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Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder der JUSO Uri per Video-Call zu ihrer Mitgliederversammlung.
Zu Beginn des Anlasses, wurde die Kampagne in Uri geplant für die 99%-Initiative, welche im September vor das Volk zur Abstimmung kommt. Der Grundsatz der Vorlage ist es, Kapitaleinkommen höher zu besteuern um die Einkommenssteuern zu senken und die arbeitende Bevölkerung zu entlasten. “Geld arbeitet nicht, Menschen arbeiten”, äussert Chiara Gisler, “Es kann nicht sein, dass jene die am meisten arbeiten, am meisten Steuern zahlen müssen, während jene Leute, die ein Vermögen haben, das sich von selber vermehrt, sich auf ihrem Kapital ausruhen können.” Aus diesem Grund setzt sich auch die Sektion der JUSO im Kanton Uri für die Initiative ein und plant den Abstimmungskampf jetzt bereits gut.
"Sozialistisch aus der Krise"
Im zweiten Teil der Versammlung, verabschiedete die JUSO Uri ein Forderungsprogramm zum internationalen Tag der Arbeiterbewegung am 1. Mai. Mit dem Titel “Sozialistisch aus der Krise” stellen sie Forderungen auf, um die durch die momentane Krise verschärfte Ungerechtigkeit zu bekämpfen. “Durch die Krise vergrössert sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr und die prekären Arbeitsbedingungen der systemrelevanten Arbeiter lassen sich nicht mehr ausser Acht lassen”, äussert Naomi Brot zum einstimmig angenommen Positionspapier, “Spätestens mit dieser Krise ist es eindeutig, dass nicht die Firmenchefs oder Aktionäre unsere Gesellschaft am laufen halten, sondern die arbeitende Bevölkerung. Deswegen ist es an der Zeit, dass Profit nicht mehr grösser gewichtet wird als unsere Bedürfnisse, sondern dass jene die den Reichtum der Gesellschaft produzieren, auch demokratisch über ihn bestimmen dürfen.” Unter Anderem fordern sie im Positionspapier Chancengleichheit für alle Schüler*innen und Lernenden, Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und die demokratische Bestimmung über die Produktion durch die Belegschaften. Am Tag der Arbeit wird die JUSO Uri als Teil des 1. Mai-Komitees an einem Stand in Altdorf ihr Programm verteilen.
Zuletzt wurde an der Mitgliederversammlung zum Stimmrechtsalter 16 im Kanton Uri einstimmig die Ja-Parole gefasst. “Die Entscheidungen, die wir bei den Abstimmungen jeweils fällen, betreffen am allermeisten die Jugend in ihrer Zukunft”, sagt Stefanie Gisler zum Ergebnis, “Darum ist es besonders wichtig, dass sie mitbestimmen darf.”