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2) RogerBernard III., verfocht nachdrücklich die Rechte seines Hauses gegen die Anmaßungen der Armagnacs,
geriet aber dadurch mit dem französischen König Philipp III. in Fehde, ward 1274 gefangen und erst nach längerer Zeit, während
deren er im Dienste
[* 8] des Königs seine Treue bewährte, wieder in seine Güter eingesetzt. Mit seinen Nachbarn gegen
König Peter III. von Aragonien verbündet, fiel er abermals in Gefangenschaft und ward erst nachPetersTod (1285) wieder frei.
Er starb 1303. Seine in dieser zweiten Gefangenschaft gegen den König von Aragonien gerichteten Lieder gibt Millot im 2. Band
[* 9] seiner »Histoire littéraire des troubadours« im Auszug.
Als ihm Karl V. das Gouvernement von Languedoc nehmen wollte, um es dem Herzog von Berri zu geben, behauptete er sich mit Waffengewalt
und schlug den letztern in der Ebene von Revel. Seinen Sohn, den er im Verdacht hatte, ihn im Einverständnis mit Karl dem Bösen
vergiften zu wollen, warf er ins Gefängnis und mißhandelte ihn so, daß derselbe den freiwilligen Hungertod vorzog. Er
starb 1391 kinderlos. Er hinterließ ein Gedicht: »Miroir de
Phébus, des déduiz de la chasse, des bestes sauvaiges et des oyseaux de proye« (Poitiers 1560 und Par. 1620), dessen sehr
schwülstiger Stil (faire du oder donner
dans le Phébus) sprichwörtlich geworden ist.
Vgl. Madaune, Gaston Phébus, comte
de Foix (1864).
Nach seinem Tod fiel die Grafschaft an König Karl VI., der sie einem Urenkel von Roger I., Matthieu Foix, Grafen
von Castella, als Lehen gab; nach dessen Tod kam sie 1398 durch seine SchwesterIsabelle an Archambaud de Grailly, der nun sich
und seinen Nachkommen den Titel der Grafen von Foix beilegte und 1412 starb. Dessen Sohn