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Oslo als Fjordstadt
Zurzeit gilt die Stadt am Fjord als die am schnellsten wachsende Stadt Europas, ausgelöst hauptsächlich durch Binnenmigration. Auf ehemaligem Hafengelände entstanden infolge von Deindustrialisierung hochkarätige Kulturviertel, etliche Wohnbauten und eine durchgängige Uferpromenade. Ziel ist eine Steigerung der Lebensqualität in einer Stadt, die eine einzigartige Mischung von Landschaft und Architektur vorweisen kann.
Am Anfang stand die Frage «Fjordby eller Havneby?» – Fjord City oder Hafen-City –, eine bereits 1996 durch den Stadtrat in Auftrag gegebene Studie zur baulichen Entwicklung der norwegischen Hauptstadt. Technische Neuerungen erlaubten ein Absenken der vorher trennenden Schnellstrasse, Expert*innen empfahlen die Verlegung und den Ausbau der Hafenterminals zu neuen Gebieten für Wohnen, Wirtschaft und Erholung. Wie an einer Perlenkette reihen sich nun entlang der Uferpromenade die wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt auf und kreieren eine neue, das Stadtbild prägende Skyline.
Ähnliche Entwicklungen finden sich in weiten Teilen der Welt; Beispiele sind London, Hamburg und Barcelona. Ob die Fjordstadt für solche Entwicklungsprozesse als Musterbeispiel gelten kann, debattiert Ulf Meyer in der aktuellen Ausgabe der archithese über Norwegen.