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Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen von Gesundheitsfachpersonen.
Covid-19 - Krankheit und Symptome
SARS-CoV-2 ist ein neues Coronavirus. Das Virus wurde Ende 2019 in China aufgrund einer aussergewöhnlichen Häufung von Lungenentzündungen in der zentralchinesischen Stadt Wuhan entdeckt.
Die gegenwärtig verfügbaren Informationen lassen den Schluss zu, dass das Virus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde und sich nun von Mensch zu Mensch ausbreitet.
Für die Krankheit, die das Virus verursacht, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. Februar 2020 die Bezeichnung COVID-19 festgelegt.
- Bei engem und längerem Kontakt: Wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 1,5 Meter Abstand hält.
- Durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen.
- Über die Hände: Ansteckende Tröpfchen aus Husten, Niesen oder von kontaminierten Oberflächen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.
Das Virus wurde molekularbiologisch im Stuhl von erkrankten Personen nachgewiesen. Eine fäkale Übertragung ist daher theoretisch möglich, aber sie wurde noch nicht nachgewiesen.
Das neue Coronavirus kann sehr vielfältige Krankheitszeichen zeigen. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Die häufigsten Symptome sind:
- Symptome einer akuten Atemwegserkrankung (Halsschmerzen, Husten (meist trocken), Kurzatmigkeit, Brustschmerzen)
- Fieber
- Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
Zudem sind beim neuen Coronavirus folgende Symptome möglich:
- Kopfschmerzen
- Allgemeine Schwäche, Unwohlsein
- Muskelschmerzen
- Schnupfen
Magen-Darm-Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen)
- Hautausschläge (z. B. Pseudo-Frostbeulen, urtikarielle, vesikuläre oder morbilliforme Exantheme)
Bei älteren Personen gibt es zum Teil auch atypische Symptome wie plötzlich auftretende Verwirrung, eine schwere Müdigkeit oder ein sich plötzlich und scheinbar grundlos verschlechterndes klinisches Bild. Kinder haben häufig nur sehr leichte oder gar keine Symptome.
Vgl. ebenfalls die nächste Frage «Krankheitsverlauf: Welche Formen kommen vor»
1. Asymptomatischer Verlauf:
Gemäss bisherigen Erfahrungen zeigt über die Hälfte der Kinder und jungen Erkrankten überhaupt keine Symptome. Der Anteil ist bei älteren Personen niedriger.
2. Milder Verlauf:
Die meisten Erkrankten (80-90%) haben einen milden Krankheitsverlauf, insbesondere zuvor gesunde Menschen unter 65 Jahren. Es können grippeähnliche Symptome wie Husten (zu Beginn meist trocken), Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Schnupfen oder Fieber auftreten. Seltener sind Muskelschmerzen oder Magen-Darm-Symptome. Diese Symptome halten zwischen 3 und 20 Tagen an. Gewisse Symptome können auch länger persistieren, zum Beispiel die Anosmie.
3. Schwerer Verlauf:
Ein Teil der Erkrankten zeigt über einen Zeitraum von bis zu 10 Tagen eine milde Krankheit (s. oben). Im Verlauf kommt es zu Atemnot und einer Pneumonie. Eine Hospitalisierung ist erforderlich, oft Sauerstoff, teilweise Beatmung. Ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen haben weitaus häufiger einen schweren Verlauf. Prinzipiell kann ein schwerer Verlauf jedoch in jedem Alter auftreten. In der Regel ist der Krankheitsverlauf länger, und kann insgesamt zwei bis vier Wochen betragen.
4. Kritischer Verlauf:
Bei einem kleinen Teil der Personen mit schwerem Verlauf verschlimmern sich die Atemwegs-Symptome so, dass eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich wird. Die Person benötigt maschinelle Beatmung zur Unterstützung der Lungenfunktion. Daneben können verschiedene weitere Organe / Organsysteme versagen. Es besteht das Risiko für einen tödlichen Verlauf.
Bei den meisten viralen Atemwegsinfektionen wird angenommen, dass Erkrankte dann am ansteckendsten sind, wenn sie die stärksten Symptome aufweisen. Eine erkrankte Person kann bereits ein bis zwei Tage vor dem Beginn der Symptome ansteckend sein.
Ein erhöhtes Risiko schwerer Verläufe tritt auf bei Personen ab 65 Jahren, bei schwangeren Frauen und bei Erwachsenen, die folgende Vorerkrankungen aufweisen: :
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes
- Chronische Atemwegserkrankungen
- Krebs
- Erkrankungen / Therapien die das Immunsystem schwächen
- Adipositas Grad III (morbid, BMI ≥ 40 kg/m2)
Weitere Informationen finden sie im Dokument «Kategorien für besonders gefährdete Personen (PDF, 209 kB, 12.08.2020)»
Informationen und Stellungnahmen finden sich zudem auf den Webseiten einiger medizinischer Fachgesellschaften:
Chronische Atemwegserkrankungen:
http://www.pneumo.ch/de/newsleser/147.html
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
http://www.swisscardio.ch/public/home/deutsch.asp?l=de
https://www.swissheart.ch/nc/fr/actualite-evenements/actualites/news-detail-fr/news/coronavirus-informations-actuelles-pour-des-patients-cardiaques.html
Bluthochdruck
http://www.swisscardio.ch/public/home/deutsch.asp?l=de
Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen/Krebs
https://www.sgmo.ch/
https://www.krebsliga.ch/beratung-unterstuetzung/coronavirus-wir-sind-fuer-sie-da-in-dieser-krise-erst-recht/
Der neue Coronavirus ist mit seltenen Fällen eines Kawasaki-Syndrom ähnlichem Symptomen assoziiert. Das Syndrom wird PIMS (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) genannt.
Gemäss den bisherigen medizinischen Erkenntnissen und Erfahrungen gibt es bei Kindern im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion keine besonders gefährdeten Gruppen. Kinder mit Vorerkrankungen müssen sich weiterhin an die Schutzmassnahmen halten, die bereits vor dem Auftreten des neuen Coronavirus für ihre Krankheit gegolten haben.
Allgemeine Informationen zu Covid-19
Auf der Seite Neues Coronavirus: Regelungen in der Krankenversicherung finden Sie eine Zusammenstellung der verschiedenen Faktenblätter und Schreiben, die die Fragen rund um die Krankenversicherung in der aktuellen Situation beantworten.
Der Zugang der Bevölkerung zu Medikamenten ist sichergestellt. Hamsterkäufe können die Versorgung dennoch gefährden. Deshalb hat der Bundesrat für einige Medikamente eine Beschränkung der Abgabe verordnet. So wird den Kundinnen und Kunden pro Einkauf nur noch eine Packung abgegeben. Personen mit chronischen Erkrankungen können im Umfang der ärztlich verordneten Menge oder für eine Bedarfsdeckung von höchstens zwei Monaten Medikamente einkaufen.
Die Liste der betroffenen Medikamenten finden Sie in der «Verordnung über die Beschränkung der Abgabe von Arzneimitteln» (SR 531.215.33) vom 18. März 2020.
Verschiedene medizinische Journals haben auf ihren frei verfügbaren Webseiten sog. «Ressource Centres» eingerichtet. Hier eine Auswahl:
- The Lancet: www.thelancet.com/coronavirus
- British Medical Journal: www.bmj.com/coronavirus?int_source=wisepops&int_medium=wisepops&int_campaign=DAA_CoronaVirus_Jan24
- New England Journal of Medicine: https://www.nejm.org/coronavirus
- Annals of Internal Medicine: https://annals.org/aim/pages/coronavirus-content
- Update COVID: www.update-covid.ch
- UpToDate©: Frei verfügbare COVID-19 Seite
- Center for Infectious Disease Research and Policy: http://www.cidrap.umn.edu/infectious-disease-topics/covid-19
- European Centre for Disease Prevention and Control: https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china
Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat «technical guidelines» veröffentlicht, Z.B.:
Clinical management of severe acute respiratory infection when novel coronavirus (nCoV) infection is suspected
Umgang mit Erkrankten
Die Empfehlungen zum Umgang mit Personen mit Verdacht auf Covid-19 finden Sie unter «Empfehlungen zum Umgang mit Erkrankten und ihren Kontakten» sowie «Isolation und Quarantäne».
Es gibt bisher keine Anhaltspunkte für die Empfehlung einer spezifischen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Covid-19 im ambulanten Bereich. Verschiedene Medikamente oder Kombinationen von Medikamenten werden zurzeit weltweit getestet. Diese sind gemäss einer Analyse der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie derzeit nur unter bestimmten, vorher festgelegten Bedingungen für die Behandlung von stationären Patientinnen und Patienten indiziert. Details zu Remdesivir im stationären Bereich.
Die Richtlinien für hospitalisierte Patientinnen und Patienten sowie die aktuellsten Kenntnisse zu den viralen Behandlungsmöglichkeiten von Covid-19 finden Sie auf der Seite der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie SSI.
Basierend auf der heutigen Datenlage und in Anbetracht der eindeutigen und gut dokumentierten Senkung der Sterblichkeit bei Herzerkrankungen
- soll eine ACE-Hemmer oder Sartan-Therapie gerade auch bei SARS-Cov-2 positiven Patienten mit Herzinsuffizienz, Hypertonie oder frischem Herzinfarkt unbedingt weitergeführt bzw. gemäss bisherigen Guidelines etabliert werden.
