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Aufgrund der Schenkung eines Grundstücks vis-à-vis des Kunstmuseums ergab sich erneut die Möglichkeit zu einer substanziellen baulichen Erweiterung. Das Wettbewerbsprojekt antwortet mit seinen Dimensionen auf die Massstäblichkeit des Altbaus von Paul Bonatz und Rudolf Christ und von dessen Nachbarn entlang der Dufourstrasse. Durch seine Oberlichtdachaufbauten und die feine plastische Gliederung steht das Volumen aber auch im Dialog mit den kleinteiligeren Gebäuden der St.Alban-Vorstadt. Seine Fassadenteilung und Materialisierung ermöglichen die Integration des grossen Bauvolumens in das städtebauliche Muster, ohne dabei den Anspruch auf eine Rolle als primäres städtisches Element aufzugeben.
Ein direkter Zugang von der Dufourstrasse steht für Eventnutzungen zur Verfügung. Die hauptsächliche Erschliessung und Anbindung an das bestehende Kunstmuseum geschieht jedoch unterirdisch. Eine Kaskadentreppe führt im historischen Gebäude auf das Niveau des Verbindungstraktes, wo die Besucher bereits Ausstellungsräume vorfinden. Im Erweiterungsbau verbindet eine grosse zweiläufige Treppe alle Ebenen. Im Erdgeschoss sind das Foyer und die Kunstanlieferung angeordnet. Im ersten Obergeschoss und Untergeschoss befinden sich die Räume für die Sammlung und im zweiten Obergeschoss diejenigen für die Sonderausstellung.
Die Grundrissanlage geht von rechtwinkligen Ausstellungsräumen aus. Die komplexen Zwischenräume - das Foyer und der Verbindungstrakt eingeschlossen - dienen als Zirkulations-, Einstimmungs- und Didaktikzonen. Immer wieder bieten sie Ausblicke ins Freie an und formen Pausenbereiche für die Besucher. Die Wege durch die Ausstellungsräume sind auf jedem Geschoss als Rundgänge angelegt, die durch die Zirkulationsräume in Sequenzen gegliedert werden.
Die Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss werden über eine gläserne Lichtdecke zenital mit Tageslicht versorgt. Der darüberliegende Oberlichtraum empfängt das Licht über ein gläsernes Dach mit geätzten Scheiben und rasterartig angeordneten, schattenspendenden Fotovoltaik-Elementen. Im ersten Obergeschoss werden die Sammlungsräume über ein seitliches Oberlicht belichtet. Das Foyer wendet sich mit grossen Fenstern der Umgebung zu.
Beton- und Stahlbau bilden die vorherrschende Konstruktionsweise. Das Gebäude besitzt eine Schottenstruktur, deren Wände und Decken statisch zusammenwirken. Die Oberflächen der Zwischenzonen und Treppenhäuser ebenso wie die der Fassaden sind in beigem Kalksteinbeton materialisiert. Die Fassaden bestehen aus einer Stapelung von gegossenen, ‚leeren‘ oder ‚gefüllten‘ Rahmenelementen.