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Sierre
Rue Saint-Charles 14
3960 Sierre
Kardiologie Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR)
Untersuchungen und Interventionen
Die Abteilung Kardiologie des Spital Wallis behandelt jährlich über 2000 Patienten. Sie führt jedes Jahr mehr als 3000 Echokardiografien und über 1600 Koronarografien und Koronarangioplastien (Legen von Stents) durch. Am häufigsten werden folgende Untersuchungen und Interventionen ausgeführt:
Echokardiografie: Technik, die Ultraschall benutzt, um das Herz und die Herzkammern sichtbar zu machen. Es gibt mehrere Arten von Echokardiografien: transthorakale und transösophageale Echokardiografie, Stress- und Belastungs-Echokardiografie oder Echokardiografie mit Mikrobläschen.
Die Koronarografie ist ein invasives Sichtbarmachen der Herzarterien, die mit einer Untersuchung des Herz- und Lungendrucks, der sogenannten Herzkatheterisierung, verbunden werden kann. Unter Lokalanästhesie erfolgt eine Punktion der Arterie des Oberschenkels oder der Speiche (Radialisarterie). Anschliessend wird ein Katheter (flexibles Röhrchen) bis zum Ansatz der Koronararterien eingeführt. Nach der Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels erfolgen Röntgenaufnahmen, mit denen Verengungen der Arterien diagnostiziert werden können. Diese Untersuchung ist auch notwendig, um eine Schädigung der Herzarterien nach einem schweren Eingriff nachzuweisen, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, einer Operation der Klappen oder der grossen Gefässe.
Die Koronarangioplastie besteht in der Einführung eines kleinen Ballons in die verengte oder verstopfte Arterie. Dieser wird aufgedehnt, so dass die verengte Koronararterie erweitert wird. Meistens setzt der Kardiologe anschliessend einen Stent ein (kleines Gitter), welches die Arterie offen hält.
Hier sehen Sie einen Vorstellungsfilm der ambulanten interventionellen Kardiologie im Spital Sitten.
Die perkutane Korrektur von angeborenen Fehlbildungen betrifft im Wesentlichen den Verschluss des persistierenden Foramen ovale (PFO) oder des Atriumseptumdefekts (ASD). Es handelt sich um ein «Loch» in der Wand zwischen den Vorhöfen des Herzens. Nach einer Punktion der rechten Oberschenkelvene unter Lokalanästhesie wird ein Katheter bis zum rechten Vorhof des Herzens eingeführt. Anschliessend wird das Loch zwischen den Vorhöfen mit einer Prothese in Form eines Doppelschirms abgedichtet.
Mit dem Verschluss oder der Okklusion des linken Herzohrs wird bei einem Patienten mit Vorhofflimmern die Bildung eines Gerinnsels verhindert. Es handelt sich jedoch nicht um eine Behandlung der ersten Wahl. Einem Patienten, der unter Vorhofflimmern leidet, wird nämlich oft eine Antikoagulationsbehandlung verschrieben. Aufgrund der manchmal schweren hämorrhagischen Komplikationen ist diese Behandlung jedoch bei gewissen Personen manchmal kontraindiziert. Bei diesen Patienten wird das linke Herzohr verschlossen.
Bei der Denervierung der Nierenarterien wird eine Sonde mit Hochfrequenzstrahlung in die Nierenarterien eingeführt, mit der die Fasern des sympathischen Nervensystems verödet werden, die für den refraktären Bluthochdruck verantwortlich sind.
Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) dient mit Hilfe von Kathetern (lange und dünne Röhrchen, die im Allgemeinen in eine Oberschenkelvene eingeführt werden) zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen. Um die Katheter im Inneren des Herzens zu leiten, werden Fluoroskopie und Magnetfelder eingesetzt. Mit diesen Kathetern können die elektrische Aktivität des Herzens registriert und die elektrische Leitung getestet werden.
Mit der Thermoablation oder der Ablation durch Hochfrequenzstrahlung kann mittels Stromeinwirkung die Zone verödet werden, welche für die Auslösung der Herzrhythmusstörungen, insbesondere des Vorhofflatterns, des Vorhofflimmerns und der ventrikulären Tachykardie, verantwortlich ist.
Die Implantation eines Herzschrittmachers (pace maker) oder eines Defibrillators sowie das Auswechseln des Gehäuses des pace maker erfolgen unter Lokalanästhesie durch einen Kardiologen oder einen Herzchirurgen. Unter dem Schlüsselbein erfolgt ein Schnitt von einigen Zentimetern. Der Operateur führt über eine Vene unterhalb des Schlüsselbeins eine oder zwei Elektroden ein, die anschliessend im Herzmuskel befestigt werden. In gewissen Fällen kann eine dritte Elektrode eingeführt werden, um die linke Herzkammer zu stimulieren und eine kardiale Resynchronisation auszuführen. Der Defibrillator wird ähnlich wie der Herzschrittmacher implantiert. Zusätzlich zu seiner Funktion als Herzschrittmacher kann der Defibrillator einen zu schnellen Herzrhythmus unterbrechen, der zu einem Bewusstseinsverlust oder einem plötzlichen Tod führen könnte.
Videoquellen: © Medtronic
Unser Kardiologieteam besteht aus Kardiologen FMH, die über Erfahrung in der Versorgung der verschiedenen Herzkrankheiten in den Bereichen Herzarterien, Gefässe, Herzmuskel, Klappen und Erregungsleitungsstörungen verfügen.
Informationen über die verschiedenen Erkrankungen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Herzstiftung.
Hier eine Liste der wichtigsten Krankheiten, die wir behandeln: