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Das Niderfeld ist gemäss kantonalem Richtplan ein Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung und mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve. Es wird dereinst etwa 3'000 Menschen Wohnraum und 4'000 Arbeitsplätze bieten. Der Stadtrat legt Wert darauf, dass das neue Quartier eine hohe Lebensqualität aufweist und schrittweise entwickelt wird.
2010 wurde das Niderfeld eingezont. Nach mehrmaligem Treffen haben die Grundeigentümer des Niderfelds 2012 einen Verein gegründet, der die Entwicklung im Niderfeld begleiten und fördern soll. Ab 2013 wurde in einem breit angelegten kooperativen Prozess in einem Studienverfahren ein Masterplan erarbeitet, der das erwünschte städtebauliche Konzept festhält, welches die Grundlage für die anschliessende Gestaltungs- und Quartierplanungbildet.
Künftiges Quartier Niderfeld
Der öffentliche Gestaltungsplan wird das städtebauliche Konzept in verbindliches Baurecht überführen. Die Arbeiten am Gestaltungsplan laufen seit Herbst 2015. Kern des neuen Quartiers wird ein grosser zentral gelegener Park sein. Um ihn herum gruppieren sich drei Bereiche, ein Mischgebiet entlang der Limmattalbahn, ein Wohngebiet am nördlichen Rand des Parks und das Arbeitsplatzgebiet im Westen zur Mutschellenstrasse hin. Das Mischgebiet zeichnet sich durch Hofrandstrukturen mit grosszügigen begrünten Innenhöfen aus. Aus Gründen des Lärmschutzes bildet das Mischgebiet zur Ueberlandstrasse hin eine mehr oder weniger geschlossene Bebauung aus. Das Wohngebiet zeichnet sich durch eine lockere höhenmässig gegen den Park hin abgestufte Bebauung aus kleineren Einheiten aus.
Das Gestaltungsleitbild soll den Planungsbehörden im Rahmen der folgenden Wettbewerbe für einzelne Baufelder und für Einzelbauvorhaben als Leitfaden für die Beurteilung von Bauprojekten dienen. Dies ist umso wichtiger, als davon auszugehen ist, dass die Entwicklung dieses grossen Gebiets längere Zeit in Anspruch nehmen wird. So kann sichergestellt werden, dass die Bauten nach einheitlichen und verlässlichen Kriterien beurteilt werden.
Zentrum des neuen Quartiers: Ein weitläufiger Park entlang des Teischlibachs
Der Park gliedert sich in verschiedene Bereiche mit Angeboten für unterschiedliche Bedürfnisse. Diese reichen von naturnahen, teilweise auenartigen Bereichen entlang dem Gewässer, über ruhige Parkinseln, Spielmöglichkeiten, grosszügigen Rasenflächen bis zu Siedlungsgärten. Der Park soll das Markenzeichen des neuen Quartiers bilden und mit seinen Angeboten ein Anziehungspunkt für die gesamte Stadt sein. Der im Park liegende Teischlibach wird im Rahmen der Überbauung des Areals revitalisiert.
Einladende Plätze für Einheimische und Besucher
Neben dem Park werden verschieden Plätze für die Bevölkerung entstehen. Der Torplatz beim Knoten Dreispitz markiert den Zutritt ins neue Stadtquartier. Hier befindet sich eine der Haltestellen der Limmattalbahn. In den Gebäuden am Torplatz sind Läden für die Quartierversorgung sowie Restaurants, Cafés usw. vorgesehen. Östlich daran schliesst der Quartierplatz an, welcher den Quartierbewohnern als Spiel- und Treffpunkt dienen soll. Ein weiterer Platz wird an der zweiten Haltestelle der Stadtbahn an der Schnittstelle von Arbeitsplatz- und Mischgebiet entstehen.
Quartierplanprozess
Im Quartierplan wird die notwendige Feinerschliessung des neuen Quartiers festgelegt, die Plätze sowie die Ausstattung werden ausgeschieden und es wird ein Kostenteiler für die Erschliessung und Ausstattung geregelt. Um sinnvoll bebaubare Grundstücke zu erhalten, wird im Rahmen des Quartierplans eine Landumlegung erfolgen. Erst mit der Neuzuteilung der Parzellen erhalten die Grundeigentümer so erschlossene und bebaubare Parzellen. Am 28. August 2017 hat der Stadtrat den Quartierplanprozess für das Niderfeld eingeleitet. Alle Grundeigentümer des Niderfelds sind am Quartierplanverfahren beteiligt.
Quartiererschliessung mit öffentlichem Vekehr
Die Erschliessung des neuen Quartiers legt den Fokus auf den öffentlichen sowie den Fuss- und Radverkehr. Die mit dem städtebaulichen Konzept abgestimmte Limmattalbahn erschliesst das Gebiet mit zwei Haltestellen und fährt entlang dem Boulevard auf eigenem Trassee. Zudem wird ein dichtes Netz an Wegen für den Rad- und und Fussverkehr geschaffen. Die Wohn- und Mischzonen des Niderfelds werden wie im Limmatfeld von Beginn weg als Tempo 30-Zone ausgebildet. Das Strassennetz ist so angelegt, dass der Schleichverkehr vom Arbeitsplatzgebiet im Westen zum Misch- und Wohngebiet im Osten unterbunden ist.
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