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Ex-AMD-CTO umgeht den Flaschenhals der ansteuerbaren Bänke (Ranks), indem er einfach nicht alle zeigt, die da sind. Und schon hat der Server mehr Arbeitsspeicher als je zuvor.
Die Prozessorentwicklung legt, mit dem als Moores Gesetz bezeichneten Rhythmus, ein Tempo vor, dem die Entwicklung von Arbeitsspeichern nicht folgen kann. Während CPUs rund alle 18 Monate ihre Rechenleistung verdoppeln, verdoppelt sich die Kapazität von DRAM nur alle 3 Jahre. Die von MetaRAM vorgestellten Meta-SDRAM-Chips sollen die "Kapazität" von Speichermodulen im ersten Schritt verdoppeln, in Bälde sogar vervierfachen.
Der Trick besteht darin, den Speichercontroller zu überlisten. Dieser kann nur eine bestimmte Anzahl von Speicherbänken ansteuern und verwalten. Die Chips von MetaRAM zeigen dem Controller aber nicht alle Bänke eines Moduls, sondern verwalten diese selbständig. Auf diese Weise können wahlweise die Kosten für hochkapazitäre Module durch den Einsatz günstigerer, kleiner Speicherchips gesenkt, oder der maximale Arbeitsspeicher vervielfacht werden. Der Vorteil der MetaRAM-Lösung, die es zunächst für AMD-Opteron- und Intel-Xeon-Plattformen geben wird, liegt darin, dass keine Veränderungen an der Systemhardware notwendig sind. MetaSDRAMs sollen problemlos in Servern und Workstations laufen, die normalerweise Registered DRAM verwenden.
Der Kopf hinter MetaRAM, die bisher rund 50 Patente hält, ist CEO Fred Weber. Bevor er sich mit Geld von Intel Capital und drei von vier SUN-Gründern selbständig machte, entwickelte er für AMD die 64-Bit-Architektur der Athlon- und Opteron-Prozessor. Weber hat aber nicht nur renommierte Investoren gefunden, sondern auch grosse Technologiepartner. Zu den Lizenznehmern von MetaRAM, das keine eigene Fertigung betreiben will, gehört unter anderem Hynix. Aber auch einige kleinere Speicherspezialisten haben Meta-SDRAMs angekündigt. Erste Systeme mit der neuen Modultechnik sollen noch in diesem Quartal auf den Markt kommen. Derweil scheint MetaRAM vom eigenen Erfolg überrollt zu werden. Die Firmenwebsite
ist aktuell nicht zu erreichen. (Thomas Mironiuk)