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Lara Gut-Behrami und Mikaela Shiffrin liefern sich beim Saisonauftakt in Sölden ein Duell der Extraklasse auf Augenhöhe - mit dem besseren Ende für die 26-jährige Amerikanerin, die ihren 70. Weltcupsieg mit knappem Vorsprung vor der Tessinerin holt.
Gut-Behrami lag nach dem ersten Lauf um die Winzigkeit von zwei Hundertsteln vor ihrer amerikanischen Konkurrentin. Auch im Finaldurchgang am Nachmittag führte bei der letzten Zwischenzeit rund zehn Sekunden vor dem Ziel noch immer die Riesenslalom-Weltmeisterin aus dem Tessin, mit allerdings nur gerade einem Hundertstel Vorsprung.
Am Ende fehlten Gut-Behrami 0,14 Sekunden zu ihrem 33. Triumph im Weltcup und dem dritten in Sölden nach 2016 und 2013. Platz 3 belegte Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei, die auf Shiffrin bereits 1,30 Sekunden einbüsste.
Andrea Ellenberger holte bei ihrem Comeback nach überstandener Kreuzbandverletzung gleich wieder die angestrebten Punkte. Die Nidwaldnerin, die am Morgen nur mit der hohen Nummer 45 hatte starten dürfen, steigerte sich im Finaldurchgang immerhin um vier Positionen in den 24. Rang. Ellenbergers Rückstand auf Siegerin Shiffrin betrug dabei rund 3,5 Sekunden.
Den umgekehrten Weg ging Michelle Gisin. Die Vorjahres-Vierte fiel am Nachmittag vom 17. auf den 25. Platz zurück. Die Obwaldnerin litt im Sommer am Pfeifferschen Drüsenfieber und konnte sich deshalb nicht ideal auf den Saisonbeginn in Sölden vorbereiten. Wendy Holdener und Corinne Suter fehlten beim Weltcup-Prolog verletzungsbedingt.
Während sich auf den ersten acht Positionen Fahrerinnen aus acht verschiedenen Ländern einreihten, blieb das dominante Duo von Sölden von vor einem Jahr dieses Mal glücklos. Vorjahressiegerin Marta Bassino schied im ersten Lauf aus, ihre italienische Teamkollegin Federica Brignone konnte den Finaldurchgang nicht beenden.
Am Sonntag folgt in Sölden der Saisonauftakt der Männer. Zum ersten Lauf des Riesenslaloms wird um 10.00 Uhr gestartet. Angeführt von Marco Odermatt, Loïc Meillard, Gino Caviezel und Justin Murisier stehen insgesamt acht Schweizer am Start.