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Nach den Erdbebengefährdungskarten des Schweizerischen Erdbebendienstes liegt das potenzielle Lagergebiet im Zürcher Weinland in einem der seismisch ruhigen Gebiete der Schweiz. Mit den Erdbebengefährdungskarten kann ein Erdbeben zwar nicht genau vorausgesagt werden, aber wir können die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer bestimmten Erschütterungsintensität angeben.
Bezüglich Erdbebengefährdung eines geologischen Tiefenlagers ist zu unterscheiden zwischen der Bau- und Betriebsphase (inkl.Beobachtungsphase), wo die Zugangsbauwerke offen und unverfüllt sind, und der Nachverschlussphase des Lagers, wo das Gesamtlager und alle Zuwegungen verschlossen und versiegelt sind:
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Für die Bau- und Betriebsphase eines Endlagers gelten für die Bauten an der Oberfläche und die Untertagebauwerke die gleichen Anforderungen wie für andere Kernanlagen (z.B. Zwischenlager ZWILAG). Bei einem konkreten Bauprojekt sind gemäss den Vorgaben der Behörde die Bauwerke entsprechend ihrer sicherheitstechnischen Bedeutung zu klassieren und gegen die Einwirkung von Erdbeben auszulegen (Bestimmung des Auslegungserdbebens, Anwendung der HSKRichtlinien HSK-R-04 und HSK-R-08 und der entsprechenden SIA-Normen).
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Für die Nachverschlussphase des geologischen Tiefenlagers gelten die Anforderungen der Richtlinie HSK-R-21. Im Rahmen einer Störfallanalyse sind alle möglichen Erdbeben-Gefährdungsbilder für die Langzeitsicherheit aufzuzeigen und die daraus resultierenden radiologischen Konsequenzen zu berechnen.
Der Projektant eines geologischen Tiefenlagers muss aufzeigen, dass er die in den HSK-Richtlinien formulierten Anforderungen erfüllen kann. Kann er dies nicht, ist das Projekt nicht genehmigungsfähig (Ausschlusskriterium).