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Dispositionen sind Eigenschaften, die darin bestehen, unter bestimmten Bedingungen ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. Ein Beispiel dafür ist Wasserlöslichkeit: die Eigenschaft eines Gegenstands, sich aufzulösen, wenn er in Wasser gelegt wird. Das Projekt setzt sich unter anderem mit der Auffassung auseinander, dass auch Überzeugungen als Dispositionen analysiert werden sollten. Die Idee wäre, dass beispielsweise die Überzeugung, dass das Eis auf dem zugefrorenen See gefährlich dünn ist, nichts anderes ist als eine Kombination von Dispositionen der folgenden Art: „ja“ zu antworten, wenn man gefragt wird, ob das Eis gefährlich dünn ist; nicht auf das Eis hinauszulaufen; zu erschrecken oder sich zu fürchten, wenn jemand anderes unerwartet auf das Eis hinausläuft; usw. Eine solche Analyse wurde in der Vergangenheit unter anderem auf der Basis von Argumenten abgelehnt, die mit Rechtfertigung und somit mit Normativität zusammenhängen: Eine Überzeugung kann nicht mit einer Disposition identisch sein, weil wir ein bestimmtes Verhalten zwar mit Bezug auf Überzeugungen, aber nicht mit Bezug auf Dispositionen rechtfertigen können: Dass ich meinen Mitbewohner mit lauter Musik geweckt habe, kann ich damit rechtfertigen, dass ich die Überzeugung hatte, dass er schon wach war, aber nicht damit, dass ich dazu disponiert war, laute Musik abzuspielen. Dieses und ähnliche Argumente werden im Projekt einer kritischen Überprüfung unterzogen.