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Literarische Avantgarde der Französischen Revolution
Studie
Beschreibung
Dass Dichter, Schriftsteller, Literaten, Essayisten politische Ereignisse auf ihre Weise schöpferisch begleiten, dass sie die die Allgemeinheit bewegenden Geschehnisse poetisch aufarbeiten, ist eine – bei Homer angefangen – allseits bekannte Tatsache.
Umgekehrt hat es sich hingegen höchst selten zugetragen, dass Schriftsteller kraft ihrer Aussagen ein geschichtliches Geschehen ausgelöst haben. Umso einmaliger erscheint das richtungsweisendste, die Französische Revolution, welche das neuzeitliche Europa tiefgreifend verwandelte. Diesen Literaten – unter ihnen vor allem Montesquieu, Voltaire, Rousseau, Diderot – darf attestiert werden, dass sie die späteren unmenschlichen Hinrichtungen in fünfstelliger Zahl weder gewollt noch sie gebilligt hätten. Doch die von ihnen facettenreich vertretene und unter das französische Volk gebrachte Ideologie der Aufklärung hat denn – vielleicht – vorhersehbar und dennoch überraschend ein bis dahin als unerschütterlich geltendes Herrschaftsregime gestürzt.
Anlass genug, sich näher mit jener literarischen Avantgarde zu befassen. Zugleich bleibt eine Darstellung der politischen Begleitphänomene unvermeidlich