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Laut dem Bericht des Beratungsunternehmens Compass Lexecon im Auftrag von Foratom, würde die vorzeitige Stilllegung von Kernkraftwerken in der Europäischen Union (EU) zu einem Anstieg der Verbraucherkosten, negativen Umweltauswirkungen, einem höheren Rohstoffverbrauch und grösseren Auswirkungen auf die Landnutzung führen.
Der Bericht wurde erstmals 2018 erstellt, jetzt aber aktualisiert, um dem Brexit und den aktualisierten EU-Dekarbonisierungszielen für 2030 (Erhöhung von 40% Treibhausgasemissions-Reduzierung auf mindestens 55%) und 2050 (Erhöhung der Treibhausgasemissions-Reduzierung um 80% bis 95% auf Netto-Null-Emissionen) Rechnung zu tragen.
Dem Bericht zufolge würde die vorzeitige Stilllegung von Kernkraftwerken:
- zu einem Anstieg der CO2-Emissionen bis 2025 führen und damit die Pläne zur Eindämmung des Klimawandels beeinträchtigen.
- neue Gas- oder Kohlekraftwerke erforderlich machen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, was einen Anstieg der Luftschadstoffe zur Folge hätte.
- den Aufbau neuer Solar- und Windkraftkapazitäten erfordern, um die Umweltziele zu erreichen. Das führe zu einem geschätzten zusätzlichen Flächenbedarf von 9890 km2 oder 7% der gesamten Landnutzung zwischen 2020 und 2050.
Laut Bericht hat die Kernenergie den geringsten Rohstoff-Fussabdruck aller grosstechnischen, kohlenstoffarmen Energietechnologien.
Foratom rief die EU auf, anzuerkennen, dass die Kernenergie «eine bezahlbare Lösung ist, die der EU helfen wird, ihre ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten». Die EU müsse eine frühzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken vermeiden, damit die langfristigen Dekarbonisierungsziele nicht aus dem Ruder liefen.
Nach Ansicht von Foratom sollten alle kohlenstoffarmen Technologien derselben «fundierten und wissenschaftlichen Bewertung» unterzogen werden, um einen nachhaltigen Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesystem zu gewährleisten.
Quelle
S.D. nach Foratom, Medienmitteilung, 30. November 2021 und NucNet, 30. November 2021