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Der Umsatz reduzierte sich um knapp 10% auf 92,6 Mio CHF, entsprechend einem Minus von 9,2% in Lokalwährungen. Der Auftragseingang ging gleichzeitig um 7,1% auf 94,2 Mio CHF zurück. Das Umsatzminus sei hauptsächlich auf den Rückgang in der Division Power Magnetics zurückzuführen, sagte CEO Alexander Hagemann anlässlich einer Telefonkonferenz. Das Marktumfeld in den Kernmärkten sei auch im Berichtszeitrum mit Ausnahme des Sektors Automotive äusserst schwierig geblieben.
REINERGEBNIS FÄLLT IN ROTEN BEREICH
Das operative Ergebnis auf Stufe EBITA vor akquisitionsbedingten Amortisationen und Restrukturierungsaufwendungen hat sich auf 2,2 Mio CHF mehr als halbiert. Die Marge bildete sich dabei auf 2,3% von 4,7% zurück. Das Reinergebnis fiel mit -0,3 Mio CHF in den negativen Bereich, dies nach einem Gewinn von 1,9 Mio im Vorjahr.
Für diese rückläufige Entwicklung ist hauptsächlich das im vergangenen Jahr eingeleitete Massnahmenpaket zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit verantwortlich. Im vergangenen März sah sich das Unternehmen aufgrund des konjunkturellen Gegenwinds gar zur Beschleunigung der Massnahmen gezwungen. Die Restrukturierungskosten im Gesamtjahr 2015/16 sollen sich auf rund 4 Mio CHF belaufen, wovon im ersten Semester allerdings lediglich 0,7 Mio CHF angefallen sind.
Das angekündigte Kostensenkungsprogramm beinhaltet die Zusammenlegung zweier Werke in den USA, welche laut Hagemann demnächst abgeschlossen sein wird, Produktionsverlagerungen sowie eine Reduktion der Materialkosten. Die Fixkostenstrukturen sollen durch den Abbau von 40 Stellen reduziert werden. Hagemann kündigte für die nähere Zukunft mögliche weitere Produktionsverlagerungen an, über die "zu gegebener Zeit" informiert werden soll. Schaffner will die Kosten um insgesamt 6 Mio CHF jährlich senken, wovon der grösste Teil ab dem Geschäftsjahr 2016/17 wirksam werden soll.
FÜR ZWEITES SEMESTER MEHR ZUVERSICHT
Mit Blick auf das zweite Semester verwies Hagemann auf die üblicherweise bessere Saisonalität, da auf das erste Semester des versetzten Geschäftsjahres von Schaffner Weihnachten und Neujahr sowie auch das Neujahr im mittlerweile wichtigsten Einzelmarkt China fallen. Darum prognostiziert er für das zweite Halbjahr sequentiell eine Verbesserung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses, bei allerdings höheren Restrukturierungskosten. "Wir befinden uns in einem Jahr des Umbaus und in einem schwierigen Marktumfeld. Wir haben uns aber auf eine Strategie des Wachstums festgelegt und ich bin überzeugt, dass wir zum Wachstum zurückkehren werden."
Indes verzeichneten alle drei Divisionen im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang, am stärksten die Division Power Magnetics. Hagemann zeigte sich dank der knapp über 1 liegenden Book-to-bill-Ratio dennoch zuversichtlich, dass die Talsohle erreicht sei.
In der grössten Division EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) bezeichnet der Schaffner-Chef die Nachfrage aus den Sektoren Werkzeugmaschinen und Robotik als erfreulich. Gut läuft es zudem in der Division Automotive, für welche einst strategische Optionen geprüft wurden, welche nun aber im Schaffner-Verbund weiterentwickelt werden soll. Für das Gesamtjahr 2015/16 wird trotz der Zuversicht für das zweite Halbjahr insgesamt ein EBITA sowie ein Reinergebnis deutlich unter dem Vorjahr prognostiziert.
An der Börse geben die Schaffner-Aktien in einem freundlichen Gesamtmarkt bis am Nachmittag leicht nach.
cf/dm
(AWP)