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Direktor - Projektleiter - Bauingenieur
Aquädukt Veraye
- Gestaltung
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Das Aquädukt an der Grenze zwischen den Gemeinden Montreux und Veytaux ermöglicht den Durchfluss der Veraye über der SBB-Linie Lausanne–Brig und dient den Fusswegen entlang des Ufers als Brücke. Das gewölbte, 1898 erbaute Bauwerk erlitt durch das Eintreten von Wasser durch zahlreiche Fugen des Steinmauerwerks Schaden. Zudem genügt die Öffnung unter der Wölbung dem neuen SBB-Lichtraumprofil für Doppelstockwagen nicht.
Das Projekt sah vor, den Bau eines neuen Aquädukts aus Stahlbeton oberhalb des bestehenden Gewölbes, das danach abgerissen wird.
Der Bau des Aquädukts oberhalb der bestehenden Wölbung führt zu einer Erhöhung des Längenprofils des Flusses. Neu beträgt die Höhe 29,5 m auf der Bergseite und 16 m auf der Talseite. Das Flussbett, das sich in einen reissenden Bergbach verwandeln kann, ist mit Granitsteinen ausgepflästert. Einige dieser Steine stehen versetzt hervor, um die Wasserströmung verlangsamen.
Die Struktur des Aquädukts besteht aus einem selbsttragenden, 21,2 m langen Trog aus Stahlbeton, der an den Enden über transversale Unterzüge auf Bohrpfählen abgestützt wird. Diese Fundamente mit Pfählen leiten die vertikale Belastung in die Tiefe und gewährleisten die Hangstabilität der Dammböschungen während des Abbruchs des Gewölbes.
Die 2,15 m breiten Fussgängerüberführungen sind seitlich verlaufend des Aquädukts angehängt. Sie bestehen aus einer Platte und Stahlbetonbrüstungen, die mit den Trogstegen verbunden sind. Das Aquädukt und die Übergänge bilden so ein einheitliches und monolithisches Werk – wie aus einem Guss.
Das Projekt am Schnittpunkt der beiden Gemeinden und an der Kreuzung eines Flusses mit einer Eisenbahnlinie erforderte die Einbindung von zahlreichen Werkleitungen. Sie konnten alle unter den Promenaden in einem Werkleitungskanal in das Bauwerk integriert werden.
Zudem wurde eine neue Fussgängerbrücke über der Veraye und eine Fussgängerpromenade bis zum Genfersee gebaut.Teilen