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Die internationale Jury des Bruno Kreisky Preises für Verdienste um die Menschenrechte hat den Bruno Kreisky Menschenrechts-Preis einstimmig an die türkische Autorin Asli Erdogan für ihre herausragenden Verdienste um die Sicherung der Menschenrechte verlieren. Der Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte wurde nach dem verstorbenen Bundeskanzler Österreichs Bruno Kreisky benannt und ist der älteste renommierte Menschenrechtspreis in Österreich.
Frau Asli Erdogan wird wegen vier verschiedener Verbrechen angeklagt u. a. wegen ihrer Kolumne und Mitgliedschaft in einem Beirat in einer Zeitung. Sie wurde wegen zwei der vier Anschuldigungen verhaftet: Zerstörung der Einheit und die Integrität des Staates und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Sie wurde in einem dieser Anklagepunkte gegen Kaution am 23. November 2016 und in dem anderen am 29. Dezember 2016 freigelassen, aber es ist ihr verboten, ins Ausland zu reisen. Der nächste Prozesstermin ist der 14. März, und es ist nicht sicher, wann das Verfahren endet.
Zeit Ihres Lebens hat sich Frau Asli Erdogan, die als Physikern am CERN in Genf geforscht hat und von 2012 bis 2013 als »Writer in Exile« Gast im Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz gewesen war, aktiv und vorbehaltslos für die Durchsetzung der Menschenrechte eingesetzt.
Als Maßstab der Orientierung dienen der engagierten Menschenrechtsaktivistin Erdoÿan in allen Ihren Veröffentlichungen insbesondere die Erscheinungsformen von Leid und Ungerechtigkeit, denen sie immer wieder nachspürt.
Der Bruno Kreisky Menschenrechtspreis an die Schriftstellerin Asli Erdogan ist auch ein Zeichen gegen massive Einschränkungen von Menschenrechten.