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11 - Mülital
Schwerpunkt: Kernenergie
Wie funktioniert ein Kernkraftwerk?
Ein Kernkraftwerk produziert Strom aus Wärme. Es ist ein Wärmekraftwerk, wie es auch Kohle- oder Gaskraftwerke sind. Mit dem Unterschied, dass es bei der Wärmeproduktion weder Luftschadstoffe noch Treibhausgase erzeugt. Mit der Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen frei wird, wird wie in einem Dampfkochtopf unter hohem Druck Wasser aufgeheizt. Dabei entsteht heisser Dampf. Er wird auf die Turbinen geleitet, die zu rotieren beginnen und dadurch den mit ihnen verbundenen Generator antreiben. Im Generator beginnt Strom zu fliessen, der über das Stromnetz zu den Konsumenten gelangt.
Kernkraftwerke leisten heute nach wie vor einen erheblichen Beitrag an die Stromversorgung in der Schweiz – sie produzieren 40% der in der Schweiz benötigten Energie. Es sind sogenannte Grundlast-Kraftwerke, die witterungsunabhängig immer gleich viel Strom produzieren können.
Wie spielen die verschiedenen Energiequellen zusammen?
Strom fliesst immer. Doch nicht zu jedem Zeitpunkt wird gleich viel Strom benötigt. In der Nacht weniger als tagsüber, unter der Woche mehr als am Sonntag. Strom kann man jedoch heute noch nicht speichern, es muss immer so viel produziert werden, wie gerade in diesem Moment auch im Netz verbraucht wird.
Damit dies funktioniert gibt es verschiedene Typen von Kraftwerken: Grundlast- und Spitzenlastkraftwerke. Die Grundlast ist die Menge an Strom, die üblicherweise verbraucht wird. Diese Energie wird beispielsweise von Fluss- oder Kernkraftwerken geliefert, die relativ gleichförmig produzieren. Wird mehr Strom benötigt, werden zusätzlich Mittel- und Spitzenlastkraftwerke eingesetzt. Diese können rasch in Betrieb genommen werden und somit zusätzliche Energie liefern. Typische Vertreter dieser Gattung sind Pumpspeicherkraftwerke. Unterstützt werden die traditionellen Kraftwerke zunehmend von neuen erneuerbaren Energiequellen wie Windturbinen oder Fotovoltaik-Anlagen.