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Die Kirche von Payerne zählt zu den schönsten romanischen Bauwerken in der Schweiz!
Im 10. Jahrhundert gründet Königin Bertha, die Witwe König Rudolf II von Hochburgund ein Kloster in Payerne. Um 960 wird an der Stelle einer römischen Villa eine erste dreischiffige Kirche gebaut und dem Kloster Cluny unterstellt. Königin Berthas Tochter Adelheid, die zweite Frau von Otto dem Grossen, kommt 999 zum Beten an das Grab ihrer Mutter. Ihre grosszügigen Schenkungen ermöglichen einen Neubau der über 50 Jahre dauert und der heute mehr als 1000 Jahre später immer noch ohne grosse Veränderungen vorhanden ist.
Mit der Eroberung der Waadt im Jahr 1536 kam Payerne unter Berner Herrschaft, und im Zuge der Reformation, die durch die Berner im Waadtland eingeführt wurde, mussten die Mönche 1536 das Kloster verlassen. Teile der Konventsgebäude wurden abgerissen bzw. umgenutzt.
Im Westen schliesst das Langhaus in einem bollwerkartigen Massivbau ab, der die Vorhalle (mit Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert) und im Obergeschoss die Michaelskapelle enthält. Sein hohes Walmdach wurde erst im 15. Jahrhundert errichtet. Der Vierungsturm wurde nach einem Brand im 16. Jahrhundert in gotischen Stilformen wiederaufgebaut.
Fresko mit der Darstellung des jüngsten Gerichts in der Vorhalle.
Die Apsis
Das Langhaus aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts vom Chor aus gesehen. Durch die in den Fuss des Tonnengewölbes eingeschnittenen Fenster dringt viel Licht.
Das rechte Seitenschiff
Das Langhaus von der Vorhalle aus gesehen.
Den Mittelschiffpfeilern mit ihren wechselnden Steinfarben sind Halbrundvorlagen angefügt. Das Tonnengewölbe wird von Gurten gestützt. Diese Gurten werden von unten her gestützt, fast schon ein wenig vorweggenommene Gotik.
Die Kapitelle von Payerne. Sie sind in der Michaelskapelle über der Vorhalle ausgestellt und stammen offensichtlich aus dem ersten Kirchenbau im 10. Jh.
Von den ehemaligen Konventsgebäuden südlich der Abteikirche ist nur der zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu erbaute Kapitelsaal erhalten. Dort ist heute ein kleines Museum eingerichtet.
Schade gibt es den Kreuzgang nicht mehr. Der graue Streifen an den Wänden lässt den Ansatz für den ehemaligen Kreuzgang erahnen.