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Ende März gab die Intellectual Ventures Management LLC (IV) bekannt, ihre Tochterfirma TerraPower LLC mit Sitz in Bellevue (Bundesstaat Washington) führe Gespräche mit verschiedenen amerikanischen und internationalen Organisationen und Regierungen. Dabei ginge es um die Zukunft des Laufwellen-Brutreaktors (Traveling Wave Reactor, TWR), dessen Entwicklung TerraPower derzeit vorantreibe. Zur gleichen Zeit berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei über Verhandlungen zwischen der TerraPower und der Toshiba Corporation. Laut IV gibt es bis anhin noch keine Vereinbarungen über den Bau oder den Betrieb des TWR. Die Firma Burns and Roe Group Inc. (Oradell, New Jersey) hat nach eigenen Angaben jedoch einen Auftrag über USD 1 Mio. (CHF 1,07 Mio.) von der TerraPower erhalten, bei dem es um Bautechnik für die konzeptionelle Entwicklung des TWR geht.
Nutzung der Brütertechnik
Das TWR-Prinzip basiert auf der Brütertechnik. Ein solcher Reaktor könnte laut TerraPower-CEO John Gilleland je nach Grösse über Jahrzehnte ohne Brennstoffersatz auskommen. Nur bei der Zündung würde er eine kleine Menge angereicherten Urans benötigen. Danach ginge der «Brut-und-Brenn-Vorgang» von alleine mit Natururan oder abgereichertem Uran weiter. Mit einem zylinderförmigen Reaktorkern von einigen Metern Länge und etwa 40 cm Durchmesser könne während 50 bis 60 Jahren ein Gigawatt Strom produziert werden. Bis heute hat das Konzept, das schon in den 1950er-Jahren vorgeschlagen wurde, jedoch erst in Computer-Simulationen funktioniert. Gilleland rechnet im besten Fall für das Jahr 2020 mit der ersten Energieproduktion.
Bill Gates als Promoter
Microsoft-Mitgründer und Multimilliardär Bill Gates ist laut Gilleland der Haupteigentümer der TerraPower. Er stellte das Konzept bei verschiedenen Auftritten vor und beteiligte sich gemäss IV auch an verschiedenen der erwähnten Gespräche.
Quelle
M.Re. nach IV und Burns and Roe, Medienmitteilungen, 24. März, Nikkei, 23. März, NucNet, 7. April 2010, und Nuclear News, September 2009