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Ein irischer Grossverteiler stellt den Verkauf israelischer Produkte ein
Categories: Konsumboykott
SuperValu, der grösste irische Lebensmitteldetailhändler, stellt den Verkauf von Produkten aus Israel ein. Ähnliche Trends gibt es auch im übrigen Europa
Die grössten israelischen Lebensmittelexporteure sind in Reaktion auf die jüngsten Massaker an PalästinenserInnen im Gazastreifen mit einem beispiellosen Auftragsrückgang konfroniert.
SuperValu, der grösste irische Lebensmittelgrossverteiler, gab irischen Medien bekannt, dass er israelische Produkte aus dem Segment entfernt hat.
Einen chronologischen Überblick über die Erfolge der BDS-Bewegung findet sich auf der palästinensischen BDS-Website.
Wie Berichten israelischer Medien zu entnehmen ist, haben auch andere europäische Lebensmittelverteiler ähnliche Schritte beschlossen, ohne sie jedoch öffentlich zu kommunizieren. Israelische Obst- und Gemüseexporte nach Skandinavien, Grossbritannien, Frankreich, Belgien und Irland erleben einen Einbruch.
Gemäss EInschätzung der israelischen Handelszeitung The Marker vom 11. August fürchten die Lebensmittelketten die Folgen des wachsenden Boykotts israelischer Produkte durch ihre KundInnen. Die Zeitung zitiert u.a. einen israelischen Produzenten von Granatäpfeln, der sein Geschäftskonzept für Grossbritannien völlig überarbeiten musste, weil die dortigen Grossverteiler nicht mehr an israelischen Produkten interessiert sind. Ähnliche Signale habe er aus Belgien und den skandinavischen Ländern erhalten.
In einem anderen Artikel in The Marker vom 27. Juli wird von der Aufkündigung eines Vertrags über den Export von Fruchtsäften nach Schweden berichtet, nachdem die Firma das Ansinnen, die Herkunft der Säfte zu verschleiern, abgelehnt hatte. In Belgien und Frankreich zeigten KonsumentInnen dieselbe Zurückhalten, was der Firmenchef des Fruchtsaftherstellers Priniv, Ido Yaniv, auf die israelischen Angriffe auch den Gazastreifen zurückführt.
Kampagnen der BDS-Bewegung ist es in letzter Zeit europaweit gelungen, Druck auf Detailhändler auszuüben, um sie zur Einstellung des Verkjaufs von Produkten zu bewegen, die in israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten hergestellt oder von Handelsfirmen angeboten werden, die mit solchen Unternehmen zusammenarbeiten. Einer der jüngsten Erfolge in Grossbritannien ist eine entsprechende Deklaration der Unternehmenskette Tesco.
Der Boykott von Produkten aus israelischen Siedlungen oder aus Israel insgesamt findet in Europa immer mehr Unterstützung. Im Januar räumten Vertretern der Siedlungsräte aus dem Jordantal (besetzte Gebiete) gegenüber der Associated Press ein, die BDS-Kampagne habe den Siedlern insbesondere durch den Rückgang der Verkäufe in Europa Verluste von 29 Mio. Dollar beschert.
Gekürzte Fassung eines Beitrags auf der französischsprachigen Website von CAPJPO-EuroPalestine
Weitere Angaben auf Electronic Intifada (Englisch)