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Das Wichtigste in Kürze
- Alexej Nawalny habe sich gemäss Behörden nach seinem wochenlangen Hungerstreik erholt.
- Der Kreml-Kritiker könne wieder «normal» essen und mit seiner Familie kommunizieren.
- Er trat im März als Protest gegen schlechte Versorgung in Haft in den Streik.
Der inhaftierte russische Oppositionelle Alexej Nawalny hat sich nach Behördenangaben von seinem wochenlangen Hungerstreik weitgehend erholt. Der 44-Jährige habe sich inzwischen «mehr oder weniger erholt». Das sagte der Leiter der russischen Strafvollzugsbehörde FISN, Alexander Kalaschnikow, am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass.
Nawalny esse «normal» und könne mit seiner Familie kommunizieren. Er wiege nun 82 Kilogramm. Der Vorsitzende von Nawalnys Anti-Korruptionsstiftung FBK, Iwan Schdanow, bestätigte dessen Genesung.
Genesungsprozess von Alexej Nawalny sei im Gange
«Sein Zustand ist jetzt mehr oder weniger normal. Der Genesungsprozess ist in der Tat im Gange», sagte Schdanow dem Radiosender Echo Moskau. Nawalny selbst hatte sich zuletzt Anfang Mai in den Online-Netzwerken zu Wort gemeldet. Er befinde sich auf dem Weg der Besserung und könne ein paar Löffel Grütze essen, schrieb er damals.
Nawalny war am 31. März in den Hungerstreik getreten, um gegen unzureichende medizinische Versorgung in der Haft zu protestieren.
Am 23. April beendete er den Hungerstreik. Nach Angaben seiner Unterstützer hatte Nawalny 93 Kilogramm gewogen, als er im Februar seine Haftstrafe antrat.
Zum Beginn seines Hungerstreiks lag sein Gewicht demnach bei 85 Kilogramm. Mitte April wog Nawalny nach Angaben seiner Frau dann nochmals neun Kilogramm weniger.
Nach seiner Behandlung in der Berliner Charité wurde er nach seiner Rückkehr im Januar in Russland festgenommen. Später wurde er wegen angeblicher Verstösse gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt.