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Wie Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Selbstvertrauen verändern und stärken können
Die Unterscheide und Zusammenhänge zwischen Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
Obwohl diese beiden Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es einen Unterschied zwischen ihnen. Selbstwertgefühl ist die Meinung, die man von sich selbst hat, wie sehr man sich selbst schätzt und respektiert. Das Selbstwertgefühl ist die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen - es ist unsere Vorstellung von unserem eigenen Wert als Person. Das Selbstvertrauen macht eine Aussage darüber, wie sehr man an die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten glaubt.
Unser Selbstwertgefühl und unser Selbstvertrauen entwickeln und festigen sich massgeblich in unserer Kindheit. Beide hängen stark davon ab, wie uns unsere Bezugspersonen in der Kindheit und Jugend begegnen und wie sie mit uns umgegangen sind. Das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen entwickeln sich unter anderem auf der Grundlage dessen, was andere uns sagen (oder nicht sagen), sei es bewusst oder unbewusst durch Worte oder Handlungen wie auch durch unsere Erfahrungen im Laufe der Zeit.
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind beide wichtig für unser Wohlbefinden, unsere psychische Gesundheit und unsere Fähigkeit, erfolgreich zu sein.
Es gibt zwei Grundmotive, die das Selbstvertrauen beeinflussen: das Streben nach Erfolg und die Angst vor dem Scheitern
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die beiden Basismotive "Streben nach Erfolg" und "Vermeiden von Misserfolg" in den meisten Fällen im Widerspruch zueinander stehen. Die Tendenz, nach Erfolg zu streben, beruht auf dem Wunsch, Erfolg zu haben, ohne sich Sorgen und Gedanken über einen möglichen Misserfolg zu machen. Wer primär versucht Misserfolg zu vermeiden, hat Angst vor dem Scheitern. Weil es in irgendeiner Weise schmerzhaft wäre, wenn wir scheitern oder etwas nicht schaffen, versuchen wir es erst gar nicht und so bleiben die positiven Erfahrungen, die mit Erfolg verbunden sind, aus.
Ob wir eher nach Erfolg streben oder versuchen Misserfolg zu vermeiden, hat wiederum eine entscheidende Auswirkung auf das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein. Damit werden auch bestimmte Muster geschaffen, die zu selbst-boykottierendem Verhalten führen können.
Das Bedürfnis nach Erfolg
Das Bedürfnis nach Erfolg kann auf die Maslowsche Bedürfnishierarchie zurückgeführt werden. Der Wunsch nach Erfolg und Leistung ist ein angeborener physiologischer Antrieb im Menschen, der uns im Laufe der Zeit zu Wachstum und Entwicklung motiviert, indem wir Leistungen und Erfolg in verschiedenen Bereichen wie Wissenschaft, Sport usw. erbringen.
Ihr Erfolgsstreben wird durch Ihre interne Orientierung beeinflusst
Das Konzept der internen Orientierung gibt an, inwieweit Sie glauben, dass Ihr Streben nach Erfolg von internen Faktoren beeinflusst wird. Z.B. inwieweit Sie glauben, dass Sie Kontrolle über Ihr Leben haben, oder inwieweit Ihre Leistung von externen Faktoren beeinflusst wird. Mit anderen Worten: Glauben Sie, dass Ihre Handlungen die Zukunft beeinflussen können? Wenn ja, würde man dies als interne Orientierung bezeichnen.
Eine Person mit interner Orientierung wird berichten, dass sie sich motiviert fühlt, wenn sie in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, die sich auf ihr Leben auswirken, anstatt dass diese Entscheidungen für sie getroffen werden. Z.B. wenn jemand anderes die Entscheidungen trifft. Sie sind auch zufriedener mit ihren Leistungen, wenn sie glauben, dass sie sich genug angestrengt haben, im Vergleich zu jemandem, der weniger oder gar nicht gearbeitet hat, aber die gleichen Ergebnisse erzielt hat.
Im Gegensatz dazu fühlen sich Menschen mit einer externen Orientierung stärker motiviert, wenn andere ihnen vorschreiben, welche Art von Ergebnissen erzielt werden soll. Wenn man also keine Kontrolle darüber hat, ob die eigenen Bemühungen zu Erfolg oder Misserfolg führen, kann dies eher zu Gefühlen der Hilflosigkeit führen. Dies führt zur unvorteilhaften Stärkung der Überzeugung, dass es wenig Sinn hat, sich weiter anzustrengen, da es ohnehin nichts bringt.
