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Nach Silber im Slopestyle galt die Snowboarderin Julia Marino auch in der olympischen Big-Air-Konkurrenz als aussichtsreiche Medaillenkandidatin. Doch der Wettkampf fand ohne die 24-jährige Amerikanerin statt.
Grund war Marinos Board. Das IOC habe ihr verboten, damit zu fahren. Denn das Internationale Olympische Komitee hält die Luxusmarke «Prada» nicht für eine Sportartikelmarke. Dass der Schriftzug also auf dem Brett zu lesen ist, ist für das IOC nichts anderes als Schleichwerbung.
Marino wunderte sich über den Bescheid der Funktionäre – denn im Slopestyle-Wettbewerb war ihr Sportgerät nicht beanstandet worden. «Am Abend vor dem Big-Air-Wettbewerb sagte mir das IOC, dass mein Board nicht mehr zulässig ist. Sie sagten mir, dass sie mich disqualifizieren würden, wenn ich das Logo nicht verdecke», erklärte die Sportlerin.
Das Abdecken des Logos war technisch nicht möglich, da es in den Belag eingearbeitet ist. Also sah sich Julia Marino gezwungen, Peking zu verlassen. Mit immerhin einer Silbermedaille im Gepäck – aber ohne eine mögliche zweite Auszeichnung.
Die Medaillen im Big Air holten Anna Gasser aus Österreich, Zoi Sadowski Synnott aus Neuseeland und die Japanerin Kokomo Murase. (ram)
Die Formel 1 blieb sich selber treu. Die Fokussierung auf die sportlichen und technischen Belange liess sich ein weiteres Mal nicht verwirklichen. Die Phase mit ruhenden Motoren war wiederum alles andere als stille Zeit. Zu zahlreich und zu brisant waren auch im Vorfeld der 75. WM-Saison die Nebenschauplätze.