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Mehrere bunte Flächen treffen in René Myrhas Werk «Flash devant l’oiseau» aufeinander. Schnurgerade Linien, wolkige Formen, Rhomben und Dreiecke in knalligen Farben fügen sich . sich zu einer abstrakten Landschaft. Es wirkt, als fahre man durch die Natur. Unterbrochen wird die Fahrt durch eine gelbe, mehrzackige Blitzform. Auf diese weist auch der Titel hin: Blitz vor Vogel. Ist da etwa ein Vogel so schnell durch die Gegend geflogen, dass ihn ein Radar erfasst hat? Die strenge Technik mit den klaren und scharf abgegrenzten Flächen, die Myrhas Kunst als eine Suche nach harten Formen erscheinen lässt, erinnert an die Hard Edge Malerei. Der Begriff wird 1959 vom amerikanischen Kunstkritiker Jules Langsner geprägt für die dort damals vorherrschende Kunstströmung und bedeutet zu Deutsch: harter Rand, Kante, Begrenzung. Die Strömung ist durch scharfkantige, geometrische Farbflächen mit sauberen Oberflächen gekennzeichnet, bei denen keine Pinselspuren erkennbar sind.
Anja Seiler
Zunächst sehen wir Flächen in kräftigen Farben.
Ist dort ein Baum?
Eine Wolke?
Ein Blitz?
Der Titel hilft uns weiter.
Er heisst:
Blitz vor einem Vogel.
Der Mal-Stil erinnert an die Hard Edge Malerei in Amerika.
Die Über-setzung heisst harte-Kante-Malerei.
Gemeint sind scharfe Ränder und farbige Flächen auf einem Bild.
Es sind keine Pinsel-spuren erkenn-bar.
Sara Smidt