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Spielen statt trainieren? Exergaming induziert einen hochintensiven Trainingsreiz und reduziert die kardiovaskuläre Reaktivität auf einen kalten Drucktest
Autoren
Veröffentlichung
Frontiers in Cardiovascular Medicine, 55.
Jahr
2022
Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob eine Trainingseinheit in einem innovativen Exergame die hämodynamische Reaktivität auf einen Kaltdrucktest (CPT) in ähnlichem Masse modulieren kann wie ein typisches moderates Ausdauertraining (ET). Ausserdem wurden die kardiorespiratorischen und affektiven Reaktionen einer Exergame-Sitzung mit denen eines ET verglichen. Siebenundzwanzig gesunde Teilnehmer im Alter von 25 ± 4 Jahren (48 % weiblich; BMI 23,0 ± 2,1 kg/m2) nahmen an dieser Querschnittsstudie teil. Alle Teilnehmer absolvierten sowohl eine ET auf einem Laufband als auch ein Training auf dem ExerCube (ECT). Die Herzfrequenz und der Sauerstoffverbrauch wurden während beider Trainingseinheiten aufgezeichnet. Vor und nach beiden Trainingseinheiten wurde die hämodynamische Reaktivität auf ein CPT bestimmt. Während des ECT waren die Herzfrequenz, der Sauerstoffverbrauch, der Energieverbrauch und das metabolische Äquivalent der Aufgabe signifikant höher als bei der ET (p < 0,001). Bei der CPT zeigten die Teilnehmer nach der EKT im Vergleich zur ET signifikant niedrigere Reaktionen beim peripheren systolischen (p = 0,004) und diastolischen Blutdruck (p = 0,009) sowie beim zentralen systolischen (p = 0,002) und diastolischen Blutdruck (p = 0,01). Dasselbe galt für die Pulswellengeschwindigkeit (p = 0,039). Die EKT löste im Vergleich zur ET einen signifikant höheren Belastungsreiz aus. Gleichzeitig verringerte sie die hämodynamische Stressreaktivität. Die EKT stellt einen relevanten Trainingsreiz dar, der die kardiovaskuläre Reaktivität auf Stress moduliert, was sich als Prädiktor für die Entwicklung von Bluthochdruck erwiesen hat.