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Systematik
|Ordnung||Spirostreptida|
|Familie||Spirostreptidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Archispirostreptus|
|Art||Archispirostreptus gigas|
Beschreibung
Der Afrikanische Riesentausendfüßler ist der größte Doppelfüsser, d. h. der größte Tausendfüßler, der zwei Beinpaare pro Segment und keine Gifthaken hat. Sein Körper besteht aus 54-71 Segmenten. Die Anzahl der Segmente nimmt mit jeder Häutung zu. Da er vier Beine pro Segment hat, bedeutet dies, dass er zwischen 216 und 284 Beine besitzt. Afrikanische Riesentausendfüßler haben in der Regel 256 Beine, was weit von den tausend Beinen entfernt ist, die in seinem Namen angekündigt werden. Sein Exoskelett besteht aus harten Platten im Rückenbereich. Er kann bis zu 30 cm lang werden, manchmal auch länger. Er ist in der Regel schwarzbraun mit weinroten Beinen. Bei dieser Art besteht ein Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen sind in der Regel länger als die Männchen. Die Männchen hingegen sind oft dunkler und besitzen am 7. Segment keine Beine, dafür aber Geschlechtsorgane.
Biologie
Der Afrikanische Riesentausendfüßler ist ein nachtaktives Tier, das sich tagsüber meist in den Boden eingräbt oder sich unter Felsen, Blättern oder in Höhlen versteckt. Die erwachsenen Tiere bleiben in der Regel an der Oberfläche. Afrikanische Riesentausendfüßler sind gute Kletterer. Um sich zu schützen oder auszuruhen, können sie sich spiralförmig um sich selbst wickeln. Sie können zur Verteidigung oder in Stresssituationen eine reizende und abstoßende Substanz freisetzen. Da sie durch Atemlöcher am Körper (Stigmen) atmen und diese nicht schliessen können, können sie in zu feuchter Umgebung ertrinken oder unter Atemschwierigkeiten leiden. Sie riechen mit ihren Antennen und Beinen.
Der Afrikanische Riesentausendfüßler ist ein Detritivor, d. h. er ernährt sich hauptsächlich von den verschiedenen organischen Materialien, die er findet: tote Blätter, totes Holz usw.. Er kann sich aber auch von frischem Pflanzenmaterial ernähren. Afrikanische Riesentausendfüßler spielen eine sehr wichtige Rolle in Ökosystemen, indem sie tote und verrottende Materialien wiederverwerten und den Boden mit ihren Abfällen düngen.
Die Paarung dauert etwa 30 Minuten. Dazu wickelt sich das Männchen um das Weibchen und es kommt zu einer inneren Befruchtung. Weibchen können zwischen 20 und 300 Eier legen, die sie in Löchern im Boden ablegen. Jedes Ei ist in einer Hülle eingekapselt. Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 3 Monaten schlüpfen die Jungtiere. Sie sind weiß und bestehen aus wenigen Segmenten. Wenn sie sich häuten, wachsen sie um etwa 5 Segmente und erhalten ihre schwarzbraune Färbung. Ihre Erwachsenengröße erreichen sie nach 7-10 Häutungen und die Geschlechtsreife im Alter von etwa 2 Jahren.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Afrikanischen Riesentausendfüsslers erstreckt sich von Mosambik bis Kenia in Ostafrika.
Er lebt auf Waldböden in Tieflandwäldern und in feuchten Regionen mit Bäumen. Anscheinend kann man ihn auch in Trockensavannen mit Regen- und Trockenzeit antreffen.
Bedrohung
Diese Art erscheint auf der Roten Liste der IUCN in der Kategorie „nicht gefährdet“.