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Geschichte der Hypnose
Hypnose wurde schon von den Sumerern und alten Ägyptern zu Heilzwecken eingesetzt. Auch liegen Hypnoseberichte vor, die vor 3000 Jahren in der Mahabharata, dem bedeutendsten Epos der Hindus aufgezeichnet wurden.
In unserem Kulturkreis berichtete bereits der Kirchenvater Augustinus (354 – 430) von Schmerzbehandlungen mit Hypnose. Paracelsus (1493 – 1541)
empfahl Hypnose vor allem bei Nervenkrankheiten.
James Braid (1795 – 1860), der als Augenchirurg tätig war und zahlreiche Operationen unter Hypnose durchführte, definierte den Begriff “Hypnose”.
Da er der Überzeugung war, dass es sich bei der Hypnose um eine Art künstlichen Schlaf handelt, benannte Braid diesen Trancezustand nach dem griechischen Schlafgott „Hypnos“. Kurz vor seinem Tod erkannte Braid seinen Irrtum und erklärte Hypnose als Konzentration der Aufmerksamkeit. Er wollte deshalb den Begriff „Hypnose“ durch Monodeismus (Konzentration auf eine Idee) ersetzen. Es war jedoch zu spät. Der Begriff Hypnose hatte sich bereits durchgesetzt.
Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton Erickson (1901 – 1980) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Kampf um die offizielle Anerkennung der Hypnosetherapie. Seine besonderen Merkmale sind permissive und indirekte Suggestionen durch Metaphern. Hypnose nach Milton Erickson wird auch als „moderne Hypnose“ bezeichnet.