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(Kt. Freiburg,
Bez. Veveyse).
752 m. Gem. und Dorf, am rechten Ufer des
Flon und 3,5 km nnö. der Station
Oron der Linie
Freiburg-Lausanne. 25
Häuser, 151 kathol.
Ew. französischer Zunge. Kirchgemeinde
Saint Martin. Ackerbau und Viehzucht.
Mühle. Strohflechterei. 1553 war
Graf Franz von
Greierz Mitherr von Pont, und 1627 kaufte die Stadt
Freiburg dem Johann Brayer, Pannerherrn von
Romont,
den Zehnten von Pont um die Summe von 1560
Gulden ab. Die
Herrschaft gehörte eine zeitlang auch dem Geschlecht von Gottrau.
Sie bildete ein Hochgericht und durfte als solches auch Todesurteile fällen.
Ackerbau, Milchwirtschaft. Waldwirtschaft. Uhrenindustrie; eine Lampenfabrik. Grösste Siedelungsgruppe der Gemeinde
L'Abbaye; geschützt gelegen und seit einigen Jahren eine der hauptsächlichsten Sommerfrischen in der Vallée de Joux. Oestl.
vom Dorf ist kürzlich ein grosses Hôtel eröffnet worden. Im Januar und Februar sind nahe an 200 Arbeiter mit dem Brechen
von Seeeis beschäftigt, das in grossen, mehrere Tausende von Wagenladungen fassenden Magazinen w. vom
Dorf aufgespeichert wird.
Das Dorf wurde erst im 15. Jahrhundert von der Familie Rochat aus Villedieu (Frankreich) gegründet und hiess zuerst Les
Petites Charbonnières und später Port oderChamp duPort. Lange Zeit trug der grösste Teil der Bewohner den Familiennamen
Rochat. Die erste Brücke über die Enge zwischen beiden Seen stammt aus etwa 1575 und wurde nach den Ueberschwemmungen
von 1755 und 1777 (Bruch eines Stauwehres) zweimal neu erstellt. Das Dorf ist 1834, 1842 und 1854 von Feuersbrünsten heimgesucht
worden.
Le Pont ist Hauptort des nördlichen der zwei Kreise des Bezirkes La Vallée, der die Gemeinden L'Abbaye
und Le Lieu umfasst und 2511 Ew. zählt. Etwa 1 km n. vom Dorf zweigt der Kanal ab, der die die Wasserkraft des Joux- und Brenetsees
ausbeutenden Werke speist. Das Dorf steht am Fuss des aus Portland und Kimeridge aufgebauten Crêt desAgouillons; Sande und
Tone der Albienstufe stehen am Aufstieg zum Pass von Pétra Félix an. Südwestwärts gegen L'Abbaye finden
sich tertiäre Ablagerungen in Gestalt von roten Tonen und Nagelfluh. Das gleiche Gestein ist auch auf eine Länge von mehreren
hundert Metern vom Zuleitungskanal der Kraftwerke durchbrochen worden.