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Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen. Es handelt sich dabei um Wucherungen, welche von der Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) ausgehen. Bei etwa jeder 3. Frau findet man Myome in der Gebärmutter. Diese variieren in Grösse, Anzahl und Lokalisation. Myome sind keinesfalls gefährlich, können aber die Lebensqualität deutlich einschränken. Ein grosser Teil der Patientinnen ist zwar beschwerdefrei, bei anderen kann es jedoch zu überstarker, verlängerter oder schmerzhafter Periodenblutung kommen, bis hin zur Blutarmut durch Eisenmangel. Myome können auch durch ihre Grösse auf Blase oder Darm drücken und dadurch zu Symptomen führen.
In der Beratung in Bezug auf die Therapie spielt verständlicherweise die Familienplanung eine zentrale Rolle. Myome können für unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich sein, sollten sie die Eileiter verschliessen oder die Einnistung eines Embryos verunmöglichen. Bei abgeschlossener Familienplanung ist die Therapie symptomorientiert und reicht dabei von medikamentöser Therapie hin zu Operationen unterschiedlichen Ausmasses, wie beispielsweise das Verfahren der Endometriumablation mit NovaSure oder gegebenenfalls auch die laparoskopische Hysterektomie.
Die Lokalisation und das Ausmass der Myome kann im Ultraschall sehr gut beurteilt werden. In einzelnen Fällen verordnet der Gynäkologe zusätzlich zum transvaginalen Ultraschall ein MRI des Unterbauches. Bei Kinderwunsch kann die Durchgängigkeit der Eileiter sowie die Situation des Gebärmutterhöhle (Cavum) mittels HyCoSy überprüft werden.