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Auch Ex-Präsident Lula im Visier der Ermittler
- Sonntag, 7. April 2013, 8:58 Uhr
Es geht um Stimmenkauf, Bereicherung, Geldwäscherei, Betrug und Korruption: Der grösste Korruptionsskandal in der Geschichte Brasiliens zieht weiter Kreise. Nun fahnden die Ermittler auch gegen Ex-Präsident Inácio Lula da Silva.
Ermittelt wird zu möglichen Verstrickungen Lulas in ein Schmiergeldgeschäft. Hintergrund sind Aussagen eines Geschäftsmannes, wonach der frühere Präsident in seiner ersten Amtszeit eine Schmiergeldzahlung von Portugal Telecom mit ausgehandelt habe.
Konkret ging es nach Angaben des wegen seiner Verwicklung in den Skandal verurteilten Geschäftsmannes 2005 um die Zahlung von umgerechnet 5,4 Millionen Euro an Lulas Arbeiterpartei. Abgeordnete der Partei spielen die Hauptrolle in einer Affäre um Stimmenkauf, Bereicherung, Geldwäscherei, Betrug und Korruption während der ersten Amtszeit von Lula.
«Jahrhundertprozess»
Ende vergangenen Jahres waren 25 Politiker, Juristen und Unternehmer für schuldig befunden worden, zwischen 2003 und 2005 in die Bestechung von Parlamentariern verwickelt gewesen zu sein. Brasilianische Medien sprachen von einem «Jahrhundertprozess».
Lula hatte sich nach Aufdeckung des Skandals im Namen seiner Partei für den Stimmenkauf im Parlament entschuldigt und erklärt, nichts davon gewusst zu haben. Die Affäre schien 2006 Lulas Wiederwahl zu gefährden. Er wurde aber wiedergewählt, die Arbeiterpartei ist auch heute - unter Präsidentin Dilma Roussef -
noch an der Macht.
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