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Nashornschutz, Namibia
Das schwarze Nashorn, oder Spitzmaulnashorn, ist eine kritisch bedrohte Tierart. In Namibia ist eine Unterart heimisch, welche sich an die harschen und wüstenähnlichen Lebensbedingungen angepasst hat.Von der rapiden Abnahme in den 80-er Jahren haben sich die Bestände etwas erholt.
Allerdings ist in den letzten Jahren die Wilderei in Südafrika ausser Kontrolle geraten und in Folge auch die Bedrohungslage für die Nashörner in Namibia angestiegen. Aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen in der Wüste ist das Nashorn besonders anfällig und die Dutzenden Fälle von Wilderei pro Jahr werden schnell zu einer Gefahr für dessen Fortbestand.
Der Hauptabsatzmarkt liegt in Vietnam und China, wo für ein Kilo Horn enorme Summen bezahlt werden, da der Substanz heilende Wirkung bei Krebs und anderen Krankheiten zugeschrieben wird. Allerdings besteht das Rhinohorn aus Keratin, demselben Material wie menschliche Nägel. Die Patienten könnten also ebensogut an Ihren Fingernägeln kauen, das hätte die gleiche Wirkung.
Die Wilderer erschiessen die Nashörner oder betäuben sie und schneiden Ihnen dann die Hörner ganz nahe am Kopf ab, so dass das Nashorn anschliessend verblutet und onehin stirbt. Übliche Gegenmassnahmen umfassen eine verstärkte Patroullie der Schutzgebiete, das Einfärben der Hörner, das Einpflanzen von Tracking Devices, das Vergiften der Hörner oder das präventive Entfernen der Hörner.
Diese krassen Massnahmen können vermieden werden, wenn die lokale Bevölkerung mithilft, die Nashörner zu schützen. Dazu wurde die Rhino Ranger Initiative ins Leben gerufen, die genau dies tut. Die Einheimischen werden für das Monitoring der Nashörner bezahlt und rapportieren ungewöhnliche Aktivitäten und das Auftauchen von Fremden der Polizei und den Rangern, die dann sofort in Aktion treten können.
Mit einem Besuch des Desert Rhino Camps
unterstützen Sie die Arbeit des Save the Rhino Trusts und haben dort auch die Möglichkeit, mit den Trackern eines der seltenen und scheuen schwarzen Nashörner aufzuspüren.
2021 - Rhino Rangers Namibia - Zuwendung von USD 15‘000
2020 war wie kein anderes Jahr zuvor. Während die Dürre in Namibia unvermindert anhielt, schlug bekanntlich auch COVID-19 zu, was zu einem weltweiten Zusammenbruch des Tourismus und gleichzeitig zu erheblichen Einbussen der Finanzmittel führte, die für den Naturschutz zur Verfügung standen.
2020 - Rhino Rangers Namibia - Zuwendung von USD 20'000
Die gemeinsamen Anstrengungen zum Schutz der letzten wirklich wilden Spitzmaulnashorn-Population Afrikas in Namibia zahlten sich aus. Auch im 2019 wurde in vollen 12 Monaten kein Nashorn getötet!
Jeff Muntifering - Save the Rhino Trust
Unser Partner vor Ort ist der Save the Rhino Trust. Diese Organisation kümmert sich seit über dreissig Jahren um den Schutz der Nashörner im Nordwesten Namibias und es ist massgeblich deren Einsatz zu verdanken, dass sich die Bestände stabilisiert und erholt haben. Der Save the Rhino Trust arbeitet eng mit der lokalen Bevölkerung, dem Umweltministerium und weiteren regierungsunabhängigen Organisationen (NGOs) zusammen. Die lange und erfolgreiche Arbeit des Trusts zeigt sich in einem ausserordentlich guten Vertrauensverhältnis zwischen den Partnern, dem erfolgreichen Einsatz für das Nashorn, und nicht zuletzt in einem in der Region tief verankerten Verständnis für den nachhaltigen Tourismus zum Wohl der Tierwelt.
Die wichtigste Aufgabe der Organisation ist das Überwachen und Beobachten der Nashörner. Diese wissenschaftliche Arbeit liefert einen essentiellen Einblick in die Lebensweise des Nashorns und ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus und den Einbezug der lokalen Bevölkerung.
Dr. Jeff Muntifering wurde in Minnesota (USA) geboren. Er verbrachte einen Grossteil seiner Karriere in der Feldforschung an abgelegenen Orten rund um die Welt. In den letzten 15 Jahren ging es Jeff mehrheitlich darum, in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Programme zum Schutz der Tiere zu entwerfen und zu implementieren. Im Moment konzentriert sich Jeff bei Projekten in China und Namibia darauf, mit einem multidisziplinären Ansatz sowohl die Regierung, die lokale Bevölkerung und den Tourismus für den Schutz bedrohter Tierarten einzubinden. In China handelt es sich um das Przewalski’s Pferd, in Namibia um das Spitzmaulnashorn (black rhino).
In Namibia arbeitet Jeff seit 2003 als wissenschaftlicher Berater mit dem Save the Rhino Trust, welcher sich für das Überleben des Spitzmaulnashorns einsetzt. Neue Ansätze, insbesondere die Einbindung des Tourismus und der einheimischen Bevölkerung mit Hilfe eines Programms, welches gute und engagierte Mitarbeiter finanziell belohnt, hat grosse Erfolge gebracht.
Jeff ist auch Mitgründer der Rhino Ranger Initiative, welche den gleichen Ansatz zu den Communities in Namibia hinausträgt und lokale Mitarbeiter als Rhino Ranger und Schutzpatrone der Nashörner rekrutiert, ausbildet und mit Arbeitsmaterial ausstattet.
Jeff ist verheiratet mit Basilia, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Namibia.
CV Dr. Jeff Muntifering
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