Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/951

Die Stärke der Schweizer Slalom-Truppe ist hinlänglich bekannt. Was die Fahrer von Trainer Matteo Joris im ersten Durchgang am Chuenisbärgli aufführten, übertraf aber selbst die kühnsten Erwartungen. Hinter Yule, der am Mittwoch in Madonna di Campiglio die Halbzeit-Führung zur Wiederholung seines Vorjahressieges genutzt hatte, brachten sich auch Ramon Zenhäusern, er trotz Schwächung durch ein Magen-Darm-Virus, der überraschende Tanguy Nef und Loïc Meillard in eine hervorragende Ausgangslage und heizten die ohnehin gute Stimmung unter den Zuschauern zusätzlich an.
Zenhäusern büsste als Dritter 33 Hundertstel ein, Nef, vier Tage zuvor als Sechster in Madonna di Campiglio so gut wie noch nie klassiert im Weltcup, als Vierter 35 Hundertstel, und Meillard, der die Enttäuschung vom Vortag im Riesenslalom offenbar gut verdaut hat, als Fünfter 48 Hundertstel ein. In den Kreis der überragenden Schweizer vermochte einzig Clément Noël einzubrechen. Der junge Franzose liegt als Zweitschnellster 25 Hundertstel hinter Yule zurück.
Simonet und Schmidiger auch dabei
Sandro Simonet und Reto Schmidiger werden mit Rückständen von 1,5 und 1,6 Sekunden wohl in der Entscheidung ebenfalls dabei sein. Luca Aerni dagegen verpasste nach einem zeitraubenden Fehler im Zielhang die Qualifikation für den zweiten Lauf.
In der Statistik mit den Podestplätzen im seit dem Jahr 2000 ausgetragenen Weltcup-Slalom in Adelboden ist bisher nur ein Schweizer aufgeführt. Marc Berthod entschied das zum Klassiker gewordene Rennen vor 13 Jahren. Gestartet war der Bündner mit der Nummer 60.