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Fernsehfilm, Bayerischer Rundfunk, Erstausstrahlung: 26.11.1967
Drei platonische Werke sind hier miteinander verknüpft: die «Verteidigungsrede» (Apologie) des Sokrates, über die der junge Phaidon voller Zorn berichtet (Zorn darüber, dass der Angeklagte und Gefährdete sich weniger verteidigt als die Richter herausgefordert habe). Der Dialog «Kriton», worin der vergebliche Versuch geschildert ist, Sokrates zur bereits vorbereiteten Flucht aus dem Gefängnis zu bewegen. Schliesslich der Dialog «Phaidon», der von den Gesprächen über die Unsterblichkeit und das Gericht nach dem Tode berichtet sowie über das Sterben des Sokrates.
Quelle: josef-pieper-arbeitsstelle.de
Bild + Funk (Nr. 50/1967, S. 16) «Delikatesse für Geist und Ohr. Ein Fernsehspiel, das Ansprüche an den Geist des Zuschauers stellt, ist bei uns leider eine Seltenheit. Hier hatten wir einmal einen solchen Fall. Zum Verständnis des philosophischen Lehrstückes hat sicher positiv beigetragen, dass die sämtlich hervorragenden Darsteller sich in moderner Umgebung bewegten. Doch all die Pluspunkte konnten den Verdacht nicht beseitigen, dass man hier ein zwar glänzend gesprochenes Stück, aber doch eigentlich ein ausgesprochenes Hörspiel gesehen hat.»