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Kinder brauchen jetzt gesundheitliche und psychosoziale Betreuung
Am 4. August erschütterte eine verheerende Explosion Libanons Hauptstadt Beirut. Inzwischen ist das Ausmass der Katastrophe langsam sichtbar. Über 160 Menschen haben bei der Detonation ihr Leben verloren, mehrere tausend wurden verletzt und hunderttausende sind obdachlos. Mehr als 100 000 Kinder sind direkt von der Katastrophe betroffen, sind verwundet, traumatisiert oder haben ihr Zuhause verloren.
Die Situation für Kinder ist schon seit Längerem untragbar. Viele Kinder wachsen in Armut auf und haben nur beschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Das öffentliche Gesundheitswesen ist seit Jahren am Anschlag. Mit dem Coronavirus hat sich dies weiter zugespitzt - und die Fallzahlen steigen seit Ende Juli rasant. Das medizinische Personal ist am Anschlag und durch die Explosion wurden mehrere Krankenhäuser zerstört.
Aus Erfahrung wissen wir, dass Kinder von solchen Krisen besonders stark betroffen sind. UNICEF ist seit 1948 im Libanon tätig und konnte sofort mit lebensrettenden Massnahmen starten. Wir setzen derzeit alles daran, Kinder zu schützen. Wir bieten den traumatisierten Kindern psychosoziale Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten. Familien, die ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren haben, brauchen einfache Hilfsgüter wie Trinkwasser und Hygieneartikel, und die Verletzten brauchen Medikamente.
Lassen Sie uns gemeinsam den Kindern und ihren Familien im Libanon helfen. Danke für Ihre dringend benötigte Unterstützung!