Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03561.jsonl.gz/839

Faktor “Lernen in Kleingruppen”
Mit Lernen in Kleingruppen ist die Sozialform Gruppenarbeit gemeint. Die Gruppen werden in der Regel spontan gebildet. An die Gruppe wird eine Aufgabe gestellt, welche sie gemeinsam lösen soll. Wenn diese gelöst ist, lösen sich die Gruppen meist wieder auf (vgl. Hattie 2013, S. 113). Lernen in Kleingruppen kann sich hinsichtlich der Art der Gruppenbildung (Gruppenbildungskriterium, z.B. Jahrgang), Art des Lernens in der Gruppe (z.B. strukturiertes kooperatives Lernen vs. informelles gemeinschaftliches Arbeiten) und der Gruppengrösse und -dauer unterscheiden.
Faktor “Interne Differenzierung”
Interne Differenzierung wird so verstanden, dass die Lehrperson innerhalb der Klasse teilweise nach Kriterien (z. B. Leistungsstand, Gruppengrösse/-anzahl) Gruppen bildet. So erfolgt zum Beispiel eine Gruppierung nach Leistungsstand, diese bestehen meist über mehrere Unterrichtswochen. Gruppierungen als Form der Organisation des Unterrichts (z.B. Kleine Gruppen) hingegen bestehen in der Regel für eine kurze Zeitdauer (vgl. Hattie 2013, S. 112).
Was ist nun der Unterschied zwischen dem Faktor „Lernen in Kleingruppen“ und „Gruppierung als Form der Organisation des Unterrichts“?
„Lernen in Kleingruppen“ als Faktor ist eine Unterrichtsmethode in der an die Gruppen eine Aufgabe gestellt wird, die gemeinsam gelöst werden soll (vgl. Hattie 2013, S. 113). „Gruppierung als Form der Organisation des Unterrichts“ als Form der Internen Differenzierung muss nicht zwingend aufgabenbezogen sein; sie bezeichnet eine von der Lehrperson gewählte Sozialform zur Umsetzung verschiedenster möglicher Methoden.
Bei der Internen Differenzierung und dem Lernen in Kleingruppen soll in Gruppen gelernt werden. Bei Lernen in Kleingruppen wird ausserdem stark auf die Aufgabe bzw. die Unterrichtsmethode fokussiert. Interne Differenzierung meint häufig, dass in leistungshomogenen Gruppen gelernt wird.