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Der Avenir-Suisse-Adventskalender 2015
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Gewachsener Mittelstand
Die Mainstream-Medien und Teile der Politik haben unter dem Eindruck der Diagnosen im Ausland – allen voran im angelsächsischen Raum – auch den Schweizer Mittelstand zur Problemzone erklärt. Die Mitte der Gesellschaft schrumpfe auch hier, während die Pole wüchsen.
Für das Avenir-Suisse-Buch «Der strapazierte Mittelstand» untersuchten Fahrländer Partner & sotomo, ob diese Wahrnehmung der Wirklichkeit entspricht. Die BfS-Definition für «Mittelstand», 70% bis 150% des Medianeinkommens, wurde dafür um die Faktoren Bildung und Stellung im Beruf erweitert, um ein generelles Bild des sozialen Status zu erhalten. Das Resultat: Zwischen 1990 und 2010 legte der Mittelstand sogar leicht (von 65,1% auf 67,6% der gesamten Bevölkerung) zu. Die Unterschicht schrumpfte um 7,3, die Oberschicht wuchs dagegen um 4,8 Prozentpunkte. Insgesamt ist also ein deutlicher sozialer Aufstieg zu beobachten.
Die meisten Teile des Landes, besonders flächendeckend das Berner Mittelland und der Jura, waren von einer Abnahme der Unterschicht zugunsten eines Wachstums des Mittelstandes geprägt, in den Agglomerationen Zürich und Basel sowie in der Waadt dominierte in zahlreichen Gemeinden der Aufstieg vom Mittelstand in die Oberschicht. Die wenigen Gemeinden mit signifikantem sozialem Abstieg befinden sich mehrheitlich im Tessin und vereinzelt in den Kantonen Graubünden und Wallis.
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