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Schnitt durch die beiden Steinstrukturen (ProSpect GmbH)
Prähistorischer Weg in Schenkon, Striegelgasse
In Schenkon, auf der Geländeterrasse «Burg» an der Striegelgasse, wird eine Grossüberbauung realisiert. Wie der Flurname bereits andeutet, befindet sich südöstlich angrenzend eine mittelalterliche Burgruine. Wenige hundert Meter nordwestlich liegt ein römischer Gutshof, unten am See sind Pfahlbauten bekannt.
Wegen dieser spannenden Ausgangslage führte die Grabungsfirma ProSpect im Auftrag der Kantonsarchäologie im Spätherbst 2021 Sondierungen durch, dank denen zwei übereinanderliegende Steinsetzungen lokalisiert werden konnten. Vermutlich handelt es sich um ehemalige, prähistorische Wege. Weiter wurden Keramikfragmente geborgen, die ans Ende der Jungsteinzeit datieren (ca. 2400-2100 v. Chr.). Offen ist, wie weit diese einen Zusammenhang mit den Steinsetzungen haben. Mit einer drei Wochen andauernden Grabung (ca. 100 m2) werden die Steinstrukturen in der Fläche dokumentiert und ihre zeitliche Einordnung geklärt, bevor die archäologischen Reste durch das Bauvorhaben endgültig zerstört werden.