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Wenn der Künstler mit der Rapperin und der Theaterfrau, dann kommt ein multimediales Stück Musiktheater dabei heraus. So geschehen im Fall von Fabian Chiquet, Steff La Cheffe und Annalena Fröhlich. Das erste Gemeinschaftswerk der Dreierschaft heisst Alice, ist in Zusammenarbeit mit Terre des Femmes entstanden und lotet die heutige Situation der Frau und Genderstereotypen aus. Als Ausgangslage diente die absurd-skurrile Welt von Lewis Carrolls «Alice im Wunderland» aus dem Jahre 1865.
1.5 Jahre dauerte die Erarbeitung des multimedialen Musiktheaters, welches Schauspiel mit Musik, Spoken Word, Video und Tanz kombiniert. Die Absurdität, Surrealität und Künstlichkeit des Wunderlandes, in welchem sich die Alice der literarischen Vorlage bewege, habe durchaus Parallelen mit dem aktuellen Genderdiskurs, sagt Fabian Chiquet. Wenn über Genderstereotype gesprochen werde, habe jeder eine sehr starke Meinung zu dem Thema, weil wir ja alle davon betroffen seien.
Den Text für das Stück entstande auf der Basis von Interviews, welche mit 35 Frauen gänzlich unterschiedlicher Herkunft geführt wurden. Diese Interviews wurden aber nicht 1:1 übernommen, sondern dienten lediglich dazu, die Problemfelder auszuloten, welche im Stück verhandelt werden. Auf der Bühne geben verschiedene wunderliche Charakter wieder, was die befragten Frauen bewegt und wie sie mit gesellschaftlichen Erwartungen umgehen.