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Rita (Margherita Lotti) kam wahrscheinlich 1371 in der mittelitalienischen Region Umbrien zur Welt. Ihren Eltern war eine gute Schulbildung und auch religiöse Bildung für ihre Tochter wichtig. Deshalb schickten sie Rita ins nahegelegene Cascia zur Schule, wo Augustinermönche als Lehrer wirkten. Als junge Frau wollte Rita bei den Augustinerinnen eintreten, wurde aber gegen ihren Willen mit Ferdinando di Mancino verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: Giangiacomo und Paolo Maria. Durch seine Verwandtschaft wurde ihr Ehemann Ferdinando in Fehden verstrickt und ermordet. Später starben beide Söhne an der Pest. Rita trat nun, wie sie es bereits als junge Frau gewünscht hatte, als Augustiner-Eremitin in das Kloster in Cascia ein. Dort führte sie ein Leben in strengster Entsagung und Busse, kümmert sich aber auch mit ihren Mitschwestern um Kranke, Arme und ältere Menschen.
Rita bat Christus, an seiner Passion teilhaben zu dürfen. 1432 entdeckte sie im Gebet auf ihrer Stirn die Wunde eines Dorns aus der Krone des Gekreuzigten. Das Stigma zeichnet ihr Gesicht fortan bis zum Tod 15 Jahre später: Rita stirbt in der Nacht auf den 22. Mai 1447.
In Erinnerung und zur Verehrung dieser Heiligen, findet vom 21. bis 23. Mai eine grosse, dreitägige St. Rita-Feier in Einsiedeln statt. Sie beginnt am Sonntagabend mit einer Vigilfeier: Nach der Teilnahme an der Vesper in der Klosterkirche feiert Pfr. Jean Kapena mit den Gläubigen die feierliche Sonntagsmesse. Bei schönem Wetter findet mit Beginn am Marienbrunnen auch eine Lichterprozession für den Frieden statt.
Am Montag, dem Gedenktag der heiligen Rita, wird der Neupriester Ivan Saric aus St. Gallen an der Feier teilnehmen: Morgens wird er mit weiteren Priestern den Festgottesdienst mit den Gläubigen feiern, am Nachmittag beten alle gemeinsam einen Rosenkranz um Priester- und Ordensberufungen. Die Pilgerandacht mit einer Predigt des Primizianten sowie Aussetzung und Segen bilden den Abschluss des Tages.
Am Dienstag endet die St. Rita-Feier mit der Danksagung an die Gnadenmutter: Die Gläubigen feiern zusammen mit Pfarrer Bernhard Schneider die heilige Messe in der Gnadenkapelle.
Das ganze Programm mit allen Angaben ist in unserer Rubrik «Veranstaltungen» aufgeschaltet.
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