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Schon viele Jahre sind es her, als ich als Techniker im Aussendienst arbeitete. Einer der mir für Unterhalt und Reparaturdienst zugeteilten Computer stand in der Gepäcksortierhalle des Flughafens Zürich-Kloten. Der Computer steuerte die Wege der zu sortierenden Gepäckstücke für alle Passagiere, die den Flughafen als Passagiere benutzten. Der Zugang zum riesigen Raum war überwacht, oft durch Personen des Sicherheitsdienstes, immer aber durch Lichtschranken. Ohne einen Alarm auszulösen war es – nach meinen damaligen Erkenntnissen – unmöglich den »Underground« zu betreten noch zu verlassen.
Einige Jahre später – ich arbeitete seit fünf Jahren nicht mehr im Aussendienst – machten ein Kollege und ich am Flughafen Zürich-Kloten ab, um dann gemeinsam zu einem Konzert von Joe Cocker nach Oerlikon zu fahren. Der junge Mann wollte mir etwas zeigen und so folgte ich ihm in die unterste öffentlich zugängliche Etage des Terminals. «Schau, hinter dieser Türe ist die Gepäcksortierung», erklärte mit Marco voller Stolz. «Ok», erwiderte ich und ergänzte, dass der Zutritt ohne Begleitperson des Sicherheitsdienstes oder einen Alarm auszulösen unmöglich sei. «Falsch», erwiderte Marco und fuhr fort: «Heute vielleicht. Doch vor einem Jahr sprang ich über den Lichtstrahl und betrat die Gepäcksortierung ohne einen Alarm auszulösen. Ich wurde jedoch bald entdeckt und dem Chef Sicherheit vorgeführt. Ich musste ihm ausführlich berichten, wie ich in den Raum gekommen bin. Der Mann hinter dem grossen Bürotisch war mehr als nur erstaunt über meine Geschichte und liess mich unbestraft gehen.»