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Wusste man bei HP schon beim Kauf von Autonomy von möglichen Bilanzunstimmigkeiten?
HP kriegt wegen der Affäre um die Übernahme von Autonomy weiteren Ärger. Während Hewlett-Packard versucht, Klagen gegen angeblich für Bilanzschummeleien verantwortliche frühere Autonomy-Manager aufzugleisen, ist HP nun selbst verklagt worden. Die Anwaltskanzlei, welche die Klage aufgesetzt hat, vertritt zwar gegenwärtig nur einen Kleinaktionär, hofft aber, dass sich noch weitere anschliessen, wie die 'Financial Times' berichtet.
Experten hatten bereits erwartet, dass nach dem Bekanntwerden der Autonomy-Affäre auch Zivilklagen gegen HP selbst folgen würden. Diverse, auf Sammelklagen im Namen von Aktionären spezialisierte Anwaltsfirmen wetzen bereits ihre Messer.
In der aktuellen ersten Klage wird HP vorgeworfen, zwischen August 2011 und November 2012 falsche und irreführende Angaben zu seiner finanziellen Lage gemacht zu haben. Zu den namentlich genannten Beschuldigten gehören unter anderem die aktuelle Chefin Meg Whitman, die Finanzchefin Cathie Lesjak sowie der frühere CEO Léo Apotheker.
Sprengstoff enthält die Klageschrift vor allem in einer Beziehung. Laut 'Financial Times' heisst es darin, die Beschuldigten hätten schon letztes Jahr nach der grundsätzlichen Einigung mt Autonomy
, dass man erst nach dem Weggang des früheren Autonomy-Chefs Mike Lynch im Mai dieses Jahres durch einen Informanten aus dem Autonomy-Management auf die Spur der Manipulationen gekommen und danach eine interne Untersuchung gestartet habe. (Hans Jörg Maron)