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Erdölkrisen, die beginnende Globalisierung und wachsende Umweltprobleme – 1972 wird der Bericht des Club of Rome «Die Grenzen des Wachstums» herausgegeben – prägen die siebziger Jahre.
In der Schweiz gewährt das Parlament 1971 einen ersten Finanzhilfekredit über 400 Millionen Franken. Ungefähr die Hälfte davon ist für Beteiligungen an der internationalen Entwicklungsorganisation (IDA), den regionalen Entwicklungsbanken und an Finanzierungsmechanismen im Handelsbereich vorgesehen (z.B. Ausgleichsvorräte und Diversifikationsfonds), der Rest für bilaterale Massnahmen (wie Transfer- und Mischkredite, Zahlungsbilanzhilfen und sog. integrierte Projekte, d.h. Projekte, welche sowohl finanzielle Unterstützung als auch technische Hilfe umfassen). Im Rahmen der UNO fordern die Entwicklungsländer 1974 eine neue Weltwirtschaftsordnung.
1976 wird nach langer, von Gegensätzen geprägten Debatte das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe verabschiedet. Es gilt als Paradebeispiel schweizerischer Kompromisspolitik und bildet einen unfassenden und kohärenten Rahmen für die gesamte Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz (humanitäre, bilaterale und multilaterale technische und finanzielle Hilfe). 1978 wird das neue Gesetz erstmals in Form eines Rahmenkredits für „wirtschafts- und handelspolitische Massnahmen" im Umfang von 200 Millionen Franken umgesetzt. Die dazu gehörende Botschaft erwähnt zum ersten Mal die Idee einer schweizerischen Gesellschaft für Entwicklungsfinanzierung. 1979 erhält die Handelsabteilung einen neuen Namen: Bundesamt für Aussenwirtschaft (BAWI).
Aussenwirtschaftspolitik [...] und Entwicklungspolitik [...] sind untrennbar miteinander verbunden und erstreben langfristig das gleiche Ziel: auf nationaler und weltweiter Ebene Verhältnisse zu schaffen, die es allen Staaten ermöglichen, aus ihren Beteiligungen an der Weltwirtschaft Nutzen zu ziehen.
Alois Dobler, Ständerat des Kantons Schwyz (während der Ständeratsdebatte zum ersten Rahmenkredit für wirtschafts- und handelspolitische Massnahmen, 1978)