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Breatgne & Atlantikküste (02.09.19 - 27.09.19)
In diesem Jahr wollten wir unsere Reise an der Westküste von Frankreich fortsetzen. Nachdem uns vor einem Jahr die Normandie so gut gefallen hat, entschieden wir uns erneut an die Westküste zu fahren und in der Bretagne zu starten und der Atlantikküste entlang zu fahren. Die Betonung blieb auf wollten!! Dazu aber mehr etwas später....
2730 km misst die stark zerklüftete Küste der Bretagne unter Einbezug aller Buchten. Aber auch bei gröberer Betrachtung kommt die bretonische Küste mit ihrem uralten, sehr harten Gestein immer noch auf stolze 1200 km Länge. Und dass, obwohl die Bretagne von Ost nach West gerade mal 250 km und von Nord nach Süd maximal 150 km durchmisst. Als westlichster Zipfel Frankreichs ist sie eben zu weiten Teilen vom Meer umgeben, kein Ort der Bretagne liegt weiter als 80 km vom Meer entfernt.
Zwischenstopp in Belfort mit einem Besuch der imposanten Zitadelle.
Die Zitadelle Belfort ist eine 1687 nach den Plänen von Vauban erbaute Festungsanlage und spielte eine wichtige Rolle vor allem 1870/71 bei der Belagerung von Belfort,
einem der letzten großen Gefechte des Deutsch-Französischen Krieges. Errichtet wurde die Zitadelle mit Blick auf die Stadt auf einen Felsvorsprung östlich der Altstadt.
Neben der Festungsanlage und den Gräben enthält sie an der Westflanke der Kaserne als weitere Sehenswürdigkeit den von Bartholdi 1880 geschaffenen Löwen von Belfort, der als Wahrzeichen der Stadt gilt.
Die Pointe Du Grouin (bretonisch: Beg an Trein) ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude und liegt etwa vier Kilometer nördlich der Gemeinde Cancale.
Die Klippen fallen steil zum Wasser hin ab und haben eine Höhe von bis zu 50 Metern.
Das Kap ist mit Heidekraut bewachsen und seit 1961 ein Naturschutzgebiet. Neben dem Kap liegen zwei Inseln, unter anderem die 1100 Meter lange und maximal 100 Meter breite Île des Landes.
Hier befinden sich Nistplätze von Kormoranen, Krähenscharben, Brandgänsen, Austernfischern und verschiedenen Möwenartigen.
Nach 1000km Fahrt haben wir die Bretagne erreicht. Beim Pointe Du Grouin konnten wir erstmals der Duft des Meeres geniessen und die Kraft des tosenden Atlantiks spüren.
Nach einem kurzen Besuch auf der Landzunge haben wir uns auf dem
Campingplatz Des Chevrets in Saint Malo gemütlich gemacht. Nachdem alles eingerichtet war, haben wir es uns bei herrlichem Sonnenschein gemütlich gemacht und uns Gedanken gemacht was wir am nächsten Tag erkunden wollten.
Es kam leider alles anders als erwartet. Um 3 Uhr in der Früh klingelte das Handy - vor dem Haus gab es einen Wasserrohrbruch uns unser Keller steht unter Wasser. Das ist das was uns noch gefehlt hat.
Nach einigen Telefonaten und Überlegungen haben wir uns entschlossen die Reise abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren.
Auf der Heimreise konnten wir bereits einige Abklärungen mit den Versicherungen tätigen und uns seelisch auf das Kommende vorbereiten. Statt die Bretagne und die Westküste Frankreichs zu geniessen und die Seele baumeln lassen, hiess es in den nächsten Tagen
putzen und aufräumen.
Im Negativen das Positive sehen, unter diesem Motto haben wir das Ereignis genutzt um endlich den Keller aufzuräumen und die vielen unnötigen Sachen zu entsorgen...
die rauhe Schönheit der bretonischen Atlantikküste ist immer eine Reise wert - Wir kommen wieder
und hier noch einige Eindrücke von unserem überschwemmten Keller