Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/819

Irritabilität, die Fähigkeit der tierischen und pflanzlichen Gewebe,
[* 2] auf äußere Reize durch eine
selbständige Verrichtung zu reagieren. Am ausgesprochensten findet sich die
Erregbarkeit beim
Muskel- und
Nervengewebe, bei welchem
unter normalen Verhältnissen jedwede Reizung eine
Bewegung oder Empfindung auslöst.
(Irritabilität, Erregbarkeit), in der Physiologie die Fähigkeit der Gewebe des tierischen Körpers, auf verschiedenartige
Einwirkungen, die man als Reize bezeichnet, zu reagieren.
In der Pathologie nennt man eine gewisse Schwäche, eine gewisse Empfindlichkeit
der Organe, welche sie zu Erkrankungen prädisponiert;
so setzt z. B. Reizbarkeit der Lunge
[* 5] die Disposition zu entzündliche
Erkrankungen derselben, Reizbarkeit des Darms eine solche zu Diarrhöen voraus etc. Vgl. Erethismus.