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Nichts zu tun hat der Siebenschläfertag mit dem gleichnamigen Tier - einer Maus, die angeblich sieben von zwölf Monaten verschläft. Der historische Hintergrund bezieht sich auf sieben Jünglinge. Gemäss der Legende flüchteten die christlichen Brüder Maximus, Malchus, Martinianus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus im Jahre 251 vor der Christenverfolgung durch den damaligen Kaiser Decius in einen Turm. Er liess sie dort einmauern.
Witterungssregel
Sie beschreibt den Wettercharakter eines längeren Zeitraums und geht vom gegenwärtig herrschenden Wetter aus.
Anstatt das Wetter vom 27 Juni heranzuziehen, ist es besser den Wetterverlauf über mehrer Tage hinweg zu betrachten. Berücksichtigt man die Kalenderreform, dann wäre es am besten die Witterung um den 7. Juli als Grundlage für den weiteren Sommerverlauf zu verwenden. Auf dieses Datum bezogen trifft die Regel immerhin in 67 von 100 Fällen zu.
Wetter am 27. Juni und der jeweilige Sommerverlauf
Die letzten sieben Sommer zeigten sich in der Schweiz vollkommen verschieden. Die Monate Juni, Juli und August verlaufen zudem im Norden, Süden und in den Alpen sehr unterschiedlich.
2010 - stimmt annähernd
Siebenschläfertag: Über den Bergen Gewitter, sonst sonnig bei 29 bis 31 Grad.
Sommer 2010: Im letzten JUNI Drittel herrschte Hochsommer. Der JULI präsentierte sich besonders im Westen und Süden heiss und trocken. Am 22. folgte ein nachhaltiger Wetterumschwung, es wurde kühl und regnerisch. Im AUGUST war die Sonne nur selten zu Gast und es war oft nass. Ende des Monats gab es noch ein paar warme und trockene Sommertage.
2011 - daneben
Siebenschläfertag: Der bisher heissete Tag des Jahres, sonnig bei 30 bis 24 Grad.
Sommer 2011: I Der JUNI Anfang überraschte mit einem Bergwinter. In Adelboden lag am 01. Juni Schnee. Im letzten Monatsdrittel tobten Gewitter. Am 22. sowie am 26. und 27. ergossen sich in der Zentralschweiz und an den Voralpen in kurzer Zeit 80 bis 130 mm Regen. Am 7. JULI folgten erneut Unwetter. Zwischen Zug und Zürich richteten grosse Hagelkörner erhebliche Schäden an, auch im Tessin tobten Gewitter. Sonst war der Juli verregnet und kühl. Stabiles und heisses Hochsommerwetter gab es erst Mitte AUGUST.
2012 - eher daneben
Siebenschläfertag: Zunächst viele Wolken, dann sonnig bei 25 bis 29 Grad.
Sommer 2012: Die JUNI Mitteltemperaturen lagen 3 Grad über dem Schnitt. Gewitter brachten lokal erhebliche Regensummen. Zum astronomischen Sommerbeginn (am 21.Juni) produzierten Gewitterzellen über Basel Tennisball grosse Hagelkörner. Ein Schwall Polarluft unterbrach kurz die schwüle Hitze. Ab dem 27. Juni wurde es wieder heiss. Das JULI Wetter war turbulent. Am 01. Juli verursachten Hagelunwetter an den Voralpen sowie im zentralen und östlichen Mittelland viele Schäden. Am 21.Juli wurde über dem Zürichsee eine Wasserhose beobachtet. Stabiles Sommerwetter gab es nur im Süden. Der AUGUST war 2.5 Grad wärmer als sonst. Nach der Monatsmitte gab es mit 34 Grad in Basel Binnigen und mit 36.9 Grad in Sion den Hitzehöhepunkt. Auf dem Jungfraujoch wurden noch nie da gewesene 12.8 Grad registriert.
2013 - ziemlich daneben
Siebenschläfertag: April- anstatt Sommerwetter bei 17 bis 19 Grad.
Sommer 2013: Im zweiten JUNI Drittel wurde es sommerlich heiss. Die Höchstwerte stiegen auf 31 bis 36 Grad, einzelne Orte verzeichneten neue Monatsrekorde. Eine Gewitterfront mit Hagel und Sturm fegte am 20. Juni über Biel hinweg. Zu Ende des eidgenössischen Turnerfesest hinterliess die Front dort ein Trümmerfeld. Viele Personen wurden teils schwer verletzt. Im JULI und im AUGUST dominierte meist die Hochsommersonne. Im Flachland gab es daher den 2. bis 3. sonnigsten Sommer seit Messbeginn.
2014 - grob daneben
Siebenschläfertag: Sonniger Sommertag im Norden, im Süden bewölkt 24 bis 29 Grad.
Sommer 2014: Mit 5 Grad am Morgen und bei Nebel oder Hochnebel herrscht im JUNI Herbst anstatt Sommer. Auch eine wärmere Phase zwischen dem 4. und 6. konnte daran wenig ändern. Im JULI ergossen sich im Westen Rekordniederschläge (Monatssumme Montreux, 523 mm). Zwischen dem 11 und 13. löste Dauerregen Hangrutsche und Überschwemmungen aus. Die Bahnstrecke Bern – Fribourg wurde unterbrochen. Im Norden erreichten die Tageshöchstwerte nur 13 bis 17 Grad, Sommertemperaturen gab es nur im Tessin. Der AUGUST war es im Tessin so kühl wie noch nie. Im Norden war es der 2. bis 4. kälteste August der letzten 30 Jahre. Meist herrscht regnerisches Wetter, nur 65 bis 85 Prozent des normalen Sonnenscheins wurde erreicht. Ein Sommer zum vergessen.
2015 - gelungen
Siebenschläfertag: Sommerlich, im Osten und an den Alpen Gewitter, bis 30 Grad.
Sommer 2015: Es gab den 4. wärmsten JUNI seit Messbeginn. Am14. fielen im Osten extreme Gewitterniederschläge, das Nass summierte sich auf 40 bis 110 mm. In Güttingen ergossen sich in 10 Minuten rekordverdächtige 20.8 mm Regen. Das erstes JULI Drittel verlief hochsommerlich. Um die Monatsmitte gingen kräftige Schauer und Gewitter nieder. Im Mittelland und an den Voralpen fiel 50 bis 75 mm Regen. Am 15.Juli tanzten Schneeflocken bis 1600 m herab. Der AUGUST verlief wechselhaft.
2016 - passabel
Siebenschläfertag: Nach Restwolken sonnig bei angenehmen 23 bis 28 Grad.
Sommer 2016: Der JUNI war mehrheitlich trüb und nass. Viele Gewitter lösten Überschwemmungen aus, und die Starkniederschläge summierten sich an einigen Messpunkten zu Monatsrekordsummen. Im JULI wechselten sich sommerlich und herbstliche Wetterlagen ab. Zu Beginn (4. bis. 7. Juli) herrschte mit 25 bis 34 Grad sommerliche Wärme. Am 15.Juli fiel bis 1600 Meter herab Schnee. Der AUGUST zeigte sich zu Monatsbeginn kühl und zur Monatsmitte heiss. Nach einer gewittrigen Phase folgte ein hochsommerliches warmes Monatsende