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Naturschutzgebiet Bras de Quiess
Pro Natura und die öffentliche Hand sanieren gemeinsam
Bras des Quiess (Saxon)
Aufräumarbeiten mit Holzung, Landumlegung und Putzaktionen im Sumpfgebiet des alten Rottenbettes westlich von Saxon wurden unternommen. Die kalte Jahreszeit wurde für die seit zwei Jahren geplanten Arbeiten gewählt, um die Benutzer eines nahen Campings nicht zu verscheuchen, aber auch aus technischen Gründen: der gefrorene Boden erlaubt den Einsatz von Bau- und Räumungsmaschinen.
Wasserpumpen abgestellt
Das unter Gemeindeschutz gestellte Gebiet ist gut 800 Meter lang und folgt dem 30 Meter breiten alten Rottenarm. Dass es der Natur erhalten werden soll, ist allen klar. Die Biologen des Flussbauamtes und der Pro Natura Wallis haben sich auf' ein Programm geeinigt, das neben der Abholzung von allzu gross gewordenen Weiden und Bäumen, der Verbreiterung oder Neuprofilierung der Teiche und der mechanischen Bearbeitung des Bodens auch Pflanzungs- und Saatarbeiten vorsieht. Die versteckten und erstickten Samen seltener Wasserpflanzen sollen mehr Platz erhalten. Der Aushub, immerhin rund 2000 Kubikmeter, soll an Ort und Stelle zu Hügeln geformt werden. Die Wasserpumpen der Landwirte werden abgestellt, um das Feuchtgebiet als Biotop zu erhalten.
Um 30 Prozent ärmer
Thierry Largey, der Biologe und Sekretär der Pro Natura Wallis, weiss zu berichten, dass 30 Prozent der in den 1970er Jahren hier registrierten Wasserpflanzenarten zurzeit nicht mehr beobachtbar sind. Mit den 110000 Franken der Umweltorganisation, den 20000 Franken der Gemeinde Saxon und den Beiträgen des Bundes und des Kantons kommen rund 200000 Franken zusammen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Kanton klappt vorzüglich und wurde in einer Konvention festgehalten.