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23.3.2017
Von Ilse van Zijl und Reuben Kyama; Kiserian, Kenia
Während weltweit der Weltwassertag gefeiert wurde, haben Schülerinnen und Schüler in einer Primarschule in Kenia die andauernde Dürrekrise und die lebensbedrohende Nahrungskrise für Millionen in Ostafrika diskutiert.
“Wasser bedeutet alles für mich”, sagte die 13 Jahre alte Victoria Akinyi. „Wir brauchen es um zu trinken, zu kochen und um die Pflanzen zu wässern.“
Der Umwelt Klub der Kiserian Primarschule, bestehend aus Schülerinnen und Schülern zwischen 5 und 14 Jahren, versammelte sich im Hinterhof um die Probleme mit Wasser zu besprechen, aber auch um weitere Bäume zu pflanzen und die schon bestehenden Sprösslinge zu pflegen.
Die Kinder haben hunderte von Setzlingen gepflanzt – sowohl einheimische als auch exotische Sorten – als Teil eines innovativen Programms das versucht die Folgen des Klimawandels zu minimieren. Die von der Regierung unterstützte Schule liegt in Kajiado County, rund 26 Km südwestlich von der Hauptstadt Nairobi.
“Meine Botschaft an die jungen Menschen auf der ganzen Welt ist sie zu ermutigen mehr Bäume zu pflanzen um Regenfall anzuziehen und die Wasserspeicher zu stärken“, sagte der 13-jährige Izabayo Rebecca.
Gemäss Frau Joyce Mumira, eine Lehrerin die den Umwelt Klub leitet, wurde dieses Projekt vor einigen Jahren auf Initiative der jungen Schülerinnen und Schüler aufgegleist
Das Projekt sei von der lokalen Bevölkerung unterstützt worden und gilt nun als eine praktische und auf eigenem Boden gewachsene Lösung um die Probleme des Klimawandels und der Abholzung anzugehen.
Kenia und weitere Länder in Ostafrika leiden seit Monaten unter einer schrecklichen Dürre welche Millionen hungern und leiden lässt.
Stacey Naserian, 12, erzählte dass Menschen in ihrer Gemeinschaft unter der langen Dürre ernsthaft leiden. „Wir müssen sehr weit gehen von unserem Hof auf der Suche nach Wasser und das Vieh einiger unserer Freunde ist verhungert“, sagte die Schülerin.
Die Vereinten Nationen und andere Spendenorganisationen haben dringende Aufrufe für Nahrungshilfe gemacht um Millionen von Menschen in verschiedenen Afrikanischen Ländern, wie Kenia, Somalia, Äthiopien und Süd-Sudan, vor dem Verhungern zu schützen. Laut der UNO sind mindesten 12 Millionen Menschen auf Nahrungshilfe angewiesen.
Laut Experten ist die Dürre besonders schlimm wegen des El Nino – der führte zu extremen Wetterbedingungen mit wenig Regen was die Ernten vernichtet habe.
Heute leben mehr als 600 Millionen Menschen ohne sichere Wasserversorgung und verbringen sehr viel Zeit bei Brunnen anzustehen oder zu weit entfernten Wasserquellen zu gehen. Und viele weitere werden wegen verschmutztem Wasser ernsthaft krank.
Ziel 6 der Nachhaltigen Entwicklungsziele die 2015 von der UNO verabschiedet wurden, fordert dass alle Menschen bis 2030 Zugang zu gesundem Wasser haben – ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen extreme Armut.