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«Rund ums Impfen» – Was muss ich als Unternehmer wissen?
Wieso Impfen?
Seit über einem Jahr hat die Coronavirus Pandemie die Welt fest im Griff. Um die Folgen der Pandemie einzuschränken, wird in der Schweiz seit dem 4. Januar 2021 gegen das Covid-19-Virus geimpft. Ziel der Impfung ist, die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle zu reduzieren. Gleichzeitig soll das Durchimpfen der Bevölkerung dazu beitragen die Kapazitäten in den Spitälern aufrechtzuerhalten und einen Personalmangel zu verhindern.
Per 4. April 2021 wurden in der Schweiz rund 2.2 Mio. Dosen verimpft. In den meisten Kantonen liegt die Zahl der geimpften Personen im Bereich von 20% - 25%, wobei die besonders gefährdeten Personen nun grösstenteils geschützt sein dürften. Trotzdem ist erst ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung vollständig (zweimal) geimpft oder hat wenigstens eine Impfdosis erhalten. Erst wenn nämlich 60 bis 70 Prozent der Menschen geimpft sind, dürfte eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus bestehen.
Die Covid-19-Impfung ist freiwillig, gehört aber – nebst den Verhaltens- und Hygieneregeln – zu den wirksamsten und kostengünstigsten medizinischen Präventionsmassnahmen, damit wir die Coronavirus Pandemie hoffentlich irgendwann hinter uns lassen können.
Wann und wo Sie sich impfen lassen können.
Die Impfdosen stehen in begrenzter Anzahl zur Verfügung und werden gestaffelt in die Schweiz geliefert. Da das Impfen in der Zuständigkeit der Kantone liegt, erfahren Sie von den Behörden in Ihrem Kanton, wann und wo Sie sich impfen lassen können (Kontakte in Ihrem Kanton).
Gemäss der Impfstrategie des Bundes erfolgt die Zulassung zur Impfung prioritär nach folgenden Zielgruppen (kantonale Abweichungen sind möglich):
- Zielgruppe 1: Besonders gefährdete Personen
- Zielgruppe 2: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt/ Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
- Zielgruppe 3: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen
- Zielgruppe 4: Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko
- Später haben alle anderen Erwachsenen ab 16 Jahren die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.
Wann welche Gruppe geimpft werden kann, hängt von der Anzahl der monatlich gelieferten Impfdosen sowie von der Anzahl der Personen, die geimpft werden möchten, ab. Es lohnt sich auf jeden Fall, als Unternehmen die Informationen mit zu verfolgen und die eigenen Mitarbeitenden zu informieren.
Die Covid-19-Impfung ist für Personen mit einer obligatorischen Krankenpflegeversicherung kostenlos. Kosten, die nicht von der Krankenversicherung gedeckt sind, werden vom Bund und den Kantonen getragen.
Wie funktioniert die Impfung?
Grundsätzlich funktionieren Impfstoffe immer nach demselben Prinzip. Das Immunsystem wird bei einer Impfung mit dem Erreger einer Krankheit «bekannt gemacht», ohne dass die Krankheit ausgelöst wird. Kommt der Körper bei einem späteren Zeitpunkt mit dem Virus in Kontakt, kann das körpereigene Abwehrsystem diesen schnell erkennen, bekämpfen und eine Erkrankung verhindern.
Die von Swissmedic zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna setzen auf die sogenannte mRNA–Technologie. Dabei handelt es sich um eine neuartige, seit ca. 10 Jahren erforschte Technologie, welche bis anhin vor allem in der Tumorforschung zum Einsatz kam. Die mRNA ist eine Art Botenmolekül, das die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen mit sich trägt. Diese übermittelt den Körperzellen die nötige Information, wie sie ein Virus-Protein herstellen sollen. Sobald das Protein im Körper produziert wird, erkennt es das Immunsystem als körperfremd und produziert so Antikörper gegen das Virus.
Andere Hersteller setzen auf einen vektorbasierten Impfstoff («Adenovirus»), der Teile der Hülle des SARS-CoV-2-Virus auf einem ungefährlichen Virus nachbildet.
Wie die verschiedenen Impfstoff-Arten im Detail funktionieren, erfahren Sie in den Erklärvideos von Swissmedic.
Muss ich mit Nebenwirkungen rechnen?
Nebenwirkungen können immer auftreten – auch bei etablierten Impfstoffen. Eine Erkrankung am Coronavirus dürfte aber das grössere Übel sein. Als Unternehmer ermöglicht mir die Impfung wieder das uneingeschränkte Reisen zu meinen Kunden.
Die zentrale Aufgabe der Zulassungsbehörde Swissmedic ist es, die Nebenwirkungen klar zu beschreiben sowie benennen zu können, für welche Personengruppen und in welchem Ausmass diese auftreten können.
Übrigens:
Auch nach der Markteinführung werden neu eingesetzte Impfstoffe weiter beobachtet und erforscht. Für die Schweiz erfasst die Informationsplattform für Impffragen (INFOVAC) zentral alle Nebenwirkungen und Impfreaktionen – unabhängig vom Hersteller. Durch die Zusammenfassung nationaler und internationaler Beobachtungen wird sichergestellt, dass auch Impfrisiken, die selten sind und darum erst bei einer sehr grossen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar würden.