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Die Carnegie-Stiftung hat am Mittwoch (23.05.) in Bern 33 Lebensretterinnen und -retter ausgezeichnet. Bundesrätin Ruth Dreifuss bezeichnete sie als Schutzengel, die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen seien und das Richtige getan hätten.Dieser Inhalt wurde am 23. Mai 2001 - 10:57 publiziert
Ausgezeichnet wurde etwa jener Servicetechniker aus Biel, der einen betagten Mann in Nidau vor dem Ertrinken rettete. Auch eine Hausfrau aus Aubonne wurde geehrt, die ein von einer Lawine verschüttetes Mädchen barg.
Die Carnegie-Stiftung würdigt Personen, die ihr eigenes Leben ernsthaft einer Gefahr ausgesetzt haben, um einem Verunglückten zu Hilfe zu kommen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1912 hat die Stiftung weltweit mehr als 8'000 Personen ausgezeichnet.
"Die Helden des industriellen Zeitalters"
Ins Leben gerufen wurde die Stiftung vom schottischen Industriellen Andrew Carnegie, der nach seiner Ausreise in die USA zu einem der vermögendsten Männer der Welt wurde. Er gründete um 1900 mit seinem Vermögen überall Stiftungen, um "die Helden des industriellen Zeitalters auszuzeichnen", erinnerte Stiftungspräsidentin Ruth Dreifuss.
"Lange bevor Renten und Versicherungswesen ausgebaut und institutionalisert wurden, ermöglichte Carnegie's Stiftungsvermögen, dass Lebensretter und ihre Familien keine finanzielle Not erleiden mussten", sagte die Stiftungspräsidentin weiter.
Carnegie liess sich bei der Umschreibung des Stiftungszwecks von der grossen Zahl lebensgefährlicher Rettungen bei Bergwerkskatastrophen leiten. In der Schweiz werden heute vor allem Rettungen aus dem Wasser, im Strassenverkehr und aus brennenden Häusern und Fahrzeugen mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet.
Die Stiftungsaufsicht obliegt nach dem Willen von Andrew Carnegie dem jeweiligen Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI). Dem Stiftungsrat gehören zudem der US-Botschafter in der Schweiz, der Oberfeldarzt der Armee, je ein Mitglied des National- und Ständerats sowie der jeweilige Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) von Amtes wegen an.
swissinfo und Agenturen
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