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Wer sich fortbewegen möchte, kann unter verschiedenen Formen der Mobilität wählen: Auto, Velo, Zufussgehen, Zug oder auch Bus. Die Entscheidung für ein bestimmtes Transportmittel hängt von verschiedenen Faktoren ab: Gewohnheit, Bequemlichkeit, Kosten, Unkenntnis der Alternativen usw.
In der Stadt Sitten bevorzugt ein Grossteil der Verkehrsteilnehmer selbst für Kurzstrecken den motorisierten Individualverkehr. Die intensive Nutzung der Motorfahrzeuge zieht zahlreiche Konsequenzen für die Stadt Sitten nach sich: Überlastung des Netzes zu Hauptverkehrszeiten, Lärm- und Luftbelastung, Bau von Infrastrukturen mit grosser Grundfläche (zum Nachteil anderer städtebaulicher Planungen), Sicherheit der sanften Mobilitätsarten (Zufussgehen und Radfahren) usw.
Problematik
Angesichts dieser intensiven Nutzung und zur Förderung der Bemühungen um alternative Angebote möchte die Stadt Sitten die Bevölkerung über diese Alternativangebote besser informieren und sie dazu ermuntern, sich einer nachhaltigeren Mobilität zuzuwenden. Seit einigen Jahren ist die Stadt daher diese Problematik mit neuen Angeboten angegangen: P+R, Velowege, Entwicklung des Veloverleihsystems Publibike, Einführung des Lastenfahrradverleihsystems, Ausbau und Stärkung des Busnetzes (neue Linien und höhere Frequenzen), freitagabends und samstags kostenlose Busfahrten, Schaffung neuer Fussgängerzonen und hochwertiger Begegnungsräume usw. Manche dieser Angebote sind jedoch zuweilen kaum bekannt, was ihren noch zu geringen (wenngleich ermutigenden) Einfluss auf die Nutzung des motorisierten Individualverkehrs teilweise erklärt.
Lösungsansätze
Das langfristige Ziel bestünde darin, den Verkehrsteilnehmer zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, indem man ihm die Machbarkeit aufzeigt und den Umstellungsprozess erleichtert. Dazu könnte man sich eine Plattform vorstellen, die die Bevölkerung über die diversen verfügbaren Angebote und die möglichen Optionen für ihre Fahrten informiert und die zugleich die Vorzüge der alternativen Mobilität hervorheben würde. Dabei könnten die folgenden Fragestellungen und Ideen angesprochen werden:
- Als Pendler komme ich mit dem Auto von einem Seitental ausserhalb der Stadt und will mich zur Hauptverkehrszeit zum Zentrum bewegen. Wie sehen für mich die verfügbaren Alternativen aus und was bringt dies mit sich? Eine interaktive, dynamische Karte würde die beste Lösung für diese Fahrt nach verschiedenen Kriterien vorschlagen (Zeitaufwand, um von A nach B zu gelangen, Gesamtkosten, CO2-Fussabdruck usw.). Dieser Rechner müsste die verschiedenen Verkehrsmittel einbeziehen und beispielsweise eine optimale Kombination daraus vorschlagen. Um eine möglichst grosse Realitätsnähe zu erzielen, könnte hier das Datenmanagement in Echtzeit (Staus, Frequenz usw.) eingebunden werden.
- Es ist allgemein bekannt, dass Radfahren billiger ist als Autofahren. Aber was heisst das für MICH konkret? Man könnte ein Tool bereitstellen, mit dem sich die jährlichen Kosten der verschiedenen Transportarten vergleichen lassen: Wie viel kostet zum Beispiel der Kauf / die Versicherung / der Treibstoff / die Instandhaltung eines Wagens im Vergleich zu einem Fahrrad oder zu den öffentlichen Verkehrsmitteln für einen bestimmten Nutzer?
- Die Angebote, die die Stadt für sanfte Mobilität bereitstellt, sind oftmals kaum bekannt. Durch die Digitalisierung der verfügbaren Karte könnte man auf diese Angebote hinweisen. Die Karte liesse sich interaktiv gestalten, sodass sie besser nutzbar ist und daher häufiger verwendet wird. Sie könnte beispielsweise verschiedene Arten von Velorouten anzeigen, je nach Niveau und Ziele des Verkehrsteilnehmers (rasche Fortbewegung, Tourismus, Schule usw.), und unbekannte Strecken hervorheben.
- Usw.
Die vorgeschlagenen Lösungen müssten, selbst wenn sie speziell für die Stadt Sitten konzipiert sind, im Rahmen des Möglichen verallgemeinerbar und auf andere Städte oder Ballungsräume anwendbar sein.
Wir sind auf der Suche nach einer wirklich innovativen Lösung, um die Verkehrsteilnehmer über die bestehenden Alternativen zu Motorfahrzeugen zu informieren und die Mobilitätsangebote der Stadt zur Geltung zu bringen. Ein simpler, standardmässiger Kommunikationsplan genügt uns nicht.
Gewünschte Innovationsschwerpunkte:
- Interaktive und spielerische Darstellung der Informationen
- Kostenloser Zugang zum Tool