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Heute im Info sprechen wir mit dem Soziologen Ueli Mäder über soziale Bewegungen damals & heute.
Die Anti-Atom-Bewegung, die Antifa, die LGBTIQ-Bewegung und die Recht-auf-Stadt-Kollektive sind alle soziale Bewegungen. Sie alle kämpfen auf der Strasse und mittlerweile auch im Netz für Ideale und Utopien, also für eine bessere und gerechtere Gesellschaft. Die Reihe SQUATOPIA dreht sich um die Geschichte der Hausbesetzungsbewegung und der Bewegung für autonome Zentren, in ihrem fünften Teil geht es um das Wesen von sozialen Bewegungen grundsätzlich.
Michael Spahr und Giorgio Andreoli haben dafür den Soziologen Ueli Mäder getroffen. Ueli Mäder war sowohl Teil verschiedener sozialer Bewegungen als auch als Forscher in diesem Bereich tätig. Er findet, dass soziale Bewegungen einen wichtigen Beitrag geleistet haben, dass Städte heute menschlicher und bunter seien. Gleichzeitig ist er der Meinung, soziale Bewegungen müssen sich selber immer wieder kritisch durchleuchten. Soziale Bewegungen, die konsequent auf Gewalt verzichtet haben, seien viel erfolgreicher gewesen als diejenigen, die zuweilen ihre Ziele mit Gewalt erreichen wollten, erklärt Mäder. Er glaubt, es brauche noch heute Utopien, und fordert jüngere Generationen auf, neue Utopien zu formulieren und dafür zu kämpfen.