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Weil Regen den Spielbetrieb in Roland Garros für gut zweieinhalb Stunden unterbrochen hatte, musste sich Djokovic beeilen, als er endlich auf den Platz durfte. Der Weltranglisten-Erste drohte, auf dem Weg in den Achtelfinal von der einbrechenden Dunkelheit gestoppt zu werden. Bedene (ATP 66) machte es Djokovic nicht so einfach, wie es das Resultat vermuten lässt. Schliesslich beendete Djokovic den Match um 21.30 Uhr, als die Sicht längst nicht mehr ideal war.
Wie Rafael Nadal am Vortag wurde auch Jo-Wilfried Tsonga (ATP 7) am Samstag von einer Verletzung gestoppt. Der bestklassierte Franzose, der im letzten Jahr im Halbfinal an Stan Wawrinka gescheitert war, musste wegen einer schmerzhaften Leiste im ersten Satz gegen den Letten Ernests Gulbis aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt führte Tsonga mit 5:2. «Es ist für mich schwierig zu akzeptieren, dass ich nicht mehr im Turnier bin. Ich fühlte mich vor dem Match sehr gut und dann, im ersten Game, verspürte ich den Schmerz», sagte der 31-Jährige, der den Platz weinend verliess.
Timea Bacsinszky steht beim French Open zum zweiten Mal in ihrer Karriere im Achtelfinal. Die letztjährige Halbfinalistin schlägt in der 3. Runde die Französin Pauline Parmentier (WTA 88) souverän mit 6:4 und 6:2.
Bacsinszky ist damit nach drei Partien weiterhin ohne Satzverlust. Gegen Parmentier gerät sie nie in Gefahr. Die Französin spielt solid und druckvoll. Das ist aber zu wenig, um die Weltranglisten-Neunte aus Lausanne mehr als bloss phasenweise in Verlegenheit zu bringen. Bacsinszky ist in der Defensive eine Klasse besser und spielerisch einfallsreicher.
Im ersten Satz führte Bacsinszky mit 5:2, ehe Parmentier bis auf 4:5 heran kam. Im zweiten Umgang liess die Schweizerin nach der klaren Führung keine Spannung mehr aufkommen. Nach 83 Minuten stand der Einzug unter die letzten 16 Spielerinnen fest.
Am Montag trifft Bacsinszky auf die älteste Spielerin im Tableau. Die fast 36-jährige Venus Williams setzte sich gegen die Französin Alizé Cornet (WTA 50) durch. «Es wird ein sehr schwieriger Match», so die Lausannerin, die bei ihrem dritten Auftritt im 15'000 Zuschauer fassenden Stadion Philippe Chatrier unter anderen von der Skicross-Fahrerin Fanny Smith und dem Eishockey-Spieler Nino Niederreiter unterstützt wurde. Sie habe nun zwei Tage Zeit, um sich ihre Taktik zurecht zu legen.
Venus Williams ist über die gesamte Saison nicht mehr so konstant wie noch vor einigen Jahren, doch wenn sie bei einem Turnier mal in Schwung gekommen ist, bringt sie immer noch beachtliche Leistungen. Beim vergangenen US Open deklassierte sie Belinda Bencic. Den letzten ihrer vorerst 49 Titel feierte sie im Februar in Taiwan. Bacsinszky spielte und verlor bislang zweimal gegen Venus Williams: bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und beim US Open 2014. Das muss aber nichts heissen: Seit dem letzten Aufeinandertreffen im Spätsommer 2014 hat Bacsinszky schliesslich enorme Fortschritte gemacht und sich einen ganz anderen Statuts erarbeitet. (zap/pre/sda)