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Zwei von Transgender Network Switzerland (TGNS) ausgewertete Umfragen (2014 und 2018) zur Arbeitssituation in der Schweiz bzw. zum Coming-out am Arbeitsplatz zeichnen ein wenig erfreuliches Bild: Wir sind von einer Gleichstellung von trans Personen weit entfernt.
Hauptergebnisse der Umfrage
Arbeitslosigkeit
- 20 % der trans Personen im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos. Diese Quote ist rund fünfmal höher als der landesweite Durchschnitt.
- 16 % der befragten Unternehmen wollen keine trans Personen einstellen, weil sie Komplikationen in der internen Zusammenarbeit sowie mit Kund_innen befürchten.
- Über 30 % der befragten Arbeitslosen wurde mit der Begründung, dass sie trans seien, gekündigt.
- Die Dauer der Arbeitslosigkeit beträgt durchschnittlich 20,2 Monate und liegt damit nur knapp unter der 24-Monatsgrenze bis zur Aussteuerung.
- Die Arbeitslosigkeit von trans Personen kostet den Staat Jahr für Jahr mehr als CHF 60 Mio.
Coming-out
- Rund 25 % der Coming-out-Vorgänge am Arbeitsplatz scheitern und führen zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses – oder dazu, dass betroffene trans Personen eine Verschlechterung ihrer beruflichen Situation in Kauf nehmen mussten.
- 25% der trans Menschen gaben an, keine oder nur sehr wenig Unterstützung während des Coming-outs erfahren zu haben.
- Rund 45 % der trans Personen sind unsicher, wie sie ein Coming-out am Arbeitsplatz angehen sollen.
- Bei Arbeitgebenden und Arbeitsvermittlungen ist kaum Wissen und Erfahrung im Umgang mit trans Personen vorhanden.