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Harald Siegel wurde in Leipzig geboren. Er begann 6-jährig mit dem Klavierspiel und nahm erfolgreich an Jugend-Musikwettbewerben teil (2. Preis beim nationalen Joh.-Seb.-Bach-Wettbewerb Leipzig, 1. Preis beim Landes-Wettbewerb "Jugend Musiziert"). Nachdem er bereits mit 14 Jahren als Jungstudent in die Hochschule für Musik und Theater Leipzig aufgenommen wurde studierte er dort nach dem Abitur Klavier bei Prof. Markus Tomas und Prof. Josef Christof sowie Dirigieren bei Prof. Gert Bahner und Prof. Christian Kluttig. Er vervollständigte seine Dirigierstudien am Royal Welsh College of Music and Drama (Grossbritannien), wo er Assistent von Howard Williams wurde. Gleichzeitig studierte er Opernkorrepetition bei Anthony Negus (Künstlerischer Leiter des Longborough Festivals).
In dieser Zeit trat er bereits als Dirigent in der St. David's Hall Cardiff und in der Royal Academy of Music London auf und dirigierte u.a. das Cardiff Young Symphony Orchestra. Harald Siegel wurde in Meisterkursen von wichtigen Dirigenten wie Jorma Panula, Neeme Järvi und George Hurst geprägt.
Bereits während des Studiums war Harald Siegel Musikalischer Leiter des Jungen Leipziger Opernensembles, wo er u.a. Il Barbiere di Siviglia von Paisiello (Gastspiel am Theater Görlitz) und Lo Speziale von Haydn dirigierte. Beim Festival "Klangrausch" des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig leitete er "Sisyphos" von Steffen Schleiermacher, ausserdem hatte er die Musikalische Leitung der Uraufführung der Oper "Leonce und Lena" von Christian FP Kram, einem Auftragswerk der Musikhochschule Leipzig.
Noch vor Abschluss seines Studiums wurde Harald Siegel ans Theater Biel-Solothurn engagiert, wo er seither die Laufbahn vom Repetitor mit Dirigierverpflichtung bis zum Kapellmeister durchlief. Hier konnte er sich ein Repertoire von ca. 60 Opern und Operetten erarbeiten, welches von den grossen Mozart-, Verdi- und Rossini-Opern bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts reicht. Eine Zusammenarbeit verband ihn unter anderem mit Camille Kerger (Uraufführung der Oper "Amadis" nach Lully) sowie mit dem Berner Komponisten Christian Henking (Uraufführung der Oper "Figaro¿")
In der Folge wurde ihm die Musikalische Leitung zahlreicher Neuproduktionen anvertraut, welche gleichermassen von Publikum und Presse gefeiert wurden, so z.B. Eugen Onegin (Tschaikowsky), L’Italiana in Algeri (Rossini), L’Heure Espagnole (Ravel), Orfeo ed Euridice (Gluck) und Die Fledermaus (Strauss).
Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit als Operndirigent bildet die Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis, wie zuletzt bei der Einstudierung von "La Cecchina" von N. Piccinni. Vom Schweizer Opernstudio der Hochschule der Künste Bern wurde er eingeladen, die Opera buffa „Il Curioso Indiscreto“ von Pasquale Anfossi zu leiten.
Harald Siegel gastiert regelmässig in zahlreichen Schweizer Städten, zuletzt mit einer konzertanten Aufführung der "Fledermaus" in der Tonhalle Zürich. Das Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig verpflichtete ihn für Familienkonzerte im grossen Sendesaal des MDR.
Im Rahmen des „Opera Festival and Competition with MEZZO TV“ dirigierte Harald Siegel am Ungarischen Nationaltheater Szeged "L’Heure Espagnole" von Ravel und "Alexandre bis" von Martinu. Die Aufführung wurde vom französischen Fernsehsender MEZZO TV in über 30 Länder weltweit übertragen. Im Rahmen dieses internationalen Wettbewerbs fungierte er zudem als Jurymitglied.
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