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Atelierturm
Biel-Bienne
In einem Quartier wo früher Kleinindustrie ansässig war, quasi im Hinterhof der ehemaligen Pianofabrik von Burger und Jacobi entstanden im frühen 20. Jahrhundert kleine Ateliers und Wohnateliers, welche Zifferblätter für die Uhrenindustrie herstellten. Zwischen zwei dieser Atelierbauten gab es eine Lücke, in welcher eine Garage stand – Platz genung für einen weiteren Atelierbau. Ein Bildhaueratelier mit Büro sollte es sein, skulptural und roh, so die Anforderung der Bauherrschaft, ein Künstlerpaar.
Dass die Baulücke potential für mehr bereit hielt, war bald klar. So entstand ein Turm, schmal und hoch, mit grossen Fenstern, Massstabslos in seinem Umfeld, analog einem Silo in einem Fabrikareal, aus rostigem Stahlblech um dieses Bild zu unterstreichen.
Es wurden vier Ateliers gebaut, eines mit Galerie, die anderen erweiterbar zu Wohnateliers. Als Dach eine gemeinsame Terrasse, welche neben eine grossartigen Blick auf die Stadt auch ein Bad und eine Aussenküche bietet.
Eine Aussentreppe mit übergrossen Podesten erschliesst alle Geschosse des Atelierturms und ist gleichzeitig Aussenraum und Begegnungsort für die unterschiedlichen Nutzer.
Realisiert wurde schliesslich ein Holzelementbau, Innen roh und aussen mit einem Corten-Stahl-Wellblech verkleidet. Auf der Nordseite wurden eigens entwickelte Schiebefenster eingebaut, welche hinter dem Fassadenblech verschwinden können. Diese sind soweit reduziert, dass am Schluss nur noch eine schiebbare Glasscheibe bleibt. Dadurch konnte das Fenster ganz aussen in dünne abstrakte Aussenhaut eingebaut werden, was den abstrakten Charakter des Objektes unterstützt.
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