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Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die meist nicht allzu schwer verläuft. Vor allem Vögel tragen den Erreger in sich, doch auch Säugetiere (v.a. Pferde, aber auch Katzen) und Menschen können sich infizieren. Für die Übertragung der Krankheit sind Stechmücken verantwortlich – in Europa offenbar vor allem die beiden Arten Culex pipiens (gemeine Stechmücke) und Culex modestus
Die Bezeichnung West-Nil-Fieber erhielt die Erkrankung im Jahr 1937, als man den bis dahin unbekannten Erreger erstmals im West-Nil-Distrikt von Uganda entdeckte. Bei dem Erreger handelt es sich um ein als West-Nil-Virus (WNV) bezeichnetes Virus. Da es vom Tier auf den Menschen übertragbar ist, zählt das West-Nil-Fieber zu den sogenannten Zoonosen.
Durch frei lebende Vögel hat sich das West-Nil-Virus mittlerweile sehr weit verbreitet. In Europa trat das West-Nil-Fieber im Sommer 2018 vor allem im Südosten auf. Aus Griechenland, Rumänien, Ungarn, Frankreich und vor allem aus dem Norden Italiens (u.a. den beliebten Baderegionen an der Adria) wurden über 230 Erkrankungen gemeldet. In der Schweiz besteht für das West-Nil-Fieber beim Menschen eine Meldepflicht. Sollte es sich ausbreiten, können die Behörden so schnell handeln.
Nicht jede Infektion des Menschen mit dem West-Nil-Virus führt zu einem sogenannten West-Nil-Fieber mit typischerweise grippeähnlichen Beschwerden (hohes Fieber, Hautrötung am Rumpf) – nur jeder vierte Infizierte entwickelt entsprechende Symptome. Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus bleiben symptomlos. Um das West-Nil-Fieber zu diagnostizieren, ist eine Blutentnahme oder eine Liquorpunktion nötig, um den Erreger (im Blut) oder gegen den Erreger gebildete Antikörper (im Blut oder in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) nachzuweisen.
Das West-Nil-Fieber hält meist nur ein paar Tage an und heilt dann ohne Therapie von selbst. Zur Behandlung sind zum Beispiel Bettruhe und Massnahmen zur Linderung der Symptome hilfreich. In seltenen Fällen kann das West-Nil-Fieber bei Kindern, alten oder immungeschwächten Menschen allerdings schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Dann ist eine Therapie im Spital ratsam, um bei Komplikationen (z.B. Hirnhautentzündung, Entzündung des Gehirns, Herzmuskelentzündung) sofort eingreifen zu können.
Es gibt weder eine Impfung noch ein spezielles Medikament gegen das West-Nil-Fieber. Wirksame vorbeugende Massnahmen bestehen darin, die Mücken zu bekämpfen und sich allgemein vor Insektenstichen zu schützen – sei es durch weite Kleider, Insektenspray oder ein Mückennetz.
Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragbar ist. Damit ist das West-Nil-Fieber eine sogenannte Zoonose.
Vor allem wild lebende Vögel tragen die für das West-Nil-Fieber verantwortlichen Erreger – das West-Nil-Virus (WNV) – in sich. Erste Anzeichen für den Ausbruch der Virusinfektion sind daher oft tote Vögel, vor allem Krähen. Aber auch Säugetiere – besonders Pferde, aber auch Katzen – können sich infizieren. Als Überträger der Erreger sind mehrere Stechmückenarten bekannt.
Die Bezeichnung West-Nil-Fieber leitet sich vom West-Nil-Distrikt ab – dem Gebiet in Uganda, in dem es im Jahr 1937 zum ersten Mal gelang, die Virusinfektion nachzuweisen.
Dem West-Nil-Fieber liegen als Ursachen Infektionen mit einem bestimmten Virus zugrunde: einem als West-Nil-Virus (WNV) bezeichneten Flavivirus. Flaviviren (lateinisch flavus = gelb) sind RNA-Viren aus der Familie der Togaviridae. Eine Vielzahl dieser Viren kann beim Menschen Erkrankungen auslösen, die sich häufig als Enzephalitis, das heisst als Entzündung des Hirngewebes, äussern, wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis oder die japanische Enzephalitis.
