Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/224763

<h2>SubmittedText<h2><p>Bei der Diskussion im Ständerat über die Motion 20.3754 zur Ausarbeitung einer Strategie für die Rückgabe von während der Kolonialzeit geraubten Kulturgütern hat Bundesrat Alain Berset angedeutet, dass sein Departement der WBK bis Ende Jahr einen Bericht darüber vorlegen wird, was der Bund in diesem Bereich derzeit unternimmt. Nach dieser Erklärung wurde die Motion zurückgezogen. </p><p>In einem Schreiben vom 11. Februar 2021 an das BAK erklärten sich 24 Professor*innen, Museums- oder Sammlungsdirektor*innen, Kurator*innen und Spezialist*innen auf dem Gebiet der während der Kolonialzeit geraubten Kulturgüter aus der ganzen Schweiz bereit, an der Umsetzung der Motion mitzuwirken, die ihrer Meinung nach einem echten Bedürfnis entspricht. Daher ist es im Hinblick auf die Erstellung des Berichts wichtig, die Ansichten dieser Akteure aus der akademischen und musealen Welt zu hören, um die Stärken und Schwächen des derzeitigen Systems für den Umgang mit Kulturgut aus der Kolonialzeit zu ermitteln.</p><p>Ich frage daher das EDI, ob das BAK diese Fachleute im Rahmen der Erstellung des angekündigten Berichts anhören oder formell konsultieren wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat wird im angekündigten Bericht ausführen, welche Massnahmen der Bund bislang im Umgang mit Kulturgütern aus der Kolonialzeit ergriffen hat. Der Bericht dient im Sinne einer Auslegeordnung als Grundlage für die weitere Diskussion der Thematik.</p><p>Das Bundesamt für Kultur tauscht sich bereits heute regelmässig mit Museen sowie Expertinnen und Experten zu den Themen Raubkunst und Provenienzforschung aus. Dabei geht es auch um ethnologische und ethnographische Kulturgüter aus dem kolonialen Kontext sowie um geplünderte archäologische Kulturgüter.</p>  Antwort des Bundesrates.