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Drei Tage nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Weihnachtsinsel haben australische Helfer die Suche nach etwa 90 noch vermissten Passagieren abgebrochen. Es gebe "keine weiteren Überlebenden", zitierte der australische Sender ABC am Sonntag das Amt für Seesicherheit (AMSA).
Das Flüchtlingsboot mit vermutlich mehr als 200 Menschen an Bord war am Donnerstag nahe der zu Australien gehörenden Insel im Indischen Ozean gekentert. 110 Flüchtlinge - unter ihnen neun Kinder und Jugendliche - wurden gerettet und auf die Weihnachtsinsel gebracht.
90 weitere Passagiere sind vermutlich ertrunken. Medienberichten zufolge wurden bislang 17 Leichen geborgen. Ein Schiff werde am Montag die Suche nach den Toten fortsetzen, hiess es.
Die Ursache für das Unglück blieb zunächst unklar. Informationen, dass das Boot von Sri Lanka in Richtung Australien in See gestochen war, stellten sich als falsch heraus.
Die Besatzung stammte aus dem nur 250 Kilometer von der Weihnachtsinsel entfernten Indonesien, die überlebenden Passagiere kommen aus Afghanistan und dem Iran. Tausende Flüchtlinge versuchen jedes Jahr, mit teils kaum seetüchtigen Booten illegal nach Australien zu gelangen.
SDA-ATS