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Auf welche wissenschaftliche Quellen stützen sich die Kläger:innen für die Zurechnung des Beitrags von Holcim zum Klimawandel?
Dem Fall liegen vielseitige wissenschaftliche Belege und Studien zugrunde, die sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels und der Zurechenbarkeit einzelner Beiträge von Teilverursachern zur Erderwärmung befassen. Dazu gehören u.a. die Berichte des Weltklimarates (z.B. der 6. Sachstandbericht) oder eine Studie des Climate Accountability Instituts, welche sich mit der historischen Verantwortung von Holcim für die Erderwärmung befasst. Laut dieser Studie gehört Holcim zu den 50 Unternehmen, die global gesehen am meisten zum Klimawandel beigetragen haben.
Weshalb hat nicht die ganze Insel Pari Holcim verklagt?
In der Schweiz gibt es keine sogenannten Massenklagen. Jede Person, die in ihren Rechten verletzt ist, muss ein eigenes Zivilverfahren anstreben. Da die vier Personen aber durch dieselben Geschehnisse und durch denselben Schädiger (Holcim) verletzt wurden, haben sie ihre jeweiligen Forderungen gemeinsam eingereicht.
Was sind die nächsten Schritte?
Das Friedensrichteramt Zug, wo Holcim seinen Sitz hat, hat die Parteien im Oktober zu einer Schlichtungsverhandlung einladen. Sollten die Parteien bei diesem Treffen keine Einigung erzielen, steht es den Kläger:innen offen, innert drei Monaten eine Klage beim erstinstanzlichen Zivilgericht in Zug einzureichen.