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Patrik Ducrey wird neuer Direktor des WEKO-Sekretariats
Der Bundesrat hat am 23. Mai 2018 Patrik Ducrey als neuen Direktor des Sekretariats der Wettbewerbskommission (WEKO) gewählt. Der bisherige stellvertretende Direktor wird sein Amt am 1. August 2018 antreten. Er wird damit Nachfolger von Rafael Corazza, der Ende Juli in den Ruhestand tritt.
Der Freiburger Patrik Ducrey (54), Prof. Dr. iur, Rechtsanwalt, ist seit 1998 stellvertretender Direktor des WEKO-Sekretariats und zugleich sein Kommunikationsverantwortlicher. Parallel zu diesen Funktionen übt er regelmässig Lehrtätigkeiten an den Universitäten Fribourg und Bern aus. An der Universität Bern war er Lehrbeauftragter für Wettbewerbsrecht und seit zehn Jahren ist er Titularprofessor.
Das Studium der Rechtswissenschaften absolvierte der zweisprachige Ducrey an der Universität Fribourg, wo er auch mit einer Dissertation zum Kartellrecht promovierte. Nach einer Assistenztätigkeit im Bereich Verwaltungsrecht an der gleichen Universität machte er ein Gerichts- und ein Anwaltspraktikum und erwarb das Rechtsanwaltspatent des Kantons Zürich. Anschliessend war er in der Privatwirtschaft als Anwalt für Wettbewerbs- und Kartellrecht und dann als Rechtskonsulent für Wettbewerbs-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht tätig, bevor er 1997 in das WEKO-Sekretariat wechselte.
Patrik Ducrey tritt sein Amt am 1. August 2018 an. Er setzte sich in einem ordentlichen, mit einer öffentlichen Ausschreibung vorgenommenen Auswahlverfahren durch. Der amtierende Direktor Rafael Corazza, der das WEKO-Sekretariat seit 2006 führt, tritt dann in den Ruhestand. Der Bundesrat dankt ihm schon heute für die engagierte und erfolgreiche Leitung des Sekretariats der WEKO.
Die WEKO wird von einem vollamtlichen Sekretariat unterstützt. Dieses führt die kartellrechtlichen Untersuchungen selbständig durch und bereitet die Entscheidungen zuhanden der WEKO vor. Zudem übt das Sekretariat eine beratende Funktion aus. Es informiert Amtsstellen und Unternehmen bei Fragen zum Kartellgesetz. Überdies beobachtet es die Entwicklungen auf den Märkten und die internationalen wettbewerbspolitischen Entwicklungen.
Quelle: Medienmitteilung WBF vom 23. Mai 2018