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Ein schönes Beispiel dazu liefert das australische Unternehmen Link Group, das technologiegestützte Verwaltungslösungen anbietet.
Es beginnt mit der Vorstellung von fünf Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der eine beschreibt sich als Computer-Nerd, der andere als Naturliebhaber, die Dritte als Familienmensch. Sie und ihre Arbeitsplätze werden zum Takt von Musik gezeigt. Über denselben Takt der Musik und über Einstellungen eines Büros sagt ein Protagonist die Kernaussage des Videos: Bei Link lieben alle, was sie tun und schöpfen aus dieser Energie den Spass für die Arbeit. Das ist der Moment, indem sich das Unternehmensvideo von allen anderen Videos abgrenzt: Die gezeigten Mitarbeiter wippen zuerst subtil mit dem Takt mit und münden bis am Ende des Videos in wilden Tänzen in den Büroräumlichkeiten.
Verizon ist einer der grössten US-amerikanischen Mobilfunkanbieter. Zum 53. Super Bowl (American Football Finale) am 3. Februar 2019, dem jährlich grössten Sportanlass der Welt, produzieren sie folgenden einminütigen TV Spot (die Ausstrahlung einer Minute kostete 2019 10.4 Mio US-Dollar).
Dollar Shave Club ist ein amerikanisches Unternehmen, das Nassrasierer und Bartpflegeprodukte per Post im Abonnement an Kunden versendet. Gegründet wird es 2011 von Mark Levine und Michael Dubin, die sich auf einer Party kennenlernen und sich über den Frust über zu teure Rasierklingen unterhalten. Dollar Shave Club bietet drei Abonnement-Pläne, die jederzeit herauf oder herabgestuft werden können. Der Service wird im März 2012 durch ein eigens produziertes YouTube-Video angepriesen. Dieses wird zum viralen Hit und beschert dem Unternehmen innert 48 Stunden 12.000 Bestellungen.
Vier Jahre später kaufte Unilever Dollar Shave Club für eine Milliarde Dollar. Das Unternehmen wird so zu einem Einhorn, einem Startup-Unternehmen mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar.
Das UBS-Beispiel überzeugt durch Einfachheit und Kürze. Das Video kommt ohne gesprochenen Kommentar oder Originalton aus und bedient sich lediglich fünf Kameraeinstellungen. Die 27-sekündige Werbung wurde 2016 mit einem Schweizer Effie-Award (Auszeichnung der Schweizer Kommunikations- und Werbebranche) ausgezeichnet.
Der US-amerikanische Sportartikel- und Outdoorhändler REI schliesst am umsatzstärksten Verkaufstag des Jahres, dem Black Friday, seine Türen und generiert damit 2.7 Milliarden Medienaufrufe in 24 Stunden. Wie? Mit einer guten Geschichte! Der CEO des Outdoor-Ausrüsters gibt seinen Mitarbeitern per offenem Brief frei, damit diese den Tag nach Thanksgiving in der Natur verbringen können. Zudem rät er den Kunden, es ihnen gleich zu tun. REI kreiert dafür den Hashtag #OptOutside (etwa: Entscheide dich
für Draussen).
Der Apple-Gründer Steve Jobs war bekannt für seine gut aufgebauten und minutiös geprobten Produktpräsentationen. Er war daher auch als öffentlicher Redner sehr beliebt. Die wohl bekannteste Rede hielt er im Juni 2005 vor Absolventen der renommierten Stanford-Universität, unweit des Silicon Valleys. In der Rede geht er auf drei Dinge ein: Seine Adoption, den Rauswurf bei Apple und das Leben selbst.
Link:
- Kurzfilm der Rede von Steve Jobs.
»Don’t buy this Jacket« – »Kaufen Sie diese Jacke nicht«, wirbt oder eher rät der US-Kleiderhersteller Patagonia 2011 auf einer ganzseitigen Anzeige in der New York Times. Unter der Abbildung einer ihrer Jacken listen sie penibel die Gründe auf, weshalb man diese Jacke bitte nicht kaufen soll: Die Herstellung verbrauche 135 Liter Wasser und damit den Tagesbedarf von 45 Menschen. Der Transport ins Lagerhaus stosse das 24-fache des Jacken-Gewichts an CO 2 aus. Und weiter: »Wie bei den meisten Dingen, die wir herstellen und Sie kaufen können, sind die Umweltkosten dieser Jacke höher als ihr Preis.«
Erinnern Sie sich, wie Steve Jobs im Jahr 2007 das erste iPhone präsentiert? Auf grosser Bühne, in schwarzem Rollkragenpullover kündet er einen iPod, ein Telefon und einen Internetkommunikator an. Drei Dinge, sagt er zu Beginn. Und dann wiederholt er diese drei Begriffe bis das versammelte Publikum begeistert klatscht und begreift, dass es sich bei diesen drei Geräten um eines handelt: um das erste iPhone der Geschichte. An diesem 9. Januar schreibt der Unternehmer erneut Geschichte: Es ist die Geburtsstunde des Smartphones, wie wir es heute nicht mehr wegdenken können, und ein Meilenstein im Erfolg von Apple.
Der deutsche Lebensmittelhändler Edeka ging am ersten Adventssamstag 2015 mit dem Spot «Heimkommen» viral. Der sehr emotionale Kurzfilm zeigt einen Großvater, dessen Kinder und Enkel ihm Jahr für Jahr für das gemeinsame Weihnachtsfest absagen, da sie zu beschäftigt sind. Es folgen Szenen in denen die Kinder die Nachricht seines Todes erhalten. Als sie sich zur Trauerfeier in seinem Anwesen treffen, tritt er mit den Worten: »Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen?«, in das Esszimmer. Anschließend sitzt die versammelte Familie am Esstisch des Grossvaters und tafelt ausgelassen. Der Spot endet mit der Schrift: »Zeit heimzukommen«, gefolgt vom Edeka-Logo.
»Sometimes you have to go up really high to understand how small you are. I’m going home now.« – »Manchmal muss man sehr hoch hinaufsteigen, um zu verstehen, wie klein man ist. Ich gehe jetzt nach Hause«, sagt Fallschirmspringer und Extremsportler Felix Baumgartner, bevor er aus der Stratosphäre zurück zur Erde springt. Die Kapsel, die ihn an einem Ballon in diese Höhen trägt, der Raumanzug, der Helm tragen die zwei Bullen und den Schriftzug des Unternehmens.