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CIO = "Career Is Over"? Jeder vierte CIO wird gefeuert.
In englischsprachigen Ländern kursiert der Kalauer, dass CIO nicht etwa "Chief Information Officer" bedeute sondern eigentlich die Abkürzung für "Career Is Over" sei. Stimmt das? Das US-Informatikmagazin 'CIO' ist der Frage nachgegangen. Die Antwort lautet: Ja und nein.
Das Magazin befragte 265 Personalverantwortliche nach den Gründen für die Abgänge von IT-Chefs in ihren Unternehmen. CIOs sitzen anscheinend tatsächlich auf etwas wackeligen Sesseln: Zusammen mit Finanzchefs mussten sie am häufigsten wegen angeblich schlechten Leistungen gehen. 23 Prozent der CIOs wurden mit dieser Begründung gefeuert, im Vergleich zu beispielsweise nur 8 Prozent der Produktionsverantwortlichen.
Jeder zwanzigste CIO musste wegen Sparmassnahmen den Hut nehmen. Damit waren CIOs etwas häufiger als der Durchschnitt der leitenden Angestellten die Leidtragenden bei Restrukturierungsmassnahmen. Auch bei Jobwechseln wegen internen Beförderungen (10 Prozent) lagen die IT-Chefs hinten, nur die Personalverantwortlichen selbst wurden noch weniger oft berücksichtigt.
Gleichzeitig verliessen CIOs aber auch am häufigsten freiwillig ihren Job, um zu einem anderen Unternehmen zu gehen (40 Prozent).
Insgesamt, so die Studie, sei die Turnover-Rate bei CIOs allerdings in etwa gleich hoch, wie bei anderen Management-Positionen. Durchschnittlich blieben die CIOs der befragten Unternehmen 6,3 Jahre lang auf ihrem Posten, etwa gleich lang wie Verkaufs- oder Personalverantwortliche, allerdings etwas weniger lang als Produktionschefs (6,6 Jahre) oder Finanzchefs (7 Jahre). (Hans Jörg Maron)