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Ein Knochentumor ist eine gut- oder bösartige Geschwulst des Knochens. Gutartige Knochentumore sind Zellwucherungen innerhalb oder seltener an der Oberfläche von Knochen. Sie gehen meist von Knochen-, Knorpel- oder Bindegewebe aus. Da sie häufig keine Beschwerden verursachen, werden sie meist zufällig entdeckt. Wichtig ist es, gutartige von bösartigen Tumoren abzugrenzen. Die meisten Knochentumore sind gutartig und treten in der Regel im zweiten oder dritten Lebensabschnitt auf. Bösartige Tumore hingegen entwickeln sich oft in der Wachstumsphase.
Man unterscheidet bei Knochentumoren drei wichtige Gruppen:
- Geschwüre, welche im Knochen selbst ihren Ursprung haben
- Geschwüre (oder Tumore), die im Knochenmark wuchern (z.B. Blutkrebs)
- Knochenmetastasen (= Ablegern aus bösartigen Tumoren in anderen Organen)
Tumore, welche sich im Knochen selbst entwickeln
Die häufigsten primären Knochentumore sind das Osteosarkom (Knochensarkom), das Chondrosarkom und das Ewing-Sarkom. Osteosarkom und Ewing-Sarkom sind Wucherungen von Zellen des Knochens, beim Chondrosarkom handelt es sich um eine Entartung von Knorpelzellen. Das Ewing-Sarkom ist bei Kindern der häufigste Knochentumor. Bösartige Entartungen von gutartigen Knorpeltumoren in ein Chondrosarkom sind sehr selten. Knochentumore können wie andere Tumore auch Ableger in andere Organe streuen, vor allem in die Lunge.
Tumore, welche unter anderem im Knochen wuchern
Blut- und Lymphdrüsenkrebsarten führen zu Wucherungen im Knochenmark. Die häufigste Form dieser Knochentumore sind Entartungen von Zellen des Abwehrsystems (Plasmazellen). Der Tumor heisst entsprechend Plasmozytom oder Multiples Myelom. Diese Tumoren entfalten sich meistens auch noch in anderen Organen der Blutbildung oder des Abwehrsystems.
Knochenmetastasen (Knochenableger, Skelettmetastasen)
Liegen Knochenmetastasen vor, muss irgendwo in einem anderen Organ des Körpers der sogenannte Primärtumor zu finden sein. Brust-, Prostata-, Lungen- oder Schilddrüsenkrebs bilden sehr häufig Knochenmetastasen. Diese Tumoren streuen ihre Zellen über den Blutweg in die Knochen. Die Knochenzellen werden durch die Tumorzellen dazu angeregt, Knochen ab- oder aufzubauen.