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Sie bringen das Wort „laut“ wahrscheinlich mit einem hupenden Auto oder einem startenden Flugzeug in Verbindung. Aber wissen Sie, was das lauteste Geräusch war, das es bisher gegeben hat? Erfahren Sie mehr in unserem Audika Blog!
Die Eruption des Krakatau
Wenn von Krakatau die Rede ist, bezieht man sich meist auf den Vulkanausbruch auf der gleichnamigen indonesischen Insel im Jahr 1883. Die Eruption war so laut, dass man sie noch in 4800 Kilometer Entfernung auf der Insel Rodrigues im Indischen Ozean hören konnte. Das wäre so, als ob man in New York ein Geräusch hören könnte, das im irischen Dublin entstand.
Der Vulkanausbruch des Krakatau ist nicht nur das lauteste Geräusch in der Geschichte der Menschheit, sondern auch das am weitesten entfernte. Der Donner der Eruption breitete sich über 4 Stunden lang aus und deckte dabei rund 8 Prozent der gesamten Erdoberfläche ab! Zum Vergleich: Der Motor eines Düsenjets ist etwa 150 Dezibel laut. Der Ausbruch des Krakatau brachte es auf 172 Dezibel … in einer Entfernung von 160 Kilometern.
Die Eruption des Krakatau brachte weit mehr als nur einen lauten Knall hervor. Der dabei entstehende Rauch stieg 30 Kilometer in die Atmosphäre auf und es entstand ein riesiger Tsunami, dessen höchste Welle 30 Meter hoch war und 165 Siedlungen und Dörfer zerstörte. Ein Geräusch entsteht durch eine Veränderung des Luftdrucks und der Lärm beim Ausbruch des Krakatau war so gross, dass sich Druckwellen über die gesamte Insel ausbreiteten.
Ein derart lautes Geräusch kann zu Hörverlust führen und schädigte das Gehör der Seeleute an Bord der Norham Castle, einem Schiff, das sich zum Zeitpunkt der Explosion 40 Meilen von Krakatau entfernt befand. Die Eruption des Krakatau erzeugte Druckwellen, die sich mindestens dreimal über den gesamten Erdball ausbreiteten. Das Geräusch war so laut, dass der Meeresspiegel in Indien, England und San Francisco anstieg.
Andere beachtliche Geräusche
Am 15. Februar 2013 explodierte ein Meteorit über der russischen Stadt Chelyabinsk. Das Geräusch dieser Explosion wurde von einer Infraschall-Station in der 14’500 Kilometer entfernten Antarktis aufgezeichnet. Interessant ist dabei, dass es sich um einen Infraschall handelte, also ein Geräusch, das vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen wird. Obwohl der Meteorit also vermeintlich geräuschlos über dem Ural explodierte, trugen 1200 Personen Hörschäden davon.
Doch laute Geräusche werden nicht nur durch für uns nicht wahrnehmbare Quellen verursacht, sondern auch durch sehr kleine Lebewesen. Das Zirpen von Zikaden – kleinen Insekten, die schwarmweise aus dem Boden kriechen – ist so laut, dass es sogar Hörschäden verursachen kann! Das kommt daher, dass die Zikaden Töne von 90 Dezibel erzeugen, was beinahe so laut ist, wie die Trillerpfeife eines Zugführers, und so hoch, dass die andauernde Exposition einen Hörverlust auslösen kann.
Glücklicherweise brauchen viele Zikadenarten sehr lange (manche von ihnen 17 Jahre!), bis sie aus dem Boden kriechen und unsere Trommelfelle massakrieren.