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Konjunktur
Unter Konjunktur wird die gesamtwirtschaftliche Lage vor allem in Hinsicht auf aktuelle – positive oder negative – Trends verstanden. In der Theorie wird der Begriff verwendet, um die Existenz von zyklischen Bewegungen ("Konjunkturzyklus") anzuzeigen und die wirtschaftliche Lage eines Sektors oder der gesamten Wirtschaft im Verlauf eines solchen Zyklus zu beschreiben.
Seit 2018 publiziert LUSTAT die vierteljährliche Konjunkturberichterstattung in Form von Webartikeln. Der Konjunkturbarometer zu den Luzerner Branchen ist dort integriert.
Beobachtete Entwicklung

Im 3. Quartal 2021 wurde die Geschäftslage im Kanton Luzern insgesamt etwa ähnlich eingestuft wie im Vorquartal. Die Industrie- und Baubetriebe schätzten ihre Geschäftslage als "gut" ein, die Detailhandelsbetriebe die ihrige als «befriedigend». Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies in der Industrie und im Detailhandel einer Verschlechterung, im Baugewerbe hat sich die Lage nur unwesentlich verändert. Die Geschäftslage im Gastgewerbe hat sich auf tiefem Niveau deutlich verbessert und wird nun als «befriedigend» eingestuft.
Definition
Die Konjunkturumfragen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) liefern aussagekräftige Informationen über Entwicklungstendenzen der Schweizer Wirtschaft insgesamt sowie einzelner Branchen. Die KOF befragt im Kanton Luzern vierteljährlich Unternehmen verschiedener Branchen. Die Konjunkturumfragen werden mit einem weitgehend standardisierten Fragebogen durchgeführt, die intertemporale und internationale Vergleiche ermöglichen. Die meisten Fragen sind dabei qualitativer Natur (Antworten z.B. „gut“, „befriedigend“, „schlecht“). Neben der Beurteilung der aktuellen Unternehmensaktivitäten werden Erwartungen und zukünftige Pläne ermittelt.
Die Pfeilrichtung der einzelnen Branchen leitet sich ab aus den Antworten der Unternehmen auf die Frage nach ihrer aktuellen Geschäftslage. Sie bezieht sich auf den Saldo aus den positiven und den negativen Antwortanteilen (z.B. Anteil Antworten „gut“ abzüglich Anteil Antworten „schlecht“). Die Branchen fliessen gewichtet nach ihrem Beschäftigungsanteil in den Gesamtindikator ein. Ausschlaggebend für die Pfeilrichtung ist die Veränderung gegenüber dem Vorquartal (neutral bei +/−10 Prozentpunkten).
Analysen
Aktualisiert: 30. November 2021