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«Das Bundesgericht erhebt die alternierende Obhut zur Regel»
Besprechung der Urteile des Bundesgerichts 5A_367/2020 vom 19. Oktober 2020 und 5A_629/2019 vom 13. November 2020
DOI:https://doi.org/10.21257/sg.183
Abstract
Mit Urteilen von 19. Oktober und 13. November 2020 verdeutlicht das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zu strittigen Betreuungsfragen: Es nimmt die alternierende Obhut zum Ausgangspunkt der Entscheidfindung. Zudem priorisiert es gleiche Betreuungsanteile gegenüber ungleichen. Die alleinige Obhut ist anzuordnen, wenn im Einzelfall konkrete Gründe gegen hälftige Betreuungsanteile sprechen. Abweichungen von dieser Rechtsprechung können gegen das Willkürverbot verstossen. Das Bundesgericht gibt der alternierenden Obhut damit tendenziell den Vorzug in Betreuungsfragen. Der Beitrag analysiert die Bedeutung der Urteile für die Praxis und klärt offene Fragen zur «alternierenden Obhut als Regelfall» sowie zum Willen des Gesetzgebers.
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Dans ses arrêts du 19 octobre et du 13 novembre 2020, le Tribunal fédéral a précisé sa jurisprudence antérieure en matière de prise en charge de l’enfant. Il considère désormais la garde alternée comme étant le principe et privilégie une participation égale de chacun des parents dans la prise en charge de l’enfant. La garde exclusive doit être ordonnée que si, dans un cas individuel, des raisons concrètes s'opposent à cette répartition égale. Les décisions qui s’écartent de cette jurisprudence sont ainsi susceptibles de constituer une violation de l'interdiction de l'arbitraire. L'article analyse l’implication de ces arrêts pour la pratique et clarifie les questions ouvertes concernant la « garde alternée comme règle » ainsi que celles portant sur la volonté du législateur.
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