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Seit über hundert Jahren werden chronische Schmerzen und Bewegungsstörungen (Morbus Parkinson, Dystonie, Tremor, Chorea Huntington und andere) chirurgisch behandelt. Mit der Entwicklung moderner Medikamente, vor allem der des Levodopa zur Behandlung des M. Parkinson, geriet diese Chirurgie zwischen den 60er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts vorübergehend in Vergessenheit. Ende des letzten Jahrhunderts kam es mit ganz neuen technischen Möglichkeiten und vor allem aufgrund der Erkenntnis, dass die alleinige medikamentöse Behandlung, beispielsweise beim M. Parkinson, im Langzeitverlauf oft nicht ausreichend ist, zu einer Neubelebung.
Heute beruht die Behandlung auf der millimetergenauen („stereotaktischen“) Implantation von Elektroden in bestimmten Kerngebieten des Gehirnes und der Hemmung oder Aktivierung dieser Bereiche durch eine hochfrequente Stimulation über einen analog einem Herzschrittmacher unter der Haut implantierten Neurostimulator.