Nicht jede Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) führt zu einem West-Nil-Fieber – nur jeder vierte Infizierte entwickelt entsprechende Symptome. Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus laufen ohne Beschwerden ab.
Wenn sich ein West-Nil-Fieber entwickelt, ähneln die Symptome denen einer leichten Grippe: Es kann zu Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen kommen. Oft treten auch Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall auf. In diesen Fällen können auch in mehreren Körperregionen die Lymphknoten anschwellen. Nach wenigen (meist nach drei bis fünf) Tagen heilt das West-Nil-Fieber ohne Therapie ab. In jedem zweiten Fall von West-Nil-Fieber ist ab diesem Zeitpunkt ein Hautausschlag (Exanthem) sichtbar.
Bei älteren Menschen, bei Kindern und bei einem geschwächten Immunsystem (durch Krebs, Aids oder eine Transplantation) kann das West-Nil-Fieber allerdings in seltenen Fällen schwerwiegende Symptome wie eine Entzündung des Hirngewebes (Enzephalitis), eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen. Diese Erkrankungen können zum Tode führen.
Beim West-Nil-Fieber gelingt die Diagnose durch den Nachweis des Erregers. In der ersten Woche nach Ausbruch der Viruserkrankung ist das ursächliche Virus (West-Nil-Virus, WNV) im Blut nachweisbar. Dabei ergeben sich allerdings oft Schwierigkeiten, da es notwendig ist, die Blutprobe rechtzeitig zu entnehmen und schnell und fachgerecht zu transportieren.
Ausserdem lässt sich das West-Nil-Fieber diagnostizieren, sobald das Immunsystem spezifische Antikörper gegen das West-Nil-Virus gebildet hat: Diese Antikörper sind dann im Blut oder in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) nachweisbar, weshalb neben der Blutabnahme auch die Liquorpunktion eine wichtige Rolle bei der Diagnose des West-Nil-Fiebers spielt.
Das West-Nil-Fieber hält meist nur drei bis fünf Tage an und heilt dann ohne Therapie von selbst. Die Behandlung beschränkt sich daher auf pflegerische Massnahmen, wie zum Beispiel Bettruhe. Ausserdem sind beim West-Nil-Fieber Massnahmen sinnvoll, mit denen sich die vorliegenden Symptome lindern lassen. Ein Medikament gegen das ursächliche West-Nil-Virus (aus der Gruppe der Flaviviren), vergleichbar mit Antibiotika gegen bestimmte Bakterien, ist bisher nicht verfügbar.
Wenn das West-Nil-Fieber einen schweren Verlauf nimmt (was selten der Fall ist), ist eine Therapie im Spital ratsam: Dann ist Ihre ständige Überwachung wichtig, um bei durch das West-Nil-Fieber ausgelösten Komplikationen, wie zum Beispiel Enzephalitis (Entzündung des Hirngewebes) oder Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels), sofort eingreifen zu können.
Das West-Nil-Fieber zeigt meist einen fieberhaften Verlauf, der einer leichten Grippe ähnelt. Typischerweise hält es nur drei bis fünf Tage an, zeigt also einen sogenannten selbstlimitierenden Verlauf. Allerdings führt nur jede vierte Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) zu einem mit grippeähnlichen Beschwerden verbundenen West-Nil-Fieber: Die meisten Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, zeigen gar keine Anzeichen einer Infektion.
Die Möglichkeiten, mit denen Sie einem West-Nil-Fieber vorbeugen können, sind begrenzt: Eine Impfung für Menschen gegen das West-Nil-Virus ist bislang noch nicht verfügbar. Vorbeugende Massnahmen beim West-Nil-Fieber bestehen daher in der sogenannten Expositionsprophylaxe. Dies bedeutet: Mückenstiche vermeiden! Dies gilt besonders bei Reisen in betroffene Gebiete. Um sich vor einer Übertragung des West-Nil-Virus durch Mücken zu schützen, können Sie Folgendes tun:
Nicht nur der Einzelne kann dem West-Nil-Fieber vorbeugen: Eine Expositionsprophylaxe zur Eindämmung des West-Nil-Fiebers umfasst auch allgemeine Massnahmen zur Bekämpfung der Mücken – wie grossräumig versprühte Chemikalien (Insektizide).