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Am WTM in London hat die Consultinggruppe OutNow im Rahmen der «LBGT Masterclass» festgehalten, dass Reisende aus dem Sektor LGBT («Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender») jährlich rund 218 Milliarden US-Dollar für Reisen ausgeben. Die Daten kamen im Rahmen einer Studie zusammen – 130’000 Personen in 26 Ländern wurden befragt, wobei Outnow 8752 Antworten erhielt.
Gefragt wurde nach den Ausgaben für Reisen im In- und Ausland, wobei Kosten für Flüge, Übernachtungen und Ausgaben vor Ort (Mahlzeiten, Tickets, Ausflüge) einberechnet wurden. Grösster LGBT-Travel-Markt, direkt auf touristische Ausgaben bezogen, waren mit Abstand die USA, vor Brasilien, Japan, Deutschland und Grossbritannien. Die Schweiz figuriert nicht in den Top-20, was allerdings nichts über die Per-Capita-Stärke des hiesigen LGBT-Marktes aussagt.
Laut OutNow sei der LGBT-Reisemarkt weiterhin am wachsen und bestimmte politische oder soziale Änderungen würden sich direkt in höheren Einkünften aus dem LGBT-Sektor niederschlagen. So habe beispielsweise Indien nach der Abschaffung bestimmter Anti-Homosexualitätsgesetze bei der LGBT-Community nachfrageseitig um 7 Prozent innert eines Jahres zugelegt. Länder, in den wiederum die Gesetze verschärft wurden – jüngstes trauriges Beispiel ist Tansania – würden sofort davon der LGBT-Community ausgelassen, und somit finanziell durchaus getroffen. Ian Johnson, der CEO von OutNow, appellierte an die globale Reisebranche, vermehrt noch speziell auf die LGBT-Community gemünzte Reiseangebote bereit zu halten und das Personal mit Kundenkontakt auf den Umgang mit diesem speziellen (und lukrativen) Kundensegment zu schulen.