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China will verstärkt gegen die steigende Inflation im Land vorgehen. Der Chef der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, sagte am Samstag, der Preisanstieg solle mittels mehrerer Massnahmen gebremst werden.
Die Zinsen sollten aber nicht zu stark heraufgesetzt werden, um kein spekulatives Kapital anzuziehen.
Am Freitag hatten die chinesischen Behörden mitgeteilt, dass die Konsumentenpreise im März so schnell gestiegen waren wie seit Juli 2008 nicht mehr. Die Inflation betrug demnach 5,4 Prozent, die Regierung hat für das Jahr 2011 vier Prozent anvisiert.
Experten hatten daraufhin erwartet, dass die Regierung Zinsen erhöhen oder stärkere Restriktionen für den Verleih von Geld erlassen würde.
Aus Sorge vor sozialen Unruhen wegen steigender Preise hat die chinesische Führung seit Oktober bereits vier Mal die Leitzinsen erhöht und die Banken aufgefordert, weniger Geld zu verleihen und stattdessen mehr Reserven anzulegen.
Yuan soll weiter flixibilisiert werden
Am Rande eines internationalen Wirtschafts- und Finanzforums auf der südchinesischen Insel Hainan sagte Zentralbankchef Zhou weiter, der Wechselkurs der chinesischen Währung Yuan solle weiter flexibilisiert werden.
Dadurch könnten laut Analysten die Inflation gebremst und der Konsum im Inland gestärkt werden, wenn der Yuan an Wert gewinnen und importierte Güter damit billiger würden. Westliche Staaten haben China wiederholt vorgeworfen, den Wert des Yuan künstlich niedrig zu halten, um die eigenen Exporte zu fördern.
SDA-ATS