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Zur Zwölfbotenkapelle gehört nicht nur einen Altar für die zwölf Apostel: Hier, im einstigen liturgischen Zentrum des Münsters, wurden primär die Gräber von Felix und Regula verehrt.
Gegen 1848 wurde der Raum auf der westlichen Seite um einen ganzen Raumabschnitt verkleinert, um ein Treppenhaus einzubauen. Nach 1937 ersetzte man die damalige Holz- durch eine Betonkonstruktion. Bei diesen Arbeiten wurde jener Teil zerstört, in dem sich der Altar der Stadtpatrone und ihre Gräber befanden.
Lediglich eine Wandbeschriftung im nicht zugänglichen Treppenhaus erinnert heute an die einstigen Gräber.

Schnitt durch das westliche Joch der Zwölfbotenkapelle

Rekonstruktionsversuch von D. Gutscher. Die Tafeln können in einem eigenen Fenster betrachtet werden. Klicken Sie dafür auf die kleinen Bilder.
Die um 1260 praktizierte Gottesdienstordnung hat Konrad von Mure aufgezeichnet. Er gibt einen lebendigen Eindruck der damaligen liturgischen Verehrung in der Zwölfbotenkapelle. Zwar war oben im Chor der Hauptaltar Felix und Regula gewidmet. Doch zweimal am Tag zog man zum Altar und zu den Gräbern hinab. Am Morgen benützte man die grosse Treppe vom Chor in das Schiff und sang nach den Laudes das Benedictus.
Am Nachmittag folgte nach Abschluss der ersten Vesper das Magnificat.
Eine Sequenz aus einem liturgischen Gedicht, das vermutlich in Zürich entstanden ist, lautet:
„O Zürich, königliche Pfalz der römischen Könige, freue dich von Herzen, klatsche mit den Händen, jubiliere. Du, allezeit glücklich, geborgen durch den Schutz des Felix, sollst Regula als deiner Lenkerin unterstehen. Ganz zu Recht wirst du Turegum, Stadt der Könige, genannt, da du durch einen so königlichen Schatz reich gemacht bist. Durch den Beschluss des unmenschlichen und irrwitzigen Maximian, nach der Tötung des Mauritius, als die Stadt Zürich noch nicht durch den himmlischen König regiert wurde, noch unter dem Statthalter Decius, da erstatteten die Thebäer, Zeugen für Gott, das, was Gottes ist, ihm zurück, indem sie ihren Glauben kundtaten.“
|Das Grossmünster

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|Wir gehen zurück ins Schiff und machen vielleicht noch einen Besuch auf dem südlichen, limmatseitigen Turm, dem Karlsturm, von dem aus wir eine prächtige Rundsicht geniessen können.

Wir verlassen das Grossmünster, gehen links über den Zwingliplatz um die Kirche herum Richtung Limmat und gelangen über ein paar Treppen – früher gab es eine sogenannte „Märtyrertreppe“ – zum Limmatquai. Gegenüber stehen Helmhaus und Wasserkirche.