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Mit dem in Paris entstandenen Porträt seiner Geliebten, der javanischen Tänzerin Annah, erweiterte Gauguin die Typologie^seiner Frauendarstellungen: Im Gegensatz zu keusch verhüllten Mädchen in Missionarskleidern oder Insulanerinnen in natürlicher Nacktheit liess er für dieses Bild eine sich ihrer Sexualität bewusste Frau in einem mit exotischen Gegenständen eingerichteten Interieur posieren. Das zu Füssen der Frau platzierte Äffchen kann als ein biografisches Zitat gelesen werden, trat Annah doch beim Tanzen mit einem kleinen Affen auf. Andererseits ist der Affe ein traditionelles Symbol der Sündhaftigkeit und des Lasters. Gauguins Spiel mit der Doppeldeutigkeit dieses Motivs war sicher wohlüberlegt – von der konservativen bürgerlichen Gesellschaft im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts musste dieses Bild als skandalös empfunden werden.
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