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Haare als Schutz
N. rafflesiana wächst auf verschiedenen Substraten, so auch auf sandigen Böden mit wenig Beschattung. Der oft weissfilzige, dichte Haarpelz von N.rafflesiana wird von Philipps und Lamb 1996 (zitiert nach McPherson 2009) als Schutzmechanismus gegen die extreme Lichtreflexion des hellen Sandes interpretiert.
Die Haare sind nicht nur verzweigt, sondern ihre Zellen sind im Vergleich zu vielen Nepenthesarten extrem lang. Der ausgeprägte Schutzmantel behindert natürlich den Transpirationsstrom, der den wachsenden Pflanzenteilen Nährelemente zuführen muss. Dies bedingt nun eben die sehr zahlreichen Hydathoden, die den Transpirationsstrom aufrecht erhalten.
Eine Beobachtung mag in diesem Zusammenhang erklärbar sein: An einigen Stellen scheint der Haarfilz geradezu "verbacken" zu sein. Das könnte auf die Sekretionstätigkeit der Hydathoden zurückzuführen sein, denn in ihrem Sekret wurden auch (wenn auch wenige) organische Stoffe nachgewiesen. Eigentlich sind die Haare von N. rafflesiana Sternhaare, aber ihre langzelligen, oft gewundenen Ausläufer passen gut zum Ausdruck "Spinnenhaare" (siehe Schmid-Hollinger 1971).