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Waldweihnachtsfeier
Vor 2000 Jahren lebte im Morgenland ein Narr, welcher zur gleichen Zeit den Stern von Bethlehem erblickte wie die Drei Könige. Eine Waldweihnachtsfeier rund um die Sterne.
Idee: In einem Sternmarsch macht sich die Gruppe und ihre Eltern unter dem Stern von Bethlehem auf den Weg zum Feld der Hirten (dem Waldplatz mit Feuer). Die Gruppen sollten altersgetrennt sein. Gemeinsam denken sie über die Bedeutung des Sternes, der Sterne nach. Die einzelnen Gruppen werden an verschiedene Besammlungsorte geladen und durch eine Leiterin oder einen Leiter begrüsst und ins Thema eingeführt. Auf dem Weg zum Treffpunkt machen die Gruppen einmal halt. Sie hören eine Geschichte und basteln etwas für die Feier. Gemeinsam wird dann am Waldweihnachtsfeierplatz gefeiert.
Vorbereitung: Am Posten unterwegs mit kleinen Kerzen einen Stern vorbereiten, am gemeinsamen Schlusspunkt einen grösseren Stern mit Kerzen ev. ums Feuer herum aufstellen, Weihnachtsbaumanhänger für die Teilnehmenden vorbereiten.
Ablauf: Die drei Gruppen bekommen dieselbe Geschichte am Posten auf ihrem Weg zu hören und lösen auch dieselbe Aufgabe, nur mit anderen Fragen.
Geschichte: Im Morgenland lebte vor 2000 Jahren ein Narr. Wie jeder Narr sehnte er sich danach, weise zu werden. Er liebte die Sterne und wurde nicht müde, sie zu betrachten. Und so geschah es, dass er in der gleichen Nacht wie die Drei Könige den Stern sah. Da er heller leuchtete als die anderen , musste das ein Königsstern sein. Ein neuer Herrscher ist geboren. Jeder Herrscher braucht einen Narren denkt sich der Narr und macht sich auf den Weg, um ihn zu suchen. Lange dachte er darüber nach, was er dem König mitbringen könnte. Ausser einer Narrenkappe, einem Glockenspiel und einer Blume besass er nichts, was ihm lieb war. So wanderte er mit allem was er lieb hatte los. In der ersten Nacht führte ihn der Stern zu einer Hütte. Dort begegnete er einem Kind das gelähmt war. Ach, dachte der Narr, ich will dem Kind meine Narrenkappe schenken. Es braucht die Kappe mehr als ein König. Das Kind setze sich die Narrenkappe auf und lachte vor Freude. Das war dem Narren Dank genug. In der zweiten Nacht führte ihn der Stern zu einem Palast. Dort begegnete er einem Kind, das blind war. Ach, dachte der Narr, wich will dem Kind mein Glockenspiel schenken. Es braucht es mehr als ein König. Das Kind lies das Glockenspiel ertönen und lachte vor Freude. Das war dem Narren Dank genug. In der dritten Nacht führte der Stern ihn zu einem Schloss. Dort begegnete er einem Kinde, das taub war. Ach, dachte der Narr, ich will ihm meine Blume schenken. Es braucht die Blume mehr als ein König. Das Kind betrachtete die Blume und lachte vor Freude. Das war dem Narren Dank genug.
Nun bleibt mir nichts mehr, was ich dem neuen König schenken könnte. Es ist wohl besser, wenn ich umkehre. Aber als der Narr zum Himmel emporschaute, stand der Stern still und glitzerte heller als sonst. Da fand er den Weg zu einem Stall. Vor dem Stall begegnete er drei Königen und einer Schar Hirten. Auch sie suchten den neuen König. Er lag in einer Krippe, war ein Kind, arm und blass. Maria schaute hilfesuchend um sich, Josef fütterte die Tiere und alle andern waren mit Geschenken beladen. Die drei Könige mit Gold, Weihrauch und Myrre, die Hirten mit Wolle, Milch und Brot. Nur der Narr stand mit leeren Händen da. Voll Vertrauen legte Maria das Kind auf seine Arme. Er hatte den König gefunden, dem er nun dienen wollte. Und er wusste nun auch, dass er seine Narrenkappe, sein Glockenspiel und seine Blume für dieses Kind hingegeben hatte, das ihm nun mit seinem Lächeln die Weisheit schenkte, nach der er sich sehnte.
Geschichte nach Max Bolliger
Gruppenaufgabe: Nachdem die Geschichte erzählt, gespielt, vorgelesen etc. wurde, sind nun die Teilnehmer dran. Alle bekommen einen Stern, der vorgängig ausgeschnitten wurde. Auch sie sind immer auf der Suche nach der Weisheit. Diese können sie im Sinn des Lebens, einer schönen Erinnerung, einer schönen Erwartung oder in einem Menschen finden. Auf die eine Seite des Sternes kommt nun die Weisheit, welche sie suchen (kann auch gezeichnet werden) auf die andere die Art, wie sie gefunden wird (Erwartung, Erinnerung, Mensch …) Mit viel Liebe kann auch noch der Stern verziert werden. Am Schluss eine Schlaufe dran und fertig ist der Baumschmuck.
Am Feuer mit Tannenbaum: Am besten wird das Feuer an einem Ort gemacht an dem auch ein Tannenbaum steht. Die einzelnen Gruppen kommen nun beim Feuer an und je nach Ankunftszeit und Verspätung kann am Feuer gesungen werden. Danach geht die Feier weiter. Mit Sternenliedern begleitet man das Aufhängen der Sterne. Am schönsten ist es, wenn die Weisheiten mit den anderen Teilnehmern geteilt werden.
Abschluss: Jede Gruppe hat ihre eigenen Traditionen, diese sollen hier nicht zu kurz kommen. Ob offener Ausklang am Feuer, Suppe und Wienerli – vieles hat an einer Waldweihnachtsfeier Platz.