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Junges Zwergflusspferd im Zoo Basel
Das Zwergflusspferd wurde letztes Jahr am 3. Oktober geboren. Bisher war das Tier für das Publikum nicht zu sehen. Zwergflusspferde kommen im tropischen Westafrika vor. Dort leben sie in den Regenwäldern. Im Zoologischen Garten Basel verbringen die Tiere die kalte Jahreszeit deshalb vorwiegend im angenehm warmen Winterstall. Nur bei Sonnenschein sind sie mittags kurz auf der Aussenanlage. Erst jetzt, bei wärmeren Aussentemperaturen, kann das Jungtier zusammen mit ihrer Mutter auf der Aussenanlage beobachtet werden. Die wärmeliebenden Zwergflusspferde liegen gerne in der Sonne. Allerdings ist ihre Haut anspruchsvoll. Im dichten tropischen Wald sind die Tiere kaum der Sonne ausgesetzt. Die äusserste Hautschicht ist dünn und trocknet leicht aus. Drüsen sondern bei starker Sonneneinstrahlung einen salzigen Schleim ab. Dieser verhindert, dass die Haut spröde wird. Damit ihre Haut schön geschmeidig bleibt, müssen die Tiere täglich Baden oder regelmässig abgespritzt werden. Zwergflusspferde sind scheu und leben im dichten Wald verborgen als Einzelgänger oder in Mutter-Kind-Gruppen. Deshalb wurden sie erst spät von der Wissenschaft beschrieben. Bis ins neunzehnte Jahrhundert war die Art ausserhalb ihres Verbreitungsgebietes kaum bekannt. An deren Beschreibung war auch der Schweizer Zoologe Johann Büttikofer (1850 bis 1927) beteiligt. Er nahm zwischen 1879 und 1887 an zwei Expeditionen nach Liberia teil. Auf diesen Reisen machte er erste Freilandbeobachtungen vom Zwergflusspferd. Seine Aufzeichnungen werden in Fachkreisen bis heute geschätzt. Zwergflusspferde sind in ihrer Heimat bedroht. Ihr Lebensraum, der Regenwald, wird abgeholzt und die Tiere werden wegen ihres Fleisches gejagt. Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) ist das Zwergflusspferd als «stark gefährdet» aufgeführt. Der Populationstrend ist abnehmend.