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Der 10. September 2014 soll das Leben der Frau, die vor knapp zwei Jahren einen fast tödlichen Unfall schwer verletzt überlebte, für immer verändern, denn das ist der Tag, an dem bei ihrer Betreuung als Komapatientin in einer privaten Pflegeeinrichtung so einiges schief geht. Um ihr Leben zu retten,... Der 10. September 2014 soll das Leben der Frau, die vor knapp zwei Jahren einen fast tödlichen Unfall schwer verletzt überlebte, für immer verändern, denn das ist der Tag, an dem bei ihrer Betreuung als Komapatientin in einer privaten Pflegeeinrichtung so einiges schief geht. Um ihr Leben zu retten, wird sie ins Krankenhaus gebracht und dort geschieht nach fast zwei Jahren das Wunder: sie erwacht. Doch die vergangenen zwei Jahre haben Spuren bei ihr hinterlassen. So weiß sie lediglich noch, dass sie Cilly heißt und Mitte 30 ist und mit Achim Castrup verheiratet - und, dass ihr jemand nach dem Leben trachtete, denn sofort beim Erwachen hat sie die Worte "Mach sie tot! Mach sie tot!" im Ohr. Mit Hilfe ihrer Ärztin Doktor Lina Scheuer macht sie in der kurzen Zeit auf der Intensivstation enorme Fortschritte und doch scheint ihr Gehirn eventuell doch eine Schädigung aufzuweisen, denn entgegen ihrer eigenen Aussage ist sie nicht Cilly Castrup, sondern die 48-jährige Claudia Beermann. Sie kann es nicht glauben, hat sie doch wenige Erinnerungen an ihr Leben als Cilly, doch an ein Leben als Claudia Beermann kann sie sich gleich gar nicht erinnern. Ansonsten scheint ihr Gedächtnis jedoch intakt, denn sie kann sich an geschichtliche Gegebenheiten erinnern, auch an solche, die sie nicht selbst erlebt hat, doch ihre persönlichen Erinnerungen bleiben im Dunkeln. Tatsächlich muss sich Claudia allerdings damit auseinandersetzen, dass sie tatsächlich verheiratet ist, jedoch ihre Ehe wohl nur noch auf dem Papier bestand, denn in all der Zeit hat ihr Mann sie nicht besucht. Auch hat sie einen erwachsenen Sohn, von dem sie nichts weiß. Erst nach und nach kommen zumindest kleine Erinnerungsstücke zurück, doch ein klares Bild ergeben sie nicht. Sie erinnert sich daran, Zeugin eines Mordes an einer Frau gewesen zu sein, doch in welchem Zusammenhang diese Frau zu ihr steht, ist ihr nicht ganz klar - und hat sie tatsächlich diesen Tatort verlassen und das kleine Kind des Opfers in einer brennenden Wohnung zurückgelassen? Nur langsam kommen die Erinnerungen zurück, doch noch immer schwebt sie in großer Gefahr, denn was, wenn ihr Unfall, gar kein "Unfall" gewesen ist und derjenige es erneut versuchen wird? Wer hätte einen Grund, ihr nach dem Leben zu trachten und vor allem: warum? "Mach sie tot! Mach sie tot!" (S. 7) Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, es dauert etwas, bis ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, denn die Erinnerungen der Protagonistin offenbaren sich erst nach und nach, sodass es dem Leser ebenfalls erst analog der Protagonistin möglich ist, sich ein genaues Bild der Geschichte zu machen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier ziemlich schnell feststeht, dass Protagonistin Claudia, zumindest in der Vergangenheit, alles andere als eine Sympathieträgerin war und immer wieder stellt sich anhand ihrer Erinnerungen die Frage: ist sie Opfer oder Täterin? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch rätselhaft-einnehmende Lesestunden bereitet hat.
Die Autorin Petra Hammesfahr ist bekannt für Spannungsromane, jedoch ist dieser Roman ziemlich verwirrend. Ich kenne sämtliche Romane der Autorin und war bislang auch immer ausnahmslos begeistert, doch scheint sie wohl in mit ihrem neuen Roman auch eine neuen Schreibstil gefunden zu haben. Petra Hammesfahr schildert die Rückkehr einer... Die Autorin Petra Hammesfahr ist bekannt für Spannungsromane, jedoch ist dieser Roman ziemlich verwirrend. Ich kenne sämtliche Romane der Autorin und war bislang auch immer ausnahmslos begeistert, doch scheint sie wohl in mit ihrem neuen Roman auch eine neuen Schreibstil gefunden zu haben. Petra Hammesfahr schildert die Rückkehr einer Frau in ihr altes Leben. Aus dem Koma erwacht, kaum fähig sich zu bewegen, geschweige denn sich zu artikulieren, findet sich Claudia Beermann auf der Intensivstation eines Krankenhauses wieder. Zwei Jahre lang hat sie im Koma gelegen. Wie sie dorthin gelangt ist und was vorgefallen ist, entzieht sich ihrer Erinnerung. Das einzige, was sie jedoch weiß - und auch hört - sind die penetranten Stimmen in ihrem Kopf mit einer makaberen Botschaft: „Mach sie tot, mach sie tot“! Nach und nach blitzen Erinnerungen auf und zeigen ihr ein Kind in einem brennenden Zimmer. Doch diese Bilder können ihr nicht helfen und werfen weitere Fragen auf: wer ist dieses Kind? Wer ruft ständig diese verstörenden Worte? Wer ist sie? Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser mehr über Claudia und ihr bisheriges Leben. Das Koma ist die Folge eines Autounfalls unter Alkoholeinfluss. Leider machen eben diese Details (und auch weitere) Claudia nicht gerade sympathisch: weder für die Figuren im Buch, noch für den Leser selbst! Die verwirrte Patientin wird als Narzisstin und Egoistin beschrieben und soll mehr mit sich selbst, als mit ihrer Familie beschäftigt gewesen sein. Doch auch von diesen Erzählungen sollte man sich als Leser nicht irritieren lassen und sich stets eine eigene Meinung bilden. Denn nicht immer besteht die Welt aus Schwarz und Weiß, es gibt auch viele Grautöne und Schattierungen, die sich dazwischen verstecken. Diese Symbolik kann auch hier angewandt werden. So wird im weiteren Verlauf der Geschichte klar, dass auch Claudias Leben aus Intrigen, Streit, Eifersucht und Misstrauen bestanden hat. Vielleicht war das Koma auch eine Fluchtmöglichkeit für sie? Die Geschichte machte bereits zu Beginn Lust auf mehr und so war es für mich ein Leichtes, die ersten paar Kapitel in wenigen Stunden zu lesen. Doch zur Mitte des Buches hin, wurde es immer zäher, der Schreibstil immer langatmiger und der rote Faden hat sich irgendwann gänzlich verabschiedet. Es war für mich sehr schwer weiter zu lesen und nicht einfach das Buch aus der Hand zu legen. Von Petra Hammesfahr bin ich solche Geschichten nicht gewohnt und ich bin mir auch nicht sicher, ob mir das gefällt. Erst zum Ende hin hat die Autorin wieder zu ihrer alten Form gefunden und mit dem Rest ihrer Geschichte rasant wieder die Fahrt aufgenommen! Selbst die Lösung war für mich überraschend und gar nicht so vorhersehbar, wie ich zunächst angenommen hatte und - wie ich zugeben muss - die ich so von der Autorin absolut nicht erwartet hätte: ein Ende mit "Happy End"! Das ist mir in ihren Büchern bislang noch nicht untergekommen ... Vielleicht werdet ihr eine andere Meinung von diesem Buch haben, doch ehrlich gesagt, war ich enttäuscht. Meine Erwartungen an die Geschichten von Petra Hammesfahr sind ziemlich hoch, denn sie selbst hat die "Latte" hoch angesetzt! Das Buch "Fremdes Leben" passt meiner Meinung nach absolut nicht zu ihren bisherigen Geschichten und ihrem Schreibstil. Ich habe das Buch gern gelesen, wenn es auch oftmals sehr angestrengt hat, muss es aber nicht noch einmal lesen.