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Die rechtsbürgerlich dominierte Finanzkommission des St.Galler Kantonsrat will den Pendlerabzug von heute 4000 Franken auf 8000 Franken erhöhen. Das Nachsehen haben alle jene, die den ÖV zum Pendeln benutzen. Sie können weiterhin maximal 4000 Franken von den Steuern abziehen.
Eine Steuererleichterung für Autopendler ist nicht nur unfair, sondern setzt komplett falsche Anreize. Der Kanton hat ein Interesse, dass die Leute möglichst dort wohnen, wo sie auch arbeiten. Je mehr Leute mit dem Auto zur Arbeit pendeln, desto höher fallen die Kosten beim Kanton für Strassenbau und -unterhalt an. Zudem entsteht mehr Stau und es werden mehr Emissionen ausgestossen.
Fast alle Parteien bekennen sich zu den Klimazielen des Pariser Abkommens und haben die CO2-Netto-Null-Strategie bis 2050 in ihren Parteiprogrammen verankert. Wie möchten die Parteien ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden, wenn sie steuerlich derartige Fehlanreize schaffen?
Die Grünliberalen wollen keine generelle Erhöhung des Pendlerabzugs. Für den Fall, dass sich eine Mehrheit des Parlaments trotzdem dafür ausspricht, soll die Erhöhung auf Elektroautos beschränkt werden. Das würde nicht nur die Fehlanreize beschränken, sondern hätte auch den Vorteil, dass die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs gefördert würde.