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Leider wird immer wieder zu Unrecht behauptet, homöopathische
Arzneimittel hätten keine Nebenwirkungen. Nimmt ein Patient über
lange Zeit ein Mittel zu hoch dosiert ein, macht er ungewollt eine Arzneimittelprüfung. Diese
durch das Mittel erzeugten Symptome können sich festsetzen und lassen
sich nur schwer oder gar nicht rückgängig machen. Eine weitere
Gefahr ist, dass akute Symptome nur unterdrückt werden und sich später
als chronische Erkrankung zeigen. Werden in kurzer Zeit zu viele verschiedene
Mittel gegeben, kann es ein weiteres Repertorisieren des Patienten unmöglich
machen, (bis die Wirkungen der Mittel nachgelassen haben), oder den Fall
so verschleiern.
Sehr giftige Subtanzen dürfen nicht in niedrigen Potenzen eingenommen werden.
So enthält z.B. ein Gramm Mercurius D4 noch 0,1 Milligramm Quecksilber,
was bei dauernder Einnahme zu einer chronischen Vergiftung führen
kann. Verschiedene Arzneimittel sind daher verschreibungspflichtig.
Eine weitere Nebenwirkung ist die sogenannte Erstverschlimmerung. Ist diese
sehr stark, kann das ein Anzeichen für eine zu hohe Dosierung (= niedrige Potenz!)
sein, oder aber der Patient reagiert sehr sensibel auf das Mittel.