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Die volkswirtschaftliche Rolle des Service public
Die Frage nach der angemessenen Höhe der Staatsausgaben nimmt eine zentrale Stellung in der öffentlichen Diskussion ein. Für die Beantwortung der Frage muss ein Grundverständnis darüber geschaffen werden, welche Aufgaben der Staat übernehmen sollte, als auch welche Wirkungen von staatlicher Tätigkeit ausgehen. Die ökonomischen Vorteile staatlicher Tätigkeit sind den Nachteilen gegenüber zu stellen und empirisch abzuschätzen.
Eine neu erschiene Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) geht der Frage der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Service public nach. Zum Service public werden folgende Bereiche gezählt: Öffentliche Verwaltung (inkl. Justiz/Polizei), Verteidigung, Sozialversicherungen, Energie und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung, Post und Bahn, Gesundheits- und Bildungswesen, Kulturbetriebe sowie Rundfunk und Telekommunikationsdienstleistungen.
Die Studie, erstellt im Auftrag der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und des Schweizerischen Gemeindeverbands (SGV), umfasst verschiedene Aspekte: Nach einer Klassifizierung der Notwendigkeit staatlicher Tätigkeit wird die Höhe des Service public in der Schweiz analysiert und im internationalen Kontext dargestellt.
Der Service public hat einen Anteil von 18 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung der Schweiz und fast jeder fünfte Beschäftigte arbeitet in diesem Bereich. Im internationalen Vergleich liegt der Anteil des schweizerischen Service public etwas unterhalb des Durchschnitts, allerdings sind die Unterschiede relativ gering. Hingegen ist der Anteil der gesamten Staatsausgaben am Service public im internationalen Vergleich in der Schweiz relativ klein. (mgt/aes)