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Die Emotionen: Es steigt ein Fremder in deinen Garten und zieht vor deinen Augen frech ein Rüebli aus dem Beet. Es landet ein schwarzer Vogel auf deinem gepachteten Bach und in Kürze verschwindet eine schöne Äsche in seinem Schnabel. Das Ganze spielt sich in einem Gewässer ab, in dem die Äschen und Forellen eh schon ständig abnehmen und von Giftstoffen und der Klimaerwärmung bedroht sind. Da entlädt sich der Zorn des Fischers an den gefiederten Fischern.
Die Zahlen: Beim Bestand von 2017 fressen in Schweizer Gewässern die fischfressenden Vögel (Kormorane, Gänsesäger, Graureiher und Haubentaucher) geschätzte 420 Tonnen wilde Fische im Jahr.
Unter der Wasseroberfläche erbeuten Fische fressende Fische (Hecht, Zander, Egli, Forellen) geschätzte 1'200 Tonnen wilde Fische im Jahr.
Fische fressende Vögel sind auf bestimmten Flussabschnitten für gefährdete Fischarten wie Äschen problematisch und werden dort legal auch gezielt bejagt und vergrämt.
Vögel sind vor allem in solchen Gewässern für die Fische gefährlich, wo bereits verschiedene andere Faktoren die Fischbestände schwächen. Wo die Fische aber gesund sind und gute Bestände von jagenden Arten wie Zander oder Hechten leben, sind fischfressende Vögel zwar vielleicht ein emotionaler Ärger, aber in der Sache kein grosses Problem.