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Russland will mit der Privatisierung von Staatsunternehmen sein Haushaltsloch stopfen. Jetzt verkauft es fast 20 Prozent des Ölkonzerns Rosneft an Glencore und das Emirat Katar.
Der Rohstoffhändler Glencore und Katars Staatsfonds steigen beim russischen Ölkonzern Rosneft ein. Sie erwerben zusammen 19,5 Prozent an dem Staatskonzern, wie das Präsidialamt in Moskau am Mittwochabend mitteilte.
Die Regierung werde eine Mehrheitsbeteiligung an Rosneft von mehr als 50 Prozent behalten. Glencore und Katars Staatsfonds hielten gleiche Anteile in dem Konsortium. Der Kaufpreis, um den es insgesamt gehe, belaufe sich auf 10,2 Milliarden Euro (rund 11 Milliarden Franken).
Privatisierungen gegen das Haushaltsloch
Glencore hofft, dass der Deal bis Mitte Dezember abgeschlossen werden kann. Er umfasse auch eine Abnahmevereinbarung mit Rosneft über fünf Jahre, und er ermögliche eine Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur und Logistik. Dies alles sei mit einem geringen Eigenkapitaleinsatz möglich, wurde zugleich betont.
Moskau will mit der Privatisierung von Staatsunternehmen das Haushaltsloch stopfen. Russlands Wirtschaft setzen der Ölpreisverfall und die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt schwer zu. Dies lastet auch auf den Staatsfinanzen.
(reuters/awp/tno/mbü)