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Dass sich Casper Ruud in einem der interessantesten Startspiele gegen den Kasachen Alexander Bublik durchsetzte, war keine Selbstverständlichkeit. Ruud gewann zuvor in Basel noch kein Spiel, scheiterte 2019 in der Qualifikation (an Peter Gojowczyk) und 2022 in der Startrunde (an Stan Wawrinka). Zudem legte Ruud eine für seine Verhältnisse bislang bescheidene Saison hin.
Aber: «Dieses Spiel gegen Alexander Bublik ist mir gelungen», so Ruud. Er gewann 7:6 (7:5), 6:2 nach Breakrückstand in beiden Sätzen. Am Ende gewann Ruud die letzten sechs Games der Partie - gegen einen Gegner, der letzte Woche das Turnier von Antwerpen dominiert hatte.
Dank der starken Leistung gegen Bublik darf sich Casper Ruud Hoffnungen machen. Er gewann in den ersten fünf Monaten dieser Saison auf Sand in Estoril und erreichte in Roland-Garros erneut den Final. Dann aber machte ihm eine Schulterverletzung zu schaffen. Seit dem gegen Novak Djokovic verlorenen French-Open-Final kassierte Ruud insgesamt neun Niederlagen - sieben davon gegen krasse Aussenseiter. In Wimbledon unterlag er sogar Liam Broady, der Nummer 142 der Welt.
Wegen solcher Ergebnisse besitzt Ruud bloss noch Aussenseiterchancen, um sich für das Masters in Turin zu qualifizieren. Die Nummer 8 der Welt rangiert in der Jahreswertung bloss auf Platz 10. «Um noch eine Chance auf das Masters zu haben, muss ich wohl noch einen Final erreichen oder sogar ein Turnier gewinnen», so Ruud. Dafür bleiben ihm nur noch zwei Turniere: Basel und nächste Woche Paris-Bercy. Vor einem Jahr stand Ruud am Saisonabschluss-Masters im Final.
Dominic Stricker wird am Donnerstag alles daran setzen, Ruud einen fetten Strich durch die Rechnung zu machen. Der 21-jährige Schweizer freut sich auf das allererste Duell mit Ruud. Schliesslich gehört der Norweger zu jenen Gegnern, an denen sich Stricker orientiert. Der bald 25-jährige Ruud ist drei Jahre und vier Monate älter als der 21-jährige Berner aus Grosshöchstetten. Ruud war in der Ära von Novak Djokovic schon die Nummer 2 der Welt, gewann in einer Saison (2021) fünf Titel und bestritt schon drei Grand-Slam-Finals. Mit 21 Jahren und zwei Monaten - dem aktuellen Alter Strickers - holte Ruud in Buenos Aires seinen ersten Titel, womit er sich damals im Ranking unter die Top 40 verbesserte. Stricker belegt im Ranking Platz 96 und plangt auf seinen ersten ATP-Final.