Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03104.jsonl.gz/83

Der seit 1904 verkehrende Autobus
war nur eine Übergangslösung bis zur Eröffnung einer leistungsfähigeren Bahnverbindung. Das Bahnprojekt kam mit dem Bau der 1910 eingeweihten Lorzentobelbrücke wieder voran, und am 9. September 1913 konnte die Strassenbahn von der Stadt Zug ins Ägerital den fahrplanmässigen Betrieb aufnehmen.
Die Strassenbahn brachte neue Wachstumsimpulse, auch wenn der Fahrplan nicht besonders kundenfreundlich war, eine Fahrt von Zug nach Oberägeri 54 Minuten dauerte und recht viel kostete. Zudem war die Bahn schlecht gebaut, pannenanfällig und blieb nicht nur bisweilen auf der Strecke, sondern auch in der Entwicklung stehen.
In der Zwischenkriegszeit begann der Aufstieg des Automobils, das der Bahn die Strasse streitig machte. Deshalb begann erneut eine Diskussion um die Erschliessung des Berggebietes. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Autoverkehr rasch zunahm, intensivierte sich die Debatte um die Zukunft der sanierungsbedürftigen Bahn. Dabei zeichnete sich immer deutlicher eine Umstellung auf den kostengünstigeren Autobusbetrieb ab. 1955 fuhren die letzten Tramzüge von Ägeri nach Zug. Die Transporte von Personen und Material übernahmen fortan die Busse der Zugerland Verkehrsbetriebe. Bild:
Strassenbahn vor dem Restaurant „Adler“ (heute „Chämihütte“) in der Hauptstrasse von Oberägeri, 1920/40; Ablösung der Strassenbahn durch den Autobus der Zugerland Verkehrsbetriebe am 23. Mai 1955.