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Ludwig Aschoff
* 10. Januar 1866, Berlin; † 24. Juni 1942, Freiburg im Breisgau
Karl Albert Ludwig Aschoff wird am 10. Januar 1866 in Berlin geboren. Er beginnt 1885 sein Studium der Medizin an der Universität Bonn, wechselt 1887 nach Straßburg, wo er Vorlesungen bei Adolf Kussmaul und bei Friedrich von Recklinghausen hört. Nach einem Zwischenaufenthalt in Würzburg kehrt er nach Bonn zurück und promoviert 1889 an der dortigen Universität. Ab 1891 arbeitet er an den Pathologischen Instituten in Straßburg unter Friedrich Daniel von Recklinghausen und ab 1893 in Göttingen unter Johannes Orth. 1894 wird er für allgemeine und pathologische Anatomie habilitiert. Es folgen die Stationen Göttingen, London, Liverpool, Paris und Marburg, wo er den Lehrstuhl für Pathologische Anatomie an der dortigen Universität übernimmt. 1906 wird er Professor an der Universität Freiburg im Breisgau, wo er bis zu seiner Pensionierung lehrt. Studienreisen führen ihn nach Toronto, New York, Buffalo. Während des Ersten Weltkrieges ist er als Pathologe bei der Armee tätig, reist in die Türkei, nach Belgien und Polen. Nach dem Ersten Weltkrieg führen ihn Reisen nach Russland, in die USA, England, Japan und in andere Länder. Er wird zwischen den beiden Weltkriegen Lehrbeauftragter für Geschichte der Medizin.
Am 24. Juni 1942 stirbt Karl Albert Ludwig Aschoff in Freiburg im Breisgau.
Karl Albert Ludwig Aschoff hat enge wissenschaftliche Kontakte u.a. zu Adolf Kussmaul, Friedrich von Recklinghausen, William Osler und Johannes Orth.
1904 entdeckte er die später nach ihm benannten rheumatischen Knötchen im Herzmuskel (Aschoff-Knötchen). Mit seinem Schüler Sunao Tawara beschrieb er 1906 den AV-Knoten (Aschoff-Tawara-Knoten) und hatte damit den Atrioventrikularknoten als sekundären Schrittmacher des Herzens nachgewiesen.
1908 hatte er bereits die Ätiologie und den Verlauf der Appendizitis dargestellt. Er gab 1908 das Lehrbuch Pathologische Anatomie heraus und arbeitete die Definition von Begriffen wie Entzündung, Gesundheit und Krankheit heraus.
Quellen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Aschoff
http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/1433.html