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Kurz bevor sich das horrible Jahr 2021 endlich davon machte, hat es uns noch einen letzten Schlag versetzt. 17 Tage vor ihrem 100. Geburtstag verstarb Betty White in der Nacht zu Silvester. Die Hollywood- und Comedy-Ikone wurde in unseren Breitengraden vor allem als eines der vier „Golden Girls“ bekannt. Dort verkörperte sie die etwas naive, aber auch liebenswerte und schlagfertige Rose. Mit White ist damit die letzte Hauptdarstellerin der Serie verstorben. Die Serienmutter „Sophia“ (Estelle Getty) mit dem frechen Mundwerk verstarb bereits 2008, „Dorothy“ (Beatrice Arthur) 2009 und die promiskuitive „Blanche“ (Rue McClanahan) 2010. Ein Geburtstags-Special zum 100. Geburtstag von Betty White war bereits in Planung. Darin wären Stars wie Ryan Reynolds oder Robert Redford aufgetreten.
Was bleibt von Betty White ist die Erinnerung an eine grossartige und zu unrecht unterschätzte Sitcom der 90er-Jahre (zwar starteten die „Golden Girls“ im US-amerikanischen Fernsehen bereits 1985, aber im deutschen Fernsehen waren sie erst ab 1990 zu sehen). Im deutschsprachigen Raum wurden die „Golden Girls“ stiefmütterlich behandelt, Szenen wurden rausgeschnitten und die Sitcom spätnachts versendet. Schade, denn die Golden Girls waren nicht nur extrem unterhaltsam und witzig, sondern auch gesellschaftskritisch. Damals war es mutig, im Unterhaltungsfernsehen Themen wie Alzheimer, Homosexualität, Sterbehilfe, Altersarmut oder AIDS. Ausserdem hatten diverse Hollywood-Grössen ihren (oder einer ihrer ersten) Auftritt(e) wie beispielsweise George Clooney, Bob Hope, Quentin Tarantino, Leslie Nielsen oder Burt Reynolds.
Mehr über Serien oder TV-Nostalgie findest Du auch in der aktuellen Ausgabe des Watchmen-Podcasts mit Simon Dick und Marc Bachmann: