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Wir blicken nochmals zurück auf die Saison 2019. Flurina Glaus ist bei uns im RSC eine Exotin. Früher ist sie vor allem Bike und Radquer gefahren. Nun fährt sie in einer e-Bike-Mannschaft und somit auch spezielle Rennen. Das sagt Flurina über ihre Disziplin:
E-Bike Rennen gibt es in verschiedenen Arten. Unterteilt sind diese die Disziplinen Enduro und Cross Country. Enduro Rennen sind
gleich aufgebaut wie die “normalen” Enduro Rennen ohne E-Bike, jedoch sind die Transfers technischer, länger und anspruchsvoller als
Transfers bei den Enduro Renne mit normalem Bike (meistens Kiestrassen bei den Transfers). Manche Enduro-Stages sind bei der World E-Bike Series reine Uphills. Dies gibt es bei den Rennen ohne Motor nicht. Bei der Disziplin Cross Country ist alles ziemlich ähnlich wie bei den normalen Cross Country Rennen. Jedoch sind die Runden länger, die Anstiege so steil, dass man mit einem herkömmlichen Bike laufen müsste und die Strecken gehen meistens normale Biketrails hoch, wo man sonst runter fahren würde.
Fünf Fragen an Flurina Glaus:
1. Wie verlief für dich die Saison 2019?
Anfangs der Saison im Februar hatte ich bei einem Fotoshootings einen Sturz, wo ich mir mein Handgelenk gebrochen habe. Demzufolge hatte ich beim ersten Rennen im April in Monaco Probleme das Rennen ohne Stürze zu bestreiten. Die Strecke war sehr felsig und hatte viele Wald-Passagen. Leider regnete es ununterbrochen, so dass die Stecke sehr rutschig und schlammig war. Der letzte Streckenabschnitt wurde von der UCI gesperrt, da es zu gefährlich wurde, bei diesen Bedingungen sicher den Berg herunter zu kommen. Das zweite Rennen war im Mai in Ascona. Dies verlief schon deutlich besser und meinem Handgelenk ging es schon wieder viel besser. Das Rennen fand auf dem Monte Verità statt. Die Runde war sehr technisch mit steilen langen Anstiegen. Ich fuhr auf den 3. Platz hinter Sofia Wiedenroth und Nathalie Schneitter. Bei der Weltmeisterschaft in Mont Saint Anne (Canada) konnte ich leider nicht teilnehmen, da ich Anfangs Sommer einen heftigen Sturz auf dem Downhill-Bike hatte, bei dem ich mir eine schwere Gehirnerschütterung, gebrochene Rippen und eine gestauchte Wirbelsäule zugezogen habe. Das letzte Rennen der Saison fand in Barcelona (Spanien) statt, anfangs Oktober. Das Rennen war ein bisschen ausserhalb in den Hügeln vor Barcelona. Die Strecke war sehr trocken, steinig und sehr technisch. Das Wetter war super. Am Vormittag badeten wir noch im Meer und am Nachmittag bestritten wir dann das Rennen. Ich fühlte mich jedoch nicht besonders fit an diese Wochenende. Kurz zuvor hatte ich noch mit einer Grippe zu kämpfen, wie sich dann danach herausstellte hatte die das Pfeiffersche Drüsenfieber eingefangen. Trotzdem konnte ich das Rennen mit einem 3. Platz hinter meiner Teamkollegin Alba Wunderlin und hinter der Tagessiegerin Sofia Wiedenroth beenden.
2. Was war dein Höhepunkt 2019?
Highlights der Saison waren die beiden Podestplätze an der World E-Bike Series in Ancona und Barcelona (UCI Weltcup).
3. Wie geht es für dich im Jahre 2020 weiter?
Da ich im Moment das Pfeifferische Drüsenfieber am auskurieren bin (wie lange dies dauert ist offen), kann ich leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen wie die Saison 2020 für mich aussehen wird. Ich werde sicherlich versuchen einige Rennen zu bestreiten, ob diese wieder im gleichen Rahmen wie dieses Jahr sein werden werden wir sehen. 😉
4. Wie trainierst du im Winter?
Trainingsziel für den Winter ist ganz klar meinen kaputten Rücken zu stärken. Dies versuche ich durch Training im Fitness und in der Physiotherapie mit gezielten Übungen für Rumpf und Rücken.
5. Dein Wunsch für die Saison 2020?
Mein Wunsch ist möglichst viel Zeit und Freude auf dem Bike mit Freunden zu verbringen, sowie wenn möglich einige Rennen wieder im Weltcup zu bestreiten.
Besten Dank Flurina. Wir wünschen dir vor allem schnelle Genesung. Viel Spass auf dem Bike und vor allem eine sturzfreie Saison 2020.