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Eine von der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg eingesetzte Kommission hat 28 Meldungen über sexuelle Missbräuche im Kirchenbereich erhalten. Der Grossteil ist allerdings verjährt oder die mutmasslichen Täter sind tot.
Ziel war es, Informationen über Fälle von sexuellen Übergriffen, Misshandlungen und kirchlichen Pflichtverletzungen zu sammeln und allenfalls die Justiz einzuschalten.
Laut Kommissionspräsidentin Françoise Morvant gingen innerhalb von neun Monaten 28 solcher Meldungen ein, wobei vier weder in die Kompetenz der Kirche noch der Diözese fielen. Rund die Hälfte der übrigen 24 Fälle basierten auf Zeugenaussagen von Dritten.
Davon war laut Morvant der Grossteil zeitlich nur vage situiert und vor allem unbestätigt. Bei der grossen Mehrheit der Fälle seien die mutmasslichen Täter verstorben und in praktisch allen Fällen seien die mutmasslichen Missbräuche längst verjährt.
Zwei Fälle wegen sexuellen Missbrauchs liegen zurzeit bei der Untersuchungsrichterin. Es handelt sich um einen in Freiburg tätigen Priester, der in den Jahren 2000 und 2001 in Neuenburg sexuelle Missbräuche begangen haben soll. Auch diese sind aber eventuell bereits verjährt.
Dazu kommt ein Kapuzinerpriester. Dieser wird verdächtigt, über 35 Jahre hinweg 24 Knaben sexuell missbraucht zu haben. Strafrechtlich relevant ist hier nur noch ein Fall von 1995 aus der Region Grenoble, alle anderen sind verjährt.