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zu diesem Projekt gibt es ältere Varianten
Quintessence
Meine primäre Kategorie ist herstellende Tätigkeit.
Beim hergestellten Gegenstand unterscheide ich die komplementären Aspekte Gegenstandsbedeutung und Artefakt. Ich stelle beides gleichzeitig her.
Beim Herstellen eines Artefaktes wähle ich Material und Form.
Meine Erklärungen sind kybernetische Mechanismen: Funktionen erklären nichts. Die wozu-Frage entfällt.
Am Anfang steht das Herstellen
Die Form stelle ich her ich, das Material wähle ich. Ich wähle/unterscheide Material nach dessen Eigenschaften. Das Material ist Träger der Eigenschaften.
Die Funktion erfülle ich.
Die Funktionsweise stelle ich her.
Im Vorwort schreibe ich nichts über das Buch, sondern was mich dazu brachte, dieses Buch zu schreiben. Worum es im Buch geht, schreibe ich in der Einleitung. Aber auch das Vorwort schreibe ich nicht vor dem Buch, sondern nachdem ich weiss, worum es im Buch geht.
In meinem Geld-Buch (1) habe ich ein paar für mich wichtige Bemerkungen zur meiner Theorie gemacht, aber keine dazu, was ich als Theorie bezeichne. Nachdem ich das realisiert habe, habe ich auch meine älteren Texte (1a) wieder angeschaut - und dabei ist mir bewusst geworden, dass ich meine Theorie bisher nicht systematisch be(ob)achtet habe. Das hole ich mit diesem Text nach, wozu insbesondere auch gehört zu schreiben, was ich als Theorie bezeichne.
Umgangssprachlich habe ich eine "Theorie" im Kopf, die mir nicht bewusst sein muss, aber mein Beobachten beeinflusst. Das anschauliche Bild dafür ist die sprichwörtliche Brille, die ich nicht sehe, wenn ich sie trage. Sie liegt sozusagen in meinem blinden Fleck. Wenn andere Menschen die vermeintlich gleiche Sache ganz anders beschreiben als ich.
die im Kopf interessiert hier nicht, sondern die im Text.
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Es ist überdies Teil meiner Theorie, dass ich die Verwendung von Wörtern nicht in irgendeinem umgangssprachlichen Sinn voraussetzen kann, sondern vereinbaren muss. Wenn ich von umgangssprachlicher Wortverwendung spreche, bezeichne ich eine Art diffusen Commonsense, um darauf aufmerksam zu machen, dass ich meine eigene Wortverwendung explizit erläutere, wie ich es hier für das Wort Theorie bereits angefangen habe. Ich schreibe dazu ein Wörterbuch, das ich als Hyperlexikon bezeichne, weil es ein Hypertext ist. Dieses Wörterbuch ist wie das Buch Schrift-Sprache Teil meines Projektes und natürlich auch ein Text, den ich durch meine Theorie beobachte. In gewisser Weise reflektiere ich meine Theorie auch durch die Explikation perspektivischer Wortbedeutungen.
Was ich hier entwickle, ist eine Theorie, also nicht die Theorie. Davon abgesehen, dass ich das Wort sehr spezifisch vereinbare, entwickle ich diese Theorie anhand eines bestimmten Textes über das Schreiben, den ich selbst schreibe. Durch meine Theorie lege ich nicht fest, was Schreiben ist, sondern mittels welcher begrifflichen Kategorien, also durch welche Sichtweise ich beobachte, was ich als Schreiben bezeichne. In so verstandener Theorie sehe ich den Sinn eines Dialoges, in welchem Sichtweisen bewusst gemacht werden. Dialoge unterscheide ich von Diskussionen dadurch, dass es im Dialog um eine Vielfalt von Sichtweisen geht, während in einer Diskussion möglichst eine einzige Sichtweise herbeiargumentiert wird. Ich entfalte hier eine für mich sinnvolle Sichtweise, aber keineswegs die Vorstellung, dass jemand Schreiben oder Theorie auch so sehen müsste. Ich suche im Dialog Nachahmung in Bezug auf das Entfalten von Sichtweisen, nicht in Bezug auf eine bestimmte Sichtweise. Ich spreche deshalb bewusst von (m)einer Theorie.
Das Projekt umfasst also drei verschiedene Texte, die genetisch in einer Reihenfolge stehen, aber zeitlich parallel entstehen und sich gegenseitig beeinflussen. Vom Theoriestandpunkt aus gesehen schreibe ich Sachtexte, damit ich beobachten kann, wie ich Wörter verwende, und ein Hyperlexikon, durch welches ich die Wortverwendungen kontrolliere und regle. Beides mache ich dazu, dass ich (m)eine Theorie entwickeln kann. In einem vergleichbaren Sinn dient die Entwicklung der Technik der Entwicklung der Technologie, also dem besseren Begreifen, wie Phänomene erklärt werden (können).
Meine Theorie ist ein Text, also eine materieller Gegenstand, den ich herstelle.
Jede gegenständliche Tätigkeit entwickelt sich mit der darin verwendeten Technik. Die Textproduktion, die ich in diesem Projekt beobachte, bezeichne ich als Hyperkommunikation, weil ich grundlegende Kategorien anhand meines Schreibens mit Hypercard entwickelt habe, einer Software, die das Schreiben von Hypertexten im WWW vorweggenommen hat. Die Kategorien, durch welche ich meine Tätigkeit theoretisch reflektiere, sind in einer Hypertext-Technologie aufgehoben, die bestimmt, was ich wie als Schreibtätigkeit erkenne. Was ich mit einem Bleistift schreibend tue, verstehe ich, wenn ich es nicht mehr tun muss, weil ich mit einem Computer schreibe.(3)
In meiner Theorie schreibe ich insbesondere auch, weshalb diese Theorie eine Theorie ist.
Einleitende Bemerkungen haben oft den Charakter eines nachgetragenen Konzeptes. Ich will dagegen zuerst beschreiben, was ich als Konzept betrachte und wie dieses im Projektzusammenhhang steht. Ich beschreibe also zunächst, inwiefern ich die Produktion einer Theorie als Projekt auffasse und anschliessend in einem Konzept, wie ich dieses Projekt organisiere.
Im hier beschriebenen Projekt stelle ich eine Theorie her.
Als Projekt bezeichne ich die konzipierte einmalige Produktion eines hinreichend genau abgegrenzten Gegenstandes. Diese Produktion wird durch ein vorausgesetztes Produkt bestimmt und beendet. Ein Beispiel dafür ist etwa der Bau einer Eisenbahnbrücke an einer bestimmten Stelle innerhalb eines Eisenbahnnetzes. Das Projekt betrifft eine konkrete Brücke an einem bestimmten Ort, also eine Instanz des Objektes "Eisenbahnbrücke", die beispielsweise eine Hängebrücke oder eine Betonkonstruktion mit einer gegebenen Spannweite sein kann und natürlich den Bedingungen der entsprechenden Eisenbahn genügen muss. Das Projekt ist abgeschlossen, wenn die Eisenbahn über die Brücke fährt - oder abgebrochen, wenn der Brückenbau beispielsweise mangels Geld eingestellt wird.
