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Wildschäden
Grundbesitzer sind verpflichtet, zum Schutze ihrer Wälder, landwirtschaftlichen Kulturen oder Nutztiere die zumutbaren Massnahmen zu treffen (Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, § 32).
Für den in einem Jagdrevier angerichteten Schaden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen oder Nutztieren durch jagdbare Wildtiere haften die Jagdpächter solidarisch.
Der Kanton haftet für Schäden, die durch geschützte Wildtiere (gemäss Artikel 13 Absatz 4 des Bundesgesetzes über die Jagd) oder Hirsche, Gämsen, Wildschweine sowie Krähen verursacht werden. An den durch Hirsche oder Gämsen verursachten Schäden müssen sich die Jagdgesellschaften mit 25 %, an den durch Wildschweine entstandenen Schäden mit 15 % sowie an den Krähenschäden mit 10 % beteiligen. Die Schäden, für die der Kanton haftet, müssen den Wildschadenexperten und den betroffenen Jagdgesellschaften gemeldet werden.
Die jährlichen Ausgaben im Kanton Thurgau für Wildschäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen lagen in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt bei rund Fr. 466'000.--, im vergangenen Jagdjahr betrugen sie gut Fr. 530'000.-- (2015/16, 2016/17). Mit über 90 % werden weitaus am meisten Schäden durch Wildschweine verursacht, gefolgt von Bibern mit 4.2 % und Krähen mit 3.7 %.
Weitere Informationen bezüglich Wildschäden sind in den entsprechenden Merkblättern betreffend Vorgehen bei Wildschäden durch Wildschweine, Krähen oder Biber sowie im "Informationsblatt: Das Wildschwein im Kanton Thurgau" vorhanden. Die Merkblätter bzw. das Informationsblatt können Sie direkt auf Ihren Computer runterladen oder bei der Jagd- und Fischereiverwaltung anfordern.