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Untertitel: 3, 4 Millionen aus Gemeindekasse von Vuisternens-en-Ogoz entwendet
Laut der 87 Seiten starken Überweisungsverfügung soll der ehemalige Gemeindekassier zwischen 1990 und Juni 2001 mehr als 3,35 Millionen Franken Gemeindegelder veruntreut haben. Unter Berücksichtigung der Zinsen beläuft sich der Schaden für die 730-Seelen-Gemeinde auf über 4,2 Millionen Franken.
Zwielichtige Geschäfte
Um die Veruntreuungen zu vertuschen, habe der Kassier nicht nur mit mehreren Konten der Gemeinde jongliert, sondern diese auch mit seinen eigenen und jenen seines (inzwischen in Konkurs geratenen) Treuhandbüros vermischt. Mit dem Geld habe er seinen Lebensunterhalt finanziert und Schulden bezahlt.
Gleichzeitig soll er aber auch in zwielichtige Geschäfte verwickelt gewesen sein. Die Untersuchungsrichterin erwähnt einen Zigarettenhandel mit China und eine Scheintransaktion von altem, seit dem Golfkrieg wertlosem kuwaitischem Geld.
Weiter soll der Angeklagte zwischen 1999 und Frühling 2001 mehrere Beträge in Gesamthöhe von mehr als 1,5 Millionen Franken in trügerischer Absicht ausgeliehen haben. Davon habe er 335000 Franken zurückbezahlt, zum Teil mit den abgezweigten Gemeindegeldern.
Von dem geliehenen Geld sollen 250000 Franken in einen versuchten Banknoten-Betrug geflossen sein, in den auch der ehemalige Oberamtmann des Vivisbachbezirks sowie ein französischer Staatsangehöriger verwickelt gewesen seien. Die Strafuntersuchung gegen diese beiden ist noch im Gange. Der Betrugsversuch ist laut Morvant gescheitert; die beteiligten Afrikaner seien mit dem Geld entkommen.