Wenn ich einen Gegenstand herstelle, verfolge ich ein Ziel, dem der Zweck des Gegenstandes unterliegt. Der Zweck des Gegenstandes erscheint als dessen Gegenstandsbedeutung oder als dessen Funktion. Zweck einer Eisenbahnbrücke ist, dass die Eisenbahn auf die jeweils andere Seite des überbrückten Hindernis fahren kann. Hergestellte Gegenstände befriedigen die Bedürfnisse, die deren Antizipation schaffen. Wenn ich beim Verlegen von Eisenbahnschienen an einen Fluss komme, entsteht in mir das Bedürfnis auf die andere Seite des Flusses zu kommen, weil ich mir vorstellen kann, dass das beispielsweise mit einer Brücke möglich ist. Projekte haben oft evidente Zwecke, aber manchmal wird die Erläuterung des Zweckes als Teil des Projektes gesehen. Wenn ich andere Menschen für das Projekt gewinnen will, muss ich erläutern, wozu es gut ist. Dabei kann das auch mir klarer werden.
Jedes mir hinreichend wichtige Projekt beschreibe ich in einem Konzept, das mir als Anweisung dient. Im Konzept beschreibe ich, was ich im Projekt weshalb tun werde und welche Resultate mir als Abbruchkriterien genügen. In diesem Sinne ist das Konzept immer auch ein erstes Resultat des Projektes, das seinerseits auf einem mehr oder weniger impliziten Konzept beruht, das bereits im Bedürfnis nach dem Projektgegenstand enthalten ist. Wenn ich mir eine Eisenbahnbrücke wünsche, weiss ich im Prinzip, wie die herzustellen wäre - auch wenn "im Prinzip" sehr oft "eigentlich nicht" heisst. Das jeweils erste Konzept ist entsprechend allgemein, aber bereits als Anweisung formuliert. In der Ausarbeitung des Konzeptes ersetze ich Tätigkeiten durch Handlungen, die ich zunehmend operativer beschreibe, so dass ich die Beschreibungen schliesslich - der Tendenz nach - als Programm lesen kann, in welchem die einzelnen Teilschritte des Projektes beschrieben sind. Als Konzept bezeichne ich in diesem Sinne einen nicht operationalisierten Entwurf zur geplanten Tätigkeit. Ich mache hier aber noch ein paar Anmerkungen dazu, was ich von Konzepten überhaupt erwarte und was das Konzept in diesem nicht kommerziellen Fall hier erfüllen muss. In vielen Konzepten wird auch die Strategie und die Taktik explizit behandelt, die sich später in Form von Methoden zeigt. Strategie und Taktik sind kriegerische Konzepte, die einen Projektgegner implizieren. Ich nehme nicht an, dass irgendjemand etwas gegen mein Projekt haben könnte.
Die Systematik der Konzeption erscheint gebrochen, wenn ich das Projekt als Differenz zwischen Auftrag und Projekt beobachte. Wenn ich ein Konzept schreibe, habe oder will ich einen Auftrag. Ich kann mit einem Konzept Geldgeber oder Mitarbeiter für eine bestimmte Produktion suchen. Dann beschreibe ich natürlich den Sinn des Projektgegenstandes und im kommerziellen Bereich auch den finanziellen Gewinn, der mit dem Projekt verbunden ist. Wenn dagegen bereits klar ist, dass beispielsweise eine bestimmte Eisenbahnbrücke gebaut werden muss, beschreibe ich im Konzept nur noch, wie die Brücke gebaut wird. Wenn ich ein Projekt nur für mich plane, brauche ich weder Geldgeber noch Mitarbeiter, aber ich kann mir natürlich trotzdem Gedanken über den Sinn des Projektes machen. Und logischerweise kann jedes Konzept auch als eigenständiges Projekt aufgefasst werden.
In kommerziellen Konzepten wird Aufwand und Nutzen in Geld aufgewogen. In einem allfälligen Gewinn sind Sinnfragen aufgehoben. Wenn in Bezug auf Geld nur Kosten ausgewiesen werden können, muss der Gewinn vermittelt im Sinn des Projekts gefunden werden.(4) Die akademische Forschung und deren Institutionen beispielsweise postulieren einen durchaus materiellen Gewinn für die Allgemeinheit, die die Kosten trägt, wobei die Verteilung der Gewinne innerhalb der Gesellschaft normalerweise nicht thematisiert wird. Die Volksschule etwa hat neben ihrem eigentlichen Nutzen ein Zivilisierungsinstrument zu sein, den oft propagierten Nutzen, dass alle, die die Volksschule durch Steuern bezahlen, lesen und schreiben können, auch wenn ganz und gar unklar bleibt, wie das für die Einzelnen die Kosten materiell aufwägen sollte. Wenn die Regierung eines Staates beispielsweise in Form von gebundenen Subventionen Geld für Projekte ausgibt, die den CO2-Ausstoss zu verringern sollen, haben die Empfänger der Subventionen einen materiellen Nutzen, während die Kostenträger insgesamt sich allenfalls damit trösten, dass es der Natur besser gehe. Es ist eine Frage des Projektes, inwiefern Termine, Ressourcen und Kosten eine nennenswerte Rolle spielen, im hier vorliegenden Projekt spielen sie keine Rolle.
Wenn ich keinen kommerziellen Zweck verfolge, kann ich meine Motivation in dem Sinn problematisieren, dass ich ein persönliches und ein gesellschaftliches Interesse unterscheide. Ich kann beispielsweise in meiner persönlichen Entwicklung ein Motiv sehen, das nicht nur mir Vorteile verschafft. Wenn ich einen Text herstelle, dient er mir beim Verfassen meiner Gedanken, er kann aber - wenn ich ihn publiziere - auch anderen Menschen helfen. Ich beobachte dieses Differenz in meinem Text über das Schreiben.(3a)
In vielen Projekten, vor allem wenn das Konzept zur Abschätzung der Projektfinanzierung dient, gibt es fliessende Übergänge zwischen dem Konzept und der Planung im engeren Sinne. Insbesondere wenn der Projektgegenstand in dem Sinne arbeitsteilig hergestellt wird, dass Planung und Ausführung getrennt werden, wird die Konzeptarbeit abgeschlossen, wenn die eigentliche Projektarbeit in Form der Planung beginnt. Wenn ein Ingenieur eine Eisenbahnbrücke plant, stellt er keine Brücke, sondern Pläne her. Die Planung kann dann sowohl als Umsetzung wie auch als letzte Stufe des Konzeptes gesehen werden, die die Tätigkeiten vollständig bestimmt. Während das Konzept primär eine Abbildung des Projektes darstellt, wird in den Plänen hauptsächliche der Projektgegenstand abgebildet. Das ist insbesondere der Fall, wenn ein Konstruktionsplan der gemeinten Arbeit vorausgeht. Eine weniger klare Trennung zwischen Konzept und Planung besteht in Fällen, in welchen die Pläne der praktischen Projektentwicklung wie etwa ein Stadtplan nachgeführt werden, wenn das Projekt vom Konzept abweicht.
Wenn der Gegenstand des Projektes als Resultat einer Entwicklung gesehen wird, kann das Konzept den Entwicklungsprozess beschreiben. Das ist insbesondere der Fall, wenn es sich um ein Forschungsprojekt handelt, bei welchem das Resultat noch nicht bekannt ist, obwohl klar ist, was erforscht wird. Im vorliegenden Fall geht es um die Entwicklung einer bestimmten Theorie, also um einen recht genau bestimmten Gegenstand, wobei aber nicht vorab geklärt ist, was überhaupt als Theorie bezeichnet wird und inwiefern eine Theorie ein Projektgegenstand sein kann. Das Konzept ist in diesem Sinne ein Entwurf zu einer Theorie, den ich in der Theorie reflektiere. Ich beschreibe auf der Stufe des Konzeptes Voraussetzungen der Theorie, die später in der Theorie aufgehoben sind - oder im Konzept entsprechend korrigiert werden. Als Voraussetzung bezeichne ich in diesem Zusammenhang nur, was ich später in der Theorie aufheben will. Ich selbst bin in diesem Sinne keine Voraussetzung des Projektes, obwohl es dieses Projekt ohne mich nicht geben würde.
