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Der Anlass fällt wegen kurzfristiger Absage von Referent und Gast leider aus
Einführungsreferat von Harry Gugger, anschliessend Podiumsdiskussion mit Harry Gugger und Franz Romero, moderiert durch Susanne Brauer
Die Soziologie bezeichnet Normalität als das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss. Sollte dieses Auffassung von Normalität nicht auch für Städtebau und Architektur gelten, und sollten also Städtebau und Architektur idealerweise nicht selbstverständlich wirken und ohne Erklärung auskommen? Weshalb aber wird dann der Begriff Normalität in der Architekturdebatte kaum diskutiert?
Das lässt sich vielleicht mit dem utilitaristischen Wesen unserer Domäne erklären. Man denkt bei Normalität sofort an die vielen Normen, die unserer Tätigkeit zunehmend regulieren. Wenn aber die ästhetische Dimension diskutiert wird, spricht man lieber von Schlichtheit und Einfachheit als von Normalität.
Zwei bedeutende Publikationen machen einen Ausnahme. Die Textsammlung «Radikal Normal» von Vittorio Lampugnani und der «Katalog Super Normal» von Naoto Fukasawa & Jasper Morrison zur gleichnamigen, von ihnen kuratierten Ausstellung. Mit Bezugnahme auf die in diesen Publikationen etablierte Begrifflichkeit und auf einige Projekte wird das Verständnis von Normalität in der Arbeit von Harry Gugger Studio vorgestellt.
Bildnachweis: Harry Gugger