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Viel dramatischer hätte die Entscheidung zwischen den in sieben Spielen ungeschlagenen Russinnen und den aktuellen Welt- und Europameisterinnen sowie Olympiasiegerinnen aus Norwegen nicht fallen können. 31 Sekunden vor Ende der Verlängerung verwertete Jekaterina Ilina einen Siebenmeter zur 38:37-Führung der Russinnen. Beim letzten Angriff der Norwegerinnen hüpfte der unter Druck abgegebene Ball am Tor vorbei.
Die Niederlage Norwegens hat historische Züge. Es verpasst damit den Titel-Hattrick, den zuvor zwischen 1996 und 2004 Dänemark geschafft hatte. Erstmals seit 1992 in Barcelona (Südkorea) wird der Handball-Olympiasieger bei den Frauen nicht aus Skandinavien kommen. Im Endspiel trifft Russland, das letztmals 1980 (als Sowjetunion) triumphierte, auf Finaldebütant Frankreich.
Am Ende der regulären 60 Minuten hatte Norwegen den Kopf noch in extremis aus der Schlinge gezogen. Auch da hatte Russland 18 Sekunden vor Schluss mittels Foulpenalty die Führung bewerkstelligt. Den Norwegerinnen gelang aber durch Heidi Löke noch der 31:31-Ausgleich – vier Sekunden vor dem Ausscheiden. Das bittere Out kam zehn Minuten später dann aber doch.
(SDA)