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TRAUMHAFTES STADTBILD…
…DER STADT FREIBURG
Das Stadtbild der Stadt Freiburg ist mit Sicherheit eines der mythischsten der Schweiz. Diese Stadt, zwischen den steilen Hängen gebaut und in den Mäandern der Saane liegend, lädt schnell zum Träumen ein. Man braucht kein Poet zu sein, um sich einen Drachen hoch oben auf dem Turm der Kathedrale oder eine dichterische Schlacht vor einem der zahlreichen Stadttore vorzustellen. Freiburg ist in der Schweiz definitiv unvergleichlich.
Eine Zitadelle…
Gegen Ende des Mittelalters befand sich Freiburg zwischen zwei Feinden: Savoyen und Bern. Um ihren Bewohnern Sicherheit zu garantieren und das Wachstum weiterhin zu ermöglichen, musste sich die Stadt gegen Osten sowie gegen Westen optimal und grossflächig verteidigen können. Eine grosse Herausforderung!. Die Felsen und die Saane boten zwar einen gewissen Schutz, doch diese natürliche Abwehr war unvollständig. So musste sich Freiburg zusätzlich wappnen: durch Stadtmauern, Türme und Tore. Sie füllte die vorhandenen Breschen, indem sie mächtige Verteidigungsanlagen an Stellen baute, die sowieso schon schwer zugänglich waren. So entstanden mittelalterliche Wunderwerke inmitten einer hügeligen Landschaft. Im 16. Jhd. wurde berichtet, dass das befestigte Freiburg die unbesiegbarste Stadt der Schweiz war.
… des Katholizismus
Zur Zeit der Reform wurde der Jesuitenorden gegründet, um den Aufschwung des Protestantismus aufzuhalten. Er siedelte sich im gefestigten Freiburg an, damit diese Stadt nicht «dem Irrglauben verfällt». Zudem wollte man von der Festung profitieren und ein aktives Zentrum der Gegenreform schaffen. Zu diesem Zweck wurden das Kollegium St. Michael gegründet und zahlreiche Kirchen gebaut. Diese Bauten gehören seitdem zum zeitlosen Stadtbild Freiburgs.
Die Loretokapelle
Von den Jesuiten zwischen 1647 und 1648 erbaut, ist die Loretokapelle eines der schönsten Elemente der Freiburger Landschaft. Hoch über der Altstadt gelegen, überragt sie die ganze Stadt. Damals war im Kapellenturm ein Beleuchtungskörper mit sieben Feuern installiert. Er stellte „Freiburg als Leuchtturm dar, dessen Strahlen die Heilige Maria bis in die Herzen der Seelen tragen soll“. In diesem Sinne unternahmen die Freiburger einmal im Jahr eine Prozession zur Loretokapelle. Ein Ritter und seine Bogenschützen eröffneten die Prozession, gefolgt von der ganzen Bevölkerung, und zwar in einer bestimmten hierarchischen Reihenfolge. Diese Prozession zur Kapelle symbolisierte, wie die Stadt Freiburg und ihre Bewohner zum Himmel aufstiegen.
Frage 1
Wann wurde die Loretokapelle gebaut?
Die Loretokapelle wurde zwischen 1647 und 1648 gebaut.
Frage 2
Was machte Freiburg unbesiegbar?
Die Felsen der Saane und die Stadtmauern, die Türme und die Tore.
Texte: Vincent Perritaz
Illustrationen: rmgdesign
Fotos: © Kantons- und Universitätisbibliothek Freiburg
Übersetzung: Pascal Coudret