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Intel macht sich Gedanken, wie man PCs in die Stuben schmuggeln könnte.
Ausgewachsene PCs zum Zentrum der Unterhaltungselektronik in Haushalten zu machen, ist eines der grossen Ziele der PC-Industrie und liegt auch im höchsten Interesse des Chipriesen Intel. (Die grossen Hersteller von klassischer Unterhaltungselektronik, teilweise Gegenspieler der IT-Industrie in diesem Kampf um die Wohnstuben, haben die unangenehme Angewohnheit, viel weniger Chips von Intel zu verwenden.)
PCs haben aber ein Imageproblem: Für Entertainment-Anwendungen finden viele Konsumenten PCs zu teuer, zu gross, zu hässlich und vor allem zu komplex und unzuverlässig. Das hat sich zum Beispiel auch in den bisher wenig berauschenden Verkaufszahlen der sogenanten Media Center PCs gezeigt.
Kleiner, schöner, billiger
Intel hat nun anlässlich seines Intel Developer Forums eine Designstudie vorgestellt, die Wege aufzeigt, wie die Situation verbessert werden könnte. (Intel will aber nicht selbst PCs herstellen, die Designstudie soll den eigentlichen Herstellern lediglich als Grundlage für eigene Produkte dienen.)
Der von Intel gezeigte Prototyp erinnert in seinem Design an Apples neue Mini-PCs, und könnte gemäss Intel zu einem Endkundepreis von etwa 600 Dollar verkauft werden. Die geringe Grösse wure teilweise durch die Verwendung von Notebook-CPUs erreicht, welche ohne Lüfter auskommen. Trotzem kann das Gerät Harddisks und RAM für Desktops verwenden, was wiederum dem Preis zu Gute kommt.
Der Kern der Intel-Strategie scheint aber eine gezielte Namenskosmetik zu sein. Die Tatsache, dass es sich um einen PC handelt, sollte gemäss Intel im Marketing stark in den Hintergrund gerückt werden. "Ich glaube, es gibt einen automatischen Widerstand dagegen, ein Gerät, dass sich PC nennt, im Wohnzimmer aufzustellen", kommentierte dies Don McDonald, General Manager von Intels Gruppe für Consumergeräte, im Gespräch mit US-Medien. "Ich glaube darum nicht, dass wir die Geräte Entertainment- PC nennen sollten." (Hans Jörg Maron)