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Die Überlegung: «Je höher die Sonneneinstrahlung, umso höher auch der Ertrag an Solarenergie» ist leider eine Falschannahme. Je wärmer die Module einer Solaranlage nämlich werden, umso schlechter ist der Wirkungsgrad. Deshalb erreichen Solaranlagen in höher gelegenen Gebieten mit tiefen Temperaturen eine bessere Leistung. Zudem ist auch die Sonneneinstrahlung im alpinen Raum höher. In der Schweiz liegt die Sonneneinstrahlung in höher gelegenen Gebieten bei 1400 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, was der Einstrahlung im Mittelmeergebiet gleichkommt. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in der Schweiz entspricht rund 1100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
Wenn man von einem Wirkungsgrad der Module von 18-20 % ausgeht, dann reichen für einen durchschnittlichen 3- bis 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3600 kWh Strom pro Jahr Solarmodule mit einer Fläche von 20 Quadratmetern. In der Schweiz ist somit genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um Solaranlagen effizient zu betreiben.
Würde Solarstrom über tausende von Kilometern transportiert, dann wäre aufgrund des Widerstands in den Leitungen mit grossen Energieverlusten zu rechnen. Für eine Stromübertragung über diese enorme Distanz fehlen darüber hinaus auch die Leitungen. Abgesehen davon ist es technisch unmöglich, Solarwärme über solch grosse Distanzen zu transportieren – das Wasser wäre kalt, bis es bei uns einträfe.
Die Zukunft der Energieversorgung wird deshalb primär dezentral sein, d.h. die Solarenergie wird dort produziert, wo sie gebraucht wird.Zurück zur Übersicht