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Rudyard Kipling veröffentlichte »Das Dschungelbuch« 1894, dem er ein Jahr später die Fortsetzung »Das zweite Dschungelbuch« folgen liess. Die beiden Bände enthalten lose miteinander verbundene Erzählungen und Gedichte, die vom Aufstieg des Findelkindes Mowgli zum Freund der Tiere und schliesslich zum Herrscher des Urwaldes handeln. Daneben gibt es reine Tiergeschichten und Geschichten mit anderen menschlichen Protagonisten. Von den zahlreichen verniedlichenden Verfilmungen ist der Text dabei weit entfernt; vielmehr schildert Kipling im beeindruckend impressionistisch-verknappten Stil seiner berühmten indischen Erzählungen den Dschungel als Ort eines harten Daseinskampfes.
Portrait
Rudyard Kipling (1865-1936), wurde in Bombay geboren, wuchs aber - wie es damals üblich war - in Grossbritannien auf. Im Alter von 17 Jahren kehrte er nach Indien zurück und begann als Journalist für anglo-indische Zeitungen zu arbeiten. Seine literarische Karriere begann 1886 mit Kurzgeschichten. Zu der Zeit, als die Dschungelbücher veröffentlicht wurden (1894/95) war er bereits einer der berühmtesten lebenden Schriftsteller Grossbritanniens. Er erhielt 1907 im Alter von nur 42 Jahren den Nobelpreis für Literatur.