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LONDON (awp international) - Die jüngste Zinsentscheidung der britischen Notenbank ist erneut nicht einhellig getroffen worden. Von den neun Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses stimmten nur sechs dafür, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent zu belassen. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Bank of England (BoE) zur Zinsentscheidung vom 10. März hervor. Erneut habe sich eine Mehrheit der Ausschussmitglieder besorgt über eine mittelfristig steigende Inflation gezeigt.
Es gebe ein "bedeutendes Risiko", dass die Jahresinflationsrate in den kommenden Monaten über fünf Prozent steigen könnte. Im Februar hatte die Jahresrate noch bei 4,4 Prozent gelegen. Nach der überraschend schwachen Wirtschaftsleistung im vierten Quartal sei es aber noch zu früh Aussagen über die Stärke des Aufschwungs zu machen. Nach dem jüngsten Ölpreisanstieg seien die Risiken für Inflation und Wachstum gestiegen.
Aus dem geldpolitischen Ausschuss stimmten Martin Weale und Chefvolkswirt Spencer Dale für eine Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte. Andrew Sentance sprach sich gar für eine Anhebung um 0,5 Prozent Punkte aus. Adam Posen hingegen sprach sie für eine Ausweitung des Anleihenkaufprogramms aus. Posen forderte, das Programm von derzeit 200 Milliarden Pfund auf 250 Milliarden Pfund auszuweiten./RX/jsl/jha/
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