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Titel
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Aargau.
Kanton der schweizer. Eidgenossenschaft.
1. Lage, Grenzen, Grœsse.
Der Kanton
Aargau
liegt im N. der
Schweiz und zwar mit Bezug auf deren west-östl. Ausdehnung ziemlich genau in der Mitte, zwischen 7°
42' und 8° 25' OL. v. Greenwich und zwischen 47° 8' und 47° 37' NBr. Die Orte
Kaiseraugst und
Kaiserstuhl
im N., sowie
Murgenthal und
Dietwil im S. bestimmen ziemlich genau seine Grenzpunkte. Im N. grenzt der Kanton durch den
Rhein
an das Grossherzogtum Baden,
im O. an Zürich
und Zug,
im
S. an Luzern,
im W. an Bern,
Solothurn
und Basel Land.
Ueberdies gehört zum Kanton die Exklave des
Klosters Fahr am rechten Ufer der
Limmat bei
Schlieren.
Die Fläche umfasst 1404,1 km2, die Bevölkerung beträgt (1900) 206498 Seelen, die Dichte somit 147.
2. Geologische Verhæltnisse:
Orographie und Hydrographie. Am Aufbau des Landes sind ausser dem Gneiss und Granit des Grundgebirges geschichtete, meist aus dem Meere ursprünglich horizontal abgelagerte ausserordentlich manigfaltige Formationen beteiligt. Es sind in aufsteigender Reihenfolge: Von den paläozoischen Formationen nur unbedeutende lokale Spuren des «Rotliegenden» (in Schäffigen bei Laufenburg); von den mesozoischen Formationen alle Stufen der Trias (Buntsandstein, ¶
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Muschelkalk, Lettenkohlendolomit und Keuper), des Jura (Lias, Dogger und Malm); von känozoische Formationen: eozäner Bohnerzton und Huppererde, Untere Süsswassermolasse, Meeresmolasse und Obere Süsswassermolasse.
Ganz besonders reich, wie sonst nirgends in der Schweiz und ringsum, ist das Diluvium oder Quartär (während der Vergletscherungen und in interglazialen Perioden erzeugte Ablagerungen) entwickelt. Der Neuzeit gehören die meisten Bergstürze, Trümmerhalden, Tuff, Torf, die Lehm- und Kieslagen der tiefsten Thalsohlen und die künstlichen Aufschüttungen an. Innerhalb der genannten Formationen spielen in der Orographie und Tektonik folgende Gesteine die wichtigste Rolle:
der Gips, Anhydrit, das Steinsalz und der Salzton des mittleren Muschelkalkes, die rauchgrauen Kalkbänke des Hauptmuschelkalkes;
die bunten Mergel, der Gips, Sandstein und Dolomit des Keupers;
die schwarzen Schiefermergel und dunkeln Kalke des Lias;
die dunkelgrauen Mergel des unteren und die braun anwitternden Rogensteine des mittleren Doggers;
die hellgrauen Mergel und Tonkalke des unteren Malmes (Argovien), die teils ockerfarbigen und etwas tonigen, teils reinweissen Kalkbänke des mittleren Malmes (Sequan) und oberen Malmes (Kimmeridien);
die meist olivenfarbenen Mergel und Sandsteine der Molasse, unter denen namentlich die Muschelsandsteinbänke der Meeresmolasse hervorstechen.
In den beiden Süsswassermolassen finden sich in verschiedenen Horizonten dünne Lager von Süsswasserkalk. Im obern Teil der Meeresmolasse liegt eine 2-20 m mächtige Bank bunter Nagelfluh. Im Diluvium sind fünf verschieden alte Schotter (älterer und jüngerer Deckenschotter, Hochterrassenschotter, Kiesablagerungen aus der Zeit der grössten Vergletscherung und ¶
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[Abbildung.] ¶