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Das im 13. Jahrhundert erbaute Schloss Schwandegg, damals noch eine Burg, liegt auf einem Hügel nordwestlich von Waltalingen. Nach 1218 wohnte hier Ritter Heinrich, ein habsburgerischer Ministeriale (Verwalter), als erster Vertreter des Geschlechts von Schwandegg. Die Schwandegger beteiligten sich an den Kriegszügen der Habsburger gegen die Eidgenossen. 1422 starb der letzte Ritter von Schwandegg, wonach die Burg immer wieder den Besitzer wechselte. 1546 wurde „das fürnämist und best geheuss dieses schlösslins abgebrochen und die rietmüli davon erbouwen“. Der nächste Eigentümer liess das Schloss jedoch wieder herstellen. Im 17. Jahrhundert befand es sich im Besitz der Familie Schmelz von Lindau, die ihr Vermögen während des Dreissigjährigen Krieges in die Schweiz geflüchtet hatte. Um 1640 wurde die düstere Burg in ein wohnliches Schloss umgebaut. 1879 kaufte Karl Fierz-Landis das Schloss, das er um 1890 der Stadtbürgergemeinde Zürich schenkte, mit der Bedingung, dass es samt seinen wertvollen Sammlungen dem künftigen Landesmuseum überlassen werde. Dies trug vermutlich dazu bei, dass Zürich das schweizerische Landesmuseum erhielt. Schwandegg ging bald wieder an einen privaten Käufer. 1933 fiel der westliche Teil des Schlosses einem Grossbrand zum Opfer und wurde 1935 wieder aufgebaut. Der letzte Schlossherr, Caspar Oswald, nahm Flüchtlinge und Behinderte auf. 1974 verkaufte er Schwandegg altershalber dem Kanton, der es restaurieren liess und eine moderne Jugendherberge und ein Restaurant einrichtete.
Waltalingen