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Man setzt sie auf das zu lochende Blech und schlägt gegen das obere Ende mit einem Hammer.
[* 6] Als Unterlage dient ein eben gehobeltes
Holzstück oder eine Platte aus Blei
[* 7] und Zinn oder endlich eine Lochscheibe (Lochring). Die Lochscheibe
ist ein oben mit Stahl belegtes, flaches Eisenstück, welches mehrere Löcher von runder, viereckiger oder andrer Gestalt und
von verschiedener Größe besitzt. Damit das herausgeschlagene Blechstück (Putzen) leicht durchfällt, erweitern sich die
Löcher nach unten.
Bei den Hebeldurchschnitten ist der Stempel mit dem kürzern Ende eines zweiarmigen Hebels in Verbindung
gebracht, während am längern Arm die Kraft angreift. Die Kraftäußerung kann direkt von einem Arbeiter oder auch dadurch
geschehen, daß man durch Daumen oder Exzenter, welche mit einer rotierenden Achse verbunden sind, das längere Ende des
Hebels aufhebt, wobei das kürzere Ende mit dem Druckstempel niedergeht. Für transportable Durchschnitte hat sich die Anwendung
des Kniehebels (in Verbindung mit zwei Winkelhebeln, Schraubenpaar und Wendeeisen) besonders praktisch erwiesen.
Aus demselben Grund ist es notwendig, den Antrieb der Maschine so einzurichten, daß die Stempelbewegung augenblicklich ausgerückt
werden kann, ohne daß man gezwungen ist, die ganze Maschine in ihrem Lauf zu unterbrechen (Stempelausrückvorrichtungen).
Damit der Stempel beim Rückgang das Arbeitsstück nicht mitnehme, ist an dem Maschinengestell eine den Stempel umschließende
Gabel (die Froschplatte) befestigt, welche ein Abstreifen des Arbeitsstücks bewirkt.
[* 11]
Fig. 2 ist eine gewöhnliche Lochmaschine
für stärkere Bleche. Das Gestell a ist so geformt, daß die Platten nicht nur am Rand, sondern auch mehr
gegen die Mitte gelocht werden können; b Lochring, c Stempel, d Froschplatte, e ist das Gleitstück, welches in den Führungen
h durch den exzentrisch gestellten Zapfen
[* 20] f der Antriebswelle g auf- und niedergeführt wird.
[* 11]
Fig. 3 zeigt diese Stücke in
einem vertikalen Längs- und
[* 11]
Fig. 4 in einem
Für das ist auch die hydraulische Presse in verschiedener Weise zur Anwendung gekommen. Man verwendet die Lochmaschinen oft
dazu, von starken Platten Teile abzutrennen oder in denselben größere Löcher zu erzeugen, indem man Löcherreihen nach den
Trennungslinien erzeugt. In letzter Zeit hat man Durchstoßmaschinen konstruiert, mit denen aus glühenden Eisenstäben auf
einmal eine sechseckige Schraubenmutter mit einem runden Loch in der Mitte ausgedrückt werden kann. Zwei Druckstempel arbeiten
in der Weise ineinander, daß der eine erst die Mutter und darauf der andre das runde Loch ausdrückt. KleinereMaschinen dieser
Art dienen zur Anfertigung von Kettengliedern u. dgl.