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Die Handelsschule Baselland ist ein sorgfältiges Gefüge aus Bauten zweier Zeiten. Die beiden älteren Gebäude mit Giebeldach stammen aus den 1950er Jahren. Elegante Rasterfassaden und grosse Fensterflächen, in Verbindung mit einem flach geneigten Giebeldach, zeichnen sie als typische Vertreter der Nachkriegsmoderne aus. Parallel stehend, aber zueinander versetzt, bildeten sie ursprünglich eine offene Komposition ohne Zentrum.
Die Erweiterung Ende der 1990er Jahre verleiht der Anlage einen Schwerpunkt: Im flachen Begegnungszentrum laufen alle Wege zusammen. Die neuen Schulbauten stehen ebenfalls versetzt, aber rechtwinklig zu den Altbauten und ergeben mit ihnen zusammen eine windradartige Struktur. Um belichteten Raum zu gewinnen, wurde der Hof um ein Geschoss abgesenkt: Die ehemaligen Untergeschosse der Altbauten wurden teilweise freigelegt und als Sockelgeschosse ausgebildet, die Gebäude erscheinen mächtiger. Gleichsam als Ausgleich dazu ruhen die Neubauten auf feinen Säulen und vermitteln Leichtigkeit. Sichtbetonflächen wechseln mit grossen Partien in Stahl und Glas. Zeittypische Glasfugen zwischen den einzelnen Körpern lassen die Bestandteile der Komposition ablesen.
Baujahr: 1953, 1994-98 Erweiterung
Architektur: Arnold Gürtler, Basel, Ernst Spycher, Basel (Erweiterung)
Baukultur entdecken
Handelsschule Kaufmännischer Verein Baselland
AdresseWeiermattstrasse 11, 4153 Reinach
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz