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Amnesty International fordert China dringend auf, die Sicherheit von Chen Guangcheng, seiner Frau, seiner Tochter und seiner Eltern zu gewährleisten. Die Behörden müssen sicherstellen, dass der Menschenrechtsaktivist und seine Familie wieder ein normales Leben führen können, ohne Belästigungen, willkürliche Inhaftierung, Folter und andere Misshandlungen. Wenn sie das Land verlassen wollen, sollen sie das Recht erhalten, dies zu tun. Wenn sie aber hierzu gezwungen werden oder keine andere Wahl mehr haben, entlarvt dies die Beteuerungen der chinesischen Regierung, ein Rechtsstaat zu sein und die Menschenrechte all seiner Bürgerinnen und Bürger gewährleisten zu wollen, als grobe Lüge.
«Chen Guangcheng und seine Familie müssen ein freies und normales Leben führen können, auch innerhalb von China, wenn sie dies wünschen», sagt Catherine Baber, stellvertretende Direktorin für die Region Asien-Pazifik bei Amnesty International. «Das ist auch ein Test für das oft betonte Engagement der USA für die Menschenrechte aller Bürgerinnen und Bürger weltweit.»
Amnesty International fordert die chinesische Regierung, die USA und andere Regierungen aber auch dringend auf, nicht nur für Chen Guangcheng Sicherheit und Freiheit zu fordern, sondern sich auch für die sofortige Freilassung aller anderen Personen, die im Zusammenhang mit seiner Flucht festgenommen worden sind, einzusetzen. Gemäss Berichten ist sein Bruder Chen Guangfu noch immer in Haft, ebenso He Peirong, die Chen ihren eigenen Aussagen gemäss bei der Flucht unterstützte. Auch weiss man zurzeit nichts über den Verbleib von Chens Neffen Chen Kegui, der bei Ankunft der Polizei aus seinem Haus flüchtete.