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Versuchte Erpressung 11.02.2019, 15:32 Uhr
Bilder von Bezos sollen vom Bruder der Geliebten stammen
Die Nacktfotos mit denen der «National Enquirer» versucht haben soll, Amazon-Chef Jeff Bezos zu erpressen, sollen vom Bruder seiner Geliebten stammen. Dieser ist ein bekennender Unterstützer von Donald Trump und steht mehreren Personen aus dem Umfeld des US-Präsidenten nahe.
Der Streit über intime Privatfotos von Amazon-Chef Jeff Bezos drehte sich bislang vor allem um Erpressungsvorwürfe und angebliche politisch motivierten Intrigen. Jetzt scheint sich die Schlacht der Anwälte auch noch zu einer Familienaffäre auszuwachsen.
Denn die Nacktfotos und pikanten Textnachrichten des wohl reichsten Mannes der Welt soll ausgerechnet der Bruder von dessen Geliebter Lauren Sanchez an das Boulevardblatt «National Enquirer» durchgestochen haben. Das berichtete die US-Nachrichtenplattform «The Daily Beast».
Das Newsportal beruft sich auf mehrere Quellen innerhalb des «Enquirer»-Verlags American Media Inc (AMI). Eine weitere Quelle ausserhalb des Verlags - aber mit direktem Kontakt zur AMI-Spitze - habe bestätigt, dass Michael Sanchez als Schuldiger ausgemacht worden sei. Er ist ein bekennender Unterstützer von Donald Trump und steht mehreren Personen aus dem Umfeld des US-Präsidenten nahe.
Weitergabe an «National Enquirer»
Bezos hatte Privatermittler beauftragt, um denjenigen ausfindig zu machen, der die Nacktfotos und Textnachrichten an den «National Enquirer» weitergegeben hat. Dem Klatschblatt und AMI-Chef David Pecker, einem langjährigen Vertrauten Trumps, warf der Multimilliardär Erpressung mit übelsten Methoden vor. Der Verlag habe von ihm verlangt, private Ermittlungen zu einer schon publizierten Enthüllungsgeschichte über sein Privatleben zu stoppen und zu erklären, dass diese Veröffentlichung nicht «politisch motiviert oder durch politische Kräfte beeinflusst war». Andernfalls würde neues Material unter der Gürtellinie veröffentlicht.
Hintergrund ist die Trennung des "Washington Post"-Besitzers von seiner Ehefrau MacKenzie - und sein Verhältnis mit der früheren TV-Moderatorin Sanchez. Das Paar hatte am 9. Januar bekanntgegeben, sich nach 25 Ehejahren scheiden zu lassen - und dabei aussereheliche "Erkundungen in Liebesdingen" angedeutet. Laut der "Washington Post" hatte der "Enquirer" Bezos kurz zuvor informiert, dass er eine Geschichte über dessen Seitensprung mit Sanchez veröffentlichen werde. Kurz nach Ankündigung der Scheidung machte das Blatt dann die Affäre öffentlich und publizierte "schlüpfrige Textnachrichten und schwärmerische Liebesnotizen" der beiden.