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Asir,
Assir, Asyr, eine von thatsächlich fast unabhängigen Stämmen bewohnte Gebirgslandschaft Westarabiens, zwischen Hedschas im N., Jemen im S. und Nedschd im O., ist erst durch die Kämpfe, in die es wegen der Teilnahme an dem Wahhâbitenkriege gegen Mehemed Ali von Ägypten [* 3] verwickelt wurde, einigermaßen bekannt geworden und bildet heute das gleichnamige türk. Sandschak im Wilajet Jemen. Das etwa 150000 qkm große Land ist reichlich mit Quellen, Flüssen und andern Bewässerungen versehen, voll fruchtbarer Thäler, darunter das malerische Wadi-Scharan mit reichen Durrafeldern, Weinpflanzungen, Mandel- und Pfirsichbäumen.
Die Bewohner, fanatische Wahhâbiten, gehörten zu den kräftigsten in Arabien. Ihre Zahl wird auf 82000 (nur männl. E.) geschätzt, die also im ganzen etwa 160000 betragen wird und zur Zeit der Wahhâbitenkämpfe, wo das Gebirgsland ein Asyl aller Unzufriedenen war, bis auf 400000 anwuchs. Menadir, Hauptort des Landes, mit einem reichgeschmückten Beduinenpalaste, ist von einem Gebirgskranze umgeben, an dessen Westabhange die Festungswerke von Reda liegen.