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«Die überwiegende Mehrheit der Lehrpersonen ist vom Problem nicht betroffen, das ich in meiner Motion aufgegriffen hatte. Sie gehen täglich pflichtbewusst und loyal ihrer Arbeit nach.»
Mit diesen Worten kündigte Grossrat Rudolf Vonlanthen (FDP, Giffers) gestern an, dass er seine Motion über eine Änderung des Gesetzes über die politischen Rechte zurückziehe. Er hatte gefordert, dass Lehrpersonen der obligatorischen Schule nicht mehr dem Parlament angehören dürfen. Die Absenzen seien schlecht für den Unterricht, und Lehrpersonen seien nicht loyal gegenüber dem Arbeitgeber (die FN berichteten). Der Staatsrat lehnte in seiner Antwort das Anliegen ab: Die vorgeschlagene Lösung bewirke, dass ein Teil der Staatsangestellten stigmatisiert würde.
Vonlanthen rief gestern in Erinnerung, dass für ein Grossratsmandat in jedem Fall das Einverständnis des Arbeitgebers einzuholen sei. «In dem ausschlaggebenden Fall, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, akzeptierte die betroffene Person den Entscheid des Staatsrats als Arbeitgeber nicht», so Vonlanthen. Er zog aber gestern das Fazit: «Es ist nicht das Problem unserer sehr geschätzten Lehrkräfte, sondern der SP.»
Bei der Diskussion über den Bericht 2016 der Erziehungsdirektion hatte Grossrätin Ursula Krattinger-Jutzet (SP, Düdingen) Vonlanthen zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass sich gemäss Bericht die Freiburger Lehrpersonen ihrem Arbeitgeber gegenüber sehr loyal verhielten.