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Makulaloch
Bei der Entstehung eines Makulaforamens (lat.: Foramen=Loch) bildet sich ein Loch in der zentralen Netzhaut, das heisst direkt im Sehzentrum. Ursächlich hierfür ist, ohne Patienteneinwirkung, eine krankhafte Wechselwirkung zwischen dem Glaskörper, der Gelsubstanz, welche das Auge ausfüllt, und der zentralen Netzhaut. Es entwickeln sich krankhafte Zugkräfte, die letztlich zu einer allmählichen Entstehung eines Makulaforamens führen.
Wenn die zentrale Netzhaut ein Loch aufweist, kann an dieser Stelle nicht mehr gesehen werden und es kommt zu einer Sehverschlechterung. Dies fällt insbesondere beim Lesen auf, wenn einzelne Buchstaben plötzlich zu fehlen scheinen, oder aber auch dadurch, dass es schwer fällt Details zu sehen. Zum Beispiel wird es nicht mehr möglich sein, einen Faden in eine Nadel einzufädeln. Wenn die Lochgröße zunimmt, wird die Sehverschlechterung immer stärker bemerkbar. Zu einer kompletten Erblindung führt die Erkrankung nicht. Das heisst, das zentrale Sehen ist betroffen, wohingegen das periphere Sehen erhalten bleibt. Das Makulaforamen wird durch eine augenärztliche Untersuchung festgestellt und kann mithilfe von Geräteuntersuchungen, wie der optischen Kohärenztomographie (OCT), detailliert dargestellt werden. Das Makulaforamen wird mittels Vitrektomie (Entfernung des Glaskörpers) behandelt. Anschliessend wird die Netzhaut mit einem Gas tamponiert. Die Erfolgschance beträgt über 90%, dass es postoperativ zu einem Verschluss kommt.
Abbildung 1: Makulaloch
Abbildung 2: Optische Kohärenztomographie beim Makulaloch