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Ich korrigiere an die 1000 schriftliche Tests im Jahr. Und je-des-mal frage ich mich, ob ich nun
a) pro Frage korrigieren
b) pro Person korrigieren
soll.
Wenn ich pro Frage korrigiere hat das den Vorteil, dass meine Abweichungen gering sind und die Gefahr der Interpretation minim, weil ich kaum merke, wessen Test ich in der Hand habe. (Ich und wohl auch andere Lehrerinnen und Lehrer interpretieren bei starken Lernenden eher die richtige Antwort in ein Gekritzel als bei schwachen. Es ist ein ständiger Kampf gegen sich selber, das nicht zu tun.)
Wenn ich pro Person korrigiere, hat das den Vorteil, dass meine Kommentare passend und für die Lernenden hilfreich sind. Hingegen lässt meine Konsequenz und die Konzentration, die ich brauche, um die Antworten aller gleich zu bewerten, nach. Ich muss die Beige noch einmal in der Gegenrichtung durchgehen, um meine Abweichungen zu bemerken. (Ich korrigiere auf eine Kommastelle und zum Glück ist das bei den meisten Usus. Denn Kolleginnen und Kollegen die auf x Kommastellen hinter der Note korrigieren, gaukeln eine Präzision vor, die es nicht geben kann.)
Und weil ich nach 10 Jahren immer noch nicht weiss ob a) oder b), wechsle ich mit beiden Methoden einfach ab. Vielleicht ist sie das ja, die Antwort.
Testkorrekturen
Ich korrigiere an die 1000 schriftliche Tests im Jahr. Und je-des-mal frage ich mich, ob ich nun
3 Gedanken zu „Testkorrekturen“
Ich kenne das Problem auch, verfolge aber meist ein Mischsystem: Da meine Prüfungen oft in zwei oder drei Teile gegliedert sind, korrigiere ich jeden Teil separat. Bei der Variante b) sehe ich zudem noch einen Vor- und einen Nachteil. Der Vorteil ist, dass man unter den Fragen etwas ausgleichen kann: Wenn ich bei 2. etwas streng war, bin ich vielleicht bei 4. eher nachsichtig. Oder es gibt einen Zusatzpunkt, weil jemand allgemein originelle Beispiele gebracht hat. Ein Nachteil ist: Nach zwei oder drei guten Arbeiten, hat’s die folgende immer schwieriger, nach drei schlechten dagegen gibt’s oft schon für eine mittelmässige Arbeit viele Punkte. Aber Deine Variante, abzuwechseln, muss ich mir auch mal überlegen. Nur finde ich es eher mühsamer, Aufgabe für Aufgabe zu korrigieren.
Ja, das mit dem Ausgleich ist ein wichtiger Hinweis! Das mache ich auch, wenn ich mehrteilige Tests mache oder manchmal auch, wenn die geschlossenen Fragen ein hohes Niveau hatten, dann bin ich bei den offenen Fragen toleranter und belohne genau wie du auch Originalität.
Ich denke, ab und zu Aufgabe für Aufgabe zu korrigieren ist schon nützlich. Auch weil man dann viel besser merkt, wenn man eine blöde oder schlecht formulierte Aufgabe gestellt hat.
Pro Person, weil es schneller geht.
Aber zwischendurch Vergleiche ziehen.