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In diesem Fall steht Meinung gegen Meinung. Laut Dr. Michael Duenas, Mitglied der American Optometric Society, könnte der 3DS ein Gottesgeschenk für Kinder unter 6 Jahren sein, die sich einer Therapie bezüglich Sichtschwäche unterziehen müssen.
Entgegen der Warnungen den Nintendo 3DS nicht bei einem Alter von unter 6 Jahren zu benützen, empfehlen US-amerikanische Optiker genau das.
Angeblich könnten somit Augenerkrankungen frühzeitig erkannt werden, wenn das optische System im Gehirn noch in Entwicklung ist und Veränderungen leichter von statten gehen. Sollte das Kind den 3D-Effekt nicht wahrnehmen können, wäre das ein Zeichen für Erkrankungen wie Amblyopie (Schwachsichtigkeit eines oder beider Augen, die mit Brille nicht behoben werden kann) oder andere Sehprobleme. Auch Kinder, die über Schwindel und Übelkeit beim Spielen klagen, sollten überprüft werden.
Die 3D-Systeme senden unterschiedliche Signale zum rechten und zum linken Auge, was eine entsprechende Bildtiefe erzeugt. Dadurch kann es zu Überanstrengung der Augen und Kopfschmerzen kommen, prädestiniert das System aber auch als Diagnostikum.
Allerdings teilen die Augenärzte diese Ansichten nicht. Kinder mit Amblyopie haben keine starke Tiefenwahrnehmung im wirklichen Leben, also würde es ihnen nicht auffallen, wenn das auch auf dem 3D-Schirm so wäre.
"Es ist nicht unmöglich, dass es hilft, aber eigentlich basieren diese Annahmen auf Spekulation," meint Kinderaugenarzt Dr. David Hunter.
Nintendos Warnung, dass die 3D-Bilder die Entwicklung des Sehens beeinträchtigen können, ist nicht wissenschaftlich bewiesen, allerdings geben Ärzte und Optiker zu bedenken, dass auch noch nicht viel über diesen Zusammenhang in Erfahrung gebracht wurde.