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Das Klimakterium beginnt bei manchen Frauen bereits mit 40 Jahren, bei anderen erst Mitte 50. Genetische und körperliche Faktoren (Gewicht, Grösse, Fettverteilung, Ernährungssituation), der gesellschaftlich-wirtschaftliche Status sowie psychische Belastungen können einen Einfluss darauf haben, wann die Wechseljahre beginnen. Wenn die Eierstöcke operativ entfernt werden, setzt das Klimakterium unmittelbar ein.
Medizinisch werden drei Phasen unterschieden. Die erste Phase, als Prämenopause bezeichnet, beginnt etwa mit dem 40. Lebensjahr. Hier ist der Monatszyklus anfangs noch regelmässig, es können jedoch erste Beschwerden, wie Schwitzen oder Schlafstörungen, auftreten.
In der anschliessenden Perimenopause oft auch als das eigentliche Klimakterium bezeichnet kommt es dann zu deutlich unregelmässigeren Monatszyklen, und die allgemeinen Beschwerden nehmen meist zu. Mit Beginn der Perimenopause beginnen die Eierstöcke zu schrumpfen, und die Produktion der weiblichen Sexualhormone vermindert sich drastisch. Der Körper versucht zwar, der Abnahme der Hormonmengen entgegenzusteuern, dabei gerät aber die Regulation der Hormone durcheinander. Diese Situation ist zum Teil für das Auftreten der verschiedenen Beschwerden verantwortlich. Bildet der Körper schliesslich nur noch sehr geringe Mengen an Östrogenen bleiben die Monatsblutungen ganz aus und die Fortpflanzungsfähigkeit ist beendet.
Ein Jahr nach der letzten Monatsblutung, der sogenannten Menopause, beginnt die letzte Phase, die Postmenopause. Hier können die klimakterischen Beschwerden am Anfang noch deutlich spürbar sein, nach einiger Zeit nehmen sie aber langsam ab. Nun können sich aber mittel- bis langfristig weitere körperliche Beschwerden bemerkbar machen.
Durchschnittlich dauert das Klimakterium etwa 10 bis 15 Jahre. In den verschiedenen Übergangsphasen verändert sich der Hormonspiegel der weiblichen Geschlechtshormone stetig. Dies kann zu Beschwerden führen, die man unter dem Begriff klimakterisches Syndrom zusammenfasst.
Auch wenn die Wechseljahre ein natürlicher Prozess sind, führt die Hormonumstellung bei manchen Frauen zu Beschwerden. Von 10 Frauen zwischen 45 und 55 Jahren leiden gemäss einer europäischen Untersuchung 9 unter Beschwerden, zwei drittel davon unter einem oder mehreren schweren Symptomen. Zu den typischen Anzeichen der Wechseljahre gehören neben den unregelmässigen Monatsblutungen auch Hitzewallungen und nächtliche Schweissausbrüche.
Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Prozess.
Jede erlebt die hormonelle Veränderung anders. Unter den verschiedenen Anzeichen der Wechseljahre treten am häufigsten Beschwerden auf, die durch eine Verengung oder Erweiterung der Blutgefässe entstehen (sog. vasomotorische Symptome):
- etwa 75 % der betroffenen Frauen leiden unter Hitzewallungen und Schweissausbrüchen
- rund 65 % haben auch in der Nacht Schweissausbrüche
Diese Beschwerden werden als besonders unangenehm empfunden und können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Eine Behandlung der Symptome, um Linderung zu verschaffen, ist sinnvoll.