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Eine seltene römische Münze mit der Darstellung der Mondgöttin Luna ist vor der Küste Haifas gefunden worden. Die 1.850 Jahre alte Münze ist Teil einer Serie von dreizehn Tierkreis-Münzen des römischen Kaisers Antoninus Pius (138-161 nach Christus) und wurde 144/45 in dessen achten Herrschaftsjahr geprägt, wie die israelische Antikenbehörde am Montag mitteilte.
Demnach wurde die außergewöhnlich gut erhaltene Bronzemünze kürzlich bei einer archäologischen Unterwasseruntersuchung der Behörde vom Meeresgrund geborgen. Sie zeigt unter dem Porträt der Luna das Zeichen des Krebses. Die Regierungszeit des Antoninus Pius sei laut Behörde “die ruhigste während des gesamten Römischen Reiches” gewesen. Der Herrscher habe den Bau von Tempeln, Theatern und Mausoleen angeregt sowie Wissenschaft und Philosophie gefördert. Gleichzeitig hätten sich während seiner Herrschaft die Beziehungen des Römischen Reiches zu den Juden erheblich verbessert.
Laut dem Leiter der Abteilung für Meeresarchäologie der Antikenbehörde, Jacob Schavit, handelt es sich um den ersten Fund einer derartigen Münze vor der israelischen Küste. Ihre Entdeckung vervollständige “Teile des historischen Puzzles der Vergangenheit des Landes”. Behördenchef Eli Eskosido erklärte laut Mitteilung, die Wahrnehmung des Meeres durch den Staat Israel habe sich im vergangenen Jahrzehnt dahingehend verändert, dass es nicht länger als Landesgrenze, sondern als integraler Bestandteil angesehen werde, der geschützt werden müsse. Die Untersuchung vor Haifa sei Teil dieses Prozesses.
KNA/akr/iki