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WASSER – wir benutzen es täglich unzählige Male .. oft ohne darüber nachzudenken: trinken, waschen, duschen, Toilettenspülung - täglich verbraucht jeder Mensch in Europa ca 144 Liter Wasser … Fast 15 Eimer müssten wir dafür vom Fluss oder von der Leitung in unsere Wohnungen schleppen … würden wir im südlichen Afrika oder in Lateinamerika leben …
Ohne Wasser ist kein Leben möglich … - spätestens der trockene Sommer im letzten Jahr hat es uns vor Augen geführt. - Fast ¾ der Erdoberfläche ist mit Wasser oder Eis bedeckt. Die ersten 9 Monate unseres Daseins leben wir Menschen im Fruchtwasser – und 2/3 unseres Körpers besteht aus diesem Lebenselixier… Wasser ist beweglich und überwindet alle Hindernisse: entgegen der Schwerkraft steigt es bis ins oberste Blatt der Bäume. Wasser kann verschiedene Gestalt annehmen: Ob Tropfen, Tau, Regen, Wolken oder Nebel, als Hagel, Reif, Schnee oder Eis. WASSER ist stark: es zerkleinert Steinbrocken in kleine Sandkörnchen, treibt Wasserräder an und erzeugt Strom. Wasser ist schön: die Schönheit eines Wasserfalls in den Bergen, die Farben des Regenbogens, das Licht, das sich wie kleine Sternchen auf den Wellen spiegelt, ein Tautropfen auf einem Blatt, Eiskristalle auf einem Zweig …
Ohne Wasser ist kein Leben möglich – wir wissen es alle – und doch: Treibt in vielen Flüssen der Müll; sind die Ozeane voller Plastik, schwimmen grosse Ölteppiche auf dem Meer, ist an vielen Orten der Welt das Wasser so verschmutzt, ja sogar vergiftet, dass es krank macht. Und damit nicht genug: kostbares Wasser wird in unglaublicher Weise verschwendet: für jedes Auto, das vom Band rollt, werden mehr als 100.000 l Wasser benötigt, und für jeden Liter Benzin braucht es 70 l zur Raffinerie. Mehrere hundert Liter Wasser braucht es für ein Baumwoll T-Shirt … und die Liste lässt sich mühelos verlängern. Wenn das Wasser schreien könnte, es würde um uns herum wohl viel Klagegeschrei zu hören sein.
So frage ich mich: Kann es sein, dass die verdreckten Gewässer der Welt den Zustand unserer Seelen widerspiegeln?
Mit diesen Worten führte Sabine Tscherner, die Seelsorgerin der Pfarrei Koblenz, ins Thema des Gottesdienstes am 2.7. ein. Annähernd 30 Menschen waren am Donnerstag Morgen auf den Achenberg gekommen - aus Koblenz, aus Klingnau, aus Neuenhof. Die Gottesdienstgemeinden der Werktagsgottesdienste in Koblenz und Klingnau und viele andere mehr, Liebhaber*innen des Kraftortes auf dem Achenberg und der Schöpfung. Wie der Heilige Franz von Assisi, dessen Sonnengesang durch all die Schöpfungsfeiern dieses Jahres führt. Im Mai hätten sie beginnen sollen, Corona hat sie verschoben. Jetzt haben sie begonnen und werden jeweils am ersten Donnerstag des Monats August und September fortgeführt und sind auch im kommenden Jahr zwischen Mai und September wieder geplant. Alle sind herzlich eingeladen.
Eine Bildergalerie vom 2.7. finden Sie hier.
Ein grosser Dank an die Fotografin Helen Colombo, an Emmy Däwes für das Spiel auf der Zither und an alle, die diesen Gottesdienst mitgestaltet haben.
Wir laden Sie ein, mit Franz von Asissi, mit uns und der ganzen Schöpfung zu beten:
GELOBT SEIST DU, MEIN HERR, DURCH SCHWESTER WASSER,
GAR NÜTZLICH IST ES UND DEMÜTIG
UND KOSTBAR UND KEUSCH
WIR WOLLEN LEBEN LERNEN
Von der Sonne lernen, zu wärmen,
von den Wolken lernen, leicht zu schweben,
von dem Wind lernen, Anstösse zu geben,
von den Vögeln lernen, Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen, standhaft zu sein,
von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen,
vom Regen lernen, sich zu verströmen,
von der Erde lernen, mütterlich zu sein,
vom Mond lernen, sich zu verändern,
von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen, dass das Leben immer,
an jedem Tag von neuem beginnt.
Nächster Schöpfungsgottesdienst auf dem Achenberg am
DONNERSTAG, 6. August um 9.00 Uhr
vielleicht kommst Du, kommen Sie ja auch!
Und: wer eine Mitfahrgelegenheit braucht, melde sich bitte 079 255 3819 für Koblenz und 079 584 16 02 für Klingnau.
Mit herzlichen Grüssen – möge die erfrischende Klarheit des Wassers Euch im Sommer kühlen und beleben.
Sabine Tscherner und Peter Zürn