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Mässige 11,36 Sekunden trotz guter Bedingungen
Ajla Del Ponte gerät gegen Mujinga Kambundji im Fernduell um die schnellste Schweizerin ins Hintertreffen. Die Hallen-Europameisterin überzeugt im 100-m-Lauf in Doha nicht restlos.
Temperaturen über 30 Grad Celsius und Rückenwind von 1,1 m/s Sekunden waren beim Diamond-League-Meeting ideale Voraussetzungen für eine starke Leistung, nachdem die Tessinerin vergangenen Sonntag in Gateshead durch Kälte und Gegenwind gebremst worden war. In 11,36 Sekunden nutzte Ajla Del die Vorlage allerdings nicht. Dies im Gegensatz zu Jamaikas Shelly-Ann Fraser-Pryce, die sich in starken 10,84 Sekunden durchsetzte. Die Schweizerin musste in einem gut besetzten Feld mit Platz 7 vorlieb nehmen. Diese Klassierung ist gegen fünf Konkurrentinnen mit Bestzeiten unter 11 Sekunden nicht tragisch, der Rückstand auf die Podestläuferinnen fiel allerdings beträchtlich aus.
Während Mujinga Kambundji nach einem schwachen Jahr 2020 und verpasster Hallensaison stark zurückgekehrt ist, hinkt Ajla Del Ponte jener Verfassung hinterher, die ihr zuletzt das Gold an den Hallen-Europameisterschaften eintrug.
Der Amerikaner Rai Benjamin sendete ein starkes Signal an den Norweger Carsten Warholm, der noch nicht in die Saison eingestiegen ist. Der Mann aus dem Bundesstaat New York setzte sich über 400 m Hürden in 47,38 Sekunden gegen den Brasilianer Alison dos Santos durch und bestätigte die hochklassige Saisonbestzeit (47,13) von Anfang Mai. Benjamin hatte 2019 Warholm bei Weltklasse Zürich zum damals gültigen Europarekord (46,92) getrieben und war selber unter 47 Sekunden geblieben. Die beiden hatte sich danach auch bei der WM in Doha ein Duell geliefert, das zugunsten des Norwegers ausging. Warholm senkte im Corona-Sommer 2020 die Bestmarke sogar noch auf 46,87.