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Nat Turner wächst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Sklave in Virginia auf. Hier verbringt er seine Kindheit gemeinsam mit dem weissen Sohn des Plantagenbesitzers, Samuel Turner, und lernt, anders als auf anderen Plantagen üblich, das Lesen. Samuels Mutter, Elizabeth Turner, erlaubt ihm allerdings nur ein Buch zu lesen: die Bibel. So wird Nat Turner zum Laienprediger seiner Mitsklaven.
Die desolate Wirtschaftslage zwingt Nats Kindheitsfreund und Besitzer, Samuel Turner, dazu, ihn als Prediger gegen Bezahlung an andere Plantagenbesitzer auszuleihen, um die Widerstand leistenden Sklaven mit Bibelzitaten zu beruhigen. Mit Worten wie «Sklaven, unterwerft euch euren Meistern. Nicht nur denen, die gut und rücksichtsvoll sind, sondern auch denen, die hart sind.» predigt der unfreie Afroamerikaner Nat Turner die Unterwürfigkeit, da diese etwas Gutes sei. Doch was Nat nach und nach zu sehen bekommt, öffnet ihm die Augen. 1831 führt er einen Sklavenaufstand im Süden Virginias an, der in die Geschichte eingehen und ihn zu einer historischen Figur machen wird. Obwohl die Revolte nur 48 Stunden dauerte, gilt sie heute als einer der bedeutendsten und brutalsten Sklavenaufstände in der Geschichte der USA.
«Es ist kein Zufall, dass Parkers Film den gleichen Titel trägt wie D.W. Griffiths rassistischer Stummfilm aus dem Jahr 1915, der bis heute als ein wichtiger Bestandteil der amerikanischen Filmgeschichte behandelt wird. In einem Interview mit dem Magazin ‹Filmmaker› erklärte Parker: Er habe diesen Titel gewählt, um ‹eine ehrliche Konfrontation mit der Vergangenheit in Gang zu bringen, welches hoffentlich zur Heilung und nachhaltige Veränderung der Gesellschaft führen wird.›» (www.srf.ch, Rebecca Jiménez, 28.4.17)