Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/1314

Der Name
Ein Schiff namens ‚SENTOSA' weckt unweigerlich Erinnerungen an Traumferien am Mittelmeer, oder dieser wohlklingende Name könnte ebenso auf ein verträumtes Fischerdorf an der italienischen oder spanischen Küste hindeuten. Aber weit gefehlt - und doch liegen wir mit dieser Vermutung nicht ganz daneben, denn das wirkliche 'SENTOSA' hat sehr viel mit Wasser und Sonne zu tun! So heisst nämlich die dem Stadtstaat Singapur am Südende vorgelagerte 375 ha grosse Insel, die bis zur Kolonialisierung durch die Engländer anfangs des 19. Jahrhunderts bei den malaiischen Eingeborenen als 'Insel hinter der der Tod lauert' bzw. als 'Pulau Blakang Mati' bekannt war.
Unter der Britischen Herrschaft entstand auf der Insel die bedeutende Seefestung 'Fort Siloso.' Und der recht makabre Name bestand somit nicht ganz zu Unrecht. Die Geschütze der Briten richteten sich allesamt in Richtung Meer, in Richtung des erwarteten Feindes. Die Japaner kamen allerdings durch den Dschungel und nahmen die Insel von der Rückseite ein. In der Folge wurden auf dieser Insel wichtige Waffenstillstandsdokumente unterzeichnet.
Mit der Gründung des Staates Singapur erlangte die Insel eine gänzlich neue Bedeutung, indem sie zur einzigen Freizeitinsel der Nation um- und ausgebaut und gleichzeitig mit dem weit sanfteren Namen 'SENTOSA' bedacht wurde, was mit 'Insel der Stille' oder 'Friede' übersetzt werden kann. Ob dieser Begriff aber heute noch zutrifft? Wohl kaum, denn ihre Wandlung zu einer friedlicheren Nutzung beschert dieser Insel, die mit Freizeitattraktionen für jeden Geschmack ausgestattet ist, einen Besucherstrom von alljährlich 2 Millionen Menschen - und trotzdem: ein Abstecher auf die Insel ist für jeden Besucher Singapurs ein Muss .... wie die Fahrt mit der MS SENTOSA auf dem Zürichsee!