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Nein zum Podestplatz der Verlierer
Dass sich in Sachen Umweltschutz weltweit noch einiges tun muss ist unbestritten, doch die «Initiative für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» jagt einem falschen Ziel nach.
Dass sich in Sachen Umweltschutz weltweit noch einiges tun muss ist unbestritten, doch die «Initiative für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» jagt einem falschen Ziel nach. Es gilt hervorzuheben was es bedeutet, beim Ranking des sogenannten ökologischen Fussabdrucks gut abzuschneiden. Die besten Plätze dieser Rangliste besetzen vorwiegend mausarme Länder wie der Kongo, Afghanistan oder Bangladesch, während wirtschaftlich erfolgreiche Nationen sehr schlecht abschneiden. Wieso ist das so?
Haben afrikanische Länder die höheren Umweltstandards als wir? Nein! Die zum Grossteil archaisch lebenden Selbstversorger in diesen grossen Staaten produzieren auf der verfügbaren Fläche mehr Nahrung, als die dort lebende Bevölkerung konsumiert. Die arbeitsteilige und fortschrittliche Wirtschaft der Schweiz hingegen ist auf Rohstoffimporte aus dem Ausland angewiesen, welche diesen Fussabdruck merklich wachsen lassen. Nun folgt der zweite Denkfehler der Initiative: der Handlungsspielraum der Schweiz im Ausland ist äusserst begrenzt und daher lässt sich nicht der halben Welt Produktionsvorschriften machen, nur um unser Land mit 8 Millionen Einwohnern etwas grüner zu versorgen. Was wird also folgen, um die Nachhaltigkeit anderweitig zu garantieren und den Schweizer Fussabdruck um mehr als 65% zu reduzieren? Vorschriften, Beschränkungen und höhere Preise. Ein Beispiel: Die weiter wachsende Bevölkerung wird naturgemäss mehr Kleidung nachfragen. Bei Annahme der Initiative sollte jedoch immer weniger nachgefragt werden, um den Fussabdruck zu regredieren. Also wird entweder die Menge, die jeder Einwohner beziehen darf rationiert wie in der guten alten und unheimlich erfolgreichen DDR oder aber man treibt die Preise in atmosphärische Höhen, die niemand mehr bezahlen kann. Die Folgen im Bereich der Ernährung, welcher den Grossteil des ökologischen Fussabdruckes ausmacht, kann sich jeder selbst ausmalen. Wollen wir solche Einschnitte in unser Privatleben? Wollen wir unsere Wirtschaft in die Abgründe der Planwirtschaft zurückversetzen und unseren Wohlstand erheblich gefährden nur um in einem äusserst umstrittenen Ranking vorne dabei zu sein? Ich denke nicht.
Leserbrief von Nando Aebi, Junge SVP Solothurn, aus Oekingen