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Einige Tage vor meiner Abreise von London nach dem Haag, sandte ich Ihrem Departement einen Bericht über das jüngst erschienene Buch des früheren englischen Gesandten in Bern, Sir Frederik St. John’s. In dem Literary Supplement der Times vom 29. Dezember vorigen Jahres findet sich nun dieses Buch besprochen, gleichzeitig mit dem Schlussband der Erinnerungen Sir Horace Rumbold’s, der ebenfalls, zu zwei Malen, in Bern war, zuerst als Attaché, dann als Ministerresident.
Rumbold, der seine Carriere als britischer Botschafter in Wien abschloss, erzählt, der Kaiser von Österreich habe gesagt, als er hörte, der damalige König von Sachsen stehe mit seinen Sympathien im südafrikanischen Kriege auf der Seite Grossbritanniens: «Es freut mich; aber ich fürchte, wir sind beinahe die Einzigen!»
An diese Bemerkung schliesst der Recensent der Times an, um mit St. John zu betonen, dass die Antipathie gegen Grossbritannien noch immer auf dem Continent weit verbreitet sei, so namentlich in der Schweiz. Das unpolitische und undankbare Verhalten unserer Presse England gegenüber während des Burenkrieges ist eben jenseits des Canals noch nicht vergessen und es läge in unserem Interesse, das Misstrauen, das damals so unnötigerweise in Grossbritannien gegen die Schweiz erweckt wurde, nach Möglichkeit zu zerstreuen. Ich meinerseits tue in London, was ich kann in dieser Richtung. Die Hauptsache aber wäre, dass unsere in deutscher Sprache erscheinenden Zeitungen, namentlich die Neue Zürcher Zeitung, nicht so ganz kritiklos in deutsches Fahrwasser gerieten, sobald britische Fragen zur Besprechung kommen.