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Das Wichtigste in Kürze
- Tarso Marques (45) bestritt für das Minardi-Team 24 Grands Prix in der Formel 1.
- Aktuell erholt sich der Brasilianer von einer schweren Corona-Infektion.
- Im Spital machte der Ex-Formel-1-Fahrer sogar sein Testament.
«Ich dachte, mir passiert schon nichts. Ich war immer gesund, habe mich gut ernährt und Sport gemacht», berichtet Tarso Marques. Und trotzdem: Eine Corona-Erkrankung überstand der heute 45-jährige Ex-Formel-1-Fahrer nur knapp.
«Zwei Stunden nach der Diagnose ging mir schon die Luft aus», so Marques. «Eine weitere Stunde, und ich konnte gar nicht mehr atmen. Selbst jetzt habe ich erst 30 Prozent meiner Lungenfunktion zurück.»
«Ich habe mein Testament gemacht»
Zwei Wochen kämpfte der Brasilianer im Krankenhaus gegen das Virus, mittlerweile erholt er sich zu Hause. «Die ersten drei, vier Tage waren der Horror. Du bist praktisch tot, das Virus zerstört dich», erinnert sich der 24-fache Grand-Prix-Teilnehmer.
«Ich konnte neun Tage nicht schlafen», so Marques, «und es ist eines nach dem anderen dazugekommen. Bauchkrämpfe, ein Ausschlag auf meinen Beinen. Ich bin immer noch voller Flecken, ich hatte höllische Kopfschmerzen. Zwei Tage habe ich nur geheult.»
Der Brasilianer war überzeugt, dass er sterben würde. «Ich habe im Spital sogar mein Testament gemacht», so der Ex-Rennfahrer. «Selbst, als es besser wurde, hatte ich noch Angst, dass die Verbesserung ein falscher Alarm ist.»
In der Formel 1 startete Tarso Marques meist hinten im Feld. Der Brasilianer bestritt zwischen 1996 und 2001 insgesamt 24 Grands Prix für das Nachzügler-Team Minardi, das heute AlphaTauri heisst.
Nach seiner Karriere in der Formel 1 startete Marques in der US-amerikanischen IndyCar-Serie sowie bei Stockcar-Rennen. Heute betreibt der Brasilianer in seiner Heimat eine Tuning-Firma und baut Rennprototypen.