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Bachelor-Thesis
Visualisierungen des Weges
Durch eine vielschichtige Sammlung an bildsprachlichen Ansätzen soll gezeigt werden, wie mit Video und Fotografie auf prozessorientierter Weise eine Strecke als Ganzes dargestellt werden kann. Dabei experimentierte ich mit den Möglichkeiten dieser Medien und entwickelte unter anderem mit Videobildcollagen und Staffelungen alternative Lösungsansätze.
Der Weg zwischen Sissach und Olten diente im nächsten Schritt als exemplarisches Anwendungsbeispiel. Im Schnellzug reist man direkt durch den Hauenstein-Basistunnel in kürzester Zeit nach Olten. Doch der Tunnel wie auch nur schon die Fahrt im Zug verbergen einen grossen Teil der Landschaft. Um diese zu erfahren, begab ich mich zu Fuss auf den Weg über den Hügelzug. Die dabei entstandenen Filmbilder dieses kompletten Fussweges wurden durch einen Algorithmus zu einer Übersicht der ganzen Strecke zusammengerechnet, wie auch diejenigen der Zugfahrt. Mittels dieser Bildsprache soll der Versuch einer Vergleichbarkeit hergestellt werden. Am Bildschirm dargestellt, kann der Betrachter mittels der Steuerung gezielt einzelne Bereiche auswählen, näher ansehen und weitere Informationen hinzuziehen.
Fokus der kulturgeschichtlichen Arbeit war die Erarbeitung eines Überblickes der für die Distanzwahrnehmung relevanten Aspekte. Dabei beschäftigte ich mich mit der Tiefenwahrnehmung des menschlichen Sehapparates, untersuchte anhand je eines Werkes aus Fotografie und Film wie das jeweilige Medium Raum unterschiedlich wiedergibt und behandelte die Komponente Geschwindigkeit in Relation zur Raumwahrnehmung anhand der Theorien des französischen Philosophen, Architekten und Stadtplaners Paul Virilio.