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Offenbar war er ein Mensch, der sich so lange in ein Thema oder eine Problematik vertiefen konnte, bis er eine umfassende Erklärung oder Lösung gefunden hatte. Ebenso scheint er eine sehr genau beobachtende Person gewesen zu sein, die sich nicht mit dem oberflächlichen Anschein zufriedengab.
Die Rede ist vom antiken griechischen Mathematiker und Physiker Archimedes. Er lebte im dritten Jahrhundert vor Christus in Syrakus, der damals grössten Stadt auf Sizilien. Einen Grossteil der Überlieferungen zu seinem Leben muss man wohl dem Legendenhaften zuordnen. Seine Entdeckungen und Erkenntnisse allerdings sind von handfester und bleibender Bedeutung.
Eine Geschichte erzählt, dass er einmal nackt durch die Strassen seiner Stadt gelaufen sein soll. Das kam so: Er hatte den Auftrag erhalten, eine Krone auf ihren Goldgehalt zu überprüfen, ohne sie dabei zu beschädigen. Zuerst kam er nicht weiter, bis er eines Tages ein Bad nahm und bemerkte, dass er genau so viel Wasser verdrängte, wie er selbst wog. Er erkannte darin den Schlüssel für die Lösung des Problems, rannte direkt aus dem Bad auf die Strasse und rief: «Heureka!» – «Ich hab’s gefunden!»
Das Kunstwerk, welches der Raum der Stille in der Bahnhofkirche zurzeit beherbergt, hat den Titel «Archimedische Schraube». Der antike Physiker hatte herausgefunden, dass ein Schneckengewinde innerhalb einer Röhre dazu verwendet werden kann, Wasser auf ein höheres Niveau zu transportieren. Die Schraube im Raum der Stille fördert kein Wasser. Dafür weist sie in meinen Augen auf die Gottesgaben der beobachtenden Aufmerksamkeit sowie der Kreativität hin, welche ihren Erfinder auszeichneten.