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Der Sensebezirk - vorteilhaft gelegen.
Bedingt durch die geografische Lage bildet der Sensebezirk das Hinterland der Stadt Freiburg, gehört aber z. T. auch schon zum Einzugsgebiet der Stadt Bern. Die vorteilhafte Lage wird durch die ausgezeichnete Verkehrserschliessung unterstützt. Die Eisenbahn zwischen Bern und Freiburg ist seit 1862 in Betrieb, die Autobahn A12 zwischen Flamatt und Freiburg seit 1973, zwischen Bern und Vevey seit 1981.
Ein engmaschiges Strassennetz und zahlreiche Postautoverbindungen erschliessen alle Dörfer und zahlreiche Weiler des Bezirks.

Der Sensebezirk - die Geschichte.
Den Sensebezirk gibt es seit 1848. Die damals vom radikalen Regime (1847 bis 1856) in Kraft gesetzte, dem Volk nie unterbreitete Verfassung teilte den Kanton in sieben Bezirke ein. Einer davon war der Sensebezirk. Bei dieser Gebietsaufteilung ist es bis heute geblieben. Auch die «neue», 1857 vom Volk angenommene und noch heute gültige Verfassung hat daran nichts geändert.
Seinen Namen hat der Bezirk von der Sense erhalten, dem im Schwarzsee (warme Sense) bzw. im Gantrischgebiet (kalte Sense) entspringenden und auf rund 35 km Länge die Grenze zum Kanton Bern bildenden Fluss. Dieser wird erstmals im Jahre 1076 als sensuna erwähnt (Hubschmied 188). Die Bezeichnung wird von den Namenforschern auf das keltische Isegontiona zurückgeführt, was die Starke, Mächtige bedeutet.
Das Gebiet des Sensebezirks gehörte einst zur sogenannten Alten Landschaft. Das ist das zweisprachige Herrschaftsgebiet, das sich die 1157 gegründete Stadt Freiburg zwischen dem 13. und der Mitte des 15. Jahrhunderts in ihrem Umkreis angeeignet und bis zum Untergang des Ancien Régimes (1798) direkt verwaltet hat. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Kantonsgebiet durch verschiedene kurzlebige Verfassungen unterschiedlich aufgeteilt, doch blieb die Stadt für katholisch Deutschfreiburg das politische, kirchliche, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum. Die von der radikalen Regierung 1848 vorgenommene Gebietsaufteilung in die heutigen sieben Bezirke bedeutete für den grössten Teil der Bevölkerung des deutschsprachigen Teils der ehemaligen Alten Landschaft eine Trennung von ihrem historisch gewachsenen Zentrum. Es verwundert deshalb nicht, dass die Sensebezirkler als «Haupterben» des deutschsprachigen Teils der Alten Landschaft die Bildung des Sensebezirks nur widerwillig zur Kenntnis nahmen.
Seit 1848 ist der Kanton Freiburg in sieben Bezirke aufgeteilt. Der Sensebezirk ist der einzige vollständig deutschsprachige des Kantons.