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«Flavio Cotti war eine herausragende Persönlichkeit und ein grosser Staatsmann, dem die Schweiz und die CVP viel zu verdanken hat», sagt CVP-Präsident Gerhard Pfister. Während seiner Zeit im Bundesrat leitete Flavio Cotti von 1987 bis 1993 das Departement des Innern. In die Zeit als Innenminister fiel unter anderem die Verabschiedung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung, die 10. AHV-Revision und die Revision des Sprachenartikels in der Bundesverfassung. Danach wechselte Cotti bis zu seinem Rücktritt 1999 ins Aussendepartement. Zentrale Dossiers in seiner Zeit als Aussenminister waren die nachrichtenlosen Vermögen und die damit verbundenen Auseinandersetzungen mit den USA. Auf Antrag von Cottis Departement wurde deswegen Ende 1996 die Bergier-Kommission eingesetzt. Des Weiteren prägte das Aushandeln des ersten Pakets der bilateralen Verträge die Amtszeit Cottis, welches kurz nach seinem Rücktritt zum Abschluss kam.
Flavio Cotti wurde 1939 in Prato Sornico im Maggiatal geboren. Die Stationen vor seiner Zeit im Bundesrat führten ihn vom Stadtrat von Locarno, über den Grossen Rat sowie den Staatsrat schliesslich 1983 in den Nationalrat.
Nun ist Flavio Cotti gestern im Alter von 81 Jahren in Locarno gestorben. Die CVP Schweiz drückt seiner Frau und seiner Familie ihr herzliches Beileid aus.