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Staatsmedien berichteten, nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen liege das Ja-Lager bei 51,3 Prozent. In der 15-Millionen-Metropole Istanbul sowie in der Hauptstadt Ankara überwogen allerdings die Gegner mit gut 51 Prozent.
Oppositionsvertreter in der Wahlkommission bestätigten die inoffiziellen Zahlen der Nachrichtenagentur Anadolu zunächst nicht. Mit der fortschreitenden Auszählung hatte der Anteil der Ja-Stimmen am Sonntagabend stetig abgenommen.
Die Opposition machte angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens keine Anzeichen, eine Niederlage einzuräumen. Der CHP-Abgeordnete Baris Yarkadas sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Das Ergebnis ist noch nicht klar." Sein Parteikollege Sezgin Tanrikulu sagte, das Nein-Lager könne das Referendum noch gewinnen. Es habe zudem Unregelmässigkeiten bei der Volksabstimmung gegeben. Deshalb werde die CHP nach Verkündung der offiziellen Ergebnisse Beschwerde einlegen.
Die Zustimmung beim Referendum fiel auch aus Sicht der Regierung geringer aus als erwartet. "Wir sehen, dass wir in manchen Provinzen nicht die erwartete Anzahl an Ja-Stimmen bekommen haben", sagte Vize-Ministerpräsident Veysi Kaynak am Sonntagabend vor Journalisten in Ankara. "Daran werden wir arbeiten."
Nach Angaben aus der Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung im Inland auf Basis von rund 80 Prozent der Stimmen bei 86,92 Prozent.
(AWP)