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Und wieder tat sich das Loch im Boden auf. Es wurde grösser und tiefer, je länger man hinein sah. Anna stand am Rand des gähnenden Abgrundes und beobachtete, wie der Parkettboden des Wohnzimmers barst und krachend im dunklen Inneren verschwand.
Sie genoss es. Umso mehr, weil sie eigentlich genau wusste, wie sie das Loch zum Verschwinden bringen und den Holzboden wieder makellos glänzen lassen könnte. Doch sie hatte genug. Genug vom Zusammenreissen. Vom Nettsein. Sich Anpassen. Ihre Tabletten nahm sie schon seit einigen Tagen nicht mehr. Keiner hatte es gemerkt. Sie zog ihre Mundwinkel nach oben und liess sich fallen. Hinein in den dunklen Strudel, der sie immer tiefer hinab zog.
Mit einem Ruck wurde Anna wach. Sie lag auf dem Parkettboden im Wohnzimmer. Sonnenstrahlen liessen sie blinzeln. In ihrem Kopf hämmerte es.
Sie stand mühevoll auf, rieb sich den Hinterkopf, trank ein Glas Wasser und nahm eine Tablette. Nicht die erste heute. Und auch nicht die letzte. Es war ihr gleichgültig. Sie liess sich in ihren Sessel am Fenster fallen und starrte hinaus, ohne etwas zu sehen.