Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/1943

Jährlich stecken sich etwa zwei Millionen Menschen neu mit HIV an. Laut UNO-Zahlen lebt die Hälfte aller HIV-Positiven in Ost- oder Südafrika. Nun haben Forscher in Südafrika aber eine erfreuliche Entdeckung gemacht: Die Kinder beginnen, sich gegen den Ausbruch von Aids zu Immunisieren. Dies schreibt der «Business Insider».
Diese Entwicklung wurde vorher schon bei Affen beobachtet. Sie haben über die Jahrhunderte durch natürliche Auslese eine erhöhte Immunität gegenüber dem Virus entwickelt. Nun wird der Beginn einer Immunisierung auch bei menschlichen Kindern beobachtet.
Zwar sind die Kinder nicht immun gegen eine HIV-Ansteckung, doch ihr Immunsystem ignoriert den Virus, was den Ausbruch von AIDS verzögert oder sogar verhindert. Das Virus macht sich die erhöhte Aktivität des Immunsystems zu nutze, um den Körper zu schwächen und schliesslich auszubrechen. Weil das System der Kinder aber gar nicht reagiert, wird es auch nicht geschwächt.
Damit die Menschheit aber keine Jahrhunderte der natürlichen Auslese abwarten muss, beginnen nun Forscher, sich diesen Prozess zu nutze zu machen. So könnte der neue Ansatz, das Virus nicht direkt zu bekämpfen, sondern den Körper auf neue Weise auf den Virus reagieren zu lassen, die AIDS-Forschung revolutionieren, schreiben die Forscher. (leo)