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Dritter Sieg für Nicole Reist nach dramatischer Schlussphase
Die Zürcherin Nicole Reist gewinnt zum dritten Mal das „Race Across America“. Sie siegt nach einer dramatischen Schlussphase.
In der Nacht auf Samstag, kurz nach halb drei, hatte die Tortur ein Ende. Nach 10 Tagen, 4 Stunden und 13 Minuten, während denen sie fast 5000 Kilometer und 55’000 Höhenmeter von der amerikanischen Westküste an die Ostküste zurückgelegt hatte, war Reist im Ziel.
Bis Donnerstag war das weltweit längste Extrem-Radrennen für die am Sonntag 38-jährig werdende Reist planmässig verlaufen, so gut, dass sie selbst vor allen männlichen Teilnehmern lag. Zwischenzeitlich hatte ihr Vorsprung über 100 Kilometer betragen.
Doch gut 300 Kilometer vor dem Ziel war nicht nur der Traum von Gesamtsieg ausgeträumt, selbst die Beendigung des Rennens geriet in Gefahr. In den Appalachen, ihrem Lieblingsgebirge, stürzte Reist und klagte danach über extrem starke Schmerzen im Oberschenkel. Es dauerte rund vier Stunden, bis die Untersuchungen durch die Teamärztin beendet waren und die Athletin wieder fit genug war für die Weiterfahrt.
Gleichwohl übernahm Reist noch einmal die Gesamtführung, doch ein weiterer Sturz liess sie erneut hinter den schnellsten Mann, den Australier Allan Jefferson, zurückfallen. Sie war stillstehend zu Fall gekommen, weil sie wegen anhaltenden Schmerzen nicht rasch genug den Fuss aus dem einen Klickpedal brachte. Nach dem zweiten Zwischenfall konnte Reist das vorgesehene Tempo nicht mehr aufrechterhalten.
(text:sda/bild:unsplash)
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