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Geigenbau ist ein Handwerksberuf mit grosser Tradition. Das Arbeiten an teilweise bis zu 400 Jahre alten Instrumenten ist mit besonderer Verantwortung verbunden und verlangt grosses Fachwissen. Nur wer sich ständig weiterbildet, ist den Anforderungen dieses Berufes längerfristig gewachsen.
Die Entstehung der heutigen Strichinstrumente ist noch nicht geklärt. Bekannt sind Vorläuferinstrumente wie die Fiedel, das Rebec und die Familie der Lauteninstrumente. Erste bekannte Geigenbauer sind Andrea Amati (1505 – 1577, Cremona) und Gasparo da Salo (1540 Polpenazze del Garda – 1609 Brescia). Weitere sehr bekannte Geigenbauer sind Jakobus Stainer (1619 – 1683, Absam im Tirol), Antonio Stradivari (1644 – 1737 Cremona) und Giuseppe Guarneri (del Gesu) (1689 – 1744 Cremona). Instrumente dieser Geigenbauer können heute als Kulturgüter bezeichnet werden und werden teilweise für Preise im 7-stelligen Bereich gehandelt.
Die teuersten unter ihnen sind Instrumente von Stradivari und Guarneri. Diese Instrumente sind meisten sind im Besitz von Stiftungen oder Mäzenen, welche sie begabten Musikern zur Verfügung stellen. Nur die absolute Elite der klassischen Musiker kann sich so ein mehrere Millionen teures Instrument leisten. Nicht zu unterschätzen sind dabei auch die hohen Versicherungsprämien und die Verantwortung die das Besitzen eines solchen Kulturgutes mit sich bringt. Daneben gibt es eine Vielzahl sehr schöner Instrumente weit weniger bekannter aber auch sehr guter Erbauer.