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Kartoffelkäfer
Wie die Kartoffel kam auch der Käfer ursprünglich aus Amerika. In Europa wird dieser Schädling erstmals 1877 in den Hafenanlagen von Liverpool gesichtet, von wo er sich dann über den ganzen Kontinent ausbreitete. Die Kartoffelkäfer überwintern 25 bis 50 cm tief im Boden, ab Mai beginnen sie ihren Reifungsfrass an den jungen Blättern, und im Juni legen die Weibchen an den Blattunterseiten paketweise ihre Eier ab. Sie können bis 400 Stück davon verteilen. Aus ihnen schlüpfen die Larven, die sich dreimal häuten. Da sich Käfer und Larven vom Kartoffelkraut ernähren, kommt es bei starkem Auftreten zu Ernteausfällen. Im gleichen Jahr kann sogar eine zweite Generation auftreten.
- Vorbeugen: Leichtlösliche Mineraldünger vermeiden. Kartoffeln mit angerottetem Mist und Kompost düngen. Steinmehl oder Algenmehl je nach Boden einarbeiten. Junge Blätter mit Gesteinsmehl überstäuben, um den Kieselgehalt des Krautes zu erhöhen.
- Bekämpfen: Pflanzen regelmäßig kontrollieren und erste Käfer und Larven sofort von Hand ablesen. Eventuell veraschen oder verjauchen und ausbringen. Larven mehrmals mit Algen- oder Gesteinsmehl bestäuben. Bei großen Flächen und starkem Auftreten Rotenon-Pyrethrum-Mittel spritzen oder stäuben. Nachbehandlung nach zwei Tagen. Andermatt Biogarten AG empfiehlt zur Bekämpfung von Kartoffelkäferlarven «Novodor 3FC». Dieses Mittel enthält einen spezifischen Bacillus-thuringiensis-Stamm, der bei den Larven des Kartoffelkäfers einen sofortigen Frassstop bewirkt. Die Behandlung ist nach 14 Tagen zu wiederholen. Der Kartoffelkäfer kann auch an anderen Nachtschattengewächsen wie Auberginen auftreten.
Pächter, die bemerken, dass der Gartennachbar dieses Problem nicht bekämpft, sollen sich umgehend mit dem Arealchef oder mit einem Vorstandsmitglied in Verbindung setzen!
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