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Obwohl in vielen Fällen die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder eine bezahlte Arbeit wirksam vor Armut schützt, können auch Erwerbstätige von Armut betroffen sein. Der Grund für die Armut von Erwerbstätigen kann genauer analysiert werden, indem die Armutsquote nach sozioprofessionellen Merkmalen betrachtet wird.
Tabellen
Definitionen
Erwerbstätigkeit gilt in westlichen Gesellschaften als das wirksamste Mittel zur Vermeidung von Armut. Die Armutsquote der Erwerbstätigen gibt an, welcher Anteil der Bevölkerung trotz Ausübung einer Erwerbstätigkeit von Armut betroffen ist.
Die Armutsquote der Erwerbstätigen wird berechnet als Prozentsatz der erwerbstätigen Personen ab 18 Jahren, die in einem armen Haushalt leben, verglichen mit allen erwerbstätigen Personen ab 18 Jahren. Eine Person gilt für diesen Indikator als erwerbstätig, wenn sie während mehr als der Hälfte der Einkommensreferenzperiode angestellt oder selbstständigerwerbend war. Ein Haushalt gilt als arm, wenn das verfügbare Haushaltseinkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt (vgl. die diesbezüglichen Informationen beim Indikator „Armutsquote“). Wenn ein Haushalt aus mehreren erwachsenen Personen mit unterschiedlichem Migrationsstatus besteht, wird der für den gesamten Haushalt ermittelte Wert auf Personenebene sowohl bei den Personen mit als auch bei jenen ohne Migrationshintergrund berücksichtigt.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.