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Kostenrechnung im Recyclingbetrieb - Analyse und Modellierung einer Kostenträgerrechnung
Ein Recyclingunternehmen im Kanton Aargau hat zwar eine Kostenstellenrechnung, aber keine Informationen über die Höhe der Produktionskosten einzelner Produkte. In dieser Arbeit wird deshalb eine Kostenträgerrechnung entwickelt und ein modernes und visuell ansprechendes Kostenreporting aufgebaut.
Colin Studerus & Fabio Meier, 2023
Bachelor Thesis, Recyclingunternehmen
Betreuende Dozierende: Marco Hürsch
Keywords: Kostenrechnung / Kostenträgerrechnung
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Das Recyclingunternehmen im Kanton Aargau hat sich auf die Verarbeitung von metallischen Wertstoffen spezialisiert und verarbeitet Schrott in Form von alten Stahlträgern bis zu ausrangierten Armeefahrzeugen. Dieser Markt ist hart umkämpft, weshalb genaue Informationen über die Kosten notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher soll die bestehende Kostenstellenrechnung analysiert und auf dieser Basis eine Kostenträgerrechnung erarbeitet werden. Zudem soll die Kostenträgerrechnung für Reportingzwecke ansprechend und aussagekräftig gestaltet werden.
In einem ersten Schritt wurde die entsprechende Fachliteratur gesichtet. Danach wurde die Struktur und Ist-Situation der Firma analysiert, um die Bedürfnisse und Anforderungen an die Kostenrechnung zu definieren. Mittels eines Excel-Tools wurde die vorhandene Kostenstellenrechnung optimiert und drei Optionen für eine mögliche Kostenträgerrechnung ausgearbeitet. Abschliessend wurde eines dieser Modelle für das erste Quartal 2023 für die zwei Hauptkostenstellen in einem flexiblen und kompakten Excel-Tool modelliert und in ein aussagekräftiges Reporting übertragen.
Die Ist-Analyse hat ergeben, dass die bestehende Kostenstellenrechnung für die Modellierung der Kostenträger unzureichend ist. Da Beschaffung und Vertrieb über eine separate Firma laufen, sind die anteilsmässigen Gemeinkosten dieser Firma für die Ermittlung der Produktionskosten mit zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass die Produktionskosten ca. 25% höher liegen als bisher angenommen. Die Herausforderung der Kostenträgerrechnung besteht darin, dass keine messbare Verbindung zwischen einem bestimmten Vormaterial und einer Outputsorte besteht. Es wurde ein Lösungsansatz gewählt, indem ein kalkulatorischer Einkaufspreis für jeden Kostenträger festgelegt wird und die Produktionskosten von diesem Einstandspreis subtrahiert werden. Mittels einer Qualitätsprüfung, bestehend aus einer Nachkalkulation und einer Differenzanalyse mit der Erfolgsrechnung, werden Hinweise für eine Modelljustierung gefunden. Diese Analyse beinhaltet jedoch nicht alle erklärbaren Variablen und ist, wie auch das Modell, stetig weiterzuentwickeln. Zusätzlich besteht im Excel-Tool die bedürfnisgerechte, flexible und weitgehendst automatisierte Kostenrechnung in Verbindung mit einem geeigneten Reporting.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit:
Vertraulichkeit: vertraulich