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Am 10. Januar knackte ein Räuber den Bankomaten der Idaho First Bank in der US-Ortschaft McCall, indem er das Gerät mittels Kette und Lastwagen herausriss. Der Mann entkam mit 26'100 Dollar; wenige Tage später konnte er allerdings verhaftet werden.
Im Gefängnis kam er wohl kaum dazu, das Inserat zu lesen, mit dem sich die überfallene Bank bald darauf an ihn wandte.
«Öffentliche Mitteilung», so der Titel des Textes in der örtlichen Zeitung. «An die Person, die jüngst eine unauthorisierte Abhebung bei der Idaho First Bank machte…».
Und dann nützte die Idaho First Bank das Ereignis, um ihren Service zu rühmen.
«Sie haben offenbar Ihre Bancomat-Karte vergessen, aber die Kette wäre nicht nötig gewesen. Wissen Sie, wir möchten so vielen Menschen wie möglich mit ihren unterschiedlichen finanziellen Bedürfnissen helfen. Hätten Sie bloss vorbeigeschaut, um einen unserer freundlichen Kreditsachbearbeiter zu besuchen, dann hätten wir irgendetwas ausgearbeitet.
Wir fühlen wir uns sehr geehrt durch Ihre Wahl der Bank. Dennoch müssen wir vor jeglicher anonymen Ausleihung ernsthaft warnen. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Prinzips.
Wir müssen Ihre Idee eines Voll-Service-Banking noch einmal diskutieren. Wir sind die freundliche örtliche Bank von McCall, beginnend mit den Gratis-Keksen, dem Lakritz und dem Kaffee … über unsere ehrlichen Mitbeteiligung an der Gemeinde … bis zum ehrlichen Interesse unseres Personals an den Bedürfnissen unserer Kunden.
Aber irgendwo müssen sogar wir eine Grenze ziehen.
Unterschrieben,
Management und Personal