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Der Lauerzersee befindet sich zwischen Rigi- und Mythenmassiv in den Gemeinden Lauerz, Schwyz und Steinen. Der ungefähr drei Kilometer lange und maximal ein Kilometer breite See liegt auf einer Höhe von 447 Metern über Meer. Die mittlere Tiefe beträgt nur 6 Meter, die tiefste Stelle 13 Meter, die beim sogenannten Bierkeller zwischen Lauerz und Seewen liegt. Der Goldauer Bergsturz 1806 hat die Fläche um mindestens 1/7 verringert. Aufgrund des Geschiebes der verschiedenen Bäche, vor allem wegen der Steiner Aa, prognostiziert man dem See eine Verlandung innerhalb der nächsten 1000 Jahre. Da der See mit der Seeweren nur einen kleinen Ausfluss hat, tritt er bei starken Regenperioden alle paar Jahre über die Ufer, so dass die Häuser im Aazopf und in Lauerz im Wasser stehen beziehungsweise baulich auf ein höheres Niveau angehoben werden mussten. Projekte eines Entlastungsstollens nach Gersau in den Vierwaldstättersee wurden vom Kanton bisher abgelehnt, die Idee eines Kurzstolles durch den Urmiberg oder einer Verbreiterung der Seeweren bestehen immer noch.
Die Dorfgrenze von Steinen geht vom Sägel aus quer über den See, nur knapp beim Ausfluss der Steiner Aa vorbei, dann knapp nördlich an der Insel Schwanau vorbei zur Seestrasse zwischen Lauerz und Seewen. Bei sehr niedrigem Wasserstand soll sich sogar eine kleine Steiner Fläche auf der Lauerzer Seite des Sees befinden.
Der See ist ein beliebtes Ziel für Angler. Es sind am meisten Rotaugen, Flussbarsche (Egli), Kaulbarsch und Zander zu fangen. Allerdings ist der Lebensraum für Fische stark eingeschränkt, da der See im Sommer ab einer Tiefe von 4,5 m kaum mehr Sauerstoff enthält und manchmal eine Oberflächentemperatur von 27 Grad erreichen kann. Dass einer der passionierten Fischer aus Steinen einen Hecht von mehr als einem Meter nach Hause bringt, ist allerdings keine Seltenheit. Etliche Steiner haben ihr Boot im Bootshaus südlich des Campingplatzes Buchenhof untergebracht.
Friert der See zu, was letztmals 2017 der Fall war, bilden sich unter dem Eis häufig Faulgas-Blasen, die von der Steiner Jugend gerne durch Löcher im Eis abgefackelt werden.
Der Cholplatz (Choli genannt), ein idyllischer Platz unweit des Alterswohnheimes Au, war schon immer der Badeplatz der Steiner Jugend. Der Platz wurde vor zwei Jahren aufgewertet, indem die Gemeinde eine einfache Infrastruktur bauen liess. Für Gäste aus nah und fern ist der Campingplatz Buchenhof ein beliebtes Ziel.
Text: Urs Affolter
Lektorat: Hansjörg und Albert Koller, Rosmarie und Willy Bulgheroni, Franz Fries
Gesprochen von Erich Ettlin