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Komponist, Maler, Kunstkritiker, und Schriftsteller
Peter Mieg (1906–1990)
Sonate
Sonata
Peter Mieg, der Komponist
Peter Mieg kann man als lyrischen Kammermusiker bezeichnen. Durch Paul Sacher lernte er viele bedeutende zeitgenössische Komponisten kennen, darunter Igor Strawinsky, Arthur Honegger, Frank Martin und Bohuslav Martinů. Nachhaltig geprägt wurde er von Frank Martin. Die beiden Künstler arbeiteten sporadisch zusammen. Trotz der intensiven Beschäftigung mit der Wienerschule und der Theorie der Dodekaphonik hatte er eine Vorliebe für die traditionsbewusste, klassische Sonatenform. Er kam zur Erkenntnis, dass man diese als konstruktive Technik einsetzen kann, ohne die Tonalität verlassen zu müssen. Er wollte nur komponieren, was ihm zutiefst gefalle, auch wenn gerade das am Schwersten ist. Auffallend ich die Bevorzugung der Flöte in seinen Kompositionen.
Peter Mieg: »Wenn ich nicht vollkommen subjektiv und persönlich schreibe, hat es überhaupt keinen Wert.»
Peter Mieg, der Maler
Die erste Ausstellung fand 1939 in der Kunsthalle Basel statt. Sie blieb jedoch wegen des Kriegsausbruchs ohne Widerhall. Für ein Bild brauchte Mieg ein paar Stunden, für eine Komposition Monate. Aquarelle hat er bevorzugt – eine Komposition voll Licht und Luft. 1961 fand eine Ausstellung in der Lenzburger Rathausgalerie statt. Mieg war voller Zweifel. Die Ausstellung wurde aber ein grosser Erfolg, die Mieg ermutigte, mit dem Malen weiterzufahren. Seine Bilder sind voller Licht, Leben und Farbe.
Peter Mieg, der Publizist
Peter Mieg schrieb in Tageszeitungen wie der Neuen Zürcher Zeitung, im Tages-Anzeiger, dem Bund, den Basler Nachrichten und anderen über Ausstellungen, Konzerte im In- und Ausland. Er verfasste Rezensionen für namhafte Fachzeitschriften. Sein schriftlicher Nachlass ist beachtlich. Es finden sich Rezensionen, Einführungen, Betrachtungen, Essays, Glossen und Analysen.
Kammermusik für Querflöte von Peter Mieg (nicht vollständig):
Etüden-Improvisation für Flauto traverso (1956)
Petite Marche pour Etienne, Scherzo, Andantino für Flöte solo (1966)
Morceau élégant («Fantaisie») für Flöte und Harfe (1969)
«Les Humeurs de Salis» für Flöte und Cembalo (1970)
«Les Plaisirs de Rued» für Flöte solo (1971)
«Les Charmes de Lostorf» für zwei Flöten (1971)
«Les Jouissances de Mauensee» für drei Flöten (1971/72)
Die Stiftung Peter Mieg
Die Stiftung Peter Mieg bewahrt das Andenken an den Künstler. Sie kümmert sich um die Erhaltung des vielseitigen Lebenswerks, das neben Bildern und Kompositionen auch sein literarisches, belletristisches, autobiographisches und feuilletonistisches Schaffen umfasst. Sie befindet sich am Wohnort des Künstlers in Lenzburg, Kanton Aargau.