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Margaret Thatcher hat erfolgreich vorgemacht, wie man eine radikale wirtschaftspolitische Wende herbeiführt. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel legt sich lieber nicht fest. Und verschiebt Reformen. Was treibt sie an?
«Die «Soziale Marktwirtschaft» ist heute in Deutschland nicht zuletzt deshalb ein allseits gelobtes, konsensfähiges Konzept, da es beliebig in zwei entgegengesetzte Richtungen dehnbar erscheint. Meint es, das rauhe Marktgeschehen müsse durch staatliche Interventionen, Umverteilung und kollektive Absicherung geglättet und somit «sozial» gemacht, also der bittere Kapitalismus durch sozialstaatlichen Zucker versüsst werden? Oder ist der Begriff […]
Vorschriften gegen Diskriminierung zeitigen mitunter ge-radezu groteske Wirkungen; immer wieder beschneiden sie aber auch die Vertragsfreiheit des Bürgers in einer Art und Weise, die weit über das Ziel hinausschiesst und zuletzt die freiheitliche Grundordnung schlechthin unterläuft.
Bernhard Walpen, Redaktor der Zeitschrift «Sozial.Geschichte», ist Mitglied der International Gramsci Society, die sich der Erforschung, Pflege und Weiterentwicklung der Theorien Antonio Gramscis verschrieben hat. Der Mitbegründer der italienischen KP hatte erkannt, dass sich Marx’ deterministische Vorhersagen in Westeuropa nicht ohne weiteres erfüllen wollten und suchte nach Gründen. Im Unterschied zu orthodox-materialistischen Marxisten betonte Gramsci […]
Verzicht auf Nachwuchs wird belohnt Der demographische Wandel ist für die Wohlfahrtsstaaten Europas eine Herausforderung von epochaler Dimension. Implizit betreiben sie alle eine aktive Bevölkerungspolitik
– mit Abreizen statt mit Anreizen.