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Rollstuhl Rugby – Die Fighting Snakes
Die Fighting Snakes ist die Rollstuhl-Rugby-Mannschaft in der Zentralschweiz (Nottwil). Doch was ist genau Rollstuhl-Rugby und wer kann überhaupt mitspielen? Wir bringen Ihnen das Spiel gerne im folgenden Beitrag näher.
Um beim Rollstuhl-Rugby mitspielen zu können, müssen drei Einschränkungen festgestellt werden, entweder an den Armen oder an den Beinen. Tetraplegiker, amputierte Finger, Hände, Arme oder Beine sind die häufigsten Beeinträchtigungen. Der Spieler muss allerdings fähig sein, einen manuellen Rollstuhl selbst anzutreiben. Jeder Spieler wird anhand seiner Einschränkungen kategorisiert. Je geringer die Beeinträchtigung, desto höher ist die Punktzahl des Spielers. Die Einstufungen liegen zwischen 0.5 bis 3.5 Punkten. Um Gerechtigkeit zu gewährleisten, ist eine Maximalpunktzahl von 8 pro Mannschaft festgelegt. Da die Teams gemischt sind, bekommen die Frauen einen Bonus von 0.5 Punkten.
Es gibt vier Mannschaften/Clubs in der Schweiz. Die Fighting Snakes trainieren zweimal pro Woche im Paraplegikerzentrum in Nottwil. Während dem Training und den Turnieren sind immer Betreuungspersonen anwesend. Sie unterstützen und helfen den Spielern beim Transfer, beim Anziehen der Handschuhe oder bei pflegerischen Interventionen. Frischverletze dürfen jederzeit ein Schnuppertraining besuchen, wenn sie das OK vom Arzt bekommen haben. Die Mehrheit der Spieler nimmt an Turnieren teil, da aber auch Plauschspieler in der Mannschaft sind, ist es manchmal schwierig das Training optimal für alle zu gestalten. Die Fighting Snakes finden allerdings immer einen Kompromiss. Die Schweizermeisterschaften werden an drei Turnierwochenenden ausgetragen, an denen sie natürlich auch nicht fehlen dürfen.
Die Regeln zusammengefasst:
- Rollstuhlkontakt ist erlaubt.
- Körperkontakt ist verboten.
- Die offensive Mannschaft muss innerhalb von 12 Sekunden den Ball über die Mittellinie befördern.
- Man hat (im Ganzen) 40 Sekunden Zeit, um ein Tor zu erzielen.
- Der Ball muss spätestens alle 10 Sekunden geprellt oder gepasst werden.
- Der Angreifer darf maximal 10 Sekunden im Key stehen.
- Ein Offensiv-Foul wird mit Ballverlust geahndet.
- Ein Defensiv-Foul kann entweder mit einer Strafminute, welche wie beim Eishockey bei einem Tor aufgehoben wird, oder mit einem Penalty Goal geahndet werden.
Das wichtigste am Rollstuhl-Rugby ist Spass zu haben! Für die Spieler ist es gut neue Leute kennenzulernen mit ähnlichen Einschränkungen, um sich gegenseitig auszutauschen. Es stärkt die Selbständigkeit und sie trainieren Kraft und Ausdauer zugleich. Publicare findet solche Sportarten sehr gut und unterstützt daher das Team Fighting Snakes.
27.04.2020