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Magnesiazement.
Mit diesem Namen belegt man eine vor einigen Jahren in Aufnahme gekommene Masse, die durch Zusammenpressen von gebrannter, fein gemahlener Magnesia mit einer konzentrierten Lösung von Chlormagnesium (von 30° B. Stärke) dargestellt wird und nach kurzer Zeit eine feste, harte Beschaffenheit annimmt; nach 24 Stunden ist schon die höchste Festigkeit erreicht. Der Magnesit darf für diesen Zweck nicht bei zu hoher Temperatur gebrannt sein. Diese Erhärtung beruht auf der Bildung von Magnesiumoxychlorid, ähnlich der Sorel'schen Masse, welche aus Zinkoxychlorid besteht.
Aus diesem M. werden verschiedenartige Gegenstände verfertigt, wobei man jedoch gewöhnlich noch ein Füllmaterial zusetzt. Tischplatten, Fußbodenplatten u. dgl., verschieden gefärbt, aus dieser Masse bereitet, führen den besondern Namen Cajalithwaren (s. d.). Außerdem hat man aus dieser Masse Mühlsteine zum Entschälen des Getreides, ferner, mit Schmirgelpulver gemengt, Schleifscheiben verfertigt. Die aus M. gefertigten Gegenstände sollen eine Druckfestigkeit von 500-1510 kg pro □cm besitzen. -
Stark gebrannte Magnesia (künstliche) erhärtet, mit Wasser allein befeuchtet, auch schon zu einer steinartigen Masse, die in der Hitze ihr Wasser wieder verliert, aber nicht ihren Zusammenhang. Diese Masse würde sich wegen ihrer Unschmelzbarkeit zu ¶
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Schmelztiegeln eignen, zu welchem Zweck man sie empfohlen hat; man hört jedoch nichts davon, daß diese Masse in Gebrauch gekommen wäre. - Zoll: s. Cajalithwaren.