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Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 4 Jahren für Ingo Malm. Ausserdem soll er für zehn Jahre des Landes verwiesen werden und eine Busse nach Ermessen des Gerichts bezahlen. Der Verteidiger fordert einen Freispruch oder allenfalls eine bedingte Geldstrafe.
Der deutsche Arzt Ingo Malm wird beschuldigt, ohne Bewilligung als Arzt praktiziert zu haben. Vor Gericht räumt Malm ein, dass er in zwei Fällen aktiv wurde – weil er davon ausging, es handle sich um Notfälle. In beiden Fällen soll sich Malm aber zugleich als Arzt mit griechischem Namen ausgegeben haben. Die Vorwürfe des Betrugs und der Urkundenfälschung bestreitet Malm. Die Nicht-Weiterleitung der Quellensteuern sei mit einem früheren Strafbefehl bereits erledigt, argumentiert der Verteidiger.
Der Anklagepunkt der Beschimpfung von Polizisten ist der einzige, den der Verteidiger anerkennt. Malm sagt, er habe geschimpft, könne sich aber nicht an einzelne Ausdrücke erinnern. Er habe sich bei allen vier Betroffenen entschuldigt.
Der Schaden aus dem Konkurs des Ärztezentrums Mutschellen dürfte sich laut Anklageschrift auf 4 bis 5 Millionen Franken belaufen. Malm sagt, er wohne auf dem Mutschellen mit einer jungen Familie zusammen und arbeite in Deutschland. Gegen eine Landesverweisung spricht aus seiner Sicht der Bezug zu den Kindern der Familie.
Das Urteil soll bis spätestens Ende Juni folgen.