Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03516.jsonl.gz/1903

Les Jouets de Monsieur Brenier
Die Spielsachen des Herrn Brenier
Mein Interesse für die Citroën-Fahrzeuge mit Raupenantrieb (Kegresse) hat mich mit ganz besonderen Menschen in Kontakt gebracht. Über einen habe ich bereits früher berichtet: Eric Deschamps, der in der Haute Provence lebt und über ein breites Wissen über die Kegressen und besonders über die verschiedenen „Croisières“ (Expeditionen) von Citroën verfügt. Er hat mehrere Bücher geschrieben und mir die Gelegenheit gegeben, als vermutlich erster Schweizer seit über 50 Jahren mit einer Kegresse zu fahren. Es handelte sich dabei um einen Citroën P4, ein Raupenfahrzeug auf B2-Basis von 1923, das bei der „Croisière Noire“ als Versorgungsfahrzeug eingesetzt worden war.
Daneben besitzt Eric auch eine Kopie eines Citroën P19 der „Croisière Jaune“, einem Raupenfahrzeug auf Basis C4F von 1930 mit vielen originalen Accessoires der „Groupe Pamir“. Als neustes Spezialfahrzeug hat er sich eine möglichst originalgetreue Kopie des Wüstenfahrzeuges von Prinz Kemal el Dine aufgebaut. Basis B2 mit Doppelbereifung an der Hinterachse.
Diese sowie eine Vielzahl von Informationen und Bildern findet man auf der Webseite von Eric Deschamps unter http://www.croisieres-citroen.com . Durch die Freundschaft mit Eric kam ich in Kontakt mit Pierre Brenier. Monsieur Brenier ist 1935 geboren. Er wohnt in Saint-Blaise am Neuenburger See, unmittelbar gegenüber des zukünftigen Martini-Museums. Martini war die bedeutendste Schweizer Automobilfabrik, in der zwischen 1897 und 1937 rund 3600 Fahrzeuge gebaut wurden. Dabei handelte es sich um Personenwagen aus dem oberen Preissegment sowie um Nutzfahrzeuge. Die Fahrzeuge waren technisch nicht besonders modern, aber sehr robust und zuverlässig.
Pierre Brenier’s Vater arbeitete bei Martini als Schlosser und Kunstschmied. Nach dem Zusammenbruch von Martini kam die Firma FAEL (Fabrique d’appareils electriques) in die alten Werkhallen, wo Kochherde, Boiler, aber auch Butagas-Flaschen und Radiatoren gebaut wurden.
Pierre Brenier selbst trat 1979 als gelernter Elektro-Mechaniker in die Dienste der FAEL. 19 Jahre lang montierte er Maschinen, war verantwortlich für das Schärfen von Werkzeugen und schliesslich für den allgemeinen Unterhalt. Die FAEL brauchte viel Blech für Tests von Maschinen zur Herstellung von Konservendosen. Eine grosse Menge dieses Bleches gelangte zum Schrott, was Monsieur Brenier dazu brachte, „etwas“ Dreidimensionales zu machen. Er begann mit dem Bau von Modellen von Militärfahrzeugen im Massstab 1:18.
Da er sich auch für die Raupenfahrzeuge von Citroën interessiert, baut er Modelle der verschiedenen Expeditionen, der „Croisière Noire“ (1924/25), der „Croisière Jaune“ (1931/32) und der „Croisière Blanche“ (1934) in verschiedenen Massstäben, von 1:10 bis 1:28.
Er bietet Modelle der zwei Postautos auf Citroën Kegresse Basis an, sowie Wüstenfahrzeuge und Nachbauten von „Jouets Citroën“: http://www.saint-blaise.net/gens/p-brenier.html
Da Herr Brenier alle Teile selbst herstellt, kann er auch auf Sonderwünsche eingehen. Seine Modelle sind nicht billig, aber in Anbetracht der Handarbeit und des Detailreichtums ihren Preis wert.
Kontakt: Pierre Brenier, 2072 Saint-Blaise. <email-pii>