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Geschichte
Gründung
Am 24. Oktober 1962 gründeten die Metzgermeister des Zürcher Oberlandes den Schlachthof unter dem Namen: ZENTRALSCHLACHTHOF-GENOSSENSCHAFT ZÜRCHER OBERLAND genannt ZSG ZO.
Der Schlachthof wurde als Selbsthilfeorganisation der Region geschaffen. Weitsichtig lösten die Metzger die schon damals aktuellen Probleme, wie Auflagen an die Schlachtlokale, Abfallentsorgung und die Verwertung der Schlachtnebenprodukte, gemeinsam. Die Gründung und Entstehung ist untrennbar mit dem Bubiker Metzgermeister Adolf Hofmann verbunden. (Foto 1968)
Baubeginn
Mit dem Bau wurde am 29. Juli 1965 offiziell begonnen. Die Bauphase erstreckte sich über gut zwei Jahre und dauerte bis September 1967.
Einweihung / Eröffnung
Am 21. September 1967 wurde der erste genossenschaftlich organisierte Schlachtbetrieb der Schweiz feierlich eingeweiht. Zwei Tage später, am 23. September 1967, stellte sich der Schlachthof mit einer Fleischausstellung der breiten Öffentlichkeit vor. Bereits am 01. Oktober 1967 war der erste Schlachttag.
Im ersten vollen Betriebsjahr 1969, mit 69 angeschlossenen Betrieben, wurden 3 Millionen Kilo geschlachtet.
Metzger–Center
1968 wurde auch ein Metzger-Center, eine günstige Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe des Schlachthofes, eröffnet. Der damalige Umsatz bezifferte sich auf 1,1 Millionen Franken.
1970 - 1980
Der Betrieb wurde maximal ausgelastet dank neuen Mitgliedern im Einzugsgebiet, Fleischhändlern, der Angliederung des Fleischhandels- und Fleischverarbeitungsbetriebes Färber AG, sowie den zeitweiligen Schlachtungen der Bell AG.
1981
Erstmals wurde der gesamte Betrieb erneuert und technisch den modernsten Anforderungen angepasst.
1982
Ein Entblutekarusell für Schweine wird neu eingebaut.
1986
Die Grieder AG übernimmt per 01. Januar 1986 den anliegenden Fleischhandel- und Verarbeitungsbetrieb der Färber AG. Es beginnt eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der ZSGZO und der Grieder AG.
Schlachtvolumen total: 12,3 Mio. Kilo
1987
Die Zentralschlachthof-Genossenschaft Zürcher Oberland wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die neue Firmenbezeichnung: Zentralschlachthof Hinwil AG (ZSH AG).
Der Betrieb hatte mit den 35 Beschäftigten eine Grösse erreicht, die eine Ausdehnung der Dienstleistungen erforderte. Von nun an wurden Zerlegearbeiten von Schlachttierkörpern im Lohnauftrag ausgeführt.
Schlachtvolumen: 10,8 Mio. Kilo
1987 - 1988
Dank der Grieder AG wurde der Fleischhandel total umgebaut und von 245m2 auf 1'160m2 vergrössert.
1992 - 1994
Mit Um- und Neubauten in diesen Jahren wurde die Modernisierung des Betriebes nach den EU-Richtlinien eingeleitet. Ein leistungsfähiger Schlachtbetrieb mit einer klimatisierten Zerlegerei entstand.
1996
Die EU-Zulassung erfolgte im Jahr 1996. Die Auslastung des Schlachtbetriebes verbesserte sich wieder durch die Schlachtungen der Fleisch AG in Kriens. Diese musste sich, nach der Schliessung des Schlachthofes in Luzern, einen neuen Partner suchen.
Schlachtvolumen: 16,8 Mio. Kilo
1997
Im März 1997 wurde der Vertrag zwischen COOP und der ZSH AG per Ende September 1997 wieder gekündigt. Die Begründung: COOP hatte sich mit ihren Schlachtungen umstrukturiert. Dies hatte massive Umsatzeinbussen für die ZSH AG zur Folge.
1997 Generalversammlung
Im Blick auf die Zukunft wird an der GV vom 23. April 1997 ein neuer Verwaltungsrat bestellt. Nach intensiven Verhandlungen mit der Zürcher Kantonalbank und einem entsprechenden Fremdkapitalschnitt erfolgte ein Übernahmeangebot seitens der Firma Lucarna AG mit den Partnern Macana AG und Vigest. Diese wurde am 14. Juli 1997 von den Aktionären angenommen, damit verfügt diese Gruppe über mehr als 94% des Aktienkapitals.
