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Der Name des naturwissenschaftlichen Projekts „Berzelius“ leitet sich von einem der Väter der modernen Chemie, Jöns Jakob Berzelius (1779 – 1848) ab, der als Erster die bedeutende Rolle von Katalysatoren in chemisch-physikalischen Prozessen erkannt hat.
Jöns Jakob Berzelius studierte von 1797 bis 1802 an der Universität Uppsala Medizin mit Chemie im Nebenfach. Nach Abschluss seiner Studien wurde er Adjunkt am Collegium Medicum in Stockholm und erlangte den Doktor der Medizin. Bereits 1807 erhielt er die Professur für Chemie und Medizin am Chirurgischen Institut in Stockholm, beschäftigte sich aber bald nur noch mit Chemie.
Er entdeckte zahlreiche chemische Elemente (z.B. Selen, Thorium, Silizium, Zirkonium). Berzelius entwickelte verschiedene Laborgeräte wie Reagenzgläser, Bechergläser, Scheidetrichter, Rundkolben oder Spritzflaschen. Er erfand auch eine neue chemische Zeichensprache auf der Basis der Anfangsbuchstaben der Elemente, welche den bis dahin verwendeten Symbolen weit überlegen war. Mit umfangreichen Experimente konnte er die Masse der damals bekannten Atome und Moleküle bestimmen und 1814 veröffentlichen.
Seine chemischen Lehrbücher wurden in ganz Europa zu Standardwerken. Für seine Verdienste wurde Berzelius in den Adelsstand erhoben. Auf ihn gehen auch die Begriffe Organische Chemie, Katalyse, Isometrie und Allotropie zurück.