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Kevin Kuhn hat die 59. Austragung des internationalen Radquers von Steinmaur für sich entschieden. Er verwies in einem Vierersprint den Vorjahressieger Loris Rouiller auf den zweiten Platz. Bei den Frauen holte sich Schweizer Meisterin Zina Barhoumi einen starken dritten Rang, während das internationale U19-Rennen eine Beute von Finn Treudler wurde.
Text: Christian Rocha – Photos: Jann Fretz
Gleich von Beginn weg war das Tempo beim letzten Rennen des ältesten Schweizer Radquers hoch. Die drei Schweizer Timon Rüegg, Kevin Kuhn und Loris Rouiller hatten bald nur noch Gesellschaft von den beiden Belgiern Dieter Vanthourenhout und Anton Ferdinande. Danach wurde das Rennen zu einem Pokerspiel, denn ausser Lokalmatador Rüegg, der in der Schlussphase seine Kontrahenten ziehen lassen musste, zeiget keiner eine Schwäche.
Kuhn mit erstem C2-Sieg seiner Karriere
«Ich habe versucht in der zweitletzten Runde wegzufahren. Doch das hat nicht geklappt. Also entschied ich mich auf den Sprint zu setzen», blickte Kevin Kuhn kurz nach dem Zieleinlauf zurück. Dies machte er taktisch sehr geschickt und fuhr stetig auf der zweiten Position, aus welcher er auch in den Schlussspurt mit Rouiller, Vanthourenhout und Ferdinande kam. Kuhn setzte sich letztendlich deutlich durch und Loris Rouiller sorgte für einen Schweizer Doppelsieg. Für den Aufsteiger der letzten Saison war es nach seinen U23-Weltcupsiegen der letzten Saison sein erster UCI-Sieg an einem C2-Rennen.
Starke Zina Barhoumi auf dem Podest
Bei Rennen der Frauen traten die Schweizerinnen in der Rolle der Aussenseiterinnen an. Nichts desto trotz konnte sich Zina Barhoumi bereits früh auf dem dritten Platz festsetzen. Im Verlauf des Rennens kam sie der zweitplatzierten Französin Clauzel gar ein wenig näher, bis sie von einem technischen Defekt gestoppt wurde: «Mir ist die Kette in einer Kurve rausgesprungen. Das hat Zeit gekostet und ich musste schauen, dass ich wenigstens den 3. Platz noch ins Trockene bringe», so die Bernerin im Ziel. Gewonnen wurde das Rennen souverän von der kanadischen Topfavoritin Maghalie Rochette vor Perrine Clauzel (Fra). Beste U19-Fahrerin war die Aargauerin Noelle Rüetschi als starke Siebte.
Treudler auf der 1, Aebersold auf der 3
Auch im internationalen Rennen der U19 zeigten sich die Schweizer bestens aufgelegt. Bei schnellen Bedingungen holte sich Finn Treudler, der erst von der MTB-WM als starker Achter nach Hause zurückgekehrt war, den Sieg. Mit Nils Aebersold fuhr ein weiterer Schweizer als Dritter aufs Podest.