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Geprägt hat das Wort vermutlich ein Zoowärter in London, der unter anderem einen afrikanischen Elefanten betreute. Er begrüsste das Tier jeweils mit dem auf Swahili gebräuchlichen «Jambo» («Hallo»), sprach es aber eben Jumbo aus. Der Elefant, der immerhin eine Schulterhöhe von vier Metern hatte, war die grosse Attraktion im Londoner Zoo, vor allem auch deshalb, weil Kinder auf ihm reiten konnten. Millionen von Kindern hat er so durch den Zoo getragen. Unter anderem auch den kleinen Winston Churchill.
Mit der Geschlechtsreife aber wurde der Elefant immer unberechenbarer, sodass man es für zu gefährlich hielt, weiterhin Kinder auf ihm reiten zu lassen. In dieser Zeit kam ein Angebot von einem Zirkusdirektor aus den USA, der Jumbo für die damals enorme Summe von 10’000 Dollar kaufen wollte. London schlug ein, Jumbo wurde verschifft und traf heute vor 139 Jahren in New York ein, wo er mit einer Blaskapelle begrüsst wurde.
Im Unterschied zu den indischen Elefanten sind die afrikanischen Elefanten kaum erziehbar, sodass Jumbo keine Kunststücke für den Zirkus lernte. Aber nur schon durch die Präsentation dieses grossen Tieres vermochte der Zirkus auf seiner Tour durch die USA und Kanada Millionen von Menschen anzuziehen.
Bei einer Umladeaktion in einem Bahnhof in Ontario wurde Jumbo wohl aufgrund eines Weichenfehlers von einem Zug gerammt. Die Lok und zwei Wagen entgleisten, der Lokführer und Jumbo kamen dabei ums Leben. Walt Disney hat Jumbo in «Dumbo» dann noch ein filmisches Denkmal gesetzt, in dem der Elefant kraft seiner riesigen Ohren zum Himmel aufsteigt. In gewisser Hinsicht ist das auch eine Art Auferstehung.