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(20.07.2022) Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ist stärker denn je durch Cyberangriffe bedroht. Eine Studie von Swissmem und dem Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Bern hat ergeben, dass 70% der Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyberattacke wurden.
Die Studie wurde mittels eines Fragebogens erstellt, den 271 Mitgliedfirmen von Swissmem beantwortet haben. Die erhobenen Daten belegen einerseits, dass in den letzten zwei Jahren mehr als zwei Drittel der befragten Firmen mindestens einem Angriff ausgesetzt waren, während es bei einigen von ihnen mehr als 20 waren.
Diese Angriffe können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Am häufigsten ist der Identitätsdiebstahl mit dem Ziel, Geld zu erpressen (50% der befragten Unternehmen), gefolgt vom sogenannten "Phishing" (43%). Es kann sich auch um Techniken zum Raub wertvoller Daten in Kombination mit Schadsoftware wie Viren oder Trojanern handeln (20,7%). Rund ein Viertel (16,2%) der Firmen wurden Opfer von Social Engineering, bei dem die Übeltäter einen oder mehrere Mitarbeitende ausspioniert haben, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.
Die Unternehmen der MEM-Branche sind auf diese Bedrohungen vorbereitet. Laut Swissmem verfügen sie durchschnittlich über 25 Schutz- und Interventionsmassnahmen. Dank dieser Ausrüstung blieben 82% der Angriffe ohne schwerwiegende Folgen (13,7% hatten gar keine Folge und 68,4% konnten kurzfristig behoben werden). Einige Angriffe konnten jedoch erhebliche Schäden zufügen: 18,2% der befragten Unternehmen geben an, die Cyberkriminalität habe sie zwischen CHF 100'000 und 1 Million gekostet. Für die besonders gefährdeten KMU würde ein solcher Vorfall das Ende der Firma bedeuten.
Letzte Änderung 20.07.2022