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Das kantonale Führungsorgan (KFO) stellt die Führung in der Katastrophenorganisation des Kantons Freiburg (ORCAF) sicher. Es koordiniert in ausserordentlichen Situationen den Einsatz aller Partnerinnen und Partner des Bevölkerungsschutzes (Kantonspolizei, Feuerwehr, Gesundheitsdienste, Zivilschutz, technische Dienste, Kommunikation). Die Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitsbereich werden vom sanitätsdienstlichen Führungsorgan (SFO) koordiniert, welches vom KAA verwaltet wird.
Das Erscheinen eines neuen Grippevirus kann eine Pandemie (Volksseuche) auslösen. Deren Schweregrad hängt von den Merkmalen des neuen Virus ab, insbesondere von seiner Virulenz, und kann potenziell mehr Todesopfer fordern und Krankheitsfälle verursachen als jede andere Infektionskrankheit. Wenn keine volksgesundheitlichen Massnahmen ergriffen werden, würde heute eine pandemische Grippe mit der gleichen Heftigkeit wie die spanische Grippe von 1918 in der Schweiz etwa zwei Millionen Krankheitsfälle verursachen und rund 10'000 Todesopfer fordern. Die saisonale Grippe verursacht in unserem Land jedes Jahr zwischen 400 und 1000 Todesfälle und hat etwa 5000 Spitaleinweisungen zur Folge; die Grippeinfektion ist also bei weitem nicht harmlos. Handelt es sich um ein neues Virus, gegen welches die Bevölkerung nicht immun ist, könnten sich die Folgen vervielfachen.
Damit eine Pandemie ausgelöst werden kann, muss das Virus sehr leicht von einem Menschen auf den anderen übertragen werden können. Das Virus muss also eine Mutation durchlaufen (d.h. neue Eigenschaften entwickeln) bzw. die Kombination mit einem anderen Virus eingehen.
Die zuständigen Ämter des Kantons haben einen Pandemie-Einsatzplan erarbeitet, welcher vom Staatsrat angenommen wurde.