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Das Ziel des Projekts war es, gleichzeitig den Hochwasserschutz und die Umfahrungsstrasse Worb zu realisieren. Es sollte keine Güterzusammenlegung stattfinden, da die Korrekturen zu kleinflächig waren. Für das geplante Rückhaltebecken und den Gerinneausbau sowie die zusätzlichen Bestockungen gab es grossen Widerstand von Seiten der betroffenen Landwirte und den vielen Anwohnern. Es wurde mehrfacher Landersatz gefordert. Man hatte bereits versucht, Flächen vor den Verhandlungen zu erwerben um einfachen Realersatz (1:1) zu ermöglichen. Bei sinnvoller Grösse der zu ersetzenden Fläche wäre dies das Ziel gewesen, ansonsten ist freihändiger Landerwerb geplant gewesen. Gewisse Flächen wurden nach der Planung auch rückbonitiert, da sie in Zukunft stärker für Überschwemmungen gefährdet sind. Diese Rückbonitierungen wurden bereits einmalig entschädigt. Bei einem Ereignis werden separate Entschädigungen ausbezahlt und individuelle Lösungen gesucht. Die Schadenhöhe wird durch neutrale Schätzer nach den Richtlinien von Agroscop festgelegt und entschädigt. Diese Vorgehensweise hat sich nun auch für andere Projekte institutionalisiert. Es gab Konflikte in der Ausgestaltung des Ufers. Während die Fischer möglichst viele Unterschlupfmöglichkeiten für Fische forderten, setzten sich Landwirte für eine möglichst einfach zu pflegende Ufergestaltung ein. Grundsätzlich ist die Gemeinde für den Unterhalt des Ufers zuständig, da der Uferstreifen bis zur Interventionslinie im Besitz der Gemeinde steht. Einige Landwirte waren froh darum und wollten möglichst nichts mit dem Gewässer zu tun haben, andere wollten den Unterhalt am liebsten selbst übernehmen, damit das Ergebnis auch den eigenen Vorstellungen entspricht und forderten dafür die gleiche Entschädigung, wie sie auch die Gemeindemitarbeiter für ihre Arbeit erhalten. Das Forschungsinstitut Agroscop legt Entschädigungsrichtlinien für Landwirte fest, welche jedoch tiefer liegen als die geforderten Entschädigungen. Dieser Entschädigungsansatz wurde schliesslich den Landwirten auch in Dienstbarkeitsverträgen in Aussicht gestellt. Es gab darauf nur sehr wenige Beschwerden und man konnte sich in persönlichen Gesprächen mehrheitlich einigen. Dies hatte auch damit zu tun, dass U. Zaugg als Leiter der Einspracheverhandlungen von den Landwirten als «ihr Vertreter» angesehen wurde, da er auch einen landwirtschaftlichen Hintergrund hat. Damit wurde eine Vertrauensbasis geschaffen, welche für den Verlauf der Verhandlungen von grosser Wichtigkeit war.
Hochwasserprobleme, Neue Umfahrungsstrasse
Mehrere ha
Umfahrungsstrasse Worb
Gewässerunterhalt/Pflege und Landwirtschaft vs. Fischerei (Ufergestaltung)
Kanton Bern (Umfahrung, Kantonsstrasse), Gemeinde Worb (Wasserbau)
TBA Kanton Bern (Adrian Fahrni, aarewasser), Gemeinden (Hochwasserschutz Wichtrach und Worb), Abteilung Strukturverbesserung Kanton Bern, Vertreter Berner Wanderwege, Grundeigentümer, Vertretung Fischerei, Schätzungskommission,
ausdolung, uferstrukturierung
Dienstbarkeitsverträge, Rückbonitierungen, Realersatz 1:1 (anhand der Bodenpunkte), Landerwerb auf Vorrat für Realersatz, freihändiger Landerwerb bis zur Interventionslinie, Entschädigungen im Falle eines Hochwasserereignisses.
Jüngere Landwirte haben mehr Verständnis für Ökomassnahmen, solange die Restfläche effizient bewirtschaftet werden kann.
Der Fächer mit verschiedenen Ansichten zu dieser Thematik weitet sich immer mehr aus. Das Verständnis für Ökologie wächst insgesamt, auch dank der Direktzahlungen.
Vertrauensperson als Verhandlungsperson (mit landwirtschaftlichem Hintergrund).
Generationenprobleme und Erinnerung an den Produktionsdruck in den Kriegszeiten.
Es gibt immer wieder Schlüsselmomente, welche schwierig zu bewältigen sind.
Kombination mit Strassenprojekt, Dienstbarkeiten, Rückbonitierungen, Realersatz, Interventionslinie, Entschädigungen bei Hochwasserereignis