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Benjamin Netanjahu ist in Not. Dem israelischen Ministerpräsidenten droht bei der heutigen Parlamentswahl der Machtverlust. In letzter Minute kommt ihm ein altgedienter Action-Haudegen zu Hilfe: Chuck Norris hat am Montag ein Video veröffentlicht, in dem er die Israelis auffordert, Netanjahu wiederzuwählen.
Der Regierungschef sei ein «starker Anführer», und das sei entscheidend für die Sicherheit Israels, betont Norris, der letzte Woche 75 Jahre alt wurde. Er habe «den Mut und die Vision, gegen die Kräfte des Bösen anzutreten, die nicht nur Israel bedrohen, sondern auch die Vereinigten Staaten», so Norris, der drei Filme in Israel gedreht hat («‹Delta Force› ist mein Favorit»).
Man könnte die Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen Staates als typischen Chuck-Norris-Witz abtun. Doch sie reflektiert nicht nur die ultrakonservative Haltung des Schauspielers, der bekannt ist für schwulenfeindliche und waffenfreundliche Positionen. Sie zeigt auch die Verehrung, derer sich der «starke Anführer» Netanjahu am rechten Rand in den USA erfreut, im Unterschied zum «Schwächling» Barack Obama.
Dass Netanjahu seit seinem Amtsantritt 2009 vor allem den Status quo verwaltet hat und mehr an seiner Macht als an Visionen interessiert war, kümmert in diesen Kreisen niemanden. Das Chuck-Norris-Video sei «einfach ein besonders lustiges Beispiel für die konservative Netanjahu-Verehrung», meint die Newsplattform Vox. (pbl)