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Sadie Murdoch
Sss—Mm
kuratiert von Sabine Schaschl
Sadie Murdoch (geb. 1965) ist Dozentin am Goldsmiths College in London und befasst sich in ihrem Werk mit Genderfragen und weiblichen Protagonistinnen in der Kunst der Moderne. Dabei richtet sie ihre Aufmerksamkeit vor allem auf verschiedene Formen von Repräsentation, etwa auf fotografisches Archivmaterial, das sie mit ihrem feministischen Blick decodiert und neu zusammensetzt. Der dadaistisch anmutende Ausstellungstitel ist eine Buchstaben-Assemblage aus den Initialen der Künstlerin.
Für ihre Farbfotografien schlüpft Sadie Murdoch in die Rolle verschiedener, auf historischen Fotografien festgehaltener Personen. Bei diesem Prozess des Reenactment, der Neuinszenierung von Schwarz-Weiss-Aufnahmen in Farbe, für den die Künstlerin ihre Haut in den entsprechenden Grauwerten einfärbt, stellt sie die Situationen nicht bloss nach, sondern fügt minimale Abweichungen und Manipulationen ein, sodass Realität und Fiktion, Malerei und Fotografie miteinander verschmelzen. Anhand dieser Auseinandersetzung mit Archivmaterial untersucht Murdoch, wie die Rezeption der Moderne konstruiert wird.
Für ihre Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv hat die Künstlerin Collagen geschaffen, in denen sie auf Fotos der von Marcel Duchamp und Man Ray entwickelten «Rotoreliefs» (1926) und der von Sophie Taeuber-Arp gestalteten «Bar Aubette» (1927/1928) zurückgreift.
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