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Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte er zwei seiner Jünger aus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht es; er lässt es bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße ein Fohlen angebunden und sie banden es los. Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, das Fohlen loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. Sie brachten das Fohlen zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und er setzte sich darauf. 8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg aus, andere aber Büschel, die sie von den Feldern abgerissen hatten. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe! Und er zog nach Jerusalem hinein, in den Tempel; nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er spät am Abend mit den Zwölf nach Betanien hinaus. (Mk 11,1-11)
Am Beginn unserer Reise durch die
Heilige Woche erinnern wir uns an all die Reisen, die Jesus nach Jerusalem
unternommen hat:
als unschuldiges Kind, das in den Armen seiner Eltern zum Tempel gebracht wurde
als junger Knabe, der schnell wuchs und voller Fragen und Neugier war
und wieder und wieder als erwachsener Mann anlässlich der grossen Feste im Hof des Tempels.
Wir erinnern uns daran, wie er sich mit Kaltschnäuzigkeit und Mut den wachsenden Gefahren gestellt hat, den ausgesprochenen und unausgesprochenen Drohungen gegen seine Freiheit und sein Leben.
Als er die Stadt an diesem Tag betritt, schreit die Menge „Hosianna!“. Sie sehen in Jesus die Erfüllung ihrer Träume über die Befreiung von Besatzung und Verfolgung. Bald werden es andere Worte sein, die sie rufen.
Gott,
danke für deine Treue und Geduld uns gegenüber,
die wir so wenig Verständnis haben für das, was vor uns liegen könnte.
Danke für deine Liebe, die nie endet,
deine Vergebung die sich nie erschöpft
und dein Licht, das im Dunkeln leuchtet
und uns die Spuren zeig, denen wir folgen können
und die Strasse vor uns.
(Texte: Peter Millar, wild goose publications, Übersetzung: Beate Kaschel)