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Magic Radio
Im Sahelstaat Niger ist das Radio etwas ganz Besonderes. Es trug entscheidend zur Demokratisierung bei und ermöglicht es den Menschen, am Weltgeschehen teil zu haben. Radio wird deshalb «magique» genannt.
Medien im Niger
Der westafrikanische Staat Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es fehlt an Elektrizität und Kommunikationsmitteln. Der Analphabetismus liegt bei etwa 80 Prozent.
Die Medienlandschaft reduziert sich hauptsächlich auf das Radio. Tageszeitungen und Fernsehen gibt es, wenn überhaupt und oft zu teuer, nur in der Hauptstadt.
Das Radio ist daher sehr populär. Bereits zur Kolonialzeit war es ein wichtiges staatliches Medium mit Bildungsfunktion. Jedoch diente es auch als Herrschaftsinstrument.
«Revolution FM»
Im Jahr 1991 begann im Niger ein Demokratisierungsprozess, der sich nach einer Reihe von Staatsstreichen ab 1999 stabilisierte. Langsam setzte sich auch die Pressefreiheit durch. Das Monopol des Staatsradios wurde abgelöst durch ein System von freien Medien.
In dieser Zeit wurden viele private Radiosender gegründet. Man könnte auch von der «Revolution FM» sprechen. Heute existieren einige Dutzend private Radiostationen. Radio Anfani ist eine solche.
Radio ist das populärste Massenmedium im Niger. Es greift die Anliegen der Bevölkerung auf und verbreitet diese. Die «Revolution FM» hat die Einwohner von Niger geprägt. Sie hat ihnen geholfen, die Demokratie zu begreifen, ihre Meinung zu äussern und die Kultur und Politik ihres Landes mitzugestalten.
«Magic Radio» lässt uns teilhaben am Alltag der Menschen im westafrikanischen Niger und zeigt, welchen Stellenwert das Radio dort hat.
Stufe: Sek II
Fächer:
- Medienbildung/ICT und Medien
- Individuum + Gemeinschaft
- Politik
Stichwörter: Radio, Medium, Niger, Revolution, Bedeutung, Rolle, Radiostation, Freizeitmedium, Staatsradio, Afrika, Sahelstaat
Produktion: Luc Peter, Stéphanie Barbey. Intermezzo Films 2007
Verkauf: Filme für eine Welt
VOD: Bis 31.05.2017.
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