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Wie vertont man die in Russland als «Feuervogel» bekannte Geschichte eines jungen Prinzen, der 13 Prinzessinnen aus den Fängen eines bösen Magiers befreit? Für Strawinsky war klar: Dazu braucht es ausdrucksstarke, mitreissende und vor allem bildhafte Musik, zu der es sich tanzen lässt.
Strawinsky schrieb seinen «Feuervogel» ursprünglich als Tanzmusik für die berüchtigte Tanzkompanie «Ballets russes», die Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihrer Exotik verzauberte. In Schaffhausen erklingt nun die Suite aus dem Ballett, bei der man die Handlung vor dem inneren Auge regelrecht sieht.
Ähnliches passiert beim Hören von Ravels Ballettmusik «Ma Mère l’Oye»: In fünf sehr «impressionistischen» Sätzen werden Märchenfiguren wie Dornröschen oder der kleine Däumling mit charakteristischer Musik zum Leben erweckt.
Matthias Pintscher hätte das Konzert leiten müssen, kann aber aufgrund einer Erkrankung nicht anreisen. Er wird von Jonathan Stockhammer vertreten.
Pintscher ist ein herausragender Experte für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Pintscher zählt ebenso zu den wichtigsten Komponisten unserer Zeit und stellt in Schaffhausen sein neues Violinkonzert vor. Dieses bringt die auf zeitgenössische Violinmusik spezialisierte Kanadierin Leila Josefowicz zum zweiten Mal überhaupt zur Aufführung.