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Im April 2022 wurde die umfassende Restaurierung der großen und spektakulären Struktur des so genannten Ancona abgeschlossen, die nun wieder als Ergänzung zum Hochaltar aus Marmor in der Kirche San Giovanni Battista im historischen Zentrum von Mendrisio aufgestellt ist. Die Stiftung Historische Prozessionen hat das Projekt mehrere Jahre lang verfolgt.
Die Ancona der Schmerzensmutter ist ein imposantes Altarbild, das 1794 von dem Maler Giovanni Battista Bagutti aus Rovio (1742-1823) für den bildlichen Teil und von dem Quadraturisten Giovanni Battista Brenni aus Salorino (1730-1804) für den architektonischen Teil geschaffen wurde. Die Ancona stellt perspektivisch eine mit Engeln und Putten geschmückte Kapelle dar, in deren Mitte sich eine Nische befindet, in der die Schmerzensmutter während des Septenariums und der Karwoche dargestellt wird.
Dieses kunstvoll gestaltete Gerüst, das auf dem Hochaltar der Kirche San Giovanni in Mendrisio aufgestellt werden sollte, wurde bis 1994 verwendet, als die Kirche einer umfassenden Restaurierung unterzogen wurde. Die Ancona der Schmerzensmutter in Mendrisio ist eine der wenigen, die in den Jahren der Säkularisierung der Klöster in der Schweiz vor der Zerstörung bewahrt wurden, als viele solcher Werke verbrannt wurden.
Die Restaurierung dieses bedeutenden Altaraufsatzes war daher äußerst wichtig, um einerseits ein Schlüsselelement des kulturellen Erbes der Trasparenti wiederherzustellen und andererseits der Kirche San Giovanni den landschaftlichen Rahmen zu geben, der sie zu Ostern so einzigartig macht.
Wie es die Tradition vorschreibt, wird sie in den Tagen vor der Karwoche, in der das Siebenjahrfest der Schmerzensmutter gefeiert wird, bis zur Woche nach Ostern auf dem Hochaltar der Kirche San Giovanni Battista aufgestellt und beherbergt in ihrer Mitte die Statue der Schmerzensmutter, genauer gesagt eine Holzpuppe, mit einem Herz und sieben goldenen Schwertern auf der Brust, gekleidet in ein schwarzes, goldbesticktes Samtgewand.
Es handelt sich um ein Altarbild im spätbarocken und neoklassizistischen Stil mit einer starken szenografischen Wirkung, die im historisch-künstlerischen Panorama des Kantons Tessin einzigartig ist.