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Stress entsteht, wenn Sie ein äusserer Einfluss dazu bringt, mit einer veränderten Situation umzugehen. Sie nehmen den Stress dann am ehesten als belastend wahr, wenn Ihr Körper Ihnen durch so genannte „somatische Marker“ signalisiert, es bestehe die Gefahr, dass Sie mit Ihren Fähigkeiten und Ressourcen nicht in der Lage sind, einer Situation angemessen zu begegnen. Dauert der Stress an oder wiederholt sich die Situation, wirkt sich das auf Ihre Erwartungshaltung in vergleichbaren Situationen und auf Ihr Verhalten aus.
Unbewusste Vermeidungsverhalten sind die Regel und schränken Sie in Ihrer Handlungsfähigkeit ein. Emotionaler Stress im Sinne des esm. ist eine Form von lang andauerndem Stress, der zu negativ empfundenen emotionalen Belastungen führt.
Emotionaler Stress ist gekennzeichnet durch Gefühle, die von früheren Erfahrungen in Verbindung mit früherer Angst oder früher erlebtem (körperlichem und/oder seelischem) Schmerz herrühren.
Ihr Verhalten unter einem als negativ empfundenen, dauerhaften emotionalen Stress ist geprägt von Angst vor noch mehr derartiger Erfahrungen. Wichtig zu wissen ist, dass Ihnen als betroffene Person selbst die (unbewussten) Handlungstreiber oftmals fremd sind (z. B. weil diese über Jahre verdrängt wurden). Sie spüren die Auswirkungen, indem Sie in bestimmten Situationen nicht so reagieren, wie Sie gerne reagieren würden; dieses Verhalten kennen Sie meist wiederholt aus vergleichbaren Situationen.