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Zur Zeit herrscht beim UCI Downhill Worldcup ein heisses Kopf an Kopf Rennen zwischen den besten Fahrern. Auch wenn Gee Atherton die ersten beiden Rennen für sich entscheiden konnte, ist der Kampf an der Spitze um einiges spannender, als bei der Dominanz von Aaron Gwin in den letzten Jahren.
Was jedoch am letzten Rennen in Mont Sainte-Anne vor sich ging, ist mindestens auf dem Niveau von Sam Hills Wahnsinnsfahrt in Champery 2007. Nachdem die grossen Namen bei trockenen Verhältnissen fahren konnten und ihre Podiumsplätze bereits für sicher hielten, knallte Sam Hill einen unglaublichen Run im Regen hin und verpasste trotz Sturz den ersten Platz nur um eine Haaresbreite. Wer seinen Lauf im strömenden Regen nicht kennt, sollte das gleich nachholen: http://www.youtube.com/watch?v=2mpytJRrpyw
Was der Kanadier Steve Smith dieses Weekend in Mont Sainte-Anne zauberte, ist auf jeden Fall damit vergleichbar, wenn nicht noch sensationeller. Gee Atherton sicherte sich mit einem unglaublich sauberen und flowigen Run den Hot Seat. Da er bei der Qualifikation gestürzt war, konnte er relativ früh starten. Kurz nach seinem Zieldurchlauf, begann das Wetter jedoch umzuschlagen und mit nur noch 15 Fahrern am Start, begann es zu Regnen wie aus Kübeln. Das Rennen war eigentlich bereits gelaufen, da Gee mit einer Zeit von unter 4 Minuten kaum mehr zu schlagen war.
Trotz nasser Strecke und Regen, konnten sich Sam Hill und auch Greg Minnaar bis auf eine Sekunde an Gee herantasten. Auch das ist eine beachtliche Leistung und verdient in meinen Augen besonderen Lob.
Dann kam das Unglaubliche. Die Strecke war nass. Es regnete noch immer ein wenig. Das Rennen war für die meisten Zuschauer bereits gelaufen. Es ist schliesslich mehr als Unwahrscheinlich, dass jemand auf einer nassen Strecke die Traumzeit von Gee Atherton noch schlagen konnte. Nachdem Sam Hill, Greg Minnaar und auch Aaron Gwin nahe an die Zeit von Gee herankamen, wurde noch ein Funke Hoffnung wach. Konnte es sein, das jemand die Zeit von Atherton noch schlug?!
Der letzte Fahrer. Steve Smith aus Kanada. Er fuhr wie ein junger Gott, komplett ungebändigt und am Limit. Bei der ersten Zwischenzeit war er fast eine Sekunde im Rückstand. Bei der zweiten Zwischenzeit waren es nur noch 18 Tausendstel!! Als er ins Ziel rollte, war das Wunder komplett. Mit fast einer Sekunde Vorsprung holte sich der junge Kanadier den Sieg und wird somit in die Mountainbike Geschichtsbücher eingehen.
Wer das Rennen verpasst hat, sollte es sich unbedingt noch anschauen. Darüber wird man noch in mehreren Jahren reden.
Steve Smith. LEGEND!
Mit der Replay Funktion von Red Bull, kann man sich sämtliche UCI Downhill Worldcups auch im Nachhinein noch anschauen. Hier das Rennen von Mont Sainte-Anne vom 11.8. 2013
Author: Serki
Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo