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Die meisten Polarfüchse haben im Sommer ein graubraunes, im Winter ein weisses Fell. Es gibt auch Polarfüchse, die kein weisses Winterfell bekommen, die sogenannten Blaufüchse. Der dichte Pelz schützt die Füchse vor Kälte. Sie halten Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius aus.
Der Polarfuchs, auch Eisfuchs genannt, lebt in der Arktis. Zu ihr gehört das Nordpolarmeer, von dem ein Teil ständig zu einer dicken Eisdecke gefroren ist. Aber auch Land gehört zur Arktis. Im Sommer ist es schneefrei, und es wachsen Flechten, Moose, ein paar Sträucher, jedoch kaum Bäume. Diese Landschaft nennt man Tundra. Polarfüchse findet man vor allem im Gebirge der Tundra und in der Nähe von Küsten.
Polarfüchse bevorzugen Lemminge als Beute, fressen aber auch Mäuse, Schneehasen, Vögel und deren Eier, Muscheln, Fische, Seeigel oder tote Robben.
Meistens jagen Polarfüchse aus dem Hinterhalt: Sie springen auf das Beutetier und drücken es zu Boden. Dank ihren guten Ohren können die Füchse auch Beutetiere aufspüren, die sich unter der Schneedecke in unterirdischen Gängen aufhalten.
Im Sommer sammeln die Tiere manchmal Nahrung und tragen sie als Vorrat in ihre Höhle.
Während der sogenannten Ranzzeit im Frühling sucht sich das Polarfuchsmännchen ein Weibchen. Polarfuchspaare bleiben ein Leben lang zusammen.
Polarfüchse leben oft in Gruppen: Sie bestehen aus einem erwachsenen Männchen, den Jungen und zwei Weibchen. Eines der beiden Weibchen ist ein Junges vom Vorjahr. Es hilft, die Jungen aufzuziehen.
Nach rund 50 Tagen bringt das Polarfuchsweibchen in einem Bau oder einer Felsspalte bis zu zehn Junge zur Welt. In den ersten Tagen haben die Jungen ihre Augen geschlossen. Die Mutter säugt die Jungen, und der Vater bringt ihr in dieser Zeit Nahrung in den Bau.
Wenn die Jungen zwei bis vier Wochen alt sind, kommen sie aus dem Bau. Ihr Vater bleibt bei ihnen und hilft ihnen, Nahrung zu suchen. Die Mutter jagt nun auch wieder.
Mit etwa zehn Monaten sind die Jungen bereit, sich selber zu paaren.
Früher haben die Menschen Polarfüchse wegen ihres dicken Fells gejagt und fast ausgerottet. Obwohl es heute in vielen Ländern verboten oder teilweise verboten ist, Polarfüchse zu jagen, stellen manche Menschen noch immer Fallen.
Dem Polarfuchs macht aber vor allem die Klimakrise zu schaffen. Weil es immer wärmer wird, verändert sich der Lebensraum des Polarfuchses. Die verwandten Rotfüchse kommen immer weiter in den Norden und vertreiben die kleineren und schwächeren Polarfüchse.
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