- ist eine prophylaktische Umstellung von noch gesunden Patienten auf andere Substanzen nicht gerechtfertigt.
Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie sowie der Schweizerischen Hypertonie Gesellschaft zum Thema ACE-Hemmer/Angiotensin Rezeptor Blocker und SARS-CoV2, 9. März 2020: https://www.swisscardio.ch/DOCS_PUBLIC/SARS-CoV2BAG_Stellungnahme_09.03.2020.pdf
Bei einem sehr kleinen Teil der Betroffenen wird ein Wiederaufflammen der Symptome beobachtet. Die bisher publizierten Beobachtungen deuten darauf hin, dass es sich hierbei nicht um eine erneute Infektion handelt, und dass die Personen nicht ansteckend sind. Es ist zudem mittlerweile bekannt, dass die molekularbiologischen PCR-Test lange positiv bleiben können (bis zu drei Monaten) ohne dass dies mit einem Übertragungsrisiko einhergeht. Die Personen sollten daher weder zur Verlaufskontrolle getestet werden, noch isoliert werden, wenn die Symptome innert drei Monaten wieder auftreten. Wenn mehr als drei Monate seit der Initial-Infektion vergangen sind, sollte erneut getestet werden.
SARS-CoV-2-Tests und Isolationsmassnahmen
Die Kantone legen das Verfahren für die Abklärung für Personen mit Covid-19 kompatiblen Symptomen fest.
Im ambulanten Bereich wird ein einzelner Nasen-Rachen-Abstrich oder ein einzelner Mund-Rachen-Abstrich empfohlen. Halten Sie dabei alle notwendigen Vorsichtsmassnahmen ein: Tragen einer Schutzbrille, einer Hygienemaske, eines Schutzkittels und Handschuhen.
Einzelheiten zur Entnahme und zum Versand der Proben sind auf der Website des Nationalen Referenzzentrums für neu auftretende Virusinfektionen (NAVI) zu finden. Die Entnahmetechnik wird in einem Video demonstriert.
Weitere Informationen zur Diagnose finden Sie in den Empfehlungen zur Diagnose von COVID-19 (PDF, 263 kB, 03.08.2020).
Wir passen die Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien regelmässig der aktuellen Lage an. Bitte beachten Sie immer die Anweisungen im PDF-Dokument «Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien» auf der Seite «Meldeformulare».
Seit dem 24.06.2020 wird eine diagnostische Laboranalyse (PCR-Test) empfohlen bei:
- allen Personen mit COVID-19-kompatiblen Symptomen
- Personen, die eine Meldung eines Kontakts mit einem COVID-19-Fall durch die SwissCovid App erhalten haben und die asymptomatisch sind. Ein einziger Test sollte ab dem 5. Tag nach Kontakt erfolgen
Die eingegangene Meldung gibt das Datum des Kontakts an. Ein negativer PCR-Test schliesst eine Infektion nicht aus, aber ein positiver Test ermöglicht eine wirksamere Unterbrechung der Übertragungsketten. Der PCR-Test muss nicht wiederholt werden, wenn keine Symptome auftreten. Fällt der Test negativ aus, beachtet die betroffene Person weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln.
Alle Personen mit Covid-19-kompatiblen Symptomen sollten grundsätzlich getestet werden. Ausnahmen sind jedoch bei Kindern unter 12 Jahren möglich. Der Arzt oder die Ärztin kann abklären, ob das symptomatische Kind engen Kontakt mit einer erkrankten oder symptomatischen erwachsenen Person hatte, insbesondere im engen häuslichen Umfeld. Das Dokument «Testkriterien Kinder (PDF, 584 kB, 02.07.2020)» beschreibt, wie das Verfahren an den Kontext angepasst werden kann.
Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gelten die allgemeinen Vorgehensweisen und Testkriterien.
Nein, das BAG empfiehlt nicht, eine Person am Ende einer Isolationsphase infolge von Covid-19 oder Symptomen, die auf diese Krankheit hindeutenden, zu testen.
Es ist möglich, dass der PCR-Test (Nachweis der viralen RNA) einige Zeit nach dem Verschwinden der Symptome noch positiv ausfällt. Allerdings wird das Restrisiko einer Übertragung – nach ≥10 Tagen der Isolation und dem Abklingen der Symptome seit ≥48 Stunden – als sehr gering erachtet. Nach der Isolation wird der Person empfohlen, weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln zu befolgen, wie es der Rest der Bevölkerung tut.
Für Patientinnen und Patienten mit schweren Covid-19 Verläufen und solchen, die auf einer Intensivstation hospitalisiert waren, hat Swissnoso separate Empfehlungen zur Isolationsdauer publiziert.
