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Sehr geehrte Rollhockeykollegen
Im Anschluss an den Superfinal um den NLA-Titel kam es zu unschönen Szenen. Unter anderem wurden die Schiedsrichter beschimpft, bedroht und mit einem Stockschlag tätlich angegangen.
Es gibt immer wieder Spiele, in denen sich ein Spieler oder gar eine ganze Mannschaft von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlt. Auch klare Fehlentscheide kann man ebenso wenig ausschliessen, wie die Vergabe von klaren Torchancen. Beides erfolgt aber nicht absichtlich und lässt sich deshalb nicht vermeiden, weil menschliche Tätigkeiten nun einmal nicht vor Fehlern gefeit sind. Es kann aber nicht angehen, dass die Schiedsrichter bedroht werden oder gar tätlich angegriffen werden. Solche Übergriffe müssen streng geahndet werden. In diesem Sinne ist tatsächlich von einer "völligen Unantastbarkeit des Schiedsrichters" auszugehen. Gemäss den Reglementen des SRHV und der festen Überzeugung diese anzuwenden, ist die TK SRHV angehalten Übergriffe auf Offizielle, insbesondere Schiedsrichter, massiv härter zu bestrafen als Übergriffe auf Gegenspieler. Vorsätzliche Attacken auf Schiedsrichter können nicht toleriert werden. Es kann und darf dabei auch keine Rolle spielen, ob der betroffene Schiedsrichter zuvor einen Fehlentscheid gefällt hat oder sich anderweitig falsch verhalten hat. Auch allfällige wiederholte Fehlleistungen eines Schiedsrichters vermögen Selbstjustiz nicht zu rechtfertigen. Daher ist die Tätlichkeit des Spielers gegenüber dem Schiedsrichter in keiner Weise zu entschuldigen.
Die Technische Kommission verurteilt solche Aktionen auf schärfste.
Aus diesem Grunde wird ein Lizenzierter des Genève RHC mit einer Sperre von 72 Monaten für alle Spiele und Tätigkeiten des SRHV gesperrt. Im Weiteren wird ein weiterer Lizenzierter des Genève RHC für 12 Monate von allen Tätigkeiten des SRHV gesperrt.
Daniel Elsener
TK SRHV