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Die Meylandstrasse in Murten nahe dem Bahnhof war gestern erneut für den Verkehr und für Passanten gesperrt. Nachdem am Montag Arbeiter in einem unbewohnten Haus verdächtige Gegenstände gefunden hatten, standen gestern am dritten Tag in Folge Spezialisten der Waadtländer Kantonspolizei im Bereich Aufspüren, Neutralisierung und Entfernung von Sprengkörpern im Einsatz.
Am Abend informierte die Freiburger Kantonspolizei über die Funde: Etwa zehn verdächtige Gegenstände hätten sich im Haus in der Meylandstrasse befunden. Diese hätten ausgesehen wie improvisierte Spreng- oder Brandsätze. Jedoch sei festgestellt worden, dass ein grosser Teil Attrappen waren.
Die Polizei beschrieb in ihrer Mitteilung einen Metallkasten, an den eine Fernbedienung angeschlossen war, und der verschiedene Gegenstände wie elektrische Kabel, Gaskanister und weisse Materie enthielt. Die vom Forensischen Institut Zürich durchgeführte Analyse des Materials habe ergeben, dass es sich nicht um explosive oder brandgefährliche Substanzen handelte. Weiter erwähnte die Polizei ein Objekt, das optisch einer Antipersonenmine geähnelt habe. Dieser Gegenstand sei mit einer Sprengladung neutralisiert worden, deren Detonation in der Nähe deutlich wahrgenommen wurde.
Die Kantonspolizei kündigte an, ihre Ermittlungen fortzusetzen, um das Profil und das Motiv des mutmasslichen Täters zu ermitteln. Das Haus steht laut der Polizei seit dem Tod des Besitzers 2019 leer. In Murten munkelt man, dass der Verstorbene ein Waffennarr gewesen sei.