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Sanriku Tetsudo Railway
Bei der Sanriku Railway (三 陸 鉄 道 Sanriku Tetsudo) handelt es sich um eine Eisenbahngesellschaft in der Präfektur Iwate im Norden Japans. Das Unternehmen und seine Linien sind auch als Santetsu bekannt (三 鉄). Das Unternehmen wurde 1981 gegründet, als erste sogenannte "Third Sector Eisenbahnlinie“ des Landes (halb öffentliche, halb private Partnership). Die Linien sind ehemalige Japanese National Railways (JNR) Strecken, welche im Begriff waren, geschlossen zu werden. Santetsu erwarb diese Linien im Jahr 1984. Das Unternehmen betreibt auch ein Reisebüro und weitere Unternehmen.
Geschichte
Die Japanese National Railways (JNR) eröffnete den Miyako - Taro Abschnitt 1972 und den Kuji – Fudai Abschnitt im Jahr 1975. Sie baute die Taro - Fudai Abschnitt und übertrug die gesamte Strecke der Sanriku Railway im Jahr 1984. Die Streckenführung umfasst insgesamt 42 Tunnels, einschliesslich des Masaki Tunnels (6532 m Länge) und des Omoto Tunnels (5174 m Länge). Beide Tunnels nahmen 1984 den Betrieb auf.
Minami-Riasu Line (南 リ ア ス 線): Sakari - Kamaishi
1970 eröffnete JNR den Sakari - Ryori Abschnitt. 1973 folgte die Verlängerung der Linie bis nach Yoshihama. JNR konstruierte den Abschnitt bis Kamaishi und übertrug die gesamte Strecke der Sanriku Eisenbahngesellschaft zu deren Gründung im Jahr 1984. Die Strecke umfasst insgesamt 20 Tunnels.
Die Iwate Entwicklungs Railway Co. begann mit dem Bau einer 6 km Strecke nach Hikoroichi 1941. Die Arbeiten wurden aber als Folge des Pazifikkrieges eingestellt. Nach dem Krieg wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und im Jahr 1950 feierte diese Strecke ihre Eröffnung. 1960 wurde das Eisenbahnnetz um weitere 4 Kilometer bis nach Iwate-Ishibashi weiter geführt. Vorgängig, im Jahr 1957 war eine 2 km lange, nur für den Güterverkehr zugelassene Strecke nach Akasaki in Betrieb genommen worden. 1992 wurde der Passagierverkehr ganz eingestellt und die Linien sind nun reine Frachtlinien.
2011 Erdbeben und Tsunami Schäden
Beide Linien wurden vom Tōhoku-Erdbeben 2011 stark in Mitleidenschaft gezogen. Auf beiden Strecken wurden Schäden an insgesamt über 300 verschiedenen Standorten gezählt, darunter waren auch Schäden an Stationsgebäuden und Brücken zu beklagen. Der Tsunami spülte 5,8 km Schienenstränge weg. Im April 2014 waren die letzten Wiederherstellungsarbeiten vollendet und der uneingeschränkte Betrieb konnte wieder aufgenommen werden. Die beim Erdbeben beschädigten Dieseltriebwagen wurden durch drei neue, welche von Kuwait finanziert wurden, ersetzt und nahmen im Januar 2014 ihren Betrieb auf.