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01. – 24. April 2004
Das Lagoon Resort
Das kleine Örtchen Pacific Harbour liegt auf der Südostseite der Hauptinsel von Fiji (Viti Levu) und ist mit dem Auto in zwei Stunden vom Flughafen Nadi zu erreichen.
Das Lagoon Resort befindet sich in Pacific Harbour und ist etwas zurückversetzt von der Küste, an einem Kanal mit Mangroven und Verbindung zum Meer. Der Strand ist in 15 Minuten zu Fuss erreichbar.
Die Neuseeländer Heather und Jim Sherlock sind die Besitzer des Lagoon Resorts und sehr freundliche Leute welche sich stets um das Wohl der Gäste kümmern. Das Resort wurde im indonesischen Stil gebaut, die Zimmer sind sehr gross und mit TV, Telephon und Kühlschrank ausgestattet. Einige Zimmer bieten auch einen kleinen Balkon oder eine Kochgelegenheit. Vom sehr gepflegten Swimmingpool hat man eine wunderbare Aussicht auf das Wasser und die Mangroven. Das Restaurant offeriert eine abwechslungsreiche und gute Küche. Der Hollywood-Film Anakonda 2 wurde in Pacific Harbour gedreht und die Filmcrew belegte das Resort ein ganzes Jahr lang. Das Schiff, welches für den Film gebraucht wurde, steht noch heute im Garten zwischen dem Resort und der Tauchbasis.

Das Tauchen
Seit April 2004 ist die Tauchbasis Aquatrek Beqa dem Lagoon Resort angeschlossen. Die besondere Attraktion beim Tauchen hier in Pacific Harbour ist die aussergewöhnlichste Haifütterung die wir je gesehen haben. Zwei Fijianer, Rusi und Manasa füttern Bullenhaie von Hand! Nebst den ca. 15 Bullenhaien, gehören auch Ammenhaie, Graue Riffhaie, Weisspitzenriffhaie, Zitronenhaie, Silberspitzenhaie, und gelegentlich auch Tigerhaie dazu. Rusi und Manasa kennen alle Haie sehr gut und nennen sie bei den Namen welche sie ihnen gegeben haben. Valerie Taylor war ursprünglich diejenige die Rusi und Manasa auf die Idee gebracht hatte, die Bullenhaie von Hand zu füttern.
Die Fütterung besteht aus zwei Tauchgängen. Der erste Tauchgang beginnt auf 30m. Die Taucher platzieren sich dort hinter einer Korallenmauer, welche von den Haien als Grenze akzeptiert und nicht überschritten wird. Zusätzlich positionieren sich zwei Sicherungstaucher mit Stöcken an beiden Enden der Mauer. Einige Meter davor befinden sich Rusi und Manasa mit einer Tonne mit Fischabfällen und beginnen mit der Fütterung. Durch das Futter werden viele Dickkopfmakrelen, Schnapper und diverse andere Fischarten angelockt. Diese wiederum machen durch ihr Gezappel die Haie neugierig, welche dann immer näher zum Futter kommen. Kurz bevor die Nullzeit abläuft, wird auf 15m hochgetaucht und dann noch einige Weisspitzenriffhaie gefüttert.
Die zweite Fütterung ist dann nur auf 17m, wo es einen Platz mit einem Seil und Betonplatten am Grund hat. Die Taucher platzieren sich hinter dem Seil und die Handfütterung beginnt im Vordergrund an einer kleinen Riffkannte. Hier werden nun die Bullenhaie mit Fischköpfen von Hand gefüttert. Ein Hai nach dem anderen kommt ruhig zu Rusi oder Manasa geschwommen und manchmal nimmt er das Futter an oder dreht unverrichteter Dinge wieder ab. Bei dieser Fütterung spürt man die Beziehung zwischen den zwei Fijianern und ihren Haien, welche sie in jahrelanger Arbeit aufgebaut haben. Manchmal haben sie sogar schon Tigerhaie, die zur Fütterung gekommen waren, ebenfalls von Hand gefüttert!

Eine Hand-Fütterung mit Bullenhaien ist weltweit einzigartig da diese Haie als gefährlich eingestuft werden. Hier in Pacific Harbour wird man jedoch eines bessern belehrt. Es ist erstaunlich wie ruhig und kontrolliert die Fütterung dieser grossen Haie abläuft. Diese schönen Tiere einmal wirklich von nahe zu sehen ist ein gewaltiges Erlebnis, welches wir nie vergessen werden! Vielen Dank an Rusi und Manasa und an alle Leute die sich dem Schutz und Erhalt dieses einzigartigen Tauchplatzes und der Haie einsetzen!

Beqa-Lagoon
Von Pacific Harbour aus werden auch die Tauchplätze auf Beqa angefahren. Die Riffe dort haben stark unter Stürmen und El Nino gelitten, sind sich jetzt aber schon wieder gut am erholen. Um Beqa wachsen viele Weichkorallen und Gorgonienfächer schon auf geringer Tiefe. Es gibt auch relativ viele Nacktschnecken und mit etwas Glück kann man auch mal einen Leopardenhai sehen.

Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel