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Forscher beobachten erstmals "stellares Restessen": Weißer Zwerg verschlingt Planettrümmer
10.02.2022 • 16:05
© Wochit
Forscher beobachten erstmals "stellares Restessen": Weißer Zwerg verschlingt Planettrümmer
Ein frohes Fressen im Weltall - so oder so ähnlich könnte man den erstaunlichen Moment beschreiben, den ein Astronomen-Team rund um Tim Cunningham von der University of Warwick beobachten konnte. Den Wissenschaftler:innen ist es mithilfe des Chandra-Röntgenteleskop der NASA gelungen, einen Weißen Zwerg auf frischer Tat beim "Verschlingen" von Staub und Planetentrümmern aus seiner Umgebung zu ertappen.
Neue Beobachtungen beweisen eine spannende Theorie über Weiße Zwerge
"Wir haben endlich direkt gesehen, wie Material in die Atmosphäre des Sterns stürzt", schreiben die Forscher:innen bei "Nature". Schon länger ging man aufgrund von Spektralmessungsdaten davon aus, dass Weiße Zwerge von einer "Trümmerscheibe" umgeben sind. Die neuen Beobachtungen legen nun nahe, dass Weiße Zwerge die Trümmerbrocken sogar aktiv anziehen.
"Stellares Resteessen": Weiße Zwerge beseitigen Spuren ihrer eigenen Zerstörungskraft
Bei den Brocken handelt es sich um Trümmer von Planeten, die zuvor durch das Aufblähen des Sterns zu einem Roten Riesen und der anschließenden Explosion zerstört wurden. Der aus dieser Explosion entstandene Weiße Riese, so bezeichnet man einen heißen Sternenrest, räumt anschließend also die Schäden seiner eigenen Explosion auf - die Definition eines "stellaren Resteessens".