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Welche Möglichkeiten gibt es, ALS bzw. deren Symptome zu bekämpfen?
Grundsätzlich kann man bei ALS zwischen einer den Krankheitsverlauf verlangsamenden Therapie und symptomatischen Ansätzen unterscheiden.
Medikamentöse Möglichkeiten
Auf dem Gebiet der ALS wird sehr viel geforscht. Trotzdem sind bisher nur wenige Medikamente zur Therapie der ALS zugelassen, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Besprechen Sie eine mögliche medikamentöse Therapie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Ihnen außerdem Medikamente verschreiben, die Ihnen helfen können, verschiedene Symptome der ALS zu behandeln, z. B. Muskelkrämpfe, Steifigkeit, vermehrten Speichelfluss, Schmerzen, Depression, Schlafstörungen oder Verstopfung.
Symptomatische Ansätze
Physiotherapie
Geeignete physiotherapeutische Maßnahmen und Hilfsmittel können ALS-Patienten dazu verhelfen, ihre Unabhängigkeit und Sicherheit im Verlauf der Erkrankung so lange wie möglich zu erhalten. Dosierte körperliche Bewegung in Form von Laufen, Schwimmen oder Radfahren kann die noch nicht betroffenen Muskeln stärken, das Herz-Kreislauf-System gesund halten und Müdigkeit und Depression bekämpfen.
Ihr Physiotherapeut kann Ihnen Hilfsmittel empfehlen, die in Ihrem Fall nützlich sind. Zum Beispiel können Rampen, Gehhilfen oder ein Rollstuhl dabei helfen, Ihre Kräfte zu schonen und Ihre Mobilität zu erhalten.
Sprachtherapie
Die Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit ist ein wichtiger Aspekt für ALS-Patienten, um mit Ihrem Umfeld in Kontakt zu bleiben. Betroffene mit Sprachschwierigkeiten können von der Arbeit mit einem Sprachtherapeuten profitieren. Sie können Strategien erlernen, um lauter und deutlicher zu sprechen und zu kommunizieren, auch wenn die Erkrankung fortschreitet.
Ernährungsberatung
Ernährung ist ein schwieriges Thema für ALS-Patienten. Wenn sie an Gewicht verlieren, werden sie noch schwächer. Ernährungsberater können Patienten und Angehörige dabei unterstützen, einen geeigneten Ernährungsplan aufzustellen. Wichtig sind kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, die genug Kalorien, Ballaststoffe und Flüssigkeit liefern. Patienten lernen außerdem, Nahrungsmittel zu vermeiden, die schwer zu schlucken sind.
Atemhilfen
Wenn die Muskeln, die für die Atmung verantwortlich sind, beginnen schwächer zu werden, merken Betroffene dies zunächst durch Atemschwierigkeiten bei Anstrengung oder im Liegen.
Für diese Patienten können Atemhilfen hilfreich sein. Oft sind sie zuerst nur nachts notwendig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Ihre Atembeschwerden, sobald Sie diese zum ersten Mal bemerken. Sie/Er kann Ihnen eine geeignete Unterstützung empfehlen.