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Beim Junioren Interclub, einem Teamwettbewerb unter Schweizer Tennisclubs, treten die besten Juniorinnen und Juniorenmit in der Liga A gegeneinander an und spielen um den Meistertitel. In diesem Jahr fand die Finalrunde am 29. und 30. Oktober statt, an der die beiden 11-jährigen, R5-klassierten GC Spielerinnen Jimena Staubli und Annina Steck als Team gemeinsam teilnahmen.
Coach Reto, Fan Alejandro und die tenniserfahrene Mutter Corinna
Die beiden Juniorinnen zeigten am Wettbewerb, dass sie ein geniales Team sind. Zugute kam ihnen zum Beispiel, dass sie sich in ihrem Spiel bestens ergänzen. Während Annina gerne in einem eher defensiven Spiel erst bei opportuner Spielsituation in die Offensive geht, versucht Jimena ihre Gegnerin von Anfang an unter Druck zu setzen. In der Gruppenphase gewannen die GC Juniorinnen so beinahe alle Einzel, Jimena trotz des gebrochenen linken Arms, der bei der doppelhändigen Rückhand der Rechtshänderin der massgebende Schlagarm ist. Annina Steck gelang sogar ein persönlicher Exploit. Gegen die um ein Jahr ältere und um zwei Stufen besser klassierte Stella Arroyo, die Nummer 12 ihres Jahrgangs, verlor Annina in der Gruppenphase noch klar. In der Finalrunde hingegen verlor sie nur knapp im Tie-Break des dritten Satzes. Lara Da Silva, Nummer 9 des Jahrgang 2010 und ebenfalls R3 klassiert, konnte Annina in zwei Sätzen gar bezwingen. Jimena vermochte zwar keine R3 Spielerin zu schlagen, bewies aber durch ihre Teilnahme mit gebrochenem Arm Wettkampfgeist. In der Finalrunde trat sie gegen eine merklich grössere, kräftigere und um ein Jahr ältere Gegnerin mit Selbstvertrauen an, blieb positiv und gab alles. Zum Glück waren die Mädchen dabei nicht alleine: Neben Reto Staubli, Trainer und Vater von Jimena, begleiteten Anninas Mutter Corinna und ihr jüngerer Bruder Alejandro die beiden Mädchen bei jeder Begegnung und waren ihre grössten Fans.
Im Team zum Erfolg
Im Einzelsport Tennis ist die Möglichkeit, als Team anzutreten, bereichernd. Im Doppel müssen die Spielerinnen ihr Spiel und ihre Emotionen aufeinander abstimmen. Aber auch im Einzel bleibt die Teamkollegin wichtig, wie sich bei Jimena und Annina am Junioren Interclub zeigte. Die beiden unterstützten sich gegenseitig, brachen bei Siegen gemeinsam in Jubel aus oder bauten einander bei Niederlagen auf. Die abenteuerlichen Reisen an die Spiele im Tessin schweissten die beiden Mädchen noch stärker zusammen. Auch wenn es für den Meistertitel in ihrer Alterskategorie schliesslich nicht gereicht hat, sind Annina und Jimena mit ihrer Leistung äusserst zufrieden. Im Gegensatz zu ihren Finalgegnerinnen, die nächstes Jahr für die Kategorie U12 zu alt sind, können Jimena und Annina 2023 nochmals antreten. Diese beiden GC Spielerinnen sind nicht nur ein Versprechen für die Zukunft des Tennissports, sondern auch eines für GC.
Frühe Begeisterung für den Tennissport
Dem Tennissport sind die beiden schon lange treu. Jimena schlug ihre ersten Bälle mit 5 Jahren auf den Plätzen der GC Tennis Sektion. Annina entdeckte das Tennisspiel mit 6 Jahren dank ihrem älteren Bruder: Als dieser seine Tennisstunde bei der Tennis Academy in Fällanden aufgrund eines Auslandaufenthaltes in Australien aufgeben musste, sprang die kleine Schwester in die Lücke und entdeckte einen Sport, der sie begeisterte. Annina ist aber auch auf Fussballplätzen und bei Skirennen anzutreffen, Jimena besuchte bis vor Kurzem regelmässig Hip-Hop-Kurse, und beide spielen Klavier. Tennis jedoch mauserte sich bei beiden Spielerinnen nach und nach zur Nummer eins. Da die Schulaufgaben immer mehr Zeit einnahmen, mussten sich die Mädchen für ein Hobby entscheiden. Beide entschieden sich für Tennis – ein Versprechen für die Zukunft der Tennis Sektion.
Chantal Coens