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Danach wird, wie oben beschrieben, der Geschlechtsverkehr empfohlen. Falls keine Schwangerschaft eintritt, kann die Behandlung mit eventuell höherer Dosierung über weitere Zyklen fortgesetzt werden.
Handelt es sich um eine Eireifungsstörung, die lediglich durch ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht ist, weist diese Therapie sehr hohe Erfolgsraten auf. So gibt es Patientinnen, die bereits nach 1 oder 2 Behandlungszyklen schwanger werden, aber auch Patientinnen, bei denen durch die Behandlung keine Schwangerschaft eintritt. Eine Garantie kann Ihnen leider niemand geben.
Früher konnten Gonadotropine nur mit Hilfe von Urin postmenopausaler Frauen gewonnen werden. Dank neueren Technologien ist es heute möglich, Gonadotro-pine biotechnologisch herzustellen.
Gonadotropine urinären Ursprungs
Die Produkte der 1. Generation, die humanen Menopausengonadotropine (HMG), sind aus Urin post-menopausaler Frauen extrahiert und nur unvollkommen gereinigt (vgl. Abb. unten). Sie bestehen zu nur 3-5% aus Wirkstoff (FSH und LH im gleichen Verhältnis) und zu mehr als 95% aus urinären Verunreinigungen.
Deshalb müssen HMG in den Muskel gespritzt werden, was für Sie tägliche Besuche beim Arzt oder einer anderen Medizinalperson während der Behandlung zur Folge hat. Ausserdem hat die zusätzliche Gabe von LH bei der grossen Mehrheit der Patientinnen negative Auswirkungen auf die Follikelreifung. LH hat nur bei einer kleinen Minderheit der Patientinnen eine positive Auswirkung. Durch Hormonbestimmungen kann Ihr Arzt abklären, ob die Gabe von LH für Sie eine positive Wirkung hat.
- Neue Reinigungsverfahren haben in den 90er Jahren die Herstellung von einem hochgereinigten Produkt urinären Ursprungs ermöglicht, das mehr als 95% reines FSH enthält. Aufgrund seines hohen Reinheitsgrades kann hochreines FSH subkutan, also einfach unter die Haut, gespritzt werden. Dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber den schmerzhaften intramuskulären Injektionen, die bei HMGs erforderlich sind.
Nach genauer Anleitung durch Ihren Arzt können Sie sich die tägliche Spritze selbst oder von Ihrem Partner geben lassen. Somit müssen Sie während der Therapie nicht täglich in die Klinik oder zu Ihrem Arzt vor Ort. Das spart Zeit und Geld, und Sie haben einen ungestörten Tagesablauf.