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In den beiden kambodschanischen Provinzen Kampong Chhnang und Pursat kommt es regelmässig zu Konflikten um den Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser oder Fischgründe. Reiche Bauern und private Grossinvestoren enteignen immer wieder Land, welches den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gehört. Diese finden bei lokalen Behörden oft wenig Gehör. Das Projekt unterstützt und schult die lokalen Schlichtungsstellen, damit solche Konflikte gelöst werden können. In den Dörfern werden Personen ausgebildet, welche die Bewohner:innen über ihre Rechte und Schlichtungsstellen informieren und sie beim Erwerb eines Landtitels oder Gang vor die Schlichtungsbehörde unterstützen.
Projektteilnehmende:
Die Projektteilnehmenden sind Landwirte und Landwirt:innen, die im Zusammenhang mit Land und natürlichen Ressourcen in Konflikte verwickelt sind, einschliesslich gefährdeter und marginalisierter Gruppen. Dazu gehören die von Konflikten betroffene Menschen, Landlose, Komitees von Gemeinschaftswäldern und Gemeinschaftsschutzgebieten, Menschen mit Behinderungen, von Frauen geführte Haushalte, Menschen, die der staatlichen Klassifizierung für Armut entsprechen, Sekundarschüler, Jugendliche, NGO-Netzwerke und lokale Behörden.
Ziele:
Den unterstützten ländlichen Gemeinden (insbesondere gefährdete Gruppen, Frauen, Studierende und Jugendliche) soll zu einem verbesserten und gerechten Zugang zu natürlichen Ressourcen (Land, Wasser, Wälder) verholfen werden. Ziel dieses Projektes ist es, lokale Gremien zu stärken und miteinander zu vernetzen, um die gewaltfreie Konflikttransformation auf Gemeinde-, Distrikt- und Provinzebene zu fördern. Kleinbauernfamilien und lokale Behörden sollen über ihre Rechte und Pflichten hinsichtlich natürlicher Ressourcen informiert und befähigt werden, miteinander darüber zu verhandeln.
Aktivitäten:
Durch die öffentliche Bekanntmachung und Verbreitung von Informationen an die Bürger:innen (über die sozialen Medien und Vermittler:innen) werden diese dabei gestärkt, ihre Zugangsrechte zu natürlichen Ressourcen (Land, Wasser, Boden) wahrzunehmen und einzufordern. Wichtiger Bestandteil ist auch die gemeinsame Planung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen durch die Behörden und die lokale Bevölkerung. Dazu werden unter anderem existierende Netzwerke der Zivilgesellschaft gestärkt und öffentliche Amtsträger:innen in ihren Rechten und Pflichten betreffend Zugang zu Land und Ressourcen geschult. Überwachungskomitees aus Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und den Behörden beobachten die Umsetzung des Gesetzes und melden allfällige Konflikte den nationalen Schlichtungsstellen. Darüber hinaus wird das Projekt bezüglich Leitlinien, Qualitätskriterien und verbesserte Überwachungsprozesse für beigelegte und laufende Streitigkeiten sowie für Beschwerdeverfahren unterstützen. Des Weiteren wird das Projekt die Gemeinden mobilisieren, sich an lokalen Planungsprozessen zu beteiligen, um durch einen konstruktiven Dialog über Fragen der Bewirtschaftung von Land und natürlichen Ressourcen Vertrauen zwischen Bürger:innen und Behörden aufzubauen.