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47. Parlamentariertreffen der Gruppe «Klimaänderung»
1997 wurde das Kyoto-Protokoll basierend auf dem damaligen Wissen unterzeichnet. In diesem Jahr stehen in Kopenhagen Beschlüsse über die globale Klimapolitik nach 2012 an.
Prof. zeigte, dass 12 Jahre Klimaforschung keine Entwarnung erlauben, sondern die Dringlichkeit für Massnahmen zugenommen hat. Neue Forschungsresultate ergeben einen rascheren Anstieg der CO2- Emissionen als in den pessimistischsten Szenarien im letzten IPCC Bericht angenommen und die beobachteten Veränderungen in der Arktis und Antarktis verlaufen bedeutend rascher. T. Stocker empfielt eine auf langfristige Ziele ausgerichtete Emissionsreduktion primär im eigenen Lande und weist darauf hin, dass auch ein Adaptationsplan an die Veränderungen unumgängich ist.
Der schwedische Botschafter Per Thöresson diskutierte anschliessend die Klimapolitik seines Landes. Am 17. März 2009 hat die schwedische Regierung ein umfassendes Paket gegen die Klimaerwärmung dem Parlament vorgelegt. Das Paket umfasst Massnahmen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu stoppen und eine Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen um 40 Prozent, oder 20 Mio. Tonnen, bis im Jahr 2020 zu erreichen. 2/3 der Emissionsreduktionen sollen in Schweden erfolgen. Weitere Ziele sind:
- Im Jahr 2020 mindestens die Hälfte des gesamten Energieverbrauches mit erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen,
- zur Heizung von Häusern und Gebäuden keine fossilen Brennstoffe zu nutzen,
- im Jahr 2030 nur Fahrzeuge (Autos, Busse und LKWs) zu fahren, die unabhängig von fossilen Brennstoffen sind, und
- im Jahr 2050 keine Nettoemissionen von Treibhausgasen zu haben.
Schweden hat den EU Ratsvorsitz während der Kopenhagen Klimakonferenz im Dezember und ist bestrebt, der internationalen Klimapolitik zum Durchbruch zu verhelfen.
Policy Dokument der Schwedischen Regierung: (http://www.regeringen.se/content/1/c6/12/00/88/d353dca5.pdf)