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IV-Betrüger soll 310’000 Franken unrechtmässig bezogen haben
Zürich. Die Kantonspolizei hat am Dienstag, 22. April, im Kanton St. Gallen einen Mann verhaftet, dem vorgeworfen wird, seit Jahren eine Invalidität vorgetäuscht zu haben.
Dem Verhafteten wird angelastet, eine Invalidität vorgetäuscht und damit über 310’000 Franken unrechtmässig bezogen zu haben. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft; die Zahlungen an ihn wurden unverzüglich gestoppt.
Seit 2004 Invalid
Der 59-jährige Schweizer hat Wohnsitz in der Stadt Zürich, hielt sich aber mehrheitlich bei seiner Freundin im Kanton St. Gallen auf. Seit 2004 war der Mann zu 100 Prozent invalid geschrieben und hatte in dieser Zeit Rentengelder bezogen. Umfangreiche und aufwändige Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich förderten zutage, dass der Mann – ganz im Widerspruch zu seiner angeblichen Invalidität – durchaus in der Lage ist, selbst grosse Gegenständige wie schwere Möbel problemlos selber zu tragen. Darüber hinaus konnte er mit einem Personen- oder Lieferwagen Strecken von nahezu 2’000 Kilometer zurücklegen.
Zusätzlich 470’000 Franken
Dem 59-Jährigen wird daher vorgeworfen, seine Invalidität in betrügerischer Weise vorgetäuscht und auf diese Weise seit 2004 über 310’000 Franken unrechtmässig ausbezahlt erhalten zu haben. Zu dieser Summe wären bis zu seiner Pensionierung zusätzlich rund 470’000 Franken gekommen, wäre der Mann nicht überführt worden. Sämtliche Zahlungen wurden jedoch nach seiner Verhaftung unverzüglich gestoppt. Der Angeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich führt die Strafuntersuchung.