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Hauptgrund für den sehr tiefen Benzinpreis in der Schweiz ist laut Francesca Romano von der Erdöl-Vereinigung der tiefe Rohölpreis, der so günstig ist wie seit elf Jahren nicht mehr. Und eine Erholung sei nicht wahrscheinlich. “Die globale Lage präsentiert sich so, dass zurzeit an der Zapfsäule nicht mit einer Preiserhöhung zur rechnen ist und dies trotz angespannter Lage in der Golfregion”, sagt Romano auf Anfrage.
Überangebot an Rohöl
Bestimmend für die globale Lage sei zurzeit das Zusammentreffen von einem weltweiten Überangebot an Rohöl mit einer schwachen Nachfrage. Insbesondere fehlten die Impulse der bisherigen Wachstumslokomotive China. “Auf der anderen Seite ist zu erwarten, dass das Angebot noch weiter ausgedehnt wird, sobald die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Iran will im Westen in den alten Stammmärkten wieder präsent sein.”
Zudem sei davon auszugehen, dass der Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien nicht dämpfend auf das Angebot wirke, weil wohl keiner der beiden Staaten zu Gunsten des anderen die Ölexporte reduziere.
Tiefe Transportkosten
Dass der Benzinpreis in der Schweiz nachgegeben hat, hat jedoch auch mit den Transportkosten zu tun. So musste laut Romano für den Transport über den Rhein im November noch 90 Franken pro Tonne bezahlt werden, weil der Rhein sehr wenig Wasser führte.
Seither hat sich die Lage dank den Niederschlägen entspannt. Der Frachtpreis sei auf unter 40 Franken pro Tonne gefallen. Die Auswirkungen der leichten Aufwertung des Dollars auf den Benzinpreis dagegen fallen laut Romano aufgrund des günstigen Rohölpreises kaum ins Gewicht.
(SDA)