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König von Israel, Sohn Davids von der Bathseba und dessen Nachfolger
auf dem Thron,
[* 3] regierte von 993 bis 953 v. Chr. Seine 40jährige Regierung ist durch Beförderung des Handels, der Künste und
Gewerbe ausgezeichnet; doch ist nicht zu verkennen, daß alles dieses weniger die Wohlfahrt des Volkes als den Glanz und die
Pracht seines Hofs bezweckte. Auch vollzog sich unter S. die Umwandlung des alten patriarchalischen Königtums
in eine orientalische Despotie. Um seinem Haus auch nach außen hin förderliche Verbindungen zu sichern, vermählte er sich
mit einer ägyptischen Prinzessin.
Sein denkwürdigstes volkstümliches Werk aber war der Tempelbau auf dem BergMoria, den er im vierten Jahr seiner Regierung
begann und binnen sieben Jahren vollendete (s. Tempel).
[* 4] Diesem Tempelbau schloß sich die Errichtung noch
andrer großartiger Bauten, namentlich eines herrlichen Palastes auf Zion, an. Auch legte er große Magazine an, befestigte
Jerusalem
[* 5] und andre Städte, machte aber auch die Überreste kanaanitischer Stämme zinspflichtig und stand durch regelmäßig
erhobene Steuern wie durch die Tribute und Ehrengeschenke, welche Verbündete und Nachbarfürsten ihm darbrachten,
im Genuß reicher Einkünfte.
Rätseln mit S. einzugehen. Weichlichem, luxuriösem Leben hingegeben, scheute S. den Krieg dermaßen, daß er sich seines
stattlichen Heers kaum jemals bediente. Gegen das Ende seines Lebens ließ er sich durch die ausländischen Frauen seines Harems
zur Begünstigung fremder Kulte verleiten. Der Abgabendruck legte den Grund zur Unzufriedenheit und zur
Teilung des Reichs, die nach seinem Tod unter Rehabeam erfolgte. Die S. nachgerühmte »Weisheit«, d. h. seine Gabe, viel, gut und
witzig zu sprechen, war die Veranlassung, daß er in der hebräischen Litteraturgeschichte als Schöpfer der lehrhaften Dichtung
erscheint.