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Nach dem Neuen Testament soll das Abendmahl "zu Christi Gedächtnis" gehalten werden. Was mit dieser Bestimmung gemeint ist, gehört zu den zentralen Problemen nicht nur der abendmahltheologischen Reflexion in den einzelnen Konfessionen, sondern auch des ökumenischen Dialogs zwischen ihnen. Dabei spielen auf allen Seiten die autoritativen Theologen der Vergangenheit eine grosse Rolle. Allerdings hat es bislang keine Untersuchung gegeben, wie in der Reformation verstanden wurde, dass das Abendmahl "zu Christi Gedächtnis" zu halten sei. Dorothea Wendebourg widmet sich, nach einleitenden Kapiteln zum Spätmittelalter und zu Erasmus, dem Gedächtnismotiv bei den Hauptreformatoren der ersten Generation, Martin Luther, Andreas Karlstadt, Huldrych Zwingli, Johannes Oekolampad und Philipp Melanchthon. Wo vorhanden, werden auch die jeweiligen Liturgien einbezogen.