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SUPERFRUITS - An apple a day keeps the doctor away
7
Jun
Dass ein Apfel am Tag wahre Wunder bewirken kann, ist schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt (1). Das liegt daran, dass Äpfel auf der einen Seite einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Flavonoiden und Polyphenolen aufweisen, die unserem Körper dabei helfen, oxidativem Stress zu bekämpfen und den Stoffwechsel anzuregen, und auf der anderen Seite unzählige Biostoffe enthalten, wie Vitamine (C, A, B1, B2, B3, B6, E), Mineralstoffe und Spurenelemente, die das Immunsystem stärken. Der Apfel gehört also als echte Superfrucht zu den Superfoods.
Superfood/Superfrucht? Laut Wikipedia ist der Begriff „Superfood“ ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt (2). Anders als in anderen Nationen dürfen Lebensmittel in der EU nur dann als “Superfood” verkauft werden, wenn es einen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit gibt (3, 4).
Der Begriff Superfood wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet, ohne offizielle oder rechtlich bindende Begriffsdefinition. Im Oxford English Dictionary wird er beschrieben als ein „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden erachtet wird“ (5, 6).
Ganz ähnlich gelten für das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“, als Superfood (7, 8).
Im Netz hat sich eine eigene Community gebildet, die auf Superfood schwört. Man findet ähnliche Definitionen wie oben: „Ein echtes Superfood liefert von einem bestimmten oder von mehreren Nähr-, Wirk- oder Vitalstoffen eine sehr große Menge und deutlich mehr als die üblichen Nahrungsmittel.“ Und ein echtes Superfood/Superfruit kann, muss aber nicht, aus weit entfernten Regionen stammen. Superfoods wachsen auch direkt vor unserer Haustür. Dazu zählen neben dem oben erwähnten Apfel auch Birnen, Erdbeeren, Holunder, Oregano, Petersilie, Brennnessel, Löwenzahn, Spargel und Spinat und viele weitere mehr (9).
Antioxidative Eigenschaften erhöhen den Mehrwert von Superfruits noch zusätzlich
Vielen Superfrüchten ist gemein, dass sie neben der Vielzahl an Nährstoffen zusätzlich einen relativ hohen Orac-Wert (ORAC = Oxygen Radical Absorbace Capacity) haben. Dieser Wert gibt das antioxidative Potenzial eines Lebensmittels an, d.h. inwieweit freie Radikale neutralisiert werden können. Je höher der ORAC Wert, desto stärker ist die antioxidative Kapazität des gemessenen Produktes. Der menschliche Tagesbedarf an ORAC-Einheiten wird mit 5.000 – 7.000 angegeben, ein Wert >10.000 µmol TE/100g gilt als hoch. Superfood und Superfruits haben bis zu 25-30 Prozent mehr antioxidative Inhaltsstoffe als herkömmliche Lebensmittel. Da freie Radikale die Hautalterung beeinflussen können vermuten Forscher, dass Lebensmittel mit einem hohen ORAC-Wert einen verjüngenden Effekt haben (10, 11). Bei regelmäßigem Verzehr können sich Superfruits also positiv auf das Hautbild auswirken.
SUPERFRUITS – Interessant als Nahrungsmittel, als auch in der Kosmetik
Aber nicht nur beim Verzehr kann man die antioxidativen und anderen positiven Eigenschaften der Superfruits für die Haut ausnutzen, auch in der Kosmetik. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an sehr interessanten Extrakten von Superfoods, die für die Kosmetik entwickelt wurden.
- Zum Beispiel ist wie in der Nahrungsmittelindustrie auch in der Kosmetik der Moringa-Extrakt ganz weit vorne. Moringa Blatt Pulver hat einen gemessen ORAC-Wert von >60.000 ORAC 27.297 µmol TE/100g (12). Der ursprünglich aus Nordindien stammende Meerrettichbaum wird mittlerweile in vielen Ländern nicht nur als Nahrungsquelle genutzt, sondern dient auch medizinischen Zwecken. Der große Nähr- und Vitalstoffreichtum der Moringablätter hilft überdies bei der Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung. Beim Menschen soll das enthaltene Zeatin die Hautregeneration enorm beschleunigen, den Alterungsprozess verlangsamen (13). Studien an Hautzellen ergaben einen Schutz gegen die negativen Effekte von Schwermetallen und Zigarettenrauch, Studien an Haaren zeigten eine reparierende und anti-pollution Wirkung.
- Ein weiterer effizienter Extrakt stammt aus dem Sanddorn (4,580 μ mol TE/100g ) (14). Durch den Gehalt an Vitamin C, E & B12, Eisen, Kalzium, Mangan und Magnesium stärkt das Wildobst unser Immunsystem. Außerdem ist es entzündungshemmend und fördert die Wundheilung (15). In kosmetischen Studien zeigte sich eine epigenetische Regulierung der Kollagensynthese, was zu mehr Spannkraft und einer erhöhten Dichte der Haut führte.
