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Zum zweiten Mal binnen knapp zwei Jahren ist in einem Bahnhof der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein Zug verunglückt. Mindestens 99 Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden mit.
Der Nahverkehrszug hatte im Bahnhof Once offenbar ungebremst einen Prellbock gerammt und war über das Gleisende hinausgerast. Unter den Verletzten seien zwei achtjährige Kinder, hiess es.
Anfang 2012 waren am selben Bahnsteig 51 Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen, Hunderte wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Verdacht gegen Lokführer
Der nun verunglückte Zug war auf der Sarmiento-Linie unterwegs, die die westlichen Vororte von Buenos Aires verbindet. Die genaue Unglücksursache war zunächst unklar. Vermutet wurde, dass die Bremsen versagten. Einem Bericht der Zeitung «La Nación» zufolge versuchte der Lokführer, den Datenträger mit Aufnahmen der Sicherheitskamera aus der Führerkabine zu entwenden. Er sei später in seinem Rucksack gefunden worden.
Einige Passagiere hätten den Lokführer nach dem Unfall zur Rede gestellt, ihn beschimpft und mit Steinen beworfen, hiess es. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden.