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Franz Joseph Florian Freiherr von Schulzig (1787-1864)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1851. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den Militär von Schulzig als k.u.k Feldmarschall-Leutnant und Geheimrat in dekorierter Uniform. Der Sohn eines Wachtmeisters besuchte ab 1797 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. 1805 trat er der kaiserlichen Armee bei. Er nahm an den Feldzügen gegen Frankreich, Italien und Ungarn teil, machte sich in weiteren Gefechten verdient und erhielt 1848 das Kommandeurkreuz des Leopold-Ordens. 1850 wurde er Festungskommandant in Mantua. Im Jahr darauf trat er in den Ruhestand. Ausserhalb seines Militärdienstes war von Schulzig pädagogisch tätig. 1812 gründete er in Leitmeritz die erste Militärschwimmschule der Monarchie.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die mit (1)851 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.
Der Zustand des hinter Glas gerahmten Blattes ist physisch sehr gut. Nur vereinzelte altersbedingte Stockflecken sind in den unbedruckten Bereichen auszumachen.
Lichtmasse: 51x38cm
Masse Total: 55x43cm