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Oberbözberg
ist als zweiteiliges Strassendorf vermutlich an einem alten römischen
Verkehrsweg, der von Effingen über den Bözberg zum Aare- übergang
bei Stilli führte, entstanden. Der Name Bozeberch taucht 1189
zum ersten Mal auf. Namen wie Babenberg oder Bamberg, als Hof Oberbözbergs,
werden dann 1273 in einem habsburgerischen Einkünfterodel
(Steuerbuch) erwähnt.
Zusammen mit dem unteren
Dorfteil, der Bächle, kam das Dorf nach der Besetzung durch die
Berner 1460 zur Landvogtei Schenkenberg, worauf es dann reformiert
wurde. Die Bevölkerung lebte bis ins 19. Jahrhundert in ärmlichen
Verhältnissen.
Erst 1872 wurde Oberbözberg
zusammen mit den Höfen und Weilern Riedacker, Adlisberg, Überhal
und Itelen eine selbständige Gemeinde. Lange Zeit veränderte
sich das Dorf kaum. Erst 1912 als Strom und Wasser nach Oberbözberg
geführt wurden, ging das verschlafene Dorf auf. 1937 wurde dann
auch eine Postautolinie nach Brugg und Ende der 40-iger Jahre dann
die Güterregulierung eingeführt. Alles verhalf zu einer
guten Entwicklung.
1880 zählte man 336
Einwohner. Bis 1970 lag die Einwohnerzahl aber unter 300 und wurde
erst dann wieder überschritten. 1998 zählte unser Dorf 528
Einwohner, was eine sehr positive Entwicklung ist.
Von grösseren Betonblöcken
blieb Oberbözberg im Bauwesen verschont. Es wurden
ausschliesslich nur Einfamilienhäuser gebaut. Erst in den
letzten 10 Jahren wurden grössere Überbauungen erstellt.
Oberbözberg entwickelte sich zum ruhigen Wohnort für
Pendler die im Raum Brugg - Baden arbeiten. Die Zahl der
landwirtschaftlichen Betriebe ist auf rund 12 kleinere und grössere
Betriebe zurück gegangen.
Oberbözberg ist das Wohndorf
für Leute die in der Region Brugg - Baden arbeiten. Es liegt
ziemlich in der Mitte zwischen Basel und Zürich oder zwischen
Frick und Baden. Nur wenige Einwohner arbeiten auch in Oberbözberg
selber, weil es fast keine Industrie oder sonst irgendwelche Gewerbe
hat. Um Oberbözberg auf der Karte zu finden, orientiert man
sich am besten am Wasserschloss (Zusammenfluss von Aare, Reuss und
Limmat) in der Nähe von Windisch.
Für die Landwirtschaft gibt
der Boden, ohne Behandlung, nicht sehr viel her. Er ist sehr lehmig
und hat viele Steine. Nur mit modernen Maschinen können die Böden
bewirtschaftet werden. Wie auf der Dorfkarte ersichtlich, hat Oberbözberg
sehr viel Wald und Wiese. Oberbözberg hat eine Gesamtfläche
von 54467 Aren (1/257 des Aargau). Davon sind 27319 Aren Acker und
Wiese, 24200 Wald und nur 1100 Aren sind überbaut.
Landschaftlich liegt Oberbözberg an einem sehr schönen Ort
mit viel Wäldern und Feldern. Auch eine schöne Bergsicht
hat man von Oberbözberg.
Oberbözberg ist ein sehr
kleines Dorf, verzeichnete aber in den letzten 30 Jahren ein grösseres
Wachstum. Die Bevölkerung ist, wie auf Bild 3 ersichtlich, sehr
stark gewachsen. Diese Entwicklung ist auf die zentrale Lage und den
Wunsch einer ruhigen Niederlassung für die Familie zurück
zu führen.
Die Landwirtschaft spielt in
Oberbözberg nicht mehr eine so grosse Rolle. Es gibt noch 6
Voll- (Ackerbau und Viehzucht) und 5 Nebenerwerbsbetriebe (Ackerbau
oder Viehzucht), die das umliegende Land bewirtschaften. Es sind
meistens grössere Bauernhöfe mit viel Land.
Auszug aus dem
Gemeindeportrait auf http://www.oberboezberg.ch.
Verfasst von Christian Wichmann; überarbeitet von Erwin Wernli.
In der Gemeinde ansässige
Vereinsmitglieder: