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|Abt Heinrich von Klingen (1200-1204)

Abt Heinrich von Klingen
Heinrich von Klingen, 1200-1204. Am 17.1.1200 wurde der bisherige Propst des Klosters, Heinrich von Klingen, zum Abt gewählt, erstmals unter Mitwirkung der Ministerialen und des ganzen Volkes, worin sich der zunehmende Einfluß der Laien auf innerklösterliche Angelegenheiten zeigt. Heinrich war ein ausgezeichneter Ökonom. Während seiner kurzen Regierungszeit gelang es ihm, die von seinem Vorgänger verpfändeten Höfe und veräußerten Klostergüter zurückzukaufen und die Schuld von 70 Pfund einzulösen. Er war ein Anhänger König Philipps von Schwaben, von dem er im Jahre 1200 in Ulm die Bestätigung seiner Wahl erlangte. Er besuchte die Hoftage in Bamberg 12o1, in Eßlingen und Ulm 1202 und in Ravensburg 1203. Kriegsdienste leistete er 1202 gegen den Bischof von Würzburg und 1203 gegen den Landgrafen Hermann I. von Thüringen. Obwohl sich diese Hof- und Kriegsdienste auf 84o Mark beliefen, hinterließ er keine Schulden. Gestorben ist er am 16.12.1204.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)