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Novak Djokovic hat sich mit einem Tag Verspätung als letzter Spieler für die Viertelfinals qualifiziert. Nach dem klaren 6:2, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Franzosen Adrian Mannarino kritisiert der Serbe die Organisatoren des All England Club.
Das am Dienstag erstmals in diesem Jahr bewölkte und regnerische Wetter in Wimbledon passte zur Laune von Novak Djokovic. Der Serbe formulierte nach dem klaren Sieg gegen Adrian Mannarino (ATP 51) seine Aussagen zwar höflich, aber bestimmt und hielt mit Kritik an den Organisatoren nicht zurück.
Zweieinhalb Stunden hatten er und Mannarino am späten Montagabend gewartet, bis entschieden wurde, dass die für nach dem Duell zwischen Gilles Muller und Rafael Nadal auf Court 1 geplante Partie der beiden nicht auf den Centre Court, sondern erst auf den nächsten Tag verlegt werden würde.
«Es war ein falscher Entscheid. Wir hätten bis 23 Uhr unter Dach und Flutlicht spielen können», sagte Djokovic. Die Begründung der Organisatoren, die Partie wegen Sicherheitsbedenken nicht zu verlegen, konnte der dreifache Wimbledon-Sieger nicht nachvollziehen. «Ich sehe keine Logik hinter diesem Entscheid.»
Wie viele andere Spieler vor ihm kritisierte Djokovic auch die Beschaffenheit des Rasens. «Je mehr gespielt wird, desto schlechter werden die Plätze», sagte Djokovic, der sich bereits während seiner Partie gegen Mannarino bei Schiedsrichter Carlos Bernardes wegen eines «Lochs» im Rasen hinter der Grundlinie beschwert hatte. Er wisse, dass Rasen die komplexeste Unterlage sei. Sie als Spieler müssten damit klar kommen. «Aber ich habe definitiv schon auf besseren Plätzen gespielt.»
Den Job gegen Mannarino erledigte Djokovic auf dem Centre Court bei geschlossenem Dach ohne zu glänzen. Der dreifache Champion spielte phasenweise passiv und lag im Tiebreak des zweiten Satzes 2:4 zurück, ehe er eine kurze Schwächephase des Franzosen ausnützte und damit seinen ersten Satzverlust in diesem Turnier verhinderte.
Mehr Kummer als der Gegner bereitete Djokovic auf dem Weg in seinen neunten Wimbledon-Viertelfinal die rechte Schulter, die er sich im dritten Satz mehrmals behandeln liess. Es handle sich um ein Problem, dass ihn schon etwas länger beschäftige. «Aber ich weiss, wie ich damit umgehen muss», so Djokovic, der am Mittwoch in den Viertelfinals auf den Tschechen Tomas Berdych, den Finalisten von 2010, trifft. (pre/sda)
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