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Die UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt in Kuala Lumpur, Malaysia, erzielte nach Einschätzung des WWF Deutschland wichtige Fortschritte beim Aufbau eines weltweiten Netzwerks von Schutzgebieten an Land. Gleichzeitig konnten sich die Vertreter von 187 Staaten nicht auf ein gemeinsames Programm zum Schutz der Weltmeere einigen. „Die Regierungen haben die einmalige Chance vertan, den Raubbau an unseren Ozeanen einzudämmen“, kritisierte der WWF Deutschland. Während bereits 12 Prozent der Landoberfläche unter Schutz stehen, sind es bei den Meeren nur 0,5 Prozent. Trotz dieses eklatanten Missverhältnisses haben die Vertragsstaaten die Vereinbarung konkreter Massnahmen für den Meeres- und Küstenschutzes auf die nächste Konferenz in Brasilien 2006 verschoben. Einziger Lichtblick ist gemäss WWF der Aufruf an die UN-Vollversammlung, sich unverzüglich für den Schutz von Tiefseekorallen und Seebergen einzusetzen.
Trotzdem wertet der WWF die Konferenz zumindest in Teilen als Erfolg. Erstmals seit Verabschiedung der „Konvention über die Biologische Vielfalt“ (CBD) in Rio 1992 einigte sich die Staatengemeinschaft auf ein konkretes Arbeitsprogramm für die Bildung eines Netzwerkes von Schutzgebieten an Land. Damit wird nach Einschätzung des WWF das Ziel der CBD, das Tempo des Artensterbens zu reduzieren, erreicht. Dagegen sei die gleichzeitig beschlossene Absicht, bis 2012 auch ein Netz von Meeresschutzgebieten einzurichten, aufgrund fehlender Massnahmen wirkungslos.