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Für unseren Klassiker der Woche reisen wir diese Woche nach Äthiopien.
Dort gab es während und vor allem nach dem verstörenden Machtkampf mit Italien viele spannende Musiker. Wie zum Beispiel Mahmoud Ahmed. Seine Geschichte ist schon beinahe filmreif.
Nachdem er schon als Junge aus der Schule flog, bekam er einen Job als Handyman im Nachtclub Arizona. Das war auch das Stammlokal einer Band bestehend aus Bodyguards des damaligen Herrschers Haile Selassie.
Diese Band spielte gelegentlich im Arizona Club. Und das wollten sie auch im Jahr 1962, doch ihr Sänger tauchte nicht auf. Mahmoud Ahmed meldete sich und stand nach kurzer Absprache auf der Bühne. Und da brillierte er so, dass er zum festen Mitglied der Band wurde.
Mit dem Sturz der Regierung im Jahr 1974 ging dann auch die Band zugrunde. Doch Mahmoud hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen guten Ruf und konnte deshalb weiterhin von der Musik leben.
Er fing an selbst Musik zu komponieren und band immer wieder Elemente der westlichen Musik ein. Weltweit bekannt wurde er dann vor allem im Jahr 1997 mit seinem Album Soul of Addis.
Jeweils geführt im Triolenrhythmus und ergänzt mit einem Blues-artigen Bläserensemble, schaffte es Mahmoud Ahmed den äthiopischen Flair so zu verpacken, dass auch die Leute in Europa und Amerika Gefallen an seiner Musik fanden. So hat Mahmoud die Türen geöffnet auch für weitere Musiker aus Ost-Afrika und seither werden wir immer wieder mit schöner Musik aus einer anderen Kultur beschenkt.