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XXth KONGRESS DER EUROPEAN ASSOCIATION OF UROLOGISTS (EAU),
ISTANBUL, Türkei, March 19 (ots/PRNewswire)
-
- Dosisfindungsstudie mit Degarelix, einem neuartigen
Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRH)-Rezeptorblocker, zeigt optimale
Wirksamkeit bei höheren Dosen.
Die heute zum ersten Mal vorgestellte Phase-II-Eskalationsstudie
zeigt vielversprechende Aussichten für die Anwendung von Degarelix
von Ferring bei der Behandlung von Prostatakrebs(1). Aufgrund dieser
ermutigenden Ergebnisse steht Degarelix jetzt vor dem Eintritt in
klinische Studien der Phase III.
In der randomisierten Multicenterstudie mit 172 Männern im Alter
zwischen 48 und 89 wurde die Wirksamkeit von Degarelix durch
Kontrolle der Plasmakonzentration von Testosteron (T) und des
Prostata-spezifischen Antigens (PSA) bei Patienten getestet, die mit
Dosen zwischen 120 mg und 320 mg bei Plasmakonzentrationen zwischen
20 bis 60 mg/ml behandelt wurden. 169 Patienten (98 %) wurden nach 28
Tagen evaluiert. Kein Patient hat die Studie aufgrund von
Nebenwirkungen abgebrochen. Die Wirkung von Degarelix war abhängig
von der Dosis und Plasmakonzentration. Die beste Wirkung wurde bei
einer initialen Dosis von 240 mg (40mg/ml) erzielt, wobei 96 % der
Patienten Testosteron-Plasmakonzentrationen von weniger oder gleich
0,5 ng/ml am 3. Tag und am 28. Tag (nach Applikation) aufwiesen.
"Die Studie hat gezeigt, dass Degarelix bei optimaler Dosierung
die Testosteronproduktion schnell, anhaltend und massiv
unterdrückte", kommentierte Dr. Tammela, beratender Urologe, Tampere,
Finnland. "Die Blockierung der Testosteronproduktion durch Degarelix
könnte für die Patienten von Nutzen sein. Unter der Therapie mit
Degarelix scheinen Probleme, die mit hormonellen Behandlungen (z.B.
mit GnRH Agonisten) verbunden sind, nicht aufzutreten. Dies sind
durch einen anfänglichen Testosteronanstieg ausgelöste Symptome, die
mit dem schweren Aufflackern der Krankheit einhergehen können.
Die heute vorgestellten Ergebnisse bestätigen die positiven
Resultate bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit, die in früheren
Phase-II-Studien mit Degarelix festgestellt und im September 2004 an
der SIU vorgestellt wurden.(2)
"Die Ergebnisse dieser Studie spielen eine Schlüsselrolle bei der
Planung der zukünftigen klinischen Entwicklung von Degarelix",
erklärte Dr. Bo-Eric Persson, Director Medical Sciences
Urologie/Onkologie bei Ferring Pharmaceuticals, dem Hersteller des
neuen Präparates.
Degarelix
Degarelix ist ein GnRH-Blocker aus einem synthetischen Peptid, dem
das körpereigene Gonadotropin-Releasing-Hormon als Vorbild diente.
Die Wirkungsweise von Degarelix
Die Mehrzahl der Tumoren, die bei Patienten mit neu
diagnostiziertem Prostatakrebs auftreten, benötigen für ein
kontinuierliches Wachstum Testosteron und stehen mit erhöhten
PSA-Konzentrationen in Zusammenhang.
Unter den derzeit angewandten Hormon-Therapeutika gegen
Prostatakrebs befinden sich z.B. GnRH-Agonisten. Anders als Degarelix
stimulieren diese Medikamente den GnRH-Rezeptor in der
Hirnanhangdrüse. Sie zeigen den gewünschten klinischen Effekt,
stimulieren aber zunächst die Testosteronproduktion, bevor sie diese
dann letztendlich unterbinden. Diese initiale Stimulation der
Rezeptoren regt das hormonabhängige Tumorwachstum eher an als es zu
unterdrücken und kann zu einem Aufflackern und damit zu einer
vorübergehenden Verschlechterung der Krebssymptome führen.
