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Rund 300 afrikanische Einwanderer haben versucht, über einen Grenzzaun in die spanische Maghreb-Exklave Melilla einzudringen. Zwei Gruppen seien an zwei verschiedenen Stellen etwa zur gleichen Zeit auf den Grenzzaun losgestürmt, teilte die spanische Regierung mit.
Etwa 100 von ihnen sei es gelungen, auf spanisches Territorium zu gelangen. Rund um Melilla und Ceuta, Spaniens zweiter Exklave in Marokko, verlaufen die einzigen Festlandgrenzen der EU mit Afrika.
Über den Zaun, aber noch nicht in Europa
Seit den Unruhen in Nordafrika und aufgrund verschärfter Kontrollen rund um die Kanarischen Inseln versuchen immer mehr Afrikaner, den Zaun zu durchbrechen. Im März hatten sich dabei rund 25 Menschen verletzt. Ein Migrant erlag später seinen Verletzungen.
Wer es über den dreireihigen Absperrwall hinein nach Melilla geschafft hat, der hat zwar Afrika hinter sich gelassen – doch nach Europa geschafft hat er es damit noch nicht. Wer nicht sofort wieder abgeschoben wird, der steckt meist erst einmal fest. Im Auffanglager.
Ein Stück Spanien vor Afrika
Melilla ist eine spanische Stadt, die auf einer Halbinsel an der nordafrikanischen Küste liegt. Sie grenzt an Marokko und an das Mittelmeer und bildet somit eine Exklave. Die Stadt ist von bis zu 6 Meter hohen Grenzbefestigungen umgeben.