Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/1803

Luigi Snozzi (geboren 1932 in Mendrisio, lebt in Locarno) ist Architekt und emeritierter Professor für Architektur. Mit seiner charakteristischen Sichtbetonarchitektur und den städteplanerischen Eingriffen gilt er als führender Vertreter und Theoretiker der Tessiner Schule und war 1975 Teil der Ausstellung «Tendenzen – Neuere Architektur im Tessin» an der ETH Zürich, die erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde und die folgende Generationen von Architekten beeinflusste. Vor genau 40 Jahren begann Snozzi seine lange Auseinandersetzung mit dem Ort Monte Carasso. Dieses Projekt gilt noch heute als Referenz für eine fruchtbare Interaktion zwischen Architektur und Stadtplanung.
Nach seinem Studium und Diplom an der ETH in Zürich (1952–1957) eröffnete Snozzi 1958 in Locarno sein eigenes Architekturbüro. Von 1962 bis 1971 arbeitete er mit Livio Vacchini zusammen. In Zürich unterhielt er von 1975 bis 1988 mit Bruno Jenni ein weiteres Büro, bis er 1988 mit seinem Zweitbüro nach Lausanne umzog.
Seine akademische Tätigkeit begann er 1973 als Gastdozent für architektonisches Entwerfen an der ETH Zürich, wo er bis 1975 unterrichtete und 2008 Dr. h.c. wurde. 1985 erhielt er eine ordentliche Professur an der EPFL (École Polytechnique Fédérale) in Lausanne, wo er bis zu seiner Emeritierung in 1997 lehrte. Aktuell unterrichtet Snozzi an der Universität Sassari in Alghero, Sardinien.