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Welche Frau hat noch nicht zu ihrem Partner gesagt: «Schatz, heute läuft ‚Dirty Dancing’. Müssen wir uuuunbedingt sehen!» Und erntet dafür immer dieselbe Reaktion: Der Mann verzieht sich ruckzuck in die Beiz ums Eck und bestellt ein Herrengedeck.
Eine falsche, weil vorschnelle Reaktion. Es gibt durchaus sehenswerte Tanzfilme, bei denen man(n) zugeben darf, sie gesehen zu haben. Dirty Dancing ist so einer. Schon nur Hauptdarsteller Patrick Swayze und insbesondere der mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnete Titelsong «I’ve Had The Time of My Life» machen den Streifen sehenswert. Der Überraschungserfolg des Kinojahrs 1987.
Die eigentliche Geburtsstunde dieses Genres war aber schon viel früher. Sie trägt zwei Namen: Fred Astaire und Ginger Rogers. Ab 1934 waren die beiden in etwa zehn Tanzfilmen auf der Leinwand zu sehen. Die besten Kritiken erhielten damals «Shall we Dance» und «Swing Time».
Quelle: YouTube.com
Erst die gleichnamige Verfilmung des Musicals «West Side Story» aus dem Jahr 1961 konnte an diese Erfolge anknüpfen. Die Geschichte basiert wie das Original auf der Shakespeare-Erzählung «Romeo und Julia» und spielt in einem Armenviertel von New York. Die Musik des weltberühmten Komponisten Leonard Bernstein macht aus dem Streifen ein Meisterwerk – zum Beispiel beim Tanz zum Jet-Song .
In den 70er-Jahren kam das Discofieber auf, und John Travolta betrat die Bühne. Er mimte in «Saturday Night Fever» und in «Grease» einen jugendlichen Tänzer. Die Auftritte brachten ihm je eine Oscar- bzw. Golden-Globe-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein. Unvergessen die Musik mit Hits wie «Night Fever» und «You're the one that I want»:
Quelle: YouTube.com
Kurz nach der Jahrtausendwende erlebte das Genre eine enorm erfolgreiche Phase. So gewannen «Moulin Rouge» und «Chicago» in den Jahren 2002 und 2003 den Golden Globe für den besten Film in der Kategorie Komödie/Musical. Die Herzen der Zuschauer berührte ebenfalls die Geschichte von Billy Elliott , der bei einer der wichtigsten Ballettschulen Englands vortanzt, um ein Stipendium zu erhalten.
Welche Tanzfilme haben Sie beeindruckt? Sind sie bei den genannten dabei, oder fehlt Ihr liebster in der Aufzählung?
Autor: Reto Vogt