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Dieser Indikator gibt Auskunft über die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei Schweizerinnen und Ausländerinnen, die in der Schweiz wohnen. Die Rate der Schwangerschaftsabbrüche ist ein wichtiger Indikator der reproduktiven Gesundheit. Sie reflektiert sowohl gesellschaftliche Einflüsse als auch individuelle Entscheidungen, welche sich je nach Herkunftsland unterschiedlich ausprägen können. Tiefere Raten werden im Allgemeinen mit einer besseren Nutzung der Angebote zur Familienplanung sowie der Anwendung angemessener Methoden zur Verhütung von Schwangerschaften in Verbindung gebracht.
Im Jahr 2020 lag die Rate der Schwangerschaftsabbrüche bei den Schweizerinnen bei 5,4‰. Bei den Ausländerinnen betrug die Rate 8,7‰.
Zwischen 2011 und 2018 ist die Schwangerschaftsabbruchrate gesamthaftzurückgegangen (0,4 Promillepunkte) und dann zwischen 2018 und 2020 wieder angestiegen (+0,4 Promillepunkte). Zwischen 2011 und 2020 betrug die Abnahme bei den Ausländerinnen 1,6 Promillepunkte, während die Quote bei den Schweizerinnen um 1,0 Promillepunkte stieg. Der relative Unterschied zwischen den Schweizerinnen und den Ausländerinnen ist kleiner geworden. 2011 war die Rate bei den Schweizerinnen 2,3-mal tiefer als bei den Ausländerinnen, 2020 lag dieser Wert bei 1,6.
Die Schwangerschaftsabbruchrate variiert nach Alter. Die Diskrepanz zwischen den Raten von Ausländerinnen und Schweizerinnen ist bei den 35- bis 39-Jährigen am kleinsten (7,8‰ gegenüber 5,4‰). Am grössten ist sie bei den 20- bis 24-Jährigen: Für die Ausländerinnen liegt die Rate bei 12,1‰,gegenüber 6,8‰ für die Schweizerinnen in dieser Altersgruppe.
Tabellen
Definitionen
Dieser Indikator bestimmt die Anzahl der (medizinisch indizierten und freiwilligen) Schwangerschaftsabbrüche bei in der Schweiz wohnhaften Frauen pro 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren sowie nach Altersklasse. Die Rate nach Staatsangehörigkeit errechnet sich aus der weiblichen Bevölkerung derjenigen Kantone, die bei einem Schwangerschaftsabbruch die Nationalität der Frau erfassen (dies ist für etwa die Hälfte der Kantone der Fall).