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„Jeder, der Verantwortung für andere hat oder anstrebt, ist nicht nur für seine Ziele und Absichten verantwortlich, sondern ebenso für die Folgen seines Handelns und seines Unterlassens. Je mehr ein Mensch Macht hat über andere, je mehr Einfluss er auf andere und deren Leben ausübt – als Vater oder Mutter, als Vorgesetzter, als Lehrer oder Journalist, als Unternehmer, Manager oder Politiker -, desto schwerer lastet auf ihm die Verantwortung für das Gemeinwohl, um so schwerer wiegen seine Pflichten.“ (Helmut Schmidt in „Ausser Dienst“) Sind wir uns als Führungspersonen und als Eltern dieser Verantwortung bewusst? Ich hoffe es!
Heute Morgen beschäftigte ich mich mit einer dieser Geschichten, die Jesus erzählte, um Gottes Wesen und seine „Spielregeln“ zu erklären. Es ist die Geschichte der Arbeiter im Weinberg. Irgendwie eine komische Geschichte…
1 „Mit der neuen Welt Gottes ist es wie mit einem Weinbauern, der frühmorgens Arbeiter für seinen Weinberg anwarb. 2 Er einigte sich mit ihnen auf den üblichen Tageslohn und ließ sie in seinem Weinberg arbeiten. 3 Ein paar Stunden später ging er noch einmal über den Marktplatz und sah dort Leute herumstehen, die arbeitslos waren. 4 Auch diese schickte er in seinen Weinberg und versprach ihnen einen angemessenen Lohn. 5 Zur Mittagszeit und gegen drei Uhr nachmittags stellte er noch mehr Arbeiter ein. 6 Als er um fünf Uhr in die Stadt kam, sah er wieder ein paar Leute untätig herumstehen. Er fragte sie: ‚Warum habt ihr heute nicht gearbeitet?‘ 7 ‚Uns wollte niemand haben‘, antworteten sie. ‚Geht doch und helft auch noch in meinem Weinberg mit!‘, forderte er sie auf. 8 Am Abend beauftragte er seinen Verwalter: ‚Ruf die Leute zusammen, und zahl ihnen den Lohn aus! Fang beim Letzten an, und hör beim Ersten auf!‘ 9 Zuerst kamen also die zuletzt Eingestellten, und jeder von ihnen bekam den vollen Tageslohn. 10 Jetzt meinten die anderen Arbeiter, sie würden mehr bekommen. Aber sie erhielten alle nur den vereinbarten Tageslohn. 11 Da beschwerten sie sich beim Weinbauern: 12 ‚Diese Leute haben nur eine Stunde gearbeitet, und du zahlst ihnen dasselbe wie uns. Dabei haben wir uns den ganzen Tag in der brennenden Sonne abgerackert!‘ 13 ‚Mein Freund‘, entgegnete der Weinbauer einem von ihnen, ‚dir geschieht doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt? 14 Nimm dein Geld und geh! Ich will den anderen genauso viel zahlen wie dir. 15 Schließlich darf ich doch wohl mit meinem Geld machen, was ich will! Oder ärgerst du dich, weil ich großzügig bin?‘ (Die Bibel, Matthäus 20,1-15)
Drei Dinge fallen mir auf:
- Gott ist für die Arbeit: Er will, dass wir uns engagieren können und nicht „untätig herumstehen“ müssen. Jeder braucht Möglichkeiten, sich einbringen zu können.
- Gott schenkt uns (Be)Achtung und Wert: Selbst wer von allen andern nicht beachtet wird (‚Uns wollte niemand haben‘), erhält bei ihm eine Aufgabe, wird integriert.
- Gott führt seine Unternehmung nach dem Prinzip der „LeistungsUNabhängigen-Lohnbestandteile“. Mit anderen Worten: Gott gibt uns nicht nach unserer Leistung sondern beschenkt die Menschen nach seinem grosszügigen Herzen.
Was für ein Chef… Der Anti-Abzocker: Die Leute werden nicht ausgebeutet, werden nicht zum sinnlosen untätigen Herumstehen verdammt, bekommen durch Beachtung neue Achtung vor sich selbst und sind weit mehr als ein „Kostenfaktor“.
