Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03502.jsonl.gz/1539

Als Trainer stellen mir meine Sportler oft Fragen zu trainingsspezifischen Begriffen. Entweder weil ein Begriff völlig unbekannt ist oder weil Begriffe bisher falsch verwendet wurden. So z.B. gibt es um die Begriffe Wiederholung und Intervalle oftmals Verwirrung.
Häufig wird nach der Wichtigkeit der Pausenlänge bei Intervallen gefragt. Dazu muss man den Unterschied zwischen Intervallen und Wiederholungen kennen.
Denn der Unterschied zwischen Intervallen und Wiederholungen liegt in der Pausenlänge. Dauert sie also bis zur vollständigen Erholung (ca. 3-5 Minuten), wird nach der Wiederholungsmethode trainiert. Ist die Pausenlänge so kurz, dass keine vollständige Erholung möglich ist, handelt es sich um die Intervallmethode.
Bei der Wiederholungsmethode wird also eine Pausenlänge gewählt, die eine vollständige Erholung ermöglicht. Dies kommt z.B. zum Einsatz, wenn sehr hohe Leistungen mit maximaler Intensität absolviert werden sollen. Die Pausenlänge sollte nicht unterschritten werden, da die nächsten Wiederholungen wieder mit maximaler Intensität angegangen werden muss. Als Beispiel kann man den Sprint nennen.
Die Zeit bis zur nächsten Wiederholung sollte aktiv aber mit geringer Intensität überbrückt werden. Auf dem Velo sollte also mit wenig Widerstand getreten werden. Beim Laufen ist, je nach Leistungsstand, ein lockeres Traben oder Gehen angebracht. (z.B. beim Sprinttraining)
Wird nach der Wiederholungsmethode trainiert, ist meist die Verbesserung von Maximalleistungen das Ziel (z.B. Sprinttraining und Antritte).
Beim Intervalltraining werden die einzelnen Wiederholungen ebenfalls durch aktive Pausen unterbrochen. Allerdings werden diese bewusst so kurzgehalten, dass die Athletin sich nicht vollständig erholt. Die Erschöpfung der Athletin kumuliert sich also. Beispiel für die Intervallmethode sind "In&Outs" bei denen auf dem Velo für 20 Sekunden "all out" gefahren wird, um sich anschliessend für 40 Sekunden bei lockerem Pedalieren zu erholen.
Intervalle "tun weh" und sind nicht immer sehr beliebt. Der Nutzen für Sportler*innen ist aber gross. Durch die Unterbrüche ist der/die Athlet/in in der Lage, mehr Arbeit in einem hohen Trainingsbereich zu absolvieren. Ausserdem läuft das Herz-Kreislaufsystem auch in den Pausen zu einem grossen Teil noch auf einem erhöhten Niveau weiter.
Bei manchen Trainingsformen ist die Abgrenzung nicht ganz klar. Im Zweifelsfall entscheidet das Trainingsziel über die Methodik.
Ein hartes aber effektives Intervalltraining findest du übrigens in diesem Blogeintrag.