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Die unter Denkmalschutz stehende Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, kurz Gedächtniskirche genannt,
befindet sich am
Kurfürstendamm
in Berlin-Charlottenburg.
Sie gilt als ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung.
Kurz nach seiner Thronbesteigung veranlasste Kaiser Wilhelm II. den Bau der Kirche, welche dann
in den Jahren 1891 bis 1895 bis erstellt wurde. Das Gebäude hatte fünf Türme und der Hauptturm
war mit 113 Metern zur damaligen Zeit der höchste der Stadt. Die Innenausstattung war
durch die vielen Mosaike und die Wandbilder äusserst aufwändig gestaltet.
Im November 1943 wurde die Kirche bei Bombenangriffen grösstenteils zerstört.
Nach dem Krieg gab es dann Vorschläge, die Ruine vollständig abzureissen und eine neue moderne Kirche zu errichten.
Doch gegen diese Pläne gab es zahlreiche Proteste, was dann schlussendlich zu einem Kompromiss führte.
Die 68 Meter hohe Ruine (unterdessen als 'hohler Zahn' bezeichnet) des alten Hauptturmes blieb als Mahnmal
gegen den Krieg erhalten. Darum herum wurde ein neues, modernes vierteiliges Bauensemble erstellt.
Ein achteckiges Kirchenschiff, einen sechseckigen Glockenturm, eine viereckigee Kapelle sowie ein Foyer.
Im Dezember 1961 wurde die fertige Kirche dann eingeweiht.
Die Turmuhr an der Ruine wurde 1959 instand gesetzt. Ungewöhnlicherweise wird der Uhrzeiger durch Neonröhren beleuchtet.
Mit der Zeit wurde die Gedächtniskirche zu einem wichtigen Mahnmal der Nachkriegsmoderne und gilt
nun als eines der Wahrzeichen von Berlin. Bei einem Besuch am Kurfürstendamm führt der Weg unweigerlich
an der Kirche vorbei. Leider ist der Zustand der Turmruine zur Zeit beunruhigend. Die Stadt wird nicht daran
vorbeikommen, die Sehenswürdigkeit umfassend zu sanieren.