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Der britische Baukonzern Carillion hat Insolvenz angemeldet. Letzte Verhandlungen mit Banken und Regierung zur Rettung des verschuldeten Konzerns waren zuvor gescheitert.
Der britische Baukonzern Carillion hat am Montag Insolvenz angemeldet. Carillion habe keine andere Wahl gehabt, teilte das Unternehmen mit. Verhandlungen mit Banken und Regierung zur Rettung des verschuldeten Konzerns waren zuvor gescheitert.
Carillion beschäftigt weltweit rund 43'000 Menschen, 19'500 davon in Grossbritannien. Der Konzern realisiert viele Projekte für den Staat, etwa Schulen oder derzeit das Milliarden-Schienenprojekt High Speed Two. Die Regierung werde die notwendigen Mittel bereitstellen, um laufende öffentliche Projekte fortzusetzen, erklärte Carillion am Montag.
2017 Gewinnwarnung veröffentlicht
Carillion hat seit längerem Probleme, im Juli vergangenen Jahres gab der Konzern die erste einer Reihe von Gewinnwarnungen heraus. Die Regierung vergab dennoch weiterhin Aufträge an das Unternehmen. Die Opposition kritisierte dies.
Der Konzern ist ausser in Grossbritannien vor allem in Kanada und in Nahost aktiv. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 5,9 Milliarden Euro.
Regierung muss sich Fragen gefallen lassen
Nach dem Zusammenbruch von Carillion ist die britische Regierung unter Druck. geraten Sie solle erklären, warum Minister neue Aufträge im Volumen von 1,3 Milliarden Pfund (1,73 Mrd. Franken) an das Unternehmen vergeben hätten, obwohl es bereits in ernsten finanziellen Schwierigkeiten gesteckt habe, forderte die Opposition.
Die Opposition aus Labour und Liberaldemokraten will nun Klarheit über das weitere Vorgehen der Regierung in dem Pleitefall. Nach Angaben von Verteidigungsminister Gavin Williamson wollte die Regierung wegen der Carillion-Pleite noch am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.