Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03344.jsonl.gz/2257

Neun europäische Nachrichtenagenturen fordern in einem offenen Brief eine bessere Vergütung für die von grossen Internetkonzernen verbreiteten Medien-Informationen. Gratis-Informationen im Internet seien ein "Mythos", heisst es in dem Aufruf, der in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlicht wurde. Facebook etwa wolle nach eigenen Angaben der grösste Medienkonzern der Welt werden, heisst es in dem Schreiben. "Aber weder Facebook noch Google haben eine Redaktion oder nationale wie internationale Netzwerke zum Sammeln und Produzieren von Nachrichten."
Genauso selbstverständlich wie im Privatleben möchten Mitarbeiter heute auch bei der Kommunikation am Arbeitsplatz Videos nutzen. Die IT steht deshalb vor der Herausforderung, das Medium Video in die vorhandenen Infrastrukturen zu integrieren. Das kann sie am besten mit einer Enterprise-Video-Plattform meistern.
Der Mikroblogging-Dienst Twitter mit Sitz in San Francisco kündigt eine Vereinfachung für Tweet-Tiraden an. Fortan werde es möglich sein, einzelne Mitteilungen miteinander zu verknüpfen, so das kalifornische Unternehmen.
Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte im August dieses Jahres bei Twitter ein Bild von sich mit mehreren Kindern veröffentlicht und dazu geschrieben, niemand komme mit Hassgefühlen auf andere Menschen "aufgrund der Hautfarbe, der Herkunft oder der Religion" auf die Welt. Der Tweet erhielt bislang fast 4,6 Millionen Likes und wurde 1,7 Millionen Mal weiterverbreitet. Damit führt Obama das diesjährige Twitter-Ranking an.
Kinder und Jugendliche im Vereinigten Königreich sind zunehmend in sozialen Medien unterwegs, ohne das dafür vorgesehene Alter erreicht zu haben. Bereits um die Hälfte der elf- und zwölfjährigen Briten verfügt dort über ein Profil, obwohl die meisten Plattformen erst ein Eintrittsalter von 13 Jahren erlauben. Zu diesem Fazit kommt der diesjährige Bericht zur Mediennutzung von Eltern und Kindern der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom.
Die weltweit erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 in Grossbritannien verschickt - von einem Computer an ein Handy. Wurden im Rekordjahr 2012 allein in Deutschland noch 59,8 Mrd. Kurzmitteilungen verschickt, so sank die Zahl im Nachbarland im vergangenen Jahr auf 12,7 Mrd. Nachrichten. Das berichtet der Digitalverband Bitkom anlässlich des 25. Geburtstags des Kurznachrichtendienstes.
Die südafrikanische Geschäftsbank Barclays Africa Group testet in Zusammenarbeit mit dem nigerischen Startup Social Lender, wie gut sich die Kreditwürdigkeit von Klienten über deren Accounts in sozialen Netzwerken errechnen lässt. Dabei ist vor allem relevant, mit wem die User befreundet sind. Die Methode hat laut Branchenexperten vielversprechendes Potenzial.
Italiens regierende Demokratische Partei (PD), die politische Gruppierung um Premier Paolo Gentiloni, plant ein Gesetz zur Bekämpfung von Fake News. Damit sollen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gesetzlich verpflichtet werden, gegen absichtlich verbreitete Falschnachrichten vorzugehen. Das Gesetz verpflichte Sozialnetzwerke mit über einer Million registrierten Kunden in Italien, Fake News zu löschen und deren Autoren zu stoppen, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica". Internetkonzerne müssen sich in Italien auf Geldstrafen in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro einstellen, wenn sie Hassbotschaften und strafbare Falschnachrichten im Netz ignorieren.
Google hat heute den Start von "Google Adwords Express" in der Schweiz bekannt gegeben. Mit dem neuen Online-Marketing-Dienst sollen KMUs und Kleinstbetriebe online auf einfache Weise und ohne grosse Ressourcen potenzielle Kunden für ihr Geschäft ansprechen respektive Werbung schalten können, so der Internetriese.
Der Fernsehkonzern Prosiebensat.1 verdient in seinem Kerngeschäft weniger und hat seine Jahresprognose gesenkt, die TV-Werbung sei in diesem Jahr schwach gelaufen. Die schon seit Mai schwächelnde Aktie verlor zum Handelsstart im Leitindex Dax 7 Prozent. Von der Münchner Senderkette eingekaufte US-Serien wie "Empire" oder "This is us", floppten. Prosiebensat.1 verlor Zuschauer an Konkurrenzsender und Internetportale wie Netflix und Amazon und musste im dritten Quartal 170 Millionen Euro an Programmvermögen abschreiben.