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Kurzberichte aus aller Welt
In den Zeitschriften «Journal of the American Dietetic Association», «Journal of the American Medical Association», und anderen, welche vor allem von Personen in Gesundheitsberufen weltweit, regelmässig gelesen werden, hat die amerikanische Fleischindustrie eine Werbekampagne gestartet. Sie will damit erreichen, dass die Ärzte ihren Patienten wieder vermehrt den Konsum von Fleisch empfehlen!
Das US-Landwirtschaftsdepartement wird auch dieses Jahr wieder ihre Milchbauern mit 125 Millionen US$ unterstützen. Immerhin ein kleiner Rückgang (letztes Jahr waren es noch 200 Millionen US$). Das Subventionssystem hat sich bereits so eingespielt, dass alle Bauern, die letztes Jahr die Subventionen bekommen haben, diese automatisch auch dieses Jahr bekommen werden. Nicht einmal ein Antragsformular muss ausgefüllt werden. Nur durch solche weltweit (und auch in der Schweiz!) praktizierten Wettbewerbsverzerrungen kann die ressourcenverschwendende Milch- und Fleischindustrie überhaupt am Leben erhalten werden. Erwähnenswert ist auch, dass die Staaten mit den höchsten Subventionen an die Tierhalter am lautesten einen liberalisierten Welthandel fordern.
Die Amerikanische Milchindustrie hat eine Petition bei der USDA (=US-Amerikanisches Landwirtschaftsdepartement) eingereicht, in der sie fordert, dass nur noch tierische Milch als Milch bezeichnet werden darf (was in der Schweiz schon immer gesetzlich vorgeschrieben war und heute noch ist). Weshalb die Milchlobby gerade jetzt dies fordert? Ihr Gewinn sinkt seit einiger Zeit ständig, der Konsum von Soja-Milch nahm dafür enorm zu. Dies ist auch auf die diversen Studien zurückzuführen, welche den gesundheitlichen Vorteil der Sojamilch feststellen. Dadurch dass diese Gesundheitsanpreisung in den USA sogar offiziell auf den Soja-Milch-Packungen erlaubt wurde, hat die Milchlobby einen noch schwereren Stand bekommen.
Wer ist eigentlich zuständig, dass nur geprüfte, «gesunde» Gentechprodukte auf den Markt kommen?
Aussage von Phil Angell, Direktor der Medienabteilung der Frima
Monsanto, welche das Gentech-Soja entwickelte und vermarktet:
«Monsanto muss nicht die Sicherheit ihrer Biotech-Nahrungsmittel aufzeigen... Unser Interesse liegt darin, soviel wie möglich davon zu verkaufen. Die Kontrolle, dass es für die Käufer sicher ist, ist Aufgabe der FDA.»
Statement of Policy der Food and Drug Administration (FDA): «Schliesslich, ist es die Aufgabe der Nahrungsmittelproduzenten, für die Sicherheit ihrer Produkte zu sorgen.»
(Alle obigen Kurzberichte stammen aus: Good Medicine vom PCRM)
In vielen Schweizer Zeitungen konnte man Texte von Dr. Luzi Fehr
lesen. Dabei wurde absichtlich immer das Gegenteil von dem gesagt,
was man als Botschaft mitteilen wollte.
Doch auch korrekte Aussagen werden Verbreitet (dabei wird Dr. Luzi-Fehr gefesselt abgebildet). Zum Beispiel: Gesundheits-Tipp Nr. 5: «Geniessen Sie, was Ihnen schmeckt. Und stellen Sie Lebensmittel pflanzlicher Herkunft dabei in den Mittelpunkt.»
Wer steckt hinter dieser Werbekampagne? Die Schweizerische Stiftung für Gesundheitsförderung. Diese Stiftung wird aufgrund des Krankenversicherungsgesetzes von 1996 durch Zwangsabgaben von Fr. 2.40 pro Jahr von der ganzen Bevölkerung finanziert.
Weitere Informationen dazu unter: www.FeelYourPower.ch
Kaschmir will die Produktion der Shahtoosh-Schals verbieten. Sie
werden aus Haaren der Tibet-Antilope hergestellt und kosten bis zu
25.000 DM. Fünf Tiere müssen für einen Schal sterben.
(Bild Zeitung im Juni 2000)
Der italienische Landwirtschaftsminister Pecoraro Scanio rettete
im Eilverfahren 116 Pferde, die in der italienischen Armee gedient
hatten, vor dem Metzgermesser, indem er die geplante Versteigerung
per Anordnung annullieren liess. Dem Verteidigungsministerium liess
er mitteilen, die Tiere hätten nach dem Dienst am Vaterland
einen «würdigen Lebensabend verdient.»
(Spiegel 21/2000)
Jan Fabre, belgischer ”Künstler”, beklebte
Säulen des Universitätsportals in Gent mit 635 Kilogramm
Schinken. Genter Bürger protestierten gegen das Fabre Werk mit
Mahnwachen. Eine Spezialfirma für Industriereinigung musste nach
sechs Wochen die schimmelnde, übelriechende Schinkenschicht
entfernen.
(Spiegel 21/2000)
Wegen Bauarbeiten auf der isländischen Westmännerinsel soll der Hauptdarsteller im Film «Free Willy» aus seinem Gehege schon bald entlassen werden. Man hofft, dass er nach mühsamem, lang andauerndem Training nun selbständig seine Nahrung jagen kann und sich bald anderen Orcas anschliessen wird.
Selbst das Management der im April eröffneten amerikanischen
Fast-Food Kette Health Express USA – auch
Gemüse-Königreich genannt – die sich auf den Verkauf
von hochwertigen, naturbelassenen Produkten konzentriert, ist
überrascht vom eindrucksvollen Durchstarten des Unternehmens.
Die Angestellten kommen mit dem Braten von Vegi-Burgern und dem
Ausschenken von biologischem Karottensaft kaum nach. Ein Beweis, dass
Verbraucher hochwertiges, vegetarisches Essen schätzen.
Siehe auch: www.hexs.com
(Yahoo news 3. Juni 2000)
Die englische Gesellschaft zum Schutz von Katzen LPC hat eine
Kampagne gestartet mit dem Ziel, unentgeltlich Futter für in
Familien mit niedrigem Einkommen lebende Katzen zur Verfügung zu
stellen. Ausserdem wird eine kostenlose Sterilisierung der Tiere
angeboten.
(Nachrichtenagentur Belga)
Zwei einflussreiche englische Tierschutzorganisationen
(«WSPA», anerkannt von der UNO und vertreten in mehr als
70 Ländern, wie auch ”Advocates for Animals”) haben
zum Boykott französischer Gänseleberprodukte aufgerufen.
Bei dieser Gelegenheit wurde ein Bericht vorgelegt, der die nicht
akzeptable Behandlung von Enten und Gänsen detailliert
beschreibt und zu dem Ergebnis kommt, dass Gänseleber eins der
auf grausamste Weise hergestellte Nahrungsmittel der Welt ist. Es
wird angegeben, dass Frankreich im letzten Jahr mehr als 15.000
Tonnen produziert hat, wofür 25 Millionen Tiere ihr Leben lassen
mussten.
(Belga)
In einer Melkerschule in Buga/Kolumbien hat eine Holsteiner
Milchkuh einen Milchräuber kaltgestellt. Er hatte sich beim
Melken so ungeschickt aufgeführt, dass das Rind ihn mit einem
Hinterbein k.o. schlug. Ausserdem muhte sie so laut, dass man den
Übeltäter und auch seine vier Komplizen überrumpeln
und festsetzen konnten.
(Bild Zeitung im Juni 2000)