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Gemäss SKOS-Richtlinien (C.4.2), wird von jungen Erwachsenen ohne abgeschlossene Erstausbildung erwartet, dass sie bei ihren Eltern wohnen, sofern keine unüberbrückbaren Konflikte bestehen. Ist ein eigenständiges Wohnen ausserhalb des Elternhauses gerechtfertigt, wird maximal die Hälfte des ortsüblichen Mietzinses übernommen (§ 93 Abs. 1bis Bst.. b SV). Dieser Kostenrahmen kann überschritten werden, wenn nachweislich kein Wohnraum in diesem Preissegment verfügbar ist. Diese Einschränkung gilt nicht, wenn junge Erwachsene mit ihren eigenen Kindern zusammenleben.
Das Führen eines eigenen Haushaltes kann nur in begründeten Ausnahmefällen finanziert werden. Insbesondere ist ein eigenständiges Wohnen ausserhalb des Elternhauses zu ermöglichen, wenn medizinische Gründe vorliegen, bei einem Haushalt mit eigenen Kindern, wenn die Eltern im Ausland leben oder ein Zusammenleben im Elternhaus nachweislich nicht zumutbar ist. Von der Verpflichtung, den eigenen Haushalt aufzugeben, soll dann abgesehen werden, wenn feststeht, dass es sich nur um eine kurze Unterstützungsdauer handeln wird.
Insbesondere bei jungen Erwachsenen in Erstausbildung, welche durch die Sozialhilfe unterstützt werden, soll jedoch eine Rückkehr in den elterlichen Haushalt angestrebt werden. Ist eine Rückkehr in den elterlichen Haushalt nicht zumutbar oder nicht möglich und lebt die betroffene Person in einem eigenen Haushalt, ohne dass ein begründeter Ausnahmefall vorliegt, kann sie aufgefordert werden, ein Zimmer in einer Zweck-Wohngemeinschaft zu suchen. Dies zumindest dann, wenn die Wohnkosten im eigenen Haushalt höher sind, als diejenigen in einer Zweck-Wohngemeinschaft. Das Vorgehen ist dabei dasselbe wie bei überhöhten Wohnkosten von anderen Sozialhilfebeziehenden.