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Die kleinen Bücher der Arche 175/176
Der Teufel im Winterpalais - Eine Erzählung
August Iwanowitsch Biermann, Sohn des nach Russland ausgewanderten deutschen Schneidermeisters Johannes Biermann, wird zum Kammerherrn Rjabtschikow gerufen. August, soll den hohen Herrn samt Familie für den russischen Karneval, Butterwoche genannt, kostümieren.
Mit Eifer macht sich August ans Werk und vernachlässigt dabei seinen so schon heruntergekommenen Schneiderbetrieb. Denn August hatte eine Idee: Er will sich im Teufelskostüm ins Winterpalais einschleichen und vor dem Zaren tanzen. August schafft das. Mit Larve tritt er auf, ist kohlschwarz am ganzen Leib, trägt zwei Hörner und „einen langen zottigen Schwanz, aber keinen Pferdefuß“.
Der Teufel mischt sich im Winterpalais mitten in das „höfisch anbefohlene Vergnügtsein“ und beeindruckt als flotter Tänzer nicht nur die kleine Marja Rjabtschikowa, sondern sogar die Zarin. Der Zar bestellt den Schneider noch während des Tanzabends zu sich, entlarvt ihn und lässt ihn in die russische Winternacht hinauswerfen. Bei dreißig Grad Minus erschrecken die Kutscher vor dem Leibhaftigen. Einer misshandelt August und wirft den „höllischen Fahrgast“ in den Tiefschnee.