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Allen Schwangeren wird in der Mitte der Schwangerschaft (25.-27. Woche) ein sogenannter Zuckertest angeboten. Dies ist ein Provokationstest, bei dem die Schwangere 300 ml einer aromatisierten Zuckerlösung trinkt (auf nüchternen Magen), dann wird nach einer und nach zwei Stunden in einer Blutprobe der Blutzucker gemessen. Der Blutzucker ist natürlich durch die Zuckermahlzeit angestiegen.
Wenn der Anstieg innerhalb eines gewissen Rahmens bleibt, ist alles o.k.
Wenn der Blutzucker auch nur mit einem dieser Werte zu hoch gemessen wird, liegt eine gestörte bzw. unzureichende Zuckerverstoffwechselung vor und es wird von einem Gestationsdiabetes oder Schwangerschaftsdiabetes gesprochen. Ein erster Zuckerwert wird zusätzlich bereits nüchtern bestimmt. Wenn dieser Wert sehr niedrig ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dennoch ein Gestationsdiabetes besteht, so gering, dass auf die gesamte weitere Testdurchführung verzichtet werden kann. Dann darf bereits nach der der ersten Blutprobe das mitgebrachte Vesper verzehrt werden und der gesamte Test ist fertig, bevor er angefangen hat.
Alle anderen Schwangeren müssen mit gut 2 Stunden Aufenthalt in der Praxis rechnen und können erst nach der 2-Stunden-Blutentnahme wieder essen und trinken bzw. nach Hause gehen.
Die Testergebnisse erfahren Sie sofort. Der Test wird nach WHO-Standard durchgeführt.