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Um an der Preisfront mithalten zu können ohne den Profit zu gefährden leitet Michael Dell eine Schrumpfkur ein.
Dell hat gemäss einer vorläufigen Bilanz im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2008 eigentlich etwas besser abgeschnitten, als Beobachter prognostiziert hatten. Trotzdem hat Dell nun einen Abbau der Belegschaft um rund 10 Prozent über die nächsten 12 Monate angekündigt. Weltweit sollen also rund 8800 Arbeitsplätze abgebaut werden. Wie sich der Abbau auf die Regionen und Abteilungen verteilen wird, gab Dell noch nicht bekannt.
Dell hat seit Ende 1998 nur in einem einzigen Quartal, im Krisenjahr 2001, einen kleinen Verlust einstecken müssen. In letzter Zeit ist das Unternehmen aber an der Preisfront von der indirekt verkaufenden Konkurrenz, die es geschafft hat, ihre Vertriebskosten deutlich zu senken, stark unter Druck geraten und hat dadurch Marktanteile verloren. Gleichzeitig sank bei Dell vor allem in den letzten beiden Jahren die Profitmarge, mit der Dell die Konkurrenten früher deutlich in den Schatten stellte, kontinuierlich.
Michel Dell muss nun das Kunststück versuchen, bei den Preisen wieder offensiver werden zu können und gleichzeitig die für den Börsenkurs sehr wichtige operative Marge zumindest nicht weiter sinken zu lassen.
Dell hat im abgelaufenen Quartal 14,6 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, 2,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Reingewinn blieb mit 759 Millionen Dollar leicht tiefer als vor einem Jahr (762 Millionen Dollar.). Das etwas über den Erwartungen liegende Abschneiden begründete Dell vor allem mit den gesunkenen Kosten beim Einkauf von Komponenten. (hjm)