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Lara Gut-Behrami sorgt kurz nach Beat Feuz gleich für die zweite Schweizer Medaille an den Winterspielen in China. Die Tessinerin wird im Riesenslalom hinter Sara Hector und Federica Brignone Dritte.
Gut-Behrami lag zur Halbzeit mit eineinhalb Sekunden Rückstand nur an achter Stelle. Doch die Riesenslalom-Weltmeisterin von Cortina 2021 zeigte im Finaldurchgang eine fulminante Fahrt. Trotz eines kleinen Patzers kurz nach dem Start gelang Gut-Behrami Laufbestzeit, womit sie sich noch um fünf Positionen verbessern konnte. Die nach dem ersten Lauf ausser Reichweite scheinende Medaille wurde Tatsache, als die österreichische Halbzeit-Zweite Katharina Truppe um acht Hundertstel hinter die Tessinerin zurückfiel.
Auf die schon nach dem ersten Lauf führende Olympiasiegerin Sara Hector büsste Gut-Behrami, die 2014 schon einmal Olympia-Bronze – damals in der Abfahrt – gewonnen hatte, 0,72 Sekunden ein. Silber ging an die Italienerin Federica Brignone, die auf Hector 28 Hundertstel einbüsste. Die 29-Jährige, zuletzt in fünf Weltcup-Riesenslaloms immer auf dem Podest und dreimal siegreich, ist die erste Riesenslalom-Olympiasiegerin aus Schweden seit Pernilla Wibergs Triumph 1992 in Albertville.
Nicht ganz so lange ist es her, seit die letzte Schweizerin in einem olympischen Riesenslalom auf dem Podest stand. 2002 wars, als Sonja Nef in Salt Lake City – damals auch als amtierende Riesenslalom-Weltmeisterin wie nun Gut-Behrami – ebenfalls Bronze geholt hatte.
In Yanqing reihten sich mit Wendy Holdener (9.) und Michelle Gisin (10.) zwei weitere Schweizerinnen in den Top 10 ein. Camille Rast, die im zweiten Lauf noch vier Positionen einbüsste, belegte den 16. Rang.
Mit Mikaela Shiffrin schied die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2018 früh im ersten Lauf aus. Wie für die Amerikanerin war auch für die Italienerin Marta Bassino der olympische Riesenslalom nach einem Innenskifehler bereits nach wenigen Sekunden zu Ende.