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Mit seinen annähernd 2 km2 Fläche ist der Lago di P. der grösste der 23 Seen des Puschlavs. Seine maximale Tiefe beträgt 98 m. Im Volksmund heisst er lagh da li Presi. Bf. Albisch von Como stattete 1010 das neu gegr. Kloster S. Abbondio von Como mit Fischereirechten aus. Die Seeregion wurde erst im 12. Jh. vom Veltlin aus intensiv erschlossen. 1239 besassen die Herren von Matsch die Fischereirechte. Während der im Juni, Sept. und Dez. abgehaltenen Gerichtstage stand ein Fischer zur Verfügung des Vogts; diesem musste die Gem. P. jeweils zu St. Martin 50 Forellen abliefern. Seit 1906 wird das Wasser des Natursees von den Kraftwerken Brusio zur Stromgewinnung genutzt.
Literatur
– M. Bundi, Zur Besiedlungs- und Wirtschaftsgesch. Graubündens im MA, 1982
Autorin/Autor: Adolf Collenberg