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Der deutsche Fachanwalt für Sportrecht, Paul Lambertz, sieht kaum eine Möglichkeit für die Europäische Fussball-Union (Uefa), den Plan der zwölf Topklubs für eine European Super League zu verhindern.
«Die Uefa hat nach meiner Einschätzung keine Handhabe. Denn rechtlich ist sie Monopolist, schliesslich ist sie der einzige Anbieter eines europäischen Wettbewerbs. Sie darf also nicht alles machen, was sie will», sagte Lambertz im Gespräch mit der Funke Mediengruppe.
Ähnlicher Fall im Eiskunstlauf
Demnach dürfe sich die Uefa nicht einfach mit Sanktionen gegen aufkommende Konkurrenz wehren. In einem ähnlichen Fall habe die Eislauf-Union (ISU) die eigenen Statuten ändern müssen, damit Athleten auch an externen Events teilnehmen können.
Damit hatte die EU-Kommission zwei Sportlern recht gegeben, denen die Teilnahme an einem Privat-Wettbewerb untersagt worden war: «Die Uefa wird das daher auch nicht dürfen. Sie darf die Klubs und Spieler nicht von ihren Wettbewerben verbannen, nur weil sie auch bei der Konkurrenz spielen», betonte Lambertz.
Spielergewerkschaft will sich wehren
Die Spielergewerkschaft FIFPro hat bereits ihren Widerstand gegen mögliche Ausschlüsse angekündigt.
«Wir werden uns energisch gegen Massnahmen beider Seiten wehren, welche die Rechte der Spieler beeinträchtigen – wie zum Beispiel den Ausschluss aus ihren Nationalmannschaften», teilte die Gewerkschaft mit: «Die Spieler werden bei diesen Verhandlungen weiterhin als Druckmittel eingesetzt. Das ist für uns nicht hinnehmbar.»