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Julius Jakob Freiherr von Haynau (1786-1854)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1849. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär als k.u.k. Feldzeugmeister in ordenbehangener Uniform und Umhang. Der aus dem Geschlecht der Hessen-Kassel stammende Haynau trat 1801 in die k.u.k. Armee ein und nahm an den napoleonischen Kriegen teil. 1847 war er für kurze Zeit Divisions-Kommandant in Temeschburg, kehrte jedoch in Folgejahr als Oberst zurück nach Italien und kommandierte in Verona sein Regiment. Bei richtungsweisenden Gefechten, Schlachten und Aufständen in Norditalien machte sich Haynau stark verdient und kommandierte schliesslich die Einnahme Venedigs. Im Mai 1849 übernahm Haynau als Feldzeugmeister das militärische Oberkommando in Ungarn. Er schlug sämtliche Aufstände der Ungaren mit grösster Härte nieder und entschied alle Kämpfe um die ungarischen Städte für sich. Haynau legte eine ausgeprägte Unerbittlichkeit und Brutalität zutage. In Budapest liess er 13 ungarische Generäle und den ersten Ministerpräsidenten Lajos Batthyány hinrichten. Damit zog er endgültig den Hass des Volkes auf sich. 1850 setzte er sich vorzeitig zur Ruhe.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden. Die mit (1)849 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers und mit dem Vermerk "nach der Natur" sowie mit der Unterschrift des Abgebildeten versehen.
Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43cm
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