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Microsoft attackiert Adobe mit Expression
Microsoft hat die Pläne für die Produktreihe Expression für Web- und Multimedia-Gestalter konkretisiert und gleichzeitig öffentliche Beta-Versionen der zugehörigen Produkte präsentiert. Die Expression-Familie soll im Mai oder Juni 2007 auf den Markt kommen und wird aus vier Einzelprodukten bestehen: Web, Blend, Design und Media, die zusammen mit Visual Studio 2005 Standard für rund
600 Dollar als Expression Studio verkauft werden sollen.
Expression Web ist für Webdesigner konzipiert und indirekter Nachfolger von FrontPage. Im Gegensatz zu FrontPage soll sich die neue Software aber stärker an Visual Studio orientieren und vor allem deutlich besseren Quellcode liefern – und damit einen Hauptkritikpunkt an FrontPage aus der Welt schaffen. Die finale Version ist im Gegensatz zum Komplettpaket in den USA bereits erhältlich und kostet 299 Dollar.
Eine Konkurrenz zu Adobes Flash stellt Blend dar, das bisher als Expression Interactive Designer oder «Sparkle» bekannt war. Es wird voraussichtlich 500 Dollar kosten und ermöglicht die Erstellung von interaktiven Benutzeroberflächen mit Vektorgrafiken, Filmen, Musik und anderen Multimedia-Elementen auf Basis von Microsofts XAML, das auf der Windows Presentation Foundation (WPF) aufsetzt. WPF gehört zu .Net 3.0 und ist in Windows Vista bereits integriert. XAML-Anwendungen sollen künftig mit dem Browser-Plug-in WPF/E auch plattformunabhängig genutzt werden können. Eine entsprechende Vorabversion (CTP) von WPF/E wurde von Microsoft soben veröffentlicht.
Expression Design ist ein Grafikprogramm und als einziges Produkt der Linie nur im Paket mit den anderen Familienmitgliedern erhältlich. Expression Media ist der Nachfolger des Bildverwaltungsprogramms iView Media Pro von iView Multimedia. Es soll für 299 Dollar auf den Markt kommen.