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9Das 22. Infanterie-Regiment besteht seit 1861
Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und Garnisons-Diensten im Osten (was immer das heisst: Oststaaten der USA oder Philippinen?) wurde das Regiment in die Northern Plains verlegt und diente dort in Frontfestungen. Der Einsatz richtete sich auch gegen US-Bürger, die sich trotz des Fort Laramie Treaty von 1868, wo den Lakota Sioux die Black Hills in den Dakota Territory überlassen worden waren, dort niederliessen und siedelten. Es sollte versuchen, sie aus diesem Indianer-Schutzgebiet zu entfernen. 1869 war das Regiment an den Aktionen in South Dakota im Oglala Lakota Pine Ridge Indian Reservation beteiligt.
Nach 1870 erlaubte die United States Army Black Seminoles - aus den Plantagen in Georgia und South Carolina nach Florida in die Stammesgebiete der Seminolen geflohene Sklaven afrikanischen Ursprungs und deren Nachfahren - als Army scouts zu dienen. Diese Pfadfinder waren dem 22. Regiment zugeteilt; oft kämpften sie auch unabhängig, was immer das heissen mag. Vermutlich waren es marodierende Banden, die man, soweit es ging und nützlich war, für geeignete Zwecke einsetzte. Die Seminole Negro Indian Scouts dienten auch in den Texas Indian Wars der 1870er Jahre. Die "Pfadfinder" waren bekannt für ihre Fähigkeiten im Nachspüren und ihr Durchhaltevermögen. Vier dieser Scouts des 22. Infanterieregiments erhielten die Congressional Medal of Honor. Wahrscheinlich ein vornehmlich trübes Kapitel der Unions-Geschichte. Nach den Texas Indian Wars blieben die Scouts im Fort Clark in Brackettville, Texas stationiert oder wohl eher kaserniert.
Am 8. Januar 1877 kämpften die Kompanien E und F des 22. Regiments in der Battle of Wolf Mountain am Tongue River in den Montana Territory und am 8. Mai 1877 die Kompanien E, F und G in der Schlacht von Little Muddy Creek. 1888 wurde das Hauptquartier des Regiments ins Fort Keogh, Montana, verlegt, wo es bis 1896 blieb. Im Dezember 1890 und im Januar 1891 war es in der Unterdrückung des Ghost Dance in den Sioux Reservation in South Dakota engagiert. 1891 und 1892 patrouillierten seine Truppen durch Montana.
Das Regiment kämpfte in Santiago vom 3. bis zum 17. Juli 1898. Captain Edward O. Ord, der Sohn des Generalmajors Edward Otho Cresap Ord, nach dem Fort Ord benannt wird, blieb noch neun Monate auf Kuba als Übersetzer im Stab des Generals Alexander R. Lawton, während das Regiment sich auf den Dienst im Fernen Osten vorbereitete.
Soldaten der Kompanien D und G des 22. Inf. Rgts.
in Uniformen der Ordonnanz 1902
1900 wurde es nach und nach auf die Philippinen verschoben, als dort der Philippine–American War ausbrach. Es nahm teil an den Schlachten von Manila, Luzon, Malolos und San Isidro und dann an den Kämpfen während der Moro Rebellion auf Mindanao und Jolo. Erst 1905 kehrte es zum Garnisions-Dienst in die Gegend von San Francisco zurück.
Ein in Amerika offenbar berühmtes Gemälde "Thank God For the Soldiers". Das Historien-Bild zeigt Soldaten der US Army, die den Überlebenden des Erdbebens von San Francisco lebenswichtige
Hilfe bringen. Signed
H. Charles McBarron - http://www.history.army.mil/documents/sfearthquake/1906earthquake.htm
Erdbeben von San Francisco
