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Neben dem Seminar besteht seit 1957 eine zweite Kantonsschule, deren beständiges Wachsen sich in der Gebäudegruppe widerspiegelt. Anfänglich wurden zwei Klassenräume im 1882 errichteten, klassizistischen Sekundarschulhaus gemietet bis nach und nach das ganze Haus benötigt wurde. 1972 musste ein Provisorium angebaut werden (Aufstockung 1981), das durch eine Eingangshalle mit dem Altbau verbunden wurde. Das Neubauprojekt basierte auf einem Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 1992, der neben dem Neubau auch den Umbau der bestehenden Bauten umfasste. Nach einer ersten Ablehnung des Baukredits konnte schliesslich nach der zweiten Volksabstimmung ein abgespeckter Bau errichtet und 2000 bezogen werden.
Durch den L-förmigen Neubau bildet sich zusammen mit den alten Gebäuden und der Sekundarschule ein Lebens- und Pausenraum, der sich bis übers Dach der Turnhalle fortsetzt. Die zweibündige Anlage wird im Innern erhellt durch einen über alle Geschosse führenden Lichtschlitz, der gleichzeitig von oben belichtet als Vitrine für Terrarien, Schülerarbeiten und Kunst dient. Es dominieren der rote Holzzementboden, der Sichtbeton und das naturbelassene Holz.
Die Aussenhaut wurde mit grauen faserarmierten Zementplatten verkleidet, die sich je nach Lichteinfall in Farbe und Ausdruck verändern.
Baujahr: 1881/82 Altbau, 1972/81 Anbau, 1998-2002 Neubau
Architektur: Heinz Albert Schellenberg, Kreuzlingen (Anbau), Marc Ryf Architekten, Zürich (Neubau)
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Kreuzlinger Kantonsschule
AdressePestalozzistrasse 7, 8280 Kreuzlingen
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz