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Unctad XIII: Erfolg für die Entwicklungsländer
Nach einer Woche heftigen Streits ging die alle vier Jahre stattfindende Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad XIII) gestern mit einem Sieg der Entwicklungsländer zu Ende.
Trotz der wiederholten Versuche der Industrieländer, allen voran der Schweiz, das Mandat der Unctad zu schwächen, gelang es, ein Abschlussdokument zu verabschieden, das es der Unctad erlaubt, die Interessen der Entwicklungsländer weiterhin zu verteidigen. Sie soll sich auch künftig mit Fragen der Makroökonomie und des Finanzsystems aus der Sicht der Entwicklungsländer beschäftigen.
Dank dem selbstbewussten Aufbegehren der Entwicklungsländer und der eindrücklichen Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Organisationen wurden die Vorstösse der Industrieländer, die Kompetenzen der Unctad zu beschneiden, erfolgreich abgewehrt. Die Industrieländer gaben auf, um nicht die Verantwortung für das andernfalls unausweichliche Scheitern der Konferenz tragen zu müssen.
Das Abschlussdokument bekräftigt das an der letzten Konferenz von 2008 in Accra erteilte Mandat an die Unctad. Es bestätigt ihren zentralen Status innerhalb des Uno-Systems zur umfassenden Behandlung von Handel und Entwicklung einschliesslich der damit zusammenhängenden Fragen des Finanz- und Technologietransfers, Investitionen und nachhaltiger Entwicklung. Im Schlussdokument verankert wurde auch der Bezug zur Finanzkrise und die Notwendigkeit von Regulierungen, um künftige Krisen zu vermeiden.
Weitere Informationen:
Isolda Agazzi, Alliance Sud, Tel. 079 434 45 60
Unctad XIII: Schweiz soll vom hohen Ross herunterkommen (Medienmitteilung vom 25.04.2012)