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Leben und Schaffen von Woodrow Wilson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von 1913 bis 1921, ist hierzulande kaum bekannt. Doch die Beschäftigung mit ihm, mit seinen Ideen und Idealen lohnt. Wilson zeichnet nicht nur verantwortlich für eine Reihe von bahnbrechenden innenpolitischen Reformen, etwa ein Verbot der Kinderarbeit oder die Einführung des Frauenstimmrechts, er kämpfte auch für mehr Sicherheit und Frieden im Zusammenleben der Völker auf der Welt. Die Beendigung des Ersten Weltkriegs war ebenso seinen unermüdlichen Bemühungen zu verdanken wie die Begründung des Völkerbundes, der Vorgängerorganisation der UNO. Dafür erhielt Wilson den Friedensnobelpreis des Jahres 1919.
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Die allermeisten Menschen sehnen sich nach »Frieden auf Erden«; dies hat sich gerade in den letzten Monaten wieder deutlich gezeigt. Und in der Tat muss es eines der höchsten Ziele der Menschheit sein, weltweit Frieden zu schaffen und zu erhalten. Sosehr allerdings gerade in jüngster Zeit auch offensichtlich geworden ist, wieviel es nach wie vor zur Verwirklichung dieses Zieles braucht, so hat die Staatengemeinschaft vor allem seit den leidvollen Erfahrungen der beiden Weltkriege doch bereits einiges in die Tat umgesetzt: Im 20. Jahrhundert hat sie mit der Gründung der Vereinten Nationen eine Weltrechtsordnung geschaffen, nach der Krieg und Frieden nicht mehr als gleichwertige Zustände angesehen werden, sondern die vielmehr initiative Gewaltanwendungen im Grundsatz untersagt. Bis es indes schon nur soweit war, bis die Staatenwelt bereit war, sich zu diesem wahrhaft historischen Ziel einer gemeinsamen Grundordnung des Friedens zu bekennen, musste enorm viel geleistet werden.