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In einem neuen Positionspapier («Europe, now it's your term to act») beklagt Amnesty die völlig ungenügende Bereitschaft der meisten europäischen Länder, Flüchtlinge aufzunehmen, die aufgrund der Kämpfe aus Libyen fliehen mussten. Es handelt sich dabei um ca. 5000 Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia, Sudan und anderen Ländern, die unter schwierigen Bedingungen in den Lagern von Choucha in Tunesien und Saloum leben. Eine Rückkehr in ihre Heimatländer kommt dabei zumeist ebenso wenig in Frage wie ein dauerhafter Aufenthalt in Libyen, Tunesien oder Ägypten. Das Uno-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) sucht deshalb dringlich Aufnahmeländer in Europa.
Magere Antwort der EU
Die Antwort ist bisher sehr zögerlich ausgefallen: Neben den USA, Australien und Kanada haben sich nur 8 europäische Länder zur Aufnahme von insgesamt lediglich 800 Personen bereit erklärt.
Schweiz bewilligte Einreisen
Die Schweiz hat rund 100 Einreisebewilligungen an vornehmlich eritreische Flüchtlinge gewährt, die vor Ausbruch der Kämpfe in Libyen ein Asylgesuch bei der Schweizer Botschaft in Tripolis gestellt hatten. Amnesty begrüsst diesen Schritt, verlangt vom Bundesrat jedoch, dem UNHCR auch die Bereitschaft zur Aufnahme eines Kontingents von Flüchtlingen aus den Lagern in Tunesien und Ägypten anzuzeigen.