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«DIE GUTGESINNTEN IN JEDEM LAND SOLLTEN SICH IMMER MEHR ZUSAMMENSCHLIESSEN, UM EINEN STARKEN DAMM GEGEN ALLES NEGATIVE UND LEBENSFREMDE, KOMME ES VON AUSSEN ODER AUS DEN EIGENEN REIHEN, ZU BILDEN.»
Leben
Karl Meier wurde am 16. März 1897 als Rudolf Carl Rheiner geboren, war hauptsächlich als Schauspieler tätig und war Mitglied des Cabarets Cornichon in Zürich. Als Leiter der hinter dem Journal „Kreis“ stehenden „Vereinigung Homosexueller“ war er jahrzehntelang ein Anführer der Schweizer Homosexuellenbewegung und setzte sich für die Anerkennung und Gleichberechtigung der Homosexuellen ein. 1970 erlitt Karl Meier bei einer Theaterprobe in Zürich einen Schlaganfall. Von diesem erholte er sich nicht mehr, und er verstarb 1974 in Zürich.
Einsatz für Menschenrechte
Karl Meier verbrachte mehrere Jahre in Deutschland. Zurück in der Schweiz schrieb er – meist unter dem Pseudonym „Rolf“ (anfangs auch Rudolf Rheiner) ab 1934 regelmässig für die an Homosexuelle gerichteten Zeitschriften „Schweizerisches Freundschafts-Banner“ und ab 1937 für die Zeitschrift „Menschenrecht“. Ab 1943 wurde diese Zeitschrift zweisprachig unter dem Namen „Der Kreis – le cercle“ von „Rolf“ herausgegeben. Ab 1951 wurde die Zeitschrift zusätzlich durch englische Beiträge ergänzt. Karl Meier gab die Zeitschrift nicht nur heraus, sondern verfasste auch selbst Texte, Gedichte, Kommentare und Antworten auf Fragen von Lesern. Zudem organisierte er Festanlässe. Mit Unterstützung des „Kreis“ entstanden auch in anderen Ländern entsprechende Organisationen, zum Beispiel in Frankreich und in den Niederlanden. Ende der 1960er-Jahre brach die Nachfrage ein, weil „Rolf“ an alten Werten festhielt und die Zeitschrift deshalb nicht mehr auf die neuesten gesellschaftlichen Veränderungen reagieren konnte. Das letzte Heft erschien im Dezember 1967.
Historisches Lexikon der Schweiz Informationen zu Homosexualität im Recht und in der Gesellschaft.
Schwulenarchiv Im Archiv befinden sich Tagebücher, Fotos, Interviews, Vereinsarchive, Zeitschriften, Filme und Bilder.
Schweizerische Schwulengeschichte Geschichte der Schwulen in der Schweiz mit Darstellung der Epochen, Zeittafeln und Biografien.
Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS ist die Dachorganisation der homosexuellen Männer in der Schweiz. Sie vertritt die Interessen der Homosexuellen und dient als Ansprechpartner bei Fragen in Bezug auf das Thema männliche Homosexualität.
Lesbenorganisation Schweiz Die Organisation informiert über Aktualität sowie über die gesellschaftspolitische und rechtliche Situation von Lesben in der Schweiz und auf der ganzen Welt.
Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche Die Arbeitsgruppe hat die volle Teilhabe von Homosexuellen, Bisexuellen, Trans und Queeren am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben zum Ziel. Insbesondere arbeitet sie am Abbau von Vorurteilen und an der vollständigen beruflichen Gleichstellung.
Heinrich Hössli Stiftung Die Heinrich Hössli Stiftung fördert wissenschaftliche Projekte zur Geschichte der Homosexualität. Zudem unterstützt sie auch andere Projekte, die zum Verständnis von Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung beitragen.