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Autor: Pascale HOfmeier
Der Gemeinderat von Düdingen wird am 20. März neu bestellt. Mindestens vier der neun Sitze werden neu besetzt. Und weil Gemeindepräsidentin Hildegard Hodel nach 19 Jahren im Gemeinderat, davon zehn Jahre als Präsidentin, zurücktritt, wird dieser neue Gemeinderat auch einen neuen Gemeindepräsidenten oder eine -präsidentin bestimmen. Auf sechs Listen kandidieren insgesamt 27 Personen.
Philipona oder Bapst
Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Amt an einen der fünf bisherigen Gemeinderäte geht: Kuno Philipona (CVP), Marianne Dietrich-Wenger (CVP), André Schneuwly (Freie Wähler), Franz Schneider (FDP) und Niklaus Mäder (SVP). Bei allen fünf ist eine Wiederwahl sehr wahrscheinlich. Bisher wurde das Gemeindepräsidium meist an die Partei mit den meisten Sitzen vergeben. Dies ist in Düdingen die CVP, die seit den letzten Wahlen 2006 vier Sitze hält. Da von den bisherigen CVP-Gemeinderäten Marianne Dietrich erst vor knapp anderthalb Jahren in den Gemeinderat nachgerückt ist, stehen die Chancen für Kuno Philipona (seit 2001) gut, neuer Ammann zu werden. Ebenfalls gute Chancen für das Amt werden dem neuen Kandidaten Markus Bapst eingeräumt, der als Grossrat politische Erfahrungen mitbringt. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein neu Gewählter direkt Ammann wird.
Beinahe sicher ist, dass das Amt in bürgerlicher Hand bleiben wird. Die Linke wäre wohl auch mit einer Koalition zu schwach, um die bürgerliche Mehrheit zu überstimmen.
Wer kriegt die Sitze?
Spannender gestaltet sich die Ausgangslage bei der Sitzverteilung, auch wenn die CVP auch hier dominieren wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die CVP in Düdingen nicht erneut als wählerstärkste Partei aus den Wahlen hervorgehen wird, ist gering. Zwar steht sie vier Parteien gegenüber, die je einen Sitz gewinnen möchten: SVP, FDP, CSP und SP haben das erklärte Ziel, ihre Präsenz im Rat von einer auf zwei Personen aufzustocken. Aber die CVP müsste zwei Sitze verlieren und eine der anderen Parteien müsste zwei Sitze gewinnen, damit die CVP nicht mehr die wählerstärkste Partei wäre. Oder einer anderen Partei müsste es gelingen, mehrere Sitze für sich zu gewinnen.
Ein Blick auf die Listen
Mit Blick auf die ganze Schweiz hat die SVP gute Chancen, einen weiteren Sitz zu gewinnen. Die Partei ist 2006 in Düdingen zum ersten Mal zur Wahl angetreten und hat mit Niklaus Mäder auf Anhieb einen Sitz gewonnen.
Schwieriger dürfte der angestrebte Sitzgewinn für FDP, CSP und SP werden. Die SP schickt eine Sechserliste mit lauter neuen Kandidierenden ins Rennen, die Bisherige Ursula Krattinger-Jutzet steht nicht mehr zur Verfügung. Bei den letzten Wahlen hat die SP einen zweiten Sitz knapp verfehlt.
Für die FDP treten vier Kandidierende an, darunter auch Ursula Eggelhöfer. Sie war bereits im Januar 2005 in den Gemeinderat nachgerückt, wurde jedoch bei den Wahlen 2006 nicht wiedergewählt. Dadurch verlor die Partei einen ihrer Sitze.
Die CSP tritt mit drei neuen Kandidierenden an, der Bisherige Mario Sturny steht nicht mehr zur Verfügung. Bis zu den Wahlen 2006 hatte die CSP zwei Sitze im Düdinger Gemeinderat inne.
Ebenfalls drei Kandidierende schicken die freien Wähler ins Rennen. Die Partei hält bisher einen Sitz und hat keine Ambitionen auf Sitzgewinne geäussert.