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Hinter einer Reihe von Bäumen ist eine Gruppe von Häusern sichtbar. Die in dünnen Linien gezeichneten Bäume tragen keine Blätter. Es scheint sich um eine Herbstszene zu handeln. Wahrscheinlich fegt gerade ein stürmischer Wind durchs Geäst und weht die letzten Blätter davon. Das Blatt ist in einem hellen Grauton wolkig bemalt und nur die Fassaden der Häuser treten etwas heller hervor. Paul Klee malt mit Tusche oder Aquarellfarbe auf befeuchtetes Papier. Dadurch entstehen die wolkigen Strukturen. 1910 erwähnt er in seinem Tagebuch: «Sommer in Bern. Aquarelle nass in nass auf wasserbestäubtes Papier. Schnelle nervöse Arbeit mit einem bestimmten Klang, dessen Teile über das Ganze verspritzt. Desgleichen Federzeichnungen auf wasserbestäubtes Papier naiver Kontur, davon wechselnd von aussen und von innen mit Pinsel tangierende Flecken angelegt.» Seit 1906 lebt Klee in München, verbringt aber regelmässig die Sommermonate im Elternhaus in Bern. Da Klee sich zu Beginn seiner Malerkarriere im Umgang mit Farbe unsicher fühlt, experimentiert er in den Jahren zwischen 1901 bis Mitte der 1910er-Jahre mit verschiedenen Schwarzweiss-Techniken: Radierungen, Aquarelle ohne Verwendung von Farbe, Feder- und Bleistiftzeichnungen oder Hinterglasbilder.
Dominik Imhof
Ein Wind weht durch die Bäume.
Er nimmt die letzten Blätter mit.
Hinter den kahlen Bäumen schimmern Häuser durch.
Eine besondere Technik erreicht diese lebendige Wirkung.
Der Künstler feuchtet das Papier an
und zeichnet mit der Feder.
Die Tinte verläuft.
Mit dem Pinsel hilft er nach.
Sara Smidt