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Who’s Who
Auch unser gesuchter Architekt vollendete im Jahr 1978 ein Bauwerk, eine Museumserweiterung, an welcher er zehn Jahre lang gearbeitet hatte. Als der Bau im Frühling 1978 eröffnet wurde, waren die breite Öffentlichkeit und die Fachkritik begeistert. Etwas anders ging es unserem Architekten, als er vier Jahre später wiederum mit einer Museumserweiterung betraut wurde. Dieser Entwurf löste vor allem bei der lokalen Bevölkerung eine Welle der Empörung aus. Das Projekt wurde zwischen 1985 und 1989 trotz allem realisiert. Und als es eröffnet wurde, herrschte überraschend allgemeine Begeisterung. Die symbolische geometrische Grundform, die heute weltweit bekannt ist, war bei der Fertigstellung auf der Höhe der Zeit. Und nun zurück zu unserem Architekten, über dessen Werdegang wir bis jetzt nichts erzählt haben: Er kam in einer wohlhabenden Familie zu Welt. Seinen ersten Einblick in die Architektur erhielt er in den Dreissigerjahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, wo damals noch sehr konservativ gelehrt wurde. Seine Berufung fand er dann vor allem in der Auseinandersetzung mit den Büchern von Le Corbusier, die er als «meine Bibel» bezeichnete. Nach dem Bachelor-Abschluss blieb er in Amerika, da sich sein Heimatland im Krieg mit den USA befand. Einer seiner wichtigsten Förderer im Hauptstudium, das er mit einem Stipendium in Harvard absolvierte, war Walter Gropius. Da sich sein Heimatland nach dem Zweiten Weltkrieg erneut mit den USA im Krieg befand, entschloss er sich, endgültig in den USA zu bleiben. Seine Bauten als junger angestellter Architekt erhielten oft gute Kritiken, sodass er 1955 sein eigenes Architekturbüro gründete und im gleichen Jahr auch die US-Staatsbürgerschaft erhielt. Sein Baustil blieb zeitlebens in einem erweiteren Sinn der klassischen Moderne verpflichtet.
Numerische Auflösung:
9– 5– 15 – 8
13 – 9 – 14 – 7 16 – 5 – 9