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Im Jahr 2017 werden in der Schweiz rund 9500 Todesfälle dem Tabakkonsum zugeschrieben. Dies entspricht etwa 14% aller Todesfälle oder einem von sieben Todesfällen in diesem Jahr. Bei den Männern hat die Rate zwischen 1997 und 2017 von 212 auf 142 Todesfälle pro 100 000 Einwohner abgenommen, wobei die Kurve seit 2012 abflacht. Bei den Frauen ist die Rate über den ganzen Zeitraum relativ stabil bei rund 80 Todesfällen pro 100 000 Einwohnerinnen geblieben. Diese Tendenz lässt sich auch am Anteil der tabakbedingten Todesfälle an allen Todesfällen erkennen: Während dieser Anteil bei Männern rückläufig und 2017 bei 18,5% ist, hat er sich bei den Frauen nur geringfügig verändert (1997: 9,3%, 2017: 10,2%). Die häufigsten Ursachen für tabakbedingte Todesfälle sind Krebs und Herzerkrankungen mit einem Anteil von 45% bzw. 26% im Jahr 2017.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Tabakkonsum ist der grösste Risikofaktor für Todesfälle in der Schweiz. Haupttodesursachen infolge Tabakkonsum sind vor allem nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und andere Krebsarten sowie chronisch obstruktive Lungenkrankheit.
Der Indikator zur tabakbedingten Mortalität gibt Hinweise auf die Entwicklung der Auswirkungen des Tabakkonsums bei Männern und Frauen.
Die Datengrundlagen für diesen Indikator sind die Schweizerische Gesundheitsbefragung, die Todesursachenstatistik, die Bevölkerungsstatistik des Bundesamtes für Statistik sowie weitere Datenquellen. Die Methodik der Berechnungen beruht auf einer Studie von Mattli et al. (2019). Die Details zu den Erkrankungen, die durch den Tabakkonsum entstanden sind und die Todesfälle verursacht haben, waren Gegenstand eines Zusatzauftrags an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Diese Resultate sind nur im MonAM verfügbar.
Der Indikator gibt die Anzahl, die rohe Rate und den Anteil der geschätzten tabakbedingten Todesfälle an allen Todesfällen wieder. Die rohe (unstandardisierte) Rate gibt die Mortalitätsrate pro 100 000 Einwohner und Einwohnerinnen wieder.
Die Schätzungen berücksichtigen ausschliesslich die durch das Rauchen von Tabak verursachte Krankheitslast. Andere Konsumarten von Tabak, wie beispielsweise Snus oder Schnupftabak, sowie weitere Formen des Nikotinkonsums, wie beispielsweise E-Zigaretten, wurden nicht berücksichtigt. Auch die Krankheitslast des Passivrauchens wurde nicht berücksichtigt.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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