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der
Walliser geratener französischer Offizier wurde bis zur
Brust in die
Erde vergraben und dann zu Tod gesteinigt. Die am
nämlichen Abend mit Verstärkung anrückenden Franzosen rächten sich durch Einäscherung des Dorfes
Varen und eines benachbarten
Weilers, worauf Walter samt seinen Gefährten sich gegen die Höhen hin flüchten mussten. 14 Tage später
fand Walther, der sich zu ergeben weigerte, bei
Visp den Tod.
Zerfällt
in drei Stäfel mit
Hütten: Varvallannaz d'Avaux in 1357 m, Varvallannaz du Milieu in 1437 m und Varvallannaz
d'Amont in 1570 m. Reich an seltenen Pflanzen, wie z. B. Aconitum paniculatum, Delphinium elatum, Carduus Bambergeri (C.defloratus × personata);
Hieracium lanceolatum, H. pseudojuranum, H. parcepilosum, Orobanche flava, Phaca frigida und interessante
Schafgarben (Alchimillen).
668 m. Aus den beiden Häusergruppen Vas d'En
Bas und Vas
d'Amont bestehendes Dörfchen in den
Weinbergen am tiefern Gehänge von
Lens, zwischen dem Dorf
Chelin und der Häusergruppe
Saint Clément und 600 m n. der Station
GrangesLens der Simplonbahn. 26
Häuser, 177 kathol. Ew. Bemerkenswert ist ein halb
zerfallenes altes Gebäude, das von den Tavelli in ihrer Eigenschaft als
Herren von
Granges erstellt und als angenehmer Sommersitz
inmitten des Rebgeländes und im Schatten schöner
Fruchtbäume benutzt worden ist. Es zeigt noch Reste von Freskomalereien,
die Jagdszenen und andre Darstellungen aus dem Landleben erkennen lassen und die SignaturHoc opus curavitA. R. Antonius Zillioz et filius anno DNI 1565 trägt.
Später ward dieses Herrenhaus zu einer Gastwirtschaft, als welche
es folgende groteske, halb französische und halb mundartliche Inschrift erhielt: Qui n'aura ni hargien, ni crédit, ni abitde l'aune, Qu'il hale boire à la fontanne ( entsprechend etwa dem Deutschen: «Allhier
zur
Sonnen, Wer kein Geld hat geh zum Bronnen»).
Die
Häuser werden zumeist während der Zeit der Arbeit in den
Rebbergen von
den Leuten aus
Lens bezogen.
oder
Fasanenkopf(Kt. St. Gallen,
Bez. Sargans).
2034 m. Begraster Gipfel am O.-Ende des
Grates, der sich von den
Seehörnern in der Gruppe der
Grauen Hörner ostwärts gegen das Taminathal erstreckt; nördl. über den Rasenhängen der
Vasanealp. Kann von
Valens aus in 3 Stunden bestiegen werden und bietet eine hübsche Aussicht.
2500-1400 m. Rechtsseitiger Zufluss des
Vaplonabaches. Er bildet den Abfluss eines kleinen
Firnfeldes auf der SO.-Abdachung des Pizol, fliesst in einer schluchtartigen Rinne, dem Valgrausa, ostwärts,
nimmt von beiden
Seiten her eine Menge von kleinen Nebenadern auf, die teils von den
GrauenHörnern, teils von den
Zanayhörnern
kommen, und mündet nach 3 km langem
Lauf.
Der N.-S. gerichtete und leicht westwärts ausbiegende Stollen stand 1851-1855 im Betrieb und beschäftigte
Ende 1851 unter der Leitung von François Maret aus Le Châble 27 Grubenarbeiter und 17 Steinklopfer.
Das geförderte Material
wurde zuerst in einem etwa 1 Stunde tiefer unten gegen das Dorf Bagnes hin errichteten Klopfwerk verkleinert
und gesäubert, um dann später nach Riddes in das gemeinsame Schmelzwerk für verschiedene Bergwerksbetriebe abgeführt zu
werden.
Des Auskeilens der Erzgänge wegen musste dann der Betrieb eingestellt werden.
Die wichtigern Nebenarme des Baches von Val Vau sind der prachtvoll abstürzende Abfluss des fischreichen,
in grossartigem Gebirgskessel liegenden Lai da Rims (2392 m) und der Wildbach von ValMott von der O.-Seite. Vorn hat sich der
Thalbach tief in seinen ziemlich stark geböschten und bis in die Gegend der Kirche von Valcava hinüberreichenden Schuttkegel
eingeschnitten. Dieser ist gut bewachsen, mit fruchtbaren Wiesen und Feldern bekleidet und im S. mit Wald
bestanden.
Der Bach von Val Vau liefert manchmal Schuttmassen bis zur Strasse hinunter. Nach oben ist das eigentliche Val Vau von einer
vor dem Lai da Rims und dem Munt Praveder herziehenden Felsterrasse begrenzt. Am Fuss dieser Schwelle liegt die dem Kloster
Münster gehörende Alp Clastra (1951 m). Von Santa Maria führt der Weg über die von Wald umrandete Wiesenterrasse
Vau (1732 m) in 1½ Stunden dahin. Von den idyllischen Waldwiesen der Alp Clastra aus erblickt der Wanderer die schäumenden
Wasserfälle unter der Felswand des Lai da Rims.
Ein steiler Pfad leitet in südöstl. Richtung in zwei Stunden hinauf zum Seebecken, das von einem hohen
Bergeskranz umrahmt ist. Von dieser Stelle aus sind der Piz Umbrail und die Stilfserjochstrasse in 2-3 Stunden zu erreichen.
Ferner gelangt man aus Val Vau nach Ueberschreitung der Wasserscheide von Dössradond in das Thal der Münsteralpen und von
da durch Val Mora nach San Giacomo di Fraele im obersten Veltlin. Der oberhalb der Alp Clastra gelegene
Thalteil besitzt eine mittlere Höhe von 2200 m, das eigentliche Val Vau eine solche von 1660 m. Val Vau liegt in Gneis, Verrucano
und alpinem Muschelkalk, auf welche Gesteinsserie in der Höhe der beiden Thalseiten und im obersten Thalteil
in normaler Lagerung Arlbergdolomit, obere Rauhwacke und Hauptdolomit folgen. Der Botaniker findet in Val Vau und seiner
Umgebung eine reiche Flora von ausgeprägtem ostalpinen Charakter.
(Le) (Kt. Waadt,
Bez. Nyon).
817 m. Gem. und Dorf an der Juraflanke und an der Strasse Begnins-Bassins-Marchissy, 11 km n. Nyon
und 6 km nnw. der Station Begnins der Linie Gland-Begnins. Postablage, Telegraph, Telephon; Postwagen Begnins-Saint Georges.
Gemeinde, mit Pensaz: 45 Häuser, 190 reform. Ew.; Dorf: 35 Häuser, 153 Ew. Kirchgemeinde Burtigny. Land-
und Waldwirtschaft. Mühlen. Das einst der Abtei Bonmont unterstehende Dorf war zur Zeit der Berner Hoheit sehr arm, erfreut
sich aber jetzt dank des rationellen landwirtschaftlichen Betriebes eines schönen Wohlstandes.
(Kt. Freiburg,
Bez. Glâne).
752 m. Gem. und schön gelegenes Pfarrdorf über dem Thal der Broye. Station der
Linie Freiburg-Lausanne. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen Vauderens-Promasens. Gemeinde, mit Es Sécherons, Les Charbonnières,
La Croix, L'Oche und Les Réplanaz: 50 Häuser, 284 kathol. Ew.; Dorf: 26 Häuser, 137 Ew. Ackerbau und Viehzucht. Holzhandel.
Brüche auf Molassesandstein. Die Station Vauderens liegt am S.-Eingang des 921,5 m langen, durch den
Molassefels geführten Eisenbahntunnels, dessen N.-Portal mit 768 m Meereshöhe den Kulminationspunkt der Linie Bern-Lausanne
bildet. Bei La Gottaz kann man den Kontakt der grünlichen Meeresmolasse mit der grauen Süsswassermolasse beobachten. Töpferton.
