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Sebastian Vettel beendet nach der laufenden Saison seine Karriere als Formel-1-Fahrer. Der vierfache Weltmeister macht seinen Entscheid im Vorfeld des Grand Prix von Ungarn publik.
«Meine Ziele haben sich verändert», sagt Sebastian Vettel am Donnerstag. «Weg von Rennsiegen und dem Kampf um Meisterschaften.» Sein Fokus richte sich nunmehr auf seine Familie. «Ich will meine Kinder aufwachsen sehen. Das ist mit einem Job in der Formel 1 nicht mehr vereinbar.»
Der Deutsche, derzeit in seinem zweiten Jahr im Team Aston Martin tätig, wurde als Fahrer von Red Bull zwischen 2010 und 2013 viermal in Folge Formel-1-Weltmeister. In seiner vor 15 Jahren gestarteten Karriere in der wichtigsten Motorsport-Serie gewann der im Kanton Thurgau wohnende Hesse 53 Grands Prix.
Nach seiner äusserst erfolgreichen Phase bei Red Bull wechselte Vettel auf die Saison 2015 zu Ferrari – mit dem klaren Ziel, auch mit der Scuderia Weltmeister zu werden. Die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Über den 2. Rang in der Gesamtwertung, den er 2017 und 2018 hinter Lewis Hamilton belegte, kam er nicht hinaus.
15 Jahre im Zirkus
Seinen Einstand in der Formel 1 gab Vettel in der Saison 2007 in einem Auto der Equipe BMW-Sauber. Im Grand Prix der USA in Indianapolis startete er als Ersatz für den in der Woche zuvor im Grossen Preis von Kanada in Montreal schwer verunfallten Polen Robert Kubica – und gewann dank Platz 8 gleich seinen ersten WM-Punkt.
Anderthalb Monate später wechselte er dank der Freigabe seines damaligen Arbeitgebers zu Toro Rosso, wo er den ungenügenden Amerikaner Scott Speed ersetzte. Als Angestellter des zweiten Teams der Rennorganisation von Red Bull gewann er in seiner zweiten Saison völlig überraschend den Grand Prix von Italien. Es war die Krönung vieler guter Ergebnisse in jenem Jahr, die ihm die Beförderung zum Stammfahrer von Red Bull eingetragen hatten.