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Schultern wie neugeboren
Viele Menschen belasten ihre Schultern im Alltag zu gleichförmig, das heißt, sie sitzen den lieben langen Tag vornüber geneigt am Schreibtisch. Auf die Dauer verkümmern ihre Schulter-, Brustkorb- und Wirbelsäule aufrichtenden Muskeln. Das gilt auch, wenn sie mit den Armen fortwährend und über Stunden dieselben Bewegungen machen – zum Beispiel beim Tapezieren.
Eintönige Verrichtungen stärken gewisse Muskeln, während andere schlummern. Für eine gesunde Schulter ist es aber wichtig, dass alle Muskeln ausgewogen zusammenwirken. Andernfalls kommt es zum Konflikt zwischen den Weichteilen der Schulter und den knöchernen Anteilen, zum Beispiel zwischen Schulterdach und Oberarmkopf.
Die Folge sind schmerzhafte Verspannungen und unangenehm steife Schultern. Lass es nicht soweit kommen. Befreie deine Schultern durch gezieltes Training und Entspannung. Hier zeigen wir dir drei kleine Übungen wie du den Schulterbereich im Nu lockern und den Folgeschäden, die durch einseitige Belastung entstehen, vorbeugen kannst (siehe Blog-Cover).
Der Latissimus-Schwamm
Greife den breiten Rückenmuskel hinten an der Achselhöhle, kurz bevor er in den Oberarm übergeht. Halte ihn in deiner Hand und schwinge den Arm vorwärts und rückwärts. Stell dir vor, der gehaltene Muskel ist ein Schwamm. Während der Arm rückwärts schwingt, drückst du den Schwamm; beim Vorschwingen verringerst du den Druck. Nimm dir anschließend einen Moment Zeit, um deine Schultern zu vergleichen. Was fühlst du? Hebe dann deine Arme und nimm wahr, welchen du leichter heben kannst. Wiederhole die Übung auf der anderen Seite.
Der Pectoralis-Schwamm
Du kannst den großen Brustmuskel vorne an der Achselhöhle berühren. Stell dir wie bei der vorherigen Übung vor, der Brustmuskel ist ein Schwamm. Drücke den Schwamm beim Vorwärtsschwingen des Arms sanft; löse den Druck beim Rückwärtsschwingen. Nachdem du dies zehnmal wiederholt hast, vergleiche beide Seiten miteinander, wiederhole die Übung dann auf der anderen Seite.
Der Deltamuskel-Schwamm
Leg eine Hand auf den Deltamuskel. Hebe deinen Arm zur Seite und imaginiere, wie die Muskelfilamente des Deltamuskels ineinandergleiten. Stelle dir beim Senken des Arms vor, wie die Filamente auseinandergleiten. Nachdem du diese Aktion mehrere Male wiederholt hast, drückst du den Muskel alias Schwamm in dem Moment sanft, in dem der Arm wieder an der Seite des Körpers ankommt. Nachdem du den Arm zehnmal zur Seite gehoben und geschwammt hast, mach eine kleine Pause und vergleiche deine Arme. Wiederhole die Übung mit dem anderen Arm.
Zögere nicht sondern probiere die Übungen gleich aus, du wirst sehen: die Schultern fühlen sich an wie neugeboren. Ist das nicht herrlich?
Dein Team Franklin-Methode wünscht dir viel Spaß!
aus: Franklin, Eric. Frei bewegen. Mit der wissenschaftlich fundierten Franklin-Methode zu mehr Beweglichkeit und einer dynamisch perfekten Haltung, Riva-Verlag, 2021
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