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Ziel des Projektes ist es die Betriebs-, Wartungs- sowie Verwaltungs-Fähigkeiten der Nutzungsgruppen sowie des lokalen Wasserversorgungsamts in Dawhan zu stärken. Die Nutzungsgruppen und Mitarbeitenden des Wasserversorgungsamtes sollen am Ende des Projektes in der Lage sein, die Verantwortung über den Assabol-Staudamm komplett zu übernehmen. Des Weiteren sollen die Wasser- und Bodenerhaltungsmassnahmen im Einzugsgebiet des Staudammes verbessert werden. Das Projekt konsolidiert damit die Ergebnisse der vorherigen Phasen. Das bereits erwähnte lokale Wasserversorgungsamt wurde von der Regionalregierung Tigrays zur Verwaltung des komplexen Staudamm-Systems neu eröffnet. Im Laufe dieses Projektes soll seitens der Regierung sichergestellt werden, dass alle Mitarbeitenden des Büros über klare Verantwortungsbereiche verfügen und das Büro auch langfristig genügend Ressourcen besitzt. Caritas Schweiz wird das Wasserversorgungsamt beim Aufbau eines Wissensmanagementsystems unterstützen.
Für die Nutzerinnen und Nutzer des Staudammes ist es vor allem wichtig, dass sie mit der Funktionsweise des Staudammes vertraut sind. Gerade in der Regenzeit kann diese zu Herausforderungen führen. Damit das Wissen und die Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer gesammelt werden, werden im Laufe des Projektes zwei Workshops mit ausgewählten Gemeindemitgliedern sowie Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Regierung organisiert.
Die Lernerfahrungen, welche in dem Workshop gesammelt wurden, werden in die Erarbeitung eines Sicherheits- und Risiko-Management-Plans mit einbezogen. Dieser wird unter Führung des lokalen Wasserversorgungsamts und in Zusammenarbeit mit den relevanten Regierungsbehörden und der Unterstützung von Caritas Schweiz erstellt. Die Treffen zur Erstellung des Sicherheitsplans werden mit praktischen Trainings der Mitarbeitenden des lokalen Wasserversorgungsamts ergänzt. Hierzu gehören beispielsweise Übungen wie das Fluten des Wasserreservoirs, um das Staudamm-System von kleinteiligen Ablagerungen zu befreien und Verstopfungen zu verhindern.
Eine notwendige Ausrüstung ist ein weiterer Bestandteil, um die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Funktionswiese des Dammes zu gewährleisten. Im Rahmen des Projektes werden hierzu voraussichtlich Werkzeuge für den professionellen Betrieb und Wartung des Staudammes, ein Rettungsboot, eine Reserve- und eine solarangetriebene Pumpe angeschafft. Zur Wartung der bestehenden und neuen Ausrüstung werden die Mitarbeitenden des Wasserversorgungsamtes in Trainings befähigt, um zukünftig die Instandhaltung der Ausrüstung und Reparaturen fachkennerisch zu übernehmen. Die Regierung von Tigray wird das Projekt zudem im Bereich Naturressourcenmanagement unterstützen, indem sie kleine, lose Steindämme erbaut.
Des Weiteren werden zwei grössere Dämme als Verbauungen errichtet. Die Kosten hierfür werden zur einen Hälfte von der Regionalregierung und zur anderen Hälfte von Caritas Schweiz getragen. Caritas Schweiz überprüft zudem den Bauplan. Die zusätzlichen Dämme sollen das Einzugsgebiet des Assabol-Staudamms vor Sedimentablagerungen schützen.
Des Weiteren organisiert Caritas Schweiz Austauschtreffen zur nachhaltigen Verwaltung des Damm-Einzugsgebiets. Lokale Gemeindemitglieder und Regierungsmitarbeitende sollen hier besprechen, wie das Land im Einzugsgebiet und das Wasserreservoir genutzt werden können. Im Ergebnis soll ein Plan zum langfristigen Boden und Wasserschutz im Einzugsgebiet entwickelt werden.