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Franz Schubert 1797–1828
Messe Es-Dur D 950 (1828) (55’)
Neben seinen zahlreichen Liedern, Klavier- und Kammermusikkompositionen geraten die geistlichen Werke Franz Schuberts heute schnell in Vergessenheit. Doch für sein kompositorisches Schaffen ist die Gattung von immenser Bedeutung. Seine grosse Messe in Es-Dur komponierte Schubert in seinem letzten Lebensjahr im Umkreis anderer grosser Spätwerke wie dem Liedzyklus Die Winterreise oder seiner grossen C-Dur-Symphonie. Die Uraufführung am 4. Oktober 1829 in der Wiener Pfarrkirche «Heilige Dreifaltigkeit» fand bereits ohne den Komponisten statt. Aufgrund ihres Umfangs und der technischen Herausforderungen, die diese Messe an Chor und Orchester stellt, ist davon auszugehen, dass sie weniger für den liturgischen Gebrauch im Gottesdienst und die Darbietung von Laien gedacht war, sondern vielmehr bereits den Weg hin zur Konzertmesse beschreibt. Rund 35 Jahre nach ihrer Uraufführung erkannte Johannes Brahms den Wert dieser herausragenden Komposition und gab eine erste gedruckte Edition heraus.
Orchester Berner Symphonieorchester