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US-Amerikaner sind bekannt für ihre spektakulären Festtagsdekorationen. Dass die auch viel Strom verbrauchen, ist ebenfalls bekannt. Offenbar verbrauchen sie für ihre Festtagsbeleuchtung aber mehr Kilowattstunden als manches Entwicklungsland in einem ganzen Jahr.
In die Beleuchtung von Bäumen und Häusern fliessen in den USA jährlich etwa 6,6 Milliarden Kilowattstunden Strom, wie die Umweltorganisation GDV (Center For Global Development) mitteilt. Dabei geht es nicht nur um Weihnachtsdekoration, sondern auch um Festtagsbeleuchtung insgesamt. Für die Untersuchung zogen die Naturschützer Daten der US-Regierung aus dem Jahr 2008 sowie Zahlen der Weltbank heran. Der weihnachtliche US-Stromverbrauch entspricht demnach 0,2 Prozent des gesamten Jahresverbrauchs im Land und würde für den Betrieb von 14 Millionen Kühlschränken ausreichen.
Dazu errechnete die Organisation den Stromverbrauch von Privathaushalten in armen Ländern. In El Salvador sind es demnach 5,4 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, in Äthiopien 5,3 und in Kambodscha sogar nur 3,1 Milliarden - deutlich weniger also als die 6,6 Milliarden Kilowattstunden, die die Amerikaner allein für Rentiere auf den Dächern und andere Dekoration verbrauchen.
Allerdings könnte sich der US-Wert in der Zwischenzeit verringert haben. 2007 hatten energiesparende LEDs bei der Festtagsbeleuchtung laut US-Behörden einen Anteil von 5,2 Prozent. Inzwischen dürfte der aber grösser sein.