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Der grösste Hit
Es gibt viele Lieder, die im Laufe der Jahre zu Evergreens wurden, allen voran “Volare“, das im Jahr 1958 von Domenico Modugno vorgetragen wurde. Es erreichte zwar nur den dritten Platz, wurde aber weltweit in den Radios auf und ab gespielt.
Udo Jürgens’ Sieg
Aller guten Dinge sind drei, denn nach 1964 (Platz sechs mit “Warum nur, warum“) und 1965 (Platz vier mit “Sag ihr, ich lass sie grüssen“) schaffte es Udo Jürgens 1966 endlich auf das Siegertreppchen. Er war einer der ersten Gewinner, der danach ein ernsthafter Star wurde. Sein Lied “Merci, Chérie“ wurde ein Riesenhit. Er hatte in den Song Contest Seriosität gebracht, die es heute mit “la la la” oder “diglidu” nicht mehr gibt.
Die erfolgreichste Band
Abba erreichte 1974 mit dem Song “Waterloo“ Platz eins – trotz ihres untypischen, aber effektvollen Auftrittes. Sie hatten eine riesige Auswirkung. Bis dahin war der Contest sehr formell. Aber sie haben plötzlich die Charts gestürmt, und das hat den ESC verändert. Seitdem hat es so etwas nicht mehr gegeben. Man bräuchte wieder so etwas wie Abba.
Die berühmteste Teilnehmerin
Céline Dion wurde durch ihre Teilnahme und den Sieg für die Schweiz 1988 mit dem Lied “Ne partez pas sans moi“ in Europa erst so richtig bekannt. Auch wenn sich heutzutage kaum jemand daran erinnert, dass die gebürtige Kanadierin daran teilgenommen hat, so war es ihr Sprungbrett über den grossen Teich.
Erste Transsexuelle gewinnt
1998 setzt sich die israelische Sängerin Dana International mit dem Lied “Diva“ gegen Konkurrenten wie Guildo Horn durch. Während ihres gesamten Aufenthaltes in Grossbritannien, wo der Wettbewerb stattfand, wurde sie von einer Polizeieskorte begleitet. In ihrem Heimatland sorgte ihre Teilnahme vor allem in konservativen und religiösen Kreisen für Aufregung. Die arabische Version des Liedes wurde im Nachbarland Ägypten sogar verboten.
Das skurrilste Kostüm
Wer kann sich noch an das Lied der Gewinner aus dem Jahr 2006 erinnern? Kaum jemand. Aber an ihr Kostüm sehr wohl. Die Finnen “Lordi“ treten mit dem Lied “Hard Rock Hallelujah“ an und stechen vor allem durch ihre aussergewöhnliche Verkleidung heraus. Die Outfits wurden seitdem immer extremer.
Die meisten Punkte
Noch nie hat jemand so viele Punkte kassiert wie er: Alexander Rybak bekam 2009 ganze 387 “points“ aus 41 Nationen. Von insgesamt 16 Ländern erhielt der Norweger für den Song “Fairytale“ sogar die vollen “douze points“. Er war von Anfang an ein grosser Favorit, doch damit hatte nun wirklich niemand gerechnet.
Conchita Wurst gewinnt
“L’Autriche – douze points“ hörte man immer wieder, und dennoch konnte man es kaum glauben. Eine Frau mit Bart, einer Wahnsinnsstimme und vor allem einer Botschaft überzeugte 2014 mit den Lied “Rise Like A Phoenix“ Europa von sich und ihrem Talent. “Jetzt hot die uns den Schas gwonnen“ meinte ORF-Kommentator Andi Knoll, vom Erfolg beflügelt. Die Aussage wurde in Österreich sogar zum “Spruch des Jahres“ gewählt.