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Ich glaube, man muss die Situation simpler angehen:
Die Lagerbestände richten sich nach den Preisen. Ich denke Preise von Rohstoffe beginnen ab nun auch weiter zu steigen und deswegen sehen wir erst letzlich Anzeichen von Abbau der Bestände (letzte 60-Tage).
Es ist alles mit Verzögerung dargestellt, insbesonders bei gewissen Metalen.
"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."
MarcusFabian wrote:
...
Entsprechend werden - unter anderem - haltbare Rohstoffe gekauft und gebunkert. Der Anstieg der Lagerbestände geht in erster Linie auf Käufe von China zurück.
Wenn dieses Argument weiter bestehen bleibt, können wir noch sehr lange stabile bis steigende Rohstoffpreise sehen. Zumindest so lange, bis China seine Dollar-Reserven aufgelöst hat. Und das kann Jahre dauern.
Gleichzeitig - und das ist ein zweites Argument - nimmt der Wert des Papiergeldes, in dem Rohstoffe bezahlt werden laufend und in zunehmendem Tempo ab.
Es sind also nicht zwingend die Rohstoffe, die teurer werden sondern das Papiergeld, das billiger wird.
...
Entsprechend werden - unter anderem - haltbare Rohstoffe gekauft und gebunkert. Der Anstieg der Lagerbestände geht in erster Linie auf Käufe von China zurück.
Wenn dieses Argument weiter bestehen bleibt, können wir noch sehr lange stabile bis steigende Rohstoffpreise sehen. Zumindest so lange, bis China seine Dollar-Reserven aufgelöst hat. Und das kann Jahre dauern.
Gleichzeitig - und das ist ein zweites Argument - nimmt der Wert des Papiergeldes, in dem Rohstoffe bezahlt werden laufend und in zunehmendem Tempo ab.
Es sind also nicht zwingend die Rohstoffe, die teurer werden sondern das Papiergeld, das billiger wird.
@MF
Ich habe deinen Beitrag erst gesehen, nachdem ich meinen Letzten geschrieben habe.
Interessante Argumente, denn China steht schliesslich im Mittelpunkt der Nachfrage...
Vielle Gründe (Nachfrage, Lagerbestände, Marktsituation) sprechen schliesslich schon für gute Perspektiven...hmmmmm
...
Gleichzeitig - und das ist ein zweites Argument - nimmt der Wert des Papiergeldes, in dem Rohstoffe bezahlt werden laufend und in zunehmendem Tempo ab.
Es sind also nicht zwingend die Rohstoffe, die teurer werden sondern das Papiergeld, das billiger wird.
Du wirst sicherlich verstehen, dass ich diesen Argumenten erst entgegennehmen kann sobald wir die Inflation auch sehen...nicht früher .
@All
Ist es besser in Index-Products zu investieren, oder direkt in einzelne Rohstoffe und Minen?
Der Kommentar von MarcusFabian wurde ignoriert. Um die Kommentare von MarcusFabian wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Wenn Du mit Inflation = Teuerung meinst. ...
Wichtig ist nicht nur die Inflation sondern die "Erwartung der Inflation".
Wenn die Inflation auf die Teuerung durchschlägt und das jeder im Blick nachlesen kann, ist es für Rohstoff-Investments vielleicht schon zu spät! Nicht, um sein Vermögen abzusichern aber um Gewinne zu machen.
---
Ich würde auf Aktien von Minen setzen. "Produkte" sind nur Papier und können wertlos verfallen.
Der Kommentar von CrashGuru wurde ignoriert. Um die Kommentare von CrashGuru wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Mit hohen Lagerbeständen lassen sich natürlich auch die Preise manipulieren. Postitiv gesehen, die Preisausschläge glätten :idea: (z.B. die Oellager in den USA)
Nur, dass Öl nicht gross gelagert wird. Das würde auch gar keinen Sinn machen. Der billigste Lagerplatz für Öl - nämlich gratis - ist der Boden. D.h. bei Bedarf wird einfach etwas weniger gefördert.
Der Kommentar von Dr.Zock wurde ignoriert. Um die Kommentare von Dr.Zock wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
@ MF
Und was hältst Du bei der Situation für Henry Hub Gas ( NG ) ?
Da ist der Preis völlig im Keller, und seit 2008 der einzige Rohstoff welcher nahe dem 40 Jahre Allzeittief herumhängt. Alleine in den ersten 3 Monaten in diesem Jahr hat NG nahezu 40% an Wert verloren, Tendenz immer noch weiter sinkend. Das scheint so zu sein dass erst bei Null Schluss ist. Es vergeht fast keinen Tag an dem NG nicht mindestens 2% verliert. Dies nun über Wochen und Monate !!!!!
Danke für Antwort und Gruss
Dr.Zock
Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )
Weiss nicht. Die Firma kenn ich nicht.
Hallo MF
Ich rede da vom Gas als Rohstoff.
Gruss
Zocki
Und ich rede davon, dass ich "Henry Hub Gas" nicht kenne.
Öl war nur so als (schlechtes) Beispiel gedacht. Grosse gehortete Mengen von bestimmten Rohstoffen können durchaus den Preis beeinflussen und oder Wellen glätten. Eine Art Marktmanipulation.
Gas ist mir auch ein Rätsel und dem alten Henry wäre es bestimmt auch... Auch hier sind die Lagerbestände gross, Preise bleiben aber im Keller (Shortpositionen sind auch per ende März unverändert, siehe Grafik).
Ich glaube sogar, dass unabhängig von den Shorties, bei Gas die Lagerbestände mehr Einfluss haben auf die Preise als bei den übrigen Rohstoffen, die Produktion kann/will sich hier nicht so rasch anpassen...(der Text weiter unten..). Ich glaube bei Metallen bestimmen hingegen die Preise die Lagerbestände. Beiderorts mit Verzögerung nur dass beim Gas der Preisanstieg ausbleibt (idem bei Uranium).
PS: beobachten und später zuschlagen...? Gucken hier:
16.04.2010 | 11:50 Uhr | Weinberg, Eugen, Commerzbank AG
Der Preis für US-Erdgas ist gestern nach dem Lagerbericht des US-Energieministeriums um 5% auf gut 4 USD je MMBtu eingebrochen. Mit einem Anstieg der Vorräte um 87 Mrd. Kubikfuß gegenüber Vorwoche wurden selbst die ohnehin pessimistischen Erwartungen übertroffen. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug der Aufbau zu diesem Zeitpunkt nur 13 Mrd. Kubikfuß. Damit liegen die Vorräte gut 15% über dem Fünfjahresdurchschnitt. Wir sind jedoch weiterhin wie die EIA der Meinung, dass die niedrigen Preise zu einem Produktionsrückgang und bei einer Belebung der Nachfrage zu einem Abbau des Überangebots im weiteren Jahresverlaufs führen werden, und rechnen deshalb mit einer Preiserholung in der zweiten Jahreshälfte.
