Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03490.jsonl.gz/745

Regen war prognostiziert worden, und der Niederschlag kam – und sorgte für ein denkwürdiges Rennen im Autodromo José Carlos Pace. Zeitweise herrschte das pure Chaos, nicht weniger als fünfmal musste der Safety-Car nach Unfällen ausrücken, zweimal wurde das Geschehen für eine gute halbe Stunde unterbrochen.
Die besonderen, zeitweise unübersichtlichen Zustände spielten auch dem Team Sauber beziehungsweise Nasr in die Hände. Der Brasilianer packte die Chance beim Schopf, zeigte bei schwierigsten Bedingungen eine fehlerfreie Fahrt und sicherte seiner Equipe dank Platz 9 zwei Punkte. Es war das erste zählbare Ergebnis für die Zürcher Equipe nach zuletzt 22 vergeblichen Anläufen. Für den letzten Punktezuwachs hatte ebenfalls Nasr gesorgt. Im Oktober vergangenen Jahres war der Südamerikaner im Grand Prix der USA in Austin Neunter geworden.
Dank den zwei Punkten stiess das Team Sauber in der Wertung der Konstrukteure auf Kosten des Rennstalls Manor auf Platz 10 vor. Die Verbesserung ist vor allem sehr viel Geld wert. Die aktuelle Position in der Rangliste wird Sauber mindestens zusätzliche 20 Millionen Franken einbringen.
Für Marcus Ericsson im anderen Sauber-Auto war das Rennen nach 14 Runden zu Ende. Der Schwede schlug nach einem Dreher in der Streckenbegrenzung ein und beschädigte das Auto. Ericssons Malheur hatte einen der Auftritte des Safety-Cars zur Folge gehabt.
Wie Nasr behielt auch Hamilton in dem sich hinziehenden Grand Prix stets die Übersicht. Der Brite siegte in São Paulo zum ersten Mal und sorgte mit seinem insgesamt 52. Sieg in einem Formel-1-Rennen dafür, dass die Entscheidung um den Titel erst in zwei Wochen fällt. Hamilton verkürzte den Rückstand auf den führenden Teamrivalen Nico Rosberg um sieben auf zwölf Punkte. Rosberg, der am Sonntag als Zweiter abgewinkt wurde, genügt damit beim Saisonfinale in zwei Wochen in Abu Dhabi der dritte Platz, um Weltmeister zu werden.
(SDA)