Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/2368

Aus der Luft gegriffen, Strahlung, Wärme auf den Kuppeln, Ziegeln, Antennen. Durch die Strassen zieht es die Menschen wie Rauch.
Auf der Suche nach Stärkung – die Barthes-Lektüre war mir kraftlos entglitten – geriet ich an ein Buffet aus ledergebundenen Brötchen.
In einem schäbigen kleinen Hotel in Argelès-sur-mer sagte mir 1992 oder 1993 eine ältere Dame mit einer unbeschreiblichen Mischung aus Schüchternheit und Eleganz, oder vielleicht genauer: aus Charme und... Staub, nein ich hab's präzise...einer Mischung aus Wohnzimmer und Hotelempfangsraum: «Vous risquez de l'entendre.»
Nur so, ist mir gerade eingefallen.
«Eine Handlung ist improvisatorisch, wenn wir handeln, während wir auf die schriftliche Antwort warten».
Diesen Satz – ich kann mich gar nicht erholen von ihm - habe ich in einer Performance von Peter Vittali gehört.
Weder das Lächeln des alten Frantoio-Müllers, der wie ein Träumer der kleinen Schritte einige biancolilla zwischen den Fingern polierte als wären es Erinnerungen, noch das Abendlicht, das sich vom Dörfchen Malò in die umliegenden sizilianischen Täler und ihre Dunkelheit stürzte, bemerkte Don Tropeo im ohrenbetäubenden Lärm der Mühlsteine, da er sich mit den ganzen übriggebliebenen Ohren- und Augensinnen auf das Treiben des Gärtners – der Kerl rechnete doch sein eigenes kümmerliches Gewicht noch mit! – an der Olivenwaage richten musste.
:: Nächste >>