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Die luxuriöse Geisterstadt
Es sollte das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Inneren Mongolei werden. Trotz über einer Milliarde US-Dollar Investitionen und Stararchitekten wie Herzog & de Meuron bleibt Ordos eine Geisterstadt.
Die Stadt Ordos liegt in der autonomen Region Innere Mongolei im Norden Chinas. Das Gebiet ist reich an Gas, Kohle und seltenen Metallen. In den späten 1990er-Jahren beschloss die Kommunalverwaltung, intensiv in eine neue Stadt zu investieren. Ordos sollte das kulturelle, ökonomische und politische Zentrum der Inneren Mongolei werden. Optimistisch wurde über eine Milliarde US-Dollar für eine topmoderne Architektur und Infrastruktur mobilisiert.
100 Architekten aus 27 Ländern sollten unter der Ägide von Herzog & de Meuron und Ai Weiwei 100 Luxuswillen à 1000 Quadratmeter realisieren. Eine Million Bewohner hätte die Stadt beherbergen sollen. Doch die Preise für Wohneigentum waren viel zu hoch. Ausser Beamten und Wanderarbeitern, die einen Zuzugsbonus erhielten, blieben die Leute der Stadt fern. Das schnelle, günstige Bauen ohne Städteplanung rächte sich. Bis heute leben in der Stadt nur rund 20’000 bis 100’000 Menschen.
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