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Specht und 2 wendehals arten in ostafrika
Ordnung – Piciformes – Spechtvögel. In der Ordnung sind vorwiegend Arten, welche vorwiegend in Bäumen leben. Ein kurzer Hals und einen rundlichen Kopf zeichnet einige Arten aus. Die Schnabelform ist sehr variabel. Insekten sind bei etlichen Arten die Hauptnahrung. Die meisten Arten haben 2 Zehen nach vorne und 2 nach hinten (zygodactyl). Das scheint in Bäumen den besten Halt zu geben.
Unterordnung – Picoidea – Spechtartige, Infraordnung – Picides
Spechte – Familie Picidae
Weltweit sind 240 Arten in 35 Gattungen bekannt. Sie leben in bewaldeten Gebieten, wo sie in und auf Holz Insekten finden Wenige Arten sind nicht von Bäumen abhängig. Die Afrikanischen Arten sind vorwiegend grün, gesprenkelt und haben etwas Rot am Kopf. Der Schnabel ist meisselförmig und sehr spitz. Sie haben starke, wenn auch nicht grosse Füsse und Krallen, um sich an senkrechten Baumstämmen fest zu halten.
Wer kennt nicht das Klopfen der Spechte gegen Holz? Sie können bis zu 20 Schläge pro Sekunde ausführen. Dies kann zur Nahrungssuche, Revier markieren oder Bruthöhle zimmern sein. Damit das Gehirn des Spechtes durch die harten Aufpralls nicht geschädigt wird, haben sie etliche Anpassungen. Das Gehirn ist von wenig Flüssigkeit umgeben und liegt eng am Knochen. Enorm viele Muskeln am Schädel dienen als Stossdämpfer. Die Schläge werden geradlinig ausgeführt und die Muskeln angespannt. Auch schliessen sie kurz vor dem Hieb die Augen, damit keine Holzsplitter in die Augen spicken.
Die dünne, platte Zunge ist um ein 4-faches länger als der Oberschnabel. Am Ende ist die Zunge verhornt und hat kleine Widerhaken, zum Aufspiessen der Beute.
Um sich an senkrechten Baumstämmen abzustützen, haben sie steife Schwanzfedern.
Mitglieder der Familie Picidae leben alleine oder in Paaren. Je nach Art sind die geschlechtlichen Unterschiede, vor allem Farbunterschiede stärker oder schwächer ausgeprägt.
Alte Bäume, wo viele Insekten unter der Rinde leben, sind für das Gedeihen von dieser Insektenfresser sehr wichtig.
Wendehals – Familie Picidae, Unterfamilie Jynginae hat nur 2 Arten
Sie sind den Spechten ähnlich haben aber nicht den langen, meisselförmigen Schnabel und keine steifen Schwanzfedern.
Ihre Hauptnahrung besteht aus Ameisen, aber auch anderen Insekten, die sie an Baumstämmen und vor allem in rottendem Holz und anderem Pflanzenmaterial finden.
Die Besonderheit des Wendehals ist, dass er den Kopf 180° drehen kann. Dies gab ihm auch den Namen.
Der Graubauch-Mausspecht – Verreauxia africana oder Sasia africana ist der einzige Vertreter der Gattung Sasia in Afrika. Er kommt in Ostafrika nur im Semliki Nationalpark, im Albert Graben in Uganda vor und ist auch da selten.
Unsere ausführlichen Vogelseiten mit Fotos von fast jeder Art und Unterart in Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda sind nur dank der Grosszügigkeit von tollen Vogelfotografen möglich. Ein grosses Dankeschön, dass wir die fantastischen Bilder auch von sehr seltenen Arten hier benutzen dürfen. Wir hoffen, dass dies vielen Besuchern unserer Seiten bei der Identifizierung von Arten hilft oder das Interesse an unseren gefiederten Freunden weckt.
Wir benutzen die Bücher “Birds South of Sahara”, “Birds of East Africa” und “Birds of Kenya and Northern Tanzania”. Um möglichst aktuelle Informationen zu liefern, wird auch Avibase vor allem für Unterarten hinzugezogen. Manchmal sagen Autoren nicht das Gleiche und es finden auch laufend Umbenennungen statt.
