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Informationen
zum Lebensraum
der Schmetterlings-Fundstellen
auf den Kanarischen Inseln (España)
LA PALMA
Der Nordteil der Insel La Palma ist feucht und neblig. Die Vegetation besteht aus dichtem Lorbeer-/Erikawald. An den Bäumen hängen lange Flechten. Der Boden ist moosbedeckt und mit Farnen bewachsen. Weitere Pflanzen, die hier ihren Lebensraum haben, sind Aeonium, Andryala pinnatifida, Sonchusarten u.a.. Die Besiedlung des Nordteils ist spärlich.
Der östliche Küstenstreifen ist bewirtschaftet mit Bananenplantagen, Weintrauben und Gemüsekulturen. Die Besiedlung reicht bis in mittlere Höhenlagen. Es gibt hier viele Blumen und blühende Sträucher (u. a. Argyranthemum, Echiumarten, Hypericum grandifolium usw.) sowie in den Gärten eine Fülle von Zierpflanzen.
Die Niederschläge auf der Ostseite sind noch reichlich vorhanden, obwohl das Klima wärmer ist als auf der Nordseite. Die Landschaft wird oft zerschnitten von Barrancos, die bis weit in die Caldera hinaufreichen. In den Barrancos gibt es je nach Lage feuchte und trockene Standorte.
Ich besuchte den Barranco del Agua, der wild und zum teil beinahe undurchdringlich sehr dicht mit Lorbeer- und Erikabäumen sowie mit Rubus palmensis (Brombeere) bewachsen ist. Es waren auch Wildkastanien- und Orangenbäume sowie Canarina canariensis (ein Strauch mit glockenartigen, roten Blumen) vorhanden. Für Pararge xiphioides, der hier mehrfach vorhanden war, der ideale Lebensraum. Des Weiteren fand ich hier Cyclophora maderensis.
Auf einem mit Kleeblumen übersäten und mit einigen Asclepias fruticosa bestückten Grundstück bei Santa Lucía flog Danaus plexippus in grösserer Anzahl, sowie Pieris cheiranthi, von dessen letzterem ich leider keine Fotos machen konnte.
Oberhalb des besiedelten Bereichs der Ostseite gedeiht ein ausgedehnter Pinienwald, der sich über den ganzen, höher gelegenen Teil der Insel hinzieht. Es handelt sich um die hier endemische Pinus canariensis-Pflanze. Dieser Baum ist die Raupennahrungspflanze von Calliteara fortunata, welchen Falter ich in der Hotelanlage in Fuencaliente auf 50 m oberhalb des Meeres vorfand. Die Raupen von Calliteara fortunata können in Massen auftreten und ganze Pinien kahlfressen.
Der Südteil von La Palma besteht im Bereich der Meereshöhe aus Bananenkulturen - nebst der Salzgewinnung aus dem Meer wird hier nichts Weiteres bewirtschaftet. Es gedeihen denn auch „nur“ salzwasserresistente Pflanzenarten (u.a. Astidamia latifolia, Mesembryanthemum nodiflorum usw.) Nichts desto trotz fand ich hier die Pyralidae Spoladea recurvalis. In etwas höheren Lagen wachsen Opuntia, Euphorbia canariensis und andere Euphorbia-Arten.
Die westliche Seite der Insel La Palma ist warm und sonnig und im Küstenbereich kultiviert mit Bananen. In den Steilhängen wachsen Agaven, Feigenkakteen (Opuntia) und andere Trockenpflanzen, die auf der Vulkanerde geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Auch auf dieser Seite befindet sich in höheren Lagen der ausgedehnte, zusammenhängende Pinienwald. Die Blütenpracht der schönen im Januar blühenden Lilien Romulea grandiscapa ist eine Augenweide.
In der Hochebene von Los Llanos wird Gemüse angebaut und es werden hier Mandelbäume kultiviert. Dort fand ich im Kleegebüsch an einer Mauer Scopula guancharia.
Im Küstenbereich bei der Hotelanlage in Fuencaliente auf 50 m über Meer befindet sich ein subtropischer Palmengarten mit Hybiscusarten und Pyrostegia venusta sowie anderen Pflanzen. Ich fand hier in grösserer Anzahl die Noctuidae (Plusiinae) Chrysodeixis spec. sowie die Lymantriidae Calliteara fortunata (siehe oben).
Liste der fotografierten Schmetterlings-Arten: