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Tanno musste mit ihrem dritten und letzten Sprung liefern, um die nach ihr startende französische Qualifikationssiegerin Tess Ledeux im Kampf um den Sieg überhaupt noch herauszufordern. Die 22-jährige Bündnerin verbesserte ihr Skore - zusammengesetzt aus den Resultaten der besten zwei Sprünge - dank einem sauberen Double Cork 1080 um zwei Punkte und setzte sich damit bei letzter Gelegenheit an die Spitze. Weil die 19-jährige Ledeux, die den Slopestyle-Auftakt zu ihren Gunsten entschieden hatte, stürzte, feierte Tanno ihren zweiten Weltcup-Sieg nach ihrem Triumph beim City-Event in Mönchengladbach 2018.
Da in diesem Winter aufgrund des Coronavirus bereits mehrere Weltcups abgesagt wurden, könnte Tanno mit ihrem Sieg in Kreischberg bereits den entscheidenden Schritt in Richtung Verteidigung der Big-Air-Disziplinenwertung getan haben. Gemäss aktuellem Kalender der FIS steht kein weiterer Big-Air-Wettkampf auf höchster Stufe mehr im Programm. Wichtig sind die gesammelten Weltcup-Punkte auch im Hinblick auf die für das kommende Jahr angesetzten Olympischen Winterspiele in Peking.
Während Tanno beim Auftakt zuoberst auf dem Podest landete, verpassten Kim Gubser (4.), Andri Ragettli (5.) und Colin Wili (7.) solches im Feld der Männer knapp. Der Norweger Birk Ruud liess sich bei den Männern als Sieger feiern. Hinter ihm sicherten sich Antoine Adelisse aus Frankreich und der Schwede Oliwer Magnusson die weiteren Podestplätze.
Wenig erfolgreich verlief der Abend der Freiburgerin Mathilde Gremaud. Die Olympia-Zweite im Slopestyle von Pyeongchang trat nach Stürzen in ihren ersten beiden Final-Versuchen gar nicht mehr zu einem dritten Versuch an und beendete den Wettkampf als Fünfte. Slopestyle-Olympiasiegerin Sarah Höfflin hatte als Achte der Qualifikation die Finalteilnahme bei den Frauen ebenso verpasst wie Teamkollege und Big-Air-Weltmeister Fabian Bösch (13.) im Feld der Männer.