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Am Freitag nächster Woche beabsichtigt der israelische Premierminister Naftali Bennett, in Sochi am Schwarzen Meer mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen dortigen Ferienwohnung zusammenzukommen.
Auf der Liste der anzuschneidenden Themen stehen diplomatische, Sicherheits- und Wirtschaftsangelegenheiten. Allgemein wird jedoch angenommen, dass sich das Thema der von Iran ausgehenden nuklearen Gefahr im Mittelpunkt des Treffens der beiden Politiker befinden wird. Eingeschlossen dürfte die sich verdichtende israelische Absicht sein, im Falle eines Zögerns der Grossmächte das Entstehen einer iranischen Atombombe im Alleingang verhindern zu wollen. Der russische Aussenminister Lavrov kam, wie die «Jerusalem Post» am Mittwoch berichtete, dieser Tage in Moskau mit seinem iranischen Amtskollegen Hossein Amir-Abdollahian zusammen. Russland ist ein überzeugter Befürworter der Wieder-Inkraftsetzung des iranischen Atomdeals von 2015, während Israel dieses Ansinnen ablehnt, während die neue iranische Regierung sich in dieser Hinsicht noch nicht festgelegt hat. Putin und Bennett werden gewiss darüber hinaus auch einiges miteinander zu diskutieren haben, was die Spannungen zwischen den beiden Staaten in Syrien betrifft. Russland hat sich dort unlängst ja ausgesprochen engagiert, während Israel darauf besteht, in seinem Kampf gegen die Terroristen (vor allem die Hizbollah und der Rüstungshilfe, die die Organisation nicht zuletzt von Russland geniesst) im syrischen Luftraum auch künftig nach eigenen Prioritäten wird handeln können.