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Die Silhouette des Baus zitiert eine Krone des Volks der westafrikanischen Yoruba, seine kunstvoll durchbrochenen Bronze-Aluminiumbänder die feinteiligen Eisenarbeiten der Sklaven in New Orleans oder South Carolina. Mehr als die Hälfte des von der Smithsonian Stiftung betriebenen Baus in Sichtweite zum Weissen Haus und dem Washington Memorial liegt unter der Erde. Das Haus des britisch-ghanaischen Architekten David Adjaye ist Schlussstein der National Mall.
Über viele Jahre wurden mehrere Sammlungen kuratiert, Tausende Gegenstände aus ganz Amerika zusammengetragen, oft aus Privatbesitz. Die Geschichte der Sklaverei steht neben ihrer Überwindung im Bürgerkrieg, sozialen Bewegungen bis zu Martin Luther King. Der Bogen spannt sich aber auch über Sport, Musik, Literatur und Film bis zu einer grandiosen Schau bildender Kunst.
«Dieser Bau ermöglicht uns als Land, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, was es heisst, Amerikaner zu sein», sagte Direktor Lonnie G. Bunch bei der Vorbesichtigung. «Rassismus ist keine Frage der Vergangenheit. Offenheit, Stärke, Hoffnung: Dies ist ein Ort des Zusammenkommens.» Auf keinen Fall habe er ein Haus von Schwarzen für Schwarze gewollt, werde hier doch die Identität aller Amerikaner verhandelt.
(SDA)