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Der Halbleiterhersteller Micronas hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr um über 70 Prozent auf 11,5 Mio. Fr. gesteigert, obwohl der Umsatz deutlich sank. Die Frankenstärke drückte den Umsatz. Micronas lässt aber auch mehrere Produkte auslaufen.
Mit 158,8 Mio. Fr. Umsatz setzte Micronas 17 Prozent weniger um als noch im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dieser Rückgang sei erwartet worden: Nebst der Schwäche des Euros sei der Einbruch darauf zurückzuführen, dass Micronas mehrere Produkte - etwa in der Consumer-Sparte - auslaufen lasse.
Den grössten Teil des Umsatzes (151,8 Mio. Franken) erwirtschaftete Micronas im Geschäftsteil Automotive, zu dem etwa Sensoren und Mikrochips für die Automobilindustrie gehören. Der Rückgang beträgt zwar 7 Prozent gegenüber 2010. Werden jedoch die Währungseffekte ausgeklammert, stieg der Automotive-Umsatz um 3 Prozent. Zudem läuft auch der Verkauf von Dashboard-Controllern aus.
Vor allem im zweiten und dritten Quartal habe das Segment unter den Folgen der Naturkatastrophe in Japan gelitten, hiess es weiter im Communiqué. Schon im Herbst habe sich die japanische Automobilindustrie aber erholen können und im vierten Quartal sei der Umsatz wieder gewachsen.
Im Consumer-Segment erwirtschaftete Micronas noch 7 Mio. Franken. Im kommenden Jahr dürften diese Umsätze ganz wegfallen.
5 Rappen Dividende
Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im 2011 auf 20,6 Mio. Franken, nach 26,1 Mio. Franken im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente der Halbleiterhersteller jedoch klar mehr als im Vorjahr. Der Gewinn belief sich auf 11,5 Mio. Franken. Dies entspricht einem Wachstum von 72 Prozent.
Im Gewinn enthalten sind ein bereits früher mitgeteilter Verlust von 9,3 Mio. Fr. auf einem Aktienpaket sowie eine Steuergutschrift in der Höhe von 8,5 Mio. Franken. Die Aktionäre sollen 5 Rappen Dividende pro Aktien erhalten. Die Ausschüttung erfolgt steuerfrei, da die Mittel aus der Kapitaleinlagereserve entnommen werden.
Der Verwaltungsrat und das Management rechnen für das erste Halbjahr 2012 mit einem Umsatz von rund 80 bis 82 Mio. Franken, wie es weiter heisst. Die EBIT-Marge dürfte bei rund 13 Prozent zu liegen kommen. 2011 lag sie bei 13 Prozent.
An der Börse kamen die Resultate gut an: Die Micronas-Papiere lagen am Mittwochmittag bei 9,20 Franken um 2,2 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt war gegenüber dem Vortag fast unverändert.