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In den abgeschiedenen Dörfern von Odisha werden von der Regierung Schulen bis und mit Mittelstufe angeboten. Die Schulen sind oft schlecht betreut und die Lehrer glänzen durch Abwesenheit oder das Lehrerteam war noch nie vollständig besetzt. Der Mangel an Lehrpersonen ist vor allem in den abgelegenen Gebieten spürbar. Ein weiteres Problem ist die Kultur von Gewalt, die in diesen Gebieten gelebt wird. Sei es in der eigenen Familie oder aufgrund von Kastenzugehörigkeit, Religion, Terrorismus und Armut. Das Fehlen von Colleges für diese jungen Menschen bewegte SFDC 2003 dazu, das College Karuna Shanti Residental Ashram in Golenthera, Odisha, zu gründen...
...In diesem College werden die Schüler in allen wichtigen Fächern ausgebildet, wie Mathematik, Physik, Biologie, Englisch…Mit dem Eintritt in diese Schule verpflichten sich die Studenten, dass sie, wenn sie nach dem College studiert haben und Geld verdienen, einem anderen Kind einen Platz im Karuna Shanti Residental College finanzieren.
Die Schüler werden nicht nur schulisch gebildet, sondern ebenso in Meditation. Täglich meditieren die Schüler für eine Stunde und sollen sich auf diese Weise zu friedvollen Menschen entwickeln. Von der Organisation SFDC werden die Schüler an ihre Aufgabe der Friedensarbeiter erinnert, indem sie Human Harmonisers genannt werden. Die Studenten werden dazu aufgefordert, in die gewaltvolle Welt ihrer Dörfer Frieden zu bringen und mit gutem Beispiel vorangehen.
Das Projekt
Um den Schülern zu ermöglichen, in ihrem Heimatdorf die Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens zu vermitteln, unterrichtet Hope is life im Karuna Shanti Residental College Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Dieses Modell befähigt die jungen Menschen, sich effizient für den Frieden einzusetzen. Das Tool können sie nutzen, um Streitigkeiten in der eigenen Familie und/oder anderen Familien im Dorf zu schlichten und konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Hope is life hat ein Lehrplan erstellt, nach dem nun die einheimischen Lehrer vor Ort über das ganze Jahr 45 Minuten am Tag die Gewaltfreie Kommunikation unterrichten können. Mit den Schülern wird erst ein Beginner-Workshop von Hope is life oder einem anderen Trainer der Gewaltfreien Kommunikation durchgeführt.
Der erste Jahrgang, der die Gewaltfreie Kommunikation über mehrere Monate trainieren konnte, ist mittlerweile aus dem College. Die Jugendlichen studieren weiter an anderen Schulen oder sind in ihr Dorf zu ihrer Familie zurückgekehrt. Das Interesse und die Fortschritte dieser Schüler in der Gewaltfreien Kommunikation haben Hope is life dazu veranlasst, mit einigen dieser Schüler weitere Trainings zu planen, um die Vermittlung der Gewaltfreien Kommunikation zu trainieren. Diese Gruppe von interessierten Jugendlichen nennt sich: “Die kleine Giraffengruppe Odisha“ / “Little giraffe group Odisha“.
Projektziele
1. Gewaltsituationen entschärfen und aktiv werden gegen Gewalt
Die Schüler können durch das Wissen und die Trainingsstunden in Gewaltfreier Kommunikation Gewaltsituationen entschärfen und sich aktiv gegen Gewalt einsetzen.
2. Die Gleichwertigkeit von Frauen und Männern erkennen und umsetzen
Die Gewaltfreie Kommunikation macht den Schülern klar ersichtlich, dass auch Frauen Bedürfnisse haben und ein Recht dazu, diese zu erfüllen. Dass Männer und Frauen dieselben Gefühle und Bedürfnisse in sich tragen, macht den Jugendlichen bewusst, dass beide Geschlechter gleichwertig sind. Die Übungen der Gewaltfreien Kommunikation zielen darauf hin, dass Jungs und Mädchen sich auf eine positive Weise annähern können.
3. Eigene Gefühle und Bedürfnisse erkennen
Die Schüler lernen sich selbst besser kennen und können somit ihren eigenen Charakter stärken, um für ihre anspruchsvollen Aufgaben nach dem College gewappnet zu sein.
4. Förderung der Nachhaltigkeit
Den Schülern wird von Hope is life eine Plattform geboten, um auch nach Verlassen des Colleges die Möglichkeit zu haben, sich zu vernetzen und an weiteren Workshops teilzunehmen. Dies ermöglicht den Jugendlichen, ihre Kompetenzen in der Gewaltfreien Kommunikation zu erweitern und ihren Familien, Dorfbewohnern und Mitstudenten vermitteln zu können.