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Zürich, 08.11.2020
Der "SonntagsBlick" kommentiert die US-Wahlen wie folgt:
"Noch tobt und wehrt sich Donald Trump. Aber die Zeichen stehen auf Wechsel: Der rote Hahn muss das Weisse Haus verlassen. Klar darf man da aufatmen! Nach vier Jahren Jähzorn und diesen besonders üblen vier Tagen seit den US-Präsidentschaftswahlen vom Mittwoch. (...) Für Euphorie besteht indes auch nach einer Vereidigung von Joe Biden keinerlei Anlass. Das liegt an der Person des neu gewählten US-Präsidenten. Vor allem aber sind die Umstände, die Trump einst ins Amt gebracht und ihm vier Jahre später über 70 Millionen Stimmen eingebracht haben, nicht aus der Welt. In seinem Bestseller "Die Abwicklung" beschreibt der Journalist George Packer den Niedergang der USA als Industrienation und den Einfluss des Geldes auf Washington. In diesem Buch aus dem Jahr 2013 hat Joe Biden einen prominenten Auftritt: Packer schildert ihn als uninspirierten, kalten, ja verlogenen Charakter, der sein ganzes Leben nur von einem Wunsch beseelt war - zum US-Präsidenten gekürt zu werden. Nun sieht Biden diesen Traum verwirklicht. Doch wie er sein Land voranbringen könnte, dazu fehlen dem bald 78-Jährigen die Ideen und die Energie."