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Buena Vista Social Club
Regie: Wim Wenders
Mitw.: Compay Segundo, Eliades Ochoa, Ry Cooder, Joachim Cooder, Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Rubén González, Orlando «Cachaíto» López u.a.
Es beginnt mit einer Spurensuche. Ein strahlender alter Mann lässt sich in einem Cabriolet durch Buena Vista chauffieren, ein Vorstadtquartier der kubanischen Hauptstadt Havanna. Der Mann heisst Francisco Repilado; besser bekannt ist er unter seinem Künstlernamen Compay Segundo. In den 1940er-Jahren hatte der Gitarrist und Tres-Spieler im Duo «Los Compadres» die zweite Stimme gesungen, so war er zu seinem Namen gekommen. Compay Segundo und seine Begleiter sind in Buena Vista auf der Suche nach einem Gebäude, das vor Jahrzehnten einmal einen Musikclub beherbergte und heute längst ein Wohnhaus ist. Mit seinen 91 Jahren ist Compay Segundo der Doyen der mittlerweile legendären Musikgruppe «Buena Vista Social Club», die mit dem Kubaner Juan de Marcos González und dem US-Amerikaner Ry Cooder zwei musikalische Leiter hatte, die altersmässig als einzige nicht ins Bild der «ältesten Boygroup der Welt» passten. Die Keimzelle des Projekts reicht in die 1970er-Jahre zurück. Damals reiste Ry Cooder nach Havanna, um die Musik zu finden, die ihm ein Freund auf einer Kassette aufgenommen hatte und die ihn elektrisierte: Son, Danzón, Bolero, Guaracha. Mit Wim Wenders war Cooder seit seinem Soundtrack zu «Paris, Texas» (1984) befreundet – eine Zusammenarbeit, die später in «The End of Violence» eine Fortsetzung fand. Als der britische Musikproduzent Nick Gold ein Projekt mit westafrikanischen und kubanischen Musikern realisieren wollte, kehrte Cooder erneut nach Kuba zurück. Doch das Projekt scheiterte wegen Visaschwierigkeiten. Cooder spürte einige der alten kubanischen Musiker auf, von denen manche schon nicht mehr aktiv waren, und spielte mit ihnen die CD «Buena Vista Social Club» ein. Sie wurde ein gigantischer internationaler Erfolg. Da die Musik auch Wim Wenders begeisterte, lud Cooder ihn nach Kuba ein. Der Rest ist Geschichte: «Buena Vista Social Club» avancierte zum erfolgreichsten Musikdokumentarfilm aller Zeiten.