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Der Rufname Jakob erfreute sich im ausgehenden Mittelalter grosser Beliebtheit. Grund war die Popularität des Apostels Jakobus des Älteren, dessen Grab in Santiago de Compostela noch heute zu einem bekannten Pilgerziel gehört. Durch seine Beliebtheit als Rufname ist Jakob auch in vielfältigen Kurzformen in die Familiennamen eingegangen. Bei den vorliegenden Namen sind verschiedene lautliche Prozesse auszumachen: Bei allen Namen ist der Auslaut -ob getilgt worden und die Form Jak- wurde in der Folge mit Verkleinerungs- resp. Diminutivsuffixen erweitert. Einerseits stand ein Suffix -in zur Verfügung wie in Jäggin, andererseits das Suffix -lin, das auch heute noch für Verkleinerungen genutzt wird, wie in Jäcklin und Jecklin. Da -n im Auslaut in den Mundarten meist schwindet, resultieren daraus die Formen ohne -n: Jaggi, Jaggy, Jäggi, Jaeggi, Jaeggy, Jeggi, Jegge neben Jäckli, Jäggli, Jägli, Jeggli. Das i der Endung, das als <i>, <y> oder abgeschwächt als <e> geschrieben werden kann, löst Umlautung aus. Dieser Umlaut kann mit <ä>, <e> oder <ae> verschriftlicht werden; er konnte aber auch wieder rückgängig gemacht werden, was den Namentyp Jaggi, Jaggy zur Folge hat. Bei den Formen Jäk, Jäckh, Jäkh, Jeck wurde die Endung getilgt, der Umlaut aber blieb erhalten. Auf der Karte sind die Namen zusammengefasst, die Umlaut resp. keinen Umlaut haben. Umlautlose Formen dominieren im südlichen Kanton Bern, solche mit Umlaut im nördlichen Bern, in Solothurn, Teilen Luzerns und des Aargaus. Wie die Geschichte von Jacob weitergeht, lesen Sie dann bei Kopp und Köppel. /simone berchtold
Die Karte zeigt das Vorkommen von Familiennamen, die auf den Rufnamen Jacob zurückgehen, Namen ohne Umlaut wie Jaggi und Jaggy in blau und Namen mit Umlaut in rot. Datenbasis: Familiennamenbuch der Schweiz, Zeitschicht a «vor 1800».