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Halogenierte organische Verbindungen tragen zum Treibhauseffekt bei und verursachen, falls sie Chlor oder Brom enthalten, den Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre. Die langfristige Beobachtung dieser Stoffe mit Hilfe von kontinuierlichen Messungen kann dazu verwendet werden ihre Emissionen zu quantifizieren und deren regionale Verteilung zu bestimmen. Zusätzlich können neue, bisher unbekannte halogenierte Substanzen in der Atmosphäre gefunden werden was Rückschlüsse über deren Quellen erlaubt. Diese Bestimmung der Emissionen wird ermöglicht durch Inversionsmodellen, in welchen Messungen mit präzisen meteorologischen Informationen kombiniert werden.
In IHALOME werden einerseits mit Hilfe von mehrmonatigen Kampagnen an Orten wo bislang noch keine Messungen stattfanden regionale Quellen und deren Emissionsstärke bestimmt. So werden erste Messungen in Estland erstmals Abschätzungen der Emissionen über Nordosteuropa und bis nach Russland erlauben. Eine weitere Kampagne findet an einem Turm in den Niederlanden statt, wo die holländischen Quellen mit denjenigen im Inventar verglichen werden können. Zusätzlich wird eine längere Kampagne in Beromünster stattfinden womit bessere Abschätzungen der bis anhin nur vom Jungfraujoch abgeschätzten Schweizer Emissionen möglich werden.
Zusätzlich wird mit einem neuen Messverfahren (Gaschromatographie-time of flight Massenpektrometer) die Suche nach bisher unentdeckten halogenierten organischen Verbindungen in der Atmosphäre intensiviert. Dieses System hat das Potential die bisherigen Erfolge der Empa auf diesem Gebiet zu bestätigen und in der Zukunft ein Teil eines Frühwarnsystems zu sein, damit keine unbemerkte Akkumulation von diesen Stoffen in der Atmosphäre stattfinden kann.