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Bei einer akuten Urtikaria ist meistens keine aufwendige Diagnostik nötig, da die Krankheit in der Regel innerhalb von maximal sechs Wochen von selbst wieder ausklingt. Nur wenn der Verdacht besteht, dass die Urtikaria als Symptom einer allergischen Reaktion (zum Beispiel auf Nahrungsmittel, Medikamente oder Insektengift) aufgetreten ist, sind weitere Abklärungen sinnvoll.
Bei einer chronischen Urtikaria ist die Abklärung komplexer. Der erste Schritt ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, der Ärztin (Anamnese). Dabei sollten Umstände wie Einnahme von Medikamenten, körperliche Anstrengung, Stress, Reisen sowie zeitliche Angaben zum Auftreten möglichst genau dokumentiert werden. Die Führung eines Tagebuchs über eine bestimmte Zeit kann dazu sehr hilfreich sein.
Bei der chronischen spontanen Urtikaria werden in der Regel weitere Untersuchungen durchgeführt, mit dem Ziel andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschliessen sowie mögliche Ursachen und Auslöser zu identifizieren.
Weisen Anamnese und körperliche Untersuchung auf eine chronische induzierbare Urtikaria hin, werden Provokationstests mit dem verdächtigten Auslöser durchgeführt. Mittels gängiger Messverfahren kann die Diagnose meist bestätigt und womöglich der individuelle Schwellenwert definiert werden, ab dem die Symptome ausgelöst werden.