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(Textauszug gefunden in „Beschreibung der schweizerischen Alpen- und Landwirthschaft“. Johann Rudolf Steinmüller, Steinerische Buchhandlung Winterthur, 1804)
„Das Gaisschmalz, d.h. die Butter von der Ziegenmilch, hält der Senn für ein vorzügliches Heilungsmittel für verschiedene äussere Schäden, Z. B. bey Verrenkungen, Quetschungen, u. drgl., die meisten Sennen haben daher immer ein wenig davon im Vorrathe, von dem er zugleich glaubt: je älter desto wirksamer sey er. – Wenn man aus der Gaissmilch Butter machen will, so muss man sie zuerst sieden, sonst rahmt sie fast nichts, (gesotten zieht sie mehr als die Hälfte Rahm auf). Wenn sie gesotten ist, so stellt man sie 2mal 24 Stunden lang in den Keller, und budert dann den abgenommenen Rahm, d.h., macht die Nideln zu Butter. Diese ist ganz weiss, und hat einen starken Ziegengeruch. Scheidet man aber alsdann die Gaissbuttermilch, so wird die Schotten (die Molke) gar nicht mehr stark, indem die Nideln oder die Butter alle Kraft in sich zog.“
“Damals im Alpstein” (Doazmol Band 6) ist im Juni 2015 erschienen. Die hier präsentierten kulinarischen Texte sind nicht im Buch enthalten.