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Sozialer Friede und wirtschaftlicher Ausgleich haben die Schweiz gross gemacht. Der Generalstreik und die gewalttätigen Jahren die ihm folgten, überzeugten selbst den letzten Hinterbänkler von der Notwendigen eines sozialen und wirtschaftlichen Ausgleichs.
In den achziger Jahren war die Erinnerung an den Krieg und die sozialen Unruhen die im voraus gingen, noch lebendig. Die der geistigen Landesverteidigung verplfichte Aktivdienst Generation schuff das Fundament für den Wohlstand und sorgte für Frieden in sozialen Ausgleich in der Schweiz. In Erinnerung an die soziale Unrast in der Zwischenkriegszeit wurd der soziale Frieden nie ernsthaft in Frage gestellt.
Mit Hellmut Hubacher, Otto Stich und Ulrich Bremi zogen sich die letzten aktiven Gestalter aus dem politischen Leben zurück. In den 1990er Jahren kamen die Verwalter des Status Quo an die Macht. Die Diamantfeier war noch eine letzte Erinnerungen an den Vorkriegs- und Kriegsjahre. Dasjenige was während fünfzig Jahre der Schweiz Wohlstand und sozialen Frieden verschafft hatte, wurde in den neunziger Jahre als unnötiger Ballast angesehen.
Das Nationalsozialistische Deutschland war für die Schweiz eine existenzielle Bedrohung. Die Schweiz kam den Nationalsozialistischen soweit wie es für das Überleben notwendig war entgegen. Im Inneren wurde mit der geistigen Landesverteidigung die Reihen geschlossen. Die Landesausstellung "Landi" von 1939 wurde zur Geburtsstunde der neuen Schweiz. Um gegen die übermächtigen Feinde im Innern und Äussern bestehen zu können wurden die innenpolitischen Differenzen beigelegt.
Die Arbeiter und das ländliche Subproletariat wurde an der Macht und am Reichtum beteiligt. Der Staat schuf Arbeitsplätze und erteilte der Industrie grosse Aufträge. Die neu erfundene Zauberformel schuf die Möglichkeit die Sozialdemokraten in den Bundesrat aufzunehmen. Die Sozialdemokraten wurde nicht mehr länger marginalisiert. Durch die Zauberformel wurde die Schweiz zu der modernen Konkordanzdemokratie die sie heute ist.
Der Landigeist schweisste die Schweizer zusammen. Die geistige Landesverteidigung beendete fast hundertjährige Phase der inneren Unruhe.
Der Landigeist wirkt über den Zweiten Weltkrieg hinaus. Die Aktivdienst Generation hielt ihm am Leben.
Um die Einheit im Innern zu stärken, wurde das soziale Netz ausgebaut. Staat und Wirtschaft schufen auch jenseits der ökonomischen Vernunft Arbeitsplätze.
In den neunziger Jahre verfügte die Schweiz über eine erstklassige Infrastruktur und ein funktionierende Wirtschaft. Prosperität und Vollbeschäftigung waren seit fünzig Jahren an der Tagesordnung.
In den neunziger Jahren wurde die alte Elite von der Macht verdrängt. Die sich etablierende neoliberale Elite stellte alles was die Schweiz sicher und reich gemachte hatte in Frage. Das Streben nach individuellem Reichtum trat anstelle des Gemeinwohls.
Publiziert am: 20.11.2018 • Kategorie: Finanz und Wirtschaft
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