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Rezepte mit altem Brot
Es ist schade, hart gewordenes Brot wegzuwerfen. Wer miterlebt hat, wie viel Arbeit in einem guten, handgemachten Brot steckt, kann das verstehen.
Deshalb haben wir hier einige spannende Rezepte mit altem Roggenbrot zusammengestellt.
Backofensuppe
Zwiebeln, Butter, Roggenbrot, geriebener Käse, Fleischbrühe
Man lässt in einer zugedeckten Pfanne eine stattliche Anzahl Zwiebeln in Butter glasig, aber nicht braun werden. In einem flachen, feuerfesten Gefäss, z.B. in einer niedrigen Schmorpfanne oder in einer Fonduepfanne, stapelt man in übereinanderliegenden Schichten eine Lage Zwiebeln, eine Lage altbackene, etwa 1 cm dick geschnittene Brotscheiben, dann eine Lage geriebenen Käse. Man schichtet beinahe bis zum Topfrand und beendet mit einer Lage Käse. Das Ganze wird mit Fleischbrühe übergossen und mit der Kelle angedrückt, um die Masse gut zu durchtränken. Dann schiebt man den zugedeckten Topf in den Ofen. Gegen Ende des Backvorgangs entfernt man den Deckel und lässt das Ganze noch etwas überbacken. Das Gericht soll dickflüssig sein.
Sii (Roggenbrot-Rotweincreme)
Man ist sich nicht einig, ob das heute als Dessert genossene Gericht mit dem geheimnisvollen Savieser-Patoinamen eigentlich ‚Sii‘ heisst oder ob damit nicht ‚S Ii‘, S zwei, Seigle Ii, gemeint ist. Letzeres würde die Verwertung von altbackenem Roggenbrot erklären.
500 g altbackenes (kein frischers) Roggenbrot, 5 dl Rotwein aus dem Wallis (z.B. Dôle), 60 g Rosinen oder Sultaninen, 1 dl Holundersirup, 20 g geschmolze Butter, 250 ml Schlagrahm
Rotwein in eine runde Schüssel giessen, geschnittenes oder gebrochenes Roggenbrot über Nacht darin einweichen.
Am nächsten Tag von Hand gut kneten bis ein weicher Teig entsteht.
Die vorher eingeweichten Rosinen zugeben und den Holundersirup unter die Masse rühren.
Butter in einer Pfanne erhitzen, den Teig zugeben und unter stetem Rühren heiss werden lassen.
Den Sii noch warm in Dessertschalen verteilen und mit geschlagenem Rahm garnieren und servieren. Damit das Dessert nicht zu schwer ist, kann es mit Glace oder Kompott (Beispiel: Rhabarbermousse) ergänzt werden.
Variante: die Rosinen können durch andere, kleingeschnittene Trockenfrüchte ersetzt werden (Aprikosen, Äpfel, Birnen, Feigen).
Der Mückenkiller (Zigouille-Moustique)
1 kg Brotreste (altbackenes Brot), Milch, Butter, Alpkäse, Salz, Muskatnuss, Pfeffer, Eier, Rahm
Die Brotkruste entfernen; die Brotkrumen in in Stücke brechen und in eine Schüssel legen. Mit 3/4 l kochender Milch übergiessen. Sobald das Brot gut durchtränkt ist, 50 g geschmolzene Butter und 200 g geriebenen Alpkäse zugeben. Mit ein wenig Salz, einer guten Prise Muskatnuss und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Mit 4 ganzen Eiern und etwas Doppelrahm vervollständigen. Das Ganze gut mischen und die Masse in eine gut ausgebutterte Auflaufform geben. Mit etwas geriebenem Käse bestreuen und für 30 Minuten in den Ofen schieben. Der Käsekuchen muss gleichmässig goldgelb überbacken sein.
Wein am Tisch: Fendant
Goldschnitten
Altbackenes Brot, Milch, Zucker, Eier, Butter, Zimt
Das Brot in 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Zwei Suppenteller bereitstellen. In den ersten Teller 2 gehäufte Esslöffel Zucker und 1 Tasse kochende Milch geben. Im anderen Teller 2 ganze Eier und 1 Löffel Milchl verquirlen. In einer Pfanne ein Stück Butter schmelzen lassen. Jede Brotscheibe in die süsse Milch tauchen, abtropfen lassen und dann in den zweiten Teller geben. Die Brotscheiben in einer Pfanne backen und nach 2-3 Minuten wenden. Beide Seiten sollen schön goldbraun sein. Die Scheiben auf einen warmgestellten Teller legen und vor dem Servieren mit etwas Zucker und Zimt bestreuen.