Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03274.jsonl.gz/81

Das Ampelschema ist ein grundlegendes Erste Hilfe Konzept, das auf der Symbolik einer Verkehrsampel basiert. Es unterteilt den Prozess der Ersten Hilfe in drei Phasen: Schauen (rot), Denken (orange) und Handeln (grün). Dieses Schema soll helfen, in Stresssituationen einen klaren Kopf zu bewahren und systematisch vorzugehen.
Die Phase «Schauen» dient dazu, einen klaren Überblick über die Notsituation zu bekommen. Zu den Schlüsselfragen, die in dieser Phase gestellt werden, gehören: Was genau ist passiert? Wer ist beteiligt und wer ist betroffen? Wie viele Verletzte gibt es? Gibt es weitere Personen, die Hilfe leisten können oder gefährdet sind? Wie sicher ist die Umgebung? Diese Phase beinhaltet auch die Beurteilung des Zustands der Verletzten und die Identifizierung möglicher Lebensgefahren.
In der Phase «Denken» geht es darum, jegliche Gefahr für Helfende, Betroffene und andere Personen auszuschliessen. Es ist der Moment, in dem Sie Ihre Optionen abwägen und einen Aktionsplan erstellen. Das könnte das Sichern der Unfallstelle beinhalten, um weitere Unfälle zu verhindern, oder das Heranziehen anderer Helfer. Aber alles immer unter der Bewahrung des eigenen Selbstschutzes.
Die letzte Phase, «Handeln», ist die Umsetzung des vorher erstellten Aktionsplans. Es geht darum, Erste Hilfe zu leisten und dabei die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Dazu gehört auch das Delegieren von Aufgaben: Wer alarmiert den Rettungsdienst? Wer holt den Defibrillator? Wer beginnt mit der Reanimation?
Das Ampelschema ist ein nützliches Werkzeug, um in stressigen Notsituationen klar und effektiv zu handeln. Es hilft dabei, überstürzte und potenziell gefährliche Handlungen zu vermeiden und stattdessen überlegt und koordiniert zu agieren. Der Erfolg der Ersten Hilfe hängt oft davon ab, wie gut wir in der Lage sind, auf Notfälle in einer ruhigen und organisierten Weise zu reagieren. Durch das Durchlaufen des Ampelschemas kann jeder dazu beitragen, die Chancen auf eine erfolgreiche Erste Hilfe zu maximieren.