Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/942

Ahmed Idris Nasreddin, Präsident der Islamischen Gemeinschaft im Tessin, ist vom UNO-Sicherheitsrat auf die Sanktionsliste gesetzt worden.
Das Sanktionskomitee des UNO-Sicherheitsrats hat den auch im Tessin tätigen kuwaitisch-italienischen Geschäftsmann am 25. April wegen des Verdachts auf Nähe zum Terrorismus auf seine "schwarze Liste" gesetzt.
Auch die Schweiz hat ihre Liste entsprechend ergänzt. Die Folge davon: Ahmed Idris Nasreddin erhält ein Einreiseverbot und seine Konten werden gesperrt.
Uno-Sanktionen werden bestätigt
Othmar Wyss, zuständig für Export-Kontrollpolitik und Sanktionen im Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), bestätigte einen entsprechenden Bericht des Zürcher "Tages-Anzeigers" vom Montag."Die Schweiz hält sich an die UNO-Liste", sagte Wyss.
Nasreddin besitzt Wohnadressen in Mailand und Lugano, präsidiert die Islamische Gemeinschaft im Tessin und die Miga-Malaysian Swiss, Gulf and African Chamber. Zweck der in Lugano domizilierten Firma ist die Förderung der Handels- und Industriebeziehungen zwischen der Schweiz, den Golfstaaten, afrikanischen Ländern sowie Malaysia.
Lugano und Mailand
Laut "Tages Anzeiger" bewohnt der 73-jährige in Lugano-Casserate ein Appartement. Im gleichen Quartier seien auch die beiden Vereinigungen zu Hause, die er gemäss Handelsregister präsidiere: die Islamische Gemeinschaft im Kanton Tessin und die Miga-Malaysian Swiss Gulf an African Chamber.
Neben Lugano, so der "Tages Anzeiger" weiter, habe der Geschäftsmann ein wichtiges Standbein im Mailand, wo er das islamische Kulturinstitut unterstütze. Innerhalb des Institutes solle eine Al-Qaida-Zelle aktiv gewesen sein.
Enge Beziehungen bestünden auch zwischen Nasreddin und Al Taqwa, schreibt der Tages Anzeiger weiter. Er habe zu den ersten Aktionären der Bank Al Taqwa auf den Bahamas gezählt.
swissinfo und Agenturen