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Ein Vertrauter von Uli Hoeness hat gegenüber dem SPIEGEL mit deutlichen Worten Spekulationen widersprochen, wonach der Ex-Bayern-Präsident Sonderrechte im Gefängnis geniesse. Die Empörung über Hoeness' Aufenthalt in einer Privatklinik nannte er «vollkommen widerwärtig».
Das Umfeld von Uli Hoeness, 62, weist Spekulationen zurück, der Ex-FC-Bayern-Präsident geniesse in der Haft Sonderrechte. «Ich kann jedem die Sorge nehmen, der glaubt, dass Uli ein Traumleben hat. Das, was er in Landsberg mitmacht, mit Kinderschändern und anderen Kriminellen, ist alles andere», sagte ein Vertrauter dem SPIEGEL.
Auch die empörten Berichte über Hoeness' Aufenthalt in der Privatklinik der Schön-Gruppe am Starnberger See wegen eines Eingriffs am Herzen stören die Freunde des früheren Managers: Es sei vollkommen widerwärtig, «dass Uli seine Krankheit überhaupt erklären» müsse, hiess es. Hoeness war überraschenderweise schon am vergangenen Mittwochabend, kurz nach der Routineoperation, vom Starnberger See wieder in die Justizvollzugsanstalt Landsberg gebracht worden. Ursprünglich sollte der 62-Jährige noch ein paar Tage länger in der Klinik bleiben.
Wie der SPIEGEL berichtet, gab es ausserdem einen zweiten Versuch, Hoeness zu erpressen. Diesen soll die Polizei jedoch nicht besonders ernst genommen haben. Vor Haftantritt gab es bereits einen ersten Erpressungsversuch. In einem Brief wurde Hoeness mitgeteilt, man könne gegen die Zahlung einer sechsstelligen Summe Einfluss auf seinen Haftverlauf nehmen.
Hoeness sitzt seit Anfang Juni ein, nachdem er im Frühjahr wegen Steuerhinterziehung in Höhe von mindestens 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war.