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«Die Sprint-Staffel bleibt eine Priorität für mich»
Leichtathletin Lea Sprunger entschliesst sich zu einem Disziplinen-Wechsel. Die Sponser-Sportlerin aus der Romandie war bisher in den Sprintdistanzen (100 m und 200 m) aktiv. Nun will sie sich an den 400 m Hürden versuchen.
Die Umstellung soll behutsam erfolgen. 2015 will beispielsweise an den Hallen-EM in Prag (6. bis 8. März) im «regulären» 400-m-Rennen teilnehmen. An der Universiade in Gwangju (Skor/8. bis 14. Juli) und den WM in Peking (22. bis 30. August) will die Waadtländerin dann an Titelkämpfen über 400 m Hürden an der Startlinie stehen. Danach ist die EM in Amsterdam und Olympia 2016 in Rio im Visier der schnellen Läuferin.
Die Gründe für einen Wechsel ins Hürden-Lager sind vielschichtig. An den EM vom August in Zürich hatte Lea Sprunger den 9. Platz über 200 m erreicht. Mit der 4×100-m-Staffel ist Lea Sprunger insgesamt sieben Schweizer Rekorde gelaufen. Warum nun der Wechsel? Die Erkenntnis: Wer in der Sprint-Weltspitze mithalten will, muss zwangsläufig afrikanische oder karibische Gene haben, um erfolgreich zu sein. Nicht so bei den Hürden-Strecken. Weil diese sehr technisch sind, haben auch weisse Athleten eine Chance, an der Spitze mitzutun. Einen Versuch will Lea Sprunger nun wagen – ohne ihre Leidenschaft für die Staffel zu verlieren. «Die Sprint-Staffel bleibt eine Priorität für mich», hält sie fest.