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Der Sauerstoff in der Luft greift Metalle an und bildet mit ihnen Verbindungen: Dieser Vorgang heisst Oxidation oder Korrosion. Unter Mitwirkung von Wasser entstehen dabei Metalloxide. Das sind salzartige, oft farblose Stoffe wie etwa Aluminiumoxid. Eisenoxid aber ist rotbraun. Darum heisst die Oxidation beim Eisen rosten. Rost ist althochdeutsch und bedeutet rot. Oxidieren alle Metalle? Nein, Gold nicht. Es ist wie Silber und Platin ein Edelmetall. Ihnen kann der Sauerstoff nichts anhaben. Gold kommt in der Natur gediegen vor, das heisst, als reines chemisches Element. Die frühen Menschen fanden die gelb glänzenden Krümel viel leichter als das Eisen, das sich als Oxid in rotbraunem oder schwarzem Gestein, sogenanntem Erz, versteckt. Wie vermeidet man das Rosten? Im Gegensatz zu Aluminiumoxid, das als kompakte Schicht auf dem Aluminium haftet und vor Weiteroxidation schützt, rostet Eisen unter dem Rost munter weiter. Darum muss man den Rost entfernen und das darunterliegende Eisen vor Sauerstoff und Wasser schützen, etwa durch Einfetten oder Lackieren. Ist Rost schlimm? Häufig schon. Wenn das Eisen im Stahlbeton rostet, nimmt sein Volumen zu. Das sprengt den Beton. Haus oder Brücke drohen einzustürzen.