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Um Prozesse zu optimieren und Plagiate zu erkennen, müssen Pharma- und Biotech-Unternehmen oft die exakte Zusammensetzung pulverförmiger oder lyophilisierter Stoffe analysieren. «Das ist besonders schwierig, wenn sich das Material als Pulver oder kuchenartiges Lyophilisat prozessbedingt in Glasfläschchen befindet», erklärt Fabien Chauchard, Gründer des französischen Unternehmens Indatech. «Es weist dann meist keine flache Oberfläche auf und die Stoffe können in unterschiedlichen Dichten vorliegen. Muss die Analyse durch eine Phiole hindurch erfolgen, war guter Rat bisher teuer.» Indatech wollte derartige Analysen vereinfachen: Es sollte ausreichen, Proben auf eine Mikrotiterplatte zu legen und auf eine Schaltfläche zu klicken, um das Ergebnis zu erhalten.
Hyperspektralkamera als Herzstück
Als grundlegende Technologie für diese Aufgabe legte sich Indatech früh auf die Verwendung von Hyperspektralkameras fest. Sie arbeiten im nahen Infrarotbereich und ermöglichen in Kombination mit einem Spektrografen die Identifikation der spektralen Kennlinien der zu untersuchenden Stoffe, indem sie ihre Reaktionen auf elektromagnetische Wellen verschiedener Wellenlänge erfassen. Je nach ihrer chemischen und molekularen Zusammensetzung absorbieren oder reflektieren Stoffe Licht auf unterschiedliche Weise. Mit Hilfe geeigneter Klassifikations-Algorithmen kann so nach der Bildaufnahme exakt ausgewertet werden, welche Stoffe vorliegen.
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