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<h2>SubmittedText<h2><p>Im Vorfeld der Abstimmung über die Volksinitiative "gegen Asylrechtsmissbrauch" vom 24. November 2002 haben Bundesrätin Metzler und BFF-Direktor Jean-Daniel Gerber die Rückführung der Kriegsflüchtlinge aus Bosnien und insbesondere aus Kosovo als "Grosserfolg" gerühmt. Wie man eine Rückkehrquote von angeblich 42 000 Personen bei 65 000 Rückkehrpflichtigen als "Grosserfolg" bezeichnen kann, ist schleierhaft, umso mehr, als jeder Rückkehrer mit Tausenden von Franken "vergoldet" wurde. Nun höre ich aus verschiedenen zuverlässigen Quellen, dass von diesen "Rückkehrern" eine grosse Zahl - genannt wurde die Hälfte oder noch mehr - wieder in der Schweiz sei.</p><p>Trifft dieser Tatbestand zu? Wie viele "Rückkehrer" aus Bosnien-Herzegowina und wie viele aus Kosovo sind wieder in der Schweiz? Warum wird die Öffentlichkeit vom zuständigen Bundesamt bzw. von der zuständigen Bundesrätin nicht informiert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den Empfangsstellen des Bundes werden sämtliche Asylsuchende registriert und erkennungsdienstlich behandelt. Durch die Auswertung der Fingerabdrücke kann jedes Zweitgesuch sofort festgestellt werden. Auf Zweitgesuche wird - in Anwendung des Asylgesetzes - in der Regel nicht eingetreten und der sofortige Wegweisungsvollzug wird rasch angeordnet.</p><p>1. Bosnien-Herzegowina</p><p>Das Rückkehrhilfeprogramm für Bosnien-Herzegowina mit 10 000 Rückkehrenden ist Ende 1998 abgeschlossen worden. Seither sind rund 1000 Zweitgesuche eingegangen und sofort bearbeitet worden. Diese Gesuche wurden zum grössten Teil nicht von Personen gestellt, die am Rückkehrhilfeprogramm teilgenommen haben.</p><p>2. Kosovo</p><p>Nach dem Ende des Kosovo-Krieges Mitte 1999 hielten sich im Asylbereich 65 000 Personen aus Kosovo in der Schweiz auf. Davon waren 50 000 zur Ausreise verpflichtet. 42 500 Personen wurden zwischen Juli 1999 und Januar 2001 nach Kosovo zurückgeführt, 7500 Personen sind unkontrolliert abgereist. In den Jahren 2001-02 wurden 1042 Zweitasylgesuche aus Kosovo festgestellt.</p><p>Von den 50 000 zur Ausreise Verpflichteten wurden 33 000 Personen im Rahmen des Rückkehrhilfeprogramms unterstützt. Die Wiedereingliederung dieser Kriegsvertriebenen verlief sehr erfolgreich; lediglich 199 Personen oder 0,6 Prozent sind - zumeist aus familiären Gründen - wieder in die Schweiz eingereist. Dies ist die Bestätigung dafür, dass Personen, die mit einem Wiedereingliederungsprogramm zurückkehren, in viel kleinerer Zahl wieder ein Gesuch in der Schweiz stellen.</p><p>3. Fazit</p><p>Die genannten Zahlen belegen, dass die Rückführung von Kriegsvertriebenen tatsächlich erfolgreich verlaufen ist. Die gewährten Rückkehrhilfen haben in den allermeisten Fällen zu einer dauernden Wiedereingliederung geführt.</p><p>4. Information</p><p>Das Bundesamt für Flüchtlinge kommuniziert diese Daten auf entsprechende Anfragen hin.</p>