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Ein geplanter Kaiserschnitt verdoppelt das Sterberisiko für den Säugling gegenüber einer normalen Geburt. Zu diesem Schluss kommt eine gross angelegte Studie am Universitätsspital Genf.Dieser Inhalt wurde am 22. Juli 2009 - 18:54 publiziert
Das Team um den Frauenarzt Riccardo Pfister untersuchte im Universitätsspital Genf 56'549 Geburten aus den Jahren 1982 bis 2004; berücksichtigt wurden Schwangerschaften, die mindestens 34 Wochen gedauert hatten. In den 22 Jahren der Studie verdoppelte sich der Anteil der Kaiserschnitt-Geburten von 10 auf 20%.
Die Forscher stellten fest, dass das Sterberisiko für Kinder bei Kaiserschnitt-Geburten stark erhöht war. Bei geplanten und notfallmässigen Kaiserschnitten zusammen betrug die Sterberate 5,7 Promille, wie sie im Fachmagazin Pediatrics schreiben.
Bei normalen Geburten lag das Sterberisiko bei nur einem Promille. Die Gefahr bei Kaiserschnitt sank, wenn die Forscher die Notfallkaiserschnitte, die wegen Geburtskomplikationen durchgeführt werden, von der Analyse ausschlossen.
Die geplanten, ohne medizinische Not durchgeführten Kaiserschnitte waren aber immer noch 2,1 Mal tödlicher für die Säuglinge als Spontangeburten.
In der Schweiz kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt: Von 1997 bis 2007 stieg die Rate von 22 auf 32%. Fast jede zweite Frau (45%), die privatversichert ist, gebärt per Kaiserschnitt.
swissinfo.ch und Agenturen
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