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Gemäss dem neuen Luftzustands-Bericht 2009 zeigte die Luftbelastung des letzten Jahres ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren. Die Belastung durch Feinstaub (PM10) und Schwefeldioxid hat seit dem Jahr 2000 weiter abgenommen, während die Belastung durch Stickstoffdioxid und Ozon im Streubereich der Jahre 2000 bis 2008 lag. Trotz der Verbesserungen der letzten zwanzig Jahre sind hingegen die Immissionsgrenzwerte für Stickstoffdioxid, Ozon und PM10 weiterhin und zum Teil deutlich überschritten.
Stickstoffdioxid: Wie in den vergangenen Jahren wurden die Immissionsgrenzwerte in den grossen Städten und entlang stark befahrener Hauptverkehrsstrassen überschritten. In den vorstädtischen Gebieten lag die Belastung im Bereich des Grenzwerts oder darunter. Im ländlichen Raum abseits der Strassen lagen die Stickstoffdioxidwerte deutlich unter dem Grenzwert. Die meisten Grenzwertüberschreitungen wurden in einer städtischen Umgebung und entlang von Autobahnen gezählt. Es wurden maximal 11 Tage mit Tagesmittelwerten von über 80 μg/m3 registriert.
Beim Feinstaub (PM10) wurden in Städten, in vorstädtischen Gebieten wie auch auf dem Land entlang von Autobahnen und auch abseits von Strassen Jahresmittelwerte rund um den Immissionsgrenzwert von 20 μg/m3 gemessen. Nur an den Stationen oberhalb 1000 m ü. M. sind die Messwerte mit 10 μg/m3 deutlich niedriger als der Grenzwert. Der Tagesmittelgrenzwert von 50 μg/m3 wurde in städtischen und vorstädtischen Gebieten an 10 bis 27 Tagen überschritten, auf dem Land an 4 bis 6 Tagen.
Die Ozonbelastung war 2009 an allen Stationen wegen des wechselhaften Sommerwetters tiefer gegenüber den letzten zehn Jahren, aber immer noch deutlich über den Immissionsgrenzwerten. Wie in den Vorjahren wurde der Immissionsgrenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter an allen Stationen überschritten. Die häufigsten Grenzwertüberschreitungen (428–647 Stunden) wurden im Tessin und in den mittleren Höhenlagen der Alpennordseite (um 1000 m über Meer) gemessen. In den übrigen Gebieten der Alpennordseite wurden an 3 bis 54 Tagen während 11 -353 Stunden zu hohe Ozonwerte gemessen.
Keine Grenzwertüberschreitungen wurden im Jahr 2009 bei Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Staubniederschlag und den Schwermetallen beobachtet. Die Belastung durch diese Schadstoffe liegt mehrheitlich weit unter den Grenzwerten.
Bafu und Empa schreiben: „Obwohl in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Reinhaltung der Luft erzielt wurden, ist das gesetzlich verankerte Ziel einer sauberen Luft noch lange nicht erreicht.“ Es sei dabei insbesondere an die zu hohen Stickstoffdioxid- und Ozonbelastungen, an die gesundheitlichen Risiken, verursacht durch lungengängigen Feinstaub und kanzerogene Luftschadstoffe, aber auch an die zu hohen Säure- und Stickstoffeinträge in empfindliche Ökosysteme zu denken. Die Verbesserung der Luftqualität sei aber eine komplexe Aufgabe.