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Olympiasieger Pidcock kehrte mit einem eindrücklichen Sieg in den Cross-Country-Weltcup zurück. Der 22-Jährige, der auf den Saisonauftakt in Brasilien verzichtet hatte, feierte in Albstadt in Baden-Württemberg seinen zweiten Weltcupsieg über die olympische Distanz.
Pidcock verabschiedete sich noch vor Rennhälfte von den Konkurrenten und kontrollierte danach das Rennen von der Spitze aus souverän. Weltmeister Nino Schurter holte seinen 58. Podestplatz im Weltcup mit 20 Sekunden Rückstand auf den Briten. Eine Sekunde hinter dem Bündner zurück klassierte sich der Rumäne Vlad Dascalu wie Anfang April in Brasilien als Dritter.
Gesamtführung ausgebaut
Im Gesamtklassement liegt Schurter, der vor Monatsfrist im brasilianischen Petropolis mit dem 33. Weltcupsieg die Rekordmarke des Franzosen Julien Absalon egalisiert hatte, nach zwei von neun Stationen deutlich in Führung. Der Vorsprung des 35-jährigen Bündners auf den Franzosen Maxime Marotte beträgt 177 Punkte (538:361).
Zweitbester Schweizer in Albstadt war Filippo Colombo als Achter (1:05 Minuten zurück). Der letztjährige Gesamtweltcupsieger Mathias Flückiger verpasste hingegen nach einem platten Hinterreifen als 13. erneut den Vorstoss in die Top 10. Der Berner hielt bis zum Defekt in der vierten Runde in der Gruppe mit Schurter mit.
Keller als Fünfte beste Schweizerin
Die Schweizer Cross-Country-Fahrerinnen verpassten auch im zweiten Weltcup-Rennen der Saison über die olympische Distanz das Podium. Für das Bestresultat in Albstadt sorgt Alessandra Keller als Fünfte.
Die Gewinnerin in Süddeutschland war die gleiche wie vor einem Monat beim Auftakt in Petropolis in Brasilien. Die Australierin Rebecca McConnell, die am Freitag in Albstadt schon das Short Race für sich entschieden hatte, dominierte vor der Schwedin Jenny Rissveds, der Olympiasiegerin 2016, und der Österreicherin Mona Mitterwallner, der Weltmeisterin in der Disziplin Marathon.
Die Schweizerinnen gerieten im Kampf um die ersten drei Plätze schon früh ins Hintertreffen. Kellers Rückstand auf die drittklassierte Mitterwallner betrug im Ziel anderthalb Minuten. Für die frühere U23-Weltmeisterin war es die zweitbeste Platzierung im Weltcup. Besser war sie nur vor vier Jahren gewesen, als sie ebenfalls in Albstadt Vierte geworden war.
Rang 9 für Olympiasiegerin Neff
Die aktuelle Olympiasiegerin Jolanda Neff, die vor knapp drei Jahren als Zweite im Val di Sole in Italien als letzte Schweizerin auf ein Weltcup-Podest gefahren war, wurde vor Short-Race-Weltmeisterin Sina Frei und der Olympia-Dritten Linda Indergand Neunte. Neff bestritt ihr erstes Weltcup-Rennen über die Normaldistanz in diesem Jahr. Den Saisonstart in Brasilien hatte sie krankheitsbedingt verpasst.