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Das Chillon-Viadukt befindet sich in über dem Ostende des Genfer Sees, südöstlich von Montreux. Es besteht aus zwei parallelen, 1,4 km langen Spannbeton-Hohlkastenbrücken, welche die östliche und westliche Fahrbahn der Autobahn A9 tragen. Das Viadukt wurde in den 1960er Jahren erbaut und war über viele Jahre hinweg eines der größten Spannbetonbauwerke, weshalb es für die Region von großem historischem Wert ist. Ursprünglich für ein geschätztes Verkehrsaufkommen von 10.000 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt, wird sie derzeit von 50.000 Fahrzeugen täglich genutzt.
Projektbeschrieb
Das Problem
Die Brücke sollte eigentlich saniert werden, doch eine Inspektion des Viadukts ergab, dass es erheblich beschädigt war und als strukturell mangelhaft galt. An verschiedenen Stellen waren die Bewehrungsstäbe des Betons korrodiert und der Beton selbst wies Anzeichen einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) auf. Bei näherer Betrachtung wurden nach Hydrodemolitionstests auch Alkali-Aggregat-Reaktionen (AAR) festgestellt, was bedeutete, dass die mechanischen Eigenschaften des Betons beeinträchtigt waren. Wären keine Reparaturen durchgeführt worden, hätte das Bauwerk wahrscheinlich komplett neu gebaut werden müssen.
Die Anforderungen
Da die Brücke von immer mehr Fahrzeugen befahren wird, musste eine Lösung gefunden werden, um die Scher-, Biege- und Ermüdungsfestigkeit der Fahrbahnplatte zu erhöhen. Außerdem sollten die durch AKR und AAR verursachten Schäden behoben, die Brücke abgedichtet und ihre strukturellen Eigenschaften deutlich verbessert werden.
Unsere Lösung
Als beste und kostengünstigste Lösung für die komplexen Anforderungen des Bauwerks wurde eine dünne stahlstabverstärkte Deckschicht aus ultrahochfestem faserverstärktem Zement (UHPFRC oder UHPC) ausgewählt. Das Material verfügt über außergewöhnliche Verstärkungs- und Abdichtungseigenschaften und lässt sich mit den richtigen Fähigkeiten und Maschinen extrem schnell einbauen, so dass die Fahrbahn so kurz wie möglich gesperrt werden konnte, was Unterbrechungen und Kosten minimierte.