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Inhalt
Edvard Munch, der Gründervater des nordischen Expressionismus, ist mit mehr als zwölf Gemälden im Kunsthaus vertreten, der grössten Werkgruppe ausserhalb Norwegens. Die Musik auf der Strasse gehört zu seinen ersten vollgültigen Werken. In ihrer hellen, lockeren Malweise erscheint die Szene zunächst den Strassenbildern der französischen Impressionisten verwandt. Doch die rasante Perspektive von den ganz nahen, grossen Figuren über die trotz der an die Häuser gedrängten Menge und der Militärmusik merkwürdig leer wirkenden Strasse erzeugt eine psychologische Spannung, die Munch wenige Jahre später im Schrei ins Extreme steigern wird. Durch den nachträglich in die untere Ecke gesetzten roten Schirm übertönte er das atmosphärische Sonnenlicht. Wie ein Schemen schiebt sich der Kopf eines Knaben davor, der vom Geschehen ausgeschlossen bleibt; wie Munch später bemerkte, verarbeitete er hier eine Jugenderinnnerung.