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Die Musik lag den Gurtnellern schon immer im Blut
In Gurtnellen besteht hinsichtlich der Katzenmusik eine grosse Tradition. Durch den Bahnbau zur Jahrhundertwende kamen viele Italiener in die Oberlandgemeinde, welche sich samt ihren Familien in Gurtnellen niederliessen. 1903 wurde die Musikgesellschaft Gurtnellen gegründet. Viele der Italiener waren gute Musikanten und dementsprechend auch Mitglieder im Musikverein. Schon zu dieser Zeit bestand eine Katzenmusik, jedoch ohne Vereinsstruktur. Damals herrschten zum Teil chaotische Verhältnisse unter den Fasnächtlern. Gespendetes oder gesammeltes Geld wurde meistens gleich in „Flüssiges“ umgewandelt. Schon seit Jahren war es aber der Wunsch vieler Gurtneller im Wiler eine Katzenmusikgesellschaft zu gründen.
Zu diesem Zweck schlossen sich einige Initianten am 12. Juli 1950 im Restaurant Bahnhof zusammen. Aus einer Interessengruppe wurde der erste Vorstand provisorisch zusammengesetzt und der Gründungsversammlung zur Wahl vorgeschlagen. Einen Monat später, am 14. August 1950, war die Geburtsstunde der Katzenmusikgesellschaft Gurtnellen. Unter Fridolin Stadler, der als erster Präsident gewählt wurde, waren Alois Moretti, Anselm Zberg, Martin Dubacher, Richard Sicher, Alfons Zenoni und Anton Triulzi im ersten Vorstand aktiv. Als Katzenmusikdirigent wurde Martin Dittli, besser bekannt als „Schuäni“ gewählt. Zur Gründungsversammlung war die ansehnliche Zahl von 25 Teilnehmern anwesend.
Die Katzenmusikgesellschaft wurde kurze Zeit später zum Fasching-Club Gurtnellen umbenannt. Die Aktivitäten des neu gegründeten Fasching-Clubs waren die Durchführung der Chlausbescherung, die Belebung der Fasnacht mit einer Katzenmusik, eines Umzugs und der Herausgabe eines Narrenblattes. Dank des guten musikalischen Potentials in Gurtnellen wurde die Melodie des Urner Katzenmusikmarsches mühelos übernommen. Anfänglich wurde von der Katzenmusik auch der Sechseläuten-Marsch der Stadtzürcher nachgespielt. Später, in den 70er- und 80er- Jahren, hängte man am Schluss der Katzenmusik noch je eine Strophe des Guggenmusik Marschs und den Schlager „ Rosamunde“ an. Danach sind solche „Anhängsel“ wieder verschwunden.
Fasnachtsprogramm seit 60 Jahren praktisch unverändert
Am Fasnachts-Programm hat sich in den 60 Jahren nicht viel geändert. Schon damals eröffneten die Fasnächtler am Mittwochabend beim Restaurant Alpenhorn ihre „Festtage“. Da steht bis heute das Instrumentendepot der Katzenmusik. Vor dem Eröffnungskonzert besuchte man die benachbarte Siedlung im Pfaffensprung, das zwar zu Wassen gehört, aber von Gurtnellen her „fasnachts-technisch“ bedient wurde.
Am Schmutzigen Donnerstag wurde um vier Uhr mit dem Morgenstreich begonnen. Viele mussten danach am Morgen wieder an die Arbeit und so war vorwiegend ein kleines Trüppchen an der traditionellen Mehlsuppe. Zuerst der Morgen, später dann der Nachmittag gehörte ganz den Kindern und ihrer Kinderkatzenmusik. Die teilnehmenden Kinder wurden jeweils mit Wurst und Brot sowie warmem Tee verköstigt. Am Fasnachtsfreitag oder Samstagnachmittag besammelten sich die Katzenmusiker für einen Abstecher nach Intschi oder später abwechselnd auf den Gurtneller Berg.
Nach Intschi fuhr man mit dem Personenzug, wobei sich die Musikanten jeweils vom Alpenhorn über die Wiler-Brücke bis zur Bahnstation warm spielten. Zur Zeit des Autobahnbaus in den 60er- und 70er- Jahren war jeweils ein Ständchen in der Kantine der Firma Murer obligatorisch. Der Gidelmontag ist seit der Gründung vor 60 Jahren immer noch der Höhepunkt der närrischen Tage.
Früher gab es auch am Montag noch ein Frühkonzert, das in den 80er Jahren abgeschafft wurde. Am Nachmittag wurde zur grossen Tour durch den Wiler gestartet. Am Abend des Gidelmontags veranstaltet der Fasching-Club seit seiner Gründung einen Maskenball. Der Abschluss der närrischen Tage bildete das Konzert der Katzenmusik am Dienstag vor dem Aschermittwoch. Seit 1974 ziehen die Fasnächtler in schwarzen Kleidern nur mit Trommeln und Pauken, aber ohne Blasinstrumente ein letztes Mal durchs Dorf.
Erste Krise gut gemeistert
Nach einem glanzvollen Start hatte der noch junge Verein 1954 eine ernste Krise zu überstehen. Eine Abstimmung an der Generalversammlung den Club aufzulösen wurde mit siebzehn Nein gegen drei Ja abgeschmettert. In den Jahren danach erholte sich der Verein wieder. In losen Abständen, erstmals bereits an der ersten offiziellen Fasnacht 1951, organisierte der Vorstand zusammen mit vielen Helfern einen Umzug mit insgesamt sieben Nummern. Die berühmt berüchtigten Umzüge mit diversen Wagen und fasnächtlichen Sujets, welche das Dorfgeschehen auf die Schippe nahmen, zogen jeweils viele Schaulustige an. Aufgestellt wurde der Umzug auf der Gotthardstrasse, später im Geissstücki und führte auf den Bahnhofplatz. In bester Erinnerung blieb das Bravourstück von Regierungsrat Willi Gamma. Er organisierte eigens einen Eisenbahnwagen, aus dem „ echte“ Zirkustiere entladen wurden. In den echt aussehenden Tierkostümen befanden sich ein-bis zwei Leute und brachten reges Fasnachtstreiben ins Dorf.
Unsere Umzüge waren über die Kantonsgrenze bekannt
Die Umzüge stellten jeweils den Höhepunkt während der Fasnacht dar. Sie zogen jeweils viele Zuschauer aus Nah und Fern an. Nach den Umzügen waren die damals noch zahlreichen Beizen zum Bersten voll und für musikalische Unterhaltung war stets gesorgt. Der Verein wurde dabei von vielen Helfern, die zum Teil zwei bis drei Arbeitstage unbezahlt nahmen, sowie durch das Gurtneller Gewerbe unterstützt. An der Fasnacht 1963 fand nach längerem Unterbruch wieder ein Umzug statt. Sieben Nummern hatte das Umzugskomitee in der Halle im Granit zusammen gezimmert. Die Mottos widerspiegelten das Dorfgeschehen. So wurden die Uniformauswahl der Musikgesellschaft, eine Küsserei im Feld, die Spanienfahrt des Sternen Wirts Stöckli und die brennende Taschenlampe von Fritz Tresch in der Reuss zu den Glanzpunkten. Rechtzeitig zum 25 Jahr Jubiläum wurde unter der Leitung von Alois Moretti wieder ein Umzug auf die Beine gestellt. Insgesamt 14 Nummern zogen am Gidelmontag 10. Februar 1975 durch das Dorf.
Der letzte grosse Umzug mit diversen Fasnachtswagen und Gruppen fand zum 35. Jahr Jubiläum 1985 statt.
Maskenbälle und Prämierungen
In Gurtnellen gab es schon Maskenbälle bevor der Fasching-Club 1950 gegründet wurde. So wurden nebst den kleinen Veranstaltungen vereinzelt der „Büräball“ und der Gletschertanz abgehalten. Der Fasching-Club veranstaltete seit 1951 immer wieder Maskenbälle mit Maskenprämierungen.
Mit der Wahl der Tanzmusiken hatte der Vorstand jedoch nicht immer Glück. So schrieb der Chronist über den Maskenball von 1962: „Die Musik überbrachte uns jämmerliche Grüsse aus Ibach. Der Handorgeler kam schon besoffen nach Gurtnellen, der Klarinettler hatte zu wenig Luft, im Takt war einzig der Mann an der Bassgeige. Bei dieser erbärmlichen Musik hätte sich sogar der Teufel verkrochen.“ Den Imbiss musste die Heldenmusik dann auf dem Geigenbank „fressen“. Die Kapelle „Schwyzergruess“ übernachtete im Wartsaal der SBB, um am anderen Morgen diskret mit dem ersten Zug wieder in Richtung Norden zu verschwinden. Auf ein weiteres, bereits abgemachtes Gastspiel der Ländlerkapelle am Gidelmontag wurde dann dankend verzichtet. Öfters kam es vor, dass für den Eintritt und den Tanzbändel separat bezahlt werden musste. Wenn immer möglich hatte der Fasching-Club auch im jeweiligen Lokal eine Bar betrieben. Der absolute Renner auf der Barkarte von damals war ein Drink Namens „Haifischblut“ der aus Eier-Cognac, Gin und Coca-Cola bestand.
