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Das Wichtigste in Kürze
- Der Ex-Chefstratege von Donald Trump wurde schuldig gesprochen.
- Steve Bannon hatte eine Vorladung des Kapitol-Sturm-Ausschusses ignoriert.
- Ihm droht eine Haftstrafe zwischen 30 Tagen und einem Jahr.
Am Freitag hat eine Jury in Washington den 68-jährigen Ex-Chefstrategen des früheren Präsidenten Donald Trump schuldig gesprochen. Welche Strafe Steve Bannon erwartet, ist noch nicht bekannt. Ihm droht 30 Tage bis zu einem Jahr Haft. Aber: Er kann auch zu einer Geldstrafe verurteilt werden.
Bannon hatte die Aushändigung von Unterlagen zum Sturm aufs Kapitol verweigert. Auch hatte er die Vorladung der Untersuchungsausschuss zum 6. Januar missachtet.
Bannons Anwalt hatte in dem erst am Montag vor einem Bundesgericht begonnenen Prozess vergeblich argumentiert: Sein Mandant habe sich der Vorladung nicht bewusst widersetzt. Vielmehr sei das Datum der Befragung «Gegenstand laufender Gespräche» gewesen.
Der Sturm aufs Kapitol
Der Untersuchungsausschuss arbeitet die Geschehnisse rund um den Sturm auf den Sitz des US-Parlaments auf. Trump attackierte das Gremium am Freitag in einer Botschaft in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als «Scheingericht». Er warf ihm vor, «korrupt und hoch parteiisch» zu sein.
Der U-Ausschuss hält Bannon für einen Schlüsselzeugen. Der Rechtspopulist hatte nach Angaben des Gremiums noch am Tag vor der Erstürmung mit Trump gesprochen. In seinem eigenen Podcast sagte Bannon damals zudem voraus, dass die «Hölle ausbrechen wird». Radikale Trump-Anhänger stürmten dann den Kongress, als dort der Wahlsieg von Trumps Herausforderer Joe Biden offiziell bestätigt werden sollte.
Steve Bannon schon 2017 als Trump-Berater gefeuert
Bannon war eine zentrale Figur in Trumps Präsidentschaftswahlkampf von 2016 gewesen. Nach dessen Wahlsieg wurde Bannon dann Chefstratege im Weissen Haus. Trump feuerte ihn aber bereits im August 2017.