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Nur vier Gemälde und Stiche zieren den Besuchsrundgang durch das Schloss, daneben sind zahlreiche Fresken und Wandmalereien zu sehen. Mehrere Räume enthalten Graffitis und Kohlezeichnungen, wie beispielsweise das Gefängnis, wo die ältesten Zeitzeugnisse aus dem 13. Jahrhundert stammen.
Trotz der erheblichen Restaurierungsarbeiten, die der Maler Ernest Correvon (1842-1923) im Auftrag des Schlossarchitekten Albert Naef ausführte, bleiben die Malereien in der Schlosskapelle aussergewöhnlich. Im benachbarten Wohnturm befindet sich die meisterhaft geschmückte Camera domini: Unter dem Grafen Aymon von Savoyen wurde sie im 14. Jahrhundert mit einem Wappenfries und einer wahrhaft fürstlichen Tierschau ausgestattet.
Daniel DE RAEMY (Herausg.), Chillon : la chapelle, Lausanne: Association du Château de Chillon, 1999.
Denis BERTHOLET, Olivier FEIHL und Claire Huguenin (Herausg.), Autour de Chillon : archéologie et restauration au début du siècle, Ecublens: DIP SA, 1998
ORT
Berner Zimmer, Raum Nr. 16
Diese Karte hängt an der Nordwand des Berner Schlafzimmers (Raum Nr. 16). Sie zeigt das Waadtland im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, unter der Herrschaft der Eidgenossen der Stadt Bern, mit relativ hoher Präzision.
Die Originalkarte wurde von Thomas Schepf erstellt. Der Berner Stadtarzt arbeitete ab 1565 daran, die Untertanengebiete von Bern zu beschreiben. 1576 erhielt er die Erlaubnis, die Ergebnisse seiner Beobachtungen (eine Karte und ein begleitender Kommentar) zu veröffentlichen. Von diesem Werk sind nur noch drei Exemplare erhalten (eines in der Stadtbibliothek Bern, eines in der Militärbibliothek Bern und eines im Historischen Museum Lausanne). Die Karte wurde zu einer Zeit veröffentlicht, in der die Kartografie boomte. Der berühmte Kartograf Ortelius erwähnte Schepfs Karte in der Liste der Dokumente, die ihn zu seiner Abhandlung Theatrum Orbis Terrarum, dem ersten modernen Atlas, inspirierten.
1925 präsentierte F. Dubois, der Direktor des Historischen Museums von Lausanne, diese Karte an der Generalversammlung der Société vaudoise d’histoire et d’archéologie (Waadtländer Gesellschaft für Geschichte und Archäologie). Seine Rede weckte die Neugierte von Herrn Hegg, dem damaligen Direktor des Grundbuchamtes, der die Bedeutung der Karte für die Geschichte der Waadtländer Kartografie erkannte und eine Kopie eines Teils des Werks von Schepf erstellen liess. 1930 konnten so im Lichtdruckverfahren mehrere Exemplare der Karte hergestellt werden, darunter dasjenige, das nun im Schloss Chillon zu sehen ist.
Karte des Waadtlands (Faksimile)
1930
Lichtdruck
Kantonales Museum für Archäologie und Geschichte (Lausanne)
IC-19
ORT
Gefängnis, Raum Nr. 9
François Bonivard (1493-1570) stammte aus dem savoyischen Kleinadel und amtete ab 1514 als Probst im Kloster Saint Victor in Genf. Schon bald schloss er sich den Gegnern des Herzogen von Savoyen an, der ein Auge auf die Stadt Genf geworfen hatte. Dies führte zur Verhaftung Bonivards und zu seiner Gefangenschaft in Chillon ab 1530. Sechs Jahre später wurde er von der Berner Armee befreit, die das Waadtland einnahm. 1816 machte der Dichter Lord Byron in seinem berühmten Gedicht „Der Gefangene von Chillon“ Bonivard zu einem romantischen Helden.
Dieses Diptychon, das die Gefangenschaft Bonivards in Chillon zeigt, stammt vom Genfer Maler Joseph Hornung (1792-1870). Der Autodidakt, der sich durch eine starke Nostalgie nach dem 16. Jahrhundert auszeichnete, ist bekannt für seine historischen Gemälde, die sich hauptsächlich mit Savoyen und der Reformation befassen.
Die beiden Gemälde sind auch unter Fachpersonen wenig bekannt. Sogar die Erben Hornungs wussten nicht, wann sie entstanden sind, und einige kannten nicht einmal ihre Existenz. Sie gehen vermutlich auf einen Malereiwettbewerb zurück, den die Genfer Société des Arts 1824 veranstaltete: Die Maler Georges Chaix und Jean-Léonard Lugardon massen sich damals mit ihren jeweiligen Gemälden, auf denen die Befreiung Bonivards durch die Berner Armee zu sehen war. Dieser wichtige Kunstanlass prägte Hornung nachhaltig. 1845 malte er auch ein „Selbstporträt mit dem Gesicht Bonivards“. Das Diptychon stammt also vermutlich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das erste Gemälde zeigt, wie der Gefangene von der Tochter des Kerkermeisters getröstet wird, während das zweite die Befreiung Bonivards durch die Berner aufnimmt. Hornung schenkte architektonischen Details wie beispielsweise dem berühmten Kreuzrippengewölbe des Schlossgefängnisses besondere Aufmerksamkeit. Dies lässt darauf schliessen, dass er den Ort mit eigenen Augen gesehen hat.
Der Stil der Gemälde rückt sie in die Nähe der holländischen Malerei, insbesondere die Verwendung von Hell und Dunkel sowie der Kontrast der leuchtenden Farben mit ihrem dunklen Hintergrund. Die Komposition erinnert jedoch an die französische Romantik des Beginns des 19. Jahrhunderts; die Figuren zeichnen sich durch äussert expressive Bewegungen aus.
Die beiden Gemälde konnten 2013 dank der grosszügigen Unterstützung des Freundeskreises von Chillon erworben werden. Aus Gründen der Konservierung werden sie abwechselnd während eines Jahres im Gefängnis des Schlosses ausgestellt.
Joseph Hornung
Szenen der Gefangenschaft François Bonivards in Chillon
1824-1845
Öl auf Leinwand
ORT
Camera domini, Raum Nr. 19
Mitte des 14. Jahrhunderts beschloss Graf Aymon, die Camera domini neu zu gestalten. Das Schlafzimmer der Grafen und späteren Herzöge von Savoyen wurde also mit figurativen Wandmalereien geschmückt. Im Jahr 1587 malte der Berner Andreas Stoss neue Bilder über das mittelalterliche Dekor. Die im 20. Jahrhundert mehrfach restaurierten Malereien über dem Kamin tragen die Spuren diese Veränderungen.
Die Camera domini des Schloss Chillon befindet sich im ersten Stock eines Turms, dessen Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Zu einem Zeitpunkt zwischen 1336 und 1338 beschloss Graf Aymon, den Kamin in die nordöstliche Ecke des Raumes zu rücken, um eine Treppe von seinem Schlafzimmer in die Kapelle zu erbauen. Jean de Grandson bemalte schliesslich von 1341 bis 1344 die Wände des gesamten Raums. Die Malereien sind in drei Teile gegliedert und stellen einen idyllischen, von Tieren bewohnten Garten vor einem blauen Hintergrund dar. Die Bilderserie endet mit einer Darstellung des Heiligen Georg und des Drachens auf dem Rauchfang des Kamins. Das Bild des Schutzpatrons der Ritterschaft soll sicherlich auf die moralischen und körperlichen Eigenschaften des Grafen verweisen. Diese Assoziation wird durch das Wappen des Hauses Savoyen auf dem Eichenrahmen verstärkt. Dass sich die Machtsymbole oberhalb der Feuerstelle, einem der wichtigsten Orte des Raumes, befinden, ist den Berner Eroberern von Chillon nicht entgangen: Ende des 16. Jahrhunderts beauftragte der Landvogt Hans Wilhelm von Mülinen den Maler Andreas Stoss damit, an der gleichen Stelle einen Berner Bären und die Jahreszahl „1587“ anzubringen.
Jean de Grandson (und Andreas Stoss)
Malereien über dem Kamin der Camera domini
1341-1344 (1587 für das Berner Wappen)
Tempera
© Schloss-Chillon-Stiftung / © ARCHEOTECH SA
ORT
Kleiner Salon, Raum Nr. 20
Das kleine Zimmer inmitten der herrschaftlichen Gemächer (Raum Nr. 20) enthält den ältesten Kamin des Schlosses, der im Jahr 1336 errichtet wurde. Er befindet sich gleich neben einem noch älteren Mauerstück, das zu grossen Teilen von mittelalterlichen Graffiti bedeckt ist. Die Zeichnung des „Savoyischen Ritters“ wurde mit sicherer Hand auf Brusthöhe in die südliche Mauer eingeritzt.
Die sehr präzise Ausführung des Graffitis erlaubt es, den vollständig bewaffneten Ritter auf seinem sich aufbäumenden Pferd genau zu erkennen: Er trägt einen Helm, einen Harnisch, der von einem Kettenhemd bedeckt ist, Beinschienen und Eisenschuhe, die mit Sporen bestückt sind. Die rechte Hand umfasst fest eine Lanze, während ein Schild seine linke Schulter schützt.
Sein Pferd trägt eine ausgearbeitete Rüstung. Das Tuch, das sie bedeckt, zeigt das Wappen von Savoyen – ein weisses Kreuz auf rotem Grund. Die Grafen und später Herzogen von Savoyen sind von mindestens 1150 bis 1536 die Herren von Chillon.
Durch stilistische Vergleiche ist es möglich, dieses Graffiti auf anfangs des 14. Jahrhunderts zu datieren. Es handelt sich übrigens nicht um eine originelle Zeichnung, sondern um eine Kopie des Pferdesiegels von Graf Amadeus V., der in Chillon von 1285 bis 1323 herrscht. Die Kopie ist jedoch nicht exakt: Das Pferd wird nicht mehr im Galopp gezeigt, sondern hebt die Vorderbeine an, rundet seinen Hals und senkt den Kopf, als wollte es angreifen. Der Reiter hält kein Schwert in der Hand; dieses wurde durch eine lange Lanze ersetzt. Die Komposition ist also weniger dynamisch, dafür ausgeglichener.
Graffito des „Savoyischen Ritters”
1300-1325
Gravur auf Verputz
ORT
Gefängnis, Raum Nr. 9
Zwischen 1897 und 1899 fand der Archäologe Albert Naef im Gefängnis von Chillon Schiessscharten, die im 14. Jahrhundert zugemauert worden waren, und öffnete sie wieder. Auf der weissen Tünche rund um die siebte Scharte entdeckt er dabei sogenannte „Weihekreuze“. Diese Motive wurden zum Zeitpunkt ihrer Weihung auf die Wände, Säulen oder Pfeiler von Kirchen gemalt, um sie heilig zu machen und Gott zu widmen.
In den Rechnungsbüchern von Chillon findet Naef Hinweise darauf, dass eine der Schiessscharten 1388 zugemauert wurde und datiert somit die Kreuze ebenfalls auf das 14. Jahrhundert. Ohne abschliessende Sicherheit bringt er sie mit zwei Ereignissen in Verbindung, die zu dieser Zeit im Schloss stattfanden. Einerseits das Massaker an Juden, die während der Pestepidemie im Jahr 1348 in Villeneuve beschuldigt wurden, die Brunnen vergiftet zu haben. Vierzig der in Chillon gefangenen jüdischen Männer, Frauen und Kinder wurden von der Bevölkerung aus dem Gefängnis geholt, geschlagen und schliesslich ohne jeglichen Prozess auf mehreren Scheiterhaufen am Seeufer verbrannt. Beim zweiten Ereignis handelt es sich um die Suche nach einem Basilisken, einem für seinen giftigen Atem und versteinernden Blick gefürchteten Monster, im Jahr 1379. Quellen besagen, dass er in der „crota“, Loch oder Keller im alten lokalen Dialekt, gesucht wurde. Wo sich diese „crota“ befand, ist unter Archäologinnen und Archäologen umstritten. Naef nahm an, sie befinde sich in einem der Wachtürme auf der anderen Seite des Schlosses. Egal, um welches Ereignis es sich damals handelte: Die Weihekreuze dienten der Reinigung des Gefängnisses.
ORT
Wappensaal, Raum Nr. 18
Diese Malerei befindet sich über dem Eingang des Wappensaals (Raum Nr. 18). Sie wurde vom Berner Landvogt – Statthalters – Hans Wilhelm von Mühlinen in Auftrag gegeben und zeigt die Rechte, welche die Bürger von Bern innerhalb des Heiligen Römischen Reichs genossen, zu dem die Stadt im 16. Jahrhundert gehörte.
Die Malerei zeigt zwei Berner Wappen unter einem Doppeladler, der das Heilige Römische Reich symbolisiert. Diese sehr spezifische ikonographische Komposition wird „Bern-Rych“ genannt. Bern verfügte über ein aus dem Mittelalter stammendes Privileg, die „Reichsunmittelbarkeit“. Das bedeutete, dass die Stadt keinem anderen Herrn unterstand und in Steuern und Gerichtsbarkeit nur dem Kaiser unterworfen war. Rechts und links stehen zwei Löwen, Wappentiere der Zähringer, welche die Stadt Bern gründeten. Der linke Löwe hält ein Schwert, der rechte einen Reichsapfel, beides Machtsymbole. Gemeinsam halten sie eine Krone über den Reichsadler, was die Rechte der Stadt Bern anschaulich zum Ausdruck bringt. Unter den zwei Berner Wappen sind die Initialen und das Familienwappen des Landvogts Hans Wilhelm von Mühlinen – ein Mühlrad – zu sehen. Damit wollte der Auftraggeber des Gemäldes 1586 sein persönliches Prestige und die legitime Herrschaft von Bern über die Region belegen. Die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft vom Heiligen Römischen Reich wurde 1648 nach Ende des dreissigjährigen Kriegs anerkannt, doch Bern malte noch bis Ende des 17. Jahrhunderts solche „Bern-Rychs“.
Andreas Stoss
Wandmalerei “Bern-Rych”
1586
Polychromatisches Gemälde
ORT
Gefängnis, Raum Nr. 9
Der berühmte französische Schriftsteller Victor Hugo veröffentlichte 1842 eine Sammlung seiner Reisetagebücher mit dem Titel „Le Rhin“, in der er eine Zeichnung beschrieb, die er 1839 bei seinem Besuch im Gefängnis von Schloss Chillon sah. Er schrieb sie Michel Cotié, einem Weggefährten des politischen Gefangenen François Bonivard zu Beginn des 16. Jahrhunderts, zu: „Von ihm bleibt nichts übrig [Cotié] ausser ein Kohlezeichnungen an der Wand. Es sind halbfertige Figuren, doch ein gewisser Stil ist erkennbar; ein fast verblasster Christus am Kreuz, eine kniende Heilige mit einer Legende in gotischen Buchstaben um den Kopf, ein Heiliger Christophorus [….] und ein Heiliger Josef.“
Diese Kreuzigungsszene aus dem 15. Jahrhundert befindet sich an der Südwand des Gefängnisses in einem kleinen geschlossenen Raum. Der sogenannte „Croton“ diente im Mittelalter als Kapelle für die Gefangenen und ist ab 1386 in handschriftlichen Quellen belegt.
In der Mitte der Zeichnung ist Christus am Kreuz zu sehen, umgeben von der Heiligen Jungfrau und dem Heiligen Johannes. Rechts von Maria befindet sich die Heilige Katharina, während Johannes von dem Heiligen Christophorus, der den kleinen Jesus trägt, und dem Heiligen Antonius, dem Einsiedler, begleitet wird. Amulette mit Attributen und Namen ermöglichen es, sie alle zu identifizieren.
1899 untersuchten der Archäologe Albert Naef und sein Team die verschiedenen Figuren rund um den gekreuzigten Christus. Sie kamen zum Schluss, die Zeichnungen von verschiedenen Personen – Gefangenen – zu verschiedenen Zeitpunkten angefertigt wurden. Ihre Qualität und Homogenität widerlegen jedoch diese Hypothese: Es ist unvorstellbar, dass Gefangene diese Zeichnungen im Dunkeln hätten anfertigen können. Gleichzeitig erkennen Kunsthistoriker keine Spuren von verschiedenen Stilen und Epochen. Das Vorhandensein eines Savoyer Wappens, das nur noch schwach zu sehen ist, lässt vermuten, dass diese Zeichnung wohl eher von den Savoyen in Auftrag gegeben wurde, um die zum Tode Verurteilten zu begleiten. Tatsächlich lassen sich die Heiligen durch ihre tröstenden Kräfte erklären: Die heilige Katharina ist die Schutzpatronin der Jungfrauen und der Sterbenden, der heilige Christophorus begleitet diejenigen, die ohne Beichte sterben, und der heilige Antonius schützt vor dem Höllenfeuer.
Kohlezeichnung der Kreuzigung Christi
15. Jahrhundert
Schwarze Fettkreide
ORT
Kapelle, Raum Nr. 24
Während der Restaurierungsarbeiten von 1914 bis 1916 beschlossen der Archäologe Albert Naef und der Maler Ernest Correvon, die Malereien an der Westwand der Schlosskapelle zu erneuern. Die mittelalterliche Farbe war beinahe verschwunden, also entschieden sich die beiden aufgrund eines eher schwachen Indizes für eine Darstellung des Jüngsten Gerichts.
Die Malereien aus dem 14. Jahrhundert haben Jesus Christus als Mittelpunkt. Die Fresken an der Decke zeigen Figuren aus dem Alten Testament – die irdische Abstammung Christi – oder Propheten, die sein Kommen ankündigen. Den Abschluss bildet Johannes der Täufer, der den Übergang ins Neue Testament einleitet. An der Ostwand ist die Verkündigung Marias zu sehen. Die nach Norden und nach Süden ausgerichteten Wände waren mit Szenen aus dem Neuen Testament geschmückt, die grösstenteils übermalt worden sind.
Die Westwand war am stärksten beschädigt. Nur ein kleines Stück der ursprünglichen Malereien hat überlebt: der Kopf eines Engels, auf der linken Seite der Wand. Um die den Malereien innewohnende Chronologie zu respektieren, entscheiden sich Naef und Corravon dazu, das Jüngste Gericht darzustellen, das Ende der Welt im Christentum, und kopieren die Malerei, die sich im Narthex der Abteikirche von Romainmôtier befindet. Im 20. Jahrhundert widersprechen mehrere Forschende jedoch der Hypothese Naefs und Correvons: Der Engel verweise vielmehr auf Christi Himmelfahrt, auf Christi den Herrscher mit einem Gefolge aus Engeln die seine Auferstehung symbolisieren, oder auf die Krönung der Heiligen Jungfrau Maria nach ihrer Himmelfahrt. Bis heute ist die Frage nach dem ursprünglichen Motiv nicht abschliessend beantwortet.
Ernest Correvon
Malereien an der Westwand der Schlosskapelle: Das Jüngste Gericht
1914-1916
Polychromatische Wandmalerei