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04 February 2009
Nach dem Vorbild der grossen Universitäten Harvard in Dubai oder Michigan State University und Sorbonne in Abu Dhabi, beginnt die ETH Lausanne (EPFL) ein neues Kapitel in ihrer internationalen Positionierung. Sie wird in Ras Al Khaimah, einem der sieben Arabischen Emirate, einen neuen Campus aufbauen. Dank dem Langzeitabkommen mit Ras Al Khaimah, welches die Schweiz als vorbildlich in Forschung und Bildung ansieht, kann die EPFL ihre Forschungsgebiete ausweiten und sich in einer Region, die sich im vollen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aufbau befindet, profilieren.
Die ETH Lausanne (EPFL) hat eine Zusammenarbeitsvereinbarung mit Ras Al Khaimah (RAK), einem der sieben Arabischen Emirate am Persischen Golf, unterzeichnet. Das Abkommen legt den Grundstein zur Schaffung eines Ablegers der EPFL in diesem dynamischen Emirat. Die neue Bildungs- und Forschungsinstitution wird mehrere Studiengänge auf Master- und Doktorandenstufe sowie Forschungsprogramme für Spitzenforschende, namentlich in den Bereichen Umwelt und Energie, anbieten. Wissenschaftlich ist die neue Struktur vollumfänglich der EPFL unterstellt.
Zu dem Projekt gehört die Schaffung einer Finanzierungsstruktur, in der die EPFL und die RAK Investment Authority (RAKIA), die für die Investitionsförderung zuständige Behörde im Emirat, mit gleichen Rechten Einsitz haben. Finanziell getragen wird das Projekt vollumfänglich von RAKIA. Die Behörde übernimmt die Finanzierung von Forschungsprogrammen und Studiengängen, wissenschaftlichem und technischem Gerät sowie den Unterhalt der Infrastrukturen. Die Finanzierung der Infrastruktur selbst erfolgt durch das Emirat Ras Al Khaimah. Ein Teil des Budgets für Infrastruktur geht im Rahmen der geplanten wissenschaftlichen Zusammenarbeit an die ETH Lausanne. Aus dieser Kooperation werden gemeinsame Forschungsprojekte der beiden Institutionen hervorgehen, sowie fünf Lehrstühle in der Schweiz finanziert werden.
«Dies ist eine exzellente Gelegenheit für unser Emirat, vom internationalen Ruf der EPFL sowie von ihrem akademischen Know-how und vom Wissen bezüglich Technologietransfer zu profitieren», erklärt Khater Massaad, CEO von RAKIA. Der Schweizer Staatsbürger und EPFL-Absolvent mit einem Diplom in Mathematik ist ausserdem der Gründer und CEO der RAK Ceramics, eines weltweit führenden Keramikunternehmens.
«Dieser Offshore Campus ist eine grossartige Gelegenheit für die ETHs. Wie bei den Kooperationsprogrammen der EPFL mit Indien oder der ETH Zürich mit China, können so spezifische wissenschaftliche Partnerschaften aufgebaut werden, die in der Schweiz nicht möglich wären», betont Patrick Aebischer, Präsident der EPFL.
Die genauen wissenschaftlichen und technischen Bedingungen des Projekts werden momentan ausgehandelt. In den nächsten Monaten werden die EPFL und RAKIA Lehr- und Forschungsprogramme entwickeln und sicherstellen, dass die Infrastruktur zur Verfügung steht. Das Gesamtprojekt wird im zweiten Halbjahr 2009 präsentiert werden.
Kontakte
Ras Al Khaimah Investment Authority (RAKIA)
Dr. Khater Massaad, CEO
Ph: + 971 7 244 50 46
EPFL
Jérôme Grosse, Kommunikationsverantwortlicher
Mobile: + 41 79 434 73 26