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Viele Schweizer Milchviehhalter setzen bei der Produktion variable Anteile Frischgras (Eingrasen oder Weide) und Ergänzungsfutter ein. Welche Ausprägungen sind in diesen Frischgras-Systemen wirtschaftlich erfolgreich? Diese Fragestellung wurde im Projekt «Optimierung von graslandbasierten Milchproduktionssystemen auf Basis von Eingrasen (Hohenrain II)» mit 36 Pilotbetrieben während dreier Jahre (2014–2016) untersucht. Die Betriebe wurden in drei Systemgruppen eingeteilt: zwei Mischsysteme mit durchschnittlich 430 kg beziehungsweise 1160 kg Kraftfutter pro Kuh und Jahr sowie ein Vollweidessystem (90 kg Kraftfutter/ Kuh/Jahr). Die drei Betriebsgruppen wurden durch eine methodische Aufarbeitung der Daten zu drei Einzelbetrieben typisiert und einer strukturell ähnlichen und repräsentativeren Referenzgruppe gegenübergestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass mit einem weitgehenden Einsatz von Frischgras eine sehr gute Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann. Die grössten Einsparungen sind beim Kraftfutter, weitere beim Gebäude und bei der Arbeit zu verzeichnen. Mit einem konsequent umgesetzten Vollweidesystem können höhere Arbeitsverwertungen realisiert und zu tieferen Milchpreisen produziert werden als mit Mischsystemen. Höhere Milchleistungen und höhere Produktionsmengen führen nicht zu besseren Ergebnissen. Alle untersuchten Betriebstypen produzieren die Milch jedoch um 24 % bis 32 % günstiger als die Referenzgruppe und weisen eine um Fr. 8.– bis Fr. 13.– höhere Arbeitsverwertung je Arbeitsstunde aus. Die Verbesserung ist grösstenteils auf ein besseres Management respektive ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein zurückzuführen.
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Milchproduktion: Frischgras mit wenig Kraftfutter zahlt sich aus