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Sich etwas aus den Fingern zu saugen ist mühsam, auch im übertragenen Sinne. Darum zerbricht sich Simi G. nicht länger den Kopf darüber, was er nun schreiben könnte. Sondern er pickt sich fortan einen Medienartikel mit Bezug zum LCFC-Umfeld heraus und ergänzt diesen um ein paar flache Worte (die Worte flach halten!).
Den Beginn dieser selbsternannten schriftstellerischen Epoche macht ein Innenverteidiger mit „Masse und Macht“: Boris „Godunow“ Gygax.
Diejenigen glücklichen Untertanen, die ihn näher kennenlernen durften, wissen, dass er „eigentlich kein skrupelloser Herrscher“ über den Strafraum ist, sondern „eher ein Kind des spezifisch russischen Denkens“, will heissen, er hat keine überheblichen Allüren des Mächtigen, doch sollte es jemand wagen, sich unbefugt in sein Territorium zu schleichen und den Seinigen zu schaden (in Form eines Gegentores etwa), dann blitzt sein Zorn auf und geht er mit „unbändiger Wut gegen seine Gegner“ vor! Ein Pragmatiker, was sein Zarenreich angeht, aber ein „seltsam anrührender Mensch“ was seine Untergebenen anbelangt, ein mit „Wärme“ liebender Zarengatte, ein Ästhet was seine Roben betrifft und eine Lust am Feiern, verbunden „mit verhauchender Verwirrung“ am Ende der dritten Halbzeit; das ist unser Boris.
Und wenn er nicht infolge einer Verwechslung mit einem zeitgenössischen britischen Barden auf die Insel emigriert ist, so lebt er noch heute in seinem Turm zu Winterthur.
(Alle Zitate aus dem oben abgebildeten Text von Verena Naegele in der Baz vom 29. April 2008. )