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Bisher bildeten das Gemeindeschulhaus aus dem Jahr 1876 zusammen mit der 1958 vollendenten Bezirksschulanlage vom Zürcher Architekten und Schulbauer Roland Rohn (1905-1971) das «Oberschulzentrum Rebberg» in Zofingen. Um dem steigenden Schulraumbedarf entsprechen zu können wird das Gemeindeschulhaus zukünftig vollständig der wachsenden Primarstufe zur Verfügung gestellt. Für die Klassen der Sekundarstufe soll die bestehende Anlage durch einen Neubau erweitert werden.Um die städtebauliche Situation der bestehenden Anlage durch die präzise Setzung eines Neu-baus sinnvoll zu ordnen, soll das existierende Turnhallengebäude rückgebaut werden. Obwohl der Bau einen Teil der ursprünglichen Anlage Roland Rohns darstellt, wurden an der Westfassade bereits bauliche Eingriffe vorgenommen. Die beiden gestapelten Hallen im Inneren des Baus entsprechen mittlerweile weder den Anforderungen noch den Normen eines zeitgemässen Sportunterrichts. Im Sinne eines zukunftsorientierten Unterrichts wie auch eines repräsentativeren Auftakts der erweiterten Schulanlage erscheint der Rückbau des Turnhallentrakts als vertretbar, wenn nicht gar als notwendig.Der neu gesetzte Baukörper erweitert die bestehende Bezirksschulanlage gegen Westen und schafft ein ortsbauliches Pendant zum östlichen Hauptbau der Bezirksschule. Die gedeckte Promenade, welche das Rückgrat der bestehenden Schule bildet, wird bis zum Neubau fortgeführt und vereint so die alten Bauten mit dem neuen Schulhaus zu einem Gesamtensemble. Eingebettet in die bestehende Topografie des Ortes, respektiert die Höhenentwicklung des Neubaus den Bestand der Schulanlage wie auch die Bauten der benachbarten Wohnquartiere. Das leichte Abrücken des Baus von den Bestandsbauten schafft qualitätsvolle Aussenräume, welche die landschaftliche Durchlässigkeit der Schulanlage fortschreiben und als grosszügige Pausen- und Aufenthaltsräume genutzt werden können.Der Rückbau des bestehenden Turnhallentrakts wird durch eine normgerechte Dreifachhalle im Neubau aufgewogen. Zu zwei Dritteln im Erdreich versenkt wird die Halle über die Verglasung im Zugangsgeschoss belichtet. Der gedeckte Eingang auf der Nordseite des Baukörpers erschliesst über zwei Treppenhäuser die Zwischenebene der Umkleiden, wie auch die Hallenebene mit den Geräteräumen. Die Umkleidebereiche sind funktional angeordnet und effizient organisiert. Ihr offener Erschliessungsbereich bietet eine Zuschauergalerie für kleinere Sportanlässe. Über die verbindende Vorzone des Geräteraumes können sämtliche Spielfelder direkt auf den Geräteraum zugreifen. Auch die ungestörte Erschliessung der abtrennbaren Hallen ist über diese räumliche Verbindung gewährleistet. Die Neupositionierung der drei Sporthallen samt ihren Umkleidekabinen erlaubt es, den bestehenden Garderobentrakt der Bezirksschulanlage umzuwidmen und nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten anzupassen. Ohne Eingriffe in der Gebäudehülle vorzunehmen, können hier die Räume des zentralen Schulbereiches organisiert und mit dem bestehenden Ausdruck des Gebäudes vereinbart werden.
|Titel:||Neubau Oberstufenzentrum Rebberg|
|Ort:||Zofingen|
|Verfahren:||Selektiver Studienauftrag für Generalplanerteams|
|Veranstalter:||Stadt Zofingen|