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Chronischer Unterzucker (das Hypoglykämiesyndrom)
Das Hypoglykämiesyndrom wird auch chronischer Unterzucker, Unterzuckerung ohne Diabetes, latente Hypoglykämie, reaktive Unterzuckerung oder postprandiale Hypoglykämie genannt. Die korrekte medizinische Bezeichnung lautet Idiopathisches postprandiales Syndrom (IPPS). Dabei kommt es nach kohlehydratreicher Nahrung (bsp. Zucker, Weißmehl, süßes Obst) nach einem schnellen Blutzuckeranstieg zu einem schnellen Blutzuckerabfall und die Betroffenen entwickeln Unterzuckersymptome. In Deutschland ist diese Erkrankung noch wenig bekannt und Betroffene erhalten selten die passende Therapie bei Unterzucker. Es kommt zu Fehlbehandlungen, teilweise werden die Patienten als psychisch krank „abgestempelt“.
Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist die unerkannte Ursache aller Hormonprobleme, insbesondere der Nebennierenerschöpfung. Während aus der Unterzuckerung selber Beschwerden entstehen, so ist sie zusätzlich auch die Wurzel vieler Erkrankungen.
Es muss bei der Unterzuckerung zwischen einer Unterzuckerung auf zellulärer Ebene und einer Unterzuckerung auf der Ebene des Blutes unterschieden werden. Beides führt zu Hormonproblemen. Eine Unterzuckerung auf Zellebene führt früher oder später durch hormonelle Entgleisungen auch zur Unterzuckerung auf Blutebene.
Unterzuckerung auf Zellebene
Die Energieproduktion des Körpers findet auf Zellebene statt. Steht dem Körper genug Sauerstoff zur Verfügung, geschieht dies in den Mitochondrien, einem Zellorgan, statt. Im Idealfall werden dort aus einem Molekül Glukose, auch Glucose genannt, (Zucker) 36 ATP hergestellt. ATP ist die sogenannte „Energiewährung“ des Körpers. Durch ATP wird Energie gespeichert und transportfähig gemacht. Zwar kann der Körper im Notfall auch aus Fetten und Eiweißen seine Energie beziehen, doch der ursprüngliche Energiegewinnungsweg führt über eine Umwandlung von Zucker in Wärme und Energie statt. Unterzuckerung auf Zellebene entsteht demnach immer dann, wenn entweder keine Glukose da ist oder wenn die Glukose nicht in die Zellen eindringen kann.
Gründe für eine Unterzuckerung auf Zellebene:
Unterzuckerung auf Blutebene
Der Körper hat drei Möglichkeiten seinen Blutzuckerbedarf zu decken, indem er den aus der Nahrung aufgenommenen Zucker (oder aus der Spaltung von Kohlenhydraten) direkt ins Blut schickt, indem er auf „Zuckerreserven“ in Muskeln und der Leber zurückgreift (Glykogenspeicher) oder indem er aus Proteinen (Eiweiß) oder indirekt aus Fetten neuen Zucker herstellt (Gluconeogenese). Dabei ist die Gluconeogenese nur unter Aufwendung von Stresshormonen möglich und somit nicht der direkteste und gesündeste Weg der Energiegewinnung.
Gründe für eine Unterzuckerung auf Blutebene:
Damit hängen auf Blutebene Unterzuckerung und Überzuckerung oft eng zusammen. Das Ergebnis sind Blutzuckerschwankungen. Hohe und niedrige Blutzuckerwerte wechseln sich ab. Hohe Blutzuckerwerte können langfristig zu einer Abdichtung der Zellen dem Zucker gegenüber führen (Insulinresistenz). Hohe Blutzuckerwerte haben auch einen direkt schädlichen Einfluss auf die Blutgefäße, wodurch praktisch jedem Organ im Körper durch deren Zerstörung Schäden drohen.
Typische Symptome einer Unterzuckerung
Je schwächer die Nebenniere des Betroffenen ist, desto heftiger werden sich Symptome der Unterzuckerung einstellen. In vielen Fällen versuchen Betroffene dann die Symptome mit Stimulanzien wie Kaffee, Alkohol, Zigaretten oder Drogen „weg“ zu drücken, bzw. nicht zu fühlen. Besonders häufig erfolgt dann auch der Griff zu Süßigkeiten oder großen Kohlenhydratmengen. Doch leider verstärken diese Maßnahmen die chronische Unterzuckerung mittel- und langfristig noch mehr. Und dann drohen weitere gesundheitliche Folgen.
Symptome beim „Unterzucker ohne Diabetes“
Menschen mit dieser Stoffwechselerkrankung können unter einer Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen leiden. Beispiele sind Unruhe, Reizbarkeit, Herzklopfen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Depressionen, Ängste, Übelkeit, Magen-Darmbeschwerden, Heißhunger, Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Muskelschmerzen. Auch hinter einem Fibromyalgie-Syndrom oder CFS (chronischem Müdigkeitssyndrom) kann ein chronischer Unterzucker stecken.
Nicht wenige Betroffene berichten von einer hohen Sensibilität gegenüber Schadstoffen und Elektrosmog, was in den Bereich der Umweltmedizin fällt.
Weitere gesundheitliche Folgen der chronischen Unterzuckerung auf die Hormone und den Stoffwechsel
Unterzuckerung kann man gut behandeln. In der Regel ist es notwendig die Balance des Stoffwechsels und der Hormone wieder herzustellen.
Unerlässlich ist im Rahmen der Behandlung von Unterzuckerung auch die Änderung der Ernährungsgewohnheiten:
Behandlung der reaktiven Unterzuckerung
Bei der Behandlung des Hypoglykämiesyndroms bekommt jeder Patient, wie in der Naturheilkunde üblich, seine individuelle Therapie. Als Heilverfahren kommen klassische Homöopathie, Ohrakupunktur, Pflanzenheilkunde, Anthroposophische Medizin und die orthomolekulare Medizin (Vitamin und Mineralstoffe) zum Einsatz.
Je nach Befund werden einzelne Organe behandelt und ihre Selbstheilungskräfte angeregt. Dabei handelt es sich oft um Bauchspeicheldrüse, Leber, Nebenniere, Hypophyse und Hypothalamus. Ein wichtiger Bestandteil ist eine individuelle Diät mit niedrigen glykämischen Nahrungsmitteln, die den Blutzuckerspiegel stabilisieren. Große Schwankungen des Blutzuckerspiegels sollen vermieden werden.
Bei vielen Patienten hat sich gezeigt, dass eine klassisch homöopathische Therapie erst nach der Umstellung der Ernährung und dem Einsatz anderer Naturheilverfahren sinnvoll ist. Auch hier muss darauf hingewiesen werden, dass es kein homöopathisches Mittel gegen Unterzucker gibt, sondern nach den Regeln der klassisch homöopathischen Therapie gearbeitet wird. Weiterhin können zusätzlich Verfahren zur Entspannung erarbeitet werden.
Therapiemöglichkeiten
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Immunbiologische und isopathische Therapie
Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Nosodentherapie: Krankheit mit Krankheit heilen
Nosoden sind homöopathische Präparate, die aus sterilisierten Krankheitsprodukten hergestellt werden. Sie sollen den Heilungsprozess bei hartnäckigen Krankheiten in Gang bringen.
Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Biocell Diagnostik und personalisierte Medizin
Die BIOCELL Diagnostic ist eine in den letzten Jahren entwickelte moderne Analyse, welche selektive Fachbereiche der Homotoxikologie, der Patho-Physiognomie und der mitochondrialen Medizin miteinander auf effiziente und zielführende Weise verbindet und zu neuem Nutzen bringt.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung von Unterzuckerung und Nebennierenerschöpfung in Frage kommen.
Homöopathie
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Nosodentherapie
Unter Nosoden versteht man homöopathische Mittel, die auf Grundlage von krankem Gewebe, Eiter, Krebszellen oder infektiösem Blut hergestellt werden.
Das Gift muss raus
Erkrankungen führen zu einer Belastung des Körpers mit diversen Giften oder Stoffwechselprodukten. Zu einer regulären Nosodentherapie gehört daher immer auch eine Giftausleitung. So soll die Ausscheidung durch Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Phytotherapie
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Bioresonanztherapie (BRT)
Die Bioresonanztherapie (BRT) (Synonyme: Bioinformations-therapie (BIT); biophysikalische Informationstherapie) ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.
Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.
Akupunktur
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.
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