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Angst und Panik
Wenn Angst ohne Bedrohung auftritt, also der Situation nicht angepasst ist, lähmt sie uns, behindert uns im Alltag und führt zu einem Vermeidungsverhalten. Verschiedene Formen von Angst:
- Angst vor Orten, von denen man nur schwer fliehen kann (Tunnel, Eisenbahn, Konzertsaal…)
- Angst vor bestimmten Tieren oder Dingen (Spinnen, Hunde, Blut…)
- Angst vor bestimmten Situationen (Fliegen, Höhe, geschlossene Räume…)
- Angst, im Mittelpunkt zu stehen (Präsentationen, Einladungen…)
Begleitet werden Angstzustände von belastenden körperlichen und psychischen Symptomen wie zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot, Kribbeln in Armen und Beinen, Schwitzen, Übelkeit, Ohnmachtsgefühl, Fluchtimpuls, Schlafstörungen, Angst verrückt zu werden…
Angststörungen sind häufig, fasst jeder Zehnte leidet gemäss wissenschaftlichen Daten daran. Je früher eine Angststörung behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Ängste führen mit der Zeit in die soziale Isolation. Durch das Vermeiden von angstauslösenden Situationen aus Angst vor der Angst wird sie verfestigt und schränkt das Handeln immer mehr ein.
Atemtherapie kombiniert mit Elementen aus der Psychotherapie sind wirkungsvolle Möglichkeiten, einen besseren Umgang mit der Angst zu lernen.
Mit einfachen Übungen aus der Atemtherapie ist es möglich, während einer Angstattacke direkt auf die Symptome einzuwirken und dadurch aktiv eine Beruhigung zu erzielen. Gleichzeitig führen diese Übungen zu einer allgemeinen Entspannung und Erdung des Körpers, was sich stabilisierend auf das innere Gleichgewicht auswirkt. So wird die Angst vor der Angst reduziert und belastende Gefühle wie Ohnmacht und Ausgeliefertsein werden weniger.