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Nachdem ein provisorischer Vorgängerbau im Barfüsserkloster am Hirschgraben 1890 abbrannte, präsentiert sich seit 1891 das am Zürichsee gelegene Haupthaus im Stil des französisch geprägten Historismus beziehungsweise Neobarock. Als erstes Haus überhaupt, war die Beleuchtung von Anfang an elektrisch. Mit circa 1100 Sitzplätzen Fassungsvermögen ist es nach Genf die zweitgrößte Opernbühne der Schweiz. Beginnend mit Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, die dort ihre Karriere starteten, zieht Zürich bis heute die großen Namen der Klassik an, darunter Thomas Hampson, Diana Damrau oder Cecilia Bartoli.
Das Opernhaus Zürich ist indes zur Uraufführungsstätte einiger der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts avanciert. So erklangen Alban Bergs „Lulu“, Paul Hindemiths „Mathis der Maler“, Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ sowie Bohuslav Martinůs „Griechische Passion“ im Haus am Sechseläutenplatz zum ersten Mal. Darüber hinaus sind vor allem in den 1920er- und 30er Jahre eine Vielzahl von Operetten namhafter Komponisten uraufgeführt worden, darunter von Robert Stolz, Eduard Künneke, Joseph Beer, Oscar Straus und Emmerich Kálmán. Nicht zuletzt wurde Richard Wagners „Parsifal“ 1913 in Zürich erstmalig außerhalb von Bayreuth gespielt.