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Februar 2020
Von Mexiko kommend, wollte ich auf dieser Malediven-Reise während einem Monat ein weiteres Atoll entdecken, nachdem ich letztes Jahr auf zwei Reisen die Nord und Süd Ari Atolle und den Norden der Malediven und das Raa Atoll erkundete.
Auf dieser Reise besuchte ich deshalb das Südliche Maalhosmadulhu Atoll, kurz Baa Atoll genannt. Jede besuchte Insel ist auf einer eigenen Webseite beschrieben. Neben Fehendhoo habe ich die folgenden Inseln besucht: Fulhadhoo, Goidhoo, Thulhaadhoo, Maalhos, Kamadhoo, Dharavandhoo und Dhonfanu. Am Ende der Webseite findet sich der Link zur nächsten Insel.
Die Insel Fehendhoo bildet zusammen mit den Inseln Goidhoo und Fulhadhoo das Goidhoo Atoll, das den südlichen Teil des Baa Atolls bildet.
Von Male gibt es kein direktes Boot nach Fehendhoo. Zuerst erreicht der Besucher mit dem Schnellboot die benachbarte Insel Goidhoo, von wo private Boote die wenigen Kilometer nach Fehendhoo zurücklegen.
Die Insel
Die Insel Fehendhoo ist sehr überschaubar und die Leute freundlich. Sie ist bloss etwas über 2 km lang, hat etwa 100 Bewohner und 3 Gästehäuser.
Gleich zu Beginn gab es mit meiner Unterkunft ‚White Lagoon Fehendhoo‘ ein Problem, denn der Besitzer konnte seine im Bau befindlichen Zimmer nicht rechtzeitig fertig stellen und wollte mich daher in einer unattraktiven Alternativunterkunft unterbringen, was ich ablehnte. Nachdem ich mir überlegte, in einem anderen Gästehaus zu wohnen, konnte das Gästehaus doch noch ein Zimmer bereitstellen. Ein Freund des Besitzers mit einem günstigen Spezialpreis gab sein Zimmer frei und zog in die Alternativunterkunft.
Dieser Banyan-Feigenbaum mit seinen vielen Luftwurzeln stand gleich neben dem Gästehaus.
Da die Malediven ein islamisches Land sind, dürfen Frauen nur auf speziell markierten Strandabschnitten, dem sogenannten ‚Bikini-Beach‘, Badekleider tragen. Der Bikini-Strand des ‚Tropical Village Guesthouse‘ war etwa 300 Meter von diesem Gästehaus entfernt. Der Bikini-Strand der beiden anderen Gästehäuser ‚White Lagoon Fehendhoo‘ und ‚Fehendhoo Stay‘ befand sich fast am Ende der Insel, etwa 2 km von den Gästehäusern entfernt. Das ‚White Lagoon Fehendhoo‘ Gästehaus bot daher mit einem Golf-Mobil einen Shuttle-Service an. Zu einer fixen Zeit am Nachmittag holte das Golf-Mobil die Gäste wieder ab. Wollten die Gäste zu anderen Zeiten zurück, legten sie die Strecke durch den Palmenwald zu Fuss zurück.
Der Bikini-Strand der beiden Gästehäuser ‚White Lagoon Fehendhoo‘ und ‚Fehendhoo Stay‘ befand sich am Ende der Insel. Leider war es nicht möglich, dem Strand entlang zu spazieren, da Gebüsche den Strand immer wieder unterbrechen.
Das westliche Ende der Insel mit Blick auf die nächste Insel Fulhadhoo, links im Bild.
Zum Sonnenuntergang spazierte ich jeweils zum Bikini-Strand des ‚Tropical Village Guesthouse‘
Auf einer kleinen Werft wurden Boote unterhalten.
Krebse
Auch auf dieser Insel lebten Waldkrebse.
Dieser fing gerade einen Käfer.
