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Europäische Feldwachtel (Coturnix coturnix)
Beschreibung
Die Europäische Feldwachtel ist eine in Europa heimische Wachtelart. Sie ist die einzige heimische Art. Vom Aussehen ist sie vergleichbar mit der «wildfarbigen Legewachtel». Das Weibchen hat die typische Musterung und das Männchen eine goldige Brust. Typischerweise zieht sie im Frühling, kommend von Nordafrika oder Südeuropa in den Norden. Hier findet sie Nahrung in offenen Landschaften, brachen Ackerflächen oder renaturierten Gebieten. Zudem brütet sie hier und zieht die Küken auf. Im Herbst zieht es die Feldwachtel zurück in den Süden. Die Wachtel erreicht ein Gewicht von 90 bis 110 Gramm und ist somit deutlich leichter als die japanische Legewachtel. Von der Grösse ist sie mit der Harlekinwachtel vergleichbar. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist der Ruf «pick-per-wick» und die rotbraune Iris. Bei japanischen Legewachteln ist die Augenfarbe dunkel.
Ernährung
In freier Wildbahn ernährt sich die europäische Feldwachtel hauptsächlich von Sämereien, Grünzeug und kleinen Insekten. In der Volierenhaltung benötigt sie keine spezielle Nahrung. Am besten verwendet man ein Zierwachtelfutter, welche normalerweise sehr abwechslungsreich zusammengesetzt sind. Zudem kann eine Exotensamenmischung zugefüttert werden indem sie in der Voliere ausgestreut wird. Somit kommen die Tiere ihrem natürlichen Scharrinstinkt nach und suchen das Futter in der Voliere. An Grünzeug wie Löwenzahn picken die Feldwachteln gerne und nehmen es an.
Europäischer Feldwachtel Hahn
Europäische Feldwachtel Henne
Fortpflanzung
Europäische Feldwachteln wachsen sehr schnell heran. Im Frühling legt das Weibchen 7-14 Eier in eine kleine Mulde welche sie, wie Legewachteln für 17-18 Tage bebrütet. Sobald die Küken geschlüpft sind, rennen sie der Mutter hinterher und suchen in der Voliere nach Fressbarem. Das Wachstum der Feldwachteln ist extrem schnell und bereits in der 3. bis 4. Woche sind die Tiere ausgewachsen und das Geschlecht ist erkennbar. Um die Weibchen in Brutlust zu bringen, sollte die Volieren nicht zu stark verwachsen sein und auch freie Flächen bieten. In freier Wildbahn sind die Wachteln auch auf offenen, aber geschützten Flächen zu finden. Kleine Rückzugsflächen unter Pflanzen oder Verstecken nutzten die Weibchen dann als Ort zur Eiablage. Ab dem Tag, an dem die Küken geschlüpft sind, sollte ihnen ein proteinreiches Futter geboten werden. Kleine Mehlwürmer lieben die Tiere. Durch das Verteilen von z.B. Exotenmischungen in der Voliere lernen die Küken mit der Mutter schnell wie die Futtersuche funktioniert.
Haltung
Bei der Haltung stellt die Feldwachtel keine besondere Ansprüche an der Halter. Eine Volierenhaltung sollte einer Stallhaltung vorgezogen werden. Mit einer Grösse zwischen 2-4 m2 gibt sich ein Paar sehr zufrieden. Bei der Gestaltung sollte man auf genügend freie Flächen achten, aber trotzdem einige natürliche Rückzugsmöglichkeiten bieten. Diese nutzen die Tiere gerne als Brutort. Ein grosszügiges Sandbad oder freie Erdflächen nutzen die Wachteln gerne um zu baden. Wie bei allen Wachteln ist es von Vorteil, wenn die Voliere gegen Regen und Wind geschützt ist. Eine Teilüberdachung sollte sicher geboten werden. Zusätzlich sollte ein kleiner geschützter Stall für den Winter angeboten werden, in dem es trocken und zugfrei ist. Gruppenhaltung ist möglich, da die Männchen polygam leben. Mehrere Weibchen auf ein Männchen ist problemlos möglich. Wenn Naturbrut gewünscht ist, sollte eine paarweise Haltung bevorzugt werden.
Die Feldwachteln sind nun in eine neue Voliere gezogen. Da in den Aussenvolieren kein Platz mehr vorhanden ist, habe ich neue Innenvolieren eingerichtet. Pro Paar stehen nun 4 m2 zur Verfügung auf denen sich Unterschlupfmöglichkeiten und ein grosszügigen Sandbad. Der Vorteil der Innenvolieren ist, dass die Feldwachteln nun vor Regen und Wind geschützt sind. Da die Scheune in der sich sich die Wachteln befinden nicht isoliert ist, gibt es immer noch die jährlichen Temperaturverläufe. Zudem sorgen Glasziegel neben der künstlichen Beleuchtung für natürliches Licht.