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Infolge einer Reihe von Zwischenfällen während Fussballspielen organisierte der Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport, Frédéric Favre, ein Treffen der verschiedenen von dieser Art der Gewalt betroffenen Akteure.
An diesem Treffen zwischen dem Kanton, der Stadt Sitten, dem FC Sitten, der Swiss Football League (SFL), der Staatsanwaltschaft, der Kantonspolizei, dem Bundesamt für Sport und Walliser Bundesabgeordneten konnten auf Kantonsebene Lösungen für die Gewalt in den Stadien erarbeitet werden.
Die Bekämpfung von Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen erfordert eine Koordination der eingesetzten Ressourcen und der betroffenen Akteure. Im Wallis arbeiten die Polizei, die Staatsanwaltschaft, der Fußballclub und die Gemeinde Sitten sowie die Sportinstanzen im Einklang mit ihren Verpflichtungen und Kompetenzen zusammen, um einen reibungslosen Ablauf der Spiele des FC Sitten zu gewährleisten.
Trotz dieser guten Zusammenarbeit und des Umfangs der eingesetzten Ressourcen werden im Rahmen oder am Rande bestimmter Veranstaltungen manchmal Straftaten (Körperverletzung, Sachbeschädigung, Brandstiftung, Verursachung einer Explosion, Gewalt gegen Behörden und Beamte usw.) begangen.
Um partnerschaftliche Lösungen zu finden und zusätzliche Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, organisierte Staatsrat Frédéric Favre ein Treffen der verschiedenen betroffenen Akteure.
Ziel des Treffens war die Definition eines Gesamtkonzepts für das Tourbillon-Stadion. Es trägt den Namen «EKSE(S)» – für Empfang, Kontrolle, Sport, Emotion und (Sanktion) – und erwägt mehrere zwischen dem Kanton Wallis, der Stadt Sitten, dem FC Sitten, der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei diskutierte Massnahmen. Diese beinhalten insbesondere die verstärkte Durchsuchung am Stadioneingang durch den Klub mit der Unterstützung der Kantonspolizei, die Verbesserung der Zugangsstruktur zum Tourbillon-Stadion für einen reibungsloseren Ablauf und einen angenehmeren Empfang, die systematische Verhaftung von Besitzern illegalen Materials und die systematische Einbeziehung der Staatsanwaltschaft bei Risikospielen, die allfällige Ausstellung von namentlich registrierten Tickets in Verbindung mit Identitätskontrollen, die Prüfung einer allfälligen Erarbeitung eines kantonalen Gesetzentwurfs für ein Vermummungsverbot bei Sportveranstaltungen und den Abschluss eines Rahmenvertrags zwischen der Stadt Sitten und dem FC Sitten zur Regelung der Bedingungen für die Bewilligung von Spielen von Fall zu Fall.
Schließlich kann, sollten die genannten Massnahmen nicht ausreichen, auch ein Zutrittsverbot für bestimmte Gruppen in Betracht gezogen werden.
Die ersten Massnahmen werden ab der nächsten Saison umgesetzt. Ziel ist es, eine Gewaltzunahme zu verhindern und sicherzustellen, dass die Sportveranstaltungen in einer entspannten Atmosphäre stattfinden. Die Massnahmen könnten bei Bedarf auch auf weitere Sportveranstaltungen ausgedehnt werden.
Der Kanton Wallis ist sich bewusst, dass es sich um eine Problematik von nationalem Ausmass handelt, die auf überkantonaler Ebene angegangen werden muss. Daher wird er im Rahmen der Diskussionen über das aktuelle interkantonale Konkordat gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen, das eine Reihe von Massnahmen vorsieht, weiterhin mit der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren zusammenarbeiten. Was die Bundesebene betrifft, so haben die fünf anwesenden Bundesparlamentarier (Beat Rieder, Philippe Nantermod, Jean-Luc Addor, Philipp Matthias Bregy und Benjamin Roduit) Fragen zu bestimmten Massnahmen wie der Harmonisierung von Sanktionen und Massnahmen oder zu Schnellgerichten gestellt und ebenfalls ihre Absicht zum Handeln bekundet.