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SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist Grundvoraussetzung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und für das Überleben der Menschheit.
Schweizer Unterziel 15.5: Der Erhaltungszustand der einheimischen Arten, insbesondere Populationen der national prioritären Arten, wird verbessert und ihr Aussterben so weit wie möglich unterbunden. Die genetische Vielfalt wird erhalten.
Bedeutung des Indikators
Der Indikator beschreibt, wie sich die Artenzusammensetzung im Lebensraum Wiesen und Weiden entwickelt. Während ein hoher Indexwert vielfältige Artengemeinschaften anzeigt, weist ein tiefer Indexwert auf einheitlichere Artengemeinschaften hin, was einen Verlust biologischer Vielfalt bedeutet. Der Erhalt der Biodiversität ist für die künftigen Generationen und namentlich für die Nahrungsmittelsicherheit besonders wichtig. Die Erhöhung des Indexwertes ist daher ein Schritt in Richtung nachhaltige Entwicklung.
Internationaler Vergleich
Der Indikator ist international nicht vergleichbar.
Bemerkung: Synthese der beobachteten Entwicklungen der Pflanzen (P), der Moose (MOO) und der Mollusken (MOL). Die Veränderung in Prozent von jeder Variable wird in einen Einzelwert zusammengefasst (-1 für eine negative Entwicklung, 0 für keine wesentliche Veränderung, +1 für eine positive Entwicklung). Die Einzelwerte werden anschliessend addiert und das Resultat ergibt die gesamte Entwicklungsrichtung des Indikators.
Tabellen
Methodologie
Die Vielfalt an Artengemeinschaften im Lebensraum Wiesen und Weiden wird anhand des mittleren Simpsons-Indexes auf einer Skala von 0 (einheitlich) bis 100 (vielfältig) dargestellt. Der Indikator wird für eine Artengruppe folgendermassen berechnet: Die Artenliste einer Wiese oder Weide wird paarweise mit jenen aller anderen Stichprobenflächen der Wiesen und Weiden verglichen. Für jeden Vergleich wird der Simpson-Index berechnet. So werden alle möglichen Paare miteinander verglichen. Der Mittelwert aller berechneten Simpson-Indizes nimmt Werte zwischen 0 und 100 an. Beim Wert 0 kommen in allen Wiesen exakt die gleichen Arten vor, ist jede Wiese in ihrer Artenzusammensetzung einzigartig, beträgt der Wert 100. Je mehr seltene und je weniger häufige Arten es in einer Artengruppe gibt, desto höher fällt der Wert für diese Artengruppe aus.
Die Stichprobenflächen, für die jeweils ein Inventar aller darin vorkommenden Pflanzen, Mollusken und Moose erstellt wird, umfassen zehn Quadratmeter. Innerhalb von fünf Jahren werden jeweils alle Stichprobenflächen bearbeitet. Für einen kompletten Vergleich aller Flächen werden deshalb die Aufnahmen von jeweils fünf Jahren verwendet.
Der Indikator stützt sich auf die Daten des Indikators Artenvielfalt in Lebensräumen (Z9) des Biodiversitäts-Monitorings Schweiz des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und wird jährlich erhoben. Die Daten für die Mollusken folgen jeweils mit einem Jahr Rückstand.
Definitionen
Biodiversität
Die Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die verschiedenen Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten sowie die unterschiedlichen Lebensräume mit denen die Arten in Wechselwirkung stehen.
Unterziele
Schweizer Unterziel 15.5: Der Erhaltungszustand der einheimischen Arten, insbesondere Populationen der national prioritären Arten, wird verbessert und ihr Aussterben so weit wie möglich unterbunden. Die genetische Vielfalt wird erhalten.
Internationales Unterziel 15.5: Umgehende und bedeutende Massnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
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