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Leute - 11.10.2010 - 00:00
8. Oktober 2010. Prof Dr. Yvette Sánchez, Inhaberin des Lehrstuhls für Spanische Sprache und Literatur und Direktorin des Centro Latinoamericano-Suizo an der HSG, hat Vargas Llosa bereits vor einiger Zeit engagiert. «Es ist eine Ehre, ihn an der Universität St.Gallen begrüssen zu dürfen. Jetzt, da er den Nobelpreis erhalten hat, zittern wir aber natürlich ein bisschen, ob er die Abmachung einhalten kann», sagt Sánchez lachend. Ändern sollte sich an Vargas Llosas Zusage für die HSG-Gastprofessur indes nichts mehr.
«Literatur und Geschichte»
Vorgesehen ist, dass er im Herbstsemester 2011 ein viertägiges Master-Seminar zum Thema «Literatur und Geschichte» hält. Der neue Nobelpreisträger möchte dabei mit den Studierenden die Beziehungen zwischen Fiktion und politisch-gesellschaftlichen Realitäten ausloten, welche die Literatur inspirieren. Im Weiteren ist ein öffentlicher Vortrag mit dem 74-jährigen Schriftsteller geplant.
Vargas Llosa hat bereits seit 1988 einen direkten Bezug zur HSG. Damals wurde er an der Universität St.Gallen mit dem Freiheitspreis der Max-Schmidheiny-Stiftung geehrt.
Jahrzehntelange Karriere
Mario Vargas Llosa gehört zu den Aushängeschildern der lateinamerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts, zusammen mit dem Kolumbianer Gabriel Garcia Márquez, dem Mexikaner Carlos Fuentes und dem Argentinier Julio Cortázar. Den literarischen Durchbruch schaffte Vargas Llosa 1963 mit seinem Roman «Die Stadt der Hunde», der in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde. Zu seinen bekanntesten Werken gehören «Das Fest des Ziegenbocks», «Das grüne Haus» oder «Tante Julia und der Kunstschreiber». Noch in diesem Herbst soll sein neuster Roman «El sueño del celta», der von den Unmenschlichkeiten im kolonialen Kautschukgeschäft in Kongo und im Amazonas handelt, erscheinen.
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