Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03561.jsonl.gz/327

Als Sony damals vor der Wahl stand, ob sie den heutigen Rollenspiel-Hit "Demon's Souls" publishen wollen, lehnte das Unternehmen ab. Shuhei Yoshida, Chef von Sony Worldwide Studios, äussert sich in einem Interview mit den englischen Kollegen von Gameinformer.
"Wen man alles in Betracht zieht, dann ist es Teil des Problems der Spieleentwicklung in Japan. Typischerweise werden die Arbeiten in Japan horizontal vorgenommen, als alle Assets parallel erstellt, weshalb es schwierig ist, wie der finale Status des Spiels irgendwann einmal sein wird. Die westliche Art und Wiese der Spieleentwickler ist hingegen vertikal angeordnet. Schon im frühen Entwicklungsstadium versucht das Team dann einen kleinen Ausschnitt der Spielerfahrung spielbar zu machen, der dann dem finalen Produkt recht ähnlich ist Bei "Demon's Souls" kam es nun so, dass wir die Qualität des Spiels völlig unterschätzt habn, und um ehrlich zu sein, haben es uns die japanischen Medien da gleich getan."
"Meine persönliche Erfahrung mit "Demon's Souls" hatte ich, als es bereits nahe der Fertigstellung war. Ich habe etwa zwei Stunden damit verbracht, es zu spielen, und nach den zwei Stunden stand ich immer noch irgendwo am Anfang des Spiels rum. Ich sagte nur: 'Das ist Müll. Das ist ein unfassbar schlechtes Spiel.' Also habe ich es beiseite gelegt."
"Aus Publisher-Sicht haben wir definitiv versagt, das Studio-Management mit eingeschlossen. Wir waren einfach nicht in der Lage, den Wert eines Produkts zu sehen, was wir selbst entwickelt haben." (Übersetzung: onlinewelten.com)