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Auf dem Areal der Schweizer Armee in Turtmann soll nach Plänen des Bundes ein Bundesasylzentrum entstehen. Es soll Platz für 480 Asylsuchende bieten mit bis zu 180 Arbeitsplätzen.
Am Dienstag hat der Bund den Sachplan Asyl (SPA) in Vernehmlassung geschickt. Der Entwurf des Sachplans wurde von Bundesstellen unter Beizug von kantonalen Stellen in den Jahren 2014 bis 2016 vorbereitet. Vom 4. April bis zum 4. Juli 2017 läuft zum Entwurf des SPA bei den Kantonen und betroffenen Gemeinden die Anhörung nach Art. 19 der Raumplanungsverordnung.
Mit der Verabschiedung des SPA durch den Bundesrat (ca. Ende 2017) werden die darin enthaltenen Standortfestlegungen für Bundesasylzentren für alle Planungsbehörden verbindlich. Im Sachplan Asyl sind neu mit Turtmann und Martinach auch zwei Walliser Standorte enthalten.
Das Bundesasylzentrum in Turtmann dient primär der Unterbringung von Asylsuchenden und bei Bedarf der Durchführung von Asylverfahren. Die Hauptfunktion der Anlage ist noch in Diskussion; der Bedarf für die nötigen Schlaf- und Arbeitsplätze entsprechend offen. Die Unterbringung von Asylsuchenden erfordert Neubauten.
Das Grundstück gehört zum ehemaligen Militärflugplatz und wird zum Teil von der Militärpolizei genutzt. Ein Bundesasylzentrum mit Verfahrensfunktion müsste über 480 Unterbringungsplätze und rund 180 Arbeitsplätze verfügen.
Ebenfalls als Standort für ein Bundesasylzentrum vorgesehen ist Martinach. Auf Boden der Eidgenössischen Zollverwaltung soll der Standort primär der Unterbringung von Asylsuchenden dienen. Dieses Bundesasylzenturm hätte eine Kapazität von 250 Unterbringungsplätzen für Asylsuchende. Für die Verwaltung würden einige Arbeitsplätze geschaffen; auch für das Betreuungs- und Sicherheitspersonal würden Arbeitsplätze bereitgestellt. Martinach ist als strategische Reserve angedacht.zen