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Die Legende des St. Martins hat in Portugal seine eigene Bedeutung. Mit dabei sind Kastanien, der neue Wein und ein kurzes Sommer-Comeback.
Kommenden Freitag beginnt in Portimão an der Algarve wieder der traditionelle „Feira de São Martinho“, der St. Martins Markt.
Der Parque de Feiras e Exposições der Algarve-Metropole verwandelt sich in einen herbstlichen Jahrmarkt, der bis 15. November andauert
Der traditionelle Markt, der seit 1662 alljährlich seine Pforten öffnet, hat sich zu grossen Jahrmarkt gemausert, so finden sich landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschirr, Spielzeug, Schuhe, Bekleidung und vieles mehr. Mit dabei auch Losbuden und Fahrgeschäfte.
Obgleich die Kastanien in Portugal hauptsächlich in der Region Serra de S. Mamede kultiviert werden, finden sich bis in den Süden Kastanien.
An der Algarve findet man viele Kastanienbäume in der Serra de Monchique.
Ende Oktober werden sie bereits geröstet auf den Strassen angeboten oder in den Supermärkten.
Die Geschichte des St. Martins
Der Heilige Martin von Tours, auch bekannt als Sankt Martin, ist einer der bekanntesten Heiligen in der christlichen Tradition. Seine Verehrung erstreckt sich über viele Länder, einschließlich Portugal.
Hier ist eine kurze Übersicht über die Geschichte des Heiligen Martin in Portugal:
Ursprünge: Martin von Tours wurde im Jahr 316 oder 336 in Szombathely, Ungarn, geboren und wuchs in Pavia, Italien, auf. Er ist bekannt für seine Tat, bei der er seinen Mantel mit einem Bettler teilte.
Verehrung in Portugal: Die Verehrung des Heiligen Martin kam wahrscheinlich durch die Völkerwanderung und die anschließende Christianisierung der Iberischen Halbinsel nach Portugal.
Die Sueben und die Westgoten, die in der Frühzeit des Mittelalters in der Region lebten, könnten die Verehrung des Heiligen Martin nach Portugal gebracht haben.
Feste und Traditionen: Der Martinstag wird in Portugal am 11. November gefeiert. Es ist üblich, an diesem Tag ein Fest zu feiern, das als „Magusto“ bekannt ist. Dabei werden Kastanien geröstet und der neue Wein des Jahres probiert.
Es gibt auch den Glauben, dass es am Martinstag immer einen kurzen Sommer gibt, bekannt als „Verão de São Martinho“ (St. Martins Sommer), bei dem das Wetter für kurze Zeit wärmer wird.
Und tatsächlich, sind die Tage um den 11. November in Portugal immer sonnig und man spricht vom kleinen Sommer oder dem St.-Martin-Sommer.
Kirchen und Kapellen: Es gibt viele Kirchen und Kapellen in Portugal, die dem Heiligen Martin gewidmet sind, wie die bereits erwähnte Igreja de São Martinho de Soalhães. Diese Bauten zeugen von der tiefen Verehrung, die der Heilige in Portugal genießt.
Legenden: Es gibt verschiedene Legenden in Portugal, die mit dem Heiligen Martin in Verbindung stehen. Eine der bekanntesten besagt, dass er, als er versuchte, seiner Bischofsweihe zu entkommen, sich in einer Gansengruppe versteckte.
Die Gänse machten jedoch so viel Lärm, dass er entdeckt wurde. Dies ist einer der Gründe, warum Gans ein traditionelles Gericht am Martinstag in einigen Regionen Portugals ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Heilige Martin von Tours eine wichtige Figur in der religiösen und kulturellen Geschichte Portugals ist. Seine Verehrung zeigt sich in Festen, Traditionen und architektonischen Denkmälern im ganzen Land.
Und tatsächlich, sind die Tage um den 11. November in Portugal immer sonnig und man spricht vom kleinen Sommer oder dem St.-Martin-Sommer (Verão de São martinho).