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Fotoseite 12.-14.2.2001
Jürg Alean, Thomas Brander, Mario Cipollini und Marco Fulle erreichten am 12. Februar 2001 den Lavastrom, der schon seit einem ganzen
Monat aus einer Spalte am Nordost-Hang des SEC ausgetreten war. Das Gebiet ist schwer zugänglich, da die gesamte Südost-Basis des SEC
und frische Aa-Lavaströme zu traversieren sind. Ein starker, beständiger Nordostwind blies die von den Gipfelkratern emittierten Gase
von uns weg.
Nach einer ersten Erkundung am 13. Februar gelang es am 14. Februar die Gipfelkrater zu erreichen. Der Schlussaufstieg über die Bocca
Nuova-Westflanke war heikel, allerdings weniger wegen der eruptiven Tätigkeit, als vielmehr wegen einer Eisschicht, die sich aus
Schmelzwasser unter einer dünnen Ascheschicht gebildet hatte. Temperatur und Wind waren für Winterverhältnisse relativ erträglich.
Wir genossen Ausblicke, die schlicht «überirdisch» waren.
Objektivbrennweiten sind angegeben, z.B. als f=28mm. Wie immer sind die kleinen Bilder Links zu grösseren (etwa 40 bis 100 KB).
Fotos copyright Jürg Alean (JA), Thomas Brander (TB), Mario Cipollini (MC; externer Link), und Marco Fulle (MF).
Abkürzungen: BN = Bocca Nuova; NEC = Nordostkrater; SEC = Südostkrater, TDF = Torre del Filosofo. Die folgenden Bilder dürfen nicht
als Ermunterung verstanden werden, sich selber am Ätna den Gipfelkratern zu nähern, denn diese müssen als aktiv und gefährlich
angesehen werden.
f=28mm von SEC Nordost-Hang. Wir nähern uns dem Schlot des kleinen Lavastroms, der seit Mitte Januar 2001 aktiv ist. Der mit Lava gefüllte «Tumulus» hebt sich gegen den alles überragenden Kegel des NEC ab (MF).
f=20mm. Über lose Aa-Lava kletternd, erreichen Jürg und Marco einen Aussichtspunkt, der es erlaubt, die Quelle des kleine Lavastroms oben auf dem gut entwickelten «Tumulus» zu beobachten (MC).
f=14mm. Frische Stricklava, kürzlich an der Oberseite des Tumulus abgelagert. Unterdessen hat die Lava ihre Richtung geändert und fliesst nun gegen hinten. Im Hintergrund der schneebedeckte NEC (JA).
f=135mm. Der Schlot hat kleine glühende Schlacken ausgestossen. Man beachte, wie die enorme Hitze der Lava die Luft darüber zum Flimmern bringt (MF).
f=300mm. Eine völlig andere Perspektive des Lavastroms vom BN Südostrand aus. Die mittleren zwei Fotos rechts wurden vom gleichen Standort aufgenommen, die Bilder der oberen Reihe hingegen fast exakt aus der entgegengesetzten Richtung (MF).
f=50mm von BN Südostrand. Der aktive SEC-Lavastrom und die Kette der Hornitos auf der Spalte des SEC, mit schneebedecktem Valle del Bove und Monte Simone-Krater im Hintergrund (MF).
Fish-eye photo (diagonal 180°) ebenfalls vom BN Südostrand aus. Hinten erreicht der aktive SEC-Lavastrom das Valle del Bove (Mitte), die Pizzi Deneri sind links. Die schneebedeckte Spalte des SEC rechts führt hinauf zum Gipfelkrater (MF).
f=14mm von BN Südrand.Thomas Brander steht vor dem SEC. Im Oktober 1998 schauten wir noch auf den SEC hinunter. Unterdessen ist er so stark gewachsen, dass wir vom gleichen Ort aus zu ihm hinauf schauen müssen. Sein Krater zeigte rythmische Entgasungen, aber keine magmatische Aktivität (JA).
f=14mm. Eine mehrheitlich transparente Gaswolke driftet von den Gipfelkratern des Ätna über den Monte Frumento Supino (unter Bildmitte links) hinweg. Während unseres Aufenthalts kamen Ascheeruptionen nur von Zeit zu Zeit vor (JA).
f=14mm von BN Südwestrand. Was für ein Wandel! Noch 1997 war die BN ein einziger riesiger Abgrund. Zur Zeit ist sie fast bis zum Rand aufgefüllt, und nur zwei grosse Schlote bilden bedeutende Vertiefungen im Krater (JA).
f=200mm von BN Südwestrand. Nach sorgfältiger Beobachtung hat sich Jürg dem Rand des BN Nordwestschlots genähert. Strombolianische Explosionen schleudern Bomben gelegentlich bis auf die Höhe des Schlotrandes, selten auch darüber hinaus (MC).
f=50mm. Marco Fulle hat sich Jürg angeschlossen und beiden gelingt ein flüchtiger Blick durch den Dampf auf drei kleine, glühende Öffnungen am Grund des Kraters. Man beachte die Ascheablagerungen, die vom Wind stromlinienförmig modelliert worden sind (TB).
f=50mm. Äusserst bemerkenswert waren die starken Fumarolen an der BN-Ostwand. Der heftige Nordwestwind treibt Dampf und Gase aus der BN hinaus (TB).
Fish-eye photo (diagonal 180°) vom Voragine-Südrand. In der komplett ruhigen Voragine sind jetzt einige Scheefelder zu erkennen, ein seltener Anblick! Im Hintergrund NEC (MF).
f=35mm. Der Ätna aus dem Flugzeug, kurz nach dem Start in Catania. Eine Inversion hält die Wolken unter 2200m.ü.M.: das typische Wetter, das wir die meiste Zeit während unseres Aufenthalts geniessen konnten.
f=35mm. Während wir das Thyrrenische Meer überfliegen, ein kurzer Gruss zum Stromboli, dessen Krater die übliche, meist verlässliche Aktivität zeigen. Ginostra vorne, San Bartolo oben links.
|Copyright: Thomas Brander, Mario Cipollini|