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Baumallee
Zwischen dem alten Gemeindehaus und der Luzernerstrasse befand sich ein repräsentativer Platz, zuerst für die Gastwirtschaft, dann für Schule und schliesslich für das Gemeindehaus.
Chronologie
1841 Das «Neuhaus» entsteht als Gasthaus, nach Plänen von Baumeister Johann Keusch (1786–1865) von Boswil AG. Der Eingang ist auf die Schulhausstrasse ausgerichtet, die entsprechend der damaligen Verkehrsführung den Hauptverkehrsweg durch Cham darstellt. [1]
1854 Durch den Bau der neuen Bärenbrücke verändert sich die Verkehrsführung im Ortszentrum und es entsteht die heutige Luzernerstrasse. Der kleine Abhang zwischen dem «Neuhaus» und der Luzernerstrasse wird zu einem prominenten Vorplatz im Zentrum.
1855 Die Gemeinde kauft das «Neuhaus» nach einem Konkurs für 24'000 Franken. Die Liegenschaft dient fortan im Erdgeschoss als Schulhaus (bis 1916).
1882 Die Anglo-Swiss Condensed Milk Company erstellt auf eigene Kosten Trottoirs in Cham, auch entlang der Luzernerstrasse.
1905 Die Turnhalle mit den Sandsteinsäulen und dem aufgesetzten Portikus wird gebaut.
1917 Das ehemalige Restaurant und Schulhaus erhält nun die Funktion als Gemeindehaus. Aufgrund des dichten Blattwerks wirkt die Luzernerstrasse in diesem Bereich wie eine baumgesäumte Allee.
1950er Jahre Für die Verbreiterung der Luzernerstrasse fällt der Kanton die Rosskastanien. Der Vorplatz verliert an Aufenthaltsqualität.
Einzelnachweise
- Grünenfelder, Josef, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe, Bd. 2, Die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug, Bern 2006, S. 107f.
- Neue Zuger Zeitung, 07.09.1998