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Europa: Massives Bildungsgefälle von Nord nach Süd
Das Bildungsgefälle in Europa zieht sich von Norden nach Süden.
Das zeigt ein Bericht zu den Bildungschancen in den europäischen Regionen, den die EU-Kommission heute (Freitag) vorgestellt hat. Demzufolge ist der Anteil der über 15Jährigen, die nur den 10. Klasse-Schulabschluß haben, in Spanien und Portugal am höchsten.
Am niedrigsten ist er in Prag, dicht gefolgt von vielen ostdeutschen Regionen. Allen voran Chemnitz (Sachsen), wo nur einer von zehn Schülern die Schule mit einem niedrigen Abschluß verläßt, aber über 60 Prozent einen Gymnasialabschluß oder vergleichbaren Abschluß haben. Im Gegensatz zu Bremen, wo jeder dritte nur den 10. Klasse-Schulabschluß schafft.
Bei Bätschelor (bachelor) und Master haben England (das Vereinigte Königreich), Holland (die Niederlande), Nordspanien und Zypern die Nase vorn. Über 40 Prozent der über 15Jährigen in London können diese oder vergleichbare Abschlüsse vorweisen. Das beste Ergebnis in Deutschland erzielt Dresden (Sachsen) mit 28,9 Prozent während Koblenz (Rheinland-Pfalz) mit 15,2 Prozent das Schlußlicht bildet.
Die geringste Zahl dieser Absolventen im europäischen Vergleich gibt es in Italien, Portugal, Rumänien und der Tschechai.
Angesichts der erheblichen Unterschiede zwischen den Regionen und zwischen dem Mitgliedstaaten, fordert die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou: „Es ist an der Zeit, daß wir Ernst machen und unsere Zusagen einhalten. Wir müssen uns mit der geografischen Ungleichheit im Bildungsbereich befassen, wenn wir zu einer ausgewogenen regionalen Entwicklung und sozialem Zusammenhalt kommen wollen. “Die europäischen Strukturfonds können und sollten zu diesem Zweck genutzt werden.