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Gemeindehaus
Adresse
6036 Dierikon
LU
Architektur
Das selbstbewusst anmutende Gemeindehaus hat eine hervorragende Ausgangslage für die kommunale Weiterentwicklung geschaffen und setzt ein Zeichen in der Rontaler Gemeinde. Der Baukörper ist an der «Weissen Moderne» orientiert; auch für die Gestalt des Attikageschosses finden sich in der jüngeren Baugeschichte herausragende Vorbilder.
Chronologie
Die Errichtung eines neuen Gemeindehauses war der erste Schritt der Dorfkernerweiterung von Dierikon Ende der 1980er-Jahre. In diesem Zusammenhang wurden zwischen dem Gewerbegebiet und dem alten Dorfkern ausserdem neue Geschosswohnungsbauten errichtet, die den heutigen Dorfkern bilden. Die Pläne wurden 1987 im Rahmen des «Ideenwettbewerbes Dorfkern Dierikon» präzisiert. 1988 wurde der Projektierungskredit von der Gemeindeversammlung gesprochen und 1990 der Neubau durch das Architekturbüro Meletta Strebel Zangger bewilligt. Das Gemeindehaus konnte 1991 termingerecht fertiggestellt werden.
Lage
Das Gemeindehaus liegt gegenüber der Dierikoner Kirche östlich der Einmündung der Rigi- in die Zentralstrasse. Während die neuen Wohnbauten orthogonal zur Zentralstrasse ausgerichtet sind und damit einen starken Richtungsakzent setzten, schafft die Drehung des Gemeindehauses mit seiner zur Rigistrasse hin orientierten Front den Übergang zum alten Strassendorf.
Beschreibung
Der Baukörper tritt als klarer, weiss verputzter Würfel in Erscheinung. Er umfasst drei Vollgeschosse und ein zurückversetztes Attikageschoss. Das Attikageschoss ist leicht gedreht positioniert. Da die Fassaden hochgezogen und mit Bandfensteröffnungen versehen sind, wird dies jedoch erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Die strassenseitige Süd- und Westfassade sind als streng strukturierte Lochfassaden geformt. Auf der Nord- und Ostseite öffnet sich das Gebäude hingegen über Eck mit einem transparent hervortretenden, über drei Geschosse reichenden Erschliessungskern. Die Innenräume und die Tragkonstruktion werden sichtbar. Die Struktur des Pfostenriegelsystems nimmt die Höhe der Geschossdecken auf, übersetzt die schmale Anordnung in die Vertikale und überzieht die Glasfront so mit einem feinen Netz und einer auf dem Quadrat beruhenden Teilung. Der Glaseinschnitt verbindet den Innen- und Aussenraum nicht nur optisch, sondern nimmt auch den Haupteingang auf.
Das Gemeindehaus ist als Massivbau konzipiert und auf einem Konstruktionsraster von 3,15 Metern aufgebaut. Die grosszügige, lichte Erschliessungszone kennzeichnet die Innenräume. Granit und Stahl ergänzen die Materialität des Baus.
Literatur