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Knöpfe
Gehört zu den wichtigsten Stimmen der Nachkriegsjahre nach 1945
Aichingers erstes Hörspiel
1. November 2011: 90. Geburtstag von Ilse Aichinger
In einer Zeit allgemeiner Arbeitslosigkeit hat Ann Beschäftigung in einer Knopffabrik gefunden. Die Knöpfe tragen Mädchennamen und strahlen bei Zwielicht eine unheimliche Faszination aus. Zuerst leidet Ann unter der drückenden Hitze des Sortierraums und ängstigt sich vor einem prasselnden Geräusch hinter der Wand. Ihre Mitarbeiterinnen Jean und Rosie aber haben sich schon lange daran gewöhnt und raten Ann, zu gehorchen und nicht über den geheimen Produktionsvorgang nachzudenken. Doch dann verändert sich Jean und kommt nicht mehr zur Arbeit. Bald darauf kommt ein neuer Knopf ins Sortiment. Ann und ihr arbeitsloser Freund John beginnen die Zusammenhänge zu ahnen.
Über die Autorin:
Ilse Aichinger (* 1921) ist in Wien als Tochter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin geboren. Noch heute gilt sie als bedeutende Stimme der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Aichingers Werk wurde mit internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.
Klanglich maximal verkargt und ganz auf die Sprache konzentriert, hat Joseph Scheideggers Inszenierung keinerlei Staub angesetzt und nach wie vor das Zeug zu einem Unheimlichen, hinter welchem sich ein grosses Gleichnis verbirgt. (Christiane Zintzen, NZZ, 4.11.2011)