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Thanh Van Phan sorgt mit einem Sieg und einem Unentschieden für die grosse Überraschung. (Billardclub St. Gallen )
Das Dreibandteam des Billardclub St. Gallen steht nach der Qualifikationsrunde der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaften im Dreiband der NLA zum dritten Mal in Folge in der Playoff-Runde.
(BC St. Gallen) In der ersten der drei Playoff-Runden empfingen die Ostschweizer das bisher ungeschlagene und 15-fache Schweizermeisterteam von Zürich 1. In der Formation Duy Tien Ma (CH-Nr. 3), Giorgio Morosi (CH-Nr. 9) und Thanh Van Pham (CH-Nr. 12) traf das Ostschweizer Team auf die stärkste Zürcher Mannschaft mit Behzat Cetin (CH-Nr.2), Kenan Canturk (CH-Nr. 7) und Johannes Boode (CH-Nr. 10).
Die Zürcher, die seit 15 Jahren unangefochten an der Spitze der Schweizermeisterschaften stehen und den Titel 15-mal hintereinander für sich entscheiden konnten, reisten als Leader der Qualifikation nach St. Gallen und waren der klare Favorit in dieser Begegnung.
In den ersten drei Partien dieser hochstehenden Begegnung gingen die Zürcher erwartungsgemäss in Führung. Van Phan zeigte gegen die Zürcher Nr.1 Cetin einen starken Auftritt, spielte eine hervorragende Serie von 9 Punkten und konnte zu Beginn des Matches mithalten. Am Ende setzte sich aber die Klasse von Cetin durch, der die Partie mit 35:23 für sich entscheiden konnte. Morosi erwischte einen rabenschwarzen Start und lag nach der Hälfte der Partie mit 3:13 zurück. Mit einer mental starken Leistung kämpfte er sich zwar auf 21:21 zurück, aber Canturk behielt mit 25:21 knapp das bessere Ende für sich. Ma spielte gegen Boode von Anfang an souverän und liess seinem Gegner keine Chance. Mit seinem 35:16-Sieg hielt er das St. Galler Team weiterhin im Rennen.
Im zweiten Drittel spielt Ma weiterhin in einer anderen Liga, führte nach nur zwei Aufnahmen mit 18:2 und beendete sein Match in nur 12 Aufnahmen mit 35:17. Dies bedeutete absoluten Meisterschaftsrekord, sowohl im Gesamtresultat als auch mit einer gespielten Serie von unglaublichen 12 Punkten. Morosi fand zu seinem gewohnten Spiel und konnte gegen Cetin die Partie ausglichen gestalten. Mit einer guten Serie von 8 Punkten setzte sich der Zürcher kurz vor Schluss aber entscheidend ab und Morosi musste sich mit 26:35 geschlagen geben. Van Phan sorgte für die erste Überraschung des Tages. Mit grossem Kampfeswillen holte er einen grossen Rückstand gegen den Zürcher Boode auf und ging eine Aufnahme vor Schluss mit 23:22 in Führung. Boode verpasste den entscheidenden Punkt und so konnten die St. Galler nach dem Mitteldritten auf 3:3 ausgleichen.
Nun lag alles im Rahmen des Möglichen und das letzte Drittel musste die Entscheidung in dieser hochspannenden und auf hohem Niveau ausgetragenen Begegnung bringen. In der Direktbegegnung der beiden Teamleaders wechselte die Führung zwischen Ma und Cetin in der ersten Phase der Partie laufend hin und her. Cetin lief gegen den wiederum stark aufspielenden St. Galler Ma zu Höchstform auf und setzte sich schliesslich deutlich mit 35:22 durch.
Morosi steigerte sich in seiner dritten Partie weiter, ging von Beginn an gegen Boode in Führung und gab diese nicht mehr ab. Mit einem 35:26-Erfolg glich er die Begegnung für St. Gallen auf 4:4 aus. Das letzten noch laufenden Match war dann an Spannung nicht mehr zu überbieten. Van Phan holte einen deutlichen Rückstand gegen Canturk auf, ging in der Endphase in Führung und erreichte die geforderten 35 Punkte in 39 Aufnahmen. Der Billardclub St. Gallen hatten den Sensationssieg gegen den Rekordmeister schon vor Augen. Der Zürcher Canturk durfte für den Nachstoss noch einmal an den Tisch kommen und lag zwei Punkten zurück. Er bewies eiserne Nerven, machte die zwei fehlenden Punkte und rettet dem Billardclub Zürich noch das Unentschieden.
Trotz des verpassten Sieges dürfen die St. Galler mit dem Punktgewinn gegen das unantastbare Team von Zürich 1 mehr als stolz sein. Mit diesem Überraschungserfolg sorgten die St. Galler für den ersten Punktverlust der Zürcher seit langer Zeit und für eine erste grosse Sensation in den Playoffs.
In der nächsten Runde trifft das Ostschweizer Team in gleicher Formation auswärts auf den letztjährigen Vizemeister ALB Lausanne und strebt die nächste Überraschung an.