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Meßband, ein mit Maßteilung bedrucktes Band aus gefirnißter Leinwand, Seide,
[* 4] Leder u. s. w., öfters mit
zu beiden Seiten eingewebten Drähten, das in einer runden Dose aus Holz
[* 5] oder Messing, aus der es durch die am Umfang derselben
befindliche Öffnung nach Erfordernis herausgezogen werden kann, auf eine Spindel aufgerollt und jetzt
meist so eingerichtet ist, daß es sich nach erfolgtem Gebrauch mittels einer im Innern der Büchse angebrachten Spiralfeder
selbstthätig wieder aufwickelt.
Dieses bequem zu handhabende und leicht zu transportierende Instrument ist indes, infolge der Dehnbarkeit des Bandes, nur für
solche Fälle geeignet, in denen, wie beim Messen großer Gegenstände, Gebäude, Grundstücke, Balken u. s. w.,
kein hoher Grad der Genauigkeit verlangt wird. Zweckmäßiger in dieser Hinsicht sind die Stahlbandmaße, 8-10 mm breite, 1,5
– 5 m lange Streifen aus sehr dünnem, hartgewalztem Stahlblech, auf deren beiden FlächenZiffern und Teilstriche gewöhnlich
glänzend in mattem Grund eingeätzt sind, und die in vorzüglicher Güte in England und in der Schweiz
[* 6] erzeugt werden.