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Das Ausmass der humanitären Krise, von der Syrien und die Nachbarländer seit 2011 betroffen sind, ist unverändert gross. Die Folgen für die Bevölkerung in der Region sind verheerend. Es wird von mehreren Millionen intern Vertriebenen und syrischen Flüchtlingen in den Nachbarländern ausgegangen. Allein in Syrien sind mehr als 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die DEZA leistet in erster Linie humanitäre Hilfe für die krisenbetroffene Bevölkerung, die sie mit den übrigen humanitären Akteuren koordiniert.
Das Engagement der Schweiz für die Opfer der Syrien-Krise
Seit 2011 hat die DEZA insgesamt 315 Millionen Franken zur Unterstützung der Opfer der Syrien-Krise bereitgestellt.
Die Humanitäre Hilfe der Schweiz konzentriert sich hauptsächlich auf lebenswichtige Güter und Dienstleistungen, den Schutz der Bevölkerung und einen gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Etwa die Hälfte der bereitgestellten Mittel ist für hilfsbedürftige Menschen in Syrien selber bestimmt, mit der anderen Hälfte werden die Nachbarländer wie der Libanon, Jordanien, der Irak und die Türkei unterstützt.
Diese Länder stossen an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazitäten. Im Libanon, in Jordanien und im Irak haben die Behörden Mühe, die Grundbedürfnisse sowohl der Flüchtlinge als auch der eigenen Bevölkerung zu decken. Die ständige Unsicherheit in der Region macht jede humanitäre Operation zu einem komplizierten und potenziell gefährlichen Unterfangen.
Vielfältige humanitäre Hilfe
Die DEZA finanziert die Operationen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), zahlreicher UNO-Agenturen sowie internationaler und nationaler Nichtregierungsorganisationen, die in Syrien und in der Region aktiv sind. Im Libanon und in Jordanien setzt sie auch eigene Projekte um. Im Bildungssektor beispielsweise wurden und werden von der Schweiz in Jordanien und Libanon fast 140 Schulendirekt saniert, was über 87‘000 Kindern von Flüchtlingen und Einheimischen den Schulbesuch unter sichereren Bedingungen erlaubt.
Die DEZA entsendet ausserdem technische Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in die Region. Diese Fachpersonen für Wasser und sanitäre Grundversorgung, Schutz, Bau und Hilfe in Form von Geldüberweisungen werden verschiedenen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR, und Office of the Coordination of Humanitarian Affairs, OCHA) zur Verfügung gestellt.
Parallel zu diesen Initiativen setzt sich die Schweiz für eine gute internationale Koordination der Massnahmen zur Bewältigung der humanitären Krise ein und engagiert sich in der humanitären Diplomatie, um den Zugang der Opfer zur Hilfe zu verbessern.