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Mehr als 160'000 Vertriebene im Osten von Tschad müssen besser geschützt werden: Der UNO-Experte und Berner Rechtsprofessor Walter Kälin forderte die Behörden auf, ihre Anstrengungen zu verdoppeln.Dieser Inhalt wurde am 11. Februar 2009 - 16:43 publiziert
Kälin beklagte nach einer sechstägigen Mission im Tschad zudem "die Rekrutierung von Kindern durch die verschiedenen bewaffneten Gruppen und die geschlechtsspezifischen Verletzungen, welchen vertriebene Mädchen und Frauen ausgesetzt sind", wie die Vereinten Nationen (UNO) in einem Communiqué am Mittwoch mitteilten.
Beunruhigt äusserte sich Kälin über die Verbreitung von Waffen, die Militarisierung in den Vertriebenenlagern, die Kriminalität und das Klima der Straflosigkeit. "Eine solche Situation führt zu einer Schutzkrise und verhindert es, in grossem Massstab nachhaltige Lösungen für vertriebene Personen anzustreben", betonte er.
Dringend müsse in den Rückkehrgebieten eine staatliche Präsenz aufgebaut werden, fügte der Vertreter des UNO-Generalsekretärs an. Dabei gehe es auch um den Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung.
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