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Um weiter zulegen zu können, sollen in verschiedenen Ländern neue Niederlassungen eröffnet werden. «Wir wollen den Jahresumsatz auf dem afrikanischen Kontinent innerhalb der nächsten drei Jahre auf 1 Milliarde Franken steigern», sagte Bart Vanhauwere, Leiter des Afrika-Geschäfts von Roche, gegenüber AWP anlässlich einer vom Swiss-African Business Circle (SABC) organisierten virtuellen Konferenz.
Heute erwirtschaftet Roche in Afrika einen Umsatz zwischen 650 und 750 Millionen Franken im Jahr. «Der Bereich Pharma erwirtschaftet zwischen 350 und 400 Millionen, während die Diagnostiksparte 300 bis 350 Millionen zum Gesamtumsatz beiträgt», erklärte Vanhauwere weiter.
Die Folgen der Corona-Pandemie haben die Aktivitäten von Roche auch in Afrika beeinträchtigt. Dabei seien vor allem weniger Medikamente verkauft worden, da es auf dem Höhepunkt der Gesundheitskrise weniger Krankenhausbesuche und Konsultationen in Arztpraxen gegeben habe. Gestützt habe dagegen die grosse Nachfrage nach Corona-Tests.
Das Wachstum im Covid-19-Portfolio habe den Umsatzrückgang in der Pharmadivision immerhin zum Teil ausgleichen können, erklärte Vanhauwere.
Neue Filialen geplant
Roche ist in Afrika in rund 15 Ländern präsent und wird demnächst eine weitere Niederlassung in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, eröffnen. Dies werde noch im ersten Quartal 2021 geschehen, sofern die Coronakrise keinen Strich durch die Rechnung mache, sagte Vanhauwere. Weitere Niederlassungen könnten in Ländern wie Tansania oder Angola folgen.
Doch das Geschäft mit teuren Medikamenten ist in Afrika kein einfaches. Obwohl der Bedarf an Medikamenten, insbesondere gegen Krebs, gross sei, sei der Zugang zu diesen Produkten für die Ärmsten schwierig, stellte Vanhauwere fest.
Im Jahr 2019 seien rund 725’000 Patienten in Afrika mit Produkten von Roche behandelt worden. Insgesamt leben in den 54 Ländern des Kontinents mehr als eine Milliarde Menschen. Roche beschäftigt etwa 800 der weltweit rund 98’000 Mitarbeitenden in Afrika.