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Anton Arenskys Streichquartett a-Moll op. 35 ist ein instrumentales Requiem auf den plötzlichen Tod von Pjotr I. Tschaikowsky. Um die typischen dunklen Männerstimmen der russisch-orthodoxen Kirche nachzuahmen, wählte Arensky statt der üblichen zwei Geigen zwei Celli.
Das Ensemble Tamangur ist eine Gruppe von hervorragenden jungen Musiker*innen, die sich der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen widmen. 2018 initiierten Lorenza Borrani, Konzertmeisterin des Chamber Orchestra of Europe, und die Cellistin Ursina Maria Braun, Gewinnerin des “Bachpreises”(Leipzig 2016) das erste Projekt mit den beiden Streichsextetten von Johannes Brahms im schweizerischen Engadin. Die Mitglieder von Tamangur arbeiten seit Jahren in verschiedenen Ensembles und Konstellationen eng zusammen (Chamber Orchestra of Europe, Spira mirabilis und diverse Kammermusikformationen); so teilen sie weite Strecken ihres musikalischen Hintergrunds miteinander: die Auffassung über die Sprache der Musik und die Philosophie des Musizierens, sowie eine ganz besondere Qualität der Kommunikation, geprägt von einem tiefen Verständnis für die Motivation ihres Wirkens, sowohl auf musikalischer als auch auf menschlicher Ebene.
Laia Valentin Braun (Violine) studierte in London, Fiesole und Basel bei Detlef Hahn, Lorenza Borrani und Rainer Schmidt. Regelmässige Mitwirkung u.a. im City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC Symophony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra sowie im Projekt Spira mirabilis, Mitgründer des Ensemble Vindeleia. Als Solist und Kammermusiker Auftritte u.a. in der Wigmore Hall, Purcell Room und Kings Place in London, Tonhalle Zürich. Entscheidende musikalische Einflüsse u.a. von Julia Fischer, Maxim Vengerov, Thomas Brandis und Alina Ibragimova. Seit 2021 Mitglied des Marmen Quartetts.
Adam Newman (Viola) studierte in London, Leipzig und Basel bei Philip Dukes, Louise Hopkins, Tatjana Masurenko, Lars Anders Tomter und Rainer Schmidt. Preisträger des Sir John Barbirolli Foundation Awards, Duchess of Cornwall/English Chamber Music Awards und des Bishops Instruments and Bows Preis. Mitwirkung u.a. im English Chamber Orchestra, Aurora Orchestra, Camerata Variabile Basel und Nash Ensemble. Entscheidende musikalische Einflüsse u.a. von Tabea Zimmermann, Ana Chumachenco, Kim Kashkashian und Alfred Brendel.
Ursina Maria Braun (Violoncello) studierte in Zürich, Wien und Salzburg bei Thomas Grossenbacher, Heinrich Schiff und Clemens Hagen. Weiterbildung in Historischer Aufführungspraxis bei Reinhard Goebel. Bach-Preisträgerin und Trägerin des Publikumspreises, Leipzig 2016. Mitglied im Projekt Spira Mirabilis. Solocellistin im Concentus Musicus Wien sowie als Gast im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und im Chamber Orchestra of Europe. Solistin und Kammermusikerin u.a. im Rahmen des Leipziger Bachfestes, der Thüringer Bachwochen, der Grazer Styriarte, des Carinthischen Sommers und der Suoni delle Dolomiti. Composer in Residence beim Pfingstfestival Schloss Brunegg 2022.
Nepomuk Braun (Violoncello) studierte in Wien und Salzburg bei Reinhard Latzko, Heinrich Schiff und Clemens Hagen, Quartettstudium bei Rainer Schmidt, 1. Preis beim Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung beim Heidelberger Frühling 2020 und mehrfacher Preisträger beim Premio Paolo Borciani 2021 als Cellist des Adelphi Quartetts. Mitwirkung als Gast im Mahler Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Wiener Philharmonikern. Solist und Kammermusiker u.a. im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, dem Bolzano Festival und den Gustav-Mahler- Musikwochen Toblach u.a. gemeinsam mit Alexander Lonquich, Erich Höbarth, MaximVengerov.