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Richard Melville Hall, wie Moby mit bürgerlichem Namen heißt, ist nicht nur einer der größten Musiker und Produzenten der elektronischen Musik aus den USA – wenn nicht weltweit – sondern auch der Ururgroßneffe des berühmten amerikanischen Schriftstellers Hermann Melville, der mit Moby Dick einen der wichtigsten amerikanischen Romane der jüngeren Romantik geschrieben hat. Interessanterweise hat Moby diesen Fakt nie genutzt, um sich und seine Produktion zu bewerben – selbst der Name „Moby“ war nicht absichtlich als Hommage an seinen berühmten Vorfahren gewählt.
Produzent und Obdachlos
Moby hatte nicht den einfachsten Karrierestart und war lange Zeit arbeits- und obdachlos. In einem besetzten Haus richtete er sich ein kleines Studio ein, in dem er seine eigenen Songs komponierte und produzierte, um sie dann an Labels in und um New York zu verschicken. Als er, inspiriert von der Titelmelodie der Fernsehserie „Twin Peaks“ 1992 den Song „Go“ veröffentlichte, war er schon so desillusioniert, dass er wohl nicht gedacht hätte, dass er mit „Go“ vor allem in Europa einen Megahit landen würde, mit dem er über Nacht zu Weltruhm gelangte.
Musikproduzent, Superstar, Alleingänger
Was Moby jedoch von anderen Musikproduzenten vor allem in elektronischen Genres unterscheidet ist seine relativ zurückgezogene Lebensweise und sein sehr reduziertes Produzenten-Dasein. Moby produziert lediglich seine eigene Musik und ist nicht Pate für andere Musiker seines oder ähnlicher Genre. Obwohl er Genre-prägend war und ist, bleibt seine Arbeit vor allem „für sich selbst“, wie er auf seinen Social Media Accounts des öfteren erklärt. Neben seiner Tätigkeit als Produzent und Musiker ist Moby auch als Tierschützer aktiv und steckt große Summen seines verdienten Vermögens in diese Tätigkeit.
Produzent, aber ganz entspannt
Wenn es um Produzenten (oder Producer, wie sie sich selbst gerne nennen) geht, ist Moby auch insofern eine Ausnahme, als er sich nicht mit viel Arbeit umgibt. Während Produzenten wie Dr. Dre oder Deadmau5 immer mehrere Projekte laufen haben, ist Moby eher „einseitig“ unterwegs.