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Crocodile Trophy

Urs Huber und Annemiek van Vleuten gewinnen 2. Etappe der Crocodile Trophy in Atherton
|23.10.2016|

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Info: MTB: Crocodile Trophy 2016
Autor: Veranstalter Crocodile Trophy
Urs Huber (SUI) gewinnt heute die zweite Etappe der 2016 Crocodile Trophy. Sebastien Carabin (BEL) wird zweiter mit einem Rückstand von 3:50 Minuten und der Österreicher Manual Pliem wird Dritter. Die niederländische Oympiastarterin und Straßenprofi Annemiek van Vleuten gewinnt bei den Elite Damen vor Alice Pirard (BEL) mit einem Vorsprung von 28:45 Minuten und Ruth Corset aus Australien wird Dritte (+44:37 Minuten).
Das Wort, das die Fahrer im Ziel am öftesten erwähnten, gefragt nach dem heutigen Tag, was "brutal". Die Crocodile Trophy wurde ihrem Ruf des "härtesten Etappenrennens der Welt" heute gerecht. Die heutige Etappe startete mit einem neutralen Start in Cairns und dann stand der harte Anstieg zum Copperlode Damm bevor. Danach war das Höhenprofil gespickt mit Anstiegen - 2500m waren zu bewältigen. Für den letzten Abschnitt nach dem Depot brauchten sogar die Elitefahrer mehr als eine Stunde - starker Gegenwind machte die heißen Bedingungen noch härter.
Urs Huber übernimmt die Führung
Die Führungsgruppe fuhr ein hohes Tempo - laut dem Österreicher Manuel Pliem wurden an die 600 Watt produziert beim ersten Anstieg. Urs Huber aus der Schweiz und der Belgier Sebastien Carabin, der im Leaderjersey fuhr, konnten sich absetzen und blieben bis kurz vor dem Ziel beisammen, wo Huber dann attackierte, die Etappe gewann und nun der neue Rennführende ist.
Von der heutigen Etappe und Carabin sagte Huber, dass dieser ein sehr gescheites Rennen gefahren sei, denn er habe immer mit ihm mithalten können. "Ich konnte mich dann doch ca.5km vor dem Ziel absetzen. Heute war wirklich lang und heiß und der Gegenwind zum Schluss war wirklich hart", gab Huber zu.
Sebastien Carabin sagte, "Es war schwierig, aber ich wusste, dass ich an Urs dranbleiben musste. Er war jedoch stärker als ich und machte fast die ganze Führungsarbeit. Der erste Anstieg war so hart und dann sehr hügelig, heute war einfach 10km zu lang für mich. Als Huber attackierte und wegfuhr, versuchte ich einfach so schnell wie möglich in das Ziel zu kommen, aber ich war schon so müde. Es wird schwierig werden mich gut von heute zu erholen."
Auch der Österreicher Manuel Pliem war froh im Ziel zu sein. "Der Tag war sehr anstrengend, es war extrem heiss, ich bin fast das ganze Rennen alleine gefahren, immer am dritten Platz, aber es war mein Plan heute, dass ich den Sprung auf's Podium schaffe, deshalb habe ich das heute investiert und bin super zufrieden, dass das geklappt hat.
Die schwersten Gegner waren definiv der Wind, der ziemlich anstrengend war und die Hitze war manchmal schon extrem - mein Computer zeigte 38 Grad an und ich habe 11 grosse Flaschen getrunken und es fuehlt sich an, als ob das noch immer nicht genug war.
"Anfangs habe ich versucht an Urs und Sebastien dran zu bleiben, aber am ersten Anstieg viel ich staendig zurueck. So habe ich im Kopf meine Alternativen durchgespielt, weil ich annahm, dass hinter mir eine Gruppe ist. So habe ich es einfach versucht und bin auf einen Podiumplatz gefahren, was funktioniert hat."
Annemiek van Vleuten dominiert auf der Ausdaueretappe
Gab die Niederländerin gestern noch an, dass sie die Crocodile Trophy als Erholung von der harten Straßenrennsaison mitfahre und dass sie Australien per Rad erkunden wolle, so kam ihr heute doch ihre Ausdauer zu Gute.
"Heute hat es sich nicht nach Urlaub angefühlt, das hat wirklich weh getan. Aber es war doch eine gute Fahrt. Am besten gefiel mir das gemeinsame Rollen im Peloton aus Cairns heraus und als es steil wurde versuchte ich einfach mein Tempo zu halten", so van Vleuten.
Lincoln Carolan gewinnt in der Amateur Klasse
Als erste Australier und schnellster Amateuer über der Ziellinie war Lincoln Carolan aus Cairns froh im Ziel zu sein. Er habe den ganzen Tag allein verbracht, als dann van Vleuten zu ihm gestoßen sei.
"Heute war es brutal. Ich war in der Führungsgruppe gleich am Anfang, aber beim Damm haben die ein derartiges Tempo vorgelegt, dass ich zurückfiel. Als ich dann Annemiek sah, wurde ich langsamer und wir fuhren 30km gemeinsam. Wir haben gut zusammengearbeitet - sie ist so stark, man merkt gleich, dass sie eine der besten Straßenfahrerinnen der Welt ist."
Der Veranstalter Gerhard Schoenbacher sagte, dass er nicht erwartet habe, dass die heutige Etappe seinen Fahrern so zu schaffen machen würde. "Sie ist an die 25km länger als in den Vorjahren, weil wir direkt zur Coombra Station fuhren und nicht am Lake Tinaroo blieben. Es scheint, das genau dieser Unterschied den Fahrern am meisten Schwierigkeiten gemacht hat, aber wir werden sie gut betreuen, damit sie sich erholen können." Er erzählte weiter, dass eine Gruppe von Fahrern beim letzten Depot abgeholt werde, da man nicht riskieren können, dass die Fahrer in die Dunkelheit geraten, das Risiko sei zu hoch. "Sie werden weiter in der Wertung bleiben und mit einer geringen Zeitstrafe weiterfahren können", so Schoenbacher.
Annemiek van Vleuten und Urs Huber werden morgen in den Elite Führungstrikots an den Start gehen. Die morgige Etappe wird ein Rundenrennen im Atherton MTB Park sein; zwei Runden mit je 27km und insgesamt 1600hm werden zu fahren sein.
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|23.10.2016|
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