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Barclays will sich auf die Kernmärkte Grossbritannien und die USA konzentrieren. Dazu zieht sich der Konzern aus anderen Märkten zurück oder dampft Geschäfte ein. An der Barclays Africa Group mit Sitz in Südafrika hielten die Briten einst 62 Prozent, zuletzt waren es noch 50,1 Prozent. Nach dem Verkauf sinkt der Anteil auf 16,4 Prozent, am Ende sind 15 Prozent angepeilt. Die damit einhergehende Dekonsolidierung führt allerdings zu einem Verlust von 1,2 Milliarden Pfund, der im zweiten Quartal verbucht werden soll. Barclays erklärte dies mit der Umwandlung von Währungsreserven in der Bilanz - der südafrikanische Rand habe sich seit der erstmaligen Konsolidierung der Afrika-Tochter im Jahr 2005 abgeschwächt.
Für Barclays ist der Rückzug aus Afrika eine symbolträchtige Kehrtwende. Das Institut hatte sein Geschäft auf dem Kontinent seit fast einem Jahrhundert aufgebaut und gilt in Afrika als eine der führenden westlichen Banken. Wegen verschärfter staatlicher Vorschriften und dem Druck von Investoren sieht sich der Finanzkonzern allerdings gezwungen, bestimmte Geschäfte zurückzufahren. So wird durch den Verkauf der Afrika-Tochter die Kernkapitalquote aufgebessert. Barclays hatte sich auch von der Ägypten-Tochter getrennt./das/stb
(AWP)