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Mokudo Taisen Deshimaru (1914-1982)
Taisen Deshimaru wurde 1914 in Saga in eine alte Samurai-Familie geboren. Seine Mutter war hingebungsvolle Buddhistin während sein Vater ein tüchtiger Geschäftsmann war, der auch seinen Sohn für eine Handelskarriere bestimmte. So begann er ein Wirtschaftsstudium und suchte spirituelle Antworten zunächst im Christentum, später im Rinzai-Zen bis er schliesslich seinen Meister im Soto-Zen-Mönch Kodo Sawaki traf.
Dieser wies aber seine Bitte, ihn zum Mönch zu ordinieren, ab und forderte diesen auf, ein aktives Leben in der Gesellschaft zu führen. Das Leben in den Zentempeln war nach seiner Ansicht zu einem mechanischen Rezitieren von Sutras und Abhalten von Zeremonien degeneriert, während die Mönche dort kein Zazen mehr praktizierten.
Im November 1965 kurz vor seinem Tod, rief Kodo Sawaki Deshimaru zu sich und sagte zu ihm: „Deshimaru, ich fühle, dass ich bald sterben werde. Der Buddhismus in Japan hat seine Stärke verloren. Der Samen des authentischen Zen muss in frische Erde gepflanzt werden. Ich möchte gerne, dass du die wahre Unterweisung in den Westen bringst.“
1967 kam er mit der Transsibirischen Eisenbahn in Europa an und liess sich in Paris nieder. Von hier aus unterrichtete er die Praxis des Zen in ganz Europa bis zu seinem Tod im Jahr 1982.
Missen Michel Bovay (1944-2007)
Michel Bovay wurde 1944 in Monthey, im französischsprachigen Teil der Schweiz geboren. Schon bald zog er mit seiner Familie nach Basel, wo er eine Ausbildung als Schriftenzeichner absolviert und unter anderem als Bassist, Komponist und Leadsinger die Rockband „The Sevens“ gründete, die in den 60er Jahren Europaweit bekannt wurde.
1972 traf Michel Bovay den Zenmeister Mokudo Taisen Deshimaru bei einem Vortrag in Genf und beschloss, diesem für ein paar Monate nach Paris zu folgen. Er blieb zehn Jahre dort, wurde dessen Assistent und vertrauter Mitarbeiter und war massgeblich an der Verbreitung des Zens in Europa beteiligt.
Nach dem Tod von Meister Deshimaru 1982 wurde Michel Bovay einer der Hauptverantwortlichen für die Weitergabe dessen Lehre und folgte 1985 dem Wunsch seines Meisters, zurück in die Schweiz zu gehen. Hier konzentrierte er sich auf die tägliche Unterweisung im Zen Dojo Zürich, leitete Zazentage, Sesshins und Sommerlager im Tempel La Gendronnière in Frankreich und in der Schweiz.