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Das Wichtigste in Kürze
- Krankheiten und Mangelernährung könnten tödlicher sein als die Flut selbst.
Dem asiatischen Land drohe eine «zweite Katastrophe», sagte Julien Harneis, Koordinator für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen, am Mittwoch. Er befürchte, dass die Sterblichkeit durch Unterernährung sowie Krankheiten wie Malaria und Cholera höher sein wird als das, «was wir bisher gesehen haben».
In Pakistan hatte es in den vergangenen Wochen heftige Monsun-Regenfälle gegeben. Dadurch wurde ein Drittel des Landes - ein Gebiet von der Fläche des Vereinigten Königreichs - überschwemmt. Mehr als 33 Millionen Menschen waren betroffen und damit jeder siebte Pakistaner, etwa zwei Millionen Wohnhäuser und gewerblich genutzte Gebäude wurden zerstört.
Über sieben Millionen Menschen verloren ihre Heimat und leben seitdem in behelfsmässigen Zelten ohne Schutz vor Mücken und häufig ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nach Angaben des Unicef-Einsatzleiters Scott Whoolery starben bereits 500 Kinder durch die direkten Auswirkungen der Überschwemmungen. Die Gesundheitskrise bedrohe nun «tausende Menschen». Viele Fälle würden wahrscheinlich nie bekannt werden.
Manche Gemeinden in Pakistan sind weiterhin von der Aussenwelt abgeschnitten. Nach wie vor stehen riesige landwirtschaftliche Flächen unter Wasser, vor allem in der südlichen Provinz Sindh.
Die Zahl der am Dengue-Fieber Erkrankten stieg dort seit Jahresbeginn auf mehr als 6000 an. Die Hälfte der Fälle wurde im September gezählt. Insgesamt wurde damit nach Angaben der örtlichen Behörden bereits fast das Niveau des gesamten vergangenen Jahres erreicht.
Fachleute bringen die Überschwemmungen in Pakistan mit dem Klimawandel in Verbindung. Pakistan ist besonders anfällig für Klimaveränderungen. Es steht nach Angaben der deutschen Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch auf Platz acht der am stärksten von extremen Wetterereignissen bedrohten Länder.