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Das Festival gibt nur einen kleinen Einblick in die baltische Gegenwartsliteratur. Was lohnt es sich sonst zu lesen, von früher und heute? Mit welchen Büchern sind sie selber gross geworden, welche Werke lesen sie immer wieder? Die ans Festival eingeladenen Autor*innen stellen uns ihre Lieblingsbücher vor.
Semjon Hanin ist ein auf Russisch schreibender lettischer Dichter und Performance-Künstler. Er ist Gründungsmitglied von Orbita, einer multimedial agierenden Gruppe russischsprachiger Dichter und Künstler aus Lettland, die national wie international Aufmerksamkeit findet. Als Verleger und Übersetzer spielt er ausserdem eine sehr wichtige Rolle in der vielsprachigen lettischen Literaturlandschaft.
Jānis Joņevs debütierte 2013 mit dem autobiografisch inspirierten Coming-of-Age-Roman «Jelgava 94», der in Lettland zum Bestseller avancierte und mehrfach ausgezeichnet wurde.2014 veröffentlichte Jonevs ein Kinderbuch, 2020 erschien die Kurzgeschichtensammlung «Tīģeris». Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Jānis Joņevs auch als Werbetexter, Kulturjournalist und Übersetzer aus dem Französischen. So übertrug er u. a. Ágota Kristófs »Le grand cahier« ins Lettische.
Krista Anna Belševica, *1993, ist eine lettische Autorin, Forscherin und Projektkuratorin. In dem Forschungsprojekt «Baltische Peripetien» befasst sie sich mit Revolutionen im Erzählen befasst, kuratiert in der Zwischenzeit Literaturperformances in Riga und arbeitet an ihrem ersten Roman.
Der Lyriker, Kulturtheoretiker und Übersetzer Hasso Krull lehrt an der Universität Tallinn. In seinen Gedichten mit zahlreichen intertextuellen Bezügen gibt es Referenzen zur estnischen Mythologie, Literaturtheorie und zu anderen Kunstformen wie z.B. Jazz. Krull übersetzt aus sechs europäischen Sprachen und gibt eine Internetzeitschrift mit Lyrikübersetzungen ins Estnische heraus.