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Die in erster Linie für die Schweizer Armee tätige Ruag MRO und Ruag International würden künftig wie die anderen bundesnahen Betriebe direkt vom Bund geführt, teilte das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch mit.
Ruag MRO soll nach dem Willen des Bundesrats weiterhin die hauptsächliche Technologiedienstleisterin der Armee bleiben und auch in der Instandhaltung und beim Werterhalt der künftigen Armeesysteme eine wichtige Rolle spielen. Sie entwickle sich von einem traditionellen Rüstungskonzern zu einem breiter aufgestellten Sicherheitsunternehmen, schreibt das VBS.
Für Ruag International verfolgt der Bundesrat laut Mitteilung weiterhin eine Devestitionsstrategie. Der Verkauf des Bereichs Simulation & Training an Thales habe abgeschlossen werden können. Vertragsunterzeichnungen für den Verkauf der Munitionsherstellerin Ruag Ammotec und von Ruag MRO Australien hätten stattgefunden.
Die im Flugzeugstrukturbau tätige Ruag Aerostructures hat sich, wie das VBS schreibt, nach den schwierigen Jahren der Pandemie wieder stabilisiert und soll im nächsten Jahr devestiert werden. Das Weltraumgeschäft wird unter der neuen Marke "Beyond Gravity" weitergeführt und soll mittelfristig ebenfalls privatisiert werden.
Der Bundesrat hatte 2018 die Aufteilung des Luft-, Raumfahrt und Rüstungskonzerns in zwei von einander unabhängige Unternehmen mit unterschiedlicher Ausrichtung beschlossen. Die BGRB Holding sollte die Entflechtung strategisch begleiten.
Ende Mai 2020 waren die beiden Unternehmen laut VBS bereits organisatorisch, rechtlich und zu grossen Teilen auch in ihren Informatiksystemen unabhängig. Per Ende 2021 sei in einem zweiten Arbeitsschritt die Trennung der Informatik umgesetzt und damit die Entflechtung wie geplant abgeschlossen worden.
(AWP)