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Als konkretes Beispiel nennt Zumbrunnen im «Migros-Magazin» die Produktion von Pouletfleisch. Sie würde bei einer Annahme der Trinkwasser-Initiative praktisch verunmöglicht. Die Initiative verlangt, dass Landwirte nur so viele Tiere halten dürfen, wie sie mit hofeigenem Futter ernähren können. In der Schweiz, so Zumbrunnen, fehle dafür das nötige Ackerland. Die Folge davon wären vermehrte Poulet-Importe aus dem Ausland, die aus weniger nachhaltiger Produktion stammen können. Sein Fazit: «Die Annahme dieser beiden Initiativen würde zu einem fast vollständigen Stopp der Pouletproduktion in der Schweiz führen.»
Dünneres Angebot und höhere Preise
Zu ähnlich paradoxen Ergebnissen würden die Initiativen aufgrund des Verbots oder der Einschränkung des Pestizideinsatzes führen. Bei vielen Pflanzenkulturen könne nicht auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden, ohne gleichzeitig grosse Ernteverluste in Kauf nehmen zu müssen. Das gelte in besonderem Masse für Kernobst. Ein Verbot synthetischer Pestizide hätte massive Ernte- und Produktionsverluste zur Folge. Das Angebot an regionalen Lebensmitteln würde sich verknappen und zu höheren Preisen führen: «Die Schweizer Landwirtschaft könnte die Nachfrage der Schweizer Bevölkerung nicht mehr in genügendem Masse abdecken», sagt Zumbrunnen. Trotz der gut gemeinten Absichten der Initianten überwiegen am Ende die negativen Auswirkungen die positiven.