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Keine Bange, dies wird keine chemische oder geschichtliche Abhandlung über Stress. Doch ein bisschen Wissen schadet nicht, denn wenn wir wissen, was in unserem Körper passiert, desto eher können wir Massnahmen für Stressabbau ergreifen. Und je mehr wir über Stress wissen, desto eher wissen wir, welche Massnahmen wirklich wirken – und welche nicht. Entspannen ist einfach, wenn wir wissen, wie unser Körper funktioniert.
Ein bisschen Theorie aus Wikipedia:
Der Beginn des Burnouts: Stress
"Definition: Unter Stress versteht man die Beanspruchung des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen. Diese können sowohl künstlich als auch natürlich, … sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und letztlich als positiv oder negativ empfunden werden oder sich auswirken.
Als „positiver Stress“ bzw. Eustress werden diejenigen Stressoren bezeichnet, die den Organismus zwar beanspruchen, sich aber positiv auswirken. Positiver
Stress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Eustress tritt beispielsweise auf, wenn ein Mensch
zu bestimmten Leistungen motiviert ist, dann Zeit und Möglichkeiten hat, sich darauf vorzubereiten oder auch wenn eine Krisensituation oder Krankheit dennoch positiv
angegangen, bewältigt und überwunden werden kann. Im Resultat können sogar Glücksmomente empfunden werden.
Stress wird erst dann negativ empfunden, wenn er häufig oder dauerhaft auftritt und körperlich und/oder psychisch nicht kompensiert werden kann und deshalb als unangenehm, bedrohlich oder überfordernd gewertet wird. Insbesondere können negative Auswirkungen auftreten, wenn die individuelle Person (auch durch ihre Interpretation der Reize) keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sieht oder hat.
Beispiele dafür sind Klausuren ohne Zeit oder Fähigkeit zum Lernen, eine durch Lärm unerträgliche Wohnung ohne Möglichkeit zum Umzug, o. ä. In diesem Fall kann dauerhaft negativer Stress (auch Disstress oder Dysstress, engl. distress; gegebenenfalls durch geeignete Hilfen oder Stressbewältigungsstrategien verhindert werden.
…
Disstress führt zu einer stark erhöhten Anspannung des Körpers (Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone, z. B. Adrenalin und Noradrenalin, Aktivierung des Sympathicus) und auf Dauer zu einer Abnahme der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Stress bzw. Disstress wirkt erst dann schädigend auf den menschlichen Organismus, wenn Beanspruchung über den Bereich der möglichen Anpassung und Reparaturfunktionen hinaus erfolgt.
In diesem Fall können o. g. Faktoren zur Beeinträchtigung des Stoffwechsels und somit zur generalisierten Beeinträchtigung von Heilungsverläufen oder (Immun-)Reaktionen auf Infektionen und Einwirkungen aller Art und/oder auf diese Weise auch vom Immunsystem ungehindert zu Zellmutationen, sprich Krebs, führen."
Die Situationen, die für Stress sorgen können, sind vielschichtig. Es kann der Job sein. Es kann die lieblose Beziehung sein, es kann das hellhörige Haus sein, es können Sorgen (finanzieller, gesundheitlicher) Natur sein. Heute möchte ich den Fokus auf den Stress bei der Arbeit legen.
"Ich bin erfolgreich, also habe ich Stress"
Ich nehme es so wahr, dass es lange für Bewunderung sorgte, wenn du sagtest, du hast sehr viel zu tun, hast halt „Stress“. Das wurde automatisch mit Erfolg zusammengebracht. Mit viel Arbeit, was ebenfalls mit Erfolg zu tun hat. Schliesslich glauben wir (immer noch), dass Erfolg nur mit harter Arbeit kommt. Es fällt uns schwer zu akzeptieren, dass wir voller Freude und Genuss arbeiten können – und dafür auch noch bezahlt werden. Wir weigern uns oft, Geld bei Gefälligkeiten bei Freunden anzunehmen. Sei es, weil wir 10 Kuchen gebacken haben (und jeder andere Bäcker dies in Rechnung stellen würde). Sei es weil wir bei der Renovation beim Haus geholfen haben oder den ganzen Tag auf den Hund aufgepasst haben. Da weigern wir uns, auch nur ein bisschen Geld anzunehmen.
Erfolg = Arbeit = Anstrengend
Somit ist jeder, der gestresst ist, ein begehrter Mensch. Viel arbeitend und somit erfolgreich.
Und je mehr Stress wir "aushalten" können, desto mehr Bewunderung bringt uns das ein. Ich sehe immer noch Augen glänzen, wenn die Person hört "Wie schaffst du das alles bloss?" - also wäre ein immenses Pensum abarbeiten zu können ein Grund zur Bewunderung. Ich sehe noch immer Stolz in den Augen, wenn jemand mir erzählt "bis nachts um 22 Uhr" arbeiten zu müssen, weil xy am nächsten Tag ansteht... Als ob nachts zu arbeiten eine Auszeichnung sei.
