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HP mit EDS zur Nummer 2
IBM Global Services, unangefochtener Primus im Markt der IT-Dienstleistungen, kriegt Konkurrenz: HP, mit 2,3 Prozent Marktanteil bislang die Nummer 5, kauft den Konkurrenten EDS für 13,9 Milliarden Dollar, bislang die Nummer 2 mit 3 Prozent Marktanteil. Die Verwaltungsräte sind sich bereits handelseinig, die Zustimmung der Aktionäre dürfte nur noch eine Formsache sein. EDS soll unter dem Namen «EDS - a HP Company» eingegliedert werden, wobei EDS seinen Hauptsitz in Texas und auch CEO Ronald Rittmeyer behalten soll. HPs neu formierte Service-Sparte wird mit einem kumulierten Umsatz von 39 Milliarden Dollar und einem Marktanteil von 5,3 Prozent zur klaren Nummer 2 hinter IBM mit 54 Milliarden Umsatz und einem Marktanteil von 7,2 Prozent. Die Anzahl Angestellten würde sich auf 210’000 belaufen, allerdings gehen Analysten davon aus, dass es zu einem Stellenabbau kommen wird, da sich die Tätigkeitsfelder und Märkte von HP und EDS überlagern. Die Analysten von IDC erwarten denn auch, dass die Übernahme eher zu Kostensenkungen als zu einem Ausbau des Marktanteils führen wird
Für HP ist dies nach der Übernahme von Compaq ein nächster grosser Schritt, den bereits Carly Fiorina, Vorgängerin des aktuellen HP-Chefs Mark Hurd, mit der Übernahme des Service-Geschäfts von PriceWaterhouseCoopers vollziehen wollte, was aber misslang. Von Analysten wird der Deal unterschiedlich bewertet, denn EDS gilt als Underperformer mit viel zu starkem Fokus auf Nordamerika, der in den Schwellenländern nur schwach aufgestellt ist. Auch der Kaufpreis wird als zu hoch kritisiert.