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Stricker und Wawrinka in den Achtelfinals
Dominic Stricker aus Grosshöchstetten zieht am Heimturnier in Gstaad in die Achtelfinals ein. Der 20-jährige Stricker (ATP 106) besiegt den ein Jahr jüngeren Franzosen Arthur Fils (ATP 68) 7:6 (7:4), 7:6 (7:4).
Endlich bekamen die Schweizer Tennis-Fans am Swiss Open Grund zum Jubeln. Nach den Niederlagen von Alexander Ritschard und Marc-Andrea Hüsler schaffte Dominic Stricker zum zweiten Mal in Gstaad den Einzug in die 2. Runde.
Der Berner Stricker musste in der fast vollen Roy-Emerson-Arena eine Glanzleistung zeigen, um Arthur Fils in die Schranken zu weisen. Den ersten Satz sicherte sich Stricker im Tiebreak mit 7:4. Im zweiten Satz drehte Arthur Fils anfänglich den Spiess um. Der Franzose führte nach einem frühen Break mit 5:3, ehe Dominic Stricker der Ausgleich gelang und er sich erneut im Tiebreak durchsetzte.
Fils gewann im Mai das ATP-250-Turnier von Lyon, kassierte danach aber am French Open und in Wimbledon Erstrunden-Niederlagen. Vor zwei Jahren stand er im Junioren-Final des French Open, anders als Stricker im Jahr vorher verlor er diesen aber.
In den Achtelfinals trifft Dominic Stricker auf den als Nummer 2 gesetzten Miomir Kecmanovic (ATP 41).
Nicht nur einer, sondern zwei Schweizer stehen am Swiss Open in den Achtelfinals. Stan Wawrinka besiegt den als Nummer 6 gesetzten Roberto Carballés Baeña 6:1, 3:1. Dann gab der Spanier verletzt auf.
Bei seinem Comeback nach zehn Jahren setzte Stan Wawrinka zu einer Leistungsdemonstration an. Der Gegner, immerhin die Nummer 60 der Welt, bekundete nicht den Hauch einer Chance. Erst nach knapp zehn Minuten gewann Carballés mit einem Servicewinner einen ersten Ballwechsel. Mit Tempo und Präzision überforderte Wawrinka den (angeschlagenen) Gegner.
Wawrinka gewann nach bloss 21 Minuten den ersten Satz. Im zweiten Satz ging es etwas weniger rasant weiter, aber auch in diesem Durchgang nahm der 38-jährige Wawrinka dem Gegner gleich das erste Aufschlagspiel ab.
Schon in Wimbledon präsentierte sich “Stan the Man” in guter Form – selbst bei der Niederlage gegen Novak Djokovic. Aber wie stark ist Wawrinka in Gstaad wirklich? Das werden erst die nächsten Tage zeigen. Denn Carballés Baeña taugte nicht als Gradmesser. Letzte Woche verlor er in Salzburg auf Sand gegen die Nummer 474 der Welt (Blaz Rola); in Gstaad plagten ihn schon vor dem Spiel gegen Wawrinka Nackenbeschwerden, wegen denen er sich zuerst behandeln liess und nach 41 Minuten schliesslich aufgab.
Am Donnerstag trifft Wawrinka auf den Spanier Jaume Munar (ATP 110), den Bezwinger von Alexander Ritschard.
(text:sda/bild:swissopengstaad.ch)