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1 Kön 10,8
Glückselig sind deine Leute, glückselig diese deine Knechte, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören!
Hier lobt die Königin von Scheba Salomo über sein Knechte.
In Lukas 11,27 lesen wir von einer Frau, welche den Herrn Jesus lobt, indem sie redet:
Luk 11,27
Glückselig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast!
Im ersten Moment -wenn man die Anrede überliest- könnte man meinen, dass hier die Maria gemeint ist. Jedoch handelt es sicher um eine Stilfigur, einer Sonderform der Antonomasie. In einer solchen, wird die Person umschrieben oder vertauscht. Beim Personentausch wird eine andere Person genannt, welche mit der angesprochenen Person in Beziehung steht. Es wird aber die angesprochene Person gemeint.
Luk 11,28
Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
In diesem Vers wird die indirekte Aussage der Frau von dem Herrn Jesu mit «ja» bestätigt. Jedoch nicht in allen Bibelübersetzungen. Die Burns-Übersetzung z. B. übersetzt mit «nein». Mehrheitlich sind die Übersetzungen eher neutral. Das griechische Wort «menounge» (μενοῦνγε) ist jedoch klar.
μενοῦν vielmehr, im Gegenteil
μενοῦνγε gewiß, freilich, ja noch mehr
Kann diese Aussage: “Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast!“; sonst noch als richtig bestätigt werden? Sagt uns die Schrift woanders, dass die Maria dadurch gesegnet war?
Einige Stellen zur Bestätigung sind Lk 1,28.41f.48.
Luk 1,28
Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadigte! Der Herr ist mit dir; gesegnet bist du unter den Weibern!
Luk 1,41f
Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind (Johannes der Täufer) in ihrem Leibe; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geiste erfüllt und rief aus mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Weibern, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
Luk 1,48
denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter.
Die Verheissung, dass der Erlöser von einer Frau geboren wurde, lesen wir bereits in 1. Mose 3,15, als Gott mit der Schlange sprach, welche der Satan ist:
1Mo 3,15
Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.
Aber auch Micha 5 sei erwähnt, woselbst der Geburtsort bekannt gemacht wird:
Micha 1,1f
Und du, Bethlehem, Ephrata, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ausgänge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Darum wird er sie dahingeben bis zur Zeit, da eine Gebärende geboren hat; und der Rest seiner Brüder wird zurückkehren samt den Kindern Israel.
In Jesaja 7, 14 wird selbst der Name vorausgesagt:
Jes 7, 14
Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und wird seinen Namen Immanuel heißen.
Luk 11,28
Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
Der zweite Teil von Lk 11,28 macht deutlich, dass die Maria durch die Segnung der Geburt des Herrn Jesu nicht automatisch errettet wurde. Auch Maria musste das Wort hören und bewahren. Das macht dieser „ja aber“ Satz so deutlich. Es stimmt zwar, dass die Maria besonders gesegnet ist, aber dass auch sie Errettung benötigt. Auch die Maria musste Buße tun, denn auch für sie musste der Herr Jesus leiden und sterben.
Fazit
Durch die Rede der Frau, indem sie den Herrn Jesum in indirekter Weise gelobt hat, erfahren wir eine wichtige Belehrung, nämlich dass alle Menschen ohne die Geburt, das Leiden und Sterben des Herrn Jesu für immer verloren wären, sei die eigene Segnung noch so groß.