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Im November des letzten Jahres veröffentlichte das Institut für Kulturforschung zusammen mit fünf weiteren Partnerinstitutionen den Aufsatzband „1512 – Die Bündner im Veltlin, in Bormio und in Chiavenna“. Die Publikation vereinigt die Tagungsbeiträge von zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit der Zeit des Bündner Herrschaftsbeginns im Veltlin befassten. Der Mitherausgeber dieses Aufsatzbands, Florian Hitz, stellt die wichtigsten Erkenntnisse am 15. März in Castasegna (Villa Garbald, 20.30 Uhr) vor. Der am Institut tätige Historiker fragt nach den Gründen und Hintergründen der Besetzung von 1512. Die örtliche Bevölkerung begrüsste damals die Bündner Truppen freudig. Wie kam es zu diesem Erfolg, der im Rückblick eher überraschen mag? Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Bündnern und Veltlinern in der Folgezeit? Veltlin, Bormio und Chiavenna sollten bis 1797 Bündner Untertanenlande bleiben. Aber handelte es sich von Anfang an um ein klares Herrschaftsverhältnis? Oder hatten die Bündner den Leuten in den Adda- und Meratälern zunächst versprochen, sie als Bundsgenossen aufzunehmen? Letzteres behauptet eine Veltliner Überlieferung, deren Echtheit allerdings kritisch zu prüfen ist.
Dr. Florian Hitz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturforschung Graubünden. Er studierte Allgemeine Geschichte an der Universität Zürich und promovierte in Mittlerer und Neuerer Geschichte an der Universität Heidelberg. Seit Frühjahr 2012 präsidert er die Historische Gesellschaft von Graubünden. Er forscht und publiziert zur bündnerischen Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit.
In Zusammenarbeit mit der Fondazione Garbald
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