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Die Frage des Hymens
- Häufig ist die Frage der Jungfräulichkeit mit jener des Hymens («Jungfernhäutchen») verbunden, einer dünnen und weichen Membran am Eingang der Vagina.
- Jedes Hymen ist anders in Form und Grösse: dünn oder dicker, glatt, höckerig, faltig, oval oder gerillt. Das Hymen verschliesst die Vaginalöffnung nicht, so dass das Menstruationsblut abfliessen kann, obwohl es noch intakt ist. Junge Mädchen mit intaktem Hymen können Tampons passender Grösse verwenden (es darf nicht wehtun). Hingegen ist die Menstruationstasse aufgrund ihrer Grösse für junge Mädchen mit intaktem Hymen wenig geeignet.
- Das Hymen reisst in der Regel beim ersten Geschlechtsverkehr, aber nicht immer. Es kann auch reissen, wenn die junge Frau oder das Mädchen noch jungfräulich ist. Nicht selten wird das Hymen bei Unfällen oder sportbedingten Quetschungen beschädigt.
- Das Vorhandensein oder Fehlen des Hymens kann nicht allein als Nachweis der Jungfräulichkeit gelten.
- Eine Untersuchung des Hymens ist aber wichtig, wenn die Unversehrtheit der jungen Frau oder des Mädchens in Frage steht ist (infolge eines sexuellen Missbrauchs).
Der erste Geschlechtsverkehr
Entgegen einer weit verbreiteten Meinung treten nicht unbedingt Blutungen beim ersten Geschlechtsverkehr auf. Manche Frauen verlieren ein paar Blutstropfen, wenn das Hymen reisst, bei anderen ist das nicht der Fall. Das Reissen des Hymens kann zuweilen Schmerzen verursachen, aber auch unbemerkt bleiben.