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Du möchtest eine Katze kaufen und sichergehen, dass sie sich bei dir wohlfühlt? Dann solltest du einige wichtige Dinge beachten, um den Bedürfnissen deines neuen Stubentigers gerecht zu werden.
Wie viel Platz benötigt eine Katze?
Laut Gesetz darfst du bis zu vier Katzen auf einer Fläche von 7 Quadratmetern unterbringen. Für jedes weitere Büsi müssen zusätzlich 1,7 Quadratmeter verfügbar sein. Vorgeschrieben sind ausserdem:
- Rückzugsmöglichkeiten,
- erhöhte Ruheflächen,
- Kratz- und Klettergelegenheiten,
- Beschäftigungsmöglichkeiten sowie
- pro Katze eine Katzentoilette.
Achtung: Hierbei handelt es sich um Mindestvorschriften, die nicht automatisch eine artgerechte Haltung gewährleisten.
Wohnungskatze oder Freigänger?
Wenn du gewisse Grundsätze beachtest, kann die Wohnungshaltung tiergerecht sein. Wichtig ist, dass du keine Katze in deine Wohnung einsperrst, die den Freilauf bereits kennengelernt hat. Büsis vom Bauernhof eignen sich somit nicht. Versuchst du es dennoch, drohen Probleme mit Unsauberkeit, Markierverhalten oder Aggression. Kannst oder möchtest du deiner Mieze keinen Freigang gewähren, solltest du dich besser für ein Tier entscheiden, dass in einer Wohnung oder in einem Tierheim aufgewachsen ist.
Beliebt als Wohnungskatzen sind Rassen wie:
- Perser,
- Abessinier,
- Balinesen,
- Britisch Kurzhaar,
- Ragdoll und
- Heilige Birma.
Auch die haarlose Sphynx-Katze und die Devon Rex zählen zu den typischen Wohnungskatzen, da sie Kälte und Nässe oft weniger gut vertragen.
Als etwas freiheitsliebender gelten:
- Siamkatzen,
- Maine Coon,
- norwegische Waldkatzen und
- Burmas.
Weniger geeignet für die Wohnungshaltung sind Bengalkatzen. Vertreter dieser Rasse fühlen sich in einer kleinen Stadtwohnung nicht wohl und neigen dazu, bei Langeweile die Einrichtung zu verwüsten.
Eine oder zwei Katzen?
Eine Freigängerkatze hat während ihrer Ausflüge Kontakt zu Artgenossen. Einzeltieren, die ausschliesslich in einer Wohnung leben, bleibt diese Möglichkeit verwehrt. Deshalb solltest du in diesem Fall besser gleich zwei Katzen kaufen. Das bedeutet zwar etwas mehr Aufwand, dafür sind die Tiere zufriedener und du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du mal für ein paar Stunden unterwegs bist.
Voraussetzung ist, dass sich die Samtpfoten gut verstehen. Zwei unkastrierte Kater würden wahrscheinlich schnell aneinandergeraten. Probleme drohen auch, wenn du versuchst, einen echten Draufgänger mit einer sehr scheuen Katze zusammen zu halten. Am besten vertragen sich Fellnasen mit ähnlichen Charakteren und möglichst geringem Altersunterschied.
Junge oder alte Katze(n)?
Junge Katzen sind deutlich verspielter und lebhafter als erwachsene Stubentiger. Da wird schonmal die Oberkante des Fernsehers als Sitzplatz erkoren, die Gardine erklommen oder die Blumenvase vom Tisch gefegt. Glaube nicht, ein junges Tier könntest du erziehen. Schliesslich ist Mieze kein Hund. Mit positiver Verstärkung kannst du zwar einiges erreichen. Hat die Fellnase jedoch keine Lust, auf dich zu hören, dann hört sie eben nicht.
Nimmst du eine ältere Samtpfote bei dir auf, bekommst du bestenfalls Informationen zum Charakter dazu. Durch Angaben vom Vorbesitzer oder Beobachtungen vom Tierheimpersonal kannst du gut auf die Persönlichkeit der Katze schliessen und dadurch recht gut beurteilen, ob sie zu dir passt oder nicht.
Woran ist zu erkennen, ob sich die Katze im neuen Zuhause wohlfühlt?
Am deutlichsten zeigt das Büsi dir durch seine Körpersprache, ob es ihm gut geht oder nicht. Schnurrt die Fellnase beim Streicheln und Schmusen, stupst sie dich mit der Nase an, reibt sie ihren Kopf immer wieder an dir oder tretelt sie, ist sie mit ihrem Leben zufrieden.
Grundsätzlich gilt: Katzen zu halten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – und das über einen langen Zeitraum hinweg. Immerhin werden die Samtpfoten im Schnitt 15 Jahre alt und kosten dich in dieser Zeit um die 10.000 Franken – pro Katze. Diese Zahlen solltest du im Kopf haben, wenn du eine oder mehrere Katzen kaufen möchtest.
Häufig gestellte Fragen zur artgerechten Haltung von Katzen
Wie halte ich eine Katze artgerecht?
Da Katzen in aller Regel keine Einzelgänger sind, solltest du sie mindestens zu zweit halten. Jungtiere brauchen zwingend einen Artgenossen, um katzengerecht aufwachsen zu können. Soll nur eine Samtpfote bei dir einziehen, empfiehlt sich die Adoption eines älteren Tieres, das lange Einzelhaltung gewohnt ist und andere Katzen nicht mag.
Wie viel Platz braucht meine Katze?
Laut Gesetz darfst du bis zu vier Katzen auf einer Fläche von 7 Quadratmetern unterbringen. Für jedes weitere Büsi müssen zusätzlich 1,7 Quadratmeter verfügbar sein.
Was sind beliebte Wohnungskatzen?
Beliebte Wohnungskatzen sind Perser, Abessinier, Balinesen, Britisch Kurzhaar, Ragdoll und Heilige Birma sowie die haarlose Sphynx-Katze und die Devon Rex, da sie Kälte und Nässe oft weniger gut vertragen.