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Auf der Alpennordseite fiel der Wärmeüberschuss mit 3,1 Grad höher aus als im Süden mit gebietsweise unter 1,5 Grad, wie der private Wetterdienst Meteonews aus Zürich am Mittwoch mitteilte. Mehr als die Hälfte des meteorologischen Sommers vom 1. Juni bis 31. August ist bereits vorüber.
Aufgrund der Halbzeitbilanz hält es Meteonews für möglich, dass der Sommer 2023 trotz fehlender langer Hitzephasen der zweitheisseste je in der Schweiz gemessene Sommer wird. Je nach der Entwicklung in der zweiten Sommerhälfte könnte er damit den Sommer 2022 vom bisherigen zweiten Platz mit einem Wärmeüberschuss von 2,35 Grad verdrängen.
Spitzenreiter bleibt der Sommer 2003. In jenem Hitzesommer massen die Metereologen einen Wärmeüberschuss von 3,1 Grad gegenüber dem Mittel von 1991 bis 2020.
Verantwortlich für den aktuellen Wärmeüberschuss sind die Maximaltemperaturen, welche im Norden örtlich vier Grad über dem Mittel lagen. Die Minimaltemperaturen lagen 1,8 Grad über dem Durchschnitt.
Trotz Schauern und Gewittern war die erste Sommerhälfte in den meisten Regionen viel zu trocken. Landesweit beträgt das Niederschlagsdefizit derzeit 37 Prozent. Gebietsweise fiel weniger als die Hälfte der normalen Niederschläge. Im Jura beträgt das Defizit gar 70 Prozent. Fast nur im Süden gibt es Orte mit einer leicht überdurchschnittlichen Niederschlagsmenge.
Vor allem der Norden war übermässig von der Sonne beschienen. Das Gestirn strahlte über 40 Prozent häufiger als normal. Das Tessin schnitt mit einem recht geringen Überschuss schlechter ab. Stellenweise gab es dort sogar weniger Sonnenschein als im langjährigen Durchschnitt.