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- Artikel-Nr.: 10719
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Die Alchemilla wird in ungefähr 1000 Arten unterschieden, von welchen 300 in Europa heimisch sind. Einige Arten liefern gutes Viehfutter, sehr wenige werden als Zierpflanze kultiviert. Zwei Arten werden als Volksarzneipflanze verwendet. Dabei wird zwischen den glatten Blättern (Frauenmänteli, lat. Alchemilla vulgaris) und den haarigen Blättern (Silbermantel, lat. Alchemilla alpina) unterschieden.
Für die Pflanze gibt es viele verschiedene Trivialnamen wie Liebfrauenmantel, Schweinsrose, Mutterkraut, Wundkraut oder in der Schweiz „Röckli“. Der Name Alchemilla bezieht sich darauf, dass die in den Laubblättern von der Pflanze gesammelten Tautropfen von den Alchemisten des Mittelalters als "himmlisches" Wasser zur Bereitung des "Steines der Weisen" gebraucht wurden.
In der Volksmedizin sagt man der Pflanze ein grosses Einsatzgebiet nach. So kann sie unterstützend bei der Wundheilung, bei Blutungen, Bauchschmerzen, Nierensteinen und Kopfschmerzen eingesetzt werden. Aufgrund ihres hohen Gehaltes an Phytohormonen, die dem Progesteron ähneln, liegt das Haupteinsatzgebiet aber, wie es auch der Name schon vorschlägt, bei Frauenleiden. So ist sie ein guter Helfer bei schmerzhafter Monatsblutung, bei Wechseljahrbeschwerden oder Unterleibsbeschwerden. Zudem kann Frauenmantel als pflanzlicher Progesteronersatz zum Hormonausgleich, zur Stärkung der Gebärmutter oder zur Zyklusregulierung, vor und nach der Geburt, eingesetzt werden.
Als Tee:
Für die Zubereitung als Tee 1 - 2 TL mit kochend heissem Wasser übergiessen und 10 Minuten bedeckt ziehen lassen.