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In der Schweiz hat sich die Zahl der Fälle von Legionärskrankheit seit 2008 mehr als verdoppelt und erreichte im 2019 fast 600 Fälle. Die Ursache dieses Anstiegs ist noch weitgehend unbekannt. Die Auswirkungen, die das Testvolumen und Positivitätsraten auf die Fallzahlen haben können, wurden schon lange vor der öffentlichen Diskussion um die COVID-19-Pandemie erkannt. Deshalb hatten die Bundesämter für Gesundheit, und für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, die hier vorliegende Studie über die Positivitätsrate für die Legionärskrankheit in den Jahren von 2007 bis 2016 in Auftrag gegeben.
Die Studie zeigte, dass das Testvolumen im gleichen Zeitraum und parallel zu den steigenden Fallzahlen stark zugenommen hat. Daher veränderte sich die Positivitätsrate nicht. Die Ursache für die Zunahme des Testvolumens ist jedoch aus den verfügbaren Daten heraus unklar, was die Interpretation der konstanten Positivtätsrate erschwert. Ferner wurde festgestellt, dass das Testergebnis eines Legionellentests von der angewandten diagnostischen Methode und von regionalen Faktoren abhängig ist.
Weitere Forschungsarbeiten des Swiss TPH befassen sich mit der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Legionärskrankheit in der Schweiz und den Ursachen der Verbreitung. Die Analysen der Meldedaten bilden eine wichtige Grundlage für Forschungen zur Legionärskrankheit und den verursachenden Bakterien, die nun intensiv im LeCo-Projekt angegangen werden.