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Sie sagte, jetzt sei ich eine richtige Amerikanerin und lachte. Ich lachte auch und freute mich fest. Eine richtige Amerikanerin. Ich!
Wie immer eher knapp mit dieser Kolumne wollte ich mich, nachdem wir die Kinder in die Schule gefahren hatten (ja fahren, sorry, hier ist Amerika) sofort ans Werk machen, als ich feststellte, dass sich mein Computer nicht mehr laden lässt. Ich wollte noch das eine oder andere recherchieren und dann eben schreiben, aber wie sollte ich das tun, der Computer liess sich nicht mehr starten. Nach einigen Wutausbrüchen fuhr mich mein Mann in den Apple-Shop (ja fahren, sorry, hier ist Amerika).
Man kann diesem Land leicht verfallen. Es fühlt sich dann so an, als würde man sich in den falschen Mann verlieben. Als Schweizerin ist die amerikanische Politik unerträglich, wieso also die plötzliche Liebe? Das heimische Umfeld reagiert auf diese denn auch so, wie es Eltern tun, wenn ein wesentlich älterer, vorbestrafter Mann aus einer wüsten Gang ihrem minderjährigen Kind die Sinne vernebelt. Mit vielen Argumenten, die eindeutig dagegensprechen. Nur, was vermögen Argumente gegen die Liebe auszurichten?