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Zwei Jahre nachdem sich die Männer im Maracanã von Rio de Janeiro zum Weltmeister krönten, feierten Deutschlands Frauen an gleicher Stätte ihrerseits den grösstmöglichen Erfolg.
In ihrem ersten Olympia-Final überhaupt gingen die Deutschen durch ein Traumtor von Dzsenifer Marozsan kurz nach der Pause in Führung. Die jüngste Spielerin der Bundesliga-Geschichte, die künftig für Olympique Lyon spielt, zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar in den Winkel.
In der 62. Minute klatschte ein Freistoss von Marozsan an den Pfosten, den Abpraller bugsierte Linda Sembrant unglücklich ins eigene Tor. Es dauerte jedoch nur wenige Minuten, ehe im Maracanã aufgrund des Anschlusstreffers von Stina Blackstenius doch nochmals Spannung aufkam.
Pia Sundhages Equipe, die Anfang März die Schweiz im Olympia-Qualifikationsturnier in den Niederlanden mit 1:0 bezwungen hatte, boten sich bis zum Schlusspfiff zwar noch einige vielversprechende Gelegenheiten zum Ausgleich. Mit Glück und Geschick brachte die DFB-Auswahl den historischen Sieg jedoch über die Zeit.
Zu Beginn des Turniers in Brasilien hatte wenig auf den ersten Olympiasieg von Deutschlands Frauen hingedeutet. Der Europameister schloss seine Gruppe nach einem Remis gegen Australien und einer Niederlage gegen Kanada, das im Spiel um Bronze Brasilien bezwang, nur im 2. Rang ab. Schweden war in der Vorrunde gar nur Dritter geworden, setzte sich danach aber sowohl gegen die USA als auch gegen Brasilien im Penaltyschiessen durch. Deutschland wiederum entschied wie den Final auch die vorherigen K.o.-Spiele gegen China (1:0) und gegen Kanada (2:0) in der regulären Spielzeit.
Der Olympiasieg in Rio de Janeiro ist der krönende Karriere-Abschluss für Silvia Neid. Die 52-Jährige war als Spielerin, Assistentin und Bundestrainerin an allen bisherigen Erfolgen von Deutschlands Frauen-Nationalteam beteiligt: Zweimal Weltmeister, achtmal Europameister, dreimal Olympia-Bronze – und nun Olympiasieger.
(SDA)