Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/71432

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, im Rahmen der Netzbereinigung zu prüfen, ob die Südumfahrung Bern in das Nationalstrassennetz aufgenommen werden sollte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist richtig, dass die Nationalstrassenabschnitte Muri-Wankdorf-Neufeld-Forsthaus regelmässig überlastet sind. Die Annahme, der Transitverkehr führe zu diesem Missstand, beruht allerdings auf einem Irrtum, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Eine Überprüfung mit dem Instrument "Verkehrsmodellierung im UVEK (VM-UVEK)" hat gezeigt, dass am Querschnitt Wankdorf nur rund 30 Prozent des Verkehrs Transitverkehr ist. Die Überlastung ist also ein Agglomerationsproblem, zu dessen Lösung indessen auch die Nationalstrasse nach Möglichkeit beitragen wird.</p><p>Die Problematik ist sowohl in dem vom Bundesrat am 26. April 2006 genehmigten Sachplan Verkehr (Teilprogramm) als auch im Agglomerationsprogramm Region Bern erkannt und bearbeitet worden. Letzteres hat den Kanton Bern veranlasst, eine Zweckmässigkeitsbeurteilung in Auftrag zu geben, in welcher u. a. aufgezeigt werden soll, welchen Nutzen eine Südumfahrung für die Region Bern und für das Nationalstrassennetz haben würde und ob eine solche Verbindung finanziert werden könnte.</p><p>Der Bundesrat wird, unter Berücksichtigung der genannten Zweckmässigkeitsbeurteilung und von gesamtheitlichen Überlegungen zum Nationalstrassennetz, die allfällige Aufnahme einer Südumfahrung Bern in dieses Netz im Rahmen der kommenden Botschaft zum neuen Netzbeschluss behandeln.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.