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Ein italienischer Finanzberater soll den Franziskanerorden um bis zu 20 Millionen Euro geprellt haben. Am Mittwoch ist auf Gesuch der Mailänder Staatsanwaltschaft eine seiner Wohnungen in Lugano durchsucht worden.
Die Tessiner Behörden hätten die Räumlichkeiten einer Ferienwohnung in Lugano-Paradiso durchsucht, sagte der Sprecher der Tessiner Staatsanwaltschaft Saverio Snider am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte zugleich eine Meldung der italienischen Nachrichtenagentur ANSA vom Mittwoch. Der beschuldigte italienische Finanzberater habe keinen Wohnsitz oder eine Aufenthaltserlaubnis in der Schweiz, so Snider.
Dem Broker wird zur Last gelegt, nicht weniger als 20 Millionen Euro von einem Vertreter des Franziskanerordens (Orden der Minderen Brüder) entgegengenommen zu haben, um sie in der Schweiz zu investieren. Dafür habe er Zinssätze von 12 Prozent versprochen.
Die versprochenen Gewinne hätten sich dann jedoch nach anfänglichen Ausschüttungen nicht eingestellt. Die ihm anvertrauten Gelder habe der Berater ausserdem nie zurückgezahlt, so die Anschuldigung des Ordens. Die italienischen Behörden sollen am Mittwoch auch Untersuchungen in anderen Wohnungen des Finanzberaters in Italien vorgenommen haben.
(sda)
Der Ton, den der US-Senator anschlägt, ist harsch. In einem Brief an US-Aussenminister Antony Blinken kritisiert der Republikaner Roger Wicker die Schweiz scharf. Hintergrund ist der Entscheid der Bundesanwaltschaft, das Verfahren einzustellen, das sie im Zusammenhang mit dem Fall Magnitski, einem riesigen Betrugsfall in Russland, geführt hatte. Ein Grossteil der beschlagnahmten 18 Millionen Franken soll dadurch freigegeben werden.