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Die kolumbianische Regierung versteigert am 24. und 25. Oktober drei Ferrari-Luxus-Sportwagen in den Farben rot, weiss und grau. Die Versteigerung erfolgt online. Das teilte ein Behördenvertreter am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP mit.
Die Ferraris hatten Juan José Valencia gehört. Er war einer der einflussreichsten Mitglieder des Clan del Golfo, des mächtigsten Drogenkartells des Landes.
Valencia, der unter dem Namen «Falcon» bekannt ist, war 2021 festgenommen und später an die USA ausgeliefert worden. Seinen Besitz wie auch die beschlagnahmten Güter anderer Drogen-Krimineller verwaltet die staatliche Gesellschaft SAE.
Gebote nur in versiegelten Umschlägen
Ein Mindestgebot für die Ferraris wurde laut dem stellvertretenden SAE-Chef Jaime Andrés Osorno nicht festgelegt. Interessenten müssten ihr Gebot in einem versiegelten Umschlag einreichen. Wenn die Gebote nicht hoch genug seien, könne der Verkauf aber auch abgeblasen werden, sagte Osorno. Experten zufolge sind die drei Autos jeweils rund 400'000 Dollar wert.
Kolumbiens neuer linksgerichteter Staatschef Gustavo Pedro hat vorgeschlagen, mit den Erlösen der SAE zum Teil eine Agrarreform zu finanzieren, die besitzlosen Kleinbauern eigenes Land verschaffen soll. «Falcon» hatte insgesamt etwa 30 Luxus-Wagen verschiedener Marken besessen.
Ferrari nun hat punkto Marke mehr Ähnlichkeit mit Hermès als mit Mercedes. Zwar reichen die Gesamtkapitalrenditen der italienischen Sportwagenschmiede nicht ganz an diejenigen von Hermès heran; mit mehr als 13 Prozent sind sie jedoch überdurchschnittlich hoch.
Die Kapitalrenditen von Porsche liegen etwa in der Mitte zwischen denjenigen von Mercedes und denjenigen von Ferrari, sie erreichen also bei weitem nicht die Superrenditen der Italiener. Das ist nicht unbedingt verwunderlich.
Den günstigsten Porsche erhält man für 90’000 Franken, der günstigste Ferrari kostet dreimal so viel. Zwar baut auch Porsche Sportwagen für mehrere 100’000 Franken. In der Luxusmarkenwelt des Schönen und Teuren ist aber vor allem wichtig, wie hoch die Hürde für den Einstieg in eine bestimmte Marke ist. Und diese Hürde ist bei Ferrari sehr viel höher als bei Porsche. Das Prestige der italienischen Marke übersteigt deswegen jenes der deutschen.
Was das für den Aktienvergleich bedeutet, lesen Sie hier.
(sda)