Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03565.jsonl.gz/127

Ausführliche Erläuterungen zur Integration der Datenbank der UEK in Dodis
Die Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg (UEK) unter der Leitung von Prof. Jean-François Bergier wurde durch einen einstimmig verabschiedeten Beschluss der schweizerischen Bundesversammlung im Dezember 1996 ins Leben gerufen. Sie hatte den Auftrag, Umfang und Schicksal der vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg in die Schweiz gelangten Vermögenswerte historisch und rechtlich zu untersuchen. 2001/02 veröffentlichte die Kommission 25 Studien und Beiträge zur Forschung sowie einen Schlussbericht. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der UEK.
Diejenigen Dokumente, die als Anhänge zu den Studien publiziert wurden, sind zusätzlich als Einzeldokumente in Dodis integriert worden (ca. 250 Dokumente mit eigener Dodis-Nummer und PDF).
Die Datenbank der UEK war ein internes Arbeitsinstrument für die UEK-Mitarbeiter. Ihre Informationen sind ab März 2008 zu einem grossen Teil in der Datenbank Dodis zugänglich. Genauere Informationen zu dieser Datenübernahme finden Sie in den folgenden Erläuterungen.
1) Was ist die UEKDB
Die Datenbank der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg (UEK) diente den Mitarbeitern der Kommission als internes Arbeitsinstrument. Die UEK-Datenbank (UEKDB) wurde auf der Basis des damaligen Datenbestands von Dodis aufgebaut (Juni 1998) und blieb bis zum Ende der Kommissionsarbeit (März 2002) in Betrieb.
Die UEKDB enthielt wie die Datenbank Dodis folgende Tabellen: Personen, Organisationen, Funktionen, geographischen Bezeichnungen. Auch die Darstellung von Funktionsperioden (wann eine Person in einer Organisation eine Funktion ausgeübt hatte) war möglich. Der Gegensatz zu Dodis war folgender: Die Haupttabelle heisst bei Dodis Dokumente und hat als Einheit ein Dokument (aus dem Schweizerischen Bundesarchiv) oder eine bibliographische Angabe. In der UEKDB hingegen hiess die Tabelle Information, und ein Datensatz enthielt jeweils die Beschreibung einer Archiveinheit, also mehrere Dokumente – z.B. ein Dossier, eine Schachtel, ein Teilbestand. Es wurden also in einem UEKDB-Datensatz immer Archiveinheiten verschiedener Grösse beschrieben, zusammengefasst und/oder teilweise zitiert. Gemäss ihrem Zweck als internem Arbeitsinstrument sollten wichtige Informationen über möglichst viele Archivbestände eingegeben werden, damit sie rasch und unkompliziert allen Mitarbeitern zugänglich waren. Damit wurde auch eine Vernetzung zwischen den einzelnen Autorenteams ermöglicht, die an verschiedenen Archivbeständen arbeiteten, aber oft auch Material fanden, welche für andere Teams von Interesse waren. Im Gegensatz zu Dodis wurden in der UEKDB keine Kopien (Scans) der Originaldokumente abgelegt – es wurde lediglich darauf hingewiesen, wenn Kopien angefertigt worden waren (die in den UEK-Büros in Bern oder Zürich den Mitarbeitern zugänglich waren).
Die Mitarbeiter der UEK haben verschieden intensiv Daten in die UEKDB integriert. Am meisten Material finden sich zu den Studien Aussenwirtschaftspolitik (Band 10), Clearing (Band 3), Finanzplatz Schweiz (Band 13) und zum Beitrag zu Frankreich (Band 25) (siehe Studienlisten). Andere Autoren nutzten die Möglichkeiten der UEKDB wenig bis gar nicht. Ihre Forschungsnotizen sind normalerweise in Worddokumenten zusammengefasst worden; die Autoren der Versicherungsstudie (Band 12) nutzen eine eigene lokale Filemaker-Datenbank. Diese Filemaker-Datenbank wie die Worddokumente (digital und als Papierausdruck) sind im Bundesarchiv im Bestand der UEK archiviert (E 9500.239-A/2003/54). Dies gilt auch für die Originaldaten der UEKDB: diese (d.h. die einzelnen Tabelleninhalte, nicht aber die Datenbank-Software) sind im Bundesarchiv digital archiviert. Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an das Schweizerische Bundesarchiv.
