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Das Wichtigste in Kürze
- Bahia Bakari überlebte als einzige den Flugzeugabsturz auf den Komoren im Jahr 2009.
- Nun sagt sie in Paris im Prozess gegen die Fluggesellschaft Yemenia aus.
- Bei einem Schuldspruch droht der Airline eine Geldstrafe von bis zu 225'000 Euro.
Im Jahr 2009 stürzte auf den Komoren ein Flugzeug ab, 152 Menschen starben und nur eine einzige Passagierin überlebte. Nun muss sich die Gesellschaft Yemenia seit Montag vor einem Gericht in Paris verantworten.
Der Airline wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. In dem Fall gibt es 560 Nebenkläger, wie das Gericht mitteilte.
65 der Opfer waren Franzosen, die zumeist von den Komoren stammten. Sie waren von Paris und Marseille aus in die jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen. Dort stiegen sie in die Unglücksmaschine zu dem ostafrikanischen Inselstaat Komoren um.
Kurz vor der Landung auf dem Flughafen der Hauptstadt Moroni stürzte der Airbus bei schlechtem Wetter in den Indischen Ozean. Nur eine Zwölfjährige überlebte den Absturz zehn Stunden lang leicht verletzt im Wasser. Sie trug eine Rettungsweste und sich klammerte sich an ein Wrackstück. Die heute 25-Jährige wird in dem Prozess aussagen.
Möglicher Fehler der Piloten
Die französische Zivilluftfahrtbehörde BEA sah später Hinweise auf Fehler der Piloten als Ursache. Eine Frage ist auch, ob die Ausbildung ausreichend war und ob Defekte an der Landebahnbeleuchtung eine Rolle spielten. Wenn der Airline Versäumnisse nachgewiesen werden, droht ihr nach Gerichtsangaben eine Strafe von bis zu 225'000 Euro.