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Die ersten neun Monate dieses Jahres waren nach Angaben von Wissenschaftlern der US-Regierung der heisseste Zeitraum auf der Erde seit Aufzeichnungsbeginn. Insgesamt seien in sieben der letzten neun Monate historische Hitzerekorde aufgestellt worden.
Im September seien die höchsten Temperaturen seit 1880 gemessen worden, teilte die Behörde für Wetter- und Meeresforschung NOAA (National Oceoanic and Atmospheric Administration) mit. Die globale Durchschnittstemperatur im September lag 0,9 Grad Celsius über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Die Oberflächentemperatur der Ozeane sei ebenso gestiegen wie die der Erdmasse, so die NOAA.
Der generelle weltweite Temperaturanstieg wird dem Klimawandel zugeschrieben. Die durchschnittliche CO2-Konzentration der Atmosphäre stieg 2014 erneut an und erreichte einen globalen Durchschnittswert von knapp 400 ppm – 1990 lag der Wert noch bei gut 350 ppm. Auch der Juli war weltweit besonders heiß, was Meteorologen allerdings auch auf das natürliche Phänomen el Niño zurückführen, das laut NOAA noch bis Frühling 2016 anhalten könnte. Dabei handelt es sich um veränderte Strömungen im Bereich des äquatorialen Pazifiks. Ob Wechselwirkungen zwischen diesem natürlichen Phänomen und dem Klimawandel stattfinden, ist unklar.
Stimmt die Prognose der NOAA, die einen langen und starken el Niño voraussagt, könnte der kommende Winter weltweit insgesamt mild ausfallen – und es könnten vielerorts starke Tropenstürme wie Hurrikane auftreten.