Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/472

Die trockene erste Jahreshälfte und das fehlende Schmelzwasser des schneearmen Winters sind die Gründe für die tieferen Pegel. Zuletzt waren die Abflüsse im Jura, im Mittelland und auf der Alpensüdseite meist unterdurchschnittlich, wie das Bafu am Donnerstag mitteilte. Die Pegel grosser Flüsse wie der Aare und dem Rhein nannte das Bafu «markant unterdurchschnittlich».
Viele Seen lagen im Bereich ihrer saisonalen Normwerte oder leicht darunter. Die Pegel des Vierwaldstätter-, Walen und Bodensees sowie insbesondere des Lago Maggiore und Lago die Lugano waren unterdurchschnittlich tief.
Gewitter halfen nur kurzzeitig
Die Gewitter im Juni und Juli haben zwar kleinere und mittelgrosse Flüsse kurzzeitig stark ansteigen lassen. Die Pegel sind aber rasch zurückgegangen. Nur in Gebieten mit grösseren Niederschlagsmengen hat sich die Situation etwas entspannt. Es braucht laut Bafu noch mehr Regen, bis sich die Lage in allen Regionen normalisiert.
Die Gewitter haben zudem die Gewässer etwas abgekühlt. Mit Temperaturen über 26 Grad erreichten einige Gewässer im Juni neue Höchstwerte. Die Rekordwerte vom Sommer 2018 wurden aber nicht erreicht.
Lokale Wasser-Engpässe möglich
Die Schweiz verfüge – auch in Zukunft – über genügend Wasserreserven, schrieb das Bafu. Je nach Jahreszeit könnten aber in trockenen Zeiten lokale Engpässe entstehen. Dann könnte lokal dazu aufgerufen werden, Wasser zu sparen.
Die Gemeinden um Locarno rüsteten sich bereits für einen Engpass in der Trinkwasserversorgung. Alessandro Toscani vom Tessiner Amt für Gewässerschutz und Wasserversorgung rechnete damit, dass es im Laufe der Monate Juli bis September zu einem Engpass kommen könnte, wie er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
(sda/log)