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M.A., Dozentin
Vormals im Gesundheitswesen tätig, studierte Andrea Fischer an der Universität Basel Soziologie, Pädagogik und Wirtschaftswissenschaften. Während des Bachelorstudiums setzte sie sich mit gouvernementalitätstheoretischen Studien im Anschluss an Michel Foucault auseinander. Während des Masterstudiums arbeitete sie bereits als studentische Mitarbeiterin in der Professur für Bildungssoziologie und hat sich daraufhin vorwiegend auf bildungssoziologische Fragestellungen konzentriert. Dabei vertiefte sie sich mit Interesse in Diskurse im Bereich der Mittelschule.
In der Masterarbeit hat sie in qualitativen Case Studies Mittelschüler/innen untersucht, die das Gymnasium abgebrochen haben um ihren Bildungsweg an der Fachmittelschule, an der Wirtschaftsmittelschule oder in einer dualen Berufslehre fortzusetzen. Dabei ging sie der Frage nach, wie sich die (Selbst-)Selektion der befragten Jugendlichen vom Gymnasium und deren Wahl für den weiteren Bildungsgang auf der Sekundarstufe II soziologisch erklären lässt. Sie schloss ihr Studium im Dezember 2012 ab.
Andrea Fischer ist seit Januar 2013 in Lehre, Berufspraxis und Forschung an der Pädagogischen Hochschule n/w als Dozentin. Zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben im Rahmen ihrer Anstellung in der Professur für Bildungssoziologie und den Berufspraktischen Studien kann sie nicht nur auf ihre akademische Ausbildung, sondern auch auf ihre reichhaltige berufliche und bildungsbiographische Erfahrung zurückgreifen. Sie hat vor ihrem Studium z.B. eine berufliche Grundbildung absolviert, war als Klassenlehrerin in der Ausbildung von Lernenden für einen Gesundheitsberuf tätig und hat sich zur Erwachsenenbildung (Tertiärstufe B) weitergebildet. Den Zugang zur universitären Hochschule hat sie sich im Rahmen von berufsbegleitenden Ausbildungen (Berufsmaturität, Passerelle) geschaffen. Andrea Fischer hat zwei Kinder, die aktuell Mittelschulen in Basel-Stadt besuchen.
Andrea Fischer hat folgende thematische Schwerpunkte und Forschungserfahrungen:
- Institutionalisierung von Bildung, insbesondere in Bezug auf die Sekundarstufe II und die Tertiärstufe
- Position, Profil und Bedeutung der Fachmittelschule auf der Sekundarstufe II
- Selektionsprozesse am Ende der Primarschulzeit und beim Übertritt in die Sekundarstufe I
- Wandel und Pluralisierung von Bildungs- und Lebensverläufen
- Soziale Kategorien wie Geschlecht und Migration im Kontext von Schule und Bildung
- Die Herstellung sozialer Ungleichheit im Bildungssystem (insbesondere aus einer bourdieuschen Perspektive)
- Qualitative Sozialforschung (qualitative Datenerhebung: Beobachtungen im Feld, Einzel- und Gruppeninterviews; Datenanalyse: Habitushermeneutik, dokumentarische Methode, Objektive Hermeneutik, Diskursanalyse)
Mitgliedschaften
- Schweizerische Gesellschaft für Soziologie
- Sociology of Education Research Network of the Swiss Sociological Association (SSA)
- Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Sektion Bildung und Erziehung
- Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung
Präsentationen und Publikationen
Andrea Fischer, Regula Julia Leemann, Christian Imdorf, Raffaella Esposito, Sandra Hafner (2017). Die Fachmittelschule als «Frauenschule»? – Chance und Herausforderung zugleich. In: Gymnasium Helveticum, Nr. 3/17. S. 8-10.
Social dynamics in the educational reform of a hybrid upper secondary track in Switzerland - insights from the perspective of the sociology of conventions, zusammen mit Regula Julia Leemann, Christian Imdorf und Sandra Hafner. Am Workshop "Sociology of Conventions", an der Universität in Luzern 11.12.-12.12.2015.
Maturitätsschulen in der Schweiz: Profile und Positionierungen, zusammen mit Regula Julia Leemann, am Theorie- und Methodenworkshop Konventionensoziologie am 09. Mai 2014 an der Universität in Innsbruck.
Wie Unterschiede Unterschiede machen. Ein soziologischer Blick auf den Gymnasialabbruch, an der 3. Bildungssoziologischen Forschungswerkstatt der Sektion Bildung und Erziehung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie am 23. Mai 2013 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Wie Unterschiede Unterschiede machen. Ein soziologischer Blick auf den Gymnasialabbruch. Unveröffentlichte Masterarbeit 2012.
Aufträge der Bildungssoziologie für die Institute Primarstufe und Sekundarstufe I/II
- Forschungswerkstatt: Deutungen und Strategien von Mittelschullehrpersonen im Umgang mit migrationsbedingter Heterogenität (in Zusammenarbeit mit Sandra Hafner) Institut für Sekundarstufe I/II: FS 2015)
- Bildungsungleichheit und Selektion am Ende der Primarschulzeit aus einer bildungssoziologisch-forschenden Perspektive (Institut für Primarstufe: HS 2015)
- Schule und Bildung aus soziologischer Perspektive (Institut für Primarstufe: von FS 2013 bis FS 2016)
- Bildung für Eliten - Bildung von Eliten? Die Mittelschulen aus soziologischer Perspektive (Institut für Sekundarstufe I/II: mehrmals ab FS 2013)
- Forschungswerkstatt: Die gesellschaftliche Konstruktion von Geschlecht als Teil des professionellen Selbstverständnisses von Lehrpersonen (in Zusammenarbeit mit Rebecca Jung) (Institut für Sekundarstufe I/II: FS 2014)
- Betreuung und Beurteilung von Leistungsnachweisen für die Institute Primar- und Sekundarstufe I/II und Bachelorarbeiten für das Institut Primarstufe und Masterarbeiten für das Institut der Sekundarstufe I
Aufträge der Berufspraktischen Studien des Instituts Sekundarstufe I/II
- Assessments (Berufseignungsabklärung) (von FS 2013 bis FS 2016)
- Reflexionsseminar (ab FS 2013)
- Mentorat (ab HS 2014)
- Unterrichtsbesuche Praktikum 2 (Thematische Schwerpunkte Klassenführung und Heterogenität) (ab HS 2014)