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Leis ist die höchstgelegene, ganzjährig bewohnte Siedlung der Gemeinde Vals. In Vals wurde ursprünglich Romanisch gesprochen. Im späten Mittelalter wanderten Deutsch sprechende Walser ein. Vermutlich fanden die Walser, die um 1300 die Terrasse von Leis rodeten und sich dort ansiedelten, den Weg nach Leis über das benachbarte Misox. Dort, in Mesocco, gibt es einen Dorfteil mit dem Namen Leis.
Ein rätisches Schuldenverzeichnis aus dem Jahre 1325 belegt, dass damals zwei Ammänner in Vals amtierten: ein Johannes de Valle und ein Wilhelm Lampert de Leisa. Ein Teil der Bevölkerung sprach damals noch rätoromanisch und wohnte mit seinem Ammann Johannes vorwiegend im Talboden bei der Kirche am Platz. Die Leiser Kapelle aus dem frühen 17. Jahrhundert ist dem Heiligen Jakobus dem Älteren, Patron der Reisenden und Wanderer, geweiht.
In Leis leben heute rund 20 Personen und es gibt eine Gastwirtschaft. Zwei Bauernfamilien bewirtschaften die Bergwiesen. Leis ist ganzjährig mit einer Fahrstrasse erschlossen.