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Studentenschaft (SHSG)
Studentenschaft (SHSG)
Fonds
1921-2018
Der "Allgemeine Delegierten-Convent", als Auschuss der Gesamtstudentenschaft, tagte erstmals 1914 (Georg Thürer, Hochschule St.Gallen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 1899-1974, St.Gallen 1974, S. 163).
1914-
Studentenschaft der Hochschule St.Gallen
SHSG
Der Fonds "Studentenschaft (SHSG)" beinhaltet zwei Bestände mit Dokumenten von 1922 bis 2008 und mit Verdichtung der Aktenlage ab den 1970er-Jahren bis Mitte der 1990er-Jahre. Darin spiegelt sich die "Studentenschaft der Hochschule St.Gallen" als ausdifferenzierte politische Organisation. Die Gesamtheit der Studierenden ist wahl- und abstimmungsberechtigt; das Studentenparlament fungiert als Legislative und stellt Mitglieder für diverse Kommissionen und Gremien; der Vorstand als Exekutive hat Zuständigkeitsbereiche, welche von Präsident(in), Beisitzer(in) und Vizepräsident(inn)en geleitet werden. Solche Geschäftsbereiche, Ressorts oder auch Kommissionen sind gegenüber dem Parlament rechenschaftspflichtig und die Geschäftsprüfungskommission (GPK) fungiert dabei als eine Art Legislative. Die Studentenschaft ist organisatorisch in die Universität eingebunden und hat das Recht auf Einsitznahme in zahlreiche Kommissionen und Gremien,aber auch die Pflicht, der Universität St.Gallen gegenüber Rechenschaft über ihre Tätigkeit abzulegen.
Im Jahr 2008 verzeichnet, vereinigen die Bestände des Fonds "Studentenschaft (SHSG)" eine Neuverzeichnung des vormals bestehenden Bestands "HSGN 003 - Archiv der Studentenschaft" und der Ablieferung von Seiten der Studentenschaft aus dem Jahr 2008 (Akzession 01/2008). Das zusammengeführte Material stammt aus dem Zeitraum von 1922 bis 2008, ergibt aber ein verdichtetes Bild für den Zeitraum ab den 1970er-Jahren bis Mitte der 1990er-Jahre. Der vormalige Bestand "HSGN 003" wurde beim Zusammenführen nochmals einer Bewertung unterzogen, wobei sehr viele Dokumente von lediglich adminstrativem Charakter kassiert werden konnten. Bei der Neuablieferung von 2008 wurde eine Nicht-Übernahme von bloss administrativem Material schon vor Ort beschlossen. Ausgeschieden wurde ein Grossteil der Buchhaltungsunterlagen, z.B. Rechnungsstellungen, Zahlungsbelege, Kassenjournale; die neuverzeichneten Rechnungsprüfungsberichte, Budgets und Jahresabschlussrechnungen enthalten zur Rechnungsführung der Studentenschaft eine Fülle an detaillierten Informationen. Ausgeschieden wurden auch die gesammelten Prüfungsfragen von Zwischenprüfungen über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren, wobei die Prüfungsfragen zweier Jahrgänge als Referenzbeispiele weiter im Bestand integriert bleiben. Bezüglich der umfangreichen Materialien zu Studienreisen wurden Unterlagen zur blossen Organisation der Reisen und Austauschprogamme ausgeschieden. Kassiert wurden ausserdem: Anmeldungen, Dankesschreiben, ausgewertete Feedback-Formulare, Rundschreiben zwecks Sponsoring-Anfragen, nicht echt zum Bestandsbildner gehöriges Material sowie Dubletten. Insgesamt umfasst der neu verzeichnete Bestand 3 1/3 Laufmeter, wobei etwa die dreifache Menge an Materialien kassiert wurde. Analog zur ausdifferenzierten Struktur der Studentenschaft als politische Organisation wurden die Sitzungsunterlagen gemäss Provenienz innerhalb der Gesamtorganisation verzeichnet; zu den zahlreichen Themenschwerpunkten wurden Pertinenzdossiers verzeichnet. Unterlagen zu Universitäts-Kommissionen, in denen Delegierte der Studentenschaft lediglich Einsitzrecht nahmen, ohne dass von Seiten der Delegierten zusätzliche Akten angefallen wären, wurden in andere Bestände eingegliedert.
Staatsarchiv
Archivmitarbeiter/-innen
Uneingeschränkt