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Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, 8840 Einsiedeln
Die Landbaukunst im Dienste der Hebung der allgemeinen Wohlfahrt
"Die Baukunst, oder die Wissenschaft, Gebäude und andere Bauten, dem Zwecke und Bedürfnisse gemäss, dauerhaft, bequem und geschmackvoll auszuführen, steht, mit der Civilisation gleichmässig fortschreitend, in naher Verbindung mit der Sitte und Kultur, dem National- und Privat-Wohlstande, den Bedürfnissen und der Staatsverfassung der Völker".
Ludwig von Rönne, Heinrich Simon, Die Verfassung und Verwaltung des preussischen Staates. Teil 6, Bd. 4. Breslau 1848, S. 1.
An der Pracht der Gebäude, an geraden und sauberen Strassen mit schönen Fassaden, an geordneten Stadtgrundrissen und einer „guten Policey“ misst sich seit jeher der Wohlstand einer Stadt. Und Bauen als Motor der Wirtschaftsentwicklung war schon immer von Bedeutung. Dabei spielte aber auch das gute Haushalten, die Ökonomie, eine wichtige Rolle, die Bauherren und Architekten nach den möglichst kostengünstigsten und doch besten Lösungen suchen liess.
Im 18. Jahrhundert wurde im Zusammenhang mit einer allgemeinen Verbesserung der Landwirtschaft auch die zuvor vernachlässigte Landbaukunst von Architekten und Architekturtheoretikern entdeckt. Zahlreiche Publikationen setzen sich der Verbesserung der bäuerlichen Wohn- und Nutzbauten auseinander, suchen nach Möglichkeiten der Material- und Kosteneinsparung sowie Rationalisierung im Bauwesen und der Aufklärung des bäuerlichen Bauherren zum allgemeinen Wohl.
Serie: Wohlfahrt
Referentin
- Dr. Anja Buschow Oechslin, Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, wissenschaftliche Mitarbeiterin