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Mark Twain (Blog vom 20. März 2014) hat einmal eine Erzählung verfasst, die den vielversprechenden Titel Die Million-Pfund-Note (The Million Pound Note) trägt.
Den Angehörigen der britischen upper class wird allgemein ein gewisser Hang zur Exzentrik und eine Leidenschaft für Wetten nachgesagt. Doch diese zwei Brüder schiessen den Vogel ab: Sie wetten, ob ein einfacher, ehrlicher Mann 30 Tage in London überleben könnte, mit keinem weiteren Kapital als einer Banknote im Wert von 1 000 000 (in Worten: einer Million) Pfund. Da kommt der arbeits- und mittellose Amerikaner Henry Adams gerade recht. Er erhält die fragliche Note leihweise mit der Auflage, sie nach 30 Tagen wieder abzuliefern. Eine Million klingt zwar nach viel Geld, aber was fängt man in der Praxis damit an? Erstens handelt es sich im Grunde nur um einen Fetzen Papier und zweitens kann man diesen Fetzen gar nicht ausgeben (wer hat schon genug Wechselgeld?). Doch wie sich herausstellt, ist das auch gar nicht nötig. Der blosse Anblick der Banknote genügt schon, um Henry Kredit zu verschaffen. Wer mit einer Million in der Westentasche herumläuft, der muss natürlich zahlungsfähig sein, das denken zumindest die Besitzer von Hotels, Restaurants und Geschäften aller Art. Wo Henry auftaucht, braucht er bloss seine Note zu zücken, schon fallen die Leute vor Ehrfurcht in Ohnmacht und verkaufen ihm alles, was er will, auf Pump. Auch an der Börse erweist sich der Besitz dieses Papiers als nützlich. Schön und gut, aber wie soll das enden?
John Law (Blog vom 18. Oktober 2018) hätte sich bestimmt sehr für diese Machtdemonstration des Papiergeldes interessiert.