Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03539.jsonl.gz/1620

Als sich Abdullah Naqvi bei der Baselbieter Adolf Kühner AG um eine Lehrstelle bewarb, erwähnte er nicht, dass er ein Sans-Papiers ist: «Ich wollte einfach zeigen was ich kann und dass mich die Leute nicht wegen meines Status bewerten.» Und tatsächlich bot ihm Lehrmeister Robert Rogic eine Stelle an.
2011 kamen Abdullah Naqvi und seine Brüder in die Schweiz, als ihr Vater eine Schweizerin heiratete. Doch als die Ehe in die Brüche ging, war ihr Aufenthalt in der Schweiz plötzlich gefährdet: «Der Grund, wieso wir hierher kamen existierte nicht mehr.» Die Naqvis legten Beschwerde ein - erfolglos. Sie standen vor der Abschiebung nach Pakistan.
Ich fühle mich hier zu Hause
Abdullah Naqvi aber gab nicht auf, er lernte im Schnellverfahren Deutsch und bewarb sich bei der Adolf Kühner AG. Unterstützung fand er bei den Lehrerinnen am KV, die sich beim Landrat für den jungen Pakistani einsetzten. Zudem sammelten Studierende 1'500 Unterschriften für die beiden Brüder. Am Ende stufte sie das Kantonale Amt für Migration als sogenannten Härtefall ein. Das heisst: sie dürfen bleiben.