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Grundsätzlich sind alle IDE-Festplatten zueinander kompatibel und werden vom IDE-Harddisk-Controller auch erkannt. Für den Datentransfer gibt es zwei Protokolltypen:
Einerseits gibt es die Programmed Input/Output-Modi (PIO Mode 0 bis 4), die im höchsten PIO Mode zwar eine maximale Datentransferrate von 16,6 MByte pro Sekunde ermöglichen, jedoch die CPU-Belastung markant erhöhen. Andererseits gibt es die neueren DMA-Modi. Ultra-DMA 2 erlaubt beispielsweise eine Übertragungsrate bis zu 33 MByte pro Sekunde. Die Beschreibung der PIO-Modi Ihrer Harddisks heisst nichts anderes, als dass die HDs nebem UDMA auch mit PIO angesprochen werden können (wenn z.B. der Harddisk-Controller kein schnelleres Protokoll zulässt).
Aufgrund der zeitlichen Entwicklung werden mehrere ATA-Versionen unterschieden, von ATA-1 aus dem Jahre 1981 bis zum heute geläufigen ATA-5. ATA-4 (UDMA/33, auch "UDMA 2" genannt) erkennt auch Nicht-Festplatten wie CD-ROM-Laufwerke oder -Brenner bereits beim Booten ohne speziellen Treiber. Mit der Einführung eines neuen Busmaster-Modus namens Ultra-DMA 2 (UDMA 2) erhöht sich die maximale Datentransferrate von 16,6 MB/s auf 33,3 MB/s. ATA-4 unterstützt abwärtskompatibel auch die alten Modi PIO und DMA.
1999 wurde der ATA-5 Modus eingeführt. Das Protokoll wurde um den Ultra-DMA-4-Modus (auch UDMA/66 oder UDMA 4 genannt) erweitert, der eine maximale Übertragungsrate von 66,6 MB/s ermöglicht. Alle reinen ATA-5-Geräte sollten über ein solches spezielles Kabel betrieben werden. Sie können also eine ATA-5 (UDMA/66)-kompatible Harddisk in Ihren Laptop einbauen. Allerdings wird die neue Festplatte nur dann mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit arbeiten, wenn der Harddisk-Controller auch UDMA/66 (=ATA-5) unterstützt. Ist dies nicht der Fall, wird die neue Harddisk einfach mit dem beiden inherenten höchstmöglichen Kommunikationsprotokoll (also sicher ATA-4) angesprochen. Ob UDMA/33 beim ATA-4-Protokoll oder UDMA/66 beim ATA-5-Protokoll ist jedoch nicht so relevant. Denn beide Modi sind für den Arbeitsalltag schnell genug.
Was Sie verwirrte, ist die ohne Zweifel etwas irreführende Beschriftung seitens IBM: denn beide Harddisks laufen gleich schnell, im UDMA 4-Modus. Zur Zeit der Fertigstellung der alten Harddisk war das ATA-4-Protokoll der Stand der Dinge und demzufolge bezeichnete der Hersteller die HD mit ATA-4-kompatibel, auch wenn das Laufwerk anscheinend seiner Zeit voraus war und damals ausserhalb der Standardkonvention bereits im UDMA 4-Modus lief. Heute ist ATA-5 (UDMA/66) oder ATA-6 (UDMA/100) "up to date" und es scheint, als IBM nun auch fähig ist, die neue Harddisk korrekt zu beschriften...
Sie sollten aber auf jeden Fall abklären, ob der Laptop mit grösseren Harddisks zurecht kommt und ob Sie das ATA-5-kompatible IDE-Kabel besitzen. Falls das BIOS Probleme mit HDs über 12 GB hat, müssen Sie zuerst ein BIOS-Update vornehmen. Eventuell vorhandene neue BIOS-Versionen sowie eine Anleitung zum BIOS-Update finden Sie (hoffentlich) beim Laptop-Hersteller. Zum Vorgehen beim BIOS-Update ist auch ein PCtip-Kummerkasten-Artikel vorhanden, allerdings mit Fokus auf Heim-PCs [1] .