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Flums - Portels - Frohe Aussicht
Quelle: PostAuto Schweiz AG und
Sarganserländer vom 24. Juni 1980
Verfasst: 4. Mai 2015 Hitsch Rutzer
Wenn man in alten Kursbüchern blättert, so findet man erstmals im Jahr 1927 einen Eintrag, wonach bei guten Strassenverhältnissen ein 4-plätziges, offenes Auto zwischen Flums und Portels eingesetzt wurde. Der Autokurs wurde Hans Kunz (Bruder von Viktor) übertragen. Die Fahrzeit betrug 20 Minuten. Dieser neuen Erfindung traute man anscheinend nicht ganz, denn man erstellte für alle Fälle einen Notfahrplan mit einem Pferdefuhrwerk. Hier betrug die Fahrzeit 80 Minuten. Die Platzzahl war auf 1-2 Personen beschränkt.
Ab Frühling 1931 gelangte das Auto auf dieser Linie nicht mehr zum Einsatz. Bis zum Sommer 1943 existierte ein Pferdefahrbotenkurs für die Beförderung des Postgutes zwischen Flums und Portels, Dienstbesorger war vorerst Johann Kunz, nachher Viktor Kunz, Posthalter. Der Postführungsvertrag mit Johann Kunz und Söhne betreffend Einspänniger Jahres-Doppel-Fahrbotenkurs mit freiwilliger Personenbeförderung vom 8. Juli 1931 lautet: „Zu verwendendes Fuhrwerk: ein auf Federn gebauter Leiterwagen oder passender Fuhrschlitten. Die Fuhrwerke müssen mit einem zweiplätzigen Sitz mit Polster und Lehnen versehen sein“. Die monatliche Kurszahlung betrug 1931 Fr. 150.--.
Auf den 1. Juli 1943 eröffneten die PTT-Betriebe den Postautokurs nach dem Kleinberg. Sie verlängerten die Linie bis zum Kurhaus Frohe Aussicht (heute Haus Margess) und setzten einen 25-plätzigen Saurercar ein. Der einzige Kurs benötigte für die 4,9 km lange Strecke 24 Minuten. Der Fahrpreis betrug einfach Fr. 1.20. Ab 1. September verkehrte jedoch wieder die Pferdepost. Somit war der Autobetrieb auf die Sommermonate Juli und August beschränkt. Im Jahr 1947 ging man bei Postauto auf den Ganzjahresbetrieb über. Die Pferdepost hatte ausgedient.
Quelle: PostAuto Schweiz AG. Verfasser: 15. September 2015 Hitsch Rutzer
1849 Übernahme der bestehenden kantonalen Pferdeposten durch die Eidg.
Post
1906 Erster fahrplanmässiger Automobil-Postkurs zwischen Bern und Detligen.
1919 Eröffnung der Postauto-Linien über den Simplon.
1920 Umbau von 40 Armeelastwagen zu Postautos. Die Reisepost verfügt
nun über 104 Fahrzeuge. Dadurch wird bis 1930 die Pferdepost fast
bedeutungslos.
1931 Erstmals werden Postautos mit Dieselmotoren ausgerüstet.
1933 Die ersten Postautos verkehren mit Personenanhänger.
1935 Erstmals wird ein Frontlenker-Postauto eingesetzt.
1942 Im Vorfeld des Weltkrieges bleiben die Alpenpostkurse eingestellt.
1946 Eröffnung der Sustenstrasse und Beginn der grossen Zeit mit den
berühmten, bis heute beliebten Drei- und Vierpässefahrten.
1949 Postauto übernimmt die konzessionierten Linien im Fürstentum
Liechtenstein als Postautohalterbetrieb.
1954 32 neue Alpenwagen Typ IIIa werden in Betrieb genommen; die
Voraussetzung für Gruppenreisen und Extrafahrten ist geschaffen.
1956 150 Postautos erhalten einen Beillettausgabeapparat.
1957 Postauto richtet die ersten Schülerkurse ein.
1959 Die neuen Postautohalterfahrzeuge erhalten einen einheitliches
Erscheinungsbild in ockergelb. Bisher trugen sie die Hausfarben der
jeweiligen Unternehmer.
1961 Die letzte Pferdepost auf der Linie Avers - Juf wird eingestellt.
1965 Über den Geleisen des Berner Bahnhofs entsteht die erste, moderne und
gedeckte Postautostation.
1969 Der erste Gelenkbus nimmt als Postauto den Betrieb auf.
1970 Einstellung der erstenFahrerin - 1970 bewarb sich Claire Buner bei der
Post als Wagenführerin. Sie wurde als erste Frau aufgenommen und
entsprechend ausgebildet. Ab 1971 befuhr sie gut 20 Jahre lang die
Strecke Jonschwil-Uzwil.
1971 Alle Postautos und Haltestellen erscheinen im Postgelb mit rotem Balken.
1975 Das Postauto-Ferienabonnement wird eingeführt.
1980 In Bellinzona betreibt Postauto den Stadtbusbetrieb.
1992 Eröffnung der Postauto-Station in Chur. Damals gab es die PostAuto
Schweiz AG noch nicht, sondern der Bereich Personenverkehr war in
Kreispostdirektion (KPD) integriert.
