Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03256.jsonl.gz/229

Im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB ermitteln US-Behörden laut einem Zeitungsbericht auch gegen die Deutsche Bank. Das US-Justizministerium prüfe, ob der Finanzkonzern bei seiner Arbeit für den Fonds gegen Korruptions- und Geldwäschereigesetze verstossen habe, schrieb das «Wall Street Journal» am Mittwochabend (Ortszeit) unter Berufung auf Insider (Kostenpflichtiger Link).
«Erhebliche Falschdarstellungen» gegenüber Behörden
Das Justizministerium habe in Unterlagen zu dem Fall befunden, dass 1MDB «erhebliche Falschdarstellungen» gegenüber der Deutschen Bank gemacht habe. Dies decke sich mit den eigenen Erkenntnissen. Das Justizministerium selbst liess eine Anfrage zu dem Bericht zunächst unbeantwortet.
Der 1MDB-Fonds, aus dem Geld verschwunden und an malaysische Regierungsmitglieder zurückgeflossen sein soll, war 2009 zur Wirtschaftsförderung des Landes eingerichtet worden.
Fokus auf Goldman Sachs
Wegen Betrugs- und Geldwäschereiverdachts laufen jedoch schon länger weltweite Ermittlungen unter Leitung des US-Justizministeriums. Im Zentrum des Skandals stand bislang vor allem Goldman Sachs. Malaysia forderte bereits Milliardenbussgelder und Gefängnisstrafen für Ex-Mitarbeiter.
Zudem soll eine Mitarbeiterin, die zunächst bei Goldman mit 1MDB arbeitete, später auch bei der Deutschen Bank mit dem Fonds zu tun gehabt haben.
Sie verliess die Bank angeblich 2018, nachdem diese von Nachrichten zwischen ihr und dem Hauptbeschuldigten in der 1MDB-Affäre erfahren hatte.
(reuters/mbü)