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Nun ist das Geheimnis gelüftet, wer die SRG finanziell sanieren soll, wer die verschiedenen Medienbereiche TV, Radio und Web zusammenführt, Stellen abbaut, Redaktionsstandorte aufgibt, medienpolitisch höhere Radio- und TV-Gebühren durchbringt und nebenbei journlistisch hochstehende Produkte herstellen kann.
Einige sind erstaunt, dass Roger de Weck die Person sein soll, die obige Aufgaben erfüllen kann. Laut verschiedenen Rückmeldungen fehlen ihm die Topmanager Qualitäten eines grossen Wirtschaftskapitäns.
Ich wage zu behaupten, dass es auf dem Markt keine Person gibt, die obige Kriterien erfüllen würde. Das tönt nach Eierlegendenwollmichsau. Erfreulich, dass man sich auf die Kernaufgaben fokussiert hat und eine Person wählte mit einem Journalistischen Leistungsausweis.
Vermutlich ist das einfach ein Rückzug auf Bewährtes. Personen, die erfolgreich Radiostationen, TV-Anstalten und Web zusammengeführt haben gibt es noch nicht. Es ist zu hoffen, dass Roger de Weck das gelingt.
Allerdings muss er sich warm anziehen. Die Zeitungsverlage holen auf, was die Bewegtbildbeiträge betrifft. Auf dem NZZ-Webportal tauchen immer mehr Videobeiträge auf und die NewYork Times produziert seit einiger Zeit einen täglichen TimesCast.
Mit der Finanzierung durch die Radio- und TV-Gebühren hat Roger de Weck aber nach wie vor einen wichtigen Vorteil auf seiner Seite.