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Immer mehr Unternehmen greifen auf die Möglichkeit zurück, ihre ausserhalb der Schweiz wohnhaften Mitarbeitenden vorübergehend zu Hause/via Telearbeit arbeiten zu lassen. Wenn während eines begrenzten Zeitraums von zu Hause aus gearbeitet wird, ändert dies angesichts der derzeitigen aussergewöhnlichen Umstände nichts an der Versicherungsunterstellung der betroffenen Grenzgänger/innen. Dies ist nicht als regelmässige Erwerbstätigkeit in mehreren Staaten zu qualifizieren.
Grenzgänger/innen aus EU-/EFTA-Staaten, die vorübergehend ihre Tätigkeit ganz oder teilweise im Wohnsitzland ausüben, unterliegen daher weiterhin der schweizerischen Sozialversicherungsgesetzgebung. Es ist nicht notwendig, für sie systematisch Bescheinigungen gestützt auf die Entsendungsbestimmung (z.B. Formular A1) auszustellen.
Eine zeitweilige Schwankung der im Wohnsitzland ausgeübten Tätigkeit infolge des Coronavirus ändert auch nichts an der Versicherungsunterstellung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern, die bereits vorgängig gewöhnlich in mehreren Staaten tätig waren.
In Bezug auf Deutschland, Frankreich und Österreich wurde die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln bis zum 31. Dezember 2020 vereinbart. Im Falle Italiens wurde dies bis zum 31. Oktober 2020 vereinbart.
In den Beziehungen zu den anderen Staaten gilt die flexible Anwendung ebenfalls bis Ende Jahr mangels anderweitiger Vereinbarung.
Auch in Bezug auf Staaten, mit denen die Schweiz ein bilaterales Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, ändert sich die Versicherungsunterstellung von Personen nicht, wenn diese aufgrund der aussergewöhnlichen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorübergehend die Arbeitsleistung nicht physisch in der Schweiz erbringen können.