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Hatten wir als Embryo (fast) alle einmal eine Trisomie?!
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«Normale Eigenschaft»
Bei einer Trisomie – die bekannteste ist das Down-Syndrom – liegt genetisches Material mehr als nur zweifach vor. Studien zeigen nun: Vermutlich sind genetische «Anomalien» im frühen embryonalen Stadium des ungeborenen Kindes häufig anzutreffen und nichts Besonderes. Eine der Studien fand bei 80 % der untersuchten Embryos entsprechende Zellen. Die «Anomalien» haben ihren Ursprung in «fehlerhaften» Zellteilungen von Ei- und Samenzellen.
Die meisten Babys werden dann trotzdem mit «normalen» genetischen Eigenschaften geboren: Es findet eine Art «Selbstkorrektur» statt (was die Wissenschaft schon früher auch bei Mäusen beobachtet hat). – Diese Erkenntnis sollte eigentlich dazu führen, dass die Anzahl Chromosomen bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht mehr eine so grosse Rolle spielt – und dass folglich im Rahmen künstlicher Fortpflanzungen auch weniger Embryos vernichtet werden!