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Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde konnten in den letzten Tagen beobachtet werden. Dafür verantwortlich ist der Meteorstrom Perseiden – so benannt, da die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu strömen scheinen. In Wirklichkeit kollidiert die Erde jedoch auf ihrer Bahn um die Sonne mit abgesprengten Bruchstücken des Kometen 109P/Swift-Tuttle, berichtet die sda via 20Minuten online.
Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn jedes Jahr um den 12. August herum die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Sternschnuppen entstehen, wenn die kleinen, staubförmigen Trümmerteile aus dem Weltall in die Erdatmosphäre eindringen und dort aufgrund der Reibung mit Luftmolekülen verglühen. Die weit sichtbaren Leuchtstreifen stammen dabei jedoch nicht von den verglühenden Staubkörnchen selbst, sondern von den Luftmolekülen: Denn die schnellen kosmischen Geschosse übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden.
Ursprung der Bruchstücke (Meteoroide) sind demnach meist Kometen, die diese Teilchen entlang ihrer Bahn um die Sonne verstreuen. Die überwiegende Zahl der kosmischen Partikel ist recht klein, von Staubkörnchen- bis etwa Tennisballgrösse. Gerät die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine solche Trümmerwolke, entwickeln sich Sternschnuppen-Schauer. Den einzelnen Lichtstreif nennen Astronomen auch Meteor. Ist ein Teilchen so gross, dass es nicht komplett verglüht, sondern auf die Erde fällt, heisst es Meteorit.
Die wohl auffallendsten Meteorströme der Gegenwart sind neben den Perseiden Mitte August die Leoniden im November.
Bild: Brocken Inaglory [CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0] via Wikimedia Commons