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Formen von Wärmebrücken
Linienförmige Wärmebrücken
Linienförmige Wärmebrücken weisen längenbezogen einen höheren Wärmefluss auf (gestörter, thermischer Bereich), als im anliegenden, thermisch gedämmten Regelquerschnitt (ungestörter, thermischer Bereich). Typische Beispiele hierfür sind Balkonanschlüsse bei denen die Deckenplatte durch die Wand läuft (siehe Balkone bzw. ungedämmte auskragende Bauteile), Aussenwandkanten, Deckenauflager und Fensterlaibungen. Die zusätzlichen zum ungestörten Bereich auftretenden, energetischen Verluste, die durch eine linienförmige Wärmebrücke auftreten werden durch den längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten ψ-Wert gekennzeichnet.
Punktförmige Wärmebrücken
Punktförmige Wärmebrücken sind Störungen der thermischen Hülle die lokal so stark begrenzt sind, dass sie nur punktuell auftreten. Typische Beispiele sind Befestigungselemente wie Dübel, dämmschichtdurchstossende Stützen und Anker von Vorhangfassaden. Die energetischen Verluste durch punktuelle Wärmebrücken werden durch den punktbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten χ-Wert gekennzeichnet.
Dreidimensionale Wärmebrücken (Raumecken)
Hierbei handelt es sich um Wärmebrücken, die aufgrund ihrer geometrischen Wärmestromeigenschaft dreidimensional betrachtet werden müssen. Für diese Fälle reicht in der Regel eine zweidimensionale Betrachtung nicht aus. Typisches Beispiel hierfür ist eine Raumecke. In Abbildung 2 wurde bereits dargestellt, wie sich der Wärmestrom durch eine zweidimensionale Raumecke verhält.
Bei einer dreidimensionalen Raumecke wird dieses Problem noch verstärkt. Bei einer dreidimensionalen Ecke erhöht sich das ungünstige Verhältnis Aussenoberfläche zu Innenoberfläche, so dass die Oberflächentemperatur hierdurch weiter sinkt und das Risiko bezüglich Tauwasserausfall steigt.