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Beruflicher Werdegang von Marc Jäggi
1968 - 1984
Schon von ganz klein auf war Marc Samstag für Samstag in der Hobbywerkstatt seines Vaters Roland anzutreffen.
Er half die verschiedenen Oldtimerrennwagen von Roland zu reparieren oder für Rennen vorzubereiten. Mit Leidenschaft fuhr, reparierte und frisierte er seine Mofas und Go-Karts.
So war es nicht erstaunlich, dass sich Marc schon damals für den Beruf Automechaniker interessierte. Von der 7. Klasse an arbeitete Marc in den Schulferien regelmässig bei der Garage Simon Dänzer, wo er als 16 Jähriger am 9. April 1984, die Lehre zum Automechaniker begann.
1984 - 1989
Die Garage Dänzer war ein kleiner, auf Porsche spezialisierter Garagenbetrieb mit Fiat-Vertretung. Da hier von Motorrevisionen über Getrieberevisionen bis hin zu Hinterachsüberholungen alles gemacht wurde, konnte Marc bereits früh an diesen etwas komplexeren Arbeiten teilnehmen und viel lernen. Marc konnte auch bei Komplettrestaurationen mithelfen – z.B. bei einem Porsche 911 Carrera RS 1973.
Am 8. April 1988 schloss Marc die Lehre erfolgreich ab und konnte noch bis zur Rekrutenschule im Frühjahr 1989 bei der Garage Dänzer weiterarbeiten.
Die RS absolvierte Marc als Motormechaniker in Thun. Dort konnte er viel über Dieselfahrzeuge und die etwas gröbere Mechanik erfahren. Die Schulbücher der RS finden manchmal noch heute Verwendung bei Jäggi Classics.
1989 - 1992
Nach der Rekrutenschule fand Marc eine Stelle bei der Oldtimer Reparatur AG in Toffen, welche er im Juli 1989 antrat. Die OTR war eine mit der Oldtimer Garage Bern verbundene Werkstatt unter der Führung von Markus Scharnhorst. Reparaturen, Unterhalt und Restaurationen gehörten in der OTR zum Alltag. Eine der Hauptaufgaben der OTR war das Bereitstellen der Auktionsfahrzeuge für diverse Auktionen der Oldtimer Garage. Diese Tätigkeit führte Marc an zahlreiche Auktionen - z. B. nach Genf, Interlaken und sogar nach Tokyo. Im Rahmen der Auktionen wurden die Oldtimer vorbereitet, präsentiert, auf die Bühne gefahren und für den Rücktransport bereitgestellt. Auch die Transporte wurden z.T. durch die OTR selber ausgeführt. Dadurch war Marc in dieser Zeit sehr viel mit Transportern oder Anhängern unterwegs.
Die OTR hat auch Rennwagen aufgebaut und diese an Rennen betreut. So konnte Marc etliche Male an der legendären Mille Miglia als Mechaniker (Assistenza) teilnehmen.
1993 - 2001
Ende 1992 erhielt Marc ein Job-Angebot der Firma Roos Engineering, wo er sich im Januar 1993 einer neuen Herausforderung stellte. Roos Engineering war ein relativ grosser Betrieb mit Aston Martin Vertretung, integriertem Zylinderschleifwerk und eigener Spenglerei.
Bei Roos konnte Marc komplette Restaurationen durchführen und betreuen. Der Unterhalt von Rennwagen war auch hier ein Thema, wodurch weitere Renneinsätze und Mille Miglia‘s dazu kamen. Durch das integrierte Zylinderschleifwerk konnte Marc auch viel Erfahrung mit verschiedenen Maschinen wie Drehbank, Fräse usw. sammeln. So konnte er z.B. Teile für den Brems-Umbau eines Aston Martin DB3S selber anfertigen. Während der Anstellung bei Roos lernte Marc die englische Sprache immer besser kennen und konnte an diversen Kursen im Aston Martin Werk teilnehmen.
Mit der Zeit wurde Marc auch in das Ersatzteilwesen der Firma Roos eingeführt. So wurden Bestellungen, Telefonate und die Lagerführung zu seinen weiteren Aufgaben.
In dieser Zeit hat sich Marc in seiner privaten Werkstatt, welche er nach wie vor mit seinem Vater Roland betrieb, einen Mini Kombi Jg. 61 restauriert und mit diversen Minis an verschiedenen Rennen und Rallys teilgenommen.
Da Marc damals auch geheiratet hat und stolzer Vater zweier Söhne wurde, wollte er nur noch Teilzeit arbeiten. Bei Roos war das nicht im gewünschten Rahmen möglich und so wechselte Marc nach über 8 Jahren bei Roos sein Arbeitsumfeld erneut.
2001 - 2012
Am 1. Mai 2001 konnte Marc bei seinem Freund Gregor Nick eine neue Stelle antreten. Marc kannte Gregor Nick schon lange durch die gemeinsame Mini-Leidenschaft. Sie waren Konkurrenten an vielen „Mini Europe Rallys“ und Mitglieder des Swiss Mini Racing Team‘s beim 24h-Rennen am Nürburgring. Es entstand eine schöne Freundschaft.
Als Mechaniker bei Nick’s Garage konnte Marc weiterhin eine sehr vielseitige Mechanikertätigkeit ausleben. Auch hier wurde von Komplettrestaurationen über den einfachen Service, bis hin zu Spezialanfertigungen und Rennwagenbetreuung alles angeboten. Ein besonderes Highlight waren die zahlreichen 24h-Rennen am Nürburgring.
2012 - 2015
Nach einer privaten Veränderung musste Marc sich auch beruflich neu orientieren und beschloss, sich mit seinem Vater Roland zusammen selbstständig zu machen. Im Frühjahr 2012 wurde eine zur Übernahme geeignete Garage gefunden. Leider konnten die Räumlichkeiten jedoch durch Probleme unter den damaligen Besitzern noch nicht gemietet werden. Marc fand zum Überbrücken der Zeit eine Anstellung bei Stefan Mäder in der Firma British Inter Cars in Täuffelen, bei welcher er am 1. Mai 2012 die Arbeit aufnahm.
British Inter Cars ist eine etablierte „Engländer Garage“ und so konnten in diesem Bereich die bisherigen Erfahrungen vertieft werden.
2015 - heute
Ende 2014 wurden die Probleme der Besitzer rund um die „Wunschgarage“ endlich gelöst und am 1.Mai 2015 konnte die Garage „Jäggi Classics GmbH“ ihre Tore öffnen.
Marc’s Vater, Roland, war inzwischen bereits pensioniert. Gerne arbeitet er aber auch heute noch tatkräftig mit seinem wertvollen Wissen in der Garage mit.
Mit der eigenen Garage erfüllen sich Vater und Sohn nach jahrzehntelangem gemeinsamem Schrauben, einen lang ersehnten Traum.