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1904 in Slawuta (Ukraine) geboren und als 15-jähriger nach Palästina ausgewandert, studierte Dr. Moshé Feldenkrais Elektrotechnik und Mechanik in Paris und forschte auf dem Gebiet der Verhaltensphysiologie. Er unterrichtete an den Hochschulen Nordamerikas, an der Sorbonne, in Israel und England. Bei vielen Menschen gilt er heute als eine der herausragendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Das Interesse des Ingenieurs, Doktors der Physik und Judolehrer galt der Mechanik, Statik und Effizienz von Bewegung, der Neurophysiologie und dem menschlichen Verhalten. Als langjähriger Judolehrer verfasste er mehrere Judo-Bücher. 1936 erlangte er als erster Europäer den schwarzen Gürtel und gründete den "Judo Club de France".
Später kehrte er nach Palästina zurück, um am Aufbau des neu gegründeten Staates Israel mitzuhelfen. Dort arbeitete er zunächst in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums. Ab 1952 widmete er sich jedoch ganz der Ausarbeitung seiner eigenen Methode, durch welche er eine eigene Knieverletzung, welche ihn Gehunfähig machte, durch Selbstbeobachtung und Ausprobieren von Bewegungen heilen konnte. Er gründete schliesslich sein eigenes Feldenkrais-Institut.
Ab Ende der 1960er Jahre bildete er die ersten Generationen Feldenkrais-LehrerInnen aus. Bis zu seinem Tod 1984 in Tel Aviv unterrichtete er auch in Tel Aviv. Er wurde vermehrt nach Frankreich, England und in die USA eingeladen, um seine Methode vorzustellen, welche auf der dem Menschen eigenen Fähigkeit, dem sogenannten "organischen Lernen*", basiert.
*Text über "organisches Lernen" unter "Dies & Das / Varia" zu finden