Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/2138

Zertifizierungssystem
Seit dem 01.01.2003 ist der Import, der Export sowie die Ein- und Auslagerung aus Zolllagern von Rohdiamanten nur noch möglich, wenn diese von einem fälschungssicheren Zertifikat begleitet sind. Der Handel mit Rohdiamanten ist nur noch mit Ländern möglich, die sich ebenfalls am Zertifizierungssystem beteiligen. Schweizerische Zertifikate können beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO bezogen werden.
Das Zertifizierungssystem wurde im Rahmen eines informellen Verhandlungsprozesses, bekannt unter der Bezeichnung «Kimberley Prozess», ausgearbeitet und anlässlich der Ministerkonferenz vom 05.11.2002 in Interlaken von 36 Staaten und der Europäischen Gemeinschaft verabschiedet. Initiiert wurde dieser Prozess im Mai 2000 durch Südafrika. Mit dem Zertifizierungssystem soll verhindert werden, dass sogenannte «Konfliktdiamanten» auf die legalen Märkte gelangen. «Konfliktdiamanten» sind Rohdiamanten aus Regionen, insbesondere in Afrika, die von Rebellenbewegungen kontrolliert werden. Mit dem Erlös aus dem Verkauf dieser Diamanten wurden Waffenkäufe und damit die Fortsetzung von Bürgerkriegen finanziert. Schätzungen zufolge stammen weniger als 1 Prozent aller abgebauten Diamanten aus Konfliktregionen.
Einfuhren aus der Zentralafrikanischen Republik
Rohdiamantenexporte aus der Zentralafrikanischen Republik sind gewissen Bedingungen unterstellt und erfolgen unter internationaler Aufsicht. Lediglich Rohdiamantensendungen, die diese Bedingungen erfüllen, können in die Schweiz eingeführt bzw. eingelagert werden.