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Mia lebt mit ihrer kleinen Schwester in prekären Verhältnissen im englischen Essex. Die Schule hat sie abgebrochen, ihre einzige Leidenschaft ist der Hip-Hop-Tanz. Der neue Freund der Mutter übernimmt die Vaterrolle für die beiden Mädchen, doch bald wird Mia bitter enttäuscht. Kühl und unsentimental erzählt Arnold vom Schicksal einer 15-Jährigen in einem beklemmenden Sozialghetto, Laiendarstellerin Katie Jarvis (Mia) beeindruckt als rotzfreche Göre.
«‹Fish Tank› heisst der erst zweite Spielfilm der britischen Regisseurin Andrea Arnold, die vor wenigen Jahren mit dem in Glasgow spielenden Rachedrama ‹Red Road› auf sich aufmerksam machte, und natürlich ist man versucht, angesichts seines Milieus und dessen, was allzu oft und schnell mit Sozialtristesse beschrieben wird, an die lange Tradition des renommierten Autorenkinos eines Mike Leigh zu denken. ‹Fish Tank› ist mehr als eine Weiterführung dieses realistischen Erbes: Arnold interessiert sich, wie auch Leigh in seinen besten Filmen, nicht nur für die präzise Schilderung von Lebensumständen, für Menschen am Rande der Belastbarkeit, sondern erkennt die individuelle Veränderung als politische Kraft. Und so tritt auch ‹Fish Tank›, wie seine junge Protagonistin, selbstbewusst als ein politischer Film auf nicht aufgrund seiner Sozialkritik, sondern weil seine Heldin erst vor diesem Hintergrund ihre Kraft entwickelt.» (Miachel Pekler, Filmbulletin vom 9. Dezember 2009)
«Fish Tank» gewann zahlreiche Preise, unter anderem 2009 an den Internationalen Filmfestspielen von Cannes den Preis der Jury und war für die Goldene Palme nominiert.