Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/233841

<h2>SubmittedText<h2><p>In Dänemark wurden wegen einer Coronavirus-Mutation 17 Millionen Zuchtnerze getötet. Die Medien berichteten über die Massentötung und über die falsche Entsorgung der Kadaver.</p><p>Die Käfighaltung der Nerze gilt als besonders grausam.</p><p>1. Seit wann ist diese Pelzproduktion in der Schweiz verboten?</p><p>2. Wie viel Kilogramm Nerzfelle aus Käfighaltung in Dänemark wurden im Jahr 2019 in die Schweiz eingeführt?</p><p>Wie viele aus anderen Ländern?</p><p>3. Wie viele aus "Fallenjagd"?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Pelzproduktion ist in der Schweiz zwar nicht verboten. Allerdings sind die tierschutzrechtlichen Anforderungen an bewilligungspflichtige Wildtierhaltungen (z. B. Nerze) in der Schweiz so anspruchsvoll, beispielsweise bezüglich Raumgrösse oder tierärztlicher Überwachung, dass sich in der Schweiz die Pelzproduktion nicht lohnt. Eine Käfighaltung wie in Dänemark wäre in der Schweiz unzulässig.</p><p>2. In den Jahren 2019 und 2020 wurden insgesamt 716 Kilogramm Felle oder Fellprodukte aus Dänemark importiert. Diese stammen ausschliesslich von Zuchttieren, wobei die Nerze den grössten Teil ausmachen. Der Gesamtimport von Pelzfellen oder Pelzfellprodukten betrug 2019 730 558 Kilogramm und 2020 393 262 Kilogramm.</p><p>3. Die Zolltarifnummern geben keinen Aufschluss darüber, ob die Pelzfelle aus Käfighaltung oder aus Fallenjagd stammen. Nerzfelle stammen aber fast ausschliesslich aus Farmen. </p>