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Der in Saigon, Vietnam, geborene Marc Bourlier verbrachte seine Jugend auf dem Weg zwischen Afrika, Südamerika und Asien. Marc Burlier wurde zuerst Maler und bewunderte die Werke von Calder, Miró, Braque und Leger. Nach einer Etappe in Brüssel im Jahr 1986 begann eine Zeit, in der er fast zehn Jahre ausschließlich mit Wellpappe arbeitete. Wie er von sich selber sagte, war er mit seiner Malerei unzufrieden, als ihm im Jahr 1995 eines Tages am Strand der Normandie ein kleines Stück Schwemmholz in die Hände kam, aus dem er seine erste Arbeit anfertigte. Er hatte seine neue Ausdrucksform gefunden. Dieser Schriftt bedeutete den Übergang von Farbe zu Nichtfarbe und von der Malerei zu Relief und Skulptur. In seiner Arbeit steht der Mensch im Mittelpunkt, allerdings nicht das Individuum, sondern die Gemeinschaft.
Die Arbeit von Marc Bourlier ist von seiner Kindheit in Afrika geprägt. Seine Arbeiten zeigen immer Gruppen, die das in der afrikanischen Gesellschaft stark verwurzelte Zusammenleben darstellen. Wichtig ist das Kollektiv, die Gemeinschaft in einem harten Leben voller Geheimnisse. Die Textur und der Einsatz von fein ausgewogenen und nüancenreichen Farbabstufungen ausgewaschener Hölzer, die vom Zahn der Zeit gezeichnet sind, verleihen den Arbeiten etwas Archaisches und Zeitloses mit ethnologischem Touch. Die Summe der aufgereihten Köpfe kann man auch als ein "Memento Mori" betrachten, als ein Sinnbild für die sich folgenden Generationen, die als Ganzes die Zeit überdauern, innerhalb dessen allerdings der Einzelne und das Individuum keine Rolle spielen.