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Ist dieser Garten von Menschen geschaffen?
Weil die Menschen doch diesen und jenen Garten schaffen!?
Jener war wie eine Schlinge, die sich enger und enger
legte um den in seiner Mitte:
den Garten (der Finzi Contini)!
Denke, sie haben ihn geöffnet, geöffnet für Alle!
In weissen Kleidern auf weichen Rädern strömten
sie ihm zu, die keine Zeit mehr hatten…
Und Micol, die ihre Träume, ihre Begehren
in ihrem Engelsgesicht bewahrte; legte
schmollend das Gesicht in den Nacken:
„Giorgio! Es ist vorbei! Mit dir zu schlafen, wäre
wie mit einem Bruder zu schlafen. Also ruf mich
nie wieder an! Wir, du und ich, sind uns gleich:
Was wir besitzen ist die Erinnerung an unsere
Kindheit, hier. Was wir besitzen ist und bleibt
in diesem Garten!“
Giorgio stieg noch ein einziges mal über die
Mauer, wo sich Micol hinter dem Fenster an Malnate
verschenkte. Malnate, der die Huren liebte.
Und von dem Micol zu Giorgio sagte: „nicht mein Typ.“
Wollte sie denn das Verderben vorwegnehmen?
Ein Unheil, das innert Wochen über sie hereinbrechen
würde, das Unheil eines Jahrhunderts?
Wollte sie alle Träume, die sich jetzt noch einstellten,
um realisiert zu werden, auslöschen?
Giorgio …. zweifach brach seine Welt auseinander.
Er flüchtete und entkam.
Während die von Draussen die Schlinge enger zogen.
Kleiner wurde der Garten, sich selber wuchs er zu,
floh ihnen ins Herz.
Das war, als die von Draussen durchs Tor
einbrachen, den Garten schallend durchschritten,
den Garten, der Finzi Contini, unseren Garten.
(Sie mitnahmen, die die sie nicht mehr fanden).
(„Der Garten der Finzi Contini“, 1970, Vittorio de Sicca, mit einer himmlisch schönen Dominique Sanda als Jüdin Micol)