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Adoption lässt sich in der Regel nicht aufheben
Eine 38-Jährige Bernerin wollte die Adoption durch ihren Stiefvater aufheben lassen. Das Bundesgericht entschied, dass sie die Adoption nicht auflösen kann.
Ein Kind kann seine Adoption nicht auflösen lassen.
Die junge Frau wollte die Adoption aufheben lassen, weil sie ihren leiblichen Vater kennengelernt hatte und sich von diesem als Kind anerkennen lassen wollte, wie es in einem Beitrag des Beobachter von Anfang Juli heisst. Das Bundesgericht wies ihre Beschwerde ab.
Bei der Geburt der 28-Jährigen im Jahr 1983 hatte die Mutter den Vater verheimlicht. 1985 heiratete die Mutter einen anderen Mann, der das Kind später adoptierte. Die Ehe wurde aber wieder geschieden. Der Kontakt zwischen Adoptivvater und Tochter brach daraufhin ab.
Im Jahr 2007 lernte die Bernerin ihren leiblichen Vater kennen. Sie steht mit ihm in regelmässigem Kontakt. Auf Wunsch aller - Kind, Mutter, Adoptivvater und leiblicher Vater - hob das Gericht Bern-Laupen die Adoption auf. Das Bundesgericht und das Obergericht des Kantons Bern stellten sich aber gegen diese Entscheidung. Sie entschieden, dass weder Adoptiveltern noch das Kind die Adoption auflösen können. Möglich wäre laut Bundesgericht eine Anfechtung der Adoption , wenn sie gesetzwidrig erfolgt wäre und durch einen neue Adoption. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen einer Erwachsenenadoption erfüllt sind, könnte der leibliche Vater also seine eigene Tochter adoptieren und sie so auch rechtlich zu seinem Kind machen, heisst es in einem Beitrag von 20 Minuten.
Bundesgericht Urteil vom ?14. April 2011 (5A_640/2010)
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