Quelle: http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=18679#Kraeftige-Ausweit...
@ Lupi
Dass Produktionskürzungen ins Augen gefasst werden ist zumindest in der östlichen Hemisphäre bereits schon ein Thema. Ob dies allerdings auch für die USA ( Henry Hub ) gelten wird ? Hierfür fehlt mir der Glaube. Ich gehe immer noch davon aus dass die immensen Shortpositionen hierfür verantwortlich sind. Die können nur allmählich abgebaut werden. Und das sieht vorerst nicht so aus, im Gegenteil. Sonst gäbe es einen gewaltigen Short Squeeze. Auf diesen warte ich ohnehin seit mehr als 15 Monaten vergeblich.
Wir werden ja sehen.
Danke und Gruss
Der Kommentar von Elias wurde ignoriert. Um die Kommentare von Elias wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Die Rohstoffpreise werden nach Einschätzung der UBS in diesem Quartal sinken. Die Notenbanken in Europa und den USA werden nach Auffassung der Bank von weiteren Stützungsmassnahmen für die Konjunktur absehen. Damit würde der Impulsgeber wegfallen, der in den ersten drei Monaten den Markt beflügelt hat. http://www.cash.ch/news/topnews/rohstoffpreise_werden_laut_ubs_nachgeben...
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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
Der Kommentar von aprecio wurde ignoriert. Um die Kommentare von aprecio wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37555/1.html
Hedgefonds haben ihre Wetten auf steigende Rohstoffpreise in der vergangenen Woche erstmals in diesem Monat zurückgefahren.
Grund dafür war nicht zuletzt der deutliche Preisrückgang, nachdem sich die Produktion in China und Europa abschwächte und die Bemühungen der Zentralbanken, das Wachstum anzukurbeln, zunichtemachte.
Die Vermögensverwalter reduzierten ihre Netto- Kaufpositionen für Terminkontrakte und Optionen für 18 Rohstoffe in der Woche bis zum 18. September um 1,7 Prozent auf 1,307 Millionen Kontrakte, wie aus Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission hervorgeht. Nach zwei Wochen mit Gewinnen hatten die Wetten davor den höchsten Stand seit 16 Monaten erreicht.
Der Rohstoffindex Standard & Poor’s GSCI Spot Index für 24 Rohmaterialien war in der vergangenen Woche um 4,4 Prozent gefallen und hatte damit seinen ersten Rückgang seit Ende Juli verzeichnet.
Im Euroraum sind die Dienstleistungen und die Produktion auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren eingebrochen, wie am 20. September bekannt gegeben wurde. In den USA sind die Arbeitslosenzahlen schwächer als Analysten erwartet haben, und in China wird damit gerechnet, dass die Herstellung im September den elften Monat in Folge geschrumpft ist.
Struktureller Wandel in Chinas Wirtschaft
“Ein struktureller Wandel in Chinas Wirtschaft und die Wirtschaftsnöte Europas werden Druck auf die Rohstoffpreise ausüben”, sagt Chad Morganlander, Fondsmanager bei Stifel Nicolaus & Co. “China hat seine Wirtschaft in den letzten paar Jahren künstlich hochgetrieben, wodurch eine hohe Nachfrage nach Industrierohstoffen und Energie entstanden ist. Weltweit macht sich Ernüchterung und ein Katergefühl von diesen Maßnahmen breit.”
An den weltweiten Aktienmärkten gingen in der vergangenen Woche 603,2 Mrd. Dollar verloren, da Investoren befürchten, dass es der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Notenbanken von China und Japan unter Umständen nicht gelingen wird, das Wachstum anzukurbeln.
“Es ist offensichtlich, dass wir die Wirtschaft- und Schuldenprobleme Europas noch lange nicht hinter uns haben”, sagt Adrian Day, Vermögensverwalter und Präsident von Adrian Day Asset Management. “Wenn Konjunkturmaßnahmen langfristige und bedeutende Auswirkungen auf die Preise von anderen Rohstoffen und nicht nur Gold haben sollen, dann müssen sie eine stärkere wirtschaftliche Aktivität nach sich ziehen - und das haben wir bislang noch nicht gesehen.”
"Der Super-Zyklus bei den Rohstoffen ist vorbei"
Die Wirtschaft des Euroraums steuert auf den zweiten Quartalsrückgang in Folge zu, nachdem sie in den drei Monaten bis Ende Juni um 0,2 Prozent geschrumpft ist. Die Nebenwirkungen der Schuldenkrise haben zur Folge, dass sich die Verbraucher mit Ausgaben zurückhalten und Unternehmen weniger investieren.
Am 6. September kündigte EZB-Chef Mario Draghi an, dass unbegrenzt Bonds aufgekauft werden sollen, um die Kontrolle über die Zinsen zurückzugewinnen und Spekulationen auf einen Euro- Zerfall entgegenzutreten. In den USA erklärte die Fed am 13. September, sie werde jeden Monat Hypotheken-Bonds im Volumen von 40 Mrd. Dollar kaufen und die Leitzinsen bis mindestens Mitte 2015 nahe der Null-Marke lassen. Es ist bereits die dritte so genannte quantitative Lockerung (QE3) der Fed.
“Der Super-Zyklus bei den Rohstoffen ist vorbei”, sagt Jack Ablin, Chief Investment Officer bei BMO Private Bank in Chicago. “Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre haben wir eine spektakuläre Entwicklung hin zu Rohstoffen gesehen. Wir rechnen nicht damit, dass wir eine Wiederholung davon sehen werden.” http://www.cash.ch/news/topnews/hedgefonds_reduzieren_wetten_auf_rohstof...
Die Aktienmärkte eilen von Hoch zu Höchst. Bei den Rohstoffen herrscht dagegen Flaute. Anleger brauchen Geduld oder Mut, um kurzfristige Chancen bei Öl und Co. zu nutzen.
Das Fass Rohöl kostet 150 Dollar, für Mais, Weizen und Soja müssen Preise wie nie zuvor bezahlt werden, und Metalle wie Kupfer oder Gold haussieren. Auf beinahe 900 Punkte ist der S&P GSCI – der wichtigste Gradmesser des Rohstoffmarktes – gestiegen. Das war vor fünf Jahren. Damals überboten sich Analysten und Journalisten mit Schlagzeilen wie «Boom im Kornfeld» oder «Der nächste Megatrend». Der prominenteste Fürsprecher der Anlageklasse war Jim Rogers, der nichts weniger als einen Superzyklus beschwor.
