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Die Entwicklung des Tesla-Assistenzsystems "Autopilot" bekommt inmitten von Ermittlungen nach zwei Unfällen einen neuen Chef. Der bisher für die Software zuständige Manager Jim Keller verlässt Tesla nach weniger als einem Jahr an der Spitze der Abteilung.
Der Elektroautohersteller bestätigte dies gegenüber 'Bloomberg'
. "Heute ist Jim Kellers letzter Tag bei Tesla, wo er die Niederspannungs-Hardware, Autopilot-Software und den Infotainment-Bereich verantwortete", so das Statement von Tesla. Keller, der vor seiner Tesla-Zeit bei AMD tätig war, wechselt zurück in die Chip-Branche: Künftig arbeitet er für Intel.
Kellers Vorgänger, der ehemalige Apple-Manager Chris Lattner, hatte im vergangenen Jahr den Job nach gerade einmal sechs Monaten aufgegeben.
Die Gesamtverantwortung von Autopilot liegt neu bei Andrej Karpathy, der bereits für künstliche Intelligenz und die Analyse von Bildinformationen in dem Assistenzsystem zuständig war, erklärte Tesla. Für die Hardware-Entwicklung von Autopilot ist neu Pete Bannon zuständig, der seit über zwei Jahren für das US-Unternehmen tätig ist und zuvor bei Apple arbeite.
Tesla betont, Autopilot sei lediglich ein Assistenzsystem, bei dem der Fahrer die Übersicht über die Verkehrssituation behalten und zum Eingreifen bereit sein müsse. Zugleich mache das System das Autofahren sicherer, auch wenn Technik nicht in allen Fällen fehlerfrei funktionieren könne. Der US-Konzern kündigte aber verschiedene Neuerungen an, die das Assistenzsystem smarter machen sollen. Etwa soll es künftig möglich sein, dem Tesla zurufen zu können, sodass er von selbst vorfährt. Unfallermittler der US-Behörde NTSB, die unter anderem bei Flugzeugunglücken in Aktion tritt, untersuchen derzeit einen tödlichen Crash in Kalifornien, bei dem ein Tesla mit eingeschaltetem Autopilot-System in einen Betonpoller auf der Autobahn fuhr. Ausserdem prüfen sie einen weiteren Zwischenfall, bei dem ein Tesla auf ein stehendes Feuerwehrauto auffuhr. (kjo/sda)