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PARIS (awp international) - Nach dem geplanten Machtwechsel an der Spitze des französischen Atomkonzerns Areva steht dort keine Kursänderung bevor. Industrieminister Eric Besson betonte am Freitag nach Medienberichten, die strategische Ausrichtung des staatlichen Konzerns werde auch nach dem Abgang der langjährigen Chefin Anne Lauvergeon beibehalten. Die Regierung in Paris hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, das Ende des Monats auslaufende Mandat der 51-Jährigen nicht zu verlängern. An ihre Stelle solle Luc Oursel rücken. Er war bei Areva bislang für das Marketing, internationale Aktivitäten sowie Projekte zuständig.
Über eine mögliche Ablösung Lauvergeons war bereits seit Monaten spekuliert worden. Die Verzögerungen beim Bau des EPR-Druckwasserreaktors in Finnland und die Niederlage beim Kampf um einen Grossauftrag aus Abu Dhabi hatten sie in die Kritik gebracht. Zudem gab es Streit mit dem Chef des Energiekonzerns Henri Proglio über die Führungsrolle in der Atomsparte.
Der von der französischen Regierung ausgesuchte Lauvergeon-Nachfolger Oursel ist Bergbau-Ingenieur und erst seit 2007 im Konzern. Damals wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von Areva NP ernannt. Zuvor arbeitete er unter anderem für Schneider Electric , das französische Verteidigungsministerium und den Geodis-Konzern. Oursel solle vor allem die Wettbewerbsfähigkeit von Areva stärken, liess Premierminister François Fillon am Donnerstag mitteilen./rek/aha/DP/fn
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