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Häufig gestellte Fragen zur Nierentransplantation (FAQ)
Eine Nierentransplantation kann bei einer fortgeschrittenen chronischen Schädigung der Nieren notwendig sein. Die häufigsten Gründe für eine Nierenschädigung sind die Zuckerkrankheit (Diabetes) oder ein langjähriger zu hoher Bluthochdruck. Oft kann über eine gewisse Zeit die eingeschränkte Nierenfunktion durch eine regelmässige Blutwäsche (Dialyse) stabilisiert werden. In schweren Fällen muss die Funktion der geschädigten Nieren durch die Transplantation einer Spenderniere ersetzt werden.
Im Anfangsstadium merken die Betroffenen oft nichts davon und können zum Beispiel über Leistungsschwäche und Mündigkeit klagen. In manchen Fällen ist ein frühes Anzeichen von chronischem Nierenversagen häufiges Wasserlassen mit hellem und wenig konzentriertem Urin. Im Anfangsstadium merken die Betroffenen oft nichts davon und können zum Beispiel über Leistungsschwäche und Müdigkeit klagen. In manchen Fällen ist ein frühes Anzeichen von chronischem Nierenversagen häufiges Wasserlassen mit hellem und wenig konzentriertem Urin.
Häufig jedoch treten Symptome einer Nierenerkrankung erst spät auf, beziehungsweise wenn die Einschränkung der Nierenfunktion sehr fortgeschritten ist.
Dies äussert sich mit:
- Müdigkeit
- Wassereinlagerungen
- Rückgang der Urinmenge
- Muskelschmerzen
- Infektanfälligkeit
- Blutarmut
- Magen-Darm-Beschwerden
- Juckende Haut
Die Prognose der Nierentransplantation hängt von vielen Faktoren ab. Zusammenfassend belegen viele wissenschaftliche Studien, dass die Lebensdauer und die Lebensqualität nach einer Nierentransplantation im Vergleich zur Dialyse deutlich besser sind. Mit einem guten Ergebnis nach der Nierentransplantation kann man zwischen 10 und 20 Jahre ohne Dialyse leben. Eventuell muss dann wieder auf eine Dialyse gewechselt werden, bis allenfalls eine weitere Transplantation stattfinden kann.
Vor einer Nierentransplantation sind in einem spezialisierten Transplantationszentrum mit diversen Fachspezialisten normalerweise u.a. folgende Abklärungen notwendig:
- Herzfunktion (Echokardiographie, ggf. Ergometrie)
- Lungenfunktion
- Blutgefässe (Computer-Tomographie)
- Gastrointestinaltrakt (Magen- und Darmspiegelung)
- Mögliche infektiöse Erkrankungen
Diese Abklärungen identifizieren, ob eine Person für eine Transplantation geeignet ist. Falls die Indikation zur Transplantation besteht, kommt die erkrankte Person auf die Warteliste. Bei passendem Spender-Organ (Lebendspende oder Organspende einer verstorbenen Person) wird die Transplantation durchgeführt.
Die Risiken für schwerwiegende Komplikationen bei einer Nierentransplantation sind klein. Abstossungsreaktionen können bei sorgfältiger Organzuteilung häufig vermieden oder frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Patienten können wegen immunsuprimierenden Medikamenten unter einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und Hauttumoren leiden. Ein gutes Krankheits- und Therapieverständnis und gute prophylaktische Massnahmen begünstigen ein gute Langzeitprognose.
Nach einer Transplantation können frühe postoperative Komplikationen auftreten, wie Blutungen, Wundinfekte, Verlust der transplantierten Niere durch Verschluss der versorgenden Blutgefässe (sehr selten), oder späte chronische Komplikationen, wie Abstossung des Organs durch das Immunsystem (aus diesem Grund bekommen transplantierte Patienten Medikamente zur Immunsuppression).
Je nach Blutgruppe wartet man typischerweise zwischen 2 - 5 Jahre an der Dialyse auf eine Nierentransplantation. Eine Transplantation ohne vorgängige Dialyse ist in der Schweiz praktisch nur durch eine Lebendnierentransplantation möglich. Bei einer Transplantation von der Warteliste ist eine Dialysezeit von 1 - 3 Jahren üblich.