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Inhalt
1. Die Kollegiumsgeschichte in ausgewählten Jahreszahlen
1904 bis 2014: einschneidende Ereignisse
2. Von der Akademie zum Kollegium Heilig Kreuz
Die Einrichtung wandelt sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehrmals: 1904 als Akademie zur Ausbildung von Sekundarlehrerinnen gegründet, wird sie 1909 zum kantonalen Mädchengymnasium und 1983 zum Kollegium Heilig Kreuz.
3. Die Gründung der Akademie
Eine Akademie für Lehrerinnen an höheren Schulen zu gründen, geht nicht von selbst, vor allem dann nicht, wenn sie mit Projekten derselben Zielrichtung konkurrieren muss.
3.1. Der Boulevard de Pérolles
Die Akademie lässt sich am Ausgang des eben erst erbauten Boulevard de Pérolles nieder, der der Stadt Freiburg einen neuen Schwerpunkt gibt und ihr zugleich den Anhauch von Modernität verleiht.
3.2. Joseph Beck (1858-1943)
Der engagierte Geistliche ist Gründer und erster Direktor der Akademie Heilig Kreuz.
3.3. Maria Paula Beck (1861-1908)
Die Schwester von Joseph Beck steht für die Ankunft der Menzinger Schwestern in Freiburg, die den langanhaltenden Erfolg von Heilig Kreuz während Jahrzehnten sicherstellen.
3.4. Georges Python (1856-1927)
Die während mehr als vier Jahrzehnten in der Freiburger Politik dominante Persönlichkeit unterstützt das Ansinnen von Joseph Beck und der Menzinger Schwestern, junge Freiburgerinnen pädagogisch und naturwissenschaftlich auszubilden. Ausserdem ebnet er Frauen den Zugang zur Universität, indem er sich dafür einsetzt, dass diese die gymnasiale Ausbildung mit der eidgenössischen Matura abschliessen können.
3.5. Das Gebäude der Akademie
Das Gebäude der Akademie ist Unterrichtsort und Internat zugleich. In ihm finden sich sowohl Schulzimmer als auch Schlaf- und Wohnräume für die Schülerinnen und Schwestern. Das im Verlauf der Jahre mehrmals umgestaltete Haus ist heute Sitz der Orientierungsschule.
4. Die Schulleitung
Die Schulleitung liegt während rund sieben Jahrzehnten ausschliesslich in der Hand von Geistlichen. Mit der Verstaatlichung der Schule im Jahr 1983 erhält die Leitung ein vereinfachtes Organigramm.
5. Die Schülerinnen und Schüler
Rasanter Anstieg der Schülerzahlen ab den 1950er-Jahren – ein Trend, der sich rund 30 Jahre später mit der Aufnahme von Knaben noch verstärkt.
6. Die Lehrpersonen
Zur Zeit der Akademie wird der Unterricht von Universitätsprofessoren erteilt, denen Menzinger Schwestern zur Seite stehen. Bald übernehmen diese im Lehrkörper die Mehrheit. Zunächst gibt es nur wenige Laien, doch im Verlauf der Jahrzehnte verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse: Die Anzahl weltlicher Lehrpersonen nimmt kontinuierlich zu, wohingegen die der Schwestern stetig abnimmt. Die letzte Menzinger Schwester geht im Jahr 2000 in Pension.
7. Die Entwicklung der Matura
Während mehrerer Jahrzehnte verleiht das kantonale Mädchengymnasium ausschliesslich die literarische Matura. Danach erweitert sich das Ausbildungsspektrum schrittweise, bis es mit Anbruch der 1990er-Jahre schliesslich alle gymnasialen Ausbildungszweige anbietet.
8. 1919-1982: Ein Gymnasium in Raumnot
Angesichts der steigenden Nachfrage erweist sich das Gebäude der Akademie bald als zu klein. Der Kauf einer Nachbarvilla und deren Integration in die Schulanlage bringt vorübergehende Entspannung. Die beengten Raumverhältnisse werden ab den 1950er-Jahren zum ernsthaften Problem. Auch die Einweihung eines neuen Schulgebäudes im Jahr 1983 stellt sich bald als Zwischenlösung heraus. 2013 nimmt man deshalb ein neues Bauprojekt in Angriff.
8.1. Die Villa Saint-Jean
1903, eine Jahr vor der Gründung der Akademie, wird im benachbarten Gebäudekomplex unter dem Namen „Villa Saint-Jean“ eine Schule eröffnet. Sie nimmt hauptsächlich Kinder französischer Familien auf, die sich der antiklerikalen Ausrichtung der 3. Republik verweigern. 1915 tritt ein Schüler ein, der später noch viel von sich reden machen wird: Antoine de Saint-Exupéry. Dort, wo sich bis 1970 die Villa Saint-Jean befand, steht heute das 1983 erbaute Schulgebäude des Kollegiums Heilig Kreuz.
8.2. Uta Fromherz (1928-2012)
Uta Fromherz hat als letzte Menzinger Schwester das Amt der Rektorin inne. Mit viel Elan geht sie eine Reihe von schulinternen Problemen an. Sie ist es auch, die die Überführung des halbprivaten Gymnasiums in die Hände des Staates sichert und den Bau einer neuen Schulanlage vorantreibt.
9. Die heutige Schulanlage
Die heutige Schulanlage ist 1983 bezugsbereit. Trotz bescheidender finanzieller Mittel, welche eine Beschränkung aufs Wesentliche erfordern, vermag sie den damaligen pädagogisch-didaktischen Anforderungen weitgehend gerecht zu werden. Allerdings erweist sich die Anlage kurz nach ihrer Einweihung als zu klein, weshalb man das Hauptgebäude aufstockt und sich ausserdem mit provisorisch umgebauten Räumen der Villa Gallia behilft.
10. Das Kollegium Heilig Kreuz von morgen
Im Frühjahr 2013 schreibt der Kanton Freiburg einen Architekturwettbewerb aus, von dem man sich Ideen erhofft, wie sich die Schulanlage sanieren, umbauen und erweitern lässt. Das Freiburger Architekturbüro Marc Zamparo ging mit seinem Projekt Sur Mesure („Nach Mass angefertigt“) als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Der Grosse Rat und dann das Volk gewährten einen Gesamtkredit von 42 Millionen, und die Arbeiten haben am 21. Januar 2019 begonnen.