1995 16 regionale Postautozentren werden eingerichtet um auf den
bevorstehenden freien Wettbewerb im Regionalverkehr gerüstet zu sein.
1995 Einführung des Rufbussystems PubliCar in den Regionen Frauenfeld und
Oron.
1996 Das revidierte Eisenbahngesetz tritt in Kraft, die Kantone sind jetzt für
den Regionalverkehr verantwortlich.
1998 Postauto macht mit kantonalen Ausschreibungen erste Erfahrung und
bestätigt seine Position als Marktleader im strassengebundenen
Regionalverkehrt der Schweiz.
1999 CityCar Martigny - Der CityCar war das kleinste Postauto der Welt und
wurde von PostAuto mit Partnern in einem Laborversuch in Martigny
getestet. Das Konzept wurde nach der Testphase aufgrund zu hoher
Kosten nicht weiterverrfolgt.
2000 In Thun fährt PostAuto im Auftrag der Stiftung Behindertentrasport des
Kantons Bern mit zwei Spezialfahrzeugen unter Produktemarke VivaCar.
Gewinn der WTO-Ausschreibung für den Betrieb des Busnetzes im
Fürstentum Lichtenstein für die folgenden zehn Jahre an PostAuto
Schweiz.
FlyCar - Der FlyCar war im Jahr 2000 im Tessing unterwegs und zwar auf
der Strecke Lugano - Flughafen Malpensa (Mailand, Italien). Mangels
Nachfrage wurde das Angebot einige Jahre später eingestellt.
2001 Die Alpenpostlinien werden als „Route Express Lines“ weltweit
angeboten.
2002 Die Post führt fünf Leistungsmarken unter der Dachmarke „DIE POST“
ein. Neben dem neuen Leistungsmarkenlogo wird der Name PostAuto
neu mit einem grossen „A“ geschrieben.
2003 Erstmals befördert PostAuto über 100 Mio Passagiere.
PostAuto erlangt als erstes Transportunternehmen das Q-Gütesigel
Stufe III
der Schweizer Tourismuswirtschaft.
2004 PostAuto Schweiz gewinnt die Ausschreibung für das Busnetz in Dole (F)
für die kommenden sechs Jahre.
PostAuto schreibt die Fahrzeugbeschaffung in einer WTO-Ausschreibung
aus.
Die Post gründet die PostAuto Schweiz AG, welche am 1. Juli 2006 tätig
wird.
2005 PostAuto gewinnt die Ausschreibungen in den frazösischen Städten
Obernai und Bourg-en-Bresse.
2007 Die mobile Kommunikation hält Einzug.
2009 PostAuto gewinnt in Frankreich gleich mehrere öffentliche
Ausschreibungen für Busnetze, darunter in Mâcon, Dole, Agde,
Villefranche-sur-Saône. Im Departemendt Herault in der Agglomeration
Grenoble.
2010 In der Stadt Sitten lanciert Postuto sein erstes Bike-Sharinng-Angebot
mit 50 Fahrrädern an sechs Veloverleihstationen.
PostAuto lanciert mit dem FreizeitKlick als erstes ÖV-Unternehmen eine
Augmented-Reality-Anwendung für Freizeitangebote.
Das erste Hybridpostauto verkehrt im Raum Bern. Es spart 20 bis 30
Prozent Kraftstoff im Vergleich zu reinen Dieselbussen.
PostAuto gewinnt die öffentliche Ausschreibung für das Busnetz in
Lichtenstein ab 2011 für zehn weitere Jahre.
2011 PostAuto erhält eine neue Bildmarke.
2011 PostAuto, SBB und Rent a Bike eröffnen in vier Schweizer Städten die
ersten PubliBike-Stationen. PubliBike bietet Velos und E-Bikes zur
Selbsausleihe an und ergänzt so die letzte Meile in der Reisekette.
Als erstes Schweizer ÖV-Unternehmen nimmt PostAuto Brennstoff-
zellenbusse in Betrieb.
2012 Die schweizweit ersten drei Postautos mit dem Schadstoffärmeren Euro-
6-Norm-Antrieb werden in der Agglomeration Bern in Betrieb genommen.
Das ernotionale Bindungsprogramm “MyPlus“ wird eingeführt. Kunden
provitieren von exklusiven Spezialangeboten, tollen Rabatten,
vergünstigten Fahren sowie Verlosung und Wettbewerben.
Das PostAuto-Gratis-App wird lanciert. Sie wird in den Sprachen Deutsch,
Französisch, Italienisch und Englisch angeboten.
In Brugg wird die schweizweit erste Wasserstofftankstelle für Busse
eröffnet. Sie versorgt die Fahrzeuge, mit denen seit Dezember 2011 die
Brennstoffzellentechnologie im öffentlichen Verkehr getestet wird.
PostAuto beginnt mit der Ausrüstung ihrer Flotte mit Gratis-WiFi. Im April
2013 ist der Rollout abgeschlossen.
PostAuto kauft die velopass GmbH und wird damit zum grössten
Veloselbstverleiher der Schweiz.
Eröffnung der ViaPostaAlpina.