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Durch persönliche Einzeläusserungen können zu Grunde liegende Konzepte oder Muster der Befragten identifiziert werden. In semiqualitativen Interviews wird den Befragten ein offener Äusserungsraum zur Verfügung gestellt. Dieser Raum kann mit dem gefüllt werden, was für die Befragten selbst wichtig ist und so, wie sie sich selbst ausdrücken möchten. Dadurch kommt es zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit den Themen und einer Vielzahl von Aspekten und Sichtweisen. Emotionale Hintergründe von Äusserungen, versteckte Annahmen und latent Vorbewusstes werden damit aufgedeckt.
Das Interview wird entlang eines halbstrukturierten Leitfadens geführt. Der Leitfaden besteht zunächst aus offenen Fragen, die es den Befragten erlauben, ihre eigene Welt darzustellen. In diesem Teil ist der Leitfaden keine starre Strukturvorgabe für den Ablauf einer Frage-Antwort Sequenz. Die vorgesehene Abfolge der Fragen wird angesichts des konkreten Erhebungskontextes situativ variiert und damit an die Erfordernisse des Gesprächs angepasst. Mit dem Interview sollen Wissen, Einstellungen, Meinungen und Bedürfnisse der Auskunftspersonen abgeholt werden.
Zusätzlich werden geschlossene Fragen gestellt, bei denen die Befragten eine Antwortmöglichkeit wählen müssen. Dies ermöglicht ergänzende quantitative Auswertungen.
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