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Mit insgesamt vier Medaillen hat sich der Schweizer bei den Männern in der Rollstuhl-Leichtathletik als weltbester Allrounder eindrücklich bestätigt.
Nach dem «Befreiungsrennen» über 800 m galt der gebürtige Thurgauer in der Königsdisziplin als klarer Favorit. Seine zweite Goldmedaille – nach Silber über 1500 m und 5000 m – kam kaum überraschend. Es überraschte auch nicht, dass es zum Duell mit dem Australier Kurt Fearnley kam. Beide setzten sich früh vom Feld ab und harmonierten auch in der Führungsarbeit. Der im luzernischen Neuenkirch wohnhafte Hug war in der jetzigen Verfassung im Spurt nicht zu schlagen. «Ich habe Kurt diese Saison schon zweimal im Spurt geschlagen. Für mich waren es optimale Paralympics. Die Geduld, in Ruhe weiterzuarbeiten, hat sich nun ausgezahlt.» Hug wurde endgültig zum Champion.
Bei den Frauen hielten sich Manuela Schär (Kriens) und Sandra Graf (Gais) in der achtköpfigen Spitzengruppe. Sie belegten schliesslich die Ränge 6 und 8. Schär ging fünfmal an den Start, fünfmal gab es ein Diplom, aber keine Medaille. Sie erlebte damit das, was bei früheren Paralympics Marcel Hug widerfahren war. «Wenn sie weiter trainiert wie bisher, wird sie ähnlich erfolgreich sein», sagt Leichtathletik-Teamchef Roger Getzmann.
Die Schweiz gewann an den Paralympics fünf Medaillen – zweimal Gold und zweimal Silber durch Teamleader Marcel Hug sowie Bronze im Handbike-Strassenrennen durch Tobias Fankhauser. Budgetiert waren ursprünglich neun Podestplätze. Durch die fünf Nachnominationen (u.a. Heinz Frei im Marathon) erfolgte die Anpassung auf zehn. «Das Delegationsziel wurde nicht erreicht. Was allerdings wenig über die Leistungen der einzelnen Athleten aussagt. Je vier vierte und fünfte Plätze sowie 19 Diplomränge zeigen, dass es auch mehr Medaillen hätten werden können», sagte der Chef de Mission Ruedi Spitzli.
(SDA)