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Wenige Pflanzengifte in Tee nachgewiesen
Das Kantonale Laboratorium hat 40 Tees und Kräutertees auf Pflanzengifte, genauer Pyrrolizidinalkaloide, untersucht. Sämtliche Proben entsprachen den rechtlichen Anforderungen. Bei 26 Proben wurden gar keine Pyrrolizidinalkaloide nachgewiesen.
Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind Pflanzengifte, die in Pflanzen vorkommen, welche versehentlich in die Teepflanzenernte gelangen können. Die PA können beim Zubereiten eines Tees fast vollständig ins Getränk übergehen. Bisher wurden über 600 verschiedene PA identifiziert, von denen einige eine ausgeprägte Lebertoxizität aufweisen. In der Schweiz wurden noch für keine PA Höchstwerte in Lebensmittel festgelegt, weshalb die Höchstwerte der EU zur Beurteilung der Sicherheit der Lebensmittel zugezogen werden. Die Höchstwerte für die Summe von 35 PA liegen je nach (Kräuter)Teesorte zwischen 150 und 400 µg/kg.
Bei sieben Detailhändlern mit einem breiten Sortiment verschiedener Teesorten wurden insgesamt 40 Proben erhoben, wobei Proben mit einem höheren Risiko für eine Kontamination mit PA (wie Kräutertee) bevorzugt untersucht wurden.
In 14 Produkten liessen sich PA in einem tiefen Konzentrationsbereich feststellen, wobei die Höchstwerte nie überschritten wurden. Am stärksten belastet waren die Kräutertees aus Zitronenverbene (bis 94 μg/kg), gefolgt von den gemischten Kräutertees (bis 85 μg/kg).
Die Kampagne diente dazu, eine aktuelle Marktübersicht über Pyrrolizidinalkaloide in verschiedenen Teeproben zu gewinnen. Die Resultate der aktuellen Kampagne zeigen, dass die Tees von grösseren Detailhändlern bezüglich PA konform sind. Für eine allfällige zukünftige Kampagne würden Proben in kleineren Teeläden erhoben.