Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/79

Die zeitliche Lücke von elf Jahren zwischen der mutmasslichen Tat und der Anklage gegen den heute 79-Jährigen verstosse gegen dessen verfassungsmässig verankerten Rechte, nämlich sein Recht auf ein faires Verfahren.
Es ist bereits der zweite Versuch von Cosbys Anwälten, dem vor allem durch die «Bill Cosby Show» bekanntgewordenen TV-Comedian einen Prozess und eine mögliche Verurteilung zu ersparen. Dutzende Frauen haben gegen Cosby Zivilverfahren angestrengt, der Fall in Pennsylvania ist bislang das einzige Strafverfahren.
Im Februar hatte ein Richter entschieden, dass der Prozess stattfinden kann. Geplant war zuletzt ein vorläufiger Prozessauftakt im Juni 2017.
Cosby könne sich etwa nicht mit Hilfe von Zeugen verteidigen, die Vorfälle von vor über zehn Jahren vielleicht vergessen hätten oder inzwischen gestorben seien, argumentieren die Anwälte in ihrem neuen Antrag. Zudem sei ein fairer Prozess wegen des grossen Medieninteresses und der Vielzahl der Vorwürfe ausgeschlossen. Insgesamt werfen mehr als 50 Frauen Cosby sexuellen Missbrauch vor, die mutmasslichen Fälle liegen teils Jahrzehnte zurück.
(SDA)