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Auch im internationalen Springreitsport soll eine Champions League eingeführt werden. Der CSIO Schweiz ist auf dem Sprung in diese "Super-Liga".
Die Champions-League, die so genannte Super-Liga, soll acht Nationenteams umfassen, die sich an acht Turnieren in acht verschiedenen Ländern messen.
Sofern die asiatische Kommunikations- und Elektronikfirma "Samsung" die von der FEI ausgearbeitete Idee der Super-Liga unterstützt, soll bereits im Jahre 2003 mit den Turnieren in der "Königsklasse" begonnen werden.
"Wir wollen in die Super-Liga", erklärt Peter Stössel, der Präsident des CSIO Schweiz unmissverständlich. "Wir haben unseren Platz unter den fünf weltbesten Turnieren gefestigt und würden es verdienen, in den elitären Kreis aufgenommen zu werden."
Harte Kriterien
Der CSIO Schweiz, der alternierend alle geraden Jahre in Luzern und alle ungeraden in St. Gallen vom gleichen OK veranstaltet wird, erfüllt alle Voraussetzungen zur Aufnahme in die Super-Liga. Stössel: "Unsere Patronats- und Hauptsponsoren Credit Suisse, Land Rover, Generali, Longines und Casino Luzern ermöglichen es uns, die Position als erstklassiger Organisator zu halten."
Die Selektion der Veranstalter trifft die FEI, der internationale Dachverband mit Sitz in Nyon. Bedingungen für eine Aufnahme in die Super-Liga sind die bisherige Organisation der Turniere, Budget, Preisgeld, Bodenverhältnisse, Parcoursbau, zeitlicher Ablauf, Stallungen usw. Alle diese Kriterien müssen den hohen Ansprüchen genügen.
Sportliche Leistungen entscheiden über die Zusammensetzung der Top-Acht der Super-Liga. Massgebend für die erste Qualifikation sind die Resultate an den Weltreiterspielen in Jerez sowie die Nationenpreis-Ergebnisse in der Saison 2002.
Sollte die Schweiz nicht unter den besten acht Ländern figurieren, könnte eine Schweizer Equipe am eigenen Event in der Super-Liga nur mit einer "wild card" starten.
Jährlich Auf- und Absteiger
Parallel zur Super-Liga wird weiterhin die Nationencup-Serie geführt, die ihren Höhepunkt in einem Final hat, der bei null Punkten beginnt. Der Sieger des Nationencup-Finals steigt wie der Gewinner der Qualifikation automatisch in die Super-Liga auf.
Die letztklassierte Equipe der "Königsliga" steigt dagegen direkt in den Nationen-Cup ab. Das siebtklassierte Land der Super-Liga muss zusammen mit den fünf besten Teams der Nationencup-Serie den Final bestreiten und droht ebenfalls, den Status als "Super-Team" zu verlieren.
Als Veranstaltungsorte für die Super-Liga empfehlen sich die Turniere von Calgary, Aachen, Rom, St. Gallen/Luzern, Rotterdam, Hickstead, La Baule sowie ein spanischer oder irischer Vertreter. Doch entscheiden wird ohnehin die FEI, die je nach Einigung mit dem asiatischen Hauptsponsor sofort oder später handelt.
swissinfo und Agenturen