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Mit dieser Frage wird das Gespräch häufig eingeleitet. Hier solltest Du nicht bei Deiner Geburt beginnen und zu sehr ausschweifen. Konzentriere Dich auf die relevanten Ereignisse, welche für die Stelle und die auszuführenden Aufgaben wichtig sein könnten. Der Lebenslauf sollte nicht eins zu eins wiedergegeben werden. Erzähle etwas, das der Personaler noch nicht weiss, respektive für ihn noch Interessant wäre zu wissen.
Nenne hier einige Deiner Fähigkeiten, Soft-Skills, Berufserfahrungen, etc. Verkaufe dich so, dass er das Gefühl hat, dass genau DU für diese Stelle der geeignetste Kandidat bist. Du solltest ihm die Vorteile aufzeigen, die Du ihm und dem Unternehmen bringen kannst.
Brilliere hier mit speziellen Qualifikationen! Verbinde diese am besten mit einem Beispiel aus dem (Berufs-)Alltag und dem zukünftigen Aufgabenbereich.
Zeige dem Personalverantwortlichen, weshalb Du diesen Job willst und was Dich gereizt hat, Dich bei dieser Stelle zu bewerben. Dabei kannst Du auf die Branche, die Unternehmenskultur oder die Aufgabenbereiche eingehen.
Falls Du länger auf Arbeitssuche warst, versuche Dir eine gute Antwort darauf vorzubereiten. Du kannst auch erwähnen, dass Du Dir den Einstieg nach dem Studium oder nach der Mutterschaft einfacher vorgestellt hast. Oder, dass der Markt im gesuchten Bereich sehr eng geworden ist und Du Deine Suche auf einen Job fokussiert hast, in den Du Deine Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen kannst und es deswegen länger gedauert hat.
Rede nie schlecht über Deinen alten Arbeitgeber, auch wenn vielleicht persönliches der Grund für den Stellenwechsel ist. Erwähne besser, dass die letzten Jahre gute Zeiten waren und Dir die Möglichkeiten gaben, Deine Fähigkeiten auszubauen. Du Dich jetzt aber gerne neu orientieren willst und Dein gewonnenes Wissen in ihrem Unternehmen einsetzen und neue Erfahrungen sammeln willst.
Auch hier solltest Du auf keinen Fall negativ über Deine ehemalige Firma, Chef oder Kollegen urteilen. Folgende Aspekte könntest Du hier erwähnen: fehlende Entwicklungsmöglichkeiten oder Zukunftsaussichten; erfolgte Weiterbildung und fehlende Möglichkeit diese einbringen zu können, etc.
Bleib dabei ehrlich und authentisch. Am besten verbindest Du die genannten Stärken mit Beispielen. Gut ist, wenn diese im Zusammenhang mit der neuen Arbeit stehen. Schwächen kannst Du mit „ab und zu“ oder „manchmal“ relativieren und diese sollten, wenn möglich, nicht im Kontext stehen mit der neuen Stelle. Zum Beispiel kann genannt werden: „Ich bin manchmal ein Morgenmuffel, dies legt sich jedoch gleich nach der ersten Tasse Kaffee am Morgen“. Zeige auch Verbesserungswillen. Betone, dass Du an gewissen Schwächen arbeitest und erkläre auch, wie Du dabei vorgehst.
Hier kannst Du punkten in dem Du Soft-Skills nennst die auf die Stelle, die Aufgabenbereiche und die Branche passen. Nenne jedoch nur Eigenschaften über welche Du auch verfügst. Unwahrheiten werden schnell aufgedeckt. Eigenschaften, welche ein angenehmes Zusammenarbeiten aufzeigen, sind auch erwähnenswert, wie Offenheit, Ehrlichkeit, etc.
Der Personaler will mit dieser Frage herausfinden ob Du Kritikfähig bist. Eine mögliche Antwort darauf wäre, dass Du Dir Kritik grundsätzlich erst einmal anhörst und dann darüber nachdenkst, ob Dein Gegenüber richtig liegt. Sollte dies der Fall sein, seist Du umgehend darum bemüht, diese aus der Welt zu schaffen. Wenn Du aber der Meinung bist, dass diese Kritik unangebracht war, suchst Du nochmals das Gespräch mit ihm und versuchst, ihn von Deinem Standpunkt zu überzeugen.
Mit dieser Frage wollen die Personalverantwortlichen etwas über Deine Persönlichkeit erfahren. Dadurch können sie nämlich abschätzen, ob Du zum Beispiel eine ambitionierte und starke Person bist oder eher jemand bist, der schnell aufgibt und ohne Durchhaltewillen an Dinge herangeht. Sie können so auch einschätzen, wie Du mit schwierigen Situationen umgehen kannst.
Mit Misserfolgen wird niemand gerne konfrontiert – vor allem nicht im Vorstellungsgespräch. Doch Misserfolge hat jeder, das weiss auch Dein Gesprächspartner. Bei dieser Frage will er testen, ob Du mit solchen umgehen kannst und diese nutzt, um Dich neu zu motivieren. Zum Beispiel kann erwähnt werden: „Schwer zu sagen. Ich würde sagen das waren meine schlechten Französischkenntnisse in der Schule. Um diese aufzubessern, habe ich einen drei-Monatigen Sprachkurs in Frankreich absolviert.“
Hier wird geprüft, wie gut Du Dich auf das Gespräch vorbereitet hast. Die Recherche über das Unternehmen ist sehr wichtig für den Erfolg des Vorstellungsgesprächs. Präsentiere Deine gesammelten Informationen und zeige Dich begeistert. Mache deutlich, dass Du sehr starkes Interesse an dem Unternehmen hegst. Beginnen kannst Du zum Beispiel damit: „Ich habe mich natürlich eingehend über Ihr Unternehmen informiert und…“.
Achte bei Deiner Antwort darauf, dass Du nichts erwähnst, das im Konflikt steht mit diesem Unternehmen. Stellst Du Dich bei einem Grossunternehmen vor, sage nicht Dein Traum sei es, in einem kleinen Familienbetrieb arbeiten zu können. Nennen kannst Du Anforderungen wie: Das ideale Unternehmen bietet Dir die Möglichkeit Dich weiterbilden zu können; in einem angenehmen, produktiven Team zu arbeiten oder die Chance, konstruktive Ideen mit einbringen zu können usw.
Denke im Vorfeld über Deine Erfahrungen im Berufsleben, in der Schule oder im Studium nach. Was fandest Du an Autoritätspersonen bzw. Vorgesetzten gut, was nicht? Welche Ansprüche hast Du an einen Vorgesetzten, was ihre Stärken und Schwächen angeht?
Erkläre hier, was Du mit dieser Stelle erreichen willst und was Du an neuen Erfahrungen gewinnen willst. Was bringen Dir bspw. der Wechsel in ein grösseres Unternehmen und was die neuen Aufgabengebiete? Evtl. kannst Du in diesem Job Deine neue Weiterbildung integrieren?
Bei dieser Frage möchte der Personalverantwortliche wissen, wie selbstbewusst und ehrgeizig der Bewerber ist. Denn wer klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat, wirkt zielstrebig und strukturiert.
„Ich möchte mich gerne weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen“ oder „Jetzt möchte ich erst mal diese Aufgabe erfolgreich angehen. Dann sehen wir, wie sich das Unternehmen bis dahin entwickelt hat und welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche daraus entstehen“, könnten anzustrebende Ziele aufzeigen.
Überlege Dir, was Du mit dieser Stelle erreichen willst und vermittle dies auch so. Vielleicht willst Du noch eine berufsspezifische Weiterbildung besuchen? Auch solche Ziele kannst Du präsentieren.
Ein Arbeitgeber möchte mit dieser Frage die innere Einstellung des Bewerbers zur täglichen Arbeit kennen lernen. Du könntest bspw. erklären, dass Du Dich durch gute Arbeitsergebnisse motivierst. Wenn Du eine Aufgabe sehr gut gelöst hast, gleich motiviert bist für neue Aufgaben. So konntest Du zum Beispiel in der jetzigen Firma Sonderaufgaben übernehmen. Kurz: Erfolgserlebnisse prägen Deine Motivation und treiben Dich für weitere voran.
