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Nach dem Orkan "Lothar" vom vergangenen Dezember sind die Holzpreise in der Schweiz um durchschnittlich 27 Prozent gesunken. Am stärksten gingen die Preise für Nadelholz zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag (30.06.) mitteilte.Dieser Inhalt wurde am 30. Juni 2000 - 11:31 publiziert
Ein noch deutlicherer Preisrückgang sei durch die hohe Nachfrage verhindert worden.
Die Statistik umfasst die Preise in den ersten vier Monaten dieses Jahres. Demnach ist Säge-Rundholz im Vergleich zur Vorperiode durchschnittlich 27 Prozent billiger geworden. Die Preise für Nadelholz sanken sogar um 28 Prozent.
Damit liegt der Nadelholzpreis 41 Prozent unter dem Niveau von 1992, als die Statistik das erste Mal in dieser Form erhoben wurde. Beim Buchenholz machte der Abschlag in der Berichtsperiode mit 23 Prozent etwas weniger aus.
Wesentlich schwächer ausgeprägt waren die Preisrückgänge beim Industrie- und beim Energieholz mit je vier Prozent und beim Schnittholz mit einem Prozent.
Der Holzpreissturz ist eine Folge des Orkans "Lothar", wie das BFS weiter schreibt. Dieser warf am 26. und 27. Dezember vergangenen Jahres 12,8 Millionen Kubikmeter Holz um, was etwa der dreifachen durchschnittlichen Jahresnutzung entspricht.
Damit hatte "Lothar" grössere Auswirkungen als der Sturm "Vivian" im Februar 1990. Damals waren die Holzpreise für Nadelholz um 16 und für Buche und neun Prozent zurückgegangen.
Dass die Preise nach "Lothar" nicht noch stärker sanken, wird auf die relativ hohe Nachfrage zurückgeführt. Gründe dafür seien die gute Konjunktur in der Wirtschaft im allgemeinen und im Bausektor im besonderen sowie die gesteigerten Holzexporte.
swissinfo und Agenturen
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