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Auf den Wettmärkten für die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. liegen zurzeit der Ghanaer Peter Turkson (64) und der Italiener Angelo Scola (71) mit einer Quote von je 1:3 vorne. Man erhält bei einer allfälligen Wahl nur den dreifachen Einsatz zurück. Ebenfalls gute Chancen sprechen die Buchmacher dem kanadischen Präfekten der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, mit 1:7 und dem Kardinalstaatssekretär, dem Italiener Tarcisio Bertone, mit 1:8 zu.
Zurückgegangen sind die Erfolgsaussichten für den ehemaligen Mitfavoriten, den Nigerianer Francis Arinze. Seine Quote beträgt noch 1:50. Im Mittelfeld der Papabili stehen der italo-argentinische Präfekt der Ostkirchenkongregation Leonardo Sandri, der Italiener Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates, der Ungar Peter Erdö und der Erzbischof von Genua Angelo Bagnasco. Deren Quoten bewegen sich zwischen 1:10 und 1:18. Im weiteren Mittelfeld erscheinen auffällig viele lateinamerikanische Purpurträger: der Honduraner Oscar Rodríguez Maradiaga, der Brasilianer Odilo Scherer und der Argentinier Jorge Mario Bergoglio, angeblich der letzte aussichtsreiche Gegenkandidat zu Joseph Ratzinger beim Konklave 2005.
Wetter lagen 2005 richtig
Zwar spielt nach katholischer Lehre vor allem der Heilige Geist eine Rolle, wenn die Kardinäle zum Konklave einziehen, um aus ihren Reihen den Papst zu wählen. Doch vor dem Konklave 2005 hiess der klare Wettfavorit Joseph Ratzinger. Für ihn zahlten die Buchmacher nur 1:2,5.
Anlässlich seiner Wahl zum Erzbischof von Canterbury hatte sich Justin Welby über Wetteinsätze auf seine Person amüsiert. Er forderte die erfolgreichen Bieter auf, den Gewinn ihrer Ortskirche zu spenden. Es sei seltsam, den eigenen Namen auf Wettscheinen zu lesen, so Welby. Schliesslich sei er ja «kein Pferd». kipa