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Krankengeschichten
(Zum Schutze des Patientengeheimnisses wurden die Namen geändert, sind jedoch der Redaktion bekannt.)
Erfahrungsbericht von Claudine, Mai 2004 (Mitglied SHV KdJ)
Heute weiss ich, was ich bis 57 nicht wusste: ich bin Jodallergikerin. Mein Sohn übrigens auch. In diesem Alter las ich zum ersten Mal, was Jod alles auslösen kann. Leider kannte ich alle folgenden Krankheiten aus eigener Erfahrung.
Z.B. Schilddrüsenstörungen und Übergewicht in der Kindheit, Hautausschläge, Ekzeme, Akne (auch nach der Geburt meines Sohnes), Lichtempfindlichkeit und Sonnenallergie, wobei letztere mit jedem Jahr schlimmer wurden.
Mit ca. Fünfzig bekam ich rote Flecken, die sich schuppten bis aufs Blut. Diagnose: Psoriasis (Schuppenflechte), unheilbar.
Bei den Perioden hatte ich immer starke Krämpfe, bis hin zur Ohnmacht. Einzige Lösung: starke Schmerzmittel. Diagnose: nicht behandelbare Hormonstörungen. Ich hatte sehr viel Kopfschmerzen, Migräne und Schnupfen. Von Zeit zu Zeit Schilddrüsen- und Hormonstatusabklärungen. Depressive Phasen.
Mitte Zwanzig, Diagnose eines kleinen Kropfes. Schilddrüsenwerte in der Norm.
Mitte Dreissig nehmen die Sehstörungen, Lidrand- und Bindehautentzündungen konstant zu. Die Augenärzte, die ich aufsuche - ich fahre sogar nach Deutschland - können mir nicht helfen. Die Medikamente, die ich erhalte - viele Augentropfen enthalten Jod! - verschlimmern die Sache nur noch. Ich bin verzweifelt.
Mein Immunsystem ist trotz medikamentöser Unterstützung sehr schlecht. Erkältungen und Bronchitiden häufen sich. Zunehmende rheumatische Beschwerden. Die Amalgamwerte werden deshalb geprüft. Alle Plomben werden entfernt und durch Keramik-Inlays ersetzt. Nach der Ausleitung werden die Werte nochmals geprüft. Diagnose von Dr. med. N.: "Amalgam ist jetzt i. O., etwas stört nach wie vor, ich finde nur nicht was."
Ab Mitte 40 überstürzen sich die Ereignisse: alternierende Schilddrüsenüberfunktions- und -unterfunktionsbeschwerden, Herzrasen, hoher Puls, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Heisshungerattacken und grosse Müdigkeit. 1990 folgt die erste schwere Darmentzündung. Trotz Behandlung und Diät bleiben chronischer Durchfall und Magen-Darmbeschwerden bestehen.
1998 wird in einer Blutuntersuchung eine Leukozytose festgestellt. Verdacht auf Blutkrebs, was sich nicht bewahrheitet. Vermutung auf Stressleukozytose. Jahre später lese ich, dass es auch eine sog. jodinduzierte Leukozytose gibt! Trotz medikamentöser Behandlung, bleiben die üblichen Beschwerden bestehen. Nach zwei weiteren starken Darmentzündungen erfolgt eine Darmspiegelung. Diagnose: Divertikel. Eine Operation - Entfernung des Dickdarms - drängt sich auf, so die Meinung der behandelnden Ärzte. Ich beschliesse, mich nicht operieren zu lassen.
Etliche Besuche bei zwei Endokrinologen helfen auch nicht weiter. Diagnose: Kropf mit Knoten, Schilddrüsenwerte in der Norm.
Nach der Lektüre eines Artikels über die Folgen von Jod in Nahrungsmitteln für Jodallergiker, beschliesse ich versuchsweise, alle zusätzlich jodiertenLebensmittel zu meiden. Nach zwei Monaten konsequenter Abstinenz künstlich jodierter Lebensmittel, erlebe ich den ersten Sommer meines Lebens ohne Sonnenallergie, Lidrand- und Bindehautentzündung und auch ohne Durchfall! Hurra!
Nun, wenn ich heute extrem aufpasse, nur unjodierte Lebensmittel, Getränke, Medikamente usw. zu mir zu nehmen, dann geht es mir wesentlich besser als früher. Es kann aber sicher nicht die Meinung sein, dass ich bis an mein Lebensende nach Frankreich fahren muss, um einzukaufen, damit auch ich, als Jodallergikerin, in der Schweiz einigermassen überleben kann. Notabene in einem Land mit Lebensmitteln im Überfluss.
Ich fordere deshalb die Verantwortlichen der Jodierung auf, in der Schweiz Folgendes in Kraft zu setzen:
1. Sofortige klare Deklaration von zugesetztem Jod, auch im Käse.
2. Nicht zusätzlich jodiertes Viehfutter.
3. Bereitstellen von unjodierten Grundnahrungsmitteln in Grossverteilern.
4. Freie Wahl von jodierten bzw. unjodierten Speisen in Restaurants, Kantinen und Spitälern.
Erfahrungsbericht von Virgilio (Mitglied SHV KdJ)
Künstliches Jod in der Nahrungskette ist verantwortungslos und kriminell.
Seit 2002 weiss ich, dass mein halbes Leben durch eine Jodallergie erschwert wurde. Im Alter von 52 Jahren las ich per Zufall, was Jod alles auslösen kann. Ich musste feststellen, dass ich eine Vielzahl dieser Krankheiten kannte.
Ende der 70er Jahre begann eine Parodontose begleitet von Zahnfleischbluten, ausserdem Magen- Darmprobleme wie Aufstossen und Durchfall. Im Herbst 1981 zog ich als Restaurantinhaber in die Toscana. Ab da Parodontose-Stopp, Magen- Darmbeschwerden wie weggeblasen. Fühlte mich sehr gut. Rückkehr in die Schweiz 1984: Rückkehr der gleichen Krankheiten!
Zuerst Behandlung mit Chemie ohne Erfolg, dann mit Homöopathie (Dr. E. in L.) mit mässigem Erfolg.
Ab 1998/99 kamen folgende neue Beschwerden hinzu: Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzflattern mit Atemnot und erhöhtem Blutdruck. Die Behandlung durch Dr. E. brachte keinen Erfolg.
Weitere Beschwerden kamen hinzu: Augenflimmern rechts, Nasenbluten, Stechen im Hals (Schilddrüse), Kopfschmerzen, nächtliche Wadenkrämpfe, Angstzustände, Schweissausbrüche, Gelenkschmerzen im rechten Knie und in den Fingern (konnte kaum etwas in der linken Hand halten), Fressattacken mit Gewichtszunahme auf 84 kg. Ich wurde nervös und aggressiv.
Dr. E. schickte mich zum Kardiologen.
Befund Dr. S. in L: Herz ist gesund, aber man könnte trotzdem eine kleine Operation durchführen (Durchblasen). Kostenpunkt: Fr. 20 000.-- Ich lehnte dankend ab.
Wegen der Magen-Darmbeschwerden ging ich zum Onkologen Dr. St. In L. Befund: Lebensmittelvergiftung. Sei aber nicht schlimm, ich dürfe alles essen.
Ein Blutkristallisationstest bei Dr. Sa in L bestätigte diverse Krankheiten. Heilungschancen: keine.
Letzter Arztbesuch bei Dr. G. in L: er konnte mir eine starke Jodallergie nachweisen!
Seit 2002 tätigen meine Familie und ich unsere Lebensmitteleinkäufe in Frankreich und Italien. Seither bin ich beschwerdefrei. Frankreich und Italien jodieren nicht flächendeckend! Aber Vorsicht: man kann trotzdem mal in eine Jodfalle laufen, dann kommen etliche Beschwerden in abgeschwächter Form wieder zurück!
PS1: Ich hoffe, mit meiner Krankengeschichte den Mitmenschen in diesem Land die Augen zu öffnen und sie zu ermuntern, selbst gegen diese skandalöse Jodprophylaxe in der Schweiz aktiv zu werden.
PS2: Ich bringe nun wieder 73 kg auf die Waage und fühle mich gut.
PS3: Was die Wissenschaftler in der Jodkommission mit uns treiben, ist eine flächendeckende Volksvergiftung!
Januar 2005
Erfahrungsbericht von Berthy, geb. 1924, Mai 2005 (Mitglied SHV KdJ)
1940, also mit 16 Jahren, hatte ich eine Handverletzung, die mit Jod desinfiziert wurde, was bei mir nach drei Tagen einen Jod-Allergieschock ausgelöst hatte und dringend ärztliche Hilfe erforderte. (Total aufgeschwollenes Gesicht und Ohnmachten).
1942 mit 18 Jahren erste Schilddrüsen-Operation. Infektion infolge Drain. Anschliessend monatelang Drüsenschwellung am Hals links.
1953 Operation einer Eierstock-Cyste rechts, gutartig.
1964 Zweite Schilddrüsen-Operation mit Stimmbandlähmung rechts. Es vergingen 1 ½ Jahre, bis meine Stimme wieder einigermassen hörbar war. Von der zweiten Operation an Einnahme von Eltroxin
1968 Gallenblasen-Operation mit Zwerchfell-Hernie-Operation.
1976 Drei mal eine Radio-Jod-Behandlung wegen Schilddrüsentumor, welcher in den rechten Thorax hinein wuchs. Spital T. in Z. Danach immer Eltroxin 1,5mg.
