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Ein Rätsel in der Klimaforschung scheint endlich gelüftet. Wie das Handelsblatt berichtet scheinen Forscher der Universität Boulder die Frage gelöst zu haben weshalb die Erderwärmung sich seit dem Jahr 2000 nicht weiter fortgesetzt hat sondern auf dem Niveau der neunziger Jahre verharrte, obwohl die Konzentration der Treibhausgase weiter zugenommen hat. Die Lösung liegt gemäss den Forschern beim Wasserdampf, welcher im letzten Jahrzehnt um 10% abgenommen hat.
Wasserdampf ist ein noch stärkeres Treibhausgas als CO2 und trägt ungefähr einen Drittel zur Erderwärmung bei; mehr als jedes andere Treibhausgas. Da der Wasserdampfgehalt in der Stratosphäre (Höhe der Ozonschicht) abgenommen hat, fiel der Temperaturanstieg niedriger aus, als aufgrund der Zunahme der Emissionen anderer Treibhausgase zu erwarten gewesen wäre. Die Abnahme des Wasserdampfes in der Stratosphäre in den letzten Jahren hat also den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur gebremst.
Zwischen 1980 und 2000 hingegen hat der Wasserdampfgehalt zugenommen, was den Treibhauseffekt um etwa einen Drittel verstärkt habe. Noch unklar ist warum der Wasserdampfgehalt seit 2000 abgenommen hat. Die Forscher vermuten, dass dies mit verlagerten Kälte- und Wärmezentren in den tropischen Ozeanen, der grössten Wasserdampfquelle, zusammenhängt.