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Freunde
Compagnie de 1602
Die Zunft zu Wiedikon pflegt seit langen Jahren eine enge Freundschaft mit der Compagnie de 1602 aus Genf, welche jedes Jahr im Dezember die Gedenkfeier an die sogenannte „Escalade“ durchführt.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 versuchte Herzog Charles Emmanuel von Savoyen, die Stadt Genf in einem nächtlichen Überfall mit 2‘000 seiner besten Soldaten einzunehmen. Dabei kletterten die Angreifer mit Leitern über die Stadtmauern (frz. „escalader“, daher „Escalade“). Durch glückliche Fügung wurde der Angriff jedoch entdeckt, und die aus ihren Betten aufgeschreckten Genfer Bürger konnten ihn in mutigem Kampf abwehren. Für die Genfer ging es dabei nicht nur um die Unabhängigkeit ihrer Republik, sondern auch um die Beibehaltung ihrer reformierten Konfession, die von Calvin im Jahr 1536 eingeführt worden war und der man bei einer Eroberung durch das katholische Savoyen hätte abschwören müssen.
Die Compagnie de 1602 ist ein im Jahr 1926 gegründeter historischer Verein mit über 2‘500 Mitgliedern. Am feierlichen Umzug zum Gedenken an die Escalade nehmen über 800 Personen in historischen Kostümen, zu Fuss oder zu Pferd, teil. Während des ganzen Wochenendes der Escalade werden zudem in der Altstadt diverse Vorführungen und Attraktionen gezeigt und Köstlichkeiten aus dem Jahr 1602 feilgeboten.
Die Zunft zu Wiedikon und die Compagnie de 1602 besuchen sich regelmässig gegenseitig an der Escalade und am Sechseläuten, woraus nicht nur enge persönliche Freundschaften, sondern sogar eine genferisch-wiediker Familie hervorgegangen ist, deren Kinder genauso stolz an der Escalade wie am Sechseläuten mitmarschieren. Die Zunft zu Wiedikon und die Compagnie de 1602 leben so in idealer Weise den freundeidgenössischen Gedanken, über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
Ehrengesellschaft zum Greifen
Die Ehrengesellschaft zum Greifen wurde erstmals 1409 urkundlich erwähnt. Von allen drei Gesellschaften wird sie, historisch gesehen, als die frömmste bezeichnet, denn einst gehörten ihr Handwerksleute an, die für die Kleinbaslerklöster Klingental und St. Clara arbeiteten. Der Meister der Ehrengesellschaft zum Greifen ist jedes Jahr bei uns am Sechseläuten als Ehrengast eingeladen. Alle drei Jahre, nämlich dann wenn die Ehrengesellschaft zum Greifen den Vorsitz in den drei Ehrengesellschaften Kleinbasels inne hat, findet der Vogel Gryff immer am 27. Januar statt, sofern dieser nicht auf einen Sonntag fällt. An diesem Tag ist dann jeweilen auch unser Zunftmeister in Basel als Ehrengast eingeladen.
Göttizunft zur Schneidern
Die Zunft zur Schneidern ist unsere Göttizunft. Mitbegründer unserer Zunft war der damalige Pfarrherr der Bühlkirche, Pfarrer Meili. Er war damals Mitglied der Schafzunft (so hiess in jener Zeit die heutige Zunft zur Schneidern). Pfarrer Meili wurde später Zunftmeister der Zunft zur Schneidern. Bei unserer Zunftgründung wollte er in Wiedikon Zunftmeister werden. Wie wir wissen, wurde ihm aber Carl Gattiker vorgezogen.
Nachbarzunft Hard
Eine ganz spezielle Freundschaft pflegen wir mit unserer Nachbarzunft. Jedes Jahr haben wir ein gemeinsames Bott. Einmal sind wir im Zunfthaus der Zunft Hard, das andere Jahr bei uns im „Falken“. Dabei ist es der Stolz von beiden Zunftmeistern, wenn die Anzahl Teilnehmer seiner Zunft überwiegt.