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Praça XV Floripa
Adresse: Praça XV de Novembro, Centro – Florianópolis/SC CEP 88010-400
Eine traditionelle Legende besagt, wenn jemand einen Wunsch ganz tief in seinem Herzen hat und dann siebenmal den Jahrhunderte alten Feigenbaum an der “Praça Quinze” (Platz vom 15. November – brasilianische Unabhängigkeit) umrundet, dann geht der Wunsch in Erfüllung – sei es Reichtum, Glück oder eine Heirat. Wenn der Besucher jedoch nur zur Stadt zurück will, genügt eine Umrundung desselben Baumes.
Der “Platz des 15. Novembers“ (kurz: Platz XV) war einst die historische Bühne der Re-Demokratisierung des Landes in den 1970er Jahren, deshalb “Novembrada“ genannt, auch begann an diesem Platz die ehemalige Urbanisierung als “Vila de Nossa Senhora do Desterro“, im Jahr 1662, durch den Bandeirante Francisco Dias Velho.
Umgeben von historischen Gebäuden (wie der Catedral Metropolitana, dem Palacio Cruz e Sousa, der antiken Stadtverordneten-Kammer und des Gefängnisses), steht auf dem Platz auch ein Jahrhundert-Feigenbaum, der zuerst 1871 ein bisschen weiter weg, vor der “Igreja Matriz“ (Mutterkirche) gepflanzt worden war, und dann 20 Jahre später an seinen heutigen Standort umgepflanzt wurde.
Ausser diversen Pflanzenarten aus verschiedenen Teilen der Welt, beherbergt der Platz zahlreiche Monumente und Denkmäler, zum Beispiel zu Ehren jener Volontäre, die im Paraguaykrieg ihr Leben liessen, die Büsten berühmter Persönlichkeiten aus Santa Catarina, wie die des Poeten Cruz e Sousa, des Malers Victor Meirelles, des Journalisten Jerônimo Coelho und des Historikers José Boiteux. Seine Bepflasterung mit Mosaiksteinen, die Motive aus der Folklore darstellen, ist das Werk des Künstlers Hassis.
Inschrift der Gedenktafel
“Viel ist er besungen worden, in Prosa und Versen, unser traditioneller Feigenbaum auf dem Platz “Praça 15 de Novembro“, dieser majestätische, grünende Baldachin, dessen üppige Krone ihm zunehmend mehr Grazie und Schönheit verleiht, und ihn jeden Tag stolzer und prächtiger macht!
Es war an einem Sommermorgen, voller Sonne und Leben, im Monat Februar des Jahres 1891, als der junge Feigenbaum, im Alter von vielleicht zwanzig Jahren, aus dem Garten der “Matriz“ ausgegraben wurde, um hier mit aller Vorsicht wieder eingepflanzt zu werden.
(Aus einer Chronik des Majors Álvaro Tolentino de Souza)