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Der FC Luzern hat den Nachfolger für den entlassenen Carlos Bernegger gefunden. Die Innerschweizer verpflichten den Deutschen Markus Babbel (42) als neuen Trainer.
Es ist ein bekannter Name, den der FC Luzern am Montag um 11.00 Uhr offiziell als Trainer vorstellen wird. Babbel bestritt 51 Länderspiele und war 1996 Teil der Mannschaft, die Europameister wurde. Er war sowohl mit Bayern München (1997, 1999, 2000) als auch mit Stuttgart (2007) deutscher Meister. Mit dem FC Liverpool gewann er 2001 den UEFA-Cup, den FA-Cup und den Ligacup.
Dass Babbel am späten Sonntag Nachmittag einen Vertrag mit dem Schlusslicht der Super League unterschrieben hat, liegt auch daran, dass die Trainerkarriere des einstigen Verteidigers nicht ganz nach Wunsch verlaufen ist. Sie war bislang von Hochs und Tiefs geprägt. Alle Engagements endeten frühzeitig: in Stuttgart, bei Hertha Berlin und bei Hoffenheim.
Dabei hätte der Einstieg ins Trainergeschäft für Babbel kaum besser verlaufen können. Nach mehrmonatiger Lernphase als Co-Trainer von Armin Veh übernahm er Mitte der Saison 2008/2009 den Chefposten von Stuttgart und führte die Schwaben dank einer grandiosen Rückrunde in die Champions League. In der darauffolgenden Saison musste Babbel aber schon im Dezember den Hut nehmen, nach nur zwei Siegen in 15 Bundesliga-Spielen und nur einem Erfolg in fünf Champions-League-Partien. Sein Nachfolger wurde Christian Gross.
In der Saison 2010/2011 führte Babbel dann Hertha Berlin souverän zurück in die 1. Bundesliga, wurde aber im Verlauf der folgenden Spielzeit trotz ansprechender Resultate wegen Differenzen mit der Klubführung entlassen. Auch bei Hoffenheim blieb er nicht lang. Nach zehn Monaten wurde er wegen Erfolglosigkeit abgesetzt.
Babbel, der den selben Berater wie Sportchef Alex Frei hat, war seit Dezember 2012 nicht mehr als Trainer tätig gewesen. Es waren denn auch andere Coaches, die als Nachfolger des am Montag freigestellten Berneggers gehandelt wurden: etwa Ciriaco Sforza, Thorsten Fink, René Weiler oder Martin Andermatt. Nun kommt Babbel, der die Wappen der meisten seiner ehemaligen Vereine als Tätowierung auf dem linken Oberarm trägt, die schwierige Aufgabe zu, das nach elf Runden noch sieglose Super-League-Schlusslicht auf Erfolgskurs zu bringen.
SDA-ATS