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CEPT – Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen
Die CEPT (Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen) ist im Bereich der Post, vor allem aber im Bereich der elektronischen Kommunikation tätig, und zwar durch ihren Ausschuss für elektronische Kommunikation (ECC, Electronic Communications Committee). Sie definiert die gemeinsamen Prioritäten und Ziele ihrer Mitglieder aus ganz Europa, besonders betreffend die Nutzung des Frequenzspektrums. Sie koordiniert und verteidigt – oft mit Erfolg – in Absprache mit ähnlichen regionalen Organisationen die gemeinsamen europäischen Vorschläge innerhalb der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).
Das BAKOM und die CEPT
Die Schweiz beteiligt sich aktiv an der Tätigkeit der CEPT: Sie ist durch die nationale Postregulierungsbehörde PostReg im Ausschuss für Postfragen (CERP) und durch das BAKOM im Ausschuss für elektronische Kommunikation (ECC) sowie in dessen verschiedenen Arbeitsgruppen vertreten.
Der ECC ist für die Aktivitäten im Zusammenhang mit der elektronischen Kommunikation zuständig. Er beobachtet die Entwicklung der Technologien, die auf den Markt kommen, um die Regulierung vorausschauend anzupassen. Er strebt die Harmonisierung der Nutzung knapper Ressourcen in Europa an (Funkfrequenzen, Satelliten-Umlaufbahnen und Adressierungselemente) und formuliert und verteidigt die Standpunkte der CEPT an internationalen Konferenzen wie den Weltfunkkonferenzen der ITU (Internationale Fernmeldeunion). Diese erleichtern die Harmonisierung und die Nutzung der Frequenzen in Europa und haben einen Einfluss auf die nationalen Frequenzzuweisungspläne. Deshalb sind die CEPT und ihre Mitglieder, einschliesslich der Schweiz, bei diesen und bei den Weltkonferenzen für die Entwicklung des Fernmeldewesens, die ebenfalls von der ITU organisiert werden, besonders aktiv.
Die Schweiz leistet innerhalb der CEPT und ihrer Gremien viel. Dort werden die gemeinsamen europäischen Standpunkte vorbereitet, zum Beispiel für die Konferenzen der Regierungsbevollmächtigten (PP) der ITU. Die Arbeitsgruppe "COM-ITU" der CEPT, die von 2007 bis 2012 von Schweden geleitet wird, bearbeitet und koordiniert europäische Kandidaturen für die Wahlen an den PP sowie europäische Standpunkte, die innerhalb der ITU und ihrer PP zu verteidigen sind.
Struktur der CEPT und des ECC
Um die CEPT an den Wandel des Telekommunikationsmarktes und der Europäischen Union anzupassen, wurde sie 2001 rechtlich, finanziell und strukturell reorganisiert. Diese Reform hatte keine Auswirkungen auf die Aktivitäten im Postbereich; hingegen befasst sich seither nur ein Ausschuss, der Ausschuss für elektronische Kommunikation (ECC), mit Funk- und Telekommunikationsfragen. Dieser wird von einem einzigen Büro unterstützt, dem ECO (European Communication Office), das aus der Fusion des ETO (European Telecommunications Office) und des ERO (European Radiocommunications Office) hervorgegangen ist. Der Vorsitz der CEPT wird durch die drei Präsidenten der drei Ausschüsse (ECC, CERP und COM-ITU) wahrgenommen.
Diese Reorganisation bot die Gelegenheit, eine politische Agenda einzuführen, dank der die CEPT der ITU und den Bevollmächtigtenkonferenzen gegenüber eine aktivere Rolle als Planungs- und Entscheidungsforum spielen kann.
Neu befasst sich die CEPT vor allem mit Regulierungsfragen und politischeren Überlegungen. Die neuen mittel- und osteuropäischen Länder traten bei, noch bevor einige von ihnen Mitglied der Europäischen Union wurden. Diese Osterweiterung bestätigt den gesamteuropäischen Charakter der CEPT.