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© EMBL
Mitglieder des im Jahre 1974 ins Leben gerufenen Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie sind Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Israel, Italien, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und Spanien. Das EMBL fördert die europäische Zusammenarbeit in der molekularbiologischen Grundlagenforschung, stellt die hierfür notwendige Infrastruktur zur Verfügung und beteiligt sich an der fortlaufenden Entwicklung von Spitzeninstrumentarien für die moderne Biologie.
Mit einem Gastprogramm, einem internationalen Doktorandenprogramm und der Organisation von zahlreichen Kursen und Workshops trägt das EMBL in bedeutendem Mass zur Ausbildung der heutigen und der künftigen europäischen Molekularbiologinnen und -biologen bei.
Durch die Quantität, die Qualität und die Wirkung seiner Arbeiten wurde das EMBL zu einem der weltbesten molekularbiologischen Laboratorien. In den USA gilt es als Synonym für hochstehende europäische Forschung auf diesem Gebiet. Das EMBL fördert die molekularbiologische Forschung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft Europas durch mehrere hundert Projekte, die jedes Jahr in Zusammenarbeit mit den Laboratorien der Mitgliedstaaten in Angriff genommen werden. Seine Dienstleistungen für die europäischen Forschenden sind einhellig als ein wesentlicher Beitrag zur Aufrechterhaltung einer hochstehenden Forschung im Bereich der Molekularbiologie anerkannt.
Das EMBL hat seinen Hauptsitz in Heidelberg, wo rund 300 Forschende arbeiten. Forschungsgruppen über die Genetik der Maus bestehen in Monterotondo bei Rom, wo sich auch das European Mutant Mouse Archives (EMMA) befindet. Zwei Aussenstellen in Hamburg und Grenoble erlauben dem EMBL und den Biologen und Biologinnen der Mitgliedstaaten die Nutzung der Röntgenstrahlung des Synchrotron DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) und des ESRF (European Synchrotron Radiation Facility) sowie des Neutronenflusses des ILL (Institut von Laue-Langevin).
Die Niederlassung in Hinxton bei Cambridge verwaltet unter dem Namen European Bioinformatics Institute (EBI) Europas bedeutendste elektronische Datenbanken auf dem Gebiet der Molekularbiologie und beherbergt Forschungsarchive im Bereich der Bioinformatik. Insgesamt zählt das EMBL fast 1000 Mitarbeitende.
Schweizer Beteiligung
Die wissenschaftliche Gemeinschaft in der Schweiz leistete einen wesentlichen Beitrag für die Schaffung des Laboratoriums und hat die Organisation, aus der sie vielfältigen Nutzen zieht, stets unterstützt. Die Schweiz beteiligt sich zu 3,2% am Jahreshaushalt der EMBL von rund 71 Mio. €. Der entsprechende Kredit ist im Budget des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI eingestellt.
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