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Der Agostado Palo Cortado vereint Aromen, die von der Reife unter der Flor-Hefe stammen mit Noten vom oxidativen Ausbau nachdem der Flor sich zurückbildet. In der Nase Aromen von Apfel, Kamille, Rauchmandeln und Muschelschalen, gepaart mit Haselnuss, Toast und getrocknetem Apfel. Am Gaumen anfangs rund und crèmig. Als Kontrast dazu baut sich langsam eine pikante Seite auf, welche dem Wein eine tolle Spannung verleieht. Der lange Abgang erinnert an Salzzitrone und getrockneten Apfel.
Vinifikation / Ausbau
Der Agostado Palo Cortado wird nach derselben Methode produziert, wie man im 19. Jahrhundert in Jerez oxidative Weine hergestellt hat. Die Trauben werden in der Sonne angetrocknet und anschliessend mit Umgebungshefen in 500-Liter Fässern, sogenannten Botas, fermentiert. Darauf folgt eine dreijährige Reifezeit in denselben Fässern. Während dieser Zeit entwickelt der Wein eine Hefeschicht, welche Flor genannt wird und den Wein anfangs vor Oxidation schützt. Der Flor bildet sich aber wieder zurück, wobei der Wein darauf oxidativ reift.
Geschichte
COTA 45 ist eines der heissesten neuen Projekte in Spanien. Unter der Linie Agostado erzeugt Ramiro Ibañez oxidativ ausgebaute Weine, wie man sie noch im 19. Jahrhundert produzierte. Die Weine werden im Gegensatz zu herkömmlichen Sherry nicht aufgesprittet. Seit dem Jahr 2022 dürfen solche Weine wieder unter der geschützten Ursprungsbezeichnung DO Jerez abgefüllt werden, eine Entwicklung, an der Ramiro massgeblich beteiligt war.