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Für die Höhe der Kinderunterhaltsbeiträge ist die Betreuungsform relevant. Teilt sich ein Elternpaar die Betreuung der Kinder zu je 50%, sind in der Regel keine Kinderunterhaltsbeiträge geschuldet – sofern die Eltern die anfallenden Kinderkosten (Krankenkassenprämien, Kleider, Mobilität, Wohnkosten, Betreuungskosten, Schulkosten etc.) zu gleichen Teilen tragen und ein ähnlich hohes Einkommen erzielen.
Werden die Kinder hauptsächlich durch einen Elternteil betreut und ist dieser Elternteil durch die Betreuung der Kinder in der eigenen Erwerbstätigkeit eingeschränkt, wird neben dem Barbedarf für das Kind (Grundbetrag, Krankenkassenprämien, Mobilität, Wohnkosten, Betreuungskosten, Schulkosten etc.) in der Regel ein Betreuungsunterhalt geschuldet. Dieser Betreuungsunterhalt ist seit dem 1. Januar 2017 aufgrund einer Gesetzesänderung ebenfalls gegenüber dem Kind und nicht gegenüber dem betreuenden Elternteil geschuldet.
Die gesamte Unterhaltshöhe bei Paaren, die verheiratet waren und sich trennen oder scheiden lassen, hat sich durch die Gesetzesänderung kaum verändert. Statt dass der die Kinder betreuende Elternteil aber selbst (nacheheliche) Unterhaltsbeiträge erhält, wird dieser Betrag nach dem neuen Recht in der Regel ganz oder teilweise als Betreuungsunterhalt an das unmündige Kind bezahlt.