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Wahlerfolge der Partei der Arbeit und ihrer Verbündeten in Delémont
“Wir vertreten die grossen Sachen, vor allem die der kleinen Leute.” Diese Losung lesen wir auf der Website der POP Jura (Sektion der PdA Schweiz), die im Kantonshauptort Delémont (Delsberg) zusammen mit der Gruppe Combat Socialiste und den Grünen in den Wahlkampf gezogen war. Die gemeinsamen Liste dieses Bündnisses konnte ihren Stimmenanteil gegenüber 2004 um 5.3% verbessern und ist mit 19% der Wählerstimmen die drittstärkste Kraft im kommunalen Parlament.
Obwohl die Sitzzahl des Parlaments (Conseil de Ville) von 51 auf 41 herabgesetzt worden ist, kann das Linksbündnis sogar noch ein Mandat hinzugewinnen und kommt damit auf 8 Sitze. Die CVP legt um 6,9 Prozentpunkte zu und gewinnt zwei Mandate. Zu den Verlieren gehört die SVP (in der Westschweiz UDC), die es in dieser Gegend nur auf 5,6% der Stimmen bringt, und deren Vertretung von 3 auf 2 Sitze schrumpft, womit sie keine Fraktion mehr bilden kann. Die bürgerlichen Parteien erobern allerdings die Mehrheit im Stadtrat. Denn am meisten gebeutelt gehen die Sozialdemokraten aus den Wahlen hervor. Mit einem Verlust von 7 Prozentpunkten werden sie 8 von ihren 19 Stadtratssitzen abgeben müssen.
In den Wahlen zur Stadtregierung (Conseil communal) erreichte die Liste der POP und ihrer Verbündeten 16,4% der Stimmen (+2,7%) und sicherte mit der Wahl von André Parrat, auf den 964 Stimmen entfielen, ihre Vertretung in kleinen Rat. Dieses Gremium war ebenfalls von 6 auf 4 Mitglieder verkleinert worden. Die Verkleinerung geht auf Kosten der SP und der Freisinnig-Liberalen.
Von den Kandidaten für das Amt des Stadtpräsidenten konnte sich keiner im ersten Wahlgang durchsetzen. André Parrat erreichte das drittbeste Resultat. Die POP unterstützt im 2. Wahlgang den Kandidaten der SP, um zu verhindern, dass die Regierungsmehrheit an die bürgerlichen Parteien fällt.
In den in aller Regel 9-köpfigen Kommissionen werden die SP mit 3 und das Linksbündnis mit 2 Sitzen vertreten sein.
In diesen Wahlen bestätigen sich Trends, die einem massenhaften Umschwung im Denken der Wähler entspringen. FdP, SVP und SP haben auch in den gleichzeitigen Wahlen in der Stadt Bern und anderen Gemeinden des Kantons Bern empfindliche Niederlagen eingesteckt. Die christliche CVP hat es verstanden, sich etwas aus der Schusslinie zu halten, obwohl sie sich nicht selten mit den anderen Parteien um die neoliberale Meinungsführerschaft gestritten hat. (03.12.2008)
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