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Domperidon und Fluconazol beeinflussen sich gegenseitig
Kontraindiziert
Risiko
Erhöhte Domperidonexposition und Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Domperidon wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert. In Kombination mit starken CYP3A4-Inhibitoren kann es zu erhöhten Domperidonkonzentrationen kommen. Für beide Arzneistoffe ist eine Verlängerung der QTc-Zeit im EKG bekannt, das Risiko für additive Effekte und Torsades de pointes kann unter der Kombination erhöht sein.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Kombination von Domperidon mit starken CYP3A4-Inhibitoren, welche das QT-Intervall verlängern können, kontraindiziert. Durch die Hemmung des CYP3A4-vermittelten Abbaus von Domperidon kann es zu erhöhten Konzentrationen kommen. Da für beide Arzneistoffe eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG bekannt ist, sind additive Effekte möglich. Das Risiko für kardiale Ereignisse vom Typ Torsades de pointes ist erhöht. Unter der Kombination von Domperidon 40 mg/d und Ketoconazol wurde über die gesamte Beobachtungsperiode eine mittlere QTc-Verlängerung von 9,8 msec beobachtet. In einer pharmakokinetischen Studie kam es unter Itraconazol - einem starken CYP3A4-Hemmer - zu einem Anstieg der Domperidon-AUC um das 3.2fache und der Cmax um den Faktor 2.7 [Yoshizato T, 2012].
Empfehlung
Die Kombination von Domperidon und starken CYP3A4-Inhibitoren, die die QT-Zeit verlängern können, ist aufgrund des erhöhten Risikos für (ventrikuläre) kardiale Arrhythmien kontraindiziert.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018