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Die Haare sind nicht mehr lang und schwarz, sondern kurz und an den Schläfen etwas ergraut. Und der zweitälteste im Team, Facundo Campazzo (28), ist über 10 Jahre jünger als er. Dennoch sind bei Argentinien vor dem Final an der Basketball-WM in China alle Augen auf Routinier Luis Scola gerichtet.
Das ist keine Goodbye-Tour – das ist eine Weltmeisterschaft!
«Ich verstehe, dass jeder über mein Alter spricht», sagte der 39-jährige Scola auf das Dauerthema angesprochen. «Aber so funktioniert mein Gehirn nicht. Ich gehe nicht auf das Parkett und denke: Oh mein Gott, ich bin älter als diese Jungs. Das ist keine Goodbye-Tour – das ist eine Weltmeisterschaft!»
Argentinien wartet seit 1950 auf einen WM-Titel
Der frühere NBA-Star will es im Spätherbst seiner Karriere, welche er in der chinesischen Liga ausklingen lässt, nochmals wissen. Scola stand schon für Argentinien beim Olympiasieg 2004 in Athen auf dem Parkett. Und nun soll er sein Land zum ersten WM-Titel seit 1950 führen.
«Luis Scola ist ein Anführer, der immer auftaucht, wenn man ihn braucht», schrieb die Zeitung Clarin. Der Power Forward führt sein Team in Sachen Punkte pro Spiel (19,3) und Rebounds pro Spiel (8,1) an und weist knapp hinter Campazzo die zweitlängste Einsatzzeit pro Spiel (gut 28 Minuten) auf.
Historische Chance für Spanien und Marc Gasol
Herausgefordert werden die Argentinier im Final von den Spaniern mit ihren NBA-Stars Ricky Rubio (Phoenix) und Marc Gasol (Toronto). Letzterer könnte als zweiter Spieler hinter dem Amerikaner Lamar Odom (2010) im gleichen Jahr den NBA- und den WM-Titel gewinnen.
Wenn auch nicht so lange wie die Argentinier, warten auch die Spanier schon ein ganzes Weilchen auf einen WM-Titel. Letztmals triumphierten die Südeuropäer 2006. Was sich als gutes Omen entpuppen könnte: Damals fand die WM ebenfalls in Asien (Japan) statt.
Sendebezug: srf.ch/sport, Webonly-Livestream, 13.09.2019, 09:50 Uhr.