Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/126978

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, mit verschiedenen Massnahmen die Hausarztmedizin als wesentlichen Teil der medizinischen Grundversorgung kurz- und mittelfristig zu stärken. Wo Massnahmen ausserhalb der Bundeskompetenzen liegen, setzt er sich zusammen mit den Kantonen für dieses Ziel ein. Im Weiteren sind die betroffenen Institutionen und Organisationen einzubeziehen. Bei der Umsetzung soll sich der Bundesrat schwerpunktmässig an den vom Eidgenössischen Departement des Innern bereits eingeleiteten Aktivitäten zu einem Masterplan "Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung" orientieren. Noch vor Ablauf der Behandlungsfrist für die Volksinitiative "Ja zur Hausarztmedizin" (11.062 s) sollten Resultate vorliegen, die dem Initiativkomitee einen Rückzug der Initiative erlauben würden.</p><p>Angestrebt werden soll insbesondere:</p><p>1. der systematische Einbezug der Hausärzte bei der Gesetzgebung und bei anderen neuen Projekten, die die medizinische Grundversorgung betreffen;</p><p>2. die explizite Verankerung der Hausarztmedizin als wesentlichen Bestandteil der medizinischen Grundversorgung im Medizinalberufegesetz;</p><p>3. die Integrierung hausarztspezifischer Lernziele sowie der Praxisassistenz in den betreffenden ärztlichen Weiterbildungsgängen und die Sicherstellung der Finanzierung ausreichender Weiterbildungsplätze;</p><p>4. die Stärkung und Konsolidierung von Lehre und Forschung zur Hausarztmedizin an den Universitäten;</p><p>5. der Auf- und Ausbau der Versorgungsforschung, namentlich zu hausarztspezifischen Themen;</p><p>6. die Unterstützung innovativer Versorgungsmodelle sowie des Sonntags-, Nacht- und Notfalldienstes;</p><p>7. die angemessene Abgeltung der hausärztlichen Leistungen, insbesondere durch Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der Analysenliste sowie der Struktur des Tarmed.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist mit dem Grundanliegen und der Stossrichtung der Motion einverstanden. Die Umsetzung der verlangten Massnahmen muss dabei im Rahmen der geltenden Aufgaben- und Finanzierungsaufteilung in der medizinischen Grundversorgung zwischen Bund und Kantonen erfolgen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.