Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1725

geb. --.--.----
Ondansetron und Oxytocin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Beide Substanzen können die QT-Zeit verlängern, ein additiver Effekt ist möglich.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. Für Oxytocin wurde bei i.v.-Bolus Gabe eine transiente Verlängerung der QT-Zeit um im Mittel 41msec beschrieben [Charbit B, 2004]. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Empfehlung
EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie/Dosis, bei i.v.-Applikation von Ondansetron bzw. i.v.-Bolusgabe von Oxytocin und bei Risikofaktoren für Arrhythmien (z.B. Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie).
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018