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|Malo e Leilei|
Geschrieben von Tom
|Wednesday, 12. March 2008|
Wir sind also nun im Paradies.... so sagt man doch mindestens in Europa.
Doch wie immer hat auch ein Himmelflecken auf Erden zwei Seiten... mehr dazu jedoch dann im Tagebuch gegen Ende unseres Tongaaufenthaltes.
Wen es interessiert ueber Tonga zu lesen....ich habe anbei einige Auschnitte aus Wikipedia angefuegt... spannendes Koenigshaus hier ;-)
Auszug aus Wikipedia:
Das Königreich Tonga (tongaisch: Puleʻanga Fakatuʻi ʻo Tonga, englisch: Kingdom of Tonga) ist ein Inselstaat im Südpazifik. Der Archipel umfasst die 169 früher auch Freundschaftsinseln (englisch:The Friendly Islands) genannten Tongainseln, von denen nur 36 bewohnt sind, sowie die beidenMinerva-Riffe. Tonga ist der einzige Staat in Ozeanien, der nie von Europäern kolonialisiert wurde.
Geographie
Tonga besteht aus 169 Inseln und Atollen im Pazifik östlich von Fidschi, südlich von Samoa und nördlich von Neuseeland. In einer Proklamation am 24. August 1887 bestimmte König George Tupou I., dass Tonga zwischen 15° und 23,5° südlicher Breite und 173° und 177° westlicher Länge (und damit westlich der Datumsgrenze) liegt.
Am 15. Juni 1972 legte König Taufa’ahau Tupou IV. fest, dass das Gebiet des Nördlichen und des Südlichen Minerva-Riffs (Teleki Tokelau und Teleki Tonga) und alles in einem Umkreis von zwölf Seemeilen ebenfalls zum Hoheitsgebiet Tongas gehört. Beide Riffe liegen etwa bei 23°39' südlicher Breite und 179° westlicher Länge südwestlich der im Süden Tongas liegenden Insel ’Ata.
Tonga liegt mit seinen vielen Vulkaninseln im Gebiet des Pazifischen Feuerrings. Östlich Tongas liegt der bis 10.882 m tiefe Tongagraben. Hier taucht die Pazifische Platte westwärts mit 15 bis 24 cm pro Jahr unter die Australische Platte und bildet eine Subduktionszone. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt deshalb in etwa nur 500 m, weshalb Koralleninseln wie Tongatapu hier entstehen können. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Nuku’alofa.
Bevölkerung
Tonga hat etwa 101.000 Einwohner, die zu 98 % Polynesier sind. Die übrigen Einwohner sind meist Europäer oder Chinesen und Inder. Ein großer Teil der tongaischen Bürger lebt permanent im Ausland, vor allem in Australien, Neuseeland und den USA.
Der überwiegende Teil der Tongaer ist Mitglied einer christlichen Kirche oder Gemeinde. Vorherrschende Konfession ist dabei die Free Wesleyan Church (41,3 %), ansonsten die Römisch-Katholische Kirche (15,9 %), die Free Church of Tonga (11,7 %), die Church of Tonga (7,3 %), dieTokaikolo Christian Church (3,0 %), die Siebenten-Tags-Adventisten (2,5 %), die Assemblies of God (1,1 %) und die Anglikanische Kirche (0,7 %). Neben den traditionellen christlichen Kirchen ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit 13,8 % relativ stark vertreten. Dies ist der weltweite höchste mormonische Bevölkerungsanteil eines unabhängigen Staates.
Die Menschen aus Tonga essen gerne, viel und vor allem traditionell sehr kalorienreich (Yams undKokosöl). Obwohl dicke Menschen auf Tonga noch immer als schön gelten und das Gesunde verkörpern, führte der Staat ein Programm zur Ernährungsberatung ein und animierte die Bevölkerung zu mehr Sport. Notwendig wurde das, weil rund 58 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen einen Body-Mass-Index aufwiesen, der weit über 30 lag. Damals initiierte Taufa’ahau Tupou IV. auch einen nationalen Wettbewerb, in dem der Tongaer mit der größten Gewichtsreduktion 500 Dollar gewann. Dem 1918 geborenen König gelang es selbst in den frühen 90ern, sein Gewicht um 70 Kilogramm von vormals etwa 210 Kilogramm zu reduzieren.
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Tonga durchlebt zur Zeit, wie wohl in jedem Südpazifik-Staat, eine schwierige Phase. Großbauern aus anderen Ländern und riesige Fischfangflotten machen dem Land auf dem Markt Konkurrenz. Zudem ist der Tourismus nur mangelhaft ausgebaut. Die meisten Produkte des täglichen Lebens müssen importiert werden.
Zwar hat die Regierung zahlreiche Investitionen getätigt, doch gelten diese als fragwürdige ökonomische Entscheidungen. So wurden zahlreiche Mittel in exzentrische, aber zweifelhafte Projekte gesteckt, wie die Suche nach Erdöl in Gegenden, wo es laut Geologen kein Erdöl gibt; wie die Überlegungen, Tonga als Endlager für radioaktiven Müll zu nutzen; wie den Verkauf von tongaischen Pässen; wie die Zulassung von ausländischen Schiffen, die dann in illegale Aktionen verwickelt waren; wie die Vermietung von „Parkpositionen“ für Erdsatelliten im All an andere Staaten; wie das langfristige Chartern einer unbrauchbaren – da massiv überdimensionierten – Boeing 757, was 2004 zum Bankrott der damaligen staatlichen Fluglinie Royal Tongan Airlines führte; und wie den Aufbau eines Flughafenhotels mit angeschlossenem Casino gemeinsam mit einem von Interpol gesuchten Kriminellen. Der König scheint einen Hang zu spekulativen Großprojekten, die einen hohen Gewinn versprechen, zu besitzen. Er hat bereits mehrere Millionen an einen Finanzberater verloren, der sich selbst als königlichen Hofnarr bezeichnet hat.
Eine willkommene Einnahmequelle ist der Verkauf von „.to“-Domainnamen wie „jump.to“ oder „come.to“ für ca. 35 Euro pro Jahr (2007).
Ebenfalls verbesserte Tonga den Staatshaushalt mit dem Verkauf von tongaischen Pässen, die allerdings international nicht anerkannt sind. Ansonsten exportiert das Land tropische Früchte, auch Vanille. Hauptabnehmer sind Japan mit 55 %, die USA mit 25 % und Neuseeland mit 7 %.
Politik
Tonga ist eine konstitutionelle Monarchie, in der die Verfassung dem König größere Befugnisse einräumt als beispielsweise den englischen Monarchen. Der Respekt vor der königlichen Herrschaft existiert noch weitgehend unverändert wie in vergangenen Jahrhunderten, damals gegenüber dem als heilig erachteten obersten Häuptling Tu’i Tonga. Kritik an der Monarchie wird als untongaisch und schlicht unhöflich abgelehnt. König Taufa’ahau Tupou IV., ein direkter Nachfahre des ersten Königs, lebte bis zu seinem Tod am 10. September 2006 mit seiner Familie, einigen einflussreichen Adligen sowie der wachsenden nicht-adligen Elite in relativem Reichtum. Die restliche Bevölkerung ist jedoch vergleichsweise arm. Die Auswirkungen dieser Ungleichheit werden durch drei Faktoren abgemildert: Bildung, medizinische Versorgung und Landbesitz.
Tonga hat ein gut ausgestattetes Erziehungssystem, das freien Zugang zu Bildung ermöglicht. Für alle Kinder bis zum zwölften Lebensjahr besteht Schulpflicht, die Gebühren für weiterführende Schulen sind gering und es gibt Stipendien für eine weitere Ausbildung im Ausland. DieAlphabetisierungsrate beträgt 98 %, und universitäre Abschlüsse sind verbreitet.
Außerdem gibt es freien Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Verfassung verbietet Ausländern Landerwerb (allerdings können sie welches pachten). Es gibt einen Landmangel auf der dichter besiedelten Hauptinsel Tongatapu, auf den übrigen Inseln steht jedoch meistens Ackerland frei. Die Mehrheit der Bevölkerung produziert Lebensmittel zum Eigenbedarf, etwa die Hälfte produziert ihre Grundnahrungsmittel durch Ackerbau, Fischerei und Viehzucht selbst. Frauen und Männer haben gleichen Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, auch die Beschäftigungszahlen sind annähernd gleich, aber Frauen werden beim Landbesitz benachteiligt, da er nur Männern gesetzlich zusteht. Im Parlament war erst eine Frau vertreten.
Dem Beispiel seiner Mutter, Königin Salote, und dem Rat ausländischer Berater folgend hat die Regierung unter König Taufa’ahau Tupou IV. die Wirtschaft monetarisiert, die medizinische Versorgung und das Bildungssystem an internationale Standards angepasst und der Bevölkerung Zugang zu materiellem Wohlstand (in Form von Wohnungen, Autos und anderen Gütern), Bildung und Auslandsreisen verschafft. Die Regierung unterstützt olympische und andere Sportereignisse und hat Soldaten für UN-Friedensmissionen (vor allem in Bougainville) zur Verfügung gestellt.