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Bis vor wenigen Jahrzehnten unterstützte reichliche, tägliche Bewegung unseres Körpers und seiner Muskulatur u.a. die Darmperistaltik[1] , den Lymphfluss und im wesentlichen den Blutfluss. Das Herz ist auf die Versorgung unseres Organismus mit arteriellem Blut ausgelegt. Das venöse Blut wird insb. durch die Kontraktion[2] der Muskeln und die dadurch aktivierten "venösen Muskelpumpen" zum Herz zurück-transportiert. Heute sitzt der "moderne" Mensch immer mehr oder steht bei der Arbeit fast nur an einer Stelle. Dadurch fliesst das Blut, insbesondere in den Beinen, zu langsam und transportiert zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen hin und gleichzeitig zu wenig saure Stoffwechselendprodukte von den Zellen weg. Diese sind dann unterversorgt und versäuern. Die fehlende kontinuierliche Bewegung in extremer, "konzentrierter" Bewegung nachzuholen, bewirkt dann obendrein die Entstehung v.a. von Milchsäure, Essigsäure und Harnsäure.
Somit führt sowohl ein Defizit wie auch ein forciertes Übermass an Bewegung in die Übersäuerung.
Zusätzlich verlieren immer mehr Menschen ihre natürliche Stoffwechselbasis der früher vitalstoffreichen Ernährung, welche die einzige Möglichkeit darstellt dem Organis-mus täglich, basenbildende und damit säureausgleichende Vitalstoffe zuzuführen.
Ein ausgeglichener Säure-Basen / Vitalstoff-Haushalt, ist heute der entscheidende Engpass unseres Stoffwechsels.
Künstliche Nahrungsmittel mit ihrem Übermass an "leeren" Kalorien stellen für den Organismus eine zusätzliche Säurebelastung dar.
Die 3 Gebote des gesunden Sportes:
Für seine vielfältigen Funktionen benötigt das Blut einen leicht basischen pH-Wert in sehr engen Grenzen, zwischen pH[3] 7,35 und pH 7.45. In diesem basischen Bereich sind die Erythrozyten, unsere Roten Blutkörperchen, gesund, frei beweglich und elastisch verformbar. Nur in diesem pH-Bereich hat das Blut die notwendige Viskosität, kann optimal fliessen und seine Transportfunktionen der Ver- und Entsorgung erfüllen. Sinkt der pH-Wert des Blutes unter pH 7,2, besteht die Gefahr, dass das Blut verklumpt und der Tod eintritt z.B. im Form von Herz- oder Schlaganfall.
Schnell ansteigender Energiebedarf, wird nach kurzer Zeit überwiegend anaerob[4] befriedigt, da Sauerstoff nur begrenzt nachgeliefert werden kann. Je weniger Sauerstoff der Zelle jedoch zur Verfügung steht, desto uneffektiver ist die Energiegewinnung und desto mehr Säuren entstehen.
Milchsäure, Kohlensäure und andere Säuren aus den Zellen reichern sich zunächst im Bindegewebe der Muskeln und schliesslich im Blut an. Sind die verfügbaren Puffer-kapazitäten des Blutes erschöpft, beginnt der pH-Wert des Blutes zu sinken und die Viskosität des Blutes nimmt ab. Ein weiterer Abtransport der Säuren wird erschwert. Die Säuren stauen sich im Bindegewebe bis in die Muskelzellen zurück. Die Muskeln beginnen zu "Brennen".
Leistung ist keine "reine Kopfsache", sondern sie entscheidet sich im
Säure-Basen-Haushalt.
Ab einem gewissen Grad der Unterversorgung und der Übersäuerung bricht in immer mehr Muskelzellen die Leistung ein, weil die säurenbildende Energieproduktion einge-stellt wird. Ein Selbstschutzmechanismus der Zelle, damit sie nicht an der Über-säuerung zugrunde geht. Schliesslich bricht die gesamte Leistung zusammen.
Viel betreiben ihren Sport nicht so extrem im anaeroben Bereich, dass ihre Leistung zusammenbricht, aber doch so lange und intensiv, dass sich im Bindegewebe sehr viele Säuren stauen. Deren Verstoffwechselung belastet die Puffersysteme und die Alkalität des Blutes zeitlich weit über die sportliche Aktivität hinaus. Dadurch verlängert sich die Regenerierungszeit entsprechend. Unter diesen Voraussetzungen führen weitere sportliche Aktivitäten immer schneller in die Übersäuerung und ins Übertraining.
