Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/2904

Was ist das?
Ganglion-Zysten sind sehr häufige Schwellungen, die an der Hand und am Handgelenk
vorkommen. Die Zysten werden in der Regel an der Rückseite etwas seltener an der
Beugeseite des Handgelenkes, an den End (Mittel-)gelenken der Finger (Mukoidzyste)
und an der Basis der Finger gefunden. Die Ganglien haben ihren Ursprung in einem
benachbarten Gelenk oder an einer Sehnenscheide. Es gibt keinen bestimmten Grund
für ihr Entstehen. Sie können Schmerzen verursachen, vor allem wenn sie das erste
mal auftreten, grösser werden und nach anstrengendem Gebrauch der Hand. Sie
wechseln häufig ihre Größe und können auch spontan abheilen. Nicht untypisch sind
wiederkehrende Schmerzphasen im Handgelenk ohne sichtbares Ganglion. Dann ist es
noch klein und befinden sich ausschliesslich im Innern des Handgelenkes (okkultes
Ganglion). Die Zysten sind harmlos und haben nichts mit „Krebs“ zu tun.
Ganglion am Handgelenk (Streckseite)
und am Fingerendgelenk (Mukoid-Zyste).
Ganglion am Handgelenk (Beugeseite)
und an der Basis des Fingers
(Sehnenscheidenganglion.)
Diagnose
Die Diagnose einer Ganglions erfolgt durch Untersuchung. Das Aussehen und die Lage
der Veränderung ist wichtig. Ganglien sind knochenhart, entsprechen aber einer zarten
Haut, welche mit Flüssigkeit prall gefüllt ist, ähnlich einem wassergefüllten Ballönchen.
Um ein gleichzeitig bestehendes Gelenksproblem zu erkennen, sollte ein Röntgenbild
angefertigt werden. Okkulte Ganglien kann ein erfahrener Untersucher mit Ultraschall
erkennen.
Therapie
Die Behandlung einer Ganglionzyste kann darin bestehen nur zu beobachten, wie sie
sich weiter verändert. Ist das Ganglion aber schmerzhaft, beschränkt es die Aktivitäten
oder wird sein Aussehen aufgrund der Grösse als störend empfunden, kann eine
andere Behandlung angebracht sein. Das Ganglion kann punktiert werden, um
Flüssigkeit abzusaugen (wenig erfolgreich) oder das Handgelenk kann vor Belastungen
mit einer Schiene geschützt werden. Falls die nicht-chirurgische Behandlung versagt,
sollte das Ganglion entfernt werden. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.
Die Anästhesie kann örtlich (nur das eigentliche Operationsgebiet ist unempfindlich)
oder regional (nur der Arm oder die Hand ist
unempfindlich) erfolgen.
Das Ziel der Behandlung ist das Entfernen der Wurzel der Zyste. Hierzu muss entweder ein kleiner Teil der Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide entfernt werden. Nach der Operation ist je nach Art des Ganglions das zeitweilige Tragen einer Schiene
sinnvoll. Einige Patienten können die Narbenempfindlichkeit und Schwellung etwas
länger empfinden als andere. Sobald die Beschwerden es erlauben, ist der normale
Gebrauch der Hand erlaubt. Die Operation ergibt die zuverlässigsten Resultate bei der Behandlung der Ganglien. Selten können sie später wieder neu auftreten.
Der Stiel des Ganglions reicht bis ins Handgelenk. Er muss
mitentfernt werden.