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Wenn der Hansli von Kleinhüningen den Fussstapfen Lord Baden Powell folgen und
einer Pfadiabteilung beitreten wollte, gab es zwei Möglichkeiten; entweder nahm er den weiten Pfad nach der Pfarrei St. Joseph unter die Wanderschuhe, wo er sich der Pfadi St. Michael
anschliessen konnte oder aber es würde endlich mal jemand auf die Idee kommen, in Kleinhüningen selber eine Pfadi zu gründen.
Und tatsächlich, dieser Jemand fand sich in der Person von Franz Müller, Stammesführer bei St. Michael. Er stellte nämlich fest, dass es vor allem die Kleinhünigerbuben waren, welche meistens kurze Gastspiele in seiner Abteilung gaben. Gründe dafür lagen sicher in der Wegdistanz von Kleinhüningen nach dem Bläsiquartier, aber vor allem auch in der Tatsache, dass der engste Freundeskreis dieser Buben im eigenen Wohnquartier verwurzelt war, zudem es sie früher oder später wieder zurückzog, gingen sie doch hier auch zur Schule und sind hier in ihrer vertrauten Umgebung aufgewachsen.
Im Herbst 1955 stellte Franz eine Pfadigruppe in Kleinhüningen zusammen. Werner Keller (Globi) war der erste Venner. Auch eine Roverrotte, Mistral, sollte beim Aufbau einer neuen Abteilung mithelfen. Man suchte nun mit dem Abteilungsleiter von St. Michael, Mungo, ein geeignetes Lokal in Kleinhüningen. Man fand schliesslich ein altes Haus in der Pfarrgasse, welches die SRN zur Verfügung stellte, gratis! Dann startete man eine grosse Werbekampagne, um den Pfadi- und Wölflibestand zu vergrössern. Mit vereinten Kräften fertigte die Roverrotte einen Anschlagskasten an. Dann kam die erste Reklamation; die Buben kämen nach dem Hock immer schwarz nach Hause. Der Grund dafür war der Petrolofen, dessen Rauchentwicklung unerträglich wurde. Eine Mauer wurde durchgespitzt und unter kundiger Aufsicht eines Elektrikers Vorsintflutliches mit Neuzeitlichem ersetzt. Die Buben kamen nun wieder sauber nach Hause.
Bei den ersten Gehversuchen der Pfadfinderabteilung St. Brandan stand die Pfarrei St. Josef Pate. Erst 1957 wurde die Abteilung selbständig, sie gehörte nun der Pfarrei St. Christophorus an.
In der Natur wechseln sich gute und schlechte Jahre regelmässig ab, so auch in der Abteilung St. Brandan. Ein Tiefpunkt kam sicher einige Jahre nach dem 30jährigen Jubiläum. Diverse Gründe (Leiterrücktrtitte, mangelndes Interesse am "Pfadisein") waren dafür verantwortlich. Erst als sich wieder ein paar alte Pfadis zusammentaten, um unsere Abteilung zu retten, blühte diese wieder auf. Am Anfang reichte die Zahl der Pfadis noch nicht für ein Lager, deshalb entschloss man sich mit dem Blauring zusammen eines durchzuführen. Da dieses Lager reibungslos ablief, wiederhohlte man die ganze Sache ein Jahr später. Da sich auch der Blauring in einer Krise befand entschloss man sich zu einem Neuanfang im Jahre 1990.
Es entstand die gemischte Pfadfinderabteilung St. Brandan.