Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/131991

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Finma hat in ihrem Bericht zum UBS-Handelsverlust in London "erhebliche Kontrollmängel" festgestellt. Sie hat Massnahmen zur Verringerung der Risiken angeordnet. Die UBS-Investmentbank darf keine neuen Akquisitionen tätigen. Jede neue Geschäftsinitiative, die die operationelle Komplexität erhöht, muss vorgängig von der Finma akzeptiert werden. Die Finma wird damit in das operationelle Geschäft involviert.</p><p>Gerät damit die Finma nicht in einen Rollenkonflikt mit ihrer Aufsichtsfunktion?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Finma hat die Sofortmassnahmen gegenüber der UBS ergriffen, um einen weiteren Zuwachs der Komplexität und der Risiken zu verhindern. Diese Massnahmen betreffen den klar beschränkten Bereich der Investmentbank, wo die Kontrollmechanismen nicht mehr ausreichend wirkten. Sie sind nur so lange in Kraft, bis die Kontrollmechanismen und das Risikomanagement wieder funktionieren. Die Finma setzt der Investmentbank der UBS somit lediglich einen bestimmten Rahmen, greift aber nicht in die operationelle Geschäftsführung ein. Innerhalb des gesetzten Rahmens ist die UBS frei in den Geschäftsentscheidungen. Rahmenbedingungen setzen gehört zu den Kernaufgaben der Regulierungsbehörden; damit ist kein Rollenkonflikt verbunden. </p>