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Briten verbringen heutzutage mehr Zeit im Badezimmer als Frauen und schossen allein letztes Jahr über 600 Millionen Selfies. Dies geht aus einer TV-Dokumenation auf Channel 4 hervor, die den Körperkult von vom eigenen Körper besessenen Männern beleuchtete. Einer dieser Männer ist der 21-jährige Junaid Ahmed.
Er bezeichnet sich als Selfie-König und Berühmtheit, weil er auf seinem Instagram-Profil über 50'000 Follower hat. Sein Motto lautet: «Jeder Tag ist für mich ein Catwalk, jeder Tag ein Fotoshooting.» Für sein Aussehen scheut das Model deshalb keine Mühen. Er geht einmal pro Woche zur Gesichtsbehandlung - «wer braucht schon Sex, wenn man Beauty Treatments haben kann» -, lässt sich mit Wachs die Augenbrauen in Form bringen und verbringt Stunden vor dem Spiegel für das perfekte Make-up und den für ihn perfekten Selfie-Schnappschuss.
Und die Fotos und Kurz-Videos sehen dann so aus:
...was er an einem normalen Sonntag daheim tut:
Junaid weiss, dass er süchtig ist nach Perfektion - und kennt auch den Grund dafür. Während seiner Schulzeit, die er als schlimmste Zeit seines Lebens betrachtet, wurde er gehänselt. «Ihnen gefiel nicht, wie ich aussah. Ich war offensichtlich einer der schönsten Menschen in meiner Schule.» Ihm wurde zweimal die Nase gebrochen. Die Kameraden hätten ihm auch damit gedroht, ihn anzuzünden. «Damit ich nicht mehr so gut aussehe. Ich frage mich immer noch: ‹Warum ich. Was ist falsch gelaufen? Warum mögen mich manche nicht?›» Seine Antwort lautet inzwischen: «F**** euch!»