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Digital Mobile Radio (DMR): Digitaler Mobilfunk bezeichnet einen Übertragungsstandard für Sprache und Daten in nichtöffentlichen Funknetzen wie zum Beispiel im Betriebsfunk. DMR wurde 2006 vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) als Standard verabschiedet (ETSI EN 300 113 Teil 2).
Auch im Amateurfunk wird DMR benutzt. So werden handelsübliche DMR-Geräte von Funkamateuren entsprechend zur Nutzung im Amateurband programmiert. Weltweit sind über 1'500 DMR-Relais, hauptsächlich im 70-cm-Band, teilweise auch im 2-m-Band aufgebaut und über Internet (oder HAMNET) verbunden.
Aktuell existieren drei Netzwerke im Amateurfunk:
- das BrandMeister Netz,
- das DMR-MARC (Motorola Amateur Radio Club)
- das Hytera-Netz DMRplus
Die Funkgeräte der Kategorie Tier II der Hersteller sind aufgrund der ETSI-Standardisierung kompatibel zu allen drei Netzen.
DMR stellt zwei Zeitschlitze (TS: Time Slot) zur Verfügung, es sind damit zwei Gespräche gleichzeitig über einen Repeater möglich. Durch die Vernetzung sind auf einem Repeater lokale, regionale, nationale oder internationale Anrufe möglich. Die Server-Software zur Vernetzung der Amateur DMR-Repeater wird von Funkamateuren geschrieben, dadurch sind amateurspezifische Funktionen wie APRS (Positionsmeldungen) oder die Nutzung von Reflektoren nach dem Vorbild von D-STAR DCS möglich.
Dem Funkamateur wird in einer internationalen Datenbank nach den Richtlinien der Mobile Country Codes eine ID zugeteilt. Diese kann in den Geräten über Adressbücher mit Amateurfunkrufzeichen und Namen dargestellt werden.
Da die Hauptanwendung von DMR aus dem Betriebsfunk stammt, ist es nicht sinnvoll, die Frequenz- und Gesprächsgruppenwahl direkt am Funkgerät zu tätigen. Dazu werden eine vorherige Programmierung am PC und ein Programmierkabel benötigt.
Mehr zum Thema DMR auf www.digitaleramateurfunk.net