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Die Wählerinnen und Wähler werden entscheiden.
Auf der Liste M steht: Frau Magdalena Martullo.
Beim Lesen der Liste M mit Frau Martullo kommt mir der Wiener Kongress 1815 in den Sinn. Graubünden existierte damals als «Freistaat Gemeiner Drei Bünde».Es war der Gotteshausbund, der Graue Bund und der Zehngerichtebund. Die Abgeordneten der drei Bünde waren wegen des Veltlins so uneinig unter sich, dass der Zürcher Bürgermeister Hans Reinhard die Bündner am Wiener Kongress 1815 vertrat. Wegen der Uneinigkeit der Bündner und des starrköpfigen Verhaltens Reinhards ging das Veltlin endgültig verloren. Graubünden ist flächenmässig der grösste Kanton der Schweiz, hat aber nur fünf Nationalratssitze. Ein Sitz davon wird seit vier Jahren von der im Kanton Zürich wohnhaften Frau Martullo besetzt. Frau Martullo ist ohne Zweifel eine tüchtige Wirtschaftsfrau in der Ems-Chemie. Ob sie sich nun in Graubünden oder Zürich aufstellen lässt, spielt eigentlich für sie keine Rolle. Im Gegenteil, ihre Chance wäre dort grösser als in Graubünden. Für die Zürcher SVP wäre es nach der Niederlage bei den letzten Wahlen ein «Trostpflästerli»,wenn sich Frau Martullo als Nationalrätin aufstellen würde.
Wir Bündner hätten dann wieder unsere fünf Nationalratssitze.
Auf der Liste B steht: Herr Heinz Brand.
Herr Brand ist seit dem 1. Januar 2015 Verwaltungsratspräsident des Kassen-Verbandes Santé-Suisse. Kaum im Amt machte er als angeblich volksverbundener Politiker den Vorschlag, die Minimalfranchise von 300 auf 500 Franken zu erhöhen. Soziales Denken? Für die Begüterten kein Problem, für die mit bescheidenem Einkommen eine Zumutung. Vier Jahre lang wurde der Vorschlag von Herrn Brand ins Land hinausposaunt. An vorderster Front war die SVP für höhere Franchisen. Die Räte beschlossen dann vorerst mit 50 Franken laufend die Krankenkassen-Franchisen an die Gesundheitskosten anzupassen. Die Linken und die Grünen drohten bereits mit dem Referendum auch nach den Wahlen. Da hatte vermutlich die SVP Angst vor einer Volksabstimmung, die sie hoch verlieren würde. Und dann die Spitzkehre, rechts-umkehrt. SVP Fraktionschef Thomas Aeschi gab plötzlich bekannt, dass die SVP-Fraktion die Erhöhung der Krankenkassen- Franchisen ablehnen werde, die sie selbst beschlossen hat. Die Abstimmung im Nationalrat fiel mit 103 zu 63 Stimmen bei 28 Enthaltungen aus. Für Thomas Aeschi waren alle anderen schuld nur sie selber nicht. Ein Referendum, auch nach den Wahlen, würde ich sofort unterschreiben.
Erich Mondgenast aus Chur
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So ist die SVP nun mal. Vor den Wahlen wird immer gross herausposaunt, dass sie die wahren Volksvertreter sind. Wenn man aber die Parlamentsabstimmungen auf Bundesebene anschaut, so sieht man, dass die SVP nur die Firmen und das Establishment unterstützt. Sie haben dafür das Beispiel der Franchise angeführt. Die kürzliche Debatte zum VVG zeigte genau das gleiche Bild. BR Maurer liess sich von den Versicherungen "kaufen" und die SVP hat in der vorberatenden Kommission diesem komsumentenfeindlichen Vorschlag auch noch zugestimmt. Die SVP ist für mich absolut nicht wählbar.
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