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371 Stimmen erreichte die FDP-Kandidatin Anne Buri Geissbühler bei den Gemeindewahlen in Überstorf, auf genau gleich viele Stimmen kam gestern ihr Parteikollege Toni Kammermann. Am Ende entschied der Wurf eines Fünflibers, wer von den beiden künftig im Gemeinderat vertreten sein wird. Das Glück lag auf der Seite der weiblichen Kandidatin, so dass der Bisherige Kammermann abgewählt wurde. Die FDP hält im neuen Gemeinderat damit wie bisher einen Sitz. Sie wollte einen zweiten holen.
Was die übrige Sitzverteilung im neuen Gemeinderat von Überstorf betrifft, kommt es zu einem Stühlerücken. Die Situation in dieser Gemeinde ist aber speziell, weil der Gemeinderat von neun auf sieben Sitze verkleinert worden ist. Erstmals nimmt die SVP, die mit vier Kandidaten angetreten war, mit zwei Personen im Gemeinderat von Überstorf Einsitz: Einer davon ist Bruno Riedo, der sich als Sprecher des Komitees gegen den geplanten Turnhallenneubau starkmachte. Der zweite SVP-Neuling ist Jean-Pierre Boillat.
Federn lassen musste die CVP. Sie verliert nicht nur zwei ihrer bisherigen vier Sitze. Aus ihren Reihen hat mit Benjamin Fehr auch ein weiterer bisheriger Gemeinderat die Wiederwahl nicht geschafft. Hingegen wurden seine Parteikollegen Gerhard Lehmann und Markus Riedo im Amt bestätigt. Die CVP hatte angestrebt, drei Sitze zu erreichen.
Auch die CSP erreicht ihr Wahlziel nicht. Sie ist mit vier Kandidierenden in den Wahlkampf gestiegen, um ihre drei Sitze zu verteidigen. Das ist nicht gelungen, zwei Kandidaten haben es aber geschafft: Neben dem Bisherigen Hans Jörg Liechti wurde auch Diana Schmutz gewählt.