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Autor: walter buchs
FreiburgAlle zwei Jahre wird der Finanzkraftindex der Gemeinden neu berechnet. Auf dieser Grundlage werden alle 168 Gemeinden in sechs Klassen eingeteilt. Der Staatsrat hat soeben die entsprechende Verordnung für die Jahre 2009 und 2010 beschlossen. Anfang 2011 sollte dann das Gesetz über den interkommunalen Finanzausgleich in Kraft treten, weshalb sich dann die bisherige Klassifikation erübrigen wird.
Aus der neuen, am Freitag veröffentlichten Verordnung geht hervor, dass 17 Gemeinden neu in eine höhere und 22 in eine tiefere Klasse eingeteilt sind. In der Klasse 1 sind weiterhin 5 und in der Klasse 2 neu 12 (bisher 10) Gemeinden. Die Zahl der Gemeinden, die in der Klasse 4 eingeteilt sind, hat deutlich abgenommen, während jene in den Klassen 5 und 6 – die Klassen der finanzschwächeren – zugenommen hat.
«Daraus darf man allerdings nicht schliessen, dass sich die finanzielle Situation der Gemeinden generell verschlechtert; eher das Gegenteil sei der Fall», betont Gilles Ballaman, Wirtschaftsberater beim Amt für Gemeinden, den FN gegenüber. Die Finanzkraft werde immer aufgrund eines Durchschnitts berechnet, und dieser verschiebe sich ebenfalls.
Verschiebungen nach Bezirken
Etliche Gemeinden im Seebezirk steigen eine Klasse auf, so Salvenach von der 5. in die 4.; Büchslen von der 3. in die 2. und Muntelier von der 2. in die 1. Klasse. Demgegenüber steigen Galmiz und Jeuss von der 4. in die 5. Klasse ab. Im Sensebezirk gilt dies ebenfalls für Giffers. Zudem sind Heitenried und St. Silvester neu in der Klasse 6 eingeteilt.
In der Agglomeration Freiburg steigt Villars-sur-Glâne von der 1. in die 2. Klasse ab. Den grössten Sprung im ganzen Kanton macht die Gemeinde Siviriez im Glanebezirk. Sie steigt von der Klasse 6 direkt in die Klasse 3 auf. Mit einem Finanzkraftindex von 64,24 (bisher 66,13) bleibt Jaun weiterhin die finanzschwächste Gemeinde im Kanton.