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Investieren ist spekulieren und enthält somit Misserfolg immer schon als Möglichkeit. Die Kunst besteht darin, in einer unübersichtlichen Welt hinreichende Integrität durchzusetzen, ohne die Hexenjagd zur Institution zu erheben.
Gegenseitige Öffnungen führen normalerweise für alle beteiligten Länder zu einem Netto-Gewinn. Die Auffassung, die Schweiz habe an die EU-Osterweiterung einen Beitrag im Sinn einer Abgeltung von Vorteilen zu leisten, hält einer sorgfältigen Analyse nicht stand.
Es dürfte nicht einfach sein, einen Zeitbeobachter zu finden, der die Szene der jüngsten Debatte zur Schweizer Geschichte während der Zeit unserer Nachbarschaft mit Nazi-Deutschland gründlicher und umfassender kennt als Thomas Maissen, der Verfasser des Buches «Verweigerte Erinnerung» und zahlreicher NZZ-Artikel zum Thema der Verarbeitung der Schweizer Weltkriegsgeschichte. Ausgerüstet mit dem Mandat, für die Nachwelt […]
Nachdem im September Volk und Stände die Vorlage für eine erleichterte Einbürgerung abgelehnt haben, stellt sich einmal mehr die Frage, ob und wie die Landesregierung, vertreten durch eines ihrer Mitglieder, das Abstimmungsergebnis kommentieren solle. Der Autor zeigt das Problem und mögliche Lösungen.
Wahrheitsgarantie «ex officio» als Anmassung und Illusion Zunehmend aufdringlich bemüht sicht der Staat um die Wahrheit in so verschiedenen Gebieten
wie Produktewerbung, Sektenüberwachung und Geschichtsschreibung. Eine Innenansicht
lässt vor weiteren «Fortschritten» auf dem Wege eines staatlichen Reinheitswahns zurückschrecken.
Erinnerungen an Charles P. Kindleberger In der Zunft der Finanzhistoriographie nahm Charles P(oor) Kindleberger die Stellung eines Doyen ein. Er hat die Entwicklung und die Krankengeschichte des Finanzsystems in entscheidenden Phasen des 20. Jahrhunderts unmittelbar und nahe beim Aktionszentrum miterlebt und später aus kritischer Distanz analysiert und beschrieben.
Wie ein Knick die Beleuchtung ändern kann Die Anzeichen mehren sich, dass sich die atlantisch-japanische Wirtschaft einer eher ungewohnten
Art von Rezession nähert, die komplexe makroökonomische Ursachen hat. Die um sich greifende
Personalisierung, Moralisierung und Psychologisierung der Probleme verstellt den Blick auf die viel
wichtigeren und an sich bereits hinreichend kritischen Fundamentalfaktoren.