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Eine handgeschriebene Karte bereitet Freude in frohen Stunden und Trost beim Tod eines Angehörigen. In beiden Situationen unterstützt der Kauf der Doppel-Karten der Kartenaktion zudem die Hilfswerke und sozialen Institutionen der Christkatholischen Kirche.
Entstehungsgeschichte der Kartenaktion
Die Kartenaktion geht auf den Postkartenverkauf des Kinderfürsorgeamtes (heutiges Kinder- und Jugendhilfswerk) zurück, gegründet 1914. Das Kinderfürsorgeamt (KFA) beschaffte sich ab 1918 mit dieser Kartenaktion die nötigen finanziellen Mittel. Ab 1928 übernahm der Frauenverband den Verkauf der Trauerkarten, mit welchen man anstelle von Kränzen oder Blumen eine Spende an das KFA überweisen konnte.
Ab Juli 1948 wurden die Einnahmen geteilt. Dabei kam die eine Hälfte dem Erholungsfonds für Mütter (heutiger Solidaritätsfonds des Frauenverbandes der Christkatholischen Kirche der Schweiz) für bedürftige Frauen und Töchter zugute. Die andere Hälfte ging weiterhin an das KFA. In den folgenden Jahren reduzierte sich der Anteil der Einnahmen an das KFA, bis er 1959 noch 10% ausmachte. Ab 1961 kam schliesslich der gesamte Erlös der Karten dem Solidaritätsfonds des Frauenverbandes zugute.
Wie die Kartenaktion funktioniert
1981 gab es bei der Kartenaktion grosse Veränderungen. Seither fliesst einerseits der Erlös sieben Hilfswerken und Organisationen der Christkatholischen Kirche zu: der Stiftung Berghüsli, dem bischöflichen Hilfswerk, dem christkatholischen Hilfswerk «Partner sein», der Genossenschaft Jugendhaus Mörlialp, dem Kinder- und Jugendhilfswerk, dem Solidaritätsfonds des Frauenverbandes und der ökumenischen Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig ist auch das Angebot von Kondolenz-, Gratulations- und Weihnachtskarten erweitert worden. Zusätzlich gibt es ebenfalls spezielle Spendenkarten für Traueranlässe und Gratulationen. Diese Karten werden gratis abgegeben. Mit dem beiliegenden Einzahlungsschein wird die Spende (mindestens Fr. 20.–) an das vom Käufer oder der Käuferin gewählte christkatholische Hilfswerk oder die gewünschte Institution überwiesen.
Der Erlös der Karten zu Fr. 3.– (Format 10,4 x 14,8 cm) und Fr. 4.– (13,7 x 18,2 cm) wird heute auf die oben aufgeführten Hilfswerke und Institutionen weitergeleitet (ohne die ökumenische Flüchtlingshilfe, die 1992 ihre Arbeit eingestellt hat.) Die Herstellungskosten der Karten können niedrig gehalten werden, weil ein Grossteil der Arbeit ehrenamtlich geschieht.
- Die Karten werden von den meisten Kirchgemeinden in ihren Schriftständen angeboten. Sie können auch über den örtlichen Frauenverein oder das Pfarramt bezogen werden.
- Interessierten kann die Zentralstelle der Kartenaktion auch eine Auswahl aller Karten nach Hause schicken.
- Informationen und Bestellungen via <email-pii>
Was vor fast 100 Jahren galt, gilt auch heute trotz E-Mails und SMS immer noch. Eine persönlich von Hand geschriebene Karte – zu einem speziellen Anlass oder auch aus reiner Freude – unterstreicht die persönliche Note.
Liebe Leserinnen und Leser, kauft unsere schönen und gefälligen Karten, die zu sehr günstigem Preis abgegeben werden. Macht eure Freunde und Bekannten auch darauf aufmerksam.
Annegreth Hagmann