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Die Schaeffler Familie aus Deutschland kontrolliert die Schaeffler-Gruppe, ein deutscher Automobil- und Maschinenbauzulieferer. Die Schaeffler-Gruppe gehört zu den 15 grössten Familienunternehmen Deutschlands. Die Schaeffler-Gruppe besitzt derzeit 46% der Anteile an der Continental AG. Diese ist der weltweit zweitgrösste Automobilzulieferer und versorgt Autokonzerne mit Bauteilen. 2018 besetzte Continental Platz 12 der grössten deutschen Unternehmen auf der Forbes-Liste.
2018 betrug das Vermögen der Schaeffler Familie noch 35 Milliarden Euro (circa 42 Milliarden US-Dollar) und sie gehörte somit zu den reichsten Deutschen. Inzwischen ist das Vermögen stark geschrumpft und wird nun auf 8,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)
Der wirtschaftliche Aufstieg der Familie ist eng mit der Politik der NS-Regierung verbunden. Nach der Errichtung der antisemitischen NS-Diktatur unter Hitler wurden jüdische Unternehmen arisiert, also enteignet. Wilhelm Schaeffler (1908-1981) konnte so 1940 das deutsche Textilunternehmen Davistan übernehmen, das von einer jüdischen Familie geführt worden war. Das Unternehmen wurde in Wilhelm Schaeffler AG umbenannt und produzierte Textilgüter für die deutsche Wehrmacht. Ab 1943 stieg Schaeffler ins Rüstungsgeschäft ein. Es wurden Zwangsarbeiter beschäftigt.
Nach dem Krieg war Wilhelm Schaeffler bis 1951 in Haft, aufgrund seiner Verstrickungen mit dem NS-Regime.
Maria-Elisabeth Schaeffler (*1941) heiratete in die Schaeffler Familie. Sie war in Wien aufgewachsen. Ihr Vater arbeitete dort zunächst als Finanzberater im amerikanischen Hauptquartier der alliierten Besatzern und später als Generaldirektor bei einem grossem österreichischen Versicherungsunternehmen. Maria-Elisabeth Urgrossvater gehörte zu den Mitgründern des Automobilherstellers Skoda. (Quelle)