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Kleines Sandmeer / Jarrah-Höhle / Weisse Wüste (9 Tage)
Eine Expedition zum
Nordrand der Fayum-Senke und entlang der Abu Muharrik-Düne bis zur Weissen
Wüste.
1.Tag: Ankunft
Flug nach Kairo, Empfang und Transfer zum Hotel. Übernachtung in Kairo.
2.Tag: Kairo -
Gebel Qattrani - Dimeh
Zeitiger Aufbruch in die Wüste - nach einer knappen Stunde Fahrt auf der
Straße biegen wir ab in die Wüste. Durch zunächst noch flache Landschaft
geht es allmählich zum Basaltmassiv des Gebel Qattrani, das sich über
dem Nordrand der Oase Fayum erhebt. Bereits in pharaonischer Zeit wurde
in den Steinbrüchen von Widan el Faras Basalt für Bauten und Gefäße gewonnen.
Die zerklüftete Landschaft mit ihrer vielfältigen Geologie gleicht erstaunlich
dem abgelegenen Plateau des Gilf Kebir-Massivs im Südwesten Ägyptens,
liegt aber nur eine Autostunde von Kairo entfernt; das Areal ist Naturschutzgebiet
und wartet auf die Aufnahme in die UNESCO Naturerbe-Liste. Von der Höhe
des Basaltberges führt eine abenteuerliche Abfahrt über zahlreiche Stufen
hinunter in die Senke des Fayum. Während heute nur noch der Süden der
Oase besiedelt ist, war auch der Nordrand des Qarun-Sees in der Antike
besiedelt. Eine römische Strasse verläuft noch heute vom Qarun-See nach
Norden, gebaut aus Basaltblöcken und Stücken von versteinertem Holz eines
nahe gelegenen ausgedehnten versteinerten Waldes. In griechisch-römischer
Zeit gab es hier blühende Städte, und im 7.Jhdt. n. Chr. gedieh eines
der frühesten Klöster, das Höhlenkloster von Deir Abu Lifa. Nach einem
Abstecher nach Abu Lifa führt die Fahrt zum Tempel von Qasr es Sagha,
einem Heiligtum mit Polygonalmauerwerk aus dem Mittleren Reich, und anschliessend
zu den Ruinen der ptolemäischen Siedlung von Dimeh es Sebua. Zeltübernachtung
bei Dimeh.
Qarunsee
Wadi Hitan
3.Tag: Dimeh -
Qarunsee - Wadi Hitan - Qusur el Arab
Nach dem Frühstück Gelegenheit zum Schwimmen am Strand des Qarun-Sees.
Danach geht es vorbei am Gebel Guhannam zum Nationalpark von Wadi Hitan,
wo sich fossilierte Knochen aus dem Erdaltertum noch in situ befinden.
Nach dem Mittagessen Weiterfahrt bis zu den Felsen von Qusur el Arab.
Zeltübernachtung in der schönen Landschaft von Qusur el Arab.
4.Tag: Abu Muharrik
- Düne
Wir folgen dem Darb Rayyan, bis er auf die nördlichsten Ausläufer des
Abu Muharrik trifft. Die Düne ist mit 550 km die längste Düne der Sahara
und verläuft von Bahariya aus nach Süden. Zahlreiche kleine Dünen verbinden
und überlappen sich auf dem Dünenzug. Wir folgen dem Abu Muharrik nach
Süden durch abwechslungsreiche Landschaft - felsiger Untergrund wechselt
mit kleinen Zeugenbergen und immer wieder Sanddünen. Auf dem Weg liegt
ein altes Keramikdepot wie man es bei antiken Karawanenrouten unter dem
Namen Abu Ballas findet. Zeltübernachtung.
5.Tag: Überquerung
der Abu Muharrik-Düne - Jarrah-Höhle
Heute überqueren wir die Abu Muharrik-Düne - kein ganz leichtes Unterfangen,
weil der Sand hier besonders fein ist und die Fahrzeuge immer wieder feststecken
lässt. Auf der anderen Seite angekommen, sind es nur noch wenige Kilometer
Fahrt über ebenes Gelände mit kleinen Dünchen bis zum Eingang der Tropfsteinhöhle
von Jarrah. Die zunächst von Rohlfs entdeckte Düne war lange Jahrzehnte
wieder in Vergessenheit geraten. Bis heute ist sie nicht intensiv erforscht.
Da die Höhle versandet ist, sieht man nur Stalaktiten, manche davon mit
prähistorischen Zeichnungen versehen. Übernachtung bei der Höhle.
6.Tag: Jarrah-Höhle
- Ain Sirw - Agabat
Von der Jarrah-Höhle fahren wir in Richtung Westen zunächst zur malerischen
Quelle von Ain Sirw. Hier gibt es die Gelegenheit, sich während der Mittagspause
frischzumachen. Anschließend geht es nach Agabat, traditionell der "Einstieg"
in die Weisse Wüste. Zeltübernachtung zwischen schönen Dünen und Felsformationen
bei El Agabat.

|Agabat

Cristal mountains

Weisse Wüste
7.Tag: Agabat -
Sahara Gedida
Von Agabat aus fahren wir in die Sahara el Gedida; dies ist ein weniger
stark besuchter Ausläufer der Weissen Wüste, ebenso schön wie die bekannteren
Teile dieser Region. Weisse Kalksteinsedimente - dieser Teil der Sahara
war einst Meeresboden - mit eingeschlossenen Meeresfossilien sind von
goldgelbem Sand überweht. Jahrtausendelang hat der Wind die grösseren
Kalkformationen poliert und zu skurrilen Gestalten geformt. Zeltübernachtung
in der Weissen Wüste.
8.Tag: Weisse
Wüste - Farafra - Bahariya - Kairo
Morgens zweistündiger Spaziergang durch die Weisse Wüste beim Wadi Mushroom
mit den berühmten pilzförmigen Kalksteinformationen. Es gibt reichlich
Gelegenheit zum Fotografieren und Verweilen. Fahrt nach Farafra und Besuch
des kleinen örtlichen Museums. Weiterfahrt nach Bahariya. Unterwegs Halt
beim Kristallberg und Spaziergang. Anschliessend Weiterfahrt über Bawiti
nach Kairo. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
9.Tag: Abreise
Transfer zum Flughafen Kairo und Abreise