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Forschung: Mit Holz gegen den Ölteppich
Chinesische Wissenschaftler haben eine neue Waffe gegen Umweltverschmutzung gefunden: Sie entwickelten einen Schwamm auf Holzbasis, der in der Lage ist, einen Ölteppich vollständig von der Wasseroberfläche zu entfernen.
Wir erinnern uns an die Bilder der brennenden Ölplattform Deepwater Horizon, die um die Welt gingen: 2010 war es zu einem Blowout gekommen, bei dem die Bohrinsel in Brand geriet und zwei Tage später im Meer versank. Das ausströmende Öl führte zu einer Ölpest im Golf von Mexiko. Bis heute ist sie die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte. Vielleicht wäre es nicht so weit gekommen, hätte es eine Entwicklung von chinesischen Wissenschaftlern bereits damals gegeben.
Xiaoqing Wang und sein Team nahmen den Rohstoff Holz als Grundlage, um ein Material zu entwickeln, das Öl zuverlässig aufsaugt und mehrmals verwendet werden kann. Wie es in einer Mitteilung heisst, behandelten die Forscher Balsaholz mit Chemikalien, die die Stoffe Lignin und Hemizellulose daraus entfernten. So verblieb ein Gerüst aus reiner Zellulose, das mit einem Material beschichtet wurde, das Wasser abstösst und Öl anzieht. Diesen „Schwamm“ warfen die Wissenschaftler in einen mit Wasser gefüllten Behälter und fügten rot eingefärbtes Silikonöl hinzu. Das Ergebnis: Er saugte das Öl vollständig aus, sodass nur noch reines Wasser übrig blieb. Sie wrangen das poröse Material aus, um herauszufinden, wie oft es sich wieder verwenden liess. Der „Schwamm“ überstand die Prozedur insgesamt zehn Mal. (mt/pd)