Wetterkapriolen
Schon früher hatten die Fasnächtler in Gurtnellen öfters mit Wetterkapriolen zu kämpfen. So schrieb der Chronist zur Fasnacht 1966: „Bei grössten Hudelwetter nahm die Katzenmusik den Gidelmändig in Angriff. Einzig in den Wirtschaften war es trocken.“ Am Maskenball verzeichnete der Vorstand ein volles Haus. Über 120 Eintritte zu 2.- (für Frauen) oder 3.- (für Männer) konnten verkauft werden und dies trotz misslicher Witterung. Dass die Fasnacht 1966 überhaupt stattfand, war lange auf Messers Schneide. Im Kanton Uri war die Seuche ausgebrochen und die polizeilichen Vorschriften verlangten eine Quarantäne, die sich bis fast zur Fasnacht erstreckte. Der gesamte Viehbestand wurde gegen die Seuche geimpft. Der Kanton hatte aber rechtzeitig zur Fasnacht die Vorschriften gelockert und die Abhaltung einer Fasnacht erlaubt. Wegen grosser Schneefälle musste 1968 gar der Maskenball im Alpenrösli abgesagt werden. Der Vorstand sah eine Verschiebung um eine Woche vor. Leider besserte sich das Wetter nicht. Am 26. und 27. Januar 1968 ereigneten sich im Urnerland schwere Lawinenunfälle mit über 10 Toten. Die Anfrage bei der Polizeidirektion ergaben, dass ein generelles Tanzverbot nicht ausgesprochen wird und einem Maskenball des Fasching-Clubs nichts im Wege steht. Quergestellt hatte sich aber der Gemeinderat und den Ball von Amtes wegen abgesagt. Quergestellt hatte sich aber der Gemeinderat und den beliebten Ball von Amtes wegen abgesagt. Die Gemeinde zeigte sich aber kulant und erstattete die Inseratekosten für das Urner Wochenblatt und die Gotthardpost sowie eine Entschädigung für die Tanzmusik.
Glück im Unglück hatte man gegen Ende der 80er- Jahre als die Planggenlawine just in dem Moment sich im Staub bemerkbar machte, als die Besammlungszeit der Kinderkatzenmusik angesetzt war. Einige der wartenden Kinder wurden von Schnee-staub regelrecht weiss geschminkt. Immer wieder hörten die Katzenmusiker auch das Schauermärchen, das wegen den heftigen Paukenschlägen sich Lawinen loslösen konnten. Passiert ist bis jetzt zum Glück nie etwas.
Einer für alle – alle für einen
Am 15. Februar 1960, zwei Tage vor der Vorstandssitzung, an welcher die Fasnacht geplant wurde, brannte die Sägerei des Vizepräsidenten und Kassiers Vinzenz Zgraggen bis auf die Grundmauern nieder. Deswegen fanden keine grossen Fasnachtsaktivitäten statt. Dennoch wurde mit einer Katzenmusik am 24. Februar die närrischen Tage eröffnet. An der Fasnacht fassten die Katzenmusiker eine Resolution, dem Vizepräsidenten Vinzenz Zgraggen, der durch den Sägereibrand riesigen Schaden erlitten hatte, bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Dem Vorstand kam dieser Beschluss aus der Mitte seiner Mitglieder sehr gelegen und es wurde beschlossen sofort zu handeln. Mit einem Aufruf wurden die Mitglieder des Fasching-Club zu einer Räumungsaktion aufgefordert.
Über 30 Mitglieder und die damalige Gurtneller Pfadi folgten der Aufforderung. Der Chronist schrieb abschliessend: „Der Fasching-Club hat so durch flottes Zusammenarbeiten bewiesen, dass etwas Rechtes geleistet und geholfen werden kann. Allen wackeren Mitarbeitern gebührt der beste Dank des Vorstands für die geleisteten Frondienste“. Der Präsident, welcher durch einen Unfall handicapiert war, sorgte für die Verpflegung der hilfsbereiten Mannschaft. Mit einer Flasche Bier, Wurst und Brot hat er es verstanden für das leibliche Wohl seiner Mitglieder zu sorgen.
Konkurrenz durch eine Guggenmusik
Am 16. Januar 1976 fand der erste Maskenball in der neuen Turnhalle statt. Der Ball brachte aber nicht den erhofften finanziellen Erfolg. An der GV des Fasching Club Gurtnellen am 26. November 1977 orientiert Initiant Philipp Sicher den damaligen Vorstand, dass er zusammen mit rund 10 Gleichgesinnten eine Guggenmusik gründen möchte. Dazu benötigen die Gugger einen Teil der Instrumente. Nach einigen zum Teil ziemlich heftigen Diskussionen wurde die Gründung einer Guggenmusik an der GV erlaubt und ihr wird bei einem Überleben bis zur Narrenzeit Zeit für Auftritte gewährt. Grundsätzlich aber hatte man Angst, dass die neu gegründete Guggenmusik dem Fasnachtstreiben im Dorf schaden würde. Es war ein Irrtum, wie sich dann schon bald herausstellen sollte.
Manchmal mehr Schnee als Geld im Bettelsack
Finanziert wurde der Fasching-Club damals durch Mitgliederbeiträge, mit einem Bettelsack während der Katzenmusik und durch diverse Material-und Geldspenden. Das hat sich in all den Jahren nicht grundlegend geändert. Nicht immer waren die Spenden im Bettelsack sehr ertragreich. Der Chronist schrieb von der Fasnacht 1956: „Dem Schneesturm zum Trotz wurde bis 22.00 Uhr ausgehalten. Aber bald hatte es mehr Schnee als Geld im Bettelsack“. Bis in die 80er-Jahre wurden die Mitgliederbeiträge durch den Vorstand persönlich eingezogen. So kam es in den Anfängen öfters vor, dass keine Ein- und Austritte von Mitgliedern festgestellt wurden, da der Mitgliederbeitrag nur teilweise oder gar nicht eingezogen wurde. Der Jahresbeitrag wurde an der ersten GV auf vier Franken festgelegt. Heute im Jahr 2010 kostet die Mitgliedschaft beim Fasching-Club 15.-. In den 60 Vereinsjahren wurden immer wieder kleine Anschaffungen getätigt. Wenn es der Kontostand des Fasching Clubs zuliess, ergänzte man immer wieder den Instrumentenpark.
Lottomatch
In den Anfangsjahren wurde die Kasse durch den beliebten Salamijass oder einen Lottomatch aufpoliert. Später waren vor allem das Narrenblatt und das Verkaufen von Spatz am Schmutzigen Donnerstag eine ertragsreiche Einnahmequelle. Ebenfalls einen Zustupf in die Vereinskasse gab das Organisieren der Gurtneller Bundesfeier. Mit einem Unterstützungsbeitrag der Gemeinde hatte man eine Defizitgarantie, welche aber nie wirklich in Anspruch genommen werden musste. Später tat man sich mit der Guggenmusik zusammen und veranstaltete so einen beliebten Anlass im Sommer, der trotz Ferienzeit regen Zuspruch genoss. Zum 50 Jahr Jubiläum im Jahre 2000 war ein „Siiwli-Ratä“ der absolute Renner. Über 500 Karten wurden abgesetzt und man konnte so die Kasse aufbessern.
Zeitalter der Gleichberechtigung
Während den ersten zwanzig Jahren lenkten insgesamt acht verschiedene Präsidenten das Vereinsschiff. Nicht immer war es einfach das Ruder in die richtige Richtung zu lenken. Zum Eklat und zu einer vorzeitigen Demission als Präsident kam es an der Fasnacht 1965. Ein Auftritt der Katzenmusik in Bristen wurde zum Fiasko. Dies liess sich der damalige Präsident nicht bieten und zog sofort seine Konsequenzen. Zur Wahl eines Beisitzers wurde 1968 im Zuge der Gleichberechtigung erstmals eine Frau für diesen Posten vorgeschlagen. Für das Frauenzimmer schien es aber doch etwas zuviel verlangt, sich mit soviel Männern herumschlagen zu müssen und schlägt, wie könnte es anders sein, einen Mann für das Amt des Beisitzers vor. Eine Frau kommt dann sechs Jahre später trotzdem in den Vereinsvorstand. An der Generalversammlung 1974 wird „z Polizischtä Pia „ als erste Frau gewählt. Diese Solovorstellung als Beisitzerin hielt jedoch nur ein Jahr an, hatte aber Signalwirkung.
