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Geschäfte mit sogenannten Credit Default Swaps/CDS standen seit Ausbruch der Finanzkrise verstärkt in der Kritik. Ursprünglich waren sie als Versicherungen gegen Ausfallrisiken von Anleihen oder Krediten - auch von Staaten - gedacht. Nach Angaben der EU-Kommission wurden die Papiere aber selbst Gegenstand von Spekulationen. In der Euro-Schuldenkrise hatte es auch den Vorwurf gegeben, der CDS-Markt habe Wetten gegen finanzschwache Staaten wie etwa Griechenland verstärkt.
Die EU-Kartellwächter hatten im Jahr 2011 Untersuchungen gegen die beiden Unternehmen sowie gegen ein Dutzend internationaler Banken eingeleitet. Die Banken-Ermittlungen wurden 2015 eingestellt, die Verfahren gegen ISDA und Markit liefen jedoch weiter. Bedenken gab es etwa mit Blick auf die sogenannten "Schlusspreis"-Daten, die im Falle eines Ausfalls zur Festlegung der CDS-Preise verwendet werden.
Beide Firmen sicherten nun zu, den Zugang zu ihren Börsenhandels-Daten zu erleichtern. "Die heutigen Beschlüsse gewährleisten, dass alle Handelsplätze zu fairen, angemessenen und diskriminierungsfreien Bedingungen Zugang zu Daten und geistigem Eigentum von ISDA und Markit erhalten können," sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. "Dies führt zu einem grösseren Angebot und niedrigeren Transaktionskosten für die Anleger und erhöht die Stabilität des Marktes."/asa/DP/jha
(AWP)