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Lehrstuhl Neuropsychologie
Jäncke, L., Merillat, S., Liem, F.,Hanggi, J. (2014). Brain size, sex, and the aging brain. Human Brain Mapping, Epub ahead.
Geschlechtsunterschiede im Hinblick auf psychische Funktionen (beispielsweise Sprache, räumliche Orientierung und Multitasking) werden häufig berichtet. Solche Unterschiede werden gerne mit anatomischen Geschlechtsunterschieden in Verbindung gebracht. Dabei wird oft postuliert, dass die Geschlechtsunterschiede für psychische Funktionen durch die anatomischen Unterschiede quasi determiniert würden. Des Weiteren wird auch postuliert, dass die mit voranschreitendem Alter zu beobachtenden anatomischen Veränderungen bei Männern schneller und auffälliger einträten als bei Frauen. Im Rahmen einer aktuellen Arbeit unserer Arbeitsgruppe haben wir anhand ein relativ großen Stichprobe von nichtdementen Personen (n=856) zeigen können, dass im Grunde kein nennenswerter Geschlechtsunterschied für viele hirnanatomischen Kennwerte vorliegt, sofern man diese anhand des Gehirnvolumens statistisch korrigiert. Diese Korrektur ist gemäß unserer Auffassung notwendig, denn zirka 20% der Männer weisen ein Gehirnvolumen auf, das in etwa dem durchschnittlichen Volumen der Frauen entspricht. Ebenso weisen zirka 20% der Frauen ein Hirnvolumen auf, das dem des durchschnittlichen Volumens von Männergehirnen entspricht. Der statistische Einfluss des Geschlechts auf die anatomischen Kennwerte ist nach Gehirngrößenkorrektur eher marginal und liegt im Bereich von 0.5-2%. Des Weiteren ergab sich auch kein Geschlechtsunterschied im Hinblick auf die mit dem Altern verbundenen anatomischen Veränderungen. Die anatomischen Besonderheiten des menschlichen Gehirns hängen mehr von der absoluten Gehirngröße ab und werden weit geringer als bislang vermutet von geschlechtsabhängigen Variablen beeinflusst.
NZZ 15.8.2014 : "Der Zauber der Musik"
SRF 15.8.2014 : "Das Orchester, die Musik und die Emotion - eine Analyse"
Masterarbeiten im Bereich der neuropsychologischen bzw. neurophysiologischen Diagnostik des ADHD zu vergeben. Die Kandidaten sollten bereit sein, sich in moderen EEG-Methoden einzuarbeiten, welche zur Diagnostik des ADHD eingesetzt werden. Die Arbeiten werden im praktischen Umfeld mit Patienten durchgeführt und direkt von Herrn Prof. Jäncke betreut.
die an der Schweizer Normierung eines Lese- und Rechtschreibtestes mitarbeiten. Voraussetzung ist der Bachelor in Psychologie und Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bitte direkt bei Herrn Prof. Jäncke melden.