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Bedeutung von Christenverfolgungen
Interview mit Ivo Schürmann, von der Organisation Kirche in Not Schweiz
Bedeutung von Christenverfolgungen
Interview mit Ivo Schürmann, von der Organisation Kirche in Not Schweiz
Pakistan: Hilfe für die Flutopfer
Über 1500 Menschen sollen in Pakistan bereits durch den schlimmsten Monsunregen seit 30 Jahren umgekommen sein. Mindestens eine Million Häuser im ganzen Land wurden von den Überschwemmungen weggespült oder schwer beschädigt. Da mehr als sechs Millionen Menschen direkt von der Flut betroffen sind, ist dringend Hilfe erforderlich, um zu verhindern, dass die Folgen der Regenfälle schlimmer sind als die Überschwemmungen selbst. Die pakistanische katholische Ortskirche tut alles, was sie kann, um den Flutopfern zu helfen, dabei erhält sie Unterstützung vom Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)».
Bischof Samson Shukardin berichtet aus Hyderabad
Aus Sindh, einer der am stärksten betroffenen Provinzen, schreibt Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad: „90 Prozent meiner Diözese sind überflutet. Viele Kirchen, Gemeindehäuser und Schulen wurden beschädigt. Die Menschen sind obdachlos und hungrig. Familien trauern um den Verlust ihrer Angehörigen.“ Alle 19 Pfarreien der Provinz Sindh sind von den Überschwemmungen schwer betroffen.
Die Kinder leiden am meisten.
Tausende von Familien sind von den Fluten umgeben oder sie sitzen am Strassenrand und haben keine Unterkunft. Sie haben keine Lebensmittel, kein sauberes Trinkwasser, keine Latrinen und keine Gesundheitseinrichtungen. Die Kinder leiden am meisten. Der Verzehr von verunreinigtem Wasser führt zu Krankheiten, und die Mückenplage verursacht in den betroffenen Gemeinden verschiedene Hautkrankheiten und Malaria“, so der Bischof, „Viele Familien haben Zuflucht in den Kirchen gesucht, da ihre Häuser vom Regenwasser überflutet wurden, aber auch viele Kirchen sind überschwemmt, Kirchengebäuden und Gemeindezentren beschädigt“, erklärt Bischof Samson und fügt hinzu, dass er Anrufe von Priestern und Laien aus der ganzen Diözese erhalten hat, die um Hilfe baten.
Hilfe für die Flutopfer
Das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» schickt Soforthilfe, damit die Diözese Hyderabad mehr als 5000 Familien Soforthilfe in Form von Lebensmittelpaketen für einen Monat, Bargeldzuschüssen für die bedürftigsten Familien, mobilen Gesundheitsstationen, Notunterkünften und sogar grundlegenden – aber unverzichtbaren – Artikeln wie Moskitonetzen und Mückenschutzmitteln leisten kann. Beschädigte Kirchen und kommunale Infrastrukturen müssen repariert werden, um die Opfer der Überschwemmungen unterzubringen. Zudem sollen Lebensmittelpaketen und Küchensets mit Grundnahrungsmitteln und wichtigen Koch- und Reinigungsartikeln bereitgestellt werden, um Familien vor Ort zu helfen, deren Häuser zerstört sind.
Das Hilfswerk wird die Hilfe über die kirchlichen Projektpartner vor Ort weiterleiten. An diese wenden sich viele Menschen, deren Existenz durch die Fluten zerstört wurde.
Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» kündigt eine Sonderhilfe für Ordensschwestern und Priester in Sri Lanka an, die unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise leiden.
„Die wirtschaftliche Lage im Land ist sehr ernst. Es gibt viele arme Menschen, die weder Lebensmittel noch Medikamente haben. Die Warteschlangen sind riesig, kilometerlang; Menschen stehen Schlange, um Treibstoff, Benzin, Milchpulver, Zucker, Reis, Medikamente zu kaufen…. Zahlreiche Menschen sind in den Warteschlangen gestorben, während sie etwas kaufen wollten. Es gibt Kinder, die wegen fehlender Aufsicht in ihren Häusern ums Leben gekommen sind, weil ihre Eltern so lange abwesend waren“, so beschreibt Msgr. Valence Mendis, Bischof von Kandy und apostolischer Administrator von Chilaw, die schreckliche Situation, unter der die Bevölkerung leidet.
Kirche kämpft selbst ums Überleben
Die lokale Kirche ist nicht in der Lage, ihre eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber hat keine Mittel, um das Leid derer zu lindern, die um Hilfe bitten. „Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und die Preise sind in astronomische Höhen gestiegen. Die Menschen sind nicht in der Lage ihren täglichen Bedarf zu decken. Auch unsere Priester und Ordensleute sind von der Krise stark betroffen. Daher wäre ich dankbar, wenn ich in dieser kritischen Zeit Messstipendien für Priester und finanzielle Unterstützung für Ordensleute erhalten könnte“, schreibt Mgr Mendis an «Kirche in Not (ACN)»: „Wir brauchen Ihr Gebet“, bittet er.
Dies ist eine der vielen Anfragen, die das Hilfswerk aus dem asiatischen Land erhalten hat. Als unmittelbare Reaktion wird «Kirche in Not (ACN)» insgesamt 19 Projekte unterstützen, um Priestern mit Messstipendien und Ordensschwestern und Katecheten mit Nothilfeprogrammen zu helfen.
Der Gesamtbetrag der Unterstützung beläuft sich auf € 465.365. Während der Pandemie hat «Kirche in Not (ACN)» bereits die Kirche im Sri Lanka mit einem ähnlichen Notprogramm für die Diözesen unterstutzt.
Chaotische Zustände im Land
Papst Franziskus bat während des Angelusgebets am Sonntag, den 10. Juli, darum, den Schmerz des sri-lankischen Volkes zu hören. Der Heilige Vater versicherte die Menschen in Sri Lanka seiner Nähe in ihrem Leid und rief dazu auf, den Schrei der Armen nicht zu ignorieren und für den Frieden im Land zu beten.
Sri Lanka befindet sich in einer schweren Finanzkrise, die durch korrupte politische und wirtschaftliche Praktiken verursacht wurde, die die Auslandsverschuldung des Landes in die Höhe getrieben haben, sowie durch eine enorme Inflation und willkürliche Vorschriften, die in den letzten zwei Jahren die Ernte und die Erträge des Landes geschmälert haben. Dazu kamen die Folgen der Corona-Pandemie, durch die die Einnahmen aus dem Tourismus wegfielen. Die Finanzkrise hat zu politischem Chaos und landesweiten Massenprotesten geführt, die den Rücktritt von Präsident Gotabaya Rajapaska gefordert haben. Am Freitag, den 15. Juli, trat Rajapaska in Singapur zurück, wohin er nach seiner Flucht auf die Malediven gekommen war.
Quelle: Kirche in Not
In der heutigen Sendung „im Gespräch mit….“ behandeln wir zwei Themen und zwar:
Christenverfolgung und der Aufbau von Ninive-Ebene.