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Die drei B verheissen nichts Gutes. BBB ist ein Synonym für Probleme. Und fällt ein B weg, also BB statt BBB, heisst es bereits «Hände weg», «Pfui», «Ramsch», «Hochspekulativ», «Weg damit».
Sobald die Ratingagentur eine Staats- oder Unternehmensanleihe mit einer Triple B bestraft, sinkt das Papier in der Gunst der Anleger. Bei BB und einer noch tieferen Klassierung spricht der Amerikaner sogar von Junk-Bonds, analog dem Junk-Food, seiner bekanntesten Erfindung. Und nun erdreistet sich doch eine schweizerische Postille, den weltumspannenden Begriff der Triple B in die Niederungen der schweizerischen Politik zu übertragen. Danach steht BBB für Baader-Blocher-Brunner. Die SVP-Spitze wird also zu einer Triple B degradiert. Nicht auszudenken, wenn nun Christoph Blocher tatsächlich zurückträte, wie sich das viele wünschen. Oder wenn Caspar Baader das Fraktionspräsidium abgäbe, wie er das angekündigt hat. Dann gäbe es für die SVP-Spitze nur noch ein BB. Dann hiesse das «Hände weg», «Pfui», «Ramsch», «Hochspekulativ», «Weg damit». Der Schlamassel wäre perfekt.
Nun, ich finde diesen Vergleich gewagt – ebenso gewagt wie Anlagen in BB-Obligationen. Und stellen Sie sich vor: Die grossen amerikanischen Ratingagenturen würden nicht nur die Anleihen von AAA über AA, A, BBB bis hinunter zu D klassifizieren, sondern auch die hiesigen Politiker. Stellen Sie sich vor, sie würden dabei ebenso danebenhauen wie vor vier Jahren bei den verhängnisvollen Subprime-Papieren, die letztlich die Finanzkrise auslösten. Freuen könnte sich darob höchstens Claude Longchamp. Er wäre dann nicht mehr der Einzige.
Ich bin dagegen, dass man die Ratings für Obligationen auf Personen überträgt. Und ich nehme in Kauf, dass Sie mir Befangenheit vorwerfen, um diese Frage von historischer Bedeutung mit der nötigen Distanz beurteilen zu wollen. In der Tat habe ich nichts zu lachen, ich, mit meinem Namen: CC ist nun wirklich der allerletzte Ramsch. Hoffnungsloser geht es fast nicht mehr. Im Vergleich zu CC ist BBB reiner Luxus. BB ebenfalls. Dann doch noch lieber griechische Anleihen. Es lebe Hellas.
Erschienen in der BZ am 20. Dezember 2011