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Thiethylperazin Arzneimittelgruppen Neuroleptika PhenothiazineThiethylperazin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phenothiazine, der zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Schwindel verschiedener Ursache eingesetzt wird. Thiethylperazin wurde wie andere Phenothiazine auch als Antipsychotikum verabreicht. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus an Dopamin-Rezeptoren. Die Dragées werden ein- bis dreimal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Mundtrockenheit, Benommenheit und Schläfrigkeit. Wechselwirkungen sind mit zentral dämpfenden Arzneimitteln und CYP2D6-Hemmern möglich. Produkte
Thiethylperazin war in Form von Dragées, als Injektionslösung und als Zäpfchen im Handel (Torecan®, Novartis). Es war in der Schweiz seit 1960 zugelassen. Die Suppositorien gingen im Jahr 2010 aufgrund mangelnder Nachfrage ausser Handel. Die weiteren Arzneiformen wurden im Jahr 2014 vom Markt genommen.Struktur und Eigenschaften
Thiethylperazin (C22H29N3S2, Mr = 399.6 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Thiethylperazinmaleat vor. Thiethylperazindihydrogenmaleat ist ein weisses bis schwach gelbliches oder grünlich gelbliches, kristallines oder körniges Pulver, das in Wasser sehr schwer löslich ist. Thiethylperazin gehört zu Gruppe der Phenothiazine und trägt eine Piperazinseitenkette.
Wirkungen
Thiethylperazin (ATC R06AD03 ) hat antiemetische und antipsychotische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus an Dopamin-Rezeptoren. Thiethylperazin interagiert auch mit weiteren Rezeptoren. Es hat eine Halbwertszeit von etwa 12 Stunden.
IndikationenDosierung
Gemäss der Fachinformation. Die Dragées werden ein- bis dreimal täglich verabreicht.Kontraindikationen
Thiethylperazin ist bei einer Überempfindlichkeit, einer Überempfindlichkeit gegen Phenothiazine, komatösen Zuständen, bei Kindern unter 15 Jahren und während der Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.InteraktionenUnerwünschte Wirkungen
Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Mundtrockenheit, Benommenheit, Schläfrigkeit und extrapyramidale Symptome. Selten wurde über über Leberfunktionsstörungen und das Auftreten eines malignen neuroleptischen Syndroms berichtet.siehe auchLiteratur
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
- Krohn M. et al. Cerebral amyloid-beta proteostasis is regulated by the membrane transport protein ABCC1 in mice. J Clin Invest. 2011 Pubmed
- Pharmacopoea Helvetica
- Quellen
- Reynolds J. (Hrsg.) Martindale. The Extra Pharmacopoeia. London: The Pharmaceutical Press, 1989
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.