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Im 19. Jahrhundert wurde die Welt immer kleiner. Fremde Gegenden wurden erforscht, die Transportmittel wurden besser, die Grossmächte Europas rissen sich immer grössere Teile des Planeten unter den Nagel. In dieser Zeit engagierte der König von Siam (dem heutigen Thailand) eine englische Hauslehrerin für seine Kinder. Jetzt bei buchplanet.ch: Der König und Ich von Margaret Landon.
Sie ist 28 Jahre alt, verwitwet und Mutter zweier Kinder, als sie 1862 in Bangkok an Land geht: Anna Harriette Leonowens, geborene Crawford. Ihr erster Eindruck ist herzlich schlecht – als alleinstehende Frau hat sie es in Siam nicht gerade leicht und dieser launische Despot von einem König, vor dem seine Untertanen buchstäblich im Staub kriechen, ist ihr zuwider. Doch Anna reisst sich zusammen und beginnt ihre Arbeit. Ihre Schulklasse ist gross, denn König Mongkut (dessen Nachkommen bis heute auf dem thailändischen Thron sitzen) hat eine ganze Reihe von Ehefrauen und eine dem entsprechende Anzahl Kinder (darunter der Thronfolger und spätere König Chulalongkorn, siehe Blog vom 21. September 2017), Tendenz steigend. Nach den ersten Auseinandersetzungen (in denen sie ihrem Arbeitgeber fleissig Paroli bietet) erkennt Anna die guten Absichten des Königs, seine Zerrissenheit zwischen Tradition und Fortschritt und seinen aufrichtigen Wunsch, sein Land behutsam in die Moderne zu führen – und sei es nur, damit Siam nicht den europäischen Kolonialmächten in die Hände fällt. Anna will ihr Möglichstes tun, um den Monarchen zu unterstützen.
Die Geschichte von Anna Leonowens wurde schon dreimal verfilmt und diente auch als Vorlage für das Musical The King and I, aus dem der Titel dieses Blogs stammt.