Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/431

Heute errechnet sich das Gehalt einer Schulleiterin oder eines Schulleiters aufgrund ihrer Basisausbildung als Lehrperson. Dies führe zu Lohndifferenzen von rund 20 Prozent bei gleicher Arbeit, je nachdem, ob jemand über ein Kindergarten- oder ein Sekundarschullehrerdiplom verfüge, bemängelte Motionär Jonathan Prelicz (SP).
Für alle Schulleitenden solle die gleiche Lohnstruktur wie bei der kantonalen Verwaltung zur Anwendung kommen. Es gebe zudem bereits heute vollamtliche Schulleitungen, die nicht nach dem gültigen Schlüssel entlöhnt würden und in reicheren Gemeinden Funktionszulagen von bis zu 15 Prozent erhielten. Diese Ungleichheit solle mit einer eigenen Kader-Lohnklasse ebenfalls beseitigt werden.
Die Regierung sieht das allerdings anders, wie sie am Donnerstag in ihrer Antwort auf die Motion schreibt. Ein ähnliches Anliegen sei bereits 2011 in der letzten Teilrevision der Personal- und Besoldungsverordnung für die Lehrpersonen an der Volksschule abgelehnt worden.
Auf eine eigene Lohnkategorie für Schulleitende habe man damals verzichtet, weil sie in der heterogenen Landschaft der Schulträger als zu starr wahrgenommen worden sei. Zudem sei der Lohn verhandelbar.
Trotz unterschiedlicher Entlöhnungsergebnisse verfügten die Schulträger aus Sicht der Regierung über Zuständigkeit und Kompetenzen, um den Spielraum zu nutzen und so qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Ein Handlungsbedarf sei nicht gegeben.
(sda)