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Kernaussagen: Die französische Wirtschaft hat sich während der Finanzkrise gut gehalten, aber nur sehr langsam erholt……
Tristan Perrier, Strategy and Economic Research bei Amundi
….Nach den Double-Dip-Krisenjahren 2008-2013 ist die französische Wirtschaft zwar gewachsen, das Bruttoinlandsprodukt hat sich aber nur sehr schleppend entwickelt. Gleichzeitig ist Arbeitslosigkeit nur moderat zurückgegangen. Im Vergleich zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist Frankreich zurückgeblieben. Allerdings sehen wir seit einiger Zeit Anzeichen einer Verbesserung bei den Gewinnspannen der Unternehmen, der Investitionen und der Job-Entwicklung.
Auch wenn es nicht erheblich ist, weist Frankreich ein Doppeldefizit (sowohl ein Haushalts- als auch ein Leistungsbilanzdefizit) auf.
In der aktuellen Lage sollten die öffentlichen und privaten Ungleichgewichte zu keinen Verwerfungen führen. Die Höhe der Defizite und der Verschuldung machen Frankreich jedoch anfällig, wenn die Zinsen steigen, ohne dass sich das Wachstum beschleunigt, oder wenn es zu einer erneuten Rezession käme.
Die Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre war durch zwei Faktoren geprägt:
1. Fiskalpolitik, die darauf abzielt, das Haushaltsdefizit schrittweise einzudämmen
a) durch Steuererhöhungen, die trotz kürzlich durchgeführter Korrekturen langfristige Auswirkungen für die privaten Haushalte und temporären Auswirkungen für Unternehmen haben werden, da die Steuererhöhungen erst später durch die Senkung der Lohnsteuer kompensiert werden können.
b) durch Einsparungen bei den Staatsausgaben
2. Moderate Strukturreformen inklusive eines „Flexicurity-Modells“ für den Arbeitsmarkt
Die inzwischen stabile zyklische Erholung hat Potenzial sich zu verfestigen. Die gewichtigsten kurzfristigen Risiken sind politischer oder externer Natur.
Quelle: AdvisorWorld.ch