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a&k Studienreise
Inhalt
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Die Exkursion findet statt
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Eine schier unglaubliche Reise: »Fernand Pouillon, architecte, urbaniste, écrivain«. Oft hab ich Freunden von ihm erzählt: … vom Wiederaufbau des Vieux-Ports, seiner Wette in Aix, dem Skandal um die Wohnungen bei Paris, seine Verhaftung darauf und der Ausbruch aus der Haft zunächst nach Fiesole, dann Alger. 1963 kehrte er zurück, stellte sich dem Gericht, wird wegen seiner Flucht bestraft, verfasst in Gefängnis »Les pierres sauvages« über den Bau der Abbaye du Thoronet. 1966 bis 1972 im Exil in Alger, wo er am Aufbau der, post-kolonialen Gesellschaft teilnimmt. Das zu bereisen, in solcher Dichte einem Architekten wie Pouillon auf den Fersen zu sein ist eine grossartige Erfahrung, ein unglaubliches Drehbuch.
Das Ruhrgebiet mit seinen 53 Städten war die erste europäische Kulturhauptstadt, die keine Stadt, sondern eine Region ist. Städte wie Essen, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum und Bottrop machen aus dem „Ruhrpott“ eine dezentrale Agglomeration mit mehr als fünf Millionen Einwohnern ohne erkennbare Grenzen zwischen den einzelnen Städten und zwischen Stadt und Land. „In dieser Verlagerung von Stadt zu Region ist das Ruhrgebiet Modell für eine Entwicklung, die sich in ganz Europa abzeichnet. Ebenso modellhaft steht die Ruhrregion für den Wandel von der Industrie- zur so genannten Kreativ- und Freizeitgesellschaft. Die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park, 1989 bis 1999, setzte hier Maßstäbe in der Transformation ehemaliger Industriegebiete, schrieb die Architekturforscherin Maria Welzig. Der IBA folgte nun als neuerliches, grossmassstäbliches Entwicklungsvorhaben die Kulturhauptstadt Ruhr 2010.
Nachdem sich das New Yorker Architekturgeschehen jahrzehntelang fast ausschliesslich in Innenräumen abgespielt hat, herrscht seit einigen Jahren ein regelrechter Bauboom: Foster, SANAA, Piano, de Portzamparc, Adjaye, OMA, Nouvel, Tschumi, van Berkel und Herzog & de Meuron haben sich zu ihren amerikanischen Kollegen SOM, Meier, Diller Scofidio + Renfro, Polshek und Gehry gesellt und neue faszinierende Anlaufpunkte geschaffen. Von kleinen Bars, Restaurants, Galerien und Shops über neue Museen, Wohn- und Geschäftshäuser, Parks und Hotels - in New York beginnt eine neue Ära der Architektur.
Wer kennt dies nicht: Evita Peron und das Musical Don’t Cry for Me Argentina und die Schreckensherrschaft der Militärjunta von 1976-1983, das Schöne und das Hässliche, Buenos Aires mit 13 Mio eine der grössten Metropolen Südamerikas und die endlosen Weiten der Landschaft Patagoniens bis ans Ende der Welt - Gegensätzlichkeiten, die faszinieren.
Die Reise fand bei mildem Herbstwetter statt. Eine kleine Gruppe von 10 Personen bewegte sich von Montpellier westwärts über Sète, Narbonne, Carcassonne – mit einem Abstecher durchs Corbiere gebiet (mit Weindegustation während der dortigen Weinernte) - zur Katharenburg Peyreperthus. Weiter, dem „Canal du Midi“ entlang nach Toulouse, der (dank Airbus) Boomstadt dieses Teils von Frankreich. Weiter über einige englisch/französische „Bastides“ aus den 13/14.Jahrhundert in die Gegend von Bordeaux. Die Letzte Station war Arcachon mit seiner „Ville d’hiver“am Atlantik. Die Eindrücke dieses geschichtsträchtigen Gebietes an den Verkehrswegen zwischen Mittelmeer und Atlantik einerseits und Mitteleuropa und Spanien andererseits waren nachhaltig. Die Dynamik der baulichen Entwicklung , ausgelöst durch die dort tätigen Zukunftsindustrien beeindruckend. Auch die europäische Vernetzung am Beispiel „EADS, Airbus Industries“ mit der notwendigen komplexen Verkehrslogistik ist sehenswert.
Der Schwerpunkt der Exkursion ist durch die Persönlichkeit Joze Plecnik (1872-1957) vorgegeben. Seine architektonische Handschrift prägt auch heute noch das Stadtbild Ljubljanas. Mit Max Fabiani (1864-1962) und Ivan Vurnik (1884-1971) waren zwei weitere herausragende Architekten am glanzvollen Revival der, vom Erdbeben schwer zerstörten Hauptstadt Sloweniens, beteiligt. Die Offenheit gegenüber internationalen Strömungen wurde in den 50er Jahren massgeblich von Edo Ravnikar repräsentiert. Die 80er wurden von den Architekten der A-B- Generation um die Zeitschrift A(rchitekov) B(ilten) versammelt, gekennzeichnet. Wichtige Vertreter dieser Generation sind: Vojteh Ravnikar, Jurij Kobe, Ales Vodopivec, Janez Kozelj, die alle heute an der Architekturschule lehren. In den 90er Jahren tritt mit Erfolg die jüngste Generation auf, die teilweise auch an der Londoner Architectural Association, oder dem Amsterdamer Berlage Institut studierte, deren Vertreter sind unter anderem Sadar und Vuga, Vasa Perovic, Tadej Glazer.
Der westlichste der Magreb-Staaten wurde, in seiner abwechslungsreichen Geschichte, durch viele Einflüsse der ehemaligen Besatzer geprägt und verändert. Die ethnische Toleranz, die es ermöglicht, dass eine bedeutende jüdische Minderheit innerhalb dieses Landes heute immer noch friedlich mit der mohammedanischen Mehrheit zusammen lebt, ist neben dem Verdienst des Königshauses auch ein Produkt dieser vielfältigen Geschichte.
Es ist deshalb nicht überraschend, dass auch Architektur und Städtebau in diesem Land keineswegs homogene Züge aufweisen. Unsere Reise, die sich auf einen Teil des Nordens, des Westens und den westlichen Teil des Südens beschränkte, hat vier sehr unterschiedliche Kategorien von Architektur und Städtebau besucht.
Als Küstenstadt hat Genua die typisch langgezogene Struktur mit starkem Bezug zur Landschaft, auf die Meeresküste und die Höhenzüge im Hinterland. Ausgehend von der schmalen Ebene an der Küste breitet sich die Stadt sukzessive auf die dahinter gelegenen Hänge aus. Den speziellen Charakter des historischen Genuas kennzeichneten die Stadtvillen. Die Gärten der Villen und Paläste, eingebettet in kleinteilige Kulturlandschaften, ergaben das Bild einer Gartenlandschaft, die viele Reisende beschrieben. Im Lauf der vergangenen Jahrhunderte vollzog sich vom Hafen aus die Wandlung zur Industriestadt. Die Verstädterung erreichte schnell die umliegenden Gemeinden entlang der Küste. Genua war 2004 Kulturhauptstadt Europas: Vieles wurde verändert, um ein Stadtbild zu schaffen, das zugleich von historischen wie von zeitgenössischen Strukturen bestimmt wird. Zum Beispiel wurde der alten Hafen zum Kolumbus-Jahr 1992 vom Renzo Piano Building Workshop in ein Freizeit- und Kulturzentrum umgebaut.
Diese Reise führt durch die Region zwischen der Seine Mündung und der Atlantikküste, wo europäische Geschichte geschrieben wurde, seit dem Mittelalter bis in das 20.Jahrhundert. Von besonderem Interesse für Planer und Architekten ist die Stadt Le Havre, nach der Katastrophe vom August 1944 Wiederaufbau einer modernen Stadt, Plan Auguste Perret, Schachbrettgrundriss mit harmonischem Gleichgewicht zwischen bebauten und freien Flächen. Horizontal gegliederte Wohnblöcke I.S.A.I. (Immeubles sans affection individuel). Nur vereinzelt durchbrochen von vertikalen höheren Bauten - europäischer Massstab als Unterschied zu amerikanischen Stadtplanungen.
Die Studienreise des Fachvereines Architektur & Kultur des SIA führte anfangs Dezember 2004 in das westafrikanische Land Mali. Es war eine Entdeckungsreise in eine intakte, lebendige afrikanische Kulturlandschaft und Baukultur, noch weitgehend verschont von globalisierter Einheitskultur. Die Reise führte von Bamako, der Hauptstadt des Landes in östlicher Richtung bis nach Tombouctou entlang dem Niger, der Lebensader von Mali. Der Niger entspringt in Guinea, fliesst von dort in nordöstlicher Richtung, von Tombouctou in südwestlicher Richtung durch das zentrale Becken von Mali und verlässt dieses in Richtung Niger und später Nigeria, wo er ins Meer mündet. Wir reisten mit 4x4 Fahrzeugen mit Fahrern und kompetentem „Local Guide“. Während 3 Tagen fuhren wir auf dem Niger in einer Piroge und übernachteten zweimal am Ufer des Flusses in Zelten, sonst waren es einfache aber gute Hotels der Mittelklasse entsprechend dem jeweiligen Angebot. Es war für die Jahreszeit noch sehr warm, tagsüber 30 – 35°C.
Individuelle Reise nach Venedig
Besichtigungen Chiesa San Marco, Palazzo Ducale
Besuch der Architektur “Biennale”
Abendessen im Restaurant La Taverna (Hotel La Fenice)
Individuelle Rückreise