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Holzhacker/in
Das Handwerk der Holzhacker[1] (auch Holzhauer und Holzfäller genannt), das bis in das 19. Jahrhundert insbesondere den Holzschlag und den Transport des gefällten Holzes umfasste, wird heute unter der Berufsbezeichnung Forstwart geführt. Die Forstwarte kümmern sich in der Regel nach einer dreijährigen Ausbildung sowohl um die Holzernte als auch um die Pflege und die Bewirtschaftung des Waldes. Sie sind des Weiteren je nach Jahreszeit für die Erstellung von Hangsicherungen sowie Bach- und Lawinenverbauungen und die Wartung der Waldwege zuständig. Dadurch, dass Forstwarte meist in kommunalen oder kantonalen Forstbetrieben arbeiten, führen sie zusätzlich weitere in einer Gemeinde anfallende Aufgaben aus, wie z.B. Strassenunterhaltsarbeiten, Winterdienstarbeiten sowie die Landschaftspflege.
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Für die Ausführung dieser Aufgaben benötigen Forstwarte neben ausreichend Körperkraft und Gesundheit auch ein ausgeprägtes technisches Verständnis für die Arbeit mit Maschinen und Geräten, denn sowohl das Fällen wie auch der Transport des Holzes erfolgt heute zumeist mithilfe von Maschinen und Geräten. Zu den wichtigsten Geräten bzw. Maschinen zählen die Motorsägen, Seilwinden, Schlepper sowie Seilkräne.
Als die Holzhacker früher noch ohne Maschinen sondern nur mit einfachen Werkzeugen ausgerüstete waren, stellte die Waldarbeit für sie eine besondere Herausforderung dar. Insbesondere der Transport des gefällten Holzes aus unwegsamen Gebirgsgegenden verlangte den Holzhackern im Mittelalter besondere Fähigkeiten ab. „Sie mussten sich auf den Bau von aufwendigen Rutschen, sogenannten Riesen und Klausen (Stauwehren für die Holztrift) verstehen“ (Palla, 2010, S. 96). Der Transport mittels Schlitten war ebenfalls üblich und kostete vielen Waldarbeitern das Leben.
In der Schweiz allerdings erfolgte der Holztransport bereits in der Römerzeit überwiegend auf dem Wasserweg (Seen und Flüsse). Mit der Eröffnung der Eisenbahn konnte das Holz hierzulande nicht nur einfacher sondern auch günstiger transportiert werden. Die Eisenbahn ermöglichte zudem einen preiswerten Import von Steinkohle und dadurch schwand die Bedeutung des Holzes als Energieträger für Haushalt, Gewerbe und Industrie zusehends. Auch als Rohstoff zur Herstellung von Arbeitsgeräten und Hauseinrichtungen sowie als Baumaterial verlor das Holz im Zuge der Industrialisierung zusehend an Bedeutung. Dennoch war und ist der Naturstoff Holz als Bau-, Werk- und Brennstoff nicht wegzudenken und das Leitziel einer aufgeklärten Waldwirtschaft ist weiterhin die Nachhaltigkeit, d.h. jährlich nur so viel Holz zu schlagen, wie wieder nachwachsen kann.
[1] Für bessere Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet. Alternative Schreibweise: Holzhackerin.
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Literatur
Palla Rudi: Verschwundene Arbeit. Das Buch der untergegangenen Berufe, Frankfurt am Main 2010, S. 96.
Kürlimann Katja: Holzwirtschaft, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), abgerufen am 13.02.2019.
Radkau Joachim: Holz - Wie ein Naturstoff Geschichte schreibt, München, 2007.
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