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Oft machen sich Angehörige Sorgen über die geringe Essensmenge am Lebensende. Auch Angst vor dem Verdursten wird oft geäussert. Aufklärung über die physiologischen Prozesse ist wichtig.
Das Essbedürfnis nimmt in einer palliativen Situation ab. Kommt ein Hungergefühl auf, ist es meist mit wenigen Löffeln Nahrung gestillt. Künstliche Nahrungszufuhr ist nicht sinnvoll, da Magen und Darm mit der zugeführten Nahrung oft nicht mehr zurechtkommen, was zu Verschleimung, Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen führen kann.
Durstgefühl hängt meist mit trockener Mundschleimhaut zusammen und kann mit Mundpflege gut befriedigt werden. Flüssigkeitszufuhr ist dagegen eine Belastung, da sie bei eingeschränkter Nierenfunktion zu Einlagerung in die Lunge und Atemnot führen kann. Sauerstoffgabe trocknet aus und ist nicht hilfreich. Die Verringerung von Flüssigkeit und Ernährung führt zu Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt mit der Folge, dass vermehrt Endorphine (körpereigene Morphine) ausgeschüttet werden. Diese bewirken eine Verringerung von Schmerzen und eine Stimmungsaufhellung.
Die Anleitung zur Mundpflege ist eine gute Möglichkeit, Angehörigen eine wertvolle Betreuungsaufgabe zu geben, wenn sie dies wünschen.
Lieblingsgetränke in einer Sprayflasche, säuerliche Säfte oder Fruchtstückchen in Kompresse können die Speichelproduktion anregen.