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George R. R. Martin, die vierte Staffel von «Game of Thrones» ist im US-Fernsehen eben zu Ende gegangen. Waren Sie zufrieden damit?
Sehr. Es war eine der besten Staffeln, finde ich. Ich selbst habe das Drehbuch zur zweiten Folge geschrieben, was besonderen Spass gemacht hat. Leider haben wir mit dem Ableben des grossartigen Bösewichts Joffrey nun auch seinen tollen Schauspieler Jack Gleeson verloren. Ein anderes Highlight war die neunte Folge – wohl eine der aufwendigsten Schlachten, die je für das Fernsehen gedreht wurden.
Einige Ihrer Fans haben sich kritisch geäussert zu Veränderungen, die sich die TV-Serie gegenüber den Büchern erlaubt. Warnen die Produzenten Sie jeweils vor? Holen sie sich Ihr Einverständnis?
Ich bin einer der Produzenten der Serie, bekomme also Vorwarnungen. Aber ich habe keinen Einfluss auf die Handlung. Zwar schreibe ich eine Folge pro Staffel, aber mir fehlt die Zeit, mich stärker in die Serie einzubringen. Ich schreibe die Bücher, David Benioff und D. B. Weiss machen die Serie. Meist halten sie sich an die Bücher, manchmal gehen sie ihren eigenen Weg, und das ist auch okay.
Könnten einige dieser Änderungen die Handlung der folgenden Bücher beeinflussen?
Nein. Ich habe 1991 mit den Büchern begonnen und lebe seither mit diesen Figuren und ihrer Geschichte. Sie sind für mich so real, dass es nicht möglich ist, mich bei ihrer Entwicklung zu beeinflussen (lacht).
Das heisst aber auch, die Serienmacher wissen, wie die Geschichte endet, oder? Sonst könnten Sie sich ja mit Abweichungen in ziemliche Schwierigkeiten bringen.
In groben Zügen wissen sie das, aber nicht in allen Details. Sehen Sie, es gibt zwei grundsätzliche Arten zu schreiben: die des Architekten und die des Gärtners. Der Architekt plant das ganze Buch im Detail, bevor er das erste Wort schreibt, der Gärtner pflanzt ein paar Samen und schaut dann, was wächst. Niemand gehört nur zur einen oder zur anderen Kategorie, aber ich bin schon eher der Gärtner. Die Geschichte ist in groben Zügen geplant, ich weiss, wo ich hinwill, aber der Akt des Schreibens selbst generiert neue Ideen und Entwicklungen.
Sie überraschen sich also manchmal selbst, während Sie schreiben?
Oh ja, das passiert. Viele Autoren haben eine fast schon mystische Beziehung zum Schreiben. Dabei werden kreative Kräfte freigesetzt, die nicht viel zu tun haben mit dem analytischen Teil des Gehirns, der eine Romanstruktur baut. Ich bin also nicht immer völlig kontrolliert, diese Ideen kommen von irgendwo tief in mir. Und ich folge ihnen dann und schaue, wo sie hinführen. Manchmal lande ich dabei auch in Sackgassen und muss zurückbuchstabieren – es ist nicht die effizienteste Art zu schreiben. Aber am Ende entsteht daraus das bestmögliche Resultat, finde ich.
«Game of Thrones» ist die am meisten gesehene Serie, die HBO jemals ausgestrahlt hat.
Die TV-Serie hat Ihr Werk weltweit bekannt und erfolgreich gemacht. Haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb es so viele Leute anspricht, selbst solche, die mit fantastischer Literatur sonst nicht viel anfangen können?
