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Bandenkriege, Überfälle und Mord gehören in Los Angeles’ Stadtteil Crenshaw zum Alltag. Dort, wo Meghan Markle, die zukünftige Frau von Prinz Harry, 33, am 4. August 1981 zur Welt kam. Ihre Mutter Doria, 61, eine Afroamerikanerin, arbeitete in einem Reisebüro. Vater Thomas, 73, der niederländisch-irische Wurzeln hat, war Beleuchter und Kameramann beim Film. Unter anderem für «Eine schrecklich nette Familie».
Als kleines Mädchen war Meghan Markle oft mit ihrem Vater am Set, schnupperte zum ersten Mal Hollywood-Luft. Und hatte fortan den Traum, Schauspielerin zu werden. Kein einfacher Weg: Denn ihr sonstiges Umfeld passte so überhaupt nicht zur Glitzerwelt. «Wir waren Leute, die unten wohnten», beschreibt es Meghans Tante Ava Burrows, 64, gegenüber der britischen «Daily Mail».
Eine schicksalshafte Begegnung
Bevor sie ins Filmbusiness einstieg, absolvierte Meghan Markle eine grundsolide Ausbildung. Nach dem College studierte sie an der privaten «Northwestern University» in Illinois Internationale Beziehungen und Theater. Finanziell unterstützt von ihren Eltern, die ihrer Tochter alles zu ermöglichen versuchten. Nebenher verdiente sie selbst Geld als Kalligrafin, gestaltete Hochzeitskarten. In Buenos Aires machte sie zusätzlich ein Praktikum in der US-Botschaft, wo sie auch nach ihrem Studienabschluss einige Monate arbeitete.
Ein Heimatbesuch veränderte ihr Leben. Ein Schauspiel-Agent wird auf einer Party in L. A. auf sie aufmerksam – und so kommt Meghan in der Seifenoper «General Hospital» 2002 zu ihrem Fernsehdebüt. Kleinere Rollen in Serien wie «CSI: Miami» und «CSI: NY», «Knight Rider» und Filme wie «Kill the Boss» oder «Männertrip» folgten. Dazwischen trat sie als Model auch in der US-Ausgabe von «Deal or No Deal» auf. 2011 dann ihr Durchbruch mit «Suits». In der Anwaltsserie spielte sie fortan die Anwaltsgehilfin Rachel Zane - bis zur Verlobung mit Prinz Harry.
Früh mit Rassismus konfrontiert
Auch wenn Meghan Markle mit der royalen Hochzeit ihre Hollywood-Vergangenheit hinter sich lässt, ihre Wurzeln abstreifen kann sie nicht. Will sie auch nicht, zumindest nicht ganz. Auf ihre Herkunft beispielsweise ist sie stolz. Zwar war sie schon früh mit Rassismus konfrontiert, ihre Mutter wurde aufgrund der Hautfarbe oft für die Nanny gehalten, wenn sie mit der Tochter unterwegs war. Wohl auch deswegen hasst es Meghan bis heute, wenn Fotografen per Photoshop ihren Hautton verändern oder ihre Sommersprossen wegretuschieren.
Auch die erste Ehe mit Trevor Engelson gehört für Meghan Markle unweigerlich zu ihrem Leben. 2004 lernte sie den Filmproduzenten kennen. Sieben Jahre später gaben sie sich das Jawort.
Nach zwei Ehejahren kam die Scheidung wegen «unüberbrückbarer Differenzen». Trotzdem akzeptiert Meghan Trevor Engelson als Teil ihrer Vergangenheit. Und auch der britische Hof hat sich damit abgefunden.
Die lästernde Halbschwester
Anders sieht es mit Meghans Familie aus. Zumindest über die Halbgeschwister von Meghan Markle dürfte Queen Elizabeth II., 92, weiterhin «not amused» sein. Kein Wunder. Da wäre zum einen Samantha Grant, 53. Die Tochter von Meghans Vater aus einer früheren Beziehung lässt keine Gelegenheit aus, öffentlich über Meghan zu lästern. Sogar als «social climber», zu Deutsch eine Person, die versucht, gesellschaftlich emporzukommen, soll Samantha ihre Halbschwester bezeichnet haben. Später widersprach sie jedoch, dies jemals gesagt zu haben.
