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Die moderne Physik führt alle existierenden Kräfte auf vier Grundkräfte zurück. Jede dieser Grundkräfte – Physiker sagen lieber: 'Wechselwirkungen' – wird durch spezielle Kraftteilchen vermittelt. Die elektromagnetische Wechselwirkung wirkt zwischen elektrisch geladenen Teilchen und wird durch ein Kraftteilchen namens Photon vermittelt. Diese Kraft kommt bei technischen Anwendungen und im menschlichen Stoffwechsel zum Tragen. Licht ist die Wechselwirkung von Photonen mit der Netzhaut in unseren Augen. Chemische Bindungen, aber auch physikalische Phänomene wie Reibung, Elastizität oder Oberflächenspannung sind letztlich Folge der elektromagnetischen Wechselwirkung zwischen den äusseren Atom-Elektronen. Die starke Wechselwirkung wirkt innerhalb der Atomkerne und wird durch Gluonen vermittelt. Sie 'kleben' die Quarks zu Protonen und Neutronen zusammen und sorgen so für die Festigkeit des Atomkerns. Die schwache Wechselwirkung erlaubt die Umwandlung von Quarks in andere Quarks und von Leptonen in andere Leptonen. Sie wird durch die sogenannten W- und Z-Bosonen vermittelt. Ohne schwache Wechselwirkung gäbe es keine Radioaktivität und die Sonne könnte nicht leuchten. Die vierte Wechselwirkung ist die Gravitation, die wir von der Erdanziehung kennen. Sie wird mutmasslich durch das Graviton vermittelt. Alle Kraftteilchen sind experimentell nachgewiesen – ausser das Graviton.