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Lehrplan 21
Im Lehrplan 21 werden personale, soziale und methodische Kompetenzen unterschieden. Sie sind auf den schulischen Kontext ausgerichtet. Die einzelnen personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen lassen sich dabei kaum trennscharf voneinander abgrenzen, sondern überschneiden sich. Die Orientierungshilfe stellt einen Fokus pro überfachliche Kompetenz und Zyklus zur Verfügung. Dies mit dem Wissen, dass sich dabei personale, soziale und methodische Kompetenzen bedingen und sich curricular über alle Zyklen hinweg entwickeln.
Anknüpfungspunkte zu den überfachlichen Kompetenzen, jeweils entsprechend dem altersbedingten Entwicklungsstand der Kinder: Nachstehend sind alle überfachlichen Kompetenzen aufgeführt, die mit dem Fokus «Bedeutung von Informationen zu Gesundheit und Nachhaltigkeit kritisch beurteilen» bearbeitet werden. Zudem kann der Fokus auch in allen Fächern und/oder im Rahmen eines Themas bearbeitet werden. Die Beurteilung kann in die kantonalen Kriterien einfliessen. Beispiele dazu sind nachfolgend aufgelistet.
Die Schülerinnen und Schüler...
Methodische Kompetenzen
- können sprachliche Ausdrucksformen erkennen und ihre Bedeutung verstehen.
- können Fachausdrücke und Textsorten aus den verschiedenen Fachbereichen verstehen und anwenden.
- können Informationen aus Beobachtungen und Experimenten, aus dem Internet, aus Büchern und Zeitungen, aus Texten, Tabellen und Statistiken, aus Grafiken und Bildern, aus Befragungen und Interviews suchen, sammeln und zusammenstellen.
- können die gesammelten Informationen strukturieren und zusammenfassen und dabei Wesentliches von Nebensächlichem unterscheiden.
- können Informationen vergleichen und Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken).
- können die Qualität und Bedeutung der gesammelten und strukturierten Informationen abschätzen und beurteilen.
- kennen allgemeine und fachspezifische Lernstrategien und können sie nutzen.
- können die Aufgaben- und Problemstellung sichten und verstehen und fragen bei Bedarf nach.
- können bekannte Muster hinter der Aufgabe/dem Problem erkennen und daraus einen Lösungsweg ableiten.
- können Lern- und Arbeitsprozesse durchführen, dokumentieren und reflektieren.
Personale Kompetenzen
- können eigene Einschätzungen und Beurteilungen mit solchen von aussen vergleichen und Schlüsse ziehen (Selbst- und Fremdeinschätzung).
Soziale Kompetenzen
- können auf Meinungen und Standpunkte anderer achten und im Dialog darauf eingehen.
Fachliche Kompetenzen
- RZG.8.2b: Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung von Kinder- und Menschenrechten für den eigenen Alltag und die Schulgemeinschaft erkennen und einschätzen.
- MA3.C.1: Die Schülerinnen und Schüler können soziale (z.B. Unfallprävention), wirtschaftliche (z.B. Zins, Rabatt, Leasing) und ökologische (z.B. Wasserverbrauch, Entsorgung) Fragestellungen bearbeiten und vergleichen Zahlenangaben absolut und relativ.
- WAH.4.1c: Die Schülerinnen und Schüler erkennen Gesundheit als Ressource und können sowohl Herausforderungen als auch Strategien für deren Erhaltung benennen.
Beispielsthemen
- Diskussion der Nachhaltigkeit von naturwissenschaftlich-technischen Anwendungen: NT.1.3b Die Schülerinnen und Schüler können sich angeleitet über die Nachhaltigkeit von naturwissenschaftlich-technischen Anwendungen informieren sowie Chancen und Risiken diskutieren (z.B. Verbrennungsmotoren, Kernenergie, Herstellung von Düngemittel, Computer).
- Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen: NT.3.3 Die Schülerinnen und Schüler können aufzeigen, welche lokalen und globalen Folgen die Nutzung von Rohstoffen auf die Umwelt hat und Möglichkeiten zum nachhaltigen Umgang mit globalen Ressourcen zusammenstellen und einschätzen. Globale Ressourcen: Wasser, Luft, fossile Brennstoffe, Uran; Endlichkeit der Ressourcen
- Recycling: NT.3.3d Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig in Medien nach Informationen zum Recycling von Stoffen suchen und das eigene Recyclingverhalten reflektieren.
