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Ambulante und stationäre Suchtbehandlung in der Schweiz: Substanztrends bei jungen KlientInnen
Bei den unter 25-jährigen Ratsuchenden, die Probleme mit illegalen Drogen und Medikamenten haben, zeichnete sich über die letzten Jahre hinweg eine Verschiebung der Hauptproblemsubstanz ab: Anteilsmässig begaben sich weniger dieser jungen KlientInnen aufgrund von Opiaten in eine ambulante Beratung oder stationäre Behandlung; die Problematik verlagerte sich in den Jahren von 1997 bis 2014 vielmehr auf Cannabis. Während im Jahr 1997 73% der jungen KlientInnen Opiate als Hauptproblemsubstanz angaben, verringerte sich dieser Wert zehn Jahre später auf 21% und sank im Jahr 2014 auf 7%.
Gegenläufig dazu suchten anteilsmässig mehr jungen KlientInnen Hilfe hauptsächlich aufgrund einer Problematik mit Cannabis: Der Wert stieg von 12% im Jahr 1997 zehn Jahre später auf 58%, im Jahr 2014 war für 80% der KlientInnen Cannabis die Hauptproblemsubstanz.
Bei der Hauptproblemsubstanz Kokain zeichnete sich anfangs der Jahre 2000 anteilsmässig ein leichter Anstieg an jungen Ratsuchenden ab, dieser verringerte sich wieder, um sich dann ab dem Jahr 2009 bei unter 10% einzupendeln (für das Jahr 2014 betrug der Wert 6%).
Der Anteil unter 25-jähriger KlientInnen, welche als Hauptproblematik Schlaf- und Beruhigungsmittel nannten, hat sich über die untersuchte Zeitspanne hinweg kaum verändert: seit dem Jahr 2008 beträgt der Anteil weniger als 1%. Der Anteil jener, die andere illegale Substanzen wie LSD, Amphetamine etc. als Hauptproblem angaben, variierte ebenfalls kaum.
Quelle: act-info (2016).