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mit der Landschaft zu einheitlicher Stimmung verbundenen Genrebildern von breitem, flottem Vortrag und glänzendem Kolorit
nennen wir: Heimkehr der Landbotin am Weihnachtsabend, Gebetläuten am Mittag während der Ernte (1866, Hauptbild), Sonntagsmorgen
in
Hessen, das schwermütige Bild: fallendes
Laub, Mairegen, in der Heimat, heimlicher Abschied, Gewittersturm, auf stiller
Flut etc.
Paulvon, Landschaftsmaler, geb. zu Breslau, besuchte anfangs die dortige Universität
und genoß dabei mehrere Jahre Zeichenunterricht, bis er seiner Neigung zur Kunst ganz folgte und 1875 nach Karlsruhe ging,
wo er Schüler von
Gude wurde und dann Studienreisen in die schlesischen Gebirge, nach Italien und den
deutschen Alpengegenden machte.
Seit 1879 beschickt er die Ausstellungen mit viel versprechenden Leistungen, z. B.: Eichenlandschaft
in Abendstimmung, Stationsweg bei Partenkirchen, antike
Thermen in Albano (1880).
(spr. rihm),Vinnie, verehelichte Hoxie, amerikan.
Bildhauerin, lebte eine Zeitlang in Washington, ging 1869 nach Rom und fertigte dort ihr Hauptwerk, die
Statue des Präsidenten Lincoln im Kapitol zu Washington, und in den letzten Jahren die Statuen des Generals Custer und des
Admirals Farragut.
Außerdem hat man von ihr Büsten von Lincoln und andern namhaften Persönlichkeiten sowie Medaillonreliefs
von
Kaulbach, Gustav
Doré u. a.
Herminevon, Genremalerin in Karlsruhe, malt gewöhnlich einzelne Frauengestalten, bloße Situationsbilder von
tiefem Gefühl und weicher Behandlung, in der die
weibliche Hand nicht zu verkennen ist, z. B.:
Briefleserin, die heimkehrende Schnitterin, Sie gedenkt der Mutter und (1862) der Großmutter Trost.
(spr. réddgrehw),Richard, engl.
Genre- und Landschaftsmaler, geb. zu Pimlico
(London), studierte nach den Skulpturen des Britischen Museums, wurde 1826 Schüler der Akademie, konkurrierte zweimal ohne
Erfolg und trug erst 1837 mit seinem Gulliver an der
Tafel eines Pächters einen Preis davon. Besonderes Glück machte 1840:
die Tochter des verarmten Edelmanns, ein sehr naturwahres Sittenbild, das mehrere Bestellungen zur Folgte
hatte und ihn in den Stand setzte, das bis dahin nebenbei betriebene Unterrichten aufzugeben, um sich der Malerei ganz zu
widmen.
Mit Bezug darauf malte er bald nachher den armen Schulmeister, dem dann als bedeutende Bilder folgten: die Näherin (1843),
die Sklaven der Mode (1847), Olivias Rückkehr zu ihren Eltern und die
Vettern aus der Provinz (1848,
beide in der Nationalgallerie in London), glückliche Schafe, die Flucht nach Ägypten (1851), die verirrte Herde (1861),
die Buße der Jeanne Shore (1864), Eugen Aram (1868), und aus den 70er Jahren: die Kohlenbrenner, die Erwartung, Aufbruch
zum Feiertag, der Mühlenteich u. a. In Verbindung mit H.
Cole gründete er das Museum für ornamentale
Kunst in Marlborough House, das sich später zum South Kensington-Museum erweiterte. 1851 wurde er zum Mitglied der Kunstakademie
erwählt, fungierte als Mitglied der Jury bei den Ausstellungen von 1851, 1855 und 1862 in Paris und verfaßte die
Kataloge derselben, was ihn zu dem mit seinem Bruder Samuel verfaßten Werk «Acentury of painters» (1866) veranlaßte. Später war er noch mit der Aufsicht über die historische Sammlung von Aquarellen
im South Kensington-Museum beauftragt, legte aber dieses Amt 1875 nieder.
Heinrich, poln. Kupferstecher, geb. 1840 zu Lask bei
Warschau, erhielt den ersten Unterricht in Breslau und trat, nachdem er zwei Jahre bei einem
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mehr
Lithographen gelernt hatte, in die damalige Kunstschule in Warschau, wo er sich fünf Jahre lang dem Porträt und dem Genre
widmete. 1861 erhielt er einen Preis im Kupferstich und ging infolgedessen nach Dresden und nach München, wo Julius Thäter
sein Lehrer wurde. 1866 begab er sich nach Wien, arbeitete dort für verschiedene artistische Publikationen
und ließ sich 1873 in Warschau nieder, wo er außer mehreren Arbeiten für die Kunstvereine in Warschau und Krakau zahlreiche
Blätter stach, z. B.: die Madonna aus dem Haus Tempi, nach Raffael;
Einquartierung polnischer Truppen in Harthusen 1659,
nach J. (Anmerkung des Editors: Joseph)Brandt;
Peter Skarga predigt vor dem König Sigismund III., nach
Matejko;
die Union von Lublin, nach demselben;
Kopernikus lehrt die Astronomie in Rom, nach Gerson (1879), u. a.
Er malte auch in Öl mehrere Porträte und Alpenlandschaften. 1872 wurde er Mitglied der Akademie in Petersburg, erhielt
mehrere Medaillen und 1878 das Ritterkreuz der Ehrenlegion.