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Unfruchtbarkeit bei der Frau - Ursachen
Zu den häufigsten Gründen der Unfruchtbarkeit zählen: Gestörte Schleimproduktion im Gebärmutterhals, Im Eileiter liegt eine Erkrankungen oder ein Verschluss vor, Um die Eierstöcke oder die Eileiter gibt es Verwachsungen, Endometriose, das PCO Syndrom, Fehlbildungen, Myome oder Polypen.
Unfruchtbarkeit bei der Frau - Ursachen
Zu den häufigsten Gründen der Unfruchtbarkeit zählen:
-
Gestörte Schleimproduktion im Gebärmutterhals
- Im Eileiter liegt eine Erkrankungen oder ein Verschluss vor
- Um die Eierstöcke oder die Eileiter gibt es Verwachsungen
- Störungen oder Ausbleiben des Eisprungs durch hormonelle Veränderungen und das PCO-Syndrom
- Endometriose
- Erkrankungen der Gebärmutter wie Fehlbildungen, Myome oder Polypen
Gestörte Schleimproduktion im Gebärmutterhals
Im Gebärmutterhals befinden sich Schleim produzierende kleine Drüsen. Dieser Schleim dient als Schutz vor Bakterien, die in die Gebärmutter eindringen könnten. Er hat jedoch noch eine weitere Funktion: Die Samenzellen nutzen ihn als Transportmittel. Fehlt der Schleim, haben die Samenzellen keine Chance, in die Gebärmutter und von dort in die Eileiter zu gelangen. Bis zu vier Tage überleben die Samenzellen im Schleim. Er ist eine Art Sammelbecken, über das die männlichen Samen nach und nach versuchen, die Gebärmutter zu erreichen. Aus diesem Grund muss der Geschlechtsverkehr nicht unmittelbar zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfinden, damit eine Schwangerschaft eintritt.
In der ersten Hälfte des Zyklus bis zum Eisprung produzieren die Drüsen wässerigen Schleim in großen Mengen. Für die Samenzellen ist dieser dann gut durchgängig. Je näher der Eisprung rückt, desto mehr wässeriger Schleim wird produziert. Immer mehr nimmt er die flexible Konsistenz von rohem Eiweiß an. Das spüren sogar viele Frauen am Scheideneingang. Am fruchtbarsten Tag des Zyklus tritt dieses Phänomen häufig das letzte Mal auf. Gelbkörperhormone führen dann nach den Eissprung dazu, dass der Schleim zäh, klebrig und damit undurchlässig für die Samenzellen wird.
Der Schleim kann sich jedoch auch durch chronische Entzündungen so verändern, dass ihn die Samenzellen nicht mehr passieren können. Ab und zu befinden sich in Schleim des Gebärmutterhalses auch Antikörper. Diese nehmen den Samenzellen die Beweglichkeit und machen sie auf diese Weise unfruchtbar.
Mit Hilfe des Sims-Huhner-Test lassen sich die Funktion und Qualität des Gebärmutterhalses untersuchen. Zum Zeitpunkt des Eissprungs und einen Tag nach dem Geschlechtsverkehr kann der Schleim untersucht werden. Unter dem Mikroskop sollte sich dann eine ausreichende Zahl an Samenzellen gut bewegen.
Verschluss oder Erkrankungen der Eileiter
Über die Eileiter gelangt das Ei vom Eierstock in die Gebärmutter. Im Eileiter findet auch die Befruchtung statt. Wenn also beide Eileiter verschlossen sind, ist eine Schwangerschaft nicht möglich. Ursache für rund 25 Prozent aller Fälle von Unfruchtbarkeit sind erkrankte oder veränderte Eileiter. Verantwortlich für verschlossene Eileiter sind vor allem Vernarbungen und Verwachsungen nach Eileiterentzündungen. Auch eine Endometriose kommt in Frage. Ob die Eileiter verschlossen sind, lässt sich mit einer Ultraschalluntersuchung inklusive Kontrastmittel oder per Bauchspiegelung (Laparoskopie) feststellen.
Störungen oder Ausbleiben des Eisprungs durch hormonelle Veränderungen und das PCO-Syndrom
Hormonerkrankungen des Körpers, dazu zählen auch jene die nicht mit den Fortpflanzungsorganen zusammenhängen, können Störungen des Eisprungs auslösen. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Nebenniere oder der Schilddrüse, die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und eine gestörte Hormonproduktion der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) können beispielsweise zur Unfruchtbarkeit führen. Die verschiedenen Hormonsysteme können ebenso durch Stress, seelische Belastungen und Essstörungen aus dem Gleichgewicht geraten. Diese Faktoren können also auch den Eisprung stören und damit das Eintreten einer Schwangerschaft verhindern.
Das Syndrom der polyzystischen Ovarien, das auch PCOS oder PCO-Syndrom genannt wird, gilt als die häufigste hormonelle Ursache einer ausbleibenden Schwangerschaft.
Beim PCO-Syndrom lassen sich per Ultraschall zwar viele Eibläschen (Follikel) im Eierstock erkennen, aber keines davon ist auch zum Eisprung bereit. Bei den betroffenen Frauen lässt sich häufig ein erhöhter Spiegel männlicher Hormone im Blut nachweisen. Dieser kann auch vermehrten Haarwuchs oder Akne auslösen. Ein Drittel der Frauen, die unter dem PCO-Syndrom leiden, sind schlank. Zwei Drittel bringen zu viele Kilos auf die Waage.
Mit Zysten hat der Begriff Syndrom der polyzystischen Ovarien also nichts zutun. Denn hierbei handelt es sich nicht, um eine Geschwulstbildung, wie sich irreführend annehmen ließe.
Endometriose
Das Innere der Gebärmutter kleidet eine Schleimhaut aus. In dieser kann sich das befruchtete Ei einnisten. Kommt es nicht zur Schwangerschaft, wird die Schleimhaut bei der Menstruation wieder ausgestoßen.
Bei Frauen, die unter der so genannten Endometriose leiden, befinden sich Partikel der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter – beispielsweise auf den Eileitern oder Eierstöcken oder im Bauchraum auf dem Bauchfell. Genauso wie die Schleimhaut in der Gebärmutter reagieren auch die auswärts angesiedelten Schleimhautpartikel auf die Hormone der Eierstöcke. Diese Partikel werden also ebenso zum Wachstum angeregt. Während der Menstruation treten dann schwache Blutungen im Bauchraum auf.
Das Bauchfell, das die Bauchhöhle auskleidet, ist sehr empfindlich. Endometriose-Patientinnen leiden deshalb häufig unter starken Regelschmerzen. Denn die Schleimhaut ist in der Bauchhöhle ein Fremdkörper, der Entzündungen und Verwachsungen hervorruft, die zur Unfruchtbarkeit führen können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Endometriose zu behandeln. Welche Therapie die richtige ist, hängt davon ab, wo die Endometriose auftritt und wie der Schweregrad ist.