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Der Bericht 2015 über die Luftreinhaltung im Wallis des Departements für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) liefert eine Bilanz zur Umsetzung des kantonalen Massnahmenplans. Die Luftqualität im Wallis hat sich seit den 1980er Jahren dank der Massnahmen, die in den Bereichen Verkehr, Beheizung und Industrie ergriffen wurden, merklich gebessert. Die meteorologischen Bedingungen im Sommer 2015 begünstigten zwar hohe Ozonbelastungen, dafür bestätigte sich aber die generell rückläufige Tendenz bei der Feinstaubbelastung.
Im April 2009 verabschiedete der Staatsrat einen 18 Massnahmen umfassenden Plan zur Bekämpfung übermässiger Konzentrationen von Ozon (O3), Stickstoffdioxid (NO2) und vor allem Feinstaub (PM10) in der Walliser Luft. Alle vorgegebenen Massnahmen werden seit 2013 umgesetzt. Allerdings beschloss der Staatsrat im Rahmen der Sparmassnahmen, die Steuerermässigung für Fahrzeuge der umweltfreundlichsten Kategorien ab 2016 aufzuheben.
Die grosse Hitze und starke Sonneneinstrahlung im Sommer 2015 führten zu zahlreichen Überschreitungen der Grenzwerte für Ozon (O3). In Jahren mit langen Hitzeperioden, wie 2003, zeigt sich deutlich, dass der Kampf gegen das Ozon noch lange nicht gewonnen ist, weder gegen dessen kontinentale Hintergrundkonzentration noch gegen dessen örtliche Bildung aus Vorläufergasen und unter Einfluss der Sonnenstrahlung.
Die Konzentrationen von Stickstoffdioxid (NO2) setzten ihren sich seit 2007 abzeichnenden, leichten Rückgang fort. Der Grenzwert für das Jahresmittel konnte 2015, wie schon in den beiden vorangehenden Jahren, an allen Messstationen eingehalten werden, ausser in direkter Nähe zur Autobahn.
Bei den Konzentrationen von Feinstaub (PM10), dem besorgniserregendsten Schadstoff für die öffentliche Gesundheit, bestätigte sich auch 2015 der deutlich rückläufige Trend. Seit 2006 nahm der Feinstaub in der Luft um 35% ab. Der Grenzwert für das Jahresmittel konnte 2015, nach 2010 und 2014 nun zum dritten Mal seit Beginn der Messungen im Jahr 1999, in sämtlichen Regionen des Wallis eingehalten werden. Die meteorologischen Bedingungen im Winter liessen keine länger andauernden Temperaturumkehrperioden zu, weshalb während der ganzen kalten Jahreszeit kein einziges Mal ein Tagesmittelwert überschritten wurde.
Insgesamt sind die zu beobachtenden Tendenzen ermutigend und bestätigen die Wirksamkeit der Bemühungen, die in den unterschiedlichen Bereichen unternommen werden. Was das Ozon angeht, ist immerhin eine deutliche Verbesserung gegen-über der Lage vor 25 Jahre zu verzeichnen, doch in den letzten 10 Jahren stagnierten die Werte. Damit der gesamten Bevölkerung im Kanton eine qualitativ gute Luft gewährleistet werden kann, gilt es also, in den bisherigen Anstrengungen nicht nachzulassen.