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Risiken auf Schneefeldern
Auf ihren Wanderungen werden sie vor allem im Frühjahr möglicherweise noch Schneefelder antreffen. In exponierten Lagen treffen sie sie das ganze Jahr über.
Schneefelder sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Angst und Panik sind aber schlechte Ratgeber.
Sie bieten aber auch einfache Möglichkeiten der Fortbewegung.
Risiken eines Schneefeldes
- Steile Schneefelder. Ein Sturz auf einem steilen Schneefeld kann zu schwersten Verletzungen oder tödlich enden. Sie werden sehr schnell Fahrt aufnehmen. Und wenn sie nicht wissen wie der Sturz zu bremsen ist, wird der Fall unkontrollierbar. Wenn am Ende des Schneefeldes Felsblöcke liegen, werden sie ungebremst in diese krachen.
- Schneefelder können am Morgen früh noch gefroren sein, wenn sie von der Hütte aufbrechen. Das Risiko ist damit noch um einiges höher. Oft sind sie dann nur mit Steigeisen zu bewältigen. Im Verlaufe des Tages, wenn die Sonne auf das Schneefeld scheint, erhalten sie Sulzschnee und es ist leichter möglich Tritte zu schlagen.
Traversieren eines Schneefeldes
- Prüfen sie zuerst das Schneefeld. Ist es vereist ? Wie ist das Gelände am unteren Ende des Schneefeldes ? Mit Blocksteinen übersät ? Auslaufend ? Wie geübt sind ihre Wanderbegleiter ?
- Wenn es bereits Spuren gibt, verwenden sie diese. Es erspart ihnen eigene Tritte schlagen zu müssen.
- Verlagern sie das Körpergewicht immer weg vom Hang (wie beim Skifahren!). Niemals gegen den Hang.
- Wenn es keine Spuren gibt, müssen sie eigene schlagen. Bei Sulzschnee genügt meistens das kräftige Auftreten mit den Schuhen. Bei vereisten Hängen brauchen sie einen Pickel.
- Als erfahrener Berggänger gehen sie voraus. Und erst nach und nach folgen die restlichen Mitglieder.
- Steigen sie auf einem Schneefeld auf, begehen sie dieses in Serpentinen. Dadurch erreichen sie eine bessere Auflagefläche ihrer Schuhe auf dem Schnee.
- Auf einem Schneefeld absteigen können sie indem sie die Absätze in den Schnee drücken und so balancieren, dass sie auch auf den Schuhen rutschen können. Aber nur, wenn sie keinen gefährlichen Sturz riskieren.
Richtige Technik beim Rutschen im Schneefeld - Liegestütztechnik
Bremstechniken sollten reflexartig beherrscht werden. Reflexartiges Beherrschen verlangt regelmäßiges Üben, und zwar von allen sinnvollen Techniken.
- Arme und Beine spreizen, um die Körperlage zu stabilisieren und ein Rotieren und Überschlagen zu verhindern.
- Bei Rückenlage den Körper sofort in Bauchlage bringen.
- Liegestütztechnik: Liegestützstellung anstreben, d.h. Füße und Hände möglichst tief in den Firn drücken (Handschuhe sind hier sicher von Vorteil!).
- Pickelrettungsgriff Eispickel mit der Haue möglichst tief in den Firn drücken.
- Bei Steigeisen an den Füßen die Beine abwinkeln, Füße weg vom Hang (Gefahr des Verhakens und des Überschlagens und somit schwerer Gelenksverletzungen).
Schneefeld in einem Tal
- Verläuft das Schneefeld in einer Talsenke, vermeiden sie es dem Tal entlang zu laufen. Am tiefsten Pkt. könnte sich ein Bach unter dem Schneefeld befinden. Wenn die Decke zu dünn ist, bekommen sie im besten Fall nasse Füsse. Sie wären aber nicht der erste, der vom Bach weggespült würde. Also immer am Hang gehen.
Schneefeld im Spätfrühling
- Je später die Jahreszeit, desto dünner ist normalerweise die Schneedecke. Wenn sie ein Schneefeld betreten, dann nicht am Rande auftreten. Am Übergang ist die Schneedecke besonders dünn. Machen sie einen grossen Schritt
- Ragen grössere Felsblöcke aus dem Schnee, dann umgehen sie diese 1-2 m Abstand. Die Sonne erhitzt die Steine und lässt den Schnee in unmittelbarer Nähe schmelzen, so dass die Schneedicke in der Nähe der Felsblöcke dünner ist.
Schlitteln auf dem Schneefeld
- Schneefelder haben aber nicht nur Risiken. Wenn sie ein ungefährliches lokalisiert haben, das wenn möglich unten flach ausläuft, nehmen sie ihren Rucksack, schlaufen sie sich mit den Beinen in die Tragriemen ein, setzen sie sich auf den Rucksack und geniessen die Abfahrt. Mit den Füssen können sie steuern, wie bei einer Schlittenfahrt. Wenn sie mehr Fahrt wollen, ziehen sie den Regenschutz für den Rucksack (Kunststoff) über diesen. Die Fahrt wird mit Sicherheit ein höheres Tempo aufweisen, als mit dem Rucksack pur.