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Die Tat geschah im vergangenen Mai im Säuliamt, wie die «NZZ» berichtet. Die Arbeiten am Dach der Scheune hätten etwa 75 Minuten gedauert. Entgegen der Vereinbarung hätten die Handwerker auch Ziegel ersetzt, die gar nicht kaputt waren. Ein 42-jähriger, in Deutschland wohnhafter Rumäne, habe der Frau dann eine Rechnung in Höhe von 19'000 Franken präsentiert.
Hausbesitzerin wird unter Druck gesetzt
Nach einem Streit um die Summe, bei dem die Handwerker die Frau unter massiven Druck gesetzt hätten, händigte die Hausbesitzerin ihnen schliesslich Bargeld in der Höhe von 12'000 Franken aus. Als Grund habe sie angegeben: «Damit die Täterschaft sie endlich in Ruhe lassen würde».
Wie aus dem Strafbefehl hervorgeht, hätte ein ortsüblicher Dachdecker für das Ersetzen von 90 Ziegeln, die Entsorgung der alten Ziegel und seine Anfahrt rund 1500 Franken verlangt. Somit sei der geforderte Preis massiv überhöht und stehe in einem Missverhältnis zu den tatsächlich erbrachten Leistungen.
Der 42-jährige Beschuldigte habe ausserdem keine Bewilligung zum Betreiben eines Reisendengewerbes im Kanton Zürich besessen. Als Haupttäter gelte zwar ein immer noch unbekannter Mann, welcher die Frau zu den Arbeiten überredete. Der 42-Jährige habe aber dessen Wucher gefördert und erleichtert.
Bussen für zwei Täter
Der Rumäne wurde laut NZZ wegen Gehilfenschaft zu Wucher, Übertretung der Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs und Übertretung des Reisegewerbe-Gesetzes zu einer bedingten Geldstrafe 3600 Franken und einer Busse von 500 Franken verurteilt. Er muss zudem noch 1000 Franken Gebühren für den Strafbefehl bezahlen.
Ein 28-jähriger Mittäter wurde für die beiden Übertretungen, nicht für Wucher, bestraft. Er kam mit einer Busse von 400 Franken und ohne Strafregistereintrag davon. Der Haupttäter ist nicht mehr auffindbar.
(osc)