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Szene aus "1984": John Hurt (r) wird von Richard Burton (l) gefoltert, indem er mit seiner grössten Angst konfrontiert wird, derjenigen vor Ratten. Die Gesellschaft, die in "1984" dargestellt wird, erinnert manche an die Regierung Trump. Deshalb zeigen US-Kinos am 4. April den Film. (Handout)
Pressebild(sda-ats)
Als Protest gegen die Regierung von Donald Trump wollen mehr als 180 Arthouse-Kinos in den USA am 4. April den Film "1984" zeigen. Der Film, der auf dem 1949 erschienenen gleichnamigen Roman von George Orwell basiert, habe traurige Aktualität erlangt, heisst es.
"Orwells Darstellung einer Regierung, die ihre eigenen Fakten fabriziert, totalen Gehorsam fordert und ausländische Feinde dämonisiert, war nie aktueller", schreiben die Organisatoren. Man habe den 4. April für die Protestvorstellung gewählt, weil Orwells Hauptfigur Winston Smith an diesem Datum ein Tagebuch beginnt.
Hinter der Aktion stehen die Organisatoren des Capital City Film Festivals in Lansing im US-Bundesstaat Michigan. Auch einige ausländische Kinos in Kanada, Grossbritannien, Schweden und Kroatien wollten sich den Protesten anschliessen.
Gemäss einem Bericht des "Variety"-Magazins soll die Vorstellung mit einem Clip von Regisseur Michael Radford eingeführt werden, der den Roman mit John Hurt in der Hauptrolle in den Achtzigerjahren verfilmte. Ein Teil des eingespielten Geldes soll Bildungsprogrammen zu Gute kommen.
Orwells Dystopie "1984" spielt in einem autoritären Staat, der von dem Grossen Bruder geführt wird. Smith versucht zunächst, dem System zu widerstehen, wird aber schliesslich selbst mittels Folter und Gehirnwäsche zum überzeugten Anhänger des Regimes. Der Roman erlebt im Buchhandel seit der Wahl Trumps ein Comeback.
SDA-ATS