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Der Fuchsbandwurm, der Echinococcus multilocularis, ist ein Darmparasit des Fuchses. Selten wachsen die Bandwürmer auch im Darm von Hunden oder Katzen. Über den Kot werden die Eier des Bandwurms ausgeschieden und gelangen so in Gärten und Wiesen. Die Eier können in feuchtem Milieu monatelang überleben. Mäuse, die diesen Kot fressen, nehmen die Eier auf. Die entwickeln sich im Darm der Maus zu Larven und überleben in deren Organismus. Werden infizierte Mäuse von Hunden oder Katzen gefressen, nehmen diese den Parasiten auf und sind somit ebenfalls Träger der Parasiteneier.
Eine Ansteckung des Menschen ist selten und passiert über den Kontakt mit rohen Lebensmitteln, verunreinigtem Trinkwasser oder dem Kontakt mit Tieren, die infiziert sind. Findet eine Ansteckung statt, gelangen die Parasiteneier in den Darm des Menschen, wo sie sich zu Larven entwickeln. Diese gelangen via Blutbahn in die Leber. Die Larven bilden Zysten. Oft wird die Erkrankung erst nach Monaten oder Jahren entdeckt, wenn sich bereits Organschäden zeigen. Durch Früherkennung mittels Bluttest und der medikamentösen und operativen Entfernung des Parasiten lässt sich die Infektion kontrollieren.
Vom Institut für Parasitologie der Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich den Universitätskliniken Zürich, Bern, Genf und Lausanne wurde eine gesamtschweizerische Erhebung zur Anzahl Erkrankungen beim Menschen durchgeführt. Das Resultat zeigt, dass in den 90er Jahren jährlich zirka eine Person pro Million Einwohner erkrankte. Zwischen 2001 und 2005 waren es durchschnittlich 2.6 Neuerkrankungen pro Jahr. Da der Fuchs immer mehr auch in den Städten heimisch ist, gibt es vom Ansteckungsrisiko zwischen ländlichen und Stadtregionen keinen Unterschied mehr.
Was können Sie tun
Es gibt einige Massnahmen, die Sie treffen können um Ihr Ansteckungsrisiko zu reduzieren:
- Waschen Sie Gemüse, Salat und Früchte gründlich vor dem Verzehr.
- Kochen zerstört die Fuchsbandwurmeier. Tiefgefrieren jedoch nicht.
- Waschen Sie Ihre Hände nach der Gartenarbeit oder allgemein nach Kontakt mit Erde oder Sand gründlich.
- Betreten Sie Ihre Wohnung nicht mit Gartenschuhen.
- Fuchskot im Garten am besten mit einem Plastiksack einsammeln und im Haushaltskehricht entsorgen. Auf dem Kompost oder vergraben, verteilen sich die Eier dennoch weiter.
- Wenn Sie einen Hund oder Katze haben, die Mäuse jagen und fangen, lassen Sie sie regelmässig gegen Fuchsbandwurm behandeln. Halten Sie hierfür Rücksprache mit Ihrem Tierarzt.
- Waschen Sie sich die Hände nachdem Sie Kontakt mit einem Hund oder einer Katze hatten. Wenn sich Hunde in Fuchskot wälzen, haften die Eier des Bandwurms am Fell.
Trotz all der Gefahren, besteht kein Grund Angst zu haben. Wenn Sie geeignete Massnahmen treffen, ist das Ansteckungsrisiko minimal. Falls Sie dennoch Bedenken haben, fragen Sie Ihren Hausarzt. Mittels Blutuntersuchung kann eine eventuelle Ansteckung geprüft werden.