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Der rasante Anstieg der Covid-19-Infektionszahlen in Vietnam hat gravierende Auswirkungen auf die globale Modeindustrie. „Zwischen 30 und 35 Prozent“ der Textil- und Bekleidungsfabriken in dem asiatischen Land seien derzeit pandemiebedingt geschlossen, berichtete das Fachmagazin Business of Fashion (BoF) am Montag unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Branchenverbandes Vietnam Textile and Apparel Association (VITAS). Das Land zählt zu den weltweit wichtigsten Bekleidungsexporteuren. Viele namhafte internationale Anbieter lassen dort ihre Produkte fertigen.
Dem Bericht zufolge ist auch die Turnschuhindustrie betroffen. So mussten laut BoF wichtige Zulieferer der Weltmarken Nike und Adidas ihre Produktionsstätten in Vietnam vorübergehend schließen. Angesichts der gegenwärtigen Probleme ersuchte die VITAS die vietnamesischen Regierung um Steuer- und Abgabensenkungen und gezielte Lockerungen der geltenden Schutzmaßnahmen.
Unterstützung kam von der US-amerikanischen Branchenorganisation American Apparel & Footwear Association (AAFA). In Briefen an den vietnamesischen Premierminister Phạm Minh Chính und US-Präsident Joe Biden rief der Verband dazu auf, die Impfkampagnen in „Vietnam und weiteren wichtigen Partnerländern“ der Textilindustrie zu forcieren. Dabei appellierte die AAFA an Biden, die Lieferungen überzähliger Impfstoffe aus den Vereinigten Staaten in die entsprechenden Länder auszuweiten.