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Nachdem die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-NR) eine Motion zur Prüfung einer sektoriellen Marktöffnung mit der EU für alle Milchprodukte überwiesen hat, beschlossen die Schweizer Milchproduzenten SMP, eine Studie in Auftrag zu geben an die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL). Am 3. September 2013 wurde die Studie der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am 14.Mai 2014 verabschiedete der Bundesrat den Bericht über eine sektorielle Marktöffnung. Schwerpunkte des veröffentlichten Berichtes bilden die Analysen der wirtschaftlichen Auswirkungen sowie Vorschläge zur Anpassung der Stützungspolitik für den Milchsektor.
Aus Sicht des Bunderates würde für die Milchproduzenten insbesondere ein deutlich tieferer Kompensationsbedarf bestehen als in der Studie der HAFL berechnet. Diese und weitere, sehr unterschiedliche Einschätzungen und Schlussfolgerungen haben die SMP bewogen, eine ergänzende unabhängige, wissenschaftliche Analyse in Auftrag zu geben. Es ging dabei vor allem darum, die Plausibilität der getroffenen Annahmen und die Differenzen bei den Schlussfolgerungen im Bericht des Bundesrates zu beurteilen. Die Analyse wurde am 18. Juli 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt.