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Feuer ist in den antarktischen Stationen der grösste Feind. In der Vergangenheit sind immer wieder Stationen durch Brände vernichtet worden. Einer der grössten Brände mit Verlust an Menschenleben ereignete sich am 25. Februar 2012 auf der brasilianischen Station Comandante Ferraz. Rund 70 Prozent der Station wurde beim Brand zerstört. Nun hat die brasilianische Marine, die für die Logistik des nationalen Antarktis-Programmes verantwortlich ist, bekanntgegeben, dass die neue Station im Januar 2020 wieder einsatzbereit sein wird.
Die neue Station, die rund 4,500 Quadratmeter umfasst, besteht aus mehreren Modulen, die zu zwei Superstrukturen zusammengefasst wurden. Verantwortlich für das Design der Station ist die China National Electronics Import and Export Corporation (CEIEC). Sie hatte den von Brasilien ausgeschriebenen Vertrag gewonnen. Ursprünglich hätte die Station bereits 2018 fertiggestellt werden sollen. Doch aufgrund von Budget-bedingten Verzögerungen und den politischen Schwierigkeiten zuhause, verzögerte sich der Bau. Erst Ex-Präsident Michel Temer gab die Gelder frei. Doch nachdem die Regierung unter Präsident Bolsonaro ihre eigenen Budgtevorstellungen umgesetzt hatten und die Mittel kürzten, bestand die Befürchtung, dass diie Station noch später oder sogar gar nicht fertiggestellt werden würde. Die Ankündigung der Eröffnung wurde im Rahmen der Vorstellung von Modernisierungsplänen der Marine gemacht.
Das Feuer, welches am 25. Februar 2012 die Station zu 70 Prozent zerstört hatte, war gemäss Untersuchungen in einem Maschinenraum mit den Generatoren ausgebrochen. Der Schaden belief sich auf rund US$ 12.4 Millionen und rund 800 Tonnen Material mussten nach dem Brand zurück nach Brasilien verfrachtet werden. Danach wurden die Behelfsgebäude errichtet und im Mai 2013 fertiggestellt. Ursprünglich hatte die Station Platz für 55- 60 Personen. Zum Zeitpunkt des Brandes waren 54 Personen anwesend. Diese konnten auf der nahegelegenen chilenischen Station untergebracht werden bis zur Evakuierung.
Quelle: Mercopress