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Anfang Februar stand für mich mit dem Ranking Turnier in Zagreb der nächste internationale Gradmesser auf dem Programm.
Mein Wettkampftag war am Samstag 4. Februar, in meiner gewohnten Gewichtsklasse bis 67kg.
In der Qualifikation bekam ich es mit dem jungen Kroaten Luka Ivancic zu tun. In einem ziemlichen hektischen Kampf konnte ich mich in der ersten Hälfte erfolgreich in der Bodenlage verteidigen, hingegen in der zweiten Halbzeit im Stand Punkten. Ich konnte den Kampf dadurch mit einem Punktestand von 5:1 gewinnen.
Im 1/8 Finale musste mein Gegner aus Japan wegen einer Verletzung leider Forfait geben, wodurch ich kampflos eine Runde weiter kam.
Dort traf ich auf den starken Chinesen Husiyuetu. Mein Ziel war es im Stand den Kampf zu bestimmen, was mir gut gelang. Ich erhielt in der ersten Hälfte die angeordnete Bodenlage und hatte die Chance als Obermann zu punkten. Leider konnte ich trotz angesetztem Ausheber keine Punkte erzielen. So lag ich bei Halbzeit mit 1:0 Punkten vorne. In der zweiten Runde verpasste ich es, trotz eines guten Rumreisser- Versuchs Punkte aus dem Stand Punkte zu erzielen. So wurde ich in die Bodenlage geschickt und musste mich verteidigen. Der Chinese schaffte es, meinen
linken Arm zu (greifen) blockieren und konnte mich dadurch 3 mal mit einem Durchdreher drehen. In der Folge schaffte ich es nicht mehr im Stand zu punkten, womit ich den Kampf mit 1:7 Punkten verlor.
Da Husiyuetu jedoch das Finale erreichte, konnte ich in der Hoffnungsrunde noch einmal in das Turnier eingreifen.
Es kam zum Duell gegen Elmer Mattila aus Finnland. Da dies ein physisch sehr starker Gegner war, musste ich versuchen ihn im Stand soviel wie möglich zu bewegen um ihn zu ermüden.
Die Kampfrichter sahen mich in der ersten Hälfte jedoch als den passiveren Ringer, womit ich in die Bodenlage geschickt wurde. Es gelang mir dort aber mich erfolgreich gegen den Ausheber Versuch von Mattila zu wehren. Dadurch ging ich mit einem 0:1 Rückstand in die Pause. Nach der Pause gaben sowohl der Finne als auch ich Vollgas, denn wir wollten unbedingt beide die Passivität des Gegners erzwingen. Das gelang mir schlussendlich, wodurch ich nun die Chance erhielt am Boden zu punkten. Leider gelang es mir in diesem Kampf
nicht. Ich musste versuchen meinen Vorteil des letzten Punktes über die Zeit zu bringen.
Mattila seinerseits rannte weiterhin an und schaffte dann auch noch einen erfolgreichen Takedown an der Zone. Leider blieb mein Challenge Versuch erfolglos. In der Folge war es mir nicht mehr möglich gegen den physisch überlegenen Gegner noch zu punkten, was zur Folge hatte, dass ich diesen Kampf mit 1:4 Punkten verlor.
In der Endabrechnung resultierte für mich der doch ordentliche 7. Schlussrang. Ich bin mit vielem von meinen Kämpfen schon zufrieden, habe aber auch noch einige Punkte welche ich noch aufarbeiten und verbessern muss!
Am Montag nach dem Turnier stand die Reise mit dem Car nach Porec auf dem Programm. Nach einer gut 4 stündigen Fahrt erreichten wir das Valamar Diamant Hotel, welches unsere Unterkunft und Trainingszentrum für die nächsten 2 Wochen sein würde.
Nach dem Mittagessen stand am Nachmittag bereits die erste kurze Einheit, bestehend aus Laufen und Kraftausdauer mit dem Gummiseil an um die Reise aus dem Körper auszuschwitzen.
Von nun an standen beinahe jeden Tag zwei Trainingseinheiten auf der Matte auf dem Plan. Da über 200 Ringer aus 20 Nationen angereist waren, wurde in 3 verschiedenen Gruppen trainiert. Ich trainierte in der ersten und leichtesten Gruppe mit, wodurch ich am morgen bereits um 9 Uhr mit geschnürten Ringerschuhen auf der Matte stand. Der Vorteil der ersten Gruppe war jedoch, dass man am Nachmittag früher Feierabend hatte als die anderen.
Ich fühlte mich von Anfang an sehr gut und konnte vom ersten Training an Vollgas geben. Leider hatte ich in der ersten Woche meine liebe Mühe damit, im Boden als Obermann zu punkten, was mir mental doch recht zu schaffen machte. Dafür war ich als Verteidiger und im Stand stets auf Augenhöhe mit allen Top-Athleten.
In der zweiten Woche schaffte ich es dann, mich als Angreifer im Boden mehr und mehr durchzusetzen und meine Wertungen zu erzielen, ohne in der Verteidigung oder im Stand nachzulassen. Weiter positiv stimmt mich, dass ich die gesamten 2 Wochen voll durchziehen konnte, ohne mich nennenswert zu verletzen oder ein
Training zu verpassen.
Nachdem wir den Lehrgang in Kroatien beendet und abgeschlossen hatten, ging es zurück nach Hause, wo ich es 2 Tage etwas ruhiger anging, bevor ich wieder in den Trainingsalltag einstieg. Nach der kurzen Pause und einigen Trainings zu Hause traf sich das Nationalteam der Elite und U23 Athleten in Willisau um die U23 Athleten auf ihre anstehende Europameisterschaft vorzubereiten.
Konkret bedeutete das für mich, dass ich in den 3 Tagen in Willisau einige harte Trainingskämpfe gegen die U23 Ringer bestreiten durfte. Ich nehme ein gutes Gefühl von Willisau zurück mit nach Hause.
Meine Formkurve stimmt und ich werde nun versuchen mein gutes Gefühl aus den Trainings mitzunehmen für die nächsten anstehenden Aufgaben.
Ich werde nun wieder einige Tage zu Hause verbringen und mich dort auf das nächste Turnier, das Dan Kolov in Sofia (BUL) vorbereiten. Dieses findet vom 3.-5. März statt. Anschliessend werde ich nach Tata, Ungarn weiter reisen für einen einwöchigen Trainingsblock.