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Erinnerung zur Physiologie:
Während der Schwangerschaft steigt die Nierendurchblutung sowie die Glomerulumsfunktion von 30 % auf 50 %. Der systolische und der diastolische arterielle Blutdruck fallen normalerweise um 10 bis 15 mmHg, in Bezug auf die Werte vor der Schwangerschaft. Die Vasodilatation im Uterus, der Niere und der Haut, die Freisetzung von vasodilatierenden Prostaglandinen und eine verminderte Arteriolensensibilität auf Angiotensin II spielen eine Rolle für das Absinken des Blutdrucks während der Schwangerschaft.
Im dritten Trimester sollte der arterielle diastolische Blutdruck, die 85 mmHg nicht überschreiten.
Der Anstieg des arteriellen Blutdrucks, im Laufe der Schwangerschaft ist trotzdem eine geläufige Komplikation und potentiell gefährlich. Ein Blutdruck welcher 140/90 mmHg überschreitet ist pathologisch.
Eklampsie: Pathogene Mechanismen
Über die Pathogenese dieser Krankheit wird noch diskutiert. Die zu Grunde liegende Läsion scheint eine utero-plazentäre Ischämie zu sein.
Verschiedene begünstigende Umstände werden erwähnt, nämlich die uterine Überdehnung im Falle einer Zwillingsschwangerschaft, Gefässläsionen in Verbindung mit einem Diabetes, oder eine Zotten-Hypoxie. Es werden ebenfalls Koagulopathien und hormonelle Faktoren dafür verantwortlich gemacht, eventuell auch immunologische Prozesse.