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Beugger-Oehninger Johannes, Fabrikant, 1778-1852
Beugger kam in Wetzikon zur Welt. Er war Sohn des Rudolf Beugger, Schlosser und Schmied. Er genoss die Ausbildung in der väterlichen Schlosserwerkstatt. Seine Weiterbildung- und Wanderjahre im mechanischen Bereich brachten in nach Herisau, Augsburg, Dresden, Prag, Berlin und England. 1805 kam er zurück und wurde leitender Mechaniker in der Spinnerei Im Hard/Wülflingen. 1818 gründete er seine eigene Spinnerei in Wülflingen, die später von seinem Sohn Johannes bis 1870 weitergeführt wurde. Vater Beugger war als Erfinder und Unternehmer eine bekannte Persönlichkeit und zu den Pionieren der Industrialisierung.
Johannes Beugger wurde am Weihnachtstag 1778 als Sohn eines Schlossers und Schmiedes in Izikon bei Grünungen im Zürcher Oberland geboren. Es war selbstverständlich, dass er den Beruf seines Vaters erlernte. Nach dem er am 17. April 1796 den Gesellenbrief erhalten hatte, ging es auf Wanderschaft. Über Augsburg, Dresden, Prag, Berlin ging es nach England, wo er seine Kenntnisse im Spinnmaschinenbau vervollkommnte. Zurück in Grüningen eröffnete er eine mechanische Werkstätte.
Im Jahre 1802 hatte sich als Erstling auf kontinentalen Boden die mechanische Baumwollspinnerei im Hard bei Wülflingen niedergelassen. Der Bau der Maschinen und die technischen Verbesserungen erfolgten in eigener Werkstätte. 1805 holten die Inhaber Johannes Beugger als Werkstattleiter nach Wülflingen.
Nachdem er sich 1807 verheiratet hatte wohnte er im Hard. Er lebte sich in Wülflingen schnell ein und knüpfte Kontakte zu den massgebenden Persönlichkeiten. Langsam reifte der Gedanke sich selbstständig zu machen. Es folgten die unerbittlichen Kämpfe um Wasserrechte, die sich fortan immer wieder einstellten. Zusammen mit dem Zimmermeister Jakob Bosshard stellte er am 26. September 1816 das Gesuch, ein Wasserwerk zum Antrieb einer mechanischen Baumwollspinnerei an der Töss zu errichten. Die Bauten sollten am Ausfluss der Eulach in die Töss, also etwas 500 Meter oberhalb der bestehenden Spinnerei zu stehen kommen. Die Hard-Direktion legte ein Veto ein, sie meldete Schäden durch das Wasserwerk an und die Gemeinde Wülflingen machte geltend, dass das Land nur zum Wässerwiesen (Wässerwiesen = Das Wässern von Wiesen ist eine der ältesten Massnahmen zur Erhöhung der Futterproduktion bei der Viehzucht) verwendet werden dürfe. Nach langem Hin und Her wurde das Begehren am 30. Juni 1817 abgelehnt.
Beugger liess sich nicht entmutigen. 1818 war es so weit. Mit dem Bau des Kanals wurde im Frühjahr 1818 begonnen und fast gleichzeitig setzten auch die Arbeiten für das Spinnereigebäude ein. Im Herbst 1819 waren die Kanalbauten und ein Jahr später das Wohn- und Fabrikgebäude beendet. In seinem 73. Altersjahr erkrankte er sehr und starb am 4. August 1852. Er hinterliess seine Ehefrau Elisabetha und drei Töchter und einen Sohn, Johannes Beugger.