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Die Hauptsitze der beiden Schweizer Spitzenbanken UBS und CS liegen sich in der Stadt Zürich am zentralen Paradeplatz direkt gegenüber. Nach Jahren der Konkurrenz könnten sie nun eine Hochzeit mit einem historischen Ereignis für die Schweiz und die globale Finanzwelt feiern. Sollte der Deal tatsächlich zustande kommen, würde die UBS einmal mehr ihren einstigen Unternehmensslogan bestätigen: "Wir werden nicht ruhen."
Die UBS ging letztlich aus der Übernahme von insgesamt über 370 Banken in einer mehr als 170-jährigen Geschichte hervor. Seit Gründung der Bank in Winterthur im Jahre 1862 wurden Dutzende Finanzunternehmen, darunter Privatbanken, Sparkassen, Vermögensverwalter und Broker sowie Geschäftsbanken, Teil der UBS.
Nach einer Reihe von Transaktionen wurde 1897 aus dem Basler Bankverein der Schweizerische Bankverein. Nach weiteren Entwicklungen entstand 1998 die UBS aus der Fusion der Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) und des Schweizerischen Bankvereins (SBV).
Grosser Zukauf 2022 abgeblasen
Die Fusion schuf einen global aufgestellten Bankkonzern. Dieser ermöglichte Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden sowie öffentlichen Körperschaften auf der ganzen Welt Zugang zu Finanzdienstleistungen und -märkten, bot Beratung und sorgte für eine Ausführung von Aufträgen und Mandaten.
Die erst grosse Übernahme seit der Jahrhundertwende plante die UBS erst im letzten Jahr: 2022 kündigte die Bank an, den rein digitalen Vermögensverwalter Wealthfront in den USA erwerben zu wollen. Sie sah in vermögenden Anlegerinnen und Anlegern aus dem Segment der Millennials und der Generation Z erhebliches Wachstumspotenzial. Im September blies die Bank den 1,4-Milliarden-Dollar-Kauf aber ab. Marktbeobachter machten dafür einen zu hoch angesetzten Kaufpreis verantwortlich.
Die Unternehmensstruktur der UBS-Gruppe ist stark gegliedert. Zu den bedeutenden Aktionären gehören laut der Website der Bankengruppe die US-amerikanische Investmentgesellschaft Blackrock mit einem Anteil von 5,23 Prozent, Dodge & Cox International Stock Fund (3,02 Prozent), Massachusetts Financial Services Company (3,01 Prozent), Artisan Partners (3,15 Prozent) und die Norges Bank (3,01 Prozent).
(AWP)