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In der Schweiz beteiligen sich die Krankenkassen nur beschränkt an den Kosten eines Kinderwunsches. In der Regel übernimmt die Grundversicherung die Kosten für die diagnostische Abklärung. Eine Hormontherapie wird in der Regel ein Jahr lang bezahlt. Zudem übernehmen die meisten Kassen drei Inseminationsversuche pro Schwangerschaft, sofern die Frau nicht über 40 Jahre alt ist. Zusätzliche Bedingung ist, dass der Mann eigene Spermien liefern kann. Ist das Paar auf eine Fremdsamenspende angewiesen, hat es die Kosten selbst zu tragen.
Die Behandlungskosten einer künstlichen Befruchtung durch IVF oder ICSI werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Es lohnt sich deshalb, bereits beim Informationsgespräch mit dem behandelnden Arzt eine detaillierte Kostenaufstellung einzufordern. Bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) bewegen sich die Preise zwischen 4000 bis 9000 Franken pro Punktion bzw. Zyklus.
Kommt eine Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) dazu, sollte aufgrund des Mehraufwands im Labor mit einem Betrag zwischen 8000 und 10000 Franken pro Stimulationszyklus gerechnet werden. Die Kosten teilen sich meist auf in eine Pauschale und individuell anfallende Beträge für benötigte Medikamente. Da davon ausgegangen wird, dass für eine Schwangerschaft im Durchschnitt drei volle Behandlungszyklen notwendig sind, muss das Paar also unter Umständen mit mehreren Zehntausend Franken rechnen.
Auch Eizellen einfrieren kostet
Auch für das Einfrieren von überzähligen befruchteten Eizellen für mögliche weitere Versuche trägt das Paar die Kosten selbst. Sie belaufen sich – je nach Anzahl der Zellen – auf etwa 500 bis 1000 Franken. Da aber bei einem erneuten Versuch auf die eingefrorenen befruchteten Eizellen zurückgegriffen werden kann, fallen die Kosten mit 1000 bis 1500 Franken bei einem Auftauzyklus wesentlich niedriger aus als bei einem vollständigen Behandlungszyklus inklusive Punktion.