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Einerseits wird eine Analyse kunsthistorischer Schriften der Region durchgeführt, mit Schwerpunkt auf dem russischen Kolonialdiskurs in der Herrschaftszeit; den Beschreibungen der künstlerischen Monumente und ihres Wertes durch westliche Reisende im 19. und 20.Jh.; den sowjetischen Anmerkungen zur Gegend; der Osmanischen und Türkischen Betrachtung der Kunstproduktion der Region (bis c. 1990).
Die zweite Hauptachse der Untersuchung wird sich mit den Dynamiken befassen, durch welche im Sub-Kaukasus spezifische Formgruppen, Objektarten und mit anderen Kulturen assoziierte Muster angeeignet, transformiert und an lokale Kontexte angepasst wurden. Der Fokus liegt dabei sowohl auf allgemein geteilten wie auch auf spezifisch auszeichnenden Elementen, die mittelalterlichen liturgisch genutzten Bauwerken zu Grunde liegen. Jene werden hier als räumlich relationale, zu erfahrende, performative Strategien angesehen, die der Inszenierung einer Interaktion mit dem Göttlichen durch Riten, Gottesdienst und Anbetung einer Gemeinschaft dienen. Besondere Aufmerksamkeit wird gelten: a) dem sich wandelnden Bezug zwischen innerer Aufteilung der Kirchen und liturgischem Brauch; b) den Auswirkungen der liturgischen Hierarchisierung des Raumes auf die Ausformung von Architektur und figürlicher Ausstattung; c) den Wegen in welchen das Aufgreifen analoger Muster zur Ausformung sowohl ähnlicher wie auch andersartiger Räume und Bilder beitrug.