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Schach-Weltmeister Magnus Carlsen steht nach einem weiteren Sieg kurz vor der Verteidigung seines Titels. Der 31-jährige Norweger gewann in Dubai auch die neunte Partie gegen seinen russischen Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi und führt das auf 14 Partien angesetzte Duell jetzt fast uneinholbar mit 6:3 an. Er braucht aus den verbleibenden fünf Partien noch 1,5 Punkte zum Sieg.
Nepomnjaschtschi beging bei seinem 27. Zug einen fatalen Fehler, der sonst nur Anfängern passiert. Er zog seinen C-Bauern vor und liess so seinen vorgerückten Läufer im Stich. Carlsen brauchte nur seinen C-Bauern vorzuziehen und wenig später die Figur zu schlagen, die weder entkommen, noch verteidigt werden konnte. Der Russe hatte vor zwei Tagen bereits die achte Partie durch einen auf WM-Niveau ungewöhnlichen Patzer verloren.
Nachdem Carlsen den Läufer eingeschlossen hatte, blieb Nepomnjaschtschi noch 18 Minuten in seinem Ruheraum hinter der Bühne, bevor er ans Brett zurückkam. In den zahlreichen Youtube-Livestreams kursierten bereits «Findet Nepo»-Witze. Der Russe schleppte sich schliesslich noch bis zum 39. Zug, bevor er sich geschlagen gab.
Die neunte Partie hatte der Russe nicht mit dem Königsbauern, sondern mit einer «Englischen Eröffnung» begonnen. Im Mittelspiel eroberte er zwar einen Bauern, behielt aber mehrere Schwächen. Der vielleicht einzige Weg, den Bauern nicht zurückgeben zu müssen, kostete ihn stattdessen den Läufer.
Der polnische Grossmeister Grzegorz Gajewski kommentierte den fatalen Fehler von Nepomnjaschtschi auf Twitter so: «Ich glaube, es gibt keinen Schachspieler, dem Jan jetzt nicht leid tut.» (pre/sda)
«Wir sehen, dass Fussball sich in eine Richtung entwickelt, wo wenige alles haben und die Mehrheit nichts hat. In Europa findet die WM zweimal pro Woche statt, weil die besten Spieler in Europa spielen», sagte Infantino vor dem Europarat in Strassburg, wo es um den Kommissionsbericht «Fussballverwaltung: Wirtschaft und Werte» ging.