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"Ein bisschen bittere Schokolade", sagte Killian Peier. Das Lachen verriet jedoch, dass er sich nicht über den verpassten Podestplatz ärgerte, der als Halbzeit-Dritter so nah schien. "Es ist definitiv ein gewonnener vierter, und nicht ein verlorener dritter Rang."
Peier tastet sich an diesen zweiten Weltcup-Podestplatz nach Nischni Tagil vor zwei Jahren heran. Nach zwei 6. und einem 9. Rang in dieser Saison kommt er ihm immer näher. Der 26-jährige Waadtländer ist nach seinem vor gut einem Jahr erlittenen Kreuzbandriss definitiv wieder so stark wie zuvor.
Bester Schweizer Resultat seit sieben Jahren
Auf der Gross-Titlis-Schanze, auf der seit einem 2. Platz von Simon Ammann 2014 kein Schweizer mehr in die Top Ten gesprungen war, fehlten 5,6 Punkte oder gut drei Meter auf den drittplatzierten und Halbzeitführenden Timi Zajc aus Slowenien. Es waren genau jene drei Meter, die Peier im zweiten Durchgang (135,5 m) weniger weit sprang als im ersten. "Der erste war noch etwas flüssiger", bestätigte der WM-Dritte von 2019. "Aber auch der zweite war voll ok." Er sei angesichts des möglichen Podests gar nicht nervös geworden. "Ich bin in meiner Routine geblieben, das hat sehr gut funktioniert."
Und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Am Sonntag (16.00 Uhr) erhält Peier eine zweite Chance auf das erste Podest in dieser Saison und zuhause. Dann erhoffen sich auch die restlichen Schweizer ein besseres Resultat. Zwar gab es gleich für drei weitere Springer von Swiss-Ski Punkte, doch besitzen Gregor Deschwanden (26.), Simon Ammann (29.) und Dominik Peter (30.) noch Steigerungspotenzial.
Gigantenduell zwischen Geiger und Kobayashi
Die nahezu perfekten Bedingungen brachten an der Spitze die erwarteten Resultate. Der Weltcup-Führende Karl Geiger gewann nach 2018 zum zweiten Mal in Engelberg, knappe 0,8 Punkte vor dem aktuell vielleicht stärksten Springer Ryoyu Kobayashi. Der Japaner verbesserte sich im zweiten Durchgang vom 4. auf den 2. Platz und stiess Killian Peier vom Podest.