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Wie Ayurveda und Chinesische Medizin in den verschiedenen Lebensphasen einer Frau hilft
Im Verlauf ihres Lebens erfährt eine Frau bedeutende körperliche und physiologische Veränderungen, wofür in erster Linie die Hormone verantwortlich sind. Jede Änderung beeinflusst das Gleichgewicht ihrer Doshas (nach Ayurveda) oder ihrer Meridiane oder Organe (zufolge der Traditionellen Chinesischen Medizin oder TCM).
Ayurvedische und chinesische Medizin bieten für jedes Stadium individuell angepasste Lösungen, da nicht jede Frau gleich auf hormonelle Veränderungen reagiert.
Die erste Menstruation
Mit der Pubertät kommt auch der erste Menstruationszyklus, die Entdeckung der sexuellen Anziehung, der Wunsch, sich selbst zu übertreffen und sich durchzusetzen. Es ist nicht ungewöhnlich zu hören, dass ein junges Mädchen dabei hitzköpfig wird.
Aus ayurvedischer Sicht geschieht genau das. Das Pitta Dosha kann Hitze verursachen sowie eine Vielzahl entzündlicher Symptome. Es regelt die Funktion der Verdauung (die Transformation), aber auch die der Talgdrüsen, des Blut- und Lymphsystems und diejenige der Augen. Um Pitta im Gleichgewicht zu halten, geht es in erster Linie ums Essen: Saure, salzige und scharfe Speisen sind zu vermeiden, um eine neutrale, bittere und adstringierende Ernährung zu fördern. Die Mahlzeiten werden vorzugsweise zu den üblichen Zeiten, ohne Snacks zwischendurch, mit größeren Portionen zum Frühstück und Abendessen eingenommen. Der Schlüssel zum Erfolg für Pitta: Mäßigung, sowohl bei persönlichen wie auch bei beruflichen Zielen. Ein erfrischendes Massageöl sorgt für Beruhigung.
In der traditionellen chinesischen Medizin steht Blut im Mittelpunkt der Physiologie der Frau. Die Niere, einige außergewöhnliche Meridiane (hauptsächlich Renmai und Chongmai) sowie die weiblichen anatomischen Besonderheiten sind ebenfalls wichtig. Es heißt, dass im Alter von 14 Jahren eine lebenswichtige Substanz, Tiankui, die aus der Niere stammt, herangereift ist, während Renmai und Chongmai gedeihen.
Dies ist das Stadium der ersten Menstruation bei Frauen. Neben der Niere sorgt die gute Funktion der Leber (dominant im Zyklus), aber auch diejenige der Milz, die das Blut produziert, für eine schmerzfreie regelmäßige Menstruation. Funktionsstörungen dieser verschiedenen Organe können Menstruationsschmerzen, das Ausbleiben der Menstruation, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen etc. auslösen. Die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts ist in erster Linie das Verständnis dafür, welche Organe, lebenswichtige Substanzen und Meridiane am Krankheitsbild beteiligt sind.
Schwangerschaft
Für diese beiden traditionellen Behandlungsmethoden ist die Schwangerschaft ein wichtiger Moment der Vereinigung zweier Personen.
Vata Dosha, charakterisiert durch die Energie der Transformation, dominiert diese Lebensphase. Die energetische Stärke des Prana (Atem) bietet der werdenden Mutter Stabilität während der Schwangerschaft, aber eine Störung von Vata kann zu Angstanfällen, Verdauungsstörungen, Haltungsschmerzen etc. führen. Tägliche Massagen werden sehr empfohlen, ebenso wie eine Diät, die hilft Vata Dosha zu stabilisieren. So werden Kind und Mutter diese Erfahrung in Harmonie erleben.
In der TCM kündigt die Vereinigung der essentiellen Substanzen (Jing) der Frau und des Mannes während der Zeugung den Beginn der Schwangerschaft an. Mit dem Aussetzen der Menstruation kann das Blut den Fötus während der pränatalen Entwicklung ernähren. Dieser kann die Zirkulation von Qi und diejenige des Blutes im Körper der zukünftigen Mutter verändern. Seine Konstitution fördert das Auftreten bestimmter Störungen. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit der Akupunktur bei der Behandlung von Schwangerschaftsstörungen (Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit) gezeigt und auch deutlich gemacht, dass sie die Geburtsvorbereitung (Platzierung des Fötus in der besten Position für die Niederkunft etc.) unterstützen kann.
Wechseljahre
Im Ayurveda kennzeichnet die Menopause den Beginn eines Übergangs zu einer Vata-Lebensperiode. Die hormonausschüttenden Funktionen werden ja auch von Vata dominiert. Das Potential dieses Dosha, ein Ungleichgewicht zu schaffen, wird dadurch verstärkt, dass es ebenfalls die Bewegung steuert: Auf diesem Weg ist es auch für das ordnungsgemäße Funktionieren von Pitta und Kapha verantwortlich. Seine Hauptfunktion konzentriert sich auf den Dickdarm, sowie auf die Sinnesorgane Hören und Berühren. Vata in der Ernährung zu respektieren, bedeutet es durch die Einnahme von Getreiden, Ölsaaten und Ölen zu verankern. Im speziellen Fall der Menopause ist es ratsam, sich vegetarisch/vegan zu ernähren. Bitteren, adstringierenden und würzigen Geschmäckern sind zu bevorzugen, um die Hitze zu erhöhen anstelle von neutralen, sauren und salzigen Nahrungsmitteln, welche die mit Vata einhergehende Trocknung fördern würden. Die Mahlzeiten werden zu regelmäßigen Zeiten und in Massen eingenommen, gegebenenfalls mit Zwischenmahlzeiten. Für persönliche und berufliche Ziele ist es wichtig, eine Richtlinie einzuhalten, die Stress vermeidet. Vata erfordert wenig Sport, regelmäßige Massagen sind wohltuender.
Die Menopause, vom Standpunkt der TCM gesehen, ist Ausdruck der Schwächung der Nierenfunktionen, der nicht ausreichend funktionierenden Meridiane Renmai und Chongmai sowie der Erschöpfung der Substanz Tiankui. Sind diese Veränderungen physiologisch, können Ungleichgewichte zwischen Qi und Blut, Yin und Yang auftreten. Die Frau erfährt dann Hitzewallungen, Schwindel, Rückenschmerzen, Tinnitus, Ödeme, Verdauungsstörungen. Durch die Unterstützung der Niere, der beteiligten Organe und Meridiane wird das Gleichgewicht wiederhergestellt.
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