Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/171410

<h2>SubmittedText<h2><p>Die ÖV-Preise werden ab 2017 um durchschnittlich 3 Prozent steigen. Damit haben sich die Kosten für die Kundinnen und Kunden seit 2010 um 17,6 Prozent erhöht. Dies im Gegensatz zu den Kosten des privaten Strassenverkehrs.</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Bedenken der ÖV-Branche, dass diese Kostenentwicklung insbesondere im Freizeitverkehr zu einer Rückverlagerung auf die Strasse führen wird?</p><p>2. Wie kann er mit dieser ungleichen Preisentwicklung von Schiene und Strasse seine Klimaziele noch erreichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat teilt die Bedenken nicht. Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Seit Jahren nehmen die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegten Fahrten und Personenkilometer zu. Der regionale Personenverkehr weist seit 2005 ein durchschnittliches Wachstum von 5,7 Prozent auf. Die periodischen Preiserhöhungen haben das Wachstum allenfalls gebremst. Eine Rückverlagerung von der Schiene auf die Strasse konnte jedenfalls nicht festgestellt werden. Entscheidend bei der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs ist nicht allein die Preisentwicklung, sondern auch die Angebotsentwicklung. </p><p>2. Aus den vorgenannten Gründen hängt das Erreichen des Klimaziels nicht von den ungleichen Preisentwicklungen von Schiene und Strasse ab.</p>