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Die Mittel für die Unterstützung der Forschung stammen im wesentlichen vom Bundesamt für Veterinärwesen und von der Interpharma.
Ab 1995 hat sich die Stiftung im Sinne eines Schwerpunktprogramms zum Ziel gesetzt, vor allem Projekte zum Ersatz, zur Verminderung und zur methodischen Verbesserung von Tierversuchen auf folgenden Gebieten zu unterstützen:
Der Stiftungsrat trat im 11. Geschäftsjahr dreimal, zu je einer halbtägigen Sitzung im Mai, Juni und Dezember, zusammen. Dabei wurden neben den statutarischen Geschäften zum Jahresabschluss 1996 folgende Sachgeschäfte behandelt.
An 11 laufende Projekte wurden die Forschungsbeiträge für das Jahr 1997 zugesichert. Dazu wurden insgesamt 9 neue Projekte genehmigt. Weitere 13 Gesuche wurden abgelehnt. Der Stiftungsrat nahm im übrigen von der Schlussevaluation des Expertenausschusses betreffend 8 Projekte Kenntnis, die in den Vorjahren abgeschlossen worden waren. Ein Schwerpunkt bildete die Vorbereitung und Durchführung der Pressekonferenz vom 27. August 1997 aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Stiftung. An diesem Anlass wurde einer interessierten Öffentlichkeit ein Videofilm zum Thema "monoklonale Antikörperherstellung ohne Tierversuche" vorgeführt, der von der Stiftung im Anschluss an ein erfolgreiches Projekt zu diesem Thema in Auftrag gegeben worden war. Ferner wurde an einem Podiumsgespräch die Notwendigkeit weitergehender Anstrengungen der Stiftung zur Förderung der Forschung nach Alternativmethoden zu Tierversuchen beleuchtet. Im übrigen gab der Stiftungsrat eine Informationsbroschüre zum Thema Tierversuche in Auftrag.
Der Expertenausschuss hat sich im Verlaufe des Jahres, unterstützt durch den wissenschaftlichen Mitarbeiter, an vier Sitzungen vor allem mit folgenden Geschäften befasst: Der Prüfung von neuen Beitragsgesuchen, der Nachevaluation abgeschlossener Projekte, der Vorbereitung der Pressekonferenz und der fachlichen Begleitung der Videoprodukton zum Thema "monoklonale Antikörperherstellung ohne Tierversuche".
In diesem Jahr wurde 1 Projekt (49/96) abgeschlossen. Zusammen mit den bereits in den Vorjahren abgeschlossenen Projekten (1-5/87, 6-15/88, 16/89, 17-20/90, 21-24/91, 25-42/92) sind damit 43 von 64 Projekten abgeschlossen.
|Nr.||Datum||Thema|
|1||Juni 1994||Die Stiftung stellt sich vor|
|2||September 1994||In vitro Produktion von monoklonalen Antikörpern|
|3||Dezember 1994||Prof. Gerhard Zbinden und 3R in der Toxikologie, Nachruf|
|4||April 1995||Arzneimittelprüfung mit in vitro Methoden; Verwendung menschlicher Leberzellen und Gewebebanken|
|5||August 1995||Menschliche, rekombinante Antikörper|
|6||September 1995||Ausschreibung des aktuellen Schwerpunktprogrammes|
|7||März 1996||Die Bedeutung der 3"R" nach Russel & Burch, 1959|
|8||August 1996||Zellkulturmodell für die Prüfung von Verdauungsvorgängen|
|9||Oktober 1996||Fischzellkulturen in der Oekotoxikologie|
|10||August 1997||10 Jahre Stiftung Forschung 3R|
Auf der Einnahmenseite bildet das finanzielle Engagement von Bund und Interpharma die Grundlage für die Tätigkeit der Stiftung. Für beide ist dabei der Grundsatz wegleitend, dass die Stiftung jährlich von beiden Parteien in gleichem Umfang unterstützt wird. Der Bund stellte der Stiftung Fr. 415 000.- zur Verfügung. Der Beitrag der Interpharma von Fr. 465 000.- setzte sich zusammen aus dem Äquivalent zum Bundesbeitrag (Fr. 415 000.-) und einem Beitrag (Fr. 50 000.-), mit welchem wie bisher der Einsatz der Sektion Tierversuche und Alternativmethoden im Bundesamt für Veterinärwesen als Naturalleistung des Bundes zugunsten der Stiftung honoriert wurde.
Den Gesamteinnahmen von rund Fr. 887 000.- (Bund und Interpharma Fr. 880 000.-, Bankzinsertrag Fr. 7 000.-) steht der Gesamtaufwand von Fr. 1 069 000.- gegenüber. Per Saldo ergibt dies einen Ausgabenüberschuss von rund Fr. 182 000.-. Der Posten nicht verbrauchte Beiträge verminderte sich dadurch von rund Fr. 625 000.- per Ende 1996 auf nun Fr. 443 000.-.
Das Budget 1998 sieht für laufende Projekte rund Fr. 1 000 000.- und für die Unterstützung neuer Projekte Fr. 100 000.- vor.
In den letzten Jahren konnten die zur Verfügung stehenden Mittel jeweils nicht vollständig für die Unterstützung von Forschungsprojekten eingesetzt werden, weil sich mit Verzögerung auswirkt, dass in den Jahren 1993 und 1994 keine neuen Projekte genehmigt wurden. Dies hing damit zusammen, dass mit dem Schwerpunktprogramm für die Projektunterstützung Gebiete ausgewählt wurden, die schwierig zu bearbeiten sind. Inzwischen wurde daher das Spektrum der unterstützungswürdigen Forschung erweitert.
|Erfolgsrechnung 1997||Aufwand||Ertrag|
|Einnahmen|
|Beiträge Bund||415 000.00|
|Beiträge Interpharma||465 000.00|
|Beiträge an Stiftung||880 000.00|
|Kapitalertrag||7 220.05|
|Rückerstattung von Forschungsbeiträgen||111.45|
|Gesamteinnahmen||887 331.50|
Ausgaben
|Forschungsbeiträge u. Unterstützung||846 777.90|
|Aktionen 10 Jahre Stiftung 3R||61 979.95|
|Projektbegleitung u. Information||99 663.20|
|Verwaltungsaufwand||60 287.70|
|Gesamtausgaben||1 068 708.75|
|Ausgabenüberschuss||181 377.25|
|1 068 708.75|
|Bilanz per 31. Dezember 1997||Aktiven||Passiven|
|Aktiven|
|Bankguthaben||500 895.55|
|Verrechnungssteuer||2 527.00|
|AHV/IV/EO-BVG-UVG Saldo||1 100.00|
|Aktive Rechnungsabgrenzung||109.10|
Passiven
|Passive Rechnungsabgrenzung||60 096.25|
|Nicht verbrauchte Beiträge|
|Vortrag 1. 1. 1997||624 912.65|
|Ausgabenüberschuss||181 377.25||443 535.40|
|Stiftungskapital||1 000.00|
|504 631.65||504 631.65|
Eventualverbindlichkeiten
|Genehmigte, noch nicht ausbezahlte Forschungsbeiträge||1 858 911.80|
STIFTUNG FORSCHUNG 3R
Der Präsident: sig. Dr. Hugo Wick
Der Aktuar: sig. E. Diener
Als Kontrollstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz und Erfolgsrechnung) der Stiftung Forschung 3R für das am 31. Dezember 1997 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Für die Jahresrechnung ist der Stiftungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.
Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.
Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung Gesetz, Stiftungsurkunde und Reglement.
Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Bern, 27. April 1998
KPMG Fides Peat
sig. M. Gasser, Dipl. Wirtschaftsprüfer
sig. i.V. U. Waber