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Aus dem Central Live-Programm: Kambundji nimmt Stellungsnahme zu ihrem 200-Meter Lauf in Luzern. Durchaus ein Highlight.
Zwar war Kambundji vor 7000 Zuschauern mit 11,12 Sekunden um neun Hundertstel langsamer als bei ihrem Schweizer Rekord vier Tage zuvor an der Athletissima in Lausanne. Dennoch ist die Leistung der Hallen-WM-Dritten über 60 m sehr hoch einzuschätzen. Einerseits war es mit einem Rückenwind von 0,2 m/s praktisch windstill, andererseits liess sie starke Konkurrentinnen hinter sich. Mit der Südafrikanerin Carina Horn (2./11,13) und der Amerikanerin Jenna Prandini (3./11,14) bezwang sie zwei Läuferinnen, die in diesem Jahr schon unter elf Sekunden gelaufen sind. Ausserdem weisen fünf Gegnerinnen eine bessere persönliche Bestzeit aus.
Kambundji bedeutete es "sehr viel", dass sie zum ersten Mal bei Spitzenleichtathletik Luzern triumphierte. Den Lauf selber stufte sie als "nicht schlecht" ein. "Der Start war besser als in Lausanne. Ich habe aber das Gefühl, hinten heraus immer am kämpfen zu sein. Wenn ich merke, dass die anderen kommen, will ich zu viel. Ich könnte noch flüssiger laufen", bilanzierte Kambundji.
Shelly-Ann Fraser-Pryce, die Olympiasiegerin von 2008 und 2012 und dreifache Weltmeisterin in der Königsdisziplin, musste sich mit Rang 5 begnügen. Allerdings befindet sich die 31-jährige Jamaikanerin nach einer Baby-Pause noch auf Formsuche. Insofern ist das schwache Resultat erklärbar.
Derweil brillierte Kambundji 80 Minuten nach ihrem Sieg über 100 m auch über die doppelte Distanz. Mit 22,48 Sekunden erzielte sie ihre zweitbeste Zeit über die halbe Bahnrunde. Schneller war sie einzig im vergangenen Jahr an den Schweizer Meisterschaften in Zürich (22,42) gewesen. Zur nationalen Bestmarke von Lea Sprunger fehlten ihr ein Zehntel.
"Ich bin sehr zufrieden mit dem 200er", so Kambundji. "Allerdings war ich etwas müde, merkte, dass ich schon ein Rennen in den Beinen hatte. Ich kann es noch besser machen." Zu ihrem happigen Programm - sie war bereits in Lausanne zweimal gestartet - sagte sie: "Es ist gut, dass ich immer wieder nach Hause kann. Das macht sehr viel aus. Die Form stimmt, im Moment geht es sehr gut."
Kambundji steht bereits am kommenden Freitag an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen wieder am Start. Danach stehen vor den Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) noch Bellinzona und das Diamond-League-Meeting in Monaco im Programm.
Lea Sprunger hinterliess nach ihrem Auftritt über 400 m Hürden, in dem 28-jährige Waadtländerin in 54,92 Sekunden den 4. Platz belegte, einen ratlosen Eindruck. "Ich hatte während dem Rennen ein gutes Gefühl, die Zeit war jedoch nicht so gut", so Sprunger. Eine Erklärung dafür hatte sie nicht, stimmte doch der Rhythmus. Sie weiss jedoch, dass sie schneller laufen kann, auch schneller wie in Lausanne, wo sie in 54,79 Sekunden eine europäische Saisonbestleistung aufgestellt hatte.
Diese Sicherheit gibt ihr die Tatsache, dass sie am Sonntag vor einer Woche in La Chaux-de-Fonds den eigenen Schweizer Rekord über 400 m flach pulverisiert hatte. Über die Hürden fehlt allerdings noch etwas. Die Frage ist nur was. Jedenfalls antwortete sie darauf, an was sie im Hinblick auf Berlin noch arbeiten müsse: "Keine Ahnung. So kurz nach dem Rennen kann ich das nicht sagen."
Für einen Schweizer Rekord zeichnete im Hammerwurf der Frauen Nicole Zihlmann verantwortlich. Die 31-jährige Luzernerin verbesserte die eigene, vor zwei Jahren in Dischingen erzielte Bestmarke um 2,59 m auf 67,42 m. Trotz der immensen Steigerung nimmt sie mit dieser Weite in der europäischen Saisonbestenliste lediglich den 37. Rang ein.
(sda / Central Redaktion)
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