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Hochwasserschutzmassnahmen
Das Projekt
In der Gemeinde Ebersecken ist der Goldbach in den letzten Jahren immer wieder über die Ufer getreten und hat Schäden an Gebäuden hinterlassen. Hauptverursacher ist der zu kleine Durchlass unter der Kantonsstrasse. Die Überflutungsgefährdung und somit der Handlungsbedarf in Ebersecken ist in der Gefahrenkarte aus dem Jahr 2010 ausgewiesen. Angesichts des grossen und akuten Schadenpotenzials im Dorf wurde im Jahr 2011 für das Siedlungsgebiet Ebersecken eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Im Rahmen der Erarbeitung der verschiedenen Varianten zur Verlegung und Verkürzung des Durchlasses Schötzstrasse wurden auch zwei Varianten mit dem Schwerpunkt der Optimierung des Durchlasses untersucht. Die Variante mit der Abflussvergrösserung und dem Neubau der kritischen Durchlässe entspricht der Bestvariante der Machbarkeitsstudie.
Das Wasserbauprojekt dient folgenden Zielen:
- Hochwassersicherheit: Die Massnahmen gewährleisten einen ausreichenden, differenzierten Hochwasserschutz mit minimalem Restrisiko. Die Kosten sind optimiert.
- Die Hochwasser des Goldbachs sollen kontrolliert durch das Siedlungsgebiet von Ebers-ecken abgeleitet werden.
- Natur und Landschaft: Die Massnahmen sehen einen natur- und landschaftsverträglichen Ausbau vor.
Im Einzelnen sind folgende Massnahmen vorgesehen:
- Ausbau des Goldbachs und Rickenbachs im Dorfbereich
- Erstellen eines neuen Strassendurchlasses für den Goldbach
- Anpassung der Einmündungen in die Kantonsstrasse
- Abbruch bestehender Gebäude auf Staatsparzelle Nr. 25, GB Ebersecken
Der bestehende Durchlass Richenthalerstrasse wird durch einen grösseren Durchlass mit einer Breite von 3.0 m, einer Höhe von 2.0 m und einem Gefälle von ca. 1 % ersetzt.
Der bestehende, ca. 50 m lange Durchlass in der Dorfmitte (Schötzstrasse) weist mit einer Grösse von ca. 1.65 m x 1.65 m schon ab einem HQ30 Kapazitätsdefizite auf. Aufgrund dessen wird der bestehende Durchlass durch einen grösseren Durchlass mit einer Breite von 3.0 m und einer Höhe von 1.75 m ersetzt. Der bestehende Durchlass weist ein Gefälle von ca. 4 % auf. Aufgrund der grossen Höhendifferenzen oberhalb des Durchlasses und dem Mündungsbereich Goldbach/Rickenbach ist eine Riegelrampe notwendig. Infolge des Abbruchs der Gebäude auf der Staatsparzelle Nr. 25, GB Ebersecken, kann auf dieser Parzelle der Goldbach geöffnet werden.
Der Bereich oberhalb des neuen Durchlasses weist auf einer Länge von ca. 50 m bereits ab einem HQ5 Kapazitätsdefizite auf. Infolge dessen muss die bestehende Ufermauer erhöht werden.
Im Bereich des Gewerbegebietes von Ebersecken ist das bestehende linksseitige Ufer teilweise zu niedrig, so dass bei einem 100-jährlichen Hochwasser ein Ausborden möglich ist. Das bestehende linksseitige Ufer wird daher erhöht.
Im Rahmen des Wasserbauprojekts wird auch der Durchlass der Kantonsstrasse auf ein HQ100 erweitert.
Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat am 11. September 2015 die Verfügung erlassen, das Projekt auszuführen.
Die Bauarbeiten konnten Ende Mai 2016 begonnen werden. Diese konnten planmässig ausgeführt werden. Wegen den kalten Temperaturen wird der Deckbelag erst Ende April/Anfang Mai 2017 eingebaut werden können.
Kosten und Finanzierung
|Gemäss Kostenzusammenstellung sehen die Kosten folgendermassen aus:|
|Erwerb von Grund und Rechten||Fr.||556'000.--|
|Baukosten||Fr.||1'012'000.--|
|Honorar||Fr.||269'500.--|
|Unvorhergesehenes||Fr.||129'750.--|
|MwSt. 8 %||Fr.||113'750.--|
|Gesamtkosten||Fr.||2'081'000.--|
|Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen:|
|Gesamtkosten||Fr.||2'081'000.--|
|./. Subvention Bund||Fr.||614'250.--|
|./. Subvention Kanton||Fr.||438'750.--|
|./. Grundeigentümerbeiträge||Fr.||263'250.--|
|./. Beitrag Mobiliar*||Fr.||180'000.--|
|./. Anteil Kantonsstrasse||Fr.||200'000.--|
|./. Anteil Brücke zulasten Kanton||Fr.||126'000.--|
|Restkosten||Fr.||258'750.--|
* Die Zusicherung liegt noch nicht vor.
Die Hochwasserschutzmassnahmen sind zwingend, weshalb Kanton und Bund auch entschieden haben, die Federführung zu übernehmen und sich zusammen mit den Grundeigentümern mit 60 % der Kosten daran zu beteiligen.
Ebersecken ist mit gut 400 Einwohnern in den letzten Jahrzehnten wieder etwas gewachsen und stabil. Die Bevölkerungsstruktur ist gut durchmischt, auch junge Familien ziehen zurück in die Elternhäuser oder gehen gar nie weg. Das Dorfleben ist intakt.
Wir können Ihnen eine Unterstützung daher sehr empfehlen.
Bis anhin konnten wir für dieses Projekt Spenden in der Höhe von Fr. 71'519.-- vermitteln.