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Wichtige Kriterien für seine Nachfolge seien die Fähigkeit, ein starkes Team ruhig und kompetent zu leiten, gute Kommunikation nach innen und nach aussen sowie Grundkenntnisse der Branche. "Dass ich niemanden wünsche, dessen Ego unendlich ist, überrascht Sie ja kaum", sagt er im Interview. Dass sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestalte, dementiert er. "Das sehe ich anders".
Soiron wurde an der letzten Generalversammlung im April nochmals für ein Jahr wieder gewählt, obwohl im Normalfall eine Amtszeitbeschränkung gilt. Die Aktionäre wollten damit die Kontinuität während des Konzernumbaus gewähren.
Soiron war früher auch Präsident des Dentalimplantate-Herstellers Nobel Biocare sowie von Holcim. Er fädelte die Fusion des Zementriesen mit dem französischen Konkurrenten Lafarge ein. Er glaube noch immer an den Erfolg des neuen Konzerns.
Doch gibt er einen Fehler zu. "Statt wie schon lange angekündigt zurückzutreten, hätte ich vielleicht nochmals kandidieren sollen", sagt er. Er kenne schliesslich das Geschäft, habe das Vertrauen der schweizerischen und der französischen Seite genossen und hätte gut mit den Lafarge-Leuten reden können.
Im Integrationsprozess hätte man die Sorgen der Mitarbeiter ernster nehmen sollen, sagt er. Zudem habe die Wirtschaftsentwicklung in den Schwellenländern nachgelassen. Das sei Pech - und zugleich eine Chance. "Je mehr die Konjunktur in den Schwellenländern anzieht, desto besser wird das enorme Potenzial des Konzerns deutlich werden", sagt er.
Letztlich sei diese Mega-Fusion aber eine Fussnote der Weltgeschichte. "Es gibt anderes, das mehr zählt", sagt er.
(AWP)