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Das Dengue-Fieber
Dengue kommt in den gleichen Ländern wie die Malaria vor und zählt mit ihr zu den wichtigsten Tropenkrankheiten. Dengue wird von Viren verursacht, die Aedes-Stechmücken übertragen. Es gibt vier Arten von Dengue-Viren. Nach der Infektion kommt es nach fünf bis zehn Tagen zu einem starken Krankheitsgefühl mit hohem Fieber sowie Kopf-, Gelenk-, Glieder- und Rückenschmerzen. Häufig tritt auch ein Hautausschlag auf. Manche Patienten klagen auch über Übelkeit und Durchfall. Vereinzelt kommt es zu inneren Blutungen, Nerven- und Leberentzündungen. Nach einer Woche gehen die Beschwerden in der Regel zurück, treten aber nach wenigen Tagen erneut und diesmal heftiger auf. Eine Heilung kann sich über viele Wochen hinziehen. Besonders problematisch ist es, wenn man sich nach einer Erkrankung wieder mit einem anderen Typ der Dengue-Viren infiziert. Die Symptomatik verläuft dann weitaus schwerwiegender. Die Ursachen dieser Erkrankung können nicht therapiert werden, lediglich die Symptome, durch Bettruhe, Infusionen und Schmerzmittel. Allerdings darf auf keinen Fall Acetylsalicylsäure wegen der Gefahr von Blutungen eingenommen werden. Eine Impfung ist noch nicht möglich.
Tropenkrankheiten wieder in Europa
Touristen und Geschäftsreisende können sich in den Tropen anstecken und in ihren Heimatländern zu einer Gefahr werden. Aber Tropenkrankheiten gelangen im Rahmen der Globalisierung auch auf anderen Wegen in Richtung Norden. Mückenlarven verbergen sich etwa auf Containerschiffen oder in den Reifen der Flugzeuge und finden aufgrund der zunehmenden Erwärmung in europäischen Ländern ein zum Überleben akzeptables Klima vor. Tropenkrankheiten stehen also an der Schwelle zu Europa. Dazu zählen auch das West-Nil-Fieber (Leishmaniose), das Chikungunya-Fieber und eben auch das Dengue-Fieber. Die beiden Letztgenannten werden von der Asiatischen Tigermücke übertragen. Sie breitet sich dank ihrer Anpassungsfähigkeit und des Klimawandels weiter nach Norden aus. Verglichen mit Malaria hat das Dengue-Fieber ein grösseres Verbreitungspotenzial. Malaria-Erreger brauchen infizierte Menschen als Wirte, um sich auszubreiten. Da die Krankheit aber behandelbar ist, wird es nicht zu einer Epidemie kommen. Der Dengue-Virus hingegen wird über die Eier und Larven der Mücken weitergegeben. Sie ziehen ihre Brut in stehenden Gewässern gross, und das können eben auch Blumentöpfe, Friedhofsvasen oder Regenwassertonnen in Europa sein. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis im europäischen Raum wieder stärker mit Tropenkrankheiten gerechnet werden muss.
Empfehlungen gegen Insekten im In- und Ausland:
- Keine starken Parfums verwenden.
- Abends wenig Licht machen.
- Fliegengitter für die Fenster.
- Ätherische Öle sind bei Mücken unbeliebt, aber kein hinreichender Schutz, vor allem in den Tropen.
- Bester Schutz ist die Vermeidung von Stichen, deshalb: Repellentien, am besten Mückenschutzmittel mit DEET (Diethyltoluamide) verwenden.
- Mückenschutzmittel auf alle frei liegenden Hautstellen geben und sich in eine Wolke davon hüllen.
- Lange Kleidung und festes Schuhwerk.
- Moskitonetze für die Nacht.
- Abends duschen gegen Schweiss, der zieht Mücken an.
- Informationen über Reiseziele einholen.
- Notwendige Impfungen und Malariaprophylaxe durchführen.
- Reiseapotheke mitführen.