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Zofinger Altstadtbäume profitieren von versickertem Brunnenwasser
Nachdem 2019 die Versickerungsanlage für den Niklaus-Thut-Brunnen als Pilotprojekt erstellt wurde, konnten nun zwei weitere Versickerungsanlagen beim Chorplatz und beim Alten Postplatz realisiert werden. Dadurch werden jährlich ca. 15'000 m3 sauberes Wasser von der Kanalisation ausgetrennt (Niklaus-Thut-Brunnen: ca. 10'000 m3, Chorplatz-Brunnen und Alter-Postplatz-Brunnen je ca. 2'500 m3).
Da die Reinigungsleistung der ARA durch eingeleitetes sauberes Wasser, sogenanntes Fremdwasser, reduziert wird, verrechnet der Abwasserverband erzo den Gemeinden aktuell CHF 0.67 pro Kubikmeter Fremdwasser. Gemäss dem zuständigen Stadtrat Andreas Rüegger kann die Stadt folglich mit diesen drei Anlagen jährlich Abwassergebühren von CHF 10'000 einsparen.
Im Weitern können Stadtbäume das versickerte Wasser aufnehmen und sind somit widerstandsfähiger gegen Hitze- und Trockenperioden. Dazu wird das Wasser möglichst im Bereich des Baumkronenrandes und oberflächennah abgegeben. Der Baum kann dadurch stets eine gewisse Wassermenge aufnehmen ohne dass sein Wurzelreich dauernd gesättigt ist und der Baum dadurch in eine Wasser-Abhängigkeit gerät.
Für die Reinigung ist es nach wie vor möglich, mittels einem dafür gebauten Weichenschacht das Brunnenabwasser in die Kanalisation einzuleiten. Jedoch ist es nicht zulässig, die Algenbildung im Brunnen mit der Zugabe von Chlor zu hemmen. Das bedeutet, dass an Versickerungsanlagen angeschlossene Brunnenbecken eine eher grünliche Farbe aufweisen können.
2021 sind zwei weitere Versickerungsanlagen für die Brunnen auf dem Lindenplatz und auf dem Aargauerplatz geplant. Der Einwohnerrat hat am 22. März 2021 den entsprechenden Kredit bewilligt.