Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/340

Auf der Suche nach natürlicher, ausdrucksstarker Cellotechnik stiess ich auf die Lehre der Bewegungsökonomie: mit minimalem körperlichen Energieaufwand den gewünschten Klang dem Instrument zu entlocken. Dies ist nicht mit totaler Entspannung zu verwechseln, denn für das ausdrucksvolle, erzählerische Cellospielen benötigt es eine gewisse Menge an Kraft. Das Ziel ist, diese Energie effizient in das Instrument zu leiten, ohne dabei verschwenderische, oftmals störende Zusatzbewegungen oder Verspannungen zu entwickeln. Die Franklin-Methode® ermöglicht durch mentales Training, Imagination, Bewegung und verkörperte Anatomie, die Körperwahrnehmung zu verschärfen. Sie wird als Werkzeug zur gesunden Körpernutzung mit Bewegungsökonomie eingesetzt. Es werden im ersten Teil dieses Buches Cello-spezifisch ausgewählte Franklin-Übungen beschrieben, die im zweiten Teil sowohl in Bezug auf ihren möglichen Einfluss auf die Cellotechnik als auf prophylaktische Wirksamkeit gegen Musikerkrankheiten analytisch untersucht werden.
Die dänische Cellistin Irmelin Irene Aagaard Jansen studierte drei Jahre am Königlich Dänischen Musikkonservatorium in Kopenhagen, wonach sie ihr Studium in Wien fortsetzte. Hier kam sie am Konservatorium Wien Privatuniversität in Kontakt mit der Franklin-Methode®. Derzeit studiert und unterrichtet sie in Melbourne, Australien.