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Während der Einweihung der Supe Boro Grundschule / Kindergarten im Februar 2003 waren den Vertretern von Learning for Life die teils sehr heruntergekommenen Gebäude der Primar- und
Sekundarschule gezeigt worden. Gleichzeitig wurde LfL um Hilfe gebeten. Die Schulhäuser waren in der Tat in einem desolaten Zustand, worauf Learning for Life beschloss, einen Neubau für die
Sekundarschule zu finanzieren. Diese wäre nämlich vom äthiopischen Staat sonst geschlossen worden.
Nach anfänglichen Problemen (ursprüngliches Renovationsprojekt musste infolge Termitenbefalls des alten Gebäudes durch ein Neubauprojekt ersetzt werden, politische Unruhen,
Lieferschwierigkeiten von Beton etc.) konnte der Schulbau in der zweiten Hälfte 2006 schliesslich vorangetrieben und vollendet werden.
Bei der Supe Boro Secondary School handelt es sich um einen langgezogenen Neubau mit vier Schulzimmern für insgesamt 600 Schüler (zurzeit 215 Schülerinnen und 385 Schüler) im Alter von ca. 15- bis 22 Jahren (Grade 9 + 10).
Im Februar 2007 reiste eine siebenköpfige Schweizer Delegation zur feierlichen Eröffnung der Supe Boro Secondary School (selbstverständlich auf eigene Kosten). Der Gruppe um
die Stiftungsratspräsidentin Josephine Bürgin und die Stiftungsratsmitglieder Ariane Deubelbeiss-Schlatter und Corinne Schlatter gehörten auch Claudia Hotz, Simon Giess sowie Urs und
Regula Häusermann an.
Urs Häusermann hatte 2006 im Rahmen der Tour d'Afrique von Kairo nach Kapstadt mehr als die Hälfte der Kosten für den Schulbau per Velo "erradelt".
«Grossen Dingen liegt meistens ein Traum zu Grunde», ermutigte die Learning-for-Life-Stiftungspräsidentin Josephine Bürgin in einer Rede die Leute im Dorf Supe, in dem dank dem Support aus der
Schweiz eine Art Aufbruchstimmung zu spüren ist. Weit draussen im äthiopischen Hinterland gelegen, von grösseren Zentren abgeschnitten und von Addis Abeba häufig vergessen, grassiert in ärmlichen
Gegenden und Dörfern wie Supe, in denen die Menschen in erster Linie damit beschäftigt sind zu überleben, häufig eine desillusionierende Perspektivelosigkeit.
Dass diese durch einen Schulbau durchbrochen werden kann und die Jugendlichen wieder vermehrt an eine Zukunft glauben lernen, verleiht Projekten wie diesem ganz klaren Sinn und Erfolg. Der Anfrage aus Supe, die Schulabgänger künftig bei der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten zu unterstützen, will Learning for Life deshalb Folge leisten – auch im Sinne von Nachhaltigkeit. Denn ein See wird aus vielen Tropfen gespeist. Auch wenn diese erst auf heisse Steine fallen.
Stiftung Learning for Life
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