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Unter einer "freundlichen Frage" verstehe ich im Kontext einer sachlichen Diskussion zur Air Berlin PLC etwas Anderes. Sie dürften mich hier auf Ariva bereits lange genug kennen, um hier derart Fragen gar nicht erst stellen zu müssen. Ich schätze Ihr Erinnerungsvermögen als intakt ein.
Der Insolvenzverwalter geht mit einer Klageerhebung natürlich auch ein Risiko ein. Das weiß er sicherlich auch.
Etihad wird angesichts einer Forderung in Höhe von z.B. 1 Milliarde Euro ein Spitzenteam von Juristen mit der Verteidigung beauftragen, schätze ich. Alles andere wäre unsinning. Ich glaube, Etihad wird auf Nichtigkeit des Comfort Letters abzielen, der Vergleich wäre vermutlich das geringste Risiko gewesen. Natürlich kann ein Vergleich auch im gerichtlichen Prozess noch einmal auf die Goldwaage gelegt, siehe auch Pressemeldungen z.b. in Post #10363. Nur zu welchen Konditionen ?
Der Insolvenzverwalter dürfte im Zuge einer Verlängerung des Insolvenzverfahrens wegen juristischer Schritte gegen Etihad die Ausgabenseite der Air Berlin PLC wegen §60 InsO überdenken müssen und sich von nicht notwendigen Ausgaben trennen.
Falls dem Insolvenzverwalter und dem Insolvenzgericht bekannt wäre, dass die Aktionäre nicht an einer Verteilung gem. §196 Insolvenzordnung teilnehmen werden, dürfte der Gläubigerschutz über dem Aktionärsschutz stehen.
"Für Aktionäre könnte schon schneller Schluss sein, wenn Flöther den Börsenabgang, sprich ein Delisting durchsetzt. Dann ist die Aktie üblicherweise innerhalb von sechs Monaten vom Kurszettel verschwunden. Noch steckt Flöther nach eigenen Angaben in den Planungen für ein Delisting."
IMMOGIRL
: Vorweg ich bin nicht investiert, denke aber immer
auf der Frage in 10391 bzw dessen Verlinkung nach.
Wenn die Forderungen des Insolvenzerwalters 2-3 Mrd betragen und unter Annahme das die Klage erfolgreich wäre, was wäre dann mit den Schulden der AG ? Der Insolvenzverwalter klagt ja für die Gläubiger und wenn deren Forderungen bedient wären, wären dann die Schulden im Erfolgsfall der Klage weg ? So einfach kann das ja vermutlich nichts sein, aber vielleicht hilft mir da mal wer auf die Sprünge ?
...keine Chance, die Forderungen des deutschen Insolvenzverwalters zu bestreiten, wären sie doch wohl den Vergleich eingegangen, oder ? Vielleicht war das Vergleichsangebot auch zu hoch aus Sicht Etihads und man wird versuchen, vor Gericht zum eigenen Vorteil nachzubessern ?
Etihad dürfte sich nämlich ebenso wie der Insolvenzverwalter juristischen Beirat eingeholt haben. Wie es scheint, wird Etihad sich konsequent auf die Hinterbeine stellen.
Gibt es denn schon eine Klage gegen Etihad ? Oder wird diese am Ende fallen gelassen ?
Nach dem von dir verlinkten Capital-Aritkel (#10393) äußert sich der Insolvenzverwalter dahingehend, dass er weiterhin zu einem Vergleich bereit sei.
Ich beurteile die Situation nach Erfahrungen und Wahrscheinichkeit: Meiner Ansicht nach wird es max. zu diesem Vergleich kommen. Oder aber Etihads Juristen werden sich erfolgreich gegen die angebliche "Patronatserklärung" stemmen.
Ich will Punkt für Punkt antworten: Gibt es die Klage schon ? Ist mir nicht bekannt, also gehe ich davon aus, das es sie noch nicht gibt, folglich kann man sie auch nicht fallen lassen, sondern uU darauf verzichten.
Das sich Etihads Juristen erfolgreich gegen die "Patronatserklärung" stemmen, ist absolut im Bereich des möglichen, auch meiner Meinung nach. Nur wenn das so einfach wäre, hätte es das Treffen zwischen beiden Seiten vermutlich gar nicht erst gegeben. Solche Treffen finden nach meinen Erfahrungen meist statt, wenn sich keine der beiden Seiten so ganz sicher ist wie die Sache ausgehen könnte. Hier das ist aber meiner Meinung nach ein Spezialfall : Hier haben sich Leute und Firmen gefunden, die den Prozess mit ihrem Geld finanzieren wollen !! Siehe Bericht dazu !! Also haben sich Leute oder Firmen gefunden, die nach ganz sicher ausführlichster Prüfung bereit sind ihr Geld sozuagen darauf zu "verwetten", sachlich geschrieben, einzusetzen, das die Klage erfolgreich sein wird. So sehr ich das zumindest. Diese hatte keinerlei Zwang sich dieses Geschäft "anzutun" sie haben es freiwillig gemacht. Das hat für mich viel höhere Priorität, als was die Juristen von Etihad dazu meinen. Diese müssten ja zwangsläufig auf eine Klage reagieren. Und wie ich es bereits oben gefragt habe, bleibt für mich die Frage, wieviel Schulden im Erfolgsfall an der AG hängenbleiben würden ??? siehe Post. 10392 Diese Antwort hat mir bisher noch keiner geben können, auch sie haben diese Frage aussen vor gelassen. Und noch einmal, ich bin hier noch nicht investiert nur interessiert.