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| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis
8. Kap. Die Steine beim Turme; ihre Verwerfung und Verwendung.
1. Wir fingen an und betrachteten zuerst die schwarzen Steine; sie sahen noch so aus, wie sie bei ihrer Entfernung aus dem Bau ausgesehen hatten. Und der Hirte befahl, sie von dem Turme wegzutragen und abseits zu legen. 2. Dann besichtigte er die mit den Flecken; davon nahm er viele, bearbeitete sie und befahl den Jungfrauen, sie hinaufzutragen und in den Bau zu legen. Und die Jungfrauen trugen sie hinauf und legten sie in die Mauer des Turmes, und zwar in die Mitte. Den Rest ließ er zu den schwarzen Steinen schaffen; denn auch sie zeigten eine schwarze Farbe. 3. Dann besah er die Steine mit Rissen; auch von diesen bearbeitete er viele und ließ sie durch die Jungfrauen zum Bau tragen; sie wurden auf die Außenseite gelegt, weil sie gesund erschienen. Der Rest konnte wegen der vielen Risse nicht bearbeitet werden; deshalb wurden sie fortgeschafft von dem Bauplatz des Turmes. 4. Dann sah er sich die Verstümmelten an, und dabei zeigte es sich, daß viele von ihnen schwarz waren, einige aber auch große Risse bekommen hatten; auch diese ließ er zu den verworfenen Steinen bringen; was davon noch übrig blieb, ließ er reinigen, bearbeiten und zu dem Bau bringen. Die Jungfrauen trugen sie hinauf und legten sie mitten in das Mauerwerk des Turmes; es waren nämlich schwache Steine. 5. Dann kamen die zur Hälfte weißen, zur Hälfte schwarzen an die Reihe; viele von ihnen wurden als schwarz erfunden; auch diese ließ er [S. 265] zu den verworfenen bringen. Alle übrigen wurden von den Jungfrauen hinaufgetragen; da sie weiß waren, wurden sie von den Jungfrauen selbst in den Bau eingefügt; sie bekamen ihren Platz außen, weil sie gesund schienen, so daß sie die Steine in der Mitte zusammenhalten konnten; an ihnen brauchte gar nichts weggehauen zu werden. 6. Hierauf besichtigte er die harten und rauhen Steine; von diesen mußten nur wenige weggeworfen werden, weil sie sich nicht bearbeiten ließen; denn sie waren zu hart; sonst wurden diese alle behauen und von den Jungfrauen hinaufgetragen und dem Mauerverband des Turmes mitten eingefügt, da sie schwach waren. 7. Dann betrachtete er die Steine mit den Schmutzflecken; von diesen waren nur wenige schwarz und wurden zu den anderen gelegt. Die übrigen erschienen glänzend und gesund. Auch diese wurden von den Jungfrauen dem Bauwerk eingefügt, und zwar auf der Außenseite, weil es kräftige Steine waren.