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Hepatitis C: Medizinische Eingriffe als Übertragungsweg häufiger als bisher angenommen
Bei Babyboomern ist die Infektion mit Hepatitis C, die durch medizinische Eingriffe verursacht wurde, um einiges häufiger erfolgt als bisher angenommen. Das zeigt eine kürzlich im renommierten Wissenschaftsmagazin Lancet publizierte Studie. Bis anhin galt der intravenöse Drogengebrauch oder anderes Risikoverhalten als wichtigster Übertragungsweg. Die amerikanische Studie untersuchte Gensequenzen von Hepatitis-C-Viren in einer Kohorte. Die Genanalyse zeigt, dass die grösste Ausweitung der Epidemie in Nordamerika zwischen 1940 und 1965 stattfand. Damit war die Spitze der Epidemie in den 60er Jahren bereits erreicht, als der intravenöse Drogengebrauch sich zu verbreiten begann. Die Autoren kommen deshalb zum Schluss, dass ein Grossteil der Übertragungen durch medizinische Eingriffe während und nach dem 2. Weltkrieg erfolgt ist, bevor Einwegspritzen den Einzug in die Medizin fanden. Wäre der intravenöse Drogengebrauch die Hauptursache, wäre die Spitze der Hepatitis-C-Verbreitung später erfolgt.
PubMed-Link zur Studie: