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Die atlantische Flotte wurde 2011 wegen mangelnden Bedarfs aufgelöst
Jason Ditz
Die Militärausgaben Russlands sind in den letzten Jahren zurückgegangen und dürften in den nächsten Jahren noch stärker zurückgehen. Trotzdem scheinen die Vereinigten Staaten von Amerika kein Problem damit zu haben, Russland als Vorwand zu benutzen, um weitere Militärausgaben zu rechtfertigen. Der letzte Schachzug der US Navy ist die Bildung einer kompletten neuen Flotte.
Die zweite US-Flotte wurde 2011 abgebaut, um Geld zu sparen und weil sie realistischerweise nicht benötigt wird. Diese Flotte, die für die US-Ostküste und den Nordatlantik zuständig ist, feiert jetzt ein Comeback, wobei die Navy einen „Großmachtwettbewerb“ gegenüber Russland behauptet.
Schon eine flüchtige Untersuchung zeigt, dass das ein Unsinn ist. Die russische Marine ist viel älter und viel kleiner als die amerikanische. Außerdem hat Russland überhaupt keine Flotte im Atlantik. Einer solchen Flotte am nächsten käme die russische Nordflotte in der Barentssee, die sich auf den Bereich der Arktis konzentriert.
Es macht keinen Sinn, eine neue Flotte an der amerikanischen Ostküste zu bilden, um Russland oder irgendjemand anderem entgegenzutreten. Dennoch scheint es keine öffentliche Debatte dagegen zu geben. Die US Navy weiß, dass Russland benutzt werden kann, um alles zu rechtfertigen, und da Präsident Trump verspricht, mehr Kriegsschiffe zu bauen, passt eine neue Flotte gut in den Plan, den Anstieg der US-Militärausgaben fortzusetzen. Antikrieg: