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Knapp einen Monat nach dem Megabeben und dem Tsunami in Japan suchen Soldaten in der Katastrophenregion unter Trümmern und auf dem Meer nach fast 15'000 Vermissten. Rund 22'000 Soldaten der japanischen Streitkräfte und des US-Militärs durchkämmten den Nordosten der Hauptinsel Honshu.
Wie japanische Medien am Sonntag berichteten, standen 90 Flugzeuge und 50 Marine-Schiffe im Einsatz. Entlang der Pazifikküste suchten Taucher im Meer nach Vermissten.
Seit dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami am 11. März wurden offiziell 12'998 Leichen geborgen. Noch immer gelten aber 14'691 Menschen als vermisst, auch sie überlebten die Katastrophe wahrscheinlich nicht.
Ausgenommen von der grossen Suchaktion ist nach Angaben des Fernsehsenders NHK die erweiterte 30-Kilometer-Zone rund um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima 1.
In die vollständig evakuierte 20-Kilometer-Sperrzone rund um das Krisen-AKW kehrten kurzzeitig frühere Bewohner auf eigenes Risiko zurück und nahmen persönliche Habseligkeiten an sich. Noch immer harren 150'000 Menschen in den 2400 Notunterkünften aus.
Super-GAU droht noch immer
In der Atomruine von Fukushima kämpften die Arbeiter weiterhin gegen den drohenden Super-GAU. Sie begannen am Sonntag damit, eine Barriere aus Stahlplatten zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass stark radioaktiver Schlamm sich im Meer ausbreitet.
Zeitgleich pumpte der Kraftwerksbetreiber Tepco aber weiter leicht radioaktives Wasser in den Pazifik, um in den Tanks Platz für stärker verseuchtes Wasser zu machen.
Nach den Angaben von Tepco wird weiterhin Stickstoff in die Reaktoren geleitet, um weitere Wasserstoffexplosionen zu verhindern, die radioaktive Teilchen in die Atmosphäre schleudern könnten.
Tepco gab am Sonntag bekannt, dass einer der Fukushima-Arbeiter ins Spital eingeliefert werden musste. "Er war bei Bewusstsein, brauchte aber Hilfe beim Laufen." Der Mann gehörte zu etwa 30 Arbeitern, die unmittelbar am besonders schwer beschädigten Reaktor zwei des Atomkraftwerks eingesetzt waren.
Ein Schritt vorwärts, einer zurück
Fortschritte bei den Bemühungen, die Reaktoren nachhaltig zu kühlen und so wieder unter Kontrolle zu bringen, gibt es nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde aber kaum.
SDA-ATS