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"Bezüglich Wachstum bin ich jetzt an einem Punkt, wo ich viel besser schlafe", sagte Schwan am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Gute Nachrichten zu drei wichtigen neuen Medikamenten in den vergangenen Monaten hätten geholfen, die wachsende Bedrohung durch Nachahmer-Konkurrenz für bisherige Kassenschlager auszugleichen.
Im Februar stufte die US-Gesundheitsbehörde FDA das neue Multiple-Sklerose-Medikament Ocrevus als Therapiedurchbruch ein. Im Mai folgte die US-Zulassung von Tecentriq zur Behandlung von Blasenkrebs. Zudem meldete Roche überraschend früh, dass Gazyva gegen Blutkrebs besser wirkt als eine ältere Arznei.
Zusammen nährten diese Entwicklungen Schwan zufolge den Optimismus, dass der Konzern die Umsatzeinbußen durch günstigere Biosimilars mehr als wegstecken könne. Rivalen wie Novartis oder Mylan beginnen in der zweiten Hälfte 2017, solche Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Medikamenten zu verkaufen. "Ich wäre vor zwölf oder 18 Monaten viel vorsichtiger gewesen, aber das Risiko ist seitdem erheblich zurückgegangen", erklärte Schwan.
Roche werde weiterhin kleinere Zukäufe tätigen, um Wirkstoffe in einem frühen Entwicklungsstadium zu erwerben, sagte Schwan. Größere Transaktionen seien aber unwahrscheinlich, da Biotech-Firmen trotz der seit Ende 2015 anhaltenden Kursrückgänge weiterhin überbewertet seien.
(Reuters)