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Die Effekte in einem von Prädatoren beeinflussten Ökosystem sind hochkomplex. Dazu gibt es Studien, die sowohl positive als auch negative Effekte aufzeigen. Man unterscheidet einerseits direkte (numerische) Einflüsse auf den Bestand und die Demografie der Beutetiere (Hirsche, Rehe, Gämse und Wildschweine) und andererseits indirekte Einflüsse wie z.B. auf die Verteilung der Beutetiere im Lebensraum. Grundsätzlich sind die Beutetiere des Wolfes in den allermeisten Fällen junge, alte oder kranke Tiere, aber auch unachtsame Erwachsene. Damit greift der Wolf selektiv in die Schalenwildbestände ein und trägt zur Fitness der Bestände von Hirsch, Reh, Wildschwein und Gämse bei. Wo es Grossraubtiere gibt, meiden Beutetiere Orte mit erhöhtem Risiko, z.B. offene Lichtungen und Gräben und passt sein Verhalten an (z.B. indem es wachsamer ist). Je nach Lebensraumqualität kann der Wolf zusammen mit der jagdlichen Nutzung lokal Huftierbestände limitieren. Mit den Überresten seiner Risse liefert er aber auch Nahrung für viele Aasfresser (Fuchs, Wildschwein, Marder, Geier, Adler, Rabe, Insekten…).