Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/862

Ida Rolf wuchs in der Bronx in New York auf. Sie studierte Biochemie an der Columbia University und schloss 1920 als eine der ersten Frauen mit dem Doktortitel ab. In den darauf folgenden zwölf Jahren arbeitete sie am Rockefeller-Institut, zuerst in der Abteilung für Chemotherapie, später in der Abteilung für organische Chemie. Sie studierte als Wissenschaftlerin vor allem die Eigenschaften des menschlichen Bindegewebes. Daneben beschäftigte sie sich mit Yoga, Osteopathie und Homöopathie.
Aus beruflichem Interesse und durch chronische Krankheiten in der Familie motiviert, begann sie Menschen zu beraten und mit ihnen zu arbeiten. Im Laufe der Jahre entdeckte sie, dass der menschliche Körper und seine Struktur, die sich unter anderem in der Körperhaltung ausdrückt, durch eine bestimmte Art der Bindegewebsmanipulation sehr viel stärker veränderbar ist, als bislang angenommen wurde.
Dr. Ida P. Rolf gab ihre Erfahrungen zunächst nur an interessierte Ärzte weiter. Mitte der sechziger Jahre behandelte Ida Rolf den Begründer der Gestalttherapie, Fritz Perls. Er lud sie ein, in Esalen, dem damaligen Mekka des Human Potential Movement, zu arbeiten, wo sie bald auch anfing, Schüler auszubilden. Hier fand die Begegnung der Strukturellen Integration mit den Methoden der Humanistischen Psychologie statt. Von da an wurde Strukturelle Integration in den USA immer populärer. Schon 1967 wurde die Guild for Structural Integration in Boulder/Colorado als informelle Verbindung ins Leben gerufen. 1973 gründete Frau Rolf am selben Ort das „Rolf Institute of Structural Integration“ als Ausbildungsstätte und Berufsorganisation.
Ida Rolf starb 1979 im Alter von 83 Jahren. Heute führen verschiedene Institute die Arbeit von Ida Rolf fort. Sie sind alle Mitglied des IASI (International Association of Structural Integrators).
Im folgenden Video sehen und hören Sie Ida P. Rolf (in Englisch):