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Wir empfehlen unseren Klienten, Freunden und Familienmitgliedern häufig, eine einfache Blutanalyse durchführen zu lassen, um das Vitamin D Niveau bestimmen zu lassen. In den meisten Fällen reagiert der Hausarzt mit Vorbehalten und sagt etwas wie:
- Das sei wirklich nicht nötig, bestimmt hätten Sie genügend.
- Vitamin D sei giftig und könne Nierensteine verursachen.
Falls eine Analyse durchgeführt wird, wird ein Wert ermittelt werden, der wohl so zwischen 20 und 40 ng/dl liegt, ein Wert der aus der Sicht des Arztes vollkommen genügt.
Wenn der Wert jedoch unter 20 ng/dl liegen sollte, wird er wahrscheinlich empfehlen, jeden Tag einen Spaziergang im Wald zu machen. 15 min lang, so dass Hände und Gesicht der Sonne ausgesetzt sind. Vielleicht, aber vielleicht nur, wird er ein Vitamin D3 Präperat verschreiben, aber die Dosis wird klein sein (um die 25.000 UI pro Monat).
Jedoch zeigt eine immer grösser werdende Anzahl von Studien die Vorteile und Wirksamkeit der Einnahme von Vitamin D, vorallem in hoher Dosis. Weshalb die Einnahme dennoch so umstritten ist könnte an folgenden Gründen liegen:
- Die Nahrungsergänzungsmittelprotokolle und die Referenzwerte sind nicht auf dem neuesten Stand.
- Die Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamin D enthalten, werden günstig vertrieben, und wirken grossartig, was ein „Interessenskonflikt“ bedeutet, da keine teuren Medikamente verkauft werden können.
Wir werden aufzeigen, dass alles, was euch über Vitamin D gesagt wurde, nicht die ganze Wahrheit ist.
WAS IST VITAMIN D ÜBERHAUPT?
Vitamin D ist eine Vitamingruppe von 5 Prohormonen, die D1, D2, D3, D4 und D5 genannt werden. Als gemeinsamen Nenner haben sie, dass sie fettlöslich sind, und durch die Sonne aktiviert werden. Vitamin D3 oder auch Colecalciferolo genannt, ist die aktivste Form von Vitamin D. Seine Aktivierung erfolgt in der Leber und in den Nieren, sobald Nahrungsmittel, die Vitamin D enthalten, konsumiert werden, oder aber wenn die Haut der Sonne ausgesetzt wird und dadurch Vitamin D produziert.
Die wichtigste Funktion von Vitamin D ist, die Ansammlung von Kalzium in den Knochen zu fördern. Ausserdem ermöglicht es die Aufnahme von Kalzium im Magen sowie die Wiederaufnahme von Kalzium und Phosphor in den Nieren.
Vitamin D war schon immer ein integraler Bestandteil unserer evolutionären Geschichte, seit dem Beginn im Herzen Afrikas, als der Mensch nackt unter der Sonne in der Savanne lebte. Wir waren immer der Sonne ausgesetzt, und würde es stimmen, dass Vitamin D giftig ist, würde der Homo sapiens nicht existieren, und wir wären als Spezies bereits vor Millionen von Jahren ausgestorben.
Wir wurden deshalb als Spezies farbig geboren, weil wir dadurch ein Instrument hatten, um uns der Umwelt anzupassen und uns vor UV-Strahlen zu schütze.
als wir von Afrika emigriert sind und uns über die ganze Welt verteilt haben, hat unsere Haut stetig an Pigmentierung verloren.
Die Haut wurde weisser, je mehr wir an Breitengraden gewannen, da die Sonneneinstrahlung geringer wurde und die Haut somit weniger Schutz vor UV-Strahlen benötigte, und mehr profitieren musste von den Sonnenstunden um weiterhin genügend Vitamin D zu produzieren.
Wir haben uns immer schon dem Vitamin D und der Sonne angepasst, da sie bestimmen, ob unsere Körper korrekt funktionieren.
WARUM IST VITAMIN D SO WICHTIG?
Man nennt es zwar ein Vitamin, aber es ist ein Hormon. Dieses Hormon kontrolliert gut 3% unserer DNA und ist verantwortlich für die korrekte Funktion von bestimmten Hirnregionen, für das Immunsystem, für die Bauchspeicheldrüse, für die Schilddrüse und für die hämatopoetischen Stammzellen (die Stammzellen in denen alle Blutzellen gebildet werden).
Haben Sie sich jemals gefragt, warum der Winter die Zeit der Erkältungen und Einflüsse ist? Der Zufall wollte es, dass wir im Winter weniger der Sonne ausgesetzt sind und dadurch unser Vitamin D-Spiegel zusammenbricht, unser Immunsystem schwächt und uns anfälliger für Virenangriffe macht.
Deweiteren kontrolliert Vitamin/Hormon D das Wachstum und die Differenzierung der Zellen im Knochenmark, und dämmt das Wachstum von Krebszellen ein.
Ausserdem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für den Transport von Kalzium und für die Biosynthese von Proteinen zu Muskeln, was die Muskelkraft erhöht, sowie für die Differenzierung und Heranreifung von Gewebe nach Knochenbrüchen.
Jede Zelle des Körpers hat Rezeptoren für Vitamin D, die wie Antennen funktionieren um den Vitamin D- Gehalt im Blut zu messen. Aufgrund dieser Messung wird die Aktivität von 1000 anderen Genen der DNA reguliert.
DIE AUFRECHTERHALTUNG EINES HOHEN BLUTWERTES VON VITAMIN D IST WICHTIG
Weshalb ist es wichtig, einen hohen Gehalt von Vitamin D im Blut zu haben und dies mit Nahrungsergänzungsmitteln zu gewährleisten?
Jetzt können Sie sich fragen, aber warum müssen wir Ergänzungsmittel einnehmen? Tatsächlich wäre es nicht notwendig, wenn wir mindestens 2 Stunden am Tag, auch im Winter, nackt in der Sonne bleiben könnten. Wie viele von euch machen das? Niemand, mit dem Ergebnis, dass es uns allen fehlt.
Die Ursache ist unser Lebensstil, der uns zwingt, die meiste Zeit in den vier Wänden zu bleiben. Und wenn wir in der Sonne ausgehen, sind wir immer gut oder schlecht von Kleidung bedeckt. Zwei Wochen im Jahr am Meer, in der Sonne? Das ist nicht genug. Deshalb sind Nahrungsergänzungsmittel unerlässlich, wenn es um Vitamin D geht.
Unabhängige Studien haben gezeigt, dass Vitamin D vor Krebs schützt durch seine anti-proliferativen Effekte und Regulation der Apoptose, des programmierten Zelltodes [1].
Laut den Wissenschaftlern könnten dadurch, dass das plasmatische Niveau von Vitamin D auf über 40 ng/dl erhöht wird, über 107.000 Krebsfälle allein in den USA und Kanada vermieden werden [2]. Neue Studien haben bewiesen, dass ein ausreichender Gehalt an Vitamin D das Risiko, an Krebs zu erkranken, um 77% verringert [3].
Abgesehen von seiner verringernden Wirkung auf Krebs wurde herausgefunden, dass Vitamin D Osteoporose vorbeugt, indem es die Ansammlung von Kalzium in den Knochen unterstützt. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Vitamin D sehr wirkungsvoll ist im Kampf gegen Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose [4,5], Diabetes Typ 1 [6] und gegen Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto [7].
Der Glauben, dass weil Vitamin D die Aufnahme von Kalzium unterstützt, es auch die Entstehung von Nierensteinen fördert, ist ein Trugschluss. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man genügend Vitamin D im Blut hat, wird das Kalzium zum Knochengewebe transportiert, wo sein Platz ist – und nicht in den Arterien. Wenn wir dann zur Ergänzung noch Vitamin K2 zu uns nehmen, wird dieser Effekt noch verstärkt [8].
Die Arterien werden entkalkt und wieder elastischer, was Atherosklerose und Herzerkrankungen vorbeugt. Die Verringerung der Menge an Kalzium im Blut reguliert über Feedback-Menchanismen die Sekretion von Calcitonin und Parathormon in den Nebenschilddrüsen, und trägt somit zu ihrer korrekten Funktion bei [9, 10].
Ein Mangel an Vitamin D korreliert mit Depressionen, dass heisst Leute die depressiv sind, haben häufig zu wenig Vitamin D. Unabhängige Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel, oder regelmässiges Sonnenbaden effektive Mittel sind zur signifikanten Reduktion von Depressionen [11, 12].
Es wird vermutet, dass hohe Dosen an Vitamin D wirksam sind in der Prävention gegen Altersdemenz, oder bei schon ausgebrochener Demenz kann die Einnahme von Vitamin D die Symptome verringern [13].
Als letzter Anstoss sei gesagt, dass es kein Zufall ist, dass es eine wesentliche Diskrepanz gibt zwischen Nord-Süd in der Häufigkeit von Krebsfällen, Depressionen, Osteoporose und von Hüft- und Oberschenkelfrakturen. Wenn man die Fälle analysiert, zeigt sich, dass sich die Häufigkeit solcher Komplikationen reduziert, je mehr man sich dem Äquator annähert.
Schliesslich leiden die meisten Personen, die übergewichtig sind, an einem Vitamin D- Mangel, was wiederum den Ausbruch des metabolischen Syndroms und des Typen 2 Diabetes mellitus zu begünstigen scheint.
ZU GUTER LETZT
Bist du dunkelhäutig? Farbige Menschen, vorallem Afrikaner und Afro-Amerikaner haben ein erhöhtes Risiko unter einem Vitamin D- Mangel zu leiden, vorallem wenn sie in höhere Breitengrade ziehen. Wie bereits erwähnt wird Vitamin D durch Sonneneinstrahlung produziert, aber dunkle Haut funktioniert wie ein Filter, deshalb müssen farbige Menschen 10 mal so lange der Sonne ausgesetzt sein wie weisse, um die gleiche Menge Vitamin D zu produzieren. Wenn ihr also im Norden lebt, wo es nur wenige Sonnenstunden gibt, und dunkle Haut habt, dann müsst ihr unbedingt Vitamin D3 zu euch nehmen.
