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Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Bis zu jeder fünfte Mensch ist im Laufe seines Lebens davon betroffen, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Meistens tritt die Erkrankung im jungen Erwachsenenalter oder im Alter über 60 Jahren auf.
Neben einer biologischen Neigung spielen für depressive Reaktionen auch ein Überforderungserleben, belastende Lebensereignisse wie Beziehungsabbrüche, Verluste oder Persönlichkeitsfaktoren (negative Denkmuster) eine Rolle.
Häufig gehen depressive Erkrankungen mit anderen psychischen Störungen einher, z. B. Angststörungen, Suchterkrankungen oder Essstörungen. Typischerweise verlaufen sie episodisch, können also nach einer Erholung erneut auftreten.
Die Symptome einer Depression sind sehr vielfältig. Im Vordergrund stehen häufig die bedrückte, niedergeschlagene Stimmung, aber auch Konzentrations- und Interessensverlust sowie Freudlosigkeit. Letztere kann bis hin zu einem quälenden Empfinden der Gefühlslosigkeit oder auch der Unfähigkeit, traurig zu sein, reichen. Ausserdem gehören oft ein Verlust des Vitalitätsempfindens und eine Antriebslosigkeit dazu. Manchmal macht sich eine depressive Erkrankung aber auch in körperlichen Beschwerden bemerkbar, wie etwa Appetitverlust, Schlafstörungen oder Libidoverlust.
Bestehen diese und weitere Symptome wie Ängste, Selbstzweifel oder eine Entscheidungsunfähigkeit über mehr als zwei Wochen, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert. Depressionen sind gut behandelbar. Je früher aber die Diagnose gestellt und eine psychotherapeutische und/oder medikamentöse Therapie in die Wege geleitet wird, desto rascher kann geholfen werden.