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<h2>SubmittedText<h2><p>Am Spitzentreffen der Berufsbildung 2014 wurde zur Stärkung der Berufsbildung ein Handlungsschwerpunkt auf die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung gelegt.</p><p>1. Was wurde bisher in Bezug auf diesen Handlungsschwerpunkt unternommen?</p><p>2. Liegen schon erste Ergebnisse vor? Welche?</p><p>3. Wie sind die Anliegen der Erwachsenen in Bezug auf die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung in diesem Handlungsschwerpunkt integriert?</p><p>4. Gibt es auch Überlegungen, welche Dienstleistungen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung für Personen ab 40 erbringen soll?</p><p>5. Teilt der Bund die Meinung, dass eine Laufbahnberatung in der Lebensmitte (zwischen 40 und 45 Jahren) mithelfen kann, die Arbeitsmarktbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden zu verbessern? Warum? Warum nicht?</p><p>6. Was unternimmt der Bund, damit die Chance, welche eine Laufbahnberatung in der Lebensmitte eröffnet, vermehrt genutzt wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Lebenslanges Lernen, Berufswechsel und Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben an Bedeutung gewonnen. Die Durchlässigkeit des schweizerischen Bildungssystems ermöglicht verschiedene Berufs- und Ausbildungswege. Die kantonalen Berufsinformations- und Berufsberatungsstellen fungieren als wichtige Orientierungshilfen und stellen Informationen zu Berufen und den damit verbundenen Karrieremöglichkeiten bereit. Als definierter Handlungsschwerpunkt des Spitzentreffens der Berufsbildung 2014 wird der Berufswahlvorbereitung in der Volksschule und dem Arbeitsmarktbezug in der Ausbildung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen bzw. -berater eine besondere Bedeutung zugemessen. Auch sollen die Berufs- und Branchenverbände vermehrt in die Informationsarbeit einbezogen werden.</p><p>1. Bei der Festlegung der Handlungsschwerpunkte waren sich die Verbundpartner darüber im Klaren, dass diese etappiert werden müssen. 2014 wurde das Schwergewicht auf die Stärkung der höheren Berufsbildung und das Projekt "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" gelegt. Im Rahmen dieses Projektes wird ebenfalls an Verbesserungen in der Information, Beratung und Begleitung gearbeitet. Zum Handlungsschwerpunkt "Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung" wurden gemeinsam mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren drei Teilprojekte entworfen: die Steigerung der Qualität der Berufswahlvorbereitung, die Aus- und Weiterbildung der Beraterinnen und Berater sowie das Bereitstellen von Materialien. Eine verbundpartnerschaftlich zusammengesetzte Koordinationsgruppe ist für die Umsetzung zuständig.</p><p>2./3./6. Eine Umfrage zur Situation der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen in den Kantonen soll den Ist-Zustand aufzeigen. Die Ergebnisse werden Ende 2015 vorliegen und Grundlage für die weiteren Arbeiten sein. Aus dem Projekt wird erstens ein Bericht mit Beispielen von guter Praxis und mit Empfehlungen an die Akteure resultieren. Zweitens soll das Kompetenzprofil für Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen und -berater überprüft und allenfalls aktualisiert werden. Drittens sollen Empfehlungen zur Verwendung, Weiterentwicklung und Verbreitung von Informationsmaterialien für alle Bereiche der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung entstehen. Alle diese Massnahmen kommen auch Personen ab 40 Jahren zugute.</p><p>4. Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung stellt ihre Dienstleistungen allen Personen unabhängig von ihrem Alter zur Verfügung. Angesichts der heterogenen Bildungskarrieren ist es nicht sinnvoll, die Zielgruppen für bestimmte Dienstleistungen nach Alter zu unterteilen. Für Menschen mit Berufserfahrung stehen individuelle Standortbestimmungen mit einer daraus resultierenden Massnahmenplanung im Zentrum.</p><p>5. Der Bundesrat ist der Meinung, dass eine Laufbahnberatung dann sinnvoll ist, wenn Personen ihre berufliche Situation klären, sich beruflich verändern oder die Karriere vorantreiben wollen. Dies kann, muss aber nicht in der Lebensmitte sein. Zur Verbesserung der Arbeitsmarktbeteiligung älterer Arbeitnehmender kann eine Laufbahnberatung beitragen. Weitere Faktoren wie z. B. Erhaltung der Gesundheit oder angepasste Arbeitsbedingungen sind jedoch ebenfalls entscheidend.</p>  Antwort des Bundesrates.