Im Zentrum seiner Argumentation stand der rasante Aufschwung der Schwellenländer. Vor allem China sagte er einen riesigen Bedarf an Energie, Metallen und Getreide voraus. Das rief Banken und Fondshäuser auf den Plan, die, inspiriert vom Erfolg passiver Aktien-Indexfonds, auch auf einzelne Rohwaren, Metalle und Energieträger passive Produkte anboten – sogenannte Exchange Traded Commodities, kurz ETCs.
Strukturierte Produkte machten es überdies möglich, unterschiedlichste Wetten auf Rohstoffe abzuschliessen. Bankberater rieten ihren Kunden zu dieser Anlageklasse wegen der historisch gegenläufigen Preisentwicklung zu Aktien und Obligationen. Weitere Verkaufsargumente waren erstens die Diversifikation des Portfolios und zweitens der Inflationsschutz, Rohstoffe sind klassische Sachwerte.
Jähes Ende des Rohstoff-Hypes.
Der Zusammenbruch von Lehman Brothers stillte vielen Investoren jedoch den Risikohunger und nahm ihnen den Glauben an den Megatrend von Rohstoffen, zumal sich die Anlageklasse nicht wie erhofft gegenläufig zu Aktien und Obligationen entwickelte, sondern gleichläufig. Der S&P GSCI verlor 2008 innerhalb eines halben Jahres mehr als zwei Drittel an Wert und notierte zeitweise bei 320 Punkten.
Der Index hat sich mittlerweile von den Tiefstständen erholt, von einer Hausse ist der Markt allerdings weit entfernt. Während die Kurse an den Aktien- und Rentenmärkten seit Jahren nach oben zeigen, kommen die «Commodities» nicht vom Fleck. Auf kurze Sicht ziehen sich quer durch das gesamte Warenspektrum rote Vorzeichen.
In der Finanzindustrie und der Politik ist eine Diskussion über den Nutzen der Anlageklasse entbrannt. «Die Argumente, Rohstoffe als Schutz vor einer Geldentwertung oder zur Risikostreuung zu kaufen, haben sich abgeschwächt», sagt beispielsweise Ian Taylor, Chef des Energiehändlers Vitol. Dominic Schnider, der für die UBS das Geschehen an den internationalen Warenmärkten von Singapur aus beobachtet, hält Rohstoffe zur strategischen Vermögensallokation ebenfalls nicht mehr für zwingend notwendig. «Dafür fallen die langfristigen Renditen im Verhältnis zu den Preisschwankungen zu mager aus», begründet der Analyst. Vom Ende des viel zitierten Superzyklus möchte er aber nicht sprechen. «Das hängt vom Betrachtungszeitraum ab», fährt Schnider fort und verweist auf das Wachstum der Weltbevölkerung.
Nach Einschätzung der Vereinten Nationen dürften 2050 ungefähr 9,3 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das wären rund zwei Milliarden mehr als heute. Vor diesem Hintergrund und wegen der wachsenden Mittelschicht in Schwellenländern scheint eine weitere Verknappung unausweichlich zu sein. «In 20 bis 30 Jahren brauchen wir wohl strukturell höhere reale Rohstoffpreise», sagt UBS-Mann Schnider. Nur so sei Kapital für die immer aufwendigere Erschliessung neuer Quellen respektive für einen effizienteren Umgang mit den bestehenden Vorkommen vorhanden.
Kurzfristig sieht die Welt anders aus.
«Der wichtigste Treiber für die Renditen im Rohstoffbereich ist und bleibt die Wirtschaftsdynamik», betont der Experte. Doch bereits im nächsten Atemzug nennt Schnider die zentrale Rolle Chinas. Das hat sich seit dem Rohstoff-Hype nicht geändert: Das Reich der Mitte ist nach wie vor der bedeutendste Abnehmer für viele Waren. So entfallen etwa mehr als 40 Prozent der weltweiten Kupfernachfrage auf die Volksrepublik. China transformiert sein Wachstumsmodell derzeit weg vom Export hin zum Binnenkonsum. Daher ist nach einer zyklischen Erholung im zweiten Halbjahr 2013 ein konstanter Rückgang der jährlichen industriellen Wachstumsrate zu erwarten. Diese betrug im ersten Quartal noch 9,8 Prozent, doch gemäss Prognosen kommt es in den nächsten Jahren zu einer Abflachung auf 7 Prozent. «Diese Transformation wird sich erheblich auf die zusätzliche Rohstoffnachfrage auswirken und die Preisentwicklung bremsen», schliesst Schnider daraus.
Zumal von den anderen grossen Wirtschaftsräumen nur wenige erfreuliche Impulse kommen. Der Euroraum leidet unverändert an der Schuldenkrise. Die zähe Rezession in vielen Ländern zwang die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst dazu, den Leitzins auf 0,5 Prozent zu senken – auf den tiefsten Stand seit der Einführung des Euro. Immerhin sieht die Lage in den USA besser aus: Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die Verbraucher waren für diesen Aufschwung verantwortlich. Von Januar bis Ende März 2013 ging es mit den Konsumausgaben so stark nach oben, wie dies seit Ende 2010 nicht mehr der Fall war.
Kränkelnder Dr. Copper.
Positivere Signale kommen auch vom Arbeitsmarkt: Die Landwirtschaft ausgeklammert, schufen die Vereinigten Staaten in den ersten vier Monaten des Jahres 783 000 neue Jobs. Gleichzeitig erreichte die Arbeitslosenquote mit 7,5 Prozent den tiefsten Stand seit Dezember 2008. Die Entwicklung kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass den USA im Vergleich zum Boomjahr 2007 weiterhin 2,6 Millionen Arbeitsplätze fehlen. Zudem lassen Frühindikatoren eine erneute Eintrübung der Wirtschaftsleistung befürchten. Beispielsweise bewegte sich der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im April nur noch knapp über der Wachstumsschwelle. Alles in allem bleibt die grösste Volkswirtschaft der Welt von der tatkräftigen Unterstützung durch die Notenbank Federal Reserve abhängig.
