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Freuen Sie sich auf einen musikalisch, tänzerisch und sensitiv mitreissenden, bunten Musical-Film, der die Geburt des Showbusiness in den Staaten feiert. Und uns ein wundersames Staunen entlockt, wenn immer solche Träume wahr werden.
Hauptfigur P.T. Barnum (erwachsen dargestellt von Hugh Jackman) spielt in der Kindheit mit dem Nachbars-Mädchen, welches später zu seiner Jugendliebe mutiert. Obwohl deren Eltern aufgrund des im 19. Jahrhundert wesentlich gewesenen Standesunterschieds missmutig dagegen sind, hält P.T. nach seiner Basis-Ausbildung erfolgreich um ihre Hand an. Zwar beteuert seine Frau Charity (Michelle Williams) bereits vor sowie während der jungen, mit zweifachem Nachwuchs dann fortgeschrittenen Ehe stets aufs Neue, dass sie nicht mehr als das eher kärgliche Einkommen ihres Ehemannes zum vollkommenen Glück benötige.
Als P.T. Barnum jedoch wegen der Fabrikschliessung seines Arbeitgebers den Job verliert, treiben ihn und seine Frau Existenzängste um. Auch hatte P.T. seiner Angetrauten bei der Vermählung ein anderes Leben versprochen. Unter diesem Psycho-Druck manifestiert sich in ihm eine Geschäftsidee: Er gründet ein Kuriositäten-Kabinett, für das er unter anderem einen kleinwüchsigen Mann und eine bärtige Frau anheuert. Allerdings will er seinen Gästen nicht nur Kurioses, sondern ebenso eine atemberaubende Show mit Akrobaten wie der Trapez-Künstlerin Anne Wheeler (Zendaya) und spektakulären Tänzern bieten. Nahezu gleichzeitig sehnt Barnum sich nach dem Respekt der sog. „feinen Gesellschaft“, die hochnäsig auf seinen Zirkus herabsieht und aus welcher ja auch seine Frau stammt.
Weshalb er alsbald mit dem seriösen Theatermacher Phillip Carlyle (Zac Efron) fusioniert, der über ein grosses Netzwerk zu eben dieser „Hautevolee“ verfügt. Bei einer königlichen Audienz der schwedischen Spitzensängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson) wird P.T. ihr von seinem Geschäftspartner Phillip vorgestellt. Worauf Barnum die Chance wittert, endlich auch in der High Society mit samt deren Kunstszene ernst genommen zu werden: Nach dem fulminanten Konzert-Auftritt von Jenny in der mittlerweile zum Edel-Zirkus gereiften Arena, organisiert er für sie eine USA-Tournee und begleitet sie anfänglich gar dorthin… Mehr sei hier keinesfalls verraten, aber es bleibt spannend!
Inspiriert von der offenbar real existiert habenden Hauptfigur P.T. Barnums, gibt die Geschichte einen ambitionierten und phantasie-vollen Visionär ab. Dieser kam aus dem Nichts, schuf jedoch ein faszinierendes Spektakel, welches zu einer weltweiten Sensation werden sollte.
Regie-Neuentdeckung Michael Gracey hat THE GREATEST SHOWMAN mit Herz, Talent und grossem Know-how inszeniert. Die überwältigenden Songs dazu stammen von den Oscar-Preisträgern Benji Pasek und Justin Paul („La La Land“).
F a z i t
Zwar hat ein offenbar übereifriger, eher kleingeistig orientierter Kritiker bei „Filmstarts“ absolut marginale Details dieses Streifens zu einem Verriss hochstilisiert (bestimmt sagen ihm aus Hollywood hohle Machwerke – jüngst etwa „Justice League“ – , in denen bis zum Abwinken bloss auf alle Arten gekämpft wird, wesentlich mehr zu…). Einen m.E. stilistisch wesentlichen Fauxpas, hat er jedoch nicht einmal bemerkt: Als Haupt-Protagonist P.T. Barnum die Begrüssung der schwedischen Spitzensängerin Jenny Lind (mit Oper hat der von ihr intonierte Song übrigens wirklich nichts zu tun, zumindest hierbei kann ich erwähntem Kritikaster beipflichten!…) per Handkuss vornimmt, berührt er ihre Hand mit den Lippen: Ein absolutes „no go“, welchem jedoch weltweit nach wie vor in keiner mir bekannten Film-Produktion Bedeutung beigemessen wird…
Für mich bildet „The Greatest Showman“ jedenfalls den ausgewogensten und besten Musical-Film seit „The Great Gatsby“, wenn nicht seit „Evita“. Und als solcher geht es darin um hervorragend bunt, empathisch, musikalisch und tänzerisch umgesetzte Unterhaltung: Nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger!
In Kürze startet die Premiere in Schweizer Kinos.
Biografisches Original-Musical über den legendären Showmaster, Unternehmer, Schmalspur-Politiker und Gaukler P.T. Barnum, 2017 USA, Farbe, Sprache: Englisch, Untertitel: Deutsch, Französisch, ab 6 Jahren.