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Studie liefert Zahlen zur Bewohnerschaft der Genossenschaften
(Zürich)(PPS) Die heute erschienene Studie zeigt, dass Genossenschaftswohnungen deutlich günstiger sind. In Schweizer Grossstädten kosten kommerzielle Mietwohnungen pro Quadratmeter im Durchschnitt ein Viertel mehr als Genossenschaftswohnungen. In grossen Agglomerationen und kleinen Kernstädten beträgt die Differenz 15 Prozent. Grund für den Preisunterschied ist die Kostenmiete: Genossenschaften verrechnen nur die anfallenden Kosten inklusive Rückstellungen und erwirtschaften keine Gewinne. Besonders an begehrten, zentralen Langen sind kommerzielle Anbieter in der Lage, hohe Mieten zu verlangen und damit hohe Renditen zu erzielen. Deshalb sind Genossenschaftswohnungen an solchen Lagen markant kostengünstiger als konventionelle Mietwohnungen.
Tieferes Bildungsniveau
Die günstigen Genossenschaftswohnungen kommen vorwiegend denjenigen Bevölkerungsgruppen zugute, die darauf angewiesen sind. Gemäss der Studie wohnen in den Genossenschaftswohnungen überproportional viele Menschen mit einem tiefen Bildungsniveau und folglich mit geringen finanziellen Ressourcen. Der Ausländeranteil in Genossenschaften ist zwar geringer als in anderen Mietwohnungen. Die Aufschlüsselung nach Herkunftsländern zeigt jedoch, dass in den Genossenschaften einzig Ausländer aus wohlhabenden Ländern untervertreten sind. In Gebieten mit einem starken Anstieg der Wohnungspreise ist bei den Mietwohnungen der Anteil gut Ausgebildeter über die letzten Jahre deutlich stärker angestiegen als bei den Genossenschaftswohnungen. Dies zeigt, dass Genossenschaften der Verdrängung schwächerer Bevölkerungsgruppen entgegenwirken.
Geringerer Flächenverbrauch
Die Studie beweist auch, dass sich Genossenschaftsbewohner dank den tieferen Mieten nicht einfach grössere Wohnungen leisten. Im Gegenteil: Durchschnittlich verbrauchen sie pro Kopf deutlich weniger Fläche als andere Mieter und als Wohneigentümer. Dies bestätigt, dass die bei Genossenschaften weit verbreiteten Belegungsvorschriften greifen. Neu untersucht die Studie auch, wie viel Bodenfläche eine Person beansprucht. Hier ist der Bedarf von Genossenschaftsbewohnenden noch tiefer. Gemeinnütziges Wohnen ist somit ein effizientes Mittel, um den Wohn- und Grundflächenverbrauch pro Kopf zu senken.
Wohnbaugenossenschaften Schweiz begrüsst, dass mit der Studie «Gemeinnütziges Wohnen im Fokus – Ein Vergleich zu Miete und Eigentum» endlich wieder verlässliche Zahlen zum gemeinnützigen Wohnungsbau und seiner Bewohnerschaft verfügbar sind. Gerade im Hinblick auf einen neuen Rahmenkredit für den Fonds de Roulement und auf die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ist es sehr wichtig, statistisch erhärtete Zahlen und Fakten zum gemeinnützigen Wohnungsbau als Diskussionsgrundlage zu haben.
Die Studie kann unter bwo.admin.ch/bwo/de/home/Wohnungsmarkt/studien-und-publikationen heruntergeladen werden.
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