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Religiöse Erfahrung in der Phänomenologie des frühen Heidegger
Vandenhoeck & Ruprecht, 2013 - 480 Seiten
English summary: What is Religious Experience? For more than a hundred years the term "religious experience" has been part of the vocabulary of philosophy of religion. However, there is no common understanding of the meaning of religious experience. Mario Fischer analyzes Heidegger's early phenomenology of religious life and its background in contemporaneous theological and philosophical developments. The young Martin Heidegger developed his first autonomous phenomenological approaches by considering how the Christian experience of life is expressed in the letters of the apostle Paul and in Augustine's onfessions These studies led to his later analysis of aseinin eing and Time In conclusion, Fischer examines the significance of Heidegger's understanding of religious experience for current discussions in the philosophy of religion. German description: Was ist religiose Erfahrung? Auch wenn seit etwas mehr als einem Jahrhundert der Begriff der religiosen Erfahrung aus der Religionsphilosophie nicht mehr wegzudenken ist, besteht kein einheitliches Verstandnis dessen, was unter religioser Erfahrung zu verstehen ist. Mario Fischer untersucht Heideggers fruhe Phanomenologie des religiosen Lebens vor dem Hintergrund der zeitgeschichtlichen theologischen und philosophischen Entwicklungen. Der junge Freiburger Privatdozent Martin Heidegger wollte nach dem Ersten Weltkrieg die Philosophie neu grundlegen und entwickelte seine ersten Ansatze einer eigenstandigen Phanomenologie. Dabei spielte die Auseinandersetzung mit Fragen nach der Bedeutung und Erfassung religioser Erfahrung eine wesentliche Rolle. Zunachst befasste sich Heidegger mit der Struktur religioser Erlebnisse, weitete seinen Blick dann aber auf die Struktur der Lebenserfahrung und ihre religiose Dimension. Dazu untersuchte er, wie sich diese konkret in den Briefen des Apostels Paulus und in den Confessiones Augustins ausdruckt. Spater fuhrten diese Studien zu seiner Daseinsanalyse in Sein und Zeit und stellten die Grundlage seines spateren Gesprachs mit Bultmann dar. Die Darstellung orientiert sich an Heideggers Biographie bis zu seinem Weggang aus Freiburg im Jahre 1923. Bewusst setzt sie nicht erst mit dem Beginn seiner philosophischen Lehrtatigkeit ein, sondern nimmt auch die Einflusse aus Heideggers Kindheit und Jugend sowie aus seiner Studentenzeit mit in den Blick. So entsteht ein vielgestaltiges und spannendes Bild der verschiedenen Geistesstromungen um den Ersten Weltkrieg. Abschliessend fragt Fischer nach der Bedeutung von Heideggers phanomenologischen Studien fur die gegenwartige religionsphilosophische Diskussion um religiose Erfahrung.
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