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Der Katalysator bestimmt den Preis
Brennstoffzellen, die molekularen Wasserstoff zur Stromproduktion nutzen, werden schon länger als Energiespeicher der Zukunft gehandelt. Alle möglichen Geräte von Autos bis zu Handys, die heute Öl und seine Derivate verbrennen oder Stromakkus verwenden, sollen künftig mit der schadstofffreien Knallgasreaktion betrieben werden. Bloss, die Herstellung des Wasserstoffs ist im Vergleich noch viel zu teuer. Um Wasserstoff ökonomischer herstellen zu können, müssen billigere und effizientere Katalysatoren her.
An der US-Universität von Wisconsin-Madison wurde jetzt eine Nickel/Aluminium/Zinn-Legierung entwickelt, die hundertmal billiger ist als bisherige Katalysatoren, die Gold oder Platin enthalten. Damit sollen sich die Wasserstoffherstellungskosten vor allem bei grösseren Produktionsanlagen erheblich senken lassen, sind die beteiligten Forscher überzeugt. Sie haben inzwischen auch schon eine Firma namens Virent Energy of Madison gegründet, umihre Methode zu vermarkten.
Katalysatoren beschleunigen die Freisetzung von molekularem Wasserstoff aus Dampf, Methanol und anderer Biomasse oder der Spaltung von Wassermolekülen in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Katalysatorpreis ist aber nur ein Teil der Brennstoffzellen-Ökonomie. Die Metalllegierungen müssen nicht nur billiger, sondern auch effizienter werden, wenn sie Öl als primären Energieträger in absehbarer Zeit ablösen sollen. So müssen die Reaktionen heute erhitzt werden, um genügend Wasserstoff herzugeben. Katalysatoren, die die Reaktion auch ohne zusätzlichen Energieaufwand ablaufen lassen, sollen aber schon bald aus den Labors kommen. Das US-Energieministerium steckt dieses Jahr 80 Millionen Dollar in die entsprechende Forschung.