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Die Wasserhärte ist ein in der Praxis übliches Mass für die im Trink- und Brauchwasser gelösten Erdalkali-Ionen. Dies sind grösstenteils Calcium- und Magnesium-Ionen. Vereinfacht gesagt: Die Wasserhärte beschreibt den Kalkgehalt des Wassers. Das Wasser wird „hart“, weil sich auf dem Weg durch den Boden und Gesteinsuntergrund zur Quelle Kalk aus dem Gestein löst und im Wasser anreichert. Dadurch entstehen die Hohlräume im Kalkstein.
Gesundheitlich ist ein hoher Calcium- und Magnesiumgehalt des Wassers eher ein Vorteil. Bei sehr hohen Kalkgehalten leidet jedoch der Geschmack des Trinkwassers. Hohe Kalkgehalte sind ein technisches Problem. Die im Wasser gelösten Calcium-Ionen bilden in Rohren und Apparaten durch chemische Ausfällung fast unlöslichen Kalk (Calciumcarbonat).
In der Praxis wird der Calcium- und Magnesiumgehalt – also der Kalkgehalt – in Härtegraden angegeben. In der Schweiz gilt die Skala der französischen Härtegrade (fH). Die Gesamtwasserhärte des Lauwiler Quellwassers schwankt zwischen 21.5 und 24.0 fH. Auf der Skala von sehr weichem bis sehr hartem Wasser ist das Louler Wasser „mittelhart“ und liegt im kantonalen Vergleich im unteren Härtebereich. Die genannte Wasserhärte entspricht einem Gehalt an Calciumionen von 85-94 Milligramm pro Liter.
Gründe für diese im Jura verhältnismässig niedrige Wasserhärte sind die kurze Durchlaufzeit des Wassers der Bürtengrabenquellen (rasches Fliessen in den Hohlräumen des Kalks zum grossen Grundwasserkörper über dem Effingermergel, direkter Weg von Oberflächenwasser in den Bürtengraben). In vielen Tafeljuragemeinden ist das Wasser viel härter, was sich dort schon an der Kalkhaut erkennen lässt, die sich beim Wasserkochen als Film über dem Wasser bildet. Wir haben eigentlich eine günstige Situation: das Wasser ist mit Calcium und Magnesium mineralisiert ohne dass sein guter Geschmack beeinträchtigt wird und die Kalkausfällungen in Leitungen und Geräten sind nicht so extrem wie in vielen andern Gemeinden des Baselbiets.
Thomas Mosimann