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Uruguay | Canelones | Schlachthof Clay | Pferdefleischimport
Es ist ein stürmischer Tag mit starkem Regen und heftigem Wind. Als wir am Mittag beim Schlachthof Clay ankommen, stellen wir sofort fest, dass es für die Pferde immer noch keinen Witterungsschutz gibt. Die ehemaligen Unterstände sind kaputt, ihre Stoffdächer komplett abgerissen. Die Pferde sind vom starken Regen völlig durchnässt. Sie stehen in einer Schutzstellung da, das Hinterteil dem Wind zugekehrt. In einem der Paddocks gibt es einen Baum, der ein paar Pferden ein wenig Schutz vor Wind und Regen bietet. Wir beobachten, dass drei Pferde im Windschatten des Baumes stehen, doch nach einer Weile beisst das dominante Pferd das unterwürfige und jagt es fort.
Oktober ist der regenreichste Monat in Uruguay und die Paddocks sind nun viel grüner als bei unserem letzten Besuch im März 2015. Aufgrund des häufigen Regens ist der Boden sehr matschig und in den meisten Paddocks haben sich grosse Pfützen gebildet.
Insgesamt sehen wir ca. 50 bis 60 Pferde beim Schlachthof Clay. Wir entdecken eine dünne Stute, die lahmt. Ihr rechtes Hinterbein ist geschwollen. Andere Pferde sind ebenfalls dünn und ihre Hüftknochen und Rippen deutlich zu sehen. Auf der Weide hinter dem Schlachthof beobachten wir drei Pferde, die grosse weisse Nummern auf die Rücken gemalt haben, vermutlich von einer Auktion. Der Fuchs hat ein stark angeschwollenes Karpalgelenk am rechten Vorderbein. Geschwollene Gelenke können schmerzhaft sein und auf verschiedene Beschwerden hinweisen wie z.B. Arthritis, Verletzungen, Infektionen und Knochenbrüche.