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Nach einer wechselvollen Geschichte des ehemaligen Bahnareals entwickelte sich das am Wasserwerkkanal gelegene Lettenareal zu einem städtischen Lebensraum für Quartierbewohner, Eidechsen und Ruderalvegetation.
Mittels eines kooperativen Planungsprozesses wurde das ortsverträgliche Mass an Veränderung bestimmt und ein Projektansatz entwickelt. Es galt, die intensive Freizeitnutzung am Fluss mit der Bedeutung des Areals als extensivem Lebensraum für eine dichte Eidechsenpopulation zu verbinden. Beiden «Nutzergruppen» ist gemeinsam, dass sie wärmeliebend und sonnenhungrig sind. Die den Eidechsen zustehenden Flächen wurden mit grobem Bahnschotter ausgebildet; für die Freizeitflächen wurden weich abgesandete Beläge verwendet. Auch wenn das Gebiet an heissen Sommertagen übernutzt erscheint, konnte dadurch eine friedliche Koexistenz unter Verzicht auf Zäune und Mauern erzielt werden.
Zur Unterstützung der räumlichen Identität erhielten die Gestaltungselemente eine konsequente Längsausrichtung, welche vergangene Nutzung als Bahntrassee reflektiert. Etwa die Sitzstufenanlage aus rhythmisch platzierten Treppenelementen, die sich zwischen bestehende Bäume schiebt. Oder die dicht gepflanzten Bänder aus mehrstämmigen Birken, die einen durchlässigen Blättervorhang bilden und als willkommene Schattenspender dienen.
Wer hier im Sommer Erholung sucht wird kaum bemerken, dass es sich um einen weitgehend neu geschaffenen Landschaftsraum handelt. Mit grösster Selbstverständlichkeit und ohne übertriebene Rhetorik, ist im Lettenareal mit einfachen Mitteln ein urbaner Ort entstanden.