Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/1702

Die Londoner Band Madness war im 2017 an der Baloise Session zu Gast. Zusammen mit «Manfred Mann’s Earth Band» begeisterten sie das Publikum.
Um auf das gelungene Konzert zurückzublicken zeigt Telebasel den Auftritt am Donnerstag, 20. Februar 2020 um 22:15 Uhr noch einmal in voller Länge im Night Special.
Der Musikstil von Madness geht auf jamaikanische Wurzeln mit seinem typischen Offbeat zurück. Den Offbeat-Stil verquirlt die Band mit der melodienreichen Leichtigkeit von britischem Pop. Der Bandname ist nach einem Song der jamaikanischen Ska-Ikone Prince Buster benannt. Die erste Single – «The Prince» – ist dem entsprechend ebenfalls eine Hommage an den Künstler.
«The Prince» war die erste Single der Londonner Spass-Truppe. (Video: Youtube/fritz51304)
Das Debütalbum «One Step Beyond…» erschien 1979 und hielt sich über zwei Jahre lang in den britischen Charts, erreichte zwischenzeitlich sogar Platz 2. Der Titelsong «Madness» – eine Coverversion eines Hits von Prince Buster – wurde zur Hymne der Band.
In den folgenden sieben Jahren veröffentlichten Madness sechs Alben und waren vor allem mit ihren Singles erfolgreich. Die ersten 20 Singles erreichten allesamt die Top 20 der britischen Charts. Etwas, das weder den Beatles, noch Elvis Presley oder Cliff Richard gelang.
Das erste und bislang einzige Mal, als Madness mit einer Single die Nummer 1 der britischen Charts erreichten, war am 29. Mai 1982. Ihre Single «House of Fun» verdrängte die deutsche Sängerin Nicole von der Spitzenposition.
«House of Fun»: Die erste und einzige Nummer 1 von Madness. (Video: Youtube/Union Square Music)
Einen weltweiten Hit landeten Madness 1983. Mit «Our House» vom Album «The Rise and Fall» stiegen sie in Deutschland, den USA und in Grossbritannien in die Top 10 der Charts.
«Baggy Trousers» wurde 1980 veröffentlicht. (Video: Youtube/Union Square Music)
1984 stieg Keyborder Mike Barson aus der Band aus. Im Herbst 1986 löste sich die Band vorübergehend auf. Mark Bedford und Daniel Woodgate spielten zuerst für die Band Strawberry Switchblade, schlossen sich dann aber der Band Voice of The Beehive an.
Die übrig gebliebenen Mitglieder Graham McPherson, Chris Foreman, Lee Thompson und Cathal Smyth versuchten erfolglos, die Gruppe als The Madness wieder aufleben zu lassen. Schlussendlich gingen auch sie getrennte Wege.
Das Comeback
Im Sommer 1992 gaben Madness im Finsbury Park in London vor 72’000 Zuschauern und in Originalbesetzung ihr Comeback. Die beiden Konzerte vom 8. und 9. August wurden in Anlehnung an Woodstock unter dem Titel «Madstock!» vermarktet und als Livealbum veröffentlicht.
Die nächsten Jahre beschränkte sich die wiedervereinte Truppe auf Livekonzerte. Erst 1999, nach 14 Jahren, folgte ein neues Album. «Wonderful» brachte der Band in ihrer Heimat unter anderem den Top Ten-Hit «Lovestruck». Ansonsten blieb das Album jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Die Single «Lovestruck» wurde zum Top-Ten-Hit in Grossbritannien. (Video: Youtube/Union Square Music)
Erst im Juli 2003 kam es in Bonn zum ersten Madness-Konzert ausserhalb des Königreichs seit über zehn Jahren. Im August 2005 erschien schliesslich das Folgealbum nach «Wonderful». Auf «The Dangermen Sessions Vol.1» waren Coverversionen von Ska- und Reggae-Klassikern zu hören. Erstmals seit den 80er-Jahren vollführte die Band in den Jahren 2005 und 2006 eine vollständige Tour ausserhalb ihrer Heimat.
2006 begannen Madness mit den Arbeiten an einem neuen Studioalbum mit Eigenkompositionen, jedoch ohne Gründungsmitglied Chris Foreman. Dieser hatte die Band 2005 unter anderem deswegen verlassen, weil Madness zu lange kein neues Album mit eigenen Stücken mehr produziert hatte.
Im Mai 2009 erschien dann das neunte Studioalbum «‹The Liberty of Norton Folgate», welches zuvor auf der Madness-Homepage als «Special Edition Box Set» vertrieben wurde. Es enthielt eine Doppel-Disc, eine Vinylversion, eine Live-CD und weitere Extras. In Grosbritannien erreichte das Album Platz 5 der Albumcharts.
Ein spezieller Auftritt durften Madness am 5. Juni 2012 bieten. Anlässlich des 60. Thronjubiläums von Königin Elisabeth II spielte die Band auf dem Dach des Buckingham Palace die Klassiker «Our House› und «It Must Be Love». Kurz darauf, am 12. August 2012 nahm die Band mit «Our House» an der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele mit dabei.
Den Song «It Must Be Love» durfte Madness auf dem Dach des Buckingham Palace präsentieren. (Video: Youtube/Union Square Music)
Im Oktober 2016 veröffentlichte Madness ihr vorerst letztes Album «Can’t Touch Us Now».
Madness Auftritt auf Telebasel
Telebasel zeigt den Auftritt der Band Madness am Donnerstag, 20. Februar 2020 um 22:15 Uhr in voller Länge.