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Utah Beach
Utah Beach war bei der Landung der Alliierten in der Normandie der Deckname für den Küstenabschnitt von knapp fünf Kilometern Länge zwischen Pouppeville und La Madeleine am Fuss der Halbinsel Cotentin. Es war der am weitesten westlich gelegene Landungsabschnitt, in dessen Gebiet nach den ersten Planungen keine Landung vorgesehen war. Da die Alliierten jedoch möglichst schnell nach Beginn der Landung einen Tiefwasserhafen benötigten – und Cherbourg an der Nordspitze der Halbinsel am geeignetesten erschien – wurde Utah Beach in den Invasionsplan aufgenommen.
Bereits in der Nacht vor der Landung wurden im Hinterland von Utah Beach Einheiten der 82. und 101. US-Luftlandedivison zur Flankensicherung der Landungsstrände abgesetzt. Durch die widrigen Wetterumstände wurden aber viele Fallschirmjäger abgetrieben und landeten irgendwo weit ab vom ursprünglichen Landeplatz. Einige davon gingen direkt in den Orten Sainte-Marie-du-Mont und Sainte-Mére-Eglise nieder wobei es in Sainte-Mére-Eglise zu einem wahren Gemetzel kam da Deutschen Soldaten die Löscharbeiten eines Brandes beaufsichtigten und die Fallschirmjäger bereits in der Luft abschossen.
Die erste Welle der Landungsboote ging jedoch 1800 Meter südlich des geplanten Landeabschnitts an Land. Dies war die Folge einer starken seitlichen Strömung, die die Landungsboote nach Süden abdrängte. Da die Küstenlinie infolge des vorangegangenen Beschusses von Rauchwolken verdeckt war, fehlten den Besatzungen der Landungsboote Orientierungspunkte für eine Kurskorrektur.
Der falsche Landeort hätte eigentlich zu grosser Verwirrung führen können, die aber nicht eintrat. Zwar liessen sich die einzelnen Befehle nicht im Detail ausführen, aber Brigadegeneral Theodore Roosevelt, jr. der stellvertretende Kommandeur der 4. US-Infanteriedivision hatte die Lage im Griff und liess die erreichbaren starken deutschen Stellungen angreifen. So konnten die Amerikaner schnell zu den Hauptstrassen im Hinterland vorstossen und die Deutschen von dort aus attackieren.
An der eigentlichen Landezone Le Dunes de Varreville zeugen heute noch Bunker und Geschützstellungen darauf hin was die Amerikaner hier für Gegenwehr zu erwarten gehabt hätten.
Heute werden am Strand Muscheln gezüchtet und der Strand zeigt sich von seiner friedlichsten Seite.
Den
Soldaten schlug dagegen an der falschen Landungsstelle nur relativ wenig
Gegenwehr entgegen, so dass die Verluste mit 197 Männern als sehr gering
beziffert werden konnten. Einige deutsche Artilleriestellungen
beschossen die Schiffe auf See, konnten dort aber keine Schäden
anrichten.
Heute präsentiert sich der Strandabschnitt als eigentliche Gedenkstätte mit einem grossen Museum das momentan auf mehr als die doppelte Grösse ausgebaut wird. Dazu finden sich verschiedene Ehrenmahle und Gedenksteine für die verschiedenen Truppengattungen und die gefallenen Soldaten.
Hier befindet sich auch der Kilometerstein mit der Zahl 00 an dem der Weg zur Freiheit beginnt.
Der Weg zur Freiheit ist ein Weg , um die Erinnerung an den Sieg der Alliierten und der Befreiung von Frankreich, Belgien und Luxemburg während des Zweiten Weltkriegs . Sie ist markiert durch eine Reihe von Meilensteine auf dem Weg von Sainte-Mére-Eglise (Kilometer 0) und Utah Beach (Kilometer 00) und führt bis nach Bastogne in der belgischen Provinz Luxemburg, und folgt der Route der 3. US-Armee unter dem Kommando von General Patton.
Wie hier am Utah Beach findet man an allen Landungsstränden und in den umkämpften Orten eine grosse Anzahl von Ehrentafeln, Denkmälern und Hinweisen die dem Besucher die Ereignisse am D-Day und den folgenden Tagen näher bringt und an die grossen Opfer die gebracht wurden erinnern sollen. Man findet in der Normandie fast kein Dorf in dem nicht irgendwo an der Kirche, dem Rathaus oder sonstigen Gebäuden oder Mauern den Befreiern von damals mit einer Gedenkplatte gedacht wird. Die meisten Besucher wissen das auch zu schätzen und gedenken mit Ehrfurcht, Respekt und Dankbarkeit an die Soldaten die sich für unsere Freiheit geopfert haben.
Da kommt bei mir aber blankes Entsetzen auf wenn ich Kinder sehe die an diesen geschichtsträchtigen Orten mit Tarnkleidung und Spielzeugwaffen herumalbern und Krieg sowie das Töten als Spiel betrachten. Diese Kinder tun mir Leid wenn sie von solch Verantwortung- Ehrfurcht- Pietät- und Respektlosen Eltern erzogen werden für die ich nicht mehr als Ekel empfinden kann. Diese Bilder habe ich am Utah Beach aufgenommen.
Jede Waffe wurde allein nur zum Zweck des Töten geschaffen und gehört auch als Spielzeug nicht in Kinderhände. Bei allem Respekt vor den Tausenden von Jägern und Sportschützen die verantwortungsvoll umgehen mit ihrer Waffe und sich der Gefahren bewusst sind die von ihr ausgeht. Es bleibt ein Tötungswerkzeug und ist nicht zum Spielen entwickelt und hergestellt worden. Sorry aber das musste ich loswerden.