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Der Handel mit Sklaven vor allem aus Schwarzafrika blüht bereits im 15. und 16. Jahrhundert. Er nimmt jedoch in den folgenden Jahrhunderten ganz erheblich zu – ist der Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und der Neuen Welt doch ausserordentlich lukrativ. Die Händler bringen Waffen, Werkzeuge, Stoffe und Schnaps aus Europa nach Westafrika. Dort laden sie ihre Schiffe mit Sklaven (Männern, Frauen und Kindern) voll und fahren in die Neue Welt, wo die Afrikaner auf den Plantagen als billige Arbeitskräfte gebraucht werden. Aus Amerika bringen sie Zucker, Baumwolle, Kaffee und Tabak nach Europa, wo diese Kolonialwaren einen reissenden Absatz finden.
Auf den Schiffen werden die Sklaven auf engstem Raum zusammengepfercht – und auch später an Land meist wie Vieh behandelt. Welche Bedeutung der Sklavenhandel auf Santa Lemusa hatte, wissen wir nicht. Da die Landwirtschaft hier weniger intensiv betrieben werden konnte als auf anderen Inseln, können wir vermuten, dass auch der Bedarf an Sklaven etwas geringer war.
First Publication: 4-2007
Modifications: 26-2-2009, 1-11-2011