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Die Enteisung eines Flugzeuges ist ein wichtiger Vorgang für die Sicherheit der Passagiere. Da die Enteisung notwendig wird, sobald sich die Temperaturen gegen 0 Grad bewegen, ist es im Winter am Genève Aéroport quasi ein alltäglicher Vorgang. Wie funktioniert das? Was geschieht mit den Reststoffen der Enteisungsmittel? Erklärungen.
Die Enteisung ist ein unabdingbarer Arbeitsschritt bei der Vorbereitung der Flugzeuge. Eine Ansammlung von Frost, Eis oder Schnee auf Tragflächen und Leitwerk kann den Start oder die Steuerung gefährden. Am Genève Aéroport wurde dieser Vorgang 2019 an 3'236 Flugzeugen (Linie und Charter) durchgeführt. Allein im Januar 2020 wurde an 809 Maschinen eine Enteisung vorgenommen.
Die Plattform verfügt über 20 Enteisungsgeräte. Zunächst wird eine Mischung aus Warmwasser und Glykol auf die Maschine gesprüht, um sie von Schnee oder Eis zu befreien. Anschliessend wird eine andere Flüssigkeit, ebenfalls auf Glykolbasis, benutzt, damit sich nicht neuer Frost bilden kann. Im Jahr 2019 wurden auf diese Weise 849 m3 Enteisungsmittel auf die Flugzeuge gesprüht.
Die Maschine verfügt nun über eine « Schutzzeit » und kann so zur Startbahn gelangen. Das Ziel: Das Luftschiff hebt möglichst schnell ab, damit dieser Vorgang nicht noch einmal wiederholt werden muss. Deshalb muss die Enteisung zeitlich sorgfältig zum Beispiel mit der Schneeräumung der Startbahn abgestimmt werden.
Behandlung der Enteisungsrückstände
Was geschieht mit den Überresten der glykolhaltigen Produkte, die auf dem Rollfeld landen? Eine Kehrmaschine sammelt die Überreste auf den Flugzeugstellplätzen auf. Seit Anfang 2018 werden sie anschliessend in den Bioreaktoren der Brauchwasser-Kläranlage (STEP) von Aïre behandelt und in Biogas umgewandelt. Auf diese Weise konnten 2019 aus 635 m3 Enteisungsproduktrückständen fast 180'000 m3 Biogas produziert werden.
Seit Januar 2019 wird das durch die Enteisungsprodukte verschmutzte Wasser, das von den Stellplätzen weg und auf die Rollfelder gelangt, über ein Kollektornetzwerk aufgefangen und in einem Sammelbecken am Ende des Rollfelds aufbewahrt, bevor es zu derselben Kläranlage geschafft wird.