«Game of Thrones» ist die am meisten gesehene Serie, die HBO jemals ausgestrahlt hat, und sie hatten noch nie zuvor eine, die sich so gut ins Ausland verkaufen liess. Es ist keine sehr amerikanische Geschichte, das erklärt vielleicht den internationalen Erfolg. Es liegt eine gewisse Universalität in der Story, sie erzählt nicht die Vergangenheit eines bestimmten Landes, sondern jene einer Fantasiewelt, in der viele Kulturen vertraute Elemente erkennen können. Fast jedes Land der Erde hatte irgendwann mal in der Vergangenheit Könige und hohe Herren, die um die Macht gekämpft, die Schlachten mit Schwertern und Pfeilen ausgefochten haben. Und aus meiner Sicht ist die Frage nicht: Warum ist Fantasy so erfolgreich, sondern: Warum hat es so lange gedauert? Ich liebe Fantasy seit Kindertagen. Mit zwölf Jahren habe ich J. R. R. Tolkien gelesen, und diese Geschichten haben mich sehr berührt. Sie waren voller Abenteuer und Romantik, brachten mich in fremde Welten, die dunkel und gefährlich waren und mich weit weg brachten von meiner banalen Existenz in New Jersey.
Kinder mögen Fantasy, das ist klar. Aber Ihre Fans sind primär Erwachsene.
Die Fantasyliteratur hatte schon immer erwachsene Fans. Aber Film- und TV-Produzenten haben das Genre lange als Kinderkram behandelt. Die Haltung war: Ah, da hats Drachen, das muss was für Kinder sein. Aber Drachen sind mehr als das. Sie sind mächtige Symbole, sie haben gefährliche und zerstörerische Kräfte, man kann mit ihnen viel mehr als Kindergeschichten erzählen. «Game of Thrones» hat nun bewiesen, dass es einen grossen Markt für erwachsene Fantasy gibt.
Auch eher für Erwachsene ist Ihre Spezialität, zentrale Heldenfiguren abrupt und unerwartet sterben zu lassen. Und beim Publikum kommt das an. Denken Sie, dass künftig auch andere Autoren diesbezüglich mehr wagen?
Schon wärs. Und ich habe das ja auch nicht erfunden. Die Organisatoren des NIFFF-Festivals haben mich gebeten, drei Filme zu präsentieren, die mich beeinflusst haben. Einer davon wird Alfred Hitchcocks «Psycho» sein. Der fängt damit an, dass eine Frau, gespielt von Hollywood-Star Janet Leigh, Geld stiehlt und davonfährt. Alle halten sie für die Hauptfigur, und dann wird sie nach einer halben Stunde ganz unerwartet ermordet. Tolkien tat etwas Ähnliches in «The Lord of the Rings»: Er liess den weisen Zauberer Gandalf sterben.
Aber der kommt ja später wieder.
Ja, und das hat mich auch immer gestört. So sehr ich Tolkien liebe, ich fand immer, dass Gandalf hätte tot bleiben sollen. Immerhin, er war es für eine Weile – ich musste damals etwa ein Jahr warten, bis das nächste Buch herausgekommen war, in dem er wieder auftauchte. Und der Moment, in dem er stirbt, ist ein Schock. Er ist derjenige mit allen Antworten. Was um alles in der Welt soll die Gruppe ohne ihn tun? Es ist, als wäre der Vater gestorben und die Kinder nun auf sich allein gestellt. Hitchcock und Tolkien haben mich enorm beeinflusst.
So sehr ich Tolkien liebe, ich fand immer, dass Gandalf hätte tot bleiben sollen.
Hoffen Sie, andere in ähnlicher Weise inspirieren zu können?
Das wäre schön. Wir Autoren schreiben doch eigentlich alle das, was wir lesen wollen. Und als Leser möchte ich Bücher, die unberechenbar sind. Wo ich nicht schon vom ersten Kapitel an ahne, wie die Geschichte ausgeht, dass der Held und die Heldin sich am Ende kriegen, nachdem sie ein paar Gefahren erfolgreich überstanden haben. Wozu muss ich das noch lesen? Ich möchte Figuren, die mir etwas bedeuten, aber um die ich mir Sorgen machen muss, wo ich nicht davon ausgehen kann, dass sie aus jeder gefährlichen Situation wieder herauskommen. Genau das ist es, was ich mit meinen Büchern versuche.