Der Blick auf die Rohstoffmärkte bestätigt das und verrät, dass Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt gerieten vor allem die Preise von Industriemetallen unter Druck. Wichtigster Vertreter dieser Warengruppe ist das Kupfer. Das rote Metall gilt als besonders sensibel in Bezug auf den Konjunkturverlauf und trägt daher den Beinamen «Dr. Copper». Das rührt daher, dass Kupfer sehr vielfältig eingesetzt wird. Das Metall zeichnet sich durch besonders gute elektrische und thermische Leitfähigkeiten aus sowie durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, was in der Automobilindustrie, auf dem Bau sowie in der Elektroindustrie unabdingbar ist.
Unrentable Produktion.
Gemäss Aurubis, der grössten Kupferhütte Europas, betrug die weltweite Kupferförderung 1980 rund neun Millionen Tonnen. Im vergangenen Jahr kletterte der Wert über die Marke von 20 Millionen Tonnen. Doch auch diese immense Menge reichte im letzten Jahr nicht aus, um den weltweiten Bedarf zu decken. Das dürfte sich ändern. Die International Copper Study Group (ICSG) geht nämlich davon aus, dass die Nachfrage 2013 lediglich um 0,3 Prozent zunehmen wird. Erstmals seit 2009 würde es damit zu einem Angebotsüberschuss kommen.
Die Commerzbank geht trotzdem von steigenden Kupferpreisen aus. «Die meisten Metallpreise handeln mittlerweile bereits unter ihren Produktionskosten», argumentiert die Bank. Im zweiten Halbjahr rechnet sie mit einer Belebung der Weltwirtschaft und einem entsprechenden Anziehen der Nachfrage. Konkret soll der Kupferpreis bis Ende Jahr auf 7950 Dollar steigen. Gegenüber Anfang Mai würde sich Dr. Copper also um knapp zehn Prozent verteuern. Für Anleger, die auf steigende Kurse setzen möchten, gilt zu beachten, dass Kupfer im sogenannten Contango notiert. Das bedeutet, dass länger laufende Terminkontrakte höher notieren als nächstfällige. Diese Konstellation ist nicht ungewöhnlich. In den mit dem Zeitverlauf steigenden Preisen spiegeln sich unter anderem die Kosten für die Lagerung.
Für Rohstoffindizes, die Futures kontinuierlich ablösen müssen – im Jargon ist von «rollen» die Rede –, bedeutet das Contango also Verluste. Denn der Ertrag aus dem Verkauf fälliger Kontrakte reicht nicht aus, um eine identische Stückzahl neuer Kontrakte zu erwerben. Mit innovativen Konzepten versuchen Anbieter, diesen negativen Einfluss zu umgehen. Überzeugen kann hier die 2007 lancierte Indexfamilie UBS Bloomberg CMCI. Auch traditionelle Gradmesser wie der S&P GSCI oder der Rogers International Commodity Index (RICI) weichen der «Contango-Falle» mittlerweile mit modernisierten Varianten aus.
Rollgewinne am Ölmarkt.
Doch Futures-Märkte verkehren sich mitunter auch ins Gegenteil. Die Terminkurve für die Nordseesorte Brent zeigt eine lupenreine «Backwardation». Während der aktuelle Kontrakt bei 104 Dollar notiert, ist der Kontrakt per Verfall Juni 2014 vier Prozent günstiger zu haben. Die Händler befürchten offenbar eine Angebotsverknappung. Das rührt nicht zuletzt vom nach wie vor ungelösten Atomstreit des Westens mit dem Iran her. Schliesslich hält die Islamische Republik die drittgrössten Reserven aller Opec-Länder. Hinzu kommt, dass die Produktion in der Nordsee deutlich unter das Niveau der vergangenen Jahre gefallen ist. Eine Aufhellung der Stimmung im krisengeplagten Euroraum oder eine Verschärfung der Irankrise würden ausreichen, um den Rohölpreis nach oben zu treiben.
Ungeachtet kurzfristiger Avancen erfordert es Geduld, in den Rohstoff-Superzyklus zu investieren. Denn dass wirklich alle Landwirte in zwanzig Jahren Lamborghini fahren, wie es Jim Rogers prophezeit, ist zu bezweifeln. Ausser Lamborghini besinnt sich auf ihre Wurzeln und produziert erneut Traktoren. http://www.bilanz.ch/invest/rohstoffe-mythos-superzyklus
Engpässe beim Rohstoff-Angebot sowie die Nachfrage aus Schwellenländern sind laut einer Beratungsgesellschaft dafür verantwortlich, dass noch nicht von einem Ende des Superzyklus für Rohstoffe gesprochen werden kann.
Der Zyklus kam in einem überdurchschnittlich langen Zeitraum steigender Rohstoffpreise zum Ausdruck. Die Preise für Energie, Metalle und Agrarerzeugnisse, die sich seit 2000 mehr als verdoppelt haben, befinden sich immer noch in der Nähe ihrer Rekordniveaus, schrieb McKinsey in einem Bericht vom Donnerstag. Das gelte unabhängig davon, dass Rohstoffe von Gold bis Weizen in Bärenmärkte zurückgefallen seien.
Der starke Anstieg beim Angebot und Anzeichen für eine Abkühlung des Wachstums in China haben Goldman Sachs und Citigroup dazu veranlasst, von einem Ende des Superzyklus zu sprechen. China ist der weltgrößte Abnehmer von Rohstoffen von Baumwolle bis Zink. Nach Ansicht von McKinsey werden die Produzenten in immer abgelegenere Gebiete gedrängt und sind auf immer kompliziertere Technologien angewiesen, um der wachsenden Nachfrage nachzukommen.
“Nach vorne blickend sehen wir eine Aufspaltung zwischen neuer Technologie und Produktivität auf der einen Seite und der Schwellenland-Nachfrage und Angebotsengpässen auf der anderen”, sagt Fraser Thompson, Senior Fellow beim McKinsey Global Institute in London, im Telefoninterview. “Wir wollen nicht gegen technische Errungenschaften wetten, aber was unserer Ansicht nach häufig übersehen wird, ist das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen wir stehen.”
Der Standard & Poor’s GSCI Spot Index für 24 Rohstoffe hat in diesem Jahr zwei Prozent eingebüßt. Seit dem Jahr 2000 gab es für das Barometer bislang nur zwei Jahresrückgänge.
Förderkosten steigen weiter
Die Förderkosten für viele Rohstoffe steigen weiter, heißt es im Bericht. In China werden im Zuge der Verstädterung landwirtschaftliche Anbauflächen überbaut, während sich in einigen Gebieten Brasiliens der Preis für Ackerland im Lauf des vergangenen Jahrzehnts versiebenfacht hat.
McKinsey verwies auf Ölvorkommen auf offener See, die sich nur mit aufwendiger Technik ausbeuten lassen sowie auf Förderstätten in politisch unstabilen Regionen.
