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Tropische Nacht
2008
In einer tropischen Nacht erschlägt ein Mann seine zwei Kinder und die Ehefrau. Am folgenden Morgen stürzt er sich von einer Brücke. Vier Personen: die Eltern des Täters und ein Freundespaar versuchen das Geschehen zu rekonstruieren. Was haben sie übersehen? Was hätten sie anders machen müssen? Tragen sie eine Mitschuld? Wenn eine Frau ein Kind gebärt, dieses Kind liebt, ihm nichts Böses zutraut und dieses Kind sich dennoch in ein “Monster” verwandelt, wie kann diese Frau aufhören, ihr Kind zu lieben?
theaterstueckverlag.de
Delete
Monolog, 2004
Eine fulminante Charakterstudie
Die Uraufführung von Christine Rinderknechts Monodrama «Delete» mit Diana Dengler am Theater St. Gallen begeisterte das Publikum
Wenn ein Text wirklich geglückt ist, kann, wie die Deutung von Christine Rinderknechts «Delete» durch Diana Dengler einmal mehr zeigt, eine einzige Schauspielerin mehr Wirkung erzielen als ein ganzes Ensemble. … In ihrem Romandebüt «Ein Löffel in der Luft» hat Christine Rinderknecht 2002 eine Familiengeschichte erzählt, die ganz unter der traumatischen Nachwirkung eines Unfalls stand, bei dem eines der Kinder ums Leben gekommen war. In einem Stück Rollenprosa liefert sie nun das dort nur beiläufig gestreifte Kernstück des Romans nach: den Unfalltod des Kindes, beschrieben und reflektiert aus der Optik der Frau, die am Steuer des Autos sass und Fahrerflucht beging, das «Event» aber zur Basis einer fulminanten journalistischen Karriere zu machen verstand. … die atemlose Spannung, die sich da entwickelt, das Wechselbad der Gefühle, in die das Publikum zwischen einer gnadenlos karikierten Männer- und einer nicht weniger sarkastisch gespiegelten Frauenwelt verstrickt wird, aber auch die sprachliche Brillanz der Formulierungen, die Treffsicherheit der Bonmots und Pointen: All das weckt in der Deutung Diana Denglers auf imponierende Weise den Eindruck von einem Stück dramatischer Prosa, in dem ohne ein Wort zu viel oder zu wenig in konsequent richtigem Tonfall auf wundervoll adäquate Weise die Seelenphysiognomie einer ohne Moral, Gewissen und Ideale vor sich hinlebenden Durchschnittsfrau des Medien- und Internetzeitalters gezeichnet ist. • CHARLES LINSMAYER, BUND, Januar 2004
Uraufführung Stadttheater St. Gallen, Studiobühne, Regie: Christian Kuchenbuch
Hörspielfassung Radio DRS mit Judith Engel, Musik: Charlotte Hug, Regie: Charles Benoît.
© Christine Rinderknecht 2022