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In den Nagelfluhwänden der Rigi finden sich rund ein Dutzend Höhlen, Balmen (keltisch: nischenartige Höhlung) genannt. Sie entstanden durch Verwitterung der Mergelschichten, wo der Frost an der Zerstörung des Mergels mitwirken konnte (Frostsprengung, eine Form der physikalischen Verwitterung). Auch in den Kalkwänden der Hochflue und des Vitznauer Stockes sind durch Verwitterung viele kleine Löcher und Höhlen entstanden. Die Steigelfadbalm ist die bekannteste Rigihöhle. Sie ist eine Fundstelle des ausgestorbenen eiszeitlichen Höhlenbäres. Die Bruedersbalm als höchste Höhle liegt auf 1500 m ü. M. südlich von Rigi Kulm. Zusammen mit der sieben Meter tiefer gelegenen Zilteners-Balm bildet sie eine Doppel-Balm.
Die Gruebisbalm ist die grösste Höhle der Rigi. Hier tritt eine Quelle aus, welche die Verwitterung und somit die Aushöhlung begünstigt. Ein feiner Wasserfall ziert den Höhleneingang. Die bekannteste Höhle am Vitznauer Stock ist das Drachenloch mit einem darüber vorspringenden Felskopf, dem Drachen-sessel. Leider ist sie unzugänglich. Mit etwas Phantasie ist sie aber im Westen des Gipfels des Vitznauer Stockes oberhalb der Stockrübi auszumachen. Hier soll der Rigidrachen, ein fliegender Lindwurm mit Panthertatzen, stachelbewehrtem Rückgrat und feuerspeiendem Atem, gehaust haben und des öfteren mit Getöse über den Vierwaldstättersee zu seinem Artgenossen am Pilatus geflogen sein.