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Die Auswirkungen der Not sind auf dem Land anders als in den Städten. Das zeigt sich deutlich bei der Ernährung. Auf dem Land können sich viele Leute teilweise selbst versorgen. Etwas Gemüse und Früchte anpflanzen und eventuell ein paar Hühner oder Kaninchen halten kann einer Familie und der Verwandtschaft die Existenz sichern. Hier aber herrscht meist grosse Arbeitslosigkeit, das Einkommen fehlt, es können keine Kleider gekauft werden, Kinder können nicht zur Schule gehen, es keine medizinische Versorgung usw.
In den engen Verhältnissen der Städte gibt es zusätzlich die Probleme der Wohnsituation. Viele Familien mit 6-8 Kindern sind in den Kleinstwohungen der Bentonplattenbauten zusammengepfercht. Viele dieser Blocks haben kein Wasser, Gas oder Strom. Meist fehlen Treppengeländer, Fensterscheiben und auch eine Heizung! Wer kann, versucht mit einem Provisorium zu heizen, z.B. mit einem offenen Feuer im Raum (ein Loch in der Mauer erstzte den Kamin) oder einem Brenner auf einer Gasflasche, was immer wieder Ursachen für entsprechende Unfälle und Verletzungen sind. In diesen Miniwohnungen hat es meist nur Platz für ein Bett und vielleicht einen kleinen Tisch.
Aus Gründen des unterschiedlichen Hilfsgüterbedarfes haben wir uns entschlossen, unsere Aktivitäten in Rumänien auf folgende zwei Orte zu konzentrieren: Die Stadt Baia Mare im Nordwesten des Landes und den ländlichen Ort Raducaneni in Ostrumänien. An beiden Orten haben wir gute Kontakte zu unseren Vertrauensleuten und können deshalb in den einzelenen Situationen sehr gezielt helfen.