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Der «Zibelemärit» hiess nicht immer so. Ursprünglich handelte es sich bei diesem Markt um einen Teil der sogenannten Martinimesse, die zur Feier des Martinstags gehalten wurde. Bereits im Mittelalter wurde der Übergang des Sommerhalbjahrs zum Winterhalbjahr mit festlichen Mahlzeiten, Umzügen und einem Markt gefeiert.
Man sagt, dass es an diesem Markt praktisch alles zu kaufen gab – ausser Zwiebeln. Dies sollen sich die Bauersfrauen aus dem Gebiet des Mont Vully – wo viel Gemüse und eben Zwiebeln angebaut wurde – zu Nutze gemacht und ab 1850 auch den Berner Markt besucht haben. Diese Frauen seien in Bern wegen ihrer fröhlichen Art und den schön geflochtenen Zwiebelzöpfe immer willkommen gewesen.
Mit dem Aufkommen der grossen Warenhäuser wurde die Martinimesse langsam aber sicher verdrängt, nur der Verkauf von Zwiebeln, das Essen von Käse- und Zwiebelkuchen sowie die Konfettischlacht wurden beibehalten, wodurch sich der Name «Zibelemärit» durchsetzte.
Letztes Jahr gab es ganze 57 Tonnen zwiebeln an 171 Ständen zu kaufen. Wer sich die Kunstwerke aus Zwiebel- und Knoblauchknollen in Ruhe ansehen will, kann dies ab 4 Uhr morgens tun. Die kalten Temperaturen werden mit dem Essen von verschiedenen Zwiebelspeisen und Glühwein überdauert.