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Glace-Rekorde
Die Lust auf Kühles lässt die Glace-Fabrikanten in diesem Sommer schwitzen. Die Schweizer Eiscreme-Industrie produzierte in den Monaten April bis Juni 23,3 Millionen Liter Glace. Das sind 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Migros-Lieferant Midor steigerte die Herstellung um 30 Prozent, Emmi um 25 Prozent.
In der Schweiz wurden letztes Jahr 7,6 Liter Glace pro Person konsumiert. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt. Schweden führt mit 12,2 Liter pro Kopf die Rangliste der Glace-Esser an, gefolgt von Italien und Deutschland. Weltmeister sind die USA mit fast 23 Liter pro Person.
Bei Temperaturen von über 28 Grad Celsius werden Wasserglacen den Rahmglacen vorgezogen. Der Absatz der Wasserglacen war im Juni dieses Jahres 30 Prozent höher als im Juni 2002.
Das geliebte Speiseeis wurde vor über 3000 Jahren von den Chinesen erfunden. Der kühle Genuss wurde aus zerquetschten Früchten, Schnee und Eisstückchen zubereitet. Erst Marco Polo, so sagt man, brachte das Rezept im 13. Jahrhundert nach Europa. Das Speiseeis, wie wir es heute kennen, wurde im 16. Jahrhundert von einem Zuckerbäcker in Sizilien entwickelt. Mit der Erfindung der Kältemaschine 1877 konnte das Eis erstmals in grösseren Mengen hergestellt werden. Dieses Jahr feiert das Eis am Stiel sein 80-jähriges Bestehen. Ein Amerikaner patentierte 1923 den Rahmeislutscher (Vanilleeis mit Schokoladeüberzug). ist/sda
Hochbetrieb
Nicht nur Glacéverkäuferinnen und Bademeister haben im Sommer alle Hände voll zu tun. Die FN stellen Leute vor, die an heissen Ferientagen für das Wohl anderer sorgen.