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Beschreibung
Beethoven hielt ihn für den grössten lebenden Komponisten überhaupt und im französischen Musikleben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war er unzweifelhaft die dominierende Persönlichkeit und Autorität: Luigi Cherubini, der 1760 in Florenz geboren wurde, nach ersten Opernerfolgen in Italien in Frankreich dann mit seinen Musikdramen berühmt wurde und schliesslich zum Surintendant de la musique du roi und allseits gefürchteten Konservatoriumsdirektor aufstieg.
Cherubini schrieb seine einzige Sinfonie als Auftragswerk 1815 für die Londoner Philharmonic Society, und auch wenn sie sein Solitär in dieser Gattung geblieben ist, muss man sie als äusserst gelungen und eigenwillig anerkennen. Cherubinis Verhältnis zur Sinfonie kommt nicht aus der deutsch-österreichischen Tradition, sondern erklärt sich aus seinem Herkommen von der Oper und der repräsentativen Kirchenmusik. Aus diesem Grund ist für ihn zuallererst der äussere Umriss mit seinem ästhetischen Programm und seiner Monumentalität von Bedeutung, den er jedoch eigenständig und interessant zu füllen vermag.
Wie sehr Cherubini aber auch in seinen Opern sinfonisch denken konnte, zeigt seine grandiose Ouvertüre zu «Lodoïska», deren Wiener Aufführung Beethoven zur Komposition seines «Fidelio» anregte. Den frühen, italienischen Cherubini zeigt dann die dreisätzige Sinfonia zur Opera serai «Il Giulio Sabino» von 1786.
Das alles wird spannungsreich interpretiert vom Zürcher Kammerorchester unter seinem neuen Leiter Howard Griffiths.
Rezensionen
Steppuhn in FonoForum 7/98: «Das präzise artikulierende und schwungvoll aufspielende Zürcher Kammerorchester stellt hier eine in ihrem Farbenreichtum imponierende Aufnahme der Symphonie zur Seite.»
Klassik heute 8/98: «Hochinteressante Orchestermusik, makellose Interpretationen.»
Neue Zürcher Zeitung: «Ein Hörvergnügen ersten Ranges.»
Luigi Cherubini
«Lodoïska»-Overture
Symphony in D major
«Il Giulio Sabino» – Sinfonia