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Neues Unterseekabel verbindet den Irak mit der WeltUhr | Aktualisiert
Im Irak wurde ein neues Unterseekabel in Betrieb genommen, das die gesamte Region besser ans Internet anbinden soll. Das Angebot bedient die stark wachsende Nachfrage nach Bandbreite im Mittleren Osten.
Ein neues Unterseekabel soll die Anbindung des Iraks ans Internet verbinden, wie die New York Times berichtet. Das Kabel verbindet das Land von Al-Faw in der Nähe von Basra über Sizilien und Indien mit dem Rest der Welt und ermöglicht so eine bessere Anbindung des gesamten Mittleren Ostens.
Unterstützung des Wiederaufbaus
Der irakische Kommunikationsminister, Mohammed Tawfiq Allawi, erhofft sich für die Iraker besseren Zugang zum Internet. Derzeit sind nur 3 Prozent aller irakischen Haushalte online. Bis in zwei Jahren sollen es 50 Prozent sein.
Allawi ist davon überzeugt, dass der Irak in Zukunft als Schnittstelle für die Ost-West-Verbindung eine wichtige Rolle spielen wird. Die bessere Anbindung ans Internet spiele auch eine Rolle im Wiederaufbau des vom Krieg zerstören Landes.
Mitfinanzierung durch saudische Staaten
Das Projekt wurde von Gulf Bridge International durchgeführt. Das Unternehmen wird mit 500 Millionen US-Dollar von Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi Arabien und den vereinigten arabischen Emiraten unterstützt, da das neue Kabel auch diesen Staaten besseren und schnelleren Zugriff auf das Internet ermöglichen wird.
Die Nachfrage nach internationaler Bandbreite stieg im mittleren Osten in den letzten fünf Jahren jährlich um 100 Prozent und erreicht damit global die höchste Wachstumsrate einer Region.
Irak zunehmend attraktiv
Bisherige Verbindundungen führen über Ägypten und Syrien. In der Vergangenheit wurden vor der ägyptischen Küste mehrere Kabel versehentlich demoliert, weswegen man nach Alternativen suchte. Wegen der Krise in Syrien und die Spannungen bezüglich des Atomstreits im Iran, welche westliche Investoren abschreckte, gewann der Iran als Standort für ein solches Projekt in den letzten Monaten stark an Attraktivität.