Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/1101

Soziale Dimensionen in Projekten zur Ressourceneffizienz und erneuerbaren Energien in Entwicklungs- und Transitionsländern
Welchen Beitrag kann die Soziale Arbeit leisten?
Diese quantitativ-qualitativ-empirische Analyse zielt in darauf ab, das Interesse von Sozialarbeiter*innen an neuen Forschungsbereichen zu wecken. Diese Forschung entstand aus der Sorge um die Folgen des Klimawandels und die globalen Bemühungen, seine Auswirkungen zu mildern und die Lebensqualität in Entwicklungs- und Transitionsländern zu verbessern. Bis 2030 könnten etwa 700 Millionen Menschen betroffen sein (Vereinte Nationen, 2022, S. 55), was einen ständigen Wandel in der sozialen Struktur und die Anpassung an neue Realitäten erfordert. Diese Situation betont die Bedeutung der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Gesellschaften in diesen Resilienzprozessen. Daher konzentriert sich die Studie darauf, wie Sozialarbeiter*innen in Projekten zur erneuerbaren Energie und Ressourceneffizienz mitwirken, Machbarkeitsstudien durchführen und zum Erfolg dieser Projekte beitragen können. Diese Studie baut eine Brücke zwischen Theorie und Praxis, wobei als theoretische Grundlage die Capability Approach Theorie von Amartya Sen und Martha Nussbaum und die unternehmerische Rolle des Staates von Marianna Mazzucato herangezogen wird. Für die praktische Studie wurde die interdisziplinäre Plattform REPIC als Beispiel genommen und zur Validierung dieser Ergebnisse wurden 4 Interviews mit Expert*innen durchgeführt. Für diese Analyse wurde ein Mixed-Methods-Ansatz angewandt, der es ermöglichte, quantitative Daten aus der Praxis zu extrahieren, indem 20 REPIC-Projekte untersucht wurden. Diese erhaltenen Daten wurden anschliessend mit den qualitativen Daten einer Validierung unterzogen und verglichen, um die Forschungsfragen zu beantworten. Die Ergebnisse der Untersuchung waren überraschend, denn sie zeigen nicht nur, wie wichtig es ist, die sozialen Dimensionen in diesen Projekten zu berücksichtigen, sondern auch, wo und wie Sozialarbeiter*innen in diesem Bereich effektiv mitwirken können, und zwar bei der Bewertung, Durchführung und Kontrolle dieser Projekte. Dies sind Aspekte, bei denen es noch viel zu erforschen gibt und wo es an der Beteiligung von geschultem Personal im sozialen Bereich und vor allem von Sozialarbeiter*innen mangelt. Es ist klar, dass Sozialarbeiter*innen den Klimawandel nicht verhindern können, aber sie können den Gemeinschaften helfen, sich an diese Veränderungen anzupassen und zusammen mit Plattformen, wie REPIC, wirksame Lösungen für die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Umwelt zu finden.