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ZUR GESCHICHTE
Im 19. Jahrhundert suchte der in der USA lebende Mediziner Dr. A. T. Still (1828 – 1917) nach einer ganzheitlichen Behandlung seiner Patienten und begründete die Lehre der Osteopathie (Knochenheilkunde).
Als er einst mit Kopfschmerzen spazieren ging, liess er seinen Kopf auf einem umgestürzten Baumstamm ruhen. Die Kopfschmerzen legten sich innerhalb von Minuten. Still war fasziniert und schrieb seine Heilung einer Entspannung der Halswirbelsäule zu. Von diesem Erlebnis geprägt entwickelte er Kunst und Wissenschaft der Osteopathie. Er baute auf einem Grundstock von bewährten Einrenktechniken auf und erweiterte ihn um rythmische Behandlung, Manipulation der Wirbelsäule mittels langen Hebeln und aufmerksamen Lauschens auf die Stimme der Gewebe.
Der in der USA lebende Osteopath Dr. W. G. Sutherland (1873 – 1954) vertiefte die Erkenntnisse und beobachtete, dass die einzelnen Schädelknochen sich innerhalb ihrer Struktur bewegen und nicht wie bisher angenommen verknöchert sind.
Im Rahmen von Selbstversuchen entwickelte er ein Gerät, mit dem er Druck auf bestimmte Schädelpartien ausüben konnte. Einmal, als er mit Hilfe eines enganliegenden Lederhelms jegliche Bewegung am Schädel stoppen wollte, stellte er erstaunt fest, dass sich sein Kreuzbein (Sacrum) in einem rhythmischen Muster zu bewegen begann und wärmer wurde. Sutherland entdeckte eine Wechselwirkung zwischen Kopf und Becken, als auch zwischen den einzelnen Schädelknochen: ein Rhythmus, der weder dem Herz noch dem Atemrhythmus entspricht. Er fand heraus, dass er Funktionsstörungen lindern konnte, indem er äusseren Druck in Uebereinstimmung mit diesem natürlichen Rhythmus anwandte.
Nach jahrelangen Studien formulierte er die Grundthesen der Cranialen Osteopathie.
Die heutige Popularität der Craniosacral Therapie, wird dem amerikanischen Osteopathen John Upleger verdankt.
1970 assistierte Upleger bei einem operativen Eingriff an der Halswirbelsäule. Seine Aufgabe bestand darin die Häute des Rückenmarks mittels Pinzeten ruhig zu halten, eine Aufgabe, die er ausserordentlich schwierig fand, da die Membran des anästhesierten Patienten zu seiner Sorge und Ueberaschung in ihrer Bewegung fortfuhr. Seine Aufmerksamkeit war gefesselt und nach Jahren des Lernens und Forschens begann er seine eigene Form von Craniosacral Arbeit ausserhalb der traditionellen Schulen zu lehren.
Der in der USA lebende schottische Osteopath Hugh Milne, Gründer der Visionären Craniosacral Arbeit, hat sehr feinfühlig die Craniale Osteopathie mit dem visionären, intuitiven Gesichtspunkt der Diagnose und Heilung vereint. Die innere Stille und Erdung des Behandlers, als auch die Verfeinerung der Herzensqualität in der Entwicklung mitfühlender Praxis sind ebenso wichtig für die Heilung, wie anatomische Techniken. Die Visionäre Craniosacral Arbeit entstammt hauptsächlich aus den Traditionen der Osteopathie, der Energiearbeit, dem Schamanismus und dem Taoismus.
Hugh Milne ist als Lehrer in Europa, Japan und den USA tätig. (www.milneinstitute.com)
Bis heute wird diese Behandlungsmethode weiterentwickelt und über die ursächlichen Zusammenhänge der cranialen Welle geforscht.
BUCHEMPFEHLUNGEN:
Als informative Lektüre:
John Upledger
Auf den inneren Arzt hören
ISBN- 10 : 3-548-74246-7
Zur Vertiefung:
Hugh Milne
Aus der Mitte des Herzens Lauschen Bd 1 & 2
Eine visionäre Annäherung an die Craniosacralarbeit
ISBN - 10: 3-928632-54-X
ISBN - 10: 3-928632-62-0