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Als wir den diensthabenden Arzt, Dr. John Manders, darauf ansprechen, hat er immerhin eine verdammt witzige Antwort parat. Er sagt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken: «Das ist keine Verwechslung. Wir behandeln hier nämlich nur Schweizer. All die anderen lassen wir draussen in der Kälte liegen, bis sie sterben.»
Auch wenn der Humor von Dr. Manders trockener ist als die Atacama-Wüste: Er ist alles andere als ein Pausenclown. Der Mann ist im zivilen Leben Traumatologe in einem Krankenhaus in Quebec. Für seinen Einsatz an den Olympischen Spielen erhält er keinen Cent und bezieht sogar mehrere Wochen Ferien. Respekt! Aber auf Ernsthaftigkeit scheint Dr. Manders heute keine Lust zu haben.
Auf unsere Frage, was denn die grösste Herausforderung im Job sei, sagt er: «Die Kanalisation.» - «Ähm, I'm not sure if... äh... I understand…?» - «Come on, think about it: Wir haben 17’000 Kondome verteilt. Und die Athleten werden nach dem Sex ihr Kondome möglichst unauffällig entsorgen wollen. Und ihr könnt euch ja vorstellen was passiert, wenn wir 17’000 Kondome in der Kanalisation haben, oder?». Danke, wir können.
Alejandro Velert ist Sportredaktor der Schweizer Illustrierten und verfolgt die Olympischen Spiele gemeinsam mit Fotograf Hervé Le Cunff live vor Ort in Vancouver.