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Fledermausvielfalt in Zürichs Innenhöfen Mit Hilfe von Citizen Science wurde im Projekt „Gebäudebewohnende Fledermäuse in der Stadt“ die Fledermausvielfalt in Innenhöfen der Stadt Zürich untersucht. Ziel des Projektes war es, die Bevölkerung für die heimlichen Königinnen der Nacht zu sensibilisieren, Fledermaus-Quartiere zu identifizieren und die Nutzung von Innenhöfen durch Fledermäuse als Jagdgebiete zu erfassen. Die Resultate ermöglichen es, Empfehlungen für fledermausfreundliche Innenhöfe zu erarbeiten. Mit vielen Freiwilligen den Fledermäusen auf der Spur Vom 4. Juni bis am 9. September wurden in 51 städtischen Innenhöfen mit bioakustischen Geräten die Fledermausrufe aufgezeichnet. Ausserdem wurden 27 bekannte Gebäudequartiere auf ihre Nutzung durch Fledermäuse überprüft. Die Feldarbeiten wurden von 24 StadtNaturBeobachter*innen und von StadtNatur-Mitarbeiterinnen durchgeführt. © stadtwildtiere.ch Aufnahme der Fledermausaktivität in einem Zürcher Innenhof. © Anouk Taucher / stadtwildtiere.ch 51 verschiedene Innenhöfe über die ganze Stadt verteilt wurden auf deren Fledermausaktivität untersucht. Viel Aktivität und eine grosse Vielfalt Bei der Analyse der Ultraschallaufnahmen wurden 5172 Fledermaussequenzen identifiziert. In jedem der 51 Innenhöfe wurden Fledermausrufe aufgenommen, jedoch in unterschiedlicher Anzahl (5-439 Sequenzen, durchschnittlich 101 Sequenzen). Die meisten Rufe stammten von Weissrandfledermäusen (Pipistrellus kuhlii) und Zwergfledermäusen(Pipistrellus pipistrellus). Es konnten aber auch erstaunlich viele Grosse Abendsegler (Nyctalus noctula) nachgewiesen werden, ausserdem an zwei Standorten Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus), sowie an drei Standorten Wasserfledermäuse (Myotis daubentonii). Die Fledermausaktivität nahm tendenziell mit zunehmender Temperatur, zunehmender Baumbedeckung, zunehmender Distanz zum Wald und abnehmender Distanz zu Gewässern zu. Es wurden 27, in den letzten Jahren gemeldete Fledermausquartiere kontrolliert. Nur in zwei dieser Quartiere wurden Fledermäuse nachgewiesen. Während den Quartierkontrollen wurden aber vier bisher unbekannte Fledermausquartiere gefunden. Wichtige Wasserflächen Bäume und kleine Gewässer in Innenhöfen haben eine positive Wirkung auf die Präsenz jagender Fledermäuse. Zur Förderung der städtischen Fledermausfauna empfiehlt es sich deshalb, bestehende Bäume zu erhalten, neue Bäume zu pflanzen und Wasserstellen wie Teiche oder Brunnen mit flachen Wasserbereichen anzulegen. Letztere werden von Fledermäusen und je nach Zugänglichkeit auch von anderen Wildtieren und Vögeln als Trinkstellen genutzt. © Kevin Vega / stadtwildtiere.ch Bekannte Fledermaus-Gebäudequartiere wurden auf ausfliegende Fledermäuse kontrolliert. © Anouk Taucher / stadtwildtiere.ch Wasserstellen in Innenhöfen zeigten sich als sehr wichtige Trinkmöglichkeit für Fledermäuse. Finanzierung des Projekts Folgende Stiftungen, Institutionen und Organisationen haben das Projekt finanziell unterstützt: Bundesamt für Umwelt BAFU, Erica Stiftung, Else v. Sick Stiftung, Ernst Göhner-Stiftung, Eva Husi-Stiftung für Tierschutz, Stiftung EXEKIAS, Forma Futura Invest AG, Stierli Stiftung, Stotzer-Kästli-Stiftung, Stiftung Temperatio, Uranus Stiftung, Vontobel-Stiftung, Arbeitsgemeinschaft SWILD, Grün Stadt Zürich und zwei Stiftungen, die nicht genannt werden möchten. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!