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Trotz kritischen Voten an die Adresse von Präsident und Konzernchef Lukas Mühlemann haben sich die Aktionäre der Credit Suisse Group (CSG) hinter den Verwaltungsrat gestellt. Mühlemann verteidigte die Lohnpolitik der Bank.Dieser Inhalt wurde am 01. Juni 2001 - 16:04 publiziert
Die Mehrzahl der Aktionäre lehnte an der Generalversammlung vom Freitag (01.06.) in Zürich eine von kritischen Aktionären verlangte Statutenänderung mit grossem Mehr ab. Die Stiftung ethos wollte in den Statuten festschreiben, dass die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats gewahrt und Doppelmandate vermieden werden müssten. Der Verwaltungsrat sollte zu Unabhängigkeit und Transparenz der CSG-Verantwortlichen angehalten werden.
Dieser Antrag wurde von den Aktionären am Freitag in Zürich mit 85.926.064 gegen 1.259.603 Aktionärsstimmen abgeschmettert. Der CSG-Verwaltungsrat hatte den Antrag zuvor als unnötig abgelehnt. Es sei unnötig, etwas in die Statuten aufzunehmen, was normal sei, sagte der wegen seines Doppelmandats auch von anderen Aktionären unter Beschuss geratene Mühlemann vor den Aktionären.
Mühlemann verteidigt Lohnpolitik
Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse Group, Lukas Mühlemann, hat die Lohnpolitik der Bank verteidigt. «Löhne und Boni dienen dazu, zu grosse Fluktuationen beim Personal zu verhindern», sagte Mühlemann zu Beginn der Generalversammlung.
Mühlemann erklärte, dass die Verwaltungsratsmitglieder der CS Group 200'000 Fr. pro Jahr verdienten. Hinzu kämen 100'000 Fr. für jene Personen, die zusätzlich in Spezialkommissionen wäre. Mit der für den Herbst geplante Kotierung an der New York Stock Exchange sollen die Vergütungen von Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und den wichtigsten übrigen Führungskräften der Gruppe bekannt geben.
Mühlemann verwies überdies auf das Rekordjahr 2000, in dem die Credti Suisse Group ihren operativen Gewinn um 35 Prozent auf 7,2 Mrd. Franken gesteigert hatte.
swissinfo und Agenturen
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