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Die verkehrsbedingte Luftbelastung entlang der Alpentransitachsen hat im Zeitraum 2003 – 2008 leicht abgenommen. An der Gotthardstrecke ist sie allerdings noch immer zu hoch. Die vom Verkehr verursachte Lärmbelastung hat sich nicht verändert. Dies zeigen die neuesten Ergebnisse des Umweltmonitorings zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene, die das BAFU am 24. August 2009 veröffentlicht hat.
Seit 2003 überwacht das BAFU die Lärm- und Luftschadstoffbelastung entlang der Autobahnen A2 (Basel-Chiasso) und A13 (St. Margrethen-Bellinzona) im Rahmen des Projekts «Monitoring flankierende Massnahmen Umwelt MFM-U». Dieses Projekt soll die Umweltauswirkungen zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene beziffern.
Zwischen 2000 und 2007 haben sich die Stickoxidemissionen und der Feinstaubausstoss des Schwerverkehrs im Durchschnitt um 40 beziehungsweise um 50 Prozent verringert. Diese Abnahme ist in erster Linie der verbesserten Motorentechnik zu verdanken. Die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene hat ebenfalls zur Verbesserung beigetragen, weil im selben Zeitraum der Schwerverkehr einen leichten Rückgang verzeichnet hat. Die Anzahl der Schwertransporte reduzierte sich um 10% (von ungefähr 1,4 auf 1,26 Millionen).
Die Luftqualität hat sich somit leicht verbessert. Die entlang der Autobahn gemessenen Immissionswerte sind bei den Stickoxiden um 1 bis 5 Prozent und beim Feinstaub um 3 bis 6 Prozent zurückgegangen. Entlang der A2 werden die Grenzwerte für diese beiden Schadstoffe allerdings sehr häufig überschritten, an der weniger stark befahrenen A13 dagegen werden sie eingehalten.
Zwischen 2003 und 2008 hat sich der Lärmpegel des Strassenverkehrs nicht wesentlich verändert. Der Schwerverkehr trägt überproportional zur Lärmbelastung bei. Problematisch ist vor allem der Lärm in den Nachtstunden. 7 Prozent der Anwohnerinnen und Anwohner entlang der A2 und der A13 sind nachtsüber einer Belastung ausgesetzt, die über dem Grenzwert für Wohnzonen (50 Dezibel) liegt. Der rasche Anstieg des Lärmpegels zwischen 5 und 6 Uhr morgens ist besonders kritisch. Lärmarme Strassenbeläge sowie leisere Reifen sind zwei Massnahmen mit grossem Potenzial zur Verringerung des Strassenlärms.