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Vorbemerkung: Die Themen politische Bildung und politische Partizipation werden kontrovers diskutiert. Der Lesbarkeit wegen stellen wir hier nur einige abgekürzte Definitionen und Modelle vor und verzichten auf den Anspruch der Vollständigkeit.
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Der Zweck des politischen Unterrichts ist sowohl den Geist der Institutionen als deren Organismus und Funktionen kennenzulernen und die zukünftigen Bürger in den Stand zu setzen, aus sich selbst auf sichere Weise die oft schwierigen Fragen, welche im öffentlichen Leben an sie herantreten werden zu würdigen. Um diesen Zweck zu erreichen, muss man der Jugend einen lebendigen Unterricht geben, der weniger an das Gedächtnis, als an den Verstand und das Herz gerichtet ist.
Numan Droz, 1886
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Im Sinne der Charta bedeutet „Politische Bildung“ (Education for Democratic Citizenship) Bildung, Ausbildung, Bewusstseinsbildung, Information, Praktiken und Aktivitäten, deren Ziel es ist, Lernende durch Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und Verständnis sowie der Entwicklung ihrer Einstellungen und ihres Verhaltens zu befähigen, ihre demokratischen Rechte und Pflichten in der Gesellschaft wahrzunehmen und zu verteidigen, den Wert von Vielfalt zu schätzen und im demokratischen Leben eine aktive Rolle zu übernehmen, in der Absicht, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu fördern und bewahren.
Charta Europarat
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Politische Bildung hat zum Ziel die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ihre Rolle als aktive Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wahrzunehmen. Sie solle weder ausschliesslich kognitiv bzw. Wissen vermittelnd noch ausschliesslich handlungsorientiert gestaltet sein. Politische Bildung sei demnach nicht nur als Fach, sondern als Unterrichtsprinzip zu konzipieren. Sie habe sich nicht nur auf ein enges Verständnis von Politik und Staat zu beschränken, sondern solle ebenfalls wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge beleuchten.
Rolf Gollob et al., 2007
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Der Begriff Partizipation bezeichnet die Teilnahme einer Person oder Gruppe an Entscheidungsprozessen oder an Handlungsabläufen, die in übergeordneten Strukturen oder Organisationen stattfinden. Teilnahme kann mehr oder minder anerkannt, berechtigt und erwünscht sein.
Wörterbuch der Sozialpolitik