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Blindendisplay für Hosentasche
Ein Braille-Display, das in die Hosentasche passt, haben japanische Forscher entwickelt. Dank der nur 1 Millimeter dicken und 5 Gramm schweren Anzeige sollen künftig auch Blinde unterwegs SMS oder E-Mails lesen können. Bisherige Displays für Blindenschrift haben die Grösse eines Telefonbuchs und sind darum für den mobilen Einsatz ungeeignet.
Das japanische Minidisplay enthält ein Gitter von 144 Kunststoffhebelchen, die in eine flexible Gummischicht eingebettet sind. Die Hebelchen sitzen auf organischen Transistoren und sind insgesamt negativ geladen. Sie enthalten aber einige positiv geladene Lithium-Ionen. Wird nun eine Spannung angelegt, wandern diese Lithium-Ionen zu einer Elektrode unterhalb des Hebelchens. Die positive Ladung führt dann zu einer Ausdehnung
des Kunststoffs, worauf sich die Hebelchen biegen und so zu kleinen Beulen in der Gummioberfläche führen. Wird die Spannung abgeschaltet verteilen sich die
Lithium-Ionen wieder auf dem Hebelchen und das Hügelchen verschwindet.
Um einzelne Hebelbewegungen auszuführen und damit einen Braille-Buchstaben anzuzeigen, braucht der erste Prototyp noch eine Sekunde. Das reicht, um SMS zu lesen. Für ein effizientes Arbeiten ist dies aber noch zu langsam. Die Japaner hoffen nun durch den Einsatz von Nanotechniken die Transistoren zu verkleinern und damit die Geschwindigkeit vergrössern zu können. Der voraussichtliche Preis des Braille-Bildschirms soll rund 100 Dollar betragen.