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ANTON GERZENBERG
CONCOURS 2021
1. Preis
Anton Gerzenberg wurde 1996 in Hamburg geboren und ist Gewinner des 15. Concours Géza Anda 2021. Das Klavierspiel begann er im Alter von vier Jahren zu erlernen, und wurde unter anderem von Julia Suslin und Julia Botchkovskaia in Hamburg sowie Jan Jiracek von Arnim in Wien unterrichtet. Gegenwärtig studiert er bei Pierre-Laurent Aimard in Köln. 2019 war er Mitbegründer des Ensembles für Neue Musik ÉRMA in Köln, das in enger Zusammenarbeit mit Unsuk Chin sein erstes Konzert gab. Kammermusikalisch ist er mit Musiker/innen wie Martha Argerich, Dora Schwarzberg und Alvise Vidolin aufgetreten. Klavierkonzerte gab er unter anderem mit dem Taipei Symphony Orchestra, den Münchner Symphonikern, der Hamburger Camerata, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Musikkollegium Winterthur und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Während der Saison 2022/23 präsentiert das Wiener Konzerthaus Anton Gerzenberg im Rahmen des Programms “Great Talent” fünfmal mit Rezitalen sowie in Orchesterkonzerten mit dem Wiener Kammerorchester und den Wiener Symphonikern. Bei Festivals wie dem Progetto Martha Argerich in Lugano, dem Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, der Accademia Chigiana in Siena und dem Mozartfest Würzburg ist er häufiger Gast.
Julian Trevelyan
CONCOURS 2021
2. Preis
Mozart-Preis und Publikumspreis
Der 1998 geborene britische Musiker Julian Trevelyan wurde im Sommer 2021 beim 15. Concours Géza Anda in Zürich mit dem Zweiten Preis, dem Publikums- sowie dem Mozart-Preis ausgezeichnet. Den bekannten Concours Long-Thibaud-Crespin hatte er bereits im Alter von 16 Jahren gewonnen; darüber hinaus ist er Preisträger bei Wettbewerben wie dem CFRPM – Concours-Festival für Neue Musik in Paris, dem Dudley Wettbewerb in Birmingham, dem Dumortier in Belgien sowie dem Kissinger KlavierOlymp. Julian ist Alumnus der Lieven International Piano Foundation und erlernte das Klavierspiel zunächst bei Elizabeth Altman und Christopher Elton. Unterstützt von Patrick Masure studiert er zurzeit an der École Normale Alfred Cortot bei Rena Shereshevskaya. Er hat mehr als zwanzig Klavierkonzerte aufgeführt, darunter die erste Fassung von Tschaikowskis Konzert op. 23. In Moskau war er der Solist in der russischen Erstaufführung von Lucas Debargue’s Concertino für Klavier und Orchester. In Paris nahm er Kompositionsunterricht, daneben fungiert er als Composer in Residence beim Ensemble Dynamique. Neben seiner Ausbildung zum Pianisten und Komponisten studierte Julian Trevelyan Musikwissenschaft an der Universität Oxford und erwarb einen akademischen Abschluss in Geologie. Er ist Primgeiger in einem Streichquartett, spielt auf historischen Instrumenten und singt in einem mandarinsprachigen A-capella-Chor. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit dem Lesen, Kochen und Sport.
Marek Kozák
CONCOURS 2021
3. Preis
Der siebenundzwanzigjährige Klaviervirtuose Marek Kozák hat eine Reihe von beeindruckenden Ergebnissen in einer Vielzahl von Wettbewerben erzielt, darunter einige der renommiertesten. Gerne erinnert man sich seiner als Halbfinalist beim Internationalen Fryderyk-Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau, dem weltweit wichtigsten Klavierwettbewerb in dieser Disziplin, oder an seinen Erfolg beim renommierten Prager Frühling ein Jahr später, 2016. 2018 gewann er den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim Europäischen Klavierwettbewerb in Bremen. Im Jahr 2019 war er Finalist beim Busoni-Wettbewerb in Bozen. Kritiker loben immer wieder seine makellose Technik, seinen Sinn für Proportionen und Abstufungen, seine grosse Ausdrucksbreite, tiefe Musikalität und Notentreue. Marek Kozák ist Absolvent der Klavierklasse von Prof. Ivan Klánský an der Akademie der musischen Künste in Prag.
Mihály Berecz
CONCOURS 2021
Liszt-Bartók Preis
Der Gewinner des Liszt-Bartók Preises beim 15. Concours Géza Anda 2021 Mihály Berecz wurde 1997 in Budapest geboren und begann mit sechs Jahren die Geige zu erlernen. Später begann er sich parallel zu seiner Arbeit in verschiedenen Orchestern bei Edit Major und Erzsébet Belák dem Klavierspiel zu widmen. Seinen First Class Honours Bachelor of Music erwarb er sich hingegen an der Royal Academy of Music in London bei Christopher Elton. Als Gewinner des Internationalen Konzertwettbewerbs “Debüt Berlin” spielte Mihály 2017 erstmals in der Berliner Philharmonie. Früheren Auszeichnungen umfassen den Goldenen Preis des 2. Manhattan International Music Wettbewerbs und der Harriet Cohen Bach Prize der Royal Academy of Music. Beim 2013 Young Euro Classic Festival spielte er Liszts “Ungarische Fantasie” im Konzerthaus Berlin. Auf Einladung von Zoltán Kocsis gab er 2013 sein Debüt in der Béla Bartók National Concert Hall, Budapest. In der Liszt-Akademie, wo er häufig auftritt, spielte er unlängst Mozarts “Jenamy”-Konzert unter der Leitung von Mikhail Pletnev. Mihálys Interesse an historischer Interpretation führte zu Einladungen für Fortepiano-Konzerte mit renommierten, auf historischen Instrumenten spielenden Orchestern wie dem Orfeo Orchestra. Zwischen 2020 und 2022 führte Mihály Berecz im Rahmen eines Stipendiums der Ungarischen Akademie der Künste in acht Konzerten Béla Bartóks gesamtes Solowerk im Marmorsaal des Ungarischen Rundfunks auf.
Giorgi Gigashvili
CONCOURS 2021
Hortense Anda-Bührle Förderpreis
Giorgi Gigashvili tritt sehr aktiv als Soloist und Kammermusiker auf; er arbeitet mit zahlreichen Orchestern und nimmt an Festivals sowie Meisterkursen in aller Welt teil. Unlängst spielte er unter anderem in der Salle Cortot, Paris, und mit der Filharmonia Baltyka in der Philharmonie Gdansk. Seine Ausbildung erhielt Giorgi beim berühmten georgischen Pianisten und Pädgagogen Revaz Tavadze. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Erste Preis beim Internationalen Wettwerb von Lloret de Mar “Fiestalonia Milenio” (Spanien, 2013), der Erste Preis beim IV. Fryderyk Chopin Preis für junge Pianisten (Tbilisi, 2015), der Dritte Preis beim Chopin International Competition for Pianists (Estland, 2016), der Zweite Preis beim 6. Internationalen Klavierwettbewerb von Tbilisi (2017), der Erste Preis sowie den Nelson Freire-Spezialpreis beim III. Internationalen Klavierwettbewerb von Vigo (Martha Argerich-Edition, 2019), den Dritten sowie den Publikumspreis beim 62. Internationalen Busoni Klavierwettbewerb (Bozen, 2019). Von der Géza Anda-Stiftung wurde ihm im Rahmen des 15. Concours Géza Anda 2021 der Hortense Anda-Bührle Förderpreis für einen der jüngsten Teilnehmenden zugesprochen.
Claire Huangci
CONCOURS 2018
1. Preis und Mozart-Preis
Die amerikanische Pianistin Claire Huangci fasziniert ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten). In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester konzertiert sie in Sälen wie der Carnegie Hall New York, Suntory Hall Tokyo, NCPA Beijing, Philharmonie de Paris, im Münchner Gasteig, Gewandhaus Leipzig, in der Elbphilharmonie Hamburg, im Wiener Konzerthaus, Salzburger Festspielhaus, in der Franz Liszt Akademie Budapest sowie bei Festivals in Luzern, Verbier und Rheingau oder dem Klavierfestival Ruhr. Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale Karriere mit erfolgreichen Auftritten bei Konzerten und Wettbewerben im Alter von neun Jahren. Wichtige Impulse erhielt sie von Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Zahlreiche Aufnahmen mit Musik von u.a. Scarlatti über Bach und Beethoven bis Paderewski und Prokofjew zeugen vom breiten Interesse dieser vielseitigen Künstlerin.
Jonghai Park
CONCOURS 2018
2. Preis
In der Klassischen Musikwelt Koreas gehört Pianist Jong-Hai Park zu den gefragtesten Musikern und wird für seine betörende Inspiration und fesselnde Präsenz gepriesen. Er debütierte neunjährig und hat seitdem unter der Leitung von unter anderem Marin Alsop, Gerhard Markson, John Wilson, Christopher Warren-Green oder Christian Zacharias mit dem Nagoya Philharmonic, Hong Kong Chamber Orchestra, Belgischen Nationalorchester, Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, RTÉ National Symphony, Musikkollegium Winterthur und Tonhalle-Orchester Zürich gespielt. Rezitale gabe er in der Pariser Monnaie und im Oratoire du Louvre. Er war Artist in Residence in Seouls Kumho Art Hall und nahm an Festivals in Frankreich (Annecy), Korea (PyeongChang) und Norwegen (Nordland Music Festival) teil. Jong-Hai begann seine musikalische Ausbildung mit 6 Jahren. Er schloss die Koreanische Nationaluniversität für die Künste ab und bildet sich gegenwärtig bei Arie Vardi an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover, weiter. Jonghai Park ist Preisträger renommierter Wettbewerbe, darunter Hong Kong, Top of the World, Dublin, Reine Elisabeth, und Géza Anda.
Sergey Tanin
CONCOURS 2018
3. Preis und Publikumspreis
Geboren 1995 in Jakutien/Sibirien, begann Sergey Tanin im Alter von 5 Jahre mit dem Klavierspiel und trat als 11-Jähriger mit dem Moskauer Symphonieorchester im grossen Saal des Tschaikowski-Konservatoriums auf. 2020 veröffentlichte das schweizerische Radio und Fernsehen (SRF) den Dokumentarfilm «Der Pianist, der aus der Kälte kam» über Sergeys Werdegang. Als Solist trat er mit führenden Orchestern auf, darunter mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Musikkollegium Winterthur, den Bremer Philharmonikern, dem Mariinsky Symphonieorchester, den Prager Philharmonikern und dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine. Seine Auftritte führten Sergey in berühmte russische Konzertsäle wie den Grossen Saal des Tschaikowski-Konservatoriums, den Grossen Saal der St. Petersburger Philharmonie oder den Konzertsaal des Mariinsky Theaters sowie weit über Russland hinaus, z.B. nach Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien, Kasachstan, Tschechien, in die Schweiz und in die Ukraine.
Gloria Cianchetta
CONCOURS 2018
Hortense Anda-Bührle Förderpreis
Geboren 1998 in Piombino, schloss Gloria Cianchetta bereits im Alter von 15 Jahren das Puccini-Konservatorium von La Spezia ab. Ihre Master-Studien absolvierte sie hingegen bei Anna Kravtchenko am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. Gloria ist Gewinnerin zahlreicher nationaler und internationaler Preise. Sie tritt in Italien und im Ausland auf, darunter am Teatro La Fenice Venedig, im Wiener Musikverein, in der Sala dei Giganti im Palazzo Liviano für die “Amici della Musica”, Padua, im Gaber Auditorium des Pirelli-Hochhauses für “La società dei concerti” Mailand, im LAC Lugano, der Sala dei Cavalli im Palazzo Te sowie im Teatro Bibiena für “Mantova Musica”, in Spanien, der Schweiz und Russland. Sie spielte mit dem Orchestra della Svizzera Italiana (OSI) unter Alexander Vedernikov, dem Sinfonieorchester von Chioggia, mit Orchestern in Frosinone und Bacau (Rumänien). Sehr gerne spielt sie auch Kammermusik, darunter seit 2019 im Duo mit der Geigerin Francesca Bonaita.
Frühere Preisträger
Zu den Traditionen der Géza Anda-Stiftung gehören zum Teil langjährige Verbindungen mit zahlreichen Preisträgerinnen und Preisträgern. Wir sind sehr stolz auf ihre Leistungen.
Finden Sie hier die früheren Géza Anda-Wettbewebe und ihre Gewinner/innen.