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Gemäss Paul Krugman ist die Rasse sehr präsent im amerikanischen Wahlkampf. Von Präsidentschafts-Kandidat Donald Trump hält der Nobelpreisträger von 2008 wenig.
Trump mache keine richtige Politik, man habe keine Vorstellung davon für was er stehe: «Die Vorschläge für das Budget ändern praktisch jeden Tag.»
Protektionismus absehbar
«Seine Berater sind Spinner, egal ob es um Innen- oder Aussenpolitik geht», so Krugman.
Man befrage die Leute zu einfachen Fakten wie beispielsweise zur Arbeitslosigkeit, und erhalte die falschen Fakten, verbreitet von den Republikanern. «Wie über Wirtschaft diskutieren, wenn eine Partei die Wahrheit bestimmt?», fragt sich Krugman.
Sollte Trump der nächste US-Präsident werden, erwartet Krugman eine Nationalisierung der Wirtschaftspolitik – was sich etwa in vermehrtem Protektionismus ausdrücken könnte. Ausserdem werde Trump Steuergeschenke für Reiche durchsetzen.
Die Wahlbeteiligung ist entscheidend
Der linksorientierte Ökonom malt die Zukunft unter einem Präsidenten Donald Trump äusserst dunkel: «Wer würde Trump stoppen, etwas Schreckliches mit den Atomwaffen zu tun? Niemand!»
Krugman unterstützt daher Hillary Clinton, von der er eine Fortsetzung des Mitte-links-Kurses der Obama-Regierung erwartet.
Für den bekannten Kolumnisten der «New York Times» ist klar, dass wohl die Wahlbeteiligung eine entscheidende Rolle spielen wird. Gingen viele Junge nicht wählen oder wählten einen Protestkandidaten, dann sei es durchaus denkbar, dass Trump die Wahl gewinne.
Paul Krugman
Der US-Amerikaner Paul Krugman erhielt 2008 den Wirtschaftsnobelpreis. Als weltbekannter Ökonom schreibt er regelmässig Kolumnen in der «New York Times».