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Wie unterschiedlich sich das Gebiet rund um den Titlis (Radius von ca. 30 km) in den letzten 150 Jahren entwickelt hat, zeigte Prof. Werner Bätzing in seinem Vortrag auf. Er ging dabei vertieft auf die Bevölkerungszahlen und die wirtschaftliche Entwicklung ein.
Gemäss seinen Auswertungen gibt es 19 Gemeinden mit einem sehr starken Wachstum, die sich im Vergleich zum gesamten Schweizer Alpenraum überdurchschnittlich entwickelten. Dies führt zu einer Verstädterung der Alpen.
Zu den Verlierern die eine starke Entsiedelung erfuhren, gehören zehn Gemeinden, die 35 % der gesamten Fläche rund um den Titlis einnehmen. Gadmen und Hospental sind am stärksten davon betroffen.
Was positiv für die nördliche Region tönt, bringt aber auch Herausforderungen: Die zunehmende Verstädterung birgt die Gefahr in sich, dass die Region ihre dezentrale Lebens- und Wirtschaftsstruktur verliert.
In fünf Szenarien skizziert Prof. Bätzing die mögliche Entwicklung der Region von trendig und forciertem Freizeit-Tourismus über die neoliberale Wende bis zum empfohlenen Wunschszenario.
Durch den Aufbau von langen Wertschöpfungsketten und der Aufwertung der dezentralen wirtschaftlichen Potenziale sowie einer Verbesserung der Infrastruktur sollen die Menschen in der Region bleiben und ihre eigene Heimat als multifunktionalen Lebensraum erhalten.