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Wolle ist ursprünglich ein wahres Wunderwerk der Natur: der wichtigste Woll-Lieferant ist das Schaf.
Das Halten von Schafen und das Herstellen von Wolle standen vor allem im 16. Jahrhundert in engem Zusammenhang mit Reichtum .
Neben Australien zählen heute besonders Neuseeland, Russland, Argentinien (Alpacawolle), Spanien (Merinowolle) und Südafrika (Baumwollle) zu den Woll-Lieferanten unserer Erde. In Italien befinden sich die grössten Rohwollverarbeitungsfirmen. Hier wird die Wolle gewaschen, gekämmt, gefärbt und zu dem verarbeitet, was wir im Laden kaufen können.
Stricken
Mit dem Wort stricken war die Tätigkeit gemeint, es bedeutete soviel wie das Verknüpfen. Dass das Stricken schon im Altertum bekannt war, kann man mit Sicherheit annehmen. Auf griechischen Vasen tragen Amazonen so enganliegende strumpfartige Hosen, die schwerlich aus einem gewebten Stoff genäht sein können. Auch in Gräbern römischer Legionäre sind Strümpfe mit einem Maschengewebe gefunden worden. Aus der Zeit um 500 n.Chr. ist eine gestrickte Socke erhalten geblieben, entdeckt in einem koptischen Grab.
Geschichte des Strickens
Die Kunst des Strickens ist uralt, es ist eine der ältesten stoffbildenden Techniken überhaupt. Die beiden Wörter Masche und stricken lassen auf die Verwandtschaft mit dem Flechten schliessen. Das althochdeutsche masca bezeichnete das Netz – auch die einzelne Netzschleife.
Es ist möglich, dass die Kunstfertigkeit des Strickens über Jahrhunderte hinweg in Vergessenheit geraten ist. Im 13. Jahrhundert wird in Italien wieder gestrickt; erhalten sind aus dieser Zeit die Handschuhe Papst Clemens V.
Ist von prominenten StrickerInnen des 18. Jahrhunderts die Rede, so wird Marie Antoinette genannt. Auch von Friedrich dem Grossen wird behauptet, dass er sich in Mussestunden mit Flötenspielen und Stricken die Zeit vertrieb.
Nadeln
Unsere Urahnen schliffen und schnitzten Nadeln aus Elfenbein und Knochen und Holz. Funde lassen daraus schliessen, dass in vorchristlicher Zeit auch aus Bronzedraht Nadeln zurechtgebogen wurden. Nadeln aus Metall kennt man erst seit 1910. Heute stricken wir Menschen am liebsten mit Bambusnadeln oder Nadeln aus Holz, da sie sehr leicht sind.