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Der Troubadour des Wissens versteht sich als Grundlegung des Lernens und erzählt von den Mischformen des Wissens. Fremd und ursprünglich, schon aus den Genen seines Vaters und denen seiner Mutter gemischt, als Drittes zwischen ihnen, entwickelt sich jedes Kind nur durch neue Kreuzungen weiter, und jede Pädagogik wiederholt den Vorgang von Zeugung und Geburt: als Linkshänder geboren, lernt das Kind, sich der rechten Hand zu bedienen, bleibt dennoch Linkshänder und wird als Rechtshänder wiedergeboren, im Zusammenfluss der beiden Sinnrichtungen; der als Gascogner Geborene bleibt Gascogner und wird Franzose, aber eigentlich wird er Mischling; als Franzose macht er sich zu einem Spanier, Engländer oder Deutschen, wenn er diese neue Kultur und Sprache lernt und dennoch seine eigene bewahrt, nun ist er viertelblütig, gemischte Seele, gemischter Körper. Sein Geist ähnelt dem Mantel Harlekins.
Diese Mischform, die jeder zuerst im Körper erfährt, wird zum Ideal jeder Erziehung, die nicht halbseitig lähmen will. Der Mischling heisst hier unterrichteter, das heisst informierter und gebildeter Dritter (tiers-instruit). Von Natur aus eher wissenschaftlich orientiert, tritt der unterrichtete Dritte in die Kultur ein, weil die Wissenschaft die Fragen des Leidens und des Bösen beherbergt, ohne diese jedoch vorhersagen zu können. Es ist erforderlich, sich sowohl mit der exakten Vernunft als auch mit den ungerechten Übeln auseinanderzusetzen; daraus folgt die Freiheit der Erfindung und damit auch diejenige des Denkens.
In dieser Reihe erscheinen Arbeiten zur Philosophie, die in andere Gebiete wie die Astronomie, die Mathematik, die Soziologie oder die Filmwissenschaften ausgreifen. Sie sollen zeigen, wie auch in nicht philosophischen Gebieten philosophische Fragestellungen behandelt werden und inwiefern die Philosophie für die eigenen Projekten durch einen Blick über den Tellerrand gewinnen kann.