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Gegen das Kloster weitet sich die Bebauungsstruktur des Ortskerns fächerartig und bildet eine Schauseite zum Platz hin. Diese fassadenartige Gestaltung des Dorfrandes geht auf den Wiederaufbau des Oberdorfs nach dem Brand von 1680 unter der Ägide des Klosters zurück. Dieses mass einem würdigen Gegenüber grosse Bedeutung bei. Die Baulinien wurden begradigt, die Gebäude einheitlich als giebelständige Häuser mit einfacher barocker Fassade erstellt. Zeuge jener Bebauung ist heute noch das Haus Adler. Im Verlauf der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgten zahlreiche Verschönerungen. Die barocken Fassaden verwandelten sich in reich verzierte Schauseiten nach städtischem Vorbild. Besonders auffällig ist das Haus Ilge an der Ecke Schwanenstrasse. 1899 erhielt es die heutige Gestaltung mit dem eigenwilligen Giebel im verspielten deutschen Renaissance-Stil und den Dekorationsmalereien auf den beiden dem Kloster zugewandten Fassaden.
Die aufwändig gestalteten Gebäude am Klosterplatz dienen zusammen mit dem Kloster regelmässig als Kulisse für kirchliche Prozessionen. Noch heute werden die Bewohner des Klosterplatzes jeweils am 14. September, am Fest der Engelweihe, aufgefordert, Kerzen in die Fenster zu stellen.
Baujahr: Nach 1860, Ende 19Jh.
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Dorffassade am Klosterplatz
AdresseKlosterplatz, 8840 Einsiedeln
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz