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Der Pharmazulieferer Lonza hat einen Käufer für seine Chemiesparte gefunden. Der Bereich Specialty Ingredients geht für 4,2 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet knapp 3,9 Milliarden Euro) an die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven.
Die beiden Investoren hätten die überzeugendste industrielle Strategie präsentiert und wollten in das Geschäft investieren, hieß es weiter. Der Deal soll, sofern die behördlichen Genehmigungen vorliegen, im zweiten Halbjahr 2021 über die Bühne gehen.
Lonza hatte den Verkauf des Geschäfts mit Spezialchemikalien seit dem letzten Sommer vorangetrieben. Man wolle sich auf das Healthcare-Kerngeschäft konzentrieren, hieß es zur Begründung. Mit dem Erlös aus dem Verkauf will Lonza dieses Geschäft stärken.
Die verkaufte Sparte beschäftigt derzeit an 17 Standorten rund 2800 Mitarbeiter. Im letzten Jahr sanken die Verkäufe der Sparte um 2,1 Prozent auf 1,68 Milliarden Franken, während die Verkäufe im Pharmabereich gesteigert werden konnten, wie Lonza Ende Januar vermeldet hatte. Die operative Marge lag mit 19,2 Prozent zudem deutlich tiefer als im Pharmabereich.
Nach dem Verkauf des Chemiegeschäfts will Lonza deutlich profitabler werden. Die «neue» Lonza soll ohne Chemie deutlich schneller wachsen und mehr Gewinn abwerfen. In Zahlen ausgedrückt peilt das Unternehmen bis 2023 ein zweistelliges Umsatzwachstum an. Die Betriebsgewinnmarge soll auf 33 bis 35 Prozent steigen.