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Die Karibikinsel hat am 6. September mit der Impfung von Kleinkindern gegen Covid begonnen.
Kuba verabreicht bereits Minderjährigen zwischen 2 und 18 Jahren COVID-19-Impfungen. Das Land ist die erste Behörde der Welt, die dies mit den eigenen hergestellten Impfstoffen Abdala und Soberana vollzieht, wie France 24 berichtet.
Die kubanischen Behörden genehmigten die Impfdosen am 3. September für den Notgebrauch, wobei das Programm ohne die Zustimmung der Weltgesundheitsorganisation gestartet wurde.
Die kubanischen Impfstoffe verwenden die gleiche rekombinante Proteinformel wie Novavax, ein in den USA hergestelltes Konkurrenzprodukt, das nicht zugelassen ist. Die Impfstoffe ohne Ribonukleinsäure (mRNA) sollen weniger Nebenwirkungen verursachen und bei Minderjährigen eine stärkere Immunreaktion hervorrufen.
Das staatliche Finlay-Institut, das an der Entwicklung des Soberana-Impfstoffs beteiligt war, behauptete dem Independent zufolge, die Impfstoffe aus Kuba seien für Minderjährige während der Testphase sicher.
Kuba gehört zu den Ländern, die von der Ausbreitung der Delta-Variante am stärksten betroffen sind. Ein unaufhaltsamer Anstieg der Neuinfektionen brachte das medizinische System des Landes an den Rand der Belastbarkeit. Reuters berichtete, dass das Land in der vergangenen Woche täglich zwischen 6.500 und 7.000 Fälle verzeichnete, wobei zwischen 70 und 80 Todesfälle bekannt wurden.
Der Independent berichtete, dass ein Drittel aller COVID-19-Fälle und Todesfälle allein im letzten Monat aufgetreten sind.
In Kuba, wo etwa 11,33 Millionen Menschen leben, gab es nach Angaben der John Hopkins University seit Beginn der Pandemie insgesamt 696.904 Infektionen und 5.788 Todesfälle.
Etwa die Hälfte der kubanischen Bevölkerung hat sich mindestens einmal impfen lassen, wobei etwa 3,5 Millionen Einwohner vollständig geimpft sind.