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Die britische Regierung setzt sich für den langfristigen Schutz der Weltmeere ein. Mehr als vier Millionen Quadratkilometer gehören zu den britischen Überseegebieten. Die Priorisierung, welche Teile des Ozeans am wichtigsten sind, hängt von wissenschaftlichen Informationen ab, um über die Größe und den Standort der Meeresschutzgebiete entscheiden zu können. Viele der britischen Überseegebiete, wie die subantarktische Insel Südgeorgien, sind jedoch weit entfernt und es stehen nur begrenzt wissenschaftliche Daten zur Verfügung. Sehr oft werden Lebensraumkarten verwendet, die mithilfe großräumiger physikalischer Umweltdaten (wie Tiefe, Meeresbodenstruktur und Wassertemperatur) erstellt wurden, um die biologische Vielfalt von Ozeanregionen vorherzusagen, für die biologische Daten entweder kaum oder gar nicht vorhanden sind.
Forscher waren Zeugen eines neuen Weltrekords: Eisalgen leben und wachsen auf der Unterseite des arktischen Meereises in fast völliger Dunkelheit, denn unter dem Eis kommen nur 0,02 Prozent des Lichts von der Oberfläche an. Algen sind ein wichtiger Grundbaustein des arktischen Nahrungsnetzes und neuen Forschungsergebnissen zu folge produzieren Biomasse viel früher im Jahr als bisher angenommen.
Ozon hat weltweit seit den 70er Jahren abgenommen. Es wurde abgebaut durch Chemikalien, die in Form von Aerosolen ausgeschüttet wurden. Nachdem die Substanzen verboten wurden, erholten sich Teile der Ozonschicht, ganz besonders über der Arktis und Antarktis. Neuere Forschungen jedoch, die vor kurzem in der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich der untere Teil der Ozonschicht vor allem in niedrigeren Breitengraden nicht erholt. Die genaue Ursache dafür ist derzeit nicht genau bekannt.
Über 70 Prozent der weltweiten Kolonien der Königspinguine könnten bald Teil der Vergangenheit sein, da die Klimaerwärmung die Vögel zwingt in südlichere Gebiete umzuziehen. Zu diesem Schluss kommt die Studie eines internationalen Forschungsteams um den Evolutionsbiologen Emiliano Trucchi. Die ForscherInnen haben die Veränderungen der Populationsgröße in den letzten 50.000 Jahren durch Genomanalysen rekonstruiert. Die Ergebnisse erscheinen in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change.
In vielen Gebieten der russischen Arktis warten stumme Zeugen aus der Sowjetzeit darauf, weggeräumt zu werden. Tausende von Tonnen Müll liegt weit verstreut, beispielsweise auch um Murmansk herum. Bei einem gerade zu Ende gegangenen Treffen in Murmansk hat das Umweltkomitee des Regionalparlaments die Diskussion gestartet, ob der russische Staat für die Finanzierung der Aufräumarbeiten einspringen sollte.
Die Veränderungen, denen arktische Tiere aufgrund der globalen Erwärmung unterworfen sind, sind enorm. Meereisverlust, steigende Temperaturen, einwandernde Arten und Änderungen im Nahrungsangebot bilden eine immense Bedrohung für Eisbären und andere marine Säugetiere wie beispielsweise Belugas. Diese hocharktische Walart verbringt den Sommer auf Nahrungssuche im arktischen Ozean. Jetzt müssen die Tiere tiefer und länger tauchen, um ihre Beute zu finden, als noch vor 20 Jahren. Dies ist das Resultat einer neuen Studie der Universität Washington.
Antarktika gehört offiziell niemandem und kein Land kann territoriale Ansprüche stellen. Doch die Antarktisstationen sind normalerweise auch unter der Jurisdiktion der entsprechenden Länder und machen so diese Orte zu einem Stück Heimat. Vor kurzem wurden nun Pinguine, die in der Näher der australischen Station Davis leben, Zeuge einer ungewöhnlichen Zeremonie: Die australischen Staatsangehörigkeitszeremonie.
Das Schwinden des arktischen Meereises im Winter 2015/16 hatte für weltweites mediales Aufsehen gesorgt. Verschiedene Gründe wurden diskutiert und viele sahen den globalen Klimawandel als Ursache an. Doch nun haben Forscher der ETH Zürich in besonderen Wetterkonstellationen die Ursache gefunden. Aber trotz des einmaligen Ereignisses geben sie keine Entwarnung.
Tourismus in der Arktis ist ein schnellwachsender Zweig innerhalb der Kreuzfahrtindustrie. Doch das erhöht auch das Risiko möglicher zwischen- und Unfälle, da nicht alle Schiffe gleichermassen für Besuche in der Arktis geeignet sind. Nun haben die Kreuzfahrtindustrie, Behörden und Forscher zusammengetan, um mithilfe eines neuen ARCSAR Netzwerkes die Such- und Rettungsmöglichkeiten zu verbessern. Das Projekt, welches mit 3.5 Millionen Euro von der EU mitfinanziert wird, soll während 5 Jahren laufen und unter anderem eine Rettungsübung in Echtzeit beinhalten.
Fossile Überreste von Sauriern in der Antarktis zu finden, gestaltet sich nicht nur aufgrund der Bedingungen als sehr schwierig. Durch die seit beinahe 40 Millionen Jahre andauernde Vergletscherung des Kontinents sind wahrscheinlich viele Überreste ins Meer transportier worden. Ironischerweise sind damit auch die Reste von Meeressauriern wieder zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum gelangt. Doch nun wurde in der Nähe der argentinischen Station Marambio auf der östlichen Seite der antarktischen Halbinsel ein Fossil eines riesigen Plesiosauriers entdeckt worden.
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