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Knurrig beschreibt ihn vielleicht ganz gut. Nicht unfreundlich, aber knurrig. Jack Klugman war einer der auffälligsten Fernsehstars mit einer unvergesslichen Stimme.
Ob als Oscar Madison in «Männerwirtschaft» oder Gerichtsmediziner Quincy – Klugman spielte immer Rollen, die höchstens noch Walter Matthau hätte spielen können.
Als Oscar war er der schlampige, faule Sportreporter der am liebsten zu Hause rumgammelt. Fünf Jahre lang fetzte sich Klugman in den siebziger Jahren mit seinem Kollegen Tony Randall, der den pingeligen Felix in der beliebten Komödie um eine skurrile Männerfreundschaft mimte.
Lehrgeld bei Leichenbeschauern
1976 folgte die Hit-Serie «Quincy», die sich immerhin acht Jahre auf dem Bildschirm hielt. Um seine Rolle als Dr. Quincy gut zu machen, schaute Klugman den richtigen Leichenbeschauern bei der Arbeit zu.
Aufgrund von Kehlkopfkrebs verlor Klugman in den 1980er Jahren vorübergehend seine Stimme. Nach seiner Rehabilitation kehrte Klugman auf die Theaterbühne zurück. Von Ruhestand wollte Klugman lange nichts hören. Selbst mit 80 hatte er noch einen vollen Terminkalender. Am heiligen Abend ist der Charakterdarsteller nun mit 90 Jahren gestorben.