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Visperterminen ist reich an Kirchen und Kapellen. Jeder Weiler besitzt seine eigene Kapelle. Ein Juwel unter all diesen Kapellen ist die Waldkapelle “Maria Heimsuchung” oberhalb Visperterminen.
Waldkapelle
Das Baujahr 1652 am Sturz des Haupteinganges der heutigen Kapelle belegt das Bestehen dieser Wallfahrtskapelle schon seit Mitte des 17. Jahrhunderts. Im späteren 17. Jahrhundert wurde dann auch der Kapellen-Weg, der zur Waldkapelle führt, erbaut. In den Kapellen wird der freudenreiche und der schmerzhafte Rosenkranz dargestellt.
Zwischen 1730 und 1740 errichtete man 200m nordöstlich der Waldkapelle eine prachtvolle neue Kapelle, von der heute nur noch die Ruine übrig ist. 1756 riss ein Erdbeben bedrohliche Risse und Breschen in die Mauern. Der Hauptaltar in der neuen Kapelle stellte den glorreichen Rosenkranz dar und war somit die Fortführung der Rosenkranzkapellen.
1823 musste der Altar wegen Einsturzgefahr entfernt werden. Dieser Altar steht übrigens heute als Hauptaltar in der Pfarrkirche von Visperterminen. Der alte Kultbau wurde so wieder zur alleinigen Gnadenkapelle.
Fast genau 100 Jahre nach dieser Erdbebenkatastrophe der alten Waldkapelle, wie der Volksmund die Ruine heute nennt, setzte ein Erdbeben 1855 auch der alten (heutigen) Kapelle verheerend zu. Das Gewölbe stürzte ein und begrub zahlreiche Statuen, Gemälde und Exvotos. Im Innern der Kapelle steht auch eine der ältesten noch bespielbaren Orgeln. Das Orgelwerk reicht wohl ins 16. Jahrhundert (evtl. 1563) zurück.
Pfarrkirche Visperterminen
Visperterminen erhielt bereits 1256 sein erstes Gotteshaus. Von der zweiten Kirche weiss man, dass sie am 2. Juli 1686 von Bischof Adrian V. von Riedmatten eingeweiht wurde. Die 3. Kirche, mit zwei Seitenaltären, wurde 1834/35 gebaut.
1962/63 wurde die jetzige Kirche unter der Führung von Pfr. Johann Werlen erstellt. Die heutige Kirche erfuhr 2004 eine grössere Renovation.
Sind Sie an der Visperterminer Kirchengeschichte interessiert? Buchen Sie eine Kirchenführung. Am besten nehmen Sie mit dem Tourismusbüro Kontakt auf unter 027 948 00 48.
Kapellenweg
Orgel
St. Theodul
Bischof ST. THEODUL ist der Kirchenpatron der Pfarrkirche Visperterminen, Patron des Kantons Wallis und des Bistums Sitten (Gedenktag: 16. August)
Der heilige Bischof Theodul (Theodor, Joder) gilt als erster Bischof im Gebiet der heutigen Schweiz und hatte seinen Sitz in Octodurum, dem heutigen Martigny im Kanton Wallis. 381 nahm er nachweislich an der Synode von Aquileja teil. Sein Name steht auch als Unterzeichnung auf einem Brief der Synode von Mailand (389/90) an Papst Siricus. Theodul soll die Gebeine des hl. Mauricius Primicerius und seiner Gefährten aufgefunden und sie in einer ihm zu Ehren errichteten Basilika in Acaunum (St. Maurice) beigesetzt haben.
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