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Frühe Symptome bei Meningokokken Erkrankung
Die Meningokokkeninfektion des Kindes ist eine rasch progrediente und nicht selten tödliche Erkrankung. Frühes Handeln bereits bei Verdachtsdiagnose ist entscheidend. Die Autoren einer frühzeitig im Lancet erschienenen Studie haben untersucht, ob frühe Symptome existieren, welche die Zeit bis zur Hospitalisation und Therapie verkürzen könnten.
448 Kinder unter 16 Jahren, die mit einer Meningokokken Erkrankung hospitalisiert wurden, nahmen an der Studie teil. Die Eltern füllten nachträglich einen Fragebogen zur Symptomatik des Kindes vor der Hospitalisation aus. Weitere Daten ermittelten die Autoren aus den Krankengeschichten der betreuenden Grundversorger.
Die meisten Kinder hatten in den ersten Stunden lediglich unspezifische Symptome, waren nach 24 Stunden dem Tod jedoch bereits nahe. Lediglich 51% der kleinen Patienten wurden nach der ersten Konsultation ins Spital gesandt. Die mittlere Dauer bis zur Einweisung betrug 19 Stunden. Hämorrhagisches Exanthem, Meningismus und Bewusstseinsstörungen traten erst spät auf, nach 13 bis 22 Stunden. Allerdings hatten 72% der Kinder bereits nach durchschnittlich 8 Stunden frühe Symptome einer Sepsis: Beinschmerzen – kalte Hände und Füsse – abnormale Hautfarbe.
Konklusion der Autoren: Die klassischen Zeichen einer Meningokokkeninfektion treten erst spät auf. Das Erkennen früher Symptome einer Sepsis - Beinschmerzen, kalte Hände und Füsse, abnormale Hautfarbe - durch Grundvesorger und Eltern könnte dazu beitragen, die Zeit bis zur Hospitalisation zu verkürzen und damit die Prognose zu verbessern.
Link zur Studie
Lancet 2006, Early Online Publication, 11 Januar - MJ Thompson et al
18.01.2006 - dde