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Territorialgewässer von Kiribati (Photo/Wikimedia)
(s h ) Ein bestehendes Schutzgebiet in der Nähe von Hawaii soll fast zehnmal grösser werden, mehr als zwei Millionen Quadra tkilometer das grösste der Welt. Falls sich die Fischereiindustrie nicht erfolgreich querlegt, könnte ein entsprechender Erlass Ende Jahr in Kraft treten. Nicht untätig sind aber auch kleine, arme Inselstaaten wie Kiribati, die 410000 Quadratkilometer Meer vor jeglicher Fischerei schützen, obwohl sie vom Fischfang und vom Verkauf von Fischereilizenzen leben.
Nicht alle Meeresschutzgebiete werden jedoch konsequent geschützt. Eine neue Studie zeigt, dass die meisten nur auf dem Papier geschützt sind und daher bislang auch keine Erholung der Fischbestände stattfand. Alle tatsächlich geschützten Gebiete waren jedoch deutlich fischreicher als die umgebenden Meeresregebiete: Sie beherbergten rund achtmal mehr grosse Fische und vierzehnmal mehr Haie als in befischten Gebieten. Damit aus Papiertigern echte Schutzgebiete werden, muss laut der Studie komplett auf die Befischung verzichtet werden. Damit dies tatsächlich eingehalten wird, sind Kontrollen und Sanktionen unerlässlich.
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