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Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie nach einem Rockkonzert so aufgekratzt sind, oder warum Musik in einem Film Sie zu Tränen rührt? Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahren erforscht, wie Musik die Gehirnfunktion und das menschliche Verhalten beeinflusst. Es gibt sogar einen neuen Forschungsbereich, genannt “Neuromusikologie”, der sich spezifisch mit solchen Fragen auseinandersetzt. Die Ergebnisse dieses Forschungsbereichs zeigen, dass Musik nicht nur Stress, Schmerzen und depressive Symptome reduzieren kann, sondern auch kognitive und motorische Fähigkeiten verbessert, das räumlich-zeitliche Lernen fördert und die Neurogenese unterstützt - die Fähigkeit des Gehirns, neue Nervenzellen zu bilden.
Musik machen ist Gehirntraining
Das Musizieren ist vergleichbar mit einem Ganzkörpertraining und stärkt verschiedene Gehirnbereiche gleichzeitig, was dazu beiträgt, dass wir Probleme effektiver und kreativer lösen können. Der offensichtlichste Unterschied zwischen dem Hören und dem Spielen von Musik besteht darin, dass letzteres feinmotorische Fähigkeiten erfordert, wofür beide Gehirnhälften gefordert sind. Ausserdem verbindet Musik die sprachliche und mathematische Präzision der linken Hemisphäre mit den neuen und kreativen Inhalten, die die rechte Hemisphäre charakterisieren.
Welche Musik ist am besten für das Gehirn?
Früher dachte man, dass klassische Musik die Intelligenz steigert. Der sogenannte "Mozart-Effekt" konnte jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Musik macht nicht zwangsläufig schlauer, aber sie fördert die Aktivität in bestimmten Gehirnbereichen und hält das Gehirn gesund. Studien zeigen, dass Demenzpatienten besonders positiv auf Musik aus ihrer Jugendzeit reagieren, da mit Musik verbundene Erinnerungen emotional bedeutsam sind. Aber weshalb? Der Hippocampus, die wichtigste Hirnstruktur für die Generierung und Speicherung von Erinnerungen, liegt direkt neben der Hirnstruktur, die für unsere Emotionen verantwortlich ist, der Amygdala. Wenn eine Erinnerung nicht nur faktenbasiert ist, sondern auch emotionale Aspekte aufweist - wie beispielsweise Musik - dann wird die Bildung der Erinnerung durch die Amygdala gestärkt. Dadurch kann auch bei Demenzpatienten, bei denen unter anderem der Hippocampus atrophiert (langsam an Volumen verliert) die Erinnerung an ein Musikstück noch gelingen, da die Amygdala bei der Bildung der Erinnerung involviert war und es auch bei eingeschränkter Gedächtnisleistung noch vermag, die Erinnerung wach zu rufen.
Musik für die geistige Gesundheit
Es ist nie zu spät dafür, von Musik zu profitieren. Musik kann das Gedächtnis älterer Menschen verbessern und schützt vor kognitivem Abbau. Sie verbessert die Gedächtnisbildung, unterstützt die Heilung von Hirnschäden und reduziert Stresshormone. Kurz gesagt: Musik ist eine Bereicherung für die geistige Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Nutzen Sie die positiven Effekte der Musik in Ihrem Alltag und tun Sie Ihrem Gehirn etwas Gutes.
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Wir arbeiten eng mit Forschenden aus verschiedenen Universitäten zusammen.
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