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Sie beliess den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld am Mittwoch in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Die Entscheidung fiel mit sieben zu drei Stimmen. Zugleich signalisierte die Federal Reserve, dass sie dieses Jahr noch einen Schritt nach oben wagen könnte: "Die Argumente für eine Leitzinserhöhung sind stärker geworden."
In den individuellen Vorhersagen der Währungshüter wurde für das Jahresende im Mittel ein angemessenes Niveau von 0,625 Prozent veranschlagt. Im Juni hatten sie noch 0,875 Prozent und somit zwei Erhöhungen angepeilt. Zahlreiche Experten rechnen damit, dass die Fed nach der Zinswende von Ende 2015 im Dezember nachlegen wird - wenn die US-Präsidentschaftswahl gelaufen ist.
"Die Fed hält den Zinsball weiter flach", sagte Thomas Gitzel von der VP-Bank. Investoren an der Wall Street reagierten erleichtert auf die Entscheidung. Die US-Aktienmärkte legten zu, während der Dollar leicht nachgab.
Die Notenbank zeichnete in ihrem Begleittext zum Zinsentscheid ein relativ positives Bild der US-Konjunktur. Der Arbeitsmarkt habe sich kontinuierlich verbessert und auch die Wirtschaftsaktivität ziehe an. Dennoch habe die Fed "vorerst" gegen eine Erhöhung gestimmt. Zuvor will sie Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und stabilen Preisen sehen. Das erste Ziel ist praktisch erreicht. Doch bei der Inflationsrate ist die Fed noch immer ein gutes Stück von der angestrebten Teuerungsrate von zwei Prozent entfernt.
Experten erhofften sich von der Pressekonferenz mit Fed-Chefin Janet Yellen nach dem Zinsentscheid weiteren Aufschluss darüber, wie die Zentralbank weiter vorgehen will. Sie hatte auf der Notenbanken-Konferenz in Jackson Hole für eine behutsame Straffung der Geldpolitik plädiert, jedoch einen genauen Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt offengelassen.
(Reuters)