«Game of Thrones» und andere Serien zeigen, dass es einen Markt gibt für komplexe Geschichten und Figuren. Hat sich das verändert seit der Zeit, als Sie noch fürs Fernsehen geschrieben haben?
Das hat es, aber das liegt vor allem am US-Fernsehsystem. Wir hatten jahrzehntelang Sender, die sehr stark Selbstzensur betrieben haben, um niemandem auf die Füsse zu treten. Das wirkte sich auch aufs Programm aus. Dann kamen die Kabel- und Bezahlkanäle, und die mussten mehr bieten und riskieren, um Publikum anzulocken. Plötzlich wurden anspruchsvollere Geschichten möglich, politische Statements, mehr Haut. Das führte zu einer Explosion von Kabelsendern mit einer Fülle von interessanten Serien, das Fernsehen befindet sich derzeit in einem goldenen Zeitalter.
Hat sich nicht auch das Publikum verändert, ist es vielleicht reifer geworden?
Da bin ich nicht so sicher. Interessant ist ja, dass sich auch Kinofilme verändert haben, allerdings zum Schlechteren. Sie sind dominiert von der Blockbustermentalität: Es geht nur noch um Spektakel, Explosionen, alles muss immer noch grösser werden. Geschichten über Menschen dagegen haben sich ins Fernsehen verlagert. Und was die Leute dort anspricht, ist wohl auch das Serielle. Früher waren die einzelnen Episoden einer Serie meist abgeschlossene Geschichten – heute hingegen wird wie in «Game of Thrones» oft eine grosse Geschichte erzählt, bei der man keine Folge verpassen darf.
Politik und Religion spielen eine grosse Rolle in «Game of Thrones». Sind auch Ihre eigenen Haltungen darin reflektiert?
Nicht direkt. Ich schreibe keine Allegorie auf irgendwelche heutigen politischen Entwicklungen. Aber meine Ansichten zur menschlichen Natur, zu Politsystemen oder Gerechtigkeit finden sich natürlich schon darin. Das Werk spiegelt den Künstler immer zu einem gewissen Grad.
Derzeit schreiben Sie am sechsten Buch, dem vorletzten der Serie. Haben Sie all die Figuren und Handlungsfäden immer im Kopf, oder müssen Sie ab und zu selbst nachschlagen? Es gibt da ja online eine sehr umfassende Fanwebsite …
(lacht) Ich gehe tatsächlich ab und zu auf diese Website, um etwas nachzusehen. Auch für mich ist es eine Herausforderung, alle Figuren und Handlungsfäden im Griff zu behalten. Meine beste Quelle aber ist Elio García, ein Superfan, der die Welt von Westeros besser kennt als ich. Ihm schicke ich manchmal während des Schreibens ein Mail und frage nach: Sag mal, habe ich je etwas über diese bestimmte Stadt geschrieben? Und dann kommt zurück: Klar, drei Mal, hier, hier und hier. Zudem arbeite ich an einem alten Computer mit einem Schreibprogramm, dessen Suchfunktion sehr nützlich ist, um gewisse Stellen nochmals nachzulesen.
Und wie gehen Sie mit dem Druck der Fans um, die endlich das nächste Buch lesen wollen? Stresst Sie das?
Ich versuche, damit so gut wie möglich klarzukommen, aber manchmal ist es schon ein bisschen viel. Natürlich ist es ja eigentlich ein schönes Problem. Ich schreibe seit 1971, und es gab genügend Perioden in meiner Karriere, in denen niemand auf mein nächstes Buch gewartet hat (lacht). Trotzdem würde ich mir wünschen, dass einige meiner Leser nicht so verdammt ungeduldig wären. Und ich könnte gut ohne die pausenlosen Fragen und bösen Mails leben. Es ist schon erstaunlich, wie wütend einige Leute sind, dass das Buch noch nicht publiziert ist. Vielleicht ist es eine Generationsfrage: Die Anspruchsgeneration will, was sie will, und sie will es jetzt!
Ich würde mir wünschen, dass einige meiner Leser nicht so verdammt ungeduldig wären.
