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Johann zog von seinem väterlichen Bauernhof in Illhart nach Frauenfeld, um eine Lohnkutscherei zu gründen.
1877
Er schaffte einige Pferde an, welche vorwiegend als Vorspann für die Fuhrwerke auf dem steilen Anstieg zur Stadt eingesetzt wurden.
1880
Schon nach drei Jahren wurde es im „alten Löwen“ zu eng und er zog mit Ross und Wagen hinunter zur Kaserne. Der Betrieb entwickelt sich prächtig. Die beiden wackere Söhne wirkten in der Fuhrhalterei tüchtig mit.
1885
Johann Caspar in der Armee. Der Betrieb lief weiter. Die Söhne waren tagelang mit Pferd und Wagen im Thurgau unterwegs und hielten das in Fässern mitgeführte Petrol feil.
1915–1939
Jean Hugelshofer (1887–1941)
1915
Jean übernimmt nach dem Tod des Vaters den Betrieb. Seine Frau Emmy unterstützt ihn tatkräftig, sie schaut zu den Finanzen und erledigt die Büroarbeiten.
1916
Das Bedürfnis Auto zu fahren wird immer grösser. Jean Hugelshofer investiert und schafft den ersten Lastwagen der Region an. Der erste Chauffeur hiess Fritz Kissling.
1916
Das Fahrzeug der Marke Horch, noch mit Vollgummireifen, konnte als Reisebus oder als Nutzfahrzeug eingesetzt werden.
1918
Das erster Taxi mit modernen Ballonreifen wird angeschafft.
1920
Das erste schwere Saurer-Fahrzeug war ebenfalls umsattelbar vom Last- oder Möbelwagen zum Reisebus.
1925
Cars mit Ballonreifen, der Stolz der damaligen Zeit. Das Reisen wird immer beliebter und in Ermangelung eigener Autos werden viele Individualreisen durchgeführt.
1931
Die schon lange betriebene Kiesaufrüsterei im Erzenholz wird mechanisiert.
1933
Auch mit Aufträgen aus dem Strassenbau wird die Krise der 30er Jahre durchfochten. Die städtische Kehrichtabfuhr wird bereits übernommen.
1934
Der vielseitige Wagenpark für Personentransporte auf dem Kasernenplatz.
1936
Carfahren wird immer komfortabler und auch beliebter. Hugelshofer war als Nummer Eins im Thurgau unter der Telefonnummer 223 erreichbar.
1939–1959
Max Hugelshofer (1913–1959)
1939
Max übernimmt die dritte Generation die Zügel in die Hände. In Ermangelung eines Testamentes wurde die Übergabe nach langem Hin und Her mit einem Abtretungsvertrag abgewickelt.
1941
Erster Elektrotraktor der Schweiz wird von der Firma Hugelshofer in Betrieb genommen.
1943
Insbesondere in Kriegs- und Krisenzeiten herrschte oft Treibstoffmangel. Fahrzeuge wurden darum auf Eigeninitiative oft mit einem improvisierten Holzvergaser ausgestattet.
1945
Das Kriegsende brachte wieder vermehrtes Leben in den Betrieb. So transportierten drei Lastenzüge im Auftrag des Roten Kreuzes während Monaten Lebensmittel in die kriegsverwüsteten Ostländer.
1947
Ein Teil der Carflotte mit erstem Frontlenker bei einer verdienten Pause einer Passfahrt.
1948
Der erste Saurer Frontlenker als Möbeltransportfahrzeug.
1950
Die weiteren Jahre waren durch einen steten Aufschwung gekennzeichnet. So gehörte die Firma Hugelshofer zu den Ersten in der Schweiz, die Flüssigkeiten in Zisternen transportierte.
1952
Das 75-Jahr-Jubiläum wird gefeiert. Zwei Jubiläumsfahrzeuge werden angeschafft. Einer davon war der erste Mowag-Car der Schweiz. Zu seiner Zeit das modernste Fahrzeug.
1955
Der Taxibetrieb wird ausgebaut und modernisiert.
1956
Die ersten Silowagen für Mehl- und Zuckertransporte werden angeschafft. So werden die losen Lebensmittel nicht mehr in Säcken transportiert. Der Fahrzeugpark erweitert sich auf 25 Einheiten.
1959
Inmitten der erfolgreichen Expansionsphase versagt das Herz von Max Hugelshofer im Alter von 47 Jahren.
