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Beim Fasten wird über einen bestimmten Zeitraum teilweise oder komplett auf Nahrung verzichtet. Dabei gibt es verschiedene Motive zum Fasten. Manche Menschen fasten aus gesundheitlichen Gründen. Vielfach wird hier das Intervallfasten eingesetzt, wo man beispielsweise während 16 Stunden am Tag komplett auf Essen verzichtet. Man darf während dieser Zeit jedoch Wasser zu sich nehmen. Andere Formen des Fastens, wie das Wasserfasten oder das Saftfasten, können verwendet werden, um Entgiftungsprozesse im Körper anzuregen oder Entzündungen zu reduzieren.
in vielen Kulturkreisen wird gefastet, um den Geist zu reinigen und die spirituelle Verbindung zu stärken.
Im Islam wird während des Monats Ramadan gefastet, indem von Sonnenaufgang (Suhoor) bis Sonnenuntergang (Iftar) auf Nahrung komplett verzichtet wird.
Im Christentum wird das Fasten in verschiedenen Formen praktiziert. In der römisch-katholischen Kirche wird zum Beispiel während der Fastenzeit, die in der Regel 40 Tage vor Ostern beginnt, auf bestimmte Lebensmittel wie Tierprodukte, Alkohol oder Süssigkeiten verzichtet.
Im Judentum gibt es mehrere Fastentage im Jahr, darunter der Versöhnungstag Yom Kippur und der Fasttag des 9. Av. Während dieser Fastentage verzichtet man auf Essen und Getränke.
Im Buddhismus gibt es den Brauch des „Uposatha“, einen Tag des Fastens, der in der Regel zweimal im Monat gefeiert wird. Während des Uposatha-Tages verzichten die Gläubigen auf feste Nahrung und befolgen bestimmte Verhaltensregeln wie das Vermeiden von Lügen und Gewalt.
Im Hinduismus gibt es auch verschiedene Fastentage und -praktiken. Ein Beispiel ist der Fastentag „Ekadashi“, der zweimal im Monat stattfindet. Während dieses Tages wird auf Getreideprodukte und manchmal auch auf Wasser verzichtet.
In vielen Kulturen wird also teilweise oder komplett auf Nahrung verzichtet, um spirituelle oder religiöse Gründe zu erfüllen. Es ist wichtig, dabei auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Dies stellt sicher, dass der Körper ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit erhält. Wenn man während des Fastens auf bestimmte Nahrungsmittelgruppen verzichtet oder nur begrenzt isst, kann dies zu Nährstoffmängeln und damit zu gesundheitlichen Problemen führen.
Grundsätzlich sollten fett-, salz- und zuckerlastige Lebensmittel vermieden werden. Stattdessen ist es wichtig, viel Gemüse in verschiedenen Farben und Früchte zu essen, um den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.
Auch der Konsum von Eiweiss ist wichtig. Es wird empfohlen, etwa 20% der täglichen Kalorienzufuhr in Form von Fisch, Geflügel ohne Haut, Eiern, Quark, Joghurt, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten zu sich zu nehmen.
Kohlenhydrate sind ebenfalls wichtige Energielieferanten für unseren Körper. Etwa 50-55% der täglichen Kalorienzufuhr sollten in Form von Kohlenhydraten wie Haferflocken, Naturreis und Süßkartoffeln aufgenommen werden.
Fette sollten nicht komplett gemieden werden, jedoch sollte man darauf achten, dass weniger als 35% der täglichen Kalorienzufuhr aus Fett bestehen und vorzugsweise einfach und mehrfach ungesättigte Fette verzehrt werden. Hierzu zählen beispielsweise Avocados, Nüsse (einfach ungesättigte Fette) oder Samen sowie Fisch wie Lachs, Makrele, Forelle, Hering und Thunfisch (mehrfach ungesättigte Fette).
Es ist auch wichtig, während des Fastens genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um Dehydration zu vermeiden. Es wird empfohlen, ca. 2 L bis 2.5 L Wasser und ungesüssten Tee zu trinken.
Fasten ist jedoch nicht für jeden geeignet.
Fasten bei Personen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Multipler Sklerose (MS) ist Vorsicht geboten. Bei diesen Erkrankungen kann das Fasten den Körper zusätzlich belasten und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Zum Beispiel kann bei Menschen mit Parkinson das Fasten zu einer Verschlechterung der Symptome führen, wie Zittern, Muskelsteiffheit und langsame Bewegung. Ähnlich können Menschen mit MS eine Verschlechterung ihrer Symptome erleben, wenn sie fasten, da sie möglicherweise weniger Energie haben und die körperliche Belastung des Fastens ihre Fähigkeit beeinträchtigen kann, alltägliche Aufgaben auszuführen.
Parkinson und Multiple Sklerose können ebenfalls Auswirkungen auf die Ernährung und den Stoffwechsel haben. Bei diesen Erkrankungen kann es zu einer erhöhten Rate von Nährstoffverlusten und einem erhöhten Risiko für Ernährungsmängel kommen. Es ist daher besonders wichtig, bei Fastenperioden auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um sicherzustellen, dass der Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird.
Für weitere Informationen darüber, wie Sie während dem Fasten das Beste aus Ihrer Rehabilitation herausholen können, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Rehabilitationsteam und Ernährungsexpertin, damit sie Ihre Behandlung und Ernährung in dieser Zeit an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen kann.