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Der Obelisk, der das Grab des ersten Landammanns des Kantons St.Gallen, Karl Franz Aloys Matthyas Freiherr und Freiritter von Müller von Friedberg (1755-1835) schmückt, musste durch eine Nachbildung ersetzt werden. Anlässlich eines kleinen Festakts in Konstanz wurde es jetzt enthüllt.
Seit mindestens 1933 betreut der Kanton St.Gallen das Grab der Familien Müller von Friedberg und von Chrismar auf dem Hauptfriedhof in Konstanz. In diesem Grab fand 1835 auch der als Kantonsgründer geltende und erste Landammann des Kantons St.Gallen, Karl Müller von Friedberg, seine letzte Ruhestätte. Obwohl das Grabmal fachmännisch unterhalten wurden, setzten witterungsbedingte Schäden und Risse dem rosafarbenen Sandstein in den letzten Jahren stark zu. Der Kanton hat in den letzten Monaten eine umfassende Erneuerung des Obelisken durchführen lassen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde das kleine Denkmal am Mittwoch enthüllt.
Vielschichtiger Lebenslauf
Nach einer Karriere im Dienste der letzten St.Galler Fürstäbte schlug sich der einstige Zentralist Müller von Friedberg auf die Seite der Föderalisten und wurde von Napoleon Bonaparte am 14. Februar 1803 zum Präsidenten der Regierungskommission des neuen Kantons St.Gallen ernannt. Damit verkörpert er laut Regierungsrat Martin Klöti eine der spannendsten Episoden der Schweizer Geschichte, jene zwischen Helvetik und modernem Bundesstaat.