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Wir begegnen ihnen täglich, doch wissen wir auch, woher das Pluszeichen, das Stopschild und das Herzsymbol eigentlich kommen?
Das Herzsymbol wie wir es heute kennen, hat seinen Ursprung in der Form der Feigen- und Efeublätter. Schon im 8. Jahrhundert dekorierten korinthische Vasenmaler ihr Abbildungen mit Efeublättern und herzförmigen Weintrauben. Das Efeublatt symbolisierte in griechischen, römischen und frühchristlichen Kulturen die ewige Liebe. Im 12. und 13. Jahrhundert tauchte es auch in Liebesszenen der Minneliteratur auf. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Herzen rot bemalt, weil die Farbe selbst auch für die Liebe steht. Der einzigartige Erfolg der Herzform kann vermutlich auf die Wirkung als Symbol für das weibliche Gesäss (Rundungen) und die Vulva der Frau (spitz auslaufendes, unteres Ende) zurückgeführt werden. Als Darstellung für das menschliche Herz wurde das Herzsymbol nur in der Zeit vom 13. bis 16. Jahrhundert verwendet. Vorher ging man nach den Beschreibungen der hippokratischen Schule von Pinienzapfen- oder Pyramidenform. Nachdem diese Erkenntnis sich jedoch als falsch herausstellte, übernahmen die Mediziner das blattförmige Symbol in ihren Darstellungen.
Das heutige Dollarzeichen stammt eigentlich vom Peso ab. Durch die erfolgreiche Erzgewinnung in Mittel- und Südamerika wurde der Peso zu einer internationalen, stabilen Währung. Die Händler fingen an, das Wort mit «Ps» abzukürzen und um 1770 wurde aus «Ps» dann «$». Dieses Zeichen wurde dann später von den USA für den Dollar verwendet.
Die Symbole für die Addition und Subtraktion tauchten erstmals im 15. Jahrhundert auf. Bis dahin war es üblich, die Wörter «plus» und «minus» auszuschreiben, wobei «minus» häufig nur als «m» mit einem horizontalen Strich drüber ausgeschrieben wurde. Dieser Querstrich über dem «m» ist eine Erklärung für die Entstehung des heutigen Minuszeichens. Das «+»-Zeichen stammt hingegen vom lateinischen Wort et (und) ab.
Es gibt zwei Hauptdarstellungsformen für das Exit-Zeichen. Das eine ist ein rot leuchtendes «Exit», welches in den USA sehr populär ist und das andere zeigt ein Männchen auf einem grünen Hintergrund, das aus einer Türe rennt. Das rote Exit-Zeichen kam zustande, nachdem 1911 146 Mitarbeiter einer Kleiderfabrik in Manhattan bei einem Feuer starben. Daraufhin haben die Behörden beschlossen, ein Konzept der Lebenssicherheit zu entwickeln. In den 30ern und 40ern haben sie die Kriterien dafür entwickelt und mit verschiedenen Grössen und Schriften experimentiert, bis sie sich einigten. Die Wahl fiel ausserdem auf ein englisches Wort, weil die USA in dieser Angelegenheit die eigene Wichtigkeit unterstreichen wollten. In den nächsten Jahrzehnten kamen allerdings grafische Symbole in Mode. Ein japanischer Brandschutzverband veranstaltete ein Wettbewerb für ein neues Notausgang-Zeichen. Das Bild mit dem laufenden Männchen des Designers Yukio Ota gewann aus über 3000 Bewerbern. Der Winkel des Beines wurde aber geändert, weil es aussah, als würde das Männchen sprinten. In einer Notsituation sollte aber Ruhe bewahrt und demnach nicht gerannt werden.
Das lateinische Wort für Frage «quaestio» und seine Kurzform «qo» gelten als Ursprung des Fragezeichens. Weil auch das «qo» irgendwann zu lange erschien, wurde das q über das o geschrieben. Aus dieser Kombination entwickelte sich dann das heutige Fragezeichen. Die jüngste akzeptierte Theorie bringt die syrischen Manuskripte der Bibel aus dem fünften Jahrhundert ins Spiel. Darin waren die sogenannten «zagwa elaya» oder «der vertikale Doppelpunkt» zu sehen, die über bestimmten Fragen geschrieben wurden, die nicht sofort als Fragen ersichtlich waren. «Was machst du?» ist eine offensichtliche Frage, auch ohne das Fragezeichen, «Du gehst?» kann ohne das Fragezeichen hingegen als Feststellung verstanden werden.
Zum ersten Mal wurde das Stoppzeichen 1915 in Detroit (USA) aufgestellt. Allerdings waren die Form und die Farben nicht von Anfang an einheitlich gesetzt. So gab es etwa weisse Schilder mit schwarzer Schrift und gelbe Schilder mit schwarzer Schrift. Auch das englische STOP als Bezeichnung hat sich erst später durchgesetzt. In Südamerika ist es allerdings heute noch üblich PARE oder ALTO zu lesen und im französischen Kanada sieht man hin und wieder ein ARRÊT. In der Türkei steht ein DUR auf dem Schild und in manchen Ländern gilt auch eine zweisprachige Beschriftung oder ein Handzeichen.