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Autor: LUkas Schwab
Ulmiz An der Jahresversammlung der SVP See zog Präsident Daniel Schär am Mittwoch in Ulmiz Bilanz zum Wahljahr 2011. «Unsere Erfolge waren besser, als dies in den Medien zum Ausdruck kam», so Schär. Auf Gemeindeebene habe die SVP ihre Gemeinderatssitze im Seebezirk gehalten und im Murtner Generalrat sogar zugelegt. «Bei den kantonalen Wahlen holten wir im Grossrat einen vierten Sitz für den Seebezirk und Katharina Thalmann erzielte das beste Resultat im Bezirk», sagte Schär. Die neuen Parteien, die zu den Wahlen antraten, habe die SVP See gut verkraftet.
Schwierige Staatsratswahl
Als schwierig bezeichnete Schär das Thema Staatsratswahl mit FDP-Mann Markus Ith als Kandidat aus dem Seebezirk und Pierre-André Page als Kandidat der SVP-Kantonalpartei. Der Konflikt zwischen den Interessen des Seebezirks und jenen der SVP, die selber einen Staatsratssitz erobern wollte, habe zu einer blöden Situation geführt. «Für mich war das eine Gratwanderung.» Er habe aber immer versucht, einen sauberen und fairen Wahlkampf zu führen. «Uns wird nun der Schwarze Peter zugeschoben, obwohl Ith auch mit der Unterstützung der SVP See keine Wahlchance gehabt hätte», sagte Schär.
Bei den eidgenössischen Wahlen sei der Wähleranteil der SVP sowohl im Seebezirk als auch im Kanton stabil geblieben, während andere Parteien getaucht seien, so die Bilanz von Daniel Schär.
Abschied von Demont
Die abgetretene SVP-Kantonalpräsidentin Gilberte Demont sprach an der Versammlung über ihre Erfahrungen an der Parteispitze. «Es war nicht immer einfach, aber eine tolle Erfahrung», sagte sie. Sie sei enttäuscht gewesen, dass die Zusammenarbeit der bürgerlichen Parteien bei den Wahlen nicht funktioniert habe. «Wir wurden bei Wahlen blockiert», so Demont. Dies obwohl man im Grossen Rat und bei Abstimmungen oft auf der gleichen Linie wie FDP und CVP politisiert habe. «Für die Linken war das ein Fressen», so Demont. Dennoch sei sie der Meinung, die SVP hätte FDP-Mann Bourgeois bei der Staatsrats-Ersatzwahl unterstützen müssen. «Dass die Partei anderer Meinung war, war für mich schwierig. Ich konnte nicht meine eigene Meinung vertreten.» Doch diese Last sei sie nun los: «Ab sofort kann ich wieder besser sagen, was ich denke», sagte sie und lachte.
Demont sprach zudem über die Vorzüge einer Frau an der Parteispitze: Sie sei überzeugt, dass Frauen in der Politik die Zusammenarbeit fördern. «Frauen haben weniger Konkurrenzdenken als Männer.»
Neue Vorstandsmitglieder
Mit Jacqueline Flisch-Wildi und Christophe Blaumann wählte die Versammlung zwei neue Mitglieder in den Vorstand. Jacqueline Flisch-Wildi tritt die Nachfolge des abtretenden Kassiers Christian Mumprecht an, Christophe Blaumann wurde als zusätzliches Mitglied in den Vorstand gewählt. Er soll unter anderem Parteipräsident Daniel Schär entlasten. Zudem vertritt Blaumann den Seebezirk neu als Delegierter bei der SVP Schweiz.
Daniel Schär hielt fest, die SVP See habe im letzten Jahr viele neue Parteimitglieder angelockt. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. «Aber seit 2005 haben wir einen Zuwachs von 30 Prozent.»