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Dorngrundel
Biologie der Dorngrundel (Cobitis taenia)
Körpermerkmale
Die Dorngrundel, auch Steinbeisser genannt, hat einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper. Der Name kommt von einem unter jedem Auge vorhandenen, aufrichtbaren zweispitzigen Dorn. Besitzen 6 Barteln an der Oberlippe, Männchen mit drüsenartig verdicktem zweitem Brustflossenstrahl; unvollständige Seitenlinie und sehr feine Schuppen. Rücken bräunlich, Flanken beige, über den Körper verlaufen mehrere gefleckte Längsstreifen. Rücken- und Schwanzflosse mit dunklen Punktereihen. Mittellänge 5 - 10 cm, maximal bis 12 cm lang.
Vorkommen
In langsam fliessenden Bächen und Seen mit Sand- oder Schlammgrund weit verbreitet. Verschiedene Unterarten sind von Japan bis nach Portugal in nahezu ganz Europa verbreitet. Sie fehlt nur auf dem Peloponnes, in Schottland, Irland und Nordskandinavien mit Finnland. Im Kanton Bern kommt die Dorngrundel nur in kleinen Beständen vor. Ursprünglich nur im Tessin verbreitet, wurde sie 1940 in die Jurasüdfussseen ausgesetzt.
Lebensweise
Tagsüber vergräbt sich die Dorngrundel im sandigen Sediment, erst in der Dämmerung und in der Nacht wird das Substrat nach Wirbellosen (Rädertiere, Hüpferlinge, kleine Schnecken, Würmer und Insektenlarven) abgesucht. Die nicht essbaren, mit der Nahrung aufgenommenen Bodenpartikel werden dabei über die Kiemen wieder ausgeschieden (Steinbeisser). Laichzeit April bis Juni, Ablage der klebrigen Eier an Steinen oder Wurzelwerk. Die Art ist bezüglich Wasserqualität recht anspruchsvoll und gilt als bedroht.
Hinweis:
Es wird empfohlen, die Art nicht zu behändigen.