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Das weltweite Übereinkommen zur Eindämmung des Tabakkonsums muss zügig umgesetzt werden. Das fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai. Die Konvention, die unter anderem einen Appell zum Verbot der Tabakwerbung vorsieht, ist seit 2005 in Kraft.
Nach WHO-Schätzungen ist der Tabakkonsum weltweit für jährlich mehr als sechs Millionen vorzeitige Todesfälle verantwortlich, davon alleine im europäischen Raum 1,6 Millionen. "Wenn wir nicht handeln, werden im 21. Jahrhundert weltweit über eine Milliarde Menschen an den Folgen des Rauchens sterben", warnt die Organisation.
Bei der Tabakkonvention ("Framework Convention on Tobacco Control", FCTC) handelt es sich um den ersten weltweit gültigen Vertrag, der je unter Führung der WHO ausgehandelt wurde. In Europa sind ihr bereits 46 der 53 WHO-Mitgliedstaaten sowie die Europäische Union als Ganzes beigetreten.
Die FCTC sei schon heute einer der am schnellsten und am meisten genutzten Verträge der Vereinten Nationen, dem weltweit mehr als 170 Vertragsparteien angehören, schreibt die WHO dazu. Diese Staaten repräsentierten wiederum über 87 Prozent der Weltbevölkerung.
Das Abkommen beinhaltet auch rechtsverbindliche Verpflichtungen, die eigentlich in allen Staaten, die es ratifiziert haben, umgesetzt werden müssten. Dazu gehören etwa Rauchverbote, die Verringerung der Belastung von Nichtrauchern durch Passivrauch und die Aufklärung der Bürger über die Gefahren des Rauchen. Auch sollen keine Tabakprodukte an Minderjährige verkauft werden.
SDA-ATS