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Auch der Bereich "Com" wird dezimiert. L&A wird zersplittert.
SBS (Siemens Business Services), L&A (Logistics and Assembly Systems) und die Kommunikationssparte "Com" sind drei defizitäre Unterbereiche des Siemens-Konzerns. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "Fit4More" sollen die drei Sparten nun wieder auf Vordermann gebracht werden, wie Siemens heute mitteilt. Das im April dieses Jahres definierte Programm soll SBS, L&A und Com innert zwei Jahren in die Gewinnzone führen.
Adrian von Hammerstein geht
Die Kosten von SBS sollen bis 2007 um 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Dies soll die Streichung von 2400 Stellen (vorerst in Deutschland) zur Folge haben, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Es sollen vor allem Überkapazitäten reduziert werden. Bei SBS Schweiz wird, wie bereits berichtet
, niemand entlassen. SBS-Chef Adrian von Hammerstein verlässt das Unternehmen ebenfalls. Dies soll auf eigenen Wunsch geschehen. Neuer Bereichsleiter wird Christoph Kollatz, der bisher für Intelligent Traffic Systems des Bereichs "Industrial Solutions and Services" zuständig war.
Michael Schulz-Drost wird Chief Financial Officer (CFO) von SBS. Er führte bisher die "Large Drives Division" des Bereichs "Automation and Drives". Sein Vorgänger, Bernd Regendantz, wird unter anderem die strategische Neuausrichtung der PRS-Aktivitäten (produktbezogene Dienstleistungen) vorantreiben.
L&A wird zerlegt
Auch die Kommunikationssparte "Com" wird eine Stellenkürzung erleiden, um wieder in die schwarzen Zahlen zu gelangen. Hierfür ist der Konzern mit Arbeitnehmervertretern und "IG Metall" in Verhandlung. Der Logistikbereich L&A soll hingegen zerlegt werden. Ab 1. Oktober 2005 wird es diese Sparte nicht mehr geben. Der Teil "Distribution and Industry" wird rechtlich ausgegliedert und ab 1. Januar 2006 selbständig unter dem Namen Dematic GmbH agieren. Chef der 5000 Mitarbeitende zählenden Firma wird Johann Löttner.
Die Geschäftszahlen von Dematic werden in Zukunft in der Siemens-Bilanz als "sonstige operative Aktivitäten" ausgewiesen. Die Gründung des neuen Unternehmens soll das Ergebnis von Siemens im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr belasten. Die zwei erfolgreicheren Teile "Postal Automation" und "Airport Logistics" werden in den Bereich "Industrial Solutions and Services" eingeschlossen. Der letzte Teil, "Electronic Assembly Systems", wird in den Bereich "Automation and Drives" eingegliedert. (mim)