Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/64

Im Gespräch mit dem Leiter der Pharmaabteilung von Novartis, David Epstein, bekräftigte dieser, dass weiterhin 60 bis 70 % der klinischen Studien «inhouse» von Novartis selbst durchgeführt würden.
An der Generalversammlung 2012 von Novartis verlangte ACTARES Auskunft darüber, wie viele klinische Studien an Clinical Research Organisations (CRO) ausgelagert und wie weltweit höchste Standards zum Schutz der Patienten gewährleistet würden. Nach einer Kurzantwort erhielt ACTARES das Angebot, den obersten Chef der Pharmaabteilung zum Gespräch zu treffen.
Klinische Studien bleiben Kerngeschäft
David Epstein bestätigte, dass die Medikamentenstudien klar im Kerngeschäft von Novartis bleiben, entgegen allen Befürchtungen. 65–70 % aller Studien würden «inhouse» gemacht. Gewisse Schwellenländer verlangten für eine spätere Zulassung, dass die Studien dort durchgeführt würden. Schliesslich würden Kapazitätsengpässe durch Vergabe an externe Dienstleister ausgeglichen. Deren Anzahl wurde von gegen 100 auf etwa 10 reduziert. Diese seien alle weltweit tätig. Damit wird die Kontrolle vereinfacht und die Übersicht verbessert.
Angst vor Entlassungen
Darauf angesprochen, dass das Personal durch Entlassungen und Auslagerungen verunsichert sei, entgegnete Epstein, dass die Kosten für neue Medikamente enorm gestiegen und Reorganisationen manchmal unumgänglich seien. Es würden aber laufend neue Stellen geschaffen. Der Platz in Basel sei trotz Neubauten immer knapp und die Gesamtzahl der Beschäftigten steige jedes Jahr. Einsparungsmöglichkeiten ergäben sich durch bessere Selektion der Vorhaben, durch bessere Organisation der Studienabläufe, rascheren Durchlauf und Vermeidung von Redundanzen.