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Sie empfiehlt den Regierungen, den landwirtschaftlichen Anbau zu diversifizieren und die lokale Produktion zu fördern. «Die Landwirtschaft gehört zu den grössten Herausforderungen dieses Jahrhunderts», sagte Ulrich Hoffmann von der UNCTAD am Mittwoch vor Journalisten. Grund sei der Einfluss des Landbaus auf die Umwelt und die Ernährungssicherheit.
Die landwirtschaftliche Produktion liefere genügend Kalorien, um damit weltweit 12 bis 14 Milliarden Personen zu ernähren. Dennoch würden zwei Milliarden Menschen an Unter- oder Mangelernährung leiden. 70 Prozent der Betroffenen seien Kleinbauern oder Feldarbeiter. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, welche die UNCTAD bei Experten in Auftrag gegeben hat.
Handel mit Grundnahrungsmitteln einschränken
Die Konferenz fordert die Staaten deshalb auf, den Handel mit Grundnahrungsmitteln soweit als möglich einzuschränken und die lokale Produktion zu stärken. Ziel sei, dass die Bauern, die rund 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion sicherstellten, für ihre eigenen Bedürfnisse aufkommen können.
Die aktuell praktizierte industrielle Produktionsart basiert laut der Studie auf der Monokultur. Diese bringe einen massiven Einsatz an umweltschädlichen chemischen Düngemitteln mit sich. Während das Volumen dieser Mittel in den letzten 40 Jahren um das achtfache erhöht wurde, sei die Getreideproduktion im selben Zeitraum lediglich verdoppelt worden, sagte Hoffmann.
Nachhaltig, aber teuer
Demgegenüber sind biologisch bebaute Böden langfristig viel reicher an Nährstoffen und deshalb fruchtbarer. Dies hätten die Untersuchungen gezeigt, die in verschiedenen Ländern durchgeführt wurden - darunter auch in der Schweiz, einer Vorreiterin des biologischen Anbaus.
Der biologische Landbau verursacht derzeit jedoch noch hohe Kosten. Hier sind laut der UNCTAD nun die Regierungen gefordert, ihren Beitrag zu leisten, indem sie etwa Bauern, die ökologischen und nachhaltigen Landbau betrieben, finanziell stärker unterstützen.