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Wie schon 2010 ist Seydou Doumbia Torschützenkönig der Super League. Damals war er es in Diensten der Young Boys, heute als Goalgetter von Meister Basel. Geändert hat sich nicht alles.
Der Goalgetter ist einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft. Er ist in aller Regel für die Startaufstellung gesetzt. Seydou Doumbia, mit 20 Toren der Torschützenkönig der Super League 2016/17, passt nicht zu diesen Vorgaben. In der Meisterschaft verrichtete der Ivorer einen 40-Prozent-Job mit ein paar Überstunden respektive Überminuten.
Trainer Urs Fischer liess ihn in 1357 von 3240 möglichen Minuten zum Einsatz kommen. Dies ergibt, da Doumbia ja eine Vollzeitstelle hatte, eine Arbeitsauslastung von 41,8 Prozent. In einem Drittel der Partien spielte Doumbia überhaupt nicht, obwohl er nicht verletzt war. Sieben Mal blieb er auf der Bank, weitere fünf Mal war er nicht im Aufgebot.
Nach der Mathematik könnte man schliessen, dass Seydou Doumbia in der abgelaufenen Meisterschaft 47,84 Tore erzielt und den Rekord der Nachkriegszeit des Dänen John Eriksen von Servette aus der Saison 1987/88 (36 Tore) pulverisiert hätte. Es kann aber ebenso gut sein, dass Fischer Doumbias Vorzüge so gut kannte, dass er ihn nach seinen Stärken einsetzte. Schon zu seinen Zeiten bei den Young Boys von 2008 bis 2010 wurde Doumbia als der perfekte Joker bekannt. Er kam irgendwann in der zweiten Halbzeit auf den Platz und benötigte dank seiner Technik und seinem wuchtigen Antritt oft nur wenige Minuten, um den ermüdeten Gegner mit Toren einzudecken und mattzusetzen. Bei Basel war es nicht viel anders.
Ganz anders ist die Geschichte der Saison für Guillaume Hoarau. Der Franzose, mit 18 Toren der Zweiterfolgreichste, spielte meistens über 90 Minuten, wenn es möglich war. Allerdings zog sich Hoarau zweimal erhebliche Verletzungen zu, sodass er im Herbst sechs und im Frühling die letzten neun Partien verpasste. Er spielte in nur 1545 der 3240 möglichen Minuten. Nach der Hochrechnung hätte er bei vollem zeitlichem Einsatz 37,81 Tore erzielt.
SDA-ATS