Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03628.jsonl.gz/2182

Bitte hört auf, Massen-E-Mails an eure Bekannten zu senden!
Damit werden Resourcen verbraucht (Internet), man spielt Adresshändlern gratis Adressen zu, in der Folge bekommen alle angeschriebenen Personen immer mehr unerwünschte Werbung und ihre Daten werden ohne zu fragen in Datenbanken gesammelt und ausgewertet!
Eine kürzlich erhaltenen E-Mail (Montag, 1. November 2010) enthielt folgenden Text:
Ich bin Anwältin und ich kenne das Gesetz. Das ist eine Tatsache..
Bill Gates verteilt gerade sein Vermögen. Microsoft und AOL experimentieren gerade mit diesem per E-Mail versandten Text (email beta test). Für jede Person, die diese Nachricht versendet, zahlt Microsoft 245 Euro. Für jede Person, der ihr diese Nachricht geschickt habt und die sie weiterleitet, bezahlt Microsoft 243 Euro. Für die dritte Person, die sie erhält, bezahlt Microsoft 241 Euro.
Nach zwei Wochen, nachdem ich diese Mail erhalten und sie weitergeleitet hatte, habe ich einen Scheck über 24800 Euro erhalten.
Jeder denkt sich: "Das ist bestimmt ein Fake!. Aber was verliere ich schon dabei, wenn ich diese E-Mail an möglichst viele Personen weiterleite? Ich kann ja nur gewinnen und es kostet mich nichts."
Also wird schwups die E-Mail an alle Personen versandt, die im Adressbuch des Computers stehen. Man könnte ja für jede E-Mail über 200 Euro erhalten, wenn alles gut geht.
Da Microsoft jedoch die Adressen als Nachweis benötigt, werden diese nicht im BCC-Feld des E-Mail Programmes angegeben, sondern im Feld Senden an oder im CC-Feld. Damit erhalten die Adresshändler bequem alle E-Mail Adressen im Klartext!
In vielen E-Mails werden zudem automatisch unten im Text die eigenen vollständigen Adressangaben nach dem Gruss eingefügt!
Auf diese Weise habe ich in der oben genannten E-Mail folgende Daten gratis erhalten:
Die Gewinner von solchen Spam-E-Mails sind Adresshändler. Das Umsatzpotenzial der Adresshändler allein in der Schweiz wird auf «vier bis fünf Milliarden Franken jährlich» geschätzt. [1]
Im Data Warehouse der Credit Suisse Group etwa, dem Datensammeltopf des Kundenbindungsprogramms der Bank, lagern 1,5 Terabyte Kundendaten, was etwa einer halben Milliarde bedruckter A4-Seiten entspricht.
Eine Untersuchung in den Niederlanden hat ergeben, dass jede Bürgerin und jeder Bürger durchschnittlich in 900 Datenbanken verzeichnet ist. Zwei Drittel haben einen kommerziellen Hintergrund.
5000 Adressen von Personen mit 100 Merkmalen inklusive Telefonnummern kosten bei der Schober Direct Media AG in Bachenbülach ZH gerade mal 3100 Franken.
Nach Schätzungen des Forbes Magazine führte Bill Gates 13 Jahre die Liste der reichsten Menschen der Welt an. Im Jahr 2009 betrug sein Vermögen 50 Milliarden US-Dollar. [2]
Bill & Melinda Gates Foundation
Die gemeinsame Stiftung von Bill Gates und seiner Frau Melinda, die über ein geschätztes Vermögen von annähernd 29 Milliarden US-Dollar verfügt, hat bis heute etwa 7,5 Milliarden US-$ des Privatvermögens für wohltätige Zwecke gespendet, meist für die Bereitstellung von Impfstoffen und weitere Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern in Afrika und Asien. Die im Dezember 2004 an ihn ausgeschüttete Sonderdividende von knapp drei Milliarden US-$ floss ebenfalls in diese Stiftung ein.
Aktueller Schwerpunkt der Tätigkeit der Stiftung ist die Bekämpfung der Malaria sowie der Poliomyelitis (Kinderlähmung). Für ersteres hat Gates im Oktober 2005 eine Spende von 258,3 Mio. US-Dollar angekündigt. Im Januar 2009 kündigte er eine Spende von 255 Mio. US-Dollar an Rotary International zur Unterstützung des Rotary-Programms zur weltweiten Ausrottung der Poliomyelitis an.
Am 29. Januar 2010 gaben Bill und Melinda Gates bekannt, dass sie in den nächsten 10 Jahren insgesamt 10 Milliarden US-$ für Impfstoffe spenden wollen.
Bis zu seinem Tod will Gates nach eigenen Aussagen 90 bis 95 Prozent seines Gesamtvermögens spenden, „lediglich“ 0,02 % seines Gesamtvermögens wird er jedem seiner Kinder zukommen lassen: nämlich 10 Millionen US-Dollar.
Bitte hört auf, Massen-E-Mails an eure Bekannten zu senden!
Damit werden Resourcen verbraucht (Internet), man spielt Adresshändlern gratis Adressen zu, in der Folge bekommen alle angeschriebenen Personen immer mehr unerwünschte Werbung und ihre Daten werden ohne zu fragen in Datenbanken gesammelt und ausgewertet!
Angenommen, Bill Gates würde wirklich sein Vermögen per E-Mails verschenken. Ich habe dazu ein paar Berechnungen erstellt.
Annhamen
Ich rechne mal mit den Daten, die in der obigen E-Mail enthalten sind. Für jede E-Mail erhält die erste Person 241$. Für jede E-Mail, die ein Empfänger weiter leitet erhält sie wiederum 241$ usw. über 3 Stufen. Die Person in der E-Mail behauptet, 24'800 $ (ich rechne mal mit $ statt Euro) erhalten zu haben. Daraus lässt sich berechnen, wie viele E-Mails für diese Person gezählt haben und wie viele E-Mails jede Person im Schnitt weiter geschickt haben soll:
|(1)|
Für die erste Person zählten also total 103 E-Mail à 241$.
Daraus kann berechnet werden, wie viele E-Mails pro Stufe im Schnitt weitergeleitet worden sind. Dabei wird angenommen, dass nur 3 Stufen der Hierarchie Geld einbringen:
|(2)|
Jede Person der Hierarchie verschickte also 4 bis 5 E-Mails an weitere Personen.
Wenn wir mit diesen Daten rechnen, kann berechnet werden, für wie viele Personen das Vermögen von Bill Gates reicht und mit wie vielen Hierarchiestufen diese Anzahl Personen erreicht wird.
Das Vermögen reicht für ca. 2 Millionen Personen:
|(3)|
Diese Zahl von 2'000'000 E-Mails wird nach nur 10 Stufen bereits überschritten:
|(4)|
Das Vermögen von Bill Gates würde nach diesen Berechnungen für ca. 2 Millionen Personen reichen. Diese Zahl von Personen wird bereits nach 10 Stufen von E-Mail-Weiterleitungen überschritten, wenn jede Person im Schnitt nur 4.7 E-Mails weiterleiten würde.
Man sieht auch: Über diese Art von Spam-Mail erhalten Adresshändler in wenigen Stunden (nur ca. 10 Weiterleitungs-Stufen) gratis Millionen von aktuellen Adressen, die sie teuer weiter verkaufen können!