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Im Jahre 1890 wurde die neue Fabrik mit dem darüber liegenden Privathaus gebaut. Noch heute hat die Firma ihren Sitz am gleichen Ort.
Eines tragischen Unfalls halber blieb die Frau von Francesco mit vier Kindern alleine zurück und musste somit die Führung der Firma übernehmen. Im Jahre 1892 geschah das bekannt gewordenen Unglück, wobei in Brissago vergiftetes Salz verkauft wurde. Sehr viele der Einwohner wurden vergiftet, es gab einen Prozess und leider auch drei Todesfälle. Unter diesen befand sich auch der Urgrossvater Quaglia.
Einer seiner Söhne, Mario Francesco Quaglia, genannt Cechin, übernahm die Firma. Neben der Leidenschaft für das Eisen widmete er sich auch der Musik. Er spielte die Klarinette in einer Band, und auch diese Tradition wurde in der Familie weitergegeben.
Es war die schwierige Zeit zwischen den zwei Weltkriegen; eine Zeit, in der Anpassung und Innovation gefragt waren. Es war denn auch Cechin, welcher mit der Fabrikation von Gartenmöbeln aus Eisen begann. Er fertigte Fässer für Wein und Öl an und schmiedete kleine Gartenharken, welche er von den Brissagheser Jungen in Ferienarbeit malen liess.
Mario Francesco Quaglia war der Erste, der Lehrlinge ausbildete, und noch heute gibt die Firma Quaglia den Jungen die Möglichkeit, einen schönen und interessanten Beruf zu erlernen.
Mit den Jahren veränderte sich Brissago und auch in der Firma Quaglia gab es interne Änderungen. Im Jahre 1957 nämlich übernahm der Sohn Mario Francesco Jr. das Geschäft, nachdem er die Berufsschule in Bern mit den besten Noten in allen Fächern abgeschlossen hatte. Mit der Hilfe seiner Frau Orlanda führte er die Geschäfte, vergrösserte die Fabrik und modernisierte den Eisenwarenladen.
Auch er bildete weiter Lehrlinge aus. Einer von ihnen, Ivo Porta, gehört noch heute zu den Mitarbeitern.
Im Jahre 1986, nach 30 langen Jahren, wurde Michele, eines der vier Kinder, ins Geschäft eingeführt. Er hatte eigentlich das Lehrerpatent in der Tasche, aber zu jener Zeit war es unmöglich, eine Stelle zu finden. So beschloss er, sich bei einem Metallbauer zum Metallbauzeichner ausbilden zu lassen, um später im Familienbetrieb einsteigen zu können.
Im Jahre 1986 übernahm Michele die Firma mit 5 Arbeitern und 2 Lehrlingen, noch heute in der Form einer Einzelfirma.
Im Jahre 1990 heiratete Michele und zusammen mit seiner Frau begann er die Planung für die Vergrösserung und Modernisierung der Fabrik und des Ladens, welche im Jahre 1993 in einer ersten Phase komplett umgebaut wurden.
Im Jahre 2000 begann die zweite Etappe der Bauarbeiten. Das Fabrikgebäude wurde noch einmal vergrössert und das Wohnhaus wurde komplett ausgehöhlt und renoviert.
Die neu gewonnenen Arbeitsplätze und die neu angeschafften modernen Maschinen erlaubten es Michele, neue Mitarbeiter anzustellen. Heute werden neben den bekannten handgearbeiteten Schmiedearbeiten auch moderne Arbeiten ausgeführt mit immer neuen Materialien wie Glas, Inox, Holz, Lochblech, Stein, Aluminium und den verschiedenen Kombinationen untereinander. Der Inhaber Michele Quaglia hat so die Möglichkeit, immer wieder neue und interessante Objekte auszuführen und die Wünsche seiner Kunden bestmöglich zu erfüllen.
Auch das Büro wurde modernisiert, der Einzug des Computers wurde auch hier unumgänglich. Um die vielen verschiedenen Bereiche wie Administration und Technisches Büro abzudecken, wurde eine moderne Infrastruktur aufgebaut, welche sich Jahr für Jahr anpassen muss.
Um mit all den Neuerungen mitzuhalten, besuchte Michele während dreieinhalb Jahren die Meisterschule, bildete sich aus im CAD-Zeichnen und erwarb das Diplom der eidgenössischen Meisterprüfung als Metallbauprojektleiter, welches ihm ermöglicht, immer wieder neue interessante und anspruchsvolle Arbeiten auszuführen.
Im Jahre 2017 wird aus der Individualfirma Michele Quaglia die
QUAGLIA SA Metalcostruzioni.