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Der Tod durch Suizid ist ein häufig unterschätztes Gesundheitsproblem in der Schweiz. Dies gilt nicht nur im Vergleich zu anderen Ländern – die Schweiz gehört innerhalb von Europa zu den Ländern mit einer überdurchschnittlich hohen Suizidrate – sondern auch im Vergleich zu anderen Gesundheitsproblemen.
Suizid ist nach Krebs-, Kreislauferkrankungen und Unfällen der vierthäufigste Grund für frühzeitige Sterblichkeit (gemessen in verlorenen potenziellen Lebensjahren). Suizidfälle haben auch beträchtliche indirekte Folgen: Durchschnittlich sind vier bis sechs Angehörige und Nahestehende betroffen. Oft trifft es diese völlig unerwartet, einige entwickeln danach ein erhebliches Leiden. Wenn Suizide im öffentlichen Raum stattfinden, z.B. bei einem Sprung von einem Gebäude oder vor den Zug, kann es zudem zur Traumatisierung von Drittpersonen kommen.
Definition
Standardisierte Suizidrate (Todesursachen nach ICD-10 Codes X60 bis X84) pro 100'000 Einwohner/innen.
Die hier dargestellten Ergebnisse basieren auf der Todesursachenstatistik des BFS, berücksichtigt werden Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.
Formel für die Berechnung dieses Indikators
Als Suizide werden alle Todesursachen mit ICD-10 Diagnosen X60 bis X84 bezeichnet.
Die altersstandardisierten Suizidrate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:
Ni: Zahl der Personen in der Altersgruppe i der Standardbevölkerung.
sri: Altersspezifische Suizidrate je 100‘000 Einwohner und Einwohnerinnen
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat 2013) verwendet.
Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Poisson-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Boyle 1991, Armitage 2002).
Für regionale Vergleiche (kantonale Raten) wurden die Raten über einen gleitenden 5-Jahresmittelwert berechnet.
Referenzen
Eurostat: “Revision of the European Standard Population”, eurostat methodologies and working papers, eurostat 2013, p.121.
Boyle P, Parkin D.M.: “Statistical methods for registries”, Chapter 11, S.138; in: Jensen, Parkin, MacLennan, Muir, Skeet: "Cancer Registration: Principles and Methods", Lyon 1991.
Armitage P., Berry G., Matthews J.N.S.: “Statistical Methods in Medical Research”. 4th Edition. Blackwell Publishing, Oxford 2002. p.662.
Quellen
Bundesamt für Statistik
Statistik der Todesursachen
Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)