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Selbstverantwortetes Lehrerhandeln in Schulentwicklungsprozessen am Beispiel der Schulreform des Kantons Basel-Stadt im Zuge von HarmoS
Promovierende: Andrea Fischer, <email-pii>
Laufzeit: Bis Sommer 2016
In dieser Arbeit wird die These aufgestellt, dass selbstverantwortetes Lehrerhandeln Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lehren und Lernen ist. Es wird behauptet, dass die zurzeit stattfindende Reform des Basler Schulsystems dieser Voraussetzung nicht gerecht wird, sondern es zu einem Abbau der Selbstverantwortung des Lehrerhandelns kommt. Deshalb ist eine Neudefinition des Professionsbegriffes notwendig, sodass dieser auf den veränderten Lehrberuf weiterhin angewendet werden kann.
Dazu werden die Möglichkeiten für selbstverantwortetes Lehrerhandeln analysiert, die sich durch die Strukturveränderung des Schulsystems im Kanton Basel-Stadt im Zuge von HarmoS ergeben. Dabei geht es weniger darum, die Möglichkeiten innerhalb des bestehenden Systems gegenüber dem neuen auszuspielen, als darum, der Frage nachzugehen, wie sich das Anforderungsprofil an Lehrpersonen und damit verbunden ihre berufliche Selbstverantwortung als wichtiger Bestandteil ihrer Profession verändert.
Untersucht werden dazu Schulgesetz, Rahmenrichtlinien, Leitbilder und Verlautbarungen des Erziehungsdepartements zum einen in Hinblick auf die Verwendung der Begriffe Profession und Professionalisierung und zum anderen auf das neue Berufsbild der Lehrpersonen, die den wissenschaftlichen Definitionen von Profession und Professionalität gegenübergestellt werden. Im Weiteren wird in qualitativen Umfragen das Selbstverständnis von Lehrpersonen aus verschiedenen Schulstufen und -zweigen mit unterschiedlichen Fächerkombinationen, Dienstaltersgraden und Geschlecht in Hinblick auf die Möglichkeiten für selbstverantwortetes Handeln als Teil ihrer Professionalität erfragt und zu den Merkmalen von Profession und dem neuen Berufsbild in Beziehung gesetzt.