Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03549.jsonl.gz/368

Der fünffache Weltmeister holte zwar nicht wie am Dienstag über die Mitteldistanz Gold, mit Silber war er aber zufrieden - oder zumindest halbwegs. Der 31-Jährige sah sich als Profiteur und hatte deshalb zwiespältige Gefühle.
Der spätere Sieger Kasper Fosser machte das Handicap von drei Minuten rasch wett und schloss vor Rennhälfte zum Schweizer auf. Im Sog des Norwegers wurde Kyburz praktisch zu Silber gezogen. «Heute habe ich die Medaille Kasper zu verdanken. Aber was sollte ich machen?», fragte der Schweizer. Er werte dies als Ausgleich für all das Pech, das sich in den vergangenen zehn Jahren in der Königsdisziplin angesammelt habe. Vor zwei Jahren beispielsweise hatten ihm bloss drei Sekunden gefehlt.
Mit Magne Dähli, der weitere drei Minuten einbüsste, stand ein zweiter Norweger auf dem Podest. Er schnappte dem Routinier Daniel Hubmann Bronze um 17 Sekunden weg. Martin Hubmann im 6. Rang und Florian Howald auf Platz 7 rundeten die gute Schweizer Teamleistung ab.
Der König der Langdistanz kam hingegen nicht auf Touren. Olav Lundanes, seit 2016 ununterbrochen Weltmeister, musste mit Platz 17 vorlieb nehmen. Der Start des Norwegers war wegen einer Verletzung lange Zeit ungewiss gewesen.
Totaler Triumph
An Tove Alexandersson gab es an der OL-WM in Tschechien kein Vorbeikommen. Die Schwedin gewann über die Langdistanz beim fünften Start zum fünften Mal Gold.
Simona Aebersold blieb nach Bronze über die Mitteldistanz und mit der Mixed-Staffel sowie Silber in der Frauenstaffel erneut nur ein Ehrenplatz. Die 23-jährige Seeländerin lief in den 3. Rang. Sie büsste dreieinhalb Minuten auf die Siegerin und knapp 30 Sekunden auf die in der Schweiz wohnende Russin Natalia Gemperle ein.
Nicht nach Wunsch schnitt die Tessinerin Elena Roos mit Platz 16 ab. Zwei grobe Fehler warfen sie aus den Top Ten und auch hinter Sabine Hauswirth (12.) zurück.
Das Palmarès der 28-jährigen Tove Alexandersson zieren nun 15 WM-Goldmedaillen - Simone Niggli-Luder muss womöglich in ein paar Jahren um ihren Rekord (23 WM-Titel) bangen. Allerdings werden nicht jedes Jahr fünf Medaillensätze vergeben, sondern in der Regel drei. Die Anhäufung kam dieses Jahr zustande, weil die coronabedingt abgesagte Sprint-WM 2020 integriert wurde.
Mit sieben Medaillen erfüllte die Schweizer Delegation die interne Vorgabe von sechs Podestplätzen. Als Nummer-1-Nation reist allerdings Schweden aus Tschechien ab. Die Skandinavier siegten in sieben von neun Wettkämpfen.