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"Nachtgesänge"
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Zum ersten Mal wird Hölderlins Dichten im Literaturbetrieb und in der Lesekultur seiner Zeit verortet. So entsteht ein neues Bild des Autors, welches das Klischee vom verkannten Dichter revidiert. Gilt Hölderlin heute insbesondere aufgrund der neuartigen und dunklen Sprache, die er in seinem späten Werk entfaltet, als einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache, so erfuhr das Spätwerk in seiner eigenen Zeit fast durchweg Ablehnung. Anhand der als "Nachtgesänge" bekannten Gedichte, die Hölderlin 1804 in einem viel gelesenen Frauentaschenbuch publiziert hat, ergründet Tobias Christ die Widersprüche und das Scheitern einer Lyrik, die weit über den Horizont zeitgenössischer Gattungskonventionen und Leseerwartungen hinausging.
Noch nicht erschienen, März 2020