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Das musst du wissen
- Die Phönizier wagten sich schon vor Tausenden von Jahren vom heutigen Libanon und Israel bis an die Atlantikküste vor.
- Nun zeigt eine neue Studie, dass Silber ein entscheidender Motivationsgrund für die Seefahrer war.
- So fanden die Forschenden heraus, dass ein Teil des Silbers gar aus Erzquellen der Iberischen Halbinsel stammt.
Die Phönizier waren die Seefahrer der Antike. Sie expandierten im ersten Jahrtausend vor Christus fast im gesamten Mittelmeerraum und drangen sogar bis zum Atlantik vor. Diese Streifzüge auf dem Seeweg brachte viele Gefahren mit sich – von Schiffsbruch zeugen zahlreiche Schiffswracks. Welche Gründe hatten die Phönizier also, ihre Leben zu riskieren und in damals noch unbekannte Gebiete vorzustossen?
Bekannt ist, dass die Phönizier Handel betrieben. Sie kolonisierten Küstenstädte und exportierten Güter wie Elfenbein, mit Purpurschnecken gefärbtes Tuch oder Wein. Doch es gab vermutlich eine weit grössere Motivation: Silber. Zu diesem Schluss sind Archäologen der Universität von Haifa in Israel gekommen, nachdem sie Silberfunde aus jener Zeit untersucht hatten. Ein insgesamt zehn Kilogramm schwerer Fund, unter anderem aus Münzen, stammt aus verschiedenen Teilen Israels: das damalige Phönizien lag in der Gegend um den Libanon, Syrien sowie Israel.
Doch abgebaut wurde das Silber woanders. Mit einer sogenannten Bleiisotopenanalyse fanden die Forschenden heraus, dass ein Teil davon gar aus Erzquellen der Iberischen Halbinsel stammt und ein anderer, älterer Teil aus Sardinien. Demnach brachten die Phönizier zweihundert Jahre bevor sie sich in Sardinien niederliessen, Silber in ihre Heimat.