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Es war einmal ein Land, in dem die Menschen friedlich dahinlebten. Sie assen und tranken, sie spielten und arbeiteten. Bis eines Tages eine hässliche Krankheit ausbrach. Man unternahm alles, die Krankheit zu unterbinden. Die Menschen konnten nicht mehr aus ihren Häusern und durften nicht mehr auf die Straßen. Doch alle waren positiv eingestimmt und dachten, dass dies nicht lange dauern würde. Also feierten sie und waren glücklich.
Doch was sie nicht wussten: Das Ausgehverbot würde nicht ein paar Monate dauern, sondern über vierzig Jahre anhalten. Dieses Land hatte Glück, im Vergleich zu anderen Ländern. Denn in vielen anderen Ländern haben wir jetzt noch ein Ausgehverbot und strenge Bestimmungen. Obwohl tausende von Jahren vergangen sind!
Der Mensch kommt langsam in seine Rolle hinein und führt sie aus, als wäre er ein Roboter. Eigentlich hätten es alle wissen sollen, denn ein Experiment hat es ihnen bewiesen, dass so etwas passieren kann. Es war das Stanford-Gefangenen-Experiment. Man wusste also, dass es schwierig werden würde, aus den Maßnahmen, welche die Krankheit mit sich brachte, wieder ausbrechen zu können.
Wieso wurden denn die einen Länder wieder frei und wieso blieben die anderen in ihren Einschränkungen hart? Jedes Land, das wusste, woran es war, wurde frei. Das heißt, jedes Land, das einsah, dass sie ihre Maßnahmen nie mehr aufheben würden, konnte seine Maßnahmen wieder rückgängig machen. Jedes Land, das zwar darum kämpfte, die Maßnahmen rückgängig zu machen, aber nicht den Ist-Zustand ertragen konnte, blieb bei den massiven Einschränkungen. Nach neununddreissig Jahren sah das Land der Königsgefangenen ein, dass es nichts gegen die Krankheit tun konnte, und schuf sich so den Weg aus der Schizophrenie.
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