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Marcus Maeder, Edaphon Braggio, Klanginstallation, 2018
Fictional Territories 1-x, Zeichnungen, 2018
17. 7. 2021 Archivio Regionale Calanca, 6546 Cauco
«Wie tönen die Lebewesen des Bodens?» bildet die Kernfrage des Projekts «Sounding Soil». Im Calancatal, inmitten der Alpen, befindet sich die Gemeinde Braggio, deren Bodenbiodiversität der Künstler akustisch untersucht hat. Die daraus entstandene Klanginstallation Edaphon Braggio, bei der die Hörbarkeit sowie die Fühlbarkeit im Vordergrund stehen, repräsentiert eine akustische Topografie des Ortes, wobei die Klangquellen den Aufnahmeorten entsprechen. Die sich aus den einzelnen Quellen ausbreitenden Geräuschkulissen interagieren miteinander, grenzen sich voneinander ab und verweisen dadurch auf das Ökosystem der Communities im Boden. Die Arbeit ist von einer Reihe Zeichnungen begleitet, die als fiktive Landkarten zu verstehen sind und deren Linien die Konturen von Grenzen, Bergen, Seen und Wurzeln zu suggerieren scheinen. Somit verschmelzen menschlicher Eingriff und vielfältige Natur in Bildern, die fast surreal wirken.
Kuratorin: Nadia Bensbih