Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03507.jsonl.gz/1508

Read more
Im Mittelpunkt der Darstellung stehen einerseits die nationalsozialistische Hochschulpolitik, soweit sie die Studenten betraf, andererseit die Mentalität, die politische Einstellung und die Lage der Studentenschaft im Dritten Reich.
Es ist Hauptziel des Buches, den Konflik tzwischem dem Totalitätsanspruch des NS-Regimes und den in der Studentenschaft wirksam werdenden Gegenkräften möglichst differnziert und umfassend zu analysieren. Die Unzufriedenheit vieler Studenten über die Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit, das Desinteresse an politischer Schulung und die Versuche, sich den Anforderungen der Parteifunktionäre zu entziehen werden geschildert.
Das Buch macht aber auch die Grenzen der Unzufriedenheit sichtbar: Widerstandsaktionen wie die der "Weißen Rose" wurden von der Mehrheit der Studenten nicht gebilligt, sondern abgelehnt.
Die Auseinandersetzung zwischen den Korporationen und dem NS-Studentenbund, die Politisierung der Lehrveranstaltungen, die Vertreibung oppositioneller und jüdischer Studenten, der studentische Arbeitsdienst, das Frauenstudium im NS-Staat und der studentische Widerstand sind weitere zentrale Themen des Buches.
About the author
Michael Grüttner, geboren 1953, apl. Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin, Studium der Geschichte, Philosophie und Soziologie, 1983 Promotion, 1994 Habilitation, 1998 bis 2002 Visiting Professor an der University of California in Berkeley.