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Westafrika ist eine der Regionen, die am stärksten von Land Grabbing betroffen sind. Nach der Nahrungsmittelkrise 2008, als die Preise für die Grundnahrungsmittel rapide anstiegen, ist der Zugang zu Land zu einem grossen Problem geworden. Viele Bäuerinnen und Bauern wurden mit Gewalt von ihrem Land vertrieben. Mit dem Zugang zu Land ist meistens auch der Zugang zu Wasser gefährdet. So werden die Bäuerinnen und Bauern immer mehr durch die industrielle Landwirtschaft vertrieben und damit ihrer Existenzgrundlage beraubt. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Bäuerinnen und Bauern vernetzen und gemeinsam Strategien entwickeln, wie sie sich wehren können. Da das Problem, die gesamte Region betrifft, ist es umso wichtiger, dass sich die Menschen über die Ländergrenzen hinweg organisieren. Darum unterstützt HEKS Aktionen wie die Karawane durch Westafrika.
Projektteilnehmende:
In Westafrika unterstützt HEKS verschiedene Partner, die sich für die Rechte von betroffenen Gemeinschaften einsetzen. Diese setzen sich für ein Landrecht ein, das die Landbevölkerung vor benachteiligenden Landverkäufen schützt. Auf nationaler und regionaler Ebene setzen sie sich gegen Landraub ein.
Ziele:
Sozialen Bewegungen werden organisiert und mobilisiert, damit die Bäuerinnen und Bauern eine starke Stimme bekommen, um die Rechte der Gemeinschaften einzufordern. Nationalen und internationalen Institutionen in der Region werden dazu aufgefordert, die Menschenrechte zu schützen. Grosse Fälle von Land Grabbing, in die Schweizer Firmen involviert sind, wie beispielsweise in Sierra Leone, werden in der Schweiz publik gemacht. HEKS engagiert sich für die UNO-Deklaration für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern.
Aktivitäten:
HEKS unterstützt die jährlichen Treffen der Netzwerke der Partnerorganisationen, deren Sensibilisierungsaktivitäten und den Erfahrungsaustausch, wie zum Beispiel die Karawane für Land und Wasser. Dabei wurden nicht nur Erfahrungen ausgetauscht, sondern auch politische Massnahmen auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene entwickelt und gefordert. Im November 2019 wurde ein Forum organisiert, an dem sich Jugendliche, Frauen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit lokalen Politiker:innen über Landfragen austauschen können. 2020 wurden verschiede Veranstaltungen organisiert, um an den Ergebnissen des Forums weiterzuarbeiten.
Es werden Workshops für die Betroffenen organisiert, in denen sie gemeinsam Massnahmen gegen Land Grabbing entwickeln. Die Bevölkerung in Westafrika wird zu den Folgen von Land Grabbing und dem fehlenden Zugang zu Wasser und Saatgut sensibilisiert: Organisation einer Karawane durch Gambia, Senegal, Guinea-Bissau und Sierra Leone (2021).