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Maultier
Das Maultier ist eine Kreuzung zwischen Eselhengst und Pferdestute.
Maultier
EQUUS DOMESTICUS
Maultiere sind wissenschaftlich gesehen so genannte «Hybriden». Die Natur sorgt meist dafür, dass sich verschiedene Tierarten nicht vermischen. Im Fall der nah verwandten Esel und Pferde entstehen zwar Nachkommen, diese sind jedoch steril. Somit können Maultiere keine Jungtiere zeugen und bilden aus diesem Grund keine eigene Art.
Als ursprüngliche Heimat des Maultieres wird der Vordere Orient angenommen, wo es zirka 3000 vor Christus als Nutztier entdeckt wurde. Überlieferungen zeigen, dass die Römer als erste über eine geregelte Maultierzucht verfügten. Die Maultiere wurden vor allem im römischen Postdienst sowie im öffentlichen Transportwesen eingesetzt. Auch das Maultier als Tragtier für Kriegseinsätze wurde schon früh erkannt und spielte bis zum ersten Weltkrieg eine entscheidende Rolle: Mehrere hunderttausend Tiere kamen dabei zum Einsatz.
Maultiere wurden gegenüber Pferden oft als Arbeitstier bevorzugt, da sie entscheidende Vorteile besitzen: Sie sind widerstandfähiger, trittsicherer und langlebiger als Pferde. Zudem ist es ein besserer Futterverwerter, denn sie fressen rund ein Drittel weniger als Pferde, und das bei gleicher Leistung.
Im 20. Jahrhundert wurde das Maultier von modernen Verkehrs- und Transportmitteln immer mehr verdrängt. Zu seinem Andenken und für seine Verdienste wurden in zahlreichen Ländern Denkmäler gebaut.
Unser Maultier finden Sie im Haustierpark neben der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf. Zwischenzeitlich befindet es sich ausserhalb des Parks und wird täglich von unseren Tierpflegerinnen und Tierpfleger betreut.