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Neugründung der International Association of Jaspers Societies (IAJS) in Basel
Die Repräsentanten der bisherigen IAJS, die bei den vergangenen Weltkongressen für Philosophie jeweils die International Jaspers Conference organisiert haben, sind entweder verstorben (Prof. Ehrlich) oder aus Alters- und Gesundheitsgründen (Prof. Olson, Prof. Wisser, Prof. Walters, Prof. Cesana) nicht mehr in der Lage, diese Aufgabe in Zukunft zu erfüllen. Da sich auch die Statuten der alten IAJS, die von Ehrlich, Wisser, Owsley und Hayashida im Jahr 1980 gegründet wurde, als nicht mehr zeitgerecht erwiesen, wurde am 29. April 2015 in Basel, dem Sitz der Karl Jaspers-Stiftung, eine Neugründung der IAJS nach Schweizer Vereinsrecht vorgenommen. Nach vielen E-Mail-Kontakten der beiden Proponenten der Neugründung, Prof. Hügli (Karl Jaspers-Stiftung) und Prof. Salamun (Österreichische Karl-Jaspers-Gesellschaft) mit den Repräsentanten der nationalen Jaspers-Gesellschaften und nach Vorgesprächen mit deren Delegierten bei zwei Jaspers-Symposien in Klingenthal (28.10.2014, 27.09.2016) wurde am 17. Januar 2017 eine ausserordentliche Mitgliederversammlung der neu gegründeten IAJS abgehalten. Dabei wurde folgender Vorstand und wissenschaftliche Beirat einstimmig gewählt:
Präsident: Prof. Reinhard Schulz (Leiter der Forschungsstelle Jaspers-Edition, Standort: Oldenburg; Mitglied des Stiftungsrates der Karl Jaspers-Stiftung Basel)
Vizepräsident: Prof. Tsuyoshi Nakayama (Präsident der Jaspers Society of Japan)
Generalsekretärin: Prof. Stefania Achella (Società Italiana Karl Jaspers)
Weiteres Vorstandsmitglied: Prof. Helmut Wautischer (Jaspers Society of North America)
Wissenschaftlicher Beirat: Dominic Kaegi (Forschungsstelle Jaspers-Edition, Standort: Heidelberg), Czeslawa Piecuch (Polnische Karl Jaspers Gesellschaft), Mario Wenning (Jaspers Society of North America) Anton Hügli (Karl Jaspers-Stiftung Basel), Kurt Salamun (Österreichische Karl-Jaspers-Gesellschaft).
Aktivitäten der Karl Jaspers-Gesellschaft in Oldenburg
Im Rahmen dieser Gesellschaft wurde unter der Leitung von Matthias Bormuth, Professor für Vergleichende Ideengeschichte am Institut für Philosophie an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, der 3. Band des Jahrbuchs herausgegeben, das den Titel „Offener Horizont. Jahrbuch der Karl Jaspers-Gesellschaft“ hat. Dieses im weiteren Sinne kulturwissenschaftliche Jahrbuch weist Hauptkapitel über Geistesgeschichte, Kunstgeschichte, Portraits über Viktor von Weizsäcker und auch über Karl Jaspers auf. Im Jaspers-Kapitel finden sich u. a. folgende Artikel:
Hannah Arendt: Nachruf auf Karl Jaspers
Yusuf Örnek (Antalya): Karl Jaspers und Hannah Arendt. Geschichte einer Freundschaft
Rolf Hochhuth (Basel): Lebensfreundlichkeit: Karl Jaspers
Martina Roesner (Wien): Von Jerusalem nach Athen und zurück. Das Verhältnis von Offenbarungsglauben und Vernunftdenken bei Martin Heidegger und Karl Jaspers
Zur Karl Jaspers-Gesellschaft e.V.: hier
Aktivitäten der Jaspers Society of North America
Die Jaspers Society of North America veranstaltete im Rahmen des Jahrestreffens der American Philosophical Association, Eastern Division, das vom 6. bis 9. Januar 2016 in Washington D. C. stattfand, wiederum ein Symposium. Zunächst stand dabei das Thema Transcendence and Film zur Diskussion.
Unter der Leitung von David P. Nichols (Saginaw Valley State University) wurden folgende Vorträge gehalten:
Frèdèric Seyler (DePaul University): Pointing Towards Transcendence: When Film Becomes Art
Robert Ribera (Boston University): Conquest of the Useless: Werner Herzog and the Quest for Transcendence
John B. Brough (Georgetown University): “La Passion de Jeanne d'Arc” and the Cadence of Images
Es diskutierten mit den Referenten folgende Personen: Alina N. Feld (Hofstra University), Alan M. Olson (Boston University), K. Malcolm Richards (Pennsylvania Academy of the Fine Arts)
In der Sektion „Author meets Critics“ stand das Buch „On Depression: Drugs, Diagnosis, and Despair in the Modern World“ (Johns Hopkins University Press, 2013) von S. Nassir Ghaemi (Tufts Medical Center, Boston) zur Diskussion.
Es diskutierten: Casimero Cabrera Abreu (Queenʼs University Ontario, Canada), Daniel Adsett (Marquette University), Elena Bezzubova (University of California, Irvine), Frederick Goodwin (The George Washington University Medical Center), Alina Marin (Queenʼs University Ontario, Canada).
Bei einer weiteren Veranstaltung im Rahmen der American Philosophical Association, Pacific Division, vom 30. März bis 3. April 2016 in San Francisco wurde die Diskussion über das Thema Transcendence and Film fortgesetzt. Dieses Mal referierten:
Allan Casebier (University of Southern California): A Transcendent Style in Cinema
Jason M. Wirth (Seattle University): Earth and World: Malickʼs “Badlands”
Dylan James Trigg (University of Memphis): The Dream of Anxiety in David Lynch’s “Mulholland Drive”
Herbert Golder (Boston University): Transcendence and Tragedy in “My Son, My Son, What Have Ye Done?”
Die Diskutierenden waren: Gerard Kuperus (University of San Francisco), Thomas Leddy (San Jose State University), Amanda Parris (University of San Francisco), Martin Schwab (University of California, Irvine)
In der Sektion „Author meets Critics“ stand das Buch „America the Philosophical“ (2012) von Alfred A. Knopf im Mittelpunkt der Erörterungen.
Zur Karl Jaspers Society of North America: hier
Aktivitäten der Jaspers Society of Japan
Am 10. Dezember 2016 fand unter dem Vorsitz des Präsidenten Tsuyoshi Nakayama (Tamagawa Universität) die 33. Jahreshauptversammlung der Jaspers Society of Japan an der Waseda Universität in Tokio statt. Den Eröffnungsvortrag hielt:
Keiji Fuse（National Institute of Technology, Yonago College） über das Thema: Kommunikative Wahrheit und Chiffre bei Jaspers
Es wurden folgende vier Forschungsberichte präsentiert:
Satoshi Okada (Kyoto Universität, Waseda Universität): Philosophie der Existenz von Heinrich Barth und Karl Jaspers
Takehiro Shimada （Taisho Universität）: Buddhas Meditation unter dem psychopathologischen Gesichtspunkt: Jaspers’ Interpretation von Hermann Beck und die Trugwahrnehmung
Masami Sekine（Nippon Sport Science University）: Zurückhaltung und Ruhe in Jaspers’ Existenzbegriff im Zusammenhang mit Jaspers’ Sportkritik
Akimori Tanabe (Japan Institute of Moving Image): Jaspers’ Theorie der Tragödie
Zum gleichen Zeitpunkt publizierte die Jaspers Society of Japan den 23. Band der Zeitschrift „Kommunikation“ (Japanisch).
Erwähnenswert ist ferner, dass die japanische Jaspers-Gesellschaft plant, die Karl Jaspers- Gesamtausgabe ins Japanische zu übersetzen. Dieses Projekt hat eben erst begonnen. Eine weitere Information betrifft einen „Jaspers Lesezirkel“: Ausserhalb der Universität finden monatlich kleine Lesezirkel unter der Leitung von Prof. Nakayama statt. Dabei treffen sich zwischen sechs und zehn Personen, die an Jaspers’ Philosophie interessiert sind. Es werden Jaspers’ Philosophie II und III im Original gelesen und anschliessend darüber auf Japanisch diskutiert.
Zur Jaspers Society of Japan: hier
Aktivitäten der Italienischen Karl Jaspers Gesellschaft (Società Italiana Karl Jaspers)
Vom 26. bis 28. Oktober 2016 wurde ein Kongress an der Università Basilicata in Matera, Potenza mitorganisiert. Das Leitthema der Veranstaltung war Philosophie und Medizin (Filosofia e Medicina. Epistemologia ed etica a partire da Karl Jaspers). Es wurden 9 Vorträge und ein Round Table-Gespräch zu diesem Thema abgehalten. Die ReferentenInnen und TeilnehmerInnen waren Vertreter der Philosophie, Medizin und Psychiatrie.
Von dem 2013 gegründeten Jahrbuch „Studi Jaspersiani“, das die Gesellschaft unter der Schriftleitung von Frau Prof. Stefania Achella (Universität Chieti-Pescara) herausgibt, ist nach dem ersten drei Bänden (Bd. 1: Verschiedene Jaspers-Themen; Bd. 2: Leitthema: Allgemeine Psychopathologie; Bd. 3: Leitthema: Geschichte und Achsenzeit) nun als Band 4 (2016) ein Band zum Leitthema: Jaspers und das 19. Jahrhundert erschienen. Darin sind die Vorträge erschienen, die auf dem Jaspers-Kongress in Neapel im Juni 2015 gehalten wurden. Ein weiterer Band, der Anfang 2017 erschien, gibt die Vorträge einer Tagung vom November 2015 wieder, die im Rahmen der Italienischen Jaspers-Gesellschaft zum Thema Karl Jaspers: Zur Vielfalt von Weltanschauungen veranstaltet wurde. Der neu erschienene Tagungsband ist von Stefania Achella (Universität Chieti-Pescara) und Jann E. Schlimme (Univ.-Klinik Charité/Medizinische Hochschule Hannover) herausgegeben.
Zur Società Italiana Karl Jaspers: hier
Aktivitäten der Polnischen Karl Jaspers Gesellschaft
Am Ende des Jahres 2016 wurden die Ergebnisse der Jaspers-Konferenz publiziert, die im Oktober 2015 in Krakau zum Thema: Karl Jaspers: Philosoph – Zeuge der Zeit stattfand. Herausgeberin des Bandes ist die Präsidentin der Gesellschaft, Frau Prof. Czeslawa Piecuch. Der Band umfasst 13 Artikel in polnischer Sprache.
Die Polnische Jaspers-Gesellschaft organisiert periodisch auch Sitzungen für Doktoranden, bei denen diese über die Fortschritte ihrer Arbeiten über Jaspersʼ Philosophie berichten.
Zur Polnischen Karl Jaspers Gesellschaft: hier