Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/3236

Bereits im Anschwingen trafen die beiden Eidgenossen Walther und Rychen aufeinander. Nach einem interessanten Duell der beiden grossgewachsenen Athleten mussten sie sich jedoch die Punkte teilen. Walther konnte sich anschliessend zwei Siege über Patrik Schiesser und Nicola Wey auf seinem Notenblatt verbuchen lassen, was ihm zur Mittagszeit den zweiten Zwischenrang einbrachte. Vor ihm lag zu diesem Zeitpunkt Florian Riget, der zur Halbzeit als Einziger mit drei Siegen zu Buche stand. Der Rapperswiler besiegte im ersten Gang den Eidgenossen Martin Roth mit Fussstich und im Anschluss auch seine weiteren beiden Gegner Elias Vogler und Mario Tschudi. Ebenfalls zwei Siege gelangen Rychen in den Gängen zwei und drei, diese über Manuel Lüthi und Tobias Lacher. Da ihm aber die Maximalnoten fehlten, lag dieser zur Mittagszeit hinter Riget und Walther zurück.
Drei gleichauf
Obwohl Riget im vierten Gang eine Niederlage gegen Walther hinnehmen musste, kämpfte er sich mit einer Zehn im fünften Gang gegen Patrik Schiesser wieder nach vorne. Walther gewann in der Folge auch den fünften Gang und Rychen gewann die Gänge vier und fünf ebenfalls. Somit waren nach fünf Gängen drei Schwinger punktgleich. Da die beiden Eidgenossen keine Niederlagen aufwiesen, entschied sich das Kampfgericht nochmals für das Duell Rychen Walther. Nach einem kurzen Abtasten beidseits versuchte Rychen mit einem Gammen einzuhängen und wurde von Walther mit einem Kurzzug ausgekontert. Weil Riget im sechsten Gang gegen Patrick Schmid ebenfalls eine Zehn realisierte blieb er punktgleich mit dem Berner und erlangte Rang 1b.
Für Adrian Walther war es der erste Sieg in Niederurnen. «Der heutige Tag war für mich eine Standortbestimmung. Sachen, an denen ich im Wintertraining arbeitete, wollte ich im Wettkampf umsetzen, was mir teilweise auch gelungen ist. Der Sieg über Florian Riget kam erst kurz vor Schluss zustande. Ein Zeichen für mich, dass die Kondition stimmt, da ich kurz vor Schluss noch zulegen konnte.»
Regionalfestsieg war erklärtes Saisonziel
Florian Riget war hocherfreut über seinen ersten Sieg im Aktivlager. «Mein Ziel heute Morgen war es, mindestens vier Gänge zu gewinnen. Der Sieg im ersten Gang gegen Martin Roth, er zog Lätz an und ich konterte ihn mit Fussstich aus, motivierte mich enorm. Dass ich nicht für den Schlussgang berücksichtigt wurde, war für mich klar, ich wies im Gegensatz zu den beiden Eidgenossen einen Verlorenen auf. Der heutige Sieg war mein erster Rangfestsieg. Da ich bis jetzt nur an Jungschwingertagen Siege erlangen durfte, war der Gewinn eines Regionalfestes ein erklärtes Saisonziel von mir.» Riget ist der erste Gasterländer Sieger am Hallenwettkampf seit 17 Jahren (Martin Glaus).
Rychen fiel nach verlorenem Schlussgang auf Rang vier zurück. «Nach einer strengen Woche mit intensiven Trainingseinheiten versuchte ich im Schlussgang noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und riskierte sicher mehr als beim ersten Aufeinandertreffen mit Walther. Wir suchten beide die Entscheidung, wobei Walther meinen Angriff auskontern konnte.»
Starke Glarner Teamleistung
Obwohl die Glarner den Tagessieg zwei Gästen zugestehen mussten, sorgte ein Quintett für ein gutes Teamergebnis. Beni Rhyner bezwang in einem Zusatzgang Kranzer Daniel Schilter was ihm den hervorragenden dritten Schlussrang einbrachte. Auch Sämi Horner erfreute sich einer guten Tagesform und beendete das Fest mit vier Siegen und punktgleich mit Rychen im vierten Schlussrang. Dicht hinter ihm folgten seine Klubkollegen, Mario Tschudi (5a) und Patrik Schiesser (5b). Beide wiesen vier gewonnene Gänge auf. Nichtkranzer Mario Tschudi bezwang zwei Kranzschwinger, Beni Rhyner einen und sorgten für Glarner Lichtblicke.
Lange Zeit vorne mit schwang auch Patrik Feldmann. Nach einer guten Ausgangslage nach vier Durchgängen wurde ihm im fünften Gang Adrian Walther zugeteilt. Bei diesem Gang gab es ihm einen «Zwick» im Knie, was zur Folge hatte, dass er den sechsten Gang unter Schmerzen vorsichtshalber abbrechen musste. Tobias Fässler (12c), Pirmin Tschudi (18) und Fridolin Beglinger (19) reihten sich weiter hinten ein.
Den Glarnern gelang zwar insgesamt ein erfreuliches Teamresultat, die Abwesenheit einiger ist aber ein Indiz dafür, dass der Funke vom NOS 2023 und ESAF 2025 auf Glarner Boden noch nicht bei allen rübergesprungen ist.
220 Zuschauer kamen in der Linth-Escher-Halle in den Genuss von sportlich spannenden Duellen und profitierten von einem tadellos organisierten Anlass des Schwingklubs Niederurnen. Für diesen folgen kommende Saison mit dem Glarner Kantonalen Jungschwingertag und dem Nordschweizer Nachwuchsschwingfest noch zwei weitere Anlässe.