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Marc Hirschi sorgt erneut für Aufsehen: Drei Tage nach dem Gewinn der Bronzemedaille im WM-Strassenrennen verblüfft der 22-jährige Berner die Konkurrenten an der Flèche Wallonne mit einem eindrücklichen Sprint auf den letzten Metern.
Lässt alle Konkurrenten hinter sich: der Schweizer Radfahrer Marc Hirschi gewinnt die Rad-Classique Flèche Wallone.
(sda) Marc Hirschi setzte sich nach 202 Kilometern von Herve nach Huy im Bergsprint vor dem Franzosen Benoît Cosnefroy und dem Kanadier Michael Woods durch. Der 22-Jährige vom deutschen Team Sunweb hatte im 1,3 Kilometer langen und durchschnittlich 9,3 Prozent steilen Schlussaufstieg Mur de Huy die besten Beine und liess nebst anderen auch dem Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar keine Chance. Der Slowene beendete das Rennen im 9. Rang.
Hirschi ist erst der zweite Schweizer nach Ferdy Kübler, der die Flèche Wallone gewann. Kübler triumphierte 1951 und 1952 gleich zwei Mal in diesem geschichtsträchtigen Rennen. Hirschi blickt auf eine sehr erfolgreiche Zeit seit dem Neustart der Radsaison im August zurück. Genau vor einem Monat sorgte der U-23-Weltmeister von 2018 mit einem 2. Platz in der 2. Etappe der Tour de France ein erstes Mal für Aufsehen. Mit einem Etappensieg und einem weiteren Podestplatz sicherte sich Hirschi nach drei Wochen die Auszeichnung des kämpferischsten Fahrer der Frankreichrundfahrt.
Mit 22 Jahren gehörte Hirschi am letzten Sonntag im WM-Strassenrennen in Imola bereits zu den Favoriten. Der Ittiger wurde seinem neuen Status gerecht und sicherte sich beim Sieg des Franzosen Julian Alaphilippe die Bronzemedaille. Alaphilippe verzichtete nach seinen Siegen in den letzten zwei Jahren auf eine Teilnahme an der Flèche Wallone, um sich ein wenig mehr Erholung im Hinblick auf die am Sonntag stattfindende Classique Lüttich–Bastogne–Lüttich zu gönnen.