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Vor jeder Behandlung eines Lipödems muss die Frage beantwortet werden, was das Ziel der Behandlung ist. Viele Menschen weisen zwar ein Lipödem auf, aber nur ein Bruchteil aller Lipödeme müssen oder können behandelt werden.
Wer ein leichtes Lipödem erkennt, aber weder diesbezüglich Beschwerden hat noch sich dadurch ästhetisch gestört fühlt, muss gar nichts tun. Das Lipödem wird in den meisten Fällen bei gleichem Körpergewicht in etwa so bleiben wie es ist, und sich im Laufe der Zeit höchstens durch Ereignisse wie Schwangerschaften, Klimakterium etc. verändern. Stört das Lipödem nur optisch, so gilt in erster Linie Gewichtskontrolle und Essdisziplin, damit sich der Zustand des Lipödems nicht verschlechtert. Auf Wunsch kann das Erscheinungsbild durch eine Fettabsaugung optimiert werden, notwendig ist dies aber nicht.
Bereitet ein Lipödem − egal wie ausgeprägt − Beschwerden, dann sollte eine Behandlung eingeleitet werden. Obwohl Lipödeme immer gutartig sind und niemals notfallmässig behandelt werden müssen, so können sie die Lebensqualität eines Menschens drastisch reduzieren. Durch eine effektive Behandlung können die Beschwerden oftmals gelindert und die Lebensqualität dadurch stark verbessert werden.