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In den Ackerfuchsschwanz-Populationen sind gemäss Beobachtungen zwischen 2011 und 2017 zwei Herbizid-Wirkmechanismen von Resistenzen betroffen. Es wurden seither zahlreiche Fälle von Mehrfachresistenzen bestätigt.
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Aktuelle Situation der Resistenzen in der Schweiz
HRAC A : Die Resistenz gegenüber ACCase-Hemmern (Pinoxaden, Fluazifop) hat sich in den Kantonen Genf und Schaffhausen etabliert. In den anderen betroffenen Kantonen breitet sie sich aus.
HRAC B : 2010 wurden in Genf die ersten Fälle von gegenüber ALS-Hemmern (Iodosulfuron, Mesosulfuron) resistenten Ackerfuchsschwanz-Populationen bestätigt. Seither sind neue Fälle in den Kantonen Genf, Schaffhausen, Zürich, Aargau und vor Kurzem im Berner Seeland sowie im Kanton Waadt aufgetreten.
HRAC A und B : 2012 wurde in einer Population aus dem ländlichen Gebiet um Genf ein Fall einer Mehrfachresistenz bestätigt. Diese Pflanzen zeigten gleichzeitig Resistenzen gegenüber ACCase-Hemmern (Clethodim) und ALS-Hemmern (Flupyrsulfuron). Es folgten weitere Fälle von Mehrfachresistenzen, wobei ACCase-Hemmer (Pinoxaden) und Mischungen von ALS-Hemmern (Iodosulfuron, Mesosulfuron) betroffen waren.
Auf den ersten Genfer Fall folgte im selben Jahr ein weiterer Fall einer Mehrfachresistenz im Kanton Schaffhausen. Diese Population überlebte Behandlungen mit ALS-Hemmern (Flupyrsulfuron) und ACCase-Hemmern (Fenoxaprop). Zwei weitere Fälle von Mehrfachresistenzen in derselben Gemeinde des Kantons Aargau wurden mit denselben Wirkstoffen von ACCase- und ALS-Hemmern bestätigt.
Zu diesen ersten Fällen von Mehrfachresistenzen in den Kantonen Genf, Schaffhausen, und Aargau kamen seither auch Fälle aus den Kantonen Bern und Waadt.
Eigenschaften der Pflanze
Ackerfuchsschwanz (Alopecurus myosuroides)
Einjährige einkeimblättrige Pflanze aus der Familie der Poaceen.
|Besiedelte Kulturen||Hauptsächlich Wintergetreide|
|Günstige Bedingungen||Fruchtwechsel mit Wintergetreide, wenig intensive Bodenbearbeitung|
|Bevorzugte Böden||schwere Böden mit guter Wasserspeicher-kapazität|
|Zeitpunkt der Keimung||Herbst|
|Bestäubung||Wind|
|Samen-produktion||durchschnittlich 300 bis 1500 pro Pflanze, bis zu 3000|
|Überlebens-fähigkeit der Samen||1-4 Jahre|