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Die EUA schätzt, dass jedes Jahr 467 000 Menschen aufgrund von Luftverschmutzung vorzeitig sterben. Feinstaubpartikel können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Lungenkrebs verursachen oder verschlimmern. Der Bericht stützt sich auf Messungen von 2014 in mehr als 400 Städten in 41 europäischen Ländern.
Dabei sind die Bemühungen der europäischen Länder, den Ausstoss gefährlicher Stoffe zu reduzieren, messbar. "Wir sehen eine langsame Verbesserung der Luftqualität, wo Kohlekraftwerke geschlossen und mehr auf erneuerbare Energien gesetzt wird", sagte der Leiter der Untersuchung, Martin Adams. Doch während man in der Industrie grosse Fortschritte mit der Emissionsreduzierung mache, würden andere Bereiche wie die privaten Haushalte vernachlässigt. "In einigen Ländern ist das Heizen mit Holz ein grosses Problem, in anderen die Verwendung von Düngemitteln in der Landwirtschaft."
In Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Griechenland sei zum grossen Teil der Verkehr für die schlechte Luft verantwortlich. Adams forderte die Länder auf, stärker auf Massnahmen wie Fahrverbote zu setzen und alte Autos aus den Innenstädten zu verbannen. "Wir müssen den Ursachen der Luftverschmutzung begegnen und das bedeutet einen grundlegenden und innovativen Wandel unserer Mobilitäts-, Energie- und Nahrungsmittelsysteme", sagte EUA-Geschäftsführer Hans Bruyninckx.
Das EU-Parlament will am Mittwoch (12.00 Uhr) die Vorgaben für Höchstmengen beim Ausstoss von Schadstoffen verschärfen. Dabei geht es etwa um Feinstaub und die von Dieselfahrzeugen ausgestossenen Stickoxide. Die neuen Höchstmengen sollen in den Mitgliedstaaten bis 2020 beziehungsweise 2030 eingehalten werden. In Deutschland stösst nach Angaben des Umweltbundesamts derzeit vor allem die Landwirtschaft noch zu viel Ammoniak aus./sh/DP/she
(AWP)