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Die Insel Thilafushi liegt ganz in der Nähe der maledivischen Hauptstadt Malé. Noch vor 30 Jahren war Thilafushi, eine kleine Paradies Insel, umgeben von türkisblauem Wasser. Bis sich die Regierung eines Tages dazu entschieden hat, infolge des wachsenden Abfallproblems des Inselstaates eine riesige Müllhalde auf der Insel aufzubauen. Denn wegen des hohen Bevölkerungswachstum und vor allem auch der Abertausenden Touristen drohten die Malediven im Abfall zu ersticken. Auf einer Fläche von 7000×200 Metern schichten seither riesige Bagger die Mülltransporte auf, welche mit Booten auf die Insel gebracht werden. Wiederverwertung und Trennung des Abfalls kennen die Malediver bis jetzt kaum, so wird Aluminium mit PET und organische Abfälle mit Autobatterien auf der Mülldeponie entsorgt. Die Gefahr, dass die giftigen Inhaltstoffe einst das Meerwasser mit der grossen Artenvielfalt gefährden, wird offensichtlich einfach ignoriert. Es erstaunt, dass das Inselparadies imstande ist ein Luxusresort am anderen mit einem auch für westliche Standards sehr hohen Ausbauniveaus zu errichten, aber keine valide Lösung für sein Abfallproblem erarbeiten kann. Jeder Tourist hinterlässt pro Tag rund 4 Kilogramm Abfall. Für einen siebentägigen Aufenthalt produziert jeder Gast 32 Kilogramm Abfall. Das ist ein bedeutend höheres Gewicht, als das durchschnittlich mitgeführte Reisegepäck eines Touristen!