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Drei Titel für Juventas-Bogenschützen
Drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewannen die Bogenschützen Juventas an den Outdoor-Schweizer-Meisterschaften vom vergangenen Wochenende in Sion.
Adrian Faber verzichtete nach der langen Saison auf eine Teilnahme und betreute den Nachwuchs. Mit dem Olympischen Bogen egalisierte Florian Faber in der U21-Qualifikation seinen U21-Schweizer-Rekord von 660 Punkten und wurde überlegen Schweizer-Meister.
Bei den Damen U21 konnte sich Olga Fusek gegen die ebenfalls für Juventas startende Anina Hug durchsetzen und den Titel gewinnen. In der Kategorie U15 belegte Samuele Duso in der Qualifikation den zweiten Platz, musste sich dann aber in den Viertelfinal unglücklich mit 4:6 geschlagen geben. Mehr Wettkampfglück hatte Nadine Baunach. Sie gewann als Qualifikationsvierte ihren Viertelfinal mit 6:2, unterlag im Halbfinal der Qualifikationsersten mit 0:6 und konnte sich schliesslich im kleinen Final mit 6:0 durchsetzen und die Bronzemedaille gewinnen.
Ein Juventas-Quintett am SM-Vorwochenende in Bern (von links): Anina Hug,
Olga Fusek, Florian Faber, Samuele Duso und Nadine Baunach.
Florian Faber, Olga Fusek und Anina Hug gewannen für Juventas die U21-Teamwer
RESULTATE: Championnats Suisse Jeunes Outdoor
Bei der Elite gewann Florian Faber die Qualifikation mit 658 Punkten, nur zwei Punkte unter seinem U21-Schweizer-Rekord, vor Thomas Rufer (647) und Thomas Aubert (640).
Dominik Faber war Qualifikationssechster, Rajan Kalapurayil Dreizehnter.
In der Elite-Teamwertung gewann das Juventas-Trio Silber.
In den K.o.-Runden belegte Rajan Kalapurayil an seiner ersten SM den neunten Platz.
Dominik Faber scheiterte nach einem 5:5-Unentschieden im Viertelfinal im Stechen an Thomas Aubert und wurde Fünfter.
Florian Faber konnte sein hohes Niveau weitgehend durchziehen und gewann in den Achtelfinals mit 6:0 und in den Viertelfinals mit 7:1. In den Halbfinals musste er sich nach einem kleinen, aber gravierenden Fehler in einem hochstehenden Match mit 4:6 geschlagen geben.
Im Bronzefinal geriet er gegen Thomas Aubert schnell mit 0:4 und 3:5 in Rücklage, konnte sich aber zurückkämpfen und gewann nach einem 5:5 im Shoot-off die Bronzemedaille.
Mit dem Compound-Bogen konnte der für Juventas startende Quirin Knaack die Qualifikation bei der Elite mit tollen 696 für sich entscheiden, musste sich aber in den Viertelfinals um nur einen Punkt geschlagen geben und belegte den siebten Schlussrang.
RESULTATE: Championnats Suisse Outdoor
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Junioren- Europameisterschaften in Bukarest
Dreimal an den Besten gescheitert
Florian Faber und Olga Fusek aus Riehen zeigten an den Junioren-EM in Bukarest gute Leistungen, scheiterten aber im KO-Wettkampf sowohl in ihren Einzeln als auch als Mixed-Team jeweils am späteren Sieger.
Von den Bogenschützen Juventas nahmen Olga Fusek und Florian Faber an den Junioren-Europameisterschaften in Bukarest teil, beide starteten in der Altersklasse U21
Im Mixed-Team-Wettbewerb waren 21 Nationen am Start. Unter den Teilnehmenden befand sich eine ganze Reihe von Schützen, die bei der Elite Weltcupturniere und Meisterschaften bestreiten oder sich auf die Olympischen Spiele von Rio vorbereiten.
Olga Fusek startete gut in die Qualifikation, liess dann aber in der zweiten Runde ein paar Punkte liegen. Sie beendete die Qualifikation an ihrer ersten internationalen Meisterschaft mit 581 Punkten auf dem 30. Platz. Angeführt wurde die Qualifikations-Rangliste von der Türkin Yasemin Anagoz vor der Polin Sylwia Zyzanska und der Spanierin Adriana Martin.
