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REUTERS/Yuri Gripas
Über uns befindet sich ein wissenschaftliches Laboratorium, das die Erde umkreist – ein wahrhaft wärmendes Beispiel für weltweite Zusammenarbeit. Die Internationale Raumstation (ISS) ist ein beeindruckendes wissenschaftliches Unternehmen, das sich in den letzten zehn Jahren für den Transport von Besatzungen und Material zur und von der Station im Orbit ausschließlich auf russische Sojus-Raumfahrzeuge und -Raketen verlassen hat. Alle Starts und Landungen erfolgen vom russischen Kosmodrom Baikonur, das von Kasachstan geleast ist. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation gab es 1680 erfolgreiche Starts, und die unschätzbare Wikipedia stellt fest, dass „bis zum 31. Mai 2020 240 Personen 395 Raumflüge zur ISS absolviert haben“. Die ISS-Langzeitbesatzungen bestehen hauptsächlich aus Astronauten aus den USA (53) und Russland (39).
Es ist zu erwarten, dass dieses herausragende Beispiel internationaler Zusammenarbeit in den Medien ein breites Echo findet und von allen, die die internationale Freundschaft fördern wollen, mit Zustimmung begrüßt wird. Leider ignorieren die westlichen Medien, obwohl es in der Tat beträchtliche Unterstützung für die internationalen Aspekte des Programms gibt, Russlands Anteil am Erfolg des Programms weitgehend und konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Beteiligung von SpaceX, einem privaten US-Venture-Unternehmen, an der Entsendung von Missionen zur Raumstation.
Es war faszinierend, dass die New York Times (zum Beispiel) in ihrem detaillierten Bericht mit 1500 Wörtern über den ersten SpaceX-Astronautenstart am 30. Mai feststellte, dass bereits drei Besatzungsmitglieder an Bord waren, aber nur einen Namen nannte – den des US-Astronauten Christopher Cassidy. Man müsste auf….