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L’ombra sul passato, „Schatten auf die Vergangenheit“, heisst die Skulptur des Tessiner Künstlers Flavio Paolucci am Rigiplatz neben der sogenannten Katastrophenbucht.
Zwei lang gestreckte, an ihrer Grundfläche zusammen treffende, stumpfe Kegel, der eine schwarz, der andere weiss, evozieren zunächst die Form einer Säule. Die Säule steht aber nicht, sie liegt in einem Bett von Gras, umgeben von Bäumen und Sträuchern. Ist sie ein Relikt aus den Trümmern der Vorstadtkatastrophe von 1887?
Die Skulptur bezieht sich auf die Vergangenheit und die Gegenwart. Der Schriftzug L’ombra sul passato im dunklen Teil der Platte nimmt die Erinnerung an das traurige Ereignis auf. Die strenge, liegende Form verweist auf die Präsenz des historischen Ereignisses - zurück bleibt die umgestürzte Säule.
Das Schwarz-Weiss der Plastik verweist darüber hinaus auf die Dualität von Werden und Vergehen. Ihre Form lässt zudem an die eines Zeigers denken - wie eine Kompassnadel weist sie die Richtung - Ost und West. Die Sonne geht jeden Tag im Osten auf, bringt Licht, und versinkt abends im Westen, auf jeden Tag folgt die Nacht - so als wollte Paolucci sagen: Das Leben geht weiter.
Paolucci ist Teil des Künstlerquartetts, das sich bei der Ausgestaltung des Rigiplatzes von dessen Geschichte inspirieren liess.
Skulptur, Rigiplatz, Eigentümerin Stadt Zug
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