Zwar drohten keine unmittelbaren Engpässe, doch seien “steigende Grenzkosten allgegenwärtig”, was einen Boden für die Preise bilde, hieß es im Bericht.
So habe sich etwa im vergangenen Jahrzehnt der Aufwand für die Erschließung einer neuen Ölquelle inflationsbereinigt verdoppelt. Um ein neues Bergwerk zum Abbau von Erz einzurichten brauche man heute bis zu 20 Jahren, während es in den 80-er und 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sechs bis zehn Jahre ausreichten.
http://www.cash.ch/news/front/rohstoffsuperzyklus_am_ende_mitnichten-312...
Der Kommentar von weico wurde ignoriert. Um die Kommentare von weico wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Rohstoffspekulation: Geheime Schattenlager bedrohen den Metallmarkt
Willkommen in der Welt des Dark Metal: Immer mehr Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink wird außerhalb der offiziellen Rohstofflager aufbewahrt. Experten fürchten, dass diese Schattenbestände zu abrupten Preisschwankungen führen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/schattenlager-fuer-rohstoffe-fuehren-zu...
weico
Die geheimen Deals der Rohstoffhändler
ARTE Dienstag, 14. Januar um 20:15 Uhr (78 Min.)
"Die geheimen Deals der Rohstoffhändler“ ist der erste Dokumentarfilm, der die Funktionsweise des internationalen Rohstoffmarkts mit Folgen auf wirtschaftlicher, politischer und welternährungstechnischer Ebene aufdeckt. Er zeigt den Arbeitsalltag der Händler, die die Rohstoffe vor Ort prüfen, erstehen und weiterverkaufen, und durchleuchtet das Business der Trader, die mit Termingeschäften auf die Preisentwicklung der kostbaren Güter spekulieren.
Von afrikanischen Baumwollplantagen bis zu brasilianischen Sojafeldern, von Importfirmen in Hongkong über die Handelshäfen von Porto de Santos und Le Havre bis zur Börse von Chicago - in aufwendigen Recherchen auf vier Kontinenten und auf hoher See enthüllt der Film die geheimen Gesetze des internationalen Rohstoffgeschäfts."
http://www.arte.tv/guide/de/047556-000/die-geheimen-deals-der-rohstoffha...
Der Kommentar von sime wurde ignoriert. Um die Kommentare von sime wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
weico hat am 14.01.2014 - 18:41 folgendes geschrieben:
Die geheimen Deals der Rohstoffhändler
ARTE Dienstag, 14. Januar um 20:15 Uhr (78 Min.)
"Die geheimen Deals der Rohstoffhändler“ ist der erste Dokumentarfilm, der die Funktionsweise des internationalen Rohstoffmarkts mit Folgen auf wirtschaftlicher, politischer und welternährungstechnischer Ebene aufdeckt. Er zeigt den Arbeitsalltag der Händler, die die Rohstoffe vor Ort prüfen, erstehen und weiterverkaufen, und durchleuchtet das Business der Trader, die mit Termingeschäften auf die Preisentwicklung der kostbaren Güter spekulieren.
Von afrikanischen Baumwollplantagen bis zu brasilianischen Sojafeldern, von Importfirmen in Hongkong über die Handelshäfen von Porto de Santos und Le Havre bis zur Börse von Chicago - in aufwendigen Recherchen auf vier Kontinenten und auf hoher See enthüllt der Film die geheimen Gesetze des internationalen Rohstoffgeschäfts."
http://www.arte.tv/guide/de/047556-000/die-geheimen-deals-der-rohstoffha...
weico
ARTE Dienstag, 14. Januar um 20:15 Uhr (78 Min.)
Ich wollte diese Doku unbedingt schauen, doch ich bin nach einer halben Stunde dann eingepennt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als wollten sie die Händler und Arbitrageure in einem guten Licht präsentieren, weshalb es so langatmig war. Reisserisch finde ich aber auch nicht gut. Ich werde den Rest aber noch auf Podcast oder youtube anschauen, um ein Fazit ziehen zu können, welche Botschaft der Filmemacher dahintersteht. Dass es ein Drecksgeschäft ist, wissen wir ja. Im Raum Genf gibt es über 400 Hauptsitze von Rohstofffirmen und in Zug Glencore (ehemals Marc Richs Firma). Keine Einzige wollte mit dem Filmteam mitwirken oder Stellung beziehen. Der Widerstand kommt nun auf Gemeindeebenen etwas voran, doch in höheren politischen Niederungen herrscht schweigendes Abnicken. So allmählich betrachte ich Genf und Zug als wahre Schandkantone für die Schweiz, zumindest den politischen und juristischen Filz und die Geschäft-ist-Geschäft-Politik.
Droht eine «Carbon Bubble»?
Werden die globalen Klimaziele nur halbwegs eingehalten, sind ein Grossteil der fossilen Energiereserven wertlos. Umweltverbände warnen - und fordern einen Investitions-Stopp.
Auf Investitionen in fossile Energieträger soll deshalb verzichtet werden. Die WWF, Greenpeace und 350.org sowie SP und Grüne haben vor einer «Carbon Bubble» gewarnt, durch die die Vorsorgegelder gefährdet werden könnten.
Alle reden heute von der Immobilien- oder der Dotcom-Blase, und keiner von der "Carbon Bubble", der Kohlenstoffblase, wie die Organisationen an einer Medienkonferenz bekannt gaben. Nicht umsonst habe die Grossbank HSBC schon vor einem Jahr davor gewarnt, dass 40 bis 60% der Marktwerte von Öl und Gas-Konzernen gefährdet seien.
Die fossilen Titel seien doppelt unter Druck. Einerseits verschärften viele Staaten Gesetze, um die Risiken fossiler Energien einzudämmen und die Energieversorgung in Richtung erneuerbarer Energien zu lenken. Anderseits stiegen immer mehr Investoren aus fossilen Investitionen aus.
Das sei fatal, denn die 200 grössten fossilen Energiekonzerne wiesen ein gigantisches Kapital in der Höhe von 4'000 Mrd USD auf: Es drohe deshalb ein massiver Kurssturz mit unabsehbaren Folgen.
Gefahr für Vorsorgegelder?
Die Vorsorge- und Nationalbankgelder der Schweiz produzieren laut dem Basler SP-Nationalrat Beat Jans schätzungsweise zehn Mal mehr CO2 als die Schweizer Volkswirtschaft. Geschätzte 50 Mrd CHF seien in Konzerne investiert, die viel Öl, Gas und Kohlereserven in ihren Büchern auswiesen.
