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Nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel des Stanley-Cup-Finals sind Roman Josi und seine Nashville Predators gefordert. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das Comeback wird sehr schwierig.
Wir beginnen mit der schlechten Nachricht für alle Fans der Nashville Predators. Noch nie in der gesamten Geschichte des Teams, haben die Preds eine Serie gewinnen können, nachdem sie mit 0:2 im Rückstand lagen.
Zwar haben sie schon zwei Mal einen 0:2-Rückstand in den Playoffs wieder ausgeglichen (2004 und 2008 gegen Detroit). Beide Male haben sie die Serie danach aber dennoch mit 2:4 verloren.
Die noch etwas schlechtere Nachricht für Nashville ist, dass Pittsburgh noch nie in der Crosby-Malkin-Ära (seit 2006) eine 2:0-Führung aus der Hand gab.
Einen leichten Hoffnungsschimmer gibt es dennoch für die Predators. So haben die Penguins in der jüngeren Geschichte doch schon zweimal eine Zwei-Siege-Führung in einer Playoff-Serie aus der Hand gegeben (2011 nach 3:1-Führung gegen Tampa Bay und 2014 gegen nach 3:1-Führung gegen die New York Rangers).
Zurückblickend auf die gesamte Geschichte der Stanley-Cup-Playoffs, können sich die Predators ebenfalls an einen kleinen Strohalm klammern. 50 Mal kam es bis heute vor, dass ein Team in einer Finalserie mit 0:2 zurück lag. Fünf Mal konnte das zurückliegende Team in diesem Fall die Serie noch drehen und den Stanley Cup noch gewinnen (1942 Toronto [sogar 3:0 im Rückstand], 1966 Montreal, 1971 Montreal, 2009 Pittsburgh, 2011 Boston).
Die Penguins wissen also selbst sehr gut, wie das geht. 2009 holten sie den Cup, obwohl sie gegen Detroit mit 0:2 und 2:3 im Rückstand lagen.
Optimistische Nashville-Fans können sogar sagen, dass die Situation gar nicht so schlecht ist, wie sie aussieht. Schliesslich waren es zwei Auswärtsspiele in Pittsburgh – da kann man schon auch mal zwei Mal in Serie verlieren. Mit zwei Heimsiegen wäre die Serie wieder ausgeglichen und neu lanciert. Schliesslich haben die Predators in diesen Playoffs sieben von acht Heimspielen gewonnen. Über die gesamte Geschichte der Franchise gesehen, gestaltet Nashville rund 60 Prozent ihrer Heimspiele erfolgreich.
Das Problem ist, dass ihnen mit den Penguins eine extrem starke Auswärtsmannschaft gegenüber steht. Pittsburgh hat in den Playoffs 2017 fünf von neun Auswärtsspielen gewonnen. Und das ist kein neuer Trend: Seit 2007 feierten sie in 47% ihrer Playoff-Auswärtsspielen einen Sieg.
Der Blick in die Statistik zeigt, die Predators stehen vor einer Monsteraufgabe, wenn sie diese Serie noch drehen möchten. Ein Sieg Nashvilles im dritten Spiel ist wahrscheinlich. Schliesslich haben die Predators zuletzt im Oktober drei Spiele hintereinander verloren. Sie beendeten damals diese Negativserie damals mit einem 5:1-Heimseig – gegen die Pittsburgh Penguins.