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Die Verwendung von Spendermilch anstelle von künstlicher Milch reduziert laut Studien eine der am meisten gefürchteten Komplikationen bei Frühgeborenen, die nekrotisierende Enterokolitis, um die Hälfte, wie das Chuv am Donnerstag mitteilte. Die Krankheit greift den Darm an und kann tödlich enden. Das Chuv, das jährlich mehr als 800 Babys aus der Waadt und anderen französischsprachigen Kantonen betreut, appelliert an die Solidarität und Grosszügigkeit von stillenden Frauen, die mehr Muttermilch produzieren als ihre Babys benötigen. Muttermilch-Spenderinnen durchlaufen wie bei einer Blutspende ein Aufnahmeverfahren. Die Spenden erfolgen laut Chuv auf freiwilliger Basis und werden nicht vergütet.
Für die Durchführung des Projekts hat sich das Chuv mit der Interregionalen Transfusionsorganisation des Schweizerischen Roten Kreuzes zusammengeschlossen, die die Regionen Bern, Waadt und Wallis mit Blutprodukten versorgt. Diese übernimmt die Organisation der Logistik, die Verarbeitung der Milch und ihre Konservierung in ihren Räumlichkeiten in Epalinges VD. In der Romandie ist die Muttermilchbank des Chuv eine Premiere. In der Deutschschweiz dagegen bestehen bereits acht sogenannte Laktarien. In Europa gibt es mehr als 280 Muttermilchbanken.