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Im September 2000 haben die UNO-Mitgliedstaaten acht Millenniumsziele (MDG) verabschiedet. Damit verpflichteten sie sich, bis 2015 massgebliche Verbesserungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Gleichberechtigung und Armutsbekämpfung zu erreichen.
Das Schweizerischen Roten Kreuz leistet in seinen Einsatzländern wichtige Beiträge zur Erfüllung der Millenniumsziele. Vor allem die Ziele, die direkt die Gesundheit betreffen, sind für das SRK von zentraler Bedeutung. Auch im Bereich Ökologie und Wasserversorgung engagiert sich das Rote Kreuz vielfältig.
Millenniumsziele im Zentrum des SRK-Engagements:
Senkung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel (MDG 4)
Senkung der Müttersterblichkeit um drei Viertel (MDG 5)
Eindämmung von HIV/Aids, Malaria und andern schweren Krankheiten (MDG 6)
Schutz von natürlichen Ressourcen, besserer Zugang zu sauberem Trinkwasser (MDG 7)
Die weiteren Millenniumsziele:
Beseitigung von extremer Armut und Hunger (MDG 1)
Grundschulbildung für alle (MDG 2)
Gleichheit der Geschlechter auf sämtlichen Ausbildungsstufen (MDG 3)
Ökonomische Nachhaltigkeit durch ein faires Handelssystem (MDG 8)
SRK-Engagement:
Gesundheit von Müttern und Kindern hat Priorität
Aids-Prävention ist fester Bestandteil der Gesundheitsprogramme.
In Swasiland und Bangladesch Pionierarbeit in der Aids-Therapie
In Malaria betroffenen Gebieten systematische Abgabe von Moskitonetzen
In Asien und Afrika Bau von Wassersystemen und Brunnen
In Honduras und El Salvador Katastrophenprävention durch Wiederaufforstung.
UNO-Zwischenbilanz:
Kindersterblichkeit: 1990 starben jährlich 12,5 Mio. Kinder unter fünf Jahren, heute immer noch 7,6 Mio.
Müttersterblichkeit: Vor allem in Südasien und Afrika nur geringe Fortschritte. Jährlich sterben eine halbe Mio. Frauen vor, während oder kurz nach der Geburt.
Aids: Ausbreitung stabilisiert aber noch nicht eingedämmt. Dank mehr Therapien überleben mehr Menschen länger mit dem HI-Virus.
Malaria, TB und Masern: Prävention zeigt Wirkung, vor allem bei Malaria Erfolge dank Moskitonetz-Kampagnen.
Zugang zu Wasser: Deutliche Fortschritte in Asien. In Afrika sind noch immer 40 Prozent der Menschen ohne sauberes Trinkwasser.