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2x Gold – 1x Silber – 4 Olympia-Quotenplätze
Artikel - 2x Gold – 1x Silber – 4 Olympia-Quotenplätze
Das SWISS ROWING Team reist nach einer erfolgreichen WM mit zwei Gold- und einer Silbermedaille sowie vier Olympia-Quotenplätzen für die Olympischen Spiele in Paris 2024 zurück in die Schweiz.
Nach WM-Gold im Zweier ohne Steuermann und -Silber im Doppelzweier der Leichtgewichte sowie starken Finalplätzen in den Grossbooten Frauen- und Männer-Doppelvierer tags zuvor standen für das SWISS ROWING Team am Sonntag bei besten Ruderbedingungen noch ein Rennen im Frauen-Doppelzweier um die Ränge 13 bis 18 sowie nicht zuletzt der B-Final von Einerruderin Aurelia-Maxima Janzen auf dem Programm. Drei Olympia-Quotenplätze lagen in diesem Rennen für die besten drei Boote bereit.
Vor diesem Hintergrund war klar, dass es zu einem harten Schlagabtausch kommen würde, bei dem die 19-jährige Aurelia-Maxima Janzen ihre Kräfte gut einteilen musste. Magdalena Lobnig, die Olympia-Dritte aus Tokio, machte mit ihrem schnellen Start eine erste Ansage. Aurelia-Maxima Janzen ruderte mit hoher Schlagzahl hinterher und lag bei der 500-Meter-Marke gerade mal 0,20 Sekunden hinter der Österreicherin. Auf dem dritten Rang positionierte sich Jovana Arsic. Die Serbin hatte die ehrenvolle wie schwierige Aufgabe, an der Heim-WM für ihr Land den ersten Olympia-Quotenplatz zu sichern. Eine Ausgangslage, die Druck macht. Die Serbin wählte die Flucht nach vorne und setzte sich bis zur Halbzeit an die Spitze. Magdalena Lobnig passierte die 1000-Meter-Marke indessen mit nur 0,99 Sekunden Rückstand. Aurelia-Maxima Janzen befand sich auf dem dritten Zwischenrang. Dahinter erholte sich die Deutsche Alexandra Foester von ihrer mässig gelungenen ersten Halbzeit und nahm zusehends Fahrt auf.
Bei der 1500-Meter-Marke bot sich das gleiche Bild: Jovana Arsic hatte ihren Bug immer noch vorne, aber nur noch 0,48 Sekunden vor Lobnig. Aurelia-Maxima Janzen war Dritte. Nur 0,9 Sekunden hinter ihr folgte aber bereits Alexandra Foester. Auf dem letzten Streckenabschnitt packten Österreich und Deutschland einen gewaltigen Sprint aus. Derweil konnten sowohl Arsic als auch Janzen nicht mehr zulegen. Magdalena Lobnig siegte mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Alexandra Foester. Das dritte Olympia-Ticket holte die Serbin Jovana Arsic. Aurelia-Maxima Janzen wurde noch von der AIN-Athletin (neutrale individuelle Athletin) Tatsiana Klimovich abgefangen und klassierte sich auf dem 5. Rang, was dem 11. WM-Rang entspricht.
Auch wenn es heute mit der Olympia-Qualifikation nicht geklappt hat, sind Leistung und Resultat der 19-jährigen Ruderin beachtlich. Nur eine Woche nach dem U23-Europameistertitel ein achttägiges Turnier zu bestreiten, war für Aurelia-Maxima Janzen sicherlich eine neue und wichtige Erfahrung. Mit der jungen Athletin wird in den nächsten Jahren auf dem internationalen Ruderparkett zu rechnen sein. Eine letzte Chance auf ein Olympia-Ticket für Paris 2024 bietet sich der Ruderin an der finalen Olympia-Qualifikationsregatta in Luzern (19./.20.05.2024), an der noch zwei Startplätze im Fraueneiner vergeben werden.
W2x: 4. Rang im C-Final für Sofia Meakin / Salome Ulrich
Früher am Morgen hatten Sofia Meakin und Salome Ulrich im Doppelzweier den C-Final, das Rennen um die Ränge 13-18 bestritten. Forsch ins Rennen stieg erst mal Kanada, kam aber nicht weg. Die Boote aus Grossbritannien, Polen und nicht zuletzt der Schweiz hatten entschieden etwas dagegen. Meakin / Ulrich passierten die 500-Meter-Marke mit gerade mal 0,93 Sekunden Rückstand an vierter Stelle. Kanada konnte sich danach tatsächlich leicht absetzen, aber Grossbritannien blieb an Kanada dran und arbeitete sich Schlag um Schlag in eine ausgezeichnete Ausgangslage für den Endspurt. Auch Deutschland nahm Fahrt auf, während Polen nicht mehr zulegen konnte. An der Spitze fuhr Grossbritannien vor Deutschland und Kanada ins Ziel, Sofia Meakin / Salome Ulrich liessen derweil das Boot aus Polen hinter sich und klassierten sich als Vierte, was dem 16. WM-Rang entspricht.
Das WM-Fazit des Verbandsdirektors Christian Stofer
«Wir dürfen auf eine sehr erfolgreiche WM in Belgrad zurückblicken. Wir haben unsere Zielsetzung übertroffen und kehren mit drei Medaillen und vier Quotenplätzen in die Schweiz zurück. Es wurde Schweizer Rudergeschichte geschrieben. Erstmals WM-Gold im Zweier-ohne und erstmals ein Frauen-Grossboot mit einem Olympia-Startplatz. Mit Gold und Silber für unsere Leichtgewichtsruderer wurde eine schon sehr erfolgreiche Saison gekrönt. Die eindrückliche Arbeit aller Athletinnen und Athleten sowie des gesamten Trainerteams im Nationalen Ruderzentrum Sarnen hat sich ausbezahlt. Wir dürfen die Olympiasaison mit einer grossen Planungssicherheit angehen und unsere Aktivitäten darauf ausrichten. Wir wissen nun, wo wir international stehen. In der Olympiasaison wird eine weitere Leistungssteigerung von allen Booten notwendig sein, um auch in Paris 2024 konkurrenzfähig zu sein. Wir haben ein junges Kader, das weitere Fortschritte machen wird und auch an der finalen Olympia-Qualifikationsregatta in Luzern wiederum alles geben wird, um weitere Boote für Paris zu qualifizieren. Es hat Spass gemacht, diese Delegation zu leiten.»
Resultate Ruder-WM Belgrad, Sonntag, 10.09.2023:
Frauen
Einer (W1x)
B-Final
1. Magdalena Lobnig (AUT) 07:31.91; 2. Alexandra Foester (GER) 07:32.44; 3. Jovana Arsic (SRB) 07:34.76; 4. Tatsiana Klimovich (AIN1) 07:40.42; 5. Aurelia-Maxima Janzen (SUI) 07:43.31 (=> 11. WM-Rang); 6. Virginia Diaz Rivas (ESP) 07:45.74
Doppelzweier (W2x)
C-Final
1. Kyra Edwards / Saskia Budgett (GBR) 06:59.20; 2. Maren Voelz / Leonie Menzel (GER) 07:00.70; 3. Katie Clark / Marilou Duvernay Tardif (CAN) 07:00.78; 4. Sofia Meakin / Salome Ulrich (SUI) 07:04.24 (=> 16. WM-Rang); 5. Jessika Sobocinska / Wiktoria Kalinowska (POL) 07:04.54
10.09.2023 / vdg / 14.00h