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Die Banque de France startet den Versuch mit einer Central Bank Digital Currency (CBDC) und lanciert dazu einen "Call for applications", einen Aufruf zum Einreichen von Bewerbungsunterlagen. Ziel sei es, teilt die Zentralbank mit, "die Möglichkeiten der Technologie zu erforschen und konkrete Fälle zu identifizieren, in denen die CBDC in innovative Verfahren für das Clearing und die Abrechnung von tokenisierten Finanzaktiva integriert wird".
Die Bank möchte damit unter anderem testen, wie traditionelle Interbanken-Vorgänge mit Hilfe einer CBDC durchgeführt werden können. Weiter, was eine CBDC für den aktuellen Markt und die Zahlungsinfrastrukturen bedeuten könnte. Dazu soll geprüft werden, welche Auswirkungen eine digitale Währung auf die Finanzstabilität, die Geldpolitik und das regulatorische Umfeld haben würde.
In der Ausschreibung
setzt die Banque de France die Eingabefrist für Bewerbungsunterlagen auf den 15. Mai. Bis zum 10. Juli sollen dann 10 Bewerber ausgewählt werden. Es werde keine bestimmte Technologie vorgeschrieben, diese sollte aber von einer "innovativen Natur" sein. Man wolle eine grosse Bandbreite an Unternehmenszweigen miteinbeziehen.
Die Zentrale in Paris betont den experimentellen Charakter der Tests: "Diese Experimente werden als Beitrag der Banque de France zu einer breiteren Diskussion innerhalb des Eurosystems dienen, das über die Einrichtung einer CBDC entscheiden wird. Das CBDC-Experiment mit dem 'Call for applications'-Paket ist nicht dazu bestimmt, langfristig fortgesetzt oder von der Banque de France selbst in grossem Umfang angewandt zu werden."
Ende Februar 2020 hatte bereits die Schwedische Zentralbank angekündigt, einen einjährigen Pilotversuch
mit einer Blockchain-basierten Währung, einer E-Krona, zu starten.