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Egal ob Bau- und Brennholz bis hin zu Möbeln und anderen Produkten: Holz begleiten uns überall im Leben. Doch welchen Weg nimmt das Holz dabei vom Baum bis zum fertigen Tisch?
Am Anfang eines jeden Holztisches steht ein Baum
Oder in unserem Beispiel um genau zu sein zuerst die Eichel einer Zerreiche, die wir im Handel allgemein Wildeiche (siehe unsere Holzdeklaration) nennen. Die Eicheln bieten vielen Waldtieren Futter, die im Gegenzug zu ihrer Verbreitung beitragen. Die Tiere tragen die Eicheln in Futterverstecke, vergraben sie teils sogar, und finden im Winter nicht alle Eicheln wieder. Diese Eicheln können dann im Frühjahr an ihrem neuen Standort auskeimen. Dieser Keimling kann im Fall unsrer Wildeiche bis 35 Meter hoch werden und erreicht ein Alter bis zu 200 Jahren. Sie hat eine breite Krone und bildet früh eine dicke, harte, dunkelgraue, längsrissige Borke.
Vom Baum zum Brett
Nach vielen Jahrzehnten, ist also dieser Keimling zu einer prächtigen Wildeiche, zu einem imposanten Baum herangewachsen, der selbst Blüten und Früchte trägt und zahlreichen Tieren Nahrung bietet. Doch irgendwann ist der Tag gekommen, an dem die alte Eiche fällt. Der Holzfäller überprüft, in welche Richtung der Baum fallen sollte, um die umstehenden Bäume möglichst nicht zu beschädigen. Ein letztes Mal sieht er in die Krone hinauf, bevor er die Kettensäge für den Fallkerb anlegt, der die Fallrichtung des Baumes bestimmt. Er sägt den Fällschnitt und setzt einen Keil daran. Einige gezielte kräftige Schläge mit dem Hammer auf den Keil und der Baum fällt. Die Krone rauscht durch die Stille, dann folgt ein lautes Krachen.
Als nächstes macht er sich daran die Eiche aufzuarbeiten: Er entfernt die Äste, misst die Länge und Dicke des Stammes und sägt ihn in kürzere Teile. Je näher er dabei der Krone kommt, desto mehr Seitenäste muss er entfernen und desto kürzer werden die Stammteile, die er sägt. Einige grobe Äste und krumme Teile der Krone, die er übrig lässt, werden später zu Kleinmöbeln oder Brennholz verarbeitet.
Als nächstes werden die Stammabschnitte der Eiche aus dem Wald transportiert und in ein Sägewerk gefahren. Im Sägewerk wird der Stamm in Bretter verschiedener Stärken gesägt. Dann müssen die Bretter für einige Zeit trocknen. An der frischen Luft kann das Monate ja sogar Jahre dauern. Deshalb wird das Holz heute meistens in einer speziellen Trockenkammer getrocknet.
Aus den Brettern wird ein Tisch
Eines Tages kommt ein Schreiner in das Lager des Sägewerkes und kauft das schöne leicht braun-rötliche Holz der Wildeiche. Zurück in seiner Werkstatt beginnt er mit dem Holz zu arbeiten. Er weiss schon genau was er aus dem Holz fertigen möchte: Ein Kunde hat beim Wohnhirsch einen Tisch in Auftrag gegeben. Ein feiner Esstisch wie zum Beispiel der Esstisch Legio soll es sein, zeitlos, rustikal und doch elegant (oder einer unserer anderen Holztische). Genau das richtige für unser Wildeichenholz. Er sägt die Bretter auf die richtige Länge, verleimt sie zu einer Tischplatte und gibt den Tischbeinen ihre Form. Alle Einzelteile werden zusammengefügt, alle Oberflächen geduldig geschliffen und geölt. Aus unserer Wildeiche ist ein wunderschöner Tisch geworden.
Das ist natürlich ein eher traditioneller, ja fast schon romantischer Weg auf dem seit Jahrtausenden Möbel aus Holz hergestellt werden. Doch nur so ist es uns möglich bei der Bestellung auf Kundenspezifische Wünsche einzugehen und den Tisch zum Beispiel auf Mass zu fertigen.
Denn im Gegensatz zur industriell geprägten Produktion wo Tischplatten vielfach aus Pressspanplatten oder Holzfaserplatten, bedeckt mit einem dünnen Holzfurnier für die Optik hergestellt und Möbel werden in grossen Stückzahlen von Maschinen und nicht einzeln per Hand produziert werden, werden die Holztische und Möbel vom Wohnhirsch noch auf grösstenteils traditionelle Art und Weise von Hand hergestellt.
Holz ist ein nachwachsender, klima- und umweltschonender Rohstoff, der nicht besser in die Ansprüche unserer Zeit passen könnte. Holz ist langlebig und besitzt einen eigenen, unverwechselbaren Charakter und Charme.