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Ausbau der Alpe Pozzo
Das Projekt
Das Malvaglia-Tal hat einen bemerkenswerten natürlichen, landschaftlichen und architektonischen Wert. Es bietet eine einzigartige Landschaft, in der Stein- und Holzsiedlungen, als Beleg für die Bemühungen der Vorfahren, perfekt in die natürliche Umgebung integriert sind.
Dieses natürliche, landwirtschaftliche und historisch-architektonische Erbe gilt es zu schützen, zu beleben und für zukünftige Generationen zu erhalten. Das Patriziato di Malvaglia ist Besitzerin dieser Landschaft im Val Malvaglia. Die Erhaltung der Wiesen, Wege und Alpen kostet viel Geld und die Einnahmen sind äusserst bescheiden.
Die Alp Pozzo befindet sich in einer Talmulde im höher gelegenen Malvaglia-Tal, am Rande der Strasse beim Nadelwald, die zur Hütte Quarnei führt. Der befahrbare Weg verbindet den Talboden und den Berg Cusié, von wo es weiter zur Alp Pozzo geht. Die Weidefläche für das gesamte Gebiet Pozzo-Quarnaio erstreckt sich von 1'800 m.ü.M. bis 2'500 m.ü.M. und schliesst den gesamten oberen Teil des Tales ein.
Momentan besteht die Alp aus zwei vorgefertigten Bauelementen. In einem wird die Käserei geführt und das andere Element wird als Unterkunft für das Personal genutzt.
Das Verkaufslokal ist in einem kleinen bescheidenen Rustico aus dem Jahr 1900 untergebracht und der Melkstand sowie der Warteplatz befinden sich unter einer Art Abdeckplane, was wenig praktisch und funktional ist. Der dazugehörende Keller befindet sich 300 Meter weiter talwärts im Wald.
Nachdem der Ausbau der Alpe Quarnei wegen zu hoher Kosten fallen gelassen worden ist, hat sich das Patriziato in den letzten Jahren die Frage gestellt, ob es zukünftig machbar sein wird, die Alp Pozzo weiterhin zu führen. Auch wenn die Bedingungen bestimmt nicht einfach sind, beschloss das Patriziato das Projekt in Angriff zu nehmen.
Die Bedingung für einen Ausbau der Alp del Pozzo war die Bewilligung und die Subventionierung eines befahrbaren Weges. Der Fahrweg konnte mit Beiträgen von Bund und Kanton, der Gemeinde usw. sowie mit Gönnerbeiträgen finanziert werden und ist nicht Bestandteil dieses Projektes.
Ziel ist es, einen Alpbetrieb zu unterhalten, der sowohl von der Logistik wie auch vom hygienischen Standpunkt her dem heutigen Standard entspricht. Das Vorhaben wird die Voraussetzungen nur mit einer Totalsanierung der Alp erfüllen können.
In Zukunft sollen 186 Ziegen (38 GVE) auf der Alp Pozzo gesömmert werden können. Vorgesehen sind ein gedeckter Melkstand, ein gedeckter wie auch offener Vorplatz, eine Käserei mit zwei Kesseln sowie der Ausbau der Unterkunft inkl. Verkaufstresen im schon bestehenden Stadel.
Die Ausführung des Vorhabens wurde an der Patriziatsversammlung vom 14. April 2017 beschlossen.
Mit den Bauarbeiten wurde Mitte Juni 2018 begonnen und diese werden voraussichtlich bis Ende 2019 dauern.
Kosten und Finanzierung
|Gemäss Voranschlag sehen die Kosten wie folgt aus:|
|Bauunternehmen||Fr.||689'281.--|
|Dachdecker für Alp und Rustico||Fr.||190'181.--|
|Spengler||Fr.||13'878.--|
|Fenster und Türen||Fr.||19'170.--|
|Elektro-Installationen||Fr.||51'030.--|
|Heizung||Fr.||56'376.--|
|Sanitär-Anlagen||Fr.||48'600.--|
|Metallbauer||Fr.||15'498.--|
|Schreiner||Fr.||48'757.--|
|Boden/Wände in Kunstharz||Fr.||16'637.--|
|Fliesenleger||Fr.||17'977.--|
|Maler||Fr.||4'514.--|
|Kamin||Fr.||14'040.--|
|Transporte per Helikopter||Fr.||10'260.--|
|Ausstattungen (Alpgebäude)||Fr.||127'580.--|
|Ausstattungen (Rustico)||Fr.||10'800.--|
|diverse Honorare (Architekt, Ingenieur usw.)||Fr.||258'660.--|
|und Kosten|
|Unvorhergesehenes, Rundungen||Fr.||46'761.--|
|Gesamtkosten Alpgebäude und Stadel||Fr.||1'640'000.--|
|Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:|
|Gesamtkosten Alpgebäude und Stadel||Fr.||1'640'000.--|
|./. Subvention Bund||Fr.||269'000.--|
|./. Subvention Kanton||Fr.||586'000.--|
|./. Beitrag Gemeinde Serravalle||Fr.||160'000.--|
|./. Beitrag Fondo aiuto patriziale||Fr.||100'000.--|
|./. Beitrag FLS||Fr.||16'500.--|
|./. Beitrag ERS-BV||Fr.||20'000.--|
|./. Beitrag Ernst Göhner-Stiftung||Fr.||50'000.--|
|Noch zu finanzierender Restbetrag||Fr.||438'500.--|
Das Patriziato di Malvaglia erhält von der Landwirtschaftlichen Kreditkasse einen zinslosen, in 18 Jahren rückzahlbaren, Kredit in der Höhe von Fr. 197'000.--.
Im Moment wird die Alp zu einem Pachtzins von Fr. 1'500.-- verpachtet. Mit der Totalsanierung der Alp können diese Einnahmen erhöht werden. Zudem wird die Alp Quarnei, auf welcher 50 Milchkühe und Jungvieh gesömmert werden und etwas oberhalb liegt, mit dem Ausbau der Alpe Pozzo neu belebt werden.
Damit die traditionelle regionale Alpwirtschaft weitergeführt werden kann, muss die Alp Pozzo saniert und erweitert werden, auch damit der beliebte Ziegenkäse weiterhin hergestellt und zu einem guten Preis verkauft werden kann. Für die künftige Bewirtschaftung der Alp sind die Inves-titionen unerlässlich: Einerseits da diese die Tierhaltung gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften ermöglichen, andererseits die Milchverarbeitung sowohl aus logistischer als auch aus hygienischer Sicht gewährleisten.
Zur Sicherstellung der weiteren landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dieses Teils des Malvaglia-Tals, zur Verbesserung und zum Erhalt der vorhandenen Landschaft und des kulturellen Erbes, für den Tourismus, aber auch für Synergien, die sich somit weiterentwickeln können, sowie für die Produktion des hochwertigen Ziegenkäses ist dieses Projekt von grosser Bedeutung.
Eine Unterstützung dieses Vorhabens möchten wir Ihnen sehr empfehlen.
Bis heute wurden uns für dieses Projekt Spenden in der Höhe von Fr. 191'370.-- zugesichert.