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Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel ist tot. Der gebürtige Berliner starb am Mittwoch im Alter von 84 Jahren in Freiburg, wie der Carl Hanser Verlag mitteilte.
Meckels Werkkatalog umfasst Lyrik, Prosa, Romane, Grafiken und Zeichnungen, aber auch Kinderbücher, Hörspiele und Schallplatten.
Der Berliner «Malerpoet» hatte von früh an die Grafik und die Literatur zu vereinen gewusst. Zu Meckels Schaffen zählen unter anderem 29 Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel «Tarnkappe» erschienen.
Mehrfach ausgezeichnet
Für sein literarisches und grafisches Werk ist Christoph Meckel vielfach ausgezeichnet worden. Er erhielt unter anderem den Georg-Trakl-Preis für Lyrik, den Rainer-Maria-Rilke-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis.
In Prosa gelang ihm 1978 mit der Liebesgeschichte «Licht» der Durchbruch. Zwei Jahre später veröffentlichte er ausserdem den autobiografischen Roman «Suchbild – Über meinen Vater», in dem der Autor den Vater-Sohn-Konflikt der Nachkriegsgeneration thematisiert.
Diesen stufte die Kritik als eines seiner stärksten Werke ein und stellte es neben Peter Schneiders «Lenz» oder die frühe Prosa von Peter Handke.
Auf langen Reisen
Meckel unternahm zudem lange Reisen durch Europa, Afrika und Amerika, von denen er auch in seinen Werken erzählte, zuletzt in «Dunkler Weltteil. Erinnerung an afrikanische Zeit» (2013).
Viele Jahre brachte er in einem abgelegenen Wohnsitz im südfranzösischen Rémuzat. Meckels letztes Buch erscheint nach Angaben seines Verlags am 27. April 2020 unter dem Titel «Eine Tür aus Glas, ganz offen. Gesammelte Prosa».