Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/796

Die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (EBMP) bietet Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) die Möglichkeit, nach individueller Vorbereitung an einer zentral durch das SBFI organisierten Prüfung die eidgenössische Berufsmaturität zu erlangen, ohne vorher den Berufsmaturitätsunterricht in einem anerkannten Bildungsgang für die Berufsmaturität zu besuchen.
Das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis zur bestandenen EBMP attestiert die Fachhochschulstudienreife und das Erreichen der Kompetenzen in der erweiterten Allgemeinbildung, wie sie im Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität (RLP-BM) vom 18. Dezember 2012 festgehalten sind. Die EBMP orientiert sich dabei an der Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität (BMV) vom 24. Juni 2009.
Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisses haben zudem die Möglichkeit, nach erfolgreicher Absolvierung der Ergänzungsprüfung Passerelle ‘Berufsmaturität/Fachmaturität - universitäre Hochschulen‘ den Zugang zu allen schweizerischen universitären Hochschulen zu erlangen.
Prüfungsinhalte und -verfahren
Die Bestimmungen für die Prüfung sind vom SBFI geregelt und in der Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (VEBMP) vom 16. November 2016 festgehalten. Die ergänzenden Richtlinien des SBFI zur eidgenössischen Berufsmaturitätsprüfung vom 22. Februar 2018 konkretisieren diese Vorgaben mit Hinweisen auf die Prüfungen in den einzelnen Fächern respektive zu Erstellung und Präsentation der interdisziplinären Projektarbeit (IDPA).
Eine Übersicht der Prüfungsfächer und IDPA sowie der Prüfungsform und -dauer erlaubt den raschen Überblick.
Ergänzend als weitere Orientierungshilfe steht eine Serie von Musterprüfungen der EBMP für jede Ausrichtung der Berufsmaturität zur Verfügung.
Prüfungen nach altem Recht
Kandidatinnen und Kandidaten, welche vor dem 1. Oktober 2018 (nicht aber vor der Prüfungssession 2017) die erste Teilprüfung nach altem Reglement absolviert haben, oder die die Gesamtprüfung wiederholen müssen, beenden die Prüfung nach den alten Bestimmungen. Weitere Informationen
Zulassung
Zur Prüfung zugelassen werden Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) oder eines altrechtlichen Diploms einer anerkannten Handelsmittelschule. Personen mit einem ausländischen Ausweis, für welche die Anerkennung der Gleichwertigkeit zu einem EFZ durch das SBFI vorliegt, werden ebenfalls zugelassen.
Ausrichtungen
Gegenwärtig wird die Prüfung für drei Ausrichtungen angeboten:
- Technik, Architektur, Life Sciences;
- Wirtschaft und Dienstleistungen (Typ Wirtschaft und Typ Dienstleistungen);
- Gesundheit und Soziales.
Eine Prüfung für die Ausrichtung „Natur, Landschaft und Lebensmittel“ oder „Gestaltung und Kunst“ wird nur durchgeführt, wenn bis 31. Juli des Vorjahres mindestens zehn Anmeldungen vorliegen. Voranmeldung
Abschluss
Eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis
Prüfungsdaten
Die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung findet einmal jährlich im Juli/August statt. Nächste Prüfungssession:
Schriftliche Prüfungen: KW 28, 6. – 11. Juli 2020
Mündliche Prüfungen: KW 34, 17. – 22. August 2020
Prüfungsort: Berner Fachhochschule BFH, Wirtschaft, Brückenstrasse 73, 3005 Bern
Ausschreibung
IDPA-Themen für die Prüfungssession 2020
Anmeldetermin für die Prüfungs-Session 2020
1. Februar 2020
Weitere Termine
Frist Einreichung IDPA-Konzept
Termin zur Einreichung des IDPA-Konzeptes ist der 22. März 2020.
Termine für IDPA-Konzept-Rückmeldungen
Voraussichtliche Termine für die Besprechung des IDPA-Konzepts (freiwillig): 18. und 25. April 2020
Frist zur Einreichung der IDPA
Die schriftliche Arbeit (IDPA) ist sowohl elektronisch als auch in ausgedruckter Form in zwei Exemplaren bis spätestens am 15. Juni 2020 einzureichen.
Rücktrittfrist
Kandidatinnen und Kandidaten können ihre Anmeldung bis 30 Tage vor Beginn der ersten schriftlichen Prüfung ohne Begründung zurückziehen. Der Rücktritt ist dem Prüfungssekretariat schriftlich mitzuteilen.
Weiterführende Informationen
Zulassungsbedingungen
Zur Prüfung werden Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) oder einer gleichwertigen beruflichen Qualifikation zugelassen, welche die Anmeldung vollständig und fristgerecht eingereicht und die anfallende Depotgebühr von 500 Franken einbezahlt haben.
Als einem EFZ gleichwertige berufliche Qualifikation gelten Diplome anerkannter Handelsmittelschulen sowie ausländische Ausweise, für welche die Anerkennung der Gleichwertigkeit durch das SBFI vorliegt.
Einem EFZ nicht gleichwertig sind Ausweise der Fachmittelschulen (da sie keine Berufsbefähigung attestieren) oder Abschlüsse auf der Tertiär B-Stufe.
