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Berichte über eine Verlängerung der Frist über Sonntag hinaus seien falsch, fügte der Sprecher hinzu. Er verwies auf die benötigte Vorbereitungszeit für den EU-Gipfel Ende nächster Woche, der die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen einläuten soll. Man stehe in Kontakt mit London und mit den übrigen 27 EU-Staaten, insbesondere mit Irland. "Aber bisher kein weisser Rauch", sagte der Sprecher.
Die Europäische Union und Grossbritannien verhandeln seit Juni über die Bedingungen des für 2019 geplanten britischen EU-Austritts. Am vergangenen Montag wollten sie eigentlich erste Kompromisse festzurren, doch konnte May letztlich nicht zustimmen, weil sich ihr Partner im Parlament, die nordirische Partei DUP, querstellte. Nun sucht sie in London einen Ausweg.
Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber betonte, die angestrebte Einigung fusse auf einer Sonderregelung für Nordirland. Ziel der EU sei es, Grenzkontrollen auf der irischen Insel zu vermeiden, um den Frieden dort zu wahren, sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP). "Und dann ergeben sich daraus die logischen Konsequenzen, zum Beispiel, dass dann logischerweise Nordirland Teil des Binnenmarkts, also der Wirtschaftsunion Europas, sein muss und bleiben muss und dass dann Sonderregelungen für Nordirland greifen."
Die DUP lehnt jeden Sonderstatus für Nordirland ab und May hatte zuletzt bekräftigt, dass dieser nicht geplant sei./vsr/DP/zb
(AWP)