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Die Schweizer, genau genommen die Berner, eroberten das Waadtland.
Die Eroberung endete mit der Einnahme des Schloss Chillon im Jahr 1536, das darauf beinahe 260 Jahre lang seine Rolle als Festung, Arsenal und Gefängnis behielt.
Nach einer dreiwöchigen Belagerung betreten die Berner endlich das Schloss: Am 29. März 1536 endet die Eroberung des Waadtlands mit der Einnahme von Chillon. Die Berner teilen das Waadtland in zwölf Vogteien auf. Chillon wird das Verwaltungszentrum der Vogtei Vevey und somit der ständige Wohnsitz des Landvogts.
Unter den Savoyern bestand das Schloss aus zwei Teilen: einem für den Vogt-Kastellan und einem für die Grafen von Savoyen, wenn sie anwesend waren. Diese Aufteilung ist nun sinnlos: Die Berner nutzen den gesamten Wohnteil. Auf der Verteidigungsseite werden die Anlagen an die neuen Feuerwaffen angepasst. 1733 verlässt der Landvogt das abgelegene und ungemütliche Schloss, um sich in einer moderneren Residenz in Vevey niederzulassen.