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Das weltweite Handelsvolumen für Kaffee beträgt pro Jahr rund 60 Milliarden Dollar. Von den gewaltigen Umsätzen des Kaffeehandels profitierten die Kaffeepflanzer in der Vergangenheit aber nur bedingt. Über die Mechanismen der Kaffeemärkte haben wir in einem früheren Beitrag geschrieben. Eine interessante Episode in der Geschichte der Kaffeehandels ist das internationale Kaffeeabkommen, das zwischen 1963 bis in die achziger Jahre Kaffeepreise und Exportquoten regulierte. Die Seite wdr.de schreibt im Artikel «Der Preis der Bohne» darüber:
Aufgeschreckt durch die Machtübernahme Fidel Castros auf Kuba fürchten vor allem die USA, dass der schwankende Kaffeepreis und die damit verbundene Verarmung der Kaffeebauern immer mehr Menschen in die Arme des Kommunismus treibt. Sie drängen auf ein internationales Kaffeeabkommen, das ein Überangebot und drohende Kaffeekrisen auf dem Weltmarkt endgültig verhindern soll. Am 27. Dezember 1963 tritt es in Kraft. Unterzeichnet wird es von 44 Export- und 18 Importländern, die sich auf Mindestpreise und Exportquoten einigen.
Bis in die achtziger Jahre hinein funktioniert die Regulierung durch das Abkommen. Dann aber drängen neue Exportländer wie Vietnam auf den Markt, die ihre Preise am Abkommen vorbei festlegen können.