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Der Münchener Rückversicherer schrieb den Wert seiner Beteiligungen im Juni-Quartal um 908 Millionen Euro ab, getrieben vor allem vom Wertverlust der Aktienanlagen. Dies führte zu einer Halbierung der Erträge aus Kapitalanlagen und zu einem Rückgang des Gewinns der Gruppe um 31 Prozent auf 768 Millionen Euro.
Die Munich Re bestätigte zwar ihr Ziel, in diesem Jahr einen Gewinn von 3,3 Milliarden Euro zu erwirtschaften, warnte jedoch vor weiterhin volatilen Märkten, einer Konjunkturabschwächung und den finanziellen Auswirkungen des russischen Einmarsches in der Ukraine. Im März hatte die Munich Re das Neugeschäft in Russland und Weißrussland ausgesetzt und angekündigt, dort nicht mehr zu investieren.
Der Rückversicherer hat bereits im ersten Quartal russische und ukrainische Anleihen um fast 700 Millionen Euro abgeschrieben und in der ersten Jahreshälfte rund 200 Millionen Euro an kriegsbedingten Rückversicherungskosten verbucht.
"Das ist unsere derzeit beste Schätzung. Wir können nur Zahlen buchen, die auf dem basieren, was wir derzeit wissen", sagte Finanzvorstand Christoph Jurecka in einem Interview mit Bloomberg TV zu den Kriegskosten. "Wir befinden uns noch in den Anfängen mit einer Menge Unsicherheit."
Eine weitere Herausforderung stellen die Schäden aus Naturkatastrophen dar, die um rund ein Viertel zunahmen. Die teuerste Naturkatastrophe für die Munich Re war im zweiten Quartal die Dürre in Südamerika, mit Schäden in Höhe von rund 130 Millionen Euro.
In Europa haben extreme Hitze und Trockenheit in diesem Sommer zu Wasserknappheit und Waldbränden geführt. Allerdings sei es derzeit noch schwierig, die Kosten für diese Ereignisse zu beziffern, so die Munich Re.
(Bloomberg)