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Entwicklung einer emissionsbasierten Bauproduktebewertung
Entwicklung einer emissionsbasierten Bauproduktebewertung
Die Auslaugung von Stoffen aus Bauprodukten unter dem Einfluss der natürlichen Witterung führt in der Nutzungsphase zu einem Stoffeintrag in die Umwelt. In der vorliegenden Studie wurde eine Methodik für die Bewertung solcher Bauprodukt-Emissionen entwickelt. Sie basiert auf einer softwaregestützten Modellierung mit der Software COMLEAM. Die experimentelle Datenbasis bilden Auslaugresultate von 15 auf dem Markt verfügbare Dichtungsbahnen und 10 Aussenputzen.
Das entwickelte Umgebungsmodell repräsentiert ein urban geprägtes Gewässer und lässt sich auch auf Mitteleuropa ausdehnen. Die Produktbewertung stellt nach aktuellem Stand des Wissens sicher, dass Produkte, die mit dem Modell als unkritisch bezüglich den Emissionen in die Gewässer beurteilt werden, keine kritische Gewässerbelastung hervorrufen, die für die Lebensgemeinschaft im Wasser schädlich sein könnte (vorsorgeorientiert). Das Resultat der Bewertung wird drei Belastungsklassen zugeordnet, wie sie bei eco-bau und durch den VSA definiert sind.
Weitere Produktgruppen, auf die die Methodik angewendet werden kann, sind Farben, (beschichtete) Metalle, Holzwerkstoffe und deren Beschichtungen, Schutzfolien oder Flüssigkunststoffe, jeweils für der Witterung ausgesetzte Anwendungen im Aussenbereich.