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Huningue. psc. Um die 1000 Skinheads aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und Frankreich haben in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag in dem nordelsässischen Dorf Ringendorf den Geburtstag von Hitler gefeiert. Der deutsche Diktator wurde am 20. April 1889 im oberösterreichischen Braunau geboren.
Laut den elsässischen Tageszeitungen waren am Samstagabend ab 17.30 Uhr zwischen 200 und 300 Autos in den Ort gekommen, die meisten mit vier oder fünf Personen besetzt und der überwiegende Teil aus Deutschland. Die letzten Skinheads verliessen die Festhalle am Sonntagmorgen. Ein Deutscher hatte die Halle in Ringendorf, das westlich von Haguenau liegt und 300 Einwohner hat, vor zirka zehn Tagen von der Mairie für eine Verlobungsfeier gemietet – mit der Begründung, Ringendorf würde in der Mitte zwischen seinem Wohnort in Deutschland und dem seiner französischen Freundin in Frankreich liegen. Der Maire hatte keinen Verdacht geschöpft.
Seit etlichen Jahren feiern immer wieder einige hundert Skinheads in Ostfrankreich Hitlers Geburtstag. Damit dies schwieriger unterbunden werden konnte, hatten sie angeblich in mehreren Gemeinden im Nordelsass einen Festsaal angemietet.
Laut Anwohnern sollen die Skins in der Halle Nazi-Slogans wie «Heil Hitler» skandiert haben. Von aussen war allerdings nichts zu sehen und die Rechtsextremisten haben die Halle am nächsten Morgen unbeschädigt und sauber zurückgelassen. Die deutschen Behörden hatten die französische Polizei vorgewarnt, dass eine grössere Anzahl von Skinheads aus Deutschland ins Elsass kommen würde. Die Gendarmerie hat sämtliche Nummernschilder notiert und eine Untersuchung eröffnet.