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Zurück auf der Rundbahn, lief ich beim ersten Rennen des neuen Jahres eine neue Bestzeit über 3000m. Trotzdem konnte ich meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.
Meine erste richtige Indoor-Bahnsaison startete ich am vergangenen Freitag, in College Station, Texas. Ich bin zwar auch schon in der Schweiz in der Halle gelaufen, diese Erfahrung liegt aber bereits einige Jahre zurück und ist kaum mit der Hallensaison in den Staaten zu vergleichen. Das Gilliam Indoor Stadium der Texas A&M University ist eine der grössten Anlagen ihrer Art und ist unglaublich eindrücklich. Wie man auf den Bildern im Anhang sehen kann, umfasst es eine 200m Rundbahn mit Steilwandkurven, eine Sprintstrecke und zusätzlich noch je eine Anlage fürs Kugelstossen und für den Gewichtsweitwurf. Diese Disziplin ist in Europa eher unbekannt, es handelt sich dabei um eine Art Hammerwerfen, mit schwererem Gewicht. Das Stadion hat zudem Platz für etwas mehr als 4000 Zuschauer und verfügt nebenbei noch um eine zweite, gleich grosse Halle mit Kunstrasen, die zum Einlaufen und als Athletenzone genutzt wird. Ich muss wirklich sagen, dass ich riesig beeindruckt war von der ganzen Einrichtung, dies lies ich mir aber im Rennen natürlich nicht anmerken ;)
Das Ziel meines 3000m-Laufes war es eine möglichst schnelle Zeit zu laufen, die mir einen Startplatz im ersten Heat der Conference-Meisterschaft sichert, dafür brauchte ich einen Platz in den Top12 in der Conference Bestenliste. Der Plan war, eher zurückhaltend zu starten und über die Runden dann das Tempo zu steigern. Da das Tempo aber bereits in der ersten Runde etwas gar langsam war, setzte ich mich an die Spitze und lief Runden um 34 Sekunden. In diesem Tempo fühlte ich mich sehr wohl. Da es aber seit langem das erste kürzere Rennen ist und wir erst vor kurzem mit den Bahntrainings begonnen haben, fiel es mir noch schwer, ganz ans Limit zu laufen und das Tempo zu steigern. Nach etwas mehr als 1600m setzte sich dann mein Teamkollege an die Spitze und startete das Tempo zu beschleunigen. In der Zwischenzeit hatten mich noch zwei weitere Läufer überholt und ich passierte die 400m Marke an 4. Position. Dort setzte ich zum Schlussspurt an und konnte meinen Teamkollegen noch abfangen. Weiter nach vorne reichte es mir nicht mehr und somit beendete ich mein erstes Rennen im neuen Jahr auf dem 3. Rang in einer Zeit von 8:31.55.
Diese Zeit bedeutet für mich zwar eine neue Bestzeit, ich habe mir aber schon etwas mehr erhofft. Da in diesem Jahr bereits fünf Läufer in meiner Conference unter 8:07 gelaufen sind, wird meine Zeit wohl kaum für den ersten Heat reichen. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen noch einen zweiten 3000m-Lauf bestreiten, um mir den erstrebten Startplatz zu sichern. Die Anpassungen sind im Wettkampfkalender aufgeschaltet. Auch wenn ich noch nicht eine schnelle Zeit gelaufen bin, sehe ich, dass ich auf einem guten Weg bin und dieses Rennen gab mir die Bestätigung. Ich fühle mich über viele Runden sehr wohl und konnte entspannt laufen. In den nächsten Wochen braucht es nun noch einige schnellere Trainings, damit ich auch ohne Probleme noch eine schnellere Pace anschlagen kann.