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Eine grosse
Zahl Einwohner arbeiten in den Fabriken von Solothurn
und Umgebung.
Infolge der Nähe der Stadt
Solothurn wohnen
manche Angestellte der Bundesbahnen in Zuchwil.
Musterschule. Auf dem Friedhof in Zuchwil, wo ihm ein Denkmal errichtet worden
ist, ruht einer der hervorragendsten Helden der Freiheitsbestrebungen Polens, der General Thadäus Kosciusko (1746-1817),
der den in Solothurn
starb.
Bronzedolch, römische Münzen,
Spiegel mit Einfassung.
Stickerei.
Schloss auf einer Anhöhe im N., von der aus man eine weite Aussicht auf das Thurgebiet hat.
Dieser
Ort wird in alten Urkunden öftern erwähnt. Im Jahre 782: Zuckinreot, 817: Zuzinroed, 860: Zuginrehot, 879: Zuchenriet.
Im Jahre 1430 gelangten das
Schloss und die
HerrschaftZuckenriet in die Gewalt der Abtei St. Gallen,
die sie in der Folge verschiedenen
Familien zu Leben gab. Im Jahre 1618 gehörten das
Schloss und die umliegenden Besitzungen dem Jörg Christoph
Giel von Gielsberg;
im Jahre 1735 kaufte sie das Kloster St. Gallen
um 11000
Gulden zurück. 1806, nach der Aufhebung des Stiftes St. Gallen,
wurden
diese
Güter liquidiert und an Landleute verkauft.
(Kt. Graubünden,
Bez. Albula).
1330-1200 m. Reihe von
Schluchten und Engpässen im
Thale desLandwassers, zwischen
Davos-Glaris und
Filisur. Dieser Name kommt von den häufigen Lawinen, die hier fallen und die Strasse im Frühling und Winter
gefährlich machen. Die Züge fangen unten beim
Bärentritt (1200 m) an und endigen oben beim
Schmelzboden (1330 m), wo man
heute noch die heute aufgegebene Schmelzhütte des ehemaligen Bergwerkes sieht, wo silberhaltiges
Blei
auf dem linken Ufer in 1560 m
Höhe gegraben wurde.
Der alte Weg durch die Züge war sehr gefährlich und nur schwer zu unterhalten;
er wurde von der Sektion
Davos des schweizerischen Alpenklubs verbessert und kann nun von Fussgängern ohne Gefahr begangen
werden;
er bietet eine Menge romantische Aussichtspunkte.
Die zum grossen Teil in den
Felsen eingehauene
Landwasserstrasse wurde von 1871 bis 1873 erstellt;
sie wird durch mehrere Galerien geschützt und zieht sich durch zahlreiche
Tunnels.
Die Züge werden auch von der Eisenbahn
Davos-Filisur durchzogen, die von 1906 bis 1908 erbaut wurde, 7
Tunnels aufweist
und grosse Sicherungsarbeiten erfordert hat.
2000-1700 m. Felsenabsätze, die durch Faltung ungleich harter Felsschichten (Neokom, Schrattenkalk,
Gault, Seewenerkalk) entstanden sind, im N. und NW. vom
Säntis und
Œhrle.
Diese Terrassen bilden meist steile,
teils mit Gras bewachsene, teils mit Geröll bedeckte
Bänder dar, die von einander durch hohe Felswände getrennt sind.
Diese
Bänder, die nicht selten von erfahrenen Klubisten beim Aufstieg auf den
Säntis benutzt werden, laufen stellenweise in ungangbare
Felsen aus,
weshalb auch der Weg hierdurch, besonders wenn schlechtes Wetter eintritt, wirklich gefährlich
ist. In der heissen Sommerzeit halten sich hier, wo viel Schatten herrscht, die Gemsen mit Vorliebe auf.
870 m. Thälchen zwischen dem untern Abhang der
Niesenkette und dem bewaldeten
Hügel des Œiwaldes, rechts über dem Ausgang des Diemtigerthales. In dieser Gegend befinden sich die Ruinen des
SchlossesKramburg und der
Weiler Selbetzen, der schon in einer Urkunde von 1380 erwähnt wird.
Der Kanton Zürich
liegt im NO. der
Schweiz, umschlossen von den Kantonen Thurgau
und St. Gallen
im O. und SO., Schwyz
und Zug
im S., Aargau
im W. und Schaffhausen
im N., wo auch noch
deutsches Gebiet angrenzt. Das Kantonsgebiet erstreckt sich zwischen 6° 1' 2" und 6° 39' 40" OL. von Paris und zwischen
47° 10' und 47° 41' nördl. Breite. Es bildet auf der Karte ein nur am N.-Rand und im äussersten S. etwas gegliedertes,
in der Richtung NNW.-SSO. schwach gestrecktes Parallelogramm.
Die Bodenfläche beträgt nach der Ermittelung von 1901: 1724,76 km2. Der Kanton Zürich
steht damit im 7.
Rang
unter den Schweizerkantonen. 93,9% dieses Areals sind produktives Land mit
Wald,
Wiese und Weide, oder als Acker,
Garten und
Weinberg bebaut; 6,1% (105 km2) sind unproduktiv (Gewässer, Ortschaften).
und Zug
zusammentreffen (Dreiländerstein). Mit im einzelnen ebenso unruhiger Linie wie im Oberland verläuft sie im W. über
die Hügelzone zwischen Reppisch und Reuss und quer über das untere Limmatthal und die Lägernkette zum Rhein. Am bewegtesten
ist die nördl. Grenzlinie, wo der Kanton Zürich
mehrfach an grossherzoglich-badisches Gebiet stösst: von dicht
ob dem aargauischen Städtchen Kaiserstuhl bis gegen Eglisau, dann wieder von Ellikon bis gegenüber Dachsen und endlich auf
ein kaum 500 m langes Stück bei Langwiesen oberhalb Schaffhausen
gegen die badische Enklave Büsingen;
Rechtsrheinisch liegt zürcherisches Kantonsgebiet nördl. von Eglisau (Rafzerfeld), grossenteils
von badischem Gebiet umschlossen, und die schmale, ihrerseits von deutschem Land und Schaffhausergebiet begrenzte Zone von
Nol gegenüber Dachsen. Bei Schlieren liegt rechts der Limmat die kleine aargauische Enklave des Frauenklosters Fahr, rings von
zürcherischem Kantonsgebiet eingeschlossen.
Neben den entsprechenden Blättern des topographischen Atlasses der Schweiz gibt es eine eigene TopographischeKarte desKantons Zürich
im Maasstabe 1:25000, 32 Blätter in Kurvenmanier (10 m Aequidistanz), welche in den Jahren 1843-65 unter Leitung
des Zürcher Professors J. Wild aufgenommen wurde und wohl für den Siegfriedatlas als Vorbild gedient hat. Diese ausserordentlich
genaue Aufnahme darf nicht unerwähnt bleiben. Von älteren Karten beschlägt hauptsächlich den Kanton Zürich
die
berühmte und für jene Zeit unglaublich genaue Karte von Hans Konrad Gyger aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, im Maasstab
von ungefähr 1:32000, neu herausgegeben von Hofer und Burger in Zürich.
2. Orographie; Bodenbeschaffenheit.
Die winterliche Nebeldecke, welche fast jedes Jahr einige Wochen lang das schweizerische Mittelland überzieht,
zeichnet als natürliche Reliefschneidemaschine die vertikale Gliederung auch des Kantons Zürich
aus. Wer etwa vom Randenplateau, bei 800 m
gerade über dem schwach wallenden Dunstmeer stehend, den Blick nach S. wendet, dem
ragen vor dem schneeigen Hochgebirgskranz
aus der die Thäler füllenden weiss-glänzenden Decke bloss wenige zürcherische Inselberge als waldige
Kuppen oder Gräte empor.
Das ganze Bild erscheint ungeheuer tot: das ebene Irchelplateau, der schmale Lägernberg, der Albiskamm, in den tiefe Nebelbuchten
hineinrecken, vom Utogipfel bis südl. zum Hohen Ronen hinauf;
die freundlichen Dörfer der untern Gehänge und die Thalböden mit ihren blauen Seeaugen und blanken
Häuserreihen der grössern Orte und Städte deckt der Wolkenteppich.
Löst die Frühlingssonne diesen Bann, so tauchen auch
die niedrigeren, flachen Plateauberge aus der Landschaft auf: der Kohlfirst mit seiner Nagelfluh-Deckplatte,
der Stadler- und Raaterberg gegen die Lägern hin, die abgestutzt kegelförmigen Plateaureste des mittlern Tössthales, der
ruhig geformte Pfannenstiel vor der Albislinie, den Zürichsee verdeckend;
das helle Grün der breiten Thalebenen im Thur- und
Rheingebiet, und im Glattthal mit dem Kleinkram enger Flussschlingen oder Schulhaus- und Kirchen gekrönter
Moränenhöcker.
Einzig der See-Typus mit seinem Obst- und Gartenbau fehlt, und die südl. exponierten Rebberge des Weinlandes
kehren sich ab, sonst wären die gesamten zürcherischen Landschaftscharaktere in diesem Ueberblick vertreten.