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HALBJAHRESBERICHT 2021
Berichterstattung
per 30. Juni 2021
1) Im Geschäftsjahr 2020 erhielt Feintool in den USA einen Kredit in Höhe von USD 8.4 Mio. unter dem PPP-Program, zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2021 wurde vom Staat zugesichert, dass dieser Kredit nicht zurückbezahlt werden muss. Auch in der Schweiz erhielt Feintool im ersten Halbjahr 2021 eine Sofortunterstützung in de Höhe von CHF 3.0 Mio., zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Ausserdem wurde aufgrund nicht mehr benötigter Kapazitäten in einem Werk eine Wertberichtigung auf Fabrikationsanlagen in Höhe von insgesamt CHF 8.3 vorgenommen. Die Beträge vom EBITDA, EBIT, Konzernergebnis sowie Umsatzrendite werden in dieser Übersicht ohne diese Effekte dargestellt.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Allgemein
Dieser Halbjahresbericht gilt für die Feintool International Holding AG und all ihre Tochtergesellschaften. Er umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021. Als Vergleichsperiode dient der gleiche Zeitraum des Vorjahres. Für die Bilanzkennzahlen ist der Vergleichsstichtag der 31.12.2020.
Covid-19-Pandemie
Das erste Halbjahr 2020, welches als Vergleichsperiode für die Erfolgsrechnung des ersten Halbjahres 2021 genutzt wird, war stark durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst. Die Erholung, welche in der zweiten Jahreshälfte 2020 eingesetzt hat, hat sich auch im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt. Die durch die schnelle Erholung hervorgerufenen Probleme in der Lieferkette der Automobilbranche (Stahl- und Halbleiterknappheit) haben sich im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt. Diese Schwierigkeiten werden auch im zweiten Halbjahr 2021 anhalten.
Einmaleffekte
Die Feintool erhielt in den USA im Jahr 2020 einen Kredit in Höhe von USD 8.4 Mio. unter dem PPP-Program, zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2021 wurde vom Staat zugesichert, dass dieser Kredit nicht zurückbezahlt werden muss. Dies hat einen übrigen Betriebsertrag von CHF 7.6 Mio. zur Folge.
In der Schweiz hat die Feintool im ersten Halbjahr einen Antrag für Sofortunterstützung für Corona-Härtefälle gestellt. Das Amt für Wirtschaft des Kantons Bern hat dieses Gesuch gutgeheissen und die Feintool hat eine Gutschrift von CHF 3.0 Mio. erhalten.
Feintool hat mit der Umsetzung der Strategie 2030 begonnen. Ein wesentliches Element dieser Strategie ist vom schnellen Wachstum der batterieelektrischen Fahrzeuge zu profitieren. Dahingehend wurden auch die Fabrikationsanlagen auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden Anlagen identifiziert, welche im Rahmen der Transformation erwartungsgemäss nicht mehr voll ausgelastet werden können. Dies hat im Segment System Parts in Europa zu Wertberichtigungen auf Fabrikationsanlagen von insgesamt CHF 8.3 Mio. geführt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich – wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt – auf das operative Geschäft von Feintool ohne diese Einmaleffekte.
Auftragseingang und Auftragsbestand, erwartete Abrufe
Das Teilegeschäft des Segments System Parts ist kurzfristig. Die Kunden von Feintool übermitteln laufend die erwarteten Abrufe für die nächsten sechs Monate. Allerdings können Kunden solche Abrufe, die sie bereits in die Bestellsysteme eingegeben haben, zeitlich verschieben oder sogar annullieren. In Zeiten grosser Unsicherheit und damit einhergehend hoher Volatilität verliert dieser Frühindikator an Aussagekraft. Feintool verzichtet daher zu diesem Zeitpunkt auf die Darstellung dieser Kennzahl.
Der Auftragseingang im Segment Fineblanking Technology stieg im Berichtszeitraum um 20.5 % auf CHF 22.9 Mio. (Vorjahr CHF 19.0 Mio.). Der Auftragseingang aus internen Geschäften fiel um 50.0 % auf CHF 3.6 Mio. (Vorjahr CHF 7.1 Mio.). Der Auftragseingang des Drittgeschäfts belief sich somit auf CHF 19.3 Mio. (Vorjahr CHF 11.8 Mio.) und erhöhte sich somit um 62.9 %. Der nur leichte Anstieg im Vergleich zum stark durch COVID-19 beeinflussten Vorjahr der Auftragseingänge widerspiegelt die weiterhin herausfordernde Marktlage im Investitionsgütergeschäft.
