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Weltweit wachsen Gletscher wieder
Man glaubt es kaum: Die globale Erwärmung bis 2001 - und die leichte globale Abkühlung seit 2002? - lässt weltweit einige Gletscher wieder wachsen.
Der Montblanc-Gletscher (Alpen) legte 10.000 Kubikmeter Eis in zwei Jahren zu, der Gipfel ist nun um 2,15 Meter höher.
Auch für die Tauerngletscher (Alpen) wurde eine Jahresbilanz 2009 erstellt, die sehr wahrscheinlich positiv ausfallen wird. Verantwortlich dafür werden das kalte Frühjahr 2009 und die reichlichen Niederschläge gemacht.
Aber nicht nur in den europäischen Alpen wachsen einige Gletscher wieder, sondern auch Neuseelands Gletscher wachsen seit Jahren mit verblüffender Geschwindigkeit.
Stefan Winkler, Privatdozent am Lehrstuhl für Geographie I der Universität Würzburg, hat sich im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts zwei Monate lang in Neuseeland aufgehalten und dort die Gletscher der Southern Alps untersucht.
„Da in den letzten Jahren, wie zuvor schon in den 1980er- und 1990er-Jahren, die Schneefälle auf Neuseeland überdurchschnittlich waren, konnten die Gletscher anwachsen und vorstoßen“, so Winkler weiter. Gleichzeitig seien die Lufttemperaturen nicht wesentlich von den Normalwerten abgewichen; ein übermäßiges „Abschmelzen“ blieb somit aus.