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→ ORTSSPEZIFISCHE
PERMANENTE INSTALLATIONEN
Tracey Emin
You Heard Me Scream, 2022
There Was So Much More of Me, 2019Tracey Emin, geboren 1963 und aufgewachsen in Margate, ist eine britische zeitgenössische Künstlerin, die für ihre provokanten und autobiografischen Werke bekannt ist, die sich mit den Feinheiten ihrer persönlichen Erfahrungen auseinandersetzen. Emin's künstlerische Praxis umfasst eine vielfältige Palette von Medien, darunter Skulptur, Malerei, Stoff, Video, Fotografie und Installation. Sie erlangte weite Anerkennung durch ihre Teilnahme am Turner Prize im Jahr 1999, wo sie die mittlerweile ikonische Installation Mein Bett präsentierte. Diese unzensierte Darstellung ihres persönlichen Raums, die ein ungemachtes Bett umgeben von alltäglichen Gegenständen zeigt, brachte Emin ins öffentliche Bewusstsein und entfachte Debatten über die Grenzen von Kunst und persönlichem Ausdruck. Emin zentriert ihr persönliches Leben in ihrer Arbeit und adressiert offen Themen wie Vergewaltigung, Abtreibung und Reaktionen auf die harten Realitäten der Liebe.
Im Gemälde Du hast mich schreien gehört, stellt Emin eine junge weibliche Figur mit geöffnetem Mund dar, die von visuellen Schwingungen umgeben ist, die ihren Körper umhüllen. Die Figur, offensichtlich ein jüngeres Selbst, reflektiert möglicherweise ihre Vergewaltigung in jungen Jahren und fügt dem Kunstwerk emotionale Tiefe hinzu.
Die massive Bronzestatue, die sich im Zentrum des Bodens befindet Es gab so viel mehr von mir, steht im Zusammenhang mit Emin's frühem Interesse an monumentalen Skulpturen der weiblichen Figur. Emin widmete sich drei Jahre lang der Arbeit mit der Modern Art Foundry in New York und beherrschte die traditionelle Methode des Bronzegusses nach dem verlorenen Wachsverfahren. In dieser speziellen Skulptur betont sie den unteren Teil des Körpers in einer kopflosen knienden Figur, die die Hälfte ihrer Gliedmaßen fehlt. Der fragmentierte Körper deutet erneut auf Traumata und Emin's Vergangenheit hin und präsentiert die verstümmelte Form einer Frau, die sowohl erotisiert als auch wehrlos erscheint. Die kniende Haltung, als ob sie sich ergeben würde, mit weit gespreizten Beinen, ist gleichzeitig kühn und verletzlich und lässt die Betrachter darüber entscheiden, wie sie sich zu diesem Moment der intimen Unterwerfung verhalten.