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Die Freiburgermeister im Orientierungslauf heissen Térence Risse und Valérie Suter. Die Titel wurden am Sensler OL in Plasselb vergeben.
Die Entscheidung fiel auf rund 1000 Meter über Meer: Im teilweise mit Heidelbeeren überwachsenen Wald Buechechäppeli bei Plasselb setzte sich der Freiburger OL-Läufer Térence Risse am Sensler OL durch und wurde Freiburgermeister. Allerdings musste sich der 29-Jährige im Kampf um den Tagessieg dem Bieler Fabian Aebersold – dem Bruder der mehrfachen WM-Medaillengewinnerin Simona Aebersold – um zwei Minuten geschlagen geben. «Ich habe den einen oder anderen kleinen Fehler gemacht, aber sonst einen sauberen Lauf hingelegt», erzählte der Läufer des CA Rosé im Ziel.
Reduzierte Ambitionen
Térence Risse war in den vergangenen Jahren der stärkste OL-Läufer des Kantons. Doch im vergangenen Jahr wurde er von seinem Clubkollegen Jonas Soldini verdrängt, der dem Schweizer Nationalkader angehört. Der 22-jährige Soldini war indes am Sonntag nicht am Start, sodass der Weg für Risse frei war. Der Freiburgermeister arbeitet als Physiker im Spital von La-Chaux-de-Fonds und trainiert immer noch täglich. Seine früheren Ambitionen auf internationale Einsätze hat er jedoch aufgegeben. Seine Ziele für den Herbst sind die Schweizermeisterschaften über die Mittel- und Langdistanz.
Risse konnte drei starke Freiburger Junioren in diesem Jahr relativ klar in Schach halten. Der Meister verwies Elias Schafer vom organisierenden Verein OLC Omström Sense auf den zweiten Platz. Der 18-jährige Schafer kam kürzlich von einem einjährigen Aufenthalt in Schweden zurück, wo er an einem OL-Gymnasium zur Schule ging. In den schwierigen und detailreichen Wäldern konnte er an seiner OL-Technik feilen. «In Schweden sind die Wälder relativ flach, und es hat keine steilen Hänge wie im Buechechäppeli. Bei einigen Posten, die im Hang gesetzt waren, hatte ich prompt gewisse Probleme», sagte er nach seinem Lauf. Für Schafer gehts gleich wieder ins Ausland: Er konnte sich für die europäischen Jugendmeisterschaften qualifizieren, welche am kommenden Wochenende in Ungarn stattfinden.
Tagessieg an Jenzer
Knapp hinter Schafer klassierten sich die ebenfalls 18-jährigen Nagel-Zwillinge von der OLG Murten. Tobias Nagel sicherte sich mit rund 20 Sekunden Rückstand auf Schafer die Bronzemedaille, während Florian Nagel sechstbester Freiburger wurde. Zwischen den Brüdern klassierte sich ein Altmeister: Der 54-jährige Thomas Bührer, Weltmeister über die Langdistanz von 2003, war fünftbester Freiburger.
Bei den Frauen ging Valérie Suter vom CA Rosé als einzige Freiburgerin an den Start. Die 46-Jährige zeigte ebenfalls, dass auch im Seniorinnenalter beachtliche Zeiten möglich sind. Den Tagessieg holte sich die Bernerin Sarina Jenzer. Das Mitglied des nationalen Kaders hat die Qualifikation für die Weltmeisterschaft verpasst, die in diesen Tagen stattfindet, und sich deshalb für einen Start am Sensler OL entschieden. So wie 310 weitere Läuferinnen und Läufer, die am Sonntag auf Postenjagd gingen.
Für die Bahnlegung am Sensler OL sorgte Leonard Schafer, der Vater des Zweitplatzierten Elias. Und bei der Kontrolle war ein Altmeister am Werk: Der 73-jährige Josef Bächler überprüfte, dass alle Posten in seinem Heimwald Buechechäppeli am richtigen Ort standen.