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Die Ostschweizerin ging das Rennen trotz der Hitze offensiv an und wurde belohnt. Sie spannte im Rücken der afrikanischen Top-Läuferinnen mit der Britin Elizabeth Bird zusammen und lief zum Schluss in den tollen 5. Rang.
Chiara Scherrer verbessert sich diese Saison in grossen Schritten. Zunächst erfolgte die Rehlingen eine Steigerung um acht Sekunden, die mit der WM-Limite für Eugene belohnt wurde. Nun kam in Paris erneut ein 8-Sekundenschritt hinzu, der sie zur Medaillenkandidatin für die EM in München macht. Fabienne Schlumpf hatte 2018 Berlin in 9:22 Minuten Silber gewonnen. Ihr nationaler Rekord (9:21,65) hat fünf Jahre gehalten.
Auch Ditaji Kambundji stark
Chiara Scherrer, die im Teilzeitpensum als Physiotherapeutin arbeitet, und Fabienne Schlumpf kennen sich gut und trainieren ab und zu gemeinsam. Letztere hat erfolgreich zum Marathon gewechselt. Die Olympia-Zwölfte hält seit 2021 über 42,195 km den Schweizer Rekord.
Auch Ditaji Kambundji zeigte bei ihrem ersten Ausland-Start in der Diamond League eine gute Leistung. In 12,90 Sekunden blieb sie über 100 m Hürden zum wiederholten Mal unter der 13-Sekunden-Marke. Somit hat die junge Bernerin innert einer Woche drei Rennen zwischen 12,77 und 12,90 Sekunden abgeliefert. Die Basis für einen Exploit ist gelegt.
Del Ponte nur auf Rang 8
Ajla Del Ponte hingegen kommt nach ihrer Verletzung nicht so richtig in Schuss. Bei Top-Bedingungen resultierten über 100 m bloss 11,34 Sekunden und Platz 8. In der Form des Vorjahres wäre die Tessinerin in diesem Rennen auf Podest gelaufen. Den Sieg holte sich Shelly-Ann Fraser-Pryce in 10,67 Sekunden. Die Frau aus Jamaika, 2008 und 2012 Olympiasiegerin über 100 m, holt womöglich in Eugene mit 35 Jahren einen weiteren WM-Titel.