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Die chinesische Industrie ist den vierten Monat in Folge geschrumpft. Der von der Grossbank HSBC und dem Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex lag am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Daten zufolge im Juni bei 49,6 Punkten nach 49,2 Punkten im Mai. Damit ist das Geschäft im Juni besser verlaufen als in den vergangenen drei Monaten, liegt aber weiter unter der 50-Punkte-Marke, die Wachstum signalisiert. Neubestellungen erreichten wieder einen positiven Wert von 50,4 Punkten.
Dagegen stieg die Zahl der Entlassungen bei den Unternehmen. Analysten sprachen von einem gemischten Bild. «Einerseits zeigt der Sektor Zeichen der Erholung mit einer sich stabilisierenden Produktion, andererseits verschärft sich der Trend zu Entlassungen», sagte Markit-Analystin Annabel Fiddes. «Dies signalisiert, dass die Firmen eine sehr gedämpfte Wachstumserwartung haben und legt nahe, dass der Staat seine Stimulierungsmassnahmen verstärken könnte, um Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen im zweiten Halbjahr zu verstärken.»
Abschwung am Häusermarkt
Chinas Wirtschaft leidet unter einem Abschwung auf dem Immobilienmarkt und Überkapazitäten der Industrie. Für das laufende Jahr erwartet die zweitgrösste Volkswirtschaft der Erde ein Wachstum von sieben Prozent. Es wäre der schwächste Zuwachs der Wirtschaftskraft seit einem Vierteljahrhundert.
(reuters/moh/ise)