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Die ableitenden Harnwege im menschlichen Körper reichen vom Nierenbecken über die Blase und die Harnleiter bis hin zur Harnröhre. Die anatomischen Strukturen der Harnwege sorgen dafür, dass der Urin aus den Nieren abtransportiert und schließlich ausgeschieden wird. Insgesamt werden täglich etwa 180 Liter Wasser durch unsere Nieren gefiltert. 1,5 Liter davon werden durch die Blase und die Harnröhre aus unserem Körper gespült. Die Aufgabe der Niere besteht dabei nicht nur in der Säuberung des Körpers, sie filtert auch wichtige Substanzen aus den Abfallprodukten und fügt diese wieder dem Blutkreislauf zu. Da die Harnwege mit Schleimhäuten ausgestattet sind, sind sie auch leider sehr anfällig für Infektionen. Blasenentzündung und Harninkontinenz zählen dabei noch zu den harmlosen Krankheiten. Im Gegensatz dazu können bei einer Niereninsuffizienz oder bei Nierensteinen ernsthafte Probleme entstehen. Vor allem eine ausreichende Zunahme von Trinkwasser kann Erkrankungen der Nieren und der Harnwege vorbeugen. Bei Entzündungen der Harnwege und der Blase kommen meist Antibiotika zum Einsatz. Derartige Erkrankungen können allerdings auch unter Einsatz von diversen Pflanzen auf natürlichem Wege behandelt werden. Brennnessel, Birkenblätter und Bohnenhülsen werden traditionell bei Harnwegsinfektionen benutzt, da sie die Menge des Harns erhöhen können. Die Zunahme jener Pflanzen soll zu einer gründlichen Durchspülung der Harnwege führen. Aufgrund ihres hohen Vitamingehaltes werden bei Problemen der Harnwege und Nieren auch immer wieder Cranberrys und Preiselbeeren eingesetzt. Die Wissenschaft streitet sich allerdings noch über die Wirkung der beiden Beeren bei Harnwegsinfektionen. Belegt ist allerdings, dass der Genuss von Cranberrys den Gehalt an entzündungshemmender Salicylsäure im Urin und Plasma erhöht.