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Das bestehende Gebäude aus den 1950er-/1960er-Jahren sollte für die neuen Besitzer, eine junge Familie mit zwei Kindern, saniert und modernisiert werden. Eine Herausforderung stellten jedoch nicht nur die Umstrukturierung des Gebäudes und der aufwändige Innenumbau dar, sondern auch die knapp angesetzte Bauzeit von nur fünf Monaten. Das Wohnhaus sollte eine neue Infrastruktur erhalten und nach aussen ein neues Gesicht bekommen. Ziel war es hier also bewusst nicht, Alt und neu zu verbinden. An einzelnen Fassadendetails ist aber auch heute noch im Aussenbereich das alte Gebäuderaster zu erkennen. Von dem Gebäude wurde das Satteldach abgeschnitten und durch ein Flachdach ersetzt. Das Gebäude wurde um ein zurückgesetztes Attikageschoss ergänzt. Dieses schliesst mit einer umlaufenden Dachkappe ab, die als Sonnenschutz fungiert. Die rot gestrichene Auskragung wurde entsprechend dem Baurecht nicht auf das Attikageschoss, sondern etwas tiefer gesetzt.
Das Erdgeschoss ist nach dem Umbau in vier Bereiche unterteilt: Wohnzimmer, Küche, Essbereich und Fernsehraum. Als Boden wurde ein hell eingefärbter Hartbeton verwendet, die Wände wurden mit weissem Sumpfkalkputz überzogen. Die neuen Einbauschränke in der Küche wurden aus geräucherter Eiche und dunkel lackierten Hartfaserplatten gefertigt. Als Kontrast zu diesen dunklen Materialien kam für die Abdeckplatten ein heller Kunststein zum Einsatz.
Im Obergeschoss wurde das frühere Verandazimmer zum Warmraum aufgerüstet und in den Gesamtgrundriss integriert. In dieser Etage befinden sich die Kinderzimmer, das Arbeitszimmer und ein Raum für Gäste. Ausserdem konnte ein grosser Bereich zur Wellnesszone mit Sauna und grosser Badewanne umgebaut werden.
Das neue Dachgeschoss wurde als Holzständerleichtbau auf das Obergeschoss gesetzt. Die gesamte Etage ist als Elternbereich geplant, hier befinden sich das Schlafzimmer, ein Ankleideraum und eine Nasszelle mit Dusche, WC und zwei Waschbecken. Ankleide und Nasszelle können vom Schlafraum bei Bedarf mit einer raumhohen Schiebetür abgetrennt werden. Alle Böden und Einbaumöbel in dieser Etage sind in dunklem Eichenholz gefertigt. Nur für die Terrasse musste ein anderes Holz, nämlich Lärche, verwendet werden, da es witterungsbeständiger ist.
Die Aussenanlagen und der Pool wurden, abgesehen von kleinen korrigierenden Eingriffen, ursprünglich belassen. Die Gartensitzplätze wurden erweitert und mit Sandsteinböden, die für die Region typisch sind, gedeckt. Im Untergeschoss des Hauses blieb die Doppelgarage erhalten, sie wurde jedoch vergrössert und den aktuellen Bedürfnissen der Bauherrschaft angepasst. Um die Aussenwände besser zu isolieren wurde eine 15 cm dicke Schicht mineralische Wärmedämmung auf die Aussenmauern aufgebracht. Für eine bessere Nutzung natürlich verfügbarer Energien wurde eine Erdsonde gesetzt und eine Wärmepumpe in das Gebäude eingebaut. Da die Bodenhöhen in den Geschossen aus baurechtlicher Sicht nicht verändert werden durften, war es nicht möglich, die für den Minergiestandard notwendige kontrollierte Lüftung einzubauen. Dennoch achteten die Bauherrschaft und die Architekten darauf, möglichst naturnahe Materialien für die Sanierung und den Umbau zu verwenden.