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Trotz der Fortschritte bei der Impfkampagne in den USA ermahnte Biden seine Landsleute, sich weiter an die bekannten Regeln zum Infektionsschutz zu halten. «Bitte, bitte, lassen Sie nicht geschehen, was in Europa passiert, wie Sie es im Fernsehen sehen», sagte der Präsident am Donnerstag im Weissen Haus. Biden forderte die Amerikaner auf, weiterhin Masken zu tragen, sich regelmässig die Hände zu waschen und den empfohlenen Mindestabstand einzuhalten.
Biden machte keine Angaben dazu, auf welchen Teil der Entwicklung in Europa er sich konkret bezog. Zuletzt hatten einige Gebiete in der EU, darunter etwa Italien und Teile Frankreichs, ihre Corona-Auflagen angesichts erneut steigender Neuinfektionszahlen wieder verschärft. In den USA ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen seit einem Höhepunkt im Januar wieder deutlich zurückgegangen, zuletzt stagnierten die Zahlen jedoch bei etwa 55 000 pro Tag.
Einer der Gründe für die relative Besserung in den Vereinigten Staaten ist nach Ansicht von Experten die rasch fortschreitende Impfkampagne. Biden erklärte am Donnerstag, seit seinem Amtsantritt am 20. Januar seien nunmehr fast 100 Millionen Impfungen verabreicht werden. Die US-Regierung hat versprochen, schon bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land zu haben.
In absoluten Zahlen gemessen sind die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, weiter das weltweit am schlimmsten von der Corona-Krise betroffene Land. Seit Beginn der Pandemie haben die US-Behörden rund 29,6 Millionen bestätigte Corona-Infektionen und fast 540 000 damit zusammenhängende Todesfälle gemeldet, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Sterblichkeitsrate aber zum Beispiel in einigen europäischen Ländern - darunter Belgien, Grossbritannien und Italien - noch höher.