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Nach Kuba, Kongo und weiteren Stationen waren die bolivianischen Berge und Schluchten in der Umgebung von La Higuera der letzte Zufluchtsort von Ernesto Che Guevara. Auch hier versuchte er seine Ideen zu verwirklichen. Die Bolivianer waren darüber wenig erfreut. Im Oktober 1967, also vor 50 Jahren, wurde er von einem Bauern verraten und durch bolivianische Soldaten gefangen genommen.
Seine letzte Nacht verbrachte er im Schulzimmer von La Higuera. Am nächsten Morgen wurde er in diesem Schulzimmer erschossen. Heute befindet sich dort ein kleines Museum.
Wir kamen am Abend des 1. Mai in La Higuera an. Was für ein Zufall! Am 1. Mai an dem Ort, wo wohl der berühmteste, marxistische Revolutionär starb!
Die Fahrt von Sucre bis Vallegrande auf dem Che-Trail war abwechslungsreich. Es ging rauf und runter, und dies alles auf Naturpisten.
Solche Fahrten verbrauchen viel Diesel! Als Ausländer ist es in Bolivien nicht so einfach, zu Diesel zu kommen. Der Literpreis ist 2.5 Mal höher als für Einheimische und die Tankstellen müssen diese Verkäufe mit einer separaten Rechnung dokumentieren. Deshalb können oder wollen viele Tankstellen Ausländern kein Diesel verkaufen. In Vallegrande fanden wir eine Tankstelle, die uns Diesel zum Einheimischentarif jedoch nur in Kanistern verkaufte.