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Vortrag auf französische Sprache des ehemaligen RTS-Sportjournalisten Jacques Deschenaux über die enge Freundschaft zwischen einem Künstler und einem Autorennfahrer.
«Die Freundschaft, die Tinguely und Siffert seit der Mitte der 1960er-Jahre verband, beruht auf einer doppelten gemeinsamen Faszination: der Leidenschaft für die Maschine und der Herausforderung des Todes.
Jean Tinguely sah sich zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert, als er den schrecklichen Unfall mit mehr als 80 Toten beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955 direkt miterlebte. Tief schockiert, verspottete und verhöhnte er seither den Tod, obwohl er wusste, dass dieser auch ihn eines Tages holen würde. Gleichzeitig empfand er eine grosse Bewunderung für die Autorennfahrer, die den Tod herauszufordern und zu provozieren wagten; sie gingen sinnlose Risiken ein, wenn sie sich ans Steuer ihrer glänzenden, doch gefährlichen Maschinen setzten, deren einziger gemeinsamer Nenner mit seinen eigenen Maschinen die Verherrlichung der Bewegung (und der Geschwindigkeit) war. Die Kunst der Nutzlosigkeit, das unmotivierte Handeln, die extreme Ausübung all dessen, was den gewöhnlichen Sterblichen (den Autofahrern) verboten ist, beeindruckten ihn aufs Tiefste.
Ich hatte die grosse Ehre, diese Freundschaft ein wenig zu teilen, sogar über den Tod Jo Sifferts im Jahr 1971 hinaus, da Jean Tinguely damals seine Leidenschaft für Autorennen auf mich übertrug. Wir trafen an zahlreichen Rennstrecken zusammen, und 1988 kommentierten wir gemeinsam den Grossen Preis von Belgien am Westschweizer Fernsehen.
Ich freue mich, Ihnen eine Unfülle von Geschichten zu erzählen!»
– Jacques Deschenaux
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