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Innere Medizin
NeurologieDie Neurologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Nervensystems, das aus dem Gehirn, dem Rückenmark und den Nerven besteht, und der Muskeln. Zu den häufigsten neurologischen Diagnosen zählen Schlaganfall, Epilepsie, Multiple Sklerose, Schwindel, Kopfschmerzen, Parkinson und Nervenerkrankungen wie Polyneuropathie oder Karpaltunnelsyndrom.
Ultraschall der hirnzuführenden Arterien
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- Mit dem neurovaskulären Ultraschall kann sowohl die Beschaffenheit der Gefässe am Hals (z.B. arteriosklerotische Plaques), wie auch der Blutfluss in den Hals- und Kopfgefässen untersucht werden.
- Die Untersuchung dient der Abklärung von Gefässerkrankungen, insbesondere dem Schlaganfall.Die Untersuchung ist schmerzlos, für den Körper ungefährlich und dauert etwa 20 Minuten.
Elektroencephalografie (EEG)
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- Mit der Elektroencephalografie (EEG) oder Hirnstromkurvenmessung wird die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen. Die Untersuchung dient vor allem der Abklärung von Anfallsleiden, wie z.B. der Epilepsie.
- Die EEG-Assistentin legt hierzu 21 Elektroden auf die Kopfhaut, die an genau ausgemessenen Punkten über den ganzen Kopf verteilt werden. Mittels einer Paste wird der Widerstand zur Kopfhaut gesenkt. Die eigentliche EEG-Ableitung dauert üblicherweise 20 Minuten, die ganze Untersuchung etwa 45 Minuten. Nach der Untersuchung besteht die Möglichkeit die Haare zu waschen.
- Die Untersuchung ist schmerzlos und wird üblicherweise vor der Arztkonsultation durchgeführt, damit der Arzt das Resultat bereits zur Verfügung hat.
Elektroneurografie (ENG)
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- Die Elektroneurografie (ENG) gibt Aufschlüsse über Erkrankungen der Nerven. Ein Nerv ist ähnlich aufgebaut wie ein Stromkabel mit einem inneren Leiter und einer äusseren Isolationsschicht. Die Nerven können mit kurzen elektrischen Impulsen gereizt und die Antwort mit Elektroden abgeleitet werden. So kann z.B. die Nervenleitgeschwindigkeit bestimmt und mit Normwerten verglichen werden.
- Die Stromimpulse können zwar gelegentlich als unangenehm empfunden werden, sind für den Körper jedoch ungefährlich.
Elektromyografie (EMG)
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- Die Elektromyografie (EMG) ist eine Methode zur Diagnostik von Muskelerkrankungen. Hierzu wird eine feine Nadel, die gleichzeitig eine Elektrode ist, in den Muskel gestochen und damit die elektrische Aktivität des Muskels gemessen.
- Insgesamt ist das EMG sehr komplikationsarm. Der Nadelstich kann vorübergehend schmerzhaft sein, andere Komplikationen wie Infektionen oder Verletzungen sind extrem selten. Bei Vorliegen einer Blutverdünnung (z.B. Marcoumar, Xarelto, Pradaxa, Eliquis, Lixiana) wird die Untersuchung wegen der Einblutungsgefahr in den Muskel in der Regel nicht durchgeführt.
Motorisch-, visuell- und somatosensibel evozierte Potentiale (MEP, VEP, SEP)
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- Mit den motorisch evozierten Potenzialen (MEP) wird die Funktion der "Pyramidenbahn" gemessen. Es handelt sich dabei um die wichtigste motorische Bahn im Gehirn und Rückenmark, worüber die peripheren Nerven und schliesslich die Muskeln angesteuert werden. Bei der Untersuchung werden mittels Magnetstimulation über der Kopfhaut direkt die Nervenzellen der Hirnrinde stimuliert, und die Reaktion an den Muskeln des Armes bzw. Beines abgeleitet.
