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Die gemeinnützige Stiftung Privat-Altersheim Perla ist am 14. Juni 1972 im Notariat Zürich-Altstadt gegründet worden. Der Zweck der Stiftung besteht in der Übernahme und Weiterführung des bereits bestehenden Privat-Altersheim für den Mittelstand, Perla, an der Freiestrasse 210 in 8032 Zürich.
Das Altersheim befand sich im Besitz eines Immobilienkaufmanns, der im Juni 1971 in Konkurs gefallen war. Das Schicksal des Altersheimes war lange Zeit ungewiss. Die Gefahr einer Versteigerung und einer Zweckentfremdung schwebte drohend über der Liegenschaft. Es war deshalb ein Glücksfall, dass es gelang, das auf der Liegenschaft lastende Kaufrecht zu übertragen. Gegenüber der Konkursverwaltung verpflichtete sich der neue Kaufberechtigte, keinen persönlichen Gewinn zu erzielen und mit dem Haus keine Spekulation zu betreiben. Von Anfang an bestand die Absicht, die Liegenschaft durch eine gemeinnützige Gesellschaft zu übernehmen und das Privat-Altersheim weiter zu führen. Dank der Mithilfe Gleichgesinnter gelang es, diese Vorhaben zum Erfolg zu führen.
Das dazu notwendige Startkapital von CHF 50'000.- wurde in Form von Wertschriften zur Verfügung gestellt und vollumfänglich von einer Stadtzürcher Freimaurer-Loge übernommen. Später beteiligten sich noch weitere Stadtzürcher Logen am Stiftungskapital.
Im Verlaufe des Jahres 1976 wurde der Stiftung die Nachbarliegenschaft, Freiestrasse 212, zum Kauf angeboten. Diese befand sich im Besitz einer Erbengemeinschaft. Der Preis wurde auf CHF 550'000.- festgesetzt unter der Bedingung, dass das Haus sozialen Zwecken zur Verfügung gestellt werde. Was durch den Umbau des Hauses zum Altersheim und dessen Integration in das bestehende Heim erfolgte.
Die Verurkundung des Kaufvertrages fand am 20. Dezember 1976 statt. Der Besitzantritt erfolgte auf den 1. Januar 1977. Dadurch konnte eine optimalere Heimgrösse von 50 Wohneinheiten erzielt werden. Durch die Zusammenlegung der beiden Gartenanlagen konnte ein parkähnlicher Freiraum gestaltet werden.
Abschluss des Umbaus. Das Heim verfügt jetzt über die vorgesehenen 50 Wohneinheiten. Pro Etage stehen 2 WC's und ein Bad für die Bewohner zur Verfügung. Ausserdem eine grosszügige, benutzbare Gartenanlage. Dabei werden die geplanten Umbaukosten von CHF 1,3 Millionen um rund CHF 300'000.– überzogen, was damals zu einem Finanzierungsproblem führte. Einmal mehr gelingt die Finanzierung dank der grosszügigen Hilfe des Vereins Zürcher Brockenhaus und der Stadt Zürich. Die Pensionspreise liegen bei CHF 1'500.– bis 1'700.– monatlich.
Der Stiftungsrat beschliesst das Heim von Grund auf zu erneuern, da der Zustand des Gebäudes und das mögliche Angebot veraltet sind. Ausserdem sind die Pläne, sich in der Überbauung HB-Südwest zu engagieren und dort 30 bis 50 Alterswohnungen zu erstellen, unterdessen gescheitert.
Beginn der Erneuerungsarbeiten an den Wohneinheiten und der Infrastruktur (Nasszellen in jeder Wohneinheit, moderne Küche, Vergrösserung des Speisesaals, Einrichten eines grosszügigen Wintergartens, neue Büros und Empfang). Der Umbau erfolgt in zwei Etappen, wobei jeweils die Hälfte des Heimes geöffnet bleibt.
