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ETH Hönggerberg
Beschreibung
Auf dem Sattel zwischen Hönggerberg und Käferberg liegt der Campus der ETH Hönggerberg mit den Abteilungen Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Architektur, Bauingenieurwesen und Biologie. Die Freiräume des Campus, wie der Steinersche Garten oder das zentrale Forum sind gut mit dem umgebenden Naherholungsgebiet vernetzt, einer sanft gewellten Glaziallandschaft mit landwirtschaftlicher Nutzung, einem Netz von Flurböschungen, schmalen Wassergräben und Obstgärten.
Entwicklung
Seit den 1960er-Jahren wurden aus Platzmangel im Hochschulgebiet verschiedene Abteilungen auf den Sattel zwischen Hönggerberg und Käferberg verlegt. Der Landerwerb von 46 Hektaren wurde 1959 von National- und Ständerat aufgrund einer Bebauungsskizze von Professor Albert Heinrich Steiner beschlossen. Die erste Etappe nach dem Entwurf von Professor Steiner und Architekt Gehrig wurde Ende der 1970er-Jahre fertiggestellt. Die zweite Ausbauetappe erfolgte von 1972 bis 1976 nach den Plänen des Architekten Max Ziegler und Eric Lanter. Die dritte Ausbauetappe wurde 1988 mit der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs für den Richtplan eingeleitet, welcher in der Weiterbearbeitung vom Team des Architekten Ben Huser-Serio gewonnen wurde. Den Wettbewerb für die dritte Etappe gewannen 1990 die Architekten Mario Campi und Franco Pesina. Nach einem Rekurs Steiners, der schlussendlich 1994 vom Bundesgericht abgewiesen wurde, fand der Ausbau des Hönggerbergs mit dem Bau der dritten Etappe von 1996 bis 2004 seinen vorläufigen Abschluss.
Die Zustimmung zum Masterplan Sience City im Jahre 2006 durch den Gemeinderat und die Festsetzung der Sonderbauvorschriften im Herbst 2007 waren Abschluss einer längeren Planung und der Beginn einer neuen Kultur auf dem Hönggerberg.
Science City soll eine Stadt des Wissens und der Denkkultur werden, die neben der Weiterentwicklung des Schul- und Forschungsbereichs insbesondere auch das ETH-bezogene Wohnen umfasst. Science City ist nicht primär ein Bauprojekt, sondern ein Transformationsprojekt für die ETH. Der Masterplan wurde zusammen mit den Strategien für die Finanzierung, die Unterstützung der Mobilität, die Verbesserung der Verkehrsanbindung und den Schutz der Landschaft entwickelt.
Neben den städtebaulichen Themen und der Erschliessung befasst sich der Masterplan von Professor Kees Christiaanse auch mit dem Umgang von Freiraum und Landschaft. Der Masterplan gliedert den Freiraum in drei unterschiedliche Arten von platzartigen Räumen und in drei Arten von linearen Räumen und formuliert Massnahmen zur sorgfältigen Integration der Überbauung in die sensible landschaftliche Umgebung.
Nutzung
Naherholungsgebiet mit öffentlich zugänglichen Plätzen und Gärten.
Besonderes
Von dem Gesamtareal mit ca. 400'000 Quadratmetern sind etwa 180'000 Quadratmeter naturnahe Fläche.
Die Stiftung Natur & Wirtschaft zeichnete die Bemühungen der ETH, mit Science City einen öffentlichen Ort zu schaffen, der sowohl einen beträchtlichen Erholungswert hat und sich darüber hinaus nahtlos in den Naherholungsraum Hönggerberg/Käferberg einfügt, mit dem Qualitätslabel «Naturpark» aus .
Im Jahr 2004 schuf die ETH für die Studierenden einen Alpengarten mit Alpenpflanzenlehrpfad, der für Forschungs- und Experimentierarbeiten genutzt werden kann. Fast alle der rund 150 Alpenpflanzen stammen von Naturstandorten.
Auf dem Areal befindet sich ausserdem ein Medizingarten mit Pflanzen, die für medizinische Zwecke kultiviert werden.
Wegbeschrieb
Wolfgang-Pauli-Strasse
Bus Nr. 80 bis ETH Hönggerberg