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Blinddarmentzündung
- An folgenden Standorten
- St.Gallen
- Rorschach
- Flawil
Aufgrund der unterschiedlichen Länge (5-10cm) und der möglichen verschiedenen Lagen des Blinddarmes sowie der unmittelbaren Nähe zu anderen Organen der Bauchhöhle kann es schwierig sein, eine Blinddarmentzündung von anderen Krankheiten des Bauchraumes zu unterscheiden. Die Behandlung einer Blinddarmentzündung besteht in der operativen Entfernung des Blinddarmes. Diese Operation führen wir an unserer Klinik in den meisten Fällen in minimalinvasiver Schlüssellochtechnik durch. Der Blinddarm mündet im rechtsseitigen Dickdarm nahe der Einmündung des Dünndarmes in den Dickdarm. Der Blinddarm wird durch ein Blutgefäss, die Arteria appendicularis, versorgt. Diese muss bei der operativen Entfernung des Blinddarmes verschlossen werden.
Bei der Entzündung des Blinddarmes kommt es zu einer Durchwanderung der Wand des Blinddarmes mit Darmbakterien. Der entzündete Blinddarm schwillt an und füllt sich mit Eiter. Falls keine Behandlung erfolgt, kann der Blinddarm „platzen“. Geschieht dies, so tritt Darminhalt in die Bauchhöhle und es kommt zu einer Entzündung der Haut, welche die Bauchorgane auskleidet (Peritoneum). Um dies zu verhindern, ist schon bei vermuteter Blinddarmentzündung deshalb eine rasche Behandlung notwendig.
Die Blinddarmentzündung kann bei jedem und in jedem Alter vorkommen. Grundsätzlich sind aber Teenager und junge Erwachsene am häufigsten davon betroffen. In industrialisierten Ländern kommt die Blinddarmentzündung häufiger vor. Vermutet wird ein Zusammenhang mit der faserarmen Ernährung, welche in unseren Breitengraden typisch ist.
Meistens bleibt die Ursache für eine Blinddarmentzündung unklar. Vermutet wird eine Abflussbehinderung des Blinddarmes in den Dickdarm. Durch die Abflussbehinderung wird der Druck auf die Wand des Blinddarmes erhöht, da die innere Wandschicht des Blinddarmes Schleim produziert und dieser nicht abfliessen kann. Durch die Druckerhöhung kommt es zu einer venösen Stauung, was wiederum den Druck auf die Wandschichten erhöht. Ist ein gewisser kritischer Druck erreicht, wird auch der arterielle Blutstrom unterbrochen. Die Wand des Blinddarmes wird nun von Bakterien durchwandert. Es entsteht somit eine Blinddarmentzündung. Die Abflussbehinderung des Blinddarmes wird häufig durch einen Kotstein verursacht.
Patienten, welche an einer Blinddarmentzündung leiden, verspüren meistens Bauchschmerzen. Typischerweise beginnt der Schmerz um den Bauchnabel herum und wandert im weiteren Verlauf in den rechten Unterbauch, wo sich der Blinddarm befindet. Der Schmerz nimmt während 6-24 Std. an Stärke zu. Während üblicherweise Husten oder Bewegung den Schmerz verstärkt, kann es zu einer Linderung des Schmerzes kommen, wenn die Knie gegen die Brust angezogen werden. Weitere Symptome, welche vorkommen können, sind Fieber, Übelkeit verbunden mit Erbrechen und Appetitlosigkeit. Platzt der Blinddarm entstehen starke Schmerzen im Bereich des ganzen Bauchraumes.
In manchen Fällen sind die Symptome nicht so typisch. Beispielsweise kann der Schmerz schleichend über Tage zunehmen. Der Schmerz kann gleich von Beginn an im rechten Unterbauch beginnen und nicht wie oben beschrieben um den Bauchnabel herum. Der Ort des Schmerzes kann auch je nach Lage des Blinddarmes verschieden sein.