Ihr Denken beeinflusst Ihre Angst vor Misserfolg und Ihr Streben nach Erfolg
Wenn Sie sich als Versager-in fühlen, denken Sie eher über die negativen Folgen Ihres Handelns nach. Das Risiko von Depressionen und Angstzuständen ist höher, wenn Sie ein geringes Selbstwertgefühl haben. Daher ist es wichtig, daran zu arbeiten.
Es ist entscheidend, ob und wie Sie auch über die positiven Aspekte eines Rückschlags nachdenken. Wenn Menschen mit hohem Selbstwertgefühl einen Misserfolg erleben, konzentrieren sie sich darauf, was sie aus ihren Fehlern gelernt haben. Auch erkennen sie, dass Erfolg und Misserfolg von diversen Aspekten abhängt. Sie vermögen zudem zwischen den Aspekten zu unterscheiden, die sie selbst beeinflussen und jenen, die sich nicht beeinflussen können.
Menschen mit geringem Selbstwertgefühl neigen hingegen dazu, sich nach Fehlern und Misserfolg auf das zu konzentrieren, was schief gelaufen ist. Dabei denken sie nicht darüber nach, was bereits gut gelaufen ist. Auch was sie aus der Erfahrung mitnehmen können, um beim nächsten Mal für ein besseres Gelingen sorgen zu können, bleibt ihnen verborgen.
Scheitern ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Ohne Misserfolge würde man nie erfahren, was man zum Erfolg braucht. Wenn man alles beim ersten Mal genau richtig machen würde, wozu dann noch lernen?
Menschen, die mehr Selbstvertrauen haben, sind eher bereit, Risiken einzugehen
Positive Eigenschaften wie Selbstvertrauen hängen auch mit der Bereitschaft zusammen, Risiken einzugehen. Risikobereitschaft ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für den Erfolg. Es geht nicht darum, sich kopflos in irgendwelche Unterfangen zu stürzen. Jedoch werden Sie sich jede Chance auf Erfolg selbst verwehren, wenn Sie nicht bereit sind, Ihre Komfortzone zu verlassen.
Sie können Ihr Selbstbild verändern
Frühe Erfahrungen bestimmen unser späteres Verhalten. Sie prägen uns und spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung unseres Selbstbildes und bestimmt unser Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Ihr Selbstbild kann sich aber im Laufe der Zeit ändern, je nachdem, wie Sie sich in verschiedenen Situationen sehen, welche Erfahrungen Sie machen und wie bewusst sie durchs Leben gehen.
Ihr Selbstbild und folglich auch ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen werden von vielen Dingen beeinflusst. Dazu gehören sowohl innere als auch äussere Aspekte. Das Selbstbild ist flexibel und nicht starr. Sie können es verändern! Vorausgesetzt sie sind bereit, hinzuschauen, um sich ihr Selbstbild, aber auch Ihre Glaubenssätze, Prägungen und Einstellungen bewusst zu machen. Sie werden Ihr Selbstvertrauen aufbauen und Ihren Selbstwert zudem stärken können, indem Sie sich bewusst dafür entscheiden, Risiken einzugehen, sich Herausforderungen zu stellen, bei Bedarf um Hilfe zu bitten und dies auch dann zu tun, wenn Sie Misserfolge oder Ablehnung erfahren.
Sie haben die Kontrolle, Sie entscheiden!
- Sie können Veränderungen vornehmen, um Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstwertgefühl zu verbessern. Dafür müssen Sie aber aktiv werden.
- Sie bestimmen, wie Sie ihr Leben leben und dies fängt mit der Einstellung und dem Bewusstsein über sich selbst an.
- Sehen Sie Selbstvertrauen als einen flexiblen Zustand, den Sie durch bewusste Entscheidungen formen, entwickeln und aufbauen können.
- Ein hohes Selbstwertgefühl und ein starkes Selbstvertrauen bedeutet im Bewusstsein zu leben, das eigene Leben aktiv steuern zu können.
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