Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/119

Der Bund verbietet Deformationsgeschosse
Schlagwörter: Waffen
Polizei- und Militärbehörden sind von dem Verbot ausgenommen. Sie unterstehen nicht dem Waffengesetz, auf das sich die Verordnung stützt. Die Bewaffnung der Militärbehörden richtet sich nach der Militärgesetzgebung, diejenige der kantonalen Polizeikorps nach dem jeweiligen kantonalen Recht.
Deformationsmunition birgt ein besonderes Gefahrenpotential in sich. Das sogenannte Aufpilzen der Geschosse beim Aufprall führt zu schwereren Verletzungen als bei den übrigen Munitionsarten.
Bisher war gemäss der Waffenverordnung (Art. 17) der Erwerb, die Herstellung und die Einfuhr u.a. von Munition mit Hartkerngeschossen oder Geschossen, die einen Explosivsatz oder Gift enthalten, verboten. Deformationsgeschosse waren jedoch davon nicht betroffen und damit auf dem Markt erhältlich.
Bei der Jagd darf weiterhin Deformationsmunition eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Schusses wird mit dieser Munitionsart erhöht: Ein getroffenes Tier bricht beim ersten Schuss an Ort und Stelle zusammen und kann sich nicht noch in schwer zugängliches Gelände zurückziehen.
Weitere Infos
Dossier
Medienmitteilungen
12.02.2014 - EJPD
13.12.2013 - EJPD
26.06.2013 - EJPD
Interviews
12.01.2013 - EJPD