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Beschwerden
Blutdruck
Der Blutdruck wird durch zwei Werte beschrieben: Der obere Wert beschreibt den Druckzustand, bei dem der Herzmuskel maximal zusammengezogen ist (systolisch), und der untere Wert den Druck, bei dem der Herzmuskel völlig entspannt ist (diastolisch). Beide Werte werden in «mmHg» – Millimeter Quecksilbersäule – angegeben, einer alten Masseinheit für den Druck.
Symptome
Der Blutdruck wird durch zwei Werte beschrieben: Der obere Wert beschreibt den Druckzustand, bei dem der Herzmuskel maximal zusammengezogen ist (systolisch), und der untere Wert den Druck, bei dem der Herzmuskel völlig entspannt ist (diastolisch). Beide Werte werden in «mmHg» – Millimeter Quecksilbersäule – angegeben, einer alten Masseinheit für den Druck.
Als normaler Blutdruck für Erwachsene gelten Werte von 140 mmHg für den systolischen und 90 mmHg für den diastolischen Druck (140/90mmHg).
Ein tiefer Blutdruck (Hypotonie) ist zwar, im Gegensatz zum Bluthochdruck, ungefährlich, aber lästig. Zu den Symptomen gehören Schwindel, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen, Anfälligkeit für Kollaps und Ohnmacht, pulsierende Kopfschmerzen, Ohrensausen, beschleunigter Herzschlag, Frösteln, Schweissausbruch, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebsschwäche, kalte Hände und Füsse sowie Schlaflosigkeit. Von Hypotonie spricht man, wenn der Blutdruck bei Frauen unter 100/60 mmHg und bei Männern unter 110/70 mmHg ist.
Ein zu hoher Blutdruck (Hypertonie) bezeichnet Werte, die
a) bei mehrmaligen Messungen pro Tag und
b) an verschiedenen Tagen
über den erwähnten Normwerten (140/90 mmHg) liegen.
Bluthochdruck kann über eine lange Zeit unbemerkt bleiben. Als mögliche Anzeichen gelten klopfende Kopfschmerzen, die vor allem im Hinterkopf gespürt werden, oder Krankheitszeichen wie unbegründetes Nasenbluten, Schwindel, Ohrensausen, Herzklopfen oder Beklemmungsgefühle. In solchen Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und weitere Abklärungen zu treffen, denn ein unbehandelter Bluthochdruck kann mit der Zeit zu einer Schädigung des gesamten Herz-Kreislauf-Systems führen.
Ursachen und Hintergründe von Bluthochdruck
Die Ursachen für das Abweichen des Blutdruckes vom Normwert sind vielfältig. In vielen Fällen ist der Blutdruck gekoppelt mit dem Tonus der Blutgefässe: Hormone oder Medikamente, welche die Blutgefässe erweitern, führen zu einer Senkung des Blutdruckes. Umgekehrt können gefässverengende Medikamente den Blutdruck erhöhen. Auch genetische Faktoren sowie die Lebensweise können den Blutdruck beeinflussen: Übergewicht, grössere Mengen an Alkohol (mehr als 2,5 Deziliter Wein oder mehr als zwei Biere pro Tag) sowie salzhaltige Speisen erhöhen den Blutdruck massgeblich.
Bluthochdruck ist zudem oftmals eine Begleiterscheinung einer Nierenerkrankung, Hormonstörung, Arteriosklerose, einer Schwangerschaft oder falscher oder missbräuchlicher Medikamenteneinnahmen. Auch das «obstruktive Schlafapnoesyndrom» (Atemaussetzer während der Nacht) oder psychosoziale Einflüsse wie Angst, Ärger, Stress erhöhen den Blutdruck.
Was man selbst tun kann
Bei tiefem Blutdruck helfen kreislaufanregende Massnahmen wie kneippsche Duschen (Kalt-/Warmwassergüsse), zum Herz hin verlaufende Bürstenmassagen oder Ausdauersport. Unterstützend sind auch salzreiche, ausgewogene Mahlzeiten und ausreichendes Trinken (2 bis 3 Liter, u. a. natriumreiches Mineralwasser). Auch anregende Getränke, wie Kaffee, Grüntee oder Cola (im Mass), können vorübergehend den Blutdruck erhöhen.
Oftmals treten auch Krampfadern im Zusammenhang mit Bluttiefdruck auf. Beide Erkrankungen sind auf eine Schwäche der Blutgefässe zurückzuführen. Das Tragen von Stützstrümpfen kann unter diesen Umständen die Bildung von Krampfadern reduzieren (oder gar verhindern), weil sie den Rücktransport von venösem Blut zum Herzen unterstützen.
Bei Bluthochdruck hingegen ist vor allem eine Änderung des Lebensstils gefragt. Ziel ist, den Blutdruck dauerhaft zu senken. Eine der wichtigsten Massnahmen ist die Senkung des Übergewichtes. Dies kann durch eine bewusste Ernährung (kontrollierte Kochsalzeinnahme, reduzierter Genuss von fettreichen Wurstwaren und Käse) und durch regelmässige körperliche Bewegung geschehen. Ausdauersportarten wie Velofahren, Schwimmen oder Joggen sind dafür optimal, denn sie führen zu einer Gesamtaktivierung des Organismus und gleichzeitig auch zum Abbau von Stress. Wichtig: Auch Entspannung senkt den Blutdruck massgeblich (Entspannungstechniken anwenden). Da der Bluthochdruck oftmals keine akuten Beschwerden verursacht, ist es für viele Menschen schwierig, die Motivation für eine Behandlung/Lebensumstellung aufzubringen. Für das Durchhalten und das Gelingen ist aber Einsicht unabdingbar, denn die Umstellung beginnt im Kopf.
Bei familiärer Vorbelastung machen regelmässige Vorsorgeuntersuchungen Sinn.