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Rapper Kanye West erklärte am Samstag, dass er für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten kandidieren wird. West machte die Ankündigung auf Twitter und erhielt kurz nach der Veröffentlichung der Nachricht Unterstützung.
Kanye West twitterte: «Wir müssen jetzt das Versprechen Amerikas verwirklichen (Anm.d.Red.: 'In God we trust'), indem wir Gott vertrauen, unsere Vision vereinen und unsere Zukunft aufbauen. Ich kandidiere für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten! #2020VISION»
Kurz darauf tauchte die Frage auf, ob er das Jahr 2020 meint – und damit in vier Monaten Donald Trump angreifen will – oder ob er sich für die Wahlen 2024 in Position bringen will. Nun präzisierte West, dass er bereits im kommenden November antreten will. Dazu will er eine eigene Partei gründen, die «Birthday Party» («Wenn wir gewinnen, ist das ein Geburtstag für alle»).
Elon Musk stellt sich hinter West
Umgehend meldete sich Tesla-CEO Elon Musk zu Wort und twitterte: «Du hast meine volle Unterstützung.»
Der 43-Jährige Rapper hatte in der Vergangenheit bereits über eine Kandidatur für das Präsidentenamt gesprochen. Während eines Auftritts beim «Fast Company Innovation Festival» in New York City im Jahr 2019 erklärte West, er wolle 2024 für das Präsidentenamt kandidieren.
«Das ist sehr interessant», wird Amtsinhaber Donald Trump zitiert. Der Rapper habe «eine echte Stimme». Zu fürchten scheint sich Trump nicht. «Sollte er für 2020 kandidieren, müsste er das als Testlauf dafür sehen, was in vier Jahren bis zur nächsten Präsidentenwahl passiert», sagte Trump dem Portal «RealClearPolitics». Eine gegenwärtige Kandidatur Wests «müsste auf bestimmte US-Staaten beschränkt bleiben, weil in einigen die Fristen dafür bereits abgelaufen sind» (102 von 538 möglichen Stimmen fehlen automatisch).
Als unabhängiger Kandidat kann der 43-jährige West jedoch in den anderen Staaten gerade jüngere Wähler besser ansprechen als der Republikaner Donald Trump (74) oder sein demokratischer Herausforderer Joe Biden (77).
Von Jesus getragen
Gegenüber dem Magazin «Forbes» sagte er, dass ihn Jesus Christus durch seine Krise getragen hatte. Auf die Frage, wie er diese schwierige Zeit überstehen konnte, antwortet der Rapper, es sei auf den «radikalen Gehorsam gegenüber Jesus Christus» zurückzuführen. Der Glaube sei auf dem Weg zur Genesung entscheidend gewesen. Vor bald zwei Jahren begann er zudem mit der Durchführung von Sonntagsgottesdiensten, die einen Gospelchor und andere musikalische Darbietungen beinhalten. Heute gehören auch Predigten dazu. Er selbst bezeichnete sich wiederholt als «wiedergeborener Christ».
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