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Dank seiner Ausrichtung nach Norden ist das Gambarogno im Sommer eine der sonnigsten Regionen im Tessin. Wenn jedoch die herbstliche Tagundnachtgleiche erreicht ist, kann sich die Sonne nicht mehr über den Horizont erheben. Der Schatten bemächtigt sich der kleinen Dörfer am See und der dichten Wälder, das ganze Gebiet verfällt in einen langen Winterschlaf. Die ersten Oktobertage bieten die letzte Gelegenheit, eine Entdeckungsfahrt durch die charakteristischen Monti zu unternehmen, die das rechte Seeufer überragen.
Gerra - Cheventino - Monti di Gerra - Pianascio - Cheventino - Gerra
Region: Gambarogno
Höhe: 908 m
Höhenunterschied: 711 m
Distanz: 11 km
Fahrzeit: 1 - 1.5 Stunden
Nicht fahrbar: 0 Minuten
Jahreszeit: März - November
Fahrtechnik: 2
Kondition: 2
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Dieses Tour ist ausführlich in meinem Buch beschrieben!
Wir schwingen uns aufs Rad und folgen der schmalen Strasse, die hinter dem Dorf Gerra Gambarogno hochklettert. Sie klettert den Grashang hoch und schlängelt sich an vielen modernen Villen vorbei. Weiter oben wir werden von einem ungeordneten Geflecht von Bäumen empfangen, das vom Licht nur mühsam durchdrungen wird. Wir erreichen die Monti di Gerra, aber die Strasse steigt auf der linken Seite nach einer Metallschranke weiter an. Sie endet nach einigen Kehren in der Nähe eines Bauernhofes, der die Anhöhe überragt und seine grüne Terrasse gegen den Lago Maggiore und das Maggia-Delta ausstreckt.
Wir beginnen die Talfahrt längs der Weiden. Nach einigen leichten Stufen, die den Kastanienwald durchqueren, erreichen wir die Monti di Gerra wieder. Der Weg ist flüssig und lässt uns einige schöne Steinhütten entdecken, die von Weinbergen und Fruchtbäumen umgeben sind.
Als wir die letzten Hütten erreichen, zeigt uns ein Wegweiser den Maultierpfad nach Gerra. Die Strecke durch den Wald hat ein gleichmässiges Gefälle, nur die zahlreichen Steine auf dem Boden mahnen zur Vorsicht. Wir überqueren zwei Mal die Strasse, die wir für den Aufstieg benutzt haben. Dann müssen wir ihr ein kurzes Stück weit folgen, bis wir nach einer Spitzkehre wieder auf dem Weg sind, der durch den Wald in die Tiefe stürzt.
Bald erreichen wir den Platz oberhalb Gerra. Es bleibt uns nur übrig, widerwillig auf dem Asphalt an das Seeufer zu gelangen.