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Zentrale Begriffe
Aus welchen Quellen stammen die Bevölkerungszahlen?
Kantonale Bevölkerungsstatistik
Seit 2012 – Auswertung aus dem Einwohnerregister
- Seit 2012 basiert die Bevölkerungszahl direkt auf Auswertungen aus dem kantonalen Einwohnerregister.
- Die entsprechende Quellenangabe lautet: Kantonale Bevölkerungsstatistik.
Bis 2011 - Fortschreibung
- Bis 2011 wurde die Bevölkerungszahl durch Fortschreibung mit Ereignissen (Geburten, Todesfälle, Zuzüge, Wegzüge, usw.) aus dem kantonalen Einwohnerregister ermittelt.
- Als Grundlage für die Fortschreibung diente bis 1980 jeweils der neueste Stand der Volkszählung.
- In den Jahren 1990 bis 2011 war dann der Bestand des kantonalen Einwohnerregisters am 31.12.1990 Grundlage der Fortschreibung. Rückberechnungen auf der Basis von 1990 wurden bis ins Jahr 1970 vorgenommen.
- Reihen, die vor 1970 beginnen und nach 1990 enden, sind deshalb von einem Bruch betroffen.
- Die entsprechende Quellenangabe lautet: Kantonale Bevölkerungsstatistik.
Eidgenössische Volkszählung, STATPOP
- Die Volkszählung wurde von 1850 bis 2000 alle zehn Jahre durchgeführt.
- 2010 wurde sie von einem neuen Volkszählungssystem, der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP), abgelöst.
- Für STATPOP werden Auswertungen aus amtlichen Registern verwendet.
- Eine Befragung der gesamten Bevölkerung, wie für die Volkszählungen der Jahre 1850 bis 2000 üblich, findet nicht mehr statt.
- Die Registerauswertungen für STATPOP werden jedes Jahr aktualisiert.
- STAPOP-Zahlen werden u. a. verwendet, um Tabellen mit sehr langen Zeitreihen aus der alten Volkszählung fortzuführen.
- Die Quellenangaben lauten entweder «Volkszählungen» (bei Reihen die vor 2010 zurückreichen) oder «Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)» bei Tabellen mit Reihen ab 2010.
Wer zählt gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik zur Wohnbevölkerung am Jahresende?
- Die Wohnbevölkerung am Jahresende beschreibt den Bevölkerungsstand am 31.12.
- Es werden alle Aufenthaltskategorien berücksichtigt. Wochenaufenthalter aus der übrigen Schweiz mit Heimatausweis sind ebenso darin enthalten wie zivilrechtlich in Basel-Stadt gemeldete Personen, die ihren Heimatausweis ausserhalb von Basel-Stadt deponiert haben.
- Asylbewerber, vorläufig Aufgenommene und internationale Beamte mit ihren Angehörigen werden mitgezählt.
Nicht mitgezählt werden Ausländern mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung von bis zu 4 Monaten.
Wer zählt gemäss Volkszählung zur Wohnbevölkerung am Jahresende?
Das seit 2010 in Kraft getretene jährliche Volkszählungssystem, die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP), differenziert nach nach drei Gruppen:
- der ständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz
- der nichtständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz
- der Wohnbevölkerung am Nebenwohnsitz
Zur ständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz gehören:
- die in einer baselstädtischen Gemeinde niedergelassenen Schweizer (einschliesslich Personen, die ausserhalb von Basel-Stadt Wochenaufenthalter sind)
- Ausländer mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für mindestens 12 Monate
- Ausländer mit einer nach Kurzaufenthaltsbewilligungen kumulierten Aufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten
- Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten.
Zur nichtständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz gehören:
- Ausländer mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung für weniger als 12 Monate
- Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten.
Die Wohnbevölkerung am Nebenwohnsitz besteht aus Personen:
- die in Basel-Stadt Wochenaufenthalter sind (mit hinterlegtem Heimatausweis) und ihren Hauptwohnsitz anderswo haben
Wie wird in der kantonalen Bevölkerungsstatistik die mittlere Wohnbevölkerung berechnet?
- Für alle 12 Monate eines Jahres wird ein Monatsmittel von Anfangs- und Endbestand gebildet.
- Die 12 Monatsmittel werden addiert und durch 12 dividiert.
- Die mittlere ständige Wohnbevölkerung eignet sich insbesondere zur Berechnung von Pro-Kopf-Werten, bei denen eine Jahresdurchschnittsbevölkerung verwendet werden soll (z.B. Steuerkraft, Einkommen, Ausgaben pro Einwohner usw.).
Wie wird der Wanderungssaldo berechnet?
- Der Wanderungssaldo ist die Differenz zwischen den von ausserhalb in den Kanton Zugezogenen und den aus Basel-Stadt Weggezogenen.
- Ein positiver Wanderungssaldo trägt zum Wachstum der Bevölkerungszahl bei, ein negativer zum Rückgang.
- Ein positiver Wanderungssaldo weist in der Regel auf die Wohnort-, Arbeitsmarkt- oder Bildungsstandortattraktivität hin.
Was sind Jugend- und Altersquotient?
- Der Jugendquotient beschreibt das Verhältnis der 0- bis 19-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen, d. h. das Verhältnis der Anzahl junger Menschen in einem Alter, in dem man im Allgemeinen wirtschaftlich noch nicht aktiv ist, zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter.
- Der Altersquotient beschreibt das Verhältnis der 65-Jährigen und Älteren zu den 20- bis 64-jährigen Personen, d. h. das Verhältnis der Anzahl Personen in einem Alter, in dem man im Allgemeinen wirtschaftlich nicht mehr aktiv ist, zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter.
Was sind Haushalte und Haushaltstypen?
Personen, die in der gleichen Wohnung leben, bilden einen Haushalt. Haushalte werden unterteilt in:
- Privathaushalte (Unterscheidung nach Haushaltstypen - s. u.)
- Kollektivhaushalte
- Alters- und Pflegeheime
- Strafanstalten
- Internatsschulen
- Klöster
- Pensionen
- Studentenheime
- Heime für Asylsuchende
Haushaltstypen der Privathaushalte werden in folgende drei Hauptkategorien unterteilt:
- Einpersonenhaushalte
- Familienhaushalte:
- Verheiratete/registrierte Paare ohne Kinder
- Paare mit minderjährigen Kindern
- Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern
- Eltern(-teil) mit nur volljährigen Kindern
- Nichtfamilienhaushalte:
- Wohngemeinschaften
- Unverheiratete Paare ohne mindestens ein gemeinsames Kind