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Alpenvereinssektion Bayerland in München
Noch bedeutender erscheint die alpine, gesellschaftliche und Verwaltungs-Tätigkeit der Alpenvereinssektion Bayerland. Trotz des schlechten Wetters im Jahre 1910 erreichte die bergsteigerische Tätigkeit der 536 Mitglieder die Höhe von 9029 Ersteigungen, davon 66 mit Führer. Wintertouren wurden 3876 unternommen, Skitouren 3699. Auf die Ostalpen entfallen 8497, auf die Westalpen 471, auf außeralpine Gebirge ( Italien, Korsika, Pyrenäen, Griechenland, Bosnien, Herzegowina und Montenegro, Tatra ) 59. Die Touren erstrecken sich auf 1671 verschiedene Gipfel und 249 verschiedene Pässe. Erstbesteigungen wurden 39 ausgeführt, sonstige neue und bemerkenswerte Touren 14. Außer den Schweizeralpen betreffen diese verschiedene Gruppen der Ostalpen, die Grajischen und Cottischen Alpen und die Pyrenäen. Fernere alpine Betätigung boten die 31 ( von 69 angesetzten ) ausgeführten Übungstouren, Umbau und Weganlagen der Meilerhütte, Neubau am Dreitorspitzgatterl ( unter Dach ) und Neubau im Griesenerkar ( projektiert ), die Anlage von Wasserplätzen, Vorträge und Vorführungen ( sogenannte praktische Abende, an welchen von dem Zeugwart verschiedene Neuigkeiten des Sportmarktes etc. vorgeführt wurden ). Dem Abschnitt: Veröffentlichungen entnehmen wir, daß das oben besprochene Büchlein über Anwendung des Seils zum Preise von 50 Pfennig zu haben ist in Max Kellerers Hofbuchhandlung, München. Die Bücherei ist in stetem Wachsen begriffen; ebenso das Vermögen, aus welchem ein Teil, der sogenannte Fritz Pflaum-Fonds, für die aus lokalen Gründen „ weder bewirtschaftete noch verproviantierte " Hütte am Griesenerkar demnächst Verwendung finden soll. Der Verein hat im Juni 1910 einen alpinen Unfall mit tödlichem Ausgang zu beklagen, indem ein junges Mitglied, Julius Salch, an der Ellmauer-Halt im Kaisergebirge durch Erfrieren das Leben einbüßte.
Redaktion.