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Angesichts der schweizerischen Stellungnahme zum Dekret der katalanischen Regierung vom 24. Oktober 1936 über die Kollektivisierung von Unternehmen2 fand am 4. November 1936 unter dem Präsidium von Herrn Legationsrat Dr. Frölicher eine Konferenz statt, an der als Vertreter der in Betracht kommenden schweizerischen Interessenten die Herren Metzger, Dr.Bosshard, Dubler und Siegfried teilnahmen.
Es verdienen namentlich nachstehende Bemerkungen festgehalten zu werden:
Herr Metzger: Alle im Handelsregister eingetragenen Firmen sollen nach Auffassung der katalanischen Behörden als spanische Firmen gelten. Die Behörden sollen jedoch, wie übrigens schon aus dem Dekret hervorgeht, bereit sein, die Anmeldung ausländischer Interessen entgegenzunehmen.
Repressalien auf Grund des Dekretes in der Schweiz dürften nicht wohl angängig sein, da sie kaum die richtigen Personen treffen würden. Sodann liesse sich die Überlegung machen, die katalanische Generalität sei überhaupt keine Regierung, sondern nur eine Behörde. Daher wäre ein Protest in Madrid denkbar, wobei verlangt würde, dass das Konsulat in Barcelona bei der Inventaraufnahme mitwirke. Man behielte sich bereits jetzt vor, die Anrufung des im schweizerisch-spanischen Schiedsvertrages3 vorgesehenen Schiedsgerichtes zu beantragen. Im übrigen musste im Hinblick auf die Inventarisierungen verlangt werden, dass dieselben auf Grund des Realwertes vom 19. Juli 1936 erfolgten. Auch bezüglich der Bezahlung der Entschädigung in Devisen oder Gold sowie deren Transferierung müssten bereits alle Vorbehalte gemacht werden.
Herr Legationsrat Dr. Frölicher: Das Politische Departement würde es vorziehen, vorderhand durch das Konsulat in Barcelona bei der Generalität vorstellig zu werden. Ein solcher Schritt würde keineswegs implizite eine Anerkennung des katalanischen Staates bedeuten. Das Departement ist bereit zu verlangen, dass die Inventare unter Mitwirkung des Konsulates aufgenommen werden. Es nimmt auch in Aussicht, gegebenenfalls mit der Anrufung des Schiedsvertrages zu drohen.
Herr Siegfried: Es sollte versucht werden, die Sache vorderhand unter Ausschaltung von Madrid der Generalität gegenüber gütlich zu regeln.
- 2
- Sur ce décret, cf. notamment la lettre du Consulat de Suisse à Barcelone du 31 octobre et les requêtes d’un certain nombre de maisons suisses in E 2001 (D) 1/173.↩
- 3
- Du 20 avril 1926 (RO, 1927, vol. 43, pp. 61–69).↩
- 4
- A l’issue de cet entretien un communiqué est envoyé à la presse, invitant les personnes physiques et morales lésées à prendre contact avec le Département politique. Dans une lettre du 6 novembre, ce dernier propose en outre au Vorort de l’Union suisse du commerce et de l’industrie l’établissement d’un questionnaire, qui sera rédigé en collaboration avec l’Association suisse des banquiers pour connaître l’ampleur des pertes subies par des Suisses du fait des collecti visations. Enfin, le 10 no vembre, le Département politique annonce au Consulat à Barcelone qu’il retient la démarche en visagée auprès des autorités catalanes, puisqu’aucun autre pays n’a encore agi dans ce sens (E 2001 (D) 1/173).↩