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Die Halsweichteile umfassen die Blutgefässe, das lymphatische System, Nerven, sowie Muskel-, Fett- und Bindegewebe zwischen der Schädelbasis und dem Schlüsselbein. Diese verschiedenen Strukturen können bereits angeborene oder im Verlaufe des Lebens aufgetretene Veränderungen aufweisen.
Bei angeborene Malformationen oder Gefässtumoren der grossen Halsgefässe ist eine weiterführende Abklärung sinnvoll. Häufig werden solche Malformationen oder Tumoren als Zufallsbefund im Rahmen der Abklärung einer anderen Erkrankung entdeckt, oder können sich durch Schwellung oder zunehmendes Druckgefühl bemerkbar machen. Die Abklärung solcher Malformationen oder Gefässtumoren umfasst eine genaue klinische Untersuchung des Befundes, sowie eine weiterführende Abklärung mit Ultraschall oder einer Schichtbildgebung mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Bei grösseren Malformationen oder Gefässtumoren erfolgt eine interdisziplinäre Besprechung des Falles mit den Kliniken für interventionelle Neuroradiologie und Endokrinologie. Es besteht die Möglichkeit einer chirurgischen Entfernung des Gefässtumors und/oder einer Embolisation durch die interventionelle Neuroradiologie.
Im Bereich der Halsweichteile besteht ein dichtes Netz von Lymphgefässen und Lymphknoten, welche den Lymphabfluss am Hals sicherstellen. Angeborene Fehlbildungen des lymphatischen Systems mit vergrösserten, oder stark verzweigten Lymphgefässen oder Zysten können bei störendem Befund weiterabgeklärt werden. Analog zur Abklärung von Gefässmalformationen erfolgt die Abklärung bei lymphatischen Malformationen mit einer genauen klinischen Untersuchung, sowie Ultraschall oder Schichtbildgebung mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Je nach Ausprägung der Malformation kann eine Resektion des Befundes sinnvoll sein, oder z.B. eine Sklerosierung von grösseren Zysten durch die Kollegen und Kolleginnen der interventionellen Radiologie.
Halszysten oder – fisteln sind Überbleibsel der Embryonalentwicklung. Sie können in der Mitte des Halses auf Höhe des Zungenbeines (mediane Halszyste oder –fistel) oder seitlich am Hals (laterale Halszyste oder –fistel) auftreten. Erste Symptome wie Schwellungen, lokale Schmerzen oder eine Entzündung tritt häufig im Kindes- oder jungen Erwachsenalter auf. Die Abklärung einer Halszyste- oder Fistel umfasst eine genaue klinische Untersuchung, sowie eine Untersuchung mit Ultraschall oder einer Schichtbildgebung des Halses (Magnetresonanztomographie). In der Regel wird die vollständige chirurgische Entfernung in Narkose empfohlen.
Im Bereich der Halsweichteile befinden sich Lymphknoten, welche für die Abwehr von Erkrankungen durch das Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Durch eine Erkrankung können Lymphknoten am Hals stark vergrössert, oder schmerzhaft sein. Falls sich ein solcher Lymphknoten nach mehr als 4 Wochen nicht zurückgebildet hat oder ohne Auslöser bleibende Lymphknotenvergrösserungen entstehen, wird eine weiterführende Abklärung empfohlen. Eine Abklärung von vergrösserten Lymphknoten am Hals hinsichtlich einer Infektion, chronischen Entzündung oder zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung umfasst eine genaue klinische Untersuchung, Bluttests, sowie eine Ultraschalluntersuchung und häufig auch eine Feinnadelpunktion. Anhand der Punktion kann meist zwischen einer Entzündung, eines gut- oder bösartigen Tumors unterschieden werden. Bei nicht konklusiven Resultaten aus der Punktion, bei Verdacht auf ein Lymphdrüsenkrebs (Lymphoms) oder bei stark störendem Befund kann die Entfernung in Narkose nötig werden.
Leiterin Kopf-Hals-Tumorzentrum, Koordinatorin Schilddrüsentumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich
Leitende Ärztin, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie
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Universitätsspital Zürich
Klinik für ORL
Frauenklinikstrasse 24
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