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Die Blase – präzise formuliert: die Harnblase – ist ein Hohlorgan, das geschützt im sog. „kleinen Becken“, dem unteren Knochenring des Beckens, liegt und als Speicher für den stetig nachtropfenden Harn aus den Nieren dient. Ihre Wand besteht aus einer dünnen Schleimhaut- und einer Muskelschicht. Sie ist zuverlässig verschlossen durch einen inneren Schliessmuskel am Beginn der Harnröhre und einen äusseren, der durch die Muskulatur des Beckenbodens gebildet wird.
Je nach Füllstand verändert sich die äussere Form der Blase, etwa schalenförmig oder rundlich. Bei maximaler Füllung ist sie mit einem Luftballon vergleichbar. Wird eine bestimmte Füllung (ab ca. 300 ml) überschritten, „meldet“ sich die Blase: Der Harndrang setzt ein, wenn die Blase einen gewissen Dehnungszustand der Muskulatur erreicht hat und dies über Rezeptoren und ein komplexes Nervensystem dem Gehirn mitteilt.
Beim
normalen Wasserlassen (medizinisch: Miktion)
entleeren wir die Blase. Die Entleerung wird teils
durch den Willen, teils durch Reflexe gesteuert. Die Muskulatur der Blase wird
angespannt, dadurch öffnet sich der innere Schliessmuskel am Blasenboden
unwillkürlich. Der äussere Schliessmuskel dagegen wird willentlich entspannt
und der Harn kann über die Harnröhre abfliessen. Das Anspannen der Bauch- und
Beckenmuskulatur unterstützt die Entleerung.
Im Normalfall wird die Blase nahezu vollständig
entleert.
Täglich scheiden die Nieren über die Blase etwa eineinhalb
Liter Harn aus, der vor allem aus Wasser besteht, aber auch
Ausscheidungsprodukte des menschlichen Stoffwechsels enthält
Eine 3- bis 5-malige tägliche Blasenentleerung ist die Regel, aber auch bis zu 8-mal täglich (je nach Trinkmenge) kann noch als normal betrachtet werden. Verspüren Sie bei gleichbleibender Trinkmenge deutlich häufiger Harndrang als früher, kann das auf eine funktionelle Störung des Harnwegesystems hindeuten. Mehr dazu erfahren Sie unter dem Menüpunkt Probleme mit der Blase!
Übrigens: Die Untersuchung des Harns kann dem Arzt wichtige Hinweise auf Stoffwechselstörungen (z. B. Zuckerkrankheit) und Nierenschädigungen liefern.
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