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Der Investiturstreit gilt als bedeutende Zäsur der Geschichte des Mittelalters. Er entzündete sich an gegensätzlichen Ansprüchen zwischen dem König des römisch-deutschen Reiches und dem Papst über die Einsetzung von Bischöfen und Äbten, wuchs sich zu einem Machtkampf zwischen beiden Gewalten aus und erlebte 1077 mit dem Bußgang König Heinrichs IV. nach Canossa einen dramatischen Höhepunkt. 1122 fand man schließlich mit dem Wormser Konkordat einen für die Verfassungsgeschichte des Reiches wegweisenden Kompromiss.
Claudia Zey, Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Zürich, erhellt die geistesgeschichtlichen Hintergründe dieses epochalen Konflikts und beschreibt klar und anschaulich dessen Ursachen, Verlauf und Folgen.