Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/669

Selectol enthält den Wirkstoff Celiprolol, einen sogenannten Beta-Blocker. Celiprolol schützt das Herz vor übermässiger Beanspruchung bei körperlicher oder seelischer Belastung, senkt den Blutdruck und verhütet das Auftreten von Angina pectoris (schmerzhafte Brustenge). Selectol wird daher auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks und der Angina pectoris verwendet.
Zu hoher Blutdruck und Angina pectoris werden durch Stress, ungeeignete Ernährung, Übergewicht und Rauchen mitverursacht. Wenn Sie an einer dieser Krankheiten leiden, sollten Sie daher auf das Rauchen verzichten und Ihre Lebens- und Ernährungsweise ändern. Ihr Arzt gibt Ihnen entsprechende Empfehlungen.
Selectol Filmtabletten dürfen Sie nicht anwenden:
wenn Sie an einer Herzkrankheit mit stark verlangsamtem Puls (weniger als 50 Schläge pro Minute) leiden;
bei krampfhafter Verengung der Atemwege (Asthma);
bei unkontrollierter Herzinsuffizienz (Herzschwäche);
bei Herzüberleitungsstörungen;
nach längerem Fasten;
bei Nierenerkrankungen im Endstadium;
bei einem bestimmten, unbehandeltem Tumor (Phäochromozytom);
bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirk- oder Hilfsstoff.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Besondere Vorsichtsmassnahmen sind notwendig, wenn Sie zucker-, nieren- oder herzkrank sind.
Selectol sollte nicht oder nur unter Vorsichtsmassnahmen mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln, insbesondere mit sog. Calcium-Antagonisten, mit herzrhythmusbeeinflussenden Arzneimitteln, bestimmten Antidepressiva und Psychopharmaka und Mefloquin (ein Malariamittel) eingenommen werden.
Selectol verstärkt die blutzuckersenkende Wirkung von Arzneimitteln gegen die Zuckerkrankheit. Zudem kann Selectol einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel (eine Hypoglykämie) verschleiern.
Die blutdrucksenkende Wirkung von Selectol kann vermindert werden, wenn Sie bestimmte Schmerz- oder Rheumamittel einnehmen.
Falls Sie eine Operation unter Narkose benötigen, sollten Sie den Narkosearzt bzw. -ärztin darauf aufmerksam machen, dass Sie Selectol einnehmen, damit er Ihnen das entsprechende Narkosemittel verabreichen kann.
Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Selectol verstärken.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Sie sollen während der Schwangerschaft und Stillzeit Selectol nicht einnehmen, ausser Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verordnet Ihnen dieses Arzneimittel ausdrücklich. Neugeborene von mit Selectol behandelten Müttern müssen 3?5 Tage nach der Geburt besonders überwacht werden.
Die Dosierung wird vom Arzt bzw. der Ärztin festgesetzt. Die nachfolgende Dosierungsanleitung versteht sich daher lediglich als Hinweis.
1 Filmtablette am Morgen, entweder eine halbe Stunde vor dem Frühstück oder 2 Stunden danach.
Gegebenenfalls kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis auf 2 Filmtabletten täglich erhöhen.
Bei Leber- oder Nierenerkrankung kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die übliche Dosierung verringern.
Die Filmtabletten sind mit etwas Flüssigkeit einzunehmen, sie dürfen nicht zerkaut werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darf die Therapie nicht abgebrochen werden. Beim Absetzen von Selectol muss die Dosierung schrittweise über 1?2 Wochen verringert werden.
Bei der erstmaligen Verschreibung von Selectol informiert Sie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin über das Vorgehen, falls Sie einmal vergessen sollten, das Arzneimittel zum richtigen Zeitpunkt einzunehmen.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Selectol auftreten:
Häufig Übelkeit, Erbrechen, übermässige Gasansammlung im Darm, Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Albträume, Schwindel, selten Gesichtsrötung, Muskelkrämpfe, Kribbelgefühle der Haut, Kältegefühl in den Gliedmassen, Raynaud-Symptomatik (anfallsartige stärkere Durchblutungsstörungen mit z.B. Blässe von Fingern oder Zehen), Zittern, Hautreaktionen einschliesslich schuppenflechtenartige Hautausschläge, Verstärkung oder Auslösung einer Herzmuskelschwäche, verlangsamter Puls, Blutdruckabfall und sehr selten Herzklopfen, Abnahme der Libido, Potenzprobleme, trockene Augen, eingeschränktes Sehvermögen, Atemnot und eine Über- oder Unterzuckerung im Blut. Symptome einer Überzuckerung sind starkes Durstgefühl, Mundtrockenheit, häufiges Wasserlassen und trockene Haut. Symptome einer Unterzuckerung sind Heisshunger, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Unruhe, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Schwindel und Herzklopfen.
Selten können sich Laborparameter verändern (z.B. Leberwerte).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Selectol ist vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur (15?25 °C) in der Originalpackung, ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.
Der Wirkstoff von Selectol kann positive Dopingtests verursachen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Filmtablette Selectol enthält 200 mg Celiprololhydrochlorid, Hilfsstoffe.
44421 (Swissmedic).
Selectol ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.
Es sind Packungen zu 30 und 90 Filmtabletten erhältlich.
sanofi-aventis (schweiz) ag, 1217 Meyrin/GE.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2004 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.