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Mit der neuen Bewertung liegt Portugal bei S&P nicht mehr im sogenannten "Ramschbereich", mit dem riskante Anlagen gekennzeichnet werden. In der Folge waren portugiesische Anleihen am Montagmorgen bei Ablegern stark gefragt. Bei Papieren mit einer Laufzeit von zehn Jahren sank die Rendite im frühen Handel um 0,21 Prozentpunkte. Zeitweise erreichte die Rendite bei 2,602 Prozent den tiefsten Stand seit Januar 2016. Zum Vergleich: Im März hatte die Rendite für die Zehnjährigen noch bei etwa 4,30 Prozent gelegen.
Standard & Poor's begründete die verbesserte Kreditwürdigkeit in erster Linie mit einem besseren Wirtschaftswachstum, welches S&P für die Jahre 2017 bis 2020 im Schnitt bei gut 2 Prozent sieht statt bislang 1,5 Prozent. Auch seien Fortschritte im Staatshaushalt zu sehen. Die Risiken bei der Finanzierung nähmen ab, hiess es.
Mit der Entscheidung von S&P, Portugals Anleihen aus dem Ramschbereich zu nehmen, hat sich die Lage für das Euroland weiter verbessert. Zuvor hatte nur die kanadische Ratingagentur DBRS Portugal-Anleihen nicht als spekulative Anlage eingestuft. Die DBRS-Bewertung war wichtig, weil die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen ihres Kaufprogramms nur Staatsanleihen eines Eurolandes erwerben darf, wenn mindestens eine der führenden Agenturen eine Kreditbewertung oberhalb des Ramschbereichs ausgesprochen hat./jkr/bgf/das
(AWP)