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Forscher haben die Befürchtung geäußert, dass „Zombie-Viren“ als mögliche Folge des Klimawandels aus ihren gefrorenen Gefängnissen ausbrechen könnten.
Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Forschern aus Frankreich, Deutschland und Russland können uralte Viren, die im Permafrostboden schlummern, immer noch Amöben infizieren, wenn sie wiederbelebt werden.
Die Forscher sammelten mehrere Viren aus dem gefrorenen Boden in Sibirien und testeten, ob sie noch moderne Einzeller infizieren können.
Obwohl die fraglichen „Zombie“-Viren nur in der Lage sind, Amöben zu infizieren, haben die Ergebnisse die Besorgnis geweckt, dass der Klimawandel andere uralte Krankheitserreger wiederbeleben könnte – solche, für die der Mensch empfänglich sein könnte.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift Viruses veröffentlicht.
MSN berichtet: Die Studie wurde von dem Paläoviologen Professor Jean-Michel Claverie von der französischen Universität Aix-Marseille und seinen Kollegen durchgeführt.
Sie sagten: „Ein Viertel der nördlichen Hemisphäre ist von dauerhaft gefrorenem Boden bedeckt, der als Permafrost bezeichnet wird.
„Aufgrund der Klimaerwärmung setzt der unumkehrbar auftauende Permafrostboden bis zu einer Million Jahre lang gefrorenes organisches Material frei, das sich größtenteils in Kohlendioxid und Methan zersetzt, was den Treibhauseffekt weiter verstärkt.
„Ein Teil dieser organischen Materie besteht auch aus wiederbelebten zellulären Mikroben […] sowie aus Viren, die seit prähistorischen Zeiten inaktiv geblieben sind.“
Die Forscher fuhren fort: „In der Literatur finden sich zahlreiche Beschreibungen der reichen und vielfältigen prokaryotischen Mikrobiome im Permafrost.“
Sie fügten jedoch hinzu: „Seit den beiden ursprünglichen Studien, in denen das Pithovirus (2014) und das Mollivirus (2015) beschrieben wurden, ist kein weiterer Bericht über ‚lebende‘ Viren veröffentlicht worden.
Dies suggeriert fälschlicherweise, dass solche Vorkommnisse selten sind und dass „Zombie-Viren“ keine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellen.
„Um eine realitätsnähere Einschätzung wiederherzustellen, berichten wir über die vorläufige Charakterisierung von 13 neuen Viren, die aus sieben verschiedenen alten sibirischen Permafrostproben isoliert wurden, eine aus dem Lena-Fluss und eine aus Kamtschatka-Kryosol.“
In ihren bereits erwähnten früheren Arbeiten zeigte das Team, dass ein 30.000 Jahre altes Exemplar des Pithovirus wiederbelebt werden und infektiös blieb, und dass das Mollivirus nach dem Auftauen eine Amöbe infizieren konnte.
Die neue Studie folgt demselben Protokoll. Aus Sicherheitsgründen sammelten die Forscher nur sogenannte Riesenviren – mit einem Durchmesser von 200 bis 400 Nanometern -, die nur Amöben befallen können, nicht aber Menschen oder andere Lebewesen.