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Charcoal ist die englische Bezeichnung für (Holz-)Kohle. Das Wort beschreibt ziemlich treffend den Effekt, den diese spezielle Färbung bei Katzen hat: Sie sehen aus, als wären sie mit einem Kohleschleier überzogen worden.
Text: Monika Wernli
Charakteristisch für die Farbe Charcoal sind im Speziellen der verbreitete Aalstrich, der sich wie das namengebende «Cape» über den Rücken zieht, sowie die von der hellen Augenumrandung abgesetzte dunkle Gesichtsmaske – die sogenannte «Brille». Insgesamt ist Charcoal dunkler als herkömmliche Tabby-Varianten.
Charcoal als Teil-Melanismus
Die Charcoal-Färbung lässt sich auf die Einkreuzung der kleinen Wildkatzenart Asian Leopard Cat (ALC), auch Leopardkatze (Prionailurus bengalensis) genannt, zurückführen. In den 1970er Jahren wurde die ALC mit Hauskatzen (Felis silvestris catus) gekreuzt, und so die Bengal-Rasse gezüchtet. Berichten zufolge soll das dunkle Charcoal bei den ersten Filial-Generationen (F1 und F2) gelegentlich aufgetreten sein, schien dann aber – zumindest im Phänotyp – wieder zu verschwinden. Genetische Analysen scheinen nahezulegen, dass nicht alle ALC diese Mutation trugen; stattdessen könne das Merkmal auf fünf ursprüngliche Bengal–Linien zurückverfolgt werden.
Aus diesem Grund gehört Charcoal wohl derzeit (noch) nicht zu den anerkannten Bengal-Farben. 2014 gelang es Liza Gershony und Forscherkollegen, das verantwortliche Gen zu entschlüsseln: Es handelt sich um eine Mutation des Agouti-Gens. Die Bezeichnung Agouti leitet sich von der gleichnamigen Nagetiergattung ab, deren Deckhaare eine besonders ausgeprägte Bänderung der einzelnen Haare aufweisen. Daher werden Fellmuster, die auf einer Farbbänderung der einzelnen Haare basieren, als Agouti bezeichnet. Bei unseren Hauskatzen ist Agouti die ursprüngliche Wildfärbung: durch die Bänderung der Haare zeigen diese Katzen ein Tabbymuster. (…)
Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe 5/23.