Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/729

Mallu Magalhães heisst mit ihrem bürgerlichen Namen Maria Luiza de Arruda Botelho Pereira de Magalhães. Geboren wurde sie am 29. August 1992 in São Paulo. Sie ist Sängerin, Komponistin und Instrumentalistin und hat bereits vier Alben und eine DVD herausgegeben. Als ihre grössten Erfolge gelten ”Velha e Louca”, “Tchubaruba”, “J1” und “Shine Yellow”.
Für ihre jüngste Arbeit erhielt sie unter anderem Lob von der renommierten US-Zeitung The New York Times. Mallu zeige eine ”eigene Sensibilität und sei ”fesselnd“. Sorgen, den exakten Ton zu treffen, müsse sie sich keine machen, heisst es weiter.
Mallu ist die Tochter einer Landschaftsarchitektin und eines Ingenieurs und Amateurmusikers, der eine Leidenschaft für klassischen Rock hat, von dem sie ebenso beeinflusst wurde. Mit neun Jahren hat Mallu ihre erste Gitarre in der Hand und lernt alleine, diese zu spielen. Gleiches gilt für das Banjo, die Mundharmonika, die Melodica, das Klavier und die Ukulele.
Während ihrer Kindheit übten CDs und LPS ihrer Eltern und Grosseltern eine grosse Faszination auf Mallu aus. Musik und Inlays fanden bei ihr gleichermassen Beachtung und schliesslich suchte sie weitere Künstler.
Bereits mit zwölf Jahren fing sie damit an, ihre eigene Musik zu komponieren. Zum Grossteil schrieb sie die Texte in englischer Sprache. Im Jahr 2007, mit nur 15 Jahren, legte sie ihr Geld zusammen und nahm vier ihrer eigenen Musikstücke auf. Diese stellte sie ins Internet auf MySpace. Mit dabei waren “Tchubaruba“, “J1“ und “Get To Denmark“. Ihr Konzept ging auf, “Tchubaruba“ verbreitete sich wie ein Virus und Mallu Magalhões trat schliesslich auf die realen Musikbühnen.
Im Januar 2008 gab sie ihren ersten Auftritt, begleitet von professionellen Musikern. Sie wurde eingeladen, die Show der Band Vanguart im Clash Club zu eröffnen, ein alternatives Nachtlokal mit Live-Musik, in dem einige Journalisten anwesend waren. Neben zwei ihrer eigenen Kompositionen fand sie bei den Journalisten und Musik-Kritikern ebenso Beachtung mit ihrer Interpretation von “Folsom Prision Blues” von Johnny Cash und “It Ain’t Me” von Bob Dylan, beide im Programm Popload von Lucio Ribeiro verewigt. Das Programm brachte ebenso einige ihrer Kompositionen, die sich noch in der Startphase befanden. Zusammen mit ihren bis dahin wenigen Auftritten und den Posts auf MySpace fand sie als “Internet-Phänomen“ Eingang in Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien.
Ihrer Premiere im Clash Club folgten Teilnahmen an brasilianischen Festivals der Indie-Musik (Jambolada, Eletronika, MADA, Coquetel Molotov, Gig Rock und andere) und dem Festival Planeta Terra. Mit dabei war ihre Band bestehend aus den Musikeren Kadu Abecassis (Gitarre), Thiago Consorti (Kontrabass), Jorge Moreira (Schlagzeug) und Rodrigo Alencar (Klavier). Darüber hinaus wurde ihre Musik “J1“ von einer Mobiltelefongesellschaft für die Werbung genutzt, was ihr in ganz Brasilien Gehör verschaffte. Eine Einladung gab es auch vom Musiker Marcelo Camelo von den Los Hermanos für ein Duett.
Ihr erstes Album nahm sie 2008 mit ihrer Band und dem Produzenten Mário Caldato in einem Studio in Rio de Janeiro mit Vintage-Equipment auf, darunter ein Mischpult, wie es auch von den Beatles verwendet wurde. Ihr Premiere-Album, geprägt von Folk und Pop Rock mit eingehenden Melodien und Arrangements, stiess beim Publikum und den Kritikern auf ein gutes Echo und erzielte gute Verkaufszahlen, in einer Zeit, in der die Downloads von Musikstücken im Internet immer stärker wurden.
