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Wille zur Macht und Kritik der Gewalt
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Für Nietzsche ist der Wille zur Macht verbunden mit der Befreiung aus einem moralischen System, dessen Ziel die Unterwerfung der Subjekte unter ein Regime der Schuld, der Selbstanklage, der Melancholie und des schlechten Gewissens ist. Wie aber kommt man von der Affirmation des Willens zur Macht zur Kritik der Gewalt? „Zur Kritik der Gewalt“ lautet der Titel eines der meistdiskutierten Texte von Walter Benja- min aus dem Jahr 1921. Auch Benjamin geht es um die Befreiung aus einem Regime der strukturellen Verschuldung. Er gibt jedoch zu bedenken, dass von Gewalt zu sprechen nur dort Sinn macht, wo eine wie auch immer wirksame Ursache in sittliche Verhältnisse eingreift. In der Folge entwickelt er zunächst entlang des Verhältnisses von Gewalt und Recht und dann von Gewalt und Gerechtigkeit die Bedingungen zu einer Kritik der Gewalt, an die jüngst auch Judith Butler an- knüpfte. Diese Kritik soll im Vortrag vorgestellt und diskutiert werden.
Restaurant Weisser Wind
Weggenstube, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich