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Wer alt ist, muss nicht zwingend einsam sein. Aber diese Lebensphase birgt eine Reihe von Faktoren, die zur Einsamkeit führen können.
Folgende Faktoren können im Alter zu Einsamkeit führen:
Verwitwung, d.h. Verlust des Partners/der Partnerin
Ausdünnung des Beziehungsnetzes durch Verlust wichtiger, oft lebenslanger Beziehungen (Tod, Wegzug)
Verlust der vertrauten Umgebung durch Eintritt in ein Heim
Einschränkung der Autonomie und stärkere Abhängigkeit, z.B. durch Vorgaben im Heim (Essenszeiten, Sitzordnung im Speisesaal etc.)
Verlust der bisherigen Rollen und Aufgaben
Eingeschränkte Aktivität, z.B. durch Krankheit, durch erschwerte Beweglichkeit
Eingeschränkte Zukunftsorientierung bzw. Zukunftsperspektiven (Erleben von «Stillstand», Angst vor dem Tod), Gesundheitsprobleme und Schmerzen, Finanzielle Sorgen
Da Frauen statistisch gesehen älter werden und dadurch oft auch unter gesundheitlichen Beschwerden leiden (z.B. Demenzerkrankungen), häufiger als Männer alleine leben und oft auch finanziell schlechter gestellt sind, haben sie tendenziell ein grösseres Risiko, im Alter einsam zu werden.
Aus einer momentanen Einsamkeit kann so eine dauernde Einsamkeit werden, die schliesslich sogar zu einer «inneren Versteinerung» führen könnte.