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13.November 2019
Interner Arztvortrag zum Thema "Herz"
Am heutigen Abend hielt unser neuer Vereinsarzt Dr. Cyrill Bühlmann als Premiere seinen ersten Arztvortrag. Der interne Arztvortrag stand unter dem Thema „Herz“. Als besondere Location stand das «Sprötzehüsli» zur Verfügung.
Der Vortrag wurde in folgende Bereiche gegliedert:
- Anatomie / Physiologie
- Krankheitsbilder / Therapie / Risikofaktoren
- Fragen zum Thema
Das Herz ist ein kräftiger Hohlmuskel, der auf dem Zwerchfell und zwischen den Lungen-flügeln liegt. Legt man die flache Hand etwas seitlich links vom Brustbein auf die Rippen, so kann man sein rhythmisches Schlagen spüren. Die Herzleistung passt sich dem Bedarf des Körpers an: Bei Anstrengung oder Aufregung schlägt das Herz schneller und stärker.
Krankheitsbilder
Arteriosklerose
Rauchen, Übergewicht, hoher Blutdruck, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes Typ 2) oder Bewegungsmangel schädigen die Gefässe und fördern die Ablagerung von Fettstof-fen in die Gefässinnenwand.
Herzinfarkt
Ein Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt oder Herzmuskelinfarkt genannt, bezeichnet das Ab-sterben (= Infarkt) eines Teils des Herzmuskels. Die Ursachen gehen auf einen Gefässver-schluss in mindestens einem der grossen Herzkranzgefässe (Koronararterien) oder einem Gefässast zurück, die das Herz mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen: Der Gefässver-schluss hat zur Folge, dass das Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird und abstirbt.
Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) sollte so schnell wie möglich eine Thera-pie erfolgen. Ist dies nicht der Fall, entsteht an der mit Blut unterversorgten Herzregion ein irreparabler Schaden.
Herzrhythmusstörung
Der Motor des menschlichen Kreislaufsystems ist das Herz. Bei einem gesunden Menschen schlägt es zwischen 60 und 90 Mal pro Minute, ca. 30 bis 50 Millionen Mal im Jahr, und das pausenlos. Ohne die geschickte Koordination seiner Muskelfasern, die sich im Takt anspan-nen und ausdehnen, könnte das Herz das Blut (rund 10000 Liter täglich) nicht in den Körper pumpen. Als Herzrhythmusstörung oder Arrhythmie bezeichnet man zu langsame, zu schnelle oder unregelmässige Herzschläge. Manche Rhythmusstörungen werden gar nicht wahrge-nommen, andere machen sich als «Aussetzer» oder als Herzklopfen bemerkbar oder können zu Kurzatmigkeit, Schwächeanfällen oder gar zu Bewusstlosigkeit führen. Herzrhythmus-störungen können auch die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigen. Eine Herzrhythmus-störung kann in jedem Alter unerwartet auftreten. Die Mehrzahl der Störungen sind nicht unmittelbar gefährlich und können mit Medikamenten oder Herzkatheter-Eingriffen behandelt werden. Die meisten Patienten können ein ganz normales Leben führen, häufig sogar ohne Medikamente.
Klappenerkrankungen
Im Herz befinden sich vier Herzklappen, die wie Ventile funktionieren. Sie sorgen dafür, dass der Herzmuskel das Blut in die richtige Richtung pumpt: Sauerstoffarmes Blut fließt in die Lunge und das sauerstoffreiche aus der Lunge wieder in den Körper.
Mit Herzklappenerkrankungen sind in der Regel Schäden an den Herzklappen gemeint, die im Laufe des Lebens entstehen. Fachleute sprechen deshalb auch von erworbenen Herzklap-penfehlern. Meist treten sie erst in höherem Alter als Folge von Verschleiss auf. Bei Kindern sind Herzklappenprobleme oft angeboren und werden anders behandelt.
Man unterscheidet zwei Formen von Herzklappenerkrankungen: Bei der Verengung oder Klappenstenose kann sich die Klappe nicht mehr vollständig öffnen. Kann sich eine Herz-klappe dagegen nicht mehr komplett schliessen, spricht man von einer Klappenschwäche oder Insuffizienz. Bei einem kombinierten Herzklappenfehler kommt beides zusammen.
Anschliessend an den Vortrag wurde viele und interessante Fragen an den Vereinsarzt Dr. Cyrill Bühlmann gestellt.