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Humanistica Friburgensia
Die intellektuelle Bewegung des Humanismus hat Europa im 15. und 16. Jahrhundert tief geprägt. Aber was ist «Humanismus» überhaupt? Und welche Rolle spielte er im intellektuellen Leben und im Schulbetrieb von Freiburg? Gibt es einen «Freiburger Humanismus»? Welche Rolle kam dabei den Jesuiten und dem Kollegium St. Michael zu, diesem Prunkstück der katholischen Reform?
Solchen und anderen Fragen widmet sich Humanistica Friburgensia. Man begegnet darin zentralen Persönlichkeiten des Freiburger Kulturlebens wie Peter Falck und Petrus Canisius, aber auch andernorts lebenden Humanisten wie Heinrich Glarean und Joachiam Vadian, die Kontakte nach Freiburg hatten oder etwas über Freiburg geschrieben haben. Dieses Dossier soll es besonders dem Freiburger Publikum ermöglichen, mehr über einen oft vernachlässigten Teil seiner Geschichte zu erfahren. Humanistica Friburgensia bietet ausgewählte lateinische Texte zusammen mit deutschen und französischen Übersetzungen und ist damit dem Prinzip der Zweisprachigkeit verpflichtet. Einleitungstexte und Anmerkungen (ebenfalls in Deutsch und Französisch verfügbar) erschliessen diese Texte für ein grösseres Publikum.
Humanistica Friburgensia wird regelmässig um Texte ergänzt, auf die das Erstellerteam selbst gestossen ist oder die ihm von aussen vorgeschlagen wurden.
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Ein Brief von Peter Falck an Joachim Vadian
Peter Falck nahm im humanistischen Milieu der Stadt Freiburg einen zentralen Platz ein. Er korrespondierte mit zahlreichen Intellektuellen auf dem Gebiet der Eidgenossenschaft. Den hier präsentierten Brief schrieb Falck kurz vor seiner zweiten Pilgerreise nach Jerusalem an den St. Galler Reformator Joachim Vadian. Der Brief liefert wichtige Informationen zu Falcks Biographie.
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Heinrich Glarean über Freiburg
1514 veröffentlichte der Glarner Humanist Heinrich Glarean ein umfangreiches Gedicht. Es besteht zum einen aus einer «Beschreibung der Schweiz», zum anderen aus einem Lobgedicht (Panegyricum) auf die Eidgenossenschaft. Das Panegyricum enthält vor allem kurze Elogen auf jeden der dreizehn Orte, die damals die Eidgenossenschaft bildeten. Wir präsentieren hier die zwölf Verse, die Glarean in diesem Rahmen Freiburg widmet.
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Franz Guillimann, Weihnachtsode
Die hier präsentierte „Ode an die Hirten“ ist ein Werk von Franz Guillimann (geboren um 1568), einem gebürtigen Freiburger und einem der ersten Schüler des Kollegiums St. Michael. Sie ist ein Zeugnis dafür, welche Früchte der Unterricht an dieser Jesuitenschule trug.
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Jacob Gretser, Timon – eine Freiburger Uraufführung
Das Kollegium St. Michael in Freiburg war eine der Geburtsstätten des Jesuitentheaters. Jakob Gretser (1562-1625) wirkte hier 1584 bis 1586, und sein Stück über den Menschenfeind Timon von Athen, das auf einem gleichnamigen Text des Lukian basiert, wurde auf dem Liebfrauenplatz aufgeführt.
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Die Jesuiten in Freiburg und das Kollegium St. Michael
Am 18. Oktober 1582 nahm das Kollegium St. Michael seine Tätigkeit in Freiburg auf. Bei seiner Gründung spielte Petrus Canisius eine wichtige Rolle. Später widmete er sich bis zu seinem Tod im Jahr 1597 vor allem der Pastoral, und dies tat er auch durch schriftstellerische Arbeiten. Wir präsentieren hier vier Texte über die Gründung und die Anfangsjahre des Kollegiums, von denen drei Canisius zum Autor haben. Ausserdem präsentieren wir zwei Texte aus den Anmerkungen des Canisius zu den Sonn- und Feiertagsevangelien.
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Ein Brief von Peter Girod an Peter Falck
Der Freiburger Peter Girod (Cyro), der in Paris bei Glarean studiert hatte, wendet sich brieflich an seinen «Mäzen» Peter Falck, eine zentrale Gestalt des Freiburger Humanismus. Die zahlreichen griechischen Zitate in diesem lateinischen Text belegen, dass sein Auslandsstudium Früchte getragen hat.