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Ein früherer Manager der Credit Suisse in Japan soll die Justiz behindert haben. Es ging dabei um Untersuchungen gegen die Tokioter Filiale der Credit Suisse. Die Justiz fordert vier Monate Gefängnis für den Manager.Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2000 - 13:16 publiziert
Der 47-jährige Shinji Yamada war Chef der Filiale der Credit Suisse Financial Products (CSFP) in Tokio. Die japanischen Behörden hatten dem Unternehmen im Juli 1999 vorübergehend die Lizenz zum Betreiben von Finanzgeschäften entzogen.
Die Untersuchung wurde ausgelöst, weil die Firma "unstatthafte" Produkte angeboten haben soll. Insbesondere soll sie krisengeschüttelten japanischen Banken ermöglicht haben, Auslandverluste zu verstecken. Damit habe die CSFP gegen das öffentliche Interesse, das japanische Bankengesetz und die Regeln des Finanzmarktes verstossen, sagen die Behörden.
Bei diesen Untersuchungen habe Yamada falsche Auskünfte gegeben und die Ermittlungen verschleppt, sagt der untersuchende Staatanwalt. Dieser verlangt jetzt für den Manager eine Haftstrafe von vier Monaten. Er war bereits während der Untersuchung im November 1999 vorübergehend festgenommen worden.
Credit Suisse hat zugegeben, dass die eigenen Ermittlungen gezeigt hätten, dass verschiedene Angestellte versucht hätten die Untersuchungs-Behörden zu täuschen, indem sie Dokumente versteckt oder zerstört hätten.
Nach dem Skandal wurde Yamadas Posten neu besetzt.
swissinfo und Agenturen
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