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Granada liegt auf drei Hügeln verteilt in der südspanischen Provinz Andalusien, an den Füßen der Sierra Nevada. Das Stadtbild ist von den Spuren der verschiedenen Kulturen geprägt, die hier lebten, was sie zu einem einzigartigen Besuchsziel in Europa macht. Die Stadt hat ein großes historisches Erbe. Sie wurde nach den Römern von den Mauren erobert bis die katholischen Könige, Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand von Aragón im Zuge der Reconquista die spanische Halbinsel zurückeroberten. Die Alhambra ist das Symbol der Stadt. Seit 1984 gehört die Palaststadt, die von der maurischen Nasridendynastie erbaut wurde, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Altstadt kann in zwei Gebiete unterteilt werden: der Hügel von Albaicìn mit seinen verwinkelten Gassen widerspiegelt das historische Granada, während die untere Altstadt um die Kathedrale die Haupteinkaufsstraßen mit allen möglichen Geschäften vereint.
Im Stadtteil Sacromonte befinden sich die bekannten Höhlenwohnungen, die man besichtigen kann. Das Viertel ist auch als Heimat des Flamencotanzes bekannt. Generalife war der Palast der von den muslimischen Regenten als Erholungsort und Sommerresidenz genutzt wurde. Die Anlage besteht aus zwei Gebäuden, die von einem Zypressenhof getrennt werden. Die Kathedrale von Granada sollte ein Siegesmonument sein und Grundstein für den modernen spanischen Staat. Königin Isabella wählte für sich und ihren Gatten Ferdinand II. Granada als Begräbnisstätte. Sie beauftragte Enrique Egas die königliche Kapelle zu errichten. Die Nasridenpaläste gelten als Paradebeispiel der maurischen Architektur und Handwerkskunst. Die Alcazaba ist der älteste Bereich der Alhambra. Sie ist die eigentliche maurische Festung, in der der Sultan seinen Wohnsitz hatte, bevor er in die Nasridenpaläste zog. Der Löwenhof und die Inschrift von Ibn Zamrak im Beckenrand sollten uns daran erinnern wie einzigartig die Schönheit dieses Ortes ist. Eine Tapas- und shopping-Tour sollte bei ihrem Aufenthalt in Granada nicht fehlen. Wer hingegen sein wissenschaftliches Wissen vertiefen möchte dem steht auf 70.000 m² das neue interaktive Museum zur Verfügung:
Alhambra
Die rote Burg gilt als die bekannteste Sehenswürdigkeit von Granada. Seit 1984 gehört die Palaststadt der maurischen Nasridendynastie, die aus Stadtburg, Palästen und Gärten besteht, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Befestigungsanlage wurde wegen der strategisch günstigen Lage mit Blick über die ganze Stadt hier errichtet und besteht aus 6 Palästen und 2 Türmen. Sie war eine militärische Festung, diente aber auch als Residenz.
Die Nasriden herrschten hier bis zur katholischen Zurückeroberung, die 1492 stattfand. Im Jahr 1870 wurde die Anlage als staatliches Denkmal deklariert. Das Gebäude sollte das Paradies auf Erden repräsentieren. Mauren, katholische Könige und schließlich Napoleons Truppen haben hier gelebt. Eine magische, ätherische Atmosphäre empfängt die Besucher des Palastes inmitten von wunderschönen Gärten, Brunnen und Wäldern. Die Architekten der Alhambra versuchten jede Stelle des Gebäudes mit dekorativen Elementen zu schmücken. Die Wände sind mit Stuckarbeiten und Keramiken bedeckt, kufische Schriftzeichen schmücken sie und die Decken bestehen aus geschnitztem Holz. Besonders beeindruckend sind die Stalaktitengewölbe im Abencerrajes Saal und im Zwei-Schwestern Saal. Man kann die Alhambra auf einem Spaziergang vom Stadtzentrum aus erreichen, oder, wer’s bequemer mag, mit dem Bus, Taxi oder Auto.
Altstadt
Im Zentrum von Granada leben zwei Altstädte die zwei komplett verschiedene Seelen haben: der Hügel von Albaicìn mit seinen verwinkelten Gassen widerspiegelt das historische Granada und die untere Altstadt um die Kathedrale. Hier befinden sich der Seidenmarkt, das Rathaus und die Haupteinkaufsstraßen mit allen möglichen Geschäften internationaler Marken, traditionellen Produkten und Souvenirs. In Albaicìn hingegen ist die Atmosphäre viel ruhiger und gelassener. Das Viertel steht unter dem UNESCO Schutz. Hier kann man Klöster und Kirche besuchen und die Stadtmauer mit ihren bis heute noch gut erhaltenen Stadttoren.
Albaicìn war früher eine arabische Metropole mit rund dreißig Moscheen. In den engen Gassen findet man noch Spuren der muslimischen Architektur und der orientalischen Kultur. Hier hat man am Aussichtspunkt Mirador de San Nicolàs den besten Aussichtspunkt auf die Alhambra, die im Sommer in der prallen Nachmittagssonne in einzigartigen roten und orangenen Farbtönen funkelt. Im Stadtteil Sacromonte befinden sich die bekannten Höhlenwohnungen, die man besichtigen kann. Das Viertel ist auch als Heimat des Flamencotanzes bekannt. Auch in Restaurants wird hier das Essen von Flamencotänzerinnen begleitet.
Der Ursprung dieses Tanzes stammt von Zigeunerhochzeiten, die man Zambras nennt. Der Tanz vermittelt Spaniens Lust und Lebensfreude und ist ein authentischer Ausdruck der spanischen Seele. Die Zambra Marìa La Canastera ist die bekannteste Flamenco-Höhle der Stadt.
Generalife
Generalife war der Palast der von den muslimischen Regenten als Erholungsort und Sommerresidenz genutzt wurde. Die außerordentliche Schönheit des Palastes spiegelte die Größe des Sultans wider. Generalife wurde zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert erbaut. Ibn Zamrak, der Dichter am Hofe Mohammed V. nannte ihn „Thron der Alhambra“. Die Architektur der Anlage ist eher schlicht und einfach und hat einen intimen Charakter. Heute besteht sie aus zwei Gebäuden, die von einem Zypressenhof getrennt werden.
Ein Gebäude wurde als Garten und zum Gemüse- und Obstanbau geplant, in einer typischen muslimischen Architektur. Vier ländliche Anwesen befinden sich unterhalb des Palastes, der über alle mit seinem majestätischen Aussichtsturm thront. Der schönste Teil der Anlage ist der Hof des Bewässerungskanals. Er wird durch einen Kanal geteilt, der das Bewässerungssystem der Alhambra regelt und in mehrere Springbrunnen und Steinbecken fließt. Myrthensträucher, Orangenbäume, Zypressen und Rosen zieren den restlichen Garten. Im Innenhof des Generalife stehen alte Zypressen, von denen die „Zypresse der Sultanin“ eine tragische Liebesgeschichte verbirgt.
Kathedrale von Granada
Königin Isabella I. wollte nach der Eroberung Granadas (der letzte maurische Bastion Spaniens) unbedingt mit dem Bau einer Kathedrale beginnen. Sie sollte ein Siegesmonument sein und Grundstein für den modernen spanischen Staat, doch erst mehrere Jahre später begann Enrique Egas mit dem Plan einer Kathedrale im gotischen Stil.
In den darauffolgenden Jahren kamen Pläne anderer Baumeister hinzu, sie führten zum Bau einer fünfschiffigen Basilika im renaissance-Stil und einer barocken Hauptfassade. 181 Jahre nach der Grundsteinlegung wurde der Bau endgültig beendet, im Jahr 1704. Der Innenraum der Kathedrale wird von enormen Säulen eingenommen. Die Gemälde von Alonso Cano und die Marienstatuen in der Nähe der Sakristei sind besonders beeindruckend. Zwei Orgeln, die parallel zueinander angeordnet sind, befinden sich am Ende des Hauptschiffes.
Königliche Kapelle von Granada
Königin Isabella wählte für sich und ihren Gatten Ferdinand II. Granada als Begräbnisstätte. Sie beauftragte Enrique Egas die königliche Kapelle zu errichten, die jedoch erst nach ihrem Tod beendet wurde. Im Jahr 1520 wurden beide Särge vom Franziskanerkloster in der Alhambra hierhergebracht. Die Sarkophage aus weißem Carrara-Marmor der beiden Könige sind in der Mitte der Kapelle aufgestellt. Ferdinand wird in Ritterrüstung dargestellt, Isabella mit einen einfachen Hofkleid, das ihre Bescheidenheit ausdrückt. Mit ihrem Tod endete eine ganze Epoche und es begann ein neues Zeitalter. Karl I. beschloss das Grab der Katholischen Könige in eine Familiengrabstätte der Dynastie zu erweitern. Die Kapelle ist Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten gewidmet.
Genauso wie in der Kathedrale, so finden wir auch hier Spuren der gotischen Kunst, der Renaissance und des Barocks. Beeindruckend sind die Gegenstände, die man im Sakristeimuseum bewundern kann: Zepter, Schwerte, Kronen und zahlreicher Bücher und Gemälde ermöglichen einen Blick in die Machtsymbole der Monarchen. Die Kapelle ist mit der Kathedrale verbunden, hat aber einen eigenen Eingang.
Nasridenpaläste
Diese Paläste gelten als Paradebeispiel der maurischen Architektur und Handwerkskunst. Muhammed V ließ sie in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbauen. Den Arabern war es verboten ihren Gott bildlich darzustellen, deshalb wurde dies mit Schnitzereien und besonderen Mustern umgesetzt. Die Hauptteile der Nasridenpaläste sind: el Mexuar, der islamische Comares Palast und der christliche Löwenpalast. Die Paläste wurden für die spanischen muslimischen Herrscher gebaut und repräsentieren die islamische Kunst und Kultur in Spanien. El Mexuar diente als Versammlungssaal, der Sultan saß hier auf einer erhöhten Tribüne und erteilte Verordnungen; der Palast von Comares war der offizielle Wohnsitz des Sultans.
Er weist Galerien mit Säulengängen die abends magische Lichtspiele bilden. In diesem Palast befand sich der Salon des Throns. Der Hof des Palastes war der Mittelpunkt der Residenz und wird wegen der Pflanzen Myrtenhof genannt. Das goldene Zimmer verdankt seinen Namen der goldenen Decke, die in reinem Gold bemalt wurde. Es diente als Wartezimmer. Der Löwenpalast verbirgt die Privaträume der königlichen Familie. Vom Mirador de Daraxa hat man einen wunderschönen Ausblick über die Gärten und die gesamte Stadt Granada. Die Innenhöfe und Räume vermitteln heute noch etwas Magisches jener vergangenen Zeit.
Alcazaba
Die Alcazaba ist der älteste Bereich der Alhambra. Hohe Türme und Tore beschützen auf clevere Art die dahinter verborgenen prunkvollen Nasridenpaläste. Sie ist die eigentliche maurische Festung, in der der Sultan seinen Wohnsitz hatte, bevor er in den Nasridenpalast zog. Man vermutet, dass sich schon vor der Ankunft der Muslime in Granada auf dieser Stelle mehrere Verteidigungsgebäude befanden. Das heutige Aussehen der Anlage ist auf Mohammed I. zurückzuführen.
Er ließ die Burg ummauern und baute die Verteidigungsanlagen und drei neue Türme. Sie ermöglichten die Alcazaba zu einer richtigen Festung umzuwandeln. In den darauffolgenden Epochen wurde sie als Staatsgefängnis verwendet, unter anderem während der französischen Besatzungszeit.
Löwenhof
Der rechteckige Hof wird von einem Säulengang umgeben, der an die christlichen Kreuzgänge erinnert. Im Innenhof stehen 12 Löwen um ein Becken, das von ihnen getragen wird. Der Brunnen aus weißem Marmor, der in der Mitte des Hofes steht, ist ein typisches Beispiel muslimischer Bildhauerkunst. Im Beckenrand ist ein Spruch von Ibn Zamrak eingemeißelt: „Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht“.
Es sollte uns daran erinnern wie einzigartig die Schönheit dieses Ortes ist. Die 124 Säulen aus weißem Marmor bilden den Säulengang und vermitteln das Gefühl sie in eine andere Zeit zu versetzen, umgeben von Schönheit und liebevoll gepflegter Kunst.
Was man sehen sollte
Hemingway soll angeblich behauptet haben „Wenn ich nur eine Stadt hätte, die ich besuchen könnte, so sollte es Granada sein“. Die Stadt ist wohl wegen der Alhambra in aller Welt bekannt, doch sie hat vieles mehr zu bieten. Eine Kaffeepause auf der Terrasse des Hotel Alhambra bietet einen einzigartigen Blick auf die Festung und die darunter liegende Altstadt. Eine Tapas-Tour durch die besten Bars Granadas, eine Shopping-Tour im alten Seidenmarkt inmitten der vielen Cafés der Altstadt oder ein Spaziergang im mittlerweile arabischen Souk im unteren Teil von Albaicìn lohnen sich.
Hier findet man marokkanisches Kunsthandwerk, Stoffe aus Indien, aromatische Tees und süßes Gebäck. Wer sein wissenschaftliches Wissen vertiefen möchte dem steht das neue interaktive Museum zur Verfügung. Auf 70.000m² gibt es für Kinder und Erwachsene unzählige lehrreiche Unterhaltungsmöglichkeiten im großen Wissenschaftszentrum und Museum. Costa bringt sie in den Süden Spaniens, wo das Klima das ganze Jahr geeignet ist, um einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen.