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Biel–Magglingen
|Kürzel||BM|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1887-06-02|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1887 in Betrieb genommene BM war eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Als Antriebskraft diente Wasserballast. Den Bau übertrug man der Firma Pümpin, Herzog & Cie. Bern. Magglingen, wo sich auch Hotels und Pensionen befanden, war ein beliebtes Ausflugsziel. 1923 wurde die BM elektrifiziert (Drehstrom; ab 1954 Gleichstrom). Gleichzeitig entfernte man die Zahnstange. Die BM verkehrte ganzjährig, doch war ihre Verkehrsdichte gering und stieg erst ab 1904 auf mehr als 20 Züge pro Tag. Mit einem Leergewicht von 9.75 Tonnen setzte die BM die schwersten Wagen aller Schweizer Seilbahnen ein.
Am Anlagekapital der BM änderte sich im ganzen Zeitraum bis 1920 nichts. Bis 1900 setzte die Statistik die Baukosten mit dem Aktienkapital gleich. Die Betriebsergebnisse der BM waren durchwegs recht zufriedenstellend, so dass sie immer wieder Dividenden ausrichten konnte, die allerdings meist unter 2 Prozent des Aktienkapitalwerts lagen. Die Kriegsjahre nach 1914 beeinträchtigten den Geschäftsgang der BM nur kurz und wenig. Die Zahl der Reisenden nahm im Gegenteil ab 1915 kräftig zu und erreichte 1920 den bis dahin höchsten Wert mit 77'800 Personen, was die Einnahmen entsprechend hochtrieb. Gleiches galt indessen für den Betriebsaufwand. Passivsaldi musste die BM nie vortragen. Die schwebenden Schulden waren mit 7400 Franken 1920 klein.
Die ausgesprochen tiefen Baukosten der dreischienigen und überwiegend in Einschnitten errichteten BM bezifferten sich auf 266'700 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920), obwohl mit 218 Metern ein nicht unerheblicher Teil der Strecke auf Brücken verlief. Sie war damit die zweitbilligste Seilbahn der Schweiz. Wichtigster Ausgabenposten war der Unterbau, der 30 Prozent der Gesamtaufwendungen ausmachte, gefolgt vom Oberbau mit 28 Prozent. Die Rollmaterialkosten berechnete die BM ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Aufwendungen für das Drahtseil und die Seiltragrollen im Gesamtbetrag von rund 36'000 Franken separat ausgewiesen wurden. Bemerkenswert ist dabei, dass die BM den Preis für das Drahtseil mit 17'000 Franken angab. Diese Zahl übertraf einzig die weit längere Niesenbahn (NB). Neuinvestitionen wurden in die BM bis 1920 praktisch keine mehr getätigt.