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Amann Jürg, 1947-2013, Schriftsteller
Der in Winterthur geboren und aufgewachsene Autor lebte ganz in und für die Literatur. Sie war ihm ein existenzielles Anliegen.
Jürg Amann war der Sohn eines Buchdruckers und Lyrikers. Er wuchs in Oberwinterthur auf und absolvierte dort auch die Schulen.
Anschliessend besuchte er das Gymnasium in Winterthur und studierte nach der Matur an der Uni Zürich und an der Freien Universität Berlin Germanistik und Publizistik. Mit seiner Dissertation über Franz Kafka „Das Symbol Kafka. Eine Studie über den Künstler“ schloss er 1973 sein Studium in Zürich mit dem Doktortitel ab.
Als Journalist arbeitete Amann zunächst in Berlin und dann von 1974 bis 1976 in Zürich, wo er auch Dramaturg am Schauspielhaus war. Seit 1976 lebte er als freier Schriftsteller in Zürich.
Jürg Amann schrieb keine Bestseller, keine gefälligen Bücher. Jürg Amann war Verfasser von Prosawerken, Theaterstücken und Hörspielen. Er orientierte sich bei Franz Kafka und Robert Walser.
In Literaturkreisen war er anerkannt und wurde bewundert. So erhielt er u.a. 1982 mit dem Werk „Rondo“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. Dann folgte 1983 der Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis und 1989 der Kunstpreis der Stadt Winterthur. 65-jährig ist Jürg Amann nach langer und schwerer Krankheit in Zürich gestorben.