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La Rochelle
Die Gründung der Stadt muss für das 10. Jahrhundert angenommen werden. Im Gebiet um La Rochelle siedelten in der Antike die Santones, ein Stamm der Gallier, von denen die Gegend nahe Saintes, die Saintonge, ihren Namen erhielt. Die Besatzungsmacht der Römer entwickelte entlang der Atlantikküste den dort bislang unbekannten Anbau und die Erzeugung von Wein und die Herstellung von Salz. Sie belieferten damit ihr ganzes Reich. Zeugnisse dieser Epoche sind archäologische Ausgrabungen römischer Villen in Saint- Eloi und in Les Minimes, ferner die von Salzgärten mit Salinen.
Unter Mitwirkung der kosmopolitischen Templer, deren Routen im 12. und 13. Jahrhundert auch nach La Rochelle führten, wurde der Hafen zum grössten der Atlantikküste ausgebaut. Noch heute gibt es eine Strasse Rue des Templiers, die nach den Templern benannt ist. Bis zum 15. Jahrhundert behielt La Rochelle den grössten Hafen Frankreichs. Gehandelt wurde hauptsächlich mit Wein und Salz.
Das Hafenbecken des Vieux Port ist das Zentrum der Altstadt, und wird eingefasst von den Uferstrassen, im Norden vom Quai Duperre und im Westen von der Cours des Dames. Im Winkel der beiden Strassen erhebt sich die Statue des Admiral Duperre, 1775 in La Rochelle geboren, und Kommandant der französischen Flotte bei der Einnahme von Algier im Jahr 1830. Auf der Esplanade Cour des Dames wurden früher Sardinen verkauft und von den Fischern ihre Netze geflickt. Heute ist es Treffpunkt der zahlreichen Touristen und Gaukler sowie der Eis- und Souvernier Verkäufer eingerahmt von zahlreichen Strassenkaffees.
1137 machte Wilhelm X., Herzog von Aquitanien, den Hafen der Stadt zu einem freien Hafen. Für die spätere blühende Geschichte der Stadt zeichnete Eleonore von Aquitanien, deren Grabstätte sich in der Abtei Fontevraud befindet, verantwortlich. Sie verlieh La Rochelle 1199 das freie Stadtrecht, verbunden mit einer bürgerlichen Selbstverwaltung und eigener Gerichtsbarkeit. Damals wurde zum ersten Mal in der französischen Geschichte für La Rochelle ein Bürgermeister benannt, und zwar Guillaume de Montmirail. In dessen Folge wurde jedes Jahr ein neuer Bürgermeister gewählt, aus den Reihen der mächtigsten Familien der Stadt.
Während des Hundertjährigen Krieges fand bei La Rochelle am 22. Juni 1372 eine Seeschlacht zwischen einer kastilisch-französischen und einer englischen Flotte statt. Während die Engländer 40 Schiffe in die Schlacht führten, konnten Spanier und Franzosen 60 Schiffe mit deutlich mehr Personal aufbieten. Franzosen und Spanier siegten entscheidend über die Engländer, womit die Kontrolle über den Kanal zum ersten Mal seit der Schlacht von Sluys 1340 in die Hände Frankreichs fiel.
Sehenswürdigkeiten
Tour St.-Nicolas
Der leicht geneigte zwischen 1317 und 1345 errichtete Turm weist die Merkmale einer Festung auf, und bildet zusammen mit dem gegenüberliegenden Tour de la Chaine das Wahrzeichen von La Rochelle. Er hat einen fünfeckigen Grundriss und ist 42 m hoch. An Stelle der fünf Ecken gibt es drei im Grundriss halbrunde Türme und einen rechteckigen und einen quadratischen höheren Turmanbau, eine Art Donjon. Alle Seiten sind mit Schiessscharten und kleinen Fenstern ausgestattet. Der Turm diente lange als Gefängnis. Eine weit ausladende Zugangstreppe mit seitlichen Mauern, als Strebewerke ausgebildet, vom Boden bis zur Höhe der Treppenbrüstung reichend, erschliesst den Hauptsaal, der von einem eleganten oktogonalen Kreuzrippengewölbe überdeckt wird. Die ins dicke Mauerwerk der Turmwände eingearbeiteten Treppen führen in den darüber liegenden zweiten Saal, von dort weiter zu noch anderen Räumen. Einer davon ist als Kapelle ausgestattet. Darüber liegt die erste mit Zinnen umschlossene Dachterrasse und etwas aufwärts die zweite und höchste Terrasse auf dem Turmanbau, die von Brustwehren mit Schiessscharten und Pecherkern eingeschlossen wird.
