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Geschichte der SVP Nidwalden
Am 28. August 1999 wurde die SVP Nidwalden unter der Leitung von Gründungspräsidentin Michèle Blöchliger-Meyer aus Hergiswil gegründet und während 6 Jahren geleitet. Gründungsgötti war Nationalrat Peter Föhn aus dem Kanton Schwyz. Nach und nach begann der Aufbau der einzelnen Ortsparteien. Die erste wurde am 31. März 2000 in Beckenried gegründet, die Letzte am 3. März 2006 in Wolfenschiessen.
An den ersten Landratswahlen im Jahr 2002 gewann die SVP Nidwalden auf Anhieb 7 Sitze und erzielte mit 11,7 % Wähleranteil ein hervorragendes Ergebnis. Ueli Amstad übernahm von da an das Amt des Fraktionschefs. Ab diesem Zeitpunkt arbeiteten SVP-Vertreter in diversen vorbereitenden Kommissionen mit und versuchten stets, die bürgerliche Politik der SVP im Landrat einzubringen - meist gegen alle anderen Parteien.
An der Generalversammlung vom 30. Juni 2005 wurde Peter R. Wyss aus Stansstad als Nachfolger von Michèle Blöchliger-Meyer zum neuen Präsident der SVP Nidwalden gewählt.
Im gleichen Jahr kam die erste Initiative der SVP Nidwalden zustande. Leider wurde „Von 7 auf 5 Regierungsräte“ vom Volk deutlich abgelehnt. Als bitterer Beigeschmack bleibt das Verbreiten von Unwahrheiten im Wahlkampf. Das Thema bleibt jedoch durch die SVP Nidwalden besetzt.
Eine besondere Ehre und Herausforderung war die gesamtschweizerische Delegiertenversammlung vom 03./04. Februar 2006 in Stans, welche die SVP Nidwalden organisieren durfte. Rund 500 Delegierte und Gäste aus der ganzen Schweiz tagten in der Tennishalle Rex.
An den Landratswahlen im Jahr 2006 konnte die SVP ihre Vertretung im Nidwaldner Parlament ausbauen und eroberte mit einem Wähleranteil von 19,7 % total 10 Sitze. Mit dem Übertritt des parteilosen Klaus Odermatt von Dallenwil in die SVP im Frühling 2008, wuchs die Fraktion auf 11 Mitglieder an.
Ein weiterer Höhepunkt in der noch kurzen Vereinsgeschichte der SVP Nidwalden war am 14. April 2008 die Wahl von Landrat Ueli Amstad aus Stans in den Regierungsrat. Mit einem klaren Vorsprung setzte er sich (im Majorz) gegen den Kandidaten der CVP durch und schaffte als erster Vertreter der SVP den Sprung in die Nidwaldner Exekutive!
Erwähnenswert ist auch die Petition der SVP Nidwalden vom Frühling 2008. Unter dem Motto „Ja zu den Pilatus Flugzeugwerken – Nein zur Verschärfung des Güterkontrollgesetzes“ sammelte die SVP Nidwalden innerhalb eines halben Jahres rund 10‘000 Unterschriften von besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Diese wurden anschliessend an das Volkswirtschaftsdepartement von Bundesrätin Doris Leuthard in Bern übergeben. Ein klares Zeichen, dass sich die SVP Nidwalden für einen starken Wirtschafts- und Arbeitsstandort Nidwalden einsetzt und den Worten auch Taten folgen lässt.
Am 10-Jahre-Jubiläum der SVP Nidwalden vom 28. August 2009, an dem unter zahlreichen Ehrengästen auch Bundesrat Ueli Maurer und Parteipräsident Nationalrat Toni Brunner anwesend waren, wurde das jüngste Kind der SVP Familie geboren - die Junge SVP Nidwalden. Remo Bachmann aus Hergiswil wurde an der Gründungsversammlung zum ersten Präsidenten gewählt. Höhepunkt der Feier war ein von Peter Keller und Peter R. Wyss moderierter Sketch (mit vielen Prominenten) am Stammtisch des Restaurant „Härdplättli“.
Ein weiterer Meilenstein war die Wahl von Res Schmid am 24. Juni 2009 zum Landratspräsidenten. Als „höchster Nidwaldner“ führt er jetzt ein Jahr das Nidwaldner Parlament im Landrat. Auch auf kommunaler Ebene engagieren sich zahlreiche SVP-Vertreter in Gemeinde-, Schul- und Kirchenräten.
Nachdem die SVP Nidwalden im Kanton einige wichtige Eidg. Vorlagen – gegen alle anderen – gewinnen konnte (z.B. Personenfreizügigkeit, Minarett-Initiative, MWSt-Erhöhung, BVG-Umwandlungssatz, etc,), zog man guten Mutes und motiviert in den von der Wahlkommission hervorragend geplanten Wahlkampf für die Gesamterneuerungswahlen 2010. Alle Mobilisierungsaktivitäten wurden von den Ortsparten und vielen Wahlhelferinnen und –helfern mustergültig und mit viel Herzblut umgesetzt.
Das Resultat am 7. März 2010 überraschte sogar Daueroptimisten: Res Schmid, Emmetten, wurde – neben dem bestätigten Ueli Amstad, Stans – als 2. SVP-Regierungsrat im 1. Wahlgang gewählt. Die Landratsfraktion legte um 8 (!) Sitze auf nun 19 Sitze zu und stellt im Kanton somit die grösste Fraktion. Die SVP Nidwalden stellt mit Remo Bachmann, Hergiswil, 22 Jahre, den jüngsten Landrat aller Zeiten. Eine grosse Ehre für den Präsidenten der Jungen SVP in Nidwalden. Parteipräsident Toni Brunner liess es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Generalsekretär persönlich nach Nidwalden zu reisen, um allen Beteiligten zu gratulieren. Die Wahlfeiern in Emmetten und Stans bleiben unvergessen.
Im Herbst 2010 wurde an der erweiterten Kantonalvorstandssitzung beschlossen eine Wahlkommission für die Nationalrats- und Ständeratswahlen 2011 zu bestellen und es wurde zusätzlich beschlossen bei einer allfälligen Vakanz mit geeigneten Kandidaten oder Kandidatinnen anzutreten.
Am 22. Juni 2011 übergab der überaus erfolgreiche und aktive Kantonalpräsident Peter R. Wyss nach 6 Jahren Präsidentschaft sein Amt in die Hände von Keller Christoph, welcher schon vorher Vizepräsident und Kantonalvorstandsmitglied war.
Der Sommer und Herbst 2011 waren ganz im Zeichen der Nationalen Wahlen. Die SVP Nidwalden schaffte es mit einem beherzten, fairen und sichtbaren Wahlkampf mit Ihrem Nationalratskandidaten Keller Peter aus Hergiswil den einzigen Nationalratssitz von Nidwalden zu erobern. Der 23. Oktober 2011 wird ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der SVP Nidwalden bleiben.
Am 27. Juni 2012 wurde unser Regierungsrat Ueli Amstad als bisheriger Landesstatthalter zum Landammann (Regierungsratspräsident) gewählt. Er wird damit als erster Vertreter der SVP Nidwalden Landammann des Standes Nidwalden.
Weil das Bundesgericht im Nachgang zu den Wahlen 2010 das bisherige, bewährte Wahlverfahren für die Landratswahlen im Kanton Nidwalden als nicht genug gerecht zurückgewiesen hat, musste ein neues Wahlverfahren gefunden werden. Dank der SVP Nidwalden kam es zu einer Abstimmung. Das Stimmvolk konnte über das Majorzwahlverfahren der JCVP, über die „Nidwaldner Lösung“ der SVP Nidwalden und über das Wahlverfahren „Pukelsheim“ gemäss Vorschlag des Regierungsrates und des Landrates befinden. Das Wahlverfahren gemäss „Pukelsheim“ obsiegte doch recht deutlich.
Am 23. März 2014 fanden nun die Gesamterneuerungswahlen im Majorzverfahren für den Regierungsrat und für den Landrat im neuen Verfahren gemäss “Pukelsheim” statt:
Unsere beiden bisherigen Regierungsräte Ueli Amstad und Res Schmid wurden mit den zwei besten Resultaten wiedergewählt. Unser dritter Kandidat Martin Zimmermann hat mit seinem pointierten Wahlkampf erfolgreich zur Mobilisierung für die Landratswahlen beigetragen. Die SVP Nidwalden konnte den Wähleranteil um 2,5% auf neu 29,15% steigern und wurde damit 15 Jahre nach ihrer Gründung neu die wählerstärkste Partei im Kanton Nidwalden. Wegen des neuen Wahlverfahrens gemäss „Pukelsheim“ kam es trotz unseren deutlichen Zugewinnen zu einem Verlust von 2 Sitzen auf neu 17 Sitze im Landrat. Ausserdem führte das neue Verfahren zu bedauerlichen Abwahlen von Bisherigen quer durch alle Parteien. Die neue Sitzverteilung à la „Pukelsheim“ lautet: SVP 17 Sitze / CVP 17 Sitze / FDP 15 Sitze / Grüne 8 Sitze / SP 3 Sitze
An der ersten Landratssitzung vom 25. Juni 2014 wurde unser Landrat Walter Odermatt als Landratspräsident und unser Regierungsrat Res Schmid als Landammann gewählt. Damit ist der Stand Nidwalden für das erste Jahr der neuen Legislatur „komplett“ in SVP-Hand. Sicherlich ein weiterer prägnanter Meilenstein in der Geschichte der SVP Nidwalden.
Die Nationalen Wahlen am Sonntag den 18. Oktober 2015 waren mit 29,4 % für die SVP Schweiz die erfolgreichsten nationalen Wahlen, welche je eine Partei seit der Einführung der Proporzwahlen erzielt hat. Im Kanton Nidwalden haben wir bei der Wiederwahl des Nationalrates der SVP Nidwalden Peter Keller, welcher über die Parteigrenzen hinaus im Kanton Nidwalden verwurzelt und akzeptiert ist, ein Resultat von 82,8% erreicht. Das müssen unsere Nachfolger in der SVP Nidwalden oder unsere Mit-SVPler in anderen Kantonen erst noch toppen…
Wegen der Wahl des Regierungsrates Hans Wicki von der FDP Nidwalden in den Ständerat wurde eine Regierungsratsersatzwahl für den 28. Februar 2016 anberaumt. Ein spannender Wahlkampf zwischen vier Kandidaten brachte erwartungsgemäss keinen Sieger im ersten Wahlgang hervor. Die SVP Nidwalden – mit ihrem Kandidaten, Landrat Walter Odermatt – erreichte mit 5‘394 Stimmen den respektablen 2 Platz. Walter Odermatt bestritt einen aufwendigen und engagierten Wahlkampf quer durch Nidwalden, welcher zu diesem guten Resultat führte. Nach intensiven Diskussionen haben sowohl die Kantonalpartei als auch der Kandidat Landrat Walter Odermatt gemeinsam entschieden, auf eine Teilnahme am 2. Wahlgang vom 10. April 2016 zu verzichten. Auch die FDP und die Grünen verzichteten auf einen zweiten Wahlgang. Der vakante Sitz der FDP Nidwalden im Regierungsrat fällt somit an Josef Niederberger von der CVP Nidwalden.