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Montags Bier Wissen
In den USA war die Biertradition lange von den englischen Einwanderern dominiert, es wurde vornehmlich Ale und Whiskey getrunken (das ist mir sehr sympathisch). Durch die Deutschen Einwanderer kamen dann die Lagerstile in den USA auf. V.a. das Pale Lager (Helles) setzte sich durch.
Die Gerste in den USA enthielt aber mehr Eiweiss und Säure, zudem waren die in Europa beliebten Saazer und Tettnanger Hopfen nur schwer erhältlich.
Um trotzdem ein gutes, ausbalanciertes Aroma zu erhalten, wurde dem Pale Lager bis zu 30 % Mais zugefügt. So konnte auch der niedrigere Alkoholgehalt nach oben korrigiert werden.
Während des 2. Weltkrieges gab es, wie in Europa, auch in den USA eine Rationierung von Getreide und Reis setzte sich, anstelle von Mais, als günstige und gut erhältliche Beigabe durch.
Dies hat sich bis heute so gehalten. Darum empfinden Europäer das amerikanische Lager oft als wässrige Angelegenheit und sie sind erstaunt, wie viel Alkohol das Bier trotzdem enthält.
Reis gibt nicht viel Geschmack aber dafür einiges an Alkohol ans Bier ab.
Karin Patton ist eigentlich Anästhesie Pflegefachfrau, hat aber im Herbst 2014 mit ihrem Mann die Thurgauer Barfuss Brauerei gegründet und widmet sich seither mit viel Leidenschaft und Begeisterung dem Thema Bier. Die Biersommeliere liebt v.a. spezielle Foodpairings und spannende, historische Geschichten rund ums Bier und seine Herstellung.