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Obwohl die Geschichte von Frankenstein von Mary Shelley schon 1816 geschrieben wurde, hat sie noch heute eine brisante Aktualität. Der Mensch will sich neu erschaffen, nach dem Perfekten streben und den Zerfall aufhalten.
Die Adaption des alten Klassikers an die heutige Zeit gelingt Thomas Melle mit seiner postmodernen Version von Frankenstein sehr gut. Während Frankenstein zum Beispiel versucht, das perfekte Retortenwesen zu erschaffen, will seine Mutter mit diversen Schönheitsoperationen ihren körperlichen Zerfall aufzuhalten.
Meiles Version von Frankenstein ist schrill und sehr modern. Die Dialoge sind oftmals so absurd und laut, dass es dem Publikum zuviel werden kann. Trotzdem überzeugt das Stück durch die schauspielerische Leistung und den aktuellen Bezug.