Die typischen Sportlersäuren enstehen bei der Energiegewinnung um so mehr, je intensiver und anaerober der Sport betrieben wird:
Doppelt übersäuert: Die Säurebelastung durch intensiven Sport ist nicht zu unterschätzen. Zu den Sportlersäuren kommen noch viele Säuren und Gifte aus den "normalen" säurelastigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hinzu.
Die Belastung, bestehend aus "normalen" Säuren und Schadstoffen und durch die Säuren aus intensivem Sport bewirken, dass viele Sportler sehr früh in die Über-säuerung und dadurch an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit geraten.
Die Grenze der Leistungsfähigkeit kann mit präventiver basenüberschüssiger Ernährung, basischer Entsäuerung und kontinuierlicher Regenerierung erfolgreich in Richtung Gesundheit wie auch Richtung Leistungssteigerung verschoben werden.
Unser Blut muss unter allen Umständen im leicht basischen Bereich (pH 7,35 - pH 7,45) bleiben. Um dieses alkalische Milieu aufrechtzuerhalten, stehen dem Körper verschiedene, jedoch begrenzte Puffersysteme zur Verfügung. Die natürlichen Puffer-systeme unseres Blutes, sind erfährungsgemäss mit der intensiven, ungewohnten Säurebelastung aus intensivem Sport insb. in Kombination aus einer säurelastigen Ernährungs- und Lebensweise, schnell erschöpft. Auch die Ausscheidungskapa-zitäten von Nieren, Darm und Lunge sind bei diesen starken Belastungen schnell überfordert. Damit der basische pH-Wert des Blutes dennoch erhalten bleibt, greift unser Organismus auf weitere Kompensationsmechanismen zurück:
Säuren machen Steif
Damit der pH- Wert des Blutes basisch bleibt, kann die Flüssigkeit unseres Bindegewebes zulasten der eigenen Alkalität eine begrenzte Menge an Säuren aufnehmen. Eine begrenzte Menge an Schadstoffen können auch in den kollagenen Fasern[6], zwischengelagert werden. Bei freien Kapazitäten der Blutpuffer und gleichzeitig der Ausscheidungsorgane, können die Zwischenspeicher wieder geleert werden. Bei dauerhafter Übersäuerung lagern sich jedoch immer mehr Säuren in den kollagenen Fasern ab, wodurch diese auf die Dauer steif werden, und die Gewebe verlieren ihre Elastizität, Flexibilität sowie ihre biochemische und mechanische Pufferfunktion. Die Beweglichkeit und Belastbarkeit der Gewebe lassen nach und die Leistungsfähigkeit sinkt, bei gleichzeitig steigendem Entzündungs- und Verletzungsrisiko.
Säuren verursachen Schmerzen
Woher kommen die Schmerzen bei Muskelkater?
Regelmässiger Sport auf der Basis einer basenüberschüssigen Ernährung ist die beste Vorsorge gegen Muskelkater.
Je regelmässiger sie Sport treiben, desto geringer ist die Säurebelastung, auch der kollagenen Fasern.
Dem Körper steht durch die verbesserte Atmung und Durchblutung mehr Sauerstoff zur Energiegewinnung zur Verfügung. Im trainierten, regenerierten Muskel enstehen ausserdem weniger Säure, weil die Energiegewin-nung trainiert und optimiert ist. Zum anderen können die entstehenden Säuren aufgrund der besseren Durchblutung und des insgesamt trainierten Stoffwechsels und Organismus besser abgebaut und ausge-schieden werden.
Säuren schwächen
Sind die Puffersysteme des Blutes mit dem Abtransport der Säuren und anderen Schadstoffen überlastet und / oder die Ausscheidungskapazitäten erschöpft, kommt es zu einer dauerhaften Säurebelastung des Gewebes. Insbesondere bei vitalstoffarmer Ernährung muss unser Körper zur Neutralisierung von Säuren und Giften Minearlstoffe aus den eigenen Mineralstoffdepots (Haut, Haare und Haarboden, Nägel, Zähne Gefässe, Sehnen, Bänder, Knochen und Knorpeln) heranziehen. Die Folgen sind ein erhöhter Verschleiss bzw. eine mangelhafte Regenerierung von z.B. Haut, Haaren, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen, Gelenken usw.aufgrund von Entmineralisierung. Die Belastbarkeit der betroffenen Gewebe bzw. Strukturen nimmt ab, womit das Verletzungsrisiko ansteigt.
