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Von 1977, dem Jahr der ersten Weltcuprennen auf dem Walliser Hochplateau, bis 1998 hatte Crans-Montana seinen fixen Platz im alpinen Kalender des Welt-Skiverbands FIS (Fédération Internationale de Ski). Den Höhepunkt dieser Periode bildete die Organisation der unvergesslichen Ski-Weltmeisterschaften 1987. Von 1999 bis 2007 stand Crans-Montana abseits, war aus verschiedenen Gründen gezwungen, dem Weissen Zirkus fernzubleiben. Eine neue Ära mit Weltcuprennen auf dem Hochplateau nahm 2008 mit Marius Robyr am Ruder des Organisationskomitees ihren Anfang. Dem Brigadier und langjährigen Kommandanten der „Patrouille des Glaciers“ gelang es, die politischen und touristischen Instanzen von der enormen Bedeutung der Ski-Weltcuprennen für eine Destination wie Crans-Montana zu überzeugen.
MIT GROSSEN ZIELEN AM HORIZONT KONSTANT AUFWÄRTS: Zum einen gilt es jedes Jahr die seit 2016 von der FIS regelmässig zugeteilten Weltcuprennen mustergültig durchzuführen, zum andern ist die Schweizer Kandidatur für die alpine FIS Ski-Weltmeisterschaft 2025 (oder 2027, eventuell 2029) voranzutreiben. Zentraler Punkt dieser grossen Herausforderungen stellt die totale Umwandlung des aktuellen Ziel-Stadions (erstellt für die Ski-WM 1987) der Pisten Mont Lachaux und Nationale in eine multifunktionelle Arena, die sowohl für Winter- wie für Sommerevents beste Voraussetzungen bietet. Die bereits vorliegenden weit fortgeschrittenen Pläne tragen allen Erfordernissen der FIS, die von Beginn weg mit Beratung einbezogen wurde, Rechnung. Das neue Stadion wäre auch im Hinblick der angestrebten Schweizer Olympia-Kandidatur „Sion 2026“ (Wahl durch das Internationale Olympische Komitee IOK im September 2019) höchst willkommen und von grossem Nutzen. Sollte die Schweiz mit « Sion 2026» den Zuschlag erhalten, wäre Crans-Montana auf jeden Fall Austragungsort sämtlicher alpinen Rennen der Damen und der Herren.
VERBUND VON CRANS-MONTANA MIT SWISS-SKI: Erfolgreich ans Ziel zu gelangen will das Kandidaturkomitee Ski-Weltmeisterschaft Crans-Montana/Wallis gemeinsam mit Swiss-Ski. Die Spitze des Komitees präsentiert sich wie folgt: Präsident Strategisches Komitee: Nicolas Féraud (Gemeindepräsident Crans-Montana); Vizepräsident: Dr. Urs Lehmann (Präsident Swiss-Ski); Exekutivdirektor: Marius Robyr (OK-Vorsitzender Ski-Weltcuprennen Crans-Montana); Exekutiv-Vizedirektor: Hugo Steinegger (OK-Vizepräsident Ski-Weltcuprennen); Verantwortliche Ressort Sport: Markus Murmann (Renndirektor Ski-Weltcuprennen) und Patrice Morisod (Pistenchef Ski-Weltcuprennen).
MULTIFUNKTIONELLE ARENA MIT ZWEI VARIANTEN: Die Planung beinhaltet eine sogenannte Topvariante (approximative Kosten von 40 Millionen Schweizer Franken) und eine kleinere Variante (approx. Kosten von 25 Millionen Franken). Bei der Wahl von „Sion 2026“ dürfte voraussichtlich die Topvariante realisiert werden. Zur Finanzierung würden 40 Prozent Bundesgelder (aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept NASAK) und 20 Prozent Kantonsgelder fliessen. Die Restkosten gingen zulasten des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele „Sion 2026“ und der drei Gemeinden des Walliser Hochplateaus. Das Arenakonzept ist als Modul zu verstehen. In diesem Sinne können Teile fix und je nach Anlass temporär gebaut werden. Die Tribünen sind für 5000 Personen geplant, doch auch hier sind Anpassungen nach oben (z.B. bei der Ski-WM) möglich. Je nach Wahl der erwähnten Varianten gäbe es eine oder zwei unterirdische Garagenetagen. Bei der Topvariante würden hier auch die Übertragungswagen (Camions) des Hostbroadcasters Platz finden. Weil der Zielraum in Crans-Montana einer der kleinsten im Ski-Weltcup ist, würde die Haupttribüne seitlich in Richtung Berg gebaut (siehe Abbildung), um die vorgeschriebenen Distanzen von der Ziellinie abwärts zu erhalten.
Positiv: Die Planungen mit Einbezug von diversen Infrastrukturen (wie z.B. Medienzentrum, Aufenthaltsraum für die Athletinnen und Athleten sowie freiwilligen Helfer, OK-Räumlichkeiten, etc.) sowie der Garagen in den Boden hinein, ermöglichen einen Arenabau im Kesselstil, was viel Ambiance bieten wird. Von enormer Bedeutung ist die Erstellung eines Sessellifts direkt von der Arena (linke Eckseite gegen den Wald) bis zum Start des Slaloms mit 600 Metern Länge. Dazu ist die Beleuchtung des Slalomhangs ernsthaft zu prüfen. So wären attraktive Nachtrennen – Slaloms oder Parallelslaloms – durchführbar.
Fazit: Mit dem Bau der multifunktionellen Arena könnte in Crans-Montana eine vielversprechende Anlage mit grosser Nachhaltigkeit erstellt werden. Die Pläne hiezu stossen bei den interessierten Kreisen auf grosses Interesse und werden als beispielhaft bezeichnet.
„HOUSE OF SWITZERLAND“ SKI-WM 2019 ÅRE MIT CRANS-MONTANA: Wie St. Moritz bei Weltmeisterschaften vor seinen Titelkämpfen 2017 und während seiner sehr erfolgreichen WM wird Crans-Montana mit seiner WM-Kandidatur 2025 Hauptpartner von Swiss-Ski beim „House of Switzerland“ anlässlich der nächsten alpinen FIS Ski-WM 2019 im schwedischen Åre. Dieser beliebte WM-Treffpunkt für Athletinnen und Athleten (Medaillenfeiern...!), Sponsoren, Gäste, Medien und Fans wird in Åre zum elften Mal von Annalisa Gerber, dynamische Leiterin Sponsoring und Events Swiss-Ski, geplant und geleitet. Crans-Montana und das Wallis werden dafür sorgen, dass ihre feinen gastronomischen Köstlichkeiten und Weine in Åre nicht zu kurz kommen. Das „House of Switzerland 2019“ (unser Foto: die bereits in Åre platzierte Werbung bei den Ski-Weltcupfinals 2018) spielt mit Blick auf die Kandidatur alpine FIS Ski-Weltmeisterschaft 2025 Crans-Montana eine bedeutende Gastgeberrolle.