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… ist das bekannte Credo der Montessori-Pädagogik, die in diesen zwei Büchern behandelt wird: Der Band in grünem Layout bietet eine "Einführung in Theorie und Praxis" dieses Zweigs der Reformpädagogik, während der Autor des Bandes in rotem Layout speziellere Themen aus der Biologie (wie Botanik und Zoologie) Montessori-gemäß aufbereitet hat.
Die Autoren des grünen Bands sind zwar beide Dozenten an der Universität bzw. Fachhochschule, doch einer der zwei, Michael Klein-Landeck, kommt als Gesamtschullehrer auch aus der Praxis. Sie beginnen ihre Einführung mit einer kurzen Biographie Maria Montessoris, der namensgebenden Begründerin dieser Pädagogik-Ausrichtung. So zeigen sie, aus welchem Hintergrund und mit welchen Erfahrungen Maria Montessori ihre Denkschule ins Leben gerufen hat. Anschließend legen sie in klar gegliederten Kapiteln Einzelthemen dar: Beginnend mit dem zugrundeliegenden Kindesbild Montessoris, über die notwendige Erzieherpersönlichkeit, das berühmte Montessori-Material und weiteren wichtigen Themen bis hin zu Erklärungsversuchen von Kindern, was denn für sie "Montessori" ist. Es geht in diesem Buch also um das Fundament der Montessori-Lehre – entsprechend aufschlussreich sind die Ausführungen unterdessen: So strebt diese Pädagogik offensichtlich "partnerschaftliche Umgangsformen" (S. 44) zwischen Erwachsenen und Kindern an, stößt sich aber noch im selben Absatz an Familienverhältnissen, in denen Kinder "als Partnerersatz dienen" (ebd.). Michael Winterhoff lässt grüßen.
Zu den grundlegenden Fragen gehören naturgemäß auch solche der Werteerziehung. Die Montessori-Pädagogik werde auch als "Kosmische Erziehung" (S. 100) bezeichnet, "welche deutlich eine religiöse Dimension erkennen lässt" (ebd.). Hier wird zwar nicht, wie vielfach andernorts, die Schöpfung oder Gott geleugnet, aber vom Christentum oder gar der Bibel als dem Wort Gottes ist in Montessoris "Kosmos" nichts zu sehen. Ihre Weltsicht erinnert eher an den Pantheismus.
Der zweite Band der "Kosmische[n] Erziehung in der Montessori-Pädagogik" beschäftigt sich mit "der großen Erzählung des Lebens auf der Erde", mit "Botanik und Zoologie und der Systematik im Reich der Pflanzen und Tiere". Inhaltlich bietet der Band nichts Alternatives zum Mainstream des Wissenschaftsbetriebs – es wird also auch hier die falsche Lehre der Evolutionstheorie weitergegeben und als Erklärung der Schöpfung herangezogen. Das durchgängig farbig gestaltete Buch hat seine Stärken woanders: In detaillierten Ausführungen wird konkret, wie der Unterricht nach Montessori aussieht, z. B. indem Schritt für Schritt anschaulich erklärt wird, wie die Bestimmung einer Pflanze nach der biologischen Systematik gelehrt werden kann.
Die beiden Bücher zeigen, was Montessori-Pädagogik allgemein bedeutet und wie sie konkret aussieht. Vermutlich werden sie in der Aus- und Fortbildung von Montessori-Lehrern verwendet. Aber auch ohne eine solche Ausbildung können die Bücher allen Lehrern Denkanstöße geben und zu neuen Inspirationen anregen (vor allem hinsichtlich Veranschaulichung und Materialarbeit). Nur sollte man das Mitdenken angesichts falscher Grundannahmen nicht vergessen.