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Eine anfänglich zu beobachtende Verstärkung der Symptomatik wird Erstreaktion oder Erstverschlimmerung genannt. Sie ist - immer bei einer Verbesserung des Allgemein-zustandes! - ein gutes Zeichen
dafür, dass die gewählte Arznei die richtige ist. Da es sich nicht um eine „Verschlimmerung" der Krankheit im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine Reaktion auf die Arznei, spricht man von
Erstreaktion. Ob und wie stark eine Erstreaktion auftritt, hängt von der Potenz, der Häufigkeit der Arzneigabe, der Erkrankung und der individuellen Reaktionslage des Patienten ab.
Bei einer Erstreaktion einer Arznei können nur Symptome auftreten, die beim Tier schon mal vorgekommen (und ev. auch schon mal behandelt worden) sind. Ganz neue Symptome, die sich nicht von der
Arznei ableiten lassen, haben eine andere Ursache (z.B. Fortschreiten der Krankheit, Hinzukommen anderer Krankheitsursachen usw.).
Der Allgemeinzustand des Tieres im Krankheitsverlauf ist nach der Mittelgabe immer wegweisend. Nebenwirkungen eines allopathischen Arzneimittels treten neben der gewünschten therapeutischen Wirkung auf. Sie sind in der Regel unerwünscht (unerwünschte Arzneimittelwirkung).