Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/1529

Die Schweizer Wirtschaft erhofft sich zusätzlichen Schwung vom Freihandelsabkommen mit China, das am Dienstag in Kraft tritt. In den vergangenen Jahren ist der Handel mit China kometenhaft angestiegen, wie ein Blick auf die Zahlen des Bundes zeigt.
Während die Importe aus China zwischen 2000 und 2013 um das Fünffache wuchsen, vervielfachten sich die Exporte aus der Schweiz sogar um das Sechsfache, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte.
Im letzten Jahr importierte die Schweiz Güter im Wert von 11,4 Milliarden Franken. Nach China exportiert wurden Waren im Umfang von 8,8 Milliarden Franken. Somit resultierte in der Handelsbilanz ein Defizit von 2,7 Milliarden.
Sechstwichtigster Exportmarkt
Dank dem rasanten Anstieg des Handels wurde China in den letzten Jahren für die Schweizer Wirtschaft immer wichtiger. 1980 lag China noch auf dem Rang 39 der wichtigsten Abnehmer. Heute ist China der sechstwichtigste Exportmarkt und der viertgrösste Lieferant der Schweiz.
Am meisten exportierte 2013 die Pharma- und Chemie-Industrie. Diese Branche hielt 29 Prozent der gesamten Exporte nach China. Knapp dahinter folgte mit 28 Prozent die Sparte Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie. China ist der drittwichtigste Abnehmer von Schweizer Uhren.
Computer überholen Kleider
Die Maschinen- und Elektronikbranche war mit 26 Prozent die drittwichtigste Exportbranche. 1990 hatte diese Branche noch über drei Viertel aller Ausfuhren gestellt. Das Volumen war damals allerdings mit 302 Millionen Franken im Vergleich zu den letztjährigen 2,3 Milliarden wesentlich kleiner.
Im Jahr 1990 importierte die Schweiz wiederum insbesondere Kleider, Textilien und Schuhe. Bis 2013 sank der Anteil dieser Branche von 46 Prozent auf 18 Prozent. Dieser Rückgang ist jedoch nur relativ, denn inzwischen führt die Schweiz zehn Mal mehr Kleider, Textilien und Schuhe ein.
Den grössten Anteil an den Importen hat heute die Maschinen- und Elektronikbranche. 2013 betrug er 43 Prozent des Gesamthandels. Den grössten Anteil hatten Computer und Handys.