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In Washington DC staunen die Menschen nicht schlecht, als eines Tages eine silberne fliegende Untertasse landet, sich die Tore öffnen und eine komisch angezogene Figure aus dem Raumschiff austritt. Gefolgt von einem grossen Roboter fängt die fremde Kreatur an, von Frieden und Freundschaft zu reden, holt einen Gegenstand heraus und wird von einem der anwesenden Soldaten angeschossen. Der grosse Roboter schlägt sofort zurück und lässt die Gewehre, die Panzer und Autos in Nichts auflösen.
Klaatu (Michael Rennie), so gibt sich der Fremde zu erkennen, landet in einem Spital, wo erste Gespräche mit Doktoren stattfinden. Er komme in Frieden, müsse aber unbedingt und zwingend mit den Representanten der Erde sprechen, da eine Angelegenheit von äusserster Wichtigkeit zu bereden sei. Da die Menschen schon daran scheitern, einen Ort für dieses Gespräch zu finden, macht sich Klaatu selber auf, die Leute kennen zu lernen.
Er besucht unter dem Namen "Mr. Carpenter" eine kleine Pension, lernt den Buben Bobby (Billy Gray) kennen und macht die Bekanntschaft eines Professors, in dem der Ausserirdische seinen Gesprächspartner gefunden zu haben vermutet. Doch die Menschen machen es Klaatu nicht einfach. Es beginnt eine Hetzjagd gegen den "Sternenmann", Bobbys Mutter Helen (Patricia Neal) wird miteinbezogen und eine Demonstration von Klaatus Macht steht ebenfalls an. Ausserdem wäre da noch der grosse Roboter "Gort", dessen Aufgabe es ist, seinen Meister zu beschützen. Ansonsten ist er in der Lage, den ganzen Planeten zu zerstören. Und er wurde soeben aktiviert....
1951 brachte Regisseur Robert Wise (West Side Story, Star Trek) einen Film ins Kino, der zum Klassiker seines Genres wurde. The Day the Earth stood still kommt ohne grosse Spezialeffekte aus, erzählt aber eine tolle Geschichte und lässt die Menschen einmal mehr in einem nicht gerade positiven Licht da stehen. Dieses Jahr kommt ja bekannterweise ein Remake mit Keanu Reeves in unsere Kinos.
Natürlich sind die wenigen Effekte von damals heute mehr belustigend, als erstaunlich. Das Ufo, das in mitten von Washington landet, der Roboter, der gar nicht so gross ist, wie uns das vorgegaukelt wurde und natürlich der Ausserirdische Klaatu, der die gleiche Gelfrisur hat, wie jeder andere Mann zu dieser Zeit. Diese Details mal beiseite gelassen, kann die Story durch eine schöne Intensität und tolle Momente punkten. So wird der Fremde bereits bei seiner ersten Begegnung mit der Erde angeschossen und findet auch nachher nur schwer Gründe, die Erde nicht von Anfang an vernichten zu lassen.
Schauspielerisch wird solider Standard geboten. Die Akteure sind in ihren Rollen gut aufgehoben und meistern ihre Aufgabe souverän, wenn auch nicht besonders mitreissend. Vor allem Michael Rennie nimmt man den Alien nicht unbedingt ab, zumal er ausser einem nächtlichen Besuch beim Ufo keinerlei Anstalten macht, sich als solcher erkennen zu lassen.
Fazit: The Day the Earth stood still ist ein interessanter Film, der ein heikles Thema anspricht und mit dem Roboter eine Kultfigur des Sci-Fi-Genres zu bieten hat. Ebenso wurde der Ausspruch "Klaatu Barada Nikto" in diversen anderen Produktionen verwendet, wovon Army of Darkness stellvertretend genannt werden soll. Im Vorfeld des Remakes ist ein Blick auf diesen Klassiker aber sicher nicht die schlechteste Einstimmung. Es lohnt sich allemal.
Der Audiokommentar auf der vorliegenden DVD ist interessant und hörenswert, während der Rest der Extras nicht besonders überzeugend daherkommt. Zwar ist die Wochenschau-Ausgabe zur Premiere von anno damals recht nett, aber ein bisschen mehr Fleisch am Knochen hätte ich mir da schon gewünscht. Das gleiche gilt für die verschiedenen Vergleiche der qualitativen Filmkorrekturen. Ob das wirklich nötig war?
Technisch ist The Day the Earth stood still anständig geglückt. Dass man keine technische Meisterleistung erwarten kann, ist klar. Aber der Ton in fünf verschiedenen Sprachfassungen in DD2.0 reicht für einen Film dieses Alters. Das Bild hingegen wurde sehr schön überarbeitet und ist klar und sauber transferiert worden.
Dani Maurer [muri]
Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!