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Orale Malignome drohen nicht nur Rauchern, auch Zahnprothesen schaden
Australische Forscher haben die Daten von 881 Patienten mit Karzinomen der Mundhöhle und des Rachens aus den Jahren 2001 bis 2011 analysiert. Nichtraucher waren mit 14 % beim Mundhöhlenkrebs und 22 % beim Rachentumor eindeutig in der Minderheit.
Dabei liessen sich deutliche Unterschiede in der Lokalisation bei Rauchern und Nichtrauchern feststellen. So fand sich das Malignom nur bei 33 % der Raucher an der lateralen Zungenschleimhaut, bei Nichtrauchern kam diese Lokalisation bei 66 % vor. Der Mundboden war bei den Rauchern am zweithäufigsten betroffen, bei Nichtrauchern kam dort nur ganz selten eine Entartung vor.
Bei Zahnprotesen bessere Prävention betreiben
Weitere Stellen mit erhöhter Neoplasiegefahr besonders bei Nichtrauchern sind die bukkale Schleimhaut und der Kieferkamm. Diesen Regionen, die durch Zahnkanten oder Zahnprothesen chronisch gereizt werden, sollte in Sachen Prävention mehr Beachtung geschenkt werden.
Quelle: B. J. Perry et al., Jama Otolaryngol Head Neck Surg 2014; DOI: 10.1001/.jamaoto.2014.2620