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Der User Involvement Ansatz – ein komplexes Theoriekonstrukt
Ein Beitrag zur Erarbeitung der theoretischen Grundlagen für die Soziale Arbeit
Der User Involvement (UI) Ansatz hat in den letzten Jahren in den Fachdiskursen der Sozialen Arbeit in Europa an Bedeutung und Popularität gewonnen. Trotz des wachsenden Interesses sind dessen theoretische Grundlagen bislang unzureichend systematisch ausgearbeitet, was die Gefahr einer willkürlichen Auslegung und Instrumentalisierung zur Folge hat.
Ziel der Arbeit ist es, einen Beitrag zur Schliessung der Lücke der theoretischen Grundlagen des UI-Ansatzes zu leisten. Dazu wird der Fragestellung nachgegangen, auf welchen theoretischen Grundlagen der UI-Ansatz basiert und wie sich diese aufeinander beziehen. Bestehende Literatur wird anhand der hermeneutischen Textanalyse auf ihre Theoriebezüge analysiert und auf der Grundlage des Orientierungsrasters von Stimmer (2012) systematisch aufgearbeitet.
Die Ergebnisse zeigen den UI-Ansatz als ein komplexes und vielfältiges Theoriekonstrukt. In der ausgewählten Literatur können zwar gemeinsame Theoriebezüge herausgearbeitet werden, wie der Kontext/die Charakteristika, das Rollenverständnis sowie das Verständnis der Partizipation, des Empowerments und der Macht im UI-Ansatz. Dennoch werden die theoretischen Bezüge teilweise unterschiedlich verstanden und können dementsprechend in der Systematisierung unterschiedlich verortet werden. Als Schlussfolgerung wird entweder ein pragmatischer Umgang mit den verschiedenen begrifflichen Verwendungen oder ein Diskurs in der Sozialen Arbeit über das Verständnis des UI-Ansatzes empfohlen.