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Church of Scientology International
Office of Special Affairs
12. Mai 1999
Mr. Jorgen Pedersen
Net Productions
Kalvebod Brugge 35-37
1519 Copenhagen V., Denmark
Fax No. 011-45-33-184461
Betrifft: Ihre bevorstehende TV Sendung über Scientology
Lieber Mr. Pedersen
Im Anschluss an unser heutiges Telefongespräch möchte ich einige wichtige Überlegungen äussern über das, was wir in Bezug auf ihre bevorstehende TV Sendung über die Scientology Kirche diskutierten.
Zu Beginn möchte ich herausstreichen, dass die Kirche umfassend mit dem Produktionsteam zusammenarbeitete beim Herstellen dieser Sendung. Unsere Belegschaft und Gläubigen in Dänemark gaben Interviews, Filmmaterial über unsere kirchlichen Einrichtungen und versuchten alle ihre Fragen zu beantworten.
Obwohl ich verstehe, dass die Sendung in einem gewissen Mass kontrovers sein wird, bin ich dankbar, dass die Kirche die Gelegenheit bekam sie mit ausreichendem Material zur Schilderung der Scientology Kirche in einer ausgewogenen, vielseitigen Weise zu versorgen. Und ich hoffe wahrlich, dass ihre Sendung letztendlich diese Ausgewogenheit wiederspiegeln wird. Wir versuchen nicht, über ihre Sendung redaktionell Kontrolle auszuüben; ihre journalistische Integrität verdient respektiert zu werden. Trotzdem, in Kenntnis von dem was wir über Jesse Prince wissen, sind wir gegen die Tatsache, dass ihm die Bedeutung zugestanden wird in ihrem TV Programm seine vertraglichen Verpflichtungen zu verletzen.
In der abschliessenden Analyse gelingt es mir nicht zu sehen, was damit möglicherweise zu gewinnen wäre, einen Sprecher der Kirche zu stellen um sich in eine am TV übertragene Debatte mit Jesse Prince zu verwickeln. Mr. Prince wurde vor über 10 Jahren jeder Befehlsposition in der Kirche enthoben wegen seiner Unfähigkeit, seinen Pflichten in einer ehrlichen, ethischen Weise nachzukommen. Er hat keine aktuelle Kenntnis von irgendeiner unserer Kirchen oder Aktivitäten. Deshalb wird nichts von dem, was er möglicherweise sagen könnte, zum besseren Verständnis von Scientology überhaupt bei ihren Zuschauern beitragen.
Zu den früheren Kenntnissen, die er einmal gehabt haben könnte, Mr. Prince gab in einem dokumentierten Interview mit Rechtsvertretern der Kirche zu, dass diese Kenntnisse keine Fachbereiche umfassten von denen er heute behauptet, darin ein Experte zu sein, wie in Rechtsangelegenheiten der Kirche. Im August 1998 reichte Mr. Prince eine Erklärung in einem Fall von Copyrightverletzung ein, der ungesetzliches Kopieren von nahezu 2'000 veröffentlichten Werken von L. Ron Hubbard betraf. Darin täuschte Mr. Prince eine Kenntnis von Copyrightverfahren vor, die er nicht hatte. Dieser Mangel an Kenntnissen wurde dann in einer am 19. August 1998 vorgenommenen Befragung von Mr. Prince aufgedeckt; die Angeklagten in diesem Prozess, die Mr. Prince anheuerten, waren gezwungen den Fall durch einen Vergleich mit gerichtlicher Verfügung und einer Schadensersatzforderung in der Höhe von 1'000'000 Dollars abzuschliessen statt ein Verfahren mit Mr. Prince als Zeuge zu erhalten.
Schlimmer als nur uninformiert zu sein, Mr. Prince hat reichlich demonstriert, dass er für Geld alles sagen will. Tatsächlich gestand Mr. Prince in seiner Zeugenaussage vom 19. August 1998, dass er mehrer Tausen Dollars und einen neuen Wagen bekam um gegen die Kirche auszusagen und dass seine Gehaltschecks eintreffen werden solange er mit Aussagen weitermacht. Dieses Geld ist sein einziges Einkommen neben einigen Gelegenheitsarbeiten als Handwerker.
Vor diesem unerhofften Glücksfall war Mr. Prince unfähig eine geregelten Arbeit nachzugehen und als Resultat musste er 1997 den Konkurs erklären. Nach der Konkurserklärung versuchte er die Kirche dazu zu bringen, sein Schweigen gegen einen hohen Geldbetrag zu erkaufen. Nachdem die Kirche sich weigerte bei dieser versuchten Erpressung mitzumachen, zog sich Mr. Prince den Mantel eines "professionellen" Anti-Scientologen über. Die schmutzigen Silberlinge für den Verrat seines Glaubens sammelnd erscheint er fortwährend in der Presse, demonstriert vor Kirchen und belästigt das Personal der Kirche um seinen Lohn zu verdienen und in der Hoffnung, dass die Kirche ihm Geld bezahlt damit er verschwindet. Das ist es, was er auch jetzt zu tun versucht und ich sehe keinen Grund für die Kirche, ihn bei seinen Versuchen zu unterstützen.
Ferner wurden ihnen Beweise betreffend Mr. Princes langes, unveränderliches Muster von unethischem Benehmen zugestellt. Diese umfassen Gerichtsprotokolle von Verhaftungen und Schuldsprüchen wegen rohem Verhalten und wegen Fahren in betrunkenem Zustand. Diese Verhaten setzt sich bis in die Gegenwart fort. Dieses Material wurde ihnen aus einem bestimmten Grund zugestellt: Mr. Prince beabsichtigt in ihrer Sendung zu erscheinen und moralische Urteile über meine Kirche zu verbreiten. Sein Eignung um moralische Äusserungen abzugeben ist deshalb geradewegs sachbezogen. Meine Ansicht ist, dass das Verhalten von Mr. Prince ihn für ungeeignet erweist um über Scientology oder sonst jemand zu richten.
Schliesslich wiesen wir ihnen den Vertrag vor, den Mr. Prince unterzeichnete als er aus der Belegschaft der Kirche austrat und mit dem er sich einverstanden erklärte, nie irgendwelche Informationen zu enthüllen die ihm während seiner Zeit als Mitarbeiter zur Kenntnis kamen. Dieser Vertrag wurde genau abgefasst um den Zustand zu vermeiden, dass Prince Behauptungen erdichtet, die die Kirche zwingen private interne Angelegenheiten zu enthüllen um seine Lügen zu widerlegen. Mr. Prince ist von der Kirche vertraglich gebunden, für jeden Bruch von diesem Vertrag den Betrag von 10'000 Dollars zu bezahlen. Da er mittellos ist und sie seine Ausgaben für die Sendung vergüten, um ihm zu ermöglichen nach Dänemark zu fliegen und in Verletzung seiner vertraglichen Verpflichtungen in ihrer Show aufzutreten, wird die Kirche ihre Produktionsgesellschaft und alle ihre Angestellten und Vertreter, die Mr. Prince zum Bruch seiner vertraglichen Bestimmungen veranlassen, voll verantwortlich für jede Verletzung halten.
Wenn sie deshalb aufrichtig wünschen, dass ihre Sendung den grossen Aufwand wiedergibt, den sie und ihr Personal anscheinend darin investieren und sie nicht zu einem Forum im Boulevardstil entarten lassen wollen, das gekaufte und bezahlte Lügen verbreitet, dränge ich sie ernsthaft, den Einsatz von Mr. Prince nochmals zu überdenken.
Wie sie sich auch entscheiden, sie werden keinen Vertreter der Kirche haben, der ihm in einer Liveaufzeichnung gegenüber sitzt; das werden wir nicht machen. Trotzdem, sie kennen unsere Ansichten durch diesen Brief und ich ersuche sie, dass diese Ansichten genau an ihre Zuschauer übermittelt werden.
Wenn sie über irgend eine andere Angelegenheit betreffend ihre Sendung zu kommunizieren wünschen, dann zögern sie bitte nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen.
mit freundlichen Grüssen
Kurt Weiland
Church of Scientology International
CC: Mr. Kim Jonassen-Danish Radio 2
CC: Ms. Annette Refstrup