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Nach einem deutlichen Gewinnrückgang startet der Softwarehersteller ein erneutes Restrukturierungsprogramm.
Der US-Softwarehersteller CA (vormals Computer Associates) musste im per Ende Juni abgelaufenen ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2007 trotz eines leicht erhöhten Umsatzes einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Der Umsatz stieg verglichen mit dem gleichen Quartal im Vorjahr um 3 Prozent auf 956 Millionen Dollar. Der Reingewinn ging aber um 64 Prozent aber auf 35 Millionen Dollar zurück. Und der Cash-Flow kippte sogar in den negativen Bereich: Statt einen Bargeldzufluss von 93 Millionen wie im Vergleichsquartal des Vorjahres verbuchte CA im gerade abgelaufenen Quartal einen Abfluss von 46 Millionen Dollar.
Man habe weitere Fortschritte bei der vor etwas mehr als einem Jahr gestarteten
strategischen Neuausrichtung und der Integration des Produktportfolios erzielt, kommentierte CEO John Swainson. Unzufrieden sei man aber mit der Kostensituation, insbesondere den aufgrund von Übernahmen und anderen Faktoren gestiegenen Personalkosten. Die gesamten Betriebsausgaben bei CA stiegen im letzen Quartal um 9 Prozent auf 905 Millionen Dollar.
Beim Personal will CA denn auch, wie schon vor einem Jahr
, den Rotstift ansetzen. Dieses Mal geht der Schnitt allerdings noch etwas tiefer. Während vor einem Jahr der Abbau von rund fünf Prozent der Stellen angekündigt wurde, sollen es dieses Mal rund 11 Prozent sein. Insgesamt sollen rund 1700 Jobs bei CA gestrichen werden, etwa die Hälfte davon in den USA, die andere Hälfte in den weltweiten Niederlassungen. Momentan beschäftigt CA noch rund 16'000 Mitarbeitende. Darüber, welcher Anteil der Stellenreduktion allenfalls durch natürliche Abgänge erfolgen könnte und wiviele Entlassungen erfolgen werden, äusserte sich CA noch nicht.
Zusammen mit anderen Sparmassnahmen, zum Beispiel bei den Ausgaben für Gebäude, sollen die Betriebskosten durch den Restrukturierungsplan um rund 200 Millionen Dollar pro Jahr gesenkt werden. Voll realisiert werden sollen diese Einsparungen aber erst Ende des Geschäftsjahrs 2008. Die einmaligen Kosten der Restrukturierung von ebenfalls etwa 200 Millionen Dollar wird CA zur Hauptsache aber schon im laufenden und im nächsten Quartal in der Bilanz verbuchen. (Hans Jörg Maron)