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Ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Hier durchdringen sich Prosa und Drama, Theatralisches und Poetisches, Geschichtliches und Persönliches.
Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« dessen Vorfahren: die Grosseltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? Entwirft er das Geschichtsdrama der ewigen Verlierer? Oder wendet er sich, erzählend-dramatisch, zurück zur eigenen Biographie, deren Voraussetzungen und Folgen?
Wollte ich ein literarisches Werk Peter Handkes beurteilen, käme dies einer unzulässigen Anmaßung gleich. "Immer noch Sturm" habe ich mit großem Interesse gelesen, weil es die Ereignisse im gemischtsprachigen Kärntner Jaunfeld in der NS-Zeit und die eigene Familiengeschichte des Autors zum Thema hat.