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> CHUKKALLO CHANDRUDU
Liebeskomödie. Indien.
Telugu
Alternativer Titel -
Regie Shivkumar
Drehbuch Shivkumar, Siddharth, Kona Venkat nach einer Story von Siddharth
Produktion Alexander Vallab
Songs Chakri
Kamera Sameer Reddy, Abhik Mukhopadyay
Darsteller Siddharth, Sadha, Charmy, Salone, Nageshwara Rao Akkineni (ANR),
Waheeda Rehman, Pratap Potan, Ahuti Prasad, Sunil, Prabhu Deva
Länge 146 Min.
Kinostart 14.1.2006
Trade classification Average
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|..||.|
© Text Marco,
molodezhnaja 30.6.06
© Bilder Bhavani, Screenshots molodezhnaja
STORY
Arjun (Siddharth) lebt seit dem Tod seiner Eltern bei seiner Oma Padma (Waheeda Rehman) und seinem Opa Krishna (ANR) in Deutschland. Er hat jede Menge Geld und alle Freiheiten - doch ein Problem sitzt ihm im Nacken: Die Grosseltern wollen, dass er endlich heiratet. Als Oma stirbt, reist Opa nach Indien, um sein Versprechen einzuhalten, für Arjun eine Frau zu finden. Der junge Mann wiederum verspricht, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, und sucht mit seinem Jugendfreund Puppy (Sunil) nach drei Mädchen aus seiner Kindheit, bei denen er sich Chancen ausrechnet: Sravani (Sadha) ist mittlerweile eine Studentin, die unter der Fuchtel ihres Onkels steht und nur bei ihrer im Koma liegenden Oma Unterstützung findet. Sandhya (Charmy) ist eine Aktivistin geworden, die sich energisch für die Rechte der Schwächeren und für den Erhalt der Umwelt einsetzt. Shalini (Saloni) letztendlich avancierte zur Tennis-Hoffnung Indiens und trainiert unter den Anweisungen ihres Vaters für internationale Turniere. Arjun macht alle drei an, um zu sehen, bei welcher er die besten Chancen hat.
REVIEW
In Rang De Basanti spielte Siddharth zwar noch knapp die zweite Geige, doch dank den beiden Hits Boys (Tamilisch) und Nuvvostanante Nenoddantana (Telugu) hatte er sich in Südindien schon zuvor als Star von morgen etabliert. Da die Promotion von Rang De Basanti ihm zu ungeheurer Aufmerksamkeit verhalf, waren umso mehr Augen auf seinen ersten Solo-Starrer nach Nuvvostanante Nenoddantana gerichtet: "Chukkallo Chandrudu", der noch zwei Wochen vor RDB in die südindischen Kinos kam. Um gar kein Risiko einzugehen, schrieb Siddharth das Skript zu der Telugu-Liebeskomödie gleich selbst und versetzte sie nach Hyderabad, dessen Bewohner und Charakteristiken er kennt.
Das Resultat kann sich sehen lassen. Ganz kommt der leicht verdauliche Spass nicht an Nuvvostanante Nenoddantana heran, doch für unbeschwertes Kinovergnügen sorgt der Regiedebütant Shivkumar durchs Band. Hauptgrund dafür ist Siddharth, der sich die Rolle des lebensfrohen Schlitzohrs natürlich auf den Leib schrieb. Ob in Comedy-Szenen mit Sunil, ob beim fast Shammi Kapoor-artigen Flirten mit den drei Damen oder beim liebevollen Umgang mit seinem Opa (verkörpert von Telugu-Altstar ANR): Der Junge macht seine Sache einfach gut und versprüht anstreckende Freude. Hin und wieder geht er dabei over the top, doch das gehört durchaus zum Konzept des Films: Er nimmt sein eigenes Genre nicht allzu ernst und erlaubt sich auch ein paar Seitenhiebe. So etwa im überzogenen Finale, dessen kurze Gewaltausbrüche einige bekannte Standardsituationen herrlich auf die Schippe nimmt.
Neben Siddharth haben es die anderen Akteure schwer, doch kaum jemand enttäuscht. ANR gibt den liebenswerten Opa zurückhaltend, Waheeda Rehman - wohl ein Dankbarkeits-Gig für ihren Rang De Basanti-Co-Star - zeigt als Oma in ihrem Kurzauftritt Herz und Charme, Komiker Sunil trifft mit den meisten Pointen sein Ziel und die Girls sind niedlich. Drei sind es an der Zahl, die Siddhu umschwärmen darf, eigentlich recht frech für indisches Kino, zumal lange Zeit unklar ist, welche denn nun den "Zuschlag" des Casanovas bekommt. So lange geniesst er die Rolle des Hahns im Korb und ich hätte mir durchaus etwas mehr Koordinationsprobleme gewünscht. Es muss nicht gerade Garam Masala-mässiges Frauen Planen sein, aber ein paar kleine Komplikationen hätten den Plot durchaus aufgeheizt. So kommen die Mädels nämlich zu selten zu guten Szenen.
Die erste im Trio ist Anniyan-Star Sadha, als unscheinbare Studentin unter der Fuchtel ihrer Familie. Ein süsser, unspektakulärer Auftritt. Charmy ("Anukokunda Oka Roju") hat am Anfang als Umwelt-, Frauen- und Tier-Aktivistin noch Ecken und Kanten, verliert diese aber im Verlauf des Films. Saloni letztendlich hat ein paar gute Szenen auf dem Tenisplatz, kommt aber dafür in den Songs weniger gut weg. Da haben die beiden anderen die besseren Stücke. Überhaupt ist die Musik nicht übel - mein Favorit dürfte "Preme Paravasham" sein, da man schon nach ein paar Takten nicht anders kann, als Mitzuwippen. Am meisten Aufmerksamkeit erhaschten indes "Malli Malli" und "Edhalo Eppudo", für die Siddharth, ganz Multitalent, auch selber sang, sowie "Pichchi Prema" mit Gaststar Prabhu Deva. Der ist niemand anderes als der Regisseur von Nuvvostanante Nenoddantana, zudem tamilischer Schauspieler und erfolgreicher Bollywood-Choreograf (No Entry). Eine vielseitige Crew in diesem Film.
Am wenigsten vielseitig zeigt sich jedoch der Regisseur: Shivkumar filmt die meisten Szenen im ähnlichen, halb-interessierten Stil, benutzt oft Zooms und Schwenks etwas unmotiviert, und versteht es nur bedingt, das Lebensgefühl Hyderabads einzufangen. Technisch gibt es nur wenig zu bemängeln und auch seine Versuche, Tirol als Germany und Switzerland auszugeben, sind nicht die schlechtesten (wenn man die Länder nicht kennt), doch es fehlt der letzte Kick, um visuell hier etwas heraus zu holen. Über dem Mittelmass liegt die Regiearbeit allemal, ebenso wie die Musik, die oft etwas gar gummige Choreografie und die einfach gestrickte Story. Was den Film noch ein wenig darüber hinaus bugsiert, ist Siddharth, der ganz offensichtlich mit vollem Herzblut dabei ist und den Zuschauern entgegen zu schreien scheint: Hier bin ich, hier bleib ich. Habt mich lieb.
PS: Etwas ironisch ist der Dreh im Tirol schon. Nach dem Knaller Rang De Basanti eroberte Siddharth auch in unseren Breitengraden so manches Herz und manchen Sabberwinkel, was in den schnuffigen Siddharth-Ergüssen bei missionbas oder die noch etwas dünne Siddharth-Fansite deutlich machen. Dabei stand der Kerl fast vor unser aller Nasen, nur damals hat ihn kaum jemand gekannt. Hätte er ein paar Monate später hier gedreht, es wären ihm Horden sabbernder Damen auf die Füsse getreten. Und das hätte ich dann doch sehr gerne gesehen :)
SONGS
1) Malli Malli - Grooviges, durchschnittliches Stück mit hübschen "deutschen" Locations (=Tirol), Siddharths Wirbelwind-Tanz und seiner eigenen Stimme.
2) Edhalo Eppudo - Verspielte, aber nicht vollends geglückte Nummer, bei der Siddharth abermals selbst mitsingt.
3) Dolna Dolna - Flottes Gutelaune-Stück.
4) Preme Paravasham - Witziges Lied, dessen Beat schnell in die Knochen geht.
5) Kalanaina - Etwas abgehobenes, aber schön verträumtes Stück.
6) Navvuthu Ringtone - Ausgeflippter "Schweiz"-Track, entstanden im Tirol
7) Pichchi Prema - Mässiger Dance-Track mit Gastauftritt von Pratap Potan.
MEINE DVD
Bhavani (USA), Code 0, NTSC
Anamorphic Widescreen
Telugu Dolby Digital 5.1 und DTS mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * ½ (Farbenfrohes Bild mit überraschend vielen Unschärfen)
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anytamil (IND)
EXTERNE REVIEWS
missionbas
TotalTollywood (3.71/5)
FullyHyderabad (3/5)
IdleBrain (3.25/5)
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