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Löwen sind die einzigen Katzen, die im Rudel jagen.
Löwenmännchen brüllen häufig. Manchmal hört man sie aus fünf bis zehn Kilometern Entfernung.
Es gibt verschiedene Unterarten von Löwen. Der Asiatische Löwe ist kleiner und leichter als der Afrikanische Löwe. Die Männchen haben eine kleinere Mähne mit gut sichtbaren Ohren. Ausserdem hat der Indische Löwe längere Haare am Schwanz.
In Afrika leben die Löwen in Steppen, Savannen und Halbwüsten südlich der Sahara-Wüste. Im trockenen Grasland sind die Löwen mit ihrem hellbraunen Fell gut getarnt. Die Löwen wären in Indien fast ausgestorben. Nur im Gir-Wald, einem Nationalpark, haben sie überlebt. Der Gir-Wald ist kein Wald, wie wir ihn kennen. Er hat nur sehr wenige Bäume, dafür aber viel Nadelgestrüpp.
Löwen jagen in der Gruppe. Ihre wichtigsten Beutetiere sind Zebras, Gnus und Antilopen. Meistens jagen nur die Löwinnen. Die Afrikanischen Löwenmännchen gehen nur mit auf die Jagd, wenn grosse Tiere wie Büffel oder Giraffen gejagt werden. Indische Löwenmännchen jagen häufiger selbst.
Löwen brauchen etwa fünf Kilogramm Fleisch pro Tag. Sie können aber bis 25 Kilogramm auf einmal fressen und sind dann für ein paar Tage satt.
Der Löwe lebt als einzige Raubkatze im Rudel. In einem Rudel leben meistens ein oder mehrere Löwenmännchen, bis zu zehn verwandte Löwenweibchen und ihre Jungen. Die Männchen verteidigen das Revier und ihre Weibchen gegen andere Männchen und sorgen für Ruhe.
Beim Indischen Löwen sind die Rudel viel kleiner. Oft bestehen sie nur aus etwa zwei Weibchen. Löwen schlafen und dösen bis zu 20 Stunden am Tag.
Löwenjunge kommen in einem Versteck zur Welt. Nach etwa zehn Wochen bringt die Mutter sie zum Rudel. Dort kümmern sich auch die anderen Löwinnen um die Kleinen. Mit 14 Wochen begleiten die jungen Löwen die Erwachsenen auf der Jagd. Bis sie ein Jahr alt sind, schauen sie vor allem zu und lernen die verschiedenen Jagdtechniken.
Löwenmännchen verlassen das Rudel, sobald sie etwa drei Jahre alt sind. Sie schliessen sich oft mit anderen Männchen zusammen und versuchen, gemeinsam ein Rudel Weibchen zu erobern. Die Weibchen bleiben meist bei ihrer Familie.
Der Lebensraum des Löwen wird immer kleiner, weil die Menschen mehr Äcker und Weiden für Nutztiere (zum Beispiel Rinder und Ziegen) anlegen und Häuser bauen.
Wo Löwen, Nutztiere und Menschen nahe beieinander leben, kommt es häufiger zu Problemen. Menschen jagen und essen zum Beispiel wilde Tiere wie Antilopen und Zebras. Um diese Tiere zu fangen, stellen sie auch Fallen auf. Manchmal geraten Löwen in diese Fallen und sterben.
Wenn die Menschen zu viele wilde Tiere jagen, bleibt weniger Nahrung für die Löwen. Die Löwen verhungern oder jagen stattdessen Nutztiere. Um ihre Tiere zu schützen und aus Angst, töten manche Menschen die Löwen. Auch Trophäenjäger jagen und töten Löwen.
Löwen können zudem krank werden und sterben, weil sie sich bei Nutztieren mit einer eingeschleppten Krankheit anstecken.
Der WWF unterstützt Schutzgebiete für Löwen und andere Tiere. Er hilft mit, möglichst vielen Leuten zu erklären, weshalb man wilde Tiere schützen muss.
Der WWF versucht auch, die Probleme zwischen Menschen und Löwen zu vermindern. Er baut zum Beispiel zusammen mit Viehbesitzern bessere Zäune. So sind die Nutztiere vor dem Löwen geschützt, und die Viehbesitzer jagen und vergiften die Löwen nicht mehr.