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Die Kantonsregierung hatte in der Revision der Jagdverordnung vorgeschlagen, dass künftig Schneehasen und Schneehühner nicht mehr geschossen werden dürfen. Er begründete dies damit, dass die Klimaerwärmung und die Menschen das Leben dieser Tiere schwer machten und diese keine Schäden verursachten. Eine Bejagung aus Regulationsgründen sei nicht notwendig. Sie lasse sich in erster Linie mit dem Jagderlebnis und der Trophäe rechtfertigen.
Trotz diesen Argumenten will der Regierungsrat die Schneehasen- und Schneehuhnjagd weiter zulassen. Er begründete seine Kehrtwende in seinem am Montag veröffentlichten Bericht an den Landrat mit den Ergebnissen der Vernehmlassung. Gewichtige Vernehmlassende hätten verlangt, dass diese Jagd weiterhin möglich sein solle. Allerdings sollen im Bedarfsfall einschränkende Massnahmen möglich sein.
Nach Angaben des Urner Regierungsrats ist die Jagd auf Schneehühner noch in drei Kantonen erlaubt, auf Schneehasen noch in neun Kantonen.
Auf mehr Ruhe hoffen können gemäss der vom Regierungsrat vorgeschlagenen neuen Gesetzgebung namentlich die jungen Wildtiere. Von Anfang April bis Ende Juli soll im Wald und in Waldesnähe eine Leinenpflicht für Hunde gelten. Damit sollen die in jenen Monaten noch wehrlosen Jungtiere geschützt werden. Die Leinenpflicht gilt nicht für Herdenschutz- und Suchhunde.
(sda)