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Prostatakrebs ist das häufigste bösartige Tumorleiden des Mannes. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter markant an. Es gibt Familien, in welchen der Prostatakrebs gehäuft vorkommt, teils auch schon bei eher jüngeren Männern unter 50 Jahren. Jeder zehnte Mann erkrankt in seinem Leben an Prostatakrebs, jeder 30. Mann stirbt daran.
Die Ursachen sind bis heute unbekannt. Die wichtigsten Risikofaktoren für diese Krebserkrankung sind:
- Alter
- Familiäre Belastung (Verwandter ersten Grades: 3-faches Risiko; zwei Verwandte ersten Grades: 10-faches Risiko)
- Sehr wahrscheinlich Ernährungsgewohnheiten (Tomaten, Soja scheinen das Risiko zu erniedrigen, hoher Konsum von Fleisch und tierischen Fetten scheint es zu erhöhen)
- Afroamerikaner haben ein erhöhtes, Asiaten ein erniedrigtes Risiko im Vergleich zur weissen Bevölkerung
Eine sinnvolle Prävention gibt es somit nicht. Theoretisch könnte man über eine Kastration oder anderweitige Manipulation des Hormonhaushaltes das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, stark reduzieren. Aus begreiflichen Gründen ist eine solche Prävention jedoch kaum durchführbar beziehungsweise nicht empfehlenswert. Ein weiterer Ansatz der Prävention ist es, die Krankheit möglichst früh zu erkennen, damit sie noch geheilt werden kann. Dazu gehört neben der bereits erwähnten Untersuchung durch den Arzt die Bestimmung des prostata-spezifischen Antigens (PSA). Das PSA ist ein Eiweiss, welches von Prostatazellen und somit auch von Prostatakrebszellen produziert wird und im Blut in Erscheinung tritt. Jeder Mann hat etwas PSA im Blut, welches man mit einem Labortest nachweisen kann. Steigt der PSA-Gehalt an, besteht je nach Ausmass dieses Anstiegs ein mehr oder weniger starker Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakrebses. Bei begründetem Verdacht hilft auch die Ultraschalluntersuchung weiter. Verdächtige Befunde müssen dann mit feinen Nadeln punktiert werden, um das Vorliegen eines Krebses zu beweisen.