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22% der Schweizer Beschäftigten glauben, dass ihre Arbeit eine Gefahr für ihre Gesundheit darstellt. In der vierten Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS) werden als häufigste Beschwerden Rückenschmerzen, Stress, Muskelschmerzen im Schulter- und Nackenbereich und allgemeine Erschöpfung genannt.
Wie zu erwarten war, gibt es im Agrarsektor, in der Industrie und im Baugewerbe überdurchschnittlich viele Beschäftigte mit gesundheitlichen Problemen. Der private Dienstleistungssektor und die öffentliche Verwaltung weisen durchschnittliche Werte auf, während die Bereiche Bildung, Gesundheit und Soziales etwas besser dastehen.
Männer haben häufiger berufsbedingte körperliche Beschwerden als Frauen. Besonders auffällig sind die Unterschiede bei Rückenschmerzen (Männer 22%, Frauen 14%) und Stress (20% zu 14%). Jedoch leiden Frauen häufiger als Männer an Kopfschmerzen und Ängsten.
Im Hinblick auf die Altersgruppen überrascht es, dass die Beschäftigten zwischen 15 und 24 Jahren im Gegensatz zu den 24- bis 34-jährigen sehr häufig überdurchschnittliche Werte aufweisen. Stress, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Sehprobleme, Atembeschwerden und Magenschmerzen werden am häufigsten von den 35- bis 44-jährigen genannt. Schlafstörungen und Ängste betreffen besonders die 45- bis 54-jährigen, die wie die 55- bis 64-jährigen auch unter Herzkrankheiten leiden.
Paradox ist, dass die Schweizer Arbeitnehmenden zwar häufig angeben, dass ihre Arbeit eine direkte Ursache für gesundheitliche Probleme ist, sie aber dennoch mit ihrem Arbeitsplatz glücklich sind. 77% der Befragten sagen, dass sie sich in ihrem Unternehmen "wie zu Hause" fühlen und 76% haben "sehr gute Freunde" bei der Arbeit.
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