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Ein Wort, viele Bedeutungen: der englische Begriff «Crossover» sorgt oft für Verwirrung. Wir klären auf.
Crossover (deutsch in etwa: «kreuzüber») bezeichnet zum Beispiel in der Genetik den Erbfaktorenaustausch zwischen homologen Chromosomen. Auch im Basketball spricht man von Crossover, und zwar wenn der ballführende Spieler beim Dribbling einen schnellen Handwechsel vornimmt. Aber was hat Crossover mit Musik zu tun?
Entgegen weit verbreiteter Meinung bezeichnete Crossover nie eine bestimmte musikalische Stilrichtung, sondern die Vermischung verschiedener Stilistiken. Mitte des 20. Jahrhunderts verstand man darunter die gleichzeitige Platzierung eines Musikstücks, das einem bestimmten Musikgenre zuzuordnen ist, in mindestens zwei, nach Musikgenres getrennten Hitparaden. Denn damals war es gängig, die Hitparade nach Musikstilen zu trennen.
Musik ohne Grenzen
In den 1980er-Jahren erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel. Crossover bezeichnete fortan die Verschmelzung verschiedener Musikgenres. Bands wie die Red Hot Chili Peppers experimentierten mit Elementen aus komplett unterschiedlichen Musikstilen und hatten damit grossen Erfolg.
Heute erfreuen sich Crossover-Konzerte wachsender Beliebtheit. Popsongs auf klassischen Instrumenten, Klassikhits mit Lasershows oder Rockkonzerte mit Streichern vermögen ein breites Publikum zu begeistern. Ohne Scheu überschreiten die Musikerinnen und Musiker dabei musikalische Grenzen, die vor wenigen Jahren noch unüberwindbar schienen.
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