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Die Konferenz wurde von der Ukraine und der Schweiz gemeinsam ausgerichtet. Die Schweiz hat mit dem Ausrichten der URC2022 ein Land unterstützt, das von dem heute einzigen bewaffneten Konflikt auf dem europäischen Kontinent betroffen ist. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 war die Schweiz der fünftgrösste bilaterale Geber. Ausserdem ist die Ukraine eines der wenigen Länder, in denen die Schweiz alle Instrumente ihrer Strategie der internationalen Zusammenarbeit (Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Friedensförderung) einsetzt.
Die Durchführung der Konferenz in der Schweiz ermöglichte es, einen inklusiven Ansatz mit geteilter Verantwortung zu fördern. Die Schweiz konnte auf diese Weise ihr Know-how, ihr Engagement und ihre einzigartige Position als europäisches Land, das weder Mitglied der EU noch der NATO ist, in den Dienst der Ukraine stellen.
An der URC2022 nahmen 58 internationale Delegationen teil sowie Vertreterinnen und Vertreter der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft.
An der Konferenz in Lugano ging es darum, die Prioritäten des Wiederaufbaus zu erörtern und die Unterstützung zu koordinieren. Auf der Traktandenliste standen insbesondere ein Austausch über Prioritäten, Methoden und Prinzipien des Wiederaufbaus und die Gestaltung des Wiederaufbaus in den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Umwelt und Soziales.
Zum Abschluss der Ukraine Recovery Conference (URC2022) präsentierten die Schweiz und die Ukraine am Dienstag, 5. Juli 2022, mit Unterstützung der internationalen Partner die «Lugano-Deklaration». Das Dokument bildet den Rahmen für den politischen Prozess des Wiederaufbaus der Ukraine und enthält die «Lugano-Prinzipien» als gemeinsame Richtwerte für die Zukunft.
Die "Lugano-Deklaration" hält fest, dass die Ukraine den Prozess steuert. Aber ebenso ist festgehalten, dass die Reformen weitergehen müssen. Ein wichtiger geteilter Gedanke dabei ist, «to build back better» und die Überzeugung, dass Wiederaufbau einerseits und andererseits Reformen, Korruptionsbekämpfung, Transparenz und die Sicherung einer unabhängigen Justiz nicht in Konkurrenz zueinanderstehen, sondern sich gegenseitig bedingen.