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Wir Schweizer sind stolz auf unsere Schokolade und dafür weltberühmt. Die Alpenmilch mit ihren saftigen Gräsern und Alpenblumen soll ihr zu ihrem besonders guten Geschmack verhelfen und sie zur besten Schokolade der Welt machen. Irrtum! Die geschmackvollste Schokolade wird in Ecuador produziert. Wenn schon nicht Schweiz auf der Verpackung steht, dann stehen wenigstens Jerry Toth und sein Mitgründer Carl Schweizer hinter der Marke To'ak, was Erde und Baum bedeutet. Es ist nicht die milchgebende, den CO2-Wert belastende Kuh, welche bei der Verkostung der Schokolade eine Geschmacksexplosion verursacht, sondern die äusserst raren Kakaobohnen der Ursorte «Nacional».
Der Legende nach wurde die «Arriba» Kakaofrucht im 19. Jahrhundert von einem Schweizer Chocolatier auf seiner Ecuadorreise entdeckt. Schon damals war er beeindruckt vom ungewöhnlich reichen blumigen Bouquet der Kakaobohne. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Kakao, welcher entlang der oberen Nebenflüsse des Flusses Guayas angebaut wurde, zur meistgesuchten Sorte in europäischen Schokoladekreisen. Das zwischen den Wasserscheiden der beiden Flüsse Daule und Babahoyo liegende Anbaugebiet ist von der Grösse her vergleichbar mit dem französischen Burgund. Der aus vulkanischem Ursprung entstandene Boden ist leicht sauer, reich an Lehm, Kalzium und Eisen, was für die Kultivierung von «Nacional»-Kakaobäumen ideal ist. Die Genetik der damals schon begehrten Kakaofrucht «Nacional» wurde 1916 durch die gefürchtete Hexenbesenkrankeit sowie die Hybridisierung des lokalen Kakaos im Laufe des 20. Jahrhunderts so verändert, dass die «Nacional» bis zur Wiederentdeckung als ausgestorben galt. Jerry Toth, ein junger Amerikaner, welcher in Ecuador lebte um den Regenwald zu retten, und Carl Schweizer, wurden vom Kakaobauer Servio zu einer verlassenen Kakaoplantage geführt, wo sie die totgeglaubte Pflanze wiederentdeckten.
Schon bald stand fest, dass die wiederentdeckten Kakaobäume genetisch mit der als ausgestorben gegoltenen «Nacional»-Kakaofrucht zu 100 % übereinstimmten. Die Wiederentdeckung war eine kleine Sensation bei den Chocolatiers. Jerry Toth und Carl Schweizer erkannten das Geschäftspotenzial, gründeten To'ak und kombinierten die Rettung des Regenwaldes mit dem Wiederanbau der «Nacional»-Kakaopflanze. Beiden war von Anfang an klar, dass ein so begehrter limitierter Natur-Rohstoff nicht für die Herstellung einer industriell gefertigten Schokolade dienen sollte. Es musste eine aussergewöhnliche Schokolade sein, welche den höchsten Genussansprüchen von Schokolade-Connaisseuren gerecht wird. Durch den Alterungsprozess wie beim Wein oder Whisky sollte die Schokolade beim Genuss eine bis anhin nicht gekannte Geschmacksorgie auslösen. Die feinen «Nacional» Geschmacksnuancen wollte man möglichst rein erhalten, weshalb To'ak Schokolade nur aus biologischer Kakaomasse und wenig Rohrzucker besteht. Die unvergleichliche Produktequalität wird durch die Fermentierungsart und -zeit, Röstzeit und Temperaturen, usw. bestimmt. Der Alterungsprozess findet zum Beispiel in 50 Jahre alten Cognac-Fässern statt. Durch die unterschiedliche Behandlung des Rohstoffes entstehen unterschiedliche Schokoladetafeln, welche in Kleinstmengen zu respektablen Preisen bei To'ak online bestellt werden können. Das Rezept bleibt ein Geheimnis.