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Regionalplanung Zürich und Umgebung RZU
Bereits 1915 schreibt die Stadt Zürich erstmals einen internationalen Planungswettbewerb aus, um für die Stadt und ihre damals 22 Vororte ein erstes regionales, planerisches Grundmuster für die Verkehrswege, Wohnbereiche, Industrieviertel und Grünanlagen erarbeiten zu lassen. Obschon die Pläne von damals nicht umgesetzt werden konnten, wurde doch deutlich, welch grosse Bedeutung einer gesamthaften Strategie und einer gewissen Koordination im Bereich der Raumplanung zukommt. Das Interesse an einer geordneten Siedlungs-Entwicklung führte dann nach dem zweiten Weltkrieg, als Handel und Industrie einen nie erlebten Aufschwung erlebten, zur freiwilligen Bildung von sechs Planungs-Gruppen um die Stadt Zürich und 1958 schliesslich zur Gründung des Dachverbandes Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU), der 975 gesetzlich verankert wurde. Die RZU ist ein Kompetenzzentrum in Fragen der räumlichen Entwicklung und setzt sich für eine nachhaltig lebenswerte und konkurrenzfähige Agglomeration Zürich ein. Der Zweck der RZU besteht einerseits in der Erarbeitung eines Leitbildes für den Ballungsraum von Zürich, andererseits in der Bearbeitung und Realisierung von planerischen Aufgaben mit gesamtregionaler Bedeutung. Daneben fördert und koordiniert die RZU die Zusammenarbeit unter ihren Mitgliedern und vertritt deren Begehren in Planungsfragen. Die Stadt Zürich ist in der RZU im Vorstand ebenso wie in beratenden Gremien und mit Delegierten aus dem Hochbaudepartement, dem Tiefbaudepartement und dem Präsidialdepartement vertreten.
Aktuell führt die STEZ zusammen mit der RZU ein Projekt durch, das zum Ziel hat, die Region im Kern des Züricher Metropolitanraums mit rund 950'000 Einwohner/innen und 760'000 Beschäftigen im Hinblick auf das wohnpolitische Zusammenspiel der Gemeinden zu untersuchen. «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» ist die wissenschaftliche Grundlagenarbeit für eine wohnregionale Debatte. Es analysiert die Anforderungen an das künftige Wohnangebot im RZU-Gebiet, die planerischen und politischen Voraussetzungen und schafft eine Plattform für die Etablierung eines wohnpolitischen Dialogs auf regionaler Ebene.