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Die Frage nach den rechtlichen Rahmenbedingungen für sozialpädagogische Entscheidungen drängt sich nicht nur im Zusammenhang mit der allgemeinen Verrechtlichungsdiskussion auf, sondern sie enthält grundsätzliche Bedeutungen durch das wesensmässige Spannungsverhältnis, das zwischen Recht und Sozialarbeit/Sozialpädagogik zu bestehen scheint. Der damit angesprochene komplexe Problem-zusammenhang wurde bisher nur vereinzelt zum Gegenstand einer systematischen Untersuchung gemacht. Die neueren Gesetz-gebungsaktivitäten für die Bereiche Jugendhilfe und Kindesschutz in den Ländern Schweden, England, Schweiz und Deutschland haben das Interesse an den rechtlichen Problemlösungskonzepten der unter-schiedlichen Rechtsordnungen verstärkt. Die grundsätzliche Verschiedenheit der in dieser Untersuchung angesprochenen Rechtssysteme erfordert neben einem Überblick über das System des jugendhilferechts eine allgemeine Einführung in das Wesen und in die Handlungsprinzipien des jeweiligen Rechtssystems. Dies gilt insbesondere für das englische und schwedische Recht. Während diese Jugendhilferechtsgebiete in systematischem Zusammenhang dargestellt werden (Teil A), konzentriert sich die Untersuchung hinsichtlich des schweizerischen und deutschen Jugendhilferechts auf die rechtsvergleichende Gegenüberstellung ausgewählter Themen (Teil B).