SP und Grüne fordern deshalb Vorgaben für Anleger von Volksvermögen. Die SP verlangt mit vier Motionen, dass die Pensionskassen, die Nationalbank, die SUVA- und der AHV-Fonds keine Wertpapiere mehr von Konzernen kaufen dürfen, welche Erdöl-, Erdgas oder Kohle fördern oder entsprechende Rohstoffreserven besitzen.
Bestehende Wertpapiere sollen innerhalb von fünf Jahren abgestossen werden. Die Grünen verlangen zusätzlich eine strengere Kontrolle der Grossbanken bei Investitionen im Bereich fossiler Energieträger durch die Finanzmarktaufsicht Finma.
Der Grüne Zürcher Nationalrat Bastien Girod zeigte am Beispiel der Pensionskasse des Bundes auf, welche Folgen die Blase für die Altersvorsorge und die Stabilität des Finanzplatzes haben könnte. Publica investiere laut eigenen Angaben 2 Mrd CHF in fossile Energieträger.
Wenn die internationale Gemeinschaft mit dem Zwei-Grad-Ziel in der Klimapolitik ernst mache, so würden die Anlagen in fossile Energien massiv an Wert einbüssen und die Publica Verluste erleiden. Der drohende Wertverlust wurde von Girod auf mehr als eine Milliarde Franken Versicherungsgelder beziffert.
Auch Banken gefordert
Neben den Pensionskassen seien auch die Banken gefordert. Die Finanzmarktaufsicht Finma überlasse die Berechnung des Risikos von Erdölinvestitionen den Banken. Deshalb fordern die Grünen neben dem Ausstieg aus fossilen Investitionen auch einen Bericht der Finma zum "Carbon Bubble"-Risiko der Grossbanken.
Katharina Serafimova, Finanzexpertin WWF Schweiz, wies darauf hin, dass rund 80 Prozent der Reserven an fossiler Energie bei Einhaltung des Zwei-Grad-Klimaszenarios nicht mehr verbrannt würden. Wenn die CO2-Emissionen noch strenger reduziert würden, dann seien diese Reserven wertlos.
"Die Politik setzt die Zeichen in eine Richtung, die Finanzmärkte fahren mit Vollgas in eine andere Richtung", sagte sie. Die WWF-Finanzexpertin warnte davor, dass ein Rückzug von grossen Investoren eine Kettenreaktion auslösen könnte.
Wer in fossile Energien investiere, investiere auch in die Erwärmung des Klimas, sage Greenpeace-Energieexperte Georg Klingler. Das habe gefährliche Konsequenzen für die Lebensgrundlagen, wie der Jahrhundertsommer 2003 gezeigt habe. Statistisch gesehen würden solche Sommer bald einmal "normal" werden. Investoren seien gut beraten, wenn sie ihre Mittel aus fossilen Energien abzögen und statt dessen in zukunftsfähige Energielösungen anlegen würden.
http://www.cash.ch/news/top_news/erdoel_gas_und_kohle_platzt_die_blase-3...
Die Konjunktursorgen um China haben die Preise für Kupfer und Eisenerz einbrechen lassen. Auch Rohöl wird billiger. Gold gewinnt.
Die Rohstoffmärkte schüttelt es durch. Während Gold und Silber diese Woche wieder gewinnen konnten, leiden die Metallmärkte und auch der Rohölpreis. Gold kostete mit 1360 $ je Feinunze zeitweise so viel wie seit sechs Monaten nicht mehr. Öl der Sorte WTI fiel zum ersten Mal seit Anfang Februar wieder unter 100 $ je Fass.
Der Kupferpreis hat seit Anfang Woche über 4% verloren, der Eisenerzpreis, gemessen am Handelspreis am chinesischen Hafen Tianjin, über 9%. Kupfer kostete zeitweise so wenig wie seit Juli 2010 nicht mehr. Heute Morgen haben die Kupfer-Futures in Schanghai den maximal möglichen Tagesverlust von 5,4% verzeichnet. Ein Hauptgrund scheint die Sorge um die Konjunktur in China zu sein. Der Abstieg der Metallpreise folgt dem Einkaufsmanagerindex (PMI) für China, der sich seit November letzten Jahres immer weiter verschlechtert. Die Volksrepublik stellt 40% der weltweiten Nachfrage nach Kupfer.
http://www.fuw.ch/article/kupfer-eisenerz/
Trotz des Anstiegs der Preise von Edelmetallen und Agrarrohstoffen erwarten die Analysten von Goldman Sachs im laufenden Jahr rückläufige Notierungen.
Die Analysten des US-Hauses rechnen beim S&P GSCI Enhanced Commodity Index mit einem Rückgang von vier Prozent in den kommenden zwölf Monaten, nachdem sie im Februar noch mit 4,3 Prozent Abschlag gerechnet hatten, wie aus einer Studie vom Sonntag hervorgeht. Dabei dürften die Edelmetalle um 15 Prozent und die Agrarrohstoffe um zehn Prozent sinken. Im Februar hatten die Schätzungen noch bei 14 bzw neun Prozent gelegen.
“Seit Jahresbeginn haben die Rohstoffe von vorübergehenden Einflüssen wie dem kalten Wetter, Sorgen über die Kreditlage in China und den Spannungen auf der Krim Unterstützung erhalten”, heißt es in der Studie. So hat Gold seit Jahresbeginn zehn Prozent zugelegt. Dabei halfen auch einige enttäuschende US- Wirtschaftsdaten. Die Konjunkturentwicklung dürfte angesichts der Verringerung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank in den kommenden Monaten wieder zum zentralen Impulsgeber für Gold werden, so die Analysten.
Bei den Energiepreisen wird in den kommenden zwölf Monaten mit einem Abschlag von 2,5 Prozent gerechnet. Im F
http://www.cash.ch/news/top_news/fallen_die_rohstoffpreise_in_diesem_jah...
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@Marcus Fabian und weitere Rohstoffexperten: sind ABX (Barrick Gold) und HL (Hecla Mining) auf dem aktuellen Kursniveau eurer Meinung nach ein Kauf?
Hecla: Ja
Barrick auf keinen Fall!
Die Industriemetalle bewegen sich heute an der London Metal Exchange deutlich nach unten. Die Marktteilnehmer werden vor Veröffentlichung des vorläufigen Einkaufsmanagerindex in China nervös. Newmont plant den Neubeginn der Exporte von indonesischem Kupfer
http://www.shareribs.com/rohstoffe/metalle-und-minen/news/article/rohsto...
