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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00601 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 30. November 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, gelernter kaufmännischer Angestellter (vgl. Urk. 14/5 Ziff. 5.3), meldete sich am 1 0. November 2014 u nter Hinweis auf eine seit Oktober 1991 bestehende lebenslang deformierte Schulter rechts mit nur noch einer Nervenbahn bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/5 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerblich e Situation ab und zog Akten der Suva (Urk. 14/15 ) bei. Am 29. April 2015 auferlegte die IV-Stelle dem Ver sicherte eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer mindestens sechsmona tigen Alkoholabstinenz und forderte ihn auf, ihr bis 10. Juni 2015 mitzuteilen, bei welchem Arzt oder bei welcher Ärztin er die Massnahme durchführen wolle (vgl. Urk. 14/21). Da sich der Versicherte hierzu auch nach erneuter Auffor de rung seitens der IV-Stelle (vgl. 14/22) nicht vernehmen liess, stellte sie mit Vor bescheid vom 15. März 2016 (Urk. 14/44) die Abweisung des Leistungsbe geh rens infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht in Aussicht. Nachdem der Ver sicherte dagegen am 29. März 2016 Einwände (Urk. 14/45) erhoben hatte, ver neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 14/47) einen An spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Mit Verfügung vom 13. Mai 2016 (Urk. 14/49) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 9. Mai 2016 wiederer wägungsweise auf. Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren (Urk. 14/63; Urk. 14/64, Urk. 14/72) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. April 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 14/77 = Urk. 2) 2. Der Versicherte erhob am 23. Mai 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. April 2017 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei en ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; insbesondere sei ihm ab April 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei der Fall für die weitere Sach-verhaltsabklärung und insbesondere für die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2017 ( Urk. 13 ) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 7. November 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 15 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs un fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über wind bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krankheitswert besteht, welche s die ver sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 1.3 Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamt würdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforder lich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psy chi schen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkohol sucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass aus v er sicherungsmedizinischer Sicht kein die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschrän kender Gesundheitsschaden vorliege. D ie erstmals gestellt Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung sei unter Berücksichtigung der bisherigen Lebens geschichte nicht nachvollziehbar, und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Verhal tens auffälligkeiten beruhten nicht auf einer dauerhaften gesundheitlichen Ein schränkung und beträfen somit eine versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für den Arbeitgeber (S. 1 f.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, er sei lediglich noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig, wobei auch eine solche Tätigkeit aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nur stark reduziert möglich sei (S. 5 unten). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein invali den versicherungsrechtlich relevanter Alkoholkonsum zweifelsohne zu bejahen. So habe dieser neben zwei aktenkundigen Unfällen bereits zu weiteren Folge erkrankungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Es sei völlig illusorisch zu glauben, dass ihm krankheitsbedingt ausserhalb des geschützten Rahmens ein abstinentes Leben zumutbar sei. Aufgrund seiner fehlenden Krankheitseinsicht bestehe unmittelbare Lebensgefahr (S. 6 f. Rz 10-11). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerdegegnerin den relevanten Sachverhalt genügend abgeklärt hat. 3. 3.1 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 4. Februar 2015 (Urk. 14/18/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - dislozierte Humeruskopffraktur rechts (dominant, four-part nach Neer) vom 22. Juni 2014 - intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Status nach geschlossener Reposition und Stabilisierung mit dyna mischer Hüftschraube (DHS) am 7. April 2014 (Operateur Dr. med. Stephan Sager, Leitender Arzt Chirurgie, See Spital Horgen) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma nach Sturz am 5. Juli 2013 - initielle CT: traumatische Subarachnoidalblutung (SAB), frontobasale Kontusionsblutungen beidseits Subduralhämatom rechts, undislozierte Schädelbasisfraktur rechts mit Frakturausläufern an den Canalis condylaris, das Foramen jugulare und den Canalis hypoglossi, undis lozierte Kalottenfraktur mit Rissquetschwunde (RQW) occipital - cCT vom 5. September 2013: Vollständige Resorption der bilateralen frontobasalen Kontusionsblutungen mit residuellen gliotischen Ver än derungen. Aktuell beginnende Konsolidation der bekannten occipi talen Kalottenfraktur sowie der Schädelbasisfraktur - Alkoholintoxikation am 5. Juli 2013 - initial 3.6 Promille - infektassoziiertes intermittierend tachykardes Vorhofflimmern, kurz zeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - Aspirationspneumonie, 6. Juli 2013 - Nachweis von vergrünenden Streptokokken, Streptokokkus pneu moniae, Hämophilus influenzae, am ehesten im Rahmen einer Koloni sation - chronische Schulterschmerzen rechts bei Messerstichverletzung 1991 Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte rezidivierende Krampfanfälle seit dem 6. Juli 2013 (zweimalig Grand mal Anfall 6. Juli 2013, nicht-konklusives Krampfereignis am 11. Juli 2013, Differenzial diagnose Alkohol-Entzug) und einen Status nach Osteophytenfraktur Vorder kante Halswirbelkörper (HWK) 5 (Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juni 2014 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 16. Dezember 2014 erfolgt (Ziff. 1.2). Vom 27. Juni 2014 bis zur Wiedervorstellung am 24. März 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Der Patient gebe noch Schmerzen im Bereich der rechten Schulter an. Derzeit werde eine intensive physio thera peu tische Beübung zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und zur Linderung der Schmerzsymptomatik durchgeführt (Ziff. 1.7). Bei weiterhin positivem Heilungs verlauf sei mit dem Erlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Ziff. 1.9). Der Patient habe sich am 27. Juni 2014 zu Fuss auf ihrer Notfall station vorgestellt und berichtet, am 22. Juni 2014 während eines Besuches seiner Kinder im Tessin beim Versuch seine Krücke (wegen der Schenkel hals fraktur vom 7. April 2014) aus einem Bach zu holen, einen Stolpersturz mit Kopfanprall und Schulterkontusion rechtsseitig gehabt zu haben. Es habe eine initiale Betreuung durch das Spital Bellinzona stattgefunden, der Patient habe aber dann eine operative Versorgung seiner Humerusluxationsfraktur abgelehnt, weil er zu Hause seine Katze betreuen müsse (Ziff. 1.4). 3.2 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 14/19/5-7) folgende Diagnosen (S. 1 f.). - mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma am 2. Februar 2015 - rezidivierende generalisierte Krampfanfälle, Differenzialdiagnose Entzugs-Epilepsie - initialer GCS 8 - temporale und occipitale Kalottenfraktur, Differenzialdiagnose vorbe stehend - Nasenbeinfraktur - Kontusionsblutungen fronto-polar beidseits links mehr als rechts - subgaleales Hämatom parietal rechts - Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 5. Juli 2013 - traumatische SAB - Subduralhämatom rechts - frontobasale Kontusionsblutungen beidseits - undislozierte Schädelbasisfraktur rechts und Kalottenfraktur rechts - Verdacht auf symptomatische Epilepsie, Differenzialdiagnose post trau matisch, Differenzialdiagnose Alkohol induziert - Status nach fokal komplexem Anfall am 11. Juli 2013 - antiepileptische Therapie von Patienten nicht toleriert (aktenanam nes tisch) - frontale Spaltbildung HWK 5 bei alter Osteophytenfraktur - am ehesten ohne frische Traumafolgen bei erhaltenem Alignement, Differenzialdiagnose frische Fraktur - bekannte Osteophytenfraktur ebendort Juli 2013 - erhebliche degenerative Veränderungen der HWS - multifaktorielles Delir - Status nach infektassoziiertem, intermittierend tachykardem Vorhof flimmern, Juli 2013 - kurzzeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - verheilte intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Plattenosteosynthese mittels DHS am 7. April 2014 (Seespital Horgen) - verheilte Humeruskopffraktur rechts vom 22. Juni 2014 - Plattenosteosynthese mittels PHILOS am 1. Juli 2014 - chronische Schulterschmerzen nach Messerstich-Verletzung 1991 - Cholezystolithiasis, Erstdiagnose 2. Februar 2015 - chronischer Alkoholgebrauch - delirantes Zustandsbild Juli 2013 Die Ärzte führten aus, es sei eine notfallmässige Zuweisung per Sanität erfolgt. Laut Übergabe sei der Patient am Morgen des 2. Februar 2014 beim Bier ein kaufen zusammengesackt und dabei auf den Hinterkopf geprallt. Fremdanam nestisch habe zweimalig ein generalisierter Krampfanfall stattgefunden, in Anwe senheit des Rettungsdienstes dann ein drittes Mal. Aufgrund des epilep tischen Anfalls sei die initiale Therapie mit nasalem Midazolam erfolgt, worauf der Krampf sistiert habe. Danach sei der primäre GCS von 8 auf 3 gefallen, weshalb prähospital die Schutzintubation erfolgt sei. Computertomographisch habe sich das oben genannte Verletzungsmuster ergeben, und der Patient habe noch im Schockraum extubiert werden können (S. 2 oben). Die Ärzte führten aus, aufgrund schlechter Führbarkeit des Patienten sei eine Sitzwache eingerichtet worden. Bei persistierenden hyperaktiven deliranten Zu ständen und uneinsichtigem sowie urteilsunfähigem Patienten sei Rücksprache mit den Kollegen der Psychiatrie gehalten und eine Therapie mit Dipiperon begonnen worden. Am 5. Februar 2015 sei die Übernahme durch das Sanato rium Z.___ erfolgt (S. 3 oben). 3.3 Med. pract. A.___, Oberärztin, und Dr. med. B.___, Assistenzarzt, Sana torium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 16. März 2015 (Urk. 14/20 /6-8) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 5. bis 2 7. Februar 2015 zur stationären psychiatrischen Behandlung folgende Diagnose (S. 1): - psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol; Abhängigkeits syn drom (ICD-10 F10.2) - rezidivierende Stürze mit Status nach Schenkelhalsfraktur rechts am 7. April 2014 und Status nach Humeruskopffraktur rechts am 2 2. Juni 2014 - Status nach Schädelhirntrauma am 2. Februar 2015 und am 5. Juli 2013 - rezidivierende epileptische Anfälle (am ehesten entzugsbedingt), aktuell unter Alkoholkarenz und Phenobarbital anfallsfrei Als Nebendiagnose nannten die Ärzte eine psychische und Verhaltensstörung durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2). Die Ärzte führten aus, d er Pati ent sei am 5. Februar 2015 per fürsorgerische Unterbringung vom Universitätsspital Y.___ (Un fall chirurgie) wegen akuter Selbstgefährdung im Rahmen eines Verwirrt heits zu standes nach Alkoholen t zugskrampfanfall und Schädel-Hirntrauma zur Weiter be handlung ins Sanatorium Z.___ verlegt worden (S. 1 Mitte). Die vom Universitätsspital Y.___ begonnene Anfallsprophylaxe mit Phenobarbital sei von ihnen weiter geführt worden, bei ansonsten unkompliziertem Alkoholentzug ohne relevante Entzugs symptome beziehungsweise Rückfall. Die Leberwerte seien unter Alkoholkarenz im Verlauf rückläufig gewesen. Auf der Station habe sich der Patient angepasst und freundlich verhalten. Es sei zu einem einmaligen Alkoholkonsum während des Aufenthaltes am 2 0. Februar 2015 gekommen (S. 2 unten). Eine stationäre oder ambulante suchtspezifische Nachbetreuung habe er zu nächst abgelehnt und angegeben, nie gänzlich auf Alkohol verzichten zu wollen. A ufgrund der fehlenden Krank heits einsicht und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf das gesundheitliche Risiko im Falle eines Weiterkonsums von Alkohol und Medikation (Phenobarbital, Gefahr des Atemstillstandes) beziehungsweise eines Absetzens der Medikation (erneute Krampanfälle mit Gefahr von Stürzen und lebensbedrohlichen Verletzungen, unter anderem intrakranielle Blutungen), hätten sie bei unzureichender Stabilisierung ein hohes bis lebensbedrohliches Risiko für den Patienten bei Austritt in die häusliche Weiterversorgung ohne Sicherung einer ausreichend en ambulanten Weiterversorgung und Weiterbe treu ung gesehen. Es sei en daher eine Gefahrenmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ( KESB ) sowie ein Antrag auf Beistandschaft gestellt worden (S. 3 oben). 3.4 Dr. med. C.___, Oberarzt, und med. pract. D.___, Assistenzärztin, Sanatorium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 8. Januar 2016 ( Urk. 14/42) nach erneuter stationärer Behandlung des Beschwerdeführers vom 1 0. November bis 1 4. Dezember 2015 (vgl. Ziff. 1.3) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, mnestisches Syndrom (ICD-10 F10.6), bestehend seit unbekanntem Zeitraum - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanz ge brauch (ICD-10 F10.25) Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Leberzirrhose ( Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei per fürsorgerische Unterbringung am 10. November 2015 über das See Spital Horgen notfallmässig zur Krisenintervention eingetreten. Laut Fremdanamnese sei es ihm nicht mehr möglich, sich in seiner Wohnung selbständig zu versorgen. Sein Einspruch gegen die fürsorgerische Unterbringung sei im Verlauf am 1 7. Novem ber 2015 durch das Gericht abgelehnt worden. Parallel dazu habe die KES B eine behördlich e fürsorgerische Unterbringung ein geleitet (Beschluss vom 25. November 2015) und der Beschwerdeführer habe eine Beiständin zugewie sen bekommen. Dem aktuellen Alkoholentzugssyndrom sei während des stationären Aufent hal tes mit diversen Medikamenten erfolgreich entgegengewirkt worden. In den ärztlichen und bezugspflegerischen Gesprächen habe sich deutlich eine kogni tive Schwäche des Patienten gezeigt, indem es ihm immer wieder schwer gefallen sei, adäquat auf Fragen zu antworten. Auf die Frage, ob er ein Alkoholproblem habe, habe er mit Nein geantwortet. Der Patient sei nur teil weise bis gar nicht krankheits- und behandlungseinsichtig. Es bestünden keine Hinweise auf Suizidalität oder Fremdgefährdung ( Ziff. 1.4). 3.5 Med. pract. E.___, Leitender Arzt, Pflegezentrum F.___, stellte in seinem Bericht vom 2 7. Juni 2016 ( Urk. 14/53/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschüt zen der Umgebung (ICD-10 F10.21) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung (ICD-10 F10.71) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, andere kognitive Beeinträchtigungen (ICD-10 F 10.74) - vermutlich seit vielen Jahren bestehendes Alkoholabhängig keits syn drom, welches vom Patienten bagatellisiert werde Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte med. pract. E.