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Die Schweiz ist wirtschaftlich erfolgreich, aber andere Industriestaaten wachsen schneller. Zudem dürfte die Alterung der Bevölkerung das Wachstum künftig abbremsen. Das geht aus dem Lagebericht zur Schweizer Volkswirtschaft vor, den der Bundesrat laut einer Mitteilung am Freitag gutgeheissen hat. Darin weist er unter anderem darauf hin, dass das Wachstum in der Schweiz seit 1990 schwächer ausgefallen ist als in den Nachbarstaaten und in den grossen Industriestaaten. Nur die italienische Wirtschaft ist weniger stark gewachsen.
Der Bundesrat spricht in dem Bericht zwei Faktoren an, die das Wachstum in Zukunft weiter verlangsamen dürften. Zum einen wachse die Produktivität langsamer. Zum anderen werde die Alterung der Bevölkerung die Wachstumsdynamik des Bruttoinlandprodukts um rund 0,5 Prozent pro Jahr abschwächen.
Die Schweiz weise im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften einige Stärken auf. Dazu gehören die gute Infrastruktur, die gute Bildung, die internationale Offenheit des Landes, die relativ niedrige Steuerbelastung und die niedrige Steuerquote. Der Bundesrat macht aber auch Schwächen aus, darunter den mangelnden Wettbewerb im Binnenmarkt, die Regulierungsdichte und den Fachkräftemangel. In diesen Bereichen sei die Schweiz in den letzten Jahren sogar noch zurückgefallen, heisst es in dem Bericht.
In seiner Einschätzung der künftigen Entwicklung geht der Bundesrat in seinem Basisszenario von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 0,6 Prozent bis 2045 aus. Die Produktivität dürfte zwar jährlich um 1,1 Prozent zunehmen, aber der Arbeitseinsatz pro Kopf würde um 0,4 bis 0,5 Prozent sinken, erwartet der Bundesrat. Wenn es dagegen gelingt, mit Reformen die Arbeitsproduktivität anzukurbeln, könnte das durchschnittliche Wachstum auf 1 Prozent und mehr steigen. Falls es jedoch zu einem Reformstau komme, könnte das jährliche Wachstum auf schwache 0,3 Prozent sinken. stk