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Wussten Sie, dass der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee in der Schweiz rund 7,5 Kilo beträgt? Kaffee ist eines der wichtigsten Welthandelsgüter und stammt ursprünglich aus Äthiopien. Im Mittelalter kam er über Arabien und Konstantinopel (das heutige Istanbul) nach Venedig. Von dort aus verbreitete er sich trotz zahlreicher behördlicher Verbote und ärztlicher Warnungen seit etwa 1650 über ganz Europa.
Die Kaffeepflanze bringt über einen langen Zeitraum im Jahr kleine, kirschenartige Früchte hervor, die einen süssen, angenehm schmeckenden Pflanzenschleim enthalten, der zwei Samen umschliesst: die Kaffeebohnen. Wenn sie reif sind, werden diese Kirschen meist von Hand geerntet. Für die Herstellung des grünen Kaffees, des Rohkaffees, werden die Samen durch Untertauchen im Wasser sortiert, bevor sie in Schälmaschinen von der Hornschale befreit werden. Anschliessend wird durch Fermentation das restliche Fruchtfleisch entfernt. Der Rohkaffee wird dann während etwa drei Wochen auf Lattenrosten an der Sonne getrocknet und poliert und zum Schluss mit Stösseln und Schälmaschinen geschält, ehe er in die Abnehmerländer exportiert wird.