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Schwierige RahmenbedingungenDie Kooperative CACVRA ist in ihrer direkten Umgebung mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert, die Lage vor Ort gestaltet sich äußerst schwierig. Das Gebiet zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Die Lebenserwartung liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt, die Analphabetenrate deutlich darüber. Über 40% der Kinder sind deutlich unterernährt, die Infrastruktur unterentwickelt, das Bildungs- und Gesundheitssystem unzureichend. Das Gebiet gilt außerdem als eines der Rückzugs- und Einflussgebiete des "Sendereo Luminoso" - der peruianischen Guerillabewegung. Die offizielle Armee ging bei ihren Gegenschlägen oft schonungslos gegen die Bevölkerung vor und auch die unabhängigen Kooperativen von Kakao- und KaffeeproduzentInnen gerieten in den 1980er und 1990er Jahren immer wieder zwischen die Fronten.
Demokratische Strukturen trotz widriger UmständeCACVRA ist es in diesem schwierigen Kontext dennoch gelungen, die demokratischen Strukturen und die gemeinsame Vermarktung von Kaffee und Kakao aufrecht zu erhalten und die ca. 1000 Mitgliederfamilien mit Beratungen, Krediten und bei der Bio-Zertifizierung zu unterstützen. Derzeit werden bereits zwei Drittel der Kaffee- und Kakaoproduktion organisch-biologisch angebaut. Tendenz steigend. Für die indigenen ProduzentInnen ist der Bio-Landbau die logische Fortsetzung ihres traditionellen und behutsamen Umgangs mit der "Pacha Mama", der Mutter Erde.
Das oberste Gremium der Kooperative ist die Generalversammlung der Delegierten der 34 Lokalkomitees. Zusätzlich gibt es ein Aufsichtskomitee, ein internes Prüfungskomitee zur Prüfung der Auflagen durch die Bio- und Fairtrade-Zertifizierung und ein Bildungskomitee, das vor allem von der Fairtrade-Sozialprämie profitieren soll. Der Vorstand und das Aufsichtsratkomitee werden von der Generalversammlung auf ein Jahr gewählt.