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- Marlen Reusser fährt im WM-Zeitfahren in Imola zu Silber.
- Die 28-jährige Bernerin muss sich nur der Niederländerin Anna van der Breggen geschlagen geben.
- Überschattet wurde das Rennen von einem Sturz von Titelverteidigerin Chloé Dygert, die mit Bestzeit über eine Leitplanke stürzte.
Marlen Reusser hat in Imola den grössten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Nur einen Monat nach dem Gewinn ihrer ersten EM-Medaille (Bronze) schlug die Berner Zeitfahr-Spezialistin nun auch auf der grösseren Bühne zu.
Schneller als Reusser war in Imola nur Anna van der Breggen. Die Europameisterin aus den Niederlanden, die vergangene Woche den Giro Rosa gewonnen hatte, sicherte sich nach 4 WM-Silbermedaillen den langersehnten Titel.
Schlimmer Sturz von Titelverteidigerin Dygert
Titelverteidigerin Chloé Dygert erreichte das Ziel nicht. Die US-Amerikanerin hätte wohl ein ernstes Wörtchen um den Titel mitgeredet. Mit Bestzeit verlor sie in einer Rechtskurve aber die Kontrolle und stürzte über eine Leitplanke.
Der US-Verband schrieb auf Twitter, Dygert sei bei Bewusstsein gewesen und ins Spital überführt worden. Über ihren Gesundheitszustand liegt noch kein offizielles Statement vor. Veröffentlichte Bilder zeigten eine schwere Verletzung am linken Bein.
Reusser bei Rennhälfte vor Van der Breggen
Reusser hatte auf der 31,7 Kilometer langen Strecke mit Start und Ziel im Autodromo Enzo e Dino Ferrari von Beginn weg mit den Allerschnellsten mitgehalten. Bei Rennhälfte lag sie zwar 26 Sekunden hinter Dygert, aber 8 Sekunden vor der späteren Siegerin Van der Breggen.
Auf der zweiten Streckenhälfte konnte die Niederländerin, die zu den absoluten Topfavoritinnen gehört hatte, aber zulegen. Reusser klassierte sich schliesslich 15 Sekunden hinter Van der Breggen. Landsfrau Ellen van Dijk, die Dritte wurde, büsste gut 31 Sekunden auf die Tagesbestzeit (40:20,14 Minuten) ein.
Reusser ist die erste Schweizer Medaillengewinnerin an einer WM seit Karin Thürig 2006. Die Luzernerin hatte vor 14 Jahren in Salzburg ebenfalls Silber geholt.