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Die Weimar'sche Zeitung habe vom Engagement von Jaffé in
Braunschweig berichtet. Landhammer nehme dies zum Anlass, seinem Hass gegen Jaffé im
heutigen Tagblatt auszulassen. In einer Rezension des "Günther" von Apel in der
Brockmann'schen Zeitung nehme Marggraff die Gelegenheit, einen Seitenhieb gegen
Wilhelms [Genast] Stück zu nehmen. Litolff habe ein Trio von sich in Leipzig gespielt
und scheint durgefallen zu sein. Griepenkerl lasse drei Akte seines Robespierre in
Gotha aufführen, Litolff werde dort seine Ouvertüren "Robespierre" und "Girondisten"
aufführen. Die beiden kommen zusammen auch nach Weimar. Biedermann sei mit den
sächsischen Regierungsorganen zu Dresden und Chemnitz im Streit. Eine Symphonie von
Ehlert sei in Berlin durchgefallen. Dem Vater gehe es noch nicht besser. 15.2.:
Gemäss der heutigen "Signalen" habe der Litolff doch besser gefallen als nach der
Brockhaus'schen, wo Bernsdorf schreibe. Die Wahrheit werde er wohl von diesem
erfahren. Rümpler [?] von Hannover sei hier, der Hoffmann [von Fallersleben] und
[Oskar] Schade versöhnen wollte. Rümpler sei heute mit Hoffmann in der Altenburg.
Gestern Abend erschien R.s erster Berlioz-Artikel. Pohl habe sich daraufhin bei
Biedermann beschwert, dass man ihm keinen Platz in der Weimar'schen Zeitung einräume.
Morgen werde der zweite Artikel erscheinen. Singer habe sich heute wegen des
Quartetts op. 77 schriftlich an ihn gewendet. Scheue sich wohl, ihm unter die Augen
zu treten, nach allem was vorgefallen sei. Müsse aber doch schauen, dass das Werk
endlich bereinigt und copiert werde. Dem Vater gehe es besser. Emi und Soupper habe
er Grüsse an die E. aufgetragen. Arbeite von morgen bis abends und wisse nicht wie es
komme. 16.2.: Dass das Cäcilienconcert verschoben werde, sei ihm fatal. Die E. soll
ein Programm für ihn auftreiben und mit den Berichten über die "Liebesfee" op. 67 an
ihn senden. In den "Wiener Monatsheften" sei eine Besprechung von Wilhelms [Genast]
und Mosers [?] Stück. Die Brendel'sche Zeitung ignoriere ihn in der aktuellen Nummer
völlig. Entweder habe Pohl nichts über seine Aufführungen eingeschickt oder Brendel
habe es auf fürstl. Wittgenstein'sches Geheiss nicht abgedruckt. Die E. wisse wohl
bereits, dass der alte Salviati gestorben sei. Die neue Nummer des Sonntagsblattes
sei faul. Schölls Novelle ziehe sich endlos dahin, habe Böhlau seine Meinung gesagt.
Morgen sei S. Chiara in Gotha. Würde hingehen, wenn nicht die Probe vom
Berlioz-Konzert stattfände. Dort seien interessante Dinge für ihn. Wolle sich auch
die neue Version von "Benvenuto Cellini" anhören. Sein Quartett sei bis auf den
letzten Satz beim Kopisten.