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Ein Thema, welches die Menschheit weltweit aktuell beschäftigt: Sollte Cannabis (wieder) legalisiert werden? Die Fronten zwischen den Befürwortern und Gegnern sind verhärtet! Die Gegenargumente sind seit Jahren die gleichen: Der Jugendschutz sei nicht möglich, der Drogenkonsum in der Bevölkerung würde ausufern und Cannabis könne Psychosen auslösen. Wir haben 12 Gründe zusammen gesammelt, die klar für eine Legalisierung des Hanfes sprechen!
1. Steuergelder für Jugendschutz
Eines der wichtigsten Themen ist der Jugendschutz. Dieser bereitet vielen Gegner die grössten Sorgen. Argumentiert wird, dass ein guter Jugendschutz nicht möglich ist, wenn Cannabis überall erhältlich sein würde. Alkoholische Produkte beweisen jedoch das Gegenteil. Die Steuern auf Alcopops wurden bereits erfolgreich erhöht. Die Konsumenten bezahlen höhere Steuern auf diese Produkte, mit welchen Prävention und Schutzmaßnahmen finanziert werden. Ein regulierter Verkauf verhindert die Abgabe an Minderjährige.
Die Zahl der Schweizer Cannabis-Konsumenten unter 18 Jahren ist hoch, dies zeigen diverse Studien. Man dürfte annehmen, dass diese Situation doch zeigen sollte, dass die aktuelle Hanfpolitik nicht funktioniert. Auch die Gegner der Legalisierung stützen ihre Argumente auf den ungenügenden Jugendschutz und nötige Prävention. Einer der Gründe, warum man den Jugendschutz bezüglich Hanf weniger fördert als andere Präventionsbereiche, ist die nicht vorhandene Finanzierung. Doch genau dieses Problem könnte mit einer liberaleren Politik bezüglich Hanf sehr effektiv gelöst und finanziert werden.
2. Steuereinnahmen
In der Schweiz werden seit August 2016 Hanf Blüten legal als Tabakersatz verkauft und konsumiert. Diese Blüten mit weniger als 1% THC werden versteuert und sind erkenntlich als Tabakprodukt verpackt. Das bedeutet auf jede Packung, die man im Kiosk, Headshop oder Online-Shop kauft, bezahlt man 25% Steuern. Schätzungen gehen für das Jahr 2017 für Steuereinnahmen von über 20 Mio. Schweizer Franken aus!
Dasselbe oder ein ähnliches Konzept könnte man auch für Blüten mit höherem THC-Gehalt anwenden. Bedenkt man, dass der Markt für THC-arme Blüten wahrscheinlich wesentlich kleiner ist, als der für die berauschenden Blüten, sieht man wie groß das Steuer-Potential dieser Produkte sein könnte. Im US Bundesstaat Colorado verdient der Staat auf diese Weise jeden Monat 18 Millionen US-Dollar!
Mit diesen Steuereinnahmen könnten weitere medizinische Studien, Prävention, Jugendschutz und noch vieles mehr finanziert werden.
3. Neue Einnahmequelle für Bauern
Würde Handel, Anbau und Konsum von Hanf konsequent legalisiert werden, entstünde eine riesige Nachfrage dannach. Diese Nachfrage müsste irgendwie gedeckt werden. An dieser Stelle könnten Schweizer Bauern enorm profitieren. Der Anbau von Hanf kann nicht nur sehr lukrativ sein, die Pflanze ist auch sehr pflegeleicht, benötigt keine Pestizide, sorgt für eine gute Bodenqualität und kann hier in der Schweiz problemlos angebaut werden.
4. Entkriminalisierung von bis zu 300’000 Menschen
Schätzungen gehen in der Schweiz von bis zu 300’000 Cannabis Konsumenten mit hohem THC-Gehalt aus. Alle diese Menschen müssen ihre Blüten auf dem Schwarzmarkt beziehen, egal ob Schüler, Rentner, Genießer oder Patient. Eine Kontrolle über die Qualität und Verunreinigungen der Produkte existiert dadurch nicht. Zusätzlich gehen all diese Menschen das Risiko von Bussen und Strafverfolgung ein!
5. Einfacherer Zugang für Patienten
Cannabis ist für viele Menschen die letzte Möglichkeit, etwas gegen ihre Leiden zu unternehmen. Immer wieder beweisen Studien, was Hanf in medizinischer Sicht alles leisten kann. Doch der Zugang dazu ist in der Schweiz nicht einfach. Oft ist die Bewilligung für Cannabis als Medizin fast nur nach vielen Jahren des Leidens und vielen Medikamenten möglich. Der Grund: Nur wer schon alles durchprobiert hat und beweisen kann, das wirklich nichts hilft (bestätigt durch den Arzt), hat vielleicht die Möglichkeit eine Genehmigung zu bekommen.
Ein Zustand der so absolut nicht mehr haltbar ist. Jeder Mensch sollte selbst die Möglichkeit haben zu entscheiden, welche Medikamente er verwendet und welche er lieber nicht ausprobieren möchte. In Bezug auf Medikamente, die sehr unangenehme Nebenwirkungen haben können und schlicht nicht wirklich gesund sind, sollte man die freie Wahl haben. Aktuell sind Patienten gezwungen, alle Medikamente durch zu probieren, ganz egal, was diese für Nebenwirkungen haben.
6. Mehr Sicherheit für den Konsumenten
Hanf, welches auf dem Schwarzmarkt gekauft wird, könnte mit allen möglichen Substanzen infiziert sein. In der Schweiz ist das Strecken von Cannabis zum Glück nicht so ein großes Thema, doch auch der unkontrollierte Anbau kann zum Teil giftige Spuren im Endprodukt hinterlassen. Insektizide, Pestizide, nicht biologische Dünger oder Fungizide hinterlassen oft Rückstände in der Pflanze. Für den Konsumenten sind diese keines Falls gesund! Eine Studie des Bundesamt für Gesundheit beweist, dass dies Realität ist!
7. Entlastung der Behörden
Tag täglich müssen sich die Polizei, die Behörden und die Gerichte in der Schweiz mit dem Besitz, Konsum oder Anbau von meist kleinen Mengen Hanf befassen. Doch die Schweizer Behörden sind ziemlich ausgelastet. Somit wäre es doch sinnvoll, wenn Hanf legalisiert und kontrolliert abgegeben würde. Auf diese Weise könnten man sich für den Jugendschutz gezielter einsetzen und die vorhanden Ressourcen für wirkliche Verbrechen verwenden und zusätzlich viele Kosten einsparen.
8. Klare Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht
Sogar Konsumenten von legalen, THC-armen Blüten gehen in der Schweiz das Risiko einer Ordnungsbusse über 100 CHF ein. Eine Situation die so nicht vertretbar ist. Ein Produkt, das legal und versteuert in Läden erhältlich ist, darf keines Falls zu einer Bestrafung führen. Auch der Besitz von THC-haltigen Blüten ist zur Zeit nicht eindeutig geregelt. So steht im Betäubungsmittelgesetz: “Wer nur eine geringfügige Menge eines Betäubungsmittels für den eigenen Konsum vorbereitet oder zur Ermöglichung des gleichzeitigen und gemeinsamen Konsums einer Person von mehr als 18 Jahren unentgeltlich abgibt, ist nicht strafbar.” Und doch bekommen jedes Jahr hunderte Personen Bussen für den Besitz von Geringfügigen Mengen!
9. Massiver Einschnitt in die Geschäfte der organisierten Kriminalität
Warum gehen Menschen Hanf Blüten illegal auf der Strasse kaufen? Der Grund ist einfach: Sie können nicht anders. Doch hätten all diese Menschen die Möglichkeit ihr Cannabis legal zu beziehen, würde der organisierten Kriminalität ein großes Geschäft entgehen und der Staat würde an deren Stelle verdienen.
10. Neue Arbeitsplätze
Eine neue Branche schafft automatisch neue Arbeitsplätze. Vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Verkauf würde tausende neue Arbeitsplätze entstehen.
11. Neu Etablierung von Nutzhanf
Hanf ist viel mehr als nur ein Rauschmittel oder eine nützliche Medizin. Genau so hervorragen sind seine Eigenschaften als Textilien, Papier, Treibstoff, Isolation oder Nahrungsmittel. Durch die Legalisierung könnte Cannabis sein Revival erleben! Hanf wäre in aller Munde, was sicherlich positiv auf das Image dieser Nutzpflanze wirken würde. Was wiederum eine gute und nachhaltige Lösung ist, den egal zu welchem Zweck, meistens ist Hanf eine sehr ökologische und preiswerte Alternative.
12. Die Freiheit der Bevölkerung
Nun zum Schluss noch einen komplett andere Aspekt: Ist es wirklich Sache des Staates zu definieren, welche Substanzen ein Mensch konsumieren darf und welche nicht?
Die Drogenpolitik der letzten Jahre hat gezeigt, das ein grundsätzliches Verbot nicht viel bringt. Wer wirklich Drogen (egal, welche Art von Drogen) konsumieren will, der konsumiert diese unabhängig davon, ob jene legal oder illegal sind. Eine Minderheit wird durch ein striktes Verbot sicherlich abgehalten, doch die Mehrheit wird ihre Sucht weiterhin stillen.
Eine liberale Drogenpolitik entzieht der Kriminalität einiges an Macht und Spielraum. Weiter ermöglicht diese der Bevölkerung mehr individuelle Freiheit. Die Entscheidungsfreiheit läge bei jeder einzelnen Person und niemand würde bevormundet werden.