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Der Hauptanteil der 2022 neu gebauten Anlagen entfiel auf folgende fünf Staaten:
- China
- Vereinigte Staaten
- Brasilien
- Deutschland
- Schweden
Insgesamt betrug der Anteil dieser Länder an den im letzten Jahr weltweit neu installierten Anlagen 71%. Damit ist er gegenüber 2021 um 3.7% Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die beiden grössten Weltmärkte, China und die Vereinigten Staaten, zusammen 5% Marktanteil gegenüber dem Vorjahr verloren haben. Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem der Marktanteil der beiden Staaten zurückgeht.
1221 GW bis 2030
2023 dürften weltweit erstmals mehr als 100 GW neue Windkraftleistung hinzukommen. GWEC Market Intelligence geht von einem jährlichen Wachstum von 15% aus und rechnet in den nächsten fünf Jahren (2023 bis 2027) mit 680 GW neuer Leistung. Dies entspricht einem Zuwachs von jährlich 136 GW bis 2027. Die Aussichten bis 2030 sind gut mit 143 GW zusätzlich bis Ende des Jahrzehnts, also 13% mehr als zuvor angenommen. In den bisherigen Prognosen ging GWEC davon aus, dass zwischen 2022 und 2030 insgesamt 1078 GW Windstrom hinzukommen. Nunmehr wird erwartet, dass allein zwischen 2023 und 2030 zusätzlich 1221 GW erzeugt werden.
Europa
Mit dem auflebenden Wachstum auf den etablierten europäischen Märkten, wie etwa Deutschland, Spanien, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Türkei, wird der europäische Onshore-Markt ab 2024 wieder voll durchstarten.
Nordamerika
Insgesamt dürfte sich die Produktion terrestrischer Windenergie in den nächsten fünf Jahren in Nordamerika um 60 GW erhöhen, von denen 92% auf die Vereinigten Staaten und der Rest auf Kanada entfällt.
Afrika/Mittlerer Osten
Hier werden voraussichtlich insgesamt 17 GW neue Kapazitäten in den nächsten fünf Jahren (2023 bis 2027) hinzukommen, von denen 5.3 GW aus Südafrika, 3.6 GW aus Ägypten, 2.4 GW aus Saudi-Arabien und 2.2 GW aus Marokko kommen werden.
Lateinamerika
GWEC Market Intelligence erwartet, dass in dieser Region innerhalb von fünf Jahren 26.5 GW Windstrom zusätzlich produziert werden, davon 78% in Brasilien, Chile und Kolumbien.
Die Marke von 2 TW dürfte 2030 überschritten werden
Gegenüber den Prognosen für 2030, die auch im Global Wind Report des letzten Jahres veröffentlicht wurden, hat GWEC Market Intelligence die prognostizierten Zahlen nach oben korrigiert und geht nunmehr davon aus, dass in den Jahren 2023 bis 2030 143 GW Windstrom mehr als ursprünglich angenommen produziert werden (13% mehr gegenüber den Vorjahresprognosen).
Die Hauptgründe hierfür sind:
- Umbau der Energieversorgung in Europa, bei dem fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt werden, um die Energiesicherheit infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zu garantieren;
- Selbstverpflichtung Chinas, den erneuerbaren Energien in seinem Energiemix mehr Platz einzuräumen;
- Geplanter Bau von Anlagen in den nächsten zehn Jahren in den Vereinigten Staaten nach Annahme des IRA (Inflation Reduction Act).