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Die Arbeit der Rettungskräfte in der italienischen Region Emilia-Romagna geht wegen der Unwetterschäden weiter. 300 Feuerwehrleute sind an den Einsätzen beteiligt, mit Verstärkung aus Venetien, der Lombardei und der Toskana: Bisher gab es rund 1000 Einsätze in den Provinzen Bologna, Ravenna und Forlì-Cesena. Durch eine Wetterbesserung hat sich sich die Situation in den betroffenen Gebieten laut der Feuerwehr etwas entspannt. Die Region sei aber immer noch im Ausnahmezustand, berichtet «Rai News».
Noch nie dagewesene Wassermengen
«Wir sind seit 48 Jahren damit beschäftigt, alles Mögliche zu tun», sagte Stefano Bonaccini, Gouverneur der Emilia-Romagna, im Radio. «Ich danke allen, die seit 48 Stunden nicht geschlafen haben, um zu helfen». Es werde nach diesem Unwetter niemand allein gelassen. «Ein Fünftel der gesamten Wassermenge, die in einem Jahr fällt, ist in 36 Stunden gefallen», so Bonaccini. Seit Erhebungen durchgeführt würden, habe es das noch nie gegeben. «15 Flüsse waren gleichzeitig von Überschwemmungen bedroht, auch das ist noch nie passiert.»
Hunderte Menschen mussten wegen Überschwemmungen und Erdrutschgefahr evakuiert werden. Strassen und Eisenbahnlinien waren zwischenzeitlich gesperrt und Schulen geschlossen. Mindestens zwei Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben. Ein 80-jähriger Mann starb in der Provinz Ravenna, nachdem er auf dem Velo von den Wassermassen mitgerissen worden war. In der Provinz Bologna wurde ein 78-jähriger Mann tot in den Trümmern seines Hauses gefunden, das nach einem Erdrutsch eingestürzt war.