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Die folgenden Definitionen stammen von der International Association of Human-Animal Interaction Organizations (www.iahaio.org) für Tiergestützte Interventionen (IAHAIO White Paper, 2014). «Tiergestützte Interventionen» sind der Überbegriff für folgende Ansätze:
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Tiergestützte Aktivitäten (TGA): TGA sind geplante, zielorientierte und dabei informelle Interaktionen (Wechselbeziehungen)
von Mensch-Tier-Teams zum Wohle von Klienten. Dabei werden motivationale, entspannungs- und erholungsfördernde sowie erzieherische Ziele angegangen. Die Grundlage der Arbeit erfolgt u. a.
durch einen tiergerechten Umgang. Die Mensch-Tier-Teams müssen mindestens ein einführendes Training, eine Vorbereitung und eine Beurteilung durchlaufen haben, um im Rahmen von
informellen Besuchen aktiv zu werden. Mensch-Tier-Teams, die TGA anbieten, können mit einem professionell qualifizierten Anbieter; hierbei erfolgt eine spezifische Dokumentation. In diesem
Fall arbeiten TGA-Anbieter im Rahmen einer TGP oder TGT, die von einer einschlägig ausgebildeten Fachkraft im jeweiligen Fachgebiet durchgeführt wird. Zu TGA zählen
auch Tierbesuchsdienste für Bewohner/innen von Pflegeheimen. Eine Person, die TGA durchführt, muss adäquate Kenntnisse über das Verhalten, die Bedürfnisse, die Gesundheit
und die Indikatoren von Stress der beteiligten Tiere besitzen und diese regulieren können.
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Tiergestützte Pädagogik (TGP): TGP ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte Intervention insbesondere für Kinder
und Jugendliche, die von professionellen Pädagogen, Sonderpädagogen oder gleich qualifizierten Personen angeleitet bzw. durchgeführt wird. Ein Beispiel für TGP durch einen
Schulpädagogen sind Tierbesuche, die zu verantwortungsbewusster Tierhaltung erziehen sollen. Ein Beispiel für TGP durch einen Sonderpädagogen wäre ein hundegestütztes Lesetraining. Der Fokus
der Methode liegt auf akademischen Zielen, sozialen Fertigkeiten und kognitiven Funktionen. Fortschritte der Schüler werden gemessen und dokumentiert. Eine Fachkraft, die TGP
durchführt, muss – ebenso wie involvierte reguläre Lehrpersonen oder Betreuer der Tiere – adäquate Kenntnisse über das Verhalten, die
Bedürfnisse, die Gesundheit und die Indikatoren von Stress der beteiligten Tiere besitzen und diese regulieren können.
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Tiergestützte Therapie (TGT): TGT ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von
professionell im Gesundheitswesen, der Pädagogik oder der Sozialen Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. Fortschritte im Rahmen der Intervention werden gemessen und
professionell dokumentiert. TGT erfolgt durch professionell lizenzierte Fachleuchte im Rahmen der Praxis innerhalb ihres Fachgebiets. TGT strebt die Verbesserung physischer,
kognitiver, verhaltensbezogener und/oder sozio-emotionaler Funktionen bei Einzelklienten an. Eine Fachkraft, die TGT durchführt, muss – ebenso wie Betreuer der Tiere unter
Supervision dieser Fachkraft – adäquate Kenntnisse über das Verhalten, die Bedürfnisse, die Gesundheit und die Indikatoren von Stress der
beteiligten Tiere besitzen und diese regulieren können.
Prager Richtlinien der IAHAIO:
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Es werden nur domestizierte Tiere eingesetzt, die durch die Methoden der positiven Verstärkung ausgebildet wurden und artgerecht untergebracht und betreut
werden.
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Es werden alle Vorkehrungen getroffen, damit die betroffenen Tiere keinen negativen Einflüssen ausgesetzt sind.
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Der Einsatz von Tieren in helfender bzw. therapeutischer Funktion soll in jedem Einzelfall begründete Erfolgsaussichten haben.
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Es soll die Einhaltung von Mindestvoraussetzungen garantiert sein und zwar im Hinblick auf Sicherheit, Risikomanagement, körperliches und psychisches
Wohlbefinden, Gesundheit und Vertraulichkeit. Eine eindeutige, auf Vertrauen ausgerichtete Aufgabenverteilung sowie Kommunikations- und Ausbildungsmassnahmen sollen für alle beteiligten
Personen klar definiert sein.