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Die steigenden Temperaturen verändern unsere Umwelt und die Natur. Besonders in Gebirgsregionen sind die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Landschaft gross. Viele Länder haben mit der Veränderung der Lebensräume zu kämpfen:
· Grönland: Durch die grossen Eismassen und die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter verändert sich Grönland im Verlauf des Jahres natürlicherweise. Jedoch leistet auch der Klimawandel einen immer grösseren Beitrag dazu. Die Atmosphäre erwärmt sich im autonomen Territorium Dänemarks nahezu doppelt so schnell wie auf der restlichen Welt. Gletscher- und Eisschmelze resultieren daraus; die Landschaft verändert sich sichtbar. Das hat schwerwiegende Konsequenzen für die dortige Flora und Fauna.
· Dänemark: Nicht nur Grönland selbst ist von dieser Eisschmelze betroffen, die Auswirkungen sind global spürbar. Gemäss dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung würde der totale Kollaps des Grönländischen Eisschildes einen Meeresspiegelanstieg von rund sieben Metern verursachen. Ganze Länder könnten dabei in den Fluten versinken. Nationen wie Dänemark, deren Festland nur knapp über Meereshöhe liegt, sind bereits heute davon betroffen. Mittels aufwändiger Deichbauten muss das Königreich vor den Fluten der Ostsee geschützt werden.
· Russland: Viele Länder haben mit dem Auftauen von Permafrostböden zu kämpfen. So auch Russland. Nahezu zwei Drittel der Böden des russischen Festlandes blieben bislang ganzjährig gefroren. Durch die zunehmenden Temperaturen schmilzt dieser Permafrost. Das destabilisiert die Böden: Erdrutschungen, Murgänge oder Felsstürze sind Folgen davon. Auch Industrieanlagen sind von der Permafrostschmelze betroffen: Im Mai 2020 verschmutzten rund 21 000 Tonnen Diesel die sibirische Tundra, da ein Öltank in Norilsk aufgrund des einsackenden Bodens leckte.
· Spanien: Auch in südlich gelegenen Ländern verändert der Klimawandel die Landschaft. Besonders in Afrika, aber auch in Zentralasien, China und in europäischen Ländern wie beispielsweise Spanien führen die immer häufigeren und längeren Dürren und Trockenzeiten zur Wüstenbildung. Vertrocknete Landschaften, unwirtliche Agrarflächen, leere Stauseen und auf ein Rinnsal geschrumpfte Flüsse sind die Folgen.
Neue Topografie, neue Landkarte
Schmelzende Gletscher, veränderte Flussläufe, Felsstürze, tauende Permafrostböden, Murgänge und veränderte Waldstrukturen. Mit solchen Veränderungen der Landschaft hat auch die Schweiz zu kämpfen – und diese Veränderungen müssen aufgezeichnet werden.
Die Landschaft auf dem Wolfgangpass im Graubünden ist teilweise von dichtem Wald geprägt, zeigt jedoch auch viele offene Stellen. Diese Variabilität entstand durch Murgänge, welche Schutt von der Totalp ins Tal brachten.
Da sich unsere Umgebung stetig ändert, müssen auch unsere Landeskarten andauernd neu angepasst werden. Das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo. aktualisiert daher laufend die Kartengrundlagen der Schweiz. Luftbilder dienen dabei als Vorlage. Während die ersten Fotos vor knapp hundert Jahren noch in analogem Schwarzweiss aus dem Flugzeug geschossen wurden, so wurden sie mit der modernen Technik farbig und seit 2005 schliesslich digital. Mittels Software, aber auch durch Detailkorrekturen von Hand müssen einerseits die neuen Häuser und Strassen, doch zunehmend auch Verläufe von Felsbändern und Geschieben, Waldgrenzen, Gletscherspalten und Eisabbrüche nachgezeichnet werden. «Wenn man das Tempo sieht, mit dem sich die Gletscher im Alpenraum zurückziehen und wie viel neue Fläche frei wird, kommt man bei der Arbeit ab und zu ins Grübeln», meint Geomatiker Jürg Gilgen gegenüber SRF. Wer diese Veränderungen mittels einer animierten Zeitreise auf der Internetseite von Swisstopo selbst nachverfolgt, wird sich dem anschliessen.
Quellen und weitere Informationen:
SRF: Veränderte Landschaft: Wie man Schweizerkarten neu zeichnet
Bund: Auswirkungen des Klimawandels in Dänemark
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