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Anerkennung traditioneller wirtschaftlicher Aktivitäten als «Kultur» (Art. 27)
Die Lubicon Cree reichten unter dem Namen ihres Häuptlings Bernard Ominayak Beschwerde gegen Kanada ein, um sich gegen irreparable Schäden zu wehren, die sich aus der Eröl- und Erdgasförderung sowie Holzschlag im Lubicon Territorium ergaben. Die kumulativen Auswirkungen dieser Landnutzung zerstörten die Grundlage für die traditionelle Jagd und Fischerei der Minderheit.
Im Falle der Lubicon Lake Band, wie sich die Gruppe inzwischen nennt, entschied der Ausschuss, dass Kanada den Art. 27 des Paktes verletze, weil die weitreichende Enteignung des angestammten Territoriums dieser indigenen Minderheit im Interesse privater Öl- und Gaskonzerne deren traditionellen Lebensstil und ihre Kultur bedrohe und folglich ihr Recht, als Minderheit geschützt zu werden, verletzte. Kanada wurde dazu verpflichtet, die Lubicon Lake Band für die historischen Ungerechtigkeiten auch finanziell zu entschädigen. Solange diese Land- und Ressourcennutzung anhalten und in die wirtschaftlichen Aktivitäten und das Leben der indigenen Minderheit schwerwiegend eingreife, finde eine Verletzung des Art. 27 statt.
Im Frühling 2006 wies das Human Rights Committee in seinen Concluding Observations zum kanadischen Staatenbericht darauf hin, dass diese Bedrohungen des Lebensstils und der Kultur der Lubicon Lake Band andauern und die geforderten Informationen zur Überprüfung der weiteren Verletzung von Art. 27 sowie des Art. 1 des Paktes von Kanada nicht beigebracht wurden.