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Aufklärungsdienst,
militär. Dienst, welcher die Erkundung der Stellung und der Bewegungen, des Feindes bezweckt. Er ist fast ausschließlich Sache der Kavallerie. Im größern Verhältnis und bei einiger Entfernung vom Feinde fällt die Aufklärung im weitern Umfange den selbständigen Kavalleriedivisionen zu. Der eigenen Armee weit ¶
mehr
vorausgehend, bilden sie das Mittel, durch Erforschung der Verhältnisse beim Feinde die Kriegslage zu klären, zugleich aber die eigenen Bewegungen zu verschleiern. Der der den Infanteriedivisionen zugeteilten Kavallerie bewegt sich in engern Grenzen, [* 3] reicht aber bis in alle Teile des Gefechts hinein; namentlich gehört die Aufklärung in der Flanke der eigenen Truppe und gegen die Flanke des Feindes zu den stetigen Aufgaben derselben. Zur Aufklärung sind außer dem unmittelbaren Aufsuchen des Feindes alle sonst geeigneten Mittel zu benutzen.
Von Bedeutung ist es, möglichst früh Gefangene zu machen; die Nummern ihrer Regimenter lassen auf die Verteilung der feindlichen
Streitkräfte schließen. Im übrigen bleibt für die Aufklärung das Sehen
[* 4] die Hauptsache, das Gefecht
nur Mittel zu diesem Zweck. Zum Sehen sind einzelne Reiter oder kleine Abteilungen am geeignetsten. Angriffe stärkerer Infanterieabteilungen
zu
Aufklärungszwecken sind nur als Einleitung eines beabsichtigten allgemeinen Angriffs gerechtfertigt. Der in feinen oben
angegebenen Abstufungen entspricht dem Begriffe der strategischen und taktischen Rekognoscierungen. Über die
Aufgabe und Bedeutung der Offizierpatrouille s. d.