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Traditionelle Chinesische Medizin
Traditioneller chinesischer Medizin (kurz auch "TCM" genannt) begegnet man heute immer mehr, sei es im Fitnesscenter bei Entspannungsübungen, bei Freunden, die von ihrer letzten Akupunktur schwärmen, beim Physiotherapeuten, der jetzt plötzlich Schröpfgläser im Regal stehen hat oder in der Apotheke, welche neu Arzneimittel anbieten, die im Sinne der traditionellen chinesischer Medizin hergestellt wurden. Doch was hat es eigentlich an sich mit dieser TCM?
Ursprung der TCM
Die TCM wird nur in westlichen Kulturen als solche bezeichnet. In Japan, Korea. Taiwan und Vietnam wird sie bevorzugt als ostasiatische Medizin betitelt. Dies hat ihren guten Grund, denn die TCM stammt nicht ausschliesslich aus China, sondern hat in den verschiedensten ostasiatischen Kulturen ihren Ursprung. Das erkennt man heute noch daran, dass die TCM immer noch kein einheitliches Wissensgut ist. Es gibt grosse Unterschiede in den Behandlungsmethoden und Rezepturen zwischen den einzelnen Traditionen und Ländern.
Die ältesten Befunde zu medizinischen Unternehmungen in Ostasien kann man auf 1300 Jahre v.Chr. zurückführen. Fünfhundert Jahre später wurden die ersten Massagen, Behandlungen mit Nadeln (Akupunktur) und Wärmebehandlungen durchgeführt. Auf das Jahr 300 v.Chr. datiert man schliesslich die ersten Hinweise auf die TCM, wie wir heute kennen mit dem Werk: Huangdi Neijing. Das Zusammenfügen der verschiedensten Methoden und Rezepturen von damals mit dem theoretischen Heilsystem des «Qi» und den fünf Wandlungsphasen (mehr dazu später) dauerte aber noch 1500 Jahre.
Die ältesten Befunde zu medizinischen Unternehmungen in Ostasien kann man auf 1300 Jahre v.Chr. zurückführen. Fünfhundert Jahre später wurden die ersten Massagen, Behandlungen mit Nadeln (Akupunktur) und Wärmebehandlungen durchgeführt. Auf das Jahr 300 v.Chr. datiert man schliesslich die ersten Hinweise auf die TCM, wie wir heute kennen mit dem Werk: Huangdi Neijing. Das Zusammenfügen der verschiedensten Methoden und Rezepturen von damals mit dem theoretischen Heilsystem des «Qi» und den fünf Wandlungsphasen (mehr dazu später) dauerte aber noch 1500 Jahre.
Krankheitsverständnis der TCM
Die TCM geht von dem so genannten «Qi» aus, welches ein Gleichgewicht zwischen Gegensätzen bilden sollte. Yin und Yang sind dafür ein Bild. Das eine soll das andere nicht dominieren, sondern die Gegensätze sollen sich ergänzen und in der Spannung soll ein Gleichgewicht, das «Qi», entstehen, welches die Lebensenergie ist. Der Mensch ist ein grosses Ganzes und vereint verschiedenste Gegensätze. Es kann daher sein, dass diese ausser Gleichgewicht geraten, wird der Lebensfluss gestört und in der Folge wird man krank. Die Krankheit wird dementsprechend nicht alleine dem Körper zugeschrieben, sondern ist eher als Teil einer Lebenssituation zu verstehen und kann nur durch persönliche Behandlung analysiert und geheilt werden. Die fünf Wandlungsphasen sind eine erweiterte Theorie des «Qi», welche Jahreszeiten, deren Elemente und Körperorgane in einen Zyklus einordnen. Nahrungsmittel kann man ebenfalls in diesem Zyklus bestimmen und dadurch eine persönliche gesundheitsfördernde Ernährung erstellen.
Noch wenig bekannt: Vitalpilze
Sie sind in den westlichen Ländern noch nicht sehr bekannt, die Vitalpilze gelten jedoch interessante Behandlungsmethode der Alternativmedizin. Die Anwendung von Vitalpilzen ist seit vielen Jahrhunderten aus der TCM überliefert. Vitalpilze geraten immer mehr in den Fokus von Forschern in der westlichen Welt. Sie enthalten spezielle bioaktive Stoffe, welche sich positiv auf unseren Körper auswirken und in dieser Art in der Natur einzigartig sind. Bei den Vitalpilzen steht demnach nicht der Geschmack des Pilzes im Vordergrund sondern die sog. "sekundären Inhaltsstoffe", welche für unseren Körper sehr wertvoll sind. So enthalten sie beispielsweise verschiedene Spurenelemente, Mineralien, Vitamine wie aber auch Enzyme und Aminosäuren. Sie sind also wahre Allrounder. Sie helfen unserem Körper insbesondere zur Selbsthilfe und können das Immunsystem positiv unterstützen.
Die beliebtesten Vitalpilze
Weitere Behandlungsmethoden der TCM
Taping
Wärmetherapie
Bei der Wärmetherapie werden Körperteile gezielt erwärmt. Dies wird traditionell oft mit der Akupunktur kombiniert.
Schröpfen
Das Schröpfen beinhaltet das Aufsetzen von Schröpfgläsern auf ausgewählte Hautstellen. Durch Wärme oder eine spezielle Absaugvorrichtung wird ein Unterdruck in den Gläsern erzeugt. Die Haut wird dadurch leicht von Glas angesaugt und muskuläre Verspannungen sollen damit gelöst werden.
Massage
Es gibt ausserdem eine grosse Vielfalt an Massagentraditionen, welche ebenso zur TCM gehören.
Debatte um die Wirksamkeit
Bewegungsübungen, Meditationen und auch ausgewählte Übungen von Kampfkünsten können zudem auch als Methode angewendet werden. Arzneimittel haben in der TCM ein grosses Anwendungsspektrum. Die Rezepturen variieren von Tradition zu Tradition sehr stark. Neben hauptsächlich pflanzlichen Zubereitungen, kommen zum Teil mineralische oder auch tierische Zutaten hinzu.
Das Anwendungsspektrum ist gross. Da die TCM eine ganz eigene Heilkunde ist, hat sie auf fast alles eine eigene Antwort. Medizinische Fachpersonen verwenden die Ressourcen und das Wissen der TCM ergänzend zur Schulmedizin. Als einzelne Therapie wird die TCM hierzulande selten angewendet, da die wissenschaftliche Datengrundlage noch nicht ausreichend ist.
Die wohl grösste Kritik ist, dass die TCM nicht von einer anatomischen Auffassung Krankheiten zu heilen versucht. Befürworter der TCM sehen das jedoch nicht als Schwachpunkt in ihrer Gesundheitsvorstellung, sondern verstehen ihre Ansicht viel mehr als alternative Perspektive, welche nicht die Krankheit in den Mittelpunkt stellt, sondern den Menschen und seine Gesundheit. So geht es nicht darum eine Krankheit zu diagnostizieren und zu heilen, sondern darum, den Dialog mit der Person zu suchen, um herauszufinden was ihr fehlt und wie man ihre Gesundheit, beziehungsweise ihr «Qi», wiederherstellen kann.
Das gilt es zu beachten
Da für TCM-Arzneimittel häufig neben pflanzlichen auch mineralische und tierische Zutaten benutzt werden, muss man beim Kaufen von diesem Mitteln besonders aufpassen. Alles was in der Apotheke verkauft wird ist gut geprüft und sicher. Produkte, welche ausserhalb der Apotheke gehandelt werden, können möglicherweise Verunreinigungen und giftige Stoffe wie zum Beispiel Schwermetalle oder Pestizide enthalten.
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Quellen
- www.nccih.nih.gov/health/whatiscam/chinesemed.htm
- www.en.wikipedia.org/wiki/Traditional_Chinese_medicine
- www.nzz.ch/grosse_ketten_und_einzelkaempfer_im_tcm-geschaeft-1.675754
- http://www.srf.ch/sendungen/puls/gesundheitswesen/traditionelle-chinesische-medizin-heute-nicht-mehr-wegzudenken
- E. Ernst: Acupuncture: what does the most reliable evidence tell us? (Abrufbar via: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18789644?dopt=Abstract
- J. Reston: Now about my operation in Peking. In: New York Times. 1, 1971, S. 6