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Elon Musk wird am 27.06.2021 fünfzig Jahre alt. Mit seinem Unternehmen Space X schiesst Musk Satelliten ins All und will die Kolonialisierung, die Eroberung, anderer Planeten ermöglichen. Darf er das überhaupt und wem gehört der Weltraum eigentlich? Diesen Fragen kommst du im folgenden Artikel auf die Spur.
Das Vorhaben
Der Unternehmer Elon Musk wurde durch den Onlinebezahldienst PayPal, den Elektroautokonzern Tesla und durch SpaceX, einem Raumfahrtunternehmen, weltweit bekannt. Durch wiederverwendbare Raketen sollen Kosten gesenkt und Weltraumtourismus ermöglicht werden. Das sogenannte Starship-Projekt, für welches diese wiederverwendbaren Raketen vorgesehen sind, sieht das Fliegen zum Mond und Mars vor. Danach sollten dort Basen[1] errichtet werden. Im Anschluss ist die Besiedelung von weiteren Himmelskörpern geplant.
Der Wettlauf ins All – Das Duell USA und Sowjetunion
Im Kalten Krieg standen sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die beiden Grossmächte, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, gegenüber. Im militärischen, wissenschaftlichen und kulturellen Wettbewerb versuchten die Staaten sich gegenseitig auszustechen. Beide Supermächte strebten nicht nur auf der Erde nach grossem Einfluss und Macht, sondern stiessen auch in den Weltraum vor. Enthusiastisch wurden Raketenprogramme entwickelt. Der Sowjetunion gelang es, den ersten Satelliten «Sputnik 1» in den Weltraum zu bringen. Wegweisend für die US-amerikanische Raumfahrt war das ambitionierte Versprechen des Präsidenten John F. Kennedy von 1961, dass die Vereinigten Staaten die ersten Menschen auf den Mond bringen werden. Dieses Vorhaben mündete in der Apollo-Mission «Apollo 11», welche am 20. Juni 1969 die ersten Menschen erfolgreich auf den Mond beförderte.
Der Weltraumvertrag von 1967
Der Wettlauf ins All brachte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1959 dazu, eine Weltraumkommission einzuberufen. Dieser Ausschuss erarbeitete den Weltraumvertrag von 1967, welcher bis heute die Grundsätze des Weltraumrechts klärt. Wesentlich für die in der Einleitung aufgeworfene Frage ist sicherlich, dass die Erforschung und Nutzung des Weltraums grundsätzlich allen Staaten freistehen. Dennoch gilt zu beachten, dass der gesamte Weltraum keinen staatlichen oder privaten Machtansprüchen unterliegt und somit Staaten nicht befugt sind, Gesetze zu erlassen.
Darf Musk also den Weltraum kolonialisieren?
Die oben ausgeführten Punkte bedeuten für das Vorhaben von SpaceX, dass es unzulässig ist, eine Rechtsordnung auf einem anderen Himmelsobjekt zu schaffen, da zum Beispiel der Mars als gemeinsames Erbe der Menschheit gilt. Explizit so formuliert ist das jedoch nirgendwo im Weltraumvertrag. Das bedeutet im Grunde, dass bestimmte Vorhaben der Unternehmen nur schwer verhindert werden können.
Der Weltraum geht uns alle etwas an!
Der Weltraum geht alle Menschen etwas an. Durch die geplante wirtschaftliche Nutzung des Weltraums durch das Unternehmen SpaceX wird das geltende Weltraumrecht herausgefordert. Es drängt sich die Frage nach einer Anpassungen auf, welche die faire Nutzung des Weltraums regeln würde. Eine weitere Frage ist:
Wollen wir zulassen, dass private Wirtschaftsführer*innen im Weltraum einen dermassen grossen Einfluss ausüben? Was denkst du? Schreibe dein Statement in die Kommentare.
Arbeitsmaterial
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