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Der Sohn eines schlichten Goldschmieds sollte das Handwerk des Vaters erlernen, zeigte jedoch früh schon sein musikalisches Talent und studierte Flöte am Wiener Konservatorium. Schon als Sechszehnjähriger wurde er Flötist im Theater in der Josefstadt unter dem Dirigenten Franz von Suppé. Der sah die ersten Kompositionsversuche, riet zum Weitermachen und förderte eine Kapellmeisterlaufbahn des Jungen. Nach Lehr- und Wanderjahren in Graz, Wien und Budapest kam er 1869 für immer zurück nach Wien, wo er bis 1883 Kapellmeister und Hauskomponist im Theater an der Wien war.
Sein Wiener Debüt als Meister der Operette markierte Das verwunschene Schloß (1878). Der Bettelstudent schließlich macht Millöcker zum weltbekannten Komponisten. Das Textbuch stammt von F. Zell und Richard Genée, die auch für Strauß und Suppé zahlreiche Text verfasst haben. Den Autoren ist ein Textbuch gelungen, welches dem Komponisten dankbarste Aufgaben vorgab. Das historische und nationale Milieu (Sachsen-Polen), die farbige Charakterisierung des Hauptgestalten und die nuancierte Gestaltung der Dialoge. So ist Der Bettelstudent besonders reich an melodischen Einfällen, rhythmischer Frische, Wohllaut und noblem Sentiment im Lyrischen. Die Uraufführung fand am 6. Dezember 1882 im Theater an der Wien statt. Der Erfolg war so gross, dass die Operette zwei Monate hindurch jeden Abend gespielt werden konnte und im Verlauf der folgenden zwei Jahre auf dieser Bühne 150 Aufführungen erlebte.
Der finanzielle Ertrag ermöglichte Millöcker fortan, als freier Komponist zu arbeiten. Eine Folge von Schlaganfällen, beginnend am 8. Januar 1892, schwächte die Lebensenergien des Komponisten so, dass er nicht mehr schöpferisch arbeiten konnte. Am 28. Dezember 1899 erlitt er einen neuerlichen Schlaganfall. Dieser lähmte ihn rechtsseitig, raubte ihm die Sprache und zeitweilig das Bewusstsein. Kurz vom dem Jahrhundertwechsel ist Carl Millöcker am 31. Dezember 1899 in Baden bei Wien gestorben.
Am 2. Januar 1900 fand die Beisetzung statt. Doch beschloss der Wiener Gemeinderat, dem Komponisten ein Ehrengrab in der Reichshauptstadt zu widmen. So wurde die letzte Ruhestätte denn der Wiener Zentralfriedhof, wo am 28. April 1902, am 60. Geburtstag, ein prachtvolles Grabdenkmal enthüllt wurde, welches auf dem Sockel ein Relief hat, dass das Finale des 2. Aktes vom Bettelstudenten mit der portraitgenauen Wiedergabe der Premierenbesetzung darstellt.
Der Text wurde minimal an die "Operette Möriken-Wildegg"-Aufführung angepasst
und basiert auf dem Artikel
Carl Millöcker
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