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Das Benzin in Kuba wird ab dem 1. Februar massiv teurer. Der Preis für ein Liter Superbenzin steigt von 30 auf 156 kubanische Pesos. Das entspricht einem Anstieg auf umgerechnet 1.10 Franken pro Liter. Die Preise für andere Benzinsorten sowie für Dieselkraftstoff werden in ähnlicher Weise angehoben.
Zudem plant die Regierung, landesweit 29 Tankstellen zu eröffnen, die Benzin ausschliesslich gegen Dollar verkaufen. Dadurch will das Land dringend benötigte Devisen für den Kauf von Kraftstoff auf dem internationalen Markt einnehmen. Kuba kämpft seit längerem mit einem Benzinmangel.
Das kommunistisch regierte Land erlebt derzeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit den 90er Jahren. Der karibische Inselstaat unterliegt seit 1962 einem weitgehenden US-Embargo. Die Regierung, die fast alle lebensnotwendigen Güter und Dienstleistungen subventioniert, hatte Ende Dezember eine Reihe von Massnahmen angekündigt, um das Haushaltsdefizit zu verringern.
Ab März soll auch der Preis für Flüssiggas steigen. Zudem werden Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch stärker belastet. Damit sollten die Wirtschaft angekurbelt, «Verzerrungen» ausgebessert und die Versorgung mit Kraftstoff und Strom gewährleistet werden, erklärten Finanzminister Vladimir Regueiro und Energieminister Vicente de la O Levy im Staatsfernsehen.