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Amiodaron und Verapamil beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Beide Substanzen wirken auf die kardiale Erregungsleitung. Zudem werden sie jeweils über CYP3A4 metabolisiert und inhibieren dieses Isoenzym. Ausserdem inhibieren beide Substanzen das P-Glykoprotein (P-gp), welches am Metabolismus von Verapamil ebenfalls beteiligt ist. Dadurch bedingt können erhöhte Konzentrationen beider Substanzen auftreten.
Effekt
Bei der Kombination von Amiodaron und Diltiazem kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiovaskulären Effekte, das Risiko für verstärkte Bradykardie, höhergradige AV-Blockierung, Blutdrucksenkung oder Auftreten einer Herzinsuffizienz ist erhöht. Diese additiven Effekte können über eine Erhöhung der Plasmakonzentrationen beider Substanzen zusätzlich verstärkt sein.
Empfehlung
Falls die Kombination erforderlich ist, sollten EKG, Elektrolytkonzentrationen, Blutdruck und Herzfrequenz sorgfältig überwacht werden. Zu beachten ist auch, dass das Risiko für eine Interaktion aufgrund der langen Halbwertzeit (20 - 100 Tage) von Amiodaron auch nach Absetzen noch fortbestehen kann.
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.