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Besonders betroffen sind Frauen über 60. Die Symptome sind wie bei einem Herzinfarkt: Man hat das Gefühl, die Brust sei zugeschnürt, und hat Schwierigkeiten zu atmen. Jahrelang glaubten Mediziner, dass dies durch einen Überschuss an Adrenalin ausgelöst würde. Das Nervensystem kann mit extrem emotionalem oder körperlichem Stress nicht umgehen und produziert das Adrenalin. Jahrelang wurden deshalb Betablocker verschrieben, um das Adrenalin unter Kontrolle zu halten. Geholfen hat dies in den meisten Fällen aber nicht.
Jetzt fanden Forscher heraus, dass man vielmehr auf den Parasympathikus, den sogenannten Ruhenerv, schauen sollte, der für den Stoffwechsel, die Erholung und den Aufbau körpereigener Energien zuständig ist. In einem Experiment wurden 20 Frauen untersucht. Zehn von ihnen litten unter dem Gebrochenes-Herz-Syndrom. Sie wurden gebeten, noch einmal zu beschreiben, was die Attacke ausgelöst habe. Als sie darüber sprachen, schnellte ihr Bluthochdruck nach oben und ihr Herz hatte Schwierigkeiten, sich zu beruhigen. Der Parasympathikus arbeitete in ihrem Fall nicht richtig.
Die gute Nachricht ist aber, dass man ihn verbessern kann. Massnahmen wie Yoga und Meditation sollen gemäss Studienleiterin Harmony Reynolds helfen: «Wir wissen, dass dies den Parasympathikus verbessert. Wir müssen die Beziehung zwischen Geist und Körper ausarbeiten», forderte die Medizinerin im «Wall Street Journal».
Meditation und Yoga sind sowieso gut, um Stress abzubauen. Man tut gut daran, sich auf diese Hilfsmittel zu besinnen - auch ohne Gebrochenes-Herz-Syndrom. (cm/gsc)