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Der Name Fritschi ist im süddeutschen Raum eine Koseform von Friedrich. Auch Fridolin ist von Friedrich abgeleitet. Es besteht somit ein Zusammenhang zw. Friedrich, Fridolin und Fritschi.
Die Fritschifamilie besteht aus dem Bruder Fritschi mit seiner Fritschene, die Kindsmagd, der Narr, der Bajazzo und die Bauern.
Der Fritschibrauch, der seit Jahrhunderten von der ehemaligen Krämergesellschaft und heutigen Safranzunft gepflegt wird, geht wahrscheinlich auf das letzte Treffen der Luzerner und Innerschwyzer im Alten Zürichkrieg zurück, als die österreichische Übermacht am Fridolinstag, 06. März 1446 - es war zugleich die Alte Fasnacht - bei Ragaz besiegt wurde. Der Fridolinstag, als Jahrzeit dieser Schlacht war lange ein Festtag, der mit einer kirchlichen Feier und mit einer Harnischschau, an der die auszugspflichtigen Luzerner in Wehr und Waffen durch die Stadt zu ziehen hatten, begangen wurde. Weil die anschliessenden Ess- und Trinklage in den Zunftstuben nicht in die Fastenzeit passten, verlegte der Rat die Waffenschau auf den Schmutzigen Donnerstag, den ersten Tag der Luzerner Fasnacht. Deshalb fällt noch heute die Fritschifasnacht mit dem Fritschiumzug auf diesen Tag.
Mitten im fröhlichen Kriegerharst zog Bruder Fritschi ursprünglich als überlebensgrosse Strohpuppe, später von einem verkleideten Zünftler in blauweissem Staatsmantel dargestellt, durch die Altstadtgassen. Um 1600 berichtet R. Cysat, dass Bruder Fridolin und seine Frau, die Fritschene, zu Pferd hinter den "Soldner" in die Stadt einzogen.