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Das Fliegenfischen ist eine Art des Sportfischens, definiert durch die Verwendung künstlicher Köder, nachgeahmt den Insekten in der Umgebung der Gewässer, die dort geboren werden, sich entwickeln, sich vermehren und sterben, aber auch Ameisen, Heuschrecken und Wespen gehören dazu. Zum Fliegenfischen benutzt man eine dünne, leichte und relativ kurze Angelrute mit einer Rolle, die unter dem Griff platziert ist.
Charakteristisch für diese Art des Fischens ist der sogenannte "Mauseschwanz".
Die Schnur ist von beträchtlichem Ausmass, meisten farbig, damit sie für den Angler gut sichtbar ist. Die Angel hat eine konische Form, die sich zur Spitze hin verdünnt, durchsichtig ist und an deren Ende die Fliege eingefügt wird, Da der Wurf des künstlichen Köders durch das Gewicht des "Mauseschwanzes" und der Elastizität der Rute genutzt wird, braucht es kein Blei.
Diese Art des Fischens setzt eine gute Beobachtung der Natur voraus, Respekt gegenüber ihr und hauptsächlich gegenüber dem Fisch. Die verwendeten Angelhaken haben keine Widerhaken. In der Regel wird die Beute ohne grossen Schaden wieder ausgesetzt.
Die erste genaue Beschreibung dieser Technik ist vom römischen Historiker Claudio Eliano. In seinem Buch "De Animalium Natura" (3.Jh.n.Chr.) beschreibt er wie die mazedonischen Fischer den Haken mit Federn und Daunen schmückten, um Insekten nachzuahmen.
Sie Benutzten eine ca. drei Meter lange Rute, versehen mit einer Angelschnur aus geflochtenem Pferdehaar, gleichwertig dem modernen "Mauseschwanz".
Um ca. 1460 schrieb Schwester Juliana Berners, Oberin des englischen Benediktiner-Klosters, das Buch "Abhandlung über das Fischen mit Angelhaken". Darin finden wir Kapitel zur Technik, zur Konstruktion der "Fliegenruten", zur Insektenkunde, zur Herstellung künstlicher Fliegen und der Angelschnüre, sowie zur Ethik des Fischers.
Im Jahre 1653 wurde das berühmte Buch von Izaak Walton "The Compleat Anglers" gedruckt. Darauf folgten in England und weltweit zahlreiche andere Texte. So viele, dass heute die Bibliographie über die Fliegenfischerei ohne Zweifel die am besten ausgestattete ist.
Dank der Spende von Carlo Caprioglio kann sich unser Museum einer Sammlung von erheblichem Interesse rühmen.