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Der S. wurde 1888 von gemeinnützigen Frauenvereinen der dt. und rätorom. Schweiz gegründet. Einerseits grenzte sich der Verein bis in die Nachkriegszeit von den gleichstellungsorientierten Frauenvereinen ab, andererseits unterstützte er gemeinsame Unternehmungen wie etwa die Saffa 1928. Mit dem Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe und der Betonung der unterschiedl. Aufgaben von Frau und Mann setzte sich der S. für die Professionalisierung und schul. Institutionalisierung der Hauswirtschaft ein. So entstand 1901 die Schweiz. Pflegerinnenschule mit Frauenspital in Zürich und 1906 die Gartenbauschule für Töchter in Niederlenz. Im 1. Weltkrieg war der S. federführend bei der Sammelaktion für die Nationale Frauenspende, die v.a. der Finanzierung der Soldatenfürsorge diente. 1957 unterstützte er das Zivilschutzobligatorium der Frauen, engagierte sich aber erst bei der eidg. Abstimmung von 1971 aktiv für die Einführung des Frauenstimmrechts. Ab 1993 befürwortete der Verein die Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch. 2004 änderte der S. seinen Namen in Dachverband Schweiz. Gemeinnütziger Frauen und markierte mit dem neuen Motto "Solidarisch, Gezielt, Fortschrittlich" seine veränderte gesellschaftspolit. Einstellung. 2010 zählte der Dachverband 265 Sektionen und 70'000 Mitglieder.
Literatur
– C. Bühler, Die Gesch. des S.s SGF, Liz. Bern, 1997
– B. Mesmer, Staatsbürgerinnen ohne Stimmrecht, 2007
Autorin/Autor: Elisabeth Joris