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Am Freitag in der Früh um 04.50 Uhr steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Damit werden auf der Nordhalbkugel die Tage wieder länger als die Nächte, und aus Sicht der Astronomen beginnt der Frühling.
Der Tag dauert 12 Stunden
Theoretisch vergehen auf der ganzen Erde 12 Stunden zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Theoretisch: Hindernisse, wie Berge, Häuser und Bäume verkürzen den Tag. Ist der Horizont hingegen völlig flach, ist der Tag jetzt schon länger als 12 Stunden. Ursache ist einerseits, dass die Sonne kein Punkt, sondern, optisch gesehen, eine Scheibe ist, anderseits werden die Sonnenstrahlen in der Atmosphäre zum Erdboden hin abgelenkt. Dieser Effekt sorgt dafür, dass beispielsweise in Zürich zwischen theoretischem Sonnenauf- und Sonnenuntergang 12 Stunden 10 Minuten und 59 Sekunden vergehen. Je mehr man sich dem Äquator nähert, desto geringer wird die Abweichung zu den theoretischen 12 Stunden, je weiter man Richtung Pol fährt, desto grösser wird der Effekt.
Ewiger Tag
Sowohl am Nordpol als auch am Südpol ist in diesen Tagen die Mitternachtssonne zu bewundern. An beiden Polen ist aber nur die halbe Sonne zu sehen. Am Nordpol dauert nun die Mitternachtssonne bis knapp über den astronomischen Herbstanfang hinaus, während am Südpol nun die knapp halbjährige Polarnacht beginnt. Entsprechend gibt es dort bis zum astronomischen Herbstanfang auch keinen Sonnenschein mehr.
Am 20. Juni beginnt der Sommer
Genau drei Monate ist es nun Frühling. Am Samstag, 20. Juni am späten Abend um 23.43 Uhr endet der Frühling 2020. Dann steht die Sonne am scheinbar nördlichsten Punkt ihrer jährlichen Umlaufbahn, auf 23 Grad 26 Minuten und 04 Sekunden Nord. Somit ist der 20. Juni der längste Tag auf der gesamten nördlichen Halbkugel. Rund um Zürich dauert er knapp 16 Stunden, in Chiasso sind es rund 15 Stunden und 45 Minuten.