2) Die Archivierung des UEK-Bestandes im Bundesarchiv
Die Materialien der UEK (Papier wie elektronisch) wurden dem Bundesarchiv übergeben (gemäss Bundesratbeschluss vom 7.12.2001). Am 18. Mai 2004 hat der Bundesrat beschlossen: sofort frei zugänglich sind Teile von Unterlagen der UEK, u.a. "Untersuchungsmaterialien, die von der UEK gesammelt wurden und bei denen sie vorgängig keine nachweisbaren Geheimhaltungsverpflichtungen eingegangen ist" und "angefertigte Kopien, die von den Unternehmen nicht zurückgefordert worden sind". Die übrigen Unterlagen unterliegen den Schutzfristen gemäss Bundesgesetz über die Archivierung vom 26. Juni 1998. Über Einsichtsgesuche entscheidet der Historische Dienst des EDA.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv hat der Historische Dienst des EDA folgende Richtlinien in bezug auf die Einsichtnahme der UEK-Datenbank aufgestellt: Sofortiger Zugang zu den rein wissenschaftlichen Materialien unter gleichzeitigem Schutz der sensiblen Informationen. Diese umfassen Materialien, deren Veröffentlichung ein überwiegend schutzwürdiges privates Interesse verletzen oder Verpflichtungen der UEK gegenüber Dritten brechen würde (Materialien aus Privat- und Unternehmensarchiven, vertrauliche Informationen von Zeitzeugen). Die Auswahl der Informationen erfolgte gemeinsam durch den Historischen Dienst und des Projektteams zur Migration der UEKDB in Dodis.
3) Projekt Migration UEKDB –> Dodis
Die Kommission für die Veröffentlichung der Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) hat 2007 beschlossen, die nicht-sensiblen Daten der UEKDB in die Datenbank Dodis zu integrieren. Weil die UEK auf den Dodis-Daten von 1998 beruhte und weil danach der Datenstamm von Dodis wie der UEKDB gewachsen ist, ergaben sich für die Tabellen Personen, Organisationen, Funktionen, geographischen Bezeichnungen und Funktionsperioden vier Möglichkeiten:
- Datensatz (DS) Dodis und DS UEKDB wurden beide nicht verändert –> DS UEKDB wird bei der Migration nicht übernommen.
- DS Dodis und/oder DS UEKDB wurden verändert –> die zusätzlichen Angaben aus UEKDB werden in Dodis integriert.
- DS UEKDB ist neu (existiert nicht in Dodis) –> der DS wird in Dodis übernommen
- DS UEKDB ist neu, es existiert ein DS mit demselben Namen (z.B. derselben Person) –> die zusätzlichen Angaben aus der UEKDB werden in Dodis integriert.
Was wurde aus der UEKDB in Dodis übernommen?
- Tabellen Funktionen und geographische Bezeichnungen: Die Informationen wurden (sofern sie gemäss obiger Aufstellung neu waren) in Dodis übernommen. Eine Kennzeichnung ihrer Herkunft aus der UEKDB erfolgte nicht.
- Tabellen Personen und Organisationen: Die Informationen wurden (sofern sie gemäss obiger Aufstellung neu waren) in Dodis übernommen. Zusätzliche Informationen aus der UEKDB wurden unter dem Titel «Info UEK» im Feld Bemerkungen ergänzt. Neue Personen/Organisationen aus der UEKDB, aber ohne zusätzliche Informationen, sind nicht speziell gekennzeichnet. Man erkennt sie daran, dass sie im Normalfall mit einer UEK-Information (Dokument mit Dokumententyp Info UEK) verknüpft sind.
- Tabelle Funktionsperiode: Die Informationen wurden (sofern sie gemäss obiger Aufstellung neu waren) in Dodis übernommen. Zusätzliche Informationen aus der UEKDB wurden unter dem Titel «Info UEK» im Feld Bemerkungen ergänzt. Neue Funktionsperioden, die keine zusätzlichen Bemerkungen enthalten, sind ebenfalls auf diese Weise gekennzeichnet.
