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Mineralstoffe: Mangelerscheinungen und Krankheiten(27.03.2012)
Bei der Milchviehfütterung ist es entscheidend, auf eine fachgerechte Mineralstoffzufuhr zu achten. Ein Mangel, aber auch ein Überschuss an Mineralstoffen, kann einen negativen Einfluss auf die Gesundheit, die Fruchtbarkeit und die Leistung der Tiere haben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Mineralstoffverzehr einer Kuh je nach Laktationsstadium, Leistungsniveau, Gesundheit und genetischen Voraussetzungen beträchtlich schwanken kann.
Ein Mineralstoffmangel kann verschiedenen Ursachen haben: Ungenügendes Angebot im Grundfutter, erhöhter Bedarf des Einzeltieres aufgrund des Laktationsstadiums sowie des Gesundheitszustandes, etc. Die Auswirkungen können sich auf verschiedene Arten und in unterschiedlicher Stärke zeigen: Sinkende Milchproduktion, Appetitverlust oder allgemeine Schwäche des Tieres, die nicht einer spezifischen Krankheit zugeordnet werden können…
Ein Überschuss an gewissen Mineralstoffen kann sich ebenfalls verhängnisvoll auswirken – die Konkurrenzwirkung der Mineralstoffe untereinander vermindert deren Verfügbarkeit für die Milchkuh. Ein weitverbreitetes Beispiel dafür ist der Kalium-Überschuss (sehr oft in der Grünfütterung vorhanden), der die Aufnahme von Magnesium vermindert, was wiederum eine erhöhte Gefahr von Weidetetanie nach sich zieht (Hypomagnesiämie).
Typische Symptome und ähnliche Mangelerscheinungen:
Schwächung des Gesundheitszustandes (Milchfieber, Osteomalazie, Weidetetanie, Gelenkschmerzen, Körperzerfall)
- Die Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel an Kalzium, Phosphor und Magnesium (Mengenelemente), einen Mangel an Mangan, Kupfer, Kobalt, Selen und Zink (Spurenelemente) oder an Vitaminen (D) verursacht.
Verschlechterung von Milchleistung und Milchqualität (Milchgehalte, Mastitis)
- Die Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel an Natrium (Mengenelement) und Selen (Spurenelement) verursacht.
Störungen im Fressverhalten (Appetitverlust, Pikazismus, starker Durchfall)
- Die Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel an Phosphor und Natrium (Mengenelemente) und an Kupfer und Kobalt (Spurenelemente) verursacht.
Fruchtbarkeitsstörungen (Unfruchtbarkeit, Verwerfen, Nachgeburtsverhalten)
- Die Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel an Spurenelementen (Jod, Mangan, Kupfer und Selen) und an Vitaminen verursacht.
Fell und Klauen (Verfärbung des Felles, Haarausfall, fleckiges Fell, Klauenprobleme)
- Die Symptome werden hauptsächlich durch einen Mangel an Spurenelementen verursacht: Kupfer, Zink und Kobalt.
Die meisten der obenerwähnten Probleme können durch eine der Produktionsart angepassten Mineralstoffergänzung und das Einhalten der Fütterungsempfehlungen, leicht verhindert werden. Dennoch können ausnahmsweise Schwierigkeiten auftreten. In diesen Fällen ist es angezeigt, die Situation mit einem Fütterungsberater eingehend zu analysieren, damit das Problem definiert und gelöst werden kann. Sind Sie um das Befinden Ihrer Tiere besorgt, empfehlen wir Ihnen den Tierarzt aufzusuchen.
Wollen Sie mehr darüber wissen oder erfahren welche Mineralstoffergänzung perfekt auf Ihre Betriebsbedingungen abgestimmt ist, nehmen Sie Kontakt auf mit unseren Spezialisten.
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- Die Bedeutung der Mineralstoffe in der Milchviehfütterung
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