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Zeitreihen elektrischer Widerstände erlauben Rückschlüsse über Veränderungen in Eis- und Wassergehalt im Boden, aufgrund der unterschiedlichen elektrischen Leitfähigkeit der verschiedenen Materialien. An ausgewählten Bohrlochstandorten wird regelmässig der elektrische Widerstand im Boden als 2D-Profil gemessen. Die längste solche Messreihe stammt vom Schilthorn, wo seit 1999 mehrmals jährlich ein zweidimensionales Geoelektrik-Profil gemessen wird.
Generelle Beobachtungen
Gemessene elektrische Widerstände variieren je nach Standort in ihren Grössenordnungen. Im verwitterten und eisarmen Gestein am Schilthorn liegen sie beispielsweise bei ungefähr 3‘000 Ωm, während sie im eisreichen Blockgletscher Murtèl-Corvatsch mit etwa 300‘000 Ωm deutlich höher sind. Unabhängig der Grössenordnung haben jedoch die gemessenen elektrischen Widerstände innerhalb der Permafrostschicht seit Beginn der Aufzeichnungen an allen Standorten abgenommen. Dies deutet auf einen allgemeinen Anstieg des Flüssigwassergehalts innerhalb der Permafrostschicht hin und wird als direkte Folge der Degradation von Bodeneis betrachtet. Diese Beobachtungen decken sich mit der Zunahme der Mächtigkeit der Auftauschicht und den Permafrosttemperaturen.