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Blaise Pascal war nicht nur ein grosser Mathematiker, Physiker und Philosoph des 17. Jahrhunderts, sondern, wie sich jetzt zeigt, auch ein weitsichtiger Psychologe. Er erkannte vor 350 Jahren, was kürzlich durch psychologische Experimente bestätigt wurde: bevor du jemandem seine Fehler vorhältst, zeige ihm zuerst, in welchen Punkten er recht hat. Lass ihn dann seinen Fehler selber entdecken. In Pascals eigenen Worte:
Quand on veut reprendre avec utilité et montrer à un autre qu’il se trompe, il faut observer par quel côté il envisage la chose, car elle est vraie ordinairement de ce côté-là et lui avouer cette vérité, mais lui découvrir le côté par où elle est fausse. Il se contente de cela car il voit qu’il ne se trompait pas et qu’il y manquait seulement à voir tous les côtés. Or, on ne se fâche pas de ne pas tout voir, mais on ne veut pas être trompé, et peut-être cela vient de ce que naturellement l’homme ne peut tout voir, et de ce que naturellement, il ne se peut tromper dans le côté qu’il envisage, comme les appréhensions des sens sont toujours vraies.
Es soll Leute geben, die nicht erkennen, wenn ihnen jemand ähnlich sieht. Trifft auf mich nicht zu. Nach dem DSI-Triumph letzten Sonntag jubelte die Operation Libero und mit ihr ein Mann, der aussieht wie ich vor 10 Jahren (und der wie sich herausstellte heute ungefähr so alt ist wie ich vor 10 Jahren). Hier das Foto:
Einen Tag später wurde ich von unerwarteter Seite sogar darauf angesprochen (“Du wurdest auf der Titelseite der Basler Zeitung gesichtet”). Ich lächelte milde.
Aber jetzt mal nachgeschlagen: der Bursche heisst Dominik Elser, seines Zeichens Co-Präsident der Operation Libero und Staatsrechtler.
Im Februar 2015 zimmerten eine Handvoll Softwareentwickler ob Boltigen zwei Iglus in den Schnee, übernachteten darin (oder unter freiem Himmel), und begaben sich am darauffolgenden Tag auf eine kleine Schneeschuh-Wanderung. Ein fantastisches Wochenende, insbesondere die Nacht in einem Militärschlafsack bei 3 Grad Iglu-Innentemperatur wird in Erinnerung bleiben (war nicht mal kalt, abgesehen von der Gesichtsfläche).
Herr Reufer hat das Ergebnis fotografisch festgehalten. Die Bilder sind mir gestern wieder in die Hände gefallen. Eine kleine Auswahl.
Heute Nacht habe ich zufälligerweise Lemmys Memorial Service and Celebration mitverfolgt, nachdem ich entsprechende Hinweise im Internet gefunden habe und die Müdigkeit mich nicht in ihre Arme schloss.
Die Übertragung hat 2h gedauert und ich habe verstanden, wie eine solche Veranstaltung funktionieren muss. Es war einem Gedenkgottesdienst nicht unähnlich, in einer Kirche, aber ohne Pfarrer, sondern mit Freunden und Weggefährten, die Geschichten über Lemmy erzählten: ihre ersten Begegnungen, unvergessliche Erlebnisse, bizarre Situationen wurden geschildert, Gedichte wurden vorgetragen, Witze gerissen. Das volle Leben.
Slash war da, Metallica waren da, Dave Grohl war da und viele andere, Unbekanntere, die Lemmy durch sein Leben begleitet haben. Manchmal war es traurig, aber meistens war es ziemlich witzig. Es wurde mehr gelacht als geweint. Die Redner*innen haben nicht Lemmys Tod betrauert, sondern sein Leben gefeiert. Das hätte ihm bestimmt gefallen. So muss eine Abdankungsfeier aussehen.
Um Lemmys Leben zu feiern, wollte ich eine Flasche guten Whiskys kaufen, um auf ihn anzustossen. Nun habe ich keine Ahnung von Whisky, ein Einsteigermodell müsste es also sein, aber nicht das billige Zeug. Wenn schon, denn schon. Meine Recherche hat ergeben, dass ein Auchentoshan 12 gut passen würde (fruchtig, süss, leicht) oder wahlweise ein populärer Glenfiddich 12.
Ich wurde in einem Spirituosengeschäft vorstellig und schilderte meine Situation (ohne den Lemmy-Plan zu offenbaren). Alsdann wurde ich durch das breite Angebot geführt und am Ende wurde mir ein Glenmorangie Nectar d’Or ans Herz gelegt: leicht, fruchtig und was mich besonders überzeugt hat: in Sauternes Fässern gereift (bin bekanntlich ein Sauternes Fan). Also eine Flasche mitgenommen in nobler Verpackung und am Abend sogleich ein Gläschen getrunken. Muss sagen: nicht schlecht, der Stoff. Werde den Glenmorangie in den kommenden Monaten (wohl eher Jahren) mit dem Glenfiddich und dem Auchentoshan vergleichen, aber es ist ein guter Beginn.