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Alkohol und Sport: Dass Alkohol und Sport kein gutes Gespann ist, weisst du sicher. Aber wie sieht es aus, wenn du nach einem Training Alkohol trinkst? Oder am Tag vor dem Wettkampf?
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Paracelsus, deutscher Arzt (1493 – 1541)
Alkohol und Sport
Alkohol in zu grossen Mengen ist Gift – und macht abhängig. Aber nach einem erfolgreichen Wettkampf am Abend beim Essen ein gutes Tröpfchen Rot- oder Weisswein zum Feiern? Mach ich auf jeden Fall immer. Ob mein Lauf erfolgreich war oder nicht. Als eigenes Dankeschön an die Wochen der Entbehrungen, des Trainings – und dem öfteren Verzicht auf Alkohol.
Ein Glas Rotwein pro Tag soll den Blutdruck senken können. Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Früchten kann das aber auch. Aber ganz ehrlich: Zu einem Teller Pasta ein Gläschen Rotwein ist einfach sinnlicher als nur Gemüse und Früchte essen, oder?
Wirkungen des Alkohols auf deinen Körper
Gleich nach der Einnahme des Alkohols gelangt ein kleiner Teil direkt über die Mundschleimhaut ins Blut. Ein weiterer Teil folgt über den Magen, der grösste Teil über den Darm nach.
Alkohol entwässert und fördert die Wasserausscheidung über die Nieren. Das kann bei erhöhtem Konsum deinen Mineralhaushalt ganz schön durcheinander bringen.
Wenn du Alkohol in den Stunden nach einer intensiven Laufeinheit (Training oder Wettkampf) zu dir nimmst, verzögert sich die Regeneration deines Körpers. Das Speichern von Glykogen wird ebenfalls reduziert.
Alkohol kann dein Immunsystem stören und dich anfälliger für Infekte machen. Zudem kühlt Alkohol den Körper – entgegen der Meinung vieler – aus: Die feinen Blutgefässe erweitern sich und du spürst an den Händen und im Gesicht zuerst eine wohlige Wärme. Diese Wärme zieht der Körper aber aus den inneren Organen ab. Da durch den Alkohol die natürliche Regulation des Wärmehaushaltes gestört ist, bleiben die Gefässe unter der Haut auch erweitert, wenn der Körper wegen der verlorenen Wärme eigentlich das Gegenteil veranlassen würde. Dein Körper kühlt aus.
Alkohol führt zu einem oberflächlicheren Schlaf. Durch den schlechteren Schlafrhythmus und die schlechtere Schlafqualität kann dein Körper sich nicht gleich gut regenerieren.
Mit Alkohol im Blut Sport treiben
Ich hoffe, dass du nicht auf die Idee kommst, mit Alkohol oder Schmerzmitteln zu trainieren. Es gibt zwar kulinarische Wein- und Bierläufe, aber die Idee – so lustig es auch sein mag – einen Lauf mit steigendem Alkoholpegel zu absolvieren, finde ich nicht prickelnd. Schon eine kleine Menge Alkohol kann deine Leistungsfähigkeit reduzieren, verlangsamt deine Reaktionsfähigkeit und Koordination und verschlechtert das Gleichgewicht. Das Verletzungsrisiko ist deutlich erhöht. Kurz in der Feier des Gefechtes nicht aufgepasst – und du knickst mit dem Fuss unglücklich um. Die Laufsaison ist gelaufen…
Alkohol am Vorabend einer intensiven Trainingseinheit führt dazu, dass deine Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein wird. Hier kommt es natürlich auf die Menge an und ob du den Alkohol mit dem Essen konsumierst oder ohne. Ein Bier sollte kein Problem sein – ich meide aber vor Wettkämpfen und intensiven Trainingseinheiten Alkohol.
Alkohol in der Tapering-Phase
In den letzten Tagen vor deinem Wettkampf – der Taperingphase – würde ich auf Alkohol ganz verzichten. Allenfalls mal ein Bierchen. Am Tag vor dem Wettkampf – und natürlich auch am Wettkampftag vor dem Lauf – kein Alkohol. Ich trinke in den letzten vier Tagen vor dem Wettkampf gar keinen Alkohol mehr und freue mich umso mehr auf das Bier danach…
Alkoholfreies Bier ist isotonisch, enthält aber immer noch kleine Mengen – bis zu 0.5% – an Alkohol. Aber diese „Spuren“ werden wohl an uns vorübergehen…
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