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Kim Métraux
04.11.2021
Kim Métraux in Saudi Arabien auf Rang 21
Mit einer Parrunde am Samstag und einer 70er-Karte (2 unter Par) am Finaltag erreicht Kim Métraux beim Aramco Saudi Ladies International Rang 21. Ihre Schwester Morgane Métraux startete nach einem haarscharf geschafften Cut am Wochenende zur Aufholjagd; mit Runden von 69 und 70 Schlägen wurde es Rang 31 für die 24-Jährige.
2021-11-07
Die Ladies European Tour ist für zwei Wochen in Saudi Arabien zu Gast. Im Royal Greens & Country Club der King Abdulla Economic City – rund 100 Kilometer nördlich von Dschidda und Mekka am Roten Meer gelegen – stand in der zu Ende gehenden Woche das mit einer Million US-Dollars dotierte Aramco Saudi Ladies International auf dem Programm. Angesichts des Preisgeldtopfs nicht überraschend, dass neben den Top-Spielerinnen des europäischen Circuits auch einige Weltklassespielerinnen am Start waren, die normalerweise auf der LPGA Tour aufteen. Unter anderem die Neuseeländerin Lydia Ko, zweifache Majorsiegerin und zweifache Olympiamedaillen-Gewinnerin. Die 24-jährige Ko wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und übernahm bereits am ersten Tag mit 67 Schlägen (5 unter Par) die Tabellenspitze, die sie nur kurzzeitig – in Runde 2 – räumte. Mit einer 63er-Karte am Moving Day und einer 65 am Finalsonntag – und einem Total von 265 Schlägen (23 unter Par) – feierte die Weltranglisten-Siebte einen unbestrittenen Sieg. Die zweitplatzierte Thailänderin Atthaya «Jane» Thitikul, Siegerin des VP Bank Swiss Ladies Open 2021, klassierte sich mit dem Respektabstand von fünf Schlägen auf Rang 2. Die beiden Schweizerinnen im Feld, Kim und Morgane Métraux, klassierten sich als 21. beziehungsweise 31. im Preisgeld.
Kim Métraux mit bogeyfreier Finalrunde
Zurück aus den USA, wo sich Kim Métraux vor zwei Wochen für die Final Series der Q-School zur LPGA qualifziert hat, ist die 26-Jährige in ihrer zweiten Woche im Mittleren Osten wieder voll und ganz auf der LET angekommen. Die Lausannerin legte am Donnerstag einen Blitzstart ins Aramco Saudi Ladies International hin und lag nach 68 Schlägen am ersten Abend auf dem geteilten dritten Rang. Leider blieb der Putter der Schweizerin in den verbleibenden drei Runden nicht mehr ganz so heiss. Mit einer 73er-Karte am Freitag fiel sie auf Zwischenrang 12 zurück. Am Wochenende spielte die 26-Jährige solide, aber auf den Grüns fehlte das Quäntchen Glück. «Am Samstag war ich mit meinem Ball Striking nicht zufrieden», sagt Kim Métraux am Sonntagnachmittag nach Turnierende. «Ich verpasste gestern einige Grüns und musste deshalb ein paar gute Saves spielen.» Dabei war sie gut in den Moving Day gestartet und konnte die Front Nine in zwei unter Par absolvieren. Auf den Back Nine war Kim Métraux allerdings ein wenig enttäuscht: «Auf der 14 unterlief mir ein Dreiputt und auf der 15 schaffte ich das Up-and-Down nicht.» So wurde es nur eine Parrunde. Dabei wäre am Samstag viel mehr drin gelegen: «Ich habe auf dem Platz wirklich hart gearbeitet und gekämpft, war mehrmals sehr nahe dran an weiteren Birdies, aber es hat nicht sollen sein.»
Am Sonntag fühlte sich die Linkshänderin mit ihrem langen Spiel wieder wohler; sie verpasste in der Finalrunde ein einziges Fairway und traf nur drei Grüns nicht «in regulation», schaffte aber jeweils das Up-and-Down und blieb in der vierten Runde bogeyfrei. «Ich bin sehr froh, dass ich auf der 16 das Par retten konnte», erklärt Kim Métraux. Mit der 70er-Karte ist sie an sich nicht unzufrieden, trotzdem ist ihr klar, dass mit einem heissen Putter ein deutlich tieferer Score möglich gewesen wäre. So, wie das anderen Spielerinnen in diesem Turnier gelungen ist. Die Schweizerin findet es «zwar nicht sehr überraschend, aber doch ein wenig verrückt», wie tief heuer gescort wurde. «Letztes Jahr lag der Siegerscore bei 10 unter Par, mit 5 unter war man in den Top-10 – und ich bin dieses Jahr mit 5 unter auf Rang 21.» Dabei habe sich der Platz gar nicht so sehr anders gespielt, «die Grüns waren etwas weicher als letztes Jahr», sagt Kim Métraux.
Morgane Métraux schiebt sich auf Rang 31 vor
Die jüngere der beiden Métraux-Schwestern, Morgane Métraux, ist für die beiden Turniere in Saudi Arabien aus den USA angereist. Auf dem 5853 Meter langen Parcours des Royal Greens & Country Club steigerte sie sich von Tag zu Tag und arbeitete sich in der Rangliste laufend nach vorne. Die erste Runde hatte die 24-Jährige in der brennenden Nachmittagssonne und bei starken Winden spielen müssen; mit 76 Schlägen reihte sie sich kurzzeitig in der hinteren Ranglistenhälfte ein. In Runde zwei blies Morgane Métraux zur Aufholjagd, spielte eine 71er-Runde und schob sich damit genau über die Cutlinie – die Qualifikation für die Finalrunden und damit für eine Klassierung im Preisgeld war geschafft.
Am Moving Day musste Morgane Métraux von Abschlag 10 auf die Runde gehen; auf Bahn 14 erlaubte sie sich den einzigen Patzer des Tages, bügelte diesen aber mit Birdies auf der 17 und 18 sogleich wieder aus. Auf den Front Nine blieb die 24-Jährige bogeyfrei und spielte zwei weitere Birdies, so dass sie nach dem Moving Day bereits auf Rang 37 lag. Am Finaltag präsentierte sich die Scorekarte von Morgane Métraux dann in bunten Farben: Sieben Birdies standen (leider) fünf Bogeys gegenüber. Mit einer weiteren Unter-Par-Runde von 70 Schlägen aber schob sich die jüngere Métraux-Schwester auf den 31. Schlussrang vor.
Die LET bleibt noch für eine weitere Woche in Saudi Arabien. Kim und Morgane Métraux nutzen den Montag und Dienstag zur Erholung, am Mittwoch geht’s für die beiden auf dem gleichen Parcours mit dem Team Event der Aramco Team Series weiter.