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Mujinga Kambundji, was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht verändern?
Ich nehme manchmal das Auto für Strecken, die ich gut mit dem ÖV machen könnte. Und zu Hause fahre ich Lift, weil ich keine Lust habe zu laufen. Obwohl ich nur im dritten Stock wohne.
Was wären Sie für eine Frucht?
Eine Mango. Die ist exotisch, süss und mag es warm.
Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Ich hätte schon weniger Stress, wenn meine Ausbildung wegfallen würde. Aber ich bin froh, dass ich neben dem Sport noch etwas habe. Und das Training könnte und wollte ich nicht reduzieren.
Ich wollte immer fernsehen, aber wir durften nicht so oft.
Wie hätte Ihr Vorname als Bub gelautet?
Kamanga wäre der Name für mich und meine drei Schwestern gewesen. Was er heisst, weiss ich nicht. Mujinga hingegen hat eine Bedeutung: Im Kongo nennt man Kinder, die mit der Nabelschnur um den Hals geboren werden, so. Bei mir war aber nicht das der Grund, sondern dass die Frau meines Onkels Mujinga hiess.
Als Sie Kind waren: Was haben Ihnen Ihre Eltern da immer gesagt?
Vielleicht «Stell den Fernseher ab!»? Ich wollte immer fernsehen, aber wir durften nicht so oft.
Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes verschenkt?
Ich weiss nicht mal, wann ich zuletzt überhaupt etwas gebastelt habe! Dafür etwas Selbstgemachtes: Das waren gebrannte Mandeln, die ich meinem Onkel, meiner Gotte und meinem Grosi an Weihnachten geschenkt habe.
Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Ich liebe grosse Städte wie New York, dort war ich schon mehrmals. Aber auch Strand mag ich sehr gerne … Ich würde New York in die Karibik stellen. Dazu die wunderschöne Altstadt von Bern.
Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Irgendwie schon. Ich esse oft aus Prinzip auf, auch wenn ich keinen Hunger mehr habe.
Was für ein Hintergrundbild zeigt Ihr Computer?
Ein Handybild der Great Ocean Road in Australien. 2011 war ich nach der Matur zwei Monate lang dort. Auf dem Handy ist ein Bild meiner Schwester, auf dem sie etwas schräg dreinschaut und das sie selbst dort installiert hat.
Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Ein Lied, das einen wehmütig und glücklich zugleich macht. Wie jene Lieder, die man in den Ferien gehört hat und die einem dann wieder Wärme spenden, wenn es zu Hause kalt ist und regnet.
Ich bin sehr flexibel, unkompliziert, mich schnell anpassen kann.
Haben Sie ein Tattoo?
Ja, eine kleine Schleife am Oberschenkel.
Die beste Idee Ihres Lebens?
Nach der Matur zu reisen. Es hat gutgetan, mal etwas anderes zu tun und zu sehen, auch wenn ich zwei Monate lang nicht trainiert und ziemlich viel gegessen habe.
Welche Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben?
Dass ich sehr flexibel bin, unkompliziert, mich schnell anpassen kann.
Und was nicht?
Dass ich mir manchmal Sachen vornehme und dann das Gegenteil tue. Etwa will ich früh schlafen gehen und schaue dann noch lange fern.
Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er Sie erschaffen?
Ich würde gerne singen können – mit der Stimme von Beyoncé.
Welche Filme haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Vielleicht nicht massiv, aber ich habe früher eine Serie geschaut, «The Tribe». Die handelt von einem Virus, das alle Erwachsenen tötete, nur die Jugendlichen überlebten. Sie spielt in Neuseeland, also wollte ich unbedingt dorthin. Auf meiner Australien-Reise hatte ich dann noch etwas Zeit übrig und flog tatsächlich rüber – nur wegen dieser Serie.
Welche Pille sollte erfunden werden?
Eine, dank der man nicht schlafen muss oder gar nicht müde wird.
Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Dass ich auch mal an mich denken soll. Ich tendiere dazu zu sagen: Das kann ich nicht machen, sonst ist es blöd für diese oder jene Person. Zum Beispiel hatte ich meinem Trainer gegenüber ein schlechtes Gewissen, als ich fürs Training nach Mannheim wechselte. Aber meine Mutter oder meine Freundinnen sagen dann: Schau für dich, das wird sich alles ergeben.
Welchen Spitznamen hatten Sie als Kind?
Muji. Damals endeten bei uns alle Spitznamen mit i. Mujä gabs auch, der ist sogar noch ein wenig geblieben.