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Bern, 15.01.2007 - In den letzten beiden Jahren haben die Fälle von Zeckenenzephalitis (Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME) deutlich zugenommen. Bisher wurden im 2006 259 Fälle gemeldet. Das sind 2,6 Mal so viele Fälle wie im Durchschnitt der Jahre 1999-2004. Die FSME-Impfung wird allen Erwachsenen und Kindern, die in einem Endemiegebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten, empfohlen. Bei diesen Personen werden die Kosten für die Impfung durch die obligatorische Grundversicherung vergütet. Damit bereits bei Beginn der Zeckensaison ein Schutz besteht, soll die Impfung vorzugsweise im Winter vorgenommen werden.
In den letzten beiden Jahren haben die Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) deutlich zugenommen. Nachdem im 2005 mit 204 Fällen schon doppelt so viele gemeldet wurden wie im Durchschnitt der Jahre 1999-2004, war im letzten Jahr eine weitere deutliche Zunahme zu beobachten. Die bisher verfügbaren Daten entsprechen einer Zunahme von 27% im Vergleich zu 2005.
Die Zunahme in den letzten Jahren ist in allen betroffenen Regionen zu beobachten. Am deutlichsten angestiegen sind die Fälle im 2006 in den Kantonen Nidwalden, Waadt, Fribourg, Bern und Luzern. Neue Endemiegebiete wurden insbesondere im Kanton Waadt (Plaine de l'Orbe, südliches Ufer des Neuenburgersees) festgestellt. Die Gründe für diese Zunahme sind nicht klar. Auch in Deutschland und in Österreich wurde im 2005 eine Zunahme der Erkrankungsfälle beobachtet. Ein einheitlicher zunehmender Trend kann aber in Europa in den letzten Jahren nicht festgestellt werden.
Vor dem Hintergrund dieser starken Zunahme haben die Eidgenössische Kommission für Impffragen und das Bundesamt für Gesundheit die Impfempfehlungen kritisch überprüft und im März 2006 revidierten Empfehlungen publiziert. Die FSME-Impfung wird allen Erwachsenen und Kindern (im Allgemeinen ab 6 Jahren), die in einem Endemiegebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten, empfohlen. Eine Impfung erübrigt sich für Personen, welche kein Expositionsrisiko haben.
Die Primovakzination erfordert 3 Dosen. Auffrischimpfungen sind nur noch alle 10 Jahre empfohlen. Ziel der neuen Empfehlungen ist es, möglichst viele exponierte Personen in den Endemiegebieten vor einer Erkrankung zu schützen.
Zusätzlich zur Impfung sind die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen zu beachten. Diese sind auch bei Geimpften notwendig, da in der ganzen Schweiz unterhalb von 1200 (-1500) MüM die Zecken mit Borrelien (Bakterien) infiziert sein können. Es wird empfohlen, gut abschliessende Kleidung zu tragen, das Unterholzes zu meiden, gegen Zecken wirksamen Repellentien anzuwenden, den Körpers und die Kleider nach Exposition auf Zecken abzusuchen, Zecken möglichst rasch zu entfernen, die Stichstelle zu desinfizieren und den Zeitpunkt des Zeckenstichs zu notieren.Adresse für Rückfragen:
Bundesamt für Gesundheit, Jean-Louis Zurcher, Sektion Kommunikation, Tel. +41 (0)31 322 95 05
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