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Levicar sagte, dass ein einziger Kernreaktor nicht ausreiche, um den steigenden Energiebedarf Kroatiens und Sloweniens zu decken, da die gesamte südosteuropäische Region derzeit mit einem Energiemangel konfrontiert sei. Er fügte hinzu, dass der zweite Block in Krško die Strompreise erheblich senken würde.
Erste Schritte in Richtung zweite Einheit
Im Juli 2021 hatte das slowenische Ministerium für Infrastruktur eine sogenannte Energiegenehmigung für den Bau eines zweiten Blocks in Krško erteilt. Der slowenische Infrastrukturminister Jernej Vrtovec erklärte, die Energiegenehmigung sei der Startschuss für eine möglichst breite öffentliche Debatte, nicht nur auf Expertenebene, sondern auch in der Bevölkerung. Er ergänzte, dies sei kein endgültiger Investitionsentscheid, sondern lediglich ein erster Schritt. Erst wenn ein breiter gesellschaftlicher Konsens erreicht sei, werden Verfahren wie die Standortwahl, die Einholung einer Baugenehmigung, die Auswahl des Auftragnehmers und der Bau selbst beginnen. Projektdetails wie der geschätzte Preis, der Zeitrahmen oder die Auswahl der Technologie stünden noch nicht fest, ebenso wenig wie der genaue Standort. Geplant ist der Bau einer 1100-MW-Anlage mit einer geschätzten jährlichen Stromproduktion von 9 Mio. MWh und einer Lebensdauer von 60 Jahren. Das Projekt wird die Gen Energija leiten.
Mitte Juli 2021 hatte die Nationalversammlung die Resolution zur langfristigen Klimastrategie Sloweniens 2050 verabschiedet, mit der sich Slowenien verpflichtet, in den kommenden 30 Jahren klimaneutral zu werden. Die Resolution enthält einen Artikel, der besagt, dass Slowenien die Kernenergie langfristig nutzen wird, um die Treibhausgasemissionen bis Mitte des 21. Jahrhunderts um 80–90% im Vergleich zu 2005 zu senken.
Quelle
A.D. nach SEE Energie News, Medienmitteilung, 22. Dezember 2021