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Shiori-Anesama
Der Grossteil der Papierpuppen aus dieser Sammlung kann man den miyabi washi ningyō 雅和紙人形zuteilen. Über die Geschichte dieser Papierpuppen ist nicht viel bekannt. Sie bestehen, wie es ihr Name bereits sagt, aus washi-Papier. Washi ist spezielles, japanisches Papier, welches auch heutzutage noch handgeschöpft wird.
Charakteristisch für diese washi-Puppen ist, dass den wenigsten ein Gesicht aufgemalt ist. Dafür sind sie häufig sehr üppig dekoriert, vor allem der Rückenbereich und der Kopfschmuck. Die Herstellung von washi-Puppen ist im Grunde sehr einfach. Der Kopf wird mit Hilfe von verhärteter und zu einer Kugel geformter Watte gemacht, welche dann mit einer dünnen Schicht washi überzogen wird. Der Kopf wird abgebunden und das übrige washi abgeschnitten. Die Körperbasis wird mit Hilfe von Drähten geformt und am Nacken mit washi umwickelt. Der Rest des Körpers wird zuerst mit Watte geformt und dann wieder mit mehreren Schichten washi umwickelt. Danach wird der Kimono mit zurechtgeschnittenen Teilen aus washi zusammengesetzt. Um Struktur in die Haare zu bekommen, wird dieses Papier vorsichtig um lange dünne Holzstäbchen gewickelt und vorsichtig nach unten gedrückt. So entstehen Falten im Papier.
Es kann auch vorkommen, dass man shōji-Papier benutzt.