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In der Slowakei versuchte er, der Schweiz im Kajak-Einer einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu holen. Der im Kanton Bern aufgewachsene Kanute, der seit vielen Jahren in Solothurn wohnt, verpasste aber ein Tor.
Das Scheitern stellte für ihn allerdings kein Problem dar. Kurt übte den Sport ohnehin nicht mehr mit der gleichen Leidenschaft aus wie zu seinen Topzeiten, trainierte wegen seinem beruflichen Engagement deutlich weniger.
Er nahm an der EM in erster Linie darum teil, um sich später nicht den Vorwurf machen zu müssen, warum er es nicht nochmals versucht habe. Rio wäre für Kurt die vierte Teilnahme an Olympischen Spielen gewesen. Die Krönung in Form einer Medaille an diesem Grossanlass blieb ihm allerdings verwehrt.
Auch ohne Olympia-Medaille kann sich die Karriere von Kurt sehen lassen. Dies umso mehr, als es in der Schweiz keine Wildwasser-Strecken gibt und der studierte Betriebsökonom im Gegensatz zu seinen Konkurrenten aus dem Ausland nicht zu 100 Prozent auf den Sport setzte. 2003 wurde er mit dem Team Welt- und ein Jahr später Europameister. 2007 und 2010 beendete er den Gesamt-Weltcup jeweils im 2. Rang. In der Weltrangliste stiess er bis auf den 3. Platz (2002 und 2003) vor.
Da Kanu in der Schweiz zu den Randsportarten gehört, weiss Kurt aus eigener Erfahrung, wie mühsam es ist, finanzielle Mittel aufzutreiben. Deshalb ist für ihn die Sportförderung ein wichtiges Thema und gründete er vor drei Jahren zusammen mit dem Fechter Fabian Kauter und dem Online-Spezialisten Philipp Furrer die Crowdfunding-Plattform “I believe in you”.
Diese ist bereits eine Erfolgsgeschichte. Die Plattform vereinfacht es Sportlerinnen und Sportlern, an Gelder für Projekte zu kommen und ihre Ziele zu verwirklichen. “Der Sport hat mir viel gegeben. So kann ich etwas zurückgeben”, erklärte Kurt.
(SDA)