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Gemäss einem neuen Bericht, der vom Think-Tank Civitas veröffentlicht wurde, gibt es in Grossbritannien inzwischen 85 Scharia-Gerichtshöfe, berichtet die Press Accociation. Damit korrigiert sich die Zahl der Scharia-Gerichtshöfe weit nach oben, denn in früheren Berichten war bisher die Rede von fünf Scharia-Gerichtshöfen im Vereinigten Königreich. Viele dieser Gerichtshöfe operieren von Moscheen aus.
Der Verfasser des Berichts, Denis MacEoin, betonte Gefahren dieser Scharia-Gerichtshöfe und erklärte, dass das Praktizieren des islamischen Rechts in Grossbritannien zu unterschiedlichen gesetzlichen Modelle führen könnte, die dann sowohl für muslimische wie auch nichtmuslimische Bürger gelten würden. Mac Eoin erklärte weiter, dass es hierbei nicht um einzelne Alltagsdinge wie Halal-Fleisch oder die Erlangung von Gottes Segen für die Heirat gehe, sondern um die gesamte Rechtsordnung, welche auf Parlamentsbeschlüssen beruhe. Im Gegensatz dazu würden Muslime in gewisser Beziehung über das Gesetz gestellt, an das eigentlich alle in Grossbritannien lebende Menschen gebunden seien.
Sein Bericht enthält eine Liste von bereits ergangenen Scharia-Urteilen, von denen er annimmt, dass sie einen Hinweis darauf geben, wie auch die Entscheidungen von Scharia-Gerichtshöfen in Grossbritannien gefällt werden könnten. Unter den Beispielen finden sich Gesetze, die muslimischen Frauen die Heirat mit einem Nicht-Moslem verbieten, es sei denn, er konvertiere zum Islam. Weiterhin ist von Scharia-Urteilen die Rede, bei denen die Eigentumsrechte einer Frau im Falle einer Scheidung aufgehoben werden. In dem Bericht wird betont, dass sich unter den Gerichtsurteilen solche finden, die zu illegalen Aktionen raten wie auch Menschenrechte verletzende Urteile.