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Dies ist die Geschichte der wunderschönen Labrador-Hündin Bella, und was sie mir mit auf den Weg gegeben hat....
Letztes Wochenende war ich sehr traurig. Ich denke, man könnte dazu schon fast Trauer sagen. Die Geschichte beginnt aber eine Weile früher, nämlich zu dem Zeitpunkt, an dem ich das 1. Mal von der Hündin Bella hörte, welche in Frühling diesen Jahres zum 1. Mal in Europa in den Medien war.
Bei Bella wurde im Frühjahr 2015 Knochen-Krebs diagnostiziert, welcher von ihrem vorderen Bein und der Schulter ausgegangen war. Die Ärzte rieten ihrem Besitzer, dem US-Amerikaner Robert Kugler, dass er die Wahl hatte, sie sofort einzuschläfern, weil ihre Schmerzen zu stark waren. Oder ihr Bein zu amputieren, aber auch dies würde sie nicht retten können, da der Krebs bereits in die Lunge gestreut hatte. Robert entschied sich für die 2. Variante, jedoch war es nicht einfach die Wahl, das Bein zu amputieren, es war eine Entscheidung, die das Leben der beiden drastisch veränderten sollte. Er wollte, dass die letzen Monate in Bellas Leben zu den besten Monaten ihres Lebens werden sollten. Er wollte nicht, dass er eines Tages von der Arbeit nach Hause kommen würde, und seine Hündin tot auffand. So machten sich die beiden auf - und starteten einen epischen Road-Trip quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika.
Robert teilte wunderschöne Bilder ihrer gemeinsamen Reise auf seinem Instagram und Facebook Konto. Sie schliefen im Auto, sahen traumhafte Sonnenunter-/und Sonnenaufgänge in den Nationalparks Amerikas. Robert schrieb oft, dass er in solchen Momenten Ruhe und Frieden finden konnte. Es war nicht nur für Bella ein wunderschönes Erlebnis, auch Robert begab sich auf eine Reise zu sich selbst.
'Currently searching to find my best self... by observing my best friend who reminds me where to look' - schreibt Robert auf seinem Instagram-Konto. Er sucht das beste in sich, und seine beste Freundin erinnert ihn, wohin er schauen soll.
Bella blühte auf, sie schwamm im Meer, spielte im Sand, schnüffelte an Blumen und Sträuchern, spielte Frisbee mit Robert. Es ist schwierig, die Bilder zu beschreiben. Die beiden bildeten eine perfekte Symbiose, eine tiefe, innige Liebe. Sie erfüllten beide ihren Lebensauftrag, sie folgten einfach ihrem Herzen.
Zum Zeitpunkt der Diagnose sagten die Ärzte, dass Bella noch 3 - 6 Monate leben würde. Seit der Diagnose waren 17 Monate vergangen. Letzen Freitag nun schrieb Robert, dass es Bella schlecht gehen würde, da ihre Lunge nicht mehr mitmachte. Ich las dies in der Vormittagspause. Und wurde so traurig, dass mir während der Arbeit die Tränen runter liefen. Meine Arbeitskollegin fragte mich, was denn jetzt mein Bedürfnis wäre. Und ich antwortete, dass ich gerne bei meinen Katzen sein möchte, die ich leider auch allzu oft alleine lassen muss. Als ich am letzten Freitag-Abend nach Hause kam, las ich, dass Bella ruhig und friedlich eingeschlafen war.
Seither ging ich durch einen tiefen Prozess, denn Bella zeigte auch mir einiges auf.
Ich fragte mich natürlich weshalb ich diese Traurigkeit verspürte, da ich doch weder den Mann noch den Hund kannte. Ich weiss von mir, dass ich bei Tieren immer besonders emotional reagiere. Das ist eine Sache, die recht konkret ist. Doch das Ganze geht tiefer, denn aus heutiger Sicht weiss ich, dass Bella auch für mich etwas wie eine Lehrmeisterin ist. Robert hat etwas ganz Grosses erschaffen, er hat mit dieser Geschichte viele Menschen auf der ganzen Welt erreicht. Die Message ist klar: Lebt das Leben, geniesst es in vollen Zügen, geht raus in die Natur so oft ihr nur könnt. Bella zeigt der Welt wie es geht. Die Message lautet auch: Umgebt Euch mit Freunden, mit lieben Personen, die Euch nähren. Und über all dem steht das wichtigste: Die Liebe!
Ich danke Robert aus tiefstem Herzen für seine Liebe zu Bella und sein Werk, dass er erschaffen hat.
Ein wundervolles Erlebnis...
Letzen Sonntag, ich spürte immer noch eine Traurigkeit, ging ich in die Berge in der Schweiz zum wandern. Die Natur gibt mir immer sehr viel Weisheit und Frieden zurück. Dann geschah etwas wunderbares: Während ich so am laufen war, ein Schritt vor den anderen, spürte ich plötzlich Bellas Spirit bei mir. Ich spürte Bella wie sie mit ihren 3 Beinen eine Spur hinterliess. Ich spürte wie sie mir sagte, dreh Dich um - schau rechts - schau die grandiose Natur an. Und wirklich: Inmitten der zauberhaften Herbststimmung sah ich plötzlich eine ganz andere Landschaft. Eine Art Zauberwald, sattgrün, moosbewachsen, saftig, wunderschön, das pure Leben pulsierte darin. Ich habe diese Landschaft tief in mein Herz eingeprägt. Bella zeigte mir, wo ich schauen soll.
Wir alle können Bellas Sprit spüren, wenn wir unser Herz öffnen. Der Schönheit dieses Planeten gegenüber, den wir unsere Heimat nennen. Die Zeichen sind überall. Einerlei, ob sie von Bella kommen oder von Dir selbst. Oder von einer Person, die Du liebtest.
Ich glaube ganz fest, dass Bellas Seele bereit war, diesen Körper zu verlassen. Denn sie hat etwas getan, was viele Menschen wahrscheinlich ihr ganzes Leben nicht von sich behaupten können. Sie hat gelebt, sie hat genossen, sie war froh und frei. Bella hat sogar noch weit mehr als das getan: Sie hat nicht nur Robert gezeigt, wo er hinschauen soll, sie zeigt es der ganzen Welt. Sie hat ihre Lebensaufgabe mehr als erfüllt.
Nun, flieg Bella flieg! Fly Bella Fly!
Now go, become one with all... dance in the wind, flow in the ocean, and give warmth to the hearts of all you've touched (Robert Kugler/Instagram)
Die Bilder sind von der Facebook-Seite von Robert.
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