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Obwohl der Körper Eisen braucht, kann er es nur schlecht aufnehmen. Der tägliche Eisenbedarf beträgt bei einem Erwachsenen 10 bis 15 mg. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit zwischen zwei und vier Milliarden Menschen an Eisenmangel leiden. Grund ist meist Fehlernährung. Am stärksten betroffen sind Frauen, die besonders während der Menstruation, der Schwangerschaft und des Stillens einen erhöhten Eisenbedarf von 20 bis 30 mg haben. Frauen, die häufig Diäten machen oder intensiv Sport treiben, können auch unter Eisenmangel leiden.
Ursachen
In über 95 Prozent der Fälle ist Eisenmangel auf die (Ess-)Gewohnheiten zurückzuführen; nur selten sind schwere Erkrankungen der Grund. Bevor man zu Eisenpräparaten greift, gilt es jedoch, mögliche Erkrankungen wie Magen-Darm-Blutungen oder Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) auszuschliessen.
Die Symptome eines Eisenmangels sind vielfältig und nicht spezifisch, dazu können unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Hautveränderungen, Aphthen, Kälteempfindlichkeit, brüchiges Haar, Haarausfall, Schwindel oder Kopfschmerzen gehören.
Schreitet der Eisenmangel unerkannt fort, kann dies zu einem Eisenmangel mit Blutarmut, der so genannten Eisenmangelanämie führen. Symptome sind u.a. Müdigkeit, Blässe, Atemnot bei der geringsten Anstrengung, Herzklopfen und verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen.
Eisen-Test
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Ferritinwerte
Während die einen bereits Symptome wahrnehmen, wenn ihre Eisenspeicher medizinisch gesehen noch relativ voll sind, haben andere bei einem tiefen Eisengehalt keine Beschwerden. Ein Eisenmangel wird vom Arzt durch eine Blutanalyse diagnostiziert. Für den «Krankheitswert» des Eisenmangels dient das Ferritin, ein Eiweiss im Blut, das Auskunft über die Eisenreserven im Körper gibt. Während in der Fachwelt die einen eine untere Ferritingrenze von 20 Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml) als noch normal ansehen, setzen andere diesen Wert bereits bei 50 ng/ml. Medizinisch gesehen sind die Eisenspeicher bei einem Wert von 10 ng/ml leer.
Gerade weil die Zeichen eines Eisenmangels so unspezifisch sind, können sie auch mit einem Mangel an Vitamin B verwechselt werden, vor allem mit einem Mangel an Vitamin B12. Wie das Eisen, spielt auch das Vitamin B12 eine wichtige Rolle bei der Blutbildung.
Wer unter Eisenmangel leidet, kann oft schon durch eine Ernährungsumstellung und mit Eisenprodukten aus der Drogerie die Speicher wieder füllen.
Vorsicht: Überdosierung
Eine übermässige Zufuhr von Eisenpräparaten erhöht das Risiko von oxidativem Stress und fördert die Produktion freier Radikale. Die Folge davon können Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie ein erhöhtes Krebsrisiko sein.
- Quellen
«Drogistenstern», «d-inside»