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ARCHITEKTUR
Drei Gebäudekörper gliedern den Perimeter in eine Folge von fliessenden und alternierenden Aussenräumen. Die Wohnungen der Stiftung Priesterheim zum Frauenstein befinden sich im dreigeschossigen Gebäude im nördlichen Bereich des Areals. Das Alters- und Pflegeheim folgt östlich als viergeschossiger Gebäudekörper mit Attika. Das Gebäude mit den Alters- und Familienwohnungen und Kinderkrippe positioniert sich in einer bestehenden Lichtung der
Gartenanlage der Villa Stadlin. Der architektonische Ausdruck der Gebäude und die Plastizität der Fassadenabwicklung wird geprägt durch die Ausbildung der Loggien. Umlaufende Fensterbänder folgen in ihrer Abwicklung den nach Innen versetzten und geschützten Aussenbereichen der einzelnen Wohnungen. Die Brüstungsbänder aus vorfabrizierten Betonelementen sowie die dunkel gehaltenen Holz-Metall Fenster verleihen den Gebäuden eine einprägsame und zurückhaltende Erscheinung – Wohngebäude in einer Gartenlandschaft.
TRAGWERKKONZEPT
Das statische Konzept basiert auf einer Stützen - Platten Bauweise. Die Betondecken ermöglichen mit einer Stärke von 30cm alle Auskreuzungen der in den Decken eingelegten, kontrollierten Minergie Lüftung. Damit werden keine abgehängten Decken erforderlich, und eine Raumhöhe von 2.60 m ermöglicht. Um die Stützendimensionen zum Einbau in den Gipswänden gering zu halten, wurden Verbundstützen aus Stahl und Beton verwendet. Die tragenden Innenwände sind auf ein Minimum beschränkt, und dort positioniert, wo eine Aufnahme der Horizontalkräfte gefordert wird.
BETON
Bei den Betonelementen der Fassade sind die Oberflächen sandgestrahlt und hydrophobiert. Die Betonzusammensetzungung ist bestehend aus Delsberger Kies mit einem Teil Weisszementbeimischung. Die Dimesion des grössten Fassademelementes beträgt in der Länge 16m, in der Tiefe 12cm, im Volumen 8 m3 und im Gewicht 20 t.
NACHHALTIGKEIT
Der Bau wurde Minergiezertifiziert und nach den Minergie ECO Vorgaben gebaut, auf eine ECO Zertifizierung wurde jedoch verzichtet. Sämtliche Gebäude sind mit einer Bodenheizung und einer Minergie Lüftung ausgeführt. Die Fortluft der Anlage wird in der Tiefgarage als «Weiterverwendung» geführt. Als Wärmeerzeugung dient die Wasserwämepumpe der in der Anlage neu gebauten «Altstadt Heizzentrale». Auf dem Dach des Pflegeheims werden Solarkollektoren zur Brauchwarmwasseraufbereitung genutzt und stellen einen weiteren Beitrag zur nachhaltigen Energiebilanz der gesamten Alrealüberbauung dar.