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Auch bei der dritten und letzten TV-Debatte versuchte sich John McCain als Terrier. Er schnappte nach Barack Obama. Allerdings schaffte es der Republikaner nicht zuzubeissen. Dafür gab ihm der demokratische Präsidentschaftskandidat kaum Gelegenheit.
Obama hat weiterhin in allen Umfragen klar die Nase vorn. Das liegt auch an der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Wochen und Monaten. Im US-Wahlkampf hat die Wirtschaftspolitik stets eine übergeordnete Stellung. Für die amerikanischen Wähler ist ihre persönliche Situation entscheidend.
Die Rezession, die damit steigende Arbeitslosigkeit und Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft sind die wichtigsten Themen. Im Jahre 1992 schafften es die Werber der ersten Clinton-Kampagne, das auf einen griffigen Slogan einzudampfen:
“It’s the economy, stupid.”
Zu Deutsch: Auf die Wirtschaft kommt es an, Dummkopf. Auch damals waren die USA in einer rezessiven Phase. Der amtierende Präsident George Bush ritt nach dem Ende des Kalten Krieges und der ersten Invation in Irak auf einer Erfolgswelle, die ihn lange Zeit als unschlagbar erscheinen liess.
Allerdings hatte es Bush senior nicht fertiggebracht, während seiner Präsidentschaft neue Jobs zu schaffen – eines seiner Versprechen im Wahlkampf 1988. Das war mit ein Grund, weshalb er die Wiederwahl verpasste.
Die chronische Erfolglosigkeit, ja die desaströse Politik der letzten siebeneinhalb Jahre spielt Obama in die Hände. Ebenso die Finanzkrise, weil: die Wall Street wird vorab mit den Republikanern in Verbindung gebracht. Obama schafft es zudem geschickt, die Nähe McCains zu George W. Bush immer und immer wieder zu erwähnen.
Foto Barack Obama und John McCain: keystone