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Souverän hatten sich der Argentinier Villalba und der Brasilianer de Assis Bilhar Mitte Januar das Ticket für das regionale FeCWC-Finalturnier gesichert. Aufgrund der Pandemie wurde die Club-WM der FIFA-eSportler in diesem Jahr ausschliesslich online und unterteilt in kontinentale Zonen ausgetragen. Die besten zwölf Teams der Südamerika-Staffel wurden dabei in vier 3er Gruppen aufgeteilt, von denen die beiden Gruppenersten die K.o.-Runde erreichten. Das FCB-Duo bekam es mit der eSports-Vertretung vom FC Internazionale aus Mailand und dem brasilianischen Clan TTB Esports zu tun.
Nachdem Inter zum Auftakt beide Spiele auf der PlayStation und der Xbox gegen TTB Esports verloren hatte, war die Ausgangslage für den ersten FCB-Auftritt klar: Ein Sieg und ein Remis gegen die Profis des Serie-A-Schwergewichts hätte bereits das Weiterkommen bedeutet. Doch es kam ganz anders: „nicolas99fc“ verlor gegen Lucas Sousa mit 0:2 und «SpiderKong» mit 0:1 gegen Pedro Henrique Resende Soares. Somit waren in den abschliessenden Duellen gegen TTB Esports zwei Siege nötig, um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Mit dem Rücken zur Wand liefen die FCB-eSportler zur Hochform auf: Villalba bezwang Kaike Maia mit 4:1 und auch de Assis Bilhar liess gegen Pedro Fineto Gamileira nichts anbrennen. 3:0 führte „SpiderKong“ bereits nach 30 in-game-Minuten und brachte diesen Vorsprung überlegen ins Ziel.
In der Runde der letzten Acht bekam es der FCB mit dem brasilianischen Tandem Netshoes Esports zu tun. Als Gruppensieger hatte der FCB das Recht, die Konsole zu bestimmen, auf der gestartet und ein allfälliges Entscheidungsspiel der „best-of-three“-Serie ausgetragen werden sollte. Rotblau entschied sich für die PlayStation, auf der sich Villalba im ersten Spiel mit 2:1 gegen Patryck dos Santos behauptete. Auf der Xbox konnte Klinger Correa mit einem 3:1 gegen «SpiderKong» das alles entscheidende dritte Spiel erzwingen. In diesem Tie-Breaker führte Villalba dreimal mit zwei Toren Unterschied, musste aber kurz vor Schluss das 4:4 hinnehmen. Mit dem allerletzten Angriff wurde der „Iceman“ seinem Spitznamen aber einmal mehr gerecht und brachte den FCB mit dem 5:4-Siegtreffer in den Halbfinal.
Auch dort ging es gegen das Team Futwiz Brasil über drei Partien, allerdings war das Losglück nicht mit dem FCB im Bunde. „SpiderKong“ und „nicolas99fc“, der sich im Laufe des FeCWC zu absoluter Bestform aufschwang, hätten sich das Auftakt- und ein allfälliges Entscheidungsspiel abermals auf der PlayStation gewünscht, der Münzwurf entschied aber auf Xbox. Zwar konnte Villalba seine blendende Verfassung auch gegen Gustavo Toledo de Carvalho unter Beweis stellen und gewann dank einem späten Tor mit 1:0. Da „SpiderKong“ seinem Rivalen Vinicius Leiva Tonetto jedoch zweimal denkbar knapp mit 2:3 unterlag, war der Traum vom FeCWC-Finale ausgeträumt. Für das FCB-eSports-Team war es nach 2018 (Viertelfinal) und 2020 (Achtelfinal) dennoch das beste Abschneiden an einer Club-WM.