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2.9 km
Publiziert: 31 März 2013
Die Cantina Pizzorin in Sementina liegt versteckt hinter den Hungertürmen gegenüber der Kirche Santa Trinità von Monte Carasso. Der Familienbetrieb stellt Rot- und Weissweine her.
An den Sonnenhängen bei der Magadino-Ebene, genauer gesagt in Sementina und Monte Carasso, pflegt der Winzer Giancarlo Pestoni seine Rebhänge. Die Kellerei Pizzorin befindet sich in Sementina gegenüber der Kirche Santa Trinità von Monte Carasso gleich neben den Hungertürmen aus dem 19. Jahrhundert. Pestoni kultiviert verschiedene Rebsorten wie Merlot, Bondola – die traditionelle Traubensorte des Tessins –, Cabernet Sauvignon und Chardonnay. Aus diesen produziert er mehrere Rot- und Weissweine, die den Geschmack des Bodens und die sonnendurchfluteten Hänge widerspiegeln.
Die Cantina Pizzorin ist ein kleiner und familiärer Betrieb, den Giancarlo Pestoni und seine Frau mit viel Leidenschaft und Engagement führen. Bevor Pestoni sich ans Selbstkeltern wagte, war er im Informatikbereich tätig. Schon in seiner Kindheit kam er mit der Welt des Weins in Berührung und half seinem Vater in den Reben. Doch daran, seinen eigenen Wein zu keltern, dachte er nicht sofort. Er bildete sich durch Fachbücher und an Kursen im Weinbaugebiet Bordeaux aus und produzierte anfangs etwa 300 Flaschen. Aus seinem Hobby wurde Passion, und 1997 wagte sich Pestoni an den Weinausbau in Eichenfässern.
Heute produzieren die Pestoni zwei Weiss- und vier Rotweine. Der Ninfea (Chardonnay) ist ein frischer Weisswein mit exotischen Fruchtnoten, wohingegen der andere Weisswein Niveo (Merlot) eher Blumen- und Mineralnoten aufweist. Die Rotweine baut Pestoni in Barriques aus: Der Pizzorin (Merlot) und der La Tur (Merlot und Cabernet Sauvignon) reifen während 24 Monaten in Eichenfässern; der Arcada (Merlot) und der Bondola in Barriques zweiten oder dritten Gebrauchs während 12 Monaten. Ausserdem macht die Cantina Pizzorin bei der Produktion von TI 4 mit, eines Rotweines, der aus den besten Trauben von fünf Winzern besteht: Nicola Corti (Corti Vini), Giorgio Rossi (Azienda Mondò), Nicola und Raffaele Marcionetti (Cantina Settemaggio), Enrico Trapletti (Trapletti Vini) und eben Giancarlo Pestoni – ein Wein, den es zu kosten lohnt.