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Werden autoritative DNS-Server über reflektierende DNS-Angriffe missbraucht, zum Beispiel um in einem Distributed Denial of Service (DDoS) Angriff ein Zielsystem zu überlasten, so ist eine der vorgeschlagenen Massnahmen DNS Response Rate Limiting (DNS RRL) zu aktivieren.
SWITCH hat auf diesem Blog bereits in früheren Posts über DNS Angriffe und Massnahmen berichtet. In diesem Artikel möchten wir unsere neusten Beobachtungen im Betrieb von DNS RRL teilen und zeigen, dass es Anzeichen gibt, dass die Angreifer die Schwächen von DNS RRL ausnutzen um weiterhin ihre Angriffe durchführen zu können.
Stärken und Schwächen von DNS RRL
Für viele autoritative DNS Serverbetreiber war DNS RRL eine ersehnte Lösung um die Serverlast und vor allem die ausgehende Serverbandbreite aufgrund von reflektierenden DNS-Angriffen einzuschränken. DNS RRL lässt für einen IP-Adressbereich nur eine bestimmte Anzahl identische DNS Antworten zu. Wird der konfigurierte Schwellwert überschritten, verwirft DNS RRL zum einen die DNS-Antwort. Für einen anderen Teil der Antworten wird das “Truncated”-Bit (TC) in der Antwort gesetzt, damit wird der DNS Resolver aufgefordert, die Anfrage noch einmal über TCP zu stellen. Da bei reflektierenden DNS-Angriffen die Quelladresse gefälscht wird, kommt nie eine Verbindung über TCP zu Stande. Im Gegensatz zu Firewall-Regeln hat der DNS RRL Ansatz den Vorteil, dass bei einem leicht geänderten Angriffs-Pattern (z.B. Query-Name ändert) die implementierten Firewall-Regeln nicht angepasst werden müssen. Kurz, DNS RRL ist sehr effektiv gegenüber Angriffen, bei denen DNS-Anfragen gesendet werden, welche in identischen Antworten resultierten.
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