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Die Schweizer Bevölkerung isst zu wenig Früchte und Gemüse. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung (SVE). Im Herbst soll eine Kampagne lanciert werden mit dem Ziel, den Früchte- und Gemüse-Konsum um mindestens fünf Prozent zu steigern.Dieser Inhalt wurde am 15. Juni 2001 - 17:04 publiziert
Vier von fünf Befragten gaben an, häufig Salat und Gemüse zu verzehren, und zwei von drei sagten dasselbe in Bezug auf den Genuss von Früchten und Fruchtsäften. Nimmt man diese Aussagen genauer unter die Lupe, heisst «häufig» ein- bis zweimal pro Tag. Empfohlen werden aber fünf Portionen täglich.
Williger Geist und schwaches Fleisch
Das Verhalten steht im Gegensatz zum Wissen: Die Befragten waren an Ernährungsaspekten interessiert und zeigten sich gut informiert. Es hapere an der Umsetzung des Wissens im Alltag, schreibt die SVE. Der Geist sei willig, das Fleisch sei schwach. Am besten schnitten die Frauen sowie die 18- bis 24-Jährigen ab.
Krankheitsprävention
Ernährungsgewohnheiten seien wesentlich an der Entstehung von Zivilisations-Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Problemen und Krebs mitbeteiligt, heisst es weiter. Wer sich gesund ernähre und viel Früchte und Gemüse esse, könne sein Krankheitsrisiko senken.
Die Schweizerische Krebsliga will im Herbst unter dem Titel «5 mal am Tag» eine Kampagne zum vermehrten Konsum von Früchten und Gemüse lancieren. Ziel sei es, den Früchte- und Gemüseverzehr um mindestens 5 Prozent zu steigern.
Mittagessen zu Hause
Insgesamt zeigen Schweizerinnen und Schweizern laut der Studie ein eher konservatives Ernährungsverhalten. So stellt das Mittagessen für zwei Drittel der Befragten nach wie vor die Hauptmahlzeit dar. Zwei Drittel der Befragten und fast die Hälfte der Berufstätigen nehmen es zu Hause ein.
Kein Morgenessen
Sorge bereitet den Fachleuten, dass fast ein Drittel selten oder nie frühstückt. Die "Nutri-Trend-Studie" stützt sich auf eine repräsentative Befragung von knapp über Tausend Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren.
Sie wurde von der Nestlé Suisse mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungs-Institut Demoscope durchgeführt. Die gesamten Ergebnisse werden im Herbst publiziert.
swissinfo und Agenturen
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