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Wie bei der handschriftlichen Signatur geht es bei der elektronischen Signatur im Wesentlichen um die Bestätigung zweier Sachverhalte:
- Identifikation der unterzeichnenden Person (Wer hat signiert?)
- Nachvollziehbarkeit der mit der Signatur versehenen Informationen (Was wurde signiert bzw. wurden die Informationen seither verändert?)
Entsprechend wird von der Anbieterin einer digitalen Signatur ein Zertifikat ausgestellt, welches bestätigt,
- ob der bei einer Signatur verwendete Schlüssel einer bestimmten (bzw. der behaupteten) Person zugeordnet werden kann,
- und ob das Dokument seit der elektronischen Signierung verändert worden ist.
Nur «qualifizierte elektronische Signaturen», die mit einem qualifizierten Zeitstempel verbunden sind, sind im Privatrecht der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt (Art. 14 Abs. 2bis OR).
Was eine qualifizierte elektronische Signatur ist, regelt das Bundesgesetz über die elektronische Signatur (ZertES). Insbesondere muss diese von einer anerkannten Anbieterin von Zertifizierungsdiensten ausgestellt worden sein. Die der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellte Signatur steht konsequenterweise nur natürlichen Personen zur Verfügung.
Darüber hinaus besteht neben der qualifizierten elektronischen Signatur seit dem 1. Januar 2017 auch die geregelte elektronische Signatur, an welche reduzierte Anforderungen gestellt werden. Für juristische Personen und Behörden steht das geregelte elektronische Siegel zur Verfügung.