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Wenn man Windsurfer ist, Snowboard fährt und Wakeboard, konnte man förmlich darauf warten, dass einer auf die Idee kam, das Brett mit einem Drachen, modern Kite, zu ziehen. Ich glaube, dass Jim Drake das Windsurfen erfunden hat und Bruno Legaignoux das Kite Surfen, - egal wie die Patente sind, egal, wer heute den Markt beherrscht.
Als ich 1995 in Barbados zum Windsurfen war, sah ich wie der Leiter der Mistral Station in Silver Sands mit einem Drachen surfte (http://clubmistralbarbados.com/club_mistral_silversands.htm).
Sofort war mir klar, das dies der letzte Sport sein würde, den ich noch lernen wollte: die alte Sehnsucht des Menschen vom Fliegen und über das Wasser gehen war hier erfüllt. Obwohl er keine Lizenz zum Unterrichten hatte, gab er meinem Drängen nach 5 Tagen nach und ich erhielt sozusagen heimlich den ersten Unterricht im Kite Surfen. Am Nachmittag des ersten Tages stand ich auf dem Brett, noch unsicher, aber ein herrliches Gefühl, welches ich niemals vergessen werde. Ich ahnte schon das große Erlebnis der kommenden Zeit. Dann ging es aber langsamer. Den nächsten Kurs belegt ich bei Fil d`air in Méze (http://www.fildair.com ), einer exzellenten Schule (wenn man französisch spricht). Ich kann nur jedem empfehlen, dort den ersten Kurs zu belegen, die Lehrer und ihre Methoden sind hervorragend.
Trotzdem hatte ich in den folgenden Jahren nie die Zeit, richtig zu trainieren, - und das sei hier gesagt: Kitesurfen lernt man nur mit intensivem Training und nicht, wenn man immer mal ein oder ein paar tage übt, vor allem nicht, wenn man glaubt diesen „Extremsport“ ohne Schule lernen zu sollen., Es gibt ernste Unfälle inzwischen, die den noch jungen Sport schon in Verruf gebracht haben. Diese Unfälle wurden entweder von törichten und geltungssüchtigen Profis, die sich nicht an die Regel hielten (auflandiger Wind) verursacht oder von unkundigen Laien, die Kitesurfen eben nicht als Flugsport begriffen haben und leichtsinnig ohne entsprechende Schulung drauflos surften.
Ich verdanke meinen Lehrern vor mehr als 15 Jahren auf der Insel Isla Margarita, dass ich diesen einmaligen Sport nun habe von Grund auf mit Respekt erlernen können.
3 Wochen lang sind sie bei Flaute, Sturm, Regen und Wellen mit mir täglich aufs
Wasser gegangen (…if you can do it there you do it everywhere…).
Es gibt nur zwei Sportarten, die wahrlich spirituell sind, in denen man wirklich Gott erleben kann, wenn man ihn denn sucht:
- Wellenreiten in den Tubes, alleine mit sich und der Welle, mit der man spricht und in die man sein Leben einbringt . Jede ist anders.
- Bergsteigen alleine in großen Höhen, wo die Luft dünn wird und die Erde ihre Dimension an den Himmel abgibt
Kite Surfen kommt manchmal an solches Erleben heran, wenn man auf der Kante ganz alleine draußen auf dem Meer am Kite hängt und fährt und fährt und wenn man dann abhebt zum Flug, wenn Sekunden unendlich werden, spirituelle Momente, in denen Adrenalin alles um einen herum vergessen lässt, - und schon landet man wieder und es kann wieder beginnen.
Seit vielen Jahren gehe ich nun in die Soma Bay. Ich habe genug 9- 12 Stunden Flüge hinter mir und man braucht ja eigentlich nicht mehr als eine schöne Destination, einen guten Strand und genug Wind,- alles andere ist Kitetourismus,- so sagt man halt ,wenn man ältergeworden ist und vieles genug hatte. Aber Kiten geht "bis in`s hohe Alter".
Ägypten ist etwas ins Zentrum der teroristischen Konflokte gerückt, sodass mir die Entscheidung, dorthin zufliegen Ende 2015 schwer wird.
SUP
1964,- Robby war wohl noch geboren, habe ich zum ersten Mal auf einem flachen Paddelbrett an einem windstillen Tag in Hyères mich hingestellt undmit einem Paddel auf dem Wasser bewegt. Heute ist SUP ein weltweiter Volkssport geworden,- auch dank Robby. Am Bodensee hat es zum Glück keine Wellen, auf Maui 2-5 Meter und 13 Meter Zwischenraum.