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Der Schweizerische Obstverband hat die Zahlen der Kernobstlagerbestände per 30. November 1996 bekannt gegeben. Demzufolge haben die Tafeläpfel im November 1996 ihren Marktanteil mit 5,313 Tonnen gegenüber den Vorjahren (1992-1995 im Durchschnitt 4,550 t) ausgebaut. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Ernte ’96 bereits Ende Oktober praktisch abgeschlossen war und der Grossteil der Auslieferungen ab Lager erfolgte. Mit einem Lagerbestand von 59,280 t (92-95 im Durchschnitt 51,750 t) per Ende November haben der Detailhandel und die Konsumenten nach wie vor eine grosse Auswahl an verschiedenen Sorten in ausreichenden Mengen. Zum guten Ergebnis haben die Lagerhalter, die nur Früchte bester Qualität einlagerten, und der Detailhandel, der sich bereits im November mit vielen Aktionen für den Absatz engagierte, beigetragen
Die nach wie vor beliebteste Sorte ist der Golden Delicious. Sie erreichte im November einen Lagerausstoss von 1,526 t. Auf Platz zwei folgt die Sorte Elstar, die ihren Marktanteil innert Jahresfrist von 263 t auf 484 t steigerte. Von den Sorten Boskoop, Cox Orange, Gala und Kidds Orange wurden je etwa gleichviel abgesetzt, während Jonagold und Maigold ihren Höhepunkt erfahrungsgemäss erst nach dem Ausverkauf der Herbstsorten erfahren. Bei den Birnen liegen die Sorten Conférence und Gute Luise an der Spitze der Beliebtheitsskala. Bei einer konstanten Nachfrage kann von einer Marktversorgung bis Ende März 1997 ausgegangen werden.
Zwiebel-Situation ziemlich aussichtslos
Zur Zeit sind ca. 4,000 t Zwiebeln zuviel an Lager, wie einer Mitteilung der Schweizerischen Gemüse Union (SGU) zu entnehmen ist. Ein Export ist zur Zeit praktisch unmöglich, da Holland ebenfalls eine Grossernte hatte und die EU-Staaten zu Tiefstpreisen versorgt. Es lässt sich kaum vermeiden, dass grössere Mengen Zwiebeln kompostiert werden müssen. Die Absatzchancen im Ausland, besonders in den südlichen Ländern, werden von der SGU aber wachsam verfolgt und wenn immer möglich sofort ausgenützt. Die SGU hat zudem beschlossen, in Zusammenarbeit mit den Grossverteilerorganisationen Aktionen zu lancieren, beispielsweise mit Zwei-Kilogramm-Packungen.
Marktlage beim Fleisch
In den letzten beiden Wochen wurden auf 53 Märkten insgesamt 5,977 Stück Grossvieh abgesetzt. Gegenüber der Vorjahresperiode hat das Angebot somit um 2,216 Tiere zugenommen. Auf den überwachten Schlachtviehmärkten muss der Handel erneut als flau, ruhig und harzig bezeichnet werden. Praktisch sämtliche Tiere wechselten die Hand zu Einschätzungspreisen. Bei den Schweinen bewirkten ein knappes Angebot und eine gute Nachfrage einen weiteren Preisanstieg um 10 Rappen auf 5,70 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht ab Stall. LID