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Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Pulmonalstenose
Bei der Pulmonalstenose handelt es sich um eine angeborene Herzerkrankung, genauer gesagt eine Verengung im Bereich der Lungenschlagader (Arteria pulmonalis). Die Lungenschlagader ist für den Bluttransfer vom Herzen in den Lungenkreislauf zuständig und somit ein wichtiger Teil des Blutkreislaufes im Körper.
Der Begriff Pulmonalstenose wird wie folgt zusammengesetzt:
Pulmonal = „die Lunge betreffend“
Stenose = Engstelle an Blutgefässen
Die 3 Formen
Subvalvuläre Pulmonalstenose
Die Verengung liegt direkt unterhalb der Klappe im rechten Ventrikel (Hauptkammer). Oftmals kommt diese Form in Kombination mit der vulvulären Pulmonalstenose vor.
Valvuläre Pulmonalstenose
Bei dieser Form liegt die Verengung direkt an der Pulmonalklappe. Es handelt sich um die am häufigsten auftretende Form, welche durch verklebte oder verdickte Klappen auftritt.
Supravalvuläre Pulmonalstenose
Hier liegt die Verengung direkt oberhalb der Pulmonalklappe.
Ursache
Durch die oben genannten Verengungen muss das Blut mit einem erhöhten Druck durch die betroffenen Stellen gepumpt werden. Dies führt zu einer stärkeren Belastung der Lungenschlagader. Weiterhin muss die Muskulatur der rechten Herzkammer mehr arbeiten, was eine Zunahme des Muskelgewebes bedeutet. Durch das Verdicken des Gewebes kann sich der Herzmuskel nicht mehr korrekt schliessen, wodurch die regelmässige Blutzirkulation gestört wird. Die Folge daraus sind Herzrhythmusstörungen und eine Sauerstoffunterversorgung. Weiter kommt es vor, dass Wasseransammlungen in Bauch und Brust entstehen, da das Blut im Körperkreislauf aufgrund der Klappenfehlfunktion zurückgestaut wird.
Symptome
Die Symptome variieren stark und treten je nach Schweregrad der Krankheit auf.
- Atemnot
- Leistungsabfall
- Ohnmachtsanfälle
- Blaue Schleimhäute (Zyanose)
Bei einer leichten Pulmonalstenose sind kaum Symptome vorhanden. Ist die Erbkrankheit bereits im fortgeschrittenen Stadium, kann die Krankheit bis hin zum plötzlichen Herztod führen.
Diagnose
Wenn beim Abhören der Pulmonalklappe ein systolisches Geräusch zu hören ist, deutet dies auf eine Pulmonalstenose hin. Um die genaue Diagnose zu erstellen, wird eine Röntgenuntersuchung, ein EKG sowie eine Ultraschalluntersuchung und teilweise eine Herzkatheterisierung vorgenommen. Mit diesen Untersuchungen kann auch direkt der Schweregrad der Krankheit diagnostiziert werden.
Behandlung
Die Behandlung ist von Hund zu Hund unterschiedlich. In erster Linie kommt es darauf an, wie sich die Symptome zeigen. Da sich bei vielen Hunden die Symptome erst bei körperlicher Anstrengung zeigen, sollte der Vierbeiner geschont werden. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, werden dem Hund Medikamente verabreicht, welche kreislaufunterstützend wirken und zusätzlich entwässern. Weiterhin wird der Hund mit Betablockern behandelt, welche den Blutdruck senken.
In ganz schweren Fällen wird oftmals eine sogenannte „Ballonierung“ vorgenommen. Dabei wird über einen Katheter ein kleiner Ballon an die Engstelle eingeführt und entfaltet. Der Druck kann so deutlich reduziert werden, wodurch die Klappe wieder richtig arbeiten kann.
Vorbeugung
Da es sich bei dieser Erkrankung um eine Erbkrankheit handelt, dürfen betroffene Tiere nicht zur Zucht verwendet werden.
Besonders betroffene Rassen
- Airedale Terrier
- Beagle
- Chihuahua
- Cocker Spaniel
- Deutscher Boxer
- Englische Bulldoggen
- Foxterrier
- Samojede
- Schnauzer
- West Highland Terrier