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Anjool Malde, ein Jung-Broker und potentieller Star der Branche, beendete sein Leben aus Angst seinen Job zu verlieren. Ein Opfer der Finanzkrise?
Zwei Tage vor seinem 25. Geburtstag begab sich Anjool Malde in das Restaurant «Coq d’Argent». Dort soll er, in seinem besten Anzug, ein Glas Champagner bestellt und sich darauf vom Dach des Restaurants gestürzt haben.
Bekannte von Malde sagten gegenüber der britischen Zeitung «Daily Mail», dass der Banker um seinen Job gefürchtet habe. Er arbeitete bei der Deutschen Bank in London. Einerseits seien aus seiner Abteilung schon einige Leute entlassen worden. Andererseits sei gegen Malde eine interne Untersuchung am Laufen gewesen.
Problem wegen Computer-Missbrauch
Angeblich soll er in einem Internetforum unter falschen Angaben einen Kundennamen verwendet haben. Dieser Kunde hatte dann beim Forum eine Beschwerde eingereicht, was wiederum zur Deutschen Bank zurückgeführt habe.
Zudem organisierte das Jungtalent in seiner Freizeit gerne rauschende Parties. Auch vom seinem Arbeitscomputer sollen E-Mails in diesem Zusammenhang versandt worden sein.
Nach Hause geschickt
In der Folge sei es zu einer internen Untersuchung seines Computers gekommen. Dabei habe sich Malde zwar kooperative gezeigt. Er sei jedoch dann früher nach Hause geschickt worden. Gemäss einem Sprecher der Deutschen Bank sei Malde weder freigestellt noch suspendiert worden.
Andere Quellen besagen jedoch, dass man dem Hedge-Fund-Broker den Zugang zum Bloomberg-System bereits abgestellt habe – ein weiteres Indiz für eine bevorstehende Entlassung.