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und Chancen einer heilsamen Beziehung
"Heilung ist das Umarmen dessen,
was man am meisten fürchtet;
Heilung ist das Öffnen dessen,
was verschlossen war,
das Weichwerden dessen,
was zur Blockade verhärtet war.
Heilung besteht darin, zu lernen, dem Leben zu vertrauen."
Jeanne Achterberg
In diesem Vortrag werden wir die Grundlagen einer heilsamen Beziehung, sowie ihre neurobiologische Bedeutung für die Gesundheit, untersuchen. Wir alle kennen aus eigenen Beziehungserfahrungen, heilende und auch krankmachende oder kränkende Beziehungen.
Im therapeutischen Kontext ist es deshalb erforderlich nach den Möglichkeiten einer heilenden Beziehung zu suchen.
Unser Autonomes Nervensystem richtet sich auf eine dieser drei Ebenen aus. Damit tragen wir in unserem Unterbewussten ein Informationssystem, das uns wertvolle Orientierungsmöglichkeiten für den Alltag aber auch in Extremsituationen geben kann. Sie basiert auf den Ideen der Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges.
Im Mittelpunkt dieser inzwischen erforschten Theorie steht eine neue Sichtweise unseres Nervensystems. Das
autonome Nervensystem ist nicht nur ein peripheres neurales System, es beinhaltet auch Hirnstammstrukturen, die den Zustand der Eingeweide überwachen und die Leistung der mit den Eingeweideorganen (zum Beispiel Herz, Lunge, Darm, etc.) kommunizierenden autonomen Nerven kontrollieren.
Säugetiere besitzen also ein inneres System, das auf Kontakt und Kommunikation ausgerichtet ist (social engagement system). Es stellt die neuralen Strukturen bereit, die mit sozialen- und
emotionalen Verhaltensweisen zu tun haben und besteht aus zwei Komponenten:
Der autonome Teil wird vom myelinisierten Vagus vermittelt, der ruhige Verhaltensweisen begünstigt.
Die somatomotorische Komponente wird von verschiedenen Hirnnerven vermittelt, die zusammen “spezielle efferente viszerale (zu den Eingeweiden führende) Leitungen” genannt werden.
Das soziale Kontakt-System hat eine Kontrollkomponente im Kortex (die oberen motorischen Neuronen), welche die Hirnstamm-Nuklei (die unteren motorischen Neuronen) reguliert. Dadurch werden die Gesichtsmuskeln (z.B. emotionaler Ausdruck), die Mittelohrmuskeln (z.B. menschliche Stimmen von den Hintergrundgeräuschen lösen), die Kaumuskeln (z.B. Verdauung), die Muskeln von Kehlkopf und Rachen (z.B. Vokalisierung [Stimmgebung] und Sprache), die Kopfdrehmuskeln (z.B. soziale Gesten und Orientierung) und das Öffnen der Augenlider (z.B. Sehen) kontrolliert.
Der Vortrag findet in der Baronenscheune in Winterthur statt:
Location: Badgasse 3, 8400 Winterthur
Referent: Dr. Herbert Grassmann
Zeit: 04. Juli 2019, 18:30 - 21:00 Uhr
Beitrag: 20 CHF