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Coping-Strategie, Coping (von englisch: to cope with = „bewältigen“, „überwinden“) bezeichnet die Art des Umgangs mit einem als bedeutsam und schwierig empfundenen Lebensereignis oder einer Lebensphase.
Das Lösen von Entwicklungsaufgaben oder Umgangssprachlich das Lösen von Problemen heisst: „Coping“.
Mit Coping-Strategie beschreibt man, „wie gehe ich mit Problemen um?“
Eine Coping-Strategie kommt erstmals sichtbar in der Pubertät zum Vorschein. Der Jugendliche probiert es aus, bis er seine persönliche Coping-Strategie findet. Bisher war er ein Kind und rannte zu Mama, wenn er ein Problem hatte. Es gehört dazu, dass der Pubertierende und seine Methoden von Erwachsenen nicht für voll genommen werden. Der Jugendliche ist damit psychisch an die Luft gesetzt und macht unabhängig von den Erwachsenen seine eigenen Erfahrungen.
Gleich wie viele und welche Coping-Dimensionen als Ergebnis von Analysen zusammengefasst werden, es sind und bleiben letztlich Konstrukte. Es wäre folglich falsch davon auszugehen, dass Personen, die sich in einer durch Stress belasteten Lebenssituation befinden, quasi »chemisch-rein«, nur eine Coping-Strategie verfolgen. Vielmehr belegen empirische Ergebnisse, dass mehrere Coping-Strategien zur Bewältigung belastender Lebenssituationen angewandt werden. Vieles spricht für die Einschätzung, dass Coping-Verhalten stark vom jeweiligen situativen (empfundenen) Kontext abhängt.
Wie bereits erwähnt sind die Persönlichkeitsstrukturen eines Individuums Einflussgrössen, die nicht ignoriert werden können. Jeder Mensch bewertet Situationen und deren Belastung auf sich unterschiedlich, und damit auch deren Bedrohlichkeit. Und daraus leitet man dann eine Coping-Strategie ab, oder nicht. Lazarus unterscheidet dabei drei Stufen der Bedrohlichkeit.
- Primary-appraisal (Primärbewertung): Situationen können nach Lazarus als positiv, irrelevant oder potenziell gefährlich (stressend) bewertet werden. Wenn eine Situation als stressend erlebt wird, kann diese Bewertung in drei verschiedenen Abstufungen erfolgen: als Herausforderung (challenge), als Bedrohung (threat) oder als Schädigung/Verlust (harm/loss).
- Secondary-appraisal (Sekundärbewertung): In der Sekundärbewertung wird überprüft, ob die Situation mit den verfügbaren Ressourcen bewältigt werden kann. Nur wenn die Ressourcen nicht ausreichend sind, wird eine Stressreaktion ausgelöst. Es wird eine Bewältigungsstrategie entworfen, die abhängig von der Situation und von der Persönlichkeit und kognitiven Strukturen der Person ist. Dieser Umgang mit einer Bedrohung wird Coping genannt. Mögliche Verhaltensweisen sind z. B. Angriff oder Flucht, Verhaltensalternativen, Änderung der Bedingung oder Verleugnung der Situation. Über Erfolgs- oder Misserfolgsrückmeldungen lernt die Person mit der Zeit Bewältigungsstrategien selektiv einzusetzen.
- Re-appraisal (Neubewertung): Nachdem die Person auf die Bedrohung reagiert hat, verändern sich die inneren und äusseren Bedingungen und es findet im Rückblick ein Vergleich mit der ursprünglichen Situation statt. Konnte die Ausgangssituation vor der Bedrohung nicht wieder erreicht werden, so findet eine Veränderung der Soll-Werte statt.
Erst durch dieses Verhalten, werden Coping-Strategien eigentlich erkennbar und zwar immer dann, wenn eine Situation als stressend erlebt. Es ist durchaus von Interesse, den Zusammenhang zwischen bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen und der jeweiligen Dominanz verschiedener Coping-Strategien zu untersuchen.
Die Frage nach der Wirksamkeit unterschiedlicher Coping-Strategien ist ein schwieriges Feld und bislang in der Forschung eher uneinheitlich behandelt worden. Um die Wirksamkeit verschiedener Coping-Konzepte ermitteln zu können, müssten zunächst einheitliche Kriterien formuliert werden, anhand derer der entsprechende Erfolg einer Coping-Strategie gemessen werden könnte.
Oder zusammengefasst: Wir handeln immer, weil wir nicht anders können und bleiben das Opfer unserer Disposition. Ich wünsche Euch recht viel Spass bei der Wahl der richtigen Coping-Strategie!