Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/1101

Generalarzt,
im deutschen Heere der Leiter des Sanitätsdienstes im Bereiche eines Armeekorps (Korpsgeneralarzt). Derselbe ist ärztlich-technischer Referent des Generalkommandos sowie ausführendes Organ für alle den Gesundheits- und Krankendienst im Armeekorps betreffenden Maßregeln und steht an der Spitze des Sanitätsamtes (s. d.) des betreffenden Armeekorps. Er steht unmittelbar unter dem kommandierenden General einerseits und dem Generalstabsarzt (s. d.) der Armee andererseits.
Die
Generalarzt des 12. (königlich sächs.) und 13. (königlich württemb.)
Armeekorps leiten den Sanitätsdienst unabhängig von
dem Generalstabsarzt der preuß.
Armee. In
Preußen
[* 3] ist außer den Korps-Generalärzten noch ein
Generalarzt bei der Medizinalabteilung
des Kriegsministeriums, ein anderer als Subdirektor des
Friedrich-Wilhelms-Instituts (s.
Bildungsanstalten, militärärztliche)
etatmäßig. Ein
Generalarzt zweiter
Klasse hat den Rang eines
Oberstlieutenants als Regimentscommandeur, ein
Generalarzt erster
Klasse den eines Obersten.
Den dienstältern
Generalarzt erster
Klasse ist neuerdings häufig der Rang der Generalmajore verliehen worden. Der
Generalarzt der kaiserl.
Marine, im Rang eines
Konteradmirals, ist zugleich
Chef des in neuester Zeit eingerichteten Marine-Sanitätsamtes. Im
Kriege wird der Sanitätsdienst bei jeder einzelnen
Armee durch einen
Armee-Generalarzt als Zwischeninstanz zwischen den Korps-Generalärzten
und dem
Chef des Feldsanitätswesens, bei jeder Etappeninspektion durch einen Etappen-
Generalarzt geleitet.