Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/2097

Ameisen in unserem Garten
Ameisen sind in Staaten von einigen hundert bis mehreren Millionen Individuen organisiert. Ameisenstaaten besitzen mindestens drei Kasten: Arbeiterinnen, Königinnen und Männchen.
Die geflügelten Männchen sterben nach dem Hochzeitsflug, die Königin wirft ihre Flügel ab und beginnt mit dem Eier legen. Die Arbeiterinnen sind für Nestbau und -pflege, Brutpflege, Jagd und Verteidigung zuständig.
Ameisen ernähren sich von zuckerhaltigem Honigtau der Blattläuse, von Früchten und von erbeuteten Insekten.
Rote Gartenameise (Myrmica rubra)
Die Roten Gartenameisen leben in Nestern von durchschnittlich 15 Königinnen und 1000 Arbeiterinnen.
Es können sich Superkolonien bilden, die mehrere Nester umfassen. In ihrem Nest überwintern oft auch Raupen einiger Bläulingsarten, welche räuberisch von der Ameisenbrut leben.
Die Rote Gartenameise ist ein Allesfresser und ernährt sich von Aas, erbeuteten Insekten und Nektar.
Umzug der Ameisenbrut nach einer Störung im Nest:
Rote Wegameisen verteidigen ihr Nest recht aggressiv, sie können sich gegen die schwarzen Wegameisen durchsetzen.
Rote Gartenameisen ernähren sich auch von ölreichen Anhängseln an Pflanzensamen und fördern somit die Verbreitung dieser Pflanzen.
Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Am 15. Juli 2019 war eine Ecke des Komposthaufens plötzlich voller geflügelter Ameisen, Königinnen (8-9 mm) und Drohnen (3.5-4.5 mm).
Schwarze Wegameisen schwärmen an sonnigen Tagen zwischen Juni und September.
Anschliessend sterben die Drohnen, die junge Königin beisst sich die Flügel ab und gründet ein Nest. Sie verschließt sich in einer unterirdischen Kammer, legt Eier und zieht die ersten Arbeiterinnen auf.
Die Wanderung der Sonnenröschenblätter
Ameisen auf dem Sitzplatz oder Ameisen in der Küche können lästig sein. Im Ärger geht aber leider oft vergessen, dass Ameisen in unserer Umwelt eine wichtige Rolle spielen.
Ameisen sind nützlich
Ameisen beeinflussen ihre Umwelt nachhaltig: Sie schichten die oberen Erdschichten um, sie bauen pflanzliches Material ab, sie verbreiten Pflanzensamen oder regulieren als Räuber die Bestände anderer Insekten.
Ameisen schützen die Pflanzen und Tiere, welche ihnen Nektar liefern, vor Fressfeinden.
Ameisen beherbergen Gäste in ihren Nestern, und sie ermöglichen mit der Pflege der Nadelbaum-Läuse die Waldhonigernte.
Und schließlich sind die Ameisen selbst eine wichtige Nahrungsquelle für andere Insekten und Spinnen, für Igel, Mäuse, Reptilien und Amphibien.