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Kontrollschießen mit Lenkwaffe Rapier
Im August und September 2013 wird auf den Äußeren Hebriden, einer Inselgruppe vor Schottland, ein Kontrollschießen mit dem Lenkwaffensystem Rapier durchgeführt. Dabei werden Sicherheit und Funktionstüchtigkeit des Systems überprüft.
Das Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem Rapier wurde ab 1984 in der Schweizer Armee eingeführt und wird im Zuge der geplanten Weiterentwicklung der Armee (WEA) voraussichtlich ab 2020 außer Dienst gestellt.
Um das System bis zu diesem Zeitpunkt sicher weiter betreiben zu können, ist ein Munitions-überwachungsschießen nötig. Ein Verzicht hätte die Sperrung aller Munition und somit den Ausfall des gesamten Systems Rapier bereits im Jahr 2016 zur Folge.
Das letzte Kontrollschießen mit dem Waffensystem Rapier fand 2005 ebenfalls auf den Äußeren Hebriden statt. Für die Überprüfung der Funktionstüchtigkeit der Lenkwaffe Rapier sind ein weiträumiges Schießgelände und spezifische Infrastrukturen nötig.
Diese Voraussetzungen sind in der dicht besiedelten Schweiz nicht vorhanden. Aus diesem Grund arbeitet armasuisse, das Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung von technologisch komplexen Systemen und Materialien, mit dem Vertragspartner QinetiQ zusammen.
Die Firma QinetiQ betreibt auf den Äusseren Hebriden ein Schießgelände, auf dem das Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem Rapier kontrolliert und getestet werden kann. Um die vorgeschriebenen Kontrollen am Lenkwaffensystem durchführen zu können, basiert armasuisse auf einem bestehenden Memorandum of Understandig (MOU) zwischen Grossbritannien und der Schweiz aus dem Jahr 2002.