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Der ehemalige Chef der Credit Suisse Group berät die Superreichen. Zum Beispiel Klaus J. Jacobs.
Lange Zeit war es ruhig um Lukas Mühlemann, bis 2002 Chef der Credit Suisse Group und zuvor im Verwaltungsrat der untergegangenen Swissair Group. Jetzt ist er wieder aktiv – Mühlemann hat sich selbstständig gemacht und berät so genannte «ultra high net worth individuals» (auf Deutsch: Menschen mit sehr, sehr viel Geld) in Anlagefragen. Zu seinen Kunden gehört unter anderem Milliardär Klaus J. Jacobs (Grossaktionär beim Zeitarbeitskonzern Adecco und beim Schokoladenhersteller Barry Callebaut), dessen Family-Office Mühlemann berät (siehe Artikel zum Thema «Family Offices: Die Geldmaschinen der Superreichen»). Daneben betätigt sich der ehemalige Bankier auch als Investor. Mühlemann, der bei der CS zuletzt ein Fixgehalt von 7,65 Millionen Franken bezogen hat, steckt einen Teil seines Geldes in Schweizer Start-ups.
Mühlemanns Verbindungen zum Geldadel suchten auch andere Banken für sich zu nutzen: Bevor er sich selbstständig gemacht hatte, erhielt Mühlemann Angebote für Kaderposten bei verschiedenen Geldinstituten. Am weitesten gediehen dabei Verhandlungen mit Lazard Frères, einer der renommiertesten amerikanischen Investment-Banken. Mühlemann interessierte sich, so heisst es in Bankenkreisen, für den Job des Chefs des Investment-Banking im deutschsprachigen Raum. Nach dem Vorstellungsgespräch Mühlemanns in New York wurden die Pläne jedoch nicht weiter verfolgt. Sonst hätte sich der Kreis geschlossen: Bei Lazard hatte 1968 der steile Aufstieg von Rainer E. Gut begonnen, dem späteren langjährigen Chef von Credit Suisse und Ziehvater von Lukas Mühlemann bei der Schweizer Grossbank. MK