Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/54864

<h2>SubmittedText<h2><p>98,6 Prozent der Schweizer Haushalte können mit einem ADSL-Anschluss bedient werden. Für die restlichen 1,4 Prozent ist dies jedoch nicht möglich, weil sie zu weit von ihrer Swisscom-Zentrale entfernt liegen.</p><p>Dieses Problem betrifft ausschliesslich Bewohner des ländlichen Raums.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Kantone und Regionen sind besonders betroffen?</p><p>2. Wie lange wird es noch dauern, bis sämtliche Schweizer Haushalte über einen ADSL-Anschluss verfügen können?</p><p>3. Ist er bereit, bei der Swisscom dahin gehend zu intervenieren, dass Haushalte, welche einen ADSL-Anschluss bestellen und diesen nicht installiert erhalten, eine Abo-Preisreduktion auf den konventionellen Anschluss erhalten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat sind die Anliegen der Randregionen im Bereich der Telekommunikation wichtig. So hat er z. B. den Umfang der Grundversorgungspflicht auf den 1. Januar 2003 von einem einfachen analogen auf einen digitalen Telefonanschluss (ISDN) mit höherer Kapazität ausgedehnt.</p><p>Die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen ist in der Schweiz erst seit einem bis zwei Jahren weit verbreitet. Obwohl ein solcher Anschluss bisher nicht zur Grundversorgung gehört, liegt die faktische Möglichkeit, einen Breitbandanschluss mit der Technologie ADSL zu erhalten, in unserem Land im internationalen Vergleich sehr hoch. Heute ist bei über 95 Prozent der Anschlüsse ADSL auf Nachfrage verfügbar. Die Technologie hat aber ihre Grenzen. So können einerseits etwa 1,4 Prozent der Anschlüsse mangels tauglicher Zusatzausrüstungen im Netz nicht für ADSL-Verbindungen genutzt werden. Andererseits sind Anschlüsse, die mehr als vier bis sechs Kilometer lang sind, aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Kabels nicht mehr sinnvoll für ADSL einsetzbar.</p><p>1. In praktisch allen Anschlussregionen der Schweiz gibt es einzelne Anschlüsse, bei denen die Distanz vom Hausanschluss bis zur nächst gelegenen Telefonzentrale zu lang ist, um darüber ein sinnvolles ADSL-Angebot bereitstellen zu können. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Geographie sind davon ländliche Gebiete etwas mehr betroffen als andere Regionen.</p><p>2. Es ist damit zu rechnen, dass aufgrund der technischen Gegebenheiten kaum je 100 Prozent der Hausanschlüsse für ADSL eingerichtet werden können. In den restlichen Fällen müssen nachgefragte Breitbandanschlüsse mit alternativen Technologien bereitgestellt werden (Radio- und TV-Verteilnetz, CATV; Funk oder Satellit). Teilweise stehen solche Angebote bereits heute zur Verfügung. Der Bundesrat wird mit Blick auf die nächste Grundversorgungsperiode prüfen, inwiefern ein Breitbandanschluss in das Set der Grundversorgungsdienste und damit in die Angebotspflicht aufgenommen werden soll.</p><p>3. Mit dem Preis für den zur Grundversorgung zählenden analogen oder digitalen Telefonanschluss zahlt man nur diesen. Ein ADSL-Anschluss wird jeweils zusätzlich verrechnet. Wird kein solcher in Anspruch genommen bzw. steht kein solcher zur Verfügung, so muss er auch nicht bezahlt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.