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Bogotá - Kolumbien hat den 200. Jahrestag des Beginns seiner Unabhängigkeitsbewegung von der spanischen Krone am Dienstag unter anderem mit einem landesweiten Konzert gefeiert. An den hunderten gleichzeitig stattfindenden Konzerten nahmen rund 200'000 Musiker teil.
In Anwesenheit von Präsident Alvaro Uribe begannen im Simón Bolívar-Park in der Hauptstadt Bogotá und zeitgleich in 1102 Gemeinden des Landes Konzerte. In der Hauptstadt und in vielen anderen Teilen Kolumbiens fanden Gedenkveranstaltungen, Festakte und Militärparaden statt.
In Bogotá wurde eine Truhe geöffnet, die die Stadtväter vor 100 Jahren verschlossen hatten. Darin fanden sich ein Album mit Zeichnungen und Fotos der Präsidenten des Landes bis 1910, ein Buch über nationale Gebräuche, 63 Fotos öffentlicher Veranstaltungen der Zeit und von Denkmälern, ein Stadtplan von 1910, Text und Noten der Nationalhymne sowie ein Panoramafoto von Bogotá und eine Kopie der Unabhängigkeitserklärung von 1810. Die endgültige Unabhängigkeit von Spanien hatte Kolumbien erst 1819 erzielt.
Uribe, der sein Amt Anfang August an seinen gewählten Nachfolger Juan Manuel Santos übergibt, hielt bei der Eröffnung des neuen Parlaments eine Art Abschiedsrede. Dabei rief er dazu auf, den Terrorismus weiterhin konsequent zu bekämpfen.
Er verwies auch auf die blutige Geschichte des Landes, in dem während der vergangenen 200 Jahre nur 47 Jahre Frieden geherrscht habe. Vor der aktuellen Periode der Gewalt, die von linken Rebellen, rechten Paramilitärs und den Drogenkartellen ausgeht, hatten mehrere Bürgerkriege das Land heimgesucht.
SDA-ATS