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Luchs
Der Luchs (Lynx lynx) war in der Schweiz ausgerottet und wurde anfangs der siebziger Jahre in den Alpen und im Jura wieder angesiedelt und konnte bis Mitte der achtziger Jahre eine stabile Population erreichen. Heute leben zwischen 140 und 180 Luchse in der Schweiz.
Anfänglich haben sich die Nutztierrisse durch Luchse gehäuft, mittlerweile haben sie sich zwischen 20 und 40 Rissen pro Jahr eingependelt. Vor allem Schafe und Ziegen, vereinzelt auch Gehegewild werden vom Luchs gerissen. Am häufigsten ereignen sich Luchsrisse auf kleineren, abgelegenen Waldweiden. Die Gebiete Jura, Berner Oberland und Waadtländer Alpen sind momentan die Regionen mit konstanter Luchspräsenz und den häufigsten Schäden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Rissproblematik beim Luchs nur punktuell auftritt – entsprechend konzentrieren sich die Präventionsmassnahmen auf die bekannten Risikoweiden. Die Erfahrung zeigt, dass sich Weiden mit Elektrozäunen und/ oder Herdenschutzhunden gut schützen lassen.
Der Luchs ist in der Schweiz unter den geschützten Arten aufgeführt. Aufgrund der Schäden an Nutztieren können Einzeltiere unter Erteilung einer Bewilligung jedoch geschossen werden.