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Im Juni 1352 schlossen fünf eidgenössische Orte ein Bündnis mit den Räten und Burgern der habsburgischen Stadt Zug und allen, «die zuo dem selben amte Zug gehoerent». Zweifelhaft ist, ob damit auch Leute aus dem Ägerital gemeint waren oder ob diese erst im Verlaufe der Zeit ins Bündnis integriert wurden.
Die alten Herrschaften, die Habsburger
und das Kloster Einsiedeln
, blieben weiterhin präsent. Ihre Rechte wurden erst nach und nach abgelöst. Parallel dazu entwickelte sich die selbstständige, freie Gemeinde Ägeri, die zusammen mit der Gemeinde am Berg (Menzingen/Neuheim) und der Gemeinde Baar das so genannte Äussere Amt bildete, in dem sie eine gewisse Führungsrolle einnahm.
Der andere Teil, das Innere Amt, bestand aus der Stadt Zug und deren besonderen Vogteien. Beide Teile zusammen machten den eidgenössischen Stand Zug aus. Der stete Gegensatz zwischen Innerem und Äusserem Amt prägte die zugerische Geschichte bis ins 19. Jahrhundert.
Die Hauptaufgabe der Gemeinde war die Regelung der eigenen Angelegenheiten und die Wahrung des inneren Friedens. Am Ende des 15. Jahrhunderts baute die Gemeinde als Ausdruck ihrer Selbstständigkeit ein Rathaus.
Die Organisation der Allmendnutzung war Sache zweier besonderer Genossenschaften, der oberen und unteren Gemeinde. Sie bildeten die Kerne der 1798 entstandenen politischen Gemeinden Oberägeri und Unterägeri
. Bild:
Eidgenössischer Schiedsspruch im so genannten Zugerhandel von 1404, in dem die Stadt Zug und das Äussere Amt gewaltsam um Vorrechte und Gleichberechtigung stritten.