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Jean-Jacques Schmid (*1977):
Klaviersonate “Jabberwocky” (2016)
Zuerst danke ich Patrick Ryf und dem BernChor21 für das Vertrauen und den Kompositionsauftrag. Seit 20 Jahren habe ich jede von mir beschriebene Notenseite – hunderte – weggeworfen.
Meiner Meinung nach sollte das Verhältnis zwischen einer Gedichtvorlage (in dem Fall von Lewis Caroll) und einer Komposition möglichst assoziativ-frei sein. Der Komponist sollte seine Überzeugung gegenüber seiner Kunst rücksichtslos vertreten. Mühselige philosophische, ideologische, pädagogische oder religiöse Theorien haben in der Aktualität einer Komposition nichts verloren. Bitte frühstens 100 Jahre später dem Zeitgeist hinterherforschen. Schlussendlich: Komponisten sollten sich so kurz wie möglich zu ihren eigenen Sachen äussern.
Da ich diese Sachverhalte in diesem Fall als erreicht ansehe, stehe ich voll und ganz hinter meinem eigenen Stück.