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Ecuador, Kuba, Spanien, Schweiz: Das Saatgut von Damian Coluccis Maisfeld in Argentinien hat den Weg in den Regenwald, in die Karibik und selbst über den Atlantik gefunden. Eine Fotoreportage zeigt, wie wichtig das Erhalten von Biosaatgut ist.
Erlaubt ist es offiziell nicht, gemacht wird es trotzdem – zum Glück! Denn der Austausch von Bio-Saatgut über die Länder- und Kontinentengrenzen hinweg macht aus verschiedenen Gründen Sinn: Es fördert die Vielfalt, stärkt Kleinbauern und HobbygärtnerInnen und ist gleichzeitig Überlebensstrategie der Zivilgesellschaft, um nicht in Abhängigkeiten zur Agrarindustrie mit ihrem gentechnisch verändertem Saatgut zu fallen. Auf Grund des Klimawandels und der dadurch entstehenden Ungewissheiten ist es unabdingbar, dass sich die Landwirtschaft auch in industrialisierten Gesellschaften (wieder) auf ein Kulturgut beruft, das sie über Jahrhunderte ausgemacht hatte: das Konservieren des eigenen Saatgutes.
Damian Colucci aus Tandíl, einer mittelgrosse Stadt südöstlich von Buenos Aires, kultiviert seit 2001 agrarökologisch und setzt konsequent auf Bio-Saatgut – wenn möglich aus der Region. Seine Maissamen zum Beispiel hat er von einem älteren Bauern aus Tandíl erhalten, der das Saatgut über Dekaden hinweg gesichert hatte. Ab 2013 sollte dieses dann auf Reise gehen: zuerst in Richtung argentinische Küste, später dann nach Europa, in die Karibik und sogar in den Amazonas. Die dortigen Bauern und GärtnerInnen freuten sich nicht nur über das Bio-Saatgut, sondern setzten die Samen sogleich bei sich in die Erde. Die folgende Fotoreportage dokumentiert die fünfjährige Reise eines Saatguts, das hoffentlich auch in hundert Jahren noch kultiviert wird.