Fragt sich, wie wir unsere Mitmenschen und Mitarbeiter behandeln: Sehe ich im Mitmenschen nur einen „Nutzen-Kosten-Faktor“ (Was bringt es mir, wenn ich mich um diese Person kümmere? Was nützt mir diese Freundschaft?) oder ein gleichwertiges Gegenüber, das sich genaso (Be)Achtung wünscht und verdient, wie ich?
Ist Gott ungerecht, wenn er alle gleich grosszügig beschenkt – unabhängig der Leistung? Gott, der Anti-Abzocker: Er kann nicht anders, als alle grosszügig zu beschenken, die sich seiner „Unternehmung“ anschliessen.
Der Begriff Integrität hat in den letzten Jahren zunehmen Bedeutung erhalten. In der Finanzkrise und im Boni-Rausch wurde vielerorts der Ruf nach integeren Managern laut.
Die Wichtigkeit von Integrität wurde mir diese Woche durch ein einfaches, aber sehr deutliches Bild aufs Neue bewusst: In unserem Garten stand ein blühendes Kunstwerk. Sechs Blumentöpfe chic aufeinandergesetzt und durch einen Holzstab zusammengehalten. Vom blühenden Kunstwerk ist jetzt nur noch ein Scherbenhaufen übrig geblieben. Was ist passiert? Ohne dass wir es bemerkt hätten, wurde der Holzstab morsch; er war innerlich verfault.
Faule Wertpapiere und morsche Holzstäbe sind das Eine. Etwas viel Bedeutenderes ist es, wenn unser persönliches Innenleben faul ist. Schöne Kunstwerke und teure Wertpapiere werden wertlos, wenn sie „innen drin“ faul sind. Ähnlich ist es mit dem Menschen, der sein Innenleben nicht pflegt oder etwas vorgibt, was gar nicht ist. Man könnte sagen, er hat auf Sand gebaut.
Unser Leben mag zwar für andere chic aussehen, doch wenn wir unser Innenleben zu lange vernachlässigen, müssen wir aufpassen, dass unser Leben nicht so endet wie unser blühendes Kunstwerk: Ein unschöner Scherbenhaufen.
Integrität auf Wikipedia: Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität ist als Treue zu sich selbst umschrieben worden. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen leiten zu lassen.
Letzten Herbst wurde das „gms Projekt„, welches ich gegründet habe, 10 Jahre alt. Für uns war dieses Jubiläum ein Meilenstein. Zwar haben wir unsere hochgesetzten Ziele bei weitem noch nicht erreicht, doch wir feierten ein ganzes Wochenend lang den runden Geburtstag vom gms. Einfach, weil es enorm wichtig ist, immer wieder zu feiern und sich an dem zu freuen, was bereits „geschafft“ ist.
Eigentlich haben wir nicht nur diesen Meilenstein gefeiert – wir haben schon die ganzen 10 Jahre immer wieder gefeiert, wenn es einen Grund dazu gab. Und das ist sehr wichtig! Jeder noch so kleine Fortschritt, jedes Erreichen eines Zwischenziels und auch jede Lernerfahrung ist es wert, gefeiert zu werden.
Was für eine Organisation gilt, hat genauso Bedeutung im persönlichen Leben oder als Familie: Wann immer es etwas zu feiern gibt, sollten wir die Gelegenheit dazu nutzen. Warum ist das so wichtig?
- Das Feiern von Etappenzielen durchbricht den Alltagstrott.
- Ein solches Feiern zeigt uns auf, dass wir tatsächlich vorwärts kommen, dass wir unserem Ziel näher kommen. Auch wenn dies vielleicht nur sehr langsam geschieht.
- Durch das Feiern drücken wir unsere Dankbarkeit für das Erreichte aus.
- Durch das Innehalten und die Freude über das Erreichte erhalten wir Motivation für die nächste Etappe.
- Das Feiern der (noch so kleinen) Fortschritte stärkt den Glauben in uns, auch die nächsten Schritte meistern zu können.
Hätten wir uns im gms Projekt nicht immer wieder an den kleinen Erfolgen und Zielerreichungen gefreut – ich glaube, wir hätten unterwegs aufgegeben.
