Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/771

Ich habe mir vorgenommen, endlich mal etwas ernsthaftes und medienkritisches zu schreiben. Der Anlass ist eine Meldung vor rund einer Woche: „Der letzte Mann auf dem Mond ist gestorben“. Unglaublich, was diese Schlagzeile für existenzielle Fragen in mir aufgeworfen hat!
- Wie lange hat der Mann da gelebt?
- War es ein Mondbürger (oder sagt man: Mondmensch)? Oder war es ein Einwanderer, erleichtert eingebürgert?
- Lebt noch eine Frau auf dem Mond? Oder gar zwei oder drei oder ganz viele? Zutritt nur noch für Frauen, wie in der Frauenbadi?
- Was isst man auf dem Mond?
- Was tut man überhaupt während einem Tag auf dem Mond, die ganzen 29 Erdentage lang? 87-ig mal Essen, 7 bis 8 mal Sport, dreimal ins Kino?
- Was kostet wohl eine ganztägige Parkplatz-Reservation?
- Gibt es auf dem Mond auch Erdbestattungen?
- Lebt noch ein Mann hinter dem Mond?
- Woher kommt der Spruch „Des Glücks Gewalt hat Monds Gestalt“? Und was soll das eigentlich bedeuten?
Einen ganzen Korb voller Fragen hatte ich also, aber einmal mehr keine Antworten. So sind die heutigen Medien: Keine Relevanz. Irgendwas von verstorben ist gestanden, im Kreise seiner Familie im Alter von 82 Jahren in Houston. Und dass bis heute kein Mensch mehr wieder die Mondoberfläche betreten habe.
Ich glaube, die wollen mich für dumm verkaufen. Ich habe schon so viele Menschen auf den Mond gewünscht, das kann einfach nicht sein.