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In "Umwelt" 4/2005 stellt das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BUWAL) die Ergebnisse einer 180-seitigen Studie vor, die nur als 1,7 MB pdf-Dokument im Internet vorliegt. Hier folgen einige Ausschnitte. |
Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkoppelung statt? - Auszug, Vorwort und Zusammenfassung (S7-17)
Auszüge
BUWAL - UMWELT-MATERIALIEN NR. 198 - Ökonomie
Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkoppelung statt?
Die Wechselbeziehungen von Umweltverschmutzung und Wirtschaftswachstum werden in
der Literatur auf der Basis von zwei grundlegend verschiedenen Analysemethoden untersucht:
- Querschnittanalysen (Anwendung v.a. in ökonometrischen Modellen, die die Hypothese der «Environmental Kuznets Curve» überprüfen),
- Längsschnittanalysen (Anwendung v.a. in Form von deskriptiven oder statistischen Zeitreihenanalysen).
Der Grossteil der bisherigen ökonometrischen Untersuchungen, die die Hypotheseder «Environmental Kuznets Curve» (EKC) überprüfen, sind vornehmlich als Querschnittanalysen konzipiert, d.h. die Datengrundlage bilden Umweltindikatoren verschiedener Länder oder Regionen zu einem gegebenen Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum. Dagegen untersuchen die Längsschnittanalysen, wie sich
die Umweltbelastung innerhalb eines Landes oder einer Region mit zunehmender (oder abnehmender) wirtschaftlicher Entwicklung in einem längeren Zeitraum entwickelt hat.
1.1 Die Hypothese der Environmental Kuznets Curve (EKC)
Die Hypothese, dass die Umweltbelastung in den frühen Phasen der wirtschaftlichen Entwicklung zunimmt, in späteren Phasen aber wieder abnimmt, wurde in den 90er Jahren als «Environmental Kuznets Curve» (EKC) zur Diskussion gestellt und mit ökonometrischen Untersuchungen zu überprüfen versucht. Ursprünglich hatte der amerikanische Nobelpreisträger Simon Kuznets den empirischen Beleg für die These geliefert, dass wirtschaftliches Wachstum zunächst zu einer ungleichen Einkommensverteilung führt, die aber im weiteren Verlauf der Entwicklung in zunehmendem Masse ausgeglichener wird. In Analogie dazu ist die EKC die grafische Darstellung der These, dass in armen Gesellschaften die Umweltbelastung mit steigender Wirtschaftsleistung zunimmt, dies aber in stetig sinkendem Ausmass, bis ein Wohlstandsniveau erreicht ist, von dem an die Umweltbelastung mit noch eiter steigendem Wohlstand immer stärker sinkt.
Die Beobachtung dieses Kurvenverlaufs, der einem umgedrehten U ähnelt (vgl. Abb. 1a), hat zu Schlussfolgerungen mit grosser politischer Tragweite geführt. So ziehen einzelne Autoren das Fazit, dass es möglich wäre, aus einigen Umweltproblemen «herauszuwachsen» (Shafik/Bandyopadhyay 1992), und dass wirtschaftliches Wachstum der Umwelt zugute käme (Beckerman 1992). Damit wird der Eindruck erweckt, als wäre Umweltpolitik nicht mehr notwendig, da durch wirtschaftliches Wachstum sowohl die ökologischen als auch die wirtschaftlichen Ziele erreicht werden. Die Frage, ob diese weitreichenden Schlussfolgerungen aufgrund der Ergebnisse der ökonometrischen Untersuchungen berechtigt sind, soll nachfolgend anhand einer Beurteilung der hierzu veröffentlichten Literatur beantwortet werden.
1 Literaturanalyse
26 Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkopplung statt?
1.1.1 Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse
Zahlreiche Studien stellen zwar einen Zusammenhang zwischen Einkommen und Umweltbelastung fest, erhalten als Ergebnis jedoch zum Teil andere Kurvenverläufe als die EKC. Die Abbildungen 1a bis 1e zeigen die in den ökonometrischen Modellen generierten Kurvenverläufe.
Kurvenverläufe in ökonometrischen Modellen, die den Zusammenhang zwischen Wachstum und Umweltbelastung untersuchen.
Die meisten Studien benutzen eine einfache Regression, die den Zusammenhang zwischen
den Variablen Umweltbelastung (pro Kopf) und Einkommen (pro Kopf)analysiert, unter
Berücksichtigung einer oder mehrerer Zusatzvariablen wie z.B. Bevölkerungsdichte.
Die Regression wird zumeist auf der Basis von gepoolten Datensätzen durchgeführt,
d.h. die gemessenen Emissionen bzw. Immissionen und das Pro-Kopf-Einkommen sowie
die zusätzlichen Variablen werden zu verschiedenen Zeitpunkten in verschiedenen
Ländern erfasst und in einem gemeinsamen Datenpool analysiert. Die ermittelten
Funktionszusammenhänge einer solchen Regression sind in den Abbildungen 1a bis
1e dargestellt. Der Funktionsverlauf könnte z.B., wie von den Anhängern
der EKC behauptet wird, glockenförmig sein (s. Abb. 1a), was hiesse, dass die
Umweltbelastung ab einem bestimmten Maximum dauerhaft sinken würde. Wirtschaftswachstum
und Umweltschutz wären in diesem Fall keine konfligierenden Ziele. Der Funktionsverlauf
könnte jedoch auch umgekehrt sein, also U-förmig (s. Abb. 1b). Vielmals
wurde auch ein N-förmiger Kurvenverlauf ermittelt (s. Abb. 1c). Hier tritt das
Phänomen der Entkopplung nur vorübergehend zwischen dem ersten und zweiten
Extremwert auf. Danach stellt
(1) Lieb hat eine Uminterpretation der Studienergebnisse vorgenommen: Fallende Kurvenverläufe wurden als EKC bewertet. In dieser Arbeit hingegen werden die Original-Studienergebnisse wiedergegeben.
28 Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkopplung statt?
Tabelle 1: Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Umweltbelastung für Luftschadstoffe und CO2.
1 Literaturanalyse 29
Tabelle 2: Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Umweltbelastung für Gewässerschadstoffe.
Tabelle 3: Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Umweltbelastung für weitere Umweltindikatoren (bzw. Hygienestandards)
Die Tabellen 1 bis 3 zeigen, dass die Ergebnisse der Studien zum Teil recht uneinheitlich sind. Sogar der besonders für eine Bestätigung der EKC-Hypothese geeignete Indikator SO2 zeigt - je nach ökonometrischem Modell und Wahl des Datenpools - auch einen N- oder U-förmigen Zusammenhang zum Einkommen.3 Nförmige Kurvenverläufe tauchen auch vereinzelt bei anderen Luft- und Gewässerschadstoffen auf. Sie sind insofern beachtenswert, als die nach ‹berschreiten der zweiten Einkommensschwelle wiederum ansteigende Umweltbelastung auf einen letztlich nicht nachhaltigen Entwicklungspfad hinweist. Auffällig ist auch, dass bei denjenigen Studien, die einen EKC-Verlauf bestätigen, der Wendepunkt für das Entkopplungsszenario auf zum Teil deutlich unterschiedlichen Einkommensniveaus liegt. So ermitteln Selden und Song (1994) bei SO2 einen Wendepunkt, der mehr als doppelt so hoch wie das gegenwärtige weltweite Durch-
2 DO: gelöster Sauerstoff (Mass der Gewässergüte); da dies weniger ein Indikator für Umweltbelastung, sondern vielmehr für Umweltqualität ist, wurden die Ergebnisse von den AutorInnen entsprechend umgekehrt, um die Vergleichbarkeit zu den anderen Ergebnissen zu gewährleisten.
3 De Bruyn und Heintz (1999) benennen folgende Gründe für die teilweise voneinander abweichenden Studienergebnisse: unterschiedliche Wahl der Länder, des Indikatorentyps (Emissionen / Immissionen) und der Schätzmethode, verschiedene Methoden zur Umrechnung des nationalen Pro-Kopf-Einkommens in international vergleichbare monetäre Einheiten sowie unterschiedlich gewählte Einflussfaktoren neben dem Einkommen.
(Seite 30)
schnittseinkommen pro Kopf ist. Bei denjenigen Studien, die für CO2 einen EKCVerlauf ermitteln, liegt der Wendepunkt sogar drastisch darüber: Ehe weltweit ein Pro-Kopf-Einkommen von z.B. 35'100 US-$ erreicht wird, ist die kritische Konzentration von CO2 in der Atmosphäre möglicherweise um ein Mehrfaches überschritten.(4) Diese Befunde lassen eher wenig Hoffnung, dass das Klimaproblem durch ein "Herauswachsen" aus der Armut lösbar wäre. Zu Gewässerschadstoffen (s. Tab. 2) liegen deutlich weniger Studien vor als zu Luftschadstoffen, so dass die Ergebnisse vorsichtig bewertet werden müssen. Weitere untersuchte Umweltindikatoren sind Abholzung und Siedlungsabfälle (s. Tab. 3). Das Volumen von Siedlungsabfällen scheint ähnlich wie das CO2 relativ eng an das Pro-Kopf-Einkommen gekoppelt zu sein. Für den Indikator Abholzung liefern die Studien dagegen zumindest tendenziell den Nachweis einer erfolgreichen Entkopplung ab einer gewissen Einkommensschwelle, was sich auch gut erklären lässt, da dieses Problem typischerweise in Agrargesellschaften und Ländern mit erschwertem Zugang zu anderen Brennstoffen als Holz auftaucht. Der Mangel an sauberem Trinkwasser und das Fehlen sanitärer Anlagen sind weniger Indikatoren zur Umweltqualität, sondern vielmehr soziale Indikatoren. Es ist wenig überraschend, dass Defizite in diesem Bereich mit steigendem Einkommen monoton abnehmen. Zusammenfassend lassen die Ergebnisse der EKC-Studien nicht den Schluss zu, dass allgemein die Umweltbelastung mit steigendem Einkommen abnimmt. Selbst für einzelne Schadstoffe kann dies nicht eindeutig konstatiert werden. Eine zumindest überwiegende empirische Evidenz, die den Schluss zulässt, dass wirtschaftliches Wachstum ab einer gewissen Höhe die Emissionsentwicklung abbremst, zeigt sich in erster Linie bei SO2, NOX, CO, Rauch und Staub. Dieser empirische Nachweis kann jedoch nicht ausschliessen, dass die Umweltentlastungen möglicherweise durch die Verlagerung von umweltbelastenden Industrien in andere, insbesondere ärmere Länder erreicht wurden. Studien, in denen versucht wird, diesen Aspekt zu berücksichtigen, kommen zu Wendepunkten mit einer Einkommenshöhe, die kaum erreichbar scheint (ca. 50'000 US-$ pro Kopf; vgl. Rothman 1998; Suri/Chapman 1998). Der Nachweis der EKC berücksichtigt zudem nicht die effektiven Umweltschäden, sondern nur die Emissionen bzw. Konzentrationen. So nützt der Rückgang der Emissionen ab einer bestimmten Einkommensschwelle wenig, wenn bereits irreversible Umweltschäden eingetreten sind. Letzterer Aspekt stellt jedoch nicht nur ein Problem im Zusammenhang mit der EKC-Hypothese dar, sondern ist generell bei Untersuchungen zur Entkopplung zu berücksichtigen. Ein naheliegender Schluss für diejenigen Schadstoffe, für die die EKC-Hypothese bestätigt werden kann, wäre, dass sich diese Schadstoffe "automatisch" verringern, sobald nur ein bestimmter Stand der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht bzw. überschritten ist. Dies würde heissen, dass das Einkommen als ausschliesslicher Faktor den Umweltverbrauch beeinflusst. Es wird Aufgabe von Kapitel 3 sein,
4 Im Jahr 1995 lag das weltweite durchschnittliche Bruttosozialprodukt pro Kopf bei 4880 US-$ (Soubbotina
/ Sheram 2000).
1 Literaturanalyse 31
ausführlich auf die möglichen Ursachen der Entkopplung einzugehen. An dieser Stelle sei vorab schon darauf hingewiesen, dass in einigen empirischen Studien selber eine aktive Umweltpolitik als entscheidender Faktor für das Entstehen einer EKC genannt wird (vgl. etwa Grossman 1995; Panayotou 1997; Unruh/Moomaw 1998). Dass die EKC-Studien diesen Faktor im Modell nicht berücksichtigen, ist ein methodisches Problem. Dieser und weitere methodische Mängel der ökonometrischen Untersuchungen werden nachfolgend angesprochen.
1.1.2 Methodische Mängel der EKC-Studien
Die wichtigsten methodischen Probleme, die einen wesentlichen Einfluss auf die Modellergebnisse haben, werden hier kurz skizziert.
+ Die Regressionen wurden zum einen auf der Grundlage sehr weniger Fallzahlen gerechnet (kleine Länderauswahl, kurze Zeitabschnitte; vgl. z.B. Selden und Song, 1994; Kaufmann et al. 1998), zum anderen wurde, um eine akzeptable Fallzahl für derartige Auswertungen zu erhalten, auf Schadstoffzahlen zurückgegriffen, die bis in die 60er Jahre hinein reichen (z.B. Shafik/Bandyopadhyay 1992). Allerdings liegen international vergleichbare, standardisierte Belastungswerte für viele Länder, insbesondere Nicht-OECD-Länder, erst für die 80er Jahre vor. Doch auch die standardisierten Zahlen erweisen sich für einzelne Schadstoffe nicht unbedingt als vergleichbar, wegen grundsätzlicher Unterschiede hinsichtlich Definitionen (z.B. "Staub") oder Messmethoden (Binder 1999, S. 31f). So werden etwa bei einer Vielzahl von Studien für den Datenpool Immissionswerte benutzt. Dies betrifft insbesondere Luft- und Gewässerschadstoffe (hier wird auch nicht die Umweltbelastung pro Kopf, sondern absolut verwendet). Fliessen nun die Daten über einen längeren Zeitabschnitt in den Datenpool ein, so tritt das Problem auf, dass sich in den reicheren Ländern die Zahl der Messstationen im Laufe der Zeit erhöht hat, wobei in der Regel besonders belastete Standorte zuerst gemessen werden. Damit kann also ein reicheres Land im Durchschnitt "sauberer" werden, ohne dass notwendigerweise die Umweltqualität an den ursprünglichen Messstationen besser geworden sein muss (Levinson 2000, S. 8f). Der für die Untersuchungen grundlegende Datenpool wird entsprechend verzerrt.
+ Die Studien zur EKC vernachlässigen weitgehend das Problem der Multikollinearität, d.h. der Abhängigkeit zwischen den erklärenden Variablen. Liegt Multikollinearität vor, so führt diese zu Schätzfehlern. Kleine Änderungen (d.h. das Hinzufügen oder Weglassen einzelner Beobachtungen) können das Ergebnis stark verändern. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass die Studien teilweise deutlich unterschiedliche Maxima der EKC ermitteln. So berechnen z.B. Grossman und Krueger (1995) für Rauch ein Maximum von 6151 US-$, während Barrett und Graddy (2000), die ein Land (Hong Kong) im Datensatz weglassen, ein Maximum von 7286 US-$ erhalten. Diese deutlich unterschiedlichen Ergebnisse weisen auf Multikollinearität hin (Lieb 2002, S. 19).
32 Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkopplung statt?
Einige Untersuchungen berücksichtigen zwar eine Vielzahl weiterer Einflussfaktoren (z.B. Aussenhandelsvolumen, Strompreise, öffentliche Verschuldung, Demokratisierung; vgl. Shafik/Bandyopadhyay 1992), aber nicht synergetisch, sondern lediglich additiv: Der jeweilige Umweltindikator wird dabei als gewichtete Summe der Effekte des Wohlstandsniveaus einerseits und weiterer Einflussfaktoren andererseits erklärt, ohne dass diese Faktoren sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken, abschwächen oder sonst in irgendeiner Form beeinflussen.
+ Die meisten EKC-Studien sind als Länderquerschnittanalysen und nicht als Längsschnittanalysen konzipiert, um den Zusammenhang zwischen Einkommen und Umweltbelastung zu untersuchen. Der Grund hierfür liegt darin, dass für die meisten Umweltindikatoren keine Daten mit genügend langen Zeitreihen verfügbar sind. Die Ausnahme bilden Emissionsdaten für CO2, SO2 und NOx, bei denen die Emissionen anhand der Brenn- und Treibstoffverbrauchsdaten geschätzt werden können, die bereits über einen längeren Zeitraum erhoben werden. Die Querschnittanalysen machen jedoch zwei implizite Annahmen, die aufgrund der zugrunde gelegten Datenpools bzw. Daten-Panels nicht überprüft, d. h. statistisch nicht getestet werden können: Sie setzen zum einen voraus, dass die im Daten-Panel gemeinsam untersuchten Länder ähnliche Einkommens-Umwelt-Beziehungen aufweisen. Homogenitätstests könnten prüfen, ob diese Voraussetzung für eine statistisch korrekte Regression erfüllt wäre (de Bruyn 2000, S. 94f). Sie setzen zum anderen voraus, dass das Einkommens-Umwelt-Verhältnis stationär ist, d. h. die Datenreihe entwickelt sich mit der Zeit nicht in eine bestimmte Richtung, so dass Mittelwert und Varianz sich im Zeitablauf von ihren Ausgangswerten entfernen würden. Ein Einheitswurzeltest könnte prüfen, ob die geschätzte Beziehung zwischen Einkommen und Umweltbelastung tatsächlich stationär ist (de Bruyn 2000, S. 95f). Sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, so werden die Modellergebnisse verfälscht. Die Annahmen können jedoch im Rahmen von Querschnittanalysen aufgrund der zu kurzen und lückenhaften Zeitreihen nicht getestet werden und wurden deshalb in den EKC-Studien implizit getroffen. Weitere methodische Kritik zur EKC-Literatur enthalten Lieb (2002), de Bruyn et al. (1998), Ekins (1997) sowie Stern et al. (1996). Die methodischen Mängel der EKC-Studien deuten darauf hin, dass die in den Tabellen 1 bis 3 zusammengestellten Ergebnisse mit Vorsicht zu bewerten sind. Insbesondere kann das Einkommen nicht als ausschliesslicher Faktor interpretiert werden, der den Umweltverbrauch beeinflusst. Somit ist klar, dass Umweltentlastung nicht "automatisch" eintreten kann, sobald nur eine bestimmte Einkommensschwelle überschritten ist. Vielmehr hängt dies noch von weiteren Einflussfaktoren
Versteckte Annahmen
1 Literaturanalyse 33
ab. Diese wiederum können eine Entkopplung auslösen, auch ohne dass ein EKCVerlauf nachgewiesen wurde.
