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Chardonnay ist eine weisse regionale Rebsorte des Chablis und des Burgunds in Frankreich, die sich zur globalen Allerweltsrebe entwickelt hat.
1999 fanden Genetiker heraus, dass sich Pinot Noir und Gouais Blanc mindestens 16 Mal spontan gekreuzt haben. Daraus sind 16 Kinder entstanden, so die weisse Sorte Chardonnay. 1685 wurde Chardonnay erstmals im Département Saône-et-Loire erwähnt. Der Name kommt vom lateinischen «cardonnacum», was «Ort der vielen Disteln» bedeutet.
Dornenvoll mutet das Schicksal der Sorte an, wenn man ihren Weg von einer regionalen Sorte des Chablis und des Burgunds bis hin zur globalen Allerweltsrebe betrachtet. Ursprünglich sollte Chardonnay in Übersee die gleichen Weine hervorbringen wie im Chablis und im Burgund, doch rasch entdeckten die «winemakers» seine Bereitschaft, Handschriften aufzunehmen. Man liess Frische und Strenge bleiben und überliess den Most dem Eichenholz, dessen würzige Wucht ihn bald so stark prägen sollte, dass man Chardonnay als Vanillesaft zu verachten begann.
Chardonnay fehlt ein gewisses Mass an Eigenheit. Er ist eine «passive» Rebsorte und nimmt das Terroir auf, wenn man es zulässt (siehe Chablis). Sauvignon Blanc, Savagnin oder auch Petite Arvine sind «aktiv», sie bilden einen markanten Eigengeschmack aus.