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Reiki 164
Reiki wird „ree-ki“ ausgesprochen (Japanisch „rei“ = unerschöpfliche Energie des Universums, „ki“ = persönliche Lebensenergie) und ist eine japanische Form der Geistheilung durch Handauflegen. Der Reikimeister oder -lehrer überträgt dabei die universelle Lebensenergie – die ebenfalls Reiki heisst – durch Berührung auf den Patienten.
Um die Wiederentdeckung des Reiki Ende des 19. Jahrhunderts ranken sich zahlreiche Legenden, da Geschichte und Technik des Reiki überwiegend mündlich überliefert sind. Der japanische Mönch Mikao Usui (1865-1926), Leiter einer christlichen Priesterschule in Kyoto, soll eines Tages 2500 Jahre alte, in Sanskrit verfasste tibetanische Sutras entdeckt haben, in denen die therapeutische Wirkung des Handauflegens mittels Reiki-Symbolen dargelegt wurde. Usui war davon überzeugt, die Heilmethode gefunden zu haben, mit der Jesus Christus seinerzeit seine wundersamen Heilungen vollbracht haben soll. Allerdings sind bis heute keine solchen tibetanischen Sutras bekannt, und Usui selbst soll gesagt haben, die Reiki-Symbole seien original und nicht ursprünglich.
Da Usui diese Reiki-Symbole nicht zu interpretieren wusste, zog er sich zur Meditation auf den japanischen Berg Kuriyama zurück, wo er nach drei Wochen des Fastens und Meditierens eine Lichtvision hatte. Am folgenden Morgen stiess er seinen Fuss an einem Stein blutig. Als Usui seine Hände auf die Wunde legte, sei die Blutung gestillt worden. Am gleichen Tag konnte er eine Frau von Zahnschmerzen befreien. So begann Usui, mit seinen Händen Menschen zu heilen und die Methode Reiki später auch zu unterrichten.
Usuis engster Mitarbeiter Chijiro Hayashi (1879-1940) gründete nach Usuis Tod um 1930 in Tokio die erste private Reiki-Klinik. Hayashis Nachfolgerin Hawayo Takata (1900-1980) wiederum machte Reiki von Hawaii aus international bekannt. Bis zu ihrem Tod 1980 weihte sie 20 Reiki-Meister und -Meisterinnen ein, um ihr Wissen weiterzugeben.
Takatas Enkelin Phyllis Furumoto wird heute von vielen Reiki-Meistern als Grossmeisterin des Usui-Systems anerkannt. Sie gründete die „Reiki-Allianz“ und lehrt in drei Graden mit etwa fünf Zeichen. Barbara Ray, die auch von Takata eingeweiht worden war, bezweifelt Furumotos Legitimität als Nachfolgerin Takatas und nimmt für sich selbst den Titel der Grossmeisterin in Anspruch. In ihrer eigenen Organisation, der heutigen „The Radiance Technique Association International“ (T.R.T.A.I.), lehrt sie mit sieben Graden und etwa 30 Zeichen. So gibt es heute zwei Reiki-Richtungen, wobei in Europa vor allem das Usui-System von Furumoto Verbreitung gefunden hat.
Krankheit und Stress entstehen nach der Reiki-Philosophie dadurch, dass die Verbindung eines Menschen mit der universalen Energie blockiert ist, zum Beispiel durch lang unterdrückte Gefühle.
Reiki-Anhänger gehen davon aus, dass generell jeder mit der Fähigkeit geboren wird, diese universelle Lebensenergie aufzunehmen und weiterzugeben. Um sie jedoch gezielt einzusetzen, ist zuerst eine Unterweisung durch einen Reiki-Meister oder -Lehrer nötig, der den Schüler „einweiht“. Dafür werden spezielle Seminare angeboten, in denen die verschiedenen Reiki-Grade erlernt werden können.
Der Reiki-Meister oder -Lehrer fungiert als Mittler, der die universale Energie, die alles Lebende durchströmt, auf den Schüler überträgt. Dadurch wird die Lebensenergie des Schülers gestärkt und die Selbstheilungskraft seines Körpers gefördert. Er erfährt je nach erreichtem Reiki-Grad eine höhere Bewusstseinsstufe.
Die Energie fliesst dabei nur dorthin, wo auch Bedarf besteht. Ebenso kann nicht „zu viel“ Energie vom Reiki-Meister an den Lernenden übertragen werden, da sich der Körper immer nur so viel Energie nimmt, wie er auch tatsächlich braucht. Je mehr Energie dabei fliesst, umso mehr ist das entsprechende Energiefeld (Chakra) blockiert. Eine Überaktivierung ist nicht möglich. Ausserdem wird niemals die Energie des Reiki-Meisters übertragen, er öffnet lediglich den Körper des Patienten, damit dieser die Lebensenergie wieder empfangen kann.
Quelle: EMR Schweiz
Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:
Methodenausbildung: 60 (ab 3. Grad)
Schulmedizinische Ausbildung: Heilpraktiker oder Arzt
EMR-Methode Nr. 164