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Die Resultate des ersten Trainings bei perfekten Bedingungen und unter stahlblauem Himmel im Berner Oberland sind nicht sehr aussagekräftig. Für die meisten war es nicht viel mehr als eine Streckenbesichtigung mit Zeitmessung.
Christof Innerhofer gehörte zu den wenigen, die es etwas forscher angingen. Bisher fehlt dem Italiener in diesem Winter ein Top-Resultat in der Abfahrt. Am Lauberhorn, wo er vor neuen Jahren triumphiert hat, will er dieses nachliefern. Zumindest im ersten Training ist ihm dies mit der Bestzeit gelungen.
Der Beste einer guten Schweizer Mannschaft war Stefan Rogentin, der bloss sieben Hundertstel auf Innerhofer verlor. Der Bündner gewann vor zwei Jahren in Wengen eine Europacup-Abfahrt. In diesem Winter fuhr er in Trainings schon zwei Mal in die Top Ten. Die Bestätigung in den Weltcup-Rennen blieb bisher aber aus. Ein 13. Platz aus der letzten Saison ist das beste Resultat des Super-G-Spezialisten in einer Weltcup-Abfahrt.
Hinter Rogentin kamen im ersten Training auch der dreifache Wengen-Sieger Beat Feuz (3.), Niels Hintermann (8.) und Carlo Janka (9.) unter die besten zehn. Erfreulich ist dies vor allem für den Bündner Janka. Auf der Strecke, auf der er vor zwölf Jahren siegte, will er seine Saison starten. Dies hatte er eigentlich schon in Bormio geplant; er schob die Premiere aber nach den Rängen 61 und 62 in den Trainings nochmals auf.
Noch nicht auf Touren kam wie erwartet Marco Odermatt. Der Leader im Gesamtweltcup und Riesenslalom-Sieger von Adelboden am letzten Wochenende befuhr am Lauberhorn Neuland. Bei seiner ersten Fahrt in Wengen verlor er über vier Sekunden auf die Bestzeit. Damit blieb Odermatt nur Platz 45.