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Bevölkerungsszenarien
Die Bevölkerungsszenarien 2023 für Basel-Stadt liegen vor. Die Bevölkerung wächst gemäss Mittlerem Szenario um rund 900 Einwohnerinnen und Einwohner pro Jahr auf 224 000 Personen bis im Jahr 2045.
Szenarien erstmals mit Schutzsuchenden
Im Rahmen der kantonalen Bevölkerungsszenarien werden drei Szenarien erarbeitet, die einen plausiblen Bereich der möglichen zukünftigen Bevölkerungsentwicklung abdecken. Das Mittlere Szenario stellt dabei das Referenzszenario dar.
Erstmals sind mit dieser Aktualisierung die Schutzsuchenden aus der Ukraine Teil der Bevölkerungsszenarien. Im Vergleich zum letztjährigen Mittleren Szenario wurde die Bevölkerungszahl in den Prognosejahren aufgrund der Schutzsuchenden um rund 2'000 Einwohnerinnen und Einwohner erhöht. Durch die spezifische Bevölkerungsstruktur der Schutzsuchenden – Frauen und Kinder sind überproportional vertreten – haben sich einige Indikatoren der Bevölkerungsentwicklung verändert. Die baselstädtische Bevölkerung ist durch die Schutzsuchenden weiblicher und jünger geworden, der Ausländeranteil hat sich ebenfalls erhöht. In der kurzen Frist ist aufgrund des unsicheren Verbleibes bzw. des unsicheren Zuganges von Schutzsuchenden mit einer höheren Unsicherheit in der Bevölkerungsentwicklung zu rechnen.
Die wichtigsten Resultate zu den Bevölkerungsszenarien liegen in unterschiedlicher Form vor:
Differenzierte Auswertungen möglich
- auf Ebene der Basler Wahlkreise sowie für Riehen und Bettingen zusammen und
- nach Geschlecht, Herkunft sowie Alter der Bevölkerung.
Somit sind Projektionen für Teilgruppen wie zum Beispiel Schweizer Männer im Alter zwischen 40 und 50 Jahren in Kleinbasel verfügbar.
Wie wurden die Bevölkerungsszenarien entwickelt?
Die Bevölkerungsszenarien Basel-Stadt werden in enger Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe erstellt, die Vertreter aller Departemente umfasst. So wird sichergestellt, dass die lokalen Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen, die sich auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken (Bautätigkeit, Wirtschaft, Gesundheit usw.), angemessen in die Berechnung einfliessen.