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Der Volvo Amazon war gerade mal ein Jahr auf dem Markt, als der legendäre Volvo Designer Jan Wilsgaard mit dem Projekt 358 bereits das Nachfolgemodell entwarf. Doch es sollte noch ein ganzes Jahrzehnt dauern, bis sein Design-Entwurf als Volvo 164 zum Einstieg in die Premium-Klasse wurde.
In diesem Blog tauchen wir immer wieder mal ab in die Archive der 95-jährigen Geschichte von Volvo und entdecken spannende Konzepte und Projekte, die viel über Modell-Entwicklungen und den Zeitgeist jener Tage erzählen. Dieses Mal geht es um das Projekt 358, ein Konzept einer Oberklasse-Limousine mit V8-Motor.
Obwohl die Volvo 140er-Reihe für die 1970er-Jahre steht wie Abba oder Flower Power, fing die Entwicklung daran bereits in den 1950er-Jahren an.
Damals erholte sich die Wirtschaft allmählich vom Zweiten Weltkrieg. Wie die meisten Automobilhersteller produzierte auch Volvo zu dieser Zeit noch Vorkriegsmodelle. Bei Volvo suchte man deshalb einen Nachfolger für die PV800er-Reihe, die allerdings noch viele Jahrzehnte lang als Taxi im Einsatz sein würde.
Gerade Linien schon in den 1950er-Jahren
Der Volvo Designer Jan Wilsgaard war gerade mal 28 Jahre alt, als er 1958 das «Project 358» und damit die Design-Zukunft von Volvo vorstellte, die als «Scandinavian Boxiness» Kult werden sollte.
Doch bevor es soweit war, kam erstmal von oben ein «Nein». Als das Konzeptfahrzeug aus Ton präsentiert wurde, fand es zwar Anklang bei seinen Auftraggebern, aber man war sich nicht sicher über die V8-Motorisierung. Zwar wurden mehrere Experimente mit dem V8-Motor gemacht, wie zum Beispiel mit dem Volvo Philip, aber am Ende liess man das V8-Experiment sausen.
Doch das Design des «Project 358» gefiel so gut, dass es zehn Jahre später im Volvo 164 Realität werden sollte. Unter der langen Haube wurde allerdings ein sparsamerer Sechszylinder hinter einem vertikalen Kühlergrill verbaut, der den Einstieg in die Oberklasse bedeutete.