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Erreger und Übertragung
Das Dengue-Fieber ist eine virale Erkrankung und wird durch infizierte Stechmücken der Gattung Aedes verbreitet, hauptsächlich durch Aedes aegypti, aber auch durch Aedes albopictus.
Krankheitsbild
Dengue-Fieber tritt meist 4 bis 7 Tage (selten 3 bis 14 Tage) nach dem Stich durch eine infizierte Mücke auf. Eine Infektion verläuft in ca. 40 bis 80 % der Fälle asymptomatisch. Sie kann aber auch ein breites Spektrum an klinischen Erscheinungsbildern hervorrufen: Beim klassischen Dengue-Fieber kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlägen. In seltenen Fällen wird von einer schweren Verlaufsform berichtet - dem Dengue-Hämorrhagischen Fieber beziehungsweise dem Dengue-Schock-Syndrom -, die mitunter zum Tod führt. Die Pathophysiologie dieser Form ist noch nicht vollständig geklärt. Oftmals tritt sie aber nach einer erneuten Infektion mit einem anderen Dengue-Serotypen auf.
Bisher gibt es kein wirksames Medikament, das heisst die Therapie erfolgt symptomatisch. Beschwerden lassen sich nur mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Präparaten lindern, wobei solche, die auf Salizylaten basieren, aufgrund der blutverdünnenden Effekte kontraindiziert sind.
Verbreitung und Häufigkeit
In den letzten Jahren ist die Zahl der Dengue-Fieber-Fälle weltweit enorm gestiegen. Wurde die Krankheit in den 1960er-Jahren nur bei 10‘000 bis 20‘000 Personen jährlich registriert, sind es momentan ca. 50 bis 100 Mio. Fälle pro Jahr. Rund 50% der Weltbevölkerung leben gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Risikogebiet. Doch nicht nur die Fallzahlen haben zugenommen, sondern auch die geografische Ausbreitung, so etwa jüngst in die USA und nach China und Japan. In Europa ist es ebenfalls bereits zu einzelnen Übertragungen gekommen (z. B. in Kroatien, in Frankreich und auf Madeira).
Die weltweite Zunahme widerspiegelt sich in den in der Schweiz registrierten Fällen bei gereisten Personen. Im Inland hat bis anhin noch keine Übertragung stattgefunden. Jedoch breiten sich nach Europa eingeschleppte Aedes-Mücken auch in der Schweiz aus. Die asiatische Tigermücke hat sich hierzulande bereits in mehreren Regionen etablieren können. Auch die asiatische Buschmücke, Aedes japonicus, hat sich regional etabliert. Diese Mückenart kann unter Laborbedingungen ebenfalls Dengue übertragen. Somit besteht in der Schweiz ein grundsätzliches Risiko für eine Dengue-Übertragung, doch dieses ist sehr gering und nur unter bestimmten Bedingungen gegeben. Dazu müssten zum Beispiel die Mücken das Virus bei einem mit Dengue infizierten Reiserückkehrer aufnehmen.
Vorbeugung
Ein Erkrankungsrisiko besteht an Orten, an welchen das Dengue-Fieber vorkommt. Die einzige präventive Massnahme bei Reisen in betroffene Länder ist gegenwärtig der Schutz vor Mückenstichen. Es empfiehlt sich, langärmelige, mit Insektiziden behandelte weite Kleider zu tragen, tagsüber und abends ein Mückenschutzmittel aufzutragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Weitere Informationen zur weltweiten Verbreitung und Vorbeugung der Krankheit erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin oder einem Facharzt/einer Fachärztin für Reisemedizin (siehe Safetravel).