Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/875

Wichtige Zahlen
- Behandlungsbeginn circa 5 Jahre nach dem Auftreten der Spielprobleme
Spielsüchtige beginnen circa 5 Jahre nach dem Auftreten der Spielprobleme mit einer Therapie. Während dieser Latenzzeit werden die finanziellen, sozialen und gesundheitlichen Folgen gravierend, denn die Spieler geraten schnell in eine Spirale, aus der sie nicht mehr entkommen können, auch wenn sie glauben, ihre Situation unter Kontrolle zu haben.
- 21 Casinos in der Schweiz und mehr als 46'000 ausgeschlossene Personen
Das Glücksspielangebot in der Schweiz ist in den letzten Jahren immer grösser geworden, namentlich seit der Einführung der Casinos im Jahr 2000. Es gibt 21 aktive Casinos und auch die Zahl und die Vielfalt der Lotteriespiele steigt. Diese Tatsachen haben die Behörden dazu bewegt, Gesetze und Vorschriften zu erlassen (Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken 1999 und interkantonale Vereinbarung über die Lotterien und Wetten im Jahr 2006). Die Westschweizer Kantone haben beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und ein interkantonales Programm gegen Spielsucht (programme intercantonal de lutte contre la dépendance au jeu, PILDJ) ins Leben zu rufen. Das Mandat wurde dem Groupement Romand des Études sur les Addictions (GREA) anvertraut.
- Die sozialen Kosten in Verbindung mit Spielsucht liegen zwischen 551 und 648 Millionen Schweizer Franken pro Jahr
Es handelt sich um zusätzliche Gesundheitskosten, Produktionsausfallkosten und Kosten im Zusammenhang mit dem gesundheitsbedingten Verlust von Lebensqualität. Die sozialen Kosten pro spielsüchtiger Person und pro Jahr liegen zwischen 15'000 und 17'000 Franken.