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Hast du schon einmal versucht, ein Ei in der Mikrowelle zu erhitzen? Hoffentlich nicht – sonst gab's eine klebrige Überraschung ...
Wer keine 3 oder 5 Minuten auf sein Frühstücksei warten will, könnte in Versuchung geraten, das Ei in der Mikrowelle zu erwärmen. Nun, diesen Fehler macht man nur einmal: Das Ei explodiert und hinterlässt seine Überreste schön verteilt in der gesamten Mikrowelle. Wer die Überreste einmal abkratzen durfte, wird es kaum ein zweites Mal mit dieser Kochmethode versuchen.
Doch wieso explodiert das Ei? Der durchsichtige Teil des Eis, das Eiweiss, besteht zu einem grossen Teil aus Wasser. Wenn Wasser erhitzt wird, verdampft es. Dampf – ein Gas – braucht aber mehr Raum als das flüssige Wasser. Man kann sich das folgendermassen vorstellen: Wenn das Wasser erhitzt wird, nehmen die Wasserteilchen die Hitze als Energie auf, die dazu führt, dass sie sich stärker bewegen. Jedes einzelne Teilchen braucht deshalb im Gaszustand viel mehr Platz ein als in der Flüssigkeit.
Die Schale unseres Mikrowellen-Eis ist aber leider nicht dehnbar, und der Wasserdampf kann auch nicht durch irgendein Loch entweichen. Die Folge: Der Druck im Inneren des Eis wird grösser und grösser, bis es irgendwann explodiert.