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Nur mit Lady Inchiquinvon Susanne Leuenberger Frank Peter Zimmermann ist einer der grössten Geiger der Gegenwart – vielleicht gerade deshalb, weil er das Spiel als eine Art Verschmelzen mit der Violine begreift.
Er glaube, dass es kein anderes Instrument gebe, das so mit dem Körper verwachse wie die Geige, meinte er einst gegenüber einem Journalisten, «ich spiele das Instrument an, und schon der erste Ton klingt für mich, als wäre ich zu Hause.» Das sagte er 2015 über sich und General Dupont, eine Stradivari, die er für etwa vier Jahre spielte. Seine grosse Liebe ist allerdings die Lady Inchiquin 1711, auch sie aus dem Hause des Cremoneser Geigenbauers. Mit Lady Inchiquin, die er mit Unterbrüchen seit bald 20 Jahren bespielt, besucht er nun das Zentrum Paul Klee für ein Meisterkonzert. Auf dem Programm von Zimmermann, oder besser, den zweien, steht unter anderem die Violinsonate Nr. 2 von Brahms, die sogenannte «Thuner Sonate», sowie die Violinsonate Nr. 2 von Bartók, seine expressive, an Schönbergs Chromatizität angelehnte Hommage an ungarische Volkstänze. Am Piano sitzt Martin Helmchen.