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Soll noch jemand behaupten, es gebe keine ausgleichende Gerechtigkeit ...
Das US-Patentamt hat die Rechte am Namen «iTrump» einem 40-jährigen App-Entwickler namens Tom Scharfeld zugesprochen. Damit konnte sich ein 40-jähriger Hobby-Musiker aus New York gegen den mächtigsten Mann der Welt und dessen Heer von ausgefuchsten Anwälten durchsetzen.
David besiegt Goliath. Und mehr als das, wie wir gleich sehen, doch zunächst zur Vorgeschichte:
Scharfeld, ein Ingenieur und Hobby-Musiker, liess 2010 «iTrump» als Name für eine App ins Marken-Register eintragen. Im Jahr darauf brachte er eine iPhone-App heraus, mit der man auf dem Touch-Screen wie auf einer Trompete spielen kann.
Dann liess Trump die Anwälte von der Leine. Begründung: Es bestehe Verwechslungsgefahr mit seinem Namen, einer wertvollen Marke. Denn der umtriebige Geschäftsmann und TV-Promi streicht als Namensgeber für Hotels, Golfplätze, Steaks und diverse Lifestyle-Produkte saftige Lizenzgebühren ein.
App-Entwickler Scharfeld wehrte sich, zunächst ohne Anwalt, und gewann nach mehrjährigem Rechtsstreit. Damit nicht genug, ging er zum Gegenangriff über und stellte seinerseits Trumps Marken-Imperium infrage, wie Spiegel Online schreibt:
Bloomberg machte am vergangenen Dienstag den seltenen Fall von ausgleichender Gerechtigkeit bekannt: Der New Yorker App-Entwickler, der eine Ein-Mann-Firma betreibt, war während Jahren massiv unter Druck gesetzt worden. Er sei froh, nun endlich Zeit für das Vermarkten seiner Apps zu haben, sagt er.
(dsc)