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Es war ein Antrag, der im Vorfeld des Auslandschweizer-Rats vom Samstag für Wirbel gesorgt hatte: Zwei Delegierte forderten, die Auslandschweizer-Organisation solle die Postfinance verklagen, weil diese Auslandschweizer diskriminiere. Ihr Antrag wurde abgeschmettert.
John McGough, ein in Ungarn lebender Schweizer, wollte sich nicht damit abfinden, dass Auslandschweizer von den Schweizer Banken, und insbesondere von der Postfinance, benachteiligt werden. Er ist der Meinung, dass Postfinance, die zu 100 Prozent im Besitz des Bundes ist, eine besondere Verantwortung gegenüber der Gleichbehandlung der Auslandschweizer habe.
Gegenwärtig betragen die Kontoführungsgebühren der Postfinance für Auslandschweizer mit 30 Franken ein Mehrfaches der Gebühren im Inland - sofern Schweizern im Ausland ein Konto überhaupt gewährt wird.
Als einer von 140 Delegierten im Auslandschweizerrat (ASR) hat McGough mit Mitinitiant Erich Bloch aus Israel beantragt, eine Diskriminierungsklage gegen Postfinance einzureichen.
Ein Manifest als Gegenantrag
Die Sache war rasch erledigt. Der Vortrag empfahl den Antrag zur Ablehnung, da er den gegenwärtigen Bemühungen der Auslandschweizer-Organisation auf politischer Ebene zuwiderlaufe. Ständerat Filippo Lombardi erklärte den Delegierten, worin diese Bemühungen bestanden und was der Stand dieses in die Jahre gekommenen Agenda-Eintrags ist: Man bemüht sich weiter.
Aus dem Vorstand wurde ein Gegenantrag formuliert. Man solle an diesem Samstag im Rathaus von Bern ein Manifest formulieren. Es lautet:
"Wir, die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, verlangen einen diskriminierungsfreien Zugang zu den Leistungen der Postfinance."Ende des Zitats
Dieses Manifest haben die Delegierten der Auslandschweizer-Clubs aus aller Welt einstimmig verabschiedet.
Und John McGough erklärte seinen Antrag vorerst als sistiert.