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Die Stiefelgeiss ist eine klassische Landrasse. Landrassen sind Rassen, die nicht speziell auf hohe Leistungen gezüchtet wurden oder werden. Oft entstanden solche Rassen nicht gesteuert, sondern die Tierhalter wählten die Tiere zur Zucht aus, welche sich unter den gegebenen natürlichen Bedingungen am besten bewährten. Mit dem Verzicht auf eine gezielte Leistungszucht behielten die Landrassen eine grössere genetische Breite. Dies zeigt sich nach aussen oft in einer nicht einheitlichen Erscheinung in Farbe oder Form, was aber gute wirtschaftliche Leistungen nicht ausschliesst.
Erhaltungszucht
Der SGS versucht die Stiefelgeiss in ihrer genetischen Breite zu erhalten. Erhaltungszucht bedeutet in erster Linie, die Rasse mit möglichst vielen verschiedenen Tieren auf eine genügend grosse Anzahl Tiere zu erweitern und diese somit vor dem Aussterben zu bewahren. Trotzdem eignet sich nicht jedes Tier zur Zucht, denn eine Rasse wird sich nur dann erhalten können, wenn sie auch einen gewissen wirtschaftlichen Nutzen abwirft. So gesehen lassen sich Zielkonflikte zwischen Förderung der Leistungsmerkmale und Erhalt der genetischen Breite nicht immer vermeiden.