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Jemand anderem Würde zuzusprechen, der gesund ist, kann unter Umständen noch leicht fallen. Doch was, wenn ein Angehöriger oder eine Bekannte erkrankt ist, zum Beispiel an Demenz, und so einem fremd wird?
Uli Zeller hat seine Masterarbeit im Theologiestudium zum Thema Demenz und Seelsorge geschrieben. Er arbeitet als Betreuer und Seelsorger in einem Altersheim im deutschen Singen.
Er erklärt Würde folgendermassen: «Jeder Mensch hat das Recht, so zu sein, wie er ist, ohne dass er von anderen manipuliert wird. Würde bedeutet, dass der Mensch deshalb geliebt ist, weil Gott ihn anschaut, ihn geschaffen hat und ihn deshalb unglaublich wertvoll findet – unabhängig davon, was er denn leisten kann.» Bei Demenz solle man nicht die Krankheit an sich sehen, sondern den Menschen.