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Khoudias Geschichte
Wenn man jahrelang mit einem gesundheitlichen Problem lebt, das angeblich nicht operiert werden kann, dann kann man leicht die Hoffnung verlieren. In ihrem Dorf in Senegal glaubte Khoudia nicht mehr an eine Heilung. Aber ihre Mutter Atta liess den Kopf nicht hängen, sondern setzte alles daran, damit ihre Tochter operiert werden konnte.
Khoudia war etwa 10 Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine Schwellung an der Wange bemerkte. „Sicher nichts Schlimmes“, dachten ihre Eltern. Aber statt abzuschwellen, wurde die Wange immer dicker und bildete schliesslich eine seltsame Beule. Sie tat nicht weh und es waren eher die Hänseleien der anderen Kinder, die schmerzten. Khoudia fühlte sich abgelehnt und kam oft weinend von der Schule nach Hause.
Atta suchte mit ihrer Tochter verschiedene Spitäler in der Region auf. Das Problem war schnell identifiziert. Khoudia hatte einen Tumor, der unbedingt operiert werden sollte.
Kein örtliches Spital kann den chirurgischen Eingriff durchführen
Doch dann kam überall dieselbe Antwort: „Leider können wir bei uns eine solche Operation nicht vornehmen.“
Die Worte blieben im Kopf des jungen Mädchens hängen, das doch so gern glauben wollte, es könne eines Tages gesund werden. Die Jahre vergingen, das Gesicht veränderte sich immer mehr und Atta suchte weiter, überzeugt irgendwann irgendwo Hilfe zu finden. Als endlich ein Spital im Nachbarland Gambia bereit war, die Operation zu übernehmen, stellte sich eine neue Herausforderung: der Eingriff war teuer. Wie sollte er bezahlt werden? Atta und ihr Mann arbeiteten hart um die nötige Summe zusammenzubekommen – ein erster Sieg!
Doch das Ergebnis war eine furchtbare Enttäuschung, berichtet Atta: „Sie haben die Operation begonnen und dann ihre Meinung geändert und uns gesagt, sie könnten den Tumor doch nicht entfernen“. Das war für die ganze Familie eine bittere Erfahrung. Als Khoudia 16 Jahre war, verschlechterte sich ihr Zustand. Die Geschwulst begann zu schmerzen, als würde man ihr mit Nadeln ins Gesicht stechen. Die Schmerzen wurden so schlimm, dass sie nicht mehr in die Schule gehen konnte.
Ein chirurgischer Eingriff dank Mercy Ships
Khoudias Mutter verdoppelte ihre Anstrengungen, und dann, beim soundsovielten Besuch in einem Spital, hörte sie von der Africa Mercy, die in Dakar vor Anker liege, mehr als 200 Kilometer weit weg.
Attas Mühen wurden belohnt, Khoudia wurde für eine Operation angenommen. Das junge Mädchen wusste nicht, was sie erwartete. Atta hingegen war vor allem erleichtert zu erfahren, dass der Eingriff sie nichts kosten sollte. Und tatsächlich war dieser zweite Eingriff erfolgreich – der Tumor wurde vollständig entfernt.
Den Kopf dick bandagiert und das Gesicht noch angeschwollen, ist Khoudia noch nicht überzeugt. Doch als der Verband abgenommen ist und sie einen Spiegel in der Hand hält, reibt sie sich die Augen … das Unmögliche ist wahr geworden! Attas Beharrlichkeit hat sich gelohnt und nach so vielen Jahren erfolgloser Bemühungen lassen Mutter und Tochter ihrer Freude freien Lauf.
Senegal
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