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Fiktion besteht aus Wirklichkeiten und Figuren. Der Roman ist das, was passiert, wenn diese Elemente sich bewegen, sich berühren, aneinandergeraten, Abstand suchen. Der Romancier stellt Wirklichkeiten, Personen und Ereignisse dar. Ich beginne immer bei den Figuren, im Fall von Seltene Mädchen mit lauter Familienangehörigen, denn ohne die Prämisse von dem in einer Familie aufgehobenen Geheimnis gibt es keinen Inzest. Das Liebespaar sind die Geschwister Jona und Rahel Beck.
Das Personenverzeichnis, das ich erstellte, bevor ich zu erzählen begann, enthält die Eltern- und Stiefelternpaare mit ihren Kindern. All diesen Menschen hat der Tod jemanden weggenommen: den Erwachsenen den Ehepartner und den Kindern einen Elternteil. Drei Familien sind betroffen, die Becks und die von Wedels, die zur Patchworkfamilie mutieren, sowie Albert mit seinen Kinder Ansgar und Astrid. Ohne die Prämisse von einem im Trost aufgehobenen Tod gibt es keine Liebe, jedenfalls nicht in diesem Roman.