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Globussyndrom IndikationenDas Globussyndrom äussert sich im Gefühl, einen Kloss oder eine unangenehme Empfindung im Hals zu haben. Bei einer körperlichen Untersuchung lassen sich jedoch keine Fremdkörper oder Wucherungen feststellen. Die Beschwerden treten in der Regel beim leeren Schlucken auf und bessern beim Essen und Trinken. Schmerzen und Schluckstörungen sind hingegen nicht vorhanden. Die Ursache wurde noch nicht vollständig aufgeklärt. Ein gastroösophagaler Reflux und psychogene Faktoren scheinen oft an der Entstehung beteiligt zu sein. Für die medikamentöse Behandlung können unter anderem Protonenpumpenblocker (PPI) oder Arzneimittel gegen Stress und psychische Erkrankungen zum Einsatz kommen. Symptome
Das Globussyndrom1 äussert sich in der Empfindung, einen Kloss, einen Fremdkörper, ein unangenehmes Gefühl oder ein Enge-/Druckgefühl im Hals zu haben. Bei der ärztlichen Untersuchung lassen sich keine Fremdkörper oder Gewebewucherungen feststellen.
Die Beschwerden treten vor allem beim leeren Schlucken auf und bessern beim Essen oder Trinken. Schluckbeschwerden und Schmerzen kommen hingegen nicht vor. Die Patienten schlucken und räuspern sich häufig.
1 Globus ist lateinisch und bedeutet Kugel, Ball und Klumpen.Ursachen
Die Ursachen sind nicht vollständig aufgeklärt. Die Entstehung scheint multifaktoriell zu sein. Ein gastroösophagaler Reflux kann oft zur Entstehung beitragen. Stress, psychogene Probleme, Müdigkeit und Emotionen können die Beschwerden verschlimmern und auslösen (Somatisierungsstörung).
Weitere mögliche Faktoren (Auswahl):
- Erhöhter Druck des oberen Ösophagussphinkters
- Funktionsstörung der Speiseröhre
- Entzündliche Erkrankungen in den oberen Atemwegen (z.B. Rhinitis, Sinusitis, Pharyngitis)
- Hypertrophie der Zungenbasis
- Selten können auch Medikamente wie beispielsweise Lokalanästhetika und Anticholinergika ein Globussyndrom verursachen.
Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung in der Regel bei einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialist anhand der Symptome und der körperlichen Untersuchung (Nasopharyngoskopie) gestellt. Andere mögliche Ursachen wie beispielsweise Schluckstörungen, Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten und Muskelerkrankungen müssen ausgeschlossen werden.Nicht-medikamentöse Behandlung
- Stress abbauen
- Bonbons lutschen, Wasser trinken oder etwas essen ist symptomatisch wirksam
- Physiotherapie, Logopädie
- Entspannungstechniken
- Kognitive Verhaltenstherapie
- Psychotherapie
Der gastroösophagale Reflux wird in der Regel versuchsweise mit Protonenpumpen-Inhibitoren behandelt. Sie hemmen die Sekretion der Magensäure durch Bindung an die Protonenpumpe in den Belegzellen des Magens.
Antazida neutralisieren die Magensäure und können zusätzlich einen Schutzfilm auf der Schleimhaut bilden.siehe auchLiteratur
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
- Cashman E.C., Donnelly M.J. The natural history of globus pharyngeus. Int J Otolaryngol, 2010, 2010, 159630 Pubmed
- Lee B.E., Kim G.H. Globus pharyngeus: a review of its etiology, diagnosis and treatment. World J Gastroenterol, 2012, 18(20), 2462-71 Pubmed
- Jones D, Prowse S. Globus pharyngeus: an update for general practice. Br J Gen Pract, 2015, 65(639), 554-5 Pubmed
- Kortequee S. et al. Management of globus pharyngeus. Int J Otolaryngol, 2013, 2013, 946780 Pubmed
- You L.Q. et al. Effect of low-dose amitriptyline on globus pharyngeus and its side effects. World J Gastroenterol, 2013, 19(42), 7455-60 Pubmed
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
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