Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03343.jsonl.gz/574

Wasserknappheit und damit verbundene Konflikte werden laut Alpenkonvention in vielen Alpenregionen in Zukunft ein wichtiges Thema sein. Darüber hinaus sind auch tiefer gelegene Regionen weit unterhalb der Alpen von den alpinen Wasserressourcen abhängig. Das Ziel des Projektes ist ein Alpine Drought Observatory (ADO) einzurichten und Empfehlungen für eine verbesserte Risikovorsorge und Effizienz im Management von Trockenheit, insbesondere für die Alpengebiete, abzuleiten. Die Ergebnisse des ADO Projektes dienen als Plattform für den Zugriff auf Daten und spezifische Indizes, periodisch erstellte Trockenheitsbulletins sowie Leitlinien für ein effizientes Dürremanagement für die Entscheidungsträger in den verschiedenen Sektoren. Durch Fallstudien in Pilotregionen wird die Verbindung zu der Regierung und den Behörden hergestellt. Durch diese Verbindung werden politische Instrumente gesammelt und die Fähigkeit bewertet, regionale Dürrezustände anzugehen und die Vorbereitung und Massnahmen auf Trockenheit zu verbessern.
Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat in ihrer Strategie zur Anpassung an den Klimawandel die zunehmende sommerliche Trockenheit als eine der grössten Herausforderungen erkannt, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Das ADO-Projekt trägt zu mehreren Aktionsfeldern dieser Strategie bei, insbesondere in den Bereichen Naturgefahrenmanagement, Land- und Forstwirtschaft. Die WSL ist eine nationale Forschungsinstitution, die zusammen mit der ETH Zürich, der Universität Zürich und der Universität Freiburg die Plattform Drought.ch betreibt. Die beiden aktiv am Projekt beteiligten Kantone - Thurgau und Tessin - haben sehr unterschiedliche Wetterbedingungen, so dass die Ergebnisse für viele Regionen der Schweiz von Interesse sein werden. Schliesslich ist die MeteoSchweiz als Beobachterin am Projekt beteiligt. Das Projekt ADO ist daher von nationaler strategischer Bedeutung und wird deshalb im Rahmen der NRP unterstützt.
Zudem wird eine Zunahme der Trockenheit auch wirtschaftlich grosse Auswirkungen haben. Die Einrichtung eines Alpine Drought Observatory ist also auch im Interesse der Wirtschaft, damit die nötigen Massnahmen und Anpassungen gut geplant werden können.