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In der Malteserburg sind einige Jahreszahlen zu entdecken, die uns über das Alter dieses Gebäudes und über deren Besitzer Aufschluss geben. Im ersten Stock finden wir auf der Stubenbinde die Jahreszahl 1498. Das Venetzwappen daneben gibt uns einen zuverlässigen Hinweis auf den Besitzer dieses Schlosses. Eine Sanierung und Erweiterung erfolgte 1529. Bei dieser Erweiterung erhielt das Gebäude den Turmaufbau, der selbes zu einem eigentlichen Schloss gestaltet. Die Inschrift nennt die Schlossbesitzerin. Wir entziffern folgenden Spruch: IHS soll DEO GLORIA ELISABETH VENISZ 1529 - MARIA, zu Deutsch: Jesus! Gott allein die Ehre! Elisabeth Venetz 1529 - Maria! Als die Erweiterung des Schlossbaus abgeschlossen war, hat man das mit dieser Inschrift festgehalten: Disers hus hat erbuwen isabe (l) venetx im Jar 1530. Der Holzgraben in Glis ist kein harmloser Gesell. Er liess auch den eleganten Schlossturm mit dem eigenartigen Pultdach im Schlamm versinken, so dass der Rundbogeneingang nur noch zu einem Drittel aus dem Erdreich herausragt. Es ist anzunehmen, dass das Venetzschloss im Mittelalter bereits Vorbauten hatte.
(Quelle: Aus „Das reiche Brig-Glis“ von Jossen Peter)
1972 begann man mit einer Totalrenovation, die mehrere Jahre dauerte.