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Das Problem:
Katzen die in der Wohnung alleine zurückgelassen werden, versuchen häufig durch ein gekipptes Fenster zu entkommen. Dies gelingt meistens nicht und sie bleiben stattdessen vor dem Becken in dem engen Fensterspalt stecken. Durch ihre Befreiungsversuche rutschen sie immer tiefer in den Spalt hinein und verletzen sich schwer. Durch die Einklemmung im Fensterspalt wird die hoch unter der Wirbelsäule gelegene Bauchaorta gequetscht und der arterielle Blutfluss zu den Hintergliedmaßen unterbrochen. Es kommt also zur mangelhaften Durchblutung (Ischämie), sodass Muskeln und oberflächlich, am Rand liegende Nerven der Hinterbeine ungenügend mit Sauerstoff und Energie versorgt werden. Dies führt wiederum zu einer hochschmerzhaften Übersäuerung (Azidose) der Muskulatur. Der Muskelstoffwechsel produziert bei Sauerstoffmangel (Hypoxie) vermehrt Milchsäure. Übersäuerung der Muskulatur und Sauerstoffmangel führen letztlich auch dazu, dass Muskelzellen absterben und Nerven geschädigt werden. Klinisch äußert sich dies in einer schlaffen Lähmung der Hinterbeine. Oft wird auch die Schleimhaut der Blase und des Dickdarms sowie die Bauchwand traumatisiert. Dies kann bis zu lebensbedrohlichen und hochgradig schmerzhaften Schleimhaut- bzw. Fettgewebsnekrosen, also zum Absterben des Gewebes, führen. Verletzungen anderer innerer Organe, der Wirbelsäule und des Rückenmarks sind möglich, kommen aber nur selten vor. Todesfälle in den ersten Stunden und nach Tagen der Befreiung der Katze sind in den meisten Fällen nicht durch die Verletzungen selbst bedingt sondern Folge des so genannten Reperfusionssyndrom ( Reperfusion = Wiederdurchblutung) Wenn die Hinterbeine nach der Befreiung wieder normal durchblutet werden, gelangen mit dem Blutkreislauf die durch die Mangeldurchblutung entstandenen Schadstoffe zum Herzen. Dort schädigen sie den Herzmuskel und können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen. Einige Katzen versterben auch an Schocksymptomen.
Die Lösung:
Während des Lüftens klemmen Sie zwischen das gekippte Fenster und den Rahmen eine Fallsperre. Die obere Seite bietet der Katze eine Auffangfläche, die es ihr unmöglich macht zu weit in den spitzwinklig zulaufenden Spalt hineinzurutschen. Zudem bietet das Holz der Katze die Möglichkeit sich darin festzukrallen und sich so aus eigener Kraft aus dieser heiklen Situation zu befreien.