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Djokovic lässt Bautista Agut am Ende keine Chance und steht zum 6. Mal im Wimbledon-Final!
Der Sieger des Duells zwischen Roger Federer und Rafael Nadal trifft am Sonntag im Wimbledon-Final auf Novak Djokovic. Der Titelverteidiger setzt sich gegen Roberto Bautista Agut 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 durch.
Die Vorentscheidung im ersten Halbfinal fiel Mitte des dritten Durchgangs, als Djokovic seinen Widersacher zum 4:2 breakte und es bei seinem nächsten Aufschlagspiel schaffte, zwei Breakbälle in Folge abzuwehren. Beim zweiten, dem längsten Ballwechsel der Partie, gelang ihm ein herrlicher Winner mit der Rückhand der Linie entlang.
Der zweite Satz hatte gezeigt, dass der Serbe, der seit Beginn des Turniers als Topfavorit auf den Titel gehandelt wird, nicht unantastbar ist. Djokovic offenbarte Schwächen mit der Vorhand, mit der ihm viele einfache Fehler unterliefen. Auch das Verhalten des Publikums schien ihn zu ärgern, begegneten die britischen Zuschauer dem Titelverteidiger doch reserviert. Ihre Sympathien gehörten mehrheitlich dem Aussenseiter.
Bautista Agut, der zu Beginn seiner Premiere in einem Grand-Slam-Final etwas nervös agiert hatte, fand nach dem verlorenen Startsatz sein gewohntes Spiel, bewegte sich schnell auf den Beinen und spielte von der Grundlinie sehr solid. Auch wenn er beim Satzball etwas Glück in Anspruch nehmen musste - sein Netzroller landete im Feld -, war der Satzausgleich des 31-jährigen Spaniers verdient.
Auch zu Beginn des vierten Durchgangs wehrte sich der Spanier, der auf dem Weg in den Final wie Djokovic nur einen Satz abgegeben hatte, nach Kräften. Als dem Serben das zweite Break in Folge zum 4:1 gelang, war die Partie gelaufen. Nach 2:49 Stunden verwertete Djokovic seinen fünften Matchball mit einem Servicewinner.
Für Djokovic ist es der sechste Finaleinzug in Wimbledon. 2011, 2014, 2015 und 2018 gewann er das Turnier an der Church Road, sein einziges Endspiel im Südwesten Londons verlor er 2013 gegen Andy Murray. Am Sonntag spielt der Serbe um seinen 16. Grand-Slam-Titel, den vierten innerhalb des letzten Jahres. (zap/sda)
Liveticker: 12.07.19: Wimbledon-Tagesticker
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Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 6:2
Mit dem fünften Matchball ist es dann doch noch Tatsache: Novak Djokovic steht im Finale von Wimbledon! Die serbische Weltnummer 1 setzt sich am Ende doch noch deutlich in vier Sätzen gegen Überraschungsmann Roberto Bautista Agut durch.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 5:2*
Der Spanier kann nochmals verkürzen, doch nun schlägt Djokovic zum Matchgewinn auf!
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 5:1*
Und erneut macht Bautista Agut keinen Punkt beim Service von Djokovic. Noch ein Game fehlt dem Djoker zum Finaleinzug.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 4:1*
Das dürfte dann wohl die Entscheidung sein. Djokovic holt sich hier im vierten Satz das Doppelbreak! Am Ende wieder etwas glücklich, wie sein Angriffsball von der Netzkante noch auf die Linie springt. Und dennoch, die Weltnummer 1 ist der bessere und vor allem aktivere Spieler.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 3:1*
Der Serbe jetzt ganz souverän. Djokovic bestätigt das Break gleich zu Null! Findet Agut noch einen Weg zurück in die Partie?
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 2:1*
Djokovic holt sich das Break im 4. Satz! Zwar rutscht der «Djoker» bei 15:15 aus und verdreht sich leicht das Knie, doch das scheint ihm nichts anzuhaben. Bautista Agut lässt sich dadurch mehr aus der Ruhe bringen und streut drei unnötige Fehler ein.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 1:1*
Djokovic gleicht ohne grössere Probleme aus. Der Serbe taucht immer wieder am Netz auf und auch sonst spielt der Titelverteidiger plötzlich wieder deutlich offensiver. Es sieht so aus, als würde er sich wieder wohler fühlen auf dem Centre Court.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 6:3 0:1*
Ein episches Game mit dem besseren Ende für Bautista Agut: Drei Breakchancen wehrt der Spanier ab, obwohl Djokovic in diesem 10-Minuten-Game sein bestes Tennis auspackt. Am Ende hilft dem Aussenseiter der Aufschlag und das hervorragende Netzspiel.
Der dritte Satz geht an Djokovic! Dieses Mal schliesst der Titelverteidiger den Durchgang mit einem Netzroller ab. Der serbischen Weltnummer 1 reicht ein Break, um wieder vorzulegen. Bautista Agut war mindestens ebenbürtig, doch in den entscheidenden Momenten riskierte sein Gegenüber etwas mehr und so darf er sich am Ende nicht beschweren, dass er den dritten Satz abgeben musste.
Zu null verkürzt Bautista Agut, jetzt braucht der Spanier aber ein Break. Ansonsten ist der zweite Satz weg. Denn Djokovic serviert jetzt zum Satzgewinn.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 5:2*
Djokovic wehrt zwei Breakbälle ab! Und wie! Bei der zweiten Chance von Bautista Agut geht der Ball 44 Mal übers Netz, ehe Djokovic den Winner schlägt. Der Serbe muss kämpfen, hat momentan den längeren Atem und zwingt das Glück wieder auf seine Seite.
Djokovic schafft das Break! Bautista Agut gerät bei den letzten drei Ballwechseln immer in die Defensive und wird dann zu kurz. Djokovic schliesst die Punkte schliesslich am Netz per Smash ab. Der Spanier muss sich aber auch an der eigenen Nase nehmen, hat er das Spieldiktat doch immer mehr seinem Kontrahenten überlassen.
Bautista Agut kämpft sich nach 40:15 auf Einstand heran, dann kommen zwei starke Aufschläge von Djokovic. Im Moment hält der Service den Serben im Spiel. Wenn er Ball erst einmal im Spiel ist, macht Bautista Agut den solideren Eindruck.
Im Eiltempo gleicht Bautista Agut wieder aus: Drei gute Aufschläge und ein einfacher Fehler von Djokovic reichen.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 2:1*
Das Match bleibt auf Messers Schneide: Djokovic von der Grundlinie wieder etwas solider, dennoch greift immer wieder mal an. Bei Bautista Agut kommen die Passierbälle aber überhaupt nicht und auch die Lobs passen nicht. So legt Djokovic wieder vor.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:6 1:1*
Djokovic wirkt wieder etwas konzentrierter und auch sicherer von der Grundlinie. Er schafft es auf 15:30, doch dann verliert er zwei lange Ballwechsel und Bautista Agut kommt zum Ausgleich. Hier wäre für den «Djoker» sicher mehr drin gewesen.
Djokovic gerät 0:30 ins Hintertreffen, dann zeigt er aber keine Nerven und dreht das Game noch zu seinen Gunsten um. Bautista Agut spielt aber weiterhin gross auf und macht fast keine unerzwungenen Fehler mehr.
Bautista Agut schafft den Satzausgleich! Djokovic bäumt sich zwar nochmals auf und macht dem Spanier das Leben schwer, am Ende hat der Serbe aber Pech: Wegen eines Netzrollers muss er den Satz abgeben.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 4:5*
Djokovic sucht sein Heil immer mal wieder am Netz und hat Erfolg: Zwar sind seine Vorstösse nicht unwiderstehlich, aber Bautista Agut spielt seine Passierbälle immer etwas zu sehr zur Mitte. Djokovic kann so meist per Volley abschliessen.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 3:5*
Bautista Agut bringt den Aufschlag erneut ohne Probleme durch. Djokovic bleibt dagegen fehlerhaft, von der Grundlinie ist er immer wieder zu lang. Natürlich hadert er mit sich selbst.
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von benzenlenzen
Beeindruckend, wie Bautista Agut den Verlust des ersten Satzes weggesteckt hat. Hoffentlich kann er da Ganze noch hinauszögern, damit nach Arbeitschluss Federer-Nadal starten kann ;-)
Djokovic – Bautista Agut 6:2 3:4*
Djokovic verkürzt, hat aber weiterhin Probleme. Sein Grundlinien-Spiel ist aber nicht mehr auf dem Niveau des erstes Satzes. Der Serbe ist mit sich sichtlich unzufrieden, bei Einstand wechselt er gar den Schläger. Eine ungewöhnliche Massnahme mitten im Game.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 2:4*
Zu null legt Bautista Agut wieder vor: Djokovic verschlägt jetzt doch den einen oder anderen Return daneben. Die spanische Weltnummer 22 spielt jetzt aber auch fast fehlerlos.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 2:3*
Djokovic wehrt zwei Breakbälle ab! Bautista Agut verlangt dem Titelverteidiger jetzt alles ab. Nach guten Returns hetzt er den «Djoker» hin und her und dominiert von der Grundlinie. Nur danken starken Aufschlägen in den wichtigen Momenten kann Djokovic das zweite Break verhidern.
Die Spieler setzen sich wegen den Regentropfen erstmal hin. Noch ist unklar, ob das Dach geschlossen werden muss. Wir warten ab ...
Djokovic – Bautista Agut 6:2 1:3*
Ohne problem bestätigt Bautista Agut das Break. Djokovic zieht jetzt aber auch eine kleinere Schwächephase ein, er streut für ihn ungewöhnliche Fehler ein. Der Spanier bleibt cool und spielt sein Tennis jetzt souverän runter. Auf dem Centre Court fallen unterdessen die ersten Regentropfen.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 1:2*
Aus dem Nichts schafft Bautista Agut das Break! Bitter für Djokovic: Bei 15:30 reisst ihm eine Seite und so kommt der Spanier quasi geschenkt zu zwei Breakchancen. Mit einer krachenden Vorhand macht der Service-Durchbruch schliesslich perfekt.
Djokovic macht dort weiter, wo er aufgehört hat: Der Serbe holt sich das erste Game des zweiten Durchgangs zu null. Bautista Agut kann tun und lassen, was er will, Djokovic hat immer die bessere Antwort parat.
Djokovic – Bautista Agut 6:2 0:0*
Da ist schon der erste Satz für Djokovic! Mit seinem zweiten Break bringt ihn der Titelverteidiger nach Hause. Bautista Agut wird für seinen Fehlstart mit elf Fehlern in drei Games umgehend bestraft. Djokovic nimmt das Zepter sofort in die Hand und gibt es auch nicht mehr ab, als sich der Aussenseiter langsam steigert. Die Basis für die Führung: Aufschlag und natürlich der bärenstarke Return.
Zu null bringt Djokovic seinen Aufschlag durch: Bautista Agut bringt aber auch kaum einen Service zurück. So hat der Titelverteidiger leichtes Spiel. Der Spanier macht zwar fast keine Fehler mehr, doch Djokovic schenkt ihm eben auch keine Punkte und serviert zudem hervorragend.
Bautista Agut steigert sich weiter, doch Djokovic zeigt gleich mehrfach, warum er als bester Return-Spieler der Welt gilt. Immer wieder bringt er den Spanier früh in Bedrängnis und stösst danach ans Netz vor, am Ende bringt Bautista Agut seinen Aufschlag aber dennoch durch.
Bautista Agut leistet nun deutlich mehr Gegenwehr als noch zu Beginn, doch so schnell lässt sich Djokovic nicht übertölpeln. Bei 15:30 schlägt er einen Vorhand-Winner mit unglaublichem Winkel, wenig später ist das vierte Game des Serben im Trockenen.
Der Aussenseiter ist auf dem Score Board: Bautista Agut holt sich sein erstes Game, auch weil bei Djokovic nun auch plötzlich ein paar Fehler kommen. Zwischendurch zeigt die Weltnummer 1 aber auch sein feines Händchen.
Da war die Chance auf zwei Breakbälle, doch dann rutscht Bautista Agut im dümmsten Moment aus und macht den Fehler. Auch in der Folge spielt er sich Chancen heraus, doch dann kommen immer wieder haarsträubende Fehler. Mittlerweile sind es schon 9: So kannst du Djokovic nicht schlagen.
