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Die Europäische Kommission hatte im Rahmen ihrer «Farm to Fork»-Strategie vorgeschlagen, die Verfütterung tierischer Nebenprodukte vom Schwein an Geflügel zu erlauben. Ebenso sollen tierische Nebenprodukte von Geflügel an Schweine verfüttert werden können, wie topagrar.de in einem Artikel schreibt. Jetzt hat sich auch der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments mit einer knappen Mehrheit von 39 zu 35 Stimmen für die Verfütterung tierischer Nebenprodukte ausgesprochen.
Grüne und Linke hatten einen Einspruch gegen die Kommissionsvorlage eingebracht. Sozialdemokraten und Rechtsnationale haben diesen unterstützt. Europa ist gemäss topagrar die einzige Wirtschaftsregion, in der die Verfütterung von tierischen Proteinen nicht gestattet ist. Gleichzeitig ist die EU stark von Soja-Importen abhängig um den Proteinbedarf in der Nutztierfütterung zu decken.
Die Verwendung von verarbeitetem tierischem Eiweiss von Schweinen in Geflügelfutter und von Geflügel in der Fütterung von Schweinen sei eine ökonomisch sinnvolle Massnahme zur Erhöhung der Produktivität in der Lebensmittelherstellung, wie die ÖVP-Europaabgeordnete Alexander Bernhuber zitiert wird. Die entsprechende Anpassung des Rechtsrahmens müsse sich am Stand der Wissenschaft orientieren.
Die geplante Neuzulassung von verarbeiteten Insektenproteinen spiele hier eine elementare Rolle. Insektenproteine können in Zukunft wichtige Energiequellen in der Tierernährung sein.