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Heiliger Bimbam
Gottesliebe
Das Opferfest, Eid ul-Adha, ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka gefeiert. Zusammen mit dem Fest des Fastenbrechens nach dem Fastenmonat Ramadan gehört es zu den bedeutendsten Festlichkeiten im islamischen Jahreskreis und wird in dieser Woche mit der rituellen Schlachtung eines Schafes gefeiert, dessen Fleisch den Armen ausgeteilt werden soll. Es erinnert an die schwer zu deutende biblische Begebenheit, dass Abraham beinahe seinen lang ersehnten Sohn auf Anweisung seines Gottes geopfert hätte. Im letzten Moment verhindert ein Engel Gottes diese Tat und weist Abraham an, an seiner Statt einen Widder zu opfern. Die schiitische Tradition des Islam verbindet das Martyrium Alis, des Schwiegersohns des Propheten, mit dem Opfer. Ähnlich wie im christlichen Passionsspiel wird die Leidensgeschichte des eigenen Lebens und Glaubenserfahrung eines Gottes verarbeitet, der dunkel und unbegreiflich erscheint, bis er in der persönlichen Begegnung als ein rettender und liebender Vater im Himmel erkannt werden kann. Abraham versteht, Gott um seiner selbst und nicht um eines Vorteils willen zu lieben – und gilt seither in allen drei biblischen Religionen Judentum, Christentum und Islam als Gottes Freund.