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Die von Leitner entwickelte „Lernpatience“ dient zum Lernen von besonders schwierigem Stoff. Es handelt sich um eine Variante der Lernkartei für bis zu 20 Karteikarten. Die Fächer sind für 3, 5, 5, und 7 Karten ausgelegt. Wegen der geringen Anzahl an verwendeten Lernkarten können diese auch als Patience auf dem Tisch ausgebreitet werden. Damit wird der zu lernende Stoff zusätzlich etwas übersichtlicher.
Die Lernpatience ist somit nichts anders als eine extrem verkleinerte Lernkartei in etwas anderer räumlicher Anordnung. Da wie dort geht dasselbe vor sich: Widerspenstige Informationen, in unserem Fall Wortschatz zum Thema Körper, werden immer von neuem wiederholt, zehn- oder zwanzigmal oder noch öfter, so lange, bis sie weich werden, bis unser Gedächtnis sie verdauen kann. Die Grundsätze des Verarbeitens, Wiederholens und Merkens sind also die gleichen, nach denen auch eine Lernkartei aufgebaut ist – dass überflüssige Wiederholungen vermieden, die notwendigen dadurch aber nicht beeinträchtigt werden. Dennoch ist die Arbeit, die mit der Lernpatience bewältigt wird, ein wenig anders geartet. Sie ist gewissermassen das Fussfassen auf völlig unbekanntem Gebiet, in dem es keine Orientierungspunkte gibt, die allererste Bekanntschaft mit völlig fremdem und beziehungslosem Material.
(Leitner 1995, S. 124 f. Vgl. Heister 2009; Heister & Weßler-Poßberg 2011; Heister & Wälte & Weßler-Poßberg & Finke 2007).
Das Eisenhower-Prinzip ist eine Technik des Zeitmanagements, die den Lernenden hilft, Aufgaben nach Prioritäten zu ordnen. Den Namen hat dieses Prinzip vom früheren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, dem man nachsagt, er hätte dieses selbst angewendet und auch seinen Mitarbeitenden gelehrt. Die Technik hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und zeigt, in welcher Reihenfolge man die Aufgaben lösen soll. Unsere Klassen haben einige Wochen nach diesem Prinzip geplant und hatten einen grossen Spass dabei.
Am letzten Freitag des 2. Quartals, fand der zweite Wir-ziehen-an-was-wir-wollen-Tag statt.
Die „unpassende“ Kleidung der Lehrpersonen hat bei den Lernenden sehr positive Reaktionen ausgelöst. Auch die Lernenden haben „Mut zum Unpassenden“ gezeigt. Eine wunderbare Möglichkeit das Quartal zu positiv zu beenden.
¨Der Begriff ist ein Akronym aus Grafik und Notiz, eine häufige Schreibweise ist daher Graf-iz. Mit dieser Lernmethode bringt man neue, zu lernende Informationen auf einer Seite (z.B. eine DIN-A4-Seite) in ein bestimmtes Schema, das für ein Grafiz charakteristisch ist. Während die meisten Lernmethoden entweder grafik- oder textorientiert sind, verbindet das Grafiz beide Herangehensweisen.
Die Seite wird stets in die gleichen Bereiche aufgeteilt:
- Oben werden Thema und Datum notiert.
- Links ist ein grosser Bereich für eine Grafik reserviert.
- Rechts daneben werden die Kernaussagen als Stichpunkte notiert.
- Unter diesen beiden Bereichen befindet sich der Bereich für den Fliesstext, in dem das Thema in eigenen Worten und ganzen Sätzen beschrieben wird.
- Wiederum darunter kann sich ein Feld befinden, in dem Quellen für weitere Informationen zum Thema notiert werden.
Sinn und Zweck der Anfertigung eines Grafiz‘ ist es, aufgenommene Informationen zu strukturieren, zu vernetzen und zu visualisieren. Wie bei anderen Lernmethoden auch werden Informationen auf diese Weise transformiert, um sie besser verstehen und speichern zu können. Ein Anwendungsbeispiel aus dem schulischen Bereich ist es, den Inhalt eines Textes in die Form eines Grafiz‘ zu transformieren, um den Textinhalt zu lernen.
Um gemeinsam in das neue Jahr zu beginnen, überraschten wir die Klassen mit einem Frühstück.
Warum können wir uns gewisse Sachen besser und andere weniger gut merken und warum können wir uns an vermeintlich Gelerntes manchmal überhaupt nicht mehr erinnern? Eine Reise in unser Gedächtnis.
Film
Wir lernen nachhaltig!
Im Coaching-Unterricht haben wir uns in den vergangenen vier Wochen mit dem gehirn-gerechten Lernen beschäftigt. Die Lernenden haben erfahren, wie sie Deutsch effizienter und vor allem leichter lernen können.
Gehirn-gerecht = „Der Arbeitsweise des Gehirns entsprechend.“ (nach Vera F. Birkenbihl)
Gehirn-gerecht sind also Lern- und Lehr-Methoden, welche der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns entsprechen.
