Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03566.jsonl.gz/968

De la mort à la littérature : mort, mémoire et création littéraire dans quatre romans contemporains sur la Grande Guerre
In meiner Dissertation gehe ich der Frage nach, inwiefern der enge Zusammenhang zwischen Tod und Entstehen von (kollektiver) Gedächtnisleistung in der heutigen Literatur (nach 2000) über den ersten Weltkrieg zur Geltung kommt, welche Rolle diese Literatur in der „Erinnerungskultur“ übernimmt bzw. übernehmen muss und auf welche Weise diese Rolle in den Texten selbst reflektiert wird. Ich untersuche die Verknüpfung zwischen dem Tod und dem Gedächtnis, zwischen der Katastrophe, deren Darstellung und deren Speicherung im kollektiven Gedächtnis, zwischen Auslöschung von Leben und Entstehung von Erinnerungsprozessen.
Diese Aspekte sind in der aktuellen Literatur besonders relevant, da um die Jahrtausendwende mit dem Tod der letzten Zeitzeugen der Übergang von einer lebendigen, direkt tradierbaren Form der Erinnerung hin zu einem kulturellen Gedächtnis, das auf indirekter Überlieferung beruht, notwendigerweise vollzogen wurde. Die Literatur nimmt in diesem Prozess eine wichtige Position ein. Der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges generierte zudem eine erhöhte Medienpräsenz und rückte das Ereignis sowie die daran geknüpfte Gedenktraditionen wieder vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Im Sommer 2015 habe ich meinen Masterabschluss in den Fächern Französische Sprach- und Literaturwissenschaft, Lateinische Sprach- und Literaturwissenschaft und Gender Studies an der Uni Zürich erlangt. Bereits in meiner Masterarbeit habe ich mich mit dem Thema des Ersten Weltkrieges in der Literatur befasst (Titel der Arbeit: Comment finir une guerre? Une réponse littéraire cent ans après 1914: Au revoir là-haut de Pierre Lemaitre).