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Zielsetzung des Monitorings
Seit dem 1. August 2008 betreibt die Sinus Engineering AG im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau eine Fluglärm-Messstation im Raum Bellikon. Mit den sollen primär die unterschiedlichen Auswirkungen vor und nach Einführung des definitiven Betriebsreglements dokumentiert werden. Zusätzlich dienen die Messungen der Information für die Lärm-Betroffenen und den Behörden als wertvolle Grundlage in den verschiedenen Verfahren rund um den Flughafen Zürich.
Art der Lärmmessung
In der festen Messstation werden im Sekundenintervall rund um die Uhr die (Gesamt-)Lärmbelastung als Maximalpegel [Lmax] und der Mittelungspegel [Leq] in Dezibel A-bewerteter Schalldruckpegel (dB(A)) aufgezeichnet. Zusätzlich werden die Meteo-Bedingungen (Wind, Temperatur und Niederschlag), Strassenverkehrsdaten (Zeitpunkt vorbeifahrender Fahrzeuge) sowie die erkennbaren Transponderdaten der Flugzeuge (Flugerkennung, Höhe, Geschwindigkeit) erfasst.
Fluglärmerkennung
Zentrales Problem der Fluglärm-Messung ist die Trennung von Umgebungslärm und Fluglärm. Während die Lärm-Messung vollständig automatisiert abläuft, bedingt die Fluglärm-Erkennung eine manuelle Schlusskontrolle. Die erste Stufe des Entscheids Fluglärm ja/nein erfolgt mit einer akustischen Abfrage (Überschreitung eines Maximalwertes plus Überschreitung eines Schwellenwertes für eine bestimmte Dauer). Ergibt die akustische Abfrage ein "Ja", erfolgt eine Tonaufzeichnung. In der Folge werden die möglichen Fluglärm-Ereignisse mit den Meteo-, Verkehrs- und Transponderdaten ergänzt. Verbleiben danach noch Unsicherheiten in der Zuordnung, werden die Ereignisse einzeln abgehört. So können die akustisch relevanten Fluglärm-Ereignisse abschliessend erkannt und definitiv zugeordnet werden.
Die Thematik Fluglärmmessung ist im Detail hoch technisch; für ein vertieftes Verständnis empfiehlt es sich, die Erläuterungen und Begriffsdefinitionen im untenstehenden Dokument zu berücksichtigen.