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Personen mit Knochenschwund (Osteoporose) haben instabile Knochen und ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Eine häufige Komplikation sind Wirbelkörperbrüche, die oft von selbst heilen. Es gibt aber auch operative Therapieoptionen: Dabei wird der Wirbel mit einem kleinen operativen Eingriff stabilisiert und mit Zement aufgefüllt, entweder direkt oder mithilfe eines vorher eingeführten Ballons. Dieser Bericht untersucht die Wirksamkeit, die Sicherheit, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Auswirkung auf den Kostenhaushalt unter Berücksichtigung rechtlicher, sozialer, ethischer und organisatorischer Aspekte.
Die rund 30 untersuchten Studien lieferten uneinheitliche Daten. Im Vergleich zur konservativen Methode ohne Operation konnten die operativen Eingriffe die Schmerzen lindern, jedoch nur mit kurzfristigem Nutzen. Nach einem Jahr waren die Unterschiede nur noch geringfügig. Demgegenüber erzielten operative Eingriffe bei akuten Wirbelbrüchen bessere Ergebnisse. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist umstritten, weil durch den operativen Eingriff zusätzliche Kosten entstehen und keine Verbesserung der Lebensqualität gemessen werden konnte. Auf der anderen Seite ging damit eine kürzere Verweildauer in Gesundheitsinstitutionen einher. Eine Streichung der Vergütung der beiden operativen Therapieoptionen könnte den Kostenhaushalt um 10 bis 13,5 Millionen CHF pro Jahr entlasten. Es zeigten sich keine Probleme bezüglich Sicherheit oder rechtlicher, sozialer, ethischer oder organisatorischer Fragen.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass die operativen Eingriffe im Vergleich zur konservativen Therapie kurzfristig und besonders bei akuten Brüchen einen positiven Effekt haben. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist umstritten, weil durch die Eingriffe Kosten entstehen, obwohl damit eine kürzere Verweildauer in Gesundheitsinstitutionen einher geht. Eine Streichung der Vergütung der beiden Eingriffe würde Kosten bei den Krankenkassen und Versicherten einsparen.