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Grossbritannien: zweite Phase des ABWR-GDA beginnt
Nach Abschluss der Vorarbeiten zum sogenannten Generic Design Assessment (GDA) des UK ABWR kann laut Department of Energy and Climate Change (DECC) nun die zweite Phase dieses Verfahrens beginnen. Sie umfasst die Klärung der grundlegenden Eignung des UK ABWR, um Auslegungsaspekte oder Sicherheitsmängel festzustellen, die den Bau in Grossbritannien verhindern könnten. Dafür sind sechs bis acht Monate vorgesehen. Danach werden die Aufsichtsbehörden vorläufige technische Prüfungsberichte und Aufsichtserklärungen veröffentlichen. Das ganze GDA-Verfahren dauert rund vier Jahre.
Im Januar 2013 hatte das DECC das ONR und die EA beauftragt, mit der Hitachi-GE Nuclear Energy Ltd. formelle Gespräche im Zusammenhang mit dem GDA ihres UK ABWR zu führen. Im Rahmen des GDA überprüfen die Behörden die Auslegung des ABWR für den britischen Markt. Mit einem erfolgreichen GDA wird bestätigt, dass ein nukleares Dampferzeugungssystem alle regulatorischen Anforderungen Grossbritanniens bezüglich Sicherheit, Sicherung und Umweltauswirkungen erfüllt. Das GDA ist standortunabhängig.
Der UK ABWR der Hitachi-GE Nuclear Energy Ltd. ist ein Reaktorsystem der fortgeschrittenen Generation III+ und könnte an den britischen Standorten Wylfa und Oldbury zum Einsatz kommen. Das Unternehmen hat zum GDA-Verfahren eine Website lanciert.
GDA für EPR und AP1000 bereits abgeschlossen
Der Druckwasserreaktortyp UK-EPR der Areva NP SAS und der Electricité de France (EDF) schloss bereits im Dezember 2011 das GDA-Verfahren ab. Er ist für die Neubauprojekte Hinkley Point C und Sizewell C der EDF Energy plc vorgesehen. Das GDA für den Druckwasserreaktortyp AP1000 der Westinghouse Electric Company LLC wurde ebenfalls im Dezember 2011 vollendet. Diese beiden Reaktortypen in Grossbritannien können somit in Grossbritannien grundsätzlich zugelassen werden.