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Jul
22
2012
MarsOne ist eine nicht-staatliche Organisation, die im Jahr 2023 vier Menschen zum Mars schicken will – ohne Rückkehrmöglichkeit. Diese Pioniere, die alle zwei Jahre von vier weiteren Menschen verstärkt werden, sollen den ersten menschlichen Aussenposten auf dem Roten Planeten aufbauen. Der Plan hat jedoch ein grosses Problem: Energie.
Die geplante Marsbasis
MarsOne besteht aus einer Gruppe von (vorwiegend) niederländischen Ingenieuren, Unternehmern und Wissenschaftlern, deren Ziel es ist, die erste permanente Mars-Basis aufzubauen (und nebenbei auch den ersten Menschen zum Mars zu schicken). Gelingen soll dies mit etablierter Technik, zu Kosten von etwa 6 Milliarden Dollar. Die Finanzierung soll über das “grösste Medienevent der Geschichte” finanziert werden, welches MarsOne rund um die Mission herum inszenieren will: “Big Brother” auf dem Mars (der Entwickler des ursprünglichen Big-Brother-Formats ist Teil des Kernteams von MarsOne), aber nicht nur. Die ersten Pioniere (jeder kann sich bewerben!) sollen – wohl nach einer Vorselektion – in Fernsehshows von den Zuschauern ausgesucht werden, Filmrechte vor und während der Mission sollen weltweit verkauft werden. Read more »
Mai
08
2012
Die Schweizer Regierung hat unter dem Eindruck des Atomunfalls von Fukushima den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Wie sich nun zeigt, sollen die Atomkraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Ist eine “erneuerbare” Alternative möglich? Wieviel kann die Effizienzsteigerung beitragen?
AKW Gösgen (Quelle: nzz.ch)
Die Schweiz produziert ihren Strom weitgehend CO2-frei: rund 40% des Stroms kommt aus den fünf (eher klein dimensionierten) Atomkraftwerken (AKW), rund 60% wird durch die Wasserkraft gedeckt. Beide Energieformen setzen pro Kilowattstunde (kWh) CO2 im Umfang von etwa 5 bis 25 Gramm frei (bei Gas- und Kohlekraftwerken sind es bis zu 1000 g/kWh). Der pro-Kopf-Ausstoss von CO2 ist mit ca. 5.6 Tonnen pro Person und Jahr entsprechend in der Schweiz deutlich tiefer als in Deutschland (ca. 10 Tonnen pro Person und Jahr – obwohl dort etwa 20% des Stroms aus
der Windkraft Erneuerbaren Energien kommen). Trotzdem ist klar, dass die Schweiz ihre Emissionen in Zukunft weiter senken muss, um das Ziel von etwa 2 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr (im Jahr 2050) zu erreichen.
Das grösste Potential zur Senkung der Emissionen liegt im Energieverbrauch, der heute nicht durch Strom abgedeckt wird. Der nicht-Strom-Anteil an der gesamten in der Schweiz verbrauchten Energie (der sogenannte Primärenergieverbrauch) beträgt rund 90% – hier befinden sich etwa der Energieverbrauch durch Autos und Lastwagen (aus Benzin und Diesel), Ölheizungen oder Generatoren aller Art. Die Senkung dieser Emissionen kann – das ist ziemlich naheliegend – nur durch eine “Verstromung” des Energiebedarfs erreicht werden, also die Nutzung von Strom als Energiequelle, wo immer das möglich ist. Zum Beispiel: Elektro- statt Verbrennungsmotoren, Wärmepumpen (und/oder Erdwärmesonden, wo möglich) statt Ölheizungen, usw. Eine solche Verstromung dieses Energiebedarfs wird dabei insgesamt zu einer Verringerung des Primärenergiebedarfs führen, da die Nutzung von Strom meist deutlich effizienter ist als die Nutzung der Energie, die bei der Verbrennung frei wird – es verpufft also deutlich weniger Energie in Form von “nutzloser” Wärme in die Umwelt. Read more »
Nov
01
2011
Von Sebastian Frehmel.
Mein Name ist Sebastian und ich bin Planetenjäger. Gerade ist eine wissenschaftliche Arbeit über eine meiner Entdeckungen veröffentlich worden. Aber ich bin kein Astronom – wie ist das denn möglich? Dazu muss ich ein wenig ausholen.
