Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/1480

Ja-Komitee zur «Ehe für alle» argumentiert mit Chancengleichheit
Vertreterinnen und Vertreter aller sechs Parlamentsfraktionen wollen der Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zum Durchbruch verhelfen. Am 26. September könne die Stimmbevölkerung mit einem Ja zur «Ehe für alle» die heutige Diskriminierung beseitigen.
Das überparteiliche Komitee mit dem Namen «Ja für alle» hat am Donnerstag vor den Medien in Bern seine Argumente präsentiert. Angeführt wird es von der Berner GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy. Sie hatte 2013 das Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe wieder aufs politische Parkett gebracht.
Heute können zwei Frauen oder zwei Männer in der Schweiz nicht heiraten. Sie haben lediglich die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Pro Jahr tun dies etwa 700 Paare. Diese eingetragene Partnerschaft wurde in den vergangenen Jahren in einzelnen Punkten rechtlich der Ehe angenähert. Es bestehen aber weiterhin grosse Unterschiede.
Mit der vom Parlament verabschiedeten Vorlage «Ehe für alle» sollen gleichgeschlechtliche Paare künftig zivil heiraten dürfen. Sie würden anderen Ehepaaren damit institutionell, aber auch rechtlich gleichgestellt. Das gilt etwa für die erleichterte Einbürgerung eines ausländischen Ehegatten, einer ausländischen Ehegattin.
Homosexuelle Paare sollen zudem gemeinsam ein Kind adoptieren können. Ausserdem erhalten verheiratete Frauenpaare Zugang zur gesetzlich geregelten Samenspende. Eingetragene Partnerschaften sollen künftig weitergeführt oder in eine Ehe umgewandelt, jedoch nicht mehr neu eingegangen werden können.
Der europäische Teil der Niederlande ermöglichte gleichgeschlechtlichen Paaren 2001 als erstes Land die Schliessung einer Ehe. In zahlreichen anderen europäischen Ländern können gleichgeschlechtliche Paare heiraten, etwa in den Benelux-Staaten, in Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal, Spanien, Irland, Island und in allen skandinavischen Ländern sowie im Vereinigten Königreich.
Kommentieren
Die Annahme der Vorlage "Ehe für Alle " führt zu einer neuen Ungleichheit. Damit wir es für lesbische Paare ermöglicht über eine Samenspende und künstlicher Befruchtung zu Kindern zu kommen. Weil dies für Männerpaare nict möglich sein wird führt dies zu nicht gleichen Rechten für Männer- und Frauenpaare. Zudem führt dies neue Möglichkeit für lesbenpaare zu deutlich mehr künstlichen Befruchtungen und somit zu einem zusätzlichen Bevölkerungsanstieg, der schlussendlich sich gar, wenn auch nur minim, sich auf den CO2 -Ausstoss sich auswirkt (ein Mensch mehr bei uns führt zu mehr CO2, wie z.B. ein Mensch mehr in Afrika). Deshalb ist es unverständlich, dass gerade Gründe und GLP Politiker*innen für die Ehe für Alle sich einsetzen.
Gegner der «Ehe für alle» nehmen Samenspende für Lesben ins Visier
Vertreterinnen und Vertreter von SVP, EDU und Mitte-Partei kämpfen gemeinsam gegen die «Ehe für alle», über die am 26. September abgestimmt wird. Sie stören sich unter anderem an der mit der Vorlage verknüpften Samenspende für lesbische Paare.
Knapp zwei Drittel der Stimmbevölkerung stimmen «Ehe für alle» zu
Als eines der Schlusslichter in Westeuropa erlaubt nun auch die Schweiz die zivile Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Rund zwei Drittel der Stimmbevölkerung haben der Referendumsvorlage zugestimmt. Damit endet ein langer Kampf für etwas mehr Gleichberechtigung.
Ehe für alle: Operation Libero startet Kampagne mit Hochzeitsfeier
Gleiche Liebe - gleiche Rechte: Mit dieser Forderung und einer Hochzeitsfeier vor dem Zürcher Standesamt hat die Bewegung Operation Libero am Dienstag ihre Kampagne für die Ehe für alle lanciert. Am 26. September wird landesweit darüber abgestimmt.
BAG meldet 1240 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1240 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 21 Spitaleinweisungen.
Keine generelle Zertifikatspflicht in Schweizer Skigebieten
In Schweizer Skigebieten gilt in der kommenden Wintersaison keine generelle Zertifikatspflicht. Die Bergbahnen verständigten sich mit dem Bund und den Kantonen darauf, vorerst keine neuen Schutzbestimmungen einzuführen, wie Seilbahnen Schweiz am Dienstag mitteilte.