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In italienischen Medien kursierte am Mittwoch ein angeblich neu veröffentlichtes Video-Interview von Michael Schumacher. Die Managerin des siebenfachen Formel-1-Weltmeister schafft nun Klarheit.
Im Video spricht Schumi unter anderem über seinen emotionalsten Erfolg und nennt dabei seinen ersten WM-Titel mit Ferrari im Jahr 2000. Ausserdem verrät der Deutsche, dass der Finne Mika Hakkinen der Rivale war, den er am meisten respektierte – «auf der Strecke ein absolut harter Hund». Und dass er in seiner Jugend immer zu den Rennfahreren Vincenzo Sospiri und Ayrton Senna aufgeschaut hat, sein Idol aber ein Fussballer war: «Toni Schumacher, er war derjenige, dem ich nacheifern wollte.»
Eine archivierte Version der Webseite http://www.michael-schumacher.de/fans/michael-talks/ zeigt, dass das Interview bereits früher veröffentlicht wurde. Die Sprecherin der Familie Schumacher, Sabine Kehm, bestätigt der Deutschen Presse-Agentur, dass das Interview bereits vor Jahren auf die Webseite gestellt worden war. Es soll im Oktober 2013, also rund zwei Monate vor Schumis Ski-Unfall, der sein Leben schlagartig veränderte, publiziert worden sein.
Beim Unglück im französischen Méribel hatte er sich schwere Hirnverletzungen zugezogen. Seitdem wird der frühere Ferrari-Pilot von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Schumacher wird am 3. Januar 50 Jahre alt.
Weiterhin kaum Informationen zum Gesundheitszustand
Ein Kumpel von Schumis Sohn Mick hat derweil über sein Verhältnis mit der Familie gesprochen. «Ich kenne ihn sehr gut, auch privat», sagt der dänische Rennfahrer Nicklas Nielsen in der dänischen Zeitung «BT» über Mick. Informationen zum Gesundheitszustand von Michael kann aber auch Nielsen nicht liefern. Die Geheimhaltung gilt laut dem Dänen nicht nur gegenüber der Presse, sondern auch unter den Rennfahrern.
Nur selten würde Mick, der sich im Oktober zum Champion in der Formel 3 krönte, über seinen Papa sprechen. Nielsen: «Er liess sich nicht anmerken, dass er traurig wegen seines Vaters war. Er sagte nur, dass es manchmal schwierig war.» Und weiter: «Es kann sein, dass Michael auf dem Weg der Besserung ist, aber erst zurückkehrt, wenn er vollständig rehabilitiert ist. Aber es ist schwer zu sagen, was los ist.»
Die bisher einzige Information um Schumis Genesungsverlauf lieferte sein Anwalt Felix Damm, der 2016 einigen Berichten widersprach: «Herr Schumacher kann nicht laufen.»