___ eine dekompensierte Leberzirrhose Child C, grosse Oesophagusvarizen mit red spots, eine Refluxoesophagitis Grad II, Fundusvarizen, eine hypertensive Gastropathie, einen Diabetes mellitus Typ II seit April 2016, eine leichte Niereninsuffizienz, wahrscheinlich prärenal bedingt und eine Läsion des rechten Schultergelenks mit unvollständiger Hebung des rechten Armes (Ziff. 1.1). Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 14. Dezember 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 15. Juni 2016 erfolgt (Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in leitender Funktion bei der Swisscom bestehe seit dem 14. Dezember 2016 (richtig wohl: 2015) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestehe ein Mangel bei Tätigkeiten, die geplant werden müssten. Dazu habe der Patient unrealistische Vorstellungen von seiner Arbeitsleistung. Er überschätze sich masslos, sein Sozialverhalten sei enorm gestört, er gerate immer wieder in Konflikte und werde von den Mit bewohnern gemieden. Kognitive Störungen seien zu vermuten, weshalb der Patient zur kognitiven Testung im Psychiatrie-Zentrum I.___ angemeldet worden sei. Gegenwärtig arbeite er nur sechs Stunden in der Woche in einer geschützten Werkstatt. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei für 10 Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt möglich (Ziff. 1.7). Med. pract. E.___ führte aus, der Patient bagatellisiere sein Alkoholabhängig keitssyndrom und verkenne seinen äussert schlechten körperlichen Zustand. Ausserhalb des Rahmens der geschlossenen Abteilung sei mit der Gefahr lebens gefährlicher Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder mit der Entglei sung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen (Ziff. 1.4). 3.6 Dr. med. G.___, Oberärztin, und lic. phil. H.___, Fachleiterin Neuropsychologie, Psychiatriezentrum I.___, Clienia J.___, nannten in ihrem neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 5. Septem ber 2016 ( Urk. 14/58) nach am 29. Juli 2016 in ihrem Zentrum durchgeführter Untersuchung des Beschwerdeführers als Diagnose eine leichte kognitive Störung mit Aufmerksamkeits- und exekutiven Defiziten, ätiologisch-pathoge ne tisch am ehesten im Rahmen des übermässigen Alkoholkonsums (ICD-10 F10), allenfalls verstärkt durch die beiden Schädel-Hirn-Traumata in den Jahren 2013 und 2015 (S. 6 oben). Die Fachpersonen führten aus, im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich beim Patienten bei einem grössten teils unauffälligen kognitiven Leistungsvermögen leichte Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen objektivieren lassen. Be züg lich der allgemeinen intellektuellen Leistungen hätten sich kursorisch geprüft Hinweise auf ein überdurchschnittliches prämorbides Intelligenzniveau ergeben (S. 5 Mitte). Zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, bei einer leichten kognitiven Störung sei die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen in der Regel nicht eingeschränkt. Schwierigkeiten seien aufgrund der exekutiven Defizite vor allem bei Aufgaben zu erwarten, die von routinierten Handlungen abwichen und ein hohes Mass an Komplexität auf wiesen. Die oben dargestellten Befunde bezögen sich jedoch nur auf die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht berücksichtigt worden seien dabei die so wohl fremdanamnestisch beschriebenen als auch beobachteten Verhaltensauf fälligkeiten. Zudem habe der Patient ein deutlich ausgeprägtes Bagatellisie rungs verhalten (S. 6 Mitte). Die in der Untersuchung objektivierte deutliche Konfabulationstendez scheine auch in den Eigenangaben des Patienten durch zudringen. Die beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten vermöchten die Funk tions fähigkeit in Alltag und Beruf zusätzlich zu beeinträchtigen. Aus den Äusserungen des Patienten lasse sich erahnen, dass er nicht Willens sei, die im stationären Rahmen erarbeitete Abstinenz aktuell aufrecht zu erhal ten. Bei Wiederaufnahme des Alkoholkonsums bestehe jedoch die akute Gefahr einer erneuten Verschlechterung der kognitiven Funktionen, was aus neuropsy chologischer Sicht tunlichst zu vermeiden wäre (S. 6 unten) 3.7 Med. pract. E.___ führte in seinem Bericht vom 2 1. Februar 2017 ( Urk. 14/74) aus, der Beschwerdeführer sei am 14. Dezember 2015 auf die geschlossene Abteilung des Pflegezentrums F.___ eingetreten, dies im Rahmen einer fürsor gerischen Unterbringung, die von der KESB des Bezirks K.___ ausgesprochen worden sei. Der Beschwerdeführer befinde sich aus heutiger Sicht nach wie vor gegen seinen ausdrücklichen Willen in ihrer Einrichtung. Er sei am 10. Novem ber 2015 notfallmässig ins Sanatorium Z.___ zugewiesen worden, nachdem er während der polizeilichen Wohnungsräumung mit dem Messer im betrun kenen Zustand Drohungen gegen sich und andere ausgesprochen habe. Er habe seine Miete nicht mehr bezahlt, seine Wohnung sei völlig verwahrlost gewesen, und er habe erhebliche Mengen Alkohol konsumiert (S. 1 Mitte). In seiner Beurteilung führte med. pract. E.___ aus, der Beschwerdeführer leide neben der Alkoholabhängigkeit unter einer kombinierten Persönlichkeits störung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen, was zu einer deutlichen Störung des Sozialverhaltens und immer wieder zu Konflikten im Zusammenleben mit anderen Menschen führe. Dies mache ihn unfähig, sich trotz seiner überdurchschnittlichen Intelligenz ( IQ bei psychologischer Testung auf 136 geschätzt) sozial zu integrieren. Sein Verhalten verunmögliche es ihm, sich erfolgreich um einen geeigneten Arbeitsplatz zu bemühen, und es sei als unrealistisch zu betrachten, dass er auf dem freien Arbeitsmarkt einen geeig neten Arbeitsplatz erhalte (S. 3 oben). Er glaube, dass die Gründe für die jetzige Situation, mit welcher er sehr unzufrieden sei, ausserhalb seiner eigenen Person lägen. Seine Arbeitslosigkeit (zuletzt etwa 2010 gearbeitet) sei entstanden, weil eine ausländische Diebesbande das Lager ausgeraubt habe und die Firma da nach in Liefer- und in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei, weswegen er trotz guter Leistungen entlassen worden sei. Aufgrund seines Alters (damals 42-jährig ) und trotz vieler Bewerbungen habe er keine Stelle mehr gefunden. Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer arbeite sechs Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt, lehne jedoch einer Erhöhung des Pensums bis auf 20 Stunden pro Woche wegen der niedrigen Bezahlung vehement ab (S. 1 un ten f.). Sein Verhalten gegenüber Autoritätspersonen wie Ärzten, Juristen und Behördenmitglieder sei durch abwertende Äusserungen und durch in Frage stellen der Kompetenzen gekennzeichnet (S. 2 oben). Der Beschwerdeführer trage wochenlang die gleiche ungewaschene Kleidung und mische rohen Knoblauch unter sein Essen. Er wasche sich nur äusserst selten, so dass seine Erscheinung verwahrlost wirke. Er sei bereit, die Kleider im Waschbecken zu waschen, was aber den Stations- und Hygieneregeln wider spreche. Die Waschmaschine sei ihm angeblich nicht hygienisch genug (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer leide unter einem insulinpflichtigen Diabetes melli tus, habe jedoch irgendwann die vom Arzt verordneten Insulinabgaben ver weigert, die ärztlichen Kompetenzen angezweifelt und seine subjektive Wahr nehmung über seine Lebenserwartung höher eingeschätzt, als das ärztliche Wissen. Seine Blutzuckerwerte hätten lebensgefährlich hohe Werte erreicht, so dass der Beschwerdeführer mehrmals Gefahr gelaufen sei, in ein diabetisches Koma mit letalem Ausgang zu fallen. Weiter leide er unter Oesophagusvarizen Grad II. Infolge dieser Erkrankung bestehe das Risiko, dass sich lebens ge fährliche Blutungen entwickelten. Auch diesbezüglich habe der Beschwerde führer die Medikament zur Prophylaxe verweigert, indem er das medizinische Fachwissen in Frage gestellt und ignoriert habe (S. 2 unten f.). 3.8 Med. pract. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 3. April 2017 (Urk. 14/76/4) aus, die im Arztzeugnis von med. pract. E.___ vom 21. Februar 2017 erstmals gestellte Diagnose der kombinierten Persönlichkeits störung (paranoid, dissozial, narzisstisch) sei unter Berücksichtigung der bishe rigen Lebensgeschichte des Kunden nicht nachvollziehbar. Im neuropsy cholo gischen Untersuchungsbericht sei eine leichte kognitive Störung diagnostiziert. Damit sei von der Reversibilität der anamnestisch bekannten, während fort gesetztem Alkoholkonsum aufgetretenen Einschränkungen auszugehen. Die im Bericht von med. pract. E.___ dokumentierten Verhaltensauffälligkeiten seien glaubhaft, beruhten aber nicht auf einem dauerhaften Gesundheitsschaden. Die Verhaltensauffälligkeiten würden somit die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber betreffen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein die Arbeitsfähigkeit dauer haft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen. 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung a uf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes m ed. pract. L.___ vom April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.8) und stellte sich auf den Standpunkt, dass kein die Arbeits fähigkeit dauerhaft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, indem die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung unter Berück sich tigung der bisherigen Lebensg eschichte nicht nachvollziehbar und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurück zu führen sei. Weiter seien die Verhaltensauffälligkeiten des Beschwerde führers aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht relevant (vgl. vorsteh end E. 2.2). 4.2 Dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin kann aufgrund der nach folgenden Ausführungen nicht gefolgt werden. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 1.3) begründet eine Sucht für sich gesehen keinen Anspruch auf Leistungen der Inva lidenversicherung. Sie wird jedoch bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre ten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt. Vorliegend sind selbst in dem im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung im Pflegezentrum F.___ erreichten alkoholabstinenten Zustand des Beschwerde füh rers massive Verhaltensstörungen beschrieben (vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7), welche in Anbetracht des Ausmasses und der bislang daraus resultieren den Konsequenzen nicht einfach als „die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber" (vgl. vorstehend E. 3.8) betreffend abgetan werden können, sondern einer sorgfältigen psychiatrischen und vor dem Hintergrund der im Juli 2013 und im Februar 2015 erlittenen Schädel-Hirn Traumata (vgl. vorstehend E. 3.1-2) auch der erneuten neurologischen Abklärung bedürfen. Med. pract. E.___ erachtete den Beschwerdeführer bereits in seinem Bericht vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) lediglich noch im geschützten Rahmen für arbeitsfähig und führte weiter aus, dass er seinen äussert schlechten körperlichen Zustand verkenne. Med. pract. E.___ hielt weiter fest, dass ausserhalb des schützenden Rahmens infolge der Malcompliance des Beschwer de führers mit lebensgefährlichen Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder der Entgleisung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen sei. Die von med. pract. E.___ im Februar 2017 diagnostizierte kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen darf vorliegend nicht ohne genauere Abklärungen und mit Verweis auf die bisherige Lebensgeschichte verneint werden. So geht nämlich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 14/10) hervor, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Stellenwechsel hatte und zwischenzeitlich mehrfach arbeitslos war, was auf eine derartige Problematik hindeuten kann. Weiter ist in Anbetracht der Äusserungen des Beschwerdeführers gegenüber med. pract. E.___ fraglich, ob hinsichtlich der Stellenverluste ohne Einholen eines Arbeitgeberberichtes ohne Weiteres auf die Angaben des Beschwerde führers abgestellt werden kann (vgl. vorstehend E. 3.7). Im Übrigen vermuteten auch die Fachpersonen der Rehaklinik M.___ im Rahmen des Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 17. bis 26. Juli 2013 in der statio nären Neurorehabilitation nach der im Juli 2013 erlittenen traumatischen Hirnverletzung die Verhaltensauffälligkeiten als in Zusammenhang mit der Primärpersönlichkeit stehend. Durch die frontale Hirnverletzung hätten die Ver haltensauffälligkeiten eine weitere Akzentuierung erfahren (vgl. Urk. 14/15/37-40 S. 3 Mitte). Auch in somatischer Hinsicht erweist sich der medizinische Sachverhalt in Anbetracht der in den Berichten der Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, vom Februar 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1-2) dokumentierten verschiedenen massi ven Unfällen als ungenügend abgeklärt. So wurden unter anderem Diag nosen betreffend die Halswirbelsäule gestellt, zudem erlitt der Beschwerdeführer im Juli 2013 und im Februar 2015 jeweils ein Schädel-Hirn-Trauma, im April 2014 eine intermediäre Schenkelhalsfraktur sowie im Juni 2014 eine dislozierte mehrfragmentäre Humerusfraktur rechts sowie mehrere epileptische Anfälle, wobei ungeklärt blieb, ob überhaupt und wenn ja in welchem Ausmass allfällige Restfolgen hiervon Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde führers zeitigen. 4.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheid relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). In Anbetracht der von med. pract. E.___ beschriebenen Situation und der erlittenen zahlreichen schweren Unfälle genügt die vorliegende Aktenbeurtei lung durch RAD-Arzt med. pract. L.___ nicht, um der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers gerecht zu werden. Die Sache ist demnach an die Be schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den psychischen und somatischen Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens abklärt. Die Gutachter haben in diesem Zusammenhang auch dazu Stellung zu nehmen, ob das Alkohol ab hängig keitssyndrom eine Krankheit bewirkt hat, in deren Folge ein die Erwerbs fähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder ob das Alkohol abhängigkeitssyndrom selber Folge eines Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt. 4.4 Zusammenfassend fehlt es an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beur teilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer deführers und damit an der Grundlage für einen Entscheid. Zur Beurteilung seiner invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zunächst zusätz licher medizinischer Grundlagen. Die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fah rens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umstä nden erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie rig keit des Prozesses und beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüg lich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘5 00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer) festzulegen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit ebenfalls gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechn ung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Grimmer - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00601 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 30. November 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, gelernter kaufmännischer Angestellter (vgl. Urk. 14/5 Ziff. 5.3), meldete sich am 1 0. November 2014 u nter Hinweis auf eine seit Oktober 1991 bestehende lebenslang deformierte Schulter rechts mit nur noch einer Nervenbahn bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/5 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerblich e Situation ab und zog Akten der Suva (Urk. 14/15 ) bei. Am 29. April 2015 auferlegte die IV-Stelle dem Ver sicherte eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer mindestens sechsmona tigen Alkoholabstinenz und forderte ihn auf, ihr bis 10. Juni 2015 mitzuteilen, bei welchem Arzt oder bei welcher Ärztin er die Massnahme durchführen wolle (vgl. Urk. 14/21). Da sich der Versicherte hierzu auch nach erneuter Auffor de rung seitens der IV-Stelle (vgl. 14/22) nicht vernehmen liess, stellte sie mit Vor bescheid vom 15. März 2016 (Urk. 14/44) die Abweisung des Leistungsbe geh rens infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht in Aussicht. Nachdem der Ver sicherte dagegen am 29. März 2016 Einwände (Urk. 14/45) erhoben hatte, ver neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 14/47) einen An spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Mit Verfügung vom 13. Mai 2016 (Urk. 14/49) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 9. Mai 2016 wiederer wägungsweise auf. Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren (Urk. 14/63; Urk. 14/64, Urk. 14/72) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. April 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 14/77 = Urk. 2) 2. Der Versicherte erhob am 23. Mai 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. April 2017 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei en ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; insbesondere sei ihm ab April 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei der Fall für die weitere Sach-verhaltsabklärung und insbesondere für die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2017 ( Urk. 13 ) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 7. November 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 15 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs un fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über wind bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krankheitswert besteht, welche s die ver sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 1.3 Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamt würdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforder lich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psy chi schen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkohol sucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass aus v er sicherungsmedizinischer Sicht kein die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschrän kender Gesundheitsschaden vorliege. D ie erstmals gestellt Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung sei unter Berücksichtigung der bisherigen Lebens geschichte nicht nachvollziehbar, und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Verhal tens auffälligkeiten beruhten nicht auf einer dauerhaften gesundheitlichen Ein schränkung und beträfen somit eine versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für den Arbeitgeber (S. 1 f.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, er sei lediglich noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig, wobei auch eine solche Tätigkeit aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nur stark reduziert möglich sei (S. 5 unten). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein invali den versicherungsrechtlich relevanter Alkoholkonsum zweifelsohne zu bejahen. So habe dieser neben zwei aktenkundigen Unfällen bereits zu weiteren Folge erkrankungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Es sei völlig illusorisch zu glauben, dass ihm krankheitsbedingt ausserhalb des geschützten Rahmens ein abstinentes Leben zumutbar sei. Aufgrund seiner fehlenden Krankheitseinsicht bestehe unmittelbare Lebensgefahr (S. 6 f. Rz 10-11). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerdegegnerin den relevanten Sachverhalt genügend abgeklärt hat. 3. 3.1 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 4. Februar 2015 (Urk. 14/18/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - dislozierte Humeruskopffraktur rechts (dominant, four-part nach Neer) vom 22. Juni 2014 - intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Status nach geschlossener Reposition und Stabilisierung mit dyna mischer Hüftschraube (DHS) am 7. April 2014 (Operateur Dr. med. Stephan Sager, Leitender Arzt Chirurgie, See Spital Horgen) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma nach Sturz am 5. Juli 2013 - initielle CT: traumatische Subarachnoidalblutung (SAB), frontobasale Kontusionsblutungen beidseits Subduralhämatom rechts, undislozierte Schädelbasisfraktur rechts mit Frakturausläufern an den Canalis condylaris, das Foramen jugulare und den Canalis hypoglossi, undis lozierte Kalottenfraktur mit Rissquetschwunde (RQW) occipital - cCT vom 5. September 2013: Vollständige Resorption der bilateralen frontobasalen Kontusionsblutungen mit residuellen gliotischen Ver än derungen. Aktuell beginnende Konsolidation der bekannten occipi talen Kalottenfraktur sowie der Schädelbasisfraktur - Alkoholintoxikation am 5. Juli 2013 - initial 3.6 Promille - infektassoziiertes intermittierend tachykardes Vorhofflimmern, kurz zeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - Aspirationspneumonie, 6. Juli 2013 - Nachweis von vergrünenden Streptokokken, Streptokokkus pneu moniae, Hämophilus influenzae, am ehesten im Rahmen einer Koloni sation - chronische Schulterschmerzen rechts bei Messerstichverletzung 1991 Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte rezidivierende Krampfanfälle seit dem 6. Juli 2013 (zweimalig Grand mal Anfall 6. Juli 2013, nicht-konklusives Krampfereignis am 11. Juli 2013, Differenzial diagnose Alkohol-Entzug) und einen Status nach Osteophytenfraktur Vorder kante Halswirbelkörper (HWK) 5 (Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juni 2014 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 16. Dezember 2014 erfolgt (Ziff. 1.2). Vom 27. Juni 2014 bis zur Wiedervorstellung am 24. März 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Der Patient gebe noch Schmerzen im Bereich der rechten Schulter an. Derzeit werde eine intensive physio thera peu tische Beübung zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und zur Linderung der Schmerzsymptomatik durchgeführt (Ziff. 1.7). Bei weiterhin positivem Heilungs verlauf sei mit dem Erlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Ziff. 1.9). Der Patient habe sich am 27. Juni 2014 zu Fuss auf ihrer Notfall station vorgestellt und berichtet, am 22. Juni 2014 während eines Besuches seiner Kinder im Tessin beim Versuch seine Krücke (wegen der Schenkel hals fraktur vom 7. April 2014) aus einem Bach zu holen, einen Stolpersturz mit Kopfanprall und Schulterkontusion rechtsseitig gehabt zu haben. Es habe eine initiale Betreuung durch das Spital Bellinzona stattgefunden, der Patient habe aber dann eine operative Versorgung seiner Humerusluxationsfraktur abgelehnt, weil er zu Hause seine Katze betreuen müsse (Ziff. 1.4). 3.2 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 14/19/5-7) folgende Diagnosen (S. 1 f.). - mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma am 2. Februar 2015 - rezidivierende generalisierte Krampfanfälle, Differenzialdiagnose Entzugs-Epilepsie - initialer GCS 8 - temporale und occipitale Kalottenfraktur, Differenzialdiagnose vorbe stehend - Nasenbeinfraktur - Kontusionsblutungen fronto-polar beidseits links mehr als rechts - subgaleales Hämatom parietal rechts - Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 5. Juli 2013 - traumatische SAB - Subduralhämatom rechts - frontobasale Kontusionsblutungen beidseits - undislozierte Schädelbasisfraktur rechts und Kalottenfraktur rechts - Verdacht auf symptomatische Epilepsie, Differenzialdiagnose post trau matisch, Differenzialdiagnose Alkohol induziert - Status nach fokal komplexem Anfall am 11. Juli 2013 - antiepileptische Therapie von Patienten nicht toleriert (aktenanam nes tisch) - frontale Spaltbildung HWK 5 bei alter Osteophytenfraktur - am ehesten ohne frische Traumafolgen bei erhaltenem Alignement, Differenzialdiagnose frische Fraktur - bekannte Osteophytenfraktur ebendort Juli 2013 - erhebliche degenerative Veränderungen der HWS - multifaktorielles Delir - Status nach infektassoziiertem, intermittierend tachykardem Vorhof flimmern, Juli 2013 - kurzzeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - verheilte intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Plattenosteosynthese mittels DHS am 7. April 2014 (Seespital Horgen) - verheilte Humeruskopffraktur rechts vom 22. Juni 2014 - Plattenosteosynthese mittels PHILOS am 1. Juli 2014 - chronische Schulterschmerzen nach Messerstich-Verletzung 1991 - Cholezystolithiasis, Erstdiagnose 2. Februar 2015 - chronischer Alkoholgebrauch - delirantes Zustandsbild Juli 2013 Die Ärzte führten aus, es sei eine notfallmässige Zuweisung per Sanität erfolgt. Laut Übergabe sei der Patient am Morgen des 2. Februar 2014 beim Bier ein kaufen zusammengesackt und dabei auf den Hinterkopf geprallt. Fremdanam nestisch habe zweimalig ein generalisierter Krampfanfall stattgefunden, in Anwe senheit des Rettungsdienstes dann ein drittes Mal. Aufgrund des epilep tischen Anfalls sei die initiale Therapie mit nasalem Midazolam erfolgt, worauf der Krampf sistiert habe. Danach sei der primäre GCS von 8 auf 3 gefallen, weshalb prähospital die Schutzintubation erfolgt sei. Computertomographisch habe sich das oben genannte Verletzungsmuster ergeben, und der Patient habe noch im Schockraum extubiert werden können (S. 2 oben). Die Ärzte führten aus, aufgrund schlechter Führbarkeit des Patienten sei eine Sitzwache eingerichtet worden. Bei persistierenden hyperaktiven deliranten Zu ständen und uneinsichtigem sowie urteilsunfähigem Patienten sei Rücksprache mit den Kollegen der Psychiatrie gehalten und eine Therapie mit Dipiperon begonnen worden. Am 5. Februar 2015 sei die Übernahme durch das Sanato rium Z.___ erfolgt (S. 3 oben). 3.3 Med. pract. A.___, Oberärztin, und Dr. med. B.___, Assistenzarzt, Sana torium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 16. März 2015 (Urk. 14/20 /6-8) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 5. bis 2 7. Februar 2015 zur stationären psychiatrischen Behandlung folgende Diagnose (S. 1): - psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol; Abhängigkeits syn drom (ICD-10 F10.2) - rezidivierende Stürze mit Status nach Schenkelhalsfraktur rechts am 7. April 2014 und Status nach Humeruskopffraktur rechts am 2 2. Juni 2014 - Status nach Schädelhirntrauma am 2. Februar 2015 und am 5. Juli 2013 - rezidivierende epileptische Anfälle (am ehesten entzugsbedingt), aktuell unter Alkoholkarenz und Phenobarbital anfallsfrei Als Nebendiagnose nannten die Ärzte eine psychische und Verhaltensstörung durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2). Die Ärzte führten aus, d er Pati ent sei am 5. Februar 2015 per fürsorgerische Unterbringung vom Universitätsspital Y.___ (Un fall chirurgie) wegen akuter Selbstgefährdung im Rahmen eines Verwirrt heits zu standes nach Alkoholen t zugskrampfanfall und Schädel-Hirntrauma zur Weiter be handlung ins Sanatorium Z.___ verlegt worden (S. 1 Mitte). Die vom Universitätsspital Y.___ begonnene Anfallsprophylaxe mit Phenobarbital sei von ihnen weiter geführt worden, bei ansonsten unkompliziertem Alkoholentzug ohne relevante Entzugs symptome beziehungsweise Rückfall. Die Leberwerte seien unter Alkoholkarenz im Verlauf rückläufig gewesen. Auf der Station habe sich der Patient angepasst und freundlich verhalten. Es sei zu einem einmaligen Alkoholkonsum während des Aufenthaltes am 2 0. Februar 2015 gekommen (S. 2 unten). Eine stationäre oder ambulante suchtspezifische Nachbetreuung habe er zu nächst abgelehnt und angegeben, nie gänzlich auf Alkohol verzichten zu wollen. A ufgrund der fehlenden Krank heits einsicht und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf das gesundheitliche Risiko im Falle eines Weiterkonsums von Alkohol und Medikation (Phenobarbital, Gefahr des Atemstillstandes) beziehungsweise eines Absetzens der Medikation (erneute Krampanfälle mit Gefahr von Stürzen und lebensbedrohlichen Verletzungen, unter anderem intrakranielle Blutungen), hätten sie bei unzureichender Stabilisierung ein hohes bis lebensbedrohliches Risiko für den Patienten bei Austritt in die häusliche Weiterversorgung ohne Sicherung einer ausreichend en ambulanten Weiterversorgung und Weiterbe treu ung gesehen. Es sei en daher eine Gefahrenmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ( KESB ) sowie ein Antrag auf Beistandschaft gestellt worden (S. 3 oben). 3.4 Dr. med. C.___, Oberarzt, und med. pract. D.___, Assistenzärztin, Sanatorium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 8. Januar 2016 ( Urk. 14/42) nach erneuter stationärer Behandlung des Beschwerdeführers vom 1 0. November bis 1 4. Dezember 2015 (vgl. Ziff. 1.3) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, mnestisches Syndrom (ICD-10 F10.6), bestehend seit unbekanntem Zeitraum - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanz ge brauch (ICD-10 F10.25) Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Leberzirrhose ( Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei per fürsorgerische Unterbringung am 10. November 2015 über das See Spital Horgen notfallmässig zur Krisenintervention eingetreten. Laut Fremdanamnese sei es ihm nicht mehr möglich, sich in seiner Wohnung selbständig zu versorgen. Sein Einspruch gegen die fürsorgerische Unterbringung sei im Verlauf am 1 7. Novem ber 2015 durch das Gericht abgelehnt worden. Parallel dazu habe die KES B eine behördlich e fürsorgerische Unterbringung ein geleitet (Beschluss vom 25. November 2015) und der Beschwerdeführer habe eine Beiständin zugewie sen bekommen. Dem aktuellen Alkoholentzugssyndrom sei während des stationären Aufent hal tes mit diversen Medikamenten erfolgreich entgegengewirkt worden. In den ärztlichen und bezugspflegerischen Gesprächen habe sich deutlich eine kogni tive Schwäche des Patienten gezeigt, indem es ihm immer wieder schwer gefallen sei, adäquat auf Fragen zu antworten. Auf die Frage, ob er ein Alkoholproblem habe, habe er mit Nein geantwortet. Der Patient sei nur teil weise bis gar nicht krankheits- und behandlungseinsichtig. Es bestünden keine Hinweise auf Suizidalität oder Fremdgefährdung ( Ziff. 1.4). 3.5 Med. pract. E.___, Leitender Arzt, Pflegezentrum F.___, stellte in seinem Bericht vom 2 7. Juni 2016 ( Urk. 14/53/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschüt zen der Umgebung (ICD-10 F10.21) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung (ICD-10 F10.71) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, andere kognitive Beeinträchtigungen (ICD-10 F 10.74) - vermutlich seit vielen Jahren bestehendes Alkoholabhängig keits syn drom, welches vom Patienten bagatellisiert werde Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte med. pract. E.