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Eine Strategie mit drei Schwerpunkten
Wenn die Rhone Hochwasser führt, kann sie für Bevölkerung und Güter in der Talebene eine erhebliche Gefahr darstellen. Um dieses Risiko handzuhaben und ihm entgegenzuwirken, wurde eine Strategie eingeführt. Sie beruht auf drei Schwerpunkten: Vorbeugen, Bewältigen und Bauen
1. Vorbeugen: Erstellung der Gefahrenzonen, Prüfung von Baugesuchen und Gewässerunterhalt.
Die Vorbeugung besteht darin, die Gefahrenzonen festzulegen, für eine gefahrengerechte Bauweise zu sorgen, aber auch für den Gewässerunterhalt. Als Eigentümer der Rhone delegiert der Kanton den ordentlichen Unterhalt an die Anrainergemeinden und erlässt entsprechende Richtlinien dafür. Der Unterhalt besteht hauptsächlich im Zurückschneiden der Ufervegetation an der Rhone. Bei Unwettern hat die Gemeinde auch für die Notfallmassnahmen an den Rhoneufern zu sorgen, die zum Schutz der Bevölkerung erforderlich sind. Die Arbeiten der Gemeinden werden vom Kanton zu 70 % subventioniert.
2. Bewältigen: Warnung, Alarmierung und Evakuierung der Bevölkerung
Zur Bewältigung gehören die Alarmierung und Evakuierung der von einem bevorstehenden Hochwasser am stärksten bedrohten Bevölkerung sowie das Zurückhalten einer möglichst grossen Wassermenge in den Speicherseen der Seitentäler.
3. Bauen: Umsetzung der Rhone 3 für einen dauerhaften Schutz der Ebene und ihrer Güter
Die Realisierung der 3. Rhonekorrektion bringt dauerhafte Sicherheit, da sie die gesamte Ebene vor Hochwassern wie jenem im Oktober 2000 schützt. Nach ihrer Umsetzung wird man die Massnahmen zur Vorbeugung und Bewältigung wieder herunterfahren oder ganz aufheben können. Zur Abwendung der grossflächigen Gefahr bedarf es umfangreicher Arbeiten, welche sich über mehr als 30 Jahre erstrecken werden.