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1. An wen muss ich mich wenden, wenn ich Lernende ausbilden möchte?
Antwort: Um eine Ausbildung in beruflicher Praxis anbieten zu können, muss der Lehrbetrieb über eine Ausbildungsbewilligung unseres Kantons im betreffenden Beruf verfügen. Eine solche wird nur an Lehrbetriebe erteilt, welche die verlangten Voraussetzungen erfüllen.
Auskünfte über die Lernendenausbildung erhalten Sie bei der Sektion Organisation und Ausbildung des Amts für Personal und Organisation.
2. Welche Ausbildung/en benötige ich, um Lernende auszubilden?
Antwort: Um Lernende auszubilden, müssen Sie den für alle Berufe geltenden 5-tägigen Grundkurs für Berufsbildner/innen besuchen. Diesen Kurs können Sie mit einer berufsspezifischen Weiterbildung ergänzen, die wir Ihnen ebenfalls empfehlen.
3. Dürfen Lernende ihre Hausaufgaben während der Arbeitszeit erledigen?
Antwort: Es ist nicht vorgesehen, dass die Hausaufgaben der Berufsfachschule während der Arbeitszeit erledigt werden können. Tätigkeiten in Bezug auf überbetriebliche Kurse können hingegen während der Arbeitszeit ausgeübt werden (z. B. Vorbereitungsarbeiten, Bildungseinheiten). Der betriebliche Ausbildungsplan bestimmt, wie viel Arbeitszeit für jede Tätigkeit aufgewendet werden darf.
4. Beteiligt sich der Staat an der Finanzierung des Sprachaufenthalts der Lernenden?
Antwort: Ist der Sprachaufenthalt fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms der Lernenden, übernimmt der Staat einen Teil der Kosten und bis zu 5 Tage können als Arbeitszeit angerechnet werden. Die Modalitäten und Bedingungen sind in der Richtlinie vom 20. August 2012 zur Beteiligung an den Kosten von Studienreisen oder Sprachaufenthalten von Lernenden beim Staat beschrieben.
5. Können Lernende im letzten Lehrjahr für Vorstellungsgespräche frei nehmen?
Antwort: In den letzten sechs Monaten vor dem Ende der beruflichen Grundbildung hat die Verwaltungseinheit die Lernenden jederzeit freizugeben, wenn diese aufgrund der Planung ihrer beruflichen Zukunft der Arbeit fernbleiben müssen. Allen Lernenden wird eine Pauschale von 2 Tage (16 Std. 48 Min.) gewährt, um sich ihrer berufliche Zukunft zu widmen.
Die Lernenden begründen ihren Berufsbildner/innen die Abwesenheit. Die über die 2 Tage hinausgehenden Abwesenheiten werden vom Ferienanspruch abgezogen.
6. Kann ich für die Diplomfeier meiner oder meines Lernenden frei nehmen?
Antwort: Berufsbildnerinnen und Berufsbildner können stellvertretend für den Arbeitgeber Staat während der Arbeitszeit an der Diplomfeier ihrer Lernenden teilnehmen. Sie können sich auch von einer anderen Person vertreten lassen. Die Dauer der Feier sowie die Reisezeit zählen als Arbeitszeit.