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Um was geht`s?
Analoge Manipulation von Bildern
Wieviel Wahrheitsgehalt weisen Bilder auf? In welchem Bezug stehen mediale Darstellungen mit den dargestellten Dingen? Mit dieser Aufgabe soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden, mit Bildern zu experimentieren, sie unabhängig von den Möglichkeiten der Bildbearbeitung an einem PC zu manipulieren und die Bilder bezüglich ihres Bezugs zur Wirklichkeit zu bewerten.
Ziele
Durch die Gestaltung und die manuelle Manipulation von Bildern setzen sich die Kinder mit Gestaltungsmöglichkeiten von Bildern und Bildsprache auseinander. Die Wirkung von visueller Kommunikation wird erfahrbar. Der Unterschied zwischen Darstellung von Wirklichkeit und Wirklichkeit wird reflektiert. Die Möglichkeiten von Bildmanipulation werden besprochen.
Zielgruppe
8- 12 Jahre, max. 10 Teilnehmenden (TN)
Dauer
2 Stunden
Technik und Material
Die Kinder arbeiten zu zweit, und benötigen pro Gruppe zwei Smartphones oder ein Smartphone und eine Digitalkamera. Für die Präsentation der Fotos braucht es einen Beamer und / oder ein Laptop.
Zusätzlich erhalten die Kinder noch folgende Gegenstände: Spiegel, ein Stück Klarsichtfolie, eine Wassersprühflasche, Papier, Stifte, ein Glas (je nach Verfügbarkeit).
Durchführung
Die Kinder erhalten den Auftrag, Fotos unter Zuhilfenahme der oben genannten Gegenstände aufzunehmen:
- Fotos durch die Klarsichtfolie
- Foto durch die Klarsichtfolie, die mit Wasser besprayt ist
- Bild im Bild: Eine Aufnahme eines Fotos mit dem Smartphone auf dem nur die Augenpartie von Person A zu sehen ist. Danach hält sich Person B das Smartphone mit der Augenpartie von Person A vor das Gesicht. Person B macht ein Foto. (vgl. Bsp.oben)
- Foto durch eine Lupe
- Foto einer Person, die sich die Lupe vor das Auge hält.
- Foto durch ein Glas
- Foto mit dem Spiegel, auf dem eine abgebildete Person zweimal zu sehen sein muss.
- Foto, bei dem sich eine Person den gezeichneten Kopf einer Comicfigur vor das Gesicht hält.
Bevor die Kinder Fotografieren, kann es hilfreich sein, Beispielbilder mit ihnen anzuschauen.
Reflexion und Auswertung
Im Anschluss werden die Bilder präsentiert. Während der Präsentation werden folgende Fragen besprochen:
- wie wirkt das Bild auf die TN? (Freie Assoziation: Welcher Begriff kommt euch in den Sinn, wenn ihr das Bild seht?)
- Ist das was auf dem Bild zu sehen ist, die Wirklichkeit?
- Was ist denn eigentlich Wirklichkeit?
- Wie wurden die Bilder gestaltet?
- Ist diese Gestaltung Manipulation?
- Welche weiteren Möglichkeiten der Manipulation kennt ihr?
- Warum und in welchen Zusammenhängen werden Bilder manipuliert?
Varianten
Die Übung lässt sich auch unter dem Aspekt der Auseinandersetzung mit Identität durchführen oder erweitern. Dann steht die Inszenierung der eigenen Person im Vordergrund. Die Reflektion muss dann auf die Fragen eingehen:
- Wie sehe ich mich?
- Wie sehen mich andere?
- Wie würde ich gerne gesehen werden?
Weiterhin können die erstellten Bilder von der Institution im Rahmen einer Ausstellung genutzt werden.
Frank Egle, Monika Luginbühl
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