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Obwohl die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume seit ein paar Jahrzehnten in Mitteleuropa bekannt ist, gehört diese Art immer noch zu den selten verwendeten Gartengehölzen. Dieser Zierstrauch ist ein echtes Gartenjuwel, denn er öffnet seine Blüten zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit, nämlich erst im Spätsommer oder Frühherbst. Die meisten Gehölze blühen im Frühling bis Frühsommer. Danach hat es noch ein paar wenige Vertreter, die im Sommer ihre Blütenpracht zur Schau stellen. Aber im Spätsommer, wenn fast alles verblüht ist, dann ist die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume, als eine der wenig blühenden Gehölze, zu dieser Jahreszeit in voller Blüte und verbreitet einen angenehmen Blütenduft.
Die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume (Heptacodium miconioides, syn. H. jasminoides) gehört zur Familie der Geissblattgewächse (Caprifoliaceae). Der Strauch ist in den Gebirgen Zentralchinas beheimatet. Heute kommt er an seinem natürlichen Standort sehr selten vor und steht aus diesem Grund auch auf der "roten Liste" Chinas für seltene und bedrohte Pflanzen.
Der seltsame Name "Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume" geht auf die kleinen, etwa einen Zentimeter grossen, rahmweissen Blüten zurück, die jeweils zu siebt beieinander stehen (griechisch hepta = sieben, codium = Kopf).
Seit etwa 1983 ist die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume auch in Europa in Kultur.
Die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume ist ein sommergrüner, buschig aufrecht wachsender Zierstrauch, der in unseren Breitengraden eine Wuchshöhe von 4 bis 6 m erreichen kann.
Der anspruchslose und sehr gut winterharte Strauch trägt länglich-eiförmige, nahezu ganzrandige Blätter, die 8 bis 18 cm lang und 4 bis 6 cm breit sind. Sie sind lang zugespitzt und an der Basis herzförmig. Oberseits sind die dekorativen Blätter dunkelgrün, unterseits sind sie heller und färben sich im Herbst leicht purpurbraun. Das Blatt besitzt drei von der Basis ausgehende deutlich sichtbare Hauptnerven, von denen schwächer sichtbare Seitennerve abgehen. Im äusseren und oberen Bereich des Strauches falten sich die Blätter bei wärmeren Temperaturen kahnartig zusammen.
Die Zweige und Knospen sind glänzend rotbraun gefärbt. Ein sehr gutes Erkennungsmerkmal dieses Strauches ist die gelbbraun bis braune, sich abblätternde Rinde, die ihn auch im Winter unverwechselbar macht.
Dieser spätblühende Zierstrauch entfaltet erst im August bis Oktober die angenehm duftenden, rahmweissen Blüten. Sie werden fleissig von Bienen besucht und sind in rispenartigen Blütenständen am Ende der jungen Triebe vereinigt.
Aus den Blüten entwickeln sich Früchte, die zur Vollreife purpurrot bis leuchtend rot gefärbt sind.
Dieser Zierstrauch liebt warme Standorte an sonnigen und halbschattigen Lagen. Bevorzugt wird ein nährstoffreicher und durchlässiger Boden. Die Siebe-Söhne-des-Himmels-Blume ist sehr robust, winterhart und erträgt auch gut das Stadtklima. Mit seinen dekorativen, erst spät im Herbst fallenden Blättern und dem reichen, duftenden Blütenflor, der sich im Spätsommer zu öffnen beginnt, ist dieser Strauch eine wertvolle Bereicherung für jeden Hausgarten, aber auch für öffentliche Gärten und Parks. Er ist mit seiner gelbbraunen bis braunen, abblätternden Rinde auch nach dem Laubfall eine auffällige Erscheinung im Garten. Ebenso markant und wirkungsvoll sind die zierenden Fruchtstände, welche sich in rosa bis tief purpurner Farbe präsentieren. Aus diesem Grund sollte der Zierstrauch als Solitär, also in Einzelstellung oder höchstens in Kombination mit kleineren Gehölzen verwendet werden. Aufgrund der straff aufrecht wachsenden Triebe kann die Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume gut mit Stauden unterpflanzt werden. Es gibt durchaus viele Verwendungsmöglichkeiten. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.
Die sehr anspruchslose Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume verfügt über eine gute Winterhärte und erträgt Trockenheit. Trotzdem sollte der Strauch bei länger andauernder Trockenheit gewässert werden.
Ein Rückschnitt des Ziergehölzes ist grundsätzlich nicht nötig. Bei Bedarf sollte ein Rückschnitt im Frühjahr erfolgen. Bei einem Schnitt im Sommer oder Herbst würde die Blütenpracht, welche bekanntlich im Spätsommer und Herbst erscheint, zu sehr reduziert.
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