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Chinierte
Stoffe (spr. schi-), aus verschiedenem Material leinwandartig gewebte Stoffe, deren Flammierung (Chiné) auf mehrerlei Art hergestellt sein kann. Bei den eigentlichen sind größere isolierte Flammen, langgezogene Farbenmuster mit schwach abgegrenzten, gleichsam verwaschenen Enden, dadurch erzeugt, daß die gescherte Kette vor dem Aufbäumen (s. d.) stellenweise gefärbt, oder, wenn es sich um die Erzeugung regelmäßiger [* 1] Figuren (Blumen, Rosetten u. s. w.) handelt, nach dem Aufbäumen mittels hölzerner Formen, ähnlich denjenigen für den Kattundruck, mit den entsprechenden Farben bedruckt, auch wohl mittels Schablonen bemalt wird. Bei den im weitern Sinne werden feingeflammte (melierte) Muster gewöhnlich in der Art hergestellt, daß entweder jeder Kettenfaden aus zwei verschiedenfarbigen Fäden mit schwacher Drehung gezwirnt, als Einschlag dagegen ein einfacher Faden [* 2] von einer dritten Farbe verwendet, oder umgekehrt ein einfarbiger Kettenfaden mit zwei lose gezwirnten, verschiedenfarbigen Einschlagfäden verarbeitet wird.