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Bruch des Kahnbeins
Skaphoidfraktur, Navicularefraktur (veraltete Ausdrucksweise)
- An folgenden Standorten
- St.Gallen
- Rorschach
Begleitverletzungen
Die Kahnbeinfraktur kommt am häufigsten alleine vor. Jedoch gibt es auch Kombinationen mit Brüchen der Speiche (Radiusfraktur) oder Rissen der Handwurzelbänder und / oder Verrenkungen des Handgelenkes vor. Hierbei handelt es meist um Hochenergieverletzungen (Verkehrsunfälle, Stütze aus grosser Höhe)
Ursachen
Sturz auf das (meist ausgestreckte) Handgelenk, Längsstauchung des Handgelenkes, Hochenergieverletzungen
Typische Beschwerden
Schwellung, Bluterguss, starke Schmerzen im Handgelenk, Schmerzen bei Stauchung des Daumes oder Druckschmerzen am Daumensattelgelenk.
Therapie
In den meisten Fällen ist eine Operation empfehlenswert bzw. notwendig. Am häufigsten kommen Brüche im mittleren Drittel des Kahnbeins vor, welche jedoch bei lediglich Ruhigestellung im Gips eine hohe Gefahr zur unvollständigen oder ausbleibenden Heilung mit sich bringen. Dies liegt an der fast vollständig von einer Seite (Körperfern) kommenden Blutversorgung des Kahnbeines). Eine konservative Therapie sollte hier lediglich bei Kindern (bessere Heilungsfähigkeit des Körpers) oder sehr alten Patienten mit geringem Anspruch an die Funktion des Handgelenkes erfolgen. Für junge Erwachsene wird allgemein die Operation empfohlen.
Unbedingt sollte jedoch bis zum Abschluss der Heilung ein vollständiger Verzicht auf Nikotin erfolgen. Rauchen von bereits nur fünf Zigaretten pro Tag führt zu einer vierfachen Erhöhung des Risikos (in einzelnen Studien ausbleibende Heilung in bis zu 75% der Fälle) für eine ausbleibende oder unvollständige Heilung des Knochenbruches, welche innerhalb weniger Jahre zu einem schweren Verschleiss (Arthrose) des Handgelenkes mit dauerhaften Schmerzen und bleibender, starker Bewegungseinschränkung führen kann.