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Immer mehr Menschen fliehen vor den Kämpfen in Syrien und sind auf Hilfe angewiesen. Caritas Schweiz leistet Überlebenshilfe für syrische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien, in Syrien und in der Türkei mit einem Beitrag von über 5 Millionen Franken.
10.10.2012 - Rund 870 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Hunger. Der Welternährungstag vom 16. Oktober soll auf diesen skandalösen Umstand aufmerksam machen.
Am 16. Oktober 1945 wurde die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO gegründet. Eine ihrer Hauptaufgaben ist die Sicherstellung der Ernährung weltweit.
Aber wie ist es um die Ernährung heute bestellt?
Seit den siebziger Jahren hat sich prozentual die Anzahl der hungernden Menschen weltweit knapp halbiert. Die Zahl der Hungernden dagegen ist gestiegen. Laut FAO hungern heute 868 Millionen Menschen weltweit. Mehr als die Hälfte aller hungernden Menschen leben in Asien und der Pazifikregion, rund ein Viertel in Afrika. Täglich sterben 24 000 Menschen an Hunger und dessen Folgen, darunter sind 18 000 Kinder unter 5 Jahren.
Die Hauptursache für den Hunger sieht die FAO in den permanent steigenden Nahrungsmittelpreisen. Nach einer Studie der Weltbank verteuerten sich von 2005 bis 2008 die Nahrungsmittel um 83 Prozent. Zwischen Juni 2010 und Mai 2011 verdoppelten sich die Preise für Mais und Weizen nahezu. Zu den Preistreibern zählen verschiedene Faktoren: Zum einen die wachsende Nachfrage (vor allem nach tierischen Lebensmitteln und nach pflanzlichen Rohstoffen zur Verwendung in Kraftstoffen), die Wirtschaftskrise, steigende Erdölpreise, Missernten bedingt durch den Klimawandel und die Spekulation mit Lebensmitteln auf den Rohstoffmärkten.
Wer sind die Hungernden?
Paradoxerweise leiden häufig die Personen, die an der Lebensmittelproduktion beteiligt sind, unter Hunger. Vor allem sind es Kleinbauern. Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die Betriebe erzielen häufig zu tiefe Erträge. Sie können nicht auf notwendige Infrastrukturen zurück greifen, wie zum Beispiel Strassen, Stromnetz und Maschinen. Ihnen fehlt das Wissen und bei der Entwicklung neuer Produktionstechniken werden sie gar nicht oder nur wenig einbezogen. Viele haben kein eigenes Land und die Arbeit ist saisonal.
Galerie
Die Bewohner des südsudanesischen Dorfes Ihoria zeigen, was sie an einem Tag in Zeiten des Hungers zu essen haben.