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Der Kongress der Sozialistischen Partei wählte Tiranas Bürgermeister Edi Rama zum Nachfolger von Fatos Nano als Parteivorsitzenden.
Mit deutlichen Mehrheiten wurden Rama sowie Pandeli Majko als Parteisekretär gewählt. Somit fand die lange Ära unter Fatos Nano, die vor allem von Uneinstimmigkeiten innerhalb der Partei geprägt war, ein Ende. Der ehemalige Premierminister war vom Parteivorsitz zurückgetreten, nachdem die Sozialisten die Parlamentswahlen im Sommer verloren hatte.
Nano, der am Kongress nicht teilnahm, hatte vorab empfohlen, Edi Rama wegen dubioser Verbindungen nicht zu wählen, und somit erneut heftige Flügelkämpfe innerhalb der Partei provoziert.
Allzu viele Reformen wollten die 600 Delegierten aber doch nicht. Ein Antrag von Edi Rama zur Einführung des Prinzips »Ein Mitglied – eine Stimme« wurde von den Kongressteilnehmern abgelehnt.
Nach seiner Wahl entschuldigte sich Rama, der selber erst seit wenigen Jahren Parteimitglied ist, beim albanischen Volk. Während ihrer Regierungszeit hätten die Sozialisten den Albanern Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption gebracht. So sei Berisha wieder an die Macht gekommen. Einen weiteren Appell richtete er an die Parteimitglieder, in der Absicht, die Gräben innerhalb der Sozialistischen Partei zuzuschütten. Die Führung müsse sich mehr um die Basis kümmern. Nur mit diesem Wechsel könnten die Vergangenheit und Berisha bewältigt werden.
(ADN)