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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die signifikanten kantonalen Unterschiede bei der Entschädigung von Prüfungsexperten?</p><p>2. Erkennt er einen Zusammenhang zwischen der Tatsache, dass teilweise nur symbolische Entschädigungen ausgerichtet werden, und der Schwierigkeit, genügend Prüfungsexpertinnen und -experten zu rekrutieren?</p><p>3. Hält er unterschiedliche Expertenentschädigungen für Qualifikationsverfahren und Maturaprüfungen für gerechtfertigt?</p><p>4. Ist er bereit, sich für die Harmonisierung der Entschädigungen von Prüfungsexperten bei Qualifikationsverfahren einzusetzen und die Entschädigung der Prüfungsexperten zu unterstützen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Umsetzung und Aufsicht der Berufsbildung liegen in der Verantwortung der Kantone. Dazu gehören auch die Einsetzung der Prüfungsexpertinnen und -experten der Qualifikationsverfahren (Art. 35 Abs. 1 der Berufsbildungsverordnung, BBV; SR 412.101) sowie die Festlegung der Entschädigungen. Der Bund sorgt gemäss Artikel 50 BBV in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt für ein adäquates Kursangebot, um die Prüfungsexpertinnen und -experten auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Angesichts der kantonalen Hoheit gibt es keine schweizweit einheitlichen Ansätze für die Entschädigung der Prüfungsexpertinnen und -experten.</p><p>2. Der Bund hat derzeit keine Anhaltspunkte, dass ein genereller Zusammenhang besteht zwischen der Höhe der Entschädigungen und allfälligen Schwierigkeiten, genügend Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten zu rekrutieren.</p><p>3./4. Wie in der Antwort auf Frage 1 erläutert, ist die Festlegung der Entschädigungen von Prüfungsexpertinnen und -experten von Qualifikationsverfahren Sache der Kantone. Dasselbe gilt für die Entschädigungen von Fachexperten für Maturitätsprüfungen. Der Bund kann den Kantonen diesbezüglich keine Vorgaben machen. Er anerkennt aber das anspruchsvolle Engagement der Prüfungsexpertinnen und -experten in hohem Masse. Die Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Erfahrung sowie Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz verlangt. Der Bund erachtet deshalb eine den Anforderungen angemessene Entlohnung als wichtig und ist bereit, das Anliegen des Interpellanten bezüglich einer Harmonisierung der Entschädigungen in den regelmässig stattfindenden Aussprachen des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mit der Konferenz der kantonalen Berufsbildungsämter (SBBK) zu thematisieren. Zu berücksichtigen ist jedoch auch die enge Verknüpfung der Berufsbildung mit der Wirtschaft im dualen System. Die Voraussetzungen für die Prüfungsexpertinnen und -experten sind deshalb im Gegensatz zu den Maturitätsprüfungen aufgrund der unterschiedlichen Branchenstrukturen verschieden.</p>  Antwort des Bundesrates.