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Projekt: 1995–1998 Barbara Strub, Regula Harder, Jürg Spreyermann Wettbewerb: 1994, 1.Preis Bauherrschaft: EW Altdorf
Das für die Bebauung vorgesehene Grundstück befindet sich am Rande des historischen Ortskerns von Altdorf. Auf der dreieckigen Parzelle befand sich bereits das Direktionsgebäude aus dem 17. Jahrhundert, welches zu einem Ensemble von Patrizierhäuser mit parkähnlichen Aussenanlagen entlang der Gotthardstrasse gehört. Das Projekt versucht dem Widerspruch zwischen herrschaftlicher historischer Umgebung und nüchternem Werkhof mit dem Konzept einer ins Grüne integrierten, einheitlichen Gesamtanlage zu begegnen.
Das geforderte Raumprogramm wurde in drei Volumen aufgeteilt. Verwaltungsgebäude, Lager- und Einstellhalle wurden als Ökonomiegebäude interpretiert und gemäss dem ortstypischen Vorbild an die Grundstücksgrenzen gerückt. Dazwischen entsteht eine Folge von präzis gefassten Aussenräumen, denen verschiedene Nutzungen zugeordnet sind und die in ihrer parkartigen Gestaltung den Charakter der Umgebung wiederspiegeln. Ein zentraler, repräsentativer Park- und Eingangshof verbindet alle Gebäude der Anlage. Die alles umfassende Betonmauer mit ihrer äusseren Oberfläche aus freigelegtem, grobkörnigem und gebrochenem Urner Kies erweist den historischen Mauern ihre Referenz. Die Neubauten stehen in ihrer einheitlichen Materialisierung in Glas/Profit und ihrer konstruktiven Ausbildung als Skelettbauten in einem bewussten Gegensatz zu den massiven Herrenhäusern der Umgebung und erinnern an Gewächshäuser.