1997 Ausserordentliche Generalversammlung
Verwaltungsrat: Ein neu zusammengesetzter Verwaltungsrat übernimmt die Oberaufsicht der ZSH AG. Er setzt sich aus 6 Mitgliedern zusammen. An der ausserordentlichen GV vom 25. September 1997 wurden die Aktien auf 5% des Nominalwertes abgewertet und das neue AK wieder auf 1 Millionen Franken aufgestockt. Mit den von diesen Firmen eingebrachten Schlachtungen steht die ZSH AG heute wieder sehr gut da.
Schlachtvolumen: ca. 15 Mio. Kilo
1998
Schlachtvolumen: 15,4 Mio. Kilo
1999
Schlachtvolumen: 14,8 Mio. Kilo
Die ZSH AG investiert in den Bau einer betriebseigenen Flotationsanlage.
2000
Schlachtvolumen: 14,4 Mio. Kilo
Das Metzger-Center verlegt seinen Standort von der ZSH AG in die COOP-Verteilerzentrale an die Zürichstrasse in Hinwil.
2001
Schlachtvolumen: 20 % Zunahme auf 17,3 Mio. Kilo
Die ZSH AG investierte im Jahr 2001 in den Ausbau des Muldenplatzes für Abfälle (Schlachtnebenprodukte), ebenso wird der Schlachthausboden erneuert und ein Etagenförderer für die Spedition und Zerlegerei eingebaut.
2002
Schlachtvolumen: 17,5 Mio. Kilo
Im Jahr 2002 investiert die ZSH AG in eine neue Wasseraufbereitungsanlage, eine Pumpensteuerung, eine Rückförderungsanlage UG – EG, eine Absaugeanlage für SRM und eine Schlachttierwaage. Im Weiteren werden die Kühlkompressoren ersetzt und ein Anpassung der Entsorgung im UG realisiert.
2003
Schlachtvolumen: 16,3 Mio. Kilo
Die Firma Gattiker AG verlegt ihre Schlachtmenge zu der Firma Reber AG in Langnau. Dies hat zur Folge, dass die Schlachtmenge des Vorjahres nicht erreicht werden kann. Im Jahr 2003 wird der Entsorgungsplatz neu betoniert. Das neue Entsorgungssystem "K1, K2, K3" wird realisiert und eine neue Pansenpressen (ca. 60% weniger Panseninhalt) wird angeschafft. Infolge Todesfall des Geschäftsleiters Herr Dr. med. vet. Spörri übernimmt Herr Jules Christen interimsweise die Leitung der ZSH AG.
2004
Schlachtvolumen: 15,7 Mio. Kilo
Im Jahr 2004 wird in eine neue Pansenpresse, sowie in eine Videoüberwachung bei der An-und Auslieferung investiert.
2005
Schlachtvolumen 13,3 Mio. Kilo
In gegenseitiger Absprache beendete die Grieder AG (Bell Gruppe) Ihre Schlachtungen in Hinwil und verlegte Ihren Betrieb zurück nach Oensingen. Aus diesem Grunde resultierte ein Minus von 2,4 Mio. Kilo.
Das Jahr 2005 zeichnet sich durch Planung und Realisierung eines grösseren Umbaus aus. Es wurde in den Neu- und Umbau der Schweinelinie, der Lämmerlinie, der Grossvieh- und Kälberlinie investiert, namentlich in den Zutrieb, die Fixation, die Betäubung und die Entblutung. Bei der Schweinelinie zusätzlich in die Brühung.
Die Schlachtlinie wurde optimiert und diverse Kühler wurden neu ausgekleidet.
2006
Schlachtvolumen 15.7 Mio. Kilo
Im Jahr 2006 wurden der Neubau für die Morenschlachtlinie und und der Neubau für die Personalkantine realisiert. Ebenso wurde das Trichinenlabor in Betrieb genommen und die Garderoben in einen reinen und unreinen Teil umgebaut.
2008
Mit der Lucarna Macana wird eine enge Zusammenarbeit gepflegt. Recourcen können gemeinsam genutzt werden. Die beiden Unternehmen werden trotzdem mit zwei Finanzbuchhaltungnen geführt.
2009
Im Herbst - Winter 2009 - 2010 konnte die Spedition bei der Lucarna Macana in Betrieb genommen werden. Ein Anbau mit 3 Abholrampen, mit Liftkissen ausgestattet, ergänzt die Auslieferung unserer Fleischprodukte. Gleichzeit konnte das Parkfeld erneurt werden.
Freon als Kältemittel hat nach neusten Umwelterkenntnissen ausgedient. Bauliche Vorbereitungen wurden getroffen um den Betrieb mit Ammoniak (NH3) auszurüsten. Zentrale Kälteaufbereitung mit einem Glykolnetz zur dezentralen Kälteversorgung. Gleichzeitig wird das Projekt Wärmerückgewinnung in Angriff genommen und Etappenweis umgesetzt.