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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied in den Rechtssachen betr. des automatischen Informationsaustausches, dass das garantierte Recht auf einen Rechtsbehelf erfordert, dass über den Austausch der Informationen zwischen den EU-Mitgliedstaaten eine Klageerhebung möglich sein sollte. Dies wird im Art. 47 EU-Charta im Hinblick auf das darin verankerte Recht auf Rechtsschutz bestimmt (Urteil C-245/19, C-246/19).
Zur Kriminalitätsbekämpfung der internationalen Steuerhinterziehung hat Deutschland am 10.6.2021 das Gesetz zur Abwehr von Steuervermeidung und unfairem Steuerwettbewerb verabschiedet. Das Ziel ist es, die Steuereinnahmen zu stärken. Unternehmen und Personen, die Beziehungen mit Staaten haben, die Steuer-Standard nicht einhalten, werden verfolgt, sofern sie Besteuerung in Deutschland aktiv unterlassen.
Mit dem neuen VAT E-Commerce-Package - MwSt-Digital-Paket, der ab dem 1. Juli 2021 innerhalb der EU in Kraft tritt, ergeben sich die neuen steuerlichen Verpflichtungen in der EU und im Verhältnis der EU mit Drittstaaten wie die Schweiz.
Welche Regeln sind für online Geschäftsleute und Privatpersonen, die online handeln oder Dienstleitung erbringen, sind obligatorisch zu beachten?
Welche Regeln gelten als ein Wahlrecht?
Was ist beim One-Stop-Shop zu beachten?
In Deutschland wurde der Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Anti-Steuervermeidungsrichtlinie beschlossen. Folgende Regelung wurde neu aufgenommen: Die Erklärungsfristen sollten für die deutschen Steuererklärungen 2020 um drei Monate verlängert werden sollen. Für Steuerpflichtige, die durch einen Steuerberater vertreten sind, soll die Frist für 2020 am 31.5.2022 enden.
Die OECD arbeitet an einem Vorschlag, eine weltweite Mindeststeuer einzuführen, um eine gerechtere Besteuerung zu sichern und Steuern den Staaten zukommen zu lassen, auf deren Märkten und online Plattformen der Umsatz erwirtschaftet wurde. Der sog. Pillar Two soll blockieren, dass internationale Unternehmen und Konzerne, ihre Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben. Die Schweiz unterstütz diesen Vorhaben nicht und ist der Ansicht, dass mit der aktuellen Umsatzsteuerbesteuerung dieses...
Nach der bisherigen Rechtsprechung des deutschen BFH könnte eine Kaufpreisaufteilung anhand der im Kaufvertrag vereinbarten Verhältnisse vorzunehmen werden. Dies führte zur vertraglichen Gestaltung der Kaufverträge, in denen bei der Aufteilung des Werts der Immobilien auf das Gebäude und Boden von den realen Verhältnissen abgewichen wurde. Gibt es jedoch Anhaltspunkte dafür, dass eine Kaufpreisaufteilung nur zum Schein vorgenommen worden ist, nicht zu folgen.
In Deutschland sind Steuerpflichtige dazu verpflichtet, Finanzbehörden ihre Steuererklärung elektronisch zu übermitteln, wenn sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständige Einkünfte erzielen. Die Finanzbeamten können auf die elektronische Übermittlung verzichten, wenn dies eine „unbilligen Härte“ bedeuten würde, d. h. wenn die elektronische Abgabe wirtschaftlich oder persönlich nicht zumutbar ist.
Eine nach italienischem Recht obligatorische Annahme einer Erbschaft stelle keine aufschiebende Wirkung für die nach deutschem Recht entstehende Steuer auf den Erwerb von Todes wegen zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers dar, entschied ein deutsches Finanzgericht.
Die Klägerin ist eine Erbin, welche zum Todeszeitpunkt einen deutschen Wohnsitz hatte, jedoch die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzt.
Nachdem das Finanzgericht Baden-Württemberg die Erlöse aus der Managementbeteiligung eines Steuerpflichtigen zu keiner Einkünftsart zuordnen konnte, blieben die Veräußerungserlöse steuerfrei (BFH-Az: VI B 99/17)