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Durch einen seit Monaten dauernden Preiseinbruch auf dem europäischen Zuckermarkt hat sich die Situation der Schweizer Zuckerindustrie stark verändert. Beim Richtpreis und den Qualitätszahlungen mussten erneut Anpassungen vorgenommen werden.
Die Frühkartoffeln konnten Anfang März bei idealen Bedingungen gepflanzt werden. Die zeitweise kalten Nächte im April verzögerten das Wachstum etwas. Der andauernde Regen in den vergangenen Tagen sorgte gebietsweise für überschwemmte Felder. Die Ernte beginnt nächste Woche.
Die Preise der Kartoffelernte 2015 seien in Verhandlung, sagt Ruedi Fischer, Präsident der Vereinigung Schweizerischer Kartoffelproduzenten (VSKP) auf Anfrage der «BauernZeitung». Die Diskussion über das Preisband könnte noch einigen Wochen dauern.
Für Preisdruck am Chicagoer Terminmarkt hat gestern das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) mit seiner Prognose zur internationalen Angebotsentwicklung bei Sojabohnen gesorgt. Die Washingtoner Experten hoben ihre Voraussage für die noch laufende argentinische Bohnenernte 2014/15 angesichts der günstigen Witterungsbedingungen um 1 Mio t auf 57 Mio t an; das wären 3 Mio t mehr als im Vorjahr.
Obwohl für das noch bis Ende September dauernde Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 mit einem globalen Produktionsdefizit zu rechnen ist, sieht die Rabobank zunächst nur wenig Aufwärtspotential für die Zuckerpreise.
Von den Frischkonsum-Kartoffeln lagen per Ende Februar 8500 t mehr an Lager als im Jahr 2013, wo die Lagermenge damals dem Verbrauch entsprach.
Die Getreideernte in der Europäischen Union wird in diesem Jahr voraussichtlich deutlich geringer ausfallen als in der Rekordsaison 2014. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) erwarten, dass das Aufkommen mit 293,9 Mio t um 8,0 % hinter dem Vorjahresergebnis zurückbleiben könnte.
Die Landwirte in der EU werden in diesem Jahr wahrscheinlich weniger Getreide ernten. Einer Prognose der EU-Kommission zufolge ist 2015 mit einem Aufkommen von insgesamt 312,2 Mio t Getreide zu rechnen, nachdem im Vorjahr eine Rekordernte von schätzungsweise 329,8 Mio t eingefahren wurde.
Das Soja-Netzwerk-Schweiz zieht eine positive Jahresbilanz 2014.
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für die globale Getreideernte 2014/15 ohne Reis auf die Rekordmenge von 2,002 Mrd t angehoben. Im Dezember waren die Londoner Experten noch von 1,99 Mrd t ausgegangen.
Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) sorgt sich um die indirekten Auswirkungen der Aufhebung des Euromindestkurses durch Importe von verarbeiteten Produkten.
Die preislichen Unterschiede zwischen schweizerischem und österreichischem Körnermais haben sich in den letzten Jahren verkleinert. Ohne den schwachen Euro wäre der Unterschied noch kleiner.
Nach der im Oktober begonnenen Erholungsbewegung am Sojabohnenmarkt ist bis zum Ende des kommenden Jahres mit einer erneuten Preisschwäche zu rechnen. Das prognostiziert die Rabobank in ihrem aktuellen Marktbericht und ist damit pessimistischer als die Akteure am Terminmarkt.
Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seinem neuesten Bericht davon aus, dass die Landwirte global insgesamt rund 312,1 Mio t Sojabohnen von den Feldern holen werden; das wären 27,1 Mio t oder 9,5 % mehr als im Vorjahr.
Die diesjährige Ausnahmeernte war eines der Hauptthemen an der heutigen Delegiertenversammlung des Schweizerischen Getreideproduzentenverbandes (SGPV). Ausserdem fühlt sich der Verband vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu wenig einbezogen. Die Delegierten verabschiedeten deshalb eine Resolution.
Die gute Nachricht: Nach mageren Erträgen im letzten Jahr fahren die Zuckerrüben-Produzenten heuer eine Grossernte ein. Die schlechte Nachricht: Die Schweizer Zucker-Branche ist stark unter Druck – wegen des Preiszerfalls in der EU und der neuen Agrarpolitik.
Um im Bereich der neuerntigen Kartoffeln eine möglichst bedarfsgerechte Anbauplanung für 2015 zu ermöglichen, haben die Vertreter von Produktion und Handel das Frühkartoffelkonzept 2015 verabschiedet. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf einer möglichst frühen und vollen Marktversorgung mit schalenfesten neuerntigen Kartoffeln.
Nachdem im letzten Jahr eine äusserst schlechte Ernte eingefahren wurde, erwarten die Schweizer Zuckerrübenpflanzer 2014 eine überdurchschnittliche Ernte. Der Start für die Verarbeitung in den Zuckerfabriken ist am 15. September (Frauenfeld), bzw. der 17. September (Aarberg).
Ungeachtet ihres Konfliktes haben Russland und die Ukraine den Getreideexport in den ersten Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres deutlich ausgeweitet. Insgesamt führten beide Länder im Zeitraum Juli bis September 20,2 Mio t Getreide aus.
Die diesjährige Erntesituation sei durch sehr gute Erträge bei allen Kulturen geprägt gewesen, schreibt Swiss Granum in ihrer Mitteilung an die Medien. Allerdings werde die Qualität des Brotgetreides die Verarbeiter vor grosse Herausforderungen stellen. Da aufgrund des starken Auswuchses die mahlfähige inländische Brotgetreidemenge nicht ausreiche müssten zusätzliche Importe beantragt werden.
Für Sonnenblumen konnte die Agrosolution AG allen Produzenten die gewünschte Menge zuteilen. Bei Soja lagen die Anmeldungen deutlich über der Abnahmemengen. Neuen Produzenten konnten deshalb nur eine Teilmenge zugeteilt werden.
Der Anbau von Industrie- und Energiepflanzen ist in Deutschland in diesem Jahr leicht ausgedehnt worden. Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mitteilte, erreichte die betreffende Fläche mit schätzungsweise 2,34 Mio ha jedoch nicht wieder das Niveau von 2012 von mehr als 2,4 Mio ha.