Im vorliegenden Fall beschreibe ich im Konzept, wie ich meine Theorie entwickle. Das beinhaltet viele Entscheidungen, die sich in der Theorie erst noch bewähren müssen, aber vor allem auch implizite Annahmen darüber, was ich als Theorie begreife. Implizit sind diese Annahmen, weil ich die Theorie ja noch nicht geschrieben habe. Umgangssprachlich würde man sagen können, dass ich meine Theorie bereits im Kopf habe, wo sie aber eben - auch von mir - nicht gesehen werden kann.
Ich fasse nochmals zusammen. In diesem Projekt will ich über meine je eigenen Theorie nachdenken, wozu insbesondere auch gehört, was ich als Theorie bezeichne und auf welchem Weg ich mir meine (je) eigene Theorie bewusst mache. Der Gegenstand dieses Projektes ist die Entwicklung im Sinne einer Herstellung meiner Theorie. Als Gegenstand ist meine Theorie ein Text, in welchem ich die Kategorien, die ich beim Beobachten verwende, reflektiere. Die Kategorien, die ich verwende, sind kontingent. Genau deshalb spreche ich von meiner Theorie. Andere Beobachter verwenden andere Kategorien und haben in diesem Sinne andere Theorien.
Der Sinn dieses Projekts besteht für mich darin, mir mein Beobachten bewusst zu machen. Ich setze dabei voraus, dass ich beobachte und dass ich adäquater beobachte, wenn ich mir dessen nicht nur bewusst bin, sondern auch weiss, wie ich beobachte. Gegenstand des Projektes ist also nicht irgendetwas in meinem geistigen Bewusstsein, auf das ich introspektiv Zugriff habe, sondern ein hergestellter Text, den ich und eben auch andere beobachten können.
Ich mache mir so auch bewusst, dass ich mir meines Beobachtens nicht bewusst sein muss und auch ohne Theorie gut leben kann. Ich bezeichne das, was ich in Form der Theorie erst hervorbringen will, als tacit knowledge, also als eine Art Können, über welche ich ohne Theorie kaum Auskunft geben kann.(5) Ein Teil dieses Können zeigt sich mir darin, dass ich schreiben kann. Ich kann beispielsweise ein Buch über das Schreiben schreiben. Das kann ich ohne zu wissen, weshalb ich den Text gerade so schreibe, wie ich es mache. Naturwüchsig schreibe ich in diesem Fall einfach, was der Fall ist, ich beschreibe einfach die Wirklichkeit. Ich muss nicht darüber nachdenken, warum oder wie ich die Wirklichkeit wahrnehme. Aber ich kann es tun. Ich brauche keine Theorie, aber ich kann (m)eine Theorie herstellen.
Mein Motiv, mich mit meiner Theorie zu befassen, entspringt der Verallgemeinerung einer einfachen Erfahrung, wobei ich mir weder meine Erfahrungen noch deren Verallgemeinerungen jenseits meiner Theorie vorstellen kann. Die noch nicht reflektierte Erfahrung besteht darin, dass meine Tätigkeiten effizienter werden, wenn ich sie mir bewusst mache.(6) Dieser Erfahrung liegt auch jedes entwickeltere Unterrichten zugrunde, bei welchem auch erläutert wird, was weshalb wie lernen ist. Unterrichten hat in diesem Sinne auch zwei sehr verschiedene Bedeutungen. Im eigentlichen Unterrichten erläutere ich, weshalb ich das unterrichte, was ich unterrichte. Im institutionalisierten Unterricht, also etwa in der Schule, gelten die Unterrichteten als noch nicht in der Lage, den Sinn des Unterrichtes zu verstehen, weshalb sie als Schüler bezeichnet werden. Mein Text richtet sich nicht an Schüler.
In diesem Konzept beschreibe ich, wie ich meine eigene Theorie in einem Projekt entwickle. Ich umschreibe zuerst den prinzipiellen Projektgegenstand und dann wie ich ihn entwickeln werde. Den Projektgegenstand kann ich nur umschreiben, weil ich ihn bereits in irgendeiner Weise kenne. Ich weiss im umgangssprachlichen Sinn, was ich als Theorie bezeichne, sonst könnte ich nicht über meine Theorie nachdenken. Dass ich über meine Theorie nachdenken kann, zeigt mir umgekehrt, dass sie mir nur teilweise bewusst ist. Ich beginne die Beschreibung des Projektgegenstandes also auf dem mir aktuell gegebenen Vorwissen. Ich gehe davon aus, dass alle, die dieses Konzept je lesen, auch vorab wenigstens implizit wissen, was sie als Theorie bezeichnen.
Das Verfahren, das ich im Projekt verwende, ist logischerweise auch an den Projektgegenstand gebunden, setzt also auch voraus, was es als Verfahren hervorbringen wird. Überdies schreibe ich dieses Konzept nicht vorab, also nicht bevor ich mit der eigentlichen Projektarbeit beginne, sondern während ich bereits an meiner Theorie arbeite. Auch in diesem Sinne ist das Konzept theoretisch belastet. Nicht nur meine Theorie reflektiert, was ich bereits mache, sondern auch das Konzept dazu. In seiner je aktuellen Version beschreibt das Konzept die beabsichtigte Projektarbeit. Wenn sich unterwegs zeigt, dass das Projekt andere Wege geht, werde ich das Konzept anpassen. Ich werde solche Entwicklungen aber sichtbar machen, indem ich allfällige Korrekturen im Konzept kennzeichne.
Meine Theorie ist ein Text darüber, wie ich mein Beobachten beobachte. Der Gegenstand der Projektes ist zunächst ein Text, jenseits davon, was im Text behandelt wird. Als Text ist der Projektgegenstand ein Artefakt, das aus materiellen Zeichenkörpern, beispielsweise aus Graphitstrukturen besteht, die hergestellt werden. Umgangssprachlich könnte man sagen, dass ein Text eine Beobachtung beschreibt. Ich verwende den Ausdruck beobachten dagegen - in vager Anlehnung an die Kybernetik 2. Ordnung (7) - in einem etwas anderen Sinn. Als eigentliches Beobachten bezeichne ich eine textherstellende, gegenständliche Tätigkeit, in welcher ich Unterscheidungen bezeichne, die ich dann im Hinblick auf Kategorien beobachten kann. Die umgangssprachliche Metapher "beobachten" interpretiere ich als Verkürzung, in welcher nur noch Teile oder Aspekte des eigentlichen Beobachtens gemeint sind. Die Herstellung von Text wird in der umgangssprachlichen Verkürzung zunächst auf Sprechen reduziert und schliesslich sogar auf ein bewusstes Wahrnehmen, wofür ich die Wörter schauen oder betrachten verwende. Im umgangssprachlichen Sinn nehme ich beim Beobachten Dinge, Eigenschaften oder Verhältnisse wahr, die ich bezeichnen könnte, die ich aber eben auch nur wahrnehmen kann. Auch wenn ich sprechend bezeichne, was ich wahrnehme, übe ich damit keine herstellende Tätigkeit aus. Sprechen wird nur zu einer herstellenden Tätigkeit, wenn ich dabei eine Maschine verwende, die die gesprochenen Worte in einen Text transformiert. Dann spreche ich aber nicht von sprechen, sondern von diktieren. Gleichgültig wie ich einen Text herstelle, kann ich davor über Dinge und Eigenschaften nachgedacht haben, die ich wahrgenommen habe. Aber hier interessiert mich das Beobachten als Schreibtätigkeit.
