Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03223.jsonl.gz/1902

Das hinderte Investorenlegende George Soros nicht daran, Tech-Aktien zuzukaufen. Soros Fund Management erhöhte in dieser schwierigen Börsen-Zeit die Positionen vor allem bei Alphabet und Amazon. Vor allem beim Online-Händler war es eine klassische "Buy-the-Dip"-Situation, denn die Amazon-Aktie fiel alleine im zweiten Quartal 36 Prozent.
Interessant sind auch die neuen Positionen des Milliardärs Soros, der letzten Freitag 92 Jahre alt wurde: Der Ungarn-stämmige Investor und sein Anlage-Team kauften zum ersten Mal Aktien von Uber (300'000 Stück) und von Tesla. Vom E-Autohersteller kaufte Soros 30'000 Aktien im Wert von 20 Millionen Dollar.
Zu einem anderen E-Autohersteller hat Soros offenbar mittlerweile ein abgekühltes Verhältnis: Von Rivian, Entwickler eines vollelektrisch betriebenen Trucks, hat Soros' Gesellschaft rund 8 Millionen Aktien verkauft. Noch im ersten Quartal hatte Soros die Rivian-Position auf fast 26 Millionen Stück angehäuft, Ende Juni waren es bloss noch rund 18 Millionen.
Rivian als Rohrkrepierer?
Gerade zum Rivian-Investment wird sich Soros selber Fragen stellen. Im ersten Quartal, als der Investor zukaufte, fielen die Aktien bereits deutlich und erreichten bis Mitte Mai einen Performanceverlust von nicht weniger als 80 Prozent. Seither haben die Aktien wieder zögerlich zugelegt. Auch vom China-Autobauer Nio und Lucid Motors, dem E-Autobauer aus Kalifornien, hatte die Anlagegesellschaft Soros Fund Management im ersten Quartal Aktien gekauft.
Die Transaktionen von Soros Fund Management gehen aus Dokumenten hervor, welche die US- Börsenaufsicht SEC jeweils bei Quartalsende veröffentlicht. Mit dem Formular "13F" müssen Institutionelle Investoren mit über 100 Millionen Dollar an verwalteten Vermögen angeben, welche US-Aktien sie innerhalb einer Drei-Monate-Periode gehandelt haben. 13F bietet Anhaltspunkte darüber, was die grössten Investoren über den Aktienmarkt denken.
(cash)