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Eine internationale Forschergruppe hat weltweit 173'463 Naturschutzgebiete unter die Lupe genommen. Sie wollte wissen, ob die die dort lebenden bedrohten Tierarten genügend geschützt werden. Schwerpunkte der Studie sind die Regenwälder, Inseln und Gebirge in Afrika, Lateinamerika und Südostasien. Hier schätzen die Wissenschaftler zwar «nur» 137 Schutzgebiete als absolut unersetzlich für den Erhalt der gefährdeten Tiere ein. Sie umfassen aber die beeindruckende Fläche von 1,7 Millionen Quadratkilometer (40 mal die Fläche der Schweiz) .
Die weltweit wichtigste Institution für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist die Weltnaturschutzunion «IUCN» mit Sitz in Gland am Genfersee. Sie erstellt die Rote Liste gefährdeter Arten, Link öffnet in einem neuen Fenster und kategorisiert Schutzgebiete dementsprechend. Gemäss den Listen der IUCN gelten 21'419 Säugetiere, Vögel und Amphibien als gefährdet und 4300 Tierarten als vom Aussterben bedroht.
Das Forscherteam kritisiert in der Zeitschrift «Science» das Management der Schutzgebiete. Häufig sei das Budget zu klein, die Unterstützung durch die Politiker zu gering und zu wenig Personal vorhanden. Dies führe unter anderem dazu, dass die Tiere nicht genügend vor Wilderern geschützt werden können. Es genügt nicht, Naturschutzgebiete effektvoll zu deklarieren – sie müssen gegen andere «Nutzungsarten» wie die illegale Jagd oder die Brandrodung verteidigt werden.