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2010 trafen sich Tom Ferry (verwandt mit Bryan Ferry), Alexander Tutt (hat ein Diplom in Musik) und Ben Airey (Kunststudent) in Winchester im Süden von England. Iremembertapes war geboren. Sie mieten einen günstigen Proberaum und nahmen ihr erstes Demo in der Garage von Andy Burrows (Razorlight) auf. Im Studio der Londoner Produzenten The Animal Farm entstand die Debüt-EP „All I Know“. Unter grossem Einsatz der Jungs und mit Strassenverkäufen war ein paar Monate später die EP ausverkauft. Die Radiostation Tastemaker wurde auf die Band aufmerksam und sie wurden bei der grössten Musikmesse Great Escape 2011 in England als Liveact eingeladen. Im September des laufenden Jahres hat die Band ihr Debüt-Album „Human Architecture“ veröffentlicht.
Der erste Song „Don’t Touch Me There” klingt nach britischem Pop aus den 80ern. Die Gitarre ist funkig gespielt, der Bass wummert munter mit, die smarte Stimme von Tom wird im Refrain mit Chorgesang und Trompeten-Samples gekonnt umrahmt. „All I Know” ist ganz anders, eine schnelle Shoegaze Nummer die das Zug zum Hit hat, mir gefällt der klatschende Rhythmus und das Lead-Gitarren Spiel. „First Light” ist ein Song der den eleganten britischen Pop in den Mittelpunkt stellt, eine einprägsame Synthesizer-Hookline gekoppelt mit einem bündigen Gitarrensound und dominantem Gesang.
Der Albumtitel-Track „Human Architecture” beginnt mit schweifenden Sounds und einer traurigen Gitarrenmelodie, die spacige Stimme ist subtil eingebaut und auch die fein gespielten Rhythmen mag ich. Der Anfang von „Life For Now” klingt nach New Wave der alten Schule, beim Refrain fällt die pulsierende Gitarre und das kraftvolle gespielte Schlagzeug-Set auf. Bei „My Friends And I” gibt es nach 27 Sekunden ein Zusammenspiel von Gitarre und Chor, dass so richtig schön fliesst und ins Ohr geht. In diesem Song kommt das aussergewöhnliche Talent der Band für Songwriting und die ausgeklügelte Qualität der Produktion zum Tragen.
„Love Like This” beginnt gefühlvoll und steigert sich mit der Zeit zu einer Power Pop-Nummer mit Tiefgang. Bei „Cold” klingt es ähnlich. Was ich bei dem Song mag: Die mächtigen Trommelwirbel im Refrain, die gehen live bestimmt tief in die Bauchgegend. „So Many People” ist minimal-elektronisch ausgestattet, die Rhythmusmaschine gibt den Takt an, melancholische Strings und einzelne Gitarrenfetzen verbinden den unterkühlten Gesang zu einer musisch glänzenden Perle.
Beeindruckend was Iremembertapes mit ihrem ersten Album für ein hochwertiges Produkt abgeliefert haben, auch wenn mir immer mal wieder Duran Duran, ABC oder Heaven 17 in den Sinn kamen. Die Band hat Potential und hat von mir 3 Wertungspunkte verdient.
Tracklist:
1. Don’t Touch Me There
2. All I Know
3. Gossip
4. First Light
5. Human Architecture
6. As We Reach The Sea
7. Life For Now
8. My Friends And I
9. Love Like This
10. Cold
11. So Many People
Bandmitglieder:
Tom Ferry – Gesang
Alexander Tutt – Gitarre, Gesang und Programing
Ben Airey – Bass und Synthesizer
Gründung:
2010