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Einige der Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane entstehen durch Hormone, welche einen grossen Einfluss auf diese primären Geschlechtsmerkmale haben. Andere Beschwerden sind der Tatsache geschuldet, dass die Organe in vielen Fällen durch eine Schwangerschaft und Geburt sehr beansprucht werden.
Hormonelle Beschwerden
Hormone sind chemische Botenstoffe, die unser Organismus selber produzieren kann. Sie steuern und regulieren zahlreiche Vorgänge im Körper wie zum Beispiel den Stoffwechsel, den Blutdruck, die Sexualfunktionen oder eine Schwangerschaft. Da der Hormonhaushalt ein sensibler Bereich ist, verwundert es kaum, dass es zu Beschwerden kommen kann, wenn ein Ungleichgewicht der Hormone entsteht.
Krankheiten der Gebärmutter
Im Normalfall ist die Gebärmutter (Uterus) etwa 7 bis 9 Zentimeter gross und wiegt ungefähr 60 Gramm. Während der Schwangerschaft wird sie zum grössten Muskel im Körper der Frau und kann bis zu einem Kilogramm schwer werden.
Der Uterus wird mithilfe von Bindegewebe und der Muskulatur des Beckenbodens in Position gehalten. Ist die Beckenbodenmuskulatur geschwächt, kann dies also ein Absinken der Gebärmutter verursachen.
Brustbeschwerden
Die weibliche Brust gilt als sekundäres Geschlechtsmerkmal und ist die grösste Drüse des Körpers. Das Sekret dieser Drüse ist die Muttermilch, die während der Stillzeit produziert wird. Im Übrigen sind Frauen die einzigen Lebewesen, deren Brüste dauerhaft und nicht nur während der Stillzeit sichtbar sind.
Da die weiblichen Hormone die Brustdrüsen stimulieren, kann dies zu zyklusbedingten Beschwerden oder führen.
Erkrankungen der Scheide
Die Scheide oder Vagina ist ein Muskelschlauch und ungefähr 8 bis 10 Zentimeter lang. Sie ist sehr dehnbar, denn sie dient auch als Geburtskanal. Die Vagina ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die sich je nach Zyklus und Lebensphase der Frau verändert und je nachdem auch anfälliger für Krankheiten wird.
Krankheiten der Blase
Da bei Frauen die Harnröhre mit 3 bis 5 Zentimeter im Vergleich zu derjenigen von Männern relativ kurz ist, können Keime von Aussen leichter in die Harnblase gelangen und zu Infektionen führen. Und weil die Blase ein Muskel ist, der auf hormonelle Störungen reagiert oder durch einen geschwächten Beckenboden ebenfalls beeinträchtigt ist, kennen viele Frauen die Probleme einer Blasenschwäche.