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Bücher in Arbeit
Die Obersten der Basler Miliz in Miniaturen
Das «Lexikon» der Obersten der Basler Miliz in Form von Miniaturen zu verfassen war die logische Folge des Titels «d’Stänzler und die Basler Miliz – Ein Rückblick auf die Basler Militärgeschichte», von Thomas Frauchiger und Niklaus Starck, 2022, porzio.ch.
Die Miniaturen erzählen viel von den Kommandanten selbst und von der Geschichte der Basler Miliz, von der Geschichte der Entstehung der Schweizer Armee und von der Entwicklung der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt in den vergangenen rund 225 Jahren. Sie reichen zurück bis ins Ancien Régime und die Helvetik. Im 19. Jahrhundert war es noch opportun, dass Schweizer Offiziere Kriegsdienste in fremden Ländern leisteten. Heute verbietet ein Gesetz den Söldnerdienst bei Strafe. Auch war es üblich, dass Armeeoffiziere ihre Uniformen auch im zivilen und gesellschaftlichen Leben trugen, es war normal, die Obristen mit «Herr Oberst» anzusprechen, selbst wenn sie akademische Titel trugen oder der Regierung angehörten.
In den rund 330 Miniaturen der Obersten der Basler Miliz – es befinden sich auch «eidgenössische» darunter – erschienen vor allem im 19. Jahrhundert Namen aus dem «Basler-Daig». Offizier zu sein war ein begehrtes Privileg, eine Angelegenheit der Elite. Das änderte sich im Lauf der Zeit. Immer mehr Obersten versahen ihre Funktionen still, verantwortungsbewusst und ohne irgendwelches Prestigedenken. Im 20. Jahrhundert war der Oberst als höchster Milizoffiziersrang vor allem in Wirtschaftskreisen gleichbedeutend mit Führungsstärke und -erfahrung. Aber auch dieses Attribut hat sich verflüchtigt. Das hat nicht zuletzt mit der Abschaffung der kantonalen Milizen und den entsprechenden Netzwerken zu tun. Die Armee hat sich vom Schweizervolk entfernt.
Pays-d’Enhaut, Land, Leute, Geschichten und Traditionen
Das Pays-d’Enhaut blieb aufgrund seiner topografischen Lage während langer Zeit ein unberührtes Hochtal. Im Osten versperrte das Engnis von le Vanel den Zugang zum Tal, im Westen die wilde Schlucht von la Tine. Von Norden her muss der Gebirgszug des Vanil Noir überwunden werden, um das Pays-d’Enhaut zu erreichen, im Süden stehen die Waadtländer Voralpen im Weg. Nomaden fanden dennoch ins Haut-Pays, nach ihnen romanisierte Burgunder und Alemannen aus dem Simmental. Die Greyerzer Herren stifteten im 11. Jahrhundert das Kloster in Rougemont, sie liessen das Land roden und urbar machen. Viehzucht, Käseproduktion und -handel begleiten die Menschen im Pays-d’Enhaut seit über 1’000 Jahren. Es entwickelte sich ein selbstbewusstes und auf Freiheit bedachtes Volk, ein Zeichen dafür sind seine stolzen, charakteristischen Holzchâlets. Die von Greyerz gingen 1555 in Konkurs, die Fribourger und Berner übernahmen Schulden und Macht, reformierten das Tal, die Landvogtei Saanen war entstanden. Mit dem Franzoseneinmarsch von 1798 kam das Pays-d’Enhaut zur Romandie, der Canton de Vaud entstand. Mit dem aufblühenden Tourismus kam auch Prominenz ins Tal, seine natürliche Schönheit wurde wahrgenommen und fand Bewunderung. Hotels entstanden, die Montreux-Oberland-Bahn wurde gebaut und brachte Touristen und Wintersportler in die Region. Das Pays-d’Enhaut gehört heute mit den Naturschutzgebieten Pierreuse und Vanil Noir grösstenteils zum «Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung», Château-d’Oex, L’Etivaz, Rossinière und Rougemont zählen zum «Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz» und die gesamte Fläche des Pays-d’Enhaut ist Bestandteil des «Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut»: – Argumente genug, um sich mit Land, Leuten, Geschichte und Traditionen dieses Haut-Pays auseinanderzusetzen.
Die Arbeit an diesem Band soll 2024 abgeschlossen sein.
© starck.ch, 2022