Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03606.jsonl.gz/2410

Novak Djokovic gewinnt seine Erstrundenpartie in Paris im Eiltempo, Henri Laaksonen scheitert hingegen. Und die Stabhochspringerin Nicole Büchler tritt zurück. Die wichtigsten Sportmeldungen im Überblick.
In Roland-Garros problemlos eine Runde weiter: der Spanier Rafael Nadal.
(sda) Der Tennisspieler Rafael Nadal hat am French Open mühelos die 3. Runde erreicht. Der spanische Rekordsieger des Turniers in Roland-Garros bezwang den Amerikaner Mackenzie McDonald 6:1, 6:0, 6:3.
Die Partie gegen die 25-jährige Weltnummer dauerte nur gerade 1:40 Stunden. Der nächste Gegner des zwölffachen Roland-Garros-Siegers ist entweder der Japaner Kei Nishikori oder der Italiener Stefano Travaglia. Nadal fehlt nur noch ein Grand-Slam-Titel, um mit dem Rekordhalter Roger Federer (20) gleichzuziehen.
Bald in neuem Gewand? Der Nashville-Verteidiger Yannick Weber (links).
nbr. Nach vier Jahren dürfte das Engagement des Schweizer Verteidigers Yannick Weber bei den Nashville Predators enden. Der Vertrag von Weber, 32, ist ausgelaufen; der General Manager David Poile sagte den Lokalmedien am Dienstag, er gehe davon aus, dass Webers Zukunft anderswo liege. Damit würde die einst stattliche Schweizer Kolonie in «Music City» auf den Captain und Norris-Trophy-Gewinner Roman Josi zusammenschrumpfen. Im Februar 2019 war bereits der Stürmer Kevin Fiala weitergezogen - Nashville gab ihn in einem Tauschgeschäft an die Minnesota Wild ab.
Weitgehend chancenlos: Henri Laaksonen am Dienstag in Paris.
(sda) Der Schweizer Henri Laaksonen (ATP 135) verlor beim French Open in Paris in der 1. Runde gegen Pablo Cuevas (ATP 60). Der Uruguayer setzte sich in 2:20 Stunden 6:1, 2:6, 6:4, 6:2 durch. Laaksonen, der schweizerisch-finnische Doppelbürger, gab in Paris wieder einmal Rätsel auf. Ein miserabler Start, ein bärenstarker zweiter Satz, ein dritter Durchgang, in dem er nach einem frühen Break keinen Weg zurück fand und dann der totale Einbruch. Am Ende beging der 28-jährige Schaffhauser 59 unerzwungene Fehler - viel zu viele gegen einen grundsoliden Sandspezialisten wie es der sechs Jahre ältere Südamerikaner ist.
Novak Djokovic hatte derweil leichtes Spiel. Der Weltranglistenerste deklassierte den Schweden Mikael Ymer (ATP 80) in nur 97 Minuten 6:0, 6:2, 6:3. Der bedauernswerte Ymer brachte bei guten Bedingungen mit geschlossenem Dach nur gerade drei seiner zwölf Aufschlagspiele durch.
In der 2. Runde dürfte es für Djokovic am Donnerstag kaum viel schwieriger werden. Er trifft auf den Litauer Ricardas Berankis (ATP 66), gegen den er in zwei Partien keinen Satz verloren hat. Sorgen bereiten könnte dem Serben höchstens der Arm, der ihm verschiedentlich etwas Schmerzen bereiten zu schien.
Seine eindrückliche Bilanz in diesem Jahr steht neu jedenfalls bei 32:1 Siegen. Die einzige Niederlage war die Disqualifikation beim US Open, als er mit einem Ball eine Linienrichterin traf.
krp. Beim FC Genoa mit dem Schweizer Mittelfeldspieler Valon Behrami ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Nach dem 0:6 gegen Napoli am vergangenen Wochenende wurden 14 Spieler und Betreuer positiv auf das Virus getestet. Ob auch Behrami betroffen ist, gab der Klub nicht bekannt. Als Vorsichtsmassnahme verzichtet seine Ehefrau Lara Gut-Behrami auf die Teilnahme an den Werbetagen von Swiss Ski.
