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Der Weiterverkauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses an Freunde, Verwandte oder Bekannte scheint auf den ersten Blick eine einfache Lösung zu sein. Denn damit spart man sich die aufwändige Suche nach einem Käufer. Doch die Sache hat auch eine Kehrseite: Während man bei einem freien Verkauf den höchstmöglichen Marktpreis erzielen kann, hat man bei Menschen, die man gut kennt, unter Umständen Hemmungen, das Maximum heraus zu holen – schliesslich will man das freundschaftliche Verhältnis nicht aufs Spiel setzen. Ziehen Sie es in Betracht, Ihre Liegenschaft im Verwandten- oder Freundeskreis zu verkaufen, sollten Sie sich dessen bewusst sein. Wollen Sie diesem Problem aus dem Weg gehen, müssen Sie von Beginn an klar kommunizieren, ob Sie das Objekt dem Meistbietenden oder zu einem fixen Preis verkaufen – unabhängig davon, ob es sich um Freunde oder Verwandte handelt.
Können Sie sich eine Weitergabe im näheren Umfeld vorstellen, ist es wichtig, sich vor dem ersten Gespräch zu überlegen, wie der Verkaufspreis festgelegt werden soll. So können Sie beispielsweise den von einem Schätzer oder im Rahmen einer hedonischen Bewertung ermittelten Preis als Verhandlungsbasis nehmen. Eine andere Möglichkeit ist es, das Haus normal auszuschreiben und interessierten Freunden oder Verwandten einen zuvor festgelegten Rabatt auf den Preis zu gewähren, den der Meistbietende zu bezahlen bereit wäre.
Geben Sie das Haus oder die Wohnung zu einem Preis weiter, der klar unter dem Marktwert liegt – etwa um Freunden einen Gefallen zu tun –, sollten Sie auf alle Fälle sicherstellen, dass diese das Objekt nicht kurz darauf zu einem wesentlich höheren Preis weiterverkaufen und den Gewinn einstecken können. Am einfachsten geht das mit dem Eintrag eines zeitlich befristeten Vorkaufsrechts im Grundbuch.