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Novartis arbeitet weiter daran, die Qualitätsprobleme am US-Standort Lincoln der Consumer Health Division zu beheben. Der Pharmakonzern hat die Aufsichtsbehörde FDA in diesem Zusammenhang über zusätzliche Massnahmen informiert.
Im Rahmen dieser neu ergriffenen Massnahmen soll die Produktionsanlage in Lincoln restrukturiert und vereinfacht und langfristig auf die Herstellung von zwei Formen von Produkten zu konzentriert werden. Dies seien Produkte in fester und in Pulverform und beträfen vor allem Sentinel, Excedrin und Theraflu. Bisher seien in Lincoln fünf verschiedene Darreichungsformen hergestellt worden, sagte CEO Joseph Jimenez an einer Telefonkonferenz am Mittwoch. Nach Abschluss dieser Massnahmen werde sich der Standort bei minimaler Produktkomplexität auf operative Höchstleistungen konzentrieren können, schreibt Novartis in der Medienmitteilung zum Abschluss des ersten Quartals 2013.
Die Restrukturierung von Lincoln werde im Lauf der nächsten zwei Jahre phasenweise zum Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen beziehungsweise 40 Prozent der Belegschaft am Standort führen. Novartis rechnet im Zusammenhang mit der Restrukturierung mit Wertminderungen und Rückstellungen im Gesamtbetrag von 100 Millionen Dollar, wovon im abgeschlossenen ersten Quartal 2013 insgesamt 51 Millionen Dollar verbucht wurden.
58 Inspektionen durch Gesundheitsbehörden
Wie bereits früher bekannt gegeben wurde, hat Novartis Drittfirmen mit der Herstellung von Excedrin Migraine, Lamisil, Triaminic und Excedrin Extra Strength beauftragt. Dies um schneller auf den US-Markt zurückzukehren. Die ersten entsprechenden Auslieferungen erfolgten im vierten Quartal 2012. Als nächstes Produkt werde voraussichtlich im zweiten Quartal Benefiber wieder eingeführt, gefolgt von Theraflu in Nordamerika im weiteren Verlauf dieses Jahres.
Im Novartis-Werk Lincoln selbst hätten im ersten Quartal insgesamt 58 Inspektionen durch Gesundheitsbehörden stattgefunden, wovon zehn von der FDA durchgeführt wurden. Die Mehrheit der Überprüfungen sei mit gutem oder zufriedenstellendem Ergebnis abgeschlossen worden.
Die FDA habe neun Beobachtungen dokumentiert. Die meisten betrafen dabei die Schnelligkeit und Vollständigkeit bei der Bearbeitung von Reklamationen der Verbraucher, schreibt Novartis. Die Produktionsabläufe seien nicht beanstandet worden. In der Folge habe Novartis Anfang April die Auslieferung des neu validierten Produkts Sentinel an die Kunden wieder aufgenommen.
(tke/tno/sda)