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Russland hat von der NATO-geführten Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) mehr Härte gegen die Taliban gefordert. Moskau fürchtet eine Ausdehnung der Gewalt in das russische Grenzgebiet.
"Die innerafghanische Versöhnung tritt auf der Stelle, und nach dem Abzug der internationalen Truppen droht ein Übergreifen der Gewalt auf Russlands Nachbarregion", sagte Vize-Aussenminister Igor Morgulow am Freitag auf einer Konferenz in Kasachstan.
Sein US-Amtskollege William Burns räumte Rückschläge ein. "Die afghanische Präsidentenwahl im kommenden Jahr wird aber den Versöhnungsprozess neu ankurbeln und die Spaltung der Gesellschaft überwinden helfen", sagte Burns Medien zufolge in der Stadt Almaty.
"Ohne Frieden in Afghanistan wird es keine dauerhafte regionale Stabilität geben", hiess es im deutschen Bundesaussenministerium. "Wo Deutschland hilfreich sein und Unterstützung leisten kann, wird es das tun".
An der Konferenz nahmen nach kasachischen Angaben Vertreter von mehr als 20 Organisationen und Ländern teil, darunter aus dem Iran sowie aus Pakistan. Es war die dritte Konferenz des 2011 gegründeten "Istanbuler Prozesses". Die Initiative will die Zusammenarbeit in Zentral- und Südasien verbessern, etwa im Kampf gegen Terror und Drogenhandel.
SDA-ATS