Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/359

Die beiden Spix-Aras werden in Cananéia (Bundesstaat São Paulo) eine Quarantäne durchmachen und anschliessend mit anderen Individuen der gleichen Spezies vereint werden, um sich zu reproduzieren.
Zwei “Ararinhas-azuis“, wie sie in Brasilien heissen, die in Deutschland im Käfig lebten, wurden Ende Februar nach Brasilien gebracht. Diese endemische brasilianische Spezies (Cyanopsitta spixii) gilt seit dreizehn Jahren als ausgestorben – man findet sie nirgends mehr in ihrem ursprünglichen Lebensraum, der “Caatinga“ des Nordostens, trauriges Resultat der Zerstörung seines Habitats und des illegalen Tierhandels. Es existieren gegenwärtig noch zirka 80 Individuen, aber nur in Gefangenschaft.
Nach Auskunft der “Gesellschaft für die Erhaltung der Vögel Brasiliens“ (SAVE Brasil) befinden sich 60 dieser Vögel im “Al Wabra Wildlife Preservation“ (AWWP) in Quatar, 9 in der “Fundação Loro Parque“ (FLP) in Spanien, 6 im “Verein für die Erhaltung bedrohter Papageien“ in Deutschland, und lediglich 5 Individuen in Brasilien, wo diese Spezies herstammt.
Die Aktion ist ein Bestandteil des Projekts “Ararinha na Natureza“ (Ararinha in der Natur), durch das der Vogel in der brasilianischen Caatinga neu eingebürgert werden soll: “Unser Ziel ist es, genügend Vögel in Gefangenschaft nachzuzüchten, um sie in einigen Jahren in ihrem ursprünglichen Habitat wieder anzusiedeln“, erklärt Camile Lugarini, die Koordinatorin des “Plano de Ação Nacional para a Conservação da Ararinha-azul“ (PAN).
Nachdem sie tierärztlich untersucht worden waren, wurden die Vögel in besonders präparierten Kisten per Flugzeug nach São Paulo verschickt und von dort in die Quarantäne-Station in Cananeia weitergeleitet, wo sie vierzig Tage lang unter Beobachtung verbleiben werden, um anschliessend mit den anderen beiden Vögeln derselben Spezies vereint zu werden, die sich in brasilianischer Gefangenschaft befinden. Ziel ist es, eine Reproduktion der Vögel anzuregen, in der Hoffnung auf eine zukünftige Wiedereingliederung in die Natur.
In den nächsten Monaten haben die Mitarbeiter des Projekts vor, weitere fünf Vögel dieser Spezies zu übernehmen – vier aus Spanien und einen weiteren aus Deutschland – um den ambitiösen Plan zu verwirklichen, den Spix-Ara dorthin zurück zu bringen, von wo er niemals hätte verschwinden dürfen.