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Plazentakomplikationen
Einige Komplikationen unter der Geburt werden durch die Plazenta verursacht und können sowohl für die Mutter als auch für das Baby sehr gefährlich werden.
Wenn die Plazenta im unteren Teil der Gebärmutter (Placenta praevia) neben (=tiefliegend) oder über (=vorliegend) dem Muttermund liegt und somit dem Baby den Ausgang versperrt, ist ein Kaiserschnitt nicht zu umgehen, da ansonsten die Kontraktionen der Gebärmutter und die Erweiterung des Muttermundes zu starken Plazentablutungen führen können. Diese massiven Blutungen können für die Mutter lebensbedrohlich werden. Das Risiko für das Baby ist in solch einem Fall eher gering, ausser wenn die Mutter extrem viel Blut verliert oder das Baby vorzeitig geholt werden muss.
Bei einer vorzeitigen Plazentalösung (auch Abruptio placentae oder Ablatio placentae) löst sich die Plazenta noch vor der Geburt des Kindes grossflächig von der Gebärmutterwand ab. Es wird ebenfalls ein Kaiserschnitt durchgeführt, da das Baby sonst in eine Sauerstoffmangelversorgung geraten könnte.
Eine weitere Komplikation kann in der Nachgeburtsphase auftreten, wenn die Plazenta sich nur teilweise oder gar nicht von der Gebärmutterwand löst (eingewachsene Plazenta, Placenta accreta). Wegen der grossen Blutungsgefahr muss umgehend eine manuelle Nachtastung oder eine operative Lösung durchgeführt werden.
Letzte Aktualisierung: 04.2016, BH