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Die bemerkenswerte Chart kommt diesmal von J. P. Morgan Asset Management. Die Kurve zeigt die Rendite amerikanischer Staatsanleihen in den letzten zweihundert Jahren – und eine ähnliche Entwicklung liesse sich auch mit europäischen Obligationencharts aufzeigen.
Wir sehen: Der Zustand, den wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten hatten, stellt im Grunde eine grosse Ausnahme dar. Erst in der Nachkriegszeit stiegen die Realrenditen zuverlässig in einen Bereich von 4 oder 5 oder mehr Prozent. Und historisch gesehen war diese Spitze sehr kurz.
Was lernen wir daraus? Vielleicht, dass wir uns wirklich alle neu orientieren sollten. Der Chart wurde an einem Anlass in Zürich vom J.P.Morgan-Strategen Dan Morris präsentiert, und dieser meinte dazu: «Wenn Sie sich an Modelle halten, die auf den letzten zehn Jahren gründen, erzielen Sie vermutlich nicht so gute Resultate.»
Auf jeden Fall liegt der Verdacht nahe, dass tiefe Zinsen wohl doch ganz normal sind. Oder um es mit dem J.P.Morgan-Ökonomen zu sagen: Festverzinsliche bieten nicht länger die Renditen von einst.
Dan Morris' Schlussfolgerung: Man setze lieber auf Qualitätsunternehmen mit hohen Dividenden aus Europa oder den Schwellenländern.