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Das gesamte Kader reiste anfangs April nach Dänemark, um sich in nordischem Gelände auf die kommende Saison vorzubereiten. Das Programm war gespickt mit vielen Wettkämpfen, zwei davon zählten sogar zum World Ranking.
Am ersten Tag nach der Anreise organisierten wir uns selbstständig ein Training im Wald Lystrup Skov. Dieser war noch etwas nass, hatte jedoch sehr viele sehr coole MTB-Trails, was unser aller Herzen höher schlagen liess. Am Abend absolvierten wir noch einen kurzen Sprint ums Event Center in Tisvilde, bevor wir uns zurückzogen in unser Sommerhaus und die Langdistanz vom nächsten Tag vorbereiteten sowie das Short-Track Rennen des Cross-Country Weltcups in Brasilien verfolgen.
Die Langdistanz führte uns durch die Tisvilde Hegn. Der Wald, der direkt am Meer liegt, was eher Flach, beinhaltete aber einige Geländekanten. Im ersten MTBO-WRE dieses Jahres konnten wir gute Resultate abliefern. Simon Brändli beendete das Rennen als 3. auf dem Post, dicht gefolgt von Adrian Jäggi auf dem 5. Rang. Silas Hotz beendete das Rennen als 22., Noah Rieder klassierte sich auf dem 25. Rang.
Bei den Frauen konnte Christine Schaffner das Rennen als 11. am schnellsten hinter sich bringen. Ursina Jäggi folgte auf Rang 16, Arianna Arpagaus landete auf Rang 24, Lena Hofer wurde 28. Bei den Junioren und den Jugend-Kategorien konnte das Schweizer Team durch Flurin Schnyder und Noé Henseler je einen Sieg verbuchen. Alle Resultate sind hier zu finden.
Der erste Wettkampftag wurde abgerundet durch die legendäre Crying-Mile, die dieses Jahr eher einem einfachen Sprint glich als einer tränenreichen Meile. Simon Brändli konnte dieses Rennen für sich entscheiden.
Der zweite Tag beinhaltete eine Mitteldistanz, die ebenfalls zum World Ranking zählte, sowie einen weiteren Sprint. Die Mitteldistanz fand in den Wäldern Klosteris Hegn und Risby Vagn. Der Wald hatte ein nicht allzu dichtes Wegnetz, die Bahnleger holten aber ziemlich viel raus. Der Lauf wurde zweimal neutralisiert, was zu taktischen Überlegungen führte. Wir alle nützen diese Regel aus, um uns zu verpflegen, die Karte zu wechseln oder uns auf die nächsten Teilstrecken vorzubereiten.
Silas Hotz zeigte eine herausragende Leistung und wurde 7. Simon Brändli führte das Schweizer Team einmal mehr an und klassierte sich auf dem 4. Rang. Adrian Jäggi vervollständigte das Schweizer Trio in der Top10 auf Rang 8. Noah Rieder konnte sich ebenfalls steigern und beendete das Rennen auf Rang 16.
Bei den Frauen rangierten Ursina Jäggi auf Rang 17, dicht gefolgt von Christine Schaffner auf Rang 18. Lena Hofer verbesserte sich auf den 26. Rang, Arianna Arpagaus beendete das Rennen als 30. Flurin Schnyder und Noé Henseler entschieden ein weiteres Mal ihre Rennen für sich.
Der Sprint am Nachmittag fand in im Stadtwald von Frederiksvaerk statt. Dieser hatte es in sich, er war durchzogen von teils sehr steilen Hängen. Man musste stets gut kontrollieren, wo man wie viel Höhe machen muss. Alle Resultate des 2. Wettkampftages sind hier zufinden.
Das Camp dauerte noch 2 weitere Tage an, in denen unterschiedliche Trainingswettkämpfe stattfanden. Am Montag war dies der Traditionelle Hoeker, ein Ultra-Langdistanz Rennen mit Massenstart. Diese spezielle Wettkampfform behagt uns allen sehr gut, und so konnten wir meist zu dritt in einer ca. 8 köpfigen Spitzengruppe mitfahren und das Rennen mitgestalten. Auf die erneute Neutralisation nach ca. 2/3 des Rennens waren wir bestens vorbereitet. Eine Neutralisation in einem Massenstart hat zur Folge, das nicht unbedingt der erste Finisher auch das Rennen gewinnt. So sprintete die Schweizer Vertretung in der Spitzengruppe souverän zum ersten Neutralisationposten, und stemplte den Restart-Posten mit etwas Abstand zu den Ersten. Die Lücke konnte gut wieder zugefahren werden, und die gewonnene Zeit vom Übergang sollte sich noch als äusserst wertvoll erweisen. Die gegabelten Schlussschlaufen absolvierten Simon und Adrian gemeinsam mit dem dänischen Duo Morten Örnhagen und Oliver Friis. Gegen Schluss bildeten sich zwei Duos, Simon konnte Morten noch einigermassen folgen, während Adrian und Oliver abreisen lassen mussten. Simon konnte bis zum Schluss das Hinterrad von Morten halten und beendete das Rennen als 2., aber dank der Neutralisation mit der schnellsten Zeit. Zwischen die beiden Duos fuhr noch Marcus Jansson, der eine andere Gabelungsvariante auf der Schlussschlaufe hatte. Auf dem 4. Rang folgte Adrian, der das Duell mit Oliver für sich entscheiden konnte. Auf dem 10. Rang folgte Silas Hotz, dicht gefolgt von unserem Junior Flurin Schnyder (auch bekannt als 400W-Flurin), der als 19-Jähriger eine bemerkenswerte Leistung ablieferte (Junioren und Elite waren für dieses Rennen gemischt). Noah Rieder folgte auf Rang 18.
Bei den Frauen konnte Christine Schaffner als 13. erneut als beste Schweizerin klassieren. Ursina Jäggi folte auf Rang 17. Arianna Arpagaus beklagte einen Platten, der sie zur Aufgabe des Rennens zwang. Lena Hofer beendete das sehr lange Rennen vorzeitig. Noé Henseler lieferte ein weiteres Mal ein beeindruckendes Rennen ab und gewann erneut. Alle Resultate des Hoekers findet man hier.
Der letzte Tag des Trainingslagers sollte ein durchaus stressiger werden. Am Morgen galt es eine Langdistanz zu bestreiten, und am Nachmittag den Flug zurück nach Hause zu erwischen. Beides konnte mit Bravour gemeistert werden, auch wenn wir alle sehr müde waren nach den anstrengenden Tagen mit vielen Rennen. Die Resultate des letzten Tages sind hier zu finden.
Wir reisen zufrieden ob den guten Resultaten und gewonnnen Erfahrungen wieder nach Hause. Und schon bald stand das nächste Abenteuer vor der Türe, den über Ostern reiste ein Teil des Teams in den Süden, genauer in die Ardèche, um weiter Wettkämpfe in spannendem Gelände zu bestreiten.