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Grosse Nationen gewinnen viele Medaillen. Doch grosse Sportler kommen auch aus kleinen Ländern. So stammen die erfolgreichsten Teams dieser Spiele nicht aus Europa, Asien oder Nordamerika, sondern aus der Karibik.
918 Medaillen wurden an den Olympischen Spielen in Rio verteilt, 86 der 115 IOC-Mitglieder gewannen Edelmetall. Im offiziellen Medaillenspiegel liegen die USA unangefochten an der Spitzte, vor Grossbritannien, China, Russland, Deutschland und Japan.
Kein Wunder liegen diese Staaten vorn. Sie gehören allesamt zu den bevölkerungsreichsten und finanzkräftigsten des Planeten. Fairer wäre den Medaillenspiegel nach anderen Kriterien aufzuschlüsseln, beispielsweise nach Medaillen pro Million Einwohner.
Grenada wurde die USA so an der Spitze ablösen – trotz nur einer Medaille. Knapp 110'000 Menschen leben in dem karibischen Inselstaat, für den der Sprinter Kirani James über 400 m Silber gewann. James hatte 2012 auch die erste und einzige weitere Medaille für Grenada gewonnen, damals die goldene.
Die zweitbeste Quote pro Einwohner weisen die Bahamas auf – zwei Medaillen stehen gerade einmal 320'000 Einwohnern gegenüber. Das Land ist mit einer Goldmedaille auch das mit der höchsten Dichte an Olympiasiegern. Rang 4 geht an Jamaica, ebenfalls eine Karibikinsel.
Auf Platz 3 folgt Neuseeland: Etwa 4.4 Millionen Neuseeländer durften sich über 18 Medaillen freuen – das bedeutet 245'000 Einwohner pro olympischem Edelmetall. Der letzte Platz geht an das zweitgrösste Volk der Welt, Indien: 1,2 Milliarden Menschen, zwei olympische Medaillen.
Die Schweiz belegt mit Rang 24 denselben Platz wie im offiziellen Medaillenspiegel des IOC. Sieben Medaillen verteilt auf 8,1 Millionen Einwohner ergeben eine Quote von 0,86 Medaillen pro Million Einwohner. Damit lassen wir ähnlich grosse Länder wie Österreich, Bulgarien oder Belgien hinter uns, sind gegen Staaten wie Ungarn, Holland, Serbien oder Kroatien aber chancenlos. (pre/sda)
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