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Bereits 1256 taucht der Ortsname Hall zum ersten Mal auf. Der Name geht auf das mittelhochdeutsche "hal" zurück, wie Salzquellen oder Salzwerke bezeichnet wurden.
Seit dem 13. Jahrhundert war die Saline der wichtigste Lebensnerv der Stadt.
1447 vernichtete ein Brand den Grossteil der Stadt. In der Folge löste der Wiederaufbau eine Jahrzehnte lange Phase der Hochkonjunktur aus.
1477 wurde die landesfürstliche Münzstätte von Meran nach Hall verlegt. 1809 wurde sie geschlossen.
1567 wurden das Damenstift gegründet und in der Folge das benachbarte Jesuitenkloster. Zuvor schon gab es das Augustinerinnenkloster bei der Salvatorkirche. Das heute noch bestehende Franziskanerkloster stammt aus dem Jahre 1645.
1670 zerstörte ein heftiges Erdbeben, welches mehrere Wochen andauerte, einen Großteil der Stadt. Der folgende Wiederaufbau führte zur Barockisierung der Bürgerhäuser, vor allem aber der Sakralbauten.
1740 brannten im "Fasserviertel" 61 Häuser ab. 1795 kam es erneut zu einer Brandkatastrophe, wobei diesmal 42 Gebäude ein Raub der Flammen wurden.
Vom Inntalradweg her führt vor mir der Eingang in die Burg und in die Stadt.
Burg Hasegg (Münzerturm, Münze Hall)
Die Burganlage diente seit dem Ende des 13. Jh. dem Schutz der benachbarten Sudanlage, des Schiffsverkehrs, des Flussüberganges über den Inn und zur Überwachung der alten Römerstraße. Den bedeutendsten Aufschwung erlebte die Burg Hasegg 1567, als sie unter Erzherzog Ferdinand II. Münzstätte wurde. Der Haller Taler genoss Weltruhm! 1809 wurden die letzten Münzen in Hasegg geprägt.
Bei einem kleinen Rundgang in der Stadt gibt es so Manches zu entdecken.
Die Häuser am oberen Stadtplatz: das rosa Rosenhaus und rechts das gelbe Sparkassenhaus
Oberer Stadtplatz mit Rathaus
Pfarrkirche St. Nikolaus
1281 erfolgte die Grundsteinlegung für eine Kapelle, die in der Folgezeit rasch ausgebaut und 1430 zur spätgotischen Hallenkirche wurde. Der im Jahre 1345 errichtete gotische Turm wurde nach dem grossen Erdbeben von 1670 durch einen barocken ersetzt.
In der gotischen Kirche ist sehr viel barocker Schmuck. Eine Kopie des Mariahilfbilds befindet sich am rechten Seitenaltar.
Beim Spazieren durch die Gässchen (Wallpachgasse) ergibt sich manchmal ein Blick auf das mächtige Karwendelgebirge.
Jesuitenkirche
Das Jesuitenkolleg in Hall wurde 1571 von Erzherzogin Magdalena für die geistliche Betreuung des Haller Damenstifts gegründet. Das Kloster wurde 1671-84 vollständig erneuert, auch die 1610 geweihte Kirche wurde im späteren 17. Jh. barockisiert. 1773 kam es zur Aufhebung des Klosters. Nach seiner jüngsten Restaurierung besitzt das ehemalige Jesuitenkloster einen der schönsten barocken Innenhöfe Tirols.
Guarinonihaus
Das Mosaik an der Hausfassade erinnert an den Arzt des Haller Damenstiftes Dr. Hippolytus Guarinoni (1571-1654)
An einem Haus in der Ritter Waldaufstrasse befindet sich eine plastische Mariahilf-Darstellung.