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Loramet enthält den Wirkstoff Lormetazepam, ein schnell wirkendes Schlafmittel aus der Klasse der Benzodiazepine, das ein rasches Einschlafen und gutes Durchschlafen bewirkt.
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Kurzzeitbehandlung von schweren Einschlaf- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen.
Loramet verkürzt die Einschlafzeit, so dass in den meisten Fällen der Schlaf innerhalb von 15-30 Minuten eintritt, und trägt dazu bei, eine normale Schlafdauer (6-8 Stunden) wiederherzustellen.
Loramet wird nur bei schweren Schlafstörungen vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben und wird nur für kurze Zeit eingenommen. Sie sollten das Präparat mit der vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebenen Dosis nicht länger als 4 Wochen einnehmen. Nach diesem Zeitpunkt wird der Arzt bzw. die Ärztin abklären, ob er/sie die Behandlung weiterführen wird.
Schlafmittel und andere Präparate mit Wirkung auf das Zentralnervensystem können sich gegenseitig beeinflussen.
Da Alkohol ebenfalls die Wirkung von Schlafmitteln verstärkt, muss auf gleichzeitigen Alkoholgenuss verzichtet werden.
Loramet darf nicht angewendet werden bei:
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung.
Nach längerdauernder Behandlung kann die schlaffördernde Wirkung nachlassen.
Die Einnahme von Loramet kann - wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten - zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) sowie bei der Einnahme einer höheren Dosis auftreten. Das Risiko ist bei Alkohol- und Drogenmissbrauch und bei gewissen psychiatrischen Erkrankungen erhöht.
Das abrupte Absetzen des Arzneimittels kann Entzugssymptome zur Folge haben. Es können dann Schlaflosigkeit, Zittern, Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden und Kopf- oder Muskelschmerzen auftreten. Angst, Spannungszustände sowie Erregung und innere Unruhe können ebenfalls vorkommen. Das Erscheinungsbild kann sich bis zu bedrohlichen körperlichen (Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen (z.B. Depressionen, Wahnvorstellungen) steigern. Krampfanfälle können bei Patienten mit Epilepsie oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z.B. Antidepressiva), stärker ausfallen.
Bei Abbruch der Behandlung können die Symptome, welche zu einer Behandlung mit Loramet führten, in verstärkter Form erneut auftreten. Sie können von anderen Reaktionen wie Stimmungsschwankungen, Angstgefühl oder Schlafstörungen und Ruhelosigkeit begleitet sein.
Benzodiazepine (wie der Wirkstoff von Loramet) können nach der Einnahme Gedächtnislücken zur Folge haben. Dieser Zustand tritt üblicherweise einige Stunden nach der Einnahme auf. Eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7-8 Stunden) kann dieses Risiko verringern.
Während der Behandlung mit Benzodiazepinen (wie Loramet) können frühere depressive Zustände oder eine Verschlechterung eines depressiven Zustandes sowie Gedanken zur Selbstötung auftreten.
In diesen Fällen sollten Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über allfällige Atemwegs-, Leber-, oder Nierenerkrankungen, sowie wenn Sie unter ?Grünem Star? oder schweren Durchblutungsstörungen des Gehirns leiden, oder wenn bei Ihnen eine Alkohol- oder Arzneimittelabhängigkeit besteht oder früher bestand.
Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn bei Ihnen eine Unverträglichkeit auf bestimmte Zuckerarten besteht (Lactose-Intoleranz).
Alkoholische Getränke verstärken die Wirkung von Loramet. Das kann unter anderem dazu führen, dass Sie unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Verzichten Sie deshalb auf alkoholische Getränke, wenn Sie Loramet einnehmen.
Die Wirkung von Loramet wird durch die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit Effekten auf das Zentralnervensystem wie Beruhigungsmittel, Mittel gegen Depressionen und Psychosen, Schmerzmittel, Betäubungsmittel, krampflösende Mittel (Antiepileptika) und Arzneimittel gegen Allergien mit beruhigender Wirkung verstärkt.
Die Kombination mit Betäubungsmitteln kann zu einer verstärkten Euphorie und damit zu einer schnelleren psychischen Abhängigkeit führen.
Auch andere Wirkstoffe können die Wirkung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen verstärken. Beispiele hierfür sind Arzneimittel, welche die Kreislauf- oder Atemfunktion beeinflussen (z.B. ss-Rezeptorenblocker, herzaktive Glykoside, Methylxanthine), Verhütungsmittel («Antibabypille») oder Antibiotika, sowie Arzneimittel zur Entspannung der Muskulatur (Muskelrelaxantien).
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen! Deshalb sollte das Lenken von Motorfahrzeugen und das Bedienen von Maschinen solange unterlassen werden, bis feststeht, dass das Arzneimittel weder schläfrig noch schwindlig macht.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, dürfen Sie Loramet nicht einnehmen: Wird Loramet gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt verabreicht, können beim Säugling verminderte Aktivität, herabgesetzte Muskelspannung, Abnahme der Körpertemperatur und/oder des Blutdrucks, Atemdämpfung, Atemstillstand sowie Trinkschwäche auftreten.
Da der Wirkstoff von Loramet in die Muttermilch übertritt, sollte dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Der Arzt bzw. die Ärztin legt die Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Erhöhen Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.
Erwachsene: Die Behandlung wird mit 1 Tablette eingeleitet, Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann die Dosierung auf 2 Tabletten erhöhen.
Da die Wirkung von Loramet rasch eintritt, sollte das Arzneimittel unmittelbar vor dem Schlafengehen mit etwas Wasser eingenommen werden. Zudem sollte eine normale Schlafdauer von 7-8 Stunden gewährleistet sein.
Die Anwendung und Sicherheit von Loramet bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Sehr häufig: Beruhigung, Schläfrigkeit, Erschöpfung während des Tages.
Häufig: Verwirrtheit, Depression, Koordinationsstörungen, Muskelschwäche und erhöhte Sturzgefahr, Kraftlosigkeit, Unwohlsein.
Gelegentlich: Veränderungen des Blutes, Veränderungen des Sexualtriebes (Erektionsstörungen, Orgasmusstörungen), Übelkeit, Hautausschlag.
Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes, Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen, allergische Hautentzündung, hormonelle Erkrankung mit zu geringer Urinausscheidung über die Nieren (Schwartz-Bartter-Syndrom), zu niedriger Natriumblutspiegel, Verstärkung einer bestehenden Selbsttötungsneigung, Angst, Unruhe, Feindseligkeit, Aggression, Ärger, Erregbarkeit, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Albträume, Delirium, Psychosen, Halluzinationen, Ruhelosigkeit, Verhaltensstörungen, Zunahme des Sexualtriebs, Enthemmung, Koma, Bewegungsstörungen, Krampfanfälle, Gedächtnisverlust, Zittern, Benommenheit, Störungen des Sprechens, Kopfschmerzen, überschwengliche Gemütsverfassung, Sehstörungen (einschliesslich Doppel- und Verschwommensehen), tiefer Blutdruck, Atmungsschwierigkeiten, Aussetzen der Atmung (Apnoe) auch während des Schlafens (verstärkte Schlafapnoe), Verstärkung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), Verstopfung, Gelbsucht, erhöhte Leberwerte, Haarausfall.
In Einzelfällen können Abhängigkeit, Arzneimittelmissbrauch, Entzugserscheinungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Entwicklungsstörungen, Manie, oder Gefühlsarmut auftreten. In diesen Fällen muss ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden und die Behandlung abgebrochen werden.
Weiterhin können in Einzelfällen reduziertes Reaktionsvermögen, Schwindel, Augenzittern, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelkrämpfe, Unterkühlung und «paradoxe» Reaktionen auftreten (s.oben).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Präparat im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette Loramet enthält:
Wirkstoff: Lormetazepam 1,0 oder 2,0 mg.
Hilfsstoffe.
43154 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Loramet 1,0 mg Tabletten: 30.
Loramet 2,0 mg Tabletten (teilbar): 30.
MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.