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Typische Beschwerden bei einem Reflux sind Sodbrennen, ein brennendes Gefühl in der Brust oder hinter dem Brustbein. Auch saures Aufstossen oder sogar ein saurer Geschmack im Mund können Anzeichen für einen Reflux sein.
Ein eindeutiges Symptom ist Magensaft, der nach oben in den Rachenraum läuft. Auch Magenbrennen, das heisst ein brennendes Gefühl im Oberbauch, kann auf Reflux hinweisen. In der Regel treten Reflux-Beschwerden besonders nach dem Essen, beim Bücken oder in der frühen Nacht im Liegen auf. Man bezeichnet diese Krankheit auch als GERD. Hier ist in erster Linie die Speiseröhre betroffen.
Stiller Reflux häufig ohne Sodbrennen
Stiller Reflux tritt vor allem im Bereich des Larynx, also des Kehlkopfes, oder des Pharynx, des Rachens auf. Dabei wird meist bis zum hinteren Bereich im Mund refluxiert. In der Fachsprache heisst er deshalb laryngopharyngealer Reflux oder kurz LPR. Die Magensäure wird dabei vom Rachen nach oben transportiert. Dies geschieht vor allem gasförmig und nur selten in flüssiger Form. Kommt es dadurch zur Kehlkopfentzündung, wird dies als Reflux Laryngitis bezeichnet.
Häufig findet er auch ohne Sodbrennen statt, deshalb wird dieser oft nicht leicht erkannt oder mit anderen Krankheiten verwechselt. Das ist auch der Grund, weshalb er als «stiller Reflux» bezeichnet wird. Er kann über einen sehr langen Zeitraum auftreten, bevor er als Ursache für Beschwerden erkannt wird. Symptome des stillen Refluxes entstehen, wenn Säure und das Magenenzym Pepsin Zellen der Schleimhäute schädigen. Die Symptome sind bei vielen Patienten unterschiedlich ausgeprägt:
Mithilfe der deutschen Version des Hull Cough Hypersensitivity-Fragebogens kann eine kurze, strukturierte Anamnese, mit Hinweis auf eine Reflux-Husten-Korrelation benützt werden. Testen Sie hier online Ihr Risiko.
Oft Verwechslung mit anderen Krankheiten
Auch wiederkehrende Kehlkopfentzündungen (Laryngitis), Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) oder Ohrenprobleme mit Paukenergüssen (Tubenventilationsstörung) können zu den in diesem Zusammenhang auftretenden Beschwerden zählen. Grundsätzlich kann jede Krankheit, die durch Entzündungen der Atemwege verursacht werden kann, durch stillen Reflux entstehen. Sämtliche Anzeichen von stillem Reflux sind Symptome, die auch bei anderen Krankheiten zu finden sind. Insbesondere Pollenallergien und Asthma werden oft mit stillem Reflux verwechselt. Beim stillen Reflux typisch ist, dass mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Je stärker und mehr Symptome aus der obigen Liste bei einem Patienten auftreten, desto wahrscheinlicher ist die Diagnose «stiller Reflux.»
Seit Jahren auf der Suche nach der Ursache
Gemäss Experten berichten viele Patienten, dass Sie bereits seit Jahren auf der Suche nach der Ursache der oben genannten Symptome sind. Eine vorausgegangene Untersuchung beim Hausarzt zum Ausschluss von Medikamentennebenwirkungen, beim Pneumologen zum Ausschluss von Lungenerkrankungen und beim Gastroenterologen mit Durchführung einer Magenspiegelung (Ösophagogastroskopie, ÖGD) blieben meist ohne wegweisenden Befund.
Häufig berichten die Patienten, dass Sie überhaupt kein Sodbrennen bemerken. Auch Magenprobleme sind ihnen meist fremd. Vielfach ist bereits eine kurzzeitige Therapie mit diversen Protonenpumpenhemmern erfolgt, zum Beispiel mit Pantozol, Pantoprazol, Omep, Omeprazol, Esomeprazol oder Nexium, jedoch ist keine Besserung der beklagten Symptome eingetreten.
Endoskopische Untersuchung
Der HNO-Arzt hat die Möglichkeit den unteren Rachen und den Kehlkopf endoskopisch zu untersuchen. In vielen Fällen zeigen sich im Bereich des hinteren Kehlkopfes, dort, wo der Eingang der Speiseröhre unmittelbar benachbart ist, entzündliche Veränderungen. Sie reichen von Rötungen im Bereich der Stellknorpel (Aryhöcker), grau belegte Schleimhaut zwischen den Aryhöckern und Schwellungen (Ödeme) im hinteren Kehlkopfbereich und werden als Laryngitis gastrica («Kehlkopfentzündung verursacht durch den Magen») bezeichnet. Bei starkem stillen Reflux kann es auch zu kugeligen Verdickungen im hinteren Stimmbandbereich kommen.
Stiller Reflux sollte in keinem Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Bleibt dieser unentdeckt, kann es auf Dauer zu einer Reihe an chronischen Entzündungen kommen.
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