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Massimo Cellino fordert den Abbruch der Meisterschaft. Im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs, so droht der Präsident von Brescia Calcio, werde sein Team nicht mehr antreten.
Geht es nach der UEFA, so könnte in der Serie A im Juni möglicherweise wieder Fussball gespielt und die Saison zu Ende gebracht werden. Cellino hält das für «nicht machbar und unverantwortlich», wie er gegenüber der «Gazzetta dello Sport» sagt. «Diese Saison macht keinen Sinn mehr. Ich gebe eher Forfait, als jemanden aufs Feld zu schicken.»
Die Provinzen Brescia und Bergamo gehören zu den weltweit am schlimmsten vom Coronavirus betroffenen Gebiete. Deshalb sei es auch eine Frage des Respekts gegenüber den Bürgern der Region und den durch das Virus verstorbenen Menschen, die Saison abzubrechen. «Wir haben hier Lastwagen, die Tote transportieren. Wir sind im Zentrum der Epidemie.»
Will Cellino bloss den Abstieg verhindern?
Die Serie A wurde am 9. März und zwölf Spieltage vor Saisonende unterbrochen. Am Mittwoch hat Italiens Regierung die Ausgangssperren bis zum 13. April verlängert. Der italienische Fussballverband hofft derweil, den Meisterschaftsbetrieb Ende Mai wiederaufnehmen zu können.
Am Freitag wollen die Vereine der Serie A das weitere Vorgehen besprechen. Cellino macht sich wenig Hoffnungen, dass er für seine Pläne eine Mehrheit findet. Die meisten Vereinspräsidenten würden sich nicht um die Gesundheit der Bürger kümmern, sie verfolgen stattdessen ihre eigenen Interessen, so Cellino.
Böse Zungen könnten dem Brescia-Präsidenten unterstellen, dass er mit seinem Vorschlag seinerseits in erster Linie Eigeninteressen verfolge. Aktuell liegt der Verein aus der Lombardei auf dem letzten Platz mit bereits neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Chance, die Klasse zu halten, wäre im Falle eines Saisonabbruchs sicher grösser als bei einer Fortführung der Meisterschaft.