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Am Sternenhimmel im September 2017
Meteorologisch beginnt der Herbst am 1.9., astronomisch am 22.9. um 22:02 Uhr. Für jeden Ort am Äquator erreicht die Sonne an diesem Tag ihren höchsten Punkt am Himmel senkrecht über dem Beobachter im so genannten Zenit. An allen Orten auf dem Erdäquator dauert der Tag und die Nacht nun gleich lang. Da die Schweiz aber rund 47 Grad nördlich vom Äquator liegt, erleben wir die Tag- und Nachtgleiche erst am 25. September.
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin senkt sich im Spiel der Jahreszeiten nun weiter deutlich ab, so dass die Tageslänge von 13h 21m auf 11h 44m, das heisst, um 1h 37m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 16.9. das Sternbild des Löwen um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Jungfrau fortzusetzen.
Merkur entfernt sich nun so weit von der Sonne, dass er fast den ganzen Monat in der Morgendäm-merung über dem flachen Osthorizont gesehen werden kann.
Venus bleibt den ganzen Monat über als Morgenstern über dem Osthorizont sehr schön zu sehen.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat weiterhin scheinbar das Sternbild des Löwen und kann im Laufe des Monats immer besser stehend in der Morgendämmerung über dem Osthorizont gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild der Jungfrau und nähert sich aber weiter der Sonne an, so dass er nur noch am Monatsanfang in der Abenddämmerung über dem flachen Westhorizont gesehen werden kann.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schlangenträgers und ist in der ersten Nachthälfte inmitten des faszinierenden Bandes der Sommer-Milchstrasse zu finden.
Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 6.9. um 09:02 Uhr
Letztes Viertel am 13.9. um 08:25 Uhr
Neumond am 20.9. um 07:30 Uhr
Erstes Viertel am 28.9. um 04:53 Uhr
Eine eindrückliche Konstellation zeigt sich in den Morgendämmerungen vom 16. und 17.9. wenn der schwach sichtbare Merkur den hellen roten Mars überholt und hierbei die beiden Lichtpunkte so nahe zu stehen kommen, dass sie von blossem Auge nicht mehr unterschieden werden können.
Die dunklen Nachtstunden im September beginnen nun wirklich früh genug, so dass einem Ausflug in das gestirnte Firmament nichts im Wege steht. Die atemberaubend schöne Sommermilchstrasse mitsamt ihrem hellen Zentrum bereitet ihre ganze Pracht weiterhin in bester Lage aus. Ebenso das Sommerdreieck, mit den eindrücklichen Sternbildern Leier (Wega), Schwan (Deneb) und Adler (Altair). Hier gibt es ein Sternenpaar, das seit Hunderttausenden von Jahren in einem innigen Tanz vereint ist. Und einen Stern, der am Ende seines fast schon unsagbar langen Lebens nochmals alle Register zu einem puren Feuerwerk gezogen hat. Oder funkelnde Schatzkästchen von unglaublich vielen alten Sternen die bereits seit Anbeginn zu existieren scheinen.
Faszinierenden Welten laden ein um bei einem Besuch in der Sternwarte entdeckt zu werden! Nur mit dessen mächtigem Teleskop ist es überhaupt möglich, Distanzen bis zu Millionen von Lichtjahren zu überwinden und in die unsagbaren Tiefen des Universums vorzustossen.