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Die LSE muss sich früheren Angaben zufolge wegen der geplanten 27 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Datenanbieters Refinitiv möglicherweise von Teilen der italienischen Börse oder dem ganzen Unternehmen trennen.
Ende Juli hatte die LSE angekündigt, dass im Zusammenhang mit der Prüfung des Refinitiv-Kaufs durch die Europäische Kommission Gespräche über den Verkauf der zur Borsa Italiana gehörende Plattform für den Handel von Staatsanleihen MTS oder des italienischen Börsenbetreibers im Ganzen begonnen wurden. Dies müsse aber nicht heissen, dass es auch zu einer Transaktion komme.
Davor hatte die LSE immer betont, dass sie sich nicht von der 2007 gekauften italienischen Tochter oder auch Teilen davon trennen will. Dennoch hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, dass die Londoner als Auflage zur Genehmigung der Übernahme das Geschäft in Italien ganz oder in Teilen abgeben müssen. Als heisser Interessent gilt der europäische Börsenbetreiber Euronext. Aber auch die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange wurde als Interessent gehandelt
Auch die Deutsche Börse könnte interessiert sein. Zumindest hatte Konzernchef Theodor Weimer im Februar bei der Bilanz-Pressekonferenz das Interesse bekundet. Die Deutsche Börse will grundsätzlich vor allem aus eigener Kraft wachsen, setzt aber auch auf Übernahmen. Weimer will aber vor allem das Geschäft ausserhalb des Aktiensegments wie etwa den Devisenhandel ausbauen, um die Abhängigkeit von den Schwankungen dort zu verringern. Insofern könnte die Plattform MTS gut passen, die italienische Börse als Ganzes eher weniger.
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(AWP)