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Monat für Monat bereitet sich der weibliche Körper auf eine Befruchtung vor. Wenn die Frau nicht schwanger wird, setzt die nächste Menstruationsblutung ein. Es ist die erste der vier Phasen des weiblichen Zyklus.
Die Menstruation ist eine Aufräumaktion im Körper. In jedem Zyklus wird beim Eisprung eine reife Eizelle aus einem Eierstock ausgestossen, die dann durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter wandert. Als Vorbereitung für eine mögliche Schwangerschaft baut diese mit der Schleimhaut an ihrer Innenwand eine Art Nest für die befruchtete Eizelle. Wenn die Eizelle bei ihrer Ankunft unbefruchtet ist, stirbt die Schleimhaut ab und löst sich von der Gebärmutterwand. Um sich wieder auf den nächsten Zyklus vorzubereiten, wird die Gebärmutter gereinigt: Die Muskeln ziehen sich in einem unregelmässigen Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder, um die abgestossene Schleimhaut mit etwas Blut und Schleim durch die Scheide auszustossen. Eine reguläre Monatsblutung dauert zwischen drei und sieben Tagen.
Unsere Gesundheitsberaterinnen und -berater liefern Ihnen hilfreiche Informationen dazu.
Auch wenn es sich nach mehr anfühlt: Normalerweise verlieren Frauen während ihrer Periode nur 40 bis 60 Milliliter Blut. Das sind ungefähr zehn Kaffeelöffel voll. Als Faustregel gilt: Bei einer «normalen» Blutung müssen Tampon oder Binde seltener als alle zwei Stunden gewechselt werden. Von einer starken Regelblutung sprechen Medizinerinnen und Mediziner bei einer Blutmenge von mehr als 80 Millilitern. Sie wird auch als Hypermenorrhoe bezeichnet. Davon betroffen sind ungefähr zehn von hundert Frauen. Dauert die Regelblutung länger als fünf bis sieben Tage, gilt sie als verlängerte Blutung (Menorrhagie). Beides kommt häufig zusammen vor, da oft dieselbe Ursache dahintersteckt: Die Gebärmutter kann sich nicht richtig zusammenziehen. Grund dafür können grössere gutartige Geschwulste wie Myome in der Muskelschicht der Gebärmutter oder Schleimhautpolypen sein.
Wenn Sie Tampons während der Menstruation zu lange tragen, kann das Toxische Schocksyndrom (TSS) auftreten. Im Körper bilden sich Giftstoffe, die durch die Vaginalschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen und zu einem toxischen Schock führen können. Wird das TSS bei den ersten Symptomen nicht mit Antibiotika behandelt, können die Organe versagen.
Vorbeugende Massnahmen:
Starke Blutungen werden häufig durch Verwachsungen an der Gebärmutter ausgelöst. Sie können angeboren sein, nach Operationen oder als Folge einer ausgeprägten Endometriose entstehen.
Eine Schmierblutung kann unabhängig von der regulären Menstruationsblutung auftreten. Meistens liegt die Ursache in hormonellen Umstellungen. Doch es können auch Infektionen oder ernstere Ursachen wie Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs dahinterstecken.
Aus der Farbe des Bluts lassen sich Rückschlüsse auf die Gesundheit ziehen. Ist die Blutung kräftig rot, ist alles in Ordnung. Bräunlich wird es meist gegen Ende der Periode oder ganz zu Beginn, wenn altes Blut ausgestossen wird. Helles Blut kann auf einen niedrigen Östrogenspiegel sowie Mangelernährung hinweisen und orange-graues Blut ist meist ein Zeichen für eine Infektion. Dann sollten Sie unbedingt Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Die Tage vor den Tagen setzen vielen Frauen zu und verursachen eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden: Bauchkrämpfe, Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit und Überempfindlichkeit sind nur einige Beispiele. Diese Beschwerden sind als prämenstruelles Syndrom (PMS) bekannt.
Die erste Menstruationsblutung bei jungen Mädchen heisst Menarche und setzt in der Schweiz zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr ein. Forschende nehmen an, dass der Body-Mass-Index einen Zusammenhang mit dem Beginn der Monatsblutung hat. Je höher der Körperfettanteil ist, desto früher setzt die Menstruation ein. Zwischen der ersten und letzten Menstruation liegen im Schnitt 37,1 Jahre.
Unruhige Nächte, durchgeschwitzte Nachthemden und Schweissausbrüche bei Sitzungen können ein spürbarer Hinweis für die Wechseljahre sein. Einen konkreten Stichtag für den Beginn gibt es nicht und er variiert von Frau zu Frau. Bei einigen künden sich die Wechseljahre so behutsam an, dass sie es gar nicht bemerken. Andere haben von Anfang an körperliche Symptome. Bei manchen fallen die Blutungen mal stärker und mal schwächer aus, bei anderen werden die Abstände zwischen den Blutungen unregelmässig.
Folgende Symptome können – ganz unabhängig vom Alter – die Wechseljahre ankündigen:
Sie setzt bereits zwischen dem 38. und 44. Lebensjahr ein. Die Aktivität der Eierstöcke sinkt und bringt den Zyklus durcheinander. Oft werden aus den gewohnten 28 oder 30 Tagen plötzlich nur noch 20 oder sogar nur 14 Tage. Das kann daran liegen, dass die Eibläschen nicht mehr richtig ausreifen. Das Ei wird zu früh ausgestossen. Dadurch hat die Gebärmutterschleimhaut nicht genügend Zeit, sich vollständig aufzubauen. Die Blutung setzt früher ein und ist auch lange nicht so stark wie gewohnt. Behandeln müssen Sie das nicht, aber es ist unangenehm, weil Sie ständig mit der nächsten Blutung rechnen müssen.
Bis zu diesem Zeitpunkt kann die Frau schwanger werden. Die Menopause tritt mit dem letzten Eisprung ein. Danach bleibt die Monatsblutung aus. Sie lässt sich nur im Nachhinein feststellen – als Faustregel gilt: Ist die Menstruation zwölf Monate ganz ausgeblieben, war die letzte Blutung sehr wahrscheinlich die Menopause.
Liegt die letzte Regelblutung zwölf Monate zurück, haben die Eierstöcke ihre Arbeit vollständig und endgültig eingestellt. Es beginnt die letzte Phase der Wechseljahre. Der Körper nimmt die endgültigen Anpassungen in der Zusammensetzung der Hormone vor, so dass der Hormonhaushalt zu einem neuen und stabilen Gleichgewicht findet.
Nadia Cifarelli (BSc Psychologie, dipl. holistische Gesundheitsberaterin) arbeitet in der Helsana-Gesundheitsberatung. Sie unterstützt Kundinnen und Kunden bei Fragen rund um Ernährung, Psychologie und die weiblichen reproduktiven Organe. Nadia Cifarelli stand dem Redaktionsteam bei diesem Artikel beratend zur Seite.
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