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Granada kennt man als Stadt dank der grandiosen Alhambra aus der maurischen Zeit. Aber ein Weingebiet? Auf der Landkarte sieht man im Hinterland zwischen den Küstenstädten Málaga und Almería nur die Sierra Nevada mit Tupfern menschlicher Tätigkeiten. Doch man täusche sich nicht. Winde vom Mittelmeer, unendlich lange Sonnenstunden sowie die Mikrobedingungen an den Flanken kleinerer Sierras auf 700 bis 1000 Metern über Meer gestatten Rebbau. Hier wurde schon früh Wein gekeltert, davon zeugen historische Spuren. Ausserdem diente der Atlantikhafen Cadíz, 1100 vor Christus von den Phöniziern gegründet, dem Export in die Kolonien.
Die Akzente verschoben sich, Andalusien verlor an wirtschaftlicher Bedeutung. Darunter litt der Weinbau. Viele Parzellen wurden aufgegeben, so auch in der Provinz Granada. In den Neunzigerjahren wurde die traditionelle Kultur zu neuem Leben erweckt. Rund 7000 Hektar sind heute als Vino de la Tierra (VdlT) klassiert, Landwein. Für eine DO, Denominación de Origen, reicht es noch nicht – aber das kann sich ändern.
Land: Spanien
Rebfläche: 5’500 Hektaren
Produktionsmenge: 200’000 Hektoliter