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3-Monats-Kolik
Die wohl häufigste Ursache einer Schlafstörung für Kind und Eltern in den frühen Lebensmonaten ist die Kolik. Die Kolik ist eine, in ihrer Ursache noch unbekannte, Störung (keine Verdauungsstörung, kein Fehlverhalten der Eltern), die als Anpassung an das Leben nach der Geburt angesehen wird.
Leidet das Kind darunter, schreit es mit schmerzverzogenem Gesicht, auch wenn es keine Nahrung will. Es zieht die Beinchen an und sieht aus, als ob es Leibschmerzen hätte. Die Schreianfälle verlieren sich in den ersten Lebenswochen, spätestens nach 3 bis 4 Monaten.
Bettnässen
Bettnässen ist ein sehr weit verbreitetes Schlafproblem in der Kindheit. 10% der 6-jährigen Kinder nässen noch das Bett. Im Alter von 10 Jahren sind es noch 6%, bei den 15-jährigen noch fast 2%.
Die Konsequenzen von Bettnässen können sehr weitreichend sein, da es das Verhältnis zum Kind, sein eigenes Selbstwertgefühl und seine Beziehungen zu anderen Kindern beeinträchtigen kann.
Schlafschaukeln
Beim Schlafschaukeln wirft das Kind entweder den Kopf oder den Körper hin und her oder bewegt den Körper rhythmisch nach vorne. Kopfschlagen oder Schaukeln als Einschlaf-Gewohnheit entwickelt sich meist innerhalb des ersten Lebensjahres. Melden Sie sich bei Ihrem Arzt, wenn die rhythmischen Bewegungen im Alter von über 18 Monaten erstmals auftreten, sich im Alter von 3 bis 4 Jahren nicht verlieren oder wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Kind nicht altersentsprechend entwickelt.
Epilepsie
Wiederkehrende ähnlich ablaufende Bewegungsmuster im Schlaf, wie beispielsweise Bewegungen mit dem selben Arm oder dem selben Bein, oder falls es die gleiche Körperseite betrifft und der Bewegungsablauf dabei immer ähnlich (stereotyp) aussieht, können auf epileptische Störungen hinweisen, die oft nur in der Nacht auftreten. Solche Störungen sind abklärungsbedürftig. Sind Sie unsicher hinsichtlich der nächtlichen Bewegungsstörung Ihres Kindes, sprechen Sie mit einem Spezialisten.
Geistig Behinderte Kinder
Der Schlaf von geistig behinderten Kindern ist oft stark beeinträchtigt, doch auch sie können lernen, sich ein schlafförderndes Verhalten anzueignen. Oft lernen Kinder weniger durch Einsicht als durch vorgegebene äussere Bedingungen. Ein grosses Mass an Geduld und Einfühlungsvermögen ist dafür notwendig. In seltenen Fällen kann auch eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein.
Plötzlicher Kindstod
Der plötzliche Kindstod (SIDS: Sudden infant death syndrome) ist die häufigste Todesursache von Kindern im Alter von einem Monat bis zu einem Jahr (ca. 0,17%). Der Krippentod tritt plötzlich und unerwartet im Schlaf auf. Die Ursache liegt wahrscheinlich in einer Entwicklungsstörung des Hirnstamms, wo Atmung, Herzrhythmus und Schlaf reguliert werden. Eine rauchfreie Umgebung, Rückenlage und Schutz vor Überwärmung des Kindes sind entscheidendes Massnahmen gegen den Krippentod. Es ist wichtig, dass Risikokinder überwacht werden. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Kinderarzt.
Krankheiten
Der Schlaf Ihres Kindes kann auch aus medizinischen Gründen gestört sein. Jede akute Krankheit, die mit Fieber, Atemstörungen, Schmerzen und allgemeinem Unwohlsein verbunden ist, kann das Schlafmuster eine Zeit lang durcheinander bringen. Ein krankes Kind schläft oft unruhig in der Nacht und schlummert am Tag immer wieder ein. Schmerzen beim Zahnen stören den Schlaf von Kleinkindern oft, führen aber nicht zu Schlafproblemen, die wochenlang andauern.