Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/2191

Felix Sturny kam am 17. Dezember 1942 als Sohn des Martin Sturny und der Martha geborene Jungo zur Welt. Mit seiner Schwester und drei Brüdern ist er in Galteren aufgewachsen. Er besuchte die Schulen in Tafers und anschliessend machte er eine kaufmännische Lehre in Freiburg.Nach der Rekrutenschule absolvierte er die Unteroffizierschule und liess sich hierauf zum Fourier ausbilden. Von 1962-64 arbeitete er auf dem Oberamt in Tafers. Am 1. Januar 1965 trat er in den Dienst des Kantonalen Militärdepartements ein, wo er bis zu seiner Frühpensionierung 2002 blieb. In den 37 Dienstjahren beim Militär besuchte er zahlreiche Kurse; er war Quartiermeister, wurde Kreiskommandant und in dieser Position und als Oberstleutnant beendete er seine berufliche Karriere.In all den Jahren hat er zahlreiche junge Männer an der Rekrutierung ausgehoben und sehr viele Männer nach erfüllter Dienstpflicht wieder aus der Armee entlassen. Felix war ein dienstbarer Mensch. Vielen Wehrmännern ist er entgegengekommen und hat WK verschoben oder auch Dienstorte verlegt, um den berechtigten Wünschen der Wehrmänner gerecht zu werden. Felix war kontaktfreudig; er verstand sich nicht nur gut mit den Wehrpflichtigen, sondern auch mit den Sektionschefs und mit seinen Vorgesetzten.Nebst seiner beruflichen Tätigkeit widmete sich Felix Sturny dem aussermilitärischen Schiesswesen. Dreissig Jahre lang präsidierte er die Feldschützengesellschaft Tafers und konnte sich an den vielen grossen Erfolgen «seiner» Schützen freuen. Er interessierte sich auch für die Politik. Mehrere Jahre war er im Gemeinderat von Alterswil und nach seinem Wegzug für kurze Zeit in jenem von Tafers.1966 schloss Felix Sturny mit Paula Haymoz von Burg bei Schmitten den Bund der Ehe. Kindersegen blieb dem Paar versagt. Umsomehr verwöhnte er deshalb seine Nichten und Neffen. Paula war ihm eine wichtige Stütze in seinen Tätigkeiten. Die beiden betreuten den Vater, der im gleichen Haushalt im Schwarzenherd lebte bis zu seinem Tod 1986. In ihrem Daheim fanden die Geschwister immer freundliche Aufnahme und durften ihre Gastfreundschaft erfahren.Höhepunkte im Leben waren jeweils die Romreisen. Während zwölf Jahren war Felix dem damaligen Kommandanten der Schweizer Garde, Roland Buchs, bei den Feierlichkeiten anlässlich der Vereidigung neuer Gardisten behilflich. Als Anerkennung für diese Dienste erhielt er von Papst Johannes Paul II. das «Ritterkreuz des Silvesterordens». Dreimal durfte Felix als Verteter der Militärbehörden die Soldatenwallfahrt nach Lourdes begleiten. Er kehrte jeweils tief beeindruckt nach Hause zurück.Felix und Paula freuten sich auf die Zeit der Pensionierung, um gemeinsam dieses und jenes zu unternehmen, das während Jahren zurückgestellt werden musste. Es sollte anders kommen. Fast gleichzeitig mit dem Eintritt in den Ruhestand spielte die Gesundheit nicht mehr mit. Felix wurde krank. Wichtige Organe versagten allmählich ihre Dienste. Er musste zahlreiche Spitalaufenthalte auf sich nehmen.Am 13. Juni 2006 musste er wieder ins Spital. Nur einmal konnte er es verlassen: Am Geburtstag von Paula, Mitte Oktober, wo er mit der Familie, mit Verwandten und Freunden einige Stunden verbringen durfte. Dieser Tag brachte ihm viel Freude und gab neue Hoffnung. Doch die ärztliche Kunst konnte ihm nicht mehr weiterhelfen, und man wusste, dass es keine Heilung geben würde. Am Donnerstag früh, 14. Dezember, 2006, ist Felix im Kantonsspital Freiburg gestorben. Sein Leidensweg fand ein Ende, und der Eintritt ins Pflegeheim, der ihn beschäftigte, blieb ihm erspart. Möge er im Haus des himmlischen Vaters die selige Vollendung und den ewigen Frieden erfahren.Eing.