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Die Luzerner Jesuitenkirche ist für eine doppelte Bestimmung errichtet worden: als Schulkirche für das Jesuitengymnasium und als Kirche für die allgemeine Seelsorgetätigkeit der Jesuiten. Die Seelsorge hatte bei den Jesuiten von Anfang an mindestens den gleichen Stellenwert wie die Schulführung. In der Blütezeit wurde die Schule von 300-400 Studenten - in einer Stadt mit weniger als 4000 Einwohnern - besucht. Noch heute finden in der Jesuitenkirche regelmässig Gottestdienste statt. Auffallend sind ihre Zwiebelförmigen Türme, welche erst nachträglich 1893 aufgesetzt wurden.
Die Jesuitenkirche heute
Wie die beiden anderen grossen Kirchen im Zentrum, nämlich St. Leodegar im Hof und St. Maria zu Franziskanern, hat die Jesuitenkirche für die öffentliche Wahrnehmung der katholischen Kirche der Stadt Luzern eine herausragende Bedeutung. Einen speziellen Stellenwert hat sie auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Theologischen Fakultät, deren Professoren hier regelmässig predigen, sowie für die kirchenmusikalischen Praxis der Musikhochschule Luzern.
Täglich kommen nicht wenige Menschen in die Jesuitenkirche, um sich hier zu sammeln, ruhig zu werden, sich zu besinnen. Die fünf Sonntagsgottesdienste in der Jesuitenkirche werden regelmässig von 1000 Personen mitgefeiert: von einem grösseren Kreis von Stadtbewohnern, von Leuten aus der Umgebung der Stadt, besonders um 15.00 Uhr; von nicht wenigen Personen, die vermutlich selten Gottesdienste besuchen.
www.jesuitenkirche-luzern.ch