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Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.
Der Jahresband Helvetia Franciscana 2021 bietet abwechslungsreiche Geschichtslektüre. Zwei Kapuziner treten unterschiedlich in kriegerischen Zeiten während Ende 18. Jahrhundert/Anfang 19. Jahrhundert auf.
Paul Styger (1764-1824) als Feldprediger, Freiheits- und Widerstandskämpfer in der Schweiz gegen Frankreichs Besatzungsarmee in der Schweiz und deswegen dann im Exil verstorben. Er stieg 1799 auf die Kanzel des Großmünsters und predigte als erster katholischer Priester wieder in der Kirche, in der Ulrich Zwingli gewirkt und von wo die Schweizer Reformation ihren Ausgang genommen hatte. Sein Kriegsjournal ist Zeugnis eines unerschrockenen Kapuziners.
Konrad Gießler (1743-1800), der zum Kapuzinerkonvent Rheinfelden angehörte, wirkte als Gesandtschaftskaplan im reformierten Basel und als Pfarrer in Triberg/Schwarzwald. Er wurde mit seiner Seelsorge in der Basler St. Martinskirche, mit seiner publizierten Katechese und mit seiner „Rede auf den Neuhahrstag von 1794“ zur Stimme der Katholiken Basels
Was hat ein Deutscher Orden (Teutonicus Ordo) mit einem Kapuziner zu tun? Die Antwort: Dem Luzerner Kapuziner Hilarin Felder (1867-1951) in päpstlicher Mission (1927-1938) ist die Rettung des Deutschen Ordens (Teutonicus Ordo) zu verdanken.
Fast wie ein Kriminalroman ist der Artikel über den umstrittenen Verkauf des wertvollen „Missale speciale“ (gedruckt 1473 in Basel) aus dem Kapuzinerkloster Romont 1953 in die USA. Für den nötigen Um- und Neubau des Kapuzinerklosters Wesemlin Luzern in den Fünfzigerjahren fehlte es an Geld. So sah sich der Schweizer Kapuzinerprovinzial Franz Solan Schäppi gedrängt und vom Schweizer Bundespräsident Philipp Etter ermutigt, das Missale in die USA zu verkaufen. Für Eklat in der Schweiz und für Spannungen zwischen dem Provinzial in Luzern und den Kapuzinern in Romont war gesorgt.
Dank eines Konvoluts aus dem 16. Jahrhundert sind die ersten Kapuziner-Konstitutionen (prime costituzioni 1536) als rares Druckwerk bei den Tessiner Kapuzinern erhalten geblieben.
Zehn Rezensionen würdigen Publikationen über Kultur, Geschichte und Leben des schweizerischen Franziskusordens wie zum Beispiel das Wirken einer Baldegger Schwester in Papua-Neuguinea oder die religiöse Persönlichkeit einer Freiburger Heiligen, der Laienterziarin Marguerite Bays.
Helvetia Franciscana 50, Luzern 2021, 186 S., ill – ISSN 1661-7703.
CHF 30.00 (plus Versandkosten)
Bezug: Administration HF, Missionsprokura, Amthausquai 7, CH-4601 Olten <email-pii>
(Betreff: Helvetia Franciscana) – : +41(0)62 212 77 70
San Francesco in Assisi
Die Botschaft des heiligen Franziskus in Bildern
Thomas Freidel
64 Seiten, 2021
Kunstverlag Josef Fink
ISBN 978-3-95976-313-4
Der Franziskaner-Konventuale und seit 2008 Pilgerseelsorger im Sacro Convento in Assisi Thomas Freidel hat schon im Jahr 2012 einen vielbeachteten und inzwischen in neunter Auflage erschienenen kleinen Kunstführer durch die Basilika San Francesco in Assisi verfasst: « … und verkündet aller Kreatur … ».
Kurz nach seinem 90-sten Geburtstag ist der anglikanische Bischof Desmond Tutu in Südafrika gestorben. In unermüdlichem und versöhnungsstiftenden Einsatz hatte er sich gegen die Apartheidpolitik eingesetzt. Von ihm sagt Jean Ziegler, Desmond Tutu habe durch sein Wirken in Südafrika einen Bürgerkrieg verhindert. Für sein Wirken fand er weltweite Anerkennung. Ihm wurde zum Beispiel 1984 der Friedensnobelpreis zuerkannt. 1999 ernannte ihn die Theologische Fakultät der Universität Freiburg i. Ue. auf Initiative von Adrian Holderegger zum Ehrendoktor. Der Kapuziner Adrian Holdegger, damals Dekan der theologischen Fakultät, hielt die Laudatio.
Die Ethik ist eine Wissenschaft, die sich in der Praxis zu bewähren hat. Unsere hochkomplexe Gesellschaft, unsere hochspezialisierte Technik im Human- und Außer Human Bereich, wie auch die weltanschaulich und kulturell durchmischten Lebensformen stellen uns zwangsläufig auch vor ethische Frage: wie weit sind unsere Lebenswelten (noch) vereinbar mit unseren Grundvorstellungen von Humanität, Freiheit und Gerechtigkeit?
Vor rund 33 Jahren übernahm Christian Schweizer als erster Nicht-Kapuziner die Leitung des Provinzarchivs der Schweizer Kapuziner im Kloster Wesemlin. Nach seiner Pensionierung im Herbst 2021 tritt Colette Halter-Pernet das Amt der Provinzarchivarin der Schweizer Kapuziner an.
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Bruder Josef Haselbach, der Provinzial der Schweizer Kapuziner, war anlässlich des Jubiläums «100 Jahre Kapuziner in Tansania» in diesem ostafrikanischen Land. Er schaut voller Freude auf die Vergangenheit – und mit Sorge auf die Zukunft des dortigen Ordens und der Ortskirche.
Dank für die vergangenen 100 Jahre. Dies war das Motto des Jubiläumstreffens, das die beiden Ordensgemeinschaften im Kloster Baldegg durchführten (Donnerstag, 7. Oktober).