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Der Genfer Gerichtshof klärt den Umfang der Sorgfaltspflicht der Bank im Rahmen einer Execution-only-Beziehung, wenn der Kunde spekulative Geschäfte mit Hebelwirkung eingeht.
Zusammenfassung: In diesem Fall hatte ein Kunde, ein unabhängiger Händler und ehemaliger Mitarbeiter der beklagten Bank, Optionsgeschäfte auf den “F”-Index abgeschlossen. Diese Transaktionen waren sehr volatil und stark fremdfinanziert. Während der Finanzkrise 2008 verlor der “F”-Index 30 % seines Wertes. Dies führte zu einer Gesamtüberziehung des Kundenkontos von CHF 1’345’302,45. Die Bank kündigte die Bankbeziehung und verlangte vom Kunden die Zahlung des letzten Sollsaldos. Der Kunde machte erfolglos Schadensersatz mit der Begründung geltend, die Bank habe ihre Sorgfaltspflicht im Rahmen einer Execution-only-Beziehung verletzt. Nachdem die Klage abgewiesen wurde, legte der Mandant Berufung beim Gerichtshof ein. Der Gerichtshof stellte keine Pflichtverletzung seitens der Bank fest, erklärte die Berufung für unbegründet und bestätigte das Urteil der Vorinstanz.