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Louane ist ein Zeichner, Maler, Graffiti-Künstler und Illustrator. Ob mit Pinsel auf der Leinwand, mit Touch Pen am Bildschirm oder mit der Spraydose an der Wand, immer kann er seine grenzenlose Kreativität zum Ausdruck bringen. Seine Graffiti entstehen spontan an der Wand. Moderne Buchstaben und Farbkombos im Zusammenspiel von Dispersion und Spray, mit oder ohne Outlines. Die Fotos vom Sprayday zeigen euch wie er sein Graffiti macht.
Es gibt die Dinge, die wir tun, die für etwas oder jemanden nützlich sind, und die, die auf den ersten Blick für nichts oder niemanden nützlich sind. Es ist wichtig zuzugeben, dass wir viele Dinge tun, bei denen wir auf eine relativ genaue Rückmeldung warten. Ich arbeite, um Geld zu verdienen, ich baue ein Haus, um darin zu wohnen, ich sitze im Sessel, um bequem zu sein.
Ich zeichne, weil „ich es mag“. Ich arbeite nicht, weil „ich es mag“, sondern es gibt rationalere Gründe dafür. Des- halb habe ich mich entschieden, in der visuellen Kommunikation zu arbeiten. Wenn es darum geht zu definieren, was Kunst ist, könnte man einfach erklären, dass es in der Werbung um etwas geht; sie hat einen Zweck und eine Botschaft.
Im Vergleich dazu dient die Kunst keinem Zweck, sie hat keine Funktion und keine Botschaft. Wenn Sie zum Bei- spiel jemanden fragen, wie er eine freie Schöpfung (eine Zeichnung, ein Lied, ein Gedicht) findet, wird er oft sa- gen: „Es gefällt mir (aber ich kann nicht sagen, warum)“, wohingegen wir sagen können, warum wir etwas mögen, das funktional ist, indem wir erklären, was es für uns tut, oder noch subtiler, warum wir die Botschaft oder ideologische Zugehörigkeit, die es vermittelt, gutheissen. Ich finde dieses Konzept eher interessant.
Ich habe schon immer gerne gezeichnet und ich denke, das ist der rationalste Grund, warum ich auf Graffiti gestossen bin. Dann bin ich ein soziales und zivilisiertes Wesen, ich mochte es nie, allein zu Hause zu zeichnen, und in meinem Freundeskreis teilte keiner dieses Interesse. Sobald ich anfing, auf Wänden zu malen, vor etwa zehn Jahren, lernte ich das kennen, was man als „die Graffiti Welt“bezeichnen kann. Dann begann auch ich, mich für Buchstaben zu interessieren, Alphabete zu zeichnen, Pseudonyme zu erfinden, sie mit anderen zu teilen, uns unter einem gemeinsamen Emblem zusammenzuschliessen.
In diesem Zusammenhang habe ich grossartige Menschen kennengelernt, einige von ihnen gehören jetzt zu meinen engsten Freunden und haben mir in meiner Entwicklung viel gebracht. Ich grüsse und danke ihnen an dieser Stelle.
Schliesslich mag ich es, eine Wand zu bemalen, um eine gute Zeit zu haben, ausserhalb der Zeit, wie eine Meditation. Deshalb ziehe ich es vor, nicht mit einer Skizze zu malen, sondern einfach das zu malen, was ich in dem Moment wirklich will, und dann zu entdecken, wie es sich visuell materialisiert. Wenn ich eine Zeichnung an einer Wand reproduziere, bin ich sehr oft von der Wand enttäuscht, und ich denke, es liegt daran, dass die Zeichnung vielleicht schon selbstgenügsam war.„Ich habe versucht, diese spontane Schöpfung, die ich an Graffiti schon immer geschätzt habe, zu transkribieren“
Ich habe versucht, diese spontane Schöpfung, die ich an Graffiti schon immer geschätzt habe, zu transkribieren; kleine Stile zu zeichnen, ohne zu viel nachzudenken, wie auf ein Notizbuch zu kritzeln, während man telefoniert.
Die T-Shirts von Louane gibts hier im Onlineshop!
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