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Eine Tafel an der Zufahrt zum Reservat der Penticton Indian Band erinnert daran, dass Ende Mai mit Bodenradar auf dem Areal der ehemaligen Indian Residential School in Kamloops 215 nicht markierte Kindergräber entdeckt wurden. (Blog-Beiträge „Trauer und Empörung“ vom 7. Juni und „Vier Kirchen in Flammen“ vom 29. Juni.)
In Oliver rief Clarence Louie, Chief der Osoyoos Indian Band, zu einem gemeinsamen Gang von „Indigenous and non Indigenous people“ vom Community Centre zur neu errichteten Gedächtnis-Mauer auf dem Reservat auf.
Hunderte von „Indigenous and non Indigenous people “ fanden sich beim Community Centre ein und brachten kleine Steine mit, um sie an der Mauer niederzulegen. Ich musste zur Zeit der Denkmal-Enthüllung die RipOff Artists-Ausstellung hüten. Marianne trug auch für mich ein Steinchen mit und fotografierte den Zug.
In die Memorial Wall sind links und rechts Backsteine eingelassen, die von den ehemaligen Indian Residential Schools in Kamloops und Cranbrook stammen.
Auf der Rückseite der Mauer ist u.a. zu lesen, das Ziel dieser Schulen sei es gewesen, indianische Sprache und Kultur zu zerstören und so „den Indianer im Kind zu töten“.
Hier die Gedenktafel aus der Nähe:
Unter der Tafel sollen schliesslich die Namen aller Kinder der Osoyoos Indian Band angebracht werden, die Residential Schools hatten besuchen müssen.
Vorläufig erinnern die mitgebrachten bunten Steine, eine kleine Puppe und ein Teddybär an sie.