Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/2114

Das Wichtigste in Kürze
- Die CS wurde von Fitch zuletzt mit einem Schuldnerrating «A-» bewertet.
- Doch das könnte sich ändern, warnt die Ratingagentur.
- Die Grossbank müsse die Schwächen in ihrer Risikokontrolle beheben.
Die Ratingagentur Fitch fordert von der Credit Suisse die Stärkung ihrer Risikoüberwachung. Sollte die Grossbank es versäumen, die Schwächen in der Risikokontrolle zu beheben, könnte das derzeitige Rating unter Druck geraten. Dies teilte Fitch am Donnerstag in einer Reaktion auf die Mitte Woche bekanntgewordenen Strafzahlungen wegen des Mosambik-Falls.
Rating mit dem Ausblick «Negativ»
Die Prozesse bei der Vergabe der Mosambik-Kredite im Jahr 2013 zeigten ein Fehlen eines gruppenweiten Risikobewusstseins. Dies hiess es in der Fitch-Mitteilung.
2016 habe die Bank dann auch bei einer Umstrukturierung der Schulden ein ähnliches Fehlen einer gruppenweiten Koordination gezeigt. Fitch hatte zuletzt Ende September das Schuldnerrating «A-» für die Credit Suisse bestätigt, dies allerdings mit dem Ausblick «Negativ».
Credit Suisse arbeiten an Schwächen
Die Einigung mit den Aufsichtsbehörden in den USA, Grossbritannien und der Schweiz könnten Unterstützung für weitere zivilrechtliche Klagen bieten. Dies befürchtet Fitch in der Mitteilung weiter. Mehrere involvierte Parteien, darunter die Regierung von Mosambik, hätten bereits Klagen gegen die CS eingereicht, erinnert die Ratingagentur.
Die CS habe im zweiten Quartal im Nachgang zu den hohen Verlusten mit dem Hedgefonds Archegos begonnen, ihre Schwächen anzugehen. Der neu ernannte «Chief Risk Officer» werde zu einer weiteren Überprüfung der Risikokontrolle, so Fitch. Sowie auch zu einer Stärkung des Risikomanagements.
Die CS hatte im Sommer den früheren Goldman Sachs-Manager David Wildermuth zum neuen CRO ernannt. Er soll seine Funktion im Februar 2022 antreten.