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Herr Schommers, Sie schrieben mit Boris Becker 2013 dessen Biografie «Das Leben ist kein Spiel».
Boris und ich arbeiteten ein Jahr intensiv zusammen, wir führten an wichtigen Stationen seines Lebens Interviews: München, Kitzbühel, Wimbledon, Mallorca. Es war ein Vertrauensverhältnis. Ich übernachtete sogar bei seiner Mutter Elvira in Leimen und in Boris’ Villa in Wimbledon.
Wie offen erlebten Sie Becker ?
In geschäftlichen Dingen war er weniger konkret als bei der Schilderung privater Erlebnisse wie die Zeugung von Anna, der Trennung von Barbara oder sein kurzes Verhältnis mit Sandy Meyer-Wölden. Boris hatte viele Visionen, aber hie und da bei Geschäftsideen am Ende zu wenig Inhalte.
Überrascht Sie die Meldung, dass Becker pleite sein soll?
Es ist tragisch, aber ich müsste lügen, würde ich sagen, dass es mich vom Hocker gehauen hat.
In der Schweiz zahlte Becker lange Zeit den Pfarrer nicht, der ihn und Lilly in St. Moritz traute.
Das war peinlich. Wobei Boris da sagte, dass er eine Lösung herbeizuführen suche – so wie er es jetzt in England bei der Bankrotterklärung ebenfalls ankündigte. Er hat mit dem Abarbeiten von Dingen Probleme, schiebt vieles, was eher unangenehm ist, vor sich her. In Deutschland würde man sagen, er segelt relativ dicht am Wind.