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GC wieder zweitklassig – Und bald erneut Meister?
Der Schweizer Rekordmeister Grasshopper Club Zürich (27 Titel) steht nach der 1:6-Niederlage in Bern definitv als erster Absteiger in die Brack.ch Challenge League fest. 68 Saisons hielten sich die Zürcher nach ihrem ersten Abstieg in die zweithöchste Schweizer Liga im Jahr 1949 in der obersten Spielklasse. Nun ist die zweite Relegation in der 133-jährigen Klubgeschichte Tatsache. Neuer «Liga-Dino» ist der FC Basel, der sich seit 1994 oder 25 Saisons in Serie in der höchsten Schweizer Spielklasse hält.
Der Abstieg
Die Gefühlslage dürfte sich jener vom 12. Juni 1949 ähneln. Damals besiegelte ein 1:1 gegen den FC Locarno am letzten Spieltag das Schicksal der «Hoppers». Ein einziger Punkt fehlte letztlich auf den rettenden 12. Platz und die Young Fellows aus Zürich, die ihre Partie gegen den FC Biel-Bienne mit 4:1 für sich entscheiden konnten. Tragisch für GC: Locarno-Keeper Carlo Visintin hielt in der 71. Minute beim Stand von 1:1 einen Foul-Elfmeter von Fredy Bickel.
Die Wiederauferstehung
Zwei Saisons verbrachte GC danach in der damaligen Nationalliga B, die 1944 ins Leben gerufen worden war. Die «Hoppers» nutzten die Zeit, um neuen Schwung zu holen und schlugen mit voller Wucht zurück. In der Saison 1950/51 dominierten die Zürcher ihre Kontrahenten in der NLB bereits wieder und stiegen mit nur einer Niederlage und 50 von 52 möglichen Punkten (Torverhältnis 116:21) souverän wieder in die NLA auf.
In der darauffolgenden Spielzeit gelang GC ein im Schweizer Fussball bisher einmaliger Coup: Als Aufsteiger sicherten sich die Zürcher nicht nur ihren bis dato 15. Meistertitel, sondern siegten auch noch im Cup. Am 14. April 1952 besiegten die «Hoppers» den FC Lugano mit 2:0 und holten sich damit nach 1927, 1937, 1942 und 1943 das 5. Double der Klubgeschichte.
Der erste Abstieg führte GC zu einem hierzulande beispiellosen Erfolg. Vielleicht folgt auf den zweiten Abstieg eine ähnliche Reaktion. Auf jeden Fall ist GC bisher der einzige Schweizer Klub, der weiss, wie sowas geht.