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Dronedaron und Perindopril und Bisoprolol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Arrhythmien
Mechanismus
Sowohl Dronedaron [Sobrado LF, 2013] als auch Betablocker verzögern die kardiale Reizleitung, so dass hier ein additiver Effekt möglich ist. Bisoprolol wird zu 50% unverändert renal eliminiert und nur zu 50% hepatisch über CYP2D6 und CYP3A4 metabolisiert. Dronedaron hemmt CYP3A4 moderat und CYP2D6 schwach, es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es unter der Kombination zu einem klinisch relevanten Plasmakonzentrationsanstieg von Bisoprolol kommt.
Effekt
Die Kombination von Dronedaron mit Betablockern bewirkt eine gegenseitige Verstärkung der kardiodepressiven Effekte (z.B.: Verlangsamung der AV-Überleitungszeit). Bradykardien, höhergradige Reizleitungsstörungen (u.a. AV-Block), Hypotonie und negative Inotropie sind zu befürchten.
Empfehlung
In bestimmten klinischen Fällen überwiegt der Vorteil des Kombinationseinsatzes das Risiko für Reizleitungsstörungen. Ist die Therapie unumgänglich, so sind vorsichtige Titration der Dosen, sowie regelmässige EKG-, Blutdruck- und Herzfrequenz-Kontrollen empfohlen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018