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Das Gebiet von Meride erstreckt sich bis zum Gipfel des Monte San Giorgio und die Gemeinde - seit 2013 ein Teil der Stadt Mendrisio – wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt (Melede im Jahr 852, dann Melade im Jahr 963 und schließlich ab 1443, Meredo). Das Dorf ist auf Kalkfelsformationen aus dem Trias (sog. Meride-Kalk) gebaut und Epizentrum des größten Teils der Ausgrabungen aus der Region; es ist daher von erheblicher geologischer und paläontologischer Bedeutung.
Das Gemeindewappen von Meride war nichts anderes als die Verbindung der Elemente der beiden bedeutendsten Familien des Dorfes, Fossati (die zwei Sterne) und Oldelli (das Schloss). Im Mittelalter war Meride von der Pieve Riva San Vitale abhängig und bildete wie Tremona und Besazio ein Drittel davon. 1483 löste sich Meride von der Pieve Riva San Vitale. Die Kirche San Silvestro steht auf der Anhöhe über dem Dorf, war ursprünglich ein Schloss und ab 1483 Pfarrkirche. Da aber die Kirche weit vom Dorf entfernt war, „wurde das Allerheiligste in das Kirchlein Santa Maria verbracht“ (das darauf die Kirche San Rocco wurde).
In Meride gibt es zahlreiche Bauten mit einem gewissen künstlerischen und architektonischen Wert: die Bürgerhäuser der Familien Martini, Monti, Roncati und Oldelli, mit ihren Stuckverzierungen, Säulen, Balustraden, Kapitellen in toskanischer Anordnung und anderen herrlichen Verzierungen bis zu den religiösen Gebäuden wie die Kapelle San Giorgio, eine Einsiedelei, wo im 13. Jahrhundert der selige Manfredo Settala wohnte, gemalt vom Einheimischen Francesco Antonio Giorgioli (1655-1725).
Dank der Präsenz und des großen Einsatzes von Bernard Peyer und Emil Kuhn-Schnider, Paläontologen und Professoren an der Universität Zürich, beherbergt das Dorf Meride seit 1973 das Fossilienmuseum des Monte San Giorgio. Der Antrag zur Aufnahme in das Weltkulturerbe der Unesco wurde im Juli 2003 gutgeheißen. Um dieser wissenschaftlichen Besonderheit den richtigen Wert zuzuerkennen hat die Gemeinde Meride 2006 den Architekten Mario Botta mit der Planung des neuen Fossilienmuseums Monte San Giorgio sowie des UNESCO-Besucherzentrums beauftragt. Das Museum ist am 13. Oktober 2012 eingeweiht worden. Mit der Geschäftsführung wurde die Stiftung Monte San Giorgio betraut.
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