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Als Archäologen mit den Ausgrabungen der Pfahlbauten rund um den Zürichsee begannen, fanden sie Spuren von Birnenanbau, die bis in die prähistorische Zeit zurückreichen. Und das war 5’000 bis 500 v. Chr. Das heisst, Birnen sind in unserer Region schon lange weit verbreitet. Aber wissen wir viel über sie? Es gibt weltweit 3’000 bekannte Sorten. Ein normaler Birnenkonsument kennt wie viele? – Wohl höchstens 5-6 verschiedene Namen. Die Birne ist bekannt für ihre aussergewöhnliche Form, aber es gibt einige Sorten, die deutlich wie andere Früchte aussehen können – die Nashi-Birne sieht zum Beispiel genauso aus ein Apfel.
Birnenförmig können aber nicht nur Früchte sein. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich eine abstraktere Verwendung des Begriffs. Wir kennen wohl alle die Glühbirne! Doch zurück zur Frucht: In der Tat ist die Birne eine sehr gewandte Zutat, die sich in eine Vielzahl fantastischer Gerichte verwandeln lässt. Von einem weichen, reichhaltigen pochierten Dessert oder einer Clafoutis bis zu einer scharf eingelegten Zutat.
Es ist kein Zufall, dass die Birne manchmal auch als Butterfrucht bezeichnet wird. Ihre weiche, kissenartige Textur, die durch langes Kochen erreicht wird, ist oft eine sehr begehrte strukturelle Besonderheit. Es gibt keine Nuancen in der Herstellung, und alles ist ziemlich einfach. Vermenge einen Liter Wasser mit 1 Tasse Zucker, 240 ml/1 Tasse Weisswein, 2 EL Honig, 2 Sternanis, 2 Zimtstangen und 1 Vanilleschote (oder ersetze sie mit 1 TL Vanilleextrakt) in einem Topf und bringe alles zum Köcheln. Füge 4-6 geschälte, entkernte und halbierte Birnen hinzu und stell sicher, dass diese von der Flüssigkeit bedeckt sind. Die Birnen 45 bis 60 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind. Lass sie abkühlen und serviere sie mit griechischem Joghurt, gemischt mit Honig, einer Prise Salz und etwas Zimtpulver. Harte, feste Früchte eignen sich am besten für dieses Rezept. Aber was tun mit weicheren Sorten?
Mache Birnenmarmelade! Und vergiss die Schokolade nicht – wir brauchen mehr Energie, der Winter ist nahe. 1 kg Birnen schälen, entkernen und in einer Küchenmaschine grob pürieren. Gib 600 g/3 Tassen Zucker, Saft von zwei Zitronen, 2-3 EL Amaretto-Likör oder etwas Ähnliches hinzu (du wirst diesen sanften Kick sicherlich brauchen) und bringe alles vorsichtig zum Kochen. Verwende dazu einen grossen Topf mit starkem Boden, um nichts anbrennen zu lassen. Zwei Minuten kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und 150 g dunkle Schokolade untermischen, bis sie geschmolzen und vollständig eingearbeitet ist. In heisse, saubere Gläser füllen und in heissem Wasser kochen, wenn du Eingemachtes herstellen möchtest. Ehrlich gesagt halten wir dies jedoch für ein fast unmögliches Szenario. Diese Marmelade ist auf einem Stück Butterbrot so wahnsinnig gut, dass du sie kaum langfristig aufbewahren möchtest.