Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03331.jsonl.gz/1474

Tee erhitzen, um Blatter weich zu machen. Dann koennen weiche Blatter geformt werden.
7.15 am 7.4.2008
Ich wurde geweckt. Eigentlich war ich frueher wach. Die Voegel waren so laut. Aber sie verstand, dass ich ein Fremde war und besuchte mich nicht.
Als ich unten vor dem Hof war, fragte mein Lehrer mich sofort, bevor er mich gruesste: „was riechst Du?“ Ich fuehlte mich ueberfahren! Was sollte ich denn riechen. Ich hatte Hunger und war nicht wach. Also was sollte ich denn riechen? „Honig?“ Er freute sich, „was noch?“ „Ich weiss nicht!“ „Pfirsich!“ Ach! Der Phoenix! „Ist er schon fertig? Warum habt ihr mich nicht geweckt?“ „Das riecht man doch, wenn man aufmerksam ist!“
Der alter Chen pflueckte gestern den allein stehenden Phoenix Baum und erhitzte ihn heute morgen um 6 Uhr in seinem Wok in der Kueche. Dann rollte er mit seinem Fuessen die erhitzten Teeblaetter, wie seine Vorfahren. All das habe ich verpasst! „Du haettest mich wecken sollen!“ ich war sauer. Die zwei alten Maenner fanden es lustig.
Der alte Chen pruefte seinen Phoenix, wie weit das Welken schon fortgeschriten war. 6.4.2008 16.50
Der Phoenix lag bereits im Ofen. Wir fuhren weiter zu Aming.
8.00
Aming schlief, waehrend seine Frau arbeitete. Ein junger Mann war dabei, ihr zu helfen. Ein Formenmeister. Mein Lehrer liess unseren Tee nicht formen. Er vertritt der Meinung, dass das Formen eine Kosmetik beim Tee ist. Nutzlos. Ausserdem teuer.
Die heissen Teeblaetter werden in einem Sack gefuellt und dann stabilisiert. Anschliessend in der Maschine gedreht. So, koennte der Tee eine Kugelform bekommen. Dieser Vorgang wird wiederholt bis die Form stabil bleibt. 6 Stunde beansprucht es. Danach wird der fertig geformte Tee getrocknet und an Teelaeden verschickt. Heute wird der Tee einfach weiter verpackt und verkauft. Mein Lehrer verarbeitet nach der Tradition weiter mit Roestung.
Wenn alles fertig wurde, bevor der Tee verpackt und verschickt wurde, wurde Jianzhi – das Trennen von Stange und Blatt getaetigt. Furher machten die Haende und Augen der Frauen, die sich treffen und quatschen. Heute benoetigt man nur eine junge Frau, die schweigend ihre Arbeit macht, wenn der Computer uebersieht. Das ist Fortschritt.
14.00
Der Phoenix von dem alten Chen wurde fertig getrocknet. Wir packten ihn fuer die Rueckkehr mit. Der erste Aufguss dieses Tees tranken wir im Auto! Obwohl er noch nciht geroestet ist, schmeckte er bereits hervorragend!
16.50
Ich kam endlich nach Hause.
16.00 am 8. 4. 2008
Die Leute packten fuer mich die neusten Ernte von Biluochun. Ich half sofort mit. „Du bist da! Ich schimpfe gerade ueber Dich.“ „Warum denn?“ „Sie hatte keine Kraft und konnte nichts Anstaendiges machen.“ sagte mein Lehrer zu anderen. „Im Europa muss Du zum Fitness-Zentrum gehen. Im November schicke ich Dich eine Woche nach Lishan. Dann muss Du richtig arbeiten.“ „Aber“ ich meinte es wirklich ernst, „was machst Du dann mit dem Tee, den ich mache? Diesen Tee kann man doch nicht trinken!“