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Murray, der in der Weltrangliste derzeit nur die Nummer 134 ist, bestreitet in New York seine erstens Matches seit dem letzten November. Nach den vielen Rückschlägen wegen seiner Rückenproblemen bewies er gegen Zverev, dass er weiterhin auch die Allerbesten schlagen kann. In der Schlussphase war der Schotte nervenstärker. Zverev konnte im dritten Satz zum Match aufschlagen, spielte in den folgenden Games aber schwach.
Nach gut zweieinhalb Stunden nutzte Murray seinen ersten Matchball zum Sieg gegen den Weltranglisten-Siebten. In Roland Garros 2017 hatte er mit Kei Nishikori letztmals einen Top-10-Spieler geschlagen. Seinen letzten Sieg gegen einen besser klassierten Spieler als Zverev gelang Murray Ende 2016 bei den ATP-Finals gegen Milos Raonic, damals die Nummer 4 der Welt. Der heute auf Platz 30 geführte Kanadier ist der Drittrunden-Gegner von Murray.
Nach dem misslungenen Auftritt auf dem Platz, nahm Zverev Stellung zu seinem Verhalten während der Corona-Pause, die für Kritik gesorgt hatte. Zu seinem Einsatz bei der umstrittenen Adria-Tour und zu seiner Geburtstagsfeier meinte er selbstkritisch: «Ich habe einen riesigen Fehler gemacht.» Wie will er nun die Gunst der Fans wieder gewinnen? «Es hilft nur zu gewinnen. In meinen Augen. Und vorbildlich sein.»
Novak Djokovic, der Organisator der viel diskutierten Adria-Tour, behielt in seinem ersten Match seit der Corona-Pause gegen den Litauer Ricardas Berankis die Ruhe und siegte 7:6 (7:2), 6:4. Der serbische Weltranglistenerste, der beim nächste Woche beginnenden US Open in Absenz von Rafael Nadal und Roger Federer seinen 18. Grand-Slam-Titel anstrebt, lag in beiden Sätzen mit Break zurück. Den ersten Umgang entschied er für sich, weil er das 18. der letzten 19 Tiebreaks auf der Tour für sich entschied, im zweiten gewann er die letzten vier Games.
Mit Dominic Thiem scheiterte neben Zverev ein weiterer Top-10-Spieler. Der Österreicher ging gegen den Serben Filip Krajinovic sang- und klanglos mit 2:6, 1:6 unter.