Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/454

Mit dem heutigen Beitrag möchte ich die geotektonischen Abläufe unseres Planeten von einer anderen Seite angehen. Es ist ein Erklärungsversuch, der – wie so oft in der Wissenschaft – an den Rand gedrängt, ja sogar zum Tabu erklärt wurde. Es ist die Theorie der Erdexpansion.
Im Kern steht die Beobachtung, dass die Kontinentalplatten nicht nur im Atlantik, sondern auch im Pazifik ineinander passen (Grafik unten links). Da der Pazifik aber so gross ist, fällt es schwer dies zu erkennen. Veranschaulicht wird dies in der Animation rechts unten. Wenn man die Erde im Modell auf die Weise schrumpft, wie sie ursprünglich auch gewachsen ist, erkennt man, dass sämtliche Landmassen wie Puzzleteile ineinander passen. Selbst beim Atlantik fügen sich die Landmassen besser zusammen als es bei der heute akzeptierten Theorie eines Superkontinents der Fall ist und bei dem alle Kontinente auf einer Seite der Erdkugel zusammen haften.
Links: heutige Verteilung der Kontinente und Ozeane, Quelle: Internet. Rechts: Erdexpansion, Quelle: Internet.
Vor 180 Millionen Jahren gab es keine Ozeane oder Meere, nur flache Seen. Als die Erde wuchs, entstanden Risse in der Oberfläche, eine Art Schwangerschaftsstreifen auf einem wachsenden Bauch, und da Risse tiefer liegen als Kontinente, sammelte sich dort Wasser. Also liegen alle neuen Flächen unter dem Meeresspiegel.
Das Alters des Ozeanbodens nach Farben in Millionen Jahre dargestellt: Rot: 0 bis 20; Orange: 20 bis 48; Gelb: 48 bis 69; Grün: 69 bis 118; Türkis: 118 bis 142; Blau: 142 bis 180. Die Kontinente sind in grau dargestellt, ihre ältesten Gesteine sind mehr als 2 Milliarden Jahre alt. Quelle: Internet
Nimmt man die Karte und setzt sie in ein 3D-Model, d.h. lässt man die neusten (roten) Gebiete als erstes verschwinden, gefolgt von den älteren Gebieten (orange, gelb, grün, türkis und blau), dann stellt man fest, dass die Kontinentalplatten ohne Grössenveränderung, Rotation oder Landverschiebungen perfekt ineinander passen. Man erkennt zudem, dass der pazifische Ozean zwar grösser, aber nicht älter als der atlantische ist. Er sprang einfach nur schneller auf.
Damit wird die Theorie der Plattentektonik und die Existenz eines Superkontinents, z.B. Pangaea im Perm und seinen auseinander driftenden Kontinenten in Frage gestellt. Die Tragweite dieser Theorie ist immens. Nicht nur wäre damit die derzeitige Lehre von der Plattentektonik widerlegt, welche erst seit den 60er Jahren allgemein akzeptiert wird, sondern – und das ist viel spannender – es würde bedeuten, dass durch einen Prozess Materie im Inneren unseres Planeten entsteht. Dieser Frage und der Hypothese der Erdexpansion widmet sich während 45′ die sehr interessante arte Dokumentation – und sie bewegt sich doch!
Damit möchte ich das komplexe Gebiet der Geotektonik mit ihren kontroversen Theorien verlassen. Es war mir ein Anliegen über geologische Ereignisse, ausgelöst von den Erdbeben im Himalaya, diverse Erklärungsansätze gängiger oder eben weniger gängiger Theorien zu diskutieren. Die Wissenschaft entwickelt sich nur über die Gegensätze und Theorien sind immer mit einer gesunden Portion Skepsis zu konsumieren!