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Wird der Ton eines Blasinstruments durch sein Material beeinflusst? Es ist doch die Luft, in der die Schallwelle entsteht, die das klingende Element ist?!
Solche Fragen haben Instrumentenbauer immer wieder beschäftigt. Der Lord of Kent liess um 1800 für die englische Armee Flügelhörner aus Messing mit solchen aus reinem Kupfer vergleichen. Angeblich klangen diejenigen aus Kupfer lauter und man schaffte diese an. Der Belgier Charles Mahillon liess 1864 eine Trompete aus Holz bauen und befand, dass sie gleich klang wie das geometrisch identische Instrument aus Messing.
Akustiker suchen heute im Labor nach dem Einfluss des Materials auf den Klang. Die Empa Dübendorf erbrachte 2018 den Nachweis, dass die Masse der Wand, die Position der im Instrument eingelöteten Stützen und auch die Legierungszusammensetzung des Blechs einen Einfluss auf das Schwingungsverhalten des Instruments ausüben. Dieser Einfluss ist zwar klein aber spürbar, wie dies auch Musiker bestätigen, die die unterschiedlichen Instrumente spielen.
Der Klang eines Blasinstrument wird ganz wesentlich durch Bläser*in, Mundstück und Geometrie des Rohrs bestimmt. Das Material beeinflusst hingegen primär den Instrumentenbauer, der sich ihm anpassen muss, siehe folgendes Video. Aber sekundär hat das Material offenbar auch einen direkten Einfluss auf den Klang eines Instruments.