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Bronzemedaille an von der Schweiz organisierter Internationaler Physik-Olympiade
Eigentlich hätten sich die rund 350 Teilnehmenden der Internationalen Physik-Olympiade (IPhO) dieses Jahr in Belarus treffen sollen, doch wegen des Ukraine-Kriegs kam alles anders. Dank der kurzfristigen Initiative engagierter Schweizer Freiwilliger konnte der Schülerwettbewerb vom 10. bis 18. Juli online durchgeführt werden. Acht Delegationen trafen sich ausserdem vor Ort in Dänemark. Darunter waren auch die Schweizer Jugendlichen, die vier Auszeichnungen erhielten:
Mitglieder des Schweizer Organisationsteams der IPhO 2022 (Alle Bilder: Physik-Olympiade)
Die experimentelle Prüfung in Dänemark.
Luis Jost nach der theoretischen Prüfung.
Adrian Serrano Capatina bei der Resultatverkündung der IPhO 2022.
Ein Strandausflug in Dänemark.
Von links nach rechts Bruno Pontecorvo, Adrian Serrano Capatina, Patrick Zenhäusern (nimmt nicht an IPhO teil), Lucio Ineichen und Luis Jost mit ihren Goldmedaillen am nationalen Finale der Physik-Olympiade im März.
Adrian Serrano Capatina und Bruno Pontecorvo mit Lukas Gallmann von der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft am nationalen Finale der Physik-Olympiade
Piranavan Subaharan während des nationalen Finals der Physik-Olympiade.
Adrian Serrano Capatina (Ecole Internationale de Genève, GE)
Bruno Pontecorvo (Institut International de Lancy, GE)
Adrian gewann Bronze. Bruno, Luis und Piranavan wurden mit Ehrenmeldungen ausgezeichnet.
Eine etwas andere IPhO
Als die in Belarus geplante Internationale Physik-Olympiade im Frühling abgesagt wurde, war für die Freiwilligen der Schweizer Physik-Olympiade klar: Talentierte Jugendliche sollen auch dieses Jahr die Chance haben, an der IPhO teilzunehmen. Zusammen mit einem Team motivierter Volunteers aus aller Welt stellten sie kurzerhand eine virtuelle Version des Wettbewerbs auf die Beine. Mindestens für die Teilnehmenden aus Österreich, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweden, Island, Israel und der Schweiz blieb die IPhO aber nicht auf den Bildschirm beschränkt. Sie verbrachten die Woche zusammen in Dänemark. «Ohne internationale Hilfe hätten wir es nicht geschafft», erzählt Organisator Nicolà Gantenbein. «Für mich macht das die IPhO aus: Es ist eine Kooperation zwischen vielen Ländern und Kulturen.»
Die Resultatverkündung der IPhO 2022.
Formeln, Songtexte und Backrezepte
Die Schweizer Teilnehmer konnten sich mit Gleichgesinnten aus «nur» sieben anderen Ländern austauschen, statt auf etwa 70 Delegationen zu treffen. Diese familiäre Mini-IPhO hatte aber durchaus ihre Vorteile, findet Bruno. “So kam ich tatsächlich dazu, alle kennenzulernen und mich mit allen zu unterhalten”, erzählt er. Das Highlight? “Am letzten Tag fanden wir einen Musikraum und haben vier oder fünf Stunden am Stück einfach musiziert”. Dass die Teenager an der IPhO neben Physik auch noch andere Talente haben, zeigte sich während der Woche in Dänemark immer wieder. Es gab mehrsprachige Karaoke-Abende, Ausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten, Sport, Lagerfeuer und Dessert-Spezialitäten aus acht Ländern.
Interplanetare Abenteuer
Am 11. und 13. Juli galt es ernst. In zwei fünfstündigen Prüfungen, eine davon experimentell, die andere theoretisch, stellten junge Talente aus aller Welt ihr Wissen unter Beweis. Bei einer Aufgabe mussten sie sich vorstellen, sie seien auf einem unbekannten Planeten gelandet. Mithilfe einer Simulationssoftware und einigen Informationen mussten sie verschiedene Eigenschaften des Planeten ermitteln, zum Beispiel dessen Masse oder die Windgeschwindigkeit auf dessen Oberfläche. Eine andere Aufgabe befasste sich mit der Physik hinter dem James-Webb-Teleskop, dessen Bilder in derselben Woche Schlagzeilen gemacht hatten. Um bei den Prüfungen gut abzuschneiden brauchten die Schülerinnen und Schüler eine systematische Vorgehensweise sowie Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise Magnetismus, Optik, Mechanik, oder Vakuumtechnik.
Bilder
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Kontaktperson Organisation IPhO, Leitung der Schweizer Delegation
n.gantenbein(at)olympiad.ch
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.
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