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Die Progress Energy nahm die Kernkraftwerkseinheit Crystal-River-3 (PWR, 860 MW) im Herbst 2009 für Revisionsarbeiten im Hinblick auf eine Leistungserhöhung und den Antrag um eine Betriebsdauerverlängerung bis 2036 vom Netz. Insbesondere die Dampferzeuger des Werks sollten ausgewechselt werden. Dabei trat in der äusseren Betonschicht des Containments ein Schaden ein. Während der Instandsetzung 2011 wurden zusätzliche Schäden in anderen Bereichen der Containment-Struktur verursacht, schreibt die Duke Energy Company – das Mutterunternehmen der Progress Energy – in einer Medienmitteilung. Nach eingehender Evaluation der Handlungsmöglichkeiten kam die Duke Energy Ende 2012 zum Schluss, dass die Reparatur durchaus möglich wäre, jedoch mit grossen Risiken bezüglich Kosten und Dauer verbunden sei. Die Reparaturkosten werden mit mindestens USD 1,5 Mrd. (CHF 1,4 Mrd.) veranschlagt. In Anbetracht der hohen Risiken beschloss die Duke Energy Anfang Januar 2013, die Kernkraftwerkseinheit Crystal-River-3 sofort endgültig stillzulegen.
Die Duke Energy hat gemäss eigenen Angaben bereits USD 305 Mio. (CHF 278 Mio.) Entschädigungszahlung der Nuclear Electric Insurance Ltd. erhalten, weitere USD 530 Mio. (CHF 484 Mio.) werden folgen. Die Höhe des Betrages wurde in einem Mediationsverfahren festgelegt. Die Einnahmen sollen den Stromkonsumenten von Duke Energy zu Gute kommen. Von den rund 600 Mitarbeitenden des Kernkraftwerks sollen «viele» in die erste Phase der Stilllegung miteinbezogen werden. Die anderen sollen soweit möglich neue Funktionen innerhalb der Duke Energy übernehmen. Am Standort Crystal River befinden sich das jetzt stillgelegte Kernkraftwerk sowie vier Kohlekraftwerke.
Quelle
D.S. nach Duke Energy, Medienmitteilung, 5. Februar 2013