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Lateinisch: Copaifera multijuga
Familie: CAESALPINIACEAE
Man könnte ihn als „Nutzbaum“ bezeichnen, denn im gesamten Amazonas-Gebiet wird der Copaíba sowohl wegen seines Öls als auch wegen seines schweren Holzes sehr geschätzt. Er kommt in sekundärer Formation auch in Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso do Sul, São Paulo und Paraná vor. Seine Höhe liegt bei 10 bis 15 m, sein Stamm hat 50 bis 80 cm Durchmesser. Jeder Baum bildet eine dichte Krone, die angenehmen Schatten spendet – ideal zur Bepflanzung von Parks und städtischen Grünanlagen. Er produziert jährlich eine grosse Anzahl von Samen, die durch Vögel Verbreitung finden, welche sie mit der umgebenden Fruchthülle verzehren. Wenn im August und September der Baum alle seine Blätter abgeworfen hat, reifen die Früchte. Seine weissen Blüten kommen zwischen Dezember bis März hervor.
Kuriositäten
Das gute Nutzholz des Baumes – auf seiner Oberfläche glatt und wie poliert – wird besonders in der Produktion von Fenster- und Türrahmen, von Möbelstücken und für auf der Drehbank gedrechselte Gegenstände verwendet. Aus der angebohrten Rinde des Baumes tropft eine transparente Flüssigkeit von therapeutischer Wirkung: das Öl oder der Balsam des Copaíba, dessen Wirksamkeit man bei Halsinfektionen, Bronchitis, Atembeschwerden, beim Reinigen von Wunden, Durchfall und Harninfektionen feststellen kann. Auf den Märkten des Amazonasgebiets findet man dieses Labsal in Kapseln. Und noch eine ganz besondere Kuriosität: Das aus dem Stamm extrahierte frische Öl kann das Dieselöl ersetzen (man stelle sich einen LKW vor, der wegen Treibstoffmangel vor einem solchen Baum stehen geblieben ist!) Das Öl ist aber auch in der Farbenindustrie, in der Kosmetik und in der Foto–Industrie gefragt. Allein die USA haben 1995 rund 84 Tonnen davon importiert.