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Tragbare Raketen, die von der Schulter abgefeuert werden, reichen nicht aus, ein Verkehrsflugzeug in 10'000 Metern Höhe abzuschiessen: Dafür sei eine Boden-Luft-Rakete nötig, sagt SRF-Auslandredaktor Fredy Gsteiger. «Es ist schlicht undenkbar, dass ein Flugzeug mit einfacheren Waffen in einer solchen Höhe erreicht werden kann.»
Waffensysteme, die in der Lage sind, ein Passagierflugzeug in 10‘000 Metern Höhe abzuschiessen, seien komplex und in der Regel im Besitz von regulären Armeen.
«Solche Waffen sind auf dem Schwarzmarkt nicht erhältlich», weiss Gsteiger. Die Boden-Luft-Rakete, die im Fall des mutmasslichen Abschusses des Passagierflugzeugs über der Ostukraine im Gespräch sei, sei ein russisches Fabrikat vom Typ «Buk». Dieses Waffensystem wird in den Armeen dutzender Staaten verwendet. Neben Russland sind das etwa China, Weissrussland, Nordkorea, Syrien und die Ukraine.
Von Russland erhalten?
Die pro-russischen Rebellen haben angegeben, in den vergangenen Wochen ein solches Flugabwehrsystem erbeutet zu haben, das im Einsatz der ukrainischen Armee war.
Diese habe sich sehr schnell aus Teilen der Ostukraine zurückgezogen und dabei militärisches Material zurücklassen müssen, sagt Gsteiger.
Denkbar wäre aber auch, dass Russland Buk-Raketen direkt an die Separatisten geliefert habe. Dass die Aufständischen das hoch entwickelte System inklusive Radar auch nach so kurzer Zeit auch bedienen könnten, sei jedoch fraglich.
«Solche Boden-Luft-Systeme sind nicht einfach zu bedienen», sagt Gsteiger. Dazu braucht es eine spezifische Ausbildung, vor allem um das Zielführungssystem zu beherrschen.»
Liveticker
Hier geht es zu den aktuellsten Entwicklungen des Flugzeugunglücks in der Ukraine.