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Schon früher machte Bakers Familie bekannt, dass der 80-Jährige im Sterben liege. Am Sonntag schrieben sie auf seiner Facebook-Seite, dass er «friedlich von uns gegangen» sei.
Baker kam 1939 in Lewisham, im Süden Londons, zur Welt. Sein Vater starb 1943 im Zweiten Weltkrieg. Bereits als Teenager entdeckte er seine Liebe zum Schlagzeug. 2009 sagte er: «Als ich mich zum ersten Mal hinter ein Drum setzte, konnte ich es bereits spielen. Ein Musiker, der damals dabei war, drehte sich um und meinte ‹Heilige Scheisse, wir haben einen Drummer›. Und ich dachte ‹Heilige Scheisse, ich bin ein Drummer›.»
Der Brite ging später mit den Jazz-Gitarristen Diz Disley und Terry Lightfoot auf Tour. Bei Auftritten mit Blues Incorporated lernte er Bassspieler Jack Bruce kennen.
Ewiger Streit bei Cream
Obwohl sich die beiden immer wieder in die Haare gerieten, gründeten sie 1966 zusammen mit Eric Clapton Cream. Die Band definierte in der Folge den Rock einer ganzen Generation. Bakers Jazz-Anfänge sind zum Beispiel noch gut im unglaublichen Solo des Stücks «Toad» zu hören. Es war eines der ersten Drum-Solos der Rockgeschichte – Baker nutzte gleich zwei Bass-Trommeln.
Cream konnte über 15 Millionen Alben verkaufen und eroberte weltweit die Hitparade. 1968 trennte sich die Band, ihr letztes Album kam ein Jahr später auf den Markt. Eine kurze Reunion 2005 endete im offenen Streit auf der Bühne.
Studio in Afrika
Baker ging 1971 nach Nigeria, um dort in seinem eigenen Studio lokale Musiker zu fördern. Ein regelmässiger Gast dort war zum Beispiel Fela Kuti, aber auch Wings, die Band von Paul McCartney, kam zu ihm ins Aufnahmestudio.
Der Ausnahme-Drummer war vier Mal verheiratet und war Zeit seines Lebens heroinabhängig. Er hinterlässt drei Kinder.