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Geschichte
Das Wappen von Entlebuch zeigt in Rot eine silberne Buche mit sieben grünbeblätterten Ästen und erinnert an den Buchen-Urwald, welchen die ersten Siedler ums Jahr 800 hier antrafen.
1139 erscheint Entlebuch in einer Abschrift aus dem späten 15. Jahrhundert als eines der vierzig Güter des Klosters Trub. Die Original-Urkunde ist verschollen. Eine weitere Aufzeichnung des Siedlungsnamens erfolgte am 8. Juni 1157 durch Roland, den Kanzler von Hadrian IV, in Rom. Abt Gunther von St. Blasien im Schwarzwald hatte den Papst gebeten, das Kloster und seine Besitzungen, zu denen die älteste, namengebende Talkirche "Entilibuoch" gehörte, in Schutz zu nehmen. Die Urkunde liegt im General-Landesarchiv in Karlsruhe. Dort ist auch ein Dokument vom 8. Juli 1157, in welchem Bischof Hermann von Konstanz dem Kloster von St. Blasien den von Papst Hadrian IV. zuerkannten Besitz, darunter die Kirche von "Entelinbuoch", bestätigt. Die Urkunde wurde in Bernova (Bernau bei St. Blasien) ausgefertigt. Entlebuch bedeutet: "Zur Entle gehöriger Buchenwald" oder "An der Entle gelegener Buchenwald". Die Urpfarrei Entlebuch umfasste die später herausgelösten Sprengel Doppleschwand, Hasle, Romoos und Schüpfheim.
Wer rodete, dem gehörte das Land. Kaum war die schwerste Arbeit getan, legten die Freiherren von Wolhusen auf dem Hügel über dem Zusammenfluss der Entlen und dem Burgbach einen Stützpunkt an. Auf seinen Ruinen steht heute eine Kapelle. Um 900 wurde in Entlebuch die erste Kirche gebaut. Sie wurde dem hl. Martin geweiht.
Die Freiherren von Wolhusen wurden um 1300 von den Habsburgern als Landesherren abgelöst. Aus dieser Epoche stammt auch der trutzige Entlebucher Kirchturm. Zur Zeit des Sempacherkrieges träumte man hier von einem unabhängigen, mit Luzern verbündeten Entlebuch. Aber 1405 gelang es den "Gnädigen Herren und Obern", wie sie sich später nannten, die Pfandrechte über das Land zu kaufen. Mehrmals versuchten die "Untertanen" das luzernische Joch abzuschütteln. 1653, als der Freiheitsfunke vom Entlebuch auf die anderen Ämter übersprang und von Bern nach Solothurn bis nach Basel zündete, glaubte man sich endlich am Ziel. Aber die Bauern scheiterten an ihren besser organisierten patrizischen Gegnern, der Krieg ging verloren.
In diesen Tagen redete man überall von den rebellischen Entlebuchern. Im Schibikeller des Hotels "Drei Könige" ist ihre Geschichte und besonders jene des Helden Christian Schibi in kraftvollen Fresken von August Frey eindrücklich festgehalten. Schibi, von Escholzmatt stammend, wohnte, bevor er wieder dorthin zurückkehrte, von 1631/32 bis 1642 in der "Farb", wo er für seine junge Familie ein Haus erworben hatte. 1638/39 wirtete er im "Drei Könige".
Erst am 31. Januar 1798 verzichteten dann die "Gnädigen Herren" von Luzern auf die aristokratische Regierungsform.
Seither ist Entlebuch eine der gleichberechtigten Gemeinden des Kantons Luzern.