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So lebten sie miteinander, und nach einer Weile gebar die Meeresgeborene dem Mann einen Sohn, den sie Ooruk tauften.
Die Jahre vergingen und die Menschenhaut der jungen Frau wurde erst schuppig, dann spröde, bis sie schließlich in trockenen Fetzen von ihrem Körper fiel. Ihr plumpes, weißes Fleisch wurde hohl und grau, selbst die Haare auf ihrem Kopf fielen aus. Das Licht ihrer seelenvollen Augen erlosch, und bald musste sie die Hand ausstrecken, um sich ihren Weg zu ertasten, denn sie war halb blind geworden. Eines Nachts wurde Ooruk unsanft aus dem Schlaf gerissen, denn der Vater schimpfte laut und die Mutter weinte.
„Gib mir mein Fell zurück“, flehte die Mutter weinend. „Sieben lange Jahre sind vergangen und der achte Winter kommt. Du hast es mir versprochen“. „Nein“, brüllte der Mann wütend. „Wenn ich dir das Fell gebe, verlässt du mich doch!“
„Ich weiß nicht, was ich tun werde. Ich weiß nur, dass ich wiederhaben muss, was mein eigen ist.“
„Dein Kind und deinen Mann willst du im Stich lassen“, schrie der Vater, „du gewissenloses Weib!“ Damit riss der Mann die Türenklappe auf und stapfte hinaus in die Finsternis.