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Herkunft:
Als Cochenille bezeichnet man die getrockneten, farbstoffhaltigen Weibchen der Scharlach- oder Nopal-Schildaus (Coccus cacti), die auf der Fackeldistel (Opuntia Coccinelifera) und anderen Opuntia-Arten vorkommen. Die Schildläuse werden in Mexiko (Stammland der Opuntie), Peru, Honduras, Teneriffa, Algerien und Java sowohl auf Plantagen als auch teilweise wild gesammelt. Die getöteten und getrockneten Schildläuse ergeben kleine, geschrumpfte, dunkelbraunrote Körner, mit einem Farbstoffgehalt von etwa 10%. Für ein Kilo werden etwa 140'000 Schildläuse benötigt. Der färbende Bestandteil der Cochenille ist die Carminsäure (E120).
Eigenschaften:
Die Carminsäure ist in Wasser und Alkohol gut löslich und ergibt eine intensive, rote Farbe.
Anwendung:
Die aus den Schildläusen gewonnene Carminsäure ist einer der teuersten Farbstoffe. Sie wird als Lebensmittelfarbstoff eingesetzt und mit der E-Nummer 120 deklariert. Eine bekannte Anwendung ist der rote Martini. Daneben wird sie auch für die Färbung von Zuckerwaren eingesetzt. Der Farbstoff findet vereinzelt auch noch für Aquarellfarben, Schminken und Carminlacke Verwendung.