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An jedem der 64 bestehenden Kernkraftwerksstandorte wurden 18 Personen befragt, die in einem Umkreis von 16 km wohnen, jedoch weder im Kraftwerk arbeiten noch in einem Haushalt mit Kraftwerksmitarbeitenden leben. 77% dieser Befragten sind schon seit mehr als zehn Jahren in der Nachbarschaft des Kernkraftwerks niedergelassen und 57% sind Frauen.
Von «Nimby» wenig zu spüren
Die Ergebnisse bestätigen die Befunde einer ersten solchen Befragung vor zwei Jahren wie auch die weltweite Beobachtung, dass die Akzeptanz der Kernenergie in der Nachbarschaft bestehender Kernkraftwerke signifikant besser ist als im nationalen Durchschnitt.
«Diese Umfrage und diejenige von 2005 zeigen, dass 'Nimby' (not in my back-yard) bei bestehenden Kraftwerksstandorten im Allgemeinen nicht gilt, weil die unmittelbaren Nachbarn die Kernenergie positiv wahrnehmen, sich mit dem Werk vertraut fühlen und glauben, dass es der Gemeinde Nutzen bringt», fasst die Leiterin der Untersuchung, Ann Bisconti, die Ergebnisse zusammen.
Gemäss der Umfrage würden 71% der Einwohner in der Nachbarschaft bestehender Kernkraftwerke den Bau einer zusätzlichen Einheit an diesem Standort akzeptieren, wenn sie für die Landesversorgung nötig wäre. 26% würden einen Neubau ablehnen und 3% haben keine Meinung. An Standorten, wo bereits konkret über den Bau neuer Einheiten diskutiert wird, würden ihn sogar 77% der Befragten befürworten.
Hohes Vertrauen in die Betreiber
Unter den Befragten haben 86% einen guten Eindruck vom Kraftwerk und seinem Betrieb und 73% denken, dass die Mehrheit der Gemeindebevölkerung diese Meinung teilt. Auch geben 86% dem Kraftwerk eine gute bis sehr gute Sicherheitsnote. Entsprechend haben 87% Vertrauen in die Fähigkeit des Kraftwerksunternehmens, die Anlage sicher zu betreiben, und 74% halten die Information von Seiten der Sicherheitsfachleute beim Kraftwerk für genau und verlässlich. Ebenfalls Vertrauen geniesst bei 66% der Befragten die amerikanische Nuclear Regulatory Commission als Informationsquelle. Umgekehrt halten nur 22% die Informationen von Kernenergie-Gegnerorganisationen für genau und verlässlich.
Die ausführliche Fassung des Studienberichts mit weiteren Fragen und detaillierten Ergebnissen ist auf der Website des NEI einzusehen.
Quelle
P.B. nach NEI, Medienmitteilung, 20. August, und Bisconti Research, Bericht, August 2007