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Dominic Stricker hatte gute Chancen die Partie für sich zu entscheiden. Der Berner holte im ersten Satz einen 3:5-Rückstand auf, nützte aber beim Stand von 5:5 zwei weitere Breakmöglichkeiten (nach 15:40) nicht. Und so riss ein paar Minuten später Fritz mit einem imponierenden Tiebreak die Führung an sich.
Nach dem ersten Satz erspielte sich Dominic Stricker bloss noch einen weiteren Breakball. Der ging ihm beim Stand von 2:1 im zweiten Satz durch die Lappen. Wenig später realisierte Fritz zum 3:2 das entscheidende Break im zweiten Durchgang. Im dritten Satz schaffte Fritz das siegbringende Break zum 5:4. Nach zwei Stunden und zwölf Minuten verwertete Taylor Fritz den ersten Matchball.
Zuversicht getankt
Dominic Stricker wird aber gewiss New York hochzufrieden verlassen – mit 284'000 Dollar Preisgeld und als neue Nummer 87 der Welt. Auch sportlich eröffneten sich Stricker in den letzten zwei Wochen neue Perspektiven: Der Schweizer hielt gegen einen der allerbesten Hartplatzspieler und den besten Aufschläger an diesen US Open absolut mit.
Belinca Benic unterliegt Sorana Cirstea
Auch für Belinda Bencic enden die US Open in den Achtelfinals. Wenn es die Ostschweizerin im «big apple» zuvor in die zweite Turnierwoche geschafft hatte, erreichte sie zweimal die Viertelfinals und einmal den Halbfinal. Diesmal nicht. Dabei war die Hoffnung so gross und die Ausgangslage so vorzüglich und vielversprechend gewesen. Gegen Sorana Cirstea startete Bencic als Favoritin in die Partie.
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Nicht wie vor einem Jahr
Wie vor einem Jahr stand es erneut 3:6, 3:5 aus der Sicht von Bencic. Eine Wende gelang diesmal aber nicht mehr. Cirstea zog gegen Bencic im ersten Satz gleich auf 5:0 davon. Im zweiten Satz gelangen ihr wieder frühe Break zum 1:0 und 4:1. Einzig in der Schlussphase des ersten Satzes, als die Ostschweizerin von 0:5 auf 3:5 verkürzte, erspielte sich Bencic kurz Oberwasser.
Drei Achtelfinals
Mit drei Achtelfinal-Qualifikationen (am Australian Open, im Wimbledon und am US Open) zeigte Bencic an den Major-Turnieren in dieser Saison konstante Leistungen. Der längst überfällige Ausreisser nach oben gelang ihr indes auch in dieser Saison wieder nicht. Am US Open - auf der grössten (Tennis-)Bühne schlechthin – wollte Bencic diesmal gewinnen – gegen Cirstea sowieso, aber danach auch in den weiteren Runden. Dafür spielte sie am Sonntag bei weitem nicht gut genug. Ihr unterliefen viel zu viele Fehler und immer wieder in wichtigen Momenten auch Doppelfehler. Setzt sich Bencic an den Grand-Slam-Turnieren zu sehr unter Druck? Bencic: «Mit gewissen Situationen kann ich besser umgehen als in jüngeren Jahren. Dafür war ich früher furchtloser, ein wenig mehr entspannt – und hatte natürlich nichts zu verlieren.»
In der Weltrangliste wird Belinda Bencic von Position 13 mindestens um einen Platz zurückfallen. Vier weitere Spielerinnen, die am US Open indes alle noch im Turnier verblieben sind, können an der Schweizerin aber noch vorbeiziehen.
sda