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Postulat über die Weitergabe von Daten an Werbefirmen durch den Kanton Luzern
18. Juni 2018
Im K-Tipp vom 9. Mai 2018 ist unter anderem zu lesen: «Auf den Internetseiten der Kantone stehen den Bewohnern verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung. Wer diese nutzt, gibt teilweise höchstpersönliche Daten ein - zum Beispiel bei der Einwohnerkontrolle, der Polizei oder dem Betreibungsamt.» Eine Analyse der 26 Internetseiten der Kantone habe jedoch er- geben, dass 13 Kantone aktiv Daten der Bürgerinnen und Bürger an ausländische Unternehmen liefern würden. «Alle diese Unternehmen verkaufen die in der Schweiz erhobenen Da- ten an Werbefirmen weiter - dafür verlangen sie kein Geld für ihre statistischen Auswertungen der kantonalen Websites.»
Zwölf Kantone hätten Trackers, die das Surfverhalten der Besucher überwachen würden. Darunter auch der Kanton Luzern; dieser liefert Daten an die US-Statistikfirma Webtrends.
Unklar ist, ob der Kanton Luzern auf seiner Website noch weitere Trackers oder Cookies anderer Art, Social Plugins oder andere Analysetools verwendet, welche das Surfverhalten der Website-Besucherinnen und -Besucher aufzeigen, und die aufgezeichneten Daten dann privaten Firmen zur Verfügung stellt. (Wir bitten den Regierungsrat, in seiner Antwort alle entsprechenden Aktivitäten - Stand Anfang Mai 2018 - aufzulisten.)
Wir fordern den Regierungsrat auf, alle Programme oder Einstellungen abzuschalten, welche das Surf- oder Suchverhalten der Besucherinnen und Besucher der Website www.lu.ch auf- zeichnen und diese Daten dann - gegen Entgelt oder kostenlos - privaten Firmen zur Verfügung stellen.