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Die neue Schweizer Airline bietet die Möglichkeit, Luftmeilen durch Umwandlung in Kilometer zu vermehren.
"Linientreue" Passagierinnen und Passagiere, welche im Vielflieger-Programm der eingegangenen Swissair Luftmeilen gesammelt haben, können diese bei der Nachfolgegesellschaft swiss in "Luftkilometer" umwandeln lassen.
Jede erworbene Luftmeile wird nach der üblichen Umrechnung von Meilen in Kilometer mit 1,6 multipliziert.
Laut Crossair-Chef André Dosé wird dies "zu einer beträchtlichen Erhöhung des Totals der frequent flyer points führen, mit denen man in einer besseren Klasse fliegen oder sich andere Vorteile holen kann". (Für weitere praktische Informationen s. Link)
Der Übergang zum metrischen System
Das Konzept der Umwandlung von Luftmeilen in Kilometer war das geistige Kind des Marketing-Gurus Tyler Brûlé, dem wir auch den Namen "swiss" für die neue nationale Fluglinie zu verdanken haben.
Die Airline wolle so "swiss" - so schweizerisch - wie möglich sein, und deshalb müsse sie das alte System der Meilen abschaffen. Schweizerinnen und Schweizer wollten nichts mehr zu tun haben mit Meilen, so Brûlé. Das Land lebe seit langem mit den metrischen System und deshalb sei es nur recht und billig, die Meilen in ein Mass umzuwandeln, welches das Schweizer Volk kennt.
Dosé stimmte zu und fügte bei, man überlege sich aber noch, ob man den Begriff "frequent flier points" beibehalten wolle, um nicht amerikanische und britische Passagiere zu vergraulen, welche das alte System besser kennen.
Brûlé wollte offenbar den Begriff "kilos" einführen, wurde aber überstimmt von jenen, die in der Direktion der Swiss Air Lines, der Eigentümerin der "swiss", das Sagen haben.
Ganz gut für gewisse Leute
Konsumentenorganisationen begrüssten den Schritt, aber die Association of Frequent Fliers (AFF) fand, davon würden nur Business- und Erstklass-Passagiere profitieren.
"Für Passagiere in der Touristenklasse bringt es nicht viel", so AFF-Sprecherin Maria Aeschlimann. "Einige kommen vielleicht dem Upgrading der Businessklasse etwas näher, aber für die meisten bringt es nichts als einen Gratisdrink in der VIP-Lounge."
swissinfo