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Toumi's Ratgeber:
Radon in der Schweiz
Toumi's Ratgeber:
Radon in der Schweiz
Radon ist ein unsichtbares, geruchloses und radioaktives Gas, das aus Böden und Gesteinen austritt. In der Schweiz stellt es ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für die Bewohner/innen der betroffenen Gebiete. Dieser Artikel beschreibt die Risiken von Radon und betont die Wichtigkeit von Messungen und Massnahmen zur Bekämpfung dieser unsichtbaren Gefahr.
Inhaltsverzeichnis
Radon und seine Auswirkungen auf die Gesundheit
Was ist Radon?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das durch den Zerfall von Uran und Radium in Böden und Gesteinen entsteht. Es kann in Gebäude eindringen und sich dort ansammeln, insbesondere in schlecht belüfteten Räumen wie Keller und Fundamente von Immobilien.
Gesundheitsrisiken durch Radon:
Langfristige Exposition gegenüber hohen Radonkonzentrationen kann das Lungenkrebsrisiko deutlich erhöhen. Radon ist, nach dem Rauchen, die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs in der Schweiz. Es ist wichtig zu wissen, dass jeder Mensch einem gewissen Radonrisiko ausgesetzt ist, aber die Konzentrationen können je nach geografischer Lage und Bodenbeschaffenheit variieren.
Radon in Schweizer Liegenschaften
Radonbelastung in der Schweiz:
Die Schweiz ist bekannt für ihr geologisches Profil, das potenziell erhöhte Radonkonzentrationen begünstigt. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine beträchtliche Anzahl von Gebäuden in der Schweiz erhöhten Radonkonzentrationen ausgesetzt ist. Dies betrifft vor allem Regionen mit Granitböden, aber auch andere Gebiete sind nicht vollständig vor Radon geschützt.
Verantwortung der Hauseigentümer:
Hausbesitzer sind dafür verantwortlich, die Radonbelastung in ihren Häusern zu überwachen und zu kontrollieren. Die Identifizierung von Problembereichen und die Durchführung von Radonmessungen sind entscheidende Schritte, um das Risiko zu bewerten und geeignete Massnahmen zur Bekämpfung von Radon zu ergreifen.
Radonmessung und Risikoabschätzung
Radonmessungen:
Die Durchführung von Radonmessungen ist der erste Schritt, um das Ausmass der Exposition zu ermitteln. Es gibt verschiedene Arten von Messgeräten, darunter passive und aktive. Die Messungen müssen über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, um Schwankungen und jahreszeitliche Unterschiede zu berücksichtigen. BAG anerkannte, passive Messungen mit einem Dosimeter können nur von Oktober bis März gemacht werden und müssen mindestens 90 Tage dauern.
Radonrisikokarten und Grenzwerte:
In der Schweiz wurden Radonrisikokarten erstellt, die Auskunft über die durchschnittliche Radonbelastung in verschiedenen Regionen geben. Diese Karten sind eine nützliche Orientierungshilfe für Hausbesitzer/innen, um das potenzielle Risiko in ihrer Umgebung abzuschätzen. Derzeit liegt der empfohlene Radongrenzwert für Wohnräume bei 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³). Überschreiten die gemessenen Radonwerte diesen Grenzwert, sind gezielte Gegenmassnahmen erforderlich.
Wahrscheinlichkeit den Referenzwert zu überschreiten [%]:
Radonbekämpfung in Wohnhäusern
Abdichtung und Lüftung:
Eine wirksame Methode zur Radonreduzierung in Wohnhäusern ist die Verbesserung der Gebäudeabdichtung und die Sicherstellung einer ausreichenden Belüftung. Durch das Abdichten von Rissen und Undichtigkeiten im Fundamentbereich kann der Radoneintritt minimiert werden. Gleichzeitig ist eine gute Belüftung wichtig, um das Radon aus dem Gebäude zu befördern.
Systeme zur Radonabsaugung:
In einigen Fällen kann der Einsatz von Radonabsauganlagen erforderlich sein, um die Radonkonzentration wirksam zu reduzieren. Diese Systeme nutzen Unterdruck, um Radon aus dem Boden abzusaugen und sicher nach aussen abzuleiten. Die Installation solcher Systeme sollte von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden.
Bodenabdeckungen:
Das Aufbringen von speziellen Bodenabdeckungen, wie zum Beispiel einer dichten Kunststofffolie, kann helfen, das Eindringen von Radongas aus dem Boden zu reduzieren. Diese Abdeckungen werden im Keller oder im Erdgeschoss des Hauses installiert und bieten eine Barriere gegen das Gas.
Messung und Überwachung:
Eine anerkannte Messung der Radonkonzentration in Wohnhäusern ist wichtig, um die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen zu überprüfen. Es sollten professionelle Radonmessgeräte verwendet werden, um genaue Ergebnisse zu erhalten. Falls die Radonwerte weiterhin (zu) hoch sind, sollten die erwähnten Schritte zur Radonbekämpfung in Betracht gezogen werden.
Toumi's Fazit
Die Radonbelastung in Wohngebäuden stellt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko für die Bewohner/innen dar. Es ist wichtig, dass sich Hausbesitzer der möglichen Radonbelastung bewusst sind und geeignete Massnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren. Anerkannte Radonmessungen, Sanierungsmassnahmen wie Abdichtung und Lüftung sowie der Einsatz von Radonabsauganlagen sind wichtige Schritte zur Bekämpfung des Problems. Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten sind entscheidend, um das Radonrisiko zu reduzieren und die Gesundheit der Bewohner zu schützen.
Wir von der toumi ag bieten Ihnen das entsprechende Fachwissen, um Sie kompetent zum Thema Radon zu beraten und die entsprechenden Messungen durchzuführen. Kontaktieren Sie uns heute noch.
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