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HINWEIS: Dies ist ein Eintrag aus dem Archiv; dieses Tierarzneimittel ist in der Schweiz nicht mehr zugelassen!
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH
Einreibung zur perkutanen Wärmereiztherapie
ATCvet-Code: QM02
ZusammensetzungNonivamidum 1,7 mg, Nicoboxilum 10,8 mg, Conserv.: E 200, Excipiens ad emulsionem pro 1 g
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
ZielspeziesNutz- und Heimtiere
Eigenschaften / WirkungenNonylsäurevanillylamid ist eine Fortentwicklung des Capsaicins (Wirkstoff des spanischen Pfeffers). Es erzeugt durch Reizung sensibler Rezeptoren eine starke Kapillarerweiterung in der Haut, welche mit einem sehr intensiven, langanhaltenden Wärmegefühl einhergeht. Nikotinsäurebutoxyaethylester verursacht nach schneller Durchdringung der Haut unmittelbar eine Gefässerweiterung mit stundenlang anhaltender Temperatursteigerung. Sein Wirkungseintritt geht dem des Nonylsäurevanillylamids zeitlich voraus. Beide Komponenten des FINALGON LINIMENTS ergänzen einander in idealer Weise. Es werden zwei unterscheidbare Reaktionen ausgelöst: Eine intensive Reizung der sensiblen (Wärme)Nerven mit nachfolgender Hyperämie (Nonylsäurevanillylamid); eine unmittelbare Erweiterung der Kapillaren mit hierdurch erzeugtem Wärmegefühl (Nikotinsäurebutoxyaethylester). Die kräftige Erregung des kutivisceralen Reaktionsfeldes bewirkt eine Durchblutungssteigerung, Spasmolyse und Schmerzstillung in der Tiefe des Gewebes und den dazu gehörenden Organen. Auf Schleimhäuten brennt das Präparat kurzzeitig sehr heftig, jedoch ohne Schäden zu hinterlassen. Die Tiere werden dadurch nachdrücklich am Ablecken gehindert.
IndikationenFINALGON LINIMENT wird allein oder unterstützend bei folgenden Indikationen angewendet: Tendovaginitiden, Bursitiden, Arthritiden, Kontusionen, Distorsionen, Myositiden, Tendinitiden, Hämatome, lokale Ödeme, Euterödeme, chronische Mastitiden, Steineuter, Pleuritiden, Peritonitiden, Dackellähme, Segmenttherapie bei den verschiedensten Organerkrankungen.
Dosierung / AnwendungDas FINALGON LINIMENT wird nach sparsamem Auftragen so lange massierend eingerieben, bis die betreffende Stelle annähernd trocken ist. Vorheriges Abscheren der Haare ist nicht unbedingt erforderlich, unterstützt und erleichtert aber die Anwendung. Der Effekt des Präparates lässt sich noch nach vielen Stunden wieder reproduzieren, wenn man die betreffenden Stellen erwärmt. Ein Schutzverband ist nicht erforderlich. Die Wirkung wird dadurch aber noch weiter verlängert. Die Behandlung sollte bis zur endgültigen Heilung einmal täglich durchgeführt werden.
Sonstige HinweiseNach Anwendung des Präparates sind die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Ein vorheriges Berühren von Schleimhäuten ist zu vermeiden.
PackungenO.P. 10 × 100 ml Flaschen.
Abgabekategorie: D
HerstellerBoehringer Ingelheim KG (D)
Swissmedic Nr. 34'230
Informationsstand: 01/1992
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