Im Oktober 2008 nahm sie ihre erste DVD mit live Musik auf, die einige ihrer Auftritte in Rio de Janeiro und São Paulo vereint. Im November folgte ein weiteres Album, dieses Mal über die Agência de Música, das sie bei einem Konzert am Morro da Urca in Rio de Janeiro vorstellte.
Im gleichen Jahr wurde Mallu Magalhães ebenso für den MTV Video Music Brasil 2008 in den Kategorien “Künstler des Jahres“, “Neuentdeckung“ und “Konzert des Jahres“ vorgeschlagen. Auftritte in verschiedenen Fernsehprogrammen folgten und ihr Lied “Tchubaruba“ wurde erneut ein Werbehit.
Im Januar 2009 wurde sie eingeladen, sich in Europa zu präsentieren mit Konzerten in Portugal (Lissabon und Porto). Zurück in Brasilien stand sie bei einigen der grössten Festivals auf den Bühnen, wie Planeta Atlântida, Festival de Inverno, João Rock und andere. Sie beteiligte sich am Projekt “Beatles’69” von Marcelo Fróes und interpretierte mit ihrer Band “How D’You Do” von Paul McCartney aus dem Jahr 1969.
Im zweiten Halbjahr 2009 nimmt Mallu ihr zweites Album auf, begleitet von ihrer Band und mit Beteiligung von Maurício Takara, Kassin und teilweise klassischen Musik. Dieses Mal fungierte Kassin als ihr Produzent, der ebenso Grössen wie Vanessa da Mata, Caetano Veloso, Jorge Mautner und Los Hermanso unter Vertrag hat. Musikalisch ist das Album breiter gefächert. Ohne ihre Wurzeln, den Folk und Pop Rock zu verstecken, flirtet Mallu nun mit Reggae, tropischen Samba und mit der Symphoniemusik. Dieses Mal wird ihr Album in Partnerschaft mit der Sony Musik herausgegeben. Von den Kritikern wird ihr es als “Weiterentwicklung“ oder “gereift“ eingestuft.
Ihr drittes Album, mit dem Namen einer Frucht aus dem Atlantischen Regenwald (“Pitanga“), gibt Mallu Ende 2011 heraus. Darauf befindet sich auch das Lied “Highly Sensitive“, das für die Bewerbung von Windows 8 verwendet wurde. Erschienen sind daraus ebenso die Singles “Velha e Louca“ und “Sambinha Bom“, dessen Videoclip für Aufregung sorgte, weil es die junge Künstlerin von ihrer sinnlichen Seite zeigt.
Im November 2012 nimmt sie an der 11. Ausgabe der Serie “Cantoras do Brasil“ teil und singt zu Ehren der brasilianischen Sängerin Elizeth Cardoso neue Versionen von “Demais“ und “Manhã de Carnaval”. 2013 beteiligt sie sich an dem Musikstück “Quando a Casa Cai“ der neuen Disk von Dado Villa-Lobos (“O Passo do Colapso“). In April 2013 schreibt Mallu die Chronik “Viagem de Menina“ (Reise eines Mädchens) für das zweisprachliche Magazin der Duty Free Shops “Dufry“.
Im Mai 2014 gründet sie gemeinsam mit ihrem Ehepartner und Musiker, Marcelo Camelo, die Band “Banda do Mar“, der ebenso der Portugiese Fred Pinto Ferreira angehört. Im gleichen Jahr hat Mallu einen kleinen Auftritt im Dokumentarfilm über die brasilianische Musiklegende Tim Maia. In einer Szene verkörpert sie die Bossa Nova Sängerin Nara Leão. Mit dem Briten und Trip-Hop-Ikone Tricky hat Mallu Anfang 2015 eine Version von “Something In The Way” aufgenommen.
Diskografie von Mallu Magalhães
- 2014 Banda do Mar
- 2011 Pitanga
- 2009 Mallu Magalhães
- 2008 Mallu Magalhães