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Das Wildhorn ist mit 3250m die höchste Erhebung der Berner Alpen westlich vom Gemmipass in der Schweiz. Der Berg besitzt einen Doppelgipfel, wobei der Ostgipfel, auf dem sich das Gipfelkreuz befindet, nach aktuellen Messungen rund 3 Meter niedriger ist als der Westgipfel. Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Bern. Rund um das Wildhorn befinden sich drei Hütten: Auf der Berner Seite die Wildhornhütte SAC und die Geltenhütte SAC, auf der Walliser Seite die Cabane des Audannes. Von diesen Hütten aus gibt es mehrere Routen im unteren Schwierigkeitsbereich auf das Wildhorn, dank denen sich lohnende Überschreitungen unternehmen lassen. Am häufigsten wird der Berg von der Wildhornhütte aus bestiegen sowohl als Hochtour im Sommer als auch als Skitour, Snowboardtour oder Schneeschuhtour im Winter und Frühling.
Wo befindet sich das Wildhorn und wie sieht der Berg aus?
Das Wildhorn (3250m) befindet sich in den Berner Alpen östlich vom Sanetsch und westlich vom Rawyl. Über den Gipfel verläuft die Grenze der Schweizer Kantone Wallis und Bern. Die nächsten Ortschaften sind die Lenk im Nordosten, Lauenen im Nordwesten, Anzère im Süden und Crans Montana im Südosten.
Das Wildhorn ist die höchste Erhebung der Berner Alpen westlich vom Gemmipass.
Der Berg besitzt einen Doppelgipfel, wobei sich das Gipfelkreuz auf dem weniger hohen Ostgipfel (3246m) befindet.
Das Wildhorn ist eine formschöne Berggestalt mit unterschiedlichen Seiten: Nach Nordwesten fällt eine über 600 Meter hohe Felswand ins Rottal ab, deren östliche Begrenzung der Nordgrat (Wildgrat) bildet und an deren südlichen Ende ein Fels und Gröllrücken zum Col du Brotsé hinabführt. Nach Osten fliesst der flache Glacier de Téné (Wildhorngletscher) und nach Nordosten der ebenfalls flache Tungelgletscher, der im unteren Teil in den Chilchligletscher übergeht. Südlich dem Wildhorn vorgelagert ist ein markanter Felsturm, Le Pucé (3177m).
Dank seiner Höhe und Lage bietet das Wildhorn eine einmalige Aussicht vom Mont Blanc über Grand Combin, Weisshorngruppe mit Bishorn, Mischabelgruppe mit Dom, Weissmiesgruppe mit Lagginhorn, Berner Alpen mit Wildstrubel und Jungfrau bis zum Jura.
Wann und durch wen wurde das Wildhorn zum ersten Mal bestiegen?
Das Wildhorn wurde im September 1843 zum ersten Mal durch den Berner Bergsteiger Gottlieb Samuel Studer bestiegen. Studer war 1863 auch bei der Gründung des Schweizer Alpen-Cub (SAC), dessen Revisor er wurde, mitbeteiligt. Ab 1879 war er Vizepräsident des SAC.
Welches ist der Normalweg auf das Wildhorn und wie schwierig ist diese Hochtour?
Es gibt zwei Normalrouten aufs Wildhorn: Die am häufigsten begangene Route startet auf der Iffigenalp oberhalb der Lenk im Simmental und geht am Iffigsee vorbei zur Wildhornhütte SAC 2302m, wo normalerweise übernachtet wird. Von dort führt ein Bergweg nordöstlich am Chilchli vorbei auf den Chilchligletscher. Östlich vom Punkt 2914m gelangt man über flache Felsen auf den Glacier de Téné, dessen flache Südosthänge zum etwas steileren Gipfelhang des Wildhorns leiten (L auf der SAC Hochtourenskala).
Die Normalroute von der Walliser Seite startet bei der Cabane des Audannes 2506m, welche von Anzère über den Pas de Maimbré (ab Bergstation Bergbahnen) oder ab Les Rousses 1767m (auch Winterroute) erreicht werden kann. Von der Hütte führt ein Bergweg auf den Col des Eaux Froides 2646m, wo man nach Norden über flache Karstfelsen den Glacier de Téné und die Route von der Wildhornhütte erreicht (L auf der SAC Hochtourenskala).
Welche weiteren Routen führen auf das Wildhorn?