Arbeitgeber wollen somit herausfinden, wie effizient Du vorgehst, wie Du Aufgaben erledigst, Probleme bewältigst und ob Dein Arbeitsstil zu dem des Unternehmens passt. Nenne zwei bis drei Adjektive die Deinen Stil beschreiben und verbinde diese mit Beispielen aus Deinem bisherigen Arbeitsalltag.
Mögliche Adjektive: analytisch, durchdacht, dynamisch, effizient, engagiert, erfolgsorientiert, geradlinig, gewissenhaft, konsequent, kontinuierlich, kooperativ, nachhaltig, pragmatisch, professionell, realistisch, sachbezogen, selbstständig, strukturiert, systematisch, überlegt, vorausschauend, zielorientiert, zupackend, zuverlässig
Nenne einige Beispiele aus Deiner jetzigen Arbeit, bei welchen Du Verantwortung übernehmen musstest. Am besten erwähnst Du Verantwortungsbereiche, welche auch für die neue Stelle bedeutend wären.
Tipp: Bei jeder Frage solltet Du immer Deinen absoluten Mehrwert für die Firma aufzeigen. Sie müssen bei jeder Antwort bestätigt bekommen, dass Du alle Punkte erfüllst, um die Arbeit effizient und zu ihrem Vorteil erledigen kannst.
Hier solltest Du Dich nicht für eine Entweder-oder Antwort entscheiden, sondern klar machen, dass Du beides gerne machst. Dass Du ein guter Teamplayer bist, aber auch mit selbstständiger Arbeitsweise keine Probleme hast.
Erzähle bspw. von einem schwierigen Projekt, welches anfänglich Hürden aufzeigte, Du diese jedoch durch Problemanalyse und Lösungsfindung aus der Welt schaffen, und somit erfolgreich abschliessen konntest. Oder wie Du ein Team in einem Projekt führen konntest, welches nach erfolgreicher Realisation, gemäss Feedbacks, sehr gut gelungen ist.
Hiermit möchte der Personalverantwortliche wissen, ob Du Fehler eingestehen kannst und wie Du damit umgehst. Lernst Du daraus oder bläst Du Trübsal? Zeige ihm, dass Du jemand bist der Fehler einsieht und aus diesen lernt. Verbildliche dies am besten mit einem Beispiel.
Merke: Jeder Mensch macht Fehler, doch nur wer daraus lernt kommt weiter!
Bei dieser Frage solltest Du nicht beginnen zu jammern sondern klarstellen, dass Du keine Deiner Entscheidungen oder Erfahrungen bedauerst. Denn jede Entscheidung resp. Situation, hat Dich etwas gelehrt und war in diesem Moment die Richtige. Diese Lernprozesse sind wichtig für die Weiterentwicklung, um in Zukunft evtl. anders entscheiden oder handeln zu können. Dies kannst Du jedoch nur aus gemachten Erfahrungswerten richtig abwägen.
Um Dich bei der Lohnfrage richtig verkaufen zu können, solltest Du Dir Deiner Qualitäten bewusst sein und Dich im Vorfeld über die branchenüblichen Löhne Deiner gewünschten Funktion informieren. Im Internet findest Du zur Berechnung des geeigneten Referenzlohn einige zeitgemässe Lohnrechner. Damit Du die Lohnverhandlung erfolgreich angehen kannst.
Diese letzte Frage ist sehr wichtig, denn sie vermittelt Dein Interesse am Unternehmen wie auch an der Stelle selbst. Du kannst nun alle Deine vorbereiteten Fragen stellen, welche im Gespräch noch nicht beantwortet wurden. Möglich sind Fragen wie: Wie sieht mein erster/ normaler Arbeitstag aus? Wie würden Sie mein zukünftiges Team beschreiben? Wie meinen Chef? Wie sehen die mittel- und langfristigen Ziele des Unternehmens aus? Etc.
Quelle: bewerbungsratgeber.ch
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