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Nach ihrem Architekturstudium an der TU Berlin arbeitete Andrea Hagn als Architektin und Beraterin im Bereich partizipative Stadtentwicklung in Asien und Afrika. Seit Juli 2009 ist sie am ETH Wohnforum – ETH CASE tätig; seit Oktober 2010 arbeitet sie an ihrer Dissertation "What makes urban poor communities successful? A socio-spatial case study on the politics of access/exclusion in the context of government programmes for slum improvement in Puri, Odisha“. Diese wurde bis Januar 2014 durch eine Sawiris Scholarship finanziert.
Ab Juli 2009 arbeitete Andrea Hagn als wissenschaftliche Mitarbeiterin gemeinsam mit Margrit Hugentobler an einem Forschungsantrag für das SNF/DEZA Programm Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern sowie an anderen Projekten. So war sie massgeblich an der Gestaltung und Editierung der Tagungsbände der Jahrestagungen Forum Wohnungsbau 2010 und 2011 beteiligt. Gefördert durch eine Sawiris Scholarship des ehemaligen ETH Nord-Süd Zentrums (heute: ETH Global) begann sie schliesslich im Oktober 2010 ihre Dissertation mit dem Arbeitstitel „What makes urban poor communities successful? A socio-spatial case study on the politics of access/exclusion in the context of government programmes for slum improvement in Puri, Odisha“. Die qualitative Fallstudie verfolgt den sozialwissenschaftlichen Forschungsansatz der Grounded Theory, kombiniert mit dessen Erweiterung, Situational Analysis (Clarke 2005) und anderen visuell-analytischen Methoden. Am Beispiel der indischen Tempelstadt Puri analysiert Andrea Hagn die Konditionen und Prozesse des Zugangs von Slums zu staatlichen Ressourcen für Wohnbau- und Siedlungsverbesserungsmassnahmen.
Andrea Hagn studierte von 1997–2004 Architektur an der TU Berlin. Nach ihrer Diplomarbeit zu Slums in Mumbai arbeitete sie zunächst als Architektin in Zürich. Ab Februar 2006 war sie schliesslich als Beraterin eines deutschen Hilfswerks im Bereich partizipative Stadtentwicklung und städtische Gemeinwesenentwicklung in Asien und Afrika tätig.
Im Zentrum der Forschung von Andrea Hagn stehen räumliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Konditionen. Ausgehend von einer koevolutionären Beziehung von Gesellschaft und gebauter Umwelt interessiert sich Andrea Hagn dafür, wie die Planung und Regierung von Städten verändert werden müssen, um die gesellschaftlichen Realitäten besser aufzugreifen und einzubeziehen.