Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2725

Die Lücke füllen: Ernährung des Säuglings im Spital
Nicht-orale Ernährungsmethoden
Die Geburt eines extremen Frühgeborenen ist hinsichtlich der Ernährungsversorgung ein Notfall. Um eine mangelhafte Ernährungsversorgung dieser Säuglinge weitgehend auszuschliessen, wird insbesondere zu Anfang die komplette oder partielle parenterale Nährstoffversorgung durch intravenöse Infusion sichergestellt. Sobald der Säugling auf enterale Ernährung übergehen kann, wird die Milch über eine nasogastrale oder orogastrale Sonde verabreicht.
Nicht-orale Ernährungsmethoden bergen Risiken. Zu diesen gehören Infektionen, falsche Berechnungen von Bedarf und Verabreichung, medizinische Komplikationen im Zusammenhang mit der Leitungs- oder Sondenplatzierung sowie die unnatürliche Art, wie die Nahrung verabreicht wird. Daher ist es wichtig, den Säugling so schnell wie möglich auf orale Nahrungsaufnahme umzustellen.
Übergang zur oralen Nahrungsaufnahme
Der Übergang zur oralen Nahrungsaufnahme wird normalerweise durch nicht-nutritives Saugen unterstützt. Frühgeborene, die während der enteralen Ernährung nicht-nutritives Saugen ausführen, weisen eine bessere Nahrungsverträglichkeit sowie einen beschleunigten Übergang von der enteralen Ernährung zur oralen Nahrungsaufnahme auf, legen schneller an Gewicht zu und bleiben weniger lange im Spital. Ausserdem kann beurteilt werden, ob das Frühgeborene zur oralen Nahrungsaufnahme in der Lage ist, um so den Übergang zum optimalen Zeitpunkt einzuleiten.
Orale Ernährung
Teil dieser Übergangsphase von der enteralen zur oralen Nahrungsaufnahme sind die ersten Versuche der oralen Nahrungsaufnahme parallel zur Sondenernährung. Ab diesem Punkt bis zur Entlassung bietet das Portfolio zur oralen Nahrungsaufnahme von Medela ein vielfältiges Angebot an Stilloptionen, die die Entwicklung des Stillens unterstützen und eine Fütterungserfahrung ermöglichen, die dem Stillen so nahe kommt wie möglich. Auf diese Weise kann die orale Nahrungsaufnahme zu einer positiven Erfahrung für den Säugling, seine Eltern und die neonatologischen Fachkräfte werden.
Schanler R.J., Lau, C., Hurst, N.M., & Smith, E.O. Randomized trial of donor human milk versus preterm formula as substitutes for mothers’ own milk in the feeding of extremely premature infants. Pediatrics 116, 400–406 (2005).
Medeiros, A.M.C. et al. Characterization of the transition technique from enteral tube feeding to breastfeeding in preterm newborns. J Soc Bras Fonoaudiol 23, 57–65 (2011).
Quandt, D., Schraner, T., Ulrich Bucher, H., & Arlettay Mieth, R. Malposition of feeding tubes in neonates: Is it an issue? Pediatr Gastroenterol Nutr 48, 608–611 (2009).
Hurrell, E. et al. Neonatal enteral feeding tubes as loci for colonisation by members of Enterobacteriaceae. BMC Infectious Disease 9, 146 (2009).
Bingham, P.M., Ashikaga, T., & Abbasi, S. Prospective study of non-nutritive sucking and feeding skills in premature infants. Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 95, F194–F200 (2010).