Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/2142

Am Dienstagabend (17.) erlitt Brasilien in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 die zweite Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Fernando Diniz musste sich im Estadio Centenario in Montevideo mit 0:2 gegen Uruguay geschlagen geben. Darwin Núñez und Nicolás de la Cruz erzielten die Tore für La Celeste, die damit ein Tabu von fast 22 Jahren ohne Sieg gegen die brasilianische Nationalmannschaft brach.
Mit diesem Ergebnis fällt Brasilien mit 7 Punkten aus vier Spielen auf den dritten Platz der Tabelle zurück. Uruguay hingegen hat ebenfalls 7 Punkte, liegt aber nach dem Kriterium „Critérios de Desempate“ (Tordifferenz/Rote Karten etc.) vor der Canarinha und belegt den zweiten Platz in der Qualifikation.
Brasilien spielt erst im November wieder in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Am 16. November trifft die Seleção um 21:00 Uhr im Estadio Metropolitano Roberto Meléndez in Barranquilla auswärts auf Kolumbien. In der nächsten Runde empfängt die Mannschaft von Fernando Diniz Argentinien am 21. November um 21:30 Uhr im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Die Uruguayer treffen auf Argentinien im Monumental de Núñez in Buenos Aires, ebenfalls am 16. um 21:00 Uhr. Im nächsten Spiel duellieren sich Uruguay und Bolivien im Centenario in Montevideo, ebenfalls am 21. um 20:30 Uhr.
Das Spiel
Das Spiel begann mit großer Spannung und ständigen Beschwerden über den venezolanischen Schiedsrichter. Uruguay war bissiger, setzte die brasilianische Abwehr unter Druck und sorgte für Gefahr in Strafraumnähe. Brasilien startete sporadische Angriffe, immer mit hohem Tempo, mit Vinícius Júnior als Protagonist. Die brasilianische Mannschaft tat sich schwer, offensiv in Ballbesitz zu bleiben und spielte in der ersten Halbzeit auf einen einzigen Spieler konzentriert.
Während gegen Venezuela Neymar im Mittelpunkt stand, war es in Montevideo Vini, der die Mannschaft anführte. Infolgedessen beschränkten sich die stärksten Momente Brasiliens auf Einzelaktionen. Das starke Pressing der Uruguayer mit abgefangenen Pässen und exzessiven Fouls hinderte Brasilien zudem daran, Lösungen zu finden, und hemmte die Kreativität der Mannschaft.
Die Offensive der Uruguayer zahlte sich aus, wenn auch erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit. In einem Spielzug über die linke Seite setzte sich Maxi Araújo gegen seinen Gegenspieler durch und schlug eine Flanke. Marquinhos verschätzte sich und Darwin Núñez erzielte das erste Tor der Partie. Neymar, der eine völlig glanzlose Leistung gezeigt hatte, verletzte sich kurz nach dem Tor.
Der Stürmer verdrehte sich das linke Knie und musste unter medizinischer Betreuung des brasilianischen Fußballverbands (CBF) ausgewechselt werden. Es besteht der Verdacht auf eine schwere Verletzung, bildgebende Untersuchungen werden zur Klärung beitragen.
Mit Richarlison anstelle von Neymar versuchte Diniz, die brasilianische Präsenz im Angriff zu erhöhen, indem er Gabriel Jesus fallen ließ und den Stürmer von Tottenham als Bezugspunkt beließ. Wie schon in den Spielen gegen Venezuela und Peru konzentrierte sich Brasilien auf Flanken und Konter, der gefährlichste brasilianische Angriff auf das uruguayische Tor erfolgte nach 24 Minuten in der zweiten Halbzeit.
Rodrygo schlug einen Freistoß aus der Distanz, der an die Latte prallte. De la Cruz, Mittelfeldspieler von River Plate, machte das Debakel für die Kicker vom Zuckerhut perfekt und beförderte das Leder in der 77. Minute zum 2:0 in die Maschen. Die uruguayischen Fans waren begeistert und riefen bei jeder Ballberührung der Celeste „Olé“.