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Das Stück aus dem Oberengadin thematisiert grosse Gefühle und gesellschaftliche Konflikte. Liebe, Macht, Verrat, Wahlbetrug, Rache und Versöhnung spielen sich vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels in den Bündner Bergregionen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Die Jungen verlassen aufgrund mangelnder Perspektiven die Bergtäler; ein grosser Hotelbau, der durch dubiose Geldquellen finanziert wird, soll die Rettung sein und Gäste in die abgeschiedene Bergwelt bringen. Aber es gibt Stimmen, die eine Überfremdung fürchten und der Entwicklung mit grossem Misstrauen begegnen. Dem Tourismus wird ein schädlicher Einfluss auf die traditionellen Lebensformen unterstellt und doch sind sich die meisten einig, dass es zum Tourismus keine wirtschaftliche Alternative gibt.Bei der Wahl zum Kreisrichter des Oberengadins entzündet sich ein Familienzwist zwischen den Familien Clavuott und Camastral, der verhindert, dass zwei junge Liebende zusammenkommen können. Doch am Ende obsiegt die Gerechtigkeit, ergeht Gnade vor Recht und die Tochter vom Arvenhof kann ihren Geliebten in die Arme schliessen, während sich die zerstrittenen Familien versöhnen. Der Tourismus erweist sich als Wohltat für die Region, denn die jungen Engadiner arbeiten nun in den Hotels und müssen nicht mehr auswandern.