Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/1213

Betroffene im Alltagsleben Arbeit und SehbehinderungBerufliche Integration Die berufliche Integration von rund 17'000 behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt ist das Ziel des Bundes. Dieses Thema beschäftigt auch den Schweizerischen Blindenbund intensiv.Aus diesem Grund hat der Schweizerische Blindenbund eine Erhebung zu diesem Thema bei seinen Mitgliedern durchgeführt und die Ergebnisse zusammengefasst.Erhebung Chancen sehbehinderter und blinder Menschen auf dem ArbeitsmarktNovember 2011(PDF, 188 KB)Erhebung herunterladen Vorlesen Digitale WeltBlinde wie sehbehinderte PC-Anwender können Webseiten besuchen. Als Hilfsmittel können Braillezeile, Vergrösserungsprogramme, Sprachsynthese oder Grossschrift als Ausgabemedium dienen. Meist ist ein hoher Schulungsaufwand erforderlich.Blinde Nutzer scheitern oft an der grafischen Gestaltung von Webseiten. Auch Personen mit stark eingeschränktem Sehvermögen haben mit dem Vergrösserungs-Programm erhebliche Probleme damit, vor allem, wenn eine systematische Darstellung fehlt oder nur Ausklapplisten zur Verfügung stehen.Um die Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für blinde und sehbehinderte User zu erhöhen, wurden internationale Standards vereinbart, an welchen sich Webdesigner orientieren können, aber keinesfalls müssen. In Westeuropa müssen die regierungseigenen Webseiten der meisten Länder barrierefrei zugänglich sein.Diese Internetseite ist barrierefrei erstellt gemäss den Richtlinien der Web Content Accessibility Guideline (WCAG) 2.1 AA.Weitere LinksStiftung "Zugang für alle" - Schweizerische Stiftung zur behindertengerechten Technologienutzung: www.access-for-all.chWCAG 2.0 in deutscher Übersetzung: www.w3.org/Translations/WCAG20-de/Wertewerk - Barrierefreie Kommunikation: www.wertewerk.deBlindenschrift Als im Laufe der Geschichte immer mehr Menschen lesen und schreiben konnten, begann man sich auch mit der Blindenbildung zu beschäftigen. Valentin Haüy gründete 1784 die erste Blindenschule in Paris. Die Schüler hatten damals erhöhte Normalschriftbuchstaben, die aber mit den Fingern schlecht zu lesen waren.1809 wurde Louis Braille geboren. Er erblindete im Alter von ca. drei Jahren. Da er an der Welt sehr interessiert war, wurde er mit zehn Jahren Schüler der Blindenschule in Paris. Die übliche Schrift befriedigte ihn nicht, so dass er schon sehr früh an einer eigenen mit den Fingern besser lesbaren Schrift zu arbeiten begann.1821 stellte ein französischer Offizier, Charles Barbier de la Serre, seine "Ecriture nocturne" vor, die aus 12 Punkten bestand. Louis Braille begann nun seine Schrift auf 6 Punkten aufzubauen, so dass die Buchstaben gut mit den Fingerkuppen erfasst werden können. 1825 war das Braillealphabet fertig. Diese Schrift kann mit den Fingern gut und schnell gelesen werden. Louis Braille erfand auch die Schreibtafel gleich dazu. Heute schreibt man mit Punktschriftmaschinen und Druckern am Computer.Brailleschrift - Punktschrift ist bis heute die einzige wirkliche Schrift geblieben, mit der man selbständig lesen kann. Sie ist aktuell wie eh und je!Die Brailleschrift hat sich an die modernen Anforderungen und Notwendigkeiten angepasst. Die Punktschrift ist heute genau so wichtig wie vor fast 200 Jahren, denn nur damit kann man die Orthografie wirklich lernen und korrigieren.Der Schweizerische Blindenbund hat schon früh in seiner Geschichte die Einladungen an Anlässe usw. seinen Mitgliedern auf Wunsch in Punktschrift verschickt. Dies ist bis heute so geblieben.Das Geheimnis der 6 PunkteWeiterlesen Das Blindenschrift-AlphabetWeiterlesenWeitere Informationen erhalten Sie auch in unseren Beratungsstellen.FreizeitDie Frage nach Freizeitaktivitäten blinder bzw. sehbehinderter Menschen kann nicht pauschal beantwortet werden. Natürlich schränkt die Blindheit die Freizeitaktivitäten sehr ein, trotzdem ist eine sinnvolle und persönlich befriedigende Freizeitgestaltung absolut möglich.Blinde Führhundehalter verbringen naturgemäss viel freie Zeit draussen mit ihrem Vierbeiner. Diverse Sportarten wie Schwimmen, Laufen, Kegeln, Nordic Walking etc. sind beliebt.Zahlreiche Blinde machen den Computer zum Hobby. Das Angebot unserer Freizeitkurse zum Erlernen diverser Fähigkeiten wird rege genutzt. Viele Blinde befassen sich intensiv mit Musik, aber auch das Medium Fernsehen wird ständig wichtiger. In vielen Blindenhaushalten gibt es heute schon Videorekorder. Besonders hilfreich in diesem Zusammenhang ist die Audiodeskription, d.h. die akustische Kommentierung von Filmen, welche seit Anfang der 90er Jahre im Fernsehen eingeführt wurde.Auch Karten- und andere Spiele, namentlich das Schachspiel, können gut ausgeübt werden.Blinde Funkamateure gibt es ebenso wie blinde Segelfreunde.Dank moderner Vorlesegeräte haben blinde Menschen nun auch breiten Zugang zu neu erschienener Literatur.Siehe auch Veranstaltungen unserer Regionalgruppen.Im AlterVorsorgen und vorbeugenWenn Sie in den allseits bekannten (manchmal auch gefürchteten) Lebensabschnitt «Fünfzig plus» eintreten, sind Sie gut beraten, in regelmässigen Abständen eine augenärztliche Kontrolle vornehmen zu lassen. Dabei ist die Überprüfung des Augendrucks (nicht zu verwechseln mit dem Blutdruck) sehr wichtig. Diese Kontrolle dient der Vorbeugung vieler Augenkrankheiten.Beeinträchtigung des Sehvermögens als AlterserscheinungIn unseren Breitengraden nimmt die Lebenserwartung seit Jahren ständig zu, was an und für sich erfreulich ist. Alter ist a priori keine Krankheit, sondern eine Chance, wenn damit auch Unzulänglichkeiten verbunden sein können. Eine Beeinträchtigung des Seh- und/oder Hörvermögens gehört zu den fünf meist bekannten Alterserscheinungen. Aber bitte keine Angst! In den weitaus meisten Fällen lässt sich dies mit einfachen Mitteln (beispielsweise Brille, Kontaktlinsen) oder mit längst zur Routine gewordenen Eingriffen (zum Beispiel Staroperationen) beheben.Es wäre aber unklug zu verschweigen, dass gerade im Alter schwerwiegende und irreparable Sehschädigungen auftreten können. Eine davon ist die Makula-Degeneration, welche nur der Augenarzt oder die Augenärztin entweder als "Trockene AMD" oder als "Feuchte AMD" diagnostizieren kann. Nach einer solchen ärztlichen Diagnose ist der Gang zum Schweizerischen Blindenbund sehr empfehlenswert und hilfreich. Insbesondere ist dann eine AMD-Beratung angezeigt.Der Erfahrungsaustausch in den Regionalgruppen vermittelt nicht nur manche in der Praxis entwickelten Tricks und Kniffs, sondern den Kontakt mit von ähnlichen Problemen Betroffenen - ein sehr wichtiges Instrument, einerseits zum Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins und andererseits als Gegensteuer zu drohender Isolation und destruktivem Selbstmitleid.Beratung mit dem Ziel SelbständigkeitDie Fachkräfte der Beratungsstellen wissen Bescheid in den verschiedensten Belangen. Ihr Rat und die von den Fachkräften vermittelte praktische Anwendung tragen dazu bei, dass oftmals eine erstaunliche Selbständigkeit im Alltag bewahrt werden kann. Auch bei der Wahl von Hilfsmitteln können sie kompetent und praxisbezogen beraten.Übersteigt dies die finanziellen Möglichkeiten einer / eines Betroffenen, so wird der SBb Mittel und Wege suchen, die Finanzierung zu bewerkstelligen. Nur aus finanziellen Gründen soll keine AHV-Rentnerin, kein AHV-Rentner auf ein geeignetes Hilfsmittel verzichten müssen. Das ist einer der Grundsätze des Schweizerischen Blindenbundes.SeniorwebSeniorweb fokussiert die Inhalte auf alle Lebenslagen und Themen der Generation 50+. Von Arbeitswelt über Freizeit, Gesundheit, Konsum, Partnerschaft, Pensionierung bis Vorsorge. Es ermöglicht den Austausch unter Gleichgesinnten und vermittelt Dienstleistungen und Hilfe.Weitere Informationen finden Sie unter www.seniorweb.ch.