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Der ärmste Präsident der Welt
José Mujica, geboren am 2. Mai 1935 in Montevideo, ist momentan amtierender Präsident des südamerikanischen Staates Uruguay. Sein Leben – oder viel mehr seine Errungenschaften – beschränken sich aber nicht nur auf diesen Fakt. Anfangs war er Untergrundskämpfer für eine Guerilla-Bewegung, weshalb er für 14 Jahre im Gefängnis landete. Nach der Wiederherstellung der Demokratie in Uruguay wurde Mujica entlassen und engagierte sich politisch so stark, dass er 2009 zum Präsidenten gewählt wurde. Als Staatsmann führte er das gebeutelte Land aus der Rezession, legalisierte die gleichgeschlechtliche Ehe, Abtreibungen und den begrenzten, staatlich-kontrollierten Anbau und Handel von Cannabis. Ausserden spendet Mujica 90 Prozent seines Präsidentengehaltes und fährt einen VW-Käfer.
Ich finde, dass Mujica nicht nur ein grossartiger Politiker ist, sondern dass er mit seiner liberalen Denkweise auch ein Vorbild für andere Machthaber in aller Welt sein sollte.
José Mujica wird im Jahr 2015 zurücktreten und ich bin mir ziemlich sicher, dass dies in der Medienlandschaft weltweit Wellen schlagen wird – nicht zuletzt wegen des Rückblicks auf sein Leben und seine Taten.
Jonathan Progin, ZiG-Blogger.