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Jedes Jahr ereignen sich über 1’500 Unfälle auf den Schweizer Nationalstrassen, die Staus verursachen und so die freie Fahrt der Rettungswagen behindern. Der TCS engagiert sich für mehr Sicherheit auf der Autobahn und erinnert deshalb daran, wie bedeutend das systematische Bilden von Rettungsgassen ist, um den Einsatzkräften zu helfen.
2018 erforderten gemäss ASTRA 1’682 Unfälle auf der Autobahn den Einsatz von Rettungsfahrzeugen. Weil viele Automobilisten nicht wissen, dass sie für die Einsatzfahrzeuge Rettungsgassen bilden sollen, verzögern regelmässig Staus das Eintreffen der Einsatzkräfte.
Um Autofahrer für das richtige Verhalten zu sensibilisieren und so Leben zu retten, hat der TCS rund einhundert seiner vorwiegend auf den Nationalstrassen verkehrenden Patrouillenfahrzeuge mit einem Informations-Aufkleber zur Bildung einer Rettungsgasse bestückt.
Um Einsatzfahrzeugen die Durchfahrt zu gewähren, sind Autofahrer verpflichtet eine Rettungsgasse zu bilden. Dafür ist es massgeblich, mit gutem Beispiel voranzugehen, die Warnblinker einzuschalten, um die nachfahrenden Automobilisten zu warnen und sich dann seitlich einzuordnen.
Hat die Autobahn zwei Fahrstreifen in gleicher Richtung, muss zwischen den beiden Spuren eine Gasse freigehalten werden. Bei drei Fahrstreifen in gleicher Richtung, ordnen sich die Fahrzeuge auf der linken Spur ganz links, jene auf den beiden anderen ganz rechts ein, um eine Rettungsgasse zu bilden. Beim Einordnen am rechten Fahrbahnrand sollte darauf geachtet werden, dass, sofern dies nicht unbedingt notwendig ist, nicht auf den Pannenstreifen gerollt wird. In Tunnels fehlt häufig ein Pannenstreifen. Hier muss man sich möglichst nahe an den rechten Fahrbahnrand halten.
Einsatzwagen, die mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, haben Vortritt. Das können Sanitätsfahrzeuge, Polizei- und Feuerwehrautos oder Zollfahrzeuge sein.