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Gebäude und Wohnungen ausserhalb der Bauzonen: Stand 2011
Ittigen, 27.04.2012 - Ausserhalb der rechtmässig ausgeschiedenen Bauzonen darf nur unter bestimmten Bedingungen gebaut werden. Im Raumplanungsrecht ist zudem festgeschrieben, dass die bauliche Entwicklung ausserhalb der Bauzonen regelmässig zu beobachten sei. Eine auf den aktuellsten verfügbaren Zahlen basierende Analyse im Auftrag des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) zeigt, dass rund ein Viertel aller Gebäude der Schweiz sowie rund 7 Prozent aller Wohnungen ausserhalb der Bauzonen liegen. Zum Vergleich: Innerhalb der Bauzonen leben etwa 88 Prozent der Bevölkerung.
In der Schweiz stehen gut 2.5 Mio. Gebäude (Stand Ende 2010). Davon liegen etwa 595 000 (24 Prozent) ausserhalb der Bauzonen. 191 000 davon werden voll oder teilweise zu Wohnzwecken genutzt. In diesen Gebäuden befinden sich insgesamt rund 266 000 Wohnungen. Bei den restlichen gut 400 000 Gebäuden handelt es sich grösstenteils um landwirtschaftliche Ökonomiegebäude, Anlagen für Sport, Ver- und Entsorgung etc. Die Datenlage lässt hier keine detaillierten Angaben zu.
Wie erwartet, befinden sich die meisten der ausserhalb der Bauzonen stehenden Gebäude (zusammen fast 60 Prozent) in agrarisch geprägten und in stadtnahen („periurbanen“) Gemeinden. Landwirtschaftlich und von historischer Streusiedlung geprägte Regionen haben naheliegenderweise höhere Anteile an Gebäuden ausserhalb Bauzonen. Auch touristische Gemeinden weisen teilweise hohe Anteile auf.
Auch kantonal sind grosse Unterschiede feststellbar. In Appenzell-Innerrhoden und Obwalden liegen sogar über die Hälfte aller Gebäude ausserhalb der Bauzonen. In städtischen Kantonen wie Basel und Genf liegen die Anteile hingegen bei 10 Prozent oder sogar deutlich darunter.
Zur Entwicklung seit 2000 sind Aussagen nur eingeschränkt möglich. So sind zum Beispiel von den genannten 191 000 Gebäuden mit Wohnnutzung rund 5 000 in den Jahren 2001-2010 erstellt worden. Es ist somit ausserhalb der Bauzonen von einer mittleren jährlichen Bautätigkeit von schweizweit rund 500 Gebäuden mit Wohnnutzung (und rund 700 Wohnungen) auszugehen.
Da sich entsprechend dem Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet die Bautätigkeit innerhalb der Bauzonen zu konzentrieren hat, ist der Anteil der ausserhalb liegenden Gebäude und Wohnungen stetig rückläufig.
In der Analyse, die das ARE in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) in Auftrag gegeben hat, wurden weitere Raumnutzungen und auch Bevölkerungsdaten unter die Lupe genommen. So liess sich auch eruieren, dass rund 88 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb der Bauzonen leben. Die Analyse soll in den nächsten Jahren mit aktualisierten Grundlagen regelmässig wiederholt werden.
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