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Satellitenstation mit Ausstellungspavillon von Heidi und Peter Wenger in Leuk/Brentjong
Drei Hauptwerke des Architektenpaares Heidi und Peter bilden den spektakulären Rahmen des Formkraft Symposiums in Leuk:
Die Satellitenstation und dessen Pavillon in Leuk/Brentjong und das Kinderdorf in Leuk.
Satelliten-Bodenstation, Leuk-Brentjong, 1972 - 1974
Das Plateau von Brentjong oberhalb Leuk bietet freie Sicht auf die Fernmelde-Satelliten über dem Atlantik und indischem Ozean. Die Berge schirmen gegen radioelektrische Störungen ab.
Die räumliche Gitterstab-Struktur, die Parabolantennen und der Richtstrahl-Mast bilden zusammen mit der geodätischen Kuppel ein technoides Ensemble in Mitten einer weitgehend natürlichen Landschaft. Das eingeschossige Gebäude ragt dreiflüglig und wabenförmig aus dem Terrain. Die Mero-Gitterstab-Struktur ermöglicht einen 30 x 50 Meter grossen Innenraum ohne Stützen oder tragende Wände.
Ausstellungspavillon, Leuk-Brentjong, 1973, 1973-75
Die leicht abseits der Satellitenstation stehende geodätische Kuppel beherbergte ursprünglich eine vom Architektenpaar gestaltete Ausstellung über die Fernmeldetechnik, Raumfahrt und Gebäudefunktion. Die Architekten hatten dafür Satelliten und Raketenteile im Massstab 1:1 gebaut. Eine begehbare Rampe führte die Besucher durch die Kuppel. Die später vollständig erneuerte Ausstellung ist heute bereits wieder veraltet und teilweise nicht mehr funktionstüchtig, weshalb der Pavillon zurzeit (bis auf das Symposium) nicht mehr zugänglich ist.
Kinderdorf St. Antonius, Leuk, 1956/1970-72/1989
Das Wettbewerbsprojekt sah eine geschlossene Anlage mit vier kleinen Einheiten vor, im Terrain abgestuft und um einen rechteckigen Hof angeordnet.
Von 1957 - 1961 veränderten sich die Anforderungen an das Kinderdorf grundlegend. Die Architekten konnten die Anlage neu entwickeln. Sie wählten einen gleichseitigen Dreiecksraster als Grundstruktur und ordneten die Wohn- und Schulgebäude dem Hangverlauf folgend auf einem Geländesockel an. Damit schmiegt sich die Anlage ins Gelände, den Rebmauern und -Treppen folgend und erscheint trotz ihrer Grösse klein und im Massstab und ortsgebunden.
Die 1989 dazu gebaute Spielhalle ist eine reine Holzkonstruktion mit schwebendem 'Pagodendach'. Das Dach liegt auf einem Band von Oberlichtern, die Brüstungen schwingen im Gegenrhythmus zu den Dachkanten und geben dem Gebäude seinen spielerischen Charakter.
Das Formkraft-Symposium am 1. September 2018 findet im Pavillon der Satellitenstation und in dessen Nebengebäude statt. Während der Mittagspause kann das Kinderdorf in Leuk und die unterirdisch erschlossene grösste Satellitenantenne (mit Durchmesser 32m) unter fachkundiger Führung besichtigt werden.
Samstag, 1. September
ab 9:00 Kaffee/Gipfeli
10:00 Begrüssung Damian Walliser, Präsident Stiftung H+PW
Begrüssung kantonale Denkmalpflege Wallis
Begrüssung Patrick Thurston, Präsident BSA Bern, Freiburg, Solothurn, Oberwallis
10:15 «Formkraft Infrastrukturen Rhoneland», DAS BLAUE BECKEN
11:15 «Formkraft räumlicher Fachwerke» Jürg Conzett, Bauingenieur
12:00–15:00 Mittagessen
Besichtigung Satellitenantenne 30m Leuk
Besichtigung Kinderdorf Leuk, Leentje Walliser Garrels
Ausstellung «Formkraft der Konstruktion» Führung Patrick Thurston
15:00 «Formkraft Heidi+Peter Wenger», Claude Lichtenstein
15:30 «Formkraft Rudolf Schwarz», Prof. Thomas Hasler, Architekt
16:15–16:30 Pause
16:15 «Formkraft im Tourismus», Damian Constantin, Tourismusdirektor Wallis
16:45 «Formkraft der Geschichten», Dr. Wilfried Meichtry
17:15–18:00 «Podiumsdiskussion» mit Referenten und Moderation von Luzius Theler
18:00–21:00 Ausklang mit Nachtessen
Sonntag, 2. September
10:00–12:00 Besichtigung Ganterbrüche bei Ried-Brig, Erläuterungen durch Walter Maag
12:30–17:00 Ausstellung Infrastrukturen Rhoneland, Migros Landbrücke Visp
DAS BLAUE BECKEN
Freier Eintritt zu Symposium, Ausstellungen und Besichtigungen
vorgestellt von Damian Walliser
Präsident Stiftung Heidi+Peter Wenger