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Barbera ist die erfolgreichste rote Sorte Norditaliens. Im Piemont stand sie lange im Schatten des fürstlichen Nebbiolo. Die Gentechnologie hat zwar einige Legenden und Hypothesen weggefegt, aber letztlich nur beweisen können, was Barbera nicht ist. Ihre Herkunft liegt im Dunkeln. Die Sorte scheint nicht im Piemont entstanden zu sein. Die erste ernstzunehmende Nennung stammt von 1798. Wichtig wurde Barbera erst nach der Reblausepidemie am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Sorte breitete sich aus, wurde aber spät zu einem Wein, der sich auf seine plebejische Art neben dem vornehmen Nebbiolo Raum schuf. Sie ist nach Sangiovese und Montepulciano die am dritthäufigsten gepflanzte Rebe Italiens, so in der Lombardei, der Emilia Romagna und punktuell in Süditalien. Barbera d’Alba und Barbera d’Asti gelten als beste Appellationen.
Barbera tritt bescheidener und weicher auf als Nebbiolo, enthält viel Säure und wenig Tannin. Holz nimmt der Säure die Spitze und wirkt harmonisierend. Weitere Attribute sind dunkles Rot und frischer Kirschengeschmack.