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Es gibt wohl kaum eine Videospielreihe, die es schon so oft auf die Leinwand geschafft hat wie "Resident Evil". Am bekanntesten dürften die sechs Filme von Paul W. S. Anderson sein, bei denen seine Frau Milla Jovovich die Hauptrolle spielt. Daneben gibt es aber auch noch vier animierte Filme, die sich deutlich stärker an der Handlung der Spiele orientieren, und sogar eine Serie auf Netflix. Die Live-Action-Filme haben ausser tödlichen Viren und Zombies zwar fast gar nichts mit den Spielen gemeinsam, sind aber enorm erfolgreich.
Bis zu diesem Jahr waren sie die erfolgreichste Filmreihe, die auf einem Videospiel basiert, und nach wie vor halten sie den Rekord für die umsatzstärksten Zombiefilme. Bis 2017 waren sie sogar das umsatzstärkste Horror-Franchise überhaupt. Es dürfte also niemanden wundern, dass Constantin Film und Capcom ihre beliebteste Marke aus dem Grab zurückbringen wollen.
Erstmalig der Film zum Spiel
"Resident Evil: Welcome to Raccoon City" ist ein neuer Live-Action-Film, dieses Mal jedoch von Johannes Roberts ("47 Meters Down"). Anstatt sein eigenes fiktionales Universum aufzubauen, wie es die alten Filme taten, orientiert sich das Reboot sehr genau an den Spielen, genau genommen an den ersten beiden Teilen. Wir folgen den vier Protagonisten aus den Games bei ihrer Flucht aus Raccoon City, während sie versuchen, die Geheimnisse des zwielichtigen Umbrella-Konzerns aufzudecken. Claire Redfield steht hier am meisten im Fokus und bekommt sogar eine ganz neue Hintergrundgeschichte spendiert. Sowohl Claire Redfield (Kaya Scodelario) als auch ihr Bruder Chris (Robbie Amell) verbrachten einen Teil ihrer Kindheit im Waisenhaus von Raccoon City. Hier kam Claire bereits einigen düsteren Mysterien auf die Spur, während Chris das alles nur für Hirngespinste hält. Als Claire dann aus dem Waisenhaus flieht, lässt sie Chris zurück, und die Wege der Geschwister trennen sich für viele Jahre. Claire ist überzeugt, dass Umbrella etwas Übles im Schilde führt, während Chris inzwischen bei den polizeilichen Sondereinsatzkräften S.T.A.R.S arbeitet. Er verdankt seine Ausbildung und Karriere der Unterstützung von Umbrella, die auch das Waisenhaus finanzierten, und ist dem Konzern gegenüber sehr positiv eingestellt. Ebenfalls in seinem Einsatzteam sind Jill Valentine (Hannah John-Kamen), eine taffe Polizistin, die zuerst schiesst und dann Fragen stellt, und Albert Wesker (Tom Hopper), der im Gegensatz zu Jill eher zurückhaltend und regelkonform ist. Der Letzte im Bunde ist Leon Kennedy (Avan Jogia), der gerade erst auf dem Polizeirevier anfängt und auf den ersten Blick kaum als Polizist taugt.