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Schwere Niederlage der europäischen Golfprofis
Die amerikanischen Golfprofis gewinnen in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin zum zweiten Mal in den letzten drei Austragungen den prestigeträchtigen Ryder Cup gegen die Auswahl Europas.
Die von Captain Steve Stricker kommandierten US-Golfer erarbeiteten sich in den Doppeln vom Freitag und Samstag den komfortablen Vorsprung von 11:5 Punkten, sodass sie in den zwölf Einzeln vom Sonntag nur noch dreieinhalb Punkte dazugewinnen mussten. Diese sicherten sie sich bereits in den ersten fünf Matches.
Das Verdikt war also sehr deutlich. Betrachtet man aber die einzelnen Duelle in den 16 Doppeln, war es keine derart klare Angelegenheit. Sechs der neun Doppel, die die Europäer verloren, waren bis zum letzten oder vorletzten Loch offen. Es gab insgesamt weniger eindeutige Resultate in den einzelnen Partien als in früheren Ryder Cups.
Der Weltranglisten-Erste Jon Rahm und der im Matchplay erfahrene und erfolgreiche Sergio Garcia waren an den ersten beiden Wettkampftagen weit und breit die einzigen Pluspunkte der europäischen Auswahl. Das spanische Duo holte in den Doppeln drei von drei Punkten. Vielleicht hätten sie gemeinsam noch ein viertes Mal gewonnen. Aber Europas irischer Captain Padraig Harrington, seinerseits ein erfahrener Ryder-Cup-Spieler früherer Jahre, setzte Rahm/Garcia am Freitagnachmittag in der zweiten Doppel-Serie nicht ein. Das Gegenstück war Rory McIlroy. Der nordirische Weltstar bestritt - zweimal mit Ian Poulter, einmal mit Shane Lowry - drei Doppel und bezog jedes Mal eine Kanterniederlage. Dass McIlroy dermassen schwach spielen würde, hatte sich in den Einzelturnieren unter der Saison nicht abgezeichnet. McIlroys persönliche Bilanz an seinen vorangegangenen fünf Ryder Cups war auch nicht berauschend. Aber immerhin noch positiv.