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Picking-Methode
Die Picking-Methode ist die arbeitsintensivste und teuerste Methode bei der Kaffeeernte. Denn hierbei werden die Kaffeekirschen einzeln per Hand gepflückt: An den Zweigen der Kaffeepflanzen können sich gleichzeitig Blüten sowie reife und unreife Früchte befinden. Von Hand werden bei der Picking-Methode nur die voll ausgereiften Früchte gepflückt und die unreifen Kaffeekirschen bleiben am Strauch hängen, sodass sie in Ruhe weiterreifen können. Sie werden dann erst in späteren Durchgängen von den Kaffeepflückern geerntet. Mit dieser Methode kann man die bestmögliche Qualität des Endproduktes erzielen, da nur Kirschen des gleichen Reifegrads verarbeitet werden.
Welche Methoden gibt es neben der Picking-Methode?
Neben der Picking-Methode gibt es noch die sogenannte Stripping-Methode, die sehr häufig angewendet wird. Obwohl es sich in beiden Fällen um Handpflückmethoden handelt, gibt es doch deutliche Unterschiede. Denn während bei der Picking-Methode die Früchte einzeln gepflückt werden, werden bei der Stripping-Methode alle Früchte unabhängig von ihrem Reifegrad von den Kaffeepflanzen abgestreift und in ausgebreiteten Tüchern gesammelt. Teilweise werden für diesen Vorgang auch Maschinen eingesetzt, die die Äste der Kaffeepflanzen kämmen, sodass die Kaffeekirschen herabfallen. Lediglich bei der Picking-Methode werden also wirklich nur Kaffeekirschen gleichen Reifegrads verarbeitet und von vornherein unreife und defekte Kirschen aussortiert.
Wann wird die Picking-Methode angewendet?
Für 500 g getrocknete und geröstete Kaffeebohnen müssen etwa 2,5 kg Kaffeekirschen geerntet werden. Hierfür nutzen viele Kaffeeproduzenten bevorzugt die Stripping-Methode. Denn diese ist kostengünstiger als die Picking-Methode, obwohl nicht alle Kaffeekirschen ausreifen und viele unreife Kirschen aussortiert und entsorgt werden müssen. In Brasilien sind beispielsweise etwa 75 % aller Kirschen gleichzeitig zu einem bestimmten Zeitpunkt reif, die restlichen 25 % müssen aussortiert werden. Das einzelne Pflücken der Kaffeebohnen sowie die notwendigen mehrmaligen Durchgänge bei der Picking-Methode sind jedoch so aufwendig, dass diese dennoch die teuerste Methode darstellt. Vorrangig wird sie daher bei hochwertigen Arabica-Bohnen angewendet, aus denen später Spitzenkaffees entstehen sollen.