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Künstlername: Gomes
Kompletter Name: Gomes Heurelho Silva Gomes
Geburtsdatum: 15/02/1981
Geburtsort: João Pinheiro (MG)
Grösse: 1,91 m
Position: Torhüter
Link: Website
Vereine:
2014: FC Watford
01/02/2013: Leihe 1899 Hoffenheim
27/06/2008: Tottenham
02/07/2004 bis 26/06/2008: PSV Eindhoven
2001 bis 01/07/2004: Cruzeiro (MG)
1999 bis 2001: Democrata (SC)
WM-Einsätze Seleção:
WM 2010 Südafrika
Eine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen irgendwo im Hinterland von Minas Gerais konnte den am 15. Februar 1981 geborenen Heurelho da Silva Gomes nicht davon abhalten, seine ganz eigene Fussball-Karriere zu beginnen. Mit 14 Jahren stand er daher in Três Marias auch im Team einer lokalen Mannschaft als hochmotivierter Mittelstürmer auf dem Platz.
Doch statt zukünftig stets Tore zu schiessen, sollte es seine Aufgabe werden, Tore zu verhindern. Bei einem Beachsoccer-Turnier in der Nachbarstadt Sete Lagoas musste er sich gezwungenermassen als Torhüter eintragen, da alle anderen Plätze in der Mannschaft bereits vergeben waren. Der damals 17-jährige wurde nach Abschluss des Wettbewerbes überraschend als bester Spieler ausgezeichnet und bekam dadurch die Chance bei Cruzeiro Belo Horizonte, einem der traditionsreichsten Clubs der Region, in die Torwartschule zu gehen. Und die Position zwischen den Pfosten hat er bis heute nicht mehr verlassen.
Bereits nach einem Jahr konnte er erstmals bei der regionalen Meisterschaft sein Können unter Beweis stellen und schaffte in der Nachwuchsliga mit seinem Team Democrata de Sete Lagoas den Aufstieg. Seine persönliche Karriere sollte ebenfalls Aufwind erhalten, als er 1998 ausserhalb von Minas Gerais in Alagoas und São Paulo zum Einsatz kam. Doch es zog ihn letztendlich zurück zum Cruzeiro Esporte Clube in seine angestammte Heimatregion.
Von 2002 bis 2004 absolvierte er dabei 59 Spiele und festigte seine Position als Stammtorhüter des Vereins. Dabei musste er zu Beginn kräftig kämpfen. Denn nach dem Juniorpokal von São Paulo, wo er zwar als erster Torhüter gesetzt war und gute Leistungen zeigte, folgte erst einmal eine spielfreie Strecke als 3. Tormann in der Profimannschaft von Cruzeiro. Ausdauerndes Training und die stetige Verbesserungen seiner Leistungen brachten ihn jedoch auch dort wieder zurück aufs Spielfeld.
Zu Verdanken hat er dies seinem damaligen Trainer Vanderlei Luxemburgo, der ihm noch zum Abschluss seiner ersten Saison aufgrund miserabler Leistungen des Stammtorhüters das notwendige Vertrauen schenkte und dessen Position übergab. Vier Spiele stand Gomes erfolgreich auf der Torlinie, dann schienen Meniskusprobleme den Traum der grossen Karriere zu zerstören. Obwohl er einen Monat pausieren musste, hielt Luxemburgo glücklicherweise an ihm als Nr. 1 fest.
2003 kam dann für Gomes das bislang erfolgreichste Jahr seiner Karriere. Mit Cruzeiro gewann er die Meisterschaft des Bundesstaates, wurde brasilianischer Meister und sicherte sich den Pokalwettbewerb. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen war es damit fast selbstverständlich, dass er auch für die Seleção nominiert wurde. So hatte er im Juli 2003 beim CONCACAF Gold Cup 2003 in Mexiko seinen ersten Einsatz im Nationaldress, absolvierte fünf Spiele und zog mit seiner Mannschaft ins Finale ein.
In der darauffolgenden Saison waren inzwischen internationale Team auf den brasilianischen Nationaltorhüter aufmerksam geworden. Beim PSV Eindhoven unterschrieb Gomes letztendlich den Vertrag und wurde Stammtorhüter. Viermal in Folge gewann er die niederländische Meisterschaft, dann liessen ihn interne Differenzen weiterziehen. Seit 26. Juni 2008 ist er nun bei Tottenham Hotspur in England unter Vertrag.
Nicht ganz so gut lief es zwischenzeitlich in der brasilianischen Nationalmannschaft. Nachdem er 2005 nochmals als Nr. 3 hinter Dida und Marcos für den Konföderationen-Pokal aufgestellt wurde, berücksichtigte ihn Trainer Carlos Alberto Parreira für die WM 2006 in Deutschland überhaupt nicht. Erst mit dem Generationswechsel unter Carlos Dunga kehrte er ins Aufgebot der Seleção zurück und stand kurz danach viermal als Stammtorhüter auf dem Feld. Dann aber wurde er erneut für längere Zeit nicht mehr berücksichtigt, erst für den Konföderationen-Pokal 2009 fand man seinen Namen abermals im Kader, zum Einsatz kam er jedoch nicht.