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Gender and the Concours Diplomatique: On the Recruitment of Switzerland’s First Generation of Female Diplomats
Eva Kocher
Dieser Artikel untersucht die Integration von Frauen in den schweizerischen Diplomatischen Dienst nach der Einführung des concours diplomatique 1956 bis in die frühen 1970er Jahre. Dabei wird dieser Prozess in den internationalen Kontext der Professionalisierung der modernen Diplomatie gestellt. Im Zentrum steht die Frage, weshalb Frauen formal zum diplomatischen Dienst zugelassen wurden, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz noch kein Wahlrecht besassen. Basierend auf einer qualitativen Analyse von administrativen Dokumenten, Berichten, Prüfungsprotokollen und Korrespondenzen lässt sich ein Verständnis von Gleichstellung rekonstruieren, das noch weit von heutigen Vorstellungen entfernt ist: Geschlechtsbezogene Rollenbilder vor allem in Bezug auf Heirat und Familie erschwerten den beruflichen Alltag und den Karriereverlauf von Frauen im Departement und führten aufgrund von Sicherheitsbedenken gar zu Einschränkungen im Privatleben.

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