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In Europa schreibt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG in Verbindung mit der Norm EN ISO 13849 vor, dass beispielsweise das Öffnen von Schutzumhausungen nur möglich ist, wenn alle pneumatischen Antriebe zum Stillstand gekommen sind. Bei der Entnahme von Ausschussteilen von einem Förderband – um ein zweites Beispiel zu nennen – müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, damit alle an die Gefahrenzone grenzenden Antriebe sicher stoppen, wenn eine Hand in den Gefahrenbereich greift. In der Regel liefert eine Lichtschranke das Signal. Für den Stopp müssen die Steuerung und intelligente Systeme sorgen. Gleichzeitig darf es während notwendiger Arbeiten in gefährdeter Umgebung zu keinem unerwarteten Anlaufen der Maschine kommen.
Mit dem Sicherheitsprinzip «Gesicherte Position» unterstützen Magnetventile von SMC diese Sicherheitsfunktion. Die Ventile sind mit einem weichgedichteten, bistabilen Ventil mit Raster ausgestattet. Das erfüllt die Vorgaben der EN ISO 13849 für den Betrieb in sicherheitsgerichteten Steuerungen. «Systeme, die allein auf Reibung basieren, erfüllen diese Art des regelkonformen Schutzes nicht», erklärt Atilla Bagci, bei der SMC Pneumatik AG für die Maschinensicherheit zuständig. «Wichtig für die Anwendung in der Praxis ist, dass die pneumatischen Ventile sowie die Diagnose mittels Druckschalter auf einer Ventilinsel platziert werden, um einem unbefugten Zugriff auf die Magnetventile vorzubeugen.» Für die Diagnose bietet SMC Drucksensoren und Signalgeber zur Erkennung der Zylinderkolbenstellung. Werden während des Betriebs einer Anlage die Schutzgittertüren geöffnet oder betritt eine Person einen definierten Gefährdungsbereich, in dem beispielsweise ein Roboterarm arbeitet, müssen pneumatische Systeme automatisch entlüften, um den Roboter sicher zu stoppen. Ferner darf es bei Wartungsarbeiten im Gefahrenbereich zu keinem unerwarteten Anlaufen der Maschine oder des Roboters kommen.
Atilla Bagci: «Ventile von SMC bieten diesen Schutz, indem sie im Gefährdungsfall eigenständig entlüften. Als Sicherheitsbauteil erfüllen sie die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Die integrierte Schieberabfrage mittels Endschalter erreicht einen Diagnosedeckungsgrad von 99 Prozent.» Damit sind auch die Vorgaben der EN ISO 13849 erfüllt. Mit einem Zweihandsteuerventil ist zudem der Aufbau von rein pneumatischen Steuerungen zur Handbindung in Einlegestationen möglich.
Viele Normen und Regeln sorgen in Europa für eine hohe Sicherheit des Arbeitspersonals im Umgang mit Maschinen. In der Schweiz hat der Bundesrat dafür die «Maschinenverordnung» geschaffen. Sie bindet die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ein, welche eine Risikobeurteilung nach der EN ISO 12100 fordert. Die harmonisierte Norm EN ISO 13849 beschreibt eine auf Wahrscheinlichkeiten basierende Methode, um die Risiken von Steuerungen zu mindern. Sie gilt für mechanische, pneumatische, hydraulische und elektrische Steuerungen. EN ISO 13849-1 beschreibt allgemeine Gestaltungsleitsätze und EN ISO 13849-2 die Validierung des Steuerungssystems sowie der Bauteile.
«SMC begegnet diesen Anforderungen mit unterschiedlichen Sicherheitskonzepten», sagt dazu Spezialist Bagci, «die inhärent in den Produkten integriert sind und die Maschinenhersteller und Maschinenbetreiber bei ihren Anstrengungen für einen sicheren Betrieb optimal unterstützen. Dazu bietet SMC auch Maschinensicherheits-Workshops für Konstrukteure, Techniker und Ingenieure an.» (Unter http://bit.ly/SMCsafety gibt es weiterführende Informationen zum Thema.) (pi)
SMC Pneumatik AG
8484 Weisslingen, Tel. 052 396 31 31
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