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Schwarzbär
Ursus americanus
© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)
Der Schwarzbär (Ursus americanus) war von den frühen amerikanischen Siedlern stark bejagt worden, weil er sich gern über ihre Schweine und Bienenstöcke hermachte. In den meisten Staaten östlich des Mississippis war die Art dadurch vollständig ausgerottet worden. Heute betrachtet man den Bären nicht mehr als Schädling, sondern gesteht ihm seinen Platz in den amerikanischen Wäldern zu. Aufgrund der verminderten Verfolgung haben sich die Schwarzbären wieder stärker vermehrt und sogar Gegenden neu besiedelt, aus denen sie verschwunden gewesen waren.
Ausgewachsene männliche Schwarzbären erreichen im allgemeinen eine Schulterhöhe von 70 bis 90 cm, eine Gesamtlänge von 140 bis 200 cm und ein Gewicht von 140 bis 180 kg. Der Gewichtsrekord liegt allerdings bei 318 kg!
Im Osten Amerikas sind die meisten Schwarzbaeren - wie ihr Name sagt - schwarz gefärbt. Westlich des Mississippis können sie dagegen schwarz, braun oder rötlich sein. Und an der Glacier Bay in Alaska weisen sie gar eine silbergraue Fellfarbe auf.
Der Schwarzbär gehört zwar zur grossen Ordnung der Raubtiere; er ist aber ein typischer Allesfresser. Er nimmt so ziemlich alles zu sich, was er auf seinen Fresswanderungen antrifft - von Gräsern, Beeren, Nüssen, Mais und Äpfeln über Ameisen, Heuschrecken, Vogeleier und Bienenhonig bis hin zu Mäusen, Hörnchen und Lachs. Selbst vor Aas und Abfällen des Menschen macht er nicht halt.
Schwarzbären leben - von Bärinnen mit Jungen abgesehen - einzelgängerisch. Männchen und Weibchen treffen sich nur für kurze Zeit im Juni oder Juli, um sich zu paaren. Das Weibchen bringt seine 2 bis 3 Jungen im Januar in einem gut geschützten Winterquartier zur Welt. Die Bärenbabys messen bei der Geburt lediglich 20 cm und wiegen etwa 250 Gramm. Sie wachsen aber rasch heran. Bereits im April verlassen sie mit ihrer Mutter zusammen das Winterlager. Sie werden noch gut ein Jahr lang von ihr betreut; dann gehen sie ihre eigenen Wege.
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