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Werbung, in unserem Informationszeitalter omnipräsent, ist zu einem selbstverständlichen Teil unserer Alltagskultur avanciert. Sie berieselt uns beim morgendlichen Zähneputzen in Form von Werbespots aus dem Radio, lenkt uns mit ganzseitigen Inseraten vom Lesen der Zeitung ab, lächelt uns überdimensional von grossflächigen Werbeplakaten entgegen, unterbricht unseren Lieblingsfilm im Fernsehen und erscheint in einem sich plötzlich öffnenden Kästchen als Infoscreen am PC.
Werbung kann verblüffen, unterhalten, langweilen, informieren. Werbung kann aber auch sexistisch sein. Immer mehr Werbeplakate bedienen sich der Darstellung halb nackter Körper oder sexuell gefärbter und diskriminierender Sprüche, wobei der Zusammenhang zu dem beworbenen Produkt häufig äusserst konstruiert ist oder gänzlich fehlt. Warum muss sich eine Uhrenfirma eingerosteten Vorurteilen gegenüber Frauen bedienen, um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen? Was hat ein Casino mit einem aufgeblasenen Delphin zu tun, auf dem eine leicht bekleidete Frau reitet?
Dore Heim, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung aus Zürich und Fachexpertin der Schweizerischen Lauterkeitskommission, hält zum Thema Sexismus in der Werbung einen Vortrag mit anschliessender Diskussion über ausgewählte Werbeplakate. Anhand von Bildbeispielen wird sie die Kriterien für diskriminierende Werbung erläutern und auf die unterschiedlichen Rollen von Frau und Mann in der Werbung eingehen. Weitere Schwerpunkte sind die Erläuterung der rechtlichen Grundlagen von Werbung sowie die Skizzierung von Beschwerdemöglichkeiten.
Vortrag:
Freitag, 17. November 2006
19.00 Uhr bis 20.30 Uhr
Universität Basel, Petersplatz 1, Raum 001