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Im Winter bietet die Lärche mit ihren kahlen, scheinbar toten Ästen einen etwas traurigen Anblick. Wenn jedoch im Frühling die neuen, feinen Nadeln hervorbrechen und wie duftige, hellgrüne Schleier auf den Ästen liegen oder im Herbst sich die Nadeln golden färben, dann setzt die Erscheinung des wundervollen Baumes prägende Akzente in die Landschaft, den Garten oder Park.
Mittlerweile gibt es auch interessante Zwergformen der Lärche im Sortiment, welche in Gefässe oder Tröge gepflanzt, wenig Platz beanspruchen und den Balkon oder die Terrasse schmücken. Auch für kleinere Platzverhältnisse im Garten ist die Verwendung von Zwergformen eine gute Möglichkeit.
Die Lärchen (Larix) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Es gibt ca. 12 bis 14 Lärchen-Arten in den kühleren Zonen der nördlichen Halbkugel, also vorwiegend in Gebirgslagen und in Asien südlich bis zum Himalaya.
Im Vergleich zu anderen Nadelbaumarten wirft die Lärche ihre Nadeln im Herbst ab. Warum sie die Nadeln abwirft, ist bisher nicht eindeutig ergründet. Wahrscheinlich kann die Lärche ohne Nadeln Temperaturextremen besser widerstehen, welche immens sein können. Sie hält Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius aus. In der Schweiz ist die Lärche der einzige einheimische Nadelbaum, der seine Nadeln verliert.
Die Europäische Lärche (Larix decidua), welche in unseren Breitengraden heimisch und in Gärten und Parks am meisten verbreitet ist, kann bei uns eine Wuchshöhe bis etwa 35 m erreichen. Sie ist ursprünglich ein Baum der Alpen und kommt bis in Höhenlagen von über 2000 Metern vor.
Der grösste Baum dieser Pflanzengattung ist eine Westamerikanische Lärche (Larix occidentalis), stehend im Lolo National Forest in Montana, mit einer Wuchshöhe von 49,4 m und einem Stammdurchmesser von 2,21 m.
Die Lärche ist ein sommergrüner Baum, wirft also im Spätherbst ihre Nadeln ab. Der gerade Stamm ist von einer schlanken, kegelförmigen Krone umgeben, die sich im Alter oft breit bis abgeflacht entwickelt. Die Äste sind schraubig angeordnet in waagerechter oder hängender Lage mit aufstrebenden Spitzen. An den Ästen hängen die dünnen und zierlichen Zweige herab.
An einem Kurztrieb befinden sich 10 bis 60 weiche und dünne, 1 bis 3 cm lange Nadeln in Büscheln. An den einjährigen Langtrieben stehen die Nadeln hingegen einzeln.
Ein Kurztrieb ist ein Spross, bei dem das Längenwachstum reduziert ist. Die Nadeln sitzen dann dicht gedrängt daran. Im Gegensatz dazu bezeichnet man als Langtrieb einen Spross mit normalem oder verstärktem Längenwachstum, bei dem die Nadeln in einem gewissen Abstand zueinander stehen.
Die Borke ist an jungen Bäumen silbergrau bis graubraun. Sie wird später rötlichbraun bis braun, rissig und blättert schuppig ab.
Lärchen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (= monözisch), das heisst es kommen auf der gleichen Pflanze getrennt männliche und weibliche Blüten vor.
Die relativ unscheinbaren männlichen Blüten werden noch vor den Nadeln an den mindestens zweijährigen Kurz- oder an dreijährigen Langtrieben gebildet. Sie sind eiförmig, 5 bis 10 mm lang, schwefelgelb und befinden sich an unbenadelten Kurztrieben. Die weiblichen Blüten, die meist an dreijährigen, benadelten Kurztrieben aufrecht stehen, sind etwa 10 bis 20 mm gross und eiförmig bis eiförmig-länglich. Während der Blütezeit im April sind die zierenden Blüten rosa- bis dunkelrot oder purpurfarben gefärbt. Sie sind sehr zierend.
