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Miteigentümer und Miteigentümerinnen müssen Massnahmen absegnen
Das Sonderrecht ist ein Benützungsrecht. Darum dürfen Sie den Balkon nicht verändern, wenn der Gesamteindruck der Liegenschaft verändert wird. Wenn Sie zum Beispiel den Balkon verglasen wollen, weil der Wind um die Ecke pfeift, brauchen Sie mehr als das Einverständnis der direkten Nachbarin, des direkten Nachbarn. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft muss einverstanden sein, selbst wenn Sie die Kosten bezahlen. Wenn eine bauliche Massnahme notwendig ist, reicht die Mehrheit der Miteigentümerinnen und -eigentümer. Nützliche Massnahmen brauchen ein qualifiziertes Mehr (Mehrheit der Miteigentümerinnen und -eigentümer und Mehrheit aller Wertquoten) und luxuriöse Massnahmen Einstimmigkeit. Ausser, das Stockwerkeigentümerreglement schreibt etwas anderes vor. Ob eine Balkonverglasung nützlich oder luxuriös ist, muss die Gemeinschaft entscheiden. Reden Sie zuerst mit allen Miteigentümerinnen und -eigentümern, bevor Sie eine Sichtschutzwand oder eine Parabolantenne installieren.
Das Sonderrecht hat auch seine Vorteile
Wenn beispielsweise Wasser durch Risse im Balkonboden auf den darunterliegenden Balkon tropft, müssen Sie nicht bezahlen. Die Unterhaltskosten und Reparaturen am gemeinschaftlichen Eigentum trägt die Stockwerkeigentümergemeinschaft. Sie müssen sich nur im Verhältnis Ihrer Wertquote an den Kosten beteiligen. Falls genügend Geld im Erneuerungsfonds liegt, wird die Rechnung aus diesen Rückstellungen bezahlt. Anders sieht es aus bei Schäden an der Balkoneinrichtung aus. Die Reparatur oder den Ersatz des selbst verlegten Bodenbelags, der Lounge oder der Lichterkette bezahlen Sie aus Ihrer Tasche.