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Ever Heard About Schoelcher
06.04.2012
Deutsche Version siehe unten
Martinique
There are some famous people (beside us) whose lives are connected to Martinique and whose fate is worth being reported.
The French started colonisation of Martinique in 1635 from the place St. Pierre (you should be able to memorize this name). The man who did so together with his ship’s crew was called Chevalier Pierre Belain d’Esnambuc (you may forget this name). 1685 slavery was established by the „Code Noir“. Almost two centuries later Victor Schoelcher, a rich politician and writer organized the liberation of the slaves in the French colonies. 72 000 slaves became free citizens of Martinique. In homage to his fight against slavery, the commune of Case-Navire in Martinique took the name of Schoelcher in 1888. The commune of Fessenheim in the Alsace made from his family's house the Victor Schoelcher Museum; so there is finally a reason to go to Fessenheim. In Fort de France we also visited the Library Schoelcher that was built for the World Expo in Paris 1889 and then transported to Martinique and built up here again.
When we first sailed into the Baie de Fort-de-France we set anchor in front of a little photogenic town called „Les Trois Îlets“. The bay is well protected by several reefs (which made it not too easy to navigate) but the ground is just deep mud (which is not a good holding for your anchor) and the visibility under water was not more than two meters (we could not even check our anchor by snorkelling). So, why did we choose Les Trois Îlets?
Les Trois Îlets is famous for a girl who grew up here on a 200 acres / 150 slaves estate. She was the later Empress of France, Josephine, wife of Napoleon Bonaparte.
Here we want to set a link to our report „Todos los Santos“ from 2010; some of our readers might remember the story of Lord Nelson. The story actually started here in Martinique: Napoleon was the strong man in Europe but the British still controlled the seas and the Caribbean. But as they were always short in battle ships some clever British had the idea to commission a steep Rock just offshore the south coast of Martinique as a ship. The rock was called HMS Diamond Rock (Her Majesty’s Ship Diamond Rock). Napoleon was NOT AMUSED hearing this news about the birthplace of his beloved Josephine and ordered his fleet under Admiral Villeneuve to free the rock and destroy the British fleet. Villeneuve was able to defeat Her Majesty’s Rock (though it never sank) but kept well clear of Nelsons fleet knowing about his own ill-prepared ships. Napoleon was not pleased and called him a coward, which made Villeneuve prefer death to dishonour and attack Nelson at Trafalgar. Ironically Villeneuve survived and Nelson died; that’s life.
For the rest, we are back in France feeding on baguettes, tomatoes, terrine and rosé again.
Mèci, sa visit de not website fè nou plési. Wouè zot ritounin!
Schon mal was von Schoelcher gehört?
Es gibt berühmte Leute (ausser uns), deren Leben mit Martinique eng verknüpft und deren Schicksal es Wert ist, dass wir hier in diesem Bericht über sie schreiben.
1635 fing Frankreich von St. Pierre aus (an diesen Namen solltet ihr euch erinnern können) mit der Kolonisation Martiniques an. Der Mann, der dies zusammen mit seiner Schiffscrew begann, hiess Chevalier Pierre Belain d’Esnambuc (diesen Namen könnt ihr sofort wieder vergessen).1685 wurde die Sklaverei eingeführt, sanktioniert durch den “Code Noir”. Beinahe zwei Jahrhunderte später initiierte Victor Schoelcher, ein reicher französischer Politiker und Schriftsteller mit elsässischen Wurzeln, die Abschaffung der Sklaverei in Frankreich und allen von Frankreich beherrschten Kolonien. 72’000 Sklaven in Martinique wurden zu freien Bürgern. Zu Ehren für seinen Kampf gegen die Sklaverei änderte die Gemeinde Case-Navire 1888 ihren Namen in Schoelcher. Die Gemeinde Fessenheim wiederum machte aus dem Elternhaus das “Viktor Schoelcher Museum”; so gibt es denn endlich einen Grund, nach Fessenheim zu reisen. In Fort de France besuchten wir auch die Schoelcher Bibliothek, welche noch zu Lebzeiten Schoelchers für die Weltausstellung in Paris gebaut und später nach Martinique transportiert wurde. Schoelcher stiftete ihr seine umfassende Büchersammlung.
Als wir zum ersten Mal in die Baie von Fort de France segelten, setzen wir unseren Anker vor einem kleinen photogenen Städtchen namens “Les Trois Îlets”. Die Bucht ist durch mehrere Riffe gut geschützt, was aber das Navigieren nicht unbedingt einfacher macht! Der Boden besteht aus tiefem Schlamm, eigentlich ein schlechter Ankergrund. Die Sicht unter Wasser betrug knapp zwei Meter, es gelang uns nicht einmal, schnorchelnd unseren Anker zu prüfen. Warum musste es denn gerade Les Trois Îlets sein?
Les Trois Îlets ist berühmt wegen eines Mädchens, das hier auf einem 81-Hektaren-150-Sklaven-Grundstück aufwuchs. Aus dem Mädchen wurde die spätere Kaiserin von Frankreich, Josephine, Ehefrau Napoléon Bonapartes.
Und hier ist das Rätsel der Woche: Wie hiess das Mädchen mit vollem Namen bevor es als Ehefrau von Napoleon Bonaparte Kaiserin von Frankreich wurde?
Sieger beim letzten Rätsel war Fritz, der wie ein geölter Blitz das Lösungswort Oil Down übermittelte.
An dieser Stelle machen wir einen kleinen Link zu unserem Bericht “Todos los Santos” aus dem Jahre 2010. Einige unserer geneigten Leser mögen sich erinnern an die Geschichte mit Lord Nelson. Die Geschichte begann eigentlich hier in Martinique: Napoléon war bereits der starke Mann Europas, aber die Engländer kontrollierten nach wie vor die Meere und die Karibik. Da sie (die Engländer) aber immer knapp an Schiffen waren, hatten einige Clevere unter ihnen die Idee, einen steilen Felsen an der Südküste Martiniques als Schiff zu deklarieren. Der Felsen wurde kurzerhand in HMS Diamond Rock umbenannt (Her Majesty’s Ship Diamond Rock). Die spinnen, die Briten.
Als Napoléon solches vom Geburtsland seiner geliebten Josephine hörte, war er NOT AMUSED und befahl seiner Flotte unter Admiral Villeneuve den Felsen zu befreien und die britische Flotte zu zerstören. Villeneuve gelang es, Her Majesty’s Felsen zu erobern (aber nicht zu versenken). Er hielt sich jedoch in sicherer Distanz zu Nelsons Flotte, wohl wissend, dass er mit seinen schlecht vorbereiteten Schiffen keine Chance hätte. Napoléon war einmal mehr erbost und nannte Villeneuve einen Feigling. Dieser wiederum wollte lieber tot sein als entehrt und griff Nelson bei Trafalgar an. Ironischerweise starb Nelson und Villeneuve überlebte. So ist das Leben.
Im Übrigen sind wir wieder in Frankreich und futtern Baguettes, Tomaten, Terrine und Rosé.
Mèci, sa visit de not website fè nou plési. Wouè zot ritounin!
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