Funde aus der Römerzeit. Der Ort wird schon vom Urbar des KlostersHauterive im 12. Jahrhundert als «Waldenens» (d. h.
bei den Nachkommen eines Waldano oder Waldhari) genannt;
Holzhandel. Uhrenmacherei. Die Deutung des Ortsnamens ist ziemlich interessant: nach Zimmerli ist die älteste Namensform
Wölflingen, aus der dann durch Romanisierung «Vauffelin» hervorging,
während Füglisthal lediglich als deutsche Uebersetzung («Vögelisthal») der
später von Klerikern aufgebrachten Bezeichnung Vallis volucrum, erscheint. Urkundliche Formen: 1228:
Walfelim; 1448: Waffelin. 1311: Vallis volucrum und Fuglisdal;
1349: Fuglistal. Vorgermanisches Kistengrab.
Die Reformation
ward hier von Henri Pourcelet, einem Gefährten Farels,
¶
mehr
eingeführt, worauf man Vauffelin einige Jahre später der Pfarrei Orvin (Ilfingen) und im Jahr 1798 der Pfarrei Péry (Büderich)
angliederte. 1840 wurde aus den Gemeinden Plagne, Romont (1839 vom Bezirk Büren und der Pfarrei Pieterlen abgetrennt) und Vauffelin
die jetzige Kirchgemeinde Vauffelin errichtet. Das Thal von Vauffelin bildet eine zwischen das Gewölbe
von Plagne und die Kette von Magglingen eingebettete Mulde mit Neokom, Molasse und reichlichem Moränenschutt.
Gefälle 21%. Den Thalhintergrund bildet der freundliche Boden von PlaunGrond,
wo sich die Quellen des Thalbaches sammeln. In der Thalmitte liegen die Hütten von Margum (2313 m), links über dem Vordergrund
die Hütten der Alp Vaüglia Sura (2256 m).
Das Thal ist in Gneis
und Casannaschiefer (Phyllite) eingeschnitten. Im Vordergrund bis gegen die Thalmitte bricht noch grüner Granit vom Charakter
des Juliergranites aus den kristallinen Schieferbildungen.
(Piz) (Kt. Graubünden,
Bez. Maloja).
2974 m. Gipfel im Casannagebirge der Ofengruppe, zwischen dem PizCorn (2957 m) im W. und dem Piz Casanella
(2931 m) im O. Mit Ausnahme des kurzen Steilabfalles auf der NW.- und N.-Seite zeigt der Berg ziemlich
sanfte Böschungen.
Nach N. sendet er einen langen, meist grünen und wenig angerissenen Rücken zwischen die Alpenthälchen
Vaüglia und Casanella hinab. Im W.
liegt das Camogaskerthal (Val Chamuera) und im S. dessen an botanischen Raritäten reiches
Seitenthal Val Lavirum.
Nach neuern Untersuchungen von Zoeppritz
(Geolog. Untersuchungen, imOberengadinzwischenAlbulapassundLivigno im Jahresbericht der Nat. Ges. zuFreiburgi. B. 16, 1906) trägt
der Berg eine Kappe von grünem Granit, der im W. und N. auf Granatglimmerschiefer und Granatgneis ruht.
Die Theobaldsche geologische Karte erscheint dadurch umfassend berichtigt.
beschäftigt die industrielle Tätigkeit: Feilenfabrik, Uhrsteinschleiferei, Gerberei, Schuhwarenfabrikation, Mühlen und
Sägen ob und unter dem Dorf. Das Thal soll von entflohenen Hörigen des tyrannischen Wido, Herrn von Cicon in Burgund,
gegen Ende des 11. Jahrhunderts besiedelt worden sein. Da die Ansiedler sich unter den Schutz des KlostersRomainmôtier stellten,
entstand Streit zwischen diesem und Wido, der nun des KlostersGüter in Burgund brandschatzte und sich
aneignete.
