Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/2650

Université de Fribourg, 22.-23.10.2021
Im 18. Jahrhundert wird Lesen in Europa in bis dahin nicht gekanntem Ausmaß betrieben, aber auch vielfach problematisiert. Lesen, insbesondere Romanlesen, rückte in eine besondere Nähe zum Traum.
Die Tagung Leseträume. Lesen als Traum im 18. Jahrhundert will ‚Lesen und Traum‘ im 18. Jahrhundert als Zusammenhang in seinen vielfältigen Aspekten untersuchen, auf Grundlage persönlicher (Egodokumente, Traumprotokolle), literarischer, normativer, autobiographischer, publizistischer und bildlicher Quellen. Berücksichtigt werden sollen sowohl ‚authentische‘ wie auch fiktive Leseträume. Lesen löst Träume aus: persönliche Träume, Liebesträume, Alpträume, auch Träume von besseren Gesellschaften. Auch Träume selbst, tatsächliche wie fiktive, werden gelesen und ausgelegt, wie Lektüren auf historisch unterschiedliche Weise entziffert, kontrolliert und diszipliniert. Lektüren wie Träume können Religion, Moral, Herrschaft und Politik in Frage stellen und untergraben. Mit der Frage nach dem Zusammenhang von ‚Lesen und Traum‘ will die Tagung ein neues Licht auf das Lesen, aber auch auf den Traum und dessen im 18. Jahrhundert vielfältig debattierten psychologischen Regeln werfen.
Erbeten werden kurze Skizzen (ca. eine Seite bzw. 1500 Zeichen) zum skizzierten Themenkomplex, aus denen Fragestellung, untersuchte Quellen und Argumentation hervorgehen, sowie ein kurzes CV. Besonders erwünscht sind dabei Themen und Fragestellungen, die sich mit Quellen aus dem englischen Sprachraum auseinandersetzen.