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Mit gefüllten Futtervorräten verbringen die Honigbienen als einzige Wespen- und Bienenart den Winter als ganzes Volk. Allerdings nur die Arbeiterinnen und die Königin. Sie überstehen die kalte Jahreszeit dicht aneinander gedrängt auf ein paar Waben, der sogenannten „Wintertraube“. Durch Vibration der Flugmuskulatur erzeugen sie im Innern der Traube Wärme. Ganz langsam wechseln die Arbeiterinnen ihren Platz von aussen nach innen und von innen nach aussen. Die Bruttätigkeit ist eingestellt. Die Drohnen, die im Winter keine Aufgaben mehr haben, werden ab Spätsommer nicht mehr in den Stock gelassen.
Bereits im Februar beginnt die Königin mit der Eiablage. Zuerst besteht das Brutnest aus einer ganz kleinen Fläche, braucht die Brut doch eine Temperatur von 34-35° C. Sobald die Temperaturen steigen, wird auch die Bruttätigkeit intensiviert. So steht für die Kirschblüte im April/Mai bereits ein stattliches Volk für die Bestäubung der Blüten zur Verfügung. Im Mai/Juni ist das Bienenvolk auf seinem Höhepunkt angelangt. Die Königin legt inzwischen ca. 1‘200 Eier pro Tag, d.h. die Arbeiterinnen haben zwischen 30‘000 bis 50'000 Brutzellen zu betreuen. Auch das Volk selber hat mittlerweile eine Stärke von bis zu 50‘000 Individuen erreicht. Es ist der Zeitpunkt, wo das Volk das Schwarmgeschehen einleitet. Ein neues Volk soll begründet werden.
Seit der Sonnenwende Ende Juni hat die Bruttätigkeit wieder abgenommen. Das Volk bereitet sich auf den Winter vor, indem es die Futterreserven aufbaut. Die Winterbienen werden geboren und die Drohnen aus dem Stock vertrieben.