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In dem mit einer Million Euro dotierten Grossen Preis des CHIO Aachen (GER) konnten die drei Schweizer Reiter Martin Fuchs, Nadja Peter Steiner und Steve Guerdat für einmal leider keine Rolle spielen. Alle drei verpassten den Einzug in den zweiten Umgang.
Gewonnen wurde die Prüfung nach zwei Umgängen und Stechen vor über 40'000 Zuschauern in der Soers vom Belgier Gregory Wathelet im Sattel von Coree. Er gewann damit ein Siegpreisgeld von 330'000 Euro. Zweite wurde die Portugiesin Luciana Diniz mit Fit For Fun, gefolgt vom Niederländer Marc Houtzager mit Calimero. In das Viererstechen kam auch die US-Amerikanerin Laura Kraut mit Zeremonie. Sie musste als Einzige einen Abwurf in Kauf nehmen.
Wathelet hat nun die Chance auf den Grand Slam, die nächste Station ist Anfang September in Spruce Meadows in Calgary (CAN).
Den Auftakt bei den Schweizern machte Martin Fuchs mit dem elfjährigen Westfalenwallach Clooney. Der Wassergraben wurde dem 25-Jährigen zum Verhängnis. Das war der Anfang einer Fehlerreihe, bei der Fuchs vernünftigerweise auf die Fortsetzung des Parcours verzichtete. «Vielleicht hat er, nachdem er im Nationenpreis schon einen Wasserfehler hatte, etwas zu fest vor dem Absprung gezögert. Danach war die Luft draussen», meinte Papa Thomas Fuchs.
Aachen-Debütantin Nadja Peter Steiner kämpfte ebenfalls mit der tückischen Linie nach dem Wassergraben. Zuerst musste ein mächtiger Oxer überwunden werden, danach folgte eine Zweifachkombination, beide mit einem Bidet unterbaut. Beim Aussprung aus der Zweierkombination riss die elfjährige Franzosenstute Saura de Fondcombe eine die Stange. Hinzu kamen dann auf der Schlusslinie nochmals zwei Fehler sowie ein Zeitstrafpunkt. «Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Saura ist fantastisch gesprungen. Vielleicht mangelte es auf diesem Toplevel ein wenig an Erfahrung», resümierte die 32-Jährige.
Auch der Schweizer Teamleader Steve Guerdat, der als letzter in der ersten Runde die schwere Aufgabe in Angriff nehmen musste, scheiterte beim Einsprung in die zweifache Kombination. Zudem riss die elfjährige Schwedenstute Bianca die Stange beim mittleren Element der dreifachen Kombination. «Steve kam beim Oxer vor der Zweifachen etwas zu dicht, was dann den Folgefehler auslöste», meinte Trainer Thomas Fuchs.
«Ich hätte mit einem besseren Resultat gerechnet, wir hatten ein gutes Gefühl», meinte Equipenchef Andy Kistler. «Es ist ein doch enttäuschender Abschluss eines aus Schweizer Sicht an und für sich tollen Turnieres.»
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