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Der Anfang der australischen Weingeschichte lässt sich genau datieren: Alles begann am 26. Januar 1788. Damals legte die erste Flotte aus dem Vereinigten Königreich mit 11 Schiffen und rund 1‘000 Männern und Frauen an den Küsten des neuen Kontinents an. Gut drei Viertel der Personen waren Strafgefangene, die aus Grossbritannien in die Kolonie verbannt worden waren. Doch nicht alles, was nach Australien kam, war zuvor in der Heimat negativ aufgefallen: Auf den Schiffen wurden auch Reben aus der Heimat mitgeführt, die in Down Under ebenfalls ein neues Zuhause finden sollten. Ab den 1850-er Jahren erfuhr der australische Weinbau einen regelrechten Boom, in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales und South Australia entstand ein grossflächiges Weinbaugebiet.
Heute liegt Australien mit seinen 2‘300 Kellereien mengenmässig an sechster Stelle im weltweiten Ranking der produzierenden Länder. Was die Exportmenge betrifft, platziert sich der fünfte Kontinent hinter Frankreich, Italien und Spanien an vierter Stelle. Rund 90 Sorten werden heute in Australien kommerziell angepflanzt, die gesamte Anbaufläche beträgt etwa 172‘000 Hektar. Shiraz und Chardonnay machen dabei mit 72‘000 Hektar den grössten Teil der Bestockung aus, aber auch Merlot, Pinot Noir, Petit Verdot oder Grenache liefern häufig die Grundlage für Wein aus dem Land der Bumerangs und Kängurus.
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