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Missa (2007)
Missa (2007) ist sozusagen der ursprüngliche Rohbau der umfangreicheren und gültigen "Missa Nova" (2010). Ich habe sie aus meinem Werkkatalog zurückgezogen. Sie wird hier der Dokumentation wegen aufgelistet.
Schon als Junge interessierte ich mich für Messevertonungen und setzte mir damals zum Ziel, die Musikgeschichte anhand dieser Formen vom Mittelalter bis heute durchzugehen. Oft hörte ich in jener Zeit die „Messe de Nostre Dame“ von Machaut, war voller Bewunderung für J. S. Bach, aber auch Stravinskys eigenständiger Zugang faszinierte mich. Während meiner Tätigkeit als Korrepetitor verschiedener Chöre blieb ich in Kontakt mit dem Thema und so entwickelte sich in mir der Wunsch einen eigenen Beitrag zu schreiben. Missa von 2007 war mein erster Versuch.
Am Anfang stand die Idee, die Texte des Ordinarium Missae (Kyrie – Gloria – Credo – Sanctus – Agnus Dei) zu fragmentieren, archäologischen Fundstücken gleich, bei welchen Übergänge und Zusammenhänge wieder hergestellt werden müssen. „Inter Missa“ hiess mein Projekt. Bald musste ich aber feststellen, dass meine Textstellenauswahl zu subjektiv, zu urteilend ausfiel. Bei der Komposition am – für mich problematischen – Credo wurde mir klar, wie sehr dieser Text danach verlangte, als ganzer betrachtet zu werden. Zu genau war er gebaut, zu verdichtet seine Inhalte, als dass sie sich künstlich zerstückeln liessen. Meine Idee stellte sich als zu gewollt heraus. So entschied ich mich für die Komposition aller vollständigen Messeteile und es entstand „Missa“ für Vokalensemble a cappella. Sofort nach der von mir dirigierten Uraufführung konzipierte ich eine erweiterte Fassung. Ich hatte das Thema Messe berührt, diese erste Fassung aber kam noch nicht an das heran, was ich mir eigentlich vorstellte. Drei Jahre später nahmen meine Ideen in „Missa Nova“ endgültig Form an.