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- Das Bundesgericht erinnerte vorab daran, dass der Beschwerdeführer zu beweisen hat, wann und wie er die Tatsache seiner Nichtvaterschaft erfahren hat. Massgebend sei die sichere, prozessual verwertbare Kenntnis der Nichtvaterschaft. Blosse Zweifel und Befürchtungen genügten in der Regel nicht; es sei denn, der Kläger sei nach den Umständen gehalten, sich über stichhaltige Tatsachen zu informieren, um Gewissheit zu erlangen; erforderlich ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass das Unterlassen solcher Abklärungen als unentschuldbar erscheint (E. 4.1.).
- Das Bundesgericht bestätigte die vorinstanzliche Feststellung, dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer von seiner faktischen Sterilität im Jahre 2009/ 2010 erfahren hatte, beim ihm hätte Zweifel daran wecken müssen, ob er zehn Jahre zuvor zur Zeugung seiner Tochter fähig war. Diese Zweifel hätten ihn zu Abklärungen seiner Vaterschaft veranlassen müssen. Der Beschwerdeführer habe indessen während mehr als zweieinhalb Jahren nichts unternommen (E. 4.2.).
- Es verwarf das Argument des Beschwerdeführers, dass die Unterlassung weiterer Untersuchungen entschuldbar gewesen sei, da die geforderten Abklärungen nicht nur die Beziehung zu seinem Kind, sondern auch die eben begründete Ehe gefährdet hätten. Das Bundesgericht erwog, dass der Beschwerdeführer mehr als zwei Jahre zugewartet habe. Zudem habe der Beschwerdeführer kurz nach der Geburt Russland verlassen und das Kind erst rund zehn Jahre später anerkannt. Die Beziehung zur Mutter sei wechselhaft gewesen. Entsprechend kam das Bundesgericht zum Schluss, dass das Verhältnis und die neu eingegangene Ehe keinen Entschuldigungsgrund abzugeben vermögen und dass Abklärungen bereits vor Ablauf des Jahres 2010 zumutbar gewesen wären (E. 4.3.).
Das Bundesgericht bestätigte den vorinstanzlichen Entscheid, wonach die Klage nicht binnen Jahresfrist eingereicht und deshalb das Klagerecht verwirkt war (E. 4.5.). (Vgl. auch die Entscheidbesprechung in der NZZ vom 6. Februar 2015).