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Der Flugplatz Basel-Sternenfeld war ab 1920 der erste Flugplatz von Basel in der Schweiz.
1950 wurde er stillgelegt und durch den Flughafen Basel-Mülhausen ersetzt. Im Jahr 1962 wurde ein Überbauungswettbewerb für das Gebiet durchgeführt. Entstanden ist ein Quartier im Geist der
Moderne mit einer offenen städtebaulichen Struktur und grosszügigen Freiräumen.
Vorgeschichte
Am 21. Juni 1919 startete Oskar Bider in St. Jakob bei Basel mit zwei Passagieren zu einem Flug rund um die Schweiz. Nach 7½ Stunden landete der Doppeldecker wieder am
Ausgangspunkt, womit diese von der Zeitung «Basler Nachrichten» organisierte PR-Aktion von Erfolg gekrönt war. Daraufhin gründeten innovative Persönlichkeiten einen Verein zur Förderung
der Zivilluftfahrt in der Region Basel. Der Verein, der den Namen Aviatik beider Basel trug, führte Flugtage durch und veranstaltete eine Lotterie. Dadurch
brachte er die nötigen Geldmittel zusammen, um das Sternenfeld zu pachten und dort einen kleinen Hangar zu bauen. Eugen Dietschi als Ballonfahrer war Mitbegründer des Flugplatzes.
Flugplatz
1920 wurde ein einfaches Flugfeld für militärischen und zivilen Flugbetrieb eingerichtet. Am 12. September jenes Jahres erfolgte mit einem gross aufgezogenen Flugmeeting die offizielle
Einweihung. Es begann sich zögerlich ein bescheidener Luftverkehr zu entwickeln. Ab dem 16. August 1923 gehörte der Flugplatz Sternenfeld zu den wichtigeren in Europa, als Handley Page
Transport, die Fluggesellschaft der Handley Page Aircraft Company, ihre Linie London–Paris nach Dübendorf bei Zürich verlängerte (und dabei jeweils in
Birsfelden zwischenlandete). Ein Jahr später folgte die belgische Sabena mit ihrem Kursflug Amsterdam–Brüssel–Basel–Bern.
1924 verfügte Basel somit bereits über Luftverbindungen mit vier wichtigen europäischen Metropolen. Der dringend nötige weitere Ausbau der Anlagen war für Private viel zu kostspielig. Aus diesem
Grund wandelte sich der Verein Aviatik beider Basel in diesem Jahr zu einer gemischtwirtschaftlichen Flugplatz-Genossenschaft, an der sich die
Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft mit 60 bzw. 10 Prozent beteiligten. Mit dem zusätzlichen Kapital konnten das Rollfeld auf 80 Hektar erweitert sowie ein grösserer
Zivilhangar, ein Verwaltungsgebäude aus Holz und ein Tanklager errichtet werden.
1925 wurde in Basel die erste Balair als Basler Luftverkehrsunternehmen gegründet, welche sich später mit der Zürcher Luftverkehrsgesellschaft Ad Astra
Aero zur Swissair vereinigte. 1926 landeten bereits sieben Fluggesellschaften auf den Rasenpisten und der Flugplatz erwies sich erneut als zu klein. Bis 1927
entstanden ein neues Stationsgebäude und ein grösserer Hangar. Daneben erhielt der Platz die erste Nachtlandeeinrichtung der Schweiz.
Einen denkwürdigen Tag hatte das Sternenfeld am 12. Oktober 1930, als 30'000 Menschen die Landung des Luftschiffes LZ 127 «Graf Zeppelin» sahen. Bis
zum Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Sternenfeld mit einem Anteil von bis 23,9 % am gesamten schweizerischen Passagierluftverkehr zum zweitwichtigsten Flugplatz der
Schweiz. Verkehrsmaschinen von mehr als zehn Gesellschaften flogen den Flugplatz regelmässig an. Die Verkehrszahlen waren beachtlich, benutzten 1938 doch 14'319 Passagiere den Flugplatz.
448 Tonnen Fracht und 241 Tonnen Post wurden befördert. Unmittelbar vor Kriegsausbruch war das Sternenfeld mit 13 Destinationen verbunden.
Ende des Flugbetriebes
Von Anfang an war das Sternenfeld ein Flugplatz auf Zeit, denn das Gelände war vom Kanton Basel-Landschaft ursprünglich mit der Absicht gekauft worden, das Kraftwerk Birsfelden und
einen Rheinhafen zu errichten. Somit war das Pachtverhältnis auf den Zeitpunkt befristet, an dem der Kanton über die notwendigen Investitionsmittel verfügen würde. Der für die
Hafenplanung zuständige Ingenieur stellte 1929 klar, dass der Flugbetrieb bald nicht mehr möglich sein werde. Deshalb nahm die Flugplatz-Genossenschaft nur noch geringe Ausbauten vor und begann
mit der Suche nach einem geeigneten Ersatzstandort. Sämtliche Bemühungen für einen Ersatzstandort während des Krieges blieben erfolglos. Kurz nach Kriegsende kam eine neue
Variante ins Spiel, ein ganz auf französischem Territorium gelegener internationaler Flughafen zwischen Saint-Louis und Blotzheim (der nachmalige Flughafen
Basel-Mülhausen). Obwohl dort bereits im Mai 1946 ein provisorischer Flugplatz mit Stahlplattenpisten zur Verfügung stand, ging der Flugbetrieb auf dem Sternenfeld noch vier Jahre in
begrenztem Rahmen weiter. Nachdem der Passagierflugbetrieb am 30. Juni 1950 geendet hatte, wurde am 27. August mit einem Schaufliegen vom Birsfelder Flugplatz Abschied genommen. Im
November 1950 begannen schliesslich die Bauarbeiten am Kraftwerk Birsfelden.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Basel-Sternenfeld)