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Musivgold,
unechtes Malergold und dergleichen Silber. Das erstere besteht aus einer Verbindung von Zinn und Schwefel, ist Doppelschwefelzinn. Zur Verbindung der beiden Elemente gibt es verschiedne Anweisungen, die mehr oder weniger schöne Produkte ergeben. Man stellt z. B. ein Amalgam aus 4 Teilen Zinn und 2 Teile Quecksilber her, welches nach dem Vermischen mit 2⅓ Teilen Schwefel und 2 Teilen Salmiak im Sandbade anfänglich schwächer, später stärker erhitzt wird.
Salmiak und Quecksilber dienen dabei als Förderungsmittel zur Verbindung des Zinns und Schwefels, ohne selbst daran Teil zu nehmen, da sie sich verflüchtigen. Nach beendigter Operation findet sich das M. am Boden und an den Wandungen der Retorte in Form schön goldglänzender Flitter, der echten Goldbronze sehr ähnlich. Es wird sowohl in trockner Form zum Bronzieren und unter Siegellack, wie in Gummi abgerieben zum Malen goldähnlicher Verzierungen, auch in Firnissen verwendet. -
Das Musivsilber, das in ähnlicher Weise zu falschen Versilberungen wie jenes zu dergleichen Vergoldungen dient, ist ein Amalgam von Zinn, Wismut und Quecksilber. Drei Teile des ersteren werden mit drei Teilen des andern zusammengeschmolzen, die Legierung gepulvert und mit 1½ Teilen Quecksilber zusammengerieben, bis das Ganze zu einem silberfarbigen Pulver verbunden ist, das mit Eiweiß, Gummilösung oder Firnis abgerieben zum Drucken, Malen oder Schreiben benutzt wird. Man bezieht beide Artikel von Nürnberg, Fürth, Augsburg und München. -
Unter Muschelgold, Malergold, frz. or en coquille, engl. shell gold, versteht man das echte in Muscheln eingetragene Gold, welches entweder aus den bei dem Goldschlagen ¶
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entstehenden Abfällen oder durch Ausfällen von verdünnter Goldchloridlösung erhalten wird. - Verzollung: M., unechtes Malergold gem. Tarif Nr. 5 a.