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Die Möbel der Proportionen
Der Film „Die Möbel der Proportionen“ setzt sich mit möglichen biografischen Katastrophen und deren Konsequenzen auseinander. Die hierzu entwickelte Dramaturgie des Filmes entspricht keiner text- und damit zielorientierten Erzählstruktur. Es ist nicht etwa eine Spielfilmabfolge. Die Reihenfolge der Bildsequenzen ist vielmehr vergleichbar mit der zirkulären Konsistenz unserer Gedankenwelt. Gedanken gehen uns durch den Kopf, man verwirft einzelne wieder, um sie später wieder aufzugreifen und zu vertiefen. In die „Möbel der Proportionen“ entsteht so eine entrückte Erzählweise, die den Betrachter in den Film einbezieht und ihn immer wieder neugierig werden lässt, um so in einer bildnerischen Manier die Thematik zu erschliessen. – Dabei sind es weniger die fertig gestellten Bilder, welche die existentielle Thematik des Filmes vermitteln. Mittels empathischen, aufeinander prallenden Bildideen sucht Yves Netzhammer das unruhige Gefühl für die „Differenz zum Anderen“ zu thematisieren.