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Ariovist,
einer der ältesten bekannten deutschen Fürsten, berühmt durch seinen Kampf mit den
Römern unter
Cäsar.
Um 71 v. Chr. riefen die Sequaner und
Arverner in
Gallien die deutschen
Sueven am Oberrhein gegen die
Äduer
zu Hilfe. Mit 15000 Mann ging
Ariovist über den Rhein und zog in
Gallien allmählich 120000
Germanen
an sich. Die
Äduer und ihre
Verbündeten wurden im J. 61 in der Hauptschlacht bei Admagetobriga besiegt und genötigt, den Sequanern Geiseln zu
stellen und
Tribut zu zahlen.
Obgleich die
Äduer mit den
Römern befreundet waren, erkannten diese dennoch im J. 59 den
Ariovist als Freund und Verbündeten an.
Als
Ariovist aber auch die Sequaner unter seine Herrschaft beugen wollte, sie nötigte, ihm für seine
Völker ein Drittel ihrer
Mark, das obere Elsaß, abzutreten und bald noch ein zweites forderte, wendeten sich die
Stämme des mittlern
Galliens an
Cäsar (im J. 58). Die Verhandlungen
Cäsars mit
Ariovist führten schnell zum offenen
Bruch zwischen
Römern und
Germanen.
Cäsar kam dem in der Einnahme von
Vesontio
(Besançon)
[* 2] zuvor; dann kämpften beide Führer einige Zeit
im
Sundgau (in der Gegend von
Belfort
[* 3] und
Mülhausen)
[* 4] gegeneinander. Bei Nieder-Aspach westlich von
Mülhausen kam es zu der
Hauptschlacht, in der die
Römer
[* 5] siegten.
Ariovist entkam über den Rhein in die
Heimat, wo er bald nachher starb. -
Vgl.
Stoffel,
Guerre de César et d'
Arioviste (Par. 1890).