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US-Filmproduzentin Janet Yang neue Präsidentin der Oscar-Akademie
Die US-Filmproduzentin Janet Yang wird neue Präsidentin der Oscar-Akademie. Der Vorstand der Academy of Motion Picture Arts and Sciences wählte die 66-Jährige zur Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten David Rubin, wie die Organisation am Dienstag mitteilte.
Die Produzentin ist für Filme wie «Töchter des Himmels» aus dem Jahr 1993 und «Larry Flynt - Die nackte Wahrheit» aus dem Jahr 1996 bekannt. Sie wird die vierte Frau an der Spitze der Oscar-Akademie und die erste Frau mit asiatischen Wurzeln. Der Geschäftsführer der Oscar-Akademie, Bill Kramer, würdigte am Dienstag Yangs bisherige Arbeit für die Organisation, unter anderem in Bereichen wie «Fairness, Diversität und Inklusion».
Die Akademie, die den begehrtesten Filmpreis der Welt vergibt, hatte in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Kontroversen zu kämpfen. Sie geriet unter anderem wegen des Vorwurfs mangelnder Diversität in die Kritik. Unter dem 2015 lancierten Schlagwort «#OscarsSoWhite» (Oscars so weiss) kam es wegen der zu geringen Berücksichtigung nicht-weisser Filmschaffender zu Boykottaufrufen gegen die Oscar-Verleihung und Proteststürmen in den Online-Netzwerken.
Die Akademie hat inzwischen ihr Versprechen erfüllt, die Zahl ihrer Mitglieder, die Frauen sind oder Minderheiten angehören, bis 2020 zu verdoppeln. Die Zahl der Mitglieder stieg dabei von rund 6000 auf rund 10'000.