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Homonyme: Umgangssprachlich: Verweis auf ein Ziel beispielsweise eines Briefes als Wohnort des Empfängers, das, was auf dem Briefumschlag steht.
Als Adresse bezeichne ich einen "Datensatz", der das Ende eines Kanals lokalisiert und so die Empfänger-Schnittstelle eines Signals bestimmt. Die Adresse bezeichnet eine Systemgrenze unter dem Gesichtspunkt einer strukturellen Koppelung.
Die Zuordnung des Datensatzes zum Kanal erfolgt als mehr oder weniger implizite Vereinbarung.
Der eigentliche Adressierungsfall ist implizit. Im Bus erfolgt die Adressierung in Form einer sekundär lesbaren Adressen. Die Schnittstelle des Busses wird so konstruiert, dass sie Zeichen lesbar ist, wodurch die Schnittstelle eine Bezeichnung hat (siehe Programmiersprache).
Der typische Vereinbarung-Fall ist die Bezeichnung eines Objektes durch eine Adresse, die eine Instanz eines Formular(objektes) darstellt. Ein Haus oder ein Briefkasten (Hauptschlüssel des Formulars) steht an einer bestimmten Stelle (Hausnummer), einer bestimmten Strasse, in einer bestimmten Stadt. Ueber diese Adresse ist ein bestimmter Bewohner des Hauses ansprechbar, das heisst, man kann einen Brief hinschicken, wobei der Empfänger eine durch die Anschrift bezeichnete Person ist, die durch die Adresse bestimmt und anschreibbar wird. Die Person M. Müller in Hamburg ist eine andere Person, als M. Müller in Zürich und ich kann beiden einen Brief schreiben.
Eine integriertere Variante ist die Telefon-Nummer. Beim Brief und beim Telefon, weiss ich nicht, welche Person ich erreiche, beim Brief weiss ich nicht einmal, ob er überhaupt irgendwo ankommt.[]
Man kann die Adresse auch invertieren. Eine Inversion - allerdings eine versozialisierte - gibt P. Fuchs:
Ein wichtiges Ergebnis dieser Asymmetrisierung ist, daß Organisationen, die hierarchisch strukturiert sind, eine repräsentierbare Identität entwickeln. Sie sind, wie man in dieser Theorie formulieren kann: sozial adressabel, dies dann in Differenz zur Gesellschaft und ihren Funktionssystemen, die allesamt nicht adressiert, nicht kommunikativ erreicht werden können.20 Die soziale Adressabilität ist die Bedingung der Möglichkeit dafür, daß Systemen ‚Handlungen’, insbesondere ‚Mitteilungshandeln’ kommunikativ zurechenbar ist, oder anders: Bedingung der Möglichkeit für die Partizipation an Kommunikation. Organisationen sind in der Lage, die ‚Leute’ funktional zu substituieren.21 (P. Fuchs [ ]
Hier geht es um Zurechnung statt um Zustellung. (Ermöglichung einer Funktionserfüllung)
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