1.2 Zeitreihenanalysen
Im Gegensatz zu den im Rahmen der EKC-Studien angewandten Querschnittanalysen berechnen Zeitreihenanalysen das Verhältnis zwischen Einkommen und Umweltbelastung für jedes Land individuell sowie über einen längeren Zeitraum. Sie sind vor allem dann von Vorteil, wenn das Verhältnis zwischen Einkommen und Umweltbelastung von Land zu Land verschieden ist und somit die Bildung eines Datenpools oder Daten-Panels aus statistischen Gründen nicht möglich ist (s. auch Abschnitt 1.1.2: "versteckte Annahmen"). Die Literatur umfasst sowohl statistische als auch rein deskriptive Zeitreihenanalysen. Deskriptive Zeitreihenanalysen beschreiben unabhängig von der EKC-Literatur ganz allgemein das Phänomen der Entkopplung. Sie liegen u. a. auch für die Schweiz vor: Binswanger (1993) hat von 1970 bis 1990 eine absolute Umweltentlastung (Stagnation oder Rückgang der Umweltindikatoren) für die SO2-, CO-, Staub/Russ-, Bleiemissionen, den Verbrauch von Wasser, Eisen, Stahl und Phosphatdüngern sowie die Gewässerverschmutzung durch Phosphate, Ammonium und Quecksilber ermittelt. Eine relative Entlastung (d. h. eine im Verhältnis zum BIP geringere Zunahme der Umweltindikatoren) konnte Binswanger bei den CO2-, NOxund VOC-Emissionen sowie beim Zementverbrauch nachweisen. Statistische Zeitreihenanalysen können über die deskriptive Form hinaus zusätzlich eine Aussage darüber machen, ob eine gewisse Regelhaftigkeit bei der untersuchten Zeitreihe vorliegt. Weiterhin lässt sich mit multivariaten Zeitreihenanalysen das Ausmass bestimmen, in welchem eine Variable (Einkommen) die zeitlich nachfolgenden Werte einer anderen Variable (Emissionen) beeinflusst. Eine umfangreichere statistische Zeitreihenanalyse hat de Bruyn (2000) vorgelegt. Er hat das Einkommens- Umwelt-Verhältnis in vier Ländern untersucht und darüber hinaus die in Abschnitt 1.1.2 erwähnten erforderlichen Tests durchgeführt. Die Datengrundlage bilden die Emissionen von SO2, NOx und CO2 für die Jahre 1970 bis 1995 in den Niederlanden, USA, dem Vereinigten Königreich und Westdeutschland. Auf dieser Basis schätzt de Bruyn zunächst das Einkommens-Umwelt-Verhältnis und testet anschliessend die Ergebnisse mithilfe der erforderlichen Homogenitäts- und Einheitswurzeltests, um zum einen zu prüfen, ob das Einkommen in allen vier Ländern einen ähnlichen Einfluss auf die Emissionsentwicklung hat, und zum anderen, wie dynamisch sich dieses Verhältnis über den untersuchten Zeitraum entwickelt. Er kommt zu folgenden Ergebnissen:
+ Im Rahmen einer rein deskriptiven Analyse der Zeitreihendaten konstatiert er rückläufige Emissionsentwicklungen in den vier untersuchten Ländern. Dabei ist der Indikator SO2 stark rückläufig, während NOx- und CO2-Emissionen nur geringfügig zurückgehen (de Bruyn 2000, S. 101). 34 Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkopplung statt?
+ Ein einfaches Regressionsmodell (über alle vier Länder), wie es auch in den Querschnittanalysen verwendet wird, bestätigt einen EKC-Verlauf (de Bruyn 2000, S. 102ff).
