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Jonas Soldini (CA Rosé), dem beim Weltcup-Final in Davos Klosters bereits im Staffelrennen ein Exploit gelang, lieferte am Montag mit seinem 19. Rang im Langdistanz-Weltcuplauf ein weiteres Topresultat.
Der Weltcup-Final in Davos Klosters, der am Schweizer Fernsehen live übertragen wurde, galt als eine Art Hauptprobe für die WM in Flims Laax im Juli 2023. Dass die Schweizer OL-Läuferinnen und -Läufer für ihre WM in Graubünden bereit sind, zeigten sie bereits am Samstag mit den Goldmedaillen bei den Frauen (Elena Roos, Sabine Hauswirth und Simona Aebersold) und bei den Männern (Daniel Hubmann, Florian Howald und Joey Hadorn). Der Freiburger Jonas Soldini (Team Schweiz 3) verpasste mit Fabian Aebersold und Timo Suter das Podest um knappe 16 Sekunden. Mit einem starken Lauf und der viertbesten Zeit auf der zweiten Strecke schaffte es Soldini sogar, 24 Sekunden vor Howald einzulaufen. Schlussläufer Suter wurde dann aber wie die weiteren fünf ersten Läufer vom entfesselten Hadorn eingeholt und abgehängt. Im Langdistanz-Weltcuprennen vom Montag lag Soldini nach 53 Minuten am 17. Posten mit fünf Minuten Rückstand auf Daniel Hubmann auf dem 26. Zwischenrang. In der zweiten Laufhälfte lief er praktisch zeitgleich mit dem Weltcupsieger und schob sich noch in die ersten 20 Ränge mit 40 Sekunden Rückstand auf Gustav Bergman, dem Gesamtweltcupsieger von 2019.
Freiburger mischen mit
Der nationale OL (Langstreckenlauf) vom Samstag fand wie der Weltcup-Staffellauf auf der Alp Madrisa oberhalb der Baumgrenze zwischen 1700 und 2000 Metern über Meer statt. In leichtem Schneegestöber wurden die Läuferinnen und Läufer im steilen, alpinen Gelände sowohl technisch wie auch physisch gefordert. Mit je einem dritten Rang gelang es Matthieu Bührer (CA Rosé) bei den H16 und seiner Clubkollegin Loriane Schafer bei den DAM aufs Podest zu steigen. Mit neun weiteren Top-10-Klassierungen zeigten die Freiburger OL-Läuferinnen und -Läufer, dass sie mit dem anspruchsvollen alpinen Gelände gut zurechtkommen.
Bührer Vierter in der Elite
In der Gesamtwertung in der Kategorie H16 konnte Matthieu Bührer bereits vor drei Wochen nach der Langdistanz-SM mit 214 von möglichen 215 Punkten nicht mehr eingeholt werden – und so konnte er sich als Belohnung die Teilnahme am 12. Nationalen OL im technisch anspruchsvollen Drussetschawald in der Elite gönnen. Am drittletzten Posten lag Bührer noch mit sechs Sekunden Rückstand auf seinen Clubkollegen Térence Risse auf dem achten Rang und konnte in den letzten zwei Laufminuten sein Tempo noch so steigern, dass es ihm schliesslich auf den vierten Platz reichte. Trotz der leichteren Konkurrenz wegen der Teilnahme der besten Schweizer am Weltcup-Final bedeutet für den 16-jährigen Freiburger OL-Läufer der vierte Rang in der Elite eine Minute hinter dem mehrfachen WM-Teilnehmer Andreas Kyburz eine kleine Sensation.
Nach einem vierten Rang bei den H18 in der Langdistanz vom Vortag gelang Elias Schafer im Mitteldistanz-OL ein fehlerfreier Lauf, mit dem er sich mit einer Minute Vorsprung auf die Konkurrenz den Sieg holte.
Junior European Cup: Nagels mit soliden Leistungen
Gleichzeitig mit dem OL-Weltcupfinal in Davos Klosters wurde im deutschen Blankenburg im Harz der Junior European Cup (JEC) durchgeführt. Der Murtner Florian Nagel, der sich im August über die Selektionsläufe im Schweizer Team für seinen ersten internationalen Einsatz qualifizieren konnte, reiste mit der Schweizer Delegation ins Harzgebirge, während sein Zwillingsbruder, der verletzungshalber nicht an den Selektionsläufen teilnehmen konnte, vom deutschen Team aufgeboten wurde. Mit einem 21. Rang von 69 Teilnehmern gelang Tobias Nagel im Sprint-OL vom Samstag ein guter Start. Florian Nagel lag mit lediglich fünf Sekunden Rückstand zwei Ränge hinter ihm. Im Langdistanz-OL vom Sonntag konnten dann beide ihre technischen Qualitäten im abwechslungsreichen Harzgebirge unter Beweis stellen. In der Hälfte des Rennens lag Tobias Nagel bereits vier Minuten hinter dem Sieger Wilmer Selin (SWE) und konnte dann mit einer konstanten Aufholjagd mit dem Tempo des Siegers mithalten und verpasste schliesslich mit seinem sehr guten 12. Rang und dem besten Resultat im deutschen Team knapp eine Top-Ten-Platzierung. Florian Nagel, den nach 59 Minuten Laufzeit nur 14 Sekunden von seinem Zwillingsbruder trennten, beendete sein Rennen mit dem soliden 14. Rang.