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Mercosur erwägt „letzte Chance“ für Abschluss des EU-Handelsabkommens
Die Länder des südamerikanischen Mercosur erwägen, Ende Januar oder Anfang Februar ein hochrangiges Gipfeltreffen mit der Europäischen Union in Brasília abzuhalten, um ihr lange verzögertes Handelsabkommen abzuschließen, berichtet Politico. Drei Mercosur-Diplomaten bestätigten gegenüber Politico, dass das genaue Datum des Treffens noch nicht bestätigt sei, es aber wahrscheinlich kurz vor oder kurz nach einem internen Treffen der Mercosur-Länder am 31. Januar stattfinden werde.
Hoffnung auf Durchbruch nach Einwänden
Ursprünglich hatten die Staats- und Regierungschefs der EU und des Mercosur, dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay angehören, gehofft, ihr Handelsabkommen auf einem Mercosur-Gipfel Anfang Dezember besiegeln zu können. Ein letztes Hindernis war die Wahl des libertären Rechtspopulisten Javier Milei zum Präsidenten Argentiniens. Der scheidende argentinische Präsident Alberto Fernández, dessen linke Partei kurz davor stand, von der Regierung in die Opposition zu wechseln, erklärte plötzlich, er könne das Abkommen nicht unterzeichnen, da es schlecht für die lokalen Unternehmen sei.
Neue Zuversicht trotz alter Hindernisse
Diese Kehrtwende von Fernández, der das Abkommen zuvor unterstützt hatte, schockierte die politischen Verbündeten sowohl im Mercosur als auch in der EU und warf die Frage auf, ob das Abkommen, an dem seit fast 25 Jahren gearbeitet wird, jemals abgeschlossen werden kann. Auf europäischer Seite erneuerte auch Frankreich seine Ablehnung des Abkommens. Es gibt jedoch neue Zuversicht, dass ein Durchbruch noch vor dem Ende der Amtszeit der Europäischen Kommission und den bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament im kommenden Juni möglich sein könnte.
Obwohl Paraguay nun die lateinamerikanische Gruppe leitet, hat es seine Zustimmung signalisiert, dass Brasilien die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission weiterführt. Im Januar werden Treffen auf technischer Ebene stattfinden, um die verbleibenden Differenzen in den Bereichen Handel und Nachhaltigkeit zu klären und den Mercosur-Unternehmen mehr Schutz vor europäischer Konkurrenz im öffentlichen Beschaffungswesen zu gewähren.
Ausblick auf ein mögliches Abkommen
Die bevorstehenden hochrangigen Gespräche zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union könnten die letzte Chance für den Abschluss des lang erwarteten Handelsabkommens sein. Nach den Einwänden Argentiniens und Frankreichs gibt es nun neue Hoffnung auf eine Einigung. Das genaue Datum des Gipfels steht noch nicht fest, es wird jedoch erwartet, dass er Ende Januar oder Anfang Februar in Brasília stattfinden wird.
Das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union wird seit fast 25 Jahren verhandelt. Es umfasst die Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay auf der Seite des Mercosur und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf der anderen Seite. Ziel des Abkommens ist es, Handelshemmnisse abzubauen und den gegenseitigen Handel zu fördern.
In der Vergangenheit gab es jedoch Hindernisse, insbesondere von Seiten Argentiniens und Frankreichs. Die Wahl des neuen argentinischen Präsidenten Javier Milei und seine Ablehnung des Abkommens erschwerten die Verhandlungen zusätzlich. Mit der Übernahme der Verhandlungen durch Brasilien und den laufenden technischen Treffen besteht jedoch Hoffnung auf einen Durchbruch.
Die Verhandlungen konzentrieren sich auf Handel und Nachhaltigkeit sowie den Schutz von Mercosur-Unternehmen vor europäischer Konkurrenz im öffentlichen Beschaffungswesen. Bis zu einem endgültigen Abschluss müssen jedoch noch einige Differenzen ausgeräumt werden.
Ein erfolgreicher Abschluss des Handelsabkommens zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union wäre ein wichtiger Schritt hin zu einer vertieften wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Integration zwischen den beiden Regionen. Es würde den Handel erleichtern, Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen und den Marktzugang für Unternehmen auf beiden Seiten verbessern.
Das Abkommen hat auch politische Bedeutung, da es ein starkes Signal für die Förderung des multilateralen Handelssystems und des Freihandels aussenden würde. Angesichts zunehmender protektionistischer Tendenzen und Handelskonflikte auf internationaler Ebene wäre ein erfolgreiches Abkommen zwischen Mercosur und der EU ein positives Beispiel für Kooperation und den Abbau von Handelshemmnissen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die hochrangigen Gespräche zwischen Mercosur und der Europäischen Union entwickeln und ob eine Einigung erzielt werden kann. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, ob der „Last Chance“-Gipfel tatsächlich zu einem Abschluss des EU-Mercosur-Handelsabkommens führen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Führer beider Seiten den politischen Willen und die Entschlossenheit aufbringen, eine Einigung zu erzielen und die langjährigen Verhandlungen erfolgreich abzuschließen.
Das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union wird eine neue Ära der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Integration zwischen den beiden Regionen einleiten. Es wird den Handel ankurbeln, neue wirtschaftliche Möglichkeiten schaffen und den Austausch von Waren, Dienstleistungen und Investitionen erleichtern. Sowohl der Mercosur als auch die Europäische Union werden von diesem Abkommen wirtschaftlich profitieren und gleichzeitig ihre politische Partnerschaft stärken.
Es bleibt zu hoffen, dass die Staats- und Regierungschefs des Mercosur und der Europäischen Union die Gelegenheit nutzen, dieses lang erwartete Handelsabkommen in den kommenden Wochen unter Dach und Fach zu bringen. Ein erfolgreiches Abkommen würde nicht nur den Handel zwischen den beiden Regionen erleichtern, sondern auch ein starkes Signal für die Förderung des freien und fairen Handels auf internationaler Ebene aussenden. Die Wirtschafts- und Handelswelt wird gespannt auf den Mercosur-EU-Gipfel der letzten Chance“ blicken, der über Erfolg oder Misserfolg des Handelsabkommens entscheiden wird.