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Die Weissfleckenkrankheit (Vitiligo) ist weder ansteckend noch schmerzhaft, hat aber wegen der ästhetischen Beeinträchtigung psychologische Auswirkungen. Auch in diesem Fall können Sie mit Ihrer Beratung wertvolle Dienste leisten.
Wenn von heute auf morgen bei einer Person beliebigen Alters weisse Flecken auftreten, vorwiegend im Gesicht sowie an Extremitäten und Gelenken, hat die Krankheit Vitiligo zugeschlagen, die eine Entpigmentierung der Haut bewirkt. Schuld ist eine Zerstörung der Melanozyten, jener Zellen, die das Pigment Melanin herstellen, das für die Bräunung der Haut verantwortlich ist.
Unbekannte Ursache
Die Gründe für die Entstehung von Vitiligo sind nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung (das Immunsystem zerstört die körpereigenen Melanozyten). In einem Leidige Haut Drittel der Fälle besteht eine genetische Veranlagung, der häufigste Auslöser ist intensiver Stress.
Vorsicht mit der Sonne
Durch Sonneneinstrahlung verschlimmert sich Vitiligo, da mit der Bräunung der nicht betroffenen Haut die weissen Flecken stärker auffallen und die Sonne die entpigmentierten Bereiche verbrennen kann. Es ist deshalb wichtig, die Haut mit einem Sonnenschutzprodukt mit hohem Schutzfaktor einzucremen und auf aggressive Behandlungen zu verzichten (Peelings, Cremes mit Fruchtsäuren).
Wohltuende Nahrungsergänzungen
Mögliche Behandlungsansätze sind Cremes und Salben auf Kortikoid-Basis (mit unterschiedlichem Ergebnis), Bestrahlungen mit ultraviolettem UVB-Licht (in der Hälfte der Fälle gelingt es, die betroffenen Zonen zu repigmentieren) sowie Nahrungsergänzungen (die sich langfristig als wirksam erweisen können).
Zu empfehlen sind PABA (p-Aminobenzoesäure), eine Substanz, die zur Gruppe der B-Vitamine gehört, und das Spurenelement Kupfer. PABA besitzt eine therapeutische Wirkung bei einer Dosis von 30–300 mg pro
Tag, Kupfer wird in Form eines Multimineralstoffpräparats mit 2–3 mg Kupfer und 10–15 g Zink eingenommen.