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Es ist der erste Satz eines Romans, der aussergewöhnliche Literatur kennzeichnet. Den ersten Satz zu formulieren, ist denn mit das Schwierigste unter all den Sätzen die noch folgen werden.
Der erste Satz zwischen dem Grossbuchstaben am Anfang und dem Punkt am Ende setzt unwiderruflich den Ton der Handlung.
Kafka: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“
Handke: „Dem Monteur Josef Bloch, der früher ein bekannter Torwart gewesen war, wurde, als er sich am Vormittag zur Arbeit meldete, mitgeteilt, dass er gekündigt sei.“
Hemingway: „Er war ein alter Mann und fischte allein in einem Boot im Golfstrom, und seit vierundachtzig Tagen hatte er keinen Fisch gefangen.“
Nun kann man festhalten, dass unter Politikern kaum Literarten zu finden sind.
Was keine weitere Rolle spielt.
Weil deren ersten Sätze unter der Website-Rubrik „Über mich“ in ihrer Einfalt durchaus starke Bilder liefern.
Weshalb man sie wörtlich nehmen kann.
Mit diesen sagen sie uns ohne Umschweife – so wenigstens verstehe ich das – was ihnen das Wichtigste ist, das wir über ihre Person erfahren und im Gedächtnis behalten sollen.
Kurz: Der erste Satz macht den Unterschied.
Schneeberger: „Ich bin die Tochter von Rosmarie und Robert Schneeberger.“
Graf: „Ich wurde 1962 in Sissach (BL) geboren und wuchs dort auf einem Bauernhof auf.“
Nussbaumer: „Ich lebe zusammen mit meiner Ehefrau Margrit Wälti Nussbaumer in Liestal.“
Buser: „Seit über 15 Jahren setze ich mich aktiv und erfolgreich für das Gedeihen des Kantons Basel-Landschaft ein.“
Stückelberger: „Ich bin vielseitig interessiert und engagiert – und genau so politisiere ich auch.“
Locher: „Geboren wurde ich am 06. Juli 1982 in Basel.“
de Courten: „Thomas de Courten ist seit 2011 Nationalrat für den Kanton Baselland.“
Mit dem ersten Satz ist alles gesagt.