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Konzeptionsphase
In der Konzeptionsphase werden auf Basis der Ergebnisse der Analysephase Rahmenbedingungen festgelegt, verbindliche Ziele formuliert, Arbeitsprozesse definiert und die definitive Ausrichtung des zu erstellenden Systems auf die zukünftigen Nutzer vorgenommen. Die Konzeptionsphase ist als ein iterativer Prozess zu verstehen, in dem alle Beteiligten, schrittweise unter Berücksichtigung der zu beachtenden Anforderungen und Rahmenbedingungen, Lösungsansätze entwickeln und weiter verfeinern. Es geht in diesem Kontext darum, den Aufbau, die Funktionalitäten und die groben Inhalte der Webseite festzulegen. Das Ergebnis dieser Phase sind in der Regel Entwürfe/Mockups des neuen Systems. Diese werden aus Nutzersicht evaluiert (mittels empirischer und/oder analytischer Methoden). Je nach Ergebnis kann eine Anpassung des Konzepts oder auch ein Rücksprung zur Analysephase erforderlich sein, um allfällig aufgetretene Probleme und Schwachstellen beheben bzw. genauer analysieren zu können.
Untenstehend finden Sie für die Analysephase geeignete Ansätze und Hilfsmittel. Evaluationsmethoden. Klicken Sie auf eine Kategorie, um die zugehörigen Informationen anzuzeigen.
Normen und Richtlinien
Bei der ISO-Norm 9241-12 handelt es sich um einen internationalen Standard, der die "Ergonomie der Mensch-System-Interaktion" beschreibt. Der Teil 12 der Norm beschäftigt sich mit der Informationspräsentation von interaktiven Produkten und umfasst neben einer Zusammenfassung der wichtigsten Bildschirmelemente die Kriterien Klarheit, Unterscheidbarkeit, Kompaktheit, Konsistenz, Erkennbarkeit, Lesbarkeit und Verständlichkeit.
Der Teil 110 der Norm geht auf Grundsätze der Dialoggestaltung ein und umfasst die sieben Kriterien Aufgabenangemessenheit, Selbstbeschreibungsfähigkeit, Steuerbarkeit, Erwartungskonformität, Fehlertoleranz, Individualisierbarkeit und Lernförderlichkeit.
Befragungen & Beobachtungen
Bei Fokusgruppen-Interviews handelt es sich um strukturierte Diskussionen zu vorgegebenen Themen, die von einem geschulten Moderator geleitet und dokumentiert werden. Mit Hilfe der Fokusgruppen-Interviews können Daten über die Einstellung zu und die Akzeptanz gegenüber einem Produkt gesammelt werden.
Bei einem (Online) Interview wird die Meinung, das Verhalten und/oder die Wahrnehmung von Benutzern in Bezug auf ein Produkt/Service anhand von einem Frage-Antwort-Austausch untersucht.
Umfragen sind für verschiedene Untersuchungszwecke geeignet und grundsätzlich in jeder Phase der Produktentwicklung anwendbar. Sie können bspw. zur Erhebung von Anforderungen der Anwender an ein bestimmtes Produkt oder auch zur Messung der Nutzerzufriedenheit mit einer bereits bestehenden Anwendung herangezogen werden.
Spezifische Evaluationsmethoden
Das Card Sorting ist ein Verfahren, das zur Entwicklung von Navigationsstrukturen und Menüs genutzt werden kann. Die Methode eignet sich insbesondere um Denkmuster von Nutzern zu visualisieren und Informationsstrukturen zu entwickeln.
Personas sind fiktive Personen, die typische Anwender einer Zielgruppe repräsentieren. Sie verdeutlichen wichtige Eigenschaften der zukünftigen Anwender. Das Ziel ist es während der Produktentwicklung in die Rollen der Personas zu schlüpfen, um so das System und dessen Anwendungsfälle möglichst optimal auf die künftigen Anwender ausrichten zu können.
Im Rahmen einer heuristischen Evaluation überprüft eine Reihe von Experten, inwiefern das User Interface eines Produktes mit bestimmten anerkannten Prinzipien des Usability-Engineerings übereinstimmt. Dabei handelt es sich um Richtlinien für die anwenderfreundliche Gestaltung von Benutzungsschnittstellen, die auf Basis empirischer Erkenntnisse entwickelt wurden.
Walkthrough-Verfahren
Ein interaktives Produkt wird hinsichtlich seiner Erlernbarkeit untersucht. Im Vordergrund steht dabei das Bestreben Produkte zu entwickeln, deren Bedienung von den Anwendern durch ausprobieren ("trial and error") intuitiv erlernbar ist.