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Der grosse Wallfahrtsort der schwarzen Madonna, der als Nationalheiligtum von Sizilien gilt, liegt auf einem hohen Hügel an der Nordküste Siziliens. Tindari war im Altertum eine grosse römisch-griechische Stadt (395 v. Chr.). Sie wurde durch ein Erdbeben zerstört, daher kann man heute nur noch die Ruinen des antiken Tindari erkennen. Im Jahre 726 verbot der Syrier Leo der Dritte, Herrscher vom Orient, mit einem Edikt den Kultus der heiligen Statuen und befahl deren Zerstörung. Die Gläubigen wollten diese Statue nicht zerstören und brachten sie auf ein Schiff, das mit dem Ziel Sizilien in See stach. Die ersten Gläubigen dachten sofort daran, die gefundene Statue auf dem Hügel von Tindari aufzustellen, weil das der schönste und höchstgelegene Platz war. Das Christentum begann in Tindari im ersten Jh. wurde aber stärker und lebendiger nach der Ankunft der wundertätigen Statue der Madonna. Auf dem Vorplatz der herrlichen Mosaikkirche, kann man bei guter Sicht, am Horizont die Silhouetten der liparischen Inseln: Stromboli, Vulcano und Lipari erkennen.