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Das Wort "Schmuck" kommt aus dem Altgermanischen und bedeutet ursprünglich, sich in etwas (etwa ein Kleid) hineindrücken.
ALLGEMEINE SCHMUCK-GESCHICHTE
Schmuck ist seit jeher Teil der menschlichen Kultur. Bereits vor 100 000 Jahren, als die Menschen anfingen Kleidung zu tragen und Werkzeug zu benutzen, wurde Schmuck aus allen möglichen Materialien, die damals zur Verfügung standen, hergestellt. Dazu gehörten Steine, Tierhäute, Federn, Pflanzen, Knochen, Muscheln und Holz.
Mit fortgeschrittener Zeit und weiterentwickelten Technologien hat der Mensch angefangen Steine und Metall zu bearbeiten. Dabei entstanden Kunstwerke, die ganze Kulturen und viele moderne Schmuckstile prägten.
Schmuck war schon damals, wie auch heute, eine Möglichkeit sich selber auf eine nonverbale Weise auszudrücken. Dabei soll oft auch Reichtum, sozialer Stand, Stammeszugehörigkeit, politische Gesinnung etc. signalisiert werden.
Schmuck war auch Grabbeigabe in der vorchristlichen Zeit. So zum Beispiel bei den alten Ägyptern, welche die Pharaonen samt Ihren Schätzen in den Pyramiden bestatteten.
Die Entwicklung der frühen Schmuckgeschichte kann grob in drei frühere Zivilisationen aufgeteilt werden: Ägypten, Indien und China.
Die Ägypter waren es auch, welche die Standards in der Metall- und Steinverarbeitung setzten. Die mehrere tausend Jahre lange Tradition der Ägypter in der Schmuckherstellung, prägt noch heute die europäische Schmuckindustrie.
Bei den Indern wurde der Schmuck Teil des täglichen Lebens und Ausdruck der Religion. Die Inder waren die erste Zivilisation, welche die Kunst der Goldverarbeitung entdeckte; dies lange bevor es andere Kulturen erlernten. Dies machte sie zu den beliebtesten Handelspartnern dieser Zeit.
China wurde die treibende Kraft in der Schmuckkunst und hatte mit seinem einzigartigen Schmuckstil ganz Asien geprägt. Damals, und bis heute noch, waren die Chinesen bei der Schmuckherstellung von der Natur, den Tieren und vorallem dem Drachen beeinflusst. Nach dem Fall der Ägypter und Römer, wurde Europa führend in der Schmuckherstellung und brachte viele Innovationen hervor. Es dauerte jedoch Jahre, bis Europa diesen Stand erreichte.
Nach fast tausend Jahren der Isolation, Hunger, Seuchen und Kriegen, kam Westeuropa endlich in den Kontakt mit früheren Zivilisationen. Durch die Kreuzzüge erlangte man neues Wissen und die Renaissance war geboren.
Als die industrielle Revolution kam, änderte sich der Stil des Schmuckes sehr stark. In dieser Zeit sah man viele Schmuckmoden kommen und gehen.
Nach Gebrauch von über 100 000 Jahren von dekorativen Gegenständen und über 6 000 Jahren Metall- und Steinverarbeitung, kann man sagen, dass Schmuck wohl immer ein Teil der Menschheit und der Zivilisation sein wird.
AUFGABEN UND FUNKTIONEN VON SCHMUCK
Früher diente Schmuck als Wertreserve. Speziell in wirtschaftlich schwächeren Gegenden und weniger entwickelten Ländern wird der Schmuck (vorallem Goldschmuck) von Frauen als Notreserve für die ganze Familie getragen.
Bei Fischern und Seefahrern war es bis ins 19. Jahrhundert üblich, dass sie einen goldenen Ohrring trugen. Mit diesem sollte eine christliche Bestattung bezahlt werden, im Falle, dass sie ertranken und an eine fremde Küste geschwemmt wurden.
Vielen Dank fürs Lesen!
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