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Humphrey, Morg et al. führten eine Meta-Analyse zu Wirkungen von Tätigkeitsmerkmalen im Sinne des Modells der Arbeitscharakteristika von Hackmann&Oldham durch. Welche Aussage ist falsch?
In der Studie werden als Kriterium neben leistungsbezogenen Kriterien (behavioral outcomes z.B. Leistung, Absentismus) auch Rollenbezogene Wahrnehmungen (role perception outcomes z.B. Rollenkonflikt, Rollenambiguität) betrachtet.
Merkmale des Arbeitsplatzes (job context characterictics) wie körperliche Anforderungen oder Ergonomie erklären keine Varianz in den untersuchten Kriterien, wenn für Arbeitsinhalte (motivational characteristics) und soziale Merkmale kontrolliert wird.
Im Sinne des Modells der Arbeitscharakteristika werden erlebte Bedeutsamkeit und erlebte Verantwortung für Ergebnisse und Wissen über die aktuellen resultate als vermittelnde Erlebniszustände untersucht und teils als Mediatoren belegt.
Soziale Merkmale erklären zusätzliche Varianz in zahlreichen Kriteien über Arbeitsinhalte hinaus.
Autoren belegen, dass Arbeitsinhalte (motivational characteristics) substanzielle Zusammenhänge zum Wohlbefinden (wellbeeing, zB Stress, Burnout) aufweisen.
Die Firma O.C. stellt Beschichtungen für Schalterschränke her. Die in der Produktion frei werdenden Dämpfe wurden bisher als unkritisch für die Gesundheit eingeordnet. Eine aktuelle EU-Vorgabe weist inzwischen niedrigere Grenzwerte für die Konzentration aus. Nach der veränderten Richtlinie treten in der Produktion Konzentrationen auf, die als gesundheitsbeeinträchtigten angesehen werden. Die Firma entschließt sich den Mitarbeitern 20 Euro für ne Packung Gasmasken zu zahlen. Um welche Form der Arbeitsgestaltung handelt es sich?
Projektierende Arbeitsgestaltung
Kompensierende Arbeitsgestaltung
Korrigierende Arbeitsgestaltung
Präventive Arbeitsgestaltung
Prospektive Arbeitsgestaltung
Psychosoziale Funktionen nach Semmer & Udris (2004) Was ist falsch?
Zeitstrukturierung
soziale Anerkennung
sozioökonomischer Status
persönliche Identität
Korrelation und Kontakt
Mohr gibt einen Überblick zur Psychologischen Forschung zum Thema Erwerbslosigkeit. Welche der folgenden Antworten ist falsch?
Bei Meta-Analysen zur Erwerbslosigkeit fanden Paul & Moser dass der Zusammenhang zwischen Erwerbslosigkeit und psychischer Beeinträchtigung nicht durch Drittvariablen wie schlechte körperliche Gesundheit oder geringes Qualifikationsniveau zu erklären ist.
Die wenigsten Studien zu Erwerbslosigkeit enthalten Daten vor Eintritt der Arbeitsplatzunsicherheit (in der alten Beschäftigung). Insofern kann von einer Überschätzung der Zusammenhänge aber auch von Mittelwertsunterschieden innerhalb von Personen ausgegangen werden, zumal die ermittelten Werte in der Phase der Erwerbslosigkeit nicht mit der "wahren" Basisrate der psychischen Beeinträchtigung verglichen werden.
Nach dem agency restr... model von Fryer sind die Zusammenhänge zwischen Erwerbslosigkeit und beeinträchtigter Gesundheit in erster Linie durch die mit der Erwerbslosigkeit einhergehenden (finanziellen/materiellen) Verarmung bedingt. Fryer spricht in diesem Zusammenhang von "psychological corrosive poverty".
Ein verbreiteter Zugang zur Erfassung von Erwerbslosigkeit ist das quasiexperimenteller Hilfsdesigns. in dem erwerbslos gewordene Personen zu Beginn der Erwerbslosigkeit und zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt unterscuht werden.
Eine besondere methodische Herausforderung, der sich Forscher im Bereich der Erwerbslosigkeit stellen müssen ist Sozialisations- und Selektionseffekte zu trennen. Da bereits Arbeitsplatzunsicherheit bzw. drohende Erwerbslosigkeit psychische Beeinträchtigungen hervorrufen kann, sollten idealerweise Daten -hier wird meine schrift undeutlich aber der sinn stimmt: vo- ...wurden bevor der Arbeitsplatz überhaupt bekannt war.