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Der Begriff Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Diese wird oft durch bestimmte Viren verursacht. Die Symptome einer akuten Hepatitis können Uebelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Müdigkeit und eine Gelbverfärbung der Haut (sogenannte Gelbsucht) sein; die Infektion kann aber auch ohne oder nur mit diskreten Symptomen ablaufen (sogenannte stumme Infektion). Die verschiedenen Hepatitis-Viren werden mit den Buchstaben A/B/C/D/E gekennzeichnet. In der Schweiz sind vor allem die Virustypen A/B/C von Bedeutung, die anderen kommen selten vor. Die Hepatitis A wird durch verseuchtes Wasser/Nahrungsmittel verursacht und kommt typischerweise in allen Entwicklungsländern vor, das heisst sie wird als „Feriensouvenir“ mit in die Schweiz gebracht, ausser man lässt sich dagegen impfen. Die Hepatitis B wird durch Blut und Geschlechtsverkehr übertragen, kann chronisch verlaufen und schliesslich zum Tode führen; es gibt allerdings auch eine gute Schutzimpfung. Besondere Bedeutung kommt aber der Hepatitis C zu, denn sie ist die häufigste Ursache für eine chronische Leberentzündung. Es gibt keine Impfung und die Behandlungsmöglichkeiten sind immer noch beschränkt.
Vorkommen:
Man schätzt, dass in der Schweiz 50000 bis 70000 Personen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert sind, das entspricht 0,7 bis 1 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Symptome/Verlauf:
Die Hepatitis C verläuft meistens symptomlos und zu mindest für einen Teil der Erkrankten hat die Infektion keine ernsthafte Folgen. Bei anderen hingegen kann sie zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber führen und nach Jahren oder sogar erst Jahrzehnten eine Leberzirrhose (Vernarbung) und dann auch Leberkrebs zur Folge haben.
Therapie. Mit antiviralen Medikamenten kann das Virus heute zu mindest bei einem Teil der behandelten Personen dauerhaft aus dem Körper eliminiert werden. Diese Behandlung ist aber aufwendig und kann diverse unangenehme Nebenwirkungen machen. Eine Impfung gibt es wie schon oben erwähnt nicht.
Wie wird die Hepatitis C übertragen?
Dies geschieht vor allem durch Blut, das heisst, infiziertes Blut muss in Kontakt mit dem Blut einer nicht infizierten Person kommen, zum Beispiel über offene Wunden. Kein Uebertragungsrisiko besteht, wenn Blut der erkrankten Person in Kontakt mit gesunder Haut einer anderen Person kommt. Konkret heisst das, dass die Hepatitis C durch Injektion von Drogen mit unsauberen Spritzen, durch Bluttransfusionen vor 1992 oder die Anwendung von Blutprodukten vor 1987, selten bei der Geburt eines Kindes von der infizierten Mutter und sehr selten durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Wie wird die Hepatitis C nicht übertragen? Durch Kontakte im Alltag, durch Stillen, durch Niessen und Husten, durch Wasser und Nahrungsmittel, durch Benutzung des gleichen Bestecks, durch Küssen..
Wer kann also betroffen sein?
Drogensüchtige, die sich Drogen spritzen. Personen, die vor 1992 eine Bluttransfusion oder vor 1987 Blutprodukte erhielten. Personen, die sich unter zweifelhaften hygienischen Bedingungen tätowieren oder piercen liessen. Reisende, die sich ausserhalb von Europa und Nordamerika (v.a. in tropischen Ländern) unter schlechten hygienischen Bedingungen ärztlich behandeln lassen mussten. Personen, die mit jemandem zusammenleben, der mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert ist.
Präventionsmassnahmen:
Wenn jemand Drogen spritzt, sollte er nur sterile Spritzen und Nadeln verwenden. Wenn Wunden in Kontakt mit dem Blut einer anderen Person kommen, Wunden reichlich mit Wasser spülen, desinfizieren und sich in ärztliche Behandlung begeben.
Bei Geschlechtsverkehr ausserhalb einer festen Beziehung Kondome verwenden. Rasierapparat, Zahnbürste und Nagelschneider/ -feile mit niemandem teilen.
Eine Impfung, wie diese gegen Hepatitis A und B existiert, ist leider gegen Hepatitis C noch nicht möglich.
Nützliches:
Sprechstundenvereinbarung 044 950 40 70
Ärztehotline täglich von 13.30-14.00 Uhr auf die Nummer 044 950 40 90