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|TECTON-Spezialbau|
Der Auftrag des Consorzio IGS Im Sommer 2002 beauftragte das Consorzio TAT unsere ARGE lGS mit den Abdichtungsarbeiten der Lose 554 Bodio, 452 Faido und Multifunktionsstelle MFS Faido. Die Arbeiten dauern ungefähr 8 Jahre.
Mit dem Bericht über die Sohlenabdichtung der Lockergesteinsstrecke Bodio wurden Sie in der TECTONEWS 2003/11 erstmals über ein kleines Teilstück informiert. In der vorlie- genden Ausgabe werden jetzt die Abdichtungsarbeiten der beiden Hauptröhren Ost und West, Los 554 Bodio vorgestellt
Los 554 Bodio, Hauptröhren Ost und West Das Los hat eine Länge von 17,1 km. Nach einer kurzen Strecke, die im Tagbau erstellt wurde, folgt eine Strecke von ca. 420 m im Lockergestein. Diese Strecke wurde vor Vergabe der Lose Bodio und Faido durch die Batigroup AG erstellt und muss von TAT nur noch ausgebaut werden. Analog verhält es sich mit den Abdichtungsarbeiten. In der Lockergesteinsstrecke haben wir 2003 die Sohle bereits abgedichtet. Der Gewölbebereich wird dann im Zuge der Abdichtungsarbeiten im Bereich der Sprengvortriebsstrecke abgedichtet. im Dezember 2003 konnte unser Konsortium die erste der 4 Verlegemaschinen auf der Rohrbrücke in der Weströhre installieren.
Es folgte bis März 2004 die Verlegemaschine 2 West und anschliessend bis Spätsommer 2004 die Verlegemaschinen 3 und 4 Ost. Die Arbeiten der Weströhre konnten wir ab Februar 2004 aufnehmen, die jenigen der Oströhre ab September 2004. Die ersten Arbeiten in der penninischen Gneiszone werden durch verschiedene, zum Teil unerwartete Störzonen behindert. Auch sulfathaltige Wasseraustritte beeinträchtigen die Arbeiten. Die Störzonen verlangsamen den Tunnelvortrieb, Stahleinbauten und massive Armierungen sind bereits im Vortriebsbereich nötig. Die geplanten Vortriebsleistungen von ca. 24 Meter/Tag konnten aus diesem Grunde bisher nur selten erreicht werden.
Die beiden Rohrbrücken, genannt „Wurm West“ und „Wurm Ost“ Mit einem Vorsprung von jeweils 2-3 km treiben die TBM (Tunnelbohrmaschinen) mit ihren Nachläufern den Vortrieb kontinuierlich voran. Sie passierten im Oktober 2004 auf beiden Seiten etwa Tm 7000. Der lnnenausbau erfolgt in einem Abstand von derzeit ca. 3’000 m ab Wurm West und Wurm Ost.
Die beiden Rohrbrücken haben eine Länge von knapp 500 m, ab denen der lnnenausbau der Tunnelröhren erfolgt. Für die Installation unserer Verlegemaschinen sowie die Ausführung der Abdichtungsarbeiten stehen uns auf den beiden Rohrbrücken je 48 m Länge zur Verfügung.
Unterhalb der Rohrbrücken erfolgen auf der Stollenbahn sämtliche Personalund Versorgungstransporte von und zur TBM und für den Innenausabau. Die Logistik ist für die Verantwortlichen bei TAT eine grosse Herausforderung.
Unsere Installationen Mit unseren Arbeiten sind wir eng in den Takt der TAT eingebunden. 24 m Tagesleistung werden von uns gefordert, was einer Leistung von 10 Blocks à 12 m Länge entspricht pro Woche. Damit wir die erforderlichen Leistungen garantieren können, haben wir auf jeder Rohrbrücke 2 Verlegemaschinen installiert. Wir haben so auch die Gewähr, dass bei einem Maschinendefekt ohne Zeitverlust mit dem Zweitgerät die geforderten Abdichtungsmeter verlegt werden können.
Erstes Fazit Die Startphase von fast einem Jahr war aufgrund der widrigen Umstände, die sich der TAT immer wieder in den Weg stellten, länger als geplant. Nach der Aufnahme der Arbeiten in beiden Tunnelröhren kann festgestellt werden, dass die Verlegemaschinen einwandfrei funktionieren und einer effizienten Abwicklung der Arbeiten nichts im Wege steht.
Hauptmassen Abdichtungsarbeiten im Bereich der TBM-Vortriebsstrecken Bodio (gemäss Vorgabe der Projektverfasser)
Weströhre
- Abdichtung System Nr. 212: ca. 330’000 m2
- Sohlenabdichtung (gleiches System): ca. 9’000 m2
- Durchdringungen d = 200 mm: ca. 800 St
- Anschluss der Abdichtung auf bauseits verlegtem Fugenband: ca. 28’500 m
- Schutz der Abdichtung im Gewölbe: ca. 11’000 m2
Oströhre
- Abdichtung System Nr. 212: ca. 315’000 m2
- Sohlenabdichtung (gleiches System): ca. ca. 8’000 m2
- Durchdringungen d = 200 mm: ca. 710 St
- Anschluss der Abdichtung auf bauseits verlegtem Fugenband: ca. 28’000 m
- Schutz der Abdichtung im Gewölbe: ca. 10’000 m2
Bauherr AlpTransit Gotthard AG
Projektverfasser/Bauleitung Ingenieurgemeinschaft, Gotthard-Basistunnel Süd Lombardi SA, Minusio Electrowatt Infra AG, Zürich Amberg Engineering, Regensdorf
Auftraggeber Consorzio TAT (Tunnel Alp Transit) Zschokke Locher AG, Aarau Alpine Mayreder Bau GmbH,Salzburg (A) CSC Impresa CostruzioniSA, Lugano Hochtief AG, Essen (D) Impreglio SpA,Sesto San Giovanni (I)
Auftragnehmer Consorzío IGS (Impermeabilizazione Gottardo Sud) SikaBau AG, Zürich TECTON AG Pfäffikon (ZH)
Unsere Kader vor Ort Bauführer Technik Serge Heyer, Sikabau Bauführer Ausmass Ernst Bucher (TECTON), Quinto Lucchetti (Sikabau) Vorarbeiter Reshit Alitjaha (Vorarbeiter TECTON)
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