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Der Ansatz beruht auf dem Hamburger Mattenfilter. Im Filter sind zwei oben offene Würfel, durch die das Wasser aus dem Aquarium parallel einströmt. Das Wasser fliesst dann gleichmässig durch die 10 Wände. Das Volumen des Filters ist unmassgeblich. Es kommt nur auf die Kontaktfläche mit dem anströmenden Wasser an. Dazu zählt man die sich ergebenden 10 Aussenflächen in dm² zusammen. Der Würfel hat aus strömungstechnischen Gründen einen 20% höheren Wirkungsgrad als eine Matte. Da die Fläche mit dieser Konstruktionsart relativ hoch ist, führe ich aus der Pumpenkammer einen Teil des Wassers wieder in die Töpfe retour, so dass der Durchsatz gemäss Olaf Detters zwischen 0,3 und 1,0 dm / Minute liegt. Diesen Durchsatz kann ich mit Kugelhahnen steuern. Der Durchsatz durchs Aquarium sollte zwischen 1 und 1,5 Netto-Beckeninhalte / Stunde sein. Die Matten dürfen nicht dicker als 5cm sein, da danach der sauerstoffarme Bereich kommt, und sich dort keine Bakterien mehr ansiedeln. Der grosse Vorteil dieser Konstruktion ist, dass alle Seiten parallel durchströmt werden, im Gegensatz zu anderen Konstruktionen, bei denen das Wasser hintereinander durch einzelne Kammern strömt. Bei den in Serie geschalteten Filtern sammelt sich der Schlamm primär in der ersten Kammer, wo auch die Nitrifikation stattfindet. Die nachgeschalteten Matten werden deshalb nicht voll ausgelastet. Dies bedeutet eine kürzere Standzeit des Filters und die erste Kammer muss in kürzeren Abständen gereinigt werden.
Da mein Aquarium keine Bohrungen für einen Aussenfilter hatte, habe ich einen Überlauf von Tunze, welcher bis 900l / Stunde durchsetzen kann, im Einsatz. Dies ergibt bei meinem Aquarium (200*60*60) abzüglich Kies und Wurzeln ziemlich genau 1.5* Nettoinhalt. Nachträglich hat sich dieser als gute Lösung erwiesen. Die Vorteile sind: Das Wasser wird zur Hälfte vom Boden und zur andern Hälfte über einen Rechen von der Oberfläche abgesogen. Keine Bohrungen im Aquarium. Der Wasserspiegel ist nur ca. 1.5-2cm unter dem Aquariumrand. Wird der Filter abgestellt, fliessen lediglich 1.5cm des Aquarieninhaltes retour in den Filter --> relativ kleine Reserve im Filter. Wird der Filter wieder eingeschaltet läuft der Überlauf automatisch weiter.
Der Einlauf ins Aquarium ist auf der linken Seite. Über ein Rohr, in welches ich auf der ganzen Breite Löcher gebohrt habe, strömt das Wasser ins Aquarium. So habe ich eine, auf der ganze Breite verteilte Oberflächenströmung. Der Überlauf befindet sich auf der rechten Seite und der Bodenansaug in der Mitte des Aquariums.
Auf dem Bild sieht man rechts die beiden Mattentöpfe. Links daneben eine Kammer mit Siporax. Links vorne, eine kleine Kammer für ein MP600 als Bypass und dahinter liegt die Kammer mit Pumpe, Heizung und CO2-Zuführung. Das Wasser kommt von der rechten Seite parallel in die beiden Töpfe. Mit dem rechten Kugelhahn wird der innere Kreislauf, welcher einen gewissen Teil Wasser von der Pumpe in die Filtertöpfe retour führt gesteuert. Damit kann ich die Durchflussgeschwindigkeit durch die Matten erhöhen. Mit dem linken Hahn kann ich den ganzen Kreislauf drosseln. Damit ich eine Reserve habe, habe ich eine 3000l-Pumpe eingesetzt. So kann ich auch ab einer gewissen Verschlammung des Filter den Durchsatz anpassen.
Zusätzlich habe ich noch einen Abzweiger auf einen normalen Aquariumschlauch mit einen kleinen Kugelhahnen geführt . Mit diesem kann ich den Durchsatz für den Nitratfilter steuern. Dieser beträgt maximal 10l / Stunde.
Der Filter läuft jetzt bereits schon über 7 Jahre und ich habe noch nie was an den Einstellungen verändert.