- Nachhaltiger Konsum: WAH.3.2a Die Schülerinnen und Schüler können auf der Grundlage von Informationen (z.B. aktuelle Studien, Fachartikel, Zeitungsberichte) die Wirkung alltäglicher Konsumsituationen auf die Umwelt reflektieren (z.B. Ökobilanz). Einsatz von Ressourcen: Rohstoffe, Energie, Wasser; Entsorgung.
- Was beeinflusst meine Gesundheit?: WAH.4.1a Die Schülerinnen und Schüler können den Zusammenhang unterschiedlicher Einflüsse auf die Gesundheit erklären (z.B. Ernährung, Bewegung, Entspannung, Körperhaltung, Arbeitsbedingungen, Belastungen).
- Gesundheitsförderndes Essen:
- WAH.4.2c Die Schülerinnen und Schüler können Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderndes Essen und Trinken erkennen sowie Anforderungen bei der Umsetzung diskutieren (z.B. täglicher Flüssigkeitsbedarf, Umgang mit zuckerhaltigen Getränken). Mahlzeitengestaltung, Getränkewahl
- WAH.4.3a Die Schülerinnen und Schüler können die Wahl von Nahrung aus gesundheitlicher Perspektive beurteilen und Handlungsalternativen formulieren. Ernährungsempfehlungen: Nahrungsmittelgruppen, Nahrungsbedarf, Nährstoffe, Energiebalance
Mögliche Beiträge zu Beurteilungskriterien (siehe dazu kantonale Vorgaben)
- Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken)
- Informationen suchen, bewerten, aufbereiten, eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, eigene Position hinterfragen
- Schulalltag selbständig bewältigen
Unterrichtsmethoden
Mit der Unterrichtsgestaltung tragen Lehrpersonen bereits relevant zur Förderung des Fokus Bedeutung von Informationen zu Gesundheit und Nachhaltigkeit kritisch beurteilen bei. Dies zeigt sich beispielsweise in der Wahl der Unterrichtsmethoden. Dazu einige Beispiele.
Ideen für den Unterricht
Downloads
Kompetenzorientierte Aufgabensets zu Phänomenen
In Aufgabensets z.B. zu Strom oder Ernährung werden Unterrichtsunterlagen für den integrativen Unterricht mit dem Modul Medien und Informatik, für das Phänomen Orientierung zur Verfügung gestellt.
Themendossier Konsum / Mode
Wir alle konsumieren: ein Buch, eine Zugfahrt nach Paris, ein Sandwich – oder eben Kleider und Schuhe. Die Bekleidungsindustrie ist ressourcenintensiv und Ausdruck globalisierter Wertschöpfung. Mit dem Thema Mode kommt die Welt ins Klassenzimmer und bietet einen lebensnahen Zugang zu verschiedensten Aspekten von Nachhaltigkeit.
feel-ok.ch
feel-ok.ch ist ein internetbasiertes Interventionsprogramm für Jugendliche. Die Plattform richtet sich an Jugendliche, Eltern sowie Lehrpersonen. Fachwissen wird in einer jugendgerechten Sprach gebündelt und gesundheits- und gesellschaftsrelevante Themen werden in Form von herunterladbaren Arbeitsblättern (siehe feel-ok.ch/schulen), Texten, Spielen und Tests kostenlos angeboten.
Die Seite umfasst folgende Themen: Alkohol, Cannabis, Tabak, Ernährung, Freizeit, Gewalt, Essstörungen, Jugendrechte, Medienkompetenz, psychische Störungen, Selbstvertrauen, Sexualität, Sport, Stress, Suizidalität und Vorurteile angeboten.
FREELANCE
Ein Präventionsprogramm für die Sekundarstufe I zu den Themenbereichen Tabak-Alkohol-Cannabis und Digitale Medien (Cybergrooming, Hate Speech, Cybermobbing, Sexting, Online- Glücksspiele, Pornografie, Smartphone):
- Unterrichtmaterial zur Sensibilisierung von Spielsucht (Gamen)
- Unterrichtmaterial zur Sensibilisierung von Problemen in sozialen Netzwerken
Medienkompetenz vs. Medienabhängigkeit
Den Grat zwischen Medienkompetenz und Medienabhängigkeit ist schmal. Unterrichtseinheit online – Faszination, Chance, Risiko.
