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Die Wahl der Farbe 1980
Mit den neuen Zwischenprodukten Farbfestiger, Haartönung, Haarcoloration setzte sich eine wechselnde farbliche Veränderung auf den Frauenköpfen durch.
Die in jedem Kaufhaus angebotenen Heimprodukte machten ein «Ausprobieren» möglich. Ein farblicher Missgriff kann allerdings nicht so rasch ausgewaschen werden.
Die ersten blonden Mèches führten endlich zu einem gangbaren Weg, nicht von einem Tag auf den anderen «wasserstoffblond» werden zu müssen, sondern eine scheinbar «natürliche» Verwandlung durchzumachen.
Das frühere periodische Nachfärben der nachwachsenden Ansätze kann damit umgangen werden.
Beginnend mit der Punk-Szene in kleinerem und durch das Auftreten von Street-Parade-Teilnehmern in grösserem Bevölkerungsrahmen sind auch grellste Farbvariationen und Stylings toleriert.
In Umkehr zur «60er»-Jugendbewegung ergibt sich eine Nachahmung der älteren Generation an jene der Jugend.
Dies hat Einfluss auf die Alltagsfrisur; starke Farbakzente, insbesondere in Rot- und Auberginetönen, gehören seit 1985 zum Strassenbild.
Die für die Street-Paraden (ab 1995) kurz geschorenen Haare wachsen nicht so rasch nach; so entstehen präzis geschnittene und gebleichte/gefärbte Kürzesthaarfrisuren, die durchaus für salonfähig gehalten werden.
Die männlichen Frisurenvarianten gleichen sich in manchen Teilbereichen an, allerdings ohne Frisurenvolumen.
Wasserstoffblonde, mit Wachs gestylte Kurzhaarfrisuren sind im Trend. Allerdings wird dabei auf das Männlichkeitssymbol eines amerikanischen Basketball-Spielers verwiesen.