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Wetzikon–Meilen-Bahn
|Kürzel||WMB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1903-10-03|
|Betriebseinstellung||1950-05-13|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1903 eröffnete und von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene WMB war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Die WMB bezeichnete sich in ihren eigenen Geschäftsberichten als «Strassenbahn» und diente primär dem Personenverkehr. Gemäss der Statistik von 1910 fuhr sie zu diesem Zeitpunkt 21 Stationen an, laut dem WMB-Geschäftsbericht des gleichen Jahres waren es jedoch 40, davon 29 «Haltestellen». Betreffs der Zahl der Stationen haben wir grundsätzlich bei allen Bahnen die Angaben der Statistik übernommen, obwohl sie in verschiedenen Fällen zweifelhaft sind.
Die WMB hatte etliche finanzielle Schwierigkeiten. Die Betriebssubventionen bezahlten laut der Statistik «interessierte Gemeinden». Die Beiträge änderten aber nichts daran, dass die WMB einen wachsenden Passivsaldo vor sich herschob, wobei sich die Situation mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs rasch und deutlich verschärfte. Einen nicht unwesentlichen Posten in der Bilanz der WMB stellte die ihr gehörende «Elektrische Umformerstation» dar mit einem Anlagewert von rund 150'000 Franken (Stand 1910). Das Werk erzielte Überschüsse von rund 10'000 Franken pro Jahr, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als «Erträge von Nebengeschäften» erschienen und die finanzielle Lage der WMB etwas aufhellten. Wie angesichts der Betriebsergebnisse die in der Statistik ausgewiesenen Rückstellungen getätigt und die Zinsdienste geleistet wurden, erschliesst sich aus den verfügbaren Angaben nicht.
Wenig Freude hatte die WMB an der Eröffnung der Uster–Oetwil-Bahn (UOe) im Jahr 1909, da sich die beiden Linien teils konkurrenzierten. 1927 musste die WMB den Wert des Aktienkapitals zur Bereinigung der Bilanz halbieren, was ihr vorübergehend etwas Luft verschaffte. Die Finanzlage blieb jedoch prekär. Ab 1931 wurde der Betrieb nach und nach streckenmässig verkürzt, 1950 schliesslich ganz eingestellt (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: