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Die Schulter, ein anatomisches Meisterwerk
Die Schulter ist ein komplexes Gebilde aus Knochen, Bändern, Sehnen und Muskeln. Das Schlüsselbein bildet zusammen mit dem Schulterdach und dem Kugelgelenk zwischen Schulterblatt und Oberarmkopf das knöcherne Gerüst der Schulter. Im Unterschied zur Hüfte ist die Einbuchtung des Schulterblattes (die Gelenkspfanne) vergleichsweise flach. Dadurch lässt sich der Gelenkkopf des Oberarmknochens sehr frei bewegen.
Starke Weichteile
Die nötige Stabilität verdankt die Schulter den Weichteilen. Gemeinsam mit Bändern und der Gelenkkapsel sorgt eine Gruppe von Muskeln und Sehnen – die sog. Rotatorenmanschette – für die Verankerung des Oberarmkopfes in der Gelenkpfanne. Diese flexible Bauweise erlaubt Bewegungen in alle Richtungen, Streck- und Rotationsbewegungen oder Kombinationen davon, wie beispielsweise den Griff in den Nacken. Kein anderes menschliches Gelenk bietet einen grösseren Bewegungsradius.
Verletzlich, weil beweglich
Ihre Bauweise macht die Schulter nicht nur beweglicher als andere Gelenke, sondern auch anfälliger für Verletzungen. Am häufigsten sind die Sehnen betroffen. Nicht selten kommt es ausserdem zu Ausrenkungen infolge von Instabilitäten oder zu Brüchen an knöchernen Schulterstrukturen.
Wann zum Arzt?
Halten leichte Schulterschmerzen länger als zwei Wochen an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Nicht zuwarten dürfen Sie bei nächtlichen Schulterschmerzen bzw. Schmerzen in Ruheposition. Gehen Sie sofort zum Arzt bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen.