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8Da ist die Stimme meines Geliebten!
Siehe, er kommt!
Er springt über die Berge,
er hüpft über die Hügel!
9Mein Geliebter gleicht einer Gazelle
oder dem jungen Hirsch.
Siehe, da steht er
hinter unserer Mauer,
schaut zum Fenster hinein,
blickt durchs Gitter.
10Mein Geliebter beginnt und spricht zu mir: »Mach dich auf, meine Freundin,
komm her, meine Schöne!
11Denn siehe, der Winter ist vorüber,
der Regen hat sich auf und davon gemacht;
12die Blumen zeigen sich auf dem Land,
die Zeit des Singvogels ist da,
und die Stimme der Turteltauben
Lässt sich hören in unserem Land;
13am Feigenbaum röten sich die Frühfeigen,
und die Reben verbreiten Blütenduft;
komm, mach dich auf, meine Freundin;
meine Schöne, komm doch!
14Meine Taube in den Felsenklüften,
im Versteck der Felsenwand;
Lass mich deine Gestalt sehen,
Lass mich deine Stimme hören!
Denn deine Stimme ist süß,
und lieblich ist deine Gestalt.«
15Fangt uns die Füchse,
die kleinen Füchse,
welche die Weinberge verderben;
denn unsere Weinberge stehen in Blüte!
16Mein Geliebter ist mein,
und ich bin sein,
der unter den Lilien weidet.
17Bis der Tag kühl wird
und die Schatten fliehen,
kehre um, mein Geliebter,
sei gleich der Gazelle
oder dem jungen Hirsch
auf den zerklüfteten Bergen!
1Auf meinem Lager in den Nächten
suchte ich ihn, den meine Seele liebt;
ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.
2»Ich will doch aufstehen und in der Stadt umherlaufen,
auf den Straßen und Plätzen;
ich will ihn suchen, den meine Seele liebt!«
Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.
3Mich fanden die Wächter,
welche die Runde machten in der Stadt:
Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?
4Kaum war ich an ihnen vorübergegangen,
da fand ich ihn, den meine Seele liebt.
Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los,
bis ich ihn in das Haus meiner Mutter gebracht hatte,
ins Gemach derer, die mich empfangen hat.
5Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems,
bei den Gazellen oder bei den Hindinnen des Feldes:
Erregt und erweckt nicht die Liebe,
bis es ihr gefällt!
6Wer kommt da von der Wüste herauf?
Es sieht aus wie Rauchsäulen
von brennendem Weihrauch und Myrrhe,
von allerlei Gewürzpulver der Krämer.
7Siehe da, Salomos Sänfte:
sechzig Helden sind rings um sie her,
von den Helden Israels!
8Sie alle sind mit Schwertern bewaffnet,
im Krieg geübt,
jeder hat sein Schwert an der Seite,
damit nichts zu fürchten sei während der Nacht.
9Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen,
aus dem Holz des Libanon.
10Ihre Säulen ließ er aus Silber machen,
ihre Lehne aus Gold,
ihren Sitz aus Purpur,
das Innere wurde mit Liebe ausgestattet
von den Töchtern Jerusalems.
11Kommt heraus, ihr Töchter Zions, und betrachtet
den König Salomo mit dem Kranz,
mit dem seine Mutter ihn bekränzt hat
an seinem Hochzeitstag,
am Tag der Freude seines Herzens!