1986 Blasen-Operation mit Gebärmutterentfernung.
1988 Nächtliche Schüttelfrostanfälle während ca. 5 Monaten. Neurologische Abklärungen bei Dr. H. in Z. EEG . Eltroxin-Reduktion auf 0,1mg
2005 Notfallmässige Spitaleinweisung wegen starker Atemnot und Stridor. MRS zeigte wieder eine Struma rechts. Abklärung Spital T. in Z. Probeexzision negativ.
Zusammenfassend möchte ich noch erwähnen, dass ich seit jeher an Blähungen und Verstopfung leide, ohne einen sicheren Grund dafür zu haben. Heute ist mir schon Verschiedenes klar über die Stimmungsschwankungen und Heisshunger-Attacken, ebenso über die verschiedenen Allergien (Aphthen, Juckreiz usw.), die man nirgends zuordnen kann. Brot vertrage ich auch schlecht.
Woran ich aber heute am meisten leide, ist die Schlaflosigkeit; übrigens schon seit Jahren schlafe ich maximal 3 bis 4 Stunden pro Nacht. Schlafmittel, die mir der Arzt verordnete habe ich abgelehnt, um nicht in die Abhängigkeit zu geraten.
Erfahrungsbericht von Monique, Juni 2005 (Mitglied SHV KdJ)
Meine Hashimoto-Diagnose habe ich vor drei Jahren erhalten. Ich gehe aber davon aus, dass ich bereits in meiner Jugendzeit oder noch früher an der Schilddrüse erkrankte. Im Alter von etwa zwanzig Jahren meinte mein damaliger Hausarzt, dass die Schilddrüse leicht vergrössert wäre und dass man das im Auge behalten müsse. Zudem hatte ich immer erhöhte Leukozytenwerte.
Ab ca. meinem 18. Lebensjahr litt ich an Darmentzündungen und Infekten. Im Alter von 34 Jahren mussten bei mir die Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen operativ entfernt werden, da sie durch meine immer wiederkehrenden Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen stark geschädigt waren. In dieser Zeit bekam ich Akne und Entzündungen im Gesicht mit entsprechenden zurückbleibenden Narben. Ich war bei einem bekannten Dermatalogen in Zürich, den die Ursache scheinbar nicht interessierte und mich für eine kosmetische Behandlung an seine Frau weiter verwies. Seine Frau konnte damit ihren Umsatz verbessern,mir hat es aber null und nichts gebracht. Bei einer Allergologin wurde ich auf praktisch alle Lebensmittel getestet. Ausser auf Milch, Erdbeeren und Pilze reagierte ich auf die meisten anderen Lebensmittel mit zum Teilgrossen Quaddeln. Anschliessend unterzog ich mich einer Bioresonanztherapie. Dadurch ging es mir etwas besser, aber schon nach kurzer Zeit war alles wieder beim Alten. Nach einem stressbedingten Zusammenbruch nahm ich innert sechs Monaten 12 kg zu, obwohl ich wenig ass und keinen Appetit hatte. Vorher musste ich immer acht geben, dass ich (weil eher untergewichtig) mein Gewicht halten konnte und ich nicht abnahm. Meine Gynäkologin liess dann meine Schilddrüsenwerte testen und es stellte sich heraus, dass meine Schilddrüse fast keine Schilddrüsenhormone mehr produzierte. Mein TSH-Wertwar bei 63.0 (Norm 0.10 - 4.20). Nach einer Ultraschalluntersuchung und einer Feinnadelpunktion sowie der Bestimmung der Antikörper bekam ich dann die Diagnose Hashimoto. Seither nehme ich künstliche Schilddrüsenhormone ein und nach einer langwierigen Einstellungsphase, während der es mir zum Teil sehr schlecht ging, geht es mir heute um einiges besser. Zurückgeblieben sind allerdings der Durchfall, bei Stress Darmentzündungen und die Hautprobleme. Zudem bin ich aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten auch weniger belastbar.
Nach dem interessanten Bericht im BEOBACHTER wundert es mich nicht, dass wir alle an der Schilddrüse Erkrankten trotz Therapie weiterhin zum Teil schwere gesundheitliche Probleme haben. Da Jod den Autoimmunprozess verstärkt, sollte möglichst darauf verzichtet werden. Aufgrund dieses Berichtes konsumieren wir je nach Ernährung tagtäglich extreme Jodbomben. Das war mir so nicht bewusst und hat micherschreckt. Durch die Zwangsjodierung zwingt uns der Staat dazu und nimmt bewusst in Kauf, dass es einem Teil der Bevölkerung gesundheitlich schlecht geht. Das darf doch nicht sein!