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Die Anagenphase (auch Wachstumsphase genannt) ist eine der drei Phasen des Haarzyklus. Es handelt sich hierbei um die längste Phase, in der sich die meisten Haare befinden. Die Anagenphase dauert (abhängig von der Veranlagung des jeweiligen Individuums) zwei bis sechs Jahre und betrifft etwa 80 bis 90 % der Haare.
Die Veränderung der Haare in der Anagenphase
Die deutsche Bezeichnung der Anagenphase (Wachstumsphase) macht deutlich, was mit den Haaren in dieser Zyklus-Phase passiert: Sie wachsen. Der Grund hierfür ist die permanente Zellproduktion, die dafür sorgt, dass die Haare immer länger werden.
Die Zellteilung während der Anagenphase läuft etwa fünfmal so schnell ab wie bei anderen Zellen. Damit sich die Zellen kontinuierlich teilen und die Haare wachsen, werden sie über die Haarwurzel mit Nährstoffen versorgt.
Wie lang ein Haar maximal wird (beziehungsweise wie lang der Wachstumszyklus dauert), hängt maßgeblich von erblichen Faktoren ab. Unter normalen Umständen wächst das Haar in der Anagenphase pro Tag etwa 0,4 mm. Hochgerechnet auf rund 100.000 Haare, die fast jeder Mensch auf seinem Kopf trägt, macht das täglich 40 Meter Haarwachstum.
Weitere Charakteristika der Anagenphase
Die Anagenphase wird jedoch nicht nur durch das Wachstum der Haare gekennzeichnet. Weitere Charakteristika sind:
- Hohe Aktivität der Haarfollikel
- Haare weisen einen hohen Pigmentgehalt auf und haben deshalb eine besonders „satte“ Farbe.