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|Urknalltheorie aus der Sicht der Wissenschaft?|
Die Sendung im ZDF von Joachim Bublath vom Mittwoch, den 09.06.2004 mit dem Titel: „Evolution - die große Lüge?“, ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Evolution in den Medien präsentiert und dargestellt wird. Dem Zuschauer wird der Eindruck vermittelt, wie wenn in der Ursprungsfrage alle Probleme gelöst seien und die Beweise auf dem Tisch lägen. Wer nicht an Evolution glaubt ist nicht mehr auf dem neusten Stand der Wissenschaft oder sogar Mitglied einer religiösen oder politisch motivierten Gruppe (Sekte), die versucht die Wissenschaft und die Schulen zu untergraben. Das alles natürlich mit bösen Absichten, um die Menschheit schlussendlich wieder ins Mittelalter zu befördern! Jedem, der diese Sendung gesehen hat, wurde bewusst, dass Joachim Bublath nicht wissenschaftliche Fakten und deren Interpretationsversuche miteinander verglichen hat, sondern lediglich mit ideologischen und weltanschaulichen Argumenten argumentierte. Diese unwissenschaftliche Haltung wird erneut bestätigt: In einem offenen Brief an die Scientific Community, der am 22. Mai im New Scientist veröffentlicht wurde, haben sich über 30, teils angesehene Naturwissenschaftler kritisch zu offenen Fragen bezüglich Urkallmodell geäussert. Dabei tauchen Namen wie Halton Arp, Hermann Bondi, Thomas Gold, Jayant Narlikar und andere berühmte Kosmologen auf.
Einige Aussagen aus diesem Brief: Die Urknalltheorie beruht auf einer wachsenden Anzahl von hypothetischen Fakten, die noch nie beobachtet wurden. Ausdehnung, dunkle Materie und dunkle Energie sind einige wichtige Beispiele dafür. Die Urknalltheorie kann ohne diese Hypothesen nicht überleben. Ohne die Annahme der Ausdehnung des Universums, können keine Aussagen über den beobachteten Mikrowellenhintergrund gemacht werden. Ohne die Annahme einer Art dunkler Materie, die anders ist als die Materie, die man seit über 20 Jahren beobachtet, werden unvereinbare Aussagen über die Dichte des Universums gemacht. Ohne dunkle Energie wäre das Universum nur 8 Milliarden Jahre alt. Das Urknallmodell ist aber nicht die einzige Hypothese. Mit der Plasmakosmologie und dem Steady-State-Modell (beide Modelle sagen ein Universum ohne bestimmten Anfang und Ende voraus) kann man alternativ zum Urknallmodell auch die grundlegenden Phänomene des Kosmos erklären. Verfechter der Urknalltheorie erwidern darauf, dass diese Theorien nicht jede kosmologische Beobachtung erklären können (was die Urknalltheorie ja auch nicht kann). Aber das überrascht kaum, da ihre Entwicklung durch das Fehlen von Forschungsgeldern gehemmt wurde. Darum können diese Alternativen auch nicht mit der Urknalltheorie verglichen werden. An den meisten Konferenzen werden die alternativen Ideen nicht diskutiert. Obwohl Richad Feynman gesagt hat, dass "Wissenschaft die Kultur des Zweifels" ist, werden alternative Ideen und Meinungsverschiedenheiten abgeblockt resp. einfach nicht zugelassen. Junge Wissenschaftler werden gelehrt, keine Kritik an der Urknalltheorie zu üben. Sogar neue Beobachtungen werden durch diesen "Filter" gelassen und so, abhängig davon ob sie das Urknallmodell stützen oder nicht, richtig oder bewusst falsch ausgelegt. So werden zum Beispiel nicht übereinstimmende Daten bezüglich Rotverschiebung, Lithium- und Heliumgehalt oder die Galaxienverteilung einfach ignoriert. Damit kommt ein wachsendes dogmatisches Gedankengut zum Vorschein, dass dem "Geist des freien wissenschaftlichen Forschens" widerspricht. Heute werden praktisch alle Forschungsgelder der Erforschung des Urknalls zugesprochen. Die zuständigen Behörden sind von Verfechtern der Urknalltheorie beeinflusst. Die einseitige Unterstützung der Urknalltheorie untergräbt ein grundlegendes Element der wissenschaftlichen Forschung; die konstante Ueberprüfung einer Theorie anhand von aktuellen Beobachtungen. Wenn dieses Prinzip aber beschränkt wird, ist eine unparteiische Diskussion nicht möglich.
Diese Wissenschaftler wollen sich jetzt für eine faire Finanzierung einsetzen. Wir von ProGenesis setzen uns ebenfalls für eine faire Behandlung von Alternativen der Ursprungsfrage ein. Nur ein Drittel der Schweizer Bevölkerung glaubt an Urknall und Evolution, trotzdem wird an den Schulen zunehmend nur noch die Urknall- und Evolutionstheorie gelehrt. Das widerspricht dem "Geist des freien wissenschaftlichen Forschens".
Andreas A. Schranz, ProGenesis, 16. Juni 2004
Referenz:
http://www.cosmologystatement.org/