Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03446.jsonl.gz/442

Um die Halbfinals und damit eine sichere Medaille zu erreichen, hätte Quirici einen der ersten beiden Plätze in ihrer Fünfergruppe belegen müssen. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage wurde sie aber knapp nur Dritte.
Zum Auftakt der Gruppenphase hatte Quirici, die in der Zweikampf-Disziplin Kumite startet, gegen die Algerierin Lamya Matoub einen Sieg eingefahren. Danach musste sie sich Feryal Abdelaziz aus Ägypten geschlagen geben. Nach einem weiteren Sieg gegen die Iranerin Hamideh Abbasali und einem Unterschieden gegen die Chinesin Li Gong begann für die Schweizerin das grosse Zittern.
Schwere Vorwürfe
Von der Tribüne aus musste sie fürs Weiterkommen auf fremde Hilfe hoffen, wurde aber bitter enttäuscht. Nach einem Unentschieden zwischen den beiden Nordafrikanerinnen, das der Ägypterin Abdelaziz zum sicheren Weiterkommen verhalf, gewann auch die Chinesin Li ihren letzten Kampf gegen die Iranerin. Damit schlossen Quirici und Li die Vorrunde zwar punktgleich ab, letztlich entschied aber das Verhältnis der erfolgreichen Schläge (10:13) zu Ungunsten der Schweizerin.
Qurici erhebt Nach dem Unentschieden zwischen Abdelaziz und Matoub schwere Vorwürfe: «Ich glaube, da war etwas abgesprochen», sagt Quirici. «Ich weiss es nicht, ich kann es nicht belegen, aber es sah danach aus. Matoub hätte durchaus noch etwas machen können, auch wenn sie schon ausgeschieden war, statt der Gegnerin einfach den Punkt zu schenken. Das ist sehr traurig für den Sport!»
Trotz dem knappen Ausscheiden darf sich Quirici über ein gelungenes Turnier freuen. Es wird wohl allerdings ein einmaliger Auftritt auf der olympischen Bühne bleiben. Bereits 2024 in Paris und damit nur drei Jahre nach der Premiere steht Karate nicht mehr im olympischen Programm.