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Beginnen wir mit der kleinsten Einheit im biologischen ‘Fachbegriff-Dschungel’: Die Spezies.
Die Spezies bezeichnet eine Kategorie von lebenden Organismen, die in ihren hauptsächlichsten Merkmalen übereinstimmen und sich untereinander fortpflanzen können. Ein Vogel und ein Fuchs beispielsweise würden sich genetisch gesehen niemals paaren können. Anders sieht dies bei der Spezies der Esel und der der Pferde aus: Maulesel nennt sich der Hybrid (Kreuzung aus einer Pferdestute und einem Eselhengst). Allerdings sind solche Hybride aus verschiedenen Arten meistens nicht fortpflanzungsfähig, da die Chromosomenzahlen der Elterntiere nicht übereinstimmen und gelten daher als Sonderheit. Grundsätzlich gilt: Je weiter eine Spezies der anderen auf dem Stammbaum des Lebens entfernt ist, desto unwahrscheinlicher ist eine erfolgreiche Kreuzung.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Genetische Vielfalt innerhalb einer Spezies (wie rote oder weisse Rosen) durchaus vorkommt und noch nicht als eigene Spezies deklariert wird, wenn die erfolgreiche Fortpflanzung immer noch gewährleistet ist.
Jede Spezies lebt in einem sogenannten Habitat (Das Äquivalent für die Pflanzen heisst Standort). Das Habitat beschreibt den Wohnraum einer Tierart. Also die natürliche Umgebung einer Art, die mit allen für das Überleben und die Vermehrung dieser Art notwendigen Strukturen ausgestattet ist. Im Englischen wird für die gleiche Definition das Wort Biotop verwendet, welches oftmals zu Verwirrungen führt.
Auf Deutsch beschreibt das Wort Biotop alle biotischen und abiotischen Eigenschaften eines Lebensraums für alle Lebewesen eines Ökosystems. So spielen zum Beispiel Luft, Wasser, Boden aber auch Luftfeuchtigkeit und Temperatur eine wichtige Rolle.
Wie das Biotop alle Habitate zusammenfasst, ist auch die Biozönose der Überbegriff aller Spezies eines Ökosystems. In anderen Worten beschreibt die Biozönose die Lebensgemeinschaft der Lebenden Organismen in einem bestimmten Ökosystem.
Was ist dann ein Ökosystem? Wie es das Wort ‘System’ andeutet, besteht eine Interaktion zwischen den Lebewesen (Biozönose) und deren Umgebung (Biotop). Dabei ist jedes Element dieses Systems auf die eine oder andere Weise von dem anderen Element abhängig. So essen Hirsche beispielsweise Gras, der Wolf jagt den Hirsch und Käfer zersetzen den Kadaver des Wolfs, wodurch Nährstoffe für das Gras geliefert werden. Natürlich können Individuen auch Teil mehrerer Ökosysteme sein. Zugvögel sind ein Paradebeispiel hierfür. Durch ihre geologische Verlagerung der Heimat alle halbe Jahre kommen sie mit verschiedenen Ökosystem in Kontakt und nehmen auch aktiv daran teil.
Zum Schluss noch die Biodiversität: Der Begriff Biodiversität (Biologische Vielfalt) bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Das heisst: Neben der Vielfalt der Arten beschreibt die Biodiversität auch die Vielfalt der Ökosysteme sowie genetische Variationen innerhalb von Arten.
- Nur wenige Tierarten haben die Antarktis als Habitat gewählt. Quelle: pixabay
- Rote und weisse Rosen Quelle: pixabay
- Maulesel Quelle: Google
https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/naturschutz/1860-was-ist-biodiversit%C3%A4t.html#sigProId9a17b8f9fd
Food for thought - Wieso polarisiert die Biodiversität?
Viele UmweltschützerInnen machen sich für eine grosse Biodiversität stark, aber weshalb? Ökosysteme haben sich in der Vergangenheit immer selber regeln können. Eine neue Spezies im Ökosystem hat sich entweder einen Platz im Biotop verschaffen können oder ist weitergezogen - nicht so schlimm oder? Tatsächlich hat das Artensterben auf der Welt drastisch zugenommen seitdem der Mensch vermehrt in seine Umwelt eingreift. Dabei zerstören wir Ökosysteme schneller, als sie sich erholen können. Oftmals sehen wir den Zusammenhang zwischen unserem Handeln und der Zerstörung nicht. Hinzu kommt, dass wir Ökosysteme nicht nur vereinzelt beeinflussen, sondern gleich auf mehreren Ebenen. Dabei wird zwischen der unmittelbaren Direkteinwirkung und der mittelbaren Gründen unterschieden:
unmittelbare Direkteinwirkung sind beispielsweise:
- Ungeregelte Jagd
- grossflächige Waldrodung
- chemische und physikalische Umweltbelastung
- Verdrängung heimischer Arten durch eingeschleppte invasive Arten.
mittelbare Gründe:
- Anstieg der Weltbevölkerung fordert mehr Ressourcen.
- Anstieg der Weltbevölkerung produziert mehr Emissionen und Abfall.