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- An Dreispringerin Yulimar Rojas führt auch an der WM in Eugene kein Weg vorbei.
- Über die 3000 m Steeple beendet der Marrokaner Soufiane El Bakkali die kenianische Regentschaft an Weltmeisterschaften.
- Über 1500 m siegt die Kenianerin Faith Kipyegon in einer absoluten Topzeit.
- Im Marathon geht der Titel nach einem packenden Zweikampf nach Äthiopien.
Dreisprung: Rojas auch in Eugene eine Macht
Sie ist als Topfavoritin angetreten und verlässt das Hayward Field mit einer weiteren Goldmedaille in ihrer Sammlung: Yulimar Rojas. Die Venezolanerin ist im Dreisprung seit Jahren eine Macht. Seit London 2017 hat sie an sämtlichen Grossanlässen Gold gewonnen. Hinzu kommen zahlreiche Siege in der Diamond League, an Hallenweltmeisterschaften sowie an Süd- und Panamerikanischen Meisterschaften.
Ihr Sieg in Eugene überrascht deshalb nicht. Die 26-Jährige zeigte in ihrem zweiten Versuch einen Sprung auf 15,47 m und stellte damit eine Jahresweltbestleistung auf. Keine der Konkurrentinnen kam an diese Marke heran. Die Jamaikanerin Shanieka Ricketts sicherte sich mit 14,89 m die Silbermedaille. Bronze ging mit Tori Franklin (14,72 m) an die USA.
3000 m Steeple: El Bakkali entthront Kenianer
Der Marokkaner Soufiane El Bakkali hat erstmals WM-Gold über die 3000 m Steeple gewonnen. Der Olympiasieger hatte sich über weite Strecken des Rennens im hinteren Teil der Spitzengruppe aufgehalten, bevor er auf den letzten 200 Metern im Hayward Field angriff. Der Äthiopier Lamecha Girma musste sich erneut mit Silber begnügen, nachdem er schon in Tokio und in Doha jeweils Zweiter geworden war. El Bakkali beendete mit seinem Titelgewinn die kenianische Steeple-Regentschaft an Weltmeisterschaften. Zum ersten Mal seit 2005 ging Gold nicht an Kenia. Der kenianische Titelverteidiger Conseslus Kipruto musste sich mit Bronze begnügen.
1500 m: Kipyegon siegt in Topzeit
Faith Kipyegon hat sich in einem hochklassigen Rennen über 1500 m ihren zweiten WM-Titel nach 2017 geholt. Ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes setzte sich die zweifache kenianische Olympiasiegerin in 3:52,96 Minuten vor der Äthiopierin Gudaf Tsegay (3:54,52) und der Britin Laura Muir (3:55,28) durch. Es ist die zehntschnellste Zeit, die von einer Athletin über diese Distanz je gelaufen wurde. Titelverteidigerin Sifan Hassan (NED) verzichtete auf einen Start.
Auf der letzten Runde griff Kipyegon auf der Gegengeraden an und rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel. Zuvor hatte vor allem Tsegay für ein horrendes Tempo gesorgt. Ende Mai beim Diamond-League-Meeting in Eugene hatten sich die beiden ein ähnliches Rennen geliefert. Auch damals hatte die Kenianerin das bessere Ende für sich.
Marathon: Äthiopierin Gebreslase bezwingt Kenianerin Korir
Gotytom Gebreslase heisst die neue Weltmeisterin im Marathon. Die Äthiopierin setzte sich auf dem Rundkurs in Eugene nach einem packenden Zweikampf neun Sekunden vor Jurdith Korir (KEN) durch. Die 42,195 Kilometer absolvierte die Siegerin in schnellen 2:18:11 Stunden, womit Gebreslase einen neuen WM-Rekord aufstellte.
Titelverteidigerin gibt auf
Nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte Titelverteidigerin Ruth Chepngetich. Die Kenianerin stieg kurz vor der Halbmarathon-Marke wegen mutmasslichen Magenproblemen aus dem Rennen aus.
Das Spitzenduo hatte sich nach 27 Kilometern von den restlichen Läuferinnen abgesetzt. Gebreslase überliess ihrer kenianischen Kontrahentin daraufhin stets die Führungsarbeit, ehe sie rund zwei Kilometer vor dem Ziel zum entscheidenden Angriff ansetzte. Damit gingen im Marathon beide Goldmedaillen nach Äthiopien. Schon bei den Männern hatte am Sonntag mit Tamirat Tola ein Läufer aus dem ostafrikanischen Land triumphiert. Platz 3 sicherte sich Lonah Salpeter. Die Israelitin holte mit 2:07 Minuten Rückstand auf Gebreslase ihre zweite Medaille an einem Grossanlass. An den Europameisterschaften 2018 in Berlin hatte sie über 10'000 m den EM-Titel gewonnen.