Endlich gibt es Statuten
Der Protokollführer anlässlich der GV von 1975 konnte sich einen Seitenhieb in Richtung des zarten Geschlechts nicht verkneifen und schrieb: „ Der Fasching Club ist eben doch ein Club, in dem die Männer noch die Hosen anhaben.“ Frauen nahmen aber nachher immer wieder Einsitz im Vorstand, teils mit mehr oder weniger Erfolg und Durchsetzungsvermögen. Nicht wirklich erfolgreich war auch das Aufsetzen der Vereinsstatuten. Der erste Antrag wurde gleich bei der ersten GV 1951 gestellt. Es dauerte dann aber 19 Jahre, bis an der GV 1970 ein erster Entwurf abgesegnet wurde. Die letzte Statutenrevision wurde im Millenniumjahr 2000 vollzogen, da die 30 jährigen Richtlinien keineswegs mehr den heutigen Anforderungen entsprachen. Vor allem der Artikel der Statutenrevision ist in der aktuellen Zeit nicht mehr realisierbar. Da hiess es nämlich, dass für eine Revision mindestens die Hälfte aller Mitglieder an der Generalversammlung anwesend sein müssten und zu allem Übel zwei Drittel der Teilnehmer der Statutenrevision zustimmen sollten. Bei einer Mitgliederanzahl im Jahre 2000 von 144 Personen, sollten also mindestens 72 Mitglieder anwesend sein. Dies ist schlicht unmöglich. Die Mitglieder des Fasching-Club wurden angeschrieben und da keine Reaktion seitens der Mitglieder gab, konnte man den Artikel an der GV den neuen Statuten anpassen.
Katzenmusik „On Tour“
Nach dem misslungenen Ausflug 1965 nach Bristen war lange Zeit für die Katzenmusik Sendepause in Sachen Auswärtsauftritte. 1984 und 1992 wurde der Fasching-Club Gurtnellen nach Lachen in die Ausserschwyz eingeladen. Zusammen mit einer Trapoling Gruppe wurde der Aufenthalt bei der Narhalla Gesellschaft zu einen grossen Erfolg. Es folgten danach weitere Einladungen an die Feste der Katzenmusiken in Göschenen, Wassen, Silenen oder Erstfeld. Einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte hatte der Fasching-Club an der vergangenen Fasnacht 2009, als man mit fast 60 Teilnehmern an der Herti-Fasnacht in Zug aufspielte.
Mit viel Elan in die Zukunft
Seit den 90er- Jahren wird an der Generalversammlung das Motto für die kommende Fasnacht bestimmt. So haben die Fasnächtler genügend Zeit sich bis zu den närrischen Tagen frühzeitig vorzubereiten. In den 80er- und 90er- Jahren versuchte der Vorstand immer wieder mit neuen Ideen das Kinderprogramm am Nachmittag nach der Kinderkatzenmusik anzukurbeln. Was mit einer Kinderdisco begann, hatte später den wohl grössten Erfolg in einer „Mini-Maxi Playback Show“ im Hotel Sternen. Das ganze Restaurant war zu jener Zeit zum Bersten voll.
Nebst vielen kleinen Stars hatten sich immer wieder auch Maxis auf die Bühnenbretter bei Märy und Walti Simmen im Sternen gewagt. Unvergessen sind auch die Auftritte der Grossen wie die Blues Brothers, Tina Turner, Marilyn Monroe oder mit Elvis dem „King of Rock’n’Roll“ Dies alles live und unverblümt im Saal des Hotel Sternen. Auch die Kinderdiscos in den letzten Jahren waren immer ein Volltreffer für die kleinen Fasnächtler von Gurtnellen. Sie sind vielleicht einmal im Vorstand, machen die Samichlaus Touren, dichten für das Narrenblatt oder spielen einfach nur den Katzenmusik Marsch durch das Dorf, so wie es viele andere zuvor auch getan haben.
Die Musik lag den Gurtnellern schon immer im Blut