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Im Buch „Stammer Chronik, die Geschichte der Kirchgemeinde Stammheim“ von Pfarrer Alfred Farner steht: „1855 wurde ein gewaltiger Adler und 1890 eine Gemse geschossen, die sich in unsere Gegend verirrt hatten.“
Nacherzählung
Nachdem Thomas Frei 1996 in seiner Hauszeitung „Adler-Feder“ die Frage gestellt hatte „Wie der „Adler“ nach Stammheim kam?“, überbrachte ihm Nachbar Walter Frei-Schmid folgende nacherzählte Legende, die er von alt Jäger Ulrich vom Oberdorf gehört hatte:
“Anno 1855 gab es am Schnebelhorn(hinteres Tösstal) noch zahlreiche Steinadler und Gemsen. Ein Steinadlerpaar hatte Junge und brauchte viel Futter für die junge Brut. Da sichtete das Männchen eine junge Gemse und wollte sie schlagen, aber immer wieder sei sie dem Greifvogel entwichen, das Tösstal hinunter bis zuletzt nach Unterstammheim. Sein Grossvater habe den mächtigen Adler mit seinen grossen Schwingen noch selbst gesehen, auch die gehetzte Gemse, die in grosser Angst das Dorf hinunter geflüchtet sei. Da seien zwei Schüsse gefallen, die Gemse und der Adler wurden gleichzeitig getroffen. Die Gemse musste dem Jagdpächter abgeliefert werden.
Der Steinadler sei direkt auf der Kreuzung(beim Hangerten) vor dem heutigen Konsum(Dorfladen) liegen geblieben zur Besichtigung der Dorfbewohner, bis ihn der Abdecker entfernen musste. Zur Erinnerung an dieses seltene Ereignis sei dieser Platz in „Adlerplatz“ umgetauft worden. Das erlebte auch der junge Ulrich Hoerni(ein Neffe vom Nationalrat Hoerni), welcher dann 1877* am Adlerplatz ein grosses Gasthaus* baute, wo es heute noch steht. Seither nennt sich das gastliche Haus „zum Adler“.
*Das Gasthaus Adler oder offiziell Gasthof zum Adler hatte bis im März 2008 Gästezimmer und wurde 1877 tatsächlich von Ulrich Hoerni gebaut und fertiggestellt.