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HI leistet psychologische „Erste-Hilfe“
Die Explosion am 4. August in Beirut hat eine ganze Bevölkerung traumatisiert. Innerhalb von zwei Wochen leisteten die HI-Teams fast 500 Menschen psychologische Nothilfe.
Psychosoziale Unterstützungsteams von HI arbeiten in den am stärksten betroffenen Vierteln. | © P.Bared / HI
Auf die Opfer zugehen
Psychosoziale Unterstützungsteams von HI arbeiten in den am stärksten betroffenen Vierteln. Sie wenden sich an die von der Explosion betroffenen Menschen, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln. Gleichzeitig achten sie besonders auf auf den Zustand ihrer psychischen Gesundheit.
Wie diese Hilfe geleistet wird
Bei jedem Treffen stellt sich das HI-Team vor, erklärt die Organisation und den Zweck des Interviews: die durch die Explosion verursachten Schäden erfassen, die individuelle Situation jeder Person aufnehmen, Informationen über die in der Nähe verfügbaren sozialen, medizinischen oder humanitären Dienste geben.
Bereitstellung sofortiger psychologischer Hilfe
Es wird ein Gespräch eingeleitet, in dem sich die Person zu ihrer persönlichen Situation äussern kann. Die Teams nehmen sich die Zeit, den Opfern zuzuhören und sie zu Wort kommen zu lassen: Sie können „Sie können sich das Leid von der Seele reden“. Die psychologische Unterstützung, die als „Erste Hilfe“ bezeichnet wird, besteht genau darin, der Person zuzuhören, ihre Aussage zur Kenntnis nehmen eine wohlwollende Haltung einzunehmen und auf ihre Notlage einzugehen.
Ein offenes Ohr, Beginn einer Therapie
Dieses aktive Zuhören kann den Menschen bereits von seinen Ängsten und seinem Stress befreien. Für die schwerwiegendsten Fälle informiert HI über unmittelbar verfügbare psychosoziale Dienste. Das HI-Team ruft immer zwei oder drei Tage nach der Befragung nochmal an, um nach der Person zu sehen und sicherzustellen, dass sie die Hilfe in Anspruch nehmen konnte, an die sie verwiesen wurde.
Eine Bevölkerung im Schockzustand
Es gibt zahlreiche Fälle von Menschen, die unter Schock stehen: Ein Mann war zum Zeitpunkt der Explosition fischen. Er ist nicht mehr in der Lage, zur See zu fahren und zu fischen, was für ihn und seine Familie einen erheblichen Einkommensverlust bedeutet.