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"Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Osiris so viele Menschen begeistern", freut sich Museumsdirektor Dr. Albert Lutz, der Ende April den 50'000 Besucher der laufenden Ausstellung begrüsste. Die Schau, die ursprünglich am 16. Juli hätte geschlossen werden sollen, ist die bisher aufwendigste und teuerste des Museums Rietberg.
Ein Zufall machte diese Aufsehen erregende Ausstellung möglich: 1984 wurde der französische Archäologe Franck Goddio eingeladen, das Wrack der "Orient", das Flaggschiff der Flotte Napoleons, zu bergen. Admiral Nelson hatte das Schiff in der Bucht von Abukir nordöstlich der ägyptischen Stadt Alexandria versenkt.
Goddio tauchte und stiess in dieser Region mit geringer Wassertiefe auf Monumente und Überreste der zwei Handelsstädte Thonis-Herakleion und Kanopus, die hier im 8. Jahrhundert n. Chr. versunken waren.
1985 gründete Goddio das Europäische Institut für Unterwasserarchäologie (IEASM), das in Kooperation mit ägyptischen Behörden die entdeckten archäologische Stätten ausgräbt, Funde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Im Rietberg sind 300 dieser Funde zu sehen.