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Erholungssuchende aus aller Welt finden den Weg nach Conn. Auch Chinesen und Japaner.
Falsch geraten, wenn Sie dachten, dieses Zeichen sei ein Überrest asiatischer Kultur. Es ist das Hauszeichen der Familie Casty. Die ganze Habe, sei es Vieh, Werkzeug oder Hausrat, wurde früher damit gekennzeichnet.
Zeuge alten Brauchtums. Conn.
Das Jahr: 1935
Die Person: Vinzens Casty, Erbauer des Restaurants Conn.
Der Anlass: Schweizermeisterschaft im Langlauf über 50 km.
Der Ort: Conn sura, Kilometer 42.
Der Zustand: noch immer sehr munter.
Einige Jahre sind seither ins Land gezogen. Vieles hat sich dabei verändert, nicht nur die Bekleidung und das Material. Eines jedoch ist geblieben. Die Umgebung war damals wunderschön und sie ist es heute noch. Conn.
Der hydraulische Widder ist eine von Montgolfier erfundene Wasserfördermaschine. Mit Hilfe eines Ventilsystems und eines Druckbehälters pumpt er Quellwasser, das einige Höhenmeter oberhalb der Maschine entspringt, etliche Meter über den Quellwasserspiegel. Die Wassermenge, die nach oben befördert wird, entspricht in etwa einem Achtel des Wassers, das für den Antrieb des Widders erforderlich ist.
Eine solche Pumpe, die energieunabhängig war, wurde 1930 in der Rheinhalde installiert, um Trinkwasser, das in Conn fehlte, zu fördern. Nachdem Conn 1966 an die Wasserversorgung von Flims angeschlossen wurde, bedurfte es dieser genialen Maschine nicht mehr.
Jahre später versuchten Albert Breitenmoser und sein Sohn Marco den Widder wieder in Gang zu bringen. Das Unterfangen gelang aber nur teilweise. Die komplexe Arbeitsweise des Widders liess sich nicht mehr so leicht rekonstruieren. Seither ist es ruhig geworden um den Widder in der Conner Rheinhalde.
Hitsch Jösler mit seinem Pferd Flocko in der Holzfuhr. Solche Bilder sind selten geworden. Längst hat die Maschine das Pferd verdrängt. Man kann sich darüber Gedanken machen.
Etwas Gutes hat es aber auch, denn so ziehen die «arbeitslosen» Pferde nicht mehr Holz zu Tale, sondern führen Sie, liebe Gäste, im wunderschönen Flimser Grosswald herum
Natürlich ist Ihnen der gurgelnde Begleiter, das kleine Bächlein am Wegrand, aufgefallen. Soll es auch, denn es wird speziell für Sie in Stand gehalten.
Das Bächlein ist ein Zeuge aus jener Zeit, als noch nicht alles selbstverständlich war. Um die Wasserversorgung für Vieh und Boden sicherzustellen, zweigten die Bauern in langer Arbeit das Wasser vom Flem-Bach oberhalb Films-Dorf ab und leiteten es fünf Kilometer weit bis nach Conn.
Betrachtet man den Flimserstein aus dieser Perspektive, so erinnert er an einen Kegelstumpf mit einer schrägen Schnittfläche. Dieser Blickwinkel erleichtert es dem Betrachter, die Vorgänge, die vor 15 000 Jahren zum grössten Bergsturz im Alpenraum führten, in ihrer ungeheuren Dimension zu verstehen.
Auf der schrägen Fläche des Cassons-Hanges glitten damals rund 15 km3 Gestein zu Tale und verwehrten dem Rhein den Abfluss. In der Folge staute sich das Wasser bis nach Disentis und bildete einen riesigen See. Doch das Wasser mit seinem unbändigen Erosionsdrang bahnte sich im Laufe der Jahrtausende den Weg durch diesen Schuttkegel wieder frei.
Das Resultat all dieser geologischen Prozesse ist eine einmalige, bizarre Schluchtenlandschaft am Tor zur Surselva. Die Ruinaulta.
Foto: Ch. J. Gilli, Pratval
Der Caumasee. Eine der vielen Flimser Perlen. Eingebettet in den Grosswald hat er schon manchen Wanderer und Gast in Verzückung versetzt. Im späten 19. Jh. wurde seinem Wasser heilende Wirkung nachgesagt, und schon bald einmal entstand die noch heute legendäre Badeanstalt, eine schwimmende Holzkonstruktion, die sich dauernd dem unterschiedlichen Wasserstand anpasste und manch kühne Dame zum Sprung ins grünblaue Nass animierte. Eine von ihnen wurde von Jules Geiger in den 30er Jahren auf Zelluloid verewigt. Ihre Silhouette prägt heute noch die Visitenkarte von Flims.
Hydrologisch gesehen gehört der Caumasee, ohne oberirdischen Zu- und Abfluss, zu einem unterirdischen Wasserbecken, das im Zusammenhang mit dem prähistorischen Bergsturz entstanden ist und seinesgleichen sucht.
Pinut – der historische Klettersteig in Flims.
Was früher existentielle Bedeutung hatte – die Bergwiese „Pinut“, mitten in der imposanten Felswand des Flimsersteins gelegen, gab genug Heu her, um eine Kuh den Winter hindurch zu füttern und damit auch die Ernährung der Bergbauernfamilie sicherzustellen – wurde um 1900 zur touristischen Attraktion für Flims.
Mit seinem Helfer Alberto Daloli hat Christian Meiler in Handarbeit eine Himmelsleiter gebaut, die zur damaligen Zeit wohl einmalig war.
Nach der Sanierung durch die Gemeinde im Jahr 2007 wurde der Steig wieder begehbar. Heute gelangen Sie bequem und sicher über den Pinut auf den Flimserstein, Schwindelfreiheit vorausgesetzt.
Nebenbei: das Tragen von langen Röcken und Jackett ist für den Aufstieg nicht mehr Pflicht.