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Fokussierter Ultraschall (FUS)
(MRgHiFUS = Magnet Resonance guided High Intensity Focused Ultrasound)
Die hier wiedergegebenen Informationen können sie als druckbares PDF-Dokument herunterladen: Patienteninformation FUS final_LS.pdf
Der fokussierte Ultraschall ist eine Behandlung, welche gezielt die Funktion in einem bestimmten Teil des Gehirns verändert.
Dazu
muss man wissen, dass die vielen Nervenzellen im Gehirn mittels zwei
verschiedenen Wegen miteinander kommunizieren: chemisch und elektrisch.
Während die Behandlung mit Medikamenten primär den chemischen
Übertragungsweg im Gehirn beeinflusst, wirkt der fokussierte Ultraschall
gezielt auf die elektrischen Regelkreisläufe.
Vereinfacht kann
man sich vorstellen, dass in einer Erkrankung wie beispielsweise der
Parkinson-Erkrankung ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Gruppen
von Nervenzellen besteht, welches den Beschwerden zugrunde liegt.
Zellen, die elektrisch überaktiv sind, werden durch eine kleine und sehr
umschriebene Erwärmung dauerhaft ausgeschaltet, was insgesamt zu einer
Normalisierung der Regelkreisläufe und somit der Beschwerden führt.
Im
Gegensatz zur tiefen Hirnstimulation handelt es sich beim fokussierten
Ultraschall um einen sogenannt unblutigen Eingriff (es kommt zu keiner
Eröffnung des Körpers), der jedoch irreversible (unumkehrbare) Effekte
erzielt. Ein grosser Vorteil des fokussierten Ultraschalls ist jener,
dass nicht wie bei der tiefen Hirnstimulation eine hochspezialisierte
Nachsorge geleistet werden muss. Die vereinfacht die Abläufe erheblich:
Der Patient wird wie bei der tiefen Hirnstimulation sorgfältig
abgeklärt, dann in einem kurzen stationären Aufenthalt durch das grosse
interdisziplinäre Team behandelt und dann entlassen.