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Happy Birthday, Coca-Cola! Am 9. Mai 2016 feierte eine der bekanntesten Marken der Welt ihren 130. Geburtstag. Heute ist Coca-Cola viel mehr als die klassische Coke, die es – mit Ausnahme von Nordkorea und Kuba – in jedem Land der Welt gibt. Inzwischen bietet das Unternehmen mehr als 3.800 verschiedene Produkte an. Grund genug mal einen Blick auf die Geschichte und die Entwicklung dieses Kultgetränkes zu werfen.
Begonnen hat alles mit einem Zufall: Als der Apotheker John S. Pemberton in Atlanta am 8. Mai 1886 die Rezeptur entdeckt, ahnt er nicht, dass er damit den Grundstein für eine Weltmarke legt. Lange hatte er nach einer Formel für einen Sirup gesucht, der Kopfschmerzen und Müdigkeit vertreibt. Gemixt mit Sodawasser, entsteht daraus ein erfrischendes Getränk: die Geburtsstunde von
Coca-Cola! Bis heute ist die geheime Formel unverändert. Auch der markante Schriftzug, den Pembertons Buchhalter im gleichen Jahr entwarf, besteht noch immer. Für nur 2’300 Dollar erwirbt der Unternehmer Asa G. Candler zwei Jahre später die Rechte an der Rezeptur. Er glaubt an ihren Erfolg: 1892 gründet er die „The Coca-Cola Company“ in Atlanta. Um die Verbreitung des neuen Getränks zu beschleunigen, vergibt er Abfüll-Lizenzen an selbstständige Konzessionäre.
Hat es nun Kokain drin gehabt oder nicht?
Wikipedia schreibt: „Über den ursprünglichen Kokaingehalt einer Coca-Cola ist viel spekuliert worden. Laut einem Rezept, das wohl von Frank M. Robinson verfasst wurde, enthielt ein Glas 8,45 Milligramm Kokain, wobei die typischerweise geschnupfte Dosis bei 20 bis 30 Milligramm liegt und oral eingenommenes Kokain schwächer wirkt. Coca-Cola Company streitet offiziell immer noch ab, dass ihr Getränk jemals Kokain enthalten habe.
Nachdem die suchterzeugende Wirkung von Kokain sich allmählich in den westlichen Ländern herumgesprochen hatte, ging der Hersteller 1902 dazu über, nur noch nicht-alkaloide Extrakte aus den Kokablättern als Aroma zuzugeben. Dies geschah nicht zuletzt, um den Anspruch auf das Warenzeichen nicht zu verlieren.“
Coca-Cola – wo es getrunken wird, wird es auch produziert
Die „Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke“ füllte 1929 die erste Coca-Cola-Flasche in Deutschland ab. Heute gibt es in Deutschland mehr als 80 Produkte aus dem Hause Coca-Cola. Davon werden fast 100 Prozent an den insgesamt 20 deutschen Standorten hergestellt und 90 Prozent der dafür notwendigen Zutaten und Leistungen in Deutschland eingekauft. Diese lokale Verbundenheit ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells.
Die Ankunft von Coca‑Cola in der Schweiz ereignet sich 50 Jahre nach der Erfindung von Coke. Dass die prickelnde Limonade seit mehr als 75 Jahren auch in der Schweiz sprudelt, ist dem Pioniergeist des Automobilhändlers Max Stooss zu verdanken. Er gilt als Mann der ersten Stunde. Die weltpolitischen Zeiten waren nicht gerade günstig, doch das hinderte ihn nicht daran, als erster Schweizer Konzessionär mit der The Coca‑Cola Company in Atlanta einen Lizenzvertrag abzuschliessen.
Drei Produktionsstandorte in der Schweiz
Kennengelernt hatte er Coke an einem heissen Sommertag in Detroit (USA). Seine Geschäfte hatten ihn dorthin geführt. Amerikanische Geschäftsfreunde reichten ihm eine Coca‑Cola zur Erfrischung. Am 6. März 1936 begann die Erfolgsgeschichte Made in Switzerland.
Aus der Abfüllung eines einzigen Produktes in den Anfangsjahren haben sich drei Produktionsstandorte in der ganzen Schweiz entwickelt. Heute erzielen rund 1’100 Mitarbeitende mit einem Portfolio von über 30 Getränken ein jährliches Absatzvolumen von rund 500 Millionen Litern.
Mehr als ein Getränk
Die Marke Coca-Cola engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Sport im Sport als Sponsor. So ist Coca-Cola Partner der Olympischen Spiele, zudem Sponsor der FIFA WM™, UEFA EURO™, Partner von Special Olympics Deutschland und des Deutschen Fussballbundes. Ausserdem ist das Unternehmen als Fussball-Förderer auf lokaler Ebene aktiv.
Und auch mit Weihnachten ist die Marke eng verknüpft. Entgegen mancher Behauptung hat Coca-Cola zwar den Weihnachtsmann nicht erfunden, jedoch seine rot-weiss gewandete Gestalt in Werbekampagnen massgeblich geprägt. Seit 1997 bringen die Coca-Cola Weihnachtstrucks Vorfreude auf das Fest in deutsche und Schweizer Städte und Gemeinden. Mit originellen TV-Spots, packender Musik und emotionalen Bildern hat die Marke auch Werbegeschichte geschrieben.
Stark wachsendes Portfolio
Seit dem Verkauf der ersten Coca-Cola ist das Portfolio der Markenfamilie stetig gewachsen. 1940 entwickelt das Unternehmen den Klassiker Fanta. 1961 führte es Sprite ein und 1963 TaB, das erste kalorienfreie Getränk. Im Zuge der Fitness-Bewegung kam 1983 mit Coca-Cola light auch die erste kalorienfreie Coke auf den deutschen und Schweizer Markt. 2006 folgte Coca-Cola Zero und 2015 Coca-Cola Life. Heute ist die „The Coca-Cola Company“ weltweit führender Anbieter von Erfrischungsgetränken, trinkfertigen Kaffees, Säften sowie Fruchtsaftgetränken und die Nummer zwei bei Sportgetränken und Wasser. Zum Konzern gehören insgesamt 20 Marken mit einem Umsatzvolumen von jeweils mehr als einer Milliarde US Dollar.
Erscheinungsbild hat sich in 130 Jahren kaum geändert
Bereits 1915 wurde das unverwechselbare Design der Coca-Cola Flasche patentiert. Zuvor zapften die Händler Coke aus sogenannten Soda-Fountains und schenkten das Getränk vornehmlich glasweise aus. Während andere Getränkehersteller immer neue Flaschendesigns lancieren und an den Logos rumfeilen, hat sich das Erscheinungsbild von Coke in den letzten 130 Jahren fast kaum geändert. Auch wenn Coca Cola wegen dem hohen Zuckergehalt und auch wegen seiner Preisspolitik immer wieder in der Kritik steht: Es ist nach wie vor das beliebteste Süssgetränk und wird es wahrscheinlich auch längere Zeit noch bleiben.
Quelle: Coca Cola / Wikipedia