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Worum geht es bei dem Projekt?
Die Bauherrschaft plant in Stadel (ZH) eine Überbauung mit insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser. Die Wohngebäude sind in zwei parallelen Reihen mit je drei Häuser angeordnet und liegen über einer zentralen Tiefgarage. Seitlich zur Tiefgarage ist ein Schutzraum angegliedert. Die Tiefgarage wird durch eine mittig angeordnete Ein- und Ausfahrt erschlossen. Ergänzend zur Tiefgarage sind entlang der Garagenlängsseite Aussenparkplätze vorgesehen.
Die Wohnebenen werden durch drei offen gestaltete, zwischen den Gebäudereihen liegenden Zugangszonen erschlossen. Von diesen zentralen Zugängen mit Lift und Aussentreppen gelangt man über Laubengänge zu den Wohneinheiten.
Wie ist das Tragwerk System definiert?
Aus struktureller Sicht kann der Komplex als ein gemischtes Stahlbetonsystem definiert werden.
Das Untergeschoss mit Tiefgarage, Schutzraum und angrenzenden Keller- und Technikräumen wird komplett in Stahlbeton gebaut. Einzelne Kellertrennwände werden in Kalksandstein ausgeführt. Die Decke über der Tiefgarage ist als Abfangdecke konzipiert. Sie trägt die Lasten der darüber liegenden Häuser auf die Stützenreihen und Untergeschosswände ab. Das Gebäude wird auf einer Bodenplatte mit Verstärkung unter den Stützen aufgelagert.
Ein tragender Kern aus Betonwänden wird die horizontalen Kräfte des Bauwerks (Erdbeben und Wind) aufnehmen. Um die vertikalen Kräfte aufzunehmen, wird der Betonkern durch Backsteinmauerwerkswänden unterstützt. Als raumabschliessendes Element wirkt eine Mauerwerksfassade zusätzlich als Schallschutz und Wärmedämmung.
Wie wird die Baugrube aussehen?
Drei Seiten der Baugrube (Nord-, Süd- und Westseite) werden jeweils mit einer Nagelwand gesichert. Im östlichen Bereich wird der Baugrubenabschluss als Böschung ausgeführt. Da im westlichen Teil der Baugrube (hangseitig) die Höhe der Baugrube bis zu 8.5 Meter beträgt, werden hier bis zu vier Nagelreihen angebracht.
Was ist neu für unser Unternehmen?
Für Buchmann Partner AG stellt dieses Projekt den Einstieg in eine neue Form der Planung, Berechnung und Ausführung von Bauwerken dar, die unter dem Begriff building information modeling (kurz BIM) bekannt ist. Die Idee von BIM ist es, Prozesse der Planung, des Baus und des Betriebs in einem digitalen Model zu verbinden und so Arbeitsabläufe zu optimieren. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung des Zeit- und Ressourcenaufwandes bei der Planung und Ausführung sowie bei der Verwaltung der Anlage während ihrer gesamten Nutzungsdauer.