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Der Palmsonntag markiert den Beginn der Karwoche
Die symbolische Bedeutung der Palmwedel
Alle vier Evangelien berichten von Jesu Einzug in Jerusalem (Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-10; Lukas 19,29-39; Johannes 12,12-16). Er wird als König (oder neuer David) gefeiert und mit Zweigen empfangen, die geschwenkt oder auf den Boden gelegt werden. Die Tradition des Palmsonntags geht mindestens bis ins vierte Jahrhundert zurück, als die Christen in Jerusalem die Szene an Ort und Stelle nachspielten und eine fröhliche Feier veranstalteten, die bald im gesamten christlichen Orient übernommen wurde. Das Fest markiert den Beginn der Karwoche. Für mehrere evangelische Kirchen ist der Palmsonntag auch der Tag, an dem die Konfirmationen oder Segnungen der Konfirmandinnen und Konfirmanden stattfinden.
Die Bibel spricht beim Einzug nach Jerusalem von ausgebreiteten Kleidern und Zweigen. Der Evangelist Johannes präzisiert, dass es sich dabei um Palmenzweige handelt. Aus diesem Grund wird dieses Fest je nach Land und Region manchmal auch als Palmenfest bezeichnet. Die Zweige hatten bereits zur Zeit Christi eine symbolische Bedeutung. In der jüdischen Tradition wurden Palmzweige nämlich für das Erntedankfest verwendet, das Sukkot genannt wird und neben dem Pessachfest eines der grossen jährlichen Feste ist. Dieses Erntedankfest fand im Herbst nach der Olivenernte unter Hütten statt, die aus Zweigen hergestellt wurden. Andererseits wurden in der orientalischen Tradition die Helden mit grünen Zweigen bejubelt, die Unsterblichkeit symbolisierten. Im Laufe der Jahrhunderte und je nach lokaler Vegetation verwendeten die Gläubigen andere Grünpflanzen als Palmwedel wie Buchsbaum, Olivenbaum, Lorbeer, Stechpalme oder andere Hölzer. Es gibt keine genauen Kriterien für die Art der Pflanze, solange es sich um einen grünen Zweig handelt.