Eigentlich gibt es immer eine Gelegenheit zu feiern. Es muss nicht gerade ein Jubiläum sein und es braucht auch nicht immer eine „big Party“ zu sein. Gründe zum Feiern gibt es hunderte (vom Verabschieden des „Nuggis“ oder der Windeln des Jüngsten, über das abgeschlossene Schuljahr, die Zusage für eine Lehrstelle oder den Hochzeitstag bis zu den „big Deals“ im Geschäft, z.B. wenn ein neuer Kunde gewonnen werden kann); und kreative Möglichkeiten, wie man feiern kann, gibt es ebenso viele (kleines Überraschungsgeschenk, gemeinsamer Ausflug, ein kleines oder grosses Festessen, ein Dankeschön für die Mitarbeiter).
Und welchen Grund zum Feiern haben Sie?
Hören Sie dazu unseren passenden Alltagstipp im Radio Life Channel.
Klaus Steilmann (*1929), Geschäftsführer Steilmann GmbH & Co. KG, Bochum-Wattenscheid
Eine kleine Lektion aus dem „1×1 der Motivation“ hab ich letzten Samstag hautnah selbst erlebt: Ich rannte, nein, ich rollte, am Sponsorenlauf der sozial-diakonischen Kinder- + Familienanimation Happy Kids für einen guten Zweck. 12- 15 Runden schienen mir realistisch, mein persönliches Ziel waren 18, geschafft hab ich dann 19 Runden.
Doch bis es soweit war, floss einiges an Schweiss und mein Kampfwille wurde arg auf die Probe gestellt. Ich fühlte mich schon ziemlich leer, als es bei der Start/Ziel-Durchquerung hiess: „7 Runden“. In meinen Gedanken sah ich schon, wie sich meine Zielvorstellung verabschiedete und ich ausgepumpt knapp mal 10-12 Runden schaffen würde.
Irgendwie biss ich mich durch und es kamen bessere Runden. Nun entdeckte ich, was mich von Runde zu Runde weiterbringt: Die vielen persönlichen „Hopp“-Rufe am Streckenrand. Es war nicht so ein allgemeines „Hopp, Hopp“. Es war Ermutigung pur für mich persönlich: „Stef, du schaffst das!“, „Bies no chli, Stef!“ oder „Du machst das super. Weiter so, Stef!“.
Wow, das war eine starke Lektion für mich. An meinem eigenen Leib hab ich erlebt, was ich selbst schon oft gepredigt habe: Ermutigung tut unheimlich gut! Einander zu motivieren, sich gegenseitig anzufeuern – das ist ein Schlüssel für Teamwork und letztlich auch ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Mit den richtigen Leuten und dem gegenseitigen Motivieren ist vieles möglich. Entdecken wir neu die Kraft der Ermutigung – und nutzen wir sie doch öfters, nicht nur bei Sponsorenläufen…
Wir müssen alle daran erinnert werden, warum wir das tun, was wir tun. Wir müssen daran erinnert werden, was auf dem Spiel steht. Wir müssen an die Vision erinnert werden.
Bei einer Vision geht es um das, was sein könnte und sein sollte, aber im Leben geht es um das, was jetzt ist, es geht genau um diesen Augenblick.
Zu den grössten Herausforderungen im Bereich des Führens gehört es, dafür zu sorgen, dass ein Vision lebendig bleibt, denn Visionen an sich haben keine besonders lange Haltbarkeitsdauer.
Es gibt keine Phase in der Entwicklung einer Organisation oder eines Unternehmes, in der eine Führungspersönlichkeit auf Autopilot schalten und dann einfach erwarten kann, dass die Organisation auch weiterhin von ihrer ursprünglichen Vision getrieben wird.
Alle Zitate aus „Von der Vision zur Wirklichkeit“ von Andy Stanley (2008 by Gerth Medien)
Für eine gesunde Entwicklung jedes Unternehmens ist das Vorhandensein einer Vision von grösster Bedeutung. Doch eine Vision nur auf Papier ist wertlos. Die Vision muss immer wieder neu hochgehalten werden, muss gelebt werden.
Und was für ein Unternehmen gilt, hat auch für das Leben an sich Gültigkeit. Ohne Vision, ohne Zielrichtung, stehen wir in Gefahr, dass das Leben an uns vorbei zieht.
Leben Sie mit Vision? Beruflich und privat.
