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Die europäische Bankenaufsicht plant laut Berichten schärfere Regeln für die Finanzinstitute. Demnach sollen sie künftig eine harte Kernkapitalquote von 7 bis 9 Prozent aufweisen müssen.
Der «Financial Times» zufolge sollen die europäischen Banken künftig eine harte Kernkapitalquote von 9 Prozent vorweisen müssen. Die europäische Bankenaufsicht EBA hätte diese Pläne im Grundsatz beschlossen, schreibt die Zeitung mit Berufung auf Insider. Damit würden die Kapitalregeln weit stärker verschärft als in der Branche erwartet.
Den Insidern zufolge hat die EBA die Banken aufgefordert, der Behörde mehr Informationen über ihre Anlagen in Staatsanleihen zu liefern, schreibt die Zeitung.
Konkret gehe es dabei darum, wie stark die Buchwerte und die faire Bewertung der Papiere auseinanderfallen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Mittwoch von vier mit der Sache vertrauten Personen. Dies würde die Frage beantworten, welche Abschreibungen bei einer Orientierung am tatsächlichen Wert der Anleihen drohen.
EU-Kommissionspräsident Jose Barroso will heute Vorschläge veröffentlichen, wie diejenigen Banken mit zusätzlichem Kapital versorgt werden sollen, denen im Zuge der Staatsschuldenkrise hohe Abschreibungen drohen. Die politische Spitze der EU soll am 23. Oktober über die Pläne beraten.
Die «Financial Times Deutschland» berichtet, dass die EBA einen Blitz-Stresstest mit höheren Hürden erarbeite. Unter Berufung auf Angaben der Nachrichtenagentur Reuters schreibt die Zeitung, die Banken müssten dabei auf eine harte Kernkapitalquote von mindestens 7 Prozent kommen. Beim Stresstest der EBA im Sommer habe eine Kernkapitalquote von 5 Prozent genügt, um zu bestehen.
(tno/kgh/awp)