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AUFFÜHRUNGEN
Pfingsten – Kirchenchor singt die Missa in G-Dur, zu Ehren des hl. Karl Borromäus, op. 80, von Max Filke
Diese österliche Messe für Chor und Orgel ist im Seelsorgeraum Schwyz kein unbekanntes Werk, hat doch der Kirchenchor Seewen diese Missa sehr oft mit grosser Freude aufgeführt, an Ostern ist es dann auch in Ibach erklungen. So darf der Chor in Schwyz auch auswärtige Sänger zur Verstärkung begrüssen.
Max Filke ist 1855 in Schlesien in eine Lehrersfamilie geboren worden. Die Lehrer, Organisten und Kantoren jener Zeit waren tüchtig in ihrem Fach, und so erbte auch der Sohn Max sein Musiktalent vom Vater, der ihn in Violine, Orgel und Klavier unterrichtete. Nach dem frühen Tod seiner Eltern im Jahr 1864 besuchte er das Matthias-Gymnasium in Breslau, wo er sich als Domchorsänger erste Kenntnisse in Kirchenmusik erwerben konnte.
Das Gedankengut der Aufklärung führte zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch in der Kirche zu historischen Reformbewegungen, die dann ebenso nachhaltigen Einfluss auf die Kirchenmusik der Zeit genommen haben. Weitreichende Umsetzungen eines idealen Musikstils, der sich deutlich von der weltlichen «opernhaften» Musik dieser Zeit abzugrenzen hatte, führten 1868 zur Gründung des Allgemeinen Cäcilienverbandes deutschsprachiger Länder, und 1874 zur Eröffnung der kirchlichen Musikschule in Regensburg. Schon Franz Liszt, der 1868 Regensburg besuchte, sagte: «Möge Regensburg die kirchenmusikalische Hauptstadt der katholischen Welt bleiben.» Mit 22 Jahren begann Max Filke an dieser Schule seine Studien. Später als Lehrer am Kirchenmusikinstitut in Breslau konnte er die an der Regensburger Schule vermittelte Tradition und in seiner Musik hervortretende neue Richtung, die sog. Breslauer Schule, weiterreichen. Kurz vor seinem Tod 1911 – nach jahrelanger schwacher Gesundheit – wurde Filke noch die Ernennung zum Professor zuteil. In seinen zahlreichen Kompositionen für kirchliche Zwecke (Messen, Requiem, Litaneien u.a.), unter denen sich auch viele einfache, für kleinere Chorverhältnisse befinden, verbindet der Komponist ein produktives Talent mit tüchtiger Technik, so dass diese Werke bis heute Bestandteil der kirchenmusikalischen Praxis bilden Die Kirchenmusikgesellschaft Schwyz, gegründet übrigens im Jahr 1890, nimmt diese Messe sehr gerne in ihr Repertoire auf.