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Airlines praktizieren das sogenannte «fuel tankering», um Geld zu sparen. Flugzeuge werden auf dem Startflughafen mit mehr Kerosin als notwendig befüllt, damit am Zielflughafen für die Rückreise weniger nachgetankt werden muss. Diese Praktik erhöht den CO2-Ausstoss. Gemäss der «BBC» hat British Airways dadurch im letzten Jahr 18’000 Tonnen CO2 mehr ausgestossen, als nötig gewesen wäre.
Viele Billigairlines versuchen, so wenig Kerosin wie möglich zu tanken, denn mehr Treibstoff bedeutet mehr Gewicht und somit höheren Verbrauch und höhere Kosten. Das Flugzeug sollte in der Theorie mit so wenig Restkerosin wie möglich am Ziel ankommen (Final Reserve Fuel).
Hohes Sparpotenzial
Gemäss einer Untersuchung von Eurocontrol wird aber bei 16,5% der Flüge in Europa die berechnete Menge überschritten, so der «Tages-Anzeiger». Wenn der Preis bereits um zehn Prozent abweicht, könne eine Airline pro Strecke ca. EUR 100 sparen.
Laut der Studie könnten die Airlines für den europäischen Markt rund CHF 290 Mio. einsparen, auch noch wenn sie zusätzliche CO2-Zertifikate kauften. Des weiteren zeigt die Studie, dass das «fuel tankering» zu eine Zusatzausstoss von 901’000 Tonnen führe. Dies könnte aber noch viel höher sein, denn es wurde nicht berücksichtigt, dass Airlines auf kurzen Distanzen auch Kerosin für mehrere Flugstrecken auf Vorrat tanken können. Zudem wurde der Zeitspareffekt auch nicht miteinberechnet.
British Airways gibt die Praktik zu und begründet diese mit «beträchtlichen Preisunterschieden zwischen den europäischen Flughäfen». Diese sei üblich in der Branche. (TI)