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Weltweit gibt es etwa dreizehn bis fünfzehn Millionen Juden, und damit ist das Judentum die kleinste der Weltreligionen.
Das Judentum ist die Mutter der monotheistischen Religionen, also die erste Religion mit nur einem Gott. Entstanden ist der Glaube an einen Gott wohl mit Abraham, der auch im Christentum und im Islam eine Rolle spielt. Er und seine Nachkommen lebten vor knapp 4.000 Jahren und begründeten die Stämme Israels. Ihm wurde offenbart, dass es nur einen Gott gibt, der neben sich keine anderen Götter duldet.
Im Judentum steht die Schrift, der Tanach, im Mittelpunkt. Der Tanach besteht aus drei Büchern, unter anderem der Thora. Die Thora hält viele Regeln für das Leben im jüdischen Alltag bereit. Priester oder andere kirchliche Oberhäupter gibt es im Judentum nicht. Stattdessen gibt es Rabbiner, besonders gelehrte Juden, die der Gemeinde als Ansprechperson dienen. Heute gibt es verschiedene Richtungen des Judentums: das orthodoxe, das liberale/progressive sowie das konservative Judentum mit jeweils unterschiedlicher Kombination von traditionellen Elementen des Glaubens und modernen Interpretationen.
Die Juden sind nicht nur eine Religionsgemeinschaft, sondern werden auch als Volk verstanden. Die Frage wer Jude ist, ist daher nicht so leicht zu beantworten. Generell ist der Jude, dessen Mutter Jüdin ist.