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Pro Sozialcharta
Unser Ziel
AvenirSocial, der Berufsverband der Professionellen der Sozialen Arbeit, tritt als politischer Akteur auf und macht Lobbyarbeit. Engagierte Professionelle haben die Kampagne "Pro Sozialcharta" zur Ratifizierung der revidierten Europäischen Sozialcharta lanciert. Die Sozialrechte in der Schweiz zu stärken ist dringender denn je, wollen wir nicht riskieren, dass der heutige Standard wegen der Wirtschaftskrise unterschritten wird.
Die Kampagne wurde im 2007 von Bruno Keel initiiert. Das Kampagnenteam besteht aus mehreren engagierten Personen. Wir wollen, dass im Parlament eine Motion/Postulat eingereicht wird, die vom Bundesrat die Ausarbeitung einer Ratifizierungsvorlage verlangt. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen ist ein Unterstützungskomitee gegründet worden. Mittlerweile wird die Kampagne bereits von zahlreichen Persönlichkeiten und Organisationen unterstützt.
Trotz des schweren politischen Standes, kommt aus juristischer Sicht das im Jahre 2008 erstellte Gutachten von Hr. Prof. Dr. iur. Kurt Pärli und Hr. Dr. Edgar Imhof zum Schluss, dass eine Ratifizierung der revidierten Europäischen Sozialcharta des Europarates bereits aufgrund der heutigen Rechtslage möglich ist.
Die Schweiz ratifizierte 1974 die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Diese beinhaltet die bürgerlich-politischen Rechte. Das auch von der Schweiz anerkannte Prinzip der Unteilbarkeit der Menschenrechte bedingt eine Gleichstellung aller Menschenrechte und erfordert somit die Ratifizierung der Europäischen Sozialcharta, um auch die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte in der Schweiz zu garantieren.