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Das berichteten das Fachblatt "Science Advances" und das Hessische Landesmuseum Darmstadt am Mittwoch.
Ein Forscherteam der Universität Utrecht in den Niederlanden entdeckte in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den USA und Darmstadt Flügel- und Körperschuppen von Schmetterlingen und Motten in Sedimenten aus einer Periode um den Übergang von Trias zu Jura vor 201 Millionen Jahren. Am Ende der Trias waren viele Lebensformen an Land und im Meer ausgestorben.
Bisher wurde den Forschern zufolge angenommen, dass die Entwicklung von Schmetterlingen und Blütenpflanzen eng miteinander verbunden sei. Die entdeckten fossilen Überreste sind aber mehr als 70 Millionen Jahr älter als die ältesten Fossilien von Blütenpflanzen.
"Der Beginn der Evolution der Schmetterlinge kann vermutlich mit Bedecktsamern in Verbindung gebracht werden", sagte der Darmstädter Paläoentomologe und Co-Autor der Studie, Torsten Wappler, der Nachrichtenagentur dpa. Dazu gehörten heute beispielsweise Nadelholzgewächse und Palmenfarne.
Neue Arten durch Klimawandel
Die neuen Funde zeigten auch, dass es den Schmetterlingen gelungen sei, den Übergang der Trias in den Jura weitestgehend unbeschadet zu überstehen. Sie profitierten möglicherweise sogar von den dramatischen Veränderungen ihrer Umwelt und entwickelten eine grosse Zahl neuer Arten, sagte Wappler.
Grund für die Umweltveränderungen waren starke Vulkanausbrüche als Folge der Auflösung des Superkontinents Pangäa. Dies "könnte die Tür für ihre Expansion geöffnet haben, ähnlich dem Aufstieg der Dinosaurier", heisst es in der Mitteilung aus Darmstadt.