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Glaube und Wissenschaft
Johann Reinhold Forster
Der deutsche Naturforscher begleitete im 18. Jahrhundert Expeditionen, um unbekannte Tier- und Pflanzenarten zu erforschen.
Der Höhepunkt seiner Tätigkeit als Naturforscher war sicher diese Reise: 1772 schiffte sich Johann Reinhold Forster zusammen mit seinem Sohn Georg als offizieller wissenschaftlicher Begleiter auf der zweiten Südsee-Expedition von James Cook ein. Die Reise führte von England ins Südpolarmeer und südlich an Australien vorbei nach Neuseeland, Tahiti und weitere südpazifische Inseln. Die Forsters beschrieben unterwegs viele unbekannte Tier- und Pflanzenarten und zeichneten oder sammelten hunderte ethnografische und naturkundliche Objekte. Ihr gemeinsam verfasster Reisebericht stiess auf grosses internationales Interesse.
Johann Reinhold Forster wurde 1729 in Preussen geboren. Er studierte Theologie und arbeitete jahrelang als evangelischer Pfarrer. In dieser Zeit interessierte er sich für Geschichte und lernte u. a. Koptisch. Die Fragen seines Sohns Georg regten ihn dazu an, sich mit Botanik zu befassen. 1765 reisten Johann und der erst zehnjährige Georg nach Russland, um im Auftrag der Zarin die Lebensbedingungen deutscher Kolonisten an der Wolga zu verbessern. Forster machte Vorschläge, konnte aber nichts erreichen. Gleichzeitig sammelte er Wissen über nomadische Völker der Region. Seine Pfarrstelle hatte er derweil verloren und so siedelte die Familie 1766 nach England über. Nach der Rückkehr aus der Südsee 1775 verliess Forster England. 1779 wurde er Professor in Halle/Saale, wo er 1798 starb.
Text: Tobias Grimbacher