Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03180.jsonl.gz/775

Italiens Regierungschef Mario Monti schliesst nicht aus, dass das hoch verschuldete und unter dem Druck der Finanzmärkte stehende Land Hilfe durch den Euro-Rettungsschirm benötigen könnte.
«Es wäre gewagt zu behaupten, Italien werde diese Unterstützung niemals brauchen», sagte der Reformpremier nach dem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel, wie italienische Medien übereinstimmend berichteten.
Monti hatte mehrfach erklärt, Italien müsse derzeit nicht unter den Rettungsschirm, sich aber vorsichtig zu möglicherweise notwendiger Hilfe in der Zukunft geäussert.
Um eine negative Reaktion der Märkte auf seine Äusserungen in Brüssel zu verhindern, fügte Monti nach einem Bericht der römischen «La Repubblica» an: «Notwendig wäre aber nur eine vorrübergehende Unterstützung mit gezielten Ankäufen, um die Risikoaufschläge niedrig zu halten.»
Es ginge sicherlich auch nicht darum, Ungleichgewichte zu sanieren oder «wie in Griechenland Staatsgehälter zu bezahlen». Monti machte den Berichten zufolge deutlich, dass er nach den italienischen Parlamentswahlen im Frühjahr 2013 nicht mehr regieren werde.
Er war von Staatschef Giorgio Napolitano als Premier eingesetzt worden. Der parteilose frühere EU-Kommissar führte eine Expertenregierung, die im Kampf gegen die Schuldenkrise Reformen durchsetzen will.
(muv/aho/awp)