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Scheich Meschal Jarah Al Sabah aus Kuwait behauptet, dass er 2009 von einem leitenden UBS-Banker gebeten wurde, eine der grössten Unternehmensübernahmen im Nahen Osten zu verhindern. Laut dem «Wall Street Journal» ging es dabei um die Übernahme der Afrika-Geschäfte des grössten kuwaitischen Mobilfunkunternehmens Zain durch den französischen Medienkonzern Vivendi.
Der Grund: Die UBS wollte dabei laut dem Scheich selbst die Rolle des führenden Beraters einnehmen und einen alternativen Käufer für das Mobilfunkunternehmen präsentieren. Dafür habe die Schweizer Grossbank dem Mann aus Kuweit eine Provision von 20 Millionen Dollar versprochen. Erhalten habe Scheich Meschal diese aber nie. Die UBS bestreitet ihrerseits, jemals überhaupt mit dem Scheich über ein Vivendi-Kaufangebot diskutiert, geschweige denn ihm eine Bezahlung angeboten zu haben.
Vergangenes Jahr hat der Scheich deshalb eine Klage am Gerichtshof des Internationalen Finanzzentrums in Dubai eingereicht, wo die UBS Büros unterhält, heisst es beim «Wall Street Journal» weiter.
«Vivendi-Tansaktion zerstören»
In der Klageschrift findet der Scheich deutliche Worte. Darin heisst es, dass Omar Al Salehi - Vize-Chef für das UBS-Investmentbanking im Nahen Osten - gesagt habe, die UBS bräuchte die Hilfe des Scheichs, um «die Vivendi-Tansaktion zu zerstören». Weiter habe der Scheich «im Auftrag der UBS mit den grössten Zain-Aktionären sprechen und die UBS zur führenden Investmentbank beim Verkauf der afrikanischen Vermögenswerte befördern sollen».
Dafür hätte er sich mit Al Salehi von der UBS auf eine Provision zwischen 0,1 und 0,2 Prozent des gesamten Geschäftswertes geeinigt. Laut Al Salehi hätte diese Provision etwa 20 Millionen Dollar betragen, so Scheich Meschal.
(rcv/tno)