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Omanut, Forum für jüdische Kunst und Kultur, zählt zu den Partnern des Lesefests. Da der Anlass auf den Schabbat fällt, lädt Omanut am Tag danach zu einem «Nachklang» ein und bittet mit Rafaël Newman, Dalit Arnold, Gundula Schiffer und Ella Ronen vier Kulturschaffende auf die Bühne, in deren Werk Interkulturalität und Multilingualität eine zentrale Rolle einnehmen.
Dalit Arnold, * 1981 als Tochter einer Israelin und eines Schweizers in Zug, zog mit 24 Jahren nach Israel, wo sie an der «School for Cinema & TV Art – Sapir College» studierte. Nach verschiedenen Kunst- und Filmprojekten in Israel kehrte sie in die Schweiz zurück und lebt seither in Zürich. In Ihrer Kunst und ihrer Dichtung (Hier und dort, Omanut 2023) befasst sich mit Fragen der Zugehörigkeit und Migration.
Rafaël Newman wurde 1964 in Montréal geboren. Er studierte Altphilologie an der University of Toronto und promovierte im Fach Komparatistik an der Princeton University. Er hat Lehraufträge in den USA und in der Schweiz gehabt und Beiträge zu literatur- und kulturwissenschaftlichen Themen auf Englisch und deutsch veröffentlicht. Heute lebt er als freier Übersetzer und Lyriker in Zürich und moderiert unterschiedliche literarische Anlässe, u.a. für das Literaturhaus Zürich und Omanut.
Ella Ronen, *1986 in Tel Aviv geboren, hat europäisch-iranische Wurzeln. Sie studierte Film an der renommierten Thelma Yellin High School und schrieb daneben Kurzgeschichten und Gedichte. Schliesslich schrieb sie sich n der Rimon School of Jazz and Contemporary Music ein und begann mit ersten Bühnenauftritten. 2011 tourte sie ein Jahr lang durch Israel und entschloss sich danach, in die französische Schweiz zu ziehen. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Zürich.
Gundula Schiffer, *1980 in Bergisch Gladbach, lebt als Dichterin und Übersetzerin in Köln. Sie schreibt Lyrik, hauptsächlich auf Deutsch, daneben auf Hebräisch und überträgt ihre eigenen Texte ins Deutsche. 2019 war sie Mitherausgeberin einer Anthologie neuerer hebräischer Dichtung in Deutschland. 2023 erschien ihr ausgezeichneter Lyrikband «Hioba Hymore» und übersetzte sie Dalit Arnolds Gedichte für Omanut.
Hella Wiedmer-Newman hat ihren Master in Kunstgeschichte am University College in London gemacht. Nach einem Praktikum an der Sammlung Peggy Guggenheim in Venedig war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Organisation Kuma International für visuelle Kunst aus Postkonfliktländern. Sie ist seit 2022 Mitglied von eikones, dem Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes an der Historischen Fakultät der Universität Basel, wo sie doktoriert.