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Die Wühlmäuse leben in Erdröhren oder Erdlöchern und sammeln meist Wintervorräte ein, ohne einen Winterschlaf zu halten.
Die Waldwühlmaus (A. [Hypudaeus] glareolusWagn.), 10 cm lang, mit 4,5 cm langem Schwanz, deutlich aus dem Pelz hervorstehendem
Ohr, welches von der Basis des Außenrandes an halbe Kopflänge erreicht, und sechs rundlichen Wülsten
auf der hintern Fußsohle, ist oberseits braunrot, nach den Weichen hin heller, mit Grau getrübt, unterseits und an den Füßen
scharf abgesetzt weiß, auch der Schwanz ist zweifarbig, nach der Spitze hin länger behaart.
Die Wasserratte (Scher-, Reut-, Hamster-, Mollmaus, A. [Paludicola] amphibiusDesm.), 14,5-15,5 cm lang, mit 6,5-8,5 cm langem Schwanz,
dickem, rundem, kurzem Kopf, nicht aus dem Pelz hervortretenden Ohren, fünf rundlichen Wülsten auf der
hintern Fußsohle und ringsum gleichmäßig, ziemlich dicht, kurz und steif behaartem, einfarbigem Schwanz, ist oberseits
graubraun oder braunschwarz, nach der Unterseite hin allmählich heller werdend; doch kommen mancherlei Abänderungen in der
Farbe vor, und da auch die Lebensweise der Tiere sehr stark abweicht, so ist über die Arteinheit der hierher
gehörigen Formen viel gestritten worden.
Die Wasserratte findet sich vom Atlantischen bis zum Ochotskischen, vom Weißen bis zum Mittelmeer, in der Ebene und im Gebirge,
sie lebt am Wasser in unterirdischen Bauen, welche vom Wasserspiegel aus schräg nach oben ansteigen und in weiten Kessel münden,
oder fern vom Wasser (Schermaus) und gräbt sehr lange, ganz flach liegende
Gänge nach Maulwurfsart und
baut die Kammer in einem der aufgeworfenen größern Hügel. Sie lebt in ihren Bauen paarweise, und ein Paar wohnt gern dicht
neben dem andern.
Die Ackermaus (Erdmaus, A. [Agricola] agrestis Selys), 10,5 cm lang, mit 3,5 cm langem Schwanz, wenig aus dem Pelz hervorragendem
Ohr und sechs rundlichen Wülsten auf der hintern Fußsohle, ist oberseits dunkel schwärzlich braungrau, nach den Weichen
hin heller, unterseits und an den Füßen grauweiß; auch der Schwanz ist zweifarbig. Sie findet sich in wasserreichen Gegenden
Nordeuropas in Wäldern, im Gebüsch, an Gräben und auf Dämmen, ist gar nicht scheu, sehr unbeholfen, nährt sich von Wurzeln,
Rinden, Früchten, Kerbtieren, baut dicht unter der Erdoberfläche ein rundes Nest und wirft drei- bis viermal
im Jahr 4-7 Junge.
11 cm lang, mit 3 cm langem Schwanz, etwas über ein Drittel der Kopfeslänge
erreichenden, wenig aus dem Pelz hervortretenden Ohren und sechs rundlichen Wülsten auf der hintern Fußsohle, ist oberseits
gelblichgrau, an den Seiten heller, an der Unterseite schmutzig rostweißlich, an den Füßen weißlich,
der Schwanz ist hellfarbig. Sie findet sich in Mittel- und Nordeuropa und in Westasien, südlich bis Persien,
[* 12] steigt in den
Alpen
[* 13] bis 2000 m, bewohnt hauptsächlich Felder und Wiesen, seltener Waldränder und Waldblößen, baut seichte Gänge, überwintert
unter Getreidehaufen und in Gebäuden, findet sich in Häusern vorzugsweise im Keller, sammelt große Wintervorräte, besonders
Sämereien, wandert bei Hungersnot scharenweise aus über Bergrücken und breite Ströme, läuft, schwimmt und gräbt gut,
klettert wenig und ist fast ebensosehr Tag- wie Nachttier.