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Er holte 38,65 Prozent der Stimmen, wie am Samstag die Auszählung fast aller Wahlbezirke ergab. Auf dem zweiten Platz folgt der pro-westlich gesinnte Wissenschaftler Jiri Drahos. Er vereint 26,56 Prozent auf sich. "Das sieht hoffnungsvoll aus", kommentierte Drahos den Wahlausgang. Die anderen sieben Kandidaten liegen abgeschlagen dahinter.
Da in der ersten Runde keiner der Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, kommt es nun zur Stichwahl zwischen Zeman und Drahos. Diese ist in zwei Wochen geplant. Zeman regiert seit 2013. Der 73-jährige ehemalige Ministerpräsident einer Mitte-Links-Regierung ist nach rechts gerückt und ein Kritiker der Einwanderung aus muslimischen Ländern nach Europa. Auch kritisierte er die westlichen Sanktionen gegen Russland und umwarb rechte Gruppen.
"Das mit Abstand härteste Spiel wartet jetzt auf Milos Zeman und seine Berater", sagte dessen Herausforderer Drahos, ein 68-jähriger Professor. "Kommt zur Abstimmung, kommt zur Abstimmung, kommt zur Abstimmung."
Das Präsidentenamt ist in Tschechien anders als etwas das in den USA oder Frankreich nicht mit viel Macht ausgestattet. Allerdings haben die Amtsinhaber großen Einfluss auf die öffentliche Debatte. Auch bei der Regierungsbildung haben sie ein Wörtchen mitzureden.
(Reuters)