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Magmatische Gesteine oder Magmatite sind, wie es der Name andeutet, aus erstarrendem Magma entstanden. Dabei sind die Plutonite in der Erdkruste erstarrt, während sich Vulkanite beim Austritt an die Erdoberfläche gebildet haben. Zu diesen gehören insbesondere Granit, Diorit, Gabbro.
Rhyolith
Vulkanisches Gestein mit einem hohen Quarzanteil (Streckeisen-Diagramm). Einsprenglinge von Quarz, Alkalifeldspat, Plagioklas und wenigen dunklen Gemengteilen (Biotit, Amphibol) in einer dichten, glasartigen Grundmasse. Das Gestein entstand aus saurem und darum zähflüssigem Magma. Die Lava kann im Vulkanschlot oder in Vulkangängen erstarren. Andererseits kann es zu einem explosionsartigen Vulkanausbruch kommen: es bildet sich eine über 800 °C heisse Glutwolke, welche als pyroklastischer Strom (Ignimbrit) über die Flanken des Vulkans und weit ins Vorland fliessen kann und bei Temperaturen unter 550 °C erstarrt.
Im Rhyolith können so genannte Fiamme vorhanden sein - vom Vulkan ausgeworfene Bimssteine oder Glasfragmente, welche heiss und formbar sind, und während des Fluges in die Länge gezogen und bei der Ablagerung zusammengedrückt werden. Typischerweise entstehen flammenförmige Strukturen (italienisch: Fiamma/Fiamme).
Schwach metamorphe Rhyolithe (anchimetamorph) werden als Quarzporphyr bezeichnet.
Diorit
Beim Diorit handelt es sich um ein plutonisches Gestein bestehend aus Plagioklas und dunklen Gemengteilen (Amphibol, Pyroxen, Biotit). Quarz kann je nach Gestein in geringen Mengen vorkommen (siehe Streckeisen-Diagramm). Im Diorit tritt ein albitischer Plagioklas auf; im Gegensatz zum Anorthit-reichen Plagioklas in Gabbros (Albit: NaAlSi3O8; Anorthit: CaAl2Si2O8).
Diorit-Magma bildet sich durch parzielle Schmelze in Subduktionszonen und kann in die zugehörigen Gebirge eindringen und auskristallisieren. Das Gestein kann als Dioritstock oder als Gang erstarrt auftreten.
Eine seltene Form des Auftretens sind schalig-kugelige Diorite (Kugeldiorit).
Peridotit
Peridotit ist das Hauptgestein des oberen Erdmantels; er setzt sich aus Olivin (Peridot) und in variablem Verhältnis aus Orthopyroxen und Klinopyroxen zusammen. Daneben kommen Granat und Spinell vor. Als Dunit wird ein Peridotit mit mehr als 90 % Olivin bezeichnet; im Harzburgit dominiert der Orthopyroxen-Anteil, während der Wehrlit Klinopyroxen-betont ist. Die meisten Peridotite weisen eine Lherzolith-Zusammensetzung auf.
Peridotit ist schwer (Dichte 3.3 g cm-3)
Serpentinisierung: Peridotit kann sich entlang von mittelozeanischen Rücken durch Aufnahme von Wasser zu Serpentinit umwandeln (Metasomatose). Andererseits kann Peridotit durch Metamorphose unter mittleren Druck und Temperaturbedingungen (300-500 °C) serpentinisiert werden.