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London - Der Weisse Hai gilt gemeinhin als Einzelgänger. Zwischen Mexiko und Hawaii gibt es aber einen festen Treffpunkt, an dem sich viele der Tiere im Winter einfinden. Das berichten US-Forscher im Fachmagazin "Proceedings of The Royal Society B".
Bislang war relativ wenig bekannt über das Wanderverhalten der Weissen Haie. Die Forscher der Universität von Stanford verfolgten nun aber acht Jahre lang die Wege von fast 100 Haien mit Hilfe elektronischer Sender und den Tieren entnommener Gewebeproben.
Bei den erforschten Weissen Haien handelt es sich um die Angehörigen einer ganz eigenen Population, die im Ostpazifik leben.
Bislang wurde angenommen, die Weissen Haie würden ohne festes Ziel die Ozeane auf der Suche nach Nahrung durchqueren. Die nun untersuchte Population im Ostpazifik folgt aber festen Routen und auch festen Zeitplänen.
So suchen die Tiere, die bis zu sechs Meter lang und drei Tonnen schwer werden können, zwischen August und Dezember vor der Küste Kaliforniens nach ihrer Beute, vor allem Robben und Seelöwen. Ab Januar machen sie sich auf den 4000 Kilometer langen Weg gegen Westen vor die Küste Hawaiis, wo sie von April bis Juli in grosser Zahl zu finden sind.
Einige der Reisenden - vor allem Männchen - legen aber auf halber Strecke eine Pause ein und verweilen einige Zeit in einem Gebiet, das die Forscher als "Café zum Weissen Hai" bezeichnen. Dort schauen dann auch Hai-Weibchen vorbei; die Forscher vermuten, dass tief im Meer das Liebesleben erblüht.
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