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Hans Ulrich Gumbrecht wurde am 15. Juni 1948 in Würzburg geboren. Er ist Albert Guérard Professor in Literature an der Stanford University in Kalifornien. Gumbrecht, der mit 26 Jahren zum ersten Mal als Profesor berufen wurde, hat zahlreiche Gastprofessuren inne und ist bis heute mit neun Ehrendoktoraten ausgezeichnet worden. 2012 publizierte der Romanist, Literaturwissenschaflter und Literaturhistoriker das Buch «After 1945. Latency as Origin of the Present» («Nach 1945. Latenz als Ursprung der Gegenwart»), in dem er ein Panorama der Nachkriegszeit zeichnet und erklärt, warum diese Epoche Deutschland bis heute prägt. Hans Ulrich Gumbrecht, von dem die Wochenzeitung Die Zeit sagt, er sei «einer der wenigen deutschen Geisteswissenschaftler, die weltweit Gehör finden», ist auch Fussball-Kolumnist der Neuen Zürcher Zeitung. Der intellektuelle Allrounder ist ein in Deutschland geborener amerikanischer Staatsbürger, in zweiter Ehe verheiratet und Vater von vier Kindern. Zu seinem Wohn- und Arbeitsort Stanford sagte er kürzlich in einem Interview: «Ich lebe dort, wo sich das 21. Jahrhundert ereignet.»
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