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Aus den Exkrementen von mit pflanzlichen Abfällen gefütterten Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens L.) wurde ein Dünger gewonnen. Dieser Dünger (BSF Farms) ist reich an organischer Substanz, Makroelementen (N, P, K) und den Spurenelementen Zn und Cu. Der Gehalt an verschiedenen metallischen Spurenelementen (MSE) liegt unter dem zulässigen Grenzwert in der Schweiz. Der Dünger wurde im Gewächshaus bei drei Bodenarten und zwei Kulturen (Raigras und Schnittsalat) getestet. Bei der Produktion von Biomasse ergab der Dünger die besten Ergebnisse auf dem unfruchtbarsten Boden (sauer und sandig). Auf diesem Boden produzierten das Raigras und der Blattsalat mit dem Dünger BSF Farms ebenso viel Biomasse wie mit Mineraldünger. Die Ergebnisse dieser Studie verheissen eine vielversprechende Anwendung dieses Düngers in der konventionellen und/oder biologischen Landwirtschaft.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.