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Wie lange werde ich dranbleiben müssen?
Als Erste treffe ich auf der Onkologie ein und werde freundlich begrüsst. Die Fachfrau setzt mir den Venflon, beim zweiten Versuch klappt es. Dann läuft die Kochsalzlösung in mich hinein und ich habe Zeit meine Fragen zu stellen:
- Es heisst, ich erhalte die Immuntherapie so lange, wie sie wirkt. Was bedeutet das? Drei Monate? Fünf Jahre? Antwort: Ja, das heisse, dass ich die Immuntherapie unter Umständen jahrelang erhalten werde. Im fortgeschrittenen Krebsstadium gehe man davon aus, dass der Krebs ohne Immuntherapie wieder ausbrechen könne. Die Fachfrau meint, dass wir uns höchstwahrscheinlich noch jahrelang sehen werden.
- Mit dem Blut, das mir entnommen wird, prüfen Sie ja auch den Tumormarker. Kann ich davon ausgehen, dass, wenn ich nichts höre, alles in Ordnung ist?
Antwort: Ja, die Werte der Tumormarker würden jedes Mal geprüft. Es könne aber sein, dass die Werte auch mal über dem gewünschten Wert liegen und ich keinen Bescheid erhalte. Die Bildgebung – die regelmässig stattfindende Computertomographie – sei massgebend für eine Beurteilung.
Atezolizumab wird angehängt. Herzlich willkommen! Ich spüre Bewegung im Bauchraum und ein Kribbeln in den Händen. Ich nehme mir vor, mich mit dem Immunsystem auseinanderzusetzen, damit ich mir ein Bild machen kann.
Neben mir liegt eine ältere Frau. Sie hat ihre Kopfhaare verloren, trägt eine sommerliche Stoffmütze. Sie musste vor einer Woche eine Chemotherapie auslassen, da ihre Blutwerte ungenügend gewesen waren. Ob das schlimm sei? Eigentlich im Gegenteil, das bedeute, dass ihr Körper auf die Chemo reagiere.
Nach etwas mehr als einer Stunde kann ich wieder heimgehen. Fühle mich dieses Mal leicht beduselt, was aber auch von der Hitze kommen könnte, über 30 Grad!