In bestimmten Situationen kann es gerechtfertigt sein, asymptomatische oder präsymptomatische Kontaktpersonen zu testen:
Bei Personen, denen via SwissCovid App ein Kontakt mit einem COVID-19-Fall gemeldet wurde und die asymptomatisch sind, sollte ab dem 5. Tag nach dem Kontakt ein einmaliger Test durchgeführt werden. Ein PCR-Test weist das Virus bei einem grossen Teil der Infizierten ab dem 5. Tag nach. Ein negatives Testergebnis schliesst eine Infektion nicht aus: Die Person muss ihren Gesundheitszustand weiterhin überwachen und jeden unnötigen Kontakt vermeiden.
Kantonsärztinnen und Kantonsärzte können die Testung asymptomatischer Personen anordnen, wenn dies zur Untersuchung und Kontrolle eines Ausbruchs erforderlich ist. Fällt das Testergebnis positiv aus, ermöglicht diese Massnahme, allfällige enge Kontakte der getesteten Personen frühzeitig unter Quarantäne zu stellen. So werden die Übertragungsketten wirksamer unterbrochen. Ein negativer Test hat keinen Einfluss auf die Dauer der Quarantäne. Diese muss auch bei einem negativen Testergebnis fortgesetzt werden.
Manche Länder verlangen für die Einreise in ihr Staatsgebiet einen negativen Test: In diesem Fall darf der Arzt oder die Ärztin den Test nicht verweigern, muss aber auf dem Laborauftrag angeben, dass die Kosten vom Patienten oder von der Patientin zu tragen sind (vermerken Sie «Auftrag der getesteten Person» auf dem Laborauftrag).
Basierend auf den Informationen des Nationalen Referenzzentrums für neu auftretende virale Infektionen (NAVI) und Daten aus der Fachliteratur wird Folgendes festgehalten:
- Die Bildgebung (Röntgen oder CT Thorax) kann bereits vor einem PCR-Test Hinweise auf COVID-19 geben.
- Die Bildgebung hat eine höhere Sensitivität als der PCR-Test. Bei einer Person mit einer COVID-19-kompatiblen Röntgenaufnahme kann das PCR-Testergebnis auf SARS-CoV-2 aus einem Nasen-Rachenabstrich sogar 72 Stunden nach Symptombeginn negativ bleiben, während das PCR-Testergebnis aus einer bronchoalveolären Lavage möglicherweise positiv wäre.
Diese Personen müssen somit immer als Verdachtsfälle betrachtet und als solche behandelt werden (Isolation). Solange diagnostische Zweifel bestehen, sollten diese Personen nicht im gleichen Raum wie bestätigte COVID-19-Patienten behandelt werden. Wenn der klinische Zustand es zulässt, sollte eine Probe aus den unteren Atemwegen entnommen werden.
Eine Person mit negativem Testergebnis und Symptomen, die mit COVID-19 kompatibel sind, soll bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause bleiben (unabhängig davon, wieviel Zeit seit Symptombeginn vergangen ist), wie es zur Kontrolle der Ausbreitung anderer viraler Atemwegsinfektionen (z. B. Influenza) empfohlen wird.
Wenn die Person einen epidemiologischen Link mit der laborbestätigten Person hatte (gemäss der Definition eines engen Kontakts), handelt es sich um einen wahrscheinlichen Fall und die Person muss entsprechend isoliert werden.
Informationen zur Betreuung zu Hause finden sie unter «Isolation und Quarantäne».
Mit serologischen Tests lassen sich spezifische Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus (COVID-19-Erreger) im Blut nachweisen, was darauf hindeutet, dass die getestete Person infiziert wurde und als Reaktion darauf spezifische Antikörper entwickelt hat. Es ist noch nicht bekannt, ob es sich bei den nachgewiesenen Antikörpern um Marker einer schützenden Immunität handelt. Für Aussagen bezüglich individueller Fragestellungen und ausserhalb von Studien werden serologische Tests zum aktuellen Zeitpunkt nicht empfohlen.
Eine weitere Form des Nachweises von Antigenen bzw. Antikörpern findet in Form von Schnelltestverfahren statt, welche teilweise auch patientennah (POCT) durchgeführt werden. Diese Schnelltests sind noch nicht umfassend validiert und geprüft worden und sind zur Individualdiagnostik derzeit nicht geeignet. Grund hierfür ist die methodisch bedingte geringere analytische Sensitivität (Empfindlichkeit) und Spezifität (Genauigkeit). In Regionen mit niedrigen Fallzahlen sind bei der Verwendung dieser Tests sehr viele falsch positive Testresultate zu erwarten. Aktuell werden diese Tests nicht empfohlen.
Es ist wahrscheinlich, dass infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2 entwickelte Antikörper die betroffene Person vor einer Reinfektion schützen. Allerdings sind viele dieser Tests falsch positiv, insbesondere, wenn die Seroprävalenz in der Bevölkerung niedrig ist. Es ist weder die Dauer des Schutzes noch die zur Verhinderung einer Reinfektion erforderliche Höhe der Antikörpertiter bekannt. Daher ist wichtig, dass auch Personen bei einem positiven serologischen Testergebnis die Hygiene- und Verhaltensregeln weiterhin befolgen.
Die Aussagekraft dieser Methode ist nicht erwiesen. Die Fähigkeit eines Tests, eine Infektion nachzuweisen, hängt unter anderem von der Qualität der Probe ab. Daher sollte die Probenahme durch eine ausgebildete und erfahrene Person erfolgen.
Es ist nicht ratsam, die Probe vom Patienten oder von der Patientin selbst zu Hause entnehmen zu lassen.
Personen, mit COVID-19 kompatiblen Symptomen, sollten den Coronavirus-Check auf der BAG-Website machen oder einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Der Arzt oder die Ärztin kann beurteilen, ob ein diagnostischer Test indiziert ist und wo er durchgeführt werden kann (z.B. Arztpraxis, Spital, Drive-in usw.).
Ja. Covid-19 Fälle unterliegen der Meldepflicht. Der/ Die behandelnde Arzt/Ärztin muss bei alle wahrscheinlichen und sicheren Fällen eine klinische Meldung machen. Eine Labormeldung ist bei PCR-positiven Fällen erforderlich. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter «labordiagnostische Abklärung (Testung) und klinische Meldung» auf der Seite «Umgang mit erkrankten Personen».
Umgang mit Kontaktpersonen
Die Definition eines engen Kontaktes finden Sie unter «Definition Kontaktpersonen».
Die Definition finden Sie unter «Definition Kontaktpersonen».
Die Definition eines engen Kontaktes finden Sie unter «Definition Kontaktpersonen» .
Personen, mit denen die erkrankte Person engen Kontakt hatte, müssen sich in Quarantäne begeben. Diese Personen werden von der zuständigen kantonalen Stelle kontaktiert und über das weitere Vorgehen informiert.
Personen, welche die Kriterien für einen engen Kontakt nicht erfüllen, haben ein geringes Infektionsrisiko. Dennoch ist es möglich, dass eine betroffene Person in den nächsten Tagen unwissentlich ansteckend ist. Sie muss sich daher strikt an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten.
Wenn Symptome der Krankheit auftreten, kann die betroffene Person den Coronavirus-Check machen oder Sie anrufen, damit die Indikation für einen Test beurteilt werden kann.
Sie finden alle Informationen zur SwissCovid App auf unserer Website.
Die benachrichtigen Personen können die in der App genannte Infoline anrufen und die weiteren Schritte abklären: sie sollten während 10 Tagen unnötige Kontakten vermeiden, die Hygiene- und die Verhaltensregeln strikt einhalten und sich ab den 5. Tag nach Kontakt einmalig testen lassen. Ein Test bei prä- oder asymptomatischen, durch die App benachrichtigen Personen ermöglicht es, die Übertragungsketten effizienter zu unterbrechen. Hat eine benachrichtigte Person bereits Krankheitssymptome, sollte sie zu Hause bleiben, den Kontakt zu anderen meiden, den Coronavirus-Check machen oder sich an ihre Ärztin/ihren Arzt wenden, um sich testen zu lassen.
Die App kann nicht erkennen, ob die Personen, die in engen Kontakt gekommen sind, Schutzmassnahmen ergriffen haben (z.B. Tragen von Hygienemasken, Trennwand). Die Kriterien, ob eine Quarantäne gerechtfertigt wäre, können mit der App allein deshalb nicht beurteilt werden.
Spezifische Empfehlungen und Richtlinien
Nein, die Pneumokokkenimpfung kann einen schweren Verlauf von COVID-19 nicht verhindern. Ein solcher Verlauf entwickelt sich nicht aufgrund von bakteriellen Sekundärinfektionen durch Pneumokokken, sondern im Rahmen der durch das Virus SARS-CoV-2 verursachten pulmonalen und systemischen Entzündungsreaktionen.
Derzeit ist die Verfügbarkeit des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs nicht vollständig gewährleistet. Aus diesem Grund haben die EKIF und das BAG vorübergehende Ersatzempfehlungen für den Einsatz des Impfstoffs Prevenar 13® veröffentlicht.
Solange eine eingeschränkte Verfügbarkeit besteht, wird die Pneumokokkenimpfung mit erster Priorität allen Säuglinge im Alter von 2, 4 und 12 Monaten und mit zweiter Priorität den aufgrund von prädisponierenden Grundkrankheiten definierten Risikogruppen für eine invasive Pneumokokkeninfektion empfohlen, gemäss dem Schweizerischen Impfplan 2020 (PDF, 1 MB, 03.02.2020).
Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) gehen in den nächsten Wochen von einem grossen Zustrom an infizierten Patientinnen und Patienten aus, die auf eine intensivmedizinische Behandlung angewiesen sein werden. Dies stellt eine ausserordentliche Herausforderung für die Schweizer Intensivstationen dar.
Es ist daher wichtig, dass sich alle besonders gefährdeten Personen Gedanken dazu machen, ob sie im Falle einer schweren Erkrankung künstlich beatmet und intensivmedizinisch behandelt werden möchten oder nicht. Bei dieser Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema der Patientenverfügung kommt den Gesundheitsfachpersonen eine entscheidende Rolle zu. Die SGI ruft alle Gesundheitsfachpersonen dazu auf, gefährdeten Personen in ihrer Behandlung die aktive Unterstützung beim Ausfüllen einer Patientenverfügung anzubieten. Personen, die bereits eine Patientenverfügung ausgefüllt haben, sollten diese auf ihre Aktualität prüfen.
Viele hochbetagte Menschen und Erwachsene mit chronischen oder schweren Krankheiten wünschen nicht mehr alle lebensverlängernden Massnahmen. Es ist deshalb wichtig, vorausschauend das Vorgehen und die Behandlungsziele bei einer schweren Lungenentzündung – wenn möglich zusammen mit den Angehörigen – zu besprechen. Wenn jemand nicht intubiert und/oder allenfalls auch nicht mehr hospitalisiert werden möchte, ist es hilfreich, dies in einer Patientenverfügung explizit festzuhalten.
Bei betagten und/oder schwerkranken erwachsenen Personen, die keine intensivmedizinische Behandlung wünschen, ist eine gute palliative Behandlung und Betreuung sicherzustellen – sei es im Spital, zu Hause oder im Pflegeheim. Mit angemessenen palliativmedizinischen Massnahmen können belastende Symptome gelindert werden. Eine frühzeitige Aufklärung über die Möglichkeiten der Palliative Care hilft, Ängste zu reduzieren.
Die Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) hat praxisbezogene Empfehlungen zur vorausschauenden Planung und palliativmedizinischen Massnahmen zu Hause durch die Spitex verfasst: https://www.samw.ch/dam/jcr:e61aba64-f3a6-472c-96a0-46d98b07c926/empfehlungen_fgpg_palliative_care_20200322.pdf
Die Fachgesellschaft palliative ch hat Merkblätter zur vorausschauenden Besprechung von Behandlungszielen und zu den palliativmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten im Spital, zu Hause und im Pflegeheim veröffentlicht: https://www.palliative.ch/de/fachbereich/task-forces/fokus-corona/
Die FMH hat auf ihrer Website eine herunterladbare Vorlage für eine Patientenverfügung publiziert. https://www.fmh.ch/dienstleistungen/recht/patientenverfuegung.cfm
Folgende Institutionen bieten Beratungen an
Schweizerisches Rotes Kreuz:
https://vorsorge.redcross.ch/patientenverfuegung/
Schwangere, Neugeborene und Migrationsbevölkerung
Aufgrund der aktuell vorliegenden Erkenntnisse ist das BAG in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) zum Schluss gekommen, dass schwangere Frauen zu den besonders gefährdeten Personen gehören.
Ausschlaggebend für diesen Entscheid sind Hinweise neuerer Studien, dass schwangeren Frauen bei einer Erkrankung an Covid-19 im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen im gleichen Alter ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben könnten. Gemäss Studien stehen schwerere Krankheitsverläufe häufig im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren wie Übergewicht, höheres Alter und Komorbiditäten. Die Studien geben für schwangere Frauen ein bis zu 5-fach erhöhtes Risiko für eine Hospitalisation und eine Betreuung auf der Intensivstation an. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann einen negativen Einfluss auf die schwangere Frau, die Schwangerschaft sowie auf das ungeborene Kind haben. Nach wie vor gibt es viele offene Fragen, insbesondere liegen bisher wenig Daten zu den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft vor.
Gemäss Art. 35 Abs. 1 des Arbeitsgesetzes darf eine Schwangere nur dann beschäftigt werden, wenn keine Gefährdung für Mutter und Kind aus der Arbeit im Betrieb oder Betriebsteil hervorgeht. Diese Beurteilung der Gefährdung muss durch den Arbeitgeber erfolgen.
Es müssen Massnahmen ergriffen werden, um einen bestmöglichen Schutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Ist dies nicht möglich, sind Alternativen anzubieten (je nach Situation: andere Aufgabe, separierter Arbeitsplatz, Home office). Falls auch dies nicht möglich ist, kann die Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Weitere Informationen finden Sie unter SECO: FAQ Mutterschutz.
