Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/1357

Paris, 3. Viertel 19. Jh.
Wagner-, Kutschenschmiede-, Kutschenlackierer- und Kutschensattlerarbeit.
L. 216 cm, B. 126 cm, H. 130 cm; D. 51 cm (Vorderräder); D. 77 cm (Hinterräder)
Depositum Kantonsmuseum Baselland, Liestal
2002.469.
Die kleine, vierrädrige Kutsche aus dem Besitz von Albert Hübner-Allan (18151890), Besitzer des Schlosses Ebenrain in Sissach (18721890), wurde um 1880 von der Carrosserie Eugène Boulogne & fils, Paris, mit der Nr. 857 erbaut (Signatur auf den Ölkapseln der Räder). Das schlicht gebaute, aber dennoch hochelegante Fahrzeug mit dem leichten, teilweise aus Korbgeflecht bestehenden Wagenkasten ist ein typisches Damenfahrzeug, welches von der Dame selbst mit einem eleganten Pony kutschiert wurde. Auf dem Ebenrain wurde das Fahrzeug allerdings mit einem Esel bespannt.
Der leichte, in frischem Hellgelb mit sparsam applizierten rotbraunen Zierlinien und dazu kontrastierendem Schwarz lackierte Wagen mit dem hellbraun gebeitzten Flechwerk des Sitzkorbes weckt auch heute noch Gedanken an fröhliche, sommerliche Ausfahrten im Park und in der damals noch unverbauten Umgebung des Schlosses Ebenrain. Die Sitze sind mit schwarzem Ziegenleder gepolstert. Ein vis-à-vis angeordnetes Kindersitzchen vorne am Spritzschutz gestattet das Mitführen zweier nicht allzu grosser Kinder.