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Am 13. Dezember 1922 kam Albert Bächler als sechser Sohn der zwölf Kinder von Peter-Eugen und Elisabeth, geb. Rotzetter, in der Ramsera bei Rechthalten zur Welt. Nach der Schule arbeitete er zuerst als Knecht bei der Familie Zurkinden in Jetschwil, bevor er in die Ramsera zurückkehrte.
Das Mitmachen in der Jungmannschaft und bei den Jungschützen brachte etwas Abwechslung. Hart waren die Rekrutenschule bei der Gebirgsinfanterie und die Wiederholungskurse während des 2. Weltkrieges. Zwischen den Militäreinsätzen half er beim Bau der Staumauern von Rossens und Schiffenen. Durch die vierjährige Anstellung bei der Metzgerei Brolly im Schönberg lernte er viel über das Metzgen. Während 17 Jahren war Albert im Winter ein gefragter Störenmetzger, im Sommer arbeitete er bei der Bauunternehmung Rappo.
Am 2. Oktober 1950 führte er Rosa Stadelmann von der Zur Schür an den Traualtar. Es sollte für 67 Jahre eine glückliche Ehe werden, gesegnet mit drei Kindern. Leider starb Theresli schon mit sieben Jahren. Und nochmals flossen bittere Tränen beim Tode von Tochter Astrid, als junge Mutter von 41 Jahren.
Eine grosse Freude war es für die Familie, als sie 1960 im Unterdorf ihr Eigenheim beziehen konnten, in das Albert Bächler unzählige Arbeitsstunden gesteckt hatte. Ab 1950 hatte er nämlich eine Festanstellung bei der Firma Rappo und blieb dem Betrieb während 36 Jahren bis zu seiner Pensionierung treu. Als exakter Maurer wurde er von seinen Vorgesetzten sehr geschätzt. Trotz der anstrengenden Arbeit wusste Albert Bächler von einer schönen Zeit und von lustigen Erlebnissen mit den Arbeitskollegen zu erzählen.
Albert und Rosa Bächler widmeten einen Grossteil ihrer Freizeit ihrem wunderbaren Gemüse-, Beeren- und Blumengarten und dem Umschwung. Zudem war Albert Mitglied im Arbeiter- und Schützenverein. Viele Kränze, Medaillen und Auszeichnungen bezeugten seine Treffsicherheit. Sportsendungen und Jassen mit Freunden waren ihm ebenfalls lieb. Glückliche Stunden erlebte er mit seinen Gross- und Urgrosskindern, die ihn stets gern besuchten.
Lange Zeit erfreute sich Albert Bächler einer guten Gesundheit, doch mit den Jahren bekam er die Gebrechen des Alters zu spüren. Als gläubiger Mann fürchtete er den Tod nicht und durfte am 12. Juni 2017 sein christliches Leben in die Hände Gottes legen.