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Ein US-Berufungsgericht hat der Novartis-Tochter Sandoz erlaubt, ab dem 3. September das Nachahmerprodukt Zarxio zu verkaufen. Das Gericht hat die Berufung von Amgen gegen die Markteinführung abgewiesen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend berichtete.
Bei Zarxio (Filgrastim) handelt es sich um einen von Sandoz entwickelten Biosimilar für das Originalpräparat Neupogen von Amgen. Beide Medikamente stimulieren die Produktion von weissen Blutkörperchen und werden zur Behandlung von Krebspatienten eingesetzt.
Zuerst gewann Amgen
Im Mai erst hatte ein US-Berufungsgericht die Vermarktung des Mittels auf Antrag des US-Konzerns Amgen verboten. Amgen hatte Sandoz Patentverletzungen vorgeworfen. Der Umsatz von Neupogen beträgt rund 1,2 Milliarden Dollar pro Jahr. Sandoz verkauft Zarxio bereits in rund 40 Ländern.
Dem Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen wird grosse Bedeutung beigemessen. Er gilt als Präzedenzfall für die Einführung von Biosimilars und wie die Hersteller des Originalmittels die Einführung eines solchen Nachahmerproduktes möglicherweise hinauszögern können.
(sda/mbü)