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Neue Kriterien für die Behandlung des M. Bechterew mit TNF-Inhibitoren
Am EULAR-Jahreskongress wurden die neuen Kriterien der Assessment in Ankylosing Spondylitis Working Group (ASAS) zur Anwendung von TNFa-Blockern bei M. Bechterew erstmals vorgestellt. Eine Reihe von Studien hat eindrücklich die Wirksamkeit von TNFa-Inhibitoren bei M. Bechterew gezeigt. Sowohl die entzündliche Aktivität im Bereich der peripheren Gelenke, wie auch im Bereich des Achsenskeletts konnte deutlich reduziert werden.
Unklar blieb aber bisher welche Patienten mit TNF-Inhibitoren behandelt werden sollten. Die neu vorgestellten Richtlinien wurden von der international zusammengesetzten ASAS Working Group anlässlich einer Konsensuskonferenz festgelegt und sollen den behandelnden Ärzten erlauben, diejenigen Patienten zu selektionieren, bei welchen eine solche Therapie angezeigt ist. Gemäss den neuen Kriterien sollten die Patienten die Diagnosekriterien für einen M. Bechterew erfüllen und eine minimale Krankheitsaktivität, gemessen mit einem Score (BASDAI) und aufgrund einer Beurteilung durch einen ausgewiesenen Fachspezialisten, aufweisen. Zudem sollten sie bereits erfolglos mit mindestens 2 NSAR behandelt, bzw. bei Befall von peripheren Gelenken bereits mit intraartikulären oder im Falle von Enthesitiden lokalen Steroidinfiltrationen behandelt worden sein.
Wann eine Therapie abgebrochen werden sollte, wird ebenfalls in den Richtlinien definiert. Die ASAS-Richtlinien wurden kürzlich in der Zeitschrift «Annals of the Rheumatic Diseases» publiziert (Ann Rheum Dis. 2003 Sep;62(9):817-24).