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Seit dem Bau des ersten Krematoriums 1889 in Zürich nimmt die Zahl der Feuerbestattungen stetig zu. Derzeit werden von den jährlich rund 60 000 Verstorbenen etwa zwei Drittel kremiert. Hauptgrund: Religiös motivierte Bedenken gegenüber Feuerbestattungen werden immer weniger gewichtet. Die katholische Kirche akzeptiert seit 1963 die Einäscherung von Leichen, nachdem sie dies 1886 verboten hatte. Bei orthodoxen Juden und Moslems ist die Kremation verboten üblich ist sie hingegen für Sikhs, Hindus und Buddhisten. Wissenschaftler vermuten, dass die Feuerbestattung sogar älter ist als die Erdbestattung. Die ersten Leichenverbrennungen sollen bereits 3000 vor Christus in Europa und im Nahen Osten stattgefunden haben.