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Toni Wolff leitete den Club von 1928 bis 1945. Später, unter dem neuen Präsidenten C.A. Meier, arbeitete sie noch weitere sieben Jahre als tatkräftige Aktuarin mit. Sie wurde 1952 zur Ehrenpräsidentin des Clubs ernannt.
Toni Wolff war neben Emma Jung die engste Wegbegleiterin und langjährige Mitarbeiterin von C.G. Jung. In seiner Vorrede zu ihrem 1959 posthum erschienenen Buch von Toni Wolff Studien zu C.G. Jungs Psychologie widmete er ihr die folgende Würdigung:
„[Toni Wolff] war mir und meinem Werke während voller vierzig Jahre in Freundschaft und Mitarbeit verbunden bis zu ihrem unerwarteten Tod 1953 im Alter von 65 Jahren. Sie hat alle Entwicklungsphasen der Analytischen Psychologie aktiv miterlebt, und es kommt ihr das Verdienst zu, den Ausdruck „Komplexe Psychologie“ eingeführt zu haben. Ihre Mitarbeiterschaft erstreckte sich aber nicht nur auf die durch Publikation sichtbar gewordene Ausgestaltung der praktischen Methodik und der theoretischen Formulierung, sondern auch auf die Durchführung eines über vierzig Jahre sich hinziehenden „stillen Experimentes“ der Gruppenpsychologie, nämlich des Lebens des Psychologischen Clubs Zürich.
Diese kleine Vereinigung einer Gruppe von dreissig bis siebzig Mitgliedern, die 1916 gegründet wurde, verdankte ihren Ursprung der unausweichlichen Einsicht, dass die individuelle analytische Therapie (einschliesslich der „psychoanalytischen“ Methode) einen zwischen zwei Individuen ablaufenden dialektischen Prozess darstellt und damit in kollektiv-sozialer Hinsicht nur ein einseitiges Resultat garantiert…
Vermöge ihrer hohen natürlichen Intelligenz und ihrer geradezu genialen psychologischen Feinfühligkeit hat [Toni Wolff] schon früh die ungemeine Tragweite dieses psychotherapeutischen Problems erkannt und sich seiner mit besonderem Eifer angenommen. Sie hat während Jahrzehnten dem Club als Präsidentin vorgestanden und hatte so die einzigartige Gelegenheit, Erfahrungen über Gruppenpsychologie zu sammeln.
(Das hat ihr) ein reiches Erfahrungsmaterial beschert, von welchem sie einen bemerkenswerten Gebrauch gemacht hat.“
Paul Basilius BARTH 1881-1955: «Toni Wolff»