Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/1376

Pablo Picasso
Spanien
25.5.1881, Màlaga - 8.4.1973, Mougins
Malerei, Grafik, Skulpturen, Keramik
Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Cipriano de la Santísima Trinidad Ruiz y Picasso wurde am 25.10.1881 in Màlaga geboren.
Vom Vater gefördert, der selbst Maler und Zeichenlehrer war, wurde Pablo im Alter von 11 Jahren professionell an Kunstschulen in La Coruña, Barcelona und Madrid ausgebildet und nahm bereits als 15-Jähriger an Ausstellungen teil. In Paris, wohin Picasso 1898 zog, fand er eine katalanische Künstlerkolonie vor und befreundete sich mit einigen herausragenden Vertretern der Kunst- und Literaturszene. Bald wurde er mit seinem ganz eigenen Stil bekannt, den er auch kommerziell umzusetzen verstand. Neben dem unbeirrbaren Selbstbewusstsein entfaltete er eine phänomenale Produktivität und Vielseitigkeit. Sobald er jedoch mit einem Stil Anerkennung fand, verliess er den eingeschlagenen Pfad. Mit Leichtigkeit und innovativer Kraft konnte er Verknüpfungen in seiner Vielfalt herstellen und verschiedenste Formen der Kunst verschmelzen. Sein Name wurde zum Inbegriff der modernen Kunst und er beeinflusste ganze Künstlergenerationen und rief neue Stilrichtungen hervor.
Picasso Pablo
Ab der Jahrhundertwende signierte er mit «Picasso», dem Mädchennamen seiner Mutter.Er lebte und arbeitete an verschiedenen Orten in ganz Frankreich und hatte auch in Paris oft gleichzeitig mehrere Ateliers.
In seinen sogenannten «blauen» und «rosa» Perioden von ca. 1901-1906 malte er viele melancholisch anmutende Figuren. Die räumliche Form wurde immer mehr das beherrschende Thema.
Mit dem 1906/07 gemalten Bild «Les Demoiselles d’Avignon» prägte er mit der geometrischen Vereinfachung und spärlicher Farbgebung, von der afrikanischen Stammeskunst beeindruckt und in Weiterentwicklung von Cézannes Grundidee, einen neuen Stil in der Malerei: den Kubismus. In zuweilen intensiver Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entwickelte er diesen Stil über Jahre weiter.
Er verliess das perspektivische System und stellte verschiedenste Ansichten eines Objektes oft gleichzeitig dar, oder schuf durch Hinzufügen realer Elemente wie Stoff, Papier etc. ganz neue Gegenstände.
Zeitweise stand er dem Surrealismus nahe, und mit dem Werk «Guernica» (1937) dokumentierte er erstmals wieder das Zeitgeschehen in der dramatischen Steigerung und Verdichtung des expressiven Realismus. Sein Stil aber auch sein Zugehörigkeit zur kommunistische Partei riefen auch Kritik an ihm hervor.
Neben der Malerei schuf er auch Plastiken und illustrierte viele literarische Werke. Er verfasste Texte und trug in verschiedenster Form zu Ballett- und Theateraufführungen bei. Dank Braque lernte er 1945 die Drucker Mourlot kennen. In der Folge wurde die grafische Arbeit immer bedeutender. Picassos «Taube» (1949) wurde das Leitmotiv des Weltfriedenskongresses in Paris. Nachdem er das Töpferdorf Vallauris entdeckt hatte, begann er 1947 auch mit der Keramikherstellung.
Schon zu Lebzeiten wurden seine Werke in Museen ausgestellt und von vielen Sammlern angekauft; Filme und Bücher entstanden über ihn, Preise und Ehrungen erhielt er von mehreren Ländern und Institutionen. U.a. in Barcelona, Antibes und Paris gibt es Picasso Museen.
Pablo Picasso verstarb am 8.4.1973 an den Folgen einer nicht auskurierten Grippe in seiner Villa in Mougins (F) verstorben.
Quellen
«DU» 9/98
«Picasso», Taschen Verlag, 1995
«Geschichte der Malerei im 20. Jh.», DuMont Buchverlag, 1993