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Buriti ist eine sehr hohe Palme, gebürtig aus Trinidad und Tobago und der Regionen Mittel- und Nord von Südamerika, Venezuela und Brasilien, vor allem in den Staaten der nördlichen Region und in Pará, Maranhão, Roraima und Rondônia, aber auch zu finden in Piauí, Ceará, Bahia, Goiás, Tocantins, Mato Grosso und Acre. Es ist auch als Kokos-Buriti, Buriti, Miriti, Muriti, Muritim, Muruti, Palm-of-Sümpfe, Carandá-Guaçu und Carandaí-Guaçu bekannt.
In unserer Arbeit verwenden wir, wie die Ureinwohner es nennen, Seide. Solange die neuen Blätter noch zugerollt sind werden sie geschnitten. Von den geernteten Blättern werden die hauchdünnen Fasern extrahiert, gekocht und getrocknet.
Die Pflanze trägt das ganze Jahr ihre Früchte. Da aber jede Buriti-Palme nur ein bis fünf Blätter pro Jahr produziert, trägt die lokale Gemeinschaft Sorge für den nachhaltigen Umgang. Um sie zu schonen werden die Früchte nur alle sechs bis acht Monate geerntet. So hat die Palme genügend Ressourcen um zu wachsen und neue Blätter zu bilden. Dieses traditionelle Management und die naturverbundene Bewirtschaftung sind im ganzen Land bekannt.
Die Buriti-Palme wird von der lokalen Bevölkerung vielfach genutzt. Die Früchte werden roh gegessen, zu Mehl verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Das Öl, das aus den Früchten gepresst wird, hat in Brasilien einige wirtschaftliche Bedeutung. Die Fasern der jungen Blätter werden zu Seilen, Hängematten und anderem verarbeitet. Aus dem Mark der Blattstiele werden Matten und Papier hergestellt. Aus dem Stamm gefällter Palmen werden Wein und Sago-Stärke gewonnen.
Durch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten nennen die Eingeborenen die Palme den „Baum des Lebens“.