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Unfallbegriff > Bohrer blockiert, dabei Handgelenk/Arm verdreht
Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge
Wandbohrung auf einer Bockleiter
Urteil 8C_586/2020 vom 30.11.2020 E. 3.4 (Volltext): Unfallbegriff erfüllt
Der Versicherte nahm eine Wandbohrung vor, wobei sich der Bohrer verkeilte und das rechte Handgelenk des Versicherten verdreht wurde.
Das vom Versicherten verwendete Gerät mag zwar geringeres Gewicht aufgewiesen als das Ereignis vom 14.01.2014 haben. Allerdings stand dieser beim Bohrvorgang nicht auf sicherem Boden, sondern auf einer Bockleiter, wo er zudem das Gerät allein mit der rechten Hand über Kopf handhaben musste. Diese erschwerten Bedingungen trugen mit dazu bei, dass die beim Bohrvorgang am Gemäuer unter Kraftaufwand zu führende Maschine, indem sie auf ein Hindernis stiess, ausser Kontrolle geriet und dementsprechend auf den Körper des Versicherten einwirkte. Daher ist nicht einzusehen, weshalb der vorliegende Fall anders als der im zitierten Urteil 8C_36/2013 beurteilte zu entscheiden ist.
Mit Presslufthammer ein Loch in die Wand fräsen
Urteil 8C_36/2013 vom 14.01.2014 (Volltext): Unfallbegriff erfüllt
Der Versicherte sollte als Elektriker mit einem "marteau-piqueur" (Presslufthammer), ein Loch in eine Wand fräsen. Dabei wurde das Bohreisen ("mèche") in der Mauer plötzlich blockiert. Die durch die Wucht der sich nunmehr drehenden Maschine ergebende heftige Bewegung auf den rechten Arm waren vom Versicherten nicht zu kontrollieren gewesen. Daher ist das Geschehen als programmwidrig und der evidente äussere Faktor zugleich als ungewöhnlich zu bezeichnen.