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Gut-Behrami mit 36. Weltcupsieg
Lara Gut-Behrami feiert im zweiten Weltcup-Super-G in St. Anton ihren 36. Weltcupsieg. Die Olympiasiegerin gewinnt vor den Italienerinnen Federica Brignone, Marta Bassino und Elena Curtoni.
In Abwesenheit der pausierenden Mikaela Shiffrin und der nach einem Sturz am Samstag vorzeitig abgereisten Sofia Goggia tankte Gut-Behrami am Arlberg Selbstvertrauen im Hinblick auf die am 6. Februar beginnende WM in Courchevel. Nach dem 3. Platz am Samstag distanzierte die Tessinerin die Vortagessiegerin Brignone um 15 Hundertstel und Curtoni um 19 Hundertstel, obwohl sie sich nach einem Fehler im Flachteil auf verlorenem Posten gewähnt hatte.
Gut-Behrami gelang zwar im zweiten Super-G innert 24 Stunden wiederum keine perfekte Fahrt, sie fuhr aber von allen Fahrerinnen die direkteste Linie und bewältigte die zweite Streckenhälfte am schnellsten. Der 36. Weltcupsieg – der zweite in St. Anton nach 2021 – war zugleich ihr 70. Podestplatz im Weltcup.
„Es lief nicht ganz nach Plan, trotzdem war ich schnell. Der obere Teil gelang mir überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgenommen hatte, weil ich von ein paar Wellen überrascht wurde. Unten liess ich es einfach laufen, weil ich glaubte, dass ich nichts mehr zu verlieren hatte“, sagte Gut-Behrami im SRF-Interview. Sie hoffe, sie könne den Schwung mitnehmen und werde auch in der Abfahrt schneller.
Deutliche Aufwärtstendenz liess Michelle Gisin erkennen. Die Engelbergerin, die sich nach dem Materialwechsel von Rossignol zu Salomon bislang schwertat, schaffte als Sechste ihr zweitbestes Saisonergebnis. Den ersten Podestplatz des Winters oder sogar den ersten Sieg vergab Gisin im Schlussteil. Weil sie zweimal weit von der Ideallinie abkam, büsste sie auf der zusehends aufgeweichten Piste auf den letzten 25 Rennsekunden mehr als ihren ganzen Rückstand von 99 Hundertsteln auf Gut-Behrami ein.
Corinne Suter und Jasmine Flury belegten die Plätze 10 und 11, gefolgt von Priska Nufer im 14. Rang. Joana Hählen, tags zuvor Zweite im ersten Rennen, verpasste ein Tor und schied aus. Wegen aufkommenden Windböen wurde das Rennen nach Delia Durrers Fahrt mit Startnummer 46 abgebrochen. Insgesamt erreichten nur 28 Athletinnen das Ziel. Zu den vielen Ausgeschiedenen gehörten auch Juliana Suter und Durrer.
Für die Speedfahrerinnen geht es nächste Woche in Cortina d’Ampezzo weiter. Auf dem Olympiahang von 2026 stehen von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm. Die Abfahrt vom Freitag ist das Ersatzrennen für die durch einen Super-G ersetzte Abfahrt von St. Anton.
(text&bild:sda)
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