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Neue Virusvarianten von Sars-CoV-2 entstehen laufend. Dies ist ein natürlicher Prozess, der bei der Vermehrung des Virus passiert: Sein genetisches Material wird verdoppelt, und beim Kopiervorgang des Erbguts können Fehler entstehen, sogenannte Mutationen. Im Durchschnitt entstehen bei Sars-CoV-2 etwa zwei Mutationen pro Monat.
Anhand dieser Mutationen lassen sich die Viren-Linien genetisch voneinander unterscheiden. Die meisten dieser Veränderungen sind für die Viren nicht von Nutzen. Ausnahmsweise können sie ihm jedoch Vorteile verschaffen. So sind gewisse neue Varianten beispielsweise ansteckender. Aber die Art und Weise, wie sie die menschlichen Zellen infizieren, ist gleichgeblieben.
Die derzeit am stärksten verbreiteten Virusvarianten sind die Linien B.1.617.2 (Delta) und BA.1/BA.2 (Omikron), die in Indien und Südafrika zum ersten Mal entdeckt wurden. Beide dieser Linien besitzen unterschiedliche Veränderungen im Erbgut, wobei einige davon im Bereich des Spike-Proteins vorkommen.
Erste Untersuchungen zeigen, dass die von Moderna und Pfizer/Biontech auch bei der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf bieten. Hingegen bieten sie nur einen reduzierten Schutz vor einer Infektion mit Omikron (symptomloser oder milder Verlauf). Die Wirksamkeit der verschiedenen Impfstoffe gegenüber den neuen Varianten wird zurzeit weiter untersucht.