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Vacancy 2: The First Cut (2008)
Motel: The First Cut
Vacancy 2: The First Cut (2008) Motel: The First Cut
Oder: Show me how your scream sounds like!
Motels in der amerikanischen Pampa haben es schwer. Gäste kommen selten, die Instandhaltung ist teuer, und reich wird man dabei kaum. Dies ist auch beim Meadow View Inn nicht anders, das an einer abgelegenen Landstrasse irgendwo in North Carolina steht. Deshalb versucht der Besitzer Gordon (David Moscow) seine Kasse aufzubessern, indem er heimlich aufgenommene Filme seiner Gäste verkauft. Allerdings herrscht auf dem Pornomarkt ein Überschuss. Deshalb verkaufen sich solche Fummelfilmchen lange nicht mehr so gut wie auch schon. Eines Tages checkt ein mysteriöser Mann mit einer Frau im Hotel ein, und bald darauf muss das geschockte Motelpersonal auf den Bildschirmen mitansehen, wie der Mann seine Begleiterin brutal ermordet.
Das Personal zögert nicht lange und überwältigt kurzerhand den Mörder, der sich nur als Smith (Scott G. Anderson) vorgestellt hat, und fesseln ihn an einen Stuhl. Nach einer kurzen Ausssprache kann Smith Gordon davon übereugen, ihn einzustellen und im Hotel Snuff-Filme zu drehen, um diese dann auf dem Schwarzmarkt zu verhörkern. Nach einem grösseren Umbau ist das Motel für die ersten Opfer bereit. Einige Zeit später kommt auch schon das junge Paar Jessica (Agnes Bruckner) und Caleb (Trevor Wright) sowie ihr Freund Tanner (Arjay Smith) angereist und quartieren sich in dem speziell präparierten Zimmer ein. Darauf haben Smith und Gordon nur gewartet. Die Kameras laufen und der Terror kann beginnen...
DVD-Rating
Vacancy war seiner Zeit eine grosse Überraschung. Der Film überzeugte nicht nur mit einer intensiven Hetzjagd der Protagonisten, er hatte auch mit Kate Beckinsale und Luke Wilson zwei A-List-Stars in den Hauptrollen, welche grossartige Leistung lieferten. Doch leider besteht heute das Manko, dass, sobald ein Film erfolgreich ist, ein Sequel produziert werden muss. So unnötig es war, wurde Vacancy 2 für Straight to DVD nachgeschoben. Dabei handelte es sich um ein Prequel und sollte die ersten Morde dokumentieren, bevor das Motel zur eingespielten Snuff-Film-Maschine wurde.
Prequels sind oft eine sehr zweischneidige Sache, da diese meistens mit den Anfängen der Killer zu tun haben und man so zwar mehr über die Person erfährt, aber teilweise auch sehr erbärmliche Demontierungen eines einst interessanten Charakters anschauen muss. Vacancy 2 behandelt primär, wie die Verantwortlichen hinter dem Motel auf die Idee gekommen sind, Snuff-Filme zu drehen und wie die ersten Versuche abgelaufen sind. So beobachtet man, ganz im Stil von Cube Zero, aus dem Backstage-Bereich heraus, wie die Killer ihr Filmchen planen und wie eben einiges nicht so ganz verläuft, wie es soll. Doch wer Vacancy gesehen hat, der kennt dies alles schon und der damals so wirksame Überraschungseffekt fällt komplett weg.
Auch sonst weist Vacancy 2 kaum noch eine der Qualitäten auf, die den Vorgänger auszeichneten. Anstatt einen erwachsenen und qualitativ guten Schocker zu liefern, verdrückt sich der zweite Teil in die Teenie-Slasher-Gefilde und kommt auch sehr harmlos daher. Schockmomente gibt es nur wenige, Blood and Gore wird nur sparsam eingesetzt und von der psychischen Zermürbung merkt man kaum etwas. Primär beobachtet man einige Hinterwäldler, die etwas Geld verdienen wollen und regliche Mühe damit haben, drei Jugendliche in Schach zu halten. Aber mal ehrlich - will man dies wirklich sehen, und ist dies wirklich spannend? Nein, und da nützt es auch nichts, wenn die Opfer - besonders Agnes Bruckner - eigentlich sehr solide spielen und recht viel aus den wenigen Szenen machen, welche etwas Spannung bieten können.
Fazit: Vacancy 2 ist ein solider Teenie-Slasher geworden, der einen ordentlichen Cast versammelt hat und mit einem bewährten Szenario versucht, etwas zu schocken. Dabei kommt es zu recht brutalen Szenen, und wer den ersten Teil NICHT gesehen hat, der kann sich auf eine kurzweilige Achterbahnfart gefasst machen. Wer allerdings Vacancy gesehen hat, muss ab diesem laschen Abklatsch nur müde lächeln, denn Vacancy 2 bietet weder den Psychoterror, noch die guten Schauspieler und schon gar nicht die Intensität, die den Vorgänger auszeichnete. Trotz Jagd auf die Teenies bleibt die Spannung grösstenteils aus, der düstere Soundtrack liefert kaum Atmosphäre, und vieles bleibt berechenbar routiniert. Dennoch bleibt es eine ganz ordentliche Produktion, welche viel aus dem wohl kleinen Budget gemacht hat, doch unter dem Strich ist es aber eine recht überflüssige Geldmacherei.
Bei der DVD gibt es in Sachen Bild und Ton nichts zu meckern. Die Bildqualität ist gut - was vor allem bei den vielen sehr düsteren Szenen wichtig ist - und auch der Ton klingt sehr klar. Das Bonusmaterial ist das übliche PR-Material, welches einige Interviews enthält und auch oberflächliche Einblicke in die Produktion gewährt. Mässig interessante Routine.
OutNow.CH:
09.02.2009 / db
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