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Entwicklung der Schule Gohl im Gohl
(z. T. nach Stapfer - Schulenquete)
Bereits im 18. Jahrhundert wurd gelegentlich im Stadel Schule Gehalten. Ein geordneter Schulbetrieb begann um 1820 an der Mettlen.
"Die gemischte Schule liegt an isoliertem, sonnigem Platz; das Schulzimmer ist freundlich und geräumig, doch fasst es nur 80 Schüler. Die Lehrerwohnung ist befriedigend."
Im Jahre 1858 waren zu viele Kinder. Der Schulmeister brachte die 149 Schüler nicht mehr in die Schulstube. Für die Unterklasse wurde auf dem zweiten Boden ein Teil der Lehrerwohnung eingerichtet. "Das Lokal ist aber nicht zweckmässig." (Die Schüler mussten durch die Küche des Lehrers, um ins Schulzimmer zu gelangen. Für den Lehrer blieb nur ein kleines , schattiges Stubeli).
Deshalb wurde 1844 das Schulhaus vis-à-vis der Mettlen gebaut und später noch durch einen Anbau erweitert (jetzt steht auf diesem Platz das Haus der Familie Dreier).
Im Jahre 1922 wurde mit dem Bau das neuen, jetztigen Schulhauses begonnen, da eine Renovation das alten als zu kostspielig nicht mehr in Frage kam
Der besser erhaltene Teil des alten wurde von Joh. Röthlisberger erworben und an der unteren Matte wieder aufgebaut. Im Herbst 1923 konnte das neue Schulhaus bezogen werden. Renovationen und Umbauten 1963 und 1975.
Was wurde in der alten Schule gelehrt?
"Zu erst lehren sie Guth Buchstabieren, härnach in der Kinderbibel und in anderen Büchern läsen, bis sie es können.
Härnach wird der Heidelbärger usswendig gelehrt, dann Schreiben und Singen.
Alle Wochen sind zwei Rebediztag, wo nur diejenigen sich einfinden, welche die Fragen usswendig können; nach dem behören wird eine Halbstund gesungen."
Im Sommer kamen ca. 20 Kinder in die Schule, im Winter 80 - 120. Sommerschule war alle 14. Tage 4 Stunden.
Der Schulkreis
Bis 1858 umfasste die gemischte Schule (Gesamtschule) Gohl auch den ganzen Gmünden- Bezirk.
Als die Shcle geteilt wurde, trennte man einen Teil ab und bildete daraus die gemischte Schule Gmünden. Das dortige Schulhäuschen hiess "Hutzi" und stand etwa Viertelstunde hinter dem jetzigen Schulhaus, etwas oberhalb der Strasse auf einem Bödeli.
1919 konnte das neue Gmünden- Schulhaus bezogen und die Schule gemteilt werden. Grathohle, Rehgrat, Steckengrat, Mosershaus und Knubelmatt, die bisher noch zum Gohlbezirk gehörten, wurden nun Gmünden zugewiesen. So ergab sich eine neue Grenzlinie Rehbach - Gratberg - Grat. Knubelmatt kam später wieder zu Gohl.
Südlich wurde der Schulkreis Gohl von der Kreuzbrücke begrenzt. Schmiede und Wirtschaft gehörten zu Gohl, während die übrigen Dörflikinder, die von Unwillen, Urstalden etc. in Kammershaus zur Schule gingen. Erst im Herbst 1928 wurde die Grenze zwischen Wydhaus und Urstalden gezogen, als in Kammershaus die Mittelklasse aufgebhoben und die Schule wieder zweiteilig wurde (das wchselte später noch einige Male). Gohl bekam damal recht tüchtig Zuzug, ca. 15 Schüler. Nur die Oberschüler beendeten ihre Schulzeit in Kammershaus.
Seit 1928 ist unser Schulbezirk im Grossen und Ganzen unverändert geblieben. Die Klasseneinteilungen wechselten sich ab.
Seit 2003 wird keine Klasse mehr in Gmünden unterrichtet. Ab Juni 2005 ist das Schulhaus zum Verkauf ausgeschrieben.