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Nachhall und Schallabsorption
Das Ziel von Schallabsorption ist die Verminderung der Schallreflexion.
Eine schlechte Raumakustik besteht dann, wenn Sie mit jemandem z. B. in einem Restaurant voll von Leuten sitzen und Sie das eigene Wort nicht mehr verstehen, geschweige denn, jenes Ihres Tischnachbarn. Wenn sich Schallwellen in einem Raum ausbreiten und dabei auf eine Oberfläche treffen, werden sie (teilweise) reflektiert. Dabei überlagern sich der direkte und der reflektierende Schall.
Der Absorptionsgrad bezeichnet das Vermögen eines Materials, auftreffende Schallwellen zu «schlucken» sprich, zu absorbieren. Es liegt nahe, dass «schallharte» Oberflächen wie z. B. Laminat, Fliesen oder Beton-, Glas- und Holzwände den Schall schlechter absorbieren als «schallweiche» Oberflächen wie z. B. ein Teppich.
Die Nachhallzeit ist der älteste und häufig auch der wichtigste Wert zur Beurteilung des Absorptionsver-mögens eines ganzen Raumes. Sie lässt sich mithilfe einer Formel mit viel Aufwand berechnen oder recht einfach messen. Die Nachhallzeit ist diejenige Zeit, in der der Schalldruckpegel nach beendeter Beschallung um 60 dB abfällt. Je kürzer die Nachhallzeit, desto besser die Absorption.
Die Nachhallzeit ist wesentlich abhängig von der Grösse und der Form des Raumes, von der Beschaffenheit der Oberflächen, der Möblierung und der Besetzung mit Menschen. Ein gut abgestimmtes Raumklima ist wichtig für das Wohlbefinden und beugt der Ermüdung vor.
Einige praktische Tipps, um den Schall
zu minimieren
Bestimmung der Nachhallzeit
Die Materialien mischen, um lokale Phäno mene zu vermeiden; dabei nach Bedarf architek tonische Tricks verwenden (z. B. Bilder)
Das Vorhandensein parallel reflektierender Flächen vermeiden (Mehrfachecho)
Absorptionselemente sinnvoll im Raum verteilen. Mehrere kleine Flächen anstelle einer grossen Fläche