Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/2475

Oracle kündigt In-Memory-BI-Maschine an3. Oktober 2011 um 10:08
Oracle springt, auf den Spuren von SAP, auf den "In-Memory"-Zug und lanciert damit nun auch spezialisierte Zusatzappliances zu den Exadata-Kernsystemen.
Oracle springt, auf den Spuren von SAP, auf den "In-Memory"-Zug und lanciert damit nun auch spezialisierte Zusatzappliances zu den Exadata-Kernsystemen.
Oracle-CEO Larry Ellison hat am gestrigen Sonntag in San Francisco zwei neue Appliances angekündigt, eine Business-Intelligence-Maschine namens "Exalytics" sowie den "Oracle Loader for Hadoop". Zu beiden Maschinen gab er aber noch keine konkreten Erhältlichkeitsdaten oder Preise bekannt.
Exalytics bedient sich der "In-Memory"-Technologie, bei der Daten im RAM gespeichert werden und die Usern Datenabfragen ermöglichen soll, deren Ergebnisse innert Sekunden und nicht erst nach Stunden oder Tagen geliefert werden. Damit begibt sich Oracle in direkte Konkurrenz zu SAPs "HANA"-Appliance die Business-Intelligence-Landschaft tatsächlich verändern könnte.
Im Gegensatz zu SAPs HANA, für die es diverse Hardwarepartner gibt, ist die Hardware bei Exalytics von Oracle vorgegeben. Sie besteht aus einem Oracle-Server mit 4 Xeon E7-4800-CPUs und insgesamt 40 Cores, 3,7 Terabyte Festplattenspeicher und 1 Terabyte RAM. Letzteres soll aber laut Ellison aufgrund einer fortschrittlichen Kompressionstechnologie ein Mehrfaches davon an realen Daten aufnehmen können. Die Softwareausstattung besteht aus der neuen "TimesTen"-In-Memory-Datenbank von Oracle, dem "Essbase" OLAP-Server (Online Analytical Processing) Server und BI-Software von Oracle, die mit einem neuen Interface auch Anwendern mit wenig Vorkenntnissen "intuitive" Abfragen ermöglichen soll.
Die zweite Maschine, der "Oracle Loader for Hadoop", soll erst im Laufe dieser Woche detaillierter vorgestellt werden. Gemäss dem, was am Sonntag bekannt wurde, soll sie eine "NoSQL"-Datenbank sowie das Software-Framework Hadoop beinhalten, welches es Applikationen erlaubt, mit extrem grossen Datenmengen – Stichwort "Big Data" – zu arbeiten. Der Loader scheint aber keine Appliance zu sein, die direkt der Datenanalyse dient, sondern soll laut Ellison vor allem dazu dienen, Daten aus Hadoop in Oracles "Exadata"-Datenbank-Appliance zu schaufeln.
Wenn Sie schon Exadata haben, wie wär's dann mit...
Nicht nur den Loader sondern auch Exalytics kann man getrost als eine Art "Peripheriegeräte" für Exadata bezeichnen. Exalytics kann zwar auch mit anderen Servern kommunizieren, aber nur mit Exadata über zwei 40 GB/s schnelle InfiniBand-Ports. Für andere Server gibt es nur 10 GB/s-Ethernet. Oracle baut also sein "Alles von Oracle"-Ökosystem an Software/Hardware-Kombinationen weiter aus und will es wohl vor allem Käufern von Exadata nahelegen, gar nicht mehr über den Oracle-Tellerrand zu schauen. Je grösser die installierte Basis an Kernsystemen, desto grössere Chancen hat Oracle damit auch auf Zusatzumsätze durch Spezial-Appliances.
Ellison verwendete denn auch den grösseren Teil seiner seiner Rede dafür, wieder einmal zu betonen, wieviel schneller und billiger die bereits seit längerem bekannten Exadata-Maschinen - auf ihrem spezifischen Einsatzgebiet, dem Betrieb von Oracle Datenbanken - im Vergleich zur Konkurrenz seien. Dabei richtete er allerdings, wie bei Ellison in letzter Zeit üblich, seine Spitzen laut den US-Presseberichten ausschliesslich gegen IBM, während er HP gar nicht erwähnte. Laut Ellison wurden bisher weltweit rund 1000 Exadata-Appliances installiert und bis Ende Jahr sollen 3000 weitere verkauft sein. (Hans Jörg Maron)
Loading
Die Cloud gewinnt bei Firmen Überhand
Schweizer Unternehmen haben die Technologie bereits für die Speicherung von Daten implementiert. Anders sieht es in den Bereichen ERP, CRM und SCM aus.
Universität Zürich baut Datacenter für 27 Millionen Franken aus
Die Hochschule hat zahlreiche Zuschläge gesprochen, um ihre RZ-Infrastruktur zu erneuern. Wir haben uns die Zahlen genauer angesehen.
Studie: Auch Rechenzentren leiden am Fachkräftemangel
Im letzten Jahr erlebten drei Viertel der befragten Firmen einen RZ-Ausfall. Aber auch der Mangel an IT-Spezialisten beschäftigte die Führungskräfte in den RZs.
Pariser RZ-Brand hat weiterhin Auswirkungen auf Google Cloud
Die Brandursache im Rechenzentrum ist mittlerweile bekannt. Die betroffene Cloud-Zone ist auch nach 2 Wochen nicht wieder im Normalbetrieb.