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Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Schweizer Bauernverband
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Bericht zur Lage der Landwirtschaft
Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.
10.04.18

Tiefdrucklagen bestimmten mehrheitlich das Wetter im März und führten zu meist trübem Wetter. Schnee fiel zu Monatsbeginn bis in die Niederungen. In vielen Gebieten viel auch am 18. März nochmals Schnee. Die Durchschnittstemperatur lag im Mittel um 0,8 bis 1,1 Grad unter der Norm 1981-2010. Trotz den dominierenden Tiefdrucklagen fielen wenige Niederschläge, regional sogar weniger als 50 % der Norm 1981 2010. Nur im Tessin gab es verbreitet Niederschläge von mehr als 100 % der Norm. Das kühle Wetter führte zu einer entsprechend langsamen Entwicklung der Vegetation.
12.03.18

Der Februar war einer der trübsten Februarmonate der letzten 30 Jahre und brachte verbreitet nur etwa die Hälfte der im Februar üblichen Sonnenstunden. Auf der Alpensüdseite fielen nur 20 bis 30 Prozent der normalen Regenmenge, am Alpennordhang waren es 40 bis 90 Prozent. Schnee fiel selten und in geringen Mengen. Am Monatsende führte eine sibirische Kältewelle für tiefe Temperaturen. An den letzten beiden Tagen sank die Temperatur auch im Flachland bis auf -10 Grad und tiefer. Damit wurde auch die Vegetationsentwicklung vorerst gestoppt.
12.02.18

Der Januar 2018 war der mildeste Januar seit Messbeginn im Jahr 1864 und brachte einige Stürme mit sich. Am 3. Januar machte Sturm Burglind den Anfang. Die Windspitzen im Mittelland erreichten bis 125 km/h und auf den Berggipfeln wurden bis 200 km/h gemessen. Vom 6. bis 9. Januar erhielt die Alpensüdseite viel Niederschlag, der in höheren Lagen erhebliche Mengen Neuschnee brachte. Vom 16. bis 22. Januar herrschte in der Schweiz eine stürmische Nordwest- bis Westlage und es gab in den Bergen viel Neuschnee. In dieser Zeit überquerten Sturmtief Evi am 17. Januar und Sturmtief Friederike am 18. Januar die Schweiz. Beide Stürme erreichten aber nicht mehr so hohe Windgeschwindigkeiten wie Burglind.
31.12.17

Der Dezember 2017 brachte unbeständiges Wetter mit viel Niederschlägen und reichlich Schnee. Die Monatstemperatur lag im Mittel um 0,7 Grad unter der Norm 1981-2010.
Am 3. und 4. Januar durchzog das Sturmtief Burglind die Schweiz und brachte hohe Windgeschwindigkeiten und starke Niederschläge. Es kam teilweise zu erheblichen Schäden vor allem an Gebäuden und im Wald. Burglind war jedoch deutlich schwächer als die Stürme Vivian (27.02.1990) und Lothar (26.12.1999).
30.11.17

Der November brachte mehrmals Schnee bis in tiefere Lagen. Insgesamt waren die Niederschläge in vielen Regionen jedoch unterdurchschnittlich. Damit bleibt das Jahr weiterhin trocken (Tabelle 1.2). Die Temperaturen lagen beidseits der Alpen leicht höher als im langjährigen Mittel.
12.11.17

Nach einigen Niederschlägen und Schneefall bis auf 1200 Meter (6. Oktober) im ersten Monatsdrittel wechselte der Oktober ab dem 10. zu sonnigem und warmem Wetter. Erst ab dem 21. führte mildfeuchte Luft zu etwas Niederschlägen. Anschliessend wurde das Wetter durch Strömungen aus dem Norden bestimmt und die Schneefallgrenze sank auf 1000 Meter. Nach einer erneuten Hochdrucklage vom 24. bis am 26. brachte ein Tiefdruckgebiet nochmals kühlere und feuchtere Luft. Insgesamt lagen die Oktobertemperaturen um 1.3 Grad über der Norm 1981-2010. Regen fiel nur spärlich und v.a. in der Südschweiz war es viel zu trocken, was zu einem erhöhten Risiko von Waldbränden führte.
10.10.17

2017 bleibt der Rindviehbestand annähernd stabil (-0.1 %). Der Rückgang der Milchkühe (-0.5 %) wird weitgehend durch die Zunahme der „anderen Kühe“ (+2.3 %) kompensiert. Der Schafbestand bleibt nach mehreren Jahren mit Abnahmen erstmals insgesamt stabil. Die zunehmende Beliebtheit von Ziegen- und Schafmilchprodukten führt zu einer Zunahme der Ziegen und der Milchschafe (+5 %). Der Schweinebe-stand ist weiterhin leicht rückläufig (-1.7 %). Der Bestand der Mastpoulets (+5 %) ist weiter angestiegen.
11.09.17

Der August 2017 war in vielen Regionen einer der zehn heissesten der letzten 150 Jahre. Der Temperaturüberschuss gegenüber der Norm 1981-2010 betrug 1.7 bis 1.8 Grad. Heftige Gewitter brachten vom 1. auf den 2. August viel Niederschläge, Hagel und Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h. Das warme Wetter wurde vom 6. bis 12. August durch eine aus dem Westen vordringende Störungszone unterbrochen. Diese brachte nasses und kühleres Wetter. Die Schneefallgrenze fiel am 11. August regional unter 2000 m und in höheren Berglagen fiel bis zu einem halben Meter Neuschnee. Eine Gewitterfront brachte am 18. August Gewitterböen mit Windgeschwindigkeiten von maximal 120 km/h. Dazu fiel auf der Alpennordseite auch Hagel. Eine weitere Gewitterfront mit Hagel überquerte am 24. August die Alpennordseite. Der Sommer 2017 ist der drittwärmste seit Messbeginn 1864. Heisser waren nur die Sommer 2003 und 2015. Hagelschäden wurden im aktuellen Jahr bis und mit Juni bisher etwas mehr gemeldet als in den beiden Vorjahren. Die Anzahl der Meldungen liegt trotzdem unter den langjährigen Durchschnittswerten (Tabelle 1.4).