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Hollywood-Legende Burt Reynolds ist tot. Wie sein Manager dem «Hollywood Reporter» sagte, starb der 82-Jährige nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus. Der Star litt seit Jahren an Herzproblemen.
Ein bewegtes Leben
Am 11. Februar 1936 wird Burton Leon «Burt» Reynolds als Sohn eines Polizeichefs in Michigan geboren. Der Schauspieler wird dank eines College-Football-Stipendiums an der «Florida State University» aufgenommen. Sein Glück währt allerdings nur kurz: Mit 19 Jahren muss er seine Karriere als Sportler wegen eines Autounfalls und einer Knieverletzung an den Nagel hängen.
Der Weg zu Schauspielerei und Regie
Reynolds wechselt vom Sport zur Schauspielerei. Nur ein Jahr später, im Jahr 1956, gewinnt er den «Florida State Drama Award». Der Jungschauspieler ergattert daraufhin ein Schauspiel-Stipendium und zieht nach New York. Er arbeitet zunächst als Stuntman für verschiedene Fernsehproduktionen.
Sein Debüt als Schauspieler gibt Reynolds in dem TV-Film «Mister Roberts». Im darauffolgenden Jahrzehnt ist er in verschiedenen Serien und Filmen zu sehen. Seinen Durchbruch hat er mit 36 Jahren mit seiner Rolle in «Beim Sterben ist jeder der Erste» (1972). In dem Abenteuerfilm spielt Reynolds einen Grossstädter, der mit seinen Freunden eine verhängnisvolle Kanufahrt unternimmt. Das Actiondrama gilt bis heute als Klassiker und als Reynolds bester Film.
Im Jahr 1966 wechselt der US-Amerikaner als Regisseur für eine Folge der Serie «Hawk» zum ersten Mal hinter die Kamera. 34 Jahre später führt er bei «Letzte Ausfahrt Hollywood» (2001) zum letzten Mal Regie.
Bestbezahlter Star seiner Zeit
Durch seine Actionkomödien wie «Ein ausgekochtes Schlitzohr» (1977) oder «Auf dem Highway ist die Hölle los» (1981) wird er zum bestbezahlten Schauspieler seiner Zeit. Er erhält Gagen bis zu fünf Millionen Dollar pro Film.
Das Sexsymbol
Für die Aprilausgabe der «Cosmopolitan» posiert Burt Reyonalds nackt auf einem Bärenfell. Das Bild gilt als das erste Ausklappfoto eines Mannes. Die Anzahl seiner Verehrerinnen schnellt nach diesem Foto in die Höhe. Die Ausgabe verkauft sich 1.5 Millionen Mal. Das Sexsymbol bereut bis zuletzt, nackt posiert zu haben.
Der Fluch des Actionstars
Reynolds ist beim Publikum für seine Actionrollen bekannt und beliebt. Sein Image ist so verfestigt, dass ihn das Publikum in anderen Rollen nicht sehen will. Bis Ende der 1980er-Jahre dreht er Fortsetzungen seiner Erfolgsfilme. Danach kommt seine Karriere ins Stocken. Für Actionrollen ist er langsam zu alt. Er kehrt zum Fernsehen zurück und spielt in Hollywood-Filmen nur noch Nebenrollen, die keine Beachtung finden.
Turbulentes Privatleben
Burt Reynolds hat kein Glück in der Liebe. Mit seiner ersten Frau, der Schauspielerin Judy Carne, ist er von 1963 bis 1965 liiert. Seine zweite Ehefrau Loni Anderson heiratet er 13 Jahre später. Mit Anderson hat Reynolds den Adoptivsohn Quinton. Doch auch diese Ehe hält nur fünf Jahre: 1993 lässt sich das Paar scheiden. Eine Schlammschlacht, die von den Medien ausgeschlachtet wird. Danach geht Reynolds Karriere bachab. 1996 und 2011 muss er sogar Konkurs anmelden, weil er die Raten für sein Haus in Florida nicht zahlen kann.
Nach einer turbulenten Karriere kehrt der ehemalige Action-Star 2017 mit grossem Erfolg zurück auf die Leinwand: Im Film «Dog Years» spielt er die Hauptrolle – als ein in die Jahre gekommener Filmstar.
Programmhinweis
Zum Tod von Hollywood-Legende Burt Reynolds zeigen wir folgende Filme:
- Freitag auf Samstag, 8.9.2018, 00:30 Uhr, SRF 1: «Ein ausgekochtes Schlitzohr»
- Sonntag auf Montag, 9.9.2018, 01:10 Uhr, SRF 1: «Boogie Nights»