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Die Credit Suisse und einige Direktoren der Bank wurden in den USA verklagt, weil sie angeblich Investoren über Geschäfte mit russischen Oligarchen irregeführt hatten. Damit hat die von Skandalen und Gerichtsverfahren geplagte Bank eine neue Akte.
Laut der Klage, die bei einem New Yorker Gericht eingereicht wurde, wurden Anleger, die im März für einen bestimmten Zeitraum Aktien gekauft hatten, benachteiligt, weil die Credit Suisse dann nicht erwähnte, dass Beträge von russischen Oligarchen geliehen wurden. Dies trotz der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere internationale Sanktionen gegen diese Personen verhängt worden waren und die Praktiken daher erhebliche Risiken eines möglichen Verstoßes gegen die Regeln mit sich brachten. Der Börsenkurs der Bank fiel später deutlich.
Um wie viel Geld es sich in dem Fall handelt, ist unklar. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab. Kürzlich wurde bekannt, dass der Krieg in der Ukraine und alles drum herum im ersten Quartal bereits einen finanziellen Schlag von mehr als 200 Millionen Franken bedeutete, umgerechnet in mehr als 180 Millionen Euro. Auch musste die Bank wieder viel Geld für Rechtsfragen der Vergangenheit beiseite legen. Die Credit Suisse war unter anderem an den Debakeln um den Sturz des Investmentfonds Archegos und der Finanzierungsgesellschaft Greensill Capital beteiligt.