Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/1515

Das Misox
Das Misox ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen Nord und Süd und eine gute Alternative zur Gotthardachse.
Das Klima des Tales ist mild, der Wind bläst sehr oft, was zwar den Touristen etwas stören könnte, jedoch die Wolken und das schlechte Wetter von der Nordseite, zurückhält.
Das obere Misoxgebiet ist landschaftlich von seiner Gletschervergangenheit geprägt. Auf dem Pass stösst man auf den See Moesola, der zwischen sanften Hügeln eingebettet liegt und von unzähligen kleinen Seen und Senken umgeben ist. In der Sommersaison wird die Natur zur zentralen Gestalterin im Misox: tatsächlich sind in dieser Jahreszeit die Möglichkeiten, die Freizeit naturnah und aktiv zu verbringen, nahezu unbegrenzt.
Das Misox, geschichtliches
Im Jahre 1500 vor Chr. wurde das Misox von römischen Truppen besetzt und mit der Provinz "La Rezia" verbunden. Die Römer errichteten und modernisierten Brücken, Strassen und Zugangswege in ganz kurzer Zeit. Sie bauten und verstärkten ebenfalls die Strasse vom unteren Misox bis nach San Bernardino um sich vor den Deutschen zu verteidigen. Einige Reste sind heute noch sichtbar.
Die adlige Familie de Sacco, Besitzer des Castello di Mesocco, hielten die Macht vom XII Jahrhundert bis ins Jahre 1480 aufrecht. Danach verkaufte der Graf Giovanni Pietro de Sacco die Herrschaft an Gian Giacomo Trivulzio. Diese waren Herrscher des Tales bis ins Jahre 1549. Schon vorher (im Jahre 1480) sind die Einwohner von Soazza und Mesocco dem Grauen Bund beigetreten, der Rest des Bevölkerung des Tales trat dem Bund im Jahre 1496 bei.
Im Jahre 1851 wurde der Bezirk Moesa gegründet, zudem auch das Calancatal gehört.