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“Wir haben am Mittwoch den Reaktorkern angehalten und die Öffnungen mit Zement gefüllt”, sagte Behrus Kamalwandi, Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, am Donnerstag im staatlichen Fernsehen. Damit wäre der Iran nicht länger in der Lage, in Arak Plutonium für den Bau einer Atombombe zu produzieren.
Die Angaben Kamalwandis müssen noch von den Kontrolleuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt werden, die sich zur Zeit im Iran aufhalten. Nach Angaben Teherans wird der Abschlussbericht der IAEA über die Umsetzung aller im Juli vereinbarten Massnahmen am Freitag erwartet.
Spätestens am Sonntag könnte dann der sogenannte Implementation Day ausgerufen werden – der Tag, an dem das Atomabkommen formell als umgesetzt gilt. Dazu wird eine Erklärung des iranischen Aussenministers Mohammed Dschawad Sarif und der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini erwartet.
Mogherini vertritt die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland, die sich am 14. Juli nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Iran auf die Beilegung des Atomkonflikts geeinigt hatten. Teheran verpflichtete sich zur Einschränkung seines Atomprogramms und zu straffen Kontrollen, im Gegenzug sagte der Westen die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen zu.
Wie verlangt hat Teheran schon die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung reduziert und den Grossteil seines leicht angereicherten Urans nach Russland verschifft.
(SDA)