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Weitere Informationen
Informationen und Daten über Flüchtlinge finden Sie in der Übung „Kann ich reinkommen?“.
Flüchtlinge oder Asylbewerber/in: Unterschiede und Ähnlichkeiten
Häufig unterscheiden Menschen nicht zwischen den Begriffen „Asylbewerber/in“ und „Flüchtling“. Sie benennen diejenigen als Flüchtlinge, die Asyl suchen oder bereits genießen. In rechtlicher Hinsicht handelt es sich jedoch um verschiedene Gruppen von Menschen.
Ein/e Asylbewerber/in oder besser ein/e Asylsuchende/r ist eine besondere Form des Flüchtlings, der einen Asylantrag gestellt hat,welcher jedoch noch geprüft wird. In Deutschland entscheiden die Ausländerbehörden während des Asylverfahrens, ob die Situation des/r Asylbewerber/in unter die Definition eines Asylberechtigten fällt und ob er/sie alle Kriterien erfüllt. Beispielsweise müssen sie darlegen, dass ihre Angst vor Verfolgung begründet ist, und sie dürfen keine schweren (nicht-politischen) Verbrechen,Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen begangen haben. Die wichtigsten Rechte von Asylbewerber/innen sind das Recht auf eingehende Prüfung ihres Antrags und das Recht, sich so lange in dem Land aufzuhalten, in dem der Asylantrag gestellt wurde, bis über den Antrag entschieden wird.
Ein Flüchtling hingegen kann rechtlich gesehen auch ein/e Ex-Asylbewerber/in sein, also eine Person, deren Asylantrag bewilligt wurde. Mit dem Flüchtlingsstatus sind verschiedene Rechte verbunden, zum Beispiel das Recht, nicht in ein Land zurückgeschickt zu werden,wo ihm/ihr Gefahr für Leib und Leben oder für das Wohlergehen droht, das Recht auf Schutz vor Diskriminierung und das Recht auf lebensnotwendige materielle Unterstützung durch die Regierung des Landes, das ihm/ihr Asyl gewährt. Daneben gibt es so genannte „Kriegsflüchtlinge“, die einen vorübergehenden Schutz genießen, weil sich ein Land verpflichtet, bis zum Ende des Konfliktes Personen aus einem Kriegs- oder Bürgerkriegsgebiet aufzunehmen.
Weiterhin können auch Menschen als Flüchtlinge bezeichnet werden, die zwar kein Asyl erhalten haben, aber aus anderen Gründen nicht abgeschoben werden.
In den letzten fünf Jahrzehnten haben Staaten in allerWelt mehreren Millionen Menschen Asyl gewährt. Derzeit sind weltweit annähernd 1,2 Millionen Asylanträge anhängig.