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Fast jedes Baby hat irgendwann im Laufe des Tages eine zornige Phase – scheinbar ohne Grund. Das kann schon im Alter von zwei Wochen vorkommen. Manchmal jedoch verwandelt sich das normale Nörgeln in ausgedehntes Weinen, das nicht mehr aufhören will und nur schwer beruhigt werden kann. Diese nervenaufreibenden Episoden könnten darauf hinweisen, dass Dein Baby an den sogenannten 3-Monats-Koliken leidet. Am schlimmsten sind Koliken normalerweise im zweiten und dritten Lebensmonat. Daher die Namensgebung.
Symptome der 3-Monats-Koliken
Dein Baby hat möglich 3-Monats-Koliken, wenn es:
- seine Beine ausstreckt oder sie zum Bauch zieht.
- sich beim Weinen windet oder überstreckt.
- seine Arme und Beine beim Weinen umherwirft.
- beim Weinen ein gerötetes Gesicht hat.
- seine Fäuste ballt, während es weint.
- so aussieht, als hätte es Schmerzen.
- einen aufgeblähten Magen und häufig Blähungen hat.
Wie Du 3-Monats-Koliken vorbeugen kannst
Viele Eltern verzweifeln an einem schreienden Baby, fühlen sich isoliert und wünschen sich Hilfe. Zögere nicht, aussenstehende Personen um Rat zu fragen.
Es gibt aber einige Dinge, die Du vorher schon versuchen kannst, um Dein Baby zu beruhigen:
- Halte Dich nicht an einen festgelegten Fütterungsplan. Beginne Dein Baby zu füttern, wenn Du das Gefühl hast, dass es hungrig ist.
- Lass Dein Baby nach jedem Füttern ein Bäuerchen machen (bei Erwachsenen würde man von «rülpsen» sprechen). Halte es dazu über die Schulter und klopfe ihm sanft auf den Rücken.
- Halte Dein Baby während des Stillens oder dem Füttern mit Ersatzmilch so aufrecht wie möglich, um zu verhindern, dass es Luft schluckt.
- Wenn Du Dein Baby mit der Flasche fütterst kannst Du versuchsweise die Flasche oder das Mundstück austauschen. Manchmal hilft das, die Luftmenge, welche Dein Baby schluckt, zu reduzieren.
- Falls Dein Baby den Schoppen bekommt, kannst Du diesen mit Fencheltee zubereiten. Verwende statt Wasser dieselbe Menge leicht ungesüssten Fencheltee, um das Säuglingsmilchpulver anzurühren.
- Vorbeugend kannst Du als stillende Mutter versuchen, Deine Ernährung anzupassen. Verzichte auf blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte. Ausserdem könntest Du für einige Zeit die Kuhmilchprodukte weglassen. Vielleicht reagiert Dein Baby indirekt auf den Milchzucker (Laktose), der mithilfe von Bakterien im Darm zu Gas umgewandelt wird. Aus diesem Grund solltest Du auch immer erst eine Brust leer trinken lassen und dann erst wechseln. Die erste Milchportion enthält mehr Milchzucker als die spätere Portion aus derselben Brust.
Ausserdem ist es empfehlenswert, während der Stillzeit Fencheltee zu trinken (maximal zwei bis drei Tassen ungesüssten Tee am Tag). Die positiven Wirkstoffe des Kräutertees gibst Du durchs Stillen Deinem Baby weiter und hilfst ihm so bei Verdauungsproblemen. Einen Stilltee mit Fenchel findest Du in unserem Onlineshop.
Wie Du Dein weinendes Baby beruhigen kannst
Sobald Koliken auftreten, können diese Tricks helfen:
- Schaukle Dein Baby oder lege es in eine Wiege.
- Du kannst einen Nuggi geben – das Saugen wirkt beruhigend.
- Halte Dein Baby im Fliegergriff.
- Gehe mit dem Baby spazieren oder halte es gegen Deine Brust. Sowohl die Bewegung als auch der Körperkontakt tun Deinem Baby gut.
- Übe behutsamen und sanften Druck auf seinen Bauch aus. Eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn hilft, dass sich Luft und eventueller Stuhlgang entleert.
- Mache das Radio leise an oder schalte zum Beispiel einen Ventilator ein. „Leises Rauschen“ kann helfen.
- Singe Deinem Baby ein Lied vor.
- Nimm das Baby mit ins Auto. Die Fahrtbewegung und das Geräusch des Motors können beruhigend wirken.
- Bade Dein Baby warm.
- Gib dem Baby Raum. Viele Babys geniessen es, nackt auf dem Wickeltisch unter der Wärmelampe zu strampeln und beruhigen sich dabei.
Denke daran, dass Dein Baby manchmal weinen wird, egal was Du tust. Experimentiere: Wenn eine Beruhigungsmethode nicht funktioniert, probiere eine andere aus.