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Avaya, einst ein aufstrebender Herausforderer von Cisco im Netzwerk- und Kommunikationsbereich, kommt schon seit rund 12 Jahren immer wieder in Schieflage. Zuletzt musste das New Yorker Unternehmen 2017 eine Überschuldung zugeben und unter den Schutz des US-Konkurs- und Gläubigerschutzverfahrens "Chapter 11" flüchten
. Daraufhin verkaufte das Unternehmen unter anderem seine Netzwerksparte
, wurde Ende 2017 aus dem Chapter 11 entlassen und ging Anfang 2018 an die Börse
.
Nun scheint Avaya wieder am Rande der Insolvenz. Wie 'Bloomberg' aufgrund der Aussagen von Insidern berichtet
, führt das Unternehmen gegenwärtig Gespräche mit Investoren, darunter Apollo Global Management, Ares Management und Invesco, über eine Refinanzierung. Dabei soll es darum gehen, ob man Chapter 11 anmelden soll, und was danach geschehen könnte. Eine der Möglichkeiten, die diskutiert werde, ist laut den Insidern, dass die Investoren weiteres Geld einschiessen und Schulden übernehmen würden. Im Gegenzug dazu könnten sie die Kontrolle über Avaya erhalten.
Der Chapter-11-Antrag könnte laut 'Bloomberg' schon Ende dieses Monats eingereicht werden.
Andere Investoren dürften laut 'Bloomberg' ein Insolvenzverfahren nutzen, um Klagen gegen Avaya einzureichen. Dadurch hätte Avaya dann noch mehr Sorgen am Hals. Der Anlass dazu könnte eine auf Aktien basierende Anleihe sein, welche das Unternehmen im vergangenen Sommer aufgenommen hat, kurz bevor es unerwartet schlechte Quartalszahlen
veröffentlichte. Diese Investoren, so 'Bloomberg', haben wegen des danach fallenden Aktienkurses einiges Geld verloren. Um sich die Möglichkeit, Klagen einzureichen, nicht zu verbauen, würden sich diese Investoren nun auch weigern, mit Avaya zu reden.