+ Ob das Regressionsmodell geeignet ist, wird anhand von Homogenitätstests und des Einheitswurzeltests überprüft. Die Homogenitätstests ergeben, dass die Kurvenverläufe zwischen den Ländern variieren und damit nicht homogen sind. Ferner werden Einheitswurzeln für alle Zeitreihen der untersuchten Umweltindikatoren und des Bruttoinlandprodukts ermittelt, mit Ausnahme von SO2 in den USA. Die Einheitswurzeln deuten auf Nicht-Stationarität des Modells hin. Die Ergebnisse beider Testtypen lassen den Schluss zu, dass das zuvor geschätzte Modell nicht geeignet und damit die Regression verfälscht ist (de Bruyn 2000, S. 105ff). De Bruyn zieht aus diesem Ergebnis auch Rückschlüsse auf die Querschnittanalysen, die aufgrund der kürzeren Datenreihen pro Land die erforderlichen Tests nicht durchführen konnten. Er stellt in Frage, dass die dort implizit getroffenen Annahmen (s. Abschnitt 1.1.2: "versteckte Annahmen") haltbar sind (de Bruyn 2000, S. 110). De Bruyn zieht aus den inhomogenen Kurvenverläufen und den nicht-stationären Zeitreihen die Folgerung, dass das Einkommens-Umwelt-Verhältnis für jedes Land einzeln und mit geteilten Datensätzen untersucht werden sollte. Entsprechend veränderte Regressionen ergeben, dass drei Viertel der berechneten Regressionskoeffizienten auf einen positiven und in etwa proportionalen Zusammenhang zwischen Einkommens- und Emissionsentwicklung hindeuten (de Bruyn 2000, S. 112f). Der beobachtete Rückgang der Emissionen dürfte daher nicht aufgrund des Wirtschaftswachstums, sondern trotz des Wirtschaftswachstums erzielt worden sein (de Bruyn 2000, S. 117). Weitere Studien auf der Basis statistischer Zeitreihenanalysen erhalten vergleichbare Ergebnisse bei der Analyse von CO2- und SO2-Emissionen (vgl. Liski/Toppinen 2001; Perman/Stern 1999; de Bruyn et al. 1998). Day und Grafton (2002) haben für Kanada bei der Analyse des Verhältnisses von Einkommen und CO2-, CO-, SO2- sowie Staub-Emissionen einzig für CO einen negativen Zusammenhang zwischen Einkommens- und Emissionsentwicklung festgestellt. Ferner haben Friedl und Getzner (2002) eine Zeitreihenanalyse für CO2-Emissionen in Österreich durchgeführt. Die Autoren weisen anhand der Daten von 1960 bis 1999 einen N-förmigen Zusammenhang zwischen Einkommen und CO2-Emissionen nach. Zusammenfassend zeigen die statistischen Zeitreihenanalysen nicht nur für die CO2-Emissionen, sondern auch für SO2 und NOx, dass wirtschaftliches Wachstum bisher zu keiner Umweltentlastung geführt hat. Der Rückgang insbesondere der SO2-Emissionen dürfte auf andere Ursachen zurückzuführen sein. Die Zeitreihenanalysen zeigen zudem, dass die versteckten Annahmen, wie sie in der EKCLiteratur (s. Abschnitt 1.1.2) getroffen worden sind, oftmals nicht haltbar sind.
2 Vergleich von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung 35
2.1 Schweiz
2.1.1 Methodische Aspekte
Für den Vergleich der Entwicklung von Umweltbelastung und Wirtschaftswachstum in der Schweiz war zunächst die Ermittlung verschiedener Umweltdaten notwendig. Zusammen mit der BUWAL-Abteilung Ökonomie und Forschung wurden diejenigen Stellen im BUWAL identifiziert und von den Auftragnehmenden angesprochen, die ein fundiertes Wissen über die Datenlage einzelner Umweltbereiche bzw. über die Umweltdaten selber verfügen. Da nicht in jedem Fall das BUWAL selber über den Zugang zu Rohdaten gewisser Umweltbereiche verfügt, wurden uns die direkten Ansprechpartner in anderen Fachämtern genannt (u.a. Bundesamt für Statistik, Bundesamt für Gesundheit, Bundesamt für Zivilluftfahrt usw.). Leider liegen die von uns angefragten Daten nicht immer als geschlossene Zeitreihe von 1970 bis heute vor. Bei der Auswahl der angefragten Daten orientieren wir uns am umfangreichen Bericht "Umwelt Schweiz: Statistiken und Analysen" (BFS 2002a). Die Darstellung und Interpretation der Daten erfolgt nach verschiedenen Umweltbereichen getrennt (Kapitel 2.1.2 bis 2.1.8). Die folgende Tabelle 4 zeigt, wie die erfassten Umweltdaten bzw. -indikatoren in das DPSIR-Modell (Abb. 2) eingeordnet werden. Hierbei wird der im Bericht "Umwelt Schweiz: Statistiken und Analysen" BFS (2002a, S. 9) gewählten Einordnung der Indikatoren gefolgt.
(Seite 51) Abb. 20: Vergleich Entwicklung BIP und Bruttoenergieverbrauch, 1970–2002, indiziert mit 1970 = 100.
14 Der Bruttoenergieverbrauch entspricht der Summe aus inländischer Gewinnung und den Saldi des Aussenhandels sowie der Lagerveränderungen. Dies betrifft sowohl Primär- wie auch Sekundärenergieträger
(siehe. http://www.worldenergy.ch/statistik). 15 Mit dem Endenergieverbrauch wird die letzte Stufe des Handels erfasst. Hinzu kommt ab 1990 der Verbrauch von erneuerbaren Energien, die nicht in den Handel kommen (z.B. Kollektorwärme). Der Endenergieverbrauch beinhaltet die vom Konsumenten für einen bestimmten Nutzen eingekaufte bzw. selbst produzierte Energie, wie zum Beispiel Strom für Licht oder Benzin für das Auto. Die Differenz zum Bruttoenergieverbrauch sind im Wesentlichen die Umwandlungs- und Netzverluste (siehe http://www.worldenergy.ch/statistik).
