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Fury neuer Britischer Meister
24.07.2011 - Tyson Fury (15-0, 10 K.o.’s) hat sich in einem prestigeträchtigen Duell in der Londoner Wembley Arena gegen Dereck Chisora (14-1, 9 K.o.’s) durchgesetzt und sich die Britische und Commonwealth-Meisterschaft im Schwergewicht gesichert. In einem hochspannenden, aber nicht hochklassigen Gefecht musste Fury die eine oder andere kritische Situation überstehen, konnte sich am Ende aber klar nach Punkten durchsetzen.
Fury startete betont lässig in die Begegnung und bestimmte die erste Runde klar, in der zweiten Runde fing er sich aber einige schwere Treffer von Chisora ein und war in einigermaßen großen Schwierigkeiten. Fury hatte sich im dritten Durchgang aber wieder gefangen und dominierte die Runde. In der vierten Runde kam Chisora erneut mit einer Serie durch, die ihm die Runde gesichert haben dürfte.
In den mittleren Runden übernahm aber Fury wieder das Kommando, Chisora wirkte etwas konditionsschwach und versuchte Fury an den Seilen zu locken. Fury ließ sich vermehrt zum Infight hinreißen, hatte aber dort trotz seiner langen Arme Vorteile. Chisora schlug insgesamt viel zu wenig, gelegentliche einzelne Treffer waren zu wenig, um Fury die Runden zu entreißen.
Chisoras Ecke versuchte ihren Fighter in der Pause zu motivieren: “Der Titel geht zu ihm nach Manchester, reiß dich zusammen!” – doch abgesehen von einem kurzen Feuerwerk in der zehnten Runde kam von Chisora nicht mehr viel. Fury dominierte auch die letzten beiden Runden klar und hatte Chisora stellenweise sogar in Schwierigkeiten. Auf den Punktzetteln war Fury am Ende verdientermaßen mit 117-112, 117-112 und 118-111 klar vorne, der Mann aus Manchester kann sich nun neuer Britischer und Commonwealth-Meister nennen.
“Es war ein harter Kampf, viele Leute sind gekommen, für mich ist ein Traum wahr geworden”, sagte der erst 22-jährige Fury nach dem Kampf. “Ich möchte mich auch bei Dereck Chisora bedanken, all das Gerede vom Vorfeld ist nun vergessen. Ich war zu keinem Zeitpunkt angeschlagen. Ich habe mir die linke Hand verletzt, ich hätte es noch ein bißchen besser machen können.”
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