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Peter Spuhler (61) hat heute bekanntgegeben, dass er seine Stadler Rail AG an die Börse verkaufen wird und einen Börsengang (“IPO”) an der SIX Swiss Exchange anstrebt. Damit wird der sympathische Unternehmer nicht mehr Inhaber der Mehrheit seiner Firma sein, will aber grösster Aktionär bleiben. Der Börsengang ist in den nächsten Monaten geplant und dürfte um die 3 Milliarden Franken einbringen. Ein schöner Batzen davon für Goldjunge Peter Spuhler und sein Lebenswerk. Die Aktie des ehemaligen SVP-Nationalrates Spuhler dürfte unter Schweizer vielleicht so begehrt werden, wie die EMS Aktie von SVP-Vater Christoph Blocher.
Peter Spuhler - der 3-Milliarden-Dollar-Mann
Stadler wurde 1942 von Ernst Stadler gegründet, nach seinem plötzlichen Tod 1981 von seiner Frau Irma Stadler geleitet. 1989 übergab Wittwe Irma Stadler ihre Firma dem Ehemann ihrer Enkelin Andrea Spuhler-Schaffner. Dieser Ehemann war einem junger, 31-jähriger Mann namens Peter Spuhler, Profi-Hockeyspieler des GCZ mit frisch abgeschlossenem Betriebswirtschafts-Studium. Damit begann die Karriere des Peter Spuhlers und der kometenhafte Aufstieg der kleinen Firma Stadler mit 24-Mann, zu einem weltweiten Unternehmen mit über 7'000 Angestellten.
Die Firma Stadler Rail befindet sich heute im Mehrheitseigentum von Peter Spuhler, der 80% des Aktienkapitals hält. Jeweils weitere 10% werden von der RAG Stiftung und von Kadermitarbeitenden gehalten. Im Rahmen des Börsengangs sollen ausschliesslich bestehende Aktien aus dem direkten und indirekten Besitz des Mehrheitsaktionärs und exekutiven Verwaltungsratspräsidenten Peter Spuhler angeboten werden. Peter Spuhler wird aber nach dem Börsengang weiterhin als grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident von Stadler langfristig engagiert bleiben. Erwartet wird ein IPO um die 3 Milliarden Franken.
Der Börsengang sei ein natürlicher nächster Schritt in der Entwicklung von Stadler und soll den Bekanntheitsgrad und das Ansehen des Unternehmens in seinen globalen Märkten weiter stärken. Nachdem Peter Spuhler als CEO zurücktrat ist der IPO ein weiterer Schritt um Stadler Rail langsam von der zentralen Person Peter Spuhler zu lösen und für eine eigenständige Zukunft auch ohne den Patron und Gründer zu rüsten.
Hier ein paar Gründe warum Sie in Stadler Rail Aktien investieren könnten:
Stadler kann durch gezielte Expansion in den letzten Jahren eine gute Wachstumsbilanz vorweisen und hat sich zu einem der führenden Schienenfahrzeug-Hersteller in Europa entwickelt. Das Unternehmen bietet mehr als 7'000 Personen eine Arbeitsstelle, hat mehr als 8’000 Züge und Lokomotiven in 41 Länder verkauft, und von Stadler gewartete Fahrzeuge legen pro Jahr mehr als 170 Millionen Kilometer zurück.
Stadler Fahrzeuge erfüllen komplexe und spezifische Kundenwünsche und zeichnen sich durch geringe Lebenszykluskosten sowie eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit aus. Die langfristigen Wachstumsperspektiven der Bahnindustrie werden gestützt von makroökonomischen Megatrends, wie dem globalen Bevölkerungswachstum, der Urbanisierung, dem Bedürfnis nach sicheren, kosten- und zeitsparenden Formen der Beförderung und zunehmendem Umweltbewusstsein.
Stadler verfügt über ein attraktives Finanzprofil, welches hohes und langfristig visibles Umsatzwachstum, starke Profitabilität, einen hohen Kapitalumschlag, branchenführende Economic Profit-Margen und eine starke Bilanz mit einer Nettocashposition vereint.
Stadler rechnet mit einer Verdoppelung des Nettoumsatzes innerhalb 2 Jahren
Der konsolidierte Nettoumsatz des Unternehmens für das Jahr 2018 betrug 2.0 Milliarden Schweizer Franken bei einer EBIT-Marge von 7.5 Prozent. Der qualitativ hochwertige und diversifizierte Auftragsbestand von 13.2 Milliarden Schweizer Franken per 31. Dezember 2018 wird den Nettoumsatz bis 2020 voraussichtlich auf rund 4.0 Milliarden Schweizer Franken ansteigen lassen, teilt Stadler Rail mit.
Zur Umsetzung der klaren Strategie, mit einer Vielzahl von Initiativen für die nächste Phase profitablen Wachstums über das Jahr 2020 hinaus, kann Stadler auf ein erfahrenes Managementteam und eine tiefverwurzelte Firmenkultur bauen, welche für Spitzenleistungen und Swissness steht, wie zum Beispiel die neu in den Verwaltungsrat von Stadler gewählte frühere Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer. Dem Stadler-Verwaltungsrat gehören weitere namenhafte Persönlichkeiten an: Werner Müller, ehemaliger deutscher Bundeswirtschaftsminister, Fred Kindle, ehemaliger CEO von ABB und Partner von Clayton, Dubilier & Rice, und Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident von Roche Holding AG.
Quelle: Stadler Rail
Bild: © Stadler Rail