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French Open - Roger Federer steht am French Open zum fünften Mal im Final. Der Schweizer schafft es als erster Spieler in diesem Jahr, Novak Djokovic zu bezwingen.
Der 16-fache Grand-Slam-Sieger Federer schlug Djokovic, der mit einem Sieg Rafael Nadal als Leader der Weltrangliste hätte ablösen können, in einem begeisternden Spiel 7:6 (7:5), 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) und trifft am Sonntag auf den sechsfachen French-Open-Sieger Nadal.
Federer und Djokovic lieferten sich ein grandioses Duell. Vorab im ersten Satz spielten beide zauberhaftes Tennis auf einem unglaublichen Niveau. Zuerst führte Federer im ersten Satz mit einem Break Vorsprung, etwas später war es plötzlich Djokovic, der den Vorteil auf seiner Seite hatte und sogar zu zwei Satzbällen kam. Doch die Tennisshow wurde um ein Tiebreak verlängert, den Federer 7:5 für sich entschied. Der Schweizer wies nach den ersten 70 Minuten 18 Gewinnschläge und nur 12 unerzwungene Fehler auf - eine unglaubliche Statistik angesichts des von beiden Akteuren angeschlagenen Tempos.
Vom Verlust des ersten Umgang erholte sich Djokovic nicht so rasch. Federer profitierte davon. Obwohl er nur eine von zwölf Breakchancen nutzte, ging er mit 2:1-Sätzen in Führung. Das hohe Tempo zu Beginn der Partie blieb nicht ohne Konsequenzen. Der Schweizer liess ein wenig nach und verlor den dritten Satz in 37 Minuten. Doch es war nur ein zwischenzeitliches, kleineres Tief. Zum Ende der Partie wurde Federer wieder stärker und zeigte einige unglaubliche Schläge. Nach 3:39 Stunden nützte Federer seinen dritten Matchball zum fünften Finaleinzug nach 2006, 2007, 2008 (jeweils Niederlagen gegen Nadal) und 2009 (Sieg gegen Söderling).
Nadal beschenkte sich selber
Rafael Nadal steht sogar schon zum sechsten Mal im Final des French Open. Der Weltranglisten-Leader bezwang den Briten Andy Murray 6:4, 7:5, 6:4. Murray konnte Nadal auf Sand noch nie schlagen, und er schaffte es auch in Roland Garros nicht. Doch einfach machte er es dem neunfachen Grand-Slam-Sieger nicht. Die Partie dauerte 3 Stunden und 15 Minuten.
Im ersten Umgang lag Nadal bereits 5:1 in Führung, bevor Murray beinahe nochmals herankam. Der Brite schaffte es nach dem Fehlstart immer wieder, den Mallorquiner an dessen 25. Geburtstag unter Druck zu setzten, gewann erstaunlich viele lange Ballwechsel und kam für seine Verhältnisse oft ans Netz.
Die Moral und der Kampfgeist von Murray waren wie bereits im gesamten Verlauf des Turniers beeindruckend. Der Weltranglisten-Vierte hatte in den letzten zwei Wochen diverse schwierige Momente zu überstehen. Er verletzte sich am Knöchel, machte im Achtelfinal einen Zweisatz-Rückstand gegen Viktor Troicki wett und verlor vor dem Viertelfinal einen Teil eines Zahnes - beim Essen einer Baguette.
Auch durch den unglücklichen Verlust des zweiten Satzes liess sich Murray nicht kleinkriegen. Doch Nadal war bei den wichtigen Punkten schlicht und einfach eine Klasse für sich. Er wehrte 15 von 18 Breakchancen ab und musste seinen Service im dritten Satz nicht mehr abgeben.
Im Final kommt es zum 25. Duell zwischen Federer und Nadal. Die Statistik spricht für Nadal, der in Roland Garros bislang alle vier Duelle gegen den Schweizer gewonnen hat und überhaupt erst einmal in Paris ein Match verlor (2009 gegen Söderling).
French Open - Roger Federer steht am French Open zum fünften Mal im Final. Der Schweizer schafft es als erster Spieler in diesem Jahr, Novak Djokovic zu bezwingen.