Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03629.jsonl.gz/1840

Die Billigfluglinie Ryanair legt die zusätzlichen Kosten durch eine neue EU-Verordnung zum CO2-Emissionshandel auf die Passagiere um und erhöht die Preise um 30 Cent pro Flug. Die neue Gebühr trete ab 17. Januar in Kraft heisst es seitens der Airline.
Die Verordnung sei «verrückt», sagt Ryanair-Chef Michael O'Leaey. Sie werde die Ryanair-Passagiere im Jahr 2012 zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten. Auch andere Fluggesellschaften hatten heftige Kritik geübt, dass durch die Emissionsrechte Kosten entstünden.
Wettbewerbsfähigkeit werde leiden
«Ryanair ist der Ansicht, dass der europäische Flugverkehr nicht in den Emissionshandel miteinbezogen werden sollte, da er für weniger als zwei Prozent der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich ist», erklärte Stephen McNamara von Ryanair. Weil andere Länder ihren Fluggesellschaften nicht den Handel mit Emissionsrechten vorschrieben, werde die europäische Wettbewerbsfähigkeit leiden.
Der Handel mit Verschmutzungsrechten ist ein Instrument für den Klimaschutz. Unternehmen erhalten dabei Emissions-Zertifikate, die sie zum Ausstoss einer bestimmten Menge des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) berechtigen. Nicht benötigte Papiere können zum Marktpreis weiterverkauft werden. Wer mehr CO2 ausstösst, muss Zertifikate zukaufen. Zum Jahresbeginn 2012 wurde auch der Flugverkehr in den Emissionshandel einbezogen. (muv/dpa)