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Bergschulen,
Lehranstalten niederer Ordnung, die bestimmt sind, junge, körperlich kräftige und befähigte Männer aus dem Arbeiterstande zu Unteraufsehern, Steigern, Obersteigern und Werkmeistern für den Erz- und Kohlenbergbau heranzubilden. Der Unterricht zielt meist nur auf die Praxis hin; außer in der Bergbaukunst und der niedern Markscheidekunst wird im Zeichnen, in der niedern Mathematik, Geometrie, Mineralogie und Physik sowie in der Buch- und Rechnungsführung unterrichtet.
Die Bergschüler haben neben dem Unterricht, der ihnen frei gewährt wird, gegen Löhnung auf einer Grube als wirkliche Bergarbeiter
ihre Schichten zu verfahren. Es giebt daher
Bergschulen nur an solchen Orten, wo
Bergbau
[* 2] in unmittelbarer Nähe betrieben wird. Die
für die
Bergschulen nötige Vorbildung können sich die jungen
Arbeiter in
Bergvorschulen (gewissermaßen bergmännischen
Fortbildungsschulen) oder durch Privatfleiß erwerben; übrigens wird nicht mehr verlangt, als die
Bürgerschule giebt.