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| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis
[S. 260] 4. Kap. Das Tragen der Steine durch das Tor; der Bau des Turmes.
1. Wie sie miteinander rings vor dem Tore gestanden waren, in dieser Ordnung blieben sie auch beim Tragen, und zwar hatten die, die als die Stärkeren erschienen waren, den Stein an den Ecken auf sich genommen; die anderen hatten sich an den Seiten unter den Stein gestellt, und auf diese Weise trugen sie alle Steine fort; sie gingen mit ihrer Last der Weisung gemäß durch das Tor und brachten sie den Männern für den Turm; diese nahmen die Steine ab und verwendeten sie zum Bau. 2. Der Turm aber wurde auf dem hohen Felsen, und zwar über dem Tore erstellt. Es wurden [also] diese [zehn] Steine aneinandergelegt [und sie füllten die ganze Fläche des Felsens aus. So wurden sie] zum Fundament für den Turmbau; der Felsen aber und das Tor trugen den ganzen Turm. 3. Nach den zehn ersten Steinen kamen noch [fünfund]zwanzig aus der Tiefe herauf; sie wurden ebenfalls wie die ersten von den Jungfrauen getragen und in den Bau des Turmes gefügt. Hernach kamen fünfunddreißig Steine herauf, die ebenso dem Turme einverleibt wurden. Danach kamen vierzig weitere Steine, die alle für den Bau zum Turme geschafft wurden; [so waren es jetzt vier Reihen an dem Fundament des Turmes]. 4. Von jetzt ab kamen keine Steine mehr aus der Tiefe empor; auch die Bauleute setzten ein wenig aus. Dann befahlen die sechs Männer wieder der Schar von Bauleuten, sie sollten Steine von den Bergen herbeischaffen für den Turmbau. 5. Sie brachten also von allen Bergen verschiedenfarbige Steine, die von den Männern behauen wurden, und übergaben sie dann den Jungfrauen; diese trugen die Steine durch das Tor und gaben sie ab für den Bau des Turmes. Und sobald die verschiedenfarbigen Steine dem Bau eingefügt waren, änderten sie die verschiedenen Farben und wurden gleichermaßen weiß. 6. Einige Steine wurden auch von den Männern zu dem Bau gebracht, aber diese wurden nicht hell, sondern sie blieben so, wie man sie hingelegt hatte; sie waren eben nicht von den Jungfrauen übergeben noch durch das Tor getragen worden. [S. 261] Diese Steine paßten nun nicht in das Mauerwerk des Turmes. 7. Sobald die sechs Männer diese unpassenden Steine in der Mauer erblickten, ordneten sie an, daß dieselben entfernt und wieder hinabgeschafft würden an den Platz, wo ein jeder hergekommen war. 8. Und sie sagten zu den Männern, welche die Steine herbeitrugen: Ihr sollt gar keinen Stein für den Bau abgeben; leget sie vielmehr neben dem Turme nieder, damit sie die Jungfrauen durch das Tor tragen und sie abliefern für den Bau. Wenn sie nämlich nicht, sagten sie, von den Händen dieser Jungfrauen durch das Tor getragen werden, können sie ihre Farbe nicht ändern; gebet euch also keine vergebliche Mühe.