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Wirklichkeit
Wirklichkeit – oder Realität – ist, was da ist. Dabei sind eine innere und eine äußere Wirklichkeit zu unterscheiden.
Innere Wirklichkeit ist das subjektive Erleben. Dieses umfasst die Wahrnehmungen, Vorstellungen, Emotionen und Gedanken eines bewusstseinsfähigen Individuums.
Äußere Wirklichkeit ist das, was objektiv da ist, unabhängig davon, ob jemand es subjektiv erlebt. Immanuel Kant hat dies als „Ding an sich“ bezeichnet.
Innere Wirklichkeit kann ein Abbild sein von äußerer Wirklichkeit. Wenn die innere Wirklichkeit für jemanden zum Problem wird, ist wichtig zu klären, wie es sich mit der äußeren Wirklichkeit verhält.
Möglichkeit 1: Die innere Wirklichkeit ist ein treffendes Abbild der äußeren Wirklichkeit. Das Problem bezieht sich auf die tatsächliche äußere Wirklichkeit. Die Lösung muss entweder auf eine Veränderung der äußeren Wirklichkeit zielen oder darauf, mit dieser äußeren Wirklichkeit zu leben.
Möglichkeit 2: Die innere Wirklichkeit ist kein treffendes Abbild der äußeren Wirklichkeit. Das Problem bezieht sich auf ein Geschehen innerhalb der Person. Die Lösung muss auf eine Veränderung dieses inneren Geschehens zielen.
Menschen, die miteinander leben, teilen oft innere Wirklichkeiten. Auch intersubjektiv geteilte innere Wirklichkeiten sind nicht immer ein treffendes Abbild äußerer Wirklichkeit.
In Bezug auf Traumatisierungen ist die Unterscheidung zwischen den beiden oben genannten Möglichkeiten von besonderer Bedeutung. Bestehen nach einer traumatisierenden Erfahrung weiterhin Ängste, ist zu klären, ob die äußere Ursache der Bedrohungserfahrung weiterhin besteht oder nicht.
intuitiv richtig – Psychologische Beratung
Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen