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Neubau Wohnhaus In den Reben Grellingen
Bauherrschaft: privat
Ausgangslage:
Das zu bebauende Grundstück liegt am Übergang zur offenen Hügellandschaft des Kaltbrunnentals. Flexibles Wohnen soll mit den topografischen Gegebenheiten des Ortes in Einklang stehen.
Idee/Konzept:
Der Ort wird neu interpretiert, indem eine terrassierte Anlage in den ehemaligen Rebhang gelegt wird. Wohnhaus, gedeckter Gang und Carport bilden gemeinsam eine übergeordnete Figur und umfassen den Gartenraum als Kern der Anlage. Ausserhalb fliesst die Landschaft ungehindert weiter. Das Wohnhaus ist so positioniert, dass die Sichtbezüge über die Landwirtschaftswiese zur Eggfluh im Nordwesten und in die Tiefe des Seewenertales im Südosten inszeniert werden.
Umsetzung:
Das Holzhaus reagiert in seiner Materialisierung und mit seiner Splitleveltypologie auf die Topografie. Man betritt das Haus auf dem mittleren Geschoss, wo sich der Koch- und Essbereich befindet. Der Raum öffnet sich unter dem grossen Dach in die obere Etage zum dortigen Wohnraum. Auf dem untersten Level liegt das Atelier. Jedem der drei Bereiche ist jeweils ein Individualraum zugeordnet, womit sich drei Nutzungseinheiten abzeichnen und unterschiedliche Wohnmodelle denkbar sind. Auf eine Unterkellerung wird somit verzichtet; Der direkte Bezug aus allen Etagen zum Garten steht im Vordergrund. Mit dem Haus wird der Tradition der einfachen Land- und Ferienhäuser aus der Anfangszeit der Moderne die Referenz erwiesen (s. Paul Artaria, Verlag für Architektur Erlenbach, 1947).