Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/161681

<h2>SubmittedText<h2><p>Die BKW haben darüber informiert, dass wegen dem verschärften Bundesrecht 3500 Tonnen an schwach radioaktivem Material vom Abbruch des Kernkraftwerkes Mühleberg während dreissig bis hundert Jahren in einer Abklinglagerung zwischengelagert werden müssen, bevor es deponiert werden kann. Diese Kosten waren in der Kostenschätzung von 2011 nicht vorgesehen.</p><p>Kennt der Bundesrat den Ort dieser Abklinglagerung, die Sicherheitsmassnahmen und die Kosten der Abklinglagerung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei der Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg fallen laut Angaben der BKW AG voraussichtlich insgesamt 3500 Tonnen radioaktive Abfälle an.</p><p>Gemäss Kostenstudie 2011 zur Stilllegung der Kernkraftwerke sollen alle radioaktiven Abfälle, auch die sehr schwach radioaktiven, konditioniert werden und ins Tiefenlager gehen. Die Abklinglagerung wurde dabei aber noch nicht berücksichtigt. In der Kostenstudie des Jahres 2016 wird nun auch eine Abklinglagerung in die Berechnungen einfliessen.</p><p>Die BKW AG wird das Gesuch für das Stilllegungsverfahren betreffend Kernkraftwerk Mühleberg voraussichtlich Ende 2015 beim Bundesamt für Energie einreichen. In diesem Gesuch wird sich die BKW AG zur beabsichtigten Vorgehensweise der Stilllegung äussern müssen. Dazu gehört nach Artikel 45 der Kernenergieverordnung vom 10. Dezember 2004 beispielsweise die Darlegung der einzelnen Arbeitsschritte und der dafür benötigten Mittel. Die Unterlagen zum Stilllegungsprojekt müssen sich des Weiteren auch betreffend Vorgehen zur Trennung der radioaktiven von den nichtradioaktiven Abfällen und zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle äussern. Dazu gehört auch eine Aussage zum vorgesehenen Standort für die Abklinglagerung.</p>