Eine kaukasische Person die ca. 70% ihres Körpers direkt den Sonnenstrahlen aussetzt, produziert durchschnittlich etwa 10.000 UI Vitamin D in zwei Stunden. Eine Dosis die laut 90% der Ärzte als schädlich angesehen wird. Theoretisch müssten wir also alle vergiftet sein nach einem Tag am Meer oder im Freibad. Denkt darüber nach.
Mangel an Vitamin D ist gefährlich, auch weil es asymptomatisch ist. Auch wenn ihr keine Symptome aufweist, habt ihr ziemlich sicher einen Mangel, weshalb wir empfehlen, den Vitamin D Gehalt mindestens zweimal im Jahr zu kontrollieren.
Spätestens aber wenn Symptome auftauchen wie Schmerzen in Knochen und Gelenken, Muskelschmerzen, chronische Müdigkeit, Verlust der geistigen Klarheit und Knochen oder Zahnfrakturen, dann wurden die Reserven entgültig aufgebraucht.
FAZIT
Vitamin D bedeutet Leben und Wohlbefinden, und begleitet uns bereits seit den Anfängen unserer Evolution. Vitamin D ist nicht schädlich, es sei denn es werden Dosen über 50.000 UI eingenommen, und dies über mehrere Monate hinweg.
Das sind Werte, die kaum zu erreichen sind, deshalb seid beruhigt. Vitamin D verursacht keine Nierensteine sondern entkalkt die Arterien wenn der Gehalt im Blut genügend gross ist. Wenn der Arzt entgegen aller Erwartung eine Dosis von 500 UI am Tag verschrieben haben sollte, dann wisst ihr nun das ihr Geld zum Fenster rauswerft. Die ideale Dosis liegt um die 10.000 UI pro Tag plus 1.000 mcg Vitamin K2 in der Form MK-7.
Die optimalen Werte im Blutkreislauf liegen zwischen 70-80 ng/dl für Erwachsene und zwischen 80-100 ng/dl für Athleten. Falls deine Werte darunter liegen, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
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REFERENZEN
1. Medici D, Razzaque MS, Deluca S, Rector TL, Hou B, Kang K, Goetz R, Mohammadi M, Kuro-O M, Olsen BR, Lanske B, FGF-23-Klotho signaling stimulates proliferation and prevents vitamin D-induced apoptosis, in J Cell Biol, vol. 182, nº 3, agosto 2008, pp. 459-65, PMID 18678710, PMC2500132. URL consultato il 30 dicembre 2013.
2. Vitamin D for Cancer Prevention: Global Perspective - Annals of Epidemiology, su www.annalsofepidemiology.org. URL consultato il 12 dicembre 2015.
3. Lappe JM, Travers-Gustafson D, Davies KM, Recker RR, Heaney RP., Vitamin D and calcium supplementation reduces cancer risk: results of a randomized trial., in American Journal of Clinical Nutrition.
4. P. Goldberg, M.C. Fleming, E.H. Picard, MULTIPLE SCLEROSIS: DECREASED RELAPSE RATE THROUGH DIETARY SUPPLEMENTATION WITH CALCIUM, MAGNESIUM AND VITAMIN D, 1986.
5. Brooke Rhead, Maria Bäärnhielm e Milena Gianfrancesco, Mendelian randomization shows a causal effect of low vitamin D on multiple sclerosis risk, in Neurology. Genetics, vol. 2, nº 5, 1° ottobre 2016, pp. e97,
6. Holick MF, Vitamin D: importance in the prevention of cancers, type 1 diabetes, heart disease, and osteoporosis., in The American Journal of Clinical Nutrition.
8. Katarzyna Maresz, PhD. Proper Calcium Use: Vitamin K2 as a Promoter of Bone and Cardiovascular Health. Integr Med (Encinitas). 2015 Feb; 14(1): 34–39.
9. Girón-Prieto MS, et al. Analysis of vitamin D deficiency in calcium stone-forming patients. Int Urol Nephrol. 2016 Apr 19. [Epub ahead of print]
10. Ticinesi A, et al. Idiopathic Calcium Nephrolithiasis and Hypovitaminosis D: A Case-control Study. Urology. 2016 Jan;87:40-5.
11. Anglin RE, Samaan Z, Walter SD, McDonald SD., Vitamin D deficiency and depression in adults: systematic review and meta-analysis., in Br J Psychiatry.
12. Mozaffari-Khosravi H, Nabizade L, Yassini-Ardakani SM, Hadinedoushan H, Barzegar K., The effect of 2 different single injections of high dose of vitamin D on improving the depression in depressed patients with vitamin D deficiency: a randomized clinical trial., in J Clin Psychopharmacol.
13. Cedric Annweiler, David J. Llewellyn e Olivier Beauchet, Low serum vitamin D concentrations in Alzheimer’s disease: a systematic review and meta-analysis, in Journal of Alzheimer’s disease: JAD, vol. 33, nº 3, 1º gennaio 2013, pp. 659–674, DOI:10.3233/JAD-2012-121432. URL consultato il 1º maggio 2016.