Ein interessanter und etwas anspruchsvollerer Aufstieg zum Wildhorn erfolgt von der Geltenhütte SAC 2002m über den Col du Brochet (Col du Brotsé)/Gältelücke 2757m. Momentan begeht man noch den Gältegletscher unterhalb vom Col du Brochet. In wenigen Jahren wird dieser Aufstieg jedoch ohne Gletscherberührung möglich sein. Oberhalb der Gältelücke führen Wegspuren über einen Geröllrücken zu den Gipfelfelsen, die nördlich durch ein Felscouloir (bei Schnee und Vereisung heikel) überwunden werden (WS+ auf der SAC Hochtourenskala).
Der Nordgrat/«Wildgrat» (ZS- auf der SAC Hochtourenskala, Kletterstellen 2-3a) ist eine abwechslungsreiche, eher selten begangene kombinierte Hochtour auf das Wildhorn. Ausgangspunkt ist die Wildhornhütte, von wo man auf Wegspuren den Nordgrat bei Punkt 2739m (südlich vom Hahneschritthorn) betritt. Die Route führt über P. 2949 mehr oder weniger alles über den Grat zum Ostgipfel.
Die Germannrippe (NE-Rippe von P. 2949 am Nordgrat) ist eine alpine Kletterei in meist gutem Fels (S, 4c). Trotz einiger, (teilweise ungeschickt angebrachter) Bohrhaken ist die Route nur spärlich ausgerüstet. An den schwierigen Stellen ist der Fels gut, dazwischen jedoch viel loses Gestein. Alte rote Markierungen weisen teilweise noch den Weg. Man kann nach einer Begehung der Germannrippe von P. 2949 relativ einfach über den Nordgrat (Wildgrat) absteigen, wenn man nicht bis zum Wildhorngipfel weitergehen möchte.
Wird das Wildhorn auch als Skitour begangen?
Die Skitour aufs Wildhorn stellt im Winter und Frühling ein beliebtes Tourenziel dar. Der Gipfel kann auf verschiedenen Routen erreicht werden. Am einfachsten und beliebtesten ist die Route von der Wildhornhütte auf der Berner Seite. Von der Audannes-Hütte auf der Walliser Seite ist die Route ebenfalls recht leicht zugänglich, während ab der Geltenhütte, dem Sanetschtal oder dem Lac de Tseuzier die Routen etwas länger sind. Das Wildhorn ist Durchgangspunkt der Berner Haute-Route West.
Gibt es Heliski am Wildhorn?
Wenige Meter südlich des Gipfels befindet sich ein Gebirgslandeplatz für Helikopter. Dieser wird in der Hochsaison bei Flugwetter sowohl von der Berner als auch von der Walliser Seite her angeflogen.
Wird das Wildhorn auch als Schneeschuhtour begangen?
Das Wildhorn wird auch mit Schneeschuhen bestiegen, wobei auf dem Gletscher natürlich angeseilt werden muss.
Stufe 2
Technik Skitouren: Ich habe erste Skitourenerfahrung aus einem Grundkurs oder auf geführten Skitouren gesammelt. Die Schwierigkeit der Skitouren wird mehrheitlich als L (leicht) bis WS (wenig schwierig) eingestuft und wir bewegen uns im Gelände um 30° Steilheit. Kurze steilere Passagen bieten genügend Platz zum Schwingen. Die Spitzkehre im Aufstieg kriege ich hin. Tiefschneeerfahrung und Parallelschwung im unpräpariertem Schnee werden vorausgesetzt.
Technik Schneeschuhtouren: Ich habe erste Erfahrung auf Schneeschuhtouren abseits von markierten Trails gesammelt. Einzelne steile Passagen im Auf- und Abstieg und kurze Traversen bewältige ich ohne Probleme.
Skitour zum Wildhorn 3250m
Schneeschuhtour Wildhorn 3250m
Stufe 3
Technik Skitouren: Ich bin regelmässig auf Skitouren und mag etwas sportlichere Touren im Schwierigkeitsgrad WS (wenig schwierig) bis ZS (ziemlich schwierig) im Gelände um 35° Steilheit. Ich beherrsche die Spitzkehre. Ich bin ein sicherer Tiefschneefahrer in allen Schneearten und die Abfahrt ist für mich ein wichtiger Bestandteil der Skitour.