Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/241251

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den medizinischen Fachgesellschaften eine nationale Kampagne zu lancieren, welche die Bevölkerung und das medizinische Fachpersonal zielgruppengerecht über die Krankheit Endometriose aufklärt und sensibilisiert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie bereits in der Antwort vom 24. November 2021 auf die Interpellation 21.4253 Suter "Unerkannte Krankheit Endometriose. Starke Periodenschmerzen sind nicht normal" ausgeführt, anerkennt der Bundesrat, dass die Endometriose für die betroffenen Frauen äusserst belastend ist. Die damit verbundenen Schmerzen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zu Einschränkungen im Alltag und zu einer Reduktion des sozialen und psychischen Wohlbefindens führen. Während Fachärztinnen und Fachärzte der Gynäkologie gut über die Krankheit informiert sind und ihre Patientinnen fachgerecht begleiten und behandeln, besteht aus Sicht der zuständigen Fachgesellschaft Handlungsbedarf bei der Information der Grundversorgerinnen und Grundversorgern sowie anderer Fachdisziplinen wie auch der Bevölkerung.</p><p>Der Bund verfügt allerdings über keine gesetzliche Grundlage, die es ihm erlauben würde, die Bevölkerung über die Endometriose zu sensibilisieren oder eine entsprechende Kampagne durchzuführen bzw. eine Kampagne der Kantone und/oder der Fachgesellschaften finanziell zu unterstützen. Das Parlament wurde bisher nur vereinzelt im Bereich der Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten gesetzgeberisch tätig, so etwa im Zusammenhang mit dem Bundesgesetz über Bundesbeiträge an die Bekämpfung der rheumatischen Krankheiten (SR 818.21), dem Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen (SR 818.31) oder dem Bundesgesetz über die Registrierung von Krebserkrankungen (SR 818.33). Eine entsprechende Informationskampagne müsste somit von den Kantonen initiiert und durchgeführt werden. Zudem fällt die Information und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzte sowie anderer Gesundheitsfachpersonen in die Zuständigkeit der jeweiligen Fachgesellschaften.</p><p>Aus den oben genannten Gründen beantragt der Bundesrat die Ablehnung der Motion.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.