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Als die Autos noch knatterten und rumpelten: Geschichte des Automobils
Einen Verkehr, wie er heute auf unseren Strassen herrscht, hatten die Entwickler des Automobils bestimmt nicht erahnen oder voraussehen können.
Grundvoraussetzung, dass das Auto überhaupt ins Rollen kam, war die Erfindung des Rades. Damit bekam das Auto dann schon einmal seine Füsse. Trotzdem war es von der Erfindung des Rades bis zum Motorfahrzeug noch ein weiter Weg.
Fuhrwerke und Kutschen waren die ersten Fortbewegungsmittel. Entweder wurden die vierrädrigen Modelle mit Muskelkraft gezogen oder Tiere übernahmen die Arbeit, Fuhrwerke und Kutschen von A nach B zu ziehen.
Findige Tüftler erfanden bereits 1674 eine Kolbenmaschine, die zwar auf dem Prinzip des heutigen Verbrennungsmotors funktioniert, jedoch diente Schiesspulver als Brennstoff. Es folgte die Erfindung der Dampfmaschine und damit experimentierte ein französischer Militäringenieur und entwickelte einen sogenannten Dampfwagen, der sage und schreibe drei, bis vier Kilometer pro Stunde erreichen konnte.
Die Geburtsstunde des Automobils, so wie man es heute kennt, erfolgte erst sehr viel später, als im Jahr 1886 Carl Benz ein dreirädriges Fahrzeug, das mit einem Gasmotor angetrieben wurde, zum Patent anmeldete.
Zwei Jahre später erfolgte die legendäre Fahrt der Bertha Benz, die zum ersten Mal über Land von Mannheim nach Pforzheim führte.
Zu Beginn stand der Komfort im Vordergrund
Schnell waren die ersten Menschen von den Vorteilen überzeugt, die so ein motorisch bewegtes Strassenfuhrwerk gegenüber Kutschen und Pferdefuhrwerken hatte. Nicht nur, dass man nicht mehr so viel Staub während einer Fahrt auf unbefestigten Wegen schlucken musste, auch die Strassen wurden nicht mehr durch Pferdemist verunreinigt.
Die Geschwindigkeiten, die ein motorisch angetriebenes Fahrzeug erreichen konnte, lagen bereits in den Anfangszeiten des Autos höher als mit Zugtieren. Steigungen konnten leichter bewältigt werden und die Zeitersparnis spielte auch in den Gründerjahren eine wichtige Rolle.
Anfangs waren die Fahrzeuge noch durchweg offen gebaut. Komfortablere Modelle hatten aber bereits Windschutzscheiben, Scheinwerfer und ein Verdeck. Instrumente, die den Benzin-stand anzeigten, gab es noch nicht. Da musste man schon noch manuell mit einem Stab im Tank messen, wie es mit dem Benzin aussah. Zum Anlassen des Motors hiess es, kräftig die Anlasserkurbel ausserhalb des Autos drehen bis der Motor startete.
Dafür war das Innere mit Leder und viel Holz sehr aufwendig und zum Teil luxuriös ausgestattet.
Das Auto von heute – komfortabel und mit vielen Sicherheitsmerkmalen
Holz und Leder sind heute nur noch in Luxuswagen anzutreffen. Kunststoffe wurden im Laufe der Jahre immer wichtiger und formbestimmend für die Karosserie. Inzwischen bestimmt ein erhöhtes Umweltbewusstsein Ausstattung und Antriebsmittel. Ob Gas, Benzin, Diesel oder Elektro sind zu einem wesentlichen Betriebs- und Kaufkriterium geworden.
Moderne Bereifung ist zunehmend in das Sicherheitsbewusstsein gerückt. Die Reifen sind nun einmal die Füsse des Autos und sollen gut und sicher sein. Die richtige Reifenwahl, entsprechend dem Fahrzeugtyp und der zu fahrenden Geschwindigkeit, ist absolute Voraussetzung für die Fahrsicherheit. Saisonabhängig werden Sommer- oder Winterreifen aufgezogen. Im Winter ist z. B. den Continental TS 860 WINTERCONTACT angesagt. Für jedes Wetter gilt es den richtigen Reifen zu wählen. Alle Qualitäten lassen sich zumeist nicht in einem Reifen vereinen. Da muss jeder für seine eigenen Anforderungen den richtigen Reifen herausfiltern.
Titelbild: Simplex Crane Model 5 46hp Limousine, 1915
Titelbild: DJ Cockburn – shutterstock.com