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Bauern und Arbeiterinnen auf Plantagen sind während des Mischens der Tankfüllung und des Sprühens Paraquat -Lösungen ausgesetzt. Dies hat akute toxische Wirkungen auf ihre Gesundheit, zieht aber auch chronische Folgen nach sich.
Unter Paraquat-AnwenderInnen treten häufig die folgenden akuten Wirkungen auf:
- Augenschäden
- Nasenbluten
- Reizung oder Verbrennung der Haut an verschiedenen Körperteilen.
Die Symptome einer akuten Vergiftung mit Paraquat sind Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen, und mit einer Verzögerung von zwei bis drei Tagen können Atembeschwerden entstehen. Relativ kleine Paraquat-Mengen können, über einen längeren Zeitraum aufgenommen, die Gesundheit nachhaltig schädigen.
Die chronische Exposition gegenüber Paraquat kann
- die Lungenfunktion beeinträchtigen,
- Hautdermatosen verursachen,
- und zu neurodegenerativen Erkrankungen führen.
Zudem fand eine Studie heraus, dass das Risiko für Missbildungen bei den Kindern von Paraquat-Anwenderinnen und -Anwendern erhöht war.
Bei Menschen, die über einen langen Zeitraum kleineren Mengen von Paraquat ausgesetzt waren, wurden in epidemiologischen Studien geringfügige Veränderungen im Gasaustausch in der Lunge sowie ein erhöhtes Risiko für die parkinsonsche Krankheit beobachtet.
Im Tierversuch wurde entdeckt, dass Paraquat jene Nervenzellen des Gehirns schädigt, die Dopamin produzieren. Es ist bekannt, dass eine mangelhafte Dopamin-Produktion ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung der parkinsonschen Krankheit ist. Epidemiologische Studien unterstreichen eine Korrelation zwischen Parkinson-Erkrankungen und Paraquat-Exposition.