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Elenagen ist eine neuartige Impfung gegen Krebs, bei der sich zwei Wirkungsweisen ergänzen. Einerseits wird die körpereigene Abwehr durch Einbringen von künstlich hergestellter DNA (menschliches Erbgut) ausgelöst und andererseits werden chronische Entzündungen im Körper gelindert. In früheren Untersuchungen zeigte Elenagen bereits eine Anti-Tumor-Wirksamkeit bei entsprechender Arzneimittelsicherheit in Nagetieren und Hunden. Nun haben Forscher in einer präklinischen Studie die Wirksamkeit und Sicherheit von Elenagen bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren (Brust-, Ovarial-, Lungen-, Nieren- und Hautkrebs) getestet. Dabei wurden 15 Patienten mit einer ansteigenden Dosis von 1 bis 5 mg, 5-mal wöchentlich behandelt. Weitere 12 Patienten erhielten eine gleichbleibende 1 mg Dosis. Zehn der Patienten mit Brust- oder Ovarialkrebs, die trotz der Impfung mit Elenagen Krankheitsrückfälle erlitten, bekamen herkömmliche Chemotherapie verabreicht, um die Krebszellen abzutöten. Auftretende Nebenwirkungen waren als Grad 1 einzustufen, also sehr mild. Es wurden keine schwerwiegenden Begleiterscheinungen beobachtet. Insgesamt konnten 12 der Pateinten (44 %) eine stabile Erkrankung über einen Zeitraum von 8 Wochen erzielen, d. h. der Krankheitsfortgang wurde gebremst, aber es waren noch mindestens 50 % des Tumorvolumens nachweisbar. Vier dieser Patienten (15 %) profitierten sogar von einer Tumorkontrolle über einen Zeitraum von 24 Wochen. Die Patientinnen mit Brust- und Ovarialkrebs erzielten eine zusätzliche Tumorstabilisierung über 12 bis 28 Wochen, wenn sie nach der Elenagen-Behandlung noch Chemotherapie verabreicht bekamen.
Diese präklinische Studie lässt darauf schließen, dass die Anwendung von Elenagen für Patienten mit soliden Tumoren, einschließlich Brustkrebs, sicher und mit einer guten Anti-Tumor-Wirksamkeit verbunden ist. Besonders ermutigend ist der Aspekt, dass Elenagen möglicherweise die Empfindlichkeit von Tumoren gegen Chemotherapie wiederherstellen könnte, was insbesondere für Patienten eine Rolle spielen könnte, die gegenüber Chemotherapie resistent geworden sind, d. h. bei denen diese Behandlung nicht mehr wirksam ist.