„Sozialwerke und NPO’s sind im besten Fall ineffektiv, im schlimmsten Fall sind sie schädlich!“ (Harvard Strategy Professor Michael E. Porter)
Letztes Wochenende hatte ich zusammen mit meiner Frau Brigä anlässlich des EGW Jahresfestes die Möglichkeit, ein kreatives, interaktives und generationenübergreifendes Spiel mit 400-500 Teilnehmenden zu leiten. Unser Ziel war: Vom 1. Klässler bis zum Urgrosi alle zu motivieren, in ihrem Umfeld einen sozial-diakonischen Beitrag ihren Möglichkeiten, Leidenschaften und Interessen entsprechend zu leisten.
Werden die Impulse nachhaltig sein? Wir hoffen es natürlich!
Viel zu oft scheitern nämlich unsere edlen Absichten an der Umsetzung. In seinem interessanten Referat „Strategy and Leadership“ gab der Harvard Professor Michael E. Porter am Leadership Summit 2007 zu bedenken, dass viele Sozialwerke, Kirchen und andere NPO’s zwar gute Absichten hätten, in der strategischen Umsetzung jedoch völlig versagen. Ein Beispiel, das er erwähnte: „Wenn die Ausgabe einer einzigen Mahlzeit eine Obdachlosenorganisation 100 Dollar kostet, wäre es besser, den Obdachlosen Essensgutscheine für die umliegenden Restaurants zu verteilen.“
Mit einem anderen Beispiel zeigte der Referent eindrücklich auf, dass gute Absicht allein zu wenig ist: Gibt man HIV-Patienten Aids-Medikamente, kontrolliert aber die tägliche Einnahme nicht, werden diese Medikamente mit der Zeit nutzlos und es braucht viel teurere Medikamente. Die Abgabe von Medikamenten reicht also nicht. Fazit: Die beste Aidshilfe ist nicht nur Aidshilfe.
Einige Anregungen von Michael E. Porter:
- Etwas Gutes tun ist nicht schwer, aber effektiv Gutes tun, ist schwer.
- 2 grundsätzliche Fragen: Wem wollen wir dienen? Wie wollen wir dienen?
- Keine Einzelperson und keine Organisation kann alle Bedürfnisse stillen, selbst wenn wir das möchten.
- Wie können wir das Beste aus den uns anvertrauten Ressourcen erreichen? Wir sind verantwortlich dafür, was wir aus den uns anvertrauten Gütern machen.
- Nicht Armut bekämpfen, sondern Jobs, Einkommen, Wohlstand schaffen.
- Nicht gegen Negatives arbeiten, sondern Positives, Chancen erkennen und nutzen.
- Hilfe zur Selbsthilfe!
- Nicht alle Probleme lösen wollen, aber was man tut, ganzheitlich tun.
- Gefahr: Wo keine Ziele sind, ist alles okay! Zu viele verschiedene oder gar gegensätzliche Ziele lähmen uns!
- Positiv in unser Umfeld schauen und erkennen, was wir an Wirkung (Dienst mit Auswirkung) für unsere Umgebung schaffen können.
Wie fällt unser ehrliche Blick in den Spiegel aus? Sind wir gut im Gutes tun? Erzielen unsere zwar bemerkenswerten Aktivitäten auch wirklich die erwünschten Resultate?
Bau auf deine Stärken und halte deine Schwächen „in Schach“.
Marcus Buckingham
Eines der herausragenden Referate am Leadership Summit 2007 war der Vortrag von Marcus Buckingham mit dem Titel „Go Put Your Strengths to Work“. Auf der einen Seite ist Buckingham ein grossartiger und sympatischer Kommunikator, dem man einfach gerne zuhört, zudem vermittelt er andererseits eine wichtige Botschaft: Setz deine Stärken ein!
Was eigentlich simpel und selbstverständlich tönt, geschieht tragischerweise viel zu selten: Gemäss Studien fixiert sich die Mehrheit der Menschheit auf ihre Schwächen statt auf die Stärken und nur gerade 17 % der Arbeitnehmer können ihre Stärken am Arbeitsplatz voll einbringen.
Unsere Schwächen-orientierte Gesellschaft lebt nach dem Motto: „So lange ich nichts sage, bin ich mit deiner Arbeit zufrieden.“ Mit anderen Worten: Wir fixieren das Negative, suchen die Fehler. Und dadurch setzen wir dann all unsere Energie darauf, ja keinen Fehler zu begehen.
