Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/250197

<h2>SubmittedText<h2><p>Das BAG prüft die Beschaffung eines Impfstoffes. Der Impfstoff der 3. Generation und die antivirale Tecovirimat-Therapie, die in Europa bewilligt wurden, sind in der Schweiz nicht zugelassen und nur off-label verfügbar.</p><p>- Wie wollen Swissmedic und das BAG mit den Affenpocken umgehen?</p><p>- Werden in der EU zugelassene Arzneimittel und Impfungen beschafft?</p><p>- Inwiefern sieht die Schweiz Vorteile darin, Arzneimittel und Impfungen, die in der EU oder den USA bereits erhältlich sind, künftig beschleunigt zuzulassen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die nationalen und internationalen epidemiologischen Daten deuten aktuell auf eine Begrenzung der Ausbrüche hin. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verfolgt die Situation jedoch intensiv und hat alle Akteure im Gesundheitswesen um Unterstützung bei der Früherkennung von Fällen und der Isolierung von infizierten Personen aufgerufen.</p><p>2. Medizinalpersonen können grundsätzlich im Ausland zugelassene Arzneimittel und Impfstoffe zur Affenpockenbekämpfung für ihre Patientinnen und Patienten importieren und einsetzen. Nach aktuellen Einschätzungen besteht kein Bedarf, Impfstoffe und antivirale Medikamente zentral zu beschaffen. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Situation verändern könnte. Deshalb werden diesbezüglich erste Abklärungen getroffen. Diese Arbeiten sollen sicherstellen, dass die Beschaffung - sollte sie dennoch als notwendig erweisen - möglichst rasch erfolgen kann.</p><p>3. Arzneimittel, für die bereits ein Zulassungsentscheid von einer Behörde mit vergleichbarer Arzneimittelkontrolle besteht, können bereits heute auf der Basis des Heilmittelgesetzes vereinfacht zugelassen werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Zulassungsinhaberin ein Gesuch bei Swissmedic einreicht. </p>