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Filippo Demarchi
Schweiz, 11 min
Weltpremiere
Mit der Kamera in der Hand spricht ein junger Mann mit Vater und Mutter über seine Homosexualität. Der Sohn sucht Unterstützung, Billigung und Rat. Die Eltern schwanken zwischen schwieriger Akzeptanz und Zuhören. Mit einer gekonnten, von Humor zeugenden Montage gibt der junge Cineast die Komplexität dieser Konfrontation wider, die durch die verwendeten filmischen Mittel unterstrichen wird. Mit scheinbarer Schlichtheit legt er in wenigen Einstellungen die Fragilität und die Grenzen dieses Austausches offen, zeigt aber gleichzeitig die vor unseren Augen stattfindende gemeinsame Bemühung um eine ehrliche Beziehung.
«Ich wollte diesen Film machen, um mich weniger alleine zu fühlen. Er ist aus dem Willen heraus entstanden, eine Verbindung zu meinen Eltern herzustellen, die aus mehr besteht als Gesprächen über das Wetter. Mit Taglia corto! wollte ich mein Hauptproblem in Angriff nehmen, die Unfähigkeit, mit meinen Eltern über mein Privatleben zu sprechen. Ich wollte es ihnen ermöglichen, mich kennenzulernen und ihnen mein Inneres zeigen, um eine erwachsenere Verbindung aufzubauen. Ich wollte mich in meinem Anderssein behaupten, um sie besser lieben, respektieren und akzeptieren zu können.» (FD)