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Marco Blaauw, Trumpet
Why the trumpet? «I’ve always had in mind the image of a troubadour, spreading the news through music. I wanted to do that too - with my trumpet. An important focus of my work has been to further develop the instrument and its playing technique, and to initiate new repertoire.»
Marco Blaauw has an international career as a soloist, and is a member of Ensemble Musikfabrik in Cologne, Germany. Blaauw works in close collaboration with both the established and younger composers of our time. Many works have been especially written for Blaauw, including compositions by Peter Eötvös, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders and John Zorn. Blaauw worked intensely with Karlheinz Stockhausen. Flying over the orchestra in a gimbaled cage, he played the leading role in Stockhausen’s MICHAELs REISE. He presented the premier of HARMONIES for trumpet for the BBC Proms at the Royal Albert Hall and has premiered many solo roles from the opera cycle LICHT.
In 2015, he started working with La Monte Young and the Theatre of Eternal Music Brass Ensemble on the melodic version of «The Second Dream of the High Tension Line Stepdown Transformer.» In the coming years, he will produce many concerts throughout Europe to continue performing the version for 8 trumpets. Marco Blaauw's work is widely documented through radio, television and CD recordings. He started a series of solo CD’s in 2005, the sixth of which, Angels, was awarded the «Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014.»
Blaauw has been intensely active as a teacher, starting with the Stockhausen Courses, International Darmstadt Summer Courses and Brass Academy, Luzern University of Applied Sciences and Arts, Center for Advanced Musical Studies at Chosen Vale, international master classes and most recently the Stockhausen master’s program at the Royal Conservatory in The Hague.
As a composer, Blaauw was awarded the 2016 Karl Sczuka Prize (support grant) for his first radio play, «deathangel.»
Emilio Guim, Computer und Technologie
Emilio Guim studierte Jazz-Fusion am Musicians Institute in Los Angeles, USA sowie Toningenieur an der Los Angeles Recording School. Sein Bachelor-Studium in Jazz Performance und Komposition hat er an der York University in Toronto, Kanada abgeschlossen. In Luzern absolvierte er den Master Music and Art Performance an der Hochschule Luzern – Musik.
Emilio’s Hauptinstrument ist die elektrische Gitarre. Neben Komposition und Performance interessiert er sich für MaxMSP Programmierung, Sound Design, Freie Improvisation und Musik für Tanztheater. Seine eigenen Stücke wie auch diejenigen von anderen Komponisten konnte er bei verschiedenen Festivals präsentieren, so etwa bei den Donaueschinger Musiktage, KlangBasel Festival, PAM! Festival Uster, Alpentöne International Festival, Freiburg International Dance Festival, 416 Creative Music Festival Toronto, und Ecuador International Jazz Festival. Während seiner bisherigen Laufbahn veröffentlichte Emilio zahlreiche Rock-, Jazz- und Avantgarde Alben. Er hat Musik für Film und Fernsehen geschrieben, ging auf Tournee mit seinen verschiedenen Ensembles wie Ensemble of Nomads (zeitgenössische Musik), Lila Ensemble (improvisierte Musik und Tanz), Lullaby North (Jazz-Fusion), und unterrichtete wahrend fünf Jahren an der Elite Musikakademie in Toronto, Canada.
Melise Mellinger, Violine/Viola
Melise Mellinger studierte von 1978 bis 1983 Violine an der Hochschule für Musik Freiburg bei Professor Wolfgang Marschner sowie von 1984 bis 1986 am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Professor Herman Krebbers. Von 1987 bis 1991 war sie Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.
Seit 1991 ist sie ausschliesslich als Geigerin im ensemble recherche tätig, das sie 1984 mitbegründete.
Mit rund 600 Uraufführungen seit der Gründung 1985 hat das Ensemble die Entwicklung der zeitgenössischen Kammer- und Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet.
Sie ist an der Einspielung von über 50 CDs mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts beteiligt, die mehrfach mit internationalen Preisen, u.a. dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d`Or, ausgezeichnet wurden.
