Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3623

Bezeichnung für den Rand eines Tellers oder einer Platte Die Fahne kann glatt, reliefiert oder auch durchbrochen sein.
Der Farbauftrag auf das Gefäss oder die Figur erfolgt bei der Fayence und beim Porzellan üblicherweise mit dem Pinsel. Die Farben werden mit Wasser und gelegentlich mit Bindemitteln angerieben und aufgemalt. Beim Schmelzen sinken die Farben bei der Inglasur-Technik in die Glasur ein. Bei der Aufglasur-Technik sind Anreibungen der Farbstoffe mit einem flüchtigen Öl üblich, häufig Terpentin, die das Haften der ungebrannten Malerei auf der wasserabstossenden Glasuroberfläche begünstigen. Beim Brand verglühen die organischen Bindemittel und es kommt unter leichten Versinterungserscheinungen zur Bindung der Farbkörper an die eigentliche Glasur. Die Haftung ist geringer als bei der Inglasur-Technik und die Malschicht ist durch Abrieb, Kratzen etc. deutlich gefährdet. Die Motive können mit dem Malhorn (Irdenware) oder dem Pinsel entweder freihand gemalt werden. Oder sie werden mit Hilfe von fein gelochten Schablonenmustern (Pergament, Papier, Zinn- und Bleifolien), aufgestäubtem Holzkohlepulver und dem Ausmalen der Konturen ausgeführt. In der Spätzeit setzen sich grobe, wenig strukturierte Schablonendekore durch, die in einfacher Weise mit dem Pinsel gefüllt werden. Eine flächige Färbung ist oberflächlich mit dem Pinsel oder Schwamm oder durch Spritzen mit einem Pinsel (Jaspieren) möglich.
Der poröse Scherben ist mit einer wasserundurchlässigen, undurchsichtigen weissen Zinnglasur bedeckt. Der Begriff leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, die seit dem 15. Jahrhundert der Mittelpunkt der Fayence-Kunst war. Meist mit Farbkörpern auf der ungebrannten Glasur dekorierte Keramik. Gebrannt bei etwa 1050°C bis 1100°C.
Wird nach der Beschaffenheit seines Scherbens zwischen Steinzeug und Porzellan eingeordnet. Die Masse weist einen hohen Quarzanteil auf; der weisse Scherben ist durch Sinterung dicht, aber nicht transparent.
Farbige, deckende Untergründe auf Porzellan, aus denen häufig weisse Reserven mit Malereien ausgespart sind.
Die Herstellung von keramischen Gefässen oder Plastiken ist mit vielen Techniken möglich. Das freie Aufbauen aus Tonplatten und -wülsten war bis zum 12./13. Jh. weithin üblich und wird bei figürlichen Formen bis heute bevorzugt. Viele Objekte wurden aber auch völlig frei und nur mit Hilfe der "kleinen" Werkzeuge hergestellt. Nach dem "lederhart" Trocknen wurden weitere Teile, z.B. Ausgüsse, Henkel, Füsse und Verzierungen mit aufgeschlämmtem, feinem Ton (= Schlicker) angeklebt. Neben den Geräten für das Grobe, z.B. Walzen, Pochen, Glasurmühlen oder Trockengestellen, sind unverzichtbare kleinere Werkzeugen zu erwähnen: die "Töpferschienen" als wichtigstes Handwerkszeug beim Drehen selbst, Modellierwerkzeug für plastische Ausformungen und Abschneidedrähte, um fertige Gefässe vom Drehscheibenkopf zu trennen.
Durch Schmelzen verschiedener Stoffe entstandenes Glas. Die Fritte ist nach der Feinmahlung der Hauptbestandteil von Glasuren.
Unechtes Porzellan ohne erdige (Kaolin) Bestandteile. Quarzsand, Salpeter, Seesalz, Soda, Alaun und Gips werden gebrannt, zerstoßen und mit grüner Seife und kochendem Wasser zu einer Masse verarbeitet, die der Porzellanmasse ähnelt und ebenso gebrannt wird.
Literatur:
Quellen: