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Nachdem der Bau des Bahnhofs abgeschlossen war, musste der Anschluss an die Altstadt hergestellt werden. Die einzige Verbindung bestand bis dahin über die Pont de la Maltière. Merkwürdigerweise wurde der Bau einer Strasse beschlossen, die strikt im rechten Winkel zum Bahnhof verläuft und damit nicht auf die Altstadt ausgerichtet ist. An ihrem Ende biegt die Strasse abrupt ab und trifft auf die Route de Bâle, die dann in die Altstadt führt. In der Nähe des Bahnhofs entstanden zahlreiche Gebäude, so dass sich dieses Quartier schnell zu einem aktiven Zentrum entwickelte. Nur wenig weiter vom Bahnhof entfernt nahm die Gebäudedichte jedoch bereits deutlich ab. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schien sich die Avenue de la Gare nach wenigen hundert Metern in eine Landstrasse zu verwandeln.
Die hufeisenförmige Blockrandbebauung zwischen der Rue Pré-Guillaume und der Rue de lAvenir ist beachtenswert und belegt die Absicht, Delémont einen städtischen Charakter zu verleihen. Die Reihe an der Avenue de la Gare umfasst fünf symmetrisch angeordnete Häuser, wobei der zentrale Baukörper von einem neubarocken Frontgiebel überragt wird. Andere Elemente wie etwa die Schaufensterbogen beim zentralen Gebäude sowie die Loggias und dekorativen Blumenmotive belegen den Einfluss des Jugendstils. Wie so oft in Delémont sind die Ecken der Häuser an den Strassenkreuzungen abgeschrägt und werden durch einen Erkervorbau zusätzlich akzentuiert.
Einige Schritte weiter illustriert die Villa von Dr. Vermeille den sich verändernden Charakter der Bahnhofstrasse. Dieses Wohnhaus ist ein schönes Beispiel des Historismus, bei welchem verschiedene historische Stile und regionalistische Gestaltungselemente kombiniert wurden.
Baujahr: 1905
Architektur: Gebrüder Meyer, Basel
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Avenue de la Gare
AdresseAvenue de la Gare 26, 30, 34, 38, 40, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz