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Es ist unbestritten, dass die Folgen des Klimawandels wie unter anderem Meeresspiegelanstieg, Dürren und Eisschmelze vielen Lebewesen auf der Erde Schaden zufügen. (i) Oft hören wir, dass wir klimaschädliche Aktivitäten einschränken sollten. Doch was hat der Klimawandel überhaupt mit Moral zu tun? Ist er nicht einfach ein natürliches Phänomen wie es einige behaupten? Schliesslich können auch andere natürliche Phänomene wie ein Erdbeben viele Opfer fordern. Der moralische Unterschied zwischen den beiden Phänomenen wird klarer, wenn wir uns den Begriff der Verantwortung näher anschauen.
Ganz grob kann zwischen kausaler und moralischer Verantwortung unterschieden werden. Die Verschiebung von Erdplatten ist kausal für das Erdbeben und dafür dass Lebewesen leiden, verantwortlich. Analog sind auch der Klimawandel und seine schädlichen Konsequenzen (in diesem Fall von uns Menschen) kausal verursacht (ebd.). Doch im Unterschied zum Erdbeben haben wir beim Klimawandel Handlungsspielraum. Damit rückt der Begriff der moralischen Verantwortung ins Zentrum. Moralische Verantwortung schreiben wir einer Person in der Regel dann zu, wenn sie auch anders hätte handeln können, also zum Beispiel die schädliche Handlung hätte unterlassen können. Dies bedingt, dass die Person zudem über Wissen verfügt, beispielsweise dass sie mit ihrer Handlung etwas Schlechtes tut. Weiterlesen
(Text von Kathrin von Allmen)
Quelle:
i) IPCC (2014): Climate Change 2014, Synthesis Report: Summary for Policymakers. Online: [October, 21 2017].