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Gewässerdaten
Das Gewässer ist ein Teil des Entwässerungssystems, in dem sich alle im Einzugsgebiet unternommenen Anstrengungen messen lassen. Eine gute Wasserqualität ist ein Indikator für die Leistung des gesamten Entwässerungssystems.
Die Auswirkungen der Entwässerung können jedoch nicht getrennt von anderen potenziellen Auswirkungen auf unsere Flüsse und Seen betrachtet werden. Weitere Faktoren beeinflussen die Gewässerqualität stark: landwirtschaftliche Einleitungen, Ökomorphologie, Wasserkraftproduktion etc.
Dank der integralen Wasserbewirtschaftung lassen sich die im jeweiligen Einzugsgebiet am besten geeigneten Massnahmen so ausrichten, dass die gesteckten Ziele erreicht werden. Sie ermöglicht es zudem, den Einfluss der Entwässerung im weiteren Sinne auf die Gewässerqualität abzuschätzen.
Qualitativ hochwertige Daten der Gewässer werden regelmässig durch die kantonalen Behörden erhoben. Jedes Gewässer wird gemäss einem durch die Behörden festgelegten Rhythmus eingehend analysiert (z. B. alle 3 bis 7 Jahre). Sämtliche erhobenen Daten stehen bei den entsprechenden Dienststellen zur Verfügung. Die Kantone stellen Übersichtskarten bereit, die den Gesamtzustand eines Gewässers und seine zeitliche Entwicklung präsentieren. Das nachfolgende Beispiel, entnommen aus der Übersicht der Qualität der Waadtländer Gewässer, zeigt die Morges im Kanton Waadt.
Die durch die Kantone ausgewählten Analysepunkte haben jedoch oft keinen Bezug zu den Einleitungen der Kanalisationsnetze. Das Ziel der Erfassungen besteht darin, einen Gewässerabschnitt über eine bestimmte Länge sowie seine durchschnittliche Qualität zu charakterisieren. Diese Informationen sind zwar hilfreich, um die Situation oberhalb und unterhalb einer Einleitung zu vergleichen, ermöglichen es jedoch nicht, eine spezielle Problematik direkt unter einer Einleitung zu erkennen.
Die in der VSA-Richtlinie beschriebenen Instrumente zur Siedlungswasserwirtschaft bei Regen, Modul G, ermöglichen gezieltere Auswirkungen der Abwassereinleitungen in Gewässer bei Regenwetter.
Zudem stehen spezielle Instrumente zur Messung der Auswirkung der ARA-Einleitungen in Gewässer zur Verfügung (EcoImpact des Wasserforschungsinstituts Eawag). Sie sind insbesondere zur Abschätzung der Auswirkungen der ARA-Einleitungen vor und nach der Einführung einer Behandlung von Mikroverunreinigungen geeignet.
Im Rahmen des GeoIG, Modul 129.1, müssen die Gemeinden den Behörden eine gewisse Anzahl an Daten zu den Einleitungsstellen der Netze in den Gewässern liefern. Die Auswirkungen dieser Einleitungen sind zudem mithilfe von Kategorien folgenden Typs zu bewerten:
- Starke Auswirkungen
- Moderate Auswirkungen
- Geringe Auswirkungen
- Keine Auswirkungen
- Keine Daten
Langfristig kann sich diese Information als besonders sinnvoll erweisen, um den Einsatz von Instrumenten zur integralen Wasserbewirtschaftung zu fördern und so die festgestellten Auswirkungen auf die Gewässer zu begrenzen.