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Von Melanie G. Host
Zu den wichtigsten Funktionen der Leber zählen u. a. die Synthese von Proteinen des Blutes, die Bildung von Vitamin D aus seiner Vorstufe, die Neubildung von Glukose, die Speicherung von Vitaminen und Mineralien (z. B. Vitamin B12, Folsäure, Vitamin A und K, Eisen) sowie Fett, Cholesterin und Glykogen.
Sie baut zudem Alkohol und Hormone ab und erfüllt wichtige Aufgaben im Zellstoff- und Aminosäurestoffwechsel. Unsere heutige Ernährungs- und Lebensweise überlastet die Leber oft, doch man bemerkt dies meist erst spät, da die Symptome eher gering und spät auftauchen. Müdigkeit ist «der Schmerz der Leber». Auch können ein erhöhter Cholesterinspiegel, Völlegefühl, erhöhte Infektanfälligkeit, Rückenschmerzen oder manchmal auch eine juckende Haut Symptome einer kranken oder überlasteten Leber sein. Um ihre Funktion zu unterstützen, eignen sich Bitterstoffe besonders gut. Dabei handelt es sich um verschiedene bitter schmeckende Kräuter, die auf verschiedene Weise (als Pulver, Kapsel oder frisch) konsumiert werden können. Sie haben positive Auswirkungen auf unser Verdauungssystem – Magen, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse – und regen die Produktion der Verdauungssäfte an, wodurch die Nahrung besser verstoffwechselt werden kann.
Bitterstoffe finden sich z. B. in Artischockenblättern, Echter Engelwurz, Löwenzahn, Enzianwurzel, Kamille, Schafgarbe, Wegwarte und Wermut. Es bietet sich an, ein hochwertiges Bitterstofftonikum einzunehmen, welches ein Gemisch aus verschiedenen bitterstoffhaltigen Kräutern enthält. Falls Sie den bitteren Geschmack nicht mögen, können Sie auch auf die Kapselform zurückgreifen, obwohl die Tinktur vorzuziehen ist. Ich empfehle Ihnen, nach Möglichkeit jeweils vor den Mahlzeiten Bitterstoffe zu sich zu nehmen. Ein Pulvergemisch sollte man im Idealfall bereits morgens nüchtern einnehmen und langsam im Mund zergehen lassen.