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Michelle Moser
Absurd – Eine gestalterische Auseinandersetzung mit der Visualisierung des Absurden
Während meiner Bachelorthesis habe ich mich mit der Visualisierung des Absurden auseinandergesetzt. Da der Begriff «absurd» keine eindeutige Situation beschreibt, ist seine genaue Definition kaum zu fassen. Die Frage war also, wie visualisiere ich ein solch schwer fassbares Wort? Welche Merkmale können beobachtet werden und innerhalb von welchen Anwendungen oder Strategien können visuell absurde Darstellungen generiert oder thematisiert werden?
Dazu setzte ich mich in der schriftlichen Arbeit mit absurden Bildern aus der Kunst auseinander. Im Speziellen sind dies Werke aus den Epochen des Surrealismus und des Dadaismus. Aus diesen Beobachtungen ergaben sich Schlussfolgerungen, die mir in der praktisch-gestalterischen Thesis halfen, eine geeignete Anwendung für die Visualisierung des Absurden zu finden.
Mein Ziel während der gestalterischen Arbeit war es dann, eine passende Strategie oder Anwendung zu kreieren, die es mir ermöglicht, Absurdes zu visualisieren. Im Verlaufe des Prozesses stellte sich heraus, dass nicht das Generieren von absurden visuellen Situationen am interessantesten war, sondern vielmehr das Visualisieren von bereits vorhandenen absurden Geschichten. Solche Geschehnisse widerspiegeln sich in meiner Anwendung in Form von absurden Nachrichten aus Onlinezeitungsportalen.
Die theatralischen Aussagen der Titel solcher Berichte zielen darauf ab, die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Da auch das Absurde die Aufmerksamkeit auf sich zieht, scheinen manche Newsberichte genau dieses Mittel zu ihrem Zweck einzusetzen. Aus einem kritischen und humorvollen Blickwinkel wird genau diese Absurdität des Alltags und der medialen Berichterstattung in meiner Anwendung visualisiert.
Michelle Moser
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