Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03347.jsonl.gz/1378

Das Nordatlantische Verteidigungsbündnis (Nato) ist keine Konfliktpartei im Ukrainekrieg. Die Sicherheitsgarantie der Nato-Gründungsurkunde gilt nur für Nato-Mitglieder, also nicht für die Ukraine. Die Nato unterstützt das Land jedoch bei der Selbstverteidigung im Krieg gegen Russland.
Neben konventionellen Waffen tragen Nuklearwaffen zur Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit der Nato bei. Den grössten Teil des nuklearen Arsenals stellen die USA, einige US-Sprengköpfe sind im Rahmen der nuklearen Teilhabe in Europa stationiert.
Um die Abwehr von nuklearen Bedrohungen zu trainieren, finden seit Jahren regelmässig die Übungen «Steadfast Noon» statt, so auch dieses Jahr in der dritten und vierten Oktoberwoche. Wie die Nato beteuert, hat die Übung nichts mit den aktuellen Weltereignissen zu tun. So begann die Planung bereits vor dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022.
Die Übung hat am 17. Oktober begonnen und findet in den USA sowie in Belgien, Grossbritannien und über der Nordsee statt. Dabei kommen keine scharfen Waffen zum Einsatz. Es wird unter anderem trainiert, Atomwaffen sicher aus den unterirdischen Magazinen zu holen und an Kampfjets zu montieren. Bei den Übungsflügen wird dann allerdings ohne Bomben geflogen.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte Anfang Oktober, dass die Nato die russischen Nuklearstreitkräfte beobachte und bislang keine Veränderungen festgestellt habe. Russland wisse, dass ein Atomkrieg nicht zu gewinnen sei, ergänzte er.