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Der Vorfall ereignete sich laut Polizei um 14.39 Uhr (Ortszeit) am Sonntag bei der Sicherheitskontrolle im Besucherzentrum des Kapitols, als ein Mann die Schranken passierte. Als die Sicherheitsdetektoren anschlugen, zog der Betreffende eine Waffe und richtete sie auf Beamte. Diese schossen unverzüglich und verletzten den Angreifer, wie Polizeichef Matthew Verderosa bekanntgab.
Der Angreifer wurde verletzt in ein Spital gebracht, wo er operiert wurde. Eine Frau, die in der Nähe stand, wurde durch Splitter verletzt. Am Tatort wurde die Waffe sichergestellt. Polizisten untersuchten zudem das Auto des Mannes, das in der Nähe abgestellt war.
«Kriminelle Tat»
Der Mann sei der Polizei bereits bekannt gewesen, sagte Verderosa weiter: «Aufgrund erster Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das die Tat eines Einzelnen war, der sich schon früher auf dem Gelände des Kapitols aufgehalten hat.» Einen terroristischen Hintergrund schloss er indirekt aus: «Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es mehr war als eine kriminelle Tat.»
Auf Twitter teilte die Polizei von Washington DC nachher mit, es bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Es habe sich um einen «isolierten Vorfall» gehandelt:
Auch Weisses Haus vorübergehend abgesperrt
Wegen des Vorfalls wurden das Kapitol und auch das rund zwei Kilometer entfernt liegende Weisse Haus vorübergehend von der Polizei abgesperrt. Die Sperren wurden jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Das Kapitol-Besucherzentrum werde aber erst wieder am Dienstag geöffnet, teilte die Capitol Police mit.
Journalisten im Weissen Haus waren aufgefordert worden, das Gebäude nicht zu verlassen. Im Garten des Anwesens fand das traditionelle Ostereierrollen mit zahlreichen Kindern statt. Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle hatten die Veranstaltung am Vormittag eröffnet.
Besuchermagnet Capitol Hill
Das Kapitol ist der Sitz des US-Kongresses mit den beiden Parlamentskammern. Über Ostern ruht der Ratsbetrieb. Im Kapitol sind aber auch Kunstwerke zur Geschichte der USA ausgestellt, die jährlich von rund drei bis fünf Millionen Besuchern im Jahr besichtigt werden.