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“Es ist schon verrückt”, sagte Fritz, nachdem er in der 1. Runde des Rasenturniers im Stuttgart gegen den französischen Qualifikanten Fabrice Martin einen Matchball abgewehrt und sich schliesslich in drei Sätzen ein Rendez-vous mit Roger Federer verschafft hatte (Mittwoch, ca, 16.00 Uhr). “Als ich anfing mit dem Tennis, war Federer der, den niemand schlägt.” Er sei deshalb besonders motiviert gewesen, um das Duell gegen sein einstiges Idol nicht zu verpassen. “Es ist so cool, jetzt gegen ihn zu spielen”, meint der jüngste Spieler der Top 100.
“Ich war in der 5. Klasse, als ich im Computerunterricht den Live-Stream des US-Open-Finals verfolgte”, erinnert sich der 18-jährige Kalifornier. Das war im September 2009, und Federer verlor überraschend gegen Juan Martin Del Potro. Mit dem Argentinier trat Fritz am Dienstagabend noch im Doppel an.
Vor einem Jahr trainierten Federer und Fritz, der ein paar Monate später das Juniorenturnier am US Open gewann, zusammen in Wimbledon. “Ich war von ihm mässig beeindruckt”, gibt Federer zu. Er fügt aber an: “Es ist immer extrem schwierig einzuschätzen, wie gut jemand wirklich ist. Oft siehst du erst, wie stark sie sind, wenn sie in einem Ernstkampf härter auf die Bälle einschlagen.” Grundsätzlich freue er sich aber sehr, dass es viele Junge auf der Tour habe. Gefreut hatte sich auch der Amerikaner. “Er trainiert ungemein hart und ist trotzdem richtig relaxt.”
Fritz ist einer der Aufsteiger des Jahres. In seinem erst dritten Turnier auf ATP-Stufe erreichte er im Februar in Memphis gleich den Final, den er gegen Kei Nishikori verlor. Die Erfahrung dürfte ihm nun zugute kommen. “Ich hoffe, es jedes Mal besser zu machen”, so Fritz. Übermässig nervös werde er kaum sein. “Ich habe ja absolut keinen Druck.”
Für Federer wird es nach seinen Rückenproblemen die erste Partie seit fast einem Monat sein. Im Fall eines Sieges würde er im Viertelfinal auf einen ungesetzten Deutschen treffen: Michael Berrer oder Florian Mayer, der am Dienstag Vorjahresfinalist Viktor Troicki ausschaltete.
(SDA)