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Inspiriert von den ersten Eisenbahnen zu Aussichtspunkten in der Schweiz, lancierte der Basler Ingenieur Wilhelm Hetzel 1894 die Idee einer Bahnlinie auf die Chrischona.
Der Basler Ingenieur Wilhelm Hetzel erarbeitete 1894 ein Projekt für eine elektrisch betriebene Schmalspurbahn vom Bahnhof Riehen über Bettingen hoch auf die Chrischona. 1896 entstand ein Initiativkomitee, das die Riehener und die Basler Behörden für das Projekt zu begeistern versuchte, indem es insbesondere dessen Bedeutung für den lokalen Tourismus und die Möglichkeit der Mitnutzung der elektrischen Antriebskraft für die Dorfbeleuchtung hervorhob. 1897 erhielten die Initianten vom Bund eine Baukonzession. Mit dem Bau der Bahn konnte jedoch nicht begonnen werden, da es an finanziellen Mitteln fehlte und auch für den Transport der Ausflügler von Basel nach Riehen eine Lösung gefunden werden musste. Etliche Vorschläge wurden diskutiert und eine Tramlinie von Basel nach Riehen gefordert. Diese wurde 1908 schliesslich eingeweiht. Auch wenn das Zubringer-Problem damit gelöst war, stellte sich weiterhin die Frage nach der Finanzierung. Die Konzession für den Bau der Bahn wechselte mehrere Male den Besitzer. Alle Konzessionäre versuchten erfolglos, vom Kanton Subventionen zu erhalten. Ein letzter Versuch scheiterte 1914 endgültig an der fehlenden Finanzierung sowie dem fehlenden Interesse der Behörden an einer solchen Bahnverbindung.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 8.1.2023
Meyer, Paul: Mit der Eisenbahn auf die Chrischona. In: Jahrbuch z’Rieche 1965. S. 93–108.
Hagmann, Daniel: Schnyder, Arlette et al.: Riehen – ein Portrait. Basel 2010. S. 157–183, hier S. 174.