Öl, Eisen, Soja: Die Ressourcen der Welt sind so billig wie noch nie seit der Finanzkrise. Und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Was das für die Weltwirtschaft heisst.
Ein typischer Schweinezyklus
Die Ursachenforschung dafür beginnt in den USA – im Land, das nach wie vor die wichtigste Handels- und Referenzwährung für Rohstoffe stellt. Diese Währung hat sich im letzten Jahr handelsgewichtet um fast 8 Prozent aufgewertet. Je teurer der US-Dollar aus der Sicht der übrigen Welt wird, desto kostspieliger werden aber auch Rohstoffe für Käufer ausserhalb der USA, was die Nachfrage schwächt. Auch die US-Börse spielt eine Rolle: Die Aussicht auf eine baldige Straffung der dortigen Geldpolitik macht Rohstoffe gegenüber anderen Anlagen weniger attraktiv.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Rohstoffpreise-im-frei...
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Wie es mit den Rohstoff-Preisen weiter geht
2015 war bislang das Jahr von spottgünstigem Rohöl und - eigentlich jeder Logik widersprechend - immer billigerem Gold. Lesen Sie, wie sich diese und andere Rohstoffe im restlichen Jahr noch entwickeln werden.
Von Pascal Züger
Die Preise in der Rohstoffbranche purzeln: Der Bloomberg-Commodity-Index, welcher die Entwicklung 22 verschiedener Rohstoffe abbildet, büsste im laufenden Jahr bereits 8,4 Prozent an Wert ein. Allein diesen Monat ging der Index 5,9 Prozent talwärts und befindet sich nun auf dem tiefsten Stand seit Juni 2002.
Gemäss Norbert Rücker, Rohstoffexperte von Julius Bär, hat vor allem der starke Dollar zu den niedrigen Rohstoffpreisen geführt. Und auch Bedenken bezüglich des China-Wachstums würden einen Preisdruck ausüben. "Gibt es nach dem Börsensturz in China einen Spillover auf die Realwirtschaft?", diese Frage beschäftige die Märkte, sagt Rücker.
Zu den Profiteuren der tiefen Rohstoff-Preise gehören Länder wie die Schweiz, USA, Indien und in einem gewissen Masse auch China. "Generell gesagt sind die Konsumenten die grossen Gewinner der gegenwärtig tiefen Rohstoffpreise, während rohstoffabhängige Länder Probleme bekommen könnten", so Rücker. Auch in der zweiten Jahreshälfte erwartet der Experte von Julius Bär keine grosse Erholung der Rohstoffpreise.
Das ist von den einzelnen Rohstoff-Sektoren bis zum Jahresende zu erwarten:
Edelmetalle: Etwas an Glanz verloren
In Krisenzeiten sich mit Gold zudecken ist eine alte Anleger-Weisheit, die sich auch in der weltweiten Finanzkrise und in der europäischen Schuldenkrise bewahrheitete. Doch der "Notgroschen" scheint inzwischen ausgedient zu haben: Der Goldpreis gerät in immer tiefere Sphären, trotz Dauerkrise in Griechenland und dem chinesischen Börsencrash. Nach einem abrupten Kurssturz auf 1086 Dollar je Feinunze Gold wurde am Montag gar ein Fünfjahrestief erreicht.
Gold gilt auch als Schutz vor hoher Inflation –von einer solcher ist derzeit aber weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Viele Länder kämpfen gegen eine Deflation. Ökonomen von der Bank M.M. Warburg raten aufgrund der aktuellen Entwicklungen davon ab, in Gold zu investieren, ausser man sei "Anhänger von Weltuntergangsszenarien". Anders sieht es die Saxo Bank: Sie empfehlen Gold als langfristige Investition und gehen bis Ende Jahr von einer Stabilisierung des Goldpreises aus.
Auch der Silberpreis hat seit Jahresbeginn an Wert eingebüsst: Minus 5,3 Prozent. In den letzten 12 Monaten sind es gar 30 Prozent Wertverlust. Dank technischem Fortschritt im Photovoltaik-Sektor benötigen Hersteller von Solarzellen weniger Silber. Vor allem in China stagniert die Silbernachfrage deswegen stark. Auch Privatanleger halten sich mit dem Silberkauf zurück. Die ZKB erwartet in den nächsten Monaten einen Seitwärtsverlauf des Silberkurses.
Doch es gibt noch andere Edelmetalle, deren Aussichten nicht ganz so düster sind: "Palladium und Platin haben Potential, da sie bei der Autoherstellung verwendet werden und die globalen Autoverkäufe weiterhin erstaunlich robust sind", sagt Rohstoff-Experte Rücker von Julius Bär.
Energie: Iran sorgt für mehr Öl
Die Ölpreise haben sich nach dem Tief Mitte Januar zwischenzeitlich wieder etwas erholt und sind aktuell mit etwas über 56 Dollar pro Fass (Sorte Brent) ungefähr auf dem Stand vom 1. Januar. Die sich abzeichnende Einigung im Atomstreit führt zur Aussicht auf steigende Ölexporte aus dem Iran – was Druck auf den Ölpreis ausübt. Iran zählt zu den wichtigsten Ölförderländern, musste die Produktion aber wegen der Sanktionen drosseln.
Wenig deutet auf stark steigende Öl-Preise hin: Das Angebot des Ölkartells Opec und der USA bleibt hoch, die Nachfrage wird von Analysten allenfalls als moderat bezeichnet. Das Überschussangebot setzt die Weltmarktpreise unter Druck. Hinzu kommt der starke Dollar, der Rohöl für viele Investoren verteuert und damit auf die Nachfrage drückt. Rücker von Julius Bär erwartet bis Ende Jahr eine ganz leichte Erholung des Rohölpreises der Sorte Brent auf über 60 Dollar pro Fass.
Industriemetalle: Zu viel Aluminium, zu wenig Zink
Rund die Hälfte der weltweiten Aluminiumproduktion entfällt auf China. Das Land produziert deutlich über dem eigenen Bedarf und exportiert deshalb Aluminium in grossen Mengen – letztes Jahr waren es 4,3 Millionen Tonnen. Seit dem 1. Mai diesen Jahres hat die chinesische Regierung die 15-prozentige Exportsteuer auf Aluminium-Exporte fallen gelassen. Als Folge purzelten die Aluminium-Preise. In China zeichnen sich Kapazitätserhöhungen ab, gleichzeitig schliessen Aluminiumschmelzen ausserhalb des Landes, da sie nicht mehr profitabel betrieben werden können. Die ZKB geht 2015 von einem preisdämpfenden Angebotsüberschuss aus und erwartet in der Tendenz weiterhin leicht fallende Preise.
