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Ching Ling Foo
(Chee Ling Qua)
Ching Ling Foo wuchs als Sohn einer Familie auf, die im Besitz einer Handelsfirma mit Niederlassungen in China und den USA war. Er begann sich neben seiner Tätigkeit für das Familienunternehmen schon früh für die Zauberkunst zu interessieren. Als er damit Erfolg hatte, widmete er bereits zwischen 1880 und 1890 einen grossen Teil seiner Zeit mit grossem Erfolg den Auftritten als Zauberkünstler in Hong Kong, Shanghai und Singapur. Er zeigte traditionelle chinesische Zauberkunst, die er mit anderen Illusionen ergänzte. Von Beginn an trat er als Zauberkünstler, Feuerschlucker und mit dressierten Schwalben zusammen mit Kontorsionisten, Tellerjongleuren und anderen Artisten auf.
1898 wurde er für die Weltausstellung in Omaha, engagiert und trat danach mit seiner Frau, seiner Tochter und einem Jongleur mit ausserordentlich grossem Erfolg mit zahlreichen Besucherrekorden untere anderem in New York, Chicago, St. Louis, New Orleans, Cincinnati, Chicago, Boston, Philadelphia, Washington, Brooklyn, Buffalo auf. Dabei verdiente er sehr viel Geld. Im Gegensatz zu einem jungen Houdini, der im gleichen Theater auftrat und dabei $ 150 pro Woche verdiente, erhielt Ching Ling Foo $ 1000 pro Woche.
Infolge des grossen Erfolges versuchten zahlreiche Künstler Chin Ling Foos Nummer zu kopieren. Carter gab sich sogar als Erfinder der Tricks von Foo aus.
Im Mai 1900 kehrte Ching Ling Foo nach China zurück. Während des Boxeraufstandes in China verlor er seinen gesamten besitz und diverse Geschäfte. Ab Ende 1902 trat er wieder in Shanghai auf.
1900 begann Chung Ling Soo (William Robinson), der unverfrorenste Imitator von Ching Ling Foo mit der bis aufs kleinste Detail von Foo kopierten Nummer in London und Paris aufzutreten. Er gab sich als echter Chinese aus und behauptete, alle Tricks von Foo besser ausführen zu können als dieser. Er erdreistete sich sogar zu behaupten, Foo kopiere ihn. 1905 sollte es daher zu einem "Wettbewerb" kommen, bei dem gezeigt werden sollte, wer die Tricks besser könne, bzw. die Tricks des anderen vorführen könne. Foo erschien nicht, da Vorbedingungen, die er gestellt hatte, nicht erfüllt worden waren: Soo sollte nachweisen, dass er Chinese war, und er sollte beweisen, dass er vor Foo mit dessen Tricks (die dieser bereits 1998 in den USA gezeigt hatte) aufgetreten war. Chung Ling Soo ging auch nie nach Amerika, da er dort beim Publikum stets als Imitator angesehen wurde.
1907 zog sich Foo zeitweilig von der Bühne zurück. Wegen der damaligen Einwanderungsgesetze durfte er nicht in die USA einreisen und widmete sich daher seinen Geschäften mit Theatern und Filmen.
1909 trat er erneut mit grossem Erfolg in Schanghai auf, 1911 in China, Hongkong, Macao und Singapur.1912 kehrte er mit 58 Jahren in die USA zurück gegen eine Art Kaution, die fällig würde, wenn er nicht rechtzeitig nach einem Jahr wieder ausreiste (die Ei
nreise aus China war nur für Geschäftsleute, Missionare und Lehrer möglich). Erneut hatte er einen Riesenerfolg, er trat in den grössten Theatern mit bis zu 4000 Sitzplätzen auf und unternahm verschiedene Tourneen mit anderen Künstlern.
Im November 1914 gab er mit 61 Jahren eine Reihe von Abschiedsvorstellungen in den USA
1916 verlor er bei einem Brand sein Haus und seine Requisiten sowie zahlreiche Originalfilme.
1920 trat er mit einem grossen Zirkus auf und plante, noch einmal nach Amerika zurückzukehren
Ching Ling Foo starb 1922.
Biografie:
PORTEOUS, S.D. Ching Ling Foo. Amrica's First Chinese Superstar. Drowsy Emperor Press, Hong Kong, 2020