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Geboren am 4. Dezember 1939 in Zürich.
Unterricht an der Zürcher Kunstgewerbeschule und Studium an der École des Beaux-Arts in Paris. Collagen, Holzdrucke und Zeichnungen entstehen.
Erste Graffiti in Zürich, später im Tessin. Harald Naegeli arbeitet zwei Jahre als Phantom Sprayer.
Ein Kopfgeld von 3000 CHF wird auf den «Sprayer von Zürich» ausgesetzt. Festnahme im Juni.
Ausdehnung der Sprayaktionen, u.a. auf Köln (Kölner Totentanz), Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart.
Nach einem Handgemenge mit der Polizei flüchtet Harald Naegeli aus der Schweiz über Italien nach Deutschland.
Kölnischer Kunstverein zeigt eine Fotodokumentation des «Kölner Totentanz», und ein internationaler Haftbefehl wird ausgerufen.
Harald Naegeli stellt sich im April freiwillig dem Basler Grenzschutz mit Klaus Staeck und Joseph Beuys. Er verbringt vier Monate im Gefängnis Winterthur und zwei Monate im offenen Vollzug in der Justizvollzugsanstalt Wauwilermoos Luzern. Nach der Freilassung verlässt Naegeli die Schweiz aus politischen Gründen.
Ein Chemieunfall bei Sandoz in Schweizerhalle löst im November rheinabwärts ein Massensterben der Fischpopulation aus. Naegeli reagiert auf die Katastrophe mit einem «Totentanz der Fische» entlang des Rheins.
Sprayaktionen in Venedig als Protest gegen die Wasserverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe.
Einzelausstellung im Kunstmuseum Düsseldorf und in der Staatsgalerie Stuttgart. Harald Naegeli widmet sich vermehrt Arbeiten auf Papier.
Beginn der «Urwolke».
Einzelausstellung im Kunsthaus Zürich mit Sprayperformance. Veröffentlichung der Comic-Biografie «Harald Naegeli – Sprayer von Zürich» von Andreas Müller-Weiss.
Restaurierung von «Undine» (1978) an der Universität Zürich und Beginn der Korrespondenz mit dem Grossmünster bezüglich des Totentanz-Projektvorschlags in den Kirchtürmen.
Benefizauktion zu Gunsten von ProNatura in Zürich sowie eine Ausstellung und Sprayperformance im Kölner Zoo.
Sprayperformance in der Zürcher Kantonalbank zu Gunsten von Pro Natura.
Einzelausstellung an der Europäischen Kunstakademie in Trier.
Einzelausstellung «Der Prozess» im Stadtmuseum Düsseldorf.
Schenkungen Harald Naegelis an die Graphische Sammlung Tübingen, das Kunstmuseum sowie das Landesmuseum Bonn, das Museum Schnütgen Köln und das Kupferstichkabinett in Berlin.
Harald Naegeli beginnt den Totentanz im Grossmünster zu sprayen, dessen Vollendung wird jedoch vom Regierungsrat untersagt.
Benefiz-Auktion in Düsseldorf zu Gunsten der Galgo-Hilfe e.V.
Harald Naegeli verlässt Düsseldorf nach über 35 Jahren und kehrt nach Zürich zurück. Aktion Wolkegabe: Harald Naegeli verschenkt Original-Zeichnungen an Hauseigentümer, welche während des Corona-Lockdowns Gewerbemietern den Mietzins erlassen. Der Zürcher Totentanz entsteht während des Lockdowns von April bis Juni. Verleihung des Kunstpreises der Stadt Zürich im September.
Einzelausstellung «Der bekannte Unbekannte» im Musée Visionnaire und Veröffentlichung der interaktiven Plattform sprayervonzürich.com. Im September feiert der Dok-Film von Nathalie David «Harald Naegeli - Der Sprayer von Zürich» Premiere und zum 50jährigen Jubiläum schenkt Naegeli Greenpeace Schweiz Original-Zeichnungen, welche zu Gunsten von Umweltschutzkampagnen versteigert werden.