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Schleiereule
Die Schleiereule besitzt besonders hoch entwickelte Sinne.
Schleiereule
TRYTO ALBA
Die Schleiereule lässt sich leicht an der schneeweissen, herzförmigen und flachen Gesichtsbefiederung erkennen. Zusammen mit den für Eulen eher kleinen, schwarzen Augen verleiht diese der Schleiereule das typische Aussehen.
Schleiereulen sind ausgeprägte Kulturfolger, das heisst sie nehmen gerne von Menschen geschaffene Strukturen als Schlaf- und Nistplätze an. Häufiger als alle anderen Eulenarten nisten Schleiereulen in Dachstühlen, Taubenschlägen, Scheunen oder in Kirchtürmen. Ihr relativ hoher und unheimlicher Schrei brachte ihnen früher den Ruf eines Todesboten ein.
Die Schleiereule besitzt besonders hoch entwickelte Sinne, so dass sie selbst in stockdunkler Nacht rein akustisch ihre Beute orten und jagen kann. Sie jagt meist aus einem niedrigen Suchflug, und da sie durch ihre Federstruktur kaum ein Fluggeräusch verursacht, kann sie sogar dem Rascheln einer flüchtenden Maus nachfliegen.
Der Bestand der Schleiereulen ist heute in Mitteleuropa eher abnehmend, da durch Renovationen viele geeignete Nistplätze in altenStällen zerstört werden.
Die Schleiereulen teilen sich im Natur- und Tierpark Goldau die begehbare Voliere zusammen mit anderen Eulenarten. Es braucht etwas Geduld, um sie tagsüber zu entdecken; oft sind sitzen sie im hohlen Baumstamm auf dem Felsen links vom oberen Eingang.