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Havanna
San Cristóbal de La Habana (Kurzform: La Habana, deutsch: Havanna) ist mit rund 2 Millionen Einwohner die grösste Stadt der Karibik. Gegründet wurde Havanna im Jahr 1515 vom Konquistador Diego Velázquez de Cuéllar. Die Stadt entwickelte sich aufgrund ihrer überaus günstigen Lage an einer Bucht zu einem wichtigen Handels- und Militärhafen. 1607 wurde Havanna Hauptstadt der spanischen Kolonie Kuba, 1902 der unabhängigen Republik Kuba.
Während der Prohibition in den Vereinigten Staaten wurde die Stadt ein beliebtes Reiseziel der Amerikaner. Mit der Unterstützung der einheimischen Oligarchie bemächtigte sich die amerikanische Mafia der Stadt, welche hier unzählige Nachtclubs und Spielsalons betrieb. 1959 marschierten die kubanischen Revolutionäre in Havanna ein und vertrieben die korrupte Elite des Landes.
1982 hat die Unesco die Altstadt von Havanna (La Habana Vieja) als Weltkulturerbe eingestuft und rund 900 Gebäude unter Schutz gestellt. Seither wird unter Leitung des Stadthistorikers versucht, die Altstadt mit ihren barocken und neoklassischen Häusern zu restaurieren, was angesichts des Mangels an Baumateralien und finanziellen Mitteln ein oftmals schwieriges Unterfangen ist.
Neben der Altstadt von Havanna sind auch der ehemalige Sitz der spanischen Gouverneure, das Castillo de la Real Fuerza, sowie die Hafenfestung La Cabaña sehenswert. Bekannt ist zudem der Malecon, die Uferstrasse, welche sich von der Hafeneinfahrt mehrere Kilometer westwärts erstreckt und an welcher zahlreiche ehemalige Hotels und Spielkasinos an das Havanna der Zwischenkriegszeit erinnern.