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Die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit, Jahrgang 1986, erhielt früh Unterricht im Chorgesang und wurde 2004 Mitglied der Moran Singers. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie von 2006 bis 2010 an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv; anschliessend vervollständigte sie ihre Ausbildung bei Abbie Furmansky und John Norris in Berlin. Hagar Sharvit ist Absolventin des «Young Singers Project» der Salzburger Festspiele, der Académie du Festival d’Aix-en-Provence und der Liederakademie beim Heidelberger Frühling. Meisterkurse führten sie zu Christa Ludwig, Thomas Hampson, Matthias Goerne, Barbara Bonney, Helen Donath, Thomas Allen und Michael Schade. 2012 gewann sie den Internationalen Brahms-Wettbewerb in Pörtschach, 2015 ging sie als Siegerin aus der von Thomas Quasthoff ins Leben gerufenen Konkurrenz «Das Lied» hervor. Ausserdem ist sie Preisträgerin des Hugo-Wolf-Liedwettbewerbs Stuttgart und des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs. 2011 wurde Hagar Sharvit ins «Centre de Perfeccionament Plácido Domingo» in Valencia aufgenommen, wo sie u. a. in Menottis Amelia al ballo, als Cherubino in Mozarts Figaro und als Zauberin in Purcells Dido and Aeneas zu erleben war. 2012 kehrte sie mit Cherubinis Médée unter Zubin Mehta an den Palau de les Arts zurück. In der Spielzeit 2013/14 war sie Mitglied im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, wo sie in Humperdincks Hänsel und Gretel, Verdis La traviata, Massenets Werther und Brittens Death in Venice zu hören war. Seit 2014 gehört Hagar Sharvit dem Ensemble des Staatstheaters Oldenburg an. Dort gestaltete sie Händel-Partien wie Amastre in Xerxes oder Dejanira in Hercules und sang die Valencienne in Lehárs Lustiger Witwe sowie die Hermia in Brittens A Midsummer Night’s Dream. Im Sommer 2016 debutierte Hagar Sharvit als Zerlina in Mozarts Don Giovanni bei den Bregenzer Festspielen.
August 2016