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London will aber nur auf die finanziellen Forderungen der EU eingehen, falls die Zahlungen Teil der Gespräche über die künftigen Beziehungen beider Seiten und ein mögliches Handelsabkommen seien.
Die EU verlangt von Grossbritannien, eingegangene finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen - selbst über das Austrittsdatum Ende März 2019 hinaus. Bisher hat London noch nicht einmal grundsätzlich anerkannt, dass es zu solchen Zahlungen verpflichtet ist. In Regierungskreisen wurde aber bisher auch noch nie eine Summe genannt.
In Brüssel wird die Gesamtsumme allerdings auf bis zu 100 Milliarden Euro geschätzt. Der britische Aussenminister Boris Johnson hatte solche Zahlen im Juni als "absurd" bezeichnet und gedroht, Grossbritannien könne austreten, "ohne überhaupt etwas zu bezahlen".
Die EU will mit London hingegen erst über die künftigen Beziehungen und ein mögliches Handelsabkommen sprechen, wenn wesentliche Austrittsfragen weitgehend geklärt sind. Neben den Finanzforderungen an London sind dies der Status der EU-Bürger in Grossbritannien und die Nordirland-Frage.
Die Brexit-Verhandlungen sollen einen möglichst reibungslosen Austritt Grossbritanniens aus der EU im März 2019 ermöglichen. Am Ende soll ein Austrittsabkommen stehen. Die nächste Verhandlungsrunde ist ab dem 28. August angesetzt.
(AWP)