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Die nationalen Ski-Verbände von Deutschland, Österreich, Kroatien und der Schweiz haben die im vergangenen Juni deponierte Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS zurückgezogen. Damit wird das Verfahren seitens des CAS, der letzten Dezember alle Parteien angehört hat, nicht mehr fortgesetzt. Das Urteil war für die kommenden Wochen erwartet worden.
"Unser Schritt, die Klage zurückzuziehen, ist im Sinne des Skisports erfolgt", bestätigt Diego Züger, der Co-Geschäftsführer und Marketingdirektor von Swiss-Ski, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Rückzug.
Dieser Vorgang erfolgte jedoch nicht, weil sich die Rechtsauffassung der Kläger geändert hätte. Vielmehr mussten Swiss-Ski und Co. erkennen, "dass das aktuelle Verfahren die notwendigen Abstimmungsprozesse überschattet und teilweise blockiert", so Züger.
Der ehemalige Skirennprofi hofft, "dass wir damit eine vernünftige Basis zur Wiederaufnahme des Dialogs geschaffen haben". Die FIS hat ihrerseits gegenüber den vier nationalen Verbänden den Vorschlag für Gespräche am Runden Tisch bestätigt. Ein Termin dafür besteht allerdings noch nicht.
Der Schritt vor den CAS war erfolgt, weil die Kläger der Ansicht waren, dass die demokratischen Grundsätze bei der Bestätigungswahl im Rahmen des 53. FIS-Kongresses in Mailand unterwandert worden seien. Die 126 Verbände hätten keine Wahl gehabt, sondern lediglich für Eliasch - den ohnehin einzigen Kandidaten - oder gar nicht stimmen können. Andernfalls waren die Stimmen ungültig.
Aus den 70 Stimmen für den umstrittenen schwedisch-britischen Milliardär, der 2021 die Nachfolge des Bündners Gian Franco Kasper angetreten hat, ergab sich so ein Resultat von 100 Prozent Zustimmung.
Die FIS ihrerseits war der Ansicht, dass die Verfahren beim Kongress in strikter Übereinstimmung mit den eigenen Statuten und dem Schweizer Recht abgehalten wurden.
(sda)