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Seit 2005 hat das Bundesamt für Strassen (Astra) alle Nationalstrassenbrücken der Schweiz auf Erdbebensicherheit überprüft. Das betraf besonders Brücken, die vor der Einführung der Normen zur Erdbebensicherheit im Jahr 1989 gebaut wurden. «Diese Überprüfung fand in zwei Schritten statt», sagt André Magnin, Vorsteher des Tiefbauamts des Kanton Freiburgs. Die Brücken wurden in zwei Kategorien geteilt. Bauten in der zweiten Kategorie wurden nach dem ersten Test noch genaueren Berechnungen unterzogen. «Im Kanton Freiburg zählen gut 90 Prozent zur ersten Kategorie», meint Magnin. Nur einige ältere Brücken – wie die Brücke zwischen St. Ursen und Alterswil und die Galternbrücke – mussten weiter überprüft werden. Die Zähringerbrücke sei zwar alt, aber auch sehr massiv gebaut, was das Risiko stark verringere.
Worauf diese Berechnungen basieren, weiss Marco Schwab von der Kantonalen Gebäudeversicherung. «Zuerst muss man die Bauklasse berücksichtigen, dann die Erdbebenrisiko-Zone und schliesslich auch die Beschaffenheit des Bodens.» Im Kanton Freiburg gebe es vor allem Zonen der Kategorie eins mit niedrigem Risiko; nur im Süden des Kantons gibt es Zonen der Kategorie zwei. Die Zonen werden nach einer Karte des Schweizerischen Erdbebendiensts bestimmt. Zonen mit sehr hohem Risiko gibt es in der Schweiz nur wenige, etwa im Wallis oder im Graubünden. «Wir sind hier nicht dem grössten Risiko ausgesetzt», meint Schwab. «Aber man kann auch nie sagen, dass das Risiko gleich null ist.» Dass die Brücke bei Alterswil und St. Ursen schliesslich als sicher befunden wurde, liege vor allem an ihrer Lage in Zone eins.
Und was, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist? «Es gibt zwei Möglichkeiten», so Magnin. «Entweder man verstärkt die Materialresistenz durch zusätzlichen Beton oder Karbonfasern, oder man fügt weitere Stützen hinzu.»