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Während im Kanton Basel-Stadt 2,56 Psychotherapeuten (Psychologen und Psychiater) für 1000 Einwohner zur Verfügung stehen, sind es im Kanton Obwalden gerade mal 0,13 für 1000 Einwohner. Und auch wenn man die sieben Grossregionen gemäss Bundesamt für Statistik miteinander vergleicht, ergeben sich deutliche Unterschiede: In der Region Zürich gibt es 1,76 Therapeuten pro 1000 Einwohner, in der Zentralschweiz lediglich 0,73 Therapeuten pro 1000 Einwohner.
Die untenstehende Abbildung zeigt die Psychotherapeuten-Dichte aller Kantone. Hotspots sind die Kantone Basel-Stadt, Genf und Zürich, wenig versorgt sind die Zentralschweiz und die Ostschweiz. Auch wenn man die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land zusammen betrachtet, gehört diese Region immer noch zu den Spitzenreitern (1,58 Therapeuten pro 1000 Einwohner).
Die Details zu allen Kantonen und zu den verwendeten Daten können dem pdf-Dokument entnommen werden. Dort ist auch ersichtlich, wie sich die Gesamtzahl der Therapeuten auf Psychologen und Ärzte aufteilt. Auch diesbezüglich gibt es deutliche regionale Unterschiede.
Die aufgezeigten Unterschiede können kaum durch eine unterschiedlich starke psychische Belastung der Bevölkerung erklärt werden. Gemäss einem Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (OBSAN, Seite 24-25) zeigen sich nämlich diesbezüglich nur wenige Unterschiede zwischen den sieben Grossregionen: Die Einwohner/innen der Genferseeregion und des Tessins berichten etwas häufiger über mittlere bis starke psychische Belastungen als jene der übrigen Regionen.
Eine andere Studie von OBSAN (Seiten 79-80) zur psychiatrischen Inanspruchnahme und zum Versorgungsbedarf in der Schweiz kam zum Schluss, dass das Versorgungsangebot einen Grossteil der Varianz der kantonalen Inanspruchnahmeraten erklären kann. Sprich: Dort wo es viele Therapeuten gibt, gehen auch viele in die Therapie. Dies dürfte auch damit zu tun haben, das in der Schweiz nach wie vor eine psychotherapeutische Versorgungslücke besteht, deren Umfang aufgrund mangelnder Daten allerdings nicht beziffert werden kann (Büro BASS im Auftrag des BAG, Seiten V-VI).
Besonders dünn gesäht sind Psychiater/innen in den ländlichen Regionen. In welchem Ausmass dies mit einer stärkeren Stigmatisierung von psychischen Krankheiten und dadurch mit einer geringeren Nachfrage auf dem Land zusammenhängt, ist nicht geklärt.
Da der Coaching-Markt sehr unübersichtlich und nicht staatlich reguliert ist, konnte hier nicht auf offizielle Daten zurückgegriffen werden. Stattdessen wurde die Datenbank von Localsearch verwendet. Der ehemalige Monopolist verfügt über das umfangreichste Adressverzeichnis der Schweiz. Die Einträge zum Stichwort Coaching wurden in Beziehung gesetzt zur Gesamtzahl der Einträge, was eine Schätzung der Dichte von Coaching-Angeboten erlaubt.
Spitzenreiter ist der Kanton Basel-Stadt mit 2,61 Promille Coaching-Einträgen, gefolgt von den Kantonen Zug (1,86 Promille), Zürich (1,71) und Schaffhausen (1,54). Kaum Angebote gibt es im Tessin (0,34). Betrachtet man die Grossregionen gemäss Bundesamt für Statistik, ist Zürich mit 1,71 Promille klarer Spitzenreiter in den Coaching-Angeboten, gefolgt von der Nordwestschweiz mit 1,39 Promille. Weitere Angaben können können der Grafik und dem pdf-Dokument entnommen werden.
Ebenfalls interessant: Studie «Schweizerischer Coachingmarkt 2011 aus der Sicht von Coachs»
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