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Vereinbaren die Eltern nichts Gegenteiliges, sind die mit dem Besuchsrecht verbundenen Kosten durch den besuchsberechtigten Elternteil zu tragen. Er muss die Kinder ausserdem vom Wohnsitz des sorgeberechtigten Elternteils abholen und wieder heimbringen (BGE 5C.282/2002).
Wenn der besuchsberechtigte Elternteil in einer sehr prekären finanziellen Lage und zugleich der andere Elternteil in einer Vorteilhaften ist, so können letzterem die Auslagen ganz oder teilweise überbunden werden, die ansonsten vom besuchsberechtigten Elternteil zu tragen wären.
Der Elternteil mit Besuchsrecht muss in der Regel dem anderen einen Beitrag an den Kindsunterhalt zahlen. Er muss diesen Geldbeitrag auch während der Zeit entrichten, in der das Kind bei ihm ist.
Zur Illustration: Ein Vater zahlt monatlich CHF 500.- als Kinderunterhalt. Sein Besuchsrecht sieht die Hälfte der Schulferien und den Monat Juli vor. Er kann nun diesen Zeitraum nicht als „Ausrede“ benutzen, um die Zahlung des Unterhaltsbeitrags zurückzuhalten. Gleichfalls kann er den Unterhaltsbeitrag nicht um die Auslagen verringern, die ihm in Ausübung des Besuchsrechts entstehen.