Der vorwerwähnte Captain Edward Ord, welcher eben pensioniert worden war, wurde am 18. April 1906, gleich nach dem Erdbeben, von Mayor Eugene Schmitz zum Special Police Officer von San Francisco ernannt und in Verbindung mit Generalmajor Adolphus Greely mit der Hilfeleistung mit dem 22nd Infantry Regiment und anderen militärischen Einheiten beauftragt. Ord schrieb am 20. April einen langen Brief an seine Mutter, nachdem er Schmitz' "shoot-to-kill"-Befehl und das “despicable” (verabscheuungswürdige) Verhalten einiger plündernder Soldaten seines früheren Regimentes aus dem Militärstützpunkt Presidio ansichtig geworden war. Der Mehrheit der Soldaten stellte er inbezug auf ihre Hilfeleistung ein gutes Zeugnis aus.
Kompanie I des 22. Infanterie-Regiments
Weihnachts-Dinner, Fort Davis, Nome, Alaska 1908
Vom Juni 1908 bis zum August 1910 war das 22. Infanterieregiment in Alaska stationiert, um die Telegrafen-Leitung zwischen Fairbanks und Nome zu unterhalten. Das war einer der letzten grossmässstäblichen Einsätze seit dem Goldrausch von 1898 und bevor die Telegraph-Stationen drahtlos verbunden wurden. Das Regiment setzte je eine Kompanie im Fort Seward in Haines, im Fort Liscomb in Valdez (Exxon Valdez!), im Fort St. Michael in St. Michael, im Fort Davis in Nome, im Fort Gibbon in Tanana und im Fort Egbert in Eagle ein; zwei Kompanien behielt es als Reserve.
22nd Infantry Regimental Band - Fort Seward, Alaska 1909
Erster Weltkrieg
Vom Stützpunkt Presidio bei San Francisco wurde das Regiment 1916 nach Arizona an die mexikanische Grenze beordert. Es blieb dort während der Mexican Punitive Expedition. Das Expeditionskorps unterstand General John J. Pershing, dem Oberkommandierenden der Amerikaner, die in den Ersten Weltkrieg eingriffen.
Zeltlager des Regiments in Arizona 19. April bis 24. September 1916
Das Regiment blieb in Douglas, Arizona, wo es auf eine Rückkehr auf die Philippinen vorbereitet wurde. Aber der Kriegseintritt der USA auf dem französischen Kriegsgebiet brachte es mit sich, dass das 22. Inf. Rgt. an die Ostküste, ins Fort Jay auf Governors Island im Staat New York verlegt wurde. Die Überführung dorthin per Eisenbahn und Fähre war am 2. April 1917 abgeschlossen.
Bereits am 6. April 1917 - die USA erklärten Deutschland an diesem Tage den Krieg - haben die Truppen des 22. Inf. Regiments mit Unterstützung von Kuttern der Küstenwache deutsche Frachter und Passagierschiffe, aber auch die deutschen Anlegestellen am Hudson River in Hoboken, in New Jersey und im New Yorker Hafen beschlagnahmt. Das war somit die erste Kriegshandlung des amerikanischen Militärs im Ersten Weltkrieg. Die Docks und Piers in Hoboken wurden die Basis für den New York Port of Embarkation. Von dort wurden Zehntausende Soldaten mit deutschen Kreuzfahrtschiffen nach Frankreich gebracht. Das Regiment war der grösste gefechtsbereite Truppen-Verband, der in New York City während des Krieges in der Homeland Protection engagiert war. Es bewachte in der Riesenstadt Tunnels, Brücken, Eisenbahnlinien und andere wichtige Transportinfrastrukturen. Es gewährleistete damit die sichere Verschiebung von Truppen und Material durch die Stadt zu den Häfen. Ein Bataillon wurde nach Washington D.C. befohlen. Es hatte den primären militärischen Schutz für lebenswichtige Transport-Einrichtungen und für militärische Infrastrukturen zu bieten.

Coat of arms
|Active||1865 – present|
|Country||United States|
|Branch||Army|
|Type||
1st Bn: combined arms

2nd Bn: light infantry
|Part of||
1st Bn: 4th Infantry Division

2nd Bn: 10th Mountain Division
|Garrison/HQ||
1st Bn: Fort Carson

2nd Bn: Fort Drum
|Motto||Deeds, Not Words|
|Engagements||
Indian Wars

Civil War
War with Spain
Philippine–American War
World War II
Vietnam War
Somalia
Afghanistan Campaign
Iraq Campaign
|Insignia|
|Distinctive unit insignia|