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A1953 Versuchsstand Hentschenried
Rund einen Kilometer westlich des Art Wk Krattigen steht auf Spiezer Boden der Versuchsstand Hentschenried (620'776/168'176), bei dem die Grundkonzeption dieser Artilleriebunker sowie der neu entwickelten Hebellafetten für Festungsgeschütze erprobt wurde.
Dieser Bunker wurde an eine bestehende Scheune angebaut. Zum Einbau kam auch die Hebellafette mit der Nr. 1, montiert wurde eine 10,5 cm Kanone 35 der Schweren Motorkanonen Batterie 129 (diese besetzte das Artilleriewerk Krattigen mit den restlichen drei Geschützen).
Am 15. Mai 1941 wurde erstmals ein Versuchsschiessen mit dieser neuen Konstruktion durchgeführt. Laut Jürg Keller waren Lägenbergalp ob Reutigen und Krümmelwege im Stockhorngebiet das Ziel der 160 abgegebenen Schüsse. Getestet wurde insbesondere die Belastung der Bedienungsmannschaft durch die Verbrennungsgase der Abschüsse.
Nach 1947 wurde die Stellung nicht mehr verwendet. Es gibt aber Anzeichen, dass er dennoch weiterverwendet wurde – eventuell im Bereich Übermittlung. Diese Frage ist noch ungeklärt. Heute ist der Bunker nicht mehr normalerweise nicht zugänglich.
Die Lafette fand dann u.a. auch im Artilleriewerk Waldbrand Verwendung, gleich wie in vielen anderen Artilleriebunkern (z.B. Jaunpass oder Aeschiried).
Versuchsstand Hentschenried kurz nach der Inbetriebnahme.