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Hitzschlag
Synonym: Hyperthermiesyndrom
Hitzschlag ist der gefährlichste medizinische Hitzeschaden und ein medizinischer Notfall. Beim Hitzschlag steigt die Temperatur im Innern des Körpers auf über 40 °C an. Betroffene haben eine gerötete, trockene und heisse Haut, besonders im Gesicht, und einen erhöhten, meist schwachen Puls. Weitere häufige Zeichen sind Bewusstseinstrübungen, Erbrechen, Krämpfe und Kopfschmerzen. Der Kreislauf kann zusammenbrechen, das Gehirn und andere Organe können bleibende Schäden davontragen.
Noch bevor der Notarzt eintrifft, sollten Anwesende die Betroffenen sofort an einen kühlen Ort bringen, sie flach mit erhöhten Beinen hinlegen und möglichst gut kühlen. Die Patienten sollten Flüssigkeit zu sich nehmen, wenn sie ansprechbar sind und sich nicht erbrechen.
Zum Hitzschlag, auch Hyperthermiesyndrom oder Hitzeschlag genannt, kommt es, wenn die Wärmeregulation des Körpers versagt. Er heizt sich durch Hitze, oft in Kombination mit körperlicher Anstrengung, zu stark auf. Dem Hitzschlag geht vielfach eine Hitzeerschöpfung voraus.
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Symptome
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Klagt eine Person nach längerer Zeit in der Hitze über starke Erschöpfung, hat sie möglicherweise auch Kopfschmerzen und wirkt benommen?Ist die Haut trocken, heiss und zumindest am Kopf wahrscheinlich gerötet?Fühlt sich der Körper fiebrig an und der Puls geht schnell?
Solche Anzeichen weisen bei heissem Klima und starker körperlicher Anstrengung auf einen Hitzschlag hin. Zumindest anfangs ist die Haut typischerweise trocken und heiss wie bei Fieber. Der Puls geht schneller, kann aber so schwach sein, dass er schwer zu fühlen ist. Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand. Der Kreislauf kann zusammenbrechen, das Gehirn und andere Organe können schwere Schäden erleiden. Tödliche Verläufe sind möglich.
Beim Hitzschlag können verschiedene Symptome auftreten, viele davon ähneln denen einer Hitzeerschöpfung. Sie sind beim Hitzschlag üblicherweise aber stärker ausgeprägt. Mediziner unterscheiden die beiden Krankheitsbilder anhand der Temperatur im Körperinneren: Bei einer Hitzeerschöpfung liegt sie tiefer, erst wenn sie auf über 40 °C steigt, sprechen Fachleute vom Hitzschlag. Zu den wichtigsten Symptomen, die erscheinen können, zählen:
- Kopfschmerzen
- Schwindel, Benommenheit, schwankender Gang
- Heisse, trockene Haut, anfangs meist gerötet, besonders im Gesicht, später oft blass und fahl
- Übelkeit, Erbrechen
- Wärmegefühl, deutlich erhöhte Körpertemperatur (> 40 °C bei rektaler Messung)
- Fehlende Schweissproduktion
- Schwächegefühl, Erschöpfung
- Hoher Puls, niedriger Blutdruck
- Schnelle, flache Atmung
- Krämpfe, Hitzekrämpfe
Komplikationen wie Schockzustände und Wassereinlagerungen in Gehirnzellen können zu bleibenden Schäden oder zum Hitzetod führen!
Betroffene unterschätzen oft die Gefahr, viele halten ihre Symptome lediglich für eine starke Erschöpfung. Dann kann ein Hitzschlag überraschend erscheinen. Doch häufig gibt es vorher Warnsignale – Zeichen einer Hitzeerschöpfung, wie etwa Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Schwindel, Übelkeit, Durst und Wärmegefühl.
Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall!
Anwesende sollten immer sofort einen Notarzt anfordern, Betroffene an einen kühlen Ort bringen, sie kühlen, in halb sitzender Lage mit erhöhtem Kopf positionieren und sie trinken lassen, falls die Patienten dazu in der Lage sind.
Bei einem Schock sollten die Betroffenen allerdings liegen, die Beine etwas erhöht. Zeichen können etwa blasse kalte Haut sein, kalter Schweiss auf der Stirn und schneller, sehr schwacher Puls, der teilweise kaum noch fühlbar ist. Anwesende sollten Betroffene nicht allein lassen, sie wach halten, Puls und Atmung kontrollieren. Bei bewusstlosen Patienten empfehlen Fachleute die stabile Seitenlage. Bei Atemstillstand oder Kreislaufversagen muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage und Beatmung) erfolgen.
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Behandlung
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Die Behandlung sollte unbedingt durch einen Notarzt stattfinden. Vorher können Anwesende aber wertvolle Hilfe leisten:
- Sich sofort aus der Hitze begeben und den Wärmeaustausch erleichtern: Betroffene sollten schnell an einen möglichst kühlen Ort gebracht werden; man sollte sie zumindest aus der direkten Sonne in den Schatten verlagern. Wichtig ist weiter, die Kleidung zu öffnen oder zu entfernen, falls sie die Wärmeabfuhr behindert oder den Betroffenen einengt.
- Kühlen: Um Hitze aus dem Körper abzuleiten, ist Kühlung nötig. Je nachdem, was den Patienten zumutbar erscheint, sind verschiedene Verfahren möglich. Sehr schnell wirkt, den Kopf unter fliessendes kühles Wasser zu halten. Coolpacks und kalte Umschläge eignen sich ebenfalls gut. An den Händen, den Füssen, im Nacken und an der Leiste kühlen sie am besten. Auch Luft zufächeln kann die Abkühlung unterstützen, solange die Patienten nicht frösteln oder frieren.
- Flüssigkeit zuführen: Betroffene, die bei Bewusstsein sind und sich nicht erbrechen, sollten reichlich trinken. Geeignet sind Getränke, die Elektrolyte enthalten. Infrage kommen beispielsweise spezielle Elektrolytdrinks, Fruchtschorle, Mineralwasser, leicht gesalzenes Wasser, alkoholfreies Bier und Bouillon.
- Ruhen: Wenn Betroffene bei Bewusstsein sind und Schockzeichen fehlen, sollten sie in halb sitzender Lage mit erhöhtem Kopf ruhen.
Nach einem Hitzschlag ist Schonung ratsam. Betroffene sollten die fachlichen Ratschläge zur Dauer befolgen. In der Regel sind mehrere Tage sinnvoll.
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Verlauf, Komplikationen, Besonderheiten
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Wenn ein Hitzschlag rechtzeitig erkannt wird und früh die richtigen Massnahmen getroffen werden, bleiben keine Schäden zurück. Anderenfalls kann sich der Zustand dramatisch verschlechtern, ohne Gegenmassnahmen und Behandlung ist mit einem tödlichen Verlauf zu rechnen. Dabei können verschiedene Komplikationen auftreten:
- Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit: Starke Benommenheit, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen und Ohnmacht können Zeichen dafür sein, dass das Gehirn nicht mehr genug Blut erhält. Als Folge sind bleibende Schäden möglich. Betroffene sollten mit erhöhten Beinen liegen, damit das Blut leichter zum Gehirn fliessen kann. Bei Bewusstlosigkeit raten Fachleute zur stabilen Seitenlage.
- Schockzustand: Herzrasen, sehr niedriger Blutdruck, fahle Blässe, kühle Haut und kalter Schweiss sind typische Zeichen für einen Schock. Auch hier ist die Durchblutung von Gehirn und anderen Organen gestört, der Kreislauf kann völlig zusammenbrechen. Bei Schock sollten ansprechbare Betroffene flach mit erhöhten Beinen liegen. Bei Bewusstlosigkeit raten Fachleute zur stabilen Seitenlage. Anwesende sollten Betroffene nicht allein lassen, sie wach halten, Puls und Atmung regelmässig kontrollieren. Bei Atemstillstand oder Kreislaufversagen muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage und Beatmung) erfolgen.
- Hirnödem (Anschwellen des Gehirns durch Wassereinlagerung): Wenn Flüssigkeit in Hirnzellen eindringt, schwillt das Gehirn an. Im knöchernen Schädel kann es sich aber nicht ausdehnen, Teile des Gehirns können gequetscht und geschädigt werden. Auch tödliche Verläufe sind möglich. Zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel können weitere kommen. Dazu gehören oft Störungen von Bewusstsein und Körperfunktionen wie Benommenheit, Teilnahmslosigkeit, Halluzinationen, Koma, Krampfanfälle, Sprechprobleme, Atemstörungen und Lähmung der Augenmuskulatur.
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Ursachen, Risikofaktoren und Häufigkeit
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Bei einem Hitzschlag ist die Wärmeregulation des Körpers überfordert. Sie wird nicht mit der Hitze fertig, die von aussen einwirkt, durch Bewegung entsteht oder durch beides. Nach der hauptsächlichen Ursache unterscheiden Fachleute zwei Formen: Der «klassische» Hitzschlag geht vorwiegend auf äussere Hitze zurück. Er betrifft in der Mehrzahl ältere Menschen und geschwächte Personen, etwa solche mit bestimmten Erkrankungen. Für den «Anstrengungshitzschlag» spielt körperliche Belastung – oft bei Hitze oder in warmen, stickigen Räumen – eine grosse Rolle. Diese Form ist auch bei jüngeren, gesunden Menschen zu finden, etwa bei Sportlern oder Berufstätigen in der Schwerindustrie. Der Körper überhitzt bei beiden Formen auch deshalb, weil ihm ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte fehlen. Recht schnell kann er keinen kühlenden Schweiss mehr herstellen. Ohne Nachschub an Flüssigkeit und Elektrolyten verschlechtert sich auch die Durchblutung der Organe.
Um mehr Wärme nach aussen abzugeben, weiten sich die Blutgefässe in der Peripherie des Körpers – also im äusseren Bereich, hauptsächlich unter der Haut. Das Herz pumpt nun mehr Blut dorthin, die Venen können aber nicht genug zurücktransportieren – das Herz erhält zu wenig Blut. Es pumpt schneller, aber der Blutdruck sinkt dennoch. Die Blutversorgung des Gehirns kann so stark nachlassen, dass Bewusstlosigkeit eintritt. Kreislauf und Atmung können total zusammenbrechen, das Gehirn Flüssigkeit einlagern.
Die Entstehung von Hitzschlag und Hitzeerschöpfung gleichen sich. Hitzeerschöpfung ist die mildere Form. Ihre Symptome weisen darauf hin, dass sich ein Hitzschlag entwickeln kann, wenn Gegenmassnahmen ausbleiben.
Risikofaktoren
- Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Hitzeeinwirkung: Je heisser die Umgebungstemperatur ist und je feuchter die Luft, desto eher macht Hitze dem Körper zu schaffen. Ab wann sie belastend wird, unterscheidet sich von Person zu Person. Eine Rolle spielt auch die Gewöhnung, die Akklimatisierung. Enge Kleidung, dicke Uniformen, Schutzanzüge, schlechte Lüftung, Windstille wie etwa in Innenhöfen und Menschenmengen behindern die Wärmeabgabe.
- Körperliche Belastung, besonders bei Hitze oder an warmen, stickigen Orten: Bewegung heizt den Körper auf, strengt den Kreislauf an und erhöht den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Grosse Anstrengung in heissem Klima oder schlecht gelüfteten Räumen kann die Schweissproduktion sogar zum Stillstand bringen, sodass die Wärmeregulation des Körpers zusammenbricht.
- Flüssigkeitsmangel: Ein Körper, der über viel Flüssigkeit verfügt, kann mehr und länger schwitzen als einer mit Flüssigkeitsmangel. Ausreichend und die richtigen Getränke zu trinken, ist wichtig.
- Akklimatisierung: Der Körper kann sich auf verschiedene klimatische Bedingungen einstellen, dazu braucht er jedoch ein paar Tage.
- Hohes Alter: Bei älteren Menschen lässt die Wärmeregulation nach. Zudem ist ihr Herz-Kreislauf-System oft geschwächt. Sie haben ein geringeres Durstgefühl und darum häufig einen Mangel an Flüssigkeit im Körper.
- Säuglings- und Kleinkindalter: Bei Säuglingen und Kleinkindern arbeitet die Wärmeregulation noch nicht optimal.
- Einnahme bestimmter Medikamente: Einige Beruhigungsmittel und Mittel gegen Parkinson stören die Funktion der Schweissdrüsen. Andere Medikamente wie z.B. Diuretika entziehen dem Körper Wasser.
- Konsum von Alkohol, Drogen: Er belastet den Kreislauf zusätzlich.
- Nervenschäden (z.B. durch Diabetes): Sie können die Kühlung des Körpers stören, falls sie die Steuerung der Wärmeregulation betreffen.
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Vorbeugung
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Als beste Vorbeugung gegen Hitzschlag gilt, viel zu trinken – gerade bei Hitze und körperlicher Anstrengung. Man sollte sich dabei nicht unbedingt auf sein Durstgefühl verlassen. Sinnvoll ist weiter, sich bei Hitze keine übergrossen Belastungen zuzumuten. Lockere, leichte Kleidung erleichtert den Wärmeaustausch am Körper.
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TopPharm hilft!
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Bei Ihrem Gesundheits-Coach erhalten Sie Mittel, die sehr nützlich sein können, wenn Sie bei einem Hitzschlag helfen wollen. Dazu gehören Coolpacks, Elektrolytgetränke und leichte Elektrolytpulver, mit denen sich Wasser unterwegs schnell zum Elektrolytdrink machen lässt.