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Andromache,
die Tochter des Königs Eëtion von Theben in Mysien und Gemahlin des Hektor, gehört zu den edelsten Frauengestalten der Homerischen Ilias. Schon in früher Jugend wurden ihr der Vater und sieben Brüder durch Achilleus erschlagen. Darauf wurde sie mit Hektor vermählt, dem sie den Astyanar gebar. Ihr Gespräch mit Hektor, ehe er in die Schlacht eilt, sowie ihre Totenklage über den Gefallenen (Iliade 6 u. 24) gehören zu den schönsten Stücken der Homerischen Poesie.
Nach
Trojas Eroberung ward sie Pyrrhos, dem
Sohne des Achill, zu teil, dem sie einen Sohn (nach andern
drei
Söhne) gebar. Nach Pyrrhos'
Tode wurde sie die Gemahlin von Helenos,
Hektors
Bruder, und gebar diesem noch einen Sohn,
Kestrinos. Schließlich kehrte sie mit dem einen ihrer
Söhne nach
Mysien zurück, wo dieser die Landschaft
Teuthranien gewann und der Stadt Pergamon
[* 2] (s. d.) seinen
Namen gab.
Andromache hatte daselbst ein Heiligtum. Euripides hat sie zur
Heldin einer gleichnamigen, noch erhaltenen
Tragödie gemacht. -
Andromache heißt auch der 175.
Planetoid.