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Keine News zu den belgischen Spitzentauben Armando und New Kim. Über ihren Verbleib in China ist nichts bekannt.
Als absoluter Dominator der europäischen Szene wechselte Armando im März 2019 für eine Transfersumme von 1,4 Millionen Franken vom Schlag von Joël Verschoot nach China. Zuvor hatte er die 2018 Ace Pigeon Championship, das 2018er Angoulême und die 2019er Langdistanz-Olympiade gewonnen.
Ende 2020 folgte das weibliche Jungtalent New Kim für gar 1,7 Millionen Franken. New Kims Palmares ist bescheidener, sie erflog sich 2018 aber den Titel des besten belgischen Jungvogels.
Welcher kaufkräftige Bieter sich die Dienste der beiden Topvögel sichern konnte, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Bekannt sind lediglich zwei Dinge:
Weicheng bot unter dem Pseudonym «Hitman» für New Kim mit, wurde aber in letzter Sekunde ausgestochen.
Dass Informationen zu Armando und New Kim den Weg von China bis nach Europa nicht finden, ist für Experten keine Überraschung. Die Szene in China ist verschwiegener. Die Resultate einzelner Vögel werden nicht immer kommuniziert, klärt Taubenexperte Sjoerd Lei gegenüber watson.ch auf: «Um Armandos Zuchthengst-Qualitäten zu beurteilen, ist es vielleicht noch etwas früh. Das gilt auch für New Kim.»
Zuchttiere können in der Szene einen ähnlichen Status erreichen wie erfolgreiche Flieger. Legendenstatus unter den Zuchttauben hält Kaasboer (Käser). Aus seiner Blutlinie stammen diverse europäische Spitzentauben – unter anderem auch New Kim. Kaasboer ist New Kims Urgrossvater.
Kaasboer war ein Tauberich aus dem Schlag von Gaston Van De Wouwer. Viele seiner Zuchttauben, die hervorragende Resultate herausflogen, sind Enkel und Urenkel des Kaasboer. Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste Gaston Van De Wouwer seinen Schlag Ende 2020 verkaufen. Bei der legendären Auktion, bei der auch New Kim den Besitzer wechselte, erzielten seine 445 Tiere einen Gesamterlös von 10,3 Millionen Franken.