Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03287.jsonl.gz/1768

Interpellation von Stefan Huwyler, FDP, Muri
Vor gut einem Jahr wurden im Aargau mehrere Personen im Zuge von Razzien gegen die Mafia festgenommen. Grossrat Stefan Huwyler will nun wissen, wie der Regierungsrat die Lage im Aargau beurteile.
Personen wurden festgenommen, hohe Vermögenswerte beschlagnahmt. Die Razzien der schweizerischen und italienischen Strafverfolgungsbehörden im Juli letzten Jahres bedeuteten einen Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Ziel der damaligen Aktion war der ’Ndrangheta-Clan. Mafiazugehörigkeit, internationaler Drogenhandel, Geldwäsche und Korruption stehen als Delikte im Raum. Die Rede war medial von einem weit verzweigten Netz mit mehreren Ablegern im Kanton Aargau. Es wurde auch geschrieben, «dass es zahlreiche Hinweise darauf gebe, dass die Mafia gerade im Aargau tief unauffällig verankert war». So zitiert Grossrat Huwyler in seiner Interpellation. Darum stellt er dem Regierungsrat Fragen. Er will wissen, wie die Aussage bewertet werde, dass die Mafia im Aargau tief und unauffällig verankert war. Er fragt auch, ob mit der Aktion der Strafverfolgungsbehörden im letzten Sommer die besagten kriminellen Strukturen erfolgreich und nachhaltig bekämpft werden konnten. Zudem stellt Huwyler die Frage, wie der Regierungsrat die aktuelle Situation betreffend kriminellen, parastaatlichen Strukturen im Kanton Aargau beurteile.
Und er fragt: «Wie wird die reibungslose Kooperation der Aargauer Regierung und der Strafverfolgungsbehörden in Fällen von solcher Komplexität und internationalen Dimensionen im Austausch mit den Strafverfolgungsbehörden des Bundes und der Nachbarstaaten gewährleistet?»
Zudem will Stefan Huwyler wissen, ob aus Sicht des Regierungsrates weitergehende Massnahmen gegen das organisierte Verbrechen im Kanton Aargau notwendig seien. «Wenn ja, sind diese in Planung oder in Umsetzung?» --ake