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185’000 Menschen müssten ihre Dörfer für immer verlassen, der Bielersee wäre für lange Jahrzehnte verseucht und grosse Teile der Schweiz kontaminiert: Das wären die Folgen gewesen, wenn der Unfall von Fukushima im Atomkraftwerk Mühleberg passiert wäre. Dies besagt eine Studie, die im Auftrag von Greenpeace, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) sowie der Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung/gegen den Atomkrieg (PSR) erstellt worden ist.
Die Studie analysiert, welche Folgen die Katastrophe von Fukushima hätte, würde sie im AKW Mühleberg bei Bern passieren. Sowohl die Ausbreitung der Radioaktivität in der Luft wie über den Wasserlauf der Aare wurden untersucht, letzteres zum ersten Mal, da immer davon ausgegangen wurde, dass kein Kühlwasser aus der Atomkraftwerksanlage gelangen könnte. Kommt der Wind aus Südwest oder West, was relativ häufig der Fall ist, müssten BewohnerInnen bis zum Bodensee Schutzräume aufsuchen oder evakuiert werden. Im Grossraum Bern müssten die Behörden mindestens 90’000 Menschen sofort evakuieren. In behördlichen Unfallszenarien bislang auch noch nicht vorgekommen ist der Austritt radioaktiven Wassers. Für die Aare würde der gesamte Flusslauf bis und mit dem Bielersee zu einer tödlichen Gefahr. 50’000 Menschen verlören dauerhaft ihre Trinkwasserquelle. 185’000 Personen müssten für immer umgesiedelt werden.