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Der Zusammenbau der gereinigten, der überarbeiteten und der neuen Teile erfolgt grundsätzlich in umgekehrter Reihenfolge wie die Demontage. Und wieder einmal hat es sich bewährt, während der Demontage unzählige Fotos zu machen.
Als erstes wird das Vorgelege mit den Druckscheiben eingebaut. Anschliessend kann das Spiel (0.05 bis 0.1mm) mit der Fühlerlehre gemessen und das Spiel gegebenenfalls mit anderen Druckscheiben angepasst werden. Liegt das Spiel in den vorgegeben Toleranzen, kann die Welle entfernt und ein Montagedorn eingesetzt werden. Dieser wird benötigt um später die Hauptwelle einzubauen zu können. Ich habe einfach ein Rohr mit einem etwas kleineren Durchmesser verwendet, an welchem ich das Ende ein wenig angeschrägt habe um bei der Montage nicht die Lagernadeln zu verschieben.
Beim Zusammenbau der Hauptwelle beginnt man mit dem Anbringen der Lagernadeln für den zweiten Gang. Damit diese nicht abfallen oder sich verschieben, habe ich die Lagerstelle an der Hauptwelle eingefettet. Da nicht nur diese, sondern auch weitere Stellen so eingefettet wurden und auch einige Teile neu sind, werde ich nach den ersten 1'000km sowieso einen Ölwechsel machen. Nun kann das Rad des zweiten Gang über die Lager geschoben werden. Um die Arretierung mittels Stift zu entlasten, kann man diese mittels einem dünnen Durchschlag durch das vorgesehene Loch im Rad nach hinten drücken. Nach dem anschliessenden Prüfen des Spiels kann das Rad des dritten Ganges auf die selbe Art und Weise montiert werden.
Jetzt wird der Synchronring des zweiten Ganges montiert. Dazu müssen die Federn und Kugeln in den inneren Ring gebracht werden und der äussere Ring muss darüber geschoben werden (die Ausfräsungen an den Zähnen muss dazu beachtet werden). Damit die Kugeln nicht immer heraus fliegen, habe ich diese mit einem Kabelbinder fixiert. Anschliessend ist der Druck zu überprüfen, welcher benötigt wird um den äusseren Ring zu bewegen. Wenn der Synchronring ohne Arretierungsstiften auf die Welle geschoben ist, muss noch die Freigängigkeit des zweiten Ganges überprüft werden. Ist dies der Fall, kann die Montage nochmals erfolgen, dieses Mal aber mit dem Arretierungsstift. Ähnlich geht man bei der Montage der anderen Synchronisierung vor.
Wenn dann auch die Kupplungswelle zusammengebaut ist, kann mit der Montage der Wellen in das Gehäuse begonnen werden. Ist die Haupt- und die Kupplungswelle drin, kann der Montagedorn des Vorgeleges mit der Vorgelegewelle ersetzt werden. Jetzt fehlt nur noch der Deckel mit dem Schaltgestänge. Hier hatte ich bei der Demontage auch Fotos gemacht, diese waren aber leider unscharf, so dass ich die Position der Kugeln zwischen den Schaltstangen nicht richtig identifizieren konnte. Erst nach einiger Zeit und einigem Montieren und Demontieren hatte ich die Lösung gefunden. Die Kugeln mussten innerhalb der Zylinder im Deckel laufen und nicht ausserhalb.
Nun kann das Zwischengehäuse des Overdrives am Getriebe angebracht werden. Damit das Spiel des Sonnenrades überprüft werden kann, muss der Overdrive zusammengebaut und montiert werden. Dazu ist es bei der Montage des Planetenradsatzes wichtig, dass die Markierungen passend ausgerichtet sind. Weiter wird für die Montage der Freilaufkupplung kein Spezialwerkzeug benötigt (wie im Handbuch beschrieben), sondern es reicht der Einsatz von Kabelbindern.
Setzt man nun alles zusammen, muss eine zusätzliche Druckscheibe mit bekannter Stärke eingebaut werden, die Kupplungstrommel muss aber Draussen bleiben. Jetzt kann der Abstand zwischen Bremsring und Gehäuse gemessen werden. Dieser muss jetzt die Stärke des zusätzlichen Druckringes haben, abzüglich der vorgegeben Toleranzen. Stimmt dieser Wert nicht, muss eine andere Scheibe verwendet werden.
Nach dem erneuten Zusammenbau, dieses Mal aber mit Kupplungstrommel, wird der Overdrive in einen Schraubstock gespannt und das Getriebe wird aufgesetzt. Vor diesem Arbeitsgang ist es wichtig, dass die Nuten im Overdrive zueinander ausgerichtet sind, damit die Welle des Getriebes in diese passt. Der ganze Vorgang ist ein wenig Fummelei, da der Nocken für die Ölpumpe und die Federn gehalten werden müssen. Hier ist es hilfreich wenn man eine weitere Hand und einen Werkstattkran hat.
Ob sich die Gänge durchschalten lassen und sich die Wellen entsprechend drehen, habe ich vor und nach dem Anbau des Deckels geprüft. Diese Prüfung hatte ich nach der Montage des Overdrives abermals durchgeführt. Diese Prüfung ist erfolgreich verlaufen, so dass mir nur noch die Endreinigung des Getriebes blieb.
Wieder ist ein weiterer, grosser Schritt getan und viele folgen noch. Ich werde das Getriebe vor dem Einbau aber auf jeden Fall überprüfen. Da ich für den Motor eine Vorrichtung bauen muss, um diesen zu testen, werde ich diese Vorrichtung so bauen, dass auch das Getriebe noch platz zum Testen hat.