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Eine Familienperformance war es deshalb, weil auch die beiden Kinder des Künstlerpaares einen Auftritt hatten. Sie waren sogar die Protagonisten, die Eltern spielten eher nebensächliche Rollen. Gezeigt wurde eine Art ritueller Gesang und Tanz, bei welchem ein Text gesungen wurde, der auch im Video „ox lahun“, der in der dunklen Ecke der Halle zu sehen ist, teilweise zu hören ist. Am Anfang der gut fünfzehn Minuten dauernden Performance fand ein schönes Zusammenspiel mit einer Beamerprojektion statt: Die beiden Kinder pusteten so lange in eine Muschel ähnliche Pfeife, bis im Video das Reh (welches ebenfalls in „ox lahun“ auftaucht) erschien und sich so als wie herbei gerufen präsentierte.
Die Ausstellung setzt sich aus verschiedenen (Video-) Installationen und Bildern zusammen. An den Wänden hängen mehrere bunte, mittel- bis grossformatige Hinterglasmalereien, zwei weitere stehen im Raum und haben eine wortwörtlich räumliche Erweiterung, indem hinter die Bilder eine höhlenartige Konstruktion aus diversen Materialien gebaut wurde. Zudem gibt es eine so genannte „tintinnabulation stage“ mitten in der Halle, auf der die Performance stattfand und die jetzt mit einzelnen Requisiten bestückt ist. Die zwei Videoprojektionen („ox lahun“ und „ ∞ “ ) sind, wie angesprochen, ebenfalls in üppige und bunte Installationen gesetzt. Vor allem die Arbeit „ ∞ “, die sich im Untergeschoss befindet und den gleichen Titel trägt, wie die Performance an der Vernissage, vermag zu überzeugen. In der isolierten und abgeschotteten Raumsituation kann sich eine eigene Stimmung und Atmosphäre entfalten. Auch der Einstieg bzw. Abstieg die Wendeltreppe runter – Down the Rabbit Hole? – trägt dazu bei.
Eine stimmungsvolle Ausstellung, die mit ihren Licht- und Schattenspielereien und dem Titel „tintinnabulation“ (Edgar Allan Poe kreierte diesen Begriff, um das Klingen einer Glocke zu fassen) in die Weihnachtszeit passt.