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17.07.2019
Schöne Denkanstösse
Viele Frauen lassen sich in ihrem Leben unnötig einschränken, sei es durch eigenen Perfektionismus, persönliche und kulturelle Erwartungen, Erfahrungen. Wie häufig denkt eine Frau, sie sei zu viel? Oder eben auch nicht genug? Jess Connolly und Hayley Morgan wollen die Frauen ermutigen, (wieder) wild und frei zu werden, wie Gott es für uns vorgesehen hat…
Erster Eindruck: Das Cover finde ich sehr gelungen, schöne Farb- und Schriftwahl. Ich finde es schön, dass das „&“-Zeichen und der Untertitel glänzen. Die Autorinnen sowie die Übersetzerinnen mit Foto und Text vorzustellen, finde ich sehr schön.
Das Buch gliedert sich in zwölf Kapitel, darunter z.B. „Gezähmt und an der kurzen Leine“, „Wilder Gott“ oder „Wie ein Lauffeuer“. Hier zwei meiner Highlights:
- Die Geschichte über den Hirten mit den 100 Schafen bzw. dem einen verlorenen Schaf habe ich schon mehrfach gehört, aber irgendwie hat es mich hier mehr angesprochen. Ich habe meistens auch daran gedacht, dass es wichtiger sei, zu den 99 Schafen zu schauen. Ich habe nicht daran gedacht, dass das eine (verlorene) Schaf, obwohl es selbst an seiner Misere schuld ist, allein ist und sich ängstigt. Die anderen haben sich. Auch die Geschichte des verlorenen Sohnes war mir bekannt. Ich habe meistens mit dem älteren Sohn sympathisiert, da er all die Jahre zu Hause gearbeitet hat. Offenbar habe ich mehr den Aspekt „Arbeit“ angeschaut, und nicht, den Aspekt „Beziehung“ von Vater und Sohn. Auf S. 114 steht, dass „nichts irreparabel“ beschädigt werden könne. Da bin ich anderer Meinung.
- „Du bist gut. Punkt.“ Das gefällt mir. Wie häufig kommt hinter dem ersten Teil noch ein „wenn“, „obwohl“, „trotz“ oder etwas ähnliches. Aber nein, hier heisst es einfach „nur“, dass ich gut bin. Ich merke, dass ich dies häufig selbst ergänze, indem ich z.B. meine Leistung mit der von jemand anderem vergleiche, doch das ist weder gewünscht noch hilfreich. „Eine freie Frau ist zufrieden und vergleicht sich nicht. Weil sie weiss, dass sie frei ist, so zu leben, wie Gott sie geschaffen hat.“ (S. 192)
Mir hat gut gefallen, dass Jess und Hayley abwechselnd über die verschiedenen Themen geschrieben haben – mit interessanten Einblicken in ihr Privat- und Glaubensleben. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass der Wechsel besser ersichtlich gewesen wäre (z.B. durch andere Schriftart). Schön waren auch die kurzen Gebete innerhalb der einzelnen Kapitel. Des Weiteren hat mir sehr gefallen, dass die Autorinnen auch zugeben, dass sie sich nicht immer toll fühlen, dass auch sie zweifeln. Jede Frau soll über den Grad ihrer Wild- und Freiheit selbst entscheiden können. Ich hatte bisher selten das Gefühl, „zu viel“ zu sein, jedoch kenne ich das Gefühl „nicht genug“ zu sein. Es hat in diesem Buch eine Menge gute Denkanstösse – 4 Sterne.
01.05.2019
Total inspirierend!
Wenn es ein Buch gibt, das jede Frau lesen sollte, ist es dieses hier. Ein erfrischendes Buch, schön gestaltet und mit so vielen neuen Impulsen, dass man zwischendrin einfach mal eine kleine Pause machen muss. Ich habe in all den Jahren noch nie so ein Buch gelesen: herausfordernd, gleichzeitig aber so ermutigend, positiv und ehrlich. Die Autorinnen sind selber immer noch am Buchstabieren von dem, was ihnen wichtig ist und nehmen so jede Frau auf ihre Reise mit. Wenn Du wissen möchtest, wer Du bist (oder sein könntest) und was Gott sich gedacht hat, als er Dich erschuf, dann ist dieses Buch genau für Dich.