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Zu den wichtigsten Möglichkeiten der Berufsbildung gehören:
Die Möglichkeiten der Berufsbildung sind in der Schweiz sehr vielfältig. Das Bildungssystem ist keine Einbahnstrasse: Vielmehr stehen den jungen Menschen verschiedene Wege offen, mit denen sie ihr Ziel erreichen können. Nach der obligatorischen Schulzeit wird der übliche von einem möglichen Ausbildungsweg unterschieden. Welchen dieser Weg der junge Mensch nimmt, erschliesst sich häufig erst nach der Schule. Da die verschiedenen Wege absolut gleichberechtigt sind, bleiben junge Menschen nach Beendigung der Schulzeit für Jahre flexibel und können das von ihnen angestrebte Ziel erreichen.
Wie es der Name schon sagt, soll die Berufsbildung alle praktischen und theoretischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit notwendig sind. In den Bereich gehört die Ausbildung nach der Schule ebenso wie die Weiterbildung in späteren Lebensjahren. Die Berufsbildung dient als Grundlage für die Existenz, die sich jeder Einzelne nach Abschluss der Ausbildung aufbauen kann. Eine höhere Berufsbildung oder ein Studium eröffnen die Möglichkeiten auf ein besseres Einkommen. Eine Gesetzmässigkeit ist dies jedoch nicht. Durch konsequente Weiterbildung können Menschen mit geringerer Berufsbildung im Laufe ihrer Berufstätigkeit ein gutes oder sehr gutes Einkommen erzielen. Andererseits garantiert ein Studium nicht automatisch ein sehr gutes Auskommen. Es gibt auch akademische Berufe, die nicht so gut bezahlt werden oder nur wenige Aufstiegschancen bieten. Grundsätzlich ist die Berufsbildung eine der wichtigsten Grundlagen für eine gesicherte Existenz. Im Idealfall entspricht sie den Interessen und Neigungen des Einzelnen und bietet viele Chancen auf eine Weiterentwicklung im Laufe des Berufslebens.
„Am Gymnasium wird eine gymnasiale Matura angestrebt, die direkt zum Besuch einer Universität, einer pädagogischen Hochschule oder einer Fachhochschule berechtigt.“
In der Schweiz bildet die obligatorische Schulzeit die Grundlage für die Berufsbildung. Danach erfolgt eine Ausbildung an einer allgemeinbildenden Schule mit dem Ziel der Matura. Alternativ kann eine berufliche Grundbildung abgeschlossen werden.
Die obligatorische Schulzeit
Am Anfang die obligatorische Schulzeit, die elf Jahre dauert. Nur im Kanton Tessin gelten abweichende Regelungen. Die obligatorische Schulzeit beginnt im Alter von vier Jahren mit der Aufnahme in den Kindergarten. Die Kinder verbleiben dort für zwei Jahre und wechseln dann in eine Schule. Die gesamte Ausbildung dauert acht Jahre und wird Primarstufe genannt. Daran schliessen sich drei Jahre der Sekundarstufe I an. Danach trennen sich die Wege der Schüler. Einige besuchen die Sekundarstufe II für drei bis vier Jahre an einem Gymnasium. Dieser Bildungsweg führt über die allgemeinbildende Schule zur Matura und damit zur Allgemeinen Hochschulreife, die zu einem Studium berechtigt. Als Alternative kann der Weg der beruflichen Grundbildung eingeschlagen und mit einer Höheren Berufsausbildung abgeschlossen werden.
Der Weg über die allgemeinbildende Schule
Nach der obligatorischen Schulzeit besuchen die Schüler ein Gymnasium oder ein Fachmittelschule mit dem Ziel, die Matura abzulegen. Am Gymnasium wird eine gymnasiale Matura angestrebt, die direkt zum Besuch einer Universität, einer pädagogischen Hochschule oder einer Fachhochschule berechtigt. Als erster berufsqualifizierender Abschluss gilt der Bachelor. Darauf aufbauend kann ein Masterstudiengang mit anschliessendem Doktorat belegt werden.
Der Besuch der Fachmittelschule schliesst im ersten Schritt mit dem FMS-Ausweis ab. Darauf aufbauend kann der Schüler das Fachmaturiat anstreben oder eine Fachhochschule besuchen. Der Abschluss der Fachhochschule erfolgt mit einem Bachelor oder einem Master. Das Fachmaturiat ist dem Abschluss an einem Gymnasium gleichgestellt und berechtigt zum Besuch einer Universität oder einer Hochschule mit der Möglichkeit, einen der bereits genannten Abschlüsse zu erwerben.
Die berufliche Grundbildung ist die Alternative zur allgemeinbildenden Schule und eröffnet dem Schüler zahlreiche Möglichkeiten. Sie können sich nach dem Abschluss der obligatorischen Schulzeit direkt für den Besuch einer Berufsfachschule entscheiden. Wenn Sie noch nicht sicher sind, welchen Weg Sie einschlagen möchten, sind die Brückenkurse eine gute Alternative. In diesen Kursen lernen Sie verschiedene Berufsfelder kennen und bekommen einen sehr guten Einblick in die Berufsbildung. Danach wird es Ihnen leichter fallen, eine Ausbildung zu finden, die Ihren Interessen und Neigungen entspricht.
Eidgenössisches Berufsattest
Im Rahmen der Berufsbildung können Sie im ersten Schritt ein Eidgenössisches Berufsattest ablegen. Dazu besuchen Sie eine Berufsschule oder Sie absolvieren einen überbetrieblichen Kurs und schliessen diesen erfolgreich ab. Danach stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Berufsbildung offen. Sie können Berufs- und Höhere Fachprüfungen ablegen oder an einer Berufsfachschule das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis ablegen.
Der direkte Weg nach dem Bestehen des Eidgenössischen Berufsattests führt Sie in die Höhere Berufsbildung, die Sie das Eidgenössische Diplom oder den Eidgenössischen Fachausweis erwerben können.
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
Das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis ermöglicht Ihnen den Einstieg in die Höhere Berufsbildung. Sie können nach Erhalt des Fähigkeitszeugnisses direkt in die berufliche Maturität übergehen. Die Berufsmaturität ist der gymnasialen Maturität und der Fachmaturität gleichgestellt. Für Sie bedeutet dies, dass Sie an einer Universität oder Hochschule, aber auch an einer Pädagogischen Hochschule studieren können. Auch die zahlreichen Möglichkeiten der Berufsbildung an den Fachhochschulen stehen Ihnen offen. Mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis sind Sie auch berechtigt, den Weg der Berufsbildung über die Höhere Berufsfachschule einzuschlagen. Die Möglichkeiten, die Ihnen mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis offenstehen, sind nahezu unbegrenzt. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, den Weg Ihrer Berufsbildung zu individualisieren.
Die Berufsbildung in der Tertiärstufe
Mitunter werden Sie im Rahmen der Berufsbildung mit dem Begriff Tertiärstufe konfrontiert. Unter dieser Bezeichnung werden in der Schweiz alle Bereiche der Berufsbildung zusammengefasst, die als höhere Ausbildung gewisse Grundlagen erfordern. Den Einstieg in die Tertiärstufe erreichen Sie mit dem Besuch einer Höheren Berufsschule oder einer Höheren Berufsfachschule, in der Sie Berufe aus den verschiedensten Bereichen erlernen können. Darauf aufbauend haben Sie die Möglichkeit, an einer Höheren Fachschule das Diplom abzulegen. An den Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten in der Schweiz können Sie aus zahlreichen Studiengängen auswählen, die Sie mit den internationalen Abschlüssen Bachelor und Master beenden. Wenn Sie sich für eine Weiterbildung an einer Universität entscheiden, können Sie im Anschluss an den Master die Promotion anstreben.
In der Schweiz gibt es vielfältige Möglichkeiten der Berufsbildung, die sich jedem jungen Menschen nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit eröffnen. Viele Schüler gehen den üblichen Weg, indem sie die Matura ablegen oder sich für eine berufliche Ausbildung entscheiden. Darüber hinaus gibt es verschiedene so genannte mögliche Wege, die auch einige Jahre nach dem Schulabschluss noch verschiedene Optionen bieten.
Die Vielzahl der Möglichkeiten erlaubt auch eine Weiterbildung nach mehreren Berufsjahren oder eine weitere Ausbildung, wenn die obligatorische Schulzeit schon einige Jahre zurückliegt. Sie können eine Weiterbildung auch dann anstreben, wenn Sie sich mitten im Berufsleben verändern möchten. Es gilt das Motto, dass es nie zu spät ist, etwas Neues zu beginnen oder eine Veränderung herbeizuführen. In der Schweizer Berufsbildung stehen Ihnen sehr viele Wege offen. Entscheiden Sie sich für einen Weg, der am besten zu Ihren individuellen Vorstellungen passt.