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Nach der Verhaftung von Jean-Christophe Mitterrand, Sohn des ehemaligen französischen Präsidenten, schwappt der Skandal auch in die Schweiz über: Die französischen Behörden wollen die Schweizer Konten des mutmasslichen Waffenhändlers sperren lassen.
Am Dienstag (02.01.) verlängerte die Staatsanwaltschaft in Paris die Untersuchungshaft gegen den früheren Präsidentensohn. Der zuständige französische Untersuchungsrichter will nun die Schweizer Konten von Jean-Christophe Mitterrand blockieren lassen.
Mitterrand und der Schriftsteller Paul-Loup Sulitzer sollen in dubiose Waffenverkäufe in Angola verwickelt sein, bei denen es auch um Geldwäscherei ging. Mitterrands Sohn wird konkret vorgeworfen, er habe vor sieben Jahren für Waffenverkäufe an das Regime in Angola rund drei Mio. Schweizerfranken kassiert. Er war zwischen 1986 bis 1992 für seinen Vater, den 1996 verstorbenen französischen Präsidenten François Mitterrand, als Afrika-Berater tätig.
Bertossa macht mit
Wie der zuständige Genfer General-Staatsanwalt Bernard Bertossa gegenüber swissinfo sagte, hat der zuständige französische Untersuchungsrichter ein Rechtshilfegesuch gestellt. "Es gibt keinen Grund, nicht auf das Gesuch einzugehen", sagte Bertossa.
Zum Inhalt des Begehrens wollte er sich jedoch nicht weiter äussern. Das Schweizerische Justiz- und Polizeiministerium (EJPD) in Bern hatte vorerst keine Kenntnis vom Rechtshilfeersuchen.
swissinfo und Agenturen