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Dienstag, 8. Mai 2012 – 14. Reisetag
Nachdem es trocken ist, beginnt der Tag mit einigen Meilen Fahrt auf der Old Stroud Road und der Ozark Trail Road. Das sollen früher einmal asphaltierten Strassen gewesen sein. Heute werden sie als “gravel road“, als Schotterpisten beschrieben. Ein Obelisk, ein Ozark–Trail Marker ist der einzige „Höhepunkt.“
Davenport
Wir erreichen wieder die asphaltierte ’66 und die Zivilisation. Wir können uns nicht vorstellen, dass „Gar Wooly’s“ der beste Ort an der ’66 sein soll, um bei exzellentem Service Steaks zu essen. Auch die anderen Gebäude, die an alte Zeiten erinnern, können uns nicht aufhalten.
Chandler
Das Lincoln Motel mit seinem Neon aus dem Jahr 1939 begrüsst uns beim Vorbeifahren. Das „Old Army Guard Armory“ (Bild 2 und 3) reisst uns auch nicht aus den Socken. Hier in Chandler hätten wir uns eigentlich gerne mit Jerry McClanahan in seiner Galerie (Bild 5) unterhalten und das EZ66 (Vgl. unsere Vorbereitungen) signieren lassen. Er hat uns schon vor unserer Abreise auf Anfrage mitgeteilt, dass er an diesem Tag auswärts eine Verpflichtung habe. Wir konnten leider nicht früher dort sein und hinterlassen am Eingang seiner Galerie eine Karte mit einigen Grussworten. Wir begegnen einer seltenen 1930 Phillips 66 Tankstelle, die seinerzeit im Landhausstil erbaut wurde, damit sie gut in die Umgebung passe (Bild 6 und 7). Das 1954 erbaute „Lincoln County Historical Society Museum of Pioneer History“ (Bild 8) besuchen wir nicht, da wir dort keine neuen Erkenntnisse zur Route 66 erwarten. Mit ein paar weiteren schönen Impressionen verlassen wir den Ort.
Luther
Ein paar Eindrücke von der Fahrt über Land mit einer doch etwas gar frühen Begrüssung in Oklahoma City. Die Ruinen stammen von der „Rock O’Ages Conoco Station“ aus den 20iger Jahren. Es wird gesagt, dass die Tankstelle in den 30iger Jahren geschlossen wurde, nachdem anscheinend Geldwäscherei im hinteren Zimmer aufgeflogen sei.
Arcadia
Das „Hillbillee’s Bed & Brealfast Inn“, das früher eine Tankstelle und eine Garage war, das „Biker Shak“ und zwei weitere Gebäude haben wir links liegen lassen und nicht weiter hinterfragt. Wir waren voll von der Round Barn angezogen, die 1898 erbaut wurde. Nach dem Bau der Interstate zerfielen einige Gebäude in Arcadia. 1988 stürzte das Dach der Scheune ein, das einen Durchmesser von 18 m hatte. Ein Team von Freiwilligen baute die Scheune – man sagt, die einzig echt runde in Amerika – wieder auf und heute ist sie wohl eine der am häufigsten fotografierten Touristenattraktion an der Route 66. Der Volunteer, der heute die Barn beaufsichtigt, war beim Wiederaufbau dabei. Er gibt uns einige wertvolle Tipps für die Weiterreise, so auch für unser nächstes Ziel. Sonst hätten wir uns noch lange unterhalten.
Dank seinem Hinweis, dass im Pops immer am Dienstag im – „the world largest Pop Bottle“ – Hamburger für $2.50 verkauft werden. Unter den 500 Soft Drinks, die dort erhältlich sind, entscheiden wir uns für Diet Coke. Die Hamburger sind frisch und schmecken gut.
Edmond
Das gewaltige Kreuz steht auf dem Campus der Life Church, einer in Oklahoma-City gegründete evangelikalen Multi-Site-Kirche mit mehreren Standorten. Einige Leute denken, das Kreuz decke den Turm und die Funkanlagen der Kirche. Wir werden auf unsere Reise noch einem grösseren Kreuz in Texas begegnen.
Wir beschliessen, hier wieder einmal die Route 66 zu verlassen und einen Abstecher zu machen, 27 km nach
Guthrie
Bis 1910 war Guthrie die Hauptstadt von Oklahoma. Die Stadt beschreibt sich als ”the largest urban Historic district in the US“. Um 14.00 h starten wir mit der Trolley Tour durch die Stadt. Abgesehen vom Chauffeur waren wir die einzigen Passagiere im Trolley. Auf der rumpligen Fahrt ist es nicht einfach, alle Sehenswürdigkeiten vollständig festzuhalten. Wir bestaunen die Häuser, die zu Beginn des 20. Jahrhundert für prominente Leute gebaut wurden. Die Tour um 15.00 h entfällt. Es hat keine weiteren Interessenten. Eigentlich schade, denn es ist eine Stadt, in der man sich durchaus wohlfühlen könnte.
Nun geht es wieder zurück. In etwa einer halben Stunde werden wir die 34 Meilen hinter uns haben und die heutige Hauptstadt von Oklahoma erreichen: Oklahoma-City.
Oklahoma City
Wir meiden das Stadtzentrum und fahren ins Bricktown zum Hotel Hampton Inn. Die Zimmer sind gross, schön und sauber. Auf unserem Abendbummel stossen wir gleich nach der ersten Kreuzung auf „Nonna’s,“ ein gediegenes italienisches Restaurant. Wir entscheiden uns für die offene Terrasse. Schon die Vorspeise, ”Mango Crab Stack“ und die Suppe waren ein Genuss. Die Rindsfilets waren in der Tat rare und medium rare. Der Cabernet dazu war sehr gut. Dessert und Käse waren ebenfalls ausgezeichnet. Wir essen wieder einmal viel zu viel, aber wir wollten es heute geniessen.
Wir spazieren noch etwas durch das Quartier und treffen erstmals auf eine sprechende Ampel!. Nach dem Drücken des Knopfes ertönt eine Stimme, die befiehlt: „Wait!“ Dann werden uns die Sekunden vorgesprochen, die noch bis zum Ende der Phase verbleiben.
Auch hier wird Baseball gespielt. Das Stadion befindet sich gleich neben dem Hotel. Oklahoma gegen Las Vegas. Es hat praktisch keine Zuschauer, doch wir geniessen das Baseball-Spiel aus nächster Nähe.