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Diese Bündner und Glarner Persönlichkeiten regierten bereits die Schweiz
In Bern werden zwei neue Bundesratsmitglieder gewählt. Im Vorfeld wurde kurz über mögliche Bündner oder Glarner Nachfolgen spekuliert. Doch wie viele Alt-Bundesräte aus der Region gibt es bereits?
In Bern werden zwei neue Bundesratsmitglieder gewählt. Im Vorfeld wurde kurz über mögliche Bündner oder Glarner Nachfolgen spekuliert. Doch wie viele Alt-Bundesräte aus der Region gibt es bereits?
Am 7. Dezember wählt das Schweizer Parlament die Nachfolge für die zurücktretenden Bundesräte Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga. Im Vorfeld wurde über viele mögliche Kandidatinnen und Kandidaten spekuliert. Auch Bündner und Glarner Namen sind ganz zu Beginn der Nachfolge-Spekulationen genannt worden, so beispielsweise die Bündner Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher oder der Glarner Ständerat Mathias Zopfi.
An die erste und bisher letzte Bündner Bundesrätin können sich wahrscheinlich viele noch erinnern: Eveline Widmer-Schlumpf war bis 2015 im Bundesrat. Seither gab es keine Bündner oder Glarner Vertretung mehr. Insgesamt besetzten vier Bündner und eine Glarner Persönlichkeit in Bundesbern einen Bundesratssitz. Drei der fünf Alt-Bundesräte gehörten der freisinnig-demokratischen Partei (FDP) an. Mit acht Dienstjahren war Leon Schlumpf der längste amtierende Bundesrat. Doch wer sind diese Personen genau?
Diese Alt-Bundesräte und Alt-Bundesrätin kommen aus Glarus und Graubünden:
Joachim Heer
Der Glarner Joachim Heer war von Oktober 1875 bis Dezember 1878 im Bundesrat und hatte somit eine Amtsdauer von drei Jahren. Bereits bei den Bundesratswahlen 1863 erhielt er wiederholt Stimmen. Erst 1875 wurde er jedoch gewählt. Heer gehörte der FDP an. 1877 besetzte er das Amt des Bundespräsidenten.
Simeon Bavier
Der Churer Simeon Bavier wurde 1878 in den Bundesrat gewählt. Bei seiner Wahl fand er eine breite Mehrheit der Liberalen bis zu den Linken. Auch er gehörte der FDP an. Er war fünf Jahre in der Bundesregierung tätig. Dort setzte er sich unter anderem für das Eisenbahnnetz ein. Der gelernte Tiefbauingenieur wurde nach seinem Rücktritt als Bundesrat zum Vermittler und Diplomaten und war zwölf Jahre schweizerischer Minister in Rom.
Felix-Louis Calonder
Ebenfalls für die FDP sass der Scuoler Felix-Louis Calonder von Juni 1913 bis Januar 1920 im Bundesrat. Zuvor war der Rechtsanwalt zwölf Jahre im Bündner Grossen Rat. Die Bundesversammlung wählte ihn als zweiten Bündner und als ersten Rätoromanen zum Bundesrat. Nach seinem Rücktritt überwachte er im Auftrag des Völkerbunds von Katowice (Polen) aus die Einhaltung des deutsch-polnischen Abkommens zu Oberschlesien.
Leon Schlumpf
Als erster Vertreter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) Graubünden wurde Leon Schlumpf 1979 in den Bundesrat gewählt. Mit einer Amtsdauer von acht Jahren war er im Vergleich zu den anderen Bündnern und Glarnern am längsten im Bundesrat. Der Anwalt war zuvor ebenfalls im Grossen Rat, Landammann des Kreises Trin und Bündner Regierungs- und Nationalrat.
Eveline Widmer-Schlumpf
20 Jahre nach ihrem Vater hielt auch Eveline Widmer-Schlumpf Einzug in den Bundesrat. Sie wurde anstelle von Christoph Blocher und gegen den Willen ihrer Partei in den Bundesrat gewählt. Dies führte zum Ausschluss aus der SVP und zur Gründung der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) in Graubünden und diversen anderen Kantonen. 2015 trat die Felsbergerin zurück. Aktuell ist sie unter anderem Präsidentin des Stiftungsrates Pro Senectute Schweiz.
Anna Nüesch ist freie Mitarbeiterin und arbeitet neben ihrem Multimedia-Production-Studium bei der Südostschweiz in den Redaktionen von Online/Zeitung und TV. Zuvor hatte sie ein Praktikum bei diesen Kanälen absolviert. Mehr Infos
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