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Fisch ist als Exportprodukt für die Dritte Welt ökonomisch wichtiger als die Summe aller Lebensmittel, die wir heute unter einem Fairtrade-Label kaufen können. Aber bis heute machen die Fairtrade-Bewegung und die entwicklungspolitischen Organisationen einen grossen Bogen um den Fisch, und darum kümmert sich auch der Handel nicht um fairen Fisch.
2008 startete der internationale Verband der Labelorganisationen für Fairen Handel (FLO) ein kleines Projekt, das wenigstens schon mal für Zuchtgarnelen aus der Dritten Welt ein Zertifikat für fairen Handel bringen sollte. Das Projekt ist kürzlich abgebrochen worden: wegen eines zu kleinen Handelsvolumens.
Was einst mit Dritte-Welt-Läden angefangen hat, ist zu einer mutlosen NGO-Bürokratie verkommen, die sich lieber an den industriellen Massstäben der Supermarktketten orientiert als an den Bedürfnissen der Produzenten im Weltsüden