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Spargruppen helfen den Bäuerinnen und Bauern im Senegal, aus der Schuldenfalle zu kommen und untereinander Wissen und Erfahrungen auszutauschen.
Die Partnerorganisation Association de Keury-Kao (ADK) animiert die Bevölkerung der Gemeinde Thiès-Nord, gemeinsam aktiv zu sein. Dank diesem Ansatz verbessern die Menschen ihre Lebensbedingungen.
Die Bevölkerung lebt vom Gartenbau, vom Kleinhandel, von diversen Handwerksberufen und vom Transportwesen. Der Bezirk Thiès-Nord war früher eine ländliche Gemeinde. Heute ist das Dorf gänzlich in die Stadt integriert. Die fehlenden Anbauflächen führen zu einer anhaltenden Verschuldung vieler Menschen. Oft ist ab Mitte Monat kein Geld mehr vorhanden.
Bei neuen Einkünften müssen sie zuerst alte Schulden begleichen, welche mit bis zu 50 Prozent Zins pro Monat belegt sind. Erst dann können sie an andere Ausgaben denken. ADK geht diese Probleme ganzheitlich an: mit Solidaritätskassen, gemeinsam erarbeiteten Konventionen gegen überhöhte Ausgaben bei Festen und Gruppeneinkäufen für Dinge des täglichen Gebrauchs wie Seife.
Ebenfalls eröffnete ADK einen Kinderhort, um die Kinder von der Strasse wegzubringen. Sie gründete auch eine Krankenkasse, damit alle Mitglieder Zugang zum Gesundheitswesen erhalten. In der aktuellen Phase hat ADK zum Ziel, ihre bisherigen Aktivitäten weiter zu führen und diese auszubauen. Dabei steht die Gründung von 30 neuen Solidaritätskassen im Mittelpunkt. Die daran beteiligten Spargruppen machen sich mit der Zeit selbständig, indem sie sich zu kleinen Netzwerken verbinden.
So haben Spargruppen auch die Möglichkeit, untereinander Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Die Netzwerke ermöglichen gegenseitige Beratung in schwierigen Situationen. In einzelnen Dörfern kann ADK sich bereits aus der Zusammenarbeit zurückziehen, da die Gruppen jetzt selbständig arbeiten.