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Im Herbst 2020 wurde erstmals eine Fortpflanzung von Wölfen und damit die Bildung eines Rudels im Kanton Glarus nachgewiesen. Das Rudel hat einen Aktionsradius vom Kerenzerberg über Mullern und Ennenda bis nach Engi. In den nächsten Wochen dürften sich die meisten Jungtiere auf die Suche nach einem neuen Lebensraum machen. Diese Abwanderung ist für Jungwölfe gefährlich, müssen sie doch unter Umständen die Reviere anderer rivalisierender Rudel durchqueren und selbstständig Nahrung suchen. Zudem werden sie oftmals Opfer der Zivilisation, wie die Berichte von überfahrenen Wölfen aus Graubünden zeigen.
Mit der Abwanderung der Jungtiere sind vermehrt Wolfsbeobachtungen im ganzen Kanton zu erwarten. Dazu gehören nebst Sichtbeobachtungen oder Spuren im Schnee auch gerissene Wildtiere im Talboden und in Siedlungsnähe.
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