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Geschichte der Sauna
Wer an die Saunakultur denkt – denkt sicherlich zuerst an die Finnen und ihre finnische Sauna, jedoch ist der Ursprung nicht bei den Finnen zu finden. Es waren die Nordost-Asiaten, die das Bad in heisser Luft für sich entdeckten und sich damit nach der Arbeit erholten.
Auch die Römer kultivierten das Saunieren und errichteten grosse öffentliche Badehäuser und Schwitzbäder. Oft dienten die Bäder und Saunaräume eher als Treffpunkte zum Nachgehen gesellschaftlicher Verpflichtungen als dem eigentlichen Baden, denn Baden und allgemeiner Körperkult war bei den Römern verpönt. Nach dem Schwitzen wusch man sich in einem gemeinsamen Wasserzuber ab. Wir würden dies wohl als nicht gerade hygienisch bezeichnen in der heutigen Zeit.
Dies war auch der Grund, dass viele Badestuben im Mittelalter geschlossen wurden. Das gemeinsame Baden und Schwitzen in den feuchten Räumen begünstigte die Übertragung von Krankheiten und wurden deshalb vor allem in Mitteleuropa abgeschafft.
Über den Weg von Asien gelang die Saunakultur nach Skandinavien und das Schwitzen gehörte neben den Badezimmern zu fast jedem Haushalt und unterstützte die allgemeine Körperreinigung.
Im 20. Jahrhundert begann der Erfolgsweg der Saunakultur so richtig. Die gesundheitsfördernde Wirkung wurde bestätigt und die Sauna wurde vor allem in Kurhäusern, Schwimmbädern und Gesundheitszentren eingeführt. In den 80er Jahren wurden durch die verschiedenen Gesundheitsreformen die öffentlichen Saunas wieder etwas weniger, viele überlegten die Anschaffung von privaten Saunas. Jedoch scheinen wieder mehr Menschen das Positive der öffentlichen Sauna zu entdecken und die Sauna-Geschichte ist noch lange nicht fertiggeschrieben.