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Diese Quoten gehören zu den wichtigsten Indikatoren der Sozialhilfestatistik, mit denen die Situation der bekämpften Armut in der Schweiz in einen grösseren Zusammenhang gestellt werden kann.
Bemerkung: Der Indikator "Haushaltsquote (der Sozialhilfe)“ ist zurzeit noch nicht verfügbar.
Im Jahr 2017 betrug die Sozialhilfequote in der Schweiz 3%. Die in der Schweiz geborenen Personen verzeichneten eine Quote von 3%, bei den im Ausland Geborenen belief sie sich auf 5%. Der Unterschied ist besonders ausgeprägt zwischen den in der Schweiz geborenen Schweizern und Ausländern, bei denen eine Differenz von fast 7 Prozentpunkten festzustellen ist (2% gegenüber 9%). Bei den im Ausland geborenen Schweizern und Ausländern beträgt der Unterschied 1,7 Prozentpunkte.
Zwischen 2010 und 2017 ist die Sozialhilfequote der Gesamtbevölkerung leicht angestiegen (+ 0,3 Prozentpunkte). Der grösste Anstieg ist bei den in der Schweiz geborenen Ausländern festzustellen. Die Sozialhilfequote hat bei dieser Bevölkerungsgruppe zwischen 2012 und 2017 um 1,3 Prozentpunkte zugenommen.
Die Sozialhilfequote der ausländischen Bevölkerung ist in den Kantonen Thurgau und Graubünden (3%) am tiefsten und im Kanton Neuenburg am höchsten (fast 13%). Werden jedoch die Sozialhilfequoten der ausländischen und der schweizerischen Bevölkerung miteinander in Beziehung gesetzt, stellt man fest, dass Neuenburg ein Verhältnis aufweist, das niedriger ist als dasjenige auf gesamtschweizerischer Ebene (Verhältnis von 1:2,2 gegenüber 1:2,8). Dieses Verhältnis ist in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden, Uri und Nidwalden am höchsten, während es in den Kantonen Tessin und Genf am tiefsten ist.
Bei den in der Schweiz geborenen Personen ist das Verhältnis der Quoten der schweizerischen und ausländischen Staatsangehörigen ebenfalls in Appenzell-Innerrhoden, Uri und Nidwalden am höchsten. Die Kantone Glarus, Thurgau und Genf verzeichnen die tiefsten Werte. Bei den im Ausland Geborenen sind die nationalitätenspezifischen Unterschiede (Schweiz/Ausland) in den Quoten im Allgemeinen viel niedriger. Nidwalden und Appenzell-Innerrhoden weisen die höchsten Werte aus.
Tabellen
Definitionen
Im schweizerischen System der sozialen Sicherheit stellt die Sozialhilfe das letzte Auffangnetz dar. Sie erstreckt sich auf alle bedarfsabhängigen Unterstützungs-, Beratungs- und Betreuungsleistungen mit dem Zweck der Existenzsicherung, soweit diese Leistungen nicht bereits von einer Sozialversicherung erbracht werden. Die Sozialhilfe im engeren Sinn umfasst die persönliche und die wirtschaftliche Hilfe. Sie sichert den Existenzbedarf bedürftiger Personen, fördert ihre persönliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit sowie die soziale und berufliche Integration. Sie entschärft vorübergehende Krisensituationen und stellt das letzte soziale Auffangnetz dar. Sie ist nicht dafür gedacht, strukturelle Risiken im Allgemeinen zu decken. Das Sozialhilferecht liegt im Kompetenzbereich der Kantone. Die Unterstützung im Asyl- und Flüchtlingsbereich und die Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und -schweizer fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Jeder Kanton hat ein eigenes Sozialhilferecht als Grundlage für die gesamte Sozialhilfetätigkeit von Kantonen und Gemeinden.
Methodologie
Die Sozialhilfequote (Quote der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im engeren Sinn) wird definiert als das Verhältnis zwischen der Anzahl Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger mit mindestens einem Leistungsbezug im Erhebungsjahr und der ständigen Wohnbevölkerung des Vorjahres gemäss STATPOP (Statistik der Bevölkerung und der Haushalte). In der Sozialhilfestatistik werden auch vorläufig aufgenommene Personen berücksichtigt. Dabei handelt es sich um vorläufig aufgenommene Personen, die seit mehr als 7 Jahren in der Schweiz wohnhaft sind, sowie vorläufig aufgenommene Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsdauer in der Schweiz von über 7 Jahren.