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Eine kleine japanische Bank verklagt "Big Blue" wegen einem abgebrochenen IT-Projekt auf 100 Millionen Dollar.
Die kleine japanische Suruga Bank verklagt IBM auf umgerechnet etwa 107 Millionen Dollar. Sie hatte 2004 IBM zur Erneuerung ihrer IT-Systeme angeheuert. Als die Vorschläge von IBM dann aber auf dem Tisch lagen, schrak die Bank zurück, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Es wäre sehr schwierig gewesen, das von "Big Blue" vorgeschlagene System zu implementieren, lässt sich ein Bank-Sprecher von Reuters zitieren. IBM seinerseits liess verlauten, man habe die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt und werde sich "energisch" verteidigen.
So richtig interessant wird die Sache, wenn man IBMs vom 19. Oktober 2004 studiert, in dem der Deal recht euphorisch angekündigt wurde.
Die Installation bei Suruga sei die erste eines "Next Evolution in Financial Services Systems" in Japan. Suruga werde von verbesserten Prozessen samt einem neuen Data Warehouse und einem neuen Internet-Banking-System profitieren.
Die Kernbankenlösung selbst, die die Bank nun offenbar weder einführen noch bezahlen will, stammt von Fidelity Information Services. IBM hätte die Implementation gemacht, sowie HW und Datenbanken geliefert. (hc)
(Die Idee, IBMs Original-PR zum Deal nachzulesen, haben wir von den Kollegen von 'The Register' abgeschaut. Gelesen haben wir dann aber selbst.)