Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3061

Das Gesetz über das Landjägerkorps vom 8. Juli 1803 sah eine Kompanie Landjäger mit 59 Mann vor. Diese 59 Mann setzten sich zusammen aus:
1 Hauptmann als Chef Landjägerkorps (dem Militärdirektor unterstellt)
2 Wachtmeistern
3 Korporälen
6 Gefreiten
und 48 Gemeinen (Landjägern)
Die 48 Gemeinen wurden auf die gleiche Anzahl Kreise zu Diensten der Friedensrichter zugeteilt. Pro Bezirkshauptort - es waren deren 11 - wurde ein Graduierter zu Diensten des Bezirksamtmanns zugeteilt. Die Graduierten resp. Unteroffiziere beaufsichtigten die Landjäger in ihrem Bezirk.
Die patrouillierenden Landjäger mussten stets den Säbel, das geladene Gewehr, ein Däumeleisen (Handschellen) und einen Strick auf ihren Streifen mitführen. Täglich mussten sie eine Patrouille zu Fuss durch den ganzen Kreis unternehmen. Die durchgeführten Streifen wurden in den sogenannten Routenbüchern eingetragen und durch die Amtmänner visiert.
Der Korpschef erhielt pro Monat 60 Franken Sold, die Wachtmeister 8 Batzen, die Korporale 6,5 Batzen, die Gefreiten 5,5 Batzen und die Gemeinen 3 Batzen pro Tag.
Die Rekrutierung der Landjäger erfolgte gemeinsam durch den Präsidenten des Kriegsrates und des Vorsteher des Polizeidepartementes.