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Wie viele der modernen Kunstströmungen entstand auch der Surrealismus kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert in Europa. Er verstand sich ebenfalls wie Dada als Kritik an der vorherrschenden Kunst, parodierte diese aber nicht. Vielmehr bediente man sich der damals gerade aufkommenden psychoanalytischen Methoden. In der surrealistischen Malerei spielten Träume eine große Rolle. Das Absurde und das Unbewusste wurde zum Bildmotiv. Man zeichnete sehr schnell, um das Bewusste nicht die Kontrolle übernehmen zu lassen. Auch Filmemacher fanden Gefallen am Surrealismus.
Breton startete die Bewegung
Die bekanntesten Protagonisten sind Salvador Dali und Joan Miro. Pablo Picasso und Rene Magritte gelten ebenfalls als Künstler dieses Genres. Im Film ist Luis Buñuel als surrealistischer Regisseur bekannt geworden.
Die Bewegung selbst startete aber in Frankreich und der Schweiz, als sich eine Gruppe aus dem Kreis der Dadaisten von diesen lossagte. Eine große Rolle spielte dabei der Schriftsteller André Breton. Er verwendete auch den Namen Surrealismus erstmals für die neue Kunstrichtung, auch wenn sie eigentlich von Guillaume Apollinaire erschaffen wurde. Die Malerin Frida Kahlo wird ebenfalls zu den Surrealisten gezählt, ebenso die Malerinnen Gertrude Abercrombie, Leonora Carrington, Leonor Fini und Valentine Hugo.
Der Surrealismus wandelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Bewegung zu einer Kunstform, der aber das aktivistische Moment fehlte. Auch war der direkte Einfluss von André Breton nicht mehr vorhanden. Dennoch hat er maßgeblich das theoretische Fundament für die surrealistische Kunst geformt. Es ist heute noch als das surrealistische Manifest bekannt. Breton sah die Existenz einer absoluten Realität, die Traum und Wirklichkeit verschmelzen ließ.