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Wheelie (Fahren auf dem Hinterrad)
Das Wheelie gibt es in zwei Versionen: sitzend oder stehend.
Während das Wheelie im Sitzen eher eine gute Showeinlage ist, ist das Wheelie im Stehen auch eine gute Vorübung für die Aufsetztechnik. Für das Wheelie im Sitzen ist ein Sattel von grossem Vorteil, wodurch sich das Mountainbike am besten eignet.
Wheelie im Sitzen
- Du suchst dir zum Üben am besten eine leichte Steigung oder eine Rampe, die du hinauffahren wirst. So musst du dich nämlich weniger aufs Bremsen konzentrieren und kannst der seitlichen Balance mehr Aufmerksamkeit schenken.
- Der Sattel sollte möglichst tief eingestellt werden, gleichzeitig aber hoch genug, um noch ordentlich treten zu können.
- Zuerst wählst du eine geeignete Übersetzung (etwa 22 vorn, 19 hinten) und fährst sitzend relativ langsam geradeaus die Steigung nach oben.
- Nun holst du Schwung, indem du, immer noch sitzend, deinen Oberkörper sehr weit nach vorne und nahe an den Lenker bringst.
- In dieser Lage fängst du mit dem Schokoladenfuss vorne an zu treten.
- Nach einer halben Kurbelumdrehung zeigt dein (in der Normalstellung) hinteres Pedal nach oben.
- Genau in diesem Augenblick beginnst du, viel schneller und kräftiger zu treten. Gleichzeitig drückst du ganz kurz das Vorderrad kräftig auf den Boden und stösst dich so ruckartig mit den Armen vom Lenker nach hinten ab.
- Je kräftiger du trittst und je weiter du dich zurücklehnst, desto leichter kommt das Vorderrad nach oben! Die Arme sind ganz ausgestreckt.
- Um nun das Gleichgewicht zu halten, musst du die Tretkraft über die Pedale richtig dosieren und ständig mit Hinterradbremse, Knien und Lenker korrigieren.
- Die Steigung hat nun den Vorteil, dass du nicht so leicht nach hinten weg fällst. Wenn du nach hinten zu fallen drohst, trittst du einfach für einen Augenblick langsamer. Solltest du stark nach hinten wegfallen, dann musst du sofort die Hinterradbremse ziehen: So kippst wieder nach vorne.
- Versuche auch, absichtlich nach hinten abzusteigen, um die Angst davor abzubauen.
- Um während des Wheelie nicht zur Seite zu kippen, musst du vor allem mit den Knien aber auch mit dem Lenker ständig korrigieren.
- Kippst du z.B. nach links, streckst du das rechte Knie nach aussen und schlägst den Lenker nach rechts ein. Zusätzlich kippst Du das Bike mit den Armen nach links, indem du mit dem rechten Arm drückst und mit den Linken ziehst. So macht das Bike eine kleine Korrekturkurve nach links.
- Wichtig ist auch, dass du nie aufhörst zu treten, auch während der Korrekturbremsungen nicht. So kannst du den Druck auf die Pedale immer optimal dosieren. Also: auch beim Bremsen weitertreten!
- Später kannst du versuchen, eine Steigung nach unten im Wheelie zu fahren, ohne zu treten. Du hältst das Gleichgewicht dann nur noch mit Hilfe der Bremsen und der Knien. Sobald du nach vorne zu kippen drohst, lässt du die Bremse ein wenig los und umgekehrt.
- Genauso wirst du umgekehrt mit etwas Übung eine Steigung nach oben fahren können, ohne zu Bremsen.
Wheelie im Stehen
- Das Wheelie im Stehen solltest du beherrschen, um die Technik zur Überwindung von höheren Stufen leicht lernen zu können, besonders wichtig bei der Aufsetztechnik. Das Prinzip ist das selbe wie beim sitzenden Wheelie. Also versuch es einfach. Auch hier musst du die Balance immer wieder mit den Bremsen, den Pedalen und den Knien ausgleichen. Über den Lenker kannst du das Bike steuern, indem du es in die gewünschte Richtung kippst und so die seitliche Balance hältst.
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Geändert am Donnerstag, 23. Januar 2014
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