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Um ein Berufsmilitärpilot werden zu können, ist es Voraussetzung Offizier (Grad: Leutnant, Funktion Zugführer) der Schweizer Armee zu werden. Bei welcher Truppengattung dieser Dienst geleistet
wird, ist dabei nicht von Bedeutung. Der nachfolgende Bericht soll einen Überblick liefern, wie dieser Dienst in etwa aussehen kann.
RS – Rekrutenschule
Genau wie jeder Wehrpflichtige werden die Pilotenanwärter an der Rekrutierung je nach physischer und psychischer Eignung zum Dienst bei einer Truppengattung eingeteilt. Den ersten Teil dieses Dienstes stellt die Rekrutenschule, genauer die AGA (allgemeine Grundausbildung) dar. Hier wird den Rekruten innerhalb von sieben Wochen das Grundhandwerk gezeigt, welches jeder Schweizer Soldat beherrschen muss. Dazu gehören beispielsweise die Ausbildung am Sturmgewehr, Sanitätsdienst oder Wachtdienst. Ausserdem finden in dieser Zeit bereits truppespezifische Ausbildungen statt. Die Pilotenanwärter müssen in dieser Zeit unter Beweis stellen, dass sie das Potenzial zum Zugführer haben. Nach diesen sieben Wochen trennen sich die Kaderanwärter von den Rekruten und rücken bereits in die Unteroffizierschule ein.
UOS – Unteroffiziersschule
Der Weg zum Zugführer führt über die neun Wochen dauernde UOS. Hier wird allen Kaderanwärtern beigebracht, was es heisst Menschen zu führen. Geschult wird hier zum Beispiel das Durchführen von Lektionen, um später selbst Rekruten ausbilden zu können. In der UOS finden häufig auch Übungen statt, bei denen der Eine oder Andere Kaderaspirant an seine persönliche Leistungsgrenze stösst. Wer seinen Dienst als Wachtmeister leisten möchte, geht nach dieser Phase zurück an eine Rekrutenschule um dort als Gruppenführer zu arbeiten. Die Pilotenanwärter treten zusammen mit den übrigen Offiziersanwärtern den nächsten Schritt an.
ZS – Offizierslehrgang an der Zentralschule
Am zentralen Offizierslehrgang in Bern werden die Aspiranten erstmals während ihrer Militärkarriere gemeinsam mit Aspiranten aus sämtlichen Truppengattungen in gemischten Klassen unterrichtet. Dies liefert einen wertvollen Einblick in das Handwerk anderer. Dieser eher theoretisch gehaltene Lehrgang vermittelt das Wissen, wie Entschlussfassungen und Befehlsgebungen am besten zu bewältigen sind
OS - Offiziersschule
Für viele stellt die OS die körperlich und geistig grösste Herausforderung dar. Während zehn Wochen wird hier gezeigt, was es heisst, unter grösster Belastung weiterhin zu führen und Entscheidungen zu treffen. Der krönende Abschluss dieser strengen Zeit besteht aus einer Durchhalteübung, in der wenig geschlafen und gegessen wird, und dem legendären 100 km-Marsch.
Abverdienen als Zugführer
Nun geht es darum, das gelernte umzusetzen. Die meisten Zugführer kehren zurück an den Standort, an dem auch sie die RS begonnen haben. Hier übernimmt man die Führung über seinen Zug, bestehend aus Soldaten und Unteroffizieren. Während 21 Wochen übt man hier die Zusammenarbeit als Zug, als Kompanie bis hin zur Zusammenarbeit als ganzes Bataillon.