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St. Ulrich
bei Ribeauville/F (besucht April 2007)
Bereits 1084 wird die St. Ulrichsburg als castrum Rappoltstein erwähnt. Vermutlich ist sie im 11. Jahrhundert auf römischen Fundamenten erbaut und gilt als die älteste der drei (Grisberg, Haut Ribeaupierre und St.Ulrich) „auf einem Berge“ gelegenen Burgen. Sie ist der eigentliche Stammsitz des alten edlen Geschlechtes der Rappoltsteiner. Die Ulrichsburg kann als charakteristisches Beispiel einer größeren Burg angesehen werden, und noch immer ist so viel von ihr erhalten, dass der Beschauer einigermaßen ein zusammenhängendes Bild gewinnen kann. Auf dem höchsten Teil dieser Felsengruppe, nordöstlich, liegt der viereckige Bergfried. Erhalten ist vor allem der Palas mit neun schönen doppelbogigen Fenstern an der Südseite. Die Burg wurde von dem Grafen Smassmann (Maximin) von Rappoltstein erweitert. Er erbaute 1435 die dem heiligen Ulrich geweihte Schlosskapelle, in der noch der Altar steht und von der die Burg den Namen trägt. Im Verlies von St. Ulrich verbüßte die durch ihre Schönheit bekannte Kunigunde von Giersberg die Ermordung ihres Gemahles Wilhelm von Hungerstein mit lebenslänglichem Gefängnis (Ende des 15. Jahrhunderts). Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg verlassen und verfiel seitdem.
(Quelle: Fritz Bouchholtz – Burgen und Schlösser im Elsass. Frankfurt, 1962.)