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Maude Mathys Foto Berthoud
WM-Ergebnisse Schweizer Nationalmannschaft Skitourenrennen
Der vierte Tag der WM-Skitourenrennen in Verbier / Val de Bagnes hat den Favoriten gehört:
Kilian Jornet (Spanien) und Laetitia Roux (Frankreich) holten sich den Weltmeistertitel im
Individual-Rennen. Für die Schweiz erkämpften Maude Mathys bei den Damen und Jennifer
Fiechter bei den Espoirs (U23) zwei Silbermedaillen.
Im Einzelrennen der Herren mit über 1700 Höhenmetern und 12,5 Kilometern Distanz siegte Kilian
Jornet knapp vor den beiden Italienern Roberto Antonioli und Matteo Eydallin. Jornet scheint derzeit
unschlagbar. Nach dem Vertical Race von Samstag ist es nun sein zweiter WM-Titel in Verbier / Val
de Bagnes. Bei den Damen dominiert Laetitia Roux: Sie holte sich auf der Strecke mit 1360
Höhenmetern und 10 Kilometern Distanz mit dem Sieg ihre dritte WM-Medaille nach Gold im Sprint
und Silber im Vertical.
Eindrücklich meldete sich nach der krankheitsbedingten Baisse die derzeit beste Schweizerin Maude
Mathys aus Ollon an der Weltspitze zurück. Nachdem sie am Vertical Race die Medaillenränge noch
verpasst hatte, holte sie sich mit sicherem Vorsprung auf die drittplatzierte Französin Axelle Mollaret
den zweiten Podestplatz. Zwei weitere Schweizerinnen ‒ die Walliserin Séverine Pont-Combe auf
dem 6. und die Waadtländerin Jennifer Fiechter auf dem 8. Rang ‒ platzierten sich unter den Top
Ten. Fiechter erlief sich damit zugleich den zweiten Podestplatz in der Kategorie Espoir Women (20
bis 23 Jahre). Für die junge Waadtländerin ist es die dritte Medaille, nach den beiden silbernen im
Sprint und im Vertical.
Dagegen hatten die Männer des SAC Swiss Teams Pech. Lange Zeit sah es nach einem Schweizer
Podestplatz aus. Doch in der zweiten Abfahrt vom Gipfel des Six Blanc, dem mit 2445 Metern über
Meer höchsten Punkt des Rennens, erlitt der Zermatter Martin Anthamatten einen Defekt am Schuh
und musste seine Medaillenhoffnungen aufgeben. Trotz allem lief er schlussendlich auf den 7. Rang
und wurde damit bester Schweizer. «Ohne diesen Zwischenfall hätte es zum Podestplatz gereicht.
Ich bin enttäuscht, aber nicht geschlagen. Ich werde am Team-Rennen noch stärker zurückkommen",
gab sich der Walliser kämpferisch.
Werner Marti aus Grindelwald, lange Zeit mit Anthamatten in Tuchfühlung, lief als 11. ins Ziel.
Baptiste Spicher aus Marsens wurde mit seinem 8. Platz bester Schweizer bei der Kategorie Espoir
Men.
Individual Races sind im Skitourenrennsport Einzelrennen mit mehreren Aufstiegen, Portagen (Skier
müssen getragen werden) und Abfahrten.
Zwischenbilanz: Medaillen-Spiegel des SAC Swiss Teams
Mit drei goldenen, sechs silbernen und fünf bronzenen Medaillen sowie sieben Top-Ten-
Rangierungen belegt die Schweiz bei Hälfte der Weltmeisterschaft Skitourenrennen hinter Italien und
vor Frankreich den zweiten Platz in der Nationenwertung.