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Der Mäher steht mit körperbreit aufgesetzten Füßen in Richtung seiner Mähbahn. Die Drehbewegung wird aus dem Rumpf und den Armen erzeugt. Das Blatt wird in schwingenden Bewegungen (Schnittrichtung üblicherweise von rechts nach links) bogenförmig dicht über dem Boden gleitend, zügig, jedoch ohne übertriebenen Krafteinsatz durch das Gras geführt. Je nach Platz und Gelände wird dabei annähernd ein Halbkreis mit 180 Grad beschrieben. Wer diese Technik beherscht, hat sprichwörtlich gesagt "den Bogen raus". Hackende oder rupfende Bewegungen sind zu vermeiden, oft sind dies Anzeichen für eine mangelnde Schärfe der Sense. In zahlreichen Filmen wird der Bewegungsablauf heute falsch gezeigt: Oft holt hier der Arbeiter ähnlich wie mit einem Golfschläger aus und führt die Sense beim Rückschwung in einer weit ausholenden Bewegung vom Boden weg. Diese Darstellung entspringt einer laienhaften Vorstellung der Arbeit mit einer Sense.
Das Sensenblatt muss bei Gebrauch regelmäßig gepflegt werden. Das bedeutet einmal in kürzeren Abständen das Wetzen mit einem Wetzstein, den man in einem wassergefülltem Wetzsteinhalter ("Kumpf“, "Futterfässchen") mit sich zu führen pflegt. Dies bewirkt das die umgelitzte Braue wieder glatt gestrichen wird. Erstmit dem Dengeln (kalt schmieden) des Blattes wird nachhaltig geschärft. Mittels der Finne des Dengelhammers auf einem flachen Amboss oder mit der flachen Bahn des Hammers auf einem schmalen Amboss, wird das Blatt vom Bart zur Spitze ausghämmert. Das Dengeln dient zum Austreiben (Verdünnen) und zur Härtung der Schneide, wodurch eine Schärfung und wesentlich höhere Standzeit eintritt. Diese Art der kalten Verformung ebnet aber auch größere Scharten in der Schneide aus. Bei der in Mitteleuropa üblichen Sense bedingt erst ein gut ausgeführter Dengel die Möglichkeit, mit nur kurzen Nachwetz-Unterbrechungen auf dem Feld über eine längere Einsatzzeit eine gute Schärfe aufrecht zu erhalten. Sogenannte Schleifsensen, die ursprünglich in Skandinavien und Nordamerika üblich waren, werden nicht gedengelt, sondern nur mit einem Schleifstein nass geschliffen und beim Einsatz nachgewetzt.
Wenn eine gut gepflegte Sense mühelos durchs Gras gleitet, dann hat Sie Schneid.
Wenn ein gut gepflegter Bursche mühelos tanzt, dann hat Er Schneid.
Neben einem scharfen Sensenblatt ist für ein gutes Mähergebnis auch die korrekte Einstellung und Montage des Blattes am Sensenwurf, auch in Bezug auf die Körpergröße des Mähenden, wichtig. Einer der Punkte ist die Prüfung des Winkels zwischen der Längsachse des Blattes und dem Sensenwurf. Dabei wird die Sense versuchsweise mit dem Wurf nach unten um den hinteren Griff als Drehmittelpunkt geschwenkt und dabei anhand einer (z. b. an einer Hauswand angebrachten) Referenzmarkierung beobachtet, ob das Niveau der Schneide sowohl an der Spitze als auch am Bart während des Hin- und Herschwenkens auf gleicher Höhe liegt. Ist dies der Fall, steht die Sense „im Zirkel“. Bei längeren Blättern sollte das Blatt etwas enger gestellt werden (mehr zum Mähenden hin deuten). Engstellen (= Spitze liegt beim Schwenken näher am Drehpunkt als der Bart bzw. deutet mehr zum Mäher hin) verursacht pro Mähschwung einen geringeren Schnittfortschritt, dafür aber auch weniger Kraftaufwand. Ein weiterer Punkt ist die Einstellung der richtigen Schneidenhöhe. In der Mäh-Grundstellung sollte die Schneide einen Bodenabstand von ca.10 mm haben, wenn das Sensenblatt auf dem Boden aufliegt. Wenn der obere Griff am Worb flach auf dem Boden aufliegt müssen Bart und Spitz des Blattes gleichermassen den Boden berühren.
Diese Korrekturen werden durch wärmen der Hamme erreicht. Das erfordert schnelles und gut vorbereitetes Arbeiten. Um das Material nicht unnötig zu schwächen, sollten alle Einstellungswinkel in ein- oder zweimal Wärmen gerichtet sein. Das Auskühlen muss so langsam wie möglich erfolgen um das Material nicht unnötig zu härten. Die bearbeitete Stelle wird anschliessend lackiert um die Hamme vor Rost zu schützen
Quelle: Wikipedia