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Der französische Schriftsteller starb im Alter von 78 Jahren
Autor: Von WALTER BUCHS
Bereits 1978 hatte der aus den französischen Alpen stammende Frédéric Dard in Bonnefontaine (Saane-Land) ein Heimwesen gekauft und daselbst Wohnsitz genommen. An diesem Ort habe er auch die besten Eingebungen erhalten, um seine Romane zu schreiben, bekannte er selber.
Der berühmte französische Schriftsteller war in der Gemeinde am Rande des Burgerwaldes gut bekannt, auch wenn man ihn nicht viel sah. «Er war sehr einfach und diskret», sagt eine Bewohnerin. «Er war ein freundlicher und geselliger Mensch», sagt Pfarrer Jacques Le Moual. «Er war ein guter Christ und sehr gläubig», beteuert der französische Geistliche weiter.
Unterschiedliche Erfahrungen
mit der Gemeinde
Auf dem Grundstück von Frédéric Dard feierte die Pfarrei regelmässig den Gottesdienst zum Herrgottstag, letztmals 1999. 1991 vermachte er seiner Gemeinde einen öffentlichen Brunnen. Auf der einen Seite liess der Spender eingravieren:«Der einzig wahre Reichtum ist das Wasser.» Nicht umsonst heisst auch sein Besitztum «Eau-Vive»(lebendiges Wasser).
Im April 1999 kam es aber zu einer unerfreulichen Begebenheit: Frédéric Dard wollte sein Grundstück umzonieren, um seinen vier Kindern je einen Bauplatz zu hinterlassen. Insgesamt waren aber 24 Parzellen vorgesehen. Die Gemeinde hatte im Sinne, 20 Plätze zu übernehmen. Nachbarn wollten sich aber nicht damit abfinden, dass in ihrer Umgebung gebaut wird und wollten mittels Petition die Umzonierung verhindern. Sie legten sich damit auch mit dem Gemeinderat an. Frédéric Dard hatte sogar mit seinem Wegzug gedroht. Oberamtmann Nicolas Deiss konnte vor einem Jahr in dieser Angelegenheit schlichten.
In der Zwischenzeit scheint auch diese Episode vergessen zu sein. Ammann Noth sagte der sda gegenüber, dass man in der 500 Einwohner zählenden Gemeinde den Tod dieses «herzlichen und fröhlichen» Menschen sehr bedaure.
Ein Buch mit Bischof Mamie
Der französische Schriftsteller hat insgesamt rund 300 Bücher verfasst. Davon wurden an die 270 Millionen Stück verkauft. Am bekanntesten sind die San-Antonio-Kriminalromane. Ab 1981, als er bereits im Freiburgischen wohnte, schrieb er auch andere Bücher, darunter «Y-a-t-il un Français dans la salle?» und «La vieille qui marchait dans la mer». Dieses Buch wurde auch verfilmt.
Frédéric Dard unterhielt ebenfalls gute Beziehungen zum früheren Diözesanbischof Pierre Mamie. Dieser hatte ihn ausgewählt, um ein Porträt von ihm zu verfassen. Das Buch mit dem Titel «D’homme à homme», das in Form von Zwiegesprächen aufgebaut ist, erschien 1984 in den «Editions Martin Michel» in Freiburg.
Seit einiger Zeit krank
Das private Leben des erfolgreichen Schriftstellers erfuhr auch Schicksalsschläge. 1983 ist seine damals 13-jährige Tocher Joséphine aus zweiter Ehe entführt worden. Er hat sie wieder gefunden und der Entführer wurde 1984 verurteilt. Er war immer sehr bewegt, wenn er darüber sprach.
Seit einiger Zeit war Frédéric Dard herzkrank und musste sich erst kürzlich einer Operation unterziehen. Nach Angaben der Familie hat sich sein Zustand in den letzten Tagen verschlechtert, so dass er am Dienstag in seinem Heim verstarb. Bereits gestern ist er in seinem Heimatort in Frankreich im engsten Familienkreis beigesetzt worden.