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In der Multifunktionsstelle Faido hat am Freitag, 6. Juli 2007 die Tunnelbohrmaschine in der Oströhre den Vortrieb wieder aufgenommen. Die Maschine in der Weströhre startet im Oktober 2007. Der Durchschlag zwischen Sedrun und Faido wird im Jahr 2011 erwartet. An einer schlichten Feier wurde in Faido kurz nach 14 Uhr die erste der beiden Tunnelbohrmaschinen wieder angedreht. Der maschinelle Vortrieb Richtung Sedrun sei die letzte grosse Herausforderung beim Ausbruch des Gotthard-Basistunnels, erklärte Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG. Auf der rund 14 km langen Strecke zwischen Faido und Sedrun, die noch auszubrechen ist, sind komplexe geologische Bereiche wie die Piora-Zone zu überwinden. Aufgrund der Ergebnisse der Sondierbohrungen in den 90er Jahren sind die Tunnelbauer zuversichtlich und erwarten in rund vier Jahren den letzten Durchschlag im Gotthard-Basistunnel. Im Herbst 2006 - rund vier Jahre nach dem Start in Bodio - hatten die beiden Tunnelbohrmaschinen nach einem Vortrieb von 13,5 km die Multifunktionsstelle Faido erreicht. Im Rahmen der Totalrevision während der letzten Monate wurden insbesondere die Bohrköpfe der Maschinen um 60 cm vergrössert. Aufgrund der höheren Gebirgsüberdeckung und des damit verbunden grösseren Gebirgsdruckes zwischen Faido und Sedrun werden die Tunnelröhren mit einem Durchmesser von 9.40 m ausgebrochen. Vom Tunnelsystem am Gotthard mit 154 km sind mittlerweile über 104 km oder 68 % ausgebrochen. Am Ceneri laufen die Vorarbeiten für den Tunnelbau. 200 Mio. Franken sind bis heute bereits investiert worden. Insgesamt sind Werkverträge für 600 Mio. Franken abgeschlossen, unter anderem auch für das erste Tunnelbaulos mit dem Zugangsstollen Sigirino. Für die rechtzeitige Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels sind ausser den Vortriebsleistungen auch andere Faktoren entscheidend. So erwähnte Renzo Simoni den Rekurs, der gegen die Vergabe der Bahntechnik beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht worden ist: Falls der Gotthard-Basistunnel wie geplant Ende 2017 in Betrieb gehen und Mehrkosten vermieden werden sollen, sei man bis im Herbst 2007 auf eine rechtsgültige Vergabe angewiesen.