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Sprachentwicklung im 3. Lebensjahr
Kinder entwickeln ihre Sprache im 3. Lebensjahr recht schnell. Aus ihrer zunehmenden Selbsterfahrung heraus werden die Kleinen immer neugieriger und stellen nun viele Fragen. Ebenso möchten sie sich ihren Eltern und Mitmenschen gegenüber verständlich machen.
Entwicklung der Sprache nimmt einen rasanten Verlauf
Die sprachliche Entwicklung der Kinder nimmt in 3. Lebensjahr sehr schnell zu. Ihre Sprache wird immer flüssiger und auch die Aussprache verbessert sich zunehmend. Ausserdem experimentieren die Kleinen nun mehr mit Worten, indem sie neue Wortschöpfungen entwickeln. Die Sprache dient nun nicht mehr nur allein der Kommunikation.
Wieso, weshalb, warum?
Die Kinder entwickeln zunehmend ein Verständnis für abstrakte Begriffe und können nach und nach komplexe Aufforderungen befolgen. Sie sind immer besser in der Lage, ihre Gefühle und Gedanken durch Worte mitzuteilen, während sie sprechen lernen. Dabei werden sie immer neugieriger und beginnen Fragen zu stellen, die gekennzeichnet sind mit den typischen W-Fragen "Wer?" und "Was?". Erst in der Mitte des 3. Lebensjahrs folgt die Phase, in dem sie lieber fragen "Warum?".
Der aktive Wortschatz wächst
Sie können schon allmählich komplizierte Lautverbindungen aussprechen, wie beispielsweise "bl", "kn" und "ch". Ebenso sprechen sie nun häufiger Verknüpfungen mit "und" sowie Worte wie "du", "ich", "mein" und "dein". Auch Präpositionen und Verben kommen jetzt verstärkt in ihrem Wortschatz vor. Die Verwendung von Beugungsformen wird nach und nach komplexer.
Während die Kleinen mit 2 Jahren nur 200 bis 300 Wörter artikulieren können, sind es zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr schon an die 1000 Wörter, von denen sie die Bedeutung kennen.
So können Eltern die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder fördern
Eltern sollten in dieser Zeit viel mit ihrem Kind sprechen. Dabei sollten sie besonders die noch unbekannten Wörter erklären und betonen. Das Spielen von Fingerspielen, Geschichten vorlesen oder das gemeinsame Singen kann den Kleinen helfen, schneller sprechen zu lernen.
Keinen Druck ausüben
Sobald du aber das Gefühl hast, dass dein kleiner Schatz noch nicht so gut spricht, wie gleichaltrige Kinder, dann solltest du auf keinen Fall Druck auf ihn ausüben. Wie in der körperlichen Entwicklung gibt es auch in der sprachlichen Entwicklung Unterschiede zwischen den Kindern. Die einen können schneller sprechen lernen, andere sind etwas langsamer in ihrem Entwicklungstempo.
Ganz wichtig ist jedoch, die vielen Fragen deines Kindes so gut wie du kannst, zu beantworten, um seinen Wissensdurst zu stillen. Das regt dein Kind weiter an.
Für dein Kind ist Kommunikation sehr wichtig
Da dein Kind im 3. Lebensjahr lernt, längere Sätze zu bilden und sich sein Wortschatz ständig erweitert, ist es ausserordentlich wichtig, dass du sehr viel mit ihm sprichst. Indem du mit ihm sprichst, entwickelt sich sein abstraktes Denkvermögen. So lernt dein Kind besser, räumliche und zeitliche Beziehungen zu erkennen und zwischen Ein- und Mehrzahl zu unterscheiden.
Je mehr du mit deinem Kind sprichst und Begriffe erklärst, desto leichter lernt es sprechen und korrekte Sätze zu bilden.