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Basel, Ende 17. Jahrhundert
Gehäuse: Kupfer, vergoldet mit Einlagen aus Silber; Zeiger: gebläuter Stahl
H. 66 cm, B. 30,3 cm, T. 26,3 cm
Inv. 1889.70.
Dieses späte Beispiel in Türmchenform stellt wohl die kostbarste erhaltene Basler Uhr dar. Die gravierte Signatur "Nicolas / Annone / A / Basle" findet sich vorne in der Mitte zwischen den beiden kleinen Zifferblättern. D'Annone war ab 1678 zünftig und ist 1703 in Basel gestorben. Das Gehäuse wird von einer Atlasfigur bekrönt. Der Erdball auf ihren Schultern mit einem Mondkalender für 29 1- Tage ermöglicht das Ablesen der Mondphasen. Im Aufsatz des Gehäuses finden sich zwei silberne Medaillons mit Portraits: vorne der Sonnenkönig Louis XIV. und rückseitig der Dauphin. Die Uhr zeigt auf zwei kleinen Zifferblättern die Planetenzeit mit Stundenregenten (links) und die Tierkreiszeichen (rechts) an, in der Mitte mit zwei Zeigern auf je einem silbernen und goldenen Ziffernring mit römischen Ziffern die Stunden und mit arabischen die Minuten. Auf der Rückseite sind Sternenbilder, Monate, Tagesheilige, Viertelstunden- und Stundenschlag abzulesen oder einzustellen.