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Zwei zentrale Begriffe aus der Fachsprache der beruflichen Vorsorge haben seit der Abstimmung im Frühjahr 2010 im allgemeinen Sprachgebrauch Einzug gehalten. Aber was bedeuten sie wirklich?
Der Umwandlungssatz (UWS) ist derjenige Prozentsatz, mit dem das vorhandene Altersguthaben bei Pensionierung in eine jährliche Altersrente (inklusive Versicherung für eine Ehegattenrente im Todesfall) umgerechnet wird. So ergibt ein Altersguthaben von CHF 400'000 bei der Pensionierung mit dem UWS von 6% eine jährliche Altersrente von CHF 24'000. Oder mit einer Faustregel dargestellt: 100 dividiert durch 6 (UWS) = 16.67 Jahre, d.h. die Rente kann – ohne Zins und Anwartschaften – während rund 16½ Jahren ausgerichtet werden.
Die Höhe des UWS hängt im Wesentlichen vom einberechneten technischen Zinssatz und der Lebenserwartung ab. Mit einem UWS von 6,4% bzw. 6,7% wird eine Rendite von insgesamt über 4% benötigt. Wird diese Rendite an den Kapitalmärkten nicht erwirtschaftet, ist der notwendige Ertrag von den aktiven Versicherten zu finanzieren. Dies hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass beträchtliche Mittel von den aktiven Versicherten zu den Rentnerinnen und Rentnern transferiert wurden. Mit den rekordtiefen Zinsen an den Kapitalmärkten hat sich die Situation weiter verschärft und es kann nicht mit einer raschen Erholung gerechnet werden.
Zusätzlich verstärkt wird das Ungleichgewicht durch die Zunahme der Lebenserwartung bei den Versicherten. Allein in den letzten zehn Jahren beläuft sich diese auf rund zwei Jahre. Das bedeutet, dass die Versicherten im Durchschnitt rund zwei Jahre länger eine Rente beziehen, das dafür seinerzeit angesparte Kapital jedoch für eine kürzere Bezugsdauer gebildet wurde.
Der Mindestumwandlungssatz ist der gesetzliche UWS, den alle Vorsorgeeinrichtungen bei der Verrentung auf dem obligatorischen Teil des Altersguthabens, dem sogenannten BVG-Altersguthaben, zwingend anwenden müssen. Ab 2014 beträgt dieser UWS 6,8% für Männer im Alter 65 bzw. für Frauen im Alter 64. Ist eine Vorsorgeeinrichtung über dem gesetzlichen Minimum tätig, darf der UWS unterschritten werden.
Der technische Zinssatz ist der Diskontsatz (oder Bewertungszinssatz), mit dem für die Berechnung der Vorsorgekapitalien und technischen Rückstellungen die erwartete Rendite auf diesen Kapitalien berücksichtigt wird.
Der technische Zinssatz dient somit als Rechnungsannahme: Wie hoch kann das für die Rentenzahlungen zurückgestellte Kapital verzinst werden? Diese Annahme hängt von der Erwartung der Entwicklung der Finanzmärkte ab. Je nach Renditeerwartung ergibt sich für dasselbe Kapital eine höhere oder tiefere Rente (zu berücksichtigen ist zusätzlich noch die Lebenserwartung). Der technische Zinssatz ist damit eine wichtige Grundlage für die Festlegung des Umwandlungssatzes.
Der technische Zins hat nichts mit der Verzinsung der Altersguthaben der aktiven Versicherten zu tun.