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Mit der Lokstadt Halle Rapide bespielte das museum schaffen im Rahmen einer Kooperation mit Implenia die ehemalige Lokomotivmontagehalle der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM). Von Mai bis Mitte September 2018 konnte der eindrückliche Zeuge der Winterthurer Industriealisierung als Kulturort besucht und erlebt werden. Im Frühjahr 2019 wird das museum schaffen voraussichtlich in einer benachbarten Halle erneut in Erscheinung treten.
Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) war der grösste Lokomotiv-Hersteller der Schweiz und weltweit die erste Adresse für den Bau von Zahnrad-Lokomotiven. Die Grundstseinlegung für die Montagehalle, in der legendäre Lokomotiven wie das Krokodil, die Landi-Lok und der Rote Pfeil zusammengebaut wurden, erfolgte vor 100 Jahren. Damals brachte die kriegsbedingte Kohleknappheit die SBB dazu, die Elektrifizierung voranzutreiben.
VOR 100 JAHREN GEBAUT
Für die SLM bedeutete die Förderung der Elektrifizierung volle Auftragsbücher. Der Platz in der Fabrik wurde knapp, 1918 wurde deshalb der Hof zwischen zwei bereits bestehenden Montagehallen überdacht: Eine neue, säulenlose Werkhalle entstand – die Halle 1013. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden in der Halle die in den betriebseigenen Werkstätten angefertigten Einzelteile zu Lokomotiven und Triebwagen montiert.
Es waren dann die 1990er-Jahre, die die grosse Wende brachten: Sulzer hatte die SLM übernommen und wurde als Unternehmen neu organisiert, das Areal an der Zürcherstrasse geräumt und für eine neue Nutzung freigegeben. Im Vertrag zwischen Sulzer und der Stadt Winterthur, der 2003 die Erschliessung des Areals regelte, wird die ehemalige Lokomotiv-Halle als schätzenswerter Bau ausgewiesen. Implenia, die das Areal entwickelt und im Herbst 2017 auf den Namen Lokstadt getauft hat, strebt auch künftig eine vielfältige Nutzung an.