(Seite 52)
Abb. 21: Vergleich Entwicklung BIP und Endenergieverbrauch, 1970–2002, indiziert mit 1970 = 100.
(Seite 89) Abb. 52: Mögliche Ursachen für die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung.
(Seite 93)
Abb. 57: Anteile der Sektoren an den CO2-Emissionen im Jahr 2000.
(Seite 94)
Tabelle 9: Zusammenfassende Darstellung möglicher wichtiger Auslöser für die Begrenzung der CO2- Emissionen im Untersuchungszeitraum zwischen 1990 und 2000.
(Seite 144)
Abb. 68: Konkretisierung der Ursachen für Entkopplung im Rahmen der Dekompositionsanalyse.
Anmerkungen:
1 Die CO2-Intensität der Verkehrsleistung kann vom technischen Fortschritt (Motorentechnik) oder von der Auslastung der Fahrzeuge beeinflusst werden.
2 Von der Logik her gehören die Effekte «Flächenverbrauchsintensität der Wertschöpfung» und «Flächenverbrauchsintensität der Verkehrsleistung» zum (induzierten) technischen Fortschritt. Bisher war allerdings im Gegensatz zu den klassischen Umweltbelastungen (Abfälle und Emissionen) die Flächeneinsparung kaum Ziel von technischen Neuerungen.
3 Die Energieintensität des Wohnungsbestandes kann von einer Änderung der Lebensstile, aber auch vom technischen Fortschritt (Heiz-, Gebäudetechnik) beeinflusst werden.
4 Das Wachstum der Aktivitäten kann auch von der Umweltpolitik beeinflusst werden. Das primäre Ziel einer erfolgreichen Entkopplungsstrategie ist jedoch die Beeinflussung von technischem Fortschritt und Strukturwandel.
(Seite 146:) Tabelle 28: Ursachen für erfolgreiche oder nicht erfolgreiche Entkopplung in den vier Vertiefungsbereichen.
4 Handlungsempfehlungen für eine Entkopplungsstrategie
In diesem Kapitel werden zunächst Handlungsempfehlungen zu den im Rahmen der Ursachenanalyse umfassend behandelten vier Vertiefungsbereichen (Klima, Luft, Natur und Landschaft, Materialverbrauch) formuliert, bevor hieraus am Ende des Kapitels (Abschnitt 4.5) allgemeine Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Die Handlungsempfehlungen werden relativ summarisch skizziert. Sie bedürfen noch einer konkreten Operationalisierung und Ausgestaltung in Anlehnung an eine umfassende Wirkungsanalyse, die nicht Gegenstand dieser Untersuchung ist (vgl. hierzu: weiterer Forschungsbedarf in Kap. 5).[Hervorhebung in rot: ecoglobe] Die Abschätzung der Wirksamkeit und Effizienz der nachfolgend skizzierten Massnahmen basiert auf der bereits vorhandenen Literatur oder auf eigenen Schätzungen.
(Seite 150)
"die Mobilität, sprich die wirtschaftliche Aktivität"
Tabelle 28: Massnahmen für eine Entkopplungsstrategie im Klimabereich.
(Seite 160)
4.5 Fazit
Das Ziel einer möglichst absoluten Entkopplung aller Umweltbelastungen vom wirtschaftlichen Wachstum setzt voraus, dass die Emissionen bzw. die Umweltinanspruchnahme dauerhaft sinken und das Wirtschaftswachstum gleichzeitig möglichst ungebremst bleibt. Die Ursachenanalyse für vier verschiedene Vertiefungsbereiche hat gezeigt, dass in den Bereichen Klima, Flächenverbrauch und Materialverbrauch das Wachstum der wirtschaftlichen Aktivitäten einen bedeutenden negativen Einfluss auf die Entwicklung der jeweiligen Umweltbelastung ausübt, während im Bereich Luft der Wachstumseffekt eine untergeordnete Rolle spielt. In den Bereichen Flächenverbrauch und Materialverbrauch werden die ökologisch negativen Auswirkungen des Wachstumseffekts durch eine verminderte Nutzungseffizienz zusätzlich verstärkt.
