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Die Stadt Steyr
Das unfreundlich regnerische und herbstlich kühle Wetter erstickt den Wunsch im Keim, die Stadt Steyr bei einem gemütlichen Spaziergang zu besichtigen. So konzentrieren wir uns auf die notierten Eckdaten aus Marlen Haushofers Biografie und lassen alle anderen Sehenswürdigkeiten der Ortschaft unbeachtet. Leider. Denn während uns das Navigationsgerät im Auto von Adresse zu Adresse lotst, sehen wir beim Vorbeifahren viele Besonderheiten, die sich zu entdecken gelohnt hätten.
Steyr gilt mit seinen knapp 40’000 Einwohnern (2010) als drittgrösste Stadt Oberösterreichs. Sie liegt am Zusammenfluss der beiden Flüsse Enns und Steyr, nahe der Grenze zu Niederösterreich. Der Ort verfügt über eine lange Geschichte, die bis zur Eisenzeit zurückreicht. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem das Bummerlhaus, der Taborfriedhof, das Rathaus und das Schloss Lamberg aus dem 10. Jahrhundert.
Weitere Informationen rund um die Stadt finden Sie auf dem offiziellen Internetportal.
Von 1947 bis 1970 wohnte Marlen Haushofer mit ihrer Familie in Steyr. Auf der Übersichtskarte links sind die einzelnen Stationen markiert, und die folgenden Absätze dokumentieren die Adressen in chronologischer Reihenfolge.
1947 – 1951
Im Jahre 1947 fand Manfred Haushofer eine Stelle als ärztlicher Leiter des Zahnambulatoriums der Krankenkasse in Steyr. Die Familie zog von Graz in eine Dienstwohnung an der Leharstrasse 7 im Stadtteil Münichholz/Steyr.
1951 – 1952
Nur gerade etwas mehr als ein Jahr wohnten die Haushofers am Bergerweg 25 im Stadtteil Neuschönau/Steyr.
1952 – 1955
An der Berggasse 81 lebten die geschiedenen Haushofers in einem Beziehungsdreieck mit Manfred Haushofers Geliebten und Ordinationshilfe Inge, die gleichzeitig eine gute Freundin von Marlen war.
1955 – 1960
Diese Wohnung an der Pfarrgasse 8 dürfte Marlen Haushofer nicht gefallen haben. Die Zimmer waren klein und ohne Komfort. Zudem gehörte das Haus einem Fleischhauer, der regelmässig im Hof Schlachtungen durchführte.
1960 – 1969
Am Taborweg 19 haben sich die Haushofers wohl gefühlt, bis der Eigentümer des Hauses Eigenbedarf anmeldete und sie aus ihrer Wohnung ausziehen mussten.
1969 – 1970
Ihr letztes Lebensjahr verbrachte Marlen Haushofer an der Johann-Puch-Strasse 6. Sie fühlte sich in der hellhörigen Neubauwohnung, die Manfred Haushofer während Marlens Spitalaufenthalt gekauft hatte, nicht so richtig wohl.