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So, 28. Oktober 2018 17:00 Bern, Zentrum Paul Klee
Das Akkordeon wurde im Jahr 1829 erfunden. In den ersten Jahren seiner Existenz war es noch wenig dazu geeignet, in der anspruchsvollen Kunstmusik Fuss zu fassen. Mit der noch simplen Mechanik liessen sich nur Begleitungen realisieren. Erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts war das Instrument technisch genug ausgereift, um damit komplexe Musik zu spielen. Neben Originalkompositionen von Astor Piazzolla, Ernst Krenek, Luciano Berio und anderen bieten sich diesem «Orchester zum Mitnehmen» auch attraktive Bearbeitungen von klassischen Werken Mozarts, Haydns oder Scarlattis. Die Schweizerin Viviane Chassot gehört zu den erfolgreichsten Interpretinnen des klassischen Akkordeons. Ihre letztjährige Einspielung von Klavierkonzerten Joseph Haydns in der Bearbeitung für Akkordeon zusammen mit dem Kammerorchester Basel hat hohe Wellen geschlagen. Alfred Brendel liess sich zu dem Urteil hinreissen: «Die Interpretation ist in ihrer Art vollendet. Frische, Kontrolle und Empfindsamkeit wirken auf das Schönste zusammen.» Chassot spielt in Bern Stücke von Bach, Satie, Haydn, Mozart, Liszt, Veress, Sciarrino und Piazzolla.