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In den überschwemmten Regionen nordöstlich von Bangkok wächst die Wut auf die Behörden. Hunderte Bewohner der Vorortregion forderten am Montag ein schnelleres Ablassen der Wassermassen aus ihren Wohngebieten.
Nach Angaben von Verteidigungsminister Yuthasak Sasipabha wurden 200 Militärpolizisten in "Konfliktgebiete" rund um mehrere Schleusen entsandt. Bereits am Sonntagabend hatten sich wütende Menschen an einer Schleuse im Distrikt Khlong Sam Wa versammelt und gefordert, dass diese weiter geöffnet werde, um das Wasser schneller ablaufen zu lassen.
Protest-Blockaden
Am Montag blockierten sie aus Protest zudem zwei Verbindungsstrassen nach Bangkok. Einige von ihnen griffen zur Selbsthilfe und begannen, eigene Ablaufrinnen um die bewachte Schleuse herum auszuheben.
Mehrere Distrikte im Norden und Osten der thailändischen Hauptstadt sind seit mehr als einer Woche überschwemmt. Dagegen wurde bislang das Finanz- und Geschäftsviertel von Bangkok von den Fluten verschont.
Die Menschen in den überfluteten Gebieten beschuldigen die Behörden, sie schützten das Zentrum Bangkoks und liessen die Armen im Stich. Nach UNO-Angaben bleibt die Situation in mehreren überfluteten Distrikten "kritisch". In einigen von ihnen stehe das Wasser über einen Meter hoch.
Gefahr gebannt
Nach Überwindung des vorläufig höchsten Pegels des Chao-Phraya-Flusses hofft die thailändische Regierung nun aber auf ein zügiges Abpumpen von Wasser aus den Überschwemmungsgebieten in Bangkok. Regierungschefin Yingluck Shinawatra zeigte sich zuversichtlich.
Wenn kein zusätzliches Wasser mehr komme, bestehe voraussichtlich keine weitere Gefahr für die Stadt, sagte die Ministerpräsidentin am Montag. Zugleich erklärte sie, die Regierung sei um jeden Einzelnen besorgt, der von den Fluten betroffen sei. Trotz neuer Rekordpegel hatten die Deiche zum Schutz des Zentrums der Millionenmetropole am Wochenende gehalten.