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Eine Studie der Vereinten Nationen hat kürzlich herausgefunden, dass Island die niedrigste Drogenmissbrauchsrate bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen in ganz Europa aufweist. Das war nicht immer so. Was ist geschehen?
Der Inselstaat Island sorgt nicht oft für Schlagzeilen. Wir hören nicht viel über dieses Land in den Nachrichten. Vor allem weil die Medien nicht viel Futter über Notfälle oder unangenehme Ereignisse finden können, über die sie berichten würden. (Faszinierend, wie der Großteil dessen, worüber die Nachrichten berichten, nur unangenehme Ereignisse und Anlässe sind). Island ist so oft von unserem Radar verschwunden, weil in dieser Nation selten etwas wirklich Unangenehmes passiert ist. Und wenn etwas Schreckliches, wie z.B. die Finanzkrise im Jahre 2008, passierte, dann haben die Isländer die Krise mit Bravour gemeistert.
Also, wie machen sie das? Eine Studie der Vereinten Nationen hat kürzlich herausgefunden, dass Island die niedrigste Drogenmissbrauchsrate bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen in ganz Europa aufweist. Unglaublich. Wie Ren Brabenec berichtet, kann dies der Schlüssel dafür sein, warum Kriminalitätsraten und sozioökonomische Schwierigkeiten in der Nation so wenig verbreitet sind. Die Inselnation übernimmt Verantwortung für das Wohl ihrer Jugend und sorgt dafür, dass ihre Jugendlichen, Teenager und jungen Erwachsenen in jungen Jahren auf den richtigen Weg gebracht werden.
Island konnte seine Drogenmissbrauchsraten auf beispiellose Tiefststände senken, indem es ausserschulische Programme und Drogenaufklärung für Jugendliche jeden Alters, zu einer obligatorischen Voraussetzung für den Abschluss machte. Dieser Ansatz hält junge Menschen von der Strasse fern, von Schwierigkeiten und Situationen, die mit Gruppenzwang oder Drogenkonsum verbunden sein könnten. Darüber hinaus werden isländische Familien ermutigt, an interaktiven Familienaktivitäten mit zu machen, an denen die Kinder, unabhängig von ihrem Alter, teilnehmen. Island hat gezeigt, dass die Rettung und Verbesserung einer Gesellschaft wesentlich von der richtigen Erziehung und der Drogenaufklärung der Jugendlichen dieser Gesellschaft abhängt. Während wir vielleicht nicht in der Lage sind, die isländischen Strategien genau nachzuahmen, können wir ihre Prinzipien bei unseren Bemühungen, unseren eigenen Drogenmissbrauch bei jungen Erwachsenen zu lösen, uneingeschränkt anwenden.
Veränderung ist notwendig. Wie Ren Brabenec weiter berichtet, hat sich in den letzten zwanzig Jahren die Szene der Drogen- und Alkoholabhängigkeit in den Vereinigten Staaten und Europa, inklusive Schweiz, immer weiter verschlechtert. Dies ist ein Problem, das nur noch schädlicher zu werden scheint. Wenn wir unsere Herangehensweise an das Problem nicht ändern, wird es wahrscheinlich viel gefährlicher werden. Es ist an der Zeit, dass wir nach aussen schauen, um unseren Ansatz zur Drogenabhängigkeit zu revolutionieren. Bessere Betreuung und Aufmerksamkeit für unsere Jugend, bessere ausserschulische Programme, mehr familienorientierte Ausrichtung auf die Erziehung unserer Kinder und ein behandlungsorientierter Ansatz für Süchtige und für diejenigen, die dabei sind, süchtig zu werden. Das sind alles Strategien, die in anderen Ländern funktioniert haben und die wir hier absolut umsetzen könnten.
Drogenabhängigkeit und Alkoholismus sind zweifellos eines der schrecklichsten und unangenehmsten Leiden, die eine Gesellschaft plagen. Die Schweiz ist damit heute mehr denn je betroffen. Wir können diesen Zustand lösen und überwinden. Absolut. Aber es bedarf drastischer Anstrengungen und eines hohen Engagements aller Bürger, auch bei den Abstimmungen, um dies zu tun. Es ist eine lohnende Mission.