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Heute besuchen wir ein weiteres bekanntes Fotomotiv: den Mulafossur bei Gásadalur. Das Dorf wurde erst 2006 durch einen Tunnel erschlossen, zuvor nur erreichbar per Heli oder zu Fuss. Auch ihre Boote liessen die Leute im nächsten Dorf. Während des 2. Weltkrieges soll zwar von den Briten runter ans Meer eine Treppe angelegt worden sein. Die oberen Stufen sehen wir, wie die letzten zehn Höhenmeter zurückgelegt werden allerdings nicht. Wir halten uns an die "Zutritt verboten"-Weisung und verspüren nicht wie andere Touris den Wunsch, unten auf den Felsen rumzuklettern.
Zum Znacht gibt es unseren letzten mitgebrachten Kartoffelstock mit Rahmsauce, dazu haben wir noch einige Oliven übrig. Das Glas wandert anschliessend in den Abfall, wie auch die Bierdose, die unsere Gastgeberin uns auf den Tisch gestellt hatte. Recycling gibt es nicht. Für uns immer noch ungewohnt, aber für 50'000 Einwohner und rund 100'000 Touristen pro Jahr (inzwischen wohl einige mehr) wäre das wohl nicht wirtschaftlich und wie ökologisch sinnvoll es ist, das Wertstoffgut nach Dänemark zu schippern, ist fraglich. Wenige Tage nach unserer Ankunft fragten wir uns, wie das mit dem Abwasser funktioniert. Ein Einheimischer erklärt uns, dass dieses ins Meer geleitet wird.