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17.04.2020
Arbeitgebende müssen besonders gefährdete Personen schützen - Gefährdete Arbeitnehmende sollen besonders geschützt werden
(Bezugsquelle: ab Seite 31 Artikel 10b und 10c der Erläuterungen zur Verordnung 2 über die Bekämpfung des Coronavirus; Stand 17.04.2020)
Der Bundesrat hat am 16. April 2020 präzisiert, wer besonders gefährdet ist und was im Rahmen der Schutzmassnahmen zu beachten ist.
Als besonders gefährdete Personen gelten gemäss nach aktuellem Kenntnisstand Personen ab 65 Jahren und Personen, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen und Krebs.
Die Liste ist nicht abschliessend.
Eine besonders gefährdete Person teilt ihre besondere Gefährdung ihrem Arbeitgeber durch eine persönliche Erklärung mit. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen.
Arbeitgeber ermöglichen besonders gefährdeten Personen, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Dazu treffen sie geeignete organisatorische und technische Massnahmen und ermöglichen bei Bedarf angemessene Ersatzarbeit.
Kann die besonders gefährdete Person nur vor Ort arbeiten, müssen die Arbeitgeber Abläufe oder den Arbeitsplatz so anpassen, dass die betroffene Person geschützt ist.
Wenn es nicht möglich ist, dass eine betroffene Person zu Hause arbeitet und sie das Risiko am Arbeitsplatz als zu hoch einstuft, kann sie die Arbeit im Betrieb ablehnen. Der Arbeitgeber muss in diesem Fall den Lohn weiterbezahlen.
Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer in Abweichung des Arbeitsvertrages und bei gleicher Entlöhnung eine geleichwerte Ersatzarbeit zuweisen, die von Zuhause aus erledigt werden kann.
Regula - 19:07 | Kommentar hinzufügen