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Dez
20
Viele Menschen denken, wir hätten unseren Wohlstand der Demokratie zu verdanken. Politiker behaupten das zumindest. Auf alle Fälle jedenfalls als These. In der EU und auch in der Schweiz wird ständig behauptet, dass diese wohlhabenden westlichen Länder irgend einen Anteil an dem erarbeiteten Reichtum hätten. Aber wer hat den erarbeitet? Sicher nicht die EU als Institution oder die Schweiz als vereinsgeführte Eidgenossenschaft. Es waren die Menschen, die in diesen Regionen wohnen, leben und arbeiten. Es ist also genau das Gegenteil von der Aussage der Politiker richtig. Da ich aus Preussen stamme, kenne ich eher die Geschichte des Wohlstandes auf dem Territorium der Bundesrepublik in Deutschland. Den Wohlstand dort haben die Menschen einzig und allein dem ersten Wirtschaftsminister nach dem Krieg, Ludwig Erhard, zu verdanken, der eine relativ freie Marktwirtschaft eingeführt hat. Diese war damals ohne grosse und viele Regulierungen der Garant dafür, dass es nach dem Krieg westlich der Elbe zu wirtschaftlichem Aufschwung und Wohlstand kam. Das hat jedoch nichts mit irgend einer Demokratie zu tun, denn es gibt genügend undemokratische Staaten wie Monaco, Lichtenstein und Singapur, die wirtschaftlich wesentlich erfolgreicher sind als Deutschland und die Schweiz. Warum ist das so? Nun, schauen wir uns individuelle Rechte, vor allem das Eigentumsrecht an. Das Eigentumsrecht ist der einzige wichtige Faktor, an dem man erkennt, wie erfolgreich eine Wirtschaft sein kann, denn wenn das Eigentumsrecht geschützt wird, floriert die freie Marktwirtschaft. Anders herum gesagt: Eigentum bedingt die Abwesenheit des Staates, denn in einem Staat gibt es höchsten Eigentum nach Staates Gnaden, sprich, der Staat kann JEDEM sein sogenanntes Eigentum wegnehmen!
Wir sprechen hier ausschliesslich von der freien Marktwirtschaft und nicht von der sozialen Marktwirtschaft. Der Vorteil einer Marktwirtschaft mit geschützten Eigentumsrechten und freien Verträgen für Schwache lässt sich nicht ausschliesslich logisch, sondern auch empirisch belegen. Betrachten wir mal dazu die Statistik: Der jährlich erscheinende Economic Freedom Report des Fraser Institute (Ausschnitt aus Kopp-Artikel von Oliver Janich vom 25.11.2011), dass in den Ländern mit der höchsten wirtschaftlichen Freiheit der Durchschnittsbürger 6.9 mal mehr verdientwie in den Ländern mit der niedrigsten wirtschaftlichen Freiheit (S. 20 Abb. 1.9 des Reportes). Die jeweils ärmsten 10 Prozent verdienen aber 8.2 mal mehr wie die ärmsten in den Ländern mit der niedrigsten Freiheit (S. 22 Abb. 1.12 des Reportes).
Die jeweils Reichsten sind dort leider nicht ausgewiesen, was auch nicht relevant ist, denn sie müssten ja noch weniger profitieren, weil der Durchschnitt schon unter dem Wert für die Ärmsten liegt. Wichtig ist doch, dass die Ärmsten 8 mal so viel verdienen, wie die Ärmsten in den Ländern mit der höchsten Regulierung und sogar doppelt so viel, wie die Durchschnittsbürger in den Ländern mit geringerer Freiheit ($ 8.735 gegenüber $ 4.545).
Und dann kommt noch hinzu, dass in den Ländern mit der höchsten wirtschaftlichen Freiheit die Lebenserwartung (Abb. 1.13 des Reportes) und die Qualität der Bildung höher sind, die Gesundheitsversorgung besser und die Anzahl der Armen geringer (Abb. 1.15 bis 1.17). Wie diese Einzelanalyse zeigt, ist auch die Qualität des Gesundheitswesens und der Bildung dort höher, wo es am weinigsten staatliche Eingriffe in genau diese Bereiche gibt. Das lässt sich grundsätzlich nicht zusanmnefassen, weil die einzelnen Modelle zu unterschiedlich sind, aber es erscheint logisch, dass auch in diesen Bereichen der Wettbewerb und die freiwillige Arbeitsteilung bessere Ergebnisse liefern. Das auch schon, weil die Menschen das Dreifache an Geld zur Verfügung hätten (weniger Steuern) um sich den besten Anbieter aussuchen zu können. Was passiert, wenn sich der Staat dieser Bereiche annimmt? Um es mit einem Wort von Ron Paul in den letzten Präsidentschaftsdebatten zu sagen: "Prices go up, Quality go down" (Preise gehen hoch, die Qualität nimmt ab).
Jedes neue Gesetz, was irgend wo von einer Regierung (pardon Parlament) beschlossen und eingeführt wird, schränkt die individuelle Freiheit der Menschen ein und vernichtet damit Wohlstand - sorgt also NICHT für dessen Vermehrung! Da also, wie nun zu sehen ist, sich der Staat in Demokratien immer weiter ausdehnt, ist also genau das Gegenteil von dem richtig, was viele Menschen glauben. Die Demokratie schafft absolut keinen Wohlstand, vielmehr vernichtet sie diesen!
Somit kann man mit einem Zitat von Oliver Janich sagen: "Demokratie ist nicht die Lösung des Problems, sie ist das Problem."
Frank Karsten hat diesen Mechanismus auch in einem Gastbeitrag für die Partei der Vernunft in Deutschland sehr schön beschrieben (www.parteidervernunft.de):
"Demokratie ist wie Essengehen mit hundert Menschen, die zuvor entschieden haben, die Rechnung gleichmässig zu teilen. Bestellt jemand ein köstliches Dessert für 10 Euro, dann bezahlt er nur 10 Cent und die anderen den Rest. Weil jeder den gleichen Anreiz verspürt, steigen die gemeinsamen Schulden bald stark an, viel höher, als wenn jeder für sich selbst bezahlen würde.
In einer Demokratie versuchen alle Wähler, ihre persönlichen Ziele auf die gemeinsame Rechnung zu setzen. Rentenempfänger wählen höhere Renten, Eltern
Quelle "Die vereinigten Staaten von Europa" von Oliver Janich