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Escitalopram und Risperidon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Risperidon wird grösstenteils über CYP2D6 und in geringerem Umfang über CYP3A4 metabolisiert [Spina E, 2008]. Escitalopram hemmt CYP2D6 nur schwach [Spina E, 2008], eine relevante pharmakokinetische Interaktion ist nicht zu erwarten. Escitalopram kann die QT-Zeit verlängern [Tseng PT, 2012] und wurde mit Torsades de pointes assoziiert, Risperidon kann ebenfalls die QT-Zeit verlängern [Frommeyer G, 2016].
Effekt
Das Risiko für QT-Zeit-Verlängerungen und ventrikuläre Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes ist in dieser Kombination erhöht. Unter Citalopramdosen von 40 mg pro Tag wurde in einer Studie mit 7 Patienten keine signifikante Erhöhung der Risperidonkonzentration oder oder des aktiven Metaboliten (9-Hydroxy-Risperidon) gefunden [Spina E, 2008], ein ähnlicher Effekt ist für Escitalopram zu erwarten.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Kombination von Escitalopram mit Wirkstoffen, die das QT-Intervall verlängern (z.B. Antipsychotika) formal kontraindiziert. Die Kombination von Risperidon mit SSRI wird jedoch im klinischen Alltag oft als Augmentationsstrategie bei SSRI-resistenten Depressionen eingesetzt. Ist die Kombination erforderlich, sind EKG-Kontrollen zu empfehlen (insbesondere zu Beginn der Kombination und bei Dosiserhöhungen).
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018