Anmeldedossier und einzureichende Dokumente
Für die Anmeldung sind folgende Dokumente in elektronischer Form einzureichen:
- das vollständig ausgefüllte Zulassungsgesuch;
- ein aktuelles Bild;
- eine Kopie des Passes oder des Identitätsausweises;
- eine Kopie des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) oder eines gleichwertigen Ausweises;
- ein allfälliges Gesuch um Dispensation in der zweiten Landessprache und in der dritten Sprache, unter Beilage der Kopie des Fremdsprachendiploms;
- ein allfälliges Gesuch um Nachteilsausgleich unter Beilage eines ärztlichen Attests;
- ein Beleg über die einbezahlte Depotgebühr.
Nur vollständige und fristgerecht eingereichte Anmeldeunterlagen können bearbeitet werden.
Gesuch um Nachteilsausgleich
Gesuche um Nachteilsausgleich müssen bereits bei der Anmeldung eingereicht werden, damit die nötigen Abklärungen vorgenommen und entsprechende Massnahmen festgelegt werden können.
Im Gesuch ist anzugeben, um welche Nachteilsausgleich-Massnahme(n) in welchen Prüfungsteilen ersucht wird.
Jedem Gesuch muss ein schriftliches und aktuelles Attest (beglaubigt von einer anerkannten Fachstelle) beigelegt werden. Hilfreich sind zudem Angaben zu vorgenommenen Abklärungen und bereits in Anspruch genommener spezifischer Massnahmen.
Dispensation in Fremdsprachen
Liegt ein anerkanntes Fremdsprachendiplom gemäss der Liste des SBFI vor, so kann eine Dispensation von der schriftlichen Prüfung im entsprechenden Fach beantragt werden (eine mündliche Prüfung ist stets abzulegen). Das Gesuch um Dispensation von der schriftlichen Fremdsprachenprüfung wird mit der Anmeldung mit einer Kopie des Fremdsprachendiploms eingereicht.
Depotgebühr bezahlen und Anmeldung einreichen
Obwohl die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung für die Kandidatinnen und Kandidaten kostenlos ist, wird eine Depotgebühr erhoben, die nach ordnungsgemässer vollständiger Abwicklung des Prüfungsversuchs zurückerstattet wird.
Ein Beleg über die einbezahlte Depotgebühr ist mit der Anmeldung einzureichen.
Prüfungsaufteilung
Die Prüfung kann nach eigener Wahl entweder als Gesamtprüfung in einer einzigen Prüfungssession oder in zwei Teilprüfungen an zwei Prüfungssessionen ablegt werden.
Form der Prüfung in den Ergänzungsfächern
Die angewandte Prüfungsform in den Ergänzungsfächern wird zusammen mit dem Zulassungsentscheid (Zulassung) mitgeteilt.
Zulassungsentscheid
Positive Zulassungsentscheide werden der Kandidatin oder dem Kandidaten spätestens 60 Tage vor Beginn der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Fallen Zulassungsentscheide negativ aus («Nichtzulassung»), werden diese spätestens 90 Tage vor Beginn der Prüfung vom SBFI verfügt und der Kandidatin oder dem Kandidaten schriftlich eröffnet.
Prüfungsplan
Kandidierende erhalten rund 3 Wochen vor Beginn der Prüfungssession den genauen Prüfungsplan.
Prüfungsergebnisse
Wer die Prüfung bestanden hat, erhält das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis mit Notenausweis nach Abschluss der Prüfungssession per Post zugesandt.
Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält eine Notenmitteilung mit Rechtsmittelbelehrung per eingeschriebenem Brief.
Rückerstattung Depotgebühr
Die einbezahlte Depotgebühr wird der Kandidatin oder dem Kandidaten nach Abschluss der Prüfungssession im Laufe des Monats Oktober zurückerstattet. Die Depotgebühr wird nicht zurückerstattet, wenn die Kandidatin oder der Kandidat:
- ohne rechtzeitige Angabe hinreichender Gründe der Prüfung oder von Teilen davon fernbliebt;
- sich nach Ablegen der ersten Teilprüfung nicht innerhalb der festgelegten Frist der zweiten Teilprüfung unterzieht;
- sich unerlaubter Hilfsmittel bedient oder sich andere Unredlichkeiten zu Schulden kommen lässt.
Wiederholungen
Die Prüfung kann einmal wiederholt werden.
Vorbereitung
Die Art der Vorbereitung auf die EBMP ist nicht festgelegt. Sie kann bei einem privaten Bildungsanbieter oder autodidaktisch durch Selbststudium erfolgen.
Musterprüfungen
Eine Serie von Musterprüfungen der EBMP für jede Ausrichtung der Berufsmaturität steht als zusätzliche Orientierungshilfe zur Verfügung. Die Musterprüfungen illustrieren exemplarisch die angestrebte Komplexität der Prüfungsaufgaben, welche dem Anforderungsniveau für die fachlichen Kompetenzen in den Lerngebieten gemäss Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität (RLP-BM) entspricht.
Dokumentation
Anmeldung