Auf unserer Facebook “Bird photography Safaris Kenya” Seite finden Sie mehr Fotos von Lorenzo Barelli und Elvira Wolfer. Im Namibia-Forum (Bushtruckers) erstellt Elvira jeweils Berichte von ihren Safaris und diese beinhalten auch viele Vogelbilder.
Etliche der hier aufgelisteten Vogelarten haben recht grosse Verbreitungsgebiete, einige mit verschiedenen Unterarten. Wiederum andere sind endemisch oder kommen in Ostafrika nur in kleinen Gebieten vor. Auf den meisten unserer Wildtier und Vogelsafaris bekommen Sie etliche Arten zu Gesicht, hören Sie auf das typische Klopfen. Für die Ugandischen Arten, würden wir unsere Uganda Safari speziell ausrichten und ein lokaler Ornithologe wird Sie begleiten.
Graukopfspecht (Dendropicos spodocephalus rhodeogaster) ist endemisch im Hochland von Zentral Kenia bis NW Tansania vor. Weibchen von Ndutu – Per Holmen, Männchen von Masai Mara – Elvira Wolfer. Die Nominatform findet man im Sudan und Äthiopien.
Graubrustspecht (Dendropicos g. goertae) kommt in bewaldeten Gebieten in NW Kenia, Uganda, S Sudan, DRK vor. Fotos Per Holmen, Männchen von Kisumu, Weibchen von Baringo
Goldrückenspecht (Dendropicos griseocephalus kilimensis or persimilis) kommt lokal in Bergwäldern von 900 – 3.700 m in NO Tansania vor. Die Unterart ruwenzori findet man von SW Uganda bis S Tansania. Foto Per Holmen, South Pare Berge
Elliotspecht (Dendropicos e. elliotii) kommt in SW Uganda und Ruanda vor. Er ist nicht häufig in Hochlandwald bis 2.300 m. Foto Per Holmen, Bwindi impenetrable Forest
Braunrückenspecht, Weibchen (Dendropicos obsoletus ingens) kommt von NO Uganda, Zentral Kenia bis N Tansania vor. Foto Lorenzo Barelli. Die Art kommt bis Westafrika vor, die Nominatform in Uganda.
Braunrückenspecht, Männchen (Dendropicos obsoletus crateri) ist die Unterart im Ngorongoro Krater Gebiet. Foto Per Holmen
Kardinalspecht (Dendropicos fuscescens hartlaubi) bewohnt verschiedene Biotope von SO Kenya bis Tansania. Fotos Per Holmen & Elvira Wolfer. 5 Unterarten leben in Ostafrika. Deren Verbreitungsgebiete überlappen teilweise und sie verpaaren sich auch. Lepidus lebt in dichtem Bergwald in Ostafrika und hat einen olivfarbenen Rücken. Hemprichi von NO Uganda bis O Kenya. Centralis in W Tansania. Massaicus von O Uganda, Zentralkenia bis ins Tiefland von N Tansania.
Kardinalspecht (Dendropicos fuscescens massaicus) ist die Unterart von O Uganda, Zentralkenia bis ins Tiefland in Nordtansania. Fotos Jacques Pitteloud und Elvira Wolfer
Stierlingspecht (Dendropicus stierlingi) bevorzugt reife Miombo Wälder. Er ist selten von Süd Tansania bis Mosambik und Malawi.
Tropfenspecht (Dendropicus poeciloaemus) kann in offenem Waldland in SW Südsudan, NO DRK, Uganda, N Ruanda und W Kenia gefunden werden.
Gabunspecht (Dendropicus g. gabonensis) ist in Ostafrika nur im Semliki Nationalpark gesichtet worden. Wahrscheinlich ist er auch dort recht selten.
Bennettspecht (Campethera b. bennetti) ist ein nicht häufiger Vogel in offenem Baumland und Miombo von O Ruanda bis SW Tansania. Die Unterart capricorni ist weiter südlich.
Nubierspecht (Campethera n. nubica) ist endemisch in NO Afrika in Savannen und Akazien Beständen von Meereshöhe bis 2.300. Die Unterart pallida kommt von S Somalia bis an die Kenianische Küste vor.
Reichenowspecht (Campethera scriptoricauda) ist lokal in Miombo und offenem Waldland von Z und O Tanzania bis Malawi und Mosambik zu finden. Foto Per Holmen
Goldschwanzspecht (Campethera a. abingoni) kommt in Fluss Galeriewäldern und Dickicht unter 2.000 m vor. Die Nominatform lebt von W Tansania bis NO Namibia und teils im südlichen Afrika. Foto Per Holmen.
Goldschwanzspecht (Campethera abingoni kavirondensis) kommt von O Ruanda, No Tansania bis SW Kenia vor. Fotos Jacques Pitteloud, Masai Mara. Die Unterart chrysura kommt in Ostafrika in W Uganda vor.
Tüpfelspecht (Campethera cailliautii nyansae) kommt von SW Uganda bis SW Kenya und SW Tansania vor. Masai Mara
Tüpfelspecht (Campethera c. cailliautii) findet man von der Südküste Somalia, entlang O Kenya bis NO Tansania und Sansibar. Foto Per Holmen. Die 3. Unterart loveridgei lebt von Zentral Tanzania bis Mosambik.
Tullbergspecht (Campethera tullbergi hausbergi) kommt im Hochland von Kenia östlich des Grossen Grabenbruchs und in extrem N Tansania vor. Foto Per Holmen, Mt. Kenya
Kehlbindenspecht (Campethera taeniolaema) kommt von DRK, nach Rwanda, Uganda, Burundi, W Tansania und West Kenia vor.
Namaspecht (Chloropicus (Dendropicos) n. namaquus) ist die südlichere Unterart von DRK, Uganda, Tansania, Kenia bis südliches Afrika. Foto Lorenzo Barelli, Tsavo. Am Äquator können beide Unterarten vorkommen.
Namaspecht, Weibchen (Chloropicus (Dendropicos) namaquus schoensis) findet man in Äthiopien, Somalia und Nordkenia. Die Gesichtsstreifen fliessen zusammen. Er lebt in verschiedenen Biotopen bis 3.000 m. Foto Lorenzo Barelli. Shaba National Reservat
Gelbscheitelspecht (Chloropicus (Dendropicos) xantholophus) hat sein östlichstes Verbreitungsgebiet in der Region des Kakamega Regenwaldes. Sie sind nicht häufig und mögen hohe, gereifte Bäume. Foto Per Holmen, Kakamega
Braunohrspecht (Pardipicus c. caroli). Die Nominatform kommt von Benin, Nigeria, Kamerun, Angola, W Kenia bis NW Tansania in verschiedenartigen bewaldeten Gebieten von 700 – 1.800 m vor. Foto Lorenzo Barelli, Kakamega Forest
Termitenspecht (Pardipicus nivosus herberti) ist die Unterart in DRK, Zentral Uganda und W Kenia in dichtem Original und Sekundärwald unter 1.800 m. Photo Lorenzo Barelli, Kakamega Forest
Graubauch–Mausspecht (Sasia africana) findet man gelegentlich auch in der Gattung Verreauxia. Eine Westafrikanische Art, die in SW Uganda gefunden werden kann. Foto Per Holmen, Semliki Forest
Wendehals (Jynx t. torquilla) ist ein sehr seltener Zugvogel von Oktober bis April in offenes Buschland in Ostafrika. Kenia hat im Inland wenige Sichtungen, Tansani 1. Foto Elvira Wolfer von Nairobi Gegend
Rostkehlwendehals (Jynx r. ruficollis) ist weit verbreitet, kommt aber nur lokal von O bis südliches Afrika in offenem Waldland vor. Foto Lorenzo Barelli, Zentralkenia. Die Unterart pulchricollis findet man in NW Uganda mit oben mehr rotbraun.