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Der japanische Elektronikriese Panasonic streicht wegen der Eingliederung zweier Tochterunternehmen innerhalb von drei Jahren rund 35'000 Stellen. Gut die Hälfte des Abbaus ist bereits erfolgt.
Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2012/13 (per Ende März) solle die Belegschaft weiter auf rund 350'000 Beschäftigte verringert werden, teilte Panasonic am Donnerstag mit. Vor einem Jahr zählte Panasonic noch rund 385'000 Beschäftigte, jetzt nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende März) sind es rund 367'000.
Der Abbau erfolge vor allem ausserhalb Japans, teils mittels Frühpensionierungen. Um die Rentabilität zu verbessern würden Produktionsabläufe gestrafft und einige Einheiten verkauft. Hintergrund sind die vollständige Eingliederung der Töchter Panasonic Electric Works und Sanyo Electric zum 1. April und damit verbundene Einsparungen.
Der Abbau sei aber auch eine Folge der nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März entstandenen Verluste, sagte Panasonic-Präsident Fumio Ohtsubo in Tokio.
Künftig sollen vor allem das Heiz- und Kühlgeschäft sowie die Geschäfte in Schwellenländern ausgebaut werden. Der in Luzern ansässige Schweizer Panasonic-Generalimporteur John Lay Electronics ist vom Stellenabbau nicht betroffen, wie eine Sprecherin des rund 160 Angestellte zählenden Unternehmens auf Anfrage sagte.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (per 31. März) erzielte Panasonic unter dem Strich einen Gewinn von 74 Mrd. Yen (790 Mio. Franken), nach einem Verlust von 103 Mrd. Yen im Vorjahr. Die Umsätze kletterten dank der Einbeziehung von Sanyo um 17 Prozent auf 8,692 Billionen Yen.
Wegen des Erdbebens und der Atomkatastrophe sei eine Prognose für das neue Geschäftsjahr unmöglich. Bisher war Panasonic von Umsätzen in Höhe von 8,8 Billionen Yen und einem Gewinn von 50 Mrd. Yen ausgegangen.