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Stefan Haupt, Schweiz 2001; 97' Dialekt
Mit Michael Finger, Babett Arens, Tino Ulrich, Ettore Cella, Bruno Cathomas, Jaap Achterberg, Muriel Wenger, Andrea Schmid, Oscar Bingisser
Rafael ist achtzehn, will Musik machen und «total leben oder total sterben. Nichts dazwischen.» Die Leidenschaft und Absolutheit, mit denen er diesem Motto nachlebt, bringen seine Mutter und die gesamte Umgebung an den Rand der Verzweiflung. Nicht dass ihn das kümmern würde, denn lange Zeit interessiert ihn überhaupt niemand und nichts anderes als das, was er selber jetzt gerade will. Psychopharmaka, der Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und in einem Internat dämpfen nicht nur die Aggression, sondern auch alles, was ihn und seine Träume ausmacht. Erwachsenwerden bedeutet für Rafael einen noch komplizierteren Balanceakt als für andere.
Zwar zeigt Stefan Haupt Szenen, in denen Rafael nicht anwesend ist, doch wirken auch sie, als seien sie aus der Perspektive des Protagonisten geschildert. Der gesamte Film scheint sich mit dem Jugendlichen zu identifizieren, ohne deshalb die ZuschauerInnen zur Identifikation aufzurufen. «Sein Film hält zu seiner Figur respektvolle Distanz und findet eine feine Balance zwischen Empathie und Beobachtung.» (Vinzenz Hediger)
Film