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Praktischer, robuster Duffle Bag für den kleinen Ausflug, zum Sport, usw.
Mit zwei Traggriffen sowie zusätzlichem, abnehmbarem Tragriemen aus Nylon.
Tragriemen in der Länge stufenlos verstellbar für bis zu ca. 70 cm Schulterhöhe.
Die Traggriffe sind gross genug, um die Tasche auch über die Schulter hängen
zu können.
Taschen: Netztasche auf der Stirnseite (17 x 14 cm gross), kleine, mit Reissverschluss
verschliessbare Tasche auf der Frontseite, ca. 13 x 13 cm gross.
Material: aussen alte Schweizerarmee-Wolldecke aus 100% Schurwolle, verschliessbar
mit robustem Reissverschluss, innen schwarz gefüttert, verstärkter Innenboden.
Die Wolldecken wurden von 1900 bis 1968 hergestellt und sind Naturprodukte,
daher in den Farben unterschiedlich: von gräulich bis bräunlich, mal heller,
mal dunkler. Entsprechend fallen auch die Taschen unterschiedlich aus.
Grösse: 47 cm lang, 26 cm hoch, 20 cm breit
Gewicht: 800 g
Das Reduit
Das Schweizer Réduit war ein System aus militärischen Verteidigungsanlagen
in den Schweizer Alpen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es zum Inbegriff
des Widerstandswillens und der militärischen Widerstandsfähigkeit der Schweizer
Armee in der Alpenfestung. Der Bau einer Festung am Gotthard begann bereits
1886, kurz nach der Eröffnung der Gotthardbahn. Nach Ende des Ersten Weltkrieges
sah man jedoch keine Notwendigkeit mehr, sich auf einen Grossangriff vorzubereiten.
Mitte der 1930er-Jahre wurden den Befestigungsbauten wieder mehr Beachtung
geschenkt. Die spätere Konzentration der Befestigungen auf den Alpenraum war
aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgesehen.
Mit der Kapitulation Frankreichs 1940 entstand für die Schweiz eine völlig
neue Situation. Sie war nun rundum von den Achsenmächten eingekreist. Das Militär
rechnete mit einem raschen Durchbruch, dem die vorgeschobenen Truppen nicht
lange hätten Stand halten können. Am 25. Juli 1940 informierte General Guisan
anlässlich des Rütlirapportes sämtliche höheren Offiziere, im Falle eines Angriffs
werde die Verteidigung der Schweiz auf das Gebiet der Hochalpen konzentriert
und alle Zufahrten zu den Bergen notfalls zerstört.
Das Réduit umfasste rund einen Viertel des Schweizer Territoriums: im Wesentlichen
den Alpenraum, allerdings ohne grössere Teile Graubündens und des Tessins.
Nachdem die Festungen ausgebaut und Vorräte für sechs Monate angelegt waren,
bezogen sechs Divisionen und Grenzbrigaden das Réduit. Zu den wichtigsten Festungen
des Réduits gehörten die Festungswerke Sargans und St. Maurice sowie der Gotthard
als Zentrum. Die Anlagen waren mit kompletten Infrastrukturen versehen: Unterkünfte,
Küchen, Operationssäle, Krankenzimmer, Bäckereien – und natürlich stark ausgebauten
Waffensystemen. Eine der grössten Festungen war Sasso da Pigna mit rund 2,5
Kilometern Stollenlänge und über 8000 Quadratmetern Nutzfläche.
Die Festungswerke blieben bis Ende der 1980er-Jahre in Betrieb. Für deren
Unterhalt wurden Besatzungen von 100 bis 600 Mann benötigt. Ab ca. 1990 stand
dies in keiner Relation mehr zur Waffenwirkung. Vor allem aber hatte sich die
Bedrohungslage völlig verändert. Viele der Anlagen wurden zurückgebaut, einige
in Museen umgewandelt und Teile werden als Lager für Armee und Private genutzt.
Rund um die Festungsanlagen entstanden zahlreiche Gerüchte und Legenden. Man
munkelte, es existiere sogar ein Flughafen in den Bergen mit einem riesigen
Tor im Gestein, durch das Kampfflugzeuge heraus- und wieder hineinfliegen könnten.
Eine weitere Legende besagt, der Gotthard sei so durchlöchert, dass man bei
Erstfeld hereinfahren und bei Bodio wieder ans Tageslicht kommen könne.
Handwerksbetrieb aus dem Wallis
Hinter dem Label «Karlenswiss» steht ein Familienbetrieb, der im Walliser
Ort Törbel (Bezirk Visp) auf 1500 Meter über Meer angesiedelt ist. 1951 gründete
Titus Karlen eine Schuhmacher-Sattlerei, die handgefertigte Schuhe, Glockenriemen,
Pferdegeschirr, Gürtel und verschiedene Accessoires sowie Militärartikel herstellte.
Ende der 1990er-Jahre wurden die Armeeaufträge, die bis zu 80 Prozent des Umsatzes
ausgemacht hatten, immer weniger, sodass sich die Frage stellte, wie es mit
dem kleinen Betrieb weitergehen sollte.
1998 gründete der Sohn Hans-Jörg Karlen – seines Zeichens gelernter Orthopädieschuhmacher
– mit seiner Frau Yvonne die Karlen Sattlerei-und Handels GmbH. Sie übernehmen
die Firma Mago, Herstellerin von Folkloreartikeln, und siedeln diese nach Törbel
um. Ob der zündende Funkt über Nacht kam oder ein Resultat langen Nachdenkens
war, ist uns nicht bekannt: jedenfalls schlug die Idee, aus aussortiertem Militärmaterial
modische Taschen und Accessoires zu fertigen, wie eine Bombe ein. Die Kollektionen,
die inzwischen eine Vielzahl von Produkten umfassen, wurde zusammen mit dem
Sankt Galler Designer Walter Maurer erarbeitet. Inzwischen ist das Label «Karlenswiss»
weltweit zu einem Begriff geworden – und der Personalbestand, der in den 1990er-Jahren
noch drei Personen umfasste, ist auf ein gutes Dutzend angewachsen. Trotz der
grossen Nachfrage kommt für die Familie Karlen eine Auslagerung der Produktion
nicht in Frage. Sie sind und bleiben «Törbler». Auf das wichtigste Gut, die
Armeewolldecken, haben sie sowieso eine Art Monopol: Hans-Jörg Karlen hat den
gesamten Armeebestand aufgekauft…