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Aufwärtspotential von Ethereum
Februar, 2020
Ethereum (ETH) hat in den letzten Wochen einen sehr kräftigen Aufwärtstrend erlebt, welches die zweitgrösste digitale Kryptowährung gegenwärtig ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von 22 Milliarden USD verzeichnete. Der mögliche Auslöser für das herausragende Wachstum der ETH könnte darin liegen, dass ein Unternehmen namens Quorum, welches einer der grössten US-Banken (JP Morgan) gehört, mit dem Blockchain-Startup ConsenSys diskutiert. Diese intensive Aufwärtsrallye hat es Ethereum in den letzten Tagen ermöglicht, eine der Kryptowährungen mit der besten Performance zu sein, und es scheint keine Anzeichen für eine baldige Verlangsamung zu zeigen.
Die Ethereum-Blockchain wird in naher Zukunft einen technologischen Übergang zu Ethereum 2.0 durchlaufen, der sich langfristig auf das Preisniveau auswirken könnte. Ethereum 2.0 ist ein gleichzeitiger Übergang zu einer Sharded-Architektur. Sharding ist ein Prozess, bei dem man effektiv mehrere Chains (oder so genannte Shards) hat, die verschiedenen Teile der zugrunde liegenden Ethereum-Blockchain speichern, sodass nicht alle Kunden alle Contracts validieren müssen. Tatsächlich ist dies eine Möglichkeit, die Ethereum-Blockchain in verschiedenen Shards zu replizieren, ähnlich wie beim Datenbank-Sharding, sodass man Contracts validieren muss, in dem man die Teilnehmer des jeweiligen Shards fragt, auf dem sie gespeichert sind. Und wenn man Überprüfungen durchführt, überprüft man einen Shard und nicht die gesamte Blockchain. Dies ist übrigens eine Skalierungslösung von Ethereum.
Davon getrennt ist der Übergang zu einem Proof-of-Stake-System, das ebenfalls Bestandteil von Ethereum 2.0 ist. Die Idee war, hier einige wichtige Änderungen vorzunehmen, die in Ethereum erforderlich sind, anstatt diese als eine Reihe von Hard Forks auszuführen. Sie werden als komplett neu gestartete Chain (dt. «Kette») ausgeführt. Diese Chain beginnt jedoch mit dem gesamten Status von Ethereum 1.0 (der aktuellen Ethereum-Chain) darunter, der als Ausgangspunkt codiert ist, indem eine Momentaufnahme gemacht wird. Einer der grossen Unterschiede zwischen Ethereum und Bitcoin ist die Art und Weise, wie Konten und Code gespeichert werden. Während Bitcoin über ein UTXO (Unspend Transaction Output) verfügt, existiert bei Ethereum ein kontobasiertes System, bei dem man den Kontostand verfolgt, jedoch keine bestimmten Beträge, die sich bewegen. Dies hat gewisse Vorteile, da es den Grad an Flexibilität ermöglicht, einschliesslich der Möglichkeit, den aktuellen Status zu erfassen – genauer gesagt den Kontostand und Codebasis aller Contracts als Momentaufnahme zu erfassen. Das bedeutet, dass beim Übergang zu Ethereum 2.0 eine festgelegte Zeit für die Momentaufnahme von Ethereum 1.0 erstellt wird und danach Ethereum 2.0 mit dieser Momentaufnahme initialisiert wird. Der Kontostand, einschliesslich aller Contracts, die in Ethereum 1.0 vorhanden waren, sind nun von Anfang an in Ethereum 2.0 vorhanden, jedoch ohne einen Hinweis darauf, wie dies entstanden ist. Das bedeutet, man verfügt nicht über die gesamte Geschichte der Kette, die unter anderem auch eine Reihe von Spams hat, die für den Endzustand nicht relevant sind. Stattdessen erhalten wir nur einen der Kontoständen und Verträge in diesem Moment, und von dort aus bewegt sich dann das System vorwärts. Ethereum 2.0 geht effektiv von einer neuen Genesis aus und ist eine völlig neue Chain. Tatsächlich handelt es sich um eine Reihe von Shards, die mit einer Momentaufnahme der Ethereum 1.0 sauber beginnen. Und alles, was bereits über Ethereum 1.0 läuft (bestehende Contracts, Guthaben, private Keys usw.), funktioniert weiterhin mit Ethereum 2.0.
Ethereum ist die erste Blockchain, die Smart Contracts integriert und damit dezentrale Anwendungen (dApps) erstellt hat. Ethereum gilt als eine der führenden Kryptowährungen, insbesondere angesichts der Anzahl der Entwicklungen und Anpassungen, welche in naher Zukunft folgen können. Wohin die Reise mit dem Ethereum-Preis führen wird, ist natürlich schwer vorherzusagen. Im Moment befindet sich die ETH definitiv wieder in einer wichtigen bullischen Zone.