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Zwei Drittel des Dorfes Stans waren in der Nacht auf den 17. März 1713 innert weniger Stunden abgebrannt. Das Feuer hatte sich sehr schnell ausgebreitet. Wohl waren keine Toten zu beklagen, doch verloren Hunderte von Stanserinnen und Stansern ihr Obdach.
Streng geplanter Wiederaufbau
Die Obrigkeit nutzte den Brand zu einer Disziplinierung des Volkes und brachte an der Landsgemeinde eine Einschränkung der Volksrechte durch. «Doch nur ein Jahr später kippte das Volk die neuen Vorschriften wieder», sagt der Stanser Gemeinderat Peter Steiner zu den politischen Folgen der Brandnacht.
Der Wiederaufbau von Stans wurde detailliert geplant, und zwar nach dem Vorbild des Städtchens Willisau. Dank rigorosen Vorschriften erhielt das Dorf sein heutiges Erscheinungsbild mit dem dominanten Hauptplatz neben der Kirche.
Einmaliger Gedenkanlass
Auf dem Dorfplatz wird am Samstag der Brandnacht vor 300 Jahren gedacht. Das Musikerpaar Coal Burrell und Sarah Bowman hat dafür eine musikalische Inszenierung geschaffen, die nur ein einziges Mal aufgeführt wird. Mit dabei sind ein Chor, die Stanser Jodlerbuebe und eine Brassband.