Themendossier Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik
Ursachen und Folgen des Klimawandels stellen aktuell eine der bedeutendsten, globalen Herausforderungen dar. Die Auseinandersetzung mit Fragen der Klimaveränderungen auf lokaler und globaler Ebene, mit den Folgen für die Lebensweise von Pflanzen, Tieren und Menschen und mit Massnahmen der Anpassung an den Klimawandel und der Minderung des Klimawandels sowie der Entwicklung von Perspektiven für die Zukunft repräsentieren ein zentrales Anliegen auf allen Bildungsstufen.
Geschlechterspezifische Prävention
Anhand des Films «Ich... und die anderen» werden die geschlechterspezifischen Unterschiede sowie damit verbundene Stereotypen bearbeitet. Es steht ein Begleitheft zur Verfügung.
Mystery Virtuelles Wasser am Beispiel usbekischer Baumwolle
Ausgehend von einer Leitfrage und 24 Informationskärtchen lernen Schülerinnen und Schüler die weltweiten Zusammenhänge verstehen, die es gibt zwischen der Produktion von Baumwolle, dem Leben der Fischer am Aralsee, dem Kleiderkonsum bei uns und dem Einsatz von Pestiziden. Ab 5. Schuljahr
Psychische Krankheiten
Modul 6: Vorurteile über psychische Erkrankungen: Über psychische Krankheiten wird nicht häufig gesprochen. Die Unwissenheit kann zu Vorurteilen führen. Um die eigenen Vorurteile zu hinterfragen und mit Fakten zu vergleichen sowie psychische Krankheiten kennenzulernen und den Umgang mit psychisch Kranken zu thematisieren bietet sich dieses Modul an.
Extremismus im Internet
Die Handreichung bietet drei aufeinander aufbauende Lernarrangements à 90 Minuten für den Unterricht ab 8. Klasse. Ziel ist die Förderung von Medienkritikfähigkeit im Hinblick auf extremistische Propaganda im Internet wie etwa «Hate Speech», Verschwörungstheorien, radikale Ideologien oder sogenannte «Fake News». Die Module dienen in erster Linie der Sensibilisierung und Prävention. Um die nötigen Kenntnisse und Kompetenzen zu erlangen, wird mit den Jugendlichen auf drei Ebenen gearbeitet: Awareness (Aufmerksamkeit & Sensibilisierung), Reflection (Wissen & kritische Reflexion) und Empowerment (digitale Zivilcourage).
Projekte
Energie- und Klimaunterricht «Fifty-Fifty»
Unterrichtsangebot von CKW und PUSCH (Praktischer Umweltschutz Schweiz) zu den Themen Energie und Klima. Möglichkeit von ausserschulischem Unterricht in der Stromwelt CKW in Rathausen (Emmen).
Bodytalk
Medien und Materialien zu Healthy Body Image.
The World's Largest Lesson, Unterrichtsideen zu den SDGs
Kostenlose Unterrichtsplanungen für die Auseinandersetzung mit den globalen Zielen. Die 17 globalen Ziele wurden 2015 von den Vereinten Nationen entworfen und sollen schrittweise vor Ort umgesetzt werden. Hilfe zum Vorgehen.
GORILLA Für einen gesunden, nachhaltigen und inspirierenden Schulalltag
Unterrichtsideen zu Umwelt- und Gesundheitsthemen. Die Ideen können nach Fachbereich geordnet werden und sind mit dem Lehrplan 21 verlinkt. Z.B. zu Wo ging’s denn hin über den Sommer? Up-/Recycling oder Konsum.
Mindmatters
- Das Grundlagenmodul «Fit für die Ausbildung» und seine Teilmodule lehnt sich an schulische Konzepte zur Berufsorientierung an und basiert auf dem Konzept der Entwicklungsaufgaben im Übergang. Durch kreative Arbeitsformen (Reisebuch, Steckbriefe, Portfolio) erlernen die Schüler/-innen unterschiedliche Texte zu schreiben, mit unterschiedlichen Medien und - Formaten umzugehen und sie zielgerecht einzusetzen.
