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Ein provokanter und erstaunlich abgründiger Roman über eine Grundplage unserer Zivilisation. "Ein Psychothriller zum Totlachen - nur Amélie Nothomb kann so mit Entsetzen Scherz treiben" (Die Weltwoche).
Die alten Eheleute Hazel sehnen sich nach einem friedlichen Lebensabend auf dem Land. Als sie ihr kleines Traumhaus beziehen, dürfte ihrem Glück eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Doch dann lernen sie ihren Nachbarn kennen Ein Psychothriller mit hintergründigem Witz.
Autorentext
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für Mit Staunen und Zittern erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Leseprobe
Von sich selbst weiß man nichts. Man glaubt, man würde sich daran gewöhnen, man selbst zu sein, aber im Gegenteil! Je mehr Jahre hingehen, desto weniger versteht man, wer diese Person ist, in deren Namen man spricht und handelt.
Ein Problem ist das nicht. Was wäre Schlimmes dabei, wenn man als jemand lebte, den man nicht kennt? Vielleicht ist es besser so: Erkenne dich selbst, und du kannst dich nicht mehr ausstehen.
Diese ganz normale Fremdheit hätte mich nie gestört, wäre nicht - wie soll ich's sagen? Wäre nicht was? - wäre mir Monsieur Bernardin nicht begegnet.
Ich frage mich, wann diese Geschichte angefangen hat. Dutzende von Datierungen kämen in Frage, wie für den Hundertjährigen Krieg. Es wäre korrekt zu sagen, daß sie vor einem Jahr angefangen hat, ebenso aber auch, daß sie ihre eigentümliche Wendung vor sechs Monaten genommen hat. Der Sache gemäßer wäre es freilich, den Beginn etwa in die Zeit meiner Heirat, vor dreiundvierzig Jahren, zu verlegen.