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15.8
Thymus, juvenil
Präparat:
Präparatedetails:
Organ: Thymus
Herkunft: Mensch (Kind)
Färbung: Hämalaun - Eosin (HE)
Methode und Präparat:
Normaler histologischer Schnitt, mit einer Übersichtsfärbung (HE).
Ziel der Untersuchung:
Kenntnis des kindlichen Thymus mit seiner noch vollständigen Struktur, d.h. Rinde und Mark in kindlicher Ausprägung. Basis für die Differential-Diagnose zu anderen lymphatischen Organen.
Besonderheiten des Präparats:
Schon in der Übersicht fällt auf, dass der kindliche Thymus eine lobuläre Struktur aufweist und in Rinde und Mark gegliedert ist. Das dichtere Aussehen der Rinde basiert vor allem auf dem geringen Zytoplasma der Thymozyten, die einen Grossteil der Rinde ausmachen. Die Thymozyten sind aus dem Knochenmark eingewandert und werden während ihrer Entwicklung zu T-Lymphozyten in Richtung Mark wandern, von wo aus sie die übrigen lymphatischen Organe besiedeln. Es sind vor allem die Zellkerne gefärbt, die dadurch relativ nahe beieinander liegen. Im Mark sind es die epithelialen Retikulumzellen (die ja aus dem Entoderm der 3. und 4. Schlundtasche hervorgegangen sind), mit ihrem grösseren Zytoplasmasaum, die das Mark relativ hell erscheinen lassen. Daneben befinden sich im Mark aber auch dendritische Zellen sowie Makrophagen, die auf dem Schnitt allerdings nicht eindeutig identifiziert werden können. Ein weiteres typisches Merkmal des Marks sind die zwiebelschalenartig aufgebauten Hassal-Körperchen, die Keratohylingranula und Zytokeratinfilamente enthalten und offensichtlich aus den epithelialen retikulären Zellen gebildet werden.
Aufgaben:
Nehmen Sie in der Übersichtsvergrösserung die Läppchenstruktur (Lobuli) des Thymus zur Kenntnis und unterscheiden Sie zwischen Rinde und Mark.
Grenzen Sie bei hoher Vergrösserung die Thymozyten und die T-Zellen gegen die Retikulumzellen des epithelialen Grundgerüstes ab (letztere weisen einen grösseren Zellkern und einen grösseren Zytoplasmasaum auf).
Vergleichen Sie mengenmässig das Verhältnis zwischen Rinde und Mark (als Grundlage für die Beurteilung des adulten Thymus).
Versuchen Sie im Mark verschiedene Zelltypen zu unterscheiden ohne diese zuzuordnen (hier scheint die Zellpopulation heterogener zu sein).
Suchen Sie im Mark Hassal-Körperchen (es sind einige sehr, sehr grosse vorhanden). Vergleichen Sie die Struktur der grösseren Hassal-Körperchen mit der Struktur von ebenfalls vorhandenen Gefässen.
Suchen Sie eventuell vorhandene Fettzellen (relativ wenige, im Gegensatz zum adulten Thymus).
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Universität Basel
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