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Erstmals seit vier Jahren dürfen die Boca Juniors aus Buenos Aires wieder den Gewinn der argentinischen Fussball-Meisterschaft feiern. Der einstige Klub von Diego Maradona machte den 31. Titel am vorletzten Spieltag mit einem 1:0-Erfolg gegen den Lokalrivalen Tigre perfekt. Damit führt die Mannschaft von Superstar Carlos Tevez, der seinen dritten nationalen Titel in Serie holte, die Tabelle vor San Lorenzo – dem Lieblingsklub von Papst Franziskus – uneinholbar an.
Der abtretende Champion Racing Club Avellaneda, der Klub aus einem Industrie-Vorort von Buenos Aires, liegt mit acht Punkten Rückstand auf Rang 4, noch vor Bocas grossem Stadtrivalen Independiente (5.) und River Plate (7.), dem Sieger der Copa Libertadores.
Carlos Tevez hatte grossen Anteil am Titel. Im Sommer war er von Juventus Turin in seine Heimat zurückgekehrt. Mit ihm gewann Boca darauf 11 von 14 Spielen. «Ich habe Titel in einigen Ländern gewonnen, aber damit ist nichts vergleichbar», sagte der 31-jährige Stürmer. In Europa war Tevez mit Manchester United, Manchester City und Juventus Turin Meister geworden
Zum ersten Mal wurde in der Primera División wieder ein einziger Meister über Hin- und Rückrunde im Ligasystem mit 30 (!) Teilnehmern ausgespielt. In den nächsten Jahren soll die Liga schrittweise auf 20 Teams reduziert werden.
Am Donnerstag könnten die Boca Juniors, die noch fünf Titel hinter Rekordmeister und Erzrivale River Plate liegen, mit einem Sieg im Cupfinal gegen Rosario Central sogar noch das Double gewinnen, doch erst wurde im legendären «La Bombonera»-Stadion so richtig gefeiert. «Das ist eine Mannschaft mit grossem Hunger», warnte Carlos Tevez aber bereits. (pre/si)
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