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Standortsbonitierung,
im Forstwesen der Ausdruck der von den unendlich verschieden gestalteten Standortsfaktoren bedingten Ertragsfähigkeit einer der Forstwirtschaft gewidmeten Fläche durch eine dem Ertrage selbst entsprechende Zahl. Um von einem Wald ein übersichtliches Bild zu gewinnen, faßt man diese die Ertragsfähigkeit ausdrückenden Zahlen in mehr oder weniger Bonitäts- oder Güteklassen zusammen und spricht dann von erster, zweiter, dritter u. s. w. Bonität.
Hierbei bezeichnet in der Regel 1 die beste, die letzte Ziffer die geringste Bonität. Eine andere Weise der Bonitierung ist die, daß man die Standortsgüte durch den auf der fraglichen Fläche möglichen Zuwachs (s. d.) ausdrückt. Je unsicherer übrigens selbst die genauesten Untersuchungen der einzelnen Standortsfaktoren sind, desto mehr ist man auch bezüglich der S. auf eine genaue Ermittelung der Bestandsverhältnisse angewiesen, denn im Bestände spricht sich der Standort so weit richtig aus, als ersterer nicht durch vorausgegangene Wirtschaftsfehler oder Unglücksfälle ein anderer, schlechterer geworden ist, als er sein sollte. Als wesentlichen Hilfsmittels für die Bonitierung bedient man sich der Ertragstafeln (s. d. und Bestandsbonitierung).