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Der Begriff steht für die Beschreibung eines unangenehmen Entfremdungserlebniss. Konkret nimmt der oder die betroffene Person seine Umwelt verändert und seltsam war. Was heisst das genau?
Die Gewissheit über die Ungewissheit
Menschen die eine Psychose oder Schizophrenie aufweisen, wissen dass ihr aktuelles Empfinden nicht der Wahrheit und Wirklichkeit entsprechen kann. Bei der Derealisation werden Gegenstände als zu nah oder zu weit entfernt, verschoben oder surreal wahrgenommen. Die innere Gefühlslage wird als Gefühllos, Ferngesteuert oder wie in Watte oder hinter eine Glasscheibe gepackt definiert.
Zudem müssen sich die Betroffenen darüber bewusst sein, dass die veränderte Wahrnehmung nicht von aussen erzeugt wird, sondern ihren Gedanken entspringt.
Wieso tritt eine Derealisation auf?
„Einfach so“ wird keine Derealisation ausgelöst, sondern tritt zumeist im Zusammenhang mit einer psychischen Krankheit auf. Daher sind beide Geschlechter gleichermassen betroffen. Es wird davon ausgegangen das zwischen 1-10 % der Bevölkerung eine Derealisation aufweisen kann. Es gibt verschiedene Auslöser:
- Trauma (Unfall, Krieg, Missbrauch)
- posttraumatische Belastungsstörung
- Angststörung
- Zwangsstörung
- Stress
- Drogen- und Alkoholkonsum
- Depression
- emotionale Vernachlässigung in der Kindheit
- ungenügend Schlaf
- zu geringe Flüssigkeitszufuhr
Welche Symptome können auftreten?
- Verminderte Schmerzwahrnehmung
- Automatisierte, mechanische Handlungen
- inneren Leere
- Erinnerungsprobleme
- Grübeln, Überdenken
Wie lange hält der Zustand an?
Die Symptome können nach und nach auftreten oder alle gleichzeitig. Zudem können die Phasen wenige Stunden und Tage dauern, sich aber auch über Monate oder ganze Jahre hinhalten. Eine einfache Ausprägung kann geheilt werden, bei schweren Fällen hingegen, wird versucht die Symptome zu mildern. Weder Forschung, Studien, Medikamente noch Therapien über die Thematik sind ausgereift. Die Wahl der Behandlungsmethode ist die Psychotherapie. Ängste sollen abgebaut werden, der Umgang mit Stress und Entspannungsübungen gelernt und ein gesunder Lebensstil angewandt werden (Ernährung, Schlaf, Flüssigkeit, kein Drogenkonsum). Wichtig ist immer wieder in die Realität zurückzufinden, mit Ablenkung, Sport, oder einfachen Mitteln wie klatschen oder einen Biss in eine Chili-Schote.
Die Depersonalisation
Sie hat dieselben Symptome und Behandlung, jedoch unterscheidet sich der Inhalt in einem wesentlichen Punkt: Depersonalisation beschreibt eine Entfremdung von der eigenen Person. Die betroffene Person beobachtet sein Leben von aussen, als wäre man in einem Film. Auch hier liegt eine Abspaltung vor.
Wer jetzt denkt, das Gefühl hatte ich auch schon nach einer Partynacht, keine sorge fast jeder Mensch hat in schwacher Form und für eine kurze Zeit die beschrieben Gefühle erlebt und muss nicht behandelt werden. Wichtiger unterschied zur Krankheit ist, das diese schwach, kurzzeitig und ohne wiederholende Episoden auftreten.