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04 May 2016
Vor der Eroberung des heutigen Schweizer Gebiets durch die Römer siedelten Keltenstämme in der Schweiz. Das Römische Imperium begann seinen Siegeszug in den Jahren 197–194 v. Chr. mit der Unterwerfung des südlichen Tessins. Der im Schweizer Mittelland siedelnde keltische Stamm der Helvetier hatte um 58 v.Chr. vor, nach Südfrankreich ins Rhonetal auszuwandern, wurde jedoch im Zuge der Schlacht von Bibracte von dem Heer des Feldherren Gaius Julius Caesar daran gehindert. Das gesamte Gebiet der heutigen Schweiz wurde bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. nach und nach in das römische Reich integriert. Spätestens am Ende der Regierungszeit des Augustus um 14 n. Chr. waren auch die Rheingrenze, sowie die Alpenpässe durch die Unterwerfung der Alpenvölker im Wallis und in Graubünden gesichert. Dabei gehörte der größte Teil der heutigen Schweiz zu der römischen Provinz Germania superior, während die östliche Schweiz, Wallis und Graubünden zu Raetia und Teile des Tessings zu Gallia Transpadana zugeteilt waren. Um 43 n. Chr. wurde das Wallis dann jedoch zur Provinz Alpes Graiae et Poeninae zugeteilt.
Zentren der römischen Schweiz waren die heutigen Gemeinden Avenches, Nyon und Martigny. In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten verschmolzen die keltischen Traditionen mit den römischen Einflüssen (so wurden selbst in kleinen Dörfern Badeanlagen errichtet) und das Gebiet war im kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser endete jedoch um das Jahr 260. n. Chr. Im 3. Jahrhundert wurden die römischen Provinzen neu organisiert und der Donau-Iller-Rhein-Limes angelegt. Die Schweiz wurde wieder zum Grenzgebiet. Im Jahr 401 wurden alle römischen Truppen nördlich der Alpen abgezogen, wobei unterschiedliche Teile der Schweiz an die Burgunder und Alemannen übergingen oder unter gallo-romanischer Lokalherrschaft verblieben. Das Christentum verbreitete sich ab dem 3. Jahrhundert im Schweizer Gebiet und wurde im Jahr 380 zur Staatsreligion erklärt.
Von der jahrhundertelangen Einbindung des Schweizer Staatsgebiets in das Römische Reich zeugen heutzutage viele archäologische Fundstätten wie z.B. Augusta Raurica, sowie die teilweise aus Gold und Silber gefertigten Relikte, die im Schweizer Nationalmuseum ausgestellt sind.