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Seit dem 1. Januar 2019 unterstützt der Bund den Export von verarbeiteten Produkten auf Basis von Schweizer Rohstoffen nicht mehr. In der Getreidebranche sind fast 50‘000 t Getreide betroffen, das beispielsweise in Form von Biskuits exportiert wird. Um eine Alternative zur wegfallenden Exportförderung des Bundes zu finden, hat die Branche eine privatrechtliche Nachfolgelösung geschaffen, um die Marktanteile zu erhalten und zu vermeiden, dass Schweizer Unternehmen importiertes Mehl verarbeiten müssen.
Das eingeführte System folgt den gleichen Prinzipien, jedoch ohne Unterstützung des Bundes. Damit wird die Differenz des Mehlpreises zwischen der Schweiz und der EU für Unternehmen ausgeglichen, welche Fertigprodukte auf Basis von Schweizer Getreide exportieren. Diese Kompensation der Preisdifferenz ermöglicht den Unternehmen, auf ausländischen Märkten wettbewerbsfähig zu sein und ihren Produktionsstandort in der Schweiz zu erhalten.
Die erste Bilanz nach sechs Monaten ist positiv: Die exportierten Getreidemengen sind stabil geblieben und das Budget wurde eingehalten. Dank der Beiträge der Getreideproduzenten, welche für das reibungslose Funktionieren des eingeführten Systems unerlässlich sind, konnte der SGPV seinen Anteil an der Exportunterstützung finanzieren, wobei auch die Müller und Exporteure einen Teil davon finanzierten.
Die Produzentenbeiträge werden teilweise durch eine neue Direktzahlung des Bundes kompensiert: der Getreidezulage. Diese Zulage, welche in diesem Jahr erstmals ausgezahlt wird, beträgt für 2019 Fr. 128.-/ha Brot- und Futtergetreide. Dieser Betrag liegt etwas über den Schätzungen des SGPV, was für die Produzenten positiv ist. Die Getreidezulagen werden den Produzenten in den kommenden Wochen zusammen mit den anderen Direktzahlungen ausbezahlt.Quelle: SGPV