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Julian Assange: Das Russland-Komplott war Fake-News
Vor einem Jahr «enthüllte» der Guardian ein weihnächtliches Komplott, Julian Assange aus der Botschaft Ecuadors zu «schmuggeln».
Russische Diplomaten hätten in London mit Vertrauten von Julian Assange geheime Gespräche geführt über eine Flucht aus der Botschaft Ecuadors nach Russland. In einem Diplomatenwagen solle Assange in ein anderes Land geschmuggelt werden. Das enthüllte der Guardian als «den geheimen Weihnachtsplan, Assange nach Russland zu bringen». Der Guardian berief sich auf anonyme Quellen («... the Guardian has learned.»)
Schlagzeile im Guardian vom 22. September 2018
Kein Komplott, keine Schmuggelpläne, Russland hatte damit nichts zu tun
Erst ein gutes Jahr später, am 20. Dezember 2019, hat der Guardian die Vorwürfe von Schmuggel und Komplott zurückgezogen und den ursprünglichen Artikel mit folgendem Hinweis versehen (Original in Gelb):
Das unabhängige «Review Panel», eine Kontrollstelle für Medien, war auf eine Beschwerde eingegangen und veröffentlichte am 20. Dezember 2019 seine Stellungnahme: Der Artikel des Guardian habe verfälschte und irreführende Informationen enthalten. Die Zeitung müsse eine Berichtigung veröffentlichen, denn Russland hatte nichts zu tun mit einem Plan, nach dem Assange aus der Botschaft Ecuadors herausgeholt werden sollte.
Im Folgenden die wörtliche Schlussfolgerung des Panels:
«The Panel therefore invites the Guardian to issue a clarification that (a) the plan in relation to Mr Assange’s ability to be able to leave the Ecuadorean embassy was not devised or instigated by Russia; and (b) there was nothing illicit about the “plan” as described in the Article and that it would have involved the legitimate use of diplomatic immunity to allow Assange to leave the Embassy and travel to a third country.»
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
Keine
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