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Pünktlich zum 250. Geburtstag
Zu Humboldts 250. Geburtstag erschien die Berner Ausgabe seiner «Sämtlichen Schriften». Am 2. September 2019 wurde sie im Rahmen einer Buchvernissage der Öffentlichkeit vorgestellt.
In diesen kleineren Schriften berichtet Humboldt ausführlich über seine Expeditionen. Sie leisten Beiträge zu zahlreichen Fachgebieten – von der Anthropologie über die Zoologie bis hin zur Klimawissenschaft. Humboldt erzählt darin von den Urvölkern Amerikas und den Denkmälern, die von ihnen übriggeblieben sind. Er nimmt aber auch Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Themen: zu Kolonialismus, Sklaverei, Welthandel und Judenemanzipation.
Humboldt entwarf auch wissenschaftliche Programme und Visionen für weltweite Beobachtungsstationen, multimediale Erlebnisräume und einen Panama-Kanal. Seine Schriften, die er während 70 Jahren veröffentlichte, enthalten zahlreiche Informationen über sein Leben. Und nicht zuletzt sind sie von ästhetischer Qualität.
Die Essays wurden in mehrjähriger Arbeit zusammengeführt. Die Edition, in 10 Bänden mit über 6‘800 Seiten im dtv publiziert, umfasst Veröffentlichungen in 15 Sprachen aus 1’240 Zeitungen und Journalen, die an 450 Orten in aller Welt erschienen sind. 95 Prozent dieser Texte waren seit Humboldts Tod nie wieder gedruckt worden.
Bitte keine Autogrammwünsche
Die Berner Ausgabe enthält auch Humboldts letzten Artikel, den der fast 90-Jährige kurz vor seinem Tod publizierte: Darin bittet er die Öffentlichkeit, ihn mit Gutachteranfragen zu verschonen, mit Autogrammwünschen sowie mit «Anerbietungen, mich häuslich zu pflegen, zu zerstreuen und zu erheitern».