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Infrastruktur (Los I)
|Info-Bulletin Nr. 38 (2007)||> Film Infrastuktur||> Zeitraffer Hallenbau||> Fotobuch|
Es sind eine Lagerhalle, eine Manipulationshalle und eine Abbauhalle erstellt worden. Die drei Hallen und der Bahnanschluss sind in nur 15 Monaten resp. in 300 Arbeitstagen realisiert worden.
Der Bau begann mit der Lagerhalle und kann auf dem Zeitrafferfilm verfolgt werden. Unter der Lagerhalle sind Speicherbecken für Regen-, Schmutz- und Löschwasser entstanden. Die 60cm dicke Betondecke der Becken bildet einen Teil der Bodenplatte der Lagerhalle. Sie verfügt über eine lichte Höhe von 10,5 Metern und ist mit vorfabrizierten Betonstützen und Stahlträgern errichtet worden. Die Schüttboxen dienen der Zwischenlagerung des nicht kontaminierten, losen Materials aus der Oberflächenabdeckung.
Die in geschlossenen, dichten Containern verpackten Abfälle aus dem Deponiekörper werden bis zum Abtransport in die verschiedenen Entsorgungsanlagen ebenfalls hier zwischengelagert. Im Südteil befinden sich die Rangiergleise, die einen Abtransport per Bahn ermöglichen.
In der Lagerhalle befindet sich zudem die Behandlungsanlage für die Abluft. Sie besteht zur aus Staub- und Aktivkohlefiltern.
Der Bau der Manipulationshalle begann mit den massiven armierten Wände der Manipulationshalle auf dem umlaufenden Pfahlkopfriegel. Die Stahlelemente der Bogentragwerke wurden in Deutschland vorfabriziert, just-in-time angeliefert und vor Ort zu Halbbogen montiert. Mittels einer Montagebrücke und des grössten zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz verfügbaren Raupenkrans wurden die Bogentragwerke errichtet und mit Windverbänden stