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Setzt man sich für eine Totalumstellung ganzer Regionen auf den Biolandbau ein, so ist durch die hohe Kaufkraft, die natürlichen Standortbedingungen, die kleinräumige Agrarstruktur und die politische Eigenständigkeit kein Land dafür so geeignet wie die Schweiz. Das Prognosemodell SWISSland wird verwendet, um für den Zeitraum 2018–20 eine Totalumstellung auf den Biolandbau zu simulieren und diese mit einer Weiterführung der AP 2014–17 zu vergleichen. Durch eine Totalumstellung würde sich der Ackerbau zuungunsten der Tierhaltung leicht ausdehnen. Der Rückgang an Arbeitskräften würde gebremst, die Erzeugung von Lebensmitteln ginge um 17 (Getreide) bis 50 (Zuckerrüben) Prozent zurück. Diese Minderproduktion relativiert auch die ökologische Entlastung wie eine Einsparung der im Agrarsektor aufgewendeten Energie um 42 Prozent. Ökonomisch wäre eine Totalumstellung der Schweizer Landwirtschaft auf den Biolandbau nur dann tragfähig, wenn die Konsumentinnen und Konsumenten diese durch Zahlen höherer Preise für Lebensmittel stützen und nicht heutige ÖLN-Produkte weitgehend durch den Konsum konventionell erzeugter Importware substituieren würden.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.