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Notfall Augenarzt in Zürich
Wenn Sie ein plötzlich aufgetretenes Augenproblem haben, kontaktieren Sie unseren Notfall Augenarzt in Zürich Opfikon unter der Nummer 0793910911.
Wir untersuchen und behandeln augenärztliche Notfälle auch am Wochenende und an Feiertagen. Bei rotem, entzündetem Auge, plötzlicher Sehminderung, Augenbrennen, Augenjucken, Fremdkörper im Auge, starken Augenschmerzen können Sie immer auf unseren Notfall Augenarzt zählen.
Rotes Auge
Augenärzte werden am häufigsten wegen roten, entzündeten Augen aufgesucht. Infektionen, Unfälle und Reizungen verursachen Augenentzündungen.
Die Bindehautentzündung ist die häufigste Augenentzündung. In den meisten Fällen sind Viren und Bakterien für die Bindehautentzündung verantwortlich. Gegen die Baktierien sind antibiotische Tropfen und Salben wirksam.
Gegen die Viren gibt es (ausser Herpes) keine wirksame Therapie, die Immunzellen töten die Viren mit der Zeit ab. Die virale Entzündung der Bindehaut ist hochansteckend und deswegen muss der Patient strenge hygienische Massnahmen einhalten (kein Händeschütteln, Benutzung eines separaten Handtuchs, Vermeiden von nahen körperlichen Kontakten).
Die Bindehautentzündung kann auch allergisch bedingt sein. In diesem Fall jucken und tränen beide Augen. Mastzellstabilisatoren und antihistaminhaltige Augentropfen helfen in diesem Fall.
Reizende Flüssigkeiten und ätzende Dämpfe können ebenfalls eine Bindehautentzündung auslösen. In diesen Fall werden künstliche Tränen verordnet. Wenn diese nicht ausreichen, werden kortisonhaltige Tropfen eingesetzt.
Die Uveitis ist eine Augenentzündung, die durch eine immunologische Reaktion ausgelöst wird. Die häufigste Form ist die vordere Uveitis oder Regenbogenhautentzündung.
Bei der Regenbogenhautentzündung beschränkt sich die Entzündung auf den vorderen Teil des Auges und der Glaskörper und die Netzhaut bleiben unbetroffen. Die Therapie der Regenbogenhautentzündung ist die intensive Gabe von kortisonhaltigen Augentropfen.
Bei jeder Uveitis muss nach der zugrunde liegenden Erkrankung gesucht werden. Die Behandlung der Grunderkrankung drosselt auch die Augenentzündung und vermindert die Rezidivrate.
Der Glaskörper, die Netzhaut und die Aderhaut können sich ebenfalls entzünden. Bei diesen Erkrankungen reichen kortisonhaltige Augentropfen nicht aus. Kortisonhaltige Spitzen und Kortisontabletten sind die Therapie.
Bei hartnäckigen Fällen werden immunmodulierende Medikamente und biologische Therapie eingesetzt.
Eine Lederhautentzündung (Skleritis) ist zwar selten, aber kann starke bohrende Augenschmerzen und knallrote Augen verursachen. In 50% der Fälle steht eine autoimmune Erkrankung im Hintergrund. NSAR (nichtsteroidale Entzündungshemmer) ist die erste Wahl bei der Behandlung.
Blutunterlaufene Augen (Hyposphagma) können schrecklich aussehen. Dies ist eigentlich ein Bluterguss unter der Bindehaut. In der Regel platz ein Gefässchen infolge von Blutdruckspitzen oder Überanstrengung und dies führt zum Bluterguss.
Bluterkrankungen, Trauma, Augenoperationen und Infektionen können ebenfalls die Blutung unter die Bindehaut auslösen. Ein Hyposphagma ist harmlos und verschwindet innerhalb von 2-3 Wochen.
Honrhautinfektionen und Hornhautentzündungen zeigt sich auch ein stark entzündetes Auge. Überwiegend ist eine unreine Kontaktlinse schuld an der Hornhautinfektion. Die bakterielle Infektion der Hornhaut muss sehr intensiv mit antibiotischen Tropfen behandelt werden und die Heilung dauert nicht selten mehrere Wochen.
Hornhautentzündungen kommen im Randbereich der Hornhaut vor, weil dieser Teil immunologisch aktiv ist. Diese Entzündungen sind auf autoimmune Vorgänge zurückzuführen. Wie bei anderen autoimmunen Erkrankungen, muss hier ebenfalls die Grunderkrankung entdeckt und therapiert werden. Die Behandlung der Augenentzündung erfolgt mit kortisonhaltigen Augentropfen.
Alle Augenverletzungen verursachen ein rotes, entzündetes Auge. Sobald die Hornhaut- und Bindehautwunden geheilt sind, verschwindet die Augenrötung.
Plötzliche Sehverschlechterung
Eine plötzliche Sehverschlechterung ist eines der meistgefürchteten Augenprobleme. In diesem Fall muss sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.
Was kann einen sehr schnell eintretenden Abfall der Sehkraft verursachen?
Ein Verschluss der Zentralarterie des Auges, eine Netzhautablösung oder ein Sehnervinfarkt können zu einer sofortigen Verschlechterung der Sehschärfe führen. Diese Erkrankungen stellen eine Notfallsituation dar und bedürfen sofortiger Abklärungen und Therapie.
Der Zentralarterienverschluss geht mit einer plötzlicher, schmerzloser Erblindung einher. Die Makula, der Bündel zwischen der Makula und dem Sehnerven und der grösste Teil der Netzhaut bleiben komplett unterversorgt. Eine strake Ödermbildung tritt auf und mit der Zeit sterben die Zellen in der Netzhaut ab.
Leider gibt es keine Therapie für den Zentralarterienverschluss. Sehr selten kann eine Augenmassage innerhalb von 2 Stunden etwas helfen, aber die Netzhaut wird nie wieder einwandfrei funktionieren. Viele Augenärzte senken den Augendruck mit Tropfen oder operativ, aber diese Drucksenkung bringt in den meisten Fällen leider nichts.
Früher versuchte man durch die Verdünnung des Blutes die Netzhaut zu retten, aber diese Behandlung ist viel zu gefährlich und garantiert keine Ergebnisse.
Die Netzhautablösung ist eine gefährliche Erkrankung, da sie unbehandelt zur Erblindung führen kann. Die Netzhautablösung kommt bei 1 von 10000 Personen vor. 3 Typen werden unterschieden. rissbedignte (rhegmathogen), zugbedingte (traktiv) und durch Flüssigkeitseinstrom bedinge (exudativ) Abhehung der Netzhaut.
Die rissbedingte Ablösung ist die häufigste Form und kann nur operativ behandelt werden. Die Operation kann von aussen erfolgen (eindellende Operation) oder von innen (Vitrektomie).
Bei der Viktrektomie wird der Glaskörper, der das Innere des Auges ausfüllt zerkleinert und abgesagt, der Netzhautriss wird verödet und die Netzhaut wird wieder zur Anlage gebracht.
Am Ende des Eingriffs wird das Auge entweder mit Gastamponade oder Silikonöl aufgefüllt.
Der Sehnervinfakt (Augeninfarkt) führt ebenfalls zu einer raschen, schmerzlosen Abfall der Sehkraft. Der Sehnervinfakt wird in zwei Formen unterteilt: die vordere ischämische Optikusneuropathie (AION) und die hintere ischämische Optikusneuropathie (PION).
Die vordere ischämische Optikusneuropahtie (AION) hat auch zwei Forem: die arteiischie und die nichtarteriische Form.
Bei der arteiischen Variente handelt es sich um eine weisse, blasse Schwellung des Sehnervenkopfes. Die betroffene Person erleidet eine massive Sehverschlechterung.
Diese Form wird durch eine autoimmune Erkrankung, eine sogenannte Riesenzellarteriitis verursacht. Typische Symptome wie Kauschmerzen, Kopfschmerzen, Verhärtung der Arteria temporalis sup., Gewischtsverlust, erhöhte Blutsenkung, erhöhte Thrombozytenanzahl und ein erhöter CRP-Wert.
Bei der arteiitischen vorderen Optikusneuropahtie (AAION) ist der Sehnnervenkopf kreideweiss, blass und stark geschwollen.
Bei der arteriitischen Form muss auch bei einer unsicheren Diagnose intravenös, hochdosiert Kortikosteroide verabreicht. Erst nach 3-5 Tagen intravenösen Kortisontherapie kann auf Kortisontabletten umgestellt werden.
