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Grundsätzliches Ziel der technischen Isolierung ist die Minimierung des Energieverlusts, der aufgrund von Temperaturdifferenz zwischen Prozessmedien und Umgebung entsteht. Sofern die Mediumstemperatur größer ist als die Umgebungstemperatur, wird mit einer Wärmedämmung der Wärmeübergang vom Medium an die Umgebung reduziert.
In Fällen, wenn die Mediumstemperatur kleiner ist als die Umgebungstemperatur, dann wird mit einer Kältedämmung der Wärmeübergang von der Umgebung an das Medium reduziert. In beiden Fällen erfolgt die gleiche Berechnung, allerdings ist bei der Kältedämmung sehr wichtig, die Kondens-, und Schwitzwasserbildung zu verhindern. Eine Reduktion des Energieverlust durch Wärmeübertragung und somit die Einsparung von Energie ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern führt auch zum Schutz der Umwelt durch einen geringeren Ausstoß von Emissionen.
Übliche Betriebstemperaturen von industriellen Prozessen liegen zwischen -160°C bis weit über 600°C. Darum ist der Energieverlust von ungenügender Dämmung von Industrieanlagen aber auch von Heizungsanlagen-, und Zentralen deutlich grösser als etwa bei zu geringer Dämmung von Gebäuden. Der Anteil der Wärmeverluste am Brennstoffverbrauch liegt zwischen 15% und 21%, diese Verluste können um bis zu 30% reduziert werden. Der Gesamtbrennstoffverbrauch kann deswegen um bis zu 6% durch Dämmen bisher nicht gedämmter Rohrleitungen, Armaturen und Apparaten und durch Ersatz bestehender Dämmung durch eine wirtschaftlich korrekte Dämmschichtdicke, gesenkt werden. Allein durch diese Massnahmen können die Wärmeverluste um 23% reduziert werden.
Wärmedämmung bezeichnet die Dämmung eines Objekts, dessen Temperatur über der Umgebungstemperatur liegt.
Der am meisten verwendete Wärmedämmstoff für industrielle Anlagen sind anorganische Schalen und Mineralwolle.
Aufgrund der Gesundheitsgefährdung darf keramische Wolle nicht mehr eingesetzt werden. Stattdessen werden nun gesundheitlich unbedenkliche Calcium-Magnesium-Silikat Fasern eingesetzt. Sie werden aber nur als Vorisolierung in Kombination mit Mineralwolle zum Abbau hoher Temperaturen verwendet.
Schaumglas setzt man vorwiegend dort ein, wo hohe Druckbelastungen auftreten.
Sehr gute Dämmwerte von duromerem Polyisocyanurat-Dämmstoff, oder PIR-Schalen bieten viele Vorteile. Heizungs-, und Kälteanlagen können raumsparend aufgrund hoher Passgenauigkeit isoliert werden.
Kältedämmung bezeichnet die Dämmung eines Objekts, dessen Temperatur unter der Umgebungstemperatur liegt. Kälteisolierungen haben die Aufgabe, den Wärmeübergang in das zu isolierende Objekt zu reduzieren, und die Bildung von Tauwasser auf der Oberfläche des Objektes oder im Dämmstoff zu verhindern. Dazu müssen sie die beiden Transportmechanismen für Wasserdampf, die Wasserdampfdiffusion sowie die Luftströmung in die Dämmung, unterbinden. Die Wasserdampfdiffusion kann durch Verwendung von Dämmstoffen mit einem hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand oder durch Aufbringen einer Dampfbremse auf der Oberfläche der Isolierung verringert werden. Zur Unterbindung der Luftströmung sind nur geschlossenzellige Dämmstoffe zu verwenden. Ist aber aus technischen Gründen die Verwendung von offenzelligen Dämmstoffen erforderlich, dann sind besondere Massnahmen zur Abdichtung der Isolierung nötig.
Mit der Dämmung der Lüftungsanlagen werden Wärmeverluste begrenzt und reduziert. Durch die Klimakanäle und Lüftungsrohre wird entweder Warm- oder Kaltluft transportiert. Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen ist es sehr wichtig, unnötige Wärmeverluste in Klimakanälen und Lüftungsrohren zu vermeiden. Dies ist zusammen mit der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit, sowie der Luft in den Klimakanälen und Lüftungsrohren, entscheidend für die Wahl der richtigen Isolation und korrekter Dämmsysteme.
Die Ummantelung ist ein mechanischer-, und Witterungsschutz, der erforderlich ist, wenn Umgebungseinflüsse die Eigenschaften des Dämmstoffes oder die Funktion der Dampfbremse beeinträchtigen können. Bei Anlagen im Freien müssen sie den Dämmstoff zuverlässig gegen mechanische Beschädigungen, UV-Strahlen und witterungsbedingtes Eindringen von Wasser schützen. Ausserdem kann eine Ummantelung aus optischen oder hygienischen Gründen verlangt werden.
Ummantelungen bei Kältedämmungen dürfen die Dampfbremse nicht beschädigen.