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Shaun White: Superstar im XXL-Format
Ihm liegen jede Pipe und zeitweise auch die halbe Glamour-Welt zu Füssen. Shaun White sprengt den normalen Wintersportrahmen. Der Multimillionär prägt seine Sportart seit über 12 Jahren wie kein Zweiter. Mindestens 6 Häuser besitzt der 31-jährige US-Superstar.
Der Wohnraum genügt kaum, um seine Goldmedaillensammlung unterzubringen. Die Winter-X-Games gewann er 13 Mal, auf olympischer Ebene war White 2006 und 2010 unschlagbar gut. Zu seiner Karriere gehören aber auch weniger schöne Bilder: Vor Sotschi war der Superstar verunfallt, im letzten Oktober verlor er in Neuseeland bei Trainingsflügen die Kontrolle. Die Folgen: 62 Stiche, Blutverlust und eine Menge Glück, den schlimmen Crash überlebt zu haben.
Ayumu Hirano: Extrem hoch, extrem talentiert
Die enorm hohen Sprünge des Japaners waren nicht erst beim Silber-Run von Sotschi ein Thema. 2011 gewann Hirano im Alter von 12 Jahren das US Open der Junioren, für die Elite-Kategorie war er aber noch zu jung. Als er zwischen den Läufen einen Proberun absolvierte, hätte ihm die (imaginäre) Punktezahl gemäss «Sports Illustrated» einen Platz im Finalfeld eingetragen.
Zuletzt sorgte der noch immer erst 19-jährige Hirano, der Sohn eines Surfers und Skatepark-Besitzers, an den X-Games für Furore. Als erster Fahrer überhaupt stand er zwei «1440» hintereinander, gefolgt von zwei «1260». Spätestens damit machte er sich für den Olympia-Wettkampf zum Topfavoriten.
Scotty James: Geballte Kraft aus «Down under»
Als Fahnen- und Hoffnungsträger führte er Australien ins Olympiastadion von Pyeongchang, als Goldmedaillen-Gewinner soll der zweifache Weltmeister aus Südkorea zurückkehren. Zuletzt schuf sich James aber keine neuen Freunde. Seine herbe öffentliche Kritik an den Punkterichtern im Vorfeld der Winterspiele (Ayumu Hiranos Lauf wurde an den X-Games mit 99 Zählern und damit einen Punkt höher bewertet) könnte zum Bumerang werden.
Sportlich braucht sich James grundsätzlich vor niemandem zu fürchten. Trotz 1,88 m Grösse («das mag von aussen manchmal etwas ungelenk aussehen») hat der mehrfache Millionär die meisten Tricks ebenfalls im Repertoire. An den Olympischen Spielen soll der erst neulich erstmals gestandene «Switch Backside 1260» (3,5 Umdrehungen mit «blinder» Landung) den Unterschied ausmachen. Aber: Diesen Trick beherrscht beispielsweise auch Pat Burgener.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung Olympische Spiele