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Das sagte Prasad in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Libertäre Idealisten hätten mit Bitcoin ein Zahlungsmittel schaffen wollen, das ohne Notenbanken und vertrauenswürdige Finanzinstitute funktioniere. Das sei nicht gelungen. Denn die Kursentwicklung sei sehr volatil. Es seien keine grossen Transaktionsvolumina möglich.
Und das System sei langsam und teuer. Er sehe keine objektiven Grundlagen, die Bitcoin einen fundamentalen Wert verliehen. Die Kryptowährung scheine nicht den Zweck zu erfüllen, für den sie ursprünglich entwickelt worden sei.
Er könne sich kaum vorstellen, dass all die Kryptowährungen langfristig eine Zukunft hätten, die dezentral organisiert seien und hinter denen niemand und nichts stehe – selbst wenn die hohen Marktwerte im Moment ein gewichtiges Gegenargument seien.
Die Ära des Bargeldes gehe ihrem Ende entgegen, ist Prasad überzeugt. Neue Formen digitalen Geldes kämen auf den Markt. Diese könnten einem grossen Teil der Weltbevölkerung Zugang zu all den Finanzdienstleistungen verschaffen, den dieser Teil heute nicht habe.
Prasad ist Professor an der privaten Cornell-Universität mit Hauptcampus in Ithaca (NY). Sie ist eine der acht Universitäten der Ivy League und zählt zu den renommiertesten Universitäten der Welt. Prasads jüngstes Buch trägt den Titel «Zukunft des Geldes – wie die digitale Revolution Währungen und die Finanzindustrie verändert».