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Der Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols vor einem Jahr will den Minderheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, befragen. Der Abgeordnete habe während des Angriffs direkt mit dem damaligen Präsidenten Donald Trump gesprochen, erklärte das Gremium am Mittwoch. Zudem habe er in den Tagen zuvor engen Kontakt mit dessen Stabschef Mark Meadows gehabt. McCarthy könne auch Einblicke in Trumps Stimmung und Pläne nach dem Angriff gewähren.
Der Ausschuss des Repräsentantenhauses lud McCarthy nicht vor, sondern bittet ihn, freiwillig zu kooperieren. Der Republikaner gilt als treuer Gefolgsmann Trumps - allerdings war er unmittelbar nach dem Angriff auch einer der wenigen im eigenen Lager, die ihn offen kritisierten. McCarthy hatte Trump nach eigenen Angaben auch während der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols angerufen und ihn aufgefordert, seine Anhänger zur Umkehr zu bewegen.
Trump-Anhänger hatten den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt, um die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zu verhindern. Bei dem Angriff am 6. Januar vergangenen Jahres kamen fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Die Attacke auf das Herz der US-Demokratie erschütterte das Land. Trump gibt seine Wahlniederlage bis heute nicht zu. (saw/sda/dpa)