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Gut zu wissen: Das Spiel kann im Super Gameboy mit vier Spielern gespielt werden.
Über das Spiel
«Wario Blast featuring Bomberman!» ist eines der ersten Crossoverspiele von Nintendo. Das Spiel wurde ursprünglich in Japan als «Bomberman GB» veröffentlicht und hatte überhaupt nichts mit Wario zu tun. Erst mit der Veröffentlichung in Nordamerika und Europa wurde Wario als Protagonist hinzugefügt. Dies macht das Spiel das zweite Spiel überhaupt, in dem Wario eine spielbare Figur darstellt.
Geschichte
Die Geschichte beschränkt sich auf einen kurzen Paragraph in der Bedienungsanleitung des Spiels (siehe hier). Wario findet ein Portal in die Bomberdimension und sein erster Gedanke ist es, alle Bomben in dieser Welt zu klauen und die Bomber als seine Schergen anzuheuern.
Interessant ist diese Geschichte eigentlich nur, weil sie die Verbindung zwischen Wario und Bomben zum ersten Mal zementiert. Bomben spielen in den meisten Wariospielen als Spielmechanik eigentlich keine Rolle, aber ab diesem Spiel geht eine Gasterscheinung von Wario praktisch immer mit Bomben einher (Wario’s Woods, Mario Party, Mario Kart, Mario Smash Football, etc.).
Spielmechaniken
Kernmechaniken
Die Spielmechaniken sind praktisch identisch mit den Kernmechaniken der klassischen Bomberman Spiele. Spieler legen Bomben in ein schachbrettartiges Spielfeld, die dann kreuzförmig explodieren und Blöcke / Spieler zerstören. Gewisse Blöcke können nicht gesprengt werden und dienen als Deckung. Der letzte Überlebende gewinnt. Ein normales Spiel folgt normalerweise diesem Rhythmus:
Blöcke sprengen um Power-Ups zu gewinnen
Einen Weg zu deinem Gegner sprengen
Kampf um die restlichen Ressourcen / Blöcke
Kampf in einer offenen Arena
Die Formel ist so elegant wie eh und je: Blöcke sprengen gibt dir Power-Ups, aber bringt dich auch näher zu deinem Gegner. Langsames, kalkuliertes Spielen ist sicherer, erhöht aber auch die Chance, dass dein Gegner dich einkesseln kann oder mehr Power-Ups als du einsammelst. Die letzte Phase ist normalerweise ein Katz- und Maus-Spiel, dass üblicherweise an den Spieler mit den besseren Nerven und Power-Ups geht.
Neu in Wario Blast
Wario Blast fügt nur sehr wenig Mechaniken zu dem Spiel hinzu – hauptsächlich Boss-Kämpfe, dauerhafte Power-Ups und Hindernisse auf den verschiedenen Leveln. Die Boss-Kämpfe funktionieren zum grössten Teil sehr gut, da jeder Bosskampf eine Mechanik des Spiels genauer erklärt. Z.B der Level 2 Boss zwingt den Spieler dazu sich mit der Detonationszeit seiner eigenen Bomben zu beschäftigen. Der Level 4 Boss ist am einfachsten zu besiegen mit grossen Kettendetonationen und der Endboss testet all diese Fähigkeiten gleichzeitig.
Die permanenten Power-Ups sind eine hübsche Idee, aber nicht sehr sorgfältig implementiert. Besonders der «Trouncer» und das «Moto» zerstören Ablauf des Kernspiels komplett. Dank dem Trouncer wird der Spieler jeden Zweikampf automatisch gewinnen, da er den Gegner einfach betäuben kann. Der Zeitdruck und das Sammeln von Power-Ups fallen dadurch komplett weg. Das «Moto» ermöglicht es dem Spieler zudem die unzerstörbaren Blöcke zu überspringen. Das einzige was der Spieler jetzt noch tun muss, ist so schnell wie möglich zu seinem Gegner zu fahren und diesen mit einer einzigen Bombe zu zerstören.
Fazit: Bewertung aus heutiger Sicht
Auch mehr als zwanzig Jahre später folgen die meisten Bomberman Spiele in ihrem Kern noch immer dem selben vier Phasen Rhythmus. Der Grund dafür ist einfach: die Formel funktioniert auch heute noch immer sehr gut. Wario Blast dient auch heute noch (nicht zuletzt auch wegen einem gutem Sound-Design) als kurze, unterhaltsame Ablenkung – aber nicht mehr. Das Gameplay wird besonders gegen Ende zu repetitiv und einfach um interessant zu sein. Zudem eignen sich die Mechaniken einfach besser für ein Multiplayer Spiel, da es nicht so viel Spass macht, einen Computer auszutricksen.