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Coronavirus Newsticker: Italien meldet über 10'000 Coronavirus-Opfer
Das Wichtigste in Kürze
- Das neue Coronavirus hat sich bisher in mehr als 180 Länder oder Regionen ausgebreitet.
- Insgesamt wurden mehr als 597'000 Menschen infiziert, über 27'000 Menschen sind gestorben.
- Alle relevanten Informationen finden Sie im internationalen Liveticker.
22.15: Der US-Bundesstaat New York verlegt seine Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen wegen der Corona-Krise. Statt am 28. April würden die Abstimmungen nun am 23. Juni stattfinden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag.
Damit folgt New York einer Reihe weiterer Staaten, die ihre Wahlen angesichts der Pandemie bereits verschoben haben. Im Rennen der Demokraten liegt der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden vor Senator Bernie Sanders.
21.54: In Frankreich sind inzwischen mehr als 2300 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 319 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte die Regierung am Samstagabend mit. Insgesamt seien somit 2314 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.
Premierminister Edouard Philippe warnte, dass der Kampf gegen das Virus gerade erst begonnen habe. Die ersten beiden Aprilwochen würden härter als die beiden letzten Märzwochen, sagte er. In Frankreich gilt noch bis mindestens 15. April eine Ausgangssperre.
21.17: Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA in den USA wehrt sich gegen die Schliessung von Waffenläden in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. «Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen», heisst es in der Klageschrift.
Der Sheriff von Los Angeles, Alex Villanueva, gegen den sich die Klage ebenfalls richtet, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Läden, die Waffen und Munition anbieten, nicht als lebensnotwendige Geschäfte gelten und im Zuge der Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus bis auf weiteres schliessen müssten.
19.57: Die Wissenschaft versucht an allen Fronten ein Gegenmittel für SARS-CoV-2 zu finden. Forscher verausgaben sich, um möglichst früh einen effektiven Impfstoff gegen das Virus zu finden. Für Holden Thorp ist dies jedoch in absehbarer Zeit nicht zu bewältigen, wie er gegenüber dem «Spiegel» erklärt.
Forscher hoffen in ein bis drei Monaten, bessere Testverfahren zur Verfügung zu haben. Mit genaueren Tests könnten auch die hohen Todeszahlen in Italien erklärt werden. Dort sterben momentan noch rund 10 Prozent der Erkrankten. In Deutschland würden bei einer Letalitätsrate von unter einem Prozent vergleichsweise wenig sterben.
Hendrick Streeck, Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Bonn, war schon früh der Meinung, dass die Dunkelziffer in Italien beträchtlich höher sei, was die Sterberate wieder runterziehen würde. Da in Italien nur noch die schwersten fälle behandelt werden, sterben diese dafür überdurchschnittlich oft, was die Zahlen etwas verzerren würde.
Doch auch wenn man die überlasteten Spitäler miteinberechne sterben mehr Menschen am Virus in Italien.
19.28: Spanien schliesst alle «nicht lebenswichtigen Unternehmen». Dies hat Regierungschef Petro Sánchez in einer Fernsehansprache am Samstagabend angekündigt.
Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.
Seit dem Inkrafttreten des Alarmzustandes am 15. März durften Angestellte und Selbstständige trotz Ausgangsbeschränkungen weiter in ihre Büros gehen. Jedoch war die Bevölkerung aufgefordert, so viel wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten. Jetzt schickt Sánchez die meisten Arbeitnehmer komplett in eine Art «Zwangsurlaub».
18.24: In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10'000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10'023.
18.19: Die Vereinten Nationen spenden den USA 250'000 Gesichtsmasken für die besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene Millionenstadt New York. «New York ist für uns nicht nur unser Zuhause oder das Hauptquartier der Vereinten Nationen. Es ist eine lebendige internationale Hauptstadt, über die die Welt kommuniziert, debattiert, handelt und gedeiht», liess UN-Generalsekretär António Guterres am Samstag mitteilen.
Man hoffe, dass man die Ärzte und Pfleger in der Metropole damit unterstützen könne. Die Masken kommen den UN zufolge aus eigenen Lagern in New York.
18.02: Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. «Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist», sagte Trump am Samstag ausserhalb des Weissen Hauses zu Reportern.
Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.
17.21: Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen ausserdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.
Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.
16.59: In Deutschland sind bis Samstagnachmittag mehr als 52'100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.
Mehr als 366 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang landesweit gestorben.
16.04: Die Zahl der Coronavirus-Toten ist in Grossbritannien am Samstag auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17'000.
Grossbritannien hatte lange damit gezögert, harte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert.
15.23: Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.
Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt.
Die AFSCA betonte: «Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.» Trotzdem werde dringend empfohlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. Dazu gehöre, allzu engen Kontakt zum Tier zu vermeiden, vor allem, wenn man selbst krank sei. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen, schreibt die AFSCA.
14.43: Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und grösseren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr.
In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1264 Infizierte offiziell registriert. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten am Samstag viele Gehwege und Strassen.
14.41: Um die Präsidentschaftswahl trotz der Corona-Krise am 10. Mai abhalten zu können, will Polen Älteren und Menschen in Quarantäne die Briefwahl ermöglichen. Das Parlament, in dem die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Mehrheit hat, beschloss am Samstag eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes.
12.50: Binnen 24 Stunden starben in Spanien 832 Menschen am Coronavirus – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung am Samstag mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72'000.
Spanien ist nach Italien das Land, das weltweit die meisten Toten durch die Pandemie zu beklagen hat. Die Tests auf eine Infektion werden derzeit deutlich ausgeweitet.
11.36: In Indien befürchten die Behörden, dass ein an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorbener Guru tausende Menschen angesteckt haben könnte. 19 Menschen, die in Kontakt mit dem Guru Baldev Singh gewesen seien, seien bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Polizeisprecher Vinay Bublani. Das Ergebnis von 200 weiteren Tests stehe noch aus. Singh hatte sich nach einer Reise nach Italien und Deutschland der verpflichtenden häuslichen Isolation entzogen und seine Predigten-Tournee im Punjab fortgesetzt.
11.35: Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt damit bei 35'408.
11.18: Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der grossen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hiess es.
Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.
11.09: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Disziplin bei der Beachtung der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gedankt. «Danke – von ganzem Herzen Danke!», sagte Merkel am Samstag in einem Audio-Podcast, das sie telefonisch aus ihrer häuslichen Quarantäne verbreitete. Darin warnte Merkel auch vor Ungeduld hinsichtlich einer Lockerung der angeordneten Schutzmassnahmen.
«Die neuen Regeln haben das öffentliche Leben für jeden spürbar in wenigen Tagen auf ein Minimum heruntergefahren», sagte Merkel. Fast alle hätten daraufhin ihr Verhalten umgestellt, um Kontakte zu vermeiden und so Ansteckungen zu verhindern.
Forderungen nach einer raschen Aufhebung der Einschränkungen wies die Kanzlerin zurück. «Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern», warnte Merkel. Massstab bleibe die Zuwachsrate der Infizierten. Derzeit verdoppele sich deren Zahl etwa alle fünfeinhalb Tage. Dies sei bereits ein deutlicher Fortschritt, doch «es muss in Richtung von zehn Tagen gehen, damit unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird».
10.59: Innerhalb der nächsten 100 Tage sollen nach Worten von US-Präsident Donald Trump durch Ankauf oder zusätzliche Produktion amerikanischer Firmen zusätzlich 100'000 Beatmungsgeräte beschafft werden.
Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres, sagte Trump am Freitag im Weissen Haus. «Wir werden viele Beatmungsgeräte produzieren», erklärte Trump mit Blick auf die Lungenkrankheit, die durch das neuartige Coronavirus verursacht wird.
Es sei gut möglich, dass die USA nicht so viele Geräte brauchten, sagte Trump. In diesem Fall könnten die Maschinen etwa an Grossbritannien und Italien weitergeben werden, sagte Trump. Es war zunächst nicht klar, ob eine derartige Ausweitung der Produktion tatsächlich so kurzfristig möglich sein wird. Die Geräte werden in Krankenhäusern derzeit in grosser Zahl gebraucht, um an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Patienten zu versorgen.
09.57: Die OECD hat in einer aktuellen Studie zusammengetragen, wieviele Akutbetten pro Einwohnerzahl in einem bestimmten Land vorhanden sind. Auf Platz 2 liegt hier Deutschland, auf Platz 5 Österreich. Letzteres verfügt über 271 Spitäler, die je rund 25'000 Ärzte und über 90'000 sonstiges Spitalpersonal beschäftigen.
04.47: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder deutlich auf über 100 gestiegen. Am Freitag seien 146 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit.
Am Tag zuvor waren es noch 91 gewesen. Bisher wurden in dem Land 9478 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um fünf auf 144.
03.45: Nun ist auch in Jordanien das erste Coronavirus-Opfer registriert worden. Eine 83-jährige Frau, die auch an einer Blutvergiftung gelitten habe, sei an Covid-19 gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra am Samstag unter Berufung auf das Prinz-Hamsah-Krankenhaus.
In Jordanien sind 212 Corona-Fälle registriert. Am Mittwoch hatte das Königreich mitgeteilt, seine am vergangenen Samstag verkündete unbefristete Ausgangssperre lockern zu wollen - kleine Geschäfte für Grundbedarfsgüter dürften wieder geöffnet werden.
03.23: In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so gross sei wie ein Toaster, und könne damit auch ausserhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller Abbott am Freitagabend (Ortszeit) mit.
Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hiess es.
02.39: Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist in Irland in der Nacht zum Samstag eine Ausgangssperre in Kraft getreten. «Jeder muss zu Hause bleiben, unter allen Umständen», sagte Regierungschef Leo Varadkar am Freitagabend, als er die Massnahme verkündete.
Die Regelung gilt bis zum 12. April. Die Iren dürfen demnach nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Arbeiten, für Arztbesuche oder für Lebensmitteleinkäufe. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft in der Nähe der eigenen Wohnung sei gestattet, hiess es. Treffen ausserhalb der Familie seien hingegen verboten.
01.00: In der chinesischen Stadt Wuhan kehrt allmählich der Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden.
Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte am Samstag wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen.
In den vergangenen Tagen waren bereits die Banken in Wuhan wiedereröffnet worden und auch die Linienbusse in der Stadt nahmen ihren Betrieb auf. Die Bewohner sind aber weiterhin aufgerufen, keine unnötigen Fahrten anzutreten und ältere Menschen sollen den Nahverkehr meiden. Die Abriegelung der Provinz Hubei war bereits am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.
00.25: Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Freitagabend erstmals mit besonderem Licht erstrahlt. Zudem gab es den Schriftzug «Merci».
Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort «Merci» an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 Uhr wird der Turm die Franzosen zudem daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte «Restez chez vous» und «Stay at Home» (Bleibt zu Hause) zu lesen sein.
Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Spitalpersonal abends schon länger gefunkelt als gewöhnlich.
23.55: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in der Millionenmetropole Los Angeles angekommen. Das schwimmende Spital «USNS Mercy» mit seinen 1000 Krankenbetten legte am Freitag am Hafen von Los Angeles an.
Coronavirus-Patienten sollen auf dem 272 Meter langen Schiff aber keine behandelt werden. Vielmehr sollen andere Patienten dorthin verlegt werden, um die Spitäler zu entlasten und ihnen damit mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.
In Kalifornien an der US-Westküste wurden bereits mehr als 3000 Coronavirus-Infektionen bestätigt. 65 Menschen kamen an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben.
Ein zweites Marine-Krankenhausschiff soll am Samstag an der US-Ostküste Richtung New York aufbrechen. Die "USNS Comfort" soll die Metropole am Montag erreichen.
Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenstadt sind von der Pandemie besonders betroffen. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg dort auf mehr als 44'600, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag sagte. Die Zahl der Toten wuchs binnen 24 Stunden von 385 auf 519.
23.37: Innerhalb der nächsten 100 Tage sollen US-Präsident Donald Trump zufolge durch Ankauf oder zusätzliche Produktion amerikanischer Firmen zusätzlich 100 000 Beatmungsgeräte beschafft werden. Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres, sagte Trump am Freitag im Weissen Haus. «Wir werden viele Beatmungsgeräte produzieren», erklärte Trump.
Es sei gut möglich, dass die USA nicht so viele Geräte brauchen würden, sagte Trump. In diesem Fall könnten die Maschinen etwa an Grossbritannien und Italien weitergeben werden, sagte Trump. Es war zunächst nicht sofort klar, ob eine derartige Ausweitung der Produktion tatsächlich so kurzfristig möglich sein wird. Die Geräte werden in Krankenhäusern derzeit in grosser Zahl gebraucht, um an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Patienten zu versorgen.
Kurz zuvor hatte Trump ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewendet, um den Autohersteller General Motors (GM) angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40'000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, erklärte Trump.
23.12: Wegen der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump Verteidigungsminister Mark Esper zur Einberufung von Reservisten ermächtigt. Das geht aus einer Verordnung Trumps hervor, die das Weisse Haus am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichte. In einem Schreiben an die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern im Kongress hiess es, damit sollten bereits aktive Kräfte in der Reaktion auf die Corona-Krise unterstützt werden.
Der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf wurde autorisiert, Reservisten der Küstenwache zum aktiven Dienst einzuberufen. Die Küstenwache untersteht dem Heimatschutz-, nicht dem Verteidigungsministerium.
Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus, mit der Verordnung könnte beispielsweise medizinisches Personal aus der Reserve mobilisiert werden. Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte die Minister für Verteidigung und Heimatschutz 2014 während der Ebola-Krise 2014 zur Einberufung von Reservisten autorisiert.
22.51: In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 100'000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. In den USA gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt. Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es in den USA 100'717 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Damit hat sich die Zahl bekannter Infektionen in den USA innerhalb einer Woche vervielfacht.
Bislang wurden dort nach Angaben von Johns Hopkins infolge der Lungenerkrankung Covid-19 rund 1540 Todesfälle gemeldet. Die Webseite der US-Forscher wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. Das CDC hatte vor einer Woche noch von knapp 20'000 bestätigten Infektionen gesprochen.
22.13: Der englische Fussball-Verband FA hat mit einer Lichtershow in den Landesfarben Italiens seine Solidarität mit der besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Nation gezeigt. Der berühmte Bogen des Londoner Wembley-Stadions leuchtete am Freitagabend, an dem ursprünglich das Länderspiel beider Nationalmannschaften hätte stattfinden sollen, in Grün, Weiss und Rot.
22.00: Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hiess es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.
Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff «Zaandam» vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf Weiteres in ihren Zimmern bleiben, hiess es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten. Die «Zaandam» hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord.
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