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Eine Erfolgsgeschichte
Die Securitas AG wurde 1907 in Bern gegründet. Seither ist aus dieser Firma eine Grossfamilie mit vielen Töchtern geworden. Die nachhaltige Firmenstrategie hat sich bewährt, schliesslich erreichen nur erfolgreiche Unternehmen ein solch stolzes Alter. Heute ist die Securitas das grösste Sicherheits-Dienstleistungsunternehmen der Schweiz. Dieser Erfolg ist Mitarbeitenden und Kunden zu verdanken.
Der Name Securitas ist heute in der Schweiz der Inbegriff für private Sicherheit. Übers ganze Land stehen Tausende von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz und erfüllen auf Strassenkreuzungen, Fabrikgeländen oder bei Sportanlässen Sicherheitsaufgaben im Auftrag von Privaten, Unternehmen und Behörden.
Überirdischen Ursprungs
Eigentlich stammt der Name «Securitas» aus dem Lateinischen. Securitas war eine römische Gottheit und personifizierte die Sicherheit des römischen Volkes. Sie wurde auf Münzen der Kaiserzeit vor allem mit den Attributen Stab, Lanze, Füllhorn und Palmzweig dargestellt. Auf den Geldstücken wurde sie entweder als sitzende oder stehende Figur abgebildet. Umrahmt wurde sie vom Schriftzug «Securitas Imperium», denn die Römer waren überzeugt, dass die Göttin den sicheren Fortbestand des Reiches verbürgen würde. Dies gelang ihr ja, wie wir heute wissen, über eine lange Zeitperiode und bescherte dem allmächtigen Römischen Reich eine Ausbreitung bis dahin unbekannten Ausmasses. Der Name verschwand nach dem Untergang des Römischen Reiches 476 n. Chr. in der Versenkung der römischen Mythologie und tauchte erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts in der Schweiz wieder auf. Dort startete die Geschichte unseres bis heute erfolgreichen Unternehmens.
Die Gründung
Die Welt um 1900 erlebte in verschiedenen Bereichen grosse Umwälzungen. Einerseits hinterliess die industrielle Revolution allmählich überall ihre Spuren, die private Wirtschaft stattete ihre Industrie- und Handelsanlagen immer raffinierter aus. Das hatte zur Folge, dass es neben staatlichen oder betriebseigenen Sicherheitskräften leistungsfähiger privater Sicherheitsorganisationen bedurfte. Aber auch die weltpolitische Unsicherheit beschwor eine unangenehme Spannung herauf, die zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen führten. Es war der 22. Mai 1907, als in Bern der Beschluss gefasst wurde, die Geschäftstätigkeit der Securitas aufzunehmen. Die Gesellschaft entstand aus einer zwei Jahre vorher gegründeten Firma in Zürich, welche es auf keinen grünen Zweig gebracht hatte und kurz vor der Auflösung stand. Jakob Spreng, Inhaber eines Anwaltsbüros in Bern, schuf der neu gestalteten Schweizerischen Bewachungsgesellschaft die nötigen Grundlagen für einen Neubeginn und verhalf ihr als engagierter Verwaltungsratspräsident zu einem tragfähigen Fundament. Am 1. August 1907 wurde an der Laupenstrasse 5 in Bern der Betrieb der heutigen Securitas AG eröffnet. Wie es jenen Zeiten entsprach, trugen die ersten Angestellten Uniformen, die denen des Militärs oder der Polizei sehr nahe kamen. Die Dienstanzüge waren bereits damals blau, und auf der Brust prangte eine schmucke Pfeifenschnur. Am Gurt, welcher über der Uniformjacke getragen wurde, hing zur Linken ein Bajonett, bei den Filialdirektoren waren es gar richtige Säbel. Rund 70 Wächter begannen damals ihren Dienst, der Lohn betrug um die vier Franken, und monatlich hatte man zwei freie Nächte zugute.
Technischer Fortschritt
Die ersten Jahre der Securitas waren gekennzeichnet vom enormen Zuwachs an Mitarbeitern. Überall in der Schweiz entstanden Securitas-Filialen, und die Mitarbeiterzahl wuchs laufend. Bald konnten Vertrauenspositionen gewonnen werden. Ein wichtiger Markstein war, dass die SBB-Kreisdirektionen die Securitas mit nächtlichen Bewachungsaufgaben betrauten. 1914 erhielt das Unternehmen mit den Diensten an der Landesausstellung in Bern seinen ersten Veranstaltungs-Grossauftrag. Die Aufgabe wurde so gut gelöst, dass die Securitas bereits nach sieben Jahren im ganzen Land etabliert war. In den folgenden Jahrzehnten ging es stetig bergauf, und die Securitas baute ihr Angebot ständig aus. Die ersten Untersuchungen, ob die Bewachungsdienste durch technische Alarmeinrichtungen Unterstützung erhalten konnten, fanden bereits 1924 statt. Sie verdichteten sich bis zu der 1948 erfolgten Gründung der auf Alarmanlagen spezialisierten Tochtergesellschaft Securiton. 1975 wurde ihr durch Übernahme die Brandschutzfirma Contrafeu angegliedert. Die Securitas machte sich zudem immer mehr motorisierte Verkehrsmittel zu Nutzen. Zunächst sah man Mitarbeitende auf Mofas, es folgten Kleinmotorräder und 1959 schliesslich das erste Revierauto. Auch andere technische Hilfsmittel hielten Einzug in den Securitas-Alltag. 1968 wurden die ersten Alarmzentralen in Betrieb genommen, 1970 die ersten Funkgeräte eingeführt und 1989 die erste elektronische Kontrolluhr.
Expansion
In den 1990er-Jahren machte sich der Druck der gesamten Sicherheitsbranche auf die Securitas bemerkbar. Viele kleinere Unternehmen entstanden und verschwanden wieder, da es sich zwar jeder vorstellen konnte, sein eigenes Sicherheitsunternehmen zu haben, aber bei der Umsetzung der wirtschaftliche Druck dann doch zu gross war. Leider gab und gibt es darunter immer wieder schwarze Schafe, die den Ruf der Branche in Verruf brachten. Die Securitas als Marktleader reagierte mit einer Professionalisierung der Ausbildung. Diese mündete im Jahre 2000 in die eidgenössische Berufsakzeptanz mit Fachausweis. Aber auch auf anderen Gebieten konnte die Securitas nicht einfach zuschauen und Kaffee trinken. Um wirtschaftlich die Stärksten zu bleiben, wurden seit den 1990er-Jahren mehrere Mitbewerber übernommen oder neue Tochtergesellschaften gegründet.
Die Securitas Gruppe
Die Securitas ist heute eine grosse Familie. Zur Mutter haben sich zahlreiche Töchter gesellt, und im nahen Ausland hat das Unternehmen auch schon Wurzeln geschlagen. Man spricht darum von der Securitas Gruppe. Gegen 10'000 Mitarbeitende bieten den Kunden professionelle Dienstleistungen und führende Sicherheitstechnik. Sicherheit aus einer Hand, unter diesem Motto schaut die Unternehmensgruppe in eine sichere Zukunft.