Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03600.jsonl.gz/2330

Der Muskeltest
1964 beobachtete der amerikanische Chiropraktor Dr. George Goodheart, dass sich physische und psychische Vorgänge im Menschen auch im Funktionszustand seiner Muskeln spiegeln und dass Muskeln eine Beziehung zu Organen, Meridianen und Emotionen haben. Daraufhin entwickelte Goodheart ein einfaches Test-Verfahren zum Erkennen von Blockaden oder Einflüssen auf Muskeln, welches ohne jegliche Hilfe von Apparaten auskommt.
Stresszustände können sich in Muskelreaktionen widerspiegeln. Die folgenden zwei Beispiele verbildlichen dies gut:
- Die Beine fühlen sich an wie „Pudding“ beim Singen vor Publikum
- Angespannte Muskeln (durchgedrückte Waden) beim Empfinden von Wut oder Aggressionen
Beim kinesiologischen Muskeltest ist nicht die physische Muskelkraft entscheidend, sondern eine Zustandsänderung des Muskeltonus in Bezug auf einen Stressor. Der Test funktioniert auch nonverbal, indem die Klienten an eine stressbesetzte Situation denken, ohne darüber zu sprechen. Die Ergebnisse geben Hinweise darüber, was zur Auflösung eines bestimmten Problems oder Stresses bzw. zum Erlangen eines bestimmten Ziels getan werden kann.
Es besteht die Möglichkeit, über den Muskeltest an Stressoren zu gelangen, die im Unterbewusstsein liegen und allein über Gespräche nicht erreicht werden können. Zum Unterbewusstsein zählen Dinge, welche wir zwar erlebt haben, an die wir uns jedoch nicht mehr erinnern können – zum Beispiel die eigene Geburt.
Zum Bewusstsein zählt die Umwelt, welche wir berühren und wahrnehmen/sehen können. Nur ca. 15 % des Erlebten wird bewusst erinnert, während ca. 85 % aller Informationen unterbewusst gespeichert sind.
Ist der Muskeltest nicht direkt am Klienten anwendbar (z. B. bei Tieren, Babys oder Menschen mit Lähmungen), besteht die Möglichkeit, über einen Stellvertreter zu arbeiten.