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Bereits 1975 fanden in Gröden erstmals im Alpinen Skiweltcup Parallelrennen statt. Die Gründe, welche für ein solches Rennen sprechen, lagen schon damals auf der Hand: Die Attraktivität für die Zuschauer ist im Vergleich zu einem «normalen Zeitrennen» viel höher, da beim direkten Duell immer zu sehen ist, wer die Nase vorn hat. Auch die Fahrer erhalten einen zusätzlichen Ansporn, da sie den Konkurrenten immer im Blick haben.
Ablauf Parallelslalom
Bei einem Parallelslalom werden zwei Läufe nebeneinander gesteckt, dass sich diese in Bezug auf Gelände und Torabstand so ähnlich wie nur möglich sind. Es treten jeweils zwei Fahrer gegeneinander an. Der Startleiter gibt das Rennen durch das Öffnen der Starttore frei. In der Regel läuft ein Rennen nach dem K.O.-System ab: Wer zuerst im Ziel ist, kommt eine Runde weiter – wer verliert, fliegt raus.
Neulancierung in Moskau
Trotz der Attraktivität kam der Stein nie so richtig ins Rollen. So fanden bis zur Jahrtausendwende nur eine Handvoll solcher Rennen im Weltcup statt. Anschliessend verschwanden sie für ein Jahrzehnt komplett. Den Grundstein für die Neulancierung legte ein Event in Moskau im Jahr 2009. Es wurde eigens für dieses Rennen eine Rampe mit Schnee mitten in der Stadt errichtet. Fahrer aus der ganzen Welt wurden eingeladen, darunter auch die Elite des Skiweltcups. Das Rennen fand grossen Anklang, sodass bereits in der Saison 2010 / 2011 wieder ein Parallelrennen in den Weltcup aufgenommen wurde. Seither finden jährlich solche Rennen im Weltcup statt – Tendenz steigend.
Regionale Versuche im Amateurbereich scheiterten
Am Flumserberg organisierten Ski-Pioniere vor fast 40 Jahren die ersten Parallelrennen. Das Niveau der Fahrer war jedoch nicht dasselbe wie an der Weltspitze. Das tat auch nichts zur Sache, schliesslich übertrug sich die Faszination längst auch auf den Amateur- und Nachwuchsbereich. Wie im Weltcup verschwanden auch diese Rennen nach einigen Jahren wieder in der Versenkung. Nach der Neulancierung in Moskau wurde hierzulande ebenfalls wieder versucht, regionale Parallel-Wettkämpfe für Jedermann zu organisieren. Es stellte sich allerdings nicht derselbe Erfolg ein. Die Hauptgründe für das Scheitern liegen wohl bei der mangelnden Professionalität bei der Organisation und der Vermarktung.
Der Skiclub Flumserberg wagt einen Versuch
Vor rund zwei Jahren kam im Vorstand des Skiclubs Flumserberg die Idee auf, selbst ein Parallelrennen zu organisieren. Man wollte aus den Fehlern der Vorgänger lernen und den Event von Anfang an möglichst professionell aufziehen. Neben einer Webseite und einer Facebook-Seite wurden folgende Marketinginstrumente produziert:
Die Erstausgabe war ein voller Erfolg
Schon einige Tage vor dem 26. Dezember zeichnete sich ab, dass die Erstausgabe des Anlasses ein Erfolg werden sollte. Zumindest liessen das die Anmeldezahlen vermuten: Mit über 100 Teilnehmern war der Event bereits im Voraus ausverkauft. Die Kommunikation und das Marketing scheinen funktioniert zu haben. Daraufhin ging es an die Umsetzung, welche einwandfrei über die Bühne ging. Dank des starken Schneefalls zum Winteranfang war Schneemangel kein Thema. Das Wetter zeigte sich ebenfalls von der besten Seite und so starteten die ersten Fahrer am frühen Nachmittag in die Qualifikationsläufe. Diese entschieden darüber, wer in den Finalläufen am Abend teilnehmen darf und wer gegen wen antreten soll. Da dutzende ehemalige und noch aktive Skirennfahrer teilnahmen, war das Fahrerfeld unerwartet stark. Der guten Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Das Finale hätte kaum spannender sein können.
Doch genug der Worte. Lassen wir die Bilder sprechen:
(ae)