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Die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten, Verfolgung, Katastrophen, Armut oder Hunger fliehen, war noch nie so hoch wie heute: Knapp 80 Millionen Migrant*innen, das ist mehr als 1 Prozent der Weltbevölkerung. Davon leben 85 Prozent in unmittelbaren Nachbarstaaten. So auch in Arica.
Arica liegt im hohen Norden Chiles nahe der Grenze zu Peru. Aufgrund des angenehmen Klimas ist die „Stadt des ewigen Frühlings“ eine Oase inmitten der umliegenden Wüste. Die Wirtschaft basiert hauptsächlich auf dem Anbau von Gemüse, Oliven und Früchten. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation im Vergleich zu den Nachbarländern ziehen viele Einwanderer auf der Suche nach Arbeit nach Chile. Für die meisten platzt der Traum vom besseren Leben. Schätzungsweise mehr als 7000 Familien leben in Arica unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Viele von ihnen haben keinen Zugang zu fliessendem Wasser oder einer grundlegenden Infrastruktur. Die Region weist die höchsten Kriminalitätsraten in ganz Chile auf. Viele Menschen finden keine Arbeit und hausen in behelfsmässigen Unterkünften. Die Lebensbedingungen dieser Migranten sind prekär und haben zum Teil auch schwere seelische Folgen für sie selbst und ihre Familien.
Die Methodistenkirche in Chile (IMECH) hat im September ein Nothilfe-Projekt für Migrant*innen durchgeführt. Durch die politischen Unruhen und die Corona-Pandemie hat sich ihre Situation sehr verschlechtert und da die meisten von ihnen illegal in Chile sind, gab es kaum Hilfsangebote. Der Mittagstisch, der in Arica seit längerem angeboten wurde, konnte pandemiebedingt nicht mehr stattfinden. Trotzdem wurde versucht, mit Essens- und Hygienepaketen das Angebot aufrecht zu erhalten und es wurde auch psychologische Unterstützung angeboten, so gut dies möglich war.
Danke, dass Sie unsere Partnerkirchen und -organisationen darin unterstützen, sich für diese Menschen einzusetzen!