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Zu dieser Einschätzung gelangten Mitte Februar die in der US-Botschaft in Wellington tätigen Marktexperten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA). In ihrer Prognose auf Grundlage von Daten der Rabobank und des neuseeländischen Verbandes der Molkereiwirtschaft (DCanz) gehen die Analysten davon aus, dass sich die Milcherzeugung 2014 auf etwa 21,2 Mio t belaufen dürfte und damit das vergleichsweise schwache Vorjahresergebnis um 5,7 % übertroffen werden könnte.
Selbst wenn sich die Weidebedingungen in den nächsten Monaten unerwartet verschlechtern sollten, würde der eventuell notwendige Futterzukauf die Gewinne der Erzeuger aufgrund der hohen Milchpreise nicht in den roten Bereich drücken, so die Einschätzung der US-Experten. Dies könnte allerdings ab der zweiten Jahreshälfte anders aussehen, denn für die am 1. Juni beginnende Milchsaison 2014/15 werden in Neuseeland etwas schwächere Erzeugerpreise im Vergleich zum Rekordjahr 2012/13 nicht ausgeschlossen.
Im Moment ist davon jedoch noch nichts zu spüren, denn der Export in Richtung Asien mit dem Hauptkunden China brummt. An der Versteigerungsplattform Global Dairy Trade (GDT) werden die Kontrakte für Milcherzeugnisse mit Lieferfristen bis zu sechs Monate weiterhin zu Spitzenpreisen verkauft, so dass eine kurzfristige Preisabschwächung nicht in Sicht ist. Der leichte Rückgang der neuseeländischen Exporte von Milcherzeugnissen im Jahr 2013 um rund 1 % auf 2,81 Mio t sei auch nicht mit einer Nachfrageschwäche am Weltmarkt, sondern ausschließlich mit dem dürrebedingt kleineren Milchaufkommen in der ersten Jahreshälfte 2013 zu erklären, erläuterten die Analysten des USDA. Sie gehen davon aus, dass nach der kleinen Ausfuhrdelle im Vorjahr 2014 wieder mit steigenden Molkereiausfuhren Neuseelands zu rechnen ist.