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Barmakiden
(Barmekiden), die Nachkommen des Arztes und Priesters Barmak aus Balch in Chorasan, ein altpersisches Geschlecht, welches durch das Talent und die Bildung einiger Mitglieder am Hof [* 2] der Abbassiden eine ähnliche Stellung gewann wie die Majordomus am Hof der Merowinger. Der Barmakide Chalid leitete den Bau von Bagdad; sein Sohn Jahja wurde unter Harun al Raschid Großwesir, eine Würde, die auch auf seine Söhne überging. Indessen wurden sie durch ihre hohe Stellung dem Kalifen verdächtig, und als der Barmakide Dschafar, der vertrauteste Günstling Harun al Raschids, sich heimlich mit dessen Schwester vermählte, ließ der argwöhnische Kalif unvermutet Dschafar hinrichten (803) und stieß die ganze Familie in Armut und Elend. Diese Härte erregte unter dem Volk solche Unzufriedenheit, daß Harun al Raschid eine Zeitlang seine Residenz von Bagdad in die feste Stadt Rakka verlegte.
Vgl. Weil, Geschichte der Kalifen, Bd. 2 (Mannh. 1848).