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Geschichte
Jugendmusik Heerbrugg / Musikverein Heerbrugg
Am 15. September 1964 wurde die Jugendmusik Heerbrugg aus der Taufe gehoben und Hans Fischbacher zum ersten Präsidenten gewählt. Für die musikalischen Fragen waren Anton Pini, Othmar Lüchinger und Burkard Vetsch zuständig. Obwohl dem Verein nach der Gründung ein Vermögen von 2000 Franken ausgehändigt werden konnte – es stammte aus den 1920-er Jahren, als in Heerbrugg der Blasmusikverein sich nach erheblichem Mitgliederschwund auflöste und der Verkehrsverein seither diese "Konkursmasse" verwaltete – war die Finanzlage des jungen Vereins sehr bescheiden. So stellte Anton Pini die Musikinstrumente für die 25 Knaben und 3 Mädchen aus seinem Musikhaus leihweise zur Verfügung. Dank dem Wohlwollen der Bevölkerung konnten die Schulden bald getilgt werden.
Ab Dezember 1983 verfügte die JMH über ihr eigenes Probelokal in der Kanti-Sporthalle. Am 27. Mai 1984 war es der JMH vergönnt, ihre erste Uniform im bisher grössten Jugendmusikfest feierlich einzuweihen. Zum 25-jährigen Bestehen, am 10. Juni 1990, erhielt die Jugendmusik ihre erste Vereinsfahne. Während den Jubiliäumsfestivitäten konnte das Banner feierlich eingeweiht werden.
Nebst den regelmässigen Teilnahmen an den Rheintalischen Kreismusiktagen hat die JMH immer wieder an grösseren Musikfesten teilgenommen. Erstmals an einem Kantonalmusikfest war dies 1989 in Gossau der Fall. 1994 folgte die Teilnahme am Kantonalmusikfest in Jona und 1999 in Mels.
Im Laufe der Jahre wurden die Musikanten der Jugendmusik immer älter, jedoch wollten die zum Teil schon erwachsenen Mitglieder in dieser Formation bleiben und nicht in einen angrenzenden Musikverein wechseln. So erfolgte im Jahre 1999 die Umbenennung in "Musikverein Heerbrugg" – die Jugendmusik war erwachsen geworden. Trotzdem hat der Musikverein Heerbrugg sein auffällig junges Durchschnittsalter bewahrt.
Im Jahre 2003 war der Mitgliederstand auf 18 Musikantinnen und Musikanten geschrumpft. Zudem musste die damalige Präsidentin Helene Dokter aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt abgeben und es kontte kein Nachfolger oder Nachfolgerin gefunden werden. Auch der Dirigent Christian Schiestl äusserte den Wunsch die musikalische Leitung des MVH aufzugeben. Aus diesem Grund wurde die Fusion mit dem Musikverein Konkordia Au geprüft und ein Fusionsvertrag erarbeitet. Dieser wurde an der ausserordentlichen HV vom 15.11.2003 (MV Konkordia Au) bzw. 9.12.2003 (MVH) zur Abstimmung gebracht. Der MV Konkordia Au stimmte der Fusion zu. Dagegen lehnte der MVH die Fusion mit lediglich drei Stimmen Unterschied ab. Dieses Abstimmungsergebnis bildete den Anfang eines erstaunlichen Aufschwungs und Zuwachses an Mitgliedern.
Im Jahre 2005 konnte in der Folge eine eigene Schülerband mit drei Mitgliedern unter der Leitung von Helene Dokter gegründet werden. Diese zählte bereits 2006 18 junge Musikanten und Musikantinnen. Leider schrumpfte die Schülerband in den darauffolgenden Jahren wieder, bis sie schliesslich im Jahre 2010 aufgelöst werden musste.
Nach 26 Jahren hat sich der MVH im Juni 2009 eine neue Uniform geleistet. Gleichzeitig organisierte der Verein erstmalig in seiner Vereinsgeschichte die Rheintalischen Kreismusiktage in Heerbrugg auf dem Areal der Kanti und der OMR am Bach. Diesen dreitägigen Grossanlass mit etwa 1000 teilnehmenden Musikanten hat der MVH auch dank der Unterstützung vieler Helfer aus den Dorfvereinen und aus dem Freundeskreis bravurös gemeistert. Das Fest mit vielen Höhepunkten bildete einen würdigen Rahmen für die Einweihung der neuen Uniform.
Im Frühling 2010 wurde die Turnhalle der Kanti abgerissen, in der sich das Probelokal des MVH befand. Folglich probte der Verein im Singsaal der OMR am Kirchplatz. Seit 2013 kann der MVH nun im Pfarreiheim der katholischen Kirche proben.
Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte die erstmalige Teilnahme an einem Eidgenössischen Musikfest 2011 in St. Gallen dar. Im gleichen Jahr durfte der MVH eine Musikreise ans internationale Musikfest in irische Coalisland machen.