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Der Begriff Profiler kommt aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet übersetzt Profilierer. Er beschreibt die Tätigkeit eines Fallanalytikers, welcher Profile von Straftätern erstellt. Der Fallanalytiker gehört der Polizei an und unterstützt diese mit seiner Tätigkeit bei der Aufklärung schwerer Verbrechen. Anhand von Spuren am Tatort und weiteren Indizien zieht er seine Schlüsse auf Basis kriminalistischer Erkenntnisse. Die Umstände der begangenen Straftat werden in die Analyse einbezogen. Der Fallanalytiker schließt dabei auf das Täterverhalten und erkennt daraus unter Umständen Muster, welche er auf statistischer Basis mit sozio-ökonomischen Merkmalen in Verbindung bringt. Bei dieser Form der Erschließung tritt die Psychologie in den Hintergrund. Als wichtigste Hilfswissenschaften werden die Kriminalistik, die Kriminologie sowie die Soziologie zurate gezogen. Die DNA-Analyse sowie die Daktyloskopie werden dabei als kriminalistische Hilfstechniken hinzugezogen.
Er gibt unter bestimmten Voraussetzungen Entscheidungshilfen für die Strukturierung der Ermittlungen. Beispielsweise ist es dem Fallanalytiker möglich, herauszufinden, in welchem Raum eine Ermittlung beginnen sollte. Er bestimmt das ungefähre Alter und das Geschlecht des Täters. So wird der Kreis der verdächtigen Personen erheblich eingeschränkt. Aufgrund dieser Eingrenzung ist die Durchführung von Massen-DNA-Tests möglich. Das Erstellen eines psychologischen Täterprofils gehört, wie fälschlicherweise angenommen, nicht zu den Aufgaben eines Fallanalytikers. Ebenso erstellt er keine charakteristischen Erscheinungs- und Persönlichkeitsbilder unbekannter Straftäter, da dies nicht möglich ist. Die Begriffe „Profiler“ und „Profiling“ werden im Zusammenhang mit der Arbeit eines Fallanalytikers strikt gemieden, da sie inhaltlich nicht zutreffen. Auch beim amerikanischen FBI gibt es keine Position, welche die Tätigkeit eines Profilers beschreibt. Dort spricht man vielmehr von einer „criminal investigative analysis“, die von speziell ausgebildeten Agenten des FBI ausgeführt wird.
Hierzulande wird die Fallanalyse von speziell fortgebildeten und erfahrenen Polizisten, Kriminalisten sowie einigen Psychologen durchgeführt. Sie alle verfügen über die gleichen polizeilichen Ausbildungen und Erfahrungen. Oft handelt es sich hierbei um Kriminalbeamte, die nach ihrer polizeilichen Ausbildung mit Studium an einer Fachhochschule oder an einer Universität im Anschluss Psychologie studiert haben. Das Bundes- sowie das Landeskriminalamt beschäftigen zahlreiche operative Fallanalytiker.