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«Danke, dass Sie mich an 2008 erinnern»
Roger Federer konnte seine Gefühle nach der epischen Finalniederlage gegen Novak Djokovic nicht richtig sortieren.
Kann er noch einen Grand-Slam-Titel gewinnen? Die Frage stellt sich inzwischen jedes Mal, wenn eines der vier grossen Tennisturniere zu Ende gegangen ist – ob es Roger Federer nun zum Triumph gereicht hat oder eben nicht, wie am Sonntag gegen Novak Djokovic. Das hat nichts mit fehlendem Respekt gegenüber dem Baselbieter zu tun, sondern ist seinem hohen Tennisalter geschuldet. Man kann es auch so drehen: Dass man bei einem bald 38-Jährigen überhaupt noch darüber debattiert, ob er weitere Major-Titel in sich hat, ist ein Kompliment und ein weiterer Nachweis für seine Ausnahmestellung.
Offensichtlich hat der Auftritt in Wimbledon – Federer fehlten nur Zentimeter zum Turniersieg – die Zuversicht bei vielen Leuten genährt. In einer Umfrage der Tamedia-Sportredaktion, an der pro Frage zwischen 24'000 und 30'000 Stimmen zusammenkamen, gaben 80 Prozent der Leser an, dass sie glauben, Federer hole mindestens eine weitere Grand-Slam-Trophäe. Ein Drittel ist gar der Meinung, dass noch zwei drin liegen.
Spannend ist auch die Frage nach den meisten Major-Titeln. 35 Prozent gehen davon aus, dass der 20-fache Champion vor Rafael Nadal (18) und Novak Djokovic (16) bleibt. 28 Prozent sind sich hingegen sicher, dass zwar der Serbe Federer dereinst überholt, Nadal das aber nicht schafft. Wiederum 26 Prozent denken, dass beide den Schweizer übertreffen. Bleibt die Prognose für das US Open (ab 26. August): Eine überwältigende Mehrheit (85 Prozent) traut Federer mindestens den Halbfinal-Vorstoss zu.
Hinweis: Das Resultat dieser Umfrage ist nicht repräsentativ.
red