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Die Kulturgeschichte des Schleiers beginnt bereits in der Antike. Religiös aufgeladen wurde das Stück Stoff dann mit dem Christentum: «Paulus wollte, dass die Frauen sich verhüllen», erklärt Elisabeth Reichen, Beauftragte für Kirche und Gesellschaft. Der Schleier sollte eine Machtdifferenz zwischen Mann und Frau sichtbar machen.
Die Ausstellung zeigt verschiedene Aspekte rund um das Thema Verschleierung. Auf Stellwänden und in Videos wird zum Beispiel die historische, politische oder religiöse Bedeutung des Schleiers und der Entschleierung dargestellt.
Mehr Wissen, weniger Vorurteile
«Wir wollen, dass die Leute besser Bescheid wissen über den Schleier. So dass es nicht mehr einfach zu gefühlsmässigen Zuschreibungen kommt», begründet Reichen. Auch ginge es darum aufzuzeigen, dass der Schleier in allen Kulturen und Gesellschaften vorkomme und an sich eigentlich gar nichts «Fremdes» sei.
Körper, Kleider und Kontrolle
Die Ausstellung zeigt auf, dass der Körper der Frau immer auch durch herrschende Kleidervorschriften kontrollierbar gemacht wird: «Wenn die komplette Verhüllung der Frau dazu gebraucht wird, diese unsichtbar zu machen, ist das ein Herrschaftsinstrument», erklärt Reichen, «aber auch entblösste Models auf Werbeplakaten können Ausdruck einer patriarchalen Gesellschaft sein.»
(juna/racc; Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)