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Die in Konkurs gegangene Landis & Gyr Communications (LGC) hat einen Käufer gefunden. Das beste Angebot hat die Genfer IPM International gemacht, die zur IPM Group mit Sitz in Neapel gehört. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.
«Die meisten Angestellten werden übernommen», sagte Carlo Deseo, Präsident von IPM International, am Freitag (09.02.). LGC, die Fernsprecher und Telefon-Systeme herstellt, beschäftigte zuletzt in Genf 169 Personen und in Zug 27 Personen.
Keine Verlagerung von Arbeitsplätzen
Der Personalbestand werde den realistischen Wachstumsperspektiven der Gesellschaft angepasst, sagte Deseo weiter. Es werde jedoch nicht zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen kommen.
Auf Wunsch aller Beteiligten sei über die Höhe des Kaufangebots für die LGC Vertraulichkeit vereinbart worden, sagte Omar Deiri, der beim Genfer Konkursrichteramt für den Fall zuständig ist.
Mehrere Interessenten
Neben IPM International hatten sich drei weitere Unternehmen für eine Übernahme der LGC interessiert. Die Firma Swonics (Genève) hatte nur einen Teil der Aktiven von Landis & Gyr Communications übernehmen wollen.
Auch eine Gruppe ehemaliger Kader war an einer Übernahme interessiert. Schliesslich habe sich ein vierter Interessent am Donnerstagabend zurückgezogen, so Deiri.
Ein Schwergewicht
Landis & Gyr Communications kommt mit der Übernahme durch IPM International unter die Fittiche eines Konzerns, der weltweit zu den zehn grössten Akteuren in der öffentlichen Telefonie gehört.
Die IPM Group ist in der Entwicklung und Herstellung von Telefonkabinen und elektronischen Karten sowie in der Datenübertragung tätig. Im Geschäftsjahr 2000 betrug der konsolidierte Umsatz zwischen 230 und 240 Mio. Franken.
Weltweit präsent
Der Konzern beschäftigt weltweit 1'200 Personen. In Genf ist die IPM Group bereits heute mit sechs Beschäftigten präsent. Diverse Produktionsstätten befinden sich in der Nähe von Neapel. In Südostasien unterhält die Gruppe Kooperationen.
Am 29. Januar war gegen die Landis & Gyr Communications der Konkurs eröffnet worden. Die vorzeitige Kündigung eines 1998 von den Banken gewährten Kredites hatte bei der Luxemburger Holding der LGC Ende Dezember 2000 zur Zahlungsunfähigkeit geführt. Der Grund für die Krise waren ausstehende Kreditorenguthaben und weltweite Lieferengpässe bei elektronischen Komponenten.
swissinfo und Agenturen