Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/1767

Zunächst brachten vor allem Basler Grossbürger von ihren Reisen ethnografische Sammlungen in ihre Heimatstadt. Mit der Professionalisierung des Faches Ethnologie übernahmen ab Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend Wissenschaftler diese Aufgabe. Forscher wie Fritz und Paul Sarasin, Felix Speiser, Alfred Bühler und Paul Wirz trugen in den kommenden Jahrzehnten zur Erweiterung der Sammlung bei. Über Generationen entstanden so regionale und thematische Sammlungsschwerpunkte im Museum der Kulturen Basel.
1892 wurde eine eigene Kommission für die Ethnographische Sammlung gegründet, 1917 die völkerkundliche Sammlung zum selbständigen Museum erhoben. Bereits 1904 war die Gründung einer eigenen Abteilung für Volkskunde erfolgt.
1944 erhielten die ethnografischen und volkskundlichen Sammlungen den Titel «Museum für Völkerkunde und Schweizerisches Museum für Volkskunde». 1996 erfolgte die Umbenennung in «Museum der Kulturen Basel», was schon lange als Leitlinie des Museums galt. Denn das Museum pflegte schon früh den partnerschaftlichen Austausch zwischen den Kulturen. Einen Höhepunkt in der Museumsgeschichte war der Besuch des Dalai Lama im Mai 2001 zur Eröffnung der Ausstellung «Tibet. Buddhas, Götter, Heilige». (Die Ausstellung schloss 2008.)
Umfangreiche bauliche Erneuerungen prägten das Museum zwischen 1978 und 1986 und zwischen 2008 und 2011. Nach über 150 Jahren Museumspräsenz an der Augustinergasse liegt der Museumseingang mit der grundlegenden räumlichen, gestalterischen und inhaltlichen Neuausrichtung des Hauses seit September 2011 direkt am Münsterplatz.
> Architektur
> Sammlung