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Euratom und Japan: weitere Zusammenarbeit bei der Fusionsforschung
«Die Iter-Organisation begrüsst die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Euratom und Japan bei Aktivitäten im Rahmen des ‹breiter angelegten Konzepts›, die das Iter-Projekt unterstützen und ergänzen», erklärte Iter-Generaldirektor Bernard Bigot. Die gemeinsame Erklärung werde dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen zwei der wichtigsten Projektpartner in den für den Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (Iter) relevanten technischen Bereichen zu intensivieren, fügte er an.
Im Rahmen des 2007 unterzeichneten Abkommens zum «breiter angelegten Konzept» wurden drei Projekte in Japan lanciert, mit gemeinsamer finanzieller Beteiligung der Euratom und der japanischen Regierung. Die Forschungsprojekte werden seitdem von der Fusion for Energy (F4E) und dem National Institute for Quantum and Radiological Science and Technology (QST) durchgeführt. Dabei handelt es sich um
- das Projekt zum Konstruktionsentwurf für die Internationale Anlage zur Bestrahlung von Fusionswerkstoffen (IFMIF/EVEDA), mit der moderne Werkstoffe in einer Fusionskraftwerk ähnlichen Umgebung getestet und qualifiziert werden können;
- das Projekt über das Satelliten-Tokamak-Programm, mit dem Betriebsszenarien vor dem Hintergrund der Projekte Iter und Demo entwickelt werden; und
- das Projekt über das Internationale Forschungszentrum für Fusionsenergie, das einerseits mit der Koordinierung der Auslegung und der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für den Demo beauftragt ist uns andererseits Wissenschaftern mit Simulationen von Fusionsplasmen durch Superrechner und mit Fernexperimenten eine breite Beteiligung an den Iter-Experimenten ermöglichen soll.
Phase 2 innerhalb des «breiter angelegten Konzepts» wird sich auf den Betrieb und den Einsatz der jetzt bestehenden Einrichtungen dieser drei Projekte konzentrieren.