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Die von den Gewerkschaften in Shell Moerdijk geplanten Klagen können fortgesetzt werden, entschied das Gericht in Breda am Freitag in einem von Shell eingeleiteten summarischen Verfahren.
Shell bat das Gericht, die Klagen zu untersagen. Nach Ansicht der Mineralölgesellschaft steht die Sicherheit auf dem Spiel, wenn die Beschäftigten streiken. Infolgedessen konnte keine größere Wartungskampagne stattfinden.
„Der Richter hat alle Forderungen von Shell abgelehnt. Das bedeutet, dass wir die angekündigten Maßnahmen fortsetzen werden“, sagt der Verhandlungsführer Piet Verburg vom CNV Vakmensen.
Die Gewerkschaften haben die Mitarbeiter von Shell Moerdijk aufgefordert, in der kommenden Zeit nur noch normale Dienste zu betreiben, also keine 12-Stunden-Dienste. Die Mitarbeiter werden auch keine Überstunden machen.
Die geplante Wartung verzögert sich aufgrund der Maßnahmen, ein Verbrechensrisiko besteht laut Verburg jedoch nicht. „Es ist eine leere Fabrik, es gibt keine gefährlichen Substanzen.“
Die Parteien hatten bis Freitag 15.30 Uhr Zeit, um selbst eine Vereinbarung zu treffen, bevor das Gericht entscheiden würde.
Shell und die Gewerkschaften können sich nicht auf einen neuen Tarifvertrag für das Unternehmen einigen. Die Gewerkschaften verpflichten sich zu einer strukturellen Gehaltssteigerung von 5 Prozent pro Jahr. Sie wünschen sich auch konkrete Vereinbarungen zur Verringerung der Arbeitsbelastung.