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Das Wichtigste in Kürze
- An den St. Galler Festspielen wird anstatt des russischen Tschaikowskis Verdi gespielt.
- Die Veranstaltung könne angesichts des Krieges keine russische Musik laufen lassen.
- Die Entscheidung sei keinem generellen Boykott russischer Kultur gleichzusetzen.
Wegen des Krieges in der Ukraine ist das Programm der St. Galler Festspiele auf dem Klosterplatz geändert worden: Statt «Die Jungfrau von Orléans» von Pjotr Iljitsch Tschaikowski wird ab dem 24. Juni «Giovanna d’Arco» von Giuseppe Verdi gezeigt.
Derzeit sei es nicht zu verantworten, «mitten in der Stadt russische Musik, der kriegerische Handlungen zugrunde liegen, erklingen zu lassen». Dies hiess es in der Mitteilung von Konzert und Theater St. Gallen vom Mittwoch.
Russische Kultur werde nicht boykottiert
Dieser Entscheid bedeute keinen generellen Boykott russischer Kultur. Die Programmierung eines Festivals im öffentlichen Raum stelle im Vergleich zu einer Aufführung im geschützten Rahmen eines Theaterhauses zusätzliche Ansprüche. Sie verlange «nach einer speziellen Art von Rücksichtnahme gegenüber der Öffentlichkeit», hiess es weiter.
Empfinden Sie den Entscheid als gerechtfertigt?
Die 17. Festspiele im Ostschweizer Hauptort finden vom 24. Juni bis zum 8. Juli auf einer Freiluft-Bühne vor der Kathedrale statt.