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Niemand darf sich verloren fühlen. Mit diesem Satz haben wir die Arbeit in unserem neuen Projektraum Nordflügel an der Gessnerallee Zürich aufgenommen. Wir, das ist das Zürcher Kollektiv FRICTION, welches sich zwischen künstlerischer und kuratorischer Praxis bewegt und Räume bespielt und programmiert, welche die Grenzen zwischen Theater und Bildender Kunst verschwimmen lassen.
Diese Bachelorarbeit ist wie folgt aufgebaut:
In Kapitel 2 lege ich, ausgehend von eigenen Erfahrungen, kurz meine Eindrücke der Zürcher Szene dar um meine Motivation für dieses Thema aufzuzeigen und die Strukturen zu verstehen in denen Begegnungen stattfinden. Kapitel 3 ist eine Einordnung partizipatorischer Kunst in den historischen Kontext. Während meiner Recherche und Annäherung an das Thema hatte ich es viel mit Positionen zu tun hatte, welche die Partizipation thematisieren. Da ich Begegnung auch als eine Aktivierung der Zuschauer denke, scheint es natürlich einen kurzen Abriss zu geben, wie Relationen von Gästen bereits in der Kunst gedacht und praktiziert wurden. Dabei gehe ich auf die Partizipation in der Bildenden Kunst und im Theater ein und beende das Kapitel mit einer Position, die die Ausstellung als Performance denkt und die Frage stellt, ob der Besuch einer Ausstellung möglicherweise nichts anderes als ein performatives Ereignis ist.
Das vierte Kapitel kontextualisiert kurz die Arbeit von FRICTION, um, ausgehend von ihren
zum Teil künstlerischen, aber auch kuratorischen Settings, die sich zwischen Bildender Kunst
und Theater/Performance bewegen, auf ein performatives Setting zu kommen, welches alle
Elemente einer Veranstaltung als eine Art Performance denkt, und somit auch die Begegnung
zwischen den Gästen in den Vordergrund stellt.
Kapitel 5 stellt eine Denkbewegung durch sechs unterschiedliche Theorien dar, durch die ich mich einer künstlerischen Praxis nähere, die Begegnung zum Gegenstand hat.