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Projekte in Peru
Indigene Kleinbauern, Quechua-sprachige Jugendliche in den Anden, die afroperuanische Bevölkerung - sie gehören zu den Gruppen, die in Peru am stärksten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Die Partnerorganisationen von terre des hommes schweiz unterstützen Jugendliche dabei, mit eigenen Initiativen Einkommen zu erwirtschaften und so ihre Lebenssituation zu verbessern, sowie ihre Kultur zu stärken.
Hier die Liste unserer Projekte:
Ein Netz von Kleinkinos, die von Jugendlichen betrieben werden, ermöglicht den Menschen auf dem Land und in den Armenvierteln Perus zahlbare Unterhaltung. Die gezeigten Filme (oft auch selbst erstellt), welche auf die Lebensrealität der einheimischen Bevölkerung Bezug nehmen, werden im Anschluss an die Vorführung in Diskussionsveranstaltungen besprochen. Die jugendlichen Kinobetreibenden leisten einen wichtigen Beitrag zu Bildung, sozialem Austausch und kultureller Identität.
Eine Schwarzenbewegung wie in Kolumbien oder Brasilien gibt es in Peru nicht. Die afroperuanische Bevölkerung lebt ausgegrenzt an der Pazifikküste des Landes. Die Jugendlichen leiden besonders unter der gesellschaftlichen Ausgrenzung, weil sie dadurch kaum Zukunftsperspektiven haben. Unsere Partnerorganisation La Casa de la Mujer Carmelitana hat die Jugendorganisation Somos Ébano (Wir sind Ebenholz) ins Leben gerufen. Sie fördert ökonomische Initiativen von afroperuanischen Jugendlichen und stärkt ihre Kultur.
Die andine Bevölkerung in den Bergregionen Perus lebt in grosser Armut. Auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen wandern vor allem Jugendliche in die Städte ab, wo sie oft nur noch mehr Elend erwartet. In Pacota haben Jugendliche begonnen, die traditionelle Meerschweinchenhaltung zu verbessern und wirtschaftlich zu betreiben. Der Verkauf sichert ihr Einkommen und ist eine echte Alternative zur Migration.
In Peru fliehen viele Mädchen vor der Armut auf dem Land in die Städte, um als Hausangestellte zu arbeiten. Die Arbeitsbedingungen sind hart. Die Mädchen, oft noch keine 16 Jahre alt, arbeiten bis zu 15 Stunden pro Tag. Sie verdienen wenig oder werden gar nicht mal bezahlt. Nicht selten werden die jungen Frauen auch sexuell missbraucht. Unsere Partnerorganisation Centro Loyola stärkt die Rechte der Hausangestellten in Ayacucho, unterstützt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und gibt ihnen Selbstvertrauen.
Die Menschen an den Ausläufern der Anden leben zu 90 % vom Kaffeeanbau. Viele Kaffeebauern produzieren jedoch nur Kaffee minderer Qualität, den sie nur zu geringen Preisen verkaufen können. Bittere Armut ist die Folge. Mit Workshops, Fachbegleitung und Know-how unterstützt unsere Partnerorganisation CEDEPAS jugendliche Kaffeeproduzenten darin, die Qualität ihres Kaffees zu verbessern. So können sie ihn zu einem höheren Preis verkaufen und sichern damit ihre Existenz.