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Ein Zirkular aus dem Jahr 1931, passend zum ersten Gleisplan unter Ausserholligen 1:
Wegen Überbauungen konnten vom Stellwerk Ausserholligen die Weichen 2, 52 und 53 nicht mehr gesehen werden. Deswegen wurden weitreichende Vorschriften für die Depotmanöver erlassen.
Das Dokument zeigt gut, wie anspruchsvoll der Eisenbahndienst in Zeiten ohne Rangierfunk, Zwergsignalen und Gleisisolierungen war. Die Verständigung erfolgte teilweise mit der Lokpfeife oder mit Rufhörnern (Art. 6), welche bei Regen oder Wind leicht überhört werden konnten. Zusätzlich musste der Beamte auf dem Gleisfeld den Standort der Manöver überprüfen (Art. 7), was wiederum bei Nacht oder Nebel schwierig war. Über jede Rangierbewegung musste Buch geführt werden (Art. 14).
Auffallend ist, dass das Zirkular von Direktor Volmar unterschrieben wurde. Später war für betriebliche Weisungen der Betriebschef zuständig.
Am 4. Dezember 1932 wurde das Stellwerk I Bern Weyermannshaus der SBB in Betrieb genommen, so dass bei Rangierfahrten dieses Stellwerk auch noch verständigt werden musste.
Ein Jahr später trat schon die nächste Weisung in Kraft. Das Ausfahrsignal D aus dem Depot, auf den Plänen dreiflüglig gezeichnet, wird ausdrücklich mit D2 und ... beide Flügel nach oben... benannt.
Zum Schluss ausnahmsweise ein Zirkular aus Ausserholligen, welches nichts direkt mit dem Stellwerk zu tun hat. Ich finde es aber so interessant, dass ich es trotzdem einstelle.
Bei der BLS wurden allgemeine betriebliche Mitteilungen in einem Zirkular zusammengefasst und am Freitag an die Stationen versandt. Dieses Zirkular wurde "Freitags-Z" genannt. Am Schluss des obigen Zirkulars ist noch eine andere Weisung enthalten. Es könnte sich somit um ein solches Freitags-Zirkular handeln. Der 6. Februar 1930 war jedenfalls ein Donnerstag. Der Versand an die Stationen erfolgte mittels einer Ledermappe, welche täglich zwischen der Betriebsleitung in Bern und den Stationen zirkulierte.
Bemerkenswert ist auch die Schreibweise "Hülfeleistung" bzw. "Hülfslokomotive" und "Hülfe"