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WWF-Statement zu Kamerun
Update vom 27. Februar 2020 zu Massnahmen in Kamerun
In Ländern und Regionen, die aufgrund ihrer spezifischen Umstände hohe Risiken mit sich bringen, wurde bereits eine breite Palette von Massnahmen ergriffen. Dazu zählen die Intensivierung oder Beschleunigung von bereits eingeleiteten Aktivitäten, insbesondere im Kongo-Becken, wo Krieg, gewaltsame Unruhen und bewaffnete Konflikte schwierige Herausforderungen für die Naturschutzarbeit darstellen.
Beispiele für getroffene Massnahmen in Kamerun:
- Durchführung von Menschenrechtsschulungen für 380 staatliche Eco-Guards in Kamerun seit 2015 im Rahmen eines laufenden Programms mit der Nationalen Menschenrechtskommission.
- Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MOU) im April 2019 mit dem Ministerium für Soziale Angelegenheiten, um die Rechte der indigenen Bevölkerungsgruppen zu stärken. Dem vorausgegangen war eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium, einschließlich der Veröffentlichung eines Dreijahresplans (2017-2019) für den Schutz von Rechten der indigenen Bevölkerung im Bereich Naturschutz. Das MOU ist zurzeit Gegenstand neuer Verhandlungen, die auf eine stärkere Haftung der Regierung für das Verhalten der Eco-Guards abzielen.
- Eine fortlaufende Partnerschaft mit Plan International zur Stärkung der Rechte von indigenen Bevölkerungsgruppen, verbesserter Zugang zu und Kontrolle über natürlichen Ressourcen, Bildung, einschliesslich Stipendien für Studenten und eine höhere Zahl von Lehrern. Laufende Gespräche mit dem Bildungsministerium, um diese Massnahmen auch auf nationaler Ebene umzusetzen.
- Beitrag zu einer Vereinbarung zwischen dem Volk der Baka und dem kamerunischen Forstministerium (MINFOF, das diese Parks verwaltet), die im Februar 2019 unterzeichnet wurde und den Baka wieder Zugang zu den drei Nationalparks – Nki, Boumba Bek und Lobéké – gewährt. Die Menschen vom Volk der Baka erhalten das Recht auf traditionelles Jagen und Zugang zu natürlichen Ressourcen, und sie werden bei der Rekrutierung von Mitarbeitenden in der Parkverwaltung berücksichtigt.
- Ausweitung und Stärkung des unabhängigen Beschwerdemechanismus auf dem gesamten Territorium der Baka in den Nationalparks von Nki, Boumba Bek und Lobéké und Ngoyla Wildlife Reserve. Dieser Mechanismus wurde 2017 eingeführt und steht seit 2019 unter der Leitung von RACOPY, einem Netzwerk lokaler Organisationen der Zivilgesellschaft, das sich für die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen einsetzt, und gilt für ca. 20’000 Baka, die im Südosten Kameruns leben. Im Rahmen dieses verbesserten Beschwerdemechanismus unterstützte der WWF die Einrichtung eines Menschenrechtszentrum in Lobéké, das von CEFAID, einer lokalen Partnerorganisation des WWF, geleitet wird.
- Entwicklung eines internen Beschwerdemechanismus, das 2019 in Einsatzgebieten des WWF eingeführt wurde; diese Massnahmen sind noch im Gange.
- Einstellung eines Indigenous Peoples Manager im Jahr 2017, um in all unseren Projekten Menschenrechtsaspekte in die Naturschutzarbeit zu integrieren und die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften zu verbessern, insbesondere mit indigenen Bevölkerungsgruppen.
- Beginn der Umsetzung des verbesserten Rahmenwerks für ökologische und soziale Safeguards Ende 2019 in den Nationalparks von Lobéké, Nki and Boumba Bek.