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Migrationskommission
Ohne uns kein öV!
«Ohne uns kein öffentlicher Verkehr!», so hiess die Kampagne, die der SEV an der Migrationstagung 2011 lancierte. Mit dieser wollte er der Fremdenfeindlichkeit und andauernden politischen Polemik gegen die Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz entgegentreten.
Giorgio Tuti rief bei dieser Gelegenheit in Erinnerung, dass die Bahntunnel durch Gotthard, Simplon und Lötschberg vor allem von Migrantinnen und Migranten gebaut wurden.
Und er stellte klar: «Der öffentliche Verkehr würde ohne Migrant/innen nicht funktionieren.» Denn öV-Betriebe sind auch wesentlich auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen.
Die Migrationskommission beim SEV hat noch eine relativ junge Geschichte: Ähnlich wie für die Frauen und Jugendlichen wollte der SEV auch für die Ausländerinnen und Ausländer eigene Strukturen schaffen und ihre Integration in der Gewerkschaft verbessern. 1993 setzte die Geschäftsleitung deshalb erstmals eine Arbeitsgruppe für Ausländerfragen ein. 2001 entstand daraus die Ausländerinnen- und Ausländerkommission, die am Kongress 2003 offiziell anerkannt wurde und damit wie die Frauen- und Jugendkommission ebenfalls ein Vertretungsrecht im Verbandsvorstand und am Kongress erhielt.
Elisa Lanthaler