Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/220

Verlagerung der Probleme
Der März war der erste Monat seit über einem Jahrzehnt ohne einen toten amerikanischen Soldaten. Die gute Nachricht hat aber einen Haken
- Einen Monat nach den Anschlägen vom 11. September 2001 reagierten die USA mit Kampfhandlungen.
- Seither wurden drei offizielle Operationen durchgeführt: die «Operation Iraqi Freedom», die «Operation New Dawn» und die «Operation Enduring Freedom».
- Während dieser Operationen kamen bis heute über 6800 amerikanische Soldaten ums Leben.
Während über die amerikanischen Opfer akribisch Buch geführt wird, existieren keine genauen Zahlen zu den afghanischen Opfern. Nach Schätzungen des Guardian könnten alleine bei den Bombardements zwischen Oktober 2001 und Februar 2002 über 20'000 Afghanen umgekommen sein. Bild: AP/AP
- Der März 2014 ist der erste Monat seit über zehn Jahren, in dem weder im Irak noch in Afghanistan ein amerikanischer Soldat fiel.
- Zuvor war der letzte Monat ohne amerikanisches Opfer der Juli 2002 gewesen.
- Das letzte amerikanische Opfer heisst Caleb L. Erickson. Er starb am 28. Februar 2014 in der Helmland Provinz in Afghanistan in einem Gefecht. Erickson wurde 20 Jahre alt.
Die Operation «Iraqi Freedom» kostete 4410 amerikanischen Soldaten das Leben. Laut einem Dokument von Wikileaks starben auf irakischer Seite über 100'000 Menschen, 66'000 davon waren zivile Opfer. Bild: Getty Images North America
- Seit Beginn dieses Jahres verloren 14 amerikanische Soldaten in Afghanistan ihr Leben.
- Laut einem Bericht von ABC haben zur selben Zeit – in nur drei Monaten – 1892 Kriegsveteranen Suizid begangen.
- Die Zahl ist eine Schätzung der Organisation «Iraq and Afghanistan Veterans of America». Demnach töten sich jeden Tag über 30 Veteranen.
Angehörige trauern um einen gefallenen US-Soldaten. Bild: Getty Images North America