Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03455.jsonl.gz/1185

Ort: St. Moritz Jahr: 2000
Ursprünglich stand an der Lage des heutigen Bankgebäudes ein Bauernhaus. Dieses wurde später zu einer Pension und anschliessend zur Dependance des Hotels Suisse umgebaut. Die Graubündner Kantonalbank erwarb die Räumlichkeiten 1922 und errichtete an dieser Stelle einen prunkvollen, streng symmetrisch gegliederten Neubau. Die heutige Silhouette wurde 1969 mit der Erweiterung auf sechs Stockwerke realisiert. Die bestehende Kundenhalle von 1982 präsentierte sich introvertiert, eng und eher düster. Sie entsprach in keiner Weise dem aktuellen Leitbild der Graubündner Kantonalbank, welches helle, offene Räume verlangt. Unser Bestreben war es, durch einen gezielten Eingriff grosszügige Raum- und Lichtverhältnisse zu schaffen und dem Haus die durch die vielen Umbauten verloren gegangene Identität zurückzugeben.
Der wesentlichste vorgenommene Eingriff ist die grosse Deckenöffnung in der Gebäudeachse vom Erdgeschoss ins erste Obergeschoss. Exakt über diesem Deckenausschnitt befindet sich heute ein mit Kunstlicht gespiesenes Oblichtband, welches weiches Licht auf beide Geschosse abgibt. Der Künstlerin Elisabeth Arpagaus ist es gelungen, diesem Element durch das Anbringen eines umlaufenden schmalen Bandes aus Kobaltglas eine Signetwirkung zu verleihen. Die neu konzipierte Kundenhalle präsentiert sich nun hell und offen und bietet eine grösstmögliche Transparenz im ganzen Erdgeschoss.