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Der europäische Flugzeugbauer Airbus darf sich über einen Grossauftrag aus Taiwan freuen. Die taiwanesische Fluggesellschaft EVA Air sichert sich neben direkten Bestellung auch zusätzliche Optionen.
Was eint Korean Air, die Lufthansa und EVA Air? Sie haben in diesem Jahr eine Bestellung über mehrere Flugzeuge bei Airbus aufgegeben. Korean Air gab erst kürzlich die Bestellung über 20 Airbus A321neo bekannt. Anfang diesen Jahres bestellte die Lufthansa zehn Airbus A350-1000. EVA Air geht einen Schritt weiter und bestellt sowohl Flugzeuge vom Typ Airbus A321neo als auch vom Airbus A350-1000, wie unter anderem Fvw berichtet.
EVA Air treibt Flottenmodernisierung voran
Das Star Alliance Mitglied aus Taiwan, EVA Air, sichert dem Flugzeugbauer Airbus einen Grossauftrag, der ein Volumen von über zehn Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 9’02 Milliarden Franken, aufweist. Üblicherweise erhalten Fluggesellschaften auf Bestellungen in dieser Grössenordnung jedoch einen Rabatt. In den kommenden Jahren erhält die Fluggesellschaft bis zu 24 Airbus A350-1000. Neben 18 fest bestellten Flugzeugen, die zwischen 2026 und 2030 zur Flotte stossen sollen, sicherte sich die Fluggesellschaft eine Option über sechs weitere Airbus A350-1000. Mittelfristig sollen die hochmodernen Airbus A350 die in die Jahre gekommenen Boeing 777-300ER ersetzen. Einige von den insgesamt 34 Boeing 777-300ER weisen ein Alter von knapp 20 Jahren auf. Darüber hinaus soll in den kommenden Jahren die A330-200-Teilflotte weiteren Boeing 787 weichen.
Für die Kurz- und Mittelstrecke entschied sich EVA Air nicht etwa für die Boeing 737 MAX, sondern für den Airbus A321neo. Vom Airbus A321 unterhält die Fluggesellschaft eine Teilflotte, die aus derzeit 16 aktiven Flugzeugen besteht. Kürzlich lieferte der Leasinggeber GECAS, kurz für GE Capital Aviation Services Limited, den ersten von insgesamt weiteren acht geleasten Airbus A321-200. Sobald die Leasingverträge auslaufen, sollen die nun jüngst bestellten 15 Airbus A321neo die A321-200 ablösen.
Fazit zur Grossbestellung von EVA Air
Mit der Grossbestellung von EVA Air sichert sich Airbus einen weiteren Milliarden-Auftrag. Als Reaktion auf die neuerliche Bestellung konnte die Airbus-Aktie sogar einen Aufwärtstrend von knapp 0,25 Prozent verzeichnen. Doch nicht nur die Aktionäre dürfen sich freuen. EVA Air kann mittelfristige die eigene Flotte modernisieren, nachdem sie aufgrund der Pandemie eine Dreamliner-Bestellung kürzen musste.