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Auf der Einzelfallebene sind die Argumente für die Arterienalter-Methode überzeugend: Keine Methode der Risikoeinschätzung für Herzinfarkt und Hirnschlag bietet Ihnen eine vergleichbare Präzision, keine bei so geringen Gefahren und Kosten ein Resultat, das Sie in Ihren gesundheitsrelevanten Entscheidungen besser berät und Ihrer Autonomie gerechter wird. Doch wie sieht es auf der statistischen Ebene aus? Die Stiftung Varifo hat zusammen mit ihrer Partneristitution B.A.D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik, Koblenz, DE, Einzelfall-Daten ausgewertet und untersucht, wie hoch die Vorhersagegenauigkeit der Arterienalter-Methode im Vergleich zu den gängigen Risikorechnern ist. Das Resultat fasst die Grafik rechts zusammen: Vor allem bei den niedrigen Risiken (TPA 0 und TPA 1-61) verpassen wir nur gerade 1 bis 14% der Ereignisse, während PROCAM hier 22 und 34% der Ereignisse verpasst. Bei den höheren Risiken (TPA 62 und höher) sieht die Sache anders aus: Hier entdeckt die Arterienalter-Methode mit 85% der Ereignissen mehr als der in der Schweiz verwendete Procam-Rechner, der 34% und 45% der Ereignisse verpasst. Dies bedeutet: Empfehlungen, die bei kleinen Risiken keinen Handlungsbedarf sehen, sind verantwortlich dafür, dass aus diesen grosse Risiken werden. Diese werden dann zwar auch erkannt, die Behandlungsoptionen sind nun aber eingeschränkt, eine komplette Heilung ist weniger wahrscheinlich.