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Jiu Jitsu (Jūjutsu) ist ein komplettes Selbstverteidigungssystem. Die Ursprünge gehen in die Zeiten der Samurai in Japan zurück, wo dieses Kampfsystem aus Notwendigkeit praktisch auf den Schlachtfeldern angewendet wurde. Als diese Kampfkunst in Brasilien ankam, hatte sie nach wie vor noch einen starken ursprünglichen Charakter. Als die Gebrüder Carlos und Hélio Gracie somit Jiu Jitsu in ihrer Zeit von Mitsuyo Maeda gelernt haben, wurde die Kampfkunst als unlimitiertes und unreglementiertes Selbstverteidigungssystem praktiziert. Es war im speziellen Hélio Gracie mit seiner schmächtigen Statur der in unzähligen Kämpfen gegen grössere und schwerere Gegner die Effektivität von Jiu Jitsu unter Beweis gestellt hat. Besonders Hélios Siege gegen japanische Judo-Kämpfer haben damals den Respekt vor Jiu Jitsu in Brasilien gegenüber den Japanern validiert und etabliert.
Jiu Jitsu ist auch noch heute ein komplettes System der Selbstverteidigung. Es basiert auf fünf Elemente. Als Erstes kommen die Selbstverteidigungstechniken im Stand die zur Verteidigung gegen unerwartete Angriffe auf der Strasse dienen. Danach folgen die Schlagtechniken, die unter anderem auch Ellbogenschläge oder Kniestösse beinhalten. An dritter Stelle stehen die Griff- und Hebeltechniken, die oftmals mit dem Bodenkampf in Verbindung stehen. Das nächste Elemente sind die Wurftechniken, die immer einen Bezug zu reellen Szenarien der Selbstverteidigung haben. Die vier genannten Bausteine werden durch die Jiu Jitsu-Philosophie verknüpft, die auf dem Fundament des Bushido Code basiert. Die sieben Tugenden des Bushido Code sind Aufrichtigkeit (Gi), Mut (Yu), Gutmütigkeit (Jin), Respekt (Rei), Ehrlichkeit (Makoto), Ehre (Meiyo), Loyalität (Chu). Jiu Jitsu erfordert ausnahmslos die Praktik aller Elemente um seiner Essenz als gesamtheitliche Kampfkunst gerecht zu werden.