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Die Angst ist in Freuds früher Konzeption die Folge der Verdrängung. Im Gegensatz dazu wird in Freuds späterer Theorie die Verdrängung durch das Ich mittels der Angst bewerkstelligt. Dabei evoziert das Ich erinnerte Angst als Signal, um vermeintlich unkontrollierbare Unlust zu vermeiden. Der psychologische Begriff der Signalangst wird von Freud erst 1926, nach Einführung des neuen Strukturmodells, ausgearbeitet. Das Konzept lässt sich physiologisch formuliert aber bis in den Entwurf einer Psychologie zurückverfolgen, also bis in die frühesten Anfänge der Psychoanalyse. Wir werden uns in diesem Lektürekurs dem Verständnis von Freuds Begriffen der Angst und des Ichs annähern sowie deren Wechselwirkungen. Ferner versuchen wir, die Veränderungen in der psychoanalytischen Theorie anhand der Lektüre nachzuvollziehen.
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Die Serienveranstaltung startet am 11.04.2023 und endet am 04.07.2023.