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Johnny English, der schusseligste Spion Englands, schlägt wieder zu. Weil alle anderen Agenten enttarnt wurden, kommt der Tollpatsch erneut zum Zuge. Um eine Cyber-Attacke abzuwenden, kehrt er mit grosser Freude aus dem Ruhestand zurück.
Seine Arbeitsweise ist auf dem Stand vor seiner Pension. Jegliche moderne Technik verteufelt er. In diesem Abenteuer kommt ihm die Liebe für alles Analoge jedoch zu Gute. Dank seiner digitalen Abstinenz können ihn Hacker weder orten, noch manipulieren.
Das abfälligste Zitat
Johnny English und sein Assistent Bough (Ben Miller) beobachten, wie die schöne russische Spionin Ophelia (Olga Kurylenko) mit einem modernen Auto davondüst. Sie nehmen die Verfolgung auf.
«Sieht aus wie ein Elektroauto», meint Bough zu English. Der elektronikfeindliche English entgegnet ihm: «Ja und es hört sich an wie ein Nasenhaartrimmer».
Der vermeintliche «Nasenhaartrimmer» stellt sich als dynamischer und ausdauernder Sportwagen heraus. Übrigens: Rowan Atkinsons Einstellung gegenüber Technik ist nicht ganz so altmodisch, wie die seiner Figur. Er hat Elektrotechnik studiert.
Der Schauspieler
Atkinson wird Mr. Bean nicht mehr los. Im ersten Johnny-English-Film trägt er zunächst sogar noch das klassische Mister-Bean-Outfit.
«Im echten Leben nennt man mich öfter Mr. Bean als Mr. Atkinson», sagte der Schauspieler 2011 im Interview mit 20 Minuten. Er pflege zu Mr. Bean eine Hassliebe. Er liebe es, die Kultfigur zu spielen. Aber manchmal möge er ihn als Person einfach nicht, da Mr. Bean ein kindischer Anarchist sei.
Fakten, die man wissen sollte
Nicht nur in seiner Rolle als unfähiger Geheimagent fährt der Brite gerne schnelle Autos. Er ist vernarrt in Sportwagen.
Der 63-Jährige besitzt eine Sammlung, die unter anderem folgende Modelle umfasst: ein Martin Vantages, ein Audi A8 und ein Mercedes-Benz 500E. Mit seinem Sportwagen der Marke McLaren Formula 1 hatte er schon zwei Unfälle, von denen er leichte Verletzungen davontrug.
In «Johnny English Strikes Again» lenkt er einen Aston Martin V8 Vantage Classic, der ebenfalls ihm gehört. In einem Interview sagte Atkinson, dass er den Wagen sechs Monate vor dem Dreh gekauft habe. Zu diesem Zeitpunkt habe er schon damit gerechnet, das Auto im neuen Johnny-English-Abenteuer zu fahren.
Das Urteil
Im Laufe des Films kristallisiert sich langsam heraus, wie konservativ English im Grunde ist. Für ihn stellt es keine Selbstverständlichkeit dar, dass auch Frauen Spionagearbeit leisten oder ein U-Boot kommandieren können.
«Fünf gute Witze und viele langweilige Stellen.» So selbstkritisch beschrieb Rowan Atkinson einst den ersten Teil der 007-Parodie-Reihe.
Viel mehr als ein paar gute Gags hat auch der dritte Teil nicht zu bieten. Die Story ist einfach gestrickt und vorhersehbar. Das Thema Cyber-Sicherheit, das viel Raum für Gesellschaftskritik geboten hätte, wird nur leicht angekratzt.
Nur etwas stimmt uns milde: Atkinsons urkomische Mimik und Gestik bleibt einzigartig.
Kinostart: 18.10.2018