Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/2583

Die Opioid-Krise hat in den USA verheerende Ausmasse angenommen. Ende der 90er-Jahre führte die einfache Verfügbarkeit von Schmerzmitteln zu einem starken Anstieg der Zahl Medikamentensüchtiger. Damals brachte die Pharmafirma Purdue breitenwirksam das Schmerzmittel Oxycontin auf den Markt. Ein Mittel, das schnell sehr abhängig macht.
Als die Behörden den Zugang zum Medikament stark einschränkten, wichen viele Süchtige auf andere Opioide wie Heroin oder Fentanyl aus. Oft werden die Drogen dabei so gestreckt, dass eine Dosierung schwierig ist. Die makabre Bilanz: Seit 1999 starben in den USA etwa 450 000 Menschen an einer Überdosis, allein 2020 waren es 81 000.