___ eine dekompensierte Leberzirrhose Child C, grosse Oesophagusvarizen mit red spots, eine Refluxoesophagitis Grad II, Fundusvarizen, eine hypertensive Gastropathie, einen Diabetes mellitus Typ II seit April 2016, eine leichte Niereninsuffizienz, wahrscheinlich prärenal bedingt und eine Läsion des rechten Schultergelenks mit unvollständiger Hebung des rechten Armes (Ziff. 1.1). Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 14. Dezember 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 15. Juni 2016 erfolgt (Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in leitender Funktion bei der Swisscom bestehe seit dem 14. Dezember 2016 (richtig wohl: 2015) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestehe ein Mangel bei Tätigkeiten, die geplant werden müssten. Dazu habe der Patient unrealistische Vorstellungen von seiner Arbeitsleistung. Er überschätze sich masslos, sein Sozialverhalten sei enorm gestört, er gerate immer wieder in Konflikte und werde von den Mit bewohnern gemieden. Kognitive Störungen seien zu vermuten, weshalb der Patient zur kognitiven Testung im Psychiatrie-Zentrum I.___ angemeldet worden sei. Gegenwärtig arbeite er nur sechs Stunden in der Woche in einer geschützten Werkstatt. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei für 10 Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt möglich (Ziff. 1.7). Med. pract. E.___ führte aus, der Patient bagatellisiere sein Alkoholabhängig keitssyndrom und verkenne seinen äussert schlechten körperlichen Zustand. Ausserhalb des Rahmens der geschlossenen Abteilung sei mit der Gefahr lebens gefährlicher Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder mit der Entglei sung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen (Ziff. 1.4). 3.6 Dr. med. G.___, Oberärztin, und lic. phil. H.___, Fachleiterin Neuropsychologie, Psychiatriezentrum I.___, Clienia J.___, nannten in ihrem neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 5. Septem ber 2016 ( Urk. 14/58) nach am 29. Juli 2016 in ihrem Zentrum durchgeführter Untersuchung des Beschwerdeführers als Diagnose eine leichte kognitive Störung mit Aufmerksamkeits- und exekutiven Defiziten, ätiologisch-pathoge ne tisch am ehesten im Rahmen des übermässigen Alkoholkonsums (ICD-10 F10), allenfalls verstärkt durch die beiden Schädel-Hirn-Traumata in den Jahren 2013 und 2015 (S. 6 oben). Die Fachpersonen führten aus, im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich beim Patienten bei einem grössten teils unauffälligen kognitiven Leistungsvermögen leichte Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen objektivieren lassen. Be züg lich der allgemeinen intellektuellen Leistungen hätten sich kursorisch geprüft Hinweise auf ein überdurchschnittliches prämorbides Intelligenzniveau ergeben (S. 5 Mitte). Zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, bei einer leichten kognitiven Störung sei die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen in der Regel nicht eingeschränkt. Schwierigkeiten seien aufgrund der exekutiven Defizite vor allem bei Aufgaben zu erwarten, die von routinierten Handlungen abwichen und ein hohes Mass an Komplexität auf wiesen. Die oben dargestellten Befunde bezögen sich jedoch nur auf die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht berücksichtigt worden seien dabei die so wohl fremdanamnestisch beschriebenen als auch beobachteten Verhaltensauf fälligkeiten. Zudem habe der Patient ein deutlich ausgeprägtes Bagatellisie rungs verhalten (S. 6 Mitte). Die in der Untersuchung objektivierte deutliche Konfabulationstendez scheine auch in den Eigenangaben des Patienten durch zudringen. Die beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten vermöchten die Funk tions fähigkeit in Alltag und Beruf zusätzlich zu beeinträchtigen. Aus den Äusserungen des Patienten lasse sich erahnen, dass er nicht Willens sei, die im stationären Rahmen erarbeitete Abstinenz aktuell aufrecht zu erhal ten. Bei Wiederaufnahme des Alkoholkonsums bestehe jedoch die akute Gefahr einer erneuten Verschlechterung der kognitiven Funktionen, was aus neuropsy chologischer Sicht tunlichst zu vermeiden wäre (S. 6 unten) 3.7 Med. pract. E.___ führte in seinem Bericht vom 2 1. Februar 2017 ( Urk. 14/74) aus, der Beschwerdeführer sei am 14. Dezember 2015 auf die geschlossene Abteilung des Pflegezentrums F.___ eingetreten, dies im Rahmen einer fürsor gerischen Unterbringung, die von der KESB des Bezirks K.___ ausgesprochen worden sei. Der Beschwerdeführer befinde sich aus heutiger Sicht nach wie vor gegen seinen ausdrücklichen Willen in ihrer Einrichtung. Er sei am 10. Novem ber 2015 notfallmässig ins Sanatorium Z.___ zugewiesen worden, nachdem er während der polizeilichen Wohnungsräumung mit dem Messer im betrun kenen Zustand Drohungen gegen sich und andere ausgesprochen habe. Er habe seine Miete nicht mehr bezahlt, seine Wohnung sei völlig verwahrlost gewesen, und er habe erhebliche Mengen Alkohol konsumiert (S. 1 Mitte). In seiner Beurteilung führte med. pract. E.___ aus, der Beschwerdeführer leide neben der Alkoholabhängigkeit unter einer kombinierten Persönlichkeits störung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen, was zu einer deutlichen Störung des Sozialverhaltens und immer wieder zu Konflikten im Zusammenleben mit anderen Menschen führe. Dies mache ihn unfähig, sich trotz seiner überdurchschnittlichen Intelligenz ( IQ bei psychologischer Testung auf 136 geschätzt) sozial zu integrieren. Sein Verhalten verunmögliche es ihm, sich erfolgreich um einen geeigneten Arbeitsplatz zu bemühen, und es sei als unrealistisch zu betrachten, dass er auf dem freien Arbeitsmarkt einen geeig neten Arbeitsplatz erhalte (S. 3 oben). Er glaube, dass die Gründe für die jetzige Situation, mit welcher er sehr unzufrieden sei, ausserhalb seiner eigenen Person lägen. Seine Arbeitslosigkeit (zuletzt etwa 2010 gearbeitet) sei entstanden, weil eine ausländische Diebesbande das Lager ausgeraubt habe und die Firma da nach in Liefer- und in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei, weswegen er trotz guter Leistungen entlassen worden sei. Aufgrund seines Alters (damals 42-jährig ) und trotz vieler Bewerbungen habe er keine Stelle mehr gefunden. Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer arbeite sechs Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt, lehne jedoch einer Erhöhung des Pensums bis auf 20 Stunden pro Woche wegen der niedrigen Bezahlung vehement ab (S. 1 un ten f.). Sein Verhalten gegenüber Autoritätspersonen wie Ärzten, Juristen und Behördenmitglieder sei durch abwertende Äusserungen und durch in Frage stellen der Kompetenzen gekennzeichnet (S. 2 oben). Der Beschwerdeführer trage wochenlang die gleiche ungewaschene Kleidung und mische rohen Knoblauch unter sein Essen. Er wasche sich nur äusserst selten, so dass seine Erscheinung verwahrlost wirke. Er sei bereit, die Kleider im Waschbecken zu waschen, was aber den Stations- und Hygieneregeln wider spreche. Die Waschmaschine sei ihm angeblich nicht hygienisch genug (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer leide unter einem insulinpflichtigen Diabetes melli tus, habe jedoch irgendwann die vom Arzt verordneten Insulinabgaben ver weigert, die ärztlichen Kompetenzen angezweifelt und seine subjektive Wahr nehmung über seine Lebenserwartung höher eingeschätzt, als das ärztliche Wissen. Seine Blutzuckerwerte hätten lebensgefährlich hohe Werte erreicht, so dass der Beschwerdeführer mehrmals Gefahr gelaufen sei, in ein diabetisches Koma mit letalem Ausgang zu fallen. Weiter leide er unter Oesophagusvarizen Grad II. Infolge dieser Erkrankung bestehe das Risiko, dass sich lebens ge fährliche Blutungen entwickelten. Auch diesbezüglich habe der Beschwerde führer die Medikament zur Prophylaxe verweigert, indem er das medizinische Fachwissen in Frage gestellt und ignoriert habe (S. 2 unten f.). 3.8 Med. pract. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 3. April 2017 (Urk. 14/76/4) aus, die im Arztzeugnis von med. pract. E.___ vom 21. Februar 2017 erstmals gestellte Diagnose der kombinierten Persönlichkeits störung (paranoid, dissozial, narzisstisch) sei unter Berücksichtigung der bishe rigen Lebensgeschichte des Kunden nicht nachvollziehbar. Im neuropsy cholo gischen Untersuchungsbericht sei eine leichte kognitive Störung diagnostiziert. Damit sei von der Reversibilität der anamnestisch bekannten, während fort gesetztem Alkoholkonsum aufgetretenen Einschränkungen auszugehen. Die im Bericht von med. pract. E.___ dokumentierten Verhaltensauffälligkeiten seien glaubhaft, beruhten aber nicht auf einem dauerhaften Gesundheitsschaden. Die Verhaltensauffälligkeiten würden somit die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber betreffen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein die Arbeitsfähigkeit dauer haft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen. 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung a uf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes m ed. pract. L.___ vom April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.8) und stellte sich auf den Standpunkt, dass kein die Arbeits fähigkeit dauerhaft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, indem die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung unter Berück sich tigung der bisherigen Lebensg eschichte nicht nachvollziehbar und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurück zu führen sei. Weiter seien die Verhaltensauffälligkeiten des Beschwerde führers aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht relevant (vgl. vorsteh end E. 2.2). 4.2 Dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin kann aufgrund der nach folgenden Ausführungen nicht gefolgt werden. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 1.3) begründet eine Sucht für sich gesehen keinen Anspruch auf Leistungen der Inva lidenversicherung. Sie wird jedoch bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre ten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt. Vorliegend sind selbst in dem im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung im Pflegezentrum F.___ erreichten alkoholabstinenten Zustand des Beschwerde füh rers massive Verhaltensstörungen beschrieben (vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7), welche in Anbetracht des Ausmasses und der bislang daraus resultieren den Konsequenzen nicht einfach als „die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber" (vgl. vorstehend E. 3.8) betreffend abgetan werden können, sondern einer sorgfältigen psychiatrischen und vor dem Hintergrund der im Juli 2013 und im Februar 2015 erlittenen Schädel-Hirn Traumata (vgl. vorstehend E. 3.1-2) auch der erneuten neurologischen Abklärung bedürfen. Med. pract. E.___ erachtete den Beschwerdeführer bereits in seinem Bericht vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) lediglich noch im geschützten Rahmen für arbeitsfähig und führte weiter aus, dass er seinen äussert schlechten körperlichen Zustand verkenne. Med. pract. E.___ hielt weiter fest, dass ausserhalb des schützenden Rahmens infolge der Malcompliance des Beschwer de führers mit lebensgefährlichen Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder der Entgleisung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen sei. Die von med. pract. E.___ im Februar 2017 diagnostizierte kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen darf vorliegend nicht ohne genauere Abklärungen und mit Verweis auf die bisherige Lebensgeschichte verneint werden. So geht nämlich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 14/10) hervor, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Stellenwechsel hatte und zwischenzeitlich mehrfach arbeitslos war, was auf eine derartige Problematik hindeuten kann. Weiter ist in Anbetracht der Äusserungen des Beschwerdeführers gegenüber med. pract. E.___ fraglich, ob hinsichtlich der Stellenverluste ohne Einholen eines Arbeitgeberberichtes ohne Weiteres auf die Angaben des Beschwerde führers abgestellt werden kann (vgl. vorstehend E. 3.7). Im Übrigen vermuteten auch die Fachpersonen der Rehaklinik M.___ im Rahmen des Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 17. bis 26. Juli 2013 in der statio nären Neurorehabilitation nach der im Juli 2013 erlittenen traumatischen Hirnverletzung die Verhaltensauffälligkeiten als in Zusammenhang mit der Primärpersönlichkeit stehend. Durch die frontale Hirnverletzung hätten die Ver haltensauffälligkeiten eine weitere Akzentuierung erfahren (vgl. Urk. 14/15/37-40 S. 3 Mitte). Auch in somatischer Hinsicht erweist sich der medizinische Sachverhalt in Anbetracht der in den Berichten der Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, vom Februar 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1-2) dokumentierten verschiedenen massi ven Unfällen als ungenügend abgeklärt. So wurden unter anderem Diag nosen betreffend die Halswirbelsäule gestellt, zudem erlitt der Beschwerdeführer im Juli 2013 und im Februar 2015 jeweils ein Schädel-Hirn-Trauma, im April 2014 eine intermediäre Schenkelhalsfraktur sowie im Juni 2014 eine dislozierte mehrfragmentäre Humerusfraktur rechts sowie mehrere epileptische Anfälle, wobei ungeklärt blieb, ob überhaupt und wenn ja in welchem Ausmass allfällige Restfolgen hiervon Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde führers zeitigen. 4.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheid relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). In Anbetracht der von med. pract. E.___ beschriebenen Situation und der erlittenen zahlreichen schweren Unfälle genügt die vorliegende Aktenbeurtei lung durch RAD-Arzt med. pract. L.___ nicht, um der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers gerecht zu werden. Die Sache ist demnach an die Be schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den psychischen und somatischen Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens abklärt. Die Gutachter haben in diesem Zusammenhang auch dazu Stellung zu nehmen, ob das Alkohol ab hängig keitssyndrom eine Krankheit bewirkt hat, in deren Folge ein die Erwerbs fähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder ob das Alkohol abhängigkeitssyndrom selber Folge eines Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt. 4.4 Zusammenfassend fehlt es an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beur teilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer deführers und damit an der Grundlage für einen Entscheid. Zur Beurteilung seiner invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zunächst zusätz licher medizinischer Grundlagen. Die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fah rens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umstä nden erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie rig keit des Prozesses und beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüg lich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘5 00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer) festzulegen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit ebenfalls gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechn ung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Grimmer - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2017.00601

IV.2017.00601 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan

Urteil vom 30. November 2017

Urteil vom 30. November 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer

vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer Peyer Partner Rechtsanwälte

Peyer Partner Rechtsanwälte Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich

Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, gelernter kaufmännischer Angestellter (vgl. Urk. 14/5 Ziff. 5.3), meldete sich am 1 0. November 2014 u nter Hinweis auf eine seit Oktober 1991 bestehende lebenslang deformierte Schulter rechts mit nur noch einer Nervenbahn bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/5 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerblich e Situation ab und zog Akten der Suva (Urk. 14/15 ) bei. Am 29. April 2015 auferlegte die IV-Stelle dem Ver sicherte eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer mindestens sechsmona tigen Alkoholabstinenz und forderte ihn auf, ihr bis 10. Juni 2015 mitzuteilen, bei welchem Arzt oder bei welcher Ärztin er die Massnahme durchführen wolle (vgl. Urk. 14/21). Da sich der Versicherte hierzu auch nach erneuter Auffor de rung seitens der IV-Stelle (vgl. 14/22) nicht vernehmen liess, stellte sie mit Vor bescheid vom 15. März 2016 (Urk. 14/44) die Abweisung des Leistungsbe geh rens infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht in Aussicht. Nachdem der Ver sicherte dagegen am 29. März 2016 Einwände (Urk. 14/45) erhoben hatte, ver neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 14/47) einen An spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Mit Verfügung vom 13. Mai 2016 (Urk. 14/49) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 9. Mai 2016 wiederer wägungsweise auf. Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren (Urk. 14/63; Urk. 14/64, Urk. 14/72) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. April 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 14/77 = Urk. 2)

1. X.___, geboren 1968, gelernter kaufmännischer Angestellter (vgl. Urk. 14/5 Ziff. 5.3), meldete sich am 1 0. November 2014 u nter Hinweis auf eine seit Oktober 1991 bestehende lebenslang deformierte Schulter rechts mit nur noch einer Nervenbahn bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/5 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerblich e Situation ab und zog Akten der Suva (Urk. 14/15 ) bei. Am 29. April 2015 auferlegte die IV-Stelle dem Ver sicherte eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer mindestens sechsmona tigen Alkoholabstinenz und forderte ihn auf, ihr bis 10. Juni 2015 mitzuteilen, bei welchem Arzt oder bei welcher Ärztin er die Massnahme durchführen wolle (vgl. Urk. 14/21). Da sich der Versicherte hierzu auch nach erneuter Auffor de rung seitens der IV-Stelle (vgl. 14/22) nicht vernehmen liess, stellte sie mit Vor bescheid vom 15. März 2016 (Urk. 14/44) die Abweisung des Leistungsbe geh rens infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht in Aussicht. Nachdem der Ver sicherte dagegen am 29. März 2016 Einwände (Urk. 14/45) erhoben hatte, ver neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 14/47) einen An spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Mit Verfügung vom 13. Mai 2016 (Urk. 14/49) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 9. Mai 2016 wiederer wägungsweise auf. Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren (Urk. 14/63; Urk. 14/64, Urk. 14/72) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. April 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 14/77 = Urk. 2) 2. Der Versicherte erhob am 23. Mai 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. April 2017 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei en ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; insbesondere sei ihm ab April 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei der Fall für die weitere Sach-verhaltsabklärung und insbesondere für die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 ).

2. Der Versicherte erhob am 23. Mai 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. April 2017 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei en ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; insbesondere sei ihm ab April 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei der Fall für die weitere Sach-verhaltsabklärung und insbesondere für die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2017 ( Urk. 13 ) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 7. November 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 15 ).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2017 ( Urk. 13 ) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 7. November 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 15 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs un fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über wind bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs un fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über wind bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krankheitswert besteht, welche s die ver sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ).

1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische s Leiden mit Krankheitswert besteht, welche s die ver sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4. ). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201 5 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20 15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1). 1.3 Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamt würdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforder lich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psy chi schen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkohol sucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).

1.3 Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 124 V 265 E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamt würdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforder lich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psy chi schen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkohol sucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2). 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min des tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass aus v er sicherungsmedizinischer Sicht kein die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschrän kender Gesundheitsschaden vorliege. D ie erstmals gestellt Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung sei unter Berücksichtigung der bisherigen Lebens geschichte nicht nachvollziehbar, und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Verhal tens auffälligkeiten beruhten nicht auf einer dauerhaften gesundheitlichen Ein schränkung und beträfen somit eine versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für den Arbeitgeber (S. 1 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass aus v er sicherungsmedizinischer Sicht kein die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschrän kender Gesundheitsschaden vorliege. D ie erstmals gestellt Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung sei unter Berücksichtigung der bisherigen Lebens geschichte nicht nachvollziehbar, und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Verhal tens auffälligkeiten beruhten nicht auf einer dauerhaften gesundheitlichen Ein schränkung und beträfen somit eine versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für den Arbeitgeber (S. 1 f.). 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, er sei lediglich noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig, wobei auch eine solche Tätigkeit aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nur stark reduziert möglich sei (S. 5 unten). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein invali den versicherungsrechtlich relevanter Alkoholkonsum zweifelsohne zu bejahen. So habe dieser neben zwei aktenkundigen Unfällen bereits zu weiteren Folge erkrankungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Es sei völlig illusorisch zu glauben, dass ihm krankheitsbedingt ausserhalb des geschützten Rahmens ein abstinentes Leben zumutbar sei. Aufgrund seiner fehlenden Krankheitseinsicht bestehe unmittelbare Lebensgefahr (S. 6 f. Rz 10-11).

2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, er sei lediglich noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig, wobei auch eine solche Tätigkeit aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nur stark reduziert möglich sei (S. 5 unten). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sei ein invali den versicherungsrechtlich relevanter Alkoholkonsum zweifelsohne zu bejahen. So habe dieser neben zwei aktenkundigen Unfällen bereits zu weiteren Folge erkrankungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Es sei völlig illusorisch zu glauben, dass ihm krankheitsbedingt ausserhalb des geschützten Rahmens ein abstinentes Leben zumutbar sei. Aufgrund seiner fehlenden Krankheitseinsicht bestehe unmittelbare Lebensgefahr (S. 6 f. Rz 10-11). 2.3 Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerdegegnerin den relevanten Sachverhalt genügend abgeklärt hat.

2.3 Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerdegegnerin den relevanten Sachverhalt genügend abgeklärt hat. 3.

3. 3.1 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 4. Februar 2015 (Urk. 14/18/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):

3.1 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 4. Februar 2015 (Urk. 14/18/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - dislozierte Humeruskopffraktur rechts (dominant, four-part nach Neer) vom 22. Juni 2014

dislozierte Humeruskopffraktur rechts (dominant, four-part nach Neer) vom 22. Juni 2014 - intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014

intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Status nach geschlossener Reposition und Stabilisierung mit dyna mischer Hüftschraube (DHS) am 7. April 2014 (Operateur Dr. med. Stephan Sager, Leitender Arzt Chirurgie, See Spital Horgen)

Status nach geschlossener Reposition und Stabilisierung mit dyna mischer Hüftschraube (DHS) am 7. April 2014 (Operateur Dr. med. Stephan Sager, Leitender Arzt Chirurgie, See Spital Horgen) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma nach Sturz am 5. Juli 2013

Status nach Schädel-Hirn-Trauma nach Sturz am 5. Juli 2013 - initielle CT: traumatische Subarachnoidalblutung (SAB), frontobasale Kontusionsblutungen beidseits Subduralhämatom rechts, undislozierte Schädelbasisfraktur rechts mit Frakturausläufern an den Canalis condylaris, das Foramen jugulare und den Canalis hypoglossi, undis lozierte Kalottenfraktur mit Rissquetschwunde (RQW) occipital

initielle CT: traumatische Subarachnoidalblutung (SAB), frontobasale Kontusionsblutungen beidseits Subduralhämatom rechts, undislozierte Schädelbasisfraktur rechts mit Frakturausläufern an den Canalis condylaris, das Foramen jugulare und den Canalis hypoglossi, undis lozierte Kalottenfraktur mit Rissquetschwunde (RQW) occipital - cCT vom 5. September 2013: Vollständige Resorption der bilateralen frontobasalen Kontusionsblutungen mit residuellen gliotischen Ver än derungen. Aktuell beginnende Konsolidation der bekannten occipi talen Kalottenfraktur sowie der Schädelbasisfraktur

cCT vom 5. September 2013: Vollständige Resorption der bilateralen frontobasalen Kontusionsblutungen mit residuellen gliotischen Ver än derungen. Aktuell beginnende Konsolidation der bekannten occipi talen Kalottenfraktur sowie der Schädelbasisfraktur - Alkoholintoxikation am 5. Juli 2013

Alkoholintoxikation am 5. Juli 2013 - initial 3.6 Promille

initial 3.6 Promille - infektassoziiertes intermittierend tachykardes Vorhofflimmern, kurz zeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013

infektassoziiertes intermittierend tachykardes Vorhofflimmern, kurz zeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - Aspirationspneumonie, 6. Juli 2013

Aspirationspneumonie, 6. Juli 2013 - Nachweis von vergrünenden Streptokokken, Streptokokkus pneu moniae, Hämophilus influenzae, am ehesten im Rahmen einer Koloni sation

Nachweis von vergrünenden Streptokokken, Streptokokkus pneu moniae, Hämophilus influenzae, am ehesten im Rahmen einer Koloni sation - chronische Schulterschmerzen rechts bei Messerstichverletzung 1991

chronische Schulterschmerzen rechts bei Messerstichverletzung 1991 Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte rezidivierende Krampfanfälle seit dem 6. Juli 2013 (zweimalig Grand mal Anfall 6. Juli 2013, nicht-konklusives Krampfereignis am 11. Juli 2013, Differenzial diagnose Alkohol-Entzug) und einen Status nach Osteophytenfraktur Vorder kante Halswirbelkörper (HWK) 5 (Ziff. 1.1).

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte rezidivierende Krampfanfälle seit dem 6. Juli 2013 (zweimalig Grand mal Anfall 6. Juli 2013, nicht-konklusives Krampfereignis am 11. Juli 2013, Differenzial diagnose Alkohol-Entzug) und einen Status nach Osteophytenfraktur Vorder kante Halswirbelkörper (HWK) 5 (Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juni 2014 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 16. Dezember 2014 erfolgt (Ziff. 1.2).

Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juni 2014 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 16. Dezember 2014 erfolgt (Ziff. 1.2). Vom 27. Juni 2014 bis zur Wiedervorstellung am 24. März 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Der Patient gebe noch Schmerzen im Bereich der rechten Schulter an. Derzeit werde eine intensive physio thera peu tische Beübung zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und zur Linderung der Schmerzsymptomatik durchgeführt (Ziff. 1.7). Bei weiterhin positivem Heilungs verlauf sei mit dem Erlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Ziff. 1.9). Der Patient habe sich am 27. Juni 2014 zu Fuss auf ihrer Notfall station vorgestellt und berichtet, am 22. Juni 2014 während eines Besuches seiner Kinder im Tessin beim Versuch seine Krücke (wegen der Schenkel hals fraktur vom 7. April 2014) aus einem Bach zu holen, einen Stolpersturz mit Kopfanprall und Schulterkontusion rechtsseitig gehabt zu haben. Es habe eine initiale Betreuung durch das Spital Bellinzona stattgefunden, der Patient habe aber dann eine operative Versorgung seiner Humerusluxationsfraktur abgelehnt, weil er zu Hause seine Katze betreuen müsse (Ziff. 1.4).

Vom 27. Juni 2014 bis zur Wiedervorstellung am 24. März 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Der Patient gebe noch Schmerzen im Bereich der rechten Schulter an. Derzeit werde eine intensive physio thera peu tische Beübung zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und zur Linderung der Schmerzsymptomatik durchgeführt (Ziff. 1.7). Bei weiterhin positivem Heilungs verlauf sei mit dem Erlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Ziff. 1.9). Der Patient habe sich am 27. Juni 2014 zu Fuss auf ihrer Notfall station vorgestellt und berichtet, am 22. Juni 2014 während eines Besuches seiner Kinder im Tessin beim Versuch seine Krücke (wegen der Schenkel hals fraktur vom 7. April 2014) aus einem Bach zu holen, einen Stolpersturz mit Kopfanprall und Schulterkontusion rechtsseitig gehabt zu haben. Es habe eine initiale Betreuung durch das Spital Bellinzona stattgefunden, der Patient habe aber dann eine operative Versorgung seiner Humerusluxationsfraktur abgelehnt, weil er zu Hause seine Katze betreuen müsse (Ziff. 1.4). 3.2 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 14/19/5-7) folgende Diagnosen (S. 1 f.).

3.2 Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, stellten in ihrem Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 14/19/5-7) folgende Diagnosen (S. 1 f.). - mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma am 2. Februar 2015

mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma am 2. Februar 2015 - rezidivierende generalisierte Krampfanfälle, Differenzialdiagnose Entzugs-Epilepsie

rezidivierende generalisierte Krampfanfälle, Differenzialdiagnose Entzugs-Epilepsie - initialer GCS 8

initialer GCS 8 - temporale und occipitale Kalottenfraktur, Differenzialdiagnose vorbe stehend

temporale und occipitale Kalottenfraktur, Differenzialdiagnose vorbe stehend - Nasenbeinfraktur

Nasenbeinfraktur - Kontusionsblutungen fronto-polar beidseits links mehr als rechts

Kontusionsblutungen fronto-polar beidseits links mehr als rechts - subgaleales Hämatom parietal rechts

subgaleales Hämatom parietal rechts - Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 5. Juli 2013

Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 5. Juli 2013 - traumatische SAB

traumatische SAB - Subduralhämatom rechts

Subduralhämatom rechts - frontobasale Kontusionsblutungen beidseits

frontobasale Kontusionsblutungen beidseits - undislozierte Schädelbasisfraktur rechts und Kalottenfraktur rechts

undislozierte Schädelbasisfraktur rechts und Kalottenfraktur rechts - Verdacht auf symptomatische Epilepsie, Differenzialdiagnose post trau matisch, Differenzialdiagnose Alkohol induziert

Verdacht auf symptomatische Epilepsie, Differenzialdiagnose post trau matisch, Differenzialdiagnose Alkohol induziert - Status nach fokal komplexem Anfall am 11. Juli 2013

Status nach fokal komplexem Anfall am 11. Juli 2013 - antiepileptische Therapie von Patienten nicht toleriert (aktenanam nes tisch)

antiepileptische Therapie von Patienten nicht toleriert (aktenanam nes tisch) - frontale Spaltbildung HWK 5 bei alter Osteophytenfraktur

frontale Spaltbildung HWK 5 bei alter Osteophytenfraktur - am ehesten ohne frische Traumafolgen bei erhaltenem Alignement, Differenzialdiagnose frische Fraktur

am ehesten ohne frische Traumafolgen bei erhaltenem Alignement, Differenzialdiagnose frische Fraktur - bekannte Osteophytenfraktur ebendort Juli 2013

bekannte Osteophytenfraktur ebendort Juli 2013 - erhebliche degenerative Veränderungen der HWS

erhebliche degenerative Veränderungen der HWS - multifaktorielles Delir

multifaktorielles Delir - Status nach infektassoziiertem, intermittierend tachykardem Vorhof flimmern, Juli 2013

Status nach infektassoziiertem, intermittierend tachykardem Vorhof flimmern, Juli 2013 - kurzzeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013

kurzzeitige Kammertachykardie am 6. Juli 2013 - verheilte intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014

verheilte intermediäre Schenkelhalsfraktur rechts vom 7. April 2014 - Plattenosteosynthese mittels DHS am 7. April 2014 (Seespital Horgen)

Plattenosteosynthese mittels DHS am 7. April 2014 (Seespital Horgen) - verheilte Humeruskopffraktur rechts vom 22. Juni 2014

verheilte Humeruskopffraktur rechts vom 22. Juni 2014 - Plattenosteosynthese mittels PHILOS am 1. Juli 2014

Plattenosteosynthese mittels PHILOS am 1. Juli 2014 - chronische Schulterschmerzen nach Messerstich-Verletzung 1991

chronische Schulterschmerzen nach Messerstich-Verletzung 1991 - Cholezystolithiasis, Erstdiagnose 2. Februar 2015

Cholezystolithiasis, Erstdiagnose 2. Februar 2015 - chronischer Alkoholgebrauch

chronischer Alkoholgebrauch - delirantes Zustandsbild Juli 2013

delirantes Zustandsbild Juli 2013 Die Ärzte führten aus, es sei eine notfallmässige Zuweisung per Sanität erfolgt. Laut Übergabe sei der Patient am Morgen des 2. Februar 2014 beim Bier ein kaufen zusammengesackt und dabei auf den Hinterkopf geprallt. Fremdanam nestisch habe zweimalig ein generalisierter Krampfanfall stattgefunden, in Anwe senheit des Rettungsdienstes dann ein drittes Mal. Aufgrund des epilep tischen Anfalls sei die initiale Therapie mit nasalem Midazolam erfolgt, worauf der Krampf sistiert habe. Danach sei der primäre GCS von 8 auf 3 gefallen, weshalb prähospital die Schutzintubation erfolgt sei. Computertomographisch habe sich das oben genannte Verletzungsmuster ergeben, und der Patient habe noch im Schockraum extubiert werden können (S. 2 oben).

Die Ärzte führten aus, es sei eine notfallmässige Zuweisung per Sanität erfolgt. Laut Übergabe sei der Patient am Morgen des 2. Februar 2014 beim Bier ein kaufen zusammengesackt und dabei auf den Hinterkopf geprallt. Fremdanam nestisch habe zweimalig ein generalisierter Krampfanfall stattgefunden, in Anwe senheit des Rettungsdienstes dann ein drittes Mal. Aufgrund des epilep tischen Anfalls sei die initiale Therapie mit nasalem Midazolam erfolgt, worauf der Krampf sistiert habe. Danach sei der primäre GCS von 8 auf 3 gefallen, weshalb prähospital die Schutzintubation erfolgt sei. Computertomographisch habe sich das oben genannte Verletzungsmuster ergeben, und der Patient habe noch im Schockraum extubiert werden können (S. 2 oben). Die Ärzte führten aus, aufgrund schlechter Führbarkeit des Patienten sei eine Sitzwache eingerichtet worden. Bei persistierenden hyperaktiven deliranten Zu ständen und uneinsichtigem sowie urteilsunfähigem Patienten sei Rücksprache mit den Kollegen der Psychiatrie gehalten und eine Therapie mit Dipiperon begonnen worden. Am 5. Februar 2015 sei die Übernahme durch das Sanato rium Z.___ erfolgt (S. 3 oben).

Die Ärzte führten aus, aufgrund schlechter Führbarkeit des Patienten sei eine Sitzwache eingerichtet worden. Bei persistierenden hyperaktiven deliranten Zu ständen und uneinsichtigem sowie urteilsunfähigem Patienten sei Rücksprache mit den Kollegen der Psychiatrie gehalten und eine Therapie mit Dipiperon begonnen worden. Am 5. Februar 2015 sei die Übernahme durch das Sanato rium Z.___ erfolgt (S. 3 oben). 3.3 Med. pract. A.___, Oberärztin, und Dr. med. B.___, Assistenzarzt, Sana torium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 16. März 2015 (Urk. 14/20 /6-8) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 5. bis 2 7. Februar 2015 zur stationären psychiatrischen Behandlung folgende Diagnose (S. 1):

3.3 Med. pract. A.___, Oberärztin, und Dr. med. B.___, Assistenzarzt, Sana torium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 16. März 2015 (Urk. 14/20 /6-8) nach Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 5. bis 2 7. Februar 2015 zur stationären psychiatrischen Behandlung folgende Diagnose (S. 1): - psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol; Abhängigkeits syn drom (ICD-10 F10.2)

psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol; Abhängigkeits syn drom (ICD-10 F10.2) - rezidivierende Stürze mit Status nach Schenkelhalsfraktur rechts am 7. April 2014 und Status nach Humeruskopffraktur rechts am 2 2. Juni 2014

rezidivierende Stürze mit Status nach Schenkelhalsfraktur rechts am 7. April 2014 und Status nach Humeruskopffraktur rechts am 2 2. Juni 2014 - Status nach Schädelhirntrauma am 2. Februar 2015 und am 5. Juli 2013

Status nach Schädelhirntrauma am 2. Februar 2015 und am 5. Juli 2013 - rezidivierende epileptische Anfälle (am ehesten entzugsbedingt), aktuell unter Alkoholkarenz und Phenobarbital anfallsfrei

rezidivierende epileptische Anfälle (am ehesten entzugsbedingt), aktuell unter Alkoholkarenz und Phenobarbital anfallsfrei Als Nebendiagnose nannten die Ärzte eine psychische und Verhaltensstörung durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2). Die Ärzte führten aus, d er Pati ent sei am 5. Februar 2015 per fürsorgerische Unterbringung vom Universitätsspital Y.___ (Un fall chirurgie) wegen akuter Selbstgefährdung im Rahmen eines Verwirrt heits zu standes nach Alkoholen t zugskrampfanfall und Schädel-Hirntrauma zur Weiter be handlung ins Sanatorium Z.___ verlegt worden (S. 1 Mitte). Die vom Universitätsspital Y.___ begonnene Anfallsprophylaxe mit Phenobarbital sei von ihnen weiter geführt worden, bei ansonsten unkompliziertem Alkoholentzug ohne relevante Entzugs symptome beziehungsweise Rückfall. Die Leberwerte seien unter Alkoholkarenz im Verlauf rückläufig gewesen. Auf der Station habe sich der Patient angepasst und freundlich verhalten. Es sei zu einem einmaligen Alkoholkonsum während des Aufenthaltes am 2 0. Februar 2015 gekommen (S. 2 unten).

Als Nebendiagnose nannten die Ärzte eine psychische und Verhaltensstörung durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2). Die Ärzte führten aus, d er Pati ent sei am 5. Februar 2015 per fürsorgerische Unterbringung vom Universitätsspital Y.___ (Un fall chirurgie) wegen akuter Selbstgefährdung im Rahmen eines Verwirrt heits zu standes nach Alkoholen t zugskrampfanfall und Schädel-Hirntrauma zur Weiter be handlung ins Sanatorium Z.___ verlegt worden (S. 1 Mitte). Die vom Universitätsspital Y.___ begonnene Anfallsprophylaxe mit Phenobarbital sei von ihnen weiter geführt worden, bei ansonsten unkompliziertem Alkoholentzug ohne relevante Entzugs symptome beziehungsweise Rückfall. Die Leberwerte seien unter Alkoholkarenz im Verlauf rückläufig gewesen. Auf der Station habe sich der Patient angepasst und freundlich verhalten. Es sei zu einem einmaligen Alkoholkonsum während des Aufenthaltes am 2 0. Februar 2015 gekommen (S. 2 unten). Eine stationäre oder ambulante suchtspezifische Nachbetreuung habe er zu nächst abgelehnt und angegeben, nie gänzlich auf Alkohol verzichten zu wollen. A ufgrund der fehlenden Krank heits einsicht und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf das gesundheitliche Risiko im Falle eines Weiterkonsums von Alkohol und Medikation (Phenobarbital, Gefahr des Atemstillstandes) beziehungsweise eines Absetzens der Medikation (erneute Krampanfälle mit Gefahr von Stürzen und lebensbedrohlichen Verletzungen, unter anderem intrakranielle Blutungen), hätten sie bei unzureichender Stabilisierung ein hohes bis lebensbedrohliches Risiko für den Patienten bei Austritt in die häusliche Weiterversorgung ohne Sicherung einer ausreichend en ambulanten Weiterversorgung und Weiterbe treu ung gesehen. Es sei en daher eine Gefahrenmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ( KESB ) sowie ein Antrag auf Beistandschaft gestellt worden (S. 3 oben).

Eine stationäre oder ambulante suchtspezifische Nachbetreuung habe er zu nächst abgelehnt und angegeben, nie gänzlich auf Alkohol verzichten zu wollen. A ufgrund der fehlenden Krank heits einsicht und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf das gesundheitliche Risiko im Falle eines Weiterkonsums von Alkohol und Medikation (Phenobarbital, Gefahr des Atemstillstandes) beziehungsweise eines Absetzens der Medikation (erneute Krampanfälle mit Gefahr von Stürzen und lebensbedrohlichen Verletzungen, unter anderem intrakranielle Blutungen), hätten sie bei unzureichender Stabilisierung ein hohes bis lebensbedrohliches Risiko für den Patienten bei Austritt in die häusliche Weiterversorgung ohne Sicherung einer ausreichend en ambulanten Weiterversorgung und Weiterbe treu ung gesehen. Es sei en daher eine Gefahrenmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ( KESB ) sowie ein Antrag auf Beistandschaft gestellt worden (S. 3 oben). 3.4 Dr. med. C.___, Oberarzt, und med. pract. D.___, Assistenzärztin, Sanatorium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 8. Januar 2016 ( Urk. 14/42) nach erneuter stationärer Behandlung des Beschwerdeführers vom 1 0. November bis 1 4. Dezember 2015 (vgl. Ziff. 1.3) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1):

3.4 Dr. med. C.___, Oberarzt, und med. pract. D.___, Assistenzärztin, Sanatorium Z.___, stellten in ihrem Bericht vom 8. Januar 2016 ( Urk. 14/42) nach erneuter stationärer Behandlung des Beschwerdeführers vom 1 0. November bis 1 4. Dezember 2015 (vgl. Ziff. 1.3) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, mnestisches Syndrom (ICD-10 F10.6), bestehend seit unbekanntem Zeitraum

psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, mnestisches Syndrom (ICD-10 F10.6), bestehend seit unbekanntem Zeitraum - Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanz ge brauch (ICD-10 F10.25)

Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanz ge brauch (ICD-10 F10.25) Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Leberzirrhose ( Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei per fürsorgerische Unterbringung am 10. November 2015 über das See Spital Horgen notfallmässig zur Krisenintervention eingetreten. Laut Fremdanamnese sei es ihm nicht mehr möglich, sich in seiner Wohnung selbständig zu versorgen. Sein Einspruch gegen die fürsorgerische Unterbringung sei im Verlauf am 1 7. Novem ber 2015 durch das Gericht abgelehnt worden. Parallel dazu habe die KES B eine behördlich e fürsorgerische Unterbringung ein geleitet (Beschluss vom 25. November 2015) und der Beschwerdeführer habe eine Beiständin zugewie sen bekommen.

Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Leberzirrhose ( Ziff. 1.1). Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei per fürsorgerische Unterbringung am 10. November 2015 über das See Spital Horgen notfallmässig zur Krisenintervention eingetreten. Laut Fremdanamnese sei es ihm nicht mehr möglich, sich in seiner Wohnung selbständig zu versorgen. Sein Einspruch gegen die fürsorgerische Unterbringung sei im Verlauf am 1 7. Novem ber 2015 durch das Gericht abgelehnt worden. Parallel dazu habe die KES B eine behördlich e fürsorgerische Unterbringung ein geleitet (Beschluss vom 25. November 2015) und der Beschwerdeführer habe eine Beiständin zugewie sen bekommen. Dem aktuellen Alkoholentzugssyndrom sei während des stationären Aufent hal tes mit diversen Medikamenten erfolgreich entgegengewirkt worden. In den ärztlichen und bezugspflegerischen Gesprächen habe sich deutlich eine kogni tive Schwäche des Patienten gezeigt, indem es ihm immer wieder schwer gefallen sei, adäquat auf Fragen zu antworten. Auf die Frage, ob er ein Alkoholproblem habe, habe er mit Nein geantwortet. Der Patient sei nur teil weise bis gar nicht krankheits- und behandlungseinsichtig. Es bestünden keine Hinweise auf Suizidalität oder Fremdgefährdung ( Ziff. 1.4).

Dem aktuellen Alkoholentzugssyndrom sei während des stationären Aufent hal tes mit diversen Medikamenten erfolgreich entgegengewirkt worden. In den ärztlichen und bezugspflegerischen Gesprächen habe sich deutlich eine kogni tive Schwäche des Patienten gezeigt, indem es ihm immer wieder schwer gefallen sei, adäquat auf Fragen zu antworten. Auf die Frage, ob er ein Alkoholproblem habe, habe er mit Nein geantwortet. Der Patient sei nur teil weise bis gar nicht krankheits- und behandlungseinsichtig. Es bestünden keine Hinweise auf Suizidalität oder Fremdgefährdung ( Ziff. 1.4). 3.5 Med. pract. E.___, Leitender Arzt, Pflegezentrum F.___, stellte in seinem Bericht vom 2 7. Juni 2016 ( Urk. 14/53/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):

3.5 Med. pract. E.___, Leitender Arzt, Pflegezentrum F.___, stellte in seinem Bericht vom 2 7. Juni 2016 ( Urk. 14/53/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschüt zen der Umgebung (ICD-10 F10.21)

Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschüt zen der Umgebung (ICD-10 F10.21) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung (ICD-10 F10.71)

Alkoholabhängigkeitssyndrom, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung (ICD-10 F10.71) - Alkoholabhängigkeitssyndrom, andere kognitive Beeinträchtigungen (ICD-10 F 10.74)

Alkoholabhängigkeitssyndrom, andere kognitive Beeinträchtigungen (ICD-10 F 10.74) - vermutlich seit vielen Jahren bestehendes Alkoholabhängig keits syn drom, welches vom Patienten bagatellisiert werde

vermutlich seit vielen Jahren bestehendes Alkoholabhängig keits syn drom, welches vom Patienten bagatellisiert werde Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte med. pract. E.___ eine dekompensierte Leberzirrhose Child C, grosse Oesophagusvarizen mit red spots, eine Refluxoesophagitis Grad II, Fundusvarizen, eine hypertensive Gastropathie, einen Diabetes mellitus Typ II seit April 2016, eine leichte Niereninsuffizienz, wahrscheinlich prärenal bedingt und eine Läsion des rechten Schultergelenks mit unvollständiger Hebung des rechten Armes (Ziff. 1.1).

