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Teilprojekt Ausbruchsbekämpfung
Das Teilprojekt Ausbruchsbekämpfung steht unter der Leitung von Dr. Niccolò Buetti und ist im April 2017 gestartet.
Das Ziel dieses Teilprojektes ist die Ausarbeitung nationaler Richtlinien, welche das schrittweise Vorgehen bei der Prävention, Analyse und Bekämpfung von Ausbrüchen mit epidemiologisch relevanten multiresistenten Erregern beschreiben. Die zu erarbeitenden Empfehlungen werden in einen allgemeinen und einen spezifischen Teil unterteilt.
Folgende Inhalt wurden für diese Richtlinien festgelegt.
Allgemeiner Teil:
Ein standardisiertes Vorgehen bei nosokomialen Ausbrüchen in Gesundheitseinrichtungen (Akutspitälern und ggf. Rehabilitationskliniken) wird erarbeitet. Dabei wird eine aktuelle Beschreibung der Zuständigkeiten zusammengefasst.
Spezifischer Teil:
Spezifische Empfehlungen zur Prävention und Bekämpfung einzelner multiresistenter Bakterien im nosokomialen Setting werden erarbeitet. Der Fokus liegt auf folgende Mikroorganismen:
- Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)
- Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE)
- Carbapenemase-produzierenden Enterobacteriaceae (CPE)
- Enterobacteriaceae mit Breitspektrum Beta-Laktamasen (ESBL)
- Multiresistenten gramnegativen Stäbchen (MDR) mit anderweitigem Resistenz-Mechanismus
Für jeden einzelnen dieser Erreger wird folgendes beschrieben:
- Screening,
- Präventive Prozesse zur Isolierung
- Umgehen mit Kontaktpatienten
- Umweltdekontamination
- Wann die Isolationsmassnahmen aufgehoben werden können
- Dekolonisierung von Patientinnen und Patienten,
- Kennzeichnung von kolonisierten Patienten
Weitere zusätzliche Prozesse während eines Ausbruches mit einem multiresistenten Keim werden beschrieben:
- Intensivierung der Isolationsmassnahmen
- Kohortierung
- Surveillance Kulturen
- Kennzeichnung von Patienten
- Dekontamination der Umwelt
- Screening der Umwelt
- Massnahmen bei Mitarbeitenden und Dekolonisierung während eines Ausbruchs
Erarbeitung der Empfehlungen
Die Empfehlungen werden von der Projektgruppe erarbeitet. Die Vernehmlassung der Entwürfe (allgemeiner und spezifischer Teil) durch die Akteure ist für Ende 2018 geplant. Die endgültigen Empfehlungen sollen voraussichtlich Mitte 2019 veröffentlicht werden.
Kontakt: Dr. Niccolò Buetti