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Macht man ein Mittagsschläfchen in der Hängematte, ist man danach besser erholt.
Was Babys hilft, tut auch Männern gut. In einer kleinen Studie mit zwölf Männern haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein Mittagsschläfchen in einer Hängematte oder einem Schaukelstuhl für bessere und schnellere Erholung sorgt. Das schweizerisch-französische Forscherteam stellte fest, dass sich die Hirnströme durch das Schaukeln verlangsamen, so wie dies auch im Tiefschlaf der Fall ist. Die Teilnehmer mussten auf einer simulierten Hängematte jeweils am frühen Nachmittag eine Dreiviertelstunde schlafen.
Durch die Bewegung schliefen die Probanden rascher ein und zeigten sich danach insgesamt besser erholt, als nach einem Mittagsschlaf auf einem stabilen Bett. Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass sogenannte Schlafspindeln – Phasen mit einer typisch erhöhten Aktivität während des Schlafs – häufiger auftraten. Diese Spindeln gelten als Massstab für die Stabilität des Schlafs; je mehr davon auftreten, desto kleiner ist die Chance, durch Geräusche oder andere Störungen zu erwachen. Das Forscherteam geht davon aus, dass rhythmische Bewegungen entweder direkt auf die Schlafsteuerung im Hirn ansprechen oder aber, dass die Nervenzellen im Gleichklang schwingen und so den internen Schlafrhythmus unterstützen. Sie betonen aber, dass die positive Wirkung lediglich bei jungen Männern ohne Probleme mit dem Gleichgewichtssinn und nur für kurze Schlafphasen tagsüber festgestellt wurde. Ob sich ein Schaukeln auch begünstigend auf den Nachtschlaf auswirken könnte, soll als nächstes untersucht werden.
Foto: Markus Redmann