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Der beste private Rennfahrer 2011: Gianluca Roda verteidigt Gewinn des Porsche Cup
Stuttgart. Der Italiener Gianluca Roda gewinnt erneut den Porsche Cup. Mit großem Punktevorsprung verteidigte der 52-Jährige damit seinen Sieg aus dem Vorjahr. Der Porsche Cup wird seit 1970 von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, ausgeschrieben. Nach einer Idee von Ferry Porsche ehrt das Unternehmen mit dieser Trophäe jedes Jahr den besten privaten Porsche-Rennfahrer.
Den Großteil seiner Erfolge feierte Gianluca Roda auch 2011 mit dem Team Autorlando Sport, das in Pedrengo bei Bergamo (Norditalien) beheimatet ist. Die meisten Punkte für den Porsche Cup sammelte der Unternehmer aus Como in der International GT Open, die pro Wochenende zwei Läufe austrägt. Schon der Saisonauftakt verlief für Roda und seinen Teamkollegen Fabio Babini (Italien) mit einem Sieg und einem dritten Platz im Porsche 911 GT3 R ausgezeichnet. Insgesamt standen am Ende fünf Saisonsiege in der GTS-Klasse sowie vier weitere Podestplatzierungen auf seiner Liste. Der Höhepunkt des Jahres: ein Doppelsieg auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park von Monza. Beim Saisonfinale in Barcelona (Spanien) machte ihm ein Ausfall einen Strich durch die Rechnung machte. So feierten Roda, Babini und das Team wie im Vorjahr nur die Vizemeisterschaft im hart umkämpften GT-Open-Championat.
Auch in die Blancpain Endurance Series startete Gianluca Roda mit dem Porsche 911 GT3 R von Autorlando Sport mit einem Sieg – natürlich in Monza. Gemeinsam mit seinen italienischen Teamkollegen Paolo Ruberti und Raffaele Giammaria gelangen noch zwei Podestplätze in Navarra (Spanien) und Magny-Cours (Frankreich) sowie Rang vier in Silverstone (Großbritannien). Nur bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien), das ebenfalls zur Blancpain-Serie zählte, gingen sie als Zwölfter der Klasse leer aus.
Auch für das deutsche Team Proton Competition war der ambitionierte Privatfahrer im Porsche 911 GT3 RSR aktiv – und erfolgreich. Beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (Florida), einem der großen Langstreckenklassiker der Welt, bewies Roda seine Zuverlässigkeit und Klasse. Gemeinsam mit Christian Ried (Schöneburg) und Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) jubelte der Italiener nach zwölf Stunden als Zweiter auf dem Podium. Das Rennen in Sebring war gleichzeitig der Saisonauftakt der American Le Mans Series. Auch für die Läufe der Le Mans Series in Imola und Silverstone engagierte Teameigner Ried den erfahrenen Roda. Und wieder schloss dieser beide Rennen als Zweiter der GTE-Am-Klasse ab; in Italien mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) an seiner Seite, in Großbritannien mit Werksfahrer Patrick Pilet (Frankreich).
Mit dem erneuten Gewinn des Porsche Cup hat sich Gianluca Roda einen besonderen Platz in der langen Reihe der Cup-Gewinner gesichert. Vor ihm war es lediglich dem heutigen Porsche-Teamchef Franz Konrad (Österreich) und dem 2001 verstorbenen Franzosen Bob Wollek gelungen, den Gewinn der begehrten Trophäe im Folgejahr zu wiederholen.
Den zweiten Platz der diesjährigen Cupwertung belegt Paolo Ruberti, der damit für eine Doppelführung der Italiener sorgt. Der 36-Jährige aus Legnano in der Region Venetien sammelte seine Zähler vor allem mit ausgezeichneten Resultaten in der Italienischen GT-Meisterschaft, wo er drei Siege und vier zweite Plätze holte. Ein dickes Punkteplus brachten ihm darüber hinaus die gemeinsam mit Gianluca Roda errungenen Erfolge in der Blancpain Endurance Series.
Nach einem überaus erfolgreichen Jahr in der American Le Mans Series darf sich Bryan Sellers über Rang drei im Porsche Cup 2011 freuen. Der 29-jährige US-Amerikaner wurde im Team Falken Tire von Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) unterstützt. Die Highlights gelangen dem Privatier und dem Profi mit dem Porsche 911 GT3 RSR in Mid Ohio und Baltimore: Beide Male fuhr der Falken-Elfer als Erster der hochkarätig besetzten GT-Klasse durchs Ziel.
Am 17. Dezember nahm Gianluca Roda bei der Night of Champions im Entwicklungszentrum Weissach den Porsche Cup aus den Händen von Dr. Wolfgang Porsche, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Porsche AG entgegen. Neben dem kostbaren Wanderpokal gewinnt der beste Privatfahrer des Jahres einen Porsche 911 Carrera S. Insgesamt ist der Cup mit mehr als 250.000 Euro dotiert, wobei die Gewinner auf den Plätzen zwei bis zehn ein Preisgeld erhalten. Punkte für den traditionsreichen Wettbewerb erkämpften sich die Fahrer dieses Jahres in 18 Gran Turismo- und Prototypen-Rennserien weltweit sowie bei ausgewählten Langstreckenrennen.