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Der Begriff Selbstmord enthält den Begriff "Mord" und assoziiert dadurch vor allem Verwerflichkeit und eine Handlung aus niederen Beweggründen. Weniger zum Ausdruck kommt dabei das psychische Leiden und die Not, die einer Selbsttötung vorausgehen.
Der Begriff "Freitod" ist ebenfalls nicht hilfreich, da er den Sachverhalt eher beschönigt. Dabei wird zu einseitig unterstellt, das Selbsttötung frei gewähltes Verhalten sei, unterschlagen wird jedoch die in der Regel die vorhandene Einengung und existenzielle Not, aus der heraus sich ein Mensch das Leben nimmt.
Suizidales Verhalten ist immer auch gewalttätiges Verhalten gegen sich selbst. Wir möchten eine einseitig moralisierende oder beschönigende Begriffsbesetzung vermeiden. Ein Beitrag zur Enttabuisierung ist die Verwendung von "Suizid" und "Selbsttötung" als neutralere Begriffe, gerade auch im Hinblick auf Angehörige.