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Der Herd hinter den quälenden Regelschmerzen
Autor: Clara Meier | Branded Content
Ob Störungen des Menstruationszyklus, bakterielle Vaginose oder das sogenannte prämenstruelle Syndrom, das mit den so typischen körperlichen Beschwerden in den Tagen vor Menstruationsbeginn einhergehen kann: Es gibt eine Reihe von gynäkologischen Erkrankungen, die Frauen zu schaffen machen – so auch die Endometriose, bei der sich Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln. Von diesen gutartigen Wucherungen, die von der ersten Regelblutung bis zu den Wechseljahren auftreten können, sind in erster Linie die Organe im Becken betroffen. Die Symptome reichen von sehr starken Schmerzen bei der Regelblutung über chronische Unterbauchbeschwerden bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Stuhlgang oder Wasserlassen.
Therapien gegen Kinderlosigkeit
Zusätzliches Problem: Eine Endometriose kann zu Unfruchtbarkeit führen. Rund die Hälfte dieser Patientinnen sind ungewollt kinderlos. Ein Grund hierfür liegt in den chronischen Entzündungen, die zu Verwachsungen und Vernarbungen führen können, welche die Eileiter betreffen können. Zudem scheinen Endometrioseherde Stoffe abzugeben, die die Befruchtung und das Einnisten der Eizelle erschweren.
Doch was können Frauen dann tun? Eine Möglichkeit ist die operative Therapie. Dabei geht es darum, die Endometrioseherde radikal zu entfernen – ohne jedoch die Eierstock- und Gebärmutterfunktion einzuschränken. Ist dies geschehen und sind die Eileiter durchgängig, stehen die Chancen einer spontanen Befruchtung gut. Sind die Eileiter hingegen verklebt, weiss man inzwischen durch Studien, dass eine künstliche Befruchtung die Aussichten, schwanger zu werden, deutlich erhöhen kann. Frauen mit Endometriose haben dabei keine wesentlich schlechteren Chancen als Frauen ohne diese Erkrankung.
veröffentlicht: 25.06.2020