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Bereits in der Schwangerschaft kann eine Stillberatung von Nutzen sein. Beispielsweise zur Stillvorbereitung bei Schwangerschaftsdiabetes oder nach eine schlechten Stillerfahrung. Der Schwangerschaftsdiabetes tritt bei 5 bis 10 Prozent aller Schwangeren auf und zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Krankheiten. Kinder von Müttern mit Diabetes haben zudem ein erhöhtes Risiko, später selbst an Diabetes zu erkranken. Dieses Risiko kann durch Stillen bzw. die Gabe von Muttermilch deutlich gesenkt werden. Neugeborene von Müttern mit Diabetes leiden häufig nach Geburt an einer Unterzuckerung, da sie sich hohe Zuckerwerte gewöhnt sind und viel Insulin im Blut haben. Durch vorgeburtliches Ausstreichen von Kolostrum (Vormilch) kann die Milchbildung bis zur Geburt gesteigert und das Risiko, dass das Baby künstliche Säuglingsmilch bekommt, reduziert werden. Das gewonnene Kolostrum kann bis zur Geburt in Spritzen eingefroren und bei Bedarf nach der Geburt an das Baby per Spritze oder per Becher verabreicht werden. Kolostrum ist nach der Geburt das Beste für das Baby, da die darin enthaltenen Enzyme den Blutzucker viel besser stabilisieren als künstliche Säuglingsmilch. Ab der 37. Schwangerschaftswoche kann mit Ausstreichen von Kolostrum begonnen werden. Wenn Sie mehr dazu erfahren und die Technik dazu erlernen möchten, dürfen Sie sich gerne telefonisch für einen Termin bei mir melden.