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Emanuel Graf Mensdorff-Pouilly (1777-1852)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1839. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär als k.u.k. Feldmarschall-Leutnant in ordenbehangener Uniform. Der einem Lothringischen Adelsgeschlecht entstammende Mensdorff trat im Alter von 16 Jahren in die Armee ein und nahm an den französischen Revolutionskriegen teil, im Rahmen derer er mehrfach verwundet wurde. Seine schwerste Verletzung holte er sich 1799 im Gefecht bei Frauenfeld – an der Hand, die zeitlebens verkrüppelt blieb. Für seine Verdienste im fünften Koalitionskrieg 1809 erhielt Mensdorff, mittlerweile Oberstleutnant, den Maria-Theresien-Orden. Im Folgejahr kommandierte er ein Ulanenregiment und wurde für seine Leistungen in den Befreiungskriegen gegen Napoléon vom Russischen Zar mehrfach ausgezeichnet. Ab 1824 war Mensdorff Festungskommandant in Mainz und schliesslich Gouverneur ebenda. 1834 ging er nach Böhmen, agierte hier als General, wurde 1840 Vizepräsident des Hofkriegsstaates und verblieb in diesem Amt bis zu seinem Ruhestand 1848.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden. Die mit (1)839 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers versehen.
Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut.
Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 210.00Preis