Säuren können Haarverlust bewirken
Der Haarboden ist genetisch veranlagt, das schnellstverfügbare basische Mineralstoffdepot. Bei extremer bzw. dauerhafter Übersäuerung oder Vergiftung holt sich unser Organismus zur Neutralisierung von Schadstoffen als erstes die benötigten Mineralstoffe aus dem Haarboden. Als Folge werden die Haare grau oder fallen aus. Haarverlust ist als Warnzeichen zu verstehen.
"Die Milchsäureglatze ist genetisch veranlagt, aber sauer verursacht"
Säuren können Cellulite bewirken
Wird eine einseitige Diät gemacht, Beine, Oberschenkel und Po werden trainiert bis der Stepper "qualmt", so wird der Körper zwar schlank, aber die Cellulite verschwindet nicht und am Po gibt es gar noch zuwachs! Und das nicht trotz viel Sport, sondern wegen zu viel Sport. Denn bei übermässiger Muskelbeanspruchung entsteht viel Milchsäure, besonders unter anaerober Bedingungen. Im 1. Schritt zur Cellulite kommt es aufgund der Über-säuerung zur Entmineralisierung mit entsprechender Bindegewebsschwäche. Im 2. Schritt lagern sich feste Schlacken[7] im Unterhautfettgewebe und im geschwächten Bindegewebe ab, wo sie mit Wasser verdünnt werden. Jetzt ist die (antrainierte) Orangenhaut perfekt!
Säuren machen dick
Bei der Neutralisierung von Säuren mit basenbildenden Mineralstoffen entstehen neutrale Salze. Zusammen mit den Salzen aus der täglichen Ernährung können diese grossen Mengen oft nicht vollständig ausgeschieden werden. Nicht ausscheidbare Salze lagert unser Körper, gebunden an Fett und verdünnt mit Wasser als sog. Schlacken ab. Die Schadstoffe fallen zusammen mit den Mineralstoffen, dem Wasser und dem Fett auf der Waage vierfach ins Gewicht, womit die "Figur" leidet. Schlacken lagern sich bevorzugt in den Fett- und Bindegeweben ab, aber auch in Muskeln und Gelenken. Das schmerzt und beeinträchtigt die Freude am Sport und die Leistungsfähigkeit des Organismus.
Säuren machen anfällig
Je intensiver und länger die Säurebelastung andauert, desto anfälliger wird der Körper für Infekte. Denn so wie unser Blut ist auch unser Immunsystem abhängig vom pH-Wert seiner Flüssigkeiten. Viele Sportler merken das im Verlaufe der Saison. Im Verlaufe der Saison wird die Säurebelastung immer grösser. Die Anfälligkeit für Infekte steigt. Kommen zu den intensiven sportlichen Tätigkeiten noch einen säurelastige Ernährung und "Stress-Verdauung" hinzu, wird unser Immunsystem schnell schwächer, denn 80% unseres Immunsystems befindet sich im Darm.
Mit einer säurelastigen Ernährung kann der Sportler schnell mit den Mengen und den Arten von Säuren und Schadstoffen konfrontiert sein, die es so in früheren Zeiten nicht gab. Somit sind unsere Puffersystem und Ausscheidungsorgane darauf nicht ausgelegt.
Zum Glück (oder leider), kann unser Organismus sehr viel kompensieren, Jedoch werden durch dieses Abpuffern und Ausgleichen die Folgen einer Übersäuerung nicht sofort spürbar und die Säuren und Schadstoffe bleiben als Verursacher lange Zeit unbekannt. Da gerade das Blut in einem engen Bereich (pH 7,35 - pH 7,45) alkalisch sein muss, um das Überleben sicherzustellen, lässt sich eine anbahnende Über-säuerung im Blut nicht präventiv feststellen.
Eingeschränkte Leistungsfähigkeit: Auf der Basis einer säurelastigen Ernährung kann unser Organismus die erforderliche Energie für den Sport nicht genügend bereitstellen. Stattdessen entstehen bei intensivem Sport unnötig viele Säuren welche den Säure-Basen-Haushalt zusätzlich belasten. Die Folgen sind Übersäuerung, mangelnde Leistungsfähigkeit und steigendes Verletzungsrisiko.
