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Möglicherweise spiele dieser Effekt eine Rolle beim Bienensterben, mutmassen die Forscher um Erick Motta und Nancy Moran von der University of Texas in Austin (USA). Sie setzten Honigbienen Glyphosatkonzentrationen aus, wie sie in der Praxis auftreten können. Danach gliederten sie die durch Farbtupfer markierten Tiere wieder in das Volk ein.
Drei Tage später analysierten sie die Darmflora der Versuchstiere, um sie mit der von unbehandelten Bienen vergleichen zu können. Es zeigte sich: Bei vier von acht untersuchten Darmbakterienarten waren bei den behandelten Bienen deutliche Verluste zu verzeichnen. Die Bakterien helfen den Insekten, Nahrung zu verarbeiten und verhindern, dass sich Krankheitserreger breitmachen. Die Bienen mit der durch Glyphosat gestörten Darmflora zeigten sich vergleichsweise anfällig gegenüber der Infektion mit dem Erreger Serratia marcescens, der Bienen weltweit zu schaffen macht.