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Hausordnung bedeutet, dass der Welpe einen einzigen festen Platz zugewiesen bekommt, an dem er sich im Haus ausruhen kann. Der Ruheplatz soll gemütlich eingerichtet sein, jedoch ohne Spielsachen. Ein Kauknochen macht Sinn, und natürlich soll ausreichend frisches Wasser in erreichbarer Nähe sein. Der Platz wird mit einer Anbindevorrichtung ausgestattet. Der Haken soll in sechzig Zentimeter Höhe angebracht werden, und die Leine soll eine Länge von achtzig Zentimeter haben. Der Karabiner am Ende der Leine soll nach allen Seiten schwenkbar sein. Dieser Ruheplatz ist der Dreh- und Angelpunkt der ersten überaus wichtigen Erziehungsschritte.
Für die Arbeit mit dem Welpen auf einem Trainingstisch ist die wichtigste Disziplin die Platzstellung. Das ist die einzige Übung, bei der sich gekonnt mit dem Hund gleichermaßen sanft und konsequent auseinandergesetzt werden kann, und bei der er lernt, dass (seine) Menschen weggehen und immer wieder zurückkommen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass sich der Mensch immer im Uhrzeigersinn um den Tisch herum bewegt, sobald der Hund die Platzstellung eingenommen hat. Wenn er zuverlässig liegen bleibt, wird in gerader Linie von ihm weggegangen, fünf bis fünfzehn Sekunden gewartet, zum Tisch zurückgegangen, der Hund ins „Sitz“ kommandiert und in dieser Position sanft an der Brust gelobt. Auf keinen Fall darf mit Leckerlis bestätigt werden! Es ist ausschließlich sanftes, ruhiges Loben angesagt.
Mit sozialisiertem Spazierengehen ist gemeint, dass der Hund Spaß an seinem Halter hat, weil dieser ein toller „Leader“ (geworden) ist. Natürlich soll der Hund schnuppern und die Welt erkunden, jedoch wird ihm der Radius beim Freilaufen mit maximal zehn Metern vorgegeben. Es empfiehlt sich, die ersten Spaziergänge dieser Art nur im Wald zu machen. Am besten wird durch den Wald abseits des Weges gelaufen und so getan, als ob Pilze gesucht würden. Sobald der Welpe unaufmerksam wird, sollte ein großer Baum angesteuert und stehen geblieben werden. Der Welpe wird sehr schnell nervös werden und zu suchen anfangen. Wenn er seinen Halter gefunden hat, sollte dieser einfach weiter ruhig nach Pilzen suchen und den Welpen sanft verbal loben, damit er weiterhin darauf achtet, seinen Menschen nicht zu verlieren.
Warum sind so viele Hundehalter mit den Erfolgen und Ergebnissen ihrer Vierbeiner nicht glücklich, obwohl sie jahrelang in die Hundeschule gehen?
Auf dem Trainingsgelände, auf dem Vereinsplatz und in der Hundeschule funktioniert alles ganz ordentlich, aber sobald das Erlernte draußen in der Umwelt umgesetzt werden soll, klappt es bei Reizkonfrontationen fast gar nicht bis überhaupt nicht mehr.
Die 25-jährige Krissi Emich aus Roßdorf, Studentin der Sportwissenschaft und aktive Turnierhundesportlerin mit der sechs Jahre alten Border Collie Hündin Maya , hat Hans Schlegel mit dieser Frage konfrontiert. Viele Fachexperten und Hundeschulen knüpfen mittlerweile an seiner Aufbauarbeit an.
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