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Zuvor war der Sozialdemokrat Stadtberner Fürsorge- und Gesundheitsdirektor gewesen. 1989 war er in die Stadtregierung eingetreten.
Die Berner Stadtregierung gab den Tod Baumgartners am Donnerstag bekannt und sprach in der Mitteilung von einem “engagierten und kantigen Stadtvater, der sachlich, pragmatisch und differenziert politisierte”. Baumgartner habe seine Stadt nachhaltig geprägt und mitgestaltet.
In die Amtszeit Baumgartners fiel etwa die sogenannte Berner Regierungskrise von 2003. Gemeint ist die zwischenzeitliche Entmachtung des 2006 verstorbenen FDP-Gemeinderats Kurt Wasserfallen durch die Regierungskollegen. Die Krise konnte dann durch eine Direktionsrochade beigelegt werden.
In der Erinnerung der Stadtberner bleibt auch die sogenannte Mietzinsaffäre: Baumgartner focht 2001 eine Zinserhöhung für die städtische Wohnung an, in der er lebte. Dies obwohl er Vizepräsident jenes Fonds war, der die Einführung kostendeckender Mieten in städtischen Liegenschaften beschlossen hatte.
Als Baumgartner Anfang 1993 zum Berner Stadtpräsidenten gewählt wurden, kippten die Machtverhältnisse: Bern war bis zu diesem Zeitpunkt bürgerlich dominiert. Seither hat in Stadtregierung und -parlament eine Rot-Grün-Mitte-Allianz eine Mehrheit.
(SDA)