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Der Bourbon erhielt seinen Namen von einem Landkreis in Kentucky. Von ehemals über 2000 Brennereien existieren heute nur noch wenige, und davon keine mehr im County Bourbon. Bourbon ist keine Herkunfts- sondern eine Gattungsbezeichnung und darf überall in den USA, nach 1964 gesetzlich festgelegten Vorgaben, hergestellt werden. Erst mit dem Begriff "Kentucky" wird auch die Herkunft festgelegt.
Straight Bourbon darf er sich nur nennen, wenn er aus einem Anteil von mindesten 51% und maximal 79% Mais hergestellt und nicht mit Feinsprit verschnitten wurde. Der Rest des Getreideanteils kann sich aus Roggen, Weizen, Gersten- und Roggenmalz zusammensetzen. Für die Lagerung schreibt das Gesetz das Verwenden neuer Eichenfässer vor. Die Mindestlagerzeit beträgt 2 Jahre. Dem Bourbon darf keinerlei Farbstoff zugefügt werden.
Auch der Tennesse Whiskey ist ein Bourbon, aber eine vom Gesetz anerkannte eigenständige Whiskeysorte. Der Unterschied besteht in einem speziellen Filterungsverfahren namens Lincoln County Process. Der Whiskey wird direkt nach der Destillation durch eine 3-4 Meter dicke Schicht frischer Holzkohle aus Zuckerahorn gefiltert und anschliessend in neue Fässer abgefüllt.
Der Rye ist die älteste amerikanische Whiskeysorte (die erste offizielle Erwähnung einer Destillerie in Amerika / Kentucky ist auf das Jahr 1783 datiert) und wird heute leider kaum noch hergestellt, obwohl sie von vielen als die beste und ausdrucksvollste amerikanische Whiskeysorte geschätzt wird.
Ein Rye Whiskey muss aus mindestens 51% Roggen hergestellt sein, der Rest besteht aus Weizen oder Mais und etwa 10 - 15% Gerstenmalz. Auch er muss in neuen Eichenfässer gelagert werden. Straight Ryes dürfen, wie beim Bourbon, nicht mit Feinsprit verschnitten sein.