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«Inattentional Blindness» (zu Deutsch «Unaufmerksamkeitsblindheit») umschreibt ein sehr alltägliches Phänomen, welches uns einerseits das Leben erleichtert, andererseits aber auch zu Gefahrensituationen führen kann.
Die beiden Nobelpreisträger in Psychologie, Christopher Chabris und Daniel Simons, führten hierzu das folgende Experiment durch: Videolink
Wenn wir uns auf eine bestimmte Sache konzentrieren (hier: die weisse Mannschaft), blenden wir andere Dinge (Affe, Vorhang) - die ebenfalls vor unseren Augen passieren - aus. Grund dafür ist, dass unser Gehirn nur eine begrenzte Kapazität hat, um Daten und Informationen zu verarbeiten.
Im Strassenverkehr kommt es beispielsweise relativ oft vor, dass Fussgänger mit Kopfhörern die Strasse überqueren. Meistens passiert da nicht viel. Jedoch ist das Gehirn des Fussgängers in dieser Situation vorrangig mit dem Verarbeiten der Information «Musik» beschäftigt. So kann es passieren, dass er oder sie vor dem Überqueren der Strasse nach rechts und links schaut, aber das sich nähernde Auto nicht sieht. Die Augen sehen es zwar, aber das Gehirn stuft die Information «Auto» gegenüber der Information «Musik» als zweitrangig ein und blendet das Auto faktisch aus.
Tipp an dich:
Deshalb ist es umso wichtiger, dass du als Autofahrer/Autofahrerin immer mit der ungeteilten Aufmerksamkeit beim Strassenverkehr bleibst!