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Bei der Präsidentenwahl in Guatemala liegt der Schauspieler und Komiker Jimmy Morales nach Auszählung von gut einem Fünftel der Wahllokale in Führung. Der Kandidat der nationalistischen Partei FCN kam am Sonntagabend (Ortszeit) auf 25.49 Prozent der Stimmen.
An zweiter Stelle lag Manuel Baldizón von der konservativen Partei Líder mit 20.87 Prozent. Die beiden bestplatzierten Bewerber müssen am 25. Oktober in die Stichwahl.
Überschattet wurden die Wahlen in dem bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Land Mittelamerikas von dem jüngsten Korruptionsskandal. Der in der vergangenen Woche zurückgetretene Präsident Otto Pérez soll an der Spitze eines kriminellen Netzwerks gestanden haben, das im Zollwesen Millionenbeträge unterschlagen hatte. Der Ex-Präsident sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Neben dem Präsidenten wählten die Guatemalteken 158 Kongressabgeordnete, 338 Bürgermeister und 20 Abgeordnete des Mittelamerikanischen Parlaments, das länderübergreifend für die ganze Region zuständig ist. (sda/dpa)
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