Degarelix bindet an den GnRH-Rezeptor und blockiert diesen.
Dadurch wird die Testosteronproduktion ohne plötzlichen Anstieg
schnell, anhaltend und massiv unterdrückt und das Risiko eines
Aufflackerns der Krebserkrankung vermieden. GnRH-Blocker machen daher
die Verabreichung eines zweiten hormonellen Wirkstoffs, eines
Anti-Androgens, unnötig. Anti-Androgene werden normalerweise
eingesetzt, um das Wiederaufflackern zu bekämpfen.
Über die Studie
Siehe separates Informationsblatt: Studienhintergrund
Über Prostatakrebs
In Industrienationen ist Prostatakrebs die zweithäufigste Ursache
für den Krebstod bei Männern und verantwortlich für rund einen von
sechs krebsbedingten Todesfällen bei Männern. Heute verursacht nur
Lungenkrebs mehr Todesfälle. Bedingt durch die alternde Gesellschaft
wird jedoch innerhalb der nächsten zehn Jahre Prostatakrebs an die
erste Stelle treten.
Aktuelle Behandlungsoptionen bei Prostatakrebs
Die gegenwärtigen therapeutischen Optionen umfassen operative
Eingriffe, Strahlentherapie, hormonelle Manipulationstherapie oder
eine Kombination dieser Optionen. Die Behandlungsmethode ist abhängig
vom Alter des Patienten und seinen medizinischen Begleiterkrankungen.
Es existiert kein einheitliches Behandlungsschema und die
Behandlungsmuster variieren in den verschiedenen Ländern. Viele
verschiedene Hormontherapien werden bei Prostatakrebs durchgeführt,
einschliesslich bilaterale Orchidektomie (operative Entfernung der
Testikel), GnRH-Analoga und Anti-Androgene.
Über Ferring
Ferring ist ein weltweit aktiver forschender
Arzneimittelhersteller. Das Unternehmen identifiziert, entwickelt und
verkauft innovative Produkte in den Bereichen Endokrinologie,
Gastroenterologie, Gynäkologie, Infertilität und Urologie. In den
letzten Jahren expandierte Ferring und verfügt jetzt weltweit über
Zweigniederlassungen in mehr als 40 Ländern.
Um mehr über Ferring oder über unsere Produkte zu erfahren,
besuchen Sie uns unter www.ferring.com
.
Referenzen:
1. Teuvo L.J. Tammela, Peter Iversen, Jan-Erik Johansson et al.
Degarelix - a phase II multicentre, randomised dose-escalating
study testing a novel GnRH receptor blocker in prostate cancer
patients [Degarelix- eine randomisierte, multizentrische
Phase-II-Dosiseskalationsstudie zum Testen des neuartigen
GnRH-Rezeptorblockers bei Patienten mit Prostatakrebs].
Poster-Präsentation auf dem XX EAU-Kongress, 16.-19. März 2005,
Istanbul, Türkei.
2. Weston PMT, Hammonds J, Vaughton et al. Degarelix; a novel GnRH
antagonist tested in a multicentre, randomised dose-finding study in
prostate cancer patients [Degarelix; ein neuartiger GnRH-Antagonist,
getestet in einer randomisierten, multicentrischen
Dosisfindungsstudie bei Patienten mit Prostatakrebs]. 27. Kongress
der Société Internationale d'Urologie, Hawaii, USA, 3.-7. Oktober
2004. Podium-Präsentation, 5. Oktober.
ots Originaltext: Ferring Pharmaceuticals A/S
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Michael George,
Ferring International Center, tel: +45-28-78-72-09, email:
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; Oder: Penny Whitecross / Pat Pearson,
Ruder Finn UK Ltd, tel: +44-207-462-8900, mobile: +44-7796-990-815
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