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Wasserkraftwerk
In der Schweiz werden 60 Prozent des Stromverbrauches mit Hilfe von Wasserkraft erzeugt. Dafür wird ein Wasserkraftwerk benötigt, welches die Bewegungsenergie des Wassers in mechanische Energie überträgt. So werden nun Turbinen angetrieben, die an Stromgeneratoren angeschlossen sind. Die Stromversorgung des eigenen Hauses ist damit aller Wahrscheinlichkeit nach auch von der Wasserkraft abhängig. In sehr seltenen Fällen besteht sogar die Möglichkeit, ein eigenes, kleines Kraftwerk zu betreiben.
Generell unterscheidet man ein Wasserkraftwerk nach seiner Bauart, die auch von der geographischen Lage abhängig ist. In der Schweiz wird man hauptsächlich auf Speicher- und Flusskraftwerke (Laufwasserkraftwerke) treffen. Ein Speicherkraftwerk bietet die Möglichkeit, Wasser zu sammeln und dieses bei Bedarf in Strom umzuwandeln. Somit kann man Spitzenwerte ermöglichen. Je nach Größe der Anlage und Stauvolumen kann das Wasser mehrere Tage oder Monate zurückgehalten werden. Eine Sonderform stellt dabei das Pumpenspeicherkraftwerk dar. Dieses bietet die Möglichkeit, überschüssige Energie sinnvoll zu verwerten: Hier wird Wasser mit Pumpen auf ein höheres Niveau befördert und dort in einem Stausee gespeichert. So wird einerseits laufend Strom erzeugt, andererseits wird jenes Energiepotential, welches nicht benötigt wird, für Notfälle als Reserve angereichert.
Eine noch sehr junge Bauart ist ein schwimmendes Wasserkraftwerk, die so genannte Stromboje. Diese ist sehr klein und hat somit keinen Einfluss auf ein angrenzendes Ökosystem. Ab einer Fließgeschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde, einer Wassertiefe von 2 Metern und einer Strombreite von 4 Metern kann eine Stromboje verwendet werden. Wie effektiv diese arbeitet, muss sich noch erweisen. Für die Schweiz haben Meeresströmungs-, Gezeiten- und Wellenkraftwerke keine Relevanz.
Für den privaten Hausbau ist ein Wasserkraftwerk zwar möglich, sofern eine Wasserressource, meist ein kleiner Fluss oder Bach, gegeben ist, aber eher unwahrscheinlich. Ein solches Vorhaben ist an zahlreiche Gutachten und Bedingungen gebunden. So müssen alle Anrainer, auch weiter flussabwärts, einverstanden sein. Das hauseigene Kraftwerk darf auch das vorhandene Ökosystem nicht stören (Vegetation, Fischpopulationen usw.). Des Weiteren werden diverse rechtliche Auflagen fällig. Und, das sollte auch nicht missachtet werden, die Anlage muss sich auch finanziell bezahlt machen, trotz möglicher Förderungen.
Ein Wasserkraftwerk ist also für den privaten Gebrauch eher unwahrscheinlich und nur über eine genaue und einwandfreie, rechtliche Planung umsetzbar. Die größte Wahrscheinlichkeit einer Realisierung besteht in entlegenen und abgeschiedenen Gegenden. Hingegen gibt es wohl kaum einen Schweizer Haushalt, der nicht in irgendeiner Form auch vom Strom, gewonnen aus Wasserkraft, profitiert.
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