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Alix Heiniger hat eine Eccellenza-Förderung des Schweizerischen Nationalfonds erhalten und ihre Stelle als Assistenzprofessorin für Zeitgeschichte am 1. September 2021 angetreten.
Nachdem sie 2012 ihre Doktorarbeit an der Universität Genf über das militante Engagement deutscher Widerstandskämpfer_Innen gegen den Nationalsozialismus zwischen den 1930er und 1970er Jahren verteidigt hatte, interessierte sich Alix Heiniger für die Geschichte der Philanthropie in Genf im Vergleich zu drei anderen Städten, London, Paris und New York. Sie hat sich auch mit der Geschichte der Armutsbekämpfung und der sozialen Intervention in der Schweiz befasst, insbesondere durch ihre Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Unabhängigen Expertenkommission - Administrative Versorgungen.
In all ihren Forschungen geht Alix Heiniger systematisch auf die Geschlechterdimension ein. Ihr letztes Projekt, das durch ein Mobilitätsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds finanziert wurde, ermöglichte ihr einen Aufenthalt am Centre Maurice Halbwachs in Paris und an der Columbia Universität in New York, wo sie ein Projekt über Frauen und Sozialreform zwischen 1870 und 1915 durchführte.
Gefängnisse als Observatorien der sozialen Welt
Dank einer Eccellenza-Förderung des Schweizerischen Nationalfonds hat Alix Heiniger den Status einer Assistenzprofessorin im Departement für Zeitgeschichte erhalten. Sie wird bald ein dreiköpfiges Team leiten, das sich auf ihr neues Projekt mit dem Titel "Espace carcéral et circulations : une histoire transnationale et régionale des prisons suisses (1820-1980)" konzentrieren wird.
Diese Forschung konzentriert sich auf die Zirkulationen zwischen dem Gefängnis und der Aussenwelt aus einer wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Perspektive. Sie befasst sich mit sechs Fallstudien zu ebenso vielen Institutionen des Straf- und Massnahmenvollzugs und ordnet die Schweizer Praxis in die internationalen Standards der Gefängnisreform seit dem 19. Jahrhundert ein.
Die Bellechasse-Anlagen in 1948 (Luftbild der Swissair).
Quelle: Staatsarchiv Freiburg