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Die folgende Zusammenfassung basiert auf IAEO-Informationen.
Kein unmittelbares Risiko durch Staudammbruch für das Kernkraftwerk Saporoschje
In ihrer Medienmitteilung schrieb die IAEO, dass ihre Mitarbeiter vor Ort in Saporoschje über Schäden am Kachowka-Staudamm informiert worden seien, welche zu einer Absenkung des Wasserspiegels um etwa 5 cm/Stunde führten. Das Team überwache die Werte und alle anderen Vorgänge vor Ort weiter. Der betroffene Staudamm befindet sich in der Nähe von Cherson bei der Stadt Nowa Kachowka. Am Stausee liegt auch das Kernkraftwerk Saporoschje, das daraus Wasser beziehe, aber auch über alternative Wasserversorgungsmöglichkeiten wie einen grossen Kühlteich neben dem Kraftwerksgelände verfüge.
Gemäss IAEO wird im Kernkraftwerk Saporoschje Kühlwasser für die Abfuhr der Restwärme aus den Reaktoren, für die Abfuhr der Nachzerfallswärme aus den Becken mit den ausgedienten Brennelementen und für die Kühlung der Notstromdieselaggregate benötigt. Dieses dürfe nicht längere Zeit ausfallen, damit die Sicherheit gewährleistet bleibe. Derzeit werde aus dem Stausee so viel Wasser wie möglich in die Kühlkanäle und verbundenen Systeme gepumpt. Die IAEO rechne damit, dass das Wasser aus dem Stausee noch einige Tage lang zum Kraftwerk hochgepumpt werden könne. Dann sollen alternative Wasserquellen wie der grossen Kühlteich genutzt werden. «Da die Reaktoren seit vielen Monaten abgeschaltet sind, wird davon ausgegangen, dass dieser Teich einige Monate lang ausreichend Wasser für die Kühlung liefern wird. Die Organisation wird dies in Kürze bestätigen», schrieb die IAEO, die gleichzeitig zum Schutz des Kühlteichs aufrief. Der Generaldirektor der IAEO, Rafael Mariano Grossi, bestätigte, dass er – wie bereits vorher geplant – nächste Woche zum Kernkraftwerk Saporoschje reisen werde.
Quelle
B.G. nach IAEO, Medienmitteilung, 6. Juni 2023