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Stillen ist die ideale Allergieprävention. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel oder das spätere Einführen der Beikost hat keine vorbeugende Wirkung.
Ein Kind hat ein erhöhtes Allergierisiko, wenn Geschwister, einer oder beide Elternteile von Allergien betroffen sind. Wie bei Kindern ohne Allergien raten Kinderärzte und Ernährungsfachleute in diesem Falle, das Kind während mindestens den ersten vier Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen. Geben Sie Säuglingsanfangsnahrung, wenn ausschliessliches Stillen nicht möglich ist. Kuhmilch oder Milch von anderen Säugetieren sowie pflanzliche Drinks (z.B. aus Soja) werden bis zum Ende des ersten Lebensjahres nicht empfohlen. Sie entsprechen den Nährstoffbedürfnissen eines Säuglings nicht. Wenn bei Ihnen als stillende Mutter keine Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz vorliegt, müssen Sie keine Diät einhalten. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel hilft nicht, Allergien bei Ihrem Kind vorzubeugen. Nach sechs Monaten können Sie bei Bedarf auf eine Folgenahrung umstellen.
Ab Beginn des fünften Lebensmonats können Sie zusätzlich zum Stillen schrittweise Beikost einführen. Mit der Einführung der Beikost zu warten, schützt nicht vor Allergien. Bis vor einigen Jahren wurde teilweise noch empfohlen, bestimmte Lebensmittel (z.B. Fisch oder glutenhaltige Lebensmittel) im ersten Lebensjahr zu meiden. Neuere Forschungsergebnisse haben jedoch gezeigt, dass dies keinen vorbeugenden Effekt auf die Allergieentwicklung hat. Im Gegenteil: Eine dem Alter angepasste, vielfältige Ernährung im ersten Lebensjahr scheint vor Allergien zu schützen. Insbesondere der Konsum von Fisch kann einen positiven Einfluss haben.
Lebensmittel, die für den Säugling neu sind, sollten Sie im Abstand von einigen Tagen einführen. So können Sie allfällige Unverträglichkeiten erkennen und abklären.