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28.3.1787 Lugano, 28.12.1849 Neapel, kath., von Lugano. Sohn des Francesco Antonio und der Annamaria Buonvicini. ∞ Caterina Pisoni, von Ascona, wohnhaft in Rom. Nach dem Besuch des Gymnasiums bei den Somaskern in Lugano besuchte B. 1803 die Ornament- und Architekturkurse von Giocondo und Giacomo Albertolli an der Akad. von Brera in Mailand und nahm Privatstunden beim Architekten Luigi Cagnola. 1806 schloss er als "Ingenieur-Architekt" an der Univ. Pavia ab. Als Zwanzigjähriger und mit typ. klassizist. Ausbildung ging B. nach Rom, um dort mit Erfolg die antiken Denkmäler zu erforschen. Dank diesem Studium erhielt er ein Stipendium des franz. Kulturdepartement und ab 1813 zahlreiche Ernennungen und offizielle Aufträge (u.a. als Leiter der Ausgrabungen beim Kolosseum und im Forum Romanum sowie als Mitarbeiter von Giuseppe Valadier in der Verschönerungskommission von Rom, die er später leitete). Unzählige Vermessungen, Zeichnungen und grafische Wiedergaben antiker Denkmäler zeugen von seiner Tätigkeit als Archäologe in Rom und dann in Neapel, die von zahlreichen akademischen Würdigungen gekrönt war. B. schloss Freundschaften mit Antonio Canova, Gaspare Fossati und Bertel Thorvaldsen. 1816 zog er nach Neapel, wo er mit der Projektierung und der Bauhütte der Kirche S. Francesco da Paola betraut wurde, die er 1836 als einziges allein realisiertes Projekt fertig stellte. 1822 wurde er Architekt des bourbon. Königshauses, für welches er 1824 den Thronsaal des Königspalastes in Caserta plante und an unzähligen Aufbau- und Restaurationsarbeiten in den königl. Werkstätten beteiligt war. 1824 wurde er zum Direktor der Altertümer des Königreichs beider Sizilien ernannt. 1827 wurden ihm die Ausgrabungen von Herculaneum, Pompeji und Paestum anvertraut, deren Ergebnisse von grosser kultureller Tragweite waren.
Literatur
– Pietro B., 1787-1849, hg. von N. Ossanna Cavadini, 1995
– Architektenlex., 59
Autorin/Autor: Elfi Rüsch / CN