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte med. pract. E.___ eine dekompensierte Leberzirrhose Child C, grosse Oesophagusvarizen mit red spots, eine Refluxoesophagitis Grad II, Fundusvarizen, eine hypertensive Gastropathie, einen Diabetes mellitus Typ II seit April 2016, eine leichte Niereninsuffizienz, wahrscheinlich prärenal bedingt und eine Läsion des rechten Schultergelenks mit unvollständiger Hebung des rechten Armes (Ziff. 1.1). Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 14. Dezember 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 15. Juni 2016 erfolgt (Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in leitender Funktion bei der Swisscom bestehe seit dem 14. Dezember 2016 (richtig wohl: 2015) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestehe ein Mangel bei Tätigkeiten, die geplant werden müssten. Dazu habe der Patient unrealistische Vorstellungen von seiner Arbeitsleistung. Er überschätze sich masslos, sein Sozialverhalten sei enorm gestört, er gerate immer wieder in Konflikte und werde von den Mit bewohnern gemieden. Kognitive Störungen seien zu vermuten, weshalb der Patient zur kognitiven Testung im Psychiatrie-Zentrum I.___ angemeldet worden sei. Gegenwärtig arbeite er nur sechs Stunden in der Woche in einer geschützten Werkstatt. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei für 10 Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt möglich (Ziff. 1.7).

Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 14. Dezember 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 15. Juni 2016 erfolgt (Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in leitender Funktion bei der Swisscom bestehe seit dem 14. Dezember 2016 (richtig wohl: 2015) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestehe ein Mangel bei Tätigkeiten, die geplant werden müssten. Dazu habe der Patient unrealistische Vorstellungen von seiner Arbeitsleistung. Er überschätze sich masslos, sein Sozialverhalten sei enorm gestört, er gerate immer wieder in Konflikte und werde von den Mit bewohnern gemieden. Kognitive Störungen seien zu vermuten, weshalb der Patient zur kognitiven Testung im Psychiatrie-Zentrum I.___ angemeldet worden sei. Gegenwärtig arbeite er nur sechs Stunden in der Woche in einer geschützten Werkstatt. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei für 10 Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt möglich (Ziff. 1.7). Med. pract. E.___ führte aus, der Patient bagatellisiere sein Alkoholabhängig keitssyndrom und verkenne seinen äussert schlechten körperlichen Zustand. Ausserhalb des Rahmens der geschlossenen Abteilung sei mit der Gefahr lebens gefährlicher Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder mit der Entglei sung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen (Ziff. 1.4).

Med. pract. E.___ führte aus, der Patient bagatellisiere sein Alkoholabhängig keitssyndrom und verkenne seinen äussert schlechten körperlichen Zustand. Ausserhalb des Rahmens der geschlossenen Abteilung sei mit der Gefahr lebens gefährlicher Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder mit der Entglei sung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen (Ziff. 1.4). 3.6 Dr. med. G.___, Oberärztin, und lic. phil. H.___, Fachleiterin Neuropsychologie, Psychiatriezentrum I.___, Clienia J.___, nannten in ihrem neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 5. Septem ber 2016 ( Urk. 14/58) nach am 29. Juli 2016 in ihrem Zentrum durchgeführter Untersuchung des Beschwerdeführers als Diagnose eine leichte kognitive Störung mit Aufmerksamkeits- und exekutiven Defiziten, ätiologisch-pathoge ne tisch am ehesten im Rahmen des übermässigen Alkoholkonsums (ICD-10 F10), allenfalls verstärkt durch die beiden Schädel-Hirn-Traumata in den Jahren 2013 und 2015 (S. 6 oben). Die Fachpersonen führten aus, im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich beim Patienten bei einem grössten teils unauffälligen kognitiven Leistungsvermögen leichte Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen objektivieren lassen. Be züg lich der allgemeinen intellektuellen Leistungen hätten sich kursorisch geprüft Hinweise auf ein überdurchschnittliches prämorbides Intelligenzniveau ergeben (S. 5 Mitte).

3.6 Dr. med. G.___, Oberärztin, und lic. phil. H.___, Fachleiterin Neuropsychologie, Psychiatriezentrum I.___, Clienia J.___, nannten in ihrem neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 5. Septem ber 2016 ( Urk. 14/58) nach am 29. Juli 2016 in ihrem Zentrum durchgeführter Untersuchung des Beschwerdeführers als Diagnose eine leichte kognitive Störung mit Aufmerksamkeits- und exekutiven Defiziten, ätiologisch-pathoge ne tisch am ehesten im Rahmen des übermässigen Alkoholkonsums (ICD-10 F10), allenfalls verstärkt durch die beiden Schädel-Hirn-Traumata in den Jahren 2013 und 2015 (S. 6 oben). Die Fachpersonen führten aus, im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich beim Patienten bei einem grössten teils unauffälligen kognitiven Leistungsvermögen leichte Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen objektivieren lassen. Be züg lich der allgemeinen intellektuellen Leistungen hätten sich kursorisch geprüft Hinweise auf ein überdurchschnittliches prämorbides Intelligenzniveau ergeben (S. 5 Mitte). Zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, bei einer leichten kognitiven Störung sei die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen in der Regel nicht eingeschränkt. Schwierigkeiten seien aufgrund der exekutiven Defizite vor allem bei Aufgaben zu erwarten, die von routinierten Handlungen abwichen und ein hohes Mass an Komplexität auf wiesen. Die oben dargestellten Befunde bezögen sich jedoch nur auf die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht berücksichtigt worden seien dabei die so wohl fremdanamnestisch beschriebenen als auch beobachteten Verhaltensauf fälligkeiten. Zudem habe der Patient ein deutlich ausgeprägtes Bagatellisie rungs verhalten (S. 6 Mitte). Die in der Untersuchung objektivierte deutliche Konfabulationstendez scheine auch in den Eigenangaben des Patienten durch zudringen. Die beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten vermöchten die Funk tions fähigkeit in Alltag und Beruf zusätzlich zu beeinträchtigen.

Zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, bei einer leichten kognitiven Störung sei die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen in der Regel nicht eingeschränkt. Schwierigkeiten seien aufgrund der exekutiven Defizite vor allem bei Aufgaben zu erwarten, die von routinierten Handlungen abwichen und ein hohes Mass an Komplexität auf wiesen. Die oben dargestellten Befunde bezögen sich jedoch nur auf die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht berücksichtigt worden seien dabei die so wohl fremdanamnestisch beschriebenen als auch beobachteten Verhaltensauf fälligkeiten. Zudem habe der Patient ein deutlich ausgeprägtes Bagatellisie rungs verhalten (S. 6 Mitte). Die in der Untersuchung objektivierte deutliche Konfabulationstendez scheine auch in den Eigenangaben des Patienten durch zudringen. Die beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten vermöchten die Funk tions fähigkeit in Alltag und Beruf zusätzlich zu beeinträchtigen. Aus den Äusserungen des Patienten lasse sich erahnen, dass er nicht Willens sei, die im stationären Rahmen erarbeitete Abstinenz aktuell aufrecht zu erhal ten. Bei Wiederaufnahme des Alkoholkonsums bestehe jedoch die akute Gefahr einer erneuten Verschlechterung der kognitiven Funktionen, was aus neuropsy chologischer Sicht tunlichst zu vermeiden wäre (S. 6 unten)

Aus den Äusserungen des Patienten lasse sich erahnen, dass er nicht Willens sei, die im stationären Rahmen erarbeitete Abstinenz aktuell aufrecht zu erhal ten. Bei Wiederaufnahme des Alkoholkonsums bestehe jedoch die akute Gefahr einer erneuten Verschlechterung der kognitiven Funktionen, was aus neuropsy chologischer Sicht tunlichst zu vermeiden wäre (S. 6 unten) 3.7 Med. pract. E.___ führte in seinem Bericht vom 2 1. Februar 2017 ( Urk. 14/74) aus, der Beschwerdeführer sei am 14. Dezember 2015 auf die geschlossene Abteilung des Pflegezentrums F.___ eingetreten, dies im Rahmen einer fürsor gerischen Unterbringung, die von der KESB des Bezirks K.___ ausgesprochen worden sei. Der Beschwerdeführer befinde sich aus heutiger Sicht nach wie vor gegen seinen ausdrücklichen Willen in ihrer Einrichtung. Er sei am 10. Novem ber 2015 notfallmässig ins Sanatorium Z.___ zugewiesen worden, nachdem er während der polizeilichen Wohnungsräumung mit dem Messer im betrun kenen Zustand Drohungen gegen sich und andere ausgesprochen habe. Er habe seine Miete nicht mehr bezahlt, seine Wohnung sei völlig verwahrlost gewesen, und er habe erhebliche Mengen Alkohol konsumiert (S. 1 Mitte).

3.7 Med. pract. E.___ führte in seinem Bericht vom 2 1. Februar 2017 ( Urk. 14/74) aus, der Beschwerdeführer sei am 14. Dezember 2015 auf die geschlossene Abteilung des Pflegezentrums F.___ eingetreten, dies im Rahmen einer fürsor gerischen Unterbringung, die von der KESB des Bezirks K.___ ausgesprochen worden sei. Der Beschwerdeführer befinde sich aus heutiger Sicht nach wie vor gegen seinen ausdrücklichen Willen in ihrer Einrichtung. Er sei am 10. Novem ber 2015 notfallmässig ins Sanatorium Z.___ zugewiesen worden, nachdem er während der polizeilichen Wohnungsräumung mit dem Messer im betrun kenen Zustand Drohungen gegen sich und andere ausgesprochen habe. Er habe seine Miete nicht mehr bezahlt, seine Wohnung sei völlig verwahrlost gewesen, und er habe erhebliche Mengen Alkohol konsumiert (S. 1 Mitte). In seiner Beurteilung führte med. pract. E.___ aus, der Beschwerdeführer leide neben der Alkoholabhängigkeit unter einer kombinierten Persönlichkeits störung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen, was zu einer deutlichen Störung des Sozialverhaltens und immer wieder zu Konflikten im Zusammenleben mit anderen Menschen führe. Dies mache ihn unfähig, sich trotz seiner überdurchschnittlichen Intelligenz ( IQ bei psychologischer Testung auf 136 geschätzt) sozial zu integrieren. Sein Verhalten verunmögliche es ihm, sich erfolgreich um einen geeigneten Arbeitsplatz zu bemühen, und es sei als unrealistisch zu betrachten, dass er auf dem freien Arbeitsmarkt einen geeig neten Arbeitsplatz erhalte (S. 3 oben). Er glaube, dass die Gründe für die jetzige Situation, mit welcher er sehr unzufrieden sei, ausserhalb seiner eigenen Person lägen. Seine Arbeitslosigkeit (zuletzt etwa 2010 gearbeitet) sei entstanden, weil eine ausländische Diebesbande das Lager ausgeraubt habe und die Firma da nach in Liefer- und in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei, weswegen er trotz guter Leistungen entlassen worden sei. Aufgrund seines Alters (damals 42-jährig ) und trotz vieler Bewerbungen habe er keine Stelle mehr gefunden. Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer arbeite sechs Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt, lehne jedoch einer Erhöhung des Pensums bis auf 20 Stunden pro Woche wegen der niedrigen Bezahlung vehement ab (S. 1 un ten f.). Sein Verhalten gegenüber Autoritätspersonen wie Ärzten, Juristen und Behördenmitglieder sei durch abwertende Äusserungen und durch in Frage stellen der Kompetenzen gekennzeichnet (S. 2 oben).

In seiner Beurteilung führte med. pract. E.___ aus, der Beschwerdeführer leide neben der Alkoholabhängigkeit unter einer kombinierten Persönlichkeits störung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen, was zu einer deutlichen Störung des Sozialverhaltens und immer wieder zu Konflikten im Zusammenleben mit anderen Menschen führe. Dies mache ihn unfähig, sich trotz seiner überdurchschnittlichen Intelligenz ( IQ bei psychologischer Testung auf 136 geschätzt) sozial zu integrieren. Sein Verhalten verunmögliche es ihm, sich erfolgreich um einen geeigneten Arbeitsplatz zu bemühen, und es sei als unrealistisch zu betrachten, dass er auf dem freien Arbeitsmarkt einen geeig neten Arbeitsplatz erhalte (S. 3 oben). Er glaube, dass die Gründe für die jetzige Situation, mit welcher er sehr unzufrieden sei, ausserhalb seiner eigenen Person lägen. Seine Arbeitslosigkeit (zuletzt etwa 2010 gearbeitet) sei entstanden, weil eine ausländische Diebesbande das Lager ausgeraubt habe und die Firma da nach in Liefer- und in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei, weswegen er trotz guter Leistungen entlassen worden sei. Aufgrund seines Alters (damals 42-jährig ) und trotz vieler Bewerbungen habe er keine Stelle mehr gefunden. Med. pract. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer arbeite sechs Stunden pro Woche in einer geschützten Werkstatt, lehne jedoch einer Erhöhung des Pensums bis auf 20 Stunden pro Woche wegen der niedrigen Bezahlung vehement ab (S. 1 un ten f.). Sein Verhalten gegenüber Autoritätspersonen wie Ärzten, Juristen und Behördenmitglieder sei durch abwertende Äusserungen und durch in Frage stellen der Kompetenzen gekennzeichnet (S. 2 oben). Der Beschwerdeführer trage wochenlang die gleiche ungewaschene Kleidung und mische rohen Knoblauch unter sein Essen. Er wasche sich nur äusserst selten, so dass seine Erscheinung verwahrlost wirke. Er sei bereit, die Kleider im Waschbecken zu waschen, was aber den Stations- und Hygieneregeln wider spreche. Die Waschmaschine sei ihm angeblich nicht hygienisch genug (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer leide unter einem insulinpflichtigen Diabetes melli tus, habe jedoch irgendwann die vom Arzt verordneten Insulinabgaben ver weigert, die ärztlichen Kompetenzen angezweifelt und seine subjektive Wahr nehmung über seine Lebenserwartung höher eingeschätzt, als das ärztliche Wissen. Seine Blutzuckerwerte hätten lebensgefährlich hohe Werte erreicht, so dass der Beschwerdeführer mehrmals Gefahr gelaufen sei, in ein diabetisches Koma mit letalem Ausgang zu fallen. Weiter leide er unter Oesophagusvarizen Grad II. Infolge dieser Erkrankung bestehe das Risiko, dass sich lebens ge fährliche Blutungen entwickelten. Auch diesbezüglich habe der Beschwerde führer die Medikament zur Prophylaxe verweigert, indem er das medizinische Fachwissen in Frage gestellt und ignoriert habe (S. 2 unten f.).

Der Beschwerdeführer trage wochenlang die gleiche ungewaschene Kleidung und mische rohen Knoblauch unter sein Essen. Er wasche sich nur äusserst selten, so dass seine Erscheinung verwahrlost wirke. Er sei bereit, die Kleider im Waschbecken zu waschen, was aber den Stations- und Hygieneregeln wider spreche. Die Waschmaschine sei ihm angeblich nicht hygienisch genug (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer leide unter einem insulinpflichtigen Diabetes melli tus, habe jedoch irgendwann die vom Arzt verordneten Insulinabgaben ver weigert, die ärztlichen Kompetenzen angezweifelt und seine subjektive Wahr nehmung über seine Lebenserwartung höher eingeschätzt, als das ärztliche Wissen. Seine Blutzuckerwerte hätten lebensgefährlich hohe Werte erreicht, so dass der Beschwerdeführer mehrmals Gefahr gelaufen sei, in ein diabetisches Koma mit letalem Ausgang zu fallen. Weiter leide er unter Oesophagusvarizen Grad II. Infolge dieser Erkrankung bestehe das Risiko, dass sich lebens ge fährliche Blutungen entwickelten. Auch diesbezüglich habe der Beschwerde führer die Medikament zur Prophylaxe verweigert, indem er das medizinische Fachwissen in Frage gestellt und ignoriert habe (S. 2 unten f.). 3.8 Med. pract. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 3. April 2017 (Urk. 14/76/4) aus, die im Arztzeugnis von med. pract. E.___ vom 21. Februar 2017 erstmals gestellte Diagnose der kombinierten Persönlichkeits störung (paranoid, dissozial, narzisstisch) sei unter Berücksichtigung der bishe rigen Lebensgeschichte des Kunden nicht nachvollziehbar. Im neuropsy cholo gischen Untersuchungsbericht sei eine leichte kognitive Störung diagnostiziert. Damit sei von der Reversibilität der anamnestisch bekannten, während fort gesetztem Alkoholkonsum aufgetretenen Einschränkungen auszugehen. Die im Bericht von med. pract. E.___ dokumentierten Verhaltensauffälligkeiten seien glaubhaft, beruhten aber nicht auf einem dauerhaften Gesundheitsschaden. Die Verhaltensauffälligkeiten würden somit die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber betreffen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein die Arbeitsfähigkeit dauer haft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen.

3.8 Med. pract. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 3. April 2017 (Urk. 14/76/4) aus, die im Arztzeugnis von med. pract. E.___ vom 21. Februar 2017 erstmals gestellte Diagnose der kombinierten Persönlichkeits störung (paranoid, dissozial, narzisstisch) sei unter Berücksichtigung der bishe rigen Lebensgeschichte des Kunden nicht nachvollziehbar. Im neuropsy cholo gischen Untersuchungsbericht sei eine leichte kognitive Störung diagnostiziert. Damit sei von der Reversibilität der anamnestisch bekannten, während fort gesetztem Alkoholkonsum aufgetretenen Einschränkungen auszugehen. Die im Bericht von med. pract. E.___ dokumentierten Verhaltensauffälligkeiten seien glaubhaft, beruhten aber nicht auf einem dauerhaften Gesundheitsschaden. Die Verhaltensauffälligkeiten würden somit die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber betreffen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein die Arbeitsfähigkeit dauer haft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen. 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung a uf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes m ed. pract. L.___ vom April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.8) und stellte sich auf den Standpunkt, dass kein die Arbeits fähigkeit dauerhaft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, indem die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung unter Berück sich tigung der bisherigen Lebensg eschichte nicht nachvollziehbar und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurück zu führen sei. Weiter seien die Verhaltensauffälligkeiten des Beschwerde führers aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht relevant (vgl. vorsteh end E. 2.2).

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung a uf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes m ed. pract. L.___ vom April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.8) und stellte sich auf den Standpunkt, dass kein die Arbeits fähigkeit dauerhaft einschränkender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, indem die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung unter Berück sich tigung der bisherigen Lebensg eschichte nicht nachvollziehbar und d ie leichte kognitive Störung auf den anamnestisch fortgesetzten Alkoholkonsum zurück zu führen sei. Weiter seien die Verhaltensauffälligkeiten des Beschwerde führers aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht relevant (vgl. vorsteh end E. 2.2). 4.2 Dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin kann aufgrund der nach folgenden Ausführungen nicht gefolgt werden. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 1.3) begründet eine Sucht für sich gesehen keinen Anspruch auf Leistungen der Inva lidenversicherung. Sie wird jedoch bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre ten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt.

4.2 Dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin kann aufgrund der nach folgenden Ausführungen nicht gefolgt werden. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 1.3) begründet eine Sucht für sich gesehen keinen Anspruch auf Leistungen der Inva lidenversicherung. Sie wird jedoch bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre ten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt. Vorliegend sind selbst in dem im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung im Pflegezentrum F.___ erreichten alkoholabstinenten Zustand des Beschwerde füh rers massive Verhaltensstörungen beschrieben (vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7), welche in Anbetracht des Ausmasses und der bislang daraus resultieren den Konsequenzen nicht einfach als „die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber" (vgl. vorstehend E. 3.8) betreffend abgetan werden können, sondern einer sorgfältigen psychiatrischen und vor dem Hintergrund der im Juli 2013 und im Februar 2015 erlittenen Schädel-Hirn Traumata (vgl. vorstehend E. 3.1-2) auch der erneuten neurologischen Abklärung bedürfen. Med. pract. E.___ erachtete den Beschwerdeführer bereits in seinem Bericht vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) lediglich noch im geschützten Rahmen für arbeitsfähig und führte weiter aus, dass er seinen äussert schlechten körperlichen Zustand verkenne. Med. pract. E.___ hielt weiter fest, dass ausserhalb des schützenden Rahmens infolge der Malcompliance des Beschwer de führers mit lebensgefährlichen Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder der Entgleisung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen sei.

Vorliegend sind selbst in dem im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung im Pflegezentrum F.___ erreichten alkoholabstinenten Zustand des Beschwerde füh rers massive Verhaltensstörungen beschrieben (vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7), welche in Anbetracht des Ausmasses und der bislang daraus resultieren den Konsequenzen nicht einfach als „die versicherungsfremde Zumutbarkeit des Kunden für einen Arbeitgeber" (vgl. vorstehend E. 3.8) betreffend abgetan werden können, sondern einer sorgfältigen psychiatrischen und vor dem Hintergrund der im Juli 2013 und im Februar 2015 erlittenen Schädel-Hirn Traumata (vgl. vorstehend E. 3.1-2) auch der erneuten neurologischen Abklärung bedürfen. Med. pract. E.___ erachtete den Beschwerdeführer bereits in seinem Bericht vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) lediglich noch im geschützten Rahmen für arbeitsfähig und führte weiter aus, dass er seinen äussert schlechten körperlichen Zustand verkenne. Med. pract. E.___ hielt weiter fest, dass ausserhalb des schützenden Rahmens infolge der Malcompliance des Beschwer de führers mit lebensgefährlichen Komplikationen wie Oesophagusblutungen oder der Entgleisung des insulinpflichtigen Diabetes zu rechnen sei. Die von med. pract. E.___ im Februar 2017 diagnostizierte kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen darf vorliegend nicht ohne genauere Abklärungen und mit Verweis auf die bisherige Lebensgeschichte verneint werden. So geht nämlich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 14/10) hervor, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Stellenwechsel hatte und zwischenzeitlich mehrfach arbeitslos war, was auf eine derartige Problematik hindeuten kann. Weiter ist in Anbetracht der Äusserungen des Beschwerdeführers gegenüber med. pract. E.___ fraglich, ob hinsichtlich der Stellenverluste ohne Einholen eines Arbeitgeberberichtes ohne Weiteres auf die Angaben des Beschwerde führers abgestellt werden kann (vgl. vorstehend E. 3.7).

Die von med. pract. E.___ im Februar 2017 diagnostizierte kombinierte Per sönlichkeitsstörung mit paranoiden, dissozialen und narzisstischen Zügen darf vorliegend nicht ohne genauere Abklärungen und mit Verweis auf die bisherige Lebensgeschichte verneint werden. So geht nämlich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 14/10) hervor, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Stellenwechsel hatte und zwischenzeitlich mehrfach arbeitslos war, was auf eine derartige Problematik hindeuten kann. Weiter ist in Anbetracht der Äusserungen des Beschwerdeführers gegenüber med. pract. E.___ fraglich, ob hinsichtlich der Stellenverluste ohne Einholen eines Arbeitgeberberichtes ohne Weiteres auf die Angaben des Beschwerde führers abgestellt werden kann (vgl. vorstehend E. 3.7). Im Übrigen vermuteten auch die Fachpersonen der Rehaklinik M.___ im Rahmen des Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 17. bis 26. Juli 2013 in der statio nären Neurorehabilitation nach der im Juli 2013 erlittenen traumatischen Hirnverletzung die Verhaltensauffälligkeiten als in Zusammenhang mit der Primärpersönlichkeit stehend. Durch die frontale Hirnverletzung hätten die Ver haltensauffälligkeiten eine weitere Akzentuierung erfahren (vgl. Urk. 14/15/37-40 S. 3 Mitte).

Im Übrigen vermuteten auch die Fachpersonen der Rehaklinik M.___ im Rahmen des Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 17. bis 26. Juli 2013 in der statio nären Neurorehabilitation nach der im Juli 2013 erlittenen traumatischen Hirnverletzung die Verhaltensauffälligkeiten als in Zusammenhang mit der Primärpersönlichkeit stehend. Durch die frontale Hirnverletzung hätten die Ver haltensauffälligkeiten eine weitere Akzentuierung erfahren (vgl. Urk. 14/15/37-40 S. 3 Mitte). Auch in somatischer Hinsicht erweist sich der medizinische Sachverhalt in Anbetracht der in den Berichten der Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, vom Februar 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1-2) dokumentierten verschiedenen massi ven Unfällen als ungenügend abgeklärt. So wurden unter anderem Diag nosen betreffend die Halswirbelsäule gestellt, zudem erlitt der Beschwerdeführer im Juli 2013 und im Februar 2015 jeweils ein Schädel-Hirn-Trauma, im April 2014 eine intermediäre Schenkelhalsfraktur sowie im Juni 2014 eine dislozierte mehrfragmentäre Humerusfraktur rechts sowie mehrere epileptische Anfälle, wobei ungeklärt blieb, ob überhaupt und wenn ja in welchem Ausmass allfällige Restfolgen hiervon Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde führers zeitigen.

Auch in somatischer Hinsicht erweist sich der medizinische Sachverhalt in Anbetracht der in den Berichten der Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsspital Y.___, vom Februar 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1-2) dokumentierten verschiedenen massi ven Unfällen als ungenügend abgeklärt. So wurden unter anderem Diag nosen betreffend die Halswirbelsäule gestellt, zudem erlitt der Beschwerdeführer im Juli 2013 und im Februar 2015 jeweils ein Schädel-Hirn-Trauma, im April 2014 eine intermediäre Schenkelhalsfraktur sowie im Juni 2014 eine dislozierte mehrfragmentäre Humerusfraktur rechts sowie mehrere epileptische Anfälle, wobei ungeklärt blieb, ob überhaupt und wenn ja in welchem Ausmass allfällige Restfolgen hiervon Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde führers zeitigen. 4.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheid relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

4.3 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheid relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). In Anbetracht der von med. pract. E.___ beschriebenen Situation und der erlittenen zahlreichen schweren Unfälle genügt die vorliegende Aktenbeurtei lung durch RAD-Arzt med. pract. L.___ nicht, um der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers gerecht zu werden.

In Anbetracht der von med. pract. E.___ beschriebenen Situation und der erlittenen zahlreichen schweren Unfälle genügt die vorliegende Aktenbeurtei lung durch RAD-Arzt med. pract. L.___ nicht, um der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers gerecht zu werden. Die Sache ist demnach an die Be schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den psychischen und somatischen Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens abklärt. Die Gutachter haben in diesem Zusammenhang auch dazu Stellung zu nehmen, ob das Alkohol ab hängig keitssyndrom eine Krankheit bewirkt hat, in deren Folge ein die Erwerbs fähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder ob das Alkohol abhängigkeitssyndrom selber Folge eines Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt.

Die Sache ist demnach an die Be schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den psychischen und somatischen Gesundheitszustand de s Beschwerdeführers im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens abklärt. Die Gutachter haben in diesem Zusammenhang auch dazu Stellung zu nehmen, ob das Alkohol ab hängig keitssyndrom eine Krankheit bewirkt hat, in deren Folge ein die Erwerbs fähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder ob das Alkohol abhängigkeitssyndrom selber Folge eines Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt. 4.4 Zusammenfassend fehlt es an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beur teilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer deführers und damit an der Grundlage für einen Entscheid. Zur Beurteilung seiner invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zunächst zusätz licher medizinischer Grundlagen.

4.4 Zusammenfassend fehlt es an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beur teilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer deführers und damit an der Grundlage für einen Entscheid. Zur Beurteilung seiner invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zunächst zusätz licher medizinischer Grundlagen. Die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5.

5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fah rens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fah rens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umstä nden erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.

Unter diesen Umstä nden erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie rig keit des Prozesses und beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüg lich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘5 00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer) festzulegen.

Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie rig keit des Prozesses und beim massgebenden Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüg lich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘5 00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr wertsteuer) festzulegen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit ebenfalls gegenstandslos.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit ebenfalls gegenstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. April 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechn ung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechn ung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Grimmer

Rechtsanwalt Michael Grimmer - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannSchucan