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ETH: «Von der Praxis zur Theorie des Films»
PS: Filmmusik.
Liegende Klänge, die wir mit einem Film zusammengebracht hatten (die für eine Möglichkeit einer Filmmusik stehen sollten), hoben Szenen hervor, verliehen ihnen eine besondere Bedeutung, ergaben oft pathetische Wirkungen (Tendenzen zu Kitsch?).
Bei unseren Versuchen traten diese Klänge in Verbindung mit einem Stummfilm oder mit einem Film, in dem nur der Originalton zu hören war (meist Geräusche einer Umgebung, eines Geschehens).
* * *
Jetzt fiel mir dazu eine Möglichkeit ein, die man ausprobieren könnte (auch zu Stummfilm oder zu Szenen mit Originalton).
Was wäre, wenn man eine Musik hören würde (wir können dies hier der Einfachheit halber auch Melodie nennen), zu der auch ein liegender Klang gehört – ein Orgelpunkt. Dann würde die Musik leiser werden und enden – bleiben würde nur dieser liegende Klang.
Ich vermute, dass sich durch diesen liegenden Klang keine pathetische Wirkung ergeben würde, denn er wäre nicht zu den Filmszenen hinzugetreten, um sie aufzubauschen, sondern wäre ein Teil der Musik geblieben, die wir hörten.
Er wäre weiterhin ein Element der bekannten Musik, die jederzeit wieder hinzutreten könnte.
Oder er würde enden, wie ein langer Ausklang dieser Musik.
Oder er würde noch lange stehenbleiben und allmählich an Bedeutung verlieren, würde kaum mehr beachtet.
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Falls das so sein sollte, würde das darauf hindeuten, dass es die Art des Auftretens des Klangs ist, die – vielleicht noch weit darüber hinaus – dessen Wirkung ergibt.
Nur eine Idee zum Weiterdenken, zum Ausprobieren.