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(Kt. Tessin,
Bez. Mendrisio).
355 m. Gem. und Pfarrdorf im
Mendrisiotto, 5 km sw. der Station
Mendrisio der Linie
Bellinzona-Chiasso der Gotthardbahn. Postbureau, Telegraph, Telephon; Postwagen
Mendrisio-Stabio. Gemeinde, mit
San Pietro; 288
Häuser, 2255 kathol.
Ew.; Dorf: 232
Häuser, 1811 Ew. Getreide-,
Mais- und Weinbau. Der Kreishauptort Stabio ist ein grosses Dorf ganz nahe der
Landesgrenze gegen Italien und lehnt sich an zwei Hügel an, von denen man einen schönen Ueberblick
über die
Ebene des
Mendrisiotto hat. Kurort mit kalten Schwefelquellen, die gegen alle Hautkrankheiten empfohlen werden. Kuranstalten
und Pensionen. Sekundarschule und Kindergarten. Tabak- und Zigarrenfabrik. Herrenhemdengeschäft. Stabio soll das römische
Stabulum sein, wo unter Caesar eine Abteilung Kavallerie lag. Verschiedene Funde aus der Römerzeit,
wie z. B. ein Grabstein mit der Inschrift: Mercurio V. S. L. M. C. Capellinus Sora. Am fand in Stabio anlässlich
eines Schützenfestes eine blutige Rauferei zwischen Liberalen und Klerikalen statt, die zu einem grossen politischen Prozess
Anlass gab.
(Kt. Glarus,
Gem.
Linthal). 664 m. Weitbekanntes und stark besuchtes Heilbad und klimatischer
Kurort, auf dem linken Ufer der
Linth und am O.-Fuss des
Ortstocks, 300 m n. der Station
Linthal der Linie
Glarus-Linthal. Prächtige
Ahorngruppen und ausgedehnter Waldpark. Sehr schöne Aussicht auf die Tödikette. Nahe bei Stachelberg liegt die Anfangsstation
der elektrischen DrahtseilbahnLinthal-Braunwald. Das
Bad verdankt seinen
Ruf einer alkalischen Schwefelquelle,
die in 930 m
Höhe in der
Schlucht des von der Terrasse von
Braunwald herkommenden und am
Bade vorbeifliessenden
Brummbaches aus
dem Flysch entspringt. Die Quelle war schon zu Anfang des 18. Jahrhunderts bekannt; aber erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts
wurde das Schwefelwasser in ausgedehnterem Masse zu Heilzwecken verwendet, nachdem der
Glarner Arzt Johann
Marti eine Reihe glücklicher Kuren damit ausgeführt und durch eine Schrift darauf aufmerksam gemacht hatte. 1812 wurde
das
Wasser an den Fuss des
Berges geleitet und 1830 dort das erste Kurhaus gebaut. Dieses
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ist seither wiederholt erweitert worden, zum letzten Male 1902, und besteht gegenwärtig aus 4 Hauptgebäuden, die durch Galerien
miteinander verbunden sind. Es enthält 150 Zimmer und ist mit den modernsten Einrichtungen für alle Zweige der Wasserbehandlung
ausgestattet. Das Bad ist gegenwärtig Eigentum einer Aktiengesellschaft. Das Stachelberger Wasser zeichnet sich durch
einen starken Gehalt an Verbindungen von Schwefel mit Calcium und Natrium aus und wirkt besonders bei Hautkrankheiten, chronischen
Katarrhen, chronischem Rheumatismus und Schwächezuständen heilkräftig.
Vergl. Simmler, R. Physikalisch-chemische Untersuchung des alkalischen Schwefelwassers vom Stachelberg imKant. Glarus.
1859. - König.
DasBadStachelberg imKant. Glarus.
Zürich
1861. - Schönemann, A. BadStachelberg und seine Heilquelle.Bern
1902.