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(dpo) Das Parlament entscheidet nächste Woche über das Hilfspaket im Umfang von 700 Millionen Franken, mit denen die Einnahmenausfälle des öffentlichen Verkehrs (öV) wegen der Coronakrise abgefedert werden sollen. Der Preisüberwacher Stefan Meierhans zeigt sich in einem Interview mit dem «Blick» am Freitag «erstaunt», dass «man einfach dreistellige Millionenbeträge durchwinken will.» Er fordert, dass die Steuergelder an eine Bedingung geknüpft werden sollten.
«Der öffentliche Verkehr könnte beispielsweise dazu verpflichtet werden, sich auf die geänderten Lebensrealitäten auszurichten und neue flexible Angebote zu schaffen», so Meierhans. Laut dem Preisüberwacher fragen sich Besitzer eines Generalabonnements (GA), die mehr im Homeoffice sind, ob es sich überhaupt noch lohnt, das GA zu erneuern. «Hier drängt sich zum Beispiel ein Homeoffice-GA auf mit zwei oder drei Tagen freier Fahrt pro Woche», sagt Meierhans.
Heute ist die öV-Branche gemäss dem Preisüberwacher nicht bereit für die Welt nach Corona: «Wenn der öV jetzt nicht anfängt, zeitgemässe Tarifmodelle und Abonnemente anzubieten, dann wird er von neuen flexiblen Konkurrenten überholt.»