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Chirologie, die Handanalyse
(Ein Diagnostikmittel zur Erfassung der Persönlichkeit)
Chiromantie und Chirologie, was ist der Unterschied.
Chiromantie = Weissagung aus der Hand.
(Von Chiro = Hand, aus dem Griechischen cheiro (cheir) und Mantik = sehen)
Der Ursprung scheint bei den Hindus in Vorderindien zu liegen. Die meisten Völker, wenn nicht sogar alle, übten Chiromantie aus. Die Chinesen, die Assyrer, die Ägypter, die Chaldäer und die Hebräer. Durch die Verbinndung zwischen Kleinasien, Ägypten und Griechenland, vermutlich durch Zigeuner eingeführt, kam sie in den Westen. Die Chiromantie wird auch heute noch ausgeübt. Sie ist eine reine Wahrsagekunst aus den Handlinien – eine Begabung, also nicht erlernbar.
Chirologie = Die Lehre von der Hand (Chiro = Hand, Logos = Vernunft oder Lehre). Die Lehre von der Hand kann man erlernen. Sie ist aber auch eine Kunst, nämlich die Kunst der Kombination. Die Chirologie ist eine auf Beobachtung und Erfahrung aufgebaute Wissenschaft.
Geschichte der Chirologie: Wie alt die Chirologie tatsächlich ist, weiss wohl niemand genau. Sie dürfen einige 1000 Jahre alt sein. Lange wurde sie nur mündlich überliefert und war nur wenigen Eingeweihten, den Dienern der Religion und den geistigen Führer/innen des Volkes bekannt. Der älteste Hinweis auf die Chirologie stammt aus China, etwas 3000 Jahre vor der Christlichen Zeitrechnung. Sie wurde zur Charakteranalyse, Schicksalsdeutung und zur Krankheitserkennung herangezogen.
Alle Religionen wussten um die Geheimnisse aus der Hand. Die frühsten schriftlichen Aufzeichnungen diesbezüglich stammen von Aristotoles. Neben ihm waren auch weitere grosse Berühmtheiten, die sich erstmals mit der Weisheit aus der Hand auseinandergesetzt. So zum Bespiel: Hippokrates, Platon, Galen, Agrippina von Nettesheim, Nostradamus, Mesmer, Swedenborg, Lavater, Carus, Paracelsus und viele mehr. C. G. Jung war überzeugt, dass die Handdiagnostik für Ärzte, Psychologen und Erzieher von wesentlichem Wert sei.
1770 war es der Philosoph Immanuel Kant, der sich intensiv mit der Chirologie beschäftigte und den Ausspruch prägte, dass die Hand das äussere Gehirn des Menschen sei. Der Franzose Stanislaus D’Arpetnigny, der heute als Vater der Chirologie bezeichnet wird, schuf die von ihm definierten sieben Handtypen in einer systemischen Darstellungsweise, wie sie heute noch Gültigkeit haben. 1843 brachte er eine Schrift «Wissenschaft der Hand» heraus. Sie und noch viele weiter Gelehrte schafften es, dass die Chirologie im Jahre 1913 als Wissenschaft anerkannt wurde!
Unsere Hände sind ein Spiegel unserer Persönlichkeit. In den Händen können wir Begabungen und Herausforderungen, Stärken und Schwächen sowie das Potenzial erkennen.
In der Chirologie sehen wir nicht in die Zukunft eines Menschen. Bei der Handanalyse geht es viel mehr um eine sichtbare, grafische Darstellung ihrer Persönlichkeit.
Jeder Teil eines Körpers steht mit anderen Teilen in Verbindung. In den Händen enden Millionen von kleinen Nerven, die wiederum mit dem Gehirn verbunden sind. Gefühle, Erlebnisse, Gedanken korrespondieren ebenso mit den Nerven in den Händen und schlagen sich als Zeichen nieder, die man mit der Entsprechenden Schulung und Erfahrung lesen und deuten lernen kann.
So ist die Handanalyse keine Wahrsagerei. Für eine Handanalyse braucht man keine übernatürlichen Kräfte, denn die Regeln der Handlesekunst können erlernt werden. Die Kunst des Handlesens besteht darin, die verschiedenen erkannten Merkmale zu einem Ganzen zusammenzufügen. In diesem Spiegel kann der Analysierte sich selber erkennen und bekommt dadurch einen Anreiz, sich in seiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Die Handanalyse ist auch keine messbare naturwissenschaftliche Methode, sondern vielleicht am ehesten mit der Graphologie vergleichbar. Die Erfahrungen vieler Generationen über Jahrtausende hinweg, in denen der Zusammenhang der Persönlichkeit mit den Linien und anderen Zeichen in der Hand verglichen wurde, sollten nicht einfach als unseriöse Fantasie oder Schwindelei abgetan werden.
In meiner Ausbildung habe ich festgestellt, dass es nicht nur einen Weg gibt, um Menschen Zuwendung und Ratschläge mit auf ihren Lebensweg zu geben. Mein persönlicher Weg, um mit Ratsuchenden ins Gespräch zu kommen, ist die Handanalyse. Die Hände sind meistens mein Einstieg. Ich und viele Handanalysten glauben daran, dass man aus Linien, Zeichen, Formen der Hand erkennen kann, welche Grundmerkmale ein Mensch hat. An diesem Punkt setzen das Intuition, Menschenkenntnis und Lebenserfahrung ein, um einen Menschen dort abzuholen, wo er sich befindet.
Quellen:
Grundlagen der Handanalyse, Richard Unger
Handlesen, Alice Funk