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Was die Heilige Schrift betrifft, so hat sich im Laufe der Jahrtausende der wissen-schaftliche Zweig der Bibelforschung herausgebildet. Wir sind stolz, mitteilen zu können, dass sich die gleiche Entwicklung bei der Askforce bereits ein Jahr nach deren Drucklegung vollzieht: Wir sind 2000-mal schneller als die Bibel! Das zeigt uns etwa die Zuschrift des Askforce-Forschers Hannes T. aus dem emmentalischen L. an der Ilfis.
Diese Gleichzeitigkeit von Offenbarung und wissenschaftlicher Ergründung bringt den Vorteil mit sich, dass sich unsere Forschergemeinde, wenn sie mit ihrer Exegese an Grenzen stösst, direkt an die Evangelistinnen und Evangelisten der Askforce wenden kann. Anders als Markus, Matthäus, Johannes und Lukas sind wir per Mail erreichbar.
Herr T., das wird aus seiner Frage deutlich, fokussiert in seinen Askforce-Forschungen auf unsere Kapitel und Verse zu Sexualität und Fortpflanzung. Im konkreten Fall verbindet er eine Auslegung der Askforce aus dem Jahr 2005 zur unbefleckten Verhütung mit unserer Verkündung auf die Frage «Woher kommen die unerwünschten Kinder?» aus dem Jahr 2002 (aus der Genesis der Askforce), was ihn gedanklich nach Schweden führt, wo bekanntlich «Nur Ja heisst Ja beim Sex» gelte, schreibt T. Das stellt ihn am Ende seiner Erörterungen vor die Frage: «Wird bei der unbefleckten Empfängnis auch gefragt? Wenn nein, kann es auch hier unerwünschte Kinder geben?»
Hübsch: Herr T. verbindet die Bibel- mit der Askforce-Forschung. Lesen wir also kurz bei Lukas nach, was Engel Gabriel zu Maria sagte. Hier, stark gekürzt, der Dialog der beiden. Gabriel: «Du wirst ein Kind empfangen.» Maria: «Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?» Gabriel: «Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.» Maria: «Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.»
Ob das im juristischen Sinn in Schweden als ein Ja verstanden würde oder ob nicht vielmehr der Tatbestand der Ausnützung eines Abhängigkeitsverhältnisses der Magd vorliegt, bedürfte weiterer Abklärungen. Dafür fehlt hier der Platz.
Der reicht hingegen für eine Kürzestauslegung der Episode zuhanden der Ekklesia der Askforce: Es ist mit der unbefleckten Empfängnis wie mit einer kniffligen Frage – man weiss nicht, woher sie kommt, plötzlich ist sie einfach da. Gewollt oder ungewollt.
Wir, als Fachinstanz für alles, versuchen sodann ihren Geist mit unserer Antwort zu erhellen – nicht zu überschatten. Amen.
Askforce Nr. 1051
19. Dezember 2022