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Es soll noch vor Ende Jahr erscheinen und befasst sich unter dem Eindruck des Erdölpreisschocks dieses Sommers mit den Herausforderungen, vor denen Europa steht, um einen weiter wachsenden Energiebedarf sicher, umweltgerecht, sozial verträglich, technisch machbar und wirtschaftlich tragbar zu decken. Als Grundlage für den Bericht hat die Kommission ein 70-seitiges "Technisches Hintergrund-Dokument" erstellen lassen. Zu den Kernkraftwerken sagt dieses Dokument, sie seien möglicherweise "die einzige nichtfossile Stromquelle, die technisch in der Lage wäre, einen wesentlichen Teil der Stromversorgungslücke aufzufüllen, die entstehen würde, wenn die fossile Kraftwerkskapazität als Antwort auf Kyoto drastisch zu verringern wäre". Der Bau von Kernkraftwerken brauche allerdings deutlich mehr Zeit als die Errichtung konventioneller Kraftwerke und die Entscheidungsfindung sei "kompliziert". Der Bericht kommt zum Schluss, angesichts des Kyoto-Zeitplans wäre die Lebensdauerverlängerung der bestehenden Kernkraftwerke rasch in Aussicht zu nehmen. Auch sei die langfristige nukleare Forschung und Entwicklung weiterhin zu fördern, um die Option Kernenergie für die künftigen Generationen offen zu halten.
Quelle
P.B. nach NucNet, 24. Oktober 2000