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Ab sofort arbeitest du nur noch befristet in deinem alten Unternehmen. Sorge dafür, einen möglichst guten Abgang zu haben – dies wirkt sich positiv auf deinen guten Ruf als Arbeitnehmer*in aus.
Bis zu deinem letzten Arbeitstag musst du die folgenden Dinge erledigen:
Richtig kündigen
- Kündige deinen alten Job
- Wir empfehlen dir eine schriftliche Kündigung. Dann ist sie für den Fall der Fälle sauber dokumentiert.
- Verschickst du das Kündigungsschreiben per Post, sende es eingeschrieben.
- Übergibst du das Kündigungsschreiben direkt, verlange eine schriftliche Empfangsbestätigung.
- Meistens genügt eine einfache Formulierung wie: «Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag per (Enddatum des Arbeitsverhältnisses). An dieser Stelle bedanke ich mich für die stets gute Zusammenarbeit.» Name, Datum, Unterschrift.
- Achte darauf, deinen jetzigen Job fristgerecht zu kündigen. Massgeblich ist das Datum, an dem deine Kündigung bei deinem Arbeitgeber eintrifft.
Arbeitskolleg*innen und Kontakte informieren
- Benachrichtige alle, die dein Stellenwechsel betrifft
- Informiere zuerst deine Vorgesetzte, deinen Vorgesetzten. Besprich mit ihr oder ihm, wie alle anderen, mit denen du dich beruflich regelmässig austauscht, informiert werden: Arbeitskolleg*innen, Kund*innen, Lieferant*innen, Geschäftspartner*innen etc.
Arbeitszeugnis verlangen
- Verlange ein Arbeitszeugnis
- Du hast Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Verlange dieses rechtzeitig.
- Das Arbeitszeugnis muss das Arbeitsverhältnis vollständig und wahrheitsgetreu beschreiben und eine wohlwollende Beurteilung vornehmen.
- Das muss in ein solches Arbeitszeugnis
- Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses
- Funktion und ausgeübte Tätigkeiten
- Stellenprozente
- Beurteilung der Qualität deiner Arbeit
- Beurteilung deines Verhaltens
- Hinweis, dass du gekündigt hast.
- Fehler müssen korrigiert werden
- Stellst du im Arbeitszeugnis Ungenauigkeiten, Fehler oder Unwahrheiten fest, kannst du von deiner oder deinem Vorgesetzten verlangen, dass sie oder er den Text ändert. Der Rechtsdienst von Angestellte Schweiz hilft dir, dies allenfalls durchzusetzen.
- Das Arbeitszeugnis darf keine unklaren Formulierungen oder Codes enthalten, die auf unterschiedliche Weise interpretiert werden können.
- Einzelne negative Vorfälle dürfen nicht im Arbeitszeugnis aufgeführt werden (zum Beispiel ein einmaliges Zuspätkommen).
Ferien abbauen
- Baue dein Ferienguthaben ab
- Bis zu deinem Kündigungstermin müssen möglichst alle deine Ferientage abgebaut sein.
- Spreche dich mit deiner Chefin, deinem Chef über den genauen Zeitpunkt ab.
- Der Chef oder die Chefin kann dir den Bezug von Ferientagen verwehren, wenn er oder sie aus betrieblichen Gründen auf deine Arbeitsleistung angewiesen ist. In diesem Fall müssen dir diese Ferientage ausbezahlt werden.
Arbeitsmaterialien sauber zurückgeben
- Gib alles ab, was nicht dir gehört
- Deine persönlichen Gegenstände kannst du selbstverständlich mitnehmen.
- Alles, was deinem Arbeitgeber gehört, gibst du zurück.
- Räume deinen PC auf
- Sorge dafür, dass alle Arbeitsdaten auf dem PC respektive Server sauber abgelegt sind.
- Lösche private Daten auf allen Geräten des Arbeitgebers.
- Lösche geschäftliche Daten nur mit dem Einverständnis des Arbeitgebers.
Pensionskasse richtig wechseln
- Prüfe die Pensionskasse
- Dein alter Arbeitgeber meldet dich bei der alten Pensionskasse ab, dein neuer bei der neuen an.
- Du erhältst von der neuen Pensionskasse ein Formular für die Überweisung der Freizügigkeitsleistung. Fülle dieses aus und lasse es der Pensionskasse zukommen.
- Die Austrittsleistung deiner alten Pensionskasse kann grösser sein als der Einkauf in die vollen Leistungen der neuen Pensionskasse. Einige Pensionskassen ermöglichen in diesem Fall, den überschüssigen Anteil in eine Freizügigkeitseinrichtung zu überweisen.
Finanzielle Verpflichtungen bereinigen
- Bereinige allfällige gegenseitige finanzielle Verpflichtungen mit dem Arbeitgeber
- Fordere geschuldete Spesen ein.
- Bezahle dem Arbeitgeber geschuldete Beiträge zurück.
In guter Erinnerung bleiben
- Sorge dafür, dass du positiv in Erinnerung bleibst
- Engagiere dich für deinen Job bis am letzten Arbeitstag.
- Arbeite deine Nachfolgerin, deinen Nachfolger gut ein.
- Hinterlasse keine Baustellen.
- Behalte Betriebsgeheimnisse für dich.
- Verlange ein Abschlussgespräch
- Mach dieses nicht zu einer Abrechnung mit deiner Chefin oder deinem Chef – auch wenn es aus deiner Sicht berechtigt wäre. Dies kann sich negativ auf dein Arbeitszeugnis und deinen Ruf auswirken.
- Bedanke dich für die beruflichen Gelegenheiten, die dir geboten wurden.
Mit Stil verabschieden
- Verabschiede dich auf sympathische Weise von deinen Arbeitskolleg*innen
- Gib einen Apéro aus.
- Halte eine schöne Abschiedsrede.
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