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So fäng es auf jeder Karte an und so fing das Spiel damals an. Wir landen in einer neuen Welt. Nachdem wir uns erste Werkzeuge und vielleicht eine Hütte gebaut haben, beginnen wir unsere Welt zu erkunden. Wir schauen uns die Berge an, fahren aufs Meer, besuchen die Flüsse, wandern durch Wälder und lernen Wüsten kennen.
Doch die Feinde sind stets um uns herum. Sobald die Sonne untergeht, dauert es nicht mehr lange bis Creeper, Skelette, Spinnen, Zombies und Enderman auftauchen. Ich suchte Schutz in meiner Höhle! Ein Erdloch mit Tür – mehr nicht. Doch in diesem Zustand der Entwicklung wollte ich nicht bleiben. Mit diesem Willem betrat ich das zweite Zeitalter:
Eigentlich ist es fast logisch, dass das Eisenzeitalter als zweites Zeitalter kommt. Nachdem wir nämlich das Erkunden abgeschlossen haben, können wir: a) Stein- und Holzwerkzeuge benutzen, um unsere Häuser zu bauen oder b) Wir entlocken dem Boden seine Rohstoffe und holen uns besser und schnellere Werkzeuge, Waffen und Rüstungen! Ich entscheide mich immer für b)! Auf diese Weise erhalte ich auch die Diamanten, wodurch ich noch besser Werkzeuge bekomme.
Eisen ist eine der Kernressourcen. Mit Eisen bauen wir gute Werkzeuge, Rüstungen und Waffen. Außerdem ermöglicht Eisen den Bau von Scheren, um den Schafen ihre Wolle zu nehmen und ich kann mit Eisen Eimer bauen, wodurch ich Wasser und Lava transportieren kann. Mit der Lava baue ich dann ein Portal und lasse im Nether ein neues Zeitalter der Erkundung beginnen!
Mit dem Gang in den Untergrund beginnt eine Zeit des Sammelns. Ich sammle Cobblestone, Erde, Eisen, Gold, Diamanten, Redstone, Lava, Pilze und Loot der Gegner. Nach einer gewissen Weile ist der richtige Zeitpunkt erreicht und ich gehe in das nächste Zeitalter.
Irgendwann ist es genug in den Minen. Wie oft habe ich mir die Frage gestellt: Reichen 15 Diamanten oder brauche ich mehr? Meistens reichen sie! Ich brauchte Abwechslung und ging an die Oberfläche. Doch in einer Höhle wollte ich nicht mehr übernachten. Ich brauchte keinen Ort zum überleben, sondern einen Ort zum leben, ein Heim! Mit den gesammelten Materialien konnte ich ein schönes Haus bauen und somit das Angesicht der Erde mitgestalten. Tiere passt auf, ich komme!
Meistens beginnt der Bau mit einer kleinen Hütte. Doch schon bald, wächst er soweit das er groß und unübersichtlich wird. Ja, im schlimmsten Fall spawnen Monster in meinem Schloß. Doch das ist ganz normal, denn dies zeigt nur, dass ich noch einiges optimieren muss. Sobald das Haus fertig ist, werde ich meine Umwelt gestalten. Wir gehen in das nächste Zeitalter:
Das Haus ist fertig, aber das Umland liegt brach. Ein neues Zeitalter beginnt. Wir legen Felder an, erschaffen Bewässerungskanäle und sähen unsere ersten Samen. Mit jeder geernteten Pflanze erhöhen wir unsere Überlebenschance und vergrößern wir unsere Felder.
Als nächstes fangen wir Tiere. Von jeder Art brauchen wir zwei! Eine Arche bauen wir trotzdem nicht, sondern Gatter wo die Tiere zur Zucht reinkommen. Da unsere Farm schon erste Erträge abgeworfen hat, können wir mit dem Weizen nun die Tiere “zum vermehren” anregen. Die Tiere vermehren sich, auf den Farmen weht der Weizen im Wind und wir arbeiten immer per Hand. Es wird Zeit für die nächste Entwicklung!
Wir entdecken Redstone, Repeater, Schalter, Druckplatten, Piston und logische Schaltungen! Wie wäre wohl die Ernte, wenn der Weizen im Wasser automatisch nach ganz unten fließt und wir es nur dort einsammeln müssen! Wunderbar wäre das und das Zeitalter der Industrialiserung sorgt dafür, dass wir weniger arbeiten müssen und wir mehr produzieren können. (Leider müssen wir noch selbst sähen).
Wenn das Experimentieren mit Redstone beginnt, so können wir Türen bauen die sich automatisch öffnen und Geheimräume, die sich erst zeigen, wenn ein Schalter betätigt wurde.
Mit dem neuen Wissen können wir Mob Grinder bauen, die den Loot im Sekundentakt ausspucken. Wir können Schienennetze mit Weichen errichten und Häuser bei denen wir die Beleuchtung ein und ausschalten können. Der Studel zieht uns hinein, es geht weiter…
Größer! Es muss immer größer! 10.000 Steine reichen nicht, 100.000 Steine werden gebraucht und alle von Hand gesetzt. Willkommen auf dem Höhepunkt von Minecraft. Du bist so bessen vom Spiel, dass sich deine Freunde schon Sorgen machen. Am liebsten würdest du in die blockige Welt springen, dich hierein transferien. Doch das geht nicht! Du fristest deine Tagen vor dem Computer und fragst Dich: Bin ich Minecraftsüchtig? Doch die richtige Frage muss lauten: Wie Minecraftsüchtig bin ich?
Du merkst was die Sandbox aus dir macht? Ohne Ziel, gibst du es dir selbst und deine Ziele sind meist so hoch, so perfekt, so unerreichbar! Die ersten Zweifel tauchen auf. Sie verfestigen sich und schon ist …
.. angebrochen. Eine gute Nachricht: Es geht vorbei. Eine schlechte Nachricht: Du wirst deine Aktivitäten in Minecraft in Frage stellen. Eine neutrale Nachricht: Das Hinterfragen ist normal!
Das Zeitalter der Depression überkommt dich einfach. Es ist nichts, dass du anstrebst. Nichts das es zuerreichen gilt! Meistens trifft es auf, wenn du ein großes Bauprojekt beendet hast und sich die Sinnfrage stellt: Wofür? Oder: Was mache ich als nächstes?
Wir sagen dir: Das Leben hat kein Ziel! Am Ende gibt es keine Belohnung oder Auszeichnung, dass du es erreicht hast! Es geht darum, dass du das beste aus deiner Zeit machst und wir empfehlen dir: Mache das was dir Spaß macht. Wenn du grade kein Minecraft spielen willst, ist das ok. Spiel was anderes, triff dich mit Freunden oder mache Sport. Minecraft wird wiederkommen…