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Filme mit Hauptdarstellerinnen wie Jennifer Lawrence sind finanziell profitabler.
Heldinnen lassen im Kino die Kassen klingeln
Filme mit einer Frau in der Hauptrolle spielen mehr Geld ein als Filme mit einem Mann in der Hauptrolle. Das zeigt eine Datenanalyse.
Dafür wurden die Daten von 350 Filmen ausgewertet, die zwischen 2014 und 2017 an den Kinokassen weltweit am erfolgreichsten waren. Als Hauptperson gilt diejenige Person, die in den offiziellen Presseunterlagen der Filme an erster Stelle steht. Die Analyse haben die US-Talentagentur «Creative Arts Agency» (CAA) und die Gruppe «shift7» gemacht. «shift7 – Solution Makers» setzt sich unter anderem für die Gleichstellung im Erwerbsleben und in der Forschung ein.
Vorurteil
Es sei ein Vorurteil, dass Filme mit weiblichen Hauptfiguren kommerziell weniger erfolgreich sind, sagte Christy Haubegger von der CAA in der «New York Times». Die Analyse zeige, dass Filme mit weiblichen Hauptfiguren finanziell mehr einbringen und zwar unabhängig davon, wie hoch das Budget für den Film ist.
Zündstoff für Filmindustrie
Das Ergebnis birgt Zündstoff für die Branche. Tiefere Gagen für Hauptdarstellerinnen rechtfertigten sie bisher oft damit, dass Männer die Hauptattraktion in Filmen seien. Als 2014 durch einen Hackerangriff bekannt wurde, dass Sony für den Film «American Hustle» weiblichen Star-Schauspielerinnen wie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence weniger bezahlte als ihren männlichen Co-Stars wie Bradley Cooper, sorgte dies für heftige Debatten.
Zähe Vorurteile
In den USA scheint die Filmindustrie jedoch weiterhin Vorurteile gegenüber Filmen mit weiblichen Hauptfiguren zu haben. So geht aus der jährlichen Studie «It's a Man's (Celluloid) World» des Instituts für Frauen in Film und Fernsehen der Universität San Diego hervor, dass der Anteil weiblicher Hauptfiguren sogar abnimmt. Nur in jedem vierten derjenigen Filme, die an den Kinokassen in den USA 2017 finanziell am erfolgreichsten waren, hatten Frauen die Hauptrolle inne. Bei den Sprechrollen stagnierte der Frauenanteil bei einem Drittel.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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