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Vitiligo bezeichnet eine Hauterkrankung, die sich hauptsächlich als Pigmentstörung äussert und in der Regel bei jungen Menschen ausbricht. Die entstehenden weissen Hautflecken sind vollkommen ungefährlich, aber nicht heilbar, und führen in manchen Fällen zu einer seelischen Belastung bei den Patienten. Vitiligo ist nicht ansteckend. In manchen Fällen handelt es sich bei Vitiligo um eine Begleiterkrankung, die mit Autoimmunerkrankungen wie Neurodermitis oder mit Diabetes gemeinsam auftritt. An den betroffenen Hautstellen besteht ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Berühmte Vitiligo-Patienten sind unter anderem der verstorbene Pop-Sänger Michael Jackson und das kanadische Model Winnie Harlow. Nach dem Zeitpunkt des Krankheitsbeginns werden zwei verschiedene Vitiligo-Typen unterscheiden. Der Typ 1 beginnt vor dem Eintritt der Pubertät und tritt meist in Begleitung einer Neurodermitis-Erkrankung auf. Oftmals haben die Patienten ein hohes Vorkommen an Muttermalen. Die Typ 2 Vitiligo tritt erst nach der Pubertät auf und wird nicht von Neurodermitis oder vermehrten Muttermalen begleitet. Etwa 85 Prozent alle Betroffenen leiden unter Vitiligo Typ 2.
Die genauen Ursachen für Vitiligo konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Ausserdem konnte festgestellt werden, dass die Erkrankung vererbbar ist, also ein genetischer Zusammenhang besteht. Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung liegt bei etwa 33 Prozent. Zu den Auslösefaktoren für Vitiligo-Schübe gehören hauptsächlich Stress, dabei sowohl physisch als auch psychisch basierter Stress, aber auch umweltbedingte Hautreizungen wie Sonnenbrände.
Zwar ist nicht bekannt, wodurch Vitiligo verursacht wird, dennoch wird angenommen, dass die Erkrankung mit der Zerstörung der sogenannten Melanozyten zusammenhängt. Als Melanozyten werden die Pigmentzellen in der Haut bezeichnet, die unter anderem dafür zuständig sind, das Pigment Melanin zu produzieren. Je mehr Melanin von den Melanozyten produziert wird, desto dunkler ist die Haut der jeweiligen Person. Werden die Melanozyten jedoch zerstört und somit funktionsunfähig gemacht, wird auch die Melanin-Bildung unterbrochen, es werden also keine neuen Pigmente gebildet und es entstehen weisse Hautstellen.
Vitiligo äussert sich hauptsächlich durch die typische Weissfärbung einzelner Hautstellen. Die Flecken sind entweder gar nicht oder nur sehr schwach pigmentiert und nehmen eine rundliche Form an. Sie können einige Millimeter bis mehrere Zentimeter gross sein und ineinander übergehen. Die Ränder der weissen Flecken sind unregelmässig. Grundsätzlich können die depigmentierten Flecken am ganzen Körper auftreten. An folgenden Körperstellen tritt Vitiligo vermehrt auf:
Ausserdem kommt es vor, dass Haare, die auf depigmentierten Hautstellen wachsen, ebenfalls keine Pigmentierung aufweisen. Die Kopfhaut ist jedoch seltener betroffen als andere Körperstellen. Ein weiteres Symptom, das jedoch nicht zwingend bei jedem Betroffenen auftritt, ist das Empfinden eines Juckreizes an den Hautstellen, an denen neue Flecken entstehen. Treten die weissen Flecken nur vereinzelt auf, spricht man von einer lokalen Vitiligo. Häufen sich die depigmentierten Hautstellen jedoch und sind grossflächig an verschiedenen Körperteilen zu finden, nennt man dies eine generalisierte Vitiligo. Bei der generalisierten Vitiligo wird eine Unterscheidung je nach den betroffenen Körperstellen getroffen:
Um die Diagnose Vitiligo stellen zu können, müssen zunächst eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt werden. Zum einen beinhaltet das ein Anamnesegespräch und eine körperliche Untersuchung sowie weitere Untersuchungen durch einen entsprechenden Arzt, idealerweise einen Hautarzt oder einen Arzt für Geschlechtskrankheiten (Venerologe). Hier wird im ersten Schritt eine ausführliche Anamnese erstellt. So werden dem Patienten unter anderem diese Fragen gestellt:
Nach der Erstellung der Anamnese untersucht der Arzt den Patienten hinsichtlich der auftretenden Hautveränderungen und fotografiert die sichtbaren Symptome gegebenenfalls. Zur weiteren Absicherung dient ausserdem die Betrachtung der Flecken mithilfe des Wood-Lichts. Dabei handelt es sich um eine spezielle UV-Licht-Lampe, unter deren Beleuchtung Vitiligo-Flecken weiss bis gelblich aufleuchten. Eine andere Möglichkeit, die Vitiligo-Krankheit zu erkennen, ist durch die Reizung mit einem Holzstäbchen. Entstehen an den gereizten Hautflächen neue Pigmentflecke, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Vitiligo. Dieses Phänomen wird auch als „Köbner-Phänomen“ bezeichnet. Darüber hinaus kann auch das Blut des Patienten in der Dermatologie untersucht werden. Einige Werte, vor allem Schilddrüsen- und Zuckerwerte, können für die Erkrankung sprechen.
