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246 Millionen Kinder sind weltweit zu inakzeptabler Arbeit gezwungen. Das entspricht einem von sechs Kindern zwischen fünf und 17 Jahren, schreibt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem Bericht, der in Genf veröffentlicht wurde.
Mit 127 Millionen oder 60 Prozent des Welttotals arbeiten am meisten Kinder in Asien, heisst es in dem Bericht "Eine Zukunft ohne Kinderarbeit" weiter. An zweiter Stelle steht Afrika mit 48 Millionen beziehungsweise 23 Prozent.
Die Intensität der Kinderarbeit ist in Afrika jedoch höher. Dort arbeiten 29 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren, während es in Asien nur 19 Prozent sind.
In Lateinamerika arbeiten 17,4 Millionen Kinder und in arabischen Ländern 13,4 Millionen. In den westlichen Industrieländern arbeiten rund 2,5 Millionen Kinder und in den Ländern des früheren Ostblocks 2,4 Millionen, wie im ILO-Bericht weiter geschrieben steht.
Arbeit für Weltmarkt
70 Prozent der Kinder arbeiten in der Landwirtschaft, Fischerei oder Jagd. Acht Prozent sind in der verarbeitenden Industrie, im Handel und der Hotellerie tätig. Sieben Prozent der Kinder arbeiten als Hausangestellte, vier Prozent im Transportgewerbe und drei Prozent im Baugewerbe sowie in Minen.
Die Kinderarbeit umfasst einen bedeutenden Teil der Landwirtschaft, die auf den Weltmarkt ausgerichtet ist, wie Kakao, Kaffee, Baumwolle oder Tee. In Brasilien, Kenia und Mexiko sind 25 bis 30 Prozent der Arbeitskräfte in diesem Cash-Crop-Sektor Kinder unter 15 Jahren.
Die meisten Kinder arbeiten jedoch im informellen Sektor, wo es auch für Erwachsene keinen rechtlichen Arbeitsschutz gibt. Für die ILO stellt dieser Sektor ausserhalb der offiziellen Institutionen eine grosse Herausforderung dar für die tatsächliche Abschaffung der Kinderarbeit.
swissinfo und Agenturen