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Hochgeachteter Herr Schultheiß!
Herr Koller kömmt mir fast etwas – verrückt vor. Er vermuthet, es werden ihm in Folge irgend einer Intrigue die gedruckten Bogen des Beckh-Gerwig'schen Berichtes vorenthalten!! Und dieß, nachdem fast übermenschliche Anstrengungen gemacht worden sind, um Hrn. K. in den Besitz eines geschriebenen Exemplares des französischen Beckh-Gerwig'schen Gutachtens & einer Copie der dazugehörenden Pläne zu setzen! Ich hoffe, Sie haben dem Hrn. Koller den Kopf zurecht gesetzt. Solche Dinge, wie die von Hrn. K. ausgesprochenen Verdächtigungen, sollten in dem Kreise der Gotthardtvereinigung & ihrer Angestellten nicht vorkommen!
Ich werde die Berichtigungen, welche Hr. Koller in dem technischen Gutachten angebracht zu haben wünscht, in geeigneter Weise Hrn. Beckh zur Kenntniß bringen & mich nachher beeilen, Ihnen die Briefe des Hrn. Koller zu retourniren.
In Betreff des Hrn. Müller von Altstätten (Zürich) werde ich sofort nähere Erkundigungen einziehen: Ich glaube mich eines Lehrers Müller v. Altstätten zu erinnern, der mir| nicht in der vortheilhaftesten Weise bekannt geworden ist. Es ist aber sehr leicht möglich, daß der in in Rede stehende Müller ein anderer ist.
Herr Dir. Stoll ist mit der unter uns besprochenen Reihenfolge des technischen Gutachtens, der verschiedenen Beilagen desselben & des Schlußwortes ganz einverstanden. Ich werde fürsor gen, daß diese Reihenfolge in Anwendung gebracht wird.
Ebenso habe ich die Vornahme der sämmtlichen Vorarbeiten für die Versendung des technischen Gutachtens veranlaßt. Soweit nöthig, wirke ich dabei mit.
Ich lege diesen Zeilen die Schreiben des Hrn. Nationalrath Bossi zu gef. Einsicht bei. Der Gehalt desselben dürfte Sie interessiren; wie eigenthümlich auch die Form ist.
In ausgezeichneter Hochachtung
Ihr freundschaftlich ergebene
Dr A Escher
Zürich 5 Febrr 1865.