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Zur Zeit des römischen Reiches wurde das Gebiet der Schweiz in ein Kommunikations- und Transportsystem eingebunden (cursus publicus). Nach dem Niedergang des weströmischen Reiches wird der schriftliche Verkehr wieder für längere Zeit über ein bedarfsmässiges Botenwesen abgewickelt. Kaufleute, Kleriker und andere Reisende nehmen sich der Botengänge an.
Ab dem 14. Jahrhundert werden auch von staatlichen Stellen eingesetzte Standesläufer eingesetzt. Neue Einrichtungen von Postorganisationen entwickelten sich in Orten mit regelmässigem Handelsverkehr. Im Gebiet der Schweiz entstanden erste Botenkurse bspw. zwischen St. Gallen und Nürnberg, von Lindau über Chur nach Mailand.
Erste eigentliche Posteinrichtungen finden sich erst Ende des 15. Jahrhunderts. Am bedeutendsten war die Reichspost der Familie Taxis, diese führten ihre Routen auch über die Schweiz. Mit dem 17. Jahrhunder begannen die eidgenössischen Orte das Postregal zu beanspruchen und eigene Postorganisationen aufzubauen. Die grösste Organisation begründete Beat Fischer, der das Postregal der Stände Bern, Solothurn, Neuenburg und Freiburg aufbaute.
Der erste Postkutschenkurs verband ab 1735 Bern mit Zürich. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts folgten viele weiter Routen, der Postverkehr wurde verdichtet. Gegen Ende des 18. Jh. bestanden dank verbessertem Strassennetz zwischen den Städten des Mittellands wöchentlich zwei bis drei Postkutschenverbindungen.
Die Helvetische Republik versuchte die Postorganisation zu verstaatlichen und zu vereinheitlichen. Die Mediationsakte hob die Zentralisierung des Postwesens wieder auf und überlies das Postregal wiederum den Kantonen. Um 1840 teilten sich 17 Postverwaltungen das Gebiet der Schweiz, was den Posttransport langsam und teuer machte. Eine Vereinfachung brachte die Einführung der Briefmarke bei den Kantonalposten von Zürich und Genf 1843 und 1845 in Basel.
Die eigentliche Gründung der schweizerischen Post wird mit der Bundesverfassung 1848 eingeleitet. Hier wird formuliert, dass die Post \"Bundessache\" ist. Es wurde ein Post- und Baudepartement geschaffen, dem der Bundesrat Wilhelm Mathias Naeff vorstand. Das Jahr 1849 gilt als eigentliches Gründungsjahr der eidgenössischen Post. Die Post ist zuständig für Brief-, Paket- und Geldsendungen sowie für den Personentransport, welcher ein besonders wichtiger Zweig ausmachte, denn ein einheitliches öffentliches Transportnetz gab es bis anhin noch nicht.
1950 erscheinen die ersten schweizweit gültigen Briefmarken. Die Frankatur ist noch freiwillig. Im Normalfall zahlt der Empfänger direkt beim Pöstler. Ab 1857 fahren die ersten Bahnwagen der Post. Ab 1869 führt die Post die Postkarte ein. Es können vorgedruckte Geschäftskarten gekauft werden. Diese vereinfachen die geschäftliche Kommunikation. Ab 1870 wird eine Feldpostorganisation ins Leben gerufen. 1874 wird der Weltpostverein in Bern gegründet.
Die ersten Postautos verkehren ab 1906. Richtig durchsetzen können sich diese ab 1918. Die letzte Postkutsche fährt bis ins Jahr 1961. Ebenfalls 1906 werden die Postchecks eingeführt, mit denen sich bargeldlos bezahlen lässt.
1920 wird die Leitung der Telegrafen- und Telefonverwaltung ebenfalls der Post unterstellt. Die Post wird zur PTT (Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe PTT).
Bis 1939 waren nur die Postwagen gelb gestrichen, die Briefkästen wahren mehrheitlich grün und die Poststellen rot-weiss gekennzeichnet. Nun beschliesst die Post gelb als zentrale Farbe einzusetzen. Das sogenannte \"Postgelb\" wird eingeführt. Ab 1939 werden alle Briefkästen gelb.
Das Gelb war aber noch lange nicht normiert, erst 2002 schützt wird das Postgelb offiziell geschützt. Der Farbton RAL 1004 Goldgelb wurde 2002 vom Institut für Geistiges Eigentum als Marke der schweizerischen Post eingetragen.
Ab 1964 werden die Postleitzahlen verbindlich. 1978 wird der erste Postomat eingerichtet. 1996 wird Swiss Post International gegründet.
1998 wird der Telekommunikationsbereich wieder von der Post gelöst. Es bilden sich die beiden Unternehmen Post und Swisscom. Mit der Auflösung der PTT wurde die Post 1998 unter dem Namen \"Die Post\" in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes umgewandelt.
Die Öffnung der Märkte blieb zur Sicherung der landesweiten Grundversorgung (Service public) mit Brief- und Paketpost bewusst partiell. Dafür verpflichtete der Bund die Post per Postgesetz von 2004, ein flächendeckendes Poststellennetz zu unterhalten und die Grundversorgung sicherzustellen.
2001 wird eine grosse Umstrukturierung der Poststellennetze eingeleitet. Die Reduzierung von 3500 auf 2500 Poststellen wird geplant. Auch die Briefverarbietung wird nun in 11 statt in 18 Verteilzentren vorgenommen.
Seit 2003 ist die Postfinance im Kreditgeschäft tätig. 2004 wird der Paketmarkt in der Schweiz liberalisiert. 2005 werden neue Verkaufslösungen eingeführt. Im Pilotprojekt Ymago werden Verkaufsschalter in Kioske und weiteren Läden integriert.
2006 wird die PostAuto Schweiz AG gegründet. Ab 2008 werden Massnahmen zur Stärkung der einheitlichen Dachmarke \"die Post\" vorgenommen. Weiter lanciert die Post ab 2008 einen virtuellen Postschalter.
Quelle: www.post.ch, www.hls.ch