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MÜNCHEN (awp international) - Der Chef des Baukonzerns Bilfinger Berger , Herbert Bodner, hat eingeräumt, durch den Verzicht auf Korruption Geschäft verloren zu haben. "Wir hätten unser Geschäft gern nach Russland erweitert, haben aber keinen Partner gefunden, dessen Geschäftsmodell unseren Standards entspricht", sagte der Vorstandsvorsitzende der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). "Wir haben schon vor dem Fall Siemens ein Compliance System eingeführt, also eine Struktur geschaffen, die Korruption unterbindet."
Bodner betonte, dass auch die in Nigeria aktive Baugesellschaft Julius Berger, an der Bilfinger Berger eine Minderheitsbeteiligung hält, keine Korruption betreibe. Das Geschäft dort sei unverändert erfolgreich, obwohl das Unternehmen bestimmte Aufträge nicht mehr annehme. Bodner erklärte, dass sich durch diese Praxis im Land einiges verändert habe. "Heute wissen die Menschen in Nigeria, dass Bestechung oder der Kauf von Aufträgen für Julius Berger nicht in Frage kommt. Das hätte vor 10 oder 15 Jahren in dem Land niemand verstanden." Es habe das Geschäft nicht zerstört, es werde nur anders betrieben. Wenn man ein starke Marktposition habe, könne man als Unternehmen mit sauberen Prinzipien in anderen Ländern etwas verändern./nl/tw
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