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Simone Hodel war schockiert, als ihr elfjähriger Sohn Robin sie ganz ernsthaft mit dem Gedanken konfrontierte, sich das Leben zu nehmen. Seine Begründung: Das Leben sei sinnlos, nur lernen und arbeiten – das gab doch keinen Sinn.
Wenn eine Mutter keine kluge Antwort bereithält
Simone war total überrumpelt. In ihrer aufkommenden Verzweiflung sagte sie: «Wenn du dir das Leben nimmst, kommst du in die Hölle.» Irgendwie musste sie ihn ja umstimmen. Robin gab sich mit dieser Antwort aber nicht zufrieden. «Aber sag, Mami, was ist denn der Sinn unseres Lebens?»
Es war klar, dass Robin keine Ruhe finden würde, solange er keinen Sinn in seinem Erdenleben erkennen konnte. Doch was sollte Simone nur sagen? Hatte sie auf diese Frage denn überhaupt selbst eine Antwort?
«Ich bete seit zwei Jahren, dass du mir eine solche Frage stellst»
«Die Frage, was denn eigentlich der Sinn meines Lebens war, ging mir nicht mehr aus dem Kopf», erinnert sich Simone. Sie hatte sich ihre Lebensträume verwirklicht, konnte ihren Traumberuf Hunde-Coiffeuse lernen, war als 21-Jährige sechs Monate in den USA gewesen, hatte einen lieben Mann, ein grosses Haus und viele Tiere. «Eigentlich hatte ich alles und trotzdem fragte ich mich: Und jetzt? Ist das alles?»
An diesem Tag kam eine Kundin mit ihrem Pudel in den Hundesalon. Simone fragte sie, ob sie den Sinn des Lebens kennen würde. «Jetzt bete ich seit zwei Jahren, dass du mir eine solche Frage stellst», erwiderte diese. Simone war überrascht und natürlich entsprechend offen. Sie liess sich sogar zu einem christlichen Kurs einladen.
Das eigene Leben Gott übergeben?
Mehrere Abende besuchte Simone den Kurs und war überrascht, wie viele ihrer Fragen dabei beantwortet wurden. Als ihr angeboten wurde, ein Gebet zu beten, überschlugen sich ihre Gedanken. «Ich fand es ein gutes Gebet – bis auf den letzten Satz. Der lautete: 'Herr Jesus, übernimm du die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie du mich haben willst.» Das forderte sie heraus. Eigentlich hatte sie ja ein gutes Leben und sie wollte nicht, dass Gott sie am Ende noch ins Kloster schicken würde.
Zwei Wochen kämpfte sie gegen die Entscheidung, führte Gespräche und rang sich schliesslich dazu durch, Jesus ihr Leben zu übergeben – ohne Vorbehalte. «Als ich das Gebet gesprochen hatte, passierte etwas Übernatürliches. In meinem Herzen öffnete sich ein Raum, der sich mit purer Liebe füllte. Noch nie fühlte ich mich so geliebt. Mir traten Tränen in die Augen, weil ich in diesem Moment wusste, dass ich nun ein Kind Gottes bin.»
Am Ziel angekommen
Simone erzählte Robin: «Ich habe den Sinn des Lebens gefunden!» Er war interessiert und begleitete seine Mutter in die christliche Gemeinde. Es dauerte nicht lange, bis er sein Leben ebenfalls Jesus übergab. Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte er sich von da an nicht mehr.
Dieses Erlebnis liegt inzwischen siebzehn Jahre zurück. Simone kann mit Überzeugung festhalten: «Durch die Beziehung mit Jesus wurde unser Leben erfüllt und sinnvoll.»
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