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Rauschzustände in der Schweiz
Der Konsum von Cannabis, Amphetaminen und Kokain nimmt in der Schweiz weiter zu. Das geht aus dem Jahresbericht des UNO-Büros gegen Drogen und Kriminalität hervor. Der Bericht wurde in Wien veröffentlicht und stützt sich meist auf Angaben aus dem Jahr 2002. Er stellt europaweit eine Stabilisierung des Drogenkonsums fest.
In Spanien, Frankreich, Italien, der Schweiz und auf dem Balkan herrsche aber weiterhin "ein reger Markt mit Opiaten". Für die nahe Zukunft rechnet der Bericht mit einem weiteren Anstieg, da in Afghanistan die Produktion der Drogen wieder voll aufgenommen worden sei.
Dagegen sei die Zahl der Drogentoten stark rückläufig. In der Schweiz ist die Zahl laut dem Bericht von 205 Menschen im Jahr 2000 auf 150 im Jahr 2002 gesunken. 2003 war wieder ein Anstieg zu vermerken. Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit sind landesweit 194 Drogentote gemeldet geworden.
Die Zahl der Aids-Erkrankungen durch Drogen ist laut dem UNO-Bericht rückläufig. Auf eine Million Einwohner kämen in der Schweiz sieben durch Drogenkonsum erregte Aids-Erkrankungen.
Der Bericht erwähnt auch den hohen Anteil von Cannabis-Konsumenten in der Schweiz. 44,5 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 16 Jahren hätten die Droge bereits versucht.
Ein Grund dafür sieht der Bericht darin, dass die Schweiz bis vor kurzem neben dem Schwarzmarkt rund 200 Läden habe, die Cannabis-Produkte "für Dekorationszwecke" anbieten. Der Wirkstoff THC sei in manchen Produkten so hoch, dass sie geraucht werden könnten. Der Bericht stellt fest, dass der Nationalrat den Antrag auf Entkriminalisierung von Cannabis im vergangenen Jahr abgelehnt hat.