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1911 bis 1936
1911 Die Darlehenskasse (System Raiffeisen) Neukirch-Egnach wird am 24. Dezember mit 39 Mitgliedern gegründet. Sie ist die fünfte thurgauische Kasse.
1912 Erster Jahresabschluss: 90 Mitglieder, CHF 172'890 Bilanzsumme
1914 Vor Ausbruch des 1. Weltkrieges belasten grössere Bezüge am Schalter die Zahlungsbereitschaft. Die Landwirtschaft erlebt während der Kriegsjahre gute Zeiten. Der Bank wird immer mehr Geld anvertraut.
1918 Nach Kriegsende beträgt die Bilanzsumme CHF 1,6 Millionen. In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg sinken die Preise für landwirtschaftliche Produkte, und es fehlt an Arbeit. Die Armenlasten steigen, der Geldbedarf wächst beängstigend.
1920 Jakob Scherrer übernimmt das Kassieramt und bleibt der Bank 48 Jahre lang treu. Er steigert die Bilanzsumme während seiner Zeit bis 1968 auf CHF 31,2 Millionen.
1922 Die Darlehenskasse mietet sich im neu erbauten Gemeindehaus ein. Ein Jahr später wird der erste Lehrling angestellt.
1925 Gründung einer Raiffeisenkasse in der Nachbarsgemeinde Romanshorn.
1929 Börsenzusammenbruch in New York. Hohe Arbeitslosigkeit im Land. Die Weltwirtschaftskrise trifft die Darlehenskasse weniger empfindlich als die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Insgesamt kommt die Kasse über alle Krisenjahre gut hinweg.
1932 Krise in der Landwirtschaft. Die Bank beteiligt sich am Gründungskapital der thurgauischen Bauernhilfskasse.
1936 Der Gründungspräsident Ernst Häberli verstirbt im Amt.
Was in diesen Jahren sonst noch geschah
1914 ist das Unglücksjahr für Europa und die Welt, denn der Erste Weltkrieg beginnt. Alle europäischen Grossmächte, ausser Italien, befinden sich im Kriegszustand.
Das Weltgeschehen des Jahres 1918 wird in erster Linie durch das Ende des Ersten Weltkrieges beeinflusst. Aber es setzt sich auch aus der Unabhänigkeitserklärung mehrerer Staaten zusammen.
Das Jahr 1925 bleibt vor Katastrophen nicht verschont. In China bebt die Erde mit der Stärke 7,1. Dabei kommen 5000 Menschen ums Leben. Eine Art Umweltkatastrophe zeigt sich in den USA, als ein Tornado über das Land fegt und 2000 Menschen tötet, 6500 verletzt.
Im September 1936 wird die Abwertung des Schweizer Frankens verfügt.