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Von Gebertingen berichten nur wenige schriftliche Quellen. Die Form des Namens weist auf eine alemannische Gründung hin. Ein «Kebehart» trat im Frühling und im Sommer 854 in Uznach als Zeuge von Verträgen auf, welche Besitzungen in Bezikon, Bauwil und Uznach betrafen. Ebenso bezeugte er am 9. Januar 867 den Vertrag des Waldhart, der den Schümberg der Grundherrschaft des Klosters St. Gallen unterstellte. Die Vermutung liegt nahe, dass auch der Hof Gebertingen damals in der Grundherrschaft des Klosters St. Gallen eingegliedert war.
Die älteste bekannte Urkunde stammt aus dem Jahre 1317. Graf Kraft von Toggenburg integrierte damals den Zehnten von «Gebartingen» in den Fond seiner Kapellstiftung in Uznach. Im Freiheitsbrief von 1439 wird dann Gebertingen unter den «Dörfern und Höfen» der Gerichtsgemeinde Uznaberg genannt.
Das Gebiet der Allmeindgenossenschaft Gebertingen, zu der zwölf Bauernhöfe gehörten, reichte bis hinauf zum Ricken, wo heute noch der «Gebertinger-Wald» davon Kunde gibt. Ein schönes Allmeindgebiet oberhalb Schümberg wurde an das Antönierhaus in Uznach veräussert. Aufgrund dieser Zugehörigkeit entstand der Flur- und Alpname «Tönneren» (Tönieralp).
Die Bewohner von Gebertingen gehören kirchlich zu St. Gallenkappel, besitzen jedoch ein kleines Gotteshaus: Die St. Matthä-Kapelle am Pilgerweg Laad – Walde – Steg reicht ins Spätmittelalter zurück, erstmals schriftlich bezeugt 1580.