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2018/19
Dritter Titel in vier Jahren
Wie schon in den beiden Jahren zuvor war der SCB auch in der dritten Saison unter Kari Jalonen das dominierende Team der Liga. Nach dem erneuten Qualifikationssieg wurde die Mannschaft in den Playoffs enorm gefordert, meisterte aber am Ende alle Hürden und gewann den dritten Meistertitel in vier Jahren, total den 16. der Clubgeschichte.
Mit einigen neuen Spielern nahm der SCB die dritte Saison unter Kari Jalonen in Angriff. Es kamen der schwedische Verteidiger Adam Almquist, der slowenische Stürmer Jan Mursak, die drei Schweizer Stürmer Matthias Bieber, Daniele Grassi und Gregory Sciaroni sowie Verteidiger Aurélien Marti. Ausserdem wurden Colin Gerber und Esbjörn Fogstad Vold aus den eigenen Junioren ins Kader der ersten Mannschaft aufgenommen. Mitte November wurde zudem der Kanadier Zach Boychuk als fünfter Ausländer verpflichtet. Demgegenüber standen die Abgänge der Ausländer Maxim Noreau, Mika Pyörälä, Mason Raymond und Juhamatti Aaltonen sowie jene der Schweizer Simon Bodenmann, Luca Hischier, Trevor Meyer und Gian-Andrea Randegger.
In den ersten Pflichtspielen zeigte der SCB eine Qualität, welche die gesamte Saison prägen sollte: Die Auswärtsstärke. Die Berner siegten zum Auftakt der Gruppenspiele in der Champions Hockey League zuerst bei den Växjö Lakers und anschliessend bei den Cardiff Devils. Im Cup folgte ein Startsieg bei Wiki-Münsingen, in der National League ein Auftakt nach Mass mit dem Auswärtssieg beim Meister ZSC Lions. Den Bernern gelang es, sich trotz eher mässiger Ausbeute im Oktober früh in den vorderen Positionen der Tabelle festzusetzen. Höhepunkt dieser ersten Saisonphase war das NHL-Spiel gegen die New Jersey Devils, welches die Gastgeber am 1. Oktober in der ausverkauften PostFinance-Arena mit 2:3 n.V. verloren.
Ab November steigerte sich das Team kontinuierlich. Wermutstropfen waren einzig das Ausscheiden im CHL-Achtelfinal gegen Malmö (1:4 und 0:1) und die Niederlage im Cup-Halbfinal gegen Zug (2:3 nach Penaltyschiessen). Im Januar spielte der SCB gar unwiderstehlich auf. Nach dem Jahresauftakt mit einem 4:1-Sieg am 2. Januar im Tatzenderby gegen die SCL Tigers vor über 20'000 Zuschauern im Stade de Suisse reihte sich Sieg an Sieg. Mit Ausnahme einer einzigen Niederlage (0:3 gegen Zug) brachte der SCB das Pensum von elf Spielen erfolgreich und mit der bemerkenswerten Bilanz von 2,64 Punkten pro Spiel über die Bühne. Damit setzten sich die Berner deutlich von der Konkurrenz ab, was in der Schlussphase der Regular Season nicht ganz überraschend ein leichtes Nachlassen zur Folge hatte.
Der SCB schloss erneut auf Rang 1 ab – mit 101 Punkten und 143:99 Toren. Trotz dieser einmal mehr beeindruckenden Performance wurden Trainer und Team von gewissen Medien anhaltend kritisiert, was sich in den Playoffs fortsetzte. Dort begann es harzig so wie die Regular Season geendet hatte. Im Viertelfinal gegen Genf verlor der SCB das Startspiel 0:2. Die weiteren fünf Spiele endeten alle mit nur einem Tor Differenz. Dabei kam es vier Mal zu einer Verlängerung, welche der SCB in drei Fällen für sich entschied. Aufsehen erregte vor allem das sechste Spiel, welches die Berner für sich entscheiden und sich damit mit dem Gesamtresultat von 4:2 Siegen für den Halbfinal qualifizierten. Der SCB lag eine Minute vor Schluss der regulären Spielzeit mit 2:0 voraus, musste aber innerhalb von 17 Sekunden noch den Ausgleich hinnehmen. Im Folgenden kam es zu drei Verlängerungen, ehe Mark Arcobello nach 117 Minuten und 43 Sekunden für die Entscheidung sorgte. Es war das bis dahin längste Spiel auf Schweizer Eis.
Wie im Viertelfinal misslang dem SCB auch der Start in den Halbfinal gegen Biel. Der 2:4-Heimniederlage folgte ein 2:3 n.V. in Biel, womit der SCB bereits arg unter Druck stand. Doch die Stadtberner brachten sich mit zwei Siegen (6:2 und 5:2) zurück ins Spiel, ehe sie vor eigenem Publikum erneut verloren (0:2). Die eingangs erwähnte Auswärtsstärke zeigte sich einmal mehr in Spiel 6, dass der SCB mit dem Rücken zur Wand in Biel 1:0 gewann. Die Entscheidung in Spiel 7 fiel mit 5:1 klar für den SCB aus.
Die Geschichte der Fehlstarts in Heimspielen setzte sich auch im Final gegen den EV Zug fort. Der SCB verlor das erste Finalspiel mit 1:4 und wurde damit in der überwiegenden Mehrheit der Bewertungen abgeschrieben. Doch die Berner zeigten erneut, wie stark ihre Mischung aus Charakter und Teamgeist, gepaart mit Routine, Klasse und Abgeklärtheit sein kann: Sie gewannen die vier folgenden Spiele (3:2 n.V., 4:1, 3:1 und 2:1) und feierten am 20. April im 18. Playoff-Spiel vor eigenem Publikum den dritten Meistertitel in vier Jahren.
Mit 16'403 Zuschauern im Durchschnitt der 35 Spiele in der PostFinance-Arena und total 9 ausverkauften Heimspielen übertraf der SCB zum 12. Mal in Serie den Zuschauerdurchschnitt von 16’000 und war zum 18. Mal hintereinander Europas Publikumsmagnet Nummer 1.