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The Happy Prince
Regie: Rupert Everett
Darst.: Rupert Everett, Colin Firth, Emily Watson, Colin Morgan, Edwin Thomas, Tom Wilkinson, Anna Chancellor, Julian Wadham, Béatrice Dalle, André Penvern u.a.
Oscar Wilde, Dandy und einst gefeierter Theaterautor und Darling der Londoner Gesellschaft, ist nach seiner Verurteilung wegen «Unzucht» und einer zweijährigen Haftstrafe ein gebrochener Mann. Hoch verschuldet, gesundheitlich angegriffen und gesellschaftlich geächtet, nimmt er den Namen Sebastian Melmoth an und flüchtet nach Paris. Umsorgt von seinen treuesten Freunden Robbie Ross und Reggie Turner liegt er im November 1900 sterbenskrank im schäbigen Hôtel d’Alsace. Trotz aller Widrigkeiten bewahrt er seinen geistreichen Humor bis zum Ende: «Entweder geht diese scheussliche Tapete – oder ich.» In fiebrigen Traumbildern und Erinnerungen lässt er sein Leben Revue passieren, die zerbrochene Ehe mit Constance und seine fatale, langjährige Beziehung zum jüngeren Lord Alfred «Bosie» Douglas. Für Rupert Everett – Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor des Films – ist «The Happy Prince» ein Herzensprojekt. Jahrelang hat er am Drehbuch gearbeitet, zudem spielte er in den zwei Wilde-Verfilmungen «An Ideal Husband» und «The Importance of Being Earnest» mit. Mit der Rolle des Oscar Wilde im Bühnenstück «The Judas Kiss» von David Hare löste er bei Publikum und Kritik Begeisterungsstürme aus, was den Ausschlag gab, auch in «The Happy Prince» die Hauptrolle zu übernehmen. Mit Colin Firth, Colin Morgan, Emily Watson, Tom Wilkinson und Béatrice Dalle hat er ein hochkarätiges Ensemble an seiner Seite. Anlässlich der Premiere an der diesjährigen Berlinale schrieb Sarah Kugler im Tagesspiegel: «Es ist Everetts Film durch und durch. Er erzählt das Geschehen aus Wildes Sicht, die Kamera ist immer nahe bei ihm. Sein Wilde ist nicht ein sympathischer Mensch – und man mag ihn dennoch. Weil Everett ihn als Menschen zeigt. Einen, der auf der Suche nach Liebe ist, nach Geborgenheit und Erfüllung.» «The Happy Prince» ist der Titel eines Märchens, das Oscar Wilde für seine beiden Söhne schrieb, eine tieftraurige, wunderschöne Geschichte um die goldverzierte Statue eines Prinzen und eine Schwalbe, die sich innig verbunden sind. «Love is everything» heisst es im Film. Das gilt gleichermassen für Everetts Hingabe an seine Titelfigur.