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Andere Namen: Italienisch sagt man der Morobbia, in lokaler Mundart die Morobbia, ältere Leute benützen auch noch den früheren Namen Marobbia.
Hydrologie: Der Morobbia entspringt am Cima Pomodoro auf ca. 1850 m.ü.M. und mündet bei Bellinzona-Giubiasco in den Tessin. Er hat eine Länge von 12.4 km und ein Einzugsgebiet von 45.5 km² sowie eine Wasserführung von 2 m³ pro Sekunde. In trockenen Sommern beginnt der Morobbia erst ab etwa 1600 m.ü.M. zu fliessen und seine Wasserführung kann auch nahezu versiegen.
Urkundlich überlieferte Namen: Marobbia 1905
Namensentwicklung: Noch nichts gefunden
Etymologie: Noch weitgehend offen, immerhin weiss man aber, dass die Endung -obbia lombardisch ist und Wasser bedeutet. Das wird durch mehrere Ortschaften mit der Endung -obio oder -obbio belegt, die alle am Ufer eines Sees oder Flusses liegen. Da der Fluss früher Marobbia hiess, könnte der vordere Wortteil mar- vom Italienischen stammen und Flut, Wogen, Wellen bedeuten. Ferner gibt es das vorlateinische marra mit der Bedeutung Kies, Schotter (Costanzo Garancini). Das sind aber erst Vermutungen.
Flussnamentyp: Noch offen
Geologie: Der Unterlauf des Flusses ist schluchtartig. Auch beim Stausee von Camena gibt es keine flachen Ufer, die Bergflanken fallen steil zum See hinunter. Das Valle Morobbia war schon im 8. Jahrhundert wegen seiner Eisenerzadern von wirtschaftlichem Interesse. Auch von Como her wurde das Tal über den Passo di San Jorio (Jörisbergpass) erschlossen.
Flussgeschichte: Seit 1903 wird ein Teil des Flusswassers auf ca. 630 m.ü.M. bei Camena in einem kleinen Stausee gesammelt, der einen 39 m hohen Staudamm mit einer Kronenlänge von 99 m besitzt. Von dort wird das Wasser über einen Stollen nach Giubiasco geleitet und im dortigen Kraftwerk verstromt.