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In Kanada ist ein Mitglied des Parlaments in einer Videokonferenz des Unterhauses nackt erschienen. Nach eigenen Angaben übersah er die eingeschaltete Kamera.
Ein liberaler Abgeordneter des kanadischen Parlaments hat sich bei einer Videokonferenz mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen unfreiwillig freizügig gezeigt: «Meine Kamera war aus Versehen noch eingeschaltet, als ich nach dem Joggen meine Arbeitskleidung anziehen wollte», schreibt er in einem Statement auf Twitter. Und fügte hinzu: «Das wird nicht wieder passieren.»
Wer den Screenshot des nackten Abgeordneten machte und an die Presse weitergab, soll nun geklärt werden, wie die Nachrichtenagentur The Canadian Press schreibt. In einem Statement, das der kanadische parlamentarische Geschäftsführer Mark Holland ebenfalls auf Twitter publizierte, bezeichnet er die Weitergabe des Bildes als «schrecklichen Verstoss»:
Nach dem Zoom-Missgeschick des Abgeordneten William Amos diskutierte man über den Dress-Code und die Schuldigen: Claude DeBellefeuille, ein Mitglied des Unterhauses, betonte die Bedeutung einer ordentlichen Arbeitskleidung während den parlamentarischen Fragerunden: «Bitte erinnern Sie unsere Mitglieder im Parlament daran, speziell die männlichen unter ihnen, dass Anzug und Krawatte angemessen sind», sagte sie zum Sprecher und Präsident des Unterhauses, Anthony Rota.
Sie hätten zwar gesehen, dass das Mitglied in sehr guter körperlicher Form sei, aber es sei wichtig, daran zu erinnern, was angemessen sei und dass es eine Kamera gibt. Anthony Rota konnte sich zu diesem Kommentar ein Lächeln nur schwer verkneifen und antwortete: «Ich danke dem ehrenwerten Mitglied für ihre Beobachtungen. Ich habe das verpasst», sagte er und erinnerte daran, dass Kamera und Mikrofon nicht vergessen werden sollten.