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Abbildungen: aus den Sammlungen der Bibliothek für Gestaltung Basel

Die Allgemeine Gewerbeschule
Erst 1869 werden auch Mädchen zur Zeichenschule zugelassen.
1878 gründet der Handwerker- und Gewerbeverein Basel
(Vorläufer des Gewerbeverbands Basel-Stadt) das Gewerbe-
museum.
1881, beim Amtsantritt von Direktor Wilhelm Bubeck, zählt
die Zeichen- und Modellierschule, wie sie inzwischen heisst,
125 Schüler aus 25 Berufen. Sie befindet sich jetzt am
Steinenberg 4-6.
Zu den einzelnen Tages- und Abendkursen sind Klassen mit
zusammenhängendem Ausbildungsgang gekommen: eine
Fachklasse für Modellieren und Bildhauerei, eine Malklasse,
Textil-Dessinateure.
Ausserdem gibt es bereits einen Vorkurs: »In Elementarklassen
beschäftigen sich Knaben und Mädchen mit Übungen des Auges
und der Hand nach Tafelzeichnungen des Lehrers, mit Ornamenten und Blattformen, vorzugsweise nach Vorlagen, mit dem Zeichnen nach Gips in Umriss und schattiert, mit Kolorierübungen«.
Neben den Gestaltungsklassen gibt es einen gymnasialen
Bildungsgang, der zur Maturität führt mit der Berechtigung
am Eidgenössischen Polytechnikum zu studieren.
Die Allgemeine Gewerbeschule untersteht damals der gleichen
Aufsichtskommission wie das Realgymnasium.
1887 übernimmt der Staat die Zeichen- und Modellierschule und gründet die Allgemeine Gewerbeschule mit dem angeschlossenen Gewerbemuseum. Sechs Jahre später ziehen Schule und Museum
1906 verpflichtet das Eidgenössische Lehrlingsgesetz alle
Lehrlinge in der Schweiz zum Besuch einer Gewerbeschule.