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Kunst und Krieg: Mathias Énard ist auch im HS 2020 Friedrich Dürrenmatt Gastprofessor in Bern
Mathias Énard unterrichtet auch im Herbstsemester 2020 als 13. «Friedrich Dürrenmatt Gastprofessor für Weltliteratur» an der Universität Bern. Seine wöchentliche Vorlesung wird sich mit der Literatur der Mehrsprachigkeit beschäftigen.
Mathias Énard studierte Arabisch und Persisch und arbeitete nach Aufenthalten im Mittleren Osten als Autor und Übersetzer. Mit dem Roman Zone gelang ihm 2008 der internationale Durchbruch als Schriftsteller: In einem einzigen Satz gibt Énard auf 500 Seiten den inneren Monolog eines Veteranen aus dem Jugoslawienkrieg wieder. Es folgten die Romane Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten (2011), Straße der Diebe (2013) und Kompass (2015), ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt, dem bedeutendsten französischen Literaturpreis.
Bereits das Frühjahrssemester 2020 verbrachte Mathias Énard teilweise in der Schweiz, um als Friedrich Dürrenmatt Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern zu unterrichten. In einem Seminar mit dem Titel «And fall thy edgeless sword: Aperçus de la littérature de guerre» diskutierte er mit seinen Studierenden ausgewählte Werke der Kriegsliteratur: von Homers Ilias über Shakespeares Richard III und Zeugnisse aus Stalingrad bis zu Texten aus dem 21. Jahrhundert, zum Beispiel Daniel Kehlmanns Roman Tyll. Neben der Tätigkeit an der Universität Bern wird Mathias Énard an Workshops, Lesungen und Podien in der Schweiz teilnehmen.