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Einige Bemerkungen zu Lokalformen
Es ist üblich, den Grünen Baumpython nach dessen äusserem Erscheinungsbild bestimmten Lokalformen zuzuordnen. Bei den dabei verwendeten Namen handelt es sich um geographische Bezeichnungen, v.a. von Inseln oder Ortschaften, in deren Umgebung häufig Tiere mit spezifischen Merkmalen gefunden wurden. Betont werden muss, dass es sich dabei nicht um Unterarten handelt.
Bei Nachzuchten bezieht sich der Begriff der Lokalform lediglich auf phänotypische Merkmale, da sich letztlich i.d.R. nicht ausreichend nachweisen lässt, woher die Vorfahren eines Tieres kommen und was möglicherweise alles eingekreuzt wurde.
Ich selbst halte und züchte ausschliesslich Tiere mit Merkmalen der Lokalform “Sorong”.
Der Stadtname "Sorong" ist eigentlich eine Handelsbezeichnung, es gibt keine lokal
begrenzte Population um diese Stadt. Ursprünglich wurde dieser Name für Tiere verwendet,
die von der Vogelkop-
In letzter Zeit ist eine exzessive Zunahme der für Lokalformen verwendeten Namen zu beobachten, bald hat jede Ortschaft in Neuguinea ihre nach ihr benannte Lokalform. Begründet ist dies einerseits durch geschäftstüchtige Händler, die mit neuen Namensschöpfungen versuchen, Tiere teurer verkaufen zu können und andererseits durch naive Käufer, die auf der Jagd nach dem Besonderen sind.
Im Morelia viridis Forum gibt es dazu eine interessante Diskussion. Besonders erwähnenswert sind die Aussagen von Daniel Natusch, einem Biologen der Feldforschung in Neuguinea betreibt. Er sagt klar, dass diese exzessiven Unterscheidungen eigentlich nutzlos sind, da zwischen vielen Lokalitäten gar keine klaren phänotypischen Unterschiede bestehen bei einer gleichzeitig sehr grossen Variabiliät zwischen den einzelnen Tieren. Er plädiert sogar dafür, nur noch folgende Lokalformen zu unterscheiden: Biaks (zu denen auch Supiori, Numfor, Padaio etc. gehören), Arus sowie nördliche und südliche Festlandformen. Dies macht Sinn, da es sich dabei um geographisch getrennte Populationen handelt (Biaks und Arus als Inselformen, die Festlandformen separiert durch das zentrale Gebirge). Ebenfalls hält er nichts von der Unterscheidung von Hoch-
Rawlings und Donnellan haben 2003 eine Arbeit zu ihren genetischen Untersuchungen publiziert und fanden so grosse Unterschiede, dass sie die Aufteilung in zwei verschiedene Arten vorschlugen: Eine südliche Art
Eine interessante Konsequenz aus dieser Neueinteilung ist, dass eine Verpaarung von Aru mit Biak oder Sorong somit einer Hybridisierung entspricht, da es sich ja um zwei verschiedene Arten handelt.