Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03460.jsonl.gz/309

Obwohl Nationalcoach Roberto Mancini in Reggio Emilia eine Mannschaft fast ohne Stars aufstellte, legte Italien rasch die Basis für den Pflichtsieg. Nach einer knappen Viertelstunde stand es 2:0, nach einer halben Stunde schon 4:0. Die unbedarft verteidigenden Litauer trugen mit ihren Fehlern einen wesentlichen Teil zum klaren Resultat bei.
Junge Stürmer brillieren
Auf italienischer Seite profitierten in erster Linie die beiden jungen Stürmer Moise Kean und Giacomo Raspadori von den Änderungen in der Formation von Mancini, der teils freiwillig, teils gezwungenermassen nur noch drei Spieler aus der Partie vom Sonntag gegen die Schweiz in der Startaufstellung beliess.
Der in diesem Sommer zu Juventus Turin zurückgekehrte Kean war zweimal erfolgreich, während Raspadori das Eigentor zum 2:0 provozierte und das 3:0 selber schoss. Raspadori erzielte damit in seinem ersten Länderspiel von Beginn weg das erste Tor und das gleich noch in seinem Heimstadion, wo er ansonsten für Sassuolo stürmt. Auch Giovanni Di Lorenzo gelang mit dem 5:0 sein erster Länderspiel-Treffer.
Liechtenstein nicht mehr punktelos
Liechtenstein kam dank dem 1:1 gegen Armenien in Jerewan zum ersten Punkt in der laufenden Qualifikation. Die Amateure und Halbprofis aus dem Ländle hatten die Kampagne für die WM 2018 mit zehn Niederlagen in zehn Spielen und mit 1:39 Toren abgeschlossen. Solches kann ihnen diesmal nicht passieren.
Nachdem sie das Hinspiel gegen Armenien nur wegen eines Eigentors kurz vor Schluss 0:1 verloren hatten, reichte es ihnen in der Revanche zu einem Unentschieden gegen eine Mannschaft, die letzten März in der gleichen Gruppe kurz nacheinander die Heimspiele gegen Rumänien und Island gewonnen hatte.
Auch ein Blick auf die Torschützen in Jerewan veranschaulicht, dass die Liechtensteiner der Underdog waren: Für Armenien traf der arrivierte Stürmer Henrich Mchitarjan von der AS Roma mit einem Foulpenalty Sekunden vor der Pause, für Liechtenstein glich der Youngster Noah Frick von Brühl St. Gallen aus der Promotion League nach 83 Minuten aus.
Armenien war zuvor der letzte Gegner, gegen den die Liechtensteiner einen Punkt in einer Qualifikation für eine Endrunde gewannen. Im Oktober 2018 spielten sie in der EM-Qualifikation daheim ebenfalls 1:1.