Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03507.jsonl.gz/11

Umweltargument für Kernenergie-Akzeptanz immer wichtiger
Gezielte Meinungsforschung in den USA hat zu einem klaren Ergebnis über die Bedeutung der Umweltargumente in der öffentlichen Debatte geführt: Ein einziger Satz, der klar festhält, Kernkraftwerke würden weder Treibhausgase noch andere Luftschadstoffe abgeben, hat in einer Testumfrage die Akzeptanz um 14 Prozentpunkte von 61% auf 75% erhöht.
Die Umfrage ist kürzlich im Rahmen der langfristigen Trendforschung im Auftrag des amerikanischen Nuclear Energy Institute bei 500 Studenten, die über das Stimm- und Wahlrecht verfügen, ausgeführt worden.
Weitere Ergebnisse zeigen, dass die allgemeine Zustimmung zur Kernenergie seit April 2000 um 4% gestiegen ist. Auch verunsichert das Umweltargument die Opponenten der Kernenergie. Wurde es vorgebracht, ging der Anteil der entschiedenen Gegner in der befragten Gruppe von 12% auf 7% zurück. Ferner sprachen sich drei von vier Befragten dafür aus, die Regierung in Washington solle den Bau des zentralen Endlagers Yucca Mountain genehmigen, wenn die behördlichen Studien zum Schluss kämen, der Standort sei geeignet.
Die Umfrage unter stimm- und wahlberechtigten Studenten ist laut Nuclear Energy Institute zur Beurteilung der längerfristigen Meinungstrends von Bedeutung. Das Gewicht der Umweltargumente zeige, in welche Richtung die öffentliche Debatte zu führen sei.
Quelle
P.B. nach Nuclear Energy Overview, 25. September 2000