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Brutparasiten
Brut-und Raubparasiten sind natürliche Gegenspieler der Wildbienen und anderer Stechimmen und Sie werden an Ihrer Nisthilfe ebenso zu beobachten sein wie die Wildbienen oder solitären Faltenwespen.
Man kann die Brutparasiten in zwei Gruppen unterteilen. Die Futterparasiten und Raubparasiten. Die Futterparasiten leben von den Nahrungsvorräten, die die Wildbienen anlegen. Die Raubparasiten befallen die Bienenlarve selbst. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen:
=> Die "Kuckucksbiene" oder "Kuckuckswespe" dringt in noch nicht vollständig verprofiantierte und noch unverschlossene Nester ihrer Wirtsbienen ein und legen ihr Ei zum Nahrungsvorrat. Die Wirtsbiene wird das Nest fertig mit Vorräten füllen und ihr Ei wie gewohnt auf dem Nahrungsvorrat ablegen. Die Brutzelle wird verschlossen. Sobald sich das Ei der Kuckucksbiene zur Larve entwickelt hat, tötet diese das Ei oder die Larve der Wirtsbiene ab. Sie hat dafür speziell umgestaltet Oberkiefer, die sie zur Tötung einsetzt. Danach frisst sie die Nahrungsvorräte sowie die Larve oder das Ei und entwickelt sich in ihrem Wirts-Nest zum fertigen Insekt.
=> Die "Kuckucksbiene"oder "Kuckuckswespe" dringt in das fertig verprofiantierte und verschlossene Nest/Brutzelle ein und zerstört das Ei der Biene oder die bereits geschlüpfte Larve. Dann legt sie ihr eigenes Ei auf den Nahrungsvorrat, welches sich dann in dieser Brutzelle an Stelle der Biene entwickelt und im Folgejahr schlüpft. Diese Larven besitzen keine speziellen Mundwerkzeuge, die das Töten des Wirts-Eis oder der Wirts-Larve möglich machen würden.
=> Futterparasiten ernähren sich vom Inhalt der Brutzellen oder legen ihre Eier in fremde Brutzellen, damit ihre Larven sich dann vom Futtervorrat auf Kosten ihres Wirtes ernähren. Es gibt auch einige ganz normal nistende Bienenarten, die dieses Verhalten an den Tag legen. Sie brechen von Zeit zu Zeit in die Brutzellen von Artgenossinnen ein und vertauschen deren Ei mit ihrem eigenen. Vermutlich hat sich aus diesem Verhalten ursprünglich der Brut-Parasitismus entwickelt.
Da "Kuckucksbienen" selber keine Nester bauen und auch keine Nahrungsvorräte sammeln, findet man bei ihnen auch keine Pollensammel-Einrichtungen an den Beinen oder am Bauch, wie sie die Wildbienen haben. Sie sind dadurch aber komplett auf ihren Wirt angewiesen, damit ihr Nachwuchs erfolgreich aufwächst.
Die meisten "Kuckucksbienen" sind auf eine ganz bestimmte Wirts-Art spezialisiert. Sie nutzen also die Nester einer einzigen Bienenart oder einer nah verwandten Art für ihre eigene Fortpflanzung.