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SAE 7 der Sowjetunion
1962 : A.G.Dralkin Austauschwissenschafter aus USA, Ungarn, Tschechoslowakei und der DDR.
Traverse im Dreieck Komsomolskaya-Sowjetskaya-Wostok. Die Station Wostok war diese Saison ausser Betrieb.
Am 15.12.1961 starteten in Moskau zwei Flugzeuge vom Typ IL-18 und AN-10 zu einem Flug in die Antarktis. Es gab Zwischenaufenthalte u.a. in New Delhi, Sydney und der amerikanischen Antarktisstation Mc Murdo. Der Rückflug begann am 24.1.1962 in Mirny
Topographische Aufnahmen in Enderby-Land. Einrichtung der neuen Station Molodjoshnaya – Gründungstag 23.2.62.
Dienstbriefe SAE 7
Diese Expedition stand unter Leitung von A.G. Dralkin, der schon der 4. SAE vorstand. Verschiedenen ausländischen Expeditionsgruppen gab die Sowjetunion die Möglichkeit, an dem antarktischen Forschen teilzunehmen. An der 7. SAE waren Wissenschaftler aus Ungarn, CSSR, U.S.A. und der DDR beteiligt. Die dritte deutsche Gruppe bestand aus Dr. Dittrich, Dipl.-Ing. Georg Schwarz (beide Geodäten) und dem Dipl.-Meteorologen Joachiro England von der Flugwetterwarte Dresden. Die DDR-Forscher waren in „MIRNY“ tätig, wo I. Wenediktow als Stationsleiter eingesetzt war. Am 15.12.1961 starteten in Moskau zwei Flugzeuge vom Typ IL-18 und AN-10 zu einern 26 423 km langen Transkontinentalflug in die Antarktis. An Bord der Maschinen befand sich eine Vorausabteilung der 7. SAE von 36 Mann Stärke. Die IL-18 wurde von A.S. Poljakow und die AN-10 von B. Ossipow geführt. Mit Zwischenaufenthalten in Neu Dehli, Rangun, Djakarta, Darwin, Sydney und der amerikanischen Antarktisstation McMurdo erreichten die beiden Maschinen am 24.12.1961 die Station „MIRNY“. In Moskau wurde ein Sonder- stempel geführt, der aber kein Flugbestätigungsstempel darstellte. Ausserdem kam ein Sonderumschlag zur Verwendung. Laut ADN-Meldung vorn 28.12.1961 ist die AN-10 in „MIRNY“ verblieben, wosie zu Inlandsflügen eingesetzt wurde. Im Beitrag „Luftpost in der Antarktis“ von Michael von Meyeren wird vom Rückflug beider Maschinen berichtet, der am 24.1.1962 in „MIRNY“ begann und am 2.2.1962 in Moskau endete. Die beiden deutschen Geodäten Dr. Dittrich und Georg Schwarz waren am Anlegen eines trigonometrischen Netzes beteiligt, das 100 km über „MIRNY“ hinausreichte. Am 18.2.1962 begann die Fahrt. Sie dauerte zwei Monate. Sechs Tage musste der eingewehte Schlittenzug bei Kilometer 90 warten, bis die Forschungsfahrt weiterging. Durch wiederholte Beobachtungen sollen Aufschlüsse über die Eisbewegungen im Raum von Mirny gewonnen werden. In den Monaten Oktober und November 1962 fand eine Wiederholungsmessung statt. Post von der deutschen Expeditionsgruppe, die Dr. Dittrich absandte, trägt eine handschriftliche Bestätigung. Der DDR-Meteorologe, Joachim England, befasste sich vom 1.4.62-22.12.62 mit der Wolkenfotografie. Wenn es das Wetter zuliess, machte er stündlich eine Aufnahme. Auch auf der abschliessenden Heimfahrt mit dem Eisbrecher „OB“ fotografierte er die Wolken. Insgesamt 26000 Aufnahmen konnten nach Abschluss der Expedition ausgewertet werden.
Die Station WOSTOK war in dieser Saison nicht in Betrieb. Dagegen fanden im Enderbyland erste Forschungen unter Lew Klimow statt. Ausserdem waren die Prof. Viktor Bynitsky und Wladimir Shamotjew mit geologischen, hydrographischen und ozeanololischen Studien beteiligt. Dabei ist an der Alaschejew-Bucht bei 67° 48′ Süd und 46° 00′ Ost seit dem 8.1.1962 die Station „MOLODJOSHNAJA“ entstanden, die aber wahrscheinlich in der anschliessenden Wintersaison wieder verlassen wurde. Gründungstag wird der 23.2.1962 geführt.