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Globaler Luftverkehr trägt beachtlich zur Klimaerwärmung bei
sippakorn/Shutterstock
Der bedeutendste Faktor der erforschten Nicht-CO2-Effekte seien Kondensstreifen und daraus resultierende sogenannte Kondensstreifen-Zirren, also Wolken.
Frühere Berechnungen gaben den Anteil der Luftfahrt an der Erderwärmung mit mindestens fünf Prozent an. Die neue Studie wurde unter Leitung der Manchester Metropolitan University erstellt und in der Fachzeitschrift «Atmospheric Environment» veröffentlicht. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Luftfahrtbranche weltweit in den Jahren von 1940 bis 2018 rund 32,6 Milliarden Tonnen CO2 ausstiess.
Ungefähr die Hälfte des gesamten kumulativen CO2-Ausstosses wurden demnach allein in den vergangenen 20 Jahren erzeugt. Dies sei vor allem auf die Ausweitung der Zahl der Flüge, der Routen und der Flottengrössen, insbesondere in Asien, zurückzuführen. Das Forschungsteam schätzt, dass die Zahl von 32,6 Milliarden Tonnen rund 1,5 Prozent der gesamten menschlichen CO2-Emissionen entspricht.
Die Kohlendioxidemissionen stellen demnach den zweitgrössten Beitrag zur Klimawirkung des Luftverkehrs dar. Im Gegensatz zu den Auswirkungen der mit einigen Stunden vergleichbar kurzlebigen Kondensstreifen-Zirren halte die Wirkung von CO2 auf das Klima aber über viele Jahrhunderte an, betonte das DLR.
Kondensstreifen wirken leicht wärmend
«Kondensstreifen-Zirren reflektieren zum einen solare Strahlung in den Weltraum; das wirkt kühlend. Zum anderen verringern sie die Wärmeabstrahlung der Erde; das erwärmt das Klima», erläuterte Robert Sausen vom DRL-Institut für Physik der Atmosphäre den Effekt. Im globalen Mittel dominiere der erwärmende Effekt.
Die Forscher wandten bei ihren Untersuchungen erstmals ein neues metrisches System an, das gemäss den Vorgaben des Weltklimarats (IPCC) die Klimawirkung möglichst exakt abbilden soll. Berücksichtigt wurden auch Emissionen von Wasserdampf, Stickoxiden, Russ und Sulfat-Partikeln, die sich in den Abgasfahnen von Flugzeugtriebwerken finden.