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Der erste durch die in Westafrika grassierende Ebola-Epidemie angesteckte Europäer ist der Krankheit erlegen. Der spanische Priester Miguel Pajares, der vor fünf Tagen aus Liberia nach Madrid ausgeflogen worden war, starb im Spital.
Dies teilte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Pajares war in der Quarantäne-Station einer Madrider Klinik auch mit dem experimentellen, noch nicht zugelassenen Medikament «ZMapp» behandelt worden. Er war nach zwei US-Amerikanern der dritte Patient, der das Mittel erhielt.
Der aus der Gegend von Toledo im Mittelspanien stammende Priester hatte seit acht Jahren als Pfleger in einem Spital in Monrovia gearbeitet. Die Nachricht von seinem Tod kam für die Spanier überraschend. Bis Montag hatte es geheissen, sein Zustand sei stabil.
Der in Ruanda unter Ebola-Verdacht unter Quarantäne gestellte deutsche Patient hingegen, ist nicht mit dem Virus infiziert. «Der Test des Ebola-Verdachtsfalles ist negativ. Es gibt kein Ebola in Ruanda», teilte das Gesundheitsministerium des ostafrikanischen Landes am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Es handelte sich offenbar um Malaria. Der Medizinstudent war kürzlich aus Liberia zurückgekehrt und zeigte Symptome, die auch bei Ebola auftreten. Deshalb war er in einer Klinik der Hauptstadt Kigali isoliert worden.
Sowohl bei Malaria als auch bei Ebola können Fieber und Durchfall auftreten. Viele der in den vergangenen Tagen weltweit registrierten Ebola-Verdachtsfälle gingen letztlich auf Malaria zurück. Die Zahl der Todesopfer der Ebola-Epidemie liegt bereits bei über 1000. Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Heilmittel gegen die Krankheit.
Ein Experten-Komitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält den Einsatz von experimentellen Wirkstoffen im Kampf gegen Ebola für vertretbar. Das gab die WHO am Dienstag nach Konsultationen eines Rates von Medizin-Ethikern bekannt.
«Angesichts der besonderen Umstände dieses Ausbruchs, und vorausgesetzt, dass bestimmte Bedingungen erfüllt werden», seien derartige Behandlungen ethisch vertretbar, auch wenn ihre Wirksamkeit noch nicht bewiesen und mögliche Nebenwirkungen noch nicht bekannt seien, erklärte die WHO in Genf. (whr/sda/afp/reu)
Es braucht einiges, damit eine Volksinitiative angenommen wird. Sie muss einen klaren Missstand oder ein starkes Unbehagen in der Bevölkerung aufgreifen. Bei der Pflegeinitiative war beides der Fall. Der Arbeitsdruck in der Pflege war schon vor Corona enorm. Die schwerste Gesundheitskrise in der jüngeren Geschichte hat ihn verschärft.