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Ende Januar 2018 waren in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Wallis 8162 Arbeitslose gemeldet. Dies entspricht einer Zunahme von 327 im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,7%. Dieser Anstieg folgt der Entwicklung auf nationaler Ebene (+0,1 Prozentpunkte). Der jährliche Höchstwert der Arbeitslosigkeit wird für gewöhnlich Ende Januar erreicht.
Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist in erster Linie saisonal bedingt und zwar durch die vorübergehende Schliessung der Baustellen in den Wintermonaten. Während die Arbeitslosigkeit im Mittel- und Unterwallis anstieg, sank sie im Oberwallis. Bekanntlich ermöglicht hier während der Wintersaison die weiter als im französischsprachige Wallis verbreitete Erwerbskombination die Übernahme eines Teils der betroffenen Bauarbeiter durch Tourismusunternehmen. Für den Februar erwarten wir dank den bevorstehenden Sportferien einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Tourismus.
Gemäss der Kantonalbank und dem Institut BAK Economics zeichnen sich die Wachstumsaussichten für 2018 erfreulich ab (+1,9% gegenüber +0,8% im 2017). Das Baugewerbe, der Immobiliensektor und die chemische Industrie insbesondere tragen hierzu bei. Zudem wirkt sich die Abschwächung des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro positiv auf den Tourismus aus. Die DIHA rechnet für 2018 weiterhin mit einem Rückgang der durchschnittlichen jährlichen Arbeitslosenquote auf 3,5%.