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Die Idee des SCHPARZ-Ordens
Im Gründungsjahr 1967 lief im Schweizer Fernsehen die Sendung «Dopplet oder nüt», moderiert von Mäni Weber. In diesem Quiz wurden ein Kandidat oder eine Kandidatin zu ihrem Fachgebiet befragt. Wer gewann, wurde jeweils im Fernsehstudio von einer Delegation aus der Wohngemeinde (Stadtrat, Gemeinderatspräsident, Kegelverein etc.) und einem Blumenstrauss geehrt. Einer der Kandidaten war damals der gebürtige Basler, aber in Chur
wohnhafte, Dr. Richard Menzel. Doch als Menzel gewann,
glänzten die Churer Behörden mit Abwesenheit. Er stand in seinem
Triumph alleine da, niemand kam, um ihn im Studio zu beglückwünschen.
Der SCHPARZ-Orden: Eine Geburt aus Mitleid!
Die sechs SCHPARZ-Gründer beschlossen, Richard Menzel
mit einem Orden auszuzeichnen. Dies war 1968 die
Geburtsstunde für den SCHPARZ-Orden, der seither jeweils
an eine Person vergeben wird, die «mit Leib und Seele» Churer ist und sich auf irgendeinem Gebiet hervorgetan hat.
Es ist also in diesem Sinn kein Fasnachtsorden wie anderswo "an den grössten Narren im Ort", sondern ein Verdienstorden. In Chur wird nicht der Narr lächerlich gemacht, sondern der König geadelt!
Zwischen 1960 und 1977 war Chur betreffend Fasnacht ein Brachland. Es gab keine fasnächtlichen Aktivitäten und es fanden keine grösseren Fasnachtsumzüge statt, höchstens zögerliche Versuche etwa der Täli-Kligga» oder der Sportfreunde Fortuna. Trotzdem fand in all diesen Jahren, seit 1968, die Verleihung des SCHPARZ-Ordens statt.
Und dies, als einzige fasnächtliche Aktivität.
Diese Veranstaltung fand in folgenden Gastro-Lokalen statt
(Liste resp. Reihenfolge ev. unvollständig!):
Steinbock (damalige Bar, 1. Etage)
Bahnhofbuffet 1. Klasse
Bernina
Rebleuten
Drei Könige
Marsöl
Die Vergabe des Ordens
Bis ca. 1998 kürte jeweils die ca. 5köpfige SCHPARZ-Redaktion den neuen Ordensträger oder die -trägerin. Nachher wurde das Wahprozedere an die amtierenden Ordensträger zu übergeben. Seither amten Markus und Luigi Foi als «Dekane» der Ordensträger, welche auch jeweils das «Konklave» für den Wahlvorgang organisieren. Seither hat die SCHPARZ- Redaktion nur noch ein Vorschlags-, aber kein Stimmrecht mehr.
Chur, 25. Mai 2015, Charly Bieler