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Die Reichsvogtei Tübach ging 1331 als Pfand an Eberhard von Bürglen, 1351 an Hermann von Breitenlandenberg, sodann an die Schenken von Castel, bis sie 1464 bis 1466 an die Fürstabtei St.Gallen zurückfiel. Ab dem 17. Jahrhundert erbauten Adlige und reiche Stadtbürger in Tübach Landsitze.
Kirchlich gehörte Tübach zu Steinach. 1529 schloss sich das Dorf der Reformation an, kehrte aber 1532 zum alten Glauben zurück. 1742 machte sich Tübach gegen den Willen der Pfarrei Steinach selbstständig. 1905 wurde das 1616 in Rorschach gegründete Kapuzinerinnenkloster St.Scholastika wegen des Bahnhofsumbaus und der Industrialisierung von Rorschach nach Tübach verlegt. 2019 zogen die sechs betagten Schwestern ins Kloster Notkersegg in St.Gallen. 2020 zogen sieben Schwestern der Familie Mariens im denkmalgeschützten Kloster St.Scholastika ein.
1582 errichtete Leonhard Straub eine Papiermühle, 1584 folgte eine Druckerei, die mit wechselnden Besitzern bis 1622 in Betrieb war. Dort druckte Straub 1597 mit dem Impressum Reichshof Rorschach das erste Periodikum der Schweiz, das «Annus
Christi». Das Dorf lebte von der Landwirtschaft, vorwiegend vom Obst- und Rebbau. Letzterer wurde bis um 1900 betrieben. 1902 entstand eine Raiffeisenkasse, 1930 das Rehabilitationszentrum Mühlhof für Alkoholkranke mit angegliedertem Landwirtschaftsbetrieb.
Bis in die 1960er-Jahre war Tübach eine Bauerngemeinde mit wenig Gewerbe. Mit dem Bauboom ab 1970 entstanden neue Quartiere; Gewerbe und kleinere Industriebetriebe siedelten sich an. 1976 erliess die Gemeinde einen Zonenplan, 1980 wurde das Mehrzweckgebäude, 1997 die Regionale Sport- und Erholungsanlage Kellen eingeweiht.
1803 wurden Tübach, Steinach und Berg zur politischen Gemeinde Steinach vereinigt, die zu dem bis 2002 bestehenden Bezirk Rorschach gehörte. Nach dem Ausscheiden Steinachs 1832 bildeten Tübach und Berg die politische Gemeinde Berg; 1845 erlangte Tübach die politische Selbstständigkeit. Seit 1993 arbeitet ein Gemeindeammann im Vollamt.