Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/2515

Während hunderttausenden von Jahren war Holz die einzig aktiv genutzte Energiequelle des Menschen. Erst mit den technischen Weiterentwicklungen im Zuge der industriellen Revolution setzten sich kohlebetriebene Dampfmaschinen zunehmend als Energiequelle durch. Mit dem rasanten Anstieg des Kohleverbrauchs sank gleichzeitig die Nachfrage nach Energieholz. Zwar erlebte die Brennholzproduktion während den beiden Weltkriegen eine kurzfristige Hochkonjunktur, doch bereits ab Januar 1946 stiegen in Europa die Importe von festen und flüssigen fossilen Brennstoffen stark an.
Das einsetzende Erdölzeitalter verdrängte die Energieholznutzung nahezu vollständig von der Bildfläche. 1970 betrug der Anteil des Holzes am Gesamtenergieverbrauch noch etwa 1%, und nur gerademal 20% des im Wald geschlagenen Holzes waren direkt für die Energiegewinnung bestimmt. Erst mit der Ölkrise 1973 und dem damit verbundenen Anstieg des Erdölpreises erwachte das Interesse an der Holzenergie von neuem.
Holzenergie gewinnt an Bedeutung
Seit den 1990er Jahren hat die Holzenergienutzung infolge des technologischen Fortschritts, aber auch durch gezielte Massnahmen der Schweizerischen Energiepolitik und einer wachsenden Sensibilität der Bevölkerung für Umweltfragen wieder zugenommen. Holzenergie trägt aktuell mit 4,2% am Gesamtenergie- und 10,6% am Raumwärmebedarf wieder zu einem veritablen Anteil am Schweizer Energiemix bei. Und: Die laufenden wie auch bevorstehenden Umstrukturierungen im Energiesektor deuten darauf hin, dass in Zukunft die Bedeutung des zweitwichtigsten erneuerbaren Energieträgers der Schweiz am Wärmemarkt noch weiter zunehmen wird.
Text: Holzenergie Schweiz