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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XXVI. (Nr. 44.) An Eleusius, Glorius und die beiden Felix
14.
Offenbar aber müssen wir die lärmenden Volksscharen, die die Sache mehr hindern als fördern, ganz beiseite halten. Um in wahrhaft freundschaftlicher und ruhiger Gesinnung das unternommene große Werk mit der Hilfe des Herrn zu vollenden, sollten wir in irgendeinem nicht allzu großen Landhause zusammenkommen, in dessen Nähe keiner von uns seine Kirche hat. Jedoch sollte das Landhaus sich in gemeinschaftlichem Besitze von Leuten beider Kirchengemeinschaften befinden, wie es bei dem Landhause des Titius der Fall ist. Mag es nun also einen solchen Ort zu Tubursis oder zu Tagaste geben, mag der von uns bezeichnete Ort oder irgendein anderer genehm erscheinen, wir wollen sorgen, daß sowohl die kanonischen Bücher bereit sind als auch die Beweisstücke, die von der einen oder anderen Partei gebraucht werden könnten. Da wollen wir dann mit Hintansetzung aller anderen Dinge, wenn es dem Herrn gefällt, ohne störende Zwischenfälle so viele Tage als nur möglich uns dieser Aufgabe widmen. Jeder von uns wird in seiner Herberge zum Herrn beten, und mit dem Beistande dessen, dem der christliche Frieden vor allem wohlgefällt, werden wir diese so wichtige Sache, die in guter Gesinnung begonnen wurde, in solcher Weise untersuchen, daß sie zum Abschlusse gebracht wird. Vergesset nicht zurückzuschreiben, was eure und des Fortunius Meinung hierüber ist.