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Regenzeit in Thailand dürfte aussergewöhnlich trocken werden
Das El-Niño-Wetterphänomen (siehe Box) könne eine Trockenperiode von Mitte Juni bis Mitte Juli bedeuten und zu Wasserknappheit in mehreren landwirtschaftlichen Gebieten führen, sagte Chomparee Chompurat, Generaldirektorin des thailändischen Meteorologischen Amts. «Der Höhepunkt der Niederschläge wird für August und September erwartet, wenn ein oder zwei tropische Stürme über den Norden und Nordosten ziehen, die heftige Regenfälle mit sich bringen und Sturzfluten auslösen», erklärte Chompurat.
Nach Angaben der Chef-Meteorologin soll die Regenzeit Mitte Oktober enden. Es wird aber erwartet, dass die Niederschläge in der südlichen Region – unter anderem in Phuket, Krabi und Ko Samui – bis in den Januar kommenden Jahres anhalten werden.
Wasserknappheit könnte vielerorts zum Problem werden
Weil es an vielen Orten bereits in den vergangenen Monaten weniger geregnet hat als üblich schlagen zahlreiche Bauern Alarm. Die geringeren Niederschlagsmengen in der Regenzeit könnten sich negativ auf die Landwirtschaft, insbesondere den Reisanbau auswirken. Die Folgen wären massive Ernte-Einbussen in Gebieten ohne künstliche Bewässerung.
Allein in der ersten Mai-Hälfte gingen beim zuständigen Amt fast 1400 Anträge aus über 60 Provinzen für künstliche Bewässerung ein. Ackerland auf einer Fläche von rund 180'000 Quadratkilometern – mehr als die vierfache Fläche der Schweiz – ist von Wasserknappheit betroffen.
Chadchart Sittipunt, Gouverneur von Bangkok, äusserte sich in der «Bangkok Post» besorgt über eine mögliche Dürreperiode während der Regenzeit. Mehrere grosse Parks, für die er verantwortlich ist, benötigen für die Pflege ausgesprochen viel Wasser, unter anderem der Benjakitti-Park. Dieser ist mit einer Fläche von rund zwei Quadratkilometern in etwa so gross ist wie Monaco.