Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/1047

Nina Christen hatte nach Platz 2 in der Qualifikation auch im Final der besten acht vorerst den Ton angegeben. Nach den ersten drei Serien kniend mit je fünf Schüssen hatte sie das Klassement angeführt. Auch danach im Liegend- und im Stehend-Schiessen hielt sie sich lange die Chance auf eine Medaille offen.
Auch wenn die Enttäuschung nach dem verpassten Exploit vorerst überwiegen wird, darf Nina Christen stolz auf ihre Leistung sein. Allein die Final-Teilnahme darf als grosser Erfolg gewertet werden – auch deshalb, weil der Dreistellungsmatch eine jene Disziplinen ist, die einiges an Routine erfordert. Die Erfahrung, vor allem bei Grossanlässen, geht Nina Christen noch ab. Die Innerschweizerin ist erst 22 Jahre alt. Sie hatte deshalb die Spiele in Rio auch als Zwischenetappe taxiert. Grosses Ziel bleiben die Olympischen Spiele in vier Jahren in Tokio.
Nina Christen hatte ihr immenses Talent schon als Nachwuchsschützin unter Beweis gestellt. 2014 gewann sie an der Junioren-WM im Dreistellungsmatch Silber im Einzel und mit dem Team sowie Bronze im Team-Wettkampf im Luftgewehrschiessen. Im selben Jahr wurde sie im Luftgewehrschiessen zudem Junioren-Europameisterin mit dem Team.
Olympiasiegerin wurde die Deutsche Barbara Engleder vor den Chinesinnen Zhang Binbin und Du Li.
(SDA)