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Der Brand zu Jahresbeginn in der Berliner Fabrik von ASML schreckte die Chipindustrie auf: Würde die Schliessung eines Teils der Fabrik des weltweit grössten Herstellers von Lithografie-Anlagen weitere Auswirkungen auf den Halbleitermangel haben? Einige Tage danach beschwichtigte der holländische Konzern:
"Wir konnten die Produktion in Teilen dieser Gebäude bereits wieder aufnehmen. Die anderen Gebäude am Standort sind nicht betroffen und voll funktionsfähig."
Am 19. Januar präsentierte ASML nun seine Jahreszahlen. Und meldet Rekorde: 2021 stieg der Umsatz um ein Drittel auf 18,6 Milliarden Euro, der Nettogewinn um fast zwei Drittel auf 5,9 Milliarden Euro. ASML erwartet weiter für das erste Quartal 2022 einen Nettoumsatz zwischen 3,3 und 3,5 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von rund 49%.
In einer Mitteilung heisst es weiter, man erwarte, dass der Nettoumsatz 2022 im Vergleich zu 2021 um rund 20% wachsen werde. "Darin enthalten sind die erwarteten Auswirkungen des Brandes in einem Gebäudeteil an unserem Berliner Standort. Basierend auf unseren aktuellen Erkenntnissen glauben wir, dass wir die Folgen dieses Feuers ohne wesentliche Auswirkungen auf unsere Systemleistung für 2022 bewältigen können."
"Wir erleben eine höhere Nachfrage nach unseren Systemen, als unsere Produktionskapazität bewältigen kann. Eine sehr starke Nachfrage auf den Endmärkten setzt unsere Kunden unter Druck, mehr Wafer-Produktion zu verlangen", sagte CEO Peter Wennink in der Mitteilung. ASML verkürze deshalb "die Zykluszeit in unserem Werk, um mehr Systeme zu versenden". Eine Möglichkeit für diese Verkürzung sei ein schneller Versandprozess, bei dem ein Teil der Tests im Werk übersprungen wird. Endprüfung und formelle Abnahme würden dann beim Kunden stattfinden.