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Die Anwendung von Herbiziden mit dem Wirkstoff Asulam auf Wiesen könnte das Vorhandensein von Sulfanilamid in gewissen Schweizer Bienenhonigen erklären. Dieses Antibiotikum der Familie der Sulfonamide ist ein Abbauprodukt von Asulam. Um die Risiken beim Gebrauch dieser Herbizide zu ermitteln, wurde eine Dauerwiese mit viel Löwenzahn vor oder bei Blühbeginn der Löwenzahnblüten behandelt. Die Asulam- und Sulfanilamidrückstände in den blühenden Löwenzahnblüten wurden mittels Flüssigchromatographie analysiert. Zum Zeitpunkt der Herbizidbehandlung wurden sehr hohe Asulamgehalte in den Blüten beobachtet. Unabhängig vom Behandlungszeitpunkt war dagegen der Gehalt eine Woche nach der Behandlung oder später viel tiefer. Man fand auch Sulfanilamid in den Löwenzahnblüten, aber in relativ geringen Mengen. Unsere Ergebnisse untermauern die Hypothese, dass Herbizide mit dem Wirkstoff Asulam bei der Verunreinigung des Honigs mit Sulfanilamid eine Rolle spielen. Dies rechtfertigt eine Änderung der Zulassungsbedingungen für Herbizide mit diesem Wirkstoff. Sie sollten nur auf Futterbauflächen ohne blühende Pflanzen verwendet werden.
Herbizidresistenzen bei Unkräutern sind weltweit ein zunehmendes Problem. Das Herbizidresistenz-Monitoring in der Schweiz soll dazu beitragen, die Mechanismen, die zu diesen Resistenzen führen, besser zu verstehen und den Herbizideinsatz besser zu steuern.
Agroscope hat Pflanzenschutzstrategien im Apfelanbau verglichen. Durch die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln verminderten sich die lokalen ökotoxikologischen Risiken, es ergaben sich aber andere Zielkonflikte bezüglich Umwelt und Wirtschaftlichkeit.
Bt-Mais ist durch Eiweisse des Bakteriums Bacillus thuringiensis vor Frass durch bestimmte Insekten geschützt. Eine neue, systematische Auswertung von weltweiten Felddaten bestätigt, dass Nichtzielorganismen in Bt-Mais weitgehend geschont werden.