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Der obere Abschnitt auf einer 1,5 km breiten Terrasse, die als kleines Thälchen zwischen den steilen
Wänden des
Bächistockes
und dem abgerundeten und begrasten
Leuggelstock liegt und in die der kleine
Oberblegisee eingesenkt ist. 256 ha
Fläche.
Nährt 120 Kühe. 7
Hütten in drei Gruppen (1270, 1440 und 1451 m).
Am W.-Rand der Alp findet sich in der
Firstwand
eine 0,5-1 m mächtige Schicht von Eisenoolith (Dogger), sog. Blegioolith, der zahlreiche Fossilien (Ammoniten, Belemniten,
Terebrateln, Rhynchonellen) enthält.
Hier sind die Liaskalke von Gletscherschliffen geglättet und zu Rundhöckern gestaltet worden. Südl. vor dem
See liegen
mehrere Kränze von Endmoränen des einstigen Glärnischgletschers. Der Oberblegisee ist aber keineswegs ein blosser Moränenstausee,
da seineWanne in anstehendem Fels eingesenkt ist. Gegen eine Auskolkung der
Wanne durch Gletschereis sprechen
trotz der vielfachen Spuren einstiger Gletschertätigkeit die ziemlich beträchtliche
Tiefe und die trichterförmige Beschaffenheit
des Seebeckens mit den an mehreren
Stellen nachweisbaren Abflussspalten, in die das
Wasser rauschend hineinströmt. Es fliesst
also
der See durch Spalten im anstehenden Gestein unterirdisch ab. Baltzer und Blumer fassen unter Berücksichtigung
aller dieser Verhältnisse den Oberblegisee als einen Erosionstrichter- oder Dolinensee auf, dessen Becken nachträglich
noch durch die Gletschertätigkeit einigermassen modifiziert worden ist. Es darf angenommen werden, dass das
Wasser des
Sees
in einer Reihe von sehr konstanten Quellbächen, die dem
Luchsingerbach zueilen, wieder zu Tage tritt,
obwohl ein Färbungsversuch mit Fluoreszeïn (wohl wegen nicht ausreichender Dauer der Beobachtungszeit) ein negatives Resultat
geliefert hat. Die vom Volke seit alter Zeit geglaubte Annahme, dass die 1,4 km ö. vom
See entspringende Quelle des
Leuggelbaches
der Abfluss des Oberblegisees sei, wird von Blumer abgelehnt. (Siehe Blumer, Sam. Zur Entstehung derglarner. Alpenseen in den Eclogae GeologicaeHelvetiae. VII, 1902). Der Oberblegisee wird häufig besucht und kann von
Schwanden,
Nidfurn oder
Luchsingen her in 2½-3 Stunden bequem erreicht werden.
(Kt. Bern,
Amtsbez. und Gem. Büren).
480 m.
Weiler, 1 km ö. der Station
Büren der Linie
Solothurn-Lyss. 15
Häuser, 108 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Büren. Hier stand einst eine stark besuchte Wallfahrtskapelle mit einem wunderwirkenden Muttergottesbild,
deren Kollatur 1185 dem Kloster
St. Johann bei
Erlach und seit 1495 der Stadt
Bern zustand. Auf Befehl der Regierung vernichtete
der Ratsherr Anton
Noll am das erwähnte
Bild und liess später auch die ganze
Kapelle niederreissen,
deren schöne Glasmalereien in die Pfarrkirche
Büren versetzt wurden, wo sie heute noch zu sehen sind.
Ofenfabrik, zwei Sägen, eine Ziegelei, Steinbrüche. Zahlreiche Bewohner arbeiten auch in den Fabriken von Burgdorf. Landwirtschaft.
Der Schachen geheissene Kern des Dorfes reiht sich auf eine Strecke von 2 km längs der Strasse Burgdorf-Langnau auf, während
ein anderer Teil mit der Pfarrkirche etwas abseits vor dem Eingang in den Lauterbachgraben liegt. Die
Pfarrkirche St. Georg stand zuerst unter dem Patronat der Herren von Brandis, die ihre Rechte 1256 an das Benediktinerkloster
Trub verkauften, von dem sie nach der Reformation an Bern
übergingen.
War bis 1401 zugleich auch Pfarrkirche von Burgdorf, wurde 1497 in gotischem Stil neu erbaut und 1870 restauriert und
mit einem schönen neuen Glockenturm versehen. Im Chor ein gutes modernes Glasgemälde (Christus die Kinder segnend). Von
Oberburg lösten sich 1539 Tschameri und Gomerkinden (bei Hasle) und 1704 Heimiswil als eigene Pfarreien ab. Der Ort wird 1139 zum
erstenmal genannt und verdankt seinen Namen einer einst über der Kirche stehenden Burg, die im Gegensatz
zur sog. Unteren Burg in Burgdorf die Obere Burg hiess und der Sitz der um die Mitte des 14. Jahrhunderts erlöschenden Edeln
von Oberburch war. Im Bauernkrieg nahmen die Leute von Oberburg Partei für die Aufständischen, wofür nachher der Ammann
Christian Wynistorf und zwei seiner Anhänger mit ihren Köpfen büssen mussten. Hier wirkte 1670-1701
als Pfarrer der durch verschiedene theologische Schriften bekannt gewordene Johann Erle aus Thun, der 1667-1670 Pfarrer von
Grindelwald gewesen war und sich damals während einer fürchterlichen Pestepidemie durch seine aufopfernde Tätigkeit
ausgezeichnet hatte. Siehe Schweizer, Karl. Chronik von Oberburg.Burgdorf 1902.
Der Reihe nach Eigentum der Familien Manuel aus Bern,
Meyer
aus Murten und von Diesbach aus Freiburg,
dann von den reformierten Gemeinden des Seebezirkes angekauft und zu einem
Waisenhaus umgewandelt, das 1893 eröffnet wurde und jetzt 36 Pfleglinge zählt.