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Karpaltunnelsyndrom: Leinöl als gute Alternative
Das Öl der Flachssamen (Linum usitatissimum) wird traditionell zur Behandlung von schmerzhaften und entzündlichen Erkrankungen verwendet. Iranische Wissenschaftler konnten in zwei Studien zeigen, dass sich das besonders bei Frauen verbreitete Karpaltunnelsyndrom gut mit Leinöl behandeln lässt.
Bei der Erkrankung kommt es zu einer Verengung im Handwurzelbereich, was zu Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen in der Hand und im Arm führt.
Zwar hat sich bei leichten bis mittelstarken Beschwerden eine nächtliche Lagerungsschiene bewährt. Für viele Patienten ist die Armschiene aber unbequem, ausserdem lindert sie die Symptome nur kurzfristig. Da Leinöl leicht verderblich und nicht abriebfest ist, haben die Forscher ein spezielles Gel entwickelt. Den Patienten wurde das Gel morgens und abends auf die betroffenen Arme aufgetragen. Laut der Studien schnitt das Leinöl gleich oder sogar besser als die Schiene ab.
Obwohl die Studien nur eine kleine Anzahl an Probanden aufwiesen, können Betroffene mit leichtem bis mittelschwerem Karpaltunnelsyndrom, die mit der Armschiene unzufrieden sind, Leinöl als Alternative oder Ergänzung ausprobieren.
Quelle: carstens-stiftung.de