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Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuer
Handänderungssteuer
Sie ist eine Rechtsverkehrssteuer auf dem gehandelten Wert einer Immobilie. Die Handänderungssteuer beträgt immer ein Prozent des gehandelten Werts und fliesst vollumfänglich an den Kanton. Speziell ist, dass sie nicht in allen Kantonen erhoben wird. Im Kanton Zürich wurde die Handänderungssteuer beispielsweise im Jahr 2003 abgeschafft. Für den Kanton Thurgau stellt die Handänderungssteuer eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle dar. Über die letzten 30 Jahre gesehen haben die Einnahmen aus der Steuer insbesondere in den 2000er Jahren stark zugenommen.
Mehr dazu: Handänderungssteuer
Grundstückgewinnsteuer
Sie wird auf dem Gewinn erhoben, der aus dem Verkauf einer Immobilie resultiert. Bezahlt wird sie vom Verkäufer. Die Grundstückgewinnsteuer liegt anfänglich bei 40 Prozent und reduziert sich über die Haltezeit einer Immobilie, bis sie nach 23 Jahren auf dem Minimum von 11,2 Prozent ist. Die Steuereinnahmen aus der Grundstückgewinnsteuer werden aufgeteilt: Bei Annahme der Steuerreform am 9. Februar 2020 würde der Kanton 43,5 Prozent, die Politische und die Schulgemeinde, in der die Immobilie liegt, je 25 Prozent und die Kirchgemeinde 6,5 Prozent erhalten. Die Kirchgemeinde erhält das Geld aber nur, wenn der Verkäufer Mitglied ist. Andernfalls fliessen die 6,5 Prozent ebenfalls an die Politische Gemeinde. Die Einnahmen haben mittlerweile fast wieder die Höhe von vor 30 Jahren erreicht, als auch Immobiliengesellschaften noch Grundstückgewinnsteuern abliefern mussten. Seit 1999 werden die Grundstückgewinne wie bei den übrigen juristischen Personen mit der Gewinnsteuer erfasst.
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