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Agnes war die Tochter von Kaiser Heinrich IV. aus dem Geschlecht der Salier. Sie wurde 1072 geboren. Einer ihrer Brüder war der spätere deutsche König Konrad (1074-1101). Er regierte von 1087-1098. Er starb als König von Italien in Florenz und ist dort begraben. Ein anderer Bruder war Kaiser Heinrich V. (1086-1125). Er regierte von 1106-1125.
Als Siebenjährige wurde sie verlobt
An Ostern 1079 erhob Heinrich IV. den Staufer Friedrich I. in Regensburg zum Herzog von Schwaben*) und verlobte ihn mit seiner damals etwa siebenjährigen Tochter Agnes.
Dieser Friedrich hiess ursprünglich Friedrich von Büren. Er erbaute um 1070 die Burg auf dem Hohenstaufen, wonach sich dann das Geschlecht der Büren "von Staufen" nannte.
Sie heirateten im Jahre 1086/87. Damit wurde der spätere Anspruch dieses Adelsgeschlechts auf die deutsche Königskrone begründet und der Weg zur geschichtlichen Größe der Staufer geebnet. 1138 wurde ihr zweiter Sohn Konrad III. der erste König des Geschlechts.
*) Das Herzogtum Schwaben schloss im 11./12. Jh. die halbe Schweiz und das Elsass mit ein (siehe Karte).
In einem Fresko im Kloster Lorch wird das Stifterpaar, der Staufer Herzog Friedrich I. und seine Frau Agnes von Waiblingen dargestellt. Das Benediktinerkloster Lorch wurde um 1102 gegründet. Das Fresko stammt aus dem Jahr 1530.
Über ihren Bruder Heinrich V. war Agnes durch dessen Gemahlin Mathilde mit dem König Heinrich I. von England verschwägert.
Aus ihrer ersten Ehe stammen je nach geschichtlicher Quelle bis zu elf Kinder!
Darunter:
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Friedrich II., der Einäugige, Herzog von Schwaben (1090 - 1147)
Sein Sohn Friedrich wurde als Friedrich I. Barbarossa deutscher Kaiser und regierte von 1152 - 1190.
Agnes war also die Grossmutter von Friedrich Barbarossa.
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Konrad III, (1093 in Bamberg - 1152). Er war deutscher König von 1138 - 1152 und ist im Bamberger Dom beigesetzt.
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Kunigunde (Kunizza). Vermutlich wurde sie die erste Frau von Herzog Heinrich dem Stolzen.
In zweiter Ehe war er dann mit Gertrud von Supplinburg verheiratet.
Am 6. April 1105 starb Friedrich I. und wurde in dem von ihm 1102 als staufische Grablege gegründeten Kloster Lorch bestattet.
Ihre zweite Ehe
Nach dem Tode Friedrichs heiratete Agnes 1106 den Babenberger Leopold III. von Österreich, der sich diese Verbindung durch seine Unterstützung ihres Bruders Heinrichs V. gegen dessen Vater verdient hatte. Angeblich soll sie in nur zwölf Jahren ihm achtzehn Kinder geboren haben. Wahrscheinlich stammen einige dieser Verbindung zugesprochenen Kinder aus der ersten Ehe. Durch Agnes wurde die enge Beziehung zwischen Staufern und Babenbergern begründet.
Einige berühmte Kinder dieser Ehe waren
- Leopold IV
- Heinrich II Jasomirgott. Seine erste Frau wird Gertrud von Supplinburg, Tochter von Kaiser Lothar III.
- Otto von Freising (*um 1112; † 1158). Er war Bischof von Freising und war einer der grössten Geschichtsschreiber des Mittelalters.
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Konrad von Passau (* um 1125; † 1168). Er war Bischof von Passau und später Bischof von Salzburg.
Am 15. November 1136 ist Markgraf Leopold im Alter von rund 60 Jahren gestorben. Die Annalen des St. Petersklosters in Erfurt berichten, dass Markgraf Leopold auf der Jagd "erschlagen" worden sei. In einem Trostschreiben des Papstes Innocenz II. vom 8. Januar 1137 an die verwitwete Markgräfin Agnes mahnt der Papst die Markgräfin und ihre Söhne zu Frieden und Eintracht, die Kinder zur Ehrfurcht gegenüber der Mutter, diese zur Liebe gegen ihre Kinder. Er teilt ihr dann mit, dass er sich "gemäß ihrer und der Ihren Bitte" bei Kaiser Lothar III verwenden werde, dass er "ihnen" ihr Recht zuteil werden lasse. Kurz darauf, wahrscheinlich schon im Frühjahr 1137, findet in Tulln unter dem Vorsitz der Markgräfin - Witwe eine große Fürstenzusammenkunft zur Wiederversöhnung der zwei Brüder Leopold und Adalbert statt. Auch Bruder Ernst ist anwesend. Heinrich hingegen, der älteste Sohn aus der Ehe Leopolds mit Agnes, fehlt. Leopold bleibt Sieger. Adalbert aber, der Älteste unter den Brüdern, eine außerordentlich begabte und einflussreiche Persönlichkeit wurde von der Nachfolge ausgeschlossen, weil er den Nachkommen aus der zweiten Ehe seines Vaters mit der Kaisertochter und Kaiserschwester weichen musste. Agnes aber hatte für ihren zweitgeborenen Sohn Leopold Partei ergriffen. Kaiser und Papst setzten sich ebenfalls für ihn ein, so dass auch der erstgeborene Sohn aus ihrer Ehe, Heinrich, der den Namen des Großvaters und des Urgroßvaters trug, zunächst zu kurz kam. Dass diese familiären Gegensätze die letzen Lebensjahre des alternden Markgrafen schwer umdüstert haben, ist anzunehmen, denn freiwillig hat weder Adalbert noch Heinrich auf die Nachfolge verzichtet.
Ihr zweiter Sohn Leopold IV. (* 1108; † 1141) wurde mit dem Herzogtum Bayern belehnt, Heinrich II. Jasomirgott (* 1107; † 1177) verwaltete als Pfalzgraf bei Rhein die von ihrem ersten Mann ererbten Güter.
Agnes starb mit 70 Jahren am 24. September 1143 und wurde in dem von ihrem Gatten gegründeten Augustiner-Chorherrenstift in Klosterneuburg bestattet.
Dieser Schrein über dem berühmten Verduner Altar dient zum Gedenken an Agnes und ihrem Gatten Leopold III.
Das Bild zeigt die Erbauung von Klosterneuburg, ein Tafelbild von Rueland Frueauf d. J. um 1505, Stift Klosterneuburg.
In der Bildmitte der Holunderstrauch, an dem der Schleier von Agnes aufgefunden wurde.
Agnes an der Seite Leopolds ist hochschwanger dargestellt. Sie war wahrscheinlich ihr Leben lang schwanger, brachte sie es doch auf 29 Kinder!
Figuren der Stifter Klosterneuburgs: Leopold III. und seine Frau Agnes (Klostermuseum)