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Bodenwasser ist für Pflanzen und Bodenbiota essentiell und resultiert aus dem Zusammenspiel von Klima, Standortbedingungen und Vegetation. Klimaveränderungen wirken sich auf den Bodenwasserhaushalt, die Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen und letztendlich auf die Gesundheit der Wälder aus. Grundlage für die Quantifizierung der Bodenwasserflüsse ist die Wasserspannungskurve, die das Verhältnis zwischen Wassergehalt (θ) und Bodenwasserpotential (ψ) darstellt. An 16 LWF-Standorten in der ganzen Schweiz wurde die Messung beider Parameter (θ, ψ) erneuert und um zusätzliche Standorte und Bodentiefen (bis zu 2 m) erweitert.
Das Bodenwasserpotential (kPa) reflektiert die Mobilität des Wasser im Boden, ob es ins Grundwasser sickern oder von den Bäumen extrahiert werden kann. Bodenwassermangel im Wald hat direkte z. B. Entlaubung und erhöhte Sterblichkeit und indirekte Auswirkungen auf Wälder z. B. Erhöhung der Anfälligkeit für Insektenbefall, Krankheiten oder Windwurf. Hohe Bodenwassergehalte hingegen können verstärkt zu Verunreinigungen und Nitratauswaschungen ins Grundwasser führen. Nasse Böden sind auch anfälliger für Bodenverdichtung und haben ein erhöhtes Risiko für Hanginstabilitäten und Bodenerosion.
Hier haben wir sieben Klassen des Bodenwasserpotentials definiert:
Die Karte zeigt das gemittelte tägliche Bodenwasserpotential für Oberböden (<= 50 cm) und Unterboden (> 80-200 cm) an den SwissSPOT-Waldstationen (siehe Standorte). Die Farben entsprechen den oben definierten Klassen, die Polygone den biogeografischen Regionen der Schweiz (Gonseth et al., 2001). Stationen mit temporär fehlender Datenverbindung (NA) werden grau angezeigt.
Die zeitliche Dynamik des Bodenwasserpotentials im Oberboden (<= 50 cm) und im Unterboden (> = 80-200 cm) wird für sechs biogeografische Regionen der Schweiz angezeigt. Die Region Jura wird durch die Standorte Bettlackstock, Lägeren, Neukirch vertreten; das Mittelland umfasst die Standorte Othmarsingen, Vordemwald, Lausanne und Jussy. Standorte der alpinen Nordflanke sind Beatenberg und Schänis und der alpinen Südflanke die beiden Standorte Chironico und Novaggio. In den östlichen Zentralalpen haben wir die Standorte Davos, Celerina und Nationalpark und in den Tälern der westlichen Zentralalpen die Standorte Lens und Visp.
Details zum Projekt
Projektdauer
2018 - 2028