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Im südlichsten Kanton der Schweiz wird auf einer Rebfläche von ca. 1'036 Hektaren hauptsächlich Merlot angebaut. In Höhen unterhalb von 450 m.ü.M reift die Traube zuverlässig aus. In höhergelegenen Weinbergen wird hingegen auf Pinot Noir ausgewichen. Von den 3'800 Winzer im Tessin bearbeiten gerade mal ungefähr 50 hauptberuflich ihren Weinberg.
Das Tessin wird aufgrund der vielen Sonnenstunden auch als "Sonnenstube der Schweiz" bezeichnet. In den nördlichen Tälern herrscht alpines Klima und die Granit- und Gneisböden sind nur leicht kalkhaltig. In der Gegend südlich des Monte Ceneri dominiert hingegen der mediterrane Einfluss und die Böden sind fruchtbar und bestehend aus Vulkangestein und Gletschermoränen.
Merlot die die mit Abstand wichtigste Rebsorte der Südschweiz (ca. 866 Hektar). Weitere nennenswerte Trauben sind Pinot Noir (15 Hektar), Bandola (14 Hektar), Cabernet Franc (10 Hektar) und Cabernet Sauvignon (10,5 Hektar). Bei den Weissen liegt die Chardonnay-Traube mit ca. 26 Hektar Rebfläche auf Platz 1, gefolgt von Sauvignon Blanc (11,2 Hektar) und Chasselas (6 Hektar).
Der Merlot aus dem Tessin entspricht generell einer Appellation, der "Ticino D.O.C. Merlot". Neben dem Appellations-Status vergibt man im Tessin noch ein Gütesiegel mit dem Namen "VITI". Dieses Siegel setzt eine Geschmacksprüfung sowie eine allgemeine Beurteilung voraus und wird nur den besseren Weinen zugeteilt.