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Die Schweiz kann nicht zur Übernahme der Unionsbürgerrichtlinie (UBRL) gezwungen werden. Lehnt sie dies ab, kommt ein ausgeklügelter Streitschlichtungsmechanismus zur Anwendung. Im schlechtesten Fall entscheidet das Schiedsgericht als letzte Instanz über sogenannte Kompensationsmassnahmen.
Die EU könnte beispielsweise eine Teilübernahme der UBRL einfordern, also ein Daueraufenthaltsrecht nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz. Das wäre allerdings lediglich die Fortschreibung bestehenden Schweizer Rechts im Ausländergesetz, welches für Angehörige von Drittstaaten gilt. Da heisst es in Artikel 34 Absatz 4, dass gut integrierte Ausländerinnen und Ausländern schon nach fünf Jahren unbefristet eine Niederlassungsbewilligung bekommen können. Genau das, was die Unionsbürgerrichtlinie für EU-Bürger verlangt, gestehen wir Personen aus völlig fremden Kulturen zu. Weiter wird immer wieder behauptet, dass die UBRL auch das aktive und passive Wahlrecht zugestehen würde. Das ist grundfalsch. Hier wird offensichtlich die UBRL mit der Unionsbürgerschaft verwechselt.