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Jährlich erkranken in der Schweiz rund 560 Menschen an einem Multiplen Myelom, das sind etwa 1% aller Krebserkrankungen. 56% der Erkrankten sind Männer, 44% Frauen. Das Multiple Myelom ist hauptsächlich eine Krankheit des Alters: 38% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 55% sind 70 Jahre oder älter.
Das Multiple Myelom ist eine besondere Form eines Non-Hodgkin-Lymphoms. Bei dieser Krankheit vermehren sich besondere Zellen des Immunsystems, so genannte Plasmazellen, sehr stark. Die Krebszellen bilden vielfache Zellhaufen im Knochenmark, verhindern die normale Bildung von Blutzellen und zerstören die Knochen.
Risikofaktoren
Die genaue Ursache von Multiplen Myelomen ist unbekannt. Gewisse Faktoren können das Erkrankungsrisiko allerdings erhöhen:
- Bestimmte Gifte (z.B. Asbest, Pestizide)
- ionisierende Strahlung in sehr hohen Dosen (z.B. bei einem Atomunfall)
- eine Erkrankung an monoklonaler Gammopathie (MGUS)
- erbliche Veranlagung
- starkes Übergewicht
Symptome
Zu Beginn der Erkrankung haben viele Betroffene keine Beschwerden. Daher wird ein multiples Myelom oft erst zufällig entdeckt.
Erste Symptome für ein Multiples Myelom können sein:
- Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit
- Müdigkeit
- starkes Schwitzen nachts
- Gewichtsabnahme
- Knochenschmerzen oder Knochenbrüche
Als Folge der gestörten Bildung von Blutzellen können weitere Beschwerden auftreten:
- Blutarmut
- eine hohe Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
- Blutungsneigung
Diagnose
Um die Diagnose zu stellen, werden Blut und Urin auf verschiedene spezifische Eiweisse untersucht. Es wird eine Biopsie des Knochenmarks durchgeführt, um die Krebszellen direkt im Knochenmark nachzuweisen. Mit Röntgenbildern oder einer Computertomografie lassen sich die typischen Defekte in den Knochen darstellen.
Therapie
Ein Multiples Myelom lässt sich nicht dauerhaft heilen, aber zurückdrängen. Wenn sich die Krankheit in einem sehr frühen Stadium befindet, kann man unter Umständen mit der Behandlung noch zuwarten. Um den Zeitpunkt des optimalen Therapiebeginns nicht zu verpassen, werden lediglich die Blutwerte in regelmässigen Abständen kontrolliert,
Ist eine Behandlung angezeigt, wird als erste Therapiemassnahme meistens eine Chemotherapie durchgeführt. Manchmal kommt zusätzlich eine Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation in Frage.
Aktuell werden einige weitere Therapieoptionen geprüft und entwickelt, beispielsweise medikamentöse Therapien (z.B. Antikörpertherapie, Immuntherapie) oder Strahlentherapien.