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Durch die Ausdifferenzierung entsteht die Multioptionsgesellschaft,1 mit der wir konfrontiert sind, wenn wir eine neue Brille, die nächste Feriendestination oder einen neuen Lebenspartner auswählen sollten. Die Multioptionsgesellschaft findet nicht nur im Supermarkt statt, sondern auch in der Politik, in der Wissenschaft und in der Religion. Ihre Kräfte wirken ohne Ende. Jede Option zerfällt in weitere Optionen, das Tempo der Vervielfältigung nimmt exponentiell zu. Ihre letzte Stufe erreicht sie dann, wenn der Mensch selbst zur Option wird und den Grad seines Transhumanismus wählen kann.2 Die Multioptionsgesellschaft ist geprägt von Ungleichheit. Die Chancen, aus den Möglichkeiten auszuwählen, sind ebenso unterschiedlich verteilt wie die Fähigkeit, aus den Möglichkeiten auszuwählen.