Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03525.jsonl.gz/2854

Nachdem am vergangenen Wochenende bereits die Jüngeren die Schweizermeister im Griechisch-Römischen Stil erkoren hatten, waren an diesem Wochenende die Kadetten und Aktiven in Willisau auf der Matte. 166 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung, sieben Ringer des Ringerclub Oberriet-Grabs nahmen daran teil und brachten zwei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen nach Hause.
Dominik Laritz (1), Janis Steiger (1), Nicolas Steiger (2),
Quintus Zogg (3), Flavio Freuler (3)
Vier Medaillen bei den Kadetten
Janis Steiger startete im zweitleichtesten Gewicht bis 42kg und liess seinen Gegnern von Anfang an keine Chance. Er startete mit einem Schultersieg, legte Technische Überlegenheit und zum Schluss noch einen Punktesieg hinterher, mehr braucht es gar nicht – die Goldmedaille und somit der Schweizermeistertitel war seiner. Im nächsten Gewicht bis 46kg startete Quintus Zogg. Der Grabser traf gleich im ersten Kampf auf den späteren Finalteilnehmer Dorien Hutter von der RS Kriessern, dem er unterlag. Danach fand er aber zu seiner Form zurück und legte zweimal Technische Überlegenheit nach. Im vierten Kampf verlor er gegen Fabian Zgraggen, den spätere Schweizermeister und kam somit ins kleine Finale. Dieses konnte er wieder für sich entscheiden, landete somit auf dem stolzen dritten Platz und holte sich Bronze. In der Gewichtsklasse bis 63kg starteten gleich drei RCOG-Ringer: Nicolas Steiger, Tobias Sturzenegger und Dominik Laritz. Letzterer dominierte das Turnier von Beginn weg und gewann souverän den Schweizermeistertitel. Auch dieses Wochenende musste er sich diesen im Finale wieder gegen einen Teamkollegen erringen, wieder ein Steiger, diesmal aber Nicolas. Nicolas Steiger war in Höchstform und begann das Turnier mit dreimal Technischer Überlegenheit, wobei er auch gegen Tobias Sturzenegger antreten musste. Erst der Schultersieg von Dominik Laritz im Finale vermochte ihn zu stoppen und somit musste er dem Mannschaftskollegen die Goldmedaille zugestehen, durfte sich selbst aber mit Silber schmücken. Tobias Sturzenegger hatte weniger Glück und musste sich mit dem 10. Schlussrang zufriedengeben, der ebenfalls gestartete Samuel Vetsch errang bis 50kg den 8. Platz.
Bronzemedaille in der Schweiz, enttäuschender 20. Platz in Serbien
Bei den Aktiven startete nur Flavio Freuler und dies nach einer zweiwöchigen Verletzungspause. Davon merkte man dem Rheintaler aber nichts an, er gewann gleich den ersten Kampf auf die Schulter. Im zweiten Kampf stand er dem Freiämter Pascal Strebel, dem späteren Schweizermeister gegenüber und musste sich geschlagen geben. Trotzdem liess er sich nicht aus der Ruhe bringen und setzte einen Sieg an den anderen - vier weitere Kämpfe lang. Dies brachte ihm den Einzug ins kleine Finale um Rang 3 und 4, welches er gegen Kim Besse ebenfalls, wenn auch knapp, für sich entscheiden konnte. Dies bedeutete die Bronzemedaille für Flavio Freuler im Gewicht 71kg, nach der Goldmedaille vom letzten Jahr für 66kg. Sein Teamkollege Andreas Vetsch trat nicht in Willisau an, er wollte es dieses Wochenende ganz genau wissen: Er startete an der Europameisterschaft Greco in Novi Sad (Serbien).
Schwerer Start in Serbien
Leider hatte Vetsch ziemliches Lospech und startete in der ersten Runde gegen den serbischen Olympiasieger und Weltmeister Stefanek, der sich vor dem heimischen Publikum mit viel Rückenwind bewegte. Vetsch liess sich davon nicht beeindrucken, brachte viel Mut zum Risiko auf und stieg Vollgas in den Kampf ein. Sein Einsatz zahlte sich leider nicht aus und er musste sich gegen den späteren Finalteilnehmer geschlagen geben. Dafür bescherte ihm dessen Finaleinzug die Möglichkeit in der Hoffnungsrunde noch einmal anzutreten. Dort traf er auf den Letten Jurkjans, wie an der U23 Meisterschaft. Damals hatte er noch kaum eine Chance, nun zeigte Vetsch wie viel er dazugelernt hatte und es ging konstant hin und her. Schlussendlich drängte ihn Jurkjans ins Aus und holte mit 3:1 Punkten einen äusserst knappen Sieg. Sein 20. Platz verdeutlicht somit nicht wirklich, welche Leistungen Andreas Vetsch auch International im Moment bringt. Sein gestecktes Ziel ist die Olympiade in drei Jahren und dieses Turnier war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir werden in der nächsten Zeit sicher noch einiges von ihm hören.