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Cupcakes: in aller Munde
Cupcakes: in aller Munde Spätestens seit Carrie in der beliebten TV-Serie «Sex and the City» genüsslich ein pinkfarbenes Exemplar verdrückte, sind Cupcakes in aller Munde. Lassen auch Sie sich von den schmucken Mini-Törtchen aus den USA verführen!
Das Küchlein aus der Teetasse
Die Bezeichnung Cupcake tritt offenbar erstmals 1828 im Kochbuch «Seventy-five Receipts For Pastry, Cakes, And Sweetmeats» («75 Rezepte für Torten, Kuchen und Konfekt») der Amerikanerin Eliza Leslie auf. Für die Zutaten ihres Rezepts macht die Autorin keine Gewichtsangaben, sondern misst sie in «cups» (Tassen) ab. Damit hätten wir schon mal eine erste Begriffserklärung: Ein Cupcake ist ein Kuchen, für den die Zutaten nicht abgewogen, sondern mit einem Volumenmass, zum Beispiel einer standardisierten Tasse, abgemessen werden.
Es gibt aber noch eine weitere Erklärung: Eliza Leslie buk ihre Cupcakes in kleinen Formen. Damals gab es bereits Metallformen, aber auch Porzellangefässe wie zum Beispiel Teetassen wurden in vielen Haushalten verwendet. Ein Cupcake bezeichnet also auch ein Küchlein, das in einem Förmchen von der ungefähren Grösse einer Teetasse gebacken wird. In Grossbritannien werden die Cupcakes manchmal noch «fairy cakes» (Feenkuchen) genannt. Die fantasievolle Beschreibung spielt auf die Grösse des Küchleins an, das sich eine grössere Schar von winzigen Feen problemlos teilen könnte.
Cupcake und Muffin, zwei ungleiche Brüder
Ursprünglich wurden Cupcakes vor allem als süsse Überraschung für Kinder gebacken. Sie waren relativ einfach, und es gab nur ein paar wenige Grundaromen. Heute tragen sie so klingende Namen wie Froschkönig, Milli Vanilli oder Carotte la Cocotte und kommen als aufwändig verzierte kleine Kunstwerke daher. Und seit Carrie in der beliebten TV-Serie «Sex and the City» (Youtube-Video) vor der Magnolia Bakery in New York genüsslich ein pinkfarbenes Exemplar verdrückte, ist der «cupcake craze», die Cupcake-Manie, nicht mehr zu bremsen. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, ja sogar bei uns in der Schweiz haben Cupcake-Bäckereien aufgemacht und versuchen uns mit den zauberhaften Mini-Törtchen zu verführen.
Der Muffin, ebenfalls ein amerikanischer Back-Star, steht längst im Schatten seines glamourösen Bruders. Wie dieser wird er aus Rührteig zubereitet und in kleinen Formen gebacken, begnügt sich dann aber mit einem relativ schmucklosen Auftreten. Ihm ist denn auch die Rolle des Alltagsgebäcks zugedacht. Der Cupcake dagegen verwendet viel Mühe auf sein Styling und trägt mit seinen reichhaltigen Butter- oder Frischkäsecremen auch gerne etwas dick auf. Sein Auftritt ist meist die Krönung eines gediegenen Dinners oder eine kleine, sündhafte Verführung im grauen Alltag.
Rezept: Himbeer-Cupcakes
Einfache Zutaten, aufwändige Verzierungen
Die Grundzutaten für den Cupcake-Teig bleiben sich immer etwa gleich: Butter, Zucker, Eier, Milch oder Buttermilch, Mehl und Backpulver. In vielen Rezepten kommt anstelle oder zusätzlich zu Backpulver Natron (englisch: «baking soda») vor. Dieses hat einen leicht seifigen Geschmack und wird in der Regel in Teigen mit Milchprodukten verwendet, weil diese den seifigen Geschmack neutralisieren.
Je nach Rezept wird der Grundteig mit Aromen angereichert, zum Beispiel mit zerdrückten oder geriebenen Früchten, Nüssen, Kokosraspeln, zerbröckelter Schokolade oder Gewürzen. Auch die Butter- und/oder Frischkäsecreme besteht aus nur wenigen Zutaten: zum Beispiel weisse Schokolade, Puderzucker, Kakaopulver und Lebensmittelfarbe. Die gehört einfach dazu, wenn man bestimmte Farbeffekte erzielen will. So richtig ausleben können sich aber passionierte Hobbykonditorinnen und -konditoren bei der Verzierung. Zuckerdekorblumen und -perlen, saure Gummischlangen, aber auch einfache Schokolade-Kaffeebohnen setzen verspielte, manchmal auch leicht kitschig anmutende Glanzpunkte.
Rezepte
Text: Daniela Rinderknecht
6. Februar 2018
Pimp your Cupcake!
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