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Koreanische Forscher haben einem Affen ein Schweineherz eingesetzt. Damit das möglich ist, mussten sie zunächst ein gentechnisch verändertes Schwein züchten. So sollen starke Abstossungsreaktionen verhindert werden.
Die Hoffnung: Gelingt der Versuch langfristig, könnten Schweineherzen auch für schwer herzkranke Menschen eine valable Alternative zum menschlichen Spenderorgan darstellen.
Ethische Fragen
Ob Tiere allerdings allein als Ersatzteillager für den Menschen gezüchtet werden sollen und dürfen, dürfte noch Stoff für lange Diskussionen sein – ebenso wie die Unsicherheit, ob durch die Transplantation eines tierischen Organs möglicherweise auch Tierkrankheiten in den menschlichen Empfänger gelangen können.
Die Idee, tierische Organe, insbesondere solche von Schweinen, als Ersatzorgane für Menschen zu nutzen, ist nicht neu. Besonders Schweineherzen und die Bauchspeicheldrüse von Schweinen zur Insulinproduktion waren dabei von grossem Interesse – bis sich eine Pharmafirma nach der anderen aus dem Feld der «Xenotransplantation», wie die Transplantation tierischer Organe heisst, zurückzog.
Das Problem: Abstossungsreaktionen sind bei allen Organtransplantationen eine gefürchtete Komplikation – beim Einsatz tierischer Organe fällt diese noch stärker aus. Gentechnische Veränderungen in der Zucht spezieller Tiere sollen diese Probleme lösen.
Schon 1906 gab es erste Versuche dieser Art: Ein französischer Arzt versuchte, eine Frau mit Nierenversagen zu retten, indem er eine Schweineniere an Blutgefässe im Arm der Frau anschloss. Die Patientin starb jedoch nach zwei Tagen.