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Die Seen waren bereits randvoll mit Schmelzwasser. Dazu regnete es 72 Stunden lang ununterbrochen. Die Flüsse traten schnell über die Ufer. Die Situation Ende Juli 1480 entwickelte sich zur grössten Überschwemmungs-Katastrophe der Schweiz. Laut den Forschern waren die Pegelstände der Aare und des Rheins damals um bis zu 90 Zentimeter höher als beim letzten grossen Hochwasser 2005, als das Wasser im Berner Mattenquartier knapp zwei Meter hoch in den Strassen stand.
Eigentliche Messdaten von 1480 gibt es keine. Deshalb hielten sich die Forscher an Beschreibungen in historischen Schriften. Augenzeugen in Basel beschrieben die Situation eindrücklich: «Auf der Rheinbrücke konnte man sich leicht die Hände waschen.»
Zum Glück für die Forscher hatten die Chronisten damals akribisch genau ihre Situation beschrieben und in Schriften festgehalten. «Das Wasser sei weniger als drei Schuh über die Brücke gelaufen», berichtete beispielsweise ein anderer Zeitzeuge. Die Historiker benutzten die verschiedene Referenzpunkte, wie zum Beispiel den Brunnen am Fischermarkt in Basel, um die Situation von damals mit heute zu vergleichen – die sogenannte Beobachtungstradition.
Quelle: Universität Bern, Oliver Wetter und Christian Pfister