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Bei Werkstoffen bezeichnet der Begriff Kriechen die zeit- und temperatur-abhängige Verformung eines Werkstoffes unter Last.
Kriechen muss bei konstruktiven Aufgaben wie dem Maschinenbau oder im Bauwesen berücksichtigt werden und beeinflusst das Verhalten der jeweiligen Objekte z. T. in erheblichem Maße. Es gilt im allgemeinen für alle metallischen Werkstoffe, sowie für Kunststoffe und einer Zahl von Keramiken einschließlich Beton.
Kriechen bei Kunststoffen Da Kunststoffe aus großen, im Fall von Thermoplasten und Elastomeren verknäulten, Molekülketten bestehen, gleiten bzw. entknäueln sich diese unter äußerer Belastung woraus eine Dehnung resultiert. Je nach Herstellung, Material und Füllung des Kunststoffes mit Füllstoffen kann die Dehnung mehr als 1000 % betragen.
Da Polymere sich unter Belastung viskoelastisch verhalten, ist bei Kriechver-suchen ein deutliche Spannungsrelaxation zu erkennen.