Die Umweltpolitik muss also in den vom Wachstum stark beeinflussten Umweltbereichen umso effektiver sein, d.h. der technische Fortschritt und Strukturwandel (inkl. Modal-Shift im Verkehr) müssten in einem solchen Ausmass forciert werden, dass sie den Wachstumseffekt überkompensieren. Die wirtschaftlichen Aktivitäten sollten dabei nicht gebremst, sondern vielmehr in eine umweltgerechte Richtung gelenkt werden. Durch das Auslösen von Innovations- und Investitionsprozessen kann das wirtschaftliche Wachstum sogar beschleunigt werden. Die umweltpolitischen Massnahmen für eine erfolgreiche Entkopplungsstrategie werden demnach sowohl an ihrer hohen Wirksamkeit als auch an ihrer wirtschaftlichen Effizienz gemessen.
Diese Strategie beinhaltet demnach in erster Linie den Einsatz marktwirtschaftlicher Instrumente des Umweltschutzes als Beitrag zu einer effizienzorientierten Umweltpolitik. Dass ökonomische Instrumente trotz ihres beginnenden Einsatzes ab dem Ende der 90er Jahre noch immer nicht ausreichend zur Anwendung kommen, wird in der Ursachenanalyse für die Vertiefungsbereiche sehr gut deutlich: Die Zunahme der Umweltbelastung spiegelt sich nicht oder nicht vollständig in Preisveränderungen wider. Erst wenn der Internalisierungsgrad in allen problematischen Umweltbereichen ansteigt, wird die angestrebte Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung erreichbar sein. Hält die umfassende Internalisierung darüber hinaus auch dauerhaft an, so kann der langfristige Wachstumsprozess mit Umweltentlastungen einhergehen.
(Seite 161)
5 Weiterer Forschungsbedarf
(Seite 165)
Anhang
Bei einer Betrachtung des Endenergieverbrauchs nach Verursachergruppen zeigt sich, dass zwischen BIP und Energieverbrauch aufgrund der Verkehrsentwicklung keine Entkopplung stattgefunden hat. Der Endenergieverbrauch des Verkehrs entwickelte sich sehr ähnlich wie das reale BIP (der Rückgang im Jahr 2001 ist möglicherweise auf den Einbruch im Luftverkehr zurückzuführen; vgl. vertiefende Analyse in Abschnitt 3.2.3). Bei den anderen Verbrauchergruppen kann zumindest bis 1998 von einer relativen Entkopplung gesprochen werden. Ab 1999 fand eine Modifizierung der Untergliederung der Sektoren Industrie sowie Gewerbe/ Landwirtschaft und Dienstleistungen statt, weshalb die Werte für diese Sektoren aggregiert wurden, um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren zu gewährleisten (Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2002). (Abb. A-1-1)
Weitere interessante Ergebnisse zeigen sich bei einer Differenzierung des Energieverbrauchs nach Energieträgern.
• Beim Verbrauch von Heizöl lässt sich im Vergleich mit dem BIP eine relative Entkopplung feststellen. Der Bruttoenergieverbrauch dieses Energieträgers stieg leicht (von 521 PJ 1980 auf 531 PJ 2002), der Endenergieverbrauch ging von rund 310 PJ 1980 auf rund 218 PJ 2002 zurück.
• In absoluten Zahlen stark gewachsen ist der Verbrauch von durch Gas und durch Kernbrennstoffe erzeugter Energie.(52)
• Auch bei den Treibstoffen und der Elektrizität kann nicht von einer Entkopplung zur Entwicklung des BIP gesprochen werden. Von rund 179 PJ 1980 nahm der
(52) Gas: Bruttoenergieverbrauch von 40 PJ 1980 auf 104 PJ 2002, Endenergieverbrauch von rund 338 PJ auf 972 PJ 2002; Kernbrennstoffe: Bruttoenergieverbrauch von 153 PJ 1980 auf 280 PJ 2002.
(Seite 167)
Endenergieverbrauch durch Treibstoffe auf rund 280 PJ 2002 zu, bei der Elektrizität von rund 127 PJ 1980 auf 195 PJ 2002.
Ausserdem sei angemerkt, dass die Nutzung erneuerbarer Energien seit 1990 ebenfalls ein starkes Wachstum verzeichnet hat, allerdings auf relativ niedrigem Niveau.
(Seite168)
Die differenzierte Betrachtung nach Verbrauchergruppen ergibt, dass insbesondere durch den gestiegenen Energieverbrauch des Verkehrs keine Entkopplung zum Wachstum des BIP stattfand. Die Betrachtung nach Energieträgern zeigt, dass vor allem beim Gas, bei der Kernenergie und den Treibstoffen (Verkehr) keine Entkopplung stattfindet, hingegen beim Rohöl bzw. bei -produkten und der Kohle. Wachstum und Umweltbelastung: Findet eine Entkoppelung statt? - Auszug, Vorwort und Zusammenfassung (S7-17)
ecoglobe - Nachhaltigkeit
Wachstumsdiskussion
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