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2. Abdichtungen mit formlosen Fugendichtungsmassen
Plastische Dichtstoffe werden zum Einbau entweder erwärmt, trocknen physikalisch durch Abgabe von Lösungsmitteln (oder Wasser) aus, oder bilden mit dem Sauerstoff der Luft durch Oxydation eine feste Oberflächenhaut. Sie haben im allgemeinen eine sehr gute Haftung (Adhäsion) an den Fugenflanken und keine grosse innere Festigkeit (Kohäsion). Zu ihnen zählen die Dichtstoffe der Klassen I und II. Bei einer Dehnung der Fuge treten bei Normaltemperatur sehr kleine Zugkräfte an den Fugenflanken auf. Leider zeigen die hochwertigsten Vertreter dieser Gruppe, die Acrylatkitte (Klasse II), die sich durch sehr gute Alterungsbeständigkeit auszeichnen, bei Kälte eine Verstrammung, so dass bei ungünstigen Beanspruchungen durchaus Zugkräfte bis zu 5 kp/cm² an den Fugenflanken entstehen können.
Elastische Dichtstoffe werden im plastischen Zustand verarbeitet und gehen durch eine chemische Reaktion in den elastischen Zustand über. Dieser Vorgang wird durch Zugabe eines Härters (Zwei-Komponenten-Kitte) oder Einwirkung der Luftfeuchtigkeit ermöglicht. Im elastischen Zustand werden bei einer Dehnung der Fuge Zugkräfte auf die Bauteile übertragen, die auch bei -20° C 3 kp/cm² nicht übersteigen sollten. Diese Zugkräfte setzen eine ausreichende Eigenfestigkeit der Bauteile voraus. Elastische Fugendichtungsmassen gehören im allgemeinen zur Klasse.§