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Die Fürstlichen Sammlungen umfassen heute etwa 1700 Gemälde mit Meisterwerken von der Frührenaissance bis zur österreichischen Romantik. Ebenso bedeutend ist die Sammlung italienischer Bronzen, deren Schwerpunkt auf Meisterwerken des 16. und 17. Jahrhunderts liegt.
Zudem beinhalten die Fürstlichen Sammlungen auch wichtige Bestände an Grafiken, Pietra-Dura-Arbeiten, Emaillen, Elfenbeinen, Prunkwaffen, Porzellanen, Tapisserien und Möbeln, die einst Teil der Ausstattung der Schlösser und Paläste der Familie waren.
"All’Antica" - nach der Antike, dies galt als Motto der Kunst der Renaissance. Durch das zunehmende Interesse an den Werken der griechischen und römischen Architekten, Bildhauer und Dichter wurde im 15. Jahrhundert in Italien das Bewusstsein für die Besonderheiten des Altertums geweckt.
Die Kunst des Barock nahm um 1600 in Rom ihre Anfänge und erhielt ihre Bezeichnung nach dem portugiesischen Wort "barocco", das als Beschreibung für eine unregelmässig gewachsene Perle verwendet wurde. Dieser Stil wich von den strengen Formen der Renaissance ab, bediente sich der Bewegung und der Dramatik und verlieh den Kunstwerken einen übersteigerten Ausdruck.
Als um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Italien und Griechenland weitere antike Stätten entdeckt und ausgegraben wurden, war erneut das Interesse an der Ästhetik des Altertums erwacht. Wie bereits in der Renaissance, liessen sich die Künstler, Sammler und Auftraggeber von den Werken inspirieren und begründeten den Stil der Klassik. Die Gelehrten der Zeit empfanden diese künstlerischen Schöpfungen als ideale Vorbilder. Danach sollten neue Kunstwerke geschaffen werden, die durch vergleichbare Anmut und Schönheit überzeugten.
Mit dem Ende des Wiener Kongresses 1815 und der politischen Neuordnung Europas hielt das Biedermeier Einzug in die Kunstlandschaft. Die Gesellschaft belebte die vernachlässigten Ambitionen für Ästhetik und die Künstler richteten ihre Interessen auf neue Bildthemen, die dem Gefühl der beruhigten Stimmung und der Sehnsucht nach Romantik entsprachen. Die Lebensräume der Aristokratie und des Bürgertums wurden als Orte der Privatheit durch geschmackvolle Möbelstücke, kostbare Textilien, filigranes Porzellan und sorgfältig gewählte Gemälde dekoriert. Losgelöst von der Strenge der barocken Ordnung, diente die natürliche Landschaft als Quelle für unbeschwerte Erholung und Genuss.