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Hormonelle Verhütung
über die Haut
Ein Hormonpflaster gibt kontinuierlich Hormone ab, die über die Haut aufgenommen werden. Die Wirkung hält 7 Tage lang an, so dass das Pflaster nach einer Woche – immer am gleichen Wochentag – gewechselt werden muss. Nach 21 Tagen folgt eine einwöchige Pause, in der es zur Regelblutung kommt. Danach beginnt ein neuer Anwendungszyklus.
Wie wirkt das Hormonpflaster?
Für den Empfängnisschutz sorgen dabei zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen. Der Wirkmechanismus besteht hauptsächlich in der Hemmung des Eisprungs; daneben spielen auch Veränderungen des Gebärmutterhalsschleims und der Gebärmutterschleimhaut eine Rolle.
Wie wende ich das Hormonpflaster an?
Das Pflaster wird an dem ersten Tag Deiner Monatsblutung am Po, Bauch oder der Aussenseite Deines Oberarms oder Oberkörpers angebracht. Bitte das Pflaster nicht auf den Brüsten oder auf gereizten oder geröteten Hautstellen verwenden.
Das Pflaster wird jeweils eine Woche getragen und dann immer am gleichen Wochentag gewechselt. Nach drei Wochen ist eine Pause von einer Woche, in der Deine Regelblutung einsetzt. Das nächste Pflaster wird nach genau 7 Tagen wieder aufgeklebt – der Zeitabstand muss für die empfängnisverhütende Wirkung exakt eingehalten werden!
Schwimmen, Sport und Sonnenbaden beeinträchtigen die Klebewirksamkeit des Pflasters in der Regel nicht.
Bei Frauen mit einem Körpergewicht von 90kg oder mehr kann die empfängnisverhütende Wirkung vermindert sein.
Steckbrief Hormonpflaster
Pearl-Index*
0,7 - 1,3
Wirkweise
Hauptwirkungen:
- Unterdrückung des Eisprungs
- Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird
Anwendung
- 1-mal pro Woche
- 3 Pflaster pro Monat, die alle 7 Tage gewechselt werden, danach eine Woche Pause
Für wen
- Für Frauen zwischen 18 und 45 Jahren unter Berücksichtigung der Risikofaktoren, insbesondere für venöse Thromboembolien
- Für Frauen, die an Magen-Darm-Problemen leiden
Nebenwirkungen
- Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen zwei Hormone (ein Östrogen und ein Gestagen) kombiniert werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht
- Bei Verhütungsmitteln, die nur ein Gestagen und kein Östrogen enthalten, ist das Risiko für tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien möglicher weise erhöht, jedoch sehr viel geringer
- Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lies bitte die Packungsbeilage und frage Deine Ärztin/ Deinen Arzt oder ApothekerIn
- Zuverlässige Methode
- 3-mal im Monat Aufkleben/Entfernen nötig
- Gute Hafteigenschaften, auch beim Sport und in der Freizeit
- Gute Zykluskontrolle
- Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall/ Erbrechen beeinträchtigt
- Hautreizung möglich
- Das Pflaster ist sichtbar
- Bei Frauen über 90 kg Körpergewicht kann die verhütende Wirkung vermindert sein
* Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit/Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3. Nähere Informationen zu den hier beschriebenen Therapiemethoden erhältst Du bei Deiner Ärztin / Deinem Arzt.