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Die Corona-Krise zwingt die Klubs der National und Swiss League dazu, sich grundsätzliche Gedanken zu machen. Mehrere wegweisende Entscheide könnten am Montag an der Ligaversammlung in Bern getroffen werden.
Der Schutz der Klubs gilt als oberstes Gebot. Wie Ligadirektor Denis Vaucher das Ziel vorgibt: «Risiken minimieren, Kosten senken, Chancen erkennen und dann nutzen. Genau in dieser Reihenfolge.»
Was bedeutet dies im Detail? Folgende Punkte stehen auf der Traktandenliste:
- Keine Absteiger und Aufstockung
Aller Voraussicht nach steigen in der nächsten Saison keine Teams aus National und Swiss League ab. Da den Siegern in Swiss und MySports League der Aufstieg gleichzeitig nicht vorenthalten werden soll, würden die obersten beiden Spielklassen auf 13 Teams aufgestockt. Voraussetzung: Die Teams erfüllen gewisse wirtschaftliche Voraussetzungen, die noch definiert werden müssen.
Für die Modusänderung ist am Montag eine Zweidrittel-Mehrheit der National- und Swiss-League-Klubs notwendig. Der wegfallende Abstiegsdruck soll den Investitionszwang der Vereine vermindern.
- Transferabkommen mit der NHL
Dank eines neuen Abkommens dürfen die NHL-Klubs bis zum 15. Juli (neu gedraftete Spieler bis 15. August) Schweizer Akteure unter Vertrag nehmen – auch bei laufenden Verträgen ohne Ausstiegsklausel. Die NHL entschädigt die Klubs mit je 260'000 Dollar. Für jeden neu gedrafteten Schweizer Spieler gibt es neu bis zu 40'000 Dollar.
Ein Vorschlag, der an der Ligaversammlung in diesem Zusammenhang diskutiert wird: Spieler, die nach Nordamerika wechseln, dürfen durch einen zusätzlichen Ausländer ersetzt werden. Dieser belastet das Ausländerkontingent nicht.
- Einführung von Pre-Playoffs
Man kennt es bereits aus anderen Ligen, wie etwa der schwedischen: Die ersten 6 Teams stehen direkt in den Viertelfinals. Für die nächsten 4 gibt es Pre-Playoffs: In einer Best-of-3-Serie trifft der 7. auf den 10. und der 8. auf den 9. Die zusätzlichen Partien sollen die ausbleibenden Einnahmen etwas abfedern.
- Aufhebung der Ausländerbeschränkung
Der umstrittene Vorschlag, das Ausländerkontingent zu erhöhen, soll diskutiert werden. Da diese Änderung indes erst auf die Saison 2021/22 kommen soll, wird der Entscheid dazu erst in der Versammlung vom 17. Juni getroffen. SCB-CEO Marc Lüthi und sein ZSC-Pendant Peter Zahner gehören zu den prominentesten Verfechtern der Regellockerung.