Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03123.jsonl.gz/2355

Bei einer Zeremonie zur Ehrung von Absolventen der höheren Militärschulen seines Landes lobte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die Rolle der Offiziere in den Streitkräften als „hochqualifizierte Spezialisten, Kommandeure und Chefs, die in der Lage sind, sich gegen jede aggressive Aktion gegen Belarus zu wehren.“
Er sprach nicht im Abstrakten. Nicht viele Staatsoberhäupter müssen wohl solche Worte an eine Abschlussklasse einer Militärakademie richten.
Er begann mit einem breiten Überblick über den Stand der internationalen Angelegenheiten und beklagte einen schrittweisen und unerbittlichen Zusammenbruch der internationalen Sicherheitsvereinbarungen. Er stellte freimütig fest, dass sie im Grunde genommen nicht mehr existieren: „Multilaterale globale Plattformen, die den Frieden und die Sicherheit auf dem Planeten aufrechterhalten sollen, sind degradiert worden und zeigen eine Unfähigkeit, ihre Funktionen effektiv zu erfüllen.“
Der alarmierendste und relevanteste Teil seiner Ansprache war dieser: „Die strategische Rivalität der Weltmächte droht in eine andere, gefährlichere Phase überzugehen. Gleichzeitig baut die Nordatlantikpakt-Organisation zunehmend ihr Offensivpotenzial aus. Ständig finden NATO-Übungen in unmittelbarer Nähe unserer Grenzen statt. Schnelle Einsatzkräfte werden aufgestockt