Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03365.jsonl.gz/2364

Transzendentale Meditation kann Studenten vor Uni-Stress schützen
Forschung an der American University, Washington, zeigt, dass meditierende Studenten Stress besser verarbeiten, weniger erschöpft sind und ein „integrierteres“ Gehirn haben Stress besser verarbeiten, weniger erschöpft sind und ein „integrierteres“ Gehirn haben
„Wirkungen der Praxis der Transzendentalen Meditation auf die Gehirnfunktion und Stressreaktion bei Studenten“ (Effects of Transcendental Meditation practice on
brain functioning and stress reactivity in college students) ist die erste randomisierte Studie zur Auswirkung einer Meditationspraxis auf die Funktionsweise des Gehirns und der Physiologie von
Studenten.
Die Studie war eine Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Psychologie der American University in Washington, D.C., und dem Zentrum für Gehirn, Bewusstsein und Erkenntnis (Center for Brain, Consciousness, and Cognition) der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa.
Die Studie erforschte die Auswirkungen von 10-wöchiger Ausübung der Transzendentalen Meditation (TM) auf die Werte der Gehirn-Integrationsskala (Brain Integration Scale), die frontale Breitband-Kohärenz, Intensitätsverhältnis und vorbereitende Gehirnreflexe misst, sowie auf die elektrodermale Gewöhnung an einen Stressreiz und auf Müdigkeit an 50 Studenten der American University und anderen Universitäten im Bereich Washington, D.C.
Im Pretest wurden physiologische und psychologische Variable gemessen; danach wurden die Studenten nach dem Zufall der TM-Gruppe oder der Kontrollgruppe zugeordnet. Der Posttest wurde nach 10 Wochen durchgeführt – unmittelbar vor der Woche mit den Semesterabschlussprüfungen. Beim Posttest wiesen die meditierenden Studenten höhere Werte auf der Gehirn-Integrationsskala auf, weniger Müdigkeit und schnellere Gewöhnung an einen lauten Ton – sie waren weniger nervös und irritierbar.
„Der Druck an der Hochschule kann überwältigend werden – 44 Prozent der Studenten nehmen an Wettkampf-Trinken teil, nach Aussage der Studenten nehmen 37 Prozent illegale Drogen, leiden 19 Prozent unter klinischer Depression und 13 Prozent unter starken Ängsten“, sagte Fred Travis, der Hauptautor der Studie und Direktor des MUM Gehirnforschungszentrums.
Die Daten der nicht meditierenden Kontrollgruppe zeigten die schädlichen Wirkungen des Studentenlebens auf die Studenten, sagte Travis. „Die Kontrollgruppe hatte niedrigere Werte der Gehirn-Integrationsskala, ein Zeichen für eine fragmentiertere Gehirnfunktion, die zu zerstreuterem und desorganisierterem Denken und Planen führen kann. Die Kontrollgruppe zeigte auch eine Zunahme bei der sympathischen Reaktion und bei Müdigkeit, was größeren Ängsten, Sorgen und Irritierbarkeit entsprechen kann“, erläuterte Dr. Travis.
Im Gegensatz dazu schien die Transzendentale Meditation die Wirkungen von großem Stress abzupuffern.
„Vom Pretest zum Posttest nahmen die Werte der Gehirn-Integrationsskala signifikant zu, was eine größere Breite im Planen, Denken und Wahrnehmung der Umgebung anzeigt. Das sympathische Reaktionsvermögen und die Müdigkeit nahmen bei der TM-Gruppe ab, was einem größeren emotionalen Gleichgewicht und mehr Wachheit entspricht.
„Diese statistisch signifikanten Ergebnisse bei Studenten legen nahe, dass die Ausübung der Transzendentalen Meditation für jeden, der besonders intensiven Herausforderungen bei seiner Arbeit oder seinem Studium ausgesetzt ist, von beachtlichem Wert sein könnte“, sagte Travis.
Patricia Spurio, eine der Studentinnen der TM-Kontroll-Gruppe, hatte ein Vollzeitstudium und ein Teilzeit-Praxissemester zu bewältigen darüber hinaus half sie, eine große Rallye auf dem Campus zu organisieren. „Der größte Gewinn war für mich, diese 20 Minuten für die Meditation zu haben. Ich fühlte, wie mein ganzer Körper den Stress des Tages loswurde. Danach fühlte ich mich ausgeruht und bereit zu mehr Aktivitäten. TM half mir, dies alles gesünder und ausgeglichener durchzustehen.“
Über die Studie:
1.- Höhere Gehirn-Integrationsskala beinhaltet drei Messgrößen:
• Frontale Kohärenz, ein Maß für koordinierte Funktionsweise der Exekutiv-Gehirnareale: Höheres Alpha- und niedrigeres Gamma-EEG, eine Veränderung in der Verarbeitungsweise von der Wahrnehmung äußerer Begrenzungen (Gamma-EEG) zur Wahrnehmung des inneren Zustands von Wohlbefinden (Alpha-EEG); Angemessenere kortikale vorbereitende Reflexe, ein Maß für die Effizienz bei der Anwendung mentaler und motorischer Ressourcen bei der A ufgabe.
2. Schnellere Gewöhnung an einen lauten Ton, gemessen am Reflex der Hautleitfähigkeit:
Das sympathische Nervensystem reagiert auf laute neue Töne. Wenn man den Ton jedoch erneut hört, ist es nicht nötig, erneut darauf zu reagieren. Eine ausgeglichenere Person gewöhnt sich sehr schnell daran – hört sehr schnell auf zu reagieren. Eine Person, die ängstlicher und besorgter ist, wird weiterhin auf den Ton reagieren. Dies war der Fall bei den nicht meditierenden Studenten.
3. Weniger Müdigkeit:
Der Posttest wurde am Ende des Semesters durchgeführt – eine Woche vor den Abschlussprüfungen – die Zeit des größten Drucks und Stress’ für einen Studenten. Diejenigen Studenten/Studentinnen, die TM ausübten und regelmäßig den Zustand ruhevoller Wachheit erfuhren, waren frischer. Sie gaben bei einer standardisierten Müdigkeitsskala an, bei acht üblichen Situationen seltener eingedöst zu sein.
4. Bedeutung höherer Werte der Gehirn-Integrationsskala
Höhere Werte bedeuten größere frontale Kohärenz, mehr Alpha-Aktivität und bessere Anpassung der Gehirnaktivität an die Erfordernisse der gestellten Aufgabe. Höhere Werte bedeuten optimalere Gehirnfunktion zur Unterstützung erfolgreicherer Handlung. Hohe Werte auf der Gehirn-Integrationsskala korrelieren mit:
• größerer emotionaler Stabilität,
größerem ethischen Empfinden,
mehr Offenheit für Erfahrungen und
reduzierten Ängsten.
Vorbereitende Forschung weist darauf hin, dass (norwegische) Berufssportler, die in Weltmeisterschaften und bei der Olympiade Goldmedaillen gewonnen haben, höhere Gehirn-Integrationswerte hatten. Top-Manager weisen ebenfalls höhere Werte der Gehirn-Integration auf. Demnach kann die Erhöhung der Gehirn-Integrationsskala eine neue Grundlage für Erfolg bedeuten, eine neue Voraussetzung mit den Herausforderungen umzugehen, denen wir in einer sich immer mehr beschleunigenden Welt begegnen.
Quelle: Eurekalert, . Feb. 2009
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-02/muom-tmb021309.php
Contact: Ken Chawkin, <email-pii>
USA: 641-470-1314, Maharishi University of Management