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Anfangs des 20. Jahrhunderts entstanden aus Politik und Religion verschiedene Jugend- und Kinderverbände. Man kannte zum Beispiel die Arbeiterjugend (eine kommunistische Bewegung) oder die Wandervogelbewegung.
So musste auch für die katholische Jugend gesorgt sein. Dafür war der SKJV (Schweizerische Katholische Jungmannschaftsverband) zuständig, der im Jahre 1893 entstand. Die Hauptaufgabe war die schulentlassene Jugend von den Strassen, neutralen Organisationen und dem liberalen Geiste fern zu halten, sie an die katholische Seite zu fesseln und sie zu schulen und unterrichten.
Wichtiger Impuls für den Verband waren zwei Enzykliken (1922, 1925) von Papst Pius 6. Die Idee dieser katholischen Aktionen war, eine weltweite Laienbewegung auszulösen. Jene sollte unter der Führung von Priestern den katholischen Glauben vermehrt verkünden und verbreiten. Die Laien (Leiter) nahmen dabei neben den Priester (Präses) eine wichtige Rolle ein. Man kam auf die Idee Jungführer auszubilden.
Am 26.06.1932 gründete der Priester von Birsfelden (H.H.J. Krummenacher) völlig unabhängig des SKJV eine Jungmannschaftsgruppe, die er Jungwacht nannte. Die Jungen der Gruppe trugen als Einheit ein grünes Hemd mit einem aufgestickten Jesuszeichen. Der SKJV wurde auf diese Gruppe aufmerksam und übernahm diesen Namen für all ihre Jugendgruppen.
Später wurde auch die verbreitete Sturmschar aufgenommen. Jene bestand aus Jugendlichen, welche nun die Aufgabe des „Jungwachtführer“ übernahmen. Ab sofort war der Aufbau des neuen Bundes voll im Gange: Ein Bundesführer wurde ernannt, Versprechen und Wahlsprüche wurden bestimmt, Treuegelöbnisse wurden zusammengetragen und eine Patron (Don Bosco) wurde gewählt. Bald erschien eine Jungwachtbroschüre und im Jahre 1935 bestand der Verein bereits aus fast 100 Scharen mit über 3000 Jungwächtern.