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Sollte dies der Fall sein, sind dafür Szenarien und Vorgehensweisen für die Schweiz definiert. Wird der Strom knapp, so kann der Bundesrat das Stromangebot und den Stromverbrauch lenken.
Sparen, einschränken, kontingentieren – und dann erst abschalten
Wird der Strom knapp, richtet der Bundesrat zuallererst Sparapelle an die gesamte Bevölkerung und das Gewerbe. Danach kann der Bundesrat Verbrauchseinschränkungen anordnen. Sie verbieten nicht absolut notwendige, energieintensive Geräte und Einrichtungen, wie beispielsweise Beleuchtungen zu Werbezwecken, Saunen, Whirlpools oder Komfortheizungen im Aussenbereich.
In einem weiteren Schritt wird der Bundesrat Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100’000 Kilowattstunden kontingentieren, d.h. sie anweisen, ihren Stromverbrauch um einen bestimmten Prozentsatz zu drosseln. In der vierten und letzten Phase wären Netzabschaltungen die «Ultima Ratio». Sie müssen mit allen Möglichkeiten vermieden werden. In Teilen des Verteilnetzgebiets würde die Stromversorgung jeweils für mehrere Stunden unterbrochen werden. Die Unterbrechungen finden rotierend statt und betreffen alle Gebiete des Verteilnetzes gleichermassen. Die Ausnahmen werden durch den Bundesrat bestimmt. Eine Konkretisierung der bundesrätlichen Verfügung auf Kantonsebene (oder sogar darunter) wird Gegenstand politischer Entscheidungsprozesse sein.
Da die zyklischen Abschaltungen erhebliche Konsequenzen für Wirtschaft und Bevölkerung mit sich ziehen, gilt es, durch die vorangegangenen Einsparapelle und Kontingentierung genügend einzusparen, um Abschaltungen um jeden Preis zu verhindern.
Weiterführende Informationen finden Sie unter ostral.ch sowie in dieser Broschüre.