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Die Schaffhauser Täufer zur Reformationszeit
Mittwoch, 14. Juni 2017 18:30
mit Dr. Urs B. Leu, Reformationshistoriker
Ort: Vortragssaal Museum zu Allerheiligen
Gerne wird vergessen, dass aus der Reformation nicht zwei, sondern vier neue kirchliche Gruppierungen hervorgegangen sind, nämlich Anglikaner, Lutheraner, Reformierte und Täufer. Letztere erhielt ihren Namen aus dem Umstand, dass sie die Erwachsenentaufe praktiziert, die erstmals im Januar 1525 in Zürich vollzogen wurde. Schnell verbreiteten sich die Zürcher Reformation und die Täuferbewegung auch in Schaffhausen, wo sie, wie auch in anderen Kantonen, bald verfolgt und in den Untergrund verdrängt wurde. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verschwanden die Täufer immer mehr aus unseren Gegenden. Viele flüchteten ins Elsass, in die Pfalz, nach Holland und nach Nordamerika, wo sie in Form der Amischen und Mennoniten weiterleben.