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Die Schweiz hat den relativ ruhigen, friedlichen und geordneten Verlauf des Sezessionsreferendums im Sudan mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Das Referendum sei „ein Meilenstein bei der Umsetzung des Friedensabkommens von 2005“, sagte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. „Sein Verlauf stellt eine bedeutende politische Leistung auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden dar.“ Gleichzeitig brachte die Bundespräsidentin ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass es im Zuge des Referendums dennoch in mehreren Fällen zu Gewaltausbrüchen gekommen ist, bei denen Tote und Verletzte zu beklagen waren.
Seit dem Kriegsende unterstützt die Schweiz als neutrale Friedensfördererin beide Verhandlungsparteien bei ihren Bemühungen, Lösungen für einen nachhaltigen Frieden im Sudan zu finden. So vermittelt sie auf Anfrage beider Parteien seit einigen Monaten technische Expertise in den Bereichen der Trennung der Vermögenswerte und Schulden ("Aktiva und Passiva“) sowie Bankenwesen und Währungsfragen zur Unterstützung der laufenden Post-Referendums-Verhandlungen. Nach dem klaren Ausgang des Sezessionsreferendums wird die Schweiz ihr Engagement mit unverminderter Kraft weiterführen.
Am 9. Juli 2011 endet die Übergangsperiode des Friedensabkommens von 2005 zwischen Nord- und Südsudan, zu dessen Zustandekommen nebst anderen Ländern auch die Schweiz einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Das Abkommen beendete den zweiten südsudanesischen Bürgerkrieg nach 22 Jahren. Anschliessend wird der Südsudan voraussichtlich seine Unabhängigkeit vom Norden erklären und zum 193. Land der Welt werden. Die überwiegende Mehrheit der abstimmenden Südsudanesen hat sich im Sezessionsreferendum vom Januar 2011 für die Trennung ihres Landesteils vom Norden ausgesprochen. Die Schweiz nahm im Rahmen der EU-Referendumsbeobachtungsmission ebenfalls mit einem Langzeit- und zwei Kurzzeit-Referendumsbeobachtern teil. Heute wurde das Resultat des Sezessionsreferendums in Khartum offiziell verkündet.
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