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Ich kannte die Serie nicht und habe das ausgezeichnete Bild gestern in einer Fotostrecke zu den Awards gefunden. Und hier wird es interessant. Beim Betrachten des Fotos fiel mir die Zeile aus dem Heine-Gedicht ein:
«Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen . . . »
Die erste Gedichtzeile habe ich in der Kindheit als Redewendung kennengelernt, und diese bereits in ihrer verkürzten Variante ohne (in der Nacht) im Gedächtnis.
REDUKTION UND ÜBERHÖHUNG
Lese ich mit diesen Gedanken den Titel der Bildserie von Andreas Mühe und den Artikel in Monopol, kann ich nur sagen. Das Foto, die Fotos funktionieren. Sie wecken, die beabsichtigten Assoziationen. Chapeau. Viel Geheimnis. Grosse Klarheit, kein ChiChi. Das sind Bildikonen. Oder zumindest Bilder, die mit eben dieser Reduktion und gleichzeitigen Überhöhung arbeiten. A.M.: Angela Merkel? A.M.: Andreas Mühe? Oder A.M.: Ave Maria!?
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