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Sympathikus und Parasympathikus sind zwei wesentliche Komponenten unseres vegetativen Nervensystems (VNS), auch viszerales oder autonomes Nervensystem (ANS) genannt. Sie wirken als „Gegenspieler“ einander ergänzend und ermöglichen situationsabhängig eine sehr präzise Steuerung der Organe.
Die meisten unserer inneren Organe werden von diesen zwei Nervensystemen gesteuert.
Die Steuerung können wir willentlich nicht beeinflussen.
Sympathikus
Alternativ: Sympathicus oder das sympathische Nervensystem
Der Sympathikus steuert unsere Organe im Hinblick auf eine tatsächliche oder empfundene Situation der (An‐)spannung oder Anstrengung. Er setzt unseren Körper in Kampf- oder Fluchtbereitschaft („Fight‐or‐flight“) und macht ihn leistungsfähiger.
Konkret werden zum Beispiel Atmung und Blutkreislauf optimiert, um bereitgestellte Energie möglichst schnell nutzen zu können. Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet.
Ein paar der Funktionen werden unten im Schaubild auf der rechten Seite gelistet.
Wikipedia bietet einen geeigneten Artikel, um sich näher über dieses Thema zu informieren.
Parasympathikus
Alternativ: Parasympathicus oder das parasympathische Nervensystem
Der Antagonist – der Gegenspieler – des Sympathikus ist der Parasympathikus. Er wird oft auch Ruhe- oder Erholungsnerv genannt, da dieses Nervensystem für die Regenerierung, den Stoffwechsel und den Aufbau von Reserven verantwortlich ist („Rest-and-digest“).
Das Schaubild unten zeigt auf der linken Seite ein paar der parasympathischen Funktionen.
Mehr Lesestoff bietet dieser Wikipedia-Artikel.
Enterisches Nervensystem
Darmnervensystem, Darmwandnervensystem oder intramurales Nervensystem
Der Vollständigkeit halber sei in diesem Artikel das enterische Nervensystem (ENS) genannt, welches ein selbständiges Regelsystem ist und zusammen mit Sympathikus und Parasympathikus das vegetative Nervensystem bildet.
Das ENS ist das Nervenzellengeflecht des Magen-Darm-Trakts, welches beim Menschen vier- bis fünfmal mehr Neuronen als das Rückenmark aufweist. Als Neurotransmitter finden wir im enterischen Nervensystem z. B. Serotonin und Dopamin, sowie Stickstoffmonoxid (NO).
Dein Bauchgefühl
Umgangssprachlich wird das ENS auch Bauchhirn, Bauchgehirn oder Darmhirn genannt. Tatsächlich vermuten einige Wissenschaftler, dass der Datenaustausch zwischen enterischem Nervensystem und dem Gehirn auch bei intuitiven Entscheidungen („Bauchentscheidungen“) eine Rolle spielt.
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Schaubild
Von Sciencia58 – Eigenes Werk, Neuzeichnung nach Campbell und Reece: Biologie, Auflage 2003, Abbildung 48.18, Seite 1244 soll File:Das vegetative Nervensystem.jpg ersetzen, CC BY-SA 3.0, Link
Alles klar? 🙂
Ich freue mich, wenn ich dir in diesem Artikel die wichtigsten Informationen vermitteln konnte. Sympathikus, Parasympathikus und enterisches Nervensystem sollten nun keine Fremdwörter mehr sein.
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10 Kommentare zu „Sympathikus und Parasympathikus einfach erklärt“
Na das ist ja mal etwas auch für nicht Medizinstudierte.
Sehr erklärend und super verständlich geschrieben.
Bin begeistert und wieder etwas schlauer geworden.
Hatte bisher immer Schwierigkeiten mit den Zusammenhängen, die nun beseitigt sind.
Vielen Dank und ich hoffe sehr, dass noch weitere Artikel erscheinen werden.
Liebe Helga
Das freut mich aber sehr, wenn ich da etwas Licht ins Dunkle bringen konnte.
Herzliche Grüsse
Nanette
Liebe Nanette – wirklich sehr gut und prägnant dargestellt – dank für den Tipp – hilft mir für die GSDS Prüfung:-)
Herzgruss und bis bald
Maria
Liebe Maria
dann hat sich meine Arbeit ja doppelt gelohnt. Viel Glück bei der Prüfung 🙂 Bis bald
Herzliche Grüsse Nanette
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