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Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) des Bundesamts für Statistik wird alle fünf Jahre durchgeführt und enthält differentierte Resultate zum Mobilitätsverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung. In den Jahren 2010 und 2015 enthielt er auch Fragen zur Körpergrösse und zum Gewicht der Untersuchungspersonen, aus denen sich der Body-Mass-Index (BMI) berechnen lässt. Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Mobilitätsverhalten und dem Körpergewicht.
Ein besonderes Augenmerk im Projekt galt dem Zusammenhang zwischen Langsamverkehr (LV) und BMI. Der LV umfasst dabei Wege zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem E-Bike. Zusätzlich wurden auch Wegstrecken, die mit fahrzeugähnlichen Geräten (FäG: z.B. Inlineskates, Skate- oder Kickboards) zurückgelegt werden, zum LV gezählt, da es sich dabei ebenfalls um physisch aktive Mobilitätsformen handelt.
Es zeigen sich erhebliche Zusammenhänge zwischen der Teilnahme am LV und dem Körpergewicht bzw. dem BMI: Unter- und normalgewichtige Personen sind häufiger und länger zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs als übergewichtige und adipöse Personen. Einen besonders günstigen Zusammenhang mit dem Körpergewicht zeigt dabei die Mobilität mit dem Fahrrad. Der Zusammenhang zwischen LV und Körpergewicht lässt sich unabhängig von den ebenfalls vorhandenen Alters-, Geschlechts-, Bildungs- und weiteren Effekten auf das Körpergewicht nachweisen.
Eine kausale Interpretation der Befunde ist zwar nicht möglich, da es sich beim MZMV um eine Querschnittstudie handelt. In Einklang mit anderen Studien ist es aber plausibel anzunehmen, dass beide Kausalitätsrichtungen eine Rolle spielen: Übergewichtige und insbesondere adipöse Personen dürften die körperlich aktive Mobilität tendenziell als anstrengender empfinden und daher eher andere Verkehrsmittel bevorzugen. Umgekehrt hat regelmässige Bewegung auf den Alltagswegen aufgrund des damit einhergehenden höheren Energieverbrauchs zweifellos einen günstigen Effekt auf das Körpergewicht und den BMI.