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Neukaledonien – ein wahrer Geheimtipp14. Oktober 2015
Erst kürzlich wurde mein Traum wahr und ich bin via Australien nach Neukaledonien gereist.
Vor einer Reise nach Neukaledonien ist eine grundsätzliche Frage zu klären: „Wo liegt das überhaupt?“ „La France d’outre mer“ – Nouvelle Calédonie liegt südöstlich von Tahiti, rund 1500 Kilometer östlich von Australien entfernt. Die Flugdauer ab Zürich ist ca. 20 Stunden. Die nationale Fluggesellschaft Air Calin fliegt von den meisten australischen Grossstädten (Brisbane, Melbourne, Sydney) in weniger als 3 Flugstunden nach Nouméa-die Hauptstadt von Neukaledonien. Obwohl das kaledonische Klima das ganze Jahr über angenehm ist, empfehlen wir Neukaledonien zwischen April und November zu bereisen, denn dann herrscht ein gemässigtes Tropenklima. Die Inselgruppe besteht aus der Hauptinsel, Grande Terre und der Insel Ile des Pins, sowie den Loyalitätsinseln: Lifou, Maré und Ouvéa.
Mit der Einrichtung einer Strafanstalt, die Neukaledonien zur Sträflingskolonie machte, wie es auch im benachbarten Australien der Fall war, setzte im 19. Jahrhundert ein erster massiver Zustrom von Europäern ein. Seit rund 3000 Jahren leben die Kanaken auf den Inseln und seit 1853 die Franzosen. Das kanakische Leben auf Neukaledonien ist nach wie vor in Stämmen organisiert, die sich auf die verschiedenen Dörfer auf den Inseln verteilen. In einigen Stämmen gibt es sogar die Möglichkeit, in kleinen Privatpensionen unterzukommen.
Die Amtssprache ist Französisch, aber es werden auch rund dreißig melanesische Dialekte im gesamten Land gesprochen.
Nouméa
In der im Südwesten gelegene Hauptstadt findet man viele Häuser im Kolonialstil vor. Nouméa ist eine europäische Stadt in Melanesien. In den zahlreichen Boutiquen kann man ausgiebig Souvenirs einkaufen und gemütlich durch die Strassen schlendern. Zudem bietet Nouméa eine Vielzahl an Strassencafés und Restaurants.
Tipp: Aussichtspunkt Parc naturel du Ouen Toro
Der Süden von Grande Terre besticht durch seine rostrote, eisenoxidreiche und mineralhaltige Erde. Hingegen ist der Osten bekannt für seine feuchte, felsige, schroffe und grüne Küste mit üppiger Vegetation und erfrischenden Wasserfällen. Der Norden ist unbeugsam und stürmisch, hat wilde Pferde und bietet eine fantastische Unterwasserwelt. Ebenen, so weit das Auge reicht, eine Landschaft aus Savannen und Eukalyptusbäumen erlebt man im Westen. Zudem findet man in dieser Region das berühmte Herz von Voh.
Gleich nach der Ankunft empfiehlt es sich, das mitgebrachte Geld in die Lokalwährung (CFP-Franc) zu wechseln. Der Transfer vom internationalen Flughafen nach Nouméa dauert ca. 45 Minuten. Eine gut ausgebaute Strasse führt um die ganze Insel.
Wir haben unsere Reise nach Déva fortgesetzt. Es lohnt sich einen Stopp in La Foue zu machen um sich etwas zu erfrischen.
Tipp: Hotel Sheraton Déva – eines der schönsten Hotels, die ich je gesehen habe! (Skytours Katalog Seite: 232)
Bestaunen Sie die Surfer im Sonnenuntergang beim Roche Percée.
Am darauffolgenden Tag sind wir nach Bourail gefahren, wo es sich lohnt das Museum mit dem dazugehörigen Shop Tourisme zu besuchen. Die Fahrt von Küste zu Küste dauert mit dem Mietwagen ca. eineinhalb Stunden.
Tipp: Ein Schwepps Passion oder ein Number One Bier probieren!
Ile des Pins
Ein absolutes Must ist ein Besuch auf der Insel Ile des Pins – ein Juwel des Lichts!
Der Flug vom Nouméa Magenta Flughafen mit Air Nouvelle Calédonie dauert nur ca. 20 Minuten und hat Free-Seating. Es lohnt sich jedoch sehr sich einen Fensterplatz zu schnappen, denn die Aussicht während dem Flug auf die verschiedenen Riffe ist atemberaubend! Die Natur ist hier einfach unglaublich schön! Es ist ein wahnsinniges Gefühl etwas zu erleben, von dem ich bislang glaubte es würde nur als digital bearbeitetes Foto existieren. Der Sand ist weiß und fein und die Lagunen kristallklar und türkisblau.
Ein einmaliges Erlebnis war, den gesamten Tag mit den Einheimischen auf einem Zodiac-Boot zu verbringen. Sie kennen die Lagunen wie ihre eigene Hosentasche und führten uns zu traumhaften Sandbänken, wo wir in kristallklarem Wasser schnorcheln und Baden konnten. Sie brachten uns zu Schildkröten-Verstecken, wo wir die schönen, eleganten Tiere hautnah bestaunen konnten. Wir durften mit Mantas schnorcheln und die ganz Mutigen unter uns durften mit Haien baden – das habe ich jedoch den andern überlassen. Natürlich sind wir nicht verschont geblieben und sahen etwa ein Dutzend der inseleigenen Schlangen, welche anscheinend für uns Menschen ungefährlich sind.
Das Highlight für mich war ein von den Einheimischen zubereiteter Lobster-Lunch, welcher wir unter Palmen auf einer Sandbank geniessen durften. Anschliessend haben wir am menschenleeren Strand nach einmaligen Muscheln und Korallen gesucht. Im Sonnenuntergang sind wir dann wieder zurück ins schöne Hotel gebracht worden.
Tipp: Hotel Le Méridien Ile des Pins, an einer wunderschönen Badebucht gelegen. (Skytours Katalog Seite: 232)
Ich bin nun am Ende meiner Reise angekommen und bin unglaublich froh, dass ich einen Teil Neukaledoniens erleben durfte. Es war traumhaft!