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Basics
Bis 1980 war das Magenkarzinom das Karzinom mit der weltweit häufigsten Todesursache. Seither nimmt die Häufigkeit vor allem in den zivilisierten westlichen Ländern stetig ab. Es gibt deutliche geographische Unterschiede im Vorkommen des Magenkarzinoms. In Ländern im fernen Osten mit Japan an der Spitze ist die Inzidenz am höchsten, während sie in Nordamerika, Westeuropa, Australien und Afrika am niedrigsten ist. Ursächlich spielen, wie bei fast allen Karzinomen, genetische Faktoren und Umweltfaktoren (Helicobakterinfektion, hoher Nitratgehalt der Nahrung, gepökelte oder stark salzhaltige Nahrung, Tabakkonsum, aber wahrscheinlich nicht Alkoholkonsum, etc.) eine Rolle.
Der Karzinomentwicklung geht in der Regel eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut voraus mit sukzessiver , herdförmiger Veränderung der Schleimhaut über Karzinomvorstufen, Frühkarzinom, bis zum Karzinom. In Hochrisikoländern wie Japan oder bei Patienten bei denen schon Krebsvorstufen gefunden wurden, werden regelmässige, in der Regel jährliche, endoskopische Vorsorgeuntersuchungen empfohlen.
Symptome
Die Frühstadien verursachen leider in der Regel keine Symptome. Beschwerden können hingegen von der zugrunde liegenden chronischen Gastritis herrühren. Fortgeschrittene Stadien äussern sich primär in Gewichtsabnahme, Magenschmerzen, Nausea und Erbrechen.
Therapie
Eine Helicobakterinfektion muss behandelt werden. Präkanzeröse Schleimhautareale oder Frühkarzinome die auf die Schleimhaut beschränkt sind, können endoskopisch entfernt werden und die Patienten sind danach geheilt. Solche Eingriffe sind äusserst anspruchsvoll und können nur an spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Leider werden solche Frühformen nur per Zufall oder im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen gefunden. Beim fortgeschritten Karzinom bietet sich nur die chirurgische Magenresektion, eventuell mit Chemotherapie an.