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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit, das im Jahr 2011 stattfindet, in Zusammenarbeit mit der privaten Trägerschaft zu unterstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die EU hat zur Förderung und Würdigung der entgeltfreien Arbeit das Jahr 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit ausgerufen. Eine im März 2010 publizierte Studie der Europäischen Kommission mit dem Titel "Freiwilligentätigkeit in der EU" zeigt, dass im EU-weiten Durchschnitt rund 22 Prozent der Menschen über 15 Jahre eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. </p><p>Der Bundesrat ist sich des volkswirtschaftlichen Nutzens und der gesellschaftlichen Bedeutung der Freiwilligenarbeit bewusst. Deren Stellenwert ist auch in der Schweiz hoch. Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik leisteten im Jahre 2007 rund 1,5 Millionen Personen oder 24 Prozent der Wohnbevölkerung ab 15 Jahren institutionalisierte Freiwilligenarbeit in einem Verein, einer Organisation oder einer Institution. Ihre unbezahlte Arbeit machte 331 Millionen Stunden aus, was rund 172 000 Vollzeitstellen entspricht. Dazu kommt die informelle Freiwilligenarbeit, etwa in Form innerfamiliärer Pflegeleistungen oder Nachbarschaftshilfe, deren Umfang in etwa demjenigen der institutionalisierten freiwilligen Leistungen entspricht. </p><p>Wie der Bundesrat in Beantwortung des Postulats 07.3718, "Freiwilligenarbeit fördern und anerkennen", im Detail ausgeführt hat, fördert er die Freiwilligenarbeit bereits in vielfältiger Weise. Mit dem am 15. Februar 2010 unterzeichneten und von beiden Räten genehmigten bilateralen Abkommen zur Teilnahme an den EU-Bildungsprogrammen ("Lebenslanges Lernen" und "Jugend in Aktion") bekräftigten Bundesrat und Parlament zudem ihren Willen, auch der international ausgerichteten Freiwilligenarbeit einen gebührenden Platz zu verschaffen. So wird rund ein Viertel des gesamten Programmbudgets von Jugend in Aktion in der Höhe von 885 Millionen Euro für den Europäischen Freiwilligendienst eingesetzt. Der Bund finanziert die offizielle Teilnahme am Programm Jugend in Aktion mit 8,2 Millionen Franken für die Jahre 2011 bis 2013 (ohne Kosten der nationalen Agentur und Begleitmassnahmen). Durch die Programmteilnahme ergeben sich für junge Menschen aus der Schweiz im Alter zwischen 18 und 30 Jahren neue Möglichkeiten im Bereich der grenzüberschreitenden Freiwilligenarbeit innerhalb und ausserhalb Europas. Der Freiwilligeneinsatz wird zudem mittels eines standardisierten Zertifikats ("Youthpass") offiziell bestätigt. </p><p>Der Bundesrat begrüsst die Initiative der EU, durch die geplante Aktion die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den für die Gesellschaft wichtigen Bereich der Freiwilligenarbeit zu lenken, und ist sich ihrer grossen volkswirtschaftlichen Bedeutung bewusst. Mit Ausnahme eines über das skizzierte Mass hinausgehenden finanziellen Engagements unterstützt der Bundesrat deshalb die Initiative von privaten Trägern und Freiwilligenorganisationen, das Themenjahr auch in der Schweiz zu nutzen, um auf ihr wertvolles Engagement aufmerksam zu machen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.