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Bereits in früheren Jahren bestanden die gleichen Probleme wie heute. Entweder konnte nur schwerlich jemand für die Vorstandsarbeit gefunden werden oder die Gewählten «bekleckerten» sich nicht immer mit Ruhm. So trugen die Last des Vereins mitunter ein paar wenige, welche sich mit ausserordentlichem Einsatz und einer gehörigen Portion Uneigennutz hervortaten.
In diesem Zusammenhang sei an einen speziellen Mann erinnert: Heinrich Frey. Er war einer der ersten Kassiers des SVM. An der GV 1924 in sein Amt gewählt, bekleidete er diesen Posten während sage und schreibe 42 Jahren, ehe er die Kasse im Jahre 1966 an seinen Nachfolger weitergab. Wie diese Leistung einzustufen ist, zeigt sich u.a. in der Entwicklung des Umsatzes. Dieser stieg von einstmals 2'000 Franken auf über 10O'OOO Franken gegen Ende der 60er Jahre an. Und selbst in den Kriegsjahren verliess Heinrich Frey seinen Posten nicht und kassierte die Beiträge trotz schwerer Zeiten pflichtbewusst ein.
Eine Anekdote ganz anderer Art war die Wahl des Präsidenten 1963: Gewählt wurde Franz Gaeng. Dieser weilte allerdings in den Ferien und erfuhr von seinem Glück erst später! Dass er ob der ihm in Abwesenheit übertragenen Aufgabe nicht unglücklich war, zeigt seine Amtsdauer von sieben Jahren.
Ein paar Jahre später soll ein «Ämtlifresser» an der GV zugegen gewesen sein. Gemäss mündlichen Überlieferungen hatte dieser die Absicht, die Dauer der GV auf ein Minimum zu reduzieren, da er am gleichen Abend noch andere «Verpflichtungen» hatte. So meldete er sich für vier vakante Funktionen und wurde mangels Gegenkandidaten jeweils auch gewählt! Ob er diese Ämter auch pflichtbewusst betreute, liess sich nicht nachvollziehen!Zu einem «Urknall» im Vorstand kam es im April 1984 anlässlich einer Vorstandssitzung beim Traktandum 3: Transferwesen Saison 84/85. Bei der Abstimmung zwischen zwei Anträgen blieben diejenigen «Sieger», welche sich für den Antrag des damals noch als Junioren-Obmann füngierenden Reini Ott entschieden. Er plädierte dafür, dass keine Transfers mehr getätigt werden, welche Geld kosten. Zudem sollte künftig auf teure, fremde Spieler verzichtet und auf die eigenen Spieler zurückgegriffen werden. Diesen neuen Kurs konnten die sich in der Minderheit befindenden Vorstandsmitglieder nicht akzeptieren und demissionierten in der Folge. Dies machte die Einberufung einer ausserordentliche GV nötig, welche Reini Ott zum Präsidenten beförderte. Der neue Vorstand, unter der Leitung des neugewählten Präsidenten Reini Ott, formulierte seine Ziele wie folgt:
- kein Einkauf neuer Spieler
- Weiterführung der Politik des «Neuaufbaus» (und dabei auch einen sportlichen Rückschritt in Kauf nehmen)
- die Wiederbelebung des Vereinslebens und der Kameradschaft sowie die finanzielle Stabilität.
Dieser «Marschroute» blieb der Vorstand bis zum heutigen Tag treu, wobei es insbesondere zu Beginn viel Mut und Engagement seitens des Präsidenten brauchte, um diese Zielsetzungen um- und durchzusetzen.
In den letzten zehn Jahren hat die Arbeit rund um den Vorstand ständig zugenommen, die Belastbarkeit der einzelnen Mitglieder blieb jedoch aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeiten relativ konstant. Aus diesem Grund wurden die Aufgaben auf immer mehr Personen verteilt, so dass sich der Aufwand für jeden Einzelnen im Rahmen hielt. Der Vorstand umfasst heute insgesamt 16 Mitglieder. Weil ein derart grosses Gremium «schwerfällig» sein kann, werden verschiedene Kommissionen gebildet, welche die in ihrem Fachbereich anstehenden Probleme vorberaten, ehe sie im grossen Rahmen diskutiert und verabschiedet werden.
Das Präsidium des Vorstands setzt sich zusammen aus: