Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/194906

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundesamt für Kommunikation hat eine teure mehrjährige Informationskampagne lanciert, um die Bevölkerung vom digitalen Radio zu überzeugen und den Wechsel von UKW zu DAB plus bekanntzumachen. Das Radio soll auch digital möglichst viele Menschen zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs erreichen. Auf der anderen Seite lässt die SRG verlauten, dass die Radionutzung massiv abnehme und neu die Inhalte zusammen mit den TV-Inhalten online-tauglich gemacht werden müssen. </p><p>Wie beurteilt der Bundesrat die Zukunft des Radios?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat bereits im Jahr 2006 festgehalten, dass die Zukunft des Radios digital sein wird. Als Gründe dafür nannte er insbesondere die grössere Vielfalt, tiefere Verbreitungskosten sowie neue technische Möglichkeiten, die UKW nicht bieten kann. Zusätzlich war und ist der Bundesrat der Meinung, dass das Medium Radio den Herausforderungen neuer globaler Anbieter wie Spotify, Youtube oder ähnlicher Online-Dienste nur in digitaler Form begegnen kann. Gegenwärtig läuft der Migrationsprozess, in dessen Verlauf die analoge UKW-Verbreitung bis spätestens 2024 von DAB plus (Digital Audio Broadcasting) abgelöst werden soll. Der Empfang von Radioprogrammen wird sich nicht auf DAB plus beschränken. Von den rund zwei Dritteln der Haushalte, die Radioprogramme digital empfangen, entfallen rund 29 Prozent auf den Empfang via Internet oder TV-Netze. Die SRG und die privaten Veranstalter sind denn auch auf beiden digitalen Verbreitungswegen (DAB plus und Internet) präsent. Gemäss den veröffentlichten Nutzungszahlen ist insgesamt ein Rückgang der linearen Radionutzung feststellbar. Gleichzeitig nimmt der zeitversetzte Konsum von Radioinhalten (z. B. Podcasts) zu. Unter dem Strich sind die Reichweite und die Marktanteile der schweizerischen Radios bislang stabil geblieben. Feststellbar ist darüber hinaus ein stark unterschiedliches Nutzungsverhalten der verschiedenen Altersgruppen. Die Veranstalter sind deshalb gefordert, ihre Inhalte sowohl alters- als auch zielgruppengerecht über die adäquaten Kanäle linear und zeitversetzt zu verbreiten.</p>