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Die Einweihung des Wasserkraftprojekts Kishanganga durch den indischen Premierminister Narendra Modi am 19. Mai 2018 erfüllt uns mit grossem Stolz und grosser Freude. Zu verdanken haben wir diesen Erfolg dem grossen Engagement des Kishanganga-Teams von HCC unter der Leitung von A. I. Benny.
HCC ist bekannt dafür, komplexe Infrastrukturprojekte umzusetzen; im Ausbau der Infrastruktur Indiens hat das Unternehmen mehrere Meilensteine gesetzt. Dieser Tatsache trug auch der Premierminister Rechnung: Er bezeichnete das Projekt als «ein Wunder der Ingenieurskunst».
Über Twitter liess @narendramodi am 19. Mai die Öffentlichkeit Folgendes wissen: «Es ist eine grosse Ehre, das Wasserkraftwerk Kishanganga der Nation zu widmen. Dank diesem Projekt kann der Energiebedarf von Jammu und Kaschmir abgedeckt werden. Mein Kompliment an alle, die an ihm mitgewirkt haben.»
Dieses Grossprojekt im Wert von 40 028 Millionen Rupien stellt den ersten Zuschlag auf Engineering-Procurement-Construction-Basis (EPC) seitens des Wasserkraftwerkbetreibers NHPC an HCC dar. HCC war in den gesamten Projektlebenszyklus eingebunden, vom Entwurf bis zur Errichtung und Inbetriebnahme. Die Bauarbeiten wurden im Januar 2009 an drei Fronten aufgenommen – Druckstollen, Maschinenhaus und Belüftungskanal.
Angesichts des von Pakistan im Jahr 2010 vor dem Ständigen Schiedshof in Den Haag angestrengten Verfahrens zur Frage, ob das geplante Kishanganga-Wasserkraftwerk gegen den Indus-Wasservertrag verstosse, hing der Erfolg des Projekts von seinem möglichst raschen Abschluss ab. Am 20. Dezember 2013 fällte der Ständige Schiedshof seinen definitiven Entscheid und sprach Indien unmissverständlich das Recht zu, den Bau des Kishanganga-Damms im Gliedstaat Jammu und Kaschmir fortzusetzen.
Das Team von HCC setzte mit dem ersten erfolgreichen Einsatz einer Tunnelbohrmaschine in der Himalaya-Region einen Weltrekord. Mit dem «längsten Tunnelvortrieb innert eines Monats» von 816 Metern im November 2012 gelang ihm zudem ein landesweiter Rekord. Der 23 km lange Druckstollen wurde im geologisch ungünstigen Gelände der Himalaya-Bergkette in einer Tiefe von 1,5 km erbaut. Das Team überwand die Herausforderungen durch akribische Planung und den Einsatz von effizienten Stützsystemen und die Verwendung von Einpressmörtel.
Unser Team hatte zudem harte Winter mit Temperaturen von bis zu -25° Celsius zu ertragen. Die Arbeit an der Dammwand und den drei Hochwasserentlastungsanlagen erfolgte unter Einsatz von Planen und Heizstrahlern. Wegen der frostigen Temperaturen im Baugebiet musste das Wasser zunächst auf 50° erhitzt werden, um den Beton für die Dammwand bei 10° giessen zu können.
Zudem war die Baustelle lawinengefährdet und mehr als einmal mussten Mitarbeitende aus dem abgeschiedenen Gurez-Tal ausgeflogen und medizinisch behandelt werden. Im Jahr 2016 schlugen mehrere, von der pakistanischen Armee abgefeuerte Geschosse in der Nähe des Damms ein. Die Tatsache, dass das Team dieses Projekt entlang der Grenz- und Kontrolllinie fristgerecht abschliessen konnte, ist Ausdruck seines grossen Know-hows und Engagements.
Wir danken allen Mitgliedern des Kishanganga-Teams und unseren Partnern/assoziierten Unternehmen für ihre Beiträge zum Erfolg des Projekts und sehen dem Bau weiterer HCC-Wunderwerke für unser Land mit Freude entgegen.