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Die Gruppe l’art pour l’aar formierte sich 1992 anlässlich drohender Naturzerstörungen am Ursprung der Aare durch das gigantische Kraftwerkprojekt Grimsel West. Bis 1995 arbeiteten jeweils während einer Sommerwoche bis zu 24 KünstlerInnen gemeinsam in der Grimsellandschaft. Dabei entstanden vorwiegend individuelle Arbeiten in den verschiedensten Kunstformen. Diese wurden 1995 in einem siebzigseitigen Katalog publiziert
Im Sommer 1996 produzierte l’art pour l’aar im Grimselgebiet individuell gestaltete Postkarten. Diese wurden in einem zu diesem Zweck herangeführten Baucontainer gemeinsam verkauft. Dieser „Kunstkiosk“ markierte für l’art pour l’aar , fürderhin aus einer Gruppe von 12 Kunstschaffenden bestehend, den Übergang zu ausschliesslich gemeinsam realisierten und auf ein bestimmtes Thema bezogenen Arbeiten.
Angeregt durch die Aktivitäten von l’art pour l’aar führte der Schweizerische Alpenclub SAC 1999 seine traditionelle „Ausstellung Alpiner Kunst“ erstmals als Freilichtaktion durch. Unter gemeinsamem Patronat und in Zusammenarbeit mit l’art pour l’aar entstand im Grimsel- und Furkagebiet die viel beachtete Kunstaktion <Gletscherblick 99, Ein Kunstsommer im Gebirg.> (Ausstellung Alpines Museum, Katalog)
Inzwischen war das Kraftwerkprojekt Grimsel West zurückgezogen worden und die Gruppe l’art pour l’aar weitete ihre engagierten Kunstaktivitäten aus auf andere Landschaften, Probleme und Aspekte des Alpengebiets.
2004 bis 2006 beteiligte sich die Gruppe am Festival für zeitgenössische Musik „L’Art pour l’Aar“ mit Aktionen und Installation an Konzerten des „ensemble bern modern“und des Trio Arundo Donax in Bern und Meiringen. Die zur Arbeit „Panorama“ gehörende Grafik „Börsen und Berge“diente dem Bassklarinettisten Lukas Vogelsang als Partitur für eine Uraufführung im le Cap, Französischen Kirche, Bern. In der Michaelskirche Meiringen improvisierte der Organist Hans Eugen Frischknecht über „Börsen und Berge“.