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Es war ein aufsehenerregender Prozess zwischen zwei Frauen von englischen Fussballstars und eine der teuersten Verleumdungsfälle der britischen Geschichte. Der Rechtsstreit zwischen Rebekah Vardy und Coleen Rooney. Am Ende hat Vardy gegen Rooney verloren. Nun soll ein britisches Theaterstück aus dem Prozess entstehen.
Der «Wagatha Christie Fall»
Rebekah Vardy, die Ehefrau von Ex-Stürmer Jamie Vardy, hatte Schadensersatz von der Ehefrau vom ehemaligen Fussballer Wayne Rooney gefordert. Coleen Rooney hatte ihr vorgeworfen, private Geschichten der Klatschpresse erzählt zu haben. Vardy wies das zurück und hatte Rooney wegen Verleumdung verklagt.
Das Londoner Gericht befand, dass Vardys ehemalige Agentin wahrscheinlich die Geschichten über Rooney tatsächlich an eine Boulevardzeitung weitergereicht habe. Die Beweise würden aber eindeutig zeigen, dass Vardy von diesem Verhalten wusste und es billigte.
Rooney hatte ihre Anschuldigungen über soziale Netzwerke öffentlich gemacht. Sie ging mit kriminalistischem Spürsinn vor, um Vardy zu überführen, deshalb war in englischsprachigen Medien die Rede vom «Wagatha-Christie-Fall». Das Wortspiel ergibt sich aus der Abkürzung «Wags» der englischen Begriffe für Spielerfrauen (Wives and Girlfriends) sowie dem Namen der Krimiautorin Agatha Christie, wie der «Spiegel» berichtet hatte.
Ab auf die Bühne
Nun wird der Prozess auf der Theaterbühne nachgespielt. Die Produzentin Eleanor Lloyd erklärt gegenüber «The Guardian», der Wagatha-Christie-Fall habe sie fasziniert. «Ich hatte das Gefühl, dass es sich um ein aussergewöhnliches Beispiel für die Kultur der Prominenz handelt. Normalerweise sind Prominenten- und Verleumdungsprozesse ein wenig düster, und natürlich hatte dies Auswirkungen auf Vardy und Rooney als Einzelpersonen, aber es war schon verrückt, dass es bis zum Obersten Gerichtshof ging», so Lloyd weiter.
«Vardy gegen Rooney: der Wagatha-Christie-Fall» soll für einen einzigen Abend im Herbst zum Leben erweckt werden. Das genaue Datum und der Ort der Aufführung werden noch bekannt gegeben. Gemäss Lloyd sei es eine einmalige Gelegenheit, den Prozess aus der «gediegenen Atmosphäre des Obersten Gerichtshofs in die hellen Lichter des West End» zu bringen.