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- 22 Prozent der Tessiner Bevölkerung ist seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen.
- Das zeigt eine grossangelegte Studie im Kanton Tessin.
- Die Corona-Impfung scheint keinen Einfluss auf die Studienresultate zu haben.
Auch zwölf Monate nach dem Kontakt mit Covid-19 wiesen rund 62 Prozent der getesteten Personen Antikörper im Blut auf. Die Resultate der Studie präsentierte Martine Bouvier Gallacchi, Leiterin Dienst für Gesundheitsförderung und Evaluation des Kantons Tessin, vor den Medien. Trotzdem bedeute dies nicht, dass diese Personen vor einer Erkrankung geschützt seien.
Studie zeigt keine Unterschiede in Alter und Geschlecht
Laut Bouvier Gallacchi habe die Studie keine signifikanten Unterschiede in den beiden Merkmalen gezeigt. Auch im Blut der getesteten Personen über 80 Jahre seien 12 Monate nach dem Kontakt mit dem Virus noch Antikörper gefunden worden.
Die Impfung habe keinen Einfluss auf die Studienresultate, weil sie ein anderes Eiweiss des Virus anvisiert als der Bluttest der Studie.
Für die Studie wurde das Blut von 936 Personen ab fünf Jahren untersucht. Während bei der ersten Erhebung im Mai 2020 nur neun Prozent der Getesteten Antikörper gegen das Virus aufwiesen, waren es im November 2020 bereits 14 Prozent. Im Mai dieses Jahres stieg der Anteil der Personen mit Antikörpern auf 22.3 Prozent.
Impfkampagne im Kanton Tessin
Aktuell sind 42.5 Prozent der Tessiner Bevölkerung vollständig geimpft. Laut Kantonsarzt, Giorgio Merlani, wiesen 22 Prozent der positiv getesteten Personen in der vergangenen Woche die Delta-Variante auf.
Kantonsarzt Giorgio Merlani wies auf eine mögliche Weiterführung der Studie hin. Sie sei hilfreich, um ein Bild der Immunität der Tessiner Bevölkerung zu erhalten. Im November sowie im Mai 2022 könnten weitere Antikörpertests durchgeführt werden.