Wenn ich mein Beobachten so beobachte, setze ich ein wohl vorgängiges, aber sicher ein zweites - simultanes - Beobachten voraus, weil ich zwar mehrere Texte parallel schreiben, aber immer nur an einem Text schreiben kann. Ich schreibe diesen Text, in welchem ich beobachte, wie ich einen anderen Text schreibe, während ich den anderen Text schreibe. Der Text, dessen Herstellung ich hier beobachte, hat den Titel "Schrift-Sprache". Darin behandle ich die materielle Textherstellung. Dort beobachte ich, dass Texte mit verschiedenen Werkzeugen hergestellt werden, mit einer Feder, einer Schreib- oder mit einer Buchdruckmaschine. Im vorliegenden Text mache ich mir die Textherstellung als Tätigkeit im Sinne einer dort verwendeten Kategorie bewusst. Text sehe ich als bewusst hergestelltes Produkt, in welchem die Herstellung wie in jedem Produkt aufgehoben ist. Die Unterscheidung zwischen Produktion und Produkt, hier also zwischen Schreiben und Text, sehe ich als Explikation der Kategorie des Herstellens.(8)
Wenn ich hier schreibe, was ich in einem anderen Text schreibe, sage ich in gewisser Weise das gleiche nochmals. Ich mache damit keine neue oder andere Beobachtung, ich wiederhole sie. Deshalb spreche ich dabei auch nicht von einer 2. Ordnung.
Als Theorie bezeichne ich das Beobachten von Kategorien. Der Gegenstand dieses Projektes repräsentiert die Kategorien, die ich in einem beobachteten Text verwende, aber - vorerst hypothetisch - als für mein Beobachten allgemein erachte.(9) Umgangssprachlich wird "Theorie" nicht für eine Beobachtung verwendet. Als Theorie gilt viel mehr das Resultat einer je bestimmten Beobachtung, das eine Lehre oder Dogma darstellt. Die darwinistische Evolutionstheorie etwa - die eben keine Theorie im hier gemeinten Sinne ist - impliziert, wie ich beobachten muss, wenn ich sehen will, dass Menschen von Affen abstammen oder wenn ich sehen will, dass die Tüchtigen überleben. Ich verwende den Ausdruck Theorie dazu quasi invers. Wenn ich schreiben würde, dass Menschen von Affen abstammen, würde ich in meiner Theorie nach den dazu passenden Kategorien suchen. Die Perspektive in der Evolutionsgeschichte, die C. Darwin sich in Herrschaftsmanier von A. Wallace angeeignet hat, ist jene eines hilflosen Züchters mit sehr viel Geduld. J. Lamarck dachte noch, dass der Schöpfer die Zucht nicht dem Zufall überlässt, während die Kreationisten den Schöpfer sogar noch als Hersteller, nicht nur als Züchter sehen. C. Darwin, J. Lamarck und die Kreationisten beschreiben, wie der Mensch entstanden ist. Dass und was sie dabei denken, interessiert sie nicht - jedenfalls nicht so, dass sie ihre Kategorien explizit als kontingent erwägen. In meinem - hier noch konzeptionellem - Theorieverständnis, folgt die Theorie als Reflexion solcher Beobachtungen. Als Theorie bezeichne ich, dass die in der Geschichte von C. Darwin gemeinte Evolution durch die - in jeder Zucht relevanten - Kategorien Differenzierung und Selektion beobachtet wird.(10)
Jede Theorie im hier gemeinten Sinne ist die Theorie eines Beobachters. Eine bestimmte Theorie kann aber von verschiedenen Beobachtern als adäquate Beschreibung ihres Beobachtens gesehen werden. Jeder Theorietext wird von jemandem geschrieben. Aber wenn der Text vorliegt, ist der Schreibprozess aufgehoben. Die Bedeutung des Textes liegt dann unabhängig davon, was der Autor gemeint hat, im Text und wird in jedem Lesen durch den jeweils Lesenden realisiert. Beim Lesen irgendeines Textes frage ich mich, ob und unter welchen Umständen ich den Text auch so schreiben würde. Ich eigne mir so die Bedeutung des Textes in der Vorstellung an, dass ich den Text auch so geschrieben hätte - und dabei gewusst hätte oder weiss, was ich so zur Sprache bringe.
Gegenstand meines Projektes ist mithin kein psychologisches, geistiges oder mentales Phänomen, sondern ein in gewisser Hinsicht immer unvollständig bleibender Text. Ich betrachte den Text und mithin das Projekt für abgeschlossen, wenn ich den Text abschliesse, ihn beispielsweise als Buch publiziere. Das ist ein etwas vages und auch beliebiges Abschlusskriterium für das Projekt. Ich betrachte es aber für hinreichend, weil ich abschätzen kann, wann ich aus einem Text ein Buch mache oder ihn wenigstens - aktuell - nicht weiter entwickeln würde.(11)
Weil die Theorie der Theorie auch selbstbezüglich ist, muss sie auch die verwendeten Begriffe einführen. Die Begriffe sind Bestandteil der Theorie, mein Hyperlexikon dient dabei nur der Kontrolle. Die Theorie ist mithin auch eine Explikation der Begriffe, die zeigt, wie die Ausdrücke verwendet werden und insbesondere, wie diese Verwendung der Ausdrücke durch die Theorie bestimmt ist. In diesem Sinne ist jede Theorie auch eine Reflexion der verwendeten Sprache, die eine je bestimmte Auffassung davon zeigt, was als Sprache beobachtet wird.
Ich schreibe meine Theorie, während ich an einem Text über das Schreiben schreibe, weil ich so fortlaufend beobachten kann, wie sich meine Theorie mit meinem Schreiben verträgt. Die Theorie soll nicht etwas vorab Geklärtes darstellen, sondern sich zusammen mit dem Text über das Schreiben entwickeln, so dass ich jeweils den Text oder die Theorie anpassen kann. Da meine Theorie auch in Form eines Textes erscheint, muss sie in gewisser Weise auch sich selbst genügen.
Ich beobachte zunächst nicht bereits von mir geschriebene Texte, weil ich dabei nur die Theorie anpassen könnte, oder aber die bereits vorhandenen Texte kritisch umschreiben müsste, was auch einem Neuschreiben gleichkommen würde. Ich schreibe einen neuen Text, auch weil ich so den Inhalt des Textes auch theoretisch bewusster wählen kann. Aber schliesslich geht es darum, meine Theorie in allen meinen Texten zu erkennen, respektive darum, meine Texte insgesamt oder die Theorie entsprechend nachzuführen.
Und natürlich schreibe ich auch Texte wie Einkaufszettel oder Computerprogramme, die hier nicht in Betracht kommen, oder Liebesbriefe und Gedichte, die ich hier auch nicht beobachte. Ich beobachte für meine Theorie also nicht alle Texte. Das heisst aber auch, dass ich ein Kriterium dafür brauche, was hier als zu beobachtender Text in Frage kommt. Ich könnte dafür Textsorten definieren, ich verwende aber ein pragmatisches Kriterium, das sich durch mein Verfahren insgesamt ergibt. Auch auf dieser Ebene beobachte ich, was ich tue.
Ich schreibe die Texte - die ich hier in Betracht ziehe - als Hypertexte und verlinke darin enthaltene Begriffe mit meinem Hyperlexikon, in welchem ich die Begriffe definiere - oder wenigstens anhand von Definitionen spezifiziere. Auf diese Weise kontrolliere ich meine Begriffsverwendung. Wenn ich beispielsweise in einem Text den Ausdruck "Begriff" verwende, prüfe ich, ob diese Verwendung mit meinem Lexikoneintrag verträglich ist. Definitionen sind sehr einfache, klar strukturierte Formulierungen, auch wenn ich sie nicht immer einfach finden und nicht immer einfach umgesetzt finden kann. Definitionen kann ich in Hinblick auf Kategorien sehr gut beobachten, weil sie einerseits Unterscheidungen explizit machen und andrerseits auch zeigen, wo Oberbegriffe fehlen.============= xx ------
Ich beginne deshalb mit einem einzelnen und überdies erst entstehenden Text, bei dessen Schreiben ich mir bereits theorietheoretische Gedanken mache. Ich werde aber auch die Einträge in meinem Hyperlexikon als Teile des Textes mit einbeziehen.==========
Als Theorie bezeichne ich die Beobachtung von Kategorien, die Beobachtungen der Realität zugrunde liegen. Als Beobachtungen der Realität bezeichne ich in dieser Differenz Beobachtungen, deren Referenzobjekte nicht Beobachtungen, sondern das Beobachtete sind. Dabei interessiert mich nicht, inwiefern die beobachteten Objekte wirklich existieren, sondern nur, dass sie wirklich beobachtet werden. Wenn jemand beispielsweise beobachtet, dass es Einhörner oder Freiheit gar nicht gebe, schreibt er über Einhörner oder Freiheit, nicht darüber, wer sie wann wie beobachtet. Als Realität bezeichne ich in diesem Zusammenhang also das Referenzobjekt von Beobachtungen, in welchen aufgeschrieben wird, was jenseits der Beobachtungen - also beobachtbar - der Fall ist.
Den Ausdruck Beobachtung verwende ich hier terminologisch gebunden ausschliesslich für Texte, die eine Beobachtung repräsentieren. Deshalb sind auch Beobachtungen von Beobachtungen Texte. Sie müssen keineswegs Kategorien beobachten oder gar Theorien sein.
Da die Theorie, die ich hier entwickle, auch selbstbezüglich ist, reflektiere ich Kategorien, die ich beim Beobachten verwende, auch in diesem Text, der ja nicht nur eine Theorie, sondern auch eine Erläuterung der Theoriebildung ist. Als primäre oder fundamentale Kategorie erkenne ich in meinen Texten die gegenständliche Tätigkeiten. Diese Kategorie bestimmt, wie ich Text und die Textherstellung, also das Schreiben begreife. Was ich über Text und Schreiben an anderen Orten lese, beruht sehr oft auf anderen Kategorien. Ich werde deshalb zunächst einiges über die hier in Betracht kommenden Texte schreiben und anschliessend erläutern, was ich als Kategorie bezeichne und wie solche Kategorien in Theorien aufgehoben sind.
Ich unterscheide schreiben und aufschreiben oder etwas schreiben. Wenn ich schreiben lerne, spielt keine Rolle, was ich schreibe, dann geht es um das Schreiben. Es gibt aber Schreibkurse, in welchen nicht das Schreiben gelernt werden soll, sondern das Aufschreiben, also wie etwas be- oder umschrieben, also aufgeschrieben wird. Die Textsorte Aufsatz steht für Aufgeschriebenes.(13)

Als Schreiben bezeichne ich das Herstellen von Text unabhängig davon, was im Text steht. Als Text bezeichne ich jede durch eine Grammatik generierte Menge von Zeichenketten, unabhängig davon, wozu ich sie verwende. Als Texte sind sich ein Computerprogramm und ein Liebesbrief gleich. Wenn ich Text nicht mentalistisch abgehoben als eine "(schriftlich fixierte) im Wortlaut festgelegte Folge von Aussagen" (LexiRom 1995), sondern als ein von Menschen intentional hergestelltes Artefakt beobachte, kann ich nach der Gegenstandsbedeutung vom Text fragen.

Wer Text produziert, mag zwar einen von Menschen interpretierbaren Verweis intendieren, aber er konstruiert einen materiellen Gegenstand, also etwa eine pixelmässig geordnete Graphitkonstruktion ( Zeichenkörper), die häufig auf einem Textträger, beispielsweise auf einer Karteikarte aufgetragen ist, die wir als Artefakt auffassen können, ohne uns dafür zu interessieren, was der Text für wen bedeuten soll.(14)

Schreiben beobachte ich als eine herstellende Tätigkeit. Ein Maurer mauert, ein Schreiner schneinert. In diesem Sinne kann ich von einem Schreiber sprechen, der schreibt. Als Herstellen bezeichne ich die Tätigkeit, durch welche ich Artefakte mit einer Gegenstandsbedeutung hervorbringe, indem ich Material für einen intendierten Gebrauch entsprechend forme. Als Artefakte bezeichne ich einen hergestellten Gegenstand mit intendierten Eigenschaften, die den intendierten Gebrauch zulassen.
Material kann ich nicht herstellen, aber ich kann beispielsweise Metall produzieren, indem ich Erz verarbeite. Halbfabrikate sind in dieser Hinsicht Zwischenstufen der Herstellung. Beim Schreiben stelle ich Buchstaben her, wobei ich beispielsweise Tinte als Halbfabrikat verwende.
Das Ausüben einer Tätigkeit bezeichne ich als Handlung. Als Handlung bezeichne ich eine Menge von Operationen, die ich als deutender Beobachter in einem Handlungszusammenhang wahrnehme. Wenn ich beispielsweise einen Brief schreibe, besteht ein Teil meiner Handlung darin, dass ich materielle Zeichenkörper - also Buchstaben oder Worte - nach Regeln auf dem Papier anordne. Das Anordnen von Zeichen ist eine Operation, die unabhängig vom Handlungszusammenhang beschrieben werden kann, ich ordne beispielsweise auch Zeichen an, wenn ich ein Computerprogramm schreibe. Als Beobachter kann ich also - deutend - davon sprechen, dass jemand einen Brief schreibt oder - konstruktiv - davon, dass jemand Zeichen nach Regeln angeordnet. Im ersten Fall spreche ich über die Handlung, im zweiten über die Operation. Als Tätigkeit bezeichne ich das Tun jenseits von konkreten Handlungen.(15)
Als Operationen bezeichne ich konstruktiv beschreibbare Aspekte von Handlungen. Operationen kann man maschinell ausführen. Die Operation ist durch die Funktionsweise der jeweiligen Maschine bestimmt. Als Operationen bezeichne ich also konstruktiv festgelegte Teile eines Verfahrens. Schreiben kann ich mit einer Maschine.(16) Das ist der Gegenstand meines hier zugrundeliegenden Buches "Schrift-Sprache". Die Maschine bestimmt nicht, was ich schreibe, sie zeigt aber in Form von Operationen, was ich als Schreiben bezeichne und was ich dabei tue.
Wenn ich schreibe, schreibe ich, von wenig Ausnahmen abgesehen, etwas auf.(17) Das Aufgeschriebene repräsentiert einen Gegenstand, den ich als Referenzobjekt bezeichne. Dabei spielt keine Rolle, ob ich das Objekt zuvor mental wahrgenommen habe. Das Aufgeschriebene entsteht durch das Aufschreiben. Wenn ich etwas abschreibe, erstelle ich eine Kopie, wenn ich etwas aufschreibe, ein Original.
Das Aufschreiben selektiert und stabilisiert Realität in doppelter Hinsicht. Zunächst ist es ein Schreiben, also ein Herstellen eines Textes, der so als Artefakt Teil der hergestellten Realität wird. Dann hat der Text ein Referenzobjekt, das ich - wie etwa das Einhorn - der Realität zurechne, weil es im Aufgeschriebenen so repräsentiert wird, das es jenseits des Textes eine Päsenz hat.(18)
Als Aufschreiben bezeichne ich die Einheit der Differenz zwischen Beschreiben und Umschreiben. In beiden Fällen schreibe ich etwas auf. Ich beschreibe, was ich zeichnen kann und ich umschreibe, was ich nicht zeichnen kann. Da ich in beiden Fällen schreibe, erkenne ich die Differenz, die ich umgangssprachlich aufhebe, wo ich in beiden Fällen von beschreiben spreche, im repräsentierten Gegenstand.
Zeichnen kann ich figuren wie Kreis Als Zeichnen bezeichne (sic) ich eine Tätigkeit, durch welche ich Linien herstelle (Operation). Zeichnen reflektiert die Form des gezeichneten Gegenstandes (siehe Zeichnung). Ich kann deshalb jeden Hund, aber nicht den Hund zeichnen.
Das Schreiben selbst hat keinen Bezug zu etwas, auch wenn es ohne Motiv schwer vorstellbar scheint.
Konstruktivismus und seine De-Variante würden wohl er-schreiben wie er-finden ...und als Handlung Operation ======= https://schriftsprache.wordpress.com/2017/11/03/gegenstaendliche-form/ Kuchen C:\Desktop\Dokumente\hyperkommunikation\crashkurse\crashkurs_systemtheorie\ckst_bewusstes_beobachten.htm Bewusstes Beobachten In der 2. Ordnung beobachte ich mein Beobachten. Ich mache mir dabei meine Wahrnehmung als Rekonstruktion der Umweltblackbox bewusst, indem ich das Beobachten bewusst mache. Um vorerst in der anschaulichen Metapher der Abbildung zu bleiben: Wenn ich meine Umwelt zeichne, konstruiere ich mit meinen Strichen Gegenstände, die ich als Artefakte wie beliebige andere Gegenstände in meiner Umwelt wahrnehme. Ich mache bewusst Gegenstände, die ich funktional als analoge Symbole deuten kann, wodurch sie zu Abbildungen werden. Ich konstruiere dabei nicht die Gegenstände, die ich (ab)zeichne, sondern Repräsentationen dieser Gegenstände, die ihrerseits Gegenstände, beispielsweise Graphitstrukturen sind, die ich (auf)zeichne. Als Abbildungen repräsentieren sie via Form, was ich so doppelt - als Zeichnung und als Gezeichnetes - wahrnehme und aufeinander beziehe, nämlich meine Eigenzustände in Form von Gegenständen vor einem Hintergrund. Indem ich zeichne, mache ich die Unterschiede, die ich beim Beobachten mache, bewusst - was noch nicht heisst, dass es mir bewusst sein muss. Abbildungen kann ich auch mit der Kamera machen. Bei Fotografieren entsteht ein Technobild. Mit der Kamera obscura reproduziere ich die Umwelt unterschiedslos, also ohne Gegenstände und Hintergründe oder Bedeutungen zu unterscheiden. Wenn ich die Fotografie anschaue, muss ich, um Gegenstände zu erkennen, mental dasselbe leisten, wie wenn ich in meine Umwelt schaue. Auf der Fotographie liegen alle Bildpunkte gleichberechtigt nebeneinander. Ich muss sie also sozusagen nach-zeichnen, um Gegenstände und Hintergründe abzugrenzen (Anmerkung 1). Beobachten heisst in diesem operativen Sinne Konstruieren einer Repäsentation des Eigenzustandes. Ich illustriere die Vergegenständlichung des Eigenzustandes mit einem weiteren Beispiel: Ich kann beispielsweise plötzlich merken, dass ich friere. Wenn ich das entsprechend zum Phänomen mache, muss ich erklären, warum ich friere und warum ich das plötzlich wahrnehme. Meine spontane Erklärung dafür kann sein, dass es in meiner Wohnung kalt ist, was ich aber eine zeitlang nicht wahrgenommen habe, bis es mir "bewusst" wurde. Natürlich könnte es auch ganz plötzlich sehr kalt geworden sein oder ich könnte frieren, weil ich krank bin. Ich kann mir also nicht nur meine Frieren, sondern auch meine Erklärung bewusst machen. Ich mache mir meine Erklärung bewusst, indem ich beispielsweise auf den Thermometer schaue oder den Radiator der Heizung anfasse oder im Keller schaue, ob die Heizung läuft oder einen Pullover aus dem Schrank hole. In all diesen Fällen ordne ich meiner Wahrnehmung "frieren" Gegenstände in meiner Umwelt zu, ich vergegenständliche mein Frieren in meiner Umwelt. Wenn ich auch meinen Körper zu meiner Beobachtersystem-Umwelt rechne, kann ich mein Frieren auch in den aufgestellten Haaren auf meiner Haut vergegenständlichen (Anmerkung 2). Beobachten im engeren Sinn bedeutet nicht nur Unterscheiden - wie beim Zeichnen -, sondern vor allem auch Bezeichnen. Ich kann beispielsweise jeden Hund zeichnen, aber ich kann den Hund nicht zeichnen. Ich kann ihn nur bezeichnen. Indem ich etwas bezeichne, unterlaufe oder abstrahiehre ich die Form, die ich zeichne. Der Hund überhaupt hat keine Form. Aber auch die Bezeichnung "Hund" ist ein Artefakt, das ich wie eine Zeichnung konstruieren muss. Während das Zeichnen naturwüchsig auf Form bezug nimmt, nimmt das Bezeichnen ebenso naturwüchsig auf Sprache bezug. Beim Beobachten 2 Ordnung beobachte ich, wie ich Bezeichnungen wofür wähle (Anmerkung 3). Metakommunikation Es gibt in der Lehre der Gestaltwahrnehmung viele Experimente, die zeigen, dass beispielweise Bildpunkte, die sich gemeinsam bewegen, als Einheiten interpretiert werden. Wenn ein Auto vorbeifährt, bewegen sich alle Teile des Autos zusammen, während alle Teile, die nicht zu Auto gehören, sich nicht bewegen. Der Roboter, der meine Autofocus-Kamera repräsentiert, verwendet genau solche Verfahren, die als Erklärungen in die Wahrnehmung projiziert werden. Als deutender Beobachter spreche ich aber nicht über physiologische Prozesse, sondern über meine Erfahrungen. Ich sehe ein Auto als ein Auto, nicht als eine Menge von sich gemeinsam bewegenden Massen. Mein Deuten wird mir bewusst, wenn die unbewusste Wahrnehmung irritiert wird oder eben wenn ich bewusst zeichne und bezeichne ============ G. Spencer-Brown und die Form des Kuchens 1. Die Form Als Form einer Sache bezeichne ich das, was ich zeichne, wenn ich diese Sache zeichne. Der Gugelhupf ist ein Kuchen aus Hefeteig mit einer bestimmten Form. Ich stelle die Form des Gugelhupfs her, indem ich den Teig mit einer Kuchenform aus Metall forme. Die Kuchenform hat die gleiche Form wie der damit hergestellte Kuchen. Ich zeichne beides gleich, weil ich nur die Form zeichne. Was innerhalb der Form ist, ist - in diesem Fall - Kuchen als perfekte Beinhaltung. Das Motiv der Unterscheidung besteht darin, den Kuchen durch sein Form erkennbar zu machen. Indem ich den Kuchen Gugelhupf nenne, identifiziere ich den Wert der Unterscheidung als die Formgebung durch die Nennung, wobei Nennen hier für hervorbringen steht. Wenn ich die Form zweimal auf denselben Teig anwende, habe ich dasselbe, was ich nach einer Anwendung gehabt habe. Ich kann die Form beliebig oft auf den Teig bringen, ohne dass sich dabei etwas verändert. G. Spencer-Brown sagt, dass das nochmalige NENNEN den Wert der NENNUNG nicht verändert. Wenn ich den Kuchen mit einem Messer oder mit einem Hammer verändere, bleibt es Kuchen aber die Form wechselt. G. Spencer-Brown nennt dieses Verändern kreuzen der Grenze und sagt, dass nochmaliges kreuzen die Form nicht zurückbringe. 