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Die nationale Kathedrale von Washington, die für ihre Rolle bei der Amtseinführung von Präsidenten und an anderen Tagen national bedeutsam ist, ehrt den Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel mit einer Büste und macht ihn damit zur ersten jüdischen Person, die auf diese Weise geehrt wird. In der Kathedrale als Büste abgebildet sind auch Mutter Theresa, Rosa Parks und Oscar Romero, der Erzbischof von El Salvador, der 1980 während einer Messe ermordet wurde. Wie Randy Hollerith, der Dekan der Kathedrale, sagte, sei die Kirche nicht nur ein christlicher Schrein, sondern eine Hommage an diejenigen, die im amerikanischen Bewusstsein eine grosse Rolle spielen. «Ehrlich gesagt ist es für mich auch eine Erinnerung an die Realität des Holocaust und an das, was passiert ist, und dass es niemals vergessen werden darf. Und ich denke, das ist doppelt wichtig in einem christlichen Kontext.» Die Kirche begann 2017, etwa ein Jahr nach Wiesels Tod, sich mit dessen Familie zu beraten. «Seine Anwesenheit in der nationalen Kathedrale erinnert nicht nur an sein Leben und ehrt sein Engagement für die Menschenrechte. Sie stellt auch sicher, dass neue Generationen aus seinen Ideen lernen und diese in die Zukunft tragen», sagte Marion Wiesel, die Witwe des Schriftstellers zum Werk von Steinmetz Sean Callahan (rechts im Bild). Die formelle Einweihung der Büste erfolgt im Herbst.
Washington 30. Apr 2021
Elie Wiesel als Büste
Nicole Dreyfus