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Buchtipp: Architektur im Zeitalter der Automatik
Ein kürzlich erschienenes Buch beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand des automatisierten Bauens. Die Autoren setzen sich darin mit dem Status quo, frühen Denkansätzen und einer möglichen Entwicklung unter Einbindung von künstlicher Intelligenz auseinander.
«Automation instead directs us to a point on the horizon: the obsolescence of labour.» Dieser Satz umschreibt in einer sehr sinnfälligen Weise das Wesen und den Charakter des Buches «Robotic Building - Architecture in the Age of Automation». Betrachtet man das wissenschaftliche Buchkonzept und die Verlagsausrichtung der Münchener «Edition Detail» dann erwartet der Leser ein Werk, das eher nüchtern den Ist-Zustand des computergestützten, automatisierten Bauens beschreibt.
Das ist es auch – und doch viel mehr: Es reiht gegenwärtige Projekte und Initiativen in eine globale Zeitleiste ein, die nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg oder gar erst in den 1980er-Jahren beginnt. Der eingangs zitierte Satz weist auch auf den Umstand hin, dass dieses durchaus sehr philosophische Buch trotz seines deutschen Verlages auf Englisch erschienen ist und die darin publizierten Essays zwar in ihrer Anlage gut verständlich sind, aber keine leichte Kost darstellen.
Das Autorenkollektiv, das sich am Buchende selbst als solches definiert, bestehend aus Mollie Claypool, Manuel Jimenez Garcia, Giles Retsin und Vincente Soler, hat das 128-seitige, im amerikanischen Letter-Format erschienene Hardcocer-Werk in fünf Hauptkapitel aufgeteilt. Diesen vorangestellt ist eine zehnseitige Einleitung, am Ende rundet ein achtseitiges Kapitel mit Standpunkten das Werk ab.