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Ursache für Katastrophen sind wetterbedingte Phänomene, wie Wirbelstürme, übermässige Regenfälle oder extreme Trockenheit, aber auch geo-physikalische Ereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Nicht zuletzt gibt es menschengemachte Katastrophen durch Krieg und Vertreibungen, durch mangelnde Vorbereitung, Umweltzerstörung oder wirtschaftliche Not.
Oftmals spielen verschiedene Faktoren zusammen:
- Wenn sich nach heftigen Regenfällen eine Schlammlawine löst und Armenviertel unter sich begräbt, die an gefährdeten Orten angesiedelt sind, liegt das einerseits am Regen, aber andererseits auch an der Armut der Menschen und der fehlenden Stadtplanung.
- Wenn Menschen nach einem Erdbeben nicht rechtzeitig Schutz vor dem herannahenden Tsunami suchen, liegt das daran, dass kein funktionierendes Frühwarnsystem besteht.
- Wenn eine sich seit Monaten abzeichnende Dürre zur Hungerkatastrophe wird, fehlten die politischen Strukturen, das Interesse oder die Umsicht, um dies zu verhindern.
Das Resultat solcher Katastrophen ist immer, dass auf einen Schlag viele Menschen ihr Hab und Gut verlieren und zum Überleben auf Hilfe angewiesen sind. Ist das Überleben erst mal gesichert, beginnt eine oft lange Phase der Rehabilitation und des Wiederaufbaus. Die Betroffenen müssen sich aus der Abhängigkeit befreien und eine Zukunft aufbauen.
Caritas Schweiz verfügt über ein Netz in 160 Ländern, um bei Katastrophen rasch und bedarfsgerecht zu handeln. Sie leistet Überlebenshilfe für die Opfer von Katastrophen, unterstützt den Wiederaufbau und fördert Massnahmen zur Vorbeugung. Bei ihren humanitären Einsätzen hält sich Caritas an die Prinzipien der Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilichkeit. Allein die Not der Menschen bestimmt, wer Hilfe erhält, nicht deren Parteizugehörigkeit, Religion oder Hautfarbe.
Nothilfe, Wiederaufbau und Prävention konkret bedeuten für Caritas:
- Erstellen von Notunterkünften und verteilen von Nahrungsmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs, wie Kochutensilien, Hygiene-Artikel, Kleider, Matratzen und Decken.
- Massnahmen zur Sicherung von Trinkwasser und Sensibilisierung zu Hygienefragen.
- Der Wiederaufbau von Privathäusern, unter Berücksichtigung lokaler Traditionen und Materialien und mit Einbezug der Betroffenen.
- Der Wiederaufbau von Schulen unter Berücksichtigung lokaler Traditionen und Materialien.
- Errichtung von Katastrophen-Komitees und Trainings für die Bevölkerung.
- Massnahmen zum ökologischen Umgang mit Ressourcen und Klimaschutz.