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Dr. Lida Leonie Panov wurde für ihr Projekt «Rechtskonzeptionen in biblischen Erzähltexten und die Rechtspraxis im antiken Israel und Juda» der Ambitione-Grant des SNF zugesprochen.
Dr. Lida Leonie Panov bezieht sich in ihren Untersuchungen vor allem auf den Pentateuch, der einerseits aus bekannten Erzählteilen zur Urgeschichte und zur Erzväter- und Exodusüberlieferung besteht, andererseits die wichtigsten und umfangreichsten Gesetzessammlungen der hebräischen Bibel enthält. Rechtliche Elemente sind aber nicht nur in den Rechtstexten enthalten, sondern auch in den narrativen Teilen: Es wird ein Bewusstsein von rechtlichen Bestimmungen vorausgesetzt, es kommen rechtliche Ausdrücke vor oder es wird ein ethischer Imperativ impliziert, den es entweder von den Figuren der Erzählung oder von den Lesenden einzuhalten gilt. Im Projekt wird der Bestand an rechtlichen Bestimmungen in narrativen Textbereichen näher untersucht. Da aus dem antiken Israel und Juda fast keine ausserbiblischen Rechtsdokumente aus dem Alltagsleben erhalten sind, ist eine Untersuchung der biblischen Erzählungen mit rechtlichen Inhalten als einer der wenigen Wege anzusehen, um mehr über die Vorgänge aus der Rechtspraxis in diesem Kulturraum zu erfahren.
Mit dem Ambizione-Grant des Schweizerischen Nationalfonds werden vielversprechende junge Forscherinnen und Forscher gefördert, die ein selbstständig geplantes Projekt an einer Schweizer Hochschule durchführen, verwalten und leiten möchten. Sie erhalten so die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Profilierung und zum Erreichen einer frühen wissenschaftlichen Unabhängigkeit.