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Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Darwin Airline, die unter der Marke Etihad Regional fliegt, kritisiert das Konkurrenzverhalten der Swiss. Sie hat gemäss einer Medienmitteilung vom Dienstag eine Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) deponiert.
Darwin Airline beklagt gegenüber der Weko, dass die Swiss nach der Ankündigung der geplanten Übernahme von einem Drittel des Kapitals durch Etihad mit einer Reihe von missbräuchlichen Massnahmen versucht habe, Darwin aus dem Schweizer Markt zu verdrängen.
Nach der Bekanntgabe der Partnerschaft zwischen der Schweizer Regionalfluggesellschaft Darwin Airways und der arabischen Etihad Airways hatte die Swiss unter anderem die Zusammenarbeit mit Darwin auf der Strecke Zürich-Lugano aufgekündigt. Swiss setzte auf diesen Strecken stattdessen Flieger der österreichischen Fluggesellschaft Tyrolean Airways ein.
Darwin Airline hatte in dieser Angelegenheit bereits Mitte Oktober in einem Brief an das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Kritik an der Swiss geübt. Reklamiert wurde dabei eine Verletzung der Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz, der EU und Österreich.
Ende Januar Termin beim BAZL
Beim BAZL hiess es am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass es sich bei diesem Fall um ein klassisches Wet Lease handle. Die Swiss umgehe damit keine Verkehrsrechte.
Die Swiss zeigte sich in einer Stellungnahme überrascht von der Ankündigung von Darwin. Die Vorwürfe würden geprüft, sobald sie der Swiss offiziell zugestellt worden seien. Zwischen der Swiss und Darwin habe bis Ende Oktober 2014 ein Wet-Lease-Vertrag bestanden, der nicht mehr verlängert worden war.
Das BAZL hat inzwischen auch die Kooperationsverträge zwischen Etihad und Darwin überprüft und diese grundsätzlich akzeptiert, wie der BAZL-Sprecher erklärte. Kritisiert wurde jedoch, dass das Kooperationsmodell eine zu starke finanzielle Abhängigkeit von Etihad beinhalte.
Darwin hat nun bis Ende Januar Zeit dazu Stellung zu nehmen und Korrekturmassnahmen vorzustellen. Bis zu diesem Termin kann Darwin laut BAZL den Flugbetrieb normal weiter führen.