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Sie ist das grösste Raubtier in der Lewa Savanne: die Tüpfelhyäne.
Weitherum sichtbar ragen im Südosten der Lewa Savanne mächtige (künstliche) Kopjefelsen auf. Hier befindet sich das Zuhause des grössten Raubtiers der Anlage: die Tüpfelhyäne. Wir starten mit zwei Tieren, einem Männchen und einem Weibchen.
Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder
Das Männchen heisst Masangao und befindet sich seit Ende Januar bei uns. Masangao ist sechsjährig und kommt aus dem Zoo Pairi Daiza in Brugelette (Belgien). Im Video darf er zum ersten Mal die Aussenanlage erkunden.
Wachsam: Masangao bei seinem ersten Ausflug in die Aussenanlage.
Das Weibchen ist drei Jahre alt und heisst Tesi. Tesi ist erst vor wenigen Tagen aus dem Zoo Zlín (Tschechische Republik) angereist. Wie alle neuen Tiere und auch ihr zukünftiger Partner Masangao durchläuft sie zuerst eine Quarantänephase.
Noch etwas skeptisch: das Weibchen Tesi.
Wir halten die Tüpfelhyänen im Rahmen eines europäischen Zuchtprogramms. Die Tüpfelhyäne ist die grösste der vier Hyänenarten. Sie hat eine Schulterhöhe von etwa 70-90 Zentimetern und wiegt etwa 40-60 Kilogramm, wobei einzelne Tiere auch deutlich mehr Gewicht auf die Waage bringen können. Die Weibchen sind dabei grösser und schwerer als die Männchen.
Malerisch: Masangao mit Baobab im Hintergrund.
Eine der Besonderheiten der Tüpfelhyäne ist die «Vermännlichung» der Weibchen, die sogenannte Maskulinisation. Die Damen sind nicht nur grösser und oft auch aggressiver als die Männchen, sie haben auch einen hohen Testosteronspiegel sowie einen «Pseudo-Penis» und ein «Pseudo-Scrotum». Diese spielen unter anderem bei Begrüssungs- und Besänftigungsritualen eine wichtige Rolle.
Aufmerksam: Masangao.
Was die Nahrung anbelangt, fressen Tüpfelhyänen fast alles: vom Insekt bis zum Grosssäuger, vom selbsterlegten Tier über Beute, die sie anderen Tieren abjagen, bis hin zu Aas. Pro Mahlzeit können die Tiere im Extremfall bis zu 13 Kilogramm Nahrung zu sich nehmen. Ihr ausserordentlich starkes Gebiss knackt auch grosse Knochen problemlos.
Erstes Bad in der Sonne.
Alle Fotos: Zoo Zürich, Robert Zingg
Tüpfelhyänen leben in offenen Savannen, Graslandschaften, trockenen Steppen und Ebenen mit reichen Huftierbeständen. Die grössten Populationen gibt es in Kenia und Tansania. Die Art ist nach Einschätzung der Welt-Naturschutzunion IUCN derzeit (noch) nicht gefährdet und verfügt über einen Gesamtbestand von schätzungsweise 27'000-47'000 Tieren. Tüpfelhyänen sind damit die häufigste Grossraubtierart in Afrika.
Allerdings nehmen auch die Bestände der Tüpfelhyäne ab. Grund dafür ist unter anderem die Bejagung durch den Menschen.
Lewa-ERÖFFNUNG AN OSTERN 2020
Die afrikanische Lewa Savanne ist der nächste Meilenstein im Masterplan des Zoos. Sie wird mit 5,6 Hektar flächenmässig die grösste Anlage im Zoo Zürich. Für die Besucher sind alle Tiere ab der Eröffnung der Lewa Savanne am 9. April 2020 sichtbar.
Auf zoo.ch stellen wir im «Lewa-Tagebuch» die Tiere aber bereits in den kommenden Wochen und Monaten vor und zeigen auch immer wieder neue Bilder der Anlage.
Lewa-Tagebuch 25 vom 27.2.2020