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Fraxinus ornus Manna-Esche auch Blumenesche Fraxinus angustifolia schmalblättrige Esche
Biologie
Mit bis zu 40 m Höhe ist die Esche einer der grösstan Laubbäume in Europa. Von Spanien bis nach Skandinavien, von Ostrussland bis in die jurassischen Hochalpen, und dort bis zu 1600 m. ü.M., ist dieser prägende Baum vertreten. Aber auch in Ostasien und Nordamerika. Die Esche ist ein wichtiges Gehölz in den Mischwäldern Europas. Sie ist in solchen Wäldern prozentual sehr hoch vertreten. Das Laub dieses Baumes erscheint im Frühling verhältnismässig spät, so haben im Umkreis einer Esche vielerlei Pflanzen und Kräuter eine besondere Entfaltungsmöglichkeit.
Zwar liebt die Esche das feuchte Klima, ist aber auch an steinigen Hängen zu finden. Am liebsten lebt sie jedoch an Bächen, Flüssen und feuchten Schluchten. Die Esche liebt die Gemeinschaft mit Ulmen und Erlen, fühlt sich jedoch problemlos auch als Solitärpflanze sehr wohl.
Die Gattung der Esche umfasst 70 Arten, wobei in Europa weniger als 10 davon vertreten sind. Uebrigens gehören die Eschen in die Familie der Oelbaumgewächse. Die Blüten erscheinen kurz vor dem Laub-austrieb unt treten in drei verschiedenen Geschlechter auf; männlich, weiblich und zwittrig. Die Fruchtbildung erfolgt in einem 2- jährigen Rhythmus, obwohl es jedes Jahr zur Blühte kommt. Interessanter Weise verbleiben die reifen Samenstände bis zum Herbst des darauf folgenden Jahres am Baum, so sind an der Esche stets Blüten und Frucht zur gleichen Zeit zu sehen.
Die Esche wird selten über 250 Jahre alt, dann kann sie eine Stamm-dicke von etwa 1 Meter erreichen. Die Stämme sind oft bis zu 15 Meter Höhe astfrei und als Nutzholz geschätzt.
Mythologie
Bei den Germanen war der Weltenbaum, Yggdrasil, eine Esche. Als die ersten Menschen geschaffen wurden, entstand der Mann Ask aus einer Esche und die Frau Embla aus einer Ulme. Ask ist auch die Bezeichnung für eine geradewüchsige, harte und zähe Speerwaffe aus Eschenholz. Die Krieger benannten sich sogar selbst als Askemanen. Aus dem frühen Mittelalter sind Texte aus dem Amelungenlied bekannt die auf die Esche hinweisen. Der Waffenmeister Hildebrand soll seinen allzu stolzen Herrn an die mythologische Abstammung mit den Worten erinnert haben: „Ehre deine Vorfahren, doch sei nicht Ahnenstolz. Uns schnitzte Wotan alle aus selbem Eschenholz.“
Der Nordamerikanische Indianerstamm der Algonkin spricht bei der Weltenschöpfung vom Mensch, dieser sei geschaffen worden durch einen Eschenpfeil, der in eine Tanne geschossen wurde.
Bei den Kelten wurden die Zauberstäbe der Druiden nur aus Eschen-holz geschnitzt. In der berühmten Dichtung des Barden Taliesin “ Krieg der Bäume“, sind die Eschen die härtesten Kämpfer, sozusagen die Elite im Heer der Bäume.
Der Göttervater Odin erhielt durch die Esche seine Initiation, als er nach schamanistischer Art in den Aesten des Weltenbaumes hieng. In dieser Zeit soll er durch den Geist der Esche das Wesen der Runen erkannt haben uns so ging die Schrift von der Esche aus.
Die griechische Mythologie spricht der Esche eine massgebende Rolle unter den Bäumen zu. So war der Speer des Kentauren Chiron aus Eschenholz. Chiron schenkte seinen Speer dem Archilles, damit dieser Hektor besiegen konnte. Die Esche war dem Kriegsgott Ares geweiht und entsprang aus dem Blute des Uranus.
Hildegard von Bingen sagte über die Esche: „ Die Esche ist mehr warm als kalt und bezeichnet den Rat.“ Zu jener Zeit galt die Esche auch als Symbol für die Macht des Wassers und der Fruchtbarkeit.
Baumspiegel
Die Esche ist einer der grossen, mystischen Bäume. Sie vermittelt Standhaftigkeit und Zuverlässigkeit. Von ihr geht aber auch etwas besoderes aus, ihre Ausstrahlung signalisiert etwas tiefgründiges, geheimnisvolles. Oft tritt sie als treuer, freundlicher Begleiter der düsteren Erlen auf. Der Name excelsior bedeutet sinngemäss übersetzt: Herausragend, in die Höhe strebend, keinesfalls eine Definition für etwas allgemeines, durchschnittliches, gewöhnliches.
Nicht nur die Hainbuche, der Hasel oder die Weide ertragen beinahe jede Misshandlung von Mensch und Naturgewalt. Auch die Esche scheint nach jedem Unbill wieder aufzustehen. Im Mittelalter und auch noch später wurde die Esche von den Bauern wiederholt beschnitten. Ihr üppiger Blätterwuchs wurde in Dürrezeiten bei Heumangel an das Vieh verfüttert und trotzdem antwortete die Esche niemals mit einem Absterben. Auch wenn ihr der massenhafte Beschnitt die Möglichkeit eines charaktervollen, typischen Eschenwuchses verhinderte, schien sich die Esche niemals aufzugeben. Sie lässt sich gar eine ganz andere Gestalt aufpfropfen und wird beispielsweise zur Hänge-Esche. Trotzdem scheint sich ihre Energie ungebrochen aus den Wurzeln zu manifestieren als wäre nichts geschehen.
