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Tumore
Diagnose Tumore kommen in unterschiedlichen Variationen vor. Wichtig zu wissen ist, ob sie gut- oder bösartig sind.
Gutartige Tumore
Ein Tumor muss nicht zwangsläufig Krebs bedeuten. Gutartige Tumore (benigne) bestehen aus Zellen, die keine Ableger bilden. Zu den gutartigen Tumoren gehören gewöhnliche Muttermale, Fettgeschwulste, Gefässgeschwulste und Muskelzellgeschwulste. Gutartige Neubildungen können jedoch Komplikationen hervorrufen, wenn sie beispielsweise durch ihr Wachstum auf Organe drücken.
Bösartige Tumore
Jeder Tumor, der das Potenzial hat, Ableger im umgebenden Gewebe zu bilden, ist ein bösartiger Tumor. Es gibt drei grosse Gruppen: Karzinome, ausgehend vom Deckepithel, Erkrankungen des Blut- und Knochenmarks (Myelom, Leukämie, Lymphom) sowie Sarkome, welche nur etwa 1 Prozent aller bösartigen Tumorerkrankungen beim Menschen ausmachen.
Entstehung
Die Ursache der Entstehung von bösartigen Tumoren ist letztlich immer noch unbekannt. Zusammengefasst ist die Krebsentstehung ein «genetischer Unfall», der auf Veränderung im genetischen Code zurückzuführen ist. Weshalb auch immer (z. B. häufig durch Umwelteinflüsse), kommt es zu einer Veränderung in der Gensequenz einer Zelle (z. B. Mutation), die letztlich zu einem unkontrollierten Tumorwachstum führt.
Krebserkrankungen in der Schweiz
Krebs ist in der Schweiz nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Ca. 37 000 Fälle werden bei uns jährlich neu registriert (Hochrechnung NICER – National Institute for Cancer Epidemiology and Registration auf Basis der 2005–2009 erhobenen Daten der existierenden Krebsregister). In der Schweiz erkranken heute vier von zehn Personen im Laufe ihres Lebens an Krebs, und jeweils eine von zwei Personen kann davon geheilt werden. Bei Frauen ist Brustkrebs der am häufigsten vorkommende Krebs, bei Männern Lungenkrebs, gefolgt von Prostatakrebs. Auch wenn die Zahl der Fälle über die letzten zwei Jahrzehnte zugenommen hat, ist ein Rückgang der Sterblichkeitsziffer für alle Krebsarten feststellbar.
Weltweite Entwicklung
Die WHO warnt, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den kommenden 10 Jahren um mehr als 40 Prozent steigen könnte. Gründe seien nicht nur das Bevölkerungswachstum und die steigende Lebenserwartung. Immer mehr Menschen leben einer Studie zufolge ungesund.
Prävention
Einigen Krebserkrankungen kann man durch einfache Verhaltensänderungen zumindest teilweise vorbeugen. Nicht Rauchen, wenig Alkohol, viel Bewegung, eine gesunde Ernährung, Sonnenschutz, Schutz vor Infektionskrankheiten und vor schädlichen Umwelteinflüssen – dies sind einige wichtige Pfeiler der Präventionsmassnahmen gegen Krebs. Doch auch die genetische Vorbelastung ist ein Faktor. Denn schätzungsweise fünf bis zehn Prozent aller von Krebs betroffenen Patienten haben eine angeborene Veränderung in der Erbsubstanz, die Krebs begünstigt. Bei weiteren etwa 20 Prozent liegt wahrscheinlich eine gewisse Veranlagung vor.