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Die Erinnerung an einen verwunschenen Kindheitsort und die Erzählungen einer Mutter beim kargen Abendmahl: Diese Texte setzen sich beide, auf je ganz unterschiedliche Art, mit Familienbildern und den Wegen der Erinnerung auseinander.
María Ruiz Martínez, * 1988 in Valencia, lebt seit 2017 im Kanton Aargau. Als Kind zeigte sie Interesse an Delfinen, Pferden, Gürteltierkäfern und allgemein allen Lebewesen auf diesem Planeten sowie Märchen und Erzählungen. Ihre erste Geschichte, geschrieben im Alter von sechs Jahren, erzählte zwangsläufig die Abenteuer einer Ameise namens Mari Puri. Später beschloss María, die Biologie zu ihrem Beruf zu machen und promovierte 2016 in Molekularbiologie an der Universität Potsdam, Deutschland. 2009 gewann sie den ersten Preis beim IX. Literaturwettbewerb für Kurzgeschichten vom Verband der Absolventen der Philosophie und Linguistik, Valencia. Ihr Text «Der Obstgarten von Corbera» wurde von Karl Rühmann für das Lesefest ins Deutsche übersetzt.
Irfan Yildiz ist ein kurdischer Schriftsteller, der seit drei Jahren als politischer Flüchtling in Zürich lebt. Er wurde in einem Dorf in der Nähe der Stadt Van geboren, das auf Google Maps nicht erscheint, und sein offizielles Geburtsdatum im Jahr 1988 ist wahrscheinlich nicht korrekt. Er hat sieben Jahre seines Lebens aus politischen Gründen im Gefängnis verbracht: Dort lernte er, in seiner Muttersprache Kurmandschi, einer in der Türkei verbotenen Sprache, richtig zu schreiben, und schrieb drei Romane, die derzeit digitalisiert werden. Im Jahr 2022 wurde sein erster Roman vom Verlag Ronya veröffentlicht: Siya Mirinê, aus dem Kurmandschi «Der Schatten des Todes». Sein Text «Das Tischtuch» wurde von Barbara Sträuli für das Lesefest ins Deutsche übersetzt.