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Außerdem ist den germanischen
Sprachen unter vielem andern gemeinsam die
Bildung einer schwachen und starken Adjektivform.
Wenn wir nun danach annehmen müssen, daß in sehr früher Zeit die germanischen
Sprachen ein einheitliches Ganze darstellten,
so treten sie in der ältesten uns überlieferten Gestalt doch schon in die
oben angegebenen
Mundarten
gespalten auf, deren Verschiedenheiten im
Lauf der Zeit immer größer werden.
Grammatisch behandelt wurden die germanischen
Sprachen zuerst vollständig und im Zusammenhang von J.
Grimm (»Deutsche
Grammatik«, 4 Bde.,
Götting. 1819-37 u. öfter).
eine Eigentümlichkeit der deutschen
Sprache im
Ausdruck, in der Wortstellung oder Wortfügung, namentlich
wenn dieselbe auf fehlerhafte
Weise in einer fremden
Sprache zum Vorschein kommt, wie im mittelalterlichen
Latein.
in neuerer Zeit aufgekommene Bezeichnung für diejenigen
Gelehrten, welche deutsche
Sprach- und Altertumswissenschaft als Fachstudium betreiben, im
Gegensatz zu den
Romanisten, welche sich mit den romanischen
Sprachen (s. d.) beschäftigen. Aus der neuerwachenden
Liebe zu jenem
Studium gingen die Germanistenversammlungen hervor, deren
erste zu
Frankfurt
[* 15] a. M. gehalten ward, die aber bereits 1848 infolge der Zeitverhältnisse
wieder eingingen.
Später hat sich auf den
Philologenversammlungen (s. d.) eine germanische, jetzt germanisch-romanische
Sektion gebildet. Auch versteht man unter Germanisten solche
Juristen, welche ihre
Studien vornehmlich dem deutschen
Recht widmen, während
die
Romanisten das römische bevorzugen.
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