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Die Futter- und Trinkgefässe müssen stabil, von den Tieren jederzeit gut erreichbar und leicht zu reinigen sein. Die Standorte sind so auszuwählen, dass sie weder durch hineingescharrte Einstreu noch durch Kot verunreinigt werden können. Metallgefässe für Trinkwasser sind abzulehnen, da diese leicht oxidieren und nach eventuellen Zugaben von Medikamenten oder Vitaminpräparaten dabei giftige Verbindungen entstehen können. Da Hühner zum Zermahlen des Futters im Muskelmagen kleine Steinchen benötigen, sollte trotz Auslauf zusätzlich im Stall ein Grit- bzw. Sandkasten angeboten werden.
Bei der Fütterung sind einige Besonderheiten der Verdauungsorgane des Huhnes zu berücksichtigen. Der Verdauungsweg ist im Verhältnis zu anderen Tierarten sehr kurz. Das erfordert eine Nahrung, die innerhalb kurzer Zeit aufgeschlossen werden kann. Der tägliche Futterverzehr ist relativ gering, grössere Speicherorgane im Magen- und Darmkanal fehlen, deshalb benötigt das Huhn ein besonders hochwertiges Futter. Das Futterangebot sollte sich daher aus Körnerfutter, Weichfutter, Wurzel- und Knollenfrüchten zusammensetzen.
Die Versorgung der Tiere mit Wasser spielt eine bedeutende Rolle. Frisches Trinkwasser muss den Hühnern ständig zur Verfügung stehen. Das ist sowohl im Winter, wenn das Wasser rasch gefriert als auch im Sommer, wenn es schnell verdunstet, zu beachten. Ein Huhn braucht täglich ca. 1/4 Liter frisches Trinkwasser, wobei fliessendes Wasser von den Tieren gegenüber stehendem Wasser meist bevorzugt aufgenommen wird.
Gerste, Weizen, Mais und Hafer sind besonders geeignet. Pro Huhn und Tag hat man ungefähr einen Getreidebedarf von 50g. Am besten reicht man dieses abends oder eine kleinere Teilmenge morgens und die grössere Menge abends. Angekeimtes Getreide bietet vor allem im Winter einen hervorragenden Grünfutterersatz, da durch den Keimvorgang Vitamine und hochverdauliche Nährstoffe in hohem Masse freigesetzt werden.
Als Weichfutter kann man gekochte Kartoffeln, gekochte Nudeln und Reis sowie sämtliches Gemüse anbieten. Die Menge sollte jedoch so bemessen sein, dass sie innert kurzer Zeit gefressen werden kann.
Es können Kartoffeln (in gekochtem Zustand), Mohrrüben, Rote Rüben und Zuckerüben gefüttert werden. Ausserdem werden während des Auslaufes Grünfuttersorten wie Gras, Klee, Luzerne, Brennnessel, etc. gerne aufgenommen. Während der Mauser, d.h. dem Neuaufbau des gesamten Federkleides, ist auf eine besonders gute und ausgewogene Fütterung zu achten. Durch die vermehrte Gabe von ölhaltigen Sämereien wie Hanf, Leinsamen und Sonnenblumenkernen wird den zum Teil anfangs federlosen Tieren mehr Wärme bereitgestellt.