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Parkhaus Flughafen Zürich – Geschichte und Entwicklung
Geschichte und Entwicklung des Parkhauses am Flughafen Zürich
Direkt am Flughafen Zürich wurden bereits während der ersten Bauphasen des Flughafens zahlreiche Parkhäuser errichtet, um die erwartete Nachfrage nach freien Stellplätzen bedienen zu können. Schon bald bemerkte man, dass die freien Stellplätze des ursprünglichen Parkhauses nicht ausreichten. Aus diesem Grund wurden frühzeitig weitere Baumassnahmen eingeleitet, um für zusätzliche Stellplätze zu sorgen. Auch aktuell sind bereits weitere Bauprojekte geplant, um die Anzahl der zur Verfügung stehenden Stellplätze der hohen Nachfrage anzugleichen.
Optimale Planung der Verkehrsanbindung in den Parkhäusern
Bei der Planung des Flughafens hat man vor allem grossen Wert auf eine optimale Verkehrsanbindung der Parkhäuser gelegt. Der Flughafen befindet sich direkt an einer Anschlussstelle der Autobahn A51 sowie der Hauptstrasse 4. Auf diese Weise werden sowohl das Parkhaus am Flughafen Zürich als auch der Flughafen selbst für die Regionen Zentral- und Ostschweiz erschlossen. Die Parkhäuser an den Terminals wurden so platziert, dass sich diese direkt über einem unterirdischen Bahnhof befinden. Auf diese Weise haben parkende Passagiere optimalen Zugang zu den Zugstrecken Richtung Zürich und Winterthur sowie den Strassenbahnlinien S2, S16 und S24. Aufgrund der vorteilhaften Lage des Flughafens und der Parkhäuser beträgt die Reisezeit vom Parkhaus zum Hauptbahnhof Zürich gerade einmal neun Minuten. Der Nahverkehrsanschluss des Parkhauses erfolgt schliesslich über zahlreiche Regionalbuslinien. Darüber hinaus befindet sich das Parkhaus ebenfalls direkt an einer Haltestelle der beiden Tramlinien zehn und zwölf.
Der Bau der ersten Parkhäuser am Flughafen Zürich
Die ersten Parkhäuser des Flughafens Zürich wurden in der dritten Bauphase des Flughafens errichtet. Diese Bauphase wurde im Januar 1969 durch einen vom Züricher Kantonsrat bewilligten Kredit finanziert. Die Erwartungen der Gesellschaft bezüglich dieses Bauprojektes wurden aufgrund neuerer Planungen in jeder Hinsicht übertroffen. Der Flughafen sollte deutlich grösser und funktionaler gebaut werden, als es die Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt annahm. Aus diesem Grund mussten ebenfalls Änderungen hinsichtlich der geplanten Parkhäuser beantragt werden. Bereits frühzeitig erkannte man, dass die ursprünglichen Planungen hinsichtlich des Parkhauses nicht ausreichen würden, um die enorme Nachfrage bedienen zu können.
Neben einer Verlängerung der geplanten Piste um 3300 Meter sowie zahlreicher zusätzlicher Rollwege erfolgte ebenfalls eine Vergrösserung des Flugsteigs auf 47 Standplätze. Darüber hinaus erweiterte man die Planungen um zwei zusätzliche Parkhäuser mit einer Gesamtkapazität von jeweils mehreren hundert Stellplätzen. Darüber hinaus wurden im gleichen Atemzug zusätzliche technische Gebäude sowie der Flughafenbahnhof und eine neue Werft beantragt.
Weiterhin führte man in dieser Bauphase ebenfalls einige Änderungen und Umbaumassnahmen an den bereits errichteten Parkhäusern durch, um eine optimale Erreichbarkeit dieser gewährleisten zu können. Insgesamt wurden dadurch Kosten von mehreren Millionen Franken allein für die Gestaltung der Parkhäuser aufgewendet. Der Grund für diese aufwändigen Umgestaltungsmassnahmen war, dass der 1957 eingereichte Antrag zur Errichtung eines „Superflughafens“ abgelehnt wurde. Die Leitung des Flughafens entschied sich deshalb für den Bau einer kleineren, genehmigten Variante dieses Flughafens, die in diesem Bauabschnitt erweitert werden sollte. Der letztlich bewilligte Bauplan für den Flughafen Zürich sowie die mit ihm verbundenen Parkhäuser unterschied sich schliesslich kaum von dem 1957 abgelehnten „Superflughafen“.
