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Zwischen 1833 und 1870 schuf Luzern im Zuge seines Aufstiegs zur internationalen Fremdenverkehrsstadt eine grosszügige Quaianlage entlang des Sees. Schweizerhofquai und Nationalquai, beide nach den gleichzeitig entlang der Promenade gebauten Luxushotels benannt, veränderten das Stadtbild markant.
Gleichzeitig mit dem ersten Abschnitt der Promenade erstellte man in den 1840er-Jahren mit dem Schweizerhof das erste Luxushotel Luzerns sowie die Anlegestellen der Dampfschiffe nach Flüelen und Alpnach. 1871 erfolgte die Verlängerung des Schweizerhofquais durch den Nationalquai. Eine grosszügige Anlage und 230 schattige Kastanienbäume machten die Promenade rasch zum beliebten gesellschaftlichen Treffpunkt. Parallel zur Seepromenade begann Luzern mit dem Aufbau einer Tourismusmeile, wo sich die fremden Gäste in Dioramen, Museen, Souvenirläden und Restaurants informieren und vergnügen konnten.
Die Geschichte des Kantons Luzern war immer auch eine Geschichte der Gegensätze zwischen Stadt und Land oder der Obrigkeit und ihren Untertanen. Hier am Schweizerhofquai, wo die Provinzstadt zur Stadt von Welt aufstieg, wird der blutigsten Auseinandersetzung, des Bauernkrieges von 1653 gedacht.
Der schweizerische Bauernkrieg von 1653 gilt als grösster und folgenreichster Aufstand der Untertanen in der Alten Eidgenossenschaft. In Luzern entwertete die Regierung mit einem Münzdekret die Währung massiv und brachte die Landbevölkerung in grosse Schwierigkeiten, weil deren Guthaben plötzlich nur noch die Hälfte wert waren und sich die Preise für ihre Produkte verdoppelten. Die Bauern konnten die den Luzerner Patriziern geschuldeten Zinsen nicht mehr bezahlen. Die Herren aber trieben die Zinsen ein, Angst und Verbitterung machten sich in der Landbevölkerung breit. Aufstand und exemplarische Hinrichtungen waren die Folgen.