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Papier bei ricardo.ch
Papier wird in erster Linie als Schriftträger betrachtet; seit seiner Erfindung dient es der Wissensvermittlung und -erhaltung, der Verbreitung von Religionen oder der bildenden Kunst. Papier ist jedoch ein wesentlich vielschichtigeres Material. Lösgelöst von der Funktion als Schriftträger, lässt es sich als architektonisches Element, als Ersatz für Stein, Bronze oder Holz in Skulpturen wie auch in Alltagsgegenstände verwenden.
Hinter der Selbstverständlichkeit des Papierkonsums stehen in einer Zeit der Verknappung der Rohstoffe die intensive Suche nach alternativen Fasermaterialien sowie der stetige Versuch, die Qualität zu steigern. Auch an der Weiterentwicklung von Werkzeugen und Maschinen wird seit Jahrhunderten gearbeitet. So verlief die Entwicklung vom geschöpften Bogen zum Endlospapier, vom RohstoffLumpen"zur Holzzellulose. Der Bedarf an Papier war immer stark abhängig von den Entwicklungen der Geisteswissenschaften, den wirtschaftlichen- und sozialen Zuständen, den Einbrüchen durch Naturkatastrophen und von Kriegen. Krise und Aufschwung gehören in die Geschichte des Papiers wie Yin und Yan in die chinesische Philosophie.
Vorläufer des Papiers gab es viele: Zeichen wurden auf Steine und Felsen gemalt und eingraviert. Dort, wo nicht Erosion und Witterungseinflüsse die Informationen verwischt haben, finden sich noch heute Dokumente aus alter Zeit, Tontafeln mit eingravierter Keilschrift, beschriftete Holz- und Bambus-tafeln, auf kostbare Seide geschriebene Texte, Papyrus aus den Sumpflandschaften Ägyptens und Pergament aus den gekalkten Häuten von Schafen, Ziegen und Kälbern sind weitere Beispiele für Schriftträger, welche man vor der Erfindung des Papiers gekannt hat. Die Suche nach neuen Werkstoffen hörte nie auf, und so wurden ganze Bücher auf Birkenrinde geschrieben und Kleider aus Rindenbast des Maulbeerstrauchs gefertigt.
In China entstanden um Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. erste papierähnliche Faserflächen aus Hanf, die im Jahr 105 n. Chr. von Ts'ai Lun verfeinert wurden und danach unter dem Begriff des echten Papiers in die Papiergeschichte Einzug hielten. China war zu jener Zeit tatsächlich bereits ein kulturell hoch entwickeltes Land.
Zum Malen und Zeichnen bevorzugen die meisten Papier, ob im A3, A4 oder A5 Format. Umweltfreundlicheres Papier ist grobkörniger, leicht grau oder ocker. Am schönsten ist wohl immer noch blütenreines weisses Papier. Kaufen Sie auf unserer umfangreichen Homepage aus der Schweiz Papier für Ihren Künstlerbedarf günstig online!
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