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Nachdem sich die Patientin/der Patient zur Bestrahlung entschlossen hat, muss diese entsprechend vorbereitet werden. Mit den zum Einsatz kommenden modernen Geräten in den Instituten für Radiotherapie kann auf einen Millimeter genau bestrahlt werden. Ausserdem kann auf 1-2% genau berechnet werden, welche Dosis ein Areal im Körper erhält. Die Kunst der Bestrahlung besteht darin, genau dort die notwendige Dosis abzugeben, wo Tumorzellen (noch) vorhanden sind, und diejenigen Regionen, die nicht befallen sind, möglichst wenig zu belasten. Zudem muss sichergestellt werden, dass jede Bestrahlung unter den genau gleichen Bedingungen durchgeführt werden kann. Das bedeutet vor allem, dass bei jeder Bestrahlungssitzung die gleiche Position auf dem Bestrahlungstisch eingenommen werden muss.
Individuelle Lagerungshilfe
Um dies sicherzustellen, kommt zu Beginn der Therapie eine individuelle Lagerungshilfe zum Einsatz. Dabei handelt es sich meistens um eine Lagerungsmatratze, die sich dank einem Vakuum dem Körper der Patientin/des Patienten anpasst, sodass ein entsprechender Abdruck gemacht werden kann. Das Liegen auf der Matratze richtet sich nach der Notwendigkeit für die Bestrahlung, vor allem aber auch danach, wie es für die Patientin/den Patienten bequem ist. Der Ablauf ist folgender: Die Matratze passt sich dem Körper an. Anschliessend wird ein Vakuum angelegt, sodass die Matratze hart wird: Ein Abdruck des Körpers wird festgehalten. Für die täglichen Bestrahlungen legt sich die Patientin/der Patient jeweils in diesen Abdruck. So wird sichergestellt, dass jedes Mal die gleiche Positionierung des Körpers erfolgt.
Berechnung des Bestrahlungsplans
Anschliessend wird ein Computertomogramm mithilfe der individuellen Lagerung in der Position durchgeführt, in welcher zukünftig bestrahlt wird. Dies dient zur optimalen Planung der Bestrahlung. Der Arzt wird auf jedem der vielen CT-Bilder einzeichnen, welche Regionen bestrahlt werden und welche eine möglichst geringe Dosis bekommen sollen. Daraufhin kann der Physiker mit seinem Team den Bestrahlungsplan genau berechnen. Dieser besteht meistens aus mehreren Feldern. Das bedeutet, der Linearbeschleuniger wird so eingestellt, dass er aus verschiedenen Richtungen auf die Tumorregion einstrahlt. In diesem Plan werden auch die Grösse der Felder und die individuell auf die Krankheitssituation angepassten Ausblockungen berechnet.