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In einer Besprechung mit Vertretern artisanaler Fischerverbände vom Juli bekräftigte die EU-Kommissarin für Fischerei, Maria Damanaki, dass die individuellen Fischereiquoten in die Hände der Fischer gehörten. Es dürfe kein privater Besitz von Fischereirechten entstehen. Die Mitgliedstaaten sollen diese Quoten für zehn Jahre an jene vergeben, welche sie nutzen. Danach sollen die Rechte an die Staaten zurückfallen.
Die EU brauche diesmal eine radikale Reform ihrer Fischereipolitik, sagte Damanaki bei dieser Gelegenheit, gab aber zu bedenken, dass die Reform sehr kontrovers diskutiert werde. Sie zeigte sich einverstanden mit der Forderung, die kleinen Fischer stärker zu unterstützen, und zwar aus drei Gründen: «Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen sind artisanale Fischereien nachhaltiger und hinterlassen einen kleineren ökologischen Fussabdruck. Sie schaffen auch mehr Erwebsarbeit. Und schliesslich sind sie sehr wichtig für das Überleben von Küstengemeinden.» Doch viele Mitgliedsstaaten wünschten keine Sonderbehandlung für artisanale Fischereien. «Wir müssen sie überzeugen.» Und dazu brauche es auf EU-Ebene «eine sehr genaue Definition der kleinen artisanalen Fischerei», basierend auf Kriterien wie Bootslänge, Selektivität der Fanggeräte usw.
Steinhart blieb Damanaki aber dabei, dass die individuellen Fangquoten handelbar sein müssten, um die viel zu grosse gesamteuropäische Fangkapazität zu reduzieren. «Wir haben nicht viel Geld, und wir müssen den Besitzern der Schiffe eine Kompensation zahlen. Wenn die ihre Fischereirechte und Schiffe verkaufen können, dann können sie aus der Fischerei aussteigen.»