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DMZ - GESELLSCHAFT / LEBEN ¦
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Neil Armstrong (für die einen Astronaut, die anderen Schauspieler) betrat 1969 als erster Mensch den Mond. 2012 starb er in einem Krankenhaus in der US-Stadt Cincinnati. Haben die Ärzte dort Fehler begangen? Offenbar habe sich das Krankenhaus für sechs Millionen US-Dollar (5,4 Millionen Euro) Stillschweigen erkauft. Eine anonyme Quelle hat "New York Times" nun Dokumente zugespielt, die den Vergleich belegen sollen.
Der US-Astronaut Neil Armstrong soll aufgrund falscher OP-Nachsorge gestorben sein. Das berichtet die "New York Times" und beruft sich dabei auf ein Gerichtsdokument, welches der Zeitung vorliegt. Armstrong starb im Alter von 82 Jahren im Krankenhaus von Cincinnati. Die Familie erklärte damals, er sei infolge eines komplizierten Herzeingriffs gestorben.
Kurz nach der OP soll sich Armstrong jedoch gut gefühlt haben. Seine Frau sagte im August 2012 gegenüber der Nachrichtenagentur AP noch, ihr Mann sei "erstaunlich belastbar". Kurze Zeit später war er tot. Die "New York Times" berichtet nun, medizinische Fehler seien für Armstrongs Tod mitverantwortlich. Seine Söhne sollen die "inkompetente post-operative Behandlung" kritisiert haben, die "Armstrong das Leben kostete", heisst es in dem Bericht.
Grossteil des Geldes ging an Söhne
Auch ein vom Krankenhaus beauftragter Experte soll laut des Dokuments "ernsthafte Probleme" gesehen haben. Die Söhne sollen dem Krankenhaus gedroht haben, die Mängel bei der OP-Nachsorge publik zu machen. Das Krankenhaus verteidigte offenbar seine Arbeit, überwies jedoch eine Summe von umgerechnet 5,4 Millionen Euro. Umgerechnet 4,7 Millionen Euro seien dabei an die Söhne gegangen, der Rest an Armstrongs Brüder, Schwestern und Enkelkinder.
Durch die Zahlung sollte die fehlerhafte Behandlung vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Die entsprechenden Dokumente kamen wohl zum Vorschein, nachdem sie beim Nachlassgericht eingereicht wurden. Das Schriftstück wurde anschliessend der "New York Times" zugespielt.
Das Krankenhaus teilte angesichts des Berichts mit, dass die Veröffentlichung sehr enttäuschend sei – „sowohl für unsere Einrichtung als auch für die Patientenfamilie“. Diese habe den Fall privat regeln wollen, wie "New York Times" berichtet.