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Als das Minensuchboot «USS Ardent» mit 102 Soldaten an Bord im Februar 2014 im kalifornischen San Diego vor Anker lag, brach auf dem Schiff eine Influenza-Epidemie aus. Insgesamt 22 Soldaten steckten sich an und erkrankten an einem Virus-Typ, gegen den sich alle Soldaten geimpft hatten. Die Impfung ist für US-Soldaten unter Androhung einer Strafe obligatorisch.
Letzten Monat veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde «Centers for Disease Control and Prevention» eine Untersuchung zu diesem Fall. Als erster habe ein 24-jähriger Soldat auf dem Festland das Virus erwischt und die andern Soldaten angesteckt. An Bord hätten die Soldaten viele Räume geteilt, Türfallen, Handläufe und andere Gegenstände nacheinander berührt und die ventilierte Luft eingeatmet.
18 der 22 erkrankten Soldaten waren mit dem Influenza-Subtyp H3N2 angesteckt. Fazit der Untersuchung: «Dieser (Influenza-)Ausbruch zeigt das Risiko eines H3N2-Durchbruchs unter geimpften und sonst gesunden jungen Personen» («This outbreak highlights the risk for an H3N2 influenza outbreak among vaccinated and otherwise healthy young persons»).
«Ganz normal»
Der Berner Immunologe Professor Beda Stadler erklärte zu diesem Fall gegenüber Infosperber: «Das ist nicht unglaublich, sondern ganz normal.» Es reiche, dass einer der Soldaten ein leicht mutiertes Virus aufs Schiff brachte, wo die ganze Crew «ständig auf engem Raum angesteckt wurde, bis der bestehende Impfschutz aufgebraucht war». Das Virus sei dann bei denen erfolgreich gewesen, welche die schlechteste Immunantwort bei der Impfung durchmachten. Stadler ganz allgemein: «Die Influenza-Impfstoffe sind nicht ideal, weil geringe Mutationen (des Virus) schon zu einem Impfdurchbruch führen können.»
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Siehe
- «Gegen allgemeine Grippenimpfung für Senioren» vom 12.10.2012
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Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine