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Ihr Schreinerei Franz Blapp Team
Franz Blapp
Inhaber seit 1995
Funktion: Chef
Hans Blapp
Inhaber bis 1995
Funktion: Senior-Chef
Adrian Jenni
Funktion: Lehrling
Postkarte von Oberdiegten anno 1920
Mit Blick von Eptingen her in Richtung Sissach zeigt dieses Bild von ca. 1920 die heutige Haupstrasse. Ganz links am Bildrand hinter den gestapelten Holzbrettern sind die beiden ursprünglichen Gebäude, Wohnhaus und Scheune, der Schreinerei Blapp zu erkennen. Das Parterre des Wohnhauses ganz am linken Bildrand wurde von Peter Blapp zum Imkerei-Laden umgebaut. Die heutige Schreinerei ist via Rischmattweg erreichbar.
In der Bildmitte sieht man die belebte Terasse des Restaurants Ochsen und gleich über die Strasse kann man das Restaurant Rebstock erkennen an seinem ursprünglichen Standort.
Geschichte der Schreinerei Blapp
Der heutige Inhaber der Schreinerie Blapp, Franz Blapp, führt dieses Geschäft in vierter Generation. Ursprünglich wurde es im Jahre 1889 von Johann Blapp-Bürgin (1856-1925) gegründet als Webstuhlschreinerei. Er produzierte und unterhielt damals die Webstühle der Seidenband-webereien. Die Webstühle waren weitverbreitet, da sie einen guten Nebenverdienst für die arme Landbevölkerung bot. Die Webstühle wurden meistens von Unternehmern aus der Stadt finanziert, die die Seidenbänder auch gleich abkauften. Die Maschinen zur Produktion dieser Webstühle wurden mit einem Wasserrad im Diegterbach betrieben, das unter der Hauptstrasse hindurch bis in die Werkstatt reichte.
Johann Blapps Sohn, Emil Blapp-Buser, gelernter Stuhlschreiner, führte die Webstuhlproduktion zuerst noch weiter, jedoch musste er bald einen neuen Erwerbszweig finden, da die Seidenbandproduktion in Heimarbeit einging. Mit der Herstellung von Bienenkästen und deren Einrichtung fand er eine Marktlücke. Die Bienenkästen waren in der ganzen Schweiz gefragt und wurden bis ins Tessin geliefert. Zudem ist belegt, dass die Gebrüder Blapp im Jahr 1931 das Benediktinerinnenkloster Au in Einsiedeln mit 20 Bienenkästen beliefert haben für sFR 901.15. Der hohen Nachfrage konnte Emil nur gerecht werden dank der Mithilfe seiner Frau Emma (geb. Buser) und seines jüngeren Bruders Arthur.
Emil übergab im folgenden das Geschäft seinen beiden Söhnen Hans Blapp-Thommen und Peter Blapp-Flury, beides gelernte Bauschreiner, welche im Jahr 1950 neben der Bienenschreinerei auch eine Bauschreinerei etablierten. Peter Blapp widmeten sich bis zu seiner Pensionierung vor allem der Herstellung und dem Vertrieb von Bienenkästen in seinem Imkerfachgeschäft wohingegen Hans Blapp die Bauschreinerei weiterentwickelte. Im Imkerei-Laden, in welchem Imkerei Zubehör vertrieben wurde, arbeiteten auch die beiden Ehefrauen Therese (geb. Flury) und Irma (geb. Thommen) mit. Im Jahr 1974 wurde der Schreinerei ein neues Materiallager angegliedert und der Maschinenpark grundlegend erneuert.
Im Jahr 1992 stieg der Sohn von Hans Blapp, Franz Blapp-Herzog, gelernter Bauschreiner, in die Bauschreinerei ein und übernahm später diesen Teil des Geschäfts. In den späten 90er Jahren wurden dann die Werkstatt um einen Büroanbau erweitert.