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Jedes Mal, wenn Antibiotika zum Einsatz kommen, können resistente Bakterien entstehen. Deshalb ist es entscheidend, diese Medikamente richtig einzunehmen und die Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes genau zu befolgen. Dadurch können auch mögliche Rückfälle vermieden werden.
Die Resistenz gegen Antibiotika ist ein natürliches Phänomen, das es schon seit Millionen von Jahren gibt. Es sind nämlich die Bakterien und Pilze selbst, die Antibiotika produzieren, um sich zu schützen. Die ersten in der Medizin verwendeten Antibiotika sind von Pilzen extrahiert worden. Doch der Verbrauch von Antibiotika ist in der Human- und der Veterinärmedizin seit Mitte der 1940er-Jahre stark gestiegen. Dadurch hat der Mensch das natürliche Phänomen der Antibiotikaresistenz deutlich verstärkt: Jedes Mal, wenn Antibiotika zum Einsatz kommen, können sich resistente Bakterien vermehren, da sie die Einzigen sind, die unter diesen Umständen überleben und wachsen können.
Wenn sich Bakterien vermehren – und die meisten von ihnen tun das mehrere Male pro Stunde – müssen sie ihr Erbgut (DNA) kopieren. Beim Erstellen dieser Kopien unterlaufen den Bakterien Fehler, sogenannte Mutationen. Einige dieser Kopierfehler können dazu führen, dass die Bakterien die Präsenz von Antibiotika tolerieren. Manchmal erwerben Bakterien eine Resistenz, indem sie kleine DNA-Ringe (oder Plasmide) untereinander austauschen. Dies geschieht sowohl unter Bakterien der gleichen Art wie auch unter Bakterien verschiedener Arten.