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Wir freuen uns, dass die von SWISSAID von Beginn weg unterstützte Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» der Jungsozialisten (Juso) formell angenommen wurde. Die Staatskanzlei teilte gestern mit, dass die Initiative in zwei bis drei Jahren dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wird, da von den 116'825 eingereichten Unterschriften 115'942 gültig sind.
Der Initiativtext verbietet rein spekulative Geschäfte mit Nahrungsmitteln, welche nicht zur Absicherung des realen Handels dienen. Die Preisexplosion auf den Nahrungsmittelmärkten von 2008 und 2011 hatte in vielen Entwicklungsländern dramatische Konsequenzen: Da viele Haushalte bis zu 80 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel verwenden müssen, wurden Millionen Menschen in den Hunger getrieben. Inzwischen hat sich die Lage auf den Märkten zwar etwas entspannt, die Preise liegen aber noch immer viel höher als vor Beginn der Preissteigerungen. Und noch immer leiden weltweit fast eine Milliarde Menschen Hunger.
Gemäss einer aktuellen Studie von Alliance Sud, hat die Spekulation mit Nahrungsmitteln in den letzten zehn Jahren um das 33-fache zugenommen. „Ein Verbot der Nahrungsmittelspekulation wäre ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren globalen Entwicklung“, sagt Caroline Morel, Geschäftsführerin von SWISSAID.