Bei Reife sind die Zapfen hell- bis dunkelbraun. Sie benötigen von der Befruchtung bis zur Reife 4 bis 6 Monate, bleiben aber auch nach dem Ausstreuen der Samen noch mehrere Jahre am Baum. Die eiförmigen bis kugeligen Zapfen stehen aufrecht endständig an Kurztrieben oder an einem kurzen, gebogenen und benadelten Stiel am Zweig.
Besondere Nährstoffansprüche hat die Lärche nicht. Sie gehört zu den Pionierbaumarten, die Rohböden und Kahlflächen als Erste besiedeln. Wie andere Pionierbaumarten ist sie sehr lichtbedürftig.
An ihren natürlichen Standorten wachsen Lärchen in Hochgebirgslagen oder kühl-feuchten Wäldern. Am besten gedeihen sie deshalb in Lagen mit hoher Boden- und Luftfeuchtigkeit.
Sommer- und lufttrockene Lagen werden von der Europäischen Lärche (Larix decidua) gut ertragen. Sie wird in unseren Breitengraden am häufigsten verwendet. Gewisse kleiner bleibende Sorten (Zwergformen) der Japanischen Lärche (Larix kaempferi) finden Sie auch in unserem Sortiment.
Im Frühjahr begeistert die Lärche mit ihrem zarten, frischgrünen Austrieb, und im Herbst kann sie durch die leuchtend goldgelbe Färbung ihrer Nadelblätter ganze Landschaften prägen. Durch ihre feine Benadelung lässt sie viel Licht durch und wirft nur einen lichten Schatten.
Die prachtvolle und rasch wachsende Lärche beansprucht durch ihre grosse Wuchshöhe viel Platz. Sie ist darum ein typischer Parkbaum und in alpinen Regionen der traditionelle Hausbaum (Larix decidua). Selbstverständlich eignet er sich auch für grössere Privatgärten.
Für eine Verwendung im Hausgarten, in Kleingärten, Gefässen oder Trögen sind vor allem die schwach oder zwergig wachsenden Formen der Europäischen Lärche (Larix decidua) und der Japanischen Lärche (Larix kaempferi) geeignet. Die Wuchshöhe von Zwergformen kann je nach Sorte von 0,8 bis 2,5 m variieren. Wir führen eine gute Auswahl im Sortiment. Lassen Sie sich in einem der Hauenstein Garten-Center von einem Profi über das interessante Lärchen-Sortiment informieren.
Die Lärche ist sehr anspruchslos und benötigt keine spezielle Pflege. Ein Schnitt ist nicht nötig, solange dem Baum der nötige Platz zum Gedeihen zur Verfügung steht. Ein allfälliger Schnitt würde den malerischen Wuchs der Lärche beinträchtigen.
Das Lärchenholz stellt unter den europäischen Nadelnutzhölzern das schwerste und härteste Holz dar und wird nur von der selten genutzten Eibe (Taxus) übertroffen. Lärchenholz ist besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, selbst unter Wasser, und wird daher bei Erd- und Wasserarbeiten (z.B. Uferverbauungen, Schiffsanlegestellen etc.), im Schiffsbau, aber auch zum Bau von Häusern verwendet. Auch im Aussenbereich, zum Beispiel für Holzdecks, wird das Lärchenholz gerne und oft verarbeitet.
Im Wallis trifft man heute noch mehrere hundert Jahre alte Gaden und Wohnhäuser aus Lärchenholz von der Sonne braun bis schwarz gebrannt, aber immer noch gesund und keineswegs morsch.
Lärchenholz wird auch als Bau- und Möbelholz genutzt, viel seltener dient es als Brennholz.
Die in dem Artikel beschriebene Pflanze können Sie in unseren Garten-Centern oder direkt in unserem Pflanzenshop beziehen.
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