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Seit 30 Jahren wieder Sankt Petersburg
Heute vor 30 Jahren, am 6. September 1991, stimmten die obersten Sowiets der Umbenennung der Stadt Leningrad in ihren historischen Namen St. Petersburg zu. Zuvor hatten sich in einer Volksabstimmung 54% für den Namenswechsel ausgesprochen.
Sankt Petersburg wurde 1703 durch Zar Peter den Grossen an den Ufern des Flusses Neva als neue Hauptstadt des russischen Reiches nach westeuropäischem Vorbild gegründet. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges benannte Zar Nikolaus II seine Haupstadt in das russischer klingende Petrograd um, weil Sankt Petersburg zu deutsch klang. Nach dem Tod von Wladimir Lenin wurde die Stadt zu seinen Ehren in Leningrad umbenannt – den Namen sollte sie bis 1991 behalten. Nach der Volksabstimmung und der Zustimmung der obersten Sowjets heisst die Stadt per 1. Oktober 1991 wieder St. Peterburg. Die Umbenennung geschah also, entgegen der gängigen Meinung, noch vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Dezember des selben Jahres.
Heute ist St. Petersburg nach Moskau mit einer Bevölkerung von knapp 5.4 Millionen Einwohnern die zweitgrösste Stadt Russlands, die viertgrösste Europas und die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Russlands, ihr historisches Zentrum ist UNESCO-Weltkulturerbe und die Stadt beheimatet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie den Winterpalast, die Eremitage, die Peter-und-Paul-Festung und die Erlöser-Kirche auf dem Blut.
(text:cs/bild:unsplash)
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