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Das Stadtmodell wird von Luftmassen langsam überstrichen. Eingebrachter Rauch wird durch einen Laserstrahl sichtbar gemacht, der als eine Art Profilschnitt fungiert. Hier ist die sogennante Grenzschicht oder boundary layer zu sehen, die bei Wind nahe an der Oberfläche entsteht und unter anderem dafür verantwortlich ist, dass sich in Flugzeugen kurz vor der Landung stets leichte Turbulenzen bemerkbar machen.
Ein überzeugendes Beispiel für eine Magie à la Calder: Die Betrachtenden steuern zu dem Holzplättchen mit einigen senkrecht aufgeleimten Schrauben eine ganze Stadt bei. Das besondere Leuchten dieser kongenialen Sinnstiftung wirft die Frage danach auf, wo genau sich hier die Schrauben und die Stadt ineinander verhaken? Ist es die Verschiedenartigkeit der Schraubentypen? Die Schatten, die zwischen ihnen entstehen? Die Fotografie der Schrauben, die an eine vogelperspektivische Aufnahme New York erinnert? Alle diese Faktoren und weitere dürften ihren Beitrag leisten.
Das Windkanalmodell dient zur Ermittlung der Luftströme über der Stadt Hamburg. Leitfrage des Modellversuchs war, wohin sich bei einem Chemieunfall im Hamburger Hafen austretende Giftstoffe verbreiten.