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Dem gestrauchelten "SonntagsBlick"-Chefredaktor Mathias Nolte ist kaum ein journalistisches Genre fremd. Vor allen Dingen gilt der Deutsche aber als erfahrener Boulevard-Journalist.Dieser Inhalt wurde am 11. Juli 2002 - 13:59 publiziert
Die Begabungen von Mathias Nolte scheinen vielfältig zu sein. Als er in den 80er Jahren in Zürich als stellvertretender Chefredaktor des Sexmagazins "Penthouse" arbeitete, betätigte er sich nebenbei noch als Schriftsteller.
1984 erschien sein Roman "Der Grosskotz". Hauptfigur ist ein Deutscher, der sich von einem Schulfreund auf die Zürcher Redaktion eines Wochenheftes holen liess und als korrupter Chefredaktor endet.
Nolte selbst zog es 1988 zurück nach Deutschland zum Burda Konzern; dort, wo er 1976 bei der "Bunten" nach einem abgebrochenen Filmstudium seine Journalistenkarriere gestartet hatte.
Nach seiner Rückkehr wurde er Chefredaktor der Architektur- und Wohnzeitschrift "Ambiente". Danach wechselte er für ein Jahr auf den Chefsessel der deutschen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Forbes".
"Ambiente" und das deutsche "Forbes" gibt es nicht mehr, ebenso wie die provokative Illustrierte "Tango", an deren Aufbau Nolte in den 90er Jahren beteiligt war. Nach diesen Projekten arbeitete der heute 49jährige als freier Autor etwa für die "Welt" in Berlin und verfasste unter anderem Literaturkritiken.
Seit Herbst 2000 war Nolte als publizistischer Berater bei "Blick" und "SonntagsBlick" tätig. Auf Anfang 2002 wurde er dann überraschend zum Chefredaktor bestimmt.
swissinfo und Agenturen
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