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• Regulierung von Krypto-Assets in den USA
• Rattengift oder glänzende Zukunft?
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Anthony Scaramucci, Gründer und geschäftsführender Partner von SkyBridge, ist bekannt für seine verbalen Entgleisungen, er war unter Donald Trump zehn Tage lang Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses, bevor er wegen unpassender Äusserungen gefeuert wurde. Mitte 2021 hatte Scaramucci vorausgesagt, dass der Bitcoin bis Ende 2021 die Marke von 100'000 US-Dollar knacken würde. Dies ist nicht eingetroffen, trotzdem bleibt das Krypto-Urgestein auch 2022 bullish gegenüber Bitcoin eingestellt.
Regulierung von Kryptowährungen
Dadurch, dass die US-Finanzbehörden mit der aktuellen Verordnung von Kryptowährungen den Bitcoin als Eigentum anerkannt hätten, sei es fast unmöglich, ihn in den USA zu verbieten, so Scaramucci auf dem Crypto Currency Summit 2022 der australischen Financial Review. Ende März hatte US-Präsident Biden eine Executive Order unterzeichnet, die den Regulierungskurs der Biden-Administration für Kryptowährungen in den USA zukünftig festlegt. Es ist nicht der befürchtete "Regulierungshammer", wie auch Finanzministerin Janet Yellen betont, sondern vielmehr eine Skizze für die Zusammenarbeit der Behörden in Sachen Schutz für Investoren und Verbraucher, Finanzmarktstabilität und Vorgehen gegen kriminelle Aktivitäten, aber auch finanzielle Inklusion, und Stärkung der globalen Rolle der USA. Ausserdem soll die Einführung einer zentralbankgestützten digitalen Währung (CBDC) geprüft werden.
In einem Interview mit der Harvard Political Review sagte Scaramucci, dass die US-Regierung nicht wollen könne, dass der Renminbi die einzige digitalisierte Währung werde. Da die chinesische Währung mit der Digitalisierung wettbewerbsfähiger werde, sei eine Digitalisierung des US-Dollars notwendig, um die Vorherrschaft des US-Dollars nicht abzugeben und den Status als weltweite Reservewährung nicht zu verlieren.
Gegner und Befürworter der Kryptowährungen
In der Vergangenheit hatte Scaramucci bereits Bitcoin-Gegner wie Warren Buffett und Charlie Munger von Berkshire Hathaway oder Jamie Dimon von JPMorgen verbal attackiert. Charlie Munger zeigte in der Vergangenheit des Öfteren seine ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen. Scaramucci kontert Mungers Äusserungen, der Bitcoin könne gar nicht das Schlimmste sein, was der Zivilisation je passiert sei, schliesslich hätte es Atombomben, Pandemien, globale Kriege und Genozide gegeben. Bitcoin sei eine "Devise der Freiheit", die es nicht kümmere, was Inverstoren wie Munger, Buffett und Dimon sagten.
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Scaramucci äusserte laut Cointelegraph auf der Konferenz in Sydney trotz langfristigem Optimismus auch Besorgnis bezüglich US-amerikanischer Politiker, wie Senator Ted Cruz, den er als Heuchler bezeichnete. Im Interview mit HPR führte er die Bedenken zahlreicher US-amerikanischer Politiker gegenüber Bitcoin auf mangelnde Informiertheit der Personen zurück und nannte zahlreiche Beispiele für bekannte Investoren, die der Kryptowährung zunächst skeptisch gegenüberstanden, heute aber zu ihren Befürwortern zählen. Natürlich müssten auch die Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt werden.
Zukunftsaussichten eines umweltfreundlichen Bitcoin
Da das Bitcoin Mining zukünftig bis zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll, sei Bitcoin aber eher ein CO2-Eliminator und damit Teil der Lösung, so Scaramucci.
Scaramucci verglich die Entwicklung der Blockchain-Technologie mit den Anfängen des Internets, als Webseiten noch eine halbe Minute Ladezeit benötigten. Die Blockchain sei derzeit noch "klobig", in Zukunft aber führe kein Weg mehr an Kryptowährungen vorbei, wenn sie angemessen reguliert würden, proklamierte er, wie Cointelegraph berichtet. Sein langfristiger Optimismus für Kryptowährungen und einen Bitcoin-Kurs von 500'000 US-Dollar sei nur durch kurzfristige Hürden gedämpft.
Anfang 2022 kündigte SkyBridge einen Bitcoin-Fonds an und startete eine Finanzierungsrunde für den SkyBridge Bitcoin ETF, der allerdings von der SEC nicht genehmigt wurde.
Redaktion finanzen.ch