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Der über sechzig Minuten lange Film von Herbert Fritsch und Adi Lipp besteht lediglich aus wenigen Sequenzen, in denen strengste Einheit von Ort, Zeit und Handlung herrschen. In sechs jeweils in einer ununterbrochenen Einstellung gedrehten Episoden inszenieren Fritsch und Lipp materielles wie psychisches Elend: Minutenlang durchwühlt da etwa ein durchaus seriös gekleideter Mann den vielfältigen Inhalt eines Abfalleimers; in einer anderen Episode begeilt sich ein anderer Mann mit einer weiblichen Plastikpuppe, mit der er pornographische Aktaufnahmen macht. Leitmotivisch kehrt das Bild eines Mannes wieder, der sich aus einem scheinbar endlosen Wickel befreien will, der seinen Körper umgibt.
„Jetzt darf das Fieber ausbrechen. Denn ich bin infiziert. Infiziert von Bildern, die ‚ich irgendwann aufgenommen habe, ohne es zu bemerken. Jetzt wuchern und blühen sie. (. . .) Dieser Film ist ein Anfall — und ein Anfall kennt keinen Plan“ (H. Fritsch) Die Spiel- und Improvisationslust der mimischen Darstellung hat aber bis auf wenige Ansätze (Tonverfremdungen) kein entsprechendes Aequivalent in der formalen Gestaltung. Die Kamera folgt sklavisch den Bewegungen der Akteure, die Montage besteht im wesentlichen aus dem simplen Aneinanderreihen der einzelnen Szenen. Wegen dieser monotonen filmischen Umsetzung vermag sich Herbert Fritschs erwähntes Fieber kaum auf den Zuschauer zu übertragen.