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Für die meisten Kinder ist die familienergänzende Betreuung heute ein Teil ihres Lebens. Was ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihre Beziehung zu den Eltern angeht, so konnten Studien keine grösseren Unterschiede zu familienintern erzogenen Kleinkindern ermitteln.
Andere Forschungsergebnisse zeigen deutlich auf, dass familienergänzende Betreuung die Kinder in ihrer kognitiven Entwicklung fördert. Auch im sozialen Verhalten zeigen diese Kinder mehr Selbständigkeit und Durchsetzungskraft.
Die Studie «Schulerfolg von Migrationskindern» von Andrea Lanfranchi (2002/2009) hat aufgezeigt, dass Kinder aus Migrationsfamilien, die als Kleinkinder in einer guten Betreuungseinrichtung betreut wurden, in der Unterstufe sprachlich und sozial besser integriert waren als solche, die ausschliesslich zu Hause betreut wurden. Familienergänzende Kinderbetreuung fördert somit nicht nur die Integration, sondern auch die Chancengleichheit. Ob dieser Effekt auch nachhaltig ist, hängt von der Familie und deren Erwartung bezüglich des Bildungsabschlusses ab.