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Mit leichten Abweichungen gilt auch 2018: Die Befragten wollen mehrheitlich in jeder Region ein Spital, aber nicht zwingend ein Vollangebot. Sie wollen regionale Angebote für Notfälle, wiederkehrende ambulante Behandlungen und Geburten. Für mehrwöchige stationäre Behandlungen für eine Rehabilitation oder in der Psychiatrie sowie für einmalige chirurgische Eingriffe werden längere Wege in Kauf genommen.
65 Prozent der Befragten wünschen, bei Notfällen innerhalb einer Viertelstunde in ein Spital zu gelangen. In geringerem Ausmass sind nahe Einrichtungen auch bei mehrmals wöchentlich wiederkehrenden ambulanten Behandlungen und bei Geburten erwünscht. 61 Prozent akzeptieren für einen Routine-Eingriff einen Weg von einer Stunde. Bei einmaligen spezialisierten Eingriffen sind es 81 Prozent. Bei mehrwöchigen stationären Behandlungen in der Psychiatrie (72%) und für eine Rehabilitation (68%) ist eine klare Mehrheit mit einem zweistündigen Weg einverstanden.
Gegenüber 2017 ist die grösste Veränderung bei einmaligen chirurgischen, spezialisierten Eingriffen (81%, +13) zu sehen, die nun klarer von chirurgischen Routine-Eingriffen unterschieden werden, bei denen 61 Prozent (−2) mit einer Wegzeit von einer Stunde und mehr einverstanden sind. Neben Notfällen wünschen die Befragten auch regionale Angebote für wiederkehrende ambulante Behandlungen (20%, −4). Im Vergleich zu 2017 sind hier etwas kürzere Anfahrtswege erwünscht. Bei Geburten (31%, +5) werden leicht längere Wege akzeptiert.
Auf dem Land liegt die mittlere akzeptierte Entfernung (Medianwert) bei Notfällen bei maximal einer halben und bei Geburten bei maximal einer Dreiviertelstunde. In grossen Agglomerationen ist man bereit, für einmalige, chirurgische spezialisierte Eingriffe maximal zwei Stunden zu akzeptieren, in kleinen und mittleren Agglomerationen sowie auf dem Land jedoch nur eine Stunde.