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Die offizielle Kandidatur Spaniens wurde an einem Projekttreffen von Delegationen der EU, Kanadas, Japans und Russlands Ende April in Moskau bekanntgegeben. Des Weiteren sei das Bewilligungsverfahren für den Bau der Fusionsanlage im französischen Cadarache - ebenfalls ein Standortkandidat - eingeleitet worden. Letztes Jahr hatte Kanada offiziell das Angebot gemacht, den Iter in Clarington 60 km östlich von Toronto zu bauen. Die kanadische Delegation berichtete in Moskau, ihre Aufsichtsbehörde habe die Richtlinien für den Umweltverträglichkeitsbericht gutgeheissen. Dies stelle die weltweit erste formelle Begutachtung einer Fusionsanlage durch eine nukleare Aufsichtsbehörde dar.
Das Treffen markierte die dritte von mehreren Verhandlungsrunden, die zum Ziel haben, bis Ende 2002 ein internationales Übereinkommen über die gemeinsame Implementierung des Iter zu erarbeiten. Am Projekt sind die Fusionsprogramme Europas, Kanadas, Russlands und Japans beteiligt. Die Grossanlage mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 3,7 Mrd. soll zeigen, dass die Energiegewinnung durch Kernfusion technisch möglich ist.
Quelle
M.S. nach gemeinsamer Medienmitteilung der Iter-Delegationen, 24. April 2002