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MOKA
29. März 2017
«Es ist die Geschichte einer verhinderten tödlichen Vergeltung, die in eine Komplizenschaft zwischen zwei seelisch versehrten Frauen mündet.» Von Geri Krebs
Erschüttert vom Tod ihres Sohnes, will die Lausannerin Diane (Emmanuelle Devos) den mokkafarbenen Mercedes finden, von dem die Polizei nur weiss, dass eine blonde Frau darin sass, als Dianes Kind überfahren wurde. Die Suche führt die Mutter über den Genfersee nach Evian, wo sie die blonde Marlène (Nathalie Baye) kennenlernt, Besitzerin eines Schönheitssalons. Diane freundet sich zum Schein mit ihr an und findet durch sie das gesuchte Auto. Überzeugt, die Schuldige vor sich zu haben, wartet sie auf eine Gelegenheit, um sich zu rächen.
Frédéric Mermoud hat in der Verfilmung des gleichnamigen Romans der Französin Tatiana de Rosnay die Handlung von Paris und Biarritz an den Genfersee verlegt. Es ist die Geschichte einer verhinderten tödlichen Vergeltung, die in eine Komplizenschaft zwischen zwei seelisch versehrten Frauen mündet. Durch Dianes häufiges Pendeln zwischen den zwei Ufern wird ihr Hin-und-her-gerissen-Sein atmosphärisch verdeutlicht. Der Film beginnt als psychologischer Krimi, wird dann aber zur Beziehungsstudie. Dabei lebt er weitgehend vom intensiven Spiel der Hauptdarstellerinnen Devos und Baye. Erstere hatte schon 2009 in Mermouds Erstling «Complices» überzeugt. Die Präsenz der beiden französischen Stars dürfte auch mit ein Grund dafür sein, dass «Moka» in Frankreich mit mittlerweile über 300 000 Kinoeintritten ein Grosserfolg wurde. So erfolgreich war dort seit Jahrzehnten kein Schweizer Spielfilm mehr.
Regie: Frédéric Mermoud. Mit Emmanuelle Devos, Nathalie Baye, David Clavel, Diane Rouxel.
CH/FR 2016 – 90 Minuten – Kinostart 30.03.2017
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