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"Natur" und Grenze im Altertum
Freitag, 5. Februar
10:30 bis 13:00 Uhr
Raum 107
Von den neolithischen und altorientalischen über die ägyptischen, griechischen bis zu den römischen und spätantiken Kulturen lassen sich unterschiedliche Wahrnehmungen und Vorstellungen von "Natur" verfolgen. Diese sind immer mit konzeptionellen Grenzziehungen verbunden. Dies gilt auch für moderne, wissenschaftlichen Konzeptionen und die damit verbundenen Rekonstruktionen von "Natur" und "Naturraum" in antiken Befunden. Gleichzeitig wird das Phänomen Grenze in enger Abhängigkeit von derartigen Naturkonzepten wahrgenommen bzw. konstruiert, man denke nur an den Begriff "natürliche Grenze".
Im Panel, dessen Fragestellung aus der interdisziplinären Arbeit des Departements für Altertumswissenschaften der Universität Basel erwachsen ist, wird deshalb anhand dreier Beispiele aus der griechischen Poliskultur (Alfred Schmid), der römischen Kaiserzeit (Christian Mann) und der Forschungsgeschichte der Archäologie (Undine Stabrey) nach den komplexen Zusammenhängen zwischen antiken und modernen Naturbegriffen einerseits und der historischen (Re)konstruktion von Natur und Grenze in antiken Gesellschaften andererseits gefragt. Ein abschliessendes Statement (Thomas Späth) leitet in die Diskussion ein.