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Die Bartholinitis ist eine bakterielle Entzündung der Ausführungsgänge der Bartholindrüse, welche zwischen den kleinen Schamlippen am Scheideneingang münden. Diese paarige Drüse ist etwa bohnengross und befeuchtet den Scheideneingang und die Vagina beim Geschlechtsverkehr. Fliesst das Sekret durch Verstopfung der Ausführungsgänge nicht mehr richtig ab, können sich diese entzünden und zu einer bis hühnereigrossen Schwellung im Bereich der Schamlippe und des Scheideneingangs führen.
Dies sind nicht sporenbildende grampositive Bakterien. Sie besiedeln als Bestandteil der normalen Bakterienflora die Haut und die Schleimhaut von Menschen und kommen auch in der Umwelt (Gewässer, Luft, Lebensmittel) vor. Die Staphylokokken gelten als Verursacher von: Abszessen, Furunkeln, Wundinfektionen sowie Entzündungen von Nasennebenhöhlen, Lungen, Mittelohr oder Knochen (Osteomyelitis). Eine generalisierte Ausbreitung im Blut führt zu einer Sepsis. Staphylokokken sind die häufigste Ursache für eine Lebensmittelvergiftung und werden auch für das TSS (toxic shock syndrom) verantwortlich gemacht.
Es sind grampositive Bakterien, welche keine Sporen bilden. Streptokokken zählen zur normalen Bakterienflora in verschiedenen Geweben des menschlichen Körpers, ohne dass es beim gesunden Menschen zu Krankheitssymptomen kommt. Manchmal verursachen sie jedoch verschiedene Krankheitsbilder wie: Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis, Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Scharlach, Lungenentzündung, Eiterflechte (Impetigo), Phlegmone (eitrige Bindegewebsentzündungen), Herzentzündung (Endokarditis) und Hirnhautentzündung (Meningitis).Weitere Erkrankungen durch Streptokokken können Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen, Kindbettfieber, das Toxische Schock Syndrom (TSS) sowie eine Blutvergiftung (Sepsis) sein.
Dies ist eine paarig angelegte bohnengrosse Drüse. Ihre Ausführungsgänge münden zwischen den kleinen Schamlippen am Scheideneingang und sondern bei sexueller Erregung eine Flüssigkeit (Sekret) zur Befeuchtung ab.
Ein Empyem ist eine abgekapselte Ansammlung von Eiter in einer vorbestehenden Gewebshöhle, beispielsweise in einem Drüsenkanal.
Zysten sind durch eine Zellmembran abgegrenzte, sackartige Gebilde. Der Inhalt des Hohlraums ist flüssig.
Hierbei handelt es sich um eine chirurgische Technik zur Behandlung von Bartholinzysten infolge einer Bartholinitis. Die Ränder der eröffneten Zyste werden mit der Haut des Scheidenvorhofs vernäht, so dass der neue, künstliche Drüsenausgang offengehalten wird und keine neue Zyste mehr entstehen kann.
Ganz natürlicherweise ist unser Körper besiedelt von unzähligen Bakterienstämmen wie beispielsweise Streptokokken oder Staphylokokken. Im Intimbereich befinden sich zudem durch die Nähe zum Darmausgang (Anus) auch viele Darmbakterien, wie z.B. E. coli. Durch Eindringen von Bakterien in die Kanäle der Bartholindrüse kann es zu einer Entzündung kommen. Dies geschieht vermehrt bei Frauen mit verminderter Abwehrlage oder bei Verstopfung der Ausführungsgänge der entsprechenden Drüse. Zusätzlich kennt man folgende Faktoren, die eine Bartholinitis begünstigen können:
Da bei Männern die entsprechende Drüse nicht vorhanden ist, erkranken an einer Bartholinitis ausschliesslich Frauen, vorwiegend im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.
Bleiben die Ausführungsgänge der Bartholindrüse durch die Entzündung geschwollen, kommt es zu einem Flüssigkeitsstau des in der Drüse gebildeten Sekrets. Dadurch kann sich eine Zyste bilden, welche wiederum eine Infektion begünstigt. Wegen dieser Wechselwirkung leiden Frauen mit einer Bartholinzyste an immer wiederkehrenden Infektionen. Hier kann eine Operation, die sogenannte Marsupialisation, notwendig werden.
Einseitige Schwellung oder Knoten an der Schamlippe mit folgenden Merkmalen:
Folgende Komplikationen können auftreten, sind aber selten:
Bei Auftreten einer schmerzlosen Schwellung/Knoten an den Schamlippen kann man folgende Therapiemöglichkeiten ausprobieren:
Wenn sich die Schwellung innerhalb von 1-2 Tagen nicht bessert und allenfalls weiter fortschreitet, d.h. mit zunehmender Schwellung, Schmerzen oder Fieberentwicklung verbunden ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Anhand einer gynäkologischen Untersuchung und des charakteristischen prallelastischen Knotens unter der Haut stellt der Arzt die Diagnose einer Bartholinitis. Gelegentlich kann auch ein Furunkel im Intimbereich ähnliche Beschwerden verursachen. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmass der Entzündung: