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Sie heissen Mitsou, Choupette, Jellylorum, Nigger Man oder Mouche und waren mit Marylin Monroe, Karl Lagerfeld, T.S. Elliot, H.P. Lovecraft oder Victor Hugo im Bett: Die Namen der Katzen sagen eigentlich alles über deren illustre Besitzer. Jetzt ist der «Schwarze Montag» mit «Die Katzen» bekannten Namen und ihren felinen Begleitern auf der Spur – jenen Wesen, denen sich selbst die grössten Berühmtheiten untertan machen. Oder sie heissen Fritz und Rosie und Birgit Schmid fragt sich: Lieben mich meine Katzen?
Zur Veranstaltung «Schwarzer Montag» erscheint neben dem Buch von Birgit Schmid auch die Zeitung «Die Katzen», die im Westflügel bezogen oder hier kostenlos bestellt werden kann (ab 13.06.2016).
Die Katzenbilder sind bis Ende August im Westflügel zu sehen.
In den 1970er-Jahren erstellten die Russen die Stadt Pripyat, um das Kernkraftwerk Tschernobyl zu bauen. Nach der Nuklearkatastrophe vom 26. April 1986 errichteten sie am Rand der 30-km-Sperrzone die Stadt Slavutych. Von hier aus wurden die Aufräumarbeiten um den havarierten Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl vorangetrieben und die anderen drei Reaktoren weiterbetrieben. Erst im Jahr 2000 wurden alle Reaktorblöcke vollständig abgeschaltet. Noch immer fahren jeden Tag Menschen zur Arbeit in die Sperrzone nach Semikhody, wie der Bahnhof direkt beim Kernkraftwerk Tschernobyl genannt wird.
Kazuma Obara ist insgesamt viermal, zu jeder Jahreszeit, mit dem Zug von Slavutych aus mitgefahren. In seiner Arbeit portraitiert er Menschen in diesen Zügen und zeigt, was sie sehen, wenn sie aus dem Zugfenster blicken: ein entvölkertes Sperrgebiet, das sich während Generationen nicht verändern wird.
Die Zeitung kann im Westflügel bezogen oder bei <email-pii> kostenlos bestellt werden.
FIFA officials were escorted out behind sheets at the Baur au Lac hotel in Zurich, May 26, 2015. Pascal Mora for The New York Times – Wenige Tage später standen wir an einem «Schwarzen Montag» vor dem Westflügel und diskutierten über das Bild. Der Fotograf Pascal Mora war im richtigen Moment am richtigen Ort – und doch war da ein Tuch, das ihm (und uns) die Sicht verdeckte. Die Welt schien das nicht zu kümmern und auch wir waren fasziniert. Dieses Tuch liess die Geschichte dahinter umso einprägsamer erscheinen. Wir wollten aber mehr sehen – daraus ist dieser «Schwarze Montag» entstanden.
Die Veranstaltung «Schwarzer Montag» geht also weiter. Nach einer längeren Pause, in der wir uns viele Gedanken zur Form dieser fotografischen Plattform gemacht haben, sind wir mit dem Vorsatz zurück, monatlich nicht nur wechselnde Bilder der Gegenwart und solche, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen, zu zeigen, sondern die Bilder in einen fotografischen Kontext zu stellen. Wir wollen darüber reden, was uns an den gezeigten Bildern interessiert und in welchem Wahrnehmungszusammenhang sie stehen.
Das für die NYT entstandene Bild von Pascal Mora ermöglicht es, die Bildbetrachtung von der FIFA weg und hin zu dem vor dem Baur au Lac aufgespannten Tuch zu lenken, «Das Tuch» zu thematisieren, eben jene Bilder, die uns etwas zeigen und uns gleichzeitig etwas vorenthalten.
Die Fotografien von Robin Schwartz sind Reisen in eine Welt, die sie zusammen mit ihrer Tochter und den verschiedensten Tieren bewohnt. In den letzten 13 Jahren sind unzählige Bilder entstanden, auf denen die junge Amelia mit exotischen Tieren zu sehen ist – mit Tigern, Schimpansen, Kängurus, Katzen und Hunden und zahllosen anderen Tieren. Auf dem ersten Bild ist Amelia gerade dreieinhalbjährig, auf dem letzten Bild ist sie eine junge Frau.
Beitrag über die Ausstellung, SRF, Glanz & Gloria, 20.08.2015
Eine Entdeckung: rund 1'250 Glasnegative aus der Zeit zwischen 1910 und 1925, die im Archiv von KEYSTONE dem Zahn der Zeit getrotzt haben. Die Qualität dieser Fotografien war bekannt, doch die Umstände ihrer Entdeckung lagen weitgehend im Dunkeln. Erst dank intensiven Recherchen kann nun ein neues Kapitel der Schweizer Fotogeschichte geschrieben werden: Der in Biel geborene Jules Decrauzat (1879-1960), aus dessen umfangreichem Werk die Glasnegative stammen, ist wohl der erste bedeutende Fotoreporter der Schweiz.
World Press Photo hat das Bild von Jon und Alex in St. Petersburg, Russland, zum Pressebild des Jahres gemacht. Es ist Teil der Reportage «Homophobie in Russland» des dänischen Fotografen Mads Nissen, der seit 2013 die Bedrohung von Homosexuellen und jenen, die davon betroffen sind, dokumentiert.
In Russland, wo Homosexualität seit 1993 nicht mehr strafbar ist und seit 1999 offiziell nicht mehr als psychische Störung gilt, ist Homophobie noch immer weit verbreitet und salonfähig. Lesbische, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle sehen sich heute in Russland juristischer und sozialer Diskriminierung ausgesetzt, werden bedroht und immer wieder Opfer von Hasskriminalität seitens religiöser und nationalkonservativer Gruppen.
Zweifellos handelt die Fotografie von Hans Hansen von der Reduktion zur Einfachheit, fast schon zur Strenge. Doch damit wird man dem wohl bedeutendsten deutschen Produkt- und Sachfotografen unserer Zeit nicht gerecht. Hans Hansen rückt mit seinem Blick die Dinge ans Licht und schenkt ihnen ein Bild, auf dem wir erst wahrnehmen können, was diese Objekte, meist alltägliche Produkte, ausmacht.
Da gibt einer Anweisungen und man ist versucht, den Kopf etwas nach rechts zu rücken und ein Lächeln aufzusetzen. Willi Ruge ist der Mann hinter der Kamera und er ist gleichzeitig der Autor der Bilder. Auf jedem Bild ist er zusammen mit seiner Kamera sichtbar. Er gestikuliert, heftig und sanft, expressiv, wie die Stadt, die ihren Mörder sucht. Es sind Selbstporträts, nur verweisen sie nicht auf den Fotografierten selbst, sondern treten in einen lebhaften Dialog mit dem Betrachter und weisen ihn an, an etwas Nettes zu denken und nicht nervös zu werden.
Mit einer Einführung von Ute Eskildsen.
Mit «10 by Magnum» versucht der «Schwarze Montag» anhand von zehn jüngeren und vielleicht weniger bekannten Fotografen das traditionelle Bild von Magnum zu aktualisieren. Es sind zehn ausgewählte Fotografinnen und Fotografen, die die Jagd nach dem aktuellen Pressebild hinter sich lassen und dabei «journalistische Waisenkinder» schaffen, wie Jonas Bendiksen seinen Bildern sagt. Es sind Bilder, die überraschen, von intimen Momenten zwischen Menschen erzählen und uns an die Würde und die Hoffnung des Menschseins erinnern. Es sind unberücksichtigte und irrationale Augenblicke, die in den Bildern dieser Fotografinnen und Fotografen zu Leben erweckt werden.
Früher, als Fotografien noch keine Daten waren, gingen sie als Papierabzüge um die Welt. Ihre Reise wurde auf der Rückseite festgehalten. Sie wurden mit Informationen und Kommentaren versehen, registriert und gestempelt, angefasst und mit Layout-Skizzen versehen. Es waren alles Markierungen im Rücken der Bilder, ohne die die Fotografie auf der Vorderseite, die effektiven Bilder, unbrauchbar waren.
Mit «Agenturbilder 1-24» zeigen wir die andere Seite der Fotografie, das Arrangement der Spuren und Skizzen, die viele Hände auf den Rückseiten hinterlassen haben.