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Ob Kunst, Sport oder gar Kaffee – das Engadin bietet eine abwechslungsreiche Auswahl an Museen. Herausragend ist dabei das Segantini Museum St. Moritz, das internationale Beachtung findet.
Giovanni Segantini (1858–1899) gilt als bedeutender Künstler des realistischen Symbolismus und als grosser Erneuerer der Alpenmalerei im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der staatenlose Künstler zog 1894 von Savognin ins Engadin, nach Maloja. Als Segantini auf dem Schafberg hoch über Pontresina am Mittelbild seines Alpentriptychons "Werden – Sein – Vergehen" arbeitete, ereilte ihn überraschend der Tod. Schon 1908 wurde dem Künstler zu Ehren in St. Moritz das Segantini Museum errichtet und eröffnet.
Das beeindruckende Triptychon "Werden - Sein - Vergehen" in der Kuppel des Gebäudes bildet seit jeher die glanzvolle Attraktion des Museums. 2001 erfuhr der Bestand eine markante Erweiterung: Die neun herausragenden Gemälde und drei Zeichnungen der Otto Fischbacher / Giovanni Segantini Stiftung gelangten als Deposita nach St. Moritz. Mit dieser bedeutenden Gruppe von Hauptwerken wie dem berühmten "Ave Maria bei der Überfahrt" oder dem "Mittag in den Alpen" ist im Segantini Museum das weltweit umfassendste und bedeutendste Ensemble des grossen Erneuerers der Alpenmalerei zu sehen.