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Rechtliche Grundlagen zum Privatunterricht während der obligatorischen Schulzeit.
Die Schulpflicht kann durch den Besuch einer öffentlichen Schule, den Besuch einer Privatschule oder durch Privatunterricht erfüllt werden. In praktisch allen Kantonen regelt die Schulgesetzgebung den Besuch von Privatunterricht während der Dauer der obligatorischen Schulzeit.
Die Abgrenzung zwischen Privatunterricht und Privatschulen kann durch definierte Maximalgruppengrössen erfolgen. Als Privatunterricht gelten beispielsweise im Kanton Luzern der Einzelunterricht und der Unterricht in einer Gruppe bis zu vier Schülerinnen und Schülern, im Kanton Zürich bis zu fünf Schülerinnen und Schülern.
In der Regel ist der Privatunterricht bewilligungspflichtig und untersteht der staatlichen Aufsicht.
Um die Voraussetzungen für eine Bewilligung zu erfüllen, können in der Schulgesetzgebung – unter anderen – folgende Kriterien aufgeführt sein:
– die Bildungsziele stimmen mit jenen der öffentlichen Schule überein,
– der Lehrplan entspricht den kantonalen Vorschriften,
– die Lehrperson verfügt über eine pädagogische Ausbildung.
Entspricht der Privatunterricht nicht den gesetzlichen Anforderungen, kann die Bewilligung entzogen und der Übertritt privat geschulter Schülerinnen und Schülern in die öffentliche Schule verfügt werden.
Je nach kantonaler Schulgesetzgebung können privat unterrichtete Schülerinnen und Schüler Leistungen der Schuldienste einschliesslich der dafür notwendigen Abklärungen beanspruchen (z.B. Schulgesundheitliche Dienste, Logopädie).
Die Zusammenstellung der EDK basiert auf den kantonalen Gesetzessammlungen (Stand: April 2019). Aufgeführt sind die wesentlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit Privatunterricht (Homeschooling) während der obligatorischen Schulzeit. Für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit dieser Zusammenstellung kann keine Gewähr übernommen werden.