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Beim Vorliegen eines Glaukoms werden in regelmässigen Abständen Gesichtsfelduntersuchungen durchgeführt um die Funktion von Netzhaut und Sehnerv zu testen. Diese Gesichtsfelduntersuchungen werden bisher überwiegend in der Arztpraxis oder in der Augenklinik durchgeführt. Es bedarf hierzu eines speziellen Gerätes, welches computergesteuert das Gesichtsfeld mittels Lichtmarken prüft, und eines technischen Angestellten, welcher den Patienten in die Benutzung des Geräts einweist und den Ablauf der Untersuchung überprüft. Während der Untersuchung wird an einer festgelegten Anzahl von Orten im Gesichtsfeld bzw. Orten auf der Netzhaut die Sensitivität Lichtpunkte definierter Grösse und Helligkeit wahrzunehmen getestet. Das hierzu meistens eingesetzte Gerät (auch Perimeter genannt) ist recht gross und schwer, weshalb es ortsgebunden an Arztpraxis oder Augenklinik ist.
Die Universitäts-Augenklinik, das ARTORG-Institut Bern und die Firma Perivision überprüfen aktuell im Rahmen verschiedener Studien den Einsatz von Virtual Realtiy (VR) bei der Gesichtsfelduntersuchung. Hierbei wird das Gesichtsfeld mithilfe eines VR headsets getestet. Dabei trägt der Patient das VR headset und mittels eingebauter Displays wird eine virtuelle Umgebung angeboten und die Gesichtsfelduntersuchung mit Lichtpunkten definierter Grösse und Helligkeit wie beim Perimeter überprüft. Dieses könnte dann vielleicht in Zukunft nicht nur schneller, sondern auch unter geringerem technischen und personellen Aufwand erfolgen. Auch könnte es in Zukunft theoretisch möglich sein den Patienten die Gesichtsfelduntersuchung zu Hause selbständig zu verschiedenen Zeitpunkten in einer angenehmen häuslichen Umgebung durchführen zu lassen. Diese Möglichkeiten werden aktuell im Rahmen von Studien zum Thema überprüft.