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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Gotthard-Strassentunnel ist der längste und der mit Abstand am stärksten befahrene Strassentunnel der Welt. Gleichzeitig ist es der einzige stark frequentierte Tunnel, der "aus der Ferne" betrieben wird. Fréjus, Mont Blanc und Grosser Sankt Bernhard, alles auch Tunnels mit Gegenverkehr, haben je eine Kommandozentrale an beiden Tunnelportalen.  </p><p>Ich frage den Bundesrat:</p><p>1. Hält er es nicht für effizienter, die Kommandozentrale in Airolo - die vor 2008 ja bereits existierte - wieder in Betrieb zu nehmen, dies im Hinblick auf schnellere Reaktionszeiten bei einem Unfall nahe dem Südportal, aber auch weiter nördlich?</p><p>2. Der Tunnelbetrieb wird durch die Verdoppelung der Röhren komplexer werden. Ist der Bundesrat angesichts dieser Tatsache bereit, die Wiederinbetriebnahme der Kommandozentrale am Südportal in Betracht zu ziehen, auch mit Blick auf die Entwicklung von Kompetenzen und die Förderung von Arbeitsplätzen im Tessin?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Nationalstrassen und ihre technischen Einrichtungen sind nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten so zu unterhalten und zu betreiben, dass ein sicherer und flüssiger Verkehr gewährleistet ist und die Verfügbarkeit der Strasse möglichst uneingeschränkt bleibt (Art. 49 des Bundesgesetzes vom 8. März 1960 über die Nationalstrassen, NSG; SR 725.11). Vor diesem Hintergrund wurden die früher für den Gotthard-Strassentunnel zuständigen Betriebszentralen in Airolo und Göschenen 2008 zusammengelegt. Zwischen 2008 und 2018 wurde der Tunnelbetrieb von Göschenen aus gesteuert. 2018 wurde die Betriebszentrale nach Flüelen verlegt. Gleichzeitig hat auch die Kantonspolizei Uri ihre Einsatzzentrale nach Flüelen verlegt.</p><p>Die Schadenwehr Gotthard stellt auf beiden Seiten des Tunnels eine permanente Einsatzbereitschaft sicher.</p><p>Dank dieser Organisation kann heute ein effizienter und sicherer Betrieb des Gotthard-Strassentunnels gewährleistet werden.</p><p>1. Eine Wiederbesetzung der Betriebszentrale Airolo hätte keine positive Wirkung auf die Sicherheit im Tunnel. Die Auslösung eines Einsatzes ist unabhängig vom Ort der Betriebs- bzw. Einsatzzentrale, die Einsatzkräfte der Schadenwehr Gotthard sind an beiden Portalen präsent und können umgehend ausrücken.</p><p>2. Im Hinblick auf den zweiröhrigen Gotthard-Strassentunnel wird derzeit ein neues Betriebskonzept erarbeitet. Es wird aufzeigen, ob und in welcher Form allenfalls gewisse zusätzliche Funktionen in Airolo abzudecken sind und ob die Schadenwehr Gotthard allenfalls verstärkt werden muss.</p>  Antwort des Bundesrates.