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Es war einmal vor 700 Jahren auf einem Schloss. Da lebte ein Prinz. Er hatte einen Sack voller Silbermünzen, die er immer auf sich trug und ihm sehr viel bedeudeten. Es waren nämlich die Münzen von seiner verstorbenen Mutter. So ging er mal wieder in den Wald spazieren und kam an der Hütte vorbei. Er wunderte sich schon als Kind, wer wohl darin wohnt? Aber man hat ihn immer gewarnt, ja nicht anzuklopfen. Aber heute war seine Neugier zu gross und er polterte, doch ängstlich, an die Tür. Da öffnete eine Hexe. Er erschrack so sehr, dass er davon sprang aber die Hexe nahm ihren Besen, sass drauf und flog ihm hinterher und stahl ihm den Sack voller Silbermünzen. Der Prinz ging traurig zurück ins Schloss, erzählte niemandem etwas davon und um Mitternacht wurde er dann in ein Gespenst verwandelt. Bis heute ist er es geblieben. Man hört sagen, man kann ihn erlösen, wenn man um Mitternacht, es muss aber Vollmond sein, die Silbermünzen von dem Sack im Schlossbrunnen findet.
Objekt:
Der Münzfund von Cinuos-chel (Oberengadin) um 1970 von Kindern entdeckt. Sie stammen aus dem 18. Jh. und waren eingewickelt, in einem Engadinerhaus, in einem Mauerloch versteckt.
über uns:
Nadja, 50
Nils, 12
Mutter & Sohn im Rhätischen Museum am Weltgeschichtentag 2022.