Erfolgreich im Sport: Auf der Basis einer natürlichen, vitalstoffreichen, basenüberschüssigen Ernährung, haben sie die Chance, erfolgreich und gesund ihre persönlichen Ziele des Leistungserhalts, der Leistungssteigerung und der Regenerierung ihres Organismus zu erreichen.
Optimieren sie ihre Leistungsfähigkeit durch einen geringen Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch und Milchprodukten, weitgehenden Verzicht auf Fertiggerichte, Weissmehl, Zucker wie auch künstliche Süssstoffe, Süsswaren, schlechte Fette, Chips, Kochsalz, Kaffee, Soft- und Energy Drinks.
Lesen sie in der Fortsetzung die 3 Gebote für gesunden Sport:
2. Gebot: Nach dem Sport basisch entsäuern
3. Gebot: Kontinuierlich regenerieren
Der oben stehende Artikel enthält zusammenfassende Auszüge aus der 42-seitigen Broschüre " Sport - aber richtig!" aus dem Verlag Peter Jentschura.
[1] Als Peristaltik werden die Muskeltätigkeit und die daraus resultierenden Bewegungen von Hohlorganen bezeichnet. Die Darmperistaltik dient vorrangig der Durchmischung des Speisebreis und seiner Fortleitung in Richtung Enddarm bzw. After. Teilweise wird der Begriff Darmperistaltik synonym zu Begriffen wie Darmbewegungen oder Darmmotilität genutzt. Quelle: http://symptomat.de/Darmperistaltik.
[2] Mit dem Begriff Kontraktion (lat. contrahere = zusammenziehen) wird der Vorgang beschrieben, bei dem ein Muskel sich entweder verkürzt oder seine Spannung erhöht. Quelle: http://symptomat.de/Kontraktion.
[3] Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer bzw. basisch eine Lösung ist. Der pH-Wert wird mit einer Skala von 0 - 14 angegeben. Saure Lösungen weisen einen pH-Wert von weniger als 7,0 und basische Lösungen einen pH-Wert über 7,0 auf. Bei pH 7 ist eine Flüssigkeit neutral (z.B. reines, sauberes Wasser). Dabei ist die Skala logarithmisch definiert, so dass pro ganzer Zahl der Säureanteil jeweils um den Faktor 10 zunimmt. Somit enthält Kaffee (pH 5) hundertmal mehr Säure als Wasser (pH 7).
[4] Als aerob werden Stoffwechselvorgänge im Organismus bezeichnet, die unter Beteiligung von Sauerstoff ablaufen. Unter anaerob entsprechend Stoff-wechselvorgänge, die ohne Beteiligung von Sauerstoff ablaufen. Die beiden Vorgänge laufen z.B. beim läuferischen Training je nach Intensität der Belastung fliessend ineinander hinein (alle Trainings im langsamen oder gemässigten Tempo sind aerob, schnelle und intensive Trainings hauptsächlich anaerob). Bei der anaeroben Energiebereitstellung kann unmittelbar ohne Sauerstoff Energie gewonnen werden, allerdings entsteht durch diesen Prozess Laktat (Milchsäure), welches sich in den Muskeln ansammelt. Quelle https://www.fitforlife.ch/artikel/anaerob-und-aerob/
[5] 2,0 g Eiweiss pro kg Körpergewicht soll auch von Kraftsportlern zum Muskelaufbau nicht überschritten werden.
[6] Kollagene Fasern gehören zum Bindegewebe. Sie befinden sich im ganzen Körper, v.a. in Sehnen und Bänder, in Haut, Knochen und Knorpeln. Die Kollagenfasern sind sehr resistent gegen Zugkräfte . Eine Sehne zum Beispiel, welche hauptsächlich aus Kollagenfasern besteht, besitzt eine Zugkraft von 500-1000 Kg/cm2. Die gilt nur solange wie sie nicht von Säuren beschädigt worden sind bzw. sich im übersäuerten, mangelernährten Organismus nicht mehr regenerieren könne.
[7] Bei der Neutralisierung von Säuren und anderen Schadstoffen mit basendlildenden Mineralstoffen entstehen neutrale Salze. Können diese aufgrund der grossen anfallenden Menge nicht vollständig ausgeschieden werden, lagert diese der Körper gebunden an Fett und verdünnt mit Wasser, als sog. Schlacken bevorzugt im Fett- und Bindegewebe ab.
V-08.18