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23 EMV-Projekte in Planung, Realisierung oder erfolgreich in Betrieb
Mikroverunreinigungen stammen aus unzähligen Produkten des täglichen Gebrauchs wie Medikamenten, Reinigungsmitteln, Körperpflegeprodukten, Röntgenkontrastmitteln, Pflanzenschutzmitteln, hormonaktiven Substanzen, Anstrichen, UV-Filtern, Duftstoffen und vielen weiteren Stoffen.
Mikroverunreinigungen sind somit ein Sammelbegriff für organische Spurenstoffe, die in sehr geringen Konzentrationen (Millionstel- bis Milliardstel-Gramm pro Liter, also im Mikro- und Nanobereich) in die Gewässer gelangen.
Bereits in diesen tiefen Konzentrationen, und insbesondere als Gemisch einzelner Substanzen (sog. "Cocktail-Effekt"), können sie nachteilige Auswirkungen auf die Wasserlebewesen wie Fische, Amphibien, Fischotter usw. haben.
Selbstverständlich können so auch unsere Trinkwasserressourcen beeinträchtigt werden. Allerdings sind die nachweislichen Konzentrationen von Mikroverunreinigungen nach heutigen Erkenntnissen unbedenklich. Trotzdem gilt es, die Belastung der Trinkwasserressourcen aus vorsorglichen Gründen möglichst tief zu halten.
Massnahmen zur Elimination von Mikroverunreinigungen
In erster Linie eliminieren Abwasserreinigungsanlagen diverse Nährstoffe wie Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor ("Makroverunreinigungen") aus dem Abwasser. Zahlreiche Stoffe werden allerdings nicht oder nur unvollständig abgebaut resp. zurückgehalten. Aus diesem Grund gelangt kontinuierlich eine Vielzahl von Inhaltsstoffen von Produkten in die Gewässer.
Massnahmen gegen die Verbreitung von Mikroverunreinigungen richten sich auf gesammelte Abwässer und nicht auf diffuse Quellen wie Abschwemmungen mit dem Regen oder aus der Landwirtschaft. Die biologische Abwasserreinigung zur Elimination von Mikroverunreinigung wird um eine weitere Behandlungsstufe ergänzt ("End-of-Pipe-Lösung").
Dem Stand der Technik entsprechende Anlagen verfügen über folgende Verfahrensstufen:
- Mechanische Reinigungsstufe zur Abscheidung fester und öliger Stoffe im Abwasser
- Phosphat-Elimination
- Biologische Reinigung zum Abbau von gelösten Stoffen (organische Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen)
Eine neue Eliminationsstufe kann technisch als chemische Stufe oder als Adsorbtionsstufe ausgestaltet werden. Beide technischen Verfahren haben im Pilotmassstab als auch grosstechnisch gleichwertig gute Resultate gezeigt. Während die chemische Behandlung des gereinigten Abwassers mittels Ozon erfolgt, wird die Adsorbtion der Mikroverunreinigungen mittels Aktivkohle (mit Pulver als PAK oder granuliert als GAK) vollzogen.
Die Qualität des gereinigten Abwassers verbessert sich durch die weitergehende Behandlung deutlich. Die geschätzten Kosten für die Schaffung der notwendigen Infrastrukturbauten belaufen sich gesamtschweizerisch auf ca. CHF 1,2 Milliarden.
Rechtliche Grundlagen und FinanzierungWeitere Informationen anzeigen...
Gemäss eidgenössischer Gewässerschutzverordnung müssen folgende Kläranlagen die organischen Spurenstoffe mit einem Wirkungsgrad von ≥ 80 % eliminieren:
- ARA mit mehr als 80‘000 angeschlossenen Einwohnern
- ARA mit mehr als 24‘000 angeschlossenen Einwohnern im Einzugsgebiet von Seen
- ARA mit mehr als 8‘000 Einwohnern, deren gereinigtes Abwasser mehr als 10 % der Wassermenge des Fliessgewässers ausmacht, in welches es eingeleitet wird
- ARA mit mehr als 8‘000 angeschlossenen Einwohnern, bei denen besondere hydraulische Verhältnisse vorliegen
Finanzierung
75 % der jeweiligen Investitionskosten in einer Abwasserreinigungsanlage für die Elimination der Mikroverunreinigungen sollen dem Anlagenbetreiber durch den Bund abgegolten werden. Um dies im Rahmen der Übergangsfrist zu finanzieren, erhebt der Bund bei den Betreibern von Abwasserreinigungsanlagen eine jährliche Abwasserabgabe von CHF 9 pro Einwohnerin und Einwohner. Jene Anlagen sollen davon befreit werden, die mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet wurden. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, die erforderlichen Arbeiten speditiv an die Hand zu nehmen. Die zeitliche Staffelung wird durch Bund und Kantone bestimmt.
Mit der Zielsetzung, sich gegenseitig im Bereich der Behandlung von Mikroverunreinigungen zu unterstützen und zu fördern, haben sich folgende vier Unternehmungen in der Ingenieurgemeinschaft IG Mikropower zu einer Fachkompetenz zusammengeschlossen:
Ingenieurbüro Triform SA ist seit 1991 eine unabhängige Mitarbeiter-Aktiengesellschaft beratender Ingenieure. Das interdisziplinäre Team realisiert sowohl reine Studienaufträge und Expertisen wie auch Projekte und Ausführungen und ist als leitendes Ingenieurbüro tätig. Projekte liegen insbesondere im Bereich Gewässerschutz, Abwasserreinigung, Wasserbau, Entwässerungsplanung (GEP), Hydrologie und Hydraulik, Trinkwasser (PTWI) und Umweltverträglichkeitsprüfungen.
Ryser Ingenieure AG ist eine unabhängige und reine Mitarbeiter-Aktiengesellschaft beratender Ingenieure seit 1912. Ihre Tätigkeit im Siedlungswasserbau umfasst die Projektierung und Realisierung von bisher weit über 1’000 Wasserversorgungen, Kanalisationen und Abwasserreinigungsanlagen. Mit unserer Hydraulikkompentenz dimensionieren wir Leitungen und Netze in jeder Grösse.
Ingenieurbüro Gujer AG wurde 1944 durch Hans Gujer als einfache Gesellschaft gegründet, seit 1998 als Aktiengesellschaft geführt, deren Geschäftsleitung operativ tätig mitwirkt. 2006 wird nach ISO 9001 und nach ISO 14001 zertifiziert. Im Bereich Abwasser werden Projekte aus der Siedlungsentwässerung, dem Werterhalt Kanalisation und im Kläranlagenbau bearbeitet.
Kuster+Hager
Kuster+Hager Ingenieurbüro AG St. Gallen ist eine selbständige Unternehmung der im Jahre 1954 gegründeten Kuster+Hager-Gruppe. Als unabhängiges Planungsbüro werden Projekte für die Öffentlichkeit bezüglich Ver- und Entsorgungsanlagen, Abwasserreinigung, GEP und GIS, Expertisen und Umweltverträglichkeitsprüfungen bearbeitet.
Kernkompetenzen der IG Mikropower
Konzeptstudien und Layoutplanungen
Die IG Mikropower verfügt über vertiefte Kenntnisse in Planung, Realisierung und Betrieb der auf dem Markt gängigen Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen. Durch angewandte Technologien und Verfahren können wir Bedürfnisse und Anforderungen gesamtheitlich betrachten und wirtschaftliche sowie nachhaltige Lösungen erarbeiten.
Kosten- und Energieabdeckungen
Die IG Mikropower kann anhand Erfahrungen auf realisierten Anlagen die relevanten Schlüsselstellen zielgenau angeben. Die Kosten zu jedem Zeitpunkt im Fokus, versuchen wir, effiziente und unterhaltsarme Anlagen zu realisieren, damit Ihre Betriebskosten so gering wie möglich ausfallen.
Machbarkeitsstudien
Unsere verlässlichen Empfehlungen gepaart mit fundierten «Lifecycle-Kosten» ermöglichen es, rechtzeitig die Weichen für einen optimalen Gewässerschutz zur Spurenstoffelimination zu stellen. Sie profitieren als Kunde von unseren praxisnahen Rückmeldungen und Minimierung möglicher Anwendungsfehler.
Finanzplanungen
Etappenweise Realisierungen erlauben uns, auf Ihre Investitionsplanung Rücksicht zu nehmen und den Abrechnungszeitpunkt auf den Abgabetermin zur Befreiung der jährlichen EMV-Abwasserabgabe zu garantieren.
Vorprojekte
Unsere Vorprojekte zeichnen sich durch eine Layoutplanung aus, die Ihre bestehende Infrastruktur optimal mit den notwendigen Anlagenerweiterungen zur Spurenstoffelimination kombiniert -maximaler Nutzen mit minimalem Flächenverbrauch.
Bauprojekte und Realisierungen
Schweizweit hat die IG Mikropower die grösste Anzahl von Projekten und realisierten Anlagen vorzuweisen. Diese zeugen von unserer Kompetenz, die Spurenstoffe gesetzeskonform und effektiv aus dem Abwasser zu eliminieren. Sie als Betreiber profitieren von einem einfachen und sicheren Betrieb.
BIM (Building Information Modelling)
Sämtliche Projekte werden als 3D-Modelle gemäss "BIM-Philosophie" ab der Machbarkeitsstudie bis zur Realisierung konzipiert und gezeichnet. Die IG Mikropower verfügt über zahlreiche ZeichnerInnen und IngenieurInnen, die als BIM-Zeichner bzw. BIM-Koordinatoren zertifiziert sind. Eine BIM-Mikropower-Fachgruppe trifft sich regelmässig, um die letzten technischen Entwicklungen zu implementieren Dies erlaubt es, die Kunden- und Betriebsbedürfnisse bereits in der Anfangsphase des Projektes mit einzubeziehen, und erleichtert die Koordination zwichen den IngenieurInnen in der Bauplanung und dem Betrieb.
Ihr Nutzen bei einer Zusammenarbeit mit IG Mikropower
Gebündeltes Fachwissen durch regelmässigen Erfahrungsaustausch
und gemeinsame Projekte.
Hochqualifizierte Fachleute aus vier renommierten Ingenieurbüros. Unsere Fachleute sind bei den verschiedenen VSA-Arbeitsgruppen oder centres de compétences (CC) gut vertreten.
Detailkenntnisse aller Verfahren
zur Elimination von Mikroverunreinigungen.
Zusammenarbeit mit Professoren
und Hochschulen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich.
Referenzen der IG Mikropower
Gebietsaufteilung der Ansprechpartner
Die Ingenieurgemeinschaft hat sich geographisch für die direkte und kompetente Betreuung der Mikropower-Kunden in vier Regionen organisiert. Damit sind kurze Wege und Reaktionszeiten und die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Behörden garantiert.
Ihre direkten Ansprechpartner stehen als Verbindungsglied der IG Mikropower kompetent und fachlich versiert zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.