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Der Neuenburger Skifahrer schaffte damit eine seltene Leistung: Abfahrt und Super-G am gleichen Wochenende hatten in Kitzbühel zuvor erst Hermann Maier 2001 und Stephan Eberharter 2002 gewonnen. Cuche siegte damit auf der Streif zum bereits vierten Mal.
1998 hatte er die Sprintabfahrt und vor zwei Jahren die Abfahrt mit Start oberhalb der «Mausefalle» gewonnen. «Es ist wieder alles aufgegangen», sagte der mit Freudentränen kämpfende Cuche. «Das ist einfach unglaublich. Ich hatte mich selber unter Druck gesetzt. Den Sieg vergleiche ich mit dem Gewinn einer WM- oder Olympia-Medaille. Ich denke, viele empfinden das gleich wie ich. Hier in Kitzbühel zu siegen ist einfach einmalig. Dass ich es wieder geschafft habe, macht mich stolz.» Hatte er sich am Tag zuvor im Super-G den entscheidenden Vorteil auf dem letzten Streckenteil erarbeitet, gehörte Cuche in der Abfahrt vom Start weg zu den Allerschnellsten.
Cuche am nächsten kam völlig überraschend Andrej Sporn. Der Slowene, einst als Slalom-Spezialist in den Weltcup eingestiegen und seit drei Jahren in den Speed-Disziplinen am Start, hatte mit der Startnummer 7 eine Zeit vorgelegt, an der sich sämtliche Favoriten die Zähne ausbissen -- bis Didier Cuche kam. Sporn schaffte sozusagen aus dem Nichts den Sprung aufs Podest. Der 13. Rang vor einem Monat in Val Gardena war seine zuvor beste Abfahrts- Leistung gewesen.