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Ozon
Die Ozonung ist ein etabliertes und platzsparendes Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem kommunalen Abwasser. Dadurch wird eine breite Palette an Mikroverunreinigungen (Breitbandwirkung) sowie deren negativen Effekte auf Wasserlebewesen, wie beispielsweise die Hormonaktivität, weitgehend entfernt.
Ozon wird vor Ort aus Sauerstoff hergestellt und im Ozonreaktor mit dem gereinigten Abwasser in Kontakt gebracht. Im Umgang mit Ozon und Reinsauerstoff sind gewisse sicherheitstechnische Aspekte zu beachten. Beispielsweise muss das Rest-Ozon in der Abluft vernichtet werden, bevor es in die Umgebung abgegeben wird.
Die Ozonung wird der biologischen Stufe nachgeschaltet, um den Ozonbedarf zu minimieren und eine hohe Reinigungsleistung sicherzustellen. Für die Elimination von abbaubaren Reaktionsprodukten ist eine biologisch aktive Nachbehandlungsstufe (z.B. Sandfiltration) notwendig.
Nicht alle Abwässer sind für eine Behandlung mit Ozon geeignet. Insbesondere ist eine Ozonung nur bei einer Abwasserzusammensetzung zu realisieren, die zu keiner übermässigen Bildung von problematischen Reaktionsprodukten (z.B. Bromat) führt. Diese Aspekte sind frühzeitig, im Rahmen der Verfahrenswahl, abzuklären. Zudem ist empfohlen, den Betrieb der Ozonung mit einem geeigneten «Überwachungskonzept» zu überwachen, weil Entwicklungen im Einzugsgebiet einen Einfluss auf den Betrieb der Ozonung haben können.