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Eine düstere Reise durch Amerika
Sechs Wochen lang war Gordon Parks 1957 dem Verbrechen auf der Spur. Der neue Bildband «The Atmosphere of Crime» zeigt seine eindrücklichsten Bilder.
Gordon Parks arbeitete bereits fast 10 Jahre als Fotograf für das führende Fotomagazin «Life», als er sich 1957 für 6 Wochen auf eine Reise quer durch Amerika machte. Sein Auftrag: «Erkunde die Welt des Verbrechens». Und so fuhr er zwischen Chicago und L.A. mit Detektiven durch heruntergekommene Viertel, kletterte über Feuerleitern zu Tatorten, brach Türen auf, war bei Verhaftungen von Gangstern dabei und erlebte Schiessereien und den Knastalltag aus nächster Nähe. Parks bemühte sich, gängige Klischees zu umgehen, um ein nuancierteres Bild von Verbrechen und Verbrechensbekämpfung zu zeigen. Ihn interessierte das Milieu der Täter und Opfer, die sozialen und emotionalen Hintergründe der Gewalt.
Gordon Parks (geboren 30. November 1912 in Fort Scott, Kansas; gestorben 7. März 2006 in New York) arbeitete zwischen 1948 und 1972 als Fotograf für «Life» und dokumentierte die Armut und die Rassendiskriminierung in den USA und der Welt. Parks konnte sich Zugang zu den bekanntesten Protagonisten der Bürgerrechtsbewegung wie Malcolm X, Muhammad Ali und Black Panther Party verschaffen. Er beliess es jedoch nicht beim Berichten über die Bürgerrechtsbewegung, er beteiligte sich auch aktiv daran. Parks gilt als der einzige schwarze Fotograf, der Weltruhm erlangte.
«The Atmosphere of Crime»
120 Seiten, 90 Abbildungen
ISBN 978-3-95829-696-1
ca. 40 Franken