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Der italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi will wohl bei der Parlamentswahl Ende September für den Senat kandidieren. Er sei dazu «von so vielen gedrängt worden», erklärte der 85 Jahre alte Chef der konservativen Partei Forza Italia am Mittwoch im italienischen Radio. Deshalb glaube er, dass er kandidieren wolle. Der Senat ist die kleinere der beiden Parlamentskammern.
Berlusconi war viele Jahre Abgeordneter im italienischen Parlament, Anfang 2013 wurde er dann in den Senat gewählt. Nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs wurde er im November desselben Jahres jedoch aus der Kammer ausgeschlossen. In der Folge durfte er sechs Jahre lang nicht wieder kandidieren. (sda/dpa)
Perus Präsident Pedro Castillo hat hoch gepokert, aber sein Blatt überreizt: Mit der Auflösung des Kongresses wollte der linke Politiker einem Misstrauensvotum im Parlament zuvorkommen - doch letztlich hat er sich verkalkuliert. Sowohl sein eigenes Kabinett als auch die Opposition witterten einen Staatsstreich und liessen den früheren Dorfschullehrer auflaufen. Am Ende des Tages war die bisherige Vizepräsidentin Dina Boluarte neue Staatschefin, Castillo sollte die Nacht in Haft verbringen - Vorwurf: Rebellion. Die Justiz prüfte nach einer Anhörung am Donnerstag, ob er für zunächst sieben Tage in Untersuchungshaft kommt.