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Pinguine können nicht fliegen und fühlen sich im Wasser besonders wohl. Sie sind gute Schwimmer und erreichen unter Wasser Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h. Dank einer zwei bis drei Zentimeter dicken Fettschicht sind Pinguine gut an die Kälte angepasst. Sie halten ihr Federkleid wasserdicht, indem sie es immer wieder mit Fett aus ihrer Schwanzdrüse einölen.
Es gibt 17 bis 20 verschiedene Pinguinarten. Der Kaiserpinguin ist der grösste aller Pinguine. Der Zwergpinguin ist mit bis zu 35 Zentimetern der kleinste Pinguin.
Das Festland der Antarktis, einige Inseln, das Meer samt Eisbergen und Packeis bilden den Lebensraum vieler Pinguinarten. Der Kontinent am Südpol ist riesig, die Schweiz hätte darin rund 300-mal Platz!
Nicht alle Pinguinarten leben jedoch in der Antarktis. Es gibt auch Pinguine an weiter nördlichen Küsten. Der Brillenpinguin beispielsweise lebt an Stränden Südafrikas. Auch in Neuseeland oder sogar bei den Galapagosinseln findet man vereinzelt Pinguinarten.
Pinguine ernähren sich von Tintenfischen, kleinen Fischen und Krill (kleinen Krebsen). Oft trinken sie Meerwasser, denn Pinguine haben eine spezielle Drüse, die das Salz aus dem Meerwasser filtert. Das herausgefilterte Salz läuft ihnen dann mit ein wenig Wasser aus den Nasenlöchern.
Pinguine leben meist in Gruppen zusammen, so genannten Kolonien. Diese Kolonien können unterschiedlich gross sein. Man hat schon eine Adeliepinguin-Kolonie beobachtet, die fünf Millionen Tiere umfasste!
Wenn Pinguine einen Partner gefunden haben, bleiben sie oft jahrelang zusammen. Sie sehen sich allerdings meist nur zur Brutzeit. Beim Brutplatz finden die Partner durch lautstarkes Rufen jedes Jahr wieder zueinander.
Die meisten Pinguinarten brüten im Frühling. Nicht aber der Kaiserpinguin. Er brütet im Winter.
Nach der Paarung warten die Kaiserpinguine, bis das Weibchen das Ei gelegt hat. In dieser Zeit fressen sie nichts. Das Weibchen legt das Ei auf die Füsse, um es vor der beissenden Kälte zu schützen. Dann übergibt es das Ei seinem Partner und macht sich auf einen langen Weg zum Meer, um zu fressen. Dann kehrt es zum Brutort zurück. Inzwischen ist das Küken geschlüpft. Das Weibchen würgt Fischbrei heraus, um das Küken zu füttern. Der Pinguinvater hat lange Zeit nichts gefressen und macht sich jetzt auf den Weg zum Meer, um zu jagen.
Nach etwa 6 Monaten ist das Federkleid der jungen Kaiserpinguinen wasserdicht. Ab jetzt gehen auch sie ins Wasser, um zu jagen.
In der Antarktis ist es in den letzten Jahren wärmer geworden. Die Klimaerwärmung hat einen grossen Einfluss auf das Eis der Antarktis und auch darauf, wie viel Fisch und Krill es gibt. Kaiser- und Adeliepinguine verlieren so nach und nach ihre Brutplätze und finden weniger Nahrung.
Auch Umweltgifte bedrohen die Pinguine. Giftstoffe lagern sich vor allem im Fettgewebe an. Da Pinguine grosse Fettpolster haben, sind sie besonders gefährdet.
Früher wurden Pinguine wegen ihres Fettes und ihrer Eier gejagt. Von vielen Arten gab es darum immer weniger. Heute werden nur noch selten Pinguine gejagt, sodass fast keine Art mehr direkt durch den Menschen gefährdet ist.
Um die Pinguine zu schützen, muss vor allem ihr Lebensraum erhalten bleiben, und sie müssen genügend Nahrung finden. Daher ist es wichtig, dass sich das Klima nicht mehr weiter erwärmt.
Der WWF hilft ausserdem mit, die Meeresregionen besser zu schützen. Zusammen mit anderen Partnern will er erreichen, dass die einzelnen Schutzgebiete untereinander besser verbunden werden.
Auch du kannst dazu beitragen, das Klima zu schützen: