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Renagel Filmtabl 800 Mg 180 Stk
281.05 Fr.
Was ist Renagel und wann wird es angewendet?
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Renagel wird zur Behandlung von erhöhten Phosphatwerten im Blut bei Hämodialyse- oder Peritonealdialysepatienten eingesetzt.
Renagel enthält den Wirkstoff Sevelamer, welcher im Verdauungstrakt Phosphat aus der Nahrung bindet. Dadurch werden die Phosphatwerte im Blut von erwachsenen Dialysepatienten gesenkt.
Wann darf Renagel nicht angewendet werden?
Renagel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Ihr Blutphosphatspiegel niedrig ist.
- wenn Sie an Darmverschluss leiden.
- wenn Sie gegenüber Sevelamer oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels überempfindlich (allergisch) sind.
Wann ist bei der Einnahme von Renagel Vorsicht geboten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken oder Magen-Darm-Probleme (inkl. Verstopfung) oder eine Divertikulose haben oder sich einer Operation des Magens oder Darmbereiches unterziehen müssen.
Aufgrund Ihrer Erkrankung und Therapie kann eine zusätzliche Gabe von Calcium, Vitamin A, D, E, K oder Folsäure notwendig sein. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie zusätzlich Calcium und/oder Vitaminpräparate einnehmen müssen.
Bei bestimmten Patienten, die Levothyroxin (ein Schilddrüsenhormon) und Renagel einnehmen, können in sehr seltenen Fällen erhöhte Spiegel des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH, eine Substanz in Ihrem Blut, die die Schilddrüse anregt, ein Schilddrüsenhormon zu produzieren, das zur Kontrolle des Stoffwechsels Ihres Körpers beiträgt) beobachtet werden. Ihr Arzt kann daher den TSH-Spiegel in Ihrem Blut engmaschiger überwachen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn
- Sie an anderen Krankheiten leiden,
- Allergien haben oder,
- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
In einer Studie am Menschen wurde eine Interaktion zwischen Renagel und Ciprofloxacin (Antibiotika) beobachtet. Diese 2 Substanzen sollten daher nicht gleichzeitig genommen werden. In einem solchen Fall wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ärztin.
Darf Renagel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Es liegen noch keine Erfahrungen der Anwendung bei schwangeren Frauen vor. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen, sollten Sie Renagel nicht einnehmen, ausser wenn Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin dies ausdrücklich verschrieben hat. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger werden möchten.
Wie verwenden Sie Renagel?
Nehmen Sie Renagel entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Die empfohlene Dosis beträgt zu Beginn der Therapie 3 mal täglich 1-2 Tabletten à 800 mg zu den Mahlzeiten.
In bestimmten Fällen, in denen Renagel gleichzeitig mit einem anderen Arzneimittel eingenommen werden muss, wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise raten, das andere Arzneimittel entweder eine Stunde vor oder drei Stunden nach Renagel einzunehmen, oder er bzw. sie wird eine Überwachung der Blutwerte für das andere Arzneimittel in Erwägung ziehen.
Ihr Arzt wird Ihren Phosphatspiegel im Blut in regelmässigen Abständen überprüfen, um die richtige Renagel-Dosis (1 bis 5 Tabletten pro Mahlzeit) zu bestimmen.
Bei der Umstellung von einem anderen Phosphatbinder auf Renagel kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die engmaschigere Überwachung des Bicarbonat-Spiegels in Ihrem Blut in Erwägung ziehen.
Verändern Sie nicht Ihre übliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr.
Die Filmtabletten müssen ganz geschluckt werden und dürfen nicht zerkaut werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie eine größere Menge von Renagel eingenommen haben, als verschrieben, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, überspringen Sie diese Dosis und nehmen die nächste Dosis wie gewohnt mit einer Mahlzeit ein.
Welche Nebenwirkungen kann Renagel haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Renagel auftreten:
Sehr häufig (≥10%): Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Bluthochdruck, Schmerzen, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen.
Häufig (1-10%): Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Blähungen, Ausschlag, Halsschmerzen.
Sehr selten (<0,01%): Darmverschluss.
Gewisse dieser Symptome können auch aufgrund von chronischem Nierenversagen auftreten.
Bei der klinischen Anwendung von Renagel wurden Fälle von Jucken, Hautausschlag, Bauchschmerzen, Darmverschluss, Ileus/Subileus, Entzündung von abnormen Ausstülpungen (Divertikel genannt) im Dickdarm und Perforation der Darmwand berichtet.
Da Verstopfung ein Zeichen sein kann, welches in sehr seltenen Fällen einem Darmverschluss vorausgeht, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren und den Behälter fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Renagel enthalten?
1 Filmtablette enthält 800 mg Sevelamer als Wirkstoff sowie Hilfstoffe zur Herstellung der Filmtabletten.
Jede Tablette enthält folgende Hilfstoffe: hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure, Hypromellose, Glycerolmonodiacetatmonoalkanoat [C(X) – C(Y)], Eisen(II,III)-oxid (E172) und Propylenglykol.
Zulassungsnummer
56297 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Renagel? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Zulassungsinhaberin
Genzyme GmbH, 6340 Baar.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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