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Alpensalamanderbeobachtungen lassen sich nicht programmieren. Die Tiere verbringen einen Grossteil ihres Lebens versteckt im Untergrund, unter Steinplatten, Holz, Wurzeln, in Felsspalten u.ä.
Die höchsten Dichten an aktiven Tieren werden während eines Gewitterregens beobachtet, manchmal sogar kurz bevor das Gewitter losbricht! Bei längerem Regen verschwinden die Tiere wieder in ihren Unterschlüpfen. Ebenfalls gute Chancen für Beobachtungen bietet die Morgendämmerung, wenn der Boden noch taunass ist. Bei trockener Witterung, bei Wind und auch in den Abend- und frühen Nachtstunden sind die Tiere meist unauffindbar.
Die Jahresaktivität beginnt in tiefen Lagen kaum vor anfangs Mai und auch im Gebirge oft erst Wochen nach der Schneeschmelze. Im Juni nimmt die Aktivität deutlich zu, vor allem Paarungen lassen sich jetzt beobachten. Bei genügender Luftfeuchtigkeit sind die Salamander auch im Juli und August bei recht hohen Temperaturen aktiv. Anfangs September ziehen sich die ersten Tiere bereits zurück; Oktoberbeobachtungen sind selten. Zur Überwinterung des Alpensalamanders gibt es so gut wie keine Informationen.
Die Paarung findet an Land statt, wobei das Männchen unter das Weibchen kriecht, dessen Vorderbeine mit den seinigen umschlingt und es so festhält. Das Männchen setzt ein Samenpaket auf den Boden ab, dreht seinen Hinterleib in der Art weg, dass die Kloake des Weibchens direkt auf das Samenpaket zu liegen kommt, welches in einen speziellen Samenbehälter des Weibchens gelangt. Von den gut 50 produzierten Eiern werden in den meisten Fällen nur deren zwei befruchtet und entwickeln sich.
Die gesamte Embryonal- und Larvenentwicklung findet im Mutterleib statt und dauert in Lagen unter 1'000 m 2 Jahre, zwischen 1'000 und etwa 2'000 m Höhe 3 Jahre und in den höchsten Lagen wohl 4 Jahre. Nach dem Verlassen der Eihülle im Mutterleib fressen die jungen Larven zunächst die zu einem Eiweissbrei zerfallenen übrigen Eier auf. Später produziert die Gebärmutterwand eigentliche Nährzellen, die von der Larve abgeweidet werden.
Die Larve besitzt jetzt mächtige Kiemen und könnte im Prinzip auch in einem Gewässer überleben. Bis zur Metamorphose bilden sich die Kiemen zurück, sodass nach der extrem langen Tragzeit von 2–4 Jahren zwei kleine Ebenbilder der Eltern zur Welt kommen, die höchstens noch kleine Kiemenstummeln zeigen und bereits 45–50 mm lang sind. Im gleichen Jahr kann ein gebärendes Weibchen nicht mehr befruchtet werden.