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Südafrikas wohl berühmtester Fotograf, David Goldblatt, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er bildete mit seinen Fotografien den Alltag während der Apartheid ab und machte diese so auch für Aussenstehende sichtbar.
Goldblatts Fotos zeigen, wie im damals international isolierten Südafrika die weisse Minderheit die Schwarzen systematisch unterdrückte.
Statt der grossen politischen Ereignisse fotografierte Goldblatt einfache Szenen des Lebens. Er sei nicht daran interessiert, den Moment eines Ereignisses zu fotografieren, sagte Goldblatt einmal: «Ich bin an den Bedingungen interessiert, die zu Ereignissen führen.»
Der Fotograf wurde 1930 in Randfontein westlich von Johannesburg als Enkel jüdischer Immigranten aus Litauen geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er, zu fotografieren.
Seine Bilder wurden in Zeitungen und Museen weltweit ausgestellt – 1988 war Goldblatt der erste Südafrikaner, der im Museum of Modern Art in New York eine Einzelausstellung bekam.
Als Mentor begleitete Goldblatt den «Market Photo Workshop» in Johannesburg, in dem junge Leute aus den Townships zu Fotografen ausgebildet werden.
«Eine nationale Ikone»
Der südafrikanische Staatschef Cyril Ramaphosa erklärte, mit Goldblatt habe sein Land «einen der führenden Dokumentaristen der Kämpfe unseres Volkes» verloren. Er sei «eine Legende, ein Lehrer, eine nationale Ikone und ein Mann mit absoluter Integrität» gewesen, sagte die Direktorin der Goodman Gallery in Johannesburg.
Nach Angaben der Galerie ist der Fotograf gestern Montag zu Hause in Johannesburg «friedlich im Schlaf gestorben».