Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/853

Italien (ital. Italia; amtlich: Italienische Republik, ital. Repubblica Italiana) ist eine Republik in Europa, die zum grössten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel liegt. Ihre Hauptstadt ist Rom.
Wer war Silvio Berlusconi, der 17 Jahre lang Italien geführt hat?
Das Gebiet des heutigen Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt. Die heute italienische Toskana war das Kernland der Renaissance. Seit dem Risorgimento besteht der moderne italienische Staat.
Italien liegt überwiegend auf einer Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 1.200 km.] Angrenzende Staaten sind Frankreich (Länge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km) sowie die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (3 km). Italien besitzt mit Campione d’Italia eine Exklave in der Schweiz.
Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen Inseln, der Ägadischen Inseln, der Tremiti-Inseln, der Pontinischen Inseln und der Toskanische Archipel. Die Pelagischen Inseln, zu denen auch Lampedusa gehört, und die Insel Pantelleria gehören geografisch bereits zu Afrika.
Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der Längsachse und erreicht seine grösste Höhe im Gran Sasso (2.912 m). Im Norden gehört ein grosser Teil der Alpen zu Italien: Höchster Gipfel ist der Mont Blanc (Monte Bianco) mit 4.810 m,] an der Grenze zu Frankreich. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.
Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Strasse von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Die gesamte Küstenlänge beträgt 7.375 km.
Hydrografisch gehört Italien fast ausschliesslich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwässern via Inn und Donau ins Schwarze Meer. Dorthin entwässert ebenfalls die Drau, die im Pustertal in Südtirol entspringt, sowie die Gailitz, die das Gebiet um Tarvis durchfliesst. Ferner entwässert das Tal des Lago di Lei über den Rhein in die Nordsee. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den grössten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane, der Ätna und der Stromboli.
Auf Grund der geologischen Verhältnisse kommt es in Italien immer wieder zu Erdbeben. Das verheerendste Beben des 20. Jahrhunderts mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala ereignete sich in Messina und Reggio Calabria im Jahre 1908 und verursachte etwa 130.000 Tote. 1930 bebte die Erde bei Avezzano in den Abruzzen und forderte 15.000 Menschenleben. Die süditalienische Region Irpinia wurde 1980 von mehreren starken Beben getroffen, deren Ausläufer von Portici bei Neapel bis nach Potenza in der Basilikata reichten; dabei kamen über 3.000 Menschen um. Am 31. Oktober 2002 kam es zu einem kräftigen Beben in San Giuliano di Puglia (Region Molise): 30 Menschen, davon 27 Kinder, wurden in den Trümmern eines eingestürzten Schulgebäudes verschüttet. Auch Norditalien bleibt nicht von Erbeben verschont. Das katastrophale Erdbeben, das sich 1976 im Friaul ereignete, kostete 965 Menschenleben. Zudem haben sich weitere kleinere Beben ereignet, bei denen es meistens nur Sachschäden, leider aber auch Tote zu verzeichnen gab.
Das letzte verheerende Erdbeben mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala ereignete sich am 6. April 2009 in der Region Abruzzen. Das Erdbeben forderte in der Provinz L’Aquila 298 Opfer und zerstörte zahlreiche Gebäude und ganze Dörfer.]