Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2636

(Kt. Wallis,
Bez. Siders, Gem. Ayer).
1678 m. Mayens, dessen Hütten auf dem linken Ufer der Navizance liegen;
10 km sö. von
Vissoye im Zinalthal, obere östliche Abzweigung des Eifischthales.
Sie lehnen sich an den Fuss der Diablons und sind dem Kamm
der Garde de Bordon zugekehrt.
Zinal ist ein wichtiger Alpenkurort.
Drei Hôtel. Postablage, Telegraph,
Telephon im Sommer.
Ausgangspunkt zahlreicher Exkursionen und Besteigungen in den Massiven des Bouquetin, der Dent Blanche,
des Grand Cornier, des Weisshorns, des Rothorns oder des Moming.
Zahlreiche sehr bekannte Pässe verbinden dieses Alpenbecken
mit denjenigen von Zermatt, Ferpècle, und Arolla.
Eine elektrische Eisenbahn von Zinal nach Zermatt ist
projektiert.
Diese Zahnradbahn würde am Rande des Durandgletscher hinziehend zu einem, oberhalb der Alp von Arpitettaz und
unterhalb der Alphütte von Mountet gelegenen Tunnel führen, dessen Eingang in der Höhe von 2708 m liegt.
Dieser 6600 m lange
Tunnel würde genau unter dem Trifthorn (3737 m) durchgehen und auf der Seite von Zermatt, bei Eseltschuggen
in einer Höhe von 2700 m oberhalb des Trift-Kummen austreten.
Eine andere Absteckungslinie mit einem längeren Tunnel will
unter dem Ober Gabelhorn (4073 m) durchgehen und
zu den Schwarzenläger oberhalb Zermatt führen.
(Col de) oder Col de la Dent Blanche (Kt. Wallis,
Bez. Siders).
3500 m. Pass, welcher zwischen der Zinalspitze
(3806 m) und der Dent Blanche (4364 m) im obersten Teil des Eifischthales durchführt. Er verbindet den Durandgletscher oder
Zinalgletscher mit demjenigen von Schönbühl und durch sie in 6 Stunden die Hütte und das Hotel von Mountet
mit der Staffelalp;
er wurde zum erstenmal am 6. September 1892 durch T. S. Philpott mit Peter Knubel und Elie Peter begangen.
(Pointe de) oder Weisse Fluh (Kt. Wallis,
Bez. Siders).
3806 m. SO.-Vorberg der Dent Blanche (4361 m), von
welcher sie durch den Zinalpass oder Pass der Dent Blanche (3500 m) getrennt ist, im Massiv der Grande Couronne, welches den
oberen Teil des Eifischthales einnimmt.
Man besteigt sie, über steile Felsen kletternd in einer Stunde vom Col de Durand aus.
Man erreicht den Col de Durand von der Hätte und dem Hotel du Mountet in 3 Stunden, oder vom kleinen Hotel
der Staffelalp in 4 Stunden, oder endlich vom Plateau von Schönbühl aus, wo man eine Schutzhütte zu errichten gedenkt.
Die
erste Besteigung wurde am 1. Juli 1870 von A. de Torrenté mit Jean Martin und Elie Peter ausgeführt;
der
höchste Fels dieses Kammes wurde 1871 von Emile Javelle und E. Béraneck mit dem Führer Jean Martin erstiegen.
(Val de) (Kt. Wallis,
Bez. Siders). 2000-1287 m. Name, der der oberen östlichen Abzweigung des Eifischthales gegeben wurde,
um sie vom Gougrathal oder Moirythal zu unterscheiden. Von dem letzteren durch den Kamm des Sorebois getrennt,
öffnet sich das Zinalthal etwa 500 m oberhalb des Dorfes Mission und steigt bis an die Dent Blanche (4364 m), dem Mont Durand
(3744 m) und dem Ober Gabelhorn (4073 m). Seine Länge vom Durandpass (3474 m) an, welcher in das Zmuttthal
sich öffnet, da wo
mehr
sich die Navizance mit dem Gougra vereinigt, beträgt 19 km davon sind 9 km mit dem Durand- oder Zinalgletscher bedeckt, welchen
ausser den bereits genannten Gipfeln noch das Trifthorn (3737 m), der Moming oder das Rothhorn von Zinal (4223 m) und das Weisshorn
(4512 m) umgeben. Dieselben trennen im O. das Zinalthal vom St. Nikolaithal, in welches man sich über
mehrere hohe Pässe begeben kann; es sind dies das Triftjoch, der Momingpass und die beiden Schallijoche. Mehr im N. trennen
die Diablons (3605 m), dann das Frilihorn (3101 m) das Zinalthal vom oberen Teil des Turtmannthales.
Vom Zentrum der Eisfelder, welche diese Höhen bedecken, sieht man den Besso (3675 m) sich erheben, so
genannt wegen seiner Form von zwei Zwillingshörnern. Im W. verlängert sich der Kamm von Sorebois gegen die Dent Blanche und
erhebt sich zu der Garde de Bordon (3316 m), der Pigne de l'Allée (3404 m), der Bouquetin (3484 m) und
der Grand Cornier (3969 m). Das Thal selbst besitzt an seinen Hängen und den seitlichen Hochthälern mehrere grosse Sommerweiden;
im Grunde, zu beiden Seiten der Navizance folgen sich zahlreiche Mayens, der wichtigste ist derjenige von Zinal, schon lange
ein Alpenluftkurort, welcher drei bedeutende Hotel besitzt.
Oberhalb von Misonnette, gräbt sich das Thal zwischen zwei bewaldeten Hängen ein; links nahe an seinem
Eingang erscheint das Dorf Ayer wie aufgehängt inmitten von weiten bebauten Hängen. Man hat daselbst Kupfer- und Nikelminen,
sowie Schwefelkies ausgebeutet. Der untere Teil des Zinalthales vom Seitenthal von Moiry an, ist in Gneis und Glimmerschiefer
von der Zone des Grossen St. Bernhard eingegraben; auf diese folgt die Zone von triadischen und jurassischen Gesteinen, welche
die Diablons und die Corne de Sorebois krönt. Diese Schichten senken sich dann nach S., von Zinal an die beiden Seitenhänge
des Thales bis ans untere Ende des Durandgletschers bildend. Die Gipfel, welche diesen Gletscher und seine
Zuflüsse umgeben, sind von dem, der Gneisdecke der Dent Blanche angehörendem Arollagneis gebildet. Dieser Gneis überlagert
die Zone der triadischen und jurassischen Gesteine von Zinal und der Grünsteine, welche sie begleiten.