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Das LHCb-Experiment besteht aus einem der vier Detektoren am Large Hadron Collider (LHC) des CERN und wird von einer Kollaboration aus 69 Instituten betrieben. Sein Hauptfokus liegt in der Untersuchung von Teilchen, welche in den Proton-Kollisionen entstehen und Beauty- oder Charm-Quarks enthalten. Solche Teilchen können benutzt werden um die CP-Verletzung, welche den Unterschied zwischen Materie und Anti-Materie beschreibt, sowie Seltene Zerfälle zu untersuchen.
Die LHCb-Gruppe der Universität Zürich spielt eine Hauptrolle in der Untersuchung dieser Zerfälle. Dabei werden deren Rate und Dynamik gemessen. Diese Messungen können mit theoretischen Vorhersagen des Standard Modells, welches die Dynamik der bekannten Elementarteilchen beschreibt, verglichen werden. Abweichungen zwischen den Messungen und den theoretischen Vorhersagen weisen dabei auf die Existenz zusätzlicher Elementarteilchen hin.
Weiter führt die Gruppe Messungen durch, welche dazu dienen können, die Struktur des Protons sowie Atomkerne besser zu bestimmen. Hierzu wird die Produktion von W- und Z-Bosonen in Proton-Proton- und Proton-Blei-Kollisionen untersucht.
Die LHCb-Gruppe der Universität Zürich beteiligt sich auch am Betrieb der siliziumbasierten Spurdetektoren des Experiments, bei deren Aufbau sie eine führende Rolle gespielt hat. Diese Detektoren vermessen die Flugbahn von geladenen Teilchen und dienen der Messung des Teilchenimpulses. Im Hinblick auf die Weiterentwicklung des LHC ist eine Verbesserung dieser Detektoren in LHCb geplant. Dabei soll wiederum ein Detektor aus Siliziumsensoren verwendet werden. Momentan arbeitet die Gruppe an der Evaluierung von möglichen Sensoren sowie der Entwicklung derer Ausleseelektronik.