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In der Fotografie wird ein bestimmter Teil im Bildraum des optischen Systems einer Kamera als Bildebene bezeichnet, in dem ein scharfes Abbild eines Objektes entsteht. Die Positionierung der Bildebene im Bildraum wird durch die Entfernungseinstellung am Objektiv geregelt.
In der Bildebene werden nur Objekte scharf abgebildet, die sich innerhalb der Schärfeebene befinden. Durch die Entfernungseinstellung wird die Bildweite, also der Abstand zwischen einem Aufnahmeobjekt und der Bildebene verändert. Damit verändert sich auch die Entfernung zur Schärfeebene, die sogenannte Gegenstandsweite. Ausserhalb dieses Bereichs werden Objekte in der Bildebene als unscharf abgebildet. Dieser Fall tritt ein, wenn ein Objekt sehr nah oder zu weit entfernt von der Linse ist und sein Brennpunkt dementsprechend hinter bzw. vor der Bildebene liegt. Allerdings gibt es dabei einen bestimmten Toleranzbereich, in dem ein Objekt noch hinreichend scharf abgebildet wird: Die Schärfentiefe beschreibt die Grösse dieses Entfernungsbereichs.
Bei analogen Kameras entspricht die Bildebene der Filmebene. An dieser Aufnahmeebene entsteht das Bild, da dort das Licht auf die lichtempfindliche Schicht des Films trifft. Über die Fokussierung soll demnach die Bildebene mit der Filmebene in Übereinstimmung gebracht werden. Bei Digitalkameras befindet sich in der Bildebene der Bildsensor (CCD oder CMOS), ein lichtempfindlicher Halbleiter, der das eintreffende Licht in elektrische Spannung verwandelt.
Ebenfalls kann der Begriff «Bildebene» verwendet werden, um die Bildkomposition zu erklären. Dabei wird ein Foto in verschiedene Ebenen gegliedert, um eine bestimmte Bildwirkung zu erreichen. Klassischerweise wird das Bild dann in drei Bildebenen unterteilt – Vordergrund, Hauptmotiv und Hintergrund. Durch die Fokussierung auf ein bestimmtes Element wird eine Tiefenwirkung erzeugt, die Bilder dynamischer erscheinen lässt.