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Einen Grossteil seines SMR wird Rolls-Royce unter Fabrikbedingungen bauen. Die vorgefertigten und getesteten Kernkraftwerkmodule können dann am Einsatzort montiert werden. Dies bietet die Chance, das Projektrisiko erheblich zu reduzieren sowie die Bauzeit zu verkürzen und somit Kosten einzusparen. Der Reaktorentwickler hat am 19. Dezember 2022 folgende Standorte genannt, die für die erste SMR-Fabrik in der engeren Auswahl stehen:
- International Advanced Manufacturing Park (IAMP) in Sunderland, Grafschaft Tyne and Wear, Nordostengland
- Teesworks im Hafengebiet bei Redcar und Teesside, Grafschaft North Yorkshire, Nordostengland
- Gateway in Deeside, Verwaltungsbezirk Flintshire, Nordwales
«Die endgültige Auswahl erfolgte nach einer Reihe von Besuchen und weiteren Eignungsbewertungen der einzelnen Standorte», liess Rolls-Royce SMR verlauten. Die Fabrik zur Fertigung von Druckwasserbehältern wird gemäss Rolls-Royce SMR zwischen GBP 100 – 200 Mio. (CHF 113 – 225 Mio.) kosten, 23'000 Quadratmeter gross sein und 200 Vollzeitstellen schaffen. Zudem werden in einem separaten Auswahlverfahren zwei weitere Standorte für Fabriken zur Fertigung von Bauwerksmodulen und Modulen für mechanische und technische Installationen sowie Rohrsysteme (Mechanical, Electrical & Plumbing or MEP modules) gesucht.
«Dies [der Standortauswahlprozess] ist Teil des Prozesses zum Bau der ersten von mindestens drei Fabriken, die Komponenten für eine Flotte von kleinen modularen Reaktoren herstellen werden, und stellt eine unglaubliche Chance für eine Region des Vereinigten Königreichs dar. Unsere Kraftwerke werden in britischen Fabriken in Nordengland oder Wales gebaut und werden Zehntausende von langfristigen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen schaffen, was das regionale Wirtschaftswachstum beschleunigen wird», sagte der Vorstandsvorsitzende von Rolls-Royce SMR, Tom Samson. Lokale und überregionale Regierungsvertreter hoben in ihren Stellungnahmen ebenfalls die wirtschaftlichen Chancen und den prestigeträchtigen Beitrag von SMR zum Klimaschutz hervor.
Auslegung des SMR von Rolls-Royce wird behördlich geprüft
Das Projekt von Rolls-Royce SMR macht Fortschritte: Am 9. November 2022 hat das Unternehmen bereits seine Bewertung von möglichen Standorten für den SMR in England und Wales bekanntgegeben. Der 470-MWe-Druckwasserreaktor ist der einzige kleine, modulare Reaktor in Europa, dessen grundsätzliche Zulassungsfähigkeit der Anlagenauslegung standortunabhängig im Verfahren namens Generic Design Assessment (GDA) überprüft wird – seit Anfang März 2022 von den britischen Aufsichtsbehörden.
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