Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/1804

Aarburg
Mit der Burg und dem Wehrmauerring auf der Spitze des Hügels, den letzten Ausläufern der Altstadt am Ufer der Aare und der Kirche mit zwei Glockentürmen auf einem Hügel ragt das Städtli weithin sichtbar in der einheitlichen Landschaft heraus.
Die erste schriftliche Erwähnung von Aarburg, geht auf das Jahr 1123 zurück. Hier herrschten die Grafen von Frohburg, welche 1299 die Burg und Stadt den Habsburgern verkauften. Diese bauten die Burg aus und wurden 1415 von den Bernern vertrieben. Während der «Bernerzeit», die bis zum Einfall der Franzosen 1798 unter Napoleon dauerte, wurde die Burg und das Städtchen auf die heutige Grösse ausgebaut. Unter Napoleon wurde der Kanton Aargau gegründet, dem auch Aarburg zugeteilt wurde. 1837 wurde die erste Drahtbrücke über die Aare eröffnet, die im Jahre 1912 durch die heutige Eisenbetonbrücke von Maillard ersetzt wurde. Zwischen 1839 und 1841 wurde die Strasse durch das Städtchen ausgebaut und der Damm errichtet. Ein verheerendes Feuer, in der Nacht vom 3. Mai 1840, zerstörte die bergseitige Häuserzeile und die Kirche, die in Folge im Stiel der damaligen Zeit wiederaufgebaut wurden. Aus diesem Grund wird der dreieckige Bärenplatz heute von je einer Häuserzeile aus dem Mittelalter und einer aus dem 19. JH flankiert. Zwischen 1842 und 1845 wurde die heutige neugotische Pfarrkirche auf dem Felssporn erbaut. Seit dieser Zeit besteht die einzigartige - vor allem von Wandkalendern bekannte - Ansicht von Westen. Der wichtigsten Wirtschaftszweige waren für Aarburg bis Mitte des 19.JH. die Flösserei, die Lagerhaltung und der Handel mit den umgeschlagenen Waren wie Salz, Wein und Holz. Ein bis heute bestehendes Naturphänomen erleichterte das Anlegen von Flossen und Schiffen. In einer Linksbiegung stösst das Wasser der Aare auf eine Felsnase. Dadurch wird etwa die Hälfte des Wassers in einem grossen Wirbel wieder flussaufwärts gedrückt. Dieses Naturschauspiel, das wegen seiner regelmässigen Niveauschwankungen «Waage» genannt wird, ist zumindest in Europa einzigartig. Nach dem Ende der Flösserei durch den Bau der Eisenbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts, lebte die Bevölkerung von Aarburg vor allem von der Textilindustrie. Die Firma Zimmerli, welche die feinste Unterwäsche der Welt produziert, zeugt noch heute von dieser Zeit. Eine weitere weltbekannte Firma aus Aarburg ist die Firma Franke, die vor allem Küchen für die Gastronomie und Kaffeevollautomaten produziert. Weiter ist Aarburg der Standort für Velux Dachfenster, Galliker Automobile, Elco Heizungen, die PEG Papeteristen-Einkaufsgenossenschaft usw. Daneben beherbergt der Ort viele Gewerbebetriebe, die hauptsächlich im Baunebengewerbe tätig sind. Auf Aarburger Boden liegt zudem das gross ausgebautes Perry Shopping-Center mit Coop Supermarkt und Coop Baumarkt sowie etwa fünfzig weitern Anbietern. Eine reichhaltige Gastronomie, vom einfachen Schnellimbiss bis zum Gourmetrestaurant, lädt zum Speisen und Verweilen ein. Ebenfalls beherbergt Aarburg verschiedene kleinere, meist Familiär geführte Hotels, bis hin zum neuen Hotel Holiday Express mit über achtzig Zimmern. Aarburg liegt am Kreuzungspunkt der Autobahnen A1 und A2 mit direkter Ausfahrt. Per Bahn oder Bus ist man von Aarburg innert fünf Minuten mit dem Bahnknotenpunkt Olten verbunden, von wo die Züge in kurzen Abständen in jede Himmelrichtung abfahren. Ebenfalls treffen in Aarburg die nationalen Velowege aufeinander und erlauben Touren neben den stark befahren Hauptstrassen. Nicht zu unterschätzen ist das Naherholungsgebiet von Aarburg mit dem Säli Schlösschen auf der eine Talseite und dem Born mit dem bekannte «Tuusiger Stägli» auf der anderen. Aarburg trägt zudem die Label «Energiestadt» und der «Schönsten Schweizer Dörfer» und liegt auf dem Schweizer Mozartweg.Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.