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Rund ums Objektiv
Komplexe Materie der Optik - Es ist gut verständlich, wenn sich die Mitglieder des CTF eher an eine Physiklektion erinnert fühlten, als am Clubabend vom 16. November 2004 teilzunehmen.
Der Berichtende musste weit ausholen, um den Filmenden die Gesetzmässigkeiten näher zu bringen, die zu einem (fast) perfekten Bild auf dem Bildsensor führen. In welche Richtung bricht sich ein Lichstrahl wenn er von einem "dünneren" Medium wie Luft in ein "dichteres" Medium wie Wasser oder Glas eintritt? Zum Lot hin oder vom Lot weg? Der Erklärungsversuch mit der marschierenden 4er Kollonne die im schrägen Winkel vom ebenen Rasen unvermittelt im tiefen Schnee weitermarschieren muss, ist offenbar geglückt, denn die Anwesenden konnten danach den Strahlengang an der einfachen Linse gut nachvollziehen. Eher enttäuscht waren sie dann aber ob der Tatsache, dass Objektive eigentlich eine sehr fehlerhafte Angelegenheit sind. So musste von "Unanständigkeiten" wie der chromatischen und der sphärischen Aberration Kenntnis genommen werden. Erleichterung verschaffte rasch die Verbreitung der entsprechenden Korrekturmöglichkeiten. Etwas Uneinigkeit herrschte später bei der Diskussion um jenen Blendenwert, bei welchem ein Objektiv seine Aufgabe am idealsten lösen kann. Ist es nun Blende 4 oder gar Blende 8, oder liegt er vielleicht dazwischen? Nicht nur diese Auflösung wurde verschwiegen, auch die Erklärung der Funktionsweise und den Strahlengang einer "Gummilinse" (Zoomobjektiv) wurde gänzliche verschwiegen! War der Referent vielleicht plötzlich doch überfordert?
16.11.2004