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USA und Indien unterzeichnen Verteidigungsabkommen
Die USA und Indien haben ein Verteidigungsabkommen zum Austausch von Satellitendaten zu Militärzwecken abgeschlossen. Damit gewähren die USA Indien Zugang zu GPS- und Echtzeitdaten für einen präziseren Einsatz von Raketen und Drohnen, die Indien aus den USA erworben hat.
Das Abkommen fällt in eine Zeit grösserer Spannungen zwischen Indien und China. Es war das greifbarste Ergebnis eines Besuchs von US-Aussenminister Mike Pompeo und US-Verteidigungsminister Mark Esper am Dienstag in Neu-Delhi.
Esper sagte Reportern nach Gesprächen mit seinem indischen Kollegen Rajnath Singh, dass die beiden Länder gemeinsam für einen "freien und offenen Indo-Pazifik für alle" seien - besonders in Anbetracht "wachsender Aggression und destabilisierender Aktivitäten Chinas". Die indischen Minister sprachen von einer Zusammenarbeit zur Wahrung einer "regelbasierten internationalen Ordnung", erwähnten China aber nicht direkt.
Angesichts des Erstarkens Chinas in der Region arbeiten die USA und Indien seit einigen Jahren in Verteidigungsangelegenheiten stärker zusammen. Das Verhältnis Indiens zu China ist angespannt, nachdem es im Juni zu einem tödlichen Zwischenfall an der gemeinsamen Grenze im Himalaya gekommen war. Die USA und China haben unter anderem einen Handelsstreit, Konflikte wegen des Coronavirus, Taiwan und der Machtbereiche im Südchinesischen Meer.
US-Firmen haben Indien nach Angaben des US-Aussenministeriums seit 2008 Waffen für mehr als 20 Milliarden Dollar verkauft. Eine harte China-Politik ist auch ein wichtiges Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump, der darauf hofft, in einer Woche wiedergewählt zu werden.
Pompeo und Esper reisen von Indien weiter nach Sri Lanka, auf die Malediven und nach Indonesien. Aus dem US-Aussenministerium hiess es vor der Reise, dass es insgesamt um die Stabilität in der Indo-Pazifik-Region gehe.