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Dieses Ministerfreffen bildet den Auftakt zu einer Neuausrichtung der europäischen Wasserpolitik, welche in ein globales Konzept für eine effiziente Ressourcenbewirtschaftung eingebettet ist. Im Zentrum der Ministergespräche standen die Folgen der Klimaveränderungen auf den Gewässerhaushalt und die Dürreproblematik. Vor dem Hintergrund der Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima wurden aber auch ein möglicher Ausstieg aus der Atomenergie und der damit verbundene steigende Druck auf die Wasserkraftnutzung erörtert.
In der Schweiz soll bis 2030 die Nutzung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle um 5 Prozent gesteigert werden. Ein Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien. Ausserdem soll durch den Kapazitätsausbau der Pumpspeicherkraftwerke, welche jederzeit Strom ins Netz einspeisen können, das Energiespeichervolumen erhöht werden.
Im Bereich des Hochwasserschutzes hat die Schweiz die Lehren aus den Hochwasserereignissen der Jahre 1987, 2005 und 2007 gezogen. Sie ist bereit, ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen, und ist im Übrigen in mehreren Arbeitsgruppen der EU vertreten. Rund 80 Prozent aller Schweizer Gemeinden haben bereits Gefahrenkarten erstellt. Auf diese Weise will sich die Schweiz gemeinsam mit der EU für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung engagieren, die allen Interessen gerecht wird: Stromerzeugung, Umweltschutz, Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Tourismus. Die Gespräche über die Wasserpolitik werden weitergeführt anlässlich des Treffens der paneuropäischen Umweltminister (EU, Russland, USA, Kanada, Zentralasien, Osteuropa, Kaukasusstaaten) im September 2011, an dem die Schweiz ebenfalls teilnehmen wird.