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Die Triumphe der Jahre 2019, 2021 und 2022 - 2020 fiel die WM infolge der Pandemie aus - errang das Team des CC Aarau in unveränderter Besetzung. Nach der Saison 2021/22 beendeten die Frontend-Spielerinnen Melanie Barbezat und Esther Neuenschwander ihre Karrieren. Silvana Tirinzoni und die auf der wichtigen vierten Position spielende Alina Pätz beschlossen weiterzufahren, dies mit dem fernen Ziel Olympische Spiele 2026 in Mailand.
In kürzester Zeit gelang es Tirinzoni und Pätz, das Team mit starken Spielerinnen aufzustocken: mit der Zugerin Briar Schwaller-Hürlimann, der Tochter des 1998er-Olympiasiegers Patrick Hürlimann, und der Bernerin Carole Howald, die für Tirinzoni, aber auch für andere Teams mehrere grosse Meisterschaften als Ersatzspielerin bestritten hatte.
Schon im ersten gemeinsamen Herbst spielte das neu zusammengestellte Quartett auf hohem Niveau. Die Aarauerinnen gewannen Turniere der World Curling Tour in Übersee. An der Europameisterschaft in Östersund wurden sie Zweite.
In Schweden werden sich Tirinzoni und Pätz mit ihren neuen Mitspielerinnen im Vergleich zur letztjährigen WM nicht mehr steigern können. Sie triumphierten im kanadischen Prince George mit dem Maximum von 14:0 Siegen. In der 1979 begonnenen Geschichte der Frauen-WM waren solche Sweeps nur den Kanadierinnen Rachel Homan (2017) und Jennifer Jones (2018) geglückt. Mit dem vierten Titel am Stück könnten sie ihren Rekord ausbauen. Bis heute wurde kein Team mehr als zweimal nacheinander Weltmeister. Zuletzt schafften dies die Schwedinnen um Skip Anette Norberg 2005 und 2006.
Die Teams aus Kanada und Schweden dürften am ehesten imstande sein, den nächsten Triumph des Aarauer Teams zu verhindern. Schwedens Skip Anna Hasselborg ist Olympiasiegerin (2018) und zweifache Europameisterin, aber ein WM-Titel fehlt in ihrem Palmarès. Kerri Einarson ist als kanadischen Meisterin quasi von Amtes wegen unter die Favoritinnen zu reihen. Die 35-jährige Curlerin aus Manitoba erfüllte an den WM-Turnieren 2021 und 2022 die hohen Erwartungen im eigenen Land allerdings nicht. Zuerst wurde sie nur Fünfte, und vor einem Jahr musste sie sich mit dem 3. Platz begnügen.
Schottland gehört normalerweise auch zu den Medaillenanwärtern. Aber die Schottinnen arbeiten noch daran, den Rücktritt ihres Olympiasieger-Skips Eve Muirhead zu kompensieren. Die Däninnen um Skip Madeleine Dupont gewannen im November mit einem Sieg im Final gegen die Aarauerinnen dem EM-Titel. Es war eine veritable Sensation. Ob sie auch auf WM-Niveau zuschlagen können, wird man sehen.
An der Weltmeisterschaft in der zwischen Gävle und Falun gelegenen Kleinstadt Sandviken geht es einzig um Titel und Medaillen. Für die Qualifikation für Olympia 2026 ist das Turnier nicht relevant. Die zehn Olympia-Quotenplätze werden erst an den Weltmeisterschaft 2024 und 2025 vergeben. Das gleiche Prozedere gilt für die Wettbewerbe der Männer, die ihre diesjährige WM mit Beteiligung des Genfer Teams um Skip Yannick Schwaller ab dem 1. April in Ottawa austragen.
(sda)