2. Formen, der Form entnommen Triff eine Unterscheidung bedeutet: Nimm eine Form, hier eine Kuchenform aus Metall mit der Form des Gugelhupfs, wodurch der Raum zur Backstube wird, in welcher der Form Formen entnommen werden. Markiere die Kuchenform als als Form, bezeichne die metallene Form als Form des Kuchens. Jede Kopie ist ein Token. Jeder Gugelhupf ist ein Token des Typs. Jeder Gugelhupf hat die Form der Form, ist aber selbst eine Form. ============== Ein Gespräch über Zeichnen und Malen anhand von Micky und Mona: Micky sehe ich gezeichnet und teilweise ausgemalt. Mona ist nicht gezeichnet, sie ist nicht aus-gemalt, sondern gemalt. Die Grenze zwischen ihrem Gesicht ist keine schwarze Linie wie bei Micky, sondern eine andere Farbe. Ich glaub(t)e, dass kann jeder sehen. Es ist aber so, dass das für viele kein Unterschied ist, weil sie genau darauf nicht schauen. Dann aber ist noch die handwerkliche Frage, ob Herr da Vinci die Monalisa zuerst gezeichnet und dann nicht nur aus-, sondern übermalt habe, oder ob er sie gemalt habe, ohne sie zuerst zu zeichnen. hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh Herbert Exner Ja, es wäre interessant zu wissen, ob manche Künstler Bilder in Layers (Folien) entwickeln (Bei technischen Zeichnungen ist das so). Ich glaube es hängt von den Genres ab. Einer meiner Lieblingsmaler, Herbert Blandl, malt zB Gebirge mit Köchenrollen (da ist nichts mit zeichnen?) · Antworten · 30 Wo. Rolf Todesco Herbert Exner hmmm .. ich habe mich auf zwei Gespräche bezogen, in welchen mir bewusst wurde, dass andere Menschen angesichts dieser beiden Bildern die Unterscheidung, die ich verwende, nicht verwenden (wollen/können). Sie unterscheiden Zeichnen und Malen nicht oder ganz anders. Und wo sie nicht darüber sprechen, bleibt es verborgen. PS Ich fände interessant, wie andere darüber sprechen, was sie als Zeichnen bezeichnen und wie oder ob sie Malen davon unterscheiden. Mich interessiert, wie andere darüber SPRECHEN. · Antworten · 30 Wo. Herbert Exner Kannst Du Dir eine „Technische Malung“ vorstellen? · Antworten · 30 Wo. Rolf Todesco Herbert Exner ich verstehe nicht, was DU damit meinst. Ein Gemälde von einer Maschine? · Antworten · 30 Wo. Herbert Exner Rolf Todesco Zum Beispiel. Ich würde sie ein „Kunstwerk“ des photographischen Realismus nennen. Es sei denn sie wäre ein „Explosionsmalung“ für die Montage · Antworten · 30 Wo. · Bearbeitet Rolf Todesco Herbert Exner aha, ja das kann ich mir vorstellen, dann aber verstehe ich die obige Frage von Dir nicht, das heisst, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Dich fragst, ob ich mir das vorstellen könne. · Antworten · 30 Wo. Rolf Todesco Herbert Exner Wie - falls überhaupt - unterscheidest Du zeichnen und malen? · Antworten · 30 Wo. Herbert Exner Rolf Todesco Oh Sorry. Ich hätte „Bezeichnung, als ...“ sagen müssen · Antworten · 30 Wo. Andreas Meinhardt Mit der Beherrschung der richtigen Techniken könnte man MiMo sicher einfacher komplett farbig malen aber MoLi nur schwer farbig und so "flächig" zeichnen, vermutlich ging es aber Monochrom mit Schraffuren oder so etwas. Allerdings, ist wie immer alles ziemlich fließend und nichts für Sprachtheoretiker. Die Künstler (oder ihrer Beschreiber, Vermarkter) haben vermutlich auch um ewigen Diskussionen vorzubeugen den Begriff „Mix-Media“, erfunden. · Antworten · 30 Wo. Rolf Todesco Andreas Meinhardt Sprachtheoretiker? hmmm.. Wenn ich mir Micky und Mona als zwei lebende Referenzobjekte vorstelle, könnte ich beide gleich gut zeichnen oder malen, so wie ich beide fotografieren könnte. Das wären dann verschiedene "Techniken". Wenn ich mit Micky und Mona aber (nur die) bestimmte(n) Bilder meine, dann ist eben das eine gezeichnet und das andere gemalt. Es gibt dann keinen gemalten Micky und keine gezeichnete Mona. Mit "ziemlich fliessend" hat das für mich nichts zu tun, aber natürlich kenne ich ziemlich viele Bilder, bei denen ich nicht sagen könnte, ob sie mehr gezeichnet oder gemalt sind. · Antworten · 30 Wo. Claudia Meryn Sfumato ist die Technik in der Leonardo Da Vinci die Mona Lisa malte. Das ist eine Technik, die keine scharfen Konturen kennt, sondern sie "ausfadet". Zwischen malen und zeichnen sind die Grenzen manchmal verschwimmend. Wobei malen und zeichnen einfach verschiedene Techniken sind, die mit anderen Werkzeugen einhergehen. Skizzierungen sind in Malerei nicht unüblich. Braucht man sie für die Komposition und Gliederung. · Antworten · 27 Wo. Rolf Todesco Claudia Meryn ja, das sehe ich auch so. Wenn ich als Maler ein Bild male und dabei einen Bleistift verwende, ist es eben anders als wenn ich einen Pinsel verwende. Ich meine aber einen ANDEREN Unterschied, wenn ich zeichnen sage. Ich meine, dass ich dann die FORM (Umriss) zeichne und dazu vom Rest abstrahiere, was ich beim Malen gerade nicht tue. Mir geht es um DIESEN Unterschied, der einen Künstler beim Skizzieren eben gerade nicht interessiert, weil er immer als Malen denkt. · Antworten · 27 Wo. Claudia Meryn Rolf Todesco Eigentlich habe ich auch das beantwortet, denn zB eine Bleistiftzeichnung kann auch vorweg skizziert werden und wird es auch meist.Die Begriffe zeichnen und malen unterscheiden sich mMn von den jeweils eingesetzten Werkzeugen. Dh ich zeichne eine Skizze, die als Vorlage für mein Ölgemälde dient. Auch wenn ich Comics zeichne tue ich das. Die mehr oder weniger scharfe Abgrenzung zum Hintergrund macht dabei nicht den Unterschied der Begriffe. Schattierungen gibt es auch bei Zeichnungen. (Da Vinci hat mit dieser Technik Sfumato eine Aufhebung der Zeit intendiert, zeitlos, im Augenblick. Ich weiß, das hat jetzt nicht unmittelbar mit deiner Frage zu tun, aber es zeigt doch, dass diese Begriffe für die Entstehung und