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Im August 2017 informierte die Post Vertreter der Gemischten Gemeinde Aeschi über die mittelfristige Schliessung der Poststelle in Aeschi.
Die Schliessung der Poststelle sah der Gemeinderat nicht nur als negatives Ereignis an, sondern auch als Chance für das Dorf Aeschi, um mittelfristig in den bestehenden Räumlichkeiten des Hallenbades ein Dienstleistungszentrum zu errichten. Dadurch erhoffte man sich eine Belebung des Dorfes. Die Vision war damals, im Hallenbad das Büro von Aeschi Tourismus und eine Postagentur zu integrieren.
Seither fanden mit den verschiedenen Partnern zahlreiche Besprechungen statt, an welchen die Umsetzung dieser Vision diskutiert und mögliche organisatorische und räumliche Lösungen entwickelt wurden. Aufgrund der geführten Gespräche war schnell klar, dass ohne die Realisierung eines Erweiterungsbaues im Hallenbad zu wenig Platz für das künftige Dienstleistungszentrum vorhanden wäre.
Daher wurde ein Architekturbüro beauftragt einen Kostenvoranschlag für die erforderlichen baulichen Massnahmen zu erstellen.
Aufgrund des Kostenvoranschlages des Architekten, welcher sich auf Unternehmerofferten abstützt, hat der Gemeinderat der Gemischten Gemeinde Aeschi anlässlich seiner Sitzung vom 25. April 2019 beschlossen, auf die geplante Realisierung des Dienstleistungszentrums Aeschi zu verzichten. Die geschätzten Kosten in der Höhe von weit über 1 Million Franken für die erforderlichen baulichen Massnahmen sind aus Sicht des Rates eindeutig zu hoch und finanziell nicht tragbar. Die hohen Investitionskosten stehen in keinem Verhältnis zu den bescheidenen Erträgen, die man neu generieren könnte.
Der Gesamtgemeinderat ist nach wie vor von diesem Projekt überzeugt und bedauert, dass aus finanzpolitischen Überlegungen eine Realisierung zur Zeit nicht möglich ist. Ein wichtiger Grund für das schlechte Kosten- / Nutzenverhältnis ist die sehr geringe Entschädigung, welche die schweizerische Post einem Agenturpartner entrichtet. Diese würde nicht einmal die Personalkosten decken, geschweige denn einen Beitrag an die Investitionskosten leisten.
Der Gemeinderat möchte es nicht unterlassen den beiden Partnern, dem Verein Aeschi Tourismus und der Hallenbad AG, für die konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit in diesem Projekt zu danken.