Von 2000 bis 2010 gab sie Kurse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Seit 2004 unterrichtet sie an der Ensemble-Akademie Freiburg.
Ausserdem erteilte sie Instrumentalunterricht und hielt Seminare zur Praxis der Neuen Musik, wie etwa an der Harvard University, Cambridge, Northwestern University Chicago und an den Konservatorien in Lemberg, Kiew, Moskau, Peking, Shanghai, Shenzhen sowie in Mexiko und Südamerika.
Melise Mellinger ist seit dem Sommersemester 2018 Lehrbeauftragte für Neue Musik Hohe Streicher (Violine/Viola) an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Ernesto Molinari, Klarinette/Bläser
Der Schweizer Klarinettist, Ernesto Molinari, wurde 1956 in Lugano geboren. Er studierte Klarinette in Basel und Bassklarinette in Amsterdam und ist ein herausragender und vielseitiger Solist auf jedem Instrument der Klarinettenfamilie. Zahlreiche Kompositionen wurden speziell für ihn geschrieben und seine wagemutigen Interpretationen haben eine neue Generation von Klarinettisten inspiriert. Seine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker führte ihn zu den wichtigsten Festivals in ganz Europa und auf der ganzen Welt. Neben der Interpretation klassischer, romantischer und zeitgenössischer Werke beschäftigt sich Ernesto Molinari mit Jazz und Improvisation. Von 1994 bis 2005 war er Klarinettist im Solisten-Ensemble des Klangforum Wien.
Er ist Professor für Klarinette und Bassklarinette, Kammermusik, zeitgenössische Musik und Improvisation an der Hochschule der Künste in Bern. Seit 2000 ist Molinari Dozent bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt. Er unterrichtet auch bei «Impuls Internationale Ensemble- und Komponistenakademie für zeitgenössische Musik» in Graz, Österreich.
Simon Steen-Andersen, Komposition
Simon Steen-Andersen (b.1976) is a Berlin-based composer, performer and installation artist, working in the field between instrumental music, electronics, video and performance within settings ranging from symphony orchestra and chamber music (with and without multimedia) to stagings, solo performances and installations. The works from the last decade concentrate on integrating concrete elements in the music and emphasizing the physical and choreographic aspects of instrumental performance. The works often include amplified acoustic instruments in combination with sampler, video, simple everyday objects or homemade constructions.
Simon Steen-Andersen received numerous prizes and grants – most recently the Mauricio Kagel Music Prize and the Siemens Composer's' Prize 2017. Works commissioned by ensembles such as ensemble recherche, Neue Vokalsolisten Stuttgart, Ensemble ascolta, JACK Quartet, Ensemble Modern, Oslo Sinfonietta, 2e2m.
Simon Steen-Andersen studied composition with Karl Aage Rasmussen, Mathias Spahlinger, Gabriel Valverde and Bent Sorensen in Aarhus, Freiburg, Buenos Aires and Copenhagen 1998-2006. Since 2008 Simon Steen-Andersen is a lecturer of composition at the Royal Academy of Music in Aarhus, Denmark, in 2013-2014 he was visiting professor at the Norwegian Academy of Music in Oslo and in 2014-16 he was lecturer at the Darmstadt Sommer Courses, in 2017 he was a guest professor at University of the Arts in Berlin.
Stefan Wirth, Klavier
Der Komponist und Pianist Stefan Wirth gehört zu den vielseitigsten Musikern seiner Generation. Er ist als Pianist zeitgenössischer Musik sehr aktiv und spielt als festes Mitglied im Collegium Novum Zürich sowie im Ensemble Contrechamps (Genf). Verschiedentlich hat Stefan Wirth mit Heinz Holliger zusammengearbeitet, so zum Beispiel als Solist beim Orchestra della Svizzera italiana oder bei den Ittinger Pfingstkonzerten. Im Jahr 2013 erarbeitete er mit Pierre Boulez dessen zweite Klaviersonate. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Hadassa Schwimmer am Konservatorium Zürich, Stephen Drury am New England Conservatory, Boston (USA) und Leonard Hokanson an der Indiana University Bloomington (USA).
