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Mit dem Vorsorgeauftrag wird der handlungsfähigen Person die Möglichkeit gegeben, für den Fall ihrer Urteilsunfähigkeit Regelungen hinsichtlich der eigenen Personensorge, Vermögenssorge und Rechtsvertretung zu treffen.
Inhaltlich sollte der Vorsorgeauftrag minimal folgende Elemente enthalten und regeln:
- Als Vorsorgebeauftragte können natürlich und juristische Personen eingesetzt werden (diese müssen möglichst genau bezeichnet sein).
- Es muss im Vorsorgeauftrag zum Ausdruck kommen, dass der Auftrag für den Fall einer dauernden oder länger andauernden Urteilsunfähigkeit erteilt wird und dass ab diesem Zeitpunkt der Vorsorgeauftrag wirksam werden soll.
- Der Aufgabenbereich respektive die Aufgabenbereiche (Personensorge, Vermögenssorge, Vertretung im Rechtsverkehr) der beauftragten Person sind zu umschreiben.
Der Vorsorgeauftrag hat gemäss Art. 361 ZGB zwingende formelle Voraussetzungen, die für die Gültigkeit unbedingt einzuhalten sind:
- Der Vorsorgeauftrag ist eigenhändig, vollständig von Hand zu schreiben oder öffentlich zu beurkunden.
- Der Vorsorgeauftrag muss datiert und unterzeichnet sein.
- Die betroffene Person muss zum Zeitpunkt der Errichtung des Vorsorgeauftrages handlungsfähig (volljährig und urteilsfähig) sein und darf nicht unter umfassender Beistandschaft stehen.
Damit sichergestellt ist, dass die zuständige Behörde im fraglichen Zeitpunkt von der Existenz des Vorsorgeauftrags Kenntnis erhält, besteht die Möglichkeit, dem Zivilstandsamt die Tatsache der Errichtung des Vorsorgeauftrags sowie dessen Hinterlegungsort mitzuteilen.