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Den Schnittlauch bezieht die Coop aus Marokko und Israel, und als es letztes Jahr einmal Lieferschwierigkeiten gab, da telefonierte man gar nach Kalifornien. Dass man dabei nicht ans Seeland dachte, das machte einen Börsenveteranen an der Hauptversammlung sauer. Der Schnittlauch aus der Schweiz sei zu gelb und verkaufe sich nicht, habe man ihm erklärt.
Der Unterschied zwischen dem Schweizer und dem ausländischen Schnittlauch ist der, dass man im Ausland Schädlingsbekämpfungsmittel benutzen darf, das in der Schweiz verboten ist.
Und was der Kunde nicht will, das verkauft sich nicht, und das sei schliesslich auch nicht im Interesse der Produzenten, sagte Walter Dettwiler, der sich als Abteilungsleiter «Früchte und Gemüse» in die Höhle des Löwen gewagt hatte.
Dettwiler unterstrich die Bedeutung des Gemüses. Dieses mache 10 Prozent des Coop-Umsatzes aus und sei ein idealer «Frequenzbringer», das heisst, es bringt die Leute täglich in den Laden. Die Aktionen ihrerseits machen 25 bis 30 Prozent des Umsatzes aus.
Das Produkt sei heute marginal; entscheidend für Coop sei die Dienstleistung von Produzent und Händler. Darunter falle «convenience». Die Leute wollen heute schon im Laden verpackten Mischsalat, wenn möglich mit der Sauce und der Plastikgabel dabei. Unter Dienstleistung fällt auch, dass Coop am Abend um 18.30 Uhr bestellt und das Gemüse am nächsten Tag um 6.30 Uhr im Laden ist.