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Das gute Wetter hat auch für eine gute Kirschernte gesorgt. Da es an gewissen Ort zu viele Kirschen gab, haben sich Bauern teilweise dazu entschieden, einen grossen Teil ihrer Kirschen an den Bäumen hängen zu lassen.
Die Bäume wären voll von den süssen runden Früchten. Doch statt in unserem Mund, auf einer Wähe oder Verarbeitet zu Hochprozentigem, hängen die Kirschen von Fredy Stutz an den Bäumen und verderben. Der Landwirt, für den die Kirschen ein schönes Nebeneinkommen wären, hat anfangs Juli einen Brief der Landi Oberseetal erhalten, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er nur noch rund einen Drittel der letztjährigen Obstmenge liefern dürfe. Konkret statt rund 2.4 Tonnen nur rund 800 Kilogramm. Die Landi Oberseetal verweist in ihrem Brief auf die Distillerie Diwisa in Willisau, die die Kirschen verarbeitet. Es gäbe zu viele Brennkirschen, daher die Mengenbeschränkung.
Eine genauere Erklärung gibt es von der Landi Oberseetal nicht, sie verweist auf die Diwisa, die die Weisung erlassen hätte. Der Geschäftsführer und Inhaber der Diwisa, Adrian Affentranger, erklärt, dass auf Seiten der Diwisa nichts grundsätzlich geändert wurde. Warum es zu dieser Kürzung um zwei Dritteln gekommen ist, kann Adrian Affentranger nicht erklären.
Fredy Stutz überlegt sich, wie es nun mit seinen Obstbäumen weitergehen soll. Er kann sich sogar vorstellen, die Kirschbäume zu fällen, weil der Aufwand sich nicht mehr lohnt. Für Adrian Affentranger von der Diwisa wäre es aber auch eine Möglichkeit, dass Fredy Stutz seine Brennkirschen direkt der Diwisa liefert.