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Schiffsgeld,
eine Steuer in England, die wegen ihrer unberechtigten Erhebung durch Karl I. berühmt geworden ist. Unter frühern Monarchen, namentlich unter der Königin Elisabeth 1588 beim Herannahen der span. Armada (s. d.), waren von den Küstenstädten und Grafschaften zu ihrer Verteidigung Schiffe [* 3] aufgeboten worden, an deren Stelle man auch Geld angenommen hatte. Bei der Erschöpfung anderer Finanzquellen kam nun die Regierung Karls I. auf den Gedanken, mitten im Frieden 1634 die gleiche Forderung zu stellen, und glaubte damit ein Mittel gefunden zu haben, auch ohne Parlamentsbewilligung Steuern ausschreiben zu können. Allein ein einzelner Mann, John Hampden (s. d.), wagte es, die Zahlung zu verweigern, und ließ es zu einem Prozeß kommen, der ungeheures Aufsehen erregte. Die bald darauf folgende Erhebung der Schotten zwang Karl Nov. 1610 zur Berufung des Langen Parlaments (s. d.), das den König zur Abstellung aller Beschwerden nötigte.