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Andere Helme - Andere Menschen?
Das war das letzte Mal, daß ich die Morgenluft atmete. Alles, was ich heute tue, tue ich zum letzten Mal. (...) Heute abend wird der Vollmond am Himmel stehen. Vor Okinawa werde ich ihn sinnend betrachten, das feindliche Schiff wählen und mich gelassen hinabstürzen. (japanischer Komikozeflieger) Briefe einfacher Soldaten in die Heimat und Briefe von Frauen, die den Kontakt mit ihren zum Kriegsdienst verpflichteten Männern aufrecht erhalten haben, stehen im Mittelpunkt des Bandes. Nachdem Feldpostbriefe als historische Quellen bislang lediglich auf nationaler Ebene Verwendung fanden, haben sich in diesem Band erstmals Autorinnen und Autoren mit Briefen aus neun verschiedenen Ländern (USA, Kanada, England, Sowjetunion, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Ungarn und Japan) beschäftigt. Die Briefe geben Aufschluß darüber, in welcher Weise die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs sich auf das Leben der „kleinen Leute" in den verschiedenen Ländern ausgewirkt haben. Deutlich wird, was die Menschen bewegte - aber auch, auf welche Weise sie ihr Überleben sichern konnten. Die Darstellung widmet sich insbesondere Fragen wie: Gab es eine Identifikation mit den Kriegszielen der jeweiligen Regierungen? Wie wurde die Einberufung aufgenommen? Wie kamen Frauen und Männer mit der Trennung zurecht? Wie verarbeiteten Soldaten Todes- und Tötungsängste? Haben sich die Einstellungen im Laufe des Krieges verändert? Hatten Soldaten und Familienangehörige aus demokratischen Ländern andere Einstellungen als jene in diktatorischen Systemen? Den besonderen Reiz des Bandes macht aus, daß die Verhältnisse in zahlreichen Ländern mit ganz unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen und Traditionen verglichen werden können.
|Autor:||Detlef Vogel|
|Ausgabe:||1995|
|Verlag:||Klartext Verlag|
|Einband:||gebunden|
|Seiten:||351|
|Sprache:||Deutsch|
|Zustand:||gut|