Per 30. Juni 2021 belief sich der Auftragsbestand des Segments Fineblanking Technology auf CHF 13.1 Mio. (Vorjahr CHF 18.6 Mio.). Damit sank der Auftragsbestand gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt um 29.5 %. Gegnüber dem 31. Dezember 2020 stieg jedoch der Auftragsbestand um 22.4 %. Der vorhandene Auftragsbestand lastet jedoch die bestehenden Kapazitäten nur unvollständig aus. Im Pressen-Kompetenzzentrum Jona und am Standort Lyss war eine Teil der Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit.
Nettoumsatzentwicklung
Der konsolidierte Gruppenumsatz stieg in der Berichtsperiode um 42.6 % auf CHF 302.6 Mio. (Vorjahr CHF 212.3 Mio.). Währungsverschiebungen beeinflussten den Umsatz mit CHF 0.6 Mio. negativ. In Lokalwährung verzeichnete Feintool somit einen Umsatzanstieg von 42.8 %. Das Segment System Parts erwirtschaftete 93.4 % des Drittumsatzes, Fineblanking Technology steuerte noch 6.6 % bei.
Der Umsatz des Teilegeschäfts des Segments System Parts stieg im Berichtsjahr um 44.5 % auf CHF 285.3 Mio. (Vorjahr CHF 197.5 Mio.). Die negativen Währungseinflüsse beliefen sich auf CHF 0.4 Mio. In Lokalwährung stieg der Umsatz somit um 44.7 %. Das europäische Geschäft erwirtschaftete einen Umsatz von CHF 164.5 Mio. Währungsbereinigt entspricht dies einem Umsatzanstieg von 32.8 % (in Berichtswährung 36.3 %). Der Umsatz in den USA stieg um 55.9 % auf CHF 83.1 Mio. Ohne Währungseffekt stieg der USA-Umsatz gar um 64.5 %. In Asien stieg der Umsatz auf CHF 37.9 Mio., in Lokalwährung bedeutet dies eine Zunahme von 55.0 % (in Berichtswährung 54.9 %). Der Umsatzanstieg in den USA und in Asien war damit klar stärker als in Europa.
Der Umsatz des Segments Fineblanking Technology sank um 7.9 % auf CHF 21.1 Mio. (Vorjahr CHF 22.9 Mio.). In Lokalwährung betrug der Umsatzrückgang noch immer 7.3 %. Die internen Verkäufe sanken um 78.5 %. Die Drittverkäufe stiegen somit um 14.3 % auf CHF 19.9 Mio. (Vorjahr CHF 17.4 Mio.). Insbesondere das Servicegeschäft war durch die Reisebeschränkungen/-verbote im ersten Semester negativ beeinflusst.
Insgesamt erwirtschaftete die Feintool-Gruppe mit CHF 165.8 Mio. 54.8 % des Drittumsatzes in Europa (Vorjahr CHF 124.0 Mio. respektive 58.4 %). Europa konnte somit seine Bedeutung bestätigen. Mit einem Umsatz von CHF 85.1 Mio., anteilig 28.1 % (Vorjahr CHF 56.6 Mio. respektive 26.7 %) gewann Nordamerika 1.4 Prozentpunkte bei der geografischen Umsatzverteilung. Der Umsatz in Asien stieg auf CHF 51.7 Mio., der prozentuale Anteil stieg damit auf 17.1 % (Vorjahr CHF 31.7 Mio. oder 14.9 %). Das Neugeschäft der Teilefertigung im chinesischen Markt verursachte diese Zunahme. Der Schweizer Markt ist mit einem Umsatz von CHF 3.4 Mio. oder 1.1 % (Vorjahr CHF 1.2 Mio. respektive 0.6 %) für Feintool nur von marginaler Bedeutung.
Wesentliche Aufwandpositionen
Die Materialkosten bilden mit CHF 138.9 Mio. die klar grösste Aufwandposition. Im Verhältnis zum Umsatz stiegen diese von 42.8 % auf 45.9 %. Der starke Anstieg der Stahlpreise verursachte diese Entwicklung. Unter Berücksichtigung der Lagerveränderungen sank der Materialanteil von 46.1 % auf 41.5 %. Im Juni konnte noch Stahl zu günstigeren Konditionen beschafft werden, daher hat Feintool das Lager aufgebaut.
Der Personalaufwand stieg um CHF 17.6 Mio. auf CHF 95.1 Mio. und liegt jetzt bei 31.4 % vom Umsatz (Vorjahr 36.5 %). Bei Fineblanking Technology stieg der Personalkostenanteil auf 38.0 % (Vorjahr 36.3 %). Im Bereich System Parts reduzierte sich der Personalanteil auf 28.9 % (Vorjahr 33.1 %). Die gute Auslastung der System Parts Werke ermöglichte diese Reduktion.
Der übrige Nettobetriebsaufwand stieg auf CHF 27.2 Mio., bezogen auf den Umsatz stieg die Quote aber auf 9.0 % (Vorjahr 14.1 %). Im übrigen Nettobetriebsaufwand sind zwei Einmaleffekte enthalten. Die Feintool USA hat einen Kredit in Höhe von CHF 7.6 Mio. im Rahmen des PPP-Programm erhalten, der nun nicht zurück bezahlt werden muss. Zudem hat die Feintool Technologie AG in der Schweiz CHF 3.0 Mio. Sofortunterstützung erhalten. Beide Beträge werden als übriger Betriebsertrag gezeigt. Ohne diese beiden Einmaleffekte liegt der übrige Nettobetriebsaufwand bei CHF 37.7 Mio. (12.5 %).
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg in der Berichtsperiode auf CHF 44.7 Mio. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 14.8 %. Mit Berücksichtigung der Einmaleffekte resultierte ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von CHF 55.3 Mio., einer EBITDA-Marge von 18.3 % entsprechend.
Im kapitalintensiven Teilegeschäft (System Parts) stieg die operative EBITDA-Marge auf 17.2 % (Vorjahr 7.3 %). Die gute Auslastung der Werke verursachte diesen Margenanstieg. Das Investitionsgütergeschäft (Fineblanking Technology) musste jedoch infolge der schlechten Auftragslage einen negativen operativen EBITDA in Höhe von CHF 1.1 Mio. hinnehmen.
Abschreibungen und Wertverminderungen
Die Abschreibungen stiegen in der Berichtsperiode nur noch leicht um CHF 0.1 Mio. auf CHF 25.5 Mio. Die langsam abnehmenden Investitionen in der vergangenen Periode verlangsamten die Zunahme der Abschreibungen. In der Berichtsperiode lagen die Investitionen mit CHF 23.1 Mio. erneut leicht unter den laufenden Abschreibungen. Aufgrund von Überkapazitäten an einem europäischen Fabrikationsstandort wurde im ersten Halbjahr zudem einmalige Sonderabschreibungen in Höhe von CHF 8.3 Mio. vorgenommen.
Betriebsergebnis (EBIT)
Feintool erwirtschaftete in der Berichtsperiode ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von CHF 19.2 Mio. Dies entspricht einer operativen EBIT-Marge von 6.3 %. Mit Berücksichtigung der Einmaleffekte resultierte ein EBIT von CHF 21.5 Mio., einer EBIT-Marge von 7.1 % entsprechend.
Im Segment Fineblanking Technology resultierte aufgrund tieferer Umsätze letztlich ein operativer Betriebsverlust (EBIT) in Höhe von CHF 2.0 Mio. (Vorjahr: Verlust von CHF 3.6 Mio.). Dabei wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung – als Investition in die Zukunft – auf hohem Niveau beibehalten.
Das operative Ergebnis der Segment System Parts stieg deutlich auf CHF 24.7 Mio. (Vorjahr: Verlust von CHF 9.3 Mio.).
Die Kosten der nicht direkt operativ tätigen Bereiche beliefen sich auf CHF 4.7 Mio. (Vorjahr: CHF 5.0 Mio.). Die Abnahme gegenüber der Vergleichsperiode ergab sich aufgrund einzelner Projekte und zusätzlicher Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 anfielen.
