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Manuela Schär hat an den Paralympics in Tokio noch eine Schippe draufgelegt. Nach Silber am Samstag über 5000 m setzte sich die 36-Jährige am Sonntag in der Klasse T54 über 800 m die Krone auf. Für Schär ist es die 1. Paralympics-Goldmedaille.
Gleich zu Beginn zog die Krienserin davon, einzig Tatyana McFadden (USA) konnte mithalten. Was folgte, war ein Zweikampf, bei dem Schär stets die Oberhand behielt. Bis zum Schluss legte sie ein horrendes Tempo an den Tag und triumphierte mit einer Fabelzeit von 1:42,82 Minuten – das ist neuer paralympischer Rekord. Bronze holte Susannah Scaroni (USA).
«Es ist noch nicht so greifbar. Ich bin überwältigt», so Schär nach dem Triumph. «Das Rennen war hart, aber ich konnte im Vorlauf gut Energie sparen.» Die Silbermedaille am Samstag habe sie beflügelt. «Ohne diese hätte ich nun vielleicht nicht abliefern können.»
Bronze für Debrunner
Catherine Debrunner stellte kurz nach Mittag Schweizer Zeit eindrücklich unter Beweis, warum die 800 m ihre Lieblingsdistanz ist. Die 26-Jährige übernahm in der Klasse T53 gleich zu Beginn die Führung, musste nach der Hälfte des Rennens etwas abreissen lassen.
Dennoch pushte sich die Primarlehrerin mit letzter Kraft doch noch zu ihrer 1. Medaille an Paralympischen Spielen. Am Ende leuchtete eine Zeit von 1:47,66 Minuten auf. Gold ging an Madison de Rozario (AUS) vor Hongzhuan Zhou (CHN).
Es ist der grösste Erfolg in Debrunners Karriere. 2019 hatte sie an der WM in Doha Silber ergattert. Die Freude war Debrunner nach dem Coup ins Gesicht geschrieben. «Es ist perfekt aufgegangen», sagte sie. «Ich habe volles Risiko genommen. Es war ein sehr schnelles Rennen und am Ende wurde es nochmals eng.»
Handler ohne Exploit über 100 m
Philipp Handler erreichte über 100 m in der Klasse T13 ein Diplom. Der sehbehinderte Sprinter hatte sich im Vorlauf zum ersten Mal überhaupt für einen Paralympics-Final qualifizieren können. Dort vermochte er nicht mit den Besten mitzuhalten. Am Ende schaute der 7. Platz heraus.
«Es war cool. Ich wollte mich noch etwas steigern im Vergleich zum Vormittag, aber es hat leider nicht gereicht», sagte Handler gefasst. Gold ging an den Iren Jason Smyth vor Djamil Athmani (ALG) und Jean Carlos Mina Aponza (COL).