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Und plötzlich taucht ein kleiner rosaner Elefant auf, und das Leben ändert sich komplett
- Bewertet: Taschenbuch
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“Schoch erwachte kurz nach zwei Uhr nachts, weil Sabu ihn weckte. Es waren die seltsamen hohen Trompetentöne, die sie ausstieß, wenn sie gefüttert werden wollte.“ (Kapitel 37) Ein Genforscher hat es sich zum Ziel gemacht, leuchtende Elefanten zu züchten. Und so kommt es, dass ein Zirkuselefant, dem die manipulierten Gene zuv... “Schoch erwachte kurz nach zwei Uhr nachts, weil Sabu ihn weckte. Es waren die seltsamen hohen Trompetentöne, die sie ausstieß, wenn sie gefüttert werden wollte.“ (Kapitel 37) Ein Genforscher hat es sich zum Ziel gemacht, leuchtende Elefanten zu züchten. Und so kommt es, dass ein Zirkuselefant, dem die manipulierten Gene zuvor in der Gebärmutter eingepflanzt worden waren, die kleine rosane Sabu-Elefantendame gebärt. Kaung, ein burmanesischer Elefantenflüsterer, ist im Zirkus für die Pflege der heiligen Tiere zuständig. Ihm missfällt, dass sein Zirkusdirektor die Elefantenmutter an den Genforscher „vermietet“ hat und mit der rosanen Sabu Experimente durchführen möchte. Auch andere Menschen interessieren sich für Sabu, die scheinbar zufällig in deren Leben trat. Da ist zum Beispiel Schoch, der seit vielen Jahren obdachlos ist und eines Abend Sabu in seiner Schlafhöhle vorfindet. Dieses kleine Wunderwesen schafft es, Schoch wieder auf die rechte Bahn zu bringen. Als dann aber chinesische Investoren, die im Geschäft mit dem Genforscher waren, nach Sabu zu suchen beginnen, startet ein Wettlauf um die Zeit. Dieses Werk von Martin Suter ist eine unglaublich warmherzige, rührende und liebevolle Erzählung von einem kleinen rosanen Wunderwesen. Suter schafft es, dass man sich als Leser Sabu bildlich vorstellen kann und mit ihr mitfühlt. Ihr wunderbares Leben, das von allerhand Gefahren begleitet wird, kann man quasi miterleben. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen.
Elefant
Roman
Beschreibung
Der kleine Elefant hat nämlich auch Beschützer. Da ist einmal Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tieres begleitet hat. Er findet, etwas so Besonderes sei heilig und müsse vor dem profanen Zugriff versteckt werden. Aber auch der Obdachlose Schoch, der einmal bessere Tage gesehen hat, sieht auf einmal eine Aufgabe vor sich: Das seltsame Wesen würde zugrunde gehen, wenn er sich nicht seiner annimmt. Der kleine Elefant erlebt eine Odyssee, die in einem Zirkus beginnt, die Zürcher Obdachlosenszene aufmischt, den Frieden einer Villa auf dem Züriberg stört und schliesslich in Myanmar endet, dort, wo man den Elefanten in besonderer Weise huldigt.
Er ist entzückend, ein Wunderwesen - und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht traut.
Woher kommt dieses seltsame Geschöpf, und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen, und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es sei etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux.
Die Schauplätze dieser atemberaubenden Intrige wechseln in rascher Folge von einem gentechnologischen Labor über einen Zirkus im Oberland zur städtischen Obdachlosenszene, von dort in den Schutz einer Villa auf dem Zürichberg und schliesslich in ein Land in Südostasien, wo man den Elefanten auf besondere Weise huldigt.
Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschliesslich fürs Schreiben entschied. Seine Romane – zuletzt erschien ›Elefant‹ und ›Allmen und der Koi‹ – sowie seine ›Business Class‹-Geschichten sind auch international grosse Erfolge. Martin Suter lebt mit seiner Familie in Zürich.