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Dass die Zahl der Kandidierenden markant um 39 Prozent zugenommen hat, ist insbesondere auf die etablierten Parteien zurückzuführen, die neben ihrer Hauptliste mit einer Vielzahl von spezialisierten Unterlisten antreten, wie Peter Moser vom kantonalen Statistischen Amt am Donnerstag erklärte.
Waren es 2019 noch 13 derartige Unterlisten, sind es nun 24. So steigt beispielsweise die Mitte zusätzlich gleich mit einer Erfahrenen-, einer Frauen-, einer Wirtschafts- und zwei Jung-Listen in den Wahlkampf. Und die SVP tritt unter anderem mit einer Secondo-Liste an, die SP etwa mit einer Queer-Liste.
Diese Entwicklung führte Moser darauf zurück, dass Unterlisten einfacher geworden sind. Die Parteien müssen für diese nicht zusätzlich 400 Unterstützer finden, die sie unterschreiben.
Frauenanteil bei 43 Prozent
Der Frauenanteil auf allen Listen beträgt 42,6 Prozent, was im Vergleich zu den Wahlen 2019, als mit 42,8 Prozent ein Höchststand erreicht wurde, praktisch unverändert ist.
Seit 1999 sei der Frauenanteil auf den Hauptlisten der Parteien grösser geworden, hielt Moser fest. Einzig bei der SVP sei er etwa konstant geblieben, und die Grünen seien stets mit bezüglich Geschlechtern ausgeglichenen Listen angetreten.
Während der Frauenanteil stabil bleibt, ist das Kandidierendenfeld zwei Jahre älter geworden: Die Hälfte aller Antretenden ist jünger als 45 Jahre, die andere Hälfte älter. Der älteste Kandidat ist 88 Jahre alt, zehn Kandidierende sind 18 Jahre alt.
Starke Zunahme der Unterlisten
Verantwortlich für den markanten Anstieg sind insbesondere die etablierten Parteien, die neben ihrer Hauptliste mit einer Vielzahl von spezialisierten Unterlisten antreten, wie Peter Moser vom kantonalen Statistischen Amt am Donnerstag erklärte.
Unterlisten sind einfacher geworden; die Parteien müssen für diese nicht zusätzlich 400 Unterstützer finden. 61 Prozent der Kandidierenden treten gemäss der Auswertung auf Unterlisten. Die Stimmen dieser Listen fliessen bei der Auszählung in die Resultate der Hauptlisten ein. Die Partei wollen damit eine breitere Wählerschaft ansprechen.
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Die Reihe der Listen ist bekannt
Die im Nationalrat und Kantonsrat vertretenen Parteien erhielten ihre Listennummer bereits vorgängig anhand ihrer Wählerstärke zugewiesen: SVP, SP, Grüne, GLP, FDP, Mitte, EVP, AL und EDU (Nummern 1 bis 9). Auch die Nummern von deren Unterlisten, die schon vor vier Jahren angetreten waren, waren bereits bekannt (10 bis 21).
Für die weiteren gemeldeten Unterlisten, Parteien und Gruppierungen loste Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) am Donnertag die restlichen Losnummern aus. So folgen jetzt unter anderem auf «SansPapiersPolitiques» mit Nummer 32 die Bewegung «Mass-voll!» (33), die Piratenpartei (34) und die jungen EDU-Christen (35).
Die Meldefrist für Wahlvorschläge war am Montag vor einer Woche abgelaufen. Es wurden 44 Listen eingereicht. 43 von ihnen sind gültig. Die «Partei gegen Ausgrenzung» muss noch gültige Unterschriften nachreichen; sie erhält dann die letzte noch unausgeloste Listennummer 44.
Die Namen aller 1341 Kandidierenden werden am Freitag veröffentlicht. Die Wahlen finden am 22. Oktober statt. Dem Kanton Zürich steht wegen des Bevölkerungswachstums dabei ein Sitz mehr als bisher zu. Er wird 36 Nationalrätinnen und Nationalräte stellen.
(sda/oku)