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Ein Beispiel: Wassermanagement in Spanien
Donnerstag, 11. Oktober 2007 | 14:30 Uhr
Donnerstag, 11. Oktober 2007 | 14:30 Uhr
Referent
Organisation
Er schildert die Wasserversorgung in Spanien im Wandel. Die Landwirtschaft beansprucht 77% des Wassers. Künstliche Bewässerung war und ist weit verbreitet, da billig und subventioniert. Verstädterung, Klimawandel, Versiegen von Flüssen und Dürren brachten neue Herausforderungen. Grundwasserdispute brachen aus. Wasser wurde teuer, beispielsweise in Valencia. Mit dem Jahr 2000 ist aber das Ende grosser Projekte gekommen. Mit dem Regierungswechsel 2004 änderte der Fokus. Der Transfer von Ebrowasser aus Barcelona 1000 km in den Süden wurde nicht realisiert. Demonstrationen weiteten sich bis nach Brüssel aus. Der Jahrtausendwechsel brachte Reformen und Liberalisierung. Landwirte konnten ihre Wasserrechte teuer verkaufen. Die nicht-nachhaltige, oft illegale, Verwendung von Grundwasser war und ist ein chronisches Problem. Die Reform der künstlichen Bewässerung wurde angegangen. Für € 3 Milliarden wurden 1.2 Millionen ha Agrarland für die Bewässerung rehabilitiert. Als Ausblick ist festzuhalten: Den Landwirten werden die vollen Wasserkosten überwälzt, da Subventionen zu Konflikten mit anderen Produktionszweigen und Konsumenten führen. Nur produktive und profitable Kulturen werden, am richtigen Ort, angelegt. Weizen ist zu importieren. Flexible und adaptierbare Lösungen sind gefragt, denn zentralistisch angelegte Planungsmodelle kollabieren mit politischen Wachablösungen. Wissenschaft und Information(stechnologie) gewinnen an Bedeutung. Anpassungen sind in wirtschaftlich und finanziell guten Zeiten möglich.
Alberto Garrido beendete sein Studium 1989 an der Universidad Politécnica de Madrid (U.P.M) als Agraringenieur. 1992 machte er seinen Master of Science in Agrar- und Ressourcenökonomie an der Universität von Kalifornien in Davis und erhielt 1995 den Ph.D. in Agrarökonomie von der U.P.M.
In den folgenden Jahren arbeitete er am Mediterranean Agronomic Institute in Saragossa, an der Universität von Kalifornien und als Assistenz-Professor an der U.P.M. Dann war er als Forscher bei der Water Policy and Law Group an der University of South Australia und als Gastwissenschaftler an der Universität von Kalifornien tätig.
Als Berater war er in folgenden Projekten engagiert: in fünf OECD-Projekten in Paris von 1997 bis 2006, in drei Projekten bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank von 1997 bis 2003, im Jahr 2001 beim Europäischen Parlament sowie bei drei Projekten der Europäischen Kommission von 1994 bis 2005. In den Jahren 2002 bis 2006 war er weiter bei den Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft sowie beim spanischen Parlament tätig; 2002/03 arbeitete er an Projekten in der autonomen Region Aragon und Navarra, im Jahr 2003 beim International Food Policy Research Institute (IFPRI) und von 1998 bis 2005 bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).
Seit 1998 ist Alberto Garrido Professor im Department für Agrarökonomie und Sozialwissenschaften der Escuela Técnica Superior de Ingenieros Agrónomos der U.P.M.
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