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Wenn es ihn braucht, ist Adrian Rothenbühler für Mujinga Kambundji da. Die Zusammenarbeit begann nach den Olympischen Sommerspielen 2012 in London, als die mittlerweile 27-jährige Bernerin mit dem Krafttraining startete. Rothenbühler ist in diesem Bereich ein ausgewiesener Fachmann.
Als sich Kambundji im Herbst 2013 dem in Mannheim stationierten Valerij Bauer anschloss, wurden die Dienste von Rothenbühler «selten gebraucht». Zwar erhielt der Emmentaler die Trainingspläne, mehr als ein Beobachter und Berater war er aber nicht.
Plötzlich schrieb er alle Trainingspläne
Als die Sprinterin jedoch merkte, dass sie eine Veränderung möchte, versuchte er das Ganze in einer ersten Phase zu relativieren, dann vermittelte er. Im Oktober 2017 beendete Kambundji die Zusammenarbeit mit Bauer.
Danach schloss sie sich der Gruppe des englischen Coaches Steve Fudge an, doch nach einer suboptimalen Hallen-Saison und einem Leistungstest in Magglingen übernahm Rothenbühler wieder vollständig das Zepter im Krafttraining. Als es Kambundji im folgenden Sommer zunächst ebenfalls nicht wie gewünscht lief, schrieb er dann auch die übrigen Trainingspläne.
Keine Grenzen setzen
Die beiden sind mittlerweile auch an Grossanlässen ein eingespieltes Team. «Ich weiss genau, was sie braucht», so Rothenbühler, «ich muss mich nicht in den Vordergrund bringen.» Nach dem um fünf Tausendstel verpassten Final über 100 Meter an den Weltmeisterschaften in Doha führten Athletin und Coach eine «spannende Diskussion».
Kambundji hätte etwas ihre Lockerheit verloren. Aber wie kann sie diese zurückgewinnen? Die Lösung: sich keine Grenzen setzen und mit dieser Einstellung in die Rennen gehen. Der Dialog war hilfreich, das Resultat ist bekannt.
Sendebezug: «Sports Awards», SRF 1, 15.12.19, 20:05 Uhr