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Die Natur bestimmt, dass sich zuerst eine Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten muss, damit Leben entsteht. Wenn sich die befruchtete Eizelle nicht einnistet, kann sie in der weiblichen Gebärmutter nicht überleben.
Doch wie merkst du, ob eine Einnistung stattgefunden hat? Und kannst du den Prozess der Einnistung unterstützen, um schneller schwanger zu werden?
Was versteht man unter Einnistung oder unter dem medizinischen Begriff „Nidation oder Implantation“?
Unter Einnistung versteht man die „Anheftung“ der befruchteten Eizelle an die Gebärmutterschleimhaut.
Dieser Vorgang findet immer erst nach dem Eisprung und nach der Befruchtung statt.
Der Geschlechtsverkehr kann bis zu 5 Tage vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen. Nach dem Eisprung schliesst das Zeitfenster nach 24 Stunden.
Wenn du in dieser Zeit Geschlechtsverkehr hast, ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden am grössten.
Wenn du vor deiner Eisprung Geschlechtsverkehr hattest, hängt die Schwangerschaft auch davon ab, wie lange die Spermien in deiner Gebärmutter überleben. Wenn die Spermien es bis zur Eileiter schaffen, können sie die Eizelle befruchten und die Wanderung zur Gebärmutterschleimhaut beginnt.
Die befruchtete Eizelle muss meist einen langen Weg bis zur Gebärmutterschleimhaut zurücklegen. Dieser Weg ist unterschiedlich lang. Die Wanderung der Eizelle dauert durchschnittlich drei bis fünf – und manchmal sogar sieben – Tage. Das hängt davon ab, ob die Eizelle in der Gebärmutter oder in der Eileiter befruchtet wurde.
Es gibt leider keine Patentlösung, wie du eine Einnistung beeinflussen oder fördern kannst.
Wenn du die Einnistung fördern und schneller schwanger werden möchtest, solltest du auf Rauchen, Alkohol und chronischen Stress verzichten. Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine gute Lebensführung.
Nimm zusätzliche Vitamine und Folsäure ein.
Sollte es nicht klappen, kann dein Arzt bei einer gründlichen Untersuchung feststellen, welche Ursachen zugrunde liegen und warum es bei dir nicht zu einer Einnistung kommt.
Nur gut bewegliche und fitte Spermien überleben lange genug in der weiblichen Gebärmutter und erreichen die befruchtungsfähige Eizelle rechtzeitig.
Nach der Befruchtung beginnt sich der Zellkern in neue Zellen zu teilen. Die Zusammensetzung der Chromosomenpaare der Eltern bleibt ab jetzt gleich. Der Prozess der Zellteilung wird beibehalten. Die Zellen teilen sich immer weiter. Erst bilden sich 4 Zellen, dann 8 und immer so weiter.
Die Einnistung der befruchteten Eizelle geschieht frühestens 5 bis 8 Tage nach der Befruchtung. Die befruchtete Eizelle wird durch die Eileiter zur Gebärmutterhöhle transportiert, wo sie sich dann einnistet.
Die kleinen Flimmerfäden der befruchteten Eizelle wandern entweder zuerst durch die Eileiter oder direkt durch die Gebärmutterhöhle. Mit Hilfe von wellenförmigen Kontraktionen gelangen sie zur Gebärmutterschleimhaut, um sich dort einzunisten.
Wenn aus dem Zellkern nach vier Tagen 32 bis 64 neue Zellen entstanden sind, bezeichnet man die befruchtete Eizelle als Blastozyste. Ab jetzt spezialisieren sich die Zellen – somit beginnt die Embryonalanlage.
Jetzt beginnen die äusseren Zellen die Keimlinge zu ernähren. Der medizinische Begriff ist „Trohobe“, also Ernährung. Diese Zellen werden später zu einem Teil des Mutterkuchens: Der Plazenta. Danach heftet sich die Blastozyste an die Gebärmutterschleimhaut, die schon vorher aufgebaut wurde.
Die befruchtete Eizelle benötigt einige Tage Zeit, um sich völlig in die Schleimhaut einzunisten. Erst wenn die Einnistung der befruchteten Eizelle vollkommen vollzogen ist, spricht man von einer Schwangerschaft.
