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Quellen:
Fast der gesamte Text stützt sich auf die oben genannten Quellen und ist zum Teil gleich übernommen worden.
Körperwachstum
Das Körperwachstum von Reptilien ist abhängig von der Jahreszeit, Umwelteinflüssen und der Futterversorgung. Obwohl Schlangen ihr Leben lang wachsen können, verlangsamt sich ihr Wachstum in der Regel nach Eintritt der Geschlechtsreife. Die Körperlängen von Schlüpflingen unterscheiden sich innerhalb eines Geleges um mehr als 50 %, die Masse sogar um mehr als 100 %. Die Körpergröße der individuellen Tiere kann sich daher auch innerhalb einer Art beträchtlich unterscheiden.
Nahrungsaufnahme und -verwertung
Die Hauptaufgabe der Fettkörper ist ein Notpölsterchen für Zeiten wie Beutemangel oder Winterschlaf zu bilden.
Eine wichtige Eigenschaft dieser Tiere ist die Fähigkeit, über längere Zeit zu hungern. Dies geschieht aus verschiedensten Gründen. Physiologische Fresspausen ergeben sich bei Schlangen aus verschiedenen Gründen, wie Trächtigkeit, Paarungszeit, Häutung und Winterruhe. Aber auch Stress, Temperatur und andere äußere Einflüsse können die Ursache sein. Die häufigsten Ursachen dafür, dass Schlangen ihre Nahrungsaufnahme verweigern, sind falsches Anbieten des Futters, falsche Fütterungsintervalle oder falsches Futter an sich. Es gibt keine exakten Angaben, wie häufig und in welchem Maße eine Schlange gefüttert werden soll. So müssen z. B. juvenile Nattern, die sich dementsprechend häufiger häuten,öfter gefüttert werden, während adulte Nattern ein Fütterungsintervall von bis zu mehreren Wochen aufweisen können. Untersuchungen von Mageninhalten wildlebender Schlangen ergaben, dass die Tiere Beute aufnahmen, die ungefähr 10 bis 30 % ihres eigenen Körpergewichtes ausmacht (DONOGHUE, 2006). Weil Schlangen wechselwarm sind, sind im Reptilienköper alle Stoffwechselvorgänge temperaturabhängig.
Die Verdauungsvorgänge beginnen erst ab 10°C und erreichen ihre höchste Kapazität bei 30 °C, bzw. bei 37 °C. Das heisst bei suboptimalen Temperaturen würgt die Schlange oft ihre Nahrung wieder hoch. Die Stoffwechselrate von Reptilien ist dabei abhängig von ihrer Körpergröße. Z. B. ein großer Python nimmt während einer Mahlzeit bis zum Vierhundertfachen des täglichen Energiebedarfs auf. Dieser Überschuss wird anschließend als körpereigenes Fett vor allem im Fettkörper gespeichert. Allerdings konnte man nachweisen, dass es deutliche physiologische Unterschiede zwischen den Schlangen gibt, die bewegungslos auf Beute lauern und denen, die aktiv auf die Jagd gehen. Während Letztere Verdauungsvorgänge ähnlich anderen fleischfressenden Wirbeltiere aufwiesen, zeigten Schlangen mit langen Pausen in der Nahrungsaufnahme viel deutlichere Veränderungen. Teilweise benötigten diese Tiere 20 bis 40 % ihres Energiebudgets für die Verdauung. Aufgenommene Nahrung wurde nach solchen Pausen wesentlich langsamer verdaut, als bei regelmäßiger, häufigerer Fütterung, da die Aktivität der Verdauungsenzyme herabgesetzt war.
Adipositas - Fettleibigkeit
Eine Übergewichtige Schlange erkennt man daran, dass sich auf dem Rücken der Schlange ein flaches "U" bildet. Die Delle in der Mitte ist die Wirbelsäule und die "Hügel" sind die Fettkörper. Auch erkennt man sie daran, dass kaum noch ein Hals zu erkennen ist, also dass der Kopf pratisch "nahtlos" in den Körper übergeht.
Adipositas stellt ein häufiges Problem von Schlangen in Terrarienhaltung dar. Die Ursache liegt in der eingeschränkten Bewegungsfreiheit vieler Schlangen und in einem übermäßigen Futterangebot. Die Fettleibigkeit führt sekundär zu weiteren gesundheitlichen Problemen. So ist sie beispielsweise bei weiblichen Tieren häufig mit ein Grund einer Legenot. Da die Leber unter anderem als Speicherorgan für Lipide dient, ist ein gewisser Fettanteil durchaus physiologisch. Bei überhöhtem Fettgehalt erscheint die Leber vergrößert, hellgelb und weist eine brüchige Konsistenz auf. Nach SINN (2004) wiesen 40 % der von ihr untersuchten Schlangen eine Lebererkrankung auf, wobei 8,2 % unter einer Fettleber litten.
Kachexie - Unterernährung
Kornnattern sind meist untergewichtig weil sie entweder zu wenig gefüttert wurden und/oder krank sind. Dies kann bei Innenparasiten der Fall sein wie auch bei zum Beispiel Cryptosporidien:
Wenn ein Tier stark abnimmt obwohl man passend füttert (vorher mit reptilienkundigen Personen abklären) sollte man eine Kotprobe ins Labor schicken oder beim Tierarzt eine Kloakenspülung durchführen lassen.
Untergewichtige Tiere erkennt man daran dass die Wirbelsäule sichtlich bis sehr stark heraussteht, der Körper der Kornnatter also "dreieckig" wirkt.
Bei Kachexie und Futterverweigerung wird oft Bioserin empfohlen.