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KOF-Erläuterungen
Erläuterungen zu den Konjunkturumfragen
Die monatlichen und quartalsweisen Umfragen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich bilden die Basis für die Beobachtung der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz und im Kanton Thurgau. Landesweit beteiligen sich knapp 4'000 Unternehmen an den Umfragen in der Industrie, im Baugewerbe und im Detailhandel. Im Kanton Thurgau geben gut 250 Unternehmen, Auskünfte über ihre wirtschaftliche Situation und ihre Erwartungen: 70 Firmen im industriellen Sektor, 50 Firmen im Baugewerbe und 140 Unternehmen im Detailhandel. Die jeweiligen Antworten der einzelnen Firmen werden entsprechend ihrer Beschäftigtenzahl gewichtet und zu Branchenergebnissen zusammengefasst.
Die Fragen sind standardisiert und überwiegend qualitativer Art.
Beispiel: Bei der Frage, wie sich die Ertragslage in den letzten drei Monaten entwickelt hat, können die Unternehmen zwischen den Antwortmöglichkeiten „verbessert“, „nicht verändert“ oder „verschlechtert“ wählen.
Um aus diesen Aussagen eine Tendenz ableiten zu können, wird für die Interpretation der Daten der Saldo gebildet. Dieser wird aus der Differenz zwischen dem Anteil der positiven („verbessert“) und der negativen Antwort („verschlechtert“) berechnet.
Beispiel: 30 % der Unternehmen melden, dass sich die Ertragslage verbessert hat, 50 % dass sie gleich blieb und 20 % dass sie sich verschlechtert hat. Der Saldowert liegt daher bei 10 Prozentpunkten (30 minus 20).
Da der Saldo teilweise starken saisonalen Schwankungen und anderen Zufallseinflüssen unterliegt, wird er wenn möglich saisonbereinigt und/oder geglättet. Die bereinigten Werte kommen in den Zeitreihen (Liniendiagrammen) zum Tragen.