Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/135

(07.06.11) Im April wurden die durch die Wasserversorgung Diessenhofen erhobenen Wasserproben vom Kantonalen Laboratorium untersucht. Die auf das gesamte Versorgungsgebiet entnommenen Proben erfüllen die Trinkwasserqualität in mikrobiologischer Hinsicht einwandfrei. Bezüglich der hygienischen Untersuchung sind weder Kolibakterien noch Enterokokken (beides (Darmbakterien) festgestellt worden. Die aeroben mesophilen Keime lagen zwischen 1 bis 13 KBE (Kolonie bildende Einheit)/ml. Angesichts des Toleranzwertes von 300 KBE/ml ist das Vorkommen dieser Keime verschwindend klein. Die neun Proben wurden an Lavabos, öffentlichen Brunnen, an den Grundwasserfassungen und in den Reservoirs vorgenommen. Die Nitrathaltigkeit ist unbedenklich. Nitrat ist ein Salz der Salpetersäure.
Nitrat ist ein Salz der Salpetersäure. Nitrat kommt in Kunstdünger oder Gülle vor, kann ins Grundwassersickern und so ins Trinkwasser gelangen. Hoher Nitratgehalt ist ungesund. Das Diessenhofer Trinkwasser weist einen Nitratgehalt von 15 mg/l auf. Der Toleranzwert liegt in der Schweiz bei 40mg/l.
Eine Ende Mai durch das kantonale Laboratorium durchgeführte Untersuchung bestätigte die guten Resultate der Selbstkontrolle.
Trockenheit erfordert grossen Wasserverbrauch
Da infolge der Trockenheit viele Liegenschaftsbesitzer ihren Rasen wässern, waren in den letzten Wochen Verbrauchspitzen bis zu 2500 Liter/min. Wasser festzustellen. Diese Spitzen wurden jeweils am frühen Morgen sowie abends um 20.00 Uhr festgestellt. Vernünftiges und sparsames Bewässern lohnt sich. Denn zu häufiges und vor allem tägliches Bewässern schadet Ihrem Rasen mehr als es ihm nutzt. Es führt zur Verflachung der Rasenwurzeln, und das Einwandern von Fremdgräsern und Moos wird begünstigt. Besser ist es, bei extremer Trockenheit den Rasen bis zu zweimal pro Woche ca. 30 Minuten lang wurzeltief zu beregnen. Die nächste Beregnung sollte erst dann erfolgen, wenn sich die Gräser nach dem Betreten nicht wieder aufrichten oder eine leichte Graufärbung zeigen. Dieses Vorgehen sorgt für tiefes Wurzelwerk im Boden.
Wasser ist ein hervorragendes Lösungs- und Transportmittel. In der Natur fliesst Wasser über Steine, Schotter und durch den Untergrund. Dabei nimmt es wertvolle Mineralien wie Magnesium und Kalziumkarbonat (Kalk) auf. Je mehr Kalk und Magnesium ein Wasser aufnimmt, desto härter wird es. Dies beeinträchtigt die Qualität des Wassers nicht, es verhilft dem Wasser gar zu einem besseren Geschmack.
Probleme mit kalkhaltigem Wasser können jedoch in den Hausinstallationen auftreten: Zu viel Kalk im Wasser stört dort, wo es mit alkalischen Stoffen wie Seife in Kontakt kommt, oder wenn es erhitzt wird, verdampft oder verdunstet. Dann fällt Kalk aus und bildet Kalkstein. Oft betroffen sind Wassererwärmer, Waschmaschinen, Brauseköpfe und Warmwasser führende Leitungen. Dies bedeutet, dass die Haushaltsgeräte entsprechend gewartet und die Waschmitteldosierung der Wasserhärte angepasst werden muss.
Detaillierte Auskunft über alles Wissenswerte, was das Trinkwasseranbelangt sowie über die Wasserprüfungsergebnisse der einzelnen Gemeinden sind über das Internet abrufbar (www.wasserqualitaet.ch). So ist es möglich, sich jederzeit über die Qualität des Trinkwassers der Stadtgemeinde Diessenhofen, das zu 40 % aus den Quellwasserfassungen am Kohlfirst und zu 60 % aus Grundwasser besteht, ins Bild zu setzen.