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Jahresrückblicke liegen mir nicht. Haben wir doch alle unsere tiefen dunklen Ängste und vermögen sie doch nicht auf diese anrührende Weise darzustellen.
Vor Jahren begleitete mich für eine Weile das Requiem für einen jungen Dichter von Bernd Alois Zimmermann. Sein eigenes Requiem schrieb er sich, ein Monumentalwerk, das kaum zu ertragen ist und brachte sich kurze Zeit später um.
Die zentrale Frage:
Worauf hoffen?
Es gibt nichts, das zu erwarten wäre, ausser der Tod.
Gewidmet ist das Werk Majakowski, Jessenin und Baier, die alle freiwillig früh aus dem Leben schieden. Zitiert werden die Thesen von Augustinus, Dubcek, Mao, Goebbels, Opernbruchstücke von Wagner und anderes, das ich (noch) nicht identifizieren kann.
Gestern erschien in der FAZ ein lesenswerter Artikel von Katja Petrowskaja, in dem sie über die Lage in der Ukraine und das Leugnen derselben in Westeuropa schreibt. Donezk ist für uns zu weit entfernt.
Worauf also hoffen?
Die Natur hüllt sich in Schnee und besticht durch ihre kalte Schönheit. Vielleicht ist das die beste Hoffnung: dass wir den Karren nicht mit allzu rasantem Tempo gegen die Wand fahren oder, so viel Hoffnung wage ich für heute, wenigstens in der unmittelbaren Umgebung ein wenig Wärme verbreiten, die weiterstrahlt.