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Bereits in einem frühen Entwicklungsstadium werden die jungen Apfelsämlinge künstlich mit Schorf im Gewächshaus inokuliert. Diesen Selektionsschritt überleben nur jene Pflanzen, die robust oder resistent gegenüber der Pilzkrankheit sind.
Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen schorfresistenten Apfelsorte ist die Auswahl der Elternsorten für die Kreuzung. Gute Kenntnisse über ihre Robustheit im Feld sowie weitere wichtige Informationen zur Genetik sind dafür unabdingbar. Ist eine monogene Schorfresistenz, die auf einem Resistenzgen beruht, in einem Elternteil vorhanden, kann davon ausgegangen werden, dass die Resistenz an rund 50 % der Nachkommen weitergegeben wird. Kombiniert man zwei resistente Elternsorten kann mit einem Anteil von 75 % resistenter Nachkommen gerechnet werden. Die meisten bekannten monogenen Resistenzen funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Dabei erkennt die Pflanze mit einem auf der Blattoberfläche vorhanden Rezeptor (Schloss) einen chemischen Stoff (Schlüssel) des Pathogens, was zur Einleitung der Abwehrreaktion führt. Jeder Schorftypus verwendet dabei ein anderes Repertoire an Schlüsseln ...
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