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Audrey Werro wurde ihrer Favoritenrolle im Final über 800 Meter an der U20-EM in Tallinn gerecht. Die Freiburgerin holte mit einer abgeklärten Leistung Gold.
Audrey Werro hat am Samstag in Estland ihre ausgezeichnete Form im Jahr 2021 eindrücklich bestätigt. Die erst 17-jährige Freiburgerin, die unlängst Schweizer U18-Rekorde über 400 und 800 Meter gelaufen war, zeigte sich auch an den U20-Europameisterschaften in Tallinn von ihrer besten Seite. Nachdem die Athletin vom CA Belfaux ihren Vorlauf und Halbfinal über die 800 Meter – ohne jeweils an ihre Grenzen gehen zu müssen – für sich entscheiden konnte, setzte sie sich auch im Final in eindrücklicher Manier in der Zeit von 2:03,12 Minuten durch.
Nach einer ersten Bahnrunde, in der das achtköpfige Finalfeld noch geschlossen gelaufen war, erhöhte die Jüngste im Feld die Pace und konnte sich bis zur 600-m-Marke einen Vorsprung von gut fünf Metern erarbeiten. Dieses Polster gab Werro bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand und holte sich den EM-Titel letztlich ungefährdet. «Ich habe gemerkt, dass ich weit vor den anderen Athletinnen laufe. Auf den letzten 100 Meter war ich glücklich, weil ich wusste, dass ich gewinnen werde», sagte Werro unmittelbar nach dem Rennen im Flash-Interview mit den Organisatoren. «Bevor ich nach Tallinn reiste, dachte ich wirklich nicht daran, die nächste U20-Europameisterin zu werden. Ich hoffte auf einen Podiumsplatz, umso mehr freue ich mich nun.»
Die Schweizer Vize-Meisterin bei der Elite über die 800-m-Distanz verwies die Ukrainerin Svitlana Zhulzhyk (2:04,02) und die Schweizerin Valentina Rosamilia (2:04,08) auf die Plätze zwei und drei. Lea Ammann, die dritte Schweizerin in diesem EM-Final, klassierte sich im 6. Rang. «Ich hatte gehofft, dass wir die ersten drei Plätze belegen werden», erklärte Werro. «Aber ich war mir nicht sicher, ob die beiden anderen genug Energie hatten, um es zu schafffen.» Sie werde nun eine kurze Pause einlegen und dann die Sommersaison zu Ende bringen. «Ich hatte eine gute Zeit hier in Tallinn. Ich kann noch immer nicht glauben, was ich erreicht habe.»