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Am Sonntagnachmittag machten sich die Frauen vom SVS/SCH auf den Weg nach Bern, wo das zweite Spiel vom Berner Cup stattfand. Den Schwung vom klaren 15 - 1 Sieg in der ersten Cuprunde wollte man auch in die zweite Runde mitnehmen.
Bei warmen Temperaturen startete das Cupspiel pünktlich um 15.00 Uhr in Bern gegen den FC Länggasse. Die beiden 3. Liga Mannschaften mussten sich zuerst an die Hitze und den kleinen Platz gewöhnen. Die Rasechatze starteten besser ins Spiel und wollten das Spiel von hinten aufbauen und mit Passkombinationen vor das gegnerische Tor kommen. Doch es fehlte an der Passgenauigkeit. Durch viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung wurde der Spielaufbau immer wieder verhindert.
Nach einigen Minuten kam das erste Zeichen der Unteremmentalerinnen. Fabienne Stalder versuchte es mit einem Weitschuss, welcher neben dem Tor landete. Einige Minuten später waren es Kim Vetter und Michaela Herrmann, welche auch mit einem Weitschuss die Torhüterin bezwingen wollten. Leider auch sie ohne Erfolg.Das Spiel fand mehrheitlich im Mittelfeld statt. Durch das kleine Spielfeld standen alle Spielerinnen dicht beieinander, was das gewohnte Kurzpass-Spiel verhinderte. Vermehrt wurden die beiden Flügelflitzer Salome Beutler und Jeannine Sommer in die tiefe geschickt, jedoch meist zu stark, dass der Ball nicht erreicht werden konnte.
Nach 20 Minuten drippelte sich Herrmann aus dem Mittelfeld durch und versuchte erneut die Torhüterin zu bezwingen. Doch auch ihr 2. Weitschuss landete neben dem Tor. Kurz nach der ersten Trinkpause versuchte das gleiche auch eine Spielerin vom FC Länggasse und versenkte den Ball aus 20 Meter unhaltbar im Tor der Rasechatze. Die Reaktion auf den Rückstand kam 5 Minuten später als Stalder einen Eckball von der rechten Seite in die Mitte zirkelte, wo Sabrina Schneider den Ball neben dem Tor vorbei köpfelte. Nur eine Zeigeumdrehung später hängte Jeannine Sommer auf der rechten Seite ihre Gegenspielerinn ab und flankte in die Mitte, wo eine Verteidigerin den Ball in das eigene Tor beförderte. Einige Minuten später war es erneut Sommer welche von Conny Zürcher in den Lauf geschickt wurde. Der Ball konnte von der Gegenspielerinn abgefangen werden. Diese spielte den Ball vor das Tor wo Salome Beutler goldrichtig stand und den Ball zum verdienten 1–2 versenkte. Die Freude vom Vorsprung hielt jedoch nicht lange an. Nur zwei Minutenspäter schoss eine Länggasserinn einen unhaltbaren Freistoss zum 2–2 Ausgleich. Vor der Pause hatten Beutler und Stalder noch Topchancen die Unteremmentalerinnen mit einem Vorsprung in den Pausentee zu schicken, doch die Torhüterin parierte beide Schüsse oder lenkte sie ins aus. Der anschliessende Eckball wurde aufgrund einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Zürcher und der Torhüterin zum Freistoss für die Torhüterin geändert. Kurz vor der Pause doch noch der erneut verdiente Führungstreffer. Es war Kim Vetter, welche von Michaela Herrmann in die Tiefe geschickt wurde und den Ball mit dem linken Fuss gekonnt zum 2–3 Pausenresultat einschob. Bis dahin hatten die Stadt Bernerinnen bis auf die beiden Treffer kaum Torchancen.
Nach dem Seitenwechsel startete das Heimteam besser ins Spiel. Wie in der ersten Hälfte setzten sie auch nach dem Wiederanpfiff auf die langen Bälle, welche jedoch durch die routinierten Innenverteidigerinnen Nicole Schneider und Flurina Donatsch abgefangen werden konnten. Die Ungenauigkeit und die vielen Fehlpässe verbesserten sich leider auch in der zweiten Halbzeit nicht. Doch fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff passte Kim Vetter in den Lauf von Fabienne Stalder, welche mit ihrem starken linken Fuss direkt in die Mitte flankte, wo unsere Sturmspitze Conny Zürcher den Ball souverän zum 2-4 im Tor versenkte. In der 60. Minute war es Michaela Herrmann welche alle Kraft zusammennahm und mit einem Hammer-Schuss den Ball aus 25 Meter in das obere linke Eck hämmerte! Was für ein Traumtor an diesem Sonntagnachmittag. In den nächsten 20 Minuten gab es auf beiden Seiten keine nennenswerte Torchance mehr.
Kurz nach der 80. Minute pfiff der Schiedsrichter das Spiel zum Erstaunen aller ab. Auch nach Reklamationen der beiden Trainer wollte sich der Schiedsrichter nichts sagen lassen und bestand darauf, dass er 45 Minuten gestoppt habe. So beendete er das Cupspiel nach rund 85 Minuten mit dem 2-5 Schlussresultat. An der Passgenauigkeit müssen die Unteremmentalerinnen weiterhin arbeiten. In der zweiten Halbzeit war man zu ungenau und unkonzentriert. Trotzdem war der Sieg nicht unverdient. Dem FC Länggasse liess man kaum Torchancen zu. Die Frauen vom SVS/SCH können sich freuen, es nach vielen Jahren wieder einmal in eine dritte Runde vom Berner Cupgeschafft zu haben.
Weiter geht es für die Rasechatze am nächsten Samstag, 19. September 2020 im Jura gegen den FC Courtedoux, wo sich die Frauen den dritten Sieg im dritten Meisterschaftsspiel nachhause holen wollen.