Klar ist: Als Kind hatte Meghan noch eine gute Beziehung zu Samantha, später lebten sich die zwei auseinander. 2008 erhielt Samantha Grant die Diagnose Multiple Sklerose, sitzt heute im Rollstuhl und hat auch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nun versucht sie, aus der Liaison ihrer Halbschwester mit Prinz Harry Profit zu schlagen. So hat sie zum Beispiel ein Buch über Meghan angekündigt. Gegenüber einem US-amerikanischen Fernsehsender, so schreibt «Town & Country», beschwerte sie sich ausserdem, dass Meghan ihren Vater nicht finanziell unterstütze. Bei solchen Aussagen helfen wohl auch Rettungsversuche in neueren Interviews nichts mehr, in denen Samantha alles zu relativieren versucht. Dieses Verhältnis scheint verrüttelt.
Der kriminelle Halbbruder
Nicht viel anders sieht es mit Meghans Halbbruder Tom Markle Junior aus. Der 51-Jährige ist Fensterputzer und war laut «The Sun» auch schon auf Konfrontation mit dem Gesetz. Vor etwas mehr als einem Jahr nahm ihn die Polizei fest, weil er seiner Freundin Darlene Blount eine Waffe an die Stirn gehalten hatte. Während Meghan diese und andere Geschichten nie kommentierte, hält Thomas Markle Junior gleich wie seine Schwester Samantha Grant nichts von öffentlicher Zurückhaltung, gab den US-Medien immer wieder bereitwillig Auskunft über Meghan. Zuletzt veröffentlichte er sogar einen Brief an Prinz Harry, in dem er den baldigen Bräutigam vor Meghan Markle warnt und ihm rät, die Hochzeit abzusagen, solange es noch geht. Ein No-Go, das Meghan und die Königsfamilie nicht so schnell vergessen dürften.
«Deine Umarmungen sind immer noch die besten»
Anders sieht es mit Meghans Vater Thomas Markle aus. Beim 73-Jährigen ist zwar auch das eine oder andere im Leben schief gelaufen. Neun Jahre lang war er mit Meghans Mutter Doria Ragland verheiratet, 1988 liessen sie sich scheiden. Der Vater aber sorgte immer für seine drei Kinder. Sogar einen Teil eines Lottogewinns 1990 investierte er in die Ausbildung von Meghan, finanzierte seiner Tochter eine der besten Privatschulen in Los Angeles sowie einen Teil des Studiums.
2016 dann meldete Thomas Markle überraschend Bankrott an. Nach Aussagen seines Sohnes Tom Markle Junior soll sein Geschäftspartner schlecht gewirtschaftet haben. Trotz den finanziellen Schwierigkeiten: Meghan mag ihren Papa sehr. Auf Instagram schrieb sie am 19. Juni 2016: «Alles Gute zum Vatertag, Daddy. Deine Umarmungen sind immer noch die besten auf der ganzen weiten Welt.»
Vor allem aber hat sich Thomas Markle Senior öffentlich nie negativ zu seiner Tochter geäussert. Ganz im Gegenteil. Bei seinem bisher einzigen Kommentar meinte er: «Sie sind ein tolles Paar! Ich liebe sie beide sehr, Harry ist ein Gentleman!» Klar wird Meghans Vater dann auch bei der Hochzeit dabei sein, wie der Kensington-Palast inzwischen bestätigte. Thomas Markle Sr. springt dort sogar über seinen Schatten. Auch wenn er öffentliche Auftritte scheut: Der Papa will seine Tochter zum Altar führen.
«Spass liebender Freigeist»
Mit Abstand die engste Bindung hat Meghan Markle aber zu ihrer Mutter Doria Ragland, die inzwischen als Sozialarbeiterin tätig ist. Ihr wird hoch angerechnet, dass sie als alleinerziehende Mutter alles für ihre Tochter getan hat, «und sie zu einer wahren Prinzessin erzogen hat», wie Fans in den sozialen Medien schreiben. Dabei hatte sie es nie einfach, musste 2002 sogar selbst Insolvenz anmelden. Wohl auch, weil sie für Meghan alles geopfert hat.
Gemäss Meghan Markle ist ihre Mutter ein «Spass liebender Freigeist» mit Dreadlock und Nasenpiercing, der sie alles verdanke. Und vor allem ist sie die beste Freundin von Meghan. Sie war dann auch dabei, als Meghan Markle ihrem Prinz Harry bei den «Invictus Games» in Toronto das erste Mal in der Öffentlichkeit einen Kuss gab. Auch beim nächsten öffentlichen Kuss wird sie nicht fehlen, wenn ihre Aschenputtel-Tochter Märchenhochzeit feiert.
Lesen Sie im Teil 7: Ist Meghan Markle die nächste Grace Kelly?
Alle Teile der Serie finden Sie hier.
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