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Saving Mr. Banks
Dieses Schauspielerensemble ist in absoluter Höchstform. Emma Thompson, die sich mit Nannies bestens auskennt, ist die Fleisch gewordene P.L. Travers und ist das Herzstück des Films. Demgegenüber steht wider Erwarten nicht Tom Hanks als starkes Gegenstück, sondern das Trio Bradley Whitford als Don DaGradi
B.J. Novak als Robert Sherman und Jason Schwartzman als Richard Sherman. Doch auch Paul Giamatti und Colin Farrell überzeugen vollkommen. Der smarte Witz des Films, die sensible Inszenierung und die tolle Musik aus Mary Poppins runden das Filmerlebnis ab.
Im Film versöhnt sich die von Emma Thompson bravourös verkörperte P.L. Travers nach und nach mit Walt Disneys Mary Poppins Projekt und singt am Ende gar mit den Filmliedern mir (in Wahrheit mochte sie die Meisten davon bis an ihr Lebensende nicht). Diese Wandlung wird im Film dadurch dargestellt, dass sie nicht zuletzt dank Walt Disneys Zutun Frieden mit ihren traumatischen Kindheitserinnerungen schliessen konnte. Diese wird während des ganzen Filmes in ständigen Rückblenden gezeigt und ergäbe beinahe einen eigenständigen Film, den ich gerne sehen würde. Die permanenten Wechsel wirken so aber enorm störend, verlangsamen das Erzähltempo des Films und lassen ihn dadurch langatmig werden.
Story
Mary Poppins’ langer Weg auf die Leinwand beginnt, als Walt Disney (Tom Hanks) seinen Töchter verspricht, ihr Lieblingsbuch zu verfilmen: „Mary Poppins“ von P.L. Travers (Emma Thompson). Bei seinen Bemühungen um die Filmrechte gerät er jedoch an eine dickköpfige Schriftstellerin, die keinesfalls vorhat, ihr magisches Kindermädchen der Hollywood-Maschinerie zum Fraß vorzuwerfen. Nach jahrelangem Verhandeln kann Disney sie Anfang der 60er Jahre überreden, nach Los Angeles zu kommen und sich seine Ideen für eine Kino-Adaption anzuhören. In diesen kurzen zwei Wochen des Jahres 1961 setzt Walt Disney alle Hebel in Bewegung. Mit fantasievollen Storyboards und den fröhlichen Songs der talentierten Sherman Brüder (Jason Schwartzman & B.J. Novak) startet er eine umfassende Kreativ-Offensive, die bei der kratzbürstigen Travers allerdings keine Wirkung zeigt. Denn P.L. Travers verbindet mit ihrer Titelheldin eine ganz persönliche Geschichte, die bis in ihre Kindheit zurück reicht. Die starrköpfige Autorin muss sich erst den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen, bevor sie Mary Poppins ziehen lassen kann. (Walt Disney)