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Chaves triumphiert in der Lombardei
- Samstag, 1. Oktober 2016, 17:40 Uhr, aktualisiert um 18:06 Uhr
Esteban Chaves hat den letzten Klassiker der Saison gewonnen. Der kolumbianische Kletterspezialist setzte sich an der Lombardei-Rundfahrt im Schlusssprint einer Dreiergruppe durch und sorgte für eine Premiere.
Esteban Chaves setzte sich nach 241 Kilometern von Como nach Bergamo gegen den Italiener Diego Rosa sowie seinen Landsmann Rigoberto Uran durch. Der Gesamtzweite beim diesjährigen Giro ist damit der erste Kolumbianer überhaupt, der eines der fünf Monumente gewinnen konnte.
Kletterqualitäten sind gefragt
Für seine Sprinterqualitäten war der 26-Jährige aus dem Orica-Team vor dem letzten grossen Rennen dieser Saison nicht unbedingt bekannt. Chaves hat zwar bereits Etappen beim Giro und der Vuelta gewonnen, bei einem Klassiker konnte er sich bisher aber noch nicht in Szene setzen.
Anders als bei den Frühjahrs-Klassikern bietet die Lombardei-Rundfahrt auch den Bergspezialisten eine Chance. Auf dem schwierigen Parcours mussten mehr als 4000 Höhenmeter bewältigt werden. Ein Terrain, das ausgezeichnet auf die Fähigkeiten von Chaves zugeschnitten ist.
Attacke an der letzten Steigung
Im Aufstieg zum Selvino, dem letzten grossen Hindernis des Tages, hatte Chaves die Vorentscheidung eingeleitet. Der Kolumbianer attackierte am Fuss der Steigung. Lediglich Uran und Romain Bardet (4.) konnten folgen, ehe auch noch Rosa den Anschluss schaffte. 42 Sekunden lag das Quartett auf der Passhöhe vor den nächsten Verfolgern, die in der Folge nicht mehr heran kamen.
Die sechs gestarteten Schweizer spielten keine Rolle. Der Zürcher Oberländer Oliver Zaugg, der die Lombardei-Rundfahrt 2011 überraschend gewonnen hatte, bestritt sein letztes Rennen, konnte aber wie seine Schweizer Kollegen keine Akzente setzen.
Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 18:30 Uhr, 01.10.2016