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Die schweren Überflutungen in Pakistan und Indien haben bereits rund 500 Menschen das Leben gekostet. In Pakistan bedrohen die Wassermassen mehr als 100 Dörfer. In Indien suchen Hunderte Menschen in Lagern Zuflucht und medizinische Hilfe.
In Zentralpakistan würden Tausende aus den überfluteten Dörfern in Sicherheit gebracht und mit Hilfsgütern versorgt, sagte der Zivilverwalter Zahid Saleem. Laut Pakistan Television sind Tausende Polizisten, Soldaten und andere Helfer im Einsatz.
Dämme gesprengt
Rund um die historische Millionenstadt Multan, die «Stadt der Heiligen» mit ihren Moscheen und Basaren, wurden an mehreren Stellen die Uferdämme des Flusses Chenab gesprengt, um das Wasser abzuleiten.
Mehr als zwei Millionen Menschen im Punjab und Sindh sind geflohen, wie die Katastrophenschutzbehörde bekannt gab. Die Fluten würden frühestens in einer Woche zurückgehen.
Seuchengefahr in Indien
In Pakistans Nachbarland Indien drängten sich Hunderte Menschen in Krankenlagern. Viele von ihnen litten an Durchfall, Infektionen oder Ausschlägen, berichtete die Zeitung «Hindustan Times». Jetzt, da das Wasser allmählich zurückgehe, befürchten die Ärzte einen Ausbruch von Seuchen. Sauberes Trinkwasser sei knapp.
In einem Spital in Srinagar starben laut der Agentur IANS 14 Kinder, als das Wasser die Stromversorgung lahmlegte und medizinische Geräte ausfielen.