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Der Bankbetrieb der Darlehenskasse wurde am 1. Juni 1907 aufgenommen.
Die Bank hatte schwere Zeiten. So versuchte eine recht grosse Anzahl von Mitgliedern im Jahre 1910 die Darlehenskasse zu liquidieren, aber ohne Erfolg. Der Grund dieses ”Liquidationsversuches” lag in der Eröffnung der Sparkassa Widnau, die natürlich viele Kunden der Darlehenskasse anzog. Diese Bank existierte jedoch nur bis ins Jahr 1921.
In den nachfolgenden Jahren wurde es wieder ruhiger um die Darlehenskasse. Die Spareinlagen, ein wichtiger Gradmesser einer Bank in der damaligen Zeit, stiegen stetig an. Zudem entwickelte sich der Mitgliederbestand recht erfreulich. Kurz gesagt: ”Die Entwicklung der Raiffeisenbank widerspiegelt das stetige Wachsen der Gemeinde Widnau selbst.”
An den Generalversammlungen im Jahre 1974 wurden gesamtschweizerisch die Darlehenskassen in Raiffeisenkassen und -banken umbenannt.
Eine ganz besondere Chance für die Bank eröffnete sich 1982 mit der Eröffnung des Einkaufszentrum Rhydorf. Praktisch über Nacht fällten die Behörden den Entscheid, einen Schaltereinbau vorzunehmen, um den Kunden in der neuen Filiale eine bis heute sehr geschätzte Dienstleistung anzubieten. Obwohl der Schritt einem Sprung ins kalte Wasser glich, haben sich die Erwartungen an den Rhydorfschaltern sicher voll erfüllt.
Bereits im Jahr 1986 wurden erste Worte zum Thema ”Bankensterben” laut. Verschiedene Banken verschwanden oder wurden von grösseren Banken übernommen. Diese Entwicklung machte vor Raiffeisen nicht halt. Die Kostenexplosion, damit verbunden die knappe Reservenbildung und die Verschärfung der Eigenmittel, waren für die kleineren Raiffeiseninstitute ausschlaggebend, sich an grössere Bankpartner zu wenden. In diesem Sinne wurde an den Generalversammlungen der Raiffeisenbanken in Balgach und Widnau im März 1996 die Fusion beschlossen. Gleichzeitig wurde die Namensänderung ”RAIFFEISENBANK MITTELRHEINTAL” beschlossen.