Für schwangere Frauen ist es sehr wichtig, dass sie sich an die Schutzregeln für besonders gefährdete Personen halten(siehe Website «Neues Coronavirus: So schützen wir uns»). Auf diese Regeln sollte möglichst oft hingewiesen werden.
Treten Symptome auf, die auf Covid-19 hindeuten, wird wie bei allen symptomatischen Personen eine labordiagnostische Abklärung empfohlen (vgl. die Kriterien des Bundes zur Probenahme).
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe veröffentlicht zudem regelmässig Fachinformationen.
Der Schweizerische Verband für Hebammen veröffentlicht ebenfalls Informationen rund um das Thema Covid-19 Erkrankungen.
Im Spital müssen Mütter und ihre Neugeborenen gemäss den Empfehlungen (PDF) von Swissnoso, der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie betreut werden.
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe veröffentlicht zudem regelmässig Fachinformationen.
Der Schweizerische Verband für Hebammen veröffentlicht ebenfalls Informationen rund um das Thema COVID-19 Erkrankungen.
Ermitteln Sie, um welche Sprache es sich handelt. Bei Unklarheit kann Sie dabei die Spracherkennungstabelle unterstützen (siehe untenstehenden Link). Kontaktieren Sie via regionale Vermittlungsstelle einen Telefondolmetschdienst. Es gibt in der Schweiz sprachregionale Angebote für das Telefondolmetschen (Ausgangssprachen: Deutsch, Französisch oder Italienisch). Telefondolmetschdienste ermöglichen eine Konferenzschaltung, bei der mehrere Teilnehmende zusammen kommunizieren können. Telefondolmetschen ist bei Patienten/innen mit COVID-19 absolut nötig, um Ansteckungen zu vermeiden, da die Angehörigen nicht zum Dolmetschen mitkommen müssen.
Angebote zum Telefondolmetschen:
https://www.inter-pret.ch/de/angebote/regionale-vermittlungsstellen-44.html
Auf der Webseite des BAG sind Informationen in zahlreichen Sprachen der Migrationsbevölkerung aufgeschaltet. Diese können als PDF heruntergeladen oder ausgedruckt werden: Downloads in verschiedenen Sprachen.
Um die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern, ist es sehr wichtig, dass alle Personen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus – eine adäquate Behandlung erhalten und die Schutzmassnahmen verstehen. Auch Sans-Papiers, die keine Krankenversicherung haben, haben das Recht auf Notfallbehandlung. Sie haben ebenfalls das Recht, dass ihre persönlichen Daten nicht an andere (auch nicht an die Polizei oder an Migrationsämter) weitergegeben werden. Die Weitergabe von Daten bzw. die Verletzung der Schweigepflicht kann Strafmassnahmen zur Folge haben.
Wenn Sie Sans-Papiers behandeln, machen Sie diese darauf aufmerksam, dass Sie und das behandelnde Personal (inkl. Dolmetschende) das Arztgeheimnis wahren werden. Falls die Sans-Papiers über keine Krankenversicherung verfügen, nehmen Sie Kontakt mit der Anlaufstelle für Sans-Papiers in Ihrem Kanton auf.
Beratungsstellen für Sans-Papiers in der Schweiz
http://www.sans-papiers.ch/index.php?id=92
Nationale Plattform Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers
http://www.sante-sans-papiers.ch/DE/das-recht-auf-gesundheit.html
Auf dieser nationalen Plattform finden Sie auch das Dokument: Corona: Was tun mit oder ohne Krankenkasse? (Informationen in Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch und Englisch)
http://www.sans-papiers.ch/fileadmin/user_upload/Corona-Information_was_tun_mit_oder_ohne_KK_versch._Sprachen.pdf
Schutzmassnahmen
Wurde während der gesamten Zeit des Kontakts zu einem bestätigten Fall oder zu einer an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankten Person adäquate Schutzausrüstung getragen, können die Personen normal weiterarbeiten.
War der Kontakt ungeschützt und eng, müssen Massnahmen getroffen werden. Ungeschützt und eng bedeutet:
- Pflege oder medizinische Untersuchung oder Berufstätigkeit mit Körperkontakt (unter 1,5 Metern), ohne Verwendung geeigneter Schutzausrüstung7
- Direkter Kontakt mit Atemwegssekreten, Körperflüssigkeiten ohne verwendete Schutzausrüstung
Diese Personen werden durch die zuständige kantonale Stelle unter Quarantäne gestellt.
