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Diese Phänomen wird auch "Struwwelpeter-Syndrom“ genannt. Das Haar der Betroffenen ist extrem widerspenstig und trocken und meist von hellblonder Farbe. Die Symptome sind vor allem in der Kindheit stark ausgeprägt und lassen dann mit der Zeit nach.
Forscher der Universitäten Bonn und Toulouse haben nun Mutationen in drei Genen identifiziert, die dafür verantwortlich sind. Insgesamt waren an der Arbeit Wissenschaftler aus acht Ländern beteiligt. Die Ergebnisse der Studie sind im American Journal of Human Genetics erschienen.
Die Forscher machten weltweit Kinder, welche von diesem Phänomen betroffen sind ausfindig und untersuchten die Gene der Betroffenen.
Beim Vergleich mit großen Gen-Datenbanken stießen sie so auf Mutationen, die an der Bildung der widerspenstigen Haare beteiligt sind.
Die veränderten Gene werden mit den Abkürzungen PADI3, TGM3 und TCHH bezeichnet.
Die TCHH-Proteine sind im gesunden Haar über hauchfeine Hornfäden miteinander vernetzt, die für die Struktur und die Form des Haares verantwortlich sind. Die zwei anderen gefundenen Gene spielen dabei eine wichtige Rolle: Das PADI3 verändert das Haarschaftprotein TCHH derart, dass sich die Hornfilamente an ihm anlagern können und das TGM3-Enzym stellt dann die eigentliche Verknüpfung her.
Wenn nun infolge Mutationen auch nur eine der drei Komponenten nicht richtig funktioniert, kommt es zu dem beobachteten Phänomen der widerspenstigen Haare. Das Symptom ist zwar lästig, Betroffenen müssen sich aber keine Sorgen machen. Die Mutationen haben keine gesundheitsschädlichen Folgen, so die Autoren der Studie.
Link zu der Studie