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"Was Sie in letzter Zeit sehen, ist weniger Aktivität, weniger Transaktionen, definitiv weniger Volumen", sagt Thiam auf die Frage von Bloomberg TV, wie sich die Kunden im Umfeld der derzeitigen Handelsspannungen verhielten.
Im Juli und August hätten sich die Kunden insgesamt etwas vorsichtiger gezeigt, zudem hätten sie angesichts anziehender Zinsen auch Schulden abgebaut, sagt Thiam. Die ausländischen Direktinvestitionen seien im Gegensatz zu den taktischen Anlageentscheidungen allerdings relativ stabil geblieben.
In der Vorsicht der Kunden wittert der Credit-Suisse-Chef weiter auch Chancen. Die Grossbank habe etwa davon profitiert, mehr Absicherungen zu verkaufen. "Wir haben ein gutes Level an Aktivitäten, wir machen nur andere Dinge", sagt er.
Thiam bleibt für die Wirtschaft optimistisch
Insgesamt zeigt sich Thiam trotz des Handelskonflikts der USA mit Partnern wie der EU, China oder Kanada optimistisch. "Die Wirtschaft ist derzeit global sehr stark unterwegs." Die Handelsspannungen würden sich zwar auswirken, aber "marginal".
Ein Risiko für die Wirtschaft und das Geschäft sei aber, dass die Konsumenten- und Investitionsstimmung getrübt werden könnte. Letztlich aber würden die Akteure Lösungen finden und der Handel florieren. "Die Trends, die den Handel fördern, sind sehr real und nicht zu stoppen", sagte Thiam. Zudem wolle niemand, dass der Konflikt einen negativen Ausgang nehme. Er glaube daher nicht an die Untergangsszenarien, so Thiam.
(AWP/SDA/REU)