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Tugendethik
Was braucht ein Mensch, damit er ethisch korrekt ist?
Kritik an der Prinzipienethik. Den auf Prinzipien ausgerichtete Ethik verfehle den Menschen, da sie nicht deutlich machen könne, wie die Prinzipien verwirklicht werden. Sagt nichts darüber aus, ob wir auch so handeln wollen. Geben keine Antwort auf die Frage: wieso ich das als gut erkannte. Wieso ich das grösste Glück für viele Menschen wollen soll?
Setzt bei Haltung / Charakter einer Person an. Es kommen aber auch moralische Gefühle (Mitleid) zum tragen. Sie fragt also nach den persönlichen Charakterzügen & der ethischen Haltung einer Person. Welche Motive bringt ein Mensch dazu, ethisch richtig zu handeln?
Bestimmte Tugenden werden definiert, die es zu verinnerlichen gilt
z.B. Mut, Tapferkeit, Klugheit, Gerechtigkeit, Mitleid, Wahrhaftigkeit
Setzt aber auch bei den Fähigkeiten an. z.B. Empathie.
Im Zentrum: Motivation hinter einer Handlung, die gt sein muss. -> Dann ist legitim.
Geschichte Tugendethik
Geht zurück auf Aristoteles: Wir betreiben Ethik nicht, um zu wissen, was ethisch richtig ist.
Sonder: Wir betreiben Ethik um ethisch richtig handeln oder um tugendhaft zu leben (A)
Entstand in der Antike, noch vor Jesus
Formulierung des Nutzenkalküls des Utilitarismus nach Jeremy Bentham:
Jene Handlung muss als ethsich am wertvollsten beurteilt werden, die das grösstmögliche Glück für die grösstmögliche Anzahl Menschen erzielt.
Die Bemessung der Glückwerte einer Handlungsfolge nach Bentham:
Intensität des aus der Handlungsfolge zu erwartenden Lustgewinnes
Dauer und Grad der Wahrscheinlichkeit, mit der der Lustgewinn zu erwarten ist
Zeitlicher und räumlicher nähe des Eintreffends der Folge
Frage, ob mit den Handlungsfolgen wietere sekundäre positive oder negative Folgen verbunden sind.
Dadurch können Handlungsalternativen gegeneinander abgewägt werden.
Kritik Pflichtenethik
Auf der prinzipiellen Ebene: Bei einem Dilemma oder einer Pflichtenkollision kennt diese Ethik kein Verfahren, wie man zwischen den verschiedenen Pflichten, die es zu erfüllen gilt, abzuwägen. Medikament für schwerkranke Frau. Pflicht wäre hier Frau zu retten und nicht zu stehlen. Welcher Pflicht vorrang gelassen werden soll, ist nicht lösbar.
Rigorismus der Pflichterfüllung ist teilweis kontraintuitiv, es entspricht also gegen die moralische Intuition.
Beispiel: Immanuel Kant mit Lügeverbot.
Kant: Prinzip der Wahrhaftigkeit & Verbot zu Lügen. (auch wenn ich Leben retten könnte).
Lügen soll nicht zu einem allgemeinen Gesetz, aber der Rigorismus der Pflicht immer die Wahrheit zu sagen, ist kontraintuitiv, denn es widersprich unserer Intuition, dass wir auch dann nicht lügen, wenn wir ein höheres Gut schützen.
Folgenethik könnte beide Probleme lösen
Kritik Folgenethik
Schwer nachvollziehbar wie bei jeder Handlung die Folgen abgeschätzt weden können & Nutzen ausgerechnet werden kann.
Wer müsste nun ins Nutzenkalkül einbezogen & für wen müsste all diese Rechnung gemacht werden?
Die Folter könnte man damit legitimieren.
Was könnte die Lösung der Probleme der Pflichten- und Folgenethik sein?
Regelutilitarismus
Weist darauf hin, dass nicht jede Handlung direkt nach ihren Folgen (z.B. Lust/Unlust) zu beurteilen ist. Es gibt gewisse Regeln, die es zu befolgen gilt, selbst wenn damit nicht unmittelbar der grösste Nutzen sich einstellt. Die Befolgung der Regeln führt langfristig zu einem guten Resultat.
Hier ist die Beurteilung der einzelnen Handlung, also von ihrer Übereinstimmung mit Handlungsregeln abhängig. z.B. mit Regeln: Es ist falsch, sein Versprechen zu brechen. Einhaltung dieser Regel sichert langfristig die besten Folgen
Was hat Tugendethik mit Kongruenz zu tun?
Handlung, die kongruent ist. Ein Leben, in dem das Selbstverständnis der eigenen Person und Rolle mit den Handlungen mehr oder weniger übereinstimmt. Haltung ist also die Grundlage der richtigen Hanldung. Verweist auf den Zusammenhang zwischen Haltung und Handlung.