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Methadon und Voriconazol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für QT-Zeit-Verlängerung und erhöhte Methadon-Konzentrationen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Methadon wird insbesondere bei höheren Dosierungen mit QT-Zeit-Verlängerung und selten auch Torsades de pointes in Verbindung gebracht. Voriconazol ist ein starker Hemmer von CYP3A4; beide Enantiomere von Methadon werden über CYP3A4 metabolisiert, so dass es zu erhöhten Methadon-Konzentrationen kommen kann.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einer Studie mit 23 Patienten erhöhte Voriconazol die AUC und Cmax von R-Methadon um 47,2% und 30,7% und von S-Methadon um 103,4% und 65.4% [Liu P, 2007].
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Soll die Kombination trotzdem eingesetzt werden, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, durchzuführen. Der Methadonspiegel sollte sorgfältig überwacht und die Dosis gegebenenfalls angepasst werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018