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Van Gogh – At Eternity’s Gate
Regie: Julian Schnabel
Darst.: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Niels Arestrup, Anne Consigny, Amira Casar, Vincent Perez u.a.
1888 verlässt Vincent van Gogh Paris und fährt auf Anraten seines Malerfreundes Paul Gauguin in den Süden. In Paris hat er das Licht entdeckt und will mehr: Seine Malerei soll ganz durchflutet sein vom Sonnenlicht, das er in leuchtenden Farben auf die Leinwand bannen will. Im gelben Haus in Arles mietet er sich ein, und schon bald sieht man ihn, wie er in fieberhaftem Rausch über Wiesen und Felder zieht und das gleissende Licht und die satten Farben mit raschen Pinselstrichen einfängt. Dabei setzt er sich mit allen Sinnen den Naturgewalten aus. Doch schon bald gerät der sonderbare Künstler in Konflikt mit einigen Leuten aus dem Ort, die ihn und seine seltsame Malerei nicht verstehen. Es folgen Zusammenbrüche und Aufenthalte in der privaten Nervenheilanstalt von Saint-Rémy. Dauerhafte freundschaftliche und materielle Unterstützung erhält er einzig von seinem Bruder und Kunsthändler Theo, der auch den Besuch von Gauguin in Arles veranlasst. Regisseur Julian Schnabel, selbst ein erfolgreicher zeitgenössischer Künstler, hält sich bei «At Eternity’s Gate» nur lose an einige biografische Daten van Goghs. Vielmehr will er anschaulich vermitteln, was es heisst, kreativ zu sein, wie er es bereits in früheren Filmen, darunter «Basquiat», tat. «At Eternity’s Gate» schildert die letzten, von innerer Unruhe und Schmerz geprägten Lebensjahre van Goghs, gleichzeitig war es eine ausserordentlich kreative Schaffensphase, in welcher der Maler jene 70 Gemälde schuf, die später zu seinen berühmtesten und den grössten Meisterwerken der Kunstgeschichte werden sollten. Grossartige Arbeit leistet Kameramann Benoît Delhomme, der mit einer Handkamera und Weitwinkelobjektiven arbeitete, um den Gemütszustand und die Rastlosigkeit van Goghs spürbar zu machen. Grossartig ist auch das Schauspielensemble, allen voran Willem Dafoe, der für seine herausragende Verkörperung des Künstlers in Venedig als bester Darsteller ausgezeichnet wurde und auch für einen Oscar nominiert war. Vor der Entlassung aus Saint-Rémy sagt van Gogh zum Priester, der eines seiner Gemälde völlig verständnislos betrachtet: «Vielleicht bin ich ein Maler für Menschen, die noch nicht geboren sind.»