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Sturgeon tritt für die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich ein. Ihre Partei hatte die Parlamentswahl am 6. Mai klar gewonnen, eine absolute Mehrheit aber knapp verpasst.
Sturgeon kündigte an, Priorität habe die Erholung nach der Corona-Pandemie. Danach solle es eine Diskussion geben, was für ein Land Schottland sein wolle. «Alle in Schottland verdienen das gleiche Mitspracherecht. Schottlands Zukunft muss Schottlands Wahl sein», sagte Sturgeon.
Eine wichtige Rolle spiele der Klimaschutz. «Niemand wird sicher sein, bevor alle auf diesem Planeten sicher sind.» Dafür sei auch wichtig, dass die UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow im November ein Erfolg werde. «Dies ist die Zeit, um gross zu denken. Dies ist die Zeit, um Vorreiter zu sein», sage die 50-Jährige.
Sturgeon hatte bereits angekündigt, zu gegebener Zeit das Parlament über ein neues Unabhängigkeitsreferendum abstimmen zu lassen. Ihrer SNP fehlt zwar ein Sitz zur absoluten Mehrheit. In der Unabhängigkeitsfrage kann Sturgeon aber auf die Unterstützung der Grünen zählen, die ebenfalls für eine Rückkehr Schottlands in die EU eintreten. Ohne Zustimmung aus London wäre ein Referendum nach Ansicht der meisten Experten allerdings nicht rechtens. Die britische Regierung lehnt eine Volksbefragung ab.