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Luftbilder verschiedener Zeitabschnitte eignen sich gut dazu, Veränderungen in der Landschaft kostengünstig und schnell nachzuweisen.
Veränderungen mittels Luftbildvergleichen können zudem früh erkannt werden. Mit der Luftbildanalyse ist es deshalb möglich, ein Frühwarnsystem für die Biotope von nationaler Bedeutung aufzubauen. In diesem Modul werden alle Biotope von nationaler Bedeutung (rund 6’300 Objekte) untersucht. Als Grundlage für die Analyse dienen Stereoluftbilder.
Luftbildinterpretation
In der ersten Periode des Projekts (2012 - 2017) werden die Zustände zu den Zeitpunkten der Inventarisierung (80er und 90er Jahre) und heute erfasst. Die Interpretation erfolgt manuell am 3D-Bildschirm. Für den Zustand der 80er und 90er Jahre verfügen wir über Schwarz-Weiss-Luftbilder. Der heutige Zustand wird dagegen auf Farbinfrarot-Stereobildern interpretiert.
Die Interpretation muss reproduzierbar sein und Veränderungen innerhalb der Objekte müssen lokalisiert werden können. Es wurde deshalb über jedes Objekt ein Raster mit Maschenweite 50x50 m gelegt. Innerhalb jedes Rasterquadrats werden einfache Indikatoren wie z.B. der Deckungsgrad der Gehölze, des offenen Bodens, der Strassen und Bauten in Prozenten geschätzt. Diese lassen Rückschlüsse auf Prozesse wie Nutzungsaufgabe (durch Verbuschung) oder Erosion zu. Die Mittelpunkte der Rasterzellen stimmen mit der Lage der Interpretationspunkte der Arealstatistik Schweiz und des Schweizerischen Landesforstinventars LFI überein.
Automatische Fernerkundungsverfahren
Neben der Interpretation der Luftbilder werden zur Zeit Methoden entwickelt, um möglichst viele Merkmale, die für die Qualität von Biotopen von nationaler Bedeutung wichtig sind, automatisch zu berechnen. Ein Beispiel ist die Verbuschung, die aus den 3D-Luftbildaten mittels Kronenhöhenmodellen berechnet werden.