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Wir Menschen leben im intensiven Kontakt mit unserer Umwelt. Geografie ist die Wissenschaft, die die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem menschlichen Handeln und dem Naturraum untersucht. Hierfür hat sie neben den klassischen Methoden für Felduntersuchungen moderne digitale Analyseinstrumente entwickelt, um Erreichbarkeits- und Standortanalysen durchzuführen oder raumbezogene Daten wie die weltweite Ausbreitung des Coronavirus rasch zugänglich zu machen.
Die Physische Geografie fokussiert auf die natürlichen Prozesse und Rahmenbedingungen, welche uns Menschen beeinflussen oder von uns beeinflusst werden. So wirkt sich das Wettergeschehen auf unsere Kleiderwahl aus oder verursacht Hochwasser, das unsere Siedlungen bedroht. Naturkatastrophen wie ein Tsunami vor Japan können zu weltweiten politischen Diskussionen führen, welche auch in der Schweiz den mittelfristigen Ausstieg aus der Atomenergie nach sich ziehen. Andererseits macht die globale Klimaerwärmung deutlich, dass wir Menschen mit unseren Aktivitäten das Klima und damit die Natur ebenfalls beeinflussen.
Hier setzt die Humangeografie an: wenn sich unser Klima verändert, welche Auswirkungen hat dies auf Migrationsbewegungen? Warum leben rund 70% der Schweizer Bevölkerung in Städten und Agglomerationen? Was macht einen attraktiven Wirtschaftsstandort aus? Weshalb gibt es Entwicklungsunterschiede zwischen den einzelnen Regionen unserer Erde? Wie können wir Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr räumlich planen und organisieren und dabei nachhaltig mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen?