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Auch Schimpansen finden Gähnen ansteckend – allerdings nur in Gemeinschaft von Tieren aus ihrer sozialen Gruppe. Daraus ergibt sich die gängige Theorie, dass Gähnen den Sinn habe, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu steigern. Vor allem diene es dazu, die Schlafzeiten zu synchronisieren – was beim Höhlenmenschen sicher sinnvoll war. Eine weitere führende Hypothese ist, dass Gähnen dazu dient, die Arbeitstemperatur des Gehirns aufrechtzuerhalten. Seine Reaktion wird langsamer und das Gedächtnis lässt nach, sobald seine Temperatur auch nur um 0,1 Grad Celsius von der Idealtemperatur von 37 Grad abweicht. Das tiefe Einatmen kühlerer Luft senkt die Gehirntemperatur, indem das zum Gehirn fliessende Blut abgekühlt wird. Das würde erklären, warum auch bei Angst und Stress gegähnt wird. Das helfe dem Gehirn, so effizient wie möglich zu funktionieren.