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Oft an Amphibiengewässern in naturnaher, halboffener Landschaft, die keineswegs feucht sein muss. Nach Paarungszeit (April-Juni) legen Weibchen Ende Juni bis August etwa 10-30 (max. 50) weißliche Eier (25-35mm) in gärungswarme Kompost-, Mist- oder Schnittguthaufen. Junge (14-18cm) schlüpfen ca. Ende August/September. Nach 4-5 Jahren geschlechtsreif. Kennen mehrere Gewässer, auch Gartenteiche, in denen sie schwimmend und tauchend Amphibien und Fische jagen. Wälder werden gelegentlich nach Amphibien abgesucht. Im Jahr bewegt sich ein Tier auf einer Fläche von bis zu 15 ha, im Extremfall sogar bis zu 60 ha. Ziemlich scheue Tiere, sodass es Geduld braucht, sie zu beobachten. Sonnige Teiche sind gute Beobachtungsorte.
Ringelnattern können mit Würfel-, Viper- oder Äskulapnattern verwechselt werden. Die Ringelnatter besitzt jedoch als einzige ein Fleckenpaar (schwarz-weiß oder schwarz-gelb) am Hinterkopf, das allerdings auch mal fehlen kann. Die einzige Ausnahme sind junge Äskulapnattern, die manchmal eine ähnliche Fleckenzeichnung haben, diese haben aber einen typischen schwarzen Strich vom Auge zum Mundwinkel.
Bis 130 cm, selten bis 180 cm. Männchen durchschnittlich kleiner als Weibchen. Höchstalter 15-20 Jahre.
Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch
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Die Ringelnatter ist am ehesten in der Nähe von Fließgewässern, Seen oder Teichen zu entdecken. Da sie hauptsächlich Amphibien, Fische und selten einmal eine Eidechse erbeutet, findet sie an Gewässern mit naturnaher Ufergestaltung einen idealen Lebensraum. Die Ringelnatter ist eine sehr gute Schwimmerin und kann deshalb auch regelmässig im Wasser beobachtet werden. Bei der kleinsten Störung flieht die Ringelnatter, oft flieht sie dabei ins Wasser und taucht ab. Häufig kann man der Ringelnatter auch in naturnah gestalteten Gärten begegnen, da sie in den Gartenteichen Nahrung findet und in Komposthaufen Eier ablegen und sich verstecken kann. Wie viele Schlangen, kann man die Ringelnatter am besten in den späten Morgenstunden beim Sonnenbad beobachten, im Sommer meiden sie jedoch zur heißesten Zeit des Tages die volle Sonneneinstrahlung.
Die Anlage von naturnahen Gartenteichen kann für Ringelnattern einen neuen Lebensraum schaffen. Wichtig ist darauf zu achten, ebenfalls die nötigen Versteckmöglichkeiten in der Umgebung des Kleingewässers zur Verfügung zu stellen; dazu eignen sich Stein-, Holz- und Asthaufen, aber auch Komposthaufen werden gerne zur Eiablage benutzt. Auf den Pestizideinsatz muss unbedingt verzichtet werden und Überdüngung durch Pflanzeneinfall ist zu vermeiden.
Haben Sie selbst keinen eigenen Garten zur Verfügung, wohnen aber in einer Wohnsiedlung mit größerem Wohnraum? Setzen Sie sich bei ihrer Genossenschaft oder beim Vermieter dafür ein, dass das Gelände naturnah unterhalten wird und wenn möglich fischfreie Tümpel oder Versteckmöglichkeiten für Reptilien angelegt werden.
Oder setzen Sie sich für die Renaturierung eines Fließgewässers in Ihrer Region ein, und helfen bei Pflegeeinsätzen bestehender Naturschutz-Flächen mit. Die Verbuschung von Lebensräumen ist für Reptilien besonders problematisch, da die Reptilien dadurch geeignete Plätze zum Sonnenbaden verlieren und einen neuen Standort suchen müssen. Wichtig ist, dass solche Pflegeeinsätze möglichst im Winter durchgeführt werden, um die Störung der Ringelnattern und anderer Tiere zu minimieren.
Lebensraumzerstörung: Ringelnattern sind an Feuchtgebiete oder Gewässer gebunden. Diese Lebensräume sind jedoch besonders stark von Biotopzerstörung und Verinselung betroffen, etwa durch Trockenlegung von Gewässern und Zerschneidung durch Straßen.
Zerstörung der Nahrungsgrundlage: Pestizideinsätze und Überdüngung von Gewässern führen zu einem Rückgang der Amphibien, welche den größten Nahrungsbestandteil der Ringelnatter ausmachen.
Feinde: In der Nähe von menschlichen Siedlungen steuern Hauskatzen und die Störung durch Menschen einen großen Teil zum Bestandsrückgang der Ringelnatter bei.