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Der Abendmahlskelch, El Santo Cáliz, ist das Gefäß (el vaissel oder Gral), mit dem Jesus Christus das Abendmahl begangen hat. Joseph von Arimathäa habe dieses Gefäß nach Europa bringen lassen. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian habe der Papst Sixtus II., das Gefäß im Jahr 257/58 seinem Diakon, dem hl. Laurentius anvertraut, der aus der Stadt Huesca in Aragón stammte. Er fand später auf dem Rost den Märtyrertod, doch zuvor sei es ihm gelungen, den Kelch vor dem Zugriff der Römer in Sicherheit zu bringen und in seine iberische Heimat schaffen zu lassen. Auf diese Weise blieb das Gefäß während der gesamten Herrschaft der Westgoten über die iberische Halbinsel in Huesca. Als die Eroberung von Huesca durch die Araber im Jahr 716 unmittelbar bevorstand, brachte der dortige Bischof das Gefäß in die entlegenen Pyrenäentäler von Hoch-Aragón in Sicherheit. Mehr als drei Jh. lang hüteten die Mönche der westgotischen Klöster von San Pedro de Sasave und Santa María de Siresa die kostbare Reliquie, bis sie 1063 in die neue aragónische Königsresidenz nach Jaca gelangte. Als sich Sancho, Bischofvon Jaca und Huesca, 1071 nach San Juan de la Peña zurückzog, nahm er den Abendmahlskelch in das Höhlenkloster, wo sie bis zum Jahr 1399 verwahrt wurde. Dann liess König Martín die Reliquie zunächst in seinen Palast Aljafería nach Zaragoza und später in das Schloß von Barcelona bringen. Von dort gelangte es in den Königspalast von Valencia, um endlich 1437 in der "Kapelle des hl. Kelchs" der Kathedrale von Valencia den vorerst letzten Aufenthaltsort zu finden. Das Gefäß, das sich heute in der Capilla del Santo Cáliz der Kathedrale befindet, besteht aus einer aus Achat gearbeiteten Kelchschale, ein einziger, edel strukturierter Stein orientalischer Herkunft. Die Untersuchungen, die der Archäologe und Kunsthistoriker Antonio Beltrán durchführte, haben ergeben, daß der obere und eigentliche Teil des Kelches, die Schale, durchaus irgendwo im Nahen Osten - in Ostägypten, Palästina oder Syrien - vor oder in der Zeit Christi hergestellt worden ist. „Die Entdeckung des hl. Grals“ Buch von Michael Hesemann, Pattloch- Verlag. ISDN: 3-629-01659-6. Erwähnt sei auch die Basilika mit dem Gnadenbild u. lb. Frau der Verlassenen, dessen Ursprung auf eine 1413 gegründete Bruderschaft „der Eucharistischen Anbetung“ zurückgeht, die sich auch für das christliche Begräbnis unschuldig Hingerichteter und für Schiffbrüchige einsetzte. Kein Zufall dass sich in der Ordenskirche das Grab der Günderin hl. Madre Maria Miguela Desmaisieres befindet.