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Die zwei vom Kanton Jura aufgenommenen Uiguren aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo haben sich bei Kanton und Bund für die Aufnahme bedankt. Sechs Monate nach ihrer Ankunft akklimatisierten sie sich nach und nach, sagten die jurassischen Behörden.Dieser Inhalt wurde am 04. Oktober 2010 - 18:12 publiziert
Die beiden uigurischen Brüder statteten ihren Dank an einer Medienkonferenz in Delsberg ab. Gemäss einem Communiqué des Kantons zeigten sie sich dankbar allen gegenüber, die ihnen mit Unterstützung, Halt und Rat zur Seite stünden. Sie hätten sich in ihrer Umgebung gut eingelebt.
Mit der Betreuung der beiden Uiguren ist die jurassische Flüchtlingsorganisation AJAM beauftragt worden. Sie leistet insbesondere Hilfe beim Erlernen der französischen Sprache und der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit, die Kenntnissen und Können der beiden Uiguren entspricht.
Auch die Kontakte mit der Bevölkerung entwickelten sich gut, sagte Pierre-Alain Berret, Sprecher der jurassischen Regierung. Bis die Brüder finanziell selbständig sind, kommt der Bund für ihre Unterhaltskosten auf.
Die beiden Ex-Häftlinge aus Guantanamo sind von den US-Behörden weder angeklagt noch verurteilt worden. Die Schweiz hat drei Ex-Gefangene aufgenommen: die beiden Uiguren und einen Usbeken, der in Genf lebt.
Laut Amnesty International (AI) haben seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama 67 Gefangene Guantanamo verlassen. 38 von ihnen hätten nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können und seien von andern Ländern aus humanitären Gründen aufgenommen worden. Anfang Oktober hätten sich noch 174 Gefangene in Guantanamo befunden.
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