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erschienen bei Ria Novosti
Der russische Konzern Gazprom wird die Gaspipeline South Stream nach Österreich verlängern. Ein dahin gehendes Memorandum wurde nach Angaben des TV-Senders Rossija 24 am Dienstag unterzeichnet.
Somit kehrten die Partner zur ursprünglichen Variante der Route zurück. Zuletzt war geplant gewesen, die Röhre von Bulgarien via Serbien, Ungarn, Slowenien nach Norditalien zu verlegen. Eine Abzweigung nach Österreich wäre von Slowenien möglich. Dem TV-Bericht zufolge wird die Alpenrepublik voraussichtlich bis zu 32 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr beziehen.
Den Angaben zufolge will Gazprom alle notwendigen Genehmigungen 2015 erhalten, erstes Gas dürfte 2017 nach Österreich fließen. Endpunkt wird der große Gashub in Baumgarten sein.
Am gleichen Tag hatte South Stream mitgeteilt, dass mit der schweizerischen Allseas Group ein Abkommen über den Bau eines zweiten Stranges dieser wichtigen Gasleitung unterzeichnet worden war.
Mit dem Bau des ersten Stranges hatten die Partner am 7. Dezember 2012 im Raum der russischen Stadt Anapa in der Schwarzmeerregion Krasnodar begonnen. Geplant sind insgesamt vier Stränge mit einer Durchsatzkapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Erstes Gas dürfte im ersten Quartal 2016 nach Europa fließen. Die Projektleistung von 63 Milliarden Kubikmetern wird voraussichtlich 2018 erreicht. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs.
Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung – zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste – wird auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von bis zu 2000 Meter verlegt. Die Leitung soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern.
Die Kontrollmehrheit von 50 Prozent der Anteile an dem Projekt wird von Gazprom gehalten. 20 Prozent gehören der italienischen Eni sowie jeweils 15 Prozent der BASF-Tochter Wintershall und der Electricite de France (EdF).
Quelle: Ria Novosti