Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2763

Anfrage über die Auswirkungen der Beitragskürzung auf die kantonale Kulturförderung mit dem AFP 2018-2021
Archiv: 4. Dezember 2017
Ali R. Celik und Mitunterzeichnende bitten den Regierungsrat mit einer Anfrage um die Beantwortung einiger Fragen zu den Auswirkungen der Beitragskürzung auf die kantonale Kulturförderung.
Mit dem Voranschlag 2 2017 wurde eine Kürzung der kantonalen Kulturförderbeiträge um 0,8 Millionen Franken für das laufende Jahr vorgenommen. Mit dem AFP 2018-2021 wird wieder eine Sparmassnahme bei der Kulturförderung um 0,76 Millionen Franken für das Jahr 2018 vorgeschlagen. Das ist ein wesentlicher Eingriff in das Kunst- und Kulturschaffen und letztlich ins Angebot.
Kulturförderung ist einerseits eine Staatsaufgabe, und andererseits begleitet Kultur das Leben, stiftet Identität, verbindet und ermittelt.
Wir bitten den Regierungsrat um Antwort auf folgenden Fragen:
- Was bedeutet aus der Sicht des Regierungsrates die Fortsetzung der Kürzung der Kulturförderungsbeiträge für die regionale Kulturförderung - für freie Kunst; Theater und Tanz; Jazz/improvisierte Musik; Programme und Kulturveranstalter? Welche Produktionen werden durch diese Kürzung zurückgehen? Die vorgeschlagene Kürzung ist für die freien Kulturschaffenden erheblich und bedeutet in der Tat eine Reduktion der Mittel der kantonalen Kulturförderung von rund 30 Prozent des Kantonsbeitrags zur Förderung Kunst und Kultur im Vergleich zum Jahr 2016.
- Wie stellt sich der Regierungsrat mit diesen knappen finanziellen Ressourcen die Förderung der kulturellen Vielfalt im Sinn des Kulturförderungsgesetzes vor, um Attraktivität des Kantons Luzern zu erhalten? Die Kürzung der kantonalen Kulturförderbeiträge in dieser Grössenordnung wäre nicht nur für Kulturschaffende und kleine Institutionen kaum verkraftbar, sondern hätte auch eine negative Auswirkung für die grossen Kulturbetriebe des Kantons. Regionale Kulturschaffende und kleinere Institutionen bilden den Nährboden für die grossen Kulturbetriebe. Der Rückgang der Vielfalt der Kulturproduktion der freien Kulturanbieter würde sich negativ auf das Kulturangebot der grossen Kulturbetriebe auswirken.
- Wie können die grossen Kulturbetriebe diese Lücken, die durch die Leistungen der freien Kulturkreise entstehen, kompensieren? Welche finanziellen Lücken würden für die grossen Kulturbetriebe entstehen? Die Kürzung der kantonalen Kulturförderbeiträge würde ganze Gruppen von Kulturschaffenden und Kleininstitutionen treffen.
- Welche finanziellen Lücken würden für die gewissen Kulturschaffenden entstehen? Mit welchen Kosten müssten die kantonalen Sozialdienste rechnen?