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Im Gegensatz zu Petra Ivanvos erstem „Reality“-Roman (vgl. Nr. 956: Reset) kommt nun die ännliche Erzählperspektive zum Zug. Leo ist 17 Jahre alt, verlobt und befindet sich zu Beginn des Romans im Zürichsee unter Wasser. Da er nicht schwimmen kann, bedeutet dies, dass er am Ertrinken ist. Wie in einem Film spulen sich all die Ereignisse, die dazu geführt haben, in seinem Kopf nochmals ab. Leo hat in Nicole seine grosse Liebe gefunden. Doch sein Vater, in kosovarischen Traditionen verwurzelt, will davon nichts wissen und arrangiert die Verlobung mit einer jungen Kosovo-Albanerin. Fast unmöglich scheint es, dass sich Leo aus dem von beiden Familien beschlossenen Arrangement lösen kann. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse. Die jungen Leute besuchen auf Wunsch der Braut gemeinsam ein Clublokal. Die junge Frau verschwindet und taucht erst viel später und völlig verzweifelt wieder auf. Im Gespräch mit einer Polizeibeamtin wird klar, dass sie vergewaltigt worden ist. Leo, Nicole, Julie und Chris kommen dem Täter auf die Spur. Als Leo ihn zur Rede stellt, landet er im Zürichsee. Im letzten Moment wird er von Nicole gerettet. Der spannende Roman eignet sich hervorragend für Anschlussdiskussionen über Themen wie Generationenkonflikt, Migration, Secondos usw. Die Überlappung der beiden Romane bzgl. Figuren und Inhalt lädt zu einer parallelen Lektüre in zwei Gruppen ein.