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Jean-Pierre Dorand hatte sich besorgt darüber gezeigt, dass verschiedene Bahnhöfe im Kanton Freiburg geschlossen werden sollen. Der Staatsrat weist in seiner Antwort darauf hin, dass die im «Blick» erschienene Liste von gefährdeten Bahnhöfen (Düdingen, Kerzers, Estavayer-le-Lac und Siviriez) auf einer reinen Hypothese beruhen. Nur für Kerzers stehe die Schliessung tatsächlich fest. Die Geschwindigkeit der Bahnhofschliessungen hänge von der Automatisierung der Eisenbahnlinien ab. Das Ziel der SBB sei es, die Zahl der mit Personal besetzten Bahnhöfe innert 15 Jahren auf 200 zu reduzieren. Vor jeder Schliessung suchten die SBB mit den betroffenen Gemeinden nach Ersatzlösungen, schreibt der Staatsrat.
Jean-Pierre Dorand sorgt sich auch um die Sicherheit der Passagiere und befürchtet Beschädigungen. «Gemäss SBB-Statistiken werden nicht mehr Vandalenakte an unbesetzten Bahnhöfen begangen. Der Vandalismus betrifft besonders das Rollmaterial», erklärt der Staatsrat und ist überzeugt, dass es die Einsparungen durch die Automatisierung der Schalter den SBB erlauben werden, die Ausrüstung des Rollmaterials zu verbessern und Überwachungskameras zu installieren. In der Westschweiz werden bis Ende 2004 über 70 Züge (225 Waggons) mit Überwachungssystemen ausgerüstet. «Der Staatsrat bedauert es jedoch, dass die SBB eine so drastische Schliessungsstrategie verfolgen.» Für besonders erstaunlich hält er die Schliessung des Bahnhofs Kerzers, der nicht völlig unbedeutend sei.