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Vier Jugendliche haben im Vorfeld der Nationalratswahlen zahlreiche Unterschriften gefälscht. Für ihr Handeln müssen sie sich nun vor der Jugendanwaltschaft verantworten.
Um die notwendige Anzahl Unterschriften zu erhalten und für die Nationalratswahlen 2019 zugelassen zu werden, hat ein Kandidat im Sommer 2019 ein heute 15-jähriges Mädchen mittels Ferienjob beauftragt, für ihn Unterschriften zu sammeln. In der Folge hat die Jugendliche, zusammen mit drei Helferinnen, zahlreiche Unterschriften gesammelt, die vom Nationalratskandidaten bei der Staatskanzlei des Kantons Zug eingereicht wurden. Für jede gesammelte Unterschrift hat die 15-Jährige einen im Vorfeld abgemachten Geldbetrag erhalten.
Bei der Prüfung dieser Unterschriften stellte die Zuger Staatskanzlei fest, dass von den rund 150 eingereichten Unterschriften über 100 gefälscht waren. Daraufhin reichte die Zuger Staatkanzlei wie auch der Kandidat selber eine Anzeige ein.
In enger Zusammenarbeit mit der Jugendanwaltschaft des Kantons Zug ist es der Zuger Polizei gelungen, vier Tatverdächtige zu ermitteln. Sie wurden polizeilich angehalten und befragt. Dabei zeigten sie sich geständig, Unterschriften gefälscht zu haben. Als Motiv hat die Haupttäterin finanzielle Interessen angegeben.
Bei den Jugendlichen handelt es sich um vier Mädchen, im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Alle vier sind im Kanton Zug wohnhaft.
Die Jugendanwaltschaft des Kantons Zug hat gegen sie ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Betrug eröffnet.
Quelle: Zuger Polizei
2.2.2020