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Ludwig van Beethoven Igor Levit © Robbie Lawrence
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Rezital 6
Igor Levit
Beethoven
So, 24.11. | 17.00 Uhr | Nr. 19513
Vergangenes Konzert
Ludwig van Beethoven Igor Levit © Robbie Lawrence
24.
Nov
Sonntag
17.00
Rezital 6
Igor Levit
Die Popularität der Beethoven-Sonaten hängt auch mit ihren Beinamen zusammen. Kein Wunder also, dass die Pathétique, die Mondschein- oder die Waldstein-Sonate, die Appassionata und die Sturm-Sonate in der Beliebtheit weit oben rangieren. Über den künstlerischen Wert sagen die Titel allerdings nichts aus. Und so findet sich im Quartett der vier «Namenlosen», mit denen Igor Levit das Piano-Festival beschliesst, einer seiner grossen Lieblinge: die D-Dur-Sonate op. 10 Nr. 3. «Unheimlich mitreissend» sei schon der Kopfsatz, findet Levit. Aber es kommt noch besser, mit dem «Largo e mesto» an zweiter Stelle: «Ich kenne keinen langsamen Satz, der so in die Tiefe schürft wie dieser.» Dem Menuett attestiert er die skurrile Kombination von «Humor und Andacht», und das Finale hält er für schier unglaublich: «Es ist totale Innerlichkeit. Wenn ein Finale schon mit einer Frage beginnt …» Wann immer er einen Beethoven-Abend beendet habe, gesteht Igor Levit, fühle er den unwiderstehlichen Impuls: «Ich will nochmal, ich will nochmal.» Und wir wollen das auch: Die Fortsetzung folgt im Sommer 2020.
Igor Levit © Robbie Lawrence
Igor Levit
Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competi-tion» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra oder dem Royal Concertgebouworkest. 2018 debutierte er mit dem Chicago Symphony Orchestra beim Ravinia Festival und mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2019/20 ist Levit «Featured Artist» am Londoner Barbican Centre, wo er auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons auftritt; in dieser Konstellation geht er überdies auf Spanien-Tournee. Mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck unternahm er gerade eine Konzertreise durch Europa, mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem London Philharmonic Orchestra unter Sir Antonio Pappano führt er Busonis Klavierkonzert auf. Zu seinen grossen Projekten gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, den er 2019/20 auch bei LUCERNE FESTIVAL interpretiert und der im September auf CD erschien. Igor Levit hat ausserdem u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated! eingespielt. Dafür wurde ihm 2016 der «Gramophone Instrumental Award» verliehen. 2018 erhielt Levit den «Gilmore Artist Award».
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.
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