Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03599.jsonl.gz/17

Die Schweizer Wirtschaft kann im Urteil der OECD über einen längeren Zeitraum hinweg inflationsfrei wachsen. Die Pariser Experten sagen der Schweiz ein reales Wirtschafts-Wachstum von 2,4 und 2,0 Prozent für die nächsten beiden Jahre voraus.Dieser Inhalt wurde am 20. November 2000 - 19:51 publiziert
Die schrittweise Straffung der Geldpolitik scheine geeignet, um über einen längeren Zeitraum hinweg ein inflationsfreies Wachstum zu sichern, schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)in ihrem am Montag (20.11.) veröffentlichten Halbjahresausblick.
Angesichts der gesunden Lage der öffentlichen Finanzen wäre jede Lockerung der Geldpolitik jetzt fehl am Platz. Weiter empfiehlt die Organisation den für die Wirtschaftspolitik verantwortlichen Stellen, den Wettbewerb auf den Gütermärkten zu verstärken.
Nach einem Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3,3 Prozent im laufenden Jahr rechnet die OECD mit einer Verlangsamung auf 2,4 Prozent im nächsten Jahr und auf 2,0 Prozent im Jahre 2002. Vor allem bei den Exporten und bei den Investitionen wird eine Abschwächung erwartet.
Die Teuerung wird gemäss der Prognose trotz des Ölpreisanstiegs die Zwei-Prozent-Marke nicht überschreiten. Nach einer mittleren Jahresteuerung von 1,7 Prozent im laufenden Jahr werden Raten von 1,8 und 1,7 Prozent für die kommenden beiden Jahre vorausgesagt.
Die Arbeitslosenquote werde sich bei 1,8 Prozent stabilisieren, was in etwa ihrer strukturellen Rate entspreche, schreibt die OECD. Als Unsicherheits-Faktoren erwähnen die Pariser Experten stärkere Lohnerhöhungen im Fall von Engpässen auf dem Arbeitsmarkt sowie das Risiko einer deutlichen Aufwertung des Schweizer Frankens.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards