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Die Bienen sichern die Bestäubung von rund 80% der Kultur- und Wildpflanzen und die Bienenhaltung soll diese ökologische Schlüsselfunktion für die Biodiversität und die Landwirtschaft weiterhin erfüllen können.
Die rund 18'000 schweizerischen Imkerinnen und Imker, die insgesamt mehr als 170'000 Bienenvölker halten, sind mit grossen Herausforderungen konfrontiert - etwa den massiven Bienenverlusten in den vergangenen Wintern. Das stellt die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in Erfüllung der Motion Gadient (04.3733) eingesetzte Arbeitsgruppe "Bienen" in ihrem Schlussbericht fest. Die Vertreterinnen und Vertreter der Imkerorganisationen, der Landwirtschaft und der Bundesverwaltung haben deshalb einen Massnahmenkatalog erarbeitet, der eine stärkere Förderung der schweizerischen Bienenhaltung in den Bereichen Forschung, Ausbildung der Imkerinnen und Imker, Königinnenzucht und Selektion sowie Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten zum Ziel hat.
Eine Bienenzuchtorganisation für alle Rassen wurde 2010 aufgebaut, die den Auflagen der Tierzuchtverordnung entspricht, und der Bund gewährt einen finanziellen Beitrag an züchterische Massnahmen. Zudem ist anfangs 2013 eine Unterstützung für die Führung eines privaten, nationalen Gesundheitsdienstes für Bienen (Bienengesundheitsdienst BGD) realisiert worden.
Die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit sowie an die Prävention und die Bekämpfung von Bienenkrankheiten erfordern eine gute Ausbildung und eine intensive Betreuung der Imker und Imkerinnen. Weil die Mehrheit der Schweizer Bienenhalter die Imkerei in ihrer Freizeit betreibt, ist die Ausbildung der Imkerkader (Bienenberater, Königinnenzüchter, Bieneninspektoren und Honigkontrolleure) zu verbessern. Dies ist eine der Aufgaben des BGD.
Im Weiteren wurde im 2010 ein zentralen Betriebsregisters der Bienenhaltungen eingeführt. Ein solches Register soll eine bessere Kontrolle des Bienenverkehrs ermöglichen und dadurch die Bekämpfung von Krankheiten und die Verhinderung von Epidemien verbessern. Der Bund wird weiterhin Beihilfen für die imkerliche Beratung und für die Absatzförderung von Bienenprodukten ausrichten. Ausserdem empfiehlt die Arbeitsgruppe, die Gründung einer akademischer Fachstelle für Bienenkrankheiten. Eine Professur wurde anfangs 2013 an Universität Bern gegründet, finanziert durch eine Stiftung und dem Bund.