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Der Thurgau hat sechs Nationalratssitze. Die Hälfte besetzt die SVP, die andern drei sind bei der FDP, CVP und SP. Markus Hausammann von der SVP tritt zurück. Ob es die mit 39,9 Prozent Wähleranteil stärkste Partei im Kanton schafft, den frei werdenden Sitz zu halten, ist fraglich.
Legen die Grünen und Grünliberalen wie erwartet zu, könnten sie der SVP einen Sitz abjagen. Die beiden Parteien haben ihre Listen mit der SP verbunden. Klar ist, dass die rot-grüne Allianz den Sitz von SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher sichert. Ob von einem allfälligen Sitzgewinn die Grünen oder die Grünliberale profitieren würden, ist offen. Beide Parteien sind zur Zeit nicht im Nationalrat vertreten.
Wiederwahl gesichert
Weitere Sitzverschiebungen sind in der stabilen Thurgauer Parteienlandschaft nicht zu erwarten. Die Wiederwahl von Verena Herzog (SVP), Diana Gutjahr (SVP) und Hansjörg Brunner (FDP) dürfte dank einer Listenverbindung der beiden Parteien gesichert sein.
Zwar hat die CVP ihre Liste lediglich mit den wählerschwachen Parteien EVP und BDP verbunden, aber der körperbehinderte CVP-Nationalrat Christian Lohr kann als langjähriges Ratsmitglied vom Bisherigen-Bonus profitieren.
Zweiter Wahlgang
Um die beiden Thurgauer Ständeratssitze bewerben sich sechs Personen, drei Frauen und drei Männer. Brigitte Häberli-Koller von der CVP stellt sich zur Wiederwahl. Die 61-Jährige sitzt seit acht Jahren im Ständerat und dürfte problemlos wieder gewählt werden.
Der zweite Sitz wird nach dem Rücktritt von Roland Eberle (SVP) frei. Angesichts der zahlreichen Bewerberinnen und Bewerber kommt es voraussichtlich zu einem zweiten Wahlgang am 10. November. Beste Chancen hat Eberles Parteikollege Jakob Stark, der im Frühling als Finanzdirektor zurücktritt.