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Als Menetekel bezeichnet man eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils.
Der Begriff ist von einem biblischen Wortspiel in akkadischer Sprache abgeleitet, das Gott dem König Belšazar als Ankündigung seines baldigen Todes und Untergangs seines Königreiches überbracht haben soll.
Es spielte eine zentrale Rolle in einer alt-testamentarischen Geschichte, in der es um die Macht der Worte geht. Im Buch Daniel wird vom babylonischen König Belšazar berichtet, der bei einem Festmahl den aus dem Jerusalemer Tempel gestohlenen Schatz entweiht.
Darauf erscheinen unverständliche aramäische Schriftzeichen an der Wand. Erst der als ein guter Traumdeuter bekannte Prophet Daniel erkennt darin mənē təqēl uparsīn, was er als „gezählt, gewogen und geteilt“ deutet (Daniel 5,25 f.): „[…] Mene: Gezählt hat Gott die Tage deiner Herrschaft und macht ihr ein Ende. Tekel: Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden. Peres: Geteilt wird dein Reich und den Medern und Persern gegeben.“
Er verkündet Belšazar, dass ihm und dem Reich der Untergang drohe. Zwar wird der Jude Daniel dafür reich entlohnt, doch noch in der Nacht wird der König getötet. Aus historischer Sicht jedoch ist diese Geschichte nur zum Teil wahr, da mit Belšazar Tod das Reich nicht sofort zerfiel.
Eigentlich könnte man die Metapher von
Mene – Tekel – Peres (gezählt, gewogen, geteilt)
auch als Grundmuster für das Risiko Management in Projekten anwenden. Wobei
- Mene: Gezählt sind die Tage welche das Projekte noch dauern kann, bis man ihm ein Ende macht
- Tekel: Gewogen wurden die Resultate des Projekts und für zu leicht befunden
- Peres: Geteilt wird das Projekt in Stücke, die schneller liefern und von anderen geführt werden
Man sollte sich überlegen, ob mit diesem einfachen Drei-Satz nicht schon das wichtigste Risiko erkannt werden kann. Und wenn Ja, wie man aus der Unheil verkündenden Warnung eine Verbesserung im Projekt hinbringt. Respektive, wie man sicherstellt, das eine solche Schrift nie im Projektraum erscheint.
Ansonsten wäre es auch der erste Vorschlag für agiles Vorgehen.