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Bild: Liza Pooor - unsplash.com
In der Schweiz sind jährlich 8'000 Personen von einem Herz-Kreislauf-Stillstand betroffen. Rund 5 Prozent überleben ein solches Ereignis. Durch sofortige Wiederbelebungsmassnahmen und Defibrillation können die Überlebenschancen wesentlich vergrössert werden.
Nur 5-13 Prozent der Personen, die ausserhalb des Spitals einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden und im Spital behandelt werden, überleben. Die wenigsten Patienten können durch die Rettungsdienste rechtzeitig, innerhalb der kritischen Frist von 3-5 Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstandes, erreicht werden. Durch sofortige Wiederbelebung mit BLS (Basic Life Support) und Defibrillation könnten wesentlich mehr Menschen überleben.
Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann sich ohne vorherige Anzeichen einstellen. Häufig jedoch gehen ihm ein Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung voraus. Der Herz-Kreislauf-Stillstand tritt meistens in den ersten Stunden nach Beginn der Infarktbeschwerden ein. Ein Anzeichen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand ist, dass das Opfer umfällt oder im Stuhl zusammensinkt. Des Weiteren kann die betroffene Person keine Atmung oder keine Reaktion auf lautes Ansprechen oder Schütteln aufweisen.
Die Anzahl Überlebender nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand ausserhalb des Spitals könnte wesentlich höher sein, wenn es mehr Laien (Erwachsene und Jugendliche) gäbe, die die Herz-Lungen-Wiederbelebungstechnik kennen und allenfalls auch in der Anwendung eines automatischen externen Defibrillators geschult wären.
So geht's:
- Notruf 144 veranlassen oder selbst anrufen
- Ist ein Defibrillator in der Nähe, holen Sie ihn oder veranlassen Sie dies. Schliessen Sie das Gerät an den Betroffenen an und folgen Sie den weiteren Sprachanweisungen. Wenn mehrere Helfer vor Ort sind, wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung so lange durchgeführt, bis der Defibrillator einsatzbereit ist.
- 30 x Herzdruckmassage.
- 2 x Mund-zu-Mund-Beatmung.
- Herzdruckmassagen und Mund-zu-Mund-Beatmungen im Wechsel so lange durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Massnahmen vor Ort übernimmt und fortführt oder der Betroffene wieder normal zu atmen beginnt. Da die Mund-zu-Mund-Beatmung Helfende manchmal verunsichert kann sie im Zweifelsfall weggelassen und nur die Herzdruckmassage durchgeführt werden.
Bild: Zhen Hu - unsplash.com
Die Herzdruckmassage
- Neben dem Betroffenen in Höhe des Brustkorbs knien.
- Den Ballen einer Hand auf das untere Drittel des Brustbeins platzieren
(= Mitte des Brustkorbs).
- Den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand aufsetzen.
- Die Arme des Helfers sind gestreckt und der Brustkorb wird senkrecht von oben durch Gewichtsverlagerung des eigenen Oberkörpers 30 x mindestens 5-6 cm tief eingedrückt (Frequenz mind. 100/ bis max. 120/Minute. Machen Sie dies im Takt des Bee-Gees-Hits Stayin' Alive).
- Wichtig ist der richtige Druckpunkt für die Herzdruckmassage:
Brustkorbmitte, untere Brustbeinhälfte, 5–6 cm tief eindrücken
Betroffene beatmen
- Atemwege freimachen durch Neigen des Kopfes nach hinten bei gleichzeitigem Anheben des Kinns.
- Mit Daumen und Zeigefinger der an der Stirn liegenden Hand den weichen Teil der Nase verschliessen.
- Mund des Betroffenen bei weiterhin angehobenem Kinn öffnen.
- Normal einatmen und Lippen dicht um den Mund des Betroffenen legen.
- Luft über einen Zeitraum von einer Sekunde gleichmässig in den Mund des Betroffenen blasen, so dass sich der Brustkorb sichtbar hebt.
- Kopflage des Betroffenen beibehalten, eigenen Kopf zur Seite drehen, erneut einatmen und darauf achten, ob sich der Brustkorb des Betroffenen wieder senkt.
- Betroffenen ein zweites Mal beatmen.
- Setzt die Atmung wieder ein, stabile Seitenlage.
- Setzt die Atmung nicht ein, Massnahmen (Druckmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung im steten Wechsel 30:2) bis zum Eintreffen des Fachpersonals durchführen.
Helfen auch Sie mit, Leben zu retten!
Mehr Informationen und Angebote rund um das Thema «Herz» finden Sie bei der Schweizerischen Herzstiftung.
Quelle: Schweizerische Herzstiftung, www.swissheart.ch