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Veranstaltung:
Ort:
Online (via Zoom)
Organisator:
Deutsches Seminar
Gelehrte Narreteien. Jakob Locher, Sebastian Brant und das lateinische ‚Narrenschiff‘ (1497)
Dass das ‚Narrenschiff‘ zu einem europäischen Schlüsseltext der Frühen Neuzeit werden konnte, dankt sich seiner lateinischen Bearbeitung, mit der Sebastian Brant seinen ehemaligen Schüler Jakob Locher beauftragt hatte. Locher publizierte am 1.3.1497 in Basel die sog. ‚Stultifera navis‘, die bis 1572 europaweit 11 Auflagen erfahren sollte. Er übernahm das Grundlayout, die Holzschnitte und die Kapitelgliederung des ‚Narrenschiffs‘ und übertrug Brants Spruchgedichte in die lateinische Sprache und antik-humanistische Vorstellungswelt: Aus dem Basler Narrenbuch wurde eine gelehrte Humanistendichtung in der Tradition der römischen Satire. Der Vortrag wird diese Transformation des ‚Narrenschiffs‘, die seine europäische Erfolgsgeschichte ermöglichte, an Beispielen vorstellen, nach Brants Beiträgen zum lateinischen Narrenbuch fragen und hiervon ausgehend das Verhältnis von Autor und „Übersetzer“ betrachten.
Prof. Dr. Joachim Hamm lehrt deutsche Philologie sowie Literaturgeschichte des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Würzburg.
Dieser Gastvortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung 'Sebastian Brant und der frühe Buchdruck in Basel. Zum 500. Todestag eines humanistischen Gelehrten' statt. Die Ringvorlesung findet online (live) über Zoom statt. Interessierte, die sich nicht als Studierende einschreiben können, erhalten den Zoom-Link auf Anfrage (<email-pii>).
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