- Die für die Migration ausgewählten Informationen (zu Archiveinheiten) wurden nach einer teilweisen redaktionellen Bearbeitung vollständig in Dodis übernommen, und zwar in die Tabelle als Dokumente (zur Auswahl und Bearbeitung siehe unten). Diese Informationen erhielten den Dokumententyp Info UEK (und haben eine Dodis-Nummer zwischen 20000 und 29999).
Ca. hundert Informationen der UEK betrafen einzelne Dokumente (keine Archiveinheiten). Sie wurden ebenfalls als UEK-Info übernommen.
- Die entsprechenden Verknüpfungen zwischen den einzelnen Tabellen (Indexierung) wurden ebenfalls übernommen.
- Tabelle Bestandessignatur: Dodis enthielt bisher nur Dokumente aus dem Schweizerischen Bundesarchiv (BAR). Die UEKDB erfasste neben Archivalien aus dem BAR auch solche aus anderen öffentlichen und privaten Archiven. Bestandessignaturen aus dem BAR werden in Dodis weiterhin ohne Archivkürzel, solche aus anderen Archiven mit einem Archivkürzel und anschliessendem Doppelpunkt angegeben, z.B. PA/AA: für Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes (Deutschland) oder A-Bordier: für Archiv der Firma Bordier. In der Regel werden die üblichen Archivkürzel verwendet (siehe Archivliste). Für die korrekte Zitierweise wenden Sie sich bitte an das entsprechende Archiv.
Die Struktur der Signaturen variiert von Archiv zu Archiv. Von den in Dodis möglichen Feldern Bestandessignatur, Schachtel und Dossier wurden nur die ersten zwei für die Signaturen aus der UEKDB verwendet. Die Frage, was Signatur und was Schachtel ist, war v.a. bei noch nicht erschlossenen Privat- oder Unternehmensarchiven oft nicht leicht zu entscheiden. Manchmal wurde auch eine Sammelnotiz zum entsprechenden Archiv oder einem Teilbestand verfasst («Allgemeine Notiz UEK»).
Die Information selbst umfasst nicht immer eine Zusammenfassung des gesamten Signatur, sondern nur eines Dossiers innerhalb der Signatur (dies ist dann im Titel oder in der Zusammenfassung angegeben).
- Tabelle Thematisches Verzeichnis: Das thematische Verzeichnis der UEKDB wurde in gestraffter Form übernommen: Themen ohne oder mit wenigen Einträgen wurden gelöscht bzw. übergeordneten Themen zugeordnet. Jedem Thema der UEKDB wurde ein Thema von Dodis zugeteilt, so dass man bei einer Suche nach einem Dodis-Thema auch UEK-Informationen findet (dies gilt nicht für das UEK-Thema «Statistisches / Quantitatives» – hier gibt es keine Entsprechung in Dodis). Die UEK-Themen (wie sie in Dodis abgelegt sind) sehen Sie hier, die Konkordanz zu den Dodis-Themen hier.
Bei fehlendem Thema wurden durch die DDS (mindestens) ein Thema vergeben – Ausnahme: Bestände, die von der UEK systematisch durchgeschaut wurden, aber für die Forschungen der UEK nicht relevant waren, konnten nachträglich keinem Thema zugeordnet werden (wenn sie keine weiteren Informationen enthielten). Immerhin mag dem Benutzer die Information, dass dieses Dossier nicht relevant ist für die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, bereits eine Information sein.
Da in der UEK nicht zwischen Haupt- und Nebenthema unterschieden wurde, sind alle UEK-Themen (und ihre Entsprechungen in Dodis) nur als Nebenthema verknüpft, nicht als Hauptthema.
Was wurde aus der UEKDB grundsätzlich nicht in Dodis übernommen?
- Tabelle Bibliographie und Zeitungsausschnitte (weil sie zuwenig systematisch erfasst worden sind)
- Informationen zu Personen, welche sich als Zeitzeugen an die UEK gewandt haben (aus Datenschutzgründen).
