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In den ersten Lebensmonaten wird Ihr Kind mit der Muttermilch ausreichend mit Abwehrstoffen versorgt. Sobald Sie aber Beikost geben und/oder abstillen, wird Ihr Kind anfällig auf kleinere Krankheiten. Häufige Erkältungen sind in den ersten Lebensjahren ganz normal, denn das Kind muss sein eigenes Abwehrsystem erst aufbauen.
Wenn Ihr Kind nur noch sehr schwer durch die Nase atmen kann, helfen spezielle Nasentropfen für Babys. Verwenden Sie die Tropfen aber nicht länger als eine Woche, um die Nasenschleimhaut nicht unnötig auszutrocknen. Alternativ können Sie Ihrem Kind Koch- oder Meersalzlösung (ebenfalls in der Apotheke erhältlich) in die Nase tröpfeln.
Magen-Darm-Erkrankungen
Bei der Geburt Ihres Babys ist sein Verdauungssystem nur schwach entwickelt. Es muss erst lernen, mit neuen Nahrungsmitteln umzugehen, und es ist anfällig auf Bakterien und Viren. Deshalb ist Ihr Kind in den ersten Lebensmonaten oft von Koliken, Verstopfung, Durchfall oder Erbrechen betroffen, bis das Verdauungssystem voll ausgereift ist.
Viele Babys leiden in den ersten Monaten besonders häufig unter Koliken, die durch Schlucken von Luft während des Trinkens verstärkt werden. Während der Blähungen, die oft abends auftreten, zieht Ihr Kind die Beine eng an den Körper und oder streckt sie aus, ballt die Händchen zu Fäusten und lässt sich auch durch Herumtragen kaum beruhigen.
Durchfall und Erbrechen sind ebenfalls typische Säuglingserkrankungen. Lassen Sie sich nicht beunruhigen, wenn Ihr Kind kurz nach dem Trinken kleine Mengen Milch erbricht. Hingegen deuten die folgenden Zeichen (kombiniert mit Fieber über 38° Grad Celsius) auf eine ernsthafte Infektion:
- mehrmaliges Übergeben innerhalb weniger Stunden
- wässeriger, grünlicher Stuhl mehrmals täglich
Bei Durchfall oder Erbrechen sollte die verlorene Flüssigkeit möglichst schnell kompensiert werden, weil Kleinkinder sehr schnell austrocknen. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind weiterhin Wasser lässt und/oder Tränen vergiesst.
Kinderkrankheiten
Die häufigsten Kinderkrankheiten sind Masern, Mumps, Wilde Blattern (Windpocken), Röteln, und Scharlach. Sie werden mit dem Begriff Kinderkrankheiten zusammengefasst, weil sie – aufgrund ihres schwachen Immunsystems – meistens ganz junge Menschen betreffen und in der Regel nur einmal auftreten.
Die Kinderkrankheiten sind an und für sich ungefährlich. Es können aber sehr ernsthafte und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Aus diesem Grund empfehlen Kinderärzte die Schutzimpfungen.
Allergien
Allergische Erkrankungen beginnen oft im Säuglings- oder Kleinkindalter mit Neurodermitis (sogenannte atopische Dermatitis). Sie äussert sich als juckende Ekzeme und steht meistens in Verbindung mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Später können Asthma bronchiale und Heuschnupfen auftreten.
Neben der Nahrungsmittelallergie kann das Immunsystem vor allem auf Hausstaub, Tierhaare, Insektengifte und Pollen (Heuschnupfen) reagieren. Insgesamt sind heute mehr als 20 000 allergieauslösende Substanzen bekannt.