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Einfach war die Aufgabe für beide nicht, das war uns schon klar. Doch La Lande hatte sehr gut gearbeitet und hätte eigentlich Geld verdienen sollen. Markus Kolb liess sie zunächst an dritter Stelle mitgaloppieren, versuchte dann durch den letzten Bogen vorwärts zu reiten - es blieb beim Versuch. La Lande war praktisch von einem Galoppsprung auf den nächsten geschlagen und trudelte mit klarem Abstand als Letzte ins Ziel. Eine Leistung, die so nicht stimmen kann - wenn man weiss, wie sie in der Arbeit gegangen ist.
"Sie ging zu Beginn wirklich gut, doch sobald ich sie gedrückt habe, ging sie nur noch rückwärts", erklärte Markus Kolb, "ich habe das Gefühl sie atmet nicht."
Gut möglich, dass sich La Lande noch an das erste Rennen in Avenches erinnert, wo sie mit einer Atemwegsentzündung angetreten war. Dies hat ihr dort sicher weh gemacht. Wie auch immer, La Lande kann sicher mehr. Fragt sich nur, wann sie das beweisen kann.
Aus dem hinteren Band zu starten bei 18 Pferden war für Melbourne und Heinz nicht gerade einfach. Die beiden fanden sich denn auch bald in hintersten Regionen wider. Auch in der letzten Gegenseite hatte sich daran nichts geändert. Dann begann Heinz etwas aufzurücken und in der Zielgeraden überholten die beiden noch ein paar Gegner - am Ende bedeutete dies Rang 10.
"Es ging mir heute einfach darum, sie im Rennen mal kennenzulernen", meinte Heinz Koller, "sie ist wirklich cool und deutlich einfacher zu fahren als zum Beispiel Jullyannis. Auf diesem Rennen können wir jetzt aufbauen."
Als nächstes könnte es für Melbourne und Heinz am 22. Juli wieder in Avenches weiter gehen.