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In französischen Zeitungen, im Fernsehen und in sozialen Netzwerken im Internet machten die Franzosen in dieser Woche ihrem Unmut über die Nachbarn auf der anderen Seite des Ärmelkanals Luft.
Die Briten wurden beschuldigt, sich bei den Bahnradrennen zu Goldmedaillen geschummelt und bei einem Neustart für den britischen Ruder-Doppelzweier die Regeln besonders grosszügig ausgelegt zu haben. Der frühere Olympiasieger im Hürdenlauf, Guy Drut, warf dem Publikum in London ausserdem vor, nur für die heimischen Sportler zu jubeln und die Leistungen anderer Nationen nicht anzuerkennen.
Kein Doping und auch keine veränderten Räder
Die Kritik ging soweit, dass sogar der britische Premier David Cameron die Sportler seines Landes verteidigte.
Die Kritik ging soweit, dass sogar der britische Premier David Cameron die Sportler seines Landes verteidigte. /
«Natürlich gibt es keinen Betrug», sagte er dem Fernsehsender France 2 angesichts der Vorwürfe, dass die grossen Erfolge der britischen Bahnradfahrer das Resultat von Doping oder illegal veränderten Rädern sein müssten.
Unter anderem kamen diese Anschuldigungen von der Direktorin des französischen Olympia-Radteams, Isabelle Gautheron, die sich öffentlich darüber wunderte, wie schnell die Briten nach den Rennen ihre Reifen wegpackten. Der vermeintlich absichtliche Sturz des für Grossbritannien startenden Deutschen Philip Hindes - mit dem er einen Neustart provozierte - liess die Emotionen noch einmal zusätzlich hochkochen.
Premier Cameron hat für den Ärger der Franzosen eine einfache Erklärung: «Es macht die Franzosen verrückt», sagte er in Bezug auf die vielen Medaillen seines Landes am Donnerstag der BBC. «Ich glaube, für sie waren die britischen Flaggen auf den Champs-Élysées ein bisschen schwer zu ertragen.»