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Die richtige Aufbewahrung von Zigarren
Humidore (humidus: lat. „feucht“) sind für die Aufbewahrung von Zigarren unerlässlich. In einem konstant feuchten Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von rund 70 % können Zigarren ohne Qualitätseinbussen übere längere Zeiträume gelagert werden.
Humidore werden in verschiedenen Grössen, Farben und Formen angeboten. Dabei ist nebst dem persönlichen Geschmack besonders darauf zu achten, dass die Innenwände mit spanischem Zedernholz (botanische Bezeichnung: cedrela odorata) ausgeschlagen sind. Es unterstützt den Reifeprozess der Zigarren und hat damit eine direkte Wirkung auf die Aromatik der Zigarren. So behält eine Zigarre nicht nur ihr Aroma, sondern kann sich während Jahren der Reifung sogar noch verbessern. Die Zigarre wird durch das langsame Ineinandergehen der darin enthaltenen ätherischen Ölen insgesamt weicher, runder und harmonischer.
Humidorstandort
Der Humidor sollte sich an einem Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und einer Temperatur von rund 18 bis 21 °C befinden. Höhere Temperaturen begünstigen die Fäulnis der Zigarren, tiefere Temperaturen, wie sie oft in Kellern anzutreffen sind, verlangsamen oder stoppen die Reifeentwicklung der Zigarren ganz.
Regelmässiges Lüften
Zigarren nehmen Sauerstoff ab und scheiden auch wieder entsprechende Gase ab, die während des Reifeprozesses entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass der Humidor regelmässig gelüftet wird und ein Sauerstoffaustausch stattfinden kann. Ebenfalls trägt die regelmässige Luftzirkulation mit dazu bei, dass sich keine Feuchtigkeit in den Ecken «einnistet».
Empfohlene Luftfeuchtigkeit
Die empfohlene Luftfeuchtigkeit für die Lagerung der Zigarren bewegt sich zwischen 68 % bis 74 %. Die Zigarre entwickelt so ihr eigenes Aroma und der gleichmässige Abbrand der Zigarre wird unterstützt. Trockene Zigarren weisen eine grosse Empfindlichkeit auf Brüchigkeit auf, brennen sehr viel schneller und werden dadurch oft von aggressiver, bitterer Pfeffrigkeit begleitet. Zu feucht gelagerte Zigarren dagegen brennen ungleichmässig ab, müssen oft nachgezündet werden, und weisen insgesamt einen deftig herben Geschmack auf.
Humidorbefeuchter und Hygrometer
Bei den Humidorbefeuchtern gibt es die Gruppe von Passivelementen, welche Schwämme oder – meist besser – Polymere im Innern haben, die die Feuchtigkeit an ihre Umgebung abgeben. Aktive Humidorbefeuchter besitzen eine elektronische Steuerung, welche die vorherrschende Luftfeuchtigkeit misst und die Feuchtigkeitsabgabe entsprechend dosiert, um den gewünschten Wert zu erreichen und konstant zu halten. Hygrometer helfen mit, die Luftfeuchtigkeit im Innern des Humidors zu kontrollieren und möglichst gleich zu halten. Auf Grund verschiedener Machart kann die Qualität einzelner Modelle jedoch sehr schwanken.
Hygrometer
Die meisten – und eher preisgünstigen – Humidore werden in der Regel mit analogen Spiral-Hygrometern ausgestattet. Im Gegensatz zu aufwenderigen Haarhygrometern können diese auch in sehr kleine Gehäuse untergebracht werden. Meist kommen diese Hygrometer mit schöner Optik daher, dienen aber nicht für genauere Feuchtigkeitsmessungen. Mehr als eine Tendenz, ob die Luftfeuchtigkeit steigt oder fällt, können sie nicht anzeigen. Das reicht aber bei einem richtig eingesetzten Befeuchter in der Regel auch aus.
Will man genauere Messgeräte mit einer Toleranz von guten ± 3 - 5 % einsetzen, benötigt man digitale Messgeräte (auch z.B. integriert in elektronischen Befeuchtungssystemen), herstelleroptimierte Synthetikhaar-Hygrometer oder aber Echthaarhygrometer.
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Zum Nachlesen: Artikel über Humidore bei Wikipedia (Link)