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Kirchen sind eine Ressource für eine vielfältige, offene und vernetzte Gesellschaft, so das Ergebnis einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD. Die interdisziplinäre Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Kirche und politischer Kultur.
Politische und soziale Spannungen der Gesellschaft prägten auch das Gespräch in der evangelischen Kirche, so die dazu veröffentlichte Medienmitteilung. Deshalb bestehe eine wichtige Aufgabe der Kirche darin, gute Gespräche darüber zu gestalten, worauf man sich einigem solle und wo man sich abgrenzen müsse.
Die Studie zeige, wie in verschiedenen Kontexten auf vorhandene Bilder des Fremden oder der Eliten oder des Nächsten zurückgegriffen werde. Damit würden Handlungsansätze für die evangelische Kirche in ihren Gemeinden, in ihren Internetdiensten, in der alltäglichen Begegnung erkennbar, aber auch die Grenzen des möglichen Diskurses.
Die Studie stelle fest, dass Menschen, bei denen der Glaube im Leben eine zentrale Rolle einnehme, gegenüber Geflüchteten, Musliminnen und Muslimen und anderen Gruppen weniger Vorurteile hätten als die Bevölkerung im Durchschnitt, aber stärkere Vorurteile gegenüber der sexuellen Vielfalt.
Gemeinden stünden vor der Aufgabe, ihre Arbeit so auszurichten, dass Aufgeschlossenheit gestärkt und Vorurteile abgebaut würden. Umso wichtiger sei es, dass Gemeinden sich auch mit politisch-kulturellen Themen auseinandersetzten.