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Gewisse Fette sind gut fürs Herz!
Was in unseren Ohren paradox klingt, trifft bei den Omega-3-Fettsäuren tatsächlich zu. Im Gegensatz zu anderen Fetten, die normalerweise in moderaten Mengen konsumiert werden sollten, sind Omega-3-Fettsäuren gut für den Körper im Allgemeinen und für das Herz-Kreislauf-System im Besonderen. Richten wir den Zoom auf diese ganz speziellen Fette
Fette, Öle und Nüsse stehen in der Nahrungspyramide weit oben, direkt unter der Kategorie der nährstoffarmen Kalorienbomben wie Pommes Chips oder Schokolade. Wir sollten deshalb bei Fetten zurückhaltend sein, umso mehr, als 50 bzw. 70% der konsumierten Fette «versteckt» in Produkten wie Gebäck, Fleisch und Fleischprodukten, Milch und Käse usw. sind. Immer und immer wieder hören wir es: Fette sind schlecht für das Herz und die Arterien und begünstigen eine Gewichtszunahme. Gleichzeitig wird seit einigen Jahren ausdrücklich empfohlen, mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu konsumieren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, weil diese das Herz-Kreislauf-System stärken.
Weshalb Omega-3-Fettsäuren?
Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in fettreichem Fisch, Rapsöl und Nüssen enthalten. Es handelt sich dabei insbesondere um Alpha-Linolensäure (eine sogenannte essentielle Fettsäure, d. h. eine Fettsäure, die der Körper nicht selber herstellen kann, sondern über die Ernährung aufnehmen muss) sowie um Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Die Forschung versucht seit vielen Jahren, den Wirkmechanismen von Omega-3-Fettsäuren im Körper auf die Spur zu kommen. Nachdem verschiedene Prozesse auf Zellebene geklärt wurden, scheint gesichert, dass EPA und DHA wirksam vor HerzKreislauf-Erkrankungen schützen, indem sie das Risiko für Herzerkrankungen, plötzlichen Herztod und ischämische Schlaganfälle senken. Wichtig ist auch das Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3, damit sich die Qualitäten von Omega-3 optimal entfalten. Im Gegensatz zu EPA und DHA haben Omega-6-Fettsäuren (z. B. in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl oder Weizenkeimöl) einen negativen Einfluss auf verschiedene Risikofaktoren für Herz-KreislaufErkrankungen. Aktuell liegt das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Säuren in der Ernährung der Schweizer Bevölkerung bei schätzungsweise rund 10:1, ideal wäre ein Verhältnis von 5:1. Fazit: Wir sollten mehr Omega3-Fettsäuren und weniger Omega-6 zu uns nehmen.