Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03306.jsonl.gz/1117

Bernstein Copland Sibelius
Abstract
Bernstein Copland Sibelius
While the music of Jean Sibelius was still dismissed as kitsch in the German-speaking world, in America the Finnish composer was already something of a pop-cultural phenomenon during his lifetime: the Boston Symphony Orchestra presented all of the Sibelius symphonies as early as the 1932/33 season, and American critics spoke of an uncomplex music that appealed not only to the elite but also to the general public. Popular music in the best sense was also composed in the 20th century by Aaron Copland, whose Clarinet Concerto was written for the jazz musician Benny Goodman, and Leonard Bernstein, who combined styles such as waltz, samba and blues in his Divertimento for the 100th anniversary of the Boston Symphony Orchestra. The Philharmonia Zürich performs the works by Bernstein and Copland (clarinet: Robert Pickup) together with the 2nd Symphony by Jean Sibelius, conducted by Yutaka Sado.
Yutaka Sado, Music Direction
Yutaka Sado
Yutaka Sado, in Kyoto geboren, war 1993 bis 2010 Chefdirigent des Orchestre Lamoureux in Paris. 2010 gab er in Turin sein italienisches Operndebüt mit Peter Grimes von Benjamin Britten in einer Inszenierung von Willy Decker. Seit 2005 ist er Künstlerischer Direktor des Hyogo Performing Arts Center und Chefdirigent des PAC-Orchesters. 2003 gründete er das Super Kids Orchestra, das die talentiertesten Schulkinder der Unter- und Mittelstufe aus ganz Japan im Rahmen eines Musikerziehungsprogramms fördert. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters. Sein Vertrag bei den Tonkünstlern wurde bis zum Sommer 2025 verlängert. Ab 2023 ist er zugleich Chefdirigent des New Japan Philharmonic Orchestra und seit 2022 auch künstlerischer Berater des Orchesters, das 1972 von Seiji Ozawa mitgegründet wurde. Er arbeitete zudem mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Bayerischen Staatsorchester in München, den Rundfunksinfonieorchestern des BR, NDR, SWR und WDR sowie dem Orchestre de la Suisse- Romande, dem London Symphony und dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem Orchestre de Paris und dem Orchestre Philharmonique de Radio France. Er gewann Dirigierpreise wie 1989 den Grand Prix des 39. «Concours international de jeunes chefs d'orchestre» und 1995 den Grand Prix des Leonard Bernstein Jerusalem International Music Competition. Seine enge Verbundenheit zu Leonard Bernstein führte ihn als «Conductor in Residence» zu dessen Pacific Music Festival in Sapporo.
Robert Pickup, Solo clarinet
Robert Pickup
Der Klarinettist Robert Pickup wurde in Grossbritannien geboren und übersiedelte im Alter von neun Jahren mit seinen Eltern nach Südafrika. Dort studierte er Klarinette bei Herbert Klein und Mario Trinchero und erwarb neben dem Klarinettendiplom auch den „Bachelor of Music“ (Musikwissenschaft) an der Universität von Südafrika. Er war stellvertretender Solo-Klarinettist des Sinfonieorchesters der South African Broadcasting Corporation und Tenor im SABC Kammerchor und trat 1994 als Klarinettist und Sänger bei Nelson Mandelas Einführung auf. Weitere Studien führten ihn zu Thomas Friedli nach Genf, wo ihm 1998 am Conservatoire de Musique ein erster Preis und das Solisten-Diplom verliehen wurden. Er ist mehrfacher Preisträger von Musikwettbewerben und gewann 1995 den Young Artist Award der International Clarinet Society und 1997 den ersten Preis im Swiss Concours National d’Exécution Musicale. Robert Pickup war stellvertretender Solo-Klarinettist des Brabants Orkest Eindhoven, bevor er 1999 als Solo-Klarinettist ins Orchester der Oper Zürich engagiert wurde. Als Gast hat er u.a. mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Koninklijk Concertgebouworkest und dem Concentus Musicus Wien gespielt. Er widmet sich mit Begeisterung der Kammermusik mit La Scintilla dei Fiati und dem Labyrinth Ensemble. Seit 20 Jahren unterrichtet Robert Pickup im Rahmen der Orchesterakademie des Opernhauses Zürich, ausserdem ist er Dozent des Volontariatsprogramms der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule Luzern.