Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2149

Am Ende trauten die 4587 Zuschauern ihren Augen nicht mehr. Bis 44 Sekunden vor Schluss führte La Chaux-de-Fonds 2:1. Das Heimteam sah wie der Sieger aus. Es dominierte, verpasste es aber, die Führung auszubauen. Ramon Tanner traf in der 57. Minute für La Chaux-de-Fonds noch den Pfosten.
Danach folgte die Wende: Stefan Tschannen, zuvor kaum in Erscheinung getreten, traf ohne Goalie zum 2:2-Ausgleich. Und in der Overtime schoss Brent Kelly, der seine Karriere nach dieser Saison beenden wird, mit dem ersten Torschuss nach nur 88 Sekunden die Langenthaler ins Glück. Schon in zwei Verlängerungen im Halbfinal gegen Olten hatte Langenthals Paradeformation (Kelly-Pelletier-Tschannen) jeweils früh für die Entscheidung gesorgt.
La Chaux-de-Fonds hätte die Partie vor der Verlängerung gewinnen müssen. Das Team aus dem Neuenburger Jura dominierte (42:31 Schüsse), scheiterte aber immer wieder an Langenthals 21-jährigem Goalie Philip Wüthrich. Bis zu Tschannens spätem Ausgleich deutete alles auf den 31-jährigen Amerikaner Tim Coffman als Matchwinner hin. Coffman, der es in Nordamerika nie über die East Coast Hockey League hinausgeschafft hat, erzielte beide Tore für La Chaux-de-Fonds vom 0:1 zum 2:1.
Für Diskussionsstoff sorgte das zweite Goal des HCC. Goalie Philip Wüthrich wurde unmittelbar vor dem Treffer von einem Weitschuss an der Maske getroffen. Die Maske rutschte sogar von Wüthrichs Kopf. Ein Treffer an die Goalie-Maske führt indes nicht automatisch zum sofortigen Spielunterbruch. Die Schiedsrichter sind angehalten, die unmittelbare Aktion weiterlaufen zu lassen. Der Treffer war entsprechend regulär.
(sda)