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Am Morgen ging es zeitig los in die Stadt zu einem Veloverleih. Dort mietete ich ein Velo für den ganzen Tag, da ich eine Tour östlich von Inverness geplant hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (Baustellen und schlecht gekenzeichnete Umleitungen) fand ich dann dank Google Maps auf den richtigen Weg. Es ging zuerst durch Inverness und das Industrieviertel aus der Stadt. Dann folgte ich einer schönen Landstrasse durch den Wald. Das Wetter war durchzogen. Es regnete ziemlich stark aber zum Glück nur für etwa 20 Minuten. Ich erreichte nach etwa einer Stunde ziemlich trocken Culloden.
Dieses in einem Moor liegende Schlachtfeld erinnert an den letzten Krieg, der auf Britischem Grund stattfand. Es war ein Bürgerkrieg zwischen den Jacobites (Jacobites sind die Unterstützer:innen vom King James VII of Scotland and II of England, welche dafür kämpften die Stuards wieder auf den Britischen Thron zu bringen) und der Britischen Regierung und deren Armee. Charles Edward Louis John Casimir Sylvester Severino Maria Stuart (auch genannt Bonnie Prince Charlie) führte den Widerstand (Jacobite Rising of 1745) an um den Thron für seinen Vater zurück zu erobern. Nach viel Unglück (Die Jacobites wollten London einnehmen aber aufgrund von Informationen von starken Britischen Armeen kehrten sie um. Es stellte sich heraus, dass diese nur erfunden waren.) endete der Aufstand dann am 16. April 1746 in Culloden. Die Jacobites wurden in einem kurzen aber grausamen Kampf besiegt (dauerte etwa eine Stunde und circa 1500 bis 2000 Jacobites wurden verletzt oder getötet). Bonnie Prince Charlie überlebte die Schlacht aber musste sich in den Highlands verstecken bis er zurück nach Frankreich reisen konnte wo er Jahre später an einem Herzinfarkt starb. Nach der Schlacht von Culloden verbot die Britische Regierung den Schotten ihre Identität auszudrücken. Sie durften kein Gälisch mehr sprechen, keine Kilts mehr tragen und sich nicht mehr versammeln, damit kein weiterer Aufstand starten konnte. Die einzige Ausnahme galt für Schotten die der Britischen Armee beitraten. Deshalb gab es viele Schotten in der Armee. Dies ist eine kurze Zusammenfassung aus meiner Erinnerung. Es hat sicher fehler und Lücken.
Bei Culloden wanderte ich etwas herum und las die Informationstafeln. Danach hörte ich noch eine sehr spannende Führung, in der oben geschriebenes Erzählt wurde. Der Boden im Moor war unüberraschenderweise ziemlich nass, auch weil während der Führung abwechslungsweise Hagelte und Regnete. Die Sonne kam aber doch auch noch hervor.
Hier gibt es noch mehr Informationen zur Schlacht von Culloden.
Danach machte ich mich auf den kurzen Weg zu den Clava Cairns. Dies runden Steinhaufen sind die etwa 4000 Jahre alten Überresten einer Grabstätte.
Hier gibt es noch mehr Informationen zu den Clava Cairns.
Nach dem kurzen Zwischenhalt ging es wieder aufs Velo. Ich folgte einem wunderschönen Veloweg, der geschwungen unter dem Nairn Viaduct hindurch auf eine Anhöhe führte. Dort folgte ich der Strasse, die zwischen zwei Wiesen mit weidenden Schafen verlief. Auf der Strasse traf ich noch ein entkommenes Schaf mit ihren zwei Lämmern an. Später als ich an die Küste kam, wechselte ich auf den Strandweg. Nach einer guten Stunde Velofahrt bei strahlendem Sonnenschein kam ich bei Fort George an.
Fort George ist eine immernoch aktive Militärbasis. Die Festungsanlage liegt auf einem Meeresarm. Sie wurde direkt nach der Schlacht von Culloden gebaut. Ich folgte dem Audioguide durch die Anlage.
Hier gibt es noch mehr Informationen zu Fort George.
Nach dem ereignisreichen Tag machte ich mich dann wieder auf den Weg zurück zum in die Stadt um mein Velo zurückzugeben und dann ins Hostel.
Hier ist die ungefähre Route meiner Velotour.
Statistiken zur Velotour
Zurückgelegte Strecke mit dem Velo: 56km
Zurückgelegte Strecke zu Fuss: 6km