Nach endlosen Unterhandlungen kam man 1097 überein, dass Wido die Flüchtlinge nicht mehr zurückfordern, dafür aber seine
Klosterbeute behalten dürfe. Im Jahr 1436 erhielt das Dorf Vaulion vom Propst Jean de Juys die Erlaubnis
zum Bau einer dem Pfarrer von Romainmôtier zu unterstellenden Kapelle. Die verhältnismässig gute Besiedelung des abgelegenen
Thälchens lässt sich aus den ausnahmsweisen Freiheiten und Vorrechten erklären, die den burgundischen Flüchtlingen vom
Kloster gewährt worden sind.
Landwirtschaft und Industrie haben hier zu einem allgemeinen Wohlstand geführt. Das Thälchen von Vaulion bildet
eine eiförmige Mulde, die im N. und W. von der halbkreisförmigen Falte der Dent de Vaulion und im SO. vom Gewölbe des ChaletDernier begrenzt wird. Sie enthält alle Schichten der drei Neokomstufen mit zahlreichen Versteinerungen. An ihren Flanken
liegen mächtige Moränenablagerungen, die zum grössten Teil dem einstigen Rhonegletscher angehören.
Man hat hier zahlreiche erratische Blöcke ausgebeutet.
(Dent de) (Kt. Waadt,
Bez. La Vallée und Orbe).
1487 m. Hervorragender Gipfel im Waadtländer Jura; zwischen dem Orbethal, dem
Jouxthal, dem Pass von Pétrafelix und Romainmôtier. Orientierungstafel. Mit Ausnahme der NO.-Seite, die in einer an die 250 m
hohen Felswand abbricht, ist der Berg von überall her auf guten und in neuester Zeit teilweise noch
verbesserten Wegen leicht zugänglich, so von Le Pont in 1½, von Vallorbe in 2½ und von Romainmôtier her in 3½ Stunden. Der
hervorragende Aussichtsberg wird sehr häufig besucht. Die Aussicht erstreckt sich auf die Alpen, die
Waadtländer Landschaft, die dunkeln Waldungen des Mont Risoux und anderer Jurakämme und auf 10 grosse und kleine Seen in
Frankreich und der Schweiz, vom Leman bis zum winzigen Lac Ter im Jouxthal.
Strohflechterei. Sägen. Sandsteinbrüche und Torfgruben. Die aquitanische Molasse von Vaulruz deutet auf eine einstige Brackwasserlagune
hin, die etwa die Stelle der jetzigen Siongeniederung einnahm, und hat beim Bau der Linie Bulle-Romont ein sehr schön erhaltenes
Skelett des Meersäugetieres Halitherium Schinzii geliefert. Das Gebiet von Vaulruz wird zum erstenmal 1115 genannt,
in welchem Jahr Ritter Nanthelme de Grangettes und Konsorten das «Vallis Rodulphi» mit der Herrschaft Les Molettes der Abtei
Humilimont vergabten.
Eine Kirche wird seit 1227 erwähnt. Zu Ende des 13. Jahrhunderts gehörte der grösste Teil des Gebietes von Vaulruz dem
Mermet von Blonay, welchem die Herrschaft infolge seiner Heirat mit Mermette de Billens zugefallen war.
Ludwig II. von Savoyen, Herr der Waadt,
erwarb die Herrschaft im Jahr 1302 und erbaute auf dem «Molard», dem Hügel zwischen der Sionge
und dem Bach von Pissesang, eine feste Burg als vorgeschobenen Posten seiner Ländereien gegen das Gebiet
des Bischofes von Lausanne, mit dem er in Fehde lag.
