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Zum Inhalt der einzelnen Kapitel
Im Wandel der Zeit gibt einen Abriss der historischen Ereignisse, welche die Stadtgeschichten prägten. Bereits hier wird der Unterschied zwischen den beiden Städten deutlich: Auf der einen Seite die von Kaisern und ranghohen Funktionären des Imperiums besuchte und ausgeschmückte Metropole an der Donau, auf der anderen die kleinere Provinzstadt Augusta Raurica, deren historische Bedeutung kaum über den Radius der eigenen Region hinausreichte.
Vom Reissbrett zum Bau beschäftigt sich mit dem Städtebau. Mit welchen Bauwerken ist in einer römischen Stadt mit Sicherheit zu rechnen? Welchen architektonischen Vorschriften und Vorbildern folgten die Bauten? Wo und in welcher Form setzten sich traditionelle Vorstellungen der einheimisch-keltischen Bevölkerung durch?
Die Stadt als Lebensraum macht uns mit den Lebensumständen der Menschen vertraut. Wie sahen die Wohnhäuser und die alltäglichen Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner aus? Ein Blick auf die identische Ausrüstung und die Lebensumstände des römischen Militärs macht deutlich, dass sich das Imperium Romanum nicht zuletzt in der «Uniform» seiner Soldaten manifestiert.
Markt - Wirtschaft zeigt die ökonomischen Zusammenhänge. Eine Bronzegiesserei aus Augusta Raurica und ein Töpfereibetrieb aus Aquincum stehen stellvertretend für die zahlreichen Belege einer intensiven Handels- und Handwerkstätigkeit an beiden Orten. Eine wichtige Voraussetzung hierfür bildet die staatlich kontrollierte Geldwirtschaft, die freilich schon in römischer Zeit von Falschmünzern unterlaufen wurde.
Im Zeichen der Vielfalt ermöglicht einen Einblick in Religion und Kult der römischen Epoche. Die römische Staatsmacht gestattete der Bevölkerung in den eroberten Gebieten im allgemeinen die Ausübung ihrer einheimischen Kulte, und so begegnen wir in beiden Städten einer Fülle von römischen, einheimischen und orientalischen Gottheiten. Letztere wurden vor allem von Soldaten und Händlern aus dem Osten über das gesamte römische Reich verbreitet.
Ewige Finsternis? Das letzte Kapitel führt die Leserinnen und Leser in die Welt der Toten. Einheimische Bestattungsbräuche verschmelzen beiderorts mit Vorstellungen aus Italien und - im Falle von Aquincum - mit solchen aus dem Orient, wie namentlich verschiedene Mumiengräber belegen. Auch in den Grabsitten zeichnet sich also die «internationale» Bedeutung der Provinzhauptstadt ab
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Bibliographische Angaben
|Seitenanzahl||337 arabisch|
|Info:||314 Abbildungen|
|Bindung||Buch, Broschiert|
|ISBN||978-3-7965-1484-5|
|Erscheinungsdatum:||01.01.1997|