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Gelten international dieselben Dosislimiten bei einem Extremereignis?
Nein. Manche Länder kennen gar keine konkreten Dosislimiten bei Erdbebenstörfällen. Die Schweiz hingegen hat sehr strenge Vorschriften bezüglich Erdbebensicherheit, Dosislimiten und Abschaltkriterien: Die Dosislimite von 100 mSv für ein Extremereignis mit der Häufigkeit von einmal in 10’000 Jahren ist vergleichsweise tief. In Spanien und den USA gelten beispielsweise 250 mSv. Nur Deutschland (50 mSv) und Japan (5 mSv) kennen tiefere Dosislimiten für das 10'000-jährige Erdbeben.
Mit der Dosislimite von 1 mSv für ein Extremereignis von einmal in 1000 Jahren hat die Schweiz (ebenso England) den im internationalen Vergleich mit Abstand strengsten Wert. International gibt es kein anderes Land, das für diesen Fall 1 mSv fordert. 1 mSv ist zudem ein sehr tiefer Wert: er entspricht rund einem Fünftel der jährlichen natürlichen Dosis für die Bevölkerung der Schweiz (5,5, mSv) oder der Personendosis aus zehn Interkontinentalflügen.
- Warum braucht es eine Revision der Kernenergieverordnung?
- Was wird an der Kernenergieverordnung geändert?
- Werden mit der laufenden KEV-Revision nicht Dosislimiten hinaufgesetzt und die Bevölkerung einem höheren Risiko ausgesetzt?
- Gelten international dieselben Dosislimiten bei einem Extremereignis?
- Wie können die Kernkraftwerke die Grenzwerte bei einem Extremereignis einhalten?
- Was bedeutet es für die Schweizer Kernkraftwerke, wenn der Grenzwert für das 10'000-jährige Erdbeben auf 1 mSv herabgesetzt würde?
- Wie ist der Grenzwert von 100 mSv einzuordnen? Sind 100 mSv pro Person und Jahr nicht sehr viel und gesundheitsschädigend?