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- Parkinson Abklärung
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Was ist das Ziel der Untersuchung?
Darstellung freier Dopamin-D2-Rezeptoren.
Wann wird diese Untersuchung veranlasst?
- Differenzierung zwischen Parkinson und einer Parkinson-ähnlichen Erkrankung
- Dopamin ist ein Überträgerstoff, der an Nervenendigungen freigesetzt wird und eine allgemein aktivierende Wirkung hat, ähnlich wie z.B. Adrenalin. Bei Gesunden senden Dopamin-freisetzende Nervenzellen ihre Nervenfasern (Axone) zum „Streifenkörper“ (Striatum) im Mittelhirn. Beim Morbus Parkinson gehen diese Nervenzellen in der Substantia nigra des Mittelhirns zugrunde, dadurch entsteht ein Dopaminmangel.
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?
- vor der Untersuchung wird ein Schilddrüsen-schützendes Medikament verabreicht
- Levodopa stört die Bildgebung mit DaTSCAN™ nicht und kann deshalb weiter eingenommen werden
- Andere Arzneimittel und Substanzen wie z. B. Amphetamin, Kokain, Buproprion, Benzatropin, Mazindol, Sertralin, Methylphenidat und Norpseudoephedrin können die Diagnostik mit DaTSCAN™ beeinflussen, deshalb sollten sie - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - vor einer DaTSCAN™-Untersuchung abgesetzt werden.
Wie lange dauert die Untersuchung?
- Injektion des Radiopharmakons und nach ca. 4-6 Stunden werden die Aufnahmen angefertigt
- Die verwendete Substanz wird fast immer gut vertragen. Selten kommen
- Kopfschmerz, Gleichgewichtsstörungen, Appetitsteigerung und Kribbeln auf der Haut (Ameisenlaufen) vor. Bei der Injektion in kleine Venen wurde in Einzelfällen über örtliche Schmerzen am Einstichort berichtet.
Wie ist der Untersuchungsablauf?
- Gespräch (Anamnese)
- Schilddrüsenblockade (idealerweise bereits am Vortag) mit Kaliumiodid-Tabletten
- nach der Schilddrüsenblockade erfolgt die Injektion des Radiopharmakons
- Anfertigung der Aufnahmen (Dauer ca. 1 Stunde)
- Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Schilddrüsenblockade muß noch 2 Tage nach der Untersuchung weitergeführt werden.
Radiopharmakon / Applikationsform:
185 MBq DaTSCAN™
i.v. Injektion
Strahlenexposition:
4,4 mSv
- Neuro PET FDG
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Ziel der Untersuchung:
Darstellung und Kontrolle des Stoffwechsels der Hirnregionen
Wann wird diese Untersuchung veranlasst?
- Hirntumor
- Demenzsyndrom (z.B. Alzheimer-Erkrankung)
- Epilepsie
- Durchblutungsstörungen
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
Nüchtern. 4 Stunden vor der Untersuchung, Wasser dürfen Sie zu sich nehmen
Dauer der Untersuchung:
Ca. 1,5 h bei neurodiagnostischer Untersuchung, 2¼ h bei neuroonkologischer Untersuchung
Untersuchungsablauf:
- Gespräch (Anamnese)
- 20 min Ruhe im abgedunkelten Raum, Absolute Entspannung bei geschlossenen Augen ist während der Anreicherungsphase erforderlich, um die Hirntätigkeit auf einMinimum zu reduzieren
- Injektion des Radiopharmakons
- Ruhezeit (= Zeit, die der Zucker benötigt, um sich im Hirn zu verteilen) liegend in ruhiger, abgedunkelter Umgebung: ca. 45 Min. bei neurodiagnostischer Hirnuntersuchung, ca. 90 Min. bei neuroonkologischer Hirnuntersuchung
- Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 30 Minuten
- Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt
schnellstmöglich
Radiopharmakon / Applikationsform:
185 MBq F-18 FDG / i.v. Injektion
Strahlenexposition:
3 mSv
Weiterführende Informationen zur Demenzdiagnostik
Die FDG-Hirn-PET im Rahmen der Abklärung einer Demenz erfolgt in schwierigen bzw.
zweifelhaften Fällen, wenn die fachärztliche Vorabklärung kein konklusives Resultat ergibt.
