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Absinth, ein alkoholisches Getränk, das aus verschiedenen Pflanzen und Kräutern, einschliesslich des Wermuts (Artemisia absinthium), hergestellt wird, hat eine lange und oft kontroverse Geschichte. Es wurde im 19. Jahrhundert vor allem in Frankreich und der Schweiz populär, bevor es in vielen Ländern verboten wurde.
Der Mythos, dass Absinth zur Abtreibung verwendet wurde, ist einer von vielen, die sich um dieses Getränk ranken, aber er ist nicht gut belegt. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Wermut in verschiedenen Formen, nicht spezifisch Absinth, im Laufe der Geschichte als Mittel zur Menstruationsförderung und möglicherweise zur Abtreibung verwendet wurde. Wermut enthält Thujon, eine Substanz, die in hohen Dosen toxisch wirken kann und die zu Krämpfen, Nierenversagen und sogar zum Tod führen kann. Aus diesem Grund könnte Wermut in der Volksmedizin für solche Zwecke benutzt worden sein.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass viele der negativen Geschichten, die Absinth umgeben, einschliesslich seiner Verwendung als Abtreibungsmittel, Teil einer grösseren Panikmache waren, die teilweise durch die aufkommende Temperenzbewegung und die Konkurrenz der Weinindustrie geschürt wurde. Die wissenschaftliche Forschung hat viele der damals behaupteten Effekte von Absinth, insbesondere die Behauptung, es sei halluzinogen, nicht bestätigen können.
Der Konsum von Absinth selbst als Mittel zur Abtreibung wäre zudem äusserst gefährlich und unzuverlässig gewesen. Wie bei vielen toxischen Substanzen, die historisch zur Abtreibung verwendet wurden, wäre das Risiko für die Gesundheit der Frau sehr hoch gewesen, ohne eine garantierte Wirkung auf die Schwangerschaft zu haben.
In der modernen Welt gibt es sichere und effektive medizinische Verfahren für den Schwangerschaftsabbruch, und der Gebrauch von toxischen Substanzen wie Wermut für solche Zwecke ist nicht nur unzuverlässig, sondern auch gefährlich und illegal.
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