- Ebenfalls erwähnenswert sind Kürbiskerne. Sie sind sehr eiweißreich und Quellen für die Vitamine A, B, C und E sowie für die Spurenelemente Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen und Zink (16). Kosmetische Studien belegen eine positive und beruhigende Wirkung auf sensible Haut.
- Exotischer ist Yacon. Auch als Inkawurzel bekannt stammt sie ursprünglich aus den Anden, wächst aber auch in Deutschland. Angeblich reguliert sie Blutfettwerte, fördert die Verdauung und wirkt sich insgesamt günstig auf den Stoffwechsel aus (17). Yacon verwendet als Reservekohlenhydrat u.a. Inulin und ist somit eine natürliche Quelle für dieses als präbiotisch bekanntgewordene Fructan (18). Auch in der Kosmetik kann man sich diese präbiotische Wirkung zunutze machen. Studien haben gezeigt, dass es sich positiv auf das Wachstums eines wichtigen Bakteriums auswirkt, das auf unserer Haut lebt (s. epidermidis). Gerät unsere Microflora aus dem Gleichgewicht, kann das den Haut-pH-Wert beeinflussen. Weitere kosmetische Studien haben gezeigt, dass der pH Wert optimiert wird, wenn ein Yacon-Extrakt auf der Haut angewendet wird.
- Exotisch und noch nicht wirklich bekannt ist Rambutan. 100 Gramm der Rambutanfrucht enthält 40 % unseres täglichen Bedarfes an Vitamin C. Als effizientes Antioxidans schützt es die Zellen vor oxidativem Stress, und stärkt das Immunsystem. Auch die Samen und die Blätter haben gesundheitliche Vorteile. Die enthaltene Ölsäure kann dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken (19), die Blätter wirken fiebersenkend (20). In der Kosmetik haben sich Samen, Fruchthülle und Blätter bewiesen. Der Samenextrakt hat positive Wirkung auf Kopfhaut und Haare, der Extrakt aus der Fruchthülle ist feuchtigkeitsspendend und der Blattextrakt wirkt ähnlich wie Retinol hautverjüngend.
Und so gibt es noch viele weitere spannende Wirkstoffe aus Superfrüchten. Also nicht nur essen, sondern auch fleißig cremen!
Literaturangaben:
- BMJ 2013; 347 doi: doi.org/10.1136/bmj.f7267
- de.wikipedia.org/wiki/Superfood
- BBC News: Superfood ‘ban’ comes into effect. 2007
- www.marathonfitness.de/athletic-greens-test-alternative-preis
- de.wikipedia.org/wiki/Superfood
- en.oxforddictionaries.com/definition/superfood
- de.wikipedia.org/wiki/Superfood
- www.eufic.org/de/ - Stichwort Superfood
- www.zentrum-der-gesundheit.de/superfoods-liste-ia.html
- orac-info-portal.de/was_ist_orac/wie_ist_ein_orac_wert_einzustufen/
- mysuperfruit.de
- orac-info-portal.de/orac_produkte/orac_vergleichslisten/
- www.zentrum-der-gesundheit.de/moringa-oleifera.html
- www.superfoodly.com/orac-value/sea-buckthorn/
- www.geo.de/wissen/gesundheit/17199-rtkl-superfoods-sanddorn-herbstliches-wildobst-als-vitaminbombe
- www.bauch.de/ernaehrung/superfoods/superfood-kuerbiskerne
- www.myhomebook.de/gardening/yacon-pflanzen
- www.ernaehrungs-umschau.de/news/18-01-2016-yacon-superfood-aus-den-anden/
- www.foodgroove.de/rambutan/
- goodsuperfood.net/rambutan/
Leslie Schlüter
Senior Product & Sales Manager
Während meines Studiums der Biologie hätte ich niemals gedacht, im Sales und in der Personal Care Branche zu landen. Aber wie das Leben nun mal so spielt, hat sich das vor etwa 7 Jahren ergeben, ich habe noch ein BWL-Aufbaustudium hinterhergeschoben, und die Mischung aus wissenschaftlichem Inhalt (Anti-Pollution, Mikrobiom, Epigenetik…) und Verkauf macht mir wahnsinnigen Spaß. Seit November 2017 bin ich für die IMPAG in Deutschland tätig.
Mein größtes Hobby mit Sicherheit Essen…und Sport (Joggen, Schwimmen, Radfahren, Tauchen…), um ersteres ohne schlechtes Gewissen frönen zu können. Da ich nicht gerne koche, übernimmt dies mein Mann für mich.
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