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Im Rahmen eines internationalen Forschungspaketes untersuchte A+W mittels Variantenuntersuchungen, ob und unter welchen Umständen sich ein Einsatz von automatischen Brandbekämpfungsanlagen (BBA) aus wirtschaftlichen Gründen für den Personenschutz in Strassentunneln lohnt.
Dazu wurde das Risikosenkungspotential von BBA als Nutzen definiert und anschliessend den Lebenszykluskosten der Anlage gegenübergestellt. So konnte aufgezeigt werden, dass es in einem zweiröhrigen Richtungsverkehrstunnel mit hohem Stauanteil, aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll sein kann, eine BBA zu installieren. Die Analysen haben aber verdeutlicht, dass sich die Anlagen wirtschaftlich nur lohnen, wenn sie als Kompensationsmassnahme für andere kostenintensivere Massnahmen eingesetzt werden können.
Es wurde zudem illustriert, dass Tunnel mit BBA zwar wirtschaftlicher als der richtlinienkonforme Vergleichstunnel ohne BBA sein können, gleichzeitig aber zu höheren Risikowerten führen können - eine Erkenntnis, die auf komplexe Interaktionen zwischen BBA und Lüftungssystemen zurückzuführen ist und aktuell Gegenstand weiterführender Forschungstätigkeiten ist.
Das Projekt zeigt einerseits, dass bei der Beantwortung von Fragestellungen, die die Personensicherheit betreffen, das Entscheidungskriterium «Wirtschaftlichkeit» nicht bedingungslos angewendet werden kann; andererseits belegen die Erkenntnisse, dass auch beim Grundsatz "Sicherheit um jeden Preis" wirtschaftliches Optimierungspotential vorhanden ist.
Auftraggeber
Projektpartner