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Bosch und Liechti waren im März 2015 wegen versuchter qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung zu je 36 Monaten Gefängnis verurteilt worden, sechs Monate davon unbedingt. Nach dem Rückzug ihrer Berufung sind die Urteile nun rechtskräftig, wie das Obergericht des Kantons Bern mitteilt.
Bosch war auf dem Höhepunkt seiner Karriere Chefredaktor des «Blick» und später auch Verwaltungsrat der Swiss. Er und sein Vizepräsident Liechti hatten im Sommer 2010 den knapp 400 KPT-Mitarbeitenden, die Aktien des Unternehmens hielten, ein Rückkaufangebot gemacht. Die ursprünglich für 28 und später für 40 Franken ausgegebenen Aktien sollten für 600 Franken zurückgekauft werden. Teilweise waren die Aktien 2009 auch als Bonus an die Angestellten verteilt worden. Mehr als ein Viertel der Aktien war jedoch für Geschäftsleitungsmitglieder und Verwaltungsräte reserviert – einige von ihnen wären auf einen Schlag Millionäre geworden.
Aus der wundersamen Geldvermehrung wurde jedoch nichts: Im Sommer 2010 erfuhr die Finanzmarktaufsicht (Finma) von der Absicht der KPT, mit der Sanitas zu fusionieren und damit auch von dem Rückkaufprogramm. Sie untersagte darauf den Rückkauf der Aktien und blockierte die dafür und für die Fusion mit der Sanitas vorgesehene Summe von rund 75 Millionen Franken. Der obersten Führung der KPT legte die Finma nun insbesondere zur Last, dass sie sich im Frühling 2010 noch eine weitere Tranche Aktien zuteilte, als eine Fusion bereits absehbar war. Die Finma belegte Bosch und Liechti deshalb bereits im Januar 2012 mit einem vierjährigen Berufsverbot und veranlasste, dass die beiden je rund 900'000 Franken an die KPT zurückzahlten.
Aktienprogramm wurde zum Verhängnis
Wegen eines umstrittenen Aktienprogramms wurde die Krankenkasse KPT unter Zwangsverwaltung gestellt. Roland Schaer, einer der Urheber der Missstände, bleibt jedoch unbehelligt.