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Das Urserntal liegt in der obersten Talstufe der Reuss im Kanton Uri. Es ist eine tektonische Längsfurche in der Achse von Rhone- und Rheintal, durchkreuzt von den beiden Erosionsfurchen des Reuss- und Livinentals. Im Norden ist das Tal begrenzt von den zackigen Graten des Aaremassivs, im Süden durch das Gotthardmassiv. Mit 1'450 bis 1'550 m ü. M. liegt das Tal im obersten Bereich der bewohnbaren Höhenstufe.
Die zentrale Lage und die Gebirgsübergänge nach allen Richtungen haben das Leben im Tal geprägt. Der internationale Passverkehr über den Gotthard, die Furka und die Oberalp ist noch heute bedeutsam für die Wirtschaft im Hochtal. Von Bedeutung waren aber immer auch die Alp- und Landwirtschaft.
Der Wald war bereits im 11. Jahrhundert weitgehend verschwunden. Viele Gründe trugen dazu bei: Eine Klimaverschlechterung drückte die Waldgrenze herab, Lawinen und Rüfen reduzierten den Gebirgswald, und auch die Ausdehnung der Weideflächen ging auf Kosten des Waldes. Dank umfangreichen Aufforstungen konnte der Wald in den vergangenen hundert Jahren wieder Boden gut machen.
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