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In Absehbarer Zeit wird das Militär nicht gezwungen sein, unsere Landesgrenzen zu verteidigen. Trotzdem werden jährlich Milliarden in Panzer, Flugzeuge und andere Waffen investiert. Die Schweiz hält sich 120.000 Soldaten zu jährlichen Kosten von ca. 3,5 Mia. Franken.
Man stelle sich mal vor, was man mit dieser enormen Summe alles erreichen könnte, z.B. wenn man sie in die Bildung investieren würde! Das Bundesbudget für Bildung und Forschung beträgt 2010 ca. 5,5 Mia., man könnte es also um mehr als die Hälfte aufstocken und die Schweiz tatsächlich zu der Wissens-, Bildungs- und Informationsnation des 21. Jahrhunderts entwickeln.
Zwanghaft neue Aufgaben zu suchen, wie «Friedensmissionen» oder «Katastrofenschutz» halte ich für den unsinnigen Versuch, krampfhaft an einem überholten Konzept festzuhalten. Weder für Friedensmissionen, noch für den Katastrofenschutz braucht es Waffen. Für die innere Sicherheit ist alleine die Polizei verantwortlich.
Wenn schon würde es Sinn machen, eine grössere, unbewaffnete aber mit geeignetem Gerät ausgestattete Katastrofenschutztruppe auf die Beine zu stellen, welche bei Naturereignissen oder nach Kriegen im In- und Ausland bei der Rettung und dem Wiederaufbau helfen würde. So könnte die Schweiz auch weiterhin sich international solidarisch zeigen, ohne in Konflikt mit ihrer Neutralität zu kommen. Eine Rettungs- und Wiederaufbautruppe ist nicht nur ethisch sondern auch noch sehr viel effizienter als eine Armee.
Das Militär in der heutigen Form soll abgeschafft werden. Sollte sich jemals wieder ein bewaffneter Konflikt in Europa abzeichnen, hätte man unter der Voraussetzung, dass man diese Entwicklung vorausschauend beobachtet, genug Zeit, eine neue Verteidigung zu organisieren.