- Angaben dazu, welche Mitarbeiter welche Informationen wann eingegeben und/oder verändert haben.
Redaktionelle Bearbeitung der Informationen aus der UEKDB:
- Bei Informationen aus Privatarchiven (meist Banken) wurden Informationen mit Kundennamen aus Datenschutzgründen gelöscht (sofern die entsprechenden Vorgänge nicht bereits in den UEK-Studien behandelt worden oder die Informationen nicht in öffentlichen Archiven zugänglich sind). Gelöscht wurden entweder ganze Datensätze oder nur einzelne Textpassagen innerhalb der Informationen.
- Alle Informationen über interne Arbeitsabläufe innerhalb der UEK wurden ebenfalls gelöscht (welchen Mitarbeiter diese Information interessieren könnte, Hinweise wie «noch zu lesen», «noch zu bearbeiten», Standort der Kopien innerhalb der UEK etc.). Entsprechende Textstellen wurden automatisiert per Suchbefehl eruiert – wahrscheinlich wird ein kleiner Rest solcher Hinweise stehengeblieben sein. Die Hinweise auf angefertigte Kopien wurde hingegen belassen.
- Nicht relevante persönliche Bemerkungen und Einschätzungen zu Archivbeständen durch die UEK-Mitarbeiter wurden gelöscht (diese wurden meist bei der Eingabe formuliert und stellen nicht den letzten Stand der Überlegungen dar). Auch hier gilt: Da nicht alle Datensätze integral gelesen werden konnten, beschränkt sich die Suche nach solchen Stellen auf die automatisierte Suche – es können evtl. einige solcher Bemerkungen übersehen worden sein.
Die in Dodis integrierten Informationen der UEKDB stellen insgesamt keine vollständige Kopie der UEKDB dar – es sind nur Ergänzungen zu Dodis übernommen worden. Noch weniger lässt sich aus diesen UEKDB-Daten der Wissensstand der UEK ablesen (viele Informationen wurden – wie oben dargelegt – gar nicht eingegeben). Einen Überblick über die Forschung der Dodis erhält man, wenn man neben diesen UEKDB-Informationen folgende Hinweise zu Rate zieht:
- Die Register aller UEK-Studien wurden in Dodis integriert (Suche nach «UEK» als Verfasser), z.B. dodis.ch/13897. Wo nicht vorhanden, haben die DDS das Register selbst erstellt.
- Wo vorhanden, wurden die Dokumente der Quellenanhänge der Studien in Dodis integriert (Beispiel wie oben).
Die Bearbeitungsdichte der einzelnen UEKDB-Informationen ist sehr unterschiedlich: Von langen Zusammenfassungen mit Zitaten aus einzelnen Dokumenten über Hinweise auf einzelne wenige Dokumente bis zu Informationen, die gar keine Hinweise enthalten – ausser dass man als Nutzer das Archiv, den Dossiertitel und ein dazugehöriges Thema erfährt (für das die entsprechende Archiveinheit nützlich sei). Auch die Indexierungsqualität ist verschieden: Teilweise wurden alle Personen, Organisationen und geographischen Bezeichnungen verknüpft, manchmal nur die relevanten, manchmal gar keine. Da im Gegensatz zu den Dodis-Dokumenten die Informationen oft sehr ausführlich sind, empfiehlt sich hier eine Volltextsuche (in den Feldern Zusammenfassung bei den Informationen bzw. Bemerkungen bei Personen/Organisationen).
Auch die Funktionsperioden wurden nur sehr unsystematisch erstellt.
Zur Qualität der eingegebenen Daten: Die UEKDB war ein internes Arbeitsinstrument zum Verwalten und Auffinden verschiedener Informationen: sie war nicht zur Publikation vorgesehen. Deshalb wurden die Daten weder damals von der UEK noch bei der Migration von den DDS systematisch kontrolliert oder redigiert. Die Kommission der DDS hat dem Projekt der Migration UEKDB-Dodis zugestimmt, weil sie denken, dass dem interessierten Forscher dadurch ein Überblick über verschiedene Archivbestände (insbesondere zu den Themen Aussenwirtschaftspolitik und Finanzplatz) gegeben wird, weil der Benutzer evtl. Kopien aus ausländischen Archiven in den UEK-Beständen des BAR finden kann und weil ihm damit neue Hinweise für seine Forschungen gezeigt werden können. Die Benutzung der UEK-Informationen soll die Recherche in den entsprechenden Archiven nicht ersetzen, sondern vorbereiten.
Die Diplomatischen Dokumente der Schweiz übernehmen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben, die aus der UEK-Datenbank übernommen worden sind.
Zitierweise (siehe auch hier):
Wird eine Information aus Dodis zitiert, soll neben der Archivsignatur auch die URL von Dodis (http://www.dodis.ch) sowie die Dodis-Nummer angegeben werden (bzw. der Name der entsprechenden Person oder Information) inkl. Datum des Aufrufs.
Die DDS empfehlen, beim entsprechenden Archiv die Informationen zu verifizieren sowie die korrekte Zitierweise abzuklären.
Sonstige Bemerkungen:
- Hinweise wie «nicht relevant», «nicht wichtig» etc. bedeutet: die entsprechende Archiveinheit ist nicht relevant für das UEK-Mandat.
- Indexierung von Informationen mit Personen, Organisationen und geographischen Bezeichnungen: Bei der UEKDB wurde nicht unterschieden zwischen «verfasst», «unterschrieben», «empfangen», «erwähnt». Alle Angaben wurden als «erwähnt» verknüpft (was auch sinnvoll ist, da es sich um Aktendossiers handelt, bei denen eine Person Verfasser eines einen und Empfänger eines anderen Briefes sein kann).
- Zum Datum (der Information): Die UEK-Informationen hatten ein Feld Bezug: Hier sollte angegeben werden, über welchen Zeitraum die entsprechende Archiveinheit Auskunft gab – was nicht identisch ist mit dem ersten und letzten Dokument. Dennoch wurde oft das erste und letzte Dokument für diese Eckdaten herangezogen. Dieser Bezug wurde ins Feld Datum in Dodis übernommen. Für die Abfrage und die Sortierung ist allerdings nur das Anfangsdatum relevant – die Information mit Datum «1940–1945» wird also nur gefunden, wenn man nach Datum 1940 sucht. Dieser Bezug wird nur angezeigt, damit in einer Liste die UEK-Informationen ungefähr in der richtigen Chronologie dargestellt werden. Grundsätzlich ergibt aber eine Suche nach Datum/Zeitraum unvollständige Resultate – die Suche nach 1941 finden obiges Beispiel nicht «1940–1945» nicht.
Ca. 700 Informationen haben keinen Bezug bzw. kein Datum – sie werden immer am Ende einer Resultatliste angezeigt. Es lohnt sich deshalb, jeweils ans Ende einer Liste zu blättern (um dort dann doch noch Angaben zu den 1940er Jahren zu finden).
Die Abfragemöglichkeit Datum/Zeitraum unter Dokument bezieht sich auf den Zeitraum, den man abfragen will (siehe ausführliche Erläuterungen zur einfachen Suche, Punkt 2). Die Suche nach 1940–1942 findet alle Dokumente mit Datum zwischen 1940 und 1942 und alle UEKDB-Informationen mit einem Anfangsdatum zwischen 1940 bis 1942, aber nicht Informationen mit dem Datum 1938–1945.
- Die Daten der einzelnen Dokumente im Feld Zusammenfassung wurden durch die UEK-Mitarbeiter in der Regel in der Form 5.7.1941 oder 10.12.1938 eingegeben und sollten damit in der Volltextsuche gefunden werden.
- Es wurde bei der Migration versucht, die Angaben zur Bestandessignatur zu normieren (jeweils innerhalb eines Archivs). Die Titel der damit verknüpften Informationen wurden hingegen belassen. Es kann deshalb vorkommen, dass die Archivbezeichnung der Bestandessignatur anders lautet als im Titel der Information (wenn während der Zeit der UEK das Archiv den Namen oder die Signaturen änderte). Grundsätzlich enthält die Tabelle Bestandessignatur die korrekte Bezeichnung – so wurde sie in den UEK-Studien verwendet.
