Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03249.jsonl.gz/1293

Die verhinderte Einreise nach Australien von Novak Djokovic bleibt das grosse Thema – auch bei anderen Tennis-Profis, welche derzeit in Down Under weilen. So auch bei Rafael Nadal. Der Spanier ist derzeit ebenfalls in Melbourne, wo er in der Nacht auf Donnerstag mit einem Sieg gegen Ricardas Berankis ein erfolgreiches Einzel-Comeback auf der Tour feierte.
Angesprochen auf die Probleme Djokovics räumte Nadal ein, dass ihm sein langjähriger Rivale etwas Leid tue. Andererseits habe er gewusst, was die Bedingungen seien, führte der Spanier aus: «Hätte er gewollt, könnte er ohne Probleme in Australien spielen», sagte Nadal. «Er hat eine Entscheidung getroffen, jeder hat das Recht dazu. Aber es gibt halt Konsequenzen.» Zudem meinte er: «Die Welt hat genug gelitten, man sollte den Regeln folgen.»
Ausserdem erklärte Nadal, er habe Verständnis dafür, dass die australische Bevölkerung keine Freude an der Einreise des Serben und dessen Sonderbewilligung gehabt habe. «Es ist normal, dass die Leute frustriert sind», so der Spanier, «es gab hier harte Lockdowns und Leute durften nicht zurück nach Hause reisen.»
Der Spanier selbst machte derweil kein Geheimnis daraus, wie er zur Impf-Thematik steht. «Nachdem nun zwei Jahre lang Leute gestorben sind, denke ich, dass die Impfung der einzige Ausweg ist», erklärte Nadal. Seiner Meinung nach müsse man auf die Experten hören, so der Spanier. «Wenn diese Leute sagen, wir müssen uns impfen lassen, müssen wir uns impfen lassen.»
Rafael Nadal wird bei den Australian Open nach dem Verpassen der US Open sein Comeback bei einem Grand-Slam-Turnier geben. In Melbourne gehört der Altmeister – sollte Djokovic tatsächlich fehlen – zu den grossen Favoriten auf den Titel. Sollte Nadal in Australien zum zweiten Mal in seiner Karriere gewinnen, würde er seinen 21. Major-Titel holen und so seine beiden langjährigen Rivalen Djokovic und Roger Federer überholen. (dab)