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Zur effizienteren Ausnutzung der Sendeenergie und Bandbreite wird die Einseitenbandmodulation eingesetzt: Hier wird lediglich ein Seitenband übertragen, in dem die modulierte Tonfrequenzinformation enthalten ist, auf die Aussendung eines Trägers und des identischen zweiten Seiotenbands (mit eigentlich redundanter Information) wird verzichtet. Die gesamte Sendeleistung der Senderöhre kann somit in die Informationsübertragung gesetzt werden.
Mit dem Verzicht auf die Ausstrahlung des zweiten Seitenbands kann auch Bandbreite im Frequenzspektrum eingespart werden.
SSB-Signale sind weniger anfällig auf selektives Fading und Prasselstörungen durch Funken.
In einer Aussendung in Einseitenbandmodulation kann das obere oder untere Seitenband ausgestrahlt werden, wird am Empfänger die falsche Einstellung gewählt, ist die Aussendung unverständlich.
In der militärischen und kommerziellen Kommunikation wird konsequent nur die Nutzung des oberen Seitenbands (USB) eingesetzt, im Amateurfunk wird auf Frequenzen unter 10 MHz in LSB und auf Frequenzen oberhalb von 10 MHz in USB gesendet,
Zum Empfang muss im Empfänger anstelle des Trägersignals ein Hilfsträger zugemischt werden. In hochwertigen Empfängern kommt ein Oszillator mit einer fixen Frequenzdifferenz zur Zwischenfrequenz zum Einsatz, in einfacheren Geräten wird der BFO (Telegraphieüberlagerer) dazu eingesetzt. Um die Sprachverständlichkeit zu optimieren, muss das zugemischte Trägersignal im korrekten Abstand zum Empfangenen Einseitenbandsignal liegen, ansonsten sind die Frequenzen zu tief, oder zu hoch, die Stimme des Sprechers quäkt wie Mickey Mouse. Eine Feinabstimmung ist deshalb zum Einseitenbandempfang voraussetzung.
Eine spezielle Spielform ist die Aussendung eines Signals mit unterschiedlichen Audioinformationen in beiden Seitenbändern eines Signals (meist mit unterdrücktem Träger), bezeichnet als ISB, „independent side band“. Diese Modulationsform kam auf Kurzwellen - Zuspielstrecken von internationalen Kurzwellenrundfunkdiensten zum Einsatz.