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Der schweizerische Aussenhandel erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 deutlich. Der Höchststand des Jahres 2008 wurde aber noch nicht erreicht. Bei den Exporten vollzogen die Uhren- und die Metallindustrie gegenüber dem Vorjahr die eindrücklichste Wende.
Der Schweizer Aussenhandel hat sich von der weltweiten Rezession erholt. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr 2010 nominal um 8,2% (real: 6,0%) auf rund 96 Mrd. Fr. Die Importe legten um 7,7% (real: 6,0%) auf 86,1 Mrd. Fr. zu, wie die Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Während die Einfuhren im ersten Quartal nur leicht zugenommen hatten, wuchsen sie im zweiten Quartal zweistellig. Dies führte zu einem Überschuss in der Handelsbilanz von 9,9 Mrd. Fr. (+12,7%).
Bei den Exporten verzeichnete die Uhren- und die Metallindustrie die eindrücklichste Wende gegenüber dem Vorjahr. In der Metallindustrie (+ 22,5%) expandierten die Auslieferungen von Eisen und Stahl um die Hälfte und jene von Aluminium um zwei Fünftel. Die Uhrenindustrie vermochte ihre Exporte innert Jahresfrist um einen Fünftel zu steigern, während die umsatzgrösste Branche, die Chemische Industrie, ihre Ausfuhren um einen Zehntel ausweitete.
In der Bandbreite von 4% bis 8% stiegen die Exporte der Kunststoff- und der Textilindustrie, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie der Maschinen- und Elektronikindustrie. Der Auslandabsatz von Präzisionsinstrumenten sowie der Papier- und Grafischen Industrie erhöhte sich je um moderate 2%. Der Exporteinbruch bei der Bekleidungsindustrie verschärfte sich gegenüber dem letztjährigen weiter.
Was die Absatzmärkte betrifft, wuchsen die Verkäufe nach Asien sowie Nord- und Lateinamerika insgesamt am kräftigsten. Die Lieferungen in die EU stiegen um 5,6%.