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Anandi Sharan, CER India Pvt. Ltd, Bangalore, Indien
Sonntag, 7. Dezember 2008 – 11.00 Uhr
Die Seuzacherin Anandi Sharan wohnt heute in Indien, dem Heimatland ihres Vaters. Schon während ihres Studiums in Cambridge kam sie in Kontakt mit Unterorganisationen der UNO. Schnell wurde ihr bewusst, dass zwischen Energie, Entwicklung und Lohn ein innerer Zusammenhang besteht. Gemeinsam mit ihrem Vater publizierte sie 1991 einen Artikel in der Wissenschaftszeitschrift New Scientist. Sie forderten, dass die reichen Industriestaaten bei den armen Ländern CO2-Zertifikate kaufen sollten. Damit müssten diese sich verpflichten, CO2 einzusparen. Mit dem eingenommenen Geld könnten die armen Länder ihre Entwicklung finanzieren – ein Konzept, das heute weltweit Anklang findet. Mittlerweile organisiert Anandi Sharan Biogasanlagen (siehe Bild ), die heute rund 6000 Frauen die Energie zum Kochen liefert. „Eine Frau kann mit Biogas vier Stunden pro Tag kochen und dadurch jährlich drei Tonnen CO2 einsparen.” Für eine Familie ergibt der Zertifikatehandel heute ein jährliches Einkommen von rund 90 Franken, was einer Jahresernte Erdnüsse auf einer Are Ackerland entspreche. Welche Bedeutung haben diese CO2-Zertifikate für die indische Landbevölkerung und wie kann mit einfachen technisch-wissenschaftlichen Lösungen, bei denen auch die Schweiz mittut, das Schicksal der Familien verbessert werden? Was muss international geschehen, damit eine gerechte Verteilung von Einkommen und Kosten wärend dem grossen Wandel zur Nachhaltigkeit stattfindet?
Im Gespräch wird Anandi Sharan Antworten zu diesen brennenden Fragen geben.