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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Nach ihren kräftigen Vortagesverlusten haben sich die Ölpreise am Freitag wieder etwas gefangen. Am Morgen gaben sie im asiatischen Handel zunächst noch leicht nach, legten dann aber zu. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete am frühen Nachmittag 89,80 US-Dollar und damit 21 Cent mehr als am Vortag. Noch stärker stieg der Preis für Brent-Öl. Ein Barrel der Nordseesorte kostete zuletzt 97,21 Dollar und somit 63 Cent mehr als am Tag davor.
Händler verwiesen auf Meldungen von Royal Dutch Shell , wonach die vier am vergangenen Samstag vorübergehend stillgelegten Brentöl-Plattformen in der Nordsee noch für mehrere Wochen geschlossen bleiben dürften.
Am Donnerstag waren die Ölpreise aus Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik in China um rund zwei Dollar gefallen. Auch gestiegene Rohöllagerbestände in den USA hatten auf die Stimmung am Ölmarkt gedrückt. Die Commerzbank schrieb in einer Studie, dass ohne die Schliessung einer grösseren Ölleitung in Alaska, wodurch 2,5 Millionen Barrel Rohöl weniger zur Verfügung gestanden hätten, der Anstieg der Rohölvorräte vermutlich noch stärker ausgefallen wäre.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sank unterdessen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 92,95 Dollar. Das waren 1,04 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./ajx/jha/
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