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Bru Na Boinne liegt etwa acht Kilometer landeinwärts von Drogheda und bezeichnet ein Gebiet reich an archäologischen Funden zu denen Newgrange, Knowth und Dowth gehören.
Der Gang von Newgrange weist nach Südosten und ist fast 19 Meter lang. Er führt in eine Kammer mit drei Nischen. Die Decke wurde nach der sogenannten Kragsteintechnik errichtet. Hierfür wuden Schichten grosser Felsen überlagert bis die Decke in 6 Meter Höhe mit einem Schlussstein abgeschlossen werden konnte.
Ausgrabungen haben gezeigt, dass Quarzsteine aus Wicklow Mountains und runde Granitblöcke aus dem Gebiet von Carlingford verwendet wurden.
Die Handwerkskunst der Erbauer der Ganggräber hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Einige Kunstwerke wiesen wundervolle Kombinationen aus Spiralen, Rauten, Kurven, Dreiecken und Muster aus parallelen Linien und Bögen auf. Der Stein am Eingang von Newgrange und der Stein Nr. 52 auf der Rückseite des Monuments stellen hochwertige Bildhauerarbeiten dar und zählen zu den besten Stücken neolithischer Kunst in Europa.
Eine der vielen und sicherlich eine der berühmtesten Besonderheit von Newgrange ist die kleine Fensteröffnung über dem Eingang. Vor 5000 Jahren strahlte die Sonne ganz genau den Mittelpunkt der hinteren Wand der Kammer an und zeigte so die Wintersonnenwende an. Den Bauern der Jungsteinzeit wurde damit der Anbruch eines neuen Jahres und die Hoffnung auf neues Leben und Ernten geweckt.
Um etwa 2000 Jahren vor Christi in der frühen Bronzezeit als neue Einwanderer wie die Beaker People hier eine spezielle Töpfertechnik hervorbrachten war das Monument im Verfall begriffen. Trotzdem wurden hier weitere Riten und und religiöse Feste abgehalten. Archäologische Ausgrabungen zufolge bestand ein Doppelkreis aus hölzernen Pfosten von etwa 100 Metern im Durchmesser wo Tiere geopfert und begraben wurden.
Mit der Einwanderung der Kelten um 500 v.Chr. wurde Newgrange zu einem Ort an dem die Götter hausten. Später sollen hier die grössten Götter der Kelten , Dagda, Mor und sein Sohn Oengus gewesen sein. Die Geschichten dieser Götter weckten eine solche Erfurcht, dass noch 400 Jahre n.Chr. aus dem römisch-britischen Reich verehrt wurden. Nach der Gründung des Zisterzienserkloster im nahgelegenen Mellifont im Jahre 1142 wurden die Ländereien von den Ordensmitgliedern beansprucht und zu einem Gutshof umfunktioniert.
Vom Visitors Center in Bru na Boinee aus geht man etwa 300 Meter bis zur Busstation und wird dann etwa 3 Km zum Monument gekarrt. Jeweils eine Busladung wird geteilt und diese Gruppe kann dann geführt das Ganggrab besuchen. Das Ganze dauert etwa 3 Stunden bis man wieder zum Car-Parkplatz (Parkplatz des Campers) zurückkehren darf.