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Die "Raucherlunge" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine länger bestehende Erkrankung der Atemwege, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). COPD ist der Sammelbegriff für die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem.
Hauptrisikofaktor für die Entstehung und den Verlauf einer "COPD" ist das inhalative Zigarettenrauchen. Dadurch werden die Flimmerzellen zerstört, es kommt zu einem Schleimrückstau, was wiederum die Ansiedlung von Keimen und die Entstehung von Entzündungen (Bronchitis) fördert.
Durch immer wiederkehrende Entzündungen kommt es schliesslich zu einer Verdickung der Bronchialwände. Zusätzlich können auch Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur eine weitere Verengung der Luftwege bewirken. Diese Verengung und die Verstopfung durch vermehrt gebildeten Schleim führt zur Ausweitung und schliesslich Zerstörung der Lungenbläschen, wo der Gasaustausch zwischen Luft und Blut stattfindet (Emphysem).
Beschwerden, die auf eine COPD hindeuten können, sind unter anderem:
Die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung wird laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) in drei Stadien eingeteilt:
Zur Diagnose der COPD werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Ziel ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu mindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Die Rehabilitation, die ambulant und stationär durchgeführt werden kann, soll mit Ausdauertraining, Muskeltraining, Training der Atemmuskulatur, Physiotherapie (z.B. auswurffördernde Massagen), Ergotherapie, Patientenschulung, Ernährungsberatung und psychosozialer Betreuung zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit führen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und die Häufigkeit und Dauer der Krankenhausaufenthalte verringern.
Bei totalem Rauchstopp kann man der Verschlechterung der Atemfunktion vorbeugen. Eine bestehende Lungenüberblähung (Emphysem) kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Die häufigste Komplikation ist eine bakterielle Infektion und Lungenentzündung: Die Atemfunktion verschlechtert sich immer mehr. Der Patient muss ev. hospitalisiert und mit Antibiotika und Inhalationen behandelt werden. Im Endstadium der Krankheit ist der Gasaustausch so stark beeinträchtigt, dass der Patient entweder beatment werden muss oder sogar an der Sauerstoffarmut stirbt.
Eine chronische Lungenerkrankung wirkt sich auf die Dauer auch auf die Herzleistung aus. Mit der Zeit wird der Druck in den Lungengefässen erhöht = pulmonale Hypertonie. Dadurch wird die rechte Herzkammer überbelastet und es kommt zu einer verminderten Herzpumpleistung (Rechtsherzinsuffizienz, Cor pulmonale).
Chronisches Rauchen führt ausserdem zu Gefässverkalkungen (Arteriosklerose) und diese wiederum zu Herzgefässerkrankungen (koronare Herzerkrankungen), was sich in Kombination mit der COPD fatal auswirken kann.
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