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Sanfte Hügel, rauschende Wälder und glitzernde Seen, aber auch unwegsame Berge, Wasserfälle und enge Täler prägen diese eindrückliche Landschaft Schottlands, die uns vergessen lässt, dass die Schotten hier einst gegen die Wikinger und Engländer kämpften. Die Tiefe des berühmtesten Sees Schottlands konnte nie bestimmt werden. Es scheint, als sei dieser der ideale Lebensraum für das „Ungeheuer Nessie“. Der Legende nach war der hl. Kolumban der Ältere (um 520–597) der einzige welcher dem legendären „Ungeheuer vom Loch Ness“ begegnete und überlebte. Er traf 565, auf dem Weg nach Inverness zum König der Picten, eine Gruppe Einheimischer, die einen Fischer zu Grabe trugen, der einem Seeungeheuer („aquatilli bestiae“) zum Opfer gefallen war. Unverzüglich liess Kolumban einen seiner treuen Begleiter zum anderen Ufer des Flusses Ness schwimmen. Kaum war der Mann im Wasser, tauchte das Ungeheuer „Niseag“ auf und wandte sich ihm zu, um ihn zu töten. Kolumban schlug ein Kreuz, rief den Namen Gottes und gebot dem Monster: „Go thou no further, nor touch the man. Quick! Go back!“ Das gefährliche Ungeheuer liess ab und wurde nie mehr gesehen. Die schottischen Heiden liefen fortan Kolumban, dem „Apostel der Schotten“, in Scharen zu und liessen sich durch ihn bekehren. Über diese Begegnung zwischen dem Heiligen und dem Monster am Fluss Ness berichtete der hl. Adamnan (624–704) in seinem Werk „Victi Sancti Columbae“.