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Mit Entscheid vom 27. September 2018 hat das Bezirksgericht Lenzburg, Abteilung Familiengericht, die fürsorgerische Unterbringung von Tobi B. ein weiteres Mal überprüft. Es bestätigte die fürsorgerische Unterbringung, ordnete jedoch an, dass die Massnahme fortan in einer Institution im Kanton Zürich vollzogen wird.
Nachdem Tobi B. die Jugendstrafe von vier Jahren Freiheitsentzug (Maximalstrafe nach Jugendstrafrecht) verbüsst hatte, wurde eine fürsorgerische Unterbringung angeordnet. Es handelt sich dabei um keine Strafe bzw. strafrechtliche Sanktion, sondern um eine zivilrechtliche Massnahme. Diese wird (in einer geeigneten Einrichtung) angeordnet, wenn für eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 ff. ZGB). Sie dient dem Schutz der betroffenen Person sowie der Umgebung.
Gemäss dieser zivilrechtlichen Natur ist die fürsorgerische Unterbringung in der Regel in einer geeigneten psychiatrischen Einrichtung und nicht in einer Strafanstalt/Justizvollzugsanstalt zu vollziehen.
Der heute 28-jährige Tobi B. hatte 2008 eine Prostituierte im Aarauer Sex-Salon „Metro“ vergewaltigt und umgebracht. Das Jugendgericht Lenzburg verurteilte ihn am 24. November 2011 wegen Mordes, sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu einem Freiheitsentzug von vier Jahren, der höchstmöglichen Strafe gemäss Jugendstrafgesetz