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Bei Alem Yar in Frauenfeld kann man abends orientalische Spezialitäten geniessen und nachmittags mit dem Chef Farough Kaffehausschach spielen. Letzten Samstag hatte ich gerade in der Stadt zu tun und schaute vorbei, als Farough und Bruno Maroccia ihre Partie der zweiten Runde der Stadtmeisterschaft nachholten. Nach einigem Hin und Her kippte die Partie zugunsten von Farough. Bruno sah sich mit Figurverlust und Mattgefahr auf der Grundreihe konfrontiert, fand jedoch einen Ausweg: Mit einem Turmopfer brachte er seine restlichen Kräfte ins Spiel, belästigte den gegnerischen König mit Schachs, irgendwie wurden die Damen und weitere Figuren getauscht, und am Schluss konnte er glücklich ins ewige Schach wegen Patt entwischen, nachdem Farough mit dem König auf die falsche Seite geflüchtet war.
Erstes Fazit: Nie eine Partie zu früh aufgeben. Schach ist wie Poker, nur ohne Karten. Bluffen gehört zum Spiel.
Zweites Fazit: Auch Dauerschach- und/oder Pattkombinationen können grundsätzlich am Wettbewerb um die schönste Gewinnkombination teilnehmen, denn die Rettung aus einer aussichtslos scheinenden Lage ist auch ein Gewinn.
Drittes Fazit: Die Kombination von Bruno fällt leider aus der Bewerbung, weil die lückenhafte Notation während der hektischen Entscheidungsphase keine ausreichende Beurteilung erlaubt. Schade.