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Offene versus endovaskuläre Operation bei Aortenaneurysma
Zwei randomisierte Studien haben gezeigt, dass der Outcome der Patienten ein Monat nach endovaskulärer Operation besser ist als wenn konventionell operiert wurde. Diese Studie hat nun untersucht, ob dieser Benefit über die perioperative Periode hinaus anhält.
351 Patienten mit einem Aortenaneurysma > 5 cm, welche Kandidaten für beide Operationsmethoden waren, wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Je nach zufälliger Zuteilung erfolgte eine offene oder eine endovaskuläre Sanierung des Aneurysmas. Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben nach der Randomisierung. Die Analyse basierte auf dem Intention-to-treat Prinzip.
Zwei Jahre nach der Randomisierung der Patienten betrug die Überlebensrate 89.6% in der offen und 89.7% in der endovaskulär operierten Gruppe. Aneurysma bedingte Todesfälle waren bei den offen operierten Patienten häufiger (5.7% versus 2.1%). Dieser Benefit bei den endovaskulär therapierten Teilnehmern war ausschliesslich durch weniger perioperative Ereignisse bedingt. Das Überleben ohne moderate oder schwere Komplikationen war nach 2 Jahren insgesamt in beiden Gruppen praktisch identisch (65.9% versus 65.6%).
Konklusion der Autoren: Im Vergleich zur offenen Sanierung eines Aortenaneurysmas hält der perioperative Überlebensvorteil durch die endovaskuläre Operation über längere Zeit nicht an.
Link zur Studie
NEJM 2005;352:2398-2405 - J. D. Blankensteijn et al
09.06.2005 - dde