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Auf seiner Website kündigte Mircosoft an, dass der Markenname Office in den kommenden Monaten verschwinden wird. Die verschiedenen Komponenten sollen in der Anwendung «Microsoft 365» gebündelt werden. Unter diesem Namen vermarktet das Unternehmen schon seit längerem Office-Programme, die per Web-Anwendung genutzt und im Abo bezahlt werden.
Den Namen «Microsoft 365» erhalten Office.com, die Office-App für mobile Geräte und die Office-Anwendung für Windows. Design, Icon und Funktionalität sollen dabei im neuen Glanz erscheinen, verspricht der Konzern.
2023 verschwindet Office
Bei der Web-Anwendung von Office erfolge Umstellung im kommenden November. Die Office-Programme für Windows und mobile Geräte sollen im Januar 2023 folgen. In der neuen Anwendung integriert seien die Programme Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams, Loop, Clipchamp, Stream und Designer.
Bis Office 2021 und Office LTSC (eine Firmenversion mit besonderem Support für Geschäftskunden) auslaufen, soll der Vertrieb der Office-Produkte für die Desktop-Installation weiterhin unter dem Namen «Office» geführt werden. Neue Features und Versionen werden danach jedoch unter dem neuen Namen vermarktet. Die Preise sollen gleich bleiben.
Ein Microsoft-Programm startet auf dem Mac
Die allererste Version von Microsoft Office erschien am 1. August 1989 für den Apple Macintosh und umfasste die Textverarbeitung Word, die Tabellenkalkulation Excel und die Präsentationssoftware PowerPoint sowie Microsoft Mail. Die erste Version für Windows folgte ein gutes Jahr später. 1992 erschien Office erstmals auf CD-ROM.
Ab 1994 bildeten die drei Programme Word, Excel und Powerpoint in den Office-Versionen das Paket «Standard». Eine «Professional»-Version wurde um die Programme Access und Mail erweitert. 1995 erschien Microsoft Office 95, in welchem sich zum ersten Mal alle Komponenten die Versionsnummer 7 teilten. Von nun an wurde mit Jahreszahlen nummeriert – Ausnahme bildeten Office XP und Office v.X (Mac) 2001.
De-Facto-Standard in vielen Büros
Bei Office XP verlangte die Windows-Version auch erstmals eine Produktaktivierung per Internet oder Telefon. Ohne diese Aktivierung stellte das Programm nach einigen Starts seine Funktion ein. Windows 95 wurde ausserdem nicht mehr unterstützt. Office XP war das letzte Office-Paket, das auf MS-DOS-basierten Betriebssystemen lief.
Mit Version 2007 wurden in der Bedienoberfläche die sogenannten Ribbons eingeführt. Sie gruppierten die bislang in Menüs untergebrachten Funktionen am oberen Bildschirmrand in einer Multifunktionsleiste, wie es Office-User auch heute noch gewohnt sind. 2010 kam die erste Version, mit der Dokumente auch im Browser bearbeitet werden konnten.
Microsoft Office erreichte in den mehr als 30 Jahren seit seiner Lancierung eine marktbeherrschende Stellung unter den Büroprogrammen. Word, Excel, PowerPoint, Access und Outlook bilden heute den De-facto-Standard in ihren jeweiligen Anwendungsfeldern und haben ehemals konkurrierende Produkte fast verdrängt. Doch es gibt Alternativen. Die grössten Mitbewerber stellen Apache OpenOffice beziehungsweise LibreOffice dar.
Quellen:
(osc)