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Seit den 1990er-Jahren geht in der Schweiz die Zahl (direkter) drogenbedingter Todesfälle kontinuierlich zurück von mehr als 350 Drogentoten jährlich auf rund 135 Verstorbene pro Jahr. Diese Zahl ist stabil seit einigen Jahren. Die drogenbedingten Todesfälle sind grossmehrheitlich auf den Konsum von Heroin zurückzuführen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Dieser Indikator zählt die direkten Todesfälle aufgrund einer Vergiftung oder einer Überdosierung. Die Entwicklung über die Zeit gibt Hinweise auf die Häufigkeit des Konsums und die Bedingungen, unter denen er stattfindet. Günstige Rahmenbedingungen können Menschen vor einem vorzeitigen Tod bewahren.
Der Indikator gibt das Ausmass drogenbedingter Todesursachen wieder und hilft mit bei der Beurteilung und Steuerung der Drogenpolitik.
Definition
Dieser Indikator basiert auf den Daten der Schweizerischen Todesursachenstatistik. Der Indikator stellt die Anzahl Todesfälle infolge Vergiftung und/oder Überdosierung pro Jahr dar.
Dargestellt werden die vom Bundesamt für Statistik registrierten Todesfälle gemäss den folgenden ICD-10 Codes:
- F11/F12/F14/F15/F16/F19 (psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide/Cannabinoide/Kokain/andere Stimulanzien/Halluzinogene/multipler Substanzgebrauch und andere psychotrope Substanzen).
- X42 (akzidentelle Vergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene])
- X62 (vorsätzliche Selbstvergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene])
- Y12 (Vergiftung durch und Exposition gegenüber Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene])
Es ist zu beachten, dass die dargestellten Zahlen direkte Todesursachen umfassen. Todesfälle aufgrund einer schrittweisen Verschlechterung des Gesundheitszustands im Zusammenhang mit einem langfristigen Drogengebrauch werden nicht oder kaum berücksichtigt.
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Medienauskünfte
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