Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/107132

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Koordinationsstelle "Kindesschutz bei häuslicher Gewalt" zu schaffen oder eine Stelle zu bezeichnen, die eine koordinierende Rolle in diesem Bereich übernimmt. Der zuständigen Stelle sind die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen. Darunter fällt die Gewalt an Frauen oder Männern in Paarbeziehungen und Trennungssituationen, die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Familie, die Gewalt gegen ältere Menschen im Familienverband sowie die Gewalt von Kindern und Jugendlichen gegen die Geschwister oder Eltern.</p><p>Kinder und Jugendliche sind von häuslicher Gewalt einerseits direkt betroffen durch körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt oder Vernachlässigung innerhalb der Familie. Sie sind andererseits indirekt (als Zeugen) von Gewalt, insbesondere zwischen Vater und Mutter, mitbetroffen. Auf letzteren Bereich zielt die vorliegende Motion.</p><p>Wie der Bundesrat in seiner Antwort vom 4. Juni 2010 auf die Interpellation Stump 10.3300, "Kindesschutz bei häuslicher Gewalt", ausgeführt hat, werden demnächst die Arbeiten zur Erfüllung des Postulates Fehr Jacqueline 07.3725, "Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in der Familie", aufgenommen. In diesem Rahmen wird geprüft werden, ob und welche Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, welche von häuslicher Gewalt betroffen sind, sinnvoll sind und wer für ihre Umsetzung zuständig sein soll. Dieser Bericht soll im Verlaufe des nächsten Jahres vorgelegt werden. Bei dieser Ausgangslage kann der Motion im jetzigen Zeitpunkt nicht entsprochen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.