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Der im Fifa-Skandal angeklagte brasilianische Fussballfunktionär José Maria Marin bringt die Kaution nur mit Mühe zusammen. Noch immer wartet er auf einen Check aus seiner Heimat.
Seit José Maria Marin aus der Schweiz an die USA überführt wurde, muss er eine Kaution in der Höhe von 1 Million Dollar in Cash hinterlegen. Dem Brasilianer scheint dies jedoch nicht so ohne weiteres zu gelingen, zeigen Gerichtsdokumente.
Gestern schickte sein Anwalt Charles A. Stillman einen Brief an Richter Dearie, in dem er ihn über die Cash-Probleme seines Klienten unterrichtete. Bisher konnte er erst 769'000 Dollar hinterlegen und hofft, dass er den Rest heute zusammenbekommt.
Warten auf den Bankkredit
Auch auf eine weitere 2-Millionen-Kaution in Form eines Bankkredites aus Brasilien sei in der Mache, so der Anwalt.
José Maria Marin ist Rechtsanwalt und wurde in der Justizaktion in der Schweiz im Mai im Hotel Baur au Lac verhaftet. Er war seit 2012 Präsident des brasilianischen Fussballverbandes CBF und Nachfolger des korrupten Ex-Fifa-Funktionärs Ricardo Teixeira.
Im April 2014 reiste er nach Miami an eine Pressekonferenz. Dabei wurde auch wieder über Schmiergeld diskutiert, das ihm noch aus der Copa do Brasil zustehe, wie er meinte. Als ihn ein Mitverschwörer fragte, ob es denn wirklich nötig sei, mit den Schwarzgeldtransaktionen an Marins CBF-Vorgänger Ricardo Texeira weiterzumachen, sagte Marin gemäss der Anklageschrift: «Es ist langsam Zeit, dass es den Weg zu uns findet. Nicht wahr?» Darauf meinte sein Kumpel: «Sicher, sicher, sicher. Dieses Geld hätte dir überwiesen werden sollen.» Darauf Marin: «So ist es. Genau.»