Djokovic legt hier gleich mit einem Break vor! Bautista Agut macht hier in der Anfangsphase viel zu viele Fehler und es scheint als könne er Djokovic in den Grundlinien nicht weh tun. Ihm fehlt schlicht die Power! Den schönsten Punkt holt sich trotzdem der Spanier:
Wir schauen noch kurz auf die Zahlen zum ersten Halbfinal zwischen Novak Djokovic und Roberto Bautista Agut. Die serbische Weltnummer führt im Head-to-Head mit 7:3, die letzten beiden Duelle gingen aber an den Spanier. Die Weltnummer 22 ist für Djokovic unangenehm zu spielen, weil dieser wie er selbst sehr variabel spielt, äusserst beweglich ist und normalerweise wenig Fehler macht.
Noch einmal die «As» – die haben aber heute viele Titelseiten: Wer soll gewinnen «FedBot» oder Captain Espana?
Federer-Nadal-Foto des Tages – Bild 7
Die Prognosen von «Statsinsider»
Zu 54 Prozent gewinnt Nadal: Das sagen die Statistiker von «Statsinsider» voraus. Bei Djokovic gegen Bautista Agut lautet die Prognose: 89:11 Prozent für den «Djoker».
Nadals neue Devise nach dem Final 2007
Alles spricht im Vorfeld des heutigen Halbfinal-Knüllers vom Wimbledon-Final 2008, dem wohl besten Tennis-Match aller Zeiten. Doch für Nadal hatte das verlorene Endspiel von 2007 den grösseren Impact für seine Karriere, von da an beschloss er sich nie mehr von seinem Gegenüber einschüchtern zu lassen: «Als ich das Endspiel 2007, das über fünf Sätze ging, gegen ihn verlor, war ich am Boden zerstört. Mir war klar, dass ich der Bessere hätte sein können, dass ich nicht an mangelndem Können oder meiner Spielqualität, sondern mental gescheitert war. Nach dieser Niederlage weinte ich in der Garderobe eine halbe Stunde lang. Ich machte mir Selbstvorwürfe. Ich war an mir selbst mindestens ebenso gescheitert wie an Federer. Ich hatte mich von meiner Strategie abbringen lassen.»
Beim Dreh des Ankündigungsvideos für das erste «Match for Africa» kriegt Federer einen Lachanfall, weil Rafa so lustig aussieht ... zum totlachen!
Federer-Nadal-Foto des Tages – Bild 6
Die 15 «Key Stats» der ATP zum Giganten-Duell
Die fünf Spannendesten:
● Federer/Nadal ist nur das drittmeistgespielte Duell auf der ATP-Tour. Nadal/Djokovic (54) und Federer/Djokovic (47) gabe es öfter.
● Nadal hat gegen Federer mehr Grand-Slam-Matches (10) gewonnen als jeder andere Spieler
● Federer könnte in seinen 31. Grand-Slam-Final einziehen, für Nadal wäre es der 27.
● Federer liegt gegen Nadal 15:24 zurück, gegen alle anderen Linkshänder hat er eine Bilanz von 112:13.
● Nadal führt bei der Zahl gewonnener Tiebreaks gegen Federer mit 11:10.
Aber im Hinblick auf das «GOAT»-Rennen würden wir wohl Ro ... berto auch nehmen. Oder wer glaubt, dass Federer Nadal und Djokovic hintereinander schlagen kann? Siege gegen beide Erzrivalen hat er an einem Grand-Slam-Turnier noch nie geschafft. Nur 2010 an den World Tour Finals besiegte er Nadal und Djokovic an ein- und demselben Turnier.
Zum Durchklicken
Das ewige Duell – alle Partien zwischen Federer und Nadal:
Das ewige Duell – alle Partien zwischen Federer und Nadal
Die Sportzeitung «As» hat sich heute für einmal nicht für Fussball, sondern für Tennis auf der Frontseite entschieden. Kein Wunder, schliesslich winkt der erste rein spanische Wimbledon-Final der Geschichte. Rasen war lange kein gutes Pflaster für die Sandplatz-Spezialisten von der iberischen Halbinsel. Nadal ist mit fünf Finalteilnahmen (2 Siege/3 Niederlagen) klar der erfolgreichste Spanier in Wimbledon. Ansonsten schaffte es nur Manuel Santana ins Endspiel. 1966 gewann der «Zauberer auf Sand» etwas überraschend gegen den Amerikaner Dennis Ralston.
