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Schutz und Aufbau des Knorpels
Glucosaminsulfat, das aus Schalentieren gewonnen wird, gehört zu den knorpelschützenden Substanzen. Es ist Bestandteil der Gleit- und Dämpfungsschicht des Knorpels und findet sich in grossen Mengen in der Gelenkflüssigkeit. Chondroitinsulfat, das oft in Kombination mit Glucosaminsulfat eingesetzt wird, dient dem Aufbau und dem Erhalt von Bindegewebe, Bändern und Gelenkknorpel. Es weist ein sehr hohes Wasserbindevermögen auf und hält den Knorpel elastisch. Der Schwefel (Sulfat), welcher in beiden Wirkstoffen natürlicherweise vorkommt, wird für den Aufbau wichtiger Aminosäuren benötigt, die massgeblich am Strukturerhalt des Knorpels beteiligt sind. Diese drei Substanzen zusammen stabilisieren und schützen den Knorpel. Eine Kombination dieser Therapie mit Salben und Gels ist hilfreich. Die darin enthaltenen Extrakte aus Arnika, Teufelskralle, Wallwurz, Johanniskraut und Weihrauch bringen Linderung, sind aber als alleinige Therapie meist zu schwach.
Auf Ernährung achten
Nicht jeder Organismus reagiert gleich auf eine Ernährungsumstellung. Deshalb ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und die Ernährung entsprechend anzupassen. Gicht reagiert in der Regel sehr positiv darauf, da ihr Ursprung in einer Stoffwechselstörung liegt, die durch die Ernährung gut beeinflusst werden kann. Eine vollwertige, vitalstoffreiche Kost hilft. Essen Sie viel Obst und Gemüse und bevorzugen Sie Vollkornprodukte. Reduzieren Sie den Fleischkonsum und meiden Sie Fertigprodukte, raffinierte Nahrungsmittel (weisser Zucker, Weissbrote usw.), denn diese steigern die Harnsäureproduktion. Achten Sie auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und ergänzen Sie gegebenenfalls basische Mineralsalze. Trinken Sie täglich 1,5 bis zwei Liter ungesüsste Getränke wie Kräutertee, stilles Mineralwasser, Frucht- oder Gemüsesäfte.