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Der depromovierte Herr Guttenberg versucht sich zur Zeit gerade zu rehabilitieren – und vermasselt es gleich wieder.
“Er hat getäuscht, ohne zu bereuen“, meint Frau Sonja Volkmann-Schluck, eine der Plagiatsopfer. Das alleine ist schlimm genug. Noch schlimmer ist aber sein kompletter Realitätsverlust: “Niemand lässt sich gern Betrüger nennen, wenn es kein Betrug ist.” Seine Begründung (Zitat Spiegel): Wenn er hätte täuschen wollen, hätte er es schlauer angestellt. Er sei mit dem Verfassen seiner Doktorarbeit einfach überfordert gewesen und habe irgendwann nicht mehr überblicken können, was von ihm und was aus anderen Quellen stamme. Seine Arbeit sei auf 80 Datenträgern verteilt gewesen, und er habe an vier Computern daran gearbeitet. Alles ein großes Durcheinander.
Nehmen wir an, dass sei tatsächlich so gewesen, d.h. er sei einfach überfordert gewesen und hätte ein grosses Durcheinander veranstaltet beim Verfassen seiner intellektuell einfachen Dissertation (eine sogenannte Collage-Diss). Wie handhabt er dann etwas viel komplexeres und intellektuell anspruchsvolleres wie ein Regierungsamt?
Kurz: Wenn er beim Einfachen versagt, ist er nicht geeignet für das Anspruchsvolle.