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Swiss Cycling hat ein Projekt für die Organisation der kombinierten Mountainbike-Weltmeisterschaften im Wallis ausgearbeitet. So haben Swiss Cycling, der Kantonalverband Fédération Cycliste Valaisanne und das Unternehmen Valais/Wallis Promotion beim Weltverband UCI gemeinsam eine Absichtserklärung für die Durchführung im September 2025 eingereicht.
Die Schweiz ist eine Mountainbike-Nation. In der Königsdisziplin Cross-Country hat das Ensemble von Swiss Cycling den Nummer-1-Status an den Weltmeisterschaften 2019 in Kanada zementiert. Als Veranstalter geniesst das Land hohes Ansehen, auch des grossen öffentlichen Interesses wegen. Unvergessen bleiben die einzigartige Ambiance und die euphorisierten Massen an den Weltmeisterschaften 2018 in Lenzerheide. In diesem Kontext hat Swiss Cycling ein Format entworfen, welches der Sportart nie dagewesene Aufmerksamkeit bescheren kann.
Das Projekt sieht vor, die Titelkämpfe in den sieben Mountainbike-Disziplinen Cross-Country, Downhill, E-Bike, Enduro, Marathon, Pumptrack und Short Track innert zwei Wochen in der gleichen Region durchzuführen – sie miteinander zu kombinieren.
Swiss Cycling hat das Multi-WM-Format dem Kantonalverband Fédération Cycliste Valaisanne (FCVs) und Valais/Wallis Promotion (VWP) vorgestellt. «Die Idee, die sieben Weltmeisterschaften innert kurzer Zeit in der gleichen Region durchzuführen, hat uns sofort überzeugt. Ein solches Format hat viele Vorteile, unter anderem eine effizientere Verwaltung der organisatorischen Ressourcen und eine grössere Sichtbarkeit für den Mountainbike-Sport», sagt Steve Morabito, Präsident der FCVs. Das Wallis verfügt über erstklassige topographische Voraussetzungen, eine hochwertige Infrastruktur und reichlich Erfahrung mit der Organisation von Mountainbike-Veranstaltungen.
In Champéry fanden im Jahr 2011 die Cross-Country- und Downhill-Weltmeisterschaften statt, in Grächen wurden vor Jahresfrist die Marathon-Weltmeister ermittelt. Zermatt beherbergt die Enduro World Series, Verbier und Grimentz führen den Marathon-Klassiker Grand Raid durch. «Der Kanton Wallis bringt alles mit, was es für die Umsetzung des neuen Formats braucht», hält Swiss-Cycling-Sportdirektor Thomas Peter fest. Der Verein «Association CM MTB 2025», in welchem FCVs, VWP und Swiss Cycling vertreten sind, hat beim Weltverband UCI eine Absichtserklärung für die Durchführung der «MTB Championships» im September 2025 eingereicht. Das Feedback der UCI ist positiv ausgefallen.
In den letzten Tagen wurde das Projekt den Verantwortlichen der Walliser Tourismusorte präsentiert «Die eingeladenen Tourismusregionen haben verstanden, wie wichtig es ist, die Kräfte zu bündeln, um das Wallis als Referenz-Destination für Velo- und insbesondere Mountainbike-Enthusiasten nachhaltig zu fördern», erklärt Raphaël Favre, Direktor Business Development bei VWP. Das Multi-WM-Format böte ihnen die Gelegenheit, Freizeit- und Spitzensport zu verknüpfen, Vernetzung und Kooperation zu verstärken sowie den Event kostenbewusst und umweltfreundlich zu organisieren. «Im Unterschied zu herkömmlichen Grossanlässen könnten sich die veranstaltenden Destinationen auf ihre teilweise bereits existierende spezifische Infrastruktur konzentrieren – und gleichzeitig von der wesentlich grösseren Anziehungskraft und Ausstrahlung der kombinierten Weltmeisterschaft profitieren», hält Thomas Peter fest. Die Athleten wiederum erhielten die Chance, nahezu ohne Zusatzaufwand über ihre angestammte Disziplin hinaus WM-Wettkämpfe zu bestreiten.
In den nächsten Wochen wird abgeklärt, wie es um das Interesse der Tourismusorte an einer Durchführung von einzelnen Weltmeisterschaftsdisziplinen bestellt ist. Fallen die Rückmeldungen positiv aus, wird der Verein «Association CM MTB 2025» eine Kandidatur ausarbeiten.