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Verlangen einer ausserordentlichen Generalversammlung. Abstimmung per E-Mail
Wald ZH, 22. Mai 2020
Liebe Mitglieder & Joint-Mitglieder
Die Ereignisse im Vorstand des britischen Mutterclubs RREC UK spitzen sich dramatisch zu. Das Management Committee zerfleischt sich selber mit Streiterein, Intrigen und verschwendet viel Geld für Anwälte, weil sich die Mitglieder gegenseitig angreifen und beschuldigen. Zusammen mit allen Sektionen Grossbritanniens haben wir in den letzten Tagen einen Aktionsplan erarbeitet. Wir verlangen eine ausserordentliche GV (wahrscheinlich im Oktober, nach Aufhebung des Lockdowns in England) mit drei Traktanden:
1. Durchführung einer ao GV (extraordinary General Meeting EGM) mit Misstrauensantrag gegen alle Vorstandsmitglieder. Wir wollen, dass alle Board Members sofort zurücktreten
2. Wahl einer 5-6-köpfigen Arbeitsgruppe, die den Club in einer Übergangsphase zusammen mit dem Generaldirektor Ian Dorward bis zur nächsten ordentlichen GV leitet.
3. Auftrag an die interimistische Führung, menschlich und fachlich qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen Vorstand ab GV 2021 zu finden.
Der Vorstand der Schweizer Sektion hat mich per Beschluss beauftragt, bei Ihnen, sehr geehrte Mitglieder, eine Umfrage dazu per E-Mail durchzuführen. Wir benötigen so viele Stimmen wie möglich und deshalb bitte ich Sie, mir per E-Mail (an <email-pii>) Ihre Zustimmung (bzw. Ablehnung) zu erteilen. Jedes Mitglied und jedes Joint-Mitglied hat eine Stimme.
Bitte senden Sie mir raschmöglichst ein E-Mail mit folgenden Textvarianten:
a) Ich verlange eine ausserordentliche Generalversammlung des britischen RREC
oder
b) Ich lehne eine ausserordentliche Generalversammlung des britischen RREC ab
Vorname, Name
Vielen Dank für Ihr wertvolles Engagement und Ihre Unterstützung.
Danke für Ihre Stimmabgabe an <email-pii>
Jürg M. Bihn, Präsident
Begründung:
Seit Monaten schwelt innerhalb des britischen Management Committees ein offener Streit. Verschiedene Parteien haben bereits Rechtsanwälte beauftragt, gerichtlich gegen Anschuldigungen vorzugehen, was dem Club erhebliche Kosten verursacht (wir sprechen bereits von weit über 30'000 Pfund, also bald soviel, wie die Schweizer Sektion an Jahrensbeiträgen überweist!).
Chairman Ian Hick und weitere Vorstandsmitglieder sind zurückgetreten. Ein Vorstandsmitglied wurde aus dem Club ausgeschlossen, über den Ausschluss eines weiteren Mitglieds wird an der nächsten Sitzung vom 29. Mai diskutiert. Neue Vorstandsmitglieder wurden (ohne Wahl) kooptiert. Dieser Vorstand besitzt keine Legitimation mehr von den Mitgliedern.
Grund der Streitereien sind die desolaten Finanzen. Die eben publizierten Zahlen (Jahresabschluss Oktober 2019) stellen höchstwahrscheinlich eine Bilanzfälschung dar. Wie kann es sein, dass die Mitgliederbeiträge im Geschäftsjahr 2018/19 deutlich höher sind als 2017/18, nachdem der Mutterclub im aktuellen Berichtsjahr hunderte von Mitgliedern verloren hat? Ein weiterer Grund ist das menschliche Verhalten innerhalb des Führungsgremiums. Wer bei Vorstandsbeschlüssen gegen "die alte Garde" stimmt, wird ausgeschlossen. Der Vorstand schreibt andauernd, alles basiere auf Missverständnissen und der Fehler liegt immer bei allen Anderen. Dieses Management Committee hat jeden Bezug zur Realität verloren und will nicht einsehen, dass die fachliche und menschliche Unfähigkeit des Gremiums das Problem ist, und nicht die Sektionen und Mitglieder. Ich habe in den letzten Wochen weit über 1'000 Seiten an Mails und Dokumenten studiert. Was ich da gelesen habe, ist der blanke Horror (!) und zeigt extreme Defizite vor allem an menschlichen Qualitäten auf. Wortprotokolle der Vorstandssitzungen zeigen, dass kaum jemand einen Satz ausreden kann weil dauernd dazwischengeredet wird.
Auf Anfragen von Sektionen erhält man keine Antworten. Seit Monaten bleiben auch unsere (Swiss Section, Continental Sections) Briefe unbeantwortet. Das britische Management Committee ist nicht mehr in der Lage, Beschlüsse zu fassen.
Die Kontinentalsektionen haben sich zusammengeschlossen, um gegen diesen Vorstand vorzugehen. Als Sprecher dieser Gruppe habe ich Kontakt zu den britischen Sektionen, die fast ausnahmslos ebenfalls unserer Meinung sind, und gemeinsam suchen wir nun mit dieser ausserordentlichen Generalversammlung eine Lösung für den Club. Die Kontinentalsektionen erwägen, einen neuen Club zu gründen, was ich persönlich nur als allerletzten Ausweg sähe. Ich will, dass wir alle stolz sein können auf diesen internationalen Club. Es sind ja unsere Clubfahrzeuge, die uns weltweit freundschaftlich verbinden. Diese Haltung einzunehmen ist zurzeit wegen dieses unsäglichen Führungsgremiums beinahe unmöglich.
Vielleicht fragen Sie sich, warum ich mich für diese Vorgänge engagiere? Die Schweizer Sektion überweist jährlich einige Zehntausend Pfund an Mitgliederbeiträgen auf die Insel. Wir sind die grösste Sektion ausserhalb des Königreichs und zusammen mit den anderen ausserbritischen Sektionen bezahlen wir über 40% des Jahresbudgets des Mutterclubs. Ich könnte ja auch einfach "die Füsse stillhalten" und mir sagen, das geht mich nichts an. Aber ich bin der Meinung, dass uns der Zusammenhalt - nicht nur aus finanziellen Gründen - sehr wohl wichtig ist und wir alle wollen, dass endlich wieder Ruhe einkehrt in unserem so einzigartigen Automobilmarkenclub.
Mit den "britischen Geschichten" könnte ich mittlerweile ein dreihundertseitiges Buch schreiben. Ihnen das alles detailliert zur Kenntnis zu bringen, ginge zu weit. Dennoch stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten. Wenn Sie mit mir darüber sprechen wollen, bitte ich Sie anzurufen: Telefon 079 293 52 74.
Bitte unterstützen Sie mich aktiv bei diesem Vorhaben!
Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Stimme, Unterstützung und Ihr Engagement, mir mit einem E-Mail Ihre Zustimmung (bzw. Ablehnung) mitzuteilen! - <email-pii>