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Mare
Regie: Andrea Štaka
Darst.: Marija Škaričić, Goran Navojec, Mateusz Kościukiewicz, Mirjana Karanović, Gabrijel Vidak, Karmela Vidak, Marin Vidak, Zdenko Jelčić, Ivana Roščić, Vesna Stilinović u.a.
Die Mittvierzigerin Mare lebt mit Ehemann Duro und drei Kindern in einem Dorf nahe des Flughafens der kroatischen Touristenmetropole Dubrovnik. Während Duro am Flughafen als Security arbeitet, hadert Mare mit ihrem Dasein als Hausfrau und Mutter. Sie hat früher in der Schweiz gearbeitet und möchte gerne wieder ins Berufsleben zurückkehren, zumal der sporadische Verkauf von Kräutern auf dem Markt fast nichts einbringt. Als sie eines Tages den polnischen Arbeiter Piotr kennenlernt, der mit Bauarbeiten am Flughafen beschäftigt ist, verliebt sie sich in den zehn Jahre jüngeren Mann. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Hin und her gerissen zwischen der Loyalität zu ihrem Ehemann und den stürmischen Gefühlen für den attraktiven jungen Piotr, weiss Mare nicht, wie ihr geschieht. Sechs Jahre nach ihrem letzten Spielfilm «Cure» und vierzehn Jahre nach ihrem Pardo-d’oro-Gewinner «Das Fräulein» erzählt Andrea Štaka in ihrem dritten Spielfilm eine vordergründig schlichte Liebesgeschichte. Angesiedelt in der Region, in der auch «Cure» spielte und aus der Štakas Vater stammt, fokussiert «Mare» ganz auf die überragende Präsenz der Hauptdarstellerin Marija Škaričić. Die kroatische Schauspielerin (*1977), die in «Cure» die Mutter einer der Mädchen spielte und in «Das Fräulein» an der Seite von Mirjana Karanović brillierte, steht in «Mare» in jeder Szene im Zentrum. Die Handkamera des bosnischen Kameramanns Erol Zubčević scheint ihr Gesicht förmlich aufzusaugen und heftet sich der Schauspielerin in einer Weise an die Fersen, die an Filme der Gebrüder Dardenne erinnert. Andrea Štaka, die «Mare» wie auch «Cure» gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Thomas Imbach produzierte, sagt über ihren neuen Film, der soeben an der Berlinale seine Weltpremiere feierte: «In ‹Mare› steckt ein Teil von mir, ein Teil von Marija und ein Teil von meiner Cousine, in deren Haus wir drehten. Der Film erzählt zwischen den Zeilen: Wir befinden uns im ambivalenten Raum von Beziehungen und Intimität, in Grauzonen, die eine emotionale Gratwanderung darstellen.»