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Die Dreifaltigkeitskapelle, die auch Bundekapelle genannt wird, steht genau an dem Ort, wo 1315 der zweite Schwur der Eidgenossenschaft stattgefunden haben soll.
Nachdem sich das Gelübde von 1291 auf der Rütliwiese zwischen den drei Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden in der Schlacht von Morgarten bewährt hatte, erneuerten diese das Bündnis gegen fremde Vögte im Jahr 1315 in Brunnen. An diesem Ort wurde die der Dreifaltigkeit geweihte Kapelle in Erinnerung daran errichtet.
Ein grosser Teil des Dorfes wurde am 16. Mai 1620 durch einen Brand in Schutt und Asche gelegt. Anschliessend wurde das Dorf nach alten Plänen wieder aufgebaut. Im Zuge dessen erwarb Landammann Heinrich Reding einen Platz mitten im Ort und errichtete 1632 die Bundeskapelle. Sein Sohn Wolf Dietrich stiftete das Hochaltarbild, ein Werk des Rubensschülers Justus von Egmont. Es gehörte zu den wertvollsten seiner Gemälde und ist heute im Besitz des Kantons Schwyz. Ebenfalls befinden sich zwei polierweiss gefasste Holzfiguren in der Kapelle und stellen den Heiligen Heinrich und die Heilige Helena dar. An der Seitenwand stehen die Figuren der Apostel Petrus und Paulus, die vermutlich aus der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle stammen. Die Pietà ist eine Kopie des 1980 aus der Kapelle gestohlenen Kunstwerks. 1990 wurde die Kapelle restauriert und brachte dem Raum die ursprünglichen Proportionen und die Heiligkeit zurück.