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Armando De Jesus kam vor 13 Jahren als Masseur zu den Chênois-Frauen, heute ist er Materialwart und Delegierter des Servette FCCF. Er erlebte zahlreiche NLB-Saisons, bevor alles vor zwei Jahren aufwärts ging.
Wie bist du zu Chênois gekommen?
Am Anfang war ich Schiedsrichter und in der Saison 2005-2006 nahm ein Schiedsrichterkollege, der im Vorstand sass, mit mir Kontakt auf. Da ich zu jener Zeit Masseur der ACGF-Auswahlen war, bat er mich um Hilfe. Ich dachte mir: «Warum nicht!» So wurde ich Teil des Vereins. Salvatore Musso [Co-Präsident des Servette FCCF] war bereits da, zum Ende der Saison wurde er Trainer. Er ersetzte damals Sandys [Maendly] Vater.
In all diesen Jahren hast du vor allem die NLB erlebt…
Es hat einige Abstiege in die 1. Liga gegeben, aber wir sind immer sofort wieder aufgestiegen.
Was hast du empfunden, als du nach all den Jahren in den unteren Ligen letzte Saison die NLA entdeckt hast?
Früher habe ich Salvatore immer gesagt, dass ich im Verein bleibe, bis wir aufsteigen. Es war das Ziel, aber wir haben es nie geschafft, weil die Bedingungen anders waren als heute. Oft, wenn wir in die NLB aufstiegen, hörten viele Frauen auf, weil die Auswärtsreisen länger wurden. [Die 1. Liga ist regional, während die NLB und die NLA national sind].
Dann, als wir aufgestiegen sind und NLB-Meister wurden, wollte ich unbedingt die NLA miterleben und mit Eric [Sévérac, der im Aufstiegsjahr Trainer wurde] weitermachen. Zum ersten Mal konnte ich mit einem so begabten Trainer arbeiten. Ich schätze ihn sehr, weil er gut mit seinen Spielerinnen kommunizieren kann. Er weiss, wie man mit ihnen redet und wie er ihnen die Sachen erklären soll. Während den 12 Saisons, die ich mit anderen Trainern verbracht habe, habe ich nie einen solchen Trainer erlebt. Ich mag den Respekt, den er seinen Spielerinnen gegenüber zeigt.
Welche sind die drei prägendsten Momente in all diesen Jahren im Verein?
Bei einem letzten NLB-Spieltag in Lugano mussten wir unbedingt eine Niederlage mit vielen Gegentoren vermeiden, um den Ligaerhalt zu schaffen [Servette musste das gleiche Resultat wie Worb in Sankt-Gallen erzielen und seine bessere Tordifferenz von zwei Toren pflegen]. Wir verloren dieses Spiel mit 3-0, jedoch verlor Worb [auch mit 3-0] gegen Sankt-Gallen. Beim Abpfiff haben wir erfahren, dass wir in der Liga bleiben.
Eine andere gute Erinnerung ist ein Aufstiegsspiel in Worb. Uns reichte ein Unentschieden, während Worb gewinnen musste, um in die NLB zu kommen. Trotz widriger Bedingungen und trotz des schlechten Schiedsrichters konnten wir in Worb gewinnen und den Aufstieg feiern. Es gab Szenen mit den Menschen vor Ort…Das macht die Erinnerung unvergesslich.
Der dritte ist natürlich der Aufstieg in die NLA.
Die aktuelle Position von Servette erlaubt es, Spielerinnen zu holen, die von weit her kommen…
Das ist der Unterschied zum CS Chênois und zum Football Féminin Chênois Genève und der Grund, warum wir es nie schafften, in die NLA aufzusteigen. Servette kann den Spielerinnen andere Bedingungen bieten.
Denkst du, dass die Genfer Spielerinnen neben den französischen, spanischen, kanadischen und anderen Zuzügen genügende Aufmerksamkeit bekommen?
Auf jeden Fall. Es gibt Genferinnen wie Sandy [Maendly], Laura Felber und Laura Tufo, Maeva [Sarrasin], Eva Carmeni, die grösstenteils im Verein ausgebildet wurden. In der NLA geniesst man eine andere Aufmerksamkeit und wenn Servette mit regionalen Spielerinnen und der Nummer 1 der Nationalmannschaft sowie Sandy, die regelmässig aufgeboten wird, vorne mitspielt, dann zieht das die Mädchen des Kantons an. Da der Klub mit guten Leistungen positive Resultate erzielt, dann zieht das auch ausländische Spielerinnen an.
Drei Adjektive, die dich beschreiben?
Lieb, ernst und sachverständig.