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Sachverhalt
Im Februar 1998 stellten Exponenten des Freiburger Journalistenverbandes die Rolle zur Diskussion, die vier Journalisten in der sog. Affäre Cardinal gespielt hätten. Betroffen war u.a. der Chefredaktor von «La Liberté», der als Experte einer Arbeitsgruppe angehörte, welche die Freiburger Behörden in dieser Angelegenheit beriet. Weiter zielte die Anfrage auf den Freiburger Korrespondenten des «Nouveau Quotidien», der wie ein Redaktor der «Liberté» der Organisation «Point Cardinal» angehörte, einer Organisation, die zur Rettung der Brauerei Cardinal in Freiburg gegründet und vom Chefredaktor der Zeitung «L'Objectif fribourgeois» initiiert worden war.
Feststellungen
Unabhängiger Journalismus ist grundsätzlich nicht mit der Ausübung einer öffentlichen Funktion oder privaten Tätigkeiten vereinbar, die sich mit der beruflichen Tätigkeit überschneiden. Wenn Medienschaffende ausnahmsweise trotzdem solche Funktionen wahrnehmen, sind berufliche und politische Funktionen zu trennen und zudem gegenüber dem Publikum transparent zu machen.