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Als Humanitäre Hilfe wird die materielle und logistische Bereitstellung von Hilfsgütern zur Unterstützung und zum Schutze von Menschen in einer humanitären Notlage bezeichnet. Das Ziel ist die Beseitigung des Leidens der betroffenen Bevölkerung. Notlagen können durch bewaffnete Konflikte aber auch durch Naturereignisse wie Erdbeben oder Überschwemmungen entstehen. Auch eine medizinische Katastrophe (z.B. eine schnelle Ausbreitung einer Seuche) kann eine humanitäre Katastrophe zur Folge haben.
Humanitäre Hilfe wird einerseits von den Vereinten Nationen (UNO) in bestimmten Unterorganisationen wie UNHCR durchgeführt und koordiniert, andererseits gibt es viele zivile Hilfswerke wie Caritas Schweiz, welche jeweils nach Zustimmung des Gaststaates humanitäre Aktionen realisieren.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist die Agentur für internationale Zusammenarbeit im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die DEZA ist zuständig für die Gesamtkoordination der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit mit andern Bundesämtern sowie für die humanitäre Hilfe der Schweiz.
Website
Das IKRK ist das wohl älteste international tätige humanitäre Werk. Mit seinem Hauptsitz in Genf versucht das Komitee mit diplomatischen Mitteln die Einhaltung der Genfer Konvention in Krisengebieten zu erreichen und Kriegsgefangene zu besuchen. Es arbeitet unabhängig, neutral und hat eine ausschliesslich humanitäre Mission. Es garantiert mit seinen 12'000 Angestellten humanitären Schutz und Unterstützung in rund 80 Ländern.
IKRK
Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), organisiert in Zusammenarbeit mit den nationalen Gesellschaften Hilfsmissionen nach nicht kriegsbedingten Notsituationen wie zum Beispiel Naturkatastrophen und Epidemien.
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ALNAP (Active Learning Network for Accountability and Performance in Humanitarian Action) wurde 1997 aufgrund der Erfahrungen nach dem Völkermord in Ruanda gegründet. Ziel ist die Professionalisierung der Humanitären Arbeit durch Lernen und Rechenschaftspflicht.
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Auf Grund des unqualifizierten Vorgehens vieler Hilfsorganisationen in Goma 1994, kam es in den Flüchtlingslagern zu unnötigen Todesfällen. Dieses Ereignis war der Auslöser zur Entwicklung des Sphere Project, das im Juli 1997 von einer Gruppe humanitärer Organisationen und der Rotkreuzbewegung ins Leben gerufen wurde. Das Ziel des Projektes und des daraus entstandenen Handbuches ist es, die Qualität und die Zuverlässigkeit der Unterstützung von Katastrophen- und Krisenbetroffenen zu verbessern.
Website
Auf dieser Website der Vereinten Nationen findet man eine breite Informationsbasis zu den aktuellen humanitären Aktionen in den verschiedenen Ländern und der unterschiedlichen staatlichen und zivilen Akteure. Zudem sind Stellen in der Internationalen Arbeit ausgeschrieben.
Website
Auf einen Blick die wichtigsten Informationen zum Stichwort Humanitäre Hilfe.
Wikipedia
Der Katastrophen-Fonds der Caritas ist dazu da, dass Caritas bei einem Erdbeben, einer Überschwemmung, einer Schlammlawine oder einer extremen Dürre auf bereits bestehende finanzielle Mittel zurückgreifen kann und ihre Helferinnen und Helfer sofort in den Einsatz gehen können.
Wichtig ist der Fonds im Fall von vergessenen Katastrophen, über die in den Medien nicht berichtet wird. In diesen Fällen ist es schwierig, finanzielle Unterstützung für die Hilfe zu bekommen.
Broschüre
Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme, bewaffnete Konflikte, Tsunami – in solchen Situationen ist es vielen Betroffenen unmöglich, ihre Not selbst zu überwinden. Sie sind auf externe Unterstützung angewiesen. Innerhalb von wenigen Stunden kommt die Humanitäre Hilfe zum Einsatz und versucht Leben zu retten und Leiden zu lindern.
Wie funktioniert diese Nothilfe? Unsere School-Infomappe gibt Einblick.
Infomappe
Mit humanitärer Hilfe ist es möglich, Menschen in Not zu helfen. Was einfach tönt hat aber seine Tücken. Humanitäre Organisationen müssen sich heute zahlreichen Herausforderungen stellen, sich in Spannungsfeldern bewegen. Mit dem Buch "Hilfe in Not" machen Caritas Schweiz und Caritas Luxemburg auf die schwierigen Rahmenbedingungen und die Gefahr der Instrumentalisierung und Politisierung in der Humanitären Hilfe aufmerksam. Sie legen Richtlinien für ihre eigene Arbeit fest und stellen Forderungen an die Politik.
Die Sicherheit für humanitäre Akteure ist ein zentrales Thema, da die Risiken und Gefahren vielfältiger werden und militärische Akteure vermehrt in der Humanitäre Hilfe tätig sind. Caritas Schweiz hat ein Instrument zur Sicherheit ihrer Mitarbeitenden im Ausland erarbeitet, welches institutionelle Fragen klärt und eine Vielzahl an praktischen Tipps enthält.