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Universitätsbibliothek Basel, Vortragssaal, 1. Stock, Schönbeinstrasse 18-20, Basel
"Unser Land"? Lesothos schweizerische Nationalhymne
Die ungewöhnliche Geschichte einer gewöhnlichen Melodie
-short English version below-
Komponiert hat sie der Komponist, Musikpädagoge und Mitbegründer des Basler Gesangvereins Ferdinand Laur um 1820. Zunächst fand das Lied in schweizerischen, dann in französischen Liederbüchern Verbreitung. Über Missionare gelangte die Melodie ins südafrikanische Lesotho, wo sie durch den französischen Missionar François Coillard einen neuen Text in der Landessprache Sesotho erhielt. Im Zuge der Unabhängigkeit Lesothos vom britischen Protektorat 1967 wurde das Lied zur offiziellen Nationalhymne des Landes.
Verwandelt sich ein schweizerisches Chorstück in der ehemaligen britischen Kronkolonie aus etwas Fremdem in etwas Eigenes? Was zeigt ein postkolonialer Blick auf ein nationaleuropäisches Freiheitslied des 19. Jahrhunderts? In der Ausstellung und der reich bebilderten Begleitpublikation werden die vielschichtigen Kontexte eines Liedes in den Vordergrund gerückt, das in der Schweiz mittlerweile vergessen ist, in Lesotho aber als lebendiger Teil der Gegenwart mit Selbstbewusstsein und Skepsis zugleich diskutiert wird. Zur Vernissage und Buchpräsentation mit anschliessendem Apéro sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Ausstellung und Publikation sind Zweisprachig (DE/ENG)
The unusual story of a common melody
Composed in 1820 by Basel-based composer, teacher and founder of the Basler Gesangsverein Ferdinand Laur, this melody travelled from Switzerland to France, in changing contexts and with different lyrics. French missionary François Coillard brought the melody to today's kingdom of Lesotho where he created lyrics in Sesotho and where, after independence in 1967, the song was chosen as the nation's national anthem. The exhibition and accompaining book seek to present this unusual story and raise questions about the various topics which emerge from it.
Interested persons are all invited to the exhibition-opening and book-presentation followed by a reception on Friday, September the 28th at the University Library Basel (UB Basel).
Exhibition and book are bilingual (GER/ENG)
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