Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/2416

Basel, um 1985
Gepresstes Aluminiumblech
H. 16 cm, L. 30 cm (grösseres Schild)
H. 8 cm, L. 30 cm (kleines Schild)
Inv. 2007.197.
Im Jahr 2000 waren im Kanton Basel-Stadt mit seinen 37 km² rund 75'000 Motorfahrzeuge angemeldet. Sie alle trugen ein Kontrollschild. Gerade weil sie so verbreitet und alltäglich sind, besass das Historische Museum bis anhin kein Exemplar. Dabei ist die Mobilität der Menschen mit allen ihren Folgen ein zentrales Merkmal des 20. Jahrhunderts.
Das Fahrzeugwesen war in der Schweiz lange kantonal geregelt. So war etwa im Tourismuskanton Graubünden der private Verkehr auf Hauptstrassen bis 1925 verboten. Mehrere Kantone, darunter auch Basel-Stadt, schlossen 1904 ein Konkordat zur Regelung des Verkehrswesens ab. Herstellung und Abgabe der Ausweise und Kontrollschilder war fortan Aufgabe der Kantone. Jedem Kanton wurde eine bestimmte Nummernserie zugewiesen. Bern erhielt die Nummern von 1'001 bis 2'200, Basel-Stadt jene von 4'101 bis 4'600. Damals vermochte sich kaum jemand Vorstellungen über die Zunahme des motorisierten Verkehrs zu machen. So reichten bei rund 200 gemeldeten Motorfahrzeugen im Kanton Basel-Stadt für das Jahr 1910 die zugeteilten Nummern problemlos. Nach einem weiteren Konkordat im Jahre 1914 wurde das Verkehrswesen und die Verkehrs-gesetzgebung 1932 mit einem Bundesgesetz gesamtschweizerisch geregelt. Der Bund beliess jedoch die Aufgabe zur Abgabe von Ausweisen und Kontroll-schildern bei den Kantonen. Am Aussehen der Schilder hat sich seither wenig verändert. Das Format wurde kleiner, die Schilder reflektierend. Weltweit einzigartig dürfte die Kombination von Bundeswappen mit dem Wappen des Standortkantons des Fahrzeugs sein.