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Eine Partnerschaft an der Kreuzung der Realitäten der Praxis, des wissenschaftlichen Wissens und der staatlichen Politik
Im Kanton Freiburg gibt es derzeit keine dauerhafte, zentralisierte Struktur, die es ermöglicht, die Entwicklung der sozialen Realitäten des Kantons aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu analysieren sowie die Sozialpolitik und das soziale Handeln zu begleiten und zu unterstützen. Eine solche Einrichtung erscheint jedoch notwendig: Sie würde es ermöglichen, Wissen und Praktiken über die sozialen Realitäten des Kantons zu generieren und auszutauschen, um die Entwicklung von innovativen und relevanten Strategien und Interventionen zu fördern. Um diesen Mangel zu beheben, möchten die Verbände und Institutionen, die im Bereich der Sozialarbeit im Kanton Freiburg tätig sind, die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und die Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg (HETS-FR) die Relevanz und Machbarkeit der Erstellung einer Struktur evaluieren, die es ermöglichen würde, die sozialen Realitäten im Kanton Freiburg zu beobachten, zu dokumentieren und zu beeinflussen. Ziel ist es, den Austausch zwischen dem Fachwissen von Organisationen und Fachleuten, die im Kanton im Bereich der Sozialarbeit tätig sind, dem wissenschaftlichen Fachwissen der HETS-FR sowie den Erfahrungen der Betroffenen zu fördern.
1. Anfang des Projekts
Am 2. März 2023 startete die HETS-FR das Projekt mit einem halbtägigen partizipativen Arbeitstag in Form eines offenen Forums. An dieser halbtägigen Veranstaltung nahmen über 50 Personen und Organisationen teil, die im Kanton in der Sozialarbeit tätig sind. Sie bot insbesondere die Möglichkeit, über die Struktur, den Prozess und das Programm der geplanten Struktur nachzudenken. Sie führte zur Bildung einer Arbeitsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Projektbeteiligten (HETS-FR, Staat Freiburg, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie betroffene Personen) zusammensetzte.
2. Vorbereitende Phase
Zwischen März und November 2023 traf sich die Arbeitsgruppe mehrmals, um die Ergebnisse des offenen Forums zu diskutieren. Es wurde beschlossen, einen Verein zu gründen, um dem Projekt Substanz zu verleihen. Die Arbeit konzentrierte sich auf die Ausarbeitung einer Satzung und anderer Dokumente, die für einen solchen Akt erforderlich sind. Außerdem fand ein Austausch zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und zahlreichen potenziellen Interessenvertretern im Kanton und darüber hinaus statt.
3. Gründung eines Vereins
Am 07. November 2023 fand die konstituierende Generalversammlung des Vereins statt. Vierzehn Organisationen (Vereine, Stiftungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen) und ein Dutzend Einzelpersonen nahmen daran teil und wurden somit zu Gründungsmitgliedern. Die Versammlung wählte auch einen ersten Vorstand, der die laufenden Geschäfte des Vereins und die Leitung des weiteren Projekts übernehmen soll.
Am 12. Dezember 2023 trat der Vorstand zusammen, um sich zu organisieren und die mit der Projektleitung verbundenen Aufgaben zu verteilen. Er bereitet derzeit ein Mandat für eine Machbarkeitsstudie vor.