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Autorin: Lucia Nirmala Schmidt
Zahlreiche und umfangreiche Studien zeigen, dass myofasziale Triggerpunkte und das myofasziale Schmerzsyndrom zu den häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen am Bewegungsapparat zählen. Leider wird das in der klassischen Schulmedizin und Schmerztherapie immer noch selten erkannt. Vielfach werden bei Missempfindungen und Schmerzen in Händen, Handgelenken und Fingern fälschlicherweise Arthrose, rheumatoide Arthritis, Karpaltunnelsyndrom oder Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert, obwohl Triggerpunkte und das myofasziale Schmerzsyndrom die wahre Ursache sind.
Die häufigste Ursache von Missempfindungen ist ein verklebtes, verspanntes Bindegewebe an Unterarmen, Händen und Handgelenken, welches das Gleitverhalten der verschiedenen Gewebe (Haut, Unterhaut, Muskeln, Sehnen, Nerven) gegeneinander verhindert. Verschiedene Gewebeschichten, die normalerweise gegeneinander verschiebbar sind, um geschmeidige Bewegung zu ermöglichen, beginnen mehr und mehr miteinander zu verkleben.
Schmerzen und Steifigkeit in den Handgelenken können gelindert werden, wenn man gezielt auf die Faszien einwirkt – was mit Faszien Yoga gut geht. Denn durch das Lösen der myofaszialen Verklebungen im Unterarm können Hand und Handgelenk ihre natürliche Kraft und Beweglichkeit wieder voll entfalten.
Eine Übungsserie zur Entspannung der Handgelenke und Hände findet sich in der aktuellen Ausgabe 1/22.