Zink gilt derzeit als das Metall mit der grössten Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Von Afrika bis Irland sind Minen, die das Metall über Jahrzehnte lang produziert haben, ausgebeutet. Morgan Stanley prognostiziert, dass bis zum Jahr 2017 mehr als 1,2 Millionen Tonnen des jährlichen Minen-Angebots aus der Produktion herausfallen. Das ist mehr als die USA in einem Jahr benötigen. Im Gegensatz zum Aluminium ist das Angebot an Zink eher zu gering, was den Preis in der zweiten Jahreshälfte nach oben treiben könnte.
Agrargüter: Mutter Natur bestimmt das Angebot
Wetterbedingt dürfte das Angebot von Baumwolle in den USA, in Indien und in China zurückgehen. Gleichzeitig sind jedoch die Lagerbestände sehr hoch und eine neue Baumwollpolitik Chinas, die weniger auf Importe setzt, reduziert die Nachfrage auf dem Weltmarkt. Alles in allem dürfte der Preis für Baumwolle kurzfristig mehr oder weniger stabil bleiben. Mittelfristig sieht die ZKB jedoch eine Aufwärtstendenz beim Baumwolle-Preis.
Auch beim Kakao führt ein erwartetes Angebotsdefizit infolge von Naturereignissen zu steigenden Preisen, welche auch in der zweiten Jahreshälfte noch weiter nach oben drücken könnten. Ähnlich ergeht es dem Mais, Weizen und Zucker. Die Preise für diese drei Agrargüter könnten sich nun "stabilisieren, oder sogar leicht anziehen", ist Norbert Rücker von Julius Bär überzeugt.
Anders der Preis für Kaffee: Dieser erreicht Ende Mai einen langjährigen Tiefststand aufgrund von guten Ernteerwartungen. Der Preis tendiert weiterhin eher nach unten als oben.
Entwicklung der Rohstoffpreise
Daten: cash.ch, finanzen.ch und ZKB, Stand 23.07.2015, 14:30 Uhr
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Pimco ruft Ende des Rohstoff-Kollaps aus
Das Schlimmste beim aktuellen Kollaps der Rohstoffpreise ist wahrscheinlich vorüber - und der Ölpreis in den kommenden zwölf Monaten wieder zulegen. Zu dieser Einschätzung kommt Pimco.
Eine richtige Trendumkehr sei allerdings derzeit nicht zu erwarten. Viele Unternehmen streichen Projekte und senken die Produktion angesichts der geringsten Erträge bei Rohstoffen seit 1999. Die Reaktion könnte zwar den Einbruch stoppen, dennoch werden die Preise laut Pimco "länger niedrig" bleiben - und zwar wegen der hohen Lagerbestände.
"Die Rückgänge bei den Rohstoffpreisen sind grösstenteils hinter uns", erklärten Greg Sharenow und Nic Johnson, Executive Vice Presidents bei der Allianz-SE-Tochter. "Die meisten Preise im Bereich von Metallen und von Öl befinden sich weit in der Grenzkostenkurve. Und das wird dabei helfen, hier einen Boden unter den Preisen zu ziehen."
Die Ölpreise werden der Einschätzung zufolge auf eine "Basislinie" von rund 60 Dollar pro Fass ansteigen, während sich die Auswirkungen der Angebots-Senkung ab Anfang 2016 stärker bemerkbar machen, glaubt Sharenow. Nachdem die US- Rohölproduktion mit 9,61 Mio. Barrel im Juni den höchsten Wert in vier Jahrzehnten erreicht hatte, ist er inzwischen wieder um rund 440.000 Fass je Tag gesunken.
In New York und London waren die Benchmark-Rohöl-Preise im August auf den niedrigsten Stand in sechs Jahren gesunken.
Goldpreis auf "fairem" Niveau
Die Goldpreise liegen derzeit auf einem weitestgehend "fairen" Niveau, erklärte Johnson: "Falls die realen Renditen fallen oder die Fed ihre Zinsanstiege über die Erwartungen des Marktes hinaus verschiebt, würden wir davon ausgehen, dass sich Gold gut entwickelt".
Der Spotpreis für Gold war im Juli auf ein 5-Jahres-Tief gefallen, hatte sich seitdem aber um etwa sieben Prozent erholt.
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr die Leitzinsen anheben wird, ist zuletzt auf nur noch 39 Prozent gefallen - nach einem Hoch von bis zu 77 Prozent im August dieses Jahres, zeigen von Bloomberg zusammengetragene Futures-Daten.
Silber und Platin, deren Preise auf Grund der geringeren Nachfrage aus der Industrie und des schwächeren Wachstums in Schwellenländern gesunken waren, sind laut Johnson bei den derzeitigen Preisen attraktiv. Sie würden im Vergleich zu Gold auf einem mehrjährigen Tief gehandelt.
Platin war in der vergangenen Woche in die Nähe eines Siebenjahrestiefs abgerutscht. Und Silber hatte im August den niedrigsten Wert seit 2009 erreicht.
Auch wenn die Kupfer-Hersteller ihre Produktion zurückgefahren haben, ist bei dem Rohstoff laut Johnson das Risiko aus einer weiteren Abschwächung der chinesischen Wirtschaft am höchsten. "Der Rest der Basis-Metalle ist bei der Angebot-Anpassung schon viel weiter", sagt er.
Die Volksrepublik, die 2014 nahezu die Hälfte der weltweiten Kupfer-Nachfrage bestritt, werde ihre Prognose für das Wachstum im kommenden Jahr auf 6,5 Prozent senken - verglichen mit sieben Prozent in diesem Jahr, warnt Yang Zhao, Chefvolkswirt für China bei Nomura Holdings Inc. Der Rohstoff hatte allein in diesem Jahr rund 15 Prozent seines Wertes eingebüsst.
Weizen unter Beobachtung
Beobachter prognostizieren, dass das derzeitige El-Nino-Phänomen eines der stärksten aller Zeiten werden könnte - und Pimco "beobachtet Weizen sehr genau", besonders angesichts der Aussicht auf eine geringere Ernte in Australien.
Ansonsten sehen die derzeitigen Preise für landwirtschaftliche Produkte Johnson zufolge auf lange Sicht nachhaltig aus - sofern es keine durch Wetter ausgelöste Angebots-Schocks gebe. Er verweist aber auf Sojabohnen, deren Preise in Vergleich zu anderem Getreide "derzeit sogar etwas zu billig aussieht", sagte er.
(Bloomberg)
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