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Der Tokamak TCV (Tokamak à configuration variable) wurde 1992 auf dem Gelände der EPFL gebaut. Er ist im heutigen Swiss Plasma Center (SPC) untergebracht. Die Forschenden können mit der Anlage, wie der Name es sagt, verschiedene Plasmaformen erzeugen und so die am besten geeignete Plasmakonfiguration zur Stromerzeugung für einem kommerziell genutzten Fusionsreaktor ermitteln.
«Wir haben den Reaktor noch vor dem Internetzeitalter gebaut, und sein Kern ist immer noch derselbe», freut sich der Physiker Basil Duval, der an den Messsystemen des TCV forscht. Er weist darauf hin, dass die am SPC durchgeführten Arbeiten international bekannt sind – nicht nur wegen ihres Beitrags zum Internationalen Thermonuklearen Versuchsreaktor (Iter), sondern auch, weil die Ergebnisse für die gesamte Forschungsgemeinschaft im Bereich der Kernfusion von Bedeutung sind. Aufgrund seiner einzigartigen Auslegung sei dieser experimentelle Reaktor zu einer der wichtigsten Forschungseinrichtungen für Kernfusion in Europa geworden. «Für ein Land von der Grösse der Schweiz ist es wirklich herausragend, eine experimentelle Einrichtung von diesem Kaliber zu haben», sagte Duval.
Das SPC arbeitet seit Anfang 2022 mit Google DeepMind zusammen, um zu erforschen, wie Deep Learning und künstliche Intelligenz eingesetzt werden können, um Plasmakonfigurationen in Echtzeit zu verbessern.
Quelle
M.A. nach EPFL, Medienmitteilungen, 19. September 2023 und 16. Februar 2022