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Der Internetgigant Google kündigt ein neues, privates Unterseekabelprojekt an: Dunant. Das Kabel durchquert den atlantischen Ozean von Virginia Beach in den USA bis zur französischen Küste, wie das Unternehmen vergangene Woche in einem Blogeintrag mitteilte. Voraussichtlich Ende 2020 soll das Dunant-Kabel verfügbar sein.
Mit dem Kabel werde die Netzwerkkapazität einer der laut Google verkehrsreichsten Routen im Internet erweitert. Insbesondere soll damit das Wachstum der Google Cloud unterstützt werden. Für den Entwurf, die Planung und den Bau des Kabels arbeitet Google mit der Firma TE SubCom zusammen, schreibt Jayne Stowell, Strategic Negotiator bei Google. Laut 'Data Center Dynamics' verbindet Dunant zwei RZ-"Hochburgen" von Google. In Virginia Beach baue Google grosse RZ-Kapazitäten für Cloud-Services auf. Und das europäische Ende in Frankreich befinde sich relativ nahe an den belgischen Google-RZs.
Dunant, benannt nach dem Gründer des Roten Kreuzes und Friedensnobelpreisträger Henry Dunant, ist das zweite private Unterseekabel, das Google baut. Die Verlegung von Interkontinentalkabeln ist ein riesiges Infrastrukturprojekt, das Jahre in Anspruch nimmt und sehr viel Geld verschlingt. Deshalb kaufen oder mieten Unternehmen traditionell Kapazitäten auf bestehenden Kabeln, die von Konsortien gebaut wurden. Google habe sich aus drei Gründen für den Bau eines privaten Kabels entschieden: Leistung und Latenz, Kundenbedürfnisse in Bezug auf die Kapazität und wegen der garantierten Bandbreite für die Lebensdauer des Kabels.
Wie 'Data Center Dynamics' bemerkt
, sei der weltweite Bandbreitenbedarf von Microsoft, Google oder Amazon in den vergangenen Jahren so stark angestiegen, dass es für Unternehmen in einigen Fällen finanziell sinnvoll sein könne, eigene Systeme zu finanzieren. (kjo)