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Unmittelbar an Kirche und Friedhof anstossend, hat der Platz des früheren Kirchengutes "Margrethenhof" schon immer kulturelle Funktionen erfüllt. Die vorwiegend religiös geprägte Kultur liess auch durchaus Raum für weltlich frohes Treiben: Die bis 1838 ausschliesslich hier auf dem Hof stattfindende Kirchweih ist dafür ein gutes Beispiel. Neuere Forschungsresultate zeigen gar, dass der Hof während der "Kilbi" das alleinige Schankrecht besass.
Der Platz selber wurde seit der Errichtung des Wohnhauses in der ersten Hälfte des 18. Jh. vom repräsentativen Bauernhaus, der Scheune, dem 1743 erbauten Spycher sowie dem teilweise ebenfalls barocken Waschhaus (der spätere Schweinestall) definiert.
Auch heute noch werden um den Margrethenplatz Kinder getauft und Messen zelebriert, wird Theater gespielt und werden Hochzeitsapéros abgehalten. Alljährlich treffen hier die Ballwiler Kinder und Eltern den St. Nikolaus.
Mit der Renovation des denkmalgeschützten Wohnhauses und des Spychers sowie den 2 Neubauten an Stelle der früheren Scheune wird dem Platz ein neuer Rahmen mit vergleichbaren Dimensionen gegeben. Mit dem teilweise erneuerten Gemeinschaftshaus (dem ehemaligen Waschhaus) erhalten nicht nur die Siedlungsbewohner (als Gemeinschaftsraum) und die Kirchgänger, sondern auch weitere Interessierte (Vereine und Private) Raum für kulturelle Aktivitäten.