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Der Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus ist am Nachmittag des 21. Juni nach Genf gereist, um die Arbeit der Heiligen Synode des Ökumenischen Throns in diesem Monat zu leiten. Die Sitzung findet aufgrund der restriktiven Maßnahmen, die infolge der Pandemie für internationale Reisen gelten, ausnahmsweise im Orthodoxen Zentrum in Chambésy/Genf statt. Die Arbeit der Heiligen Synode beginnt am Dienstag, 23. Juni, und wird voraussichtlich am Freitag, 26. Juni, enden. Im Rahmen der Arbeit werden der Patriarch und die Mitglieder der Synode am ersten Tag mit allen Metropoliten in Europa zusammenarbeiten, um einen Meinungsaustausch über die neuen pastoralen Umstände aufgrund der Pandemie zu führen. Im April und Mai konnte die Synode aufgrund der Einschränkungen nicht einberufen werden. Der Patriarch ist begleitet vom Chefsekretär und vom Untersekretär der Heiligen Synode, Archimandrit Joachim und Diakon Gregor, sowie von Herrn Panayotis Graphiadelis, Sekretär des Patriarchen.
Quelle: www.orthodoxie.com
Kommuniqué über die Heilige Kommunion (übersetzt aus dem Englischen nach: https://orthodoxtimes.com/the-communique-of-the-ecumenical-patriarchate-for-the-holy-communion/):
Während dieses Treffens wurden verlas und diskutierte man die offiziellen Briefe der orthodoxen Oberhäupter, die bisher als Antwort auf den Brief des Ökumenischen Patriarchen vom 17. Mai dieses Jahres zur Weise der Austeilung der Heiligen Kommunion, wie die sich nach dem Auftreten der Corona-Pandemie ergeben hatte, empfangen worden waren. Mit Zufriedenheit wurde festgestellt, dass ihre Meinung mit der des Ökumenischen Patriarchats übereinstimmt. Diese besteht aus Folgendem:
a) Das Mysterium der göttlichen Eucharistie ist nicht verhandelbar, weil wir glauben, dass dadurch der Leib und das Blut des Erlösers Christus "zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben" den Gläubigen mitgeteilt wird, und es ist unmöglich, dass durch dieses höchste Mysterium irgendeine Krankheit auf diejenigen übertragen wird, die daran teilnehmen. Aus diesem Grund bleibt die Kirche in ihrer Lehre über das Wesen des Mysteriums der Heiligen Kommunion standhaft und unerschütterlich.
b) Was die Form der Austeilung der unaussprechlichen Mysterien an die Gläubigen betrifft, so sieht die Kirche im Respekt vor der Heiligen Tradition, die untrennbar mit der täglichen kirchlichen Praxis und der kenoitischen Erfahrung verwoben ist, und als Hüterin und aufmerksame Wächterin dieser von den Heiligen Vätern überlieferten Traditionen keine Notwendigkeit für eine Änderung dieser Form, insbesondere unter dem Druck äußerer Faktoren.
Gleichzeitig fordert die Mutterkirche, eingedenk der besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder in der Diaspora, die Oberhirten, die in der Diaspora ihren Dienst tun, eindringlich auf, sich mit pastoraler Sensibilität, Verantwortung und nach reiflicher Überlegung gemäß "Oikonomia" vorübergehend an problematische Situationen anzupassen, die aus den örtlichen Gesetzen des Staates hervorgehen, zum größeren geistlichen Nutzen des christlichen Volkes und stts in Abstimmung mit dem heiligen Zentrum am Phanar.