Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/355

Es mögen vielleicht keine Breaking News sein, aber es sind ganz sicher keine «alternativen Fakten» ...
Die Prognose stammt von niemand Geringerem als der Nummer 3 bei Google, dem Schweizer Urs Hölzle.
Ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht? Und vor allem für wen?
Seine Begründung: Es gebe viele Aspekte menschlicher Interaktion, die für uns Menschen offensichtlich seien, aber maschinelles Lernen absolut nicht beherrsche. «Da besteht noch eine grosse Kluft», sagte der Baselbieter, der nach den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page der dienstälteste Mitarbeiter des Internet-Konzerns ist.
Menschliche Kommunikation zu verstehen, sei für Computer ziemlich schwierig, betonte der Googler. Management und Führung habe viel mit Interaktionen von Menschen zu tun, mit Motivation und Kommunikation.
Dies dürfte maschinelles Lernen in dieser Dekade nicht ersetzen können. Heute beherrsche maschinelles Lernen beispielsweise, ob ein Foto einen Strand zeige und ermögliche die Suche danach im Fotoverzeichnis.
Chancen biete maschinelles Lernen bei der Verbesserung der Zusammenarbeit in Firmen. Wenn ein Angestellter an einem bestimmten Thema arbeite, könne der Computer Vorschläge machen, welche Dokumente als nächste benötigt würden.
Oder es könne einen E-Mail-Schreiber daran erinnern, wenn er jemanden aus einer bestimmten Gruppe vergessen habe, ins Adressfeld einzutragen, sagte Hölzle. Durch maschinelles Lernen werde die Zusammenarbeit in grossen Organisationen verbessert.
PS: Die Ausrede, man habe ein wichtiges Mail nicht erhalten, dürfte sich spätestens dann auch erledigt haben ...
(dsc/sda)