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(Kurzfassung)
Freundschaft unter Männern
"Wie ist es euch gegangen mit dem Brief von einem Mann an einen Mann? Welche Erfahrung habt ihr damit gemacht?"
Als Einstieg die Geschichte aus dem Buch von Steve Biddulph (S 209):
Zwei Farmer stehen im staubigen Hof vor dem Wohnhaus. Der eine, Nachbar des anderen, ist herübergekommen, um "Auf Wiedersehen" zu sagen, der andere sieht zu, wie seine letzten Möbelstücke auf einen Laster gepackt werden. Die Farm sieht verlassen aus - das Vieh und die Maschinen sind verkauft. Zwei halbwüchsige Jungen stehen neben dem Wagen, die Frau ist bereits eingestiegen, den Blick gesenkt.
Die bei den Männer haben dreißig Jahre lang nebeneinander gewirtschaftet, Buschfeuer bekämpft, sie sind mit kranken Kindern durch die Nacht gefahren, haben literweise schwarzen Tee zusammen getrunken und dazu Kekse gegessen und sich wechselseitig um die Frau und die Kinder des anderen gekümmert als handle es sich um die eigenen Familie. Sie haben gute und schlechte Zeiten miteinander durchlebt. Jetzt muss der eine fortziehen
seine Farm ist pleite. Er wird fortan in der Stadt wohnen und von dem Geld leben, das seine Frau als Putzhilfe in irgendwelchen Motels verdient.
"Also", sagt der Nachbar, "ich fahr dann mal wieder nach Hause."
"Ja", sagt der andere, "danke, dass du rüber gekommen bist."
"Lass dich mal bei uns blicken."
Männerfreundschaften sind für Männer etwas Wertvolles. Trotzdem tun sich Männer mit tieferen Beziehungen zu anderen Männern schwer, wie diese Geschichte zeigt.
Wir gehen nun in zwei Gruppen dem Thema nach:
• Die linke Gruppe überlegt sich, was gut daran ist, dass Männer nicht zu
schnell und zu nahe zueinander in Beziehung zu treten.
• Die rechte Gruppe überlegt sich, was Männer alles versäumen, wenn sie
nicht zu Männern in nähere Beziehung treten
Annäherung mit Spaß
Die bei den Gruppen stehen auf und stehen sich jetzt gegenüber. Jeder Mann
sucht sich aus der Gruppe gegenüber einen Partner für eine kleine und natürlich gefahrlose Übung. Sie stellen sich paarweise zusammen.
Männer nähern sich körperlich dann, wenn es rauer zugeht (wie beim Fußball, ringen, raufen usw.). Das Körperliche, Raue muss aber nicht nur Kampf sein, sondern darf auch Spaß machen.