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Stressdiagnose
Was genau ist Stress?
Das Wort das heute jeder kennt, ist ursprünglich ein Begriff der Physik. Setzt man einen Werkstoff solange einer Belastung aus bis er sich verformt, dann sprechen Materialwissenschaftler von «Stress». Analog dazu sind auch Wörter wie Beanspruchung, Spannung oder Belastbarkeit geläufige Begriffe.
Der Hormonforscher und Biologe Hans Seyle (1907-1982) bezog diesen Begriff in den 1930iger Jahren erstmals auf Menschen. Ihm Verdanken wir die Diagnose «Allgemeines Anpassungssyndrom», welches besagt: Ist ein Organismus Stressreizen wie Leistungsdruck, psychischer Belastung, Lärmbelastungen oder Hunger ausgesetzt, reagiert er kurzzeitig mit höherer Widerstandskraft. Längerfristig überschwelligen Reizen ausgesetzt, verliert ein Organismus seine Widerstandskräfte und reagiert mit Krankheit oder sogar dem Tod.
Anzeichen von Stress
Anzeichen von Stress auf körperlicher Ebene können sein:
- Kopfschmerzen
- Kreislaufprobleme
- Herzklopfen
- Verspannungen
- Magenschmerzen
- Verdauungsprobleme
- Schlafstörungen
- Schwindel
Anzeichen von Stress auf psychischer Ebene können sein:
- Nervosität
- Überempfindlichkeit
- Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung
- Pessimismus
- Niedergeschlagenheit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Vergesslichkeit
Reaktionen:
Wer gestresst ist reagiert meist gereizt und aggressiv. Das Verhalten führt oft zu Konflikten in der Partnerschaft oder im Berufsleben. Es treten Kommunikationsprobleme auf und man tendiert zu Suchtverhalten.
Folgen von chronischem Stress
Ist man belastenden Reizen zu lange ausgesetzt dann können folgende Krankheiten auftreten: Herz-Kreislauf-Störungen, Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris, Magengeschwüre, Angstzustände und/oder Depressionen. In Stresssituationen schüttet der Körper das Stresshormon Kortisol aus. Bleibt zu viel davon im Körperkreislauf können chronische Erkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen ausgelöst werden.
Ist ein Mensch über einen längeren Zeitraum hinweg körperlich und/oder geistig ausgelaugt spricht man von einem «Burnout». Besonders fleissige, engagierte und leistungsbereite Personen sind dafür anfällig. Es zeigen sich eine gleichgültige oder distanzierte Einstellung zur Arbeit, Kunden oder Familienmitgliedern und Freunden. Man hat das Gefühl, immer weniger zu leisten und verliert zunehmend das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Stressreaktionsablauf im Körper
Stress an sich ist ein sinnvoller Mechanismus. Der Körper reagiert auf gefährliche äussere und innere Einflüsse mit dem Kampf- oder Fluchtmodus. Diese Reaktion war für unsere Vorfahren überlebenswichtig im Falle eines Kampfes auf der Jagd oder beim Arbeiten auf dem Feld. Der Alarmzustand des Körper sollte aber nach einiger Zeit oder nach Gefahrenende wieder beendet werden. Dies macht deutlich, dass Stress zum Leben gehört und an sich auch gute Seiten hat.
Heute lässt uns Stress schwierige Sachen oder Dinge erledigen, beschert uns Glücksmomente nach getaner Arbeit oder wird bei sportlichen Herausforderungen bewusst herbeigeführt. Jene Reize die positiv stimulieren nennen Forscher Eustress. Thematisiert wird jedoch meist der negative Distress, weil er belastend auf unsere biologischen Systeme einwirkt. Auf diesen negativen Stress reagieren Menschen allerdings sehr subjektiv. Fühlt sich jener von einer beschwerlichen Lebenssituation völlig überfordert, wächst der andere gerade deshalb über sich hinaus und entwickelt neue Kräfte und Energien. Fühlt man sich herausgefordert oder überfordert, wenn plötzlich eine schwer zu bewältigende Situation im Leben auftritt?
