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Die Fragen, welche sich aus Geschichte stellen sind:
1. Wie wirkt das vom BGD nachgewiesene Gift bei den Bienen?
2. Warum hat ein grosser Teil der Bienen den ersten Giftangriff überlebt?
Erklärung/Analyse:
1. Laut dem Untersuchungsbericht des BGD (siehe 11.4) wurden die Bienen mit Tetramethrin vergiftet. Tetramethrin ist ein synthetisches Insektizid aus der Gruppe der Pyrethroide 53 und wie im Bericht erwähnt, auch Bestandteil einiger Insekten- und Wespensprays in der Schweiz. In Pflanzenschutzmitteln ist es jedoch in der Schweiz nicht zugelassen. Pyrethroide sind Nervengifte, welche die Nervenbahnen der Organismen irreversibel schädigen 29. Das ebenfalls in hoher Dosis nachgewiesene Piperonylbutoxid ist ein Synergist der Pyrethroide. Er selbst besitzt keine insektizide Wirkung, sondern verhindert den Entgiftungsprozess im Insekt und erhöht dadurch die Wirkung der Pyrethroide um etwa das 30 fache 30. Neben den oben erwähnten Wirkstoffen wurden gemäss dem Untersuchungsbericht auch noch DEET (Insektizid), das Pyrethroid Permethrin (Akarizid und Insektizid), Phthalimid (Fungizid) und Coumaphos (Akarizid)) in den toten Bienen gefunden. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bienen durch verschiedene Insektensprays und evtl. auch Pflanzenschutzsprays vergiftet wurden, da die nachgewiesenen toxischen Stoffe doch oft Bestandteile von solchen sind.
2. Sprays enthalten auch Gase, wie zum Beispiel Propan und/oder Butan als Treibmittel. Das Glück der Bienen war wohl, dass diese Gase schwere sind als Luft und auf den Boden sinken. Wenn also jemand mit einem Insektenspray durch das Flugloch in den Schweizerkasten sprüht, gelangen die Gase und mit ihnen die darin gebundenen Toxine nicht nach oben in den Kasten. Dadurch kommen nur die Bienen, welche unten sitzen, mit dem Gift in Kontakt. Je höher die Dosis der toxischen Substanz ist, derer sie ausgesetzt sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie sterben. Die Bienen, welche weiter oben im Kasten sassen, kamen entweder mit den Toxinen nicht in Kontakt oder die Dosis war so gering, dass sie überlebten.
Die Nummern stehen für die verschiedenen Quellen, siehe Literaturverzeichnis bei der Geschichte: Eine kleine Aekdote zum Schluss