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Die Sopranistin Olivia Stahn, Jahrgang 1980, erhielt ihre Gesangsausbildung zunächst in ihrer Heimatstadt Lübeck bei Marie-Louise Ages und studierte später bei Julie Kaufmann an der Universität der Künste in Berlin. Wichtige Anregungen erhielt sie in Meisterkursen u. a. von Christoph Prégardien und René Jacobs, praktische Erfahrungen sammelte sie an der Akademie der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Derzeit absolviert sie die Liedklasse von Irwin Gage in Saarbrücken und wird stimmlich von Caren van Oijen betreut. 2005 gab Olivia Stahn ihr Bühnendebut am Konzerthaus Berlin mit der Titelpartie in Karl Amadeus Hartmanns Oper Simplicius Simplicissimus. Daraufhin wurde sie sogleich als Interpretin derselben Rolle an die Staatsoper Hannover eingeladen, der sie seither eng verbunden ist; sie trat aber auch als Zerlina im Don Giovanni an der Hamburger Kulturfabrik «Kampnagel» auf und wirkte bei den Dresdner Musikfestspielen 2006 in einer szenischen Deutung von Franz Seydelmanns Oratorium Der Tod Abels mit. Mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin produzierte sie eine Oper von de Falla für den Rundfunk. Ausserdem war Olivia Stahn am Staatstheater Stuttgart mit Schönbergs Pierrot lunaire und dem Stuttgarter Kammerorchester zu erleben; mit der Regisseurin Karoline Gruber erarbeitete sie 2009 eine Neuinszenierung von Rossinis Il barbiere di Siviglia beim Opernfestival von St. Moritz. In der vergangenen Spielzeit gastierte sie mit der Produktion Via Intolleranza II von Christoph Schlingensief nach Luigi Nono u. a. beim «kunstenfestivaldesarts» in Brüssel, bei den Wiener Festwochen und den Münchner Opernfestspielen. Als Konzertsängerin war Olivia Stahn im Berliner Dom, in der Dresdner Frauenkirche und bei den Magdeburger Telemann-Festtagen zu hören.
Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL: am 10. September 2009 als Stimmsolistin in Luciano Berios Sinfonia mit dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra unter Leitung von Pierre Boulez.
18. Juni 2010