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Zwischenbegrünung
Bei der Begrünung steht die Bodenbedeckung über den Winter im Vordergrund. Diese soll die Abschwemmung und Auswaschung von Nährstoffen auf der Ackerfläche verhindern.
Grundsatz: Wird auf einer Winterweizenparzelle nach der Ernte erst im Folgejahr wieder eine Kultur angebaut, muss eine Begrünung ausgesät werden. Diese Regelung bestand bereits in der alten DZV. Neu haben sich jedoch die Daten für Ansaat und Umbruch verschoben.
Situation 1
Wird eine Kultur vor dem 31. August geerntet und folgt keine Herbstkultur, muss bis am 1.September ein Zwischenfutter oder Gründüngung ausgesät sein (Art. 17 DZV). In der Folge ist der früheste Umbruchtermin am 15. November.
Situation 2
Kann erst nach dem 1. September die Zwischenkultur gesät werden, z.B wegen schlechter Witterung oder Unkrautbehandlung, muss die Zwischenkultur bis am 30. September gesät werden. Dies hat jedoch zur Folge, dass ein Umbruch erst ab dem 15. Februar zulässig ist. Die Begründung beruht auf der Entwicklung der Pflanze. Durch die spätere Saat wird der Boden weniger stark durchwurzelt und weniger Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen.
Situation 3
Wenn trotz später Saat (nach dem 1. September) die Frostgare genutzt werden will, kann die entsprechende Parzelle ab dem 15. November umgebrochen werden. Im Gegenzug muss jedoch auf einer gleichgrossen Fläche die Zwischenbegrünung im Gegenzug stehen gelassen werden.
Unabhängig vom Saattermin kann auch lange vor dem Umbruchtermin die Gründüngung gemulcht werden. Dies kann bei einem hohen Unkrautdruck durchaus sinnvoll sein. Es darf jedoch kein Lockerung des Bodens durchgeführt werden. Zudem gilt es, allfällige Verpflichtungen bei der Landschaftsqualität (Stichwort blühende Zwischenkulturen) zu berücksichtigen.