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Seit 1992 hat der Anteil adipöser und übergewichtiger Personen in der Schweiz wesentlich zugenommen. Der Anteil steigt von 30,4% (1992) auf 41,9% (2017). Diese Zunahme lässt sich sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern beobachten. 2017 sind bedeutend mehr Männer (51,0%) als Frauen (33,0%) übergewichtig oder adipös.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Übergewicht und vor allem Adipositas (starkes Übergewicht) zählen zu den Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus Typ 2, einige Krebsformen und muskuloskelettale Erkrankungen. Auch besteht die Assoziation mit psychischer Gesundheit und Lebensqualität. Übergewicht entsteht grundsätzlich bei einem Ungleichgewicht zwischen aufgenommener und verbrauchter Energie. Einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kommt daher eine wichtige Bedeutung zu, wobei auch weitere Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Medikamentenkonsum, Hormonhaushalt, Mikrobiom und Genetik bei der Entstehung von Übergewicht und Adipositas eine Rolle spielen.
Der Indikator erlaubt, den BMI als Mass für Übergewicht und Adipositas zu beobachten und Präventionsmassnahmen zu planen und zu evaluieren.
Dieser Indikator wurde auf Basis der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung berechnet. Er zeigt den Anteil der 15-jährigen und älteren, in einem Privathaushalt lebenden übergewichtigen und adipösen Bevölkerung, eingeteilt anhand des Body-Mass-Index (BMI). Ausserdem wird im Ringdiagramm die Verteilung der vier BMI-Gruppen (für die Einteilung siehe unten) in der Bevölkerung dargestellt.
Den Body-Mass-Index erhält man, indem das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergrösse (in Metern) dividiert wird. BMI = Körpergewicht in kg / (Körpergrösse in m)2. Die hier dargestellten Daten beruhen auf Selbstangaben der Befragten.
Für die Einteilung der Personen in die vier verschiedenen BMI-Gruppen wurde der Index BMI4 verwendet. Für Personen ab 18 Jahren werden die folgenden Standardwerte der WHO verwendet:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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