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Die Aktien der Pharmafirma Santhera haben am Montag mit einem Kurssprung darauf reagiert, dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden soll. Die Titel schossen nach Wiederaufnahme des Handels im Anschluss an die Generalversammlung bei hohen Umsätzen um 42 Prozent auf 2,22 Franken hoch. Vor der Aktionärsversammlung, auf der dann eine klare Mehrheit für die Fortführung des Geschäfts stimmte, hatte die Börse den Handel mit den Santhera-Aktien suspendiert. An der Generalversammlung waren knapp 36 Prozent der Aktienstimmen vertreten.
Die in Liestal bei Basel ansässige Firma war im Februar mit ihrem letzten Hoffnungsträger gescheitert: Das Medikament Catena war in Kanada, dem einzigen Land in dem das Mittel eine provisorische Zulassung zur Behandlung der seltenen neuromuskulären Erbkrankheit Friedreich-Ataxie hatte, vom Markt genommen worden. Der endgültige Wirkungsnachweis konnte nicht erbracht werden.
Börsenwert nur noch acht Millionen Franken
Ende März verfügte Santhera noch über zehn Millionen Franken liquide Mittel, die nach den Worten von Firmenchef Thomas Meier bis November reichen. Management und Verwaltungsrat wollen den Verkauf von Wirkstoffen und die Fusion mit einem anderen Unternehmen prüfen.
An der Börse ist die Firma, deren Aktien 2006 zu 90 Franken ausgegeben wurden, noch gut acht Millionen Franken wert. Einer der Hauptaktionäre von Santhera ist mit rund 15 Prozent die Familie des früheren Serono-Hauptaktionärs Ernesto Bertarelli, die Ende 2008 mit 16 Millionen Franken eingestiegen war.
(Reuters)