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Gallina HB-Suzuki TGA1-500
Stürzen verboten
20.02.2015 00:00 (ff/br)
Dirk Vos de Mooij, Fahrlehrer aus Gansingen AG, hat in Form der Gallina HB-Suzuki TGA1-500 vor gut 20 Jahren eine echte Trouvaille ausgegraben. Nach mehrjähriger Restauration fährt er mit dem Einzelstück bei Classic- Rennen mit.
Als die Tabakindustrie noch Unsummen von Dollars in den Rennsport investierte: Dieoriginalgetreu restaurierte TGA1 in den Farben des Hauptsponsors. (Für mehr Bilder klicken)
Im September 1983 teilte Suzuki mit, dass sie sich vorübergehend aus dem GP500-Rennsport zurückziehen würden, als sie bemerkten, dass sie mit der Entwicklung ihres RGV500-Projekts in Verzug waren. Der damalige Teamchef und ehemalige Ducati-, Benelli- und Paton-Werksfahrer Roberto Gallina aus La Spezia (I) bekam 1983 und 1984 zwar noch Suzuki-XR45-Werks-Rennmotoren für seinen Rennstall, aber keine kompletten Werksmaschinen mehr. Er war gefordert und beschloss daher, zusammen mit dem italienischen Designer und Techniker Massimo Tamburini ein eigenes und superleichtes Fahrwerk zu bauen. Das HB-Suzuki-TGA1- 500-Projekt (Tamburini-Gallina-1) war geboren und als Fahrer wurde kein Geringerer als der 500- cm3-Weltmeister aus dem Jahr 1982, der Italiener Franco Uncini, auserkoren. Ebenfalls war geplant, dass der Australier Wayne Gardner, der 1987 Weltmeister in der 500er-Klasse wurde, zum Einsatz kommen sollte.
Nach Monaten von Spekulationen über das neue Projekt wurde der TGA1-Prototyp erstmals im Juni 1984 auf der Rennstrecke von Paul Ricard (F) der Weltpresse vorgestellt. Zu bewundern gab es ein Aluminium-Monocoque mit demontierbarem Vorderteil, um Radstand und Lenkkopfwinkel beliebig variieren zu können. Beim Motor setzte man auf ein spezielles System zur Auslasssteuerung namens Power Chamber, welches das Volumen des Auspuffs bei niedriger Drehzahl vergrösserte. Eine weitere technische Finesse wurde im Steuerkopf verbaut, wo eine Übersetzung für die Lenkung die Lenkkräfte für den Fahrer in schnellen Kurvenkombinationen verringern sollte. Da der dafür nötige Zahnriemen jedoch zu viel Spiel hatte, wurde diese Konstruktion nach ersten Tests wieder ausgebaut.
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