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Beobachtung der Gewässerqualität, Kampagne 2014-2015: Die Turtmänna
Seit 1990 führt die Dienststelle für Umweltschutz (DUS) des Kantons Wallis ein jährliches Beobachtungsprogramm der oberirdischen Gewässer durch. Diese Untersuchungen sind auch in Zusammenhang mit den Aktionsplänen der CIPEL zu sehen: «Schutz des Genfersees, seiner und Ufer und Zuflüsse, heute und morgen». Man will also eine gesamthafte Qualitätseinschätzung der Walliser Gewässer vornehmen, anhand von physikalisch-chemischen und bakteriologischen Wasseranalysen sowie von Kiesalgen-Untersuchungen und Untersuchungen der benthischen Fauna. Parallel dazu untersucht die DUS die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Gewässerqualität.
Im vorliegenden Bericht werden die Resultate präsentiert, die 2015 für die Turtmänna und ihr Einzugsgebiet ermittelt wurden. Er liefert eine Synthese der physikalisch-chemischen und biologischen Analyseresultate, interpretiert diese und stellt sie anderen, bereits für das Wallis verfügbaren Daten gegenüber. Wo nötig, werden auch Empfehlungen für Massnahmen zur Erhöhung der gegenwärtigen Gewässerqualität abgegeben.
Trotz der in ihrem Einzugsgebiet vorhandenen Wasserkraft- und Bewässerungsanlagen zeigen die physikalisch-chemischen Ergebnisse für die Turtmänna eine insgesamt sehr gute Wasserqualität an, und auch anhand der biologischen Ergebnisse kann man dem Gewässer noch eine gute Wasserqualität bescheinigen. Die für die Wasserbewirtschaftung vorgeschlagenen Verbesserungsmassnahmen betreffen hauptsächlich die Festsetzung und Überwachung einer Dotierwassermenge unterhalb von Hübschweidli sowie von Restwassermengen unterhalb von Bewässerungsfassungen und -kanälen, damit die Turtmänna auch bei hohem Bewässerungsbedarf nie austrocknet.Tweet