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Das Wichtigste in Kürze
- Eine US-Stadt ermöglicht es Verurteilten, ihre Bussen mit Essensspenden zu begleichen.
- Das soll die örtliche Lebensmittelbank entlasten.
- Weiteres Ziel: Der «emotionale Schub für die Straftäter».
In Butte, Montana (USA) können verurteilte Straftäter ihre Busse abbezahlen, indem sie Essensspenden tätigen. Die Initiative startete laut Richter Jerome McCarthy am Stadtgericht im Jahr 2019. Durch das Projekt wurden Tausende Kilogramm Konserven für die Butte Emergency Food Bank gesammelt, so McCarty.
Möglich ist dies nur dank der speziellen Strafprozessordnung von Montana. Diese besagt: «Ein Teil oder die gesamte Geldstrafe kann durch eine Lebensmittelspende an einem Lebensmittelbankprogramm abbezahlt werden».
Essensspenden statt Geldstrafe: Was halten Sie davon?
In Butte wurde im Dezember des vergangenen Jahres entschieden: Die meisten Angeklagten würden dazu in der Lage sein, eine Spende von 30 Dosen an die Lebensmittelbank zu verrichten. Im Gegenzug würde ihre Geldstrafe um 150 Dollar minimiert. Das Projekt war ein voller Erfolg und wird nun regelmässig wiederholt.
McCarthy: «Wir dachten, das wäre eine gute Gelegenheit für die Leute, weniger Geldstrafe auf ihren monatlichen Zahlungen zu bekommen.»
Auch die Tafel profitiere davon. Hinzu komme der «emotionale Schub für die Straftäter». McCarthy sagt: «Dadurch fühlen sie sich etwas besser.» Die Rede ist von einer «Win-Win-Situation».
Inzwischen haben Hunderte von Straftätern an dem Programm teilgenommen.