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Die in ‘The Lancet’ publizierte Studie schloss 1128 Patientinnen und Patienten in 235 Spitälern aus 24 Ländern mit ein. Betrachtet wurde die 30-Tage Sterblichkeit und schwere pulmonale Komplikationen. Es zeigte sich, dass in der Hälfte aller Fälle schwere pulmonale Komplikationen auftraten und diese mit erhöhter Mortalität einhergingen. Die Autoren sehen Handlungsbedarf in der Beurteilung und Durchführung operativer Eingriffe im Zusammenhang mit COVID-19.
Es handelt sich um die grösste bisher verfügbare Untersuchung zur Frage, wie sich eine COVID-19 Erkrankung auf das Ergebnis eines chirurgischen Eingriffs auswirkt.
Untersucht wurden insgesamt 1128 Personen von denen 293 (26%) vor dem Eingriff positiv getestet worden waren und 800 (71%) danach. 280 (25%) Eingriffe erfolgten elektiv, 835 (74%) notfallmässig. Erhoben wurden die Mortalität innert 30 Tagen und das Auftreten schwerer Komplikationen der Lunge wie z.B. Lungenentzündung oder ARDS.
Die 30-Tage-Sterblichkeit betrug 24% (268 von 1128) Pulmonale Komplikationen traten in 51% (577 von 1128) der Fälle auf. Die Sterblichkeit dieser Gruppe lag bei 38% (219 von 577). Eine erhöhte Sterblichkeit liess sich für männliche Patienten über 70, für Notfalleingriffe und für grössere Eingriffe nachweisen.
Die Autoren empfehlen, dass künftig bei der Spitalzulassung möglichst systematisch auf COVID-19 getestet werden muss und dass während einer Pandemie die Schwelle für elektive Eingriffe angepasst werden muss. Zudem sollen nicht-operative Therapien in dieser Zeit nach Möglichkeit gefördert werden.
Update in Sachen COVID-19-Forschung für medizinisches Fachpersonal
Diese Studie und weitere relevante Forschungsergebnisse hat die Taskforce Knowledge-Management COVID-19 des Inselspitals, Universitätsspital Bern und der Universität Bern aktuell auf der Website update-covid.ch zusammengetragen
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