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Ab dem 17. Tag bildet der Primitivstreifen die Eintrittstelle, an der die Epiblastzellen zu proliferieren und einzuwandern beginnen. Anhand histologischer Methoden kann nachgewiesen werden, dass die Epiblastzellen während ihrer Wanderung entlang der Primitivrinne Pseudopodien ausbilden. Sie verlieren dabei den Kontakt untereinander. Dieses Phänomen des Einstroms von Zellen wird bei niedrigen Vertebraten als Gastrulation bezeichnet.
In Abhängigkeit ihrer Herkunft und ihres Zeitpunkts des Einstroms wandern die Epiblastzellen vom Primitivstreifen aus in verschiedene Richtungen.
Die ersten Zellen, die durch den Knoten und die Primitivrinne wandern, ersetzten die Hypoblastenschicht, und bilden den definitiven Endoblasten (Ursprung des zukünftigen Darms und seiner Derivate)
Zur gleichen Zeit werden aufgrund der Wanderung von Zellen durch den Primitivknoten in kraniale Richtung zwei weitere Strukturen gebildet:
Die Prächordalplatte, die sich kranial vom Primitivknoten befindet
der Fortsatz der Chorda dorsalis (Notochorda)
Der restliche Teil dieser eingewanderten Zellen bildet ein drittes Keimblatt, den intraembryonalen Mesoblasten. Dieses mittlere Keimblatt liegt zwischen dem definitiven Endoblasten und Epiblasten. Die Mesoblastzellen wandern in alle Richtungen: nach lateral, kranial und kaudal. Eine Ausnahme bilden die Kloakenmembran sowie die Rachenmembran, wo Ektoderm und Endoderm direkt aufeinander liegen.
Kranial der Prächordalplatte werden Mesenchymzellen der Embryonalscheibe das Perikard sowie das Septum transversum bilden. An der kaudalen Extremität bildet die Kloakenmembran die Anlage der künftige Öffnungen des Uro-Genitaltraktes und des Rectums.
Der Epiblast ist Vorläufer von drei Zellschichten in der dreiblättrigen Embryonalscheibe: