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Bereits bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal hatte das Management rund um CEO Joseph Jimenez gewarnt, dass der Konzern mit dem ersten Halbjahr 2016 seinen Tiefpunkt erreicht haben dürfte.
Seine eigene Prognose, die Zahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu halten, hat Novartis im zweiten Quartal allerdings erfüllt. Allerdings formuliert der Konzern in seiner Medienmitteilung vom Dienstag den Gewinnausblick vorsichtiger als bislang.
Beim Umsatz weist Novartis für das zweite Quartal 2016 12,47 Mrd USD aus, ein Minus von 2%. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich eine unveränderte Entwicklung.
Dabei gehen 8,39 Mrd USD (-3%; -1% kWk) auf das Konto der grössten Sparte, Innovative Medicines. Die Sparte nennt sich seit Anfangs Juli so. Sie ist in zwei neue Geschäftseinheiten aufgeteilt, Novartis Pharmaceuticals und Novartis Oncology. Diesen Umbau hatte der Konzern überraschend etwa Mitte Mai angekündigt.
Die Generika-Tochter Sandoz dagegen liegt mit ihren Erlösen von 2,58 Mrd USD um 2% (3% kWk) über dem Vorjahreswert. Die Augensparte Alcon schneidet mit einem Umsatz von 1,51 Mrd USD (-2%; -1% kWk) in etwa wie erwartet ab.
Beim operativen Ergebnis weist Novartis für die Monate April bis Juni einen Rückgang von 8% (4% kWk) auf 2,09 Mrd USD aus. Der Reingewinn des fortgeführten Geschäftes betrug 1,81 Mrd USD, ein Minus von 3% (unverändert zu konstanten Wechselkursen). Das operative Kern-Ergebnis beziffert Novartis auf 3,33 Mrd (-7%; -4% kWk) und den Kern-Reingewinn auf 2,93 Mrd (-5%; -2% kWk). Die "Kern"-Zahlen sind bereinigt um Akquisitions- und weitere bedeutende Sondereffekte.
Analystenschätzungen leicht übertroffen
Mit den vorgelegten Zahlen hat Novartis die durchschnittlichen Analystenschätzungen zum Teil übertroffen. Im Schnitt hatten die Experten dem Konzern einen Gruppen-Umsatz in Höhe von 12,15 Mrd USD und einen Kern-EBIT von 3,2 Mrd zugetraut.
"Novartis hat im zweiten Quartal eine solide Performance erzielt, obwohl sich die verlorene Markt Exklusivität für Gleevec in den USA während eines ganzen Quartals auswirkte", wird CEO Jimenez in der Mitteilung zitiert.
Ausblick für Kernergebnis etwas vorsichtiger
Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt Novartis den bisherigen Ausblick für den Umsatz. So erwartet der Konzern den Nettoumsatz zu konstanten Wechselkursen weiterhin weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Die Wachstumsprodukte sollen dabei die Einbussen durch Generikakonkurrenz wettmachen.
Bezüglich Kernergebnis äussert sich das Management aufgrund der neu vorgesehenen zusätzlichen Investitionen für Entresto im zweiten Halbjahr etwas vorsichtiger als bisher: Infolge dieser zusätzlichen Investitionen und in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung von Gleevec erwartet Novartis das operative Kernergebnis zu konstanten Wechselkursen voraussichtlich weitgehend auf Vorjahresniveau oder um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz tiefer. Bislang war die Erwartung auch hier, weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres abzuschliessen.
Die Auswirkungen der Wechselkurse auf das Gesamtjahr gesehen beziffert Novartis neu mit -1% (bisher -2%) beim Umsatz und weiter mit -3% beim operativen Kernergebnis.
(AWP)