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Der Safran ist ein Krokusart. Sie wird auch Crocus sativus genannt, welches sich von der lateinischen Bedeutung von «kultiviert» ableitet. Tatsächlich hat es sich mit der Namensgebung, denn es hat eine lange Geschichte der Kultivierung, die bis zur Verwendung durch ägyptische Ärzte im Jahre 1600 v. Chr. für medizinische Zwecke zurückreicht. Auch heute sind viele Heilwirkungen von Safran bekannt.
Um das Pflücken und Trennen der Safranblume zu verstehen, ist es wichtig, den Aufbau der Pflanze zu kennen:
Die Blume besteht ausfolgenden drei Bestandteilen, die vor dem Trocknen getrennt werden sollten:
- Rote Fäden
- Gelben Staubblätter
- Lila Blütenblätter
Die roten Fäden sind der Safran. Die Staub- und Blütenblätter werden häufig als Farbstoffe verwendet.
Wie alle Krokusse bildet der Safrankrokus eine mit Haaren bedeckte Knolle, ähnlich einer Zwiebel. Diese werden einige Jahre zuvor von den Bauern gepflanzt und bleiben im Boden. In dieser Zeit haben sich um die Mutterknollen neue Jungknollen gebildet. Diese werden ausgegraben, vereinzelt und versetzt, weil sie keine Samen produzieren und mehr Platz brauchen. Die Safranpflanze hat ein ungewöhnliches Wachstumsmuster – das Gegenteil vieler Pflanzen. Sie produzieren keine Samen. Die Knollen vermehren sich, in dem sie sich unter der Erde teilen und ruhen während der Sommerhitze im Boden, bevor sie im Frühherbst weiterwachsen. Die Erntezeit beginnt im Oktober und November. Diese sind die geschäftigsten Monate.
Der Safran gilt als besonders kostbar, da bis zum heutigen Tag ausschliesslich von Hand geerntet wird. Dazu werden die roten Fäden der Krokusart vorsichtig manuell entfernt. Das Pflücken und Trennen der Blumen sind ein aufwändiges Ernteprozess. Anschliessend erfolgt eine behutsame Trocknung der Fäden. Für ein Kilogramm des „roten Goldes“ braucht es ca. 200.000 Blüten. Die aufwendige Handarbeit und das enge Zeitfenster zur Ernte rechtfertigen den hohen Preis von Safran. Er gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Darüber hinaus ist Safran sehr gesund. Dank der ätherischen Öle und Bitterstoffe wirkt er schmerzlindernd, stärkt das Herz und beruhigt die Nerven. (siehe weitere Heilwirkungen im Beitrag: «So gesund ist Safran: Heilwirkungen des goldenen Gewürzes»)