- Die visuell evozierten Potenziale (VEP) dienen der Funktionsmessung der Sehbahn. Durch Betrachten eines Monitors mit einem wechselnden Schachbrettmuster werden visuelle Reize produziert, worauf die Reaktion in der Sehrinde des Gehirns mittels feiner Nadelelektroden (Akupunkturnadeln) in der Kopfhaut am Hinterkopf gemessen werden kann.
- Bei den somatosensibel evozierten Potenzialen (SEP) werden feine Stromimpulse am Arm oder Bein appliziert. Die Reaktion der Hirnrinde wird mittels feiner Nadelelektroden in der Kopfhaut aufgezeichnet. Mit dieser Untersuchung kann die Funktion der sensiblen Bahnen im Gehirn und Rückenmark gemessen werden.
Video-Kopfimpulstest (Video-KIT)
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- Beim Video-Kopfimpulstest (Video-KIT) werden mittels einer Videobrille gleichzeitig kleine, schnelle Kopf- und reaktive Augenbewegungen aufgezeichnet, womit die Funktion der Gleichgewichtsorgane im Innenohr berechnet werden kann. Dies ist möglich, weil die Steuerung der Augenbewegungen im Gehirn direkt mit den Gleichgewichtsorganen verbunden ist.
Fiberendoskopische Schluckdiagnostik (FEES)
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- Schluckstörungen treten bei neurologischen Krankheiten häufig auf.
- Bei der fiberendoskopischen Evaluation des Schluckens (FEES) wird ein dünnes Endoskop durch die Nase eingeführt und damit der Kehlkopf beim Essen von oben betrachtet. Der Schluckakt kann direkt beobachtet werden, was Rückschlüsse über die zugrundeliegende Störung erlaubt.
- Die Untersuchung führt der Arzt zusammen mit einer Logopädin durch.
- Zur besseren Beurteilung werden die Lebensmittel (z.B. Wasser, Apfelmus, Keks) mit Lebensmittelfarbstoff eingefärbt.
- Die Untersuchung ist nicht gefährlich und wird meistens problemlos toleriert.
Lumbalpunktion (LP)
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- Bei entzündlichen neurologischen Erkrankungen oder bei Störungen der Nervenwasser-Zirkulation im Gehirn kann eine Lumbalpunktion (LP) zur Untersuchung des Nervenwassers notwendig sein.
- Der Arzt führt vor einer geplanten Punktion eine detaillierte Aufklärung durch.
- Die Untersuchung kann ambulant erfolgen.
- Bei Einnahme von Blutverdünnern (z.B. Marcoumar, Xarelto, Pradaxa, Eliquis, Lixiana) ist keine Lumbalpunktion wegen der Blutungsgefahr möglich.
Blutentnahme
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- Üblicherweise werden Blutentnahmen durch den zuweisenden Hausarzt durchgeführt.
- Falls spezielle Blutwerte untersucht werden müssen, kann die Blutentnahme direkt durch die neurologischen Praxisassistentinnen erfolgen und im hausinternen Labor analysiert werden.
Botulinumtoxin-Injektion
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- Die neurologische Botulinumtoxin-Injektion (Botox) dient der Therapie von Erkrankungen mit erhöhter Muskelaktivität (z.B. Spastik). Damit können selektiv einzelne überaktive Muskeln geschwächt werden. Der Effekt hält meistens einige Monate an. Bei Nachlassen der Wirkung kann die Injektion wiederholt werden.
Nervenultraschall
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- Mithilfe einer hochauflösenden Sonde können beim Nervenultraschall die Nerven direkt beobachtet werden und dadurch Rückschlüsse über die zugrundeliegende Erkrankung gezogen werden (z.B. Nerveneinklemmung)
- Die Untersuchung ist für den Körper harmlos und stellt bei ausgewählten Erkrankungen eine schmerzlose Alternative zur Elektroneurografie dar.