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Sauvignon Gris ist eine weisse Rebsorte, die aus einer Mutation der Sorte Sauvignon Blanc entstand. Obwohl die Haut der Weinbeeren rötlich bis rot gefärbt ist, wird sie den weissen Sorten zugeordnet. Der Übergang zu den Varianten Sauvignon Rouge und Sauvignon Violet ist nicht genau definiert.
Die Sorte wird in Deutschland in Baden, der Pfalz und an der Mosel angebaut. Während daraus meist ein leichter Weisswein gekeltert wird, produziert Schloss Thorn an der südlichen Mosel bei Remich einen leicht lachsfarbenen Wein.
In der Schweiz, vor allem in Kanton Genf, sind 5.46 Hektar (Stand 2009) mit Sauvignon Gris bestockt.
Die Sorte ist ebenfalls in Griechenland und Frankreich (407 Hektar, wo sie zu den roten Sorten gezählt wird) bekannt. Und in Chile, Kalifornien (Chalk Hill AVA) und in Uruguay wird Sauvignon Gris ebenfalls kultiviert.
In der Ampelographie wird der Habitus folgendermassen beschrieben:
Die Triebspitze ist offen. Sie ist stark weisswollig behaart mit leicht rötlichem Anflug. Die gelblichen, leicht bronzefarbenen Jungblätter sind schwach behaart.
Die kleinen bis mittelgrossen Blätter sind rundlich, meist fünflappig und nur wenig gebuchtet aber am Blattrand stark wellig. Die Stielbucht ist V- oder U-förmig offen. Das Blatt ist stumpf gezähnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgross. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.
Die zylinderförmige Traube ist klein und dichtbeerig. Der Traubenstiel ist kurz und vergleichsweise holzig. Die länglichen Beeren sind klein und von rötlicher Farbe. Die Schale der Beere ist dick.
Die Sauvignon Gris treibt relativ spät aus (zirka eine Woche nach der Silvaner). Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ebenfalls spät. Sauvignon Gris reift zirka 20 bis 25 Tage nach der Chasselas (Gutedel). Die Sorte hat einen sehr kräftigen Wuchs. Der Ertrag ist jedoch durch starke Verrieselung eingeschränkt, und liegt bei maximal 60 – 70 Hektolitern / Hektar.
Gegenüber dem Echten und Falschen Mehltau ist sie mittelmässig anfällig. Sie neigt darüber hinaus zum Befall von Schwarzfäule und Rohfäule.
Das Bukett erinnert an Litschi und grüne Zitronen mit leichter Honignote.
Fié, Sauvignon rose und Surin gris