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Der Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard ist in seinem Haus am Genfersee verstorben. Jacques war der Sohn von Auguste und Vater von Bertand Piccard, beide Ballonfahrer.
Jacques Piccard kam am 28. Juli 1922 in Brüssel zur Welt. In Genf studierte er Wirtschaftswissenschaften und internationale Beziehungen. Von 1950 an widmete er sich der Erforschung der Meerestiefen.
Während sein Vater Auguste Piccard 1931 mit seinem Ballonflug bis in eine Höhe von 16'000 Metern für Aufsehen gesorgt hatte, brach Jacques Piccard jegliche Tiefenrekorde. Sohn Bertrand umkreiste mit Brian Jones als erster Mensch die Erde in einem Ballon.
Mit dem U-Boot "Trieste", das er mit seinem Vater konstruiert hatte, erreichte Jacques am 23. Januar 1960 zusammen mit Don Walsh den Grund des Marianengrabens in 10'916 Metern Tiefe.
Jacques Piccard entwickelte auch das Tauchboot "Mésoscaphe". Es wurde bei der Landesausstellung 1964 in Lausanne im Genfersee eingesetzt. Später entwickelte er das U-Boot F. A. Forel, um die Schweizer Seen zu erforschen.
Alle seine Tauchfahrzeuge existieren noch heute und sind teilweise als Ausstellungsstücke zu besichtigen.
Piccard setzte sich intensiv für die Bewahrung und die Erforschung des marinen Lebens ein mit der von ihm gegründeten Stiftung.