In den ersten Schwangerschaftswochen fühlt sich der Unterleib oft ähnlich an, wie während der Menstruation: Viele Schwangere berichten von Krämpfen und Ziehen in den ersten Wochen.
Wenn du einen regelmässigen Zyklus hast, sollte der Vorgang der Einnistung am 19. oder 20. Zyklustag beginnen – oder eben drei bis fünf Tage nach deinem Eisprung.
In dieser Zeit kann es passieren, dass du im Unterleib und im Beckenbereich Schmerzen oder ein leichtes Ziehen verspürst. Die dehnenden Mutterbänder können sich wie Menstruationsbeschwerden anfühlen.
Doch nicht alle Frauen spüren diesen sogenannten Einnistungsschmerz.
Erst nach der Einnistung produziert der Körper das Schwangerschaftshormon HCG.
Du merkst etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche, dass du schwanger bist, wenn genügend Schwangerschaftshormone (HCG) in deinem Körper sind. Diese sorgen dafür, dass die Schwangerschaft durch einen Schwangerschaftstest nachgewiesen werden kann.
Die ersten, sehr frühen Schwangerschaftsanzeichen treten nicht bei allen Frauen auf.
Zu den frühesten Schwangerschaftsanzeichen gehören der Nidationsschmerz (der Schmerz durch die Einnistung) und die Einnistungsblutung.
Die Befruchtung zu spüren, ist nicht möglich. Manche Frauen können hingegen die Einnistung spüren.
Tatsächlich können viele Frauen, die Einnistung in der Form eines leichten Ziehens oder Stechens spüren.
Viele spüren die Einnistung jedoch nicht.
Zu den typischen Symptomen der Einnistung gehören:
Die ersten unverkennbaren Symptome der Schwangerschaft entstehen, wenn nach der Einnistung das Schwangerschaftshormon HCG seine Wirkung entfaltet. Dann sind die klassischen Symptome:
Da der Nidationsschmerz – oder auch Einnistungsschmerz – nur sehr selten wahrgenommen wird, gibt es auch weniger Beschreibungen. Viele Frauen berichten von einem leichten Pieksen oder Ziehen im Unterleib, das sie höchstens ein paar Stunden, selten Tage oder sogar nur wenige Minuten wahrnehmen.
Es kann während der Einnistung auch zu leichten Blutungen kommen. Viele Frauen, die sich ein Baby wünschen, kann eine solche Blutung verunsichern.
Wie lässt sich eine Einnistungsblutung von einer Regelblutung unterscheiden?
Die Einnistungsblutung ist ganz anders, als die Regelblutung. Sie ist sehr schwach und dauert meist weniger als 24 Stunden. Zudem ist die Blutung bei der Einnistung dunkler, als die Blutung bei einer Menstruation.
Bei solchen Blutungs-Symptomen ist es besser, einfach abzuwarten und nach einiger Zeit einen Schwangerschaftstest zu machen oder zu einem Arzt gehen, um sich untersuchen zu lassen.
Es kommt vor, dass die Einnistung vom eigenen Körper gebremst wird.
Beispielsweise können Verwachsungen im Eileiter, Infektionen oder Krankheiten wie Gelbkörperschwäche, Schilddrüsenkrankheiten oder eine Zuckerwechselstörung der Einnistung schaden.
Das führt dann dazu, dass sich die befruchtete Eizelle nicht weiterentwickelt und mit der nächsten Menstruation weggespült beziehungsweise abgestossen wird.
Falls du gerne schwanger werden möchtest, aber nicht genau weisst, wann dein Eisprung stattfindet, kannst du dies anhand von einem Fruchtbarkeitsrechner herausfinden. Hierzu sind Angaben erforderlich wie der erste Tag der Menstruation und deine durchschnittliche Zykluslänge.
Der Fruchtbarkeitsrechner rechnet anhand dieser Daten den möglichen Zeitpunkt des Eisprungs, die fruchtbaren Tage und den Start der nächsten Periode aus.
Beachte bitte, dass der Fruchtbarkeitsrechner nur ein ungefähres Ergebnis liefert. Er ist nicht für die Empfängnisverhütung geeignet und gibt auch keine Garantie, dass ein Eisprung wirklich in der errechneten Zeit stattfindet. Ein Fruchtbarkeitsrechner ist gut für Paare, die eine Schwangerschaft planen und für Frauen, die ihren Zyklus sehr gut kennen.