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Allgemeines
Was war am Anfang, Gott oder der Urknall? Für unseren Alltagsverstand ein schwieriger Gedanke und eine schier unlösbare Aufgabe.
In der Bibel (Mose 1, 1-8) steht am Anfang des Alten Testaments folgender Text:
1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. 4 Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. 5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag. 6 Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern! 7 Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also. 8 Und Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag.
Wissenschaftliche Sichtweise
Wenn wir wissenschaftlich nach dem Anfang fragen, erhalten wir eine anfänglich einfach scheinende Antwort, die aber um so verwirrend schwierig zu begreifen wird, je mehr wir ins Detail gehen: Am Anfang war der Urknall.
Richtig, auf dem Bild links ist nichts zu sehen, da der Urknall ein lichtloser Vorgang war.
Forschungen mit dem Hubble-Teleskop im Weltraum ergaben, dass die Welt vor etwa 13.7 Milliarden Jahren ihren Anfang nahm. Ein Punkt, klein wie ein Atom, welcher die gesamte Energie des Universums enthielt, explodierte in Sekundenbruchteilen und dehnte sich rasend schnell aus. Damit erst bildete sich der Raum und die Zeit.
Wie aber kann man sowas behaupten? Astronomen stellten fest, dass fast alle Galaxien sich von uns weg bewegen. Noch heute dehnt sich das Universum weiter aus.
Mit der Ausdehnung und der Abkühlung des Universums verwandelte sich die Energie in Teilchen von Materie und Antimaterie. Diese zwei gegensätzlichen Teilchenarten zerstörten sich grösstenteils gegenseitig. Eine gewisse Menge von Materie überlebte jedoch.
Als das Universum eine Sekunde alt war, bildeten sich stabilere Teilchen, die wir Protonen und Neutronen nennen.
Während der nächsten drei Minuten sank die Temperatur unter 1 Milliarde Grad Celsius ab. Nun war es “kühl” genug, damit sich die Protonen und die Neutronen verbinden konnten.
Es entstanden Wasserstoff- und Heliumkerne.
Das erste Licht
300‘000 Jahre später war das Universum auf ungefähr 3‘000 Grad Celsius abgekühlt. Endlich konnten Atomkerne Elektronen einfangen und dadurch Atome bilden. Das Universum füllte sich mit Wasserstoff- und Heliumgaswolken die zu leuchten beginnen. Erst jetzt wurde die Materie sichtbar.
Im Laufe von mehreren Millionen Jahren zogen die dichteren Bereiche Materie an, da sie mehr Schwerkraft hatten als andere Stellen. Ungefähr 100 Millionen Jahre nach dem Urknall war das Gas dann schliesslich heiss und dicht genug für die Bildung erster Sterne und kleiner Galaxien.
Bildung der Elemente
In den Sternen bilden sich neue Elemente wie Lithium, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Eisen. Für die Bildung der schwereren Elemente wie Kupfer, Gold oder Uran jedoch hat es in den Sternen zuwenig Energie.
Einige der Sterne explodierten. Man nennt eine Sternexplosion Supernova. Dies waren die gewaltigsten Explosionen seit dem Urknall. Die Supernovae liefern die Energie für die Bildung der schwereren Elemente wie Kupfer, Gold, Uran, Selen, Zink, und viele andere mehr, die alle im Periodensystem der Elemente aufgelistet sind. Also: Ohne Supernovae gäbe es uns und das Leben gar nicht.
Unser Sonnensystem
Unser Sonnensystem mit der Sonne und den Planeten entstand vor 4.6 Milliarden Jahren aus einer Gaswolke im Universum. Sie enthält 99.9% der Gase und des Staubs des Sonnensystems. Trotzdem bleibt noch genügend Material für die Planeten, die sich kreisend um sie herum bilden.
Die Erde
Der dritte Planet nach Merkur und Venus, ist die Erde. Sie besteht vor allem aus
– Eisen (32.1%)
– Sauerstoff (30.1%)
– Silizium (15.1%)
– Magnesium (13.9%)
– Schwefel (2.9%)
– Nickel (1.8%)
– Calcium (1.5%)
und weiteren Elementen in Spuren.
Die Erde ist der dichteste Planet des Sonnensystems.