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Das Wichtigste in Kürze
- Das Ärzte- und Pflegeteam von Diego Maradona wird wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt.
- Die Fussball-Legende ist vor einem halben Jahr an einem Herzinfarkt gestorben.
- Die Staatsanwaltschaft wirft den medizinischen Fachleuten schwere Fehler vor.
Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, seiner Psychiaterin Agustina Cosachov und mehreren Pflegekräften drohen zwischen acht und 25 Jahren Haft. Das berichtete die Zeitung «La Nación» und der Fernsehsender TN am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise. Die sieben Angeklagten dürfen demnach das Land nicht verlassen und sollen von Ende Mai bis Mitte Juni ihre Aussagen machen.
Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren in einer privaten Wohnanlage nördlich von Buenos Aires an einem Herzinfarkt gestorben. Zwei Wochen zuvor war er aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er sich einer Gehirnoperation unterzogen hatte. Eine medizinische Expertenkommission hatte den Ärzten und Pflegern zuletzt schwere Fehler vorgeworfen.
«Handlungen verstiessen gegen gängige Praxis»
«Obwohl die Fachleute um den schlechten Gesundheitszustand des Patienten wussten, nahmen sie Handlungen vor, die gegen die gängige Praxis verstiessen. Und unterliessen notwendige Aktionen. Das verschlimmerte den Zustand von Maradona. Und brachte ihn in eine Situation der Hilflosigkeit», zitierte der Sender TN aus einem Dokument der Staatsanwaltschaft.