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Die teuersten Einkaufsstrassen der Welt: Bahnhofstrasse auf Platz 8
Der jährliche Bericht «Main Streets across the World» von Cushman & Wakefield nimmt die Mietzinse der wichtigsten Einkaufsstrassen sowie die globalen Retail Trends unter die Lupe. Der teuerste Standort 2019 ist, wie bereits im Vorjahr, die Causeway Bay in Hongkong. Beachtlich: Die Hälfte der zehn teuersten Standorte weltweit befinden sich nach wie vor in Europa – die Zürcher Bahnhofstrasse ist auf dem achten Platz.
Mietzinsentwicklung
In dem jährlichen Bericht «Main Streets Across the World» werden die Mieten an 448 Standorten in 68 Märkten analysiert – die höchste Zahl seit Beginn des Reportings 1988. Wie bereits im letzten Jahr, liegt Causeway Bay in Hong Kong – gefolgt von der Upper 5th Avenue in New York – bezüglich Mietzins an der Spitze. Noch immer sind die meisten Top-Einkaufsstrassen auf dem «alten Kontinent» zu finden: Fünf der zehn wichtigsten Strassen der Welt befinden sich in Europa, vier in Asien und nur eine in den USA. Die teuerste Einkaufsstrasse Europas ist die New Bond Street in London, sie ist nach der Upper 5th Avenue in der globalen Rangliste auf Platz 3 – gefolgt von Paris (Avenue des Champs Elysées), Mailand (Via Montenapoleone), Tokyo (Ginza), Sydney (Pitt Street Mall), Zürich (Bahnhofstrasse), Seoul (Myeongdong) und Wien (Kohlmarkt).
Globale Retail-Trends
Zu den globalen Retail-Trends gehört der steigende Onlinehandel, dessen Zunahme jedoch nicht ausschliesslich auf Onlineaktivitäten zurückzuführen ist. Vielmehr spielen auch Faktoren wie das «Showrooming», die Inspiration im physischen Geschäft, oder Click&Collect eine wesentliche Rolle. Vor allem im Bereich Unterhaltungselektronik wird der Onlineverkauf durch den physischen Laden unterstützt. Obwohl das Onlinegeschäft enorme Möglichkeiten für Retailer ermöglicht, eröffnen typische Onlinehändler zunehmend auch physische Geschäfte. Daraus resultiert ein weiterhin steigender Bedarf an flexiblen Mietflächen, neuen Mietmodellen sowie einer Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Mietern. Allgemein unternehmen die Konsumenten weniger Einkaufstouren mit dem Fokus, den ganzen Tag an einem Ort wie im Outlet- oder regionalen Einkaufszentrum bzw. in einer grösseren Stadt zu verbringen. Häufiger werden Orte gezielt aufgesucht, etwa Lebensmittelgeschäfte oder Haupteinkaufsstrassen in kleineren Städten. Vermehrt werden auch «top-up»-Shops wie innerstädtische Lebensmittelgeschäfte, welche der Bequemlichkeit dienen, besucht. Neue Technologien führen zu erdbebenartigen Veränderungen, treiben die Innovationen voran und führen zu neuen Retailformaten und Konzepten.
Ausblick
Obwohl eine weitere Verlagerung vom Online- respektive Omni-Channel-Handel erfolgen wird, überlebt der physische Handel. Retailer benötigen jedoch anzahlmässig weniger Geschäfte. Wichtige Faktoren sind das Einkaufserlebnis, der Zweck des Einkaufs und die Bequemlichkeit aus Konsumentensicht. Soziale und ethische Aspekte fliessen in die Retailkonzepte ein. Alles wird von der Technologie getrieben, wir bewegen uns einer «beyond retail»-Phase.
Situation in der Schweiz stabil
Die Bahnhofstrasse Zürich hat gegenüber dem Vorjahr einen Rang aufgeholt (2018: Platz 9). Dies, obwohl die Mietzinse stabil sind und wie bereits im Vorjahr bei 9‘100 Franken pro Quadratmeter im Schnitt liegen. Der Grund für den 8. Rang liegt darin, dass die Mietzinse an der Haupteinkaufsstrasse Myeongdong in Seoul 2019 rückläufig waren und die Schweiz deshalb mit Südkorea den Rang getauscht hat. Die Spitzenmieten haben sich – mit Ausnahme von Städten, die direkt dem grenzüberschreitenden Einkauf ausgesetzt sind – stabilisiert und dürften kurzfristig unverändert bleiben.
In der Schweiz sieht sich der traditionelle, stationäre Einzelhandel weiterhin mit dem wachsenden Online-Handel konfrontiert. Das Wachstum dürfte bei diesem Kanal weiterhin 5 bis 10% betragen. Retailkonzepte, welche sich diesbezüglich bereits den Bedürfnissen der Konsumenten angepasst haben, können inzwischen von den gesunkenen Mietzinsen an B-Lagen profitieren.
Klar ist: Die Schweizer Einzelhandelslandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter, und diesem Wandel müssen sich Mainstream-Läden und -Einkaufszentren stellen. So erwarten Konsumenten heute ein hochwertiges Umfeld. Erfolg haben wird, wer die richtige Mischung von Mietern aus dem Dienstleistungs-, Freizeit- und Unterhaltungssektor bietet – kombiniert mit Erreichbarkeit, Komfort und der Integration neuer Technologien.
SPG Intercity Zurich AG
Die SPG Intercity Zurich AG ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group und bietet Unterstützung bei der Vermietung und Suche von kommerziell genutzten Liegenschaften sowie bei der Vermittlung von Anlageobjekten. Die Intercity Group ist ein unabhängiges Immobiliendienstleistungsunternehmen mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten und Zug. SPG Intercity Zurich AG ist seit dem Jahr 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield.
Cushman & Wakefield
Cushman & Wakefield ist ein weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen. 48’000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern schaffen weltweit mit ihrem fundierten, regionalen Wissen einen Mehrwert für Investoren und Nutzer (in der Schweiz durch SPG Intercity). Mit knapp 7 Milliarden Dollar Umsatz ist Cushman & Wakefield einer der grössten Immobiliendienstleister für kommerzielle Liegenschaften und erbringt unter anderem Services in den Bereichen Investment, Vermietung, Verwaltung und Bewertung. Mehr Informationen auf www.cushmanwakefield.com oder @CushWake auf Twitter.
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