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Einsiedler liefen vorne mit
Erste Orientierungslauf-Schweizermeisterschaften unter speziellen Umständen
Am ersten Septemberwochenende dieses speziellen Jahres konnten die ersten Schweizermeisterschaften im Orientierungslauf durchgeführt werden.
Mitg. Am Samstag wurde die Sprintstaffel Schweizermeisterschaft in Frauenfeld abgehalten. Je zwei Frauen sowie zwei Männer aus dem gleichen Club bildeten ein Team.
Gute Trittsicherheit gefragt
Zuerst wurde eine Frau, danach die beiden Männer und zum Schluss nochmals eine Frau auf die technisch eher einfacheren Strecken geschickt. Nebst vielen kleinen Durchgängen, unbezwingbaren Zäunen, einem Skater Park und kleinen Wiesen im urbanem Gelände, wurde auch ein kleines Waldstück durchquert, worin eine gute Trittsicherheit bei einer Matschdurchquerung gefragt war.
Wie bei jeder Sportveranstaltung im Jahr 2020 mussten gewisse Corona-Schutzkonzept-Massnahmen beachtet werden. Das Wettkampfzentrum wurde in vier Sektoren unterteilt, worin sich jeweils nur die Läufer jener Kategorie aufhalten durften. Jeder hätte sich gerne auch mit den Wettkämpfern aus den anderen Kategorien unterhalten, dies wurde durch diese Sektoreinteilung leider erschwert, nichtsdestotrotz waren alle froh, durften wieder alle zusammen an einem nationalen OL-Wettkampf teilnehmen!
Vier Einsiedler im Rennen
Bei der jüngsten Kategorie U16 gingen mit Andrina und Bigna Hotz, startend für die OL Zimmerberg, sowie Corsin und Lavio Müller, startend für die OLG Galgenen/Goldau, vier Einsiedler ins Rennen. Corsin und Lavio, beide noch im jüngeren Jahrgang und im selben Team startend, erreichten den hervorragenden 13. Rang. Das Team von Bigna, welche ebenfalls noch ein Jahr jünger als ihre Streckenkonkurrentinnen ist, kam auf den 23. Rang. Das Team von Andrina wurde nicht rangiert, weil ein Teamkollege von ihr einen falschen Posten gestempelt hatte. Reines Müller-Team am Start
Bei der Elite-Kategorie ging ein reines Müller-Team an den Start. Auf der Startstrecke Flurina, gefolgt von den Brüdern Nicola und Gian-Andri und auf der letzten Strecke noch ihre Schwester Seraina. Durch fast fehlerlose Läufe aller vier Athleten, welche sich im Sommer hauptsächlich auf ihre Ausbildung oder den kommenden Winter vorbereiten, konnte das Familien-Team den 21. Rang für die OLG Galgenen heraussprinten.
Die Eltern des oben erwähnten Nachwuchses starteten in der Kategorie der über 40-Jährigen. Für Reto und Franziska Müller resultierte der 7. Rang und für Markus und Pamela Hotz-Capeder der 17. Rang. Strikte Covid-19-Massnahmen
Die diesjährige Sprint Schweizermeisterschaft wurde in der Stadt Kreuzlingen durchgeführt. Die Covid-19-Schutzmassnahmen, welche sich von Stadt zu Stadt ändern, waren an jenem Sonntag sehr strikt. Es galt ab dem Betreten des Wettkampfzentrums bis hin zum Start eine strikte Maskenpflicht. Eine Ausnahmeregelung galt während des Einlaufens und des Wettkampfes.
Erschöpft im Ziel angekommen, mussten noch vor der Zielverpflegung die Hände desinfiziert und wieder eine Maske aufgesetzt werden. Doch auch all diese strikten Massnahmen konnten den Läufern die Laune nicht verderben und die ganze Läuferschaft konnte sich über einen gelungenen und coolen Wettkampf freuen.
Die Bahnen waren gespickt von kleinen unübersichtlichen Durchgängen, vielen kleinen Routenwahlen, unübersichtliche Parke und vielen schnellen Entscheidungen. Aufgrund der sehr vielen Schwierigkeiten wurden haufenweise Fehler begangen, was vielen Favoriten eine gute Platzierung verwehrte. Reto Müller am schnellsten
Der Familienvater Reto Müller konnte trotz eines grossen Fehlers zu Beginn den anspruchsvollen Lauf am schnellsten absolvieren und den Schweizermeistertitel in seiner Kategorie gewinnen. Mit dem unglücklichen 4. Rang mussten sich Franziska Müller und Daniel Grätzer abfinden.
Bei beiden war es dieser berüchtigte eine Fehler zu viel, der sie um die Medaille brachte. Lavio Müller konnte sich auf dem guten 8. Rang platzieren, wobei er sich nur von den ein Jahr älteren Läufern schlagen lassen musste. Bigna Hotz und Corsin Müller konnten beide als zweitbeste ihrer Jahrgänge den 6. beziehungsweise den 11. Rang erlaufen. Ebenfalls über eine starke Top-Ten-Platzierung konnte sich Gian-Andri Müller mit dem 9. Rang freuen. (Siehe Resultate).
Corsin Müller während der Sprintstaffel. Foto: Schenk