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ein Umwandlungsprodukt der Cellulose, das durch Einwirkung von mäßig verdünnter Schwefelsäure
[* 2] auf
Baumwolle,
[* 3] Papier u. dgl. entsteht und angeblich der Zusammensetzung C12H22O11 entspricht.
Die Hydrocellulose unterscheidet sich von gewöhnlicher Cellulose dadurch, daß sie gewisse Farbstoffe, die von der
Cellulose, Baumwolleu. dgl. nicht aufgenommen werden, direkt und ohne Zuhilfenahme eines andern
Körpers fixiert. Auf Grund dieser Eigenschaften hat man die Bildung der Hydrocellulose in der Färberei der Baumwollstoffe zu verwerten
gesucht, wobei aber große Vorsicht anzuwenden ist, da die Gewebe
[* 4] leicht dabei zerstört werden. Bei
der Fabrikation von Pergamentpapier werden die Papierfasern oberflächlich in Hydrocellulose umgewandelt.
Taucht man Cellulose längere Zeit in konzentrierte Schwefelsäure, so löst sie sich auf, und je nach der Temperatur
und der Dauer der Einwirkung entstehen modifizierte Cellulose, welche durch Wasser gefällt werden kann, in Wasser lösliche Cellulose oder
Dextrin. Kocht man die mit Wasser verdünnte Lösung, so entsteht Traubenzucker. Dieselbe Umwandlung erzielt man auch mit wenig
Säure, wenn man lange genug kocht, und schneller beim Kochen unter hohem Druck. Hierauf gründet sich das
Projekt der Zucker- und Spiritusgewinnung aus Holz.
[* 8]