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Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich vor Anhängern in Florida erfreut über seine weiteren Vorwahlsiege am «Super Tuesday» gezeigt: «Ich bin so stolz an diesem Abend», sagte Trump.
Es brauche eine Menge Mut, um sich als Präsident zu bewerben. Er habe das schliesslich noch nie gemacht: «Ein wunderbarer Abend, so erfreulich.» Zu Überlegungen einiger Republikaner, im Falle seines Gesamtsieges als Kandidat unverzüglich nach einem Alternativkandidaten zu suchen, sagte der das Partei-Establishment herausfordernde Populist Trump: Das wäre der Untergang der Partei.
«Schauen Sie sich die Ergebnisse an, wir haben die Republikaner doch erweitert», sagte der Milliardär. Er sei jemand, der die Partei zusammenbringen werde, auch wenn das kaum jemand glaube.
Stiche gegen den «kleinen Senator»
Nun gehe der Kampf in Florida weiter. Dort wird am 15. März gewählt. Trump wirkte insgesamt gedämpfter als sonst, grosse Teile seiner Ansprache bestanden aus den Standardbausteinen seiner Wahlkampfauftritte.
Trump gratulierte seinem parteiinternen Konkurrenten Ted Cruz zu dessen Siegen in Texas und Oklahoma. Zudem setzte der Milliardär einige Spitzen gegen seinen Rivalen Marco Rubio, den er als «kleinen Senator» bezeichnete. Dieser erlebe «einen schweren Abend». Der abgeschlagene Präsidentschaftskandidat fuhr nach einer Hochrechnung des Fernsehsenders Fox bloss in Minnesota einen Sieg ein.
Rubio erklärte seinerseits vor Anhängern, in zwei Wochen in Florida werde er richtig angreifen. Er bezeichnete Trump als Trickbetrüger. «Die Partei von Lincoln und Reagan und die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten werden niemals von einem Hochstapler übernommen werden», rief Rubio.
Cruz will Trumps Konkurrenz einen
Cruz distanzierte sich nach seinen Siegen in Texas und Oklahoma erneut von Trump und forderte die Konkurrenz zum Rückzug auf. Obwohl er Rubio oder John Kasich nicht beim Namen nannte, machte er klar, dass einige republikanische Rivalen seiner Meinung nach ausscheiden müssten, so dass sich die Partei dann hinter ihn als realistische Alternative zu Trump stellen könne.
Die Konkurrenz solle «andächtig überlegen», ob ihre Kampagnen noch eine Zukunft haben, sagte Cruz bei einer Wahlkampfkundgebung im texanischen Stafford. Solange das republikanische Bewerberfeld gespalten sei, werde Trump auf dem Weg zur Nominierung keine Probleme haben. Dies wäre «eine totale Katastrophe» für seine Partei, sagte er.
Carson bleibt im Rennen
Trotz des schlechten Abschneidens bei den Vorwahlen will der republikanische Präsidentschaftsbewerber Ben Carson seinen Wahlkampf weiterhin nicht beenden. «Ich bin noch nicht bereit aufzugeben», sagte der 64-Jährige bei einer Rede in Baltimore.
Bei den Abstimmungen lag er zu diesem Zeitpunkt entweder auf dem vorletzten oder auf dem letzten Platz. Der Ex-Neurochirurg war bislang meist mit kontroversen Aussagen hervorgestochen.
Am Wahltag rief er die anderen Bewerber laut einer Mitteilung an und bat um ein Treffen vor der nächsten TV-Debatte. Es gehe ihm darum, dass bei dem Event am Donnerstag ernsthaft diskutiert werde und sich die Bewerber nicht wieder nur gegenseitig angriffen. (sda/apa/dpa/reu/afp)