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Korpskommandant Daniel Baumgartner wird Verteidigungsattaché in Washington. Der Bundesrat hat am Mittwoch seiner Ernennung zugestimmt. Dass er vom Kommando Ausbildung zurücktritt, hatte die Armee bereits früher mitgeteilt.
Verteidigungsministerin Viola Amherd gab vergangene Woche bekannt, dass gleich zwei Personen die Armeespitze verlassen würden: Armeechef Philippe Rebord trete per Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurück, und Korpskommandant Baumgartner habe um seine Versetzung gebeten.
Der 57-Jährige ist zurzeit Chef Kommando Ausbildung. In Washington wird er Divisionär Wanner ablösen. Baumgartner war 1988 in das Instruktionskorps der Versorgungstruppen eingetreten. Nach diversen anderen Funktionen ernannte ihn der Bundesrat 2009 zum Chef Armeeplanung und Stellvertreter Chef Armeestab. Gleichzeitig wurde er zum Brigadier befördert.
2010 erfolgte die Ernennung zum Chef Logistikbasis der Armee und die Beförderung zum Divisionär, 2017 die Beförderung zum Korpskommandanten. Zum Chef Kommando Ausbildung wurde Baumgartner vom Bundesrat per 1. Januar 2018 ernannt.
Einen Schatten auf seine Laufbahn warf der Spesenskandal in der Armee. Ein Untersuchungsbericht belastete den Ausbildungschef. Er soll exklusive Weihnachtsessen und Alkoholexzesse auf Kosten der Armee bewilligt haben. Baumgartner verschenkte auch Goldmünzen und bekam beim Abschied als Logistikbasis-Chef selber eine solche geschenkt. Rechtliche Konsequenzen hatte der Untersuchungsbericht nicht. (sda)