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Wie die Betreiberin des Reaktors, die niederländische Nuclear Research & Consultancy Group (NRG), mitteilt, verläuft der Betrieb mit dem neuen Brennstoff erwartungsgemäss. Der Neutronen-fluss und der Wirkungsgrad sind nur geringfügig tiefer als vorher. Die Isotopenproduktion wie auch die Materialversuche können praktisch ungeschmälert weitergehen. Der HFR deckt laut NRG rund 60% des Bedarfs der europäischen Spitäler an radioaktiven Isotopen für Diagnose und Therapie.
Der HFR ist ein Tank-Schwimmbad-Reaktor mit einer thermischen Leistung von 45 MW. Zur Moderation und Kühlung dient normales Wasser. Seit der Erstinbetriebnahme 1961 bestand der Kernbrennstoff stets aus Uran mit einer Anreicherung von 89-93% des Isotops 235. Da so hoch angereichertes Uran nicht proliferationssicher ist, beschloss die EU, im Rahmen eines von der Internationalen Atomenergie-Organisation koordinierten Programms, den Betrieb auf Uran mit einer Anreicherung von weniger als 20% umzustellen, das für die Herstellung von nuklearen Sprengkörpern als ungeeignet gilt.
Die Umstellung erfolgte in drei Schritten. Im ersten wurde ein detailliertes Rechenmodell erarbeitet, um die Verteilung des schwach angereicherten Urans im Reaktorkern zu optimieren. Darauf aufbauend wurde im zweiten Schritt nach einer Sicherheitsanalyse der neue Brennstoff umfangreichen reaktorphysikalischen und hydraulischen Prüfungen unterzogen. Im dritten Schritt reichte die NRG bei der zuständigen Aufsichtsbehörde das Gesuch für die stufenweise Umstellung auf den neuen Kernbrennstoff vor. Diese Bewilligung erhielt sie im Februar 2005. Der HFR Petten soll noch bis 2015 in Betrieb bleiben.
Quelle
P.B. nach NRG, Medienmitteilung, 8. Mai 2006