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Koloniale Herrschaft von Europäern – und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch von Nordamerikanern und Japanern – über grosse Teile der Erde war ein herausragendes Merkmal der Weltgeschichte zwischen etwa 1500 und 1960. Angesichts der extrem unterschiedlichen Entwicklung der früheren Kolonialgebiete in Amerika, Asien und Afrika stellt sich heute die Frage nach einer differenzierten Bewertung der Wirkungen des Kolonialismus. Diese grundlegend überarbeitete Neuauflage unterscheidet Formen und Epochen des Kolonialismus. An Beispielen aus allen Imperien der Neuzeit schildert das Buch Methoden der Eroberung, Herrschaftssicherung und wirtschaftlichen Ausbeutung, Formen des Widerstands, das Entstehen besonderer kolonialer Gesellschaften, Spielarten kultureller Kolonisierung sowie kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Kolonien und Metropolen. Es wird in der Reihe C.H.Beck Wissen ergänzt durch einen eigenen Band zur Dekolonisation.
Portrait
Jürgen Osterhammel ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Konstanz. Jan C. Jansen ist Akademischer Mitarbeiter an der Universität Konstanz.