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Schweizer Handballer voller Zuversicht vor dem Ukraine-Spiel
Voller Zuversicht ist die Schweizer Handball-Nationalmannschaft zur entscheidenden WM-Playoff- Partie gegen die Ukraine abgereist. In Saporoschje will sich die Equipe am Samstag (10.06.) die Teilnahme an der WM 2001 in Frankreich sichern.
Die Ausgangslage vor dem wichtigsten Spiel einer SHV-Auswahl seit Jahren ist klar: Im Yunost-Palast könnten sich die Schweizer einer minimen Reserve aus dem 20:17-Heimsieg gar eine Niederlage mit drei Treffern Differenz leisten, sofern sie mehr als 17 Auswärtstore schiessen, und wären trotzdem direkt für die Endrunde qualifiziert.
Würde der zweite Vergleich mit den Osteuropäern mit dem gleichen Resultat wie in Sursee enden, so entschiede ein Siebenmeterschiessen darüber, wer im nächsten Januar nach Frankreich fährt. Dass die für ihre starken Heimauftritte bekannten Ukrainer vor eigenem Publikum nicht mehr als zwanzig Treffer erzielen werden, ist indessen kaum anzunehmen.
"Verpasst den Anlass nicht", steht auf der Titelseite der vom französischen WM-Veranstalter versandten Broschüre. Verpasst haben die Schweizer die Zusammenkünfte der internationalen Handball-Elite in der jüngeren Vergangenheit hingegen durchwegs.
Seit Einführung des Qualifikations-Modus zur Teilnahme an WM- oder EM-Turnieren sind sie in sechs Anläufen gescheitert. Ob der siebte Versuch in der Ukraine nun ein besseres Ende nehmen wird als die sechs vorangegangen, ist wegen des für internationale Verhältnisse knappen Vorsprungs höchst ungewiss. Bei einer entsprechend deutlichen Niederlage verkämen die sieben Siege im bisherigen Verlauf der WM-Ausscheidung zur Randnotiz.
Den knappen Heimsieg in irgendeiner Weise überzubewerten, dazu besteht kein Anlass, denn der letzte fatale Absturz einer Schweizer Auswahl liegt noch nicht allzu lange zurück. Vor etwas mehr als einem Jahr erwies sich in Island selbst ein 9-Tore-Polster als zu dünn; die Schweizer erlitten damals in Hafnarfjördur nach einem 29:20-Erfolg ein 32:23-Debakel und schieden im Kampf um einen EM- Platz in letzter Sekunde kläglich aus.
"Damals war ich knapp zwei Wochen im Amt. Einen solchen mentalen Absturz wird meine Mannschaft mit Bestimmtheit nicht mehr erleben", sagt Coach Mühlethaler, der den Vergleich mit den Island-Spielen nicht zulassen will. "Die Mannschaft hat an Stabilität gewonnen und ist bereit, auch inSaporoschje zu gewinnen."
swissinfo und Agenturen
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