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Manager in Staatsunternehmen müssen sich in Frankreich warm anziehen: Die neu französische Regierung unter François Hollande will die hohen Abfindungen und Spitzenlöhne für Topmanager nicht mehr hinne
Die neue französische Regierung widersetzt sich Spitzengehältern und hohen Abfindungen für Topmanager in Unternehmen mit Staatsbeteiligung. Das Finanzministerium kündigte am Donnerstag noch vor einer gesetzlichen Regelung Massnahmen gegen zu grosse Gehaltsunterschiede an.
Bei der Fluggesellschaft Air France blockierten die staatlichen Vertreter ebenso wie bei der Rüstungsfirma Safran dicke Abfindungen der Unternehmenschefs. Finanzminister Pierre Moscovici werde seine Vorschläge für niedrigere Managergehälter innerhalb der nächsten zwei Wochen vorlegen, teilte das Finanzministerium mit.
Betroffen sind sechs Firmen
Die Regierung will erreichen, dass die Spitzengehälter maximal das 20-fache des niedrigsten Lohns eines Unternehmens ausmachen. Allerdings kann die Regierung nur in Firmen, in denen der Staat die Mehrheit hat, Einfluss auf die Gehaltszettel der Chefs nehmen.
Betroffen sind also lediglich sechs Unternehmen: der Atomkonzern Areva, die Staatsbahn SNCF, der Stromriese EDF, die Post, die Lotteriegesellschaft Française des Jeux und die Pariser Flughäfen. Am meisten gehen die Gehälter bei EDF auseinander, wo der umstrittene Konzernchef Henri Proglio das 64-fache des Grundgehalts verdient.
In den Unternehmen, in denen der Staat eine Minderheitsbeteiligung hält, könnten niedrigere Gehälter nur über Verhandlungen erreicht werden, räumte Industrieminister Arnaud Montebourg vergangene Woche ein. Bei der Fluggesellschaft Air France-KLM appellierte Moscovici am Donnerstag an den entlassenen Chef der französisch-niederländischen Fluggesellschaft Air France-KLM, Pierre-Henri Gourgeon, aus moralischen Gründen eine Abfindung von 400'000 Euro zurückzuzahlen.
Es ist Teil einer insgesamt 1,4 Millionen Euro hohen Abfindung, die der Verwaltungsrat dem früheren Chef zugestand. Die Abfindung passe nicht zu den Schwierigkeiten des Unternehmens, das zahlreiche Stellen streichen muss, sagte Moscovici im Radiosender France Inter. Der Staat besitzt gut 15 Prozent der Anteile an Air France-KLM.
(muv/sda)