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Am 18. April 2008 besuchte Schauspieler Ernst Hannawald (48) zum ersten Mal die Ausstellung „Psychiatrie – Tod statt Hilfe“ der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. (KVPM). Am gleichen Tag veröffentlichte auch die TZ online einen Artikel mit dem Titel: „Skandal um Psycho-Ausstellung“ worin dargestellt wird, dass Ernst Hannawald rechtliche Schritte aufgrund der Verwendung eines Bildes von ihm angedroht habe, worauf das Bild entfernt worden sei.
Nun nach etwas über einem halben Jahr möchte ich die Ereignisse aus den Online-Quellen die etwas darüber schrieben zusammenfassen. Es zeigt sich dabei, dass die TZ Online vermutlich Ernst Hannawald kontaktierte und darüber informierte, dass Scientology sein Bild in einer Ausstellung verwende, worauf Hannawald zusammen mit einem Journalisten die oben genannte Ausstellung besuchte. Anders ist es nicht zu erklären, dass die TZ Online bei der Konfrontation in der Ausstellung überhaupt dabei war. Die TZ wird auch in allen Foren als Quelle für den „herbeigesehnten Skandal“ genannt. Es gibt nach meiner Suche zumindest keine andere Quelle dazu.
Als Ernst Hannawald auf einer Ausstellungswand sein eigenes Bild im Zusammenhang mit berühmten Opfern der Psychiatrie sah, fragte er die Verantwortlichen wer die Genehmigung dazu gegeben habe sein Bild zu verwenden. Er verlangte zuerst auch dass das Bild entfernt werde, da er mit Scientology nichts zu tun haben wolle. Daraus produzierte die TZ einen reisserischen Artikel.
Am 21.04.2008, also 3 Tage nach Hannawalds Besuch und Erscheinen des Artikels in der TZ, schrieb Bernd Trepping eine Pressemitteilung, worin Ernst Hannawald zitiert wird und klarstellt, was er von der Ausstellung und der Arbeit die dort getan wird wirklich hält:
„Ich erkläre mich mit der Form der Ausstellung ‚Psychiatrie: Tod statt Hilfe‘ solidarisch ungeachtet meiner Vorurteile gegenüber der Scientology Kirche, die ich nicht näher begründen kann, die aber sicher aus den Medienberichten herrühren. Aufdeckung von Missbräuchen in der Psychiatrie ist in diesem unserem Land (und weltweit) lange überfällig! Persönlich finde ich, dass in dieser Ausstellung großartige Arbeit geleistet wird.“ (Ernst Hannawald)
Hier finden Sie die ganze Pressemitteilung von Bernd Trepping
Der einzige Skandal den ich finden kann ist die Art und Weise, wie die TZ Online einen „Skandal“ produzieren wollte.
Die KVPM ist sehr erfolgreich darin zu dokumentieren, wie verschiedene Bereiche der Gesellschaft von der Psychiatrie unterwandert wird und neue „Kundschaft“ gescuht wird. So werden auch regelmässig Umfragen gemacht um herauszufinden wie es wirklich in der Gesellschaft aussieht. Auch ein Bild Artikel hat sich nun diesem Thema gewidmet und versucht mit einigen Aussagen der bekannten Scientology-Kritikerin Caberta ein verzerrtes Bild über diese Aktionen zu zeichnen. Der Artikel erwähnt leider nicht für welche Zwecke die KVPM recherchiert. So hat zum Beispiel auch das von Scientolog herausgegebene Freiheitsmagazin bereits mehrere Preise für investigativen Journalismus gewonnen. Bild Artikel