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Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hat eine Schlappe seiner Partei bei der Kommunalwahl in dem Euro-Krisenland eingeräumt. In einer ersten Reaktion sprach der Regierungschef von einer "der schlimmsten Niederlagen" in der Geschichte seiner liberalen Sozialdemokratischen Partei (PSD).
Er wolle aber den Weg der Sanierung fortsetzen. Das sei unerlässlich, damit sein Land die Krise überwinden, auf den Wachstumspfad zurückkehren und "mehr soziale Gerechtigkeit und Wohlstand erlangen" könne, betonte der 49-Jährige in der Nacht zum Montag in Lissabon.
Die Portugiesen hatten die Mitte-Rechts-Regierung zuvor für ihren Sparkurs abgestraft. So setzte sich ersten zuverlässigen Hochrechnungen zufolge etwa in den drei nach Lissabon bevölkerungsreichsten Gemeinden Portugals - Sintra, Vila Nova de Gaia und Porto - nach Angaben der TV-Sender SIC und RTP Kandidaten der Opposition durch.
Erste Ergebnisse ergaben, dass die oppositionellen Sozialisten mit 40 Prozent der Stimmen weit vorne lagen. Die Sozialdemokraten erreichten 34 Prozent, profitierten dabei aber von dem Ergebnis des rechtsgerichteten Koalitionspartners CDS, der sieben Prozent der Stimmen erhielt.
Einen überwältigenden Sieg errang der Bürgermeister der Hauptstadt Lissabon, der Sozialist Antonio Costa. Er erzielte mehr als 50 Prozent und damit zehn Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl 2009.
Portugal steckt in der schwersten Krise seit den 70er Jahren. Seit April 2011 wird das Land mit 78 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds gestützt. Portugal
SDA-ATS