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Die Sensation lag in der Luft: Tim Smyczek führte gegen Rafael Nadal mit 2:1 Sätzen. Auch nachdem der Spanier einen Entscheidungssatz hatte erzwingen können, verlangte der 27-jährige Amerikaner ihm alles ab. Doch dann kassierte der Qualifikant beim Stand von 5:5 das Break - es sollte die Vorentscheidung sein, auch wenn er noch 3 Matchbälle bei Aufschlag Nadal abwehrte. Doch beim 4. behielt der Mallorquiner die Nerven und brachte den Sieg gegen die Nummer 112 des ATP-Rankings doch noch ins Trockene.
Nadal macht müden Eindruck
Damit konnte Nadal sein frühestes Ausscheiden überhaupt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres knapp verhindern. In Runde 3 trifft der Spanier, der bei einem Major noch nie gegen einen Qualifikanten verloren hat, auf den Israeli Dudi Sela.
«Das war eine sehr schwierige Aufgabe. Es war sehr schwül und ich habe mich das ganze Match müde gefühlt, aber die tollen Zuschauer haben mir geholfen», sagte Nadal. Der neunmalige French-Open-Sieger wirkte vor allen Dingen im dritten Satz stark angeschlagen und klagte über Schwindel. Ein auf den Court gerufener Physiotherapeut versorgte Nadal mit Medikamenten.
Berdych ohne Probleme
Weit weniger Probleme bekundeten Tomas Berdych und Andy Murray. Der Tscheche bezwang Jürgen Melzer (ATP 107) in etwas über 2 Stunden mit 7:6, 6:2, 6:2. Nachdem Berdych zunächst einen Breakrückstand wettgemacht hatte, entschied er das Tiebreak des 1. Satzes mit 7:0 für sich.
Berdych zog auch im 2. Satz beim Stand von 1:1 und 0:40 den Kopf aus der Schlinge. Dank einigen Kracher-Aufschlägen hielt er sein Servicegame, sicherte sich den Umgang klar mit 6:2 und feierte einen letztlich ungefährderten Sieg. Berdych trifft in der 3. Runde auf Viktor Troicki, der sich gegen Leonardo Mayer in 4 Sätzen durchsetzte.
Murray im Eiltempo
Auch Murray (ATP 6) liess in seinem Zweitrundenmatch nichts anbrennen. Der Schotte setzte sich gegen den Australier Marinko Matosevic diskussionslos mit 6:1, 6:3, 6:2 durch. Murray liess sich auch von der aufgeladenen Atmosphäre nicht beeindrucken. «Die Stimmung war lustig heute. Auch wenn mich nicht alle unterstützt haben», sagte er nach dem Match.
Matosevics Startrunden-Gegner Alexander Kudryawtsew hatte sich nach der 5-Satz-Niederlage über die «animalischen» australischen Supporter beschwert. In Runde 3 bekommt es Murray mit Joao Sousa zu tun, der von der verletzungsbedingten Aufgabe von Martin Klizan beim Stand von 4:6, 7:6 (7:4), 6:4, 1:0 profitierte.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 21.01.15 06:30 Uhr