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Die Begleitumstände der Erstveröffentlichung der »Geschichte der O« in Frankreich waren mysteriös und sensationell. Das Buch erregte bei seinem Erscheinen grösstes Aufsehen, denn selten zuvor war eine derartig pikante Darstellung in so vorbildlicher literarischer Form angeboten worden. Lange Zeit blieb das Geheimnis um das Autorenpseudonym Pauline Réage ungelöst, und sogar die Polizei befasste sich mit dieser geheimnisumwitterten Person. Mann oder Frau? Diese Frage beantwortete Jean Paulhan, ehemaliger Kritiker und Mitglied der Académie Francaise, in seinem Vorwort. In minuziöser Kleinarbeit wies er nach, dass diese literarische Kostbarkeit nur aus der Feder einer Frau stammen konnte. Das Rätsel um die Autorin wurde gelöst. Es handelte sich um die bekannte Kritikerin und Übersetzerin Dominique Aury, die sich offiziell zu ihrer Autorenschaft bekannt hat. Sie wollte damit die Aufmerksamkeit Paulhans erregen, in den sie damals verliebt gewesen war.
Die »Geschichte der O« erfährt in unseren Tagen eine neue Beachtung. Mit grossem Erfolg verfilmt, ist dieses aussergewöhnliche Werk auch heute noch ein Beispiel für die Möglichkeit künstlerischer Bewältigung erotischer, sexueller Fantasien. Dieses Buch ist nicht nur der Beweis dafür, dass Kunst obszön sein kann, sondern sogar ein Schulbeispiel dafür, dass wahre Kunst obszön sein muss. Jean Paulhan sagte in seinem Vorwort: »Die Geschichte der O« gehört ganz offensichtlich zu den Büchern, die ihren Leser prägen, die ihn nicht genauso zurücklassen wie sie ihn vorfanden oder ihn sogar völlig verändern. Sicher ist die ›Geschichte der O‹ der heftigste Liebesbrief, den je ein Mann erhalten hat.«
Dieses Buch ist keine pikante BoudoirIdylle, sondern eine Geschichte, die mit allen Tabus bricht: O wird von ihrem Geliebten in einem geheimnisvollen Schloss abgeliefert und dort mit Kette und Peitsche gezwungen, sich ganz ihren Gebietern, den Männern, zu unterwerfen. Sie erlebt alle möglichen Formen der Entwürdigung und des Schmerzes, doch je heftiger sie gequält wird, umso offener, gehorsamer und opferbereiter wird sie, bis zur völligen Selbstaufgabe. In ihrer »Geschichte der O« will Pauline Réage den Leser in ihre geheimnisvoll oszillierende Welt hineinziehen. Gibt es also in den Tiefen der Frauenseele etwas, das auf Unterwerfung und Selbstaufgabe besteht?
Portrait
Lange Zeit blieb das Geheimnis um das Pseudonym Pauline Réage ungelöst, sogar die Polizei befasste sich mit dieser geheimnisumwitterten Person. Inzwischen wurde das Rätsel um die Autorin gelöst: Es handelt sich um die Kritikerin und Übersetzerin Dominique Aury, die sich erst im Juli 1994 offiziell zu ihrer Autorschaft bekannt: Sie habe die "Geschichte der O." seinerzeit geschrieben, um die Aufmerksamkeit Jean Paulhans zu erregen, eines nahezu allmächtigen Kritikers und Mitglied der Académie Francaise, in den sie damals verliebt gewesen sei.
Ich habe das buch in 1 Woche durchgelesen und konnte es einfach nicht weg legen.echt wunderschön geschrieben und ich hab auch richtig mitgefühlt übrigen jeder mensch, der dieses buch liesst, wird sich irgendwo, irgendwie selbst wiedererkennen... auch wenn er/sie es niemals zugeben können oder wollen... alle werden berührt...
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Ich habe das buch in 1 Woche durchgelesen und konnte es einfach nicht weg legen.echt wunderschön geschrieben und ich hab auch richtig mitgefühlt übrigen jeder mensch, der dieses buch liesst, wird sich irgendwo, irgendwie selbst wiedererkennen... auch wenn er/sie es niemals zugeben können oder wollen... alle werden berührt...
Ein Muss in jedem bücherschrank
Gefangen zwischen Lust und Schmerz - versklavt und verlassen
von Jasmine Mohrhardt aus Mosbach am 16.05.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe
Erschienen ist das Buch im LangenMüller Verlag.
Das Buch ist gegliedert in ein Vorwort von Jean Paulhan und die zwei Romane „Die Geschichte der O“ und „Rückkehr nach Roissy“, die zusammen ein Ganzes ergeben. „Die Geschichte der O“ umfasst vier Kapitel mit insgesamt rund 200 Seiten. Der zweite Teil des Buches ist „Die Rückkehr n...
Erschienen ist das Buch im LangenMüller Verlag.
Das Buch ist gegliedert in ein Vorwort von Jean Paulhan und die zwei Romane „Die Geschichte der O“ und „Rückkehr nach Roissy“, die zusammen ein Ganzes ergeben. „Die Geschichte der O“ umfasst vier Kapitel mit insgesamt rund 200 Seiten. Der zweite Teil des Buches ist „Die Rückkehr nach Roissy“ mit nochmals rund 70 Seiten.
Aufmachung des Buches:
Das Buch ist gebunden und trägt einen Schutzumschlag um das schlichte, weiße Hardcover. Der Umschlag zeigt eine weinrote Rosenblüte auf der in Pink der Titel des Buches steht. An sich sehr schön anzusehen und auch zu fühlen, da das Papier etwas samtenes hat. Die Kapitel sind klar strukturiert und am Ende findet man ein Inhaltsverzeichnis der Kapitel.
Inhalt:
„Die Geschichte der O“ ist die Geschichte einer jungen, französischen Fotografin, die von ihrem Geliebten René in einer Art Bordell der gehobenen Klasse, genannt Roissy, zur Lustsklavin ausgebildet wird, das perfekte Verhalten einer Sklavin erlernt und andernfalls die Peitsche zu spüren bekommt. O genießt dieses Dasein allein deswegen, weil sie René damit glücklich macht. Geliebt und begehrt zu werden ist alles was sie will. Gefangen zwischen Liebe und Zweifel wird sie von René an seinen ‚Bruder‘ Sir Setephen übereignet, der sie sich ganz zu eigen macht und sie kennzeichnen lässt. Fortan als ihr Herr bestimmt er über O, die nicht länger ihr eigener Herr ist. Seinen Wünschen beugt sie sich, allein um ihn glücklich zu machen. Von ihrem Herrn schließlich verlassen kehrt O nach Roissy zurück und arbeitet dort fortan zusammen mit anderen Mädchen – ob sie dies auch nach der wiedergewonnenen Freiheit weiter tut bleibt offen.
Eigene Meinung:
Ich finde, dass das Buch nicht für Jugendliche geeignet ist, da es doch sehr verstörend wirken kann. Es ist wahr, dass das Buch einen nicht so zurücklässt wie man es begonnen hat. Frauen, die sich ‚freiwillig‘ prostituieren auf einer der niedersten Ebenen und daran noch Gefallen finden, sind nichts für schwache Nerven. Der Schreibstil ist flüssig, jedoch teilweise durch verschachtelte Sätze sehr wirr. Ich kann das Buch jedoch empfehlen, gerade in der heutigen Zeit, in der Bücher wie ‚Shades of Grey‘ oder ‚Crossfire‘ die Publikumsmagnete sind, ist es doch interessant tiefer in die Materie einzutauchen, sich auf eine Reise durch Ketten, Peitschen und frei von Tabus zu begeben.
nicht mein fall
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 09.08.2007
Bewertet: gebundene Ausgabe
wer sich informieren möchte, wie weit sm geht, kann das in diesem buch gut machen.