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SDDC ist ein Netzwerk mit Sitz in der Schweiz, das sich für die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die internationale Zusammenarbeit der Schweiz einsetzt.
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Schlüsselbotschaften
Wie kann die Schweiz die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden sicherstellen?
Gebärdensprache DSGS
Ohne Richtlinien keine Priorität. Die Schweiz braucht Richtlinien, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit zu steuern. Die derzeitigen Bemühungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen sind zu wenig umfassend, ad hoc und meist segregierend.
Nichts über uns ohne uns! Die Schweiz muss die volle und aktive Partizipation von Menschen mit Behinderungen auch in der internationalen Zusammenarbeit sicherstellen. Sie muss Massnahmen treffen, die die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen ermöglichen.
Was nicht gezählt wird, zählt auch nicht. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bei der Datenerhebung eine Vorreiterrolle einzunehmen, aber sie erhebt in ihren internationalen Programmen nicht systematisch und aufgeschlüsselt Daten zu Menschen mit Behinderungen.
In humanitären Krisen niemanden zurücklassen. Menschen mit Behinderungen sind in humanitären Krisen überdurchschnittlich stark betroffen. Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre humanitäre Hilfe inklusiv zu gestalten. Es ist aber nicht klar, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommt.
Ohne Budget keine Fortschritte. Die Schweiz muss für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit finanzielle Mittel bereitstellen und sich verpflichten, keine Programme und Dienstleistungen zu finanzieren, die Menschen mit Behinderungen ausgrenzen.
Was ist neu?
Die Schweiz wendet seit 2018 den «OECD DAC Disability Policy Marker» an. Der «Disability Marker» ist ein statistisches Instrument der OECD, mit dem die OECD-Länder beurteilen können, inwieweit ihre Projekte und Programme die Inklusion von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Er gibt zudem einen Überblick darüber, wie viele Mittel für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen eingesetzt werden.
Im Jahr 2019 berücksichtigten 3 % aller Schweizer Entwicklungsprojekte die Inklusion von Menschen mit Behinderungen explizit. Das Factsheet enthält eine Analyse der bisherigen Anwendung des Markers in der Schweiz und gibt einige Empfehlungen, um eine konsistente, umfassende und qualitativ hochwertige Kennzeichnung von Projekten zu gewährleisten.
Das Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) hat im Hinblick auf die bevorstehende Überprüfung der Schweiz am 9. und 10. März 2022 einen Alternativbericht an den UNO-BRK-Ausschuss eingereicht. Der Bericht bietet eine alternative Sichtweise auf die offizielle Antwort der Schweizer Regierung auf die am 25. September 2020 eingereichte List of Issues. Er zeigt auf, wo die Umsetzung der BRK in der internationalen Zusammenarbeit und der humanitären Hilfe der Schweiz noch verbesserungsbedürftig ist.
Der Bericht enthält fünf Empfehlungen für die Abschließenden Bemerkungen, die vom BRK-Ausschuss geprüft werden sollen. Diese Empfehlungen beziehen sich auf die Artikel 6 (Frauen mit Behinderungen), 11 (Risikosituationen und humanitäre Notlagen), 31 (Statistiken und Datenerhebung) und 32 (Internationale Zusammenarbeit) des Übereinkommens.
Das Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) hat eine Roadmap für den Zeitraum 2021 - 2023 entwickelt. Die Roadmap enthält Empfehlungen, wie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in ihrer internationalen Zusammenarbeit die Rechte und Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowohl auf institutioneller Ebene als auch vor Ort umsetzen kann.
Sie enthält 10 konkrete Empfehlungen für die DEZA. Die Roadmap wurde offiziell von der DEZA-Direktorin entgegengenommen und in einer Antwort auf eine parlamentarische Interpellation (August 2021)anerkannt. In dieser bestätigt die DEZA ihr Vorhaben, einen auf der Roadmap basierenden Aktionsplan zu entwickeln.