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Dass "Drawn to Death", trotz der bekannten Spielmechanik, keine gewöhnliche Arena-Ballerei ist, wird schnell klar. Jaffe und sein Team haben sich in die Gefühlswelt eines imaginären Teenagers begeben, der ein Spiel auf den Seiten seines Schulheftes entwirft. Die Grafiken sehen wie Skizzen aus, die ein sehr talentierter Jugendlicher gemalt. Und sind weitgehend in einer stimmungsvollen schwarzweiss Optik gehalten, die einen harschen Kontrast durch rote Blutfontänen oder gelbes Mündungsfeuer erhält. Die Kämpfer, aus denen der Spieler sich seine Spielfigur wählen kann, scheinen einem sehr kreativen, aber auch sehr verdrehtem, Kopf entsprungen. Eine Art mörderischer Teddybär mit irrem Grinsen und übergrosser Kettensäge, ein tätowierter Muskelmann mit Irokesenschnitt, ein Cyborg, der seien Kopf in einen Abschussrampe für Miniraketen verwandeln kann oder ein Monster mit Vampirflügeln.
Gekämpft wird in einer postapokalyptischen Umgebung. Eine Ruinenstadt, in der an jeder Ecke die Tentakel einer riesigen Monsterkrake oder dämonische Fratzen zu sehen sind. Der Spieler springt an Hauswänden entlang, fliegt über die Dächer der Stadt oder rennt durch die Strassen. Und ballert dabei aus allen Rohren, um seine Punktekonto durch das möglichst brutale Exterminieren des Gegners aufzufüllen. Klingt simpel, aber mit sturem Ballern kommt man nicht weit. Der strategische Einsatz von Spezialwaffen, beispielsweise einem Luftangriff, eine in Flammen gehüllte Bowlingkugel oder das Auftauchen einer riesigen menschlichen Hand, die einen Feind mit einem Bleistift durchbohrt, ist der Schlüssel zum Erfolg. Waffen lassen sich aufrüsten, die Werte und Fähigkeiten der Spielfigur verbessern. "Drawn to Death" hat wesentlich mehr zu bieten, als einen originellen Grafikstil und Over the Top-Brutalitäten.