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Korruption als Herausforderung für Schweizer KMUs in Schwellenländern An der durch das CLS, das SECO und die Afrikanische Handelskammer organisierten Tagung diskutierten Expertinnen und Experten aus der Praxis und Wissenschaft über die Herausforderungen im Umgang mit Bestechung. Franco Langsam (Inhaber Firmenkontakte GmbH, B2B contacts & logistics rationalizations) schilderte vier Fälle, in denen er Bestechungsforderungen nicht nachgekommen ist. Während dies kurzfristig mit höheren Kosten oder längeren Wartezeiten verbunden war, lohnte sich das konsequente Verhalten längerfristig durchaus. Barbara Maurer (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO) informierte über die Bestrebungen des SECO, die Schweizer Unternehmen bei Korruptions- und Bestechungsfällen im Ausland zu unterstützen – auch im Rahmen der regelmässigen Länderevaluation auf Basis der OECD Antikorruptionskonvention. Tomás Casas i Klett (Universität St.Gallen) zeigte auf, wann Korruption für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes hinderlich ist. Aus einer rein ökonomischen Perspektive sei Korruption nicht immer negativ zu bewerten. Claudia Hildebrandt (Head of Commercial Logistics, Landis+Gyr AG) präsentierte Massnahmen, die es erlauben, das Korruptionsrisiko in einem Unternehmen, insbesondere unter Berücksichtigung von Land, Branche, Geschäftsart, Vertriebs- und Organisationsstruktur, zu reduzieren. Thorsten Vogl (Vizepräsident, Swiss-cham Africa) erläuterte die rechtlichen Grundlagen, welche in Korruptionsfällen für im Ausland tätige Schweizer Unternehmen relevant sind. Zusätzlich zu den Schweizer Bestimmungen finden oft auch amerikanische und britische Erlasse Anwendung, weil diese bereits bei geringen Anknüpfungspunkten eine immense Wirkung entfalten. Yvette Sánchez und Maria Conti (Universität St.Gallen) verglichen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive die Wahrnehmung von Korruption in Brasilien mit derjenigen anderer BRICS-Staaten. Roger Moser (Universität St.Gallen) legte die Hürden und verschiedenen Strategien eines Markteintritts in Indien durch ein ausländisches Unternehmen dar – im Konflikt zwischen ethischen Überlegungen, der bestehenden Korruption und Zeitlimiten.