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Bei der Malaria handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die von mikroskopisch kleinen bakterienähnlichen Organismen, sogenannten Parasiten, verursacht wird. Diese gehören zu der Gattung der Plasmodien und werden durch eine bestimmte Mückenart, die Anopheles-Stechmücke, mit dem Speichel während des Blutsaugens übertragen. Vom Einstich aus wandern die Parasiten über die Blutbahn zur Leber, um sich dort zu vermehren. Nach einigen Tagen verlassen sie die Leberzellen, treten erneut in die Blutbahn ein und greifen dort die roten Blutkörperchen an. Malaria stellt für die in tropischen und subtropischen Regionen lebenden Menschen ein grosses Problem dar, weil es auch heute noch keine Impfung gibt gegen die Malaria. Weltweit sterben 1.5-2.7 Millionen Menschen pro Jahr, zwischen 300-500 Millionen Menschen erkranken zum Teil schwer. Von Reisenden wird die Gefahr der Malaria oft unterschätzt. Es handelt sich aber um eine ernstzunehmende Krankheit, die man bei Reisen in Gebiete, in denen Malaria heimisch ist, unbedingt beachten muss.
Welches sind die Symptome der Malaria?
Die Malaria ist „ein grossartiger Imitator“. Die Symptome können vor allem zu Beginn der Krankheit sehr unspezifisch sein und zum Beispiel mit denen einer Grippe verwechselt werden. So treten Fieber, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Durchfall oder Erbrechen auf. Die sogenannte Inkubationszeit, das heisst die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen, kann eine oder mehrere Wochen dauern. Dies bedeutet, dass die Symptome allenfalls erst auftreten, wenn die Reisenden wieder zu Hause sind. Als Faustregel gilt, dass jedes Fieber während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet bis zum Beweis des Gegenteils als ein möglicher Fall von Malaria anzusehen ist.
Wie kann man sich vor Malaria schützen?
Am wichtigsten sind dabei die Massnahmen, die das Risiko vermindern, dass man von einer Anopheles-Mücke gestochen wird. Dazu muss man wissen, dass diese Mücken vorwiegend in der Dämmerung abends und in der Nacht aktiv sind. Tragen Sie Kleider, die Arme und Beine bedecken; vermeiden Sie dunkle Farben, da diese die Mücken anziehen. Tragen Sie Schuhe bis über die Knöchel. Schlafen Sie unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz. Benutzen Sie Insektensprays und Rauchspiralen. Übernachten Sie möglichst in klimatisierten Räumen, da diese mückenfrei sind. Benutzen Sie mückenabstossende Mittel (sogenannte Repellentien) an den unbedeckten Körperstellen und beachten Sie deren Wirkungsdauer. Schlafen Sie bei geschlossenen Fenstern. Vermeiden Sie abendliche Aufenthalte an Gewässern und Schwimmbädern. Neben diesen sehr wichtigen allgemeinen Massnahmen werden auch (zusätzlich) Medikamente empfohlen. Dabei unterscheidet man Länder mit einem hohen Malariarisiko (vor allem Afrika) von Ländern mit einem niedrigen Malariarisiko. Bereist man ein Hochrisikoland, sollte man eine fixe medikamentöse Prophylaxe machen, das heisst man beginnt schon vor der Abreise mit der Tabletteneinnahme, nimmt diese selbstverständlich während des Aufenthaltes im Land und nach der Heimkehr noch für eine gewisse Zeit zu Hause. Geht man in ein Niedrigrisikoland, nimmt man die Medikamente nur mit für den Notfall; das heisst, dass man beim Auftreten oben genannter Symptome sofort mit der Einnahme der Medikamente beginnen soll und aber gleichzeitig einen Arzt oder Spital aufsuchen muss. Wenn dann die Diagnose bestätigt wird, muss man die Medikamente weiter nehmen, wenn nicht, kann man wieder aufhören. Dieses Vorgehen wird empfohlen, da es nicht schadet, wenn die Medikamente vergebens eingenommen wurden, weil man an einer anderen Krankheit leidet. Beginnt man aber umgekehrt zu spät mit einer Therapie, kann dies unter Umständen fatale Konsequenzen haben, denn die Malaria kann in gewissen Fällen rasch lebensbedrohlich werden. Die Malariasituation unterliegt einem ständigen Wandel, weshalb die entsprechenden Empfehlungen für die einzelnen Länder wechseln können. Dies bezieht sich sowohl auf die Risikozuteilung eines Landes wie auch auf die Wahl des Medikamentes. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Hausarzt oder schauen Sie im Internet unter der Adresse www.safetravel.ch. Auf die Angaben des Reisebüros kann man sich nicht immer verlassen.
Nützliches:
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