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Seit ihrer Entstehung hat die Pfadibewegung das Ziel, Kindern und Jugendlichen Gelegenheit zu bieten, Gleichaltrige aus anderen Ländern, Kulturen und Religionen kennenzulernen und ihnen vorurteilsfrei zu begegnen. Weltweit zählt die Pfadibewegung über 30 Mio. Mitglieder. Die PBS ist Mitglied der "World Organisation of Scout Movement" (WOSM, Sitz in Genf, über 20 Mio. Mitglieder) und der "World Association of Girl Guiding and Girl Scouting" (WAGGGS, Sitz in London, rund 10 Mio. Mitglieder). In der Schweiz und auch im restlichen Europa arbeiten die Pfadiverbände üblicherweise geschlechtergemischt. In vielen anderen Teilen der Welt bestehen zumeist getrennte Organisationen, die den jeweiligen gesellschaftlichen Realitäten entsprechen.
Internationale Pfadi-Treffen
Alle vier Jahre findet ein Weltlager der Pfadi statt, das Jamboree. Dies ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, Pfadi aus aller Welt kennenzulernen. 1991 fand das Jamboree in Korea statt, 1995 in Holland, 1999 in Chile, 2003 in Thailand, 2007 in England, 2011 in Schweden und 2015 in Japan. Die jungen Erwachsenen in der Pfadi treffen sich am World-Moot. Das 9. World-Moot fand 1992 in Kandersteg, 1996 in Schweden, 2000 in Mexiko, 2004 in Taiwan, 2010 in Kenia und 2013 in Kanada statt.
Kleinere internationale Lager finden jedes Jahr in allen Gegenden der Welt statt. Daneben pflegen die Pfadi Brieffreundschaften, persönliche Kontakte von Abteilung zu Abteilung, Besuche in den internationalen Weltpfadizentren (Kandersteg und Adelboden in der Schweiz, Zentren in Indien, England und Mexiko) oder nehmen am Jamboree on the Air teil, einem Pfaditreffen im "Äther" mit Hilfe von Amateurfunkern. Neu bietet aber auch das Internet, z.B. mit dem Jamboree on the Internet, zahlreiche Möglichkeiten für Kontakte und Austausch unter den Pfadi.
Partnerschaftprojekte
In Europa ist die Pfadi vielfach eine Freizeitorganisation mit wichtigen erzieherischen Zielen. In manchen anderen Regionen unterstützen Pfadiorganisationen zusätzlich die Hilfe zur Selbsthilfe. Pfadigruppen helfen beispielsweise mit, Wasserversorgungen einzurichten, die Grundbegriffe der Hygiene zu vermitteln, über AIDS zu informieren und Kindergärten aufzubauen.
Partnerschaften zwischen Pfadiverbänden aus Süd und Nord / Ost und West schaffen die materiellen Voraussetzungen für Projekte und sensibilisieren die hiesigen Pfadi für die Thematik.
Die Pfadibewegung Schweiz pflegt seit 1991 eine längerfristige Partnerschaft mit den Pfadi in Burkina Faso. Konkrete Projekte für den Bau eines Kindergartens, Aufforstungsprojekte und Austauschprogramme boten schon manchen Pfadi aus der Schweiz unvergessliche Wochen in Afrika.
Seit 1998 ist die PBS aktiv in einer Partnerschaft mit den Rumänischen Pfadfinderinnen am Wiederaufbau der dortigen Pfadi engagiert, die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ausbildung, Austausch von Pfadigruppen und im Vorstellen partizipativer Strukturen. Daneben werden auch Projekte in anderen osteuropäischen Ländern unterstützt.
Quelle: Pfadibewegung Schweiz, www.pbs.ch