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Brunnen
Kolinbrunnen: 1540 liess der städtische Rat einen Brunnen «Unter der Linden» errichten. «Unter der Linden» war die Bezeichnung für den Platz, der damals mit dem Bau des Gasthauses Ochsen und dem Fridlinhaus, dem ehemaligen Stadthaus, am Entstehen war. Auf der ältesten Stadtansicht von 1547 sind an dieser Stelle tatsächlich zwei Bäume erkennbar, vielleicht die besagten Linden. Der Platz behielt seinen Namen bis ins 19. Jahrhundert. Die Bezeichnungen «Kolinplatz» und «Kolinbrunnen» bürgerten sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts langsam ein. Niemand weiss genau, wen diese Figur auf dem Brunnen darstellt. 1688 jedenfalls bezeichnete sie der städtische Rat einfach als den auf dem Lindenbrunnen stehenden Mann, dem der Baumeister das Fähnlein reparieren musste. Dass es sich bei der Figuar um einen Vertreter der Familie Kolin handelt, wie es die volkstümliche Überlieferung will, ist aber nicht ganz ausgeschlossen. Denn bis 1798 bekleidete immer ein Kolin das Ehrenamt des Bannerträgers.
Hechtbrunnen: Der Hechtbrunnen wurde 1670 erbaut, um am Fischmarkt die frisch gefangenen Fische zu waschen. Am Brunnenrand waren auch ein Massstab für den Fischhandel eingehauen. Doch die heutige Brunnenfigur, ein Junge, der ein Hecht im Arm hält, wurde erst 1956 vom Bildhauer Andreas Kögler angefertigt.
Greth-Schell-Brunnen: Der Brunnen, erbaut 1887, liegt gegenüber des Eingangs der Liebfrauenkapelle in der unteren Altstadt. Die Skulptur wurde 1997 hinzugefügt und zeigt die Frau Greth Schell in gebückter Haltung, die ihren betrunkenen Mann nach Hause trägt. Der Mann trägt Narrenkappe und Rute.
Schwarzmurerbrunnen: 1478 planmässig angelegt, sollte der Schwarzmurerbrunnen (ehemals Kronenbrunnen) die Neuzuzüger mit Trink- und Brauchwasser versorgen. Ursprünglich stand der Brunnen an der Neugasse und wurde während der Umgestaltung des Hirschenplatzes 1966 an seinen heutigen Standort verschoben.
Oswaldbrunnen: 1664 wurde der Brunnen errichtet und seither mehrmals erneuert. Früher wurde der Brunnen auch Schäflibrunnen wegen seines Standorts hinter dem ehemaligen Gasthaus Schäfli genannt. Die Statue zeigt den heiligen Oswald und wurd 1771 errichtet. St. Oswald ist zusammen mit dem Erzengel Michael der Zuger Schutzpatron. Er steht an der St.- Oswalds-Gasse