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Beschreibung
Um 1900 erstellte Alfons Mucha, Maler, Grafiker und Plakatkünstler, verschiedene Entwürfe für Aktien- und Obligationsdokumente für das Kaufhaus Paris-France, das 1898 in Paris gegründet worden war und bereits 1914 über mehr als 70 Filialen in ganz Frankreich verfügte. Dieser Auftrag hinterliess ein Meisterwerk des Jugendstils. So wurden in der Folge mehrere Aktien und Obligationen der „Paris-France“ herausgegeben, alle mit demselben Entwurf, aber in unterschiedlichen Farben. Mucha hat sich mit der Unterschrift in der Druckplatte verewigt.
Alfons Mucha (1906)
Alfons Mucha begann seine künstlerische Laufbahn als Autodidakt und studierte später während zwei Jahren an der Akademie der Bildenden Künste in München. Anlässlich der Weltausstellung von 1889 zog Mucha nach Paris. Er lebte in bescheidenen Verhältnissen und konnte sich mit kleinen Aufträgen für Buchillustrationen über Wasser halten. Er hatte für kurze Zeit ein gemeinsames Studio mit Paul Gauguin. Zum Durchbruch verhalf ihm eine Gelegenheitsarbeit für Sarah Bernhardt, die bekannteste westliche Schauspielerin der Jahrhundertwende . Alfons Mucha entwirft 1894 im Auftrag von Sarah Bernhardt ein Veranstaltungsplakat für das Theaterstück „Gismonda“. Dies sollte Alfons Mucha innert kurzer Zeit weltbekannt und zu einem der begehrtesten Plakatkünstler der Belle Epoque machen.
1896 entwirft dann Mucha für Sarah Bernhardt als „Kameliendame“ ein Plakat, das als einer der frühen Höhepunkte der Jugendstil-Plakatkunst betrachtet wird.
Um 1900 erstellte Alfons Mucha dann verschiedene Entwürfe für Aktien- und Obligationsdokumente, unter anderem für das Kaufhaus „Paris-France“, für die „Société des Immeubles de France“ und der „Société Anonyme de l’Exposition Réligieuse Internationale de 1900“.
Alfons Mucha lehrte später einige Jahre als angesehener Dozent in den Akademien für bildende Künste in New York, Philadelphia und Chicago. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es etwas ruhiger um Alfons Mucha. Er ging zurück in die Tschechoslowakei, wo er weiter künstlerisch tätig war. Er entwarf unter anderem Banknoten, Briefmarken und Orden für den Tschechoslowakischen Staat. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde er 1939 in ein Lager interniert, wo er kurz darauf verstarb.