Federer feierte gegen Kei Nishikori einen Meilenstein – seinen 100. Sieg auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Sein Bilanz lautet aktuell 100:12. Zum Vergleich: Nadals French-Open-Bilanz steht bei 93:2. Auf Rasen steht der «Maestro» bei 186 Siegen zu 26 Niederlagen. Wieder der Vergleich mit Nadal: Auf Rasen kommt er auf 71 Siege und 19 Niederlagen, auf Sand auf 436 Siege und 39 Niederlagen.
Federer-Nadal-Foto des Tages – Bild 3
McEnroe von Federer begeistert
«2016 humpelte Federer mit seinen Meniskus-Problemen vom Platz, alle dachten es sei vorbei. Schliesslich war er schon 34 Jahre alt. Aber er ist zurückgekommen und spielt wieder absolut beeindruckend. Wir müssen jede Minute geniessen.»
Roger Federer has left John McEnroe absolutely staggered 🤯
Die letzten fünf Duelle auf Hartplatz hat Federer gegen Nadal allesamt gewonnen. Ein Schlüssel zum Sieg war stets der Rückhand-Return. Dieser muss auch heute wieder stimmen, aber es gibt noch drei andere sehr wichtige Punkte:
Im Head-to-Head liegt Federer gegen Nadal zwar 15:24 zurück, doch auf schnellen Unterlagen sieht seine Bilanz etwas anders aus: Auf Rasen und Hartplatz kombiniert liegt der «Maestro» 13:10 in Front. Bleibt die Frage, ob der Rasen von Wimbledon in diesem Jahr als schnelle Unterlage durchgeht. Viele Experten sagten, dass die Bedingungen im Wimbledon nie langsamer waren als heuer.
Stephanie Demner ist die Freundin von Wimbledon-Viertelfinalist Guido Pella und so kriegt das 28-jährige Model auch Zugang zu den Katakomben des «heiligen» Centre Courts. Dort ist Pellas Liebste offenbar Roger Federer über den Weg gelaufen und natürlich durfte ein Selfie da nicht fehlen. «Ciao Roger, ich liebe dich sehr», schrieb sie unter den Schnappschuss und entschuldigte sich in Klammern gleich bei ihrem Freund: «Entschuldige mein Liebster, du verstehst mich.» Pella versteht es, doch er kommentiert unter dem Post seiner Freundin: «Ich liebe ihn mehr als du.»
Federer vs. Nadal in Wimbledon – Teil 3
6. Juli 2008, Federer verliert 4:6, 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (10:8), 7:9: Um 21.16 Uhr Ortszeit und bei einbrechender Dunkelheit endete die Partie, die als womöglich grösste in die Geschichte des Tennis einging. Federer hatte im hochstehenden Tiebreak des vierten Satzes zwei Matchbälle abgewehrt, ehe das Spiel wegen Regens zum zweiten Mal unterbrochen werden musste. 2018 erschien der 98-minütige Dokumentarfilm «Strokes of Genius», der das Drama noch einmal beleuchtete.
Federer vs. Nadal in Wimbledon – Teil 2
8. Juli 2007, Federer gewinnt 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2: Auch im zweiten Final behielt Federer die Oberhand - allerdings nur knapp. Nachdem er zu Beginn des fünften Satzes vier Breakbälle abzuwehren vermochte, schaffte er mit drei brillanten Vorhand-Winnern das entscheidende Break zum 4:2. Mit seinem fünften Triumph in Folge egalisierte Federer den Rekord von Björn Borg, der auf der Tribüne die Partie mitverfolgt hatte. «Ich war heute der Glücklichere. Rafa hätte den Sieg ebenso verdient», sagte Federer. Nadal vergoss nach der Niederlage in der Garderobe bittere Tränen.
Federer vs. Nadal in Wimbledon – Teil 1
9. Juli 2006, Federer gewinnt 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 6:3: Den ersten der drei Finals gegen Nadal erreichte Federer ohne Satzverlust. Den Startsatz gegen seinen erst 20-jährigen Herausforderer gewann der Schweizer in 24 Minuten zu null, im zweiten gelang ihm das Rebreak zum 5:5, ehe er das Tiebreak nach einem 1:3-Rückstand für sich entschied. Federer sprach nach seinem achten Major-Titel im neunten Final von seinem bis zu diesem Zeitpunkt besten Grand-Slam-Turnier der Karriere. «Früh im Turnier habe ich am Sieg gezweifelt, die Auslosung war so schwer.»
Um 14 Uhr Schweizer Zeit beginnt der heutige Wimbledon-Tag mit dem Halbfinal zwischen Novak Djokovic und Roberto Bautista Agut, erst danach kommt es zum Giganten-Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Die beiden werden den Centre Court wohl kaum vor 17 Uhr betreten.
FRIDAY’S ORDER OF PLAY (CENTRE COURT, FROM 13:00 BST)
Novak DJOKOVIC v Roberto BAUTISTA AGUT Rafael NADAL v Roger FEDERER#Wimbledon
In den Halbfinals von Wimbledon kommt es am Freitag zu dem herbeigesehnten Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden im All England Club seit elf Jahren und dem epischen Fünfsatzsieg des Spaniers im Final.
Bereits nach der Auslosung des Turniers vor zwei Wochen war ein mögliches Aufeinandertreffen von Roger Federer und Rafael Nadal in den Halbfinals eines der grossen Themen gewesen. Und mit jeder Runde, welche die beiden erfolgreichsten Spieler der Geschichte souverän überstanden, stieg bei den Organisatoren, den Medien und den Zuschauern die Vorfreude auf das mögliche 40. Duell der beiden.
Sowohl Federer als auch Nadal versuchten, den Hype um das Duell der beiden Giganten etwas herunterzuspielen. «Die Partie ist für mich und wohl auch für Roger aber schon speziell», sagte Nadal. Zwar hatten sich die beiden erst vor einem Monat im Halbfinal am French Open in Paris duelliert, auf Rasen waren sie sich aber letztmals vor elf Jahren begegnet, als Nadal bei einbrechender Dunkelheit die Regentschaft Federers auf Rasen vorerst beendete und dessen sechsten Wimbledon-Sieg in Folge verhinderte.
Dass Federers jüngste Niederlage in Paris – die 24. insgesamt gegen Nadal – einen Einfluss auf das Duell vom Freitag haben wird, glaubt der Baselbieter nicht. Zuvor hatte er die vier Begegnungen gegen Nadal seit seinem Comeback Anfang 2017 für sich entschieden, so auch den Final am Australian Open 2017 über fünf Sätze. «Aber all das spielt keine Rolle», sagte Federer. «Es geht darum, wie er hier bislang gespielt hat und wie ich hier bislang gespielt habe.» Während Nadal von Beginn des Turniers an sehr beeindruckend agierte, legte Federer einen Steigerungslauf hin. «Wir sind beide in Form.»
DANKE FÜR DIE ♥
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Roger Federer verteidigt Achtelfinal-Verzicht in Paris: «Es war die richtige Entscheidung»
Kommende Woche beginnt für Roger Federer in Halle die Rasensaison. Was er zu seinem Verzicht auf den Achtelfinal der French Open sagt. Am Freitag gab er Auskunft darüber, wie es ihm gesundheitlich geht.
Zunächst ist es nicht mehr als eine leise Sehnsucht, so etwas wie eine heimliche und verbotene Liebe. Und im Verbotenen liegt bekanntlich der Reiz. Für Schweizer, sagt Federer, scheine der Belag, auf dem er sich nun am wohlsten fühlt, unerreichbar: Rasen.
Denn dort, wo Roger Federer aufwächst, wird auf Sand Tennis gespielt. Er spielt Fussball, Tischtennis, fährt Ski und spielt Tennis. Meist fährt er mit dem Velo an den St. Galler Ring 225 ins Basler Bachletten-Quartier, wo der TC Old Boys …