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Was sind Verrechnungspreise?
Als Verrechnungspreis (auch Transferpreis oder Konzernverrechnungspreis) wird derjenige Preis bezeichnet, der zwischen verschiedenen Bereichen eines Unternehmens oder zwischen verschiedenen Betriebsteilen oder Gesellschaften eines Konzerns für innerbetrieblich ausgetauschte Güter und Dienstleistungen (z. B. Warenlieferungen, Lizenzen, Darlehen) verrechnet wird.
Vorteile von Verrechnungspreisen
Transferpreise sollten Unternehmen nicht als eine zusätzliche Compliance-Belastung verstehen. Unternehmen mit effizienten Richtlinien können von folgenden Vorteilen profitieren:
- Optimierter Cashflow
- Bessere Kostenkontrolle und besseres Performance-Management
- Niedrigerer effektiver Steuersatz
Durch eine effiziente Risikomanagement-Strategie sollte sichergestellt werden, dass die Transfer Pricing-Belastung effizient gesteuert wird. Des Weiteren sollen es Geschäftsführer, steuerliche Berater und Treuhänder gewährleisten, dass die Richtlinien einer eventuellen Anfechtung standhalten werden.
Wer die Regelungen zu Verrechnungspreisen nicht beachtet, dem drohen teuere Steuernachzahlungen und sogar Strafbarkeit. Die Missachtung von Verrechnungspreisen berechtigt die Finanzämter und Steuerämter zu Schätzungen und Gewinnberichtigungen. Diese bergen die Gefahr von Doppelbesteuerung oder gar Mehrfachbesteuerung.
Rechtsquellen
Deutschland
Verordnung zu Art, Inhalt und Umfang von Aufzeichnungen im Sinne des § 90 Absatz 3 der Abgabenordnung (Gewinnabgrenzungsaufzeichnungs-Verordnung – GAufzV)
Verordnung zur Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes nach § 1 Abs. 1 des Außensteuergesetzes in Fällen grenzüberschreitender Funktionsverlagerungen (Funktionsverlagerungsverordnung – FVerlV)
Österreich
Verrechnungspreisrichtlinien 2020 (VPR 2020)
Schweiz
Die Schweiz hat keine ausführlichen Regularien zu Transferpreisen. Vielmehr stützen sich Verrechnungspreise auf Grundsätze wie den Fremdvergleich. Im Übrigen gelten die Regelungen der OECD, zu deren Einhaltung sich die Schweiz verpflichtet hat.