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Konzertant - Halbszenische Aufführung von Richard Wagner
Lohengrin und Walküre
Antonia Bourvé - Sopran
Peter Bernhard - Tenor
Andrea Del Bianco - am Flügel
Oscar Sales Bingisser - Moderation
Lohengrin
Elsa, die Tochter des verstorbenen Herzogs von Brabant, wird der Tötung an ihrem Bruder bezichtigt. Vor dem Hof des Königs erzählt sie von einem Retter, der ihr im Traum erschienen sei. Im Kampf gegen Telramund, der Anspruch auf das Herzogtum Brabant erhebt, werde er ihre Ehre retten. Lohengrin erscheint und besiegt im Kampf Telramund, lässt ihn aber leben. Allerdings weist er Elsa darauf hin, dass sie niemals nach seiner Herkunft fragen darf, ansonsten er wieder verschwinde, wie er gekommen sei. Sie beide versprechen sich die Liebe. Ortrud, Telramunds Frau, sinnt auf Rache und intrigiert, bis Elsa schliesslich doch nach der Herkunft fragt. Lohengrin entdeckt sich als Gralsritter (im Status eines Halbgottes) und entschwindet mit dem Schwan wieder davon. Es bleibt der junge Gottfried zurück, Elsas verschwundener Bruder, der die Herrschaft über Brabant übernimmt. Elsa stirbt vor Gram.
Die Walküre
Als kleine Kinder wurden die Geschwister Sieglinde und Siegmund früh getrennt. Sieglinde wurde von unbekannten geraubt und Siegmund von seinem Vater getrennt. Beim Wiedersehen nach Jahren der Trennung verlieben sich die beiden, ohne zu wissen, dass sie Geschwister sind. Später wird Wotan Siegmund töten. Brünnhilde, eine Tochter Wotans, rettet Sieglinde vor dem Tod und bringt die schwangere Schwester und Geliebte Siegmunds in Sicherheit. Sie wird Siegfried den Drachentöter gebären, der später den Ring des Nibelungen aus dem Besitz des Drachen befreit.
Anmerkung
Beide Werke beschreiben ein Liebesbekenntnis, das nie einen wirklichen Raum für eine Partnerschaft im gemeinen Sinne ermöglichte. Am ehesten noch die Liebe von Sieglinde und Siegmund aus welcher ja dann ein Kind, nämlich Siegfried, ensteht. Aber für die Liebe an sich gibt es keinen Raum. Richard Wagner versteht es wie kein zweiter Komponist, leidenschaftliche Texte musikalisch perfekt zu untermalen. Natürlich sehr ausschweifend, aber nie profan und sehr präzise die Gefühle beschreibend. Das macht diese Werke zu einem Leckerbissen literarisch-musikalischen Gehalts.
Das künstlerische Konzept der boxopera ist es, die Oper als traditionelles Kulturgut aus dem klassischen Opernhaus in Räume zu übertragen, die bereits Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sind oder neu entdeckt und dadurch auf innovative Weise musikalisch und szenisch belebt werden. Als positiven Nebeneffekt schaffen wir die Möglichkeit, einen «Bühnenraum» zu kreieren, der das Publikum die Oper nicht nur hautnah erleben lässt, sondern es teilweise zu einem Bestandteil der jeweiligen Inszenierung macht. «Thinking out of the box» – ein nicht unbekannter Leitsatz in der Philosophie, der auch die Ausrichtung unseres künstlerischen Teams beschreibt. Dabei geht es nicht darum, die Inszenierungen aus dem Opernhaus herauslösen. Ziel ist es, den traditionellen, erprobten Sehgewohnheiten neue Variationen, Konstellationen und Aspekte gegenüberzustellen, ohne das Werk zerstören zu wollen - manchmal auch durch Minimierung vergrössern, wie etwa unter einem Mikroskop die kleinsten Dinge gross und sichtbar werden.
Die Möglichkeit, neue Spielorte zu entdecken und zu erobern, in einer Fabrikhalle, auf kleinen Bühnen und Kellertheatern, ermöglicht es Protagonisten und dem Publikum neue Perspektiven zu erleben. Natürlich nicht ohne auch mittlere und grosse Bühnen zu berücksichtigen. Ganz bewusst wird die grosse Distanz zum Zuschauer, wie sie in Opernhäusern allein schon durch den Orchestergraben gegeben ist, umgangen. Der Blick des Zuschauers wird zum Brennglas auf den Inhalt. Dieser Spielansatz verlangt von den Künstler:innen Flexibilität und hohe Qualität. Sei es, um das perfekte akustische Zusammenspiel zwischen Sänger:innen und den Musiker:innen zu finden, oder den steten Kontakt zwischen Darsteller:innen und Pianist oder Dirigent zu garantieren. Aber es bedeutet gleichzeitig auch eine Herausforderung, an dessen Ende für die Besucher das unmittelbar authentische Erleben und die Nähe zum Geschehen als Gewinn resultiert.
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Datum
Preis
Einzeleintritt Fr. 35.-
Ermässigung Mitglieder Fr.10.-
Einzeleintritt Student: innen bis 25 Jahre / IV Bezüger: innen / Kulturlegi / Theaterschaffende Fr. 15.-
Kinder / Jugendliche bis 20 Jahre Fr. 10.-
Erwachsene bei Kindervorstellungen Fr. 30.-
Adresse
Klibühni, das Theater
Kirchgasse 14
7000 Chur
Kontakt
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Kategorie
- Oper
- Romantik
Webcode
www.chur-kultur.ch/UauTHw