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zwischen denen als tiefe Lücke das Lütschinenthal eingeschnitten ist, aus welcher in majestätischer Erhabenheit die Jungfrau
sich erhebt. Interlaken bildet mit dem jenseits der Aare gelegenen Unterseen und mit dem südwärts angrenzenden Matten eine
einzige grosse Ortschaft und ist im Sommer der Mittelpunkt des Oberländer Fremdenverkehrs. Der Ort hat
zwei Bahnhöfe, den Ostbahnhof als Ausgangspunkt der Berner Oberlandbahnen (nach Lauterbrunnen, Grindelwald, Schinige Platte
etc.) und den Hauptbahnhof als Einmündung der Thunerseebahn. Nahe dem Ostbahnhof die Dampfschiffstation für den Brienzersee
und beim Hauptbahnhof Hafenanlagen und Dampfschiffstation für den Thunersee, mit diesem durch einen 2772 m langen Schiffahrtskanal
verbunden. Vom Hauptbahnhof setzt sich die Thunerseebahn noch über den Ostbahnhof bis nach Bönigen am
Brienzersee fort. Postbureau zweiter Klasse, Telegraph, Telephon. 328 Häuser, 2962 Ew., wovon
260 Katholiken. Kirchgemeinde
Gsteig.
Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Fremdenindustrie. Sehr reger Geschäftsverkehr in jeder Beziehung, Handel mit
Fremdenartikeln (Holzschnitzereien etc.) und Hotelbedürfnissen. Daneben etwas Landwirtschaft und. Gemüsebau.
Magenbitterfabrikation. Chalet- und Parketteriefabrik. Wasserversorgung aus dem Saxetenthal und Hydrantennetz. Gasfabrik. Ein
Elektrizitätswerk an der Aare liefert elektrisches Licht. Knaben- und Mädchensekundarschule mit je 5 Klassen, Fortbildungs-
und Handwerkerschule. Bezirksspital, für den gegenwärtig ein grossartiger Neubau errichtet wird; Privatspital und -sanatorium.
Vereine zur Hebung des Fremdenverkehrs sind die Kurhausgesellschaft und der Oberländische Verkehrsverein
mit Bureau. Ausserdem viele gesellige Vereinigungen, besonders rege Pflege des Gesangswesens. Das Aeussere Interlakens verrät
seine
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