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Es gibt diverse Theorien über die ersten Ahnen dieses Kartenspiels, die aber allesamt nicht gesichert sind. Fest steht, dass der Name Poker sich von den Wörtern Poch (pochen) und dem englischen Poke (anstupsen) ableitet.
Erstes Auftreten in den Vereinigten Staaten
1829 brachten französische Einwanderer ein ähnliches Spiel aus Europa in die USA nach New Orleans. Vier Spieler spielten ein Spiel mit 20 Karten und dabei wurde darauf gewettet, wer die beste Hand hatte.
1834 fand das Spiel erstmals schriftliche Erwähnung und wurde damals schon als Schummelei bezeichnet, bei dem viele Siedler ihr ganzes Hab und Gut verzockten.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bekam dieses Spiel durch den einsetzenden Goldrausch noch einmal Aufschwung.
Nachdem sich das Spiel in ganz Amerika verbreitet hatte, wurde fast überall mit den üblichen Kartensets mit 52 Spielkarten gespielt.
Unglaublich viele verschidene Varianten des Spiels
Stud und Draw waren am Anfang sehr beliebt und wurden schon im amerikanischen Sezessionskrieg in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts gespielt.
Erst später wurde eine Vielzahl von Spielvarianten mit Gemeinschaftskarten (Community Cards), wie man es bei Texas Hold’em oder Omaha kennt, eingeführt.
Die Hold’em Varianten wurden immer beliebter, als in den späten 90er Jahren die Casinos vermehrt diese Pokerart aufgrund der hohen Nachfrage anboten. Als Turniere erstmals angeboten wurden, feuerte dies die Beliebtheit weiter an.
Die Möglichkeit, dass Spieler aus aller Welt live miteinander (oder eher gegeneinander!) Turniere oder Cash Games rund um die Uhr und gleichzeitig an mehreren Tischen spielen können, hat die Anzahl Pokerspieler explosionsartig anwachsen lassen. Doch wie kam es überhaupt dazu?
In den späten 1990er Jahren war Planet Poker der erste Online Casino, welches ermöglichte, über das Internet Spiele um Echtgeld Poker auszutragen. Das erste Blatt wurde online am 1. Januar 1998 ausgeteilt!
Kurz darauf traten schon andere Cardrooms auf den Markt. Der eigentliche Boom wurde im Jahr 2003 durch Chris Moneymaker ausgelöst.
Von Beruf gewöhnlicher Buchhalter mit finanziellen Problemen in seinem Privatleben, qualifizierte er sich für die World Series of Poker 2003, indem er sich online mit einem Einsatz von 39$ in einem Turnier durchsetzte.
Als er das Main Event (die inoffizielle Poker-Weltmeisterschaft!) dann auch noch gewann, löste dies einen unglaublichen Hype aus. Schon 2004 meldeten sich dreimal so viele Spieler für die WSOP an.
Im Jahr darauf gewann Greg Raymer das Turnier. Auch er hatte sich bei Pokerstars für das Turnier qualifiziert!
Im Oktober 2004 kaufte Sportingbet, die damals grösste öffentliche Gambling-Firma der Welt, ParadisePoker.com für 340 Millionen Dollar. Dies war das erste Mal, dass eine Börsenkotierte Firma einen Poker-Anbieter aufkaufte.
Seither gab es diverse Übernahmen und viele Cardrooms sind selber an der Börse gelistet.