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Belgische Staatsanwälte haben ein Verfahren gegen den Chef des Luxusgüter-Konzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) eingeleitet. Im Fokus der Ermittlungen gegen den Franzosen Bernard Arnault steht laut der belgischen Tageszeitung "De Tijd" eine milliardenschwere Transaktion im Dezember 2011.
"Es geht um eine Kapitalerhöhung von 2,9 Milliarden Euro bei seinem belgischen Unternehmen Pilinvest", sagte die Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft, Jennifer Vanderputten, dem Blatt. "Wir ermitteln auch im Fall eines möglichen Adressbetrugs", fügte sie hinzu. Dabei geht es um eine Wohnung Arnaults in einem Brüsseler Vorort.
Im vergangenen Jahr hatte Arnault für Furore in seinem Heimatland Frankreich gesorgt, nachdem bekanntgeworden war, dass er eine Staatsangehörigkeit im steuerlich wesentlich günstigeren Belgien anstrebte. Nach Vorwürfen, er wolle Steuerflucht ergreifen, hatte Arnault seinen Antrag wieder zurückgezogen.
Der Franzose ist laut "Forbes"-Liste der zehntreichste Mann der Welt. Das Vermögen der Familie wird auf 29 Milliarden Dollar geschätzt. Zu LVMH gehören Luxusmarken wie Louis Vuitton, Kenzo, Fendi, Moët & Chandon und TAG Heuer.
SDA-ATS