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Meine persönliche Jahreslosung, die ich heute im Gottesdienst bekam, lautet:
Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Epheser 5, 20
Meine persönliche Jahreslosung, die ich heute im Gottesdienst bekam, lautet:
Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Epheser 5, 20
Die erste Person in der Bibel, die ich als Vorbild nennen will, ist Johannes Markus. Er ist ein Judenchrist aus Jerusalem mit griechischen Wurzeln (Markus ist ein griechischer Name). Wir lesen in der Apostelgeschichte von ihm, dass er mit Paulus und Barnabas mit auf die erste Missionsreise geht. Doch unterwegs bekommt er kalte Füsse und verlässt in Perge (in der heutigen Türkei, nahe Antalya) die Beiden und kehrt heim (zu Mama 😉 ). Was ihn genau zur Umkehr bewog, wissen wir nicht. Aber er versagte.
Paulus sah in Markus vorerst einen Versager. Als es nähmlich darum ging, eine zweite Missionsreise zu planen wollte Barnabas den Johannes Markus wieder mitnehmen. Paulus weigerte sich und trennte sich deshalb von Barnabas. Paulus wählte sich Silas als seinen neuen Begleiter. Barnabas aber (der wahrscheinlich der Cousin von Markus war) vertraute ihm und ging mit ihm nach Zypern.
Danach verliert sich in der Bibel die Spur von Markus. Dass Markus nicht der ängstliche Versager blieb lesen wir im
1. Timotheusbrief. Paulus schrieb Timotheus folgendes: Bring Markus mit; er kann mir gute Dienste leisten. (2 Tim 4.11)
Mehr erfahren wir aus der Bibel über Johannes Markus nicht. Es gibt aber aus anderen Quellen der Geschichte noch einiges über Markus zu berichten. Papias (ca. 130 n. Chr.) nennt Markus den Reisebegleiter und Dolmetscher von Petrus. Weiter berichtet er, dass Markus das nach ihm benannte Evangelium aufgeschrieben hat. Andere Kirchenväter berichten, dass Markus später der Gründe der christlichen Gemeinde in Antiochia war. Es wird auch berichtet, dass Markus in Antiochia als Märtyrer für seinen Glauben an Jesus Christus starb.
Wieso ist Johannes Markus für mich ein Vorbild? Auch als ängstlicher Mensch, konnte er von Gott gebraucht werden. Trotz seines Versagens in Perge gibt er nicht auf. Markus schaut nicht auf seine Schwächen und auf sein Versagen sondern er geht seinen Weg mit Gott. Auch ich will als oftmals ängstlicher Mensch meinen Weg mit Gott gehen. Wenn ich versage, darf ich wissen dass Gott mich trotzdem brauchen kann. Gott gibt eine zweite Chance!
Das Thema: „Vorbilder haben und selbst Vorbild sein,“ beschäftigt mich momentan. Im Hebräerbrief im Kapitel 11 lesen wir von verschiedensten Vorbildern im Glauben. Dieses Kapitel hat mich dazu inspiriert zu überlegen, wer für mich ein Vorbild im Glauben ist. Einerseits faszinieren mich verschiedene biblische Persönlichkeiten. Meist sind das bei mir mehr unscheinbaren Personen in der Bibel. Andererseits gibt es für mich auch verschiedene Vorbilder in der Kirchengeschichte. Menschen die vorgelebt haben, wie wir als Nachfolger von Jesus leben können.
Über einige dieser Vorbilder will ich in der nächsten Zeit auf diesem Blog schreiben. Im Hebräer 12,1 steht:
Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt[.]
Vorbilder geben uns in Zeiten, in denen wir kurz vor der Resignation stehen, wieder neue Kraft im Glauben dran zu bleiben. Wir wissen, dass es möglich ist, den Wettlauf zu beenden und ans Ziel zu kommen. Vorbilder motivieren uns immer wieder, alles was uns im Lauf mit Gott hindert, abzulegen.
Jesus ist das Vorbild aller Vorbilder. Er ist der einzige Mensch, der ohne Fehler ans Ziel kam und für unsere Fehler starb. Alle anderen Vorbilder sollen uns helfen mit Jesus zu leben.
