Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/1314

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchten Ingenieure, ob die Mattmark-Ebene oberhalb von Saas-Allmagell für eine Stauanlage geeignet wäre. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte die Schweiz auf Wasserkraft, um den steigenden Energiebedarf der Industrie zu decken. Zu Beginn der 1950er-Jahre interessierte sich die Elektrowatt AG für diese Nutzung. Die entsprechenden Studien mündeten in ein Projekt, welches weitgehend dem heutigen Bau entspricht.
Die Kraftwerke Mattmark AG wurde 1959 gegründet. Staudamm und Kraftwerksanlagen entstanden mehrheitlich zwischen 1960 und 1965. Eine furchtbare Naturkatastrophe überschattete die letzte Phase der Bauarbeiten. Am 30. August 1965 brach der Allalingletscher ab und verschüttete die Baustelle.
Der Staudamm von Mattmark ist der grösste Erddamm Europas. Er besteht hauptsächlich aus Moränenmaterial. Der Speichersee hat ein Volumen von 100 Mio. m3. Die Produktion erfolgt in Zermeiggern und Stalden. Die Energieproduktion erfolgt in zwei Stufen: Zermeiggern und Stalden produzieren im Jahr fast so viel Strom, wie alle Haushaltungen im ganzen Kanton Wallis brauchen.
Die Kraftwerke Mattmark AG wurde 1959 gegründet. Sie ist heute ein Partnerwerk, an dem sechs Gesellschafter beteiligt sind. Das Mandat der Geschäftsleitung liegt bei der Axpo Hydroenergie.
Die beiden Zentralen in Zermeiggern und Stalden erzeugen rund 650 Gigawattstunden – genug Strom für etwa 275 000 Menschen. Ausserdem bändigt und kontrolliert der Stausee die Wasser der Mattmark.
Über die ganze Länge des Mattmark-Damms führt eine Geschichtsmeile mit Infotafeln zur Ausstellung im Wärterhaus. Ein Film dokumentiert, wie das Projekt «Kraftwerk Mattmark» Realität wurde.