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Hitze und heftiges Gewitter im Tessin
In der Nacht auf heute Dienstag entlud sich im mittleren Bleniotal ein heftiges Gewitter, welches an der Station Comprovasco neue 10-Minuten- und Stundenrekorde bezüglich Niederschlag brachte. Tagsüber dauerte aber auf der Alpensüdseite die Hitzewelle fort, in den Niederungen wurden sogar 35 Grad überschritten. Auch in den Niederungen der Alpennordseite wurden tagsüber heisse 32 bis 34 Grad aufgezeichnet.
In der Nacht im mittleren Bleniotal heftiges Gewitter
In der Nacht auf Dienstag entlud sich über dem mittleren Bleniotal ein heftiges Gewitter. Die Station Comprovasco lag dabei im Bereich der stärksten Niederschläge. Innerhalb 10 Minuten gingen 20.6 mm nieder, in den nächsten 10 Minuten erhielt die Station nochmals 19.2 mm. Der Stundenwert erreichte 69.7 mm. Alle diese Werte bedeuten einen neuen Rekord für die Station Comprovasco seit ihrem Bestehen im Jahr 1988. Der bisherige höchste Stundenwert in Comprovasco lag bei 56 mm. Solche Stundenwerte müssen als extrem bezeichnet werden, denn auch schweizweit werden Stundenwerte von dieser Grössenordnung selten aufgezeichnet. Bei den SwissMetNet-Stationen hält Locarno-Monti mit 91.2 mm den Rekord. Im Maggiatal sollen innert einer Stunde schon über 100 mm gefallen sein. Nördlich der Alpen wurde der der bisher höchste Wert in Zürich Fluntern mit 71.2 mm aufgezeichnet. Generell liegen die höchsten Stundenwerte nördlich der Alpen bei 30 bis 50 mm, südlich der Alpen zwischen 40 und 70 mm.
Andauer der grossen Hitze auf der Alpensüdseite
Tagsüber dauerte auf der Alpensüdseite die Hitzewelle fort. Bemerkenswert ist dabei, dass die Temperaturen im Mitteltessin und in Südbünden zum Teil auf über 35 Grad anstiegen, obwohl kein Nordföhn herrschte. Heute vor genau 32 Jahren trieb der Nordföhn die Temperatur in Lugano auf 37.1 Grad. Dies ist der absolute, homogenisierte Höchstwert von Lugano. Heiss war es heute auch in den oberen Tälern. So zeigte das Thermometer in Robbia im Puschlav maximal 31.1 Grad an, und in Piotta in der Leventina wurden sogar 32.1 Grad erreicht. Solche hohen Werte wurden seit dem 28. Juni 2005 nicht mehr erreicht. Auch nördlich der Alpen konnte ein heisser Tag verzeichnet werden, lagen doch die Höchsttemperaturen verbreitet zwischen 32 und 34 Grad. Am heissesten war es in Sitten mit 35.5 Grad, womit es dort genau gleich heiss war wie in Locarno-Monti, welches die Höchsttemperatur für die Alpensüdseite lieferte.