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Altdorf–Flüelen
|Kürzel||AF|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1906-08-25|
|Betriebseinstellung||1951-03-26|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1906 eröffnete und von Anfang an elektrifizierte AF war im Besitz einer Aktiengesellschaft. Die Kapitalbeschaffung erfolgte mittels öffentlicher Zeichnung. Konzessionsinhaber waren die beiden Brüder und Ingenieure Dominik und Willi Epp. Zwar bekam Altdorf 1882 mit der Betriebsaufnahme der Gotthardlinie (GB) einen Schienenanschluss, doch befand sich der Bahnhof ausserhalb des Dorfkerns im Grünen. Die AF hatte eine doppelte Funktion: sie schloss die Schienenlücke zwischen den Dorfkernen von Altdorf und Flüelen und brachte Altdorf zugleich eine direkte Verbindung zur touristischen Dampfschifffahrt auf dem Vierwaldstättersee, deren Endstation Flüelen bildete. Die nur gut 3 Kilometer lange AF war durchgehend einspurig.
Der Betriebsstart der AF gelang erfolgversprechend. Von 1907 bis 1914 schüttete sie alljährlich eine Dividende aus, die bis zu 6 Prozent des Aktienkapitalwerts erreichte. Mit dem Ausbruch des Weltkriegs 1914 verdüsterte sich die Situation zwar rasch und erheblich, nahm aber trotzdem finanziell keine wirklich dramatischen Ausmasse an. Die schwebenden Schulden bewegten sich nach dem Kriegsende mit rund 34'000 Franken auf einem überschaubaren Niveau, zumal dem beträchtliche flüssige Mittel von knapp über 100'000 Franken gegenüberstanden. Geringfügige Passivsaldi musste die AF nur 1918 und 1919 vortragen.
Die Baukosten der AF waren mit knapp 99'000 Franken pro Bahnkilometer klar unterdurchschnittlich. Den grössten Ausgabenposten bildete das Rollmaterial, das 29 Prozent des Gesamtaufwands ausmachte, gefolgt vom Oberbau mit 21 Prozent und von den elektrischen Einrichtungen mit 19 Prozent. Investitionen wurden in die AF nach ihrer Eröffnung bis ins Jahr 1920 praktisch keine mehr getätigt.
1951 stellte die AF den Betrieb ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.