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Forschungen deuten darauf hin, dass die Antarktis einst voller Leben und Bäume war.
Bei einer Expedition wurde eine unerwartete Entdeckung gemacht. Forscher stießen auf versteinerte Wurzeln von Pflanzen, die bis in die Zeit der Dinosaurier zurückreichen.
Die eisige Landschaft war einst die Heimat eines Regenwaldes. Das war vor 90 Millionen Jahren, nur 900 Kilometer vom Südpol entfernt, sagte der Wissenschaftler Johann Klages vom deutschen Alfred-Wegener-Institut.
Im Jahr 2020 bohrte sein Team mit einem Spezialbohrer ein 30 Meter tiefes Loch in den Meeresboden nahe der Antarktis. Die Proben zeigten, dass an der Westküste der Antarktis vor langer Zeit eine Durchschnittstemperatur von 12 Grad Celsius herrschte, vergleichbar mit Norditalien.
In den Bohrkernen fanden Klages und seine Kollegen etwas Ungewöhnliches. Sie beschlossen, die Bohrkerne mit einem Computertomografen zu scannen.
Die Kerne enthielten langes, grünlich-gelbes, fadenförmiges Material. Es stellte sich heraus, dass es sich um versteinerte Wurzeln handelte. „Wir haben dünne Wurzeln, wir haben dicke Wurzeln und sie bilden ein Netzwerk, wie in einem Wald“.
Das Team untersuchte die Bohrkerne und analysierte versteinerte Pollen und Sporen, um zu verstehen, wie dieser alte Regenwald ausgesehen haben muss.
DR. Klages ist sich sicher, dass auch Dinosaurier und Insekten in dem Gebiet lebten, das wegen der Polarnacht etwa vier Monate im Jahr in Dunkelheit gehüllt war.