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Rassenentstehung Früher wies jede Region oder bisweilen jedes Tal seine Lokalrassen auf. Es waren den Verhältnissen sehr gut angepasste Landschläge mit meist hoher Fruchtbarkeit und Milchleistung. Sie konnten sich, ohne wesentliche Verbesserung durch züchterische Massnahmen, sehr lange halten. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Merinoschafe zur Verbesserung der Wolle eingeführt. Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts hatten die Importe von Bergamaskerschafen sowie verschiedener englischer Rassen nachhaltige Einflüsse auf die schweizerische Schafzucht. Die Importe und Kreuzungen geschahen eher planlos. Zur gleichen Zeit wurden die ersten Rassen in Standarden näher definiert. Es entstanden Standarde für das Luzeiner-Schaf, das Wildhauser-Schaf, das Grabser-Schaf, das Jura-Schaf, und das Oxford-Schaf, das für schweizerische Verhältnisse als Edelrasse galt. Die Zucht des Braunköpfigen Fleischschafes ist über 100 Jahre alt!
1897 Am 29. August gründete ein halbes Dutzend Grabser Schafhalter eine Zuchtgenossenschaft mit dem Ziel, die vorhandenen Landschafe vom Typ des fruchtbaren Wildhauser Schafes zu verbessern. Der Initiant war Ernst Wyssmann, der ehemaliger Gründer und Direktor der st.gallischen landwirtschaftlichen Schule Custerhof-Rheineck. Ernst Wyssmann stellte fest, dass die englischen Schafrassen bezüglich Mast- und Schlachtleistungen sowie der Wollqualität überlegen waren. Er war es denn auch der die ersten Oxfordshire Down- Widder und einige Mutterschafe aus England importierte.
Der Erfolg der Einkreuzung war augenfällig.
1899 Ein zweites Zuchtgebiet entstand in Flums mit dem Kauf zweier Grabser Widder. Die Züchter des Oxfordschafes hielten natürlich auch in unseren Nachbarländer Ausschau nach Rassenähnlichen Tieren. Fündig wurde man in Deutschland mit dem Schwarzköpfigen- Fleischschaf. Das Schwarzköpfigen-Fleischschaf hat auch englische Herkunft. Die Deutschen Landesrassen wurden auch mit Hampshire- und Oxfordblut veredelte.
1925 An der Schweizerischen Landwirtschaftlichen Ausstellung in Bern waren 16 Schafrassen ausgestellt. Das heisst, das Braunköpfige Fleischschaf war damals unter dem Namen Oxford aufgeführt. Die Lokalrassen konnten sich zu der Zeit noch nicht auf die ganze Schweiz ausweiten und vermischen, daher die Vielzahl der Rassen.
1938 Eine weitere „Rassenbereinigung“ ging über die Bühne. Ähnliche Rassen wurden unter dem selben Standard definiert.
1954 Mit einer weiteren Standard- und Rassenrevision kristallisierten sich noch 4 Schweizer Schafrassen hervor :
-Weisses Alpenschaf
-Braunköpfiges Fleischschaf
-Schwarzbraunes Bergschaf
-Walliser Schwarznasenschaf
Diese vier Rassen konnten sich bis heute behaupten.
1956 Mit der Gründung des Verbandes des Braunköpfigen Fleischschafes erreichte die Schafzucht einen weiteren Meilenstein der sich bis heute nur positiv entwickelt hat! Mehr Infos sind in der Verbandsgründung zu finden!
Manuela Hofer
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