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Unter einem Morton-Neurom versteht man eine Verdickung der sensiblen Nervenäste, die zwischen den Mittelfussknochen auf der Seite der Fussohle verlaufen. Sie sind für das Gefühl eines Zehenareales verantwortlich.
Am derben Ligamentum metatarseum transversum werden die Nervenäste mechanisch gereizt, es kommt zu Schmerzen. Typischerweise ist die Aufzweigung zwischen der zweiten und dritten und/oder dritten und vierten Zehe betroffen.
Im Frühstadium schwellen die den Nerv umgebende Hülle und Gewebe an. Im Spätstadium umgibt sich der Nerv mit Vernarbungen.

Der Mortonschmerz tritt meist bei Belastungen auf. Geschlossene Schuhe (typischerweise enge Damenschuhe, Wanderschuhe, Skischuhe) und sogar Einlagen können den Schmerz verstärken, sodass nur noch das Ausziehen der Schuhe Linderung bringt. Art und Ort der Schmerzen können stark variieren (stechend, dumpf, kribbelnd,elektrisierend). Vorbeugende Massnahmen sind nicht bekannt.
Zur Schmerzbekämpfung und Überprüfung der Verdachtsdiagnose kann ein Mittel zur örtlichen Betäubung (ev. in Kombination mit Kortison) injiziert werden. Ist der Schmerz danach verschwunden, ist der Verdacht auf ein Mortonneurom erhärtet und der Ort des Befundes bestätigt. Ist der Nerv noch nicht vernarbt, kann das Kortison durch seine abschwellende Wirkung zur Schmerzlinderung beitragen. Bei bestehender Vernarbung ist sie jedoch von kurzer Dauer. Bei anfänglich gutem Ansprechen kann die Infiltration ein- bis zweimal wiederholt und ein Summationseffekt erzielt werden. Der Erfolg ist umso besser, je früher die Diagnose gestellt wird. Das Mortonneurom kann aber nie mit völliger Sicherheit diagnostiziert werden.
Wird der Schmerz durch diese Behandlung zwar lokalisiert aber nicht beseitigt, kann die operative Entfernung des Neuromes diskutiert werden. Damit geht aber auch der Sensibilitätsverlust des betroffenen Zehenareales einher. Die Funktion der Zehen ändert sich dadurch nicht, Gehen ist normal möglich.
Mögliche Nebenwirkungen sind persistierende Schmerzen aufgrund einer falschen Diagnose oder unvollständiger Neuromentfernung, übermässige Narbenbildung, Wundheilungsstörung bei zu rascher Vorfussbelastung.
Bei uns wird die Operation in Blutleere und Blutsperre durchgeführt, was eine blutungsfreie und präzise Operationstechnik ermöglicht. So ergibt sich auch nach der Operation kein Bluterguss und die Schmerzmedikamente können auf einem Minimum gehalten werden. Durch Anlegen eines den Vorfuss entlastenden Spezialschuhes ist es möglich, gleich nach der Operation ohne Stöcke zu gehen.