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1935 Erdbeben in Quetta (Balochistan)
Ein Erdbeben der Magnitude M 7.7 zerstörte die Stadt Quetta in Balochistan. Gegen 60'000 Menschen verloren bei diesem Erdbeben ihr Leben. Das Epizentrum des Bebens befand sich 153 km von Quetta entfernt. Dieses Erdbeben gilt bis heute als das bisher Folgenreichste in Südasien.
1945 Erdbeben in Balochistan
Ein Erdbeben der Magnitude M 7.8 löste am 28 November 1945 eine rund 1 m hohe Tsunamiwelle aus, welche über 4'000 Menschenleben forderte. Das Epizentrum des Bebens befand sich 98 km südwestlich von Pasni.
1950 Überschwemmungen in Sindh und Punjab
Sintflutartige Monsunregenfälle, welche grosse Teile der Provinzen Sindh und Punjab überfluteten , forderten gegen 2'900 Menschenleben. 100'000 Häuser wurden zerstört und 900'00 Menschen wurden obdachlos. Am stärksten von Flut betroffen war die Region um die Stadt Lahore, wo der Fluss Ravi über die Ufer trat.
1970 Tropischer Zyklon über Ostpakistan (heute Bangladesh)
Der tropische Zyklon Bhola löste am 12. November 1970 eine Flutwelle aus, welche weit ins Ganges-Delta hineinströmte. Der Sturm forderte über 500'000 Todesopfer. Der Wirbelsturm Bhola gilt bis heute als der verheerendste Sturm, welche diese Erde heimgesucht hat. Als Folge des Sturms traten in Ostpakisten Unruhen auf , welche schliesslich 1971 zur Unabhängigkeitserklärung von Bangladesh führten.
1974 Erdbeben in Kohistan (Hunza)
Ein Erdbeben der Magnitude M 6.2 erschütterte am 28. Dezember 1974 die Nordwest Frontier Province. 5'300 Tote, 17'000 Verletzte und gegen 97'000 Betroffene wurden vor allem in Kohistan und in den angrenzenden Distrikten Swat und Hazara registriert. Die grössten Schäden wurden im pakistanische verwalteten Kaschmir 160 nördlich von Islamabad verzeichnet.
2000 Dürre in Balochistan
Eine 10 Monate lang dauernde Dürreperiode beeinträchtigte das Leben von rund 1,2 Millionen Menschen in der Grenzregion zu Afghanistan (Provinz Balochistan). Das Wetterereignis forderte über 100 Tote . Millionen von Tieren verendeten in der Trockenheit.
2005 Erdbeben in Kaschmir
Ein Erdbeben der Magnitude M 7.6 auf der Richterskala suchte am 8. Oktober 2005 die Grenzregion zwischen Pakistan und Indien heim. 73'000 Menschen verloren beim Beben ihr Leben und 3,3 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Die Aufbauarbeiten dauern in der Region noch heute an.
2007 Tropischer Zyklon über Südpakistan
Der tropische Zyklon Yemyin traf im Juli 2007 in Südpakistan auf das Festland. Die intensiven Regenfälle, welche der tropische Wirbelsturm mitbrachte, erzeugte im Hinterland schwere Zerstörungen. In den Regionen Sindh, Balochistan und NWFP verloren über 700 Menschen in den plötzlich auftretenden Flutwellen ihr Leben. Gegen 300'000 Menschen wurden obdachlos. Mehr als 1,5 Millionen Menschen litten an den folgen des Tropensturms. 2 Millionen Stück Vieh verendeten in den Hochwassern.
2010 Erdrutsch in Hunza
Im Januar 2010 ging in der Nähe der Ortschaft Attabad in der Region Gilgit-Baltistan in Nordpakistan ein Erdrutsch nieder. Die Geröllmassen stauten dabei den Hunza-Fluss. Hinter dem Schuttkegel bildete sich im Frühjahr 21010 ein kilometerlangen Stausee. Die Geröll- und Schuttmassen begruben 20 Menschen und 40 Häuser unter sich. Der steigende Seespiegel vertrieb gegen 20'000 Menschen bis zur Mitte des Jahres aus ihren Häusern.
Im Juli und im August gingen zwischen der Hauptstadt Islamabad und der Grenze zu China immer wieder starke Wolkenbrüche nieder. Die Flüsse schwollen zu todbringenden Strömen an. Die Flutwelle verbreitete sich allmählich südwärts gegen die Provinz Sindhund überflutete dabei Zehntausende von Quadratkilometern Wohn- und Kulturland. In einer vorläufigen Bilanz wurden über 1'600 Tote, über 3 Millionen Obdachlose und gegen 15 Millionen direkt Betroffene registriert.