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The Who – A Quick One
Besetzung:
Roger Daltrey – lead vocals, trombone and bass drum on "Cobwebs and Strange"
John Entwistle – bass guitar, French horn, trumpet, keyboards, lead vocals, backing vocals
Pete Townshend – lead and rhythm guitars, penny-whistle, keyboards, vocals
Keith Moon – drums, percussion, tuba, vocals
Label: Polydor
Erscheinungsdatum: 1966
Stil: Rock, Pop
Trackliste:
1. Run Run Run (2:52)
2. Boris The Spider (2:29)
3. I Need You (2:23)
4. Whiskey Man (2:55)
5. Heat Wave (1:52)
6. Cobwebs And Strange (2:31)
7. Don't Look Away (2:52)
8. See My Way (1:51)
9. So Sad About Us (3:02)
10. A Quick One, While He's Away (9:09)
I. Her Man's Gone
II. Crying Town
III. We Have A Remedy
IV. Ivor The Engine Driver
V. Soon Be Home
VI. You Are Forgiven
Gesamtspieldauer: 31:57
Die zweite Scheibe der Who, mit dem Titel „A Quick One“ aus dem Jahr 1966, ist mit knapp über dreißig Minuten Spieldauer eine relativ kurze Platte geworden. Bis auf die letzte Nummer, sind alle Titel um die drei Minuten oder sogar unter zwei Minuten lang. Das war zu der Zeit der Entstehung von „A Quick One“ noch ziemlich normal und das letzte Lied, „A Quick One, While He's Away“, stellt da mit seinen über neun Minuten Spieldauer die absolute Ausnahme dar. Wenn man dann allerdings wieder sieht, dass sich diese Nummer wiederum aus sechs „Untertiteln“ zusammensetzt, dann relativiert sich das Ganze auch schon wieder.
Eine Besonderheit weist „A Quick One“ jedoch auf jeden Fall in der Discographie von „The Who“ auf. Niemals wieder war das Songwriting bei The Who auf so vielen Schultern verteilt worden. Ist es sonst hauptsächlich Pete Townshend, der den Großteil der Lieder beisteuert, so ist er hier „lediglich“ für vier der zehn Nummern verantwortlich. Je zwei Titel stammen von Keith Moon und John Entwistle und auch Roger Daltrey steuerte mit „See My Way“ ein Lied hinzu. Dazu gesellt sich dann mit „Heat Wave“ noch eine Nummer mit Gastkomponisten.
Klar hört man der Scheibe wieder das Entstehungsdatum an. 60ies Pop bis Rock ist auf „A Quick One“ zu hören. Trotzdem ist das zu Hörende durchaus lohnenswert. „Boris The Spider“ zum Beispiel, geschrieben von John Entwistle, bei dem im Refrain Keith Moon mit absolut lustiger Stimme zu hören ist, macht Spaß. „I Need You“ stammt aus der Feder Keith Moons und ist das wohl melodischste Lied der ganzen Scheibe. Toller Aufbau und eine Melodie mit Ohrwurmcharakter. „Cobwebs And Strange”, ebenfalls von Keith Moon, ist dagegen eher eine kleine lustige Spielerei und ziemlich schräg anzuhören mit all den Blasinstrumenten, die gar nicht mal immer den Ton ganz genau treffen. „So Sad About Us“ stammt von Pete Townshend, ebenfalls ausgestattet mit einer sehr eingängigen Melodie und kann ebenfalls überzeugen. Nun und dann ist da noch das bereits erwähnte „A Quick One, While He's Away“, was bereits einen kleinen Vorgriff von Pete Townshend auf „Tommy“ und „Quadrophenia“ darstellt. Sicherlich noch nicht vom musikalischen Aspekt her, da fehlt noch eine ganze Menge, jedoch vom Aufbau. In sechs Teilen wird hier die Geschichte eines Seitensprungs erzählt – mit Happy End.
Fazit: Okay, die Zeit dieser Musik ist definitiv vorbei, die einzelnen Nummern klingen genau so alt, wie sie auch sind. Trotzdem macht diese Musik immer noch Spaß, selbst wenn man sie, wie ich, erst viele Jahre nach der Entstehung zum ersten Mal hört. Nicht alles ist überzeugend, jedoch gibt es einige wirklich schöne Einfälle und Ideen zu hören sowie manch wahrlich schöne Melodie. Lohnt sich nicht nur für „Oldie-Fans“. Acht Punkte.
Anspieltipps: I Need You, A Quick One While He's Away