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Geboren am 4. Juni...
... 1982. In Rüti ZH, morgens um Punkt 7.00 Uhr erblickte ich das Licht der Welt. Es sollte ein heisser Frühsommertag werden und anscheinend war es eine schnelle, reibungslose Geburt. Im Detail kann ich mich nicht mehr daran erinnern, aber auf die einfache Geburte folgte eine weit schwierigere Zeit.
Die Monaten verliefen störungsfrei. Ich entwickelte mich normal und konnte schon bald laufen und reden. Ich war wohl eines dieser Kinder, die es kaum erwarten konnten die Klappe aufzumachen und zu Allem und Jedem seinen Senf dazuzugeben (ausser zu diesem Servelat).
Mit der Zeit stellte meine Mutter fest, dass ich immer mal wieder Verdauungsstörungen hatte und generell etwas unterernährt schien. Deshalb musste ich mit drei Jahren zum ersten Mal für eine Untersuchung ins Kinderspital Zürich, wo ich dann natürlich auch wieder die Klappe aufreissen musste und den Rettungshelikopter, welcher gerade auf dem Dach landete als "Hepopperli" bezeichnete (anscheinend war das Wort für mein Sprachzentrum noch etwas zu komplex, mittlerweile schaffe ich es jedoch "Helikopter" ohne grössere Mühe zu artikulieren).
Jedenfalls veränderte der Besuch im besagten Chispi das Leben meiner Eltern - und wohl auch meines - grundlegend. Mittels Schweisstest wurde mir Cystische Fibrose (CF) diagnostiziert, und meine Lebenserwartung drastisch dezimiert. Damals galt CF noch als Kinderkrankheit, da die allermeisten Betroffenen noch im Kindesalter verstarben. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 12 Jahren und dies wurde meiner Mutter auch schonungslos mitgeteilt. Auf dieses Kick-off Meeting mit dem damaligen Prof.Dr. Schmerling folgten zahllose weitere Termine, von welchen ich mich aber im Wesentlichen lediglich an die überdimensionierten Spielbüchern im Wartezimmer erinnere.
Glücklicherweise prägte sich die Krankheit bei mir fast gar nicht aus und ich konnte abgesehen von einigen Tablette zu den Mahlzeiten und gelegentlichen Inhalationsübungen eine unbeschwerte Kindheit geniessen.