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sein, weil die Reichensteiner zum
Bischof hielten, der damals mit dem
Habsburger im Streit lag.
Sie wurde bald wieder aufgebaut,
bis das grosse Erdbeben von 1536 sie endgiltig in Trümmer legte.
Heute steht von ihr noch ein verhältnismässig gut erhaltener
Turm, für dessen weitere Erhaltung der Verkehrs- und VerschönerungsvereinArlesheim sorgt.
Ein Peter
Reich von Reichenstein war 1288
Bischof von Basel
und ein Mathias 1306, ein Heinrich 1386 und ein Johann 1391 Bürgermeister von
Basel.
Die Familie teilte sich in drei Zweige, deren Landbesitz im Elsass und im Bistum Basel
lag.
Der letzte Reichensteiner starb 1867 arm
und elendim Spital zu Hirsingen.
Sitz des Amtsgerichtes. Sekundarschule. In Reiden, das im Mittelalter eine wichtige Etappe des Handelsweges über den
St. Gotthard
war, bestand wahrscheinlich schon vor dem Jahr 1000 eine Kirche. 1052 stand es zusammen mit der Burg
Wikon unter den
Grafen von
Lenzburg, seit 1172 unter dem
HausHabsburg-Oesterreich und seit 1415 unter der Stadt
Luzern. Auf einer
um 39 m über der Thalsohle sich erhebenden Anhöhe gründeten die Ritter Iffenthal von
Büttikon 1239 eine Johanniterkomthurei,
die nachher mit der Komthurei
Hohenrain vereinigt und 1803 zusammen mit dieser aufgehoben wurde.
Das burgartige Gebäude dient jetzt als Pfarrhaus. Pfarrkirche 17931796 erbaut. Am fand in Reiden (gleichzeitig
wie in
Münsingen und
Wiedikon) eine von
Bürgern aus den Kantonen Luzern,
Aargau,
Solothurn
und Basel
besuchte Volksversammlung statt, die gegen
die Uebergriffe Frankreichs in Sachen des Asylrechtes Stellung nahm. 1180: Reidin. Der Name vom althochdeutschen reit, reide
= Knie,
Bogen. So genannt, weil der
Ort zuerst an einem 1498 durchstochenen Knie der
Wigger lag. 1577 hat man unter einer
Eiche
Mammutknochen ausgegraben, die Felix Platter für das Skelet eines Riesenmenschen hielt. Fund von Brakteaten 1641.
Hier zweigt die
Poststrasse über den Bruchberg und durch das Jaunthal nach
Bulle ab, die als einzige direkte Verbindung zwischen dem
Simmenthal
und dem Greierzerland von strategischer Bedeutung ist, eine Länge von 33 km und eine mittlere Steigung von 9,6% hat und 800000
Fr. gekostet hat.
Anstiegsroute vom Col de Pillon auf das Oldenhorn, unter dessen Gipfel eine Schutzhütte des S. A. C. steht.
Das Thälchen
sendet seinen Bach von rechts zum Reuschbach und steigt zu der aus Nummulitenkalk aufgebauten Tête aux Chamois
(2527 m) auf, während es selbst eine Urgonmulde bildet, in deren Kern Nummulitenkalk liegt.
Der von der Siegfriedkarte adoptierte
Name würde richtiger «Rayes» zu schreiben sein.