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Am meisten Bekanntheit erlangte Müller im Kanton Bern und darüber hinaus von 1974-1990 als Volkswirtschaftsdirektor. Von 1979-1987 gehörte er gleichzeitig dem Nationalrat an.
Müller war Bergbauernsohn aus Scharnachtal BE und engagierte sich seit seiner Jugend für die Sache der Tibeter. Er wollte sich nicht mit der Unterjochung Tibets durch China abfinden. Sein beruflicher Weg führte den späteren Verhaltensbiologen und Ökonomen als Experten und Chef von Tal-Entwicklungs- und Landwirtschaftsprojekten nach Nepal, Tibet und China. 2017 erhielt Müller den Schweizerischen Menschenrechtspreis der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Sektion Schweiz).
Schmunzelnd vermerkt Müller einmal, dass er durch sein Engagement sogar ins Guinness-Buch Einzug fand und zwar als Weltrekordler mit den meisten zurückgelegten Höhenmetern oberhalb von 3000 Metern.
Die Besetzung Tibets durch China kostete einer Million Tibeter das Leben, wie Müller in verschiedenen Büchern und in Vorträgen stets in Erinnerung rief. Besonders scharf geisselte Müller auch gegenüber der Obrigkeit im eigenen Land das Lavieren von Politik und Diplomatie gegenüber China in der Tibet-Frage.
In Kontakt stand Müller sowohl mit dem Dalai Lama wie auch mit hohen chinesischen Funktionären. Von seiner Vision eines freien Tibets liess er nie ab, wie er Zeit seines Lebens versicherte.