Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/808

Eingebettet zwischen Rossberg und Lauerzersee und abgegrenzt vom Schwyzer Talkessel durch den Felsriegel Burg-Chämiloch liegt das "Stauffacherdorf" oder "Chriesidorf" Steinen in behaglicher, milder Lage. Im Frühjahr prangt es in einem weissen Kirschblütenkleid, das der Gegend einen besonderen Reiz verleiht. Ein Dorfkern mit alten Häusern, die historische Pfarrkirche und heimelige Gasthäuser laden zum Verweilen ein. Am Lauerzersee findet man ein intaktes, unter Naturschutz stehendes Ufergebiet.
Steinen war schon in der frühen Bronzezeit besiedelt (2000 v. Chr.). Fundgegenstände von Kelten, Rätoromanen und Alemannen belegen, dass sich in dieser Gegend immer wieder gerne Menschen niederliessen. Der Name stammt wohl von den zahlreichen, durch die Steineraa angeschwemmten Steinen, weshalb der Ort einst "Steina" oder "Ze Stein" hiess. Schon im 13. Jh. wird Steinen als eines der Viertel des Alten Landes Schwyz (Steinerviertel) genannt. Eine Pfarrkirche wurde 1125 eingeweiht. Durch das (seit dem 16. Jh. ausgestorbene) Geschlecht der Stauffacher ist Steinen untrennbar mit den Anfängen der Eidgenossenschaft verbunden. Die Stauffacher erscheinen zur Zeit des Morgartenkrieges als Landammänner an der Spitze des Landes Schwyz.
Nebst immer noch recht zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben gibt es heute in Steinen einige namhafte Unternehmen: Polstermöbel, Kunststoffprodukte, Holzbearbeitung, Kunsthandwerk, Grossmühle. Steinen ist auch Standort einer Sprachheilschule.