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Aufgrund der Arbeiten an der Seilbahn wurden die beiden letzten Austragungen des Berglaufklassikers Neirivue–Le Moléson jeweils auf einer verkürzten Strecke durchgeführt. Während die Läufer in früheren Jahren zum Teil längere Wartezeiten bei der Gondel in Kauf nehmen mussten, konnte der Rücktransport mit der neuen Anlage rasch abgewickelt werden.
Nachdem der erst 20-jährige Kolumbianer Saul Antonio Padua letztes Jahr sowohl am Moléson als auch bei Sierre– Zinal bei den Junioren gewonnen hatte, startete er dieses Jahr erstmals bei den Aktiven. Der etwas schüchtern wirkende Padua liess sich aber von der namhaften Konkurrenz nicht beeindrucken und lief den 10,6 km langen Aufstieg mit 1290 Höhenmetern am schnellsten. Zunächst an zweiter Stelle laufend, konnte er im Schlussanstieg nach Plan Francey zum bis anhin führenden Portugiesen Cesar Costa aufschliessen und ihn rund 500 m vor dem Ziel entscheidend distanzieren.
Costa wieder auf dem Podest
Obwohl Costa den Sieg nur knapp verpasste, zeigte er sich im Ziel dennoch zufrieden und meinte: «Nachdem ich hier letztes Jahr Dritter und im Vorjahr Zweiter wurde, habe ich heute versucht, auf Sieg zu laufen. Mit dem zweiten Rang bin ich aber trotzdem sehr zufrieden. Ich konnte zeigen, dass der Formaufbau im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt Sierre–Zinal stimmt.» Der im Wallis wohnhafte Portugiese gehört seit längerem zu den besten Bergläufern in der Schweiz. So gewann er in den letzten beiden Jahren nicht weniger als 16 Bergläufe und wurde zweimal Walliser Berglaufmeister. Unter anderem gewann er letztes Jahr bei Thyon–Dixence und beim Aletsch-Halbmarathon. Ergänzend meinte er zudem: «Wenn alles optimal läuft, werde ich in rund drei Jahren den Schweizer Pass erhalten. Schade, dass ich dann bereits 39-jährig sein werde. Aber wenn es die Form zulässt, so werde ich versuchen, mich für die Schweiz für eine Berglauf-EM oder gar die Berglauf-WM zu qualifizieren.»
Auf dem dritten Rang klassierte sich der Walliser Emmanuel Vaudan, gefolgt vom Italiener Gerd Frick. Nicht auf Touren kam Vorjahressieger Georges Burrier. Der Franzose büsste auf den Sieger beinahe sechs Minuten ein und belegte Rang fünf.
Meszaros vor drei Senslern
Ebenfalls in Szene setzen konnten sich die besten Freiburger. Thomas Meszaros zeigte mit dem 6. Rang einmal mehr, dass er sich auch am Berg wohlfühlt. Hinter Meszaros klassierten sich im «Feld der Freiburger» mit Erich Huber (8.), Pascal Birbaum (12.) und Adrian Jenny (14.) gleich drei Sensler.eh
Saul Antonio Padua gelang der Sprung zu den Aktiven mühelos.Bild Vincent Murith
Frauen: Fürholz eine Klasse für sich
Beim Rennen der Frauen konnte die Schweizer Berglauf-Internationale Monika Fürholz (CA Marly) die letzten Konkurrentinnen bereits nach wenigen Kilometern abhängen und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen.
Fokus liegt auf EM
«Den Lauf heute habe ich aus dem Training heraus absolviert, und ich bin entsprechend langsam gestartet. Bis Plan Francey lief ich eher etwas verhalten, so dass ich am Schlussanstieg noch zulegen konnte», erklärte die Siegerin. «Im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften vom nächsten Wochenende (Red.: diese findet anlässlich des Graubünden-Marathon 2012 auf der Rothorn-Run-Strecke statt) bin ich heute etwas dosiert gelaufen. Indem ich in den steilen Rampen jeweils mit langen Schritten lief, statt zu rennen, habe ich versucht, so mich so ergonomisch wie möglich zu bewegen.» Den Fokus legt die ehemalige Triathletin Monika Fürholz auf die Schweizer Meisterschaft und die Anfang Juli in der Türkei stattfindende Berglauf-EM, wofür sie als einzige Schweizerin nominiert wurde.
Tschechin geschlagen
Mit einem Rückstand von bereits über sieben Minuten belegte Laura Hrebec den zweiten Rang. Dritte wurde die Tschechin Radka Churanova, gefolgt von der zweitbesten Freiburgerin, der bereits 48-jährigen Colette Borcard vom CS Neirivue.
Total nahmen am 33. Berglauf von Neirivue hinauf zum Moléson 450 Läuferinnen und Läufer teil. eh
«Der Formaufbau im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt Sierre–Zinal stimmt.»
Autor: Cesar Costa
Autor: Zweiter Berglauf Neirivue–Moléson