Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/2239

geb. --.--.----
Fluconazol und Amitriptylin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Fluconazol ist ein potenter Inhibitor von CYP2C9 und CYP2C19 sowie ein mässiger Inhibitor von CYP3A4. Amitriptylin und Nortriptylin werden unter anderem durch CYP2C19 metabolisiert, so dass es in Kombination zu erhöhten Wirkstoffkonzentrationen kommen kann.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einem Fallbericht zeigte ein 12-jähriger Patient bei gleichzeitiger Gabe von Amitriptylin und Fluconazol wiederholt Synkopen; dies wurde auf erhöhte Amitriptylin-Konzentrationen zurückgeführt [Robinson RF, 2000].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, sollten durchgeführt werden. Zudem sind Kontrollen der Trizyklika-Konzentrationen empfohlen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018