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Vor zwei Jahren - also im Jahr 2019 - releaste (Sandy) Alex G sein Album "House of Sugar". Der Albumname bezieht sich aufs SugarHouse Casino in Philadelphia, aber auch auf das Lebkuchenhaus aus Hänsel und Gretel. Wie ein Märchen ist nämlich das Album selbst süss, aber gleichzeitig auch unheimlich.
Man könnte fast schon sagen "House of Sugar" ist ein Album der Extreme. Von Himmel zur Hölle ist alles mit dabei. Hier einmal die grosse, einzigartige Liebe, und an einem anderen Ort das nach allen Seiten zersplitternde Herz. Einmal der optimistische Blick in die Zukunft, und dann wieder die Verzweiflung vom nächsten Morgen.
"House of Sugar" besitzt fast alle Sachen, welche Alex G-Songs nach Alex G-Songs klingen lassen: robuste, zackige Akkordfolgen; abstrakte, existenziell angehauchte Texte; heimeliges Geigenspiel; quetschende, in der Tonhöhe verschobene Vocals - wie die Stimme, welche man seinen eigenen schlechten Ideen gibt.
Der Abschlusstrack des Albums ist eine Live-Aufnahme. Sie beginnt mit Applaus. Alex G versucht sich zu fangen, zusammenzusetzen, sich retten zu lassen. Niemand kennt ihn wirklich und trotzdem wissen alle alles besser. Irgendwann wird er verschwinden, aber nicht heute...
Dieses Quasi-Titelstück erhielt im Studio ein Saxofon-Overdub. Alex G meint, dieses Stück sei ein Bluff und stehe somit stellvertretend für das ganze Album.