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Die Spondylolyse zählt zu den Krankheiten der Wirbelsäule, bei der durch die Verschiebung der Wirbelkörper im Wirbelbogen ein Riss oder Spalt entsteht. In diesem Fall spricht man von der „echten“ Spondylolyse. Von dieser sind häufig Kinder und vor allem Jugendliche im Wachstumsalter betroffen. Daneben gibt es noch die degenerative Form, die altersbedingt ist. Sie entsteht aufgrund von Abnutzung und ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal. Bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnt sich die Wirbelsäule zu verändern und erste Abnutzungserscheinungen entstehen. Besonders häufig ist der Lendenwirbelbereich von der Spondylolyse betroffen.
Die Spondylolisthese ist eine Sonderform der Spondylolyse, die auch als Wirbelgleiten bezeichnet wird. Bei dieser Erkrankung schiebt sich ein Teil der Wirbelsäule über den darunter liegenden Wirbelkörper. Das Gleiten zweier Wirbelkörper zueinander ist ebenfalls eine Instabilität der Wirbelsäule und kann angeboren oder erworben sein. Die Wirbelkörperverschiebung wird meist durch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT eindeutig diagnostiziert. Physiotherapeutische Massnahmen können bei der angeborenen Form der Gleitwirbel gute Ergebnisse erzielen. Eine Operation ist erst dann nötig, wenn neurologische Ausfälle als Symptome in Erscheinung treten.
Charakteristisch sowohl für die Spondylolyse als auch für die Spondylolisthese sind Rückenschmerzen, die in das Gesäss und die Beine ausstrahlen. Die Schmerzen verstärken sich, wenn du dich zurückbeugst und werden sofort schwächer, wenn du dich nach vorne beugst. Weitere Symptome, die bei vielen Patienten auftreten, sind die Bildung eines Hohlkreuzes und eine Verschiebung des Rumpfes. Die Beschwerden und Symptome sind denen eines Bandscheibenvorfalls nicht unähnlich und vom Laien meist nur schwer von ihm abzugrenzen. Bei etwa 80 Prozent aller Patienten allerdings verläuft die Spondylolyse völlig symptomfrei und wird nur durch Zufall im Rahmen bildgebender Verfahren entdeckt.
Eine Spondylolyse kann angeboren sein. In vielen Fällen liegen aber auch andere Ursachen zugrunde. Zur Risikogruppe gehörst du zum Beispiel, wenn du bestimmte Sportarten ausführst. Bei folgenden Sportarten wird die Wirbelsäule stark in Mitleidenschaft gezogen:
Eine einseitige Belastung ist ein Risikofaktor sowohl für die Spondylolyse als auch für zahlreiche andere Arten von Rückenbeschwerden. Knochenerkrankungen wie die Osteoporose können ebenfalls zu einem Bruch am Wirbelbogen führen, ebenso wie akute Verletzungen oder Tumore.
Die Spondylolyse ist in den meisten Fällen eine angeborene Erkrankung. Von ihr sind zahlreiche Patienten betroffen, ohne es überhaupt zu wissen. Es kann sein, dass die typischen Symptome wie Rückenschmerzen ausbleiben. Sorgen die Muskeln und Bänder für ausreichend Stabilität, kann die Erkrankung auch völlig schmerzfrei verlaufen.
Ehe man sich für die geeignete Behandlung entscheidet, muss man zunächst die Ursachen der Spondylolyse herausfinden. Handelt es sich um die echte oder die degenerative Form der Erkrankung? Zudem müssen weitere Erkrankungen wie der Bandscheibenvorfall ausgeschlossen werden. Folgende weitere Faktoren spielen bei der Auswahl der Therapie eine Rolle:
In den meisten Fällen kommt eine konservative Therapie zum Einsatz. Sind wirbelsäulenschädigende Sportarten der Auslöser, sollte mit ihnen pausiert werden. Andere Formen der Bewegung sind aber unbedingt zu empfehlen. Ein Stützverband oder Korsett kann dabei helfen, den betroffenen Teil der Wirbelsäule zu stützen. Auch spezielle Übungen aus der Physiotherapie tragen dazu bei, die Wirbelsäule zu stabilisieren. Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente unterstützen den Patienten dabei, die Schmerzen in einer akuten Phase der Krankheit besser auszuhalten.
Erst wenn die konservative Therapie auch nach mehreren Monaten keinen Erfolg bringt, wird über eine Operation nachgedacht. Bei neurologischen Symptomen wie Lähmungen in den Beinen ist jedoch eine möglichst schnelle Operation ratsam, um dauerhafte Schädigungen an den Nerven auszuschliessen. Bei der Operation wird versucht, die Spaltbildung zu schliessen oder aber der Wirbel wird versteift. Nach der Operation ist meist eine mehrwöchige Reha angedacht und ratsam. Nach einer OP dauert es mindestens zwölf Wochen, ehe der Patient wieder voll belastbar ist. Während dieser Zeit wird mit physiotherapeutischen Massnahmen die Muskulatur von Rücken und Bauch gestärkt. Diese Muskeln dienen der Stabilisierung der Wirbelsäule und beugen Erkrankungen vor.
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