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Farbe ist ein entscheidender Teil deines Brandings – und dazu gehören besonders die Farben deiner Verpackung.
Diese Farben sorgen dafür, dass deine Produkte im Regal hervorstechen. Wenn ein bestelltes Produkt beim Käufer ankommt und er den Karton aufreißt, sind Farben das erste, was er vom Produkt sieht. Als Teil deiner Marke erzählen deine Farben eine Geschichte darüber, für wen dein Produkt gedacht ist und was die Käufer von ihm erwarten können.
Wenn du in Erwägung ziehst, die Farben deiner Produktverpackung zu ändern, gibt es eine Menge, worüber du nachdenken musst. Eine Veränderung des Farbschemas kann genau das sein, was dein Produkt braucht, um eine neue oder breitere Zielgruppe zu erreichen. Aber triffst du die falsche Wahl, kann es alles zunichtemachen, was du bisher aufgebaut hast. Selbst eine kleine Farbanpassung kann dramatisch verändern, wie die Öffentlichkeit deine Marke sieht.
Wir machen dir die Entscheidung leicht. Nutze die Richtlinien unten, um eine Pro-und-Kontra-Liste zu erstellen und zu sehen, ob eine Veränderung der Verpackungsfarben für dich in Frage kommt. Überlege, wie lange es deine Marke schon gibt, welches Image sie im Moment hat, welches Image du anstrebst, welche Verpackungsfarben deine Konkurrenz verwendet und den Grund hinter der Veränderung. All dies wird eine Rolle dabei spielen, ob du den Schritt wagen solltest.
Wann du deine Verpackungsfarben ändern solltest
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Egal wie du dich für deine ursprünglichen Verpackungsfarben entschieden hast, du hast dir wahrscheinlich darüber viele Gedanken gemacht.
Vielleicht hast du Farbpsychologie angewandt, um die perfekte Verpackung für eine ganz bestimmte Zielgruppe du designen. Oder du hast deine Freunde gefragt, was sie gut finden. Eventuell hast du ein Farbschema gewählt, das eine Bedeutung für dich hat. Aber vielleicht hast du dir auch gar nicht viele Gedanken gemacht und einfach eine beliebige Farbe gewählt.
Aber nun, da du darüber nachdenkst, die Farben deiner Verpackung zu ändern, darfst du nicht vergessen, dass du nicht etwas Neues erschaffst. Du werkelst an einer bestehenden Sache herum.
Bevor du beginnst, frage dich, weshalb du über eine Veränderung nachdenkst.
- Bringst du ein neues Produkt raus oder möchtest du, dass sich ein neues Produkt besser von einem anderen abhebt? Vielleicht soll dieses Produkt eine andere Zielgruppe ansprechen, als jene, die du bereits etabliert hast.
- Willst du von bestimmten Assoziationen abrücken? Eine Veränderung in deiner Branche oder eine Kontroverse, in die deine Marke verwickelt ist, kann dich dazu bringen, dein Produkt auf neue Art und Weise zu präsentieren.
- Ist dein Unternehmen mit einem anderen fusioniert? Du musst einen Weg finden, beide Marke zu integrieren, ohne deine eigene Identität zu verlieren.
- Hat deine Marke eine andere Persönlichkeit angenommen, als du dir ursprünglich vorgestellt hast? Das kommt vor. Versierte Unternehmer passen sich an, um zu der Nische zu passen, die sich für ihr Produkt entschieden hat.
- Ist es einfach an der Zeit für ein Update? Wenn es dich schon lange gibt, gehört deine Verpackung eventuell einer anderen Ära an. Manchmal bleiben Farben und Muster in einem bestimmten Zeitabschnitt stecken. Denke an die kultigen Designs von Pappbechern aus den 90ern. Eines Tages wird das, was heute angesagt ist, genauso altmodisch aussehen wie der Solo Jazz Cup.
Dein wichtigster Job besteht darin, sicherzustellen, dass die Veränderung nicht willkürlich ist. Du veränderst, welches Gefühl deine Kunden mit deinem Produkt verbinden. Wenn du also darüber nachdenkst, deine Verpackung blau zu gestalten, solltest du einen besseren Grund dafür haben als einfach „weil ich Blau mag.“
Vorteile einer Veränderung der Verpackungsfarben
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Du kannst eine neue Zielgruppe anlocken
Die Farben, die du wählst, haben einen Einfluss darauf, wie deine Zielgruppe über dein Produkt fühlt und denkt. Stelle sie dir als Stichworte dafür vor, auf wen du es abgesehen hast und weshalb.
Ein Produkt mit einer rein weißen Verpackung lockt Kunden mit einer minimalistischen, sauberen Ästhetik an. Wenn du das Engagement deines Unternehmens bezüglich Nachhaltigkeit betonen willst, denke darüber nach, deiner Verpackung grüne Akzente hinzuzufügen. Dies kann jüngere, umweltorientierte Kunden anziehen, denen wichtig ist, was in die von ihnen gekauften Produkte fließt.
Definiere so genau wie möglich, wen du versuchst mit deiner Marke anzuziehen. Dein junger, umweltorientierter Kunde ist möglicherweise ebenfalls politisch progressiv und verbringt gerne Zeit in der Natur. Nun hast du ein paar neue Faktoren, die es zu bedenken gilt, wenn du deine neue Farbpalette für deine Verpackung erstellst.
Du kannst alte Assoziationen loswerden
Farben haben Bedeutungen. Kunden erwarten, dass Produkte in schwarzer Verpackung hochwertig sind. Und wie gesagt, Grün drückt aus „Hey, wir sind umweltfreundlich!“ Produkte für Männer sind in der Regel in kühlen Tönen verpackt und Produkte für Frauen bekommt in der Regel wärmere, weichere Farben.
Vielleicht hattest du ausschließlich Produkte für Frauen, als du dein Unternehmen gegründet hast, aber jetzt führst du Produkte für alle Geschlechter. Die pinke Verpackung, die du am Anfang designt hast, passt nicht mehr so gut zu deinem Unternehmen, daher musst du zu einer geschlechtsneutraleren Palette wechseln.
Denke über die Veränderungen nach, die du mit deinen neuen Verpackungsfarben zeigen möchtest. Kräftige, warme Farben wie Orange und Gelb illustrieren eine aufregende, verspielte neue Persönlichkeit. Das Hinzufügen von Schwarz oder Violett zu deiner Verpackungspalette kann zeigen, dass du dich nun in einem gehobeneren Segment befindest.
Du passt dich neuen Trends an
Farbpaletten leben nicht ewig. Wenn du nicht gerade eine extrem einfache Farbpalette hast, dann sieht das, was vor 10 Jahren noch gut aussah, jetzt veraltet aus. Manchmal kann dies sogar mit einfachen und einfarbigen Designs passieren. Denke zum Beispiel an die erdigen Avocado-Farben der 70er oder das Neon der 80er als Beispiele für Farbpaletten, die mit bestimmten Epochen verbunden sind. Und schauen wir etwas kürzer zurück, denken wir daran, wie neutral, blau-tönig und minimalistisch das Design der 2000er-Jahre war.
Deine Verpackungsfarben zu ändern ist Teil davon, deine Marke neu zu erfinden, um relevant zu bleiben, während sich die Zeiten und Geschmäcker ändern. Und rede dir nicht ein, dass Trends wiederkommen, als Ausrede dafür, deiner Verpackung kein Update zu verpassen. Das tun sie zwar, aber du kannst nie wissen, welche Trends wiederkommen werden, wann sie wiederkommen oder in welcher Form sie wiederkommen. Und du kannst es dir nicht leisten, deine Marke in der Zwischenzeit nichtssagend werden zu lassen.
Finde also einen Weg, um deine Branding-Ziele mit der Farbpalette in Einklang zu bringen, die zur Zeit angesagt ist. Ein guter Anfang ist Pantones Farbe des Jahres. Voll auf angesagte Farben zu setzen, kann kurzfristig wirkungsvoll sein, obwohl es dich in ein paar Jahren wieder in die gleiche Lage bringen kann. Wenn du deine Verpackungsfarben änderst, um deine Marke zu modernisieren, solltest du es dir zum Ziel machen, von altmodischen Designs abzurücken.
Nachteile einer Veränderung der Verpackungsfarben
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Dein Produkt wird schwerer wiedererkennbar
Wenn dein Produkt bekannt für seinen braunen Karton ist, wechsle nicht über Nacht zu einem blauen Karton.
Für Konsumenten sind Veränderungen, die willkürlich erscheinen, verwirrend und können potenziell deinem Image schaden. Auch wenn dein Logo immer noch auf der Verpackung sein wird, nachdem du die Farbe geändert hast, ist dein bekanntes Farbschema ein zentraler Aspekt, der dein Produkt sofort erkennbar macht. Wenn dein Produkt im Regal neben dem deines Wettbewerbers steht, ist das wichtig für dich.
Tropicana machte beim Redesign ihrer Verpackung den Fehler, zu viel zu verändern.
Das vereinfachte Verpackungsdesign behielt ähnliche Farben, aber verlor den Charakter, der es von gewöhnlichem Orangensaft unterschied.
Deine Farben sind denen eines anderen Unternehmens zu ähnlich
Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Farben. Sicher, verschiedene Schattierungen und Farbkombinationen machen es exponentiell einfacher etwas zu finden, das unverwechselbar deins ist. Dennoch kann es schwierig sein, eine Farbpalette zusammenzustellen, die zu deiner Marke passt, ohne zu sehr wie die einer anderen Firma auszusehen.
Während du die Entscheidung für deine neuen Farben triffst, stelle dir zwei Fragen:
- Wie verpackt deine Konkurrenz seine Produkte?
- Verwenden andere Unternehmen die Farbkombination, die du im Sinn hast?
Wenn ein anderes Unternehmen, das diese Palette verwendet, klein ist und in einer komplett anderen Branche agiert, ist das kein Problem. Aber wenn eine überregionale Marke bekannt für die Farben ist, die du willst, dann wähle lieber eine andere Palette, damit es nicht so aussieht, als würdest du sie kopieren wollen. Eine Farbpalette zu wählen, die aus Gelb und Rot besteht, wird deine Verpackung beispielsweise aussehen lassen, als würde sie Mc Donald’s nachahmen.
Rebranding ist teuer
Designer kosten Geld. Forschung kostet Geld. Branding ist nicht billig.
Das bedeutet nicht, dass du deine Verpackungsfarben nicht ändern solltest, sondern dass du die Veränderung als Investment betrachten solltest. Wenn deine Marktforschung herausfindet, dass eine Veränderung deiner Farben keinen Einfluss auf deinen Gewinn haben wird, dann ist es gerade nicht an der Zeit, deine Verpackungsfarben zu ändern. Wenn ein groß angelegtes Redesign zu teuer sein wird, als dass es sich in Form von Umsatz bezahlt macht, finde einen Weg für ein kleineres und günstigeres Update.
Deine Verpackungsfarben zu ändern, ist immer ein Risiko, aber es sollte ein kalkulierbares Risiko sein. Spotify zog mehr als 5.000 Grüntöne in Erwägung, bevor sie sich für den perfekten Ton für ihr neues Logo entschieden.
Halte es schlicht und modifiziere einfach deine Farben
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Wenn du deine Verpackung nach einer Fusion änderst, kann dies der wirkungsvollste Weg sein, deine Identität zu erhalten, während du sie in Einklang mit der anderen bringst. Als Google beispielsweise Motorola kaufte, veränderte Motorola sein Logo, um seine neue Situation als ein Google-Unternehmen widerzuspiegeln.
Wenn du innerhalb deiner etablierten Nische bleiben willst, aber deiner Verpackung einen aktualisierten Look verpassen willst, überlege dir, dein Farbschema beizubehalten, es aber nur wenige Schattierungen heller oder dunkler zu machen. Selbst eine kleine Veränderung kann dein Image kräftiger, weicher oder moderner machen, ohne von deiner etablierten Palette abzuweichen. Spiele mit den verschiedenen Tönen der Farben herum, die du bereits verwendest, um zu sehen, wie unterschiedlich nur kleine Veränderungen deine Verpackung aussehen lassen.
Vergiss nicht, zu testen!
Das Farbschema deiner Verpackung zu ändern, ist keine einfache Schwarz-Weiß-Angelegenheit. Es gibt keine Zauberformel, um herauszufinden, ob du deine Produktverpackung ändern solltest oder wie. Finde heraus welches potenzielle Ergebnis eine Veränderung der Farbe für dein Produkt hätte und teste dann deine Ideen mit Mockups, Umfragen und A/B-Tests. Statt nach einer universell gültigen Antwort zu suchen, arbeite daran, die richtige Antwort für dein Produkt zu finden.