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erschienen bei einartysken
von Einar Schlereth
… hätte Bolivien ein Flugzeug mit Merkel oder Cameron vom Himmel geholt
Wie Correa sagte: „Stellt euch für einen Sekunde vor, dass so etwas einem Führer eines europäischen Staates oder dem Präsidenten der Vereinigten Staaten passiert wäre. Sehr wahrscheinlich wäre das ein Kriegsgrund gewesen.“
Eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen. Noch vor kurzem hatte Obama hoch und heilig versprochen, er würde keine Jäger in die Luft schicken, um ein Flugzeug zur Landung zu zwingen, das „Snowden an Bord hätte“. Und nun hat er genau das getan, pardon tun lassen. Die großen Verbrecher machen sich ja nicht so oft selbst die Hände dreckig.
Übertroffen wurde das bisher nur, wenn sie Flugzeuge mit Präsidenten an Bord abgeschossen haben, wie z. B. 1994 mit Ruandas Präsidenten Juvenal Habyarimana und Burundis Präsident Cyprien Ntaryamira.
„Es gibt buchstäblich keine ‚rote Linie‘, die nicht von Washington überschritten wird,“ schreibt Peter Seymonds. Die roten Linien sind nur für die anderen da. Genau das, was Jan Myrdal einmal von seinem Vater, dem Minister und Nobelpreisträger, zu hören bekam, als er fragte, ob denn für sie ein bestimmtes Gesetz nicht gelten würde: „Wo denkst du hin, die sind nur für die anderen da, doch nicht für uns.“