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Es gibt ja keinen plausiblen Grund dafür, "ie" wie "i" oder "st" wie "scht" auszusprechen. Man macht es einfach - genauso wie ein paar Jahre später allen Ernstes "Portmonee" zu schreiben. Das nennt sich dann übrigens Rechtschreibreform.
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Helmberger, Doris
Richard Schrodt, Germanist an der Universität Wien und Mitglied der "Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung", über die Zunahme von Anglizismen, die Gefährdung des österreichischen Deutsch und die Rechtschreibreform. […] Sind Sie also als Mitglied der Rechtschreibkommission mit der Reform zufrieden? Schrodt: Ja. Man kann objektiv sagen, dass sie einige Erleichterungen gebracht hat - wenn auch viel weniger, als wir ursprünglich geplant hatten. Die gemäßigte Kleinschreibung ist etwa aus politischen Gründen nicht durchgesetzt worden. Das erstaunlichste Phänomen bei der Rechtschreibreform ist sicher, dass es Gruppen gibt, die sich mit einem geradezu politischen Enthusiasmus gegen dieses Reförmchen gewehrt haben.
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