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Die Schweizer Immobilien haben in den letzten 15 Jahren stetig an Wert zugelegt. Der hiesige Immobilienmarkt hat bewiesen, dass er im Vergleich zu anderen Ländern, die tief in der Krise stecken, recht stabil ist. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren so bleiben, vorausgesetzt, die Zinspolitik der SNB bleibt günstig.
Internationale Zuwanderung
2009 steht jedoch auch für die Schweiz im Zeichen einer allgemeinen Rezession, die auch auf den Immobilienmarkt und den Mietmarkt übergreifen könnte. Wie wir feststellen konnten, hat der Westschweizer Immobilienmarkt im 3. Quartal 2009 seine Wachstumskurve fortgesetzt, vor allem in den Kantonen Genf und Waadt, während die Auswirkungen der Rezession in einzelnen Regionen der Deutschschweiz deutlicher zu spüren waren.
Zur Untersuchung der durchschnittlichen Mietpreisentwicklung werden drei Hauptanalyse-kriterien herbeigezogen: Die Bevölkerungsentwicklung, die Anzahl Arbeitsplätze und die Dynamik des Baumarktes. Die allgemeine Rezession führt unweigerlich zu einem Abbau von Arbeitsplätzen. Die Bevölkerungsentwicklung vermag den Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht auszugleichen, und der Baumarkt wird zusehends enger. Und trotzdem ist in Zürich in den vergangenen zwölf Monaten gemäss Wüest & Partner ein durchschnittlicher Mietpreisanstieg von 7,7% festzustellen, gegenüber 5,1% in der Genferseeregion. Angesichts der Konjunkturentwicklung ist es nur normal, wenn die in Zürich und in der Genferseeregion festgestellte starke Mietpreiserhöhung in Zukunft stark nachlassen wird. Da die internationale Zuwanderung in der Genferseeregion stärker ist als in Zürich, werden sich die Mietpreise dort stabilisieren.
Wenig dynamischer Baumarkt
Die Leerstandsquote der Genferseeregion ist mit 0,5% die niedrigste der Schweiz. Das Angebot an Mietobjekten vermag die wachsende Nachfrage nicht zu decken. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den Mietmarkt und führt zum erwähnten Anstieg der Preise. Zur starken internationalen Zuwanderung kommt noch das infolge des in diesem Bereich wenig dynamischen Baumarktes beschränkte Angebot an Mietobjekten. Die neuen Bauvorhaben sind mehrheitlich auf Stockwerk-eigentum ausgerichtet, einen Bereich, in dem sich die Preise stabilisieren. Bei Wohnungsmangel ist mit einem markanten Anstieg der Mietpreise für Neubauwohnungen zu rechnen.