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Remake Berlin
Berlin-Mitte im September 2000. In den Briefkästen Postwurfsendungen der Republikaner. O-Ton: „Einigkeit und Recht und Freiheit sind heute zunehmend durch ‚politische Korrektheit‘ bedroht.“ Am selben Tag eine Demonstration der alten SED-Kader und Ostalgiker aus den randstädtischen Plattenbauten für den Erhalt des Palastes der Republik.
Was ist Berlin? Sicher ist, dass Berlin heute nur als Aneinanderreihung von Phänomenen beschrieben werden kann. Der Satz „Ich bin ein Berliner“ des Jahres 1963 von John F. Kennedy hat keine Gültigkeit mehr, oder muss allenfalls in „Ich bin ein Neu-Berliner“ umgewandelt werden. Berlin ist nunmehr das Neue Berlin geworden, von dem niemand weiss, was das genau sein könnte und was er davon halten soll.
Für das Projekt Remake Berlin des Fotomuseums Winterthur sind acht internationale Künstlerinnen und Künstler und sechs internationale Autorinnen und Autoren eingeladen worden, zum Thema „Berlin“ zu arbeiten. Die Projekte der Künstlerinnen und Künstler nehmen Bezug auf bestimmte Themen, die geeignet sind, eine Version eines möglichen Porträts der Stadt zu entwerfen. In kurzen Headlines beschrieben sind dies: Die neue ‚Berliner Republik‘ und die Berliner Vergangenheit; Baustellen – die Kreation eines neuen Zentrums – und die Peripherie der Grossstadt; Club-Culture und Multikulturalität; Fussball, Kochen und Essen in Berlin.
Mit Clegg & Guttmann, Astrid Klein, Rémy Markowitsch, Boris Mikhailov, Juergen Teller, Frank Thiel, Céline van Balen und Stephen Wilks.
Die Ausstellung wurde von Kathrin Becker und Urs Stahel kuratiert. Eine Zusammenarbeit mit dem Neuen Berliner Kunstverein und dem Rencontres internationales de la photographie, Arles.
Dieses Projekt wurde mitlanciert und ermöglicht durch die Bank Hofmann AG, Zürich.