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Ich wurde an Kanadas Westküste geboren, am nördlichsten Ende der berühmten Highway 101, nicht weit von der Wildnis.
Im Sommer glich unser Speiseplan manchmal jenem der Bären, die gelegentlich durch unseren Garten trotteten: frischer Fisch und wilde Beeren. Sommer hiess auch fischen und schwimmen, Kajak und Wasserski fahren, zeichnen und malen. Oder am Strand liegen und diskutieren, wer besser war: die Beatles oder die Beach Boys. Nach dem Schulabschluss tauchte eine wichtigere Frage auf: „Bleiben“ oder „Gehen“. „Bleiben“ bedeutete Arbeit in der Papierindustrie. Ich entschied mich zu gehen.
Zuerst ging ich an die Kunsthochschule in Nelson, British Columbia. Die nächste Station war Toronto. Viele Jahre später kehrte ich an die Westküste zurück, um bald darauf Europas Hauptstädte zu bereisen. Nach anderthalb Jahren in Europa nahm ich die Transsibirische Eisenbahn und kehrte über Tokyo nach Kanada zurück. Die erste Begegnung mit Russland beeindruckte mich so, dass ich an der Universität von Victoria, B.C., Russisch und Kunstgeschichte zu studieren begann.
Nach ein paar Jahren an der Universität wollte ich meine Russisch-kenntnisse vor Ort ausprobieren und Russlands Kultur und Kunst näher kennenlernen. Ein viermonatiger Aufenthalt in Leningrad erfüllte mir diesen Traum.
Zwei Jahre später reiste ich wieder nach Europa, diesmal um zu heiraten. Nach mehreren Jahren zwischen Basel und der Westküste ist Basel nun mein zu Hause. Es gibt noch ein paar Hauptstädte zu entdecken und noch viel zu malen und zu zeichnen.