Die Planethunter Webseite - mit dem Planeten, den der Autor entdeckt hat
Zu den faszinierendsten Bereichen der Astronomie gehört zweifelsohne die Suche nach extrasolaren Planeten, also Planeten, die um andere Sterne kreisen.Nicht nur aufgrund dessen, dass sich Laien unter diesem Thema leicht etwas vorstellen können, sondern auch, weil es einen Aufbruch ins Unbekannte darstellt, der die Phantasie beflügelt wie vielleicht zuletzt die grossen Meeresexpeditionen vor einem halben Jahrtausend oder der Aufbruch ins Weltall vor einem halben Jahrhundert.
Allem voran steht die Frage: Gibt es Leben auf anderen Planeten? Gibt es irgendwo dort draussen eine zweite Erde?
Diese elementaren Fragen begeistern einen interessierten Laien wie mich (ich bin Informatiker) und es war für mich bis im November des letzten Jahres klar, dass man Antworten auf diese Fragen nur durch qualifizierte Wissenschaftler bekommen wird – doch ich hatte die Rechnung ohne das Internet gemacht.
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Sep
08
2011
Nach der Landung des letzten amerikanischen Space Shuttles gibt es Leute, die sich fragen, ob dies das mittelfristige Ende der bemannten Raumfahrt ist. Ist da etwas dran? Und wie sähe die Alternative aus?
Nur noch unbemannt?
Mit der Landung des Space Shuttle Discovery sind die USA nun gewissermassen aus der bemannten Raumfahrt ausgestiegen. Natürlich stimmt das so nicht: Noch immer nimmt dieNASA jedes Jahr eine neue Astronautenklasse ins Training auf. Diese Astronauten werden in russischen Sojus-Kapseln zur internationalen Raumstation ISS starten, deren Betrieb zumindest bis 2020 gesichert scheint. Einige der Astronauten werden vielleicht dereinst auch mit den privat entwickelten “Weltraum-Taxis” von Firmen wie SpaceX (“Dragon”), Boeing (“CST-100″), Blue Origin (Kapsel noch namenlos) oder Sierra Nevada Corp. (“Dreamchaser”) zur ISS fliegen. Auch hat die NASA natürlich nach wie vor ein eigenes bemanntes Weltraumprogramm: Die Orion-Kapsel, die nun in MPCV (multi-purpose crew vehicle) umbenannt wurde, soll in zwei Jahren unbemannt, und in vier Jahren bemannt getestet werden. Sogar ein Flug auf eine freie Rückkehrbahn rund um den Mond (wie bei Apollo 8 ) ist offiziell geplant. Nun, man hat underdessen gelernt, mit solchen Ankündigungen der NASA vorsichtig zu sein: Mag sein, dass es so kommt, aber vermutlich kommt es eh anders.
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Apr
07
2011
Das Leben in Höhlen haben wir – auf der Erde – längst hinter uns gelassen. Auf anderen Himmelskörpern könnte die Nutzbarmachung von Lava-Höhlen jedoch der entscheidende erste Schritt zu einer langfristigen Präsenz des Menschen sein.
Die Cueva de Los Verdes, von Xavier Patiño i Vidal
Für den Menschen der Steinzeit gab es durchaus eine Reihe von Gründen, in Höhlen zu wohnen. Allerdings denkt man heute auch, dass der Mensch nicht generell in Höhlen lebte: er nutzte sie und hinterliess seine Spuren – aber im Gegensatz zu anderen Umgebungen, in denen er lebte und wirkte, bieten Höhlen ideale Bedingungen, um diese Spuren über die Jahrzehntausende zu erhalten. Höhlen boten eine ganze Reihe von Vorteilen. Schutz vor Wind und Wetter, sowie deren “Überschaubarkeit”: Es reichte, den Eingang zu bewachen, um die ganze Sippe vor Feinden oder wilden Tieren zu beschützen. Zudem waren sie geräumig, boten viel Raum gemessen am kleinen Aufwand, der nötig war, um diesen Raum nutzbar zu machen (z.B. den gelegentlichen Höhlenbären zu vertreiben…). Irdische Höhlen wurden deshalb auch über riesige Zeiträume genutzt: in einigen Höhlen ist das Wirken von Menschen über mehrere zehntausend Jahre dokumentiert, länger als jedwelche Zivilisation jemals überdauert hat.
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