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Hier findet ihr eine kurze Zusammenfassung der Diplomarbeit. Unten auf dieser Seite steht die Arbeit zum Dowload zur Verfügung und kann auch direkt online gelesen werden.
Die Diplomarbeit hat zum Ziel die Verbesserung der Propriozeption durch gefedertes Schlingentraining zu untersuchen und das Resultat rational zu begründen. Mit der folgenden Fragestellung habe ich die Arbeit begonnen: „Hat gefedertes Schlingentraining das Potential die Propriozeption zu verbessern?“. Die Frage lässt sich mit einem definitiven JA beantworten. Weshalb das so ist, beschreibt die Arbeit im Detail. Kurz gesagt ist der Grund weshalb die Frage mit JA beantwortet werden kann, der folgende: „Durch das gefederte Schlingentraining werden vorhandene Leitungsbahnen mit einer höheren Informationsdichte genutzt, um alle dreidimensionalen Kraft-Einflüsse auf Gelenke und Körper reaktiv zu stabilisieren“.
Einige wichtige Aspekte, die theoretisch verstanden werden müssen, um die Fragestellung zu beantworten sind:
· Was ist Propriozeption?
Propriozeption ist die Fähigkeit des Körpers im peripheren Nervensystem Informationen zu sammeln und diese an das zentrale Nervensystem weiterzugeben, um den Zustand bezüglich Lage und Spannung auch ohne externe Referenzen bestimmen zu können.
· Was ist gefedertes Schlingentraining?
Schlingentraining ist eine Trainingsform, bei welcher Seile von z.B. der Decke gehängt werden, an denen eine Schlinge befestigt ist, um Arme oder Beine einzuhängen. Die Übungen werden ohne Zusatzgewichte ausgeübt. Der Körper wird in Schräglage gebracht, welche die Intensität der Übung wesentlich mitbestimmt. Durch die Seile entsteht eine 2-Dimensionale Instabilität, welche der Körper ausgleichen muss, um sich zu stabilisieren. Beim gefederten Schlingentraining ist auch die 3te Dimension instabil, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt, und einige weitere Vorteile mit sich bringt.
· Was ist PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre
Fazilitation)?
PNF nutzt sowohl Exterozeptoren (Sensoren, die externe Reize verarbeiten), Telerezeptoren (Augen und Ohren) und vor allem Propriozeptoren, um natürliche, physiologische Bewegungsmuster anzubahnen. Propriozeptoren sind Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren, die Informationen über die Haltung und Bewegung des Körpers an das zentrale Nervensystem weiterleiten. Ziel der PNF-Physiotherapie ist es, durch verstärkte Stimulation der Sensoren das neuromuskuläre Zusammenspiel zu fördern und damit physiologische Bewegungsmuster zu erleichtern (Fazilitation), die im zentralen Nervensystem abgespeichert sind.
Nach einer etwas detaillierteren Erklärung dieser relevanten theoretischen Aspekte, geht die Arbeit auf ein Fallbeispiel ein, bei welchem das komplexe Gelenk der Schulter betroffen ist. Es wird eine Trainingssequenz entwickelt, welche von PNF-Mustern abgeleitet ist und auf das gefederte Schlingentraining übertragen wird.
Im Verlauf des Trainings wird dokumentiert wie sich die Wahrnehmung der Schulter, durch die regelmässigen Trainingsimpulse, auch ausserhalb des Trainings verändert. Es wird auch darauf eingegangen wie wichtig diese Zeit ausserhalb des Trainings ist, für die Übernahme der Muster in den Alltag.
Ganz kurz wird auf mögliche Alternativen zum Schlingentraining eingegangen und auf deren Vor- und Nachteile. Ebenfalls werden einige dem Sporttherapeuten relevante zusätzliche Methoden erwähnt, die die Entwicklung der Schulter beschleunigen und verbessern könnten.