Doch was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken identifizieren, wenn wir erkennen, wo wir gut sind und was wir gerne tun? Und was könnte geschehen, wenn wir unsere Stärken nicht nur herausfänden, sondern diese auch in unserem (Arbeits-)Alltag einbringen würden?
Ein erster Schritt kann sein, dass wir lernen, über Stärken zu sprechen – die eigenen und die der anderen. Warum immer nur sagen, was nicht gut ist? Uns und unserem Umfeld wird es besser gehen, wenn wir einander ertappen, wenn uns etwas gut gelingt, und wir uns regelmässig in unseren Stärken ermutigen!
Kennen Sie Ihre Stärken und können Sie diese einbringen?
Hier noch einige Zitate von Marcus Buckingham:
„Menschen sind unser Kapital – wenn sie nach ihren Stärken arbeiten.“
„Um Erfolg zu lernen, studiere Erfolgreiche, nicht Versager.“
„Das Risiko, nicht auf deine Stärken zu setzen und Neues zu wagen, ist grösser, als etwas zu wagen.“
„Stärke ist nicht nur was wir gut können, sondern auch gerne tun!“
Sie wollen Ihre Stärken identifizieren? Wie wärs mit einem Leben in Balance-Coaching?
Ich brauche Orte und Leute, die mich inspirieren und motivieren. Im Alltag finde ich diese „Momente der Inspiration“ in einem guten Buch, dem Reflektieren und Tagebuchschreiben in der freien Natur (am Liebsten ausgerüstet mit einem feinen Capuccino am wunderschönen Bielersee) oder in inspirierenden Gesprächen mit „positiven“ Mitmenschen sowie einer interessanten Runde von Freunden bei einem guten Essen (deshalb laden wir zum Beispiel regelmässig zu einem sogenannten „Eat ’n‘ Meet“ Abend ein).
Doch von Zeit zu Zeit brauche ich auch aussergewöhnliche „Orte der Inspiration“. Ein solcher Ort ist für mich der Leadership Summit von Willow Creek in der Nähe von Chicago, USA. Was mich dort immer wieder inspiriert, ist der ansprechende Mix von lebendiger, zeitgemässer, offener und doch im Glauben fest verankerten Kirche, enorm hoher Qualität gepaart mit erfrischender und ansprechender Kreativität und natürlich von den Top-Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Unterhaltung und Kirche.
Letzte Woche war es wiedermal soweit: Zusammen mit meiner Frau inhalierte ich in Chicago Inspiration, Motivation und Fachwissen von Grössen wie Jimmy Carter, Richard Curtis (Drehbuchautor von Notting Hill), Colin Powell, Michael E. Porter (Professor an der Harvard Business School) und Marcus Buckingham.
Zum Leadership Summit fest dazu gehört Bill Hybels. Er hat den Summit lanciert und hat die Willow Creek Kirche vor über 30 Jahren gegründet.
Um Orte und Leute der Inspiration ging es auch in einem der Referate von Bill Hybels (Whatever You Do, Inspire Me!). Einige Gedanken aus diesem Vortrag:
- Als Führungskraft bin ich alleine für meine Inspiration und Motivation zuständig.
- Darum muss ich mich mit Leuten umgeben, die mich inspirieren und anspornen.
- Ich muss meine Mission (Berufung) sowie meine Stärken klar kennen.
- Im weiteren helfen uns Bücher, aussergwöhnlich inspirierende Leute und topmotivierende Events, unsere Energie- und Motivationslevel hoch zu halten.
- Auch so simple Dinge, wie „körperliche Disziplin“, „motivierende Arbeitsumgebung“, „guttuende Freizeitaktivitäten“ und den „persönlichen Glauben frisch halten“, gehören zur Selbstmotivation.
Wo sind Ihre Orte der Inspiration? Haben Sie Leute um sich, die Sie anfeuern und motivieren?
„Wenn eine Führungspersönlichkeit zwar die Instrumente der Organisation und Kontrolle beherrscht, aber persönlich unausgeglichen und unbeherrscht ist, kann sie in ihrem Unternehmen zwar kurzfristig Kosten einsparen, aber auf Dauer wird sie das Unternehmen mit ihrer Unreife infizieren und die Motivation der Mitarbeiter bremsen.“
Anselm Grün
Darum ist es so wichtig, ein Leben in Balance zu führen.