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Versteck, Abflug oder dickes Fell?
Was machen Tiere, um die kälteren Temperaturen und den Schnee im Winter zu überstehen? Während einige den Winter verschlafen, fliegen andere in den Süden oder legen sich ein dickes Fell zu.
Tiere wie Igel, Fledermaus oder Siebenschläfer machen einen Winterschlaf. Dafür suchen sie sich beispielsweise eine Höhle, einen Estrich oder einen Baum. Beim Winterschlaf sinkt die Körpertemperatur, und die Atmung verlangsamt sich, damit der Köper möglichst wenig Energie benötigt.
Entweder fressen sich die Tiere vorher eine Fettschicht an oder sie legen sich einen Vorrat bereit, den sie in den kurzen Wachphasen fressen können. So verbringen die Tiere teilweise Monate, ohne zu fressen oder zu trinken.
Bär, Dachs oder Eichhörnchen halten Winterruhe, das heisst, sie schlafen nur zur kältesten Zeit. Atmung und Körpertemperatur sinken dabei nicht so stark wie beim Winterschlaf.
Wenn es ein «warmer» Winter ist, halten die Tiere manchmal gar keine Winterruhe. Im Gegensatz zu den Winterschläfern sind die Tiere häufiger und länger wach.
Amphibien (wie Frösche oder Kröten) und Reptilien (wie Schlangen) sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an. Im Winter suchen sich diese Tiere ein Versteck, in dem die Temperaturen nicht unter null Grad sinkt. Sie können in dieser Zeit nicht fressen und dürfen deshalb nicht zu viel Energie brauchen. Trotzdem kann man eigentlich nicht von «Starre» sprechen.
Einige Amphibien haben sogar einen Stoff im Körper, der verhindert, dass das Blut gefriert, falls die Temperaturen doch einmal unter null Grad fallen.
Viele Vögel, die den Sommer in der Schweiz verbringen, fliegen im Herbst Richtung Süden. Meist zwingt sie nicht die Kälte, sondern die fehlende Nahrung zu dieser Reise. Die verschiedenen Vogelarten reisen dabei unterschiedlich weit: einige bis Südfrankreich oder Spanien, andere bis nach Afrika.
Hast du gewusst, dass auch einige Schmetterlinge Wanderer sind? Der Admiral beispielsweise fliegt im Herbst über die Alpen nach Afrika, denn er erträgt keine kalten Temperaturen. Statt vom Norden in den Süden fliegen einige Vogelarten in tiefere Lagen, zum Beispiel von den Bergregionen ins Mittelland. Dort hat es weniger Schnee oder Eis.
Fast alle Säugetiere haben im Winter ein wärmeres Fell. Unterwolle und Deckhaare bilden eine dichte wärmende Schicht.
Einige Tiere wechseln auch ihre Farbe, um ihr Fell besser an die Umgebung anzupassen. Der Schneehase hat im Sommer ein braunes Fell, im Winter jedoch ein weisses. Dasselbe gilt für das Gefieder des Alpenschneehuhns. Übrigens wechselt auch das Reh seine Fellfarbe: vom typischen Rotbraun zum unscheinbaren Graubraun im Winter.
Dem Luchs nützt das zusätzliche Fell, damit er grössere Pfoten hat. So kann er sich wie mit Schneeschuhen besser fortbewegen und einfacher jagen.
Tiere wie Eichhörnchen, Reh oder Kohlmeise passen ihre Ernährung an. Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte an, da im Winter kaum Samen oder Nüsse zu finden sind. Rehe hingegen verändern sogar ihren Magen, damit sie die Nährstoffe besser aus dem Futter herausbekommen.
Andere Tiere, wie zum Beispiel die Kohlmeise, fressen im Winter Beeren und Samen statt Insekten. Sie werden also zu Vegetariern. Umgekehrt macht es die Zwergmaus: Während sie im Sommer Pflanzenteile frisst, sucht sie im Winter Insektenlarven.