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Sich positionieren im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle
Eine Auseinandersetzung mit der doppelten Aufgabenstellung der Sozialen Arbeit
Für Sozialarbeitende stellt der Umgang mit dem doppelten Mandat eine zentrale Herausforderung dar. Die Masterarbeit geht deshalb folgender Fragestellung nach:
Wodurch zeichnet sich eine professionelle Positionierung im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle aus? Um auf diese Frage eine begründete Antwort geben zu können, wird folgende Vorgehensweise gewählt:
Zunächst werden je eine empirische Studie von Maja Heiner und von Peter Schallberger analysiert. Denn die Positionierungen der Autorin und des Autors in Bezug auf das doppelte Mandat – die auf den ersten Blick gegensätzlich daherkommen –, sowie die von ihnen vorgetragenen Begründungen und Argumentationen können anhand der konkreten Ausführungen in den Studien sehr gut rekonstruiert werden. Auf der Basis dieser systematischen Rekonstruktion ihrer Positionierungen wird aufgezeigt, dass die Einschätzung, Heiner befürworte den Aspekt der Kontrolle, während Schallberger ihn ablehne, auf einem Missverständnis beruht und dass zwischen ihren Positionierungen vielmehr grosse Übereinstimmungen bestehen.
Aus diesen Übereinstimmungen werden Orientierungspunkte als Antwort auf die Fragestellung abgeleitet. Für den Fachdiskurs werden zudem folgende Schlussfolgerungen gezogen:
1. Eine sorgfältige (rekonstruktiv vorgehende) Analyse zur Klärung der Verständnisse zentraler Begrifflichkeiten ist unerlässlich.
2. Die (normative) Einschätzung sozialarbeiterischer Praxis sollte mit Bezugnahme auf empirische Befunde erfolgen.