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Obschon ich den Pass wegen Wintersperre nicht aufsuchen konnte, führe ich diesen Bericht unter diesem Titel. Schlussendlich war dieser Übergang über die Alpen und die Orte auf beiden Seiten Anlass für meinen Aufenthalt.
Der Summus Poeninus war die kürzeste Verbindung zwischen Rom und dem Rhein, bzw. Gallien. Nachdem Gaius Iulius Caesars Legaten Galba die Öffnung des Grossen St. Bernhard im Jahr 47 v. Chr. misslang, wurde das Aostatal erst im Jahr 25 v. Chr. erobert. Offensichtlich gelangte der Pass und das Wallis jedoch erst 16/15 v. Chr. unter den römischen Herrschaftsbereich.
In diesem Rahmen wurde 25 v. Chr. die Colonia Augusta Praetoria (Aosta) gegründet. Der wichtigste Ort auf der anderen Seite, Forum Claudii Vallensium (Martigny), wurde erst 47 n. Chr., allerdings anstelle eines keltischen Ortes, gegründet.
Kurz danach wurde das Wallis von der Provinz Raetien abgespalten. Alle Gebiete um den kleinen (Alpis Graia) und grossen St. Bernhard (Alpis Poenina) wurden in einer neuen Provinz zusammengefasst, Alpes Graiae et Poeninae. Hauptort wurde Axima (Aime-en-Tarantaise). Diese Provinz blieb auch nach der Aufteilung der Provinzen in der Spätantike bestehen.