Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03623.jsonl.gz/155

Freitag, 8. Juni 2018: Nach insgesamt zwölf Monaten des Patrouillierens und zwölf Festsetzungen kann die zweite Kooperation von Sea Shepherd Global mit dem liberianischen Verteidigungsministerium im Kampf gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) einen deutlichen Rückgang der illegalen Fischereiaktivitäten in der Republik Liberia (Westafrika) verzeichnen. Darüber hinaus ist eine Rückkehr der Fischpopulationen in den Küstengewässern zu beobachten, die zuvor von der Überfischung durch ausländische Schleppnetzschiffe bedroht wurden.
08.06.2018: Im Rahmen der PERKUNAS-Kampagne patrouillierte Sea Shepherd Deutschland mit der EMANUEL BRONNER mehrere Wochen lang in der polnischen Putziger Wiek (ein Abschnitt der Danziger Bucht), um Stellnetze zu überwachen. Die Zahl der gemeldeten Beifänge des vom Aussterben bedrohten Schweinswals war in diesem Gebiet besonders hoch. Untersuchungen zeigen auch, dass die meisten Beifänge auf Fischereiausrüstungen zurückzuführen sind, die inoffiziell “Semi-Treibnetze” genannt werden.
30. Mai 2018: Am 11. Mai 2018 entdeckte Sea Shepherd Hongkong eine grosse Lieferung Haifischflossen, die aus Sri Lanka für Win Lee Fung Ltd (Hongkong) aufgegeben wurde. Das Gesamtgewicht der Lieferung betrug 980 kg und wurde auf einem Singapore Airlines-Flug nach Hongkong aufgegeben. Singapore Airlines hat sich bereits mit anderen verantwortungsbewussten Airlines zusammengeschlossen und den Transport von Haifischflossen auf allen Routen untersagt.
27.05.2018: Sea Shepherd Deutschland führt bereits seit April verdeckte Patrouillen in Schutzgebieten in der Ostsee durch. Die Crew der EMANUEL BRONNER dokumentiert und überwacht dabei Stellnetze in Gebieten, welche für den Schweinswal lebensnotwendig sind. Ziel der PERKUNAS-Kampagne ist es, die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Mit nur 500 verbliebenen Exemplaren dürften von der nordöstlichen Schweinswalpopulation maximal zwei Tiere jährlich in den Netzen der Fischer verenden, um die Erholung der Population zu gewährleisten. Die eigentliche Zahl beläuft sich jedoch auf mindestens sieben. Beifang stellt nach wie vor die grösste Bedrohung für die Tiere dar, dennoch ist Fischen mit Stellnetzen erlaubt, selbst in Meeresschutzgebieten.