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"Unternehmen, Regierungen und NGOs müssen das Recycling einfacher und attraktiver machen", so die Forderung des Coca-Cola CEO James Quincey anlässlich einer Panel-Diskussion am World Economic Forum (WEF) 2019 in Davos. Dann werde es gelingen, den Plastikmüll weltweit zu verringern und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ("Circular Economy") zu kreieren.
In seinen Ausführungen ging Quincey sowohl auf bestehende Herausforderungen als auch erzielte Erfolge ein. "Wir haben erlebt, wie einige Länder, zum Beispiel Mexiko und Südafrika, ihre Plastikrecyclingquote innerhalb von zehn Jahren von 10% auf 70% erhöhten, wobei der weltweite Durchschnitt bei 60% liegt. Wir haben in einigen Ländern bewiesen, dass es funktioniert. Nun müssen wir es gemeinsam auf eine globale Ebene heben."
Quincey und die Panel-Referenten Ramon Laguarta (CEO PepsiCo), Jim Fitterling (CEO Dow Chemical), Brune Poirson (Staatssekretärin Umweltministerium Frankreich) sowie Tran Hong Ha (Umweltminister Vietnam) diskutierten die möglichen Wege, um das Ziel mit vereinten Kräften zu erreichen. "Der Nutzen von Recycling muss für den Konsumenten höher sein", so James Quincey. "Wir müssen es praktischer und nützlicher machen PET-Flaschen zurückzugeben – so dass sie einen Wert haben, wir sie zurückkaufen und wiederverwenden können. Dann beginnt der Kreislauf schnell zu drehen. Wir müssen durch branchenübergreifende Zusammenarbeit ein funktionierendes System schaffen."
83% der PET-Flaschen werden in der Schweiz rezykliert. (Stand 2017)
In der Schweiz existieren 50'863 Sammelstellen. (Stand 2017)
James Quincey am World Economic Forum (WEF) 2019 in Davos
(Photo Credit: World Economic Forum / Sikarin Fon Thanachaiary)
Quincey betonte, dass während Coca-Cola seine Innovationsbemühungen fortsetzt – von nachhaltigen Verpackungen bis zu chemischem Recycling – die grösste Herausforderung darin bestehe, dass mehr Menschen an mehr Orten häufiger Plastik dem Recycling zuführen.
Auf die Frage eines Panel-Zuhörers, ob man nicht über Alternativen zu Plastik nachdenken müsse: "Wir müssen abgesehen von Recycling auch über den Karbon-Fussabdruck aller Möglichkeiten nachdenken – denn wiederverwendete PET-Flaschen weisen diesbezüglich einen tieferen Fussabdruck auf als Aluminium oder Glas."
Die PET-Flaschen von Coca-Cola bestehen in der Schweiz aus bis zu 50% rezykliertem PET.
Zuversichtlich blickte der Coca-Cola CEO in die Zukunft: "Wir haben das Momentum auf unserer Seite. Wir sind auf dem Weg von individuellen Aktionen in einzelnen Ländern zu Erfolgen auf einer grösseren Skala. Am Ende des Tages müssen wir nicht alles neu erfinden, denn es gibt Länder, in denen das Problem bereits gelöst werden konnte – mit vereinten Kräften."
Coca-Cola Schweiz war 1990 Gründungsmitglied des Vereins PET-Recycling Schweiz.