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Herzinsuffizienz
Der Begriff "Herzinsuffizienz" beschreibt im Allgemeinen einen Zustand, bei dem das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen.
Herzinsuffizienz durch Herzmuskelschwäche
Bei einem vom Aufbau her normalen Herzen, ist hier vor allem eine Herzmuskelschwäche zu nennen. Bei der Herzmuskelschwäche reicht die Pumpleistung der Herzkammern nicht mehr aus, die notwendige Blutmenge, vor allem bei körperlicher Betätigung, auszuwerfen. Dieser Zustand ist beispielsweise nach Herzmuskelentzündungen möglich, seltener auch nach Operationen, wenn der Herzmuskel bei der Operation geschädigt wurde.
Der Oberbegriff der «Kardiomyopathie» (Erkrankung des Herzmuskels) beschreibt eine Gruppe von angeborenen oder erworbenen Herzmuskelerkrankungen, die zur Herzschwäche führen können. Im Kindesalter am häufigsten ist eine sogenannte «dilatative Kardiomyopathie», wenn beispielsweise nach einer Virusinfektion mit Beteiligung des Herzmuskels dieser sich nicht mehr ausreichend erholt und die Pumpleistung dauerhaft eingeschränkt bleibt. Häufig zeigt sich in der Folge eine Erweiterung der Kammern, meist links, und das Blut staut sich vor dem Herzen, vor allem in der Lunge, wenn vor allem die linke Herzseite betroffen ist (beziehungsweise in der Leber, den Bauchorganen, wenn vor allem die rechte Herzseite betroffen ist). Staut sich das Blut aufgrund mangelnder Pumpleistung vor dem linken Herzen, kann dies wiederum zu Symptomen wie Atemnot führen.
Herzinsuffizienz durch angeborene Herzfehler
Andere Ursachen der Herzinsuffizienz können angeborene Herzfehler sein. Hier stehen vor allem die Herzfehler im Vordergrund, bei denen das Blut, das eigentlich in den Körper gepumpt werden soll, zum Beispiel durch ein Loch in der Trennwand zwischen den beiden Herzseiten auf die «falsche» Seite fliesst (Septumdefekte). In dieser Situation ist die Pumpfunktion des Herzens normal. Durch den Verlust von Blut durch das Loch auf die «falsche Herzseite» wird jedoch auch hier zu wenig Blut in den Körper gepumpt. Gleichzeitig muss das Herz aufgrund des Blutflusses zwischen den Herzanteilen mehr Arbeit leisten. Somit ist es auch in einer solchen Situation möglich, dass das Herz trotz guter Pumpleistung nicht in der Lage ist, genug Blut und entsprechend Sauerstoff für den Körper zur Verfügung zu stellen. Es entsteht eine «Herzinsuffizienz», welche insbesondere bei kleinen Kindern häufig durch klinische Zeichen gekennzeichnet sein kann.
Folgende Zeichen könnten auf eine Herzinsuffizienz hindeuten:
- vermehrtes Schwitzen,
- angestrengte, schnellere Atmung,
- eventuell eine erhöhte Herzfrequenz,
- schlechtere Gewichtsentwicklung,
- Trinkschwäche,
- Müdigkeit / Leistungsintoleranz.
Nicht alle Symptome müssen hierbei zusammen auftreten.
Die Diagnose einer Herzinsuffizienz, ebenso wie die Ursache derselben, kann durch eine Kinderkardiologin / einen Kinderkardiologen gestellt werden. Er kann auch die nötigen Massnahmen, wie eine medikamentöse Therapie oder in entsprechenden Fällen interventionelle Verfahren (Herzkatheteruntersuchung oder Operation) in die Wege leiten.
Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Kinderherzen – Zentrum für Kinderkardiologie
Letzte Aktualisierung : 07-11-19, BH