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Betroffene fürchten sich vor Situationen, in denen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Sie haben Angst, etwas zu sagen oder zu tun, was demütigend oder peinlich sein könnte. Sie glauben, andere würden sie als inkompetent, schwach oder «gestört» beurteilen oder Angstsymptome wie Zittern der Stimme, Erröten etc. bemerken und negativ bewerten. Allein der Gedanke an z.B. Sprechen in der Öffentlichkeit kann massive Angst auslösen. Es handelt sich bei der Sozialen Angststörung nicht um starke Schüchternheit, sondern um eine stark behindernde Krankheit. Stellen Sie sich jemanden vor, der eine wohl verdiente Beförderung ablehnen muss, weil er sonst Reden halten oder an offiziellen Anlässen teilnehmen müsste. Auch das Knüpfen von neuen Kontakten kann erschwert oder gar unmöglich werden. Wegen der Angst greifen viele Betroffene zur Selbstmedikation mit Tabletten oder Alkohol. Alkohol löst zwar sofort und wirksam Hemmungen und Ängste, kann aber rasch zu einer Abhängigkeit führen und darüber hinaus längerfristig die Auslösung von Angstzuständen begünstigen.