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Tauwetter in Korea: Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, schickt Nordkorea definitiv eine Delegation von Sportlern und Fans an die kommenden Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Damit nicht genug: Zur allgemeinen Unterhaltung entsendet Kim darüber hinaus ein Taekwondo-Showteam.
Südkorea schlägt gar vor, dass die Athleten Nord- und Südkoreas bei der Eröffnungszeremonie gemeinsam einmarschieren sollten und schlug weitere gemeinsame Aktivitäten während der Spiele vor.
Dies teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die verfeindeten Nachbarstaaten hatten in der vergangenen Woche beschlossen, ihren ersten offiziellen Dialog in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern seit mehr als zwei Jahren zu führen.
Ein zentrales Thema bei dem Treffen ist die mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im kommenden Monat in Südkorea. Seoul wollte sich auch um eine Wiederaufnahme der Familienzusammenführungen bemühen. Südkoreas fünfköpfige Delegation wurde von Vereinigungsminister Cho Myung Gyon angeführt. Die Delegation aus Pjöngjang sollte dessen Beauftragter für die innerkoreanischen Angelegenheiten, Ri Son Gwon, leiten.
Die Wiederannäherung folgt auf die Neujahrsansprache von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Darin drohte Kim zwar erneut mit Atomwaffen, erwog aber gleichzeitig eine Entsendung nordkoreanischer Athleten zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Seoul antwortete mit einem Gesprächsangebot. Seither wurde bereits ein knapp zwei Jahre abgeschalteter Kommunikationskanal zwischen beiden Seiten wieder freigeschaltet.
Der Konflikt auf der seit 1953 geteilten Halbinsel hatte sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. Nordkoreas Machthaber Kim versetzte die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem bislang gewaltigsten Atomtest in Aufregung. Er verstiess damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen. Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump, was vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Raketen- und Atomwaffentests international die Sorge vor einem Atomkrieg auslöste.
Auch die Aufnahme von Militärgesprächen wurde vereinbart. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten die Staaten nach dem ersten Treffen seit 2015, sie wollten die «aktuellen militärischen Spannungen entschärfen».(sda/afp/dpa)