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Im ersten Halbjahr wuchs der um Zinsen und Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn aus eigener Kraft um 12,6 Prozent im Jahresvergleich auf 1,7 Milliarden Euro, wie der Konzern am Montag mitteilte. Analysten hatten ein etwas geringeres Plus erwartet. In der Region Asien-Pazifik kletterte der Wert um mehr als ein Drittel, in Afrika, dem Nahen Osten und Osteuropa schrumpfte die Kennzahl dagegen. Heineken-Chef Jean-Francois van Boxmeer kündigte in einem Interview Sparmassnahmen an, wenn dort Ziele verfehlt werden.
Der Umsatz kletterte insgesamt um zwei Prozent auf gut 10 Milliarden Euro. Daraus ergab sich eine operative Marge von 16,9 Prozent, 1,2 Prozentpunkte besser als ein Jahr zuvor. Dazu trugen auch Sparmassnahmen und ein wachsendes Geschäft mit teuren Spezialbieren bei. Zu Heineken gehören unter anderem die belgische Marke Affligem sowie das Trendbier Desperados. Der Konzern bekräftigte das Ziel, die Marge mittelfristig pro Jahr um 0,4 Prozentpunkte zu steigern.
Unterm Strich blieb im ersten Halbjahr allerdings deutlich weniger übrig. Der Gewinn schrumpfte unter anderem wegen einer Wertminderung auf das Geschäft im Kongo um mehr als die Hälfte auf 586 Millionen Euro. Im vergangen Jahr hatte zudem ein Gewinn aus dem Verkauf des Verpackungsspezialisten Empaque für ein aussergewöhnlich hohes Plus gesorgt. Heineken wird sich künftig einer noch stärkeren Konkurrenz stellen müssen. Derzeit läuft der Zusammenschluss der beiden weltweit grössten Brauereikonzerne AB Inbev und SABMiller.
(AWP)