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Audiovisuelle Medienprodukte konstituieren in historischer, ästhetischer und systematischer Hinsicht einen eigenen Gegenstandsbereich, der spezifische Methoden und methodische Instrumente zur gegenstandsangemessenen Erforschung verlangt. Betrachtet man Videoclips und Musikvideos als paradigmatische Fälle audiovisueller Kompositionen, so liegt aufgrund schnell geschnittener Bilder und einer Mehrebenenstruktur der Sinnkonstitution (Bild/Text/Ton) zugleich eine Flüchtigkeit als auch eine enorme Dichte des Phänomens vor. Um diese Komplexität angemessen rekonstruieren zu können, bedarf es eines analytischen Zugriffs, der die immanenten Sinnstrukturen audiovisueller Medienprodukte in eine entsprechende Transkription übersetzt, welche die Einzelebenen für sich und auch das durch wechselseitige Korrespondenzen entstehende Gesamtphänomen greifbar macht.
Im Rahmen des SNF-Projekts „Bild-Text-Ton-Analysen am Beispiel der Gattung Videoclip“ wurde von der Forschungsgruppe die Web-Applikation trAVis, ein musikzentriertes Transkriptionsprogramm für audiovisuelle Medienprodukte, entwickelt.
Kooperation:
DI (FH) Armin Reautschnig
www.designtist.org