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Das Turnier in der englischen Hauptstadt, das in der Gfinity Arena unweit der Stamford Bridge, demn Stadion des Chelsea FC, ausgetragen wurde, war der zweite von insgesamt sechs FUT Champions Cups in der Global Series von FIFA19. Bei diesen sechs Turnieren, zwei weiteren Majors (Klub-WM und eNations Cup) und den abschliessenden Playoffs können die besten FIFA-eSportler der Welt am meisten Punkte für die Weltrangliste sammeln, die am Ende der Saison ausschlaggebend ist für die Vergabe der Startplätze für den FIFA eWorld Cup (FeWC). Nur die besten 16 Spieler pro Konsole qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft.
Beim ersten FUT Champions Cup vor zwei Wochen in Bukarest war Villalba im Achtelfinal äusserst unglücklich am Brasilianer Victor „SPQR Tore“ Santos gescheitert und daher in London auf Wiedergutmachung aus. Schon der Start gelang dem 19-Jährigen verheissungsvoll: Als einziger Spieler im ganzen Turnier überstand er die Gruppenphase mit sieben Siegen aus sieben Spielen ohne Verlustpunkt. Dabei liess er unter anderem PlayStation-Weltmeister Stefano Pinna (PSV Eindhoven) oder Klubweltmeister Fatih Üstun (Team Özil) keine Chance.
Als Gruppensieger im „Winner Bracket“
Als Gruppensieger genoss Villalba das Privileg, in den Playoffs die erste Runde automatisch zu überspringen und im sogenannten „Winner Bracket“ zu landen. Damit konnte er sich im ersten Einsatz in der Playoff-Runde eine Niederlage erlauben, ohne direkt aus dem Turnier auszuscheiden. Und dieser „Fallschirm“ war auch nötig, denn im ersten Playoff-Duell setzte es prompt die erste Niederlage (5:6) gegen den Franzosen Corentin „MaestroSquad“ Thuillier. Damit war klar: Jede weitere Niederlage würde das Out bedeuten.
Doch diesem Druck hielt der Argentinier in beeindruckender Manier Stand. Zunächst behielt er durchaus glücklich mit 8:5 gegen Leandro „Dufty80“ Curty die Oberhand; der erst 16-Jährige Schweizer war der einzige Eidgenosse im Teilnehmerfeld und hinterliess bei seinem ersten Auftritt auf internationalem Parkett einen hervorragenden Eindruck. Anschliessend kam es zur Revanche gegen „MaestroSquad“, die „nicolas99fc“ diskussionslos gelang: Der Franzose hatte beim 2:8 nicht den Hauch einer Chance.
Hochbrisante Schlussphase im PlayStation-Final
So kam es am letzten Turniertag zur nächsten Neuauflage. Doch auch gegen Stefano Pinna konnte sich Villalba abermals behaupten (2:1) und für den PlayStation-Final qualifizieren. Dort wartete mit dem Bremer Mohammed „MoAuba“ Harkous ein alter Bekannter, mit dem sich Villalba in der Vergangenheit schon so manches heisses Duell geliefert hatte. Und auch diese Affichen sollte den vorangegangen Aufeinandertreffen puncto Spannung und Emotionen in nichts nachstehen. Im Hinspiel fand Villalba nicht zu seinem Spiel und verlor folgerichtig verdientermassen mit 1:3. Ganz anders das Bild im Rückspiel, als „nicolas99fc“ dominierte, schon nach 20 Minuten 2:0 und eine Viertelstunde vor Schluss mit 4:1 führte, ehe es dramatisch wurde. Zunächst konnte „MoAuba“ mit dem Treffer zum 2:4 das Skore ausgleichen und vergab dann in der 89. Minute aus aussichtsreicher Position eine hochkarätige Torchance zum PlayStation-Turniersieg. Den holte sich stattdessen der FCB-eSportler, der in der 93. Minute mit der letzten Aktion des Spiels das alles entscheidende 5:2 erzielte.
Diesem nervenaufreibenden Finish musste Villalba im abschliessenden konsolenübergreifenden Final gegen den Xbox-Champion Mossad „MSdossary“ Aldossary Tribut zollen. Villalba unterlag dem amtierenden Weltmeister aus Saudi-Arabien auf der PlayStation mit 1:4 und im Rückspiel auf der Xbox mit 2:4. Nichtsdestotrotz hatte Villalba mit dem Turniersieg auf der PlayStation schon die maximale Punkteausbeute von 1‘500 Zählern für die Weltrangliste auf sicher. Mit nun 2‘140 Punkten aus den ersten drei Turnieren als FCB-eSportler durfte Villalba nach drei Wochen in Europa entspannt die Rückreise nach Buenos Aires antreten, schliesslich kann der Argentinier dem weiteren Verlauf der FIFA19-Global Series sehr zuversichtlich entgegenblicken.