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Bayern München und der FC Barcelona gehören gewiss zu den erfolgreichsten Klubs in der Königsklasse.Zählt man die Erfolge im seinerzeitigen Meistercup (1956 bis 1992) und in der Champions League (ab 1993) zusammen, kommen die beiden grossen Vereine auf zehn Titel (je fünf). Aber dies ist noch einer weniger, als Real Madrid ganz allein gewonnen hat.
Mit dem jüngsten Sieg im Final von Mailand gegen den Rivalen Atletico bauten die Königlichen ihren Vorsprung in der Allzeit-Wertung auf vier Siege aus. Das in dieser Rangliste zweitplatzierte Milan kommt auf sieben Triumphe im wichtigsten Klubwettbewerb (zuletzt 2007). In der Wertung in der Zeit der Champions League hat Real Madrid mit fünf Triumphen die alleinige Führung vor dem noch grösseren Rivalen Barcelona (vier Siege) übernommen. Überdies hat Real in der Champions League keinen einzigen Final verloren. Die drei Finalniederlagen stammen aus der Zeit des Meistercups.
Die zeitliche Verteilung von Reals Siegen kann seltsam anmuten. Die Madrilenen spielten in den Anfangsjahren des Europacups eine absolute Dominanz aus. Angeführt von den Superstars Didi, Alfredo Di Stefano und Ferenc Puskas, gewannen sie den Meistercup ab 1956 fünfmal in Folge. Mit dem sechsten Titel von 1966 hatte das “Weisse Ballett” für 32 Jahre ausgetanzt. Es triumphierten Mannschaften wie Nottingham Forest und Aston Villa oder aber Steaua Bukarest und Roter Stern Belgrad aus dem damaligen Ostblock, jedoch nie mehr Real. Die goldene Neuzeit begann für die Spanier 1998 mit dem 1:0-Sieg im Final von Amsterdam gegen Juventus Turin.
Ist Real unter den grossen Klubs Europas der Winner, darf man Juventus Turin in gewisser Weise als den Loser bezeichnen. Die Turiner entschieden den wichtigsten Klubwettbewerb zwar zweimal für sich – 1985 beim Heysel-Drama in Brüssel gegen Liverpool und 1996 im Rahmen der Champions League -, andererseits verloren sie sechs Finals, so viele wie keine andere Mannschaft. Atletico Madrid hat dreimal den Final erreicht und diesen immer verloren (1974, 2014, 2016).
(SDA)