Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/321

Viele Ereignisse der Berliner Geschichte sind dem Vergessen anheimgefallen, manches wurde und wird verdrängt und verfälscht, und es gibt Übertreibungen und Untertreibungen. Das hier vorgelegte Buch bietet eine Auswahl von Episoden aus der fast 800-jährigen Geschichte der Stadt an der Spree. Dabei nehmen die Gegensätze zwischen Arm und Reich, Oben und Unten, Adel und Bürgertum sowie Massnahmen der Obrigkeit einen grossen Raum ein, den Widerstand Berliner Handwerker und Arbeiter gegen schlechte Bezahlung mit Waffengewalt zu brechen. Vom frühen Mittelalter bis in unsere Gegenwart reichend, schildert der reich illustrierte Band, wie man immer wieder versucht hat, der Stadtbrände und des zum Himmel stinkenden Unrats auf Strassen und Plätzen Herr zu werden, und wie es 1920 zur Bildung von Gross-Berlin kam. Das Buch behandelt den für Kultur und Wirtschaft so segensreichen Zuzug von Fremden ebenso wie Gewaltakte gegen die jüdische Bevölkerung, die nicht erst während der Zeit des Nationalsozialismus viele Opfer forderten.
Portrait
Helmut Caspar (geb. 1943) verlebte seine Kindheit und Jugend in Potsdam. Nach einer Schriftsetzer-Lehre und dem Geschichts- und Germanistikstudium an der Universität in Rostock arbeitete er kurzzeitig und eigentlich gegen seinen Willen als Lehrer in der Nähe von Potsdam. Doch da er schon immer gern schrieb und veröffentlichte, wechselte er nach Ost-Berlin, um zunächst als Redakteur der Tagespresse zu arbeiten. In den achtziger Jahren war er am Institut für Denkmalpflege der DDR als Pressereferent tätig. Ab 1991 war Caspar als Redakteur in der Tageszeitung Neue Zeit tätig. Im Juli 1994 stellte das Blatt sein Erscheinen ein; seitdem ist er in Berlin als freier Journalist tätig und unterhält dort auch die Geschäfts- und Pressestelle des Verbands der deutschen Münzenhändler.