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Halleluja! Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute, sah ich vereinzelt Sonnenstrahlen. Der Tag musste ja gut werden... Aber bevor ich mit Zora los düsen konnte, musste ich mir Gedanken zu meinem weiteren Reiseverlauf machen. Für mich stand eigentlich schon fest, dass es nach Myanmar gehen wird. Auf verschiednen Seiten habe ich mir über die Sehenswürdigkeiten informiert und geschaut welche Städte einen Besuch wert wären. Da die Städte doch eine gewisse Distanz zueinander aufweisen, bietet sich das Fliegen an. Ist gar nicht so einfach alle Flüge an den passenden Daten zu finden. Im Skyscanner können alle Destinationen und Daten angegeben werden. So kam ich etwa auf einen Preis von CHF1200.-. Ich buchte noch nicht alle Flüge, sondern nur den Flug von Chiang Mai nach Mandalay und von Mandalay nach Vientiane (Laos). Den Flug nach Hanoi musste ich schon buchen, da mir ansonsten die Einreise nach Myanmar nicht gestattet werden würde.
Als dies erledigt war, ging es Richtung Norden. Wieder hoch in die Berge, so dass ich mir schon bald einen Pullover überziehen musste. Einen kurzen Abstecher zu einem schönen Wasserfall lag auch noch drin. Diesmal ohne Fotoshooting..
Mein Ziel war das Städtchen Ban Rak Thai, welches von vielen Chinesen oder deren Nachfahren bewohnt wird. Dies aus dem Grund, da das Dorf lange unter dem Einfluss des Bürgerkrieges in China stand und Reste der KTM (Nationalisten) flohen nach Myanmar (ehemals Burma), von wo aus sie einige Stossangriffe nach China machten. Irgendwann wurden sie dann in Myanmar angegriffen und flohen nach Thailand. Die Thais gaben ihnen Asyl, unter der Bedingung, dass sie als letzte Bastion gegen den Kommunismus kämpfen sollten.
Ansonsten ist Ban Rak Thai eher langweilig. Ein schöner See kann man bestaunen und in einem der wenigen Restaurants essen. Besonders ist die Nähe zu Myanmar. Ich hörte, dass man zu Fuss über die Grenze laufen könnte. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zuvor musste ich aber noch einen heftigen Regenschauer abwarten. Als ich dann (eine Stunde später) losfahren wollte, kamen mir zwei Rollerfahrer entgegen. Es waren zwei Weisse, welche sich etwas ratlos umschauten. Daher fragte ich sie, ob sie auch an die Grenze wollten. Sie wussten nichts davon, wollten mir aber nach fahren. Die Grenze ist nur einen Kilometer von dem Dorf entfernt. Die Grenzsoldaten waren eher gelangweilt bei ihrer Arbeit, aber ist ja auch kein Wunder; es passiert rein gar nichts dort, ausser ein paar Touristen. Trotzdem verwiesen sie uns auf einen Viewpoint auf einer Anhöhe, wo man auf Myanmar sehen kann und wo ein Schild die Grenze kennzeichnet. Ich fragte den Grenzsoldaten, ob wir über die Grenze laufen dürften. Ohne gross von seinem Spiel auf seinem Smartphone aufzusehen nickte er. Der Weg von der thailändischen Grenze bis zur Grenze von Myanmar war hauptsächlich Matsch. Auch der Grenzsoldat auf Seiten von Myanmar scherte es wenig, ob drei Touristen in sein Land kommen. Viel gab es aber nicht zu sehen. So liefen die beiden älteren Neuseeländer und ich wieder zurück und verabschiedeten uns.
Wenn ich dachte, dass es gestern geregnet hat - ich nehme es zurück. Das gestern was ein leichter Nieselregen. Heute zeigte Petrus was er unter Regenzeit in Thailand versteht. Zum Glück hatte ich mir am Mittag einen neuen Regen-Poncho gekauft, welcher stabiler zu sein schien als derjenige von gestern. Mein Gepäck hatte ich hinten auf das Motorrad gebunden und hoffte inständig, dass der Inhalt einigermassen trocken bleiben würde. Zur Sicherheit hatte ich alles Elektronische oder Papier in den Drybag verstaut. Bei meiner Ankunft in Pai konnte ich beruhigt verstellen, dass die Tasche doch sehr wasserresistent ist.
Pai geniesst einen hervorragenden Ruf. Es sei wie eine Strandstadt - einfach ohne Strand, bzw. Meer. Bei Regen hat es bisher seinen Charme noch nicht bei mir ausspielen können. Mal schauen ob der Hippie-Charme morgen auf mich überspringt. Ich bezweifle es..