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Aus der zusammenbrechenden Monarchie geht Miklós Horthy, der ungarische Adjudant Kaiser Franz Josephs, mit der Funktion eines Reichsverwesers der Ungarischen Krone hervor. Dennoch zeigt er sich nicht bereit, Karl von Habsburg bei der Rückeroberung Ungarns zu unterstützen. Zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg bestimmen unter seiner Regierung sowohl nationale Ideen, der Friede von Trianon mit schweren Gebietsverlusten aber auch die Nachbarschaft mit Russland die ungarische Politik. Eine ständige Auseinandersetzung von konservativen und liberalen Vorstellungen ist die Folge. Als Reichsverweser erfüllt Horthy die Funktionen eines starken Staatspräsidenten. Die von ihm eingesetzten Regierungen stehen jedoch zunehmend einer Radikalisierung im Land gegenüber, die letztlich dem Griff Hitlers nach Mitteleuropa nichts entgegensetzen können. Horthys Versuche, Ungarn aus dem Krieg herauszuhalten, scheitern. Denn Ungarn stellt Truppen für Hitler und nimmt die Verfolgung der Juden auf. Horthy verliert jeden Machtspielraum und wird unter SS-Bewachung nach Deutschland transportiert. Sein Leben, das Jahrzehnte die Geschichte Ungarns geformt hat, beschliesst er im Exil in Portugal.
Portrait
Thomas Sakmyster Geboren 1943 in Perth Amboy. Seit 1971 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität von Cincinnati mit Schwerpunkt zur ungarischen Zeitgeschichte, zu der er zahlreiche Publikationen vorgelegt hat.