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Eine sehr häufige Sportverletzung ist die Verstauchung (Distorsion) des Sprunggelenks, ausgelöst durch einen Misstritt mit Verdrehen des Sprunggelenkes selber. Dies kann zu einem Riss der Aussen- wie auch der Innenbänder führen. Lokale Schmerzen und Schwellung mit Blutergussverfärbung sind die akuten Symptome. Anhand des genauen Unfallmechanismus, wie auch der exakten Untersuchung, kann die Diagnose gestellt werden. Röntgenbilder sind wichtig zum Ausschluss einer Fraktur. Wichtig für die Behandlung einer frischen, äusseren Bandverletzung sind Ruhigstellung, Kühlen, Hochlagern und bei Bedarf auch Schmerzmedikation. Kunststoffschienen oder obere Sprunggelenksstützen sind weit verbreitet.
Nach der frühen Phase kann dann auch frühfunktionell mit der Physiotherapie begonnen werden. Ziel sind entzündungshemmende Massnahmen, Gleichgewichtsübungen, Koordination und auch Kraftaufbau. Die Mehrzahl der Umknicktraumen heilen folgenlos aus.
Sollte es nicht Ausheilen und zu einem dauerhaften Instabilitätsgefühl des oberen Sprunggelenks kommen, müsste eventuell auch ein operatives Vorgehen diskutiert werden. Konkret bedeutet dies eine Rekonstruktion des Aussenbandapparates. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Nach einer ersten Phase der Ruhigstellung (ca. 6 Wochen) wird ein Belastungsaufbau durchgeführt mit auch ausgiebigen Gleichgewichts- und Kraftaufbauübungen. Die Reintegration in den sportlichen Bereich ist bei einem gutem Verlauf zügig möglich.