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Fische gehören zum Stamm der Wirbeltiere (Chordata), der sich über die letzten 500 Millionen Jahre entwickelt hat. Zu den Fischen zählt man kieferlose Fische wie Schleimaale und Neunaugen sowie Knorpelfische (Chimären, Haie, Rochen) und Knochenfische (Osteichthyes; Quastenflosser, Lungenfische und Strahlenflosser). Insgesamt zählt man mehr als 32'000 Arten zu den Fischen. Sie machen mehr als die Hälfte der heute lebenden Wirbeltiere aus, also mehr als alle Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere zusammen.
Die Abbildung zeigt die Anteile der verschiedenen Wirbeltiergruppen. Die Fische machen also einen Grossteil der Wirbeltiere aus. Allerdings sind die Fische eine sehr viel uneinheitlichere Gruppe sind als die anderen Gruppen.
Knochenfische dominieren
Mit mehr als 23'500 Arten umfassen die Strahlenflosser mehr als 95% aller lebenden Fischarten. Zu den Strahlenflossern gehören die Flösselhechte, die Störe, die Knochen- und Kahlhechte sowie die echten Knochenfische (Teleostei). Letzere bilden mit über 99% der Arten die mit Abstand grösste Gruppe innerhalb der Strahlenflosser.
Es wird vermutet, dass Knochenfische näher mit landlebenden Wirbeltieren verwandt sind als mit den kieferlosen Fischen und den Knorpelfischen. Fische teilen also mit den Landwirbeltieren, darunter der Mensch, wahrscheinlich einen Fisch als Ahnen, der vor ca. 360 - 450 Millionen Jahren gelebt hat.
Fische sind eine sehr heterogene Tiergruppe. Die lange Zeit ihrer Evolution und die sehr unterschiedlichen Lebensräume (Süss- und Salzwasserbiotope), in den sie leben, haben zu einer enormen Vielfalt von Anpassungen in Bezug auf Körperformen, Grössen sowie Lebens- und Verhaltensweisen geführt.
Das Äussere der Seepferdchen erinnert nur wenig an einen Fisch, hier abgebildet das Kurzschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus hippocampus).
Der Mondfisch (Mola mola) ist der schwerste Knochenfisch.
Der grösste Fisch ist der Walhai (Rhincodon typus). Er gehört zu den Knorpelfischen (Chondrichthyes).
Arowanas (Osteoglossum bicirrhosum) können über einen Meter gross und wahrscheinllich über 16 Jahre alt werden. Es sind sprungstarke Fische, was sie für die Jagd einsetzen.
Netzschmerlen (Botia lohachata) sind scheue, friedfertige Fische. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv.
Pfauenaugenbuntbarsche (Astronotus ocellatus) sind grosse Cichliden aus Südamerika. Für die Aquaristik wurden Farbvarianten und leider auch Schleierformen gezüchtet.
Bücher
Blaise Zaugg, Kewin Huguenin. 2018. Pisces - Atlas und Bestimmungshilfe . Serie: Fauna Helvetica 730. Verlag: CSCF & SEG (info fauna)
Hans A. Baensch, Rüdiger Riehl. Aquarienatlas. Mergus Verlag, Melle, Deutschland (6 Bände)