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Das Nadelhorn ist vielleicht der Gipfel der Mischabel, der am meisten den Namen «Nadel» verdient. Normalerweise ist der Name «Nadel» den Gipfeln des Mont Blanc-Massivs vorbehalten. Während die Nadeln des Mont Blanc in den Himmel ragen, ist das Nadelhorn in die Erde eingelassen und hat ein ovales Loch "Nadelloch"das vom Festijoch aus gut sichtbar ist. Das Loch ist eine Ritze, die durch die Spaltung des beinahe vertikalen Gneises, aus dem der höchste Punkt besteht, zustande gekommen ist. Es befindet sich rund 10 m im NW des höchsten Punktes. In der Umgehung des Nadelhorns ist die Spaltung derart stark, dass sie auf dem SE-Grat eine Reihe schöner Gendarmen hat entstehen lassen, welche die schönste Kletterei der Gruppe bieten.
Das Nadelhorn bildet die Vereinigung der Mischabel mit dem Nadelgrat und zugleich den Beginn desselben. Nach NE löst sich der Grat, der zum Windjoch hinab, zum Ulrichshorn hinüber und von hier zum Gemshorn führt. Diese kleine Seitenkette wurde früher Kleine Mischabel genannt.
Das Nadelhorn stellt also einen orografisch gesehen wichtigen Punkt dar. Es kann von drei Hütten aus bestiegen werden: Von der Mischabelhütte, der Domhütte und von der Bordierhütte.