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Die Houston Texans haben wohl zu viele Löcher, um in der neuen Saison kompetitiv zu sein. Unklar ist zudem, ob Deshaun Watson spielen wird: Er hat in der Offseason nicht nur vergeblich einen Trade eingefordert, sondern ist mit mehreren Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung konfrontiert. Falls nicht, dürfte Tyrod Taylor spielen, der sich bei mehreren Teams nicht durchsetzen konnte. Das Receiver-Korps ist nach den Abgängen von Will Fuller und Randall Cobb mit Brandin Cooks und Keke Coutee dünn, das Backfield mit Mark Ingram und David Johnson etwas besser besetzt. Immerhin konnte die Offensive Line durch die Zuzüge von Marcus Cannon und Lane Taylor verstärkt werden. In der Defense ist der Abgang von J.J. Watt zu vermerken. Mit Whitney Mercilus, Jordan Jenkins und Shaq Lawson hat das Teams von Head Coach David Culley glücklicherweise andere Optionen. Bei den Linebackern soll Christian Kirksey Bernardrick McKinney ersetzen. In der Secondary kann einzig das Cornerback-Duo mit Terrance Mitchell und Bradley Roby einigermassen überzeugen, Desmond King wird im Slot spielen. Bei den Safeties ist dafür das Rätselraten umso grösser, wer die beiden Starter-Positionen übernehmen wird.
Die Indianapolis Colts geben mit einem Trade Carson Wentz die Chance auf einen Neustart. Doch nun fällt er mit einer Fussverletzung aus, wie lange ist noch unklar. Ebenso, wer an seiner Stelle starten wird. Gut möglich, dass Head Coach Frank Reich sich noch nach einem Veteranen umsehen wird. Der Schutz für wen auch immer durch die Offensive Line ist mit Spielern wie Quenton Nelson und Ryan Kelly grundsätzlich gut. Als Ersatz für Anthony Castonzo hat man Eric Fisher geholt. Auch an Anspielstationen mangelt es nicht: T.Y. Hilton, Michael Pittmann und Parris Campbell sind als Gruppe sehr solide. Das Laufspiel wird von Jonathan Taylor, der eine gute Rookie-Saison gezeigt hatte, und Nyheim Hines getragen werden. In der Defensive ist vor allem die Defensive Line sehr stark: Veteran DeForest Buckner erhält durch junge Spieler wie Kwity Paye und Dayo Odeyingbo Unterstützung. In der Reihe dahinter wird wieder vieles von der Leistung von Darius Leonard abhängen, der Abgang von Anthony Walker soll durch Bobby Okereke kompensiert werden. In der Secondary kehren praktisch alle Spieler zurück, wobei aber hinter Xavier Rhodes, Khari Willis und Kenny Moore etwas die Tiefe im Kader fehlt. Rock Ya-Sin und T.J. Carrie sind gefordert.
Die Jacksonville Jaguars nutzten den Top-Pick im Draft für Trevor Lawrence. Und Head Coach Urban Meyer, der sich nach drei College-Titeln nun in der NFL beweisen will, machte ihm das Geschenk, mit Travis Etienne auch noch gleich seinen College-Teamkollegen fürs Laufspiel zu verpflichten. Dieser ist auch als Receiver aus dem Backfield durchaus gefährlich. Im Passpiel hat das Team mit D.J. Chark, Marvin Jones und Phillip Dorsett erfahrene Spieler, die nun durch Rookie Laviska Shenault verstärkt werden. In der Offensive Line liegt die Stärke innen: Center Brandon Lindner und die beiden Guards Andrew Norwell und A.J. Cann gehören zu den Besten. Die Tackles Cam Robinson und Jawaan Taylor haben aber Steigerungspotential. In der Defense blieb insbesondere in der Secondary kaum ein Stein auf dem anderen: Hier holte man Shaq Griffin sowie Rayshawn Jenkins und draftete Tyson Campbell und Andre Cisco. Im Passrush zählt man darauf, dass Josh Allen nach seiner Knieverletzung stark zurückkehren kann. Daneben sollte Zweitjahr-Profi K’Lavon Chaisson einen grossen Schritt nach vorne machen. Nicht besonders beeindruckend ist das Linebacker-Korps: Hinter Myles Jack fehlt es dem Team hier vor allem an valablen Alternativen.
Die Tennessee Titans haben sich als Glücksfall für Ryan Tannehill erwiesen: Hier konnte der ehemalige Dolphins-Quarterback seine stockende Karriere wieder neu beleben. Julio Jones hofft, dass ihm nach seiner Zeit in Atlanta nun das gleiche gelingt. Gemeinsam mit Neuentdeckung A.J. Brown bildet er ein durchaus starkes Receiver-Duo. Und mit Derrick Henry hat Head Coach Mike Vrabel natürlich den zur Zeit wohl stärksten Running Back der Liga im Team, der ein Spiel fast alleine tragen kann. Ein Fragezeichen ist die Offensive Line: Die ist auf dem Papier recht stark, doch sind einige Spieler, wie zum Beispiel Tackle Taylor Lewan oder Guard Rodger Saffold nicht mehr die Jüngsten und verletzungsanfällig. Hier wird sich zeigen, ob die Tiefe des Kaders ausreichend ist. Die Schwächen der Titans liegen eher in der Defense. Den Passrush hat man zwar mit Brad Dupree verstärkt, dessen Knieverletzung allerdings noch nicht weit zurückliegt. Ansonsten ist man auf Harold Landry und Jeffery Simmons angewiesen. Das Linebacker-Korps ist mit Jayon Brown und Rashaan Evans solide. In der Secondary ist Janoris Jenkins neu dabei und mit Kristian Fulton und Caleb Farley hat man talentierte Spieler. Kevin Byard und Amani Hooker bilden ein gutes Safety-Duo.
Prognose des www.bigplay.ch-Teams für die AFC South:
1. Tennessee Titans
2. Indianapolis Colts
3. Jacksonville Jaguars
4. Houston Texans