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Alle bekannten Behandlungsformen sind in erster Linie Symptombehandlungen, da die Ursachen der Erkrankung noch nicht ausreichend bekannt sind. Die Basistherapie wird mit Medikamenten durchgeführt, die ausreichend dosiert und lange genug eingenommen werden müssen. Zusätzlich kommen psychologische und soziale Behandlungsmethoden zum Einsatz. Als wirkungsvollste Methode hat sich eine Kombination aus medikamentösen und psycho- bzw. sozialtherapeutischen Massnahmen erwiesen. Bei all diesen Massnahmen sollen nach Möglichkeit Angehörige und Bezugspersonen miteinbezogen werden.
An erster Stelle der medikamentösen Behandlung stehen die Neuroleptika oder Antipsychotika, die seit den 50er Jahren verfügbar sind, und die eine wirksame Schizophreniebehandlung erst möglich gemacht haben. Dazu zählen z. B. Haldol, Dapotum, Truxal, Melleril und Fluanxol, aber auch neuere Medikamente wie z. B. Leponex, Risperdal, Zyprexa, Nipolept und Serdolect. Neuroleptika wirken 'anti-psychotisch', d. h., sie vermindern Wahn, Halluzinationen und andere psychotische Symptome, bis diese meist ganz verschwinden. Sie wirken rasch auf Erregung, Schlafstörung, Unruhe, ihre antipsychotische Wirkung stellt sich allerdings erst nach einigen Tagen oder Wochen ein. Da die Schizophrenie eine Erkrankung mit einem hohen Rückfallsrisiko ist, ist es wichtig, die Medikamente längere Zeit einzunehmen. Zwei Jahre ununterbrochene Neuroleptika-Behandlung zeigt nach der Ersterkrankung die besten Erfolge. Bei wiederkehrenden Erkrankungsschüben ist eine Behandlung über viele Jahre nötig, um Rückfälle zu verhindern, auch wenn sich Patienten zwischenzeitlich beschwerdefrei fühlen. Dazu ist anzumerken, dass dann eine kontrollierte, schrittweise Verringerung der Dosis auf eine niedrige Erhaltungsdosis möglich sein kann, wobei dies immer unter fachärztlicher Beratung durchgeführt werden sollte.
Antipsychotika können als Tabletten, Saft oder Tropfen, die täglich genommen werden müssen, oder als Injektionen mit teilweise mehrwöchiger Wirkung (Depot-Injektionen) angewandt werden. Wie alle Medikamente können auch Neuroleptika Nebenwirkungen aufweisen, wobei die 'neue Generation' der Psychopharmika als besser verträglich gilt. Die häufigsten Nebenwirkungen der älteren Neuroleptika sind solche auf Muskeln und Bewegung (z. B. Zittern, Muskelkrämpfe und körperliche Unruhe). Häufiger treten auch eine Zunahme von Speichelfluss, Müdigkeit, Benommenheit und Schläfrigkeit auf. Unter den neueren Antipsychotika werden deutlich weniger Bewegungsstörungen beschrieben, dafür beobachtet man z. B. mehr Gewichtszunahmen. Neben den Antipsychotika können zusätzlich verschiedene andere Medikamente verschrieben werden, wie z. B. Antiparkinson und angstlösende Schlafmittel sowie Antidepressiva.