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Crusoe Glacier: Stirn und Westseite
Crusoe Glacier ist ein Talgletscher und liegt westlich von White Glacier. Bei ähnlicher Länge ist er deutlich breiter und erreicht damit fast die doppelte Fläche mit rund 70 Quadratkilometern. Im Gegensatz zum White Glacier, der seit Anfang der Beobachtungen im Jahr 1959 einen langsamen aber stetigen Schwund zeigt, ist Crusoe Glacier beständig vorgestossen. Da er vom neuen Basecamp aus (2008) sehr gut zu erreichen war, wird er hier ausführlich berücksichtigt. Mehr zu Crusoe Glacier: Ostseite | Nordteil (Akkumulationsgebiet) | Panoramafotos | Formen und Farben.
Luftbild aus S, 23.7.2008. Das neue Basislager ist rechts unten. Links überfährt die Zunge einen Grat, und seit 1977 fliesst von dort ein neuer Schmelzwasserbach Richtung Fjord. Der ältere und grössere Abfluss ist rechts.
Ähnliches Bild wie das vorausgehende, aber als Anaglyphenaufnahme. Zum Erkennen des Stereoeffekts ist eine rot-blaue Brille notwendig.
Bei der vorstossenden Gletscherstirn. Interne Verformung des Eises führt zur Bildung spektakulärer Faltung. Die vertikalen Strukturen links stammen von herunter fallendem Schmelzwasser (vergleiche nächstes Bild).
Blick hinauf durch die senkrechten Schmelzwasserkanäle an der Gletscherstirn. Das Foto wurde an einem kalten Tag aufgenommen (19.7.), als weitaus weniger Wasser floss als an den meisten anderen im Juli 2008.
Luftbild des westlichen Teils der Gletscherstirn. Die meisten Schmelzwasserbäche führen klares Wasser, doch derjenige in Bildmitte ist stark mit Sediment befrachtet. Er muss somit mit dem Gletscherbett in Kontakt gekommen sein (2.7.2008).
Entlang der schrägen, von links unten nach rechts oben verlaufenden Linie wird Grundmoräne an die Oberfläche geführt. In der Mitte befindet sich eine Anhäufung von Moränenmaterial, die wahrscheinlich auf einen intraglazialen Schmelzwasserstrom zurückzuführen ist.
An der Westseite ist die Eiswand kürzlich abgebrochen, und die Eistrümemr drängen den randglazialen Schmelzwasserbach seitlich ab. Dadurch wird Tundra und Lockermaterial erodiert. Eine weitere Eislamelle löst sich vom Gletscher und wird ebenfalls bald abbrechen (3.7.2008).
Blick aufwärts gegen die Westseite der Gletscherstirn. Der erst seit 1977 hier herunter fliessende Gletscherbach hat grosse Mengen von Toteis frei gelegt, das vorher unter dem Tundraboden verborgen gewesen war (dunkle Flächen). Es muss von einem früheren Gletschervorstoss stammen.
Luftbild des mittleren Gletscherteils; Trent und Baby Glaciers oben rechts (2.7.2008).
Der randliche Schmelzwasserbach verschwindet rechts unten unter dem Gletscher und tritt kurz vor der Stirn wieder ans Tageslicht (2.7.2008; vergleiche nächstes Bild).
Der randliche Gletscherbach verschwindet unter dem Eis, kommt aber weiter gletscherabwärts wieder zum Vorschein. Beachte die Bänderung und die Felsblöcke im dunklen basalen Eis (18.7.2008).
Blick auf den Westteil der Zunge des Crusoe Glaciers vom neuen Basislager aus. Links unten liegen die Trümmer eines kürzlich erfolgten Eisabbruchs.
|Fotos Jürg Alean|