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Zum Abschluss der erfolgreichen Alpin-Wettbewerbe versuchen die Schweizer im Mixed-Teamwettbewerb den Olympiasieg von vor vier Jahren zu wiederholen. Im Gegensatz zu 2018 werden dieses Mal auf der Parallelstrecke eher riesenslalom- und weniger slalomähnliche Läufe absolviert. Insgesamt gibt es pro Runde und Nation vier Läufe, zwei durch Frauen gefahren, zwei durch Männer. Ein gewonnener Lauf bringt einen Punkt. Für die Schweiz sind Wendy Holdener, Andrea Ellenberger, Camille Rast, Luca Aerni, Gino Caviezel und Justin Murisier im Einsatz.
Nach dem 4. Platz im Zweierbob strebt Michael Vogt im grossen Schlitten nochmals einen Diplomrang an. Der 24-jährige Schwyzer verfügt im Viererbob zwar über weniger Erfahrung als im Zweier, dafür ist der Materialnachteil gegenüber der Konkurrenz weniger gross. Simon Friedli ist der zweite Schweizer Pilot am Start. Der grosse Favorit ist der Szenen-Dominator und Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich aus Deutschland. Die ersten zwei Läufe finden am Samstag statt, die Entscheidung fällt in den Läufen 3 und 4 am Sonntag.
Dario Cologna beendet seine olympische Karriere mit dem Rennen über 50 km. Die Hoffnung auf eine gute Klassierung ist nicht gross. In zu schlechter Verfassung präsentierte sich der Bündner bei seinen letzten Winterspielen auch in seinen Paradedisziplinen. Zu erwarten ist bei den herrschenden Extrem-Verhältnissen mit rund minus 20 Grad, einer sehr harten Strecke und stumpfem Schnee ein brutal selektionierendes Ausscheidungsrennen.
Die Geschwister Livio und Nadja Wenger starten in den Massenstart-Rennen der Eisschnellläufer. Für Nadja ist es die Olympia-Premiere, für Livio die Chance auf Edelmetall. Livio Wenger gehört in dieser Disziplin zur Weltspitze. Dies hat er bereits vor vier Jahren in Pyeongchang mit dem 4. Platz bewiesen und im letzten Monat mit EM-Silber in Heerenveen nochmals unterstrichen. Im Eisschnelllauf hat die Schweiz noch nie eine Olympia-Medaille gewonnen.
Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Japan spielen die Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni um Bronze. Im Spiel um Platz 3 treffen die zweifachen Weltmeisterinnen des CC Aarau am Samstagnachmittag auf die von Anna Hasselborg angeführten Erzrivalinnen aus Schweden, die Olympiasiegerinnen von 2018. Gegen die Skandinavierinnen hatten die Schweizerinnen in den neun Partien der Round Robin die einzige Niederlage bezogen. Die letzte Schweizer Curling-Medaille bei den Frauen liegt bereits 16 Jahre zurück. 2006 in Turin gewann die Crew um Skip Mirjam Ott Silber.
Ski Freestyle, Männer, Halfpipe
🇨🇭 evtl. mit Robin Briguet
Ski alpin, Mixed-Teamwettkampf
🇨🇭 evtl. mit Andrea Ellenberger/Wendy Holdener/Camille Rast/Luca Aerni/Gino Caviezel/Justin Murisier
Ski nordisch, Langlauf, 50 km, Skating
🇨🇭 mit Dario Cologna, Roman Furger, Candide Pralong, Jason Rüesch
Curling, Männer-Final: Schweden – Grossbritannien
Eisschnelllauf, Männer, Massenstart
🇨🇭 evtl. mit Livio Wenger
Eisschnelllauf, Frauen, Massenstart
🇨🇭 evtl. mit Nadja Wenger
Eiskunstlauf, Paare
Bob, Frauen, Zweierbob
🇨🇭 evtl. mit Martina Fontanive/Irina Strebel, Melanie Hasler/Nadja Pasternack
Robin Briguet: Ski Freestyle, Halfpipe, Final, 1., 2. und 3. Durchgang
Simon Friedli/Adrian Fässler/Fabio Badraun/Andreas Haas, Michael Vogt/Luca Rolli/Cyril Bieri/Sandro Michel: Bob, Männer, Viererbob, 1. und 2. Lauf
Andrea Ellenberger/Wendy Holdener/Camille Rast/Luca Aerni/Gino Caviezel/Justin Murisier: Ski alpin, Mixed-Teamwettkampf: Achtelfinals
Livio Wenger: Eisschnelllauf, Massenstart, Halbfinals
Nadja Wenger: Eisschnelllauf, Massenstart, Halbfinals
Martina Fontanive/Irina Strebel, Melanie Hasler/Nadja Pasternack: Bob, Frauen, Zweierbob, 3. und 4. Lauf
Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Skip Silvana Tirinzoni und Alina Pätz: Curling, Frauen, Spiel um Platz 3 gegen Schweden
(pre/sda)
Noch selten hat eine Personalie im Trainerstaff eines WM-Teams für so viele Schlagzeilen gesorgt wie in diesem Jahr: Mit Jessica Campbell gehört bei Deutschland zum ersten Mal eine Frau zum Trainerstaff eines Männer-Teams. Die 29-jährige Kanadierin ist beim DEB-Team Assistenztrainerin von Headcoach Toni Söderholm. Weil der Deutsche Eishockey-Bund so viele Medienanfragen kriegte, wurde am Mittwoch allein für Campbell eine Pressekonferenz arrangiert.