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Mit der Namensänderung verschwinden die Erinnerungen an ATV und Michael Jacksons Mega-Deal, der ihn zum mächtigsten afroamerikanischen Künstler machte.
Michael Jackson war sich der geschichtsträchtigen Symbolik durchaus bewusst: Ein Afroamerikaner hat sich die Songverlagsrechte der erfolgreichsten weissen Band aller Zeiten – The Beatles – gesichert.
Das war im Jahr 1985, als er mithilfe seines Finanzberaters und heutigen Nachlassverwalters John Branca den ATV-Katalog vom Australier Robert Holms à Court für 47.5 Millionen US-Dollar erstehen konnte. MJ sicherte sich so die Verlagsrechte an mehreren tausend Songs. „ATV“ zählte damals zu den wertvollsten Musikkatalogen. Ein Bestandteil davon war der frühere Northern Songkatalog mit 251 Beatles-Songs.
Im November 1995 wurde Michael Jacksons ATV-Katalog mit dem Sony Music fusioniert. Die Rechte an den Songs waren nun zu je 50 Prozent aufgeteilt. Dem King of Pop wurde mindestens das Doppelte, was er im Jahr 1985 investiert hatte, als Auszahlung zugesprochen, zudem gehörten ihm nun auch die Hälfte sämtlicher Rechte an den Sony-Songs. Es schien ein riesen Coup.
Michael Jackson geriet jedoch zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten und war zum Zeitpunkt seines Todes hoch verschuldet. (Hierzu bleibt aber anzumerken, dass sein Vermögen die Schulden übertraf.) Trotzdem weigerte sich Michael Jackson, seinen 50-Prozent-Anteil an Sony/ATV Music Publishing zu verkaufen.
Im März 2016 verkauften die Nachlassverwalter Michael Jacksons ihren Anteil an Sony/ATV für 750 Millionen Dollar, wie öffentlich verkündet wird.
Wie Roger Friedman bei Showbiz als erstes berichtete, wurde nun der Name in Sony Music Publishing angepasst. Die Webseite www.sonyatv.com leitet nun auf www.sonymusicpub.com um. Da auch einige Michael Jacksons Songs im Verlag enthalten sind, erscheint auf der Front-Seite auch ein Foto Michael Jacksons. (Seine solo-Kompostionen sind aber weiterhin im alleinigen Besitz von Michael Jacksons Nachlass respektive Mijac Music.)
Quelle: jackson.ch, showbiz411.com, sonymusicpub.com, wikipedia.org, div.