Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03234.jsonl.gz/1953

Das Ausstellungskonzept basierte auf der Strategie und Geschichte der im Museum Bellerive beherbergten Jugendstil-Sammlung, die Teil der Kunstgewerbesammlung des Museum für Gestaltung Zürich ist. Die Gruppierung der Ausstellungsobjekte erfolgte in Form von sieben Sammlungspaketen, die vom Museum zu unterschiedlichen Zeitpunkten erworben wurden: Es hing von den jeweiligen Direktoren ab, wie die zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt wurden. Anfangs stand man ganz im Bann des Keramikers Max Laeuger. Mit der Jahrhundertwende verlagerten sich die Schwerpunkte, und man kaufte auf der Weltaus-stellung in Paris, bei den federführenden Geschäften wie Bing oder La Maison Moderne. Der Belgier Jules de Praetere wählte zielsicher die Spitzenleistungen seiner Zeit aus, vorwiegend in den Niederlanden und in England. Nach drei Jahrzehnten Pause kamen der Hermann Obrist Nachlass sowie umfassende Ankäufe aus dem Erbe Henry van de Veldes und aus dem Besitz seines Sohnes hinzu. Mit dem Erwerb der Kollektion Burgauer im Jahr 1974 wurde der Fundus schliesslich ganz bewusst um den Aspekt des «Trivialen im Alltag» bereichert. Die Besonderheit dieser Sammlung liegt nicht nur in der Tatsache, dass zeitgleich mit der Entwicklung des Jugendstils gesammelt wurde, sondern auch darin, dass das Publikum aus den eigenen Beständen der Sammlung fast alle der so zahlreichen Facetten des Jugendstils entdecken kann.