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(26.05.2021) Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ist das Angebot knapp. Laut dem von Adecco und der Universität Zürich veröffentlichten "Swiss Job Market Index" verringerten sich die Jobangebote im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 20%. Die Zahl der offenen Stellen fällt damit auf den Stand von 2016 zurück.
Anfang des Jahres gingen die Experten von einem Anstieg aus, doch letztlich blieb das Stellenangebot im Keller. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen war nur um 1% höher als im vierten Quartal 2020. Die Situation ist auf die epidemiologische Lage zurückzuführen, unter der die Arbeitswelt insgesamt leidet.
Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Regionen. Auf der einen Seite steht die lateinische Schweiz, wo das Stellenangebot um 8% wuchs. Auf der anderen die Deutschschweiz, die einen Rückgang um 1% verzeichnet. Grund für diesen Unterschied ist, dass die Romandie und das Tessin im vergangenen Jahr stärker von der Pandemie betroffen waren. Daher ist der Aufschwung dort kräftiger, um die Verluste wieder auszugleichen.
Laut der Umfrage achten die Arbeitgebenden besonders auf die Sozialkompetenzen, vor allem im Handel und Verkauf sowie in Büro und Verwaltung. Sie gehören in mehr als zwei Drittel der Stellenanzeigen zu den Anforderungen. Allerdings werden diese Fähigkeiten nicht immer explizit aufgeführt, sondern scheinen in einigen Fällen selbstverständlich, zum Beispiel für Berufe in Bildung und Erziehung, im öffentlichen Dienst und in der Kultur.
Gegenwärtig sind Kommunikationsfähigkeiten besonders gefragt. So enthalten 38% der Stelleninserate die Erwartung, dass die Bewerber "kommunikativ" sind. Hierbei ist seit den 1990er Jahren eine kontinuierliche Steigerung zu beobachten.
Letzte Änderung 26.05.2021