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Der Schriftsteller Doron Rabinovici und der Soziologe Natan Sznaider gehen in ihrem bei Suhrkamp erschienenen Buch „Herzl reloaded: Kein Märchen» (2016) der Frage nach, was Theodor Herzl zu seiner verwirklichten Utopie sagen würde und meinen: «Sehr geehrter Herr Doktor Herzl, … Sie wären im Israel der Gegenwart hoffnungslos verloren.»
Die beiden Autoren stellen Herzls Vision auf die Probe: Wie viel verbindet sein Werk «Der Judenstaat» mit dem heutigen Israel? Was macht eine jüdische Gesellschaft aus? Wie verbinden sich in Israel Tradition und Moderne? Und welche Bedeutung hat die Erinnerung an die Shoah?
Der szenischen Lesung mit Doron Rabinovici, Natan Sznaider und Schauspielhaus-Ensemblemitglied Klaus Brömmelmeier folgt eine von Tachles-Chefredaktor Yves Kugelmann moderierte Publikumsdiskussion. Unter dem Titel «Es war einmal ein Israel» wird über den existierenden Staat zwischen Herzls Traum und der realpolitischen Wirklichkeit debattiert.
Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, lebt seit 1964 in Wien. Der Schriftsteller und Historiker wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Prosa umfasst Kurzgeschichten, Romane und Essays. 2014 wurde er mit seinem Burgtheater-Projekt „Die letzten Zeugen» zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.
Natan Sznaider, geboren 1954 in der Nähe von Mannheim, ist ein israelischer Soziologe. Er unterrichtet an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv. Schwerpunkte seiner Forschungen sind Kultursoziologie, Politische Theorie, Hannah Arendt, Globalisierung, Kosmopolitismus, Erinnerung und Shoah.