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Ordnerverwaltung für B6 Depression und Psychopharmaka PFH20
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Was ist eine Depression?
Eine Depression ist eine psychische Störung (Krankheit), die durch eine gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit beziehungsweise Freudlosigkeit und Antriebsminderung gekennzeichnet ist. Die Erkrankung ist durch einen episodischen Krankheitsverlauf charakterisiert.
Eine endgültige Diagnose kann nur ein Arzt oder Psychologe stellen.
Was ist eine affektive Störung?
Hier steht die krankhafte Veränderung der Stimmung im Vordergrund. Entweder ist man depressiv gehemmt oder manisch erregt. Depression ist eine Form der affektiven Störungen, wobei hier eine dauernde gesenkte Stimmung vorherrscht.
Welche Symptome entstehen bei einer Depression (nach ICD 10)?
Unterteilung mit oder ohne psychotische Symptome (Wahn, Halluzination)
Unterteilung mit oder ohne somatische Symptome (körperliche Symptome, z.B. Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden)
Für die Diagnose gilt, dass die Symptome mind. 2 Wochen bestehen müssen, und zwar an der Mehrheit dieser 14 Tage.
Leichte Depression: Vorliegen von 2 Haupt- und 2 Zusatzsymptomen
Mittelschwere Depression: Vorliegen von 2 Haupt- sowie 3 - 4 Zusatzsymptomen
Schwere Depression: Vorliegen aller 3 Hauptsymptome sowie mind. 4 Zusatzsymptome.
Hauptsymptome:
depressive Verstimmung
Verlust von Interesse / Freude
Verminderung Antrieb
Zusatzsymptome:
Konzentrationsstörung
mangelndes Selbstwertgefühl, -vertrauen
Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
pessimistische Zukunftsperspektiven
Suizidalität
Schlafstörungen
Appetitminderung
Somatisches Syndrom:
deutlicher Interessenverlust / Verlust der Freunde an normalerweise angenehmen Aktivitäten
mangelnde Fähigkeit emotional zu reagieren
Früherwachen
Morgentief
objektivierte psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit
deutlicher Appetitverlust
deutlicher Libidoverlust
Welche Verlaufsformen gibt es?
Rezidivierende depressive Störung (unipolar): Ausschläge nur nach unten (unipolare Depression)
Bipolare affektive Störung (manisch-depressiv): Ausschläge gehen in beide Richtungen, depressiv oder manisch.
Dysthymia: Person ist immer ein bisschen unter normalem Level der Stimmung -> latente leichte depressive Verstimmung -> Wichtig: muss über mind. 2 Jahre vorliegen damit beurteilbar!
Zyklothymia: Verlauf ist nicht wahnsinnig auffällig, Person erlebt es oft als anstrengend, entweder ist Stimmung gut oder schlecht aber nie "normal"
Remissionsgrad = Intervall liegt unter der "normalen Stimmung" -> oft bei Leuten, die sehr viele Zyklen einer Depression haben, die schaffen es nicht mehr, auf ein normales Level zu kommen mit ihrer Stimmung
Unbehandelt kann eine Phase bis zu 6 Monate andauern! Mit Medikation auf 6-8 Wochen verkürzt.
--> Medikation = man versucht, dass der Intervall immer möglichst lange andauert, dass die Stimmung "normal" ist (z.B. mit Lithium)