Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/719

Was ist eine Frau? Sexualität, Begehren und Einschreiben
AbstractDa die menschliche Sexualität nicht natürlich ist, reichen anatomische oder biologische Argumente nicht, um sie aufzuklären. Freud entdeckte, dass der Geschlechtsunterschied durch den Signifikanten vermittelt wird, denn Triebe als solche ignorieren die Dichotomie Mann/Frau. Jacques Lacan greift diesen vernachlässigten Aspekt auf und hebt die Schicksale des Subjekts mit der Sprache durch seine Lehre als etwas Fundamentales hervor. In Anbetracht der Prämisse, dass «die Neurose wie eine Frage strukturiert» sei, drücken die komplexen symptomatischen Manifestationen der Hysterika ihren Versuch aus, sich in einen Diskurs einzuschreiben, der von der Unmöglichkeit, eine kategoriale Antwort auf das Rätsel der Weiblichkeit zu geben, geprägt ist. Deren Frage lautet also: Was ist eine Frau? Ein Signifikant ergibt nur Sinn in Verbindung zu einem anderen Signifikanten und daher werden wir alle den durch den Signifikanten vermittelten Sachen gegenüber unabänderlich entfremdet. Aus dieser Sichtweise heraus möchte ich mich mit der Frage der Heterosexualität auseinandersetzen.
Downloads
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International.
Die Autor_innen bleiben Inhaber_innen sämtlicher Rechte an ihrem Text. Für eine weitere Verwendung/Veröffentlichung ihrer im Journal für Psychoanalyse erschienenen Beiträge müssen Autor_innen keine Genehmigungen einholen. Es wird jedoch keine Textversion im Verlagslayout zur Verfügung gestellt.
Die Autor_innen geben Ihr Einverständnis, dass der Text in einer online-Version ins Internet gestellt wird. Sie räumen der Redaktion die diesbezüglichen Rechte durch Zeichnung eines von der Redaktion separat zugestellten Vertrags (Creative Commons, CC BY-NC-ND 4.0) ein. In diesem Vertrag bestätigen Sie als Autor auch, dass es sich bei Ihrem Text um einen noch nicht andernorts veröffentlichten Originalbeitrag handelt.
Die Redaktion bittet die Autoren ebenfalls, für jeden zur Publikation angenommenen Text eine Publikationsvereinbarung mit dem Titel des betreffenden Textes versehen und unterzeichnet dem Sekretariat des Psychoanalytischen Seminars Zürich zuzustellen.
Alle Beiträge ab Ausgabe 55 sind kostenlos mit Open Access verfügbar.