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Eine sehr beliebte Atemübung ist die Kuscheltieratmung. Jedes Kind hat vermutlich ein Plüschtier, dass es sehr gerne mag. Daher ist diese Atemübung und Atembeobachtung ganz einfach zum Machen.
Das Kind darf sich hinlegen. Dann legt es sein Plüschtier auf den Bauch und beobachtet nun wie das Plüschtier auf und ab geht. Das Kind atmet ruhig ein und aus. Das Kind versucht sich auf seinen Atem zu konzentrieren und kommt auch zur Erkenntnis, dass es mit seinem Atem etwas Tolles machen kann. Das Kind wird bestimmt versuchen tief ein und auszuatmen, damit sich das Plüschtier noch mehr bewegt.
Nach vielen Wiederholungen ist das Kuscheltier entspannt und schläft ein. Falls diese Übung über mehrere Minuten gemacht wird, wirkt sie auch meditativ und das Kind kommt zur Ruhe und schläft vielleicht sogar ein. Diese Atemübung ist sehr empfehlenswert am Abend als Abendritual oder wenn das Kind sich schnell beruhigen soll.
Die Muschelatmung / Schmetterlingsatmung
Diese Atemübung benötigt noch etwas mehr Vorstellungskraft. Sie kann auch in die Schmetterlingsatmung umbenannt werden, das ist ein wenig leichter am Anfang.
Das Kind ist in Rückenlage. Dann stellt es seine Beine auf und streckt die Hände in die Höhe. Das Kind atmet so ein und beim Ausatmen wandern die Arme und Beine zum Boden. Beim Einatmen wandern die Arme und Beine wieder nach oben.
Das Kind kann sich eine Muschel vorstellen, wo sich öffnet und schliesst. Beim Öffnen zeigt die Muschel eine wunderschöne Perle. Das Kind kann dazu Meeresgeräuschen lauschen, vom Meer träumen und von den Muscheln.
Ujjayi Atmung (Meeresrauschen)
Diese Atmung ist eher für Kinder ab 10 Jahren geeignet, da sie etwas schwieriger ist zum Durchführen.
Das Kind setzt sich in den Versen-, Lotus- oder Schneidersitz und nimmt eine aufrechte Haltung ein. Die Einatmung erfolgt über die Nase und die Ausatmung über den Mund. Die Kinder können sich vorstellen, dass sie einen Spiegel anhauchen, es entsteht ein Geräusch, das ähnlich klingt wie das Meeresrauschen.
Sternenatmung (5 Finger Atmung)
Diese Atemübung kann allein oder zu zweit ausgeübt werden. Diese Übung beruhigt den Geist.
Eine Hand stellt einen Stern dar mit 5 Zacken. Die andere Hand (Bsp. Zeigefinger) fährt nun den Zacken des Sterns entlang. Bei jedem Einatmen dem Finger nach oben folgen, bei der Ausatmung dem Finger nach unten folgen. Start beim Daumen bis zum kleinen Finger.
Zu zweit: Die Begleitperson fährt dem Kind den Fingern entlang und atmet gemeinsam mit dem Kind ein und aus während sie die Bewegung durchführt. Das könnte auch als Einschlafritual gemacht werden im Bett.
Die Lotusblüte
Wir haben die Hände geschlossen (wie eine Blütenknospe), dann atmen wir tief ein und öffnen unsere Hände und somit öffnet sich unsere Lotusblüte und strahlt. Dann atmen wir wieder aus und wir schliessen die Hände wieder. Die Lotusblüte kann sich am Tag öffnen und in der Nacht schliessen. Einatmen = öffnen, ausatmen = schliessen. Diese Übungen kann bis zu 10x wiederholt werden und wirkt meditativ und beruhigen. Es kann auch ein Seidentuch in der Hand eingeschlossen werden, um ein wenig Abwechslung in die Übung zu bringen, oder es tippt jeder Finger nacheinander zusammen. Bsp. die äusseren Finger berühren sich nur, dann die Ringfinger, dann die Mittelfinger, dann die Zeigefinger. Dabei können auch die Augen geschlossen werden, dies benötigt gleich noch mehr Konzentration.
Die tiefe Bauchatmung
Diese Atemübung lernen wir gleich in der ersten Lektion. Mit den kleinen Kindern lernen wir sie im Liegen, mit den grösseren Kindern im Sitzen. Ich zeige dann mit dem Atem-Ball vor wie sich die Lunge mit Luft füllt und wieder entleert. Wir atmen ein und spüren, dass sich unser Bauch/Brustkorb weitet, wir atmen aus und spüren, dass der Bauch/Brustkorb wieder klein wird. Wir beobachten diese Bewegung. Wir können diese Atemübung auch mit geschlossenen Augen machen. Wenn Kinder mit ihren Eltern in die Lektion kommen, legt sich jeweils eine Person hin und die andere legt dann die Hand auf deren Bauch und beobachtet so, wie sich der Bauch hebt und senkt.
3 Experimente - Bewegung und Atmung kombiniert
Damit Kinder verstehen, warum es sinnvoll ist eine tiefe Atmung zu machen, können sie folgende 3 Experimente machen.
1. Im Stehen
Im Stehen willkürlich die Arme anheben und senken (ca. 3-5 Wiederholungen). Danach die gleiche Übung im Stehen machen, aber dieses Mal beim Einatmen die Arme anheben und beim Ausatmen senken. Die Kinder werden spüren, dass die zweite Übung besser geht und auch mehr Spass macht.
2. Im Vierfüssler
Die Katze-Kuh Bewegung mit der Atmung kombinieren. In der Katzenhaltung ausatmen, in der Kuhhaltung einatmen. (5 Wiederholungen)
3. Im Sitzen
Im Sitzen die Arme zur Seite öffnen und einatmen, dann die Arme schliessen und ausatmen. (5 Wiederholungen)