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Levomethadon und Escitalopram beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Methadon und Citalopram können jeweils die QT-Zeit im EKG verlängern, wodurch es zu additiven Effekten kommen kann. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein.
Effekt
Unter der Kombination kann es zu einer additiven Verlängerung der QT-Zeit im EKG kommen. Das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien von Typ Torsades de pointes kann daher erhöht sein.
Empfehlung
Die Kombination ist zu vermeiden. Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Gabe von (Es-)Citalopram mit Arzneimitteln, die bekanntermassen das QT-Intervall verlängern, formal kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe nicht zu umgehen, ist eine engmaschige EKG-Überwachung der QTc-Zeit vorzunehmen (PMID:23820570). Die Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sowie die Nierenfunktion sollten überwacht werden. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit auf über 500ms oder um 60ms im Vergleich zur Baseline, ist (Es-)Citalopram abzusetzen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018