Dieser (falsche) Glaubenssatz bringt uns dazu, den eigenen Stress schönzureden. Wir nehmen uns und unsere Bedürfnisse nicht mehr ernst. Wir sagen uns selber nicht mehr ehrlich die Meinung. Wir ignorieren unsere eigenen Bedürfnisse.
Der Stress mag anfangs positiv gewesen sein (Eustress). Vielleicht waren wir wegen des Eustress sogar euphorisch und haben uns auf die neue Aufgabe, den neuen Job, das neue Team, das neue Büro sogar gefreut. Und das blieb sogar eine Weile lang.
Der gestresste Macher: der Kandidat für ein Burnout
Langsam aber sicher veränderte sich der Eustress… Unsere Laune sank. Je besser wir das Umfeld (Job, Aufgabe, Team) besser kennenlernten, sahen wir auch die Dinge, die weniger schön sind. Und die wir nicht ändern können.
Als „Macher“ (und so sehen sich die meisten Menschen momentan am Liebsten),
- „bleibt man aber dran“
- gibt Extra-Effort
- akzeptiert die „Challenge“
und ignoriert die sich immer zahlreicher zeigenden Alarmsignale…
Alarmsignale Phase 1/ orange
- die Laune wird immer schlechter
- du arbeitest immer mehr
- dein soziales Leben wird immer weniger
- du unternimmst kaum noch etwas privat
- der Kontakt zu deinen Freunden wird weniger
- Zeit mit der Familie wird immer weniger
- Du trinkst / rauchst mehr
- Dein Sexualleben nimmt ab
- Du schläfst schlechter ein
- Du schläfst schlechter durch
- Du wachst immer wieder auf
Das wären schon alarmierende Zeichen. Doch hier hört es nicht auf…
Alarmsignale Phase 2 / rot
- Dein Appetit verschwindet, du isst unregelmässig
- Du wirst unkonzentriert
- Du wirst gereizter
- Dir passieren immer öfters Fehler
- Du wirst vergesslich
- Dir wird aus unerfindlichen Gründen übel
- Deine Haut reagiert mit Ausschlägen
- Dir wird ab und zu schwarz vor Augen
- Dein Puls ist unglaublich hoch
- Du bekommst ein Magengeschwür
Doch auch hier ignorieren viele Menschen leider die Signale - und machen einfach weiter...
Da bleibt deinem Körper nur eines: Die Notbremse. Dein Körper fährt dein ganzes System runter. Macht für dich eine Vollbremsung. Weil du es nicht tust:
Alarmsignale Phase 3/schwarz
- Du bekommst einen Tinnitus
- Du hast ein Burn-Out oder
- eine Erschöpfungsdepression
Sei dir eines bewusst: Das alles kommt nicht „plötzlich“, sondern du hast die Signale deines Körpers ignoriert.
Wenn du dich hier erkennst: Jetzt ist der Moment, um mit kleinen aber konsequenten Schritten dagegen zu wirken. Damit dein Körper nicht die Vollbremsung für dich durchführen muss, die zwingend nötig ist.
Das tönt jetzt alles sehr dramatisch, nicht wahr? Warum ich so dramatisiere? Weil dies alles der Wahrheit entspricht... Es ist dramatisch, wenn du bereits in Phase 2 bist. Es ist nicht einfach weggelächelt oder weggetrunken. Im Gegenteil. Ich kenne es aus eigener Erfahrung - und bin darum umso sensibler auf die Signale, die mein Köprer sendet.
Effektive Burnout-Prävention: Stress und Entspannung Im Gleichgewicht halten
Wenn du täglich Stress hast: Wäre es nicht sinnvoll dann auch täglich zu entspannen? Warum 30 Tage Stress aushalten und dann 3 Tage lang bei einem Wellness-Weekend entspannen? Ist das deiner Meinung nach ausbalanciert? Oder wäre es deiner Meinung nach nicht sinnvoller, kurze, effektive Entspannungsrituale auch täglich einzubauen, wenn du täglich Stress hast? Die einzige Person, die das in der Hand hast, bist du. Es braucht nicht viel Zeit, sondern deine absolute, bestimmte Entscheidung, diese in dein Leben zu integrieren.
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So alarmierend alles sein kann: Du kannst das ganz einfach ändern. Mit kleinen Schritten, mit einfachsten Tipps. Lerne dich zu bremsen. Lerne inne zu halten. Lerne durchzuatmen. Lerne dir eine Pause zu schenken. Lerne weniger "Macher" zu sein und mehr "Geniesser". Mehr "Sein" als "Machen". Es braucht nur einen kleinen Mind-Shift. Und aus diesem winzigen Mind-Shift können wunderbare entspannende Momente entstehen.
persönliche Burnout-Prävention: Das Coaching
Burnout-Prävention mit meditation
Vielleicht magst du dir die Entspannungstipps nicht nur anschauen, sondern auch möglichst oft in dein Leben einbauen. >>
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Wenn du mehr über unser Gehirn und unsere mentalen Zustände lesen willst, bist du hier richtig: Was ist Entspannung