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Gedanken zur Entwicklung und der Geschichte des Escher- Wyss Platzes. Die Zeit ist reif, diesen altehrwürdigen Ort zu besuchen und uns die Frage zu stellen, wie wir diesem Vakuum begegnen.
Der Escher- Wyss Platz ist ein alter Ort.
Seinen Namen hat er von der Maschinenfabrik "Escher Wyss" die 1896 daneben gebaut und eröffnet wurde.
1970 wurde der Platz grundlegend verändert. Durch den Bau der Hardbrücke und der Fussgängerunterführung erhielt der Platz ein neues Aussehen.
Zu der Zeit fertigte die Künstlerin Annemie Fontana einen Brunnen an, "Sirius" ,den orangen Wasserspender aus Polyester.
Das Werk wurde schliesslich 1972 installiert, die orange Skulptur wurde fortan zu einem Wahrzeichen des Kreis 5.
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Seit dem 9. September 2008 wurde der Platz umgebaut, am 18. März 2009 "Sirius" entfernt.
Heute ist der Platz fertig, es ist ein grosszügiger Bereich geworden, eine leere Fläche.
Auch die Hardbrücke als Dach hilft dem Bereich nicht gerade, als "Begegnungszone" wahrgenommen zu werden. Die zusätzliche Entrückung der Haltestellen, raus unter den freien Himmel, gefällt mir persönlich sehr gut, aber hat diesen Ort gleichzeitig auf eine unnatürliche Art entfremdet. Schwarz geteert, von weissen Strichen durchzogen, erinnert der Platz heute an eine futuristische Mondlandschaft.
Der Weg ins Licht führt über die 44 Stufen nach oben, auf die Hardbrücke zum 33er und 72er.
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Durch einen Wettbewerb wurde 2007 die Neugestaltung eingeleitet. Die Jury beantragte darauf die Weiterbearbeitung des Projekts: "Nagelhaus", von Caruso St John Architects LLP (London) und dem Künstler Thomas Demand (Berlin).
Wie das Haus in Chongqing, ist folgendes (leider!) nur noch Geschichte:
Beim "Nagelhaus" hätte es sich um eine 5,9 Millionen Franken teure Nachbildung eines Gebäudes der chinesischen Stadt Chongqing handeln sollen.
Das Pressefoto dieses Gebäudes ging um die Welt, weil sich seine Besitzer weigerten, es abreissen zu lassen für ein neues Einkaufszentrum.
Das "Nagelhaus" hätte den Anschein erwecken sollen, vor dem Bau der Hardbrücke bereits existiert zu haben und ebenso nicht diesem Bau gewichen zu sein. Das Gebäude sollte einen Kiosk mit Toilette und ein kleines Restaurant beherbergen, das bis zur Hardbrücke hinaufreicht. Die Eröffnung war für 2012 geplant.
Das Projekt musste abgebrochen werden, nachdem die SVP das Referendum dagegen ergriffen hatte. Das "Nagelhaus" wurde vom Zürcher Stimmvolk abgelehnt, mit einer Mehrheit von 51,3% , am 26. September 2010.
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Und jetzt?
Wo ist Sirius? Wo das Nagelhaus?
Und wo ist eigentlich der Sex in diesem Beitrag geblieben?
Dazu gleich, vorher komme ich noch einmal auf das Vakuum zurück, ein Vacuum (von lat. vacuus; leer), oder frei übersetzt: leerer Raum. Das kam mir in den Sinn, als ich die neue Fläche sah. Daher mein Fazit:
"Ob beim Sex oder der Neugestaltung des Escher- Wyss Platzes, das Scheitern kurz vor dem Höhepunkt hinterlässt einen gewissen Frust und eine Leere."