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Ein regenbogenartiger Kreis, der sich um einen Schatten bildet oder ein Schatten, der irgendwie grösser als normal erscheint. Diese beiden Wetterphänomene nennen sich Brockengespenst (Lichtbogen) und Glorie (grosser Schatten) und treten derzeit aufgrund hochnebelartiger Wolkenschichten vermehrt auf, meldet MeteoNews.
Gemäss Meteorologe Klaus Marquardt kommen die beiden optischen Phänomene oberhalb von 1'700 bis 1'900 Metern über Meer vor. «Um diese zu beobachten, muss man meist wie bei einem Regenbogen mit dem Rücken zur Sonne stehen.» Die Sonne sollte dabei tief liegen – es sollte also Morgen oder Abend sein.
Die Phänomene entstehen aufgrund der Rückstreuung der Sonnenstrahlung und ihrer anschliessenden Beugung an kleinen Wassertröpfchen. «Solche Brockengespenster sind beispielsweise auch oft aus dem Flugzeug sichtbar, wenn die Maschine die Wolken durchbricht», sagt Marquardt.
Bei der Glorie handelt es sich um den Schatten des Beobachters, der in eine tiefer gelegene Nebelschicht projiziert wird. Im Gegensatz zum Schattenwurf auf festen Oberflächen erscheint der Schatten in die Tiefe projiziert und dadurch perspektivisch vergrössert.
Diese Phänomene können das ganze Jahr über vorkommen.
(red.)