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Hotel Badus
Hotel Badus
Hotel Badus a Cumpadials, baghegiaus 1908-1910
Igl onn 1945 vegn il hotel BADUS baghegiaus entuorn en ina casa da vegls.
dapli mira sut: Casa sogn Giusep
Chronik der Casa sogn Giusep
Im Jahre 1908–1910 wurde von Gion Clemens Riedi aus Pardomat das Hotel Badus erbaut für CHF 7‘321.76 und zusätzlich ein Teil der Liegenschaft Casa-sut gekauft. In der Casa-sut wurde der Keller als Wäscherei genutzt und der Garten wurde von den Angestellten bewirtschaftet. Herr Riedi betrieb das Hotel mit 80 Betten im Sommer und Winter selbst bis 1913. Ihm folgten 3 weitere Betreiber; welche das Hotel nur im Sommer führten: Herr Müller bis Mitte 1918, Herr Jakob Brunner bis 1926 neu unter dem Namen Hotel Badus und zum Schluss Herr Gaston R. Bardi bis im Frühling 1932.
Das Hotel wurde 1932 an die Caritas Zürich verkauft. Die Caritas betrieb das Hotel als Ferienhaus für Kranke bis 1944, 40–50 Gäste weilten so in den Monaten Mai bis Ende Oktober im Hotel. Daneben boten die Frauen der Caritas die unentgeltlich arbeiteten für die Frauen in der Region Näh- und Kochkurse an. Während 7 Jahren war die Gewerbliche Berufsschule ebenfalls im Hotel untergebracht und während 3 Jahren die Primarschule mit 40 Schülern in der Casa-sut.
Die Idee, daraus ein Altersheim zu gründen, ist im Kreise einer Kommission entstanden, die sich im Jahre 1933 konstituiert hatte unter dem Namen «Ovra d’agid Surselva» (Hilfswerk Surselva) mit der Zielsetzung, ein Heim für Alte und Behinderte zu gründen. 1945 kauft Pfarrer Maurus Brugger im Auftrag der Kommission und des Bischofs von Chur das Hotel für CHF 125‘000.–. 1948 beschliesst die Kommission mit Zustimmung des Churer Bischofs, dieses soziale Werk in eine kirchliche Stiftung abzuändern; somit war das erste katholische Altersheim in der Surselva geboren. Von 1963 bis 1971 wurde unter der gleichen Stiftung auch das Altersheim Miraval in Cumbel geführt.
Ab März 1946 bis Ende Mai 1993 wurde das Altersheim durch 2 Schwestern des Klosters S. Dumeni in Cazis im Auftrag des Stiftungsrates geführt. Ab 2004 wurden die inzwischen 4 Schwestern und die übrigen Angestellten nach den kantonalen Vorgaben entschädigt.
Die Schwestern wurden von 1946–1993 jeweils durch einen Verwalter (Kassier der Stiftung) unterstützt. Seit 1993 wird die Casa sogn Giusep durch eine Heim- und Pflegeleitung geführt. Im Herbst 2016 wurde die kirchliche Stiftung aufgrund gesetzlicher Vorgaben zu einer selbstständigen Stiftung umgewandelt.