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Beim Gebiet Riedere handelt es sich um eine ehemalige Abbaustelle, welche nicht wieder bis zur Höhe des früheren Terrains aufgefüllt wurde. Die neue Planung sieht nun für die Riedere vier sogenannte ausserordentliche Auffülletappen vor. Diese Etappen werden erst dann genutzt, wenn in den ordentlichen Auffülletappen der Kiesgrube kein Auffüllvolumen verfügbar ist oder ein B-Kompartiment geschaffen wird. In einem B-Kompartiment werden mineralische Bauabfälle und gesteinsähnliche Abfälle mit geringem Fremd- und Schadstoffgehalt abgelagert.
Für die Auffüllung der Riedere sprechen mehrere Argumente:
- Die Kiesgrube Oberholz Grammert weist lokal ausgesprochen hohe Moränenabdeckungen von bis zu 20 Metern auf. Eine Besonderheit ist auch der komplizierte Abbauvorgang, welcher unter anderem in den nächsten Jahren einen Richtungswechsel beinhaltet. Beide Aspekte können nun dazu führen, dass in den ordentlichen Auffülletappen zeitweise kein Auffüllvolumen verfügbar ist. In diesen Situationen wird die Betreiberin auf die ausserordentlichen Auffülletappen ausweichen.
- Mit der Riedere wird Auffüllvolumen für Grossprojekte – beispielsweise die Umfahrung von Biel – zur Verfügung gestellt. Sie dient so als «Ventildeponie» für die Region.
- Bereits heute steht in der Region generell zu wenig Auffüllvolumen zur Verfügung. Sollte es in den nächsten Jahren nicht ausreichend A-Volumen (unverschmutzter Aushub) oder B-Volumen (vgl. oben) haben, dann werden die ausserordentlichen Auffülletappen nicht in Betrieb genommen.
- Mit der Auffüllung der Riedere kann die Endgestaltung «in einem Guss» gestaltet und gleichzeitig die ursprüngliche Landschaft besser wiederhergestellt werden.