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Die Tornos Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2019 deutlich geringere Volumina als im Rekordjahr 2018. Während der Geschäftsverlauf für Tornos in der Medizin- und Dentaltechnik sowie in der Elektronikindustrie auf dem guten Vorjahresniveau verblieb, bekam die Gruppe die Verunsicherung in der Automobilindustrie zu spüren. Zahlreiche Investitionsprojekte aus dieser Branche wurden gestoppt oder verschoben. Dies hinterliess deutliche Spuren im Jahresabschluss 2019, berichtet das Unternehmen.
Für die Zukunft sieht Tornos für ihre hochleistungsfähigen Langdrehautomaten und Mehrspindelmaschinen mittel- und langfristig bessere Marktchancen und grössere Volumina in den Marktsegmenten Medizin- und Dentaltechnik sowie in der Elektronik- und in der Uhrenindustrie. Entsprechend soll sich der Marktfokus der Gruppe verschieben. Die Automobilindustrie trug 2019 nur noch 8,6 Prozent zum gesamten Auftragseingang für Maschinen bei (Vorjahr: 42,9 Prozent). Gleichzeitig stieg der Anteil der Medizin- und Dentaltechnik von 12,9 Prozent auf 28,4 Prozent. Der prozentuale Anteil des Marktsegments Elektronik stieg von 9,6 Prozent auf 16,6 Prozent.
Weiter forciert wird der Ausbau lokaler Vertriebs- und Produktionsstandorte. Während bereits im Mai 2019 je ein neues Kundenzentrum in Chicago (USA) und in Bangkok (Thailand) eröffnet hat, wird im ersten Quartal 2020 ein weiteres in der Nähe von Mailand (Italien) folgen. Und im Jahr 2022 ist die Eröffnung eines Kundenzentrums in Pforzheim (Deutschland) geplant. Der Ausbau des Standortes Taichung, Taiwan, zu einem vollständig autonomen Werk, das sämtliche Maschinen der Swiss GT Baureihe fertig montieren kann, ist abgeschlossen. Das Werk war in der zweiten Jahreshälfte 2019 bereits voll ausgelastet, heisst es. Die chinesische Tochter Tornos (Xi’an) Machine Works Co., Ltd., wird nun unabhängig weiterentwickelt. Dazu hat Tornos die von der chinesischen Shaanxi Robot Automation Technology Co., Ltd. gehaltenen Minderheitsanteil von 30 Prozent am Aktienkapital zurückgekauft.
Da die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus aus China sind zurzeit noch nicht vollumfänglich absehbar sind, besteht die Möglichkeit, Produktlinien aus China nach Taiwan zu verlagern, betont Tornos.