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Las Vegas/San Francisco - Die Mexikanerin Jimena Navarrete ist in der Nacht zum Dienstag zur "Miss Universe 2010" gekrönt worden. Die 22-Jährige hatte sich bei der Veranstaltung in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) gegen 82 Konkurrentinnen aus aller Welt durchgesetzt.
Sie könne keinen klaren Gedanken fassen, stammelte Navarrete kurz nachdem ihr die amtierende "Miss Universe", die Venezolanerin Stefania Fernández, das Krönchen aufgesetzt hatte. Der Sieg der brünetten Mexikanerin kam für die Zuschauer eher überraschend - als Favoritinnen hatten die Rivalinnen aus Venezuela, Irland und den USA gegolten.
Doch Navarrete versetzte die Jury nicht nur mit ihrem rubinroten Abendkleid in Erstaunen, sondern überzeugte offensichtlich auch mit ihrer Antwort auf die Frage, wie Kindern der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet beigebracht werden könne.
Das Internet sei "in der heutigen Zeit ein unabdingbares, nützliches Werkzeug", sagte Navarrate. "Wir müssen ihnen unsere Werte beibringen, die wir als Familie gelernt haben."
Die Siegerin erhielt neben ihrer glitzernden Krone ein Jahresstipendium für eine Schauspielschule in New York. Ausserdem darf sie sich ein Jahr lang mit Schuhen, Kleidern und Kosmetik eindecken, ohne dies selbst bezahlen zu müssen. In dieser Zeit soll sich die Miss aber auch dem Kampf gegen Aids und Brustkrebs widmen, wie die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs mitteilten.
Zürcherin in den Top 10
Mit Navarrete stand die 24-jährige Yendi Phillipps aus Jamaika kurz vor der Entscheidung erwartungsvoll auf der Bühne. In der Endrunde der fünf Schönsten waren zudem die Bewerberinnen aus Australien, der Ukraine und den Philippinen vertreten.
Die Zürcherin Angela Martini, die für Albanien antrat, schaffte es unter die Top 10, wie die "Schweizer Illustrierte" online berichtete. Dagegen schied die offizielle Schweizer Vertreterin und amtierende Miss Schweiz Linda Fäh vor dem Finale aus.
Auch Venezuela musste seine Hoffnungen auf einen dritten "Miss Universe"-Sieg in Folge schnell aufgeben. Bewerberin Marelisa Gibson kam nicht einmal unter die 15 Finalistinnen.
SDA-ATS