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Neubau Ifangstrasse verbessert Verkehrserschliessung in Bülach Süd
Die Feldstrasse in Bülach erschliesst das Industrie- und Einkaufsgebiet in Bülach Süd. Das Gebiet ist stark gewachsen und sowohl in Bülach Süd als auch in Bachenbülach ist noch Überbauungspotenzial vorhanden. So ist der Bau einer neuen Sammelstrasse (Ifangstrasse) samt flankierenden Massnahmen bei der bestehenden Sammelstrasse (Feldstrasse) unabdingbar. Gleichzeitig muss die Leistungsfähigkeit der Grenzstrasse erhöht werden. Dies soll durch diverse bauliche Massnahmen auf der Kantonsstrasse, als auch auf den angrenzenden Gemeindestrassen geschehen. Das kommunale Projekt kostet brutto 10 Millionen Franken. Darin sind 1,3 Millionen Franken für die Anschlüsse der Ifang- und Feldstrasse an die Grenzstrasse enthalten.
Im Jahr 2005 erliess die Baudirektion des Kantons Zürich im Hinblick auf das erhebliche Überbauungspotenzial des Gebiets Erachfeld in Bülach und des Industrie- und Gewerbegebiets Bachenbülach eine grenzüberschreitende Planungszone (§ 346 Planungs- und Baugesetz). Daraus wurden verschiedene Massnahmen abgeleitet, mit denen die Verkehrskapazitäten auf die bauliche Entwicklung in den genannten Gebieten erhöht werden können. Das Ergebnis dieser Planungen schlägt sich im «Entwicklungskonzept Industrie Bachenbülach und Bülach inkl. Masterplan Grenzstrasse» vom 20. Dezember 2006, im Gesamtkonzept «Öffentlicher Aussenraum» vom 23. Juni 2009 und im vom Gemeinderat Bülach am 6. April 2009 festgesetzten «Öffentlichen Gestaltungsplan Zentrum Grenzstrasse» nieder.
Auf der Basis des Erschliessungsplans wurden sowohl das kantonale Projekt «Grenzstrasse», als auch die kommunalen Projekte «Neubau Ifangstrasse», «Flankierende Massnahmen Feldstrasse», «Erweiterung Tempo-30-Zone mit Neubau Trottoir» und «Sanierung Feldstrasse» entwickelt.
Neubau Sammelstrasse samt flankierender Massnahmen und Umbau diverser Kreuzungen
Das von der Stadt Bülach im Einvernehmen mit dem kantonalen Tiefbauamt und der Gemeinde Bachenbülach ausgearbeitete Projekt sieht folgende Massnahmen vor:
- Neubau der Ifangstrasse mit Anschluss an die Grenzstrasse inklusive Neubau einer Verkehrssteuerungsanlage sowie separaten Rad-/Gehweg als Schutz für den Langsamverkehr
- Umgestalten der Feldstrasse im Abschnitt Schlosser- bis Engelwisstrasse (Einbahnsystem mit Busspur in Gegenrichtung) sowie Umbau des bestehenden Kreisels Grenz-/Feldstrasse/COOP zu einer lichtsignalgesteuerten Kreuzung und Verschiebung Bushaltestelle
- Erweitern der Tempo-30-Zone Gringglen/Böswisli zwischen Erachfeld- und Ifangstrasse samt Ergänzung dieses Abschnitts der Feldstrasse mit einem zweiten Trottoir
Die neue Ifangstrasse dient primär der Verkehrserschliessung der bestehenden Bauzonen in Bülach Süd. Sie garantiert auch eine spätere Erschliessung von möglichen Sportanlagen im Erachfeld.
Die Einwendungen zum Vorprojekt seitens der Bevölkerung aufgrund der Auflage vom Februar 2012 wurden berücksichtigt. Im April 2014 wurde das Bauprojekt öffentlich aufgelegt. Insgesamt gingen elf Einsprachen ein, welche grossmehrheitlich einvernehmlich bereinigt werden konnten. Sofern keine Rekurse mit aufschiebender Wirkung gegen die Festsetzung eingehen, können die Abtretungsverträge erstellt und die Submission in Auftrag gegeben werden. Damit kann im Frühjahr 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Anschliessend wird das kantonale Tiefbauamt seine Arbeiten an der Grenzstrasse aufnehmen und diese Ende 2017 abschliessen. Danach können die baulichen Anpassungen und Signalisationsänderungen an der Feldstrasse vorgenommen werden.
Die kommunalen Strassenprojekte kosten insgesamt 10 Millionen Franken. Der Stadtrat Bülach hat die Projekte festgesetzt und die entsprechenden Kredite bewilligt. Aufgrund des Strassengesetzes sind für die neuen Anlagen Beiträge seitens der Grundeigentümer erhältlich.
Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
Tel. 044 863 11 25
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