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Die 57-Jährige kam im Slalom der Kategorie sehbeeinträchtigt auf Rang 11. Damit verpasste sie ihr 4. Diplom in Peking, nachdem sie in der Superkombination 5., in der Abfahrt 6. und im Super-G 7. geworden war.
Le Bons Rückstand auf die Siegerinnen war jeweils beträchtlich - im Slalom betrug er 18,57 Sekunden. Erschwert wurden die Auftritte der Speedspezialistin in Peking dadurch, dass ihr Guide wegen eines Formfehlers nicht mittun konnte.
Von Tochter rumkommandiert
Es sprang ihre Tochter Ulla Gilot ein, die wie in der Kategorie üblich die Wendekommandos lautstark nach hinten weitergab. «Sie schreit die ganze Zeit», beschwerte sich Le Bon mit einem Schmunzeln. «Es ist nicht einfach. Ich muss die ‹Mama› in mir ausschalten.»
Le Bon war vor ihrer schweren Augenerkrankung als Skilehrerin in ihrer Wahlheimat Österreich tätig. Parasport auf Wettkampfbasis betreibt sie aber erst seit der Saison 2020/21.
An der WM im Januar holte sie zweimal Silber und liess Fahrerinnen hinter sich, die bis zu 38 Jahre jünger sind. Entsprechend enttäuscht war sie über ihre Zeiten in Peking, aber sie meinte: «In Lillehammer war ich schneller, doch hier mit meiner Tochter zu fahren war unglaublich.»
Gold an Österreich, Schweden und Deutschland
Gold in der Kategorie sehbeeinträchtigt holte Veronika Aigner (AUT) vor ihrer Schwester Barbara. Bei den Stehend-Athletinnen setzte sich die Schwedin Ebba Aarsjö mit grossem Vorsprung durch. Auf dem Monoski triumphierte die Deutsche Anna-Lena Forster.