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Châtel krönt die ersten UCI Enduro-Weltcup-Sieger
Die siebte und letzte Runde des ersten UCI Enduro World Cups, Teil des UCI Mountain Bike World Series Festival Haute-Savoie, testete die Fahrer auf einer Mammutstrecke von sieben Etappen, die fast 60 Kilometer Trails in der berühmten Portes du Soleil Region umfasste.
Im Rennen der Elite-Frauen war der Gesamtsieg der Serie Isabeau Courdurier vorbehalten. Die Lapierre Zipp Collective-Fahrerin musste nur eine konservative Leistung erbringen, um die neue Trophäe in die Höhe zu stemmen. Morgane Charre (Pivot Factory Racer) war die einzige Fahrerin, die theoretisch in der Lage war, der zweifachen Gesamtsiegerin der Enduro World Series den Titel streitig zu machen. Und trotz Charres heldenhaftem Einsatz reichte der Rennsieg nicht aus, um Courdurier den Gesamtsieg zu nehmen.
Charre gewann das heutige Rennen mit sechs Sekunden Vorsprung vor Courdurier auf dem zweiten Platz, während Harriet Harnden (Trek Factory Racing Gravity) den dritten Platz belegte. In der Gesamtwertung der Serie finden sich die gleichen drei auf dem Podium wieder, allerdings mit Courdurier auf dem obersten Treppchen und Charre und Harnden auf den Plätzen zwei und drei.
Bei den Elite-Männern erwischte der Führende der Serie, Richie Rude (Yeti/Fox Factory Racing), einen wackeligen Start und wurde auf der ersten Etappe Sechster, während sein Hauptkonkurrent Jesse Melamed (Canyon CLLCTV) den Sieg holte. Melameds Leistung war eine Meisterklasse in Sachen Beständigkeit, denn der amtierende Gesamtsieger der Enduro World Series gewann vier der sieben Etappen. Die Leistung des Kanadiers wurde mit dem Rennsieg belohnt. Alex Rudeau (Commencal Enduro Project) wurde Zweiter und Rude erreichte die dritte Stufe des Podiums.
Rude's dritter Platz würde ihm seine erste UCI Enduro World Cup Gesamttrophäe einbringen, neben den zwei Enduro World Series Gesamttrophäen, die er in der Vergangenheit errungen hat. Melamed wurde Zweiter in der Gesamtwertung, während Alex Rudeau den dritten Platz belegte.
Im U21-Rennen der Frauen lieferten sich die Slowakin Simona Kuchynkova und die Britin Emily Carrick-Anderson den ganzen Tag über ein enges Rennen, das Kuchynkova mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung für sich entschied. Hinter Carrick-Anderson folgte die Schweizerin Delia Da Mocogno, die sich gegen die regelmässige Podestfahrerin Emmy Lan durchsetzte, welche den Gesamtweltcup bei den U21-Frauen gewann. Für Da Mocogno war es das erste Enduro-Weltcup-Rennen.
Das U23-Weltcup-Podest mit Emily Carrick-Anderson, Simona Kuchynkova und Delia Da Mocogno. ©Carina Cappellari
Bei den U21-Männern war Raphael Giambi (Specialized Enduro Team) der Tagesschnellste, Lisandru Bertini (Lapierre Zipp Collective) wurde Zweiter und Lief Rodgers aus Kanada Dritter. Bertinis beeindruckende Bilanz in diesem Jahr sicherte ihm den Gesamtsieg, während Giambi Zweiter und der Australier Sascha Kim Dritter wurde.
Der UCI Enduro World Cup kehrt im nächsten Frühjahr zurück, während die UCI Mountain Bike World Series in zwei Wochen in Snowshoe, West Virginia in den USA mit den vorletzten Runden der UCI Cross-Country und Downhill World Cups fortgesetzt wird.