Abschluss der Erneuerungsarbeiten zuerst im Hause 210 am 1. November 1998, und später 1999 auch im Hause 212. Die beiden Grundstücke, Freistrasse 210 und Freiestrasse 212 werden nun zu einer Parzelle zusammengelegt. Ab diesem Datum gibt es nur noch eine Adresse: die Freiestrasse 210. Das Stiftungskapital beträgt neu CHF 170'000.–.
Die gesamten Umbaukosten betragen CHF 8,1 Millionen. Die Finanzierung ist dank diversen, namhaften Spenden gesichert.
Mit einer gemeinsamen Spende der an den Erneuerungsarbeiten beteiligten Unternehmen, kann im Garten ein ebenso origineller wie schöner Brunnen aus rotem Granit, von Bildhauer Ueli Fausch, aufgestellt werden.
Verschiedene Stiftungen (Dr. Stephan à Porta Stiftung, Heinrich und Erna Walder Stiftung, Wohlfahrtsstiftung des Verein Zürcher Brockenhaus) haben uns mit grosszügigen Beträgen unterstützt, so dass bisher aufgeschobene Investitionen (elektrische Pflegebetten, Liftsanierung, automatische Türöffner, Vorhänge, Garderoben für Personal) ausgeführt werden können.
Die Speisesaalsanierung (Boden, Isolation und Beschallung) dauerte den ganzen Monat Juli hindurch. Während dieser Zeit werden die Heimbewohner, in einem speziell errichteten Festzelt, im Park verpflegt. Für die Meisten eine willkommene Abwechslung. Als weitere bauliche Massnahme erfolgte der bessere Schutz gewisser Kellerräume gegen eindringende Feuchtigkeit.
Es wird erneut ein grösseres Investitionsprogramm beschlossen und mit der Umsetzung sofort begonnen. Es betrifft den Ersatz der veralteten Telefonanlage, die Modernisierung der IT-Infrastruktur, die Schaffung zusätzlicher notwendig gewordener Büroräumlichkeiten durch Umnutzung bisheriger Wohneinheiten, modernste Küchentechnologie sowie die Automatisierung der Eingangstüre.
Auch in diesem Jahr konnte die Stiftung wiederum namhafte Spendeneingänge verdanken.
Der Stiftungsrat beschliesst weitere Investitionsvorhaben und Massnahmen mit dem Ziel, den Perla Park zu einem führenden und vorbildlichen Alters- und Pflegeheim auf dem "Platz Zürich" auszugestalten. Dabei stehen im Vordergrund die Wohnlichkeit des Hauses, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit seiner Bewohner, aber ebenso die hohe Kompetenz der Mitarbeitenden, in den Bereichen Pflegedienste, Küche und Hauswirtschaft.
Die Schaffung eines zeitgerechten Leitbildes und Ethikkonzeptes dienen als Grundlage um den individuellen Bedürfnissen unserer Bewohner, so weit wie möglich, gerecht werden zu können. Dazu zählt auch die Einrichtung zweier Ferienzimmer für Kurzaufenthalter.
Das wohl wichtigste Vorhaben jedoch war der Bau von zusätzlichen 80m2 Mehrzweckraum unter dem Park, einhergehend mit einer konsequent altersgerechten Umgestaltung der ganzen Parkanlage. Dies ermöglicht es uns im Bereich "Aktivierung und individuelle Betreuung" Dienstleistungen anzubieten, die sich auf dem neuesten Erkenntnisstand befinden und die dazu dienen die Lebensfreude unserer Bewohner mit höchster Priorität zu fördern.
Heute zählt der Perla Park zu den beliebtesten und kostengünstigeren Alters- und Pflegeheimen auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Dies bestätigen mehrmalig anonym durchgeführte Bewohner-Zufriedenheits-Analysen der Universität Zürich. Ausserdem gehören wir seit einigen Jahren zum Kreis der Lehrbetriebe mit Lehrlingen in Pflege, Küche und Hauswirtschaft.
Diese positiven Entwicklungen sehen wir auch als Verpflichtung für die Zukunft.