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Und weiter ging’s gestern mit der Befragung von AEGs co-CEO Paul Gongaware durch Brian Panish, dem Anwalt der Jacksons. „Wir wollen [Conrad Murray] daran erinnern, dass AEG und nicht Michael Jackson sein Gehalt zahlen. Wir wollen, dass er versteht, was wir von ihm erwarten“, so Gongaware in einer E-Mail am 14. Juni 2009, 11 Tage vor Michael Jacksons Tod. Und was hatte Gongaware im Zeugenstand dazu zu sagen? „Ich verstehe das nicht, denn wir haben sein Gehalt nicht gezahlt“. Warum er das dann geschrieben hatte, fragte ihn Brian Panish (berechtigerweise). „Ich habe keine Ahnung“, so Gongaware. „Ich bearbeitete hunderte E-Mails pro Tag. Wenn ich gewusst hätte, dass vier Jahre später Anwälte alles auseinander nehmen, wäre ich wohl vorsichtiger gewesen in der Wahl meiner Wort“, versuchte sich Gongaware später herauszuwinden.
Betreffend Michael Jacksons Gesundheit sagte Gongaware aus, dass er versuchte, einen Ernährungsberater und Physiotherapeuten zu finden, als Kenny Ortega sich Sorgen um Michaels Gesundheit gemacht hatte. Ortegas E-Mail Antwort darauf lautete: „Super. Keine Minute zu früh. Retten wir diesen Kerl!“ Gongaware sagte aber auch aus, dass er sich nie Sorgen gemacht hatte um Michael Jackson. „Ich wusste, dass wenn die Saalbeleuchtung [vor dem Konzertanfang] ausgeht, er voll da sein und loslegen würde“.
In einer weiteren E-Mail vom 5. Mai 2009 an die Assistentin von Tim Leiweke, dem damaligen CEO der Muttergesellschaft von AEG Live, schrieb Gongaware, dass er ihr nicht sagen könnte, wann die „This Is It“ Konzerttour in London eröffnet würde, da Michael Jackson nicht zu den Proben erschien. „Bete für mich“, so Gongaware in der E-Mail weiter. „Dies ist ein Alptraum. Es ist kein Zufall, dass ich jede Nacht Alpträume habe. Kalten Schweissausbruch dazu. Das Leben hat mal so viel Spass gemacht…“ Als Gongaware im Zeugenstand mit dieser Aussage konfrontiert wurde, meinte er lediglich, dass er in der E-Mail nur gewitzelt hatte.
Was hat Gongaware oben gesagt, als er sich wieder einmal versuchte herauszuwinden? „Wenn ich gewusst hätte, dass vier Jahre später Anwälte alles auseinander nehmen, wäre ich wohl vorsichtiger gewesen in der Wahl meiner Worte“. Und dies gilt für jede E-Mail, die Sie in diesem Fall geschrieben haben, Mr. Gongaware? Mir kommt da gerade ein schönes und treffendes englisches Sprichwort in den Sinn: If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck. [Wenn es wie eine Ente ausschaut, wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt, dann ist es wahrscheinlich eine Ente.]