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Die Glock-Pistole ist eine Selbstladepistole, die um 1980 von Gaston Glock, einem österreichischen Ingenieur, entwickelt wurde. Einige konstruktive Neuerungen zur Sicherungstechnik und der Polygonlauf waren Konstruktionsdetails, die nachfolgend auch bei Pistolen von anderen Herstellern angewendet wurden. Eine weitergehende Neuerung war die Nutzung der Teniferierung zur Beschichtung der Stahlteile der Waffe, statt das übliche Brünieren zu nutzen. Dadurch ergab sich eine höhere Verschleißfestigkeit.
Zur Verriegelung des Verschlusses wird das Browning-Petter-SIG-System eingesetzt. Der Lauf verriegelt bei allen Glock-Pistolen direkt im Auswurffenster des Verschlusses, respektive Schlittens. Unter dem Patronenlager sitzt eine offene Steuerkulisse, die das hintere Laufende nach wenigen Millimetern Rücklauf nach unten zieht und dadurch den Schlitten freigibt. Dieser läuft weiter bis zum hinteren Anschlag, zieht dabei die abgeschossene Hülse aus und wirft sie nach rechts oben aus. Beim Vorlauf des Schlittens wird eine neue Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager zugeführt und in der Endphase werden Schlitten und Lauf wieder verriegelt.
Da das Polymergriffstück der Pistole ohne aufgesetzte Griffschalen auskommt, können auch in großen Kalibern zweireihige Magazine eingesetzt werden, ohne dass das Griffstück zu dick wird. Die damit erreichte hohe Magazinkapazität hat aber auch eine große Gewichtsdifferenz und Schwerpunktsverlagerung vom voll geladenen zum leer geschossenen Zustand der Waffe zur Folge, was von Sportschützen oft als Nachteil empfunden wird.