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Studierende der Primar- und Eingangsstufe der PH Zürich haben im Rahmen eines Forschungsmoduls Unterrichtsszenarien mit Mobilgeräten entwickelt und diese in fünf Primarklassen durchgeführt und evaluiert. Anhand dieser exemplarischen Szenarien sollte das Potenzial des mobilen Lernens im Unterricht erforscht werden. Ihre Erfahrungen protokollierten die Studierenden fortlaufend in einem passwortgeschützten Blog. Die Unterrichtsszenarien sind während der abschliessenden Kompaktwoche ausgewertet und dokumentiert worden. Jetzt liegt eine detaillierte Dokumentation als PDF vor und die Schlusspräsentation in Form eines iBooks ist zum Download verfügbar.
Das F&E-Modul «Das Potenzial von Mobilgeräten im Unterricht» fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Die Forschungsgruppe 2013/14 führte wie ihre letztjährigen Kolleginnen und Kollegen eine kleine Ist-Analyse in den fünf Partner-Schulklassen mit Unterrichtsbeobachtung und Befragung der Lehrpersonen durch. Die letztjährige Forschungsgruppe 2012/13 stellte in den «Tablet-Klassen» mit überwiegender Mehrheit eine Nutzung der Tablets zur Wissensvermittlung fest: Es wurde v.a. mit Trainings-Apps und in individualisierten Unterrichtssettings gearbeitet. Interessanterweise stellten die Studierenden der Forschungsgruppe 2013/14 ein Jahr später fest, dass in den Partnerklassen die Tablets zwar weiterhin weitgehend zur Individualisierung, jedoch auffallend häufiger zum Erzeugen, Sammeln, Bearbeiten von Bildern und Tönen eingesetzt wurden; Die Mobilgeräte erhielten die Funktion eines Wissenswerkzeugs. (Siehe Grafik nach Kerres 2000/2003 unten). Der Befund ist mit viel Vorsicht zu geniessen – es wurden nur jeweils fünf Klassen analysiert – trotzdem ist er einigermassen bemerkenswert.
In der vorliegenden vorliegenden Publikation der FE-Projekte 2013/14 wurden die nachfolgenden Unterrichtsszenarien entwickelt und evaluiert: «Das Tablet erzählt Geschichten», «Mein Lieblingsort auf dem Tablet serviert», «Spiel mit Rhythmus», «Das Tablet bewegt» und «Das Tablet – Der Spiegel im Sport». Jedes Unterrichtsszenario präsentiert in einer Kasteninfo «Das Lernszenario in Kürze» (siehe Links oben). Die Studierenden präsentieren durchwegs Beispiele, wie das Tablet in kooperativen Unterrichtssettings als kreatives Wissenswerkzeug und zur Wissenspräsentation eingesetzt werden kann. So hält die Studentin im Editorial fest: «Die Evaluationen der forschenden Studierenden zeigten, dass es schon auf der Primarschulstufe möglich ist, ein produktives und kollaboratives Arbeitsklima zu schaffen, welches über die vorgefertigten Lerninhalte hinausgeht.» In der Publikation werden das Lernszenario und die Evaluation ausführlicher beschrieben und im Anhang finden sich alle Unterlagen im Detail: Das Evaluationsraster, die Lektionsvorbereitung, die Arbeitsmaterialien für die Schüler/innen sowie die verwendeten Evaluationsinstrumente wie Fragebogen, Beobachtungsraster etc.
Die Studierenden haben in der Abschlusswoche die vorliegende Publikation als PDF sowie eine anschauliche Präsentation als iBook entwickelt. Die Erarbeitung von Publikation und Präsentation in der Abschlusswoche war in Form eines Planspiels «Integrierte Redaktion» organisiert: In Anlehnung an einen modernen Newsroom erarbeiten die Studierenden mit beeindruckender Effizienz in verteilten Rollen und im gegenseitigen Austausch die redaktionellen Inhalte und weitere Teams gestalten die Publikation mit InDesign sowie die Präsentation mit iBooks Author. Bild: Redaktionssitzung unter Moderation der Redaktionsleiterin.