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Die Hausaufgaben können der Nachbereitung des durchgeführten Unterrichts oder der Vorbereitung des bevorstehenden Unterrichts dienen. Ebenso kann der Schulstoff geübt und gefestigt werden oder die Arbeitshaltung von Schülerinnen und Schülern gestärkt und ihre Eigenverantwortung gefördert werden. Hausaufgaben geben den Eltern einen Einblick in die Schule und den Einsatz ihres Kindes. Bei engagiertem, sorgfältigem Hausaufgaben-Verhalten wurden auch höhere Leistungen und eine bessere Leistungsentwicklung gemessen. Wichtige Kriterien sind dabei Dranbleiben, Regelmässigkeit und Sorgfalt bei der Ausübung¹.
Die Hausaufgaben sollten von den Lernenden selbständig erledigt werden können.
Umfang, Inhalt, Schwierigkeit und Häufigkeit müssen den Leistungsmöglichkeiten der Lernenden angepasst sein.
Wie viel Hausaufgaben sind die Regel?
Für die Primarstufe sind folgende Richtwerte festgelegt:
- in der 1. – 3. Klasse 10 – 30 Minuten pro Tag
- in der 4. – 6. Klasse 30 – 40 Minuten pro Tag inklusive Pausen- wenn nötig -nicht übersteigen.
Hinweise für die Eltern:
- Lassen Sie Ihr Kind die Hausaufgaben selber machen und helfen Sie erst, wenn Ihr Kind nach Hilfe fragt oder Sie sehen, dass es wirklich Hilfe braucht.
- Zeigen Sie jedoch Interesse an den Hausaufgaben Ihres Kindes.
- Sie können die Selbstständigkeit Ihres Kindes durch Ihr Verhalten unterstützen und fördern.
- Häufiges Erinnern, dass die Hausaufgaben noch gemacht werden müssen, wirkt sich in den meisten Fällen negativ auf die Motivation des Kindes aus.
Werden Hausaufgaben wiederholt nachlässig oder gar nicht erledigt, nimmt die Lehrkraft mit den Eltern Kontakt auf. Schüler/innen können in ihrer Freizeit aufgeboten werden, um unerledigte Aufgaben nachzuarbeiten.
¹ Meier-Rust, Kathrin. (2008): Verflixte Hausaufgaben. In: NZZ am Sonntag, 31. August 2008.