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1937, der Spanische Bürgerkrieg tobt. Der junge österreichische Brigadier Karl wird nach Valencia ins Krankenhaus gebracht. Da sein Bett für ihn zu kurz ist, liegen seine Beine über das Bett hinaus auf einem Stuhl. Ein lustiger Anblick, und mit einem Lachen im Gesicht schaut Herminia Karl zum ersten Mal in die Augen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Eine wahre Liebe zur falschen Zeit.
Eine Liebesgeschichte, die am Krankenbett beginnt: Im Januar 1937 wird der österreichische Spanienkämpfer Karl Sequens in ein Krankenhaus der Stadt Valencia eingeliefert. Als Herminia Roudinre Perpin ihn dort kennenlernt, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Sie heiraten, überstürzt, als wüßten sie, daß ihnen nicht viel Zeit bleibt. Nach einem Jahr kommt ihre Tochter Rosa Mar¡a zur Welt, kurz vor der Niederlage der spanischen Republik trennen sich ihre Wege. Herminia flieht mit dem Kind nach Frankreich, später nach Wien, zu Karls Schwester, die sie bald darauf nach Bayern evakuieren läßt. Jahrelang ist Herminia ohne Nachricht von ihrem Mann, bis drei Briefe eintreffen: aus Dachau, aus Lublin, aus Auschwitz. Eine radikale, ergreifende Liebesgeschichte, beschämend unzeitgemäß!
Autorentext
Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und einige Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 24 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. Auroras Anlaß und Abschied von Sidonie sind Schullektüre. 2018 erschien die vielbeachtete Erzählung Am Seil. Eine Heldengeschichte. Hackl wurde unter anderem 2017 mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.