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Konzertchor Biel Seeland
Zum 200. Geburtstag Anton Bruckner, Werke von Bruckner und Mendelssohn
Kurzbeschrieb
Anton Bruckner (1824–1896), dessen 200. Geburtstag im Jahr 2024 gefeiert wird, ist heute vor allem wegen seiner kraftvollen, grossartigen Symphonien bekannt. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der österreichische Meister die ersten kompositorischen Erfahrungen in der Gattung der geistlichen Musik machte. Er komponierte bis zu vierzig Motetten, neun Messen – nur die letzten drei, also die berühmtesten, sind nummeriert –, zwei Requiems und ein Te Deum, sein berühmtestes und gelungenstes Stück überhaupt. Für die Orgel allein hat er nur fünf Werke geschrieben; allerdings spielt sie mit einer gewissen Häufigkeit in seinen Messen durchaus eine Rolle, so in der Messe Nr. 1 in d-Moll (WAB 26) Dieses Werk kann als würdiger musikalischer Essay angesehen werden, der sich in die Anlage des geistlichen Schaffens von Haydn, Mozart und Schubert einfügt: Mit dem Ersten teilt sie eine gewisse stilistische Gelassenheit, mit dem Zweiten die Tonalität des Requiems und mit dem Dritten die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Symphonie, Solostimmen und Chor.
Der Premiere im Linzer Domin 1864 wurde sehr positiv aufgenommen und stellte einen der wichtigsten Erfolge des St. Florianers dar. Es handelt es sich um ein bereits ausgereiftes Werk, das einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des grossen Musikers gibt.
Wir verdanken Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847) viel, wenn es um die Wiederbelebung der Chormusik im 19. Jahrhundert geht. Tu es Petrus – 1827 nach seiner Rückkehr aus der berühmten deutschen Universitätsstadt komponiert – bezieht sich auf eine Passage aus dem Matthäusevangelium: Jesus wendet sich an Petrus und sagt: „Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen.˝ Mendelssohn beschrieb Tu es Petrus selbst als „das erfolgreichste Stück dieses Jahres˝.
Programm:
Anton Bruckner: Ouverture in g-moll, Messe in d-moll (WAB 26)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Tu es Petrus (Op. 111)