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Weitere Luftaufnahmen von St Aubin
Louis Vallier, Herr seit 1627, konstruierte das Schloss St-Aubin. Sein Vater, Jacques Vallier, der in 1623 in Solothurn starb, baute bereits ein Schloss, das mit Cressier-le-Landeron identisch war, von dem er auch der Herr war. Louis baute mit den Plänen seines Vaters in 1631 das Schloss St-Aubin. Die allgemeinen Dimensionen, die innere Organisation und das Gebälk sind fast identisch mit dem "Neuenburger" Modell. Das Gebälk wurde mit Holzstücken aus Solothurn gebaut. Fred. Brülhart zitiert in seinem Werk: "das ausgedehnte Schloss von Louis Vallier steht noch aufrecht, aber leider sind die vier Türme, die die Winkel schmückten, verstümmelt worden.“
Seit diesem Datum blieb das Schloss der Wohnsitz der Herrschaften, doch von den Letzten meistens leer, da sie es vorzogen in ihrer Ursprungsstadt zu wohnen. Dann verkaufte Francois Vallier, der nur Töchter hatte, in 1691 die Herrschaft an Ihre Exzellenzen von Freiburg für den Betrag von 30'500 Ecu. Das Schloss, der Bauernhof und alle herrschaftlichen Rechte an Zehnten, Ofen, Mühle, Jagd- und Fischgebieten, Bänke, Rechtsprechung, und Justiz wurden in der Verkaufsurkunde erwähnt. St-Aubin wurde also eine Vogtei. Die Vögte wurden gewöhnlich für 5 Jahre ernannt und waren selbstverständlich Mitglieder einer Patrizierfamilie von Freiburg.
Für die Bürger von St-Aubin wurden somit die glücklichen Zeiten der Herrschaften in einem entferntem Wohnsitz beendet: die Vögte nahmen das Schloss in ihren Besitz und leiteten folglich das Leben der Gemeinde. Unter dem Regime der schweizerischen Republik, das von Napoleon I seit 1798 aufgedrängt wurde, versuchte die Gemeinde von St-Aubin Distrikthauptort zu werden. Das blieb erfolglos. Zu dieser Zeit jedoch wird das Schloss zu nationalem Gut ernannt.
In 1849 nahm die Gemeinde Freiburg, um eine Hypothek zu begleichen, das Schloss durch Investitur von den Erben eines bestimmten Antoine Collaud, der es einige Jahre zuvor gekauft hatte. Kaum zwei Jahre später, am 5. Mai 1851, kaufte die Gemeinde von St-Aubin es von der von Freiburg für die Summe von 14'565 Franken zurück, um dort ihre Schulen einzurichten. Seitdem hat dieses Gebäude, Symbol unseres Dorfes, das zwanzigste Jahrhundert überlebt mit dem Ziel, in seinem Zentrum die Erziehung aller kleinen Schüler von St-Aubin zu gewährleisten. Diese edle Aufgabe wurde 1998 beendet.
Während der Arbeiten
Mit der Erneuerung der Orte, verschwanden auch die alten Benennungen der Säle; so gab es den "Raum der Gewässer", den "Musiksaal" oder auch "das alte Appartement von Gagnaux" nicht mehr. Mit neuen Verwendungen wurden auch den verschiedenen Sälen neue Namen verliehen. Man erinnert somit an die Herrschaften und Vögte, die die Geschichte unseres Schlosses belebten.

Während der Arbeiten

Unteres Geschoss
Der Angleis Saal. In 1443 machte der Herzog aus Savoyen aus St-Aubin eine unabhängige Herrschaft und ernannte Antoine von Angleis als Herren. Dieser Saal entspricht dem alten "Musiksaal" und hat noch nicht seine definierte Verwendung.
Der Oncieux Saal. In 1498 als Antoine Angleis ohne Söhne starb, gelangte die Herrschaft zum Neffen seiner Ehefrau, Philippe von Oncieux zurück. Diese Familie herrschte über St-Aubin bis 1606. Der Oncieux Saal besetzt den "Raum der Gewässer" und hat noch keine Zweckbestimmung.
Der kleine Keller ist für kleine Empfänge von ungefähr fünfzehn Personen vorgesehen.
Oberes Geschoss
Dieses Stockwerk ist für die kommunalen Angelegenheiten mit dem Rat Saal, der Verwaltung der Gemeinde und dem Saal der Kommissionen reserviert.
1. Geschoss
Der Saal der Vögte. In 1691 verkaufte Francois Vallier, der keinen Sohn hatte, die Herrschaft dem Staat Freiburg. St-Aubin wurde Vogtei, und bis in 1798 diente das Schloss als Wohnsitz der Vögte. Dieser Raum wurde früher durch einen Klassensaal besetzt und wird von nun an von Gesang- und Musikgesellschaften verwendet.
Der Jacques Antoine Collaud Saal. In 1803 kaufte Jacques Antoine Collaud das Schloss beim Verkauf der nationalen Güter durch die schweizerische Republik. Seine Kinder versuchten die Unterhaltungskosten zu reduzieren und köpften die vier Türme und setzten sie zum Dachniveau herab. Dieser Saal wird der kommunalen Bibliothek zugewiesen.
Der barocke Saal, trägt den Namen der Treppe, die Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut wurde und heraufragt. Diesem verglasten Raum wurde noch keine Zweckbestimmung zugeteilt.
Der Louis Vallier Raum. In 1606 wurde die Herrschaft St-Aubin öffentlich versteigert, da die Gläubiger der Familie von Oncieux nicht bezahlt werden konnten. So gelangte sie an Jacques Vallier, Berater von Solothurn. Sein Sohn Ludwig, Herr von St-Aubin seit 1627, liess in 1631 das Schloss nach dem Modell von dem von Cressier-le-Landeron errichten, das ebenfalls der Familie gehörte. Dieser Saal unter einem prächtigen Gebälk kann für mehr als 200 Personen verwendet werden. Mit modernster Technologie ausgestattet, bietet der Louis Vallier Raum die ideale Infrastruktur sowohl für grosse Versammlungen oder Konferenzen als auch für Theatertruppen.
Der kommunale Rat beschloss, einen Ausschuss für die Verwaltung des Schlosses einzusetzen, dessen Ziel darin besteht, von diesen neuen Räumen zu profitieren und besonders um diesen alten Wohnsitz der Vögte aufleben zu lassen.
1921
1941
Bibliographie