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Die Orgelmusik der Neuzeit ist ausgesprochen vielfältig, einige Komponisten pflegen einen eher traditionellen, andere einen experimentellen Stil, andere verarbeiten Elemente der Volksmusik, der Popularmusik oder des Jazz. Entdecken Sie hier auch Orgelmusik von weniger bekannte Komponisten der Neuzeit.
Corrado Maria Saglietti, 1957 in Costigliole d’Asti in Italien geboren, studierte Horn bei G. Zoppi und erhielt sein Diplom mit höchster Auszeichnung. Seit 1977 spielt er im Nationalen RAI Symphonie Orchester in Turin wo er seit 1990 das 1. Horn spielt. Er tritt auch solistisch oder in kammermusikalischen Besetzungen auf. 1986 erhielt er am Turiner Konservatorium das Diplom für Komposition bei Santo Tresca und Gilberto Bosco.
Corrado Saglietti’s Werke sind mit verschiedenen internationalen Kompositionpreisen ausgezeichnet worden und werden erfolgreich von renommierten Solisten und Ensembles gespielt. Er komponierte hauptsächlich Kammermusik für Horn und andere Instrumente.
Werke für Horn, Trompete und Orgel
- Preghiera für Horn und Orgel (2002)
- Tre movimenti für Trompete, Horn und Orgel (2004)
- Psalms für Trompete und Orgel (2009)
Jakob Wittwer (*1943) studierte an der Musikhochschule Zürich Orgel (Heinrich Funk), Klavier und Komposition (Paul Müller). 1967 schloss er seine Studien mit dem Konzertdiplom für Orgel mit Auszeichnung ab. 1971 gewann er den 1. Preis im nationalen Orgelwettbewerb des Schweizer Fernsehens.
Nach zehn Jahren als Organist in Zürich-Albisrieden wurde er 1970 an die Ref. Kirche Horgen gewählt. Von hier aus entfaltete er eine vielseitige Tätigkeit als Organist, Chorleiter und Leiter der Musikschule Horgen. Von 1978 bis 2008 unterrichtete er eine Orgelklasse an der Musikhochschule Luzern. Im Jahre 2006 wurde er für sein Schaffen mit dem Kulturpreis der Gemeinde Horgen ausgezeichnet.
[Quelle: jakobwittwer.ch]
Kompositionen von Jakob Wittwer
Neben seiner Tätigkeit als ausübender Musiker komponierte Jakob Wittwer zahlreiche Werke für verschiedene Besetzungen vor allem im Bereich der Kirchenmusik.
Werke für Orgel solo und mit Orgelbegleitung
- Passacaglia I, e-moll (1962)
- Passacaglia II in C (1995)
- Passacaglia III in a über den Namen Maurice Duruflé (2002)
- Einige kürzere Orgelstücke, darunter fünf «Gratulationen 1985» über die Namen BACH, DS, GFH, HS, CSS
- Zahlreiche Choralbearbeitungen
- Werke für verschiedene Instrumente mit Orgel
- Geistliche Gesänge für Sologesang und Orgel
Nebst den Werken mit Orgel entstanden auch zahlreiche Chorwerke a cappella und mit Instrumentalbegleitung, Orchesterwerke und ein Kindermusical. Ein vollständiges Verzeichnis findet sich auf der Webseite jakobwittwer.ch.
Christopher Tambling (1964–2015) war ein britischer Organist und Kirchenmusiker. Er studierte an der St. John’s College in Oxford bei Geoffrey Webber und David Sanger. Später unterrichtete er sleber in Oxford und Perthshire Schottland. Er war auch Stadtorganist und Dirigent des Sinfonieorchesters in Perth. Von 1997 bis 2015 war er Musikdirektor an der Downside School in der Nähe von Bath, im Westen Englands sowie Organist und Leiter der Schola Cantorum an der Downside Abbey in Radstock Bath.
Kompositionen von Christopher Tambling
Tambling schrieb zahlreiche Orgelwerke, bekannt sind u. a.
- die Einzelwerke Festival-Fanfare, Angel’s Song, Grand Chœur
- die Sammelalben „British Album“ und „Very British“
- sechs Stücke für Flöte (Oboe) und Orgel
Tambling komponierte auch viele Chorwerke, viele davon mit Orgelbegleitung. Die meisten Kompositionen Tamblings sind im Butz-Verlag erschienen.
Margreeth Chr. de Jong (*1961) ist eine niederländische Organistin und Komponistin. De Jong studierte am Konservatorium Rotterdam, wo sie im Jahre 1986 mit den Höchstnoten abschloss. Sie bildete sich anschliessend bei Guy Bovet in der Schweiz sowie bei Jean Langlais und Marie-Louise Jaquet-Langlais an der Schola Cantorum in Paris weiter, wo sie 1988 den Prix de Virtuosité ebenfalls mit der Höchtsnote gewann. Im gleichen Jahr errang sie erste Preise bei internationalen Wettbewerben für Orgel in Paris und Haarlem (César Franck-Concours). Weiterlesen
Stephan Thomas (*1962) ist ein Bündner Organist und Komponist. Nebst seinem vielseitigen Schaffen als Kirchenmusiker, Musiklehrer und Kulturjournalist ist er bekannt als Interpret und Komponist volkstümlicher Orgelmusik. Weiterlesen
Naji Hakim (* 1955) wurde in Beirut geboren und erhielt seine Ausbildung in Paris und London. Er steht ganz in der Tradition der grossen französischen Orgelvirtuosen. Naji Hakim studierte unter anderem bei Jean Langlais und Rolande Falcinelli am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Zudem absolvierte er ein Lehrdiplom für Orgel am Trinity College of Music in London.
Von 1985 bis 1993 war er Titularorganist in der Basilique du Sacré Coeur in Paris, danach wurde er Nachfolger von Olivier Messiaen an der „Église de la Trinité“ (bis 2008). Heute ist Naji Hakim nebst seiner Tätigkeit als Konzertorganist und Komponist Professor für Harmonielehre am Conservatoire National de Région de Boulogne-Billancourt und Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London. Er ist auch Ehrendoktor der Saint-Esprit-Universität in Kaslik, Libanon. Weiterlesen
Hans-André Stamm (geboren 1958) trat bereits mit elf Jahren als Orgelvirtuose im In- und Ausland auf. Im Alter von 13 Jahren folgt eine erste Schallplatten-Einspielung mit Orgelmusik, mit 16 Jahren gibt er bereits ein Solokonzert in Notre-Dame von Paris.
1973-76 studiert er künstlerisches Orgelspiel am Conservatoire Royal de Musique in Lüttich bei Hubert Schoonbroodt, von 1976-80 katholische Kirchenmusik und Klavier an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Musikwissenschaftliche Studien an der Universität Bonn von 1981-85 führen zum Bau der Enharmonischen Pfeifenorgel, eines Instruments in der akustisch reinen Stimmung mit 48 Tönen pro Oktave. Weiterlesen
Jacob de Haan (*1959) ist ein niederländischer Komponist und Musiker. Als Sohn eines Musikinstrumentenbauers bekam er schon früh Klavierunterricht bei Martin Kuipers und Kornettunterricht bei Jan Holtrop in der Musikschule seiner Heimatstadt. Mit 16 Jahren bestellte man ihn zum Organisten einer reformierten Gemeinde in Heerenveen, und er machte Bekanntschaft mit der niederländischen und internationalen Orgelliteratur.
Ralf Bölting (*1953) geboren in Lage, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold (Orgel bei Helmut P. Tramnitz, Komposition bei Dietreich Manicke). Er ist seit 1979 Organist und Kantor an der Kilianskirche in Bad Salzuflen (Westfalen), Konzertorganist und Lehrer für Orgel und Musiktheorie.
Charles Callahan (*1951) besuchte das Curtis Institute of Music in Philadelphia und war Schüler des Organisten und Komponisten Flor Peeters. Er promovierte in Katholischer Kirchenmusik und studierte Orgel bei George Faxon, Clarence Watters und Daniel Roth. Seit 1986 wirkte Charles Callahan als Orgelbauexperte bei vielen amerikanischen Orgelneubauten und zählt heute zu den grossen Namen der amerikanischen Kirchenmusik. Er veröffentlichte viele Chor- und Instrumentalwerke.