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Den Grad der Durchmischung gibt der sogenannte Segregations-Index an. Ein Wert von 0 bedeutet, dass eine Bevölkerungsgruppe perfekt im ganzen Kanton verteilt ist. Ein Wert von 100 steht für eine totale Segregation, also Abschottung.
Ende 2015 lag dieser Index für die gesamte ausländische Bevölkerung bei 18,7 - deutlich tiefer als vor 10 Jahren: damals lag er noch bei 24,5. Allerdings gibt es grosse Unterschiede bei den einzelnen Bevölkerungsgruppen.
Wenig überraschend ist der Wert bei Leuten aus Nachbarstaaten tief, am tiefsten bei den Deutschen. Und bei den Italienern ist in den letzten 10 Jahren der Index am stärksten gesunken. Das habe damit zu tun, dass neu zuziehende Italiener gut ausgebildet seien und zum Teil die Jobs der Deutschen übernähmen, die in ihr Heimatland zurückkehren, sagt Stadt-Entwickler Thomas Kessler.
Schlechter integriert sind Portugiesen und Portugiesinnen: sie stellen den zweithöchsten Wert, etwa gleich hoch wie die Inder. Bei letzteren gebe es keine Integrationsprobleme im klassischen Sinn, sagt Kessler. Meist würden sie nur wenige Jahre bleiben oder, wenn sie sozial aufstiegen, sich selber in den Quartieren verteilen. Anders bei den Portugiesen: Hier sei es vor allem eine Frage der Bildung, die im Gegensatz zu anderen Ausländergruppen aus Südeuropa weniger greife. Diese Situation sei vergleichbar mit derjenigen zur Zeit der Gastarbeiter, hier sei der Kanton mit klassischen Integrationsmassnahmen gefordert.