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Die französische Rechtsaussenpartei von Marine Le Pen hat in der ersten Runde der Regionalwahlen deutliche Einbussen eingefahren. Die Rassemblement National (RN/früher: Front National) landete am Sonntag mit etwa 19 Prozent der Stimmen nur auf Platz zwei, wie der französische TV-Sender France 2 unter Berufung auf erste Hochrechnungen berichtete. Stärkste Kraft wurde demnach das bürgerlich-konservative Lager mit gut 28 Prozent der Stimmen. Präsident Emmanuel Macrons Partei LREM schaffte gerade noch den fünften Platz.
Im südöstlichen Provence-Alpes-Côte-d'Azur allerdings holte Thierry Mariani von der Rassemblement National (RN/früher: Front National) nach Zahlen des Innenministeriums vom Montag als stärkster Kandidat 36,4 Prozent der Stimmen. Demnach landete der Konservative Renaud Muselier mit 31,9 Prozent deutlich auf Platz zwei hinter dem ehemaligen Minister in der konservativen Regierung von Nicolas Sarkozy.
Noch hat aber kein Lager die Region für sich gewonnen. Wer am Ende die Mehrheit holt, wird in der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag entschieden.
Zur zweiten Runde können sich Parteien nun zu neuen Bündnissen zusammenschliessen, um mehr Stimmen auf sich zu vereinen. Beobachter gehen davon aus, dass Linke, Liberale und Konservative sich im Kampf gegen den Rechtsaussenkandidaten Mariani zusammentun werden.
Ein Dorn im Auge ist dabei aber für viele der grüne Kandidat Jean-Laurent Félizia, der in Provence-Alpes-Côte-d'Azur auf Platz drei landete. Er hatte erklärt, auch in der zweiten Runde antreten zu wollen. Seine Parteispitze drohte ihm mit einem Rauswurf, sollte er die Ankündigung wahr machen. Auch aus den anderen politischen Lagern hiess es, ein solches Verhalten sei unverantwortlich.
Landesweit kam RN in der ersten Runde der Regionalwahlen am Sonntag Hochrechnungen des Instituts Ipsos/Sopra Steria zufolge auf etwa 19 Prozent der Stimmen und wurde hinter dem bürgerlich-konservativen Lager zweitstärkste Kraft.
Bei den vergangenen Regionalwahlen im Dezember 2015 hatte die Partei in der ersten Runde mit 27,7 Prozent der Stimmen in Führung gelegen. In der zweiten Runde verpasste sie es dennoch, erstmals eine der Regionen für sich zu gewinnen. (sda/dpa)