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Heizlösungen, die sowohl effizient als auch umweltfreundlich sind, sind heute gefragter denn je. Eine immer beliebtere Option in der Schweiz ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Wie genau arbeitet dieses innovative Heizsystem? Welche Vor- und Nachteile sind damit verbunden? Mit welchen Kosten muss man rechnen? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Luft-Wasser-Wärmepumpe finden Sie hier.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Begriff «Luftwärmepumpe» ist ein allgemeiner Begriff. Er umfasst jede Art von Wärmepumpe, welche die Umgebungsluft als Wärmequelle verwendet.
- Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Aussenluft Wärme und leitet sie in den Innenraum, um diesen zu erwärmen.
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die ebenfalls Luft als Wärmequelle verwendet. Sie überträgt die aus der Aussenluft entzogene Wärme jedoch auf einen Wasserstrom.
- Luft-Wasser-Wärmepumpen gelten als äusserst energieeffizient und umweltfreundlich. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Betriebskosten.
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die günstigste Variante einer Wärmepumpe. Ihre Gesamtkosten umfassen ca. 40'000 Franken. Die Hälfte davon muss für die Installation aufgebracht werden.
- Mögliche Nachteile sind der Platzbedarf sowie die Abhängigkeit zur Aussentemperatur.
Das ist der Unterschied zwischen Luftwärmepumpe und Luft-Wasser-Wärmepumpe
Da es verschiedene Arten von Wärmepumpen gibt, ist es wichtig, diese stets voneinander abzugrenzen. Der Begriff «Luftwärmepumpe» ist dabei ein allgemeiner Begriff. Er umfasst jede Art von Wärmepumpe, welche die Umgebungsluft als Wärmequelle verwendet.
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Aussenluft Wärme und leitet sie in den Innenraum, um diesen zu erwärmen. Die Luft-Luft-Wärmepumpe zeichnet sich durch ihre einzigartige Funktionsweise aus, die sie deutlich von den anderen Arten von Wärmepumpen unterscheidet. Denn obwohl sie ebenfalls die Wärmeenergie der Luft nutzt – ähnlich wie bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe – unterscheidet sie sich darin, dass sie Luft anstelle von Bodenheizungen oder Heizkörpern als Verteilsystem für die erzeugte Wärme verwendet.
Im Sommer kann die Luft-Luft-Wärmepumpe den Prozess umkehren und Wärme aus dem Innenraum nach aussen befördern, um das Gebäude zu kühlen. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist somit eine gute Wahl, wenn sowohl Heiz- als auch Kühlbedarf besteht. Sie benötigt jedoch separate Systeme für die Warmwasserbereitung.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die ebenfalls Luft als Wärmequelle verwendet. Mithilfe eines Kältemittels wird die aufgenommene thermische Energie der Luft in Heizenergie umgewandelt. Diese Heizenergie wird dann dazu genutzt, Wasser zu erwärmen, das als Übertragungsmedium dient – daher auch der Name Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das erwärmte Wasser kann über Bodenheizungen oder Heizkörper zur Raumheizung oder Warmwasserbereitung im gesamten Gebäude verwendet werden. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe bleibt dabei auch bei niedrigen Aussentemperaturen effektiv.
Diese Vor- und Nachteile bringen Luft-Wasser-Wärmepumpen mit sich
Luft-Wasser-Wärmepumpen überzeugen durch folgende Vorteile:
Hohe Energieeffizienz
Luft-Wasser-Wärmepumpen gelten als äusserst energieeffizient: Sie können bis zu 75 Prozent der benötigten Heizenergie aus der Umgebungsluft gewinnen. Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen somit nur etwa 25 Prozent der benötigten Heizenergie mithilfe von elektrischem Strom. Dies führt zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten.
Umweltfreundlichkeit
Da sie erneuerbare Energiequellen nutzen, tragen Luft-Wasser-Wärmepumpen zur Reduzierung des CO2-Ausstosses bei. Sie sind besonders umweltfreundlich und unterstützen Sie dabei, Ihren ökologischen Fussabdruck zu minimieren.
Vielseitigkeit
Luft-Wasser-Wärmepumpen können wie bereits gesagt sowohl zur Raumheizung als auch zur Warmwasserbereitung verwendet werden. Dies macht sie zu einer vielseitigen Heizungslösung für Ihr Eigenheim.
Geringe Betriebskosten
Dank ihrer hohen Effizienz können Luft-Wasser-Wärmepumpen langfristig zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. Die niedrigen Betriebskosten von jährlich ungefähr 1'200 Franken helfen dabei, die Investitionskosten (siehe unten) über die Zeit auszugleichen.
Den Vorteilen gegenüber stehen auch Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt:
Abhängigkeit von der Aussentemperatur
Die Effizienz von Luft-Wasser-Wärmepumpen kann bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt abnehmen. Mit anderen Worten: Je kälter es ist, desto mehr Strom muss für die Erzeugung der Heizungswärme aufgewendet werden.
Geräuschpegel
Die Ausseneinheit von Luft-Wasser-Wärmepumpen, insbesondere der Ventilator, ist nicht komplett geräuschlos. Allerdings sind diese nicht besonders hoch: Der Geräuschpegel der Ausseneinheit kann zwischen 50 und 70 Dezibel liegen, was etwa dem Geräuschpegel einer normalen Gesprächslautstärke entspricht.
