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DESDE QUE EL MUNDO ES MUNDO
Regie: Günter Schwaiger
Gonzalo lebt in einem kleinen Dorf in Nordkastilien. Ein einfacher Mann von geerdeter Weisheit, der um die Vorläufigkeit menschlichen Tuns weiss. Mit seiner Frau Rosa und drei Söhnen bewirtschaftet er einen Bauernhof, dessen Ertrag trotz Selbstversorgung zum Leben kaum reicht. Ursache dafür ist die in Spanien allgegenwärtige Wirtschaftskrise – auch zwei der Söhne sind arbeitslos. Gonzalo meint dazu lakonisch: «Hier ist es uns nie gut gegangen. Jetzt, da es allen schlecht geht, geht es allen gleich.» Er meint das nicht zynisch.
Es ist ein Leben zwischen den Zeiten. Gonzalo und seine Familie behalten vom Alten, was ihnen nützlich ist, und nehmen vom Neuen was sie vorwärts bringt. Um über die Runden zu kommen, sind sie auf das Einkommen von Rosa angewiesen, die als Krankenschwester in einem Spital arbeitet. Punky, der älteste Sohn, der vielleicht mal den Hof übernehmen wird, bewirtschaftet den Rebberg. Sein Wein ist so gut, dass er sogar ausgezeichnet wird. Doch Geld ist damit nicht zu verdienen.
Gonzalo ist kein Mann der grossen Worte, was er sagt, äussert er mit Bedacht. Auch der Filmtitel bezieht sich auf eine Aussage des Philosophen von der Scholle: «Das Leben ist das Leben, seit die Welt Welt ist.» Zum Leben gehört auch der Tod. Dieser ereilte Gonzalos Onkel, einen sozialistischen Gewerkschafter, als er während des Spanischen Bürgerkriegs von Faschisten erschossen und in einem Massengrab verscharrt wurde. Bei der Exhumierung dieses Grabes lernten Günter Schwaiger und Gonzalo einander kennen.
Günter Schwaiger ist anwesend