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Einleitung
- Hörsturz ist eine plötzlich auftretende, meist einseitige Schallempfindungsstörung mit Hörverlust von geringgradig bis zur völligen Gehörlosigkeit. Er kann alle Frequenzen betreffen oder nur auf wenige Frequenzbereiche begrenzt sein.
- Der Verlauf des Hörsturzes ist sehr unterschiedlich; bekannt ist eine relativ hohe Rate der Spontanheilung. Meistens bildet sich nach ca. 2 Wochen das Hörvermögen wieder zurück; aber oftmals nicht zu 100%.
- Betroffen sind meist 30-60 jährige.
- Eine zuverlässige Prognose gelingt nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht. Eine wirksame medikamentöse Therapie ist nicht bekannt.
Symptome
- Charakteristisch und definierend ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust von geringgradiger bis völligem Hörverlust(Gehörlosigkeit).
- Oftmals treten neben dem Gehörverlust auch Symptome wie Schwindel und Ohrgeräusche auf.
- Der Hörsturz ist niemals von Ohrenschmerzen begleitet. Einseitiges Druckgefühl und Ohrgeräusch (Tinnitus, in 80% der Fälle, meist hochfrequent) im betroffenen Ohr) können Vorboten sein. Die Hälfte der Patienten gibt „wattige“ oder betäubte Hautempfindungen an (durch die fehlende akustische Rückkoppelung bei Berührung der Ohrmuschel; echte Hypästhesie besteht nicht). 30% klagen über Schwindelgefühl, 15% über Doppeltonhören (Diplakusis: ein Ton wird auf dem erkrankten Ohr höher oder tiefer gehört) und Lärmempfindlichkeit (Hyperakusis).
Ursachen
- Auslösende oder verursachende Faktoren lassen sich nicht feststellen. Die Diagnose Hörsturz ist also eine Ausschlussdiagnose. Hörstörungen mit erkennbarer Ursache ist gemäss der Definition in der Einleitung kein Hörsturz.
- Stress
- HWS-Syndrom, Fehlstellungen von Halswirbel dadurch Einengung von Nervenwurzeln, Arteria vertebralis mit Durchblutungsminderung der Innenohrregion.
- Vagusnervüberreizung
- Kiefergelenkprobleme, Kaumauskulaturverspannungen, Zähneknirschen, Zahnherde.
- Fazienverklebungen in der HWS Region
- Vermutet wird ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die zu einer Änderung der Durchblutungsverhältnisse am Innenohr führen. Hier befinden sich die Haarzellen, die für das Hören zuständigen Sinneszellen. Die Haarzellen werden durch Diffusion aus der Umgebung mit Substraten unter Einschluss von Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine Mangeldurchblutung in den Blutgefässen der Hörschnecke führt zu einer Schädigung der Haarzellen. Allerdings konnten in Untersuchungen an Innenohren von Hörsturzpatienten, die ihr Organ nach ihrem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellten, keine Hinweise auf solche Durchblutungsstörungen diagnostiziert werden.
- Darüber hinaus werden Stress, Autoimmunerkrankungen und Risse der Rundfenstermembran als Ursachen diskutiert.
- Zu dem Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und Hörsturz sind widersprüchliche Untersuchungsergebnisse veröffentlicht worden.
- Umweltgifte?
- Impfungen?
- Chinin-Präparate
Differentialdiagnose
- Eine plötzliche Hörstörung kann Symptom anderer Erkrankungen sein. Einige Beispiele: Verschluss des Gehörganges durch Cerumen (Ohrenschmalz; die Schallleitungsstörung kann mit dem Weber-Test diagnostiziert werden).
- Tubenkatarrh, Tuben-Mittelohrkatarrh, Paukenerguss (ebenfalls mit dem Weber-Test auszuschliessen).
- Beim Morbus Menière steht typischerweise ein dramatischer Drehschwindelanfall im Vordergrund. Schädelbasisbruch und Commotio labyrinthi sind durch die Anamnese erkennbar. Auch beim akustischen Trauma ist die Ursache der Sinneszellschädigung offensichtlich.
- Akustikusneurinome und andere Tumoren der Kleinhirnbrückenregion wie Angiome verursachen gelegentlich eine akute Hörverschlechterung. Die richtige Diagnose wird mit der Magnetresonanztomographie gestellt.
- Zoster oticus (Gürtelrose) kann isoliert am Ohr auftreten und eine akute Schallempfindungs-schwerhörigkeit verursachen. Ein Hörsturz ist jedoch nie mit Schmerzen verbunden.
- Thrombosen und Verschlüsse von versorgenden Blutgefässen.
- Dickflüssiges Blut (Hyperviskosität).
- Arteriosklerose bei Diabetes mellitus.
- Leukämie.
- Schädigungen des Innenohrs nach Bestrahlung.
- Fehlstellungen der Halswirbelsäule sollen zur Einengung der Arteria vertebralis und Durchblutungsminderung der Innenohrregion führen können.
- Manche Medikamente können das Hörorgan schädigen.
Schulmedizin
Eine wirksame medikamentöse Therapie ist nicht bekannt.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache. Dazu bietet die Traditionelle Europäische Medizin eine gut verträgliche Behandlung ohne Nebenwirkungen mit natürlichen Mitteln. Dazu wird eine ausfühliche Anamnesebesprechung durchgeführt und naturheilkundliche- und evtl. Laboruntersuchungen durchgeführt. Dann wird entsprechend dem Traditionellen Europäischen Medizinsystem, dei der betroffenen Person ihre individuelle Konstitution bestimmt und ihre humorale Qualitäten. Daraus wird das Therapiekonzept entwickelt.
Leiden Sie unter Hörsturz ? Und jetzt? Wäre es nicht ein Versuch wert einen anderen Weg zu gehen?