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3.5. Parallele Entwicklung
Solange das Universum das Selbstbewusstsein nicht erreicht hat, existiert eine Lücke zwischen dem was erkannt wurde und der realen Welt. Es existiert also eine Lücke zwischen dem aktuellen Wissen und dem Wissen, welches notwendig ist, um die richtige Entwicklungsentscheidung zu treffen. Die Folge davon ist, dass jede Entscheidung mit gewissen Risiken verbunden ist. Dies bedeutet, dass man erst während der Realisierung der Aufgabe feststellen kann, ob die Entscheidung nicht falsch war. Ein Problem entsteht, wenn die Entscheidung irreversible Konsequenzen hat.
Eine Möglichkeit das Risiko der falschen Entscheidung zu minimieren ist die parallele Entwicklung.
Um zu garantieren, dass das Bewusstsein steigen wird, muss die Entwicklung also in verschiedenen Richtungen verlaufen. Dies ist das Wesen der parallelen Entwicklung.
Das Prinzip der parallelen Entwicklung besagt, das jedes kollektives Bewusstsein, welches eine neue Variante der Entwicklung sichtet, sich automatisch in parallelen Bewusstseine aufteilen wird.
Das Prinzip der parallelen Entwicklung ergibt sich also direkt aus dem Prinzip des steigenden Bewusstseins.
Wie schon erwähnt, die Ideen, welche das Wissen bilden, werden mit der Zeit teilweise überholt. Es existiert also ein Risiko, dass die Entwicklung in die falsche Richtung läuft und in der Sackgasse landet. Dieses Risiko entsteht, weil nicht jeder Schritt zurück möglich ist.
Da in der gegebenen Entwicklungsetappe die Informationen fehlen, welcher Entwicklungsweg effektiver ist, müssen beide Wege ausprobiert werden. Erst die weitere Steigerung des Bewusstseins ermöglicht die Eliminierung der suboptimale Variante.
Jedes Bewusstsein, welches sich diesem Prinzip widersetzt, ist dem Untergang geweiht. Dies ergibt sich aus der Regel, dass eine optimale Lösung durch Zufall nicht erreicht werden kann. Ausserdem wechseln die objektiven Bedingungen ständig, weil die anderen Bewusstseine das Prinzip der parallelen Entwicklung verwenden. Aus diesem Grund sind einmal optimale Bedingungen bald nicht mehr optimal.
Es ist das Prinzip der parallelen Entwicklung, welches die Entstehung der Ökosysteme verursacht. Es ist das Prinzip der parallelen Entwicklung, welches die Entwicklung der verschiedenen Gattungen veranlasst. Das Prinzip der parallelen Entwicklung ist dafür verantwortlich, dass verschiedene Kulturen, Völker oder Staaten entstehen. Das Aufblühen der freien Marktwirtschaft ist auch ein Verdienst dieses Prinzips.
In der parallelen Entwicklung geht es aber nicht darum, wer das Rennen zum Selbstbewusstsein gewinnt. Es geht auch nicht darum, wer die Welt beherrschen wird. In der parallelen Entwicklung geht es um die Partnerschaft. Es geht darum, eine möglichst breite Palette von Entwicklungsvarianten zu testen. Es geht darum, möglichst vollständige Informationen über das Universum zu sammeln und sie in Ideen umzuwandeln.
Die parallele Entwicklung ist eine Notwendigkeit auf dem Weg des Universumsbewusstseins zu seinem Selbstbewusstsein. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass jedes Bewusstsein in seiner Entwicklung begrenzt ist. Die volle Palette der Entwicklungsmöglichkeiten kann also nur durch die parallele Entwicklung erlangt werden.