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Die Carte de Visite wurde über 60 Jahre lang hergestellt und ihr Aussehen hat sich in dieser Zeit sehr verändert. Sie wurde ab ca. 1870 richtig populär. Die ersten Fotos wurden auf einen dünnen, schlichten Karton aufgezogen. Auf der Rückseite war der Fotograf und die Stadt vermerkt. Es gab aber auch ganz wenige Wanderfotografen, die von Ort zu Ort zogen. Da es in den Anfängen noch nicht viele Fotografen gab, war es nicht nötig, mehr Informationen auf die CdV zu drucken. Mit der Konkurrenz wuchs auch die Phantasie der Kartonanbieter und viele Sujets und Informationen konnten auf die Rückseite gedruckt werden. Die Grösse varierte nur wenig und blieb ca. 6 x 10 cm, aber es gab auch viel kleinere und grössere Formate. Im Vergleich zu Porträts wurden nur wenige Landschaften als CdV gemacht.
Es war damals sicher ein Ereignis zum Fotografen zu gehen und man hat sich auch dementsprechend ‚herausgeputzt‘. Für ein gutes Foto musste man sekundenlang ruhig sitzen oder stehen. Ein gutes Kinderfoto zu machen war darum gar nicht so einfach. Wenn man einen Tageslohn von damals mit dem Preis für die CdVs vergleicht, dann waren die Ausgaben dafür ganz erheblich. Die CdVs wurden vielleicht in einem Album oder einem Fotorahmen auf der Kommode aufbewahrt.