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Geistliche Chormusik von Franz Schubert
Der Aargauische Lehrergesangsverein unter der Leitung von Martin Neukom singt die „Deutsche Messe“ und kleinere geistliche Chorwerke von Franz Schubert, ein Konzert gemeinsam mit der Sopranistin Muriel Schwarz und der Organistin Astrid Ender.
Die Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe entstanden im Jahre 1826. Bald wurden sie als Deutsche Messe bezeichnet, da die meisten geistlichen Werke der Zeit lateinische Texte verwendeten. Der Text stellt keine Übersetzung des lateinischen Messtextes dar, sondern beruht auf der Sammlung „Geistliche Lieder für das heilige Messopfer“ von J.P. Neumann. Das Werk erinnert in seiner schlichten und eingängigen Melodik und einfachen Rhythmik an den Gemeindegesang. Während der katholische Ritus grossteils die Lobpreisung Gottes in den Mittelpunkt stellt, rückt die Deutsche Messe, hier der Tradition des protestantischen Kirchenliedes folgend, den Menschen mit seinen irdischen Sorgen und Nöten ins Blickfeld.
Der Text der Kantate Mirjam’s Siegesgesang stammt von Franz Grillparzer. Er basiert auf der Stelle des 2. Buchs Moses, in der das Volk Israel unter Moses Führung auf wunderbare Weise das Schilfmeer durchqueren konnte, die verfolgenden feindlichen Truppen des Pharao aber mit Ross und Reiter untergingen. Danach stimmte Mirjam, Moses' Schwester, einen Gesang an. Schubert vertonte den Text für Sopran und Chor.
Den bekannten lateinischen Text Salve Regina vertonte Schubert in einer deutschen Übertragung „Sei Mutter der Barmherzigkeit, sei Königin, gegrüsset“.
Das Stabat Mater ist eine lateinische Dichtung (genauer eine Sequenz) für das Fest der „Sieben Schmerzen der seligen Jungrau Maria“. Schubert vertonte mit 18 Jahren die ersten vier der 20 Strophen dieses Texts.
Für gesellige Abende schrieb Schubert viele Lieder und Chorsätze wie „An die Sonne“ oder „Wie schön bist du“ (original für Männerchor).