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Siemens BT@Zug, Teilprojekt Produktion, Zug
Die Siemens Schweiz AG hat am Standort Zug das bestehende Produktionsgebäude 17F rückgebaut und erstellt ein neues Produktionsgebäude (Teilprojekt TP02).
Der kompakte Baukörper mit rechteckiger Grundrissform hat eine Länge von rund 127m und eine Breite von rund 48m. Das Untergeschoss weist gegenüber dem Gebäudekörper eine reduzierte Länge von ca. 83m auf. Der 17.5m hohe Hochbau besteht aus einem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen, wobei im 2.Obergeschoss lokale Innenhöfe und ein überhoher Quader angeordnet ist.
Die gegebenen geologischen und bautechnischen Voraussetzungen sprachen für eine Pfahlfundation. Die Pfähle tragen ihre Belastung vorwiegend durch Mantelreibung des Pfahlschaftes ab. Mit einem Spitzenwiderstand konnte erst in tieferen, glazial vorbelasteten, moränenartigen Schichten der eiszeitlichen Seeablagerungen gerechnet werden.
Das Baugrubenkonzept sah eine offene Baugrube mit Böschungen im Verhältnis 1:1 vor. Die Böschungen wurden im Bereich der wasserführenden Lorzeschotter und Überschwemmungssedimenten mit Sickerbetonauflagen gesichert. Die Wasserhaltung erfolgte mittels einer Wellpoint-Anlage, damit das Aushubmaterial vorgängig gründlich entwässert werden konnte.
Das Untergeschoss ist mit einem Stützenraster von max. 7.30m als konventionelles Stahlbetontragwerk mit schlaff armierten Bodenplatten, Wänden und Decken ausgebildet.
Die Gebäude werden über die fünf Treppenhauskerne stabilisiert und gegen die Einwirkungen infolge Wind und Erdbeben gesichert.
Die stützenfreie Anlieferung im Süden des Gebäudes führt dazu, dass die Gebäudelasten über der Anlieferung durch eine Fachwerkkonstruktion in der Fassade abgetragen werden.