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Nach 28 Jahren steht der EHC Biel wieder in einem Playoff-Halbfinal. Die Seeländer gewannen in Davos und entschieden die Serie gegen den Rekordmeister damit mit 4:2 Siegen für sich. 28 Jahre – das scheint beim Blick ins Archiv ewig lange her zu sein.
Werfen wir zunächst einen Blick auf drei Hauptdarsteller beim EHC Biel im Winter 1989/90:
Biel stellt in der Saison 1989/90 den Topskorer der Qualifikation: Normand Dupont. Der kanadische Stürmer brilliert mit sagenhaften 74 Punkten (38 Tore, 36 Assists) in 36 Partien.
Seine gesamte Karriere verbringt Olivier Anken zwischen den Pfosten des EHC Biel, von 1976 bis 1994. Drei Mal wird er Meister (1978, 1981 und 1983), er absolviert 153 Länderspiele. Ankens Nummer 30 wird in Biel nicht mehr vergeben.
Auch Köbi Kölliker ist bei den drei Bieler Meistertiteln eine feste Grösse. Er verlässt «seinen» Klub 1985 in Richtung Ambri (Bild), kehrt auf die Saison 1989/90 aber wieder nach Biel zurück. Mit 213 Länderspielen ist er während langer Zeit Rekordnationalspieler.
Weitere bekannte Namen jener Bieler Mannschaft, die vor 28 Jahren als letzte einen Playoff-Halbfinal erreicht hatte, sind J.J. Aeschlimann, Gaëtan Boucher, Gaston Gingras, oder Captain Marc Leuenberger. Unter Head Coach Björn Kinding schlägt Biel in den Viertelfinals den EV Zug, zwei Siege reichten damals noch zum Weiterkommen. Die Seeländer gewinnen 2:1 und 6:5.
In den Halbfinals kommt es zum Duell mit dem Rivalen SC Bern. Beim amtierenden Schweizer Meister gewinnt Biel das erste Duell mit 4:3. Der SCB legt drei Mal vor, drei Mal gleich die Bieler aus, ehe J.J. Aeschlimann in der 54. Minute den Siegtreffer erzielt.
Das ist's dann aber gewesen mit der Bieler Herrlichkeit. Bern gewinnt die weiteren Partien der Serie mit 6:2, 3:2 und spektakulär mit 9:6, ehe der SCB dann im Final «Grande Lugano» unterliegt.
Die Welt ist zu jener Zeit im Umbruch. Im November 1989 fällt die Berliner Mauer, die Ost und West teilt. Der Eiserne Vorhang bewegt sich plötzlich. Doch an der Eishockey-Weltmeisterschaft herrscht noch der Status quo. Die Sowjetunion holt in Bern ihren 22. Titel, Silber holt Schweden und Bronze an die Tschechoslowakei. Zwei von drei Medaillen gehen an Länder, die es wenige Jahre später nicht mehr gibt.
Schweizer Spieler gibt's damals noch keine in der NHL. Den Stanley Cup erringen die Edmonton Oilers, es ist ihr fünfter Titel seit 1984 und der bislang letzte.
Superstar Wayne Gretzky spielt da aber bereits für die Los Angeles Kings, er ist mit 142 Punkten in 73 Spielen Topskorer der Regular Season – vor weiteren legendären Spielern wie Mark Messier, Steve Yzerman und Mario Lemieux auf den nächsten Plätzen.
Zum 25. und letzten Mal wird der Klub 1990 Meister – weil es das Land, in dem er zuhause ist, danach nicht mehr gibt. Dynamo Weisswasser ist Rekordmeister der DDR und es kämpft Jahr für Jahr mit Dynamo Berlin um den Titel. Das ist wörtlich zu nehmen: Seit 1970 besteht die DDR-Liga nur aus diesen beiden Teams. Die Geschichte im Detail: