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Goju-Ryu Stil
Der Name Goju-Ryu soll auf eine Begebenheit anlässlich der Inthronisation von Kaiser Hirohito 1930 zurückgehen. Miyagis ältester Schüler, Shinzato Jin'an, führte dort, zusammen mit anderen Meistern aus Okinawa eine Kata vor. Als er nach seiner eindrucksvollen Darbietung von einem Kobudo-Meister gefragt wurde, welcher Schule er angehöre, wusste er darauf keine Antwort, denn zu dieser Zeit war es in Okinawa noch nicht üblich, den Schulen bestimmte Namen zu geben. Als Miyagi von diesem Vorfall hörte, entschloss er sich, den Stil «Goju» (dt.: hart- weich) nach dem dritten Satz aus den «Acht Grundsätzen der Kampfkunst» des Bubishis zu nennen: «Essentiell sind das Ein- und Ausatmen mit Härte (Go) und Weichheit (Ju)». Miyagi dehnte in reiferen Jahren seine Lehrtätigkeit auf das In- und Ausland aus. Besonders wichtig für die weitere Stilentwicklung wurde sein Unterricht in Westjapan (Kansei, Osaka und Kiyoto), den er nach dem Ende des 2. Weltkrieges aufgenommen hatte. Miyagi bestimmte vor seinem Tod 1953 Meitoku Yagi auf Okinawa und Gogen Yamaguchi in Japan zu seinen beiden offiziellen Nachfolgern. Somit entstanden zwei Schulen des Goju-Ryu, die sich seither eigenständig weiterentwickelt haben.Der von Yamaguchi in Japan verbreitete Zweig nennt sich seither Goju-Kai.
Stammbaum