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Im Jahr 2016 wurden in den Schweizer Wäldern 4.46 Millionen Kubikmeter Holz geerntet. Was wurde damit gemacht? Und weisst du, wofür man Holz alles brauchen kann?
Bereits am Wegrand merkst du, wie unterschiedlich die Holzhaufen aussehen können, je nachdem, wofür man sie später brauchen wird.
Mehr als die Hälfte der gefällten Bäume nutzt der Mensch als hochwertiges Rundholz, das heisst, er sägt daraus Balken, Bretter und Furniere oder macht daraus Sperrholz. Diese Hölzer verwendet er vor allem zum Bau von Häusern und Möbeln.
Holz aus schlechterer Qualität, also dünnere oder beschädigte Stämme und Äste, werden als Energieholz oder als Industrieholz gebraucht. Für die energetische Nutzung wird dieses Holz als Stückholz, als Hackschnitzel für grosse Heizungsanlagen oder als Pellets aufgearbeitet.
Das Industrieholz wird mechanisch zerkleinert oder chemisch aufbereitet. Dabei entstehen oft sehr kleine Teilchen aus den grossen Bäumen. Dieses Material dient als Rohstoff für Span- und Faserplatten, Holzwolle oder viele andere Produkte, darunter auch Zellstoff, den man z.B. benötigt, um Papier zu erzeugen.
Orangensaft und Zahnpasta
Industrieholz versteckt sich in vielen Produkten, die du jeden Tag brauchst: Im Orangensaft sorgt die beigefügte Mikrozellulose dafür, dass das Fruchtmark im Glas nicht nach unten sinkt. Sie macht auch das Glace und die Zahnpaste cremig.
In Sägereien oder Schreinereien entstehen Sägemehl und Hackschnitzel. Diese werden auch verwendet, um Papier, Spanplatten oder Pellets herzustellen.
Auch nicht mehr gebrauchte Holzprodukte verwertet man als Energieholz. So lässt sich Holz im Sinne einer "Kaskadennutzung" mehrfach nutzen: Unbelastetes Altholz (aus Gebäuden oder von Paletten etc.) kann verwendet werden, um Span- und Faserplatten , Papierfasern lassen sich rezyklieren, und in einem letzten Schritt wird aus Holz Energie gewonnen. Diese Kaskadennutzung erhöht den Wert des Holzes, reduziert den Ressourcenverbrauch und bindet das Treibhausgas CO2 während längerer Zeit.