Um andere Ursachen für die Hautveränderungen auszuschliessen, muss ausserdem eine Differenzialdiagnose durchgeführt werden. Ausgeschlossen werden vor allem andere Pigmentstörungen, aber auch Muttermale oder Piebaldismus.
Für die Behandlung von Vitiligo gibt es verschiedene Ansätze. Zunächst einmal geht es darum, neue Vitiligo-Schübe zu verhindern, damit die Ausbreitung gestoppt wird. Hierfür gilt es beispielsweise, Stress und andere Risikofaktoren zu verringern. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Immunsuppressiva zu verabreichen, damit die Pigmentzellen nicht mehr oder zumindest weniger vom körpereigenen Immunsystem angegriffen werden. Eingesetzte Medikamente sind beispielsweise Glukokortikoide oder Calcipotriol, die als Creme aufgetragen werden müssen. Hierbei kann es jedoch zu verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Neben medikamentösen Therapien werden auch Phototherapien durchgeführt. Das UV-B-Licht regt nachgewiesener Weise das Wachstum der Pigmentzellen an, sodass dem Krankheitsprozess entgegengewirkt wird. Gegebenenfalls können auch im Labor vermehrte Melanozyten transplantiert werden. Diese Behandlung ist jedoch nicht bei jedem Patienten möglich oder sinnvoll.
Auf dem heutigen Stand der Medizin ist die Weissfleckenkrankheit nicht heilbar. Die meisten Flecken, die im Verlauf der Erkrankung entstehen, bleiben dauerhaft bestehen. Durch eine Behandlung ist es jedoch möglich, das Fortschreiten der Krankheit und die Ausbreitung der Flecken zu verlangsamen oder sogar zu verhindern. In einigen wenigen Fällen ist es möglich, dass sich einzelne weisse Flecken von allein zurückbilden.
Im Begriff Dermatomykose selbst wird seine Bedeutung schon deutlich: Der altgriechische Begriff „mýkēs“, was so viel wie Pilz bedeutet, wird mit dem Wortstamm „derma“, für Haut, verbunden. Die Dermatomykose bezeichnet also den Krankheitsbefall der Körperoberfläche durch Pilze. Sie ist damit synonym für eine Pilzinfektion oder Pilzerkrankung, die sowohl zwischen Mensch und Mensch (antrophophil), als auch zwischen Mensch und Tier (zoophil) und bei Kontakt mit dem Erdboden (geophil) übertragen werden kann. Alles zum Thema gibt es hier.
Unsere Haut ist ein Organ, das viele Aufgaben erfüllt. Talgdrüsen in der Haut produzieren Fett – unter Umständen allerdings zu viel davon. Wenn die Talgproduktion aus dem Ruder läuft, kann eine Seborrhoe entstehen. Wie diese Hautkrankheit sich äussert, was du zur Vorbeugung tun kannst und welche Medikamente es dagegen gibt: Wir beantworten häufige Fragen rund um das seborrhoische Ekzem.
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Beim Sturge Weber Syndrom handelt es sich um eine seltene, angeborene Erkrankung. Eines der Symptome sind die gutartigen Gefässtumore auf der Haut, zum Beispiel im Gesicht. Diese Gefässbildungen nennt man auch „Feuermale“. Auch wenn die Tumore gutartig sind, kann ihre Bildung bei der Geburt eines Kindes zu Blutabflusstötungen des Gehirns führen. Weiterhin können Betroffene an Krampfanfällen und Epilepsie leiden.
Neurodermitis ist eine der häufigsten Hautkrankheiten in industrialisierten Ländern. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder und etwa drei Prozent der Erwachsenen mit dieser Erkrankung leben. Der Anteil der Betroffenen steigt. Der stellenweise sehr stark auftretende Juckreiz führt oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Somit ist Neurodermitis kein medizinisches Randthema, sondern bedarf einer näheren Betrachtung – und dies bekommst du hier.
Das Merkelzellkarzinom gehört zum Glück zu den seltenen, leider aber auch zu den sehr aggressiven Formen von Hautkrebs. Trotz der vielfach angebotenen Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung wird das Merkelzellkarzinom häufig erst spät erkannt. Zum Zeitpunkt der Diagnose hat der Hautkrebs meist schon gestreut und Metastasen in anderen Organen gebildet. Zudem ist die Diagnosestellung schwierig und es kann zu Verwechslungen mit dem schwarzen Hautkrebs kommen, was zu einer falschen Therapie beim Patienten führt. Wer an diesem Hautkrebs erkrankt, sollte sich also umfassend informieren und ein entsprechendes Zentrum aufsuchen. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Merkelzellkarzinom und dessen Behandlung.