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Unser Enkel wurde ernstlich krank, als er fünf Jahre alt war. Er bekam kaum noch Luft und lief bereits bläulich an. Unsere Tochter fuhr noch in der Nacht zur Notaufnahme. Sie nahm sich in der akuten Situation nicht einmal die Zeit, sich umzuziehen, und fuhr im Schlafanzug ins Spital. Sie blieb noch den ganzen nächsten Tag über im Spital. Erst abends ging sie wieder nach Hause, um sich mit ihrem Ehemann abzuwechseln. Dieser hatte zwischenzeitlich auf die anderen zwei Söhne aufgepasst. Prioritäten können sich sehr plötzlich verschieben.
David hatte das Reich Gottes vor Augen und trachtete danach, dass Gott unter seinem Volk eine Wohnung erhielt. Das schien ihm wichtiger zu sein als sein eigenes Wohlergehen und Haus. Er wollte Gott unter seinem Volk Raum verschaffen. Er sollte der wahre König in Israel sein. Er setzte alles für dieses Ziel ein: Reichtum, Einfluss, Einsatz und Gebet. Wo liegen die Schwerpunkte unserer Interessen?
Jesus sagte den Jüngern mit Blick auf das messianische Reich auf Erden: «Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden» (Mt 6,33).
Im Hinblick auf die Gemeinde aber heisst es: «Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist» (Kol 3,1-2).
Israel ist auf das irdische Reich Gottes ausgerichtet, die Gemeinde auf das himmlische. Aber es geht um das Gleiche: «Sinnen beschreibt die innere Einstellung und Motivation», schreibt William MacDonald.
Ist uns noch bewusst, dass all das Irdische, um das wir uns so mit Herz und Seele kümmern, einmal vergeht, Jesus Christus jedoch in Ewigkeit bleibt? Liegt es uns am Herzen, mitzuarbeiten, zu geben und uns einzusetzen für den Bau von Gottes Reich?