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In dieser Übersicht lernen Sie die wesentlichen Elemente von Scrum kennen und verstehen so etwas, wenn über Scrum geredet wird.
Scrum ist ein einfaches agiles Vorgehensmodell, das mehrheitlich in der Softwareentwicklung eingesetzt wird. Es fokussiert auf den Menschen, die Zusammenarbeit und die Selbstorganisation. Dabei hat das Reflektieren , das Lernen und sich anpassen einen wichtigen Stellenwert. Das Ziel ist: regelmäßig Produkte zu liefern, mit Unvorhersehbarkeiten umzugehen, komplexe Probleme zu lösen und immer besser zu werden. Scrum basiert auf spezifischen Werten, Prinzipien und Praktiken.
Scrum ist einfach und besteht aus wenigen Elementen. Diese müssen aber konsequent angewendet werden, damit Scrum erfolgreich ist. In der folgenden Übersicht sehen Sie die wesentlichen Elemente von Scrum, die auch der Scrum Guide beschreibt. Diese werden dann in den folgenden Kapiteln ausführlich beschrieben.
Ein Scrum-Projekt wird durchgeführt in aufeinanderfolgenden, kurzen Arbeitszyklen (Iterationen) mit gleicher Dauer von maximal 30 Tagen. Diese Zyklen werden in Scrum Sprint genannt. In Sprints werden Anforderungen aus dem Product Backlog, dass die priorisierte Sammlung aller Anforderungen ist, in ein auslieferbares Product Increment umgewandelt. Das heißt, jeder Sprint produziert lauffähige, getestete und dokumentierte Software, die dem Kunden einen Nutzen bereitet.
Bevor das Scrum-Projekt starten kann müssen zuerst die Anforderungen für die ersten Sprints erfasst werden. Diese werden dann in das Product Backlog gefüllt und priorisiert. Neue Anforderungen können während der Projektdurchführung jederzeit ins Product Backlog aufgenommen, bereits bestehende können geändert werden oder entfallen.
Beim Start jedes Sprints wird das Sprint Planning durchgeführt. In dieser wählt das Development-Team die Anforderungen aus, welche es im Sprint umsetzen will und definiert somit das Sprint Backlog. Dann startet das Development-Team und realisiert die Anforderungen im Sprint. Jeden Tag zur selben Zeit und am selben Ort findet das Daily Scrum statt. Dies ist ein kurzes Meeting, an dem sich das Team austauscht, die Arbeit koordiniert und Hindernisse (Impediments) identifiziert.
Am Ende des Sprints werden die erstellten Ergebnisse vom Product Owner im Sprint-Review überprüft und abgenommen. Nach dem Sprint-Review findet die Sprint-Retrospektive statt, in der das Scrum-Team über die Zusammenarbeit, Arbeitsabläufe und Hindernisse reflektiert und Verbesserungsmaßnahmen für folgende Sprints definiert.
Die Rollen in Scrum
Scrum definiert drei Rollen, deren Aufgaben und Verantwortung. Die Rollen sind:
- Product Owner
- Development-Team
- Scrum Master
Alle drei Rollen zusammen werden Scrum-Team genannt. Neben diesen drei „offiziellen“ Scrum-Rollen gibt es aber noch weitere wichtige Rollen bzw. Stakeholder (Anwender, Management oder Business- und IT-Vertreter).
Eine detaillierte Beschreibung zu den Rollen erhalten Sie ab Seite 49.
Scrum Ereignisse
In Scrum sind fünf Ereignisse (Events) definiert. Bei diesen handelt es sich um Aktivitäten und Meetings, die mit dem Sprint im Zusammenhang stehen. Die folgenden Ereignisse führt der Scrum Guide auf:
- Sprint
- Sprint Planning
- Daily Scrum
- Sprint Review
- Retrospective
Mit Ausnahme des Sprints, der als Container für alle anderen Ereignisse dient, ist jedes Scrum Ereignis eine formale Gelegenheit zur Überprüfung und Anpassung (Inspect & Adapt). Diese Ereignisse sind dafür da, an den kritischen Stellen Transparenz und Überprüfung zu ermöglichen.
Scrum Artefakte
Neben den drei Rollen und fünf Ereignissen definiert Scrum auch drei Artefakte. Artefakte werden Produkte bezeichnet, die als Zwischen- oder Endergebnis in der Softwareentwicklung entstehen. Diese haben in Scrum den Zweck, eine maximale Transparenz über die wesentlichen Informationen im Projekt zu liefern und die Zusammenarbeit zu strukturieren. Die Artefakte repräsentieren Wert (Geschäftswert) oder Arbeit. Sie helfen damit das Scrum Team und alle Beteiligten im Projekt das gleiche Verständnis der Informationen haben und den Überblick behalten.
- Product Backlog
- Sprint Backlog
- auslieferbare Product Increment
Neben dem drei im Scrum Guide beschriebenen Artefakten gibt es noch weitere, die sich in der Scrum-Praxis bewährt haben. Dies sind zum Beispiel:
- Vision
- Release Plan
- Sprint Backlog (Selected Product Backlog)
- Taskboard
- Impediment Backlog
- Burndown Chart
- Team Backlog
- Velocity Chart
- Regeln für die Zusammenarbeit
- Themen und Themenpark
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