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Mit Passivsammlern können Konzentrationen von Luftschadstoffen auf einfache Art und Weise gemessen werden. Rein diffusionskontrolliert, ohne Pumpe, elektrische Geräte, etc., wandern die Schadstoffmoleküle in ein kleines Plexiglasrörchen und werden dort an imprägnierten Edelstahlnetzen chemisch absorbiert. Im Labor erfolgt die Auswertung, wobei der absorbierten Schadstoffe von den Netzchen gelöst wird und eine selektive Reaktion zu einem Farbstoff eingeht. Im Falle von Stickstoffdioxid ist dies die Bildung eines intensiven, rot-violetten Azofarbstoffs (Saltzmann-Reaktion), der spektralphotometrisch quantitativ bestimmt werden kann.
Passivsammler werden in der ganzen Schweiz und weltweit zur Überwachung der Luftqualität eingesetzt. Sie eignen sich besonders gut auch für den Schulunterricht, weil die theoretischen Hintergründe leicht verständlich sind und mit einfachen Mitteln rasch umfangreiche Daten erfasst werden können. In kleineren oder grösseren Projekten lassen sich vielfältige Fragestellungen aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der SchülerInnen untersuchen.