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Hitachi Data Systems bringt Unified Compute Platform und wagt sich damit erstmals ernsthaft ins Servergeschäft.
Hitachi Data Systems (HDS), die für den Vertrieb der Storage-Produkte von Hitachi in Europa und den USA zuständige Hitachi-Tochter, lanciert ein neues Produkt namens "Unified Compute Platform" (Foto). Der Name ähnelt zwar sehr dem "Unified Computing System" von Cisco, die Unified Compute Platform von HDS ist aber noch stärker mit den "vBlocks" des Gespanns Cisco/EMC/VMware
vergleichbar.
Wie diese besteht die Unified Compute Platform von HDS aus integrierten Bladeservern, Speichersystemen, Netzwerkkomponenten und Virtualisierungssoftware sowie einer einheitlichen Management-Software, über die alle Komponenten verwaltet werden können. Und wie die genannten Systeme soll auch das neue HDS-Produkt den Betreibern von Rechenzentren erlauben, rasch und verhältnismässig einfach aus vorgefertigten Modulen Infrastrukturen für Cloud-Computing aufzubauen.
HDS wagt sich damit erstmals ernsthaft ins Servergeschäft und folgt dem Trend der grossen Hardwarehersteller, das prominenteste Beispiel ist Cisco, sich von Nischen und alten Partnerschaften zu verabschieden und Komplettanbieter zu werden. Hitachi stellt zwar schon seit einigen Jahren unter dem Namen "BladeSymphony" Bladeserver her. HDS hat diese aber, so Kurt Aebi, Product Marketing Manager bei HDS Schweiz, nur in wenigen Ländern vertrieben. Die Schweiz war bisher nicht darunter. Das Unified compute system soll nun aber auch hierzulande erhältlich sein und forciert werden.
Hardware von Hitachi und ???, Software von Hitachi und Microsoft
Mit dem Unified Compute System scheint HDS vor allem Microsoft-Umgebungen anzupeilen. Das System unterstützt neben Microsoft Hyper-V zwar auch VMware als Hypervisor, die Softwareausstattung ist allerdings klar Microsoft-lastig. HDS hat ein OEM-Reseller-Abkommen mit Microsoft abgeschlossen, und die Unified Compute Platform ist standardmässig mit Microsofts "System Center Operations Manager" und "System Center Virtual Machine Manager" sowie "Windows Server 2008 R2" mit Hyper-V ausgestattet.
Dazu kommt eine von Hitachi entwickelte "Orchestrations"-Software, über die sich gemäss HDS alle Prozesse für Server, Storage, Netzwerk und Applikationen anhand eines "vereinfachten rollenbasierten Managementportals" automatisiert verwalten lassen.
Die BladeServer stammen wie erwähnt von Hitachi. Als Storage-Komponente dient ein USP-V-System
von Hitachi. Wer allerdings der Hersteller der Ethernet- und Fibre-Channel-Netzwerkomponenten ist, erwähnt HDS in seiner Pressemitteilung interessanterweise nicht. Der logischste Kandidat wäre wohl Brocade – vielleicht ist da aber ein entsprechendes OEM-Abkommen noch nicht ganz unter Dach und Fach. (Hans Jörg Maron)