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Der Mittelmeerraum unterscheidet sich stark von den weiter nördlich gelegenen Gebieten Europas. Die Erdkruste im Süden unseres Kontinentes ist viel unruhiger (aktiver) als im übrigen Teil des Festlandes, das heisst, es gibt viele Vulkane und es kommt häufiger zu Erdbeben. Auch das Klima weist spezielle Merkmale auf. Es ist wärmer und im Sommer deutlich trockener.
Die Vegetation wächst und reift vor allem im milden, regnerischen Winter und im Frühling. Während der sommerlichen Trockenphase reduzieren die Pflanzen ihre Aktivität auf ein Minimum. Typische Kulturpflanzen des Mittelmeerraums sind die Weinrebe, der Oliven- und der Zitrusbaum. Die natürliche Vegetation des Mittelmeerraums hat sich unter dem Einfluss des Menschen stark verändert: Die ursprünglichen Wälder sind grösstenteils verschwunden. An deren Stelle finden wir heute meist die sogenannte Macchia. Dort, wo die Macchia übernutzt wird, können im schlimmsten Fall wüstenartige Landschaften entstehen.
Im Gegensatz zum Atlantik ist das Mittelmeer mit seiner vergleichsweise kleinen Fläche kaum von den Gezeiten betroffen. Als abgeschnittenes Nebenmeer leidet es hingegen unter einer starken Gewässerverschmutzung.