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Ticagrelor vs. Clopidogrel bei peripherer arterieller Erkrankung
Die Plättchenhemmer Ticragelor und Clopidogrel unterscheiden sich nicht hinsichtlich kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit peripherer arterieller Erkrankung wie eine kürzlich im New England Journal of Medicine publizierte randomisierte Studie zeigte.
Patienten mit einer peripheren arteriellen Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko für ischämische Herzerkrankungen und Schlaganfälle aufgrund der systemischen Atherosklerose. Hiatt und Kollegen haben in einer randomisierten Studie die kardiovaskulären Ereignisse unter den Thrombozytenhemmern Clopidogrel und Ticagrelor bei 13885 Patienten mit peripherer arterieller Krankheit verglichen.
Basisdaten
Patienten mit einen ABI-Index von 0.8 oder weniger oder wenn sie sich einer Revaskularisation in den Beinen unterziehen mussten, wurden in die Studie aufgenommen und randomisiert zu entweder Ticagrelor 90 mg 2x/Tag (6930 Pat.) oder Clopidogrel 75 mg 1/Tag (6955 Pat.). Primärer Endpunkt der Studie war eine Kombination von kardiovaskulärem Tod, Myokardinfarkt oder ischämischer Insult.
Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 66 Jahre, 72% waren Männer. 43% wurden in die Studie eingeschlossen wegen dem ABI-Index unter 0.8 und 57% wegen einer Revaskularisation in den Beinen. Der ABI-Index betrug im Schnitt 0.71, 76.6% litten unter einer Claudicatio und 4.6% unter einer kritischen Beinischämie. Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 30 Monate.
Studienresultate
Der primäre Endpunkt trat bei 751 Pat. in der Ticagrelor Gruppe auf (10.8%) und bei 740 Patienten in der Clopidogrel Gruppe (10.6%). Eine akute Beinischämie trat in beiden Gruppen bei 1.7%.
Grössere Blutungen waren in beiden Gruppen zu je 1.6% zu verzeichnen.
Konklusion
Die Rate von kardiovaskulären Ereignissen unter Ticagrelor oder Clopidogrel ist vergleichbar bei Patienten mit peripherer arterieller Erkrankungen. Grössere Blutung traten unter beiden Medikamenten gleich häufig auf.
Link zu der Studie
07.02.2017 - fgr