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Ein Dorf, ein Lehrer mit 300 Schülern; Unterricht in zwei Schichten
Mein Besuch in Kambodscha im Februar 2011 galt auch dem armen, abgelegene Dorf Bet Thuon in der Provinz Kampong Cham.
Eine Fahrt von vier Stunden Dauer ab Phnom Penh in nördliche Richtung, wovon eine Stunde holprige Naturstrasse, führt in diese abgelegene Gemeinde. Das Dorf hatte kein Schulhaus. Zirka 300 Schüler (erste bis sechste Klasse) wurden von einem einzigen Lehrer in zwei bis drei Schichten in einem engen Unterstand unterrichtet, dies bei einem Monatslohn von umgerechnet 30 Dollar.
In der Regenzeit sind diese Verhältnisse sehr schwierig und die engen Platzverhältnisse führten immer wieder zu vorzeitigen Schulabgängen durch Kinder armer Familien. Kinder mit fehlender Grundschulbildung aber bleiben in ihrem späteren Leben meist chancenlos. Der Bezirk hat diesem Dorf vier zusätzliche, junge Lehrkräfte in Aussicht gestellt, falls genügend Schulraum vorhanden ist. Für das Dorf war dies finanziell unmöglich.
Ein Famiieneinkommen (als Kleinbauern und Arbeiter in den Kautschuk Plantagen) beträgt durchschnittlich 50 Dollar pro Monat.
Nur durch Spenden von aussen konnte diesem Dorf zu einem Schulhaus verholfen werden. Für dieses Projekt inklusive das Schulmobiliar waren rund sFr. 40‘000 notwendig. Die Schulmöbel, (Bänke und Tische) wurden aus einheimischem Holz hergestellt wie bereits beim letzten Projekt in Kandal.
So konnte dieses abgelegene Dorf am 01. März 2012 sein Schulhaus eröffnen. Den Hauptteil der Baukosten hat eine Luzerner Stifung gespendet. Mit grosser Freude verdankte die Dorfbevölkerung am Eröffnungstag das Geschenk aus der Schweiz.
Unten sehen Sie die Bilder vom Bauverlauf und vom Eröffnungstag.