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Winter 2015/2016 auf Podestplatz
- Dienstag, 1. März 2016, 15:54 Uhr
Zu nass, zu warm und zu grau - das Fazit des Februars ist eindeutig. Zusammen mit den bereits zu warmen Wintermonaten Dezember und Januar, erreicht der Winter 2015/2016 Platz 2 der wärmsten Winter seit Messbeginn.
Der statistische Fussabdruck des Februars ist eindeutig: Er war zu nass, zu warm und zu grau. Im Mittelland lag die Mitteltemperatur teilweise 3 Grad über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010. Rechnet man die ebenfalls warmen Monate Dezember und Januar dazu, rangiert der Winter 2015/2016 auf Platz 2 der wärmsten Winter seit Messbeginn. Mit einem Wärmeüberschuss von 2.6 Grad (gemittelt über die ganze Schweiz) scheint dieser Platz mehr als verdient.
Rares Gut: Schnee
Im Flachland schneite es in diesem Winter nur selten. Vergleicht man mit der Norm von 1981 bis 2010, ist in diesem Winter gerade mal 30 bis 40 Prozent der Schneemenge gefallen, die man erwarten könnte. In konkreten Zahlen: Im Flachland fiel im Januar und Februar an rund 6 Tagen Schnee, in der Summe zwischen 10 und 18 Zentimeter. Im Dezember schneite es im Flachland nie. Nur wenig besser scheint die Situation in den Bergen: Noch Mitte letzter Woche lagen die Schneemengen im Süden und in Teilen Graubündens deutlich unter dem langjährigen Mittel.
Des einen Leid, des anderen Freud
Das wechselhafte, nasse Winterwetter erfreute zwar weniger die Skifahrerherzen, die Natur dafür umso mehr. Nach der Trockenperiode in der zweiten Jahreshälfte von 2015 konnten sich die Grundwasserspiegel und die Pegel der grossen Gewässer in weiten Teilen der Schweiz erholen.
Kategorie: Unnützes Wissen
- Platz 1 der wärmsten Winter seit Messbeginn: 2006/2007.
- Platz 3 der wärmsten Winter seit Messbeginn: 1989/1990.
- Seit Jahresbeginn zogen bereits mehr als 26 Tiefdruckgebiete durch Mitteleuropa. Die Freie Universität Berlin benennt Hoch- und Tiefdruckgebiete. Sie beginnen zum Jahreswechsel jeweils mit dem Buchstaben A und durchlaufen das Alphabet. Das Tief der vergangenen Tage heisst "Zissi" und zieht nach Osten weg. Aus Westen kommt (nun wieder am Anfang des Alphabets) "Aloisia" auf uns zu.