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Gestern wurde die Frage gestellt, ob es Magnus Carlsen schaffen wird, Shakhryiar Mamedyarov einzuholen. Mit den schwarzen Figuren gegen Peter Svidler wählte der Weltmeister eine seiner solidesten Verteidigungen, der berühmten «Berliner Verteidigung». Er hatte keine besonderen Probleme, schaffte es aber dennoch nicht, genügend Spiel zu schaffen, um zu gewinnen. Der Russe opferte sogar einen Bauern, um einen weit vorgerückten Freibauern zu erhalten. Aber das Spiel endete logischerweise mit einem Unentschieden durch Zugwiederholung. Rechnete der Weltmeister damit, dass Maxime Vachier-Lagrave den Tabellenleader zu Fall bringen könnte? Mamedyarov stützte sich auf seine aktuell bevorzugte Eröffnung und die Partie begann nun so richtig zu laufen. Die beiden Meister spielten Kopf an Kopf, konnten sich aber gegenseitig nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Die Punkteteilung nach dem 42. Zug ist das logische Ergebnis dieses spannenden Spiels.
Nico Georgiadis kam seinem ersten Sieg sehr nahe! In einer ausgewogenen Stellung entschied sich David Navara für eine äusserst riskante Fortsetzung, in der Hoffnung, den chronischen Zeitmangel des jungen Schweizers zu nutzen. Letzterer hätte das Spiel gewinnen können, fand aber nicht die richtige Fortsetzung und musste sich schliesslich mit einem Unentschieden begnügen. Schade um diese verpasste Chance, aber dieses zweite Unentschieden ist sicher gut für die Moral von Georgiadis.