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Russisches Konsortium festigt lokale Partnerschaften für Temelin-Zubau
Das russisch-tschechische Konsortium aus der JSC Atomstroiexport, der Skoda JS a.s. und der JSC OKB Gidropress, welches das Reaktorsystem MIR-1200 (Modernised International Reactor) für den Bau von Temelin-3 und -4 vorschlägt, schloss mit der ZAT a.s., der Hochtief CZ a.s. und der UJV Rez a.s. Lieferantenverträge ab. Die Unterzeichner verpflichten sich, mit dem Konsortium zusammenarbeiten, sollte es den Zuschlag für den Temelin-Ausbau erhalten. Die ZAT soll automatisierte Systeme zur Steuerung technologischer Prozesse in den geplanten Kernkraftwerkseinheiten liefern, die Hochtief CZ die Verantwortung für die Bauarbeiten im nuklearen Los übernehmen und die UJV ReZ Unterstützung bei der Erstellung der Projektdokumentation für den nuklearen Teil und das Maschinengebäude bieten sowie Arbeitsdokumente für den Bau ausarbeiten. Laut der staatlichen russischen Rosatom stellen die Verträge einen weiteren Beweis dar, dass das Konsortium eine Strategie der «höchstmöglichen Beteiligung der tschechischen Wirtschaft» am Ausbau von Temelin verfolgt. Das Konsortium strebe eine lokale Beteiligung von 75% an, erklärte Josef Perlik von der Skoda, welche die Projektführung innehat.
Das staatliche Elektrizitätsversorgungsunternehmen Skupina CEZ a.s. darf erst einen Vertrag zum Bau der geplanten Kernkraftwerkseinheiten Temelin-3 und -4 vergeben, wenn der Konflikt mit der Areva NP SAS, welche die CEZ aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen hat, gelöst ist. Dies beschloss das tschechische Amt für den Schutz des Wirtschaftswettbewerbs (UOHS) Ende Dezember 2012. Neben dem russisch-tschechischen Konsortium nimmt noch die Westinghouse Electric Company LLC zusammen mit der Westinghouse Electric Company Czech Republic s.r.o. am Bieterverfahren teil. Die Prüfung der Offerten läuft indessen weiter.