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Andreas Brachers Buch Europa im amerikanischen Weltsystem – Bruchstücke zu einer ungeschriebenen Geschichte des 20. Jahrhunderts hat viel Beachtung gefunden.
Wir zitieren einige Passagen aus einer Rezension, die in der Märznummer der Zeitschrift Die Drei erschienen ist:
Die Dominanz des amerikanischen Weltsystems ist durch das Ereignisse vom 11. September 2001 überdeutlich geworden. Blickt man zurück auf die Geschichte Mitteleuropas, so ist eine Neuorientierung geboten. Andreas Bracher hat in der Einleitung zur Erstauflage des Buches im Juli 2000 einen Satz niedergeschrieben, der jetzt die ganze Aktualität seiner Darlegungen belegt:
„Findet das Unbehagen über die angelsächsische Weltherrschaft dagegen nicht den Weg zu dieser Idee (Dreigliederung), so wird es von Affekten und Fanatismen überwältigt und sowohl unproduktiv als auch brutal gewalttäig werden.“
(…) Bracher (…) arbeitet Leitlinien heraus, die deutlich werden lassen, dass ohne kulturelle Eigenständigkeit Mitteleuropa jede Aufgabe im Weltgeschehen verliert bzw. verloren hat, weil nur noch westliches Machtstreben und persönlicher Egoismus die Politik bestimmen. Das Buch fordert in der Tat dazu auf, die Geschichte des 20. Jahrhunderts neu sehen zu lernen. Es schließt in guter Weise an die bekannte Ausarbeitung von Renate Riemeck Mitteleuropa – Bilanz eines Jahrhunderts (1. Aufl. 1965) an