Im Kanton Aargau erfolgt dies in enger fachärztlicher Kooperation, u.a. mit der Memory Clinic
Königsfelden.
Eine gezielte funktionell-bildgebende Weiterabklärung mittels FDG-Hirn-PET betrifft die Frühdiagnose der Demenz vom Alzheimer Typ (DAT), welche mit ca. 70% der Erkrankungen die häufigste Demenzform darstellt. Für diese Indikation existiert derzeit kein anderes nicht invasives Verfahren mit einer ähnlich hohen, diagnostischen Sicherheit wie die FDG-PET. Hier kann die Diagnose der Erkrankung bereits in einem sehr frühen Stadium durch die Detektion einer Minderung des Glukosestoffwechsels in Regionen, die bevorzugt von den für diese Krankheit typischen histopathologischen Veränderungen betroffen sind, erfolgen.
Im Falle des Morbus Alzheimer besteht das charakteristische Befundmuster in einem beidseitigen, temporoparietalen Hypometabolismus, welches bei standardisierter, quantifizierender Auswertung eine hohe Spezifität für die Diagnose besitzt. Dazu wird im PET-Zentrum am KSA eine spezielle Software-basierte Statistical-Parametrical- Mapping-(SPM)Analyse benutzt, die in umfangreichen Untersuchungen international entwickelt und getestet wurde.
In großen Patientenkollektiven mit klinischen und histopathologischen Kriterien als Gold-Standard wurden hier Spezifitäten und Sensitivitäten von > 95% berichtet. Durch die konsequente Anwendung von speziell für neurologische Indikationen entwickelte, untersucherunabhängige Auswerteverfahren, die an großen Patientenkollektiven evaluiert worden sind, ist eine sehr gute Reproduzierbarkeit der Befunde und eine gute Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen verschiedenen PET-Zentren gewährleistet. Im Vergleich zu anderen nuklearmedizinischen Verfahren, wie die Perfusions-SPECT, ist die FDG-PET hinsichtlich der Sensitivität deutlich überlegen. Auch mit modernen, neuroradiologischen Verfahren, inklusive diffusionsgewichteter MR- Sequenzen und morphometrischer Untersuchungen, lässt sich die Sensitivität der FDG-PET für die Frühdiagnose des Morbus Alzheimer bislang nicht erreichen. Eine Kombination von MRTomographie und FDG-PET, welche rechnerische Korrekturen für regionalen Volumenverlust (Atrophie), sowie eine Bildfusion erlauben, stellt den aktuellen Gold-Standard dar, welcher im Einzelfall zur alleinigen FDG-PET-Untersuchung eine noch bessere Differenzialdiagnose zu anderen, neurodegenerativen Erkrankungen erlaubt. Diese Korrekturen werden im PET-Zentrum KSA als Bestandteil der Untersuchungsroutine durchgeführt. Die Empfindlichkeit der FDG-PET ist dabei so hoch, dass die typischen Abnormitäten bereits mehr als ein Jahr vor der klinischen Diagnose einer DAT nach NINCDS-ADRDA-Kriterien auftreten. Bei Patienten mit hohem, genetischem Risiko sind aufgrund des Nachweises von typischen Stoffwechseldefekten bereits vor dem Auftreten jeglicher klinischer Symptome, prognostische Aussagen hinsichtlich einer Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit direkt möglich. Auch die Abgrenzung der DAT von funktionellen, kognitiven Störungen, wie sie beispielsweise im Rahmen der so genannten Pseudodemenz bei Depressionen auftreten, sind zuverlässig möglich. Bei dieser klinisch häufig schwer zu treffenden Differenzialdiagnose hat die FDG-PET unmittelbare Auswirkungen auf die Behandlung des Patienten, dessen kognitive Defizite sich in der Regel nach adäquater antidepressiver Behandlung drastisch bessern. Die Anwendung von PET ermöglicht somit eine Diagnosesicherung der Alzheimer-Demenz in frühen Erkrankungsstadien, wenn klinisch noch keine eindeutige Demenz vorliegt, bzw. wenn widersprüchliche Ergebnisse in anderen Untersuchungen im Einzelfall vorliegen. Dadurch wird eine frühzeitige, adäquate Behandlungsstrategie, wie die Anwendung von Medikamenten, die das cholinerge Defizit beheben, zu einem optimalen Zeitpunkt ermöglicht.
