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In 5 Schritten: So setzt man erfolgreich Prioritäten
An wie vielen Projekten arbeiten Sie momentan?
Eine Vermutung: Es sind zu viele.
Denn es gehört ja zu den häufigsten Problemen im Berufsleben, dass man zu viel will und folglich zu viele Ziele verfolgt. Insbesondere Unternehmer und Selbstständige leiden oft darunter.
Einer, der dieses Problem nicht hat, ist Warren Buffett. Der Mann, inzwischen 84 Jahre alt, ist nicht nur ein sagenhaft erfolgreicher Finanzinvestor, sondern er leitet auch einen Milliardenkonzern sowie diverse andere Unternehmen. Und auch das mit stetigem Erfolg. Und vor allem: Er bleibt dabei stets ganz entspannt.
Wie schafft er das?
Warren Buffett ist bekannt dafür, dass er sehr langfristig denkt und stets sehr fokussiert ist. Eine seiner Hauptregeln ist es, dass man die richtigen Prioritäten setzen muss und sich dann nicht mehr davon abbringen lässt. Scott Dinsmore, ein amerikanischer Unternehmensberater, berichtete unlängst eine Geschichte, die ein Angestellter von Buffett erzählt hatte – und die zeigt, wie das geht.
Die Geschichte des Piloten
Der Angestellte war einer von Buffetts Piloten. Buffett erkundigte sich eines Tages, warum er nach so vielen Jahren eigentlich immer noch für ihn arbeite: Ob er denn nicht mehr erreichen wolle im Leben? Dann forderte er ihn auf, eine Liste mit den 25 wichtigsten Zielen im Leben aufzuschreiben.
Das tat der Pilot. Als nächstes verlangte Buffett, dass er aus dieser Auflistung jene fünf Ziele wähle, die ihm am Allerwichtigsten sind.
Auch das tat der Mann. Buffett konzentrierte sich aber sofort auf die anderen Ziele – jene 20 Ziele, die jetzt nicht mehr zuoberst standen: Was mit denen sei? Wie er die verfolgen wolle?
Nun, so der Pilot, die werde er wohl dann in zweiter Priorität verfolgen müssen, mit etwas weniger Engagement, und wenn ihm noch Zeit bleibe dafür.
Die Ziele, die man vergessen muss
Falsch, so die Antwort von Buffett: Setze sie auf eine neue Liste. Und zwar auf eine Liste mit dem Titel: «Vermeide diese Ziele unter allen Umständen». Egal was passiert, so der Ratschlag: Kümmere dich niemals um diese Ziele, bis du die wichtigsten 5 Ziele erreicht hast.
Die Lektion daraus: Man erreicht seine wahren Ziele nicht, weil man sich gleichzeitig um zweit-, dritt- oder viertklassige Themen kümmert. Und weil man deshalb nicht das Engagement aufbringt, die wichtigsten Punkte zu erfüllen.
Scott Dinsmore verwandelte die Geschichte in einen interessanten Katalog: «Warren Buffetts 5 Schritte, um erfolgreich Prioritäten zu setzen».
Die fünf Punkte wären:
1. Du musst wissen, was du alles willst: Deshalb kann man durchaus einmal eine Liste mit den 25 wichtigsten Zielen erarbeiten und sich überlegen, welcher Punkt welche Priorität hat.
2. Entscheide dich für deine 5 wichtigsten Ziele. Dies ist oft ein sehr schwieriger Prozess, denn viele Ziele erscheinen auf den ersten Blick ähnlich wichtig.
3. Mach einen Plan, um diese 5 Ziele zu erreichen.
4. Organisiere dich so, dass du nicht mehr von diesen 5 Zielen abgelenkt wirst.
5. Sei dir bewusst, welche anderen Ziele dich von den entscheidenden Punkten ablenken könnten. Deshalb braucht es eben auch diese «Vermeide das unter allen Umständen»-Liste, die man sich ebenfalls immer wieder mal zu Gemüte führen muss.
Quellen / mehr:
- «Warren Buffett’s 5-Step Process for Prioritizing True Success (and Why Most People Never Do It)», in: «Life Your Legend Blog»
- «Warren Buffett's 'Two-List' Strategy: How to Maximize Your Focus and Master Your Priorities», in: «Huffington Post»
- «Prioritize Your Goals with Warren Buffett's Two-List System», in: «Life Hacker»
- «Warren Buffett's Best Productivity Hack Is A Simple 2-List System», in: «Business Insider»