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Zehn Piraten haben auf einer einsamen Insel einen Schatz von 100 Goldstücken gefunden, den sie nun untereinander aufteilen möchten. Eine Gleichverteilung von je 10 Goldstücken empfinden die Seeleute nicht als gerecht, war doch jeder in unterschiedlichem Mass am Fund beteiligt - vom Kartenräuber über den Kartendeuter, den Navigator und die Schaufelmänner bis zum Smutje, der von der Sache gar nichts wissen wollte.
Sie einigen sich auf folgendes Verteilungsverfahren: Erst zieht jeder ein Los, wobei die Lose mit den Nummern 1 bis 10 beschriftet sind.
Der Seemann mit der Nummer 1 hat das Vorrecht, als erster eine ihm beliebige Verteilung der 100 Goldstücke unter den zehn
Piraten vorzuschlagen. Über den Vorschlag wird abgestimmt. Wird er mehrheitlich
angenommen, ist das Prozedere beendet, und das Gold wird entsprechend verteilt.
Wird er aber abgelehnt, wird der unglückliche Vorschlagende über Bord geworfen (die Gewässer sind ziemlich haiverseucht). Nun darf die Nummer 2 einen Verteilungsschlüssel vorlegen, mit denselben Konsequenzen. Und so fort, bis eben mal ein Vorschlag angenommen wird.
Das wird allerspätestens dann der Fall sein, wenn sich die Nummer 10 allein an Bord befindet und den gesamten Schatz einkassiert - wir nehmen doch an, dass der Vorschlagende selber jeweils seinem Vorschlag zustimmt und nicht den Freitod sucht.
Mehr noch sei über die Piraten verraten:
Frage: Wie viele Goldstücke kann die Nummer 1 für sich beanspruchen - und dabei dank mehrheitlicher Zustimmung überleben?
PS: Wie verhält sich die Sache, wenn die Piraten blutrünstig sind (und einen Vorschlag auch ablehnen, wenn sie später nochmals mit gleichvielen Goldstücken rechnen können)?