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Bei der Warenlieferung nach Tschukotka hat sich eine schwierige Situation entwickelt. Von Juli bis September kamen dreimal weniger Schiffe in den Häfen an als üblich. Nun haben die Behörden Verhandlungen über die Organisation von Eis-Eskorten für Schiffe aufgenommen, um mit der verspäteten Fracht in die Region zu fahren. Es ist geplant Eisbrecher einzusetzen, um Waren zu liefern, die in Wladiwostok liegen. Die Zeitung EastRussia hatte zuvor berichtet, dass die Häfen in Wladiwostok den gestiegenen Warenzufluss wegen Kapazitätsengpässen nicht bewältigen können. Einige Container verspäten sich um bis zu drei Monate.
Laut Pressemeldungen können einige Schiffe für zwei bis drei Wochen keine Häfen anlaufen und entladen werden. Grund ist der beispiellose Zustrom von Containern aus China mit dem Ziel Europa. Derzeit ist der Transport nach Europa über Wladiwostok und weitere Häfen entlang der Transsibirischen Eisenbahn 30–40% günstiger als der Schiffsverkehr durch den Suezkanal.
Wie der Direktor für Strategie und Entwicklung der Reederei FESCO, Maxim Shishko, sagte, stiegen dadurch die Einfuhren über die Häfen im Fernen Osten Russlands in den letzten acht Monaten um 38%. Als größtes Hemmnis sehen Experten die unzureichende Kapazität der Eisenbahnen, auch der ungenügende Ausbau der Kontrollpunkte hinterlässt Spuren. Bereits stauen sich die Container bei der Ankunft in Moskau.
Tschukotka muss handeln
Wie die Verwaltung in Anadyr mitteilte, sollen in Wladiwostok noch etwa 200 Container mit Ladung für Tschukotka liegen. Zusammen mit den Containern sollen 35 Einheiten von Ausrüstungen gesendet werden, die für das Funktionieren der Staatsunternehmen in der Region erforderlich sind. Die Priorität ist die Lieferung von Lebensmitteln und lebensnotwendigen Gütern. Die Lieferungen sind schon seit mehreren Wochen überfällig.
Nun verhandelt die Regierung von Tschukotka mit Rosmorport, um einen Eisbrecher als Eskorte für Frachtschiffe zu gewinnen. Die Schifffahrt zu den Häfen in Tschukotka ist voraussichtlich ab Anfang November durch Eisbildung nur noch beschränkt erreichbar.
Heiner Kubny, PolarJournal