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Natürlich können die Gegner der Rechtschreibreform auf Ungereimtes verweisen. Das gelingt ihnen um so besser, als sie vorsätzlich unterschlagen, wie kompliziert und widersprüchlich Teile der alten Rechtschreibung waren. Der Konsens, dass man im Sinne der Deutsch Lernenden – und damit der Sprache selbst – etwas tun müsse, war während des Reformprozesses der 90er Jahre wesentlich breiter, als die Reformgegner heute wahrhaben wollen.
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Hebel, Stephan
Kaum jemand hat sich die Mühe gemacht zu prüfen, wo das Projekt zu Erleichterungen und Vereinheitlichungen führt (zum Beispiel in Sachen "ß" und "ss") und wo fehlende Praxistauglichkeit als erwiesen gelten kann (zum Beispiel bei der Getrenntschreibung). Statt dessen verschanzt man sich in Maximalpositionen und überhöht sie, vor allem auf Seiten der fundamentalistischen Gegner, mit Grabreden auf die ganze deutsche Sprache.
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