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1816 überquerte der Tessiner Strassenbauer Giulio Pocobeili zusammen mit seinem Assistenten Richard La Nicca den Passo del San Bernardino, um eine Route für eine Passstrasse auszustudieren.
Sieben Jahre später war die 120 Kilometer lange Strasse fertig gebaut. Sie sollte es nach damaliger Berechnung ermöglichen, in 28 Wegstunden von Chur nach Bellinzona zu gelangen. Durch die Viamala führte diese Kommerzialstrasse stellenweise auf einem neuen, entsprechend schnelleren Wege - nicht mehr über Oberrongellen, sondern direkt durch das Verlorene Loch. Der Gehilfe Pocobellis, der spätere Kantonsingenieur Richard La Nicca, sprengte hier einen Tunnel durch den Fels. Oder besser gesagt: Er liess sprengen. Richard La Nicca sah dem explosiven Spektakel 1820 während seiner Hochzeitsfeier auf Hohen Rätien zu.