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Hätte ja sein können, daß du mit "hoch" "neuerdings hoch" gemeint hättest.
Wenn das aber nicht das Thema der Frage ist, dann wäre meine Antwort: Weil Ärzte Zugang zu Wirkstoffen haben, die der Normalbürger in Situationen des Lebensüberdrusses oder der Verzweiflung auch gern hätte. Natürlich ist das nur ein Faktor.
Hier macht sich jemand Gedanken über die Frage:
[...] Generell ist die Lebenszeitprävalenz depressiver Störungen bei Medizinerinnen und Medizinern genauso hoch oder höher als in der Allgemeinbevölkerung (und besonders hoch zu Beginn der Assistenzzeit).[25] Dabei ergibt sich für Medizinerinnen eine besondere Depressionsgefährdung.[26][27] Verantwortlich scheint unter anderem die extrem hohe Arbeitsbelastung, aber auch soziale Deprivation zu sein.[28] Besonders bei Medizinerinnen mit Kindern kann die ständige Doppelbelastung und das Gefühl, der Rolle als Mutter und Berufstätige nicht gerecht werden zu können, zu Frustration und starken Erschöpfungszuständen führen.[29][30] Außerdem werden der Mangel eines adäquaten weiblichen Rollenmodells sowie fehlende familiäre und berufliche Unterstützung als Risikofaktoren für die Suizidalität bei Ärztinnen vermutet.[31] [...]
Gut bis sehr gut kann ich mir vorstellen das die ständige Konfrontation der Ärzte mit Leiden und Sterben, dazu die hohe Verantwortung im Umgang mit den Patienten zu Frustration und zu einer seelischer Erschöpfung und dadurch zu übersteigerten Angstreaktionen führt.
Sich in solch einer Situation seelischen Beistand zu holen, andere Ärzte/Therapeuten in ihrem seelischen Dasein einzubeziehen, fällt aus angst nicht mehr für "Voll genommen werden", meistens komplett aus.
Stattdessen versuchen einige Ärzte bis zum "geht nicht mehr" mit Tabl. oder Alkohol durchzuhalten....bis es dann nicht mehr geht.
Zwei solcher traurigen folgen einer seelischen Überbelastung sind mir persönlich bekannt.