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Der hoffnungslose Kandidat
Shigeru Hamasaki aus der Stadt Komatsu in der Präfektur Ishikawa ist kein Mann, der so leicht aufgibt. Dies wird alleine schon aus seinem Kurporträt auf Twitter ersichtlich:
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2003: Kandidat für das Lokalparlament der Stadt Komatsu (verloren),
2007: Kandidat für das Lokalparlament der Stadt Komatsu (verloren),
2007: Kandidat für das Unterhaus (verloren),
2011: Kandidat für das Lokalparlament der Stadt Komatsu (verloren),
2013: Kandidat für den Bürgermeister der Stadt Komatsu (verloren),
2013: Kandidat für das Oberhaus (verloren)
Shigeru Hamasaki, geboren 1967 in Komatsu, männlich, Highschool-Absolvent, Udon-Restaurantbesitzer, ehemaliger Boxer.
Gestern wollte es Shigeru Hamasaki zum siebten Mal wissen. Als Parteiloser trat er im zweiten Wahlkreis der Präfektur Ishikawa bei den Unterhaus-Wahlen an. Sein wirr gehaltenes, kaum verständliches Wahlversprechen lässt sich in etwa so zusammenfassen: alles massakrieren, töten und vernichten:
Anstatt auf ein klassisches Wahlplakat mit einem schönen Porträtfoto setzt er auf die eigene Handschrift (links oben):
Wahlslogans werden mit roter Farbe gleich direkt auf das Privatauto geschrieben:
Doch es hat alles nichts genützt. Shigeru Hamasaki hatte bei den gestrigen Unterhauswahlen gegen seine beiden Konkurrenten keine Chance. Die Wahl gewonnen hat Hajime Sasaki von den regierenden Liberaldemokraten. Hamasaki kam auf immerhin 5075 Stimmen und 3,5 Prozent Wähleranteil. Man könnte es bei Hamasakis Ausgangslage einen Achtungserfolg nennen.
Übrigens ist Shigeru Hamasaki nicht alleine. In ganz Japan gibt es einige aus der Reihe tanzender Politiker, die es trotz teurer Kandidaturgebühren und vorporgrammierter Niederlage immer wieder versuchen. Der japanische Dokumentarfilm «The Frivolous» hat den berühmtesten dieser sogenannten hoffnungslosen Kandidaten, Mac Akasaka von der «Smile Party», begleitet. Der Film wird am 18. Januar im Alternativkino gezeigt.
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