Schnorcheln
Das Hauptschnorchelgebiet von Fehendhoo ist mehrere hundert Meter lang und befindet sich nördlich des Westendes der Insel, gleich beim Bikini-Strand der beiden Gästehäuser ‚White Lagoon Fehendhoo‘ und ‚Fehendhoo Stay‘, rund 2 km von den Gästehäusern entfernt. Im Wasser herrscht eine ständige Westströmung, die vor allem in Ufernähe und am Ende der Insel recht stark ist, so dass ich jeweils nur mit starken Flossenschlägen den Strand erreichte.
Ein zweites kleineres Schnorchelgebiet gibt es in der Mitte der Insel am südlichen Ufer, wo ich einige Buckel-Nasendoktor-Fische (engl. Humpback Unicorn Fish) antraf.
Die Unterwasserwelt war vielfältig. Auf jedem Schnorcheltrip begegneten mir neue Kreaturen.
Dieser Schwarzfleck-Strassenkehrer (engl. Blackspot Emperor) ist im Seegras in Ufernähe gut getarnt.
Blaustreifen-Schnapper (engl. Bluestripe snapper)
Buckelschnapper (engl. Humpback snapper), im Hintergrund ein paar Blaustreifen-Schnapper
Buckelschnapper und Blaustreifen-Schnapper zusammen in einem Schwarm
Gelbschwanz-Meerbarben oder Grossschulen-Meerbarben (engl. Yellowfin Goatfish), zusammen mit anderen Schnappern
Picasso-Drückerfische (engl. Picasso triggerfish)
Ein giftiger Pazifischer Rotfeuerfisch (engl. Red Lionfish), den ich in Tulum (Mexiko) in einem Restaurant ass.
Grossdorn-Husar-Fische (engl. Sabre Squirrell Fish) sind sehr scheu und befinden sich meist in Verstecken. Daher sind sie schwierig zu fotografieren.
Eine Braunstreifengrundel (engl. Halfbarred goby)
Ein Schwarzschwanz-Sandbarsch (engl. Blacktail Grubfish)
Ein junger Indischer Segelflossendoktorfisch (engl. Indian sail-fin surgeonfish). Die ausgewachsenen Fische weisen eine bräunliche Färbung auf.
Ein Pazifischer Rippen-Falterfisch (engl. Pinstripe Butterfly fish). Sogar das Auge ist gestreift!
Blau-Grünes Schwalbenschwänzchen (engl. Blue-green chromis)
Zwei nur etwas mehr als 10 cm grosse Sechspunkt-Schläfergrundeln (engl. Six Spot Sleeper Goby) vor ihrer Höhle
Einfleck-Demoiselle (engl. Onespot Damselfish)
Ein junger Einfleck-Demoiselle (engl. Onespot Damselfish)
Diese ca. 20 cm lange ‚Liegende Seenadel‘, auch ‚Gelb gebänderte Seenadel‘ genannt (engl. Messmate Pipefish) begegnete mir oft.
Ein Federschwanz-Stechrochen (engl. Cowtail Stingray)
Ein Indischer Gelbklingen-Nasendoktorfisch (engl. Orange-spine Unicornfish)
Buckel-Nasendoktor-Fische (engl. Humpback Unicorn Fish)
Sträflings-Doktorfische (engl. Convict Surgeonfish)
Orientalische Süsslippe (engl. Oriental sweetlips)
Schwarzspitzen-Riffhai (engl. Blacktip reef shark)
Blutfleck-Husar (engl. Spotfin Squirrelfish)
Ein Masken-Igelfisch (engl. Black-blotched porcupinefish)
Eine Seegurke. Sie ernährt sich von pflanzlichen Bestandteilen im Sand.
Eine Tigerschnecke oder Porzellanschnecke (engl. Tiger cowrie seashell)
Riesenmuscheln (engl. Giant Clams)
Eine Raakani-Muschel. Diese dienen den Einwohnern der Malediven seit jeher als Nahrungsmittel. Die Muscheln werden im Feuer erhitzt. Das rauchige Fleisch ist eine Delikatesse.
Korallen
Wie die Fotos zeigen, ist die Biodiversifität auf Fehendhoo gross. Auch Sonnenanbeter kommen auf ihre Kosten.
Nach 5 Tagen auf Fehendhoo reiste ich mit einem privaten Boot zur Nachbarsinsel Fulhadhoo.