Sie kriegen wirklich böse Mails?
Und wütende Beiträge in meinem Blog auf der Website, ja. In diesem Moment wird vermutlich gerade jemand in meinem Blog schreiben: Warum, zum Teufel, machst du jetzt diese Reise? Das Buch ist doch noch nicht fertig! Bleib zu Hause und schreib, statt die Schweizer zu besuchen! Das schuldest du uns Fans! (lacht) Es ist ziemlich verrückt. Und ich verstehe es nicht wirklich. Auch ich habe früher ungeduldig auf eine Bücherfortsetzung gewartet, aber ich habe nie je einem Autor geschrieben und verlangt, er solle sich gefälligst beeilen. Ich habe einfach gewartet und in der Zwischenzeit anderes gelesen. Es gibt ja so viele gute Bücher, mehr, als man je lesen könnte. Und Filme, und ein reales Leben, das man leben kann. Macht doch das inzwischen.
Wann können Sie ein Publikationsdatum nennen?
Genau wegen dieser Reaktionen habe ich aufgehört, Termine zu nennen. Wenn es dann zu Verspätungen kommt, was fast immer passiert, fangen all die Klagen wieder an: Du hast gesagt, das Buch ist dann und dann draussen, und nichts ist. Warum hast du uns belogen? Es ist fertig, wenn es fertig ist. Bis dahin muss man einfach warten.
Sorgen Sie sich, dass die TV-Serie Sie irgendwann überholen könnte?
Ich versuche, schneller zu sein als die Serie, aber ich fürchte, das wird mir nicht gelingen. Die schreiben 60-Seiten-Drehbücher, ich schreibe 1500-Seiten-Bücher. Man rechne! Ich hatte einen grossen Vorsprung, aber der ist schnell weggeschmolzen. Und da ist nicht viel, was ich tun kann. Ich schreibe, sie schreiben, und ihr Produktionsplan ist natürlich gnadenlos. Staffel 5 ist so gut wie fertig geschrieben, die Dreharbeiten werden in etwa einem Monat beginnen. Es ist wie eine Lokomotive, die unaufhaltsam vorwärtsrast.
Im Zuge der Hitserie sind Sie plötzlich in Ihren 60ern zu einem internationalen Superstar avanciert. Wie fühlt sich das an? Kann es manchmal auch zu viel werden?
Oh ja, es kann sehr anstrengend sein. Ich hatte schon vorher eine erfolgreiche Karriere, aber in einem begrenzten Rahmen. Die Serie hat mich von einem erfolgreichen Autor zu einem Starautor gemacht – etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte. Und das hat natürlich seine schönen Seiten. Aber es sind damit auch Dinge verbunden, auf die ich sehr gut verzichten könnte. Nur kann man das nicht abstellen. Früher konnte ich an einer Autorenkonferenz teilnehmen, lief dann hinaus auf die Strasse, und niemand wusste, wer ich war. Das ist vorbei. Ich war auf dem Weg in die Schweiz in Paris und habe dort an einem regnerischen Tag den Arc de Triomphe besucht – ich wurde von einem halben Dutzend Leute erkannt und gestoppt, um Fotos zu machen. Und so ist es überall, an Flughäfen, in Restaurants. Die Leute sind fast alle sehr nett, aber es ist einfach so viel.
Und das mit 65 Jahren.
Ich bin froh, dass diese Art von Prominenz erst so spät gekommen ist, in einem Moment, wo ich schon ein ganzes Leben gelebt und auch erfahren habe, wie es sich anfühlt, wenn sich kaum jemand für einen interessiert. Ich habe früher Lesungen gemacht, wo sechs Leute kamen, um sich ein Buch signieren zu lassen – heute kommen 3000, und es bringt mich fast um, all diese Bücher zu signieren. Aber ich erinnere mich noch an die sechs Leute, und das macht mich dankbar für die 3000, auch wenn es anstrengend ist. Und ich weiss, dass das auch wieder vorbeigehen wird und ich damit werde umgehen können. Aber wie Schauspieler oder Musiker damit klarkommen, die schon als Teenager berühmt werden, weiss ich nicht. Ich hätte mit 18 Jahren nicht damit umgehen können.
Ich war noch nie in der Schweiz und liebe es zu reisen.
Sie bekommen ja bestimmt viele Anfragen von Festivals. Weshalb haben Sie sich für das NIFFF entschieden?
Es kommen tatsächlich so viele Angebote, dass ich weit im Voraus entscheiden muss – im Moment plane ich das Jahr 2018. Das NIFFF hat mich vor etwa vier Jahren angefragt. Ich habe mich angesprochen gefühlt, weil es ein Filmfestival ist. Von denen bekomme ich nicht so viele Einladungen. Und ich war noch nie in der Schweiz und liebe es zu reisen. Es klang nach einem schönen Ort und einem tollen Anlass. Ich freue mich darauf.
Werden Sie Zeit haben, auch sonst noch etwas vom Land zu sehen? Wissen Sie etwas über die Schweiz?
Ich werde etwa zehn Tage dort sein, da bleibt schon etwas Zeit. Aber da ich mehrfach am Festival auftrete, werde ich in der Nähe bleiben müssen. Ich freue mich schon auf die Zugsfahrten, man sieht so viel mehr vom Land. Und ich behalte lieber für mich, was ich sehen will. Sonst warten dort dann ganze Völkerscharen auf mich (lacht). Ich weiss ein bisschen über die Schweizer Geschichte, aber viel weniger als über die deutsche oder französische. Und ich weiss, dass es drei Sprachen gibt, hoffe aber, dass die Leute auch Englisch sprechen. Es wird auf jeden Fall eine lehrreiche Zeit sein.
Haben Sie bei all dem überhaupt Zeit, sich mal zu entspannen?
Doch, doch. Ich lese, ich schaue fern, ich gehe ins Kino, ich sammle Miniatur-Spielzeug-Ritter, historische und aktuelle. Und seit Kurzem besitze ich ein eigenes kleines Arthouse-Kino in Santa Fe, das «Jean Cocteau», 125 Sitze. Es war sieben Jahre geschlossen, bis ich es übernommen und neueröffnet hatte. Wir zeigen Filme, haben aber auch Livemusik und andere Veranstaltungen. Natürlich habe ich dafür einen Manager, aber ich bin regelmässig selbst dort, das macht mir grossen Spass.
Wie schwer wird Ihnen der Abschied von Westeros, den Starks und den Lannisters fallen, wenn Sie dereinst das siebente Buch fertiggeschrieben haben?
Es wird sehr hart sein – aber natürlich in gewisser Hinsicht auch eine Erleichterung. Insbesondere wenn es mir gelingt, es so gut abzuschliessen, wie ich derzeit hoffe. Ich werde dann etwas Grosses vollbracht haben, das für künftige Generationen immer da sein wird. Aber ich werde natürlich traurig sein, diese Charaktere hinter mir zu lassen, die mich so lange begleitet haben. Wobei, viele dieser Figuren werden dann ohnehin tot sein! (lacht) Und ich plane, auch weiterhin Geschichten aus Westeros zu schreiben – einfach zu anderen Zeiten und mit anderen Personen. Ganz verlassen werde ich diese Welt also nicht.
Haben Sie schon weitere Geschichten im Kopf, die danach kommen werden? Etwas vergleichbar Episches?
Ich habe 100 Geschichten im Kopf, die ich gern schreiben würde. Aber nichts in dieser Grösse, so was werde ich nie wieder tun – am Ende werde ich damit über 20 Jahre beschäftigt gewesen sein. Ich möchte lieber wieder ein paar kürzere Romane schreiben und auch Kurzgeschichten. Mit denen hat meine Karriere damals begonnen. Zwar kriegt man dafür nicht viel Geld. Aber nach «Game of Thrones» muss ich mich darum wohl nie wieder sorgen. Ich kann also schreiben, worauf ich Lust habe.