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St. Bonifatius (14. Mai)
Die Kapelle bildet zusammen mit einer Esche und einem mächtigen Nadelbaum eine markante Landschaftsgruppe und steht beim Schlachtfeld an der Staatsstrasse zwischen Altstätten und Gais.
Die rechteckige Kapelle trägt einen sechseckigen Dachreiter auf der Mitte des Firstes. Die ehemalige Eingangstüre und das Fenster beim Eingang wurden vermauert. Spätgotisch sind die Gesamtform und das Mauerwerk, barock das durchzogene Klebedach. Das Altarbild besteht aus Steinmosaik und ist die letzte Arbeit des Innerrhoder Künstlers Johannes Hugentobler. Als Abschluss ist eine Gitterholztüre erstellt worden. Das Glöcklein von 1641 wiegt einen Zentner.
Geschichte
Die Schlachtkapelle am Stoss ist eine der ältesten Kapellen in unserer Gegend und ihre religiös-patriotische Bedeutung ist grösser als ihre künstlerische Erscheinung. Sie ist schon bald nach der Schlacht am Stoss (17. Juni 1405) auf dem Schlachtfeld errichtet worden, in erster Linie zur Feier des Jahrzeits für die Gefallenen. Erstmals erwähnt wird sie urkundlich anno 1488. Ursprünglich war die Besorgung der Schlachtkapelle Aufgabe des Pfarrers von Gais; doch die konfessionellen Dispute brachten es mit sich, dass die Kapelle viele Jahre «öd» da gestanden hatte.
Im Jahre 1601 wurde die Kapelle das erste Mal erneuert. Danach folgten häufige Reparaturen, so in den Jahren 1570, 1627-1629, 1697, 1701, 1710, 1744/45 und 1792/93. Renovationen in neuerer Zeit sind bekannt aus den Jahren 1889, 1936 und 1955. Bei den Arbeiten anno 1889 erhielt sie einen neuen Altar mit zwei Flügelbildern, der sich jetzt im Heimatmuseum Appenzell befindet. Bei der Renovation von 1955 erführ die Kapelle eine totale Umgestaltung, indem man von Osten her den Raum öffnete. Letzte Renovation 2005.

KontaktSchlachtkapelle am Stoss
Kanton Appenzell I.Rh., Bauherr
9050 Appenzell