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Formal wird der 24. Juni 1717 als der Gründungstag der Freimaurerei betrachtet, weil er am Anfang einer die Welt umspannenden Bewegung steht. Drei operative Werkmaurerlogen mit je 18 Mitgliedern und eine spekulative Loge mit 71 Mitgliedern fanden sich zusammen und gründeten im Kirchspiel von St. Paul in London die „Grossloge von London und Westminster”.
Die besondere Form dieses Männerbundes, der sich höchst wahrscheinlich im Anschluss an die Steinmetzbruderschaften entwickelt hatte, ging von England aus und hat von dort aus die ganze zivilisierte Erde erobert.
Vieles spricht dafür, dass die Grossloge von London und Westminster zur Bewältigung der bestehenden Krise gegründet wurde. Die drei operativen Logen litten unter massivem Mitgliederschwund, und sie wollten einen neuen Weg einschlagen, indem sie sich mit einer erfolgreicheren, spekulativen Loge zusammenschlossen, womit auch die Geselligkeit besser gepflegt werden konnte.
Ein weiterer Grund war vermutlich auch die Konzentration der Wohltätigkeit innerhalb der Bruderschaften, die immer als eine wichtige Aufgabe der Zünfte und Gilden gegolten hat.
Die Schweizerische Grossloge ALPINA, der Dachverband der traditionell arbeitenden Freimaurerlogen der Schweiz wurde 1844 von 14 Logen und 774 Brüdern gegründet.
Jonas Furrer, Mitbegründer der Schweizerischen Grossloge und Mitglied der Freimaurerloge Akazia in Winterthur, war massgeblich beteiligt an der Schaffung der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft von 1848, deren Grundprinzipien weitgehend freimaurerischen Idealen und Forderungen entsprachen; er wird erster Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Der Luzerner Freimaurer Paul Vital Ignaz Troxler (1780 - 1866) aus Beromünster unterbreitete in einer eigenen Schrift dem Verfassungsrat den Vorschlag, die amerikanische Verfassung als Vorbild zu nehmen und ebnete damit den Weg zu dem föderalistischen Zweikammersystem, wie wir es heute noch kennen.
Eine weitere Quelle der Bundesverfassung war die vom Freimaurer Marquis de Lafayette Ende des 18. Jahrhunderts entworfene „Erklärung der Menschenrechte”, die mit dem berühmten Satz beginnt „La nature à fait les hommes libres et égaux” („Von Natur aus sind alle Menschen frei und gleich geboren”).
Die Schweizerische Grossloge ALPINA vertritt die gemeinsamen Interessen der Logen, fördert den Kontakt unter den Logen und vertritt die schweizerischen Freimaurer gegen aussen.