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Mit Inseraten gegen Atomausstieg
Der Verein Kettenreaktion fordert mit seinem Manifest 2014, «dass die Kernenergie weiterhin eine tragende Stütze der Schweizer Stromversorgung bleibt». Auch die Subventionierung der neuen erneuerbaren Energien soll rückgängig gemacht, die Auslandabhängigkeit bei der Energieversorgung reduziert und das Schweizer Volk zum Kernenergieausstieg befragt werden. Begründet werden diese Forderungen mit der Gefährdung des Werkplatzes Schweiz, da die Energiewende eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung nicht gewährleisten könne. Die Annahmen der Energieperspektiven 2050, auf denen die energiepolitischen Zukunftspläne des Bundesrates grösstenteils basieren, seien unrealistisch, so das Manifest weiter. Subventionierter Solarstrom mache bestehende Kraftwerke unrentabel, es gebe dafür keine Speichermöglichkeiten und in der Nacht müsse er mit fossilen Brennstoffen ersetzt werden. Ein Verbot der Kernenergie hält der Verein für kurzsichtig. «Es ist völlig verkehrt, unsere bestens funktionierenden, von höchst qualifiziertem und zuverlässigem Betriebspersonal geführten Kernkraftwerke vorzeitig abzustellen und dafür Strom aus Kernenergie und Kohle zu importieren», so die Begründung im Manifest.
Der Verein Kettenreaktion, präsidiert vom Physiker und ersten Leiter des Kernkraftwerks Mühleberg, Hans-Rudolf Lutz, liess den Text seines Manifests im August im «Blick» und in der «Neuen Zürcher Zeitung» abdrucken. Diese Inserate haben für Reaktionen in verschiedenen anderen Medien gesorgt.