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Dank der tief wurzelnden Freundschaft zu Japan hat Bern 36 neue Kirschbäume.
Diesen Frühling sponserte die japanische Präfektur Nara die Pflanzung von Kirschbäumen in der Nähe des Rosengartensexterner Link in der Bundesstadt Bern. Die Geste erinnert an eine Spende vor über 40 Jahren - von einem japanischen Bauern, der die Schweiz sehr geschätzt hat.
In den 1960er-Jahren reiste der japanische Milchbauer und Imker Yoshiyuki Urata (1910-1987) in die Schweiz, nachdem er einen Schweizer Priester im Kyoto International Student House der Schweizer Ostasien-Missionexterner Link kennengelernt hatte. Urata verbrachte Zeit auf einem Bauernhof im Kanton Zürich und studierte Landwirtschaft in St. Gallen. Er war fasziniert von der Zuverlässigkeit und Arbeitsethik der Schweizer Bauern – vor allem in Bezug auf die zehn- bis 14-stündigen Arbeitstage.
Urata selbst machte auch einen guten Eindruck auf Schweizer, die er traf: Es gelang ihm, Spenden von 30'000 Franken pro Jahr – während 20 Jahren – für die Finanzierung der von ihm gegründeten landwirtschaftlichen Schule in Japan zu gewinnen. Jahre später drückte Urata seine Dankbarkeit aus, indem er 100 Somei Yoshino-Bäume nach Bern schickte.
Die Einweihung im Rosengarten fand am 10. April 1975 statt; die Gedenktafel hängt noch heute dort:
Kurz darauf kam Urata nach Bern. Auf dieser Postkarte schrieb er den lokalen Behörden: "Ich möchte den Ort besuchen, an dem die Bäume gepflanzt wurden, und einige Ratschläge geben."
Heute werden diese Bäume langsam alt und blühen weniger - wie der Gouverneur von Nara bei seinem Besuch in Bern im Jahr 2016 feststellte. Da Nara und Bern seit 2015 eine Freundschaftsvereinbarung haben, beschloss die japanische Präfektur, die Kosten für drei Dutzend Setzlinge zu übernehmen. Diese wurden letzten Monat gepflanztexterner Link und werden die Besucher in den kommenden Jahren erfreuen.
SRF Tagesschau vom 30.3.2019: Ein Referenzbaum für die Kirschblüte
Adaptation: Susan Misicka, Übertragung aus dem Englischen: Sibilla Bondolfi