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Im letzten Modul wurde die Ballübung „die Unruh“ vorgestellt. Mir war dabei nicht ganz klar, warum bei der ersten Form der Ball reaktiv zur Gegenseite des sich bewegenden Tentakelbeines rollt. Er rollte auch nicht reaktiv zur Gegenseite, als ich die Bewegung mit der Bedingung „Becken nicht von der Unterlage lösen“ ausführte. Diese Bedingung war zwar notwendig aber nicht hinreichend.
In der Folge habe ich diese Übung selber noch einmal genauer analysiert und gemerkt, dass die Reaktivität der Gegenbewegung nur unter einer ganz bestimmten Bedingung stattfinden kann. Diese ist physikalisch logisch.
Die Beschäftigung mit dieser Frage, führte mich einmal mehr zu den Originalarbeiten von SKV, die ich auf diese Weise meine noch gründlicher verstanden zu haben und einmal mehr zur Notwendigkeit der Präzission der Instruktion.
Die Grundlagen
Das eine Ziel der Ballübung „Die Unruh“ soll gemäss 1. Auflage des entsprechenden Buches von SKV “ ... die reactive, hubarme Mobilisation der Hüftgelenke in ABD/AR und ADD/IR sein …“
Dabei sind mit der „REACTIO“ die
“ … spontanen Gleichgewichtsreaktionen gemeint, die durch die „ACTIO“ ausgelöst werden. Dabei ist es gleichgültig, ob die Gleichgewichtsreaktion in Form einer Verlagerung der Unterstützungsfläche (USF) in der Bewegungsrichtung stattfindet und die dramatische Version eines Sturzes ökonomisch verhindert, oder in Form einer aktivierten passiven Widerlagerung (APW), die das Gleichgewicht durch aus der Bewegungsrichtung wirkendes Gewicht herstellt und daher verlangsamend auf das Tempo des Bewegungsablaufes wirkt.“
Zur Differenzierung der ACTIO und REACTIO werden CONDITIO und LIMITATIO definiert.
„Mit CONDITIO sind die Bedingungen gemeint, die zu einer Differenzierung der ACTIO und REACTIO führen und erst das Spezifische eines Bewegungsablaufes in Erscheinung treten lassen. Mit LIMITATIO ist die Verwirklichung der CONDITIO gemeint, die zur Differenzierung der ACTIO und REACTIO führt. Diese Begrenzungen vollziehen sich in Form von aktiven Widerlagerungen (AW), von Teilstabilisationen, durch Aufrechterhaltung eines Aktivitätszustandes im Sinne der Spiel-, Parkier- oder Stützfunktion, durch Bestimmungvon räumlichen Fixpunkten und durch die Determination der Veränderung der Unterstützungsfläche (USF).“