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Der Anteil jugendlicher Personen, die frühzeitig das Bildungssystem verlassen (vor dem Erreichen eines Abschlusses auf der Sekundarstufe II) liefert Informationen zu Bildungsverläufen. Dieser von der EU empfohlene Indikator kann dafür gelten, wie effektiv das Bildungssystem ist, die Jugendlichen bis zur Vermittlung der Mindestanforderungen an eine erfolgreiche berufliche und persönliche Verwirklichung zu halten, zu bilden und bei ihnen eine Lernkultur (das Lernen lernen) zu vermitteln. Ohne postobligatorischen Abschluss verringern sich die Chancen auf eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erheblich, weil damit eine Reihe von Folgeproblemen (Arbeitslosigkeit, Armutsgefährdung) verbunden sind, die sich negativ auf den Integrationsprozess auswirken.
Im Jahr 2017 hatten 11,7% der 18- bis 24-jährigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund der ersten Generation und 6,4% derjenigen der zweiten Generation frühzeitig die Schule verlassen. Diese Quoten sind signifikant höher als diejenigen der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund, deren Anteil sich auf 3,2% belief. Die Ergebnisse für die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation sind jedoch statistisch wenig zuverlässig.
Die Betrachtung des Anteils der frühzeitigen Schulabgänger/innen nach Staatsangehörigkeit und Geburtsort zeigt, dass sich die Ergebnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zwischen 2011 und 2014 und zwischen 2014 und 2017 angleichen. Deren Anteil bei den in der Schweiz geborenen Schweizerinnen und Schweizer ist konstant (bei etwa 4%), während ihr Anteil bei den im Ausland geborenen ausländischen Staatsangehörigen von 21,6% auf 12,6% gesunken ist. Die nach Migrationsstatus differenzierten Anteile der frühzeitigen Schulabgänger/innen sind zwischen 2013 und 2017 grösstenteils konstant geblieben mit Ausnahme der ersten Generation, bei den ein signifikanter Rückgang der Anteile ausgewiesen werden kann.
Tabellen
Definitionen
Anteil der Jugendlichen im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne nachobligatorische Ausbildung, die die Schule frühzeitig verlassen und an keiner anderen Bildungsaktivität teilnehmen, an allen Personen dieser Altersgruppe der ständigen Wohnbevölkerung. In das Niveau «ohne nachobligatorische Ausbildung» fallen alle Personen, die mindestens die obligatorische Schulzeit oder eine maximal einjährige Ausbildung in einer Diplommittelschule abgeschlossen oder aber einen Sprachaufenthalt oder ein Haushaltslehrjahr absolviert haben.