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Alle Aargauer Kantonalschützenfeste erstmals auf einen Blick ersichtlich
Schon oft wurde in Schützenkreisen „gewerweisst“, wo und wann eigentlich die Aargauer Kantonalschützenfeste stattgefunden haben. Den Spekulationen ein Ende setzt Christian Märki aus Menziken. Er hat eine Liste mit allen Festen zusammengestellt.
Das Aargauer Kantonalschützenfest wird im nächsten Jahr zum vierten Mal im Bezirk Zofingen ausgetragen. Bereits 1886 war der Bezirk erstmals Austragungsort, dann wieder im Jahr 1920 und zum letzten Mal 1978. 39 Jahre danach folgt nun also der nächste Streich, für den der ganze Bezirk Zofingen verantwortlich zeichnet. Nebst Zofingen selbst, kann nämlich auch in Aarburg, Brittnau, Kölliken, Muhen, Reitnau und Staffelbach geschossen werden. Der Anlass wird also ein grosses Projekt, bei dem sich die vielen Vereine im Bezirk zusammen engagieren.
Ursprünglich „Kantonalschiessen“
Das erste Aargauer Kantonalschützenfest fand 1878 in Muri statt, wobei sich das „erste“ eigentlich nur auf den Beginn der Nummerierung bezieht. Bereits 1838 wurde nämlich die Aargauische Kantonalschützengesellschaft (AKSG) als Vereinigung der Schützen des Kantons Aargau gegründet. Gemäss Statuten war die jährliche Durchführung eines "Kantonalschiessens" vorgesehen. In den Jahren 1839 bis 1876 fanden so insgesamt acht Kantonalschiessen statt. Im Jahre 1875 erfolgte eine Reform der AKSG. „Bei der Gründung der AKSG waren die Zofinger eifrige Verfechter des Sektionsmitgliedschaftssystem, konnten sich aber nicht durchsetzen“, weiss Christian Märki aus Menziken, der die Liste zusammengestellt hat. „Als sich das Einzelmitgliedschaftssystem dann nicht bewährte, waren es wieder die Zofinger, die die noch heute bestehende, bewährte Struktur durchgesetzt haben.“ Die Statuten sahen für die Kantonalschützenfeste neu einen Zweijahresrhythmus vor, der allerdings nie eingehalten werden konnte. Insbesondere während der Kriegsjahre und der grossen Wirtschaftskrise nach 1929 ergaben sich Lücken. „Seit den Fünfzigerjahren scheint sich nun eine Durchführung alle 5 bis 6 Jahre eingespielt zu haben“, hält Märki fest.
Eine Woche Ferien „geopfert“
Christian Märki selbst nahm 1988 in Brugg zum ersten Mal aktiv an einem Aargauer Kantonalschützenfest teil. „Die folgenden habe ich auch alle besucht, mit Ausnahme des letzten im Fricktal.“ 1999 war er als Platzchef des Schiessstandes Zetzwil im Rahmen des Kantonalen „Rund um den Homberg“ engagiert. „Dafür habe ich dazumals eine Woche Ferien genommen“, erinnert sich der mehrfache Familienvater Märki, der seit sieben Jahren aus Zeitgründen nicht mehr aktiver Schütze ist. Einzig die Teilnahme am Feldschiessen, lässt sich Christian Märki jeweils nicht nehmen.
Die komplette Auflistung aller Aargauer Kantonalschützenfeste wird als besonderes redaktionelles Geschenk an die Schützenfamilie im Festführer abgedruckt werden.