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Washington - Die Beschwerden über sexuelle Belästigung in der US-Armee haben erneut zugenommen. Im Steuerjahr 2009, das im September endete, seien 3230 Beschwerden und damit elf Prozent mehr als im Vorjahr eingereicht worden, teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington mit.
Bereits im Steuerjahr 2008 war die Zahl der Beschwerden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent gestiegen. Das Pentagon führte den erneuten Anstieg der Beschwerden auf eine stärkere Sensibilität für das Thema sexuelle Gewalt zurück. Das Ministerium hatte eine Kampagne gestartet, um das Bewusstsein für das Problem zu erhöhen.
Opfer sexueller Übergriffe können dies melden, ohne dass ihre Befehlshaber oder die Polizei davon unterrichtet werden. Auch Zivilisten, die von Armeeangehörigen belästigt wurden, können sich an das Pentagon wenden.
Im vergangenen Steuerjahr wurden 2284 Untersuchungen wegen sexueller Übergriffe eingeleitet, in 983 dieser Fälle wurden die Beschuldigten bestraft. Von ihnen wurden wiederum 42 Prozent vor ein Militärgericht gestellt.
SDA-ATS