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Amt für Natur und Umwelt
Uffizi per la natira e l'ambient
Ufficio per la natura e l'ambiente
Mandatsträger: Neobiota, Grünabfälle und ZivildiensteinsätzeTel. +41 81 257 29 <email-pii>
Zu den asiatischen Stechmücken gehören die Tigermücke, die Buschmücke und die Koreamücke. Diese Mückenarten etablieren sich in den südlichen Teilen Graubündens immer mehr.
Das Amt für Natur und Umwelt betreibt im Kanton Graubünden ein präventives Überwachungsnetz. Mit diesem verfolgt es die Ausbreitung der Mückenarten. Wo nötig führt es Sensibilisierungs- und Bekämpfungsmassnahmen durch. Ausgewählte Gemeinden helfen beim Monitoring und der Bekämpfung der Mückenarten mit.
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich mit Hilfe des globalisierten Handels und dem internationalen Reiseverkehr weltweit ausgebreitet.
Bezüglich Aussehen und Grösse ähnelt sie einer gemeinen Stechmücke. Sie trägt aber auf dem Rücken einen weissen Streifen, und das Ende der schwarz-weiss gestreiften Hinterbeine ist weiss.
Die Tigermücke fliegt ziemlich schlecht. Sie legt nur kurze Distanzen zurück (weniger als hundert Meter). Sie vermehrt sich dementsprechend nur in der Umgebung des Ortes, wo sie beobachtet wird. Über längere Distanzen verbreitet sie sich als Schwarzfahrerin im Fahrzeugverkehr (PKW, LKW, Container usw.). Ihre Eier sind über mehrere Monate trockenresistent.
Neben der Asiatischen Tigermücke werden in Graubünden auch immer wieder die Japanische Buschmücke und die Koreamücke festgestellt.
Die Tigermücke kann Krankheiten wie das Dengue- und Chikungunya-Fieber sowie Zikavirus-Infektionen übertragen. Sie ist sehr aggressiv, sticht mehrmals pro Blutmahl, ist tagaktiv und besiedelt urbane Lebensräume.
Im Kanton Graubünden wurde die Tigermücke erstmals 2016 beobachtet. Im südlichen Misox hat sie sich etabliert. In der Puschlaver Gemeinde Brusio war die Hälfte der Fallen bereits auch schon mindestens einmal positiv. Eine klare Etablierung der Tigermücke ist jedoch nicht feststellbar. Die Fallen in den Gemeinden Bregaglia, Chur, Domat/Ems, Landquart, Thusis und Zizers sind mehrheitlich tigermückenfrei. Einzelfunde aufgrund sporadischer Einschleppung durch den Verkehr sind möglich.
Die Tigermücke legt ihre Eier von April bis September vorwiegend in stehende Ansammlungen von wenig Wasser. Ein Becher voll genügt! Wenn Sie die Entwicklung der Mücke verhindern möchten, sollten Sie also vermeiden, dass sich in der Umgebung Ihres Lebensraumes Regen- oder Bewässerungs-Wasser ansammelt. Konkret:
In Teichen und fliessendem Wasser (Fliessgewässer, Springbrunnen usw.) kann sich die Tigermücke nicht entwickeln, da die Larven von Fischen und Amphibien gefressen werden.
Falls Sie eine Tigermücke gesichtet haben, kontaktieren Sie bitte unser Amt! Das Schweizerische Mückennetzwerk stellt ausführliche Informationen zu diesen Mückenarten zur Verfügung und bietet Ihnen die Möglichkeit, Fundmeldungen einzureichen.