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Standard der medikamentösen Behandlung der Eosinophile Oesophagitis (EoE) sind die rein lokal-wirksamen Kortison-Präparate (z.B. Budesonid, Fluticason). Das erste und bis jetzt weltweit einzige Präparat, welches von der Europäischen und der Schweizerischen Zulassungsbehörde (EMA, Swissmedic) mit Blick auf Wirksamkeit und Sicherheit die Zulassung für eine zeitlich limitierte Therapie der EoE erhalten hat, ist Jorveza, ein orodispersibles Budesonid-Präparat. In diesen Tagen wird die EMA zudem, basierend auf einer grossen Europäischen Langzeit-Studie, die Zulassung für eine Langzeit-Therapie mit diesem Präparat erteilen.
Obwohl Jorveza in der Schweiz nun seit mehr als einem Jahr zur Therapie der EoE zugelassen ist, ist das Medikament vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch nicht in die Spezialitäten Liste aufgenommen worden. Die Krankenkassen sind somit noch nicht verpflichtet die Kosten für Jorveza zu übernehmen. Die behandelnden Ärzte sind somit immer noch gezwungen Kortison-Präparate zu verschreiben, welche für Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma) entwickelt worden und für die EoE relativ schlecht ausgetestet sind.