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Grosse Party: Ford feiert das 40-jährige Jubiläum des quirligen Kleinwagens Fiesta. Vom Mini-Offroader bis zur Schnaps-Idee — hier gibts die besten zehn Fiesta-Modelle.
1976 wird in einer kalifornischen Garagen eine Firma namens Apple gegründet, Menschen bezahlen Tausende von Franken für einen Überschall-Flug mit der Concorde. 1976 war auch das Jahr, in dem Ford den Kleinwagen Fiesta lancierte. Die Werbekampagne begann vor 40 Jahren furios – mit dem etwas steif lächelnden James-Bond-Darsteller Roger Moore in der Hauptrolle.
Die Entwicklung des Fiesta startete eigentlich schon 1972. Am geheimen Projekt mit dem Codenamen Bobcat (dt.: Luchs) beteiligten sich Designstudios auf Deutschland, Grossbritannien, Italien und den USA. Das Bobcat-Konzept würde wohl mancher Autofan gerne in seiner Sammlung sehen.
Dass der Kleinwagen nicht mit der Bezeichnung Bobcat lanciert wurde, verdankt er dem damaligen Firmenchef Henry Ford II. Er entschied sich für das spanische Fiesta (dt.: Fest), weil Ford damals im spanischen Valencia gerade einen riesigen Produktionskomplex aufbaute. Auf dem Werbebild von 1976 rauscht übrigens hinterm roten Fiesta ein Ford Model T durch, mit dem die Amerikaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Welt motorisierten.
Eine Siesta gönnten sich die Ford-Ingenieure in den letzten 40 Jahren selten. Auf Basis des Fiesta entstand 1978 der skurrile Fiesta Fantasy. Der Mini-Pick-up konnte dank austauschbarem Glasdach auch zum viersitzigen Cabrio umgewandelt werden.
Bereits 1979 folgte die nächste gewagte Kreation: Am Genfer Autosalon präsentierte Ford den Fiesta Ghia Tuareg. Der Offroad-Kombi war wohl so etwas wie ein Vorläufer der heutigen SUV.
«Effizienter und komfortabler» – das war bereits anfangs der 1980er-Jahre die Devise. Und so wurde aus dem Fiesta der Fiesta Ghia GTK. Der schnittige Kombi schien mit elektrischen Fensterhebern, einem Bordcomputer und digitalen Instrumenten zurück aus der Zukunft zu kommen.
Natürlich war auch Ford vor Flops nicht gefeit: 1980 kam die Fiesta-Variante Ghia Pockar auf den Markt. In den Türen waren Staufächer für Taschen und Koffer untergebracht. Die (gelinde bezeichnet) unkonventionelle Idee wurde aber schnell wieder begraben.
Der 1981 vorgestellte Fiesta Ghia Shuttler war ein zwei Meter kurzes Coupé. Zum Vergleich: Selbst der kleine Cityflitzer Smart ist 2,7 Meter lang! Gegen winterliche Tristesse half damals ein orange lackierter Innenraum.
Ein waschechtes Cabrio darf im Fiesta-Best-of natürlich nicht fehlen. Zugegeben, über das Design des Ghia Saetta lässt sich vorzüglich streiten – und doch war er das Vorbild für den späteren Ford StreetKa (2003).
Der Fiesta rollte weltweit schon über 17 Millionen Mal vom Band, mittlerweile verlässt alle 96 Sekunden ein Neuer das Ford-Werk in Köln. 2016 wird bereits die achte Modellgeneration gebaut. Diese ist neben dem normalen Fiesta auch als ST, ST-Line und ST200 erhältlich. Die Erfolgsgeschichte dürfte damit noch eine Weile weiterrollen.