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Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, wenn einmal mehr, einmal weniger Zeit zwischen den Blutungen vergeht.
Bei jungen Mädchen dauert es nach der ersten Menstruation eine Weile, bis sich ein regelmässiger Zyklus einstellt. Auch seelische Belastungen, Reisen, Krankheit, Stress und vieles mehr kann den Zyklus beeinflussen.
Wie sich dein Zyklus verhält, kannst du gut beobachten, wenn du einen sog. Menstruationskalender anlegst. Das bedeutet, du schreibst dir auf, wann deine Blutung einsetzt und wie stark sie an den einzelnen Tagen war.
Wie viel Blut ist normal?
Die Menstruation kann manchmal schwächer und manchmal stärker sein. Am ersten Tag, also am Anfang der Menstruation, kommt meist nur wenig Blut. Am zweiten und dritten Tag werden etwa zwei Drittel der gesamten Menge ausgeschieden, der restliche Drittel folgt an den kommenden Tagen.
Die gesamte Flüssigkeitsmenge beträgt durchschnittlich etwa eine halbe Kaffeetasse voll. Für den Körper ist es kein Problem, dieses Blut schnell wieder zu ersetzen.
Nur bei besonders langen und starken Blutungen, oder wenn eine Frau aus anderen Gründen bereits geschwächt ist, kann es geschehen, dass der Körper einer Frau zu wenig rote Blutkörperchen produziert. In diesem Fall sollte eine Ärztin/ein Arzt, am besten eine Gynäkologin/ein Gynäkologe kontaktiert werden.
Märchen und Mythen über die Menstruation
Über die Menstruation gab (und gibt) es viele Märchen: zum Beispiel,
- dass menstruierende Frauen übernatürliche oder sogar böse Kräfte besitzen.
- dass menstruierende Frauen unrein sind und Nahrungsmittel verderben können, wenn sie von ihnen berührt werden.
- dass die Menstruation den Körper von einer 'Unreinheit' reinigt.
- dass Frauen während der Menstruation keinen Sport treiben sollen und sich schonen oder sogar im Bett bleiben müssen.
Das alles stimmt nicht und ist Unsinn. Auch, dass Frauen während der Menstruation auf Geschlechtsverkehr verzichten müssen, ist falsch.
Es ist jeder Frau (bzw. jedem Paar) überlassen, ob sie während diesen Tagen Sex haben will.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen,
Gefühle während der Menstruation
Manche Frauen fühlen sich vor und während ihrer Menstruation ohne besonderen Grund launisch, gereizt, vielleicht sogar aggressiv, oder sie sind traurig und deprimiert.
Andere Frauen sind besonders fit und fröhlich, oder haben ausgesprochene Lust auf Sex.
Das liegt an den hormonellen Schwankungen im Körper und diese varieren von Frau zu Frau und von Blutung zu Blutung.
Auch der Körper kann vor der Menstruation ganz unterschiedlich reagieren. Es gibt z.B. Frauen, die über Gewichtszunahme, unreine Haut, Spannungen in den Brüsten usw. klagen.
Alle erwähnten Vorgänge sind vollkommen normal und gehören zu deinem Körper.
Menstruationsbeschwerden - Woher kommen sie?
Während der Menstruation ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen und entspannen sich wieder. Unter anderem dadurch löst sich die aufgebaute Schleimhaut ab. Der Muttermund öffnet sich ein wenig, damit das Blut mit der Schleimhaut abfliessen kann.
Dieser Vorgang kann dazu führen, dass manche Frauen ein leichtes Ziehen in der Gegend der Gebärmutter spüren.
Manchmal führt das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur aber auch zu starken Verspannungen und Verkrampfungen, so dass einige Frauen während der Blutung starke Schmerzen haben.
Es gibt auch Frauen, die in den Tagen vor der Menstruation Beschwerden haben. Z.B. schmerzhafte Spannungen in den Brüsten, Kopf- und Rückenschmerzen, Völlegefühl, Heisshunger oder sie haben grosse Lust auf Süssigkeiten. Andere sind nervös und reizbar.
Um solche Beschwerden zu lindern, sollten Frauen in den Tagen vor den Tagen oder während der Menstruation tun, was ihnen gut tut. Erlaubt ist, was zu einer Entspannung und zur Verbesserung der Befindlichkeit beiträgt. Sport und Bewegung kann dabei genauso hilfreich sein wie ein Nachmittag im Bett.
Tipps gegen Menstruationsbeschwerden
Hier einige Tipps, was du gegen Beschwerden während der Menstruation unternehmen kannst:
- Wärme tut gut: Ein warmes Bad, eine Wärmeflasche auf den Bauch oder zwischen die Beine kann zu Entspannung und Schmerzlinderung führen. Ebenso ein warmer Tee z.B. aus Johanniskraut, Brennnessel oder Frauenmantel.
- Massagen und bestimmte Yogaübungen können entspannend wirken.
- Sport und Bewegung kann Menstruationsbeschwerden lindern. Man führt dies auf die dabei entstehende stärkere Durchblutung im Becken zurück.
- Extrakte aus Mönchspfeffer können bei Krämpfen und auch bei Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Unruhe helfen. Mönchspfeffer und andere pflanzliche Mittel erhältst du in der Apotheke.
- Ebenso ist es in Ordnung, hin und wieder ein auf Unterleibschmerzen spezialisiertes Schmerzmittel einzunehmen.
- Vorteilhaft ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und generell ein gesundheitsbewusster Lebensstil.
Wenn all dies keine Wirkung zeigt, kann auch der Frauenarzt/die Frauenärztin weiter helfen: www.frauenaerzte.ch und www.gynweb.ch