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Nasennebenhöhlenentzündungen gehören zu den häufigsten Infektionserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen und häufig werden Antibiotika verordnet. Im Gegensatz zur chronischen Rhinosinusitis ist bei der akuten Form dieser Erkrankung aber eine Antibiose nur selten notwendig.
Schilddrüsenknoten sind ein bekanntes Phänomen, medulläre Schilddrüsenkarzinome glücklicherweise nicht. Es ist eine maligne Entartung der C-Zellen der Schilddrüse, die parafollikulär liegen und kein Jod speichern können. Da es Calcitonin sezerniert, kann dies als Tumormarker eingesetzt werden.
Suizidalität steht meistens im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen, vor allem mit Depressionen. Oftmals «verbirgt» sich Suizidalität hinter somatischen und anderen medizinischen Beschwerden. Ärzte in der medizinischen Grundversorgung nehmen häufig eine Schlüsselposition ein, um suizidale Gefährdung frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu treffen.
Atemnot löst einen sehr hohen Leidensdruck aus – sowohl bei den Betroffenen als auch den Angehörigen sowie dem professionellen Umfeld. Atemnot ist ein häufiges Phänomen und betrifft über 50% der Patienten und Patientinnen am Lebensende. Daten weisen sogar auf eine Zunahme der Symptomlast durch Atemnot bis zum Tod hin. Auch die COVID-19-Erkrankung kann vor allem bei instabilen oder sterbenden Patienten zum einen eine Hypoxie und Tachypnoe, zum anderen eine hohe Symptomlast mit Dyspnoe und Angst verursachen.
Schmerz ist eines der am schwierigsten zu erfassenden Symptome. Viele andere Krankheitszeichen, wie zum Beispiel Hauterscheinungen oder Lähmungen, sind sichtbar, tastbar und damit objektivierbar. Bei der Beurteilung von Schmerzen sind wir dagegen ganz auf die Schilderung des Betroffenen angewiesen, das Symptom bleibt immer subjektiv.
Johanniskrautextrakte sind für die Behandlung von depressiven Störungen bewährt. Einige Präparate senken jedoch durch Induktion von CYP3A4 und P-Glykoprotein (ABCB1) die Plasmaspiegel anderer Medikamente und beeinträchtigen deren Wirksamkeit. Diese pharmakokinetischen Interaktionen sind mit hyperforinarmen Extrakten nicht zu beobachten. Eine Behandlung mit solchen Extrakten erhöht die Sicherheit dieser Therapie.
Im kürzlich veröffentlichten Bericht des Expertenpanels werden Strategien zur Optimierung der Behandlung von Personen mit Typ-2-Diabetes mellitus aufgezeigt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Thema kardiovaskulärer und renaler Folgeschäden.
Durch die Marktzulassung von Checkpoint-Inhibitoren wurden die Möglichkeiten der Melanombehandlung nachhaltig verbessert. In Langzeitstudien wurden beeindruckende Überlebensraten erzielt. Obschon es noch viele offene Fragen gibt, wie beispielsweise das Management der Nebenwirkungen, gehören moderne Immuntherapeutika zu den Hoffnungsträgern für die Therapie von schwarzem Hautkrebs.
Nekrotisierende Fasziitis ist eine seltene lebensbedrohliche bakterielle Infektion des subkutanen Gewebes und der Faszie. Ein zeitnahes chirurgisches Débridement und eine frühe Intensivbehandlung mit Antibiotika sind entscheidend. Zur Wundkonditionierung nach Nekrektomie kann eine Vakuumtherapie oder das darauf basierende Verfahren der Unterdruck-Instillationstherapie eingesetzt werden.
