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Mit dem Land unterhalte die NATO eine der längsten Partnerschaften ausserhalb Europas, sagte Stoltenberg laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch bei einem Treffen mit Südkoreas Aussenministerin Kang Kyung Wha in Seoul.
"Mit den Spannungen und den Herausforderungen, die mit Nordkorea verbunden sind, ist es wichtig, dass wir unsere Partnerschaften stärken und entwickeln können." Stoltenberg war zu einem dreitägigen Besuch in dem ostasiatischen Land eingetroffen.
Wie zuvor in Japan mahnte er "globale Antworten" auf die Gefahr durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm und andere weltweite Bedrohungen an. "Das ist eine grosse Herausforderung für Südkorea, das so nahe dran ist, aber es ist auch eine für den Rest der Welt." Denn Nordkorea entwickle Raketen mit noch längerer Reichweite, die auch Nordamerika und Europa erreichen könnten, sagte der norwegische Politiker.
Kang sagte, Südkorea sei angesichts der "Provokationen" Nordkoreas auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen. Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten nach neuen Raketentests und einem weiteren Atomtest Nordkoreas verschärft. Wie Japan ist Südkorea dabei, auf der Basis der Allianz mit den USA seine Raketenabwehr zu verstärken.
Trotz der Drohungen Pjöngjangs hat Südkorea eine Entwicklung eigener Atomwaffen ausgeschlossen. Staatschef Moon Jae In sagte am Mittwoch bei einer Rede im Parlament in Seoul, die Bemühungen Nordkoreas, eine Atommacht zu werden, dürften nicht "akzeptiert oder toleriert" werden. Er bekräftigte aber: "Wir werden nicht unsere eigenen Nuklearwaffen entwickeln."
Angesichts der Bedrohung durch Nordkorea haben südkoreanische Oppositionspolitiker eine Stationierung taktischer US-Atomwaffen in Südkorea gefordert. Einige fordern die Entwicklung eigener Atomwaffen.
(SDA)