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In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres baten 14'277 Menschen in der Schweiz um Asyl, davon 5962 im zweiten Quartal. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 bedeutete dies eine Zunahme von 20 Prozent, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Eine Prognose zum weiteren Geschehen sei nicht möglich.
Im Juni 2016 gingen 2329 Asylgesuche ein, etwa ein Viertel mehr als noch im Mai, aber gleichzeitig rund 40 Prozent weniger als im Juni 2015. Die meisten im Juni ins Verfahren aufgenommenen Asylsuchenden stammten aus Eritrea, nämlich 512. Weitere häufige Herkunftsländer sind Somalia (255 Gesuche) und Syrien (149).
Das SEM erledigte im vergangenen Juni 2728 Asylgesuche in erster Instanz. Auf 585 Gesuche traten die Schweizer Behörden auf Grund des Dublin-Abkommens nicht ein. 549 Personen erhielten Asyl und 588 weitere wurden vorläufig aufgenommen.
Bei 3238 Personen ersuchte die Schweiz im zweiten Quartal einen Dublin-Staat um Übernahme. 1103 Asylsuchende wurden ins für sie zuständige Dublin-Land überstellt. Umgekehrt reisten 100 Asylsuchende, für die die Schweiz zuständig ist, aus Dublin-Staaten ein. Die Schweiz war bei 877 Personen um Übernahme ersucht worden.
Im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge kamen im zweiten Quartal 231 Flüchtlinge ins Land. Die meisten von ihnen sind Syrer und Syrerinnen aus Libanon. Zu dieser Gruppe gehören aber auch 24 Iraker und irakische Palästinenser, die laut SEM in Syrien stark gefährdet waren.
Weitere 34 Schutz suchende Menschen kamen im Rahmen des Relocation-Programms der EU aus Italien in die Schweiz. Zu ihrer Staatsangehörigkeit machte das SEM keine Angaben. Mit diesem Programm werden 160'000 bereits in Europa angekommene Flüchtlinge auf einzelne Staaten verteilt.
(SDA)