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“Wenn du deinen Leuten etwas Unangenehmes mitzuteilen hast, tu’s an einem Montag. Wenn du jedoch eine gute Nachricht hast, verkünde sie am Freitag.” (Ja, lieber M.M., da staunen Sie: auch Pantalone war mit seinen Lehrmeistern per du und zwar gegenseitig).
Es war die Zeit, als die Chefs noch gerne per du waren mit ihren Leuten. Sie kommunizierten die Lohnerhöhungen per du und sie gaben ihnen den Schuh per du. Aber immer den Schuh am Montag und die Lohnerhöhung am Freitag. Pantalone weiss: Heute ist das alles anders, heute erfährt der Ospel schon aus der Sonntagspresse, dass er am Montag möglicherweise den Schuh kriegen wird.
In Pantalones hierarchischen Jahren war aber definitiv der Montag der risikoreichste Tag der Woche. An den folgenden Tagen sank das Risiko kontinuierlich bis Sonntag. Der aber endete regelmässig mit dem Sonntagabend-Blues, weil man zunächst ahnte und später genau wusste, dass die Woche wieder mit einem risikoreichen Montag beginnen würde.
Als Pantalone dann etwas ungebundener war, machte er sich daran, den Montag zu rehabilitieren. Er unternahm ab und zu an Montagen sehr schöne Dinge. Zum Beispiel Exkursionen in die Sauna nach Bad Bellingen oder 1. Klasse mit der S3 nach Porrentruy (wo die Kinder den Fremden auf der Strasse noch Bonjour sagen) und in Thierry Kaempfs boulangerie-pâtisserie.
An diesem heutigen wunderschönen Herbstmontag aber besuchte Pantalone die sehr empfehlenswerte Ausstellung Von Spitzweg bis Baselitz im Forum Würth. – Anschliessend kam ihm das ganze Arlesheimer Tal irgendwie spitzwegig vor: