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2010 haben weltweit etwa 210 Millionen Menschen mindestens einmal illegale Drogen konsumiert. Das sind laut dem am Donnerstag in New York vorgestellten Welt-Drogenbericht 4,8 Prozent aller 15- bis 64-Jährigen. Jährlich sterben etwa 200'000 Menschen am Drogenkonsum.
Laut den Experten vom UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) ist Cannabis weiterhin die mit Abstand am meisten produzierte und konsumierte Droge. Sie schätzen, dass zwischen 125 bis 203 Millionen Menschen mindestens ein Mal pro Jahr Cannabis konsumieren.
Steigende Nachfrage nach synthetischen Drogen
Auf dem Vormarsch im internationalen Handel sind synthetische Drogen. Dass künstlich hergestellte Substanzen nicht in allen Ländern verboten sind, erschwere die Kontrolle des weltweiten Drogenmarktes, halten die Experten dazu fest.
Während der allgemeine Konsum illegaler Substanzen weltweit stabil geblieben sei, stieg die Nachfrage nach noch nicht international kontrollierten Medikamenten und Substanzen enorm.
Sogenannte synthetische Cannabinoide wie "Spice" ahmen die Wirkung von Cannabis nach, sind aber bisher nicht überall verboten. Zudem wird ihre Zusammensetzung ständig leicht verändert, was rechtliche Regeln noch schwieriger macht.
Andere von der UNO genannte Wirkstoffe sind Mephedron ("Magic", "Meow") und Piperazine. "Die Fortschritte, die wir auf den traditionellen Drogenmärkten gemacht haben, werden von den in Mode gekommenen Designer-Drogen relativiert", sagte UNODC-Chef Yury Fedotov.