Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/659

Manchmal verwenden Ärzte oder Publikationen Begriffe, die Patienten nicht geläufig sind. Wir möchten Ihnen diese Fremdwörter verständlich erklären.
Ein Aneurysma ist eine Ausweitung des Querdurchmessers von Gefässen. Typischerweise betrifft sie Arterien, seltener auch Venen.
Die Aneurysmageometrie beschreibt die Form und den dreidimensionalen Verlauf einer Gefässausweitung im Körper. Durch dreidimensionale Computertomographie-Rekonstruktionen können die Aneurysmen ganz präzise ausgemessen werden, was vor allem für die endovaskuläre, also innerhalb eines Gefässes stattfindende, Therapie zwingend notwendig ist.
Die Arteriosklerose ist ein Überbegriff für die Erkrankung von Arterien. Sie führt häufig zu Einengungen der Gefässe. Verkalken dabei die im Laufe der Zeit entstandenen Gewebeveränderungen (Plaques), dann spricht man von Gefässverkalkung.
Vorne an einem Katheter befindet sich ein Ballon, den man auf einen bestimmten Durchmesser aufblasen kann. Mit Hilfe dieses Ballon-Katheters werden Engstellen in Gefässen erweitert. Diesen Vorgang nennt man dann „Ballon-Dilatation“.
Das Bauchfell ist die innerste Schicht des Bauchraumes, die – wie eine feine Hülle – die meisten inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens umfasst.
Ein Bypass überbrückt ein verstopftes Gefässgebiet mit Hilfe eines neuen Gefässes. Dabei kommen entweder eigene Venen (Stammvenen) oder Kunststoffprothesen zum Einsatz.
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) im Stadium II oder Schaufensterkrankheit, bei der eine Minderdurchblutung der Muskulatur auftritt. Diese verursacht Schmerzen unter Belastung, also beim Gehen. Nach dem Stehenbleiben verschwinden die Schmerzen rasch wieder.
Die Computertomographie basiert auf Röntgentechnik und macht sogenannte „Schnittbilder“ des Körpers. Durch Zugabe von Kontrastmitteln können dabei Gefässe dargestellt werden.
Herzkranzgefässe, auch Coronararterien genannt, stellen die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels sicher. Diese Coronararterien sind ein Bestandteil des arteriellen Systems und erkranken häufig zusammen mit anderen Arterien. Leidet ein Patient an Arteriosklerose, ist die Abklärung der Herzkranzgefässe daher ein Bestandteil der Diagnostik.
Drähte und Schleusen kommen bei den endovaskulären Verfahren, welche häufig durch die Haut hindurch (perkutan) durchgeführt werden, zum Einsatz. Sie werden über Schleusen ins Gefäss-System eingeführt und dienen als Führungsschiene für die Platzierung von Ballon-Kathetern oder Kathetern, auf welchen Stents aufgebracht sind.
Die endovaskuläre Therapie ist ein Verfahren, bei welchem das Gefäss nicht durch eine Operation freigelegt, sondern über Katheter, also Zugänge in der Leiste oder dem Arm, versorgt wird.
Im Rahmen der endovaskulären Therapie eines Aneurysmas kommt es manchmal zu einem sogenannten „Endoloeak“. Ziel jeder endovaskulären Aneurysma-Therapie ist, den Blutstrom über die Endoprothese, also ein Implantat, das dauerhaft im Körper verbleibt, zu leiten und damit den Druck auf die Aneurysmawand einzustellen. Wird an irgendeiner Stelle der Aneurysmasack erneut durchblutet, spricht man von einem Endoleak.
Das Gehtraining macht die konservative Therapie im zweiten Stadium der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder pAVK, auch Schaufenstererkrankung genannt, aus. Es fördert die Bildung von Kollateralen, also Seiten- oder Nebenästen von Blutgefässen. Diese Kollateralen sichern die Blutversorgung eines Gewebsgebietes bei Verlegung oder Verletzung von einzelnen Blutgefässen.
Graft ist ein Kunststoffprodukt, aus welchem künstliche Gefässe hergestellt werden. Es handelt sich dabei entweder um Dacron (Segeltuch) oder Gore-Tex.
Ein Herzinfarkt ist die Folge einer Erkrankung der Coronararterien (Herzkranzgefässe). Dabei wird ein kleineres oder grösseres Areal des Herzmuskels – je nach Grösse des verstopften Areals – nicht mehr mit Sauerstoff versorgt.
Ischämie bedeutet Minderdurchblutung. Bei der kritischen Ischämie ist das betroffene Gewebe vom Untergang bedroht.
Die Kollateralen, Seiten- oder Nebenäste von Blutgefässen, bilden einen Umgehungskreislauf bei Verstopfung der Hauptachse und sorgen für die Blutversorgung eines Gewebsgebietes.
Eine konservative Therapie von Erkrankungen der Blutgefässe kommt sowohl ohne endovaskuläre, (also quasi von innen eines Blutgefässes her eingeleitete) als auch ohne offene chirurgische Massnahmen aus. Zu den konservativen Ansätzen gehören das „best medical treatment“, d.h. die Optimierung von Medikamenten, sowie die Vermeidung der Risikofaktoren.
Die Physiologie versteht unter Motorik willkürlich erzeugte Bewegungsabläufe des Körpers, die, von spezifischen Gehirnzentren gesteuert, über das nervöse Reizleitungssystem durch den Muskelapparat realisiert werden.
Die MRA, also Magnetresonanz-Angiographie, ermöglicht eine Darstellung der Blutgefässe ohne Röntgenstrahlen. Allerdings benötigt sie, wie die Computertomographie-Untersuchung, Kontrastmittel.
Eine Stenose ist die Einengung einer Arterie oder einer Vene.
Ein Patch ist ein Kunststoffstreifen, welcher häufig bei einer Längsnaht einer Arterie eingesetzt wird. Damit möchte man eine Einengung durch die Naht verhindern.
Plaques sind krankhafte Ablagerungen an den Arterieninnenwänden im Rahmen der Arterienverkalkung.
Die PTA ist die künstliche Erweiterung einer Engstelle im Gefässsystem mit Hilfe eines Zugangs in der Leiste oder am Arm. Bei dem Eingriff platziert man über eine Schleuse und einen Draht den Ballon-Katheter an der Stelle, an welcher er unter einem genau definierten Druck auf eine genau definierte Grösse aufgeblasen wird. Verwendet man zusätzlich einen Stent, nennt man diese Prozedur Stent-PTA.
Ein Einriss in der Gefässwand, der eine Blutung in die Umgebung auslöst, heisst Ruptur.
Ein Kunststoffrohr mit Dichtung, welches in eine Arterie eingelegt wird. Es erlaubt ein Einbringen von Drähten, Kathetern und Stents. Eine Schleuse wird im Rahmen der interventionellen Therapie einer Verschlusskrankheit (Periphere arterielle Verschlusskrankheit oder pAVK) verwendet.
Ein Drahtgeflecht, welches von innen gegen die Gefässwand drückt, um eine zuvor verengte Stelle offen zu halten.
Ein Stent ist ein in ein dünnes Röhrchen eingepacktes Drahtgeflecht. Wird es aus diesem Röhrchen herausgestossen, springt es wie eine Feder in seine ursprüngliche Form zurück und kann so eine eingeengte Stelle in einem Gefäss offen halten.
Bei einem Stent-Graft handelt sich um ein Drahtgeflecht (Stent), welches mit einer feinen Gewebeschicht überzogen ist. Stent-Grafts werden hauptsächlich bei der endovaskulären Versorgung von Aneurysmen verwendet.
Stammvenen sind oberflächliche Hauptvenen auf der Innenseite der Beine – vom Knöchel bis zur Leiste die V. saphena magna, hinten am Unterschenkel vom Aussenknöchel bis in die Kniekehle die V. saphena parva. Vor allem bei der Entstehung von Krampfadern spielen sie eine entscheidende Rolle.
Ein Symptom ist ein Zeichen, das auf eine Erkrankung hinweist, also letztendlich das, was der Patient im Verlauf einer Krankheit verspürt.
Bei einer TEA schält man die Innenschicht einer Arterie aus. Dabei werden Plaques entfernt, die zu einer Gefässeinengung führen. Dieser Eingriff eignet sich nur bei lokalisierten Prozessen, wie z.B. in der Leiste oder an der Halsschlagader. Lange verlaufende, verengende oder verschliessende arteriosklerotische Plaques eignen sich nicht für die Thrombendarteriektomie, weil die innere Wunde im Gefäss zu lang wird.
Bei einer Thrombose handelt es sich um die Verstopfung eines Blutgefässes (Arterie oder Vene) durch einen Blutklumpen.
Bei allen Operationen besteht ein erhöhtes Thromboserisiko. Um dieses Risiko zu reduzieren, verabreicht man daher vor der Operation blutverdünnende Medikamente.
Bei einem tiefen Venensystem handelt es sich um Venen, die die Arterien in der Tiefe begleiten. Der entscheidende Rücktransport von Blut zum Herzen erfolgt über das tiefe Venensystem.
Der Ultraschall ist eine nicht invasive Methode, also eine, bei der Geräte oder Katheter nicht in den Körper eindringen. Er dient der Darstellung von anatomischen Strukturen im Körper. Mittels spezieller Technik kann dabei die Blutflussgeschwindigkeit in den Gefässen dargestellt und gemessen werden. Bei einem Gefässproblem ist der Ultraschall häufig eine der ersten Untersuchungen, die man durchführt.
Fragen & Termine
Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an die Spezialisten des Universitären Zentrums für Endovaskuläre und Vaskuläre Chirurgie Aarau–Basel. Oder vereinbaren Sie mit den Ärzten unseres Zentrums einen persönlichen Beratungstermin.
Nach dem Versand werden wir uns baldmöglichst bei Ihnen melden.