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200 m, Männer: Der zweite Sprint-Final an diesen Spielen war fest in nordamerikanischer Hand. Der Kanadier Andre De Grasse krönte sich nach Bronze über 100 m zum Olympiasieger über die halbe Bahnrunde. Bei leichtem Gegenwind avancierte der 26-Jährige in 19,62 Sekunden zum achtschnellsten 200-m-Läufer der Geschichte. In einem packenden Finish wies De Grasse die Amerikaner Kenneth Bednarek (19,68) und Noah Lyles (19,74) in die Schranken.
Hammer, Männer: Nach 3. Plätzen an den Weltmeisterschaften 2015, 2017 und 2019 sowie Bronze an den Olympischen Spielen 2016 in Rio gelang dem Polen Wojciech Nowicki endlich der grosse Wurf. Der Europameister von 2018 gewann mit der persönlichen Bestweite von 82,52 vor dem überraschenden Norweger Eivind Henriksen (81,58) und Nowickis Landsmann Pawel Fajdek (81,53).
Katarina Johnson-Thompson (Siebenkampf): Die britische Weltmeisterin von 2019 blieb am ersten Tag des Siebenkampfs auf der Strecke. Die 28-Jährige aus Liverpool verletzte sich im 200-m-Lauf und wurde disqualifiziert. Nach dem ersten Tag führt die Niederländerin Anouk Vetter mit 3968 Punkten.
800 m, Männer: Die 800 m der Männer bleiben in kenianischer Hand. Das ostafrikanische Land feierte dank Emmanuel Korir, der in 1:45,06 siegte, und Ferguson Rotich (1:45,23) einen Doppelsieg. Für Kenia war es das vierte Olympia-Gold über die zwei Bahnrunden in Folge nach den Siegen von Wilfred Bungei (2008) und David Rudisha (2012 und 2016). Bronze holte der frühere polnische Hürdenläufer Patryk Dobek.
3000 m Steeple, Frauen: Das Steeple-Rennen der Frauen endete mit einer Überraschung. Peruth Chemutai sicherte in 9:01,45 Uganda das erste weibliche Olympia-Gold in der Leichtathletik. Die 22-Jährige konnte als Einzige die Tempoverschärfung von Courtney Frerichs nach rund einem Kilometer mitgehen und liess die Amerikanerin in der letzten Runde stehen. Die Kenianerin Hyvin Kiyeng gewann nach Silber 2016 nun Bronze. Die kenianische Weltrekordhalterin Beatrice Chepkoech und Emma Coburn aus den USA, die Weltmeisterin von 2017, gingen leer aus.
400 m Hürden, Frauen: 24 Stunden nach Karsten Warholm und Co. pulverisierten auch die Frauen den Weltrekord über 400 m Hürden. Die Amerikanerin Sydney McLaughlin siegte in 51,46 Sekunden. Sie verbesserte ihren eigenen Weltrekord um 44 Hundertstel. Ihre Landsfrau Dalilah Muhammad als Zweite (51,58) zeigte ebenso ein herausragendes Rennen wie die Niederländerin Femke Bol, die den Europarekord auf 52,03 Sekunden senkte.
Jason Joseph: Der 22-jährige Basler verpasste den Final über 110 m Hürden deutlich. Er belegte im zweiten Halbfinallauf in 13,46 Sekunden nur den fünften Platz, was in der Endabrechnung den 14. Rang ergab. Für den Final waren 13,32 Sekunden notwendig. Joseph hat am Vortag (13,31) gezeigt, dass er diesen Wert in den Beinen hat.
(sda)