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So geschah es Anfang November, als eines Morgens ein Gänsegeier in Nave dos Cordeiros, einem winzigen Algarve-Dorf in der Serra de Caldeirão. landete. Die tierische Attraktion war eine interessante Abwechslung für die Bewohner des kleinen Algarve-Ortes.
Der Präsident der Freguesia widmete dem Geier einen Artikel im Kreisblatt. Der Gyps Fulvus, wie diese Geierart wissenschaftlich bezeichnet wird, wurde liebevoll gefüttert, so dass die Dorfbewohner ihn am Liebsten behalten hätten.
Nach einigen Tagen wurde er von Mitarbeitern der Naturschutzbehörde abgeholt.
Nun stellt sich heraus, dass es sich bei dem „Grifo“, wie der Gänsegeier im portugiesischen Volksmund genannt wird, um keinen Einzelfall handelt. In den vergangenen 2 Monaten wurden ca. 30 Gänsegeier in verschiedenen Städten und Gemeinden gefangen.
Die Tiere befanden sich in der Regel in guter gesundheitlicher Verfassung, nur ausgezehrt und zu schwach für den Überflug nach Nordafrika.
Wenig bekannt ist, dass bestimmte Geierarten, ebenfalls ihren Winter in anderen Gefilden verbringen.
Bei einer so fürsorglichen Behandlung, wie es der, in Nave dos Cordeiros gelandete Geier bekam, könnte sich so mancher Geier vielleicht aber für eine Überwinterung an der Algarve entscheiden.