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Mit einer gewissen Entwicklung der port. Pferdezucht in Richtung Dressurpferd, das im Sportpferdetyp steht, wurde in den letzten Jahren der Einsatz von talentierten und ganggewaltigen Lusitanopferden im Dressursport stark gefördert. Dies führte in Portugal zu einer breiten und angeregten Diskussion, inwiefern der Lusitano zum reinen Sportpferd umfunktioniert bzw. ob die typischen Charaktermerkmale, die die Rasse überhaupt ausmachen, nicht nach und nach zu Gunsten eines weiteren Sportpferdes weggezüchtet werden.
Das Projekt der APSL trägt unterdessen Früchte: 2008 war Portugal erstmals mit drei Lusitanos an den Olympischen Spielen in Peking sowie 2010 an den Weltreiterspielen in Kentuck vertreten. Portugiesische Reiterinnen und Reiter wie Gonçalo Carvalho, Daniel Pinto, Nuno Palma, Maria Caetano und weitere erscheinen auf dem interanaltionalen Parkett des Dressursports. Grössen wie Kyra Kyrklund oder Christian Pläge haben den Lusitano für den Dressursport entdeckt und in Portugal werden erste internationale Dressurforen mit prominenter Präsenz von z.B. Edward Gal, erfolgreich durchgeführt.
Das grosse Interesse in Portugal am Dressursport hat auch die Zucht der letzten Jahren stark beeinflusst. Die gezielte Selektion auf grossrahmige, gangstarke Pferde macht sich bemerkbar. Die Qualität der Pferde auch im Bezug auf Charakter, Lernwilligkeit und Rittigkeit zu erhalten, um dem Rassestandart in dieser Hinsicht weiterhin gerecht zu werden, wird eine der grossen Herausforderungen der Züchter für die Zukunft sein.