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Während die Bienenbestände weltweit drastisch sinken, erlebt eine Bienenart auf der grössten Insel des Mittelmeers ihr Comeback: die Sizilianische Biene. Carlo Amodeo, Imker und Bienenzüchter, hat ihr sein Leben verschrieben.
Am Ende des vergangenen Jahrtausends gab es kaum noch verwilderte Bienenfamilien auf Sizilien. Seitdem kämpft der Imker und Bienenzüchter Carlo Amodeo für ihr Überleben. Er züchtet neue artenreine Bienenvölker und scheut dafür weder weite Wege auf Sizilien noch anstrengende Bootstouren auf abgelegene Inseln. Sobald das Frühjahr beginnt, ist der Imker unterwegs, im Gepäck Königinnen und Völker der Sizilianischen Biene. Auf dem sizilianischen Mutterland testet Amodeo monatelang die Belastbarkeit und die Krankheitsresistenz seiner Schwärme in verschiedenen Monokulturen. Nur kräftige Bienenfamilien wird er später für die erneute Vermehrung einsetzen. Vorher müssen sie den Stress überstehen und genug Honig und Nachwuchs produzieren. Fast beiläufig entstehen so im Frühjahr hochwertige Honigsorten. Carlo Amodeo und seine Mitstreiter sind vielen Imkerinnen und Imkern, die weltweit gegen das Bienensterben kämpfen, einen Schritt voraus. Sie lassen den Bienenvölkern ihre Eigenschaften und Eigenarten, statt sie durch selektive Zucht zu manipulieren. Damit weisen sie der Imkerei und der Artenvielfalt einen Weg in die Zukunft.