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Im Endzustand sind durch den Gotthard zwei Tunnelröhren mit einstreifigem Richtungsverkehr zu betreiben. Der Verkehr Richtung Airolo wird durch die bestehende Röhre geführt, während der Verkehr Richtung Göschenen durch die neue Röhre geleitet wird. In den Portalbereichen sind Mittelstreifenüberfahrten vorgesehen, um den Verkehr in die eine oder andere Röhre umzuleiten.
Vor den Portalen wird der Verkehr wie heute von zwei Fahrstreifen auf einen reduziert und durch die beiden Tunnels geleitet. Dabei wird in jeder Richtung im Tunnel der linke Streifen als Fahr- und der rechte als Pannenstreifen zur Verfügung stehen.
Im Falle längerer Sperrungen der einen Tunnelröhre (z.B. Ereignisfall mit Infrastrukturschaden, Unterhaltsarbeiten usw.) kann der betroffene Verkehr in die andere Röhre umgeleitet und diese im Gegenverkehr betrieben werden.
Das heutige Dosiersystem (Tropfenzähleranlage, in Betrieb seit 2002) für Personen- und Lastwagen wird aus Sicherheitsgründen beibehalten und ist gesetzlich verankert. Im Endzustand ist in Fahrtrichtung Nord und Süd mit der detektierten Verkehrsüberwachung sichergestellt, dass die Verkehrsmenge auf 1000 Personenwageneinheiten pro Stunde und Richtung beschränkt bleibt. Die Anzahl Lastwagen, die den Gotthardtunnel passieren, wird in einer Bandbreite von 60 bis maximal 150 Fahrzeugen pro Stunde und Richtung flexibel gehandhabt und richtet sich nach dem Personenwagen-Aufkommen. Mit dem Dosiersystem ist sichergestellt, dass zwischen einzelnen Lastwagen ein genügend grosser Abstand beachtet wird, womit das Unfallrisiko weiter vermindert wird. An den sogenannten Dosierstellen wird der Verkehr angehalten und dann für die Weiterfahrt „dosiert“; das Tropfenzählersystem umfasst sowohl die Einfahrt in Göschenen wie auch jene in Airolo.