Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/1490

Tipp des Pro`s11. Januar 2024
Wie schaffe ich einen guten Saisoneinstieg? Beginne mit deinem Training, wie im Folgenden beschrieben oder buche eine Golfstunde bei Ralf Lehmann unter folgendem link: Online Buchung
Die meisten Golfer trainieren oft ohne einen passenden Plan und beginnen ihre Saison mit einem Eisen 7, das sie 100mal zu derselben Fahne schlagen. Für einen erfolgreichen Wiedereinstieg empfehle ich nach den bekannten schlauen didaktischen Prinzipien zu verfahren, also:
1. vom Leichten zum Schweren
2. vom Kleinen zum Grossen
3. vom Langsamen zum Schnellen
Konsequent umgesetzt heißt das: vom Putten, zum Chippen, zum Pitchen und dann erst zum vollen Schwung, am besten mit einem einfachen Schläger wie z.B. der PW.
Putten: Viele Spieler denken „Putten kann ich, das brauche ich doch nicht trainieren.“ Folgender Test zeigt wie gut Du bist. Deine Aufgabe ist es Putts aus 3-6-9-12 und 15 Metern an das Loch zu spielen. Du hast dabei als Zielkorridor einen 20% Radius. Das heißt ein 3 Meter Putt sollte innerhalb 60cm vor oder 60cm hinter dem Loch zum liegen kommen. Bei einem 15 Meter Putt darf der Ball 3m vor bis 3m nach dem Loch liegen bleiben.
Putt-Training: Beginne bei 3 Metern vom Loch und putte 10 Mal. Wenn 8 Bälle innerhalb der 20% Vorgabe liegen bleiben gehe auf 6 Meter. Erst wenn Du 8 von 10 Bällen in den Korridor gespielt hast, dann gehe an die nächste Station.
Chippen:“ Erst wenn Sie nicht mehr Putten können solltest Du Chippen.“ Dieser Leitsatz gilt sogar für gute Spieler, denn ein schlechter Putt ist immer besser als ein schlechter Chip. Manche Spielsituationen erfordern allerdings einen Chip.
Beim Chippen solltest Du von Beginn an einen flachen und einen hohen Chip erlernen. Dafür verwendest Du die gleiche Schlagtechnik, aber unterschiedliche Schläger. Für den hohen Chip empfehle ich ein SW und für den flachen Chip ein Eisen 9.
Es gibt 2 Aufgaben die Du beim chippen üben solltest:
Chip-Training:
- Landepunkt treffen: Wähle einen Punkt etwa 1-2 Meter nach Grünanfang auf dem Grün aus und lege dort ein Headcover von deinen Holzern hin. Stecke darum Tees in einem 20% Radius von der Stelle an der Du spielst. Beispiel: Du stehst 8 Meter von dem Headcover entfernt, dann sollest Du die Tees jeweils 1,6 Meter vom Headcover entfernt stecken. Das ist Ihre Landezone. Chippe nun 10 Bälle mit SW im Flug in die Landezone. Wenn Du 7 von 10Mal getroffen hast, dann wechsle auf dein Eisen 9.
- Ball ans Loch spielen: Diese Übung funktioniert wie die Chipübung 1, nur ist jetzt das Loch die Mitte Ihrer Zielzone. Beginne mit einem 10 Meter Chip an. Die Tees stecken dann 2 Meter um das Loch. Beginne mit dem PW, wenn 7 von 10 Bällen darin liegen bleiben mache die gleiche Übung mit deinem Eisen 9. Solltest Du das nach kurzer Zeit geschafft haben und noch Chip Trainingszeit übrig haben wechsle auf ein weiter entferntes Ziel.
Pitchen: „Pitchen Sie erst wenn Sie nicht mehr chippen können!“, denn ein getoppter Pitch rollt erbarmungslos über das ganze Grün. Ein getoppter Chip hingegen rollt sicher zu weit, bleibt aber evtl. auf dem Grün liegen.
Beim Pitchen solltest Du mit zwei Schlägern üben. Dem Pitching Wedge (PW) und deinem Sandwedge (SW). Wie bei den vorigen Übungen ist die Aufgabe einen 20% Korridor zu treffen. Im Gegensatz zum Chippen trenne ich aber nicht zwischen Landepunkt und Endpunkt. Du solltest aber mehrere Distanzen beherrschen.
Training: Übe den 20-40 und 60 Meter Pitch. Die Zielkreise um die Fahnen haben Radien von 4-8 und 12 Metern (20 Prozent). Beginne beim 20 Meter Pitch mit dem SW. Wenn 6 von 10 Bällen im Korridor liegen mache die Übung mit dem PW. Dann gehe auf 40 Meter und wenn noch Trainingszeit bleibt auf die 60 Meter. Solltest Du vor Ende deiner Trainingszeit immer noch bei 20 Metern sein, ist dies ein klares Zeichen, dass Du eine Golflektion buchen solltest.
Das Lange Spiel: Beim langen Spiel würde ich zu Beginn der Saison eine Trainerstunde buchen, um keine falschen Bewegungsmuster einzuspeichern.
Eine schöne Golfsaison 2024 wünscht Ralf Lehmann und das Swiss Golf Park Team