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Gründung
Der Anstoss zur Gründung von Fokus Gretzenbach (ehemals Freie Liste Gretzenbach) beruhte auf einem Irrtum. Die Idee des damals 23-jährigen Urs Schenker war nämlich die Schaffung einer «freien Liste», mit der eine freie, parteiunabhängige Wahl des dreizehnköpfigen Gemeinderates möglich sein sollte.
Damals unterschieden sich jedoch der Solothurner- und der Nationalratswahlproporz, indem beim erst genannten nur jeweils die Namen der Kandidierenden der jeweiligen Partei stehen durften. Freie Linien, auf welcher die wählende Person zusätzlich andere Namen aufschreiben konnten, waren nicht gestattet, das Panaschieren hingegen war erlaubt. Nach getätigter Anmeldung zur Kandidatur erhielt Schenker im Frühling 1985 einen aufklärenden Anruf vom Oberamt. Mit seiner Idee, auf einer freien Liste den Gemeinderat individuell, nach persönlichem Gusto, zusammenstellen zu können, war also nichts.
Nun stand die Frage im Raum, ob er trotzdem kandidieren sollte, mit einer Liste auf der nur sein Name stand und kein anderer hinzugefügt werden konnte. Nach dem Motto «mit Mut voran» hielt er an der Anmeldung fest. Zur grossen Überraschung vieler schaffte die Freie Liste Gretzenbach (FLG) am 5. Juni 1985 mit besagter Einnamensliste auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat. So war der Weg für den jungen, konstruktiv-kritischen Bürger frei, Verantwortung bei der Gestaltung und Führung der Gemeinde Gretzenbach mit zu übernehmen und engagiert Hand anzulegen.
Die herzhafte, konstruktive Politik der FLG fand bald einmal eine langsam, aber stetig wachsende Anhängerschaft. Mit dem Gewinn eines zweiten Gemeinderatssitzes konnte sie sich 1989 definitiv etablieren.
Weiterentwicklung
2010 wurde in Gretzenbach das Ressortsystem auf Gemeindeebene eingeführt. Trotz der Verkleinerung des Gemeinderates auf sieben Mitglieder gelang es der Freien Liste zwei Sitze und wichtige Ressorts zu besetzen. Walter Schärer für das Ressort Infrastruktur zuständig, Kurt Spielmann für das Ressort Finanzen.
Die Freie Liste konnte in den vergangenen Jahren nicht nur ihre Vertretung im Gemeinderat verstärken, sondern auch verschiedene Schwerpunkte setzen. So war sie eine treibende Kraft beim Rückkauf des EGS-Netzes, trat aktiv für die Einführung des Ressortsystems in Gretzenbach ein und konnte mit Erfolg die Schliessung der Entfelderstrasse zwischen Schönenwerd und Entfelden mitverhindern. In der Steuerpolitik forderte sie eine langfristige Reduktion des Steuerfusses. Und: Die Jugendlichen sind stets ein Schwerpunkt in der Parteipolitik.
Relaunch
2014 entschied der Vorstand, die Weiterentwicklung und Modernisierung der Freien Liste voranzutreiben. Hierfür wurde eigens die Gruppe FLG_2020 gegründet, welche während zwei Jahren unter der Führung von Horst Kaucic einen kompletten Relaunch plante, organisierte und durchführte. Im März 2016 wurde der überarbeitete Partei-Auftritt unter dem neuen Namen «Fokus Gretzenbach» vorgestellt.
Der Name «Fokus Gretzenbach» unterstreicht die Tatsache, dass sich die Politik der ehemaligen Freien Liste Gretzenbach ausschliesslich auf die lokale Ebene konzentriert. Dies wird mit dem Claim «Wirken, wo wir leben» zusätzlich unterstrichen. Nebst dem neuen Namen, einem neuen Claim und dem neuem Logo wurde auch die Website komplett überarbeitet sowie eine Facebookseite eröffnet.
Aller Neuerungen zum Trotz: An der Kernidee, eine konstruktiv-kritische, aber stets faire Politik mit Anstand und Respekt zugunsten von Gretzenbach zu betreiben, hat sich nichts verändert.
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