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Weniger Drogerien, mehr Apotheken
In der Schweiz nimmt die Zahl der Drogerien ab, dagegen steigt die Zahl der Apotheken. Der Umsatz, den Apotheken mit Medikamenten erzielen, nimmt zu, während er bei Drogerien stagniert.
Die Zahl der Drogerien sank in den letzten zehn Jahren um 15 auf 829%. Dies geht hervor aus der Statistik "Pharma-Markt Schweiz" des Branchen-Verbands Interpharma, welche am Mittwoch (08.08.) veröffentlicht wurde. Die Zahl der Apotheken stieg in dieser Zeit um 8 auf 1677%.
Verschiebungen gab es auch beim Umsatz: Während die Apotheken ihren Medikamenten-Umsatz in den letzten zehn Jahren um 75% auf 1,824 Mrd. Franken im Jahr 2000 steigerten, verzeichneten die Drogerien mit 149 Mio. Franken im Jahr 2000 einen stabilen Umsatz.
Die Pharma-Firmen kamen im Jahr 2000 auf einen Gesamt-Umsatz im Medikamenten-Markt von 3,12 Mrd. Franken nach Produzenten -Preisen. Davon wurden 58,4% in den Apotheken abgegeben, 20,1% über selbst-dispensierende Ärzte, 16,7% in Spitälern und 4,8% in Drogerien. Der Umsatz nach Publikums-Preisen belief sich im letzen Jahr laut früheren Angaben erstmals auf über 5 Mrd. Franken.
Vor allem rezeptpflichtige Medikamente
Der Anteil der rezeptpflichtigen Medikamente am gesamten Umsatz betrug 76%. Die Apotheken waren mit einem Verkaufs-Anteil von 55,6% der wichtigste Distributions-Kanal, gefolgt von den selbst-dispensierenden Ärzten und den Spitälern.
Auch die rezeptfreien Medikamente wurden vorab in Apotheken verkauft (67,3%). Die Drogerien kamen auf einen Marktanteil von 19,7%, während 8,9% über selbst-dispensierende Ärzte und 4,1% in Spitälern verkauft wurden.
Generikamarkt wächst konstant
Nach Angaben von Interpharma wuchs der Markt mit Generika in den letzten fünf Jahren um rund 60%. Letztes Jahr wurden Nachahmer-Präparate im Wert von 79,7 Mio. Franekn verkauft, was gegenüber 1999 einem Plus um 7,4% entspricht.
Der Anteil der Generika am Gesamtmarkt belief sich auf 2,6%. Im Markt mit effektiver Konkurrenz zwischen Originalmedikamenten, deren Patente abgelaufen sind, und Generika ist der Anteil der Nachahmer.Präparate zwischen 1995 und 2000 von 14,4% auf 21,1% gestiegen.
90 Prozent für den Export bestimmt
Im Pharma-Markt Schweiz stammten letztes Jahr 31% der Medikamente aus inländischer Produktion. Die importierten Präparate kamen auf einen Marktanteil von 69%. Die bedeutendsten Herkunftsländer sind die USA, Deutschland und Grossbritannien.
Mehr als 90% der in der Schweiz hergestellten Medikamente sind für den Export bestimmt. Die Ausfuhren von Pharma-Produkten haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Insgesamt wurden im letzten Jahr Pharma-Produkte für 22,1 Mrd. Franken exportiert, was ein Plus von 5% gegenüber 1999 ist.
Der grösste Teil geht in europäische Länder, gefolgt von Amerika und Asien. Der Exportüberschuss in der Pharma-Handelsbilanz belief sich letztes Jahr auf 11,7 Mrd. Franken. Damit liegt die Schweiz im internationalen Vergleich an der Spitze.
swissinfo und Agenturen
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