Auch ich will (mit Gottes gnädiger Hilfe) ein Vorbild für andere in der Nachfolge von Jesus Christus sein.
Letzten Samstag war ich an einem Gospelkonzert. Ein Lied hat mich dort besonders berührt und mir wurde ganz klar, was Weihnachten bedeutet. Nur wenn ich weiss, dass mein Erlöser auch heute noch lebt, macht Weihnachten überhaupt Sinn. Weihnachten ohne lebenden Erlöser ist nur ein stressiges Fest.
Hier der Text des Liedes:
Who taught the sun where to stand in the morning?
and Who told the ocean you can only come this far?
and Who showed the moon where to hide ‚til evening?
Whose words alone can catch a falling star?
Well I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
All of creation testifys
This life within me cries
I know my Redeemer lives yeah
The very same God that spins things in orbit
runs to the weary, the worn and the weak
And the same gentle hands that hold me when I’m broken
They conquered death to bring me victory
Now I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
Let all creation testify
Let this life within me cry
I know my Redeemer, He lives
To take away my shame
And He lives forever, I’ll proclaim
That the payment for my sin
Was the precious life He gave
But now He’s alive and
There’s an empty grave
Now I know my Redeemer lives
I know my Redeemer lives
Let all creation testify
Let this life within me cry
I know my Redeemer,
I know my Redeemer
I know my Redeemer lives
I know my redeemer lives
I know that I know that I know that I know that I know my redeemer lives
Because He lives I can face tomorrow
I Know I know
He lives he lives yeah i spoke with him this morning
he lives he lives, the tomb is empty,
he lives I gotta tell everybody
(c) Nicole C. Mullen (Hier kannst du den Song hören und sehen)
Christian Möller schreibt in seiner Einführung in die Praktische Theologie:
«Beide Erlebnisse [jüdischer und orthodoxer Gottesdienst, t.o.] brachten mich zur Frage, ob es (sic!) für uns Protestanten vielleicht deshalb die Spiritualität der Predigt so wenig erfahrbar wird, weil sie das ganz normale Pfichtpensum für uns geworden ist, das wir auf jeden Fall erwarten und oft genug wie ein notwendiges Übel erleiden.»
DAS Zentrale Erlebnis unseres Gottesdienstes ist die Predigt. Oft habe ich das Gefühl, der Rest ist nur so ein notwendiger Rahmen (Begrüssung, Lobpreis, etc.), der zu der Predigt hinführen soll. Möller beschreibt in seinem Buch zwei Erlebnisse, in einem jüdischen und einem orthodoxen Gottesdienst, bei denen er erlebt hat, wie sich die Menschen auf die Predigt freuten, da es für sie mehr eine Ausnahme und nicht wöchentlicher Pflichtkonsum war.
Muss jede Woche eine Predigt sein? Wäre es nicht besser, andere Formen des Gottesdienstes (Lobpreis, Gebet, Abendmahl, …) auch mal mehr in den Mittelpunkt zu stellen?
Ich glaube, dass die Verkündigung des Wort Gottes eine grosse Kraft hat und dass sie enorm wichtig ist. Deshalb ist Predigt enorm wichtig. Aber ein Gottesdienst soll nicht nur aus Predigt bestehen. Dazu kommt, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind, jeden Sonntag so viele (frontal Vermittelte) Lehre aufzunehmen.
Ich bin auf der Suche nach ergänzenden Wegen, wie Gottes Wort vermittelt werden kann. Auf eine Art vermittelt, bei der nicht (nur) frontal gepredigt wird, sondern eine Art wo lehren und lernen eine Einheit bilden. Nicht ein Pastor der lehrt und die Gemeinde lernt, sondern ein miteinander lernen (und lehren).
Meine beiden aktuellen Lieblingsbeschäftigungen am PC sind:
Ich lese momentan das Buch: „Auf dein Wort.“ von Rudolf Dellsperger u.a. Das Buch behandelt die Geschichte und die Theologie der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern im 19. Jahrhundert. Diese Sätze sind mir beim Lesen ins Auge gesprungen:
„Die Überlegenheit der freiwilligen Armenpflege über die öffentliche besteht darin, ‚dass das Wesen einer gedeihlichen Armenpflege nicht im Geben, sondern im Thun, nicht im Geld und Brod spenden sondern im Sichselbstgeben, nicht in Gesetzen und Vereinsstatuten, sondern in der Liebe besteht. Wollt Ihr Euch, Euch selbst nicht drangeben, Euch nicht in Liebe Eins machen mit euren Armen, so lasst nur das Armenvereinlein sein[.]“
Unser Armenvereinlein nennen wir heute vielleicht Diakonie oder sozialdiakonische Arbeit. Bin ich aber bereit, mich selbst dran zu geben? Gerade im eigenen Umfeld ist mir aufgefallen, dass wir unter Diakonie verstehen, Geld zu geben und nicht uns selbst zu verschenken.
Bin ich bereit, mich selbst zu verschenken?
In meiner Gemeinde haben wir momentan ein Seminar zum Thema „Hörendes Gebet“ mit Mut zur Gemeinde. Am ersten Tag bekamen wir den Auftrag, uns in der nächsten Zeit Gedanken über einen Namen von Gott (oder Jesus) zu machen.
Auf der Liste der Namen stach mir gerade „Jesus die Tür“ ins Auge. Was bedeutet es für mich, dass Jesus meine Tür ist? In Joh 10, 9 nennt sich Jesus die Tür: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
An heute Morgen hat mich die folgende Bibelstelle erinnert: Die Tür dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett. (Spr 26, 14)
Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
(Lukas 2, 36 – 38)
Nur Lukas berichtet von der Prophetin Hanna. Es fällt auf, dass Einzelschicksale Lukas mehr interessierten als die anderen Evangelisten. Über Hanna erfahren wir in diesem kurzen Bericht einiges:
Auch für uns heute soll Hanna ein Vorbild sein.
Von Zacharias lesen wir in der Bibel einzig im Lukasevangelium. Zacharias ist ein Priester, ein Nachkomme Aarons. Lukas schreibt positiv über das Ehepaar Zacharias und Elisabeth. Beide lebten so, wie es Gott gefällt. Sie hielten sich streng an die Gebote und Weisungen Gottes.
Trotzdem gab es im Leben des Zacharias Schwierigkeiten. Er hatte keine Kinder, da seine Frau Elisabeth unfruchtbar war. Kinderlos zu sein, war in dieser Zeit ein Schande und wurde von den Menschen oft als Strafe Gottes angesehen. Kinderlose Paare waren Aussenseiter.
Was mich an Zacharias beeindruckt, ist sein Durchhalten. Tortz des Schwierigkeiten in seinem Leben verbitterte er nicht. Zacharias diente als Priester gemäss der Vorschriften. Eines Tages wurde durch das Los ausgewählt, das Rauchopfer darzubringen. Hier begegnete ihm ein Engel Gottes. Dieser Engel brachte die gute Botschaft: „Deine Frau Elisabeth wird ein Kind bekommen. Nennt das Kind Johannes (der Herr ist gnädig).“
Die Reaktion von Zacharias ist mir sympatisch. Er steht zu seien Zweifeln. Schliesslich sind er und seine Frau schon alt. Sympatisch, weil er zu seinen Zweifeln steht. Aber die Zweifel sind auch ein Zeichen eines zu kleinen Glaubens.
Weil Zacharias nicht glaubte, ist er zur Strafe stumm bis zur Geburt von Johannes. Was einerseits eine Strafe für den Unglauben ist, ist andererseits ein Zeichen für Zacharias, dass die Worte des Engels in Erfüllung gehen. Gott ist gnädig zu ihm.
Von Zacharias kann ich lernen, Grosses von Gott zu erwarten. Er kann mehr als mir vorstellen kann. Gottes Möglichkeiten übersteigen das menschlich Mögliche. Wo schaue ich mehr auf die Hindernisse, als auf die Verheissungen von Gott?
Gott ist gnädig mit Zweiflern. Er lässt mich in meinen Zweifeln nicht fallen. So wir er auch Zacharias nicht fallen lies. Denn auch wenn Zacharias bestraft wurde, gab Gott ihm Gewissheit und erfüllte dazu noch sein Gebet. Auch heute haben wir einen Gott der gnädig ist!
Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schande befreit, mit der ich in den Augen der Menschen beladen war. (Elisabeth in Luk 1, 25)