1959–1965
Anita Hugelshofer (1912–1999)
1959
Die Ehefrau von Max übernimmt die Führung des Familienunternehmens. Die älteste Tochter Erika und deren Ehemann Fritz Brand unterstützen sie dabei.
1962
An der Gaswerkstrasse wird ein Mehrzweckgebäude mit modernen Einstell-, Werkstatt- und Wohnräumen gebaut.
1966–2005
Fredi Hugelshofer (1939)
1966
Fredi übernimmt nach entsprechender Ausbildung und den Wanderjahren in der vierten Generation im Alter von 27 Jahren die Verantwortung.
1967
Die Firma wird zur AG umgewandelt und beschäftigt über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit folgenden Dienstleistungen: Überlandverkehr, Nahverkehr, Kieswerk, Carreisen, Reisebüro und Taxi/Mietwagen.
1969
Der Taxibetrieb mit dem Standplatz am Bahnhof wird erweitert.
1970
Der Reisesektor wird mit einem neuen Reisebüro im Casino ausgebaut.
1970
Tankwagen für Brenn- und Treibstoffe werden angeschafft.
1971
Der neue Werkhof mit Bürogebäude wird an der Gaswerkstrasse gebaut. Man konzentriert sich auf Lebensmitteltransporte, Entsorgungs- und Transportlogistik. Die Abteilungen Taxi, Carreisen und Möbeltransporte werden eingestellt, resp. verkauft.
1972
Das Kieswerk Erzenholz wird erweitert und modernisiert.
1974
Die Transportkapazität mit Zement für Bau und die Entsorgung wird laufend ausgebaut.
1975
Die Stückgutzentrale Ostschweiz wird zusammen mit Partnern gegründet. Sie wird jedoch wegen Differenzen bald wieder aufgelöst.
1977
Das 100-Jahr-Jubiläum wird gefeiert. Die Firma zählt über 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
1977
Zum Jubiläum wird der modernste Neoplan-Car angeschafft.
1979
Die eindrückliche Carflotte.
1981
Der erste Frauenfelder Stadtbusbetrieb wird geplant und eingeführt.
1985
Translift zum ersten Mal bei der Gemüse- und Obsternte der Hero im Einsatz.
1987
Die Reisesparte wird verkauft. Der Carbereich wird durch die Gründung der Hugelshofer Carreisen AG auf neue Beine gestellt. Die Quersubventionierung durch die Transportabteilung ist somit zu Ende.
1988
Die Firma ACTS AG mit Abrollcontainer-Service für Schiene-Strasse wird gegründet, die Hugelshofer AG ist beteiligt.
1989
Der Spatenstich für den neuen 15 Millionen Terminal im Juch erfolgt mit einer kleinen Zeremonie. Die Finanzierung steht jedoch noch nicht definitiv.
1992
Das neue Domizil wird bezogen. Neu im Angebot sind Transporte und Reinigung von Lebensmittel-Containern,
eine Waschanlage und eine Tankstelle.
1992
Neue Dienstleistungen durch Colog: Container-Vermietung und Logistik.
1993
Das Servicecenters für die Transport- und Logistikbranche steht zur Verfügung.
1993
Die Lebensmitteltransporte von Thalmann aus Bischofszell werden übernommen. Fünf Fahrzeuge werden in die Hugiflotte integriert.
1993
Neuer Bus für die Linie Oberwinterthur–Wiesendangen wird übernommen.
1993
Hugelshofer übernimmt auch die Warenverteilung für die Hefe Schweiz AG in Stettfurt.
1994
Tricycling Mittelthurgau AG nimmt den Betrieb mit der Sortieranlage auf. Hugelshofer ist Aktionär.
1997
Hugelshofer betreibt im Auftrag der KVA die Entsorgung für die Stadt Frauenfeld und anderen Gemeinden.
1998
Die Schweizerische Post erteilt den Grossauftrag für die Beförderung von Paketen in Wechselbehältern.
1999
Für die Herausforderung der Post werden 25 neue Lastwagen und Anhänger angeschafft. Rund 60 neue Mitarbeiter werden rekrutiert und ausgebildet. Der Betrieb läuft an und die Transportlogistik funktioniert tadellos.
2001
Das Transit-Bistro und die BP-Tankstelle werden eröffnet.
2000
Um die Kompetenzen im Lebensmitteltransport zu bündeln, wird die Tochtergesellschaft Transfood AG gegründet.
2003
Dr. Markus Studer, erfolgreicher Herzchirurg, tauscht den Operationssaal mit dem LKW-Cockpit und fährt für Transfood AG.