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In ihrem Podcast «Corinna and the King» plaudert Corinna zu Sayn-Wittgenstein (58) munter über ihre Sicht auf Alt-König Juan Carlos (84), mit dem sie einst eine Affäre hatte. «Juan Carlos führte kein Doppelleben, er führte ein Fünffach-Leben», packt die Ex-Geliebte über den ehemaligen spanischen König aus. Er habe sie ungefähr zehnmal täglich angerufen, hunderte Briefe geschrieben. Sie bezeichnet Juan Carlos als «verrückt und erbarmungslos». Das sind harte Worte über den 84-Jährigen, doch scheinbar gerechtfertigt. Am Ende der Beziehung habe der Vater von König Felipe von Spanien (54) Corinna sogar bedroht und belästigt-
Corinna zu Sayn-Wittgenstein small talkt in ihrem Podcast, dass sie den König im Jahr 2006 kennenlernte und damals meinte, das ganz grosse Glück gefunden zu haben. Sie lebte nur wenige Kilometer vom Zarzuela-Palast entfernt, in der Finca «La Angorilla». Mit ihr entdeckte der damalige König eine neue Art zu leben und genoss wohl die Normalität. Allerdings war schnell klar, dass Juan Carlos nicht nur ein Doppelleben, sondern ein Fünffach-Leben führte. Teil eines Harems zu sein, passte allerdings nicht in die Interessen von Corinna zu Sayn-Wittgenstein.
Nach jahrelanger Affäre entschloss sie sich, die Beziehung zum Monarchen zu beenden. Juan Carlos zeigte dann aber schnell ein anderes Gesicht und terrorisierte seine Ex-Geliebte. Sie und ihre Familie seien zwischen 2012 und 2014 bedroht worden, in ihre Häuser sei eingebrochen und sie selbst überwacht worden. Dies alles im Auftrag von Juan Carlos, durch den damaligen Chef des spanischen Geheimdienstes CNI, Félix Sanz Roldán, und CNI-Agenten. Ein Vorfall blieb Corinna zu Sayn Wittgenstein dabei ganz besonders in Erinnerung. «Ich wachte morgens auf und jemand stand über meinem Bett». Ein Unbekannter habe ihr gesagt: «Du könntest sterben wie Prinzessin Diana».
Belästigungsklage eingereicht
Jahre nach der Beziehung nahm Corinna zu Sayn Wittgenstein all ihren Mut zusammen und reichte in ihrer Wahlheimat London eine Zivilklage gegen ihren ehemaligen Geliebten Juan Carlos ein. Im März 2022 begann die erste Verhandlung dieser Belästigungsklage. Der Angeklagte liess die Vorwürfe zurückweisen. Zudem wurde ein Prozess gegen Juan Carlos erst möglich, nachdem sich der High Court entschieden hatte, dass sich der Altkönig nicht auf Immunität vor der Justiz berufen kann. Dagegen wehrte sich Juan Carlos. Die Anwälte des Monarchen starteten jetzt in das Berufungsverfahren. Die Klägerin Corinna zu Sayn Wittgenstein sagte zur «Bild-Zeitung»: «Ich hoffe, dieser Fall wird zum Präzedenzfall, um Frauen zu schützen, die von mächtigen Männern missbraucht werden.»