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FED wurde 1927 von dem Pädagogen Anton Makarenko gegründet. In der Kommune wurden zunächst rund 150 Waisenkinder nach dem marxistischen System der polytechnischen Bildung erzogen. Sie arbeiteten in zwei Vierstunden-Schichten; eine bestand in geistigem Unterricht, die andere in körperlicher Arbeit. Hergestellt wurden zunächst Möbel und andere Güter für den eigenen Bedarf; ab 1929 war FED autonom, ab 1930 wurden der Ausbildungsstandard auf Abitur-Niveau angehoben und eine Fabrik eingerichtet.
In dieser Fabrik stellte FED zunächst nur Bohrmaschinen sowie ab Mitte 1932 Leica-Kopien her; dies waren zunächst Nachbauten der 1925 vorgestellten Leica I (1932–1933) und der Leica II (1934 bis in die 1950er-Jahre). 1934 wurden etwa 4000 der so genannten Fedkas hergestellt; insgesamt übersteigt die Produktion der sowjetischen Nachbauten deutlich das, was Leica in der ganzen Firmengeschichte gefertigt hat. 1939 wurde die FED-Fabrik umbenannt in F. E. Dzerzhinsky Kombinat und die Produktion der 100.000sten Fedka gefeiert; vor Kriegsausbruch waren in der Sowjetunion rund 500.000 Kameras hergestellt worden.
Nach Kriegsende wurde die Produktion der Vorkriegsmodelle wieder aufgenommen; als erste Neuerung wurde 1955 die FED-2 mit Selbstauslöser, auswechselbarer Rückwand und verschiedenen anderen Verbesserungen vorgestellt.
Quelle: Wikipedia
F E D 5b 1975 - 199x Geräte Nr.: 554350
Die seit 1978 bis heute gebaute FED 5 wird in verschiedenen Versionen erzeugt, als eigentliche FED 5, als FED 5C und als FED 5 B. Die drei Varianten lassen sich auf Anhieb leicht
voneinander unterscheiden:
- die FED 5B hat keinen eingebauten Belichtungsmesser, dafür aber einen Dioptrienausgleich rings um den Suchereinblick in Form eines drehbaren, geriffelten Ringes, mit dem das Sucherbild an die Sehschärfe des Benutzers angepasst werden kann.
- die FED 5C hat einen eingebauten, nicht gekuppelten Selen-Belichtungsmesser sowie eine Rückspulkurbel anstatt des ausziehbaren Drehknopfes, dafür aber keinen Dioptrienausgleich, und
- die FED 5 schließlich hat ebenfalls einen eingebauten, nicht gekuppelten Selen-Belichtungsmesser und einen Dioptrienausgleich, dafür aber einen ausziehbaren Drehknopf für die Filmrückspulung anstelle der Rückspulkurbel.
Schnellschalthebel haben alle drei Modelle.
Zur Olympiade 1980 in Moskau gab es eine Sonderauflage, die mit dem Symbol der olympischen Spiele bedruckt worden ist. Diese Kamera hat außerdem eine weiße Namensplatte und eine andere Belederung (wie FED 3 zweite Version).
Bei der FED kann man leider nicht aus der Seriennummer auf das Baujahr schließen.
Sie hat ein Industar 61L/D 1:2.8/55 Objektiv, das neben dem Industar 50-2 als eins der schärfsten russischen Standardobjektive gilt.
Sammlung engel-art.ch