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Der Grüntee Lu’an Gua Pian stammt aus Lu’An in der Provinz Anhui. Die Teeblätter haben eine Form wie getrocknete Sonnenblumenkerne. Deshalb heisst der Tee «Gua Pian», «Sonnenblumenkern».
Hintergründe
Dieser chinesische Grüntee ist nicht nur speziell, weil für diesen Tee die Triebe einer nur dort einheimischen Sorte der Teepflanze verwendet werden. Sondern auch, weil die Verarbeitung besonders ist: Gepflückt werden Triebe erst später, wenn sich schon Blätter gebildet haben.
Lu’An Gua Pian: Herstellung
Man pflückt für diesen Tee nur die Blätter. In der Regel das zweite oder dritte Blatt nach der Knospe. Nach dem Pflücken werden die grösseren Blätter von den kleineren aussortiert und dann beide getrennt verarbeitet.
Nun werden die Blätter geröstet, um die Oxidation zu stoppen. Nach dem ersten Rösten gibt man die Blätter in einen weiteren Röst-Wok und rollt sie dann mit einer Art Fächer aus Bambus. Nach dem Rösten im Wok werden die Blätter bei niedrigen Temperaturen und über längere Zeit hinweg getrocknet.
Dazu werden sie in nacheinander in drei Bambuskörbe gelegt, die erwärmt werden. In den ersten Korb gibt man nur eine kleine Menge Blätter und wendet sie regelmässig alle paar Minuten. Im zweiten Korb werden die Blätter kurz leicht erhitzt, dann gewendet und wiedererhitzt, insgesamt bis zu fünfzig Mal. Wenn die Blätter in den dritten Korbgelangen, werden sie wie im zweiten Korb viele Male erhitzt, diesmal bei höheren Temperaturen, bis die Blätter ganz trocken sind und zwischen den Fingern leicht zerbröseln.
Dann füllt man die noch warmen Blätter in Teedosen und verschliesst sie luftdicht. Dies ist die traditionelle Art der Herzstellung, mittlerweile gibt es auch maschinelle Verfahren.
Wenn du dir dieses komplizierte Herstellungsverfahren noch einmal auf Video anschauen möchtest, empfehle ich dieses Video von teadrunk: