Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03340.jsonl.gz/2822

|1.||Neu||Die Steine werden im Steinbruch auf das gewünschte Mass und schon in der richtigen Form zugerichtet (Lehrmeinung = nur die Unterseite ist behauen, die Steine werden erst beim Verlegen auf der Pyramide zugerichtet)|
|2.||Neu||Ganz am Anfang und ganz am Schluss werden die Steine mit Hebeln bewegt, aber dazwischen werden sie auf einem Schlitten festgebunden auf Gleisen gezogen (Lehrmeinung = bei fast allen Rampenmodellen wird der Stein um Ecken gehebelt oder zumindestens auf den obersten 50 Metern der Pyramide)|
|3.||Neu||Der Stein bleibt die ganze Transportzeit auf demselben Schlitten festgebunden, ausser er muss in der Bauhütte noch aus irgend einem Grund zugerichtet werden (Lehrmeinung = Kontrolle und Anpassen der Steine erst auf dem Pyramidenplateau)|
|4.||Neu||Auf dem Pyramidenplateau wird der Stein verlegt. Die äusseren Steine werden genau eingepasst und falls nötig nachgeschliffen (Lehrmeinung = Schräge abschlagen und Polieren wird auf der Pyramide gemacht)|
Folgende Arbeiten müssen koordiniert werden, bis ein Stein auf den vorgesehenen Platz auf dem Pyramidenplateau gelangt:
Wer war der Architekt der Cheops-Pyramide? Leider ist dies nicht klar, in Frage kommen ein Onkel (Chaefsnofru), ein Schwiegersohn (Ankhaf oder Chufu-Anch), ein Vetter von Cheops (Emjunu) oder ein Mann namens Hem-On (Emjunu oder Hm-Inwnw). Auf jeden Fall muss man die Arbeit dieses Mannes bewundern!
Der Baumeister musste die Arbeit Tausender
von Menschen planen, koordinieren und beaufsichtigen. Dazu brauchte er
Aufseher, Schreiber und viel Hilfspersonal. Eine riesige Aufgabe, auch
wenn es nach Berechnungen von Dr Heribert Illig und Franz Löhner
nur ca. 6700 Mann brauchte, um die Cheops-Pyramide (Khufu-Pyramide) zu
bauen.
Berechnung der Anzahl Beschäftigter für den Bau der Cheops-Pyramide
In den Werkstätten auf dem Giza-Plateau waren hoch qualifizierte Arbeiter beschäftigt, sozusagen die Elite ihres Berufstandes. Die Hauptarbeit wird in den Steinbrüchen gemacht, die Masse und Form jedes Steins werden vorher genau bestimmt und die Steine entsprechend gebrochen und zugerichtet. Nur falls mal ein falscher Stein geliefert wird oder einer fehlt oder doch eine andere Form braucht, wird der Steinblock in der Bauhütte geändert. Solche Änderungen erfordern mehr Können und präziseres Arbeiten. Die meisten Steine sind jedoch Standardsteine und werden nicht noch weiter bearbeitet.
Die Lehrmeinung sagt zwar, dass die Steine auf der Pyramide zugerichtet wurden, aber ein Stein sollte keinenfalls erst auf dem Pyramidenplateau geändert werden. Denn ein individuelles Zurichten auf dem wachsenden Pyramidenstumpf war unmöglich - alles was über ein Beseitigen letzter Unebenheiten hinausgegangen wäre, hätte alle andern Arbeiten behindert und obendrein den Abtransport grösserer Steinabfälle verlangt. Vergessen wir auch nicht, dass jedes Steinstück, das beim Behauen wegsplittert, eine Gefahr bildete.
Auf dem Pyramidenplateau sollten die Steine nur noch verlegt
werden und noch die äusseren Steine poliert werden. Das ist auf der
immer kleiner werdenen Oberfläche schon schwierig genug!
Illustration Zurichten der Steine (falsch!)
