Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/129350

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Bahnlinie entlang des Jurasüdfusses ist unbestreitbar von nationaler Bedeutung, dies sowohl für den Personenverkehr als auch für den Gütertransport. Dass der Tunnel bei Ligerz im Rahmen des Projekts Fabi mit dem Ausbauschritt 2025 vollendet werden soll, zeigt dies deutlich.</p><p>Der Engpass von Vauseyon ist schon heute ein Problem. Mittelfristig wird er jedoch zu einem besonders störenden Hindernis für die Entwicklung des Verkehrs und seiner Kadenz auf der Jurasüdfuss-Linie. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass der Bund im Rahmen des nächsten Ausbauschritts (2030) des Projekts Fabi die Beseitigung des Engpasses von Vauseyon plant und verwirklicht, dies in gutem Einvernehmen mit den kantonalen Behörden, die sich mit diesem Projekt im Rahmen der Entwicklung des Neuenburger Regionalexpressnetzes (RER) befassen.</p><p>Deshalb soll mit dem Verpflichtungskredit, der gegenwärtig im Parlament beraten wird, auch eine Studie für dieses Projekt von nationaler Bedeutung in Auftrag gegeben werden.</p><p>Da die neue Gesetzesvorlage Fabi dies zulässt: Ist der Bundesrat bereit, einen Kredit für eine Studie über die Beseitigung des Engpasses von Vauseyon zuzuweisen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dass die Kapazitäten zwischen dem Ostkopf des Bahnhofs Neuenburg und der Abzweigung der Bahnstrecke nach La Chaux-de-Fonds oder ins Val-de-Travers beschränkt sind, ist bekannt. Auf diesem doppelgleisigen Abschnitt verkehren insgesamt drei verschiedene Linien. Im Programm Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) ist deshalb eine Verkürzung der Mindestzugfolgezeiten in der Höhe von geschätzten 10 Millionen Franken vorgesehen. Mit dieser Massnahme, deren Inbetriebnahme bis 2025 geplant ist, werden die Fahrplanstabilität und -flexibilität deutlich erhöht.</p><p>Überlegungen zu weiter gehenden Netzausbauten werden, wie im Text der Interpellation richtig erwähnt, im Rahmen der Planung des nächsten Ausbauschritts (2030) angestellt. Dazu sieht die Botschaft des Bundesrates zur Finanzierung und zum Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi) in Artikel 1 Buchstabe j des Entwurfes des Bundesbeschlusses über den Ausbauschritt 2025 Projektierungskredite für den nächsten Ausbauschritt vor. Aus Sicht des Bundesrates ist es heute noch verfrüht, die spezifische Verwendung dieser Kredite und insbesondere einen Kredit für eine Studie über die Beseitigung des Engpasses von Vauseyon festzulegen. Die entsprechende Entscheidung wird im Planungsprozess gefällt, mit dem der zukünftige Ausbaubedarf der Bahninfrastruktur bis 2030 ermittelt wird. Dieser Planungsprozess wird im Laufe dieses Jahres angestossen, und sowohl die Kantone als auch die SBB werden eng darin eingebunden sein.</p>  Antwort des Bundesrates.