Der biologische Ablauf bei einer Stresssituation ist jedoch in allen Körpern gleich:
Bei drohender Gefahr reagiert unser Körper reflexartig mit Kampf oder Flucht. In einer Drüse im Gehirn, dem Hypothalamus, werden zwei Hormone aktiv, das Adrenalin und das Noradrenalin. Adrenalin sorgt für Reaktionen im Körper wie erhöhter Herzschlag, steigender Blutdruck oder abnehmende Schmerzempfindlichkeit. Hat sich die Stresssituation geklärt sorgt das Noradrenalin für Beruhigung. Besteht die Gefahr weiterhin, oder erkennt der Körper die tatsächliche Entspannung der Situation nicht, wird Kortisol ausgeschüttet um weiterhin Handlungsfähigkeit bewerkstelligen zu können. Findet der Körper also in absehbarer Zeit nicht zum Normalzustand oder zur Ruhe zurück, kann er die ausgeschütteten Stresshormone nicht mehr abbauen. Er bleibt also Dauerhaft im Alarmmodus. Dann wird der Zustand chronisch, was massive Folgen für die Gesundheit haben kann.
Bewusst gegen den Stress
Stressabbau kann wieder bewusst herbeigeführt werden durch gezielte:
- Berührung
- Bewegung
- Ernährung
- Atmung
- Handlung
- Dehnung
- Aktivierung von Selbstheilungskräften
- Zielsetzung
- Erholung
- Schwingung von Körperarealen
- Supplementierung
In meinem Praxisalltag biete ich viele ressourcenorientierte Massnahmen und Methoden an, welche dabei helfen können Stress und Stresssymptome zu verringern. Gesundheit und Wohlbefinden hängen meistens von zielorientierten Entscheidungen ab. Ist der Körper und der Verstand in einem ausgeglichenen Zustand, können effiziente Entscheidungen getroffen werden. Mit spezifischen, methodenbasierenden Anwendungen kann das System soweit zur Ruhe kommen, dass wieder ein verständnisvoller Umgang mit äusseren und inneren Umwelteinflüssen möglich wird.
Salutogenese
Der Weg zur Resilienz, der Widerstandskraft der Psyche, führt über den Weg der Salutogenese. Das Salutogenese Modell (nach A. Antonovsky) erklärt die Entstehung von Gesundheit. Meine Programme unterstützen sie auf Ihrem Weg zu Ihrem persönlichen Wohlbefinden. Gemeinsam erarbeiten wir uns das Wissen um die Entstehung der eigenen Gesundheit und sind in der Lage Anzeichen von Wohlbefinden an uns selbst zu erkennen.
Anzeichen von Wohlbefinden und Gesundheit können sein:
- Sie leben öfter im Moment und verweilen im Hier und Jetzt
- Sie erleben Synchronizitäten
- Sie freuen sich über die kleinen Dinge in ihrem Leben
- Sie können über sich selber lachen
- Sie lieben die körperliche Bewegung
- Sie schlafen ausreichend
- Sie sind dankbar
- Sie nehmen sich Auszeiten von TV und digitalen Medien
- Sie nehmen Sachen in Angriff welche sich nicht um Sie drehen und sind dort Teil von etwas Grösserem
- Sie lachen öfter
- Sie pflegen Freundschaften
- Sie freuen sich für andere Menschen
- Sie sind selbst für ihr Glück verantwortlich
- Sie können auch mal NEIN sagen
- Sie können warten und verzichten
- Sie übernehmen Verantwortung für Ihr Leben
Impulsvortrag im Augen Zentrum Fankhauser AG
Daten werden auf der Homepage kommuniziert.
Fragen und Antworten zur Stressdiagnose
Was passiert bei chronischem Stress mit dem Körper?
In Stresssituationen schüttet der Körper das Stresshormon Kortisol aus. Bleibt zu viel davon im Körperkreislauf können chronische Erkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen ausgelöst werden.
Was kann ich tun, um Stress abzubauen?
Ein gesundes Körpersystem ist individuell dosiert bewegt, ausgewogen ernährt, handlungsorientiert und sozial gefestigt. Seine Ziele sind definiert und Auszeiten sind fixer Bestandteil der Lebensplanung.
Welche Methoden können bei Stresssymptomen helfen?
Kinesiologie, Neuronale Organisationstechnik, dosierte Bewegung, Massagen, Ernährungsoptimierung, Atemtechniken, Unterstützung der Selbstheilungskräfte.
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