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Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 52,14 US-Dollar. Das waren 70 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg ebenfalls um 70 Cent auf 51,06 Dollar.
Zeitweise erreichte der Preis für US-Öl den höchsten Stand seit Juli 2015 und der Brent-Preis stand so hoch wie seit vergangenen Oktober nicht mehr. "Auftrieb geben Meldungen über einen neuerlichen Anschlag auf Öleinrichtungen im Förderland Nigeria, kurz nachdem die nigerianische Regierung Gespräche mit der für die Anschläge verantwortlichen Rebellengruppe angekündigt hatte", erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank die steigenden Ölpreise.
Händler nannten aber auch generell das derzeit verringerte Angebot in zahlreichen Förderländern als Grund für den Preisschub. Zudem hatte das private American Petroleum Institute (API) einen spürbaren Rückgang der US-Ölvorräte gemeldet. Am Nachmittag wird die US-Regierung ihre offiziellen Daten zu den Ölreserven veröffentlichen. Der Markt rechnet damit, dass die Lagerbestände in der vergangenen Woche gestiegen sind.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) legte zuletzt ebenfalls zu. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 46,54 Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 54 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells.
(AWP)