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Der aktuelle Entwurf der Kommission sieht es vor, dass künftig dieselbe Arbeit an ein- und demselben Ort in der Regel finanziell gleich entlohnt werden muss. Personen, die in einem EU-Staat angestellt sind, aber in einem anderen Land arbeiten, könnten demnach nicht mehr fundamental schlechter bezahlt werden als Arbeiter ihres Gastlandes.
Vor allem Parlamente aus östlichen EU-Staaten wie Polen oder Rumänien sehen in der geplanten Neuregelung allerdings eine Gefahr für heimische Unternehmen. Letztere haben in Ländern wie Deutschland nicht selten Wettbewerbsvorteile, weil sie ihren Arbeitern Löhne auf Heimatniveau zahlen.
Die EU-Kommission machte am Mittwoch deutlich, dass sie ihre Pläne wegen des Protests aus den Länderparlamenten vermutlich nicht zurückziehen wird. Sie bezeichnete sie als ausgewogen. Durch das aktuelle Verfahren ist die EU-Kommission lediglich angehalten, die Pläne zu überprüfen. Einen Stopp können nur das EU-Parlament oder die Regierungen von Mitgliedstaaten erzwingen.
Nach Zahlen der EU-Kommission gab es 2014 rund 1,9 Millionen entsandte Arbeitnehmer in der EU, etwa 414 000 davon in Deutschland - mehr als in jedem anderen EU-Staat. Aus der Bundesrepublik sind zudem die zweitmeisten Arbeiter entsandt worden, rund 256 000. Ein grosser Teil aller entsandten Arbeitskräfte - rund 44 Prozent - war im Baugewerbe tätig./aha/DP/edh
(AWP)