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Weiterführender Text von Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf
In meinem Umfeld als Kinderärztin hat sich im letzten Monat wenig geändert. Wir hatten ein paar wenige Test-positive Kinder mit milden Symptomen, viele der Eltern und Geschwister dieser Kinder waren asymptomatisch.
Problematisch sind die Quarantäne- und Isolationsmassnahmen, welche für viele Familien eine grosse Belastung darstellen, sowohl beruflich, wie familiär (man mag nicht daran denken, was unsere italienischen Nachbarn im Lockdown alles durchmachen mussten). Bei den nephrologischen Patienten meines Mannes gab es auch ein paar Erkrankungen, die meisten davon mild. Leider verstarben drei Patienten.
Zwei davon nicht an COVID-19, davon waren sie sich am Erholen. Sie wollten ihre Dialyse-Therapie abbrechen. Beide gehen in die Statistik als COVID-19-Tote ein, obwohl sie nicht daran gestorben sind.
Persönlich kenne ich viele Menschen, welche COVID-19 gehabt haben oder aktuell haben, zum Glück niemanden der hospitalisiert werden musste oder gar am Virus gestorben ist. Ich weiss aber, dass es sie gibt.
2020 habe ich in meinem erweiterten Umfeld von vier Todesfällen im Zusammenhang mit Corona gehört: Eine schwer demente 80-jährige Frau, welche nicht einmal mehr ihren eigenen Sohn erkannte, ist an COVID-19 gestorben. Ein junger Vater ist während der ersten Welle an einem Asthmaanfall gestorben. Er war Corona-negativ, hatte aber zu spät ärztliche Hilfe bekommen. Ein 45jähriger Inhaber eines Catering-Unternehmens war so verzweifelt, dass er sich das Leben genommen hatte. Letzte Woche hat sich ein Polizist im grenznahen Deutschland das Leben genommen, weil er es nicht mehr ausgehalten hatte, entgegen seiner Meinung Leute zu mahnen und zu büssen, welche sich nicht an Corona-Regeln gehalten hatten.
Wie sind die Zahlen in der Schweiz und weltweit?
Laut Johns Hopkins University sind weltweit schon 1,59 Mio. Menschen an Corona verstorben.
In der Schweiz wird die Zahl der Corona-Toten mit 5396 (Stand 12.12.2020) angegeben.
Was die Todesfallzahlen angeht, müsste man ja meinen, dass es „hard facts“ sind und es daran nichts zu Rütteln gibt.
Dem ist aber nicht so.
Die Frage ist, was die Definition eines Corona-Toten ist. Und die ist viel weiter gefasst als bei anderen Todesursachen. Die EU hat festgelegt, dass alle Personen mit einen positiven-Corona-PCR-Abstrich, die innert 28 Tagen sterben – und sei es an einem Herzinfarkt oder an einem Unfall – als Corona-Tote in die Statistik eingehen.
Stirbt ein terminal Krebskranker, der vielleicht noch 3 Monate zu leben hat, an Influenza, gilt der Krebs als seine Todesursache. Stirbt der gleiche Patient an Corona, gilt er als Corona-Toter.
Die Todesfallzahlen hängen auch mit der Testaktivität zusammen. Die Aussagekraft des nicht validierten und nicht für die klinische Anwendung entwickelten PCR-Testes, für welchen in der Schweiz nicht mal festgelegt ist, wieviele Zyklen (Kopiervorgänge im Reagenzglas) gemacht werden sollen, ist sehr umstritten. Schaut man die Kurven der Anzahl durchgeführten Tests und die Anzahl der Positiv-Getesteten an, wird man den Verdacht nicht los, dass es sich hier – zumindest teilweise – um eine Testwelle handeln muss.
Last but not least muss man feststellen, dass in der Schweiz dank ausgezeichneter medizinischer Versorgung viele gebrechliche Leute noch am Leben sind, die in anderen Ländern schon längst gestorben wären. Die tiefen Infection-Fatality-Rates zum Beispiel aus Indien sind – neben dem sehr hohen Anteil an junger Bevölkerung, die durch Corona nicht gefährdet ist – sicher auch teilweise auf diesen Punkt zurückzuführen.
Bei der Beurteilung der Corona-Todesfallzahlen müsste auch berücksichtigt werden, wieviele Menschen aus eigenem Willen – zum Beispiel im Rahmen einer Patientenverfügung – bewusst auf eine lebensrettende Therapie verzichten. Bricht zum Beispiel ein betagter und vereinsamter Dialysepatient seine Dialyse ab, da er nicht mehr leben möchte, und hatte er im letzten Monat Corona, das er eigentlich überstanden hat, geht er in die Statistik als Corona-Toter ein.
Noch eine Bemerkung zu der Zahl von 1,59 Mio. Corona-Toten weltweit:
Um die bisher ganz überwiegend hochbetagten 1,59 Mio. Corona-Toten weltweit, die Johns Hopkins für das Jahr 2020 angibt, einordnen zu können, muss man diese auch aus ethischen Gründen in Relation zu den Menschen setzen, die weltweit im gleichen Zeitraum total gestorben sind (ca. 55-60 Millionen bis Ende November) und wie viele sehr häufig junge Menschen und Kinder vermeidbaren Ursachen zum Opfer gefallen sind wie: Durchfallerkrankungen (1.2 Mio), Tuberkulose (1.1 Mio), HIV (900‘000) Malaria (400‘000), Unterernährung (5-10 Millionen, alleine drei Millionen Kinder unter 5 Jahren), Rauchen (5 Millionen), Alkohol (3 Millionen) , Influenza oder auch durch Krieg.
Was die Influenza anbelangt, müssten dann aber auch die gleichen Todesdefinitionen gelten, und alle Kranken (und teilweise auch Gesunde) müssten auf Influenza abgestrichen werden, was in massiv höheren Influenza-Zahlen resultieren würde.
Schaut man die absoluten Zahlen der Verstorbenen in der Schweiz der letzten Jahre an und berücksichtigt man, dass die Bevölkerung der Schweiz seit 2015 um 4.3% zugenommen hat und die Altersgruppe 65+ seit 2015 sogar um 9% angewachsen ist, stellt man fest, dass unter den Betagten im Jahr 2020 im Verhältnis weniger gestorben sind als im schweren Grippejahr 2015 (2015 sind bis und mit Kalenderwoche 47 3.54% der Altersgruppe 65+ gestorben, 2020 waren es 3.39%). Bei der Bevölkerungsgruppe 80+ sind 2015 9.06% gestorben, 2020 nur 8.64%). Das Risiko zu sterben, war im 2015 also auch für die Altersgruppe 80+ insgesamt grösser als im Jahr 2020. (Quelle der Todes- und Bevölkerungszahlen: Bundesamt für Statistik)
Sterblichkeit 2020 (bis Kalenderwoche 47) im Vergleich zum Grippejahr 2015 (bis Kalenderwoche 47) in der Schweiz:
Gleiches wurde übrigens auch in Deutschland, Oesterreich und in den USA festgestellt: In allen diesen Ländern starben 2020 bislang weniger Menschen als 2015, dem heftigsten Grippejahr der letzten 10 Jahre. Die Übersterblichkeit in einigen Monaten wurde also durch eine Untersterblichkeit in anderen Monaten wieder ausgeglichen. Dies spricht gegen ein Killervirus. (Quelle)
Ich bin zum Schluss gekommen, dass die Frage, wie gefährlich das Virus wirklich ist, so nur sehr schwer zu beantworten ist, da die Gefährlichkeit eines Virus nicht nur vom Virus selber abhängt, sondern auch von der Immunabwehr der Menschen, die es befällt – somit auch von der Altersstruktur der Bevölkerung- , und von der Qualität des Gesundheitssystem, welches die Covid-19-Kranken dann behandelt.
So ist die Fallsterblichkeit bei COVID-19 in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich (Mexico 9,8%, Italien 3,66%, Deutschland 1,53%, Indien 1,47%). (Quelle)
Gerade in Indien ist die Tatsache, dass es sehr viele junge Meschen gibt, wahrscheinlich mit ein Grund für die niedrige Fallsterblichkeit. Zudem vermute ich, dass viele multimorbide betagte Menschen, die bei uns durch die gute medizinische Betreuung noch am Leben sind, in Indien wahrscheinlich schon längst aus anderen Gründen verstorben wären und die „Corona-Sterblichkeits-Statistik“ gar nicht negativ belasten könnten.
Die Spanische Grippe konnte 1918 Millionen von Menschen hinwegraffen, da sie durch den 1. Weltkrieg massiv geschwächt waren. Zudem gab es damals natürlich noch keine Antibiotika gegen die bakteriellen Superinfekte.
Ein Land, welches 6 IPS-Betten pro 100’000 Einwohner hat (Italien), wird sehr viel schneller an seine Kapazitätsgrenzen kommen als ein Land mit 28 IPS-Betten pro 100’000 Einwohner (Deutschland).
Ich denke, es macht keinen Sinn, die Infektionstodesrate von Covid-19 auf mehrere Stellen nach dem Komma genau ausrechnen zu wollen.
Unbestritten erscheint die Erkenntnis, dass die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 initial deutlich überschätzt wurde (WHO sprach im März von einer Todesfallrate von 3,4%, in der Schweiz ging man von 5% schweren Verläufen mit IPS-Bedarf/Tod aus). (Quelle)
Die vielzitierten Langzeitfolgen nach Covid-19 gibt es übrigens auch nach anderen schweren viralen Erkrankungen wie Influenza («postvirales Syndrom»).
Der Staat und die Impf-Industrie stellen das Virus bewusst schlimmer dar, als es ist. Denn nur mit einem Killervirus können die noch nie dagewesenen Massnahmen, die unserer Gesellschaft wirtschaftlich, kulturell und psychisch massiven Schaden zufügen und ganze Branchen in den Konkurs treiben (Reisebranche, Hotels, Caterer, Musiker, Fasnachtslarvenmacher etc.), von den Auswirkungen in der Dritten Welt ganz zu schweigen, gerechtfertigt werden. Nur mit einem Killervirus kann die Bevölkerung von einer allgemeinen Impfung überzeugt werden. Nur mit einer Impfung meinen die Entscheidungsträger einen Ausweg aus der Misere gefunden zu haben, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Denn zuzugeben, dass das Virus vielleicht doch nicht so schlimm ist, wird immer wie schwieriger, je höher der eingetretene Schaden ist und je mehr Menschen ihren Job schon verloren haben.
Dazu auch das Zitat eines Arztes und Universitätsprofessors, welcher mir zum offenen Brief gratuliert hat, selber aber seine Meinung nicht sagen darf: “Wie du schreibst, wäre eine Diskussion und Neubeurteilung nötig. Ich befürchte leider, dass der Narzissmus der Entscheidungsträger und der sogenannten Experten dies nicht zulässt. Sie müssen Recht behalten! Deshalb wird das Spiel weitergeführt, bis am Ende trotzdem die ‚Durchseuchung‘ stattgefunden hat, die man so vehement zu verhindern versucht.“