Die italienische Fussballliga will laut Medienberichten bei einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen beraten. Die Gespräche sollten am späten Dienstagabend oder am Mittwoch stattfinden, berichtete die «Gazzetta dello Sport». Zur Debatte stehe entweder die Verlegung einzelner Partien oder eine Unterbrechung der kompletten Serie-A-Saison für mehrere Wochen.
Am Meeting in Stockholm 2017 erreichte Nicole Büchler als erste Schweizerin einen Sieg in der Diamond League.
(sda) Mit Nicole Büchler verlässt eine der erfolgreichsten Schweizer Leichtathletinnen der vergangenen zwanzig Jahre die grosse Bühne. In ihrer Jugend zunächst als Mitglied des Nationalteams in der Rhythmischen Gymnastik international erfolgreich, stellte sie auch nach ihrem Wechsel zur Leichtathletik eine beeindruckende Konstanz auf hohem Niveau unter Beweis. Büchler nahm dreimal an Olympischen Spielen, sechsmal an Weltmeisterschaften und zweimal an Europameisterschaften teil. Hinzu kommen zahlreiche Indoor-Titelkämpfe sowie Team-Europameisterschaften.
2016 war Büchlers erfolgreichstes Jahr. An den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro belegte sie Platz 6. In jener Saison stellte sie mit 4,80 m in der Halle und mit 4,78 m im Freien auch die bis heute gültigen Schweizer Rekorde auf. An der Hallen-WM in Portland im Gliedstaat Oregon wurde sie mit 4,80 m Vierte – es war dies das einzige Mal in der Geschichte, dass eine Athletin mit einer solchen Höhe an einer internationalen Meisterschaft nicht auf dem Podest stand. Die Bronzemedaille verpasste sie lediglich wegen des Umstands, dass sie sich mehr Fehlversuche notieren lassen musste als die Griechin Ekaterini Stefanidi. In der folgenden Saison errang die Seeländerin in Stockholm als erste Schweizer Leichtathletin einen Sieg in der Diamond League.
In den letzten Jahren wurde Büchler mehrmals durch Verletzungen zurückgeworfen. Ihren letzten internationalen Einsatz hatte sie im September 2019 an der WM in Doha. Knapp ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Flynn kämpfte sie dort bereits wieder mit den internationalen Top-Springerinnen um die Finalplätze mit. In der laufenden Saison konnte sie wegen Hüftbeschwerden weder in der Halle noch im Freien Wettkämpfe bestreiten.
Büchler bleibt der Schweizer Leichtathletik auch nach ihrem Rücktritt erhalten. Sie erhält beim Verband ein Teilpensum als Nationaltrainerin für den Stabhochsprung. Sie ist in dieser Funktion Teil einer Nachfolgelösung für Herbert Czingon, der kürzlich pensioniert wurde.
(sda) Einen Tag nach Schalke 04 setzt auch Mainz 05 schon nach der zweiten Bundesliga-Runde seinen Cheftrainer ab. Die in die Krise gerutschten Mainzer trennen sich von Achim Beierlorzer. Im Meisterschaftsspiel am Freitag bei Union Berlin soll der Assistenztrainer Jan-Moritz Lichte interimistisch auf der Bank sitzen.
Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder hatte dem 52-jährigen Beierlorzer nach dem Spielerstreik und der zweiten Saisonniederlage am Samstag gegen Aufsteiger Stuttgart (1:4) die Rückendeckung versagt. Beierlorzer seinerseits hatte versichert, er habe keine Schuld an dem Wirbel und er habe «ein ganz konstruktives Verhältnis» mit der Mannschaft. Beierlorzer war als Nachfolger von Sandro Schwarz erst seit Mitte November 2019 Mainzer Cheftrainer.
Dass zwei Trainer schon nach dem zweiten Spieltag entlassen werden, ist in der Geschichte der Bundesliga einmalig. Vor diesem Wochenende wurden erst drei Trainer überhaupt derart früh abgesetzt. Dies waren der Niederländer Rinus Michels 1983 bei Köln, der Däne Morten Olsen 1995 ebenfalls bei Köln und Dieter Hecking 2009 bei Hannover.