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Ja, die Fuchs-Endotheldystrophie betrifft typischerweise beide Augen. Die Schwere kann jedoch von Auge zu Auge variieren.
Fuchs-Endotheldystrophie
Ursache
Um die Problematik der Fuchs’schen Endotheldystrophie zu verstehen, muss man sich zuerst mit den Gegebenheiten der Hornhaut auseinandersetzen. Die Hornhaut ist als äusserste Schicht das Fenster des Auges. In einem gesunden Auge fällt das Licht durch die Hornhaut um anschliessend durch die Pupille zu gelangen und endgültig an der innersten Schicht, der Netzhaut, zu Bildern verarbeitet zu werden. Kommt es jedoch zu einer Trübung der Hornhaut, kann dies zu einem stark reduzierten Seheindruck führen.
Bei der Fuchs’schen Endotheldystrophie kommt es zu einer fortschreitenden Abnahme von Zellen an der inneren Seite der Hornhaut, welche die Wasserkonzentration regulieren. Auf Grund dieser voranschreitenden Abnahme kommt es zu einer starken Ansammlung von Flüssigkeit in der Hornhaut, da die verbleibenden Zellen keine ausreichende Pumpfunktion mehr gewährleisten können. Hierdurch kommt es zu einer Schwellung und Trübung der Hornhaut und schliesslich zu einer Abnahme der Sehkraft.
Die genaue Ursache der Fuchs-Endotheldystrophie ist weitgehend unbekannt, aber es wird angenommen, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Dies bedeutet, dass Familienmitglieder von Betroffenen ein höheres Risiko haben, die Krankheit zu entwickeln.
Begleiterkrankungen
Es gibt keine spezifischen Begleiterkrankungen, die mit Fuchs-Endotheldystrophie verbunden sind, aber allgemeine Augenprobleme wie Katarakte können parallel auftreten und die Situation der Sehleistungsbeeinträchtigung verschlimmern.
Prognose
Die Prognose für Patientinnen und Patienten mit Fuchs-Endotheldystrophie hat sich dank Fortschritten bei der Behandlung und Operationstechniken verbessert. Viele Patientinnen / Patienten erleben nach einer Transplantation eine erhebliche Verbesserung des Sehvermögens.
Häufige Fragen
Kann die Fuchs-Endotheldystrophie in beiden Augen auftreten?
Wie schnell schreitet die Fuchs-Endotheldystrophie voran?
Die Progression der Fuchs-Endotheldystrophie kann von Person zu Person variieren. Bei einigen Menschen schreitet die Krankheit über Jahre langsam voran, bei anderen kann sie sich schneller entwickeln.
Ist Fuchs-Endotheldystrophie erblich?
Ja, Fuchs-Endotheldystrophie hat eine genetische Komponente und kann vererbt werden. Wenn die Krankheit in Ihrer Familie aufgetreten ist, sollten Sie regelmässige augenärztliche Untersuchungen in Betracht ziehen.
Gibt es eine Möglichkeit, die Fuchs-Endotheldystrophie ohne Operation zu behandeln?
Im frühen Stadium kann die Anwendung von Augentropfen helfen, die Symptome zu lindern, aber derzeit gibt es keine Heilung für die Fuchs-Endotheldystrophie ohne Operation. Moderne chirurgische Methoden wie die DMEK (Descemetmembran-Endotheliale-Keratoplastik, eine Teilverpflanzung der Hornhaut) können jedoch das Sehvermögen bei fortgeschrittenen Fällen effektiv wiederherstellen.
Was ist die Erfolgsrate der Hornhauttransplantation bei Fuchs-Endotheldystrophie?
Die Erfolgsrate der Hornhauttransplantation bei Fuchs-Endotheldystrophie ist im Allgemeinen hoch, insbesondere mit den neueren Operationstechniken wie DSAEK oder DMEK. Die meisten Menschen erfahren eine signifikante Verbesserung des Sehvermögens nach der Erholung von der Operation.