Durch die intensive Korisontherapie kann die Sehkraft im betroffenen Auge leider nicht wiederhergestellt werden. Die Therapie dient zum Schutz des Partnerauges, das ohne Therapie in 95% der Fälle innerhalb von Tagen oder Wochen ebenfalls einen Infarkt erleiden kann.
Die nichtarteriische Variente (NAION) ist auf 2 Risikofaktoren zurückzuführen: ein Sehnervenkopf mit einem kleinen Durchmesser („disk at risk“) und kardiovaskuläre Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie).
Die nichtarteriitische Variente (NAION) ist viel häufiger (90-95% der Fälle) als die arteriitische Optikusneuropathie.
Die NAION weist sektorielle Sehnervschwellungen auf. Die Gesichtsfeldausfälle sind altitudinal oder sektoriell, aber können auch untypisch sein. Die Sehverschlechterung ist bei der NAION weniger ausgeprägt als bei der ateriitischen AION (AAION).
Leider kann bei dieser Erkrankung die Sehkraft nicht verbessert werden. Eine spontane leichte Verbesserung kann in gewissen Fällen erfolgen.
Glaukomanfall
Bei einem Glaukomanfall handelt es sich um einen plötzlichen Antieg des Augeninnendrucks. Dies ist äusserst schmerzhaft und geht mit Verschwommensehen einher.
Der Glaukomanfall ist eine Notfallsitutation in der Augenheilkunde. Der Patient muss sofort gründlich untersucht und behandelt werden.
Die Erkrankung entsteht durch die Blockade des Durchflussweges des Kammerwassers. Das Kammerwasser, das in den Epithelzellen der Ziliarkörper produziert wird, fliesst von der Hinterkammer durch die Pupille in die Vorderkammer. Wenn die Augenlinse aus irgendeinem Grund nach vorne gedrückt wird, verschliesst sie den Durchflussweg und das Kammerwasser kann nicht weiterfliessen.
Da das Kammerwasser ständig produziert wird und nicht durchfliessen kann, nimmt die Kammerwassermenge in der Augenhinterkammer zu und der Augendruck steigt. Der steigende Druck drück die Regenbogenhaut (Iris) nach vorne, die so weit nach vorne gedrückt wird, dass sie die Abflusslöcher im Kammerwinkel verlegt.
Der Augendruck kann durch diesen Mechanismus extrem anstiegen und Werte über 50-60 mmHg erreichen. Der hohe Druck presst das Kammerwasser in die Hornhaut und dies führt zu einer deutlichen Sehverschlechterung. Aufgrund des Hornhautödems sehen die Patienten verschommen und sie sehen Ringe um die Lichtquellen (Halos).
Während dem Anfall ist die Bindehaut stark gerötet, die Hornhaut schwillt an und die Pupille erweitert sich und bleibt starr. Der Anfall löst starke, teilweise krampfartige Kopfschmerzen aus und irritiert den Magen. Viele Patienten erbrechen während dem Glaukomanfall.
Beim Verdacht auf Glaukomanfall muss das Auge umgehend einem Augenarzt gezeigt werden. Der Anfall muss so schnell wie möglich durchbrochen werden. Unbehandelt kann der hohe Augendruck der Hornhaut und dem Sehnerven schaden zufügen und einen Venenverschluss in der Netzhaut auslösen.
Die Soforttherapie besteht aus pilocaprinhaltigen Augentropfen und intravenösem Carboanhydrasehemmer. Der Augendruck kann mit Beta-Blockern und Alpha-2-Agonisten in Augentropfform weitergesenkt werden. In gewissen Fällen wird Mannitol verabreicht, das dem Auge Wasser entzieht.
Wenn die Kopfschmerzen sehr stark sind, kann der Patient Schmerzmittel einnehmen.
Sobald die Hornhaut wieder klar ist, kann ein Loch mit dem Laser (Laser-Iridotomie) in die Regenbogenhaut geschossen werden, falls eine enge Vorderkammer besteht. Durch das Loch kann eine erneute Drucksteigerung verhindert werden.
Wenn die drucksenkenden Medikamente den Augendruck nicht deutlich reduzieren können, muss die Drucksenkung durch eine Operation erreicht werden. Hierbei wird ein kleiner Teil von der Regenbogenhaut ausgeschnitten, damit der Durchfluss des Kammerwassers gewährleistet werden kann.