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Die Zulassung von Elektroautos ist in der Schweiz innerhalb eines Jahres um 250% in die Höhe geschnellt. Das erste Factsheet des TCS auf diesem Gebiet zeigt, dass die Rahmenbedingungen für eine weitere Beschleunigung dieser Tendenz in den nächsten Jahren erfüllt sind.
4,2% der verkauften Neuwagen in der Schweiz waren 2019 elektrisch, so dass die Schweiz nun auf Platz fünf im Klassement der europäischen Länder mit dem höchsten Anteil en Elektrofahrzeugen rangiert. Auf dem Podium dieser Rangliste stehen Norwegen (42,4%), die Niederlande (13,9%) und Island (7,8%). Auf Grund der starken Zunahme an neuen elektrischen Fahrzeugen stellt der TCS fest, dass die Schweiz für diese Antriebsart ein besonders günstiges Umfeld bietet.
Elektroautos boomen in der Schweiz
Die Elektromobilität ist in der Schweiz innerhalb eines Jahres um 250% gewachsen, von 1,7 % der Neuwagen im Jahre 2018 auf 4,2% im 2019. Die Schweizerinnen und Schweizer sind somit überzeugtere Elektromobilitätkonsumenten als ihre Nachbarn. In Österreich waren 2,8% der neu gekauften Autos elektrisch, in Frankreich nur 1,9%, in Deutschland 1,8% und in Italien 0,6%.
Die drei beliebtesten Automodelle in der Schweiz waren 2019 der Tesla Model 3 mit 5'002 verkauften Neuwagen, der Renault Zoé mit 1'791 und der BMW i3 mit 1'053. Jedes dieser Modelle bietet eine relativ hohe Reichweite von 300 bis 560 km (je nach Ausführung). Zehn Elektroautos sind auf dem Schweizer Markt für unter CHF 35‘000 zu erhalten. Es handelt sich dabei um folgende Autos: Citroën C-zero, Hyundai Kona, Mitsubishi i-MiEV, Opel Corsa, Peugeot 208, Peugeot iOn, Renault Zoé, Smart ForFour, Smart ForTwo und Skoda Citigo.
Um einen Anhaltspunkt bezüglich der langfristigen Betriebskosten zu schaffen, hat der TCS den TOC (Total Ownership Cost) berechnet, d. h. die Gesamtkosten der fünf meistverkauften Elektroautos in der Schweiz. Diese Rechnung beinhaltet die Ankaufs- sowie die Unterhalts- und Betriebskosten über 10 Jahre und 150'000 km. So kommt man auf eine Summe von CHF 156'990 für das Tesla Model S, CHF 104'880 für das Tesla Model 3, CHF 96'510 für den Hyundai Kona EV, CHF 86'270 für den Renault Zoe (Batterie inbegriffen) und CHF 83'090 für den BMW i3. Zum Vergleich: Die Kilometerkostenberechnung des TCS kommt für einen Mittelklassewagen mit Benzinmotor auf 70 Rappen pro km, d. h. CHF 105'000 für 10 Jahre und 150'000 km.
Die CO2-Emissionen sind in der Schweiz tiefer als im restlichen Europa
Die Elektromobilität boomt in der Schweiz und die heutigen Rahmenbedingungen deuten auf einen weiteren Aufschwung in den nächsten Jahren hin. Gemäss einer im Herbst 2019 vom TCS durchgeführten Umfrage haben 48% der Schweizer die Absicht, in den nächsten drei Jahren ein elektrisches Fahrzeug zu kaufen. Diese zukünftigen Käufer können auf 3458 via Roaming-Netze verfügbar Ladestationen zählen – hinzu kommen zahlreiche private Ladestationen.
Aus ökologischer Sicht ist die Verbreitung der Elektromobilität in der Schweiz besonders interessant. Ab 40'000 km hat ein elektrisches Auto den durch die Produktion begründeten Mehrausstoss von CO2 bereits amortisiert, so dass es weniger Treibhausgas produziert als ein mit einem Verbrennungsmotor betriebener Wagen. Wenn man die Emissionen aus dem schweizerischen, österreichischen und deutschen Energiemix in Betracht zieht, so stellt man fest, dass ein Elektroauto in der Schweiz 26,6g CO2 pro Kilometer ausstösst, 35,1g in Österreich und 104,4g in Deutschland. D. h., dass das gleiche Elektroauto, wenn es in Deutschland betrieben wird, fast vier Mal mehr CO2 ausstösst als in der Schweiz.
Die potentiellen Elektroautokäufer können ausserdem auf Subventionen oder Förderprogramme in elf Kantonen (Basel-Stadt, Bern, Genf, Jura, Luzern, Sankt-Gallen, Schwyz, Thurgau, Tessin, Waadt und Zürich) zählen. Es handelt sich je nach Kanton um Beiträge für den Ankauf, einen teilweisen Erlass der jährlichen Motorfahrzeugsteuer oder um Beiträge zum Einbau einer Ladestation.