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Kummetgeschirr, Vorrichtung zum Anspannen von Zugtieren an das Fahrzeug (s.
Anschirren).
[* 3] Am Kumt befinden sich eiserne Zughaken, an denen die Stränge oder Zugtaue befestigt werden. Die Zugtaue der unmittelbar
vor dem Fahrzeuge (zu beiden Seiten der Deichsel oder Gabel) gehenden Pferde
[* 4] (Stangenpferde) werden in
die Zughaken der Ortscheite, die Zugtaue des vor der Deichsel gehenden Pferdepaares (beim Sechsgespann die Mittelpferde) werden
in die Zughaken der an der Deichselspitze befestigten Vorderbrücke eingehängt; weitere vordere Pferdepaare werden direkt
an die Zugtaue des hinter ihnen folgenden Paares angespannt.
Zur Steuerung der Deichselspitze und zum Aufhalten des Fahrzeuges dienen die Steuerketten an der Deichselspitze,
mit dem Kumt der Stangenpferde verbunden. Um das Aufhalten (Parieren) zu erleichtern, wird dem Stangenpferde das Hintergeschirr
aufgelegt, das aus einem mit beiden Enden am Kumt befestigten, um das Hinterteil des Pferdes herumgeführten breiten Lederriemen,
dem Umlauf, besteht, der dem Pferde Gelegenheit giebt, beim Aufhalten des Fahrzeuges mit seinem ganzen
Körpergewicht zu wirken. Rückenriemen und Schwanzriemen halten Umlauf und Zug-
^[Artikel, die man unter K vermißt, sind unter C aufzusuchen.]
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taue in richtiger Lage. Das Kumt stützt sich beim Ziehen auf die starken Muskelpartien der Schulter, einigermaßen auch auf
die Seitenwände des Halses, also auf diejenigen Stellen, welche nach dem Bau des Pferdes am geeignetsten zum Fortziehen der
Last sind; das Kumt ist daher dem Sielengeschirr, das die Brust des Pferdes einengt und seine Lungenthätigkeit
beschränkt, vorzuziehen. Im deutschen Heere ist das Kumt ausschließlich im Gebrauch.