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Schadstoffe
Cheminées stellen bei Wintersmog die Autos in den Schatten
Holzfeuerungen sind an Wintersmog-Tagen in der Schweiz die Hauptquellen von gesundheitsschädigendem kohlenstoffhaltigem Feinstaub. Das zeigt eine gross angelegte Schweizer Studie zur Feinstaubbelastung, die über 5 Jahre durch Wissenschaftler des Paul Scherrer Instituts PSI, der Universität Bern und der ETH Zürich durchgeführt wurde.
Peter Zotter bei der Arbeit an den Feinstaubproben. (Foto: Paul Scherrer Institut/Markus Fischer.)
Als Feinstaub bezeichnen Fachleute in der Luft schwebende Partikel mit einem Durchmesser von bis zu 10 Tausendstelmillimetern (10 Mikrometer). Während die grösseren Feinstaubpartikel in Rachen und Nase hängenbleiben, können kleinere Partikel von bis zu 2,5 Mikrometern Durchmesser in die Lunge und über diese in die Blutbahn gelangen. Der feinkörnige Feinstaub kann Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems verursachen. Es ist erwiesen, dass erhöhte Feinstaubkonzentrationen in der Luft zu höheren Sterblichkeitsraten führen. In Europa stellt Feinstaub eine der gesundheitsschädlichsten Formen der Luftverschmutzung dar.
Eine neue Studie mit Beteiligung des PSI hat sich der Feinstaubbelastung bei Wintersmog in der Schweiz gewidmet. Die Forschenden verwendeten bei ihren Messungen die sogenannte C-14-Technik, mit der anhand des Gehalts an radioaktivem Kohlenstoff in einer Feinstaubprobe festgestellt werden kann, ob der Feinstaub aus fossilen oder nicht-fossilen Quellen stammt.
In der Studie wurden C-14-Messungen von Feinstaubproben über 5 Jahre an 16 Messstationen, sowohl nördlich (11 Stationen) als auch südlich (5 Stationen) der Alpen, durchgeführt. Um ein möglichst repräsentatives Bild zu erhalten, wurden die Messdaten neben städtischen Stationen auch in Agglomerationen, Dörfern und Alpentälern gesammelt. Aufgrund der Dichte der Messstationen und der langen Periode, über die sie sich erstreckt, ist diese C-14-Untersuchung weltweit einmalig. [weiter]