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- 21.01.2016
- Erdbeben Nepal
Neun Monate nach dem Erdbeben, das 600’000 Menschen obdachlos gemacht hat, kündigte die Regierung am 16. Januar die Wiederaufbauphase an. Das Datum fällt mit dem nationalen Erdbebensicherheitstag in Nepal zusammen. Die nepalesischen Behörden haben angefangen, den Hilfswerken vor Ort Baubewilligungen zu erteilen. Darunter sind auch Partnerhilfswerke der Glückskette, die bereits Wiederaufbaupläne vorgelegt haben, die den Erdbebenschutzvorschriften der Regierung entsprechen.
Die Glückskette begrüsst die Entscheidung der Regierung, denn die Bergbevölkerung lebt noch immer in temporären Unterkünften, die aus dem direkt nach dem Erdbeben verteilten Material gebaut wurden.
Aufgrund der schweren politischen Krise, die das ganze Land betrifft, ist jedoch davon auszugehen, dass die Wiederaufbauarbeiten von Wohnhäusern, Schulen und Gesundheitszentren erschwert und verzögert werden. Die permanenten Demonstrationen im Süden des Landes führen zu Strassenblockaden, die einen schwerwiegenden Benzinmangel und steigende Materialpreise für den Wiederaufbau mit sich ziehen.
Um schneller voranzukommen, bilden die Partnerhilfswerke der Glückskette seit August nepalesische Maurer und Zimmerleute aus. So sollen 1500 Einzelhäuser, 34 Schulen und 17 Gesundheitszentren aufgebaut werden, die dank der Sanierung der Wassernetze neben sanitären Infrastrukturen auch Zugang zu Trinkwasser erhalten.