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SP und FDP haben die Berner Grossratswahlen gewonnen. Die SP legte fünf Sitze zu, die FDP drei. Sitze verlieren SVP (-3), EVP (-2), Grüne (-1), BDP (-1) und der autonomistische PSA aus dem Berner Jura (-1). Aus dem Rathaus verschwinden die Grünalternativen, eine kleine Splitterpartei. Sie werden ersetzt durch die Alternative Linke, die in der Stadt Bern einen Sitz erobert hat.
Im Wahlkreis Stadt Bern haben die Wahlen zu einigen Umwälzungen geführt. Auf links-grüner Seite wurden Simone Machado Rebmann (GaP) und Daniel Klauser (GFL) abgewählt. Für sie kommen unter anderen die 2015 abgewählte Grünen-Nationalrätin Aline Trede und Juso-Schweiz-Präsidentin Tamara Funiciello ins Parlament. Auch Erich Hess von der SVP zieht ins Berner Rathaus ein. Hess hat damit drei politische Mandate: Nationalrat, Berner Stadtrat und nun auch Grossrat.
Im Mittelland-Nord gewinnt die SP zwei Sitze auf Kosten der BDP (-1) und EVP (-1). Abgewählt wurden Grossrat Daniel Schwaar (BDP) und Thomas Leiser (EVP). Einen Verlust fährt die SVP im Wahlkreis Mittelland-Süd ein (-1), zu Gunsten der SP Frauen (+1). Im Wahlkreis Biel-Seeland verlieren SVP und EVP je einen Sitz. FDP und SP gewinnen je einen Sitz dazu.
Im Wahlkreis Thun legt die FDP einen Sitz zu, die SVP verliert einen Sitz. Erfolg hatte die FDP auch im Berner Jura (+1) zu Lasten des autonomistischen PSA (-1). Dabei gibt es einen Wechsel in der PSA-Vertretung im Grossen Rat: Pierre Sauvain und Patrizio Robbiani sind abgewählt, einen der beiden Sitze übernimmt Maurane Riesen, die auch für den Regierungsrat kandidierte. Zudem verschiebt sich im Berner Jura ein Sitz der SP Männer zu Gunsten der SP Frauen.
Im Emmental, Oberaargau und im Oberland gibt es keine Sitzverschiebungen. Enea Martinelli, Präsident der BDP Kanton Bern, schaffte im Oberland die Rückkehr ins Parlament nicht. Auch Aliki Panayides, Parteisekretärin der SVP, die im Wahlkreis Mittelland-Nord kandidierte, wurde nicht ins Kantonsparlament gewählt.
So viele Frauen wie noch nie
Ab der neuen Legislatur liegt der Frauenanteil im Berner Kantonsparlament gemäss Zahlen der bernischen Staatskanzlei bei 35,6 Prozent, das sind 3,7 Prozent mehr als bei den Wahlen 2014 und doppelt so viele wie im Jahr 1992.
Knapp ein Drittel der künftigen Grossrätinnen und Grossräte ist zwischen 54 und 59 Jahre alt. Zudem hat es im neuen Parlament fast so viele 24 bis 29-Jährige (4,4 Prozent) wie 66 bis 71-Jährige (3,8 Prozent).
Die Stimmbeteiligung für die Wahlen des Kantonsparlaments lag bei 30,5 Prozent.
Berner Kantonsparlament – Veränderungen Wähleranteile und Sitze
|Partei||Wähleranteil 2018||Differenz zu 2014||Sitze 2018||Differenz zu 2014|
|SVP||26,76||-2,24||46||-3|
|SP||22,23||+3,13||38||+5|
|FDP||11,65||+0,95||20||+3|
|Grüne||9,94||+0,14||14||-1|
|BDP||9,02||-2,18||13||-1|
|GLP||6,91||+0,21||11||0|
|EVP||6,17||-0,23||10||-2|
|EDU||3,58||-0,52||5||0|
|PSA||0,68||-0,02||2||-1|
|Diverse*||2,61||+1,01||1||0|
|CVP||0,45||-0,35||0||0|
*Diverse: Die Alternative Linke übernimmt im Wahlkreis Bern den Sitz der Grün-alternativen Partei.