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Was heute Konzept der Volkswagen-Gruppe ist, nahm 1962 mit Typ 147 seinen Anfang.
Wer in den 1970er Jahren aufgewachsen ist, kennt den Fridolin, mit ihm fuhren damals in Deutschland und in der Schweiz die Pöstler rum.
Warum der Fridolin „Fridolin“ heisst
VW wurde im Februar 1962 von der Deutschen Bundespost mit der Entwicklung eines Fahrzeugs beauftragt, da die bis dahin auf dem Markt befindlichen Automobiltypen ungeeignet waren. Nach dem unzufriedenen Test mit dem Goggomobil-Transporter, klopfte man bei VW an, die ihrerseits auf die Westfalia-Werke verwies, die bereits Umbauten für Postfahrzeuge vorgenommen hatte. Volkswagen zeichnete sich daraufhin als Generalunternehmer verantwortlich und lieferte die Teile für den Typ 147, wie er offiziell hiess. Den Namen „Fridolin“ bekam das unförmige Ding von Westfalia-Mitarbeiter. Und er blieb.
Um die Kosten gering zu halten, wurde der geplante Wagen möglichst weitgehend aus Teilen anderer Fahrzeuge zusammengesetzt. Kommt bekannt vor? So stammten die Achsen, der Motor und das Getriebe vom Käfer, das Chassis vom Karmann-Ghia, Scheinwerfer vom VW Typ 3, Motorklappe und andere Teile vom VW-Transporter, die Heckklappe war dem T1 entlehnt, aber kürzer.
Die Schweizer Fridolins wurden gepimpt
1964 ging der VW Fridolin in Serie. Fahrbereit wog der Fridolin 935 kg und war damit gut 200 Kilo schwerer als ein Export-Käfer. 6139 Fahrzeuge wurden gebaut, die meisten hat die Post gekauft – alleine 1203 Stück gingen an die schweizerische Post. Diese wurden allerdings im Vergleich zur deutschen Ausgabe gepimpt: Die Schweizer Fridolins hatten einen 1,3 Liter-44 PS-Motor (statt 1,2 Liter mit 38 PS), Scheibenbremsen vorne, Standheizung, Lüftungsklappe im Dach, Aussenspiegel nicht an den Türen sondern auf den vorderen Kotflügeln, eine spezielle Innenausstattung, und in den letzten Baujahren ein grösseres Fenster in der Rückwandklappe sowie Heckscheiben in den Ecken, um besser rangieren zu können.
1974 lief bei Westfalia die Produktion des Fridolins aus, ein kleiner Reservebestand an Neufahrzeugen wurde von der PTT aber noch bis 1977 in Betrieb genommen. Heute existieren weltweit schätzungsweise nur noch um die 200 Exemplare.