Im Falle von Personalmangel können die Mitarbeitenden in Absprache mit ihrem Arbeitgebenden weiterarbeiten, solange sie keine Symptome haben. Bei engem Kontakt (weniger als 1,5 Meter) zu betreuten Personen oder Arbeitskollegen/Arbeitskolleginnen tragen sie eine Hygienemaske und achten auf eine einwandfreie Handhygiene. In den 14 Tagen nach dem ungeschützten Kontakt muss die exponierte Person aktiv beobachten, ob Symptome wie Fieber und/oder einer akuten Atemwegsinfektion auftreten. Im privaten Rahmen soll sie während dieses Zeitraums Kontakte (weniger als 1,5 Meter) mit anderen Personen vermeiden und die Hygieneregeln strikt einhalten. Wenn Symptome auftreten, muss die Person aufhören zu arbeiten, zuhause bleiben (Anweisung Isolation (PDF, 179 kB, 26.06.2020)), ihren Arbeitgebenden benachrichtigen und telefonisch Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt aufnehmen, um über die erforderlichen Massnahmen zu entscheiden.
Für die Akutspitäler gelten die Empfehlungen von Swissnoso.
Das BAG empfiehlt es nicht, dass kranke Personen arbeiten gehen. Es ist sehr wichtig, dass das Gesundheitspersonal keine anderen, besonders gefährdeten Personen oder ihre Arbeitskolleginnen/ Arbeitskollegen ansteckt.
Swissnoso hat eine Empfehlung für Akutspitäler veröffentlicht. Diese ist für den Fall, dass einzelne Abteilungen oder Stationen mit einem relevanten Personalmangel konfrontiert sind, so dass eine adäquate Versorgung der Patienten nicht gewährleistet und ihre Sicherheit gefährdet ist. (www.swissnoso.ch/forschung-entwicklung/aktuelle-ereignisse)
Diese Empfehlung ist eine ultima ratio für die ausserordentliche Lage aufgrund von COVID-19 und sollte nicht angewendet werden, solange die Versorgung und Sicherheit der Patienten anders gewährleistet werden kann.
Die FMH hat ein Schutzkonzept für Arztpraxen und den ambulanten Sektor erarbeitet, das die Details der Praxisöffnung erläutert.
Die SSO hat ein Schutzkonzept für Zahnarztpraxen erarbeitet, das die Details der Praxisöffnung erläutert.
Containment-Phase
Um die Epidemie unter Kontrolle zu behalten, muss möglichst jede einzelne Neuinfektion zurückverfolgt werden. Wo hat sich die Person in den letzten Tagen aufgehalten als sie ansteckend war? Mit wem hatte sie engen Kontakt? Wen könnte sie allenfalls angesteckt haben?
Das Zurückverfolgen der Infektionsketten mit gezieltem Contact Tracing ist zentral, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen und ein Wiederaufflackern der Epidemie langfristig zu verhindern.
Während der intensiven Phase der Epidemie wurde mit strikten Hygiene- und Distanzempfehlungen und strengen Massnahmen wie der Schliessung von Schulen und Geschäften eine grössere Ausbreitung verhindert und besonders gefährdete Personen geschützt. Die Tests fokussierten auf Personen mit schweren Symptomen oder Risikogruppen, bei denen der labordiagnostische Befund entscheidend für die weitere Behandlung war
Mit dem Abflauen der epidemischen Welle sinkt die Zahl der Neuinfektionen. Die Massnahmen zum Schutz vor dem Virus werden schrittweise gelockert. Jetzt muss verhindert werden, dass die Ansteckungszahlen wieder steigen. Um möglichst jede Neuinfektion rasch zu erkennen, werden alle Personen mit Symptomen getestet.
Kantonsärztinnen und Kantonsärzte können die Testung asymptomatischer Personen anordnen, wenn dies zur Untersuchung und Kontrolle eines Ausbruchs erforderlich ist. Fällt das Testergebnis positiv aus, ermöglicht diese Massnahme, allfällige enge Kontakte der getesteten Personen frühzeitig unter Quarantäne zu stellen. So werden die Übertragungsketten wirksamer unterbrochen. Ein negativer PCR-Test hat keinen Einfluss auf die Dauer der Quarantäne. Diese muss auch bei negativem Testergebnis fortgesetzt werden.
Das konsequente Nachverfolgen jedes einzelnen Falls ist sehr aufwändig. Die verantwortlichen Stellen von Bund und Kantonen gehen davon aus, dass ein konsequentes Nachverfolgen möglich ist, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro Tag schweizweit unter rund 100 Fällen liegt. Man rechnet pro infizierte Person mit bis zu 20 Kontakten, die einzeln benachrichtigt werden müssen. Die Kantone sind zuständig für das Contact Tracing und können dazu unterstützendes Personal beiziehen.
Letzte Änderung 12.08.2020