Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03476.jsonl.gz/89

1/8
Das Schulhaus Gönhard ist eine zeittypische Anlage der späten 40er Jahre und vereint in ihrer Konzeption die wichtigsten Anliegen dieser Zeit. Die Gliederung der Schuleinheit in eine weitläufige Anlage aus mehreren zweigeschossigen Trakten mit jeweils zugehörigen Aussenräumen entspricht dem damaligen Bedürfnis, die Schule für Kinder in überschaubare Einheiten zu organisieren. Der vorliegende Entwurf für den Erweiterungsbau erzählt diese Geschichte auf eine selbstverständliche Weise weiter, zuweilen um Aspekte ergänzt und ins Heute transformiert. So wird die Grundstruktur der Anlage weitergeführt und der Ergänzungsneubau als neuen zweigeschossigen Trakt in die Geometrie der Anlage eingebunden. Gemeinsam mit dem umgenutzten eingeschossigen Kindergartengebäude bildet er einen neuen, südorientierten Pausenhof für die Aussennutzung der Kindergärten. Diese liegen ebenerdig und sind von der Südseite über jeweils einen gedeckten Vorbereich erschlossen. Im Obergeschoss des Neubaus liegen die Klassen- und Gruppenräume der Primarschule.
Die Typologie der einbündigen Zeilenbauten aus den 40er Jahren wird für den Neubau weiterentwickelt und in eine Schotenstruktur überführt, wobei sich jeweils eine Klasseneinheit über die gesamte Gebäudetiefe erstreckt. Die Kindergärten gestalten sich als Grosseinheiten mit dem Gruppenraum als abtrennbare Zone. Im Schulgeschoss ergibt sich eine Überlagerung von der Klasseneinheit über die gesamte Gebäudetiefe mit der nordseitig liegenden Erschliessung. Diese ist nicht als Korridor sondern vielmehr als Enfilade von multifunktionalen Vorzonen zu den eigentlichen Klassenzimmern ausformuliert. Dank der neuen Brandschutzvorschriften kann diese Erschliessungszone möbliert und verschiedentlich genutzt werden.
ARGE mit Atelier Cyan GmbH
Bauherrschaft Stadt Aarau
Wettbewerb Offener Projektwettbewerb, 2015
Landschaftsarch. Albiez de Tomasi GmbH, Zürich