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Wilhelm von Diesbach (1442–1517)
Führender Politiker und Diplomat Berns im späten 15. Jh.
Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs Wilhelm in der Familie seines Vetters Niklaus in Bern auf. Nach Aufenthalten in Frankreich (u.a. Studium in Paris) machte er in Bern Karriere und wurde nach 1481 wiederholt zum Schultheissen gewählt. Er war der wichtigste Vertreter der frankreichfreundlichen Politik in Bern. 1467 unternahm er eine Pilgerfahrt ins Heilige Land, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Wilhelm erscheint als Gesandter, so in Frankreich, als Schiedsrichter bei innereidgenössischen Konflikten, so in der Frage der Aufnahme von Freiburg und Solothurn in den Bund und als Truppenführer, so im Schwabenkrieg. Wilhelm gehörte zu den reichsten Bernern mit grossem Landbesitz und hohen Einkünften aus Pensionen. 1517 starb er an der Pest.
- Geburtsort
- Bern
- Literatur
- Moser, Franz Adolf: Ritter Wilhelm von Diessbach, Schultheiss von Bern, 1442-1517. Muri b. Bern 1930.
- Link
- HLS
Impressum
Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch