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"Vermischt man Blut mit Sauerstoff, so verschwindet dessen dunkle Farbe und wird schön hochrot. Dies ist die Veränderung, welche das Blut der lebenden Thiere beim Athemholen durch Einsaugen von Sauerstoffgas erleidet, und wodurch wenigstens zum Theil die thierische Wärme unterhalten wird. Sperrt man Thiere in Sauerstoff ein, so unterhalt dasselbe das Athmen viermal länger, als ein gleiches Volumen atmosphärische Luft. Daher nannte man dieses Gas ehemals Lebensluft."
Jöns Berzelius (1833)
Das wird benötigt:
Ein Glas mit weiter Öffnung, ein Glasstab, eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe. Dann natürlich Blut (es muss nicht frisch sein!) und vom Hofchemiker einige Milliliter Wasserstoffperoxid (30%!)
Versuchsdurchführung:
Das Glas wird mit 10 ml Blut gefüllt. (Ein Konfiglas, max. 1 cm hoch füllen.) Dann wird die 30prozentige H,O,-Lösung im Schwung zugegeben. Es tritt sofort unter Aufschäumen eine heftige Reaktion ein. Dabei wird das Blut teilweise entfärbt (bleichende Wirkung des Wasserstoffperoxids). So sieht das Gemisch nach der Reaktion aus wie ein Eisbecher mit roten Früchten ...
Das kann erklärt werden:
Wasserstoffperoxid gibt Sauerstoff ab. So kann man die Farbveränderung des Blutes sehr gut (auch bei "altem" Blut") erkennen. Wo zuviel Sauerstoff zum Blut kam, wurde der Farbstoff zerstört und die Bluteiweisse gerannen (vgl. Spiegelei, Eiweissschnee).
Blut enthält Enzyme, die Sauerstoffaufnahme und abgabe regeln. Das tun sie auch im Wasserstoffperoxid, das sofort zu Wasser und Sauerstoff zerfällt!

Und der Bombardierkäfer? Fühlt sich der Käfer bedroht, so sondert er Wasserstoffperoxid und die Chemikalie Hydrochinon ab. Ähnlich wie im Blut wirkt ein Enzym als Katalysator. Dabei bildet sich aus dem Hydrochinon Chinon, und aus dem Wasserstoffperoxid spaltet sich Sauerstoff ab. Der Sauerstoff dient als Treibgas und schleudert das heiße Chinon dem Angreifer entgegen. Der verätzte Feind wird den zweieinhalb Zentimeter langen Kerl fortan meiden..
Damit die Düse nicht erhitzt wird, kann der Käfer nicht fortlaufend spritzen. Zwischen den einzelnen Attacken liegen Sekundenbruchteile. Zisch!
Einfache Herstellung eines Blattquerschnitts
Die Herstellung eines Blattquerschnitts nach den gängigen Be-schreibungen wollte mir einfach nicht befriedigend gelingen. Nach einigem Herumprobieren habe ich dieses Jahr ein einfaches und problemloses Verfahren gefunden:
Pflanze: Cottoneaster (dieser weit verbreitete Bodendecker hat auch im Winter grüne Blättchen)
Dünnschnitt: Cottoneaster-Blättchen auf einen Objektträger legen einen weiteren Objektträger quer darauf legen an dessen Kante entlang mit einem Skalpell schneiden weiterhin den oberen Objektträger auf das Blättchen drücken und ein zweites Mal ganz eng der Schneidkante entlang schneiden. Dieses Verfahren liefert ganz passable Dünnschnitte.
Ohne Färbemittel, nur mit etwas Wasser und einem Deckgläschen, konnte ich so die verschiedenen Schichten (Obere und untere Epidermis, Palisaden- und Schwammgewebe) zeigen. Auch die Chloroplasten liessen sich gut erkennen.
Viel Erfolg beim Nachprobieren
Pausenplatzgestaltung mit Kopfweiden:
Bezugsquellen für Steckhölzer vermittelt Reto Lareida 061/9718845. Informationen durch Christoph Vogel, 061/3179255 und in: Salix - der Zeitung mit Köpfchen von Pro Natura ( Nr. 1, Dezember 2000 ).
Materialien von Pro Natura, 061/3179266: Kopfweiden - Naturschutz
mit Köpfchen - Flyer und Leitfaden (gratis), Unterrichtshilfe 40 S.
(CHF 20.00), Merkblatt 36 S. (CHF 5.00), Schulwandbild 100x70 cm (CHF 15.00).