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Aus dem 1985 von der EU eingeführten «New Approach» Konzept auf dem Gebiet der Produktevorschriften ergibt sich eine Verknüpfung zwischen Gesetzgebung und Normung. Der «New Approach» zeichnet sich dadurch aus, dass in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der EU, welche auch im EWR Anwendung finden, für das Inverkehrbringen nur die wesentlichen Anforderungen an das Produkt festgelegt werden. Eine Erfüllung dieser wesentlichen Anforderungen wird vermutet, wenn das Produkt nach harmonisierten Normen hergestellt worden ist. Diese harmonisierten Normen werden von europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI) aufgrund eines von der EU-Kommission erteilten Mandates erarbeitet und deren Fundstellen im Amtsblatt der EU veröffentlicht. In der Schweiz werden die harmonisierten Normen vom zuständigen Bundesamt bezeichnet und im Bundesblatt veröffentlicht (Art. 6 PrSG). Weil die Schweiz ihre technischen Vorschriften auf diejenigen ihrer wichtigsten Handelspartner abstimmt (Art. 4 THG) und die Schweizer Normen zumindest teilweise unverändert von internationalen (ISO/IEC) und regionalen (CEN, CENELEC, ETSI) Normungsorganisationen übernommen werden, finden harmonisierte Normen durch Verweisungen im Schweizer Recht auch in der Schweiz Anwendung.
Schweizerische Normen-Vereinigung
Die SNV fördert in erster Linie die Erarbeitung von schweizerischen, europäischen und internationalen Normen in direkter Zusammenarbeit mit den Anwendern und übernimmt weiter die Brückenfunktion zwischen den Normungsexperten und den Normanwendern.