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Identifikation
Signatur:
Ar 589
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1959-1998
Umfang:
0.4 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Danilo Dolci (* 28. Juni 1924 in Sežana, heute Slowenien; † 30. Dezember 1997 in Trappeto, Sizilien) war ein italienischer Architekt, Soziologe, Sozialreformer und Pazifist. Er wurde bekannt durch seine Anti-Mafia-Initiativen in Sizilien und den Aufbau einer gewaltlosen sozialen Bewegung. Man nannte ihn auch den „Gandhi Siziliens“.
1952 gab Danilo Dolci sein Architekturstudium auf und begann damit, im sizilianischen Fischerdorf Trappeto gemeinsam mit den Einwohnern den Bau einer Erwachsenenschule, eines Kindergartens, eines Krankenhauses, eines Waisenhauses und einer Bewässerungsanlage zu organisieren. Bekannt wurde er durch viele phantasievolle gewaltfreie Aktionen, z. B. den „umgekehrten Streik von Partinico“, bei dem er gemeinsam mit 200 Arbeitslosen eigenmächtig eine Landstraße reparierte, was die Behörden als illegale Aktion werteten und verfolgten. 1958 bekam er den Lenin-Friedenspreis und gründete mit dem Preisgeld ein Forschungsinstitut in Partinico, das Centro studi e iniziative per la piena occupazione (Studienzentrum und Initiative für die Vollbeschäftigung). Während mehr als 40 Jahren kämpfte er gegen die Mafia, gegen Armut, Unterdrückung, Unwissenheit und Korruption. In dieser Zeit verfasste er zahlreiche Bücher und Gedichte gegen die Mafia auf Sizilien, Kalabrien und anderswo.
Der Verein zur Förderung des Werks von Danilo Dolci entstand um 1960 und gab ein Bulletin heraus.
Übernahmemodalitäten
Übernahme aus dem Nachlass von Hansheiri Zürrer am 03.08.2015; Ablieferung betreut von Ch. Zürrer und W. Spieler.
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Archivsplitter mit lückenhaften Vereinsunterlagen und Materialien zur Ortsgruppe Zürich. Vorhanden sind Protokolle, Jahresberichte, eine Mitgliederkartei, Korrespondenzen, Drucksachen und Zeitungsausschnitte. Gut dokumentiert sind die Vereinsaktivitäten der 1970er, 1980er und 1990er Jahre.
Bewertung und Kassation
Kassiert wurden Doubletten und Mehrfachexemplare, Rechnungsbelege, unleserliche Notizen und Ähnliches.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Akten in italienischer und deutscher Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Der Bestand wurde im September von H. Villiger bearbeitet.