Trotz der Pandemie konnte die Jahrestagung des American College of Cardiology zwar nicht vor Ort in Chicago, aber dennoch virtuell punkten. Zahlreiche neue Erkenntnisse sowohl in Hinblick auf Interventionsstrategien als auch pharmakologischen Therapien wurden umfassend dargestellt. Ein kurzer Überblick…
Die spinale Muskelatrophie ist mit einem Verlust von Motoneuronen assoziiert, der u.a. eine Beeinträchtigung der Atmung nach sich ziehen kann. Sie stellt die häufigste genetische Ursache der Säuglings- und Kleinkindsterblichkeit dar. Als erste kausale Therapieoption wurde das innovative Antisense Oligonukleotid Nusinersen mit dem Prix Galien Suisse 2019 ausgezeichnet.
SGLT2-Inhibitoren werden seit einiger Zeit erfolgreich zur Behandlung des Diabetes mellitus eingesetzt. Sie sind mit einer effektiven Blutzuckersenkung durch eine vermehrte Glukoseausscheidung über die Nieren assoziiert. Doch sie können noch mehr. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sie auch die Rate kardiovaskulärer Todesfälle sowie Hospitalisierung aufgrund einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz senken.
Die SARS-CoV-2-Pandemie stellt Ärzte und Patienten vor besondere Herausforderungen – erst recht, wenn Letztere Vorerkrankungen haben und unter Immunsuppressiv wirkenden Medikamenten stehen. Forscher sind in mehreren aktuellen Studien der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen eine Infektion auf Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen haben kann.
Zwischen neurovaskulären Erkrankungen und der Migräne bestehen verschiedene pathophysiologisch wie auch klinisch relevante Zusammenhänge. Aus diesem Blickwinkel betrachtet stellen sie zwei Seiten einer Medaille dar, und beide Seiten sollten in der Diagnostik und Therapie von Migränepatienten erkannt und berücksichtigt werden.
Die patientenseitig genutzten Begriffe für diverse schlafassoziierte Beschwerden – Tagesschläfrigkeit, Hypersomnie, Müdigkeit oder Erschöpfung (Fatigue) – können sehr uneinheitlich verstanden werden. Sie erfordern eine genaue Diagnostik, um eine gezielte Therapie zu ermöglichen.
Die Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) hat in den vergangenen 20 Jahren grosse Fortschritte gemacht. Die bezieht sich sowohl auf die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Medikamente als auch auf die Entwicklungen hinsichtlich raschem Wirkungseintritt und Ansprechraten. Vor allem zu den JAK-Inhibitoren wurden 2019 klinische Phase-III-Studien veröffentlicht, deren Ergebnisse auf dem Rheuma-Update in Wiesbaden vorgestellt wurden.
Psoriatiker sind häufig nicht nur von Hautmanifestationen betroffen, sondern leiden darüber hinaus unter einer oder mehreren Begleiterkrankungen. Dies sollte im Rahmen individualisierter Therapiekonzepte mitberücksichtigt werden. Was dies konkret bedeutet, ist Gegenstand verschiedener aktueller Studien.
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen und können gravierende wirtschaftliche und psychosoziale Auswirkungen haben. Oft ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner für Betroffene. Die richtige Einordnung der Symptome und das Erkennen von Warnhinweisen, welche beim Spezialisten abgeklärt werden sollten, ist entscheidend.
Die bisherigen Klassifikationskriterien für den Systemischen Lupus erythematodes (SLE) stammten im Kern aus dem Jahr 1982 und wurden lediglich 1997 geringfügig modifiziert. Höchste Zeit also, sich des Themas anzunehmen und den aktuellen Forschungsstand sowie neue Erkenntnisse einfliessen zu lassen. Perspektivisch kann mit der Zulassung mehrerer neuer Wirkstoffe gerechnet werden.
Das «Bird-egg syndrome» wurde 1988 von Mandallaz et al. beschrieben und 1990 von de Blay et al. anhand einer Kasuistik bestätigt. Mittels RAST-Inhibition wurde die Hypothese untermauert, dass dieses Krankheitsbild durch eine Kreuzsensibilisierung verursacht wird, wobei die wichtigsten kreuzreagierenden Antigene in der Livetin-Fraktion des Eigelbes vorhanden sind.