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Im Projekt wurde die Zufriedenheit von Schweizer Bauern mit ihren Berufskollegen aus Nordost-Deutschland verglichen. Agroscope kam zum Schluss, dass die Landwirte aus der Schweiz generell ebenso zufrieden mit ihrer Arbeit sind, wie die Kollegen aus Deutschland. Jedoch werde die Arbeitszufriedenheit anders definiert: Während finanzielle Aspekte die Zufriedenheit der nordostdeutschen Landwirte wesentlich beeinflussen, spielen die finanzielle Betriebssituation und die Hofgrösse für die Zufriedenheit der Schweizer Bauern mit ihrer Arbeit eine geringere Rolle. «Bezieht man die Agrarstrukturen beider Regionen mit ein, sind sie trotz tieferer Einnahmen tendenziell sogar zufriedener», sagt Tim Besser, Sozioökonom bei Agroscope. «Das Schweizer System hat offenbar auch andere Qualitäten als ökonomische Rendite», so Besser weiter. Aber es konnten auch Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Der Zwang aus finanziellen Gründen einem ausserlandwirtschaftlichem Erwerb nachzugehen mindere die Zufriedenheit. Hingegen sorge die Diversifikation in Form von Agrotourismusangeboten oder Direktverkauf vom Hof für mehr Arbeitszufriedenheit.
Die Forschenden haben auch die soziale Vernetzung untersucht, wobei die Schweizer Landwirte in der Regel stärker lokal verankert seien. Aufgrund der Resultate gibt Tim Besser zu bedenken, dass in der Debatte um den Wandel der Landwirtschaft in der Schweiz berücksichtigt werden sollte, dass eine rein ökonomische Betrachtung der Landwirtschaft negative soziale Konsequenzen haben könne.Quelle: Agroscope