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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete am Abend 102,02 US-Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag. Binnen einer Woche ist der Ölpreis damit um rund sechs Dollar angestiegen. Grund sind insbesondere die Unruhen im arabischen Raum. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte zuletzt um 41 Cent auf 91,18 Dollar zu.
Die Ölmärkte stehen weiter unter dem Eindruck der Ereignisse im arabischen Raum, heisst es in einer Studie der Commerzbank. Es bestehe weiter das Risiko, dass die Protestwelle neben Tunesien und Ägypten auch andere arabische Staaten erfasse und somit zu einer Beeinträchtigung des Ölangebots führe. Aus den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens stammten mehr als ein Drittel der Weltölproduktion. Die wichtigen Transportrouten durch den Suezkanal und die Sumed-Ölleitung, welche durch Militärpräsenz geschützt werden, vermeldeten keinerlei Beeinträchtigung.
Ausserhalb der Krisenregion ist das Ölangebot aus Sicht der Commerzbank weiterhin reichlich. Dies signalisierten auch die jüngsten Öllagerdaten aus den USA. Die Rohöl- und Benzinlagervorräte hatten sich nach Angaben des US-Energieministerims vom Mittwoch im Wochenvergleich deutlich erhöht. Nur die Vorräte an Heizöl, Diesel und anderen Destillaten hatten abgenommen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 96,39 Dollar. Das waren 86 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/he
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