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Die gesuchten Gebäude (auf der Karte oben links) befinden sich etwas nördlich von Frauenfeld, das Sie vielleicht noch vom vorletzten Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest oder von einem Festivalwochenende in Ihrer Jugend kennen.
Ursprünglich befand sich an dieser Stelle eine Burg, die von den „Herren von Ittingen“ bewohnt wurde. 1152 gründeten dann deren letzte 3 Nachkommen eine erste Bruderschaft. Der Augustiner Chorherrenstift musste aus diversen Gründen aber 1430 geschlossen werden. 31 Jahre später fanden dann Kartäuser auf der Flucht vor den Osmanen eine Zuflucht und bauten hier einen Orden auf. 1471 wurde das Kloster als Kartause anerkannt und bestand während fast 400 Jahren.
Die Kartäuser sind ein römisch-katholischer Orden, der auf den heiligen Bruno von Köln zurückging. Ihr Motto ist „Das Kreuz steht fest, während die Welt sich dreht“. Im Laufe der Zeit gründeten sie insgesamt 272 Kartausen, die letzte 2004 in Südkorea. Heute bestehen nur noch 24 Stück, 18 für Mönche, 6 für Nonnen.
1848 mussten die Mönche als Spätfolge der französischen Revolution und dem damit verbundenen Wunsch nach Trennung von Kirche und Staat den Orden mit einer stattlichen Abfindung verlassen und er kam in private Hände. Nach zwei Weltkriegen und wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, war es aber nicht mehr möglich auf privater Basis einen so grossen Betrieb kostendeckend zu führen.
1977 übernahm darum eine Stiftung das Ziel, die Lokalitäten „zu erhalten und beleben“. Heute besteht hier ein Seminar- und Kulturzentrum mit Hotels, Seminarräumen und Restaurants. Sie sind sehr beliebt für Hochzeiten und Bankette aller Art. Es hat aber auch zwei Museen, ein Wohnheim für Behinderte und einen Gutsbetrieb. Dieser, einer der grössten im Kanton, ist berühmt für seinen Weinanbau, seine Käserei und seine Hopfengärten. Mit dem Hopfen, der auf einer Fläche von 2 Hektaren angepflanzt wird, produziert man das äusserst schmackhafte Ittinger Klosterbräu bei einer Grossbrauerei im etwas südöstlicher gelegenen Chur.
Falls Sie den Hopfengärten, das Museum oder das schöne Restaurant einmal besuchen möchten, dann empfehle ich den Zug nach Frauenfeld. Von dort erreicht man Ittingen in ca. einer halben bis eine ganze Stunde (je nach Route). Auch sonst bietet die Region einiges, Spaziergänge entlang der Thur sind beispielsweise sehr empfehlenswert.
Am besten plant man seinen Besuch in diesen Mauern am Schluss, gerüchteweise könne eine Weindegustation doch auch mal längers dauern… Santé!
Am Schluss des Beitrages folgen wiederum einige Verlinkungen zum Thema.
Kartause Ittingen erkannt?
Im Gegensatz zu mir, erkannten sie zahlreiche Leser. Am schnellsten reagierte @Herr_Natischer, dicht gefolgt von @theswiss. Wir gratulieren allen Gewinnern herzlich:
|@Herr_Natischer||Kartause Ittingen. Santé!|
|@theswiss||Kartause Ittingen|
|uesu_ch||Kartause Itingen?|
|@_Belafarinrod_||Das ehemalige Kloster in Ittingen|
|LUnGE||Kartause Ittingen|
|mikef79||kartause ittingen|
|imi||Juhuuu! Endlich habe ich wieder einmal das Gefühl, dass ich die Antwort weiß. Röscherschieren gilt ja bei mir nicht! Es müsste Ittingen sein und das Gebäude die dortige Kartause!|
|Lars El||Kartause Ittingen|
|Anita @travelita||Die Kartause Ittingen|
|Walter Ruf||Kartause Ittingen|
|Arcusfliegerin||Kartause Ittingen|
|der Muger||das ist doch die Kartause Ittigen…|
|Eric Ray||Kartause Ittingen|
|Tom||Das ist wohl die Kartause Ittingen|
|Zimi||Kartause Ittingen|
|Sandro||Der „Südosten“ macht mich zwar stutzig, aber ich bin mir sicher, dass es sich um die Kartause Ittingen handelt.|
|Christoph Jeger||Kartause Ittingen“|
|@one996||Kartause Ittingen, etwa zu verwechseln mit Ittigen. Aber dort machen sie auch kein Bier sondern im nächsten Agglo-Dorf ein braunes Süssgetränk.“|
|@xichtwitt||Kartause Ittingen.|