Erweiterung des Parkhauses in den Jahren nach 1970
In den darauffolgenden Jahren erfolgten zahlreiche weitere Anträge zur Vergrösserung des Flughafens sowie der Parkhäuser, um die steigende Nachfrage nach Stellplätzen bedienen zu können. Aus diesem Grund beschlossen die eidgenössischen Räte im Jahr 1971 einen Zuschuss von 240,3 Millionen Franken. Dieses Geld wurde neben dem Bau der Werft 3 und der Frachthalle Ost ebenfalls für den Bau des Parkhauses F aufgewendet. Darüber hinaus schloss man mit diesem Geld ebenfalls die baulichen Massnahmen am Zentrum für die allgemeine Luftfahrt ab.
Im kommenden Jahr wurden die Bürogebäude sowie der Werkhof errichtet. Gleichzeitig baute man das Parkhaus E, welches ebenfalls für zahlreiche zusätzliche Stellplätze sorgt. Bereits ein Jahr später begann man die Bauarbeiten am Terminal B sowie dem Parkhaus B. In den kommenden drei Jahren wurde sich nahezu ausschliesslich mit dem Parkhaus B beschäftigt. Die Integration eines vollständigen Dienstleistungs- sowie Einkaufszentrums in das Parkhaus B stellte hierbei eine grosse Herausforderung für die tätigen Fachkräfte dar.
Aufgrund dieser Anpassungen kam es bei diesem Bauprojekt ebenfalls zu zahlreichen Mehrkosten. Das benötigte Geld erhielt die Bauleitung durch einen Zusatzkredit in Höhe von 25,8 Millionen Franken, der von den Züricher Stimmbürgern ausgestellt wurde. Ergänzend wurden ebenfalls mehrere ordentliche sowie ausserordentliche Budgetkredite der Baudirektion beschlossen, um die entstandenen Kosten zu decken.
Zusätzliches Parkhaus in der vierten Bauphase
Auch in der vierten Bauphase des Flughafens Zürich kam es zu weiteren Anpassungen. Die Bauleitung legte den eidgenössischen Räten ein erweitertes Bauprogramm für die Jahre 1981 bis 1985 vor, das mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde. Das gesamte Baukonzept aus dem Jahr 1981 sah zusätzlich Ausgaben in Höhe von 393,3 Millionen Franken vor. Hauptsächlich sollte dadurch das Fingerdock im Terminal A errichtet werden. Darüber hinaus wurde dieses Budget ebenfalls für die Errichtung einer neuen Gepäcksortieranlage sowie eines zusätzlichen Parkhauses benötigt. Die Bauleitung ging davon aus, dass dieses zusätzliche Parkhaus schliesslich die erwartete Nachfrage nach Stellplätzen am Flughafen Zürich decken könnte.
Bauprojekt „The Circle“ nach Vollendung des Flughafens
Entgegen der Erwartungen der Bauleitung war die Nachfrage nach freien Stellplätzen deutlich höher als angenommen. In den Jahren nach der Fertigstellung des Flughafens Zürich kam es immer wieder zu Engpässen und einer steigenden Nachfrage. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2009 ein dreistufiger Architekturwettbewerb ins Leben gerufen. Im Rahmen des Wettbewerbs „The Circle“ sollten mindestens 180.000 Quadratmeter Nutzfläche auf einer Grundfläche von 37.000 Quadratmetern entstehen. Circa 45.000 Quadratmeter sollten schliesslich ein umfangreicher Kongressbereich sowie zwei luxuriöse Hotelanlagen belegen.
Neben zahlreichen weiteren Dienstleistungsbetrieben und Einkaufsmöglichkeiten führte „The Circle“ ebenfalls zu umfangreichen Rückbauarbeiten an den Parkhäusern. Insbesondere das Parkhaus 5 war von diesen Bauarbeiten betroffen. Darüber hinaus wurde ebenfalls eine Grossraum-Diskothek sowie das Parkdeck 40 umgebaut. Diese Anpassungen dienten hauptsächlich einer Erweiterung des Parkings 70 am Werkhof. Auf diese Weise sollten zusätzliche Stellplätze geschaffen werden, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Im Jahr 2011 war schliesslich der Baubeginn einer umfangreichen Erweiterung des Parkhauses 6. Dieses wurde insgesamt um knapp 45.000 Quadratmeter erweitert. Die erste zusätzliche Etage mit acht Geschossen wurde bereits im August 2013 feierlich eröffnet. Der Abschluss der Bauarbeiten mit der zweiten Etage fand schliesslich im Juli 2014 statt.