Probleme beim Lernen werden sehr oft dadurch ausgelöst, dass wir nicht gehirn-gerecht vorgehen (z.B. durch das ‚klassische‘ Auswendiglernen vom Wortschatz). Die Aktivierung der Neuromechanismen entspricht hingegen der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns. „Richtiges“ Lernen ist nachhaltiger. Der Lernprozess wird wirkungsvoll unterstützt.
Unsere Deutschlehrerin lässt uns den Wortschatz gehirn-gerecht lernen. Anstatt die Wortschatzlisten auswendig zu lernen, erstellen wir eigene ABC-Listen, kategorisieren diese und hören uns diverse Texte dazu an. Uns macht es viel Spass und wir lernen viel schneller.
Wir lernen nachhaltig!
Unsere Komfortzone ist unsere Wohlfühlzone. In ihr fühlen wir uns wohl und sicher. Wenn wir etwas machen wollen, was wir noch nie zuvor gemacht haben, dann liegt das meiste ausserhalb unsrer Komfortzone. Dinge, die ausserhalb unserer Komfortzone liegen, machen uns Angst. Daher vermeiden wir sie oder zögern sie hinaus. Verantwortlich dafür ist eine Region in unserem Gehirn. Die oberste Aufgabe des limbischen Systems ist von Natur aus, für unser Überleben zu sorgen. Das limbische System versucht also, uns vor potentiellen Gefahren zu beschützen – alles mit einem Ziel: Wir sollen überleben. Uns neuen Situationen auszusetzen bedeutet eine Veränderung. Und mit jeder Veränderung verbindet das limbische System in erster Linie Gefahr – klar, denn es weiss ja nicht, was auf uns zukommt. Wollen wir uns also einer neuen Situation aussetzen, so läutet unser limbisches Hirnareal die Alarmglocken – Achtung, Achtung! Unser limbisches System ist für unsere Angst-Reflexe vor neuen Situationen verantwortlich. Daher ziehen wir oft „den Schwanz“ ein oder trauen uns doch nicht, eine bestimmte Sache anzugehen, die wir eigentlich schon längst angehen wollten. Um weiterzukommen, müssen wir unsere Komfortzone aber regelmässig verlassen.
Der Leistungsverlauf bei einem Menschen hängt davon ab, in welchem Grad er aktiviert ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um körperliche oder geistige Leistungen handelt. In der Komfortzone sind wir unterfordert und bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück. Wenn wir uns überfordern, geraten wir in die Panikzone. Dort ist der Stresspegel sehr hoch und wir können unser volles Leistungspotential weder abrufen noch weiterentwickeln. Nur wenn wir uns dem richtigen Mass an Herausforderung stellen, gelangen wir in die Entwicklungszone und können unsere Leistung bis zu einem Spitzenwert steigern. Der Weg von der Komfort- in die Wachstumszone stellt die „Zone der nächsten Entwicklung“ dar.
Wie unsere Lernenden ihre Komfortzone visualisiert haben, können Sie den Fotos entnehmen.
Didac hilft dabei, den Röstigraben zu überwinden
An der Didac Bern herrscht eine durchmischte Schulgemeinschaft. Hier treffen sowohl Lernende aus der Deutschschweiz als auch aus der Romandie aufeinander. Um den kulturellen und sprachlichen Austausch stärker zu fördern, werden die Klassen der Aupair-Abteilung und der Vollzeitabteilung mehrmals pro Jahr miteinander vermischt. Ein besonderes Erlebnis, dass den Lernenden noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Tandem ist eine bekannte Sprachlernmethode, bei der sich zwei Menschen aus unterschiedlichen Sprachregionen gegenseitig ihre Muttersprache näherbringen. Auch an der Didac Bern wird diese Lernmethode regelmässig angewendet. Bei einer durchmischten Schulgemeinschaft, wie sie bei uns herrscht, bietet sich diese Möglichkeit praktischerweise auch gut an.
Zwei bis dreimal pro Jahr findet bei Didac daher eine spezielle Tandem-Unterrichtseinheit statt. Letzte Woche war es wieder soweit. Drei Klassen der Aupair-Abteilung sowie drei Klassen der Vollzeitabteilung wurden in dem Fach Französisch und Deutsch untereinander vermischt.
In Viererteams hatten die Lernenden die Gelegenheit, über sich und ihren Alltag zu berichten und sich somit gegenseitig besser kennenzulernen. Während des Spiels „Speeddating“ konnten sie zudem ihren Wortschatz spielerisch erweitern.
Die Tandem-Lektionen sind bei den Lernenden sehr beliebt, denn der Lernprozess findet in einer ungezwungenen Atmosphäre statt. So können „sprachliche Barrieren“ langfristig abgebaut werden. Ebenso wichtig ist aber auch das Kennenlernen einer anderen Kultur. Gemeinsam soll der Röstigraben zwischen den unterschiedlichen Sprachregionen überwunden werden.
Aktiv sein – aktiv die Sprache lernen
Im Deutschunterricht werden einige Aktivitäten in der Stadt Bern organisiert und durchgeführt. Die Lernenden machen Interviews auf der Strasse, besuchen das Bundeshaus und den Hausberg „Gurten“, erhalten eine professionelle Stadtführung und lernen dabei spielend Deutsch und auch die Gaststadt Bern kennen.