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Die Agrarstrukturerhebung des Bundes ermöglicht jährliche Auswertungen zur landwirtschaftlichen Produktionsstruktur in der Schweiz. Die vorliegende Strukturdatenanalyse der Schweizer Eierproduktion basiert auf Durchschnittsbeständen von Legehennen auf kantonaler Ebene im Jahr 2017.
Bern und Aargau als Hauptversorger, Basel-Stadt ohne Legehennen
Die meisten Legehennen leben in der Deutschschweiz. Alleine in den Kantonen Bern und Aargau werden über 0.7 Mio. Legehennen gehalten, was mehr als einem Viertel des gesamten inländischen Legehennenbestandes entspricht. Werden die Kantone St. Gallen, Thurgau und Luzern hinzugenommen, machen diese zusammen über 50 % aller in der Schweiz gehaltenen Legehennen aus (56,2 % bzw. 1.6 Mio. Tiere).
Auch bezüglich der einzelnen Haltungsformen (Bio, Freiland, Boden), zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Kantone Bern, Aargau und St. Gallen gehören bei allen Haltungsformen zu den Top-5, wobei Bern den grössten Bio- (12,9 % aller Bio-Legehennen), Aargau den grössten Freiland- (14,0 %) und Thurgau den grössten Bodenhaltungsbestand (16,2 %) aufweist. Anders sieht es bei Kantonen mit tieferen Legehennenbeständen aus. Hier zeigt sich, dass der Bio-Anteil tendenziell grösser ausfällt. Beispielsweise werden in Graubünden rund 2,6 % aller Bio-Legehennen gehalten, jedoch nur 0,3 % aller Freiland-Legehennen und 1,2 % aller Legehennen in Bodenhaltung. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kanton Jura (6,4 % Bio bzw. 0,9 % Freiland bzw. 2,9 % Bodenhaltung). Die Zusammensetzung der verschiedenen Haltungsformen hängt vielfach mit der Topografie sowie den Möglichkeiten zur intensiven Produktion (oder eben nicht) zusammen.
In Appenzell kommen auf einen Einwohner über sechs Hühner
In der Schweiz kommen pro zehn Einwohner durchschnittlich rund drei Hühner (2.8 Mio. Legehennen, 8.5 Mio. Einwohner). Die Legehennendichte ist von Kanton zu Kanton jedoch sehr unterschiedlich. Während in Basel-Stadt keine einzige Legehenne je Einwohner zu finden ist, leben im Kanton Thurgau sogar mehr Hühner als Menschen. In Appenzell Innerrhoden gibt es sogar über sechs Mal mehr Legehennen als Menschen – Schweizer Rekord. Mit 896 Tiere pro Betrieb befinden sich im Appenzell Innerrhoden gleichzeitig die Betriebe mit den höchsten durchschnittlichen Tierzahlen. In dieser Statistik folgen danach die Kantone Neuenburg (649 Legehennen pro Betrieb), gefolgt von Aargau (586) und Schaffhausen (578). In Bern, als Kanton mit der höchsten Eierproduktion insgesamt, liegt die durchschnittliche Betriebsgrösse bei 136 Legehennen pro Betrieb. Die durchschnittlich kleinsten Betriebe befinden sich im Kanton Uri (19 Tiere pro Betrieb) und im Tessin (45).