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Im Kantonalfinal der Pistolenschützen konnte Schmitten-Flamatt seinen Gruppentitel erfolgreich verteidigen. Starke Leistungen zeigten Grégory Emmenegger und Laurent Stritt mit dem Gewinn von je einer Gold- und einer Silbermedaille in den Einzelfinals.
Nach einer Vorqualifikation erkoren die Pistolenschützen in den drei Sportschiessdisziplinen A-, B- (beide auf 50 m) und C-Match (25 m) sowie die acht besten Gruppen des Kantons am letzten Wochenende in Schmitten und Estavayer-le-Lac die Freiburger Meister. Gemäss Urs Jenny vom kantonalen Schützenverein (Abteilung Pistole) nahm gegenüber 2019 rund ein Drittel weniger an den Vorausscheidungen teil, was der Covid-19-Situation zuzuschreiben sei (Schiessstände wurden zum Teil unterschiedlich geöffnet, Trainingsrückstände etc.).
Titel für Emmenegger und Stritt
Unbeeindruckt durch das vorhandene Gegenlicht während des Wettkampfes erzielte Grégory Emmenegger (Schmitten-Flamatt) am Freitag im Schiessstand Schmitten im A-Match sehr gute 539 Punkte und gewann als Titelverteidiger in der Paradedisziplin der Sportschützen souverän vor seinem Vereinskollegen Laurent Stritt (527 Punkte). Bronze ging an Pascal Aeby (Giffers-Tentlingen) mit 517 Punkten.
Im B-Match in Estavayer-le-Lac erzielte der frisch gewählte Präsident der Sportschützen Schmitten-Flamatt und Titelverteidiger, Laurent Stritt, am Samstag mit 573 Punkten ein auch auf nationaler Stufe hervorragendes Resultat. Der zweitklassierte Dominique Aebischer (Düdingen) wies mit 549 Punkten bereits 24 Punkte Rückstand auf. Bronzemedaillengewinner Samuel Grangier (Bulle-Grevîre) schaffte mit 545 Punkte insgesamt 28 Punkte weniger als Stritt.
Extrem spannend verlief der C-Einzelfinal. Mit der letzten Passe konnte sich Jean-Luc Bastian (Montagny und Umgebung) mit 564 Punkten Gold sichern. Silber ging an Titelverteidiger Emmenegger mit 563 Punkten, der dank einem Innenzehner einmal mehr die Oberhand gegen Stritt behielt. Mit ausgezeichneten 291 Punkten nach dem Präzisionsteil noch in Führung liegend, vergab Favorit Emmenegger die Titelverteidigung mit einem für ihn mässigen Resultat im Schnellfeuerteil.
Da die Favoritin Jessica Waeber (Plaffeien) mit der Nationalmannschaft im Einsatz war, nutzte Lauriane Ambrosini (Düdingen) im C-Match der Juniorinnen die Gunst der Stunde. Sie gewann mit 551 Punkten vor Aubane Conus (Villeneuve/540) und ihrer Schwester Alice Ambrosini (Düdingen/523).
C-Wettkampf entschied den Gruppenwettkampf
Insgesamt 16 Gruppen starteten zu den diesjährigen Ausscheidungen für den Kantonalfinal. Davon qualifizierten sich die zehn besten Gruppen für die Titelvergabe. Jeder der vier Gruppenschützen musste 30 Schuss auf die Präzisions- und 30 Schuss auf die Duellscheibe, die nur 3 Sekunden sichtbar ist, abgeben. Bereits nach dem Präzisionsprogramm trennte sich die Spreu vom Weizen. Die mit dem besten Qualifikationsresultat angetretene Gruppe Bulle-Grevîre I führte mit 557 Punkten vor Montagny und Umgebung (553 Punkte) und Titelverteidiger Schmitten-Flamatt (549 Punkte). Auf dem vierten Zwischenrang lauerte die Nachwuchsgruppe Villeneuve II – angeführt von der Nachwuchs-Nationalkaderschützin Nadja Bise – mit 536 Punkten.
Dass der C-Wettkampf in der Regel durch den Schnellfeuerteil entschieden wird, hat sich auch in diesem Final bewahrheitet. Das Quartett von Schmitten-Flamatt (Dominik Brülhart, Grégory Emmenegger, Tamara Pellet, Laurent Stritt) konnte mit 546 Punkten das Blatt zu seinen Gunsten wenden und mit einem Gesamttotal von 1095 Punkten den dritten Titel in Serie holen. Silber ging an die Gruppe Montagny und Umgebung (Jean-Luc Bastian, Serge Cantin, Jean-Pierre Codourey, Evelyne Joye), die das punktgleiche Quartett aus Bulle-Grevîre I (1089 Punkte/Samuel Grangier, Lucas Jaquet, Philippe Kaeser, Jean-Jacques Mornod) dank des höheren Gruppeneinzelresultats auf den Bronzeplatz verwies. Das beste Schnellfeuerresultat erzielte mit 447 Punkten die Nachwuchsgruppe Villeneuve II (Anthony Bise, Nadja Bise, Aubane Conus, Yael Ischi). Schlussendlich fehlten dieser Gruppe lediglich sechs Punkte auf den Bronzeplatz.