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Thania Ramseier
27.10.2021
23.1.2022
* Falls du ihn noch nicht gelesen hast: «Branding, Corporate Identity und Corporate Design – Begriffserklärung»
Damit Menschen zu potenziellen Kunden und später zu Stammkunden werden, musst du wissen, wen du ansprechen möchtest. Der erste Punkt ist also, sich mit dem Thema «Zielgruppe» zu beschäftigen. Ich empfehle dir eine Buyer Persona zu erstellen – also eine konkrete fiktive Person. Am besten gibst du dieser Person auch gleich einen Namen, damit du dir diesen Menschen besser vorstellen kannst. Als Beispiel nennen wir die Buyer Persona hier Andrea. Folgende Fragen solltest du beantworten können:
– Wie alt ist Andrea?
– Wo und wie lebt sie/er? (alleine, mit Partner:in? Kinder? …)
– Was arbeitet sie/er? Wie viel verdient sie/er?
– Welche Hobbys hat sie/er?
– Welche Werte sind ihr/ihm wichtig?
Tipp: Damit du deine Buyer Persona noch besser vor Augen hast, hilft es ihr oder ihm nicht nur einen Namen zu geben, sondern auch gleich ein Foto hinzuzufügen. Wenn du kein Foto von dir bekannten Leuten verwenden möchtest, empfehle ich dir thispersondoesnotexist.com zu besuchen. Auf dieser Website werden Menschen angezeigt, die mit künstlicher Intelligenz konstruiert wurden. Wenn du die Seite neu lädst, werden neue Gesichter angezeigt.
Damit du die richtigen Menschen ansprichst, solltest du dich und deine Werte kennen. Beschreib die Eigenschaften und Ideale, die dir wichtig sind und nach denen du handelst. Deine Werte sind deshalb von Bedeutung, weil sie dir bei Entscheidungen und Verhaltensfragen Orientierung geben. Es hilft dir, ein Unternehmen zu schaffen, dass dir entspricht und nach dem du strebst. Persönlichkeitstest können hierbei hilfreich sein (ich mag ja solche Tests ;)) Hier zwei Tests, die ich auch gemacht habe: 16 Personalities (teile gerne dein Resultat mit mir, bin gwungerig :)) und VIA Inventar der Stärken (es gibt unterschiedliche Tests bei der Uni Zürich, auf «jetzt teilnehmen» klicken und registrieren).
Einige Beispiele für Werte sind Disziplin, Gesundheit, Toleranz, Sorgfalt, Flexibilität, Freude, Natur, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Vertrauen, …
Schrift, Farben, Formen und Bildsprache sind wichtige Elemente beim visuellen Erscheinungsbild deiner Firma. Finde heraus, in welcher «Sprache» du kommunizieren möchtest. Diese Sprache hat einen Einfluss auf stilistische Fragen und Entscheidungen in der Gestaltung. Jede Schrift und jede Farbe vermittelt andere Werte. Deshalb solltest du dir Gedanken dazu machen, wie du nach aussen wahrgenommen werden möchtest. Welche Leute willst du ansprechen? Welchen Eindruck möchtest du bei Kunden und Interessenten hinterlassen?
Zwei Beispiele
Firma XY möchte seriös und förmlich wirken:
Sie nutzt eine Serifenschrift (wirkt hochwertig), bei der Farbwahl haben sie sich für blau entschieden (vermittelt Ruhe und Intelligenz) und sie verwenden schlichte und dunklere Bilder (schwarz-weiss mit leichtem Blaufilter).
Firma ABC will laut, frech und ausgefallen wirken:
Sie nutzen eine Serifenlose Schrift für den Grundtext (gut lesbar) sowie eine ausgefallene Schreibschrift für Titel. Als Hausfarbe haben sie sich für pink (Zielgruppe junge Frauen) und gelb (vermittelt Fröhlichkeit) entschieden. Bei den Bilderwelt sind immer fröhliche junge Menschen zu sehen, die bunte Kleidung tragen.
Dein Unternehmen/deine Marke muss über unterschiedliche Plattformen hinweg einheitlich und beständig sein. Egal was du kreierst und entwickelst, es muss zu deiner Strategie und Richtlinien passen. Ganz gleich, ob deine Zielgruppe auf Instagram einen Beitrag deiner Firma kommentiert, deine Website besucht, deinen Flyer in den Händen hält oder dein Logo an einem Auto sieht – du und deine Marke muss sichtbar sein und einheitlich erscheinen. Damit du dies gewährleisten kannst, hilft es alles gut zu dokumentieren und ein Styleguide zu erstellen (siehe Punkt 5).
Wenn du die Grundlagen für deine Identität geklärt hast, geht es an die Gestaltung. Am besten hast du diese Grundlagen und Richtlinien in einem Dokument (Styleguide) notiert. Es hilft dir und stellt sicher, dass weitere Elemente für dein Unternehmen einheitlich gestaltet werden und zu deinem Branding passen. Ein einheitliches Erscheinungsbild vermittelt Vertrauen bei deiner Zielgruppe und es ist auf den ersten Blick klar, dass es sich um dich und deine Firma handelt. Nicht jedes Unternehmen braucht auch dieselben Brandingelemente. Einige benötigen «nur» Logo und Visitenkarte, andere wiederum auch Verpackungen und Autobeschriftungen.
Logo: Es ist klar ein wenn nicht sogar das wichtigste Element deiner Firma. Es ist oft das Erste, was potenzielle Kunden sehen und einen ersten Eindruck hinterlässt.
Visitenkarte: Obwohl wir im digitalen Zeitalter sind, werden Visitenkarten immer noch sehr häufig verwendet. Sie sollte zu deinem Logo und den Gestaltungsrichtlinien passen.
Website: Jede Firma braucht eine Website. Diese sollte gem. Corporate Design und einheitlich zu deinen weiteren Unterlagen gestaltet sein.
Du möchtest ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild für deine Firma, hast aber keine Zeit und Lust dich in diese Themen zu vertiefen? Lieber möchtest du an deinem Kerngeschäft arbeiten. Das verstehe ich, deshalb habe ich zwei Angebote speziell für Corporate Design. Mehr Infos dazu findest du hier: Logodesign-Pakete für Selbständige und KMU.
Dein Corporate Design steht und du brauchst individuelle Drucksachen? Da bin ich gerne behilflich. Melde dich ungeniert bei mir (E-Mail schreiben). Weitere Informationen dazu findest du hier: Printmedien.
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Ausserdem erhältst du meinen Farb-Guide (inkl. Arbeitsblätter) zugeschickt. Darin erkläre ich, wie du DIE Business-Farben findest, mit denen du dich wohl fühlst und zeige, wie du diese im Tool deiner Wahl konsequent einsetzt.