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Ich bin zusammen mit meinen Eltern, meinem Onkel und meinen Grosseltern auf dem Bauernhof aufgewachsen. Von klein auf, fühlte ich mich von Tieren magisch angezogen. Meine Begeisterung für Pferde erbte ich von meiner Mutter, welche seit 1984 erfolgreich Haflinger züchtet.
Mit zehn Jahren ging mein sehnlichster Kindertraum in Erfüllung. Ich bekam mein erstes Pony, Lynn, eine temperamentvolle und kecke Connemara-Stute, frisch ab der Rennbahn. Mit ihr flitzte ich über Feld, Wiese, Stock und Stein, ritt mit Anderen um die Wette und übte mich in selbst gebauten Hindernis-und Geschicklichkeitsparcours. Ich liebte den abenteuerlichen Reitstil in rasantem Tempo.
Meine Laufbahn begann mit der Eseldressur und steigerte sich von der Ponyreiterin, bis hin zum Beritt unserer eigenen Haflinger Jungpferde. Als Teenager besuchte ich dann erstmals eine Schweizermeisterschaft im Westernreiten. Ich war derart begeistert von dieser Veranstaltung, dass ich vom Westernreitvirus angesteckt wurde. Mich faszinierte die unbeschwerte Art des Reitens, die feine Hilfengebung, die Rassenvielfalt und der Gehorsam der Pferde. An diesem Tag beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen.
Nach der Grafikerlehre erhielt ich während eines zweieinhalbjährigen Praktikums bei Brigitte Grämiger Einblick in die Westernreitweise. Ich hatte die Möglichkeit, an diversen Kursen teilzunehmen, bei der Pferdeausbildung mitzuwirken, sowie Erfahrung im Unterrichten zu sammeln.
Verschiedene Persönlichkeiten beeinflussten mich, u.a. Alfonso Aguilar (Natural Concepts), Lynn Palm (Dresssage Principles), Sally Swift (Centered Riding), sowie Luis Kompatscher (Reining).
Im Jahr 1997 gründete ich meinen eigenen Reitbetrieb, die Sun Hill Ranch. Etliche Weiterbildungsseminare in theoretischer und praktischer Art, sowie Turnierveranstaltungen folgten. 1998 schloss ich die Ausbildung zur Vereinstrainerin Western / SVPS, im Jahr 2003 die Ausbildung zur SWRA-B-Trainerin erfolgreich ab.
Auf der Suche nach einem Pferd für mich, stiess ich im Jahr 2000 auf Little Billy Prinz, einen Appaloosawallach. Fasziniert von seinen schönen Tupfen, wollte ich dieses “Pünktchenpferd” einfach haben. Seine massiven Exterieurmängel und sein hysterisches Wesen brachten mich an die Grenzen meines Könnens. Dieses Pferd stellte mich vor die grosse Herausforderung, einen Weg zu finden, ihn zu einem motivierten und rittigen Reitpferd auszubilden.
Auf der Suche nach einem System, das sich für jeden Pferdetyp und unabhängig eines Reitstils eignet, stiess ich auf das Zentrum “Anatomisch Richtiges Reiten” von Klaus Schöneich. Welch Lichtblick im Dunkeln zeigte sich …
Im Jahr 2003 sah ich zum ersten Mal den Dänischen Reitkünstler Bent Branderup. Inspiriert und beeindruckt von seinem enormen Beitrag zu anatomischem Fachwissen, reiterlichen Können und pädagogischen Geschick, entdeckte ich das Reiten von neuem. Zum ersten Mal erkannte ich einen “roten Faden”, einen systematischen und logischen Aufbau in der Pferdeausbildung. Auf so viele offene Fragen, erhielt ich plötzlich jede Menge sinnvolle Antworten.
Susan Frehner führte mich in die Geheimnisse der akademischen Reitkunst ein. Sie absolvierte im Jahr 2003 die Ritterprüfung bei Bent Branderup.
Seit Dezember 2006 bin ich Wappenträgerin der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst.
Wie in allen Bereichen des Lebens lernt man nie aus, deshalb bilde ich mich regelmässig u.a. bei Bent Branderup, Stefanie Staudinger und anderen Seminaren weiter.
Im Sommer 2010 erfüllte sich ein grosser Traum, ich kam in den Besitz von zwei wunderprächtigen, iberischen Pferde. Eine Kollegin lud mich zu einem spontanen Besuch des Gestüt’s “Yeguada Alba”, ganz nah von Barcelona ein. Da entdeckte ich den 3-jährigen P.R.E. Hengst Calido V und die 4-jährige Stute Lanuda, beide standen zum Verkauf. Kurz entschlossen packte ich zu, ein paar Monate später standen Hengst und Stute kerngesund in meinem Stall.