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Aleksandr Vlasov heisst der strahlende Sieger der 5. Etappe. Sie führte die Fahrer bei Bruthitze durchs Tessin. Mitfavorit Remco Evenepoel büsste vorentscheidend Zeit ein. Stefan Küng und Sébastien Reichenbach zeigten ein starkes Rennen und fuhren in die ersten Zehn.
Es schien, als ob er den Sprint einer Fünfergruppe zu früh eröffnet hätte. Doch Aleksandr Vlasov (Bora-Hansgrohe) behauptete seinen Vorsprung und riss die Arme als Sieger in die Höhe. «Die Schweiz gefällt mir. Hier fahre ich gute Rennen», freute sich der Etappensieger, der im Frühjahr schon die Tour de Romandie gewonnen hat. «Meine Beine waren gut heute. Und ich kam auch gut klar mit der Hitze, obwohl es heiss war wie in einem Ofen.» Seine ärgsten Rivalen um den Gesamtsieg bleiben aber in Schlagdistanz. Geraint Thomas (Ineos), Jakob Fuglsang (Israel Premier) und Andreas Kron (Lotto-Soudal) liegen nur wenige Sekunden zurück. Die Schweizer zeigten ein starkes Rennen. Stefan Küng (7.) und Sébastian Reichenbach (9.) fuhren beide in die ersten Zehn. Marc Hirschi (UAE) konnte die Arbeit seines Teams nicht vollenden und wurde 21. Der bisherige Leader Stephen Williams (Bahrain Victorious) verlor als 99. über 27 Minuten und damit auch das Goldtrikot. Die Schweizer Hoffnung im Gesamtklassement, Gino Mäder, verzichtete wegen Magendarm-Beschwerden auf den Start.
Ausscheidungsrennen rund um Novazzano
Es dauerte rund 10 Kilometer, bis sich die Gruppe des Tages aus dem Feld lösen konnte. Mit dabei auch zwei Schweizer, Silvan Dillier (Alpecin-Fenix) und Claudio Imhof (Swiss Cycling). Die Gruppe erarbeite sich schnell einen Vorsprung von über sieben Minuten, fiel jedoch auf dem anspruchsvollen Rundkurs um Novazzano auseinander. Silvan Dillier war der letzte Überlebende, der 15 Kilometer vor dem Ziel die Segel streichen musste. Derweil schlug das Feld ein horrendes Tempo an, dem unter anderem Remco Evenepoel (Quick-Step) zum Opfer fiel. Am Schluss kämpfte eine Fünfer-Spitzengruppe um den Sieg, bei dem Aleksandr Vlasov oben ausschwang.
Ausblick auf die nächste Etappe
Nach den hügeligen Teilstücken steht morgen die erste reine Bergetappe an. Die Fahrer starten in Locarno, fahren die Leventina hoch und überqueren den höchsten Alpenpass in der Schweiz, den Nufenenpass. Nach der Abfahrt durch das Goms müssen die Anwärter auf das Gesamtklassement die Karten auf den Tisch legen. Es folgt die erste Bergankunft auf der Moosalp, einem 18 Kilometer langen und 8% steilen Anstieg.