Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03133.jsonl.gz/2381

Mozarts «Türkischer Marsch» gerappt
Eine 53-jährige Lehrerin soll den US-amerikanischen Rapper Mac Lethal gebeten haben, einen Rap ohne Fluchworte zu schreiben. Sie sei ein grosser Fan von ihm, aber könne die Raps ihren Schülern wegen der Kraftausdrücke nicht vorspielen. Mac Lethal tat wie ihm geheissen: In seinem Rap über Mozarts «Türkischen Marsch» ruft er auf zu einem vernünftigen Leben: «Be on time to work, don't upset your boss – every single day you gotta brush your teeth and floss» (Sei pünktlich bei der Arbeit, ärgere deinen Boss nicht, putze täglich deine Zähne und benutze Zahnseide).
Im Mondschein mit der E-Gitarre
Eine Gemeinsamkeit zwischen Klassik- und Heavy-Metal-Musikern: Beide beherrschen ihre Instrumente virtuos. Das beweist Dr. Viossy alias Michele Vioni auf YouTube mit seinem Cover von Ludwig van Beethovens drittem Satz aus der Klaviersonate Nr. 14, besser bekannt als Mondscheinsonate. Mittlerweile hat das Video fast sechseinhalb Millionen Klicks. Wer noch mehr will von Dr. Viossy: Dasselbe macht er auch mit Paganinis 24 Capricci und Mozarts Klaviersonate Nr. 12.
The Who: Griegs «Bergkönig» flippt aus
Die britische Rockband The Who nimmt 1967 Edvard Griegs «In der Halle des Bergkönigs» auf. Veröffentlich wird der Track aber erst 1995, als Bonustrack auf dem Album «The Who Sell Out». Ein «Who-freak-out-arrangement» nannte das US-amerikanische Magazin Tucson Weekly dieses Cover aus der Peer-Gynt-Suite.
Kammermusikalischer Heavy Metal
Heavy-Metal-Musiker mögen nicht nur die pompösen Klänge von Richard Wagner, sondern auch die intimen kammermusikalischen Werke von Franz Schubert. Die US-amerikanische Progressive-Metal-Band Hope Lies Within covert das Kunstlied «Der Erlkönig», das Goethes Gedicht in Musik übersetzt. Sänger Uriah Rodriguez entdeckte den «Erlkönig» an der Universität, wo er wohl auch an seinem Deutsch feilte – er singt fast akzentfrei in der Originalsprache.
Django Reinhardt swingt Bach
Covers klassischer Evergreens sind nichts Neues. Schon 1930 verjazzt Benny Goodmann Johann Sebastian Bach. Sieben Jahre später tut es ihm Django Reinhardt gleich und swingt gemeinsam mit den Geigern Eddie South und Stéphane Grappelli Bachs Doppelkonzert.
Debussy auf zwei Saiten
Claude Debussys Flair für asiatische Musik rührte von der Pariser Weltausstellung 1889 her, wo er ein Gamelan-Orchester aus Java gehört hatte. Diese Klänge projizierte er aufs Klavier und fand so in seinen «Pagodes» eine neue Tonsprache. Ihm hätte wohl die Interpretation von Mieko Miyazaki & Guo Gan auf dem zweisaitigen chinesischen Streichinstrument Erhu und der japanischen Zither Koto gefallen.