Aussage nicht soviel Bedeutung haben.) · Antworten · 27 Wo. Rolf Todesco Claudia Meryn hmmm ... ich habe das Gefühl, dass wir über verschiedene Dinge sprechen. Dich interessieren Kunstwerke, die mit Pinsel oder Bleistift hergestellt werden. Deshalb sagst Du, dass es verschiedene Werkzeuge seien. Mich interessiert HIER das Kunstwerk überhaupt nicht, sondern mein Beobachten. Ich kann den Umriss von etwas beobachten, nur und genau den Umriss. Das hat nichts mit Kunst und Gemälde zu tun. Wenn ich darstellen will, dass ich den Umriss beobachte, mache ich eine Linie, keine Fläche. Das hat mit Bleistift und Pinsel nichts zu tun (ausser, dass mir der Bleistift geeigneter scheint). Ich kann den Umriss, also die Linie auch mit dem Finger im Sand darstellen. Es geht MIR um diese Unterscheidung, nicht um Kunst oder um Werkzeuge. Ich glaube, Dich interessiert etwas anderes? · Antworten · 27 Wo. Claudia Meryn Rolf Todesco OK?! Aber ging es nicht um die Begriffe zeichnen und malen? Und über diese Begriffe kann ich nicht unterscheiden, ob ich einen Umriss zeichnen oder malen möchte. Denn auch bei einer schwarzen Fläche auf weißen Grund - sehr einfaches Bsp. - wird die Aufmerksamkeit auf den Umriss gelenkt. In der Kunst gibt es da ein sehr eindrucksvolles Gemälde von Barnett Newman Cathedra 1951. Da geht es um den cip in der Mitte und die Abgrenzung......den Umriss, den der cip hinterlässt. Keine Fotobeschreibung verfügbar. · Antworten · 27 Wo. Rolf Todesco Claudia Meryn mir (!, also mir) geht es um die Unterscheidung, die ich mit den Begriffen bezeichne. Und weil ich meinen Begriffe erläutern kann, kann ich sie weglassen, resp. durch die Erläuterungen ersetzen. Dabei spreche ich immer noch über meine Unterscheidung, die eben beliebig ist und von niemandem auch gemacht werden muss. Wenn mir jemand eine Fläche zeigt, kann ich den Umriss sehen, wenn ich will. Wenn ich nur den Umriss darstelle, sage ich "zeichnen" - ich kann aber eben auf das Wort verzichten und FORM oder Umriss darstellen sagen. · Antworten · 27 Wo. Rolf Todesco ich vermute, L. da Vinci konnte sich noch nicht vorstellen, dass man etwas anderes als Menschen malen könne. Deshalb hat er Landschaften als ornamentale Hintergründe gemalt. Er war ja auch Ingenieur und als solcher hat er nicht gemalt, sondern gezeichnet: eben technisches Kriegszeugs. Und schliesslich war er auch eine Art Proto-Wissenschaftler, der Innereien von Lebewesen gezeichnet hat. · Antworten · 27 Wo. Rolf Todesco Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Text · Antworten · 27 Wo. hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
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13x) Die System-Lehre von N. Luhmann ist nicht zuletzt deshalb so schwierig zu lesen, weil er eigentlich ausschliesslich Beobachtungen behandelt, die er als Kommunikationen bezeichnet. Er sagt also nichts über Referenzobjekte in der Realität, sondern spricht nur darüber, wie diese in der Kommunikation vorkommen. Natürlich muss er dazu ausblenden (in den blinden Fleck setzen, dass er als Beobachter spricht. Beobachter spielen bei ihm - wie Menschen - keine Rolle, sie kommen nur in den beobachteten Beobachtungen vor.
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16x) V. Flusser spricht von Technobildern.
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17x) Als M. Thatcher sagte: "And, you know, there's no such thing as society. There are individual men and women and there are families", meinte sie offensichtlich eine andere Unterscheidung. Die Familie kann ich sowenig zeichnen wie die Gesellschaft.
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18x) W. Quine schlägt auch eine andere Unterscheidung vor. Er unterscheidet in "Wort und Gegenstand" (190ff) vier Stufen der Bezeichnung : 1. Bezeichner eines Gegenstandes: Mann, Wald. 2. Bezeichner einer Singularität: Der Mann dort drübern, Der Wald im Süden Deutschlands (Schwarzwald). 3. Bezeichner einer Attributierung: Grosser Mann. Der grosse Mann dort drüben. 4. Bezeichner einer Relation: "grösser als" oder "gleich wie". Grösser als ein/dieser Mann.
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..) Umgangssprachlich wird der Ausdruck Kategorie oft für Klasse verwendet und in der Logik ist oft von einem Kategorienfehler die Rede. In der Wikipedia steht, Kategorien seien durch andere Begriffe begründbare Begriffsklassen oder Konzepte, die keine Oberbegriffe oder allgemeinere Begriffe zulassen. Klassische Beispiele seien Substanz und Form. Alle Wissenschaften würden eigene Kategoriegefüge haben. In der Physik seien solche Kategorien z. B. die sieben Basisgrössen.
Die Sache erscheint etwas kompliziert, wenn ich nicht wie Aristoteles und I. Kant ohne Theorie über Kategorien sprechen, also sie nicht a priori oder voraussetzen will, oder sie nicht empirisch anhand von Kommunikationen ableiten will. Eine Komplikation ergibt sich aus der sprachlichen Verkürzung, in welcher die Differenz zwischen Klasse und Kategorie aufgehoben wird, indem Eigenschaftsdomänen als Kategorien aufgefasst werden. Ich klassifiziere nach Eigenschaften, aber welche Eigenschaften ich dabei verwende, ist eine Frage der Kategorien.
(zurück) ========== In der Dialektik von K. Marx stehen sich verschiedene Klasseninteressen gegenüber, die sich in verschiedenen Kategorien zeigen. K. Marx hat mit seiner Werttheorie eine Kategorie entfaltet, von welcher er angenommen hat, dass sie im Klassenkampf aufgehoben wird. Der Wert der Arbeitskraft ist eine Beobachtung, die ihren Sinn in der damit beobachteten Lohnarbeit hat.
14xx) Ich kann mit „es ist“ auch etwas anderes sagen, etwa dass es dunkel oder Nachmittag ist. Das sind aber kompliziertere, meist deiktische Akte. Ich kann die Beobachtung auch ganz anders beobachten, beispielsweise als Satz, in welchem einem Satzsubjekt ein Prädikat zugeordnet wird
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14xxx) "Erkenntnistheorie" beobachte ich nicht als Theorie, sondern als Lehre. Ich verwende die Ausdrücke Erkenntnistheorie, Gnoseologie und Epistemonologie, die oft synonym verwendet werden, für fundamental verschiedene Auffassungen, die ich verschiedenen Disziplinen zuordne: Erkenntnistheorie befasst sich mit den Bedingungen der Möglichkeit von Wissen (Philosophie), die Gnoseologie mit der Adäquatheit von Methoden (Wissenschaft) und Epistemonologie mit dem Wissen (Konstruktivismus).
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