Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/1507

Rheinabwärts von Osten nach Norden gibt es heute folgende Möglichkeiten, um den «Bach» zu überqueren:
Das Kraftwerk Birsfelden mit einem Fussweg über das Wehr.
Die Schwarzwaldbrücke mit Autobahn- und Lokalverkehr wurde 1872–1874 als einspurige Brücke erbaut und von 1960–1962 zur doppelspurigen Verbindung erweitert. Die jetzige Brücke wurde in der Zeitspanne zwischen 1970 und 1973 erbaut. (Mein Artikel dazu).
Die Wettsteinbrücke mit Strassenbahn und Individualverkehr ist mit einer Länge von 371 Metern und 14,30 Metern Breite der längste der Basler Übergänge. Erbaut 1877–1879, verbreitert 1936-1939, neu errichtet 1992-1995. (Mein Artikel dazu).
Die Mittlere Brücke mit Strassenbahn und Individualverkehr wurde am Ort des ältesten Basler Brückenschlags von 1903–1905 errichtet. Sie ist 4,10 Meter hoch, 182 Meter lang und 18,8 Meter breit. Der Bau der Vorgängerin dieser Brücke wird um das Jahr 1225 angesiedelt. (Mein Artikel dazu).
Die Dreirosenbrücke stammt aus den Jahre 1931–1934. Die neue doppelstöckige Dreirosenbrücke mit Strassenbahn, Autobahn- und Individualverkehr wurde ab 1999 gebaut. Der Nordteil der Dreirosenbrücke wurde 2001 eröffnet, der zweite Teil 2004. Im Jahre 2010 werden sämtliche Wiederinstandsetzungen und Neugestaltungen auf der Oberfläche abgeschlossen sein. (Mein Artikel dazu).
Die Dreiländerbrücke ist mit 238 Metern Spannweite die längste freitragende Fahrrad- und Fussgängerbrücke der Welt. Sie befindet sich zwischen Weil am Rhein und Huningue (F). Sie wurde im Jahr 2007 eröffnet und befindet sich nicht mehr auf Stadtgebiet. (Mein Artikel dazu).
Um den Rhein auf eine andere, spezielle Art zu überqueren, kann man auch die schwimmenden, oder «Fliegenden Rheinbrücken», die vier Basler Fähren, benützen. (Artikel zur Geschichte der Basler Fähren).
Neben den realisierten Brückenprojekten schlummert eine Vielzahl von Vorschlägen in den Archiven der Stadt. So wurde als Gegenprojekt für die Wettsteinbrücke im 19. Jahrhundert eine Hängebrücke mit Zufahrt von der Pfalz her oder gar eine mit Tunnelanschluss vom Barfüsserplatz, eine doppelstöckige Mehrzweckbrücke für Strasse und Bahn oder ein Brückenbau auf der Höhe des St. Alban-Tors erwogen.
Um das Jahr 1901 nannte man ein Projekt «Hallwylerbrücke», welches später St. Albanbrücke getauft wurde. Wenig Aussicht auf eine Realisierung hatte auch das Projekt der «Totentanzbrücke»; sie wäre zu nahe an der Mittleren Brücke zu stehen gekommen. Ausserdem stand auf der Kleinbasler Seite die Kaserne im Weg. Daneben gab es in den 1960er Jahren Pläne, eine weitere Brücke östlich des Kraftwerks Birsfelden zu bauen, die dann die «Birsfelderbrücke» geworden wäre. Die Pläne wurden wegen der enormen Kosten und auch aufgrund der zu erwartenden Schäden am Naturschutzgebiet Rheinaue fallen gelassen.
Die Dufourbrücke war eine kurzfristig bestehende Notbrücke während des sogenannten Neuenburger Handels von 1857, einem Konflikt zwischen der Schweiz und dem König von Preussen Friedrich Wilhelm IV. Die Brücke stand etwa 100 Meter oberhalb der heutigen Wettsteinbrücke. General Guillaume-Henri Dufour erteilte am 7. Januar 1857 den Befehl, am Harzgraben eine temporäre strategische Brücke über den Rhein zu schlagen, um im Bedarfsfall genügend Brückenkapazität für Truppenverschiebungen auf die rechtsrheinische Seite zu haben. Die provisorische Brücke bestand aus Kähnen und Barken, welche mit Seilen an eingerammten Pfählen verankert waren. Die Dufourbrücke wurde innerhalb von acht Tagen durch Pontoniere gebaut und im März 1857 wieder abgebrochen, als die politische Krise vorüber war. (Liste aller Brücken über den Rhein auf Wikipedia).
Idee einer neuen Basler Rheinbrücke taucht wieder auf. Beitrag von srf vom 04.11.2014