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Die ökologischen Probleme unserer Zeit zeigen, dass die profitabelsten Produktionsmethoden oft nicht die umweltfreundlichsten sind. Um dieser Tatsache zu begegnen, hat die EU den Emissionshandel eingeführt. Die Idee besteht im wesentlichen darin, das Recht auf CO2-Ausstoss zu einer begrenzten Ressource zu machen. Der freie Markt würde das Übrige tun.
Selbstverständlich sollten die Unternehmen in der EU dadurch keinen Wettbewerbsnachteil haben. Deshalb bekommen alle Unternehmen, die mehr als 10% ihrer Einnahmen mit Exporten ausserhalb der EU machen, genau so viele Emissionszertifikate ausgestellt wie sie benötigen. Das betrifft 95% der Unternehmen. Falls sie trotzdem mal weniger CO2 erzeugen, können sie die überschüssigen Zertifikate für einen Extraprofit verkaufen.
Ein Unternehmen kann zusätzliche Emissionsrechte erwerben, indem es Klimaschutzprojekte in Ländern ausserhalb der EU unterstützt. Das hat einige Firmen dazu veranlasst, mehr Abfallprodukte zu produzieren, um diese dann im Anschluss wieder vernichten zu können. Dafür erhalten sie Emissionszertifikate, die dann in der EU profitabel weiterverkauft werden können. Anstatt die Emissionen zu senken, werden sie somit gesteigert.
Das Überangebot an Emissionszertifikaten hat dazu geführt, dass deren Preise zeitweise unter 4€ pro Tonne CO2 gesunken sind. Wenn man zu wenige davon hat, ist es daher meist viel günstiger Emissionszertifikate zu kaufen, als die Produktion umweltfreundlicher zu gestalten.
Der Kapitalismus lässt sich nicht regulieren und es kann genauso wenig einen ökologischen Kapitalismus geben, wie we einen sozialen Kapitalismus geben könnte. Die einzige Lösung ist eine demokratisch geplante Wirtschaft.