Platzbedarf
Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe erfordert Platz im Freien für die Aufstellung der Ausseneinheit. In beengten Umgebungen kann dies problematisch sein. In der Regel benötigt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mehrere Meter Platz um die Ausseneinheit herum, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten. In den meisten Fällen wird die Ausseneinheit nicht direkt an einer Wand befestigt, sondern auf einem flachen Fundament oder einer speziell dafür vorgesehenen Fläche aufgestellt.
Für wen sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lohnt
Die Gegebenheiten Ihres Zuhauses spielen eine wichtige Rolle, damit Sie als Hauseigentümerin oder als Hauseigentümer von den obengenannten Vorzügen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe profitieren können.
Ihr Haus sollte beispielsweise gut isoliert sein, um Wärmeverluste zu minimieren. Eine gute Isolierung sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme im Inneren des Gebäudes gehalten wird, was die Effizienz der Luft-Wasser-Wärmepumpe erhöht.
Die Eignung einer Luft-Luft-Wärmepumpe für Ihr Zuhause hingegen hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme Ihr Haus benötigt. In diesem Sinne macht der Einsatz einer solchen Wärmepumpe am meisten Sinn in sehr gut isolierten Häusern, die wenig Energie zum Heizen benötigen, wie Passivhäuser oder Niedrigenergiehäuser. Bei den meisten älteren Wohngebäuden, den sogenannten Altbauten, ist die Verwendung einer Luft-Luft-Wärmepumpe weniger geeignet, selbst wenn Sie eine aufwendige Renovierung durchführen, da die notwendigen Bedingungen für eine effiziente Nutzung oft nicht erfüllt werden können.
Merke:
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lohnt sich in der Regel in den meisten Arten von Wohngebäuden, insbesondere in Altbauten. Der Grund liegt darin, da sie in der Lage ist, Wärme effektiv aus der Umgebungsluft zu gewinnen. Daher ist sie eine gute Wahl für viele verschiedene Haustypen.
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe hingegen ist am besten für gut isolierte, energieeffiziente Häuser geeignet. Gute Beispiele dafür sind Passivhäuser oder Niedrigenergiehäuser. Das liegt daran, dass diese Gebäude bereits eine ausgezeichnete Isolierung und Luftdichtigkeit aufweisen, was dazu beiträgt, dass die Wärmepumpe effizienter arbeiten kann. In weniger effizienten, älteren Gebäuden ist der Einsatz dieser Art von Wärmepumpe nicht zu empfehlen, da die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung nicht gegeben sind.
Die Entscheidung zwischen diesen beiden Typen hängt also auch davon ab, welche Art von Haus Sie haben, da die Isolierung und Energieeffizienz Ihres Hauses eine Rolle bei der Auswahl der geeigneten Wärmepumpe spielen.
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Luft-Wasser-Wärmepumpen sind weiterhin besonders effizient, wenn sie mit Niedertemperaturheizsystemen wie Bodenheizungen kombiniert werden. Denn Bodenheizungen sind darauf ausgelegt, über längere Zeiträume hinweg gleichmässige Wärme abzugeben. Die stetige Leistung der Wärmepumpe gewährleistet eine gleichmässige und effiziente Beheizung des Gebäudes.
Denken Sie auch daran, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einen kontinuierlichen Zugang zur Aussenluft benötigt, um Wärme zu gewinnen. Dabei ist sicherzustellen, dass ausreichend Belüftung vorhanden ist und dass die Luftzufuhr nicht blockiert ist. Lassen Sie sich am besten bereits im Vorfeld von einer Heizungsinstallateurin oder einem Heizungsinstallateur entsprechend beraten. Sie oder er kann auch einschätzen, ob eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für Sie die richtige Wahl ist oder ob sich eine andere Art von Wärmepumpe für Ihr Zuhause besser eignen würde.
Tipp:
Wenn Sie bereits erneuerbare Energiequellen wie Solarmodule auf Ihrem Grundstück nutzen, können Sie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Ihr Gesamtsystem integrieren. Da Sie bereits erneuerbare Energie von Ihren Solarmodulen produzieren, können Sie diese grüne Energie auch verwenden, um die Luft-Wasser-Wärmepumpe zu betreiben. Dies erhöht nicht nur die Effizienz Ihrer erneuerbaren Energieerzeugung, sondern verringert auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Das sind die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Installation in der Schweiz
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die günstigste Variante einer Wärmepumpe. Ihre Gesamtkosten umfassen ca. 40'000 Franken. Die Hälfte davon muss für die Installation aufgebracht werden.
Im Rahmen des Gebäudeprogramms erhalten Sie dafür je nach Kanton unterschiedlich hohe Fördergelder. Es gibt auch Gemeinden, welche eine energetische Sanierung und damit den Einbau einer Wärmepumpe finanziell unterstützen. Dadurch ist auch eine Doppelförderung durch Kanton und Gemeinde möglich. Auf dem nationalen Infoportal «Energiefranken» können Sie durch die Eingabe Ihrer Postleitzahl erfahren, welche Förderungen in Ihrer Gemeinde möglich sind und wo Sie eine Beratung einholen können.
Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist ausserdem entweder melde- oder bewilligungspflichtig. Welche Auflagen in Ihrem Fall gelten, erfahren Sie auf Anfrage bei der Bauverwaltung Ihres Wohnortes.
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