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Es geht voran: Operationssaal für Namuno
12.02.2020
Die Sterblichkeit von Schwangeren und Neugeborenen in Mosambik gehört zu den höchsten der Welt. Noch in diesem Jahr wird der erste Operationssaal im entlegenen Distrikt Namuno eröffnet, der die Lage verbessern soll.
Der Grundstein des Operationssaals wurde in einer feierlichen Zeremonie am 12. November des vergangenen Jahrs gelegt. Davon profitieren im Distrikt Namuno jedes Jahr rund 22’000 Mütter und Neugeborene, die bei Komplikationen während der Geburt einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Es fehlt die Möglichkeit einer chirurgischen Notfallversorgung von Müttern und Neugeborenen in Form von Kaiserschnitten, der Entfernung infizierter Gebärmutter und Reanimation von Frühgeborenen.
Die nächstgelegene chirurgische Einrichtung befindet sich momentan noch in Montepuez. Diese ist überlastet und nur in drei Stunden auf unebenen Straßen erreichbar.
Ende Juni 2020 soll das Gebäude eröffnet werden. Im zweiten Halbjahr 2020 werden die Anlagen installiert und das technische Personal wird geschult. Mit den zwei entstehenden Operationssälen wird nicht nur die Bevölkerung des Distrikts Namuno, sondern ebenfalls Frauen in den angrenzenden Distrikten Balama und Montepuez profitieren. und sogar Frauen aus der benachbarten Provinz Niassa davon profitieren, dass Operationen in Namuno möglich sind.
Ein Grund für die hohe Sterblichkeitsrate von Frauen in Mosambik ist, dass knapp die Hälfte aller Schwangeren zu Hause, ohne medizinische Begleitung entbindet. Bei Komplikationen sind sie zu spät im Gesundheitszentrum, da vielerorts keine Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen. So werden sie unter Wehen auf Fahrrädern transportiert oder müssen laufen.