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Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 1966 in Frauenfeld
Karl Meli, der zweifache Schwingerkönig, war 1966 in Frauenfeld Favorit auf den dritten Titel. Rudolf Hunsperger, dem Rekruten aus Bern, gelang die Überraschung: Im Schlussgang bezwang der Berner Hunsperger den Nordostschweizer Meli und holte so den ersten von insgesamt drei Königstiteln.
Was auffällt: Die Berner und die Nordostschweizer waren an jenem Fest eine Macht und holten 36 von total 49 Kränzen. Die Innerschweizer schnitten mit nur 7 Kränzen recht bescheiden ab.
Beim näheren Betrachten der Rangliste stellt man zudem fest, dass etliche Schwinger für den ersten und zweiten Gang den gleichen Gegner zugeteilt bekamen.
Auf folgendem Link gelangt man auf eine Archiv-Seite vom Schweizer Farbfernsehen mit allen Schlussgängen von Eidgenössischen seit 1958. Dort findet sich auch das Video vom Schlussgang anno 1966 in Frauenfeld. Erstaunt stellt man fest, dass der Sieg von „Rüedu“ Hunsperger neben dem Platz vonstatten ging. Damals war das noch möglich und kein Regelverstoss.
Karl Meli stichelte 44 Jahre später in Richtung Hunsperger und meinte: „So weit neben dem Sägemehlring hat noch keiner verloren.“ Rüedu konterte: „Karl, jetzt musst du aufpassen. Und 1968 in Glarus, der Schlungg in der letzten Minute? Der war klar draussen.“
Obige Konversation ist in einem NZZ-Artikel von 2010 (Von Rivalen zu Freunden) nachzulesen. Die beiden Kontrahenten von 1966 trafen sich im Vorfeld des ESAF2010 wieder in Frauenfeld. Karl Meli ist übrigens am 12. März 2012 gestorben.
feldwaldwiesenblogger