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Max Brülhart ist am 27. März 1927 als drittes Kind von Joseph und Sophie Brülhart auf die Welt gekommen. Leider musste ihn seine Mutter schon kurz nach der Geburt verlassen, deshalb wurde er zu einer Tante gegeben, wo er mit ihr und zwei Onkeln in Tentlingen seine Kindheit verbrachte. Nach der obligatorischen Schulzeit begann er in der FALMA, Lampenfabrik in Freiburg, zu arbeiten. Jeden Tag nahm er den Arbeitsweg mit dem Velo auf sich, und als er 1957 seine Gattin Célestine Chardonnens heiratete, zog das junge Paar in die Stadt. Ganze 50 Jahre blieb er seiner Lampenfabrik treu, und jedermann kannte ihn dort als pflichtbewussten, freundlichen und allwissenden «Monsieur Max».
Als 1958 sein Sohn Bruno, und nach weiteren sechs Jahren seine Tochter Eliane auf die Welt kam, war das Glück von Max Brülhart komplett. Als 1989 und 1992 seine zwei Enkelinnen Sonja und Jacqueline geboren wurden und 2011 Élodie, war seine Freude riesengross. Jahrelang war er für seine Familie da, musste er doch kurz nach seiner Pensionierung ein wenig kürzer treten, da er einen schlimmen Herzinfarkt erlitten hatte, von dem er sich aber dank guter Pflege erholte.
Trotzdem wurde er immer wieder von seiner Krankheit eingeholt, und im Jahre 2004 musste er sich einer Herzoperation unterziehen. Aber auch dies schaffte er dank der Pflege zu Hause und seiner guten körperlichen Konstitution, die er sich mit seiner Frau auf zahlreichen Wanderungen und Spaziergängen antrainiert hatte. Noch mit 80 Jahren erledigte er jeden Morgen seine Kommissionen in seiner geliebten Stadt. Die heilige Messe am Donnerstagmorgen und am Sonntag war ihm zeitlebens wichtig, konnte er da doch immer Kraft tanken.
In der letzten Zeit kränkelte er oft, aber dank seinem Willen und der Unterstützung seiner Familie kam er immer wieder auf die Füsse. Doch plötzlich musste er sich mit einer weiteren Hiobsbotschaft auseinandersetzen, bekam er doch kurz vor seinem 82. Geburtstag die Diagnose Krebs gestellt. Nun begann ein Leidensweg, der ihn an den Rand seiner Kräfte brachte. Vieles musste er erleiden, und nur dank der Pflege von seiner Frau und Familie konnte er noch lange daheimbleiben, bis Anfang Jahr 2011 der Übertritt ins Pflegeheim Tafers erfolgte. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete er immer: «Langsam», und genau so wurde nun auch sein Tagesablauf: ruhig. Seine grösste Freude waren die Besuche, die täglichen Spaziergänge und Cafeteriabesuche.
Doch leider verliessen ihn Anfang Mai seine Kräfte, da er erneut von Schmerzen geplagt wurde und sich seine Krankheit vehement zurückmeldete. Umsorgt und umgeben von seiner ganzen Familie durfte er am Abend des 27. Mai friedlich einschlafen und wurde von seinen Schmerzen erlöst. Eing.