Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/106387

<h2>SubmittedText<h2><p>Die von der Finma zu genehmigenden Organisations- und Effekten-Zulassungsreglemente der in der Schweiz bewilligten Börsen werden so ergänzt, dass an den Schweizer Börsen kotierte Unternehmen zu standardisierter Nachhaltigkeitstransparenz in ihrer Berichterstattung im Sinne der Global Reporting Initiative (GRI) ab 2015 verpflichtet werden. Die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung können nach Unternehmensgrössen gegliedert werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach dem Grundprinzip der Selbstregulierung von Börsen gemäss Artikel 4 Absatz 1 des Börsengesetzes vom 24. März 1995 (BEHG, SR 954.1) und explizit nach Artikel 8 BEHG ist die Regulierung von Emittenten umfassend der Börse übertragen. Sie erlässt ein Reglement über die Zulassung von Effekten zum Handel (Kotierungsreglement) und legt darin fest, welche Informationen für die Beurteilung der Eigenschaften der Effekten und der Qualität des Emittenten durch die Anleger nötig sind. Wie vom Motionär erwähnt, werden die entsprechenden Regularien von der Finma genehmigt (Art. 4 Abs. 2 BEHG), wobei diese im Wesentlichen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, die sachliche Richtigkeit und Angemessenheit und insbesondere die angemessene Berücksichtigung von international anerkannten Standards (u. a. im Bereich der Berichterstattung) prüft. In diesem Zusammenhang verfolgt die Finma laufend die neusten Entwicklungen im Bereich der internationalen Standards und wirkt aktiv in den wichtigsten Standardsetzungsgremien, namentlich im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS), im Internationalen Verband der Versicherungsaufsichtsbehörden (IAIS) und in der Internationalen Organisation der Effektenhandelsaufseher (Iosco), mit. Im Rahmen dieses Monitorings wird die Finma auch prüfen, ob die vom Motionär erwähnte Nachhaltigkeitsrechenschaftsablage der GRI eine sinnvolle und gewünschte Ergänzung zu den bereits bestehenden Standards für die Berichterstattung ist oder werden könnte.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.