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Die Bedeutung der Fertilität des Mannes bei einem unerfüllten Kinderwunsch ist nicht zu unterschätzen. Offensichtliche Fertilitätseinschränkungen wie eine eingeschränkte Spermienqualität und Erektions-/Ejakulationsstörungen werden endokrinologisch und urologisch abgeklärt und medikamentös oder auch mittels Inseminationen oder einer künstlichen Befruchtung mit und ohne einer vorherigen Hodenbiopsie behandelt.
Für weniger offensichtliche Fertilitätseinschränkungen wie eine erhöhte DNA-Fragmentierung gibt es inzwischen auch Therapieansätze. Allerdings erfordern diese eine sehr präzise Diagnostik und idealerweise eine individualisierte Therapie, um eine teure Behandlung nach dem Giesskannenprinzip zu vermeiden.
Aufgrund dessen lassen wir eine DNA-Fragmentierung nur durch geprüfte Techniken im Ausland bestimmen und führen einige Monate nach einer spezifischen Therapie des Mannes eine Verlaufskontrolle durch, um den Nutzen einer Therapiefortführung zu beurteilen. Auch werden bei uns im Zentrum begleitende wissenschaftliche Studien durchgeführt, da diese Behandlungen noch nicht voll etabliert und z.T. noch experimentell sind.