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Das Bühnenstück über die Lehman-Pleite braucht Sitzleder. Das Theater mit dem Titel «Kapitel des Sturzes» dauert geschlagene vier Stunden. Uraufführung ist am Pariser Theater Rond-Point.
Ein bisschen wie «Titanic»: Ein neues Theaterstück erzählt die Geschichte der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im Jahr 2008. Bei dem vom italienischen Autor Stefano Massini geschriebenen Stück wüssten die Besucher bereits, wie alles ende, sagte der französische Regisseur Arnaud Meunier, der das Stück in Paris auf die Bühne bringt, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.
«Das ist eine Art Titanic-Syondrom» - auch bei dem Film über die Schiffskatastrophe wissen die Zuschauer, dass ein schreckliches Ende bevorsteht.
Das Theaterstück «Chapitres de la chute» (deutsch etwa: «Kapitel des Sturzes») beginnt mit drei Brüdern der Familie Lehman, die 1844 von Bayern in die USA auswandern, und zeichnet die Geschichte der Banker-Familie bis zur Pleite 2008 nach.
Das knapp vier Stunden lange Stück wird am 7. November erstmals im Pariser Theater Rond-Point aufgeführt. Später soll es zunächst in Mailand und 2015 dann in Deutschland, Spanien und Japan auf die Bühne kommen.
Lehman Brothers war im Jahr 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochen. Wie viele Geldhäuser hatte die Bank in grossem Stil mit auf faulen US-Immobilienkrediten basierenden Wertpapieren spekuliert. Es war die grösste und komplexeste Pleite der Geschichte, mit der sich die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise massiv verschärfte.
(sda/tke)