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Der Fotograf und Filmer Reto Camenisch begleitete Walter Liniger während zweier Jahre in der Schweiz und im Süden der Vereinigten Staaten. Ehemalige Schülerinnen und Schüler, etwa die Berner Regisseurin Livia Anne Richard und der Musiker Hank Shizzoe oder der Musikjournalist Bänz Friedli, kommentieren den Blues des Wale Liniger.
Die Musik von Liniger kann man nach einer Einsicht in sein Leben durch den Dokumentarfilm «Heicho» auf einer noch tieferen Ebene verstehen. 1982 wandert der 33-jährige Walter «Wale» Liniger in den amerikanischen Süden aus und lässt sich im Staat Mississippi nieder. Seine Mission: die Ergründung der Blues-Musik.
Liniger verbringt insgesamt 37 Jahre in den USA und beschäftigt sich beruflich und privat mit dem Blues als philosophisches, historisches, literarisches und musikalisches Ereignis. «Ich habe immer gewusst, dass das, was ich sehe, und das, was ich höre, nicht alles sein kann», meint Liniger am Schluss des Filmes. Im Film redet Wale Liniger über die Exotik des Fremden, über das Weggehen und das Nachhausekommen und über die unbändige Kraft soziokultureller Prägung.