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Warum Solarenergie?
Das Energieangebot der Sonne übersteigt den weltweiten jährlichen Energiebedarf um das 10.000-Fache. Fossile und atomare Energieträger sind dagegen endlich. Die steigenden Energiepreise zeigen, wie sich die Vorräte an Uran, Erdgas, Erdöl und Kohle schon heute drastisch reduzieren. Sonnenenergie dagegen steht unendlich zur Verfügung. Und unentgeltlich. Zumindest kam noch keiner auf die Idee, Sonnenlicht zu besteuern.
Wie wird aus Sonne Strom?
Die direkte Umwandlung von Licht in elektrische Energie wird Photovoltaischer Effekt genannt. Zur Umwandlung von Licht in elektrische Energie wird als Hauptbestandteil der Halbleiter Silizium verwendet. Silizium verfügt über vier Elektronen und wird aus Quarzsand gewonnen. Wenn Sonnenlicht auf das Silizium trifft, lösen sich einzelne Elektronen aus dem Silizium. Damit dies für die Solarstromerzeugung genutzt werden kann, besteht eine Solarzelle neben Silizium auch noch aus Phosphor und Bor, die 5 (Phosphor) bzw. 3 (Bor) Elektronen besitzen. Um ein Gleichgewicht zu erzielen (je 4 Elektronen), wird Silizium (das 4 Elektronen besitzt) als Halbleiter-Transportmedium genutzt. Das bedeutet: Wenn die Sonne scheint, erzeugt eine Solarzelle Strom.
Reichen die Einstrahlungswerte der Sonne in Schweiz aus, um Solarstrom zu erzeugen?
Sicher liefert die Sonne am Äquator mehr Energie, aber die Sonneneinstrahlung in der Schweiz reicht völlig aus, um Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Gemessen werden bei der sogenannten Globalstrahlung sowohl Tage mit direkter Sonneneinstrahlung – klare, sonnige Tage – und Tage mit diffuser Sonnenstrahlung – wolkige, nebelige oder auch staubige Tage. Die Maßeinheit lautet Kilowattstunden pro m² Fläche und Jahr – oder kurz gesagt: kWh/m²a. Dass die Ergebnisse dabei regional sehr unterschiedlich ausfallen, scheint logisch: In Äquatornähe erreichen die Werte bis zu 2.500 kWh/m² im Jahr, während in Schweiz mit einer jährlichen Sonneneinstrahlung von durchschnittlich 1.050 kWh/m² gerechnet werden kann. Klingt wenig, ist aber mehr als genug.
Wie kommt der Solarstrom vom Dach in die Steckdose?
Solarmodule bestehen aus mehreren Solarzellen, die eintreffendes Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandeln. Allerdings in Gleichstrom, mit dem in dieser Form noch kein Gerät etwas anfangen kann. Erst ein sogenannter Wechselrichter verwandelt den Gleichstrom in Wechselstrom, der dann im Haushalt oder ganzen Unternehmen genutzt werden kann
Wie kann die Erzeugung des Solarstroms überwacht werden?
Die drei Zähler Ihrer Solaranlage liefern jede Menge Daten, die sie über die Anlagenüberwachung einsehen können:
Der Produktionszähler misst beispielsweise, wie viel Solarstrom bereits auf dem Dach produziert wurde und wie viel gerade erzeugt wird. Der Einspeisezähler misst, wie viel des von erzeugten, aber ungenutzten Solarstroms in das öffentliche Netz eingespeist wird. Mit einem Solarspeicher geschieht das übrigens erst, wenn der Speicher komplett aufgeladen ist. Und der Bezugszähler misst die Strommenge, die Sie aus dem öffentlichen Netz beziehen – falls Sie doch mehr verbrauchen, als die Solaranlage produziert.
Kann Solarstrom auch genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint?
Der optionale Solarspeicher speichert überschüssigen Solarstrom, wenn Sie diesen gerade nicht verbrauchen können. So können Sie den selbst erzeugten Solarstrom auch dann nutzen, wenn die Sonne gerade nicht scheint – oder wenn Sie mal mehr Strom benötigen, als Ihre Solaranlage gerade erzeugen kann. So können Sie also den Eigenverbrauch erhöhen – und das ohne zusätzlichen Strom von Ihrem Energieversorger.
Welche Gebäude eignen sich für eine Solaranlage?
Grundsätzlich eignet sich fast jedes Gebäude für eine Solaranlage. Damit Ihre Solaranlage möglichst viel Solarstrom erzeugen kann, ist es wichtig, dass Ihr Dach möglichst sonnig ohne Verschattungen durch Bäume, umliegende Häuser, Schornsteine oder Gauben ist.
Prüfen Sie mithilfe unseres Solarsparrechners, ob auch Ihr Dach geeignet ist, sauberen Solarstrom zu produzieren.
Stimmt es, dass bei der Herstellung von Solarmodulen viel mehr Energie verbraucht wird, als eine Photovoltaik-Anlage jemals erzeugt?
In den Anfängen der Photovoltaik war dies der Fall, als noch einzelne Solarmodule für die Raumfahrt produziert wurden. Durch die technische Entwicklung und die intensivierte Produktion brauchen Solaranlagen heute weniger als drei Jahre – und können bei einer Lebensdauer von ca. 25 Jahren mehr als achtmal so viel Strom erzeugen, als bei der Herstellung verbraucht wurde.