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Leinsamen
sind eiförmige, flache, 4-6 mm lange Samen von rötlicher, bräunlicher oder gelber Farbe und haben einen milden, öligen, schleimigen Geschmack.
Rohe Leinsamen haben eine zu feste Schale, die eine ausreichende Verdauung verhindert. Sie können von den Magensäften (Säuren use.) nicht durchdrungen und somit nicht verdaut werden. Sie enthält nachweislich keine freie Blausäure jedoch cyanogene (blausäurehaltige) Glycoside. Diese setzten in feuchter Umgebung, z.B. während der Verdauung, Blausäure frei, die zu Vergiftungen führen. (bei Pferden ab Gaben über 60 gr pro Tier/Tag) Vom Pferd werden beim Fressen nur ca. 20% des rohen Leinsamenkorns zerkaut und somit verdaut und verwertet. Geschrotete oder gemahlene rohe Leinsamen werden zu 100% verwertet.
Schon ganz am Anfang (in der Antike) der Domestizierung unserer heutigen Haustiere und vor allem der Pferde, wussten die Menschen vom Segen der Leinsamen aber auch vom Leid, wenn sie nicht richtig verabreicht werden. Durch Überlieferungen der damaligen Menschen ist bekannt, dass ein Pferd zur Gesunderhaltung jeden Tag mindestens 100 gr. Leinsamen geschrotet erhalten sollte, um die positiven Wirkungen der Leinsamen nutzen zu können. Bei rekonvaleszenten Tieren auch das Mehrfache.
Die Blausäurehaltigkeit und deren Folgen waren ihnen ebenso bekannt. Mit ihren damals möglichen wissenschaftlichen Praktiken und Versuchen fanden sie heraus, dass bei Fütterung von GEKOCHTEN Leinsamen keine nachteiligen Folgen mehr auftraten.
Das Enzym Linaese wird durch aufwändiges Kochen (10 min ab Siedepunkt) inaktiviert, so das die Blausäure nicht mehr stossweise freigesetzt wird.