Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/142321

<h2>SubmittedText<h2><p>1,4 Milliarden Menschen leben ohne Strom. Laut Internationaler Energieagentur werden ländliche arme Gebiete am besten mit dezentral erzeugten erneuerbaren Energien elektrifiziert. Dennoch fördern 2013 bloss 8 Prozent der Weltbank-Energieprojekte den Zugang für die Armen.</p><p>- Setzt sich die Schweiz in der Weltbank für die prioritäre Förderung dezentraler erneuerbarer Energien ein?</p><p>- Bekämpft sie Kredite an Grossstaudämme wie Inga III, die nicht der ländlichen Elektrifizierung dienen, sondern diesen Missstand verstärken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Juli 2013 präsentierte die Weltbankgruppe ihr zukünftiges Energiekonzept. Dieses steht im Einklang mit der Initiative "Sustainable Energy for All", die sich zum Ziel setzt, bis 2030 den universalen Zugang zu Elektrizität zu ermöglichen und das globale Angebot an erneuerbaren Energien zu verdoppeln. Die Weltbank nimmt in dieser Initiative eine führende Rolle ein.</p><p>Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Weltbank in ihrer Energiepolitik vorwiegend auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzt. Für die Verbesserung des Energiezugangs in Entwicklungsländern müssen sich kleine und grössere Kraftwerke sinnvoll ergänzen.</p><p>Die Weltbank will die Vorabklärungen zu Inga III und weiteren, mittelgrossen Kraftwerken mittels Machbarkeitsstudien unterstützen. Dabei kommen strenge Umwelt- und Sozialstandards zur Anwendung. Ausserdem will die Weltbank die institutionellen Kapazitäten der Energiebehörden der Demokratischen Republik Kongo stärken.</p><p>Die Schweiz unterstützt diesen Ansatz und wird sich dafür einsetzen, dass diese Projekte den Energiezugang für die Armen effektiv verbessern und negative Umweltwirkungen vermieden werden.</p>