Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/1161

Ausgangspunkt ist der Lago Ritom (1850 m) in der Leventina. Er ist über eine
Fahrstrasse mit dem Auto ab Altanca erreichbar, oder mit dem Seilbahn von Piotta
aus bis zur Bergstation. Von dort aus sind es zu Fuss nur noch 20 Minuten bis
zum See. Die erste Etappe unserer Wanderung ist der Lago di Cadagno (1923 m), es
folgen Lago di Dentro (2298 m) und Lago Miniera (2525 m). Längs des Medelser
Rheins erreichen wir den Lago Isra (2322 m); weitere Etappen sind Lago Scuro
(2451 m), Laghi di Taneda (2305 m und 2248 m) Lago di Tom (2021 m), von dem aus
der Rückweg zum Lago Ritom beginnt.
Der Höhenunterschied beträgt vorerst 675 m, dann 200 m. Es muss mit einer
gesamten Marschzeit von etwa vier Stunden gerechnet werden.
Bergausrüstung
ist selbstverständlich, doch bietet der Weg keinerlei Schwierigkeiten.
Am Ritomsee gibt es ein Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeit. Eine
weitere Gaststätte befindet sich in Cadagno. Die Berghütten der Region: Capanna
Cadagno (1987 m) und Capanna Cadlimo (2570 m).
Für die zahlreichen Bergtouren in diesem Gebiet sind die Monate Juni bis
September ideal.
Von Piora aus gelangt man über die Pässe Columbe (2380 m) Sole (2379 m) auf
die Lukmanierstrasse. Die Pässe Sole und Predelp (2245 m) liegen bereits auf dem
Gemeindegebiet von Faido.
Cadagnosee
Das Besondere am Cadagnosee ist die ganzjährige permanente Schichtung zweier chemisch ganz verschiedener Wassermassen. Eine Übergangszone mit steilen physikalischen und chemischen Gradienten trennt die beiden Schichten, dies macht den See zu einen einmaligen Ökosystem.
Die obere Schicht ist in Kontakt mit der Atmosphäre und gleicht damit einem normalen Bergsee, welcher durch Oberflächenwasser aus der Schneeschmelze gespeist wird. Im Cadagnosee kommt der Hauptzufluss aus dem Lago di über die Granitfelsen im Norden; dieses Wasser ist arm an Mineralien.
Die untere Schicht des Sees erhält sauerstofffreies Wasser aus unterirdischen Quellen aus dem Dolomitgestein. Dieses Wasser ist stark mit Mineralsalzen angereichert und enthält die Elemente Kalzium, Magnesium, Schwefel, Phosphor und Stickstoff. Der erhöhte Salzgehalt bewirkt eine höhere Dichte des Wassers, was die untere Schicht stabilisiert und die Durchmischung mit der oberen Schicht verhindert. Dieses Phänomen wird als Meromixis bezeichnet, d.h. die jahreszeitliche Durchmischung findet nur der oberen Schicht statt.