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Jeder Mensch hat ein Recht auf Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene. Wir wollen den Obdachlosen in Kapstadt ein Leben in Würde ermöglichen, indem wir ihnen eine mobile WASH-Einrichtung zur Verfügung stellen.
Der „WASH-Bus“ zielt darauf ab, einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen für Obdachlose zu leisten. Das Projekt soll den rechtsbasierten Zugang zu grundlegenden WASH-Diensten für Obdachlose in Kapstadt durch eine Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtung in Form eines mobilen Busses verbessern.
Ausgangslage
2010 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen ein Recht, in der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung anerkannt wurde. Sie erkannte an, dass sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen für die Verwirklichung aller Menschenrechte von entscheidender Bedeutung sind.
Laut dem Department of Social Development South Africa (DSD) gab es im Jahr 2019 im Grossraum Kapstadt 4.862 Obdachlose. Beamte des Cape Town Central City Improvement District (CCID) räumen ein, dass die durch COVID-19 verursachten wirtschaftlichen Schwierigkeiten höchstwahrscheinlich zu einem Anstieg der Obdachlosigkeit geführt haben und dass Menschen, die auf der Strasse leben, aufgrund ihres begrenzten Zugangs zu Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene ein hohes Risiko einer Infektion und Übertragung des Virus haben.
Der WASH-Bus in Kapstadt orientiert sich an der „GoBanyo“-Initiative in Hamburg, wobei Viva con Agua eine entscheidende Rolle bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung des Busses in Hamburg gespielt hat. Der Duschbus hält an verschiedenen Orten in Hamburg, um möglichst vielen Menschen zugänglich zu sein. Die Nutzung ist kostenlos und die Gäste erhalten saubere Wäsche und Pflegeprodukte sowie Privatsphäre.
Problemstellung
Die Obdachlosen in Kapstadt haben derzeit keinen Zugang zu angemessenen WASH-Einrichtungen. Die DSD erkennt das Problem, doch ihre finanzielle Unterstützung beschränkt sich auf Unterkünfte für Obdachlose. Der Umfang und die Ausrichtung der DSD-Unterstützung stehen in keinem Verhältnis zur Anzahl der Obdachlosen oder deren Bedürfnissen. Darüber hinaus decken ihre finanziellen Ressourcen nur die Grundbedürfnisse von etwa 1.700 Menschen ab, sodass gemeinnützige Organisationen (NPOs) für die Bedürfnisse von weiteren etwa 3.300 Obdachlosen aufkommen müssen.
Daher gibt es viele Obdachlose, die nicht in überfüllten Wohnungen untergebracht werden können oder es vorziehen, auf der Straße zu leben. Sie haben kaum die Möglichkeit, Zugang zu lebenswichtigen Wasser- und Sanitäreinrichtungen zu erhalten. Diesen Menschen möchte Viva con Agua ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, indem es ihnen eine mobile WASH-Einrichtung zur Verfügung stellt. Derzeit gibt es in Kapstadt keine andere grosse staatliche oder nichtstaatliche Organisation, die ähnliche Projekte in der Region durchführt.
Zielgruppe
Das Projekt zielt darauf ab, mit den zuständigen Behörden in Kapstadt und den Obdachlosen zusammenzuarbeiten, um den Kontext und die Hürden zu verstehen, die der Bereitstellung von Dienstleistungen dort, wo sie benötigt werden, im Wege stehen. Es ist wichtig, die Realitäten und Bedürfnisse der Menschen verstehen zu können, um einen auf den Menschenrechten basierenden Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Planung und Reaktion auf die Übertragung von COVID-19 unter Menschen, die Erfahrungen mit Obdachlosigkeit machen, erfordert einen „whole community“-Ansatz, der die Partner mit klaren Rollen und Zuständigkeiten in die Entwicklung des Umsetzungsplans einbezieht. Die Zahl der Obdachlosen in Kapstadt beläuft sich auf fast 5.000. Die Zielgruppe dieses Projekts sind Obdachlose, die von keiner offiziellen Stelle mit grundlegenden Dienstleistungen versorgt werden. Es soll zu ihrem Recht auf sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen beitragen.
PROJEKTZIEL
Beitrag zur Sensibilisierung für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung für Obdachlose.
Zugang zu grundlegenden WASH-Dienstleistungen für Obdachlose in Kapstadt durch eine mobile Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtung.