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Über dieses Tool
Dieses Tool ist in Fortbildungen von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Primarlehrpersonen sowie schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen seit über 20 Jahren eingesetzt und differenziert worden.
Als Methode ist das FI erkenntnistheoretisch, diagnostisch und praktisch wegweisend (Fetz, 1978). Im Anschluss an die Grundlagenforschungen der Genfer Schule wurde das FI zur Erforschung von Verständnisprozessen in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen angewendet. Gleichzeitig stieg die Bedeutung des FI in der fachdidaktischen Forschung und Entwicklung (Morgado & Parrat-Dayan, 2002).
Die Erfahrungen belegten, dass die Methode polyvalent ist. Montada (1998) brachte dies auf den Punkt, als er 1982 in der ersten Ausgabe der "Entwicklungspsychologie" schrieb:
Im Lichte dieser Überlegungen ist Piagets klinische Methode der Befragung von Kindern zu Phänomenen und Problemen, die von ihm als eine Methode der Diagnose des Strukturniveaus seiner Probanden verstanden wird, in Wahrheit bereits die ideale Methode des Unterrichtens: Probleme werden gestellt, aber keine Lösungen durchgesetzt und auf oberflächlichem Niveau automatisiert. (S. 559)
Wittmann (1982) leistete Pionierarbeit, als er die Methode im deutschsprachigen Raum in die Ausbildung der Lehrpersonen in der Fachdidaktik der Mathematik aufnahm und als Standard etablierte.
Das Tool erläutert methodische Bausteine und lädt zu einem exemplarischen Rollenspiel ein, in dem Sie konkrete Erfahrungen mit dieser Methode machen können. Übungen sind in dreierlei Hinsicht notwendig sind. Einerseits bewegen sich Forschungsübungen im individualpsychologischen Bereich. Dabei sollen Denkwege und deren Entwicklung rekonstruiert werden. Andererseits müssen Forschungen gruppale bzw. interaktionistische Fragen erörtern, insofern sie die Bedeutung der Kommunikation, der Rolle und der Kooperation einsichtig machen wollen (Steinbring, 2009). Die dritte Hinsicht geht davon aus, dass pädagogisch-didaktisches Wirken immer in Wechselwirkung zwischen dem Individuellen, dem Gruppalen und der Aufgabe in der jeweiligen Fachdisziplin aufgefasst werden sollte.
Man muss sich Zeit geben für das Lernen aus Erfahrung, um die Wirkung dieser Methode in der Praxis entfalten zu können. Aktuelle Projekte arbeiteten mit Zeitbudgets zwischen 6-12 Monaten. Workshops dienen der Einführung. Die Vertiefung erreicht man am besten über berufsbegleitende Fortbildungen, in denen sich Gruppen während eines Jahres im Rhythmus von 14 Tagen für 2.5 Stunden treffen (vgl. Steinberg et al., 2004).