Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/93

Rund ein Fünftel der jährlichen Todesfälle sei auf ungesunde Ernährung zurückzuführen, wie die von der Bill & Melinda Gates Foundation finanzierte Untersuchung aus der britischen Fachzeitschrift «The Lancet» am letzten Donnerstag zusammenfasst. Darin aufgeführt werden unter anderem die Ernährungsfaktoren von 15 Ländern. Rund elf Millionen Menschen starben 2017 an den Folgen ungesunder Ernährung, berichten die Forscher. Allerdings räumt die Forschergruppe auch einen Schwachpunkt der Untersuchung ein, da es sich im Wesentlichen um eine Beobachtungsstudie handelt, bei der Menschen lediglich befragt werden. Damit lassen sich keine gewichtigen Zusammenhänge über einen längeren Zeitraum evaluieren.
Zu viel Salz und zu wenig Gemüse
Demnach deuten die grössten ernährungsbedingten Risikofaktoren sowohl auf eine hohe Salzaufnahme als auch ein Mangel an Konsum gesunder Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Gemüse hin, wie Studienautor Christopher Murray von der University of Washington aus Seattle in einer Medienmitteilung zitiert wird.
Am wenigsten Todesfälle im Jahr 2017 verzeichnete demnach Israel mit 88,9 pro 100'000 Einwohnern, gefolgt von Frankreich mit 89,1 Todesfällen pro 100'000. Ebenfalls zu den besten gehörten Spanien, Japan und Andorra. Die Schweiz liegt auch deutlich unter dem Durchschnitt – auf Platz 6 mit knapp 103 Todesfällen pro 100'000 Einwohner. 1990 waren es noch knapp 242 pro 100'000 Einwohner. Ebenfalls schlechter als die Schweiz schnitten Italien (107,7 pro 100'000) und Österreich (142,1 pro 100'000) ab. Auch Deutschland (162,0 pro 100'000) schnitt schlechter ab als die Schweiz.
Nicht berücksichtigt wurden Todesfälle, die durch Mangelernährung, Hunger oder Alkoholmissbrauch verursacht wurden.