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Die Bedeutung des Isaan.
Die meisten der in der Schweiz lebenden Thais stammen aus
dem Landesteil Isaan. Dieser befindet sich im ziemlich flachen
Mittelplateau im Nordosten Thailands und beherbergt über 20
Millionen Seelen, was einem Drittel der Bevölkerung des Landes
entspricht. Auf unserer Landkarte
ist der Isaan grau-blau schattiert eingezeichnet.
Die Bevölkerung.
Die Thais sind ein Mischvolk. Im 18. Jahrhundert
wurden im damaligen siamesischen Reich Kolonis-
ten aus Laos angesiedelt, welche über den Mekong
kamen. Die Sprache ist im östlichen Teil des Isaan
auch heute noch vom laotischen "Lau" geprägt. Die
Frauen sind fröhlich, fleißig, attraktiv und können
alt
werden. Vor allem alte Frauen tragen einen kleinen
Mörser bei sich, in diesem zerstampfen sie eine
Rinde mit Paste zum Kauen. Die Männer sind gern
unter sich. Viele trinken Reisschnaps und rauchen
selbst gedrehte Zigaretten.
Die Behausung ist oftmals eine selbst gezimmerte
Hütte aus Holz und Blech und das Regenwasser
wird in großen Tongefässen gesammelt.
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass man im Isaan
Hemd und Bluse über Rock und Hose trägt?

Die Landschaft des Isaan.
Im Isaan gibt es reizvolle Gegenden mit üppiger
Vegetation.
Man trifft Bäume, wie etwa den mit der
Akazie verwandten Kikang, dann Kokospalmen,
Kakteen, Bananenpflanzen und Teiche. Blumen sind
eher dünn gesät, aber dafür gibt es Sträucher mit
weissen, roten und violetten Blüten.
Hier noch einpaar Grossaufnahmen.
Die Stadt Nakhon Rachassima (Khorat).
Der Markt auf dem Lande.
Diese Stadt ist ruhiger als Bangkok aber interessant.
Ein Besuch der Kultstätte der Heiligen Ya Moh ist ein
Muss. In der ganzen Stadt verkehren Busse, normale
Taxis und die beliebten Tuktuks. Dazu die Rikschkas,
so genannte "Sahmlôô" = Dreirad. Diese haben
einen starren Antrieb ohne Übersetzung. Für einen
Flash- Videoclip auf das Bild klicken.
Das Klima.
Im Isaan ist das Klima tropisch. Die Sonne geht um
ca. 06.00 Uhr auf und um 18.00 Uhr wieder unter.
Von Mitte Februar bis Ende April ist Hochsommer
und die Temperaturen erreichen Werte bis über
40 Grad. Im Dezember und im Januar kann es
besonders nachts aber recht kühl sein.
Vom Essen und Trinken.
In Anbetracht der Geld- und Nahrungsknappheit wird
im Isaan auf alles Jagd gemacht, was da kreucht
und fleucht. Selbst vor Schlangen wird nicht Halt
gemacht und auf dem Markt gibt es geröstete
Insekten und deren Raupen zu kaufen. Zur täglichen
Ration Reis gibt es meistens eine Beilage, beste-
hend aus Gemüse, Fisch, Huhn oder Schweine-
fleisch. Besonders beliebt ist der sehr scharfe
Papayasalat
genannt Somtam. Und zum Trinken
gibt es gewöhnliches Wasser "Nahm Plau" und
zum Feierabend den klaren Reisschnaps namens
"Siesip". Thailändisches Bier ist relativ teuer.
Hier werden vor allem eigene Produkte feilgeboten. Das heißt Gemüse, Früchte, Fisch und Fleisch.
Letzteres liegt ungekühlt auf der Theke und der Ver-
käufer verscheucht ständig die Fliegen. An an den
Ständen gibt es Wäsche, Schuhe und Werkzeuge
zu kaufen. Sehen Sie sich dazu einen Videoclip
des Webmasters an. Dazu auf das Bild klicken.
Die Schule
(Bilder
Im Kindergarten und in der Schule tragen Lehrer
und Schüler Uniformen. Hier herrscht noch Zucht
und Ordnung. Am Morgen wird von den Schülern
zuerst der Pausenplatz geputzt und dann wird
klassenweise angetreten, gebetet und beim
Hissen der Fahne die Landeshymne gesungen.
Alle Achtung !
Dorffest in Chorakhehin (Krokodilstein).
Als der Abt eines Tempels befördert wurde, gab es
im Dorf zu seinen Ehren einen Umzug. Die Musik
kam von einer Jugendband. Alles ist auf den Beinen,
auch die Dorfschönste am Ende des Videoclips.
Auf das Bild klicken.
Die Religion im Isaan.
In jeder größeren Gemeinde steht ein Tempel. Vor
allem ältere Menschen gehen täglich hin, um Essen
zu bringen und ihr Gebet zu verrichten. An Feier-
tagen wird aus Zweigen ein kleiner Baum gebastelt,
an dessen Ästen Banknoten befestigt werden.
Dieser wird in einen Eimer aus Plastik gesteckt,
mit Gaben gefüllt und zum Tempel gebracht. Ehe-
malige Mönche besuchen Familien und betätigen
sich als Wahrsager. Auf dem gezeigten Bild spielt
auch ein zweihundert Jahre altes Buch mit astro-
logischen Tabellen eine große Rolle.
Einheimische Musik.
Mit dem Kaehn, einem aus hohlen Bambusstäben
gefertigten Blasinstrument, werden Akkorde rhyth-
misch geblasen. Dazu wird getanzt und geklatscht.
Im folgenden Video wird in einem Haus ein eher
ernsthafter Tanz aufgeführt, denn nach einer Be-
schwörung des Hausgeistes muss dieser noch mit
harmonischen Klängen besänftigt werden. Die
Geisterbeschwörerin sitzt hinten auf dem Boden.
Die Reiskammer Thailands.
Der Isaan ist die Reiskammer Thailands. Um diese
Seite nicht zu überladen, erstellten wir dazu eine
spezielle Seite.
Das Allzweckfahrzeug Ytaen.
Auf dem Land ist der Ytaen das ideale Transport-
mittel, mit welchem man nicht in die Stadt fahren
darf. Der Zustand ist oft sehr bedenklich und keine
Behörde kontrolliert das. Kein Licht und schlechte
Bremsen. Typisch ist das Geräusch des Motors.
Er ist ein Eintakter mit Dieselöl, der von Hand
angekurbelt wird. Mit ihm transportiert man Ernte-
produkte, Werkzeuge und Maschinen, aber auch
Feldarbeiter. Vor allem der vordere Teil des Ge-
fährts wird kunstvoll bemahlt. Sehen Sie sich
zwei kurze Videoclips des Webmasters an.
Text, Bilder und Videos:
Heinz Mattmüller