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Bildungsbauten – Objekte im Vergleich
Die in der Publikation enthaltenen Informationen zu den Baukosten der Objekte sind nach dem elementbasierten Baukostenplan Hochbau eBKP-H gegliedert. Ausserdem werden Volumen und Flächen nach SIA 416 und eBKP-H aufgeführt, sodass Aussagen zur Geometrie der Gebäude gemacht und Kostenkennwerte bestimmt werden können. Zum besseren Verständnis illustrieren Pläne und Fotos die Objekte.
Frühzeitige Kostenermittlung
Mit den dargestellten Kennwerten und Formquotienten können bereits in den frühen Phasen des Bauprojekts (strategische Planung, Vorstudien) Kostenermittlungen durchgeführt werden, die eine erste Vorstellung von den zu erwartenden Baukosten erlauben. Gerade bei Schulhausbauten wird in der Regel eine Baukommission aus Personen der jeweiligen Gemeinde zusammengestellt, die mehrheitlich nicht vom Baufach sind. Aus diesem Grund kann nicht vorausgesetzt werden, dass sie – beispielsweise bei Diskussionen über das Raumprogramm – die finanziellen Konsequenzen von Entscheiden abschätzen können. Hier bietet sich der OAK als einfaches Instrument an, um trotz niedrigem Detaillierungsgrad des Projekts die Grössenordnung der Baukosten zu eruieren. Auch wenn diese ersten Zahlen noch keine hohe Genauigkeit aufweisen, sind ungefähre Angaben zu den Baukosten in diesen frühen Diskussionen hilfreich, wenn sie richtig kommuniziert und gehandhabt werden. In den folgenden Phasen des Bauprojekts werden die Informationen schrittweise verfeinert, sodass entsprechend präzisere Kostenermittlungen möglich sind.
Benchmarking mit Kennwerten
Ein weiterer Verwendungszweck der erhobenen Kennwerte besteht darin, die Baukosten eines Objekts mit jenen anderer Bauten zu vergleichen. Dies erleichtert die Kostenplanung während des Planungsprozesses, weil damit ein vertieftes Verständnis der Baukosten des betrachteten Projekts möglich ist. Das Benchmarking kann zunächst für die auf die jeweilige Bezugsgrösse bezogenen Baukosten verschiedener Bauteile angewendet werden. Damit wird es möglich festzustellen, ob ein Bauteil relativ teuer oder eher günstig konstruiert ist. Je nach Situation der gesamten Kosten kann dies eine Überarbeitung der Konstruktion des Bauteils zur Folge haben, damit die gesamten Kosten wieder in den Bereich der Vorgaben kommen.
Mit den mengenmässigen Kennwerten (Form-Quotienten) kann ein weiteres Benchmarking durchgeführt werden. Ziel ist dabei, die Geometrie des Gebäudes zu optimieren. Die absolute Grösse des Gebäudes ist einer der wichtigsten Kostentreiber, sodass diesem Wert besondere Bedeutung beigemessen werden muss. Bei dieser Optimierung werden gleichzeitig auch die Flächen der Nebenräume so angepasst, dass insgesamt ein effizienter Flächen-Mix realisiert wird. Wichtig ist, dass diese Optimierung in frühen Phasen des Bauprojekts durchgeführt wird, weil dann noch wenig Details festgelegt sind, die Gestaltungsmöglichkeit des Projekts noch gross und der Aufwand für Anpassungen entsprechend klein ist.
Wenn diese Kostenplanung und -optimierung in den frühen Phasen des Projekts konsequent angewendet wird, ist es auch möglich, das gewünschte Kostenniveau anzusteuern.
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