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Das Wichtigste in Kürze
- Vor 60 Jahren flogen zwei Affen ins Weltall und kamen lebend zurück.
- Miss Able und Miss Baker waren die ersten Tiere, welche den Flug überlebten.
- Die beiden wurden zu Stars, erschienen auf Pressekonferenzen und Magazintitelseiten.
An einem Grabstein am Eingang des Raumfahrtzentrums in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama finden sich immer mal wieder Bananen. «Da liegt oft eine Banane, oder auch zwei», sagte Ed Buckbee, ein früherer Leiter des Zentrums, dem US-Radiosender NPR.
«Dann wissen wir, dass jemand vorbeigekommen ist, der vielleicht die Geschichte gehört hat.» Die Inschrift auf dem Grabstein lautet: «Miss Baker, Totenkopfaffe, erstes US-Tier, das ins All geflogen und lebend wieder zurückgekommen ist.»
Vor 60 Jahren im All
Gemeinsam mit Able, einer Rhesusaffen-Dame, war Baker am 28. Mai vor 60 Jahren von der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All geschossen worden. Nach einem 15-minütigen Weltraumflug wurden sie lebend in der Nähe der Karibikinsel Antigua geborgen. Baker und Able waren die ersten beiden Tiere, die ins All geschickt worden waren und den Flug überlebt hatten.
Ihre Aufgabe: Stellvertretend für die Menschheit die damals noch weitgehend unbekannten Auswirkungen der Schwerelosigkeit testen.
Lebensgeschichte der Affen
Baker stammte aus Peru und war über einen Haustierladen in Florida zur Nasa gekommen. Able war im US-Bundesstaat Kansas geboren. Baker sei ganz einfach zu halten gewesen, erinnerte sich der Kapitän des Marinebootes, Joseph Guion, später. «Sie war wie eine kleine Puppe, aber Able war genau das Gegenteil.»
Die unversehrten Affen werden zu Stars, erscheinen auf Pressekonferenzen und Magazintitelseiten. Viele Raumfahrtwissenschaftler sind begeistert, Tierschützer empört.
Able stirbt wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus dem All, weil sich eine unter ihrer Haut eingepflanzte Elektrode entzündet. Baker lebt dagegen noch 25 Jahre weiter, wird sogar ins Weisse Haus eingeladen und bekommt Körbe voller Fanpost. 1984 stirbt sie, mit 27 Jahren, an Nierenversagen.