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Verbindungen schaffen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Wir wollen Systeme verstehen und Muster erkennen, Strukturen durchschauen und Zusammenhänge herstellen, um uns sicher in einer Welt zu fühlen, die wir nicht durchschauen können.
Der amerikanische Philosoph Timothy Morton prägte in den letzten Jahren den Begriff des hyperobjects, den ich im Buch The New Dark Age des britischen Künstlers James Bridle zum ersten Mal hörte und an den ich bei dieser Recherche denken musste. Hyperobjects sind Dinge die man beschreiben, studieren und berechnen kann, die aber nicht direkt erkenntlich sind. Zum Beispiel gibt es die ganz offensichtliche Überwachung, dazu steht in meinem Plakat im Zentrum dazu das Panopticon von Jeremy Bentham, ein Gefängnis das die gleichzeitige Überwachung vieler Menschen durch einen einzelnen Überwacher ermöglicht. Es gibt zudem Überwachungsformen, die sich über Jahrzehnte in unseren Alltag geschlichen haben und die wir nichtmehr wahrnehmen (wollen). Außerdem beschrieb Foucault das Wirkungsprinzip zwischen tatsächlicher Beobachtung und dem Wissen über die Möglichkeit einer potentiellen Überwachung. Daraus resultiert eine Anpassung an normative Erwartungen und damit die Selbstdiziplinierung. Foucault bezeichnet dies als Panoptismus.
Im eMuseum habe ich Plakate, Arbeiten und Designs zum allgemeinen Thema der Überwachung zusammengetragen und unteranderem Le Corbusier in Verbindung mit dem Panopticon gebracht, nicht als Beweis, sondern als ein aufzeigen einer Möglichkeit. Überwachungstechnologie ist für mich ein hyperobject.