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Der Weltfussballverband Fifa hat für das 29-seitige Gutachten «Governing Fifa» des renommierten Basler Korruptionsbekämpfers Mark Pieth rund 120'000 Franken bezahlt. Das geht aus Recherchen der «Handelszeitung» hervor. Das Geld der Fifa floss an die Universität Basel und das Basel Institute on Governance (BIG), dem Pieth als Stiftungspräsident vorsteht. Das BIG will keine genauen Zahlen nennen, bestätigt aber die «Grössenordnung der Geldflüsse» und betont, Pieth selber habe daran persönlich nichts verdient.
Ende November hatte die Fifa Pieth zum Vorsitzenden ihrer internen «unabhängigen Governance-Kommission» ernannt. Er soll dafür sorgen, dass Führung und Transparenz der Fifa besser werden. Laut Recherchen der «Handelszeitung» zahlt der Weltfussballverband für diese Dienstleistung ein Taggeld von 5000 Franken. Auch dieses Geld fliesst an die Universität Basel und das BIG.
In Deutschland ist Pieth aktuell für Bilfinger Berger tätig, den zweitgrössten Baukonzern. Er ist dort als «Compliance Monitor» engagiert, wie ein Sprecher des Konzerns bestätigt. Pieth wird Berichte mit konkreten Empfehlungen erstellen, wie Bilfinger Berger das Einhalten von Gesetzen und Regulatorien sicherstellen kann.
Wegen Bestechungsvorwürfen war Bilfinger zwischenzeitlich für Aufträge der amerikanischen Armee und Flugwaffe gesperrt. Für die Compliance-Beratung bezahlt Bilfinger Berger einen Tagessatz von rund 2000 Euro an das Basel Institute on Governance.
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