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Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Bill Clinton und dem syrischen Staatschef Hafis el Assad hat am Sonntagnachmittag (26.03.) begonnen. Die USA dämpften Erwartungen auf einen Durchbruch zu Direktverhandlungen Syriens mit Israel erneut.Dieser Inhalt wurde am 26. März 2000 - 15:15 publiziert
Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Bill Clinton und dem syrischen Staatschef Hafis el Assad hat am Sonntagnachmittag (26.03.) begonnen. Die USA dämpften Erwartungen auf einen Durchbruch zu Direktverhandlungen Syriens mit Israel erneut.
Ein Sprecher der syrischen Delegation erklärte am Sonntagmittag seinerseits, dass Assad nach Genf gekommen sei, bekräftige das Interesse Syriens an einem "gerechten Frieden". Syrien sei bei allen ernsthaften Bemühungen zur Kooperation bereit, um den Friedensprozess voranzubringen und bestehende Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Berger dämpft Erwartungen
Clintons Sicherheitsberater Samuel Berger hatte zuvor auf dem Flug des Präsidenten in die Rhonestadt vor allzu hohen Erwartungen gewarnt. Es sei nicht sehr wahrscheinlich, dass nach dem Treffen bereits die Wiederaufnahme der Verhandlungen bekannt gegeben werde.
Berger äusserte aber die Hoffnung, dass Israel und Syrien auf Basis des Treffens "den Schluss ziehen, das sie eine ernsthafte Verhandlungsrunde aufnehmen können". Die USA wollten herausfinden, ob die Positionen beider Seiten miteinander vereinbar seien.
Ein hoher US-Beamter nannte als Kernprobleme die genaue Grenzziehung nach einem etwaigen Rückzug Israels von den Golanhöhen, Ersatz für Israels Sicherheit nach einer Aufgabe des Golan, die genaue Art des Friedens, der Zeitablauf seiner Umsetzung und vertrauensbildende Massnahmen Syriens.
Abreise offen
Clinton wollte Genf eigentlich am Sonntagabend wieder verlassen. Ein Sprecher der US-Botschaft in der Rhonestadt erklärte am Mittag jedoch, der Termin für den Abflug sei noch völlig offen. Clinton sei bereit, länger zu bleiben, wenn die Gespräche noch andauerten.
Spaziergang am Seeufer
Am Vormittag machte Clinton überraschend einen Spaziergang mit seiner Tochter Chelsea. Um 11.00 Uhr verliessen beide, begleitet von zahlreichen Sicherheitskräften und Journalisten, das Hotel Intercontinental und begaben sich zum Ufer des Genfer Sees (Bild).
Clinton war am Morgen gegen 04.20 Uhr nach einer einwöchigen Südasienreise in Genf eingetroffen. Der syrische Präsident ist schon seit Samstagabend in Begleitung von Aussenminister Faruk el Schara in Genf.
swissinfo und Agenturen
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