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Bretagne – Finistère
Brest
Brest ist die zweitgrösste Stadt in der Bretagne. Sie liegt im äussersten Westen Frankreichs.
Die trapezförmige Festung ist eine der ältesten noch aktiven Militäranlagen in Europa. Das mittelalterliche Bollwerk am Hafen wurde auf den Fundamenten eines römischen Kastells errichtet. Im Donjon befindet sich heute ein Marinemuseum, in dem die Geschichte der französischen Kriegsflotte zu sehen ist.
Rocher de Bertheaume
Vor dem Ort Plougonvelin stehen auf einem vorgelagerten Felssporn in 67 m Höhe die Ruinen der ehemaligen Befestigungsanlage Bertheaume. Das eindrucksvolle Bauwerk entstand 1694 nach Plänen des Festungsbaumeisters Vauban. Sie diente einst zur Sicherung der Einfahrt in die Brester Bucht.
Cairn von Barnenez
1955 wurde die Hügelgrabanlage bei Steinbrucharbeiten entdeckt und freigelegt. Der Cairn zählt mit einer Länge von 70 m, einer Breite von 25 m und einer Höhe von 10 m zu den grössten und ältesten Europas. Das Alter des Cairn wird auf 7000 Jahre geschätzt. Der älteste Teil des Hügels entstand zwischen 4600 und 4400 v.Chr. aus Doleritgestein. 500 Jahre später wurde am westlichen Teil ein Anbau aus Granit angefügt, vermutlich um die Anlage zu stabilisieren.
Château Kerjean
Das Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde von Ludwig XIII. als eines der schönsten des Königreichs bezeichnet. Nachdem es zwischen 1755 und 1763 teilweise abgebrannt ist und dann ausgeplündert wurde, gelangte es 1911 in Staatsbesitz. Umgeben wird das Schloss von 12 m dicken Mauern und einem Wassergrabe.
Château Maillé
Zwei Aleen aus Kastanien und Buchen führen zu diesem stattlichen Herrensitz aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Es ist ein Granitbau, der an der Südfassade von einem harmonischen Renaissance Pavillon flankiert ist und dessen Westfassade Lukarnen mit verschiedenartig gestalteten Giebeln trägt.
Ménez-Hom
Mit einer Höhe von 330 m ist der Ménez Hom der zweitgrösste Berg der Bretagne. Bei klarem Wetter bietet sich eine unendlich weite Rundsicht. Im Sommer ist es auf der Kuppe fast immer kühl und windig, die Winter sind in der Regel hart. Entsprechend mager ist die Vegetation.
Morlaix
Das auffallendste Bauwerk im Stadtbild von Morlaix ist der Eisenbahnviadukt. Dieser überbrückt das enge Tal des Dossen. Seit 1863 ist der Viadukt das „Wahrzeichen“ der Stadt. Er ist 58 m hoch und 285 m lang.
Im Jahre 1522 eroberten die Engländerdie Stadt und plünderten sie einschliesslich der Weinkeller. Als sie ihren Siegesrausch ausschliefen, gelang es den Einwohnern die Feinde zu überrumpeln und zu vertreiben. Ihr Motto soll gelautet haben: „Wenn sie dich beissen, beisse zurück“.
Penmarch
Die Kirche St. Nonna steht im Zentrum von Penmarch. Sie zählt zu den Klassikern der Flamboyant-Gotik. Gebaut wurde das Gotteshaus im 16. Jahrhundert. Reliefs am Portal und am Chorhaupt zeigen verschiedene Schiffstypen. Sie erinnern daran, dass die Kirche von Reedern gestiftet wurde.
Phare d’Eckmühl
Der 1897 eingeweihte Leuchtturm steht an der äussersten Landspitze im Südwesten der Bretagne – an der Pointe de Penmarch – umgeben von Riffen und gefährlichen Strömungen. Er ist einer der schönsten und stärksten Frankreichs. Seine Höhe beträgt 65 m (307 Stufen) und sein Leuchtfeuer hat eine mittlere Reichweite von 54 Km. Die Optik ist noch original erhalten.
Pointe des Espagnols
Der Name Pointe des Espagnols erinnert an die Landung spanischer Truppen während der Religionskriege. Die Meerresenge ist nur grade 2 km breit. Von hier hat man eine eine bemerkenswert weite Sicht auf die Stadt Brest und ihren Hafen.
Pointe de Penhir
Die wohl eindruckvollste und wildeste Landzunge auf der Halbinsel Crozon. Die 70 m hohen Steilklippen werden von der tosenden Brandung umspült. Vor dem Kap ragen die sogenannten Tas de Pois, drei gewaltige, einst mit dem Festland verbundene Klippen aus dem Wasser. Bei klarer Sicht sieht man im Nordwesten das 14 km entfernte Kap St-Mathieu und im Südwesten die 26 km entfernte Pointe du Raz.
Pointe du Raz
Pointe du Raz liegt an der Westspitze des französischen Festlandes. Bis zur Entdeckung Amerikas hörte hier die Erde auf. Ihr Besuch gehört zu den eindruckvollsten Erlebnissen einer Bretagnereise. Der vom Wasser zernagte, schmale Felssporn ragt über 70 m über den Wellen auf. Der Ort ist besonders bei Sturm äusserst eindrucksvoll.
Pointe de St-Mathieu
Pointe de St-Mathieu, im 14. Jahrhundert eine bedeutende Stadt, ist heute nur noch ein Dorf, das für die Ruine seiner Abteikirche, seine schöne Lage und den Leuchtturm bekannt ist. Die Reichtweite des Leuchtturms beträgt 60 km. Nimmt man den Aufstieg von 162 Stufen auf sich, wird man mit einem wunderschönen Rundblick belohnt.
St.Thégonnec
Das Dorf besitzt einen wunderschönen umfriedeten Pfarrhof. Das Prunkstücke dieser Anlage ist das Beinhaus und die Kirche. Sie sind Meisterwerke im Renaissancestil (16. – 17. Jahrhundert).