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In den ersten sechs Monaten 2017 erreichten die Kundennachfragen 6,9 Mrd EUR nach 4,6 Mrd EUR im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt mit einer Kundennachfrage von 4,8 Mrd EUR gerechnet, wobei selbst die optimistischste Schätzung bei 5,1 Mrd lag.
Wie bereits in den zwei vergangenen Jahren passt Partners Group die Guidance nach diesem Zwischenbericht für das Gesamtjahr an. Angesichts der soliden Nachfrage sowie einem weiteren Anstieg der Investitionskapazität werde die Bandbreite für Kundennachfragen für das Gesamtjahr auf 10 bis 12 Mrd EUR erhöht, teilt die auf Privatmarktanlagen spezialisierte Gesellschaft am Donnerstag mit. Zuvor waren 8 bis 10 Mrd EUR in Aussicht gestellt worden.
VERWALTETE VERMÖGEN BEI 57,8 MRD EUR
Allerdings dürfte die Nachfrage aus dem ersten Semester die Nachfrage im zweiten Halbjahr überwiegen, so der Asset Manager weiter. Wegen einer erhöhten Nachfrage in den Anlageklassen Private Equity, Private Infrastructure sowie Private Debt werde erwartet, dass der Schwerpunkt der antizipierten Gesamtnachfrage 2017 in diesen Bereichen bereits im ersten Semester zustande kam. Bei Private Real Estate wird indes - mit einem neu aufgelegten Kernprogramm - mit einer Zunahme der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.
Die Bandbreite für sogenannte Tail-Down-Effekte aus reiferen Privatmarktprogrammen und Kapitalrückflüsse aus liquiden und semi-liquiden Programmen bleiben unterdessen unverändert bei -3 Mrd bis -4 Mrd EUR. Bis Ende Juni musste die Gesellschaft negative Effekte dieser Art in der Höhe von 1,9 Mrd hinnehmen.
Die Fremdwährungseffekte betrugen im ersten Halbjahr -1,7 Mrd EUR, während erfolgsabhängige Wertsteigerungen in bestimmten Investitionsprogrammen einen positiven Beitrag in Höhe von +0,3 Mrd EUR leisteten.
Per Ende Juni 2017 verwaltete die Gesellschaft damit Vermögen (Assets under Management, AuM) in der Höhe von 57,8 Mrd EUR nach 54,2 Mrd per Ende Dezember 2016. Am Markt war mit 57,0 Mrd gerechnet worden. Das annualisierte Wachstum entspreche einem Plus von 14%, so der Asset Manager. Das Vermögen teilte sich per Ende Juni auf Private Equity (31 Mrd EUR), Private Debt (10 Mrd), Private Real Estate (9 Mrd) sowie Private Infrastructure (9 Mrd) auf.
BEACHTLICHE ZAHL VON TRANSAKTIONEN
Investiert wurde im ersten Halbjahr im Auftrag der Kunden eine Summe von 5,6 Mrd USD nach 4,9 Mrd im Vorjahr. Trotz hoher Bewertungen konnte eine "beachtliche Anzahl von Transaktionen" abgeschlossen werden, wie es weiter heisst. Von 2'211 analysierten Direktinvestitionen wurden allerdings lediglich 42 umgesetzt, was einer Ablehnungsrate von 98% entspricht. Dieser weiterhin "sehr disziplinierte" Investitionsansatz sei nicht zuletzt durch den Ausbau der Unternehmensplattform auf über 950 Mitarbeiter weltweit sowie das weitreichende Branchennetzwerk möglich, heisst es.
Bei den Investitionen stehe weiterhin die Identifikation von Anlagen aus bestimmten Subsektoren im Mittelpunkt, "die von transformativen Trends, wie neuen Kundengewohnheiten und dem technologischen Fortschritt, oder von strukturellen Treibern, wie dem demografischen Wandel oder sich verändernden Wohlstandsstrukturen, profitieren", so Co-CEO Christoph Rubeli laut Mitteilung. Er nannte als Beispiele die Sektoren Gesundheitswesen, Business Services, erneuerbare Energien und Logistik.
Die detaillierten Halbjahresergebnisse will Partners Group am 12. September veröffentlichen.
ys/cf
(AWP)