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Zwischen dem Eschenberg und dem Etzberg gelegen, hat sich das ehemalige Bauerndorf Seen zum zweitgrössten Stadtteil Winterthurs entwickelt. Von seiner Ländlichkeit ist ihm, bis auf einige
Häuser im ehemaligen Dorfzentrum und dem Kirchhügel (1) nicht viel geblieben. In der Ebene dominieren Wohnblöcke, an den Hängen Einfamilienhäuser, die der Individualität der
jeweiligen Besitzerinnen und Besitzer verpflichtet sind. Am Gartenstadtgedanken orientierte Siedlungen, wie sie andere Stadtteile prägen, sind hier eher die Ausnahme.
Zum Beispiel die Kolonie «Rotenbrunnen» eine am Krebsbach gelegene Siedlung mit Doppeleinfamilienhäusern, angebautem Schopf und grossem Garten für die Selbstversorgung (2).
Die von Gesellschaft zur Erstellung von billigem Wohnraum (GEbW) 1942 realisierten Häuser (Architekten Müller und Keller) war für kinderrreiche Familien gedacht. 1946 entstand
auf der Weierhöhe eine weitere Siedlung mit gleicher Zielrichtung. Weil sie so weit von der Stadt entfernt lag, wurde sie in den folgenden Jahren mit einem Kindergarten ergänzt.
Die Siedlung hat ihren ländlichen Habitus bis heute erhalten. Auf ihre Art ebenfalls am Gartenstadtgedanken orientierte sich die grossstädtische Wohnüberbauung Wingertli, die in den
1970er-Jahren entstand und umgeben ist von grosszügigen Grünflächen. Öffentliche Grünräume gibt es an der Kanzleistrasse (Quartierspielplatz) und in der Freizeitanlage Hölderli. Dank einer
Volksinitiative erhalten geblieben ist der Schlittelhang beim Stockemer Hölzli, der ursprünglich überbaut werden sollte, und einem Vermächtnis ist ein kleiner hübscher Park mit Sitzbänken
und einem Obstbaumgarten an der Landvogt-Waser-Strasse bei der GAIWO-Siedlung (3) zu verdanken.