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Holzhäusern
Holzhäusern bedeutet Ursprünglich „bei den Häusern am Wald“.
Urkundlich wurde Holzhäusern schon 1306 erwähnt. Vom 16. bis 18. Jahrhundert spielte Holzhäusern eine wichtige rolle für die Zuger. Dort befand sich nämlich die Verwaltung der Zuger Vogtei Gangolfswil. 1709 wurde der Zentrumsgedanke durch den Bau des ersten Schützen- und Gemeindehauses, wo jeweils die Gemeindeversammlungen stattfanden, zum Ausdruck gebracht.
Bis ins 19. Jahrhundert spielte sich im damals armen Kanton Zug der Verkehr auf einem Netz holpriger Saumpfade ab, über welches die Hodler auf Maultieren und Pferden die Fracht spedierten.
Erst durch den Bau der Kantonsstrasse 1838/39 von Honau über Holzhäusern nach Cham konnten schwere Wagen Güter transportieren. Die erste Poststelle der Gemeinde wurde im Jahre 1849 im Gasthaus Engel eingerichtet. Als 1858 die Strasse nach Hünenberg und 1861 an die Kantonsgrenze zu Schwyz vollendet waren, wurde Holzhäusern zu einem Kreuzungspunkt im kantonalen Strassennetz. Vor dem Bau der Nationalstrassen wickelte sich ein Grossteil des Nord-Süd-Reise- und Lastwagenverkehrs über diesen Ort ab, was auch im Volksmund mit dem gängigen Ausdruck „Hamburg-Holzhäusern-Mailand“ seinen Niederschlag fand. Dieser Ausdruck ist der Grund für den Namen der Pizzeria Milano.