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Die Schriften des Dionysius Pseudo-Areopagita übten auf Nikolaus von Kues, den herausragenden Philosophen und Theologen des 15. Jahrhunderts, einen bestimmenden Einfluss aus. Die vorliegende Arbeit ist die erste Monographie, die der cusanischen Interpreation dieser vermutlich Anfang des 5. Jahrhunderts entstandenen Schriften gewidmet ist. Bei der Analyse wird, ausser den neuplatonischen Texten des Dionysius, auch die mittelalterlichen Kommentatoren des Corpus Dionysiacum berücksichtigt, deren Werke Nikolaus von Kues kannte und benutzte. Die Arbeit zeigt, wie Cusanus den einheitsphilosophischen Ansazt des Neuplatonismus zu überwinden versuchte und sich einer pluralistischen Philosophie näherte, für die das Prinzip der Irreduzibilität verschiedener Konzepte des Absoluten auf eine grundlegende Idee, aus der alles andere ableitbar wäre, wesentlich ist. Die Möglichkeitsphilosophie des Nikolaus von Kues wird in der Arbeit als eine originelle Strategie der Überwindung der neuplatonischen Einheitsphilosophie analysiert.