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Im Toronto Star, der auflagenstärksten kanadischen Tageszeitung, wurde der Ophthalmologe und Augenchirurg Yasser Khan zum VS-Syndrom befragt. Eine 34-jährige Leserin wandte sich an die Redaktion, weil sie gerade realisiert hatte, dass sie die Welt anders sieht als andere. Sie hoffte, dass die Zeitung herausfinden kann, was diesen Zustand verursacht oder was sie dagegen tun kann. Denn anstatt die Umgebung in klaren Bildern wahrzunehmen, sieht sie winzige Pünktchen, die konstant in Bewegung sind. Wie die meisten Betroffenen auch, beschreibt sie ihre Sicht so, wie wenn sie durch einen alten, analogen Fernseher hindurchsehen würde. Ophthalmologe Yasser Khan berichtet, dass das VS-Syndrom bei den Augenärzten immer wie mehr aufs Radar kommt. Trotzdem gilt es zu berücksichtigen, dass die Ursache nicht bei den Augen zu finden ist.
Die Erkrankung ist so selten und unbekannt, dass die Augenärzte keine Diagnose stellen können. Denn jüngste Studien mit der Positronen-Emissions-Tomographie (ermöglicht die Beobachtung von Gehirnzellen in Echtzeit) zeigen auf, dass bestimmte Neuronen bei Patienten mit VS-Syndrom überaktiv sind. Betroffen ist der visuelle Kortex, in dem die Signale von den Augen, zum Beispiel die Tiefenwahrnehmung, verarbeitet werden. Da die Forschung noch in den Anfängen steckt, weiss noch niemand so genau, was dies verursacht. Gemäss Yasser Khan gibt es aber keine Hinweise darauf, dass sich der Zustand bei den Betroffenen mit der Zeit verschlechtern muss.
Das gesamte Interview auf der Website des Toronto Star: