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Kambodscha wurde in der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit der Schweiz, die 2012 vom Parlament verabschiedet wurde, als neues Tätigkeitsgebiet der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) definiert. Es ist immer noch eines der ärmsten Länder in Asien. Ungefähr ein Drittel der etwa 14.5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben unter der Armutsschwelle. Die Ernährungsunsicherheit ist ein ständiges Problem. 80% der Bevölkerung leben auf dem Land und betreiben im Wesentlichen Subsistenzlandwirtschaft. Diese Menschen profitieren kaum vom Wirtschaftswachstum.
Mit dem neuen Programm in Kambodscha, wo die DEZA schon bisher Beiträge an Schweizer Nichtregierungsorganisationen (NGO) leistete, engagiert sich die Schweiz in einem Land, das durch fast vierzig Jahre Unsicherheit und innere Konflikte geprägt ist. Trotz der laufenden Reformen und der Fortschritte, die erzielt werden konnten, sind die Herausforderungen in den Bereichen Armutsbekämpfung, Verbesserung des Gesundheits- und Bildungssystems sowie Rechtsstaatlichkeit immer noch gross. Die Schweizer Zusammenarbeit wird sich auf drei Schwerpunkte konzentrieren: lokale Gouvernanz, Berufsbildung sowie Förderung der Landwirtschaft und Verringerung der Ernährungsunsicherheit.
Die DEZA wird zudem weiterhin mit einem Beitrag an die Kantha-Bopha-Spitäler von Dr. Richner den Gesundheitsbereich unterstützen, um kambodschanischen Kindern kostenlos eine qualitativ hochstehende medizinische Versorgung zu bieten und das kambodschanische Ausbildungssystem für Pflegepersonal zu fördern. Zu diesem Beitrag der Schweiz in der Höhe von 4 Millionen Franken kommen jährlich 10 bis 12 Millionen Franken hinzu, die die Schweizer Zusammenarbeit in den nächsten Jahren in Kambodscha investieren will.
Das neue Programm der DEZA in Kambodscha wird im Rahmen der Aktivitäten der Schweizer Zusammenarbeit in der Mekong-Region durchgeführt. Die neue Kooperationsstrategie für die Mekong-Region 2013–2017 umfasst neben Kambodscha auch Laos und Vietnam, zwei Länder, in denen die DEZA seit vielen Jahren tätig ist. Bei ihrer Tätigkeit in der Region konzentriert sie sich auf die Armen und Benachteiligten in ländlichen Gebieten, um Armut und Ungleichheiten zu bekämpfen und zum sozialen Frieden und zur Stabilität der ganzen Region beizutragen.
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