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Der Prix Photoforum 2020 geht an die Künstlerin Akosua Viktoria Adu-Sanyah für ihr Projekt «Inheritance. Poems of Non-Belonging». Die Jury vergibt ausserdem eine besondere Erwähnung an den Fotograf Camille Millerand.
Wie das Photoforum Pasquart mitteilt, sind 164 Bewerbungen für den 28. Prix Photoforum eingegangen. Die Jury hat daraus zwölf Kunstschaffend für die Ausstellung
ausgewählt. Diese ist vom 6. Dezember 2020 bis am 17. Januar 2021 im Photoforum Pasquart Biel zu sehen. Preisträgerin des mit 5000 Franken dotierten Prix Photoforum 2020 ist Akosua Viktoria Adu-Sanyah für ihr Projekt «Inheritance. Poems of Non-Belonging», welches noch weitgehend unveröffentlicht ist.
In der experimentellen und explorativen Arbeit setzt sich die Künstlerin mit ihrer deutsch-ghanaischen Herkunft und den sich daraus ergebenden sozialen Lebensrealitäten auseinander. Das Photoforum schreibt zur Arbeit: «Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit trifft auf die Notwendigkeit, das Selbst unabhängig von externer Kategorisierung und frei von Vorverurteilungen zu definieren – die heterogene kulturelle Identität führt zu einem Gefühl der eigenen Unvereinbarkeit.»
Während die Arbeit stark autobiographisch geprägt sei, verweise sie gleichzeitig auf systemischen und alltäglichen Rassismus, dessen fatale Konsequenzen durch den Fall von Derek Chauvin und George Floyd und die anschliessenden globalen Protestbewegungen an neuer Aktualität gewinnen.
Die Jury vergab auch eine besondere Erwähnung an den Fotograf Camille Millerand für sein langjähriges Projekt «Bled Runner». Diese Arbeit, die 2015 in Algerien begonnen wurde, folgt den langfristigen Migrationsrouten von Menschen, die sich zur illegalen Ausreise nach Europa verpflichtet haben und deren Weg sie nach Europa sowie in andere afrikanische Länder oder auf dem Rückweg in ihr Herkunftsland führen wird.