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Unterschiedlicher hätten die zeitgleich gestarteten NLB-Heimspiele gestern im heimischen Tischtenniszentrum Ebnat nicht sein können. Auf der einen Seite dominierte Neuhausen I seinen Gegner Pratteln deutlich und gab bis zum 6:0 Zwischenstand keinen Satz ab. Auf der anderen Seite kämpfte die zweite Mannschaft zwar um jeden Ball, aber die entscheidenden Punkte blieben beim starken Gegner UGS-Chênois. Neuhausen I gewann zum Schluss standesgemäss mit 10:0 während Neuhausen II mit einem (zu) deutlichen 1:9 die erste Niederlage kassierte.
Maxim Chaplygin (A20), Mate Bruckner (A20) und Elias Hardmeier (A19) dominierten ihre zwar gut mithaltenden Gegner Thilo Vorher (A19), Julian Busslinger (A17) und Thomas Vorherr (A17) in den ersten sechs Einzeln deutlich. Alle drei Spieler aus Pratteln zeigten gute Leistungen und trugen mit ihrem Verteidigungsspiel viel zu attraktiven und langen Ballwechseln bei. Die Punkte behielt das Neuhauser Trio aber meistens für sich. Nach dem 6:0-Zwischenstand liessen die Neuhauser Chaplygin/Bruckner im Doppel etwas nach und siegten gegen Vorherr/Busslinger erst im fünften Satz. Auch musste Elias Hardmeier in seinem letzten Einzel gegen den erfahrenen und unangenehm zu spielenden Thomas Vorher nach einem 0:2-Satzrückstand über die volle Länge der fünf Sätze gehen. Nachdem er sich im dritten Satz auf das Spiel von Vorherr sen. eingestellt hatte, liess er dann nichts mehr anbrennen und holte den letzten Punkt zum 10:0-Erfolg.
Im Spitzenspiel der NLB-Gruppe 1 (West) gegen UGS-Chênois II musste das junge Neuhauser Trio mit Mauro Schärrer (A18), Matti Pelz (A17) und Lakith Jayanetti (A16) im fünften Spiel erstmals diese Saison mit einer Niederlage Bekanntschaft machen. Die sehr ausgeglichen besetzten Genfer spielten mit Ludovic Daujat (A18), Rémi Bartolomé (A18) und Benjamin Givone (A18) und wurden für ihre weite Anreise mit vier Punkten und der (vorübergehenden) Tabellenführung für eine ausgeglichene Teamleistung belohnt. Die Neuhauser zogen durchwegs nicht ihren besten Tag ein und wurden etwas unter ihrem Wert geschlagen. Etwas zu ungeduldig und zu viele Eigenfehler führten letztlich zu dieser klaren 1:9-Niederlage. Den Ehrenpunkt holte dabei Matti Pelz, der gegen Bartolomé einen 0:2-Satzrückstand korrigierte und im fünften Satz 11:1 siegte. Weil Bulle in Châtelaine 10:0 siegte, rutschte das Neuhauser U18-Nachwuchsteam auf den dritten Tabellenrang hinter Bulle und UGS-Chênois ab.
Die Neuhauser haben aber bald Gelegenheit, zum Erfolg zurückzukehren. Am 3. November spielen sie auswärts gegen das viertplatzierte ZZ-Lancy. Zeitlich steht für das Neuhauser Fanionteam eine schwierige Aufgabe auf dem Programm: Beim Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds werden die Neuhauser mit der Höhenlage konfrontiert. Der auf Rang 4 liegende ambitionierte Gastgeber weist zwar fünf Punkte weniger auf dem Konto auf, hat aber gegen die anderen Spitzenteams Rapid Luzern und Rapperswil-Jona jeweils nur knapp mit 4:6 verloren und verfügt über ein starkes Team. Für La Chaux-de-Fonds ist es zudem die letzte Gelegenheit, mit einem Sieg in den Kampf um den Gruppensieg und Aufstieg zurückzukehren. Die Tabelle in der Gruppe 2 (Ost) hat sich nach der fünften Runde definitiv „zweigeteilt“: Die vier Spitzenteams Neuhausen, Rapid Luzern, Rapperswil-Jona und La-Chaux-de-Fonds liegen deutlich in Front. Pratteln und Bremgarten bilden das kleine Mittelfeld und auf den Abstiegsrängen liegen Kriens und ZH-Affoltern schon ein paar Punkte zurück.
Mauro Schärrer Lakith Jayanetti während dem Doppel (Archivbild)