Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/710

Und mit diesem Gegner bekamen es die Riehener gleich als erstes zu tun. Weil keine Auswechselspieler zur Verfügung standen, suchten die Trainer ihr Glück mit einer Sturmspitze und zwei eher defensiv eingestellten Spielern. Sie gaben der Mannschaft vor ihre Angriffe nicht überhastet zu lancieren, sonder möglichst ruhig vorzugehen und ihre Kräfte gut einzuteilen. Leider setzten dies die Spieler nicht gleich von Anfang an um. Zwar gingen die Riehener gleich zu Beginn mit 1:0 in Führung, erhielten aber postwendend den Ausgleichstreffer, weil sie in der Angriffsauslösung oft zu ungeduldig waren und in der Verteidigung immer etwas Risikoreich agierten. Vor allem weil die Riehener versuchten die gegnerischen Pässe abzufangen anstatt zwischen dem eigenen Tor und dem Gegner zu stehen, um somit den Schuss abblocken zu können, wiederholte sich das ganze Szenario immer wieder. Riehen erzielte jedes Mal den Führungstreffer, kassierte aber gleich darauf den Ausgleich. Riehen hätte sogar des öfteren in Rückstand geraten können, wenn der Torhüter nicht gewesen wäre. Nach 15 Minuten hiess es nun aber 4:4. In der Pausenbesprechung wiesen die Trainer auf die Fehler hin, damit sich das Ganze nicht wiederholt.
Um den Druck auf Riehen zu erhöhen, hatte Langenthal-Aarwangen II nach der Pause auf zwei Linien umgestellt. Offenbar hatte der Gegner Riehen angesichts des kleinen Kaders zuerst unterschätzt und reagierte nun mit dieser Massnahme. Und sie schien auch zu fruchten, denn mit dem 5:4 ging er erstmals in Führung. Doch weil die Riehener Junioren dieses mal die Anweisungen der Betreuer optimal umsetzten, erzielten sie kurz darauf das 5:5. Um den Spielern eine kleine Verschnaufpause zu gönnen, nahmen die Riehener Trainer danach ein Time-out. Nach dem Wiederanpfiff ging Riehen weiterhin konzentriert ans Werk. Es wurden einige gute Chancen erspielt. Folgerichtig ging wiederum Riehen mit 6:5 in Führung. Nun war es der Gegner, der ein Time-out nahm. Wieder etwas Zeit zum verschnaufen. Langenthal-Aarwangen II versuchte nun wieder den Druck zu erhöhen, doch Riehen zeigte sich kämpferisch und hielt dagegen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften zu Tormöglichkeiten kamen. Kurz vor Schluss beging dann der hinterste Mann von Langenthal-Aarwangen II den alles entscheidenden Fehler. Er verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball an einen Riehener Spieler, der den Ball unhaltbar ins Rechte Lattenkreuz versenkte. 7:5! Schluss!
Nach der unglaublich tollen Leistung gegen den Tabellenführer war nun die Gefahr gross, dass die Kräfte nicht mehr für das zweite Match gegen den TV Oberwil BL ausreichten, zumal auch diese Mannschaft deutlich mehr Spieler zur Verfügung hatte als Riehen. Die Trainer liessen ihre Junioren zu Beginn mit der gleichen Taktik antreten wie im Spiel zuvor. Es zeigte sich schnell, dass Oberwil trotz numerischer Überlegenheit spielerisch deutlich unterlegen war. Die Riehener zeigten wunderschöne Ballstaffeten und erzielten ein Tor nach dem Anderen. Zur Pause hiess es sage und schreibe 12:0 für Riehen! Die Betreuer sahen deshalb keinen Grund die Taktik zu ändern, ermahnten ihre Spieler aber, das Tempo noch öfters aus dem Spiel zu nehmen, damit die Kräfte auch wirklich bis zum Ende reichen. Nach der Pause ging es im gleichen Stil weiter. Oberwils Angriffsbemühungen wurden früh unterbunden und im Gegenzug erspielte sich Riehen Chance um Chance und schoss Tor um Tor. Der gegnerische Torhüter konnte da einem schon Leid tun. Am Ende hiess es 20:0 für Riehen. Dies veranlasste die mitgereisten Fans zu einer Standingovation.
Fazit: Den Junioren gebührt grosser Respekt angesichts dieser Umstände. Dank ihrer tollen Leistung haben sie sich das Kompliment der beiden Betreuer mehr als verdient. Nun ist aber zu hoffen, dass nächstes mal mehr Spieler zur Verfügung stehen.
Gespielt haben:
Pierre Jaquet (Tor); Marco Oraschnigg (12 Tore/0 Assists); Dominik Wingeier (10/6); Reto Stauffiger (5/4)