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- Durch Klimawandel und veränderte Bodennutzung nimmt die Zahl extremer Brände zu.
- Auch in bislang nicht betroffenen Regionen wie der Arktis könnte es in Zukunft zu mehr Bränden kommen, berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in einem am Mittwoch vorgestellten Report.
Die Zahl extremer Brände werde weltweit bis 2030 voraussichtlich um 14 Prozent steigen, bis 2050 um 30 Prozent und bis zum Ende des Jahrhunderts um 50 Prozent.
Das Einatmen von Rauch habe Auswirkungen auf die Atemwege und das Herzkreislaufsystem, vor allem bei Menschen mit einer bereits geschwächten Gesundheit. Brände und Klimawandel verstärken sich laut Bericht gegenseitig.
In Argentinien brennt es seit Dezember
Aktuell ist Argentinien von einer verheerenden Brandkatastrophe betroffen. Im Nordosten des Landes wüten die Flammen seit Dezember.
In der Provinz Corrientes sind rund 800'000 Hektar Wald, Weide und Sumpf-Gebiete verbrannt – ein Zehntel der Gesamtfläche der Region.
Die Brände bedrohen eines der grössten Ökosysteme des Landes und zerstören den Lebensraum unzähliger Tiere, die vor den Flammen fliehen müssen.
Die Brände seien länger und heisser aufgrund klimabedingter Veränderungen wie Dürre, höherer Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit. Die Zerstörung von Kohlenstoff-Speichern wie Mooren und Regenwäldern durch Brände verstärke die Auswirkungen des Klimawandels.
Die Wiederherstellung von Ökosystemen sei wichtig, um die Risiken von Bränden zu minimieren.
Der Report wurde im Vorfeld der UN-Umweltversammlung präsentiert, die ab Ende des Monats in Kenias Hauptstadt Nairobi tagt, wo das UNEP seinen Sitz hat.