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Gesamtlänge mit Hinzurechnung des Hauptstranges im
Meierhoferthäli 4,1 km; Gefälle auf dieser Strecke 21,3%. In einer frühere
Zeit der Erdgeschichte war der Todtalpbach höchst wahrscheinlich nicht die Quelle des
Davoser Landwassers; es ist kaum denkbar,
dass ein so kleiner Bach ein gleich am Beginn breites Thal, wie es das Landwasserthal mit seinem stattlichen
See ist, zu schaffen vermocht hätte. Die Quelle des
Davoser Landwassers scheint der bei
Klosters in die
Landquart mündende
Schlappinbach gewesen zu sein, der hoch über dem heutigen Thal bei
Klosters nach SW. in der Richtung das
DavoserThales
hinfloss.
Indem der Landquartfluss von W. her durch rückwärtige Erosion den gewaltigen Riegel zwischen der
Madrishorn- und Casannakette
durchschnitt, wurde der Schlappin-Landwasserbach zur
Landquart abgelenkt (Kampf der Flüsse um die Wasserscheide). In präglazialen
Zeiten flossen der
Flüela-,
Dischma- und vielleicht auch der
Sertigbach nordwärts der
Landquart zu, worauf in der
postglazialen Zeit durch die Moränenmassen des heute trennenden
Rückens von
Wolfgang und der Drusatschaalp, sowie durch die
Detritustrümmer bei
Clavadel und
Frauenkirch der 46 m tiefe
Davosersee durch Abdämmung geschaffen wurde. Es kam durch die
rückgreifende Erosionsarbeit des
Landwassers ein Ausfluss des
Sees in der heutigen Richtung zustande, wodurch der
Flüela- und Dischmabach bleibend zum
Landwasser abgelenkt wurden. (Vergl. A. V. Jennings:
Onthe courses of theLandwasserandtheLandquart im Geological Magazine. VI, 1899). Der Todtalpbach bewegt sich meist über Serpentinboden und
südl. vom
Wolfgang
über Gneis, bunte Bündnerschiefer und
im Schutt.
Das in wilder und öder Umgebung gelegene Becken ist fischlos.
Den Seegrund bildet
Serpentin. In geringer Entfernung über dem vom
Schwarzhorn herabziehenden
Grat liegt ein zweites, kleineres
Seebecken. Im Gebiete der
Todtalp und ihres
Sees spielt dieSage von einer verwunschenen Alp, die durch
den Fluch einer Sennerin in einem Gewitter zur Steinwüste verwandelt wurde.
(Kt. Wallis,
Bez.Goms).
2144 m. Alpensee von 1,5 km Umfang, an der S.-Flanke des
Grimselpasses. Sein Abfluss
mündet unterhalb
Gletsch von rechts in die junge
Rhone und bildet deren ersten Nebenarm. Der Name «Totensee» wird schon 1760 von
Gruner erwähnt und bezieht sich auf den öden und wilden Charakter der Landschaft, sowie wohl auch
darauf, dass das Seelein bis spät in den Sommer hinein mit einer Eisschicht bedeckt bleibt. Hier fanden 1799 Kämpfe statt
zwischen den Franzosen unter General Lecourbe und den von den Ober Wallisern unterstützten Oesterreichern.
(Kt. Schwyz,
Bez. Einsiedeln).
874 m.
Grosses Torfmoor von 120 ha Fläche, am linken Ufer der
Sihl 2 km nö.
Einsiedeln.
Bildet ein interessantes Hochmoor mit 2 m mächtiger Torfschicht auf graublauem Lehm. Der Torf enthält ulmifizierte Pflanzenreste,
und auf dem Moor wachsen zahlreiche seltene Pflanzenarten (vergl. den Art.
Einsiedeln).
Durch die lebhafte Torfausbeute droht
der ganzen seltenen Pflanzenkolonie der Untergang.
Den getrockneten Torf bewahrt man in zahllosen Torfhütten
auf.
Das Todtmeer bezeichnet die Stelle eines verlandeten prähistorischen
Sees und soll zwecks Gewinnung elektrischer Kraft
neuerdings
unter Wasser gesetzt werden.