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Die Stiftung Pestalozzianum lanciert eine Ausschreibung von Pilotprojekten zur bildungshistorischen Forschung. Grundlage bilden die Sammlungen Pestalozzianum, die zu den grössten ihrer Art in Europa gehören. Die Ausschreibung finden Sie hier
Call for papers ” Neue Ideen und reflexive Zugänge zu Gregor Girard und zur Bildungsgeschichte in der Schweiz”.
Die Literatur, die Gregor Girard (1765-1850) seit mehr als zwei Jahrhunderten gewidmet ist, ist besonders umfangreich und sowohl der Werdegang als auch das Werk dieses Wissenschaftlers scheinen gut erforscht. Es wäre jedoch bedauerlich, es dabei zu belassen, da viele Archivdokumente (Korrespondenz, verschiedene Schriften usw.) noch auf ihre Bearbeitung warten. Darüber hinaus macht die Geschichtsschreibung Fortschritte und hat in den letzten Jahren effiziente Werkzeuge entwickelt, die es ermöglichen, die Forschung zu Girard neu zu bewerten oder zu problematisieren.
Vor diesem Hintergrund organisiert der Forschungskreis Gregor Girard am Samstag, 17. April 2021 ein Symposium, um eine Bestandsaufnahme von Girards Studien zu ziehen und neue Fragen zur Bildungsgeschichte in der Schweiz aufzuwerfen. Diese Veranstaltung soll insbesondere Originaluntersuchungen fördern und neue Forschungsprojekte eröffnen.
Dieses Symposium nimmt eine besondere Form an – ein wenig anders als ein Kolloquium – mit der Präsentation einer These oder Hypothese, eines Positionspapiers oder einer originellen Fragestellung zum philosophischen, theologischen, wirtschaftlichen, architektonischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Werk von Pater Girard in maximal 15 Minuten. In dieser Perspektive werden die folgenden Inhalte besonders geschätzt:
• eine Lesart, die es erlaubt, Girards Werk oder seinen Werdegang auf eine neue originelle oder problematisierende Weise zu befragen;
• eine erneute Lektüre / Neuinterpretation ausgehend von einer kaum bekannten oder noch unbekannten Originalquelle;
• eine Stellungnahme, die eine neue Sicht eröffnet oder eine vorgefasste Idee in Frage stellt;
• jedes Element, das einen Aspekt neu bewertet, Girard oder auch die Bildungsgeschichte der Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert neu zu beleuchten.
Vorschläge im Umfang von maximal 400 Wörtern, denen ein kurzer Lebenslauf beigefügt ist, sind bis zum 1. November 2020 an folgende Adresse zu senden: . Sie werden bis zum 11. Januar 2021 eine Antwort erhalten. Die Sprachen des Symposiums sind französisch, deutsch und englisch. Die Beiträge werden voraussichtlich in einer noch zu definierenden Form im Umfang von max. 25’000 Zeichen (APA Standards) veröffentlicht.
In technischer und redaktioneller Betreuung durch die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin wurde anfangs diesen Jahres eine neue Plattform für institutionenübergreifende digitale Ressourcen der Bildungsgeschichte im deutsch-sprachigen Raum lanciert.
Die Seite befindet sich im Aufbau. Kommentare, Anregungen und Rückmeldungen sind willkommen.
Monika Mattes publizierte anlässlich der gegenwärtig geschlossenen Museen und Archive einen Übersicht zu digitalen, bildungshistorischen Ressourcen im deutsch-sprachigen Raum.
Die beiden HSozKult Redaktoren aus der Erziehungswissenschaft, Philipp Eigenmann und Elija Horn, haben für die Monate Februar und März folgende fünf bildungshistorischen Rezensionen betreut:
P. Felder: Die Basler Volksschule (Patrick Bühler)
B. Baums-Stammberger u.a. (Hrsg.): Gewalt in den Heimen (Andreas Langfeld)
P. Hutcheson: A People’s History of American Higher Education (Nehemia Quiring)
In den gegenwärtigen Kapitalismus- und Arbeitsmarktdiagnosen stellen Wissen, Bildung und Erziehung zentrale Faktoren dar, sowohl für die Einschätzung persönlicher berufsbiographischer Voraussetzungen als auch für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Gleichzeitig findet ein Nachdenken über Bildung und Erziehung vermehrt vor dem Hintergrund der sich wandelnden Arbeitswelten und verändernden Wertschöpfungsketten statt.
