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"Ein Werkzeug ist ein von Menschenhand geschaffenes oder umgeformtes Arbeitsmittel oder Artefakt, um auf Gegenstände (Werkstücke oder Materialien im weitesten Sinne) mechanisch einzuwirken; im weiteren Sinne für Hilfsmittel im Allgemeinen, um die physische Umwelt zu bearbeiten."
Und mag Nikons Df diesem Anspruch zu genügen?
Mutmassungen
Vielleicht haben die Ingenieure bei NIKON - bevor sie sich an einer neuen Kamera zu schaffen machten - WIKIPEDIA konsultiert und sich zu folgenden Sachverhalten Überlegungen gemacht?
- "Ein Werkzeug ist ein von Menschenhand geschaffenes oder umgeformtes Arbeitsmittel oder Artefakt, um auf Gegenstände (Werkstücke oder Materialien im weitesten Sinne) mechanisch einzuwirken; im weiteren Sinne für Hilfsmittel im Allgemeinen, um die physische Umwelt zu bearbeiten."
- "Ein Fotoapparat hat als Abbildungssystem eine Kombination aus Linse und Blende, deren Abstand zum Film geändert werden kann. Das Objektiv ist ein System von Linsen, das insgesamt wie eine Sammellinse wirkt...
- Damit der Film bei der Aufnahme die für ihn richtige „Lichtmenge“ erhält, kann man diese auf zwei Arten beeinflussen:
- Durch die Irisblende, meist als Kreisblende mit variabler Öffnung ausgeführt, sie begrenzt die Lichtmenge.
- Durch den Verschluss. Er gibt für eine bestimmte, einstellbare Zeit den Lichtweg zum Belichten des Films frei. Die Zeiten variieren von Millisekunden bis zu einigen Sekunden.
- Bei Spiegelreflexkameras wird vor und nach der Aufnahme das Licht, welches durch das Objektiv trifft, durch einen Spiegel und ein Prisma zum Sucher umgelenkt. Das hat den Vorteil, dass man im Sucher ziemlich exakt den Bildausschnitt (Gesichtsfeld) sieht, der bei der Aufnahme auf dem Film zu sehen ist."
Vielleicht war es auch die Marketingabteilung, welche nach einer Kamera im 'Retro-Look' verlangt hat?
Fakt eins ist: Wir wissen es nicht.
Fakt zwei ist: Herausgekommen ist, zum ersten Mal in der Geschichte der digitalen Spiegelreflexkameras von NIKON, ein wirklicher "Digitaler Fotoapparat", die Nikon Df:
- fast ausschliesslich aus Metall gefertigt;
- mit Wählrädern für: ISO-Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Belichtungszeit, Belichtungssteuerung;
- mit einem Aufnahmebetriebsartenwähler (M,A,S,P)
- mit einem superpräzisen, verögerungsfreien Auslöser mit Kabelauslöseranschluss;
- mit einem Zubehörschuh für ein optionales Blitzgerät;
- mit einem Blitzsynchronanschluss;
- mit dem mit allen Objektiven, welche mit F-Bajonett von Nikon ausgerüstet sind, fotografiert werden kann.
'Retro' - aber 'Retro' mit bewährter Technologie umgesetzt!
Unter anderem mit diesem Bild bewirbt NIKON die Df.
Man muss wissen, ich liebe alte Objektive. Sie haben einen ganz besonderen Charme und eine Wertigkeit, welche vielen - optisch viel besseren - Objektiven aus der aktuellen Produktion abgeht.
Also: Die neuste Kamera zusammen mit wunderbaren 'alten' Gläsern. Objektiven, wo die Schärfe von Hand eingestellt werden muss... Dass mich NIKON mit einem solchen Bild mit würdevollen, alten Objektiven verführen kann, ist selbstredend.
Aber irgend etwas muss dahinter sein, wenn NIKON einen Füllhalter, einen Kompass und eine Präzisionsuhr, neben Landkarten, Büchern und einem Häufchen Geld mit ins Bild bringt...
"Was soll das bloss..." dachte ich mir und suchte nach ersten (die Kamera wurde im November 2013 vorgestellt) technischen Reviews im Internet.
Fündig wurde ich u.A. bei Ken Rockwell. Seine Review zur Nikon Df ist lesenswert und allenfalls vor einem Kauf hilfreich.
Für wen ist die NIKON Df die Kamera der Wahl? - Fazit nach zwei Tagen fotografieren.
Die Hände von der Nikon Df lassen sollte:
- Wer seine Kamera mit dem Verstand kauft.
- Wer einen Fotoapparat auch als Filmkamera versteht.
- Wer mit einem 'Pixelboliden' arbeiten will/muss, oder wer sich darüber definiert.
- Wer seine Fotos ausschliesslich am Computer veredelt.
- Wer nicht auf eine AF A - Funktion verzichten kann.
- Wer nicht vorwiegend mit den Aufnahmebetriebsarten "M", "A" oder "S" arbeitet.
- Wer nicht schon immer die Tasten AE-L / AE-F und AF-ON an seiner Kamera benutzt hat und nicht lernen möchte, sie zu benutzen.
Freude haben an der Nikon Df dürfte:
- Wer immer schon gerne fotografiert hat und seine Kamera deswegen aus 'dem Bauch' heraus kauft.
- Wer es mag, auch bei wenig Licht stimmungsvolle Aufnahmen zu machen.
- Wer es mag, mit Wahlrädern seine Kamera zu steuern.
- Wer trotz dem Retro-Look, seine Kamera mit dem IPhone oder dem IPad steuern möchte (muss sich dafür den WU 1a von Nikon kaufen und die App herunterladen).
Noch etwas am Schluss. Nikon bringt mir mit der Nikon Df genau das (zurück), weshalb ich schon immer fotografieren wollte:
Einen Fotoappararat in der Hand halten, an den Einstellrädern drehen und damit Bilder gestalten.