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Alpwirtschaft
Zunächst war die Alp vermutlich in Privatbesitz und wurde im 14. Jahrhundert an das Kloster St. Gallen verkauft. In den Appenzellerkriegen im ersten Drittel des 15. Jahrhundert wurde die Alp von den ehemaligen Untertanen beansprucht und ging an die Rhoden von Urnäsch und Hundwil über. Nach diversen Grenzstreitigkeiten der beiden Rhoden übernahm eine Genossenschaft die Alp. Die Nutzungsintensität wurde schon immer in Kuhrechten umschrieben. Damit konnte auch die genossenschaftliche Alpnutzung geregelt werden. So wurden den einzelnen Hütten und damit deren Besitzern eine bestimmte Anzahl an Kuhrechten zugestanden. Ein Kuhrecht berechtigt zur Sömmerung einer Kuh, eines geschaufelten (ausgewachsenen) Rindes, zwei ungeschaufelten Rindern oder drei Kälbern jünger als ein Jahr. Heute gibt es ca. 450 Kuhrechte auf der Schwägalp. Die Bestossung erfolgt hauptsächlich mit Rindvieh und die Nutzung der Moorflächen zur Gewinnung von Stalleinstreue (Streuenutzung) ist reglementarisch festgelegt. Eine Besonderheit auf der Schwägalp ist die regelmässige Anordnung der Alphütten als Dreier-Ensemble (Sennhütte, Kuhstall und Saustall) welches das Bild der Alpbewirtschaftung auf der Schwägalp prägt.