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Netzwerk ohne Konfiguration
Netzwerk ohne Konfiguration
In Netzwerken müssen nicht nur die Services selber für die Anwender eingerichtet werden, sondern man muss auch dafür sorgen, dass die Clients entsprechend konfiguriert werden, damit sie die Services nutzen können. Dies kann man entweder selber machen oder es die Anwender erledigen lassen, was aber entweder Aufwand oder Probleme bedeutet. Praktischer wäre es dagegen, wenn sich die Clients gleich selber konfigurieren würden. Dies geht beispielsweise mit Zeroconf.
Dezentral
Die Idee der selbstständigen Konfiguration in lokalen Rechnernetzen ist keineswegs neu. Bereits in den 80er Jahren haben Apple mit AppleTalk und IBM mit NetBIOS entsprechende Mechanismen entwickelt. Zeroconf ist insofern auch eher eine Neuauflage der Ideen, die AppleTalk und NetBIOS zugrundeliegen, die allerdings auf offenen und ausführlich dokumentierten Standards aufsetzt und dadurch einfach zu implementieren sein soll.
Zeroconf bietet im Moment drei Funktionen:
- Automatische IP-Allokation ohne zentralen Server (wie DHCP)
- Namensauflösung ohne zentralen Nameserver
- Service Discovery im lokalen Netz ohne zentralen Directory Server.
Die automatische IP-Allokation erfolgt im Fall von IPv4 mit Hilfe des Address Resolution Protocol, besser bekannt unter dem Akronym ARP. Es wird zufällig eine IP-Adresse im Bereich zwischen <ip-pii> und <ip-pii> ausgewählt und dann mit Hilfe von ARP Probes und Broadcasts ermittelt, ob die IP-Adresse bereits in Verwendung ist oder besetzt werden kann. Ist sie bereits besetzt, wird eine andere IP-Adresse ausgewählt und wiederum versucht, sie zu beanspruchen. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt, bis eine freie IP-Adresse gefunden ist.