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Andreä,
Karl, Historienmaler, geb. zu Mülheim a. Rh., sollte anfangs Kaufmann werden, zeigte aber ein so entschiedenes Talent zum Zeichnen und Komponieren, daß er 1839 die Düsseldorfer Akademie bezog, wo er sich bis 1844 unter Karl Sohn und Schadow ausbildete und sein erstes größeres Bild: die Predigt des Petrus am Pfingsttag, malte, das einen Preis erhielt. 1845-49 verweilte er dann in Rom, wo er sich besonders von Cornelius angezogen fühlte und Christus mit den Jüngern in Emmaus malte. Darauf blieb er, Cornelius folgend, bis 1856 in Berlin, wo er vieles nach eignen Zeichnungen radierte, Porträte und Historienbilder malte, z. B.: mythologische Wandgemälde für einen Speisesaal in Mülheim, das Scherflein der Witwe, die Heimsuchung Mariä und der barmherzige Samariter. 1856 nahm er seinen bleibenden Aufenthalt in Dresden und widmete sich von jetzt an der Anfertigung von ¶
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Kartons für Glasmalereien, von denen die meisten in Lauingen an der Donau ausgeführt wurden, und der monumentalen Malerei für Schlösser und Kirchen in Sachsen, Westfalen, Mecklenburg und Hannover. Dahingehören z. B.: die Chornische der Kirche zu Rödlitz im Waldenburgischen, vier Bilder für die Kirche in Nibra, das Altarbild Noli me tangere in Oberwiesenthal und 1870 die Malereien in der Kirche zu Kapern (Provinz Hannover), die alle, in streng kirchlichem Stil gemalt, große Gewandtheit in der Komposition zeigen. In Dresden gründete er 1859 einen Verein für kirchliche Kunst in Sachsen und war viele Jahre Vorsitzender desselben. Er ist Ritter des österreichischen Franz-Josephs-, des preußischen Kronen-, des sächsischen Albrechts- und des mecklenburgischen Ordens der wendischen Krone.