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Innerhalb von drei Jahren werden am Standort Kleinhüningen zwei Tiefbohrungen auf 5000 Meter niedergebracht, und im Raum St. Johann wird eine zusätzliche Monitoring Bohrung auf 2700 Meter Tiefe vorgenommen.
Der Rheingraben, an dessen südöstlichem Ende Basel liegt, ist eine Nahtstelle, an der vor rund 40 Millionen Jahren die europäische Kontinentalplatte auseinender zu driften begann.
Diese Aktivität klang vor rund 10 Millionen Jahren im Wesentlichen wieder ab. Übriggeblieben ist ein Graben zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald von bis zu 50 Kilometer Breite und mit einer Absenkung von bis zu mehreren tausend Metern. Die Zerrung bewirkte im Gestein Dehnungsbrüche verschiedenster Art, welche eine natürliche Zirkulation von heissen Porengewässern aus grosser Tiefe ermöglichen kann. Im Zusammenhang mit der Riftphase verdünnte sich die Kruste unter dem Graben auf etwa 25 Kilometer, wogegen im schweizerischen Mittelland die Mantel-Krustengrenze bei etwa 30 Kilometer liegt. Man hofft deshalb, im Rheingraben (insbesondere auch beim «Basler Rücken») bereits bei fünf Kilometer Tiefe 200 Grad Celsius heisses Gestein zu finden, das sich für den Wärmebergbau eignet.