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Ein starkes Erdbeben hat am Samstag, 25. April 2015, Nepal und insbesondere die Hauptstadt Kathmandu erschüttert und hinterliess grosse Zerstörung. Das Ausmass ist noch nicht absehbar, Schäden wurden bis anhin vor allem aus der Hauptstadt Kathmandu berichtet. Weitere Beben werden erwartet. Das lokale Rote Kreuz ist unermüdlich im Einsatz, birgt Verletzte und leistet erste Hilfe. Das SRK reserviert für die Nothilfe 500 000 Franken.
Das Erdbeben vom 25. April mit Stärke 7,9, dessen Epizentrum ca. 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt lag, traf vor allem das Gebiet um die nepalesische Hauptstadt Kathmandu. Von Lawinenniedergängen am Mount Everest wird ebenfalls berichtet. Es ist das verheerendste in der Region seit 1934. Behörden bestätigen zum jetzigen Zeitpunkt weit über 1000 Todesopfer, Tendenz steigend. Gebäude in den dicht besiedelten Gebieten stürzten ein, so auch historische Tempel und Gebäude. Informationen zur Lage ausserhalb Kathmandus insbesondere aus den Dörfern, die näher zum Epizentrum lagen, sind kaum erhältlich, da die Kommunikation vielerorts zusammengebrochen ist, viele Strassen sind unterbrochen oder zerstört. Der internationale Flughafen in Kathmandu ist derzeit ebenfalls geschlossen. Mit grösseren Schäden und Opfern muss aber auch in den ländlichen und weniger dicht besiedelten Gebieten gerechnet werden.
Das Nepalesische Rote Kreuz (NRCS) ist unermüdlich im Einsatz, um Verletzte zu evakuieren, erste Hilfe zu leisten und Hilfsgüter zu verteilen. Im Umgang mit Naturkatastrophen ist das NRCS geübt. Über sein landesweites Netzwerk setzt es alles daran, so rasch wie möglich Informationen zur Lage nach dem Erdbeben aus den übrigen Landesteilen zu erhalten. Dies ist wichtig, um das Ausmass des Erdbebens einschätzen zu können sowie die Bedürfnisse der Betroffenen in dieser Notlage zu klären, um bestmöglichst auf die Katastrophe reagieren zu können.
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) steht durch seine Delegation in Nepal in direktem Kontakt zum Nepalesischen Roten Kreuz sowie der Rotkreuz-Föderation, welche die Nothilfe der Rotkreuz-Bewegung koordiniert. Für die Nothilfe und die erste Wiederaufbauphase hat das SRK 500 000 Franken reserviert. Zudem stehen drei SRK-Fachleute in Bereitschaft für einen sofortigen Einsatz, um bei Bedarf auszureisen und um die Hilfsoperation zu unterstützen.