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Geboren wurde Josef Kaeser-Vonlanthen am 9. Dezember 1936 als Sohn des Peter und der Anna. Mit seinen Geschwistern verbrachte er in der Tuftera bei Bösingen schlichte und zufriedene Kinder- und Jugendjahre. Hier lernte er, bei verschiedenen Arbeiten Hand anzulegen. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Maurer. 1972 machte er sich selbstständig. Zeitweise waren bis zu sieben Leute angestellt. Auch seine Söhne Bruno und Urs lernten das Maurerhandwerk, und Oswald war als Chauffeur engagiert.
Zusammen mit den Brüdern und Schwägern wurden ihre Häuser gebaut. Josef war stolz auf sein Daheim. 1965 zog er mit der Familie, die er 1959 mit Marie-Madeleine Vonlanthen vom Riederberg gegründet hatte, ein.
Die Familie bedeutete Josef Kaeser-Vonlanthen viel, und er war stets für sie da. Für seine beiden Töchter und vier Söhne hat er sich eingesetzt. Die gemeinsamen Ferien auf dem Campingplatz oder die Motorradausflüge bleiben allen in bester Erinnerung. Sie brachten Abwechslung und Entspannung vom strengen Alltag.
Zwei schmerzliche Ereignisse für die Familie waren der Tod von Urs, der bei einem Unfall im Militär ums Leben kam, und jener des Grosskinds Markus, der erst dreijährig war, als er von einem Auto erfasst wurde und starb. Als gläubiger Mann fand Josef im Glauben Trost im Dunkel der Trauer, die über ihn und seine Familie gekommen war.
Anfang 2019 musste er sich einem Eingriff am Herz unterziehen, von dem er sich recht gut erholte. Doch im Frühling gab es weitere Beschwerden. Diagnostiziert wurde ein Magengeschwür. Eine Chemotherapie hat geholfen. Anfang Dezember hatte er wieder Mühe beim Essen. Am Sonntag, 22. Dezember 2019, verschlechterte sich sein Zustand, und er wurde ins Inselspital gebracht. Dort wurde er kompetent gepflegt und von der Familie liebevoll begleitet. Zu den wenigen Äusserungen, die man verstehen konnte, gehörte das Wort «heimgehen». Da die ärztliche Kunst nicht mehr helfen konnte, kam Josef Kaeser-Vonlanthen am Neujahrstag nach Hause, in sein geliebtes Daheim, wo er, umgeben von der Familie, am Freitag, 3. Januar 2020, friedlich eingeschlafen ist.