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Asphalt-
Kopierverfahren,
ein für graphische Zwecke sehr wertvolles Verfahren, begründet auf die Thatsache, daß echt syr. Asphalt, in Benzol oder Chloroform gelöst und in dünner Lage auf eine Metallplatte oder Stein ausgebreitet, die Eigenschaft besitzt, nach längerer Einwirkung von Tages- oder elektrischem Licht [* 2] in Terpentinöl unlöslich zu werden, oder nur teilweise, je nach dem Grade der Lichteinwirkung, löslich zu bleiben.
Wird eine Zinkplatte mit
Asphaltlösung überzogen und hierauf unter einem photogr. Strichnegativ dem Lichte ausgesetzt (kopiert),
so kann man durch nachheriges Behandeln mit
Terpentinöl ein
Bild auf der Platte erzeugen, das säurewiderstandsfähig
und so zum Zwecke der Hochätzung verwendbar ist. (s.
Photozinkographie und
Zinkographie.) In neuerer Zeit sind auch
Asphalt-
Kopierverfahren angewendet,
um Farbendruckplatten nach Halbton-Negativen, mit Zuhilfenahme eines Chromolithographen, auf
Stein zu erzeugen und davon zu
drucken.
Ein lithographischer
Stein wird mit dünner
Asphaltschicht überzogen und unter einem, von einer farbigen
Vorlage entnommenen Halbton-Negativ belichtet,
nach der Belichtung mit Terpentingeist entwickelt, welches allen nicht vom
Licht veränderten
Asphalt wegnimmt und die verschiedenen Tonabstufungen in sehr feiner
Körnung auf dem
Stein stehen läßt.
Eine solche
Asphaltkopie läßt sich dann weiter wie eine feine lithographische Kreidezeichnung behandeln und
drucken. Für vielfarbige Drucke werden mehrere
Negative vom Original hergestellt, welche entsprechend retouchiert werden
und so geeignet sind, durch
Kopieren auf mit
Asphaltlösung überzogenen
Steinen die rote, blaue, graue u. s. w. Druckplatte
zu erzeugen.