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Mit dem Einzel-Weltmeister Karl Geiger und Granerud, dem Silbermedaillen-Gewinner des Vortages, standen zum Schluss noch die zwei besten Flieger oben. 12 m betrug der Vorsprung, den Geigers Kollegen heraus geflogen hatten. Doch dieses Polster sollte nicht reichen. Norwegens Trainer liess für Granerud den Anlauf gleich um drei Luken verkürzen, um genügend Kompensationspunkte zu erhalten. Trotz des geringen Anlaufs segelte Granerud auf 234,5 m und setzte damit Geiger unter Druck. Dieser stiess nun ebenfalls mit wenig Anlauf vom Balken ab und musste 228 m erreichen. Denn erst ab dieser Weite - sie entspricht 95 Prozent der Hillsize von 240 m - werden die Kompensationspunkte für den von Trainern und nicht von der Jury verkürzten Anlauf gutgeschrieben. Geiger landete bei 224,5 m, Deutschland hatte verloren. Bronze ging an die Polen.
Der Erfolg ist Granerud zu gönnen. Im Einzel hatte er im letzten Sprung ebenfalls mächtig auf Geiger aufgeholt, konnte diesen aber um 0,5 Punkte nicht abfangen.
Die bei idealem Flugwetter durchgeführten Titelkämpfe gingen ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne. Der ausser Form geratene Simon Ammann war gar nicht erst angereist, Gregor Deschwanden und Dominik Peter wurden von den slowenischen Behörden am Donnerstag aus dem Verkehr gezogen, nachdem ihr Trainer Ronny Hornschuh positiv auf das Coronavirus getestet worden war.