Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/152968

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweiz muss künftig als Folge des Atomausstiegs mehr Strom importieren und vergrössert damit ihre Abhängigkeit vom Ausland. Unser Nachbar Deutschland hält aber bis 2050 an der Energie aus Kohlekraftwerken fest.</p><p>- Gedenkt der Bundesrat, die Schweiz bald mit Energie aus deutschen Kohlekraftwerken zu versorgen?</p><p>- Ist ein solcher Strom noch umweltfreundlich?</p><p>- Oder möchte der Bundesrat auf die Alternative des Atomstroms aus Frankreich ausweichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Frage geht in die gleiche Richtung wie die vom Bundesrat am 19. November 2014 beantwortete Interpellation Fluri 14.3828, "Strategie gegen steigende Importabhängigkeit beim Strom". Mit der Energiestrategie 2050 wird die Importabhängigkeit der Schweiz im gesamten Bereich Energie deutlich reduziert. Die im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 enthaltenen Massnahmen zielen darauf ab, die Energie- und Stromeffizienz zu erhöhen. Zusätzlich wird die Produktion von Strom aus einheimischen, erneuerbaren Energien erhöht. Gemäss den Energieperspektiven 2050 verbleibt je nach Entwicklung der Stromnachfrage ein Deckungsbedarf, der mit inländischer Produktion aus fossil-thermischen Gaskombikraftwerken oder Wärme-Kraft-Koppelungs-Anlagen oder mit Importen geschlossen werden kann. Da die EU den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 deutlich steigern will, wird somit bei Importen von Strom dieser Anteil ebenfalls ansteigen.</p>