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Das erste Handbuch zur kulturellen Teilhabe in der Schweiz dokumentiert den aktuellen Diskussions- und Wissensstand zum Thema der kulturellen Teilhabe und zeigt, wie sie gefördert werden kann. Die Publikation ist dreisprachig und wird vom Nationalen Kulturdialog herausgegeben.
Das ganze Handbuch kann als PDF hier abgerufen werden. Der Artikel von Barbara Balba Weber ist auf S. 213ff zu finden.
Abstract:
Anhand eines konkreten Beispiels zeigt der Beitrag aus der Optik der Musikvermittlung auf, wie kulturelle Teilhabe in einem grösseren Klassikbetrieb umgesetzt werden kann. Die aus dem Beispiel abgeleiteten Maximen betreffen das Diversity-Prinzip, die künstlerische Präsenz im öffentlichen Raum, die
Eruierung und Aufhebung struktureller Hindernisse, die Anpassung der Betriebskultur, die Mitbestimmung diverser Gesellschaftsgruppen, die Schaffung einer Feedbackkultur, die partizipative künstlerische Arbeit mit Amateurinnen und Amateuren sowie die Kooperation mit externen Organisationen.
Um kulturelle Teilhabe in die Praxis umzusetzen, muss aber auch mit einem neuen Typus von Musikerin und Musiker zusammengearbeitet und im Bereich der Musikvermittlung hochqualifiziertes Personal als Changemaker eingestellt werden. Im Idealfall kann dadurch nicht nur der Horizont der Akteurinnen und Akteure und die Vielfalt der an klassischer Musik teilhabenden Gesellschaftsgruppen
erweitert werden, sondern auch die klassische Musik selbst erhält eine erweiterte Bedeutung.