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Die Bevölkerung der Stadt St.Gallen ist in den vergangenen zwanzig Jahren um gut 9 Prozent gewachsen (+6'377 Personen). Die Wachstumskurve zeigte allerdings nicht immer nach oben: In den Jahren 2004 bis 2006 sowie 2016 und 2017 war das Bevölkerungswachstum kurzzeitig rückläufig. Zwischen 2006 und 2020 stieg die Bevölkerung der Stadt St.Gallen insgesamt jedoch deutlich an. Seither hat sich die ständige Wohnbevölkerung der Stadt bei rund 76'200 Personen eingependelt. Einen vergleichbaren, allerdings steileren und anhaltenderen Verlauf verzeichnen die übrigen Städte >50'000. Das Wachstum ab dem Jahr 2006 steht in Zusammenhang mit einer guten wirtschaftlichen Konjunktur und wurde zusätzlich durch die erleichterte Zuwanderung von EU-Bürgerinnen und Bürgern infolge des Personenfreizügigkeitsabkommens begünstigt.
Ohne phasenweise Bevölkerungsrückgänge verläuft das Bevölkerungswachstum im Kanton St.Gallen. Die Bevölkerung des Kantons St.Gallen hat in den letzten zwanzig Jahren ständig zugenommen.
Als einziges stagnierte das Bevölkerungswachstum im Agglomerationsgürtel der Stadt St.Gallen. Dies hauptsächlich aufgrund leichter Bevölkerungsrückgänge in den Gemeinden Herisau und Gossau.
Die ständige Bevölkerung umfasst den Personenkreis, der mit einer längerfristigen Perspektive in einer Gebietseinheit Hauptwohnsitz genommen hat, dort primär steuerpflichtig ist und die politischen Rechte in Anspruch nehmen kann. Ob ein Mitglied der ständigen Wohnbevölkerung effektiv den Lebensmittelpunkt in seiner Hauptwohnsitzgemeinde hat, bleibt offen. Es gibt Personen der ständigen Wohnbevölkerung, deren Lebensmittelpunkt sich an einem Nebenwohnsitz befindet.
• alle schweizerischen Staatsangehörigen mit einem Hauptwohnsitz in der Schweiz
• ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für mindestens zwölf Monate (Ausweis B oder C oder EDA-Ausweis [internationale Funktionäre, Diplomaten und deren Familienangehörige])
• ausländische Staatsangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L) für eine kumulierte Aufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten
• Personen im Asylprozess (Ausweis F oder N) mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten.
In der Datenquelle ESPOP (1980-2009) werden Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten nicht zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt.