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Informationen zu COVID-19
Informationen der SOG
Richtlinien für die Akkreditierung von Webinaren durch die SOG
Seit dem 29. Oktober 2020, können nationale Webinare über die SOG Webseite eingereicht und akkreditiert werden. Internationale Webinare werden seit März 2020 akzeptiert und erhalten die gleiche Menge an CME-Punkten, sofern eine nationale (durch das Land, in dem die Veranstaltung stattfindet) oder internationale Akkreditierung (EACCME, AMA-CME, kanadische RCPSC-CME) vorliegt.
Die Richtlinien gelten vorerst bis April 2021, anschliessend werden sie wieder neu evaluiert.
Antragsverfahren:
- Der Antrag auf CME-Akkreditierung von Webinaren muss gemäss den gleichen Kriterien erfolgen wie bei der Akkreditierung für physische Fortbildungsveranstaltungen.
- Der Antrag muss mindestens 4 Wochen vor der Veranstaltung über die SOG Webseite gestellt werden.
- Das Programm muss in der finalen Version, mit Angabe zu allen Referenten, dem Titel und der Dauer der Präsentationen sowie der für die Diskussion und Q/As vorgesehenen Zeit, gemeinsam mit dem Antrag über die Webseite eingereicht werden.
- Die Struktur des Webinars umfasst ein Live-Streaming mit der Möglichkeit der direkten Interaktion mit den Teilnehmenden in Form von schriftlichen oder mündlichen Fragen/Kommentaren.
- Im Falle von Sponsoring durch die Industrie sind mindestens zwei unabhängige Sponsoren erforderlich. Monogesponserte Veranstaltungen werden nicht anerkannt. Als Monosponsoring gilt auch das Sponsoring durch 2 Firmen mit dem gleichen Mutterhaus bzw. das Sponsoring durch 2 an sich unabhängige Firmen, welche jedoch über ein bestimmtes Produkt klar miteinander in Beziehung stehen.
- Alle Präsentationen der Referenten sollten mit einem "Conflict of Interest-Slide" beginnen.
- Reine Marketing-Präsentationen sind nicht gestattet.
- Referenten, dürfen nicht von Firmen (z.B. Pharma) direkt angestellt sein, es sei denn, es handelt sich um einen rein wissenschaftlichen Vortrag ohne jeglichen Bezug zu den Produkten der Firmen.
- Die Länge des wissenschaftlichen Programms sollte 4 Stunden pro halben Tag nicht überschreiten.
- Es besteht die Möglichkeit, sich für eine Reihe von Webinaren zum gleichen oder ähnlichen Thema mit einer genehmigten Anzahl von CME-Punkten zu bewerben
- Um die Anwesenheit der Teilnehmer zu bewerten, werden vom Organisator und/oder Redner 4 Multiple Choice Fragen pro Vortrag vorbereitet, die am Ende des Treffens per E-Mail an den Organisator gesendet werden müssen.
- Ein Evaluationsbogen wird nach dem Treffen an alle registrierten Teilnehmer versandt.
- Nur diejenigen Teilnehmer, die den Evaluationsbogen ausgefüllt retournieren, erhalten die Teilnahmebestätigung und CME-Punkte
- Für das Anschauen von Aufzeichnungen der Webinare können keine CME-Credits vergeben werden.
- Internationale Webinare erhalten die gleiche Anzahl an CME-Credits wie im ausrichtenden Land.
Akkreditierungsverfahren durch die SOG/CME-Kommission:
- Die Fortbildungskommission wird die Akkreditierung innerhalb von 10 Tagen ab dem Tag des Eingangs des Antrags vornehmen.
- 1h = 1 CME
- Es werden keine halben CME-Punkte vergeben
- Die Fortbildungskommission erhält die Evaluationsbögen vom Organisator nach der Veranstaltung, sobald sie gesammelt und analysiert wurden.
Die FMH hat ein Schutzkonzept zum Betrieb von Arztpraxen herausgegeben, welches wir als Fachgesellschaft unterstützen. Zusätzlich haben wir für Sie relevante fachbezogene Informationen zusammengefasst. Wir möchten jedoch betonen, dass Sie die Situation stets selbst einschätzen und allfällige zusätzliche Massnahmen, die situativ notwendig erscheinen, treffen sollten.
- Weniger Konsultationen einplanen, um Patientenansammlungen zu vermeiden
- Telefonische Kontaktaufnahme vor Konsultation: Frage nach Fieber, Grippe-Symptomen, Durchfall, Verlust des Geruchsinns. Falls vorheriges Fragen nicht möglich, gleich bei der Ankunft der Patientin / des Patienten kurze Anamnese durchführen. Bei geringstem Verdacht, den Termin um drei Wochen verschieben. Bei dringendem Verdacht auf COVID-19 direkt zur Testung senden
- Informationsblatt mit Erklärung der COVID-19-Symptome an der Eingangstüre anbringen
- Patientinnen und Patienten informieren, dass sich allfällige Begleiterinnen oder Begleiter nicht in der Praxis aufhalten können
- Plexiglasschutz für Personal am Empfang sowie Abstandsmarkierungen am Boden (2 Meter) anbringen
- Spender für Desinfektionsmittel im Eingangsbereich aufstellen. Jede Patientin und jeder Patient sollte sich die Hände desinfizieren (Plakat mit Instruktionen aufhängen)
- Wartezimmer: keine Zeitschriften oder Spielzeug zur Verfügung stellen. Bestuhlung so organisieren, dass ein Abstand von 2 Metern gewährleistet ist. Möglichst Kinder von Betagten trennen
- Ärztin / Arzt und Praxispersonal waschen oder desinfizieren sich die Hände vor und nach jeder Konsultation
- Im normalen Praxisbetrieb ohne COVID-19-Patientinnen und -Patienten tragen Ärztin und Arzt sowie Praxispersonal mit Patientenkontakt eine Schutzmaske (chirurgische Maske, FFP2-Maske für Ärztin / Arzt optional). Patientin und Patienten können optional eine Maske tragen. Dies ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn eine Perimetrie durchgeführt wird oder wenn es absehbar ist, dass die Konsultation länger andauert
- Air-Puff-Tonometer nur verwenden, wenn die Patientin resp. der Patient und die behandelnde Person eine Maske tragen.
- Tränenflüssigkeit ist ansteckend! - Hände stets gut desinfizieren oder Handschuhe tragen
- Spaltlampe: Plexiglasschutz anbringen und diese nach jeder Patientenkonsultation reinigen
- Reinigung aller Praxisflächen häufiger durchführen, Türen nach Möglichkeit offen stehen lassen. Erkundigen Sie sich beim Lieferanten spezifischer Geräte, wie man diese bestmöglich reinigt, ohne sie zu beschädigen.
- Regelmässig alle Räumlichkeiten durchlüften (viermal täglich ca. 10 Minuten)
- Unnötige Konversationen (bspw. an der Spaltlampe) vermeiden
- Desinfektionsmittel und Plexiglaswand am Empfang
- Keine oder maximal eine Begleitperson pro Patientin oder Patient
- Plexiglasfolie an der Spaltlampe und falls möglich an anderen Geräten, wie z.B. Autorefraktometer
- Maskenpflicht für alle Patientinnen, Patienten, Ärzte und Angestellten. Die chirurgischen Hygienemasken genügen. Die chirurgischen Masken bieten bei grösseren Partikeln einen gleich guten Schutz wie FFP2-Masken, Letztere schützen jedoch etwas besser bei Aerosolen, die bei Augenuntersuchungen jedoch praktisch nicht entstehen. Nicht erlaubt sind Masken mit Ventil. Die Maske muss immer getragen werden, ein Beschlagen von Okularen und Lupen kann verhindert werden, indem der Übergang von der Maske zur Haut mit Papierpflaster abgeklebt wird. Stoffmasken sind qualitativ schlechter bis nicht geprüft und sollten von Ärzten, Ärztinnen und Angestellten daher auf keinen Fall getragen werden.
- Handdesinfektion nach jeder Patientenberührung.
- Flächendesinfektion nach jeder Patientenuntersuchung.
Besondere Massnahmen:
Patientinnen und Patienten in Quarantäne (oder sogar Isolation) mit akuten Symptomen: Versuchen, am Telefon herauszufinden, wie dringend eine Konsultation erfolgen sollte. Die Patientin resp. der Patient kann bei Vorderabschittsproblemen eventuell mit ihrem/seinem Smartphone ein Bild aufnehmen und dieses zur Verfügung stellen. Falls eine Konsultation aber dringend ist und in der Praxis erfolgen muss:
- Die Patientin oder den Patienten möglichst so einladen, dass sie oder er keinen Kontakt mit anderen Patientinnen und Patienten hat (direkt ins Untersuchungszimmer)
- Die Augenärztin oder der Augenarzt trägt einen Überschurz, Handschuhe, Schutzbrille. Falls vorhanden, sollte statt einer chirurgischen Maske eine FFP2-Maske getragen werden.
- Air-Puff Tonometrie evtl. vermeiden (laut neueren Studien setzt die Air-Puff-Tonometrie sehr wenige Aerosole frei)
- Möglichst effizient und gezielt untersuchen.
- Nach der Untersuchung gut lüften und Flächen gründlich desinfizieren.
Liebe Mitglieder
Nachdem der Bundesrat gestern die ausserordentliche Lage erklärt und die Massnahmen verschärft hat, senden wir Ihnen hier eine aktualisierte Version des gestrigen Updates zu COVID-19.
Wir müssen als Augenärztinnen und Augenärzte die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten – insbesondere der älteren und kranken, die zur Risikogruppe gehören – gewährleisten aber auch den Schutz unseres Personals und von uns selber sicherstellen. Wir müssen unbedingt vermeiden, dass wir zu einer Verbreitung von COVID-19 beitragen.
Seit heute gilt in der ganzen Schweiz: «Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler und Kliniken, Arztpraxen und Zahnarztpraxen müssen auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten.» (COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats, Art. 10a, Absatz 2)
Auch eine vorübergehende Schliessung der Praxis kann erwogen werden – im Tessin ist dies an unterschiedlichen Orten bereits erfolgt.
Weitere Informationen und Empfehlungen des Präsidiums der SOG:
• Für die tägliche Arbeit von Ophthalmologinnen und Ophthalmologen gewähren die chirurgischen Masken genügend Schutz. Sie benötigen also keine FFP2-Masken. Das BAG hat Empfehlungen zur Anwendung der Schutzmasken publiziert.
• Vermeiden Sie unbedingt, dass Kinder und gefährdete Personen sich gleichzeitig im Wartezimmer aufhalten.
• Organisieren Sie Termine so, dass es kaum zu Wartezeiten kommt (zum Beispiel eine Konsultation alle 30 Minuten).
Nur wenn wir verantwortungsbewusst handeln, können wir zur Reduktion der Infektionen beitragen. Ich appelliere an Ihr Gewissen als Ärztinnen und Ärzte sowie an die soziale Verantwortung, die wir als Gesundheitsfachleute haben.
Freundliche Grüsse und bleiben Sie gesund!
Das Präsidium der SOG
Weitere fachspezifische Informationen
Tipps für den Personalschutz
Allgemeine Informationen
Links zu Treuhand Büros welche die Kurzarbeit und weitere wirtschaftliche Optionen sehr klar und im Detail erklären:
- https://www.obt.ch/de/corona/
- https://www.bdo.ch/de-ch/publikationen/fachartikel/nl/coronavirus-und-seine-wirtschaftlichen-folgen
SECO:
- Ausweitung und Vereinfachung Kurzarbeit
- Coronavirus: Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen
- Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige
Arbeit.Suisse - Kurzarbeitsentschädigung:
MEDISUISSE - Abklärungen der Kurzarbeit für Selbstständige Medizinalpersonen:
FMH - Kurzarbeit und weitere Informationen: