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Diese nach ihrer Fertigstellung weltweit grösste Kernfusionsanlage vom Typ Stellarator hat die Aufgabe, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen. Mit bis zu 30 Minuten langen Entladungen soll sie seine wesentliche Eigenschaft vorführen: Im Unterschied zu Fusionsanlagen vom Typ Tokamak wie Jet und Iter können Stellarotoren ohne weitere Zusatzmassnahmen im Dauerbetrieb arbeiten. Sie arbeiten ohne Plasmastrom mit einem Feld, das ausschliesslich durch äussere Spulen erzeugt wird, benötigen jedoch deutlich komplexer geformte Magnetspulen als ein Tokamak. Der Aufbau der Anlage soll rund sechs Jahre dauern.
Kernstück der Anlage ist der Kranz von 50 supraleitenden, etwa 3,5 Meter hohen Magnetspulen. Mit flüssigem Helium auf Supraleitungstemperatur nahe dem absoluten Nullpunkt abgekühlt, verbrauchen sie nach dem Einschalten kaum Energie. Ihre bizarren Formen sind das Ergebnis ausgefeilter Optimierungsrechnungen: Sie sollen einen besonders stabilen und wärmeisolierenden magnetischen Käfig für das Plasma erzeugen. Um das Magnetfeld verändern zu können, wird den Stellarator-Spulen ein zweiter Satz von 20 flachen, ebenfalls supraleitenden Spulen überlagert. Eine massive ringförmige Stützstruktur hält die Spulen trotz der hohen Magnetkräfte exakt in Position. Im Inneren des Spulenkranzes liegt das in 20 Teilen gefertigte Plasmagefäss, das in seiner eigenwilligen Form dem verwundenen Plasmaschlauch angepasst ist. Die Anlage ist aus fünf nahezu baugleichen Modulen aufgebaut, die vormontiert und erst in der Experimentierhalle kreisförmig zusammengesetzt werden.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilung IPP, 18. April 2005. Siehe auch ew, Magazin für Energiewirtschaft, Heft 21, 2003