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der Lausannengasse und mit der Rue de la Préfecture;
2. Les Places, die ganze obere Stadt;
3. L'Auge (die Au) mit dem Gotteron, Grabensal und Stalden;
4. die Neustadt (La Neuveville) mit der Matte (La Planche), dem Court Chemin und der Grandefontaine.
Diese beiden letztgenannten Quartiere bilden zusammen die Unterstadt.
Der mittlere Barometerstand in Freiburg beträgt auf dem Konviktsplatz (obere Stadt) 709,3 mm. Mittlere Jahrestemperatur 8,5° C.; mittlere Temperatur des wärmsten Monates (Juli) 19,3° C., diejenige des kältesten Monates (Dezember) -3,5° C. Beobachtete Extreme +30° und -22° C. Vorherrschende Winde sind der SW. und NO., jener warm und feucht, dieser kalt und trocken; der Föhn tritt nur selten auf und auch dann nicht mit demjenigen Ungestüm, das ihn in den engen Gebirgsthälern auszeichnet.
Mittlere jährliche Niederschlagsmenge 965 mm, stärkster Niederschlag mit 313,8 mm im Winter, schwächster mit 143,2 mm im Herbst. 1900 zählte man im Ganzen 116 Tage mit Niederschlägen (Regen und Schnee), wovon die meisten (43) auf den Winter und die wenigsten (19) auf den Herbst entfielen; heitere Tage 185. Gegen Ende des Herbstes und zu Beginn des Winters liegen über dem Saanethal öfters dichte Nebel. Die Zahl der Gewitter schwankt zwischen 7 und 18.
Oeffentliche und private Bauten.
Schon auf den ersten Blick lassen sich in Freiburg die Altstadt und die neuen Quartiere mit Leichtigkeit von einander unterscheiden. Auf der Halbinsel ist der ganze verfügbare Raum mit eng aneinander geschmiegten Häusermassen besetzt, während die Aussenquartiere eine mehr offene Bauart mit Gärten zeigen.
Freiburg war einst stark befestigt. Um die erste Stadtanlage, das heutige Burgquartier, zu verteidigen, genügte es, auf der zugänglichsten Seite einen Graben auszuheben und einen Wall zu errichten. Diese Befestigungsanlagen zogen sich längs der heutigen Rue du Tilleul hin, um einerseits am Grabensal und andererseits am Rathausplatz, wo das Schloss der Herzoge stand, zu endigen. Während der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts dehnte sich dann die Stadt rasch aus, so dass eine neue Linie von Festungswällen notwendig wurde.
Diese folgte zwei natürlichen Bodeneinschnitten, dem Graben und Wallriss, u. endigte am Felsenufer der Saane nahe der heutigen Präfektur mit dem 1849 abgetragenen sog. Bösen Turm (Mauvaise Tour). Der mächtige Torturm des Jacquemar (1853 abgetragen) bildete den Hauptausgang aus der Stadt gegen die Seite des Welschlandes hin. Ende des 14. Jahrhunderts erbaute man den Roten Turm, den Turm von Dürrenbühl und das Bürglentor, um den am rechten Ufer der Saane gelegenen SO.-Stadtteil vor einem Handstreich der Berner zu sichern.
Zwischen 1386 und 1414 entstand die dritte Umfassungsmauer zum Schutze des Quartieres Les Places und der Murtnergasse. Das in diese Anlagen mit einbezogene Remundtor (Porte de Romont) und das Weiertor (Porte des Étangs) waren mit sehr vollkommenen Aussenwerken versehen; von der Porte des Étangs an folgte der Wall bis zur Saane dem Tobel des Mont Revers. Inmitten dieses noch ziemlich gut erhaltenen Teiles der Festungswerke stehen das Murtentor mit 1411-1414 erbautem 34 m hohem Turm und die Tour des Rasoirs (ehemals Tour des Curtils Novels). Ebenfalls gut erhalten ist die alle benachbarten Häuser weit überragende Tour Henri.
Bemerkenswert sind vor Allem auch die Kirchen und Klöster Freiburgs. Die im Burgquartier befindliche Kollegiatskirche St. Nikolaus ist ein schöner Bau in gotischem Stil, dem aber in Folge seiner zu verschiedenen Zeiten ausgeführten Bauten und Vergrösserungen ein gewisser Mangel an Einheit anhaftet. Im Jahre 1178 liess hier der Gründer Freiburgs das erste Kirchlein bauen und im Jahre 1182 dasselbe durch den Bischof Roger von Lausanne einweihen. Im Jahre 1512 erhielt die St. Nikolauskirche von Papst Julius II. den Rang einer Kollegiatskirche.
Ihr Chor hat man im 17. Jahrhundert völlig neu erbaut, während das Hauptschiff im 13. Jahrhundert begonnen und im 14. Jahrhundert vollendet worden ist. Sehenswert sind die Kanzel, der Taufstein, die Chorstühle und das Chorgitter, die Darstellung des Leidens Christi am grossen Ogivenbogen zwischen Chor und Schiff, die Kapelle des h. Grabes, die Ornamente und Kunstgegenstände in der Sakristei, die 12 Seitenkapellen (besonders diejenigen Unserer lieben Frau zum Siege und die Muttergotteskapelle), ferner der 1876 neu erstellte Hauptaltar, die aus dem Kloster Hauterive (14. Jahrhundert) stammenden Glasgemälde im Chor und vor Allem die von Aloys Mooser erbaute berühmte Orgel mit ihren 74 Registern und 7800 Pfeifen, deren grösste 6 m hoch sind.
Schon dieses Kunstwerk allein, eines der Wunder Europas, lohnt eine Reise nach Freiburg. Gewaltig ist auch der 76 m hohe, leider aber unvollendet gebliebene Turm, zu dessen Plattform man auf einer 365 Stufen zählenden Wendeltreppe gelangt; prachtvoll ist das Geläute, dessen grösste Glocke 9912 kg wiegt. Endlich nennen wir noch das Hauptportal mit seinen das jüngste Gericht darstellenden Basreliefs und das geschmackvoll ausgeschmückte und in reinem gotischen Stil gehaltene Seitenportal.
Die Liebfrauenkirche stammt aus dem Jahre 1201, war ¶