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Die Stressreaktion des Körpers diente in grauer Vorzeit dazu, uns vor Bedrohungen oder Gefahren zu schützen. Der Anblick eines Raubtieres zum Bespiel löste das Ausschütten von Stresshormonen wie Adrenalin und zeitversetzt Cortisol aus, so dass wir entweder fliehen oder kämpfen konnten.
Heute sind es andere Stressoren, die unsere Stresshormone in Wallung versetzen: Zeitdruck, Überlastung, Probleme am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich, ständige Erreichbarkeit über das Internet und Mobiltelefone usw. führen dazu, dass unser Körper chronisch unter Hochspannung steht. Da wir heute oft keine Erholungs- und Entspannungsphase einschalten, können sich die Werte der ausgeschütteten Stresshormone Adrenalin/Noradrenalin und insbesondere das Cortisol nicht mehr auf normale Werte einpendeln.
Die erhöhte und chronische Cortisol-Ausschüttung wirkt dabei als Gift für den Körper, weil das Immunsystem dadurch geschwächt wird und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, Diabetes, Infektionen und Depressionen steigt.