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Patienten unter Statinen haben geringeres Demenz-Risiko
Immer mehr Indizien sprechen für eine Demenz-präventive Wirkung von Lipidsenkern. Eine aktuell im Neurology publizierte Kohortenstudie über 5 Jahre deutet in die gleiche Richtung.
Bei 1'789 Personen wurden alle 12 bis 15 Monate kognitive Tests und klinische Untersuchungen durchgeführt. Bei Verdacht auf Demenz erfolgte eine minutiöse Abklärung und die Diagnose beruhte schliesslich auf einem Entscheid eines Expertenteams. Ob Statine eingenommen wurden oder nicht haben die Studienautoren mittels Besuchen bei den Teilnehmern zu Hause ermitteln lassen. Das Risiko für eine Demenz oder eine deutliche kognitive Einschränkung (CIND) in Abhängigkeit der Statineinnahme wurde schliesslich anhand der Daten von 1'674 Teilnehmern, welche initial keine Anzeichen für eine Demenz hatten, evaluiert.
27% aller Studienteilnehmer hatten zu irgend einer Zeit während der 5-jährigen Beobachtungszeit Statine eingenommen. 130 Personen entwickelten eine CIND oder eine Demenz. Unabhängig von Bildung, Nikotinkonsum, APOE 4-Allel Status und Hirnschlag- oder Diabetesanamnese hatten Personen, welche Statine einnahmen, gegenüber Teilnehmern ohne Statinkonsum ein halbiertes Demenz/CIND-Risiko (Hazard Ratio 0.52).
Konklusion der Autoren: Personen, welche Statine einnehmen, scheinen ein deutlich reduziertes Risiko zu haben, an einer Demenz oder einer CIND zu erkranken. Damit wird die Evidenz für eine Demenz-präventive Wirkung der Statine untermauert.
Link zur Studie
Neurology 2008;71:344-350 - Cramer C et al
30.07.2008 - dde