetrieb Hinteres Thal würde mit Forst Dünnerntal (2775,7 ha) flächenmässig das grösste Forstrevier im Kanton Solothurn entstehen.
Aufgrund des Klimawandels werden die Sommermonate tendenziell immer heisser und trockener, weshalb der Holzzuwachs in den Waldungen abnimmt, was eine Reduktion des Hiebsatzes zur Folge hat, d.h. die Nutzungsmenge wird kleiner. Somit wird es immer schwieriger, einen wirtschaftlich positiven Abschluss zu erzielen.
Vorteile einer Fusion wären der Synergieeffekt, die höhere Flexibilität beim Einsatz von Personal und Maschinen, die Erhöhung der Arbeitssicherheit und die Gewährleistung der Stellvertretung des Betriebsleiters. Die Fusion würde auch keine zusätzlichen Kosten generieren und es würden sich zwei wirtschaftlich gesunde Betriebe zusammenschliessen. Dem Zweckverband Forst Dünnerntal, der am 1. Januar 2023 starten würde, gehören die Einheitsgemeinden Aedermannsdorf, Herbetswil, Matzendorf und Welschenrohr-Gänsbrunnen, die Bürgergemeinden Laupersdorf und Welschenrohr, sowie der Kanton Solothurn mit dem Staatswald Thal an. Voraussetzung für die Fusion ist die Zustimmung aller Vertragspartner anlässlich deren Rechnungsgemeindeversammlungen 2022.
Im neuen Gebilde würden die bestehenden Infrastrukturanlagen mehrheitlich übernommen. Der Forstwerkhof Laupersdorf würde zur neuen Zentrale des Forstbetriebs Forst Dünnerntal werden. Der heute für maximal 5 Personen ausgelegte Werkhof wäre zu klein – es müssten Platzverhältnisse für 9 Mitarbeitende geschaffen werden. Durch interne Umbauten würden der Aufenthaltsraum, die Garderoben und die Werkstatt vergrössert. Das Büro des Betriebsleiters würde unverändert bleiben, hingegen soll die heutige Stromheizung auf eine Wärmepumpe umgerüstet werden.
Die Versammlungsteilnehmer/innen stimmen einem Umbau des Forstwerkhofes in Laupersdorf und dem dafür notwendigen Kredit über 200'000 Franken einstimmig zu - unter Vorbehalt, dass die Fusion zustande kommt. Mit den Bauarbeiten soll nach den Sommerferien begonnen werden.
Nachdem die anwesenden Bürgerinnen und Bürger auch die von der Verwalterin vorgetragenen Rechnungen des Forstbetriebes Mittleres Thal und der Bürgergemeinde Laupersdorf einstimmig genehmigt hatten, lud Präsident Stefan Eggenschwiler alle zu einem Imbiss ein.