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Notfallmässige Selbstvorstellung eines 75-jährigen Patienten wegen seit 10 Tagen bestehenden Kopf- und Nackenschmerzen mit eingeschränkter HWS-Beweglichkeit und bewegungsabhängig einschiessenden cervicalen Schmerzen.
Klinisch afebriler Patient. CRP 98mg/dl, Lc 13.7G/l.
Nebendiagnosen: Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, rezidiv. Gelenkschmerzen bei Gichtartarthropathie und hochgradigem Vd.a. CPPD bei radiologischer Chondrokalzinose und Hypomagnesiämie.
Welche Diagnose stellen Sie?
Auflösung
Bei dem Patienten wurde initial die Verdachtsdiagnose einer Kristallarthropathie vom Typ Calciumpyrophosphatarthropathie gestellt.
Anfangs bestand ein gutes Ansprechen der Klinik auf eine Behandlung mit p.o. Steroiden, allerdings zeigten sich im Verlauf fluktuierende CRP-Werte und eine erneute Allgemeinzustandverschlechterung. Im PET-CT wurde ein Entzündungsprozess C1-C4 mit epiduraler Beteiligung, DD Thrombophlebitis von epiduralen Venen, DD epiduraler Abszess, DD CPPD Arthritis nachgewiesen und eine Verlaufs-MR vorgeschlagen. Hier zeigte sich ein Epiduralabszess auf der Rückfläche von C2-C4 von max. 6mm Dicke und 8cm kraniocaudaler Ausdehnung. Mittels Hypopharyngoskopie wurde der Abszess punktiert und es konnten Keime der Streptococcus mitis-Gruppe, Rothia mucilaginosa, Staphylococcus aureus und Prevotella melaninogenica nachgewiesen werden.