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Roger Federer schaffte es im Wimbledon-Viertelfinal schon zum zehnten Mal in seiner Karriere: Trotz 0:2-Satzrückstand noch zu siegen. Er wehrte drei Matchbälle von Marin Cilic ab und zog in den Halbfinal ein.
Bei seinem US-Open-Debüt geht Roger Federer bereits im ersten Match über die volle Distanz. Als Weltnummer 40 besiegt er den Niederländer Peter Wessels, nachdem dieser im fünften Satz wegen eines verstauchten Knöchels verletzungsbedingt aufgeben muss. Federer sagt nach dem Weiterkommen: «Es sah furchtbar aus, wie er sich verletzte. So richtig freuen kann man sich über diesen Sieg nicht.» Der junge Schweizer kommt zwar noch eine Runde weiter, doch in der dritten Partie ist gegen Juan Carlos Ferrero Endstation.
Ein Sandspezialist war Roger Federer auch im Jahr 2001 nicht, doch in der zweiten Runde des French Opens zeigte er, dass er kämpfen kann und auch auf dem Clay-Court nicht zu unterschätzen ist. Der Armenier Sargis Sargsian erfährt dies an eigenem Leib und muss nach einem 9:7 im fünften Satz die Segel streichen. Der Münchensteiner behauptet nach dem Match stolz: «Das Wichtigste ist, dass ich gut gekämpft und Charakter gezeigt habe.» Der 19-jährige Rookie zeigt auch in der Folge ein ansprechendes Turnier und scheitert erst im Viertelfinale an Alex Corretja.
Im Final der Players Championships von Key Biscane stehen sich Rafael Nadal und Roger Federer zum erst zweiten Mal in ihrer Karriere gegenüber. Es sollte dies der Startschuss zu einer Rivalität werden, welche die Sportwelt so noch selten gesehen hat. Federer liegt im dritten Satz mit 1:4 zurück, kann den Schalter aber gerade noch umlegen und ringt den 18-jährigen Spanier nach 223 Minuten hartem Kampf in die Knie. Federer gewinnt somit seinen 18. Final in Folge. Was für eine Serie!
Im Achtelfinal des Australian Open 2009 zeigt der dreifache Turniergewinner gegen Thomas Berdych eine Parforce-Leistung. Nach dem Match lässt er das Publikum wissen: «Ich geniesse solche Kämpfe. Ich spiele nicht oft fünf Sätze.»
Das Ende der Australian-Open-Ausgabe 2009 ist weit weniger erfreulich. In einem der besten Tennisspiele überhaupt kassiert Federer im Finale eine der bittersten Niederlagen seiner Karriere. Nach der verlorenen Fünfsatz-Schlacht gegen Erzrivale Nadal wird der Baselbieter von seinen Emotionen überwältigt und bricht in Tränen aus. Falls Sie eine masochistische Ader haben und sich die wohl traurigste Siegerehrung der Tennisgeschichte nochmals anschauen möchten, bitte sehr: hier geht's zum Video.
Rafael Nadal verliert das erste und einzige Mal in seiner bisherigen Laufbahn ein Spiel an den French Open. Endlich ist der Weg für Federer frei, Roland Garros zu gewinnen. Gegen Tommy Haas gerät er allerdings arg in Bedrängnis, er wird vom Deutschen fast aus dem Turnier gekippt. Wäre da nicht die eine legendäre Vorhand inside out im dritten Satz (im Video bei: 6:44) gewesen, es wäre wohl nichts mit Federers einzigem French-Open-Triumph geworden.
Federer reist 2010 als Titelverteidiger nach Wimbledon und will nach den Australian Open auch den Sieg in London holen. In der ersten Runde kommt es allerdings beinahe zum Super-Gau. Gegen den Kolumbianer Alejandro Falla liegt er 0:2 zurück und muss im vierten Satz einen Matchball abwehren, ehe er im fünften Satz den Sack zumachen kann. Der Tennis-Maestro kommt auch in der Folge nicht auf Touren und kann den Titel nicht verteidigen. Im Viertelfinale scheitert er in vier Sätzen an Thomas Berdych.
Nach zwei höchst durchzogenen Sätzen startet Federer wie verwandelt in den dritten Durchgang. Juan Martin Del Potro weiss nicht, wie ihm geschieht, verliert neun Games in Folge und wird regelrecht vom Platz geballert. Weiter als bis ins Halbfinale kommt der Schweizer indes nicht. In den Semis wird er in drei Sätzen von einem entfesselten Novak Djokovic in die Schranken gewiesen.
In Wimbledon 2012 holt Roger Federer seinen vorläufig letzten Grand-Slam-Titel. Bevor er im Finale gegen Murray reüssieren und den 17. Major-Pokal seiner Karriere in die Höhe stemmen kann, muss er aber harte Arbeit verrichten. In der dritten Runde gegen Julien Benneteau trennen ihn zwei Mal nur zwei Punkte vom Turnier-Aus.
Der Franzose führt gegen unser Tennis-Ass mit 2:0 in Sätzen, hat zwei Matchbälle, kann sich aber trotzdem nicht durchsetzen. (Hier gibt es die entscheidenden Szenen als GIF.) King Roger hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur ein filigraner Techniker und eleganter Athlet ist, sondern dass er auch kämpfen kann. Und wie!
Das Stängeli ist voll. Marin Cilic, der US-Open-Sieger 2014, serviert in den ersten beiden Sätzen bärenstark. Doch Federer fightet sich in die Partie zurück. Im vierten Satz muss er drei Matchbälle des Kroaten abwehren. Nun trifft der Schweizer am Freitag im Halbfinal auf den Kanadier Milos Raonic.