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Der FC Barcelona wirbt gerne damit, «més que un club» zu sein. Mehr als nur ein Klub, eine Institution. Aber je länger je mehr wird auch Barça so wie alle anderen Fussballklubs dieser Welt. Seit 2011 laufen die Katalanen nach Jahren des Verzichts darauf mit Werbung auf dem Trikot auf. Nun soll das Namensrecht am Stadion verkauft werden.
300 Millionen Euro soll der Sponsor dafür bezahlen, geplant ist eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Barcelona sei derzeit in Gesprächen mit amerikanischen und asiatischen Firmen, die für das Sponsoring in Frage kommen. Der Name «Camp Nou» soll nicht verschwinden. Es ist vorgesehen, dass es zu einem Doppelnamen des 1957 eröffneten Stadions kommt: «Camp Nou – Sponsor XY».
Das Geld wird für den Umbau des Camp Nou benötigt. Mit diesem wird in einem Jahr begonnen. Unter anderem wird die Kapazität des Stadions von 99'354 auf 105'000 Plätze erhöht. So wird das «Nou Camp Nou» in der Liste der grössten Stadien von Platz 11 auf Platz 4 klettern. Grösser sind dann nur noch das Stadion Erster Mai im nordkoreanischen Pjöngjang (114'100 Plätze) und die Football-Stadien von Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan (107'601) und von State College in Pennsylvania (106'572).
Als der FC Barcelona das Umbau-Projekt für seine Heimstätte vor zwei Jahren vorstellte, hoffte man noch auf eine Fertigstellung im Sommer 2021. «Es wird eine Referenz dafür sein, wie Stadien künftig gebaut werden», kündigte Klubpräsident Josep Maria Bartomeu damals stolz an. Bis anhin war die geforderte Summe für die Namensrechte am Stadion tiefer als die nun im Raum stehenden 300 Millionen Euro. (ram)