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Freiburg i. Br., 1. Viertel 16. Jh.
H. 146,5, B. 54,5 cm
Inv. 1901.270.
Die Mater Dolorosa gehört zu jenem Ensemble 25 grosser Figurenscheiben, von denen acht bei der spektakulären Versteigerung der Gräflich Douglas'schen Glasgemäldesammlung 1897 für Basel erworben werden konnten. Der für die Kartause in Freiburg i. Br. um 1520 geschaffene Zyklus gelangte nach der Aufhebung des Klosters 1782 zur Zweitverwendung in den Neubau der frühklassizistischen Kirche der Benediktinerabtei St. Blasien/Schwarzwald. Die damalige Übernahme der spätgotischen Farbfenster und deren anschliessende Ergänzung durch entsprechende zeitgenössische Schöpfungen stellen einen einzigartigen Fall der Wiederbelebung sakraler Monumentalglasgemälde im späten 18. Jahrhundert dar. Die in einen blauen Mantel gehüllte Schmerzensmutter mit leidvollem Antlitz bildete vermutlich das Gegenstück zu einer Ecce-homo-Darstellung. Die über ihrem Haupt einen Bogen bildenden Weinreben weisen als eucharistisches Zeichen auf den Tod Christi hin. Die Stifterfigur zu ihren Füssen wurde bis anhin mit dem Konstanzer Domherrn Johann Wanner identifiziert.