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Wer sich auf die Suche nach den Hintergründen des jamaikanischen Rum-Herstellers J. Wray and Nephew Ltd. macht, wird unweigerlich über die Namen "Appleton Estate", "The Shakespeare Tavern" und "Campari" stolpern. Für die anfängliche Verwirrung zeigen sich die Regeln der globalisierten freien Marktwirtschaft verantwortlich. Erklärt ist das eigentlich ganz schnell: John Wray eröffnete 1825 in Kingston, Jamaika, seine allererste Bar namens "The Shakespeare Tavern". In den 60er Jahren holte der geschäftige Inhaber seinen Neffen James Ward mit ins Boot und der Name Wray and Nephew war geboren. Schon bald führte die Taverne ihre eigenen Rums, die darüber hinaus auf internationaler Ebene erste Auszeichnungen erhielten. 1916 kaufte die Firma J. Wray and Nephew Ltd. unter neuer Führung die viel ältere Rum-Brennerei Appleton Estate auf, die auf einer Fläche von etwa 45km² ihre eigenen Zuckerrohr-Plantagen unterhält. 1998 wurde Lascelles deMercado zum Mutterunternehmen, welches sich wiederum 2014 von der Gruppo Campari übernommen sah. So kommt es, dass Campari heutzutage verschiedene Jamaika-Rums unter den Markennamen Appleton Estate, J. Wray sowie Wray and Nephew's führt. Wray's Taverne besteht übrigens bis heute fort – hinter der grün-gelben Gebäudefassade wird der Wray & Nephew's Overproof White Rum natürlich besonders häufig ausgeschenkt.
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