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Trading Posts – Handelsposten.
Es geht hier nicht um historische Wahrheiten und Realitäten. Es geht hier um Begriffe, eher schlichte Wörter, und damit verbundenes Konzept, um einer Idee Umriss und Gestalt zu geben. Diese Idee wird vom Wunsch getragen, gegebene politische und vor allem auch ökonomische Strukturen so aufzubrechen, dass sie Platz machen für echte Alternativen. Die gegebenen Strukturen, auf die sich hier bezogen wird, sind geprägt vom Gedanken eines permanenten Zuwachses an Reichtum und einer permanenten Vergrösserung des Gesamtvolumes des Sozialprodukts. Beide Ideen entsprechen auf der Denkebene den heutigen Notwendigkeiten einer kapitalistischen Ökonomie und der damit verbundenen kapitalistischen Idee von Fortschritt.
Das Model des trading post’s kam mir in den Sinn, nach einer Diskussion mit einem Freund, der sich fragte, wie den immer zunehmenden Problemen auf
Beizukommen wäre.
Historisch gesehen waren und sind die trading posts von ganz verschiedener Natur und haben ihre ganz eigenen historischen Dimensionen. Die trading posts in den USA, so sehr sie mir das Modell abgeben für meinen Einfälle, sind nicht unproblematisch, weil sie zur Geschichte der Ausbeutung und Vertreibung gehören, und die Begegnung, zu denen sie einladen, mit Voraussetzungen konfrontiert ist, in denen Vertreibung und Verbannung in Reservate zur Realität gehören. Dennoch enthält Realität und Idee des trading post etwas ganz Neues und Hilfreiches, weil damit ein Raum der Begegnung beschrieben wird, in dem gewaltfreier Austausch möglich und auch als solcher geschützt wurde.
Der Begriff des trading posts ist somit nicht mehr als ein Springbrett für mein eigenes Denken und hilft mir, einen Namen zu finden für etwas, was Begegnung schaffen soll.