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Das Ziel dieses Projektes ist es zu verstehen, wie Umweltfaktoren und die Charakteristika natürlicher und waldbaulicher Störungsereignisse die Etablierung und Ausbreitung von invasiven Neophytenarten in Wäldern der Südalpen beeinflussen. Dieses Wissen wird möglicherweise in einem Entscheidungshilfe-Tool für die Praxis zusammengefasst, um dem zunehmenden Druck durch invasive Neophyten zu begegnen.
Projektziele
- Wir untersuchen, was die Ansiedlung von invasiven Neophytengehölzen beeinflusst, indem wir Umweltfaktoren des Standorts sowie die Charakteristika von Störungsereignissen (z.B. Art und Geometrie der Störung) analysieren.
- Wir erforschen, ob und wie eine unerwünschte Kolonisierung verhindert oder minimiert werden kann.
- Wir werden versuchen, Strategien für die Planung und Durchführung von waldbaulichen Eingriffen vorzuschlagen, die darauf abzielen, die Ansiedlung und Ausbreitung von invasiven Neophyten zu vermeiden (Entscheidungshilfe).
Projektansatz
- Wir fokussieren auf die im Tessin meist verbreiteten invasiven neophytischen Gehölze: Ailanthus, Robinia, Paulownia, Buddleja, Rhus, Cinnamonum, Dyospirus, Actinidia (Kiwi), Lonicera.
- Anhand von Luftbildern und Daten von waldbaulichen Eingriffen des Forstdienstes des Kantons Tessin identifizieren wir die Störungsbereiche und gehen ins Feld, um deren Angemessenheit festzustellen.
- Anschließend führen wir eine retrospektive Analyse durch, bei der wir die Gebiete mit natürlichen Störungen und mit waldbaulichen Eingriffen in den letzten 10 Jahren sowie die Gebiete ohne Störungen auswählen und beproben.
- Wir führen eine prospektive Analyse durch, indem wir die geplanten waldbaulichen Eingriffe vermerken und diese Parzellen drei Jahre lang regelmäßig besuchen.
Erwartete Produkte
- Online-Datenbank für die Beschreibung von Störungsgebieten
- Vorschläge für eine Monitoringsprozedur nach einem Eingriff
- Empfehlungen zur Minimierung der Neophytenbesiedlung bei waldbaulichen und anderen forstwirtschaftlichen Eingriffen.
Details zum Projekt
Projektdauer
2020 - 2022