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An der Diskussionsveranstaltung über die Zukunft des «Löwen» am 6. Februar 2024 waren über 100 Einwohner aktiv dabei.
Es ergaben sich zahlreiche Vorschläge und Ideen für die strategische Weiterentwicklung des Gebäudes, für die sich der Gemeinderat nochmals herzlich bedankt.
In der letzten Quartalssitzung hat der Gemeinderat diese Ideen eingehend diskutiert.
Suche nach Lösungsansätzen im Vordergrund
Angesichts der Vielzahl von Vorschlägen stand er vor der Herausforderung, eine Auswahl an Optionen zu treffen, die von der Bevölkerung getragen wird.
Dabei griff der Gemeinderat auf ein bewährtes Verfahren, bei dem nicht die Mehrheitsmeinung im Vordergrund steht, sondern die Suche nach Lösungsansätzen, die breit abgestützt sind.
Aus diesem Prozess kristallisierten sich fünf Varianten heraus, die der Gemeinderat weiterverfolgen möchte.
Verkauf der Liegenschaft
Die Variante eins und zwei sehen den Verkauf der Liegenschaft oder die Abgabe im Baurecht vor.
Für den Verkauf sprechen der grosse administrative Aufwand und der hohe Investitionsbedarf, der mit dem Erhalt des Gebäudes verbunden ist.
Zudem könnte ein Verkauf eine finanzielle Entlastung für die Gemeinde bedeuten.
Allerdings besteht die Befürchtung, dass bei einem Verkauf der Chilbiplatz die Brauerei und das Restaurant verloren gehen könnten.
Abgabe im Baurecht
Trotz dieser Bedenken wird die Idee weiterverfolgt und der Verkaufspreis für die Liegenschaft geklärt.
Bei der Variante, das Gebäude im Baurecht abzugeben, bleibt die Gemeinde Eigentümerin des Grundstücks, während ein Investor das Recht erhält, es zu nutzen, indem er der Gemeinde einen bestimmten Betrag bezahlt.
Die Gemeinde wird zur detaillierteren Prüfung dieser Variante eine Expertin oder einen Experten beiziehen und ausloten, wie hoch die Chancen sind, eine Investorin oder einen Investor für ein solches Projekt zu gewinnen.
Liegenschaft weiterentwickeln
Die Varianten drei bis fünf beinhalten eine Weiterentwicklung der Liegenschaft durch die Gemeinde selbst.
Als eine Option prüft der Gemeinderat, den «Löwen» in ein Gewerbehaus umzuwandeln.
Im historischen Gebäude könnten dann verschiedene Geschäfte, Praxisräume oder ein Co-Working-Space entstehen.
Es gab Bedenken zum Verwaltungsaufwand, der mit dieser Option verbunden wäre. Um die Machbarkeit dieser Variante weiter zu untersuchen, wird die Gemeinde eine Fachperson beiziehen.
Gemeindeverwaltung unterbringen
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Restaurant zu erhalten. Es könnte von einer Genossenschaft betrieben werden, ähnlich wie in Marthalen.
Die Gemeinde wird Kontakt zu Genossenschaften aufnehmen, die bereits erfolgreich ähnliche Projekte durchführen, um mehr über die Chancen und Risiken dieser Betriebsform zu erfahren.
Des Weiteren wird die Möglichkeit geprüft, die Gemeindeverwaltung in der Liegenschaft unterzubringen. Der Gemeinderat prüft die Kosten für diese Lösung.
Zwischennutzung geplant
Um sicherzustellen, dass das Gebäude nicht lange leer steht, zieht der Gemeinderat eine gewerbliche Zwischennutzung des «Löwen» in Betracht.
Dadurch kann das Gebäude vorübergehend genutzt werden, während der Strategieprozess weiterläuft.
Der Gemeinderat wird verschiedene gewerbliche Zwischennutzungsmöglichkeiten prüfen.
Weitere Schritte
Sobald mehr Informationen zu den einzelnen Varianten vorliegen, wird der Gemeinderat die Optionen erneut diskutieren und bewerten.
Im Herbst 2024 soll die Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die ausgearbeiteten Optionen informiert werden.
Der Gemeinderat orientiert über eine allfällige Zwischennutzung, sobald genauere Informationen vorliegen.