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Diphtherie
Die Diphtherie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und beginnt meistens mit einfachem Halsweh (Angina). Die Diphtherie-Erreger setzen sich auf den Schleimhäuten v.a. von Nase, Rachen und Haut fest, zerstören das Gewebe und bilden Gase. Dadurch bilden sich Beläge, sogenannte Membranen, welche die Atmung im Kehlkopfbereich behindern und zum Erstickungstod führen können ("echter Krupp", im Gegensatz zum Pseudokrupp). Weitere Komplikationen sind Lähmungen, Herzmuskel-, Lungen- und Nierenentzündungen.
Träger der Diphtherie-Erreger müssen nicht selbst krank sein, können aber ungeschützte Kinder anstecken.
Die Diphtherie ist längst noch nicht ausgerottet, wie immer wieder fälschlich angenommen wird. In der Schweiz ist zwar seit 20 Jahren kein Fall mehr gemeldet worden, aber in verschiedenen Ländern Osteuropas hat diese Erkrankung in den 90er Jahren wieder stark zugenommen. Durch die heute übliche Migration und Mobilität ist eine Epidemie in der Schweiz nicht auszuschliessen, wenn die Bevölkerung nicht mehr ausreichend durchimpft ist. Wichtig ist auch im Erwachsenenalter eine regelmässige Impfung gegen Diphtherie. Die Impfung wird im Alter von 2, 4, 6 Monaten sowie im Alter von 15-24 Monaten und zwischen 4-7 Jahren verabreicht. Aufgrund von ausgeprägten lokalen Reaktionen wird ab dem 8. Geburtstag mit einer geringeren Diphterie-Antitoxin- (d) und Pertussisdosis (pa) geimpft. Einfach kann die Impfung auch als 5-fach Impfung (DPTHP) verabreicht werden, um zusätzliche Konsultationen zu vermeiden.
Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH