Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03623.jsonl.gz/796

Aglow Vereinigung christlicher Frauen
Geschichte
Die erste Aglow-Gruppe in der Schweiz entstand 1981 in Aarau. Diese Gruppe hörte jedoch wieder auf. In Basel fand das erste öffentliche Treffen am 11. März 1985 im Hotel Hilton statt.
Inzwischen gibt es über 300 Aglow-Gruppen in mehr als 20 west- und osteuropäischen Ländern. Weltweit gibt es ca. 15 000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.
Die Ortsgruppe Basel besteht aus 15 bis 18 Mitarbeiterinnen, der Vorstand aus drei bis fünf Frauen. Diese Mitarbeiterinnen sind zugleich auch Mitglieder bei Aglow. Zum ersten Treffen in Basel am 11. März 1985 kamen 240 Frauen ins Hilton. 12 Jahre später, am 10. März 1997 kamen 200. Das Alter der Besucherinnen liegt zwischen 18 und 80, die 35- bis 55jährigen überwiegen.
Lehre
Das Ziel von Aglow ist es, Frauen zu Jesus Christus zu führen und sie zu ermutigen, in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben und ihnen durch vertiefte Bibelkenntnisse zu geistlicher Reife zu verhelfen.»
Es bestehen herzliche Kontakte zu anderen Gruppen, doch ohne dass man von einer eigentlichen Zusammenarbeit reden könnte. Die Leiterin Frau Nielsen ist persönlich Mitglied der Evangelischen Allianz und war längere Zeit für die Basler Bibelgesellschaft tätig, wodurch sie viele übergemeindliche Kontakte knüpfen konnte.
Eine Zusammenarbeit mit nicht-christlichen Gruppen ist nicht möglich, da dies im Widerspruch zur Zielsetzung von Aglow stehen würde.
Organisation, Finanzen
Der internationale Hauptsitz von Aglow befindet sich in Edmonds im amerikanischen Staat Washington. Der internationale Vorstand besteht aus 15 Personen, davon acht Frauen aus den USA und sieben aus allen Kontinenten.
In der Schweiz ist Aglow als Verein mit Statuten, Revisoren, Mitgliederversammlungen, Finanzberichten usw. organisiert.
Alle lokalen Vorstände, so auch die Ortsgruppe Basel, unterstehen dem nationalen Vorstand. Alle sind der Internationalen Vereinigung in Edmonds unterstellt.
Es gibt keine spezielle Mitgliederwerbung. Grundsätzlich kann jede Frau, die mit den Zielen und Glaubensprinzipien von Aglow einverstanden ist, Mitglied werden. Eingeladen sind Frauen aus allen Alters- und Berufsgruppen.
Alle Ortsgruppen sind selbsttragend. Das heisst die Frauen bezahlen die ersten Unkosten aus dem eigenen Portemonnaie. Bei den öffentlichen Treffen wird jedesmal eine freiwillige Kollekte zur Unkostendeckung (Saal, Referentin, Drucksachen, Porti usw.) erhoben. Meistens werden die Kosten gedeckt, doch kann es in einigen Gruppen auch zu spürbaren Engpässen kommen. Die Ortsgruppen bezahlen den «Zehnten», also 10% ihres Vereinseinkommens an die nationale Kasse, auch die Mitgliederbeiträge gehen an die Nationalkasse. Es gibt einen Finanzbericht des Schweizer Vereins. Alle Mitarbeiterinnen arbeiten ehrenamtlich.
Bei den nationalen Konferenzen wird jeweils für die Mission gesammelt, 1995 zum Beispiel je 6000 Franken für die Frauen im ehemaligen Jugoslawien und für die Arbeit unter den moslemischen Frauen in Kasachstan. Die Beiträge werden jeweils unbürokratisch und ohne jegliche Abzüge persönlich durch Mitarbeiterinnen direkt an Notleidende weitergeleitet.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Sekretariat befindet sich an der Margarethenstrasse 76.
Das Hotel Hilton dient den monatlichen Treffen. Bei diesen Treffen lädt die Ortsgruppe zu einem Abend mit Imbiss, Vortrag und Gelegenheit zum Austausch und Gebet ein. Weltweit laden die Aglow-Mitarbeiterinnen zu Treffen an einen neutralen Ort ein. So vermeiden sie, dass eine Kirche oder Gemeinschaft als Gastgeberin betrachtet wird. Die Frauengruppe setzt sich immer aus Frauen aus verschiedenen Kirchen und Freikirchen zusammen. Sie wollen bewusst Jesus Christus als Zentrum wissen und nicht ihre jeweilige persönliche Kirchenzugehörigkeit. So möchten sie sogenannten «Kirchenentfremdeten» eine eventuelle Schwellenangst nehmen.
Zentrum aller lokalen Aglow-Aktivitäten ist das monatliche öffentliche Treffen, an dem das Evangelium in einer für die Besucherinnen verständlichen Art weitergegeben wird. Es gibt Gebetsgruppen und Bibelkreise. Die Ortsgruppe Basel organisiert sieben- bis achtmal im Jahr Vortragsabende im Hotel Hilton. Die Vorbereitungen, Sitzungen, Bibelgruppen usw. finden in den privaten Heimen statt.
Zur Aglow gehören an sich Dienste an Mädchen im Teenageralter und an Frauen in Gefängnissen und Krankenhäusern, doch in Basel bestehen bis jetzt keine solchen Dienste.
Andere Aktivitäten sind die Herausgabe von Aglow-Zeitschriften und Bibelstudien, Unterrichtsmaterial für Leiterinnen, Bücher und kleine Schriften. In Basel wie in der ganzen Schweiz werden für die Leiterinnen die Übersetzungen des englischen Unterrichtsmaterials benutzt. Weltweit baut die Aglow-Arbeit auf die gleichen Richtlinien und arbeitet je nach den kulturellen Gegebenheiten nach den gleichen Prinzipien. Die Bibelstudienhefte und Bücher wurden grösstenteils in Deutschland übersetzt.
Während der Konferenzen (alle zwei Jahre) wird an einem Stand auf die Arbeit der Aglow aufmerksam gemacht. Doch fehlen genug Mitarbeiterinnen und die Zeit für eine umfassendere Öffentlichkeitsarbeit
Literatur, Zeitschrift
Jane Hansen (Internationale Präsidentin von Aglow): Aus dem Herzen einer Frau.
Geschaffen zur Gemeinschaft. Versöhnung Gottes Plan für Mann und Frau. (beide bei Dynamis Oftringen).
In dem Aglow-Magazin «Freude» geben Frauen ihre Erfahrungen mit dem Glauben an Jesus Christus weiter (erscheint sporadisch).
[int. Nr.: 1017]
aktualisiert cpb / 13.8.2003