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Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat am Samstag erneut die Mittelmeerinsel Lampedusa besucht, nachdem am Morgen noch eilig hunderte illegale Einwanderer aufs Festland gebracht worden waren.
"Wie ihr seht, haben wir Wort gehalten. Alles ist unter Kontrolle", sagte Berlusconi unter dem Applaus der Einwohner, die zu seinem Empfang an den Hafen gekommen waren. Der Ministerpräsident hatte bei seinem vorherigen Besuch Ende März den rund 5000 Einwohner versprochen, alle Flüchtlinge von der Insel zu bringen.
Noch kurz vor dem Eintreffen Berlusconis war jedoch ein Boot mit 244 Einwanderern aus Libyen auf der Insel gelandet, während ein zweites Boot mit rund 50 Menschen an Bord vor der Küste in Empfang genommen wurde.
Während Berlusconi gemeinsam mit dem Bürgermeister von Lampedusa, Dino de Rubeis, den "Hügel der Schande" besuchte, traf ein drittes Boot auf der Insel ein. Der Hügel war kurz vor Berlusconis Ankunft von Unrat gereinigt worden, den die Flüchtlinge hinterlassen hatten.
Am Freitagabend waren auf einem 30 Meter langen Schiff 530 afrikanische Flüchtlinge aus Libyen eingetroffen. "Sie waren erschöpft, einige fielen in Ohnmacht, als sie das Schiff verliessen", sagte ein Sprecher der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP.
Eine Mitarbeiterin des UNO-Flüchtlingskommissariats sagte, es seien auch Babys und alte Männer an Bord gewesen. Am Samstagmorgen wurden sie rechtzeitig vor dem Eintreffen Berlusconis auf einem Schiff der Marine und per Flugzeug auf das italienische Festland gebracht.