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Er ist die bekannteste Strasse der Welt. Hier wurden Stars geboren und seine Lichter strahlen, als würde es kein Morgen geben. Seit über 130 Jahren ist der Broadway Kern und Zentrum des amerikanischen Showbusiness. Damals konnte allerdings noch keiner ahnen, dass diese Strasse mit 25 Kilometern zur längsten Stadtstrasse der Welt wachsen würde. Ursprünglich war der Broadway ein Indianerpfad, der sehr früh auch als Handelsweg genutzt wurde und sich so zu einer wichtigen Verbindungsstrasse zwischen dem Hafen und dem Hinterland entwickelte.
Hochburg der Musicals
Wer heute vom Broadway spricht, meint oft nur den relativ kleinen Theaterdistrikt, der ein Dreissigstel der Gesamtlänge der Strasse ausmacht. Fünf Theater liegen direkt am Broadway. 34 weitere befinden sich in den Seitenstrassen des Times Square, also zwischen 42. und 47. Strasse. Neben dem Londoner Westend herrscht hier die dichteste Konzentration von Bühnen auf der Welt. Am Broadway ist das Musical die Königsdisziplin. Das ist nur folgerichtig, denn hier wurde es auch geboren.
Viele Musicals, deren Melodien heute noch Ohrwürmer sind, waren Kassenschlager der 40er- und 50er-Jahre, unter ihnen «Annie Get Your Gun» (1946), «Kiss me Kate» (1948) und «My Fair Lady» (1956), das alle Rekorde brach. Am Winter Garden Theater kam 1957 die «West Side Story» heraus, in der Leonard Bernstein den Romeo-und-Julia-Stoff auf die Welt der Puerto-Ricaner in New York übertrug. Es folgten Welterfolge wie «Cats», «Phantom der Oper», «Miss Saigon», «The Lion King» oder «42nd Street». Viele dieser Musicals kann man längst auch in Stuttgart, Hamburg oder Wien sehen. Ein Musical, das jedonoch noch nicht bei uns zu sehen und eng mit New York verbunden ist, ist das Musical «The Jersey Boys». Prestige traf Richard H. Blake, der in dem Stück die Rolle des Tommy DeVito spielt und sprach mit ihm über den Reiz des Broadways und den sogenannten Jersey Boy.