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Das Wichtigste in Kürze
- In Brasilien sind mindestens zehn Menschen gestorben.
- Sie kamen durch Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben.
Mindestens zehn Menschen sind in Brasilien durch Erdrutsche und Überschwemmungen in Folge anhaltender heftiger Regenfälle ums Leben gekommen. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf den Zivilschutz des Bundesstaates Minas Gerais am Dienstag.
Demnach wurde etwa ein Auto mit fünf Mitgliedern einer Familie in Brumadinho im Grossraum der Landeshauptstadt Belo Horizonte verschüttet. In São Gonçalo do Rio Abaixo stürzte eine Wand ein und begrub ein elfjähriges Mädchen unter sich.
145 Städte in Minas Gerais im Südosten Brasiliens befanden sich in Alarmbereitschaft. Tausende Menschen hatten sich in Sicherheit gebracht oder ihre Häuser verloren. Verschiedene Dämme standen unter besonderer Beobachtung, der Damm des Wasserkraftwerks in Pará de Minas drohte am Sonntag zu brechen.
«Tragödie von Mariana»
In dem an Bodenschätzen reichen Bundesstaat etwa so gross wie Frankreich ereignete sich die «Tragödie von Mariana». Bei der brach 2015 der Damm des Staubeckens in einem Eisenerzbergwerk. 19 Menschen starben, Hunderte Kilometer Fluss wurden verseucht. 2019 brach der Damm an der Mine Córrego do Feijão in Brumadinho, mindestens 260 Menschen starben unter der Schlammlawine.
In Minas Gerais war es am Samstag auch zu einer Tragödie gekommen: Eine Felswand stürzte auf ein Touristenboot auf dem Furnas-Stausee, zehn Menschen kamen ums Leben. Noch war weiter unklar, ob der heftige Regen auch dazu beigetragen hatte, dass ein grosser Teil des Felsen sich löste. Zuletzt hatte erst der nordöstlich angrenzende Bundesstaat Bahia die schwersten Überschwemmungen seit mehr als 30 Jahren erlebt.