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Als Folge der Temperaturzunahme entwickelt sich die Vegetation im Frühling und Sommer heute deutlich früher als vor einigen Jahrzehnten. Die Pflanzen sind deshalb sehr gute Indikatoren für die Auswirkung des globalen Temperaturanstiegs. MeteoSchweiz erhebt verschiedene Daten, um diese Änderungen deutlich zu machen.
Vegetationsentwicklung
Phänologie
Die Phänologie beschäftigt sich mit den im Jahresablauf regelmässig wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Lebewesen. So werden in der Pflanzenphänologie die Eintrittstermine (Datum) der sogenannten Phänophasen wie Blattentfaltung, Blüte, Fruchtreife, Blattverfärbung und -fall beobachtet und notiert.
Berichte der aktuellen Vegetationsentwicklung
Hat sich die Vegetation in einem Jahr zum Beispiel besonders früh entwickelt, weil die Temperatur viel höher war als im Mittel? Die Beobachtungen des phänologischen Beobachtungsnetzes bilden die Grundlage für diese klimatologische Auswertung der aktuellen Vegetationsentwicklung. Die aktuellen Analysen finden sich im Monats- und Jahresrückblick.
Der Frühlingsindex
Der Frühlingsindex zeigt den Zeitpunkt der Vegetationsentwicklung im Frühling im Vergleich zum langjährigen Mittel 1991-2020. Der jährlich ermittelte Index fasst die phänologischen Frühlingsphasen zusammen, von der Blüte der Hasel bis zur Blattentfaltung der Buche.
Zusätzliche phänologische Beobachtungsreihen
Neben dem Beobachtungsnetz gibt es in der Schweiz zwei lange und damit sehr wertvolle phänologische Beobachtungsreihen, bei welchen seit 1808 respektive 1894 am gleichen Standort zwei Pflanzen beobachtet werden, eine Rosskastanie in Genf und die Blüte eines Kirschbaums in Liestal.
Daten der phänologischen Jahresmittelwerte und Normwerte zum Download
Genau wie beim Klima, kann auch in der Phänologie der Zeitpunkt der Vegetationsentwicklung mit einem langjährigen Durchschnitt beschrieben werden. Ein 30-jähriger Durchschnitt wird als Normwert bezeichnet. Ein Vergleich der jährlichen phänologischen Daten mit dem Normwert zeigt, ob ein Jahr eine frühe oder späte Vegetationsentwicklung aufweist. In der Phänologie werden dieselben 30-jährigen Perioden wie in der Klimatologie verwendet: 1961-1990 und 1991-2020. Dabei wird die Normperiode 1961-1990 für die Einordung in die langjährige Klimaentwicklung verwendet und jene von 1991-2020 für den Vergleich mit dem heutigen Klima.
Für alle phänologischen Phasen werden jährliche Mittelwerte des Eintrittsdatums ab 1956 und die daraus berechneten Normwerte 1961-1990 und 1991-2020 in Tabellenform zur Verfügung gestellt. Berechnet werden sie als Mittelwerte für die ganze Schweiz und für verschiedene Höhenstufen. Für die Höhenstufen wurden nur phänologischen Phasen ausgewählt, die genügend Beobachtungen über die ganze Datenreihe seit 1956 haben.
- Phänologie-Mittelwerte ganze Schweiz: Pheno_normals_swissmean.txt (in Englisch)
- Phänologie-Mittelwerte unterhalb von 600 m: Pheno_normals_below 600 m.txt (in Englisch)
- Phänologie-Mittelwerte von 600 bis 999 m: Pheno_normals_600-999 m.txt (in Englisch)
- Phänologie-Mittelwerte oberhalb 1000 m: Pheno_normals_above 1000 m.txt (in Englisch)
- Phänologie-Mittelwerte unterhalb 800 m: Pheno_normals_below 800 m.txt (in Englisch)
- Phänologie-Mittelwerte oberhalb 800 m: Pheno_normals_above 800 m.txt (in Englisch)
- Beschreibung der Parameternamen: Parameter_names_pheno_normals_swissmean.txt