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Nur in Singapur und Hongkong ist der Anteil der Millionäre an der Bevölkerung höher als in der Schweiz: 8,4 Prozent der Haushalte hierzulande besitzen mindestens eine Million Dollar. Weltweit stieg die Zahl der Millionärshaushalte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent.Dieser Inhalt wurde am 11. Juni 2010 - 17:08 publiziert
In Singapur und der chinesischen Sonderzone Hongkong beträgt der Anteil der Millionäre an der Bevölkerung 11,4 beziehungsweise 8,8 Prozent, wie die am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Boston Consulting Group zeigt.
Den Spitzenplatz belegt die Schweiz hingegen als Offshore- Finanzplatz: 27 Prozent aller Gelder, die weltweit ausserhalb der Heimatländer verwaltet werden, fliessen in die Schweiz. Das sind 2 Billionen Dollar.
Weltweit stiegen die Vermögen im vergangenen Jahr wieder stark an, nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise im 2008 viele Reiche ärmer gemacht hatte. Die verwalteten Vermögen in Bargeld, Aktien und Wertpapieren oder Fonds erhöhten sich um 11,5 Prozent auf 111,5 Billionen Dollar und erreichten fast das Niveau von Ende 2007.
Es gab laut der Studie 11,2 Mio. Haushalte mit mindestens einer Million Dollar Vermögen - 14 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA lebten am meisten Millionäre, gefolgt von Japan, China, Grossbritannien und Deutschland.
Absolut gesehen erhöhten sich die Vermögen in Nordamerika am stärksten (+4,6 Billionen oder 15 Prozent), prozentual gesehen legten die Regionen Asien-Pazifik (ohne Japan) mit 22 Prozent sowie Lateinamerika mit 16 Prozent am stärksten zu.
Reichste Region blieb aber Europa mit einem Drittel aller weltweiten Vermögen, gefolgt von den USA und Japan.
Der Reichtum ist extrem ungleich verteilt - und dieses Missverhältnis hat sich im vergangenen Jahr verstärkt. Weniger als ein Prozent aller Haushalte zählen zum Kreis der Millionäre, sie verfügen aber über 38 Prozent der Vermögenswerte (2008: 36 Prozent).
Nur 0,1 Prozent der Haushalte besitzen mehr als 5 Mio. Dollar, ihr Anteil am globalen Wohlstand beträgt aber rund 21 Prozent (2008: 19 Prozent).
swissinfo.ch und Agenturen
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