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Nikolaus Ludwig von Zinzendorf hatte 1735 auch Zürich besucht. Daraus entstand in den folgenden Jahren in der Stadt ein bedeutender Freundeskreis der Herrnhuter, der sich die Gestalt einer Sozietät gab. Das heisst, wer Mitglied der Sozietät werden will, muss Mitglied einer Kirche sein, so wie es sich Zinzendorf immer gewünscht hat. So sind Vertreter der Zürcher Sozietät in interkonfessionellen und interreligiösen Programmen engagiert.
In ungefähr monatlichem Rhythmus gibt es eine gottesdienstliche Feier und ein Bibelgespräch. Begegnungsort ist das ehemalige Haus der Sozietät, die es vor Jahrzehnten an die reformierte Kirche gegeben hat, das Haus zum Lindentor, Hirschengraben 7, 8001 Zürich.
Mit der Grossmünstergemeinde wurde über lange Zeit alle zwei Jahre ein Missionbazar gemeinsam in der Helferei durchgeführt. Anstelle des Basars wird heute im September jeweils ein Benefizessen für ein Projekt der Herrnhuter Brüdergemeine angeboten. Mit ihrer liturgischen Form der „Singstunde“ beteiligt sich die Sozietät an den Abendgottesdiensten in der Predigerkirche.