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Über das EYOF
Seit 1991 findet alle zwei Jahre das «European Youth Olympic Festival» (EYOF), zu Deutsch Olympisches Festival der Europäischen Jugend, statt. Es ist der einzige internationale polysportive Anlass für 13- bis 17-jährige Athletinnen und Athleten in Europa. Winter- und Sommerfestival werden jeweils im selben Jahr durchgeführt.
Die Athleten kämpfen in ausgewählten olympischen Sportarten (zwischen sechs und zehn) um Medaillen. Die Anzahl der Wettkämpfe ist gegenüber den Olympischen Spielen reduziert, somit kann der Anlass innerhalb einer Woche durchgeführt werden. Wie bei den Olympischen Spielen brennt auch für die Dauer des Festivals die olympische Flamme und es finden eine Eröffnungs- und Schlusszeremonie statt mit Fahnenträgern für jede teilnehmende Nation.
Für viele Nachwuchstalente stellt das Olympische Festival der Europäischen Jugend eine erste Möglichkeit dar, sich mit gleichaltrigen Athletinnen und Athleten aus anderen Ländern zu messen.
Pro Sportart sind jeweils zwei Jahrgänge zu den Wettkämpfen zugelassen, somit kann im Prinzip jeder Athlet einmal an einem EYOF teilnehmen – vorausgesetzt, seine Sportart wird auch ausgetragen: Im Winter stand bis heute nur Ski Alpin durchgehend auf dem Programm des EYOF, im Sommer Leichtathletik, Basketball, Turnen, Judo und Schwimmen.
Schweiz und EYOF
Seit der ersten Austragung 1991 war die Schweiz an jedem EYOF vertreten und holte auch immer mindestens eine Medaille. 2005 richtete die Schweiz das Winter-EYOF in Monthey aus. Am erfolgreichsten schnitten die Schweizer Delegationen 2009 ab: elf Medaillen im Winter sowie zwölf Medaillen im Sommer bedeuteten die Ränge sechs und 16 im Medaillenspiegel.
Swiss Olympic ist überzeugt, dass die Schweizer Nachwuchshoffnungen vom EYOF profitieren. Wer ein erstes Mal den olympischen Geist erlebt, will künftig auch an Olympischen Spielen teilnehmen. Doch auch der Weg zum EYOF ist nicht einfach: Die jungen Schweizer Athletinnen und Athleten müssen die Selektionsvorgaben ihrer Verbände in einer definierten Zeitspanne erfüllen. Die von den jeweiligen Verbänden am Ende der Selektionsperiode vorgeschlagenen Athleten werden durch den Selektionsausschuss von Swiss Olympic dann definitiv selektioniert.
Geschichte des EYOF
Das Nationale Olympische Komitee, in dessen Land ein EYOF ausgetragen werden soll, trifft die Auswahl der Sportarten und legt sie im Bewerbungsdossier dem Europäischen Olympischen Komitee (EOC) vor. Kandidaturen für die Austragung eines EYOF müssen beim EOC sechs Jahre vorher eingereicht werden. Das EOC vergibt dann an der Generalversammlung beide EYOF, die im selben Jahr stattfinden.
1985
Yvan Slavkov, IOC-Mitglied aus Bulgarien, initiiert die Idee eines polysportiven Anlasses für die Europäische Jugend.
1987
Das Olympische Komitee Hollands organisiert europäische Jugendspiele, lädt aber nur Athleten aus Belgien, Grossbritannien, Italien und Österreich ein.
1989
Der Präsident des Olympischen Komitees Belgiens, Raoul Mollet, will die Jugendspiele mit Athleten aus den zwölf Ländern der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) nach Brüssel holen. Stattdessen entscheidet das EOC, zwei Jahre später die ersten «European Youth Olympic Days (EYOD)» auszutragen und dazu Athleten aus allen Nationalen Olympischen Komitees einzuladen – zwecks besseren Austauschs aller Länder auf dem Europäischen Kontinent.
1991
Die EYOD werden erstmals organisiert. Damaliger EOC-Präsident ist der heutige IOC-Präsident Jacques Rogge aus Belgien.
2003
Umbenennung der EYOD in «European Youth Olympic Festival (EYOF)».