Stefan Wirth erhielt seine kompositorische Ausbildung vornehmlich in den USA, wo er unter anderem bei Michael Gandolfi und P. Q. Phan studierte. Er erhielt das «Leonard Bernstein Fellowship für die Teilnahme an den Tanglewood Sommerkursen, wo er mit George Benjamin arbeitete. Auch studierte er bei Oliver Knussen und Colin Matthews im Britten–Pears Young Artist Programm in Aldeburgh (England). Seine Werke wurden dreimal in die Grammont Sélection aufgenommen, auf der jeweils die besten Schweizer Uraufführungen eines Jahres vereinigt werden. Ausserdem hat Stefan Wirth als Pianist, Komponist und Arrangeur für verschiedene Musiktheater-Produktionen mit Regisseuren wie Christoph Marthaler und Frank Castorf zusammengearbeitet.
Donatienne Michel-Dansac, Gesang
Sie wurde in Frankreich geboren und begann mit sieben Jahren Klavier und Geige zu lernen. Mit 19 gehörte sie der Gesangsklasse des Pariser CNSMD an. Mit 21 arbeitete sie unter der Leitung von Pierre Boulez. Seitdem nimmt in ihrer Laufbahn die zeitgenössische Musik einen zentralen Stellenwert ein. Seit 1993 arbeitet sie eng mit dem Ircam zusammen; Diese Kooperation fand ihren Niederschlag in einer Reihe von Uraufführungen, an denen sie beteiligt ist. Sie ist die Schöpferin der Mehrheit Georges Aperghis Stimmwerke.
Zusätzlich widmet sie sich dem barocken und klassischen Repertoire, dreht für Filme und erscheint in Theaterstücken.
Sie ist Pädagogin für Gesang, Kammermusik und musikalische Textbehandlung.
Im 2018 und in den kommenden Jahren: Boulez «Marteau sans maître», «pli selon pli»; Grisey «Quatre chants pour franchir le seuil»; Berio «Folksongs»; Saunders «Yes»; «Skin»; Chin «Le silence des sirènes»; Haydn «Die Schöpfung»; Mozart «Cosi fan tutte»; Despina/Grisey «l’icône paradoxale»; Bachs vollständige Kantaten.
Mike Svoboda, Posaune/Blechbläser
Der Posaunist und Komponist Mike Svoboda wurde 1960 auf der Pazifikinsel Guam geboren, wuchs in Chicago auf und kam 1982 nach Abschluss seines Kompositions- und Dirigierstudiums dank eines Kompositionspreises nach Deutschland. Von entscheidender Bedeutung für seinen künstlerischen Weg war die Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen von 1984 bis 1996. Durch den Austausch mit ihm und anderen Komponisten wie Peter Eötvös, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Martin Smolka, Benedict Mason, Wolfgang Rihm und Frank Zappa brachte Svoboda in den vergangenen 30 Jahren mehr als 400 Werke zur Uraufführung. Nach einem fast 20-jährigen Zäsur nahm Mike Svoboda in Jahre 2001 das Komponieren wieder auf. Seither erteilten ihm Orchester und Theater - darunter das Staatstheater Hannover, das Nationaltheater Mannheim, die Staatsoper Stuttgart, der Südwest-Rundfunk, das Lucerne Festival u.a. Kompositionsaufträge. Svobodas Hauptwerke der letzten Jahre sind: «14 Versuche, Wagner lieben zu lernen» (2002), «Musik for Trombone and Orchestra» (2010), «Music for Trombone, Piano and Percussion» (2011), «Luminous Flux» (2014) für 8 Stimmen und Percussion. Seit vielen Jahren arbeitet Svoboda mit dem Dramatiker Manfred Weiß zusammen, der auch das Libretto zu Svobodas Oper «Erwin, das Naturtalent» (2005/07), die Kammeroper «Der unglaubliche Spotz» (2007) und das Musiktheater «Robin Hood - zu gut, um wahr zu sein» (2013) und das Familienkonzert mit Trickfilm «Once Around the World» (2017) geschrieben hat. 2008 wurde Svoboda mit dem Praetorius-Preis des Landes Niedersachsen in der Kategorie «Musikinnovation» ausgezeichnet. Die Jury würdigte in ihrer Begründung, dass Svoboda sich «durch seine Ideen und Konzepte für die Weiterentwicklung der Musik und ihrer Aufführung international verdient gemacht» habe. Seit 2007 ist er zudem Professor für zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel. – www.mikesvoboda.net
Sébastian Jacot, Flöte
Sébastian Jacot, geboren in Genf, begann im Alter von acht Jahren Flöte zu spielen. Seine ersten musikalischen Impulse erhielt er von Dominique Guignard sowie Isabelle Giraud bevor er mit 15 Jahren am “Conservatoire Supérieur de Musique de Genève” in die Klasse von Prof. Jacques Zoon aufgenommen wurde. Dort studierte er bis 2010 und erhielt seinen pädagogischen und musikalischen Abschluss mit Auszeichnung.
