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Wieso haben einige Arzneimittel weder therapeutische Indikation, Dosierungsvorschrift noch Packungsbeilage?
In der Homöopathie unterscheidet man zwei Familien von Arzneimitteln:
- Einige homöopathische Arzneimittel sind weder mit einer therapeutischen Indikation noch mit Dosierungsanweisungen versehen und werden ausserdem ohne Packungsbeilage verkauft. Wieso? In der Homöopathie kann ein und dasselbe Mittel zur Behandlung verschiedener Beschwerden (z. B. Verdauungsbeschwerden und Schlaflosigkeit) verwendet werden. Je nach Patient kann sogar dieselbe Erkrankung (z. B. Schnupfen) mit verschiedenen Mitteln behandelt werden. Es ist Aufgabe der Gesundheitsfachperson zu bestimmen, welches Mittel auf welche Weise eingenommen werden soll.
Homöopathische Arzneimittel ohne therapeutische Indikation werden häufig in Röhrchen oder Einzeldosen (die traditionellen homöopathischen Formen) angeboten und werden mit ihrem lateinischen Namen bezeichnet.
- Andere homöopathische Arzneimittel wiederum haben eine therapeutische Indikation. Sie wurden speziell (in den meisten Fällen aus einer Kombination mehrerer Substanzen) zusammengestellt, um ein spezifisches Problem (z. B. Schnupfen, Husten, Hitzewallungen) zu behandeln. Auf der Packungsbeilage kann der Patient selber nachlesen, für welche Beschwerden das Mittel bestimmt ist.
Diese Arzneimittel werden in Form von Röhrchen und Einzeldosen, aber auch Tabletten, Gels, Salben, Sirups oder Tropfen verkauft. Sie tragen keinen lateinischen Namen, sondern einen Markennamen, der auf das Labor, das sie entwickelt hat, verweist.