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Die Linie 8 gab ein erstes kurzes Debut vom 5. bis 9. Juli 1912. Während dem Eidgenössischen Turnfest auf der Schützenmatte betrieben die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) während fünf Tagen eine Linie mit Kopfschild «8». Sie führte vom Wiesenplatz via Claraplatz und Bahnhof SBB zum Schützenhaus in unmittelbarer Nähe zum Festgelände. Im Spalenring, zwischen Bundesstrasse und Weiherweg, sowie im Weiherweg selbst bis auf Höhe Rudolfstrasse verlegte man provisorische Gleise für die Aufstellung der Wagen des Festzubringers.
Kaum drei Monate später fand die Linie 8 ihren festen Platz auf dem Netzplan. Während den Hauptverkehrszeiten führte sie vom Wiesenplatz zum Bahnhof SBB. Bereits im Folgejahr wurde sie über den äusseren Ring bis zur Missionsstrasse (heute Burgfelderplatz) verlängert.
Um 1950 überquert ein Zug der Linie 8 den Centralbahnplatz. Es handelt sich dabei um einen via Bahnhof SBB geführten Kurs der Linie 18.
© BVB (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)
Einige Jahre nach Erstellung des Neubauabschnitts zum Neuweilerplatz stiess die Linie 8 erstmals ins Neubadviertel vor. Der andere Endpunkt lag zu dieser Zeit beim Wiesenplatz bzw. in Kleinhüningen. Bis 1932 nahm der 8er den Weg dorthin durch die steile Innere Margarethenstrasse, anschliessend den etwas weiteren Weg über den Bahnhof SBB.
Zwischen 1945 und 1984 schilderten lediglich einzelne Kurse der Linie 18, welche statt durch die Innere Margarethenstrasse via Bahnhof SBB verkehrten, die Nummer 8.
Im Rahmen verschiedener Anpassungen der Linienführungen per 3. Januar 1985 gaben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) die Linienbezeichnung 18 auf. Sämtliche Kurse nach bzw. aus dem Neubadviertel verkehrten nun über den Bahnhof SBB und wurden folgerichtig mit der Nummer 8 beschildert. Der nördliche Endpunkt des 8ers befand sich zunächst bei der Mustermesse, wurde jedoch 1998 wieder nach Kleinhüningen verlegt.
1998 wurde der nördliche Endpunkt der Linie 8 von der Mustermesse nach Kleinhüningen verlegt. Die dort entstandene Aufnahme des Be 4/6 683 mit B 1496 datiert vom 27. Mai 2004.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 13.295)
Bereits 2005 wurde die öffentliche Diskussion um die Verlängerung der Linie 8 nach Weil am Rhein aufgenommen. Der politische Prozess um dieses Projekt, dessen Kosten mit rund 100 Millionen Schweizer Franken beziffert wurden, dauerte bis 2008. Sowohl der Basler Grosse Rat als auch das Stadtparlament von Weil sprachen sich für die Verlängerung aus. So überqueren seit Ende 2014 Wagen der Linie 8 in Basels Norden die Landesgrenze für die Fahrt in die badische Nachbarschaft. Dies machte den 8er zur Paradelinie der BVB. Dank der Führung auschliesslich durch dicht bevölkertes städtisches Gebiet erzielt der 8er eine überdurchschnittlich hohe Rentabilität und ist heute die rentabelste Tramlinie der BVB.
Seit dem 14. Dezember 2014 überquert die Linie 8 die Landesgrenze Schweiz/Deutschland. Der Be 6/8 328 hat die Zollstation Basel-Hiltalingerstrasse soeben passiert und befindet sich auf dem Weg zur Neuweilerstrasse am anderen Ende der Stadt.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 14_394)