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Zu hohe Radonwerte
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat die Radonkonzentration in Wohn- und Schul-räumen gemessen. Mehr als ein Drittel der 71 durchgeführten Messungen lagen über dem Referenzwert. Entsprechende Sanierungsempfehlungen wurden ausgesprochen.
Seit den 1980er Jahren ist bekannt, dass Radon in der Schweiz ein Problem in Innenräumen darstellen kann. Seit 2018 gilt in Wohnräumen ein tieferer Referenzwert. Als „bewohnt“ gelten dabei Räume, in denen sich Personen regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag oder mindestens 15 Stunden pro Woche aufhalten.
Im Winterhalbjahr 2020/2021 wurden insgesamt 71 Radonmessungen durchgeführt. Von den 41 Messungen, die in privaten Wohnräumen stattgefunden haben, lagen 14 Räume über dem Radon-Referenzwert. In einem Gewölbekeller mit Naturboden wurde der Referenzwert sogar um das fünfzehnfache überschritten. Bei fünf dieser 14 Räume wurde eine Sanierungsfrist von 3 bis 10 Jahren gesetzt, je nach Höhe der Überschreitung. Bei den restlichen neun Räumen handelte es sich um Kellerräume, die als nicht bewohnt gelten.
Weiter wurden 30 Schulräume in vier verschiedenen Schulen untersucht. Bei einer Schule handelte es sich um abschliessende Messungen in zwei Schulräumen nach der Sanierung, die erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Eine zweite Schule wurde aufgrund von anstehenden Umbaumassnahmen vorgängig überprüft, um allfällige Radonprobleme bereits während des Umbaus zu beheben. In allen Räumen lag die Radonkonzentration unterhalb des Referenzwerts. In einer dritten Schule wurde ein früherer Lagerraum zu einem Schulraum umgebaut. In diesem Raum wurde der Referenzwert überschritten. Obwohl für Schulen eine Sanierungsfrist von 3 Jahren ab Feststellung der Überschreitung gilt, wurden von dieser Schule sofort Massnahmen zur Radonreduzierung eingeleitet. In einer vierten Schule wurden in Schul- und Arbeitszimmern Radonkonzentrationen ebenfalls über dem Referenzwert gemessen. Auch hier wurden Sanierungsmassnahmen umgehend eingeleitet.
Die Basler Schulen und Kindergärten werden weiterhin auf ihre Radonkonzentration hin untersucht. Im Winterhalbjahr 2021/2022 sollen zudem die Messungen der Radonkonzentration in privaten Kindertagesstätten weitergeführt werden. Für Privatpersonen wird die Radonmessung mittels Dosimetern auch weiterhin kostengünstig angeboten.