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Armenien
CC/Shaun Dunphy
Bereits seit geraumer Zeit bemüht sich der Rat des Kirchenbundes – im Einklang mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen ÖRK und der Konferenz Europäischer Kirchen KEK – die offizielle Anerkennung als Völkermord an den Armeniern zu unterstützen. So hat der Kirchenbund verschiedentlich öffentlich Stellung bezogen. Namentlich hat er zusammen mit der römisch-katholischen Schweizer Bischofskonferenz SBK sowie der Christkatholischen Kirche der Schweiz 2003 ein gemeinsames Memorandum veröffentlicht, kurz bevor der Nationalrat über die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern beriet und sie schliesslich auch beschloss.
Schweizer Kirchen und Gemeinden haben die ArmenierInnen im Osten der Türkei seit dem Beginn der Verfolgung unterstützt. Mehrere von ihnen haben sich nach dem Völkermord überaus aktiv an der Aufnahme von mehreren Hundert armenischen Flüchtlingen in der französischen Schweiz beteiligt. Heute noch werden Verbindungen zu Hilfseinrichtungen für die Nachkommen armenischer Flüchtlinge unterhalten, insbesondere in Griechenland durch die Stiftung Armenofas, in der auch zwei Repräsentanten des Kirchenbundes vertreten sind. Vom Völkermord war auch die assyrische Bevölkerung der damaligen Türkei betroffen. Das hat bislang keine vergleichbare politische Anerkennung erfahren. Der Kirchenbund steht in regelmässigem Kontakt mit Organisationen zur Vertretung assyrischer Interessen und engagiert sich für die Verteidigung assyrischer Ansprüche, etwa im Falle des Klosters Mor Gabriel in der Osttürkei.