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Blasenkrebs gehört in Grossbritannien bei den Männern zur vierthäufigsten, bei den Frauen zur zehnthäufigste Krebserkrankung. Risikofaktoren für die Entwicklung von Blasenkrebs sind Rauchen, Chemikalien (z.B. Haarfärbemittel), gewisse Gifte (z.B. Arsen), Schmerzmittelmissbrauch und chronische Formen von Harnblasenentzündungen.
Meist wird Blasenkrebs zu spät diagnostiziert, da er lange keine Beschwerden verursacht.
Mit dem Schnelltest, den die italienischen Forscher entwickelt haben, könnte bei Risikogruppen eine schnelle und bis 90% sichere Diagnose gestellt werden.
Verfahren
Für ein gültiges Ergebnis muss die Menge eines Enzyms (Telomerase) im Urin bestimmt werden. Das Enzym kommt bei fast allen menschlichen Krebsarten vor und praktisch nie im gesunden Gewebe. Dieser Test habe den Vorteil, so die Forscher, dass er schneller und kostengünstiger sei, als die bisherigen Diagnosemethoden.
Die Forscher analysierten Daten von 218 Männern. Bei 134 der Teilnehmer wurde Blasenkrebs diagnostiziert. Die Krebsdiagnose basierte auf Gewebeproben und Untersuchungen der Harnwege. Der Enzymtest wurde mit den Ergebnissen der Suche nach Krebszellen im Urin verglichen.
Die Wissenschafter meinen jedoch, dass dieses Verfahren nur über eine eingeschränkte Genauigkeit verfügt. Davon seien vor allem weniger schwere Erkrankungen betroffen. Der Enzymtest wies eine Genauigkeit von 90% bei Personen auf, bei denen ein Blasenkrebs diagnostiziert wurde. Bei Personen, bei denen keine Krebserkrankung diagnostiziert wurde, war die Testgenauigkeit bei 88%.
Fazit der Autoren
Trotz dieser guten Ergebnisse und der offensichtlichen Vorteile gegenüber herkömmlichen Diagnosemethoden bei Blasenkrebs, sollten die Tests nur bei Risikogruppen (so z.B. bei Rauchern oder vorbelasteten Personen) eingesetzt werden. Vor allem Raucher verfügen über ein um das Dreifache erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Die Testergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Journal of the American Medical Association veröffentlicht.
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