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August2016
Soldaten aus Grossbritannien, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden werden in Trauma-Trainings an lebenden Tieren ausgebildet. Sie erstechen oder erschiessen lebende Schweine und andere Tiere mit Hochgeschwindigkeitsmunition oder trennen ihnen die Gliedmassen ab, um das Amputieren zu üben. Manchmal nähen die Soldaten die abgetrennten Beine wieder an, bevor die Tiere schliesslich getötet werden. Dies der Stand 2014 in unserem Europa. Ob sich an diesen perversen Übungen mittlerweile etwas geändert hat? Und was geschieht wohl im Geheimen fürs Militär in vielen Ländern auf anderen Kontinenten? http://www.peta.de/traumatrainingseu#.V5an diest7TX_HB5
Weil der Mann früher die Jagdbeute heimbrachte? Weil Männer lieber Fleisch essen als Frauen? Weil man Bier dazu trinkt? Weil es relativ simpel ist? Weil es eine der letzten Bastionen ist, welche der Mann hält und die ihm nicht von der Frau streitig gemacht wird?
Kürzlich hat Agroscope, die landwirtschaftliche Forschungsanstalt des Bundes, eine Studie veröffentlicht. Ein Kilogramm Fleisch aus Weidemast soll eine schlechtere Ökobilanz aufweisen als ein Kilogramm Fleisch aus Grossviehmast. Knapp zwei Jahre vorher kam eine andere Studie zum gegenteiligen Schluss. Begründung der neuen Studie: Weiderinder erhalten weniger Kraftfutter und brauchen deshalb zwanzig Monate bis zur Schlachtung –fünf Monate mehr als Tiere aus Grossviehmast. Sie fressen deshalb mehr und produzieren entsprechend mehr Methan. Wie bitte? Welche Schlüsse soll der Konsument daraus ziehen? Ist es Zufall, dass der Fleischproduzent Micarna die Studie in Auftrag gegeben hat? Und dass das Tierwohl dabei vollständig ausgeblendet wird?
Diesmal keine Frage, sondern eine Anklage. Als „Die Hölle auf Erden“ beschreiben der Tierschutzbund Zürich und seine Partnerorganisation Animal Welfare Foundation die Situation der Schlachttiere an der bulgarisch-türkischen Grenze. Über 1,7 Millionen Schafe, Rinder und Ziegen wurden zwischen 2010 und 2015 aus der EU in die Türkei exportiert – notabene in ein Land, das sich weigert, das „Europäische Übereinkommen über den Schutz von Tieren beim internationalen Transport“ zu ratifizieren. Für 2016 wird mit einem weiteren Anstieg der Exporte gerechnet. 70% der kontrollierten Tiertransporte verstossen gegen die geltende EU Tiertransportverordnung. Und die EU schaut dem Skandal tatenlos zu und blockiert Verbesserungen. Weil das Geschäft zu gut ist. Eine Riesenschande für Europa.
Fliegen können sehr lästig sein und es gibt zweifellos schlimmere Sünden als das Töten von Fliegen. Aber Spass?
Ausgerechnet China als Vorbild? Für einmal darf das Reich der Mitte, das punkto Tierwohl sonst nie punktet, als Vorreiter gelobt werden. Auch wenn es natürlich überhaupt nicht um das Wohl der Tiere, sondern um Ökologie und Gesundheit geht. Trotzdem: China will den Fleischkonsum (heute 63 kg pro Person) bis 2030 auf sage und schreibe die Hälfte reduzieren. In der gross angelegten Kampagne sollen sogar Hollywood Grössen wie James Cameron und Arnold Schwarzenegger mitmachen. Ob den Worten auch Taten folgen werden?