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Mario Hoffmann, ein Ingenieur mit einer Affinität zu Zahlen, will mit Investments in Aktien finanziell unabhängig werden.
Er startete mit dem Kauf von Einzelaktien, experimentierte dann mit Optionsscheinen und lernte aus seinen Fehlern, bevor er ein diversifiziertes ETF-Portfolio aufbaute.
In seinem Portfolio befinden sich 15 verschiedene ETFs.
Als Ingenieur hat Mario Hoffmann immer eine Affinität zu Zahlen gehabt, erzählt er im Gespräch mit Enterprise Insider. Diese Leidenschaft führte ihn zur Börse. „Der Spaß daran und die Überzeugung, dass man langfristig mit Aktien Gewinne erzielen kann, motivierten mich“, so Hoffmann.
Zuerst startete Hoffmann mit einzelnen Aktien und tastete sich langsam in den Finanzmarkt vor. Die ersten Aktien waren – oft typisch für deutsche Anleger – Volkswagen und Siemens. Doch er wollte mehr: Hoffmann fing an, mit Optionsscheinen zu handeln. Heute sagt er dazu: „Ein Bereich, den ich niemanden empfehlen kann.“
Was sind Optionsscheine? Diese Finanzprodukte sind wie Gutscheine für den Kauf oder Verkauf von Aktien zu einem festen Preis. Wenn ihr denkt, dass der Aktienpreis steigen wird, kauft ihr euch einen Optionsschein, um die Aktie später günstiger zu kaufen. Aber wenn ihr falsch liegt, könnt ihr den ganzen bezahlten Preis für den Optionsschein verlieren. Bei Hoffmann lief es mit dem Handel nicht so intestine. Er machte seine Fehler und bezahlte Lehrgeld, wie er erzählt.
Immobilie verkauft und das Geld in ETFs investiert
Nach und nach baute er sich sein Börsen-Wissen auf und entschied sich, ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio aufzubauen. Vor allem ein Deal hätte enorme Auswirkungen auf sein Depot gehabt: der Verkauf seiner Immobilie. Die Wohnung, eine großzügige 135-Quadratmeter-Neubauwohnung in Mainz, habe er ursprünglich zusammen mit meiner Ex-Frau gekauft. „Nach unserer Trennung zahlte ich ihr ihren Anteil aus, behielt aber die Wohnung“, sagt Hoffmann.
Er lebte acht Jahre lang allein darin, bis er Ende 2022 auszog. Die Zinsen stiegen und Hoffmann erwartete, dass dies den Immobilienmarkt beeinträchtigen könnte. „Da ich keine emotionale Bindung zur Wohnung hatte, entschied ich mich, die günstige Marktsituation zu nutzen und verkaufte die Wohnung.“ Die Verkaufssumme: 760.000 Euro (Enterprise Insider bekam Einblick in den Kaufvertrag). Nach dem Verkauf stand er da und musste sich überlegen: Was soll ich mit dem Geld machen?
Das Geld auf einmal investieren oder stückweise?
Er habe sich mit verschiedenen Anlagestrategien auseinandergesetzt, insbesondere mit der Frage, ob es sinnvoll sei, schrittweise zu investieren oder alles auf einmal. „Ein Bericht, den ich las, argumentierte jedoch gegen den Value-Common-Effekt; es wurde so dargestellt, dass es wenig Sinn ergibt, wenn man Geld nicht investiert, da man potenziell Rendite verliert, – quasi ‚totes Kapital‘.“
Der Value-Common-Effekt ist eine Anlagestrategie, bei der regelmäßig ein fester Geldbetrag in eine Aktie investiert wird. So kauft man automatisch mehr Anteile, wenn die Preise niedrig sind, und weniger Anteile, wenn die Preise hoch sind. Über die Zeit kann dies dazu führen, dass der Durchschnittspreis professional Anteil, den man bezahlt hat, niedriger ist, als wenn man versucht hätte, den Markt zu timen. Dadurch kann das Risiko von Fehlinvestitionen aufgrund von schlecht getimten Kaufentscheidungen reduziert werden.
In diese 15 ETFs investiert Hoffmann sein Geld
Letztendlich habe Hoffmann sich für etablierte ETF-Anbieter entschieden, die als stabil gelten. Er ist direkt mit größeren Summen eingestiegen. Sein aktuelles Depotvolumen beläuft sich auf etwa 805.000 Euro. Der Großteil ist dabei in ETFs angelegt (Enterprise Insider bekam Einblick in sein Depot). So ist sein ETF-Portfolio aufgebaut: