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Landwirtschaft. Vor der Reformation gehörte
der Kirchensatz der Abtei Montbenoît in Frankreich.
Als die Gemeinden Penthéréaz und
Poliez le Grand 1619 sich für die
Duldung der Katholiken ausgesprochen hatten, liess ihnen Bern
auf Verlangen der von den fremden Gesandten
unterstützten katholischen Kantone in Sachen der Religion ihre individuelle
Freiheit, verbannte aber 1660 die inzwischen
an Zahl bedeutend angewachsenen und nun die Wiederherstellung ihres Kultus verlangenden Katholiken.
Heute besteht in
Poliez le Grand
eine vom Staat anerkannte und subventionierte katholische Kirchgemeinde. 1154 und 1228: Panterea;
Zerfällt in 3 Abschnitte, deren erster am Fuss der
Vorberge des Mont Zabona oderMont Tubang und deren anderer auf einer Waldlichtung am Steilhang über dem
Dorf
Randogne liegt, während der dritte den besonderen Namen der
Alpe de
Bliou führt und für Jungvieh reserviert ist.
Als nämlich eines Nachts das
SchlossAigremont von einer Truppe von ins Thal eingefallenen Wallisern unerwartet überfallen
wurde und die beim Volk sehr beliebte Burgfrau in Abwesenheit ihres Gemahls in grosser Gefahr schwebte,
eilte die Jungmannschaft von
La Forclaz zur Hilfe herbei und schlug den Feind in die Flucht. Dieses Ereignis soll sich unter
der
Herrschaft derer von Pontverre 1375 abgespielt haben. Zur Belohnung erhielten dann die Retter die Alpweide von Perche
unter der Bedingung, dass die Frauen gleich den Männern ihren bestimmten Anteil daran haben sollten
und dass derselbe auch denjenigen gesichert bleibe, die einen nicht in der Gemeinde verbürgerten Gemahl geheiratet hätten.
Dieses alte Anrecht der Frauen steht heute noch in Kraft. Die Alpweide Perche ist ein beliebtes Ausflugsziel der Kurgäste
der
Ormonts. Am Tag vor der Thalfahrt wird jeweilen ein kleines
Fest abgehalten und an die Armen Milch
und Rahm verteilt. Die
Hütten stehen 2 Stunden sö. über
La Forclaz und 2¼ Stunden über
Vers l'Église.
Oberer Lias und Dogger.
Vergl. Corthésy, Eug. Étude histor.sur laVallée des Ormonts. Lausanne 1903.
(Kt.,Bez. und Gem. Schwyz).
606 m. Gruppe von 9
Häusern, im Thalabschnitt zwischen
Rickenbach,
Stalden und
Gibel, ö.
von dem der
Muota zufliessenden
Ibach und 2,5 km sö. Schwyz.
51 kathol. Ew. Kirchgemeinde Schwyz.
Wiesen- und Obstbau. Während früher nur
ein Saumweg nach
Illgau und
Iberg hinüberführte, wird Perfiden seit 1872 von der Strasse
Schwyz-OberIberg
durchzogen. Hier besassen ums Jahr 1200 die Edeln von Berfordia eine mit einem
Turm versehene feste Burg, nach deren Zerfall
die Bauern die Steine als Baumaterial wegführten, sodass die letzten Reste um 1868 verschwunden waren. Ehemalige
Zollstätte. 1200: Bervidin.
1100-1500 m. Alpweide und
Wald am linksseitigen Gehänge des
Thales
der Weissthur, an dem stark begangenen Fussweg auf den
Speer und 5 km sw.
Nesslau. 202 ha Fläche, wovon 120 eigentliche Alpweide
und 75
Wald. 28
Hütten und Ställe.
Eine 1873 gegründete Holzstoff- und Zellulosefabrik (Papierfabrik), die der
Reuss
eine Kraft von 1300 PS entnimmt, jetzt 280 Arbeiter beschäftigt und eigenen Geleiseanschluss an die Station
Gisikon hat.
Schulkreis mit Schulhaus. 1324: Berlon und daher richtiger Berlen (anstatt
Perlen);
vermutlich von ber = Weidenkorb zum Fischen
herzuleiten.