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Glaukom (oder grüner Star) bezeichnet eine Augenerkrankung, bei der das Auge durch einen erhöhten Innendruck zu Schaden kommt. Normalerweise wird der Druck durch eine balancierte Produktion und Wiederaufnahme von Kammerwasser sehr fein reguliert: Das Kammerwasser wird vom Ziliarkörper (Fachbegriffe: Siehe untenstehende Grafik) in der hinteren Augenkammer gebildet und fliesst durch die Pupille in die vordere Augenkammer, wo sie im Winkel zwischen Iris und Hornhaut wieder aufgenommen und dem Blutkreislauf zugeführt wird. Wird entweder zuviel Kammerwasser produziert oder zuwenig entfernt (beispielsweise weil der Fluss in die vordere Augenkammer durch eine Verklebung der Iris mit der Linse behindert ist), steigt der Augeninnendruck. Als Folge werden die empfindliche Netzhaut und die Hornhaut beschädigt und das Auge kann erblinden. Neben der Erblindung stellt auch die starke Schmerzhaftigkeit eines Glaukoms ein Problem dar.
Wird der erhöhte Augendruck frühzeitig diagnostiziert, kann mittels Augentropfen, oralen und intravenösen Medikamenten eine Therapie eingeleitet werden. Auch chirurgische Verfahren zur Normalisierung des Augeninnendrucks werden angewendet. Ist das Auge infolge einer langanhaltenden Druckerhöhung aber blind und stark beschädigt, kann nur noch eine Entfernung des Auges durchgeführt werden, um zumindest eine Schmerzfreiheit zu erreichen. Obwohl eine einäugige Katze nicht mehr räumlich sieht und so Distanzen nur schlecht einschätzen kann, genügt im Alltag ein einzelnes Auge vollständig um sich zurechtzufinden. Die Besitzer müssen sich allerdings an den ungewohnten Anblick einer mit behaarter Haut bedeckten, eingesunkenen Augenhöhle gewöhnen.