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Menschliche Bibliothek: Frontal gegen Rassismus in Vevey and Montreux
Ein Event der Reihe "Menschliche Bibliothek"01/05/2019
Im Rahmen der Europäischen Aktionswoche gegen Rassismus 2019 leitete IofC zwei menschliche Bibliotheken in Montreux und Vevey. Die Teilnehmenden profitierten dabei von direkten Interaktionen, bei denen die Verknüpfung von Diskriminierung, Immigration und Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt stand. Die Veranstaltungen wurden in Zusammenarbeit mit den Städten Montreux und Vevey sowie dem Maison de Quartier Jaman 8 durchgeführt und fanden am 18. März 2019 in der Stadtbibliothek von Montreux und Veytaux sowie am 21. März in der Stadtbibliothek von Vevey statt. Modertiert wurden die Events von Brigitt Altwegg, Programmleiterin von IofC Schweiz.
Beide Abende wurden mit einer Begrüssungsansprache von Maya Maharjan, Regionalleiterin der Woche gegen Rassismus, eröffnet. Brigtt Altwegg stellte die fünf Referentinnen und Referenten vor: Gianfranco La Rosa, Salihe Lekiki, Khaled Omar, Esra Öner und Marie Saulnier-Bloch. Das Publikum konnte sich anschliessend eine Referentin oder einen Referenten aussuchen, dort 10 Minuten lang zuhören und anschliessend weitere 10 Minuten lang zu einer anderen Gruppe gehen.
Die Gespräche, die sich dabei entwickelten, waren sowohl praktisch als auch philosophisch. In einigen Gruppen gab es praktische Ratschläge für die Suche nach Arbeit. Andere wiederum diskutierten die Überwindung von Vorurteilen. Eines der menschlichen Bücher, das fünf Jahre lang Arbeit gesucht hatte, erklärte: "Es sind nicht die Schweizer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die mich diskriminieren. Tatsache ist, dass alle Vorurteile haben. Ich schliesse mich hierbei nicht aus. Wir alle sehen die Welt durch eine Brille. Aber wenn ich merke, dass ich jemandem gegenüber voreingenommen bin, sage ich mir: Stop! und dann versuche ich, an mir zu arbeiten."
Nach zwei Durchgängen, in denen zugehört und diskutiert wurde, kamen alle wieder zusammen. Alle waren eine Minute lang still, um nachzudenken und dann ging die Diskussion in Kleingruppen weiter. "Empathie", "Unterschiede", "Resilienz", "Einsichten" und "einfallsreich" waren einige der Schlüsselworte, die immer wieder genannt wurden.
Das Publikum, Referentinnen und Referenten diskutierten anschliessend bei Erfrischungen weiter. Die Veranstaltung schien allen gefallen zu haben. Die Teilnehmenden sagten, sie hätten gerne mehr Zeit mit den menschlichen Büchern verbracht und gerne mehr als nur zwei von ihnen zugehört. Sie sagten ausserdem, sie würden gerne an einer weiteren menschlichen Bibliothek teilnehmen.
Unsere nächste menschliche Bibliothek findet am 7. April in Genf statt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
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