Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03506.jsonl.gz/1554

1228 Valmarcuel; 1256
Val Marcul; 1310 Vaulxmarcus, d. h. Thal des Margolt oder Marcolt. Die ersten
Herren von Vaumarcus werden
im 13. Jahrhundert genannt, zu welcher Zeit sie als Inhaber des Blutbannes mit den
Herren von
Estavayer und von
Grandson im
gleichen
Rang standen. Ausser ihrer kleinen
Herrschaft besassen sie im Waadtland noch mehrere
Lehen. 1282 verkauften
sie dem
Grafen von Burgund ihre Rechte auf die
Herrschaft Jougne und 1283 dem
Grafen von Neuenburg
das Gebiet von
Pontareuse.
Gänzlich verschuldet, mussten sie diesem letztern 1307 auch ihre
Herrschaft Vaumarcus verkaufen. Gräfin Isabella von Neuenburg
verlieh
Vaumarcus 1375 dem
Girard vonNeuenburg,
in dessen Familie der Besitz bis 1577 verblieb. In diesem Jahr kam die
Herrschaft
durch Heirat an die
Herren von
Bonstetten und dann 1675 an die
Herren von
Büren, die ihre letzten Rechte 1831 dem Staat Neuenburg
abtraten. 1889 wurde
das
Schloss Vaumarcus von L. Pernod angekauft und vollständig restauriert. Johann II. von
Neuenburg-Vaumarcus
nahm 1476 für seinen Freund Karl den Kühnen Partei und hatte kurz vor der Schlacht von
Grandson in seinem
Schloss eine burgundische
Besatzung aufgenommen. Nach ihrem glänzenden
Sieg nahmen nun die
Eidgenossen das
Schloss und verbrannten es. Johann II. verliess
das Land, und erst 1492 gelangten seine Söhne wieder in den Besitz der
Herrschaft. Fund eines Grabhügels
aus der Hallstatt-Periode.
Das Isoklinalthälchen des
Seyon zieht sich hier dem
S.-Hang der
Chaumont entlang, liegt in den Hauterivemergeln und
ist stellenweise bis ins untere Valangien eingeschnitten.
Man plant die Auffüllung des Thälchens und
dessen Trockenlegung entweder durch Ablenkung des
Seyon durch einen neu anzulegenden und gegen
Serrières ausmündenden
Tunnel
oder durch Ueberwölbung des Flüsschens bis zum heutigen Felstunnel.
Damit hofft man
eine grosse Fläche ebenen und mit
der Bahnlinie nach
La Chaux de Fonds im selben Niveau liegenden Terrains für Bau- und industrielle Zwecke
zu gewinnen.
Uhrenmacherei. Der längs dem Fuss des
Plateau von Vautenaivre
dem schweizerischen Ufer des
Doubs folgende Weg erschliesst eine Reihe von grossartig-wilden Landschaftsbildern.
Interessant
ist namentlich auch ein
Felsen, der von der einen
Seite einen majestätischen Frauenkopf, auf der andern
dagegen einen Affenkopf darstellt.
Der hiesige Abschnitt der
Côtes du
Doubs zeigt grosse Gebüsche von Haselsträuchern, die den
Bauern im
Emmenthal das
Holz zur Anfertigung der zum Verpacken der grossen
Käse gebräuchlichen Reifen liefern.
Die
Combe von La Vaux ist in das Gewölbe der Kette des Creux du Van eingesenkt und reicht mit ihrem Boden bis zur Echinodermenbreccie
des Dogger hinunter, während die Gehänge im Argovien liegen und die obersten Steilabbrüche dem obern
Jurakalk angehören.
(Ruisseaude) (Kt. Bern
und Neuenburg).
900-432 m. 6,5 km langer linksseitiger Zufluss zum Bielersee. Entsteht
in den Bergwiesen nw. Lignières (M. Neuenburg),
umfliesst dieses Dorf in einem nach NO. konvexen Bogen und erhält die Wasser eines Teiles
der von der Kantonsgrenze Bern-Neuenburg durchschnittenen Sümpfe von La Praye, um dann sö. Lignières in tief eingeschnittenem
Bett die Forêt du Chanet zu durchziehen. Von nun an bildet er die Kantonsgrenze. Er umfliesst in tiefer
Klus den Schlossberg, geht durch das Rebgelände ob Neuenstadt und mündet 500 m wsw. Neuenstadt. Der nach starken Regengüssen
und zur Zeit der Schneeschmelze ziemlich wasserreiche Bach liegt im Sommer meist fast ganz trocken, da er auf
seinem Verlauf das Wasser durch unterirdische Klüfte und Spalten im Portland- und Valangienkalk verliert. Der Bach wird auch
Le Pislouvis genannt.
(Ruisseaudela) oder la Raisse (Kt. Waadt
und Neuenburg).
1230-738 m. Kleiner rechtsseitiger Zufluss der Areuse. Entsteht an der NW.-Flanke
der Jurakette Chasseron-Creux du Van aus zwei Quellbächen, die dem tief eingesenkten Trichter von La Vaux
entspringen, bricht dann durch die malerische kleine Klus von Pouëtta Baisse und erreicht das Val de Travers, um nun den östl.
Abschnitt des Dorfes Môtiers zu durchfliessen und sich nach 6 km langem Lauf, wovon 1,8 km auf Waadtländer und 4,2
km auf Neuenburger Boden entfallen, mit der Areuse zu vereinigen. Schwache Wasserführung.
(Ruisseaudes) (Kt. Waadt,
Bez. Moudon).
825-490 m. 6,5 km langer rechtsseitiger Zufluss der Broye. Entspringt auf Freiburger Boden
2,5 km s. vom Dorf Brenles, geht östl. daran vorbei und fliesst nun in tiefem Tobel zwischen Sarzens und
Lovatens durch, um nachher nach NW. abzubiegen, Curtilles westl. liegen zu lassen und unterhalb dieses Dorfes sowie gegenüber
Lucens zu münden. Der wasserarme Bach heisst im Oberlauf Ruisseau de Brenles, erhält von links den Ruisseau des Avis und
treibt zwei Mühlen.
(Ruisseaudes) (Kt. Waadt,
Bez. Yverdon).
558-455 m. 5,5 km langer linksseitiger Zufluss der Mentue. Entspringt 800 m
ö. Pomy, fliesst in nordöstl. Richtung durch ein kleines Thälchen zwischen den Höhen ö. Yverdon und w. Cronay, lässt Cuarny
im NW. liegen und mündet unterhalb
La Mauguettaz, wo er von links her den kleinen Ruisseau de Fey erhält.