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Früher fand man in jeder Fachzeitschrift von Zeit zu Zeit eine Anleitung wie man einen Tonarm bzw. einen Tonabnehmer ausrichtet. Heutzutage erhöht dieses Thema die Auflage scheinbar nicht mehr, sodass Sie hier eine Anleitung bzw. Links zu diesem Thema finden.
In der Hülle «dhfi Schallplatte 2» fanden wir eine Schablone, welche in der Zeitschrift «Audio» im Juli 1984 veröffentlicht wurde. Dies konnte man damals einfach ausschneiden und auf Pappe kleben, und schon hatte man eine perfekte Schablone. Da nicht jeder ein «Audio» aus dem Jahr 1984 zur Hand hat, habe ich diese eingescannt und man kann sie hier herunterladen. Druckt man diese im «Adobe Reader» aus, ist darauf zu achten, dass für den Parameter «Seitenanpassung» «Keine» eingestellt wird! Somit wird die Schablone unverzerrt ausgedruckt. Dies kann man überprüfen, indem man die Zentimeterskala mit z. B. einem Massstab überprüft. Stimmt die Skala überein, so kann man die Schablone verwenden.
Ebenfalls wurde in dieser «Audio»-Ausgabe die Anleitung dazu veröffentlicht. Eine inhaltliche Kopie kann man hier aufrufen.
Diese Schablone hat uns aber neugierig gemacht, wie die Punkte «A», «B», «C» und «D» bestimmt werden. Leider haben wir dies nicht direkt herausgefunden. Und wieso kosten kommerzielle Schablonen so viel?
Im Internet findet man glücklicherweise die Theorie:
Ich möchte die ganze Theorie nicht einfach wiederholen, sondern verweise auf die Seite «Tonarmjustage», in der alles genau erklärt wird. Anhand dieser Theorie habe ich dann eine «DIN» und eine «IEC» Schablone gezeichnet.
Zusammengefasst ist eine «DIN»-Schablone vorzuziehen, wenn man viele Singles hat, und ein «IEC»-Schablone, wenn man wenig (oder) keine Singles hat. Die «IEC» gibt die Innenrillen einer Single nicht optimal wieder, da diese weiter ins Zentrum hineingehen als bei einer LP. Wenn man wirklich nicht viele Singles hat, dann empfehle ich die «IEC»-Schablone (Maxi-Singles gelten als LP).
Jede Schablone ist aber immer ein Kompromiss zwischen maximalen Fehlwinkel und minimalen durchschnittlichen Verzerrungen. Man kann die durchschnittlichen Verzerrungen innerhalb eines Bereichs verkleinern, hat aber dann ausserhalb dieses Bereiches wesentlich grössere Fehlwinkel und somit umso grössere Verzerrungen. Hier findet man ein Excelsheet mit dem man herrlich experimentieren kann. Ebenfalls werden hier zwei Berechnungsarten vorgestellt. Ich bevorzuge die Erste, da sie die Nullpunkte nach der «IEC»-Norm erzeugt. Man beachte hierzu die Page.
Eine Schablone ist nur dann wirklich optimal, wenn auch der Abstand der Armachse zu Drehtellerachse optimal stimmt. Dies kann man ebenfalls mit obiger Excel-Datei bestimmen, wenn man die effektive Armlänge kennt.
Ein Datenblatt mit den Massen vieler Tonarme findet man hier und eines mit Tonabnehmerdaten findet man hier.
Auf dem Internet findet man diverse Schablonen. Doch keine berücksichtigt explizit die Geometrie des Plattenspielers. Kann man also den Tellerachsenabstand zur Tonarmachse nicht verändern, so würden wir mit der «Audio»-Schablone beginnen, da sie die Plattenspielergeometrie einbezieht. Danach kann man mal eine andere ausprobieren und mit dem Gehör entscheiden, welche besser ist. Dabei nicht nur ein Stück hören, sondern eine ganze Seite, da es ja über die ganze Seite gut klingen muss.
Kann man den Achsenabstand verändern, so empfehle ich obiges Excelsheet zu verwenden, und bei gegebener effektiver Tonarmlänge den Achsenabstand zu berechnen und den Plattenspieler danach einzustellen. Anschliessend eine «IEC»-Schablone verwenden.
Druckt man diese im «Adobe Reader» aus, ist darauf zu achten, dass für den Parameter «Seitenanpassung» «Keine» eingestellt wird! Somit wird die Schablone unverzerrt ausgedruckt. Dies kann man überprüfen, indem man die Zentimeterskala mit z. B. einem Massstab überprüft. Ansonsten ist ein präziserer Drucker zu verwenden!
Diese ist besonders für Singles und LPs geeignet. Sie deckt den Bereich/Radius 57.5mm bis 146.05mm ab.
Diese ist besonders für LPs geeignet und deckt den Bereich/Radius 60.3 mm bis 146.05 mm ab. Ein Plattenspieler, welcher nach dieser Schablone eingestellt wird, produziert bei einer LP in den äusseren Rillen kleinere Verzerrungen, als bei einer «DIN». Dafür werden bei einer normalen Single Grössere erzeugt.
Beim Decca Tonarm werden zwei Schablonen mitgeliefert. Ich habe diese zu einer Schablone zusammengefasst. Der untere Teil dient zur Bestimmung des Abstandes beider Achsen. (Vgl. Decca-Anleitung).
Allerdings weiss ich auch nicht, in welche Richtung diese Schablone optimiert wurde.
Für den «Decca London International» habe ich eine Schablone gezeichnet, optimiert nach «Baerwald / Löfgren». Der untere Teil dient zur Bestimmung des Abstandes beider Achsen. (Vgl. Decca-Anleitung).
Diese Schablone funktioniert auch mit jedem anderen Tonarm mit einer effektiven Länge von 232 mm!
Eine weitere «IEC»-Schablone findet man hier.
Eine weitere «IEC»-Schablone aus Schweden findet man hier. Der äussere Nullpunkt ist aber fast 1 mm näher zum Zentrum.