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Quelle: TVO
Dem ehemaligen Amtsleiter des Veterinäramtes des Kantons Thurgau und weiteren Mitarbeitenden werden mehrere Verfehlungen vorgeworfen. Der frühere Kantonstierarzt soll ein im August 2013 angeordnetes Teiltierhalteverbot nicht durchgesetzt haben, obwohl bereits 2014 bei einer Kontrolle klar war, dass der Tierhalter die Vorgaben nicht eingehalten hatte.
Zwischen Oktober 2014 bis August 2017 habe der frühere Amtsleiter zudem keine weiteren Massnahmen angeordnet, Kontrollen nur nach Vorankündigungen durchgeführt und auch auf zahlreiche Anzeigen nicht reagiert. Das Amt hatte Kenntnis von verletzten, verendeten und vernachlässigten Tieren.
Dem ehemaligen Kantonstierarzt wird vorgeworfen, den Halter begünstigt zu haben. Zudem wird er wegen Amtsmissbrauch und der mehrfachen Tierquälerei durch Unterlassung angeklagt. Ausserdem soll er nach der Hofräumung im August 2017 die Tiere unter Wert verkauft haben.
Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den ehemaligen Amtsleiter eine Verurteilung wegen versuchter Nötigung, mehrfachen Amtsmissbrauch, mehrfacher Begünstigung, mehrfacher Tierquälerei, Gläubigerschädigung, ungetreuer Geschäftsbesorgung und Sachentziehung.
Zudem werden drei weitere Mitarbeiter des Veterinäramtes wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs angeklagt.
(red.)