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Ein Schweizer Hochseeschiff konnte im Arabischen Meer einen Piratenangriff erfolgreich ausweichen. Die Attacke ereignete sich am vergangenen Mittwoch, wie Michael Eichmann vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung am Montag sagte. Verletzt wurde niemand.Dieser Inhalt wurde am 11. Januar 2010 - 17:58 publiziert
Der Angriff auf das mittelgrosse Schweizer Frachtschiff "Turicum" mit einer Tragfähigkeit von 47'640 Tonnen erfolgte fünf Seemeilen östlich des von der EU-Mission Operation "Atalanta" geschützten Gebiets.
Die Schweiz nimmt aber an "Atalanta" nicht teil. Die Regierung hatte die Teilnahme vorgeschlagen, der Ständerat hatte zugestimmt, doch der Nationalrat hatte es letzten September wegen linker und rechter Nein-Stimmen zwei Mal abgelehnt.
In Bern dürfte somit de facto das Thema vom Tisch sein. Vor Somalia hingegen befanden sich rund 20 Besatzungsmitglieder als potentielle Geiseln für hohe Lösegelder an Bord der "Turicum". Die Schweizer Hochseehandelsflotte besteht aus 35 Handelsschiffen und einem Schulschiff.
Das Schiff wurde von drei Booten attackiert und während sieben Stunden verfolgt. Es sei dem Kapitän gelungen, so Eichmann, mit Ausweichmanövern die Piraten abzuschütteln.
Die 190 Meter lange und 30,5 Meter breite "Turicum" der Reederei Zürich hatte Holz geladen und lag dadurch tief im Wasser. "Sie war daher ein ideales Opfer", sagte Eichmann.
Bei der Reederei Zürich wollte man sich zum Vorfall nicht äussern.
Im Jahr 2009 hatten knapp zwei Dutzend Schweizer Hochseeschiffe unbehelligt den Golf von Aden passiert. Lediglich in einem Fall war laut Eichmann ein Schiff, das vor einem Schweizer Frachter fuhr, von Piraten angegriffen worden.
Die Zahl der Piratenüberfälle ist dank der internationalen Operation "Atalanta" und der damit verbundenen Präsenz von Kriegsschiffen zurückgegangen. In den letzten paar Wochen hätten sich die Angriffe jedoch wieder vermehrt, sagte Eichmann. Die ruhige See spiele den Piraten derzeit in die Hände.
swissinfo.ch und Agenturen
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