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Ein Kalifornischer Radiosender veranstaltete 2007 ein Wett-Trinken: Wer am meisten Wasser trinkt, ohne auf die Toilette zu gehen oder zu erbrechen, gewinnt. Die Mitspieler, die lange durchhielten, bekamen starke Kopfschmerzen und geschwollene Bäuche. Eine 28-jährige Teilnehmerin war fünf Stunden nach der Sendung tot. Die Diagnose: Wasservergiftung.
Trinken ist gesund - aber maximal drei Liter
Der Wasserbedarf ist sehr individuell. Grundsätzlich empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE), dann zu trinken, wenn man Durst hat. Optimal seien 1,5 bis maximal 3 Liter Flüssigkeit pro Tag, je nach Grösse, Gewicht und sportlicher Aktivität.
Eine Studie am Hong-Kong-Marathon zeigte, dass 30 Prozent von den insgesamt 72'000 Läufern viel zu viel Wasser tranken. Die Folge war, dass der Salzgehalt in ihren Körpern zu tief war. Einige von ihnen landeten deswegen in der Notaufnahme. Denn ab einer bestimmten Grenze stoppt der Körper die Urinproduktion. Dadurch können die Nieren versagen.
Der Sportmediziner Johannes Scherr von der Technischen Universität München rät bei Extrembelastung eher zu Sportdrinks, die den Salzgehalt im Gleichgewicht halten, als zu mehr Wasser.
Was passiert im Körper?
Wer viel zu viel trinkt, überflutet wortwörtlich den Körper: Der Salzgehalt im Körper senkt sich. Es droht ein Nierenversagen. Auch im Hirngewebe kann sich das Wasser ansammeln. Die Folgen: Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen oder Krämpfe. Gelangt Wasser in die Lungenbläschen, kann ein Lungenödem und Atemnot entstehen.