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B4. Ultramafitolit
Ultramafitolit ist (seit 1999) die Bezeichung für ein plutonischer Ultramafitit. Es ist das Gestein, das in grossen Mengen in Tessin (z.B. in der Melezza und im Maggiadelta) zu finden ist. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Gesteins bildet der Olivin, das auch Peridot oder Chrysolit genannt wird.
1. Die reinste Ausgestaltung von Olivin fand ich auf Lanzarote und in der Auvergne. Hier wurde Olivin in Bomben aus den Kratern der Vulkane geschleudert. Diese Bomben, die an der Aussenseite einen Lava-Schicht haben, werden Xenolite ("Fremd-Gestein" im Innern) genannt und sind das vulkanische Pendant von Ultramafitolit. Ich habe diese Steine hier oben abgebildet, damit man sich ein Bild dieses wunderschönen Minerals Olivin machen kann.
2. In der Maggia fand ich den oben abgeildeten Stein. Vergleichen Sie das Aussehen! Ganz rechts hatte ich den Stein so dünn geschliffen, dass er lichtdurchlässig wurde. Hier schien er mir auch fast so rein wie Olivin. Obschon der ganze Stein kein Olivin ist. Er gehört im oberen Dreieck des Streckeisendiagramms (16) zu den Peridotiten.
3a und 3b. Steinfunde aus der Melezza und der Maggia. Die blass-grüne Färbung ist für dieses Gestein kennzeichnend. In der unteren Reihe beachten Sie den zweiten Stein. Was sich hier an der Oberfläche zeigt, ist Epidot, das sich später in den Bruchflächen des Gesteins gebildet hat. Ganz rechts in dieser Reihe hat auffallend besondere Glanzstellen. Hier hat sich Orthopyroxen gebildet.
4. Links ein abgerollter Rohstein, die weiteren Steine sind geformt und geschliffen. Sie erkennen, wie die blassgrüne Farbe oft einen Übergang ins Gelbliche hat. Roland Vinx beschreibt diese Farbveränderung, als einen Verwitterungsvorgang des Gesteins. Weiter erkennen Sie dunkle, fast schwarze, eingeregelte Einlagerungen, neben (in der Mitte) fast schwarze Streifen (Bänder) (die Grössen sind sehr unterschiedlich, rechts z.B. ist eine Kleinskulptur aus diesem Gestein).
5. Auffallend bei dieser Steinreihe (v.l.n.r.) der vierte Stein zeigt einen metallischen Glanz, der Fünfte hat Pyrop (Granat) und Chrom-Diopsid.
6. Ganz rechts eine Vergrösserung vom Stein 5.5 mit Bezeichnungen der Bestandteile. (v.l.n.r.) der Dritte zeigt eine dunkle, fast schwarze Schicht. Hier hat sich eine Umwandlung in Serpentinit abgespielt.
Zuletzt Texture dieser Steine und das QAPF-Diagramm dieser Steine.