Eschen-Geborene
Eschen-Menschen sind oft einer gewissen Zwiespältigkeit ausgeliefert. Es scheint, dass sie Probleme bei Entscheidungen bekommen wo es um “Entweder – Oder“ geht. Ihre Philosophie ist vielmehr: “sowohl als auch,“ denn sie wünschen sich eine klare, soziale Haltung. Werden Esche-Geborene von ihrem Umfeld nicht durch aggressives und raum-einschränkendes Verhalten gehindert, so schränken sie Mitmenschen kaum ein. Das prädestiniert sie zu ausgleichenden Führungsrollen.
Obwohl sie keine ausgesprochenen Einzelgänger sind, brauchen sie einen klar umgrenzten Lebensbereich, in dem sie ganz nach eigenem Gutdünken schalten und walten können. Esche-Geborene sind in der Regel sehr stabile Menschen, vor allem im seelischen Bereich. So sind sie auch in der Lage, falls nötig anderen einen gewissen Halt zu geben.
Eschen-Menschen lieben neue Herausforderungen und schätzen sehr alle Umstände, die ihre geistige Freiheit sichert. Sie sind bemüht, sich für “Notzeiten“ psychische, physische und finanzielle Reserven zu schaffen. Ihr Anliegen ist, nicht etwa durch eine unvorhergesehene Veränderung auf ihrer idealistisches Konzept verzichten zu müssen. Der Entzug erwähnter Reserven vermag einem Eschen-Menschen eine exenzielle Lebensgrundlage zu entziehen.
Eschen-Geborene haben die Begabung, verschiedene Gesichter zu zeigen ohne unehrlich zu sein. Bei der Arbeit sind sie zum Beispiel ein ganz anderer Mensch als in der Freizeit. Oder, in der Gesellschaft ist ihr Verhalten ganz anders als im Familienkreis. Das lässt jedoch trotzdem nicht den Schluss zu, sie seien besonders kompromissbereit.
Ausserdem sind Esche-Geborene sehr wissbegierig. Sie scheinen die Informationen förmlich in sich hineinzusaugen, ohne sich jedoch davon verwirren zu lassen. Die Wissensflut wird rasch sortiert und dann so verwendet, dass es am Ende zu ihrem Vorteil gereicht. Bei alledem sind ihnen aber seelische und geistige Werte wichtiger als äussere Vorzüge, lediglich die nötigen Bequem-lichkeiten zur Bewältigung des Alltags wollen sie gesichert haben, nicht unbedingt Luxus.
Stärken
Esche-Geborene zeichnen sich aus, in allen Lebenschattierungen offene Menschen zu sein. Ihre individuelle Freiheit nutzen sie inelligent zur grösstmöchlichen Enfaltung ihrer Persönlichkeit. Andererseits ist ihnen die Toleranz zu ihren Mitmenschen ein wichtiges Anliegen. Sind sie von einer Sache überzeugt, bestechen sie durch mitreissende Begeisterungsfähigkeit, dabei entwickeln sie eine lange Ausdauer. Ihre natürlich positive Denkweise führt fast immer zum Erfolg, das Leben mit Sinn zu erfüllen.
Esche-Menschen ertragen keine Ungerechtigkeit, was oft zu einem ausgeprägten Wohltätigkeitssinn führt. Sie streben ungebrochen nach immer höherer Bildung und Entwicklung und scheinen sich stets auf gedanklichen Reisen zu befinden. Ein Hauch von Geheimnis und ihre ungekünstelte Toleranz zu ihren Mitmenschen macht sie überaus sympatisch und prädestiniert sie zu Führungspersönlichkeiten.
Schwächen
Werden Eschen-Geborene manipuliert oder in ihrem Freiraum behindert, so nehmen sie meistens keine Rücksicht mehr und entladen ihre Wut oder Enttäuschung oft in unkontrollierten Aktionen. Damit schaden sie sich jedoch im Endeffekt mehr als ihren Gegnern. Die oft ungezügelte Aggressionen sind für Eschen-Menschen ein echtes Problem. Daran sollten sie in Friedenszeiten unbedingt “Arbeiten“.
Nicht grundlos scheint die Esche in der Mythologie dem Kriegsgott Ares geweiht zu sein. Ein weiteres, ernst zu nehmendes Problem scheint ein beinahe zwangshafter Drang zur Veränderung und Entwicklung zu sein, das kann auch ins Uferlose führen. Der stetige Wunsch nach Neuem wird allzu oft zum Selbstzweck und so kann ein Eschen-Mensch ein konkretes Ziel rascher aus den Augen verlieren, als ihm lieb ist. Die Folge ist Oberflächlichkeit und Widersprüchlichkeit.
Gesundheit
Schon Hippokrates beschreibt die Esche als harntreibendes und bei Rheuma und Gicht gut wirksames Mittel. Fast alle alten Kräuterbücher nannten die Esche einen heilbringenden Baum. Heute ist die Heil-wirkung der Esche etwas in Vergessenheit geraten.
Rindentee ist als wassertreibend, antirheumatisch und fiebersenkend bekannt. Die Rinde besitzt auch schmerzstillende Eigenschaften.
Blätter und Rinde zusammen wirken im Bereich von Muskelrheuma und Nierentätigkeit und sollen sogar steinlösend sein. Das Holz wiederum scheint mehr blutreinigende Eigenschaften aufzuweisen. Der Same gilt als heilsames Mittel bei Leberleiden und Milzverhärtung. In die Schuhe gelegt, kann Eschenlaub müden Füssen vorbeugen, ausprobieren kann ja niemandem schaden.