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Seit geraumer Zeit fördern einzelne Länder den biologischen Landbau mit koordinierten, aufeinander abgestimmten Politik-Massnahmen, sogenannten Bio-Aktionsplänen. Laut einer Studie der IFOAM EU-Gruppe (europäischer Biodachverband), aus dem Jahr 2015, gab es 2015 13 Länder mit Bioaktionsplänen. In den vergangenen Jahren wurde der Biolandbau vor allem in Deutschland vermehrt mit regionalen Aktionsplänen gefördert. Dabei wird der Fokus stark auf die ganze Wertschöpfungskette gelegt.
Bio-Aktionspläne dienen vor allem als strategisches Instrument, um die Biolandwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft weiter zu entwickeln. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Aktionsplänen sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Gemeinsame Ziele, Vorgaben und Massnahmen setzen, um globale, nationale und regionale Politikziele zu erfüllen.
- Mit einem partnerschaftlichen Vorgehen die Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Institutionen und den anderen Akteuren stärken.
- Massgeschneiderte Politikmassnahmen umsetzen, die den Bedürfnissen des Biosektors Rechnung tragen und die eine hohe Lebensmittelqualität, Arbeitsplätze und Tierwohl fördern.
- Staatliche Unterstützungsmassnahmen so nützen, dass sie das Biomarktwachstum (ergänzend) unterstützen.
- Auf Angebot-Nachfrage-Aspekte fokussieren, die für den Biosektor relevant sind.
- Ein positives Umfeld schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Bioproduzenten und KMU zu fördern.