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Mitte September verschwand in den USA ein F-35 Kampfjet vom Radar. Auch in der Schweiz gibt es Verärgerung und auch die Kosten gehen durch die Decke. Es scheint, als befinde sich der Tarnkappenbomber in einer stürmischen Phase, aus der er nicht mehr herauskommt.
Menschen bemerken ein Flugzeug, das sehr nahe am Boden fliegt, die amerikanische Armee verliert jeglichen Hinweis auf den 80 Millionen Tarnkappenbomber, ein Pilot springt mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug und wird ohne sein Fluggerät wiedergefunden und die Behörden suchen in den sozialen Netzwerken nach dem F-35 Kampfjet, der vom Radar verschwunden ist. Hört sich an wie der Plot eines schlechten Actionfilms, nicht wahr? Doch genau das ist letzten Monat in South Carolina geschehen, nachdem ein Flugzeug von Lockheed Martin sich in Luft aufgelöst zu haben schien. Zum Glück für die Armee fand man die Überreste des abgestürzten Jets einige Zeit später in einem ländlichen Gebiet von South Carolina. Vor dem Absturz hatte das Flugzeug immerhin 100 km ohne seinen Piloten zurückgelegt und hatte dabei kein einziges Signal an die Zentrale gesendet.
Pappjets
Die Ursachen des Unfalls sind noch nicht bekannt, doch einige geben den Unwettern die Schuld, gegen die der Jet offenbar schlecht gewappnet ist. Vor kurzem gab das britische Verteidigungsministerium eine Schätzung heraus, wonach man aufgrund von diversen technologischen und technischen Problemen alle 30’000 Flugstunden mit einem Unfall rechnen müsse. Für die Schweiz würde dies bedeuten, dass innerhalb der 30 vorgesehenen Betriebsjahre 5 der 36 gekauften Jets unbrauchbar würden. Man erinnere sich, dass Anfang dieses Jahres mehr als die Hälfte der Jets nicht flugbereit waren und am Boden geflickt werden mussten.
Erste Zwischenbilanz
Vor gut einem Jahr hat die Schweiz mit den USA einen Kaufvertrag abgeschlossen und sich so über unsere Initiative hinweggesetzt, die dies verhindern wollte. Viola Amherd erklärte, der Druck sei von Lockheed Martin gekommen. Etwas später gab sie jedoch zu, dass die Schweiz wohl eine längere Frist hätte aushandeln können. Jetzt sind es die Kompensationsgeschäfte, die zu reden geben, doch auch die Lieferverzögerungen aufgrund der gegenüber den Produktionskapazitäten viel zu hohen Bestellungszahlen. Schon als der Bundesrat 2021 verkündete, er wolle die F-35 kaufen, wurde er dafür kritisiert. Heute ist es unverständlich, weshalb man Abermilliarden für einen Jet ausgeben soll, der im Stande ist, Bomben abzuwerfen, aber sich einer Gewitterzelle nicht mehr als 40 km nähern kann.