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Ob ein Versuch bewilligt wird oder nicht, hängt auch von einer Güterabwägung ab, welche gemäss Tierschutzgesetz vorgenommen werden muss. Dabei wird abgewogen zwischen den neuen Erkenntnissen, die man aufgrund des Tierversuchs zu gewinnen hofft und den Schmerzen, Leiden oder Schäden, welche den Tieren zugefügt werden. Dies funktioniert wie bei einer Waage: Die Begutachter müssen herausfinden: Was wiegt schwerer? Das zu erwartende Leiden der Tiere kann mit Hilfe von Erfahrungswerten und Richtlinien bewertet werden. Allerdings ist dies keine einfache Aufgabe. Denn dass man die Schmerzen einem Tier ansieht, ist eine gängige, aber falsche Meinung. Bei Hunden und Affen ist es mit genügend Erfahrung relativ einfach, Schmerzen zu erkennen. Bei einer Maus ist das viel schwieriger.
Noch schwieriger ist es allerdings, den zu erwartenden Erkenntnisgewinn zu bewerten. Denn insbesondere in der Grundlagenforschung stellt sich oft erst Jahre später heraus, ob das Resultat wichtig oder eben nebensächlich war. Die Kommissionen stützen sich für eine Beurteilung des Erkenntnisgewinns oft auf wissenschaftliche Gremien wie dem Schweizerischen Nationalfonds.
Eine Bewilligung wird nur dann erteilt wenn:
- Die antragsstellende Firma oder Institution die gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf Einrichtungen, Personal usw. erfüllt.
- Der geplante Versuch begründet ist und der zu erwartende Erkenntnisgewinn in einem vertretbaren Verhältnis zur Belastung der Tiere steht.
- Ausreichende Vorkehrungen getroffen sind, um die Belastung der Tiere so gering wie möglich zu halten.