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Die Grünen unterstützen den automatischen Informationsaustausch (AIA) als wirksames Instrument, um Steuerhinterziehung und die daraus folgenden Lücken in den öffentlichen Haushalten weltweit zu bekämpfen. Sie begrüssen daher sehr, dass der AIA auf weitere Staaten und Territorien ausgedehnt werden soll. Dies trägt auch dazu bei, dass der AIA sich als internationaler Standard weiter etabliert.
Die Grünen teilen ausserdem die Einschätzung des Bundesrates, dass bei den vorgeschlagenen Staaten und Territorien geeignete Voraussetzungen in Sachen Vertraulichkeit und Datenschutz bestehen. Die Grünen haben beim AIA stets die Einhaltung hoher Datenschutzstandards verlangt, damit die Informationen vertraulich behandelt und nur von berechtigten Personen innerhalb der betroffenen Behörden eingesehen werden.
Mit Bedauern stellen die Grünen schliesslich fest, dass der AIA im vorliegenden Entwurf lediglich auf Industrie-, Schwellen- und fortgeschrittene Entwicklungsländer mit vergleichsweise hohen Einkommen ausgedehnt wird. Ärmere Entwicklungsländer fehlen noch immer unter den AIA-Partnern der Schweiz. Durch Steuerflucht ins Ausland entgehen den Entwicklungsländern jedes Jahr Milliardenbeträge, die sie sonst zusätzlich zur Entwicklungszusammenarbeit für die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen und die Klimafinanzierung nutzen könnten.