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Das sogenannte "Eretsloch", ein Stolen von vielleicht 15 Metern Länge, in welchem man einige Meter gebückt, dann aufrecht gehend hineingelangen kann, hat seine Geschichte. Genaueres ist zwar nicht überliefert und auch die Schreibweise des Namens variert in den alten Akten zwischen Erez- und Eretsloch.
Peter von Finer, die bedeutendste Persönlichkeit aus den Familien des ältesten Grüscher-Adelsgeschlechts, ist es gewesen der diesen Stollen etwa ums Jahr 1535 in den Landquarterberg treiben liess um daselbst Eisenerz zu gewinnen. Über den Erfolg ist nichts bekannt, aber noch heute verraten glitzerndes Gestein im Innern der Höhle, dass der einstige Versuch nicht unbegründet war.
Peter von Finer betrieb auch andernorts Bergbau. Mehr noch war er als einflussreicher Politiker damaliger Zeit, zu vielen Ämtern berufen; 1527 finden wir ihn als Podestat zu Tirano, 1529 ist er Vicari und 1533 Landeshauptmann im Veltlin. Von 1542 - 1556 war er Landvogt über die Prättigauer auf der Burg Castels und 1541 - 1545 Inhaber des Bades Fideris. 1537 wird er und sein Eheweib Maria von Flachsland, als Käufer eines ewigen jährlichen Zinses auf ein Haus in Grüsch (heutige Krone) und wenige Jahre später als Eigentümer des Hauses genannt.
Text: Luzi Nett, Grüsch 5. Mai 1996
Autorentipp
Da die Auf-/Abstiege sehr gering sind, kann die Tour gut mit Kindern gemacht werden. Im Mördertöbeli befindet sich ein Cache.