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PARCHIM-KLASSE
PROJEKT 133.1, von der NATO als PARCHIM-KLASSE bezeichnet, war eine Klasse von U-Jagdschiffen in Korvettengröße, die in der DDR für die VOLKSMARINE der DDR und die sowjetische Marine entwickelt wurde. Die Klasse wurde in den 1970er-Jahren auf der Peene-Werft in Wolgast geplant und bis 1989 gebaut. Die Schiffe der DDR wurden 1993 an Indonesien verkauft. Die VOLKSMARINE der DDR übernahm sechzehn Schiffe der PARCHIM-KLASSE. Sie sollten die veralteten Einheiten der Hai-Klasse ersetzen. Die Planungen des Warschauer Pakts für einen Ernstfall im Kalten Krieg sahen für die VOLKSMARINE der DDR ausgedehnte Anti-U-Boot-Operationen in Küstengewässern vor. Aus diesem Grund wurden in den 1970er-Jahren diese modernen Schiffe für küstennahe Operationen geplant. Die Schiffe erhielten eine sowjetische Bewaffnung, zu der unter anderem Sonar-Anlagen und Wasserbombenwerfer gehörten. Ein Kuriosum ist die Ankerauswurfanlage, die wegen Konstruktionsmängeln eingebaut werden musste, da sich die Anker nicht selbstständig vom Schiffskörper lösten. Insgesamt wurden 28 Schiffe gebaut, 16 für die VOLKSMARINE der DDR und 12 für die Baltische Flotte der Sowjetmarine. Alle 16 Schiffe der VOLKSMARINE DDR wurden am 1. Oktober 1990 außer Dienst gestellt. Fünf Schiffe wurden zeitweise von der Bundesmarine erprobt, um dann mit den anderen elf an Indonesien verkauft zu werden. Die Schiffe der Sowjetmarine erhielten modernere, nicht für den Export zugelassene Waffensysteme und Elektronik und die Bezeichnung Projekt 133.1M. Sie werden von der NATO als PARCHIM II-KLASSE geführt.