- Im Vertiefungsmodul «Mobbing? Nicht an unserer Schule» lernen die Schüler/-innen beim Lesen, Schreiben und Analysieren von Texten (Gedichte, Zeitungsartikel, Geschichten, Theaterstücke) den Gegenstand und die Sprache des Mobbings kennen und betrachten unterschiedliche Formen in der Gesellschaft. Mit Hilfe von Schauspielübungen wird das Einfühlungsvermögen sowie die Kooperation und Kommunikation der Schüler/-innen gefördert. Werte, Einstellungen und Verhaltensmuster zur Prävention und Mobbing werden kritisch betrachtet und diskutiert.
- Das Vertiefungsmodul «Wie geht’s? – psychische Störungen in der Schule verstehen lernen» zielt neben der Wissensvermittlung insbesondere auf die Entwicklung von Handlungsstrategien zum Umgang mit psychischen Störungen auf individueller Ebene sowie auf Ebene der Schulorganisation. Darüber hinaus trägt es zum Abbau von Stigmatisierung und zur Förderung von Hilfe suchendem Verhalten bei. Der Einsatz eignet sich insbesondere in den Unterrichtsfächern Religion, Werte und Normen oder Ethik, Sozialkunde, Biologie, Sport sowie fächerübergreifender Unterricht.
- Im Vertiefungsmodul «Mit Stress umgehen – im Gleichgewicht bleiben» erarbeiten die Schüler/-innen persönliche Bewältigungsstrategien bzw. Coping-Strategien für unterschiedliche Herausforderungen. In diesem Zusammenhang werden auch kulturelle oder geschlechtsbedingte Unterschiede in der Bewertung und Bewältigung von herausfordernden Situationen thematisiert. Unter anderem setzen sich die Schüler/-innen kritische mit persönlichen Einstellungen, Werten und Verhaltensmuster sowie den Erwartungen anderer Menschen auseinander.
Klassenübergreifende Ideen / Ideen für den Lebensraum
MindMatters
Das Vertiefungsmodul «Mit Stress umgehen – im Gleichgewicht bleiben» eignet sie sich zum Einsatz bei Klassenreisen und Projektwochen oder –tagen.
The World’s Largest Lesson – Gelerntes in die Tat umsetzen
Ein Aktionsplan zur Thematisierung und Umsetzung der globalen Ziele vor Ort (Schule, Gemeinde).
GORILLA Für einen gesunden, nachhaltigen und inspirierenden Schulalltag
Materialien z.B. zu Urban Gardening, Ernährungsthemen (Mindful Eating (bewusstes Essen), Brainfood, Zuckern, Energiebilanz, Darm und Hirn, Energiekugel und Pausenkiosk). Best Practice Beispiele, darunter Pausenkiosk, Film Food Save oder Umweltprojektwoche.
Bild und Vorbild heute
Die tägliche Bildflut konfrontiert uns dauernd mit glamouröser Weiblichkeit oder muskulöser Männlichkeit, die unsere Ideale beeinflussen. Fake News, retouchierte Fotos und Videos verzerren unsere Wahrnehmung. Ebenso wichtig wie das Lesen von Texten ist deshalb das «Bildlesen» geworden. Es dient als Schutzfilter, verbessert das persönliche Wohlbefinden und das Zusammenleben. Die verschiedenen thematischen Workshops schärfen unseren Blick auf Gender und kulturelle Stereotype, hinterfragen Werbestrategien und unseren Konsum. Das Ziel ist es, unsere Vielfalt zu wagen und unsere Wahlmöglichkeiten zu erweitern.
Ideen für deine Zukunftsgemeinde
Bericht über ein Schulprojekt, welches verschiedene Möglichkeiten für Zukunftsgemeinden ausarbeitete. Dies kann als Inspiration oder Anhaltspunkt für die eigene Aktion dienen.
Grüne Oasen in der Stadt
Das Dossier soll zur Auseinandersetzung mit Gründen der Urbanisierung und der Bedeutung und Ansprüchen von Grünflächen von Tier und Mensch anregen. Dies dient als Vorbereitung auf eine Schulaktion zu einer grüneren Umgebung.
Suchtprävention Aargau- Upd@te digitale Medien
Verschiedene Module, um up to date in Bezug auf die neuen Medien und den Medienkonsum der Kinder zu sein. Es werden Weiterbildungen für Teams und Eltern angeboten.