Von 2006 bis 2008 war Sébastian Jacot stellvertretender Soloflötist beim Hong Kong Philharmonic Orchestra. Seit 2008 spielt er erste Flöte beim Saito Kinen Festival im japanischen Matsumoto unter Seiji Ozawa und war von 2010 bis 2015 Soloflötist beim Genfer «Ensemble Contrechamps». Seit November 2015 ist er erster Soloflötist des Gewandhausorchesters Leipzig.
Neben Liederabenden und der Leitung von Meisterklassen ist Sébastian Jacot der älteste von sechs Geschwistern einer Musikerfamilie – folglich ein begeisterter Kammermusiker. Daher war er weltweit auf zahlreichen Festivals zu Gast, unter anderem in der Schweiz, Frankreich, Japan, Taiwan, Singapur und Australien.
Im Jahr 2013 gewann Sébastian Jacot den ersten Preis und den Publikumspreis des renommierten internationalen Flötenwettbewerbs in Kobe (Japan). Im folgenden Jahr wiederholte er diesen Erfolg mit dem ersten Preis sowie dem Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks bei der «Carl Nielsen International Flute Competition» im dänischen Odense. Im September 2015 schliesslich wurde er beim 64. Internationalen Wettbewerb der ARD in München mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Asia Ahmetjanova, Korrepetition
Asia Ahmetjanova wurde 1992 in Riga (Lettland) geboren. Sie studierte Klavier bei Ilze Treija und Lelde Paula und Komposition bei Imants Zemzaris an der Emils Darzins Musikschule (1999 – 2010). Weiter setzte sie ihre musikalische Ausbildung an der Estnischen Akademie für Musik und Theater fort. Dort erhielt sie Unterricht im Fach Klavier bei Prof. Aleksandra Juozapenaite-Eesmaa und Cembalo bei Prof. Imbi Tarum. Im September 2012 hat Asia ihr Studium an der Hochschule Luzern – Musik angefangen, wo sie Klavierunterricht bei Konstantin Lifschitz sowie Kompositionsunterricht bei Dieter Ammann und Gastdozierende wie Bernhard Lang, Enno Poppe und Wolfgang Rihm erhielt.
Asia ist eine aktive Interpretin der Musik des 20./21. Jahrhunderts. Als Solistin und Ensemblemitglied hat sie unter anderen unter der Leitung von Paul Mägi, Christian Schumann, Marc Kissószy, Eckard Manke, Andreas Brenner, Alessio Allegrini (mit Human Rights Orchestra), Titus Engel und Bozo Paradzik gespielt. Weitere Impulse für ihr Klavierspiel erhielt sie durch Uga Grants, Florian Hoelscher, Carlos Roqué Alsina (sein Klavierstück no.7 hat sie in Lettland und in der Schweiz uraufgeführt).
Seit 2014 ist Asia festes Mitglied beim Ensemble ö!, als Pianistin hat sie mit Komponisten wie Bernhard Lang, David Sontòn Caflisch, Eugene Birman, Carlos Roqué Alsina, Andreas Brenner, Anna Korsun, Arsen Babajanyan und Emre Sihan Kaleli zusammengearbeitet.