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Wie grenzen Grenzen Länder ab?
Eine Grenze ist ein Strich auf einer Karte, doch wie zeigt sie sich physisch? So unterschiedlich und vielfältig Länder sind, können auch deren Grenzen sein.
Rieke Volkenandt
Allgemein
Grenzen grenzen Länder voneinander ab. Meistens sind diese Grenzen politisch, was heisst, dass hinter der Grenze andere Gesetze gelten als davor.
Diese Grenzen können unterschiedlich gekennzeichnet sein. Manchmal reicht schon nur ein Hinweisschild, welches darüber informiert, dass man sich jetzt in einem anderen Land befindet. In anderen Fällen werden dagegen riesige Mauern gebaut.
Grenzen können aber auch durch Gewässer aller Art verlaufen. Ein Beispiel dafür ist die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland, wo sie durch den Bodensee und den Rhein verläuft. Aber auch in Meeren und Ozeanen gibt es Grenzen, da gewisse Teile noch zu angrenzendem Festland gehören.
Grenze Deutschland – Schweiz
Die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz ist aus schweizer Sicht 347 km lang, aus deutscher Sicht hingegen nur 316 km. Dieser Unterschied besteht aufgrund von Uneinigkeiten betreffend dem Grenzabschnitt im Bodensee, da die beiden Länder sich nicht einig sind, wo die Grenze genau verläuft.
Weil die Schweiz nicht zur EU gehört, gibt es ungefähr 67 bewachte Grenzübergänge zwischen ihr und Deutschland. Die grösseren Grenzübergänge sind in Deutschland an Bundesstrassen und in der Schweiz an Hauptstrassen angeschlossen. Diese sind in beiden Ländern mautfrei. An der Grenze gibt es die Grenzkontrolle, bei der überprüft wird, ob alle angemeldeten Waren vorhanden sind oder ob unangemeldete Waren transportiert (geschmuggelt) werden.
Über die Zölle kann ausserdem überwacht werden, wer das Land verlässt oder betritt. In Deutschland übernimmt die Bundespolizei die Grenzkontrolle, in der Schweiz dagegen das Grenzwachtkorps.
Grenze USA – Mexiko
Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist 3144 km lang. Sie durchläuft unzählige, verschiedene Landschaften, über Grossstädte hinweg bis hin zu kargen Wüsten.
Auch diese Grenze führt durch ein Gewässer, in diesem Fall durch den Rio Grande. Die heutige Lage der Grenze wurde bereits 1853 festgelegt, nachdem die USA den Gadsden-Kauf getätigt hatte. Bei diesem Kauf wurden alle Teile von Arizona, New Mexiko und Mexiko, die südlich des Gila Rivers lagen an die USA verkauft. Da zwischen den USA und Mexiko sehr starke wirtschaftliche und familiäre Verflechtungen zu finden sind, ist diese Grenze eine der meist überschrittenen der Welt. Sie ist an allen Stellen durch einen Grenzzaun gesichert, da die USA und Mexiko viele Probleme mit illegalen Einwanderern, Waffenhandel und Drogenhandel haben. An jene Stellen, an denen der Zaun noch im Bau ist, bewachen die Männer der Nationalgarde die freie Fläche.
Die Berliner Mauer
Die Entscheidung, die Berliner Mauer zu bauen, fiel in der Nacht des 3. August 1961. Die Sowjetunion hatte schon lange davor den Bau einer Mauer gefordert, doch war dieser bis zu jenem Tag nie umgesetzt worden. An jenem 3. August entschied sich die DDR aber schliesslich doch dazu, die Mauer zu errichten. Der Hauptgrund war, dass zu viele Menschen nach Westen in die BRD flüchteten und dem Osten die jungen Leute ausgingen und folglich auch die Arbeitskräfte.
Am 10. August 1961 verkündete der Bundesgeheimdienst schliesslich öffentlich den Bau der Mauer, die bis dahin ein Staatsgeheimnis gewesen war. Auf einer Pressekonferenz sprach der Staatsvorsitzende Walter Ulrich schon drei Tage vor dem Beginn des Baus von einer Mauer und informierte somit indirekt auch die Alliierten. Diese griffen jedoch nicht ein, da ihnen der Wechsel zwischen Ost- und Westberlin weiterhin gewährt wurde. In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 war es dann so weit: Die deutsche Grenzpolizei mit 5000 Mann riegelte die Strassen zur Grenze hin ab. Auch Soldaten der Sowjetunion waren militärisch vertreten, um eventuelle Angriffe der Alliierten abzuwehren. Obwohl am 13. August 1961 nur die Sektorengrenze geschlossen wurde, wird dieser Tag als «Tag des Mauerbaus» bezeichnet.
Abgerissen wurde die Mauer in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989. Als die Grenzübergänge dann gegen 23:30 Uhr ohne Passkontrolle offen waren, gelangten innerhalb von 45 Minuten 20’000 Menschen von Ost- nach West-Berlin.
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