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Raben und Saatkrähen im Ackerbau
Raben und Saatkrähen verursachen in unserer Region hauptsächlich Schäden in den Kulturen Mais- und Sonnenblumen. Sie zielen es vorwiegend auf Samen und Keimlinge bis zum 4-Blatt Stadium ab und gefährden damit das Auflaufen und die Entwicklung der Jungpflanzen. Der Schutz der Felder vor Raben und Krähen erfordert unterschiedliche Ansätze. Einer davon ist die Saatgutbehandlung mit unterschiedlichen Präparaten.
Derzeit sind zwei Produkte zur Saatgutbehandlung zugelassen: Korit 420 FS für Mais, gilt als wirksam, jedoch ist die Wirkung bei massivem Druck durch Raben- und Krähenfrass begrenzt.
Ebenfalls ist das Produkt Ibisio vorübergehend bis zum 31. August 2024 für die Behandlung von Mais- und Sonnenblumensamen zugelassen. In Grangeneuve werden nach wenig überzeugenden Versuchen mit natürlichen Abwehrstoffen wie ätherischen Ölen, Chilipulver oder kondensierten Tanninen zwei neue Strategien untersucht:
Die erste Strategie besteht darin, die Vögel visuell zu stören, indem Sonnenblumen und Mais unter eine lebende Pflanzendecke, die als Mulchschicht funktioniert, gesät werden.
Sonnenblume in einer Roggendecke, Murist 2023.
Quelle: R. Grandgirard
Nach der Ernte der Vorfrucht im Herbst wird der Boden bearbeitet, z. B. durch Pflügen, gefolgt von einer Aussaat von Winterroggen als Winterabdeckung. Im April werden Mais und Sonnenblumen direkt in diese Mulchschicht eingesät, die durch chemische Unkrautbekämpfung geschwächt wird. Ziel ist es, die Mulchdecke mindestens fünfzehn bis zwanzig Tage nach der Aussaat aufrechtzuerhalten, damit sie eine schützende Wirkung hat (visuelle Verwirrung und Unsicherheit für den Vogel), ohne mit der angebauten Kultur zu konkurrenzieren.
Der zweite Ansatz besteht darin, die Wirksamkeit neuer Saatgutbehandlungen, die von Unternehmen entwickelt wurden, zu bewerten und zu vergleichen. Wenn möglich, wird die Wirksamkeit dieser Behandlungen getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Gleichzeitig hat Grangeneuve eine Umfrage unter Sonnenblumen- und Maisproduzenten durchgeführt, um das Ausmass der Schäden im Kanton zu bewerten und die gängigen Bekämpfungsstrategien der Betriebe zu erfassen.
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