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Der 56. Kongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, der am 30. November und 1. Dezember 2018 im Berner Kursaal mit rund 400 Beteiligten stattfand, markiert eine wichtige Wegmarke in der Geschichte der schweizerischen Gewerkschaftsbewegung. Nach 20 Jahren gab Paul Rechsteiner das SGB-Präsidium ab. Seine Nachfolge trat Pierre-Yves Maillard an, der sich in einer Kampfwahl gegen Barbara Gysi durchsetzte.
Thematisch im Zentrum standen der Kampf für die Gleichstellung von Mann und Frau sowie verschiedene Positionspapiere und Resolutionen, die zum Ziel hatten, die Kaufkraft der Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen oder Renten zu stärken. Einstimmig beschlossen die Delegierten, mit der aktiven Unterstützung des Frauenstreiks am 14. Juni 2019, die Gleichstellung zu einem gewerkschaftlichen Schwerpunkt der nächsten Zeit zu machen. Ausserdem beauftragten die rund 200 Delegierten die SGB-Organe, eine Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente zu planen. Weiter beschloss der Kongress, die geplante Volksinitiative zur Verbilligung der Krankenkassenprämien aktiv zu unterstützen.
Insgesamt entschieden die Delegierten über drei Positionspapiere, verabschiedeten 13 Resolutionen und behandelten 44 Anträge. Das vorliegende Dossier umfasst die Positionspapiere und Resolutionen, wie sie vom Kongress verabschiedet worden sind. Zudem dokumentiert es die Bilanz- und die Abschiedsrede Paul Rechsteiners sowie die Antrittsrede Pierre-Yves Maillards.