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Aschenbrödel
(Aschenputtel u. ähnl.), die Heldin eines bei den verschiedensten Völkern verbreiteten Märchens, hat ihren Namen davon, daß sie, von ihren Stiefschwestern (Schwestern) verachtet und zu den niedrigsten Arbeiten gezwungen, ihr Lager [* 3] in der Asche des Herdes hat (analog heißt sie daher auch in den nichtdeutschen Märchen, z. B. im Französischen Cendrillon oder Cucendron, im Italienischen Cenerentola, im Englischen Cinderella, im Czechischen Popelka u. s. w.). Sie besucht, von ihrer verstorbenen Mutter (oder ihrer Taufpate, einer Fee) prächtig ausgestattet, unerkannt zwei Feste des Königs.
Der Königssohn verliebt sich in sie, macht sie mit Hilfe eines von ihr verlorenen, nur ihr allein passenden Schuhs ausfindig und heiratet sie zum Ärger der neidischen Schwestern. Deutsch ward das Märchen zuerst durch die Sammlung der Brüder Grimm verbreitet. Das Märchen ist mehrfach dramatisch bearbeitet worden, so z. B. in den Opern «Cendrillon» von Nic. Isouard und «Cenerentola» von Rossini, in Platens satir. Stück «Der gläserne Pantoffel». In der Malerei diente es u. a. Moritz von Schwind (1855) zum Vorwurf.