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TCS MyMed
Autor: TCS MyMed
Was ist Nipah, und wie kann ich mich davor schützen? Dr.med. Esther Künzli, Expertin Schweizerisches Tropen- und Public-Health-Institut Basel, klärt auf.Frau Dr. Künzli, wie wird das Nipha-Virus übertragen? Das Nipah-Virus kann auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden: Eine Möglichkeit ist der direkte Kontakt mit infizierten Schweinen oder Fledermäusen sowie kontaminiertem Gewebe dieser Tiere. Das Virus kann hierbei über Nase und Mund oder über offene Hautstellen eindringen. Es wurden auch Fälle einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch infektiöse Körperflüssigkeiten bekannte.Was richtet das Virus an? Das Nipah-Virus manifestiert sich hauptsächlich in Form einer Entzündung des Zentralnervensystems (Encephalitis). Die Symptome können von sehr mild bis hin zu Koma und Tod verlaufen.Wie lässt sich eine Erkrankung behandeln? Es gibt keine spezifische Therapie für eine Infektion mit Nipah-Virus.Wie kann man sich schützen? Das Risiko, sich anzustecken ist ausserhalb von landwirtschaftlichen Betrieben mit infizierten Tieren in den betroffenen Ländern extrem klein. Die in der Vergangenheit beschriebenen Ausbrüche (Bangladesch, Indien, Malaysia und Singapur) traten grossmehrheitlich entweder bei Schweinebauern respektive bei Personen mit engem Kontakt zu Schweinen oder engem Kontakt zu erkrankten Personen auf und ist für Personen ausserhalb dieser Risikogruppen nicht relevant.Kann man sich gegen Nipah-Virus impfen lassen? Nein, es gibt keinen Impfstoff gegen das Nipah-Virus für Menschen. Infos zum Nipah-VirusDas Nipah-Virus (NiV) wurde erstmals 1998 in Malaysia entdeckt, wo es nach einer Epidemie mehr als 100 Todesopfer gefordert hatte. Der natürliche Wirt für das Virus ist die fruchtfressende Fledermaus. Während sie selbst daran nicht erkrankt, kann sie das Virus auf andere Tiere, wie beispielsweise Schweine, aber auch auf den Menschen übertragen.
Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut Basel realisiert. Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) ist ein weltweit renommiertes Institut auf dem Gebiet der globalen Gesundheit mit besonderem Fokus auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen.
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