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Südkorea hat einen entscheidenden Vorstoss zur Beilegung des Streits mit Japan um die Entschädigung ehemaliger koreanischer Zwangsarbeiter gemacht.
Der südkoreanische Aussenminister Park Jin verkündete am Montag in Seoul Pläne, wonach Opfer von Zwangsarbeit über einen öffentlichen Fonds entschädigt werden, in den private Spenden fliessen sollen. Während der Kolonialherrschaft Japans über Korea (1910-45) und des Zweiten Weltkriegs hatten japanische Unternehmen nach Schätzungen Hunderttausende Koreaner zur Arbeit gezwungen.
Die Pläne spiegeln die Absicht der konservativen Regierung von Präsident Yoon Suk Yeol in Südkorea wider, die Beziehungen mit Japan wesentlich verbessern zu wollen. Japans Ministerpräsident Fumio Kishida begrüsste Südkoreas Entscheidung und sagte, diese werde zur Wiederherstellung «gesunder Beziehungen» beitragen.
Die Pläne waren dagegen schon vor der Veröffentlichung auf heftige Kritik von ehemaligen Zwangsarbeitern und ihren Unterstützern gestossen, die unter anderem Schmerzensgeldzahlungen von japanischen Unternehmen fordern.
Die Entschädigungsfrage belastet die Beziehungen beider Nachbarländer schon seit Jahrzehnten. Der Streit verschärfte sich, nachdem 2018 der Oberste Gerichtshof japanische Konzerne angewiesen hatte, Schmerzensgeld an frühere Zwangsarbeiter zu zahlen.
Japan sieht die Frage durch einen Vertrag von 1965 als erledigt an. Beobachter erwarten jetzt, dass Seoul südkoreanische Unternehmen dazu aufrufen wird, sich an Spenden für den Fonds zu beteiligen. In den Blickpunkt könnten demnach Unternehmen kommen, die von dem Normalisierungsvertrag von 1965 profitiert hatten.
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