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Zu Gleislagefehlern wurden bei gleichem Modelansatz bereits zwei Masterarbeiten betreut [22] und [23]. In einem weiteren Schritt soll nun das Ausschwingverhalten verschiedener Oberbauarten an unterschiedlichen Stellen im Netz mit jeweils einigen Drehgestellüberläufen auf der Basis vorhandener Zeitlupenvideos ausgewertet werden (Beispiel siehe Bild unten). Insgesamt soll dabei eine statistisch ausreichend belastbare Stichprobengrösse erreicht werden. Ggf. sind dazu noch ergänzende Videos vor Ort abzudrehen. Das Ausschwingverhalten bietet sich für die Untersuchung deshalb an, da es das schwingungsfähige System charakterisiert und so verifizierbare Rückschlüsse auf Eigenfrequenz und Dämpfung zulassen sollte.
Die Masterarbeit wird sich dabei hauptsächlich auf die Signalanalyse zu den Messdaten des Schwingweges im Zeit- und Frequenzbereich konzentrieren und ab den Rohvideos aufsetzen. Wegen der hier relevanten Eigenschwingungen ist dabei ausschliesslich das Ausschwingverhalten des Gleises ohne Beeinflussung der zweiten Achse von Interesse (Samples, rote Kästchen unten im Bild).
Als Ergebnis ist eine Arbeit abzuliefern, welche die Videodaten qualitativ und quantitativ im Zeit- und Frequenzbereich analysiert (ProAnalyst), statistisch auswertet und den verschiedenen Oberbauarten gegenübergestellt. Die Samples sowie die jeweils ermittelten Parameter (Frequenz, Dämpfung) sind in einer Datentabelle abzulegen. In einem weiteren Schritt ist das in obigem Bild dargestellte Modell (CMA Coach 7) eines einfachen, linearen, gedämpften Einmassen-Schwingers unter Verwendung der ermittelten Durchschnittsparameter je Oberbauart weiterzuentwickeln und den empirischen Analysedaten unter Angabe des Konfidenzintervalls gegenüberzustellen.
Dabei möglicherweise detektierte Muster bzw. Ähnlichkeiten sind zu beschreiben. Ein weiteres Ziel dieser Masterarbeit ist somit auch, die Annahmen und Hypothesen zum neuen physikalisch-mathematischen Modell der Fahrbahn im Grundsatz zu verifizieren. Dies wären auch entscheidende Feststellungen und Voraussetzungen für weitere Untersuchungen.