Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03392.jsonl.gz/1599

Im Europäischen Komitee für Normung (CEN) sind die Normungsorganisationen der Mitglieder von EU und EFTA – also auch der Schweiz – zusammengeschlossen. Das Technische Komitee Erhaltung des kulturellen Erbes (TC 346) des CEN erarbeitet seit 2004 Normen, die Materialien, Prozesse, Verfahren, Methodologie und Dokumentation des materiellen kulturellen Erbes analysieren und definieren. Alterungsprozesse und Umweltbedingungen sowie Produkte und Technologien, die bei Konservierung, Restaurierung, Reparatur und Instandhaltung zum Einsatz kommen, werden beschrieben und bewertet. Die EN-Normen zur Erhaltung des kulturellen Erbes werden von der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) als SN EN-Normen ins Schweizer Normenwerk integriert. Ihr Zweck ist Qualität zu sichern, einheitliche, wissenschaftliche Lösungsansätze zu Fragen der Konservierung/Restaurierung von Kulturgut zu schaffen und den Informationsaustausch unter Fachleuten zu fördern.
Die Hochschule der Künste Bern (HKB) beteiligt sich seit 2011 aktiv an der Erarbeitung der europäischen Normen zur Kulturgut-Erhaltung. Seit 2013 tut sie dies in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur (BAK), das die Koordination der Arbeiten durch die HKB unterstützt. Das BAK ist Mitglied des Schweizer Normenkomitees zur Kulturgut-Erhaltung (KoNo), in dem auch die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege, die Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger, die Konferenz der Schweizer Kantonsarchäologinnen und Kantonsarchäologen, der Schweizerische Verband für Konservierung und Restaurierung und der Swiss Conservation-Restoration Campus vertreten sind. Bei der Erarbeitung neuer und bei der Überarbeitung bestehender Normen zur Erhaltung des kulturellen Erbes stellt das BAK das Fachwissen der Bundesexpertinnen und -experten zur Verfügung.