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In den vergangenen fünfzehn Jahren haben die kulturpolitischen Organe der Kantone und der Städte sowie Pro Helvetia neue Instrumente zur Unterstützung und Förderung von Theater- und Tanzproduktion (z.B. gemeinsame Unterstützungsvereinbarungen) sowie der Verbreitung entsprechender Werke (Corodis, Reso) entwickelt.
In Anbetracht der jüngeren Entwicklungen im Bereich der darstellenden Künste und der hohen Anzahl produzierter Werke, die kaum Verbreitungskanäle bzw. überhaupt Wahrnehmung finden, zeichnen sich heute neue Fragen und Bedürfnisse ab.
Es ist Zeit, die Finanzierung von Arbeiten und Bühnenschaffenden zu überdenken und/oder auszuweiten – und dabei auch neue Instrumente zu berücksichtigen, die einen Reflexionsprozess und eine Ausrichtung auf künstlerische Prozesse ermöglichen, die über das reine Produzieren von Stücken hinausgehen.
Mit der Sensibilisierung für neue Prozesse und mit Instrumenten, die Arbeitsweisen diversifizieren und Räume für die Forschung schaffen, entstehen womöglich neuartige Kreationsformate. Sie werden neue Existenzformen und damit innovative Formen des Publikumskontakts hervorbringen, die Qualität des Kunstschaffens fördern und neben der Verbreitung im klassischen Sinne andere Ziele in den Vordergrund stellen.
Der Workshop umfasst Präsentationen zu bestehenden oder geplanten Massnahmen, Erfahrungsberichte zu Residenzen (Forschungsaufenthalten) sowie eine Gruppenarbeit zu den behandelten Themen.