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Deine Mentale Verfassung hat einen enormen Einfluss auf:
- Leistungsfähigkeit
- Technik
Die grundlegenden Muskelbewegungen mit dem Verstand zu erfassen ist dabei für den Tänzer eine wichtige Voraussetzung dafür, um sich vor seinem inneren Auge vorstellen zu können, wie sich eine Bewegung schneller oder klarer ausführen lässt.
Dies ist ein wichtiger Schritt für die konkrete Umsetzung in der Praxis!
Wie oft übst du z. B. einen Level Change (tief in die Knie mit aufgerichtetem Becken sowie senkrechter Oberkörperhaltung)? Wie oft spürst du dabei eine Art Sperre anhand mangelnder Balance der Körpermitte oder zu wenig Kraft in den Beinen, die dich daran hindert, ruhig, kraftvoll und mit senkrechtem Oberkörper runter und wieder hoch zu kommen?
Nutze deine Vorstellungskraft, um diese Barriere zu überwinden! Wie könnte es sich anfühlen, wenn du deine Balance und Muskeln optimal beherrschst und völlig angstfrei den Level Change ausführen könntest?
Visualisierung:
Gestalte dein Training effektiver, arbeite mit unterschiedlichen mentalen Techniken wie Visualisierung oder Simulation!
Bilder von Positionen und Bewegungsabläufen im Kopf hervorrufen, ohne eine Bewegung tatsächlich auszuführen!
Durch kontinuierliches Körpertraining kannst du damit physiologische Veränderungen erzielen und deine Leistung nach und nach steigern. Es geht darum, ausschliesslich einfach und positive Bilder zu visualisieren und sich während der Übung ganz auf seine Mitte zu konzentrieren, um unerwünschte Spannungen im Körper abzubauen.
Stelle dir vor, was dein Körper tun soll – und lasse keinerlei negative Gedanken zu. Vom dem Bewegungspädagogen Eric Franklin, dem Meister der Visualisierung, stammt das wunderbare Bild vom „Einpflanzen eines positiven Gedankens, um ihn dann wachsen zu lassen“. Nimm dir täglich etwas Zeit, um an einem ruhigen Ort mit geschlossenen Augen deinen inneren Bildern nachzuspüren. Stelle dir den Tänzer vor, der du sein möchtest, wie du dich mit Leichtigkeit und Können bewegst. Konzentriere dich auf die Klarheit deiner Bewegungen und kontrolliere jede deiner Kombinationen. Du siehst es genau vor deinem geistigen Auge, du hörst die Musik – und du fühlst, wie dein Körper die Sequenzen präzise ausführt. Du musst die Bewegungen nur noch real umsetzen. Konzentriere dich auf deine Technik und trainiere die Verbindung zwischen dem Vorgestellten und deiner Muskulatur:
Um dein Ziel zu erreichen, musst du Körper und Verstand gezielt einsetzen!
Abbau von Spannung:
Die mentale Einstellung des Tänzers: Sie beeinflusst das Ergebnis seiner Arbeit wesentlich. Leitet ein Tänzer z. B. eine Drehung bereits mit Spannung im Oberkörper ein, weil er fürchtet, das Gleichgewicht zu verlieren, wie soll er dann die Drehung perfekt ausführen können?
Stelle dir für diesen konkreten Fall viele gelungene Drehungen (z. B. die indischen Tribal Drehungen oder Déboulées) um ein stabiles und ruhiges Zentrum vor! Trainiere mental für deine perfekte Drehung und geniesse in deiner Vorstellung die Drehung – ohne jede Angst vor einem Misserfolg! Atme dabei ruhig und gleichmässig und lasse dich in der Bewegung von deinem Atemrhythmus leiten.
Die besten Tänzer stehen mit sich selbst in einem positiven Dialog, um sich immer wieder neu zu motivieren. Dadurch lassen sich Spannungen im Körper abbauen und Bewegungen mit grösserer Leichtigkeit ausführen. Denke stets daran, eine gesunde Verbindung zwischen Körper und Verstand zu schaffen. Akzeptiere dich selbst – so einfach ist das. Sei stark und spreche dir immer wieder Mut zu: Du schaffst das! Vielleicht plagen dich Kritik und Zweifel: Wenn du den Tanz liebst und deine Technik verbessern willst, dann musst du lernen, die negativen Gedanken auszuschalten und selbstbewusst an dich zu glauben!
Zum Beispiel bei Übungen Kräftigung im Warm Up und Stretching im Cool Down:
Stelle dir während der Übungen vor:
– dein Nacken ist entspannt!
– deine Körpermitte ist stabil!
Dies gilt es zu verinnerlichen und in deine Tanztechnik (Tribal Fusion, Bauchtanz, Modern Dance etc.) zu integrieren.
Schicke diese positiven mentalen Bilder vor dem Training, Proben und Shows durch deinen Körper! Du wirst spüren, wie du dich technisch weiterentwickeln und dass du mit weit weniger unerwünschter Spannung im Körper arbeiten kannst!
Setze diese positiven Bilder ein, wo immer es geht, denn auch der Geist muss ständig trainiert werden. Lasse keinesfalls zu, dass sich destruktive Gedanken einschleichen und deine Technik sabotieren.
Bei Fragen kannst du dich gerne an mich wenden!
Quellenangaben:
- „Dance ANATOMIE“ von Jacqui Greene Haas, Copress Verlag
- Eigene Dokumente meiner Ausbildung zur Tanzpädagogin