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Tipp 1:
Es ist wichtig, das neugeborene Kalb genau zu beobachten: Findet es das Euter und trinkt selbständig? Ist sein Bauch gut gefüllt (auf der linken Seite leicht nach aussen gewölbt) oder hat es noch nichts getrunken? Im Zweifelsfall melkt man einen Schoppen voll bei seiner Mutter und schaut, ob es noch trinken will oder schon genug bekommen hat. Auch bei der MuKa ist es entscheidend für die Gesundheit des Kalbes, dass das Kalb bereits in den ersten Stunden nach der Geburt genügend trinkt.
Tipp 2:
In den ersten Stunden nach der Geburt kann zusätzlich zum Saugen Kolostrum-Milch der Mutter mittels Schoppen verabreicht werden. Insbesondere, wenn das Kalb noch unsicher auf den Beinen ist und ohne Hilfe – insbensondere in den ersten 1-2 Stunden nach der Geburt – nicht genügend Milch trinkt, z.B. weil es die Zitze nicht findet oder die Kuh es abwehrt (aufgrund von schmerzendem Euter).
Kolostrum-Reserve (einer älteren Kuh) vorrätig halten empfiehlt sich auch bei der muttergebundenen Kälberaufzucht (z.B. für den Fall, dass ins leere Euter gekalbt wird).