Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/2673

Doktorierendenumfrage
Im November 2018 hat das Vizerektorat Entwicklung unter den Doktorierenden der Universität Bern eine Umfrage zur Zufriedenheit mit der Doktoratsausbildung und -betreuung durchgeführt. Das Ziel der Umfrage war es, die aktuelle Situation der Doktorierenden zu erfassen und die Ergebnisse der Umfrage als Grundlage zur weiteren Optimierung der Qualität und Attraktivität des Doktorats an der Universität Bern zu nutzen.
Wichtigste Ergebnisse
Rücklaufquote
Die Rücklaufquote der Umfrage liegt bei 41% (N=723; ohne Doktorierende in Dr. med.).
Zufriedenheit der Doktorierenden
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Doktorierenden sowohl mit den Betreuungsverhältnissen als auch mit ihrer Doktoratsausbildung mehrheitlich zufrieden sind. Doktoranden sind dabei etwas zufriedener als Doktorandinnen. Die Zufriedenheit fällt in strukturierten Doktoratsprogrammen höher aus als in Graduate Schools oder im freien Doktorat. Sie wird positiv beeinflusst, wenn eine Doktoratsvereinbarung abgeschlossen wird bzw. die Anforderungen für einen erfolgreichen Doktoratsabschluss zu Beginn des Doktorats klar kommuniziert werden, wenn häufig Besprechungen der Forschungsarbeit stattfinden und wenn die Hauptbetreuungsperson nicht zu viele Doktorierende betreut.
Doktoratsvereinbarung und Kommunikation der Anforderungen
Lediglich 60% der Doktorierenden geben an, dass sie mit ihrer Betreuungsperson eine Doktoratsvereinbarung abgeschlossen haben. Dabei wird die Doktoratsvereinbarung von der Mehrheit der Doktorierenden als ein nützliches Instrument zur Klärung der Rahmenbedingungen des Doktorats und zur Gestaltung des Betreuungsverhältnisses bewertet. Z.B. geben Doktorierende mit einer Doktoratsvereinbarung häufiger an, dass die Anforderungen für einen erfolgreichen Doktoratsabschluss transparent kommuniziert wurden als Doktorierende ohne Vereinbarung.
Dauer und Häufigkeit der Besprechungen
Die Mehrheit der Doktorierenden erhält innerhalb von vier Wochen einen Besprechungstermin mit ihrer Hauptbetreuungsperson zwecks Diskussion der Forschungsarbeit. Rund drei Viertel besprechen ihre Forschungsarbeit mindestens alle drei Monate mit ihrer Hauptbetreuungsperson. Rund 10% geben an, dass bei ihnen seltener als halbjährlich eine Besprechung stattfindet. Die meisten Doktorierenden erachten die Häufigkeit der Besprechungen als ausreichend und bewerten die Gespräche als hilfreich.
Wichtigste Massnahmen
- Einführung einer Teambetreuung (mind. zwei Betreuungspersonen) bei allen Doktorierenden
- Überarbeitung der Doktoratsvereinbarung (als Vorlage) inkl. Merkblatt
- Stärkeres Monitoring bez. Einsatz der Doktoratsvereinbarung
- Obligatorische Laufbahngespräche während des Doktorats (Leitfaden/Checkliste wird in die Doktoratsvereinbarung integriert)
- Einführung von Schulungs- und Informationsangeboten für Betreuungspersonen
- Ausbau zentraler Kurs- und Informationsangebote zur Laufbahnplanung und-vorbereitung