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Die Schweiz und das Vereinigte Königreich sind im Bereich der Anerkennung von Berufsqualifikationen seit über 20 Jahren verbunden: zuerst über das Freizügigkeitsabkommen (FZA) mit der EU, anschliessend über das Abkommen über die erworbenen Rechte der Bürgerinnen und Bürger (CRA), das ein Übergangssystem bis Ende 2024 vorsieht. Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben nun ein Abkommen ausgehandelt, mit dem ab 2025 ein dauerhafter Rahmen für die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen geschaffen wird. Das Abkommen geht zunächst in die Vernehmlassung und muss 2024 noch vom Parlament ratifiziert werden.
Das Abkommen ermöglicht den Zugang zu reglementierten Berufen in den beiden Ländern und bringt Vorteile für Schweizer Berufsleute und Unternehmen. Diese können im Vereinigten Königreich weiterhin ihre Dienstleistungen anbieten. Das Abkommen sieht zudem für spezifische Berufe günstigere Regeln vor, beispielsweise eine automatische Anerkennung. Dies kann über Absprachen über die gegenseitige Anerkennung (AGA) oder Anhänge zum Abkommen erfolgen. Mit solchen AGA oder Anhängen kann das System mit der Zeit weiter verbessert werden. Das Abkommen enthält bereits einen entsprechenden Anhang für Anwältinnen und Anwälte.
Die Förderung der internationalen Anerkennung von Schweizer Berufsabschlüssen ist eines der Ziele der internationalen Strategie des Bundesrates im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es weitere Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Diplomen mit Ländern, deren Bildungssystem mit jenem der Schweiz vergleichbar ist. Das Vereinigte Königreich ist ein idealer Partner, da es sich wie die Schweiz durch ein renommiertes Bildungssystem auszeichnet.
Der Bundesrat hatte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am 9. Juni 2023 ermächtigt, das Abkommen mit dem Vereinigten Königreich zu unterzeichnen. Gleichzeitig beschloss er, für das Abkommen und damit verbundene Gesetzesanpassungen eine Vernehmlassung zu eröffnen. Das Vernehmlassungsverfahren dauert bis zum 6. Oktober 2023.
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