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Hydrologie: Die Ösch entspringt beim Weiler Hub nahe Burgdorf auf 650 m.ü.M, ist 28 km lang und mündet auf 415 m.ü.M. bei Wangen in die Aare. Sie hat ein Einzugsgebiet von 84.5 km² und bei der Mündung eine Wasserführung von etwa 2.1 m³ pro Sekunde, mit dem heute zum Russbach abgeleiteten Wasser waren es früher ca. 6 m³ pro Sekunde.
Etymologie: Gemäss Greule leitet sich der Name von ab von ahd *osja, germ. *ausja = schöpfen, giessen, überschütten. Im GLS Bd. 3 von 1905 lautete die Deutung: Bach, an dessen Ufer Eschen wachsen, von ahd. asca = Esche. Der Fluss durchliesst die Orte Oberösch und Niederösch, sodass auch die Deutungen der beiden Ortsnamen für die Deutung herangezogen werden können. Dort deutet das LSG auf den Seiten 649/667 beide Ortsnamen so wie Zinsli und Greule, sodass die Deutung des GLS von 1905 als veraltet zu betrachten ist.
Flussnamentyp: Die Ösch gehört zum Typ der althochdeutschen Benennungen. Obwohl der Flussname schon indoeuropäisch nachgewiesen ist, entstand der Name der hier genannten Ösch wohl erst ab dem Jahr 500-600, daher die Zuteilung zur althochdeutschen Sprache.
Geologie: Durch ein schmales Erosionstal fliesst die Ösch in das Wynigental, das während der letzten Eiszeit eine Schmelzwasserrinne am Rand des Rhonegletschers bildete. Allerdings bleibt der Bach nur für ungefähr 1 km in diesem Tal mit 250 m breitem, flachem Talboden. Beim Weiler Grafenschüren wendet sich die Ösch westwärts, verlässt das Wynigental und fliesst in einem Quertal durch die bewaldeten Molassehöhen, welche einst vom Gletschereis überformt wurden. Dabei nähert sich die Ösch der Emme bis auf einen Kilometer. Bei Ersigen nordöstlich von Kirchberg (BE) öffnet sich das Quertal, die Ösch erreicht die breite Schwemmebene der unteren Emme (Wikipedia).
Flussgeschichte: Bei Subingen wurde in den 1970er Jahre eine Gewässerkorrektion durchgeführt, bei welcher der Ösch etwa 2/3 des Wassers abgezweigt und in den Russbach umgeleitet wurde, der einen wesentlich kürzeren Weg bis zur Mündung in die Aare hat. Die Ösch trieb früher zahlreiche Mühlen und eine Säge an. Es gediehen Forellen. Heute ist der Flusslauf weitgehend begradigt und die Wasserqualität ist wegen der Landwirtschaft eingeschränkt.
Quellen: Wikipedia, Greule, Zinsli BNB 4, S 106, GLS Bd. 3, 1905, LSG 2005, S 649/667.