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Bis vor wenigen Jahren war die norwegische Hauptstadt Oslo im Vergleich zu anderen nordischen Hauptstädten eher langweilig. Im reichen Norwegen wurde zuletzt aber massiv in neue architektonische Highlights, kulturelle Institutionen und mehr investiert. Dadurch hat Oslo eine ganz neue Dynamik entwickelt und ist zum spannende Städtereisenziel geworden.
Markantestes Beispiel für Oslos Moderne ist das Stadtviertel Bjørvika, ein ehemaliges Hafengelände im innersten Oslofjord. Bisher bekanntestes architektonisches Highlight des vollständig erneuerten Stadtviertels ist das Osloer Opernhaus in Form eines Gletschers. Gleich daneben sorgt das Hochhaus, in welchem das neue Munch-Museum eröffnen wird, für eine völlig neue Skyline. Doch die vermeintliche neue Touristenattraktion, die ursprünglich mal für Ende 2019 angedacht war und dann im Frühjahr 2020 eröffnen sollte, wird nicht rechtzeitig zur Sommer-Hochsaison fertig:Die Stadt Oslo hat informiert, dass das Museum frühestens im Herbst 2020 eröffnen kann. Der Grund klingt irgendwie bekannt: Es fehlen Brandsicherheitseinrichtungen, ausserdem ist das Klimatisierungssystem nicht genügend ausgetestet, als dass es bereits ratsam wäre, Kunstwerke ins neue Museum zu verlegen.
Das aktuelle Munch-Museum im Viertel Tøyen bleibt dafür über den Sommer geöffnet, länger als ursprünglich vorgesehen. Der weltberühmte norwegische Maler Edvard Munch hatte seinerzeit alle seine Werke, die noch in seinem Besitz waren, der Stadt Oslo vermacht - insgesamt über 28'000 Gemälde, Skizzen, Fotos und Skulpturen. Das gegenwärtige Munch-Museum war in Bezug auf Ausstellungsräume und Instandhaltung dieser Sammlung längst nicht mehr geeignet, weshalb schon 2008 entschieden worden war, die Kunstwerke Munchs und die Stenersen-Kunstsammlung in einem neuen Museum im Stadtteil Bjørvika unterzubringen. Dieses ist in einem Gebäude namens «Lambda» des spanischen Architekten Juan Herreros untergebracht. Lambda ist ein 12-geschossiges Gebäude, das auf einer dreigeschossigen Basis steht. Diese Basis wird verschiedene öffentliche Dienststellen beherbergen. Der vertikale Aufbau wird Raum für Ausstellungsflächen, Workshops, Lager und Büros bieten. Das Design mit der vorwiegend aus Glas bestehenden Fassade soll die umliegende Fjordlandschaft in die Innenbereiche einbeziehen.
Noch steht das definitive Eröffnungsdatum nicht fest. Oslo-Besucher müssen sich mit der neusten Attraktion noch etwas gedulden. Zur Verkürzung der Wartezeit oder als Einstimmung hier ein Video dessen, was die Besucher erwartet: