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Weibliche Führungskräfte scheinen gefährderter zu sein in Phasen von Stress zur Flasche zu greifen als ihre männlichen, gleichgestellten Kollegen. Dies ist das Ergebnis einer britischen Studie des University College London. Teilweise soll der Konkurrenzkampf mit den Männern in den Führungspositionen verantwortlich sein.
In die Befragung wurden 8 000 britische Regierungsmitarbeiter eingebunden. Bei den Männern war die Verteilung der Alkoholprobleme, ohne Beachtung der Dienstgrade, ungefähr gleich. Bei den Frauen zeigten sich dagegen deutliche Unterschiede. Je niedriger die Position, desto geringer waren die Alkholprobleme, als bei Männern mit gleichen Aufgaben. Höhere Dienstränge und das Alter scheinen bei den Frauen deutlich mehr Alkoholprobleme zu schaffen als bei den Männern.
Es galt eine Abschätzung bezüglich den Beförderungsaussichten, den Arbeitsanforderungen, den Unterstützungen im Büro und zu Hause sowie dem Entscheidungseinfluss abzugeben. Ebenfalls mit einbezogen in die Befragung wurde die Einschätzung der Beförderungsaussichten und der Zufriedenheit hinsichtlich der Lohnentschädigung.
Es scheint, ein möglicher Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und den Alkoholproblemen zu bestehen, der aber noch stärker erforscht werden muss, so die Studienleiterin Jenny Head. Sie vermutet auch, das Frauen in ähnlichen Positionen wie Männer, ähnliche Verhaltensmuster annehmen und glauben, nur so gegen die männliche Konkurrenz bestehen zu können. Menschen, deren Engagement für eine Sache gross ist, ohne dass eine entsprechende Wertschätzung erfolgt, seien stärker dem Alkoholrisiko ausgesetzt, so Head.