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Für Arbeiten im ältesten Wildschutzgebiet der Schweiz. Im Jahr 1991 fand der erste Bergwaldprojekteinsatz in Haslen statt. Ab 2001 werden auch Arbeiten in der Nachbargemeinde Schwanden ausgeführt.
Lage
Haslen liegt im Kanton Glarus im Grosstal. Das Wort Haslen entstand aus „has(a)lahe“, was „am Haselgebüsch“ bedeutet und wohl auf den Staudenwald auf dem Schuttkegel des Haslerbaches zurückzuführen ist.
Wald
Seit jeher bedrohen aufgrund der geologischen und meteorologischen Gegebenheiten Naturgefahren den Lebensraum Glarnerland, z.B. Hochwasserkatastrophen im 17., 18. und 19. Jahrhundert, und die Bewohner/-innen mussten schon früh lernen, mit ihnen umzugehen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts versumpfte die Linthebene, da durch Geschiebe und Überschwemmungen der Linth und ihrer Seitenbäche der Wasserspiegel von Linth und Walensee immer höher stieg. Um weiteren Schaden zu verhindern, wurde die Linthkorrektion durchgeführt und Einzugsgebiete aufgeforstet.
Die Verbauung des Haslerbaches wurde zwischen 1881 und 1900 realisiert.
Für die Verarbeitung von Eisenerz und zum Bau der grossen Textilfabriken wurden ganze Waldungen abgeholzt. Durch die Schaffung forstlicher Gesetze ab 1848 wurden Wälder im Gebirge vor solchem Raubbau geschützt.
Die Wälder von Haslen und der Nachbargemeinde Schwanden wurden durch den Sturm Vivian im Jahr 1990 stark getroffen. Es entstand ein Schaden von rund 100`000 m3, was ungefähr der 30-fachen jährlichen Hiebsatzmenge entspricht. Der Folgeschaden durch den Borkenkäfer war nochmals so gross.
Die Sturmschadenflächen befinden sich im ältesten Wildschutzgebiet der Schweiz, dem „Freiberg Kärpf“, ein Bergmassiv, welches sich zwischen den Tälern der Linth und der Sernf erstreckt. „Freiberg“ ist eine alte Bezeichnung für ein Wildbanngebiet, ein Gebiet, in dem das Wild frei leben kann und der „Kärpf“ ist ein Berg, der inmitten des „Freiberges“ steht und dem „Freiberg Kärpf“ seinen Namen gibt. Der „Freiberg Kärpf“ wurde bereits 1548 gegründet und umfasst heute ein Gebiet von 106 Quadratkilometern.
Arbeiten
Die Hauptarbeiten des Bergwaldprojektes in Haslen seit 1991 sind Jungwaldpflege, Stangenholzpflege, Rottenpflege, Wegunterhalt und –neubau, Pflanzen, Einzelschutz, Zwangsnutzungen, Biotoppflege, Neuerstellung und Unterhalt von Freihalteflächen und Wildschadensverhütungsmassnahmen.
Unterkunft
Als Unterkunft dient das Ski- und Berghaus Stäfa (Koordinaten 724`400 / 204`800), welches auf 850 m ü. M. oberhalb von Schwanden liegt. Es wurde 1961 vom Turnverein Stäfa erbaut, beinhaltet drei Doppelzimmer, zwei Schlafräume für je 12 Personen, einen Waschraum, ein WC, eine Dusche, einen Aufenthaltsraum, ein Jägerstübli und eine Küche mit elektrischem Herd / Backofen.
Die Unterkunft ist vom Bahnhof Haslen in ungefähr einer Stunde zu erreichen.
Mehr Infos auf: Bergwaldprojekt in Haslen
24.08. bis 30.08.2014 (CHF 40.–) Hier anmelden.
31.08. bis 06.09.2014 (CHF 41.–) Hier anmelden.