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Coronavirus (Covid-19)
Beschreibung
Der Begriff «Epidemie» bezeichnet entweder das Auftreten vieler Fälle einer neuen Krankheit oder die erhebliche Zunahme der Fälle einer bekannten Krankheit in bestimmten Regionen, Gemeinschaften oderGemeinwesen.
Wenn Krankheitsfälle auf breiter Ebene beobachtet werden (mehrere Länder oder Kontinente) spricht man von einer Pandemie.
Gefahren
Je nach Art der Krankheit stellen Pandemien eine mehr oder weniger grosse Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung dar.
Neben dem offensichtlichen Risiko für die Gesundheit, stellen Epidemien und Pandemien auch ein Risiko für die Wirtschaft dar. Eine grosse Zunahme von Krankheitsfällen verursacht tatsächlich einen Wirtschaftsabschwung aufgrund des Ausfalls von Arbeitskräften.
Epidemien können ausserdem Angstgefühle in der Bevölkerung erzeugen.
Begriffserklärungen
Ansteckung
Übertragung einer Krankheit von einem kranken Menschen auf einen gesunden Menschen.
Antibiotikum
Natürliche oder synthetische Substanz, die gegen Bakterieninfektionen verwendet wird.
Grippe
Vom Influenzavirus verursachte Infektion der oberen Atemwege. Es gibt drei Typen von Influenzaviren: A, B und C.
- Die Viren vom Typ A (16 Subtypen H und 9 Subtypen N) infizieren regelmässig und meist im Winter sehr viele Menschen. Die Krankheit kann unter Umständen zum Tod führen. Die Typ-A-Viren sind die einzigen Influenzaviren, die auch bestimmten Tieren betreffen (u. a. Schweine, Pferde, Vögel).
- Die Viren vom Typ B verursachen ernstzunehmende Atemwegserkrankungen.
- Die Viren vom Typ C werden nicht als beunruhigend betrachtet und verursachen harmlose Atemwegserkrankungen.
Immunisierung
Vorgehen, mit dem ein Menschen oder ein Tier krankheitsresistent gemacht wird.
Impfstoff
Auf der Grundlage von Mikroben, Viren und Parasiten zubereitete Substanz, mit denen Menschen und Tiere geimpft werden, wodurch sie gegen den entsprechenden Keim immun werden.
Inkubation (Inkubationszeit)
Zeitspanne zwischen der Einführung eines Krankheitserregers in den Organismus und dem Auftretens der ersten Anzeichen einer Krankheit.
Quarantäne
Einschliessen in einem begrenzten und geschützten Raum.
Seuchenherd
Herkunftsort einer Krankheit oder eines Virus.
Verseuchung
Befall eines lebenden Organismus mit pathogenen Mikroorganismen.
Virostatikum
Wirkstoff gegen bestimmten Viren.
Virulenz
Fähigkeit eines Virus oder eines Erregers, eine schwere Krankheit auszulösen.
Virus
Sehr kleiner Infektionserreger, der einen einzigen Nukleinsäure-, DNA- oder RNA-Typ hat und sich nur fortpflanzen kann, indem er in einer Zelle schmarotzt.
Ereignisbeispiele
Grippe / Influenza
Die Influenza oder Grippe ist eine durch das Influenzavirus ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Schwäche. Die Viren werden anhand ihrer antigenen Oberflächenmoleküle (Hämagglutinin (HA) und Neuraminidase (NA)) in Subtypen eingeteilt. Durch die ständige Veränderung der Oberflächenproteine wird eine erneute Infektion vom Immunsystem nicht mehr oder nur schlecht erkannt und es kann erneut zu einer Erkrankung kommen.
Die «spanische Grippe» (Subtyp H1N1) wütete von 1918–1920 und forderte zwischen 25 und 50 Millionen Todesopfer. Eine Besonderheit dieser Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden. Weitere Beispiele sind die «asiatische Grippe» (Subtyp H2N2, 1957–1958, ca. 1.5 Mio. Todesopfer), die «Hongkong-Grippe» (Subtyp H3N2, 1968–1970, ca. 800 000 Todesopfer), die «russische Grippe» (Subtyp H1N1, 1977, ca. 700 000 Todesopfer) und die «Schweinegrippe» (Subtyp A/H1N1, 2009, 18 000 durch Labors bestätigte Todesopfer, geschätzt ca. 300 000 Todesopfer).
HIV (AIDS)
Ab 1982 weltweite Verbreitung von AIDS. Das Human Immunodeficiency Virus (HIV) greift die Zellen des menschlichen Immunsystems direkt an. HIV sucht und zerstört eine Gruppe weisser Blutkörperchen (T-Zellen oder CD4-Zellen), die das Abwehrsystem zur Bekämpfung von Infektionen benötigt. Das Acquired Immunodeficiency Syndrome (AIDS) ist das Endstadium einer HIV-Infektion. Das Virus wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch übertragen. Die Verbreitung von HIV hat in den letzten 30 Jahren nach Schätzungen der Organisation UNAIDS etwa 28 Millionen Todesopfer gefordert. Ungefähr 33,3 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Virus infiziert. In der Schweiz lebten 2009 etwa 18 000 HIV-Infizierte, davon 5700 Frauen.
Verhaltensempfehlungen
Im Falle einer Pandemie oder einer Epidemie ist es wichtig, die Anweisungen der Behörden zur Kenntnis zu nehmen und zu befolgen.
Um eine Ansteckung mit dem Grippevirus zu vermeiden:
- Sich die Hände regelmässig waschen (Seife genügt).
- In ein Wegwerf-Taschentuch husten oder, wenn nicht vorhanden, in den Ärmel.
- Körperlichen Kontakt mit kranken Menschen vermeiden.
- Sich gegen die Grippe impfen lassen.
Beim Auftreten der ersten Symptome:
- Nicht arbeiten gehen und keine andere soziale Tätigkeit ausüben.
- Sich erholen.
- Symptome überwachen und mit Arzt/Ärztin Kontakt aufnehmen.