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Aber auch Teile Europas und der USA seien betroffen, so WWF. Ohne geeignete Gegenmassnahmen sei mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur zu rechnen.
Kein Wasser heisst kein Essen
Die Süsswasserressourcen werden laut WWF in Zukunft am stärksten in Gebieten beansprucht, «in denen die Bevölkerung ansteigt, die Wirtschaft boomt und der Klimawandel besonders heftig zuschlägt». Dies könne «ganze Regionen destabilisieren», warnte Philip Wagnitz, Referent für Süsswasser beim WWF Deutschland.
Demnach stehen Dürren oder eine unzureichende Wasserversorgung oft am Anfang von Konflikten und Fluchtbewegungen: «Kein Wasser heisst kein Essen, kein Essen heisst Instabilität, Instabilität heisst Konflikt, Konflikt heisst Flucht». So einfach die Kausalkette klinge, «so wahr ist sie in vielen Orten der Welt», erklärte Wagnitz.
Rund 100 Liter für ein Kilo Tomaten
Auf der Weltkarte zur Wasserkrise des WWF zeigen auch einige Regionen in den Industrienationen die höchste Risikostufe. Dazu trage etwa eine zerstörerische Übernutzung des Grundwassers für den Gemüseanbau im südspanischen Andalusien bei. Für ein Kilogramm Tomaten würden dort im Durchschnitt 64 Liter Wasser benötigt. In Marokko seien es 98 Liter, in Süditalien sogar 115 Liter.
Doch trotz der sehr effizienten Bewässerung der andalusischen Agrarbetriebe sänken die dortigen Grundwasserspeicher jedes Jahr weiter ab - stellenweise sogar um bis zu zehn Meter pro Jahr, hiess es. Die Wasservorkommen schrumpften, weil die landwirtschaftliche Anbaufläche die natürlichen Grenzen sprenge und die staatliche Regulierung nicht greife.