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Kork, ein geniales Naturprodukt, welches mehrmals rezykliert und für andere Anwendungsbereiche wieder verwendet werden kann. Korken kannten bereits die Römer und verwendeten sie zusammen mit Pech und Harz. Nach und nach geriet diese Methode jedoch wieder in Vergessenheit. Auf mittelalterlichen Gemälden sieht man zusammengedrehtes oder über die Öffnung gebundenes Tuch. Auch Leder wurde benutzt und manchmal mit Siegellack überzogen. Erste Erwähnungen von Korken finden wir um die Mitte des 16. Jahrhundert. Als Shakespeare um 1598 «Wie es euch gefällt» schrieb, waren Korken jedenfalls so bekannt, dass Rosalinde sagen konnte: «Ich bitte dich, nimm den Korken aus deinem Munde, damit ich deine Mitteilung trinken kann.» Wein-Korken - ein Geschenk der Natur Korken (lat. cortex, Rinde) werden aus der Korkrinde der immergrünen Korkeiche und der sommergrünen spanischen Eiche hergestellt. Diese Bäume kommen in den trockenen und steinigen Standorten Spaniens vor, wie Katalonien, Andalusien, der Estramadura, aber auch in Portugal, das fast alle Wein-Korken weltweit liefert. Von den reifen Bäumen wird die Rinde etwa alle 9 bis 15 Jahre durch Abschälen geerntet. Eine Korkeiche hat eine produktive Lebensdauer von bis zu 165 Jahren. Die gewonnenen Korkschichten werden im Wasser gekocht und daraufhin 1-3 Jahre an der Luft getrocknet. Der ideale Verschluss für Weinflaschen Korken sind leicht, sauber und temperaturunempfindlich. In ihren Zellwänden sind wasserabstossende Substanzen eingelagert. Zudem sind Korken sehr elastisch. Sie passen sich der Flaschenform an und dehnen sich sofort nach dem Verschluss wieder aus, ohne den kleinsten Zwischenraum frei zu lassen. Ihre Lebensdauer ist optimal: erst nach 20 bis 50 Jahren werden Korken ganz allmählich spröde und mürbe. In gepflegten Kellern (zum Beispiel in den grossen Châteaux von Bordeaux) werden die alten Weinbestände etwa alle 25 Jahre mit neuen Korken versehen. Die Korkeiche ist ein faszinierender Baum. Der Schutz von Kork ist offenbar mehr noch gegen Feuer ausgelegt als gegen Frost.
Viele Korkproduzenten behandeln die Rinde mit Fungiziden, und oftmals setzt man der Waschflüssigkeit Chlormittel oder Oxalsäure zu. Die von DELINAT verwendeten Korken sind jedoch ausschliesslich mit Heisswasser, ohne jegliche chemische Zusätze gewaschen worden.