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2) Hermann, Bildhauer, geb. zu Stuttgart, bildete sich auf der dortigen Kunstschule
unter Theod. v.
Wagner und setzte dann 1868-70 seine Studien in Rom fort. Er schuf bis jetzt die Marmorstatue einer Spinnerin,
einen Pifferaro, eine Madonna für eine Kirche in Württemberg, eine Gipsstatue Schillers für das Polytechnikum
in Stuttgart und eine kolossale Mosesgruppe (Moses betend in der Schlacht gegen die Amalekiter) für den Turm des Münsters
in Ulm.
Otto, dän. Tier- und Genremaler, geb. zu
Roeskilde, zog mit seinem Vater schon 1844 nach Kopenhagen, wo er mit zehn Jahren Schüler der Akademie
wurde und den Genremaler Marstrand zum Lehrer hatte. Nachdem er für einige Genrebilder 1856 und 1857 akademische Preise
erlangt hatte, erhielt er 1866 das große Reisestipendium der Akademie und vervollkommnete sich zu Paris in der
Technik und
namentlich im Kolorit, worin er fast alle jetzigen dänischen Maler übertrifft.
Wie in der
Genremalerei, so ist er auch im Porträt und in der Darstellung der Tiere ausgezeichnet, die
er mit Sicherheit und
Schärfe der Beobachtung zu charakterisieren weiß. Dahin gehören unter den ältern Bildern: die Fahrt
zur Kirmes (1863), Haustiere beim Bauern, Karrengäule, und aus denen des letzten Decenniums: die Hundefütterung (1871),Daniel in der Löwengrube, Kindbettbesuch (1874) und nach der Eberjagd (1877, Schloß Christiansborg).
(spr. basch'läng),Auguste,Genre-, Historien- und Landschaftsmaler, geb. zu Neuenburg
in der Schweiz, erlernte
die Anfangsgründe der Kunst in seiner Vaterstadt und ging nach Paris, wo er sich einige Monate unter Gleyre und
dann längere Zeit unter Couture ausbildete. Zunächst beschränkte er sich auf
Genre und Landschaft und beschickte die Ausstellung
seiner Heimat 1855 mit sechs landschaftlichen Genrebildern, die wenigstens ein originelles Talent verrieten.
Auf das ihm mehr zusagende Gebiet des militärischen
Genres kam er 1856 und mehr noch 1859, als er bei
den Freischaren der Alpenjäger unter Garibaldi
war, so daß er durch dergleichen Darstellungen zum beliebten Maler der Tagesgeschichte
wurde. Später bereiste er mehrere Teile Frankreichs, lebte den
Winter 1864-65 in Italien und brachte auch von diesen Reisen
einige Bilder aus dem dortigen Volksleben; aber am meisten hielt er sich an die Stoffe aus der Geschichte
und dem
Volk seiner Heimat, die er voll Pathos und Schwung sowohl in heitern wie in tragischen Scenen mit meisterhafter Behandlung
der Landschaft darstellt, z. B. 1860 eins seiner Hauptbilder: der Marsch eines schweizerischen
Infanteriebataillons zur Besetzung der Grenze 1857. Als er am Krieg von 1870/71 teilnahm, stellte er
das Hauptereignis der dortigen Gegend, den Übergang der Armee Bourbakis auf schweizerisches Gebiet, in einem großen, sehr
wirkungsvollen Winterbild dar.
Andre Bilder nationaler Begebenheiten sind: eine Scene aus der Verteidigung der innern Schweiz gegen die Truppen der französischen
Republik und der Tod des Fähnrichs v. Montmollin, der in der Schweizergarde
Ludwigs XVI. bei der Verteidigung der Tuilerien 1792 fiel (Museum in Neuenburg).
1879 stellte er zwei geschickt komponierte, lebensvolle
Bilder der jetzigen schweizerischen Miliz aus. Außerdem brachte er mehrere Scenen aus dem Jagdleben und den Volksfesten
der Schweiz, z. B.: Wildheuer von Uri
und das 1867 auf der Pariser Ausstellung
fesselnde Schwingfest, sowie zwei merkwürdige Phantasiebilder aus der Zeit der schweizerischen Pfahlbauten. Als Schriftsteller
lieferte er viele durch Zeichnungen illustrierte Artikel aus Geschichte, Kunst und Altertum seines Vaterlands und illustrierende
Skizzen aus der Geschichte Neuenburgs für mehrere Albums. Hauptwerke dieser Art sind: «L'armée suisse», «Aux frontières»
(Juli 1873),
mit vielen interessanten Zügen aus der Zeit des deutsch-französischen Kriegs, und «Albumde l'est en Suisse 1871», das die bunten Typen der aus allen Waffengattungen gemischten Armee Bourbakis enthält.
Jupiter und Antiope, nach Tizian, und mehrere Porträte
nach C. W. Roß.
2) Henry, amerikan. Genremaler, geb. 1839 zu Haverhill (Massachusetts),
konnte sich erst, nachdem er von seinen im Bürgerkrieg erhaltenen Wunden geheilt war, der Kunst widmen und ging deshalb
nach Paris, wo er 1864 in die École des beaux-arts eintrat und Schüler von Cabanel wurde. Später lernte
er unter Edouard Frère in Ecouen und ließ sich dann in Paris nieder. Zu seinen bedeutendsten Bildern gehören: die Bezahlung
der Rechnung (1870), die Petition der Knaben von Boston an den General Gage (Hauptbild, 1875), der Abschied und: Land, Land!