Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03504.jsonl.gz/1772

Das Schweizer OL-Team räumt beim Knockout-Sprint an der EM in Neuenburg ab. Matthias Kyburz mit Gold sowie Simona Aebersold und Joey Hadorn mit Silber liessen sich Medaillen umhängen.
Der Knockout-Sprint kam erstmals an internationalen Titelkämpfen zur Austragung. Das Format ist mit dem Team-Sprint im Langlauf zu vergleichen. Immer sechs Läuferinnen oder Läufer begeben sich zeitgleich auf die Strecke. Jeweils die Top 2 arbeiten sich via Viertel- und Halbfinals in die Endrunde vor. Um ein Nachlaufen zu verhindern, wählen die Aktiven 30 Sekunden vor dem Start eine von drei möglichen Karten aus. Das Feld wird immer wieder durch Gabelungen getrennt, trotzdem kommt mit dem steten Kontakt zu den Gegnern bei dem rund achtminütigen Lauf eine neue Komponente im OL-Sport hinzu.
Matthias Kyburz holte sich Gold mit einer cleveren Routenwahl zum letzten Posten. Es ist sein siebentes EM-Gold insgesamt. Er lief eine Sekunde vor seinem jungen Team-Kollegen Joey Hadorn ein. Bronze holte sich der Norweger Kasper Fosser ganz knapp vor Riccardo Rancan, dem dritten Schweizer Finalfeld.
Im Rennen der Frauen gewann die OL-Dominatorin Tove Alexandersson die Premiere. Die Schwedin setzte sich zusammen mit Simona Aebersold ab. In der Endphase musste die junge Schweizerin abreissen lassen. Die Seeländerin hatte als einzige Läuferin im Schweizer Dress den Finaleinzug geschafft. Gegen das physische Potenzial der Schwedin war Simona Aebersold letztlich machtlos und kam mit acht Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel.