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Eher zufällig als beabsichtigt habe ich in Sitges an der Preisverleihung der European Fantastic Film Festivals Federation teilgenommen. In einer recht überschaulichen Zeremonie (ohne grosses Tamtam) wurden die Preise übergeben. Der Méliès d’Or für den besten Europäischen Fantastischen Spielfilm ging heuer an Alex de la Iglesia, der mit seinem Film Balada Triste de Trompeta die Jury in Sitges überzeugt hat. Der Méliès d’Or für den besten Kurzfilm ging Jeroen Annokkee aus Holland für seinen Kurzfilm Suiker (Sugar).
Das Auswahlverfahren für den Méliès d’Or ist etwas komplizierter (um nicht zu sagen europäischer) als man sich das gewohnt ist. Während eines Jahres wählen die der Federation angeschlossenen Festivals ihren Favoriten, der dann mit einem Méliès d’Argent ausgezeichnet wird und automatisch für den Méliès d’Or nominiert wird. Die folgenden Festivals schicken ihre Favoriten ins Rennen: Leeds (UK), Trieste (I), Brüssel (B), Amsterdam (N), Neuchâtel (CH), Espoo (FI), Strasbourg (FR), Lund (SW) und Sitges (SP). Das NIFFF hat dieses Jahr z.B. den norwegischen Film The Trollhunter ins Rennen um den Méliès d’Or geschickt. Das Verfahren für den Méliès d’Or für den besten Kurzfilm ist ähnlich, mit der Ausnahme dass alle Mitglieder der Federation ihre Favoriten nominieren lassen können. Ihr seht also, das Ganze ist reichlich EU-konform (was ja auch eine gute Sache ist), führt dann aber leider dazu, dass bei verschiedenen Reden immer wieder auf diesen europäischen Charakter hingewiesen wird. Die Simultanübersetzungen ins Englische hat hingegen weniger gut funktioniert, als man sich das von einer «wir sind Europäer»-Organisation gewünscht hätte. So kann ich leider wenig bis gar nichts weitergeben kann, was denn die Dankesreden der Gewinner anbelangt.