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Diese hatte Mitte März den Präferenzzoll von Null für verschiedene Agrarprodukte aus Russland aufgehoben, so dass für diese nun eine Abgabe von 130% des Einfuhrpreises fällig wird, darunter auch für Weizen und Mais.
Das Moskauer Landwirtschaftsministerium war aufgrund der Rekordernte im vergangenen Jahr von 120,7 Mio. t für die bis Ende Juni 2017 laufende Exportsaison zunächst ein von einem Anstieg der Getreideausfuhren um gut 3 Mio. t auf 37 Mio. t ausgegangen. Anfang April wurde diese Prognose jedoch deutlich zurückgenommen. „Wir sind der Meinung, dass die Getreideexporte auf dem Niveau des Vorjahres von 33,9 Mio. t bleiben werden“, erklärte der erste stellvertretende Landwirtschaftsminister Dschambulat Chatuov gegenüber der Presse.
„Die faktische Schliessung der Türkei für unsere Getreidelieferungen sowie Probleme für unsere Getreideexporte nach Ägypten haben das Ministerium veranlasst, seine frühere Prognose in der Saison 2016/17 auf das Niveau des Vorjahres zurückzunehmen“, hiess es in einer weiteren Mitteilung des Moskauer Agrarressorts. Laut Daten des Föderalen Zolldienstes hat Russland im Wirtschaftsjahr 2016/17 bis Mitte April 29,79 Mio. t Getreide exportiert. Das waren 0,5% weniger als im Vorjahreszeitraum.
Dem Moskauer Institut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) zufolge muss Russland als Folge des Handelskonflikts mit der Türkei kurzfristig etwa 500'000 t Weizen, die für dieses Land bestimmt waren, in der bis Ende Juni laufenden Exportsaison 2016/17 auf anderen Märkten absetzen, beispielsweise in Asien oder Westafrika. Mit Blick auf die diesjährige Getreideernte in Russland geht das IKAR-Institut derzeit von einer Produktion zwischen 109,5 Mio. t und 114,5 Mio. t aus. Die Agraranalysenagentur ProZerno erwartet 112,8 Mio. t, das wären 6,5% weniger als in der vorherigen Rekordsaison.