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Sieben Stunden sind die ideale Menge an Schlaf für Menschen mittleren und höheren Alters. Zu wenig oder zu viel Schlaf steht mit einer schlechteren kognitiven Leistung und psychischer Gesundheit in Zusammenhang, wie eine Studie der University of Cambridge und der Fudan University zeigt. Das Team hat die Daten von fast 500.000 Erwachsenen zwischen 38 und 73 Jahren untersucht, die an der UK Biobank teilgenommen hatten.
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Symbolbild von Brandon Roberts / pixabay.com
Zuviel und zu wenig schlecht
Die Wissenschaftler haben die Personen nach ihren Schlafmustern, der psychischen Gesundheit sowie dem Wohlbefinden gefragt. Zusätzlich nahmen die Probanden an kognitiven Tests teil. Brain Imaging und genetische Daten standen für fast 40.000 Studienteilnehmer zur Verfügung. Ergebnis: Sowohl unzureichendes als auch übermäßiges Schlafen steht mit einer beeinträchtigten kognitiven Funktion in Zusammenhang. Dabei ging es um die Verarbeitungsgeschwindigkeit, visuelle Aufmerksamkeit, Gedächtnis und die Fähigkeit zur Lösung von Problemen.
Sieben Stunden Schlaf pro Nacht erwiesen sich als die optimale Schlafmenge für die kognitive Leistungsfähigkeit, aber auch für eine gute psychische Gesundheit. Menschen, die weniger oder mehr schliefen, berichteten von Angstgefühlen und depressiven Symptomen und einem schlechteren allgemeinen Wohlbefinden. Laut den Forschern ist eine mögliche Erklärung für den Zusammenhang zwischen nicht ausreichendem Schlaf und dem kognitiven Abbau, die Unterbrechung des Slow-Wave-Sleeps.
Bei Störungen dieser Art des Schlafes wurden bereits enge Verbindungen mit der Gedächtniskonsolidierung und Ablagerungen von Amyloid hergestellt. Zusätzlich könnte der Schlafmangel die Fähigkeit des Gehirns beeinträchtigen, Giftstoffe zu entsorgen. Die Wissenschaftler fanden zusätzlich einen Zusammenhang zwischen der Schlafmenge und Unterschiede in der Struktur von Gehirnregionen, die an der kognitiven Verarbeitung und dem Gedächtnis beteiligt sind. Auch hier standen größere Veränderungen wieder damit in Verbindung, je mehr mehr oder weniger als sieben Stunden geschlafen wurden.
Wichtig für die Gehirnleistung
Gleichbleibend sieben Stunden Schlaf pro Nacht ohne zu große Abweichungen in der Dauer sind auch für die kognitive Leistung, eine gute psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Bedeutung, heißt es. Frühere Studien haben gezeigt, dass unterbrochene Schlafmuster mit einer Zunahme an Entzündungen in Verbindung stehen. Dies weist auf eine höhere Anfälligkeit älterer Menschen bei mit dem Alter in Zusammenhang stehenden Krankheiten hin. Die Forschungsergebnisse wurden in "Nature Aging" veröffentlicht.
Schlaf hilft auch dabei, das Gehirn gesund zu erhalten, in dem Abfallprodukte entfernt werden. Mit zunehmendem Alter kommt es häufig zu Veränderungen der Schlafmuster. Dazu gehören auch Schwierigkeiten beim Einschlafen und Durchschlafen sowie eine verringerte Menge und Qualität des Schlafes. Es wird angenommen, dass diese Störungen des Schlafes bei der älter werdenden Bevölkerung zu einem Abbau der kognitiven Fähigkeiten und psychiatrischen Störungen beitragen können.