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Vermutlich hat in den Sechzigerjahren die legendäre Szene mit James Bond auf dem Schilthorn (2970 m ü. M.) im Berner Oberland erheblich dazu beigetragen, die Sportart Curling weltweit bekannt zu machen. Im Bergdorf Mürren, unterhalb des Gipfels gelegen, frönt man dem Wintersport schon lange. Neuerdings ist das dort sogar witterungsgeschützt möglich – unter einem Holzdach, das sich als leichte Konstruktion über die Eisfläche spannt.
Um das bereits vorhandene, rund 25 Zentimeter tiefe Betonbecken sowie den umlaufenden Kühlgang mit den Installationen für die Ammoniak-Kälteanlage nicht zu tangieren, wurden die Fundamente für die Holzstützen ausserhalb dieses bestehenden Bereichs gesetzt. Dass es sich bei dem Tragwerk um eine Konstruktion aus unbehandeltem Fichtenholz handeln sollte, war für die Architekten dabei von Anfang an klar. Die Primärträger bestehen aus bogenförmig verleimten Brettschichtholzträgern mit einem Querschnitt von 52 auf 52 Zentimetern. Der Abstand zwischen ihnen beträgt drei Meter. Um sie statisch wirksam zu machen, wurden sie mit Stahlzugstangen (M64) unterspannt. So halten sie einer Schneelast von neun Kilonewton pro Quadratmeter stand. Der Transport der Bauteile ins autofreie Mürren gestaltete sich hierbei schwierig. Vor allem, was die langen Primärträger anging. Sie mussten deshalb halbiert
und mit Montagestoss versehen werden.