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Wieso gibt es in der Schweiz eine Diskussion um angeblich zu hohe Boni und Einkommen? Der Grund ist ein einfacher: Die Schweiz ist zu eng für grosse Boni; hier kann jeder dem anderen über die Schulter schauen und sich über dessen Privilegien ärgern.
Ganz anders ist dies in England oder den USA. Während in England das Volk ohnehin wenig zu sagen hat und sein Wille an den Wahlen signifikant verfälscht wird, sind die USA einfach zu grosse, um kleine Neidgefühle zu entwickeln.
Der Amerikaner Martin Rothblatt, heute transsexuell und Martine genannt, ist der bestbezahlte CEO der USA. Die 60jährige Unternehmerin Martine Rothblatt, wie sie heute genannt wird, hat im vergangenen Jahr 38 Mio. USD verdient. Ihr Pharmakonzern United Therapeutics will digitale Repliken von Menschen schaffen. Sie hat bereits eine eigene Schweinefarm, wo die Tiere derart genetisch verändert werden, dass sie Ersatzteile für Menschen, wie Lungen, liefern können. Ray Kurzweil und Craig Venter sitzen in ihrem Verwaltungsrat.
Der 70jährige englische Werbeunternehmer Martin Sorrell bezog im letzten Jahr ein Salär von Euro 56 Mio. Er hat die grösste Werbeagentur der Welt mit 179 000 Mitarbeitern in mehr als hundert Ländern geschaffen.
Wie arm sind dagegen unser Banker und Versicherungsmanager. Wer einmal zehn Millionen Franken verdient, wird schon mit schrägen Augen angesehen. Wer einen Bonus von Dutzenden von Millionen erhalten soll, wie Craig Dougan (CS), Daniel Vasella (Novartis) oder Percy Barnevik (ABB) wird von den Medien öffentlich gekreuzigt. Bei uns hat das Kleinbürgertum die soziale Kontrolle.