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Solidar Suisse wurde 1936 unter dem Namen Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB und der Sozialdemokratischen Partei Schweiz (SPS) gegründet. Das Ziel war, ArbeiterInnen zu unterstützen, die von der grossen Wirtschaftskrise ab 1929 betroffen waren. Zudem wurde im spanischen Bürgerkrieg humanitäre Hilfe geleistet. Neben dieser reichen Geschichte, kann Solidar Suisse auch auf vielseitige Hilfeleistungen und Erfolge in der jüngeren Vergangenheit zurückblicken.
In der Schweiz war das SAH nach dem Krieg in der Flüchtlingshilfe aktiv. Mit dem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren übernahm das SAH eine Pionierrolle bei der Entwicklung von Erwerbslosen-Programmen. Im Ausland engagierte sich das Schweizerische Arbeiterhilfswerk seit 1949 – als eines der ersten Schweizer Hilfswerke – in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. So wurden die algerischen Flüchtlinge in Marokko (1957) unterstützt, ein Handwerkszentrum in Senegal gegründet (1967) oder den Opfern des dritten indisch-pakistanischen Krieges geholfen (1971), um nur einige Beispiele zu erwähnen.
Vom SAH zu Solidar Suisse
2005 wurde das SAH organisatorisch aufgeteilt: In zehn eigenständige SAH-Regionalvereine, die in der Schweiz mit Erwerbslosen-Programmen aktiv sind, und die ehemalige SAH-Auslandabteilung, die als unabhängige Organisation die Auslandarbeit weiterführte. Bis 2011 geschah dies noch unter dem alten Namen „Schweizerisches Arbeiterhilfswerk“.
2011 wurde die Organisation umbenannt zu „Solidar Suisse“. Der Name ist Programm: Solidar setzt sich für Solidarität ein, für faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit. Zudem fördert Solidar Suisse die demokratische Beteiligung und leistet Not- und Wiederaufbauhilfe nach Katastrophen in benachteiligten Regionen. Mit Kampagnen sensibilisiert Solidar Suisse die Schweizer Bevölkerung für die globalen Zusammenhänge von Armut, fairer Arbeit und Konsumverhalten.