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Projektstart: Anfang 2004
Projektende: November 2006
|Beteiligte Gemeinden
||Anzahl EinwohnerInnen

|Egolzwil
||1 219

|Wauwil
||1 665

|Total
||2 884

Projektorganisation
Projektleiter: Vitus Iseli, Gemeindepräsident Egolzwil
Moderator: Bruno Keel, Amt für Gemeinden
Verlauf
Die Abstimmung vom 26. November 2006 zeigte, dass die Bevölkerung von Egolzwil gegn eine Fusion ist. 54 Prozent (381 Ja-, zu 322 Nein-Stimmen) der Egolzwilerinnen und Egolzwiler lehnten die Fusion ab. In Wauwil wurde sie 85 Prozent (549 gegen 96) bejaht. Guido Birrer vom Gegnerkomitee sagte in der Neuen LZ: "Es war in erster Linie ein emotionaler und nicht ein rationaler Entscheid. Es gibt bei uns in Egolzwil noch viele, vor allem auch ältere Leute, die an einer selbstständigen Gemeinde hängen."
Vorgeschichte
Das Projekt folgte einem ersten, dass 1999 lanciert wurde und in erster Linie Vorabklärungen zum Ziel hatte (Link zum Projekt). Diesem folgte erste Schritte für eine gemeinsame Zukunft. Im Jahr 2001 begannen die Gemeinden Egolzwil und Wauwil, ein gemeinsames Informationsblatt herauszugeben. Im gleichen Jahr schloss die Käserei in Egolzwil und die Post war nur noch in Wauwil geöffnet. 2003 entscheiden die EgolzwilerInnen ihren Gemeinderat von 3 auf 5 Mitglieder aufzustocken. Im August 2005 wurde der Vorvertrag zur Vereinigung Egolzwil und Wauwil unterschrieben.
Eine Vernehmlassung im Sommer 2006 ergab, dass eine Mehrheit der Bevölkerung in Egolzwil und Wauwil hinter der Vereinigung steht und der Name Egolzwil-Wauwil in beiden Gemeinden mehrheitlich akzeptiert ist. Rund 32 Prozent der Bevölkerung in Wauwil und 26 Prozent in Egolzwil hatten sich an der Vernehmlassung beteiligt. Die beiden Gemeinderäte werteten das Resultat als Auftrag der Bevölkerung, die Vereinigungsvorlage im Sinne der Vernehmlassung am 26. November 2006 zur Abstimmung zu bringen. Die verbleibende Zeit sollte genutzt werden, um die grosse Bedeutung des Zusammengehens aufzuzeigen und die noch Unentschiedenen von einem Ja zu überzeugen.
Im Abstimmungskampf machte sich eine Gegenkomitee in Egolzwil bemerkbar. Dieses argumentierte, dass für Egolzwil kein Nutzen aus der Vereinigung hervorgehe; profitieren würde insbesondere Wauwil. Dieses habe die höhere Pro-Kopf-Verschuldung und profitiere von den tieferen Wassergebühren. Egolzwil könne die Zukunft problemlos im Alleingang bewältigen.
Zuvor hatten bis im März 2006 alle Projektgruppen ihre Berichte erarbeitet. Zu Reden gab nur der Name der zukünftigen Gemeinde. Ansonsten gab kein Bericht Anlass zu grösseren Auseinandersetzungen. Namentlich ergaben sich in den Projektgruppen folgendes:
- Bei den Schulen soll das bestehende Angebot erhalten bleiben; die Schulleitung und die Schulverwaltung wird von zwei auf eine reduziert und auch die Schulpflege soll verkleinert werden.
- Der Gemeinderat der vereinigten Gemeinden besteht aus 5 Mitgliedern; er umfasst ein Pensum von 175 Prozenten. Für die Gemeindeverwaltung werden insgesamt 593 Stellenprozente benötigt, das sind Einsparungen von 90 Stellenprozenten. Die Einsparungen von Gemeinderat und Verwaltung beziffern sich insgesamt auf rund 165 000 Franken im Jahr. Die Verwaltung soll in Zukunft in Wauwil stehen.
- Die Fachgruppe Finanzen sprach sich klar für die Vereinigung der beiden Gemeinden aus. denn ergeben sich mittel- bis langfristig klare finanzielle Vorteile. Allerdings spiele der Kanton eine grosse Rolle. Von diesem wurde ein Beitrag in der Höhe von 3,163 Mio. Franken erwartet.
- Beim Bericht der Fachgruppe Recht gab der Name am meisten zu reden. Eine spezielle Arbeitsgruppe wurde eingesetzt; sie hielt den Namen Wauwil oder Wauwil-Egozlwil am ehesten für gerechtfertigt. Der Projektrat aber entschied sich für die Version Egolzwil-Wauwil; man wollte ein Zeichen an die Adresse von Egolzwil setzen; zudem gebe es bei einem Doppelnamen keine Verlierer. In der Folge hat die Projektleitung einstimmig einen entsprechenden Antrag an die Gemeinderäte gestellt.
Im Juni 2006 hatte der Regierungsrat des Kantons Luzern dem Vereinigungsprojekt Egolzwil-Wauwil einen Fusionsbeitrag in der Höhe von 2,1 Mio. Franken zugesprochen. Gleichzeitig fand in beiden Gemeinden eine Informationsveranstaltung statt. An jener in Wauwil wurde der Name der fusionierten Gemeinde nochmals erörtert. Viele Stimmen äussersten sich in der Richtung, dass der Name nochmals diskutiert werden sollte. Die Projektleitung entschied sich in der Folge für eine Umfrage im Zusammenhang mit der Vernehmlassung im Sommer 2006.