Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/2319

Das Innenministerium warnte die Menschen, dem Aufruf der Opposition zu folgen. Trotz eines Demonstrationsverbots waren an den vergangenen Wochenenden Hunderttausende Bürger auf den Strassen. Am Nachmittag wollten sich für den "Marsch der Einheit" wieder Tausende auf dem zentralen Platz in Minsk versammeln. Auch in anderen Städten sind ähnliche Aktionen geplant.
Die Proteste dauern bereits vier Wochen an - seit der umstrittenen Präsidentenwahl vom 9. August. Die Demokratiebewegung fordert den Rücktritt Lukaschenkos, Neuwahlen und die Freilassung politischer Gefangener.
Der 66-jährige Lukaschenko lehnt jedoch einen Dialog mit dem Koordinierungsrat der Bürgerbewegung ab. Die Demonstranten sehen die Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja als die wahre Siegerin der Abstimmung an. Lukaschenko will aber nach einem angeblichen Sieg mit rund 80 Prozent der Stimmen im November eine sechste Amtszeit beginnen. Die EU erkennt die Wahl nicht an.
(SDA)