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Drei grüne Jungs vom Mars die hockten in der Runde/der eine konnte kurz was sagen in der zweiten Stunde...
Frei nach dem Motto: Dabeisein ist alles! Hüstel! Man muss sich jedoch fragen, wie es dazu kommen konnte, dass ein paar kleine subversive Marsbewohner sich in eine hochseriöse Sendung wie die <Arena> auf dem Schweizer Fernsehen verirren konnten!?!
Die Geschichte begann am 10. Mai des christlichen Jahres 2000, als ein offiziell Befugter obengenannter Fernsehanstalt die Nummer von Nicoleftski, einem jener Marsmenschlein des Planeten XOA, wählte und ihn fragte, ob er mit ein paar GenossInnen das nächste Charterraumschiff zum Planeten SCHWEIZ nehmen könnte. Dies, um an einer realpolitischen Sendung zum Thema <Schweizer Armee - was hat die heute noch zu tun?> teilzunehmen.
Da nahm Nicoleftski sein Raumfunktelefon (<Space Handy>) zur Hand und verständigte seine Verbündeten Jørgensen und Rontzki, die ihm selbstverständlich sofort ihre Unterstützung zusagten. Am Abend des 12. Mai landete das Charterraumschiff dann auf SCHWEIZ, und die Marsianer blinzelten verwundert in die schöne, neue Welt. Bevor sie wussten, wie ihnen geschah, wurden sie schon von einer seltsam verkleideten Erdenbürgerin in die Räume eines gigantischen Studios geführt, wo ein paar Leckereien und Drinks sie erwarteten. Trotz leichter Sprachdifferenzen kamen die Marsianer bald ins Gespräch mit verschiedenen Parteien des Planeten SCHWEIZ sowie einer vom Aussterben bedrohter Spezies, den so genannten Armeeangehörigen (kommt vom Deutschen: hörig = ergeben).
Nach einigen hochanregenden Gesprächen mit diesen Sonderlingen wurden die einsamen grünen Männchen in den grossen Raum geführt, in dem die Arena, also der Kampfplatz, eingerichtet war. Die verbale Schlacht konnte beginnen. Der Moderator, Patrick Rohr, beschäftigte sich ausgiebig mit dem inneren Kreis der Runde, bestehend aus bereits erwähnter aussterbender Spezies (Armies) und sogenannten Sozialdemokraten. Höchst konstruktiv debattierten sie, wer das feindliche Holz in den Wäldern abtransportieren soll und wieviel Tage die SCHWEIZER in diesen lustigen grünen Tarnanzügen herummarschieren sollen. Zudem diskutierte man, wieviel Geld man für die holzigen Aufträge ausgeben darf, frei nach dem Motto: Nur der Preis ist heiss!
Und unsere armen Marsianer? Die hockten brav auf ihren Plätzen, Nicoleftski versuchte dann und wann ein paar Worte beizufügen, doch seine Sprache wurde kaum verstanden. Auch wollte Herr Rohr keine Grundsatzdiskussion (noch so ein Erdlingswort) über die Armee der SCHWEIZER führen, weil dies recht kompliziert werden könnte und der Marsdialekt sowieso nicht richtig ankam.
Nicoleftski konnte insgesamt zwei (!!) Aussagen platzieren, die erste drehte sich um den Mond und irgendwelche Raumanzüge, logischerweise sein Spezialgebiet.
Doch der Abend war noch nicht zu Ende, es folgten abermals hochinteressante Gespräche mit den ARMIES und den Sozialen Demo... wie hiess das doch gleich? Der Moderator beteuerte den ernüchterten Nicoleftski und Jørgensen, dass es ihm <im Härze weh> getan hätte, einen Marsianer neben einem Alien vom Planeten AUNS im inneren Kreis zu sehen. Kollege Rontzki unterhielt sich unterdessen gutgelaunt mit zwei JUSO-Sympathisanten aus Bern bei ein paar Bierchen (tolle Drinks da auf der Erde, cheers Basgi!). Und wenn sie nicht gestorben sind, so realpolitisieren sie noch heute...
Drei grüne Jungs vom Mars die warn zu subversiv/das ging dann leider unter, dafür gibt's diesen Brief!