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Bevor wir zu den Highlights kommen, hier zunächst die Resultate von Week 17:
Einen Spieltag vor Schluss haben neu auch die Philadelphia Eagles, Los Angeles Rams, Cincinnati Bengals, New England Patriots und Buffalo Bills die Playoff-Qualifikation gesichert.
Es war der Eklat des Wochenendes: Antonio Brown verliess im Spiel gegen die New York Jets am Sonntag das Feld im dritten Viertel. Zuvor zog er sein Trikot und seine Handschuhe aus und warf alles ins Publikum. Mit nacktem Oberkörper lief er in die Kabine.
Tampa Bays Trainer Bruce Arians erklärte später, er habe zweimal versucht, Brown für einen Spielzug aufs Feld zu schicken. Weil dieser sich geweigert habe, sagte er zu ihm: «Geh raus!» Arians erklärt nach dem Spiel, dass Browns Zeit bei den Buccaneers vorbei sei: «Er ist kein ‹Buc› mehr. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.»
Brown war in den letzten Monaten wegen Verstössen gegen den Verhaltenskodex der Liga zweimal gesperrt worden. Zuletzt war Brown wegen eines gefälschten Impf-Ausweises von der Liga zu drei Spielen Sperre verurteilt worden. Im letzten Februar gewann er mit den Buccaneers und Quarterback Tom Brady den Super Bowl. Brady sprang nach der Partie sofort zur Verteidigung seines (ehemaligen) Teamkollegen: «Es war eine schwierige Situation. Es sollte alles Mögliche getan werden, um ihm zu helfen. Wir alle lieben ihn.»
Die Cincinnati Bengals gewinnen die AFC North, nachdem sie letztes Jahr abgeschlagen auf dem letzten Platz der Division gelandet sind. Mit einem 34:31-Heimsieg gegen die Kansas City Chiefs setzten sie ihre Siegesserie fort und gewannen in einem irren Finish.
Beim Stand von 31:31 spielten die Gastgeber ein Fourth Down direkt vor der Goallinie aus. Der Passversuch von Joe Burrow wurde zwar abgewehrt, die Unparteiischen entschieden allerdings auf eine Strafe gegen die Defense der Chiefs, weshalb die Bengals ein neues First Down erhielten. Der erlaubte ihnen, die Zeit verstreichen zu lassen und per Field Goal zum Sieg zu kommen.
Die überragende Figur des Spiels war Ja'Marr Chase. Der Rookie-Wide-Receiver beendete die Partie mit elf Catches für 266 Yards und drei Touchdowns. Gleichzeitig stellte er einen neuen Rekord auf: Er hat nun ein Spiel vor dem Ende der Regular Season bereits 1429 Receiving Yards auf dem Konto – die meisten eines Rookies in einer Saison.
Qualität ist, wenn man einen schwachen Tag einzieht und trotzdem gewinnt. Bühne frei für Buffalo-Bills-Quarterback Josh Allen. Der 25-Jährige kam beim Sieg gegen die Atlanta Falcons überhaupt nicht ins Passspiel, warf zwischenzeitlich eine Interception an der anderen.
Was tun, wenn die Pässe nicht ankommen? Genau, aufs Laufspiel umstellen. Allen tat dies äusserst erfolgreich, kam bei 15 Runs auf 81 Yards und zwei Touchdowns. Dazu kam Running Back Devin Singletary bei 23 Läufen auf 110 Yards und zwei Touchdowns.
Die Green Bay Packers haben sich mit einem 37:10-Heimsieg gegen die Minnesota Vikings den Top-Seed in der NFC gesichert. Gleichzeitig ist damit auch klar, dass die Vikings dieses Jahr die Playoffs verpassen werden.
Bei eisigen Temperaturen im tiefen Minusbereich zeigten die Packers keine Anzeichen von Schwäche. Mit einer Steigerung im zweiten Viertel und zwei Touchdown-Pässen von Aaron Rodgers war bald für klare Verhältnisse gesorgt.
Die Vikings agierten über einen grossen Teil der Spielzeit ängstlich. Erst im letzten Viertel fanden sie besser in die Partie, doch da war die Niederlage bereits besiegelt.
Die Jacksonville Jaguars waren genau die Aufbaugegner, die die New England Patriots nach zuletzt zwei Niederlagen brauchten. Dank eines überdeutlichen 50:10-Sieges sicherten sich die Patriots doch noch die Playoff-Qualifikation.
Rookie-Quarterback Mac Jones brachte 22 von 30 Pässen an den Mann und warf insgesamt 227 Yards. Trevor Lawrence, Jones' Gegenstück bei den Jaguars und ebenfalls ein Rookie, erlebte dagegen den nächsten vergessenswerten Abend und warf drei Interceptions.
Nach fünf Niederlagen in Serie sind die Playoff-Hoffnungen der Baltimore Ravens auf ein absolutes Minimum geschrumpft. Gegen die Los Angeles Rams setzten sie eine hauchdünne 19:20-Niederlage ab.
Dabei bot Rams-Quarterback Matthew Stafford einiges an Schützenhilfe für die Ravens, leistete er sich doch gleich drei Turnovers. Der schlimmste davon resultierte in einem Pick Six durch Chuck Clark.
Die Los Angeles Chargers haben sich im Rennen um die Playoff-Plätze zurückgemeldet. Dank des 34:13-Sieges gegen die Denver Broncos geht es für die Chargers in der letzten Woche im Fernduell mit den Raiders und Colts um den letzten Playoff-Platz.
Dabei wurden die Chargers vom jungen Quarterback Justin Herbert getragen. Der 23-Jährige warf seinen 35. Touchdown-Pass in dieser Saison und übertraf so die bisherige Franchise-Bestmarke von Philip Rivers im Jahr 2008.
Ebenfalls weiter auf die Playoffs hoffen dürfen die New Orleans Saints. Dank ihrer starken Defensive schlugen sie die Carolina Panthers mit 18:10. Eine Glanzleistung war der Sieg aber wahrlich nicht. Sie punkteten mit vier Field Goals und nur einem Touchdown. Für die Entscheidung sorgte eine Interception von C. J. Gardner-Johnson kurz vor dem Ende.
Obwohl sie schon die ganze Saison mit extrem vielen Verletzungen kämpfen, grüssen die Tennessee Titans wieder vom ersten Platz in der AFC. Sie schlugen die Miami Dolphins gleich mit 34:3.
Dabei profitierten sie davon, dass Miami-Quarterback Tua Tagovailoa abermals einen schwarzen Abend einzog. Nur 18 Pässe von 35 Versuchen des 23-Jährigen kamen auch beim eigenen Mann an. Zudem warf er eine Interception. Der Hawaiianer hatte auch sichtlich Mühe mit den nassen Bedingungen.
Die Playoff-Qualifikation der Philadelphia Eagles dank eines 20:16-Sieges gegen Washington wäre beinahe zur Nebensache verkommen. Als Quarterback Jalen Hurts nach dem Spiel in Richtung Kabine lief, kollabierte just in diesem Moment eine Absperrung auf der Tribüne unter dem Gewicht der Fans.
Absperrung und Fans fielen beide in Richtung Hurts, verpassten den 23-Jährigen jedoch knapp. Glücklicherweise haben sich weder Hurts noch die Fans dabei verletzt.