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„Historisch“ ist wohl ein zu grosses Wort für das Ereignis des Tages, aber ich denke, heute wurde bei den Bundesratswahlen tatsächlich eine neue Formulierung für die Zauberformel gefunden. In Zukunft wird das Parlament bei den Wahlen darauf achten, dass neben der Grösse der Parteien auch die Grösse der Parteiblöcke beachtet wird. Die CVP mit dem Anhängsel BDP wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, wieder die Scharnierrolle im Bundesrat einzunehmen, wie sie es schon bei der Einführung der ursprünglichen Zauberformel beabsichtigt hat und bis zum Aufstieg der SVP innehatte. Während der nächsten vier Jahren darf die FDP ihre beiden Bundersratssitze noch behalten, dann wird sie den Sitz von Schneider-Amman freiwillig oder unfreiwillig an die SVP abtreten müssen, vorausgesetzt, dass diese valable Kandidaten präsentiert, die noch nicht im Pensionsalter sind. Für die FDP hat dies immerhin den Vorteil, dass sie, falls sie den Verlust akzeptiert, wieder unabhängig von der SVP politisieren und sich ein eigenständiges und umfassenderes liberales Profil geben könnte. Die SP wird dagegen aufpassen müssen, dass die Grüne Partei ihr wählermässig nicht zu nahe kommt, was bei einem Niedergang der Grünliberalen rascher möglich ist, als man heute vielleicht erwartet.
Eine neue Zauberformel für den Bundesrat ist geboren
(Last Updated On: Dezember 14, 2011)