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Sonnenmaschine
oder Solarmaschine, eine mechan. Vorrichtung zur Benutzung der Sonnenwärme als Triebkraft, deren Wirkungsweise darin besteht, daß durch die in Brennspiegeln konzentrierten Sonnenstrahlen Wasser in einem kleinen Dampfkessel [* 2] erhitzt wird, um mittels des erzeugten Dampfes eine Maschine [* 3] zu betreiben. Der dieser Erfindung zu Grunde liegende Gedanke wurde schon von Euklides, Archimedes, Hero von Alexandria sowie später von verschiedenen Gelehrten ausgesprochen; später gelang es Ericsson und Mouchot, die Frage praktisch zu lösen.
Als Reflektor dient meist ein kegelförmiger Hohlspiegel, [* 4] aus einem eisernen Gerippe gebildet, das innen mit silberplattierten oder galvanisch versilberten spiegelnden Kupfertafeln belegt ist. Der stets axial mit der Brennlinie aufgestellte Dampfkessel ist ein mit den gewöhnlichen Armaturen versehener, einfacher cylindrischer Kupferblechkessel, dessen Oberfläche mittels einer die Wärme [* 5] absorbierenden Substanz eingeschwärzt ist; derselbe ist mit einer Glashülle umgeben, die ihn nach außen gegen Wärmeverluste schützt, ohne den Zutritt der Sonnenstrahlen zu hindern. Das Maschinengestell ist entweder für die Befestigung auf einem gemauerten Fundament oder für leichten Transport eingerichtet. Der Reflektor läßt sich nach dem Stand der Sonne [* 6] einstellen. Obgleich die den Reflektor treffende Wärme gut ausgenutzt wird, ist doch der Effekt der Maschine sehr niedrig, weshalb selbst in Tropengegenden die S. wohl kaum eine größere Verwendung finden dürfte.