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Gründung der privat getragenen Bezirksschule 1864
Seit ihrer Gründung 1864 war die Bezirksschule Leuggern von einer privaten Garantiekommission getragen. Sie verfügte zwar über einen jährlichen Staatsbeitrag, über die Zinsen aus dem so genannten Kreisschulfonds sowie seit 1880 über bescheidene Jahresbeiträge der Gemeinden, trug aber das finanzielle Risiko, entlöhnte die Lehrpersonen und bestritt die übrigen Schulausgaben. Nachdem der Staat 1919 die Besoldung der Lehrkräfte übernommen hatte, besserte sich die Finanzlage der Schule sehr. Die weiterhin existierende Garantiekommission war ein Kuriosum - nirgendwo im Kanton war eine Bezirksschule so organisiert. Das Schulgesetz von 1865 hatte eine private Trägerschaft für Bezirksschulen noch erlaubt, nicht aber das 1941 revidierte Gesetz.
Der Weg zur Kreisbezirksschule in den 1940er Jahren
1943 setzten im Kirchspiel Diskussionen ein, ob die Bezirksschule nicht den Gemeinden übergeben werden sollte. Der Entwurf eines neuen Organisationsstatuts sah vor, die Schule in eine Kreisbezirksschule umzuwandeln, das heisst, die vier Gemeinden des Kreises Leuggern gemeinschaftlich zur Trägerschaft zu verpflichten. Jeder Gemeinde war das Recht vorbehalten, einen Vertreter in die Bezirksschulpflege zu wählen, die zusammen mit den jeweiligen Gemeinderäten die Lehrpersonen wählen würde. Im Dezember 1946 stimmten Leibstadt und Full-Reuenthal, im Januar 1947 Böttstein und Leuggern der Neuorganisation diskussionslos zu.
Gründung der Kreisbezirksschule 1964
Kaum lag das von der Erziehungsdirektion bereinigte Organisationsstatut im Frühjahr 1948 zur Beratung vor, krebsten drei Gemeinden zurück. Böttstein, Full-Reuenthal und Leibstadt erklärten, sie seien nicht mehr in der Lage, die Bezirksschule zu übernehmen. Sie fürchteten die finanziellen Folgen, denn die Bezirksschulpflege hatte soeben beschlossen, an einen Schulerweiterungsbau in Leuggern 46'000 Franken zu zahlen. 1957 verlor die Bezirksschule Leuggern einen Teil ihres Einzugsgebiets an die neu eröffnete Bezirksschule Klingnau. Dies und ein Projekt für einen Turnhallenneubau in Leuggern verzögerten die Realisierung der Kreisbezirksschule weiter. Die Befürchtungen, die Bezirksschule Leuggern sei durch die Neugründung in Klingnau gefährdet, erwies sich als unbegründet. 1963 nahmen die vier Gemeinden wieder Verhandlungen auf. Sie erarbeiteten ein Organisationsstatut, mit dem die rechtlich noch immer privat getragene Schule einen öffentlich-rechtlichen Status erhalten sollte. 1964 stimmten die vier Kirchspielgemeinden sowie die Gemeinde Mandach der "Kreisbezirksschule Leuggern" zu. Das vom Regierungsrat genehmigte Organisationsstatut zur Errichtung des Schulverkehrsverbands trat per 1. Januar 1966 in Kraft.
Die Verbandsgemeinden der Kreisbezirksschule Leuggern:
Böttstein
Full-Reuenthal
Leibstadt
Leuggern
Mandach
Über einen Gemeindevertrag an die Kreisbezirksschule angeschlossen:
Schwaderloch (seit 2006)