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Der Philosophieunterricht leistet auch was der Unterricht der andern Fächer leistet (Denken lernen, lesen und hören, beobachten usw.), aber eben nicht nur das, weil er ein eigenes Ziel hat.
Ohne erkenntnis- und wissenschaftstheoretische, formallogische und methodologische und methodeuteritische Kenntnis und Reflexion ist er als Unterricht unmöglich, weil ihm dann die wissenschaftliche Strenge fehlte.
Ohne Arbeit an philosophischen Texten ist die Einübung in das philosophische Denken unmöglich, weil Philosophie ihre eigene Geschichtlichkeit reflektieren muss. Diese Reflexion geschieht aber nicht im zur Kenntnis nehmen dessen, was dieser und jener Philosoph geschrieben hat, sondern im strengen Nachvollzug des Denkens, was ohne entsprechende Textarbeit nicht möglich ist.
Als Mittelschul-Philosophieunterricht kann dieser Unterricht nicht über das hinwegsehen, was die Schüler in den anderen Fächern lernen und was sie außerhalb der Schule erfahren und erleben. Reflexion des Fächerwissens und Praxis- und Gegenwartsbezug sind somit unumgänglich.
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