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ALICANTE
Es ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der autonomen Region Valencia.
Alicante (Alacant) ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Spaniens.
Seine Wirtschaft basiert hauptsächlich auf Tourismus und Weinproduktion.
Neben Wein werden auch Olivenöl und Obst exportiert.
Daneben gibt es Leichtindustrien wie Lebensmittelverarbeitung sowie eine Leder-, Textil- und Steinzeugindustrie.
Ausserdem ist Alicante seit 1994 der Sitz des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt im Europäischen Wirtschaftsraum.
Interessant und beliebt sind die grossen Wochenmärkte in Alicante (Nähe der Stierkampfarena) donnerstags und samstags bis gegen 14 Uhr.
Preiswert und günstig kann man dort Kleidung und vor allem Obst und Gemüse kaufen.
Die Markthalle (Mercado Central) auf der Av. Alfonso X el Sabio hat von Montag bis Samstag 8 bis 14 Uhr geöffnet.
Weitere Markthallen gibt es in den Stadtteilen Pla-Carolinas, Benalúa und Babel.
Verkehr
Es gibt eine regelmässige Fährverbindung zu den Balearen und einen internationalen Flughafen in der Nähe.
Zum öffentlichen Nahverkehr gehören zahlreiche Buslinien sowie zwei Stadtbahn-Linien.
Eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit ist die Burg Castillo de Santa Bárbara, die sich oberhalb der Stadt auf einem Felsen befindet.
Die Promenade Esplanada de España, bestehend aus 6,5 Millionen Marmorsteinchen, gesäumt von Palmen, eine der schönsten Promenaden Spaniens und der abendliche Treffpunkt der Alicantiner, die den dort häufig stattfindenden Konzerten lauschen.
Am Ende der Promenade befindet sich ein Monument des Künstlers Mark Hersch, der noch heute in Alicante lebt.
Hauptkirche Alicantes und Bischofssitz der Diözese Orihuela-Alicante ist die Concatedral de San Nicolás de Bari.
Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist im Herrera-Stil gehalten.
Einer der schönsten Parks von Alicante, ursprünglich hervorgegangen aus einem grossen Palmengarten, mit Spazierwegen, Kinderspielplätzen, Seen und Bächen, Picknicktischen, einem Auditorium für Konzerte und einer sehr schönen Aussicht über die Bucht von Alicante.
Auf dem Berg Benacantil liegt der junge Park La Ereta mit vielen Pflanzen, Bäumen, Sitz-und Ruhemöglichkeiten, einem Cafe und einem fantastischen Panoramablick.
Von zwei ausgezeichneten Architekten konzipiert und verwirklicht, bringt dieser Park eine feine Harmonie zwischen modernem Design und Natur.
Im Ausstellungssaal auf dem Gelände sind Kunstwerke zu bewundern.
Der Park „Parque de la Ereta“ verläuft von der Burganlage bis hinunter in die Altstadt Alicantes.
Von Alicante aus wird die wenige Kilometer entfernte Touristeninsel Tabarca verwaltet.
Einst ein Schlupfwinkel für Piraten, heute eine Touristenattraktion.
Sehenswert ist die Stadtbefestigung mit ihren verschiedenen Toren und Schanzen, die Wehrkirche Iglesia de San Pedro y San Pablo, das Haus des Gouverneurs, die Grotte Cueva del Llop Marí mit Zugang vom Meer aus und der Torre de San José, ein 27 m hoher, einzel stehender Wachturm, dessen Bau auf Plänen aus dem 14. Jahrhundert beruht.
Zu erreichen ist die Insel mit Booten vom Hafen von Alicante oder von Santa Pola aus.
Wichtigste Festlichkeit in Alicante sind die Hogueras de San Juan am 24. Juni, die den Fallas in Valencia ähneln.
Bei diesen Johannisfeuern werden in der ganzen Stadt haushohe, kunstvolle Skulpturen verbrannt.
Zu den Hogueras wird ausserdem ein Feuerwerks-Championat ausgetragen.
Vor Ostern finden in Alicante Prozessionen zur Semana Santa statt.
Die Bewohner des Viertels San Blas feiern die Moros y Cristianos.
Am zweiten Donnerstag nach Ostern ist der Tag der „Romería de la Santa Faz“, einer Wallfahrt in ein etwas ausserhalb Alicantes gelegenen Kloster, in dem ein Leintuch mit dem Gesichtsabdruck Christi als Reliquie verehrt wird.
Die Reliquie befindet sich bereits seit dem 15. Jahrhundert in dem Kloster, ihr werden zahlreiche Wunder nachgesagt.
Sprachen in Alicante
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Alicante eine überwiegend katalanischsprachige Stadt.
Die Attraktivität brachte bereits vor dem Spanischen Bürgerkrieg auch spanischsprachige Menschen in die Stadt.
Während der Franco-Diktatur war das Katalanische (Valencianische) verboten und so fasste die spanische Sprache noch stärker Fuss.
Auch der katalanische Name der Stadt, Alacant, durfte nicht mehr verwendet werden.
Die Stadt hiess über Jahrzehnte ausschliesslich Alicante.
Heute sind beide Sprachen offizielle Amtssprachen und das Katalanische erlebt, nicht zuletzt durch die intensive Förderung durch die Regionalregierung der Region Valencia, eine Renaissance.
Auch der Name Alacant ist (neben der spanischen Bezeichnung Alicante) wieder amtlich.