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Das weltgrösste soziale Netzwerk Facebook will künftig keine Sonderbehandlungen für Politiker mehr zulassen. Laut einem Bericht des US-Technikportals und Mediennetzwerkes "The Verge" sollen PolitikerInnen nicht mehr von Regeln der Inhaltsmoderation ausgenommen werden.
"The Verge" zufolge könnte sich Facebook noch heute zu den Empfehlungen seiner unabhängigen Aufsichtsbehörde äussern. Das Aufsichtsgremium, eine unabhängige, vom Unternehmen finanzierte Gruppe, ist der Meinung, dass für alle Nutzer der Plattform die gleichen Regeln gelten sollten.
Darüber hinaus kritisierte das Aufsichtsgremium, dass Facebook die Sperrung des Profils des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nach dem Aufstand im Kapitol am 6. Januar auf unbestimmte Zeit setzte. Der Vorstand gab dem Unternehmen demnach sechs Monate Zeit, um über eine "verhältnismässige Reaktion" im Fall Trump zu entscheiden. Diese könne darin bestehen, dass das Profil des ehemaligen Präsidenten wiederhergestellt, dauerhaft gesperrt oder für einen bestimmten Zeitraum gesperrt würde.
Bislang vertrat Facebook stets die Auffassung, dass PolitikerInnen ein grösserer Spielraum bei ihren Äusserungen auf den Plattformen eingeräumt werden müsse. Der Zuckerberg-Konzern lehnte eine Stellungnahme zum möglichen Kurswechsel bis dato ab.