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Dissertation von Christoph Moor
„Und spurlos verschollen ist hiervon die Tradition“. Die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte von Mozarts Jupiter-Sinfonie im Prisma der Wagnerschen Dirigier- und Interpretationsästhetik bis zum Einsetzen der historisch informierten Aufführungspraxis
Das Doktorat war Teil eines SNF-Forschungsprojekts, welches anhand von handschriftlichen Eintragungen in Partituren und Stimmenmaterial die Interpretations- und Dirigieranweisungen Richard Wagners und seiner Nachfolger in der österreichisch-deutschen Tradition untersucht. Mozarts letzte Sinfonie dient als Fallstudie: Gab es eine Kontinuität bei der Interpretation in der besagten Zeitspanne? Unterscheidet sich die italienisch beeinflusste Tradition von der österreichisch-deutschen? Wenn ja, führte die Internationalisierung der Musikszene in den 1920/30er-Jahren als Toscanini, Furtwängler, Klemperer und weitere auch in Übersee dirigierten, zu einer Nivellierung der nationalen Ausprägungen? - Untersucht wurde ein Kernstück des damaligen Repertoires bis hin zum Bruch, als die "historisch informierte Aufführungspraxis" die hundertjährigen Traditionen zu hinterfragen oder gar abzulehnen begann.
Supervisors
Prof. Dr. Anselm Gerhard, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft
Dr. Chris Walton, Hochschule der Künste Bern HKB, Organisationseinheit: Forschung / Interpretation