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In den späten 1960er Jahren war es für Wissenschaftlerinnen undenkbar, zum Inlandeis Antarktikas zu reisen. Bis dahin war Antarktika eine Männerwelt, aber durch die Frauenrechtsbewegung änderten sich die Dinge. In den Vereinigten Staaten hob die Marine 1969 offiziell das Verbot auf, Frauen in die Antarktis zu fliegen. Vertreter der National Science Foundation, die bis dato den Frauen verboten hatten, in der Antarktis zu arbeiten, begannen, Forscherinnen einzuladen, Forschungsanträge einzureichen. Während der Saison 1969 – 1970 wurden darauf Frauen in die Antarktisprogramme der USA und Neuseelands aufgenommen. Doch bevor sie ihre Feldarbeit aufnehmen konnten, wurden sie aus PR-Gründen zum Südpol geflogen. Das Medieninteresse war riesig und als die Laderampe der LC-130 sich öffnete, traten alle 6 Frauen gemeinsam auf das Eis, so dass keine der Damen alleine den Titel der Ersten Frau am Südpol hatte. Nachdem sie für unzählige Bilder posiert hatten und eine Tour durch die Amundsen-Scott-Station erhalten hatten, flogen sie zurück zur McMurdo-Station und danach weiter zu ihren entsprechenden Feldbasen.
Obwohl sie nicht an der Reise zum Südpol teilgenommen hatte, war auch Dr. Christine Muller-Schwarze, eine Psychologin der Utah State Universität während dieser Saison auf dem Eis. Sie studierte das Pinguinverhalten zusammen mit ihrem Mann, ebenfalls Wissenschaftler. Zusammen waren also sieben Frauen in jener Saison. Aber nachdem sich die Tore geöffnet hatten durch diese Pionierinnen, kamen immer mehr Frauen nach Antarktika. Heutzutage sind Frauen in Antarktika immer noch in der Minderheit und einige kämpfen immer noch gegen Vorurteile, aber die Dinge haben sich geändert. Rund 10 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind Frauen heutzutage und bei den Unterstützungsteams kann diese Zahl bis auf 30 Prozent ansteigen auf einigen Stationen.
Quelle: «Women in Antarctica», URL: http://www.nzhistory.net.nz/media/photo/women-antarctica, (Ministry for Culture and Heritage), updated 22-Jul-2014
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