Bei den Junioren belegte Florian Faber im Qualifikationswettkampf als bester Schweizer mit 643 Punkten den guten 16. Platz. Auch er vergab in der zweiten Hälfte unnötig ein paar Punkte, nachdem er zwischenzeitlich auf Platz 8 hatte vordringen können. Es führte der Russe Arsalan Baldanov mit 671 Punkten vor dem Franzosen Thomas Koenig mit 658 und dem Moldawier Dan Olaru mit 654 Punkten. Das Feld nach Platz drei war sehr eng und, wie sich später zeigen sollte, war Platz 16 etwas unglücklich in Bezug auf die Zusammensetzung des Tableaus. Als beste Schweizer qualifizierten sich Olga Fusek und Florian Faber mit dem 14. Platz auch für den Final der besten 16 Mixed-Teams. Hier führte Frankreich vor Russland und der Türkei.
In den KO-Runden konnte Olga Fusek in den 1/24-Finals die Weissrussin Natallia Ulasiuk mit 6:2 bezwingen, scheiterte aber in den 1/16-Ffinals an der späteren Europameisterin Adriana Martin und belegte den 17. Schlussrang.
Glück und Pech für Faber
Florian Faber gewann seinen 1/24-Final gegen den Serben Nikohi Stevanovic mit einer starken Leistung (29, 27, 28, 28) mit 7:1.
In den 1/16-Finals gegen den Türken Onur Tezel war es sehr eng und stand nach fünf Sets 5:5. Florian konnte das Stechen mit 9:8 für sich entscheiden.
In den 1/8-Finals musste er dann bereits gegen den Qualifikationsersten antreten. Der Russe Arsalan Baldanov war nicht nur in der Qualifikation überlegen, er konnte in allen Finalrunden hervorragende Leistungen abrufen, gewann den 1/8-Final gegen Florian Faber mit 7:1 (28,27,29,29) und wurde später verdient Europameister.
Florian Faber belegte den guten neunten Schlussrang.
Nachdem beide Riehener schon im Einzel gegen die späteren Europameister ausgeschieden waren, mussten sie im Mixed-Team gleich zu Beginn gegen die starken Türken antreten. Diese schossen in den 1/8-Finals mit einem Durchschnitt von über 36 Punkten (von 40 Punkten, jeweils vier Pfeile, zwei pro Schütze und Set) ihre stärkste Runde und entschieden das Match gleich mit 6:0 für sich. In der Folge konnten sich die Türken mit Ergebnissen in Reichweite der Schweizer bis zum Final durchkämpfen und holten sich dort mit einem Sieg über Deutschland den Titel.
Die Riehener belegten den neunten Schlussrang und waren zum dritten Mal am späteren Europameister gescheitert
Nachdem Adrian Faber, der ältere Bruder von Florian Faber, im Rahmen des Weltcupturniers von Antalya die sichere Olympiaqualifikation nur um einen Platz verpasst hatte hoffte man noch darauf dass der Riehener als erster Ersatz zum Zug kommen könnte da mit dem für Tonga startenden Arne Jensen ein Athlet die Mindestanforderungen des Internationalen Bogenschützenverbandes nicht erfüllte. Tonga hatte sich einen Quotenplatz innerhalb Ozeaniens gesichert. Weil nun aber der internationale Verband entschieden hat, Jensen trotz nicht erfüllter Leistungslimite doch zuzulassen, wird Adrian Faber definitiv nicht nach Rio reisen können.
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Olympia-Qualifikation
im Rahmen des Weltcupturniers in Antalya (Türkei)
Adrian Faber nahe am Olympia-Ticket
Am Olympia-Qualifikationsturnier vom Freitag vergangener Woche belegte der Riehener Adrian Faber den starken siebten Platz, verpasste eine sichere Olympia-Qualifikation aber knapp. Er darf nun hoffen, dennoch ins Olympia-Feld nachzurücken.
Am Weltcupturnier von Antalya (Türkei) ging es um die letzten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2016 in Rio, und das merkte man auch an der grossen Beteiligung. Im olympischen Recurve-Wettbewerb der Männer waren 238 Schützen eingeschrieben – maximal vier pro Land. Über alle Kategorien hinweg waren 86 Länder vertreten. Für die Schweiz waren drei Frauen und drei Männer am Start, unter ihnen die Riehener Brüder Adrian und Florian Faber.
Unglückliche Qualifikation
In der Recurve-Qualifikation der Männer zeigte für die Schweiz der Berner Thomas Rufer eine ausgezeichnete Leistung. Bei leichtem, aber wechselndem Wind blieb er mit 655 Punkten nur um fünf Punkte unter seiner Bestleistung und schaffte es auf den 64. Platz der Weltcup-Qualifikation. Das Niveau war extrem hoch und kompakt. Florian Faber liess in den letzten drei Passen etwas nach und lag am Schluss mit 645 Punkten auf dem 109. Platz. Die Schützen auf Platz 100 bis 107 hatten 646 Punkte auf dem Konto und kämpften in einem Shootoff um den Einzug ins Finalfeld des Weltcup-Turniers. Florian hatte dieses Shootoff um einen Punkt verpasst. Adrian Faber war es in der Qualifikation mit 616 Punkten gar nicht wunschgemäss gelaufen. Thomas Rufer musste sich dann im Weltcupturnier in der ersten Runde der Direktausscheidung geschlagen geben.
Am Freitag wurde das Quotenplatzturnier für Rio ausgetragen. Offiziell wurde um drei verbleibende Einzelplätze geschossen. Hinzu kamen zwei zusätzliche Einzel-Quotenplätze von Ländern, die in Antalya einen der drei letzten Teamplätze gewonnen hatten und zuvor bereits einen Einzelplatz geholt hatten. Mit den frei gewordenen Plätzen konnten so die fünf bestplatzierten Nationen einen Platz für Rio gewinnen. Am Quotenturnier waren alle Schweizer im Finalfeld vertreten. Von den insgesamt noch startberechtigten 135 Schützen (nur bisher nicht qualifizierte Nationen mit je maximal drei Schützen) waren die besten 104 für das Finalfeld qualifiziert. Die Finals wurden bei starkem und böigem Wind ausgetragen, der wegen schnellen Richtungswechseln schwierig zu lesen war.
Adrian Faber nervenstark
Thomas Rufer musste seine Olympiaträume nach einer 2:6-Niederlage gegen Roman Vengerov (Aserbaidschan) bereits im erstem Match begraben. Florian Faber konnte seinen 1⁄48-Final gegen den Argentinier Ignacio Escalante mit 6:0 gewinnen. Im 1⁄24-Final gegen Taras Senyuk (Aserbaidschan) war das Match bis zum 4:4 ausgeglichen. Im fünften Satz musste sich Florian Faber mit 24:25 Punkten geschlagen geben. Am besten lief es für Adrian Faber. Er konnte sich von seiner schlechten Qualifikation, die ihm die stärkeren Gegner bescherten, erholen stieg mit viel Kampfgeist und Selbstvertrauen in die Finalrunden. Im 1⁄48-Final konnte er den Polen Kacper Sierakowski mit 7:1 bezwingen. Im 1⁄24-Final lag Adrian Faber gegen den Moldawier Dmitri Dancov zunächst mit 2:4 zurück, konnte aber mit guten 27 und 28 Punkten das Match in einen 6:4-Sieg drehen.
In den Sechzehntelfinals musste Adrian Faber gegen den Qualifikationssechsten Rok Bizjak aus Slowenien antreten. Der Match wurde auf für die Wetterverhältnisse hohem Niveau ausgetragen. Adrian Faber ging zunächst in Führung, musste die nächsten zwei Sätze abgeben und konnte mit einer 29er-Passe zum 4:4 aufholen. Nach Gleichstand im fünften Satz zum 5:5 kam es zum Stechen mit einem Pfeil. Beide schossen eine 9. Diejenige von Adrian Faber war aber besser platziert, womit der Riehener mit 6:5 in die Achtelfinals einzog. Auch dieser Match gegen den Qualifikationselften Milad Vaziri Teymoorlooei aus dem Iran war sehr eng und auf hohem Niveau. Nochmals stand es nach vier Sätzen 4:4. Adrian konnte den fünften Satz mit einer starken 28 für sich entscheiden.
In der Runde der letzten Acht standen zwei Weissrussen, die sich beide für die Halbfinals qualifizierten. Aus diesem Grund reichte nun bereits Platz sechs für einen Quotenplatz. So konnten also die zwei besten Verlierer der Viertelfinals ein Olympia-Ticket lösen. Leider musste sich Adrian Faber dem Qualifikationsdritten Robin Ramaekers aus Belgien, der in dieser Runde extrem stark schoss, gleich mit 0:6 geschlagen geben.
Schweiz auf Reserve
Aufgrund der Satz- und Pfeilpunkte beendete Adrian Faber den Wettkampf auf dem siebten Schlussrang, nur einen Platz hinter einem sicheren Olympia-Ticket für das Schweizer NOK. Das heisst, die Schweiz ist nun auf Platz eins der Warteliste. Falls eines der NOKs mit Quotenplatz die Leistungskriterien des internationalen Verbandes nicht rechtzeitig erfüllt, würde der Platz gemäss Selektionskonzept von SwissArchery an Adrian Faber gehen – die Zustimmung vom Dachverband Swiss Olympic vorausgesetzt.
Jetzt heisst es für Adrian Faber hoffen und weiter trainieren.
Mit einer definitiven Zuteilung ist erst kurz vor Rio zu rechnen
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