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Der Kultusverein entstand 1886 nach den Erfahrungen des Kulturkampfes. Dieser war ausgebrochen wegen der Beschlüsse des 1. Vatikanischen Konzils 1869/70 über die Rolle des Papstes und seine Vollmacht der Rechtsprechung über die ganze Kirche.
Damals entstand die christ- oder altkatholische Kirche. In einigen Gemeinden wurde damals abgestimmt, welcher Konfession man angehören wolle, und wer deshalb die Kirche benützen dürfe. Römisch-Katholiken war es nämlich verboten, in der gleichen Kirche wie Christkatholiken Gottesdienst zu feiern.
Um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden, wurden in einigen Pfarreien Kultusvereine gegründet. Ihnen wurden die Immobilien der Pfarrei zu Eigentum übergeben. Mitglied des Kultusvereins konnte und kann jede(r) werden, der eins ist mit Papst und Bischof in Solothurn (was nicht heisst, man müsse mit allen Erlassen und Verfügungen einverstanden sein!)
Der Verein zählt heute 40 Mitglieder. Er beschliesst kleinere Bauaufgaben und führt sie aus. Er bekommt dafür von der Kirchengemeinde jährlich einen Beitrag als Miete für Kirche, Pfarrsaal, Pfarreiheim und Pfarrhaus. Damit muss er auch die Schulden verzinsen und amortisieren. An den Versammlungen der Kirchgemeinde wird regelmässig orientiert und über grössere Bauvorhaben abgestimmt.