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Das teilte der Regierungspressedienst am Montag vergangener Woche mit. Unterdessen forderte Agrarminister Nikolai Fjodorow mehr Geld für das nationale Landentwicklungsprogramm. Bei einer am vorletzten Freitag in der Provinz Kursk einberufenen Regierungsberatung zur Lage der Agrarbranche bezifferte der Minister den zusätzlichen Finanzbedarf im Zeitraum 2015 bis 2020 auf insgesamt 636 Mrd. Rbl (15,9 Mrd. Fr.).
Veredelung und pflanzliche Produktion
Die Aufstockung der betreffenden Mittel war dem Agrarressort bei der Verhängung des Importstopps in Aussicht gestellt worden. Laut den Plänen Fjodorows sollten die Veredlungswirtschaft mit zusätzlich 252 Mrd. Rbl (6,3 Mrd. Fr.) und die pflanzliche Produktion mit weiteren 178 Mrd. Rbl (4,5 Mrd. Fr.) unterstützt werden. Darüber hinaus seien 53,3 Mrd. Rbl (1,34 Mrd. Fr.) für den Ausbau des Grosshandels, 89,5 Mrd. Rbl (2,23 Mrd. Fr.) für das Agrarkreditsystem und 44 Mrd. Rbl (1,1 Mrd. Fr.) für die technische Modernisierung und Innovationen erforderlich.
Im Hinblick auf die tierische Produktion will der Minister vor allem die Haltung von Milch- und Fleischrindern vorantreiben. Allerdings rechnet er auch mit Geld für neue Investitionsprojekte zur Steigerung der Schweine- und Geflügelfleischproduktion. Um einer übermässigen Verteuerung der Nahrungsmittel vorzubeugen, schlug Fjodorow vor, den Regionalregierungen den Abschluss von Vereinbarungen zur Preisstabilisierung bei ausgewählten Produkten zu ermöglichen.
Kritische Voten
Derartige Sondermassnahmen seien zuletzt nach der Dürre 2010 durchgeführt worden. Vertreter des Föderalen Antimonopoldiensts (FAS) und des Einzelhandels äusserten sich jedoch kritisch dazu. Bis Ende September sollen sich die Ressorts über die finanziellen Hilfen für den Agrarsektor abstimmen.
Ein Vertreter des Finanzministeriums äusserte sich in einer ersten Reaktion allerdings skeptisch, dass die Agrarsubventionen im verlangten Masse aufgestockt werden können.