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«Man muss doch für sein Recht kämpfen, oder? Hätte ich alles einfach akzeptieren sollen? Was wäre dann aus mir geworden?»
Jrma Mohr schlägt einen der drei dicken Ordner auf, die vor ihr auf dem Tisch liegen, und fängt an zu blättern. Es ist die Korrespondenz mit der Invalidenversicherung, der Pensionskasse, der Arbeitslosenkasse, der AHV über die letzten vier Jahre. Verfügungen, Einsprachen, erneute Verfügungen, erneute Einsprachen.
Die 65-Jährige könnte es schön haben, eigentlich. Seit fast zwei Jahren ist sie pensioniert. Sie hat eine helle Wohnung in einem grünen Vorort von Basel. Das Geld reicht, und nach zwei Operationen ist sie wieder leidlich gesund. Doch sie kommt nicht an im neuen Leben, die Vergangenheit holt sie immer wieder ein.