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Hyperinflation der Papiere und Deflation der Produktion
Die Geldmenge der Weltleitwährung Dollar ist im letzten halben Jahr zwanzigmal schneller gewachsen als im Durchschnitt der letzten vierzig Jahr. Das verspricht nichts Gutes.
Die Hölle ist ein Ort, an dem man gleichzeitig friert und brennt, sagt Dante Alighieri. Der Abstieg in die wirtschaftliche Hölle hat bereits begonnen, verursacht durch die wahnsinnige Entscheidung von Zentralbanken und Regierungen, die Finanzblase neu aufzublähen (Feuer) und gleichzeitig die Realwirtschaft schrumpfen zu lassen (Eis).
Während die monetären Werte exponentiell steigen, stürzt der Zusammenbruch der Produktion die Volkswirtschaften in eine deflationäre Spirale.
Die jüngsten Zahlen und Diagramme der Federal Reserve von St. Louis zeigen das hyperinflationäre Potential: Die Wachstumsrate der Geldmenge M1 (Konten und Scheckeinlagen) ist von 6% vor der Lehman-Brothers-Krise auf 9,6% im März dieses Jahres und bis zu 65% in den 30 Wochen danach gestiegen! Auch die M2-Kurve (M1 plus Spareinlagen und Geldfondsanlagen) schiesst in die Höhe.
In den letzten sechs Monaten wurden 3,4 Bio.$ (1012) geschaffen, verglichen mit 14 Bio.$ in den gesamten vorangegangenen 40 Jahren. (Economic Research, St. Louis FED)
Das ist eine Steigerung der onatlichen Geldschöpfung um das Zwanzigfache.
Vor der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie forderten Beamte der Federal Reserve eine Quantitative Lockerung in Höhe von 30% des BIP oder 6,5 Bio.$. Im August schrieb Michael T. Kiley, ein leitender Ökonom der Fed, zwischen Ende Februar und Ende Juni seien etwa 3 Bio.$ ins System gepumpt worden; es fehlen also noch 3,5 Bio.$.
Geht man davon aus, dass der gesamte Stimulus in Höhe von 6,5 Bio.$ bis Februar organisiert wird, dann könnte sich der Anstieg der Geldmenge mehr als verdoppeln.
Irgendwann in der Zukunft, an einem nicht vorhersehbaren Punkt, wird diese Liquidität von der Papierwirtschaft auf die Verbraucherpreise übergreifen, aber der Wert der physischen Produktion wird dann um Grössenordnungen unter den nominalen Finanzwerten liegen.
Der IWF hat errechnet, dass die Realwirtschaft durch die Corona-Beschränkungen bereits um 28 Bio. $ geschrumpft ist. Es ist also zu erwarten, dass sich der Geldwert in Luft auflösen wird wie einst in der Weimarer Republik.
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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
Der Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann,
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