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Die im letzten Newsletter aufgezeigte Entwicklung im Papiermarkt hat sich verschärft. Die gestiegene Nachfrage an Altpapier, verursacht durch den erhöhten Bedarf für Verpackungskarton, hält unvermindert an. Das hat die Preise für Altpapier weiter in die Höhe getrieben.
Das Beschaffen der nötigen Mengen Altpapier führt bei den Herstellern von Zeitungspapier zu weiter steigenden Kosten. Daneben wird für die Wintermonate mit höheren Preisen für Strom und Gas gerechnet.
Diese verschärften Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Hersteller von Zeitungspapier heute Verluste schreiben und die Preise pro 2022 markant erhöhen dürften. Einkäufer, welche versuchen sich den Forderungen entgegenstellen riskieren, dass sie die nötigen Lieferungen ab Januar nicht erhalten.
In den Forecasts der wesentlichen Branchendienste bewegten sich die Papierpreiserhöhungen für 2022 gegenüber 2021 bisher zwischen 30 und 40%. Aktuelle Signale aus dem Markt lassen zunehmend Szenarien mit Aufschlägen von mehr als 50% als nicht unrealistisch erscheinen.
Zeitungspapier wird in Euro eingekauft. Aus diesem Grund hat auch der Wechselkurs Auswirkungen auf die Preise der in der Schweiz verarbeiteten Mengen. Der Schweizerfranken hat sich zum Euro im 3. Quartal abgeschwächt. Es ist denkbar, dass im vierten Quartal aufgrund der Unsicherheiten in Asien das Währungspaar auf dem Vorjahresniveau gehandelt wird. Damit würde sich wenigstens die Verteuerung durch Währungseffekte in bescheidenen Grenzen halten.
Wir empfehlen Ihnen im Budget für 2022 eine deutliche Preissteigerung für Zeitungspapier zu berücksichtigen. In einem konservativen Szenario würden wir +60% vorsehen. Abnehmer mit einer optimistischeren Haltung sollten aber Aufschläge von +40% nicht unterschreiten.