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1875 kaufte August Sonderegger von seinem Vater das neben dem Elternhaus stehende Torkelgebäude. Er baute es in eine Stickfabrik für sechs Maschinen um. Jetzt betrug Sondereggers Maschinenbestand vierzehn Maschinen.
Sonderegger hatte schon 1870 eine Stickfabrik "im Gern" errichtet. Vorerst versuchte er sich mit vier Maschinen, erweiterte aber wegen des guten Geschäftganges zwei Jahre später auf acht Maschinen.
Mit diesen vierzehn Handstickmaschinenen war Sonderegger der grösste Stickfabrikant Balgachs. Somit fanden vierzehn Handsticker Akkordarbeit in Sondereggers Fabriken. Jeder Fabriksticker wiederum brachte selber seine Fädlerin mit.
Sonderegger produzierte die ersten Jahre nach eigenen Mustern. Später wurde er auch Lohnsticker wie alle anderen Handsticker. In seinem Lohnstick-Betrieb führten die angestellten Handsticker die von einem Exporthaus vergebenen Stickaufträge nach gegebenen Mustern aus.
Die Fabrik im Gern brannte 1889 nieder, nachdem darin drei Jahre vorher Schifflistickmaschinen montiert worden waren. Die Leistung des Dampfkessels war auf acht Maschinen ausgelegt.
Das vordere Stickgebädue im Bild diente nach der Krise als Wohnhaus. 2001 riss es die Besitzerin - WEBA AG - ab.
Das Restaurant Steg wurde nach dem Mühlackerbrand (1890) als Wohnhaus und Stickfabrik errichtet. In guten Zeiten standen acht Handstickmaschinen in den Sälen. Zeitweise wurden Raumteile als Wirtschaft benutzt. Mit der Stickereikrise nach 1920 hatte das Gebäude als Stickfabrik ausgedient.
Im Restaurant sind die schlanken Metallsäulen im einstigen Sticksaal zu sehen.
Schon vor dem Brand stand beim Steg (kleine Brücke über den Bach) eine Stickfabrik. 1880 legte der Besitzer David Nüesch sein Fabrikreglement zur Einsicht auf.
Im Januar 1872 erteilte der Gemeinderat die Bewilligung an Gemeinderat Eduard Mätzler, zur Traube, das geplante Fabrikgebäude auszuführen. Ende Nov. 1872 liess Mätzler das Gebäude mit 4 Stickmaschinen versichern. Im darauf folgenden Jahr erstellte er auch eine Police für den 2. Stock. Somit verfügte Mätzler über acht Maschinen. Jetzt nannte er sich nicht nur Wirt, sondern auch noch Fabrikant. Als Mätzler 1879 sein Fabrikreglement einreichte, amtete er als Gemeindammann. Er war auch im Kantonsrat.