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Die beiden Initianten Anna Brunner (Violine) und Livio Russi (Klarinette), beide mit Wurzeln im Kanton Graubünden, kennen sich aus diversen musikalischen Zusammentreffen. Beiden ist es ein anliegen, ihre Wurzeln zum Kanton zu pflegen. Deshalb sind sie sehr daran interessiert „mit Kultur im Gepäck“ immer wieder aufs Neue nach Graubünden zurückzukommen.
Für den Sommer 2019 ist dabei die Idee entstanden, das bekannte und geschichtsträchtige Stück „Quatuor pour la fin du temps“ von Olivier Messiaen zur Aufführung zu bringen. Das eindrückliche Werk, das Messiaen 1940/41 im Kriegsgefangenenlager Stakag VIII-A in Görlitz komponiert hat, dauert etwa 45 bis 50 Minuten und füllt nicht ein ganzes Konzertprogramm. Die Besetzung dieses Stücks ist mit Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier einmalig. Der Grund dafür ist, dass Messiaen sich an den im Gefangenenlager inhaftierten Berufsmusikern orientiert hat. So kann nicht einfach in die Trickkiste gegriffen werden und ein zusätzliches Repertoirestück hervorgezaubert werden.
Daraus ist dann die Idee entstanden, den jungen Schweizer Komponisten Gotthard Odermatt mit einen Kompositionsauftrag zu beauftragen. Das Werk soll von Messiaens Meisterwerk inspiriert sein und es sowohl musikalisch als auch zeitlich zu einem vollen Konzertprogramm zu ergänzen. Gotthard Odermatt war sofort Feuer und Flamme und wäre nun bereit, ein etwa 12-minütiges Werk für diese Besetzung entstehen zu lassen. Er ist ein aufstrebender Komponist und schreibt Musik u.a. für die Solobläser der Berliner Philharmoniker.
Besetzung:
Livio Russi (Klarinette)
Anna Brunner (Violine)
Marcin Sieniawski (Cello)
Maki Wiederkehr (Klavier)