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Zum ersten Mal wurde das Hotel bereits im Januar wiedereröffnet, auch um für Seminare und Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen. Es wurde in die Garten-Infrastruktur und in das Beach House investiert. Und im Frühling wurde das «Bad Muntelier» zum «Bad Murtensee», mit einer neuen Corporate Identity und einer neuen Markenstrategie.
Am 1. September 2019 erhielt der Betrieb ein neues Gesicht – Manuela Stillhard und Thomas Kunz übernahmen die Rolle der Gastgeber. Zudem erfolgte in diesem Jahr eine Neugestaltung des Hofs, der Eventsäle sowie des Restaurants, welche sich auch in einem neuen Auftritt ausdrückte – «See la vie» ist seither der Name und gleichzeitig das Motto des Restaurants.
Im Dezember 2018 ging das Hotel Bad Muntelier nach vier Generationen in der Familie Fasnacht in neue Hände über. Franziska und Marcel Jörg, beide in der Region verwurzelt, übernahmen den Traditionsbetrieb.
Ab 1987 stiegen nacheinander Barbara, ihr Mann Peter und ihre Schwester Karin in den Betrieb mit ein und übernahmen diesen 1995 gemeinsam. In ihrer Ära entstand 1998 auch das «Beach House», welches direkt am See in einmaliger Atmosphäre zum Verweilen einlädt.
Kurt und Gini Fasnacht, mittlerweile mit den zwei Töchtern Barbara und Karin zu einer Familie herangewachsen, erstellten 1973 einen motelähnlichen Anbau mit 21 Zimmern und eröffneten eine Seeterrasse mit rund 60 Plätzen.
Die damalige Besitzerfamilie liess sich von Sohn Kurt, der mehrere Jahre in den USA gelebt hatte und im Hotelfach gründlich ausgebildet war, inspirieren. Sie richteten einen «Grill-Room» ein und der Weg zur heutigen renommierten Gaststätte begann.
Hanny, die Tochter des Hauses, hatte sich mit Paul Fasnacht «dit Welsch» verheiratet und war somit dem Geschlecht Fasnacht treu geblieben. Nach dem Tod ihrer Eltern führte sie die Wirtschaft mit ihrem Mann weiter und nahm 1947 verschiedene innerräumliche Umgestaltungen in den Sälen vor.
Die Liegenschaft wurde von August Fasnacht «dit Gräy» gekauft, einem anerkannten Einheimischen, der vorher auf dem «Hechten» gewirtet hatte. Damit begann die erfolgreiche Geschichte der Wirtefamilie Fasnacht im damaligen «Hotel Bad Muntelier am See».
Nachdem ein Teil der Räumlichkeiten während einigen Jahren massgeblich renoviert worden war, brach ausgerechnet dort am 26. Oktober 1903 ein Feuer aus, dem der Trink- und Ess-Saal, die Scheune mit Futtervorräten, der Tanzsaal mit den Gerätschaften des Turn- und Schützenvereins, die Bühne des Männerchors und ein neues Klavier, die Bäckerei mit Mehlvorräten und die Kegelbahn zum Opfer fielen. Durch das energische Eingreifen der Feuerwehren von Muntelier und den umliegenden Ortschaften und die herrschende Windstille konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Bei Westwind hätte dem ganzen Dorf – wie bereits 1741 - erneut eine Katastrophe gedroht.
Die Eröffnung der so genannten Bade-Wirtschaft Muntelier erfolgte schliesslich am 15. März 1863. Dies sehr wahrscheinlich inspiriert von der nah gelegenen Badeanstalt, welche bereits in den 1850er-Jahren bestand. Das Seewasser wurde damals gar als Heilwasser angepriesen. In der neuen, zur Bade-Wirtschaft gehörenden Seebäderanstalt durften die Männer von 5 bis 8 und von 11 bis 12 Uhr sowie nachmittags von 17 bis 21 Uhr baden, die Frauen von 8 bis 11 und 14 bis 17 Uhr. Zudem gab es öffentliche Tanz-Anlässe.
Die Anzahl der Pinten in der Gemeinde gab schon länger zu reden. So beschloss der Gemeinderat 1825 alle bis auf zwei zu schliessen. Bestehen blieben nur der «Hechten» und die Pinte am grossen Anlegeplatz der Barken, das heutige Hotel Bad Murtensee.
Die Kerngebäude des Hotels Bad Murtensee wurden zwischen 1745 und 1754 als Bauernhof erbaut. Es gibt Hinweise darauf, dass man im Haus eine Brennerei und eine Brauerei betrieb. Bald darauf nutzte man das Haus auch als Pinte, ein in der Region gebräuchliches Synonym für ein Wirtshaus.
Eine grosse Feuersbrunst löschte mit Ausnahme von fünf Gebäuden das ganze Dorf aus. Zu dieser Zeit bestand das gegenwärtige Gebäude noch nicht.