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1. Sie zählt zu den erfolgreichsten Regiseurinnen Deutschlands
Ihren Namen kennen im deutschsprachigen Raum fast alle. Entweder als Regisseurin von Filmen oder als Autorin von Büchern und Kurzgeschichten.
Ihren Durchbruch hatte Doris Dörrie mit 30 Jahren mit der Komödie «Männer». Fünf Millionen Menschen schauten sie sich im Kino an. Das hatte bis dahin noch kein deutscher Film geschafft.
Bis heute drehte sie über 30 Kino- und TV-Filme.
2. Sie ist ein Karriere-Sprungbrett
Viele deutsche Schauspieler verdanken ihr den Erfolg. Zum Beispiel Uwe Ochsenknecht. 1985 spielte er in «Männer» einen verpeilten Künstler. Für diese Rolle gewann der damals 29-Jährige seine ersten Auszeichnungen.
Elmar Wepper war bereits 64 Jahre alt, als er 2008 die Hauptrolle in «Kirschblüten – Hanami» übernahm. Er stand zwar schon seit Jahrzehnten vor der Kamera. Wurde aber als Darsteller in bayrischen Heile-Welt-Serien belächelt.
Doris Dörrie besetzte ihn trotzdem. Mit Erfolg. Wepper wurde hochgelobt, gewann unter anderem den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Und gilt seither als ernstzunehmender Schauspieler.
3. Sie wollte weg von Hollywood
1988 drehte Dörrie einen Film in den USA: die Komödie «Ich und Er» über einen sprechenden Penis. Laut ihrem Vertrag hätte sie noch fünf weitere Filme in Hollywood drehen können. Sie entschied sich dagegen.
«Ich habe immer mehr meine Sprache verloren», begründet sie 2010 in einem Interview. Auf Englisch schreiben konnte sie nicht. «Aber auch auf Deutsch sind mir nicht mehr die richtigen Formulierungen eingefallen.»
4. Sie war schon über 30 Mal in Japan
Ihre Filme sind auf Deutsch. Inspiration holt sie sich aber auch ausserhalb der Heimat. Vor allem Japan hat es ihr angetan. Zum ersten Mal reiste sie 1985 ans Tokio International Film Festival, auf dem sie einen Film präsentierte. Seither war sie über 30 Mal in dem fernen Land.
Fünf ihrer Filme spielen zumindest teilweise in Japan: «Erleuchtung garantiert», «Der Fischer und seine Frau», «Kirschblüten – Hanami», «Grüsse aus Fukushima» und «Kirschblüten & Dämonen».
5. Sie entscheidet mit, wer einen Oscar bekommt
2019 wurde Doris Dörrie in die Oscar-Academy aufgenommen. Zusammen mit rund 9000 anderen Filmschaffenden entscheidet sie, an wen die wichtige Auszeichnung geht. «Ich habe jetzt jeden Morgen 70 bis 120 Mails im Postfach mit Streams von Filmen, die ich mir anschauen soll», erzählt sie in einem Interview mit dem NDR.
Sie setze sich bei der Auswahl vor allem für Filme weiblicher Regisseurinnen ein. «Da gibt es ein riesiges Ungleichgewicht.» Sie unterrichtet an der Filmhochschule München. Dort seien 70 Prozent der Studierenden Frauen. «Am Ende arbeiten aber nur 15 Prozent als Regisseurinnen.»