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Was ist eine MacAdam-Ellipse
Eine MacAdam-Ellipse ist eine Teilfläche der Normfarbtafel, welche die CIE im Jahr 1931 festlegte (sie heißt deshalb auch vielfach schlicht »CIE 1931«). Diese Ellipse beschreibt die durch ihre x- und y-Koordinaten definierten Farborte aller Vergleichsfarben um einen Bezugsfarbton im Diagramm herum, die willkürlich ausgewählte Probanden mehrheitlich noch als gleich wahrnehmen. Sie basiert auf einer vom Forscher David Lewis MacAdam Anfang der 1940er Jahre erstmals erkannten farbartabhängigen Empfindlichkeit der Wahrnehmung des Farbreizes.
Der Ausdruck MacAdam-Ellipse rührt daher, dass wahrgenommene Mindestkontraste im CIE 1931 Koordinatensystem erfahrungsgemäß auf einer Ellipse liegen, deren Größe und Ausrichtung auch bei einem Probanden vom Farbort selber abhängt. Einzelne Probanden können schon geringe Kontraste wahrnehmen, die die Mehrheit der Probanden nicht wahrnimmt. Bei ihnen ist die Ellipse also kleiner. Eine weitere Minderheit der Probanden erkennt nur größere Kontraste. Die Farbterminologie unterscheidet verschieden große MacAdam-
Ellipsen, die nach ihrer Stufe (Step) klassifiziert sind.
Eine MacAdam-Ellipse der Stufe 1 (1-MacAdam-Ellipse) repräsentiert die Farborte, die 68,3 Prozent der Probanden gerade noch als verschieden wahrnehmen (die 68,3 Prozent entsprechen der Standard-Abweichung einer Gaußschen Normalverteilung). Stufe 2 erfasst bereits die Wahrnehmung von 95,4 Prozent der Probanden – also zwei Standardabweichungen und die Stufe 3 die Empfindung von 99,4 Prozent. In der ersten Grafik sind die 3-MacAdams-Ellipsen um diverse weiße Farborte eines Schwarzen Strahlers (auf der Planckschen Kurve in der CIE 1931) unter Angabe der jeweiligen Farbtemperatur dargestellt.