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Laut einer Prognose des Marktforschers Wikibon, die von 'Datacenterdynamics' aufgegriffen wurde
, werden Harddisks als primäres Speichermedium in Rechenzentren in den nächstem zehn Jahren weitgehend von Flash-basiertem Speicher verdrängt werden. Gemäss Wikibon werden bereits in etwa drei Jahren ungefähr gleich viele Solid-State-Drives für RZ-Speichersysteme ausgeliefert werden wie Harddisks. 2026 soll dann pro Petabyte Flash-Kapazität nur noch ein Terabyte Harddisk-Kapazität verkauft werden.
Harddisks, so glauben die Experten, werden zwar nicht verschwinden, aber hauptsächlich noch für Archivierungszwecke oder die "kalte" Sicherung von Daten
eingesetzt werden. NAND-Flash-Speicher sind deutlich schneller und energieeffizienter als Harddisks. Zudem bieten sie schon jetzt mehr Speicherkapazität auf kleinerem Raum als Harddisks. Da sich die Maximalkapazitäten von Festplatten eher langsamer zu erhöhen scheinen, als die von SSDs, wird sich dieser Unterschied in nächster Zeit wohl weiter vergrössern. Die wichtigste Variable dafür, wie schnell Flash-Systeme Harddisk-basierten Speicher verdrängen, dürfte aber die Entwicklung des Verhältnisses von Preis zu Kapazität sein.
Noch ist Flashspeicher laut der Analyse von Wikibon deutlich teurer als Hardiskspeicher, sowohl für vernetzte Storage Arrays als auch für direkt mit Servern verbundene Speicher (siehe Grafik). Der Unterschied wird aber in den kommenden Jahren schnell kleiner, so dass bei Kaufentscheidungen von Storage-Verantwortlichen immer mehr die anderen Vorteile von Flash entscheiden dürften. (hjm)