Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/84321

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die bisherige Implementierung der Bologna-Reform umfassend zu evaluieren, dies insbesondere im Hinblick auf die Bereiche Mobilität, Vergabe und Anerkennung der ECTS-Credits, Studienfinanzierung, Gleichstellung und Qualitätssicherung; Bereiche, in denen bereits viele Probleme bekannt sind. Hier soll die aktuelle Lage analysiert und sollen neue Lösungen aufgezeigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im universitären Bereich koordiniert die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten seit 2001 die Bologna-Reformen. Für die laufende Periode 2008-2011 wird ergänzend zum jährlichen Bericht ein umfassendes Monitoring durchgeführt. Diese beiden Massnahmen werden insbesondere auch die im Postulat angesprochenen Themen der Mobilität, der Vergabe und Anerkennung der ECTS-Credits und der Gleichstellung dokumentieren und analysieren. Der Qualitätssicherung wird ihrerseits im Rahmen der Quality Audits durch das Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen Rechnung getragen, währenddem das Thema Studienfinanzierung Teil der Studie zur sozialen Lage der Studierenden des Bundesamts für Statistik ist.</p><p>Im Fachhochschulbereich hat bei der Umwandlung der Studiengänge auf das Bachelor- und Master-System das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Fachhochschulkommission eine Konzeptevaluation sämtlicher Bachelor-Studiengänge (siehe www.bbt.admin.ch) durchgeführt. Die Studienprogramme wurden einzeln auf die Einhaltung der zentralen Bologna-Standards überprüft. Im Herbst 2008 werden an den Fachhochschulen die ersten Master-Studiengänge gestartet. Das BBT wird in enger Zusammenarbeit mit der Konferenz der Fachhochschulen der Schweiz für die nötige Begleitung sorgen und sich bei der Evaluation an den Monitoring-Arbeiten der universitären Hochschulen orientieren, um die Vergleichbarkeit der Resultate zu ermöglichen.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass mit den genannten, bestehenden Instrumenten das Postulat erfüllt werden kann, ohne zusätzlich eine Evaluation in Auftrag zu geben. In der nächsten Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation wird der Bundesrat eine Standortbestimmung zur Umsetzung der Bologna-Reform vornehmen, auf zwischenzeitlich eingeleitete Massnahmen und deren Ergebnisse hinweisen sowie sich - sofern nötig - zu weiteren, in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen geplanten Vorkehren äussern. In diesem Sinne ist er bereit, das Postulat entgegenzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.