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Autor: Arthur Zurkinden
FreiburgDie Stadtfreiburger Grossräte Jean-Pierre Dorand (CVP) und Syndic Pierre-Alain Clément (SP) verlangen vom Staatsrat, dass er das Projekt einer Tram-Train-Linie Belfaux-Freiburg-Marly prüft. In einer ersten Phase sollte die Linie von Belfaux bis zum Bahnhof Freiburg führen, wobei das bestehende Eisenbahnnetz genutzt werden sollte. In einer zweiten Etappe soll eine Tramlinie mit gleicher Spurweite auf dem Boulevard de Perolles bis nach Marly gebaut werden.
Im Rahmen der Agglo
Der Staatsrat empfiehlt dem Grossen Rat, das Postulat der beiden Grossräte anzunehmen. Allerdings soll diese Frage in einer Studie über die Nutzung der Eisenbahnlinien für den Agglomerationsverkehr geprüft werden. Der Staatsrat vertritt in seiner Antwort die Ansicht, dass alle bestehenden Eisenbahnlinien im Agglomerations-Perimeter unter die Lupe genommen werden sollten, wie sie besser genutzt werden können.
Schon einiges abgeklärt
Der Staatsrat erinnert daran, dass er in seinem Bericht vom 27. Januar 2009 bereits umfangreiche Abklärungen über den Bau einer Tramlinie zwischen dem Bahnhof Freiburg und Marly getroffen hat. Er hatte diesen Bericht aufgrund eines Postulates des ehemaligen Grossrats Nicolas Bürgisser und Jean-Pierre Dorand ausgearbeitet. Damals kam er zum Schluss, dass eine Tramlinie technisch zwar machbar ist, die Fixkosten aber verhältnismässig hoch ausfallen würden und aufgrund der grossen Kapazität eines Trams die Frequenz darunter leiden würde.
«Die Idee eines Tram-Trains ist verlockend», hält aber der Staatsrat fest und verweist auf das Beispiel der Stadt Karlsruhe. Dort würden die öffentlichen Verkehrsmittel dank der Verbindung des bestehenden Strassenbahnnetzes an das klassische Eisenbahnnetz mit dem Hauptbahnhof ausserhalb des Stadtzentrums massiv mehr genutzt.