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Unser Langstreckenläufer Marcel Berni hat als siebter Schweizer die Marathon-Limite für die EM in Berlin (GER/7. bis 12. August) erfüllt. Der 29-jährige Berner blieb in Rotterdam (NED) in 2:19:19 Stunden um 11 Sekunden unter dem geforderten Wert.
Berni hatte in den letzten Wochen mehrmals angedeutet, dass seine Formkurve stimmt. Zunächst lief er in einem Halbmarathon in Rom (ITA) in 1:05:36 Stunden auf den 11. Platz, dann gewann er an den Schweizer Meisterschaften über 10 km in Oberriet mit persönlicher Bestleistung (30:06) die Silbermedaille. In Rotterdam gelang ihm nun die erhoffte Klasseleistung über die Marathonstrecke. In 2:19:19 Stunden verbesserte er seine im letzten Herbst in Berlin realisierte persönliche Bestzeit (2:20:14) um fast eine Minute und empfahl sich damit für eine Selektion für den EM-Marathon am 12. August in Berlin.
Berni ist nach Tadesse Abraham (LC Uster), Adrian Lehmann (LV Langenthal), Patrik Wägeli (LC Frauenfeld), Christian Kreienbühl (TV Oerlikon), Andreas Kempf (TSV Düdingen) und Geronimo von Wartburg (LV Winterthur) der siebte Schweizer, der die bei 2:19:30 festgelegte EM-Limite unterboten hat, wobei er einige Sekunden schneller war als Kempf und von Wartburg. An der EM sind maximal sechs Läufer pro Nation startberechtigt. Die Qualifikationsperiode läuft noch bis zum 29. April.
Marcel Berni hat somit gute Chancen, zum zweiten Mal nach 2016 in Amsterdam (NED) dem Schweizer EM-Team anzugehören. Damals gewann er mit der Halbmarathon-Equipe von Swiss Athletics sensationell die Goldmedaille.
Rotterdam (NED). Marathon. Männer: 1. Kenneth Kipkemoi (KEN) 2:05:04. – Ferner: 18. Marcel Berni (SUI) 2:19:19 (EM-Limite erfüllt).
Erlebnisbericht von Marcel Berni
«Nach gelungenen Vorbereitungswettkämpfen durfte ich letzte Woche voller Zuversicht nach Rotterdam reisen. Mein Trainer und ich kamen im Vornhinein zum Schluss, dass der dortige Marathon die besten Voraussetzungen bieten würde, um einen Angriff auf die EM-Limite von 2 h19:30 zu unternehmen. Mit Ausnahme von etwas warmen 14 bis 17 Grad gingen unsere Kalkulationen auf: Der Rotterdam Marathon bietet eine flache Strecke, die an einem beinahe windstillen Tag, wie am letzten Sonntag, schnelle Zeiten ermöglicht. Von Beginn an lief ich in einer grossen Gruppe mit. Diese zerfiel jedoch bei der Halbmarathon-Marke plötzlich; von da an war ich auf mich alleine gestellt. Auf der zweiten Streckenhälfte musste ich alles aus mir herausholen, ehe ich nach 2h19:19 völlig erschöpft das Ziel vor der Rotterdamer Stadthaus erreichte. Das bedeutete Rang 18 und eine klare neue persönliche Bestleistung. Viel wichtiger ist aber, dass ich damit die EM-Limite für die im kommenden Sommer anstehenden kontinentalen Titelkämpfe um 11 Sekunden unterbieten konnte.»