- Der Hinweis Kopie, kopiert, photocopies etc. weist darauf hin, dass die UEK eine Photokopie erstellt hat. Folgende Möglichkeiten ergeben sich:
- Die Kopie verblieb beim Abschluss der UEK in der UEK und wurde im BAR archiviert. Weil die UEK keine zentrale Ablage hatte, sondern jeder Forscher oder jedes Autorenteam eine eigene Ablage führte, ist aus diesen Angaben nicht klar ersichtlich, wo man die Kopie findet. Dies ist nur möglich, indem man in den Detailfindmitteln die entsprechenden Handakten durchgeht.
- Diverse Kopien mussten nach Abschluss der UEK wieder an die Unternehmensarchive zurückgegeben werden (siehe die Pressemitteilungen der UEK zur Archivierung ihrer Unterlagen). Auch das Archiv für Zeitgeschichte forderte Unterlagen zurück (Vorort-Akten). Das BAR gibt Ihnen darüber Auskunft, ob sich die Kopien noch im archivierten UEK-Bestand befinden.
- Umgekehrt hat die UEK Kopien erstellt, die nicht in der UEKDB verzeichnet wurden (weil die Bestände gar nicht in der Datenbank erfasst wurden).
- Der Hinweis «cf. Inglin, Der stille Krieg (Schwarze Liste)» (bei Personen oder Organisationen) bedeutet, dass die betr. Person bzw. Organisation auf der Schwarzen Liste der Alliierten stand (Oswald Inglin: Der stille Krieg. Der Wirtschaftskrieg zwischen Grossbritannien und der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Zürich 1991, dodis.ch/14583).
- Aufgrund der oft verschiedensprachigen Archiveinheiten wurde die Sprache des Datensatzes nicht spezifiziert.
- Die UEKDB wurde von der Firma Netcetera AG in Zürich erstellt. Verantwortlich auf Seiten der UEKDB war Martin Meier in Zusammenarbeit mit Marc Perrenoud. M. Meier (als Projektleiter bei den DDS) und M. Perrenoud als Mitarbeiter der DDS und des Historischen Dienstes des EDA waren verantwortlich für die Migration der UEKDB in Dodis (in Zusammenarbeit mit der Firma AMA).
Statistik
Dokumente/UEK-Informationen
Dodis vor Migration: 8974
UEKDB total: 2844*
in Dodis übernommen (Zuwachs): 2749 (+30.6%)
Dodis nach Migration: 11723
Personen
Dodis vor Migration: 24361
UEKDB total: 8433
in Dodis übernommen (Zuwachs): 1822 (+7.5%)
in Dodis modifiziert, auch im Bemerkungsfeld (Anteil an Dodis): 1279 (5.3%)
Dodis nach Migration: 26183
Organisationen
Dodis vor Migration: 9862
UEKDB total: 4695
in Dodis übernommen (Zuwachs): 1452 (+14.7%)
in Dodis modifiziert, auch im Bemerkungsfeld (Anteil an Dodis): 726 (7.4%)
Dodis nach Migration: 11314
Geographische Bezeichnungen
Dodis vor Migration: 2823
UEKDB total: 1056
in Dodis übernommen (Zuwachs): 99 (+5.3%)
in Dodis modifiziert (Anteil an Dodis): 0
Dodis nach Migration: 2922
* nur Informationen zu Archiveinheiten und neue Dokumente (keine bibliographische Angaben)
Da die Register und die Anhänge der UEK-Publikation schon vorgängig in Dodis integriert worden sind, stehen diese Namen und Organisationen in dieser Statistik unter Dodis, da sie im Verlauf der Migration nicht mehr migriert werden mussten. Der Anteil der UEKDB an Dodis ist also grundsätzlich höher zu veranschlagen.
Abkürzungen
BAR = Schweizerisches Bundesarchiv
Cf. = Confer = vergleiche/siehe
MC = Multilaterales Clearing
MF = Mikrofilm
Mfche = Mikrofiche
UEK = Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg
UEKDB = Datenbank der UEK
Für die Kurzbezeichnungen der Archive siehe die Archivliste.