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Nach einem Diplom im Langdistanzrennen gewann die Richterwilerin am letzten Wettkampftag der OL Junioren-Weltmeisterschaft, die vom 22.7. – 27.7. in Bulgarien stattfand, mit ihrem Staffelteam gar eine Bronzemedaille.
Bereits zum zweiten Mal nahm Paula Gross an Junioren-Weltmeisterschaften teil, dies obwohl sie mit 18 Jahren eigentlich noch nicht im Juniorenalter ist. Mit dem sechsten Rang im Langdistanzrennen realisierte die Richterswilerin ihr bisher bestes Resultat an einer Junioren-WM. Trotzdem war sie mit ihrem Rennen nicht ganz zufrieden. „Der erste Teil des Wettkampfes gelang mir bestens. Ich fühlte mich physisch sehr gut. Beim Zuschauerposten vor der Schlussschlaufe lag ich noch auf dem dritten Zwischenrang. Doch dann suchte ich vier der fünf verbleibenden Posten, verlor damit viel Zeit und rutschte auf Rang sechs ab. Das ist ärgerlich, doch immerhin reichte es noch für ein Diplom“, berichtete Gross nach dem anforderungsreichen Wettkampf.
Während des Staffelrennens erlebte die Mittelschülerin ein wahres Wechselbad der Gefühle. Als Startläuferin des Teams Schweiz 2 gelang es ihr, bis zur ersten Zwischenzeit mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Aber dann lief sie einen falschen Posten an, musste korrigieren und verlor in der Folge den Kontakt zu den stärksten Konkurrentinnen. Als 21igste, mit mehr als drei Minuten Rückstand auf die Spitze, übergab sie an ihre Teamkollegin Sina Tommer. So war dies nicht geplant. Entsprechend gross war die Enttäuschung bei der Zimmerberglerin. Tommer, die einen Tag zuvor Juniorenweltmeisterin über die Mitteldistanz geworden war, konnte ihr Team zwar wieder auf den 13. Zwischenrang zurück bringen, verlor aber weitere zwei Minuten auf die schnellsten Nationen. Der Traum von einer WM-Medaille schien für Gross endgültig geplatzt zu sein. Doch Staffelrennen haben eigene Gesetze. Lisa Schubnell, die Schlussläuferin des Team Schweiz 2, schaffte es tatsächlich, wieder ganz nach vorne zu laufen. Vor der Schlusslaufe passierte sie die Zielarena bereits als dritte Läuferin. Die Zürcherin liess nichts mehr anbrennen und überquerte schliesslich zusammen mit ihren überglücklichen Teamkolleginnen die Ziellinie. Wieder flossen bei Gross Tränen, diesmal waren es aber Tränen der Erleichterung und der Freude.