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Sea-Eye meldet am 25.01.2020: Am Samstagmorgen wurde das deutsche Rettungsschiff ALAN KURDI des Regensburger Vereins Sea Eye e.V. über einen Seenotfall informiert. Die Organisation Watch the Med – Alarmphone erhielt von den Menschen an Bord des Schlauchbootes einen Notruf und leitete diesen an das Rettungsschiff und die zuständigen Behörden weiter.
Nach mehreren Stunden wurde das Boot gegen 09:00 Uhr gefunden. Zu dem Zeitpunkt drang bereits Wasser in das Schlauchboot ein, dessen Hülle aus dünnem Material, ähnlich einer LKW-Plane bestand. Unter den 62 Geretteten befinden sich 8 Frauen und 7 Kinder, das jüngste Kind ist gerade einmal sechs Monate alt.
Kurze Zeit nach der Rettung war ebenfalls ein Schiff der sogenannten libyschen Küstenwache vor Ort und wies die ALAN KURDI an, die libysche Such- und Rettungszone zu verlassen.
Wenige Minuten nach der Rettung erreichte die ALAN KURDI der Hilferuf eines Fracht-schiffes, dass ein Boot in Seenot gesichtet hatte. Die ALAN KURDI erreichte das mit 16 Personen besetztes Boot am frühen Nachmittag und evakuierte das seeuntüchtige Boot ebenfalls. Drei von ihnen waren stark dehydriert und wurden an Bord sofort medizinisch behandelt.