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Angestrebt wird ein "moderater Übergang" zu den neuen Regeln. Einen neuen Parlamentsbeschluß hält die Regierung offenbar für unnötig. Der Bundestag hatte im März 1998 mit knapper Mehrheit beschlossen, "die hergebrachte Amtssprache des Bundes beizubehalten".
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Lölhöffel, Helmut
Nachdem Versuche, die Rechtschreibreform gerichtlich zu stoppen, letztlich abgewiesen worden sind und nur Schleswig-Holstein aufgrund eines Volksentscheids ausgeschert ist, versuchen die Reformgegner jetzt, die neue Schreibweise von Bundesland zu Bundesland zu Fall zu bringen […]. Der Vorsitzende der zwischenstaatlichen Kommission für die deutsche Rechtschreibung, Gerhard Augst, warnte im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau davor, die Aktivitäten der Reformgegner zu unterschätzen: "Vor Überraschungen können wir nicht sicher sein." […] Der Vorsitzende der Kommission rechnet damit, "daß die Reform gelaufen ist, wenn sie öffentlich sichtbar angewendet wird". […] Während an den Schulen — außer in Schleswig-Holstein fast überall — die neuen Regeln längst gelehrt und gelernt werden, hat der Bund die neue Rechtschreibung noch nicht in seine Amtssprache übernommen.
In der zerfaserten und schwer überschaubaren rechtsextremen Szene ist keine zentral gesteuerte Aktion gegen die Rechtschreibreform erkennbar. Aber etliche Organisationen und Schriften machen sich die in Teilen der Bevölkerung verbreitete Abneigung gegen neue Rechtschreibregeln zunutze, um mit deutschnationalen Parolen die Stimmung anzuheizen.
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