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Er wurde während der Schwangerschaft mit Erfolg am offenen Rücken operiert. Der Fotograf, der dieses Bild aufnahm, änderte radikal seine Einstellung zum umgeborenen Kind und ist seither Redner für den Lebensschutz und gegen Abtreibungen geworden.
Julie und Alex Armas haben drei Buben: Samuel (11), Ethan (7) und Zachary (5). Julie Armas berichtet: "Samuel hat einen sehr starken Sinn für was richtig und falsch ist; er versteht die Auswirkung dieses Fotos sehr gut. Er sieht es vor allem im Zusammenhang mit dem Lebensschutz. Gott hat dieses Bild benutzt, um den Menschen zu zeigen, dass das Kind im Mutterleib lebendig ist."
Samuel leicht gehbehindert
Samuel wurde im September 1999 noch im Mutterleib an Spina bifida (offenem Rücken) operiert. Die Operation im Mutterleib hat ihm spätere Operationen erspart, und doch wird Samuel ziemlich sicher ein Leben lang leicht gehbehindert sein. Aber er kann gehen und sehr gut schwimmen: "Dabei brauche ich meine Arme und bekomme starke Armmuskeln", sagt er stolz.
Ein Wunder von einem Bild
Der Fotograf Michael Clancy, der durch sein Foto berühmt geworden ist, hat seit damals keine fötale Operation mehr fotografiert. Die Aufnahme geschah während der 54. Operation eines Ärzteteams an einem Fötus im Mutterleib, im Vanderbilt University Medical Center, in Nashville, Tennessee.
Dass er die Hand von Samuel im Mutterleib fotografieren konnte, war ein absoluter Glücksfall und kam völlig unerwartet. Er sah, wie sich die Gebärmutter bewegte, plötzlich eine Hand herausschoss und den Finger des Chirurgen Dr. Joseph Bruner umklammerte. Clancy drückte ab, sein Foto beeindruckte alle Welt. Er war damals Fotograf bei «USA Today» und bekundete eine offene Haltung gegenüber Abtreibungen.
Der Vorfall hatte ihn jedoch derart beeindruckt, dass er heute als Redner für den Lebensschutz und gegen Abtreibungen auftritt. Michael Clancy: «Es ist einfach ein Wunder von einem Bild, ein Wunder von einem Augenblick. Wir sehen hier die früheste menschliche Interaktion überhaupt.» Und Samuel, was meint er zu seinem Foto? «Dieses Bild ist mir sehr wichtig, denn ohne es hätten viele Babys ihr Leben durch Abtreibungen verloren.» Da hat der Junge völlig recht, denn es wurde bei zahlreichen Gesprächen rund um die Abtreibung mit Erfolg eingesetzt. «Ich fühle mich ganz glücklich, dass Gott mich auf diese Weise braucht», schmunzelt er. «Ich bin so dankbar, auf diesem Foto zu sein.»
Vater: "Gott macht keine Fehler"
Die Familie Armas indes hat kein einfaches Leben. Zachary, ihr drittes Kind, hat ebenfalls Spina bifida. Diesmal wurde der Rücken des Kindes aber nicht vor, sondern sofort nach der Geburt operiert. Die Armas sind stark im Glauben verankert und bleiben trotz dieser schmerzlichen Umstände zuversichtlich. Für sie wäre Abtreibung nie eine Option gewesen. "Abtreibung ist falsch", sagt Vater Alex.
"Das Leben im Mutterschoss ist von Gott geschaffen, auch wenn das Kind krank ist. Gott macht keine Fehler, weder bei Kindern mit Spina bifida, noch mit Down-Syndrom oder sonstigen Geburtsgebrechen. Es sind Kinder, welche dasselbe Recht zu leben haben wie jedes andere, ‹normale› Kind. Kinder sind ein wahrer Segen Gottes."