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Was ist ein juristisches Gutachten und wozu wird es benötigt?
Das Verfassen eines juristischen Gutachtens zählt zu den Grundkompetenzen innerhalb des Jusstudiums. Das Gutachten zielt auf die rechtliche Bewertung eines konkreten Lebenssachverhaltes. Die Bewertung des Lebenssachverhaltes folgt einem logischen Aufbau, einer Art Lösungsweg, welcher erst am Schluss das Ergebnis präsentiert. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein didaktisches Instrument der Lehre, sondern auch nach Beendigung des Studiums begleitet den Juristen bzw. die Juristin das Gutachten stets im beruflichen Alltag. Das Verfassen eines Gutachtens vor einer Entscheidungsfindung ist insbesondere an Kollegialgerichten ein elementarer Zwischenschritt und wird als Votum bezeichnet. Mit Voten werden insbesondere auch Referendar*innen im Rahmen des Juristischen Vorbereitungsdienstes konfrontiert. Doch auch Rechtsanwält*innen und Staatsanwält*innen sind mit dem Verfassen von juristischen Gutachten vertraut.
Im universitären Bereich wird das juristische Gutachten in einer Fallbearbeitung sowohl im Grundstudium als auch im Aufbaustudium verlangt und anhand der bekannten Notenskala von 0-6 bewertet. Mit dem Verfassen einer Falllösung sollen die Studierenden das juristische Arbeiten und das inhaltliche Können im Rahmen der rechtlichen Bewertung unter Beweis stellen.