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Bruyère commune, Brande ‚Amethyst‘
Calluna vulgaris Coop 27.09.2015 CHF 2.75
C’est la bruyère sauvage, se distinguant de la bruyère des neiges (Erica) par sa floraison qui intervient en fin d’été et ses feuilles opposées en forme de petites écailles.
Exposition au soleil. Sol léger, humifère, acide (non calcaire), sec à modérément humide. Rustique, au moins jusqu’à -15°C.
Feuillage persistant. Port Buissonnant. Intérêt estival, automnal. Fleurs a couper, mellifere. Fleurs a secher.
mehrjährig
Am 17. November 1974, vor nunmehr mehr als 40 Jahren, erfolgte meine erste gezielte Kreuzung von Besenheide. Ziel war es, eine später blühende Sorte als die zufällig in England und Holland entstandenen Sorten zu finden.
Heide wächst von Natur aus auf besonders unfruchtbaren Böden. Ab 3.000 vor Christus vergrößerten sich die Ausmaße durch Brandrodung, um Weideflächen für das Vieh zu haben. Diese gerodeten Flächen verödeten und wurden immer weiter von der Besenheide besiedelt. Etwa um das Jahr 1800 gab es die größte Ausdehnung der Heide, auf der nur noch Schafe weiden konnten. Übrigens, die heute bekannten Landschaftsschutzgebiete mit Heide umfassen nur noch etwa drei Prozent der damaligen Ausbreitung.
Kurt Kramer kam 1965 bei einer Militärübung in Schottland intensiv mit der Heide in Berührung. Als Gärtner wunderte er sich über einzelne, weiß blühende Pflanzen in dem ansonsten großen Einerlei. Vielleicht war dies schon eine erste Hinlenkung zu seiner beruflichen Zukunft. Danach kam Kramer als Friedhofsgärtner im Herbst wieder mit Heide in Kontakt. Neben der Topfheide (Erica gracilis) lernte er auch Callunn enen, die allerdings gegenüber der Topfheide in denkbar schlechtem Zustand kenwaren. Das sollte sich ändern!
Die Knospenheide hat gegenüber der Wildform Besenheide einen erheblichen Vorteil. Die Knospen öffnen sich nicht. Während die Wildform von Juni / Juli bis höchstens im August blüht, zeigt die Knospenheide je nach Sorte von August bis in den Winter hinein ihre Farbe.
Amethyst‘
Purpurrote Knospen, die durch ihren natürlichen Blauschimmer bestechen. Auffällige Blüte von September bis November und länger, schöner aufrechter Wuchs.
A distinct cultivar of Heather plant named `Amethyst`, characterized by its dark purple flower buds; upright plant habit which allows for ease of mechanical pruning; freely branching habit; strong stems; and good keeping quality at low temperatures.
Purple crimson buds August-January. Upright bushy habit with dark green foliage. One of the most striking for flower color of the bud bloomers. Patented plant – do not propagate without a license. Kurt Kramer hybrid.
Purplish crimson buds, VIII–I; dark green foliage; Upright bushy habit; height 26–30cm; spread 31–45cm. A selection made by Kurt Kramer with buds which are bluer than ‚Alexandra‚ and which last longer.

Calluna vulgaris ‚Amethyst S

Entdeckung und erste Vermehrung
Je sonderbarer, desto interessanter: Die erste Meldung von der Entdeckung einer knospenblühenden Heidepflanze stammt aus dem Jahr 1903. Im brandenburgischen Golm leuchtete damals inmitten einer riesigen Fläche bereits verblühter Heidesträucher noch eine einzige Pflanze in Purpurrot. Sie verblühte nicht, denn sie war nicht bestäubt worden. An all ihren Knospen blieben die vier farbigen Kelchblätter, die die inneren Kreise der Blütenblätter, der Staubgefäße und Stempel umfassen, dicht verschlossen.
Normalerweise macht die Natur mit derartigen Exemplaren einen kurzen Prozess. Da diese Pflanzen zur Vermehrung unfähig sind, verschwinden sie in freier Wildbahn nach nur einer Generation. Aber diese Exemplare hatten die Neugierde einiger Menschen geweckt. Als in den folgenden Jahrzehnten in England und in den Niederlanden weitere so genannte Knospenblüher auftauchten, nahmen sich Heidegärtner ihrer an, machten Stecklinge von ihnen und vermehrten sie vegetativ, das bedeutet: ohne den Umweg über Samen.
Am Anfang begeisterten sich nur ein paar Heideliebhaber für diese Kuriosität. Aber vor allem die Züchter ließen sich nicht abhalten und erkannten die Chancen, die in den Knospenblühern steckten: Dem Züchter Kurt Kramer aus Edewecht bei Oldenburg gelangen die ersten Kreuzungserfolge, mit denen er mehr Farbe in die Knospenblüher brachte. In den 1980er Jahren kam mit ‚Marleen‘ die erste erfolgreiche Sorte auf den Markt, die das Bild der Besenheide beim Pflanzenfreund grundlegend änderte:
Erfreuten sich bis zu diesem Zeitpunkt nur Besitzer von Heidegärten an den winterharten Sträuchern, fand man sie nun auch in herbstlichen Schalen, Töpfen und Kästen. Von September bis in den Dezember hinein begeistern die Knospenblüher mit ihrem weichen Lilarosa. Das filigrane Erscheinungsbild der Heide verträgt sich hervorragend mit gleichfarbigen Chrysanthemen oder Alpenveilchen. Mit Freude erleben Garten- und Balkonbesitzer, dass die Knospen selbst Frost bis -1o Grad Celsius trotzten.
Auch ‚Amethyst‘ wächst aufrecht und die Triebe sind mit purpur-rosafarbenen Knospen besetzt.
Damit die Pflanzen kompakt bleiben und im Herbst wieder blühen, werden sie regelmässig nach der Blüte im Frühjahr zurückgeschnitten. Die Vermehrung ist nicht ganz einfach. Erfolgversprechend ist das Anhäufeln der Pflanzen mit Erde oder das Absenken der Zweige in die Erde. Im untersten Bereich der bedeckten Zweige bilden sich mit der Zeit Wurzeln. Sind diese kräftig genug, werden die bewurzelten Zweige von der Mutterpflanze abgetrennt und neu gepflanzt. Ein Rückschnitt der Jungpflanzen so wie regelmässiges Entspitzen fördert einen buschigen Wuchs.