Der Name dieses Turms kommt von der grossen Kette (frz.Chaine), die über Nacht zur Blockierung der Hafenzufahrt mit dem Tour St.-Nicolas verbunden wurde. Am Fuss des Turms gibt es davon noch einen Rest. Der im 14. Jahrhundert erbaute Turm war überwiegend ein Pulvermagazin. Er wurde im 17. Jahrhundert teilweise abgetragen. Sein ursprünglicher Turmanbau, der in die Hafeneinfahrt hineinragte, wurde abgerissen, um diese zu erweitern.
Die vom Tour de la Chaine in Richtung Tour de la Lanterne verlaufende Befestigungsmauer, die sich im Mittelalter direkt aus dem Meer erhob, ist die einzige, die von Richelieu nicht zerstört wurde. Er liess sie zum Schutz gegen Angriffe der Engländer stehen.
Tour de la Lanterne
Sein Name deutet auf seine Nutzung als Leuchtturm. Er wurde erst im 15. Jahrhundert errichtet. Die an seinem Fuss anschliessenden sechs Meter dicken Festungsmauern kontrastieren zu der Eleganz des oktogonalen Turmhelms, dessen Rippen mit „Krabben“ verziert sind. Dort oben gibt es die Laterne, die als Leuchtfeuer gedient hat. In der oberen Turmspitze sind noch vier Räume übereinander angeordnet, auf deren Wände zahlreiche Graffiti der dort Inhaftierten erhalten sind (17. und 18. Jahrhundert). Im unteren Teil des Turms befand sich der Saal der Wachen. Von einem vorspringenden Balkon erkennt man bei Ebbe die Fundamente des von Richelieu errichteten Damms, in Höhe von Fort Louis, hinter der Promenade.
Porte de la Grosse Horloge
Den Eingang zur Altstadt von der Hafenseite aus bildet der Uhrenturm mit Tordurchlass. Die den im Grundriss rechteckigen Turm in ganzer Höhe flankierenden Rundtürme werden von Seetrophäen verziert. Der gotische Torturm erhielt im 18. Jahrhundert nachträglich einen Aufbau aus einem Glockenstuhl, auf beiden Seiten mit grossen Uhrzifferblättern bestückt, und von einer Kuppel und einer Laterne gekrönt.
Rathaus
Wie sehr oft in Ortschaften mit protestantischer Geschichte, ist auch in La Rochelle nicht ein Sakralbau, sondern ein Profangebäude, hier das Rathaus, der besondere Glanzpunkt des Stadtzentrums, und dessen bedeutendstes Bauwerk. Bevor man das Rathausgebäude, das um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert erbaut worden ist, betrachten kann, muss man zunächst eine Barrikade überwinden, aus einer eher schlichten gotischen Festungsmauer, mit Wehrgang und auskragenden Pecherkern, auf der linken rechtwinkligen Mauerecke zusätzlich mit einem Belfried bewehrt. Sie umschliesst einen geräumigen rechteckigen Innenhof, der über zwei gotisch gestaltete Tore betreten werden kann, das kleinere für Fussgänger, das grössere für Fuhrwerke. Der schlanke, zylindrische Eckturm beginnt erst in Höhe der Mauerkrone und überragt das Rathaus weit, mit einem sich nach oben bis zur Spitze verjüngenden Turmhelm mit einer offenen Glockenstube. Im Hof erhebt sich die Hauptfassade des prächtigen Renaissancepalastes. Die Bauarbeiten erstreckten sich von der Grundsteinlegung 1544 bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts. Der Einfluss der italienischen Renaissance ist unverkennbar. Das Erdgeschoss wird hofseitig von einer Arkadengalerie mit kannelierten Säulen begrenzt. Im ersten Obergeschoss kann man den ehemaligen Arbeitsraum des Bürgermeisters Jean Guiton besuchen.
Fachwerkhäuser
Die Altstadt
Die Altstadt besitzt einen regelmässigen Grundriss mit rechtwinklig zueinander verlaufenden Strassen, und hat die Charakteristik einer alten Handels- und Geschäftsstadt konserviert. Die sie heute noch in Teilen umschliessenden Wehrmauern und Aussenwerke (oder Ravelins) verraten die Handschrift von Vauban. Das Geschäftsviertel umschliesst im Wesentlichen das Rathaus. Viele Arkadengänge und überdachte Passagen bieten bei jedem Wetter den flanierenden Passanten Schutz. Die ältesten Häuser sind Fachwerkhäuser, deren Holzständer und –riegel oft mit Schieferplatten geschützt sind.
Faszinierende Unterwasserwelten im
Aquarium von La Rochelle
Im Aquarium gibt es sage und schreibe 65 Becken; hier leben nicht nur die exotischsten Fischarten, sondern auch Meeresschildkröten. Immerhin 10.000 Tiere leben in den verschiedenen Becken - nicht nur die Bewohner des Atlantiks, sondern auch einige tropische Vertreter kann man hier bestaunen.
Besondere Attraktion ist das Haifischbecken, welches 1,5 Millionen Liter Meerwasser fasst und in welchem mehr als 20 Haiarten leben. Auch der 365°-Tunnel, in welchem man von Tausenden von Quallen umgeben ist, wird von den Touristen besonders gerne besucht. Für die kleinen Besucher besonders interessant ist das "Streichelbecken" mit seinen zahlreichen Rochen.
Im tropischen Gewächshaus wiederum kann man nicht nur Wasserschildkröten und tropische Fische, sondern auch zahlreiche seltene Orchideenarten entdecken. Highlight hier ist die riesige Hängebrücke, welche direkt in den Regenwald führt.
Für alle die
nicht Gelegenheit haben dieses Aquarium zu besuchen und in die
geheimnisvolle, phantastische und faszinierende Unterwasserwelt
einzutauchen habe ich eine Dia Show mit fast 200 Fotos gemacht
um auch ihnen Gelegenheit zu geben diese einzigartige,
wundervolle Unterwelt kennen zu lernen. Durch die grosse Anzahl
Bilder braucht es, je nach Schnelligkeit ihres Computers, einen
Moment bis die Daten übertragen wurden. Geniessen sie die Show
im Vollbildschirm Modus. Viel Vergnügen.
Zweiter Weltkrieg
Im fünf Kilometer entfernten La Rochelle-La Pallice baute die Organisation Todt ab April 1941 einen U-Boot-Bunker, der heute nicht mehr zu besichtigen ist. Ab 1943 unterhielt die Kriegsmarine ein Marinelazarett in der Stadt.
Die Stadt La Rochelle sowie die Hafenanlagen in La Pallice blieben bis zur bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 in deutscher Hand. Im Rahmen eines Stillhalteabkommens zwischen dem deutschen Festungskommandanten Vizeadmiral Ernst Schirlitz und dem französischen Unterhändler Capitaine de Fregate Hubert Meyer wurde vereinbart, auf eine befohlene Zerstörung der Stadt- und Hafenanlagen zu verzichten, sofern die alliierten Truppen die in La Rochelle eingekesselten Deutschen nicht angreifen würden. Die sogenannte Konvention von La Rochelle führte letztlich dazu, dass Stadt- und Hafenanlagen von La Rochelle nach der deutschen Kapitulation unversehrt übergeben werden konnten, während andere Atlantikstädte wie z.B. Royan noch im April kurz vor Kriegsende völlig zerstört wurden.
Wohnmobil
Parking Port verte
Mein Tipp: Der Parkplatz auf der Rückseite des Aquariums. Am Aquarium und den PW Parkplätzen vorbei fahren und beim Kreisel rechts auf den Grossparkplatz Pace B. Moitessier fahren. Dank Sackgasse nachts absolut ruhig und stadtnah. Anfahrt Empfehlung morgens bis 9:00 Uhr oder abends ab 18:00 Uhr da tagsüber der Platz stark belegt ist. Das Übernachten ist gestattet, ich stand vier Tage dort. Wenn man zu Fuss 50 Meter weiter geht steht man bei der Durchfahrtssperre mit rotem Lichtsignal. Gleich danach rechts am Musee Maritime Bunker und den Werften vorbei ist man in 3 Minuten im Zentrum. Zum Einkaufen über das zweite Rotlicht gehen, links ein MC Donald und gleich rechts ein Carrefour City, geöffnet von 7:00 bis 22:00 Uhr.