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Roger Federer hat im Final des Masters-1000-Turniers von Toronto gegen Jo-Wilfried Tsonga nicht zu seinem gewohnten Spiel gefunden. An der Pressekonferenz erklärt die Weltnummer 3 die Niederlage gegen den Franzosen.
Statt den 80.Titel auf der ATP-Tour feiern zu können, musste Roger Federer zusehen, wie Jo-Wilfried Tsonga seinen zweiten Masters-1000-Titel holte. Mit der Finalniederlage (5:7, 6:7) gegen den Franzosen verpasste es der Schweizer, den 45. Einzelsieg des Jahres zu realisieren und damit in der betreffenden Wertung alleine vor dem Spanier Rafael Nadal die Führung zu übernehmen.
Nach 1:47 Stunden hatten zwar beide Spieler gleich viele Winner geschlagen (26), Federer aber deutlich mehr unerzwungene Fehler zu verzeichnen (37:18). Der Baselbieter kam in der gesamten Partie nie zu einer Breakmöglichkeit. «Ich spielte einfach nicht gut genug», so Federer. Nur zwei Tage nach seinem 33. Geburtstag war er nicht zufrieden mit seiner Leistung: «Wenn man keine Vorhand oder sonst irgendwas trifft, dann … Es war einfach nicht mein Tag.»
«Ich fühlte mich weiter vom Sieg weg als er», schilderte Federer. «Immer war er in Führung, dagegen fühlte ich mich einfach nie gut genug für einen Sieg. Es war wirklich ziemlich frustrierend, wie ich mich gefühlt habe auf dem Platz.»
Trotzdem blieb Federer so gut wie möglich dran und hoffte bis zum Schluss auf die Wende: «Ich kämpfte. Ich hoffte, dass ich irgendwie noch einen Satz für mich verbuchen könnte, so dass er vielleicht ein wenig nervös oder ein schlechtes Game zeigen würde. Aber ich konnte mir einfach nicht genug Chancen erarbeiten. »
Nach drei aufeinanderfolgenden Night Sessions musste der Schweizer im Final am Tag spielen. Diese Umstellung sei schwierig gewesen, meinte Federer an der Pressekonferenz: « Ich denke, am Tag zu spielen war gesamthaft hart für mich. Es ist schneller als in der Nacht.»
Trotz allem zieht die Weltnummer 3 positive Dinge aus der Niederlage: «Gesamthaft gesehen bin ich glücklich, dass ich es in meinem ersten Hartplatz-Turnier ins Finale geschafft habe. Ich hatte ein paar harte Matches, welche mir viele Informationen gaben. Ich weiss nun, woran ich in den nächsten Tagen und Wochen arbeiten muss. Dies ist gut, so sind die Ziele klar, und ich fühle mich nicht orientierungslos», so Federer.
«Natürlich gab es einige Sachen, die ich besser machen kann, aber es war eine gute Woche. Diese positiven Gefühle nehme ich in die nächsten Wochen mit, für die US Open und den Rest der Saison. Es war ein weiteres gutes Turnier von mir, was mich glücklich macht», meinte der vierfache Familienvater.
Roger Federer wird bereits in dieser Woche in Cincinnati an den Start gehen, wo der Basler fünffacher Turniersieger ist. Ende August steht dann mit den US Open das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres an. Im letzten Jahr schied Federer in New York bereits im Achtelfinale gegen den Spanier Tommy Robredo aus.