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Maule MX7 180B Rocket für Tunesien
Im Mai 2016 hat die USA in einer Zeremonie eine Maule MX7, Kommunikationsequipment und mehrere für den Patrouillendienst in der Wüste ausgerüstete Jeeps an die Tunesier übergeben. Diese neue Ausrüstung soll Tunesien helfen, seine Grenze zu Libyen zu überwachen. In naher Zukunft soll Tunesien von den USA auch mehrere Erdkampfflugzeuge erhalten, dazu wurden jedoch keine Details bekanntgegeben.
Der tunesische Verteidigungsminister Farhar Horchani gab bekannt dass das Unterstützungspacket der USA einen Wert von 20 Millionen Dollar habe und nebst der Kommunikationsausrüstung 12 Flugzeuge und 48 Jeeps umfassen würde.
Rein rechnerisch ergäbe es vier Fahrzeuge und ein Flugzeug, die jeweils eine unabhängige Patrouille bilden könnten. Jede dieser Patrouillen würde einen ihr zugewiesenen Bereich entlang der Grenze überwachen wobei es die Aufgabe der Jeeps wäre, verdächtige Fahrzeuge, die vom Flugzeug entdeckt wurden abzufangen, zu kontrollieren und wenn nötig zu bekämpfen.
Das Konzept an und für sich ist uralt und wurde in den 1920er Jahren von den Italienern in Libyen entwickelt. Im Zweiten Weltkrieg setzten die Italiener dann ihre „Compagnie Autosahariane“ ein, welche nebst leichtbewaffneten Aufklärungsflugzeugen am Boden über spezielle Wüstenfahrzeuge mit grosser Reichweite verfügten. Diese Einheiten konnten über lange Strecken unabhängig operieren.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass nun offensichtlich die Amerikaner sich dieses alten Konzepts wieder bedienen – obwohl sie selber in ihrer Armee keine Leichtflugzeuge mehr unterhalten sondern ausschliesslich auf Helikopter und teure Drohnen setzen…