Weitere Differenzialdiagnosen der DAT sind die Demenzen vom frontotemporalen Typ (FTD), deren bekannteste Form als Morbus Pick bezeichnet wird, sowie Demenzen im Rahmen von degenerativen Erkrankungen, wie der Huntington-Erkrankung, den Multisystematrophien, sowie der Lewy-Body-Demenz (DLB). Auch diese Erkrankungen können aufgrund ihrer typischen Befundmuster in standardisierter Auswertung mit hoher Sensitivität diagnostisch zugeordnet werden.
- Neuro PET FET
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Auch bei sehr aufwendiger Diagnostik sind Hirntumore nicht immer eindeutig zu erfassen. Die als Standardverfahren eingesetzte Magnetresonanztomographie kann die Ausdehnung des Tumors unter Umständen nicht sicher abgrenzen. Das gilt insbesondere für Kontrolluntersuchungen nach operativer Entfernung des Tumors sowie die Unterscheidung zwischen Rezidivtumor und einer Bestrahlungsfolge.
Während die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18F-Fluorodeoxiglukose (18FFDG) eine wichtige Bedeutung bei der Diagnostik hoch-maligner Tumoren hat, können niedrig-maligne Prozesse durch den relativ hohen physiologischen lukosestoffwechsel des Gehirns maskiert sein. Beim Einsatz des neuen PET-Radiopharmakons F-18 Fluorethyltyrosin (F-18 FET) wird dagegen der Aminosäurestoffwechsel der Gewebe gemessen, und da Tumoren einen etwa deutlich höheren Umsatz zeigen, lassen sie sich sicher von nichttumorösem Hirngewebe abgrenzen.
Ziel der Untersuchung:
Darstellung und Kontrolle des Aminosäure-Stoffwechsels eines Hirntumors
Wann wird diese Untersuchung veranlasst?
- Bei Hirntumor, im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Formalitäten:
Es handelt sich um eine Untersuchung, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung seitens BAG und SWISSMEDIC als auch einer Kostengutsprache der Krankenkasse erfordert, daher wird eine administrative Vorlaufzeit von 14 Tagen benötigt.
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
Sie müssen nicht nüchtern sein, Wasser dürfen Sie reichlich zu sich nehmen
Dauer der Untersuchung:
Ca. 1 Stunde
Untersuchungsablauf:
- Gespräch (Anamnese)
- Injektion des Radiopharmakons
- Ruhezeit (= Zeit, die FET benötigt, um sich im Hirn zu verteilen) liegend in ruhiger, abgedunkelter Umgebung: ca. 30 Min.
- Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 30 Minuten
- Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich
Radiopharmakon / Applikationsform:
200 MBq F-18 FET / i.v. Injektion
Strahlenexposition:
3 mSv F-18 FET PET, 1 mSv Low-Dose-CT zur Schwächungskorrektur
- Neuro PET Amyloid
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Ziel der Untersuchung:
Darstellung der Dichte neuritischer β-Amyloid-Plaques im Gehirn
Wann wird diese Untersuchung veranlasst?
- In erwachsenen Patienten (< 80 Jahren Alt) mit kognitiver Beeinträchtigung, die auf Alzheimer-Krankheit (AK) oder andere Ursachen für kognitive Beeinträchtigungen untersucht werden.
- Es sollte in Verbindung mit einer klinischen Untersuchung eingesetzt werden (interdisziplinäre Zusammenarbeit)
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
- Für die Untersuchung müssen Sie nicht nüchtern erscheinen
- Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden
Dauer der Untersuchung:
Ca. 2,5-3 h bei neurodiagnostischer Untersuchung.
Untersuchungsablauf:
- Gespräch (Anamnese)
- Injektion des Radiopharmakons (Amyloid-Tracer)
- Früher dynamischer PET/CT- Untersuchungszeit: 20 Minuten
- Ruhezeit ca. 70 Min.
- Späte PET/CT- Untersuchung (90 Minuten nach der Injektion): 20 Minuten
- Für die gesamte Untersuchung sollten etwa 3 Stunden Zeit eingeplant werden.
- Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich
Radiopharmakon / Applikationsform:
300-360 MBq 18F-Florbetaben/ i.v. Injektion. Das zu injizierende Volumen von Neuraceq kann 0,5 bis 10 ml betragen, um die Zielaktivität von 300 MBq zum Zeitpunkt der intravenösen Verabreichung zu erreichen.
Strahlenexposition:
3 mSv
Besondere Warnhinweise:
- Dieses Arzneimittel enthält 33 mg Natrium/Dosis, entsprechend 1,6 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
- Dieses Arzneimittel enthält 15 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d. h. bis zu 1,2 g pro Dosis, entsprechend 30 ml Bier oder 12,5 ml Wein pro Dosis.
Weiterführende Informationen zur Darstellung von beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn
Ablagerungen des Eiweißmoleküls Amyloid im Gehirn stellen ein Kernmerkmal der Alzheimer-Krankheit dar. Diese sogenannten „Plaques“ bilden sich bereits viele Jahre vor den ersten klinischen Symptomen im Gehirn. Bisher konnten diese Veränderungen nur durch Analyse von Gehirngewebe oder Liquor nachgewiesen werden.
Die neu auch Kassenpflichtig zugelassene Amyloid PET/CT Untersuchung ermöglicht heute erstmals den nicht-invasiven Nachweis oder Ausschluss dieser Amyloid-Ablagerungen im Gehirn, bereits Jahre bevor sich Einschränkungen des Hirnmetabolismus nachweisen lassen.
Dies kann eine wichtige Rolle spielen in der Sicherung einer Alzheimer-Krankheit im frühen klinischen Stadium, also vor dem Eintreten einer manifesten Demenz und bei atypischen klinischen Erscheinungsbildern.
Amyloid-Plaques sind eines der wichtigsten Merkmale einer Alzheimer Demenz, sie können aber auch bei älteren Menschen ohne neurodegenerative Erkrankungen auftreten.
18F - Florbetaben ist eine Art von Arzneimittel, die als Radiopharmaka bezeichnet wird und geringe Mengen an Strahlung aussendet. Er wirkt, indem er auf β-Amyloid-Plaques im Gehirn abzielt und daran bindet. Nach der Bindung an die Plaques kann die Strahlung, die er aussendet, durch den PET-Scanner erfasst werden, so dass der Arzt feststellen kann, ob signifikante Mengen an Plaques vorliegen oder nicht.
Wenn nur wenige oder keine β-Amyloid-Plaques im PET-Scan zu sehen sind (ein negativer Scan), ist es unwahrscheinlich, dass der Patient an Alzheimer-Krankheit leidet. Allerdings ist ein positiver Scan allein nicht ausreichend, um eine Diagnose bei Patienten mit Gedächtnisstörungen zu stellen, da Plaques bei unterschiedlichen Formen von Demenz sowie bei einigen älteren Personen ohne Symptome festgestellt werden können. Ärzte müssen die Scans daher zusammen mit einer klinischen Beurteilung verwenden.
Heutzutage wird die Amyloid-PET eingesetzt, wenn bereits erste klinische Zeichen einer Neurodegeneration vorhanden sind und das Muster des Hypometabolismus auf der 18F-FDG PET/CT unklar ist.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur verfügbar.