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Wie hängen die Erschöpfungsdepression und Herzerkrankungen zusammen? Begünstigen sie sich gegenseitig?
Steigt die Gefahr von Herzerkrankungen Jahr für Jahr?
Ebenso wie Burnout ein Risiko unserer Zeit ist, steigt die Gefahr von Herzerkrankungen Jahr für Jahr.
Forscher der Universität in Tel Aviv haben sich mit beiden Gesundheitsrisiken in einer dreieinhalbjährigen Studie mit knapp 9.000 Probanden zwischen 19 und 676 Jahren beschäftigt.
Innerhalb des Forschungszeitraums wurden die Teilnehmer auf beginnende Symptome der Erschöpfungsdepression untersucht wie auch auf eine beginnende koronare Herzerkrankung.
Mitberücksichtigt wurden das familiäre Auftreten von Herzerkrankungen, das Alter und das Geschlecht.
Gibt es eine Verbindung zwischen Burnout und Herzerkrankungen?
Wie die Studie zeigte, sind beide Gesundheitsrisiken miteinander verbunden. Bei einem Fünftel der Teilnehmer, die die höchsten Werte für eine Erschöpfungsdepression anzeigten, war auch das Risiko für eine koronare Herzerkrankung um bis zu 79 % erhöht.
Bei allen Probanden, die Anzeichen eines Burnouts hatten, lag die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung um 40 Prozent höher, als bei jenen Probanden, die die nicht von einer Erschöpfungsdepression betroffen waren und keine Symptome zeigten.
Herzinfarkt oder Erschöpfungsdepression?
Eine koronare Herzerkrankung gilt als Vorstufe für einen Herzinfarkt. Durch die Ablagerungen, die sich in den Herzkranzgefässen bilden, wird der gesunde Blutkreislauf dort gestört.
Es ist besorgniserregend, dass immer mehr Menschen an Herzerkrankungen sterben. Auffällig ist dabei, dass immer mehr Frauen davon betroffen sind und unter Herzerkrankungen leiden.
Zugleich sollen immer mehr Menschen von einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) betroffen sein.
Warum ist Prävention so wichtig?
Aufgrund einer besseren Diagnostik und Behandlung sind die Sterbefälle heute rückläufig. Dennoch darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Herzerkrankungen immer weiter verbreiten.
Aus diesem Grund muss in die Prävention von Risikokrankheiten wie dem Burnout und Herzerkrankungen investiert werden.
Zugleich geht es um Risiken wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck und es sollte bereits im Kindesalter vorgebeugt werden.
Konkret geht es um Rahmenbedingungen für die Bevölkerung um eine gesunde Lebensweise zu ermöglichen.
Dazu gehören körperliche Aktivitäten und eine gesunde Ernährung. Wichtig ist eine systematische Aufklärung in Betrieben, aber auch Schulen und Kindertagesstätten.