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Marco Cincera und Flavio Müller von Aon entwickeln in einem Artikel der Handelszeitung Ideen, wie Rentner an künftigen Renditeverbesserungen beteiligt werden könnten, ohne dass die Pensionskasse sich bei der Pensionierung an Leistungsversprechen bindet, die allenfalls später nicht oder nur schwer einzuhalten sind.
Als Alternative könnte eine allfällige Rentenerhöhung dienen – eventuell auch bereits kurz nach Rentenbeginn. Diese könnte dann auch zu Sanierungszwecken herangezogen werden. Noch vorsichtiger wäre ein Verzicht auf dauerhafte Rentenerhöhungen – denkbar wäre dabei etwa eine Partizipation der Rentner in Form von (unregelmässigen) Einmalzahlungen. Diese würden jeweils nur zur Auszahlung gelangen, wenn es die finanzielle Lage der Kasse zuliesse; dies würde keine langfristigen Verpflichtungen generieren, sondern direkt in Barform an die Rentenbezüger abfliessen.
Die obigen Punkte könnten zum Beispiel in Form einer variablen Rente ausgestaltet werden, die nur ausgezahlt würde, wenn bestimmte Kriterien erfüllt wären wie zum Beispiel eine adäquate Anlagerendite im abgelaufenen Jahr oder ein bestimmtes Niveau des Deckungsgrads.
Zentral dabei ist insbesondere der Gedanke, dass die Verteilung nach objektiven Kriterien erfolgt. Um dies zu gewährleisten, ist eine entsprechende Analyse der aufgelaufenen Solidaritäten erforderlich. Danach können entsprechende Verteilungen vorgenommen werden, wobei zu vermeiden ist, dass die Kasse zusätzliche langfristige Verpflichtungen eingeht, die zu einer Hypothek werden, falls sich das ökonomische Umfeld wieder verändern sollte.