Die Veranstaltung thematisiert, wie diese Herausforderungen historisch, politisch und pädagogisch zu verorten sind. Sie will ein systematisches Nachdenken über das Verhältnis von Kapitalismus, Arbeit und Bildung anregen und fragt nach den Herausforderungen für pädagogisches Handeln in den möglichen Arbeitswelten von morgen. Mit einer historischen Perspektive wird, geleitet durch Prof. Dr. Ute Frevert (MPI Berlin), nach dem Gehalt gegenwärtiger Kapitalismusanalysen gefragt und das Verhältnis von Kapitalismus, Märkten und Moral reflektiert. Über die bildungspolitische Lage in Europa, speziell mit Blick auf ökonomische Bildung und Entrepreneurship Education, wird in einem zweiten Teil durch Prof. Dr. Tim Engartner (Goethe Universität Frankfurt a.M.) diskutiert. In einem dritten Teil fragen wir uns mit Prof. Dr. Pascal Dey (Ecole de Management Grenoble), wie den primär wachstumsorientierten Konzepten von Entrepreneurship Education nuanciertere Vorstellungen zur Seite gestellt werden können, die mögliche postkapitalistische Arbeits- und Bildungswelten sowie allfällige «Auswege aus dem Kapitalismus» (Gorz 2009) denkbar machen.
Programm:
Das Programm gliedert sich in drei Teile. Eröffnet werden die thematischen Teile jeweils mit einem öffentlichen Vortrag der Gastdozierenden und einer anschliessenden öffentlichen Diskussion (insg. 60’). Daran schliesst jeweils ein Workshop mit den Doktorierenden und weiteren Teilnehmenden an.
Gäste sind herzlich willkommen und werden um Anmeldung gebeten.
Ort: Institut für Erziehungswissenschaft / Kantonsschulstrasse 3 / 8001 Zürich
Mo 11. Jan:
13.30: Begrüssung und Einführung (Thomas Ruoss & Philipp Gonon)
14.00 – 17.00:
Historische & konzeptionelle Perspektiven auf Kapitalismus & Entrepreneurship
Prof. Dr. Ute Frevert (MPI Bildungsforschung Berlin)
Ab 18.30: Gemeinsames Abendessen
Di 12. Jan:
09.00 – 12.00:
Entrepreneurship Education und ökonomische Bildung in Europa
Prof. Dr. Tim Engartner (Goethe Universität Frankfurt a.M.)
12.00 – 13.30: Mittagessen
13.30 – 16.30:
Entrepreneurship Education jenseits von Wachstum, Profit und Kapital?
Prof. Dr. Pascal Dey (Ecole de Management Grenoble)
16.30 – 17.00: Schlussdiskussion und Verabschiedung
Kontakt:
Thomas Ruoss
Institut für Erziehungswissenschaft
Kantonsschulsstrasse 3
8001 Zürich
+41 44 634 66 12
The working group Historical Educational Researchbelongs to the Swiss Society for Educational Research(SGBF / SSRE).
The working group is constituted as an association since the general assembly 2014. The members of the working group elect a board which coordinates all activities.
The aims of the working group are to foster historical research on national as well as international level, and to promote results to a broad public.
The statutes of the group can be foundhere: AGHB_SGBF_Statuten
Bureau
Dr. Ingrid Brühwiler
Prof. Dr. Patrick Bühler
Prof. Dr. Lucien Criblez
Prof. Dr. Claudia Crotti
Dr. Nadine Fink
Prof. Dr. Norbert Grube
Prof. Dr. Andreas Hoffmann-Ocon
Dr. Michèle Hofmann
Prof. Dr. Rita Hofstetter
Prof. Dr. Karin Manz (Präsidentin)
Dr. Giorgia Masoni
Dr. Danièle Périsset
Dr. Christina Rothen
Dr. Thomas Ruoss
Prof. Dr. Wolfgang Sahlfeld
Nouvelle collection “Education et savoirs en société” dirigée par J. Barrier et K. Robinault.
Cette collection propose d’accueillir des travaux de recherche inédits sur l’éducation et, plus largement, sur l’élaboration, la circulation et la transmission de savoirs dans différents contextes sociaux, historiques et politiques. Sans négliger les phénomènes de pouvoir et de production d’inégalités, elle porte ainsi une attention particulière à la question des savoirs et des apprentissages. Ouverte sur l’ensemble des disciplines, elle envisage éducations et savoirs dans toute leur diversité. À ce titre, elle interrogera les dynamiques à l’œuvre aussi bien dans des institutions éducatives que dans d’autres espaces sociaux, comme la famille, les milieux associatifs ou le monde économique. Les ouvrages publiés, de préférence des monographies, s’adressent aux chercheurs, étudiants, formateurs et citoyens intéressés par les résultats de la recherche dans ce domaine.
Die Schweiz stellt einen Raum intensiver kultureller Transfers dar. Wissen und Bezüge aus dem Ausland wurden aufgenommen, angeeignet und reinterpretiert, sei es im kantonalen, regionalen, lokalen oder nationalen Rahmen. Dieser Schwerpunkt der traverse setzt sich zum Ziel, die Rolle von kulturellen Importen und ausländischen Bezügen in der Schweiz genauer zu fassen. Anhand des schweizerischen Falls wird damit eine Relektüre des Kulturtransferkonzepts und seiner Methoden angestrebt.
La Suisse incarne un espace de transferts culturels qui a absorbé des savoirs et des références étrangères, non sans les réinterpréter afin de les ajuster dans ses propres contextes, qu’ils soient cantonaux, régionaux, locaux ou national. Ce numéro de traverse a pour objectif d’analyser les processus complexes d’absorptions, de transferts et de réinterprétations d’idées et de pratiques diverses. Ainsi, le numéro souhaite réinterroger la notion de transfert culturel et ses méthodes dans le cas helvétique.
Am Dipartimento Formazione e apprendimento ist gestern per Entscheid der SUPSI ein neues Forschungszentrum entstanden, das Laboratorio Ricerca storico-educativa, Documentazione, Conservazione e Digitalizzazione del patrimonio storico-educativo (RDCD). Das Laboratorio besteht aus der Professur Wolfgang Sahlfeld (Storia della didattica) und dem Personal der Bibliothek (Leiterin Frau Ornella Monti) und hat als Aufgaben die bildungsgeschichtliche Forschung und Dokumentation, die Pflege des bildungshistorisch relevanten Archivmaterials und die Digitalisierung der Quellen. Ausserdem ist es auch für bildungshistorischen Unterricht in der Lehrerbildung (am DFA) und in anderen Ausbildungsgängen für Lehrer, Bibliothekare und ähnliche Berufe zuständig. Die neue Equipe will sich aktiv in die historische Bildungsforschung in der Schweiz einbringen und ist für die Zusammenarbeit mit anderen Forschungsgruppen offen. Für Kontakte :
Eine zentrale bildungshistorische Quelle des Kantons Zürich ist nun digital auf e-periodica verfügbar: Die “Berichte über die Verhandlungen der Zürcherischen Schulsynode” dokumentieren jährlich stattfindende Versammlungen der Volks- und Mittelschullehrpersonen. Diese serielle Quelle erlaubt vertiefte Einblicke in das bildungspolitische Geschehen seit Gründung der modernen Zürcher Volksschule 1832.
Mehr zu den Arbeiten an Erhalt und Zugänglichkeit der Sammlungen Pestalozzianum erfahren Sie im Blogbeitrag.
The History of Education knowledge portal enables researchers, students, teachers and interested members of the public to carry out discipline-specific and multilingual research on sources and data relating to the history of education research in Switzerland. Various digital sources on the history of education are accessible through a search mask.
Contact
Das Beziehungsgeflecht von Schule, Volksbildung und Erstem Weltkrieg ist nicht nur durch Kriegspädagogik, sondern gerade in der Deutschschweiz durch umfangreiche Pädagogisierungsschübe ausserhalb der Schulen gekennzeichnet. Mit weiter Optik untersucht dieser Band vielfältige volkserzieherische Akteure aus den Bereichen Schule, Militär und Frauenbewegung, wobei auch Rechtsintellektuelle und Sozialisten in den Blick geraten. Facettenreich wird gezeigt, wie sie an eidgenössische Mythen und Geschlechtertypologien anknüpfen, neue Lehrmittel initiieren, über Nationalerziehung debattieren sowie Krieg und Revolution. als Erzieher betrachten.
Norbert Grube, Andreas Hoffmann-Ocon und Andrea De Vincenti lehren und forschen am Zentrum für Schulgeschichte der Pädagogischen Hochschule Zürich.
Am 28. Juni 2018 findet zwischen 10.30 – 12.00 die Mitgliederversammlung der Arbeitsgruppe Historische Bildungsforschung statt.
Die MV wird, wie gewohnt, anlässlich einer SGBF-Tagung durchgeführt, dieses Jahr an der Universität Zürich im Raum KO2-F-156.
Das Programm der diesjährigen SBGF-Tagung findet sich hier:
Der Forschungskreis Gregor Girard besteht aus Fachleuten der Erziehung und der Ideengeschichte. Ziel dieser Gruppe ist es, wissenschaftliche Untersuchungen über Pater Gregor Girard (1765-1850) durchzuführen (sich mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu befassen). Vor allem geht es darum, zur Förderung der Edition von Gregor Girards Schriften, seiner Biographen und seiner gesamten Korrespondenz, seiner Manuskripte, usw. beizutragen. Diese Leistungen sind geeignet, das Werk dieses international berühmten Wissenschaftlers besser zu erfassen.
“L’acceptation de nouvelles constitutions à l’ère libérale a souvent été suivie de près par celle de lois scolaires destinées à «moderniser» l’école en vue de la formation des nouveaux citoyens et citoyennes. Partant de ce phénomène, ce dossier thématique réunit des contributions qui examinent comment des représentations dominantes de la Constitution, de la société et de la citoyenneté se développent dans des territoires donnés – en Suisse et à l’étranger – et se répercutent de façon normative sur l’organisation et les curricula scolaires: comment autorisent-elles toutes sortes de différenciations (selon le statut social, le sexe, la formation), voire les renforcent-elles? Grâce à une contextualisation des savoirs transmis, prônée notamment par la Curriculum History américaine, l’histoire de l’école devient partie intégrante d’une histoire culturelle plus large où nous situons également la construction des Etats nationaux.”
Research project at the University of Leuven by Prof. Pieter Verstraete and Nele Reyniers that aims to uncover some of the contemporary teaching practices and teaching beliefs within the domain of history of education.
L’OBSEF
L’Observatoire Education & Formation (OBSEF) contribue à la construction de connaissances scientifiques sur l’éducation et la formation. Il met ses compétences à disposition de la société civile et soutient la réflexion des différents acteurs impliqués dans les phénomènes éducatifs et de formation (associations, autorités, administrations, institutions de formation et de recherche, fondations, etc.).
Réunissant des chercheur·e·s de la Faculté des sciences sociales et politiques (sociologie, psychologie, psychologie sociale et sciences du sport, histoire, etc.) de l’Université de Lausanne, il constitue un lieu de dialogue interdisciplinaire. Il favorise les collaborations de recherche, le transfert de connaissances et les interventions sur le terrain.
Les chercheur·e·s de l’OBSEF mobilisent des méthodes quantitatives et qualitatives variées allant des analyses statistiques secondaires aux observations ethnographiques, analyses des trajectoires, entretiens, focus group, analyses des interactions, analyses visuelle et documentaire, etc. Ils proposent leur expertise méthodologique dans les approches quantitatives, qualitatives et de mixed methods.