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Zu Jahresbeginn tauchten Probleme mit dem E-Mail-Versand in Microsoft Exchange auf. Das Unternehmen erklärte, dass davon ausschliesslich on-premises betriebene Exchange Server der Versionen 2016 und 2019 betroffen gewesen seien. Es habe sich nicht um irgendein Sicherheitsproblem gehandelt, sondern um einen Fehler im Virenscanner von Exchange. Der habe dazu geführt, dass Mails in der Transportwarteschlange stecken blieben, wie es in einem Blog-Eintrag
schon wenige Stunden nach Auftreten des Bugs hiess.
Darin wird ausserdem auf zwei Möglichkeiten hingewiesen, um den Fehler zu beheben. Der Fix dazu besteht einmal aus einem PowerShell-Script, kann aber auch manuell ausgeführt werden.
Auf deutsch ist das Problem von dem Blog 'Borncity'
als Jahr-2022-Bug ausführlich beschrieben und kommentiert worden. "Das Problem besteht darin, dass ein Signatur-Update für die FIP-FS Microsoft Scan Engine einen Konvertierungsfehler erzeugte, so dass die Engine nicht mehr startet", heisst es dort. Das geschehe wohl deshalb, weil die Signatur-Datei das codierte Jahresdatum "bei einer Umwandlung in einen signed long Integer-Wert einen Überlauf erzeugt" und so zu dem Bug führt.
Damit der Fehler auftritt, muss laut 'Borncity' der Malware-Agent installiert sein. Weiter heisst es in dem Blog, man sei darauf hingewiesen worden, "dass die Anti-Spam-Komponente nicht standardmässig installiert werde". So könnte sich erklären lassen, warum nicht alle Exchange-Server betroffen waren.
Interessanterweise wird in diesem Blogbeitrag auch festgehalten, dass Mails des Exchange Server 2013 nur dann nicht betroffen gewesen sind, wenn sie "nicht hinter Exchange 2016/2019-Servern versteckt sind (Hybrid Routing)".
In den Kommentaren zum Microsoft-Blog lässt sich übrigens nachlesen, dass es sich um ein Problem handelt, für das schon vor Jahren eine Umgehung gefunden worden sei.