Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/2947

Seit dem Ja zur Alpenschutzinitiative ist in der Bundesverfassung verankert, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene erfolgen muss. Gemäss Gesetz dürfen ab 2018 höchstens noch 650'000 Lastwagen pro Jahr die Alpen queren.
2016 sank die Menge der Güter, die mit dem Lastwagen durch die Alpen gekarrt wurde, um 2,5% auf 11,7 Mio Tonnen. Die Anzahl Lastwagenfahrten sank um 3,4% oder rund 35'000 auf 975'000. Diese Anzahl wurde letztmals Mitte der 1990er-Jahre verzeichnet, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag mitteilte.
GÜTERVERKEHR AUF SCHIENE WÄCHST
Der Anteil der Güter, der per Bahn transportiert wurde, war 2016 mit 71% so hoch wie noch nie seit 2001. Damals wurde die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe eingeführt und die Gewichtslimite für Lastwagen schrittweise auf 40 Tonnen erhöht.
Nach Angaben des BAV wurden 2016 insgesamt 40,4 Mio Tonnen Güter durch die Alpen transportiert - so viel wie nie zuvor. Die Zunahme wurde von der Bahn bewältigt. Auf der Schiene wurden 28,6 Mio Tonnen Güter transportiert, 6,4% mehr als im Vorjahr.
Als Gründe für das Wachstum nennt das BAV die gute Wirtschaftslage in den Nachbarländern und in Europa generell aber auch die hohe Verfügbarkeit der Eisenbahninfrastruktur. Weiter würde mit flankierenden Massnahmen die Verlagerung gefördert.
Vom Güterverkehr profitierte vor allem die Lötschberg-Simplon-Achse, wie das BAV weiter mitteilte. Die Gotthardachse spielte eine etwas weniger wichtige Rolle, weil der 4-Meter-Korridor noch nicht fertig ausgebaut ist. Am meisten wurden Container und Sattelauflieger verladen; dieser unbegleitete kombinierte Verkehr legte um gut 5%. Er macht im alpenquerenden Schienengüterverkehr 63% aus.
dm/
(AWP)