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Durchzogene Bilanz über Gesundheitskompetenz in der Schweiz
Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung hat Probleme, im Alltag Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen führten im Jahr 2015 gemeinsam mit der Stiftung Gesundheitsförderung eine Studie über die Gesundheitskompetenzen in der Schweiz durch. Die international vergleichbare Erhebung misst die Fähigkeit von Individuen, im Alltag Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Die Studie zieht eine durchzogene Bilanz: Die Gesundheitskompetenz der meisten Befragten ist ausreichend (36%) oder problematisch (45%). Demnach sind fehlende Kompetenzen im Bereich der Gesundheit in der Schweiz verbreitet. Das Problem ist aber nicht sonderlich tief, denn nur 9% der Befragten haben unzureichende Gesundheitskompetenzen. Vor allem Menschen, die finanziell schlechter gestellt sind, haben Schwierigkeiten, gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen.
Auch die Ernährung ist betroffen
Der Schweizer Bevölkerung fällt es insbesondere schwer, den Nutzen von Impfungen zu verstehen sowie die Vor- und Nachteile von medizinischen Behandlungen zu erkennen. Von den bescheidenen Gesundheitskompetenzen ist auch die Ernährung betroffen: 37% der Befragten fällt es schwer, die Informationen auf Lebensmittelverpackungen zu verstehen. Dieser Anteil ist somit höher als in den Ländern Griechenland, Polen, Spanien, Irland und den Niederlanden.