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VERKAUFSLISTE
|DER SCHWEIZER FILM|
|Robert Bichler

1916 - 2001
|.

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Der Schauspieler Robert Bichler war sehr erfolgreich beim Theater und gehörte während des 2. Weltkriegs zu den bekannten Bühnenschauspielern. Zudem gehörte er dem Ensemble des legendären Cabaret Cornichon an.
Sein Weg zur Schauspielerei ist eher ungewöhnlich, zumal er nach seiner Lehrausbildung nicht im Geringsten an die Schauspielkunst dachte.
So musste es Gevatter Zufall richten und liess Robert Bichler beim um die Ecke biegen des Stadttheater-Gebäudes mit einem Herrn zusammenstossen, welcher zu Boden fiel.
Dieser schimpfte mit dem jungen Robert Bichler und fragte vorwurfsvoll, warum er erst jetzt auftauche, da man die Statisten bereits früher erwartet hätte. Durch die Verwechslung ins Gespräch kommend erfuhr Robert Bichler, dass man als Statist einen Franken Lohn plus zwei Gratis-Eintrittskarten erhält. So begann er seine Bühnenlaufbahn als Statist und war schon bald von dieser ganz eigenen Welt fasziniert. Es kamen erste grössere Rollen hinzu und schliesslich erhielt Robert Bichler nach einem erfolgreichen Auftritt am Theater ein Stipendium für die Schauspielschule.
Nach erfolgreichem Abschluss startete er seine professionelle Laufbahn am Städtebund-Theater Biel-Solothurn. Weitere Theaterengagements folgten, u.a. das Schauspielhaus Zürich.
Beim Film trat er erstmals 1939 in Erscheinung. Zunächst in "Wehrhafte Schweiz" (39) von Hermann Haller und anschliessend in dem erfolgreichen Kinofilm "Wachtmeister Studer" (39) mit Heinrich Gretler in der Titelrolle. Darin verkörperte er eindrücklich den unter Mordverdacht stehenden Erwin Schlumpf.
Trotz seines grossen Schauspieltalents und dem frühen Erfolg beim Film blieb er zeitlebens dem Theater treu. Filmische Auftritte entstanden nur sporadisch, so in den 40er Jahren mit "Margritli und d'Soldate" (40), "Marie-Louise" (44) und "Nach dem Sturm" (48).
In den 50er Jahren folgten weitere wenige Filme, darunter "Swiss Tour" (50), "Uli, der Knecht" (54) und "SOS Gletscherpilot" (59). In letzterem Film konnte er Beruf und private Leidenschaft verbinden, denn den Bergsport übte er gerne und regelmässig aus.
Als er 1955 für das Radio engagiert wurde, entstand dort nebst der Schauspielerei ein zweites Standbein und Robert Bichler arbeitete beim Radio bis zur Pensionierung 1981. Für das Radio realisierte er zahlreiche Hörspiele und konnte dank seinen Beziehungen zu anderen Schauspielern auch grosse Namen für die Sprechrollen verpflichten.
Nach längerer Abstinenz kehrte Robert Bichler in den 70er Jahren nochmals vor die Kamera zurück, dieses Mal für das Fernsehen.
Seine letzten filmischen Arbeiten sind "Prometheus aus der Seitengasse" (70), "Die Bestattung des Oskar Lieberherr" (70) und "Eiger" (74) unter der Regie von Dieter Wedel.
Ein herzlicher Dank geht an Frau Bichler für die zusätzlichen Informationen zu Robert Bichler.