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Vertreter aus Südafrika haben in Davos an der "Public-Eye"-Konferenz zur Aufklärung der Apartheid-Geschäfte von Schweizer Unternehmen aufgerufen. Dabei verlangten sie auch eine Streichung der Schulden, die vom Apartheid-Regime herrühren.
Die Schuldentilgung aus der Apartheid-Zeit ist heute der zweitgrösste Budgetposten Südafrikas, wie der Erzbischof von Kapstadt, Njongonkulu Ndungane, sagte. Er ist Patron der Organisation Jubilee 2000, die von ausländischen Staaten und internationalen Unternehmen einen Schuldenerlass und Entschädigungen verlangen.
Laut Ndungane ist die neue südafrikanische Regierung nicht in der Lage, wichtige soziale Anliegen anzupacken, weil die Schuldentilgung zu viel Mittel verschlingt. Er plädierte daher für eine Streichung der Schulden, weil diese unter dem Apartheid-Regime aufgenommen worden seien.
Kritik an den Schweizer Banken
Im Schussfeld der Kritik stehen vor allem die Schweiz Banken, die laut der Aktion Finanzplatz Schweiz bei der Organisation von Geld für das Apartheid-Regime eine zentrale Rolle gespielt haben. Diese These stützt auch Yasmin Sooka, welche für die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungs-Kommission tätig ist.
Weil die Schweizer Banken - vor allem die UBS - von Geschäften mit dem Apartheid-Regime profitierten, müssten sie nun auch für die Aufklärung und Entschädigung aufkommen, sagte Sooka. Sie verlangte von der Schweiz, die Rolle der Schweizer Unternehmen zu untersuchen und herauszufinden, wieviel Profit auf Kosten der Ärmeren in Südafrika gemacht worden sei.
swissinfo und Agenturen