Burg und Flecken kamen dann 1359 an den Grafen Amadeus VI. von Savoyen und 1387 als Lehen an die BrüderChampion aus SaintMichel
in der Maurienne, die die zerfallene Burg wieder aufrichteten. 1538 verkaufte der Inhaber die Herrschaft
Vaulruz zusammen mit andern Besitzungen an die Stadt Freiburg, die sie zu einer Vogtei machte. Das eine malerische Landschaft
beherrschende Schloss, dessen Bergfried und Umfassungsmauer abgetragen worden sind, gehört jetzt der Gemeinde Vaulruz. Urkundliche
Namensformen: 1115 Valle Rodulphi; 1303 Vaulruz = Rudolfsthal (vergl. Val de Ruz). Die deutsche Uebersetzung
«Thalbach» ist zu einer Zeit entstanden, da die ursprüngliche Namensform schon stark abgeschliffen und dem Volk
daher nicht mehr verständlich war.
1228 Valmarcuel; 1256 Val Marcul; 1310 Vaulxmarcus, d. h. Thal des Margolt oder Marcolt. Die ersten Herren von Vaumarcus werden
im 13. Jahrhundert genannt, zu welcher Zeit sie als Inhaber des Blutbannes mit den Herren von Estavayer und von Grandson im
gleichen Rang standen. Ausser ihrer kleinen Herrschaft besassen sie im Waadtland noch mehrere Lehen. 1282 verkauften
sie dem Grafen von Burgund ihre Rechte auf die Herrschaft Jougne und 1283 dem Grafen von Neuenburg
das Gebiet von Pontareuse.
Gänzlich verschuldet, mussten sie diesem letztern 1307 auch ihre Herrschaft Vaumarcus verkaufen. Gräfin Isabella von Neuenburg
verlieh
Vaumarcus 1375 dem Girard von Neuenburg,
in dessen Familie der Besitz bis 1577 verblieb. In diesem Jahr kam die Herrschaft
durch Heirat an die Herren von Bonstetten und dann 1675 an die Herren von Büren, die ihre letzten Rechte 1831 dem Staat Neuenburg
abtraten. 1889 wurde
das Schloss Vaumarcus von L. Pernod angekauft und vollständig restauriert. Johann II. von Neuenburg-Vaumarcus
nahm 1476 für seinen Freund Karl den Kühnen Partei und hatte kurz vor der Schlacht von Grandson in seinem Schloss eine burgundische
Besatzung aufgenommen. Nach ihrem glänzenden Sieg nahmen nun die Eidgenossen das Schloss und verbrannten es. Johann II. verliess
das Land, und erst 1492 gelangten seine Söhne wieder in den Besitz der Herrschaft. Fund eines Grabhügels
aus der Hallstatt-Periode.
Das Isoklinalthälchen des Seyon zieht sich hier dem S.-Hang der Chaumont entlang, liegt in den Hauterivemergeln und
ist stellenweise bis ins untere Valangien eingeschnitten.
Man plant die Auffüllung des Thälchens und
dessen Trockenlegung entweder durch Ablenkung des Seyon durch einen neu anzulegenden und gegen Serrières ausmündenden Tunnel
oder durch Ueberwölbung des Flüsschens bis zum heutigen Felstunnel.
Damit hofft man
eine grosse Fläche ebenen und mit
der Bahnlinie nach La Chaux de Fonds im selben Niveau liegenden Terrains für Bau- und industrielle Zwecke
zu gewinnen.
Uhrenmacherei. Der längs dem Fuss des Plateau von Vautenaivre
dem schweizerischen Ufer des Doubs folgende Weg erschliesst eine Reihe von grossartig-wilden Landschaftsbildern.
Interessant
ist namentlich auch ein Felsen, der von der einen Seite einen majestätischen Frauenkopf, auf der andern
dagegen einen Affenkopf darstellt.
Der hiesige Abschnitt der Côtes du Doubs zeigt grosse Gebüsche von Haselsträuchern, die den
Bauern im Emmenthal das Holz zur Anfertigung der zum Verpacken der grossen Käse gebräuchlichen Reifen liefern.
Die
Combe von La Vaux ist in das Gewölbe der Kette des Creux du Van eingesenkt und reicht mit ihrem Boden bis zur Echinodermenbreccie
des Dogger hinunter, während die Gehänge im Argovien liegen und die obersten Steilabbrüche dem obern
Jurakalk angehören.
(Ruisseaude) (Kt. Bern
und Neuenburg).
900-432 m. 6,5 km langer linksseitiger Zufluss zum Bielersee. Entsteht
in den Bergwiesen nw. Lignières (M. Neuenburg),
umfliesst dieses Dorf in einem nach NO. konvexen Bogen und erhält die Wasser eines Teiles
der von der Kantonsgrenze Bern-Neuenburg durchschnittenen Sümpfe von La Praye, um dann sö. Lignières in tief eingeschnittenem
Bett die Forêt du Chanet zu durchziehen. Von nun an bildet er die Kantonsgrenze. Er umfliesst in tiefer
Klus den Schlossberg, geht durch das Rebgelände ob Neuenstadt und mündet 500 m wsw. Neuenstadt. Der nach starken Regengüssen
und zur Zeit der Schneeschmelze ziemlich wasserreiche Bach liegt im Sommer meist fast ganz trocken, da er auf
seinem Verlauf das Wasser durch unterirdische Klüfte und Spalten im Portland- und Valangienkalk verliert. Der Bach wird auch
Le Pislouvis genannt.
(Ruisseaudela) oder la Raisse (Kt. Waadt
und Neuenburg).
1230-738 m. Kleiner rechtsseitiger Zufluss der Areuse. Entsteht an der NW.-Flanke
der Jurakette Chasseron-Creux du Van aus zwei Quellbächen, die dem tief eingesenkten Trichter von La Vaux
entspringen, bricht dann durch die malerische kleine Klus von Pouëtta Baisse und erreicht das Val de Travers, um nun den östl.
Abschnitt des Dorfes Môtiers zu durchfliessen und sich nach 6 km langem Lauf, wovon 1,8 km auf Waadtländer und 4,2
km auf Neuenburger Boden entfallen, mit der Areuse zu vereinigen. Schwache Wasserführung.
(Ruisseaudes) (Kt. Waadt,
Bez. Moudon).
825-490 m. 6,5 km langer rechtsseitiger Zufluss der Broye. Entspringt auf Freiburger Boden
2,5 km s. vom Dorf Brenles, geht östl. daran vorbei und fliesst nun in tiefem Tobel zwischen Sarzens und
Lovatens durch, um nachher nach NW. abzubiegen, Curtilles westl. liegen zu lassen und unterhalb dieses Dorfes sowie gegenüber
Lucens zu münden. Der wasserarme Bach heisst im Oberlauf Ruisseau de Brenles, erhält von links den Ruisseau des Avis und
treibt zwei Mühlen.
(Ruisseaudes) (Kt. Waadt,
Bez. Yverdon).
558-455 m. 5,5 km langer linksseitiger Zufluss der Mentue. Entspringt 800 m
ö. Pomy, fliesst in nordöstl. Richtung durch ein kleines Thälchen zwischen den Höhen ö. Yverdon und w. Cronay, lässt Cuarny
im NW. liegen und mündet unterhalb
La Mauguettaz, wo er von links her den kleinen Ruisseau de Fey erhält.
1492 m. Zackiger Felskamm aus dolomitischen Kalken der Trias, auf der Landesgrenze
zwischen Val Colla (Schweiz) und Val Solda (Italien), 9 km nö. Lugano, zwischen dem Monte Boglia und dem
Monte die San Lucio. Am W.- und NW.-Hang breitet sich eine üppige Vegetation mit ziemlich interessanter Flora aus. Im Sommer
sind die Lichtungen inmitten des Alpenrosengebüsches mit einem wahren Teppich von Erdscheiben (Cyclaminus) und Maiglöckchen
(Convallaria maialis) überdeckt.
Der Name des Bergstockes (Denti della Vecchia = «Zähne der Alten» oder
auch Canne d'Organo = Orgelpfeifen) rührt von dem ausserordentlich wilden Aussehen her, den die zerrissenen Felszacken und
-zähne gewähren.