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Am meisten Freude bereitet es den Kindern, die Kühe, Hühner und Kaninchen zu füttern. Alltagsfertigkeiten einzuüben gehört zum Lernprogramm der CBM-geförderten Irente-Schule im Nordosten Tansanias. Dort absolvieren Kinder mit und ohne Sehbehinderung die Primarschule. Unter ihnen der 9-jährige Rama.
«Am liebsten mag ich die Fächer Englisch, Natur/Technik und Mathe», erzählt Rama. «Wir sind neun Schüler in unserer Klasse, und ich bin der drittbeste.» Die meisten Kinder mit Sehbehinderung übernachten wie Rama im Schulzentrum. Neben den üblichen Fächern lernen sie, trotz fehlender Sehkraft den Alltag zu bewältigen. Sie erwerben Fertigkeiten für den Haushalt wie Putzen, Kleider zu waschen, den Garten zu bestellen und Haustiere zu versorgen.
Gut hundert Kinder besuchen das Schulzentrum. Rund vierzig von ihnen sind blind, und mehr als dreissig leben wie Rama mit Albinismus und einer Sehbehinderung. Die restlichen Kinder haben keine Behinderung und wohnen bei ihren Familien in der Umgebung. Für sehende Kinder hat sich die Schule erst seit einigen Jahren geöffnet. «Wir wollten die Kinder mit Sehbehinderung nicht isolieren», begründet Schulleiter Alfons Mchalo.
Die CBM unterstützt die Schule seit mehr als dreissig Jahren. Zudem besucht ein Team der CBM-geförderten Augenklinik Moshi die Kinder regelmässig. Es entdeckt unter anderem Glaukom (den Grünen Star) oder seltene Varianten des Grauen Stars, bei denen die Linsentrübung mit blossem Auge nicht sichtbar ist. Die Operationen finden in der Klinik statt, mittels CBM-Spenden werden die Kosten gedeckt.
Die Kinder stammen meist aus in Armut lebenden Familien. Diese können sich kaum das übliche Schulmaterial leisten wie Uniform und Bücher, geschweige denn Hilfsmittel wie einen weissen Stock oder eine Leselupe. Diese erhalten sie daher von der Augenklinik Moshi.
Rama fühlt sich wohl an der Irente-Schule. «Ich habe viele Freunde hier. Wir spielen Ball und singen zusammen. Ich mag auch andere Spiele wie Seilziehen sehr.» Nach Abschluss der Primarschule besuchen die Kinder die Sekundarschule am Wohnort der Eltern. «Ich möchte später Ingenieur oder Lehrer werden», verrät Rama. Seine Chancen dafür stehen gut dank der inklusiven Schule.
Ermöglichen Sie Mädchen und Jungen mit Behinderungen eine Schulbildung. Sie ebnet den Weg aus der Armut und ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.