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Im Vergleich dazu sind durch Ad-Blocking-Programme zugefügte Einbussen in Höhe von 781 Mio. Franken pro Jahr ein geringeres Übel. Das zeigt die Studie «What is an untrustworthy Supply Chain Costing the Digital Advertising Industry» des Interactive Advertising Bureau (IAB).
Kampf gegen Windmühlen
Der sogenannte Bot-Traffic, der durch Software vollzogene Internetverkehr, verursacht mit 4,6 Mrd. Franken mehr als die Hälfte des Gesamtschadens. Der Grossteil davon stammt von betrügerischem Traffic auf Desktop-Computern (3,15 Mrd. Franken) und mobilen Geräten (1,25 Mrd.
Der Schaden von Raubkopierern und Bot-Traffic wird immer grösser. /
Franken). Rund 170 Mio. Franken wird dabei aufgebracht, um gegen den unzulässigen Traffic anzukämpfen.
Weitere 2,4 Mrd. Franken des Schadens stammen aus unerlaubter Verwendung und Weiterverbreitung von Content im Netz, wie zum Beispiel von Videos, Fotos oder Musik. Die Industrie, meist sogenannte Content Creators, wendet laut der aktuellen Erhebung rund 33 Mio. Franken jährlich auf, um gegen die grassierende Piraterie vorzugehen.
Gewinne kompensieren Schäden
Die IAB-Studie wird zu einer Zeit veröffentlicht, in der das Online-Marketing boomt. Laut einer anderen Analyse von MoffettNathanson verzeichnete die Online-Werbeindustrie im dritten Quartal 2015 ein Wachstum von 25 Prozent, während das traditionelle Werbeaufkommen nur um weniger als einen Prozentpunkt anstieg. Mit Ende 2015 wird Online-Werbung 33 Prozent der gesamten Werbeetats in den USA beanspruchen und bis 2020 weiterhin zweistellige Wachstumszahlen erzielen.