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Eugène Chevalier - Gründer des Guts und Pionier der Méthode Traditionelle im Burgund
Die Region Burgund, in der Mitte Frankreichs gelegen, zählt zu den bekanntesten Weinanbaugebieten in Europa. So ist auch der Weinanbau, neben der Landwirtschaft und der Viehzucht, eine der Haupterwerbsquellen der Burgunder Bevölkerung. Nicht nur die berühmten Burgunderreben wachsen und gedeihen hier, sondern auch Merlot, Chardonnay, Pinot Noir, Aligoté, Colombard und viele andere Sorten entwickeln sich hier prächtig. Die Trauben, aus denen die für die Region typischen Weiss- und Rotweine hergestellt werden, entstammen oft ziemlich kleinen Parzellen. In Burgund ist es üblich, dass Weinbauern ihre Winzerei nur in einem relativ geringen Umfang betreiben. Es existieren sehr zahlreiche, weit verstreute, kleinere Winzereibetriebe. Bereits aus dem Jahre 312 n. Chr. stammen erste Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass bereits damals in Burgund Wein angebaut worden ist. Knapp 200 Jahre später widmeten sich die Mönche dem Rebstockanbau. Während des 14. und 15. Jahrhunderts waren die Traubensäfte in fürstlichen Kreisen besonders begehrt. Einen neuen Aufschwung nahmen die Weine aus Burgund dann im 18. Jahrhundert, zu Napoleons Zeiten. Russland und Amerika waren jetzt dankbare und finanzstarke Abnehmer. Zwischen den Jahren 1870 und 1880 nahm die Erfolgsgeschichte der Burgunderweine ein jähes Ende. Die Reblaus, die in fast ganz Europa die Rebstockbestände zerstört hatte, verschonte auch Frankreich nicht. Es sollte lange Jahre dauern, bis sich die Weinkultur wieder erholen konnte. Im Jahre 1920 begann Eugéne Chevalier Weingeschichte zu schreiben. In diesem Jahr gründete er in Charney, in der Nähe von Macon gelegen, einen Winzereibetrieb. Die Lage hatte er sich lange ausgesucht und mit Bedacht gewählt. Mitten im Herzen von Burgund, in einer der besten Weingegenden, war es ihm gelungen, einen Weinberg zu erwerben. Angebaut wurden zunächst Chardonnay, Colombard und Ugni Blanc. Die heute selbstverständliche Flaschengärung war damals in Burgund noch fast unbekannt. Eugéne Chevalier führte diese Flaschengärung als erster Winzer in der Umgebung ein. Burgund konnte nun mit anderen Regionen, in denen diese Methode schon länger üblich war, Schritt halten. Der erste Sekt, der nach dieser sogenannten "traditionellen Methode" entstand, wurde auf den Namen Crémant de Bourgogne getauft. Die Burgunder Winzer brauchten nun keinen Vergleich mit den Produkten aus der übermächtigen Champagne mehr scheuen. Chevalier Burgund war zu einem echten Markenzeichen geworden. Heute werden auf den teils ton, kalk- oder mergelhaltigen Böden vorzugsweise Ugni Blanc-, Colombart-, Jacquére- und Chardonnay-Reben angebaut. Kreationen wie Chevalier Blanc de Blancs Brut oder Chevalier Monopole Blanc de Blancs begeistern Sektliebhaber aus allen Landen. Der golden schimmernde Chevalier Brut besticht mit einem Aroma von Zitrusfrüchten und Mango. Chardonnayreben werden für den Chevalier Monopole verarbeitet. Sekte, welche die Bezeichnung Brut tragen, sind immer trocken. Die Arbeit des Kellermeisters ist interessant und wichtig! Auf dem Gut Chevalier in Burgund wirbelt dieser Kellermeister mit einem Propeller die Weine durch. Diese Arbeit muss er an 4 bis 5 Tagen in der Woche verrichten. Dadurch wird der Bodensatz aufgewirbelt und kann sich nicht festsetzen. Das Aroma der späteren Rebensäfte wird auf diese Art verstärkt; auch am Gaumen wird der Geniesser ein samtiges und nachhaltiges Gefühl verspüren. Der kennzeichnende, ausdrucksstarke Geschmack wird durch die Arbeit eines erfahrenen Kellermeisters gewährleistet.
Die feinen Schaumweine von der Loire haben sich zu wahren Publikumslieblingen entwickelt.
Das Hause Chevalier ist ein Pionier der Méthode Traditionelle im Burgund.