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Nach dem TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden hat sich US-Präsident Donald Trump zum Sieger der ersten Debatte vor der Präsidentschaftswahl erklärt. «Wir haben die Debatte gestern Abend nach jedem Massstab mühelos gewonnen», sagte der Republikaner am Mittwoch im Garten des Weissen Hauses.
Mit Blick auf Biden – der am 3. November für die Demokraten in die Wahl zieht – sagte Trump: «Ich denke, dass er sehr schwach war. Er sah schwach aus, er jammerte.» Trump sagte, er wolle auch die nächsten zwei TV-Debatten gegen Biden bestreiten. Sollte sein Herausforderer nicht teilnehmen wollen, sei das dessen Entscheidung.
Trump sagte, er habe «ungefähr sechs» Umfragen gesehen, die ihn als Sieger bei der Debatte gesehen hätten. Es war unklar, auf welche Erhebungen er sich bezog. In manchen Twitter-Umfragen – die ohne wissenschaftliche Grundlage als unzuverlässig gelten – lag Trump vorne. In Blitzumfragen der Sender CBS und CNN hielt aber eine Mehrheit Biden für erfolgreicher bei der Debatte als Trump.
Die Debatte war von Chaos und persönlichen Angriffen bestimmt worden. Vor allem Trump fiel Biden immer wieder ins Wort und liess ihn nicht ausreden. Biden bezeichnete Trumps Auftritt am Mittwoch als «Peinlichkeit für das Land». Die Veranstalter kündigten Änderungen am Konzept der TV-Duelle an.
Der Ablauf habe deutlich gemacht, «dass das Format der verbliebenen Debatten zusätzliche Struktur braucht, um eine geregeltere Diskussion über die Themen sicherzustellen», teilte die Kommission für Präsidentschaftsdebatten mit.
Die TV-Debatte am Dienstagabend in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio war die erste zwischen Trump (74) und Biden (77). Zwei weitere Debatten sind für den 15. Oktober in Miami (Florida) und am 22. Oktober in Nashville (Tennessee) geplant. Die Vize-Kandidaten Mike Pence (Republikaner) und Kamala Harris (Demokraten) treffen am 7. Oktober in Salt Like City im US-Bundesstaat Utah aufeinander. (sda/dpa)
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