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Erst tönte alles wahnsinnig vielversprechend. Nachdem in einer Gemeinde im US-Bundesstaat Michigan das Trinkwasser mit Fluor versetzt wurde, ging die Zahl der Zahnlücken bei Kindern um 60 Prozent zurück. Das war 1945. Seither weiss man ein bisschen mehr über die Fluoridierung von Trinkwasser, die mit besten Absichten für die Zahngesundheit in vielen Ländern eingeführt wurde: Sie kann auch negative Folgen haben.
Fluoridiertes Trinkwasser gefährdet bereits Föten
Die neueste diesbezügliche Studie kommt aus Kanada. Dort haben Wissenschaftler festgestellt, dass Kinder im Alter von drei Jahren einen niedrigeren Intelligenzquotienten aufweisen, wenn bei ihren Müttern in der Schwangerschaft eine erhöhte Fluorkonzentration im Urin festgestellt wurde.
Schützt die Plazenta nicht das Ungeborene?
Eigentlich ist die Plazenta im Mutterleib dafür zuständig, Gifte und Keime auszufiltern, bevor sie zum Ungeborenen gelangen. Jedoch gelingt dies nur zu 90 Prozent. Fluor gehört zu den wenigen Giftstoffen, die ungehindert den Mutterkuchen passieren können.
Dass dadurch die Hirnentwicklung des Ungeborenen Schaden nimmt, wird in Fachkreisen seit Längerem diskutiert und erforscht. Wie stark das Fluor den IQ beeinflusst, zeigt eine mexikanische Studie auf. Diese stellt fest, dass sich je Milligramm Fluor pro Liter Urin der Schwangeren der IQ des Kindes im Schulalter um 6 Punkte senkt. Dies schreibt das deutsche Ärzteblatt.
Was bedeuten die Studienergebnisse für Schwangere?
Die Fluoridierung von Trinkwasser betrifft vor allem Menschen auf dem amerikanischen und australischen Kontinent. In der Schweiz ist fluoridiertes Speisesalz erhältlich. Trinkwasser wurde bei uns in den Sechzigerjahren einzig in Basel mit Fluor versetzt, und diese Massnahme wurde vor sechs Jahren wieder eingestellt.