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Frauenspezifische Gesundheitsfaktoren wie eine natürliche Geburt oder eine schwangerschaftsbedingte Depression können den Verlauf von Parkinson beeinflussen.
Seit vielen Jahren zeigen Studien, dass es bezüglich Auftreten und Verlauf von Parkinson geschlechtsspezifische Unterschieden gibt. So ist die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken, bei Männern höher als bei Frauen. Andere Untersuchungen zeigen, dass die Krankheit bei Frauen schneller voranschreitet und bestimmte Symptome stärker ausgeprägt sind als bei Männern.
Vernachlässigtes Forschungsfeld
Wie kommen diese Unterschiede zustande? Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen kann vor der Entwicklung von Parkinson schützen. Doch abgesehen davon sind geschlechtsspezifische Faktoren bis heute wenig erforscht.
Erste Antworten liefert nun eine Studie, für die rund 300 an Parkinson erkrankte Frauen befragt wurden. Die in der Zeitschrift npj Parkinson's Disease veröffentliche Untersuchung zeigt, dass frauenspezifische Gesundheitsfaktoren den Verlauf der Krankheit beeinflussen können. So sind eine natürliche Geburt, eine schwangerschaftsbedingte Depression oder die Entfernung der Gebärmutter mit schwereren Symptomen verbunden.
Weitere Studien nötig
Die Autorinnen und Autoren der Studie weisen darauf hin, dass es sich dabei nicht um einen kausalen Zusammenhang handle. Dass Parkinson bei Frauen schneller voranschreitet, könnte also auch anderen Gründe haben. Um direkt von frauenspezifischen Faktoren auf den Verlauf von Parkinson schliessen zu können, sind weitere Studien nötig.
Quelle
https://doi.org/10.1038/s41531-023-00524-x
npj Parkinsons Dis., (86) 2023