Äussere Steine - Glättung von unten nach oben?
Die Steine im Innern der Pyramide
Steinbrechen und Steinbearbeitung mit Kupfer- oder Eisenwerkzeugen? (Wie wurden die Steine in den Steinbrüchen gebrochen? )
Steinbrüche im alten Ägypten (Zuhauen in den Tura-Steinbrüchen)
Die Schmiedewerkstatt war sehr wichtig,
Werkzeuge für die Bearbeitung der Steine mussten hergestellt und
dann nach Gebrauch nachgeschmiedet werden. Die Arbeit findet in einem
abgedunkeltem Raum statt, so dass die Farbe des glühenden Metalls
genau beobachtet werden kann. Der Schmied war für die komplette Herstellung
verantwortlich. Diese Tätigkeit erfordert viel Wissen und Erfahrung
und Schmiede waren hoch angesehen. In der Schmiede braucht es auch viele
Helfer, Männer am Blasebalg, Haltekräfte, Materialherbeischaffer,
Wasserträger etc.
Berechnung der Anzahl Beschäftigter für den Bau der Cheops-Pyramide
Es stand aber nicht wie auf gewissen Illustrationen noch eine Bauhütte auf dem Pyramidenplateau - und auf keinen Fall durfte man eine Schmiedewerkstatt auf dem Plateau errichten - die Hitze des Schmiedefeuers hätte den darunterliegenden Steinen geschadet und zum Zerspringen gebracht!
Franz Löhner ist überzeugt, dass vor allem Granit
nicht mit Kupferwerkzeugen bearbeitet werden konnte - er ist viel zu hart
(Mohshärte 6-8).
Steinbrechen und Steinbearbeitung mit Kupfer- oder Eisenwerkzeugen? (Thema Eisen)
Eine wichtige Arbeit in der Schreinerei war wohl, die Seilrollenböcke
herzustellen und sie zu unterhalten. Hier musste auch mit der Schmiedewerkstatt
zusammengearbeitet werden, um die Kupferlager für die Seilrollen
(Umlenkrollen) herzustellen.
Löhners Seilrollenbock (Umlenkbock)
Täglich mussten 500 Steine, jeder auf einem Schlitten,
vom Steinbruch zur Bauplattform auf der Pyramide geschafft werden. Es
ist deshalb davon auszugehen, dass die Schlitten Massenware waren, sie
mussten zuerst hergestellt, dann gut unterhalten und repariert
werden und nach einer gewissen Zeit ersetzt werden.
Steintransport mit Schlitten auf Geleisen (mehr zum Schlitten)
Die Geleise bestanden ebenfalls aus Holz.
Diese mussten gezimmert und dann auf der Pyramidenflanke installiert werden.
Es gab sicher Arbeiter, die nur für die Wartung und Instandhaltung
der Geleise verantwortlich waren.
Gleisanlage mit Seilrollenstation auf der Pyramidenflanke
Für das Glätten und Polieren der äusseren
Steine wurden Arbeitsgerüste gebraucht, auch diese wurden in der
Schreinerwerkstatt hergestellt.
Äussere Steine - Glättung von unten nach oben?
Seile von verschiedenen Dicken und Längen wurden überall
auf der Pyramiden-Baustelle gebraucht. Ob die Herstellung der Seile ebenfalls
hier geschah weiss man nicht, aber sicher musste eine Seilerei existieren,
die für die Prüfung und den Unterhalt der Seile zuständig
war.
Steintransport mit Schlitten auf Geleisen (mehr zur Seilführung)
Die alten Ägypter verwendeten Hanfseile (Cannabis sativa), die aus Nutzhanf hergestellt werden. Es gibt auch Seile aus der Dum-Palme (Hyphaene thebaica), diese sind jedoch schwächer und konnten deshalb nicht für grosse Lasten verwendet werden.
|Impressum:||

Copyright 2006:
|Franz Löhner www.cheops-pyramide.ch|

Konzept und Design:
|Teresa (Zubi) Zuberbühler www.starfish.ch|
This page in English (shortened version)