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Das durch Baggersondierungen des Schweizerischen Landesmuseums in den Jahren 1916 und 1919 aus der Seeufersiedlung Zürich-Alpenquai geborgene Fundmaterial der Halsgefässe wurde - da keine vollständigen Gefässe vorliegen - in zwei Schritten bearbeitet: Die Randscherben wurden getrennt von den Wandscherben des doppelkonischen Körpers behandelt. Während der Auswertung ergaben sich Schwierigkeiten bei der Anwendung des in der Fachliteratur üblichen Begriffs «Zylinderhalsgefäss»: Mehr als 50% aller Halspartien sind trichterförmig und nur etwa 25% weisen eine reine Zylinderform auf. Aus diesem Grund wurde der neutralere Begriff «Halsgefässe» verwendet. In einem ersten Schritt wurden die aussagekräftigsten Randscherben in neun Gruppen (sowie eine Sondergruppe) eingeteilt. Dasselbe erfolgte mit den bikonischen Körperpartien (vier Gruppen und eine Sondergruppe). Weiter wurde die den Gruppen zugewiesene Ware hinsichtlich Oberflächenbeschaffenheit, Masse und Verzierungsmerkmale untersucht. Im zweiten Teil der Arbeit wurde mittels Vergleichen mit anderen Stationen versucht, die unstratifizierten Halsgefässe chronologisch einzuordnen. Grundsätzlich erscheinen Halsgefässe bereits in der Phase Bz D und laufen je nach Station bis ans Ende der späten Bronzezeit durch (so auch in Zürich-Alpenquai).
Autor: Markus Roth
Zürcher Archäologie, Heft 16 (2005) 89 S., 27 Abb., 2 Tab., 45 Taf. Format 210 x 297 mm