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Haushaltungsschule in Orsonnens
Einsiedeln. 31. August 1895. Die Töchtern-Bildung gibt am Schlusse des Sommersemesters den Eltern viel Denkens. Um nun einem allgemeinen Bedürfnis gerecht zu werden, haben die Ursulinerinnen zu Freiburg eine Haushaltungsschule in Orsonnens eröffnet unter dem Namen: Pensionat Sainte Marie. Da werden katholische Töchter zur guten Führung des Hauswesens vorbereitet, erhalten abwechselnd Unterricht in der französischen Sprache, in der Haushaltungskunde, Buchführung, im Nähen, Kochen, Gartenbau, Gesundheitslehre und so weiter.
Die deutschen Zöglinge erhalten besondere französisch Stunden und haben alle Leichtigkeit diese Sprache zu erlernen. Die Zöglinge können ihre gewöhnlichen Kleider tragen, jedoch keine Schmucksachen, Ketten, Ringe und so weiter.
Das Kostgeld beträgt monatlich 30 Franken und wird vierteljährlich vorausbezahlt. Orsonnens ist ein kleiner Pfarrort auf dem Lande und bekam der dortige Landaufenthalt den hiesigen Töchtern (über deren 12) erfahrungsgemäss geistig und körperlich wohl, sodass mit Beginn des nächsten Schuljahres (15. Oktober) wieder einige eintreten. Um nähere Auskunft wende man sich an die Oberin des Pensionats in Orsonnens, auch ist es leicht, sich hierorts zu erkundigen.