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Zu Grossbritannien gehören 14 Überseegebiete. Das sind Inseln im Pazifik, Atlantik, dem Mittelmeer, dem Indischen Ozean und ein Stück der Antarktis. Würde man die Inseln wie Punkte bei «Malen nach Zahlen» verbinden, entstünde eine Art Gürtel um die ganze Welt.
Genau in diesem Gürtel will die britische Regierung Meeresnaturschutzzonen einrichten, um bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume zu schützen. Das Projekt heisst «Blue Belt» – blauer Gürtel. Diese Gebiete sind bisher Teil davon:
«Blue Belt ist eines der ehrgeizigsten Projekte, das die britische Regierung jemals veranlasst hat», so Ahmad of Wimbledon, Staatsminister für die Überseegebiete. Im Jahr 2016 startete das Projekt mit dem Ziel, die Meeresumwelt langfristig zu schützen und die Bewahrung der Artenvielfalt sicherzustellen. Die Regierung hat zu diesem Zweck bis zum Jahr 2020 ein Budget von rund 20 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt.
Was versteht man unter dem «Blue Belt»?
Der Blue Belt umfasst einzelne Meeresnaturschutzzonen um die Küste des Vereinigten Königreiches und der britischen Gebiete. Die britische Regierung hat sich verpflichtet, einen «blauen Gürtel» von über 4 Millionen Quadratkilometern Meeresnaturschutzgebieten rund um die Gebiete einzurichten. Das entspricht einer Fläche in der Grösse von Indien und Frankreich kombiniert.
Konkret sind umweltschädigende Aktivitäten wie zum Beispiel Bagger-, Bauarbeiten oder Fischerei verboten. Anwohner dürfen natürlich noch für ihren Eigengebrauch fischen. Die kommerzielle, grossangelegte Fischerei soll aber innerhalb einer Million Quadratkilometer verboten werden. Um die Überseegebiete leben unter anderem Walhaie, Schildkröten, Albatrosse und ein Viertel aller Pinguine weltweit. Auch um die Küsten der Britischen Inseln leben viele bedrohte Tiere, die geschützt werden müssen.
Erste Erfolge sind messbar
Die Organisation Wildlife Trust gab im Dezember bekannt, dass 2018 ein gutes Jahr für die britische Tierwelt war. Dies vor allem dank der Hilfe von Naturschutzmassnahmen an britischen Küsten und verbesserten Forschungen in Bezug auf die Meerestiere. So sei die Anzahl Seepferdchen, Zwergseeschwalben und Krebse in den britischen Meeren wieder gestiegen. Riesenhaie wurden in der Nähe des Cardigan Bays in Wales sogar zum ersten Mal seit drei Jahren gesichtet.
Bis die britischen Ozeane sauber und die darin lebenden Arten geschützt sind, bleibt jedoch noch viel zu tun. Kunststoff ist heute in fast allen Tölpelnester zu finden und stellt ein grosses Risiko für die Vögel und ihre Küken dar. «Allein an einer Mündung in Kent wurde bei einer Säuberungsaktion fast 3’000 Kilogramm Müll gesammelt», so Dr. Lissa Batey von Wildlife Trust.
Der langfristige Schutz der Ozeane erfordert ein noch grösseres, öffentliches Bewusstsein und eine stärkere Zusammenarbeit mit Schlüsselindustrien wie zum Beispiel Fischereien. Nichtsdestotrotz zeigen die ersten Entwicklungen, bei denen sich die ersten gefährdeten Arten langsam anfangen zu erholen, was die Bemühungen bewirken können.
Bilder: Shutterstock, wikicommons
Fabienne ist das Küken im Improve-Team. Sie freut es, wenn ihre Texte Menschen zum Denken bewegen. Fabienne interessiert sich für Tiere und nachhaltige Innovationen.