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Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet mit einem schnelleren Abbau des weltweiten Überangebots an Rohöl als bislang angenommen. Aufgrund einer robusten Nachfrage aus China, Indien und anderen Schwellenländern sei für die erste Jahreshälfte nur noch mit einem durchschnittlichen Überschuss von 1,3 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu rechnen, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der IEA mit Sitz in Paris.
Im April war die Organisation, in der sich 29 Staaten als Gegengewicht zu den Ölfördernationen zusammengeschlossen haben, noch von 1,5 Millionen Barrel täglich ausgegangen.
Gleichgewicht am Markt
«Die Zahlen des aktuellen Berichts bestätigen die Richtung am Ölmarkt hin zu einem Gleichgewicht», heisst es in dem Bericht. Im späteren Jahresverlauf sei mit einer «dramatischen» Schrumpfung des Überangebots auf 200 000 Barrel pro Tag zu rechnen.
Auf Angebotsseite verschiebt sich das Gewicht stärker in Richtung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Die Opec-Produktion habe das höchste Niveau seit 2008 erreicht, so die IEA. Dagegen gehe die Produktion der Nicht-Opec-Länder deutlich zurück, vor allem, weil die niedrigen Ölpreise Frackinganbieter aus den USA vom Markt verdrängten. Hinzu komme momentan der verheerende Waldbrand in Kanada, der für Produktionsausfälle sorge.
(sda/ise)