Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/1569

Ticker Schweiz
Die Kletterer nutzten den Winter für schwierige Boulder im Tessin. Zudem wurden lange Mixedlinien eröffnet.
Boulder
Lukas Goetz aus Mastrils kletterte noch im Dezember in Amden den Fred-Nicole-Boulder Ragtime (8B+). Ebenfalls im Dezember gelang dem Zürcher Martin Keller nach ungefähr zehn Jahren des Projektierens der Boulder Dreamtime (8C). Der Tessiner Giuliano Cameroni eröffnete im Januar mit Crystal Ship (8C) in Cresciano eine weitere Kingline. Sein Bruder Diego Cameroni wiederum eröffnete im Februar Scacco Mato (8B) in Cresciano. Noch im Dezember hatte er in Brione General Disarray klettern und Division Bell erstbegehen (beide 8B) können. Nico Secomandi aus Chur kletterte im Januar The Dagger (8B) in Cresciano und in Osogna I Portici (8A+). Im Dezember war ihm im Magic Wood noch The Knowing (8B) gelungen. Ishan Bhardwaj aus Zürich konnte in Cresciano La Proue (8B) und in Brione Amber (8B) klettern. Andrea Kümin kletterte im Februar Frank’s Wild Years (8A+) in Cresciano. Ebenfalls im Februar konnte Nils Favre aus Martigny mit Off the Wagon (8B+) einen Ultraklassiker im Val Bavona klettern, ausserdem gelangen ihm Boogalagga (8B) und die komplette Big Kat (8B+) in Chironico. Sebastien Biner aus Nax kletterte im März in Brione Amber (8B), und im Februar konnte er Delusion of Grandeur (8B) in Chironico abhaken. Nino Grünenfelder boulderte im Januar Amber (8B). Philipp Geisenhoff kletterte im ersten Quartal unter anderem folgende Boulder im Tessin und anderswo: Tomba (8B+), The Dagger (8B/+), La Vie en Rose (8B) in Duggingen, Kubalik (8B), Amber (8B), Primitivo Stand (8B), Conquistador direct (8B), Dreamtime Stand (8A+), Kings of Sonlerto und Guilty of the Hilti (beide 8A+). Ausserdem hat er in Chironico noch Santoku (8B) im dritten Versuch geklettert.
Routen
Anfang März kletterte Cédric Lachat im südfranzösischen Saint-Léger-du-Ventoux die Route Cadafist und schlug wegen eines Griffausbruchs die Aufwertung von 9a auf 9a/+ vor. Im Februar war ihm Ça chauffe (9a) in Seynes gelungen. Noch im Dezember hatte er Super Craquinette (9a+) ebenfalls in Saint-Léger punkten können. Nicola Vonarburg gelangen im Februar die Erstbegehungen von Keplero (8b+) und Link4Universe (8b) in Claro im Tessin, in Cama eröffnete er Il pianeta degli Dei (8b). Im März kletterte Katherine Choong in Saint-Léger La Ligne Claire (8c+).
Wände
Die Alpinisten Dani Arnold und Roger Schäli verbuchten im Januar die Erstbegehung einer Eisroute an der Mirrenflue in Stechelberg: Exocet (300 m, Wi 6+, Expo, M6, A1). Namensgebend war ein grosser Block, unter dem es hindurchzuklettern gilt, wie im Original am Cerro Standhardt in Patagonien. Die Cruxlänge bietet dreidimensionale Zapfenkletterei, dafür aber kaum Sicherungsmöglichkeiten. Stände und Abseilstände wurden mit Bohrhaken versehen. Im Januar meisterten Roger Schäli und Marcel Schenk die Erstbegehung von Lila Luna, einem Direkteinstieg zum Eisfall Sot la sesa (M6, WI5+) in Mulegns. Ebenfalls im Januar eröffneten Simon Chatelan und Nicolas Jaquet die Mixedroute Narsil (M10, WI5+) an der Breitwangflue. Weiter eröffneten Silvan Schüpbach und Simon Chatelan an der Stockhornnordwand die Tschechen Kombo (M8) ohne Bohrhaken.