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Lagotto Romagnolo
FCI-anerkannt: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde (ohne Arbeitsprüfung)
Text: Ingrid Blum
Ursprüngliche Aufgabe
Dieser aktive Wasser-Apportierhund eignete sich durch sein Wasser abweisendes, Luft einschliessendes Lockenfell sehr gut in der nasskalten Jahreszeit.
Aufspüren von Blässhühnern und Apportieren der erlegten Vögel aufs Boot, Hüten des Hauses und der Boote.Herkunft
Erwähnung findet der Lagotto bereits im 17. Jahrhundert als «Vallaroli» (Lagunenjäger). Der Lagotto Romagnolo gehört zu den sehr alten Wasserhunderassen. Im 19. Jahrhundert, nach Trockenlegung der Sümpfe, überlebte der Wasserhund als Bauernhund. In der Romagna eignete er sich zur Trüffelsuche und wurde wegen seines Gehorsams den Trüffelschweinen vorgezogen.Arbeitsweise
Dieser aktive Wasser-Apportierhund eignete sich durch sein Wasser abweisendes, Luft einschliessendes Lockenfell sehr gut in der nasskalten Jahreszeit. Seine Aufgabe war das Aufspüren und Apportieren von Wasservögeln nach dem Schuss. Die Pheromone ausstrahlenden Trüffeln findet er dank seiner hervorragenden Nase tief unter der Erde.Aussehen
Der mittelgrosse, athletisch gebaute Hund ist wohl proportioniert, mit seinem quadratischen Körper, gleich hoch wie lang, wirkt er harmonisch. Das dicht gelockte Haar von wollener Struktur und sichtbarer Unterwolle zeigt sich in den Farben weiss, weiss mit braunen oder orangen Flecken, braunschimmel, einfarbig braun mit oder ohne weiss, orange mit oder ohne weiss und braun in allen Schattierungen.Charakter
Lebhaftigkeit, Apportierfreude, Anpassungsfähigkeit, Freundlichkeit, Lernfähigkeit, Arbeits- und Wasserfreude sowie Wachsamkeit sind für den rassetypischen Lagotto bezeichnend. Seine angeborene Neigung zur Suche begründet sich in seinem ausgezeichneten Geruchssinn.Gesundheit
Mögliche Probleme: Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Juvenile Epilepsie, Epilepsie, Katarakt, Kurzhaarigkeit, SpeicherkrankheitSpezielles
Eher per Zufall als mit dem Gedanken, in hiesigen Wäldern nach Trüffeln zu suchen, kam der Lagotto Romagnolo 1995 in die Schweiz. Nur fünf Prozent der Befragten entschieden sich damals für den «Arbeitshund». Die Mehrheit liess sich durch «Wesen und Charakter» begeistern, gefolgt vom «Haarkleid», welches nicht abhaart, sondern in den Locken weiterwächst und so nicht ausfällt. Deswegen muss der Lagotto zweimal jährlich geschoren werden.
Quelle: weltdertiere.ch