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Die Gärten zur Zeit des Klosters
Kleiner Kreuzgarten
Der kleine Kreuzgarten war der Friedhof der Mönche. Die Ansicht zeigt verschiedene kleine Kreuze über den Gräbern und ein grosses Kreuz an der Wand des Ostflügels.
Grosser Kreuzgarten
Der grosse Kreuzgarten wird vom grossen Kreuzgang umgeben, der die einzelnen Mönchszellen miteinander verbindet und erschliesst. Im Zentrum befand sich das Kolloquium, wo sich die Mönche nach dem gemeinsamen sonntäglichen Mahl unterhalten konnten. Aus den Brunnen konnten sie ihren Bedarf an frischem Quellwasser decken.
Mönchsgärtchen
Zur Mönchszelle, der Einsiedelei des Kartäusers, gehörte jeweils auch ein Gärtchen, das durch hohe Mauern von der Aussenwelt abgeschlossen war. In der Zeit, die im streng geregelten Tagesablauf der Kartäuser für die manuelle Arbeit vorgesehen war, konnten sie sich auch der Bestellung ihres Gärtchens widmen.
Küchengärten
Die Ittinger Klosterküche befand sich im Südflügel (heute Fehr-Zimmer) und verfügte über eine Tür ins Freie. Dort, vor dem Südflügel, befanden sich die Kräuter- und Gemüsegärten. Die historischen Ansichten zeigen im Bereich des heutigen Barockgartens einen geometrisch angelegten Garten mit Springbrunnen im Zentrum: Auch Nutzgärten wurden nach ästhetischen Kriterien angelegt.
Krautgarten
Der Bereich im Osten des Klosterareals, zwischen den Mönchsgärtchen und der Umfassungsmauer, wurde „Krautgarten" genannt. Diese Bezeichnung darf wohl weitgehend wörtlich genommen werden. Als Sauerkraut konservierter Weisskohl war vor dem Zeitalter moderner Konservierungsmethoden eine der wichtigsten Winterspeisen.
Ein Weinberg innerhalb der Klostermauern
Im 18. Jahrhundert war die Kartause Ittingen durch den Weingrosshandel das reichste Kloster des Kantons Thurgau. Dieser wirtschaftlichen Bedeutung des Weins wurde auch in der Gestaltung des Klosterareals sichtbar Rechnung getragen: Südlich des grossen, heute nicht mehr stehenden Gebäudes mit Kellern, Trotten im Erdgeschoss und Knechtezimmern im Obergeschoss, befand sich ein Weinberg im Kleinformat.
Bäume auf Freiflächen
Die Ansichten zeigen zahlreiche Bäume innerhalb der Klostermauern. Die Früchte der Obstbäume bereicherten nicht nur die Tafel, sondern wurden auch in der Brennerei verarbeitet. Nussbäume lieferten Öl nicht nur für die Küche, dieses fand auch als Schmiermittel Verwendung.