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Meghan und Harry: Palast bricht sein Schweigen
Nach dem Interview von Harry und Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex, mit der amerikanischen TV-Ikone Oprah Winfrey am Sonntag hat sich am Dienstag abend der Palast zu Wort gemeldet.
Die Rassismusvorwürfe, die im Interview erhoben worden seien, seien „beunruhigend“, „ernstzunehmend“ und würden familienintern – „im Privaten“ – besprochen, wie der Palast gemäss der BBC mitteilt. Die königliche Familie sei bestürzt darüber gewesen, zu erfahren, wie herausfordernd die letzten Jahre für die Harry und Meghan gewesen sei. Das Paar und seine Kinder würden immer geliebte Familienmitglieder bleiben, schreibt der Palast weiter.
Der Palast kommentiert solche Anschuldigungen normalerweise nicht, allerdings ist der Druck zuletzt stark angestiegen, nachdem die Herzogin, das erste mixed-race Mitglied der Familie, sagte, ein nicht namentlich erwähntes Familienmitglied habe sich erkundet, wie „dunkel“ die Hautfarbe von Sohn Archie wohl sein werde. Der Herzog hat daraufhin klagestellt, dass es sich dabei nicht um die Queen oder den Herzog von Edinburgh gehandelt habe. Meghan beschuldigte das Königshaus auch, ihrem Sohn aufgrund seiner Hautfarbe den Titel „Prinz“ und damit die Anrede „Königliche Hoheit“ zu verweigern – allerdings schreibt ein Dekret aus dem Jahr 1917 vor, dass die Urenkel des Monarchen oder der Monarchin kein Anrecht auf den Titel „Prinz“ oder „Prinzessin“ haben, mit Ausnahme des ältesten Kindes, des ältesten Kindes des Prince of Wales, also des Thronfolgers. Meghan und Harrys Kinder könnten den Titel also frühestens mit der Thronbesteigung von Charles beanspruchen.
Das Interview hat besonders im Vereinigten Königreich ein Sturm der Entrüstung ausgelöst.
(text:cs/bild:unsplash)