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« Bekanntlich hat die Pandemie die Gesellschaft hart getroffen und das Leben aller Menschen hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Auf sportlicher Ebene mussten alle Clubs und Leistungszentren ihre Türen schließen, alle Veranstaltungen wurden entweder abgesagt oder verlegt. Noch vor wenigen Monaten undenkbar, wurden die Olympischen Spiele auf Juli 2021 verschoben. Ein neues Qualifikationsverfahren wird derzeit vom Internationalen Judo Verband (IJF) entwickelt und weitere Turniere werden hinzukommen. Es wird darauf ankommen, flexibel zu sein, sich anzupassen und diese Frist als Chance zu sehen, es besser zu machen.
In den letzten Wochen gab es auch einige Überlegungen zu den längerfristigen Zielen. Ich beziehe mich auf die Olympischen Spiele in Paris im Jahr 2024, deren Olympischer Zyklus durch die Verschiebung der Spiele in Tokio verkürzt wird. Ich möchte euch auf diesem Weg einige wichtige Informationen über die Organisation des Leistungssportpersonals mitteilen.
Es ist unerlässlich, schon heute mit der Vorbereitung für die Zukunft zu beginnen. Die neue Organisation innerhalb der Abteilung Leistungssport wird schrittweise aufgebaut, um die Vorbereitung unserer Athleten zu optimieren und so unsere Erfolgschancen für die Zukunft zu erhöhen (Paris 2024 / Los Angeles 2028).
Folgende, konkrete Massnahmen sind nun geplant. Zum einen geht es um die Unterstützung unserer besten Judoka im Rennen um Tokio 2021, indem das Training einer Gruppe von hochkarätigen Athleten aus dem Grand-Slam- und dem Elite-Kader sichergestellt wird, damit sie sich schon jetzt auf die Zukunft vorbereiten können. Weiter soll eine besser angepasste Betreuung unserer noch in der Entwicklung befindlichen U23-Judoka eingeführt werden. Darüber hinaus werden wir unser Engagement für die Nachwuchsathleten verstärken, um sie bestmöglich zu entwickeln.
Auch der Trainerstab wird umstrukturiert, um im Hinblick auf künftige große Meisterschaften eine einheitliche, komplementäre und möglichst effiziente Mannschaft aufzubauen. Der Vertrag von Giorgio Vismara endet wie geplant am 31. Dezember 2020.
Die Sperre wird nun schrittweise gelockert und das Bundesamt für Sport erarbeitet derzeit zusammen mit Swiss Olympic ein Konzept für eine Rückkehr zum Sport, das im Mai dem Parlament vorgelegt werden soll. Dies ist der Zeitpunkt, um durchzuhalten und nicht nachzulassen, sowohl beim Training als auch bei den verschiedenen Hygienemaßnahmen.
Ich wünsche euch viel Stärke und Mut in dieser Zeit. »
– Dominique Hischier