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Die lebensgroße Figur sitzt auf einem Bürgersteig an einem Tisch vor der Bar “Portuguesa“. Die war Pixinguinhas zweites Wohnzimmer. Dort hat er Stunden zugebracht und auch komponiert. Oft ist er in Schlappen und Pyjama gekommen, wie sich erzählt wird. Der Künstler Ique Woitschach hat ihn deshalb auch in dieser “Tracht“ dargestellt.
Pixinguinha war Komponist, Flötist, Saxophonist, Dirigent und Arrangeur. Seine 400 Kilogramm schwere und 1,40 Meter hohe Bronzefigur ist die 23. Skulptur berühmter Künstler und Persönlichkeiten Rio de Janeiros, die im Laufe der Jahre von der Stadtverwaltung an verschiedenen Plätzen errichtet worden sind.
Beispiele dafür sind der Poet und Denker Carlos Drummond de Andrade an der Copacabana, die Musiker Tom Jobim am Strand von Ipanema und Dorival Caymmi in Itapuã. Sie alle sind in typischen Posen und lebensechter Größe in Bronze verewigt.
Erst im Mai dieses Jahres ist an der Strandpromenade im Stadtteil Leme eine Skulptur der Schriftstellerin Clarice Lispectors aufgestellt worden.
In kürzester Zeit ist sie, so wie auch ihre Kollegen, zum Fotopoint geworden, an dem sich Touristen und Einheimische neben den Kunstwerken ablichten lassen.
Dass sich nun zu den bronzenen Persönlichkeiten auch der 1973 verstorbene Pixinguinha reiht, ist den Bürgern des Stadtteils Ramos zu verdanken, die sich dafür stark gemacht haben. Besonders geehrt werden soll der Meister des „Choros“ auch im Karneval 2017.
Die Sambaschule „Unidos da Tijuca“ hat ein Treffen des Brasilianers mit Louis Armstrong zur Grundlage für ihre Parade genommen, die unter dem Thema „Musik in der Seele, Inspiration einer Nation“ stehen wird.