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Vardenafil und Ondansetron beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Beide Arzneistoffe können die QT-Zeit verlängern, additive Effekte sind möglich. Ondansetron wird unter anderem über CYP3A4 metabolisiert, Vardenafil ist ein schwacher Inhibitor von CYP3A4. Im empfohlenen Dosierungsbereich scheint ein Einfluss von Vardenafil auf die Clearance von CYP3A4-Substraten jedoch gemäss Fachinformation unwahrscheinlich zu sein.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. Vardenafil in Standarddosierung kann die QT-Zeit leichtgradig verlängern [Carson CC 3rd, 2005], Torsades de pointes wurden bisher nicht beschrieben. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich potentiell das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Empfehlung
EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie/Dosis, bei i.v.-Applikation von Ondansetron und bei Risikofaktoren für Arrhythmien (z.B. Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie).
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018