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Zeit für Sommertrüffel
Im Mai beginnt die Reifezeit des Sommertrüffels, den man im Piemont auch als Scorzone bezeichnet. Das geschmackvolle, gelblich braune bis hellbraune Fruchtfleisch verbirgt sich hinter einer dunklen, warzigen Außenhaut. Der Sommertrüffel duftet erdig und sein Geschmack ist weniger intensiv als der anderer Trüffelarten. Das ist jedoch kein Grund, dem Sommertrüffel in der feinen Küche keine Beachtung zu schenken. Denn da sein Aroma der Unreife wegen nicht so dominant ist, eignet er sich hervorragend für die Kombination mit anderen Delikatessen. In der Küche kommt er zumeist roh zur Verwendung. Um Speisen mit Sommertrüffel einen intensiveren Geschmack zu verleihen, kann man sie mit einigen Tropfen hochwertigem Trüffelöl verfeinern - dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass es sich um ein echtes Trüffelöl ohne Aromazusätze handelt. Den Pilz findet man in der Provence, in Spanien, Italien, Albanien, Ungarn und der Türkei. Bezüglich dem Klima und ihrer Umwelt sind Sommertrüffel weniger anspruchsvoll als andere Vertreter dieser Gattung - er kommt sogar in Süddeutschland und mitunter auch in England vor. Schattige Pinien- und Eichenwälder mit kalkhaltigem Boden sind seine bevorzugten Verbreitungsgebiete. In Europa ist der Sommertrüffel die am häufigsten vorkommende Trüffelart.