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Artikel 83b des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes (GSchG) verlangt, dass die Kantone eine Massnahmenplanung bezüglich der Verminderung negativer Auswirkungen von Wasserkraftanlagen zu erarbeiten haben. Per Ende 2014 wurden die Sanierungsmassnahmen im Rahmen der strategischen Planung definiert und dem Bund zur Genehmigung eingereicht. Nur Defizite von Anlagen, welche in der strategischen Planung erfasst sind und deren Sanierung durch den Kanton verfügt wird, haben Anspruch auf eine Entschädigung. Die Finanzierung erfolgt aus den Mitteln des Netzzuschlages von 0.1 Rappen auf jede verbrauchte Kilowattstunde Strom der Schweizer Bevölkerung.
In der strategischen Planung sind – abgesehen von den Defiziten – auch die Termine zur Erreichung der Sanierungsprojekte und Umsetzung der Massnahmen enthalten. Die Sanierungen sind in Appenzell Ausserrhoden bis Ende 2030 abzuschliessen.
Revision
Aufgrund teilweise veralteter Bewertungskriterien und neuer Erkenntnisse im Bereich der Fischgängigkeit, wurde die strategische Planung per 25. Januar 2018 revidiert. Mehrere Anlagen müssen bezüglich des Fischschutzes zusätzlich saniert werden, da die Fische beim Wehr nicht genügend vor Verletzungen oder Tötung geschützt sind.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass von 15 Stauhaltungen mit vertiefter Untersuchung 12 Anlagen einen Sanierungsbedarf aufweisen:
- Geschiebehaushalt: 4 Anlagen
- Fischgängigkeit: 12 Anlagen
- Schwall/Sunk: 1 Anlage