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Untertitel / Graf. Technik:
Handschrift Ms. 10.218-19 aus der Bibliothèque royale Albert 1er, Bruxelles)
Buchdaten / Blattgrösse:
Faksimile: (30 x 22 cm), 105 Bl., mit 56 Miniaturen, einigen Randminiaturen und durchgehend mit Goldinitialen. Kommentarbd.: 4°, 127 S
Bemerkung:
Kommentarbd. von Dagmar Thoss, Übersetzung: Max Haehn.Das Jagdbuch des Königs Modus – so lautet der Titel eines Werkes, das 1370 von Henri de Ferrières, einem Kenner der Kunst und Praxis der Jagd, konzipiert wurde. Der normannische Adlige, der als alter Mann das Schwert gegen die Feder eintauschte, verfasste die erste Abhandlung über die Jagd in französischer Sprache, die seitdem mehrfach kopiert wurde. Man nimmt an, dass dieses Manuskript für Philip den Guten angefertigt wurde, den dritten der großen Herzöge von Burgund, der ein Königreich errichtete, das reicher und mächtiger war als jedes andere in Europa.Die Miniaturen der Handschrift, die 1455 in Burgund hergestellt wurde, verdienen eine besondere Erwähnung. Ihr reicher Goldschmuck soll nicht nur die Anweisungen des Textes illustrieren, sondern auch den prunkvollen Lebensstil des Adels verherrlichen. Sie faszinieren durch eine gewisse Lebendigkeit, die gekonnte Darstellung von Tieren und die Authentizität der luxuriösen Gewänder. Die enge Verbindung zur Natur war von den Buchmalern beabsichtigt, die bei ihren Darstellungen großen Wert auf Authentizität legten. Das Buch zeigt somit den Höhepunkt der flämischen Kunst in einem Werk, das für einen Fürsten des Hochadels angefertigt wurde.