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Wollen die mögli- chen Herausforderer für einen zweiten Ständerats-Wahlgang, Jacques Bourgeois (FDP) und Emanuel Waeber (SVP), für den 8. November noch Hoffnung schöpfen, dann vor allem in Regionen, wo noch Steigerungspotenzial besteht. Jacques Bourgeois beispielsweise kommt im Sensebezirk bloss auf 12,6 Prozent der Stimmen. Da bleibt viel Raum für eine Verbesserung, wenn beispielsweise Waeber zugunsten von Bourgeois auf den zweiten Wahlgang verzichten würde. Umgekehrt kommt Waeber im Greyerzbezirk nicht auf 20 Prozent, obwohl die SVP auch da wählerstärkste Partei ist.
Diese Luft nach oben haben die beiden Erstklassierten vom Sonntag kaum. Der bisherige Ständerat Christian Levrat (SP) und Staatsrat Beat Vonlanthen (SVP) haben dank ihres Bekanntheitsgrads in allen Bezirken eine solide Basis: Levrat hat mit 36,9 Prozent im Seebezirk die geringste Unterstützung, Vonlanthen mit 32,5 Prozent im Vivisbachbezirk. Mit Ausnahme des Sensebezirks, wo er nur Rang 2 belegte, gewann Levrat in allen Bezirken am meisten Stimmen.
Wenig überraschend hat der SP-Mann Levrat in den Agglomerationen am meisten Stimmen geholt: Im Saanebezirk mit 52,4 Prozent gar das absolute Mehr. Vonlanthen dagegen schwingt im Sensebezirk mit 49,4 Prozent obenaus.
Es bewahrheitete sich, dass Sensler Sensler wählen: Auch Emanuel Waeber machte in seinem Stammbezirk ein gutes Resultat: 31,6 Prozent. In St. Antoni, der Wohngemeinde Waebers und Vonlanthens, machte der amtierende Staatsrat 670 Stimmen; Waeber nur 438.
Vonlanthen erzielte im Seebezirk sein zweitschlechtestes Ergebnis, aber immer noch mehr Stimmen als Waeber.
Waeber analog zur SVP
Während Beat Vonlanthen seine Stimmen mehr oder weniger unabhängig von der Wahlerstärke seiner Partei in den einzelnen Bezirken holte, war Waeber da am erfolgreichsten, wo es auch seine Partei war. Entsprechend gering sind bei ihm die Unterschiede zwischen seinen Wählerprozenten und den Anteilen der SVP-Nationalratsliste in den jeweiligen Bezirken.
Jacques Bourgeois scheint seine treusten Wähler im Greyerzbezirk zu haben, wo die FDP traditionell stark verankert ist. Auf den Seebezirk mit der FDP-Hochburg Murten kann sich der Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes kaum verlassen (Rang 4), eher schon auf die ländlichen Bezirke wie Glane (32,5 Prozent).
Interessant wird sein, wohin die Stimmen der ausgeschiedenen Kandidaten Ralph Alexander Schmid (GLP) und Patrick Castioni (BDP) in einem zweiten Wahlgang gehen. Beide machten in ihren Bezirken ihr bestes Resultat. Doch während Castionis 3,4 Prozent in der Broye vernachlässigbar sind, gingen immerhin 18,6 Prozent der Stimmen aus dem Seebezirk an Schmid. Auch im Sensebezirk machte der Deutschsprachige mit 17,7 Prozent ein gutes Resultat.
Sense 37,9 % Greyerz 42,5 % See 36,9 % Christian Levrat(SP) 39 014 StimmenBeat Vonlanthen(CVP) 34 365 StimmenJacques Bourgeois(FDP) 22 272 StimmenEmanuel Waeber(SVP) 20 343 Stimmen