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3.3 Grossmünster: Felix und Regula-Relief
Sogenanntes „Felix- und Regula-Relief“ oder „Kaiserrelief“
In der Kirche sind nur wenige Bilddarstellungen aus der vorreformatorischen Zeit geblieben. Dazu zählt ein hochmittelalterliches Kapitell mit einem Relief. Es ist gegen das Mittelschiff gerichtet.
Der jagende Karl der Grosse findet die Gräber der Märtyrer Felix und Regula, sog. "Felix- und Regula-Relief" oder "Kaiserrelief". Kapitellplastik im Grossmünster, 12.Jh.
Links der reitende Herrscher Karl der Grosse. Er trägt eine Krone und hält in seiner Linken ein Lilienszepter. Hinter ihm ein Raubvogel; der Künstler mag an eine Falkenjagd gedacht haben. Die beiden Heiligen rechts sind in lange Tuniken gekleidet und halten Märtyrerpalmen, Felix in der Mitte trägt überdies ein Buch, während Regula mit ihrer freien Hand zum Himmel weist.
Die Legende berichtet, Karl habe auf einer Jagd einen Hirsch von Köln bis nach Zürich verfolgt. Dabei sei er auf die Gräber der Heiligen Felix und Regula gestossen. Plötzlich sank sein Pferd in die Knie. Karl verstand das Zeichen. Er stieg ab und fand an eben diesem Ort die Gebeine der Heiligen auf. Tief beeindruckt sorgte er für den Bau einer Kirche und gründete die Grossmünsterpropstei.
Heute können wir belegen, dass das Grossmünsterkloster 870 durch Kaiser Karl III., den Dicken, einen Urenkel Karls des Grossen, als Kollegiatsstift gemäss der Aachener Reform von 816 bestätigt wurde. Sicher ist auch, dass man um 1000 von einer Gründung durch Karl den Grossen ausging.

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