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Auch am vierten Tag der Tour de Suisse wechselt das Leadertrikot. Auf den australischen Sprinter Michael Matthews folgt als neuer Führender der Gesamtwertung der Italiener Damiano Caruso.
Damiano Caruso war am Mittwoch der Stärkste in der Gruppe der Favoriten. Der Italiener ist bereits der dritte Leader aus dem BMC-Team. Vor ihm hatten schon zwei seiner Mannschaftskollegen, der Australier Rohan Dennis und der Thurgauer Stefan Küng, das gelbe Trikot getragen.
Tagessieger der ersten Bergetappe dieser 81. Tour wurde der Amerikaner Larry Warbasse, der aus einer Fluchtgruppe heraus das 143,2 im lange Teilstück von Bern nach Villars-sur-Ollon gewann. Der knapp 27-jährige aus dem US-Bundesstaat Michigan, der vor dieser Saison zwei Jahre für die inzwischen aufgelöste Westschweizer IAM-Equipe gefahren war, errang seinen allerersten Erfolg als Profi.
Warbasse gewann 40 Sekunden vor einem Trio mit Caruso, dem Niederländer Steven Kruijswijk und dem Slowenen Simon Spilak, dem Gesamtsieger von 2015. Mathias Frank folgte als Sechster mit 47 Sekunden Rückstand. Den gleichen Platz belegt der Luzerner auch in der neuen Gesamtwertung, in der er 33 Sekunden zurückliegt. Leader Caruso befindet sich seinerseits 15 Sekunden vor Kruijswijk sowie 24 Sekunden vor Franks italienischem Teamkollegen Domenico Pozzovivo und Spilak.
Frank hatte gut zwei Kilometer vor dem Ziel in der Favoritengruppe attackiert und eine Lücke aufgerissen, doch kurz vor dem Ziel wurde er wieder gestellt. Die Ausgangslage ist für den weiteren Verlauf dennoch vielversprechend, im Gegensatz zu anderen - wie beispielsweise Giro-Gesamtsieger Tom Dumoulin oder der Vorjahres-Zweite Ion Izagirre - hat er den ersten Test bestanden.
Warbasse hatte sich schon nach 14 km mit drei Fluchtkollegen abgesetzt. Acht Minuten betrug der Vorsprung des Quartetts, dessen prominentester Fahrer der Holländer Lars Boom war. Vor drei Jahren hatte Boom eine Etappe der Tour de France für sich entschieden, doch am Col des Mosses, dem zweitletzten Hindernis des Tages, kam ausgerechnet er nicht mehr mit. Das übrig gebliebene Trio nahm die 10 km lange Schlusssteigung mit vier Minuten Reserve in Angriff. Doch einzig Warbasse vermochte sich vorne zu halten.
Am Mittwoch folgt das mit 222 km längste Teilstück der aktuellen Tour, das von Bex im Wallis nach Cevio im Tessin führt. Die Strecke führt über den Simplon, doch von der Passhöhe sind es noch 100 km bis ins Ziel. Die Favoriten auf den Gesamtsieg werden wohl eine Verschnaufpause einlegen.
SDA-ATS