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Fr, 20. August 2021, Ralf Hersel
Ja, ich gebe es zu, der Titel ist an den Haaren herbeigezogen; deshab kommt hier die Erklärung: Es geht um den Audacity Fork namens Tenacity. Das Wort 'tenacity' bedeutet 'Hartnäckigkeit' und der Name der beliebten, aber in Verruf geraten Digital Audio Workstation 'Audacity' wird oft falsch ausgesprochen, nämlich 'Auda City'. Sowohl bei Tenacity, als auch bei Audacity liegt die Betonung auf dem 'a' vor dem 'c'. Beide Wörter werden zusammenhängend und verschliffen ausgesprochen. Soviel Respekt sollte man den Projektnamen entgegenbringen.
Tenacity macht Fortschritte: Der Fork des Audio-Editors Audacity arbeitet gezielt an dessen Downstream- und Build-Prozess. Linux-Distributionen sollen das Programm leichter in ihre Repositorys einbinden können, auch Windows- und macOS-Nutzer sollen es leichter selbst kompilieren können. All dies ist in Vorbereitung für die Veröffentlichung einer ersten Version.
Insbesondere sind jetzt verifizierte Build-Anweisungen für Fedora 34, Arch, Ubuntu 20.04, Windows und macOS verfügbar. Eine Übersicht über den Fortschritt gibt der Hauptentwickler auf der GitHub-Seite des Projekts. Viel Arbeit fliesst auch in die Abhängigkeiten von Tenacity: In manchen Fällen müssen Entwickler Forks von nicht mehr gepflegten Bibliotheken erstellen und neue CMake-Build-Systeme schreiben. Bisher fehlen bei vielen Linux-Distributionen einige dieser Pakete.
Darüber hinaus hofft das Projekt, möglichst viele Abhängigkeiten in vcpkg für Windows- und macOS-Versionen packen zu können. Ein weiterer Package Manager für C und C++ (Conan) wurde ganz aus dem Build-System herausgenommen. Tenacity ist noch nicht bereit das Erbe von Audacity anzutreten, das Projekt schreitet jedoch mit grossen Schritten voran.
Quellen: