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Die Kirche
Mit der mittelalterlichen Lazariterkirche Gfenn verfügt die Stadt Dübendorf über ein architektonisches und kunsthistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung. Noch heute vermittelt die vor 1250 erbaute Kirche einen Eindruck von der Spiritualität jener Epoche. Hier verschmelzen Raum und Musik zu einem Ganzen von grosser Eindringlichkeit.
Die Kirche war ursprünglich Teil eines etwa 300 Jahre lang bestehenden Klosters des Lazarus-Ordens, eines Ritterordens, dessen Laienbrüder ein Aussätzigenspital für Leprakranke führten. Der Konvent gehörte zu einer in der Herrschaft Greifensee gelegenen Kommende der alemannischen Ordensprovinz. Die Ansiedlung von Lazaritern im Gfenn wird auf das erste Viertel des 13. Jahrhunderts datiert. Die erste namentliche Erwähnung von «frommen Brüdern des Spitals St. Lazarus in dem Gvenne» entstammt einer Urkunde aus dem Jahr 1250.
Die noch im Stil der Romanik erbaute Kirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff, an das sich ein eingezogener quadratischer Chorraum anschliesst. An der Ostfront des Langhauses sind über dem Chordach Reste früherer Mauern zu sehen, die eventuell von einem früheren höheren Chor oder Chorturm stammen.
Kunsthistorisch sind v.a. die aus der Entstehungszeit der Kirche stammenden Malereien von Interesse: Im Scheitel des Chorgewölbes sieht man eine Mandorla mit der Krönung Mariens. Über den Graten des Gewölbes liegt je ein kreisrundes Medaillon mit Darstellungen der Evangelisten, die sämtlich auf lehnenlosen und mit Pulten versehenen Truhenbänken sitzen. Das Hauptbild des Gewölbes zeigt den segnenden Christus mit Weltkugel in der linken Hand und die herabblickende Muttergottes, beide bekrönt und auf einer Thronbank einander gegenüber sitzend. Von dem an der nördlichen Langhauswand befindlichen Passionszyklus sind noch drei Felder teilweise erhalten. Sie zeigen die Geisselung Jesu, östlich davon die Reste einer Dornenkrönung und westlich Christus mit Dornenkrone und einem Rohr als Zepter („Ecce homo“).
Orgel
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