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Amerika
Kein Land auf unserem Planeten konnte sich dem Einfluss der USA entziehen. Auf die ein oder andere Art prägten sie das Leben aller.
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Inhalt
- Die „Amerikanisierung“ der Welt
- George Washington
- Franklin D. Roosevelt
- Harry S. Truman
- John F. Kennedy
- Bill Clinton
Die „Amerikanisierung“ der Welt
Die mächtigste und schillerndste Nation auf dem amerikanischen Kontinent, ob nun Süd oder Nord, ist zweifellos die USA. Kein Land hat der Welt die letzten einhundert Jahre derart seinen Stempel aufgedrückt. Das liegt zum einen daran, dass die USA in verschiedenen Ländern der Erde angebliche Interessen verteidigt, zum anderen, dass sich kaum eine Nation auf dem Globus der sogenannten „Amerikanisierung“ entziehen konnte – von McDonald’s über MTV bis hin zu Hollywood. Der Begriff der Amerikanisierung beschreibt dabei den Wandel anderer Gesellschaften, die sich mehr und mehr am Modell der USA orientieren und die dort vorherrschenden Gegebenheiten übernehmen. Die USA prägt also das Leben der gesamten Welt maßgeblich.
Vielleicht weißt auch du schon einiges über das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Einige der amerikanischen Präsidenten hatten jedenfalls einen bedeutsamen historischen Einfluss.
George Washington
Beginnen wir mit George Washington, denn er war von 1789 bis 1797 der erste Präsident der Vereinigten Staaten. Er gilt somit als einer der Gründerväter seines Landes. Als Oberbefehlshaber in der Kontinentalarmee, die gegen Großbritannien für die Unabhängigkeit der damals dreizehn amerikanischen Kolonien kämpfte, hatte er bereits hohes Ansehen erlangt. Dann wurde er Vorsitzender der Philadelphia Convention von 1787 und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Verfassung der USA, die eine föderale Republik in Form eines Präsidialsystems vorsah und in ihren Grundsätzen bis heute gültig ist. Dass die Wahl des Präsidentenamtes dann auf einen verdienten Mann wie Washington fiel, war für die meisten Beteiligten nur wenig überraschend.
Franklin D. Roosevelt
Franklin D. Roosevelt wurde 1882 in New York geboren und war von 1933 bis 1945 der 32. Präsident der USA. In seine Regierungszeit fielen die Weltwirtschaftskrise 1929 und der Zweite Weltkrieg. Innenpolitisch versuchte er das Prinzip des Sozialstaates in den USA zu verankern, was damals wie heute keine leichte Aufgabe im liberalen Amerika war. Außenpolitisch gab es ab 1944 natürlich nur den Kampf gegen die Nationalsozialisten und Achsenmächte. Auf den Friedenskonferenzen nach dem Krieg, auf Jalta oder in Teheran, setzte sich Roosevelt dafür ein, unter Einbeziehung der Sowjetunion eine neue Weltordnung zu schaffen. Allerdings ist den folgenden Präsidenten dieser Schulterschluss mit der Sowjetunion nicht gelungen. Das lag aber nicht an Roosevelt, dessen Arbeit von den Bürgern Amerikas hoch geschätzt wurde. Er ist der einzige Präsident seines Landes, der vier Mal wiedergewählt wurde! Heute ist das durch die Begrenzung des Präsidentenamtes auf zwei Legislaturen nicht mehr möglich.
Harry S. Truman
Nach dem Tod Roosevelts musste der damalige Vizepräsident Harry S. Truman das Amt übernehmen. Zwar kapitulierte das Deutsche Reich nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt, doch sollte Truman den Pazifikkrieg erst nach den bis heute sehr umstrittenen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki beenden können. Auch seine Truman-Doktrin von 1947, in der er von der Gefahr des Kommunismus sprach und dessen „Eindämmung“ forderte (Containment-Politik), trug nicht unbedingt zur Entspannung der Weltlage bei. Der Kalte Krieg wurde also auch durch das kompromisslose Vorgehen Trumans losgetreten. Für die Wahl 1952 – damals mitten im Koreakrieg – verzichtete Truman dann auf eine weitere Kandidatur und schied im Januar 1953 aus seinem Amt.
John F. Kennedy
Der 35. Präsident der USA, John F. Kennedy, hatte mit der Hochphase des Kalten Krieges zu tun. Doch nicht nur das. In seine kurze Amtszeit von 1961 bis 1963 fielen epochale Ereignisse wie der Bau der Berliner Mauer, die Kubakrise, der Beginn des amerikanischen Raumfahrtprogramms oder auch der Vietnamkrieg. Der Demokrat verkörperte dabei die Hoffnung auf eine Erneuerung der USA. Doch wurde diese Hoffnung jäh erstickt: Kennedy wurde Opfer eines Attentats am 22. November 1963 in Dallas. Lee Harvey Oswald wurde der Öffentlichkeit schnell als Täter präsentiert, doch ist dieser Mord bis heute ein Mysterium, um das sich zahlreiche Verschwörungstheorien ranken.
Bill Clinton
Bill Clinton war Jurist und Politiker der Demokratischen Partei sowie von 1993 bis 2001 der 42. Präsident der Vereinigten Staaten. Bereits mit 32 Jahren war er in Arkansas einer der jüngsten Gouverneure der US-Geschichte. Er stand für eine Politik des Freihandels und während seiner Präsidentschaft erfuhren die USA eine Phase des ökonomischen Aufschwungs. Vor allem sein Einsatz für neue Unternehmen und Technologien bescherte den USA einen Wirtschafts- und Gründerboom, von dem das Land heute noch profitiert.
Seine Frau Hillary Clinton sollte 2016 ebenfalls für das höchste Amt in den USA kandidieren, doch scheiterte sie an dem wohl umstrittensten US-Präsidenten aller Zeiten: Donald J. Trump.
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