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Am Donnerstag, den 14. Februar 2019, zeigt «royalscandalcinema» Crash von David Cronenberg, der durch seine Darstellung der Verbindung von Autounfällen und sexueller Erregung insbesondere in seinem Produktionsland England mediale Proteststürme auslöste. In einem einleitenden Referat führt Bernd Herzogenrath, Professor für England- und Amerikastudien an der Goethe-Universität in Frankfurt, in die Skandalisierung des Films ein.
Uraufgeführt am Internationalen Filmfestival von Cannes im Jahre 1996, erhielt Crash den Spezialpreis der Jury. Gleichzeitig zog die im Film gezeigte Paraphilie für Autounfälle harsche Kritik und mediale Verrisse nach sich; insbesondere die englischen Boulevardzeitungen «Daily Mail» und «The Evening Standard» forderten das Verbot des Films. Crash wurde als «verdorben», «krank» und «Übelkeit erregend» bezeichnet. Der Westminster City Council verbot den Film, was bedeutete, dass Crash im Londoner West End Bezirk nicht in den Kinos gespielt werden durfte. Die britische Zensurbehörde BBFC prüfte den Film auf «Obszönitäten», liess Gutachten von Psychologen erstellen, um das Potential von Nachahmungen abzuklären und führte Gespräche mit Opfern von Autounfällen, ob der Film sie psychisch zu sehr aufwühle. Nichts davon stellte sich als Problem heraus, so dass die Prüfstelle den Film ab 18 Jahren freigab. Gleichzeitig rief der Film bei Kritiker_innen grosses Lob hervor. Der amerikanische Filmkritiker Robert Ebert notierte zu Crash: «[It’s] like a porno movie made by a computer: It downloads gigabytes of information about sex, it discovers our love affair with cars, and it combines them in a mistaken algorithm. The result is challenging, courageous and original -a dissection of the mechanics of pornography. I admired it, although I cannot say I ‹liked› it».
«royalscandalcinema»
Donnerstag,14.02.2019
Tür: 20:00, Beginn: 20:30
Eintritt: Kollekte
Kulturlokal Royal in Baden
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