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Der CVP-Kandidat Pierre-Arnauld Fueg wird Stadtpräsident von Pruntrut. In einem dritten Wahlgang distanzierte er am Sonntag den Kandidaten der christlich-sozialen Partei (CSP), Thomas Schaffter, um 152 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 61,7 Prozent.
CVP-Kandidat Fueg erhielt 1503 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Schaffter entfielen 1351 Stimmen. Aus dem zweiten Wahlgang war im November 2012 noch CSP-Kandidat Schaffter als Sieger hervorgegangen, doch er konnte das Stadtpräsidenten-Amt nie antreten.
Der dritte Wahlgang war nach einer juristischen Intervention nötig geworden: Die jurassische Staatsanwaltschaft hatte den zweiten Wahlgang wegen Verdachts auf Wahlfälschung und Stimmenfang annulliert. Im ersten Wahlgang war Fueg vorne gelegen, der jetzt erneut obsiegt hat.
Nach elf Monaten Wartezeit wissen nun die 6700 Einwohnerinnen und Einwohner Pruntruts endlich, wer ihr neuer Stadtpräsident ist. Doch nach dem bisherigen Verlauf dieser Wahl und ihren Wendungen kann eine neuerliche Wahlrechtsbeschwerde aus Bürgerkreisen nicht ganz ausgeschlossen werden.
Der dritte Wahlgang fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die versiegelten Urnen wurden unter Polizeibewachung vom Wahllokal ins Rathaus zur Auszählung gebracht. Die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler erhielten genaue Anweisungen.
Sieger verweist auf hohe Wahlbeteiligung
Jetzt müsse wieder Ruhe in Pruntrut einkehren, sagte der unterlegene CSP-Kandidat Schaffter am Sonntag. Er nehme das Verdikt des Stimmvolks zur Kenntnis. Schaffters Partei hatte die Legitimität des dritten Wahlgangs im Vorfeld angezweifelt.
Der siegreiche CVP-Kandidat Fueg hingegen befand am Sonntag, die Bevölkerung habe ihren Willen "klar und präzis" ausgedrückt. Die hohe Wahlbeteiligung widerlege allfällige Zweifel am Wahlresultat.
Seit mehr als 100 Jahren wird die Stadt Pruntrut von der CVP oder von der FDP regiert. Das Strafverfahren wegen Wahlfälschung, das seit 2012 läuft, ist noch nicht abgeschlossen.
SDA-ATS