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14.12.2020 // Neue Normen und Produkte
Eine Allianz fürs Kunststoffrecycling
Dank der europäischen Strategie für Kunststoffe soll die Umwelt vor Belastung durch Kunststoffabfälle geschützt werden. Die Strategie zielt insbesondere auf die Erarbeitung von recyclingfähigen Kunststoffverpackungen ab. Der Verbrauch von Einwegkunststoffen soll reduziert werden. Zudem hat vor zwei Jahren die europäische Kommission die Circular Plastic Alliance (CPA) lanciert. Dies ist eine Industrieallianz, welche die Nachfrage nach recyceltem Kunststoff stärken möchte. Die Allianz deckt die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette ab und umfasst über 245 Organisationen, in welchen Industrie, Wissenschaft und Behörden vertreten sind. Ziel ist eine Steigerung des recycelten Kunststoffs auf 10 Millionen Tonnen bis im Jahr 2025. Um das 10-Millionen-Tonnen-Ziel zu erreichen, sind Normen ein wichtiges Instrument.
Auch die europäische Normenorganisation CEN-CENELEC hat die Deklaration der Circular Plastic Alliance (CPA) unterzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass die Erkenntnisse der Allianz Normungsarbeiten auslösen werden.
Nicht nur die CPA sieht Normen als Hilfsmittel, auch in der europäischen Strategie für Kunststoffe wird die Entwicklung von Qualitätsnormen für das Sortieren von Kunststoffabfällen und die Qualität von recycelten Kunststoffen als Massnahme aufgelistet. Zudem hat das CEN-CENELEC bereits Normen mit Bewertungskriterien zur Ermittlung gefährlicher Stoffe entwickelt, die in recycelten Materialien enthalten sein könnten.
Die CPA ihrerseits verpflichtet sich, bei der Entwicklung und Überarbeitung der europäischen Normen für das Recycling von Kunststoffen mitzuwirken.
CEN-CENELEC und seine Mitglieder (nationale Normenorganisationen) wurden eingeladen, sich innerhalb der CPA einzubringen. CEN-CENELEC hat Anfang 2020 die SReq ad-hoc group (SRAHG) «plastics recycling and recycled plastics» ins Leben gerufen. Ziel einer solchen Gruppe ist die Koordination und Beratung rund um ein Normungsmandat.
Die Mitglieder der SRAHG «plastics recycling and recycled plastics» nehmen an den Arbeitsgruppentreffen der CPA teil und verfolgen die Entwicklungen; insbesondere in Bezug auf Normungslücken. Diese sollen dann in das anstehende Normungsmandat über das Recycling von Kunststoffen und recycelten Kunststoffen aufgenommen werden.
Die ersten Ergebnisse der CPA umfassen ein Arbeitsplan zum Design-for-Recycling von Kunststoffprodukten, eine Research & Development Agenda und ein Rapport zur aktuellen Situation über gesammelte und sortierte Kunststoffabfälle in Europa.
Anfang 2021 wird die CPA ihre nächsten Ergebnisse veröffentlichen. Dazu gehört zunächst ein Überwachungssystem zur Verfolgung der Kunststoffmaterialströme in Europa; die Abfallsammlung, das Recycling und die Verarbeitung. Das System wird sich auf geprüfte Daten stützen. Zweitens wird die Allianz einen Bericht über das ungenutzte Potenzial für zusätzliches Sammeln, Sortieren und Recyceln von Kunststoffabfällen in Europa veröffentlichen. Damit sollen die notwendigen Verbesserungen aufzeigt werden, damit das Ziel von 10 Millionen Tonnen erreicht werden kann. Drittens wird eine Kartierung des damit verbundenen Investitionsbedarfs den Bericht über das ungenutzte Potenzial ergänzen; auch im Hinblick auf eine grüne wirtschaftliche Erholung nach der Covid-19-Krise.
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Die Schweiz kann als Nicht-EU-Mitglied keinen Einfluss auf die Strategie der europäischen Union nehmen. Aber sie kann europäische Normen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der europäischen Normenorganisation CEN-CENELEC mitbeeinflussen. Wenn Sie Teil eines internationalen Expertennetzwerks werden wollen, das Normen rund um Kunststoffrecyling beeinflusst, ist eine Mitgliedschaft bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) im nationalen Normenkomitee INB/NK 177 Kunststoffe die richtige Wahl.
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