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Der Salar de Surire, ein Salzsee und Naturschutzpark, liegt im Norden Chiles auf 4’300 Metern Höhe – umgeben von hohen Bergen und den Vulkanen Arintica und Pukintika. Auf diesem Andenplateau, das trotz der spärlichen Vegetation eine unglaublich schöne Landschaft zu bieten hat, sprudeln Thermalquellen und tummeln sich Rosaflamingos, Vicuñas und Lamas. Hier leben auch die wenigen Nachfahren der Aymara, der Ureinwohner dieser Gegend: eine neunzigjährige Einsiedlerin, die ihrem Hund einen riskanten Haarschnitt verpasst, ein altes Hirtenpaar oder ein junger Mann, der die Tücken des Radfahrens entdeckt. In atemberaubenden Bildern und mit trockenem Humor erzählt «Surire» gleichnishaft von den Veränderungen auf unserer Erde, vom Verschwinden indigener Kulturen und von unberührter Natur, die bald verloren sein wird. Denn in dieser Gegend – seit 1981 ein UNESCO-Biosphärenreservat sowie ein chilenischer Naturschutzpark – wird Borax abgebaut; zudem wird ein geothermisches Projekt irreversible Veränderungen verursachen.
«Surire» erhielt am Santiago Festival Internacional de Cine 2015 den Preis für den besten Film.