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Blinded by the Light TIPP
Komödie
Großbritannien
2018
1987 feiert Javed seinen 16. Geburtstag. Er wünscht sich nichts sehnlicher als «viel Geld zu verdienen, endlich ein Mädchen zu küssen und aus dem Drecksnest herauskommen». Das Drecksnest ist Luton, die nördlich von London gelegene Flughafen-Stadt, in der er mit seiner Familie lebt. Seine Eltern sind aus Pakistan nach England gekommen und haben sich in der fremden Umgebung ein bescheidenes Leben eingerichtet. Sein Vater Malik hat jedoch kürzlich seine Arbeit verloren und die Skinheads in der Nachbarschaft erinnern Javed täglich an die schwierigen Zeiten, in denen er lebt, denn das Land ist wegen der rigorosen Politik von Margaret Thatcher wirtschaftlich und ethnisch zerrissen. Doch der Teenager will ungeachtet dessen seinen Weg gehen. Er liebt es, zu schreiben und verfasst in seiner Freizeit Gedichte.
Nach seinem Geburtstag beginnt er mit dem College. Dort lernt er Roops kennen, der ihm eine ganz neue Welt eröffnet: Roops gibt ihm Kassetten mit Musik von Bruce Springsteen. Für Javed ist es wie eine Erleuchtung, er erkennt in Springsteens Texten über die amerikanische Arbeiterschicht Parallelen zu seinem eigenen Leben. Und er lernt in der neuen Schule auch Eliza kennen, ein Mädchen, mit dem er seine Träume teilen kann.
Als er bei der örtlichen Zeitung ein Praktikum macht und einen Artikel über die geplante Schliessung einer lokalen Moschee schreiben darf, kauft Javed sich von dem Geld Tickets für das Springsteen-Konzert in London. Sein konservativer Vater ist ausser sich und zerreisst die Karten. Dann bekommt Javed für seinen Aufsatz «Ein amerikanischer Traum in Luton» als Preis eine Reise zu einer Konferenz junger Literaten in New Jersey. Doch auch dorthin will sein Vater ihn nicht gehen lassen, da er mit Amerika nur Schlechtes verbindet. Javed reist trotzdem hin, begleitet von Roops. Zusammen besuchen sie die Lebensstationen ihres Idols.
Gurinder Chadhas Feelgood-Movie trägt nicht ohne Grund den Titel eines Songs von Bruce Springsteen, «Blinded by the Light», ihr jugendlicher Protagonist ist nicht nur ein grosser Springsteen-Fan, er holt sich aus den Songs seines Idols auch die Kraft, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Das Branchen-Magazin Variety nennt den Film «eine leidenschaftliche Ode an die von Popmusik ausgehende Lebenskraft». Der Film basiert auf den Memoiren «Greetings from Bury Park» des Journalisten und Schriftstellers Sarfraz Manzoor aus dem Jahr 2007. Der Soundtrack besteht aus Klassikern von Springsteen, die zwischen 1975 und 1984 geschrieben und aufgenommen wurden, darunter «Dancing in the Dark», «Badlands», «Hungry Heart» und «Born to Run», ergänzt durch Live-Versionen von «Thunder Road» und «The River». Zudem gibt es weitere Hits aus den 1980er-Jahren zu hören.
SRF zwei zeigt «Blinded by the Light» exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.