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Unsere Weltmeere beherbergen mehr Mysteriöses, als uns lieb ist.
Aufgenommen wurde Julia im März 1999 von der nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA). Das Geräusch war so laut, dass es sogar aus 5000 Kilometer erfasst wurde. Die NOAA vermutet, dass der Grund dafür ein grosser Eisberg in der Antarktis war, der auf Grund gelaufen ist. Das NOAA misst diese Geräusche mit einem Netz an hochempfindlichen Unterwassermikrofonen, die ursprünglich im Kalten Krieg Bewegungen von Sowjet-U-Booten aufzeichnen sollten. Seit 1991 wird dieses Netz, das SOSUS (Sound Surveillance System), für die Forschung verwendet.
Eines der berühmtesten mysteriösen Geräusche ist der Bloop. Das extrem laute Geräusch, dass normalerweise nur im ultratiefen Frequenzbereich hörbar ist, wurde 1997 aufgezeichnet. Dr. Christopher Fox von der NOAA vermutete, dass es sich dabei um ein Geräusch tierischen Ursprungs handeln muss. Es ähnle dem Gesang von Walen. Doch ein Tier, dass einen solch lauten Ruf wie den Bloop erzeugen kann, müsste viele Male grösser als ein Blauwal sein.
2008 konnte das NOAA dank eines Spektrogramm-Vergleichs allerdings bestimmen, dass der Bloop wohl aufgrund eines Eisbebens in der Antarktis entstanden ist. Ein Spektrogramm ist eine grafische Darstellung des Frequenzspektrums eines Signals. Leider also kein Riesen-Wal.
Bis heute nicht identifiziert ist die Herkunft des Upsweep-Tones. Und das, obwohl der Ton seit dem ersten zivilen Einsatz des SOSUS aufgezeichnet wurde. Upsweep ist so laut, es wurde von Mikrofonen im gesamten Pazifik gehört. Upsweep tritt vor allem im Frühling und Herbst auf. Seit 1991 wurde das Geräusch immer leiser. Sein Ursprungsort befindet sich etwa in der Mitte zwischen Neuseeland und der Südspitze Südamerikas. Ausser Ozean gibt es da weit und breit nichts.
Whistle, also «Pfeifen», ist ein weiterer unidentifizierter Ton. Dieses Mal ist jedoch nicht Eis, sondern etwas Wärmeres die vermutete Ursache: Vulkane. Woher genau es kommt, wissen Forscher nicht. Nur ein Mikrofon konnte es aufzeichnen. Für eine genauere Standortbestimmung müssten es aber mindestens drei sein.
Dieses Geräusch, das an eine schnatternde Ente erinnert, wurde erstmals in den 60er-Jahren aufgezeichnet. Das Schnattern dauert meist zwischen einer und drei Sekunden an und ist vor allem im Winter zu hören. 2014 konnte die Herkunft des Geräusches bestimmt werden. Es handle sich dabei um den Ruf des südlichen Zwergwals, der dieses Geräusch nahe der Wasseroberfläche abgibt, bevor er tief taucht.
Dieses Phänomen kommt nicht aus der Tiefe, sondern vom Himmel! Seit fast 200 Jahren berichten Menschen von Himmelsbeben. Das Phänomen wird beschrieben als plötzliches Knallen im Himmel, ähnlich eines Überschallknalls. Dabei sind jedoch keine Wolken (oder Jets) am Himmel zu sehen. Himmelsbeben wurden an diversen Orten rund um den Globus gehört. In Bangladesh, Japan, Italien, den Philippinen und den USA. Die Irokesen erzählten weissen Siedlern, dass der «Grosse Geist» dabei die Welt formt.
Praktisch immer werden die Himmelsbeben in der Nähe von grossen Gewässern gehört. Mögliche Erklärungen sind: Gas, das von unterhalb der Erdkruste ausweicht, Erdbeben, zusammenfallende Unterwasser-Höhlen und magnetische Aktivitäten der Erde. Falls du jetzt ein Video von Himmelsbeben suchen willst, müssen wir dich enttäuschen. Wir haben keines von echten Himmelsbeben gefunden. Auf Youtube kursieren zudem diverse Fakes, in denen ein Stück unheimliche Trompeten-Musik aus dem Film Red State im Hintergrund spielen. Eines dieser Videos ist das hier:
Die Tiefen der Erde faszinieren dich oder jagen dir Angst ein? Dann schau dir mal die 13 unheimlichsten Löcher der Welt an!