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Das Fragen nach religiös-spirituellen Bedürfnissen auf einer pädiatrischen Intensivstation – durch den Arzt: jein, durch die Seelsorge: ja
Möchten Sie, dass der Arzt sich nach Ihren religiös-spirituellen Bedürfnissen/Ansichten erkundigt? Diese Frage wurde Eltern von schwer kranken Kindern, welche auf der Intensivstation gepflegt wurden, in den USA gestellt. Das Ergebnis ist mehrdeutig und lässt sich mit „Jein“ zusammenfassen. Während ein Drittel der Eltern angab, dass sich der Kinderarzt nach ihren religiös-spirituellen Ansichten erkundigen sollte, empfindet ein weiteres Drittel diese Frage als unpassend. Das letzte Drittel ist unentschieden. Hingegen fühlen sich 62% der betroffenen Eltern sehr wohl, religiös-spirituelle Fragen mit einem Spital- oder Gemeindeseelsorgenden zu besprechen.
„In conclusion, our study intentified most parents as having religious or spiritual background but revealed ambivalence in welcoming physician inquiry into their beliefs in the PICU [= pediatric intensive care unit] setting. Partnering with a unit-based or hospital chaplain may be a good start to providing culture-sensitive care and increasing our understanding of surrogate/caregiver decision-making in the PICU.” (p. 5).
Literatur
Arutyunyan, T., Odetola, F., Swieringa, R., & Niedner, M. (2016). Religion and Spiritual Care in Pediatric Intensive Care Unit Parental Attitudes Regarding Physician Spiritual and Religious Inquiry. American Journal of Hospice and Palliative Medicine.