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Der Personalverband der Polizei von England und Wales (PFEW) wurde von einer Ransomware getroffen. Der Verband teilt über Twitter
mit, dass am Abend des 9. März die eigenen Security-Systeme Alarm geschlagen hätten. Den Cyber-Security-Experten sei es schnell gelungen, die Ausbreitung der Malware zu verhindern. Zwei Tage später habe man die Regulierungsbehörde Information Commissioner's Office und das National Cyber Security Centre (NCSC) über den Angriff informiert.
Weiter schreibt der PFEW, dass der Angriff "nicht speziell auf den PFEW ausgerichtet war und eher Teil einer breit angelegten Kampagne" gewesen sei. Man gehe derzeit davon aus, dass die Malware nur das Hauptquartier der Organisation in Surrey betroffen habe. Ausserdem glaube man, dass keine Daten geklaut worden seien. Dem Verband gehören laut 'The Register' immerhin 120'000 Polizeibeamte, Sergeanten, Inspektoren und Hauptinspektoren aus 43 Territorialeinheiten an.
"Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Beweise dafür, dass Daten aus den Systemen der Organisation extrahiert wurden, obwohl dies nicht ausgeschlossen werden kann, und PFEW trifft Vorkehrungen, um Personen zu benachrichtigen, die möglicherweise betroffen sind." Betroffen seien "eine Reihe von Datenbanken und Systemen, auf denen Daten verschlüsselt wurden. Ausserdem haben die Angreifer Backup-Daten gelöscht. Die betroffene Datenbank erhalte Informationen über PFEW-Mitglieder, teilt der Verband weiter mit.
Die Strafverfolgungsbehörde National Crime Agency (NCA) leite eine Untersuchung ein und arbeite mit der NCSC und dem PFEW zusammen, um ein besseres Verständnis zu erlangen. "Unsere Untersuchungen zu solchen Vorfällen sind oft komplex und können einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor die vollständigen Details festgelegt werden", heisst es in einem Statement.
Zu den Urhebern gibt es noch keine Informationen und auch zur Art der Ransomware gibt der PFEW keine Auskunft. "Die Malware ist eine Art bösartiger Software, die Daten erfasst und verschlüsselt. Die Angelegenheit ist Gegenstand einer laufenden polizeilichen Untersuchung. Wir können keine weiteren Kommentare abgeben", heisst es auf einer extra eingerichteten Website.
(kjo)