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15 verschiedene Bantu-Sprachen
15 verschiedene Bantu-Sprachen
ca. 3,75 Mio.
Christentum, Naturreligionen, wenig Islam
von gar nichts bis fertiges NT in 9 Sprachen
Die Stadt Mbeya, wo das Hauptbüro des Gemeinschaftprojekts ist, liegt im Südwesten des Landes, in einer sehr schönen und fruchtbaren Gegend mit vielen Seen und Hügeln. Die Region ist bekannt für den Anbau einer breiten Palette von Nahrungsmitteln, darunter Mais, Reis, Sorghum, Bohnen, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Maniok, Bananen, Erdnüsse, Simsim, Obst und Gemüse. Einige der Sprachgruppen des Projekts leben in der Mbeya-Region selbst, andere auch in den Regionen Songwe und Njome.
Das Projekt begann 2003 und diente anfangs 10 Sprachgruppen, indem in jeder Sprache Übersetzer und muttersprachliche Lehrer für Alphabetisierung ausgebildet wurden. Nach ein paar Jahren wurde das Projekt auf drei weitere Sprachen ausgedehnt und 2022 kamen nochmals zwei verwandte Dialekte dazu. Am Projekt beteiligt sind folgende Sprachen: Bena, Bungu, Kisi, Kinga, Malila, Manda, Ndali, Nyakyusa, Nyiha, Pangwa, Safwa, Sangu, Sichela, Vwanji und Wanda.
Das Mbeya-Gemeinschaftsprojekt ist ganzheitlich aufgebaut und umfasst folgende Bereiche: Sprachforschung, Alphabetisierung, Übersetzung, Bibel im Gebrauch und sogar Radiosendungen. Das Hauptbüro des Mehrsprachenprojekts befindet sich in der Stadt Mbeya im Südwesten Tansanias, wo rund 30 einheimische und ausländische Mitarbeiter ganz verschiedene Aufgaben in den verschiedenen Bereichen wahrnehmen. Der Teamleiter des Projekts ist Tansanier.
Dank deutscher Missionare, die vor über 100 Jahren in die Gegend kamen, ist das Christentum heute weit verbreitet. Viele verschiedene Denominationen haben Fuss gefasst und sich ausgebreitet. Vielerorts besuchen Leute zwar christliche Kirchen, praktizieren aber daneben weiterhin ihre Naturreligionen.
Damit der christliche Glauben wirklich Leben verändern kann, ist es notwendig, dass die Menschen dieser Regionen die Bibel in einer verständlichen, aktuellen Fassung in ihrer eigenen Sprache erhalten und sie auch lesen können.
Linguisten analysierten und dokumentierten die Sprachen. Eine anerkannte Rechtschreibung ist Voraussetzung für den Druck eines Neuen Testaments.
Für die Alphabetisierung wurden Alphabet-Blätter, Lesefibeln und Geschichten-Büchlein mit dazugehörigen Lehrer-Handbüchern hergestellt und Lehrer ausgebildet.
In Seminaren wurden Pastoren und Sonntagsschullehrer darin unterrichtet, wie die fertig übersetzten Bibelteile im Alltag sinnvoll genutzt werden können. Dafür wurden ebenfalls Bibelstudien-Hilfen in die Zielsprachen übersetzt.
Durch Tonaufnahmen von übersetzten biblischen Büchern soll das Wort Gottes der ganzen Bevölkerung nähergebracht werden.
Das Neue Testament ist bereits in folgenden 9 Sprachen erhältlich: Kinga und Nyakyusa und Vanji (2019); Malila, Ndali und Sangu (2020); Nyiha (2022); Bena und Safwa (2023)
(Die Jahrzahl in Klammer zeigt, in welchem Jahr das gedruckte NT in Tansania angekommen ist und somit verfügbar war).
Das Endziel ist das vollständige Neue Testament und Auszüge aus dem Alten Testament in jeder Sprache. Durch Alphabetisierung und Aktivitäten zum Gebrauch der Bibel sollen die Sprecher aller Sprachen ausgerüstet werden, die neuen Publikationen dann auch sinnvoll nutzen zu können.