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In der Studie geht es um „surgical site infections“(SSI). Diese können definiert werden als Infektionen die in Verbindung mit dem Gesundheitspersonal stehen und nach invasiven (operativen) Eingriffen vorkommen. In den USA werden jährlich mehr als dreissig Millionen operative Eingriffe vorgenommen. Trotz vielen präventiven Massnahmen, wie präoperative Antibiose eine Stunde vor den Eingriffen oder Aufrechterhaltung von normaler Körpertemperatur, Normoglykämie und Hyperoxie während und die ersten zwei Stunden nach dem Eingriff, etc., erleiden zwischen 300‘000 und 500'000 Patienten eine SSI. Durch die Infektionen nehmen die Länge der Spitalaufenthalte, die Spitalkosten und die Mortalität zu.
Die Haut ist eine Hauptquelle für Mikroorganismen; wenn diese Krankheitserreger durch die Hautreinigung verringert werden können, könnte dies helfen, die Anzahl SSI zu verringern. Chlorhexidine-Alkohol wurde vom Center for Disease Control and Prevention als Antiseptik der Wahl für Katheter empfohlen, weil dadurch katheterassozierte Infektionen um 50% reduziert werden konnten im Vergleich zu Providon-Iod.
Leider ist keine Empfehlung hinsichtlich der Lösung der Antiseptik vor der Operation vorhanden. Darouiche und Kollegen führten deshalb eine Studie durch, in der sie die Wirkung der präoperativen Anwendung von 2% Chlorhexidine-Alkohol mit der von 10% Providon-Iod verglichen. 849 Erwachsene aus sechs amerikanischen Spitälern nahmen an der Studie teil. Das primäre Ziel war das Auftreten von SSI bis 30 Tage nach dem operativen Eingriff zu erheben. Die Gesamtanzahl der SSI bei Chlorhexidine-Alkohol war weniger als halb so hoch im Vergleich zur Providon-Iod-Gruppe. Chlorhexidine-Alkohol war signifikant protektiver als Providon-Iod bei oberflächlichen (p=0.008) und tiefen Infektionen (p=0.05). Nicht jedoch bei Infektionen der Organe („organ space infections“ 4.4% vs. 4.5%).
Die Autoren kamen zum Schluss, dass präoperative Hautreinigung mit Chlorhexidine-Alkohol sicherer und besser ist, als mit Providon-Iod um einer SSI vorzubeugen. Die ist die erste Studie zum Thema dieser Hautreinigungsprodukte. Die Studie konnte nicht „blind“ durchgeführt werden, da die beiden Produkte unterschiedliche Farben aufweisen, jedoch wurden andere Faktoren beachtet, um die Studie möglichst vor Biases zu bewahren. Die Verwendung von Chlorhexidine-Alkohol reduzierte das Risiko eine SSI zu bekommen um 41% im Gegensatz zur meist verwendeten Methode in den USA. Dieses Ergebnis könnte möglicherweise auf die schnellere Wirkung und die anhaltende Wirkung trotz Körperflüssigkeiten, etc. zurückzuführen sein. Abschliessend gilt zu erwähnen, dass die Studie von Darouiche und Kollegen den Nutzen von einer relativ kostengünstigen, jedoch sehr effektiven Massnahmen unterstützen.
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Verwendete Quellen:
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