Finanzergebnis
Die Nettofinanzkosten in Höhe von CHF -3.0 Mio. (Vorjahr CHF -2.5 Mio.) stiegen an. Der Nettozinsaufwand (inklusive Finanzierungskosten) stieg aufgrund der höheren Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Ausweitung der Syndikatskreditlinie aufgrund der Covid-19-Pandemie auf CHF 2.7 Mio. (Vorjahr CHF 2.2 Mio.). Feintool verzeichnete in der Berichtsperiode Nettowährungsverluste in Höhe von CHF 0.4 Mio. (Vorjahr CHF 0.4 Mio.).
Steuern
Der Steueraufwand der Feintool-Gesellschaften summiert sich in der Berichtsperiode auf CHF 5.4 Mio. Dies entspricht einer Steuerquote von 29.0 %.
Konzernergebnis
Insgesamt resultiert unter Einbezug der Einmaleffekte ein Konzerngewinn von CHF 13.2 Mio. (Vorjahr: Verlust von CHF 17.5 Mio.).
KONSOLIDIERTE BILANZ
Insgesamt stieg die Bilanzsumme um 5.2 % auf CHF 712.4 Mio. (31. Dezember 2020: CHF 677.1 Mio.).
Das Umlaufvermögen stieg insgesamt um CHF 33.5 Mio. auf CHF 265.4 Mio., wobei sich die einzelnen Positionen teilweise gegensätzlich entwickelten. Die flüssigen Mittel nahmen um CHF 4.9 Mio. auf CHF 66.2 Mio. zu. Die Zunahme steht teilweise in Zusammenhang mit der Nutzung staatlicher Hilfe in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. In der Schweiz erhielt Feintool im Juni Soforthilfe von CHF 3.0 Mio. ausbezahlt. Die Forderungen stiegen um CHF 9.6 Mio. auf CHF 94.0 Mio. Die Vorräte und Nettoguthaben aus Vertragsvermögenswerten stiegen um CHF 21.2 Mio. auf CHF 99.2 Mio. Die Zunahme hat drei Gründe. Der erste Grund für die Zunahme liegt bei den Stahlmengen. Diese Bestände waren Ende 2020 tief. Zudem konnten im Juni noch Stahl zu besseren Konditionen gekauft werden, was die Feintool genutzt hat. Der zweite Grund für die Zunahme sind die volatilen Abrufe der Kunden. Dies hat zu höheren Beständen bei den Halb- und Fertigfabrikaten geführt. Der dritte Grund liegt in den hohen Stahlpreisen und der daraus resultierenden höheren Bewertung der Vorräte. Die aktiven Abgrenzungen sanken um CHF 2.2 Mio. auf CHF 6.0 Mio.
Das operative Nettoumlaufvermögen stieg gegenüber dem 31. Dezember 2020 um CHF 5.5 Mio. auf CHF 74.4 Mio. Einen negativen Einfluss auf das Nettoumlaufvermögen hatten vor allem die Zunahme der Vorräte um CHF 20.6 Mio. und die Zunahme der Forderung aus Lieferung und Leistung (+ CHF 8.4 Mio.). Einen positiven Einfluss auf das Nettoumlaufvermögen hatten vor allem die steigenden passive Abgrenzungen (+ CHF 12.3 Mio.) und die Zunahme der nicht-verzinslichen Verbindlichkeiten (+ CHF 5.3 Mio.).
Das Anlagevermögen stieg um CHF 1.8 Mio. auf CHF 447.0 Mio. und blieb damit nahezu unverändert. Die Sachanlagen stiegen um CHF 0.2 Mio. auf CHF 335.1 Mio. Die immateriellen Anlagen stiegen um CHF 0.3 Mio. auf CHF 91.7 Mio. Die Position der Finanzanlagen stieg um CHF 2.2 Mio. auf CHF 6.4 Mio. Die latenten Steuerforderungen reduzierten sich um CHF 0.9 Mio. auf CHF 13.7 (31. Dezember 2020: CHF 14.6 Mio.).
Auf der Passivseite stieg das Fremdkapital insgesamt um CHF 2.6 Mio. auf CHF 385.7 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten stiegen um CHF 0.2 Mio. auf CHF 64.9 Mio. und blieben somit praktisch unverändert. Die passiven Rechnungsabgrenzungen, die Steuerverbindlichkeiten, die kurz- und langfristigen Rückstellungen sowie die latenten Steuerverbindlichkeiten stiegen um CHF 19.8 Mio. auf CHF 79.9 Mio. Getrieben war dieser Anstieg von den passiven Rechnungsabgrenzungen, welche um CHF 12.3 anstiegen. Dieser Anstieg im Halbjahr ist eine Saisonalität und begründet sich vor allem mit Personalkostenabgrenzungen. Die Verbindlichkeit für die Personalvorsorge (IAS 19) sank in der Berichtsperiode – infolge der günstigeren Annahmen bezüglich der Zins- und Finanzmarktentwicklung – auf CHF 43.2 Mio.
Das verzinsliche Fremdkapital sank um CHF 10.5 Mio. auf CHF 197.7 Mio. CHF 134.4 Mio. der verzinslichen Verbindlichkeiten weisen langfristigen Charakter auf.
Die Nettoverschuldung reduzierte sich in der Berichtsperiode aufgrund des guten operativen Ergebnisses sowie der Einmaleffekte aus der Covid-Unterstützung auf CHF 131.5 Mio. (31. Dezember 2020: CHF 146.9 Mio.). Das gestiegene Nettoumlaufvermögen und die Investitionen wirkten sich negativ auf die Nettoverschuldung aus. Feintool verfügt dadurch über CHF 133.6 Mio. an liquiden Mitteln und verfügbaren, unbenutzten Kreditlinien.
Das Eigenkapital betrug am 30. Juni 2021 CHF 326.6 Mio. (31. Dezember 2020: CHF 293.9 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg somit von 43.4 % auf 45.8 %. Der Eigenkapitalnachweis zeigt, dass der Konzerngewinn das Eigenkapital um CHF 13.2 Mio. erhöhte. Direkt im Eigenkapital verbuchte Umrechnungsdifferenzen in Höhe von insgesamt CHF 14.1 Mio. sowie versicherungstechnische Gewinne aus der Personalvorsorge (IAS 19) in Höhe von CHF 5.3 Mio. hatten zusätzlich einen positiven Einfluss. Die anderen Positionen hatten wesentlich geringere Auswirkungen.
KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG
Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit war – aufgrund des operativen Gewinnes – mit CHF 31.3 Mio. klar höher als in der Vergleichsperiode (CHF 0.4 Mio.). Das Nettoumlaufvermögen hatte in der Berichtsperiode einen negativen Einfluss in Höhe von CHF 19.1 Mio. (Vorjahr: Negativer Einfluss von CHF 5.8 Mio.). Der überproportionale Nettoumlaufvermögen-Anstieg zum Halbjahr ist so auch in den Jahren 2019 und 2018 aufgetreten. Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit ist mit CHF 23.1 Mio. (Vorjahr CHF 19.4 Mio.) leicht höher als im Vorjahr. Beschlossene Neuinvestitionen laufen wie geplant weiter. Die Abschreibungen übersteigen die Investitionen der entsprechenden Periode. Insgesamt ergab sich somit ein betrieblicher Geldzufluss in Höhe von CHF 8.3 Mio. (Vorjahr CHF -19.0 Mio.).
MITARBEITENDE
Die Anzahl der Mitarbeitenden* (ohne Lernende) nahm seit dem 31. Dezember 2020 um 25 auf 2 545 ab. Zusätzlich befinden sich 75 Jugendliche (31. Dezember 2020: 100) in unserem Unternehmen in Ausbildung. Insgesamt beschäftigt Feintool in Europa 1 532 Mitarbeitende (zuzüglich 61 Auszubildende), davon 351 (zuzüglich 33 Auszubildende) in der Schweiz. In den USA arbeiten 546 Personen (zuzüglich 10 Auszubildende) und in Asien 467 Mitarbeitende (zuzüglich 4 Auszubildende).
Das Segment System Parts reduzierte seit dem 31. Dezember 2020 die Anzahl der Mitarbeitenden um 0.5 % (-12 Mitarbeitende). Insgesamt arbeiten 2 372 Mitarbeitende im Teilegeschäft. Das Segment Fineblanking Technology beschäftigte 140 Mitarbeitende (-12): 33 Mitarbeitende sind in den nicht direkt operativen Bereichen beschäftigt.
* berechnet als Vollzeitstellen zum Stichtag