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Systematik
|Ordnung||Primates|
|Familie||Callitrichidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Cebuella|
|Art||Cebuella pygmaea|
Beschreibung
Das Zwergseidenäffchen ist eine der kleinsten Affenarten aus der Familie der Primaten. Es hat eine Körperlänge von 12-15 cm, einen 17- 23cm langen Schwanz und wiegt 85-150 g. Es gibt einen leichten Geschlechtsdimorphismus: Die Weibchen sind etwas größer als die Männchen. Zwergseidenäffchen haben zusätzlich zu ihren Schneidezähnen Krallen, mit denen sie sich an der Rinde von Bäumen festhalten können. Sie haben einen runden Kopf mit einer kleinen Mähne, welchen sie um 180 Grad drehen können. Das Fell ist tarnfarbig: braun mit schwarz oder grau.
Biologie
Zwergseidenäffchen leben in Gruppen von bis zu 9 Individuen (manchmal auch mehr) in kleinen Revieren rund um einen großen Baum, von welchem sie Saft abzapfen. Diese Gruppen bestehen in der Regel aus einem Paar mit seinen Jungtieren. Sie kommunizieren viel miteinander durch eine Vielzahl von Lautäußerungen. Wir hören nicht alle ihre Gespräche, da einige von ihnen im Überschallbereich stattfinden.
Trotz ihrer geringen Größe können sie bis zu 4 Meter hoch springen, um einer Gefahr zu entkommen. Außerdem verstecken sie sich vor Raubtieren, indem sie sich sehr langsam bewegen.
Sie ernähren sich hauptsächlich vom Saft und vom Gummi der Bäume. Sie können auch wirbellose Tiere, Früchte und Knospen fressen.
Nach einer Tragezeit von 140 Tagen (etwa 4-5 Monate) bringt das Weibchen Zwillinge zur Welt. Bei der Geburt wiegen sie nur 15g. Alle Mitglieder der Gruppe helfen der Mutter bei der Versorgung des Jungtiers.
Lebensraum
Zwergseidenäffchen sind im Amazonasbecken beheimatet: Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien.
Sie leben in primären und sekundären Regenwäldern, Bambuswäldern und Lianendickichten. Sie bevorzugen Wälder in der Nähe eines Bachs.
Bedrohung
Da Zwergseidenäffchen klein sind, haben sie mehr Fressfeinde als andere Primatenarten: Raubtiere, Katzen und Schlangen. Diese Art wird von der International Union für Naturschutz (IUCN) immer noch als „nicht gefährdet“ eingestuft. Doch das Verschwinden ihres natürlichen Lebensraums und der regelmäßige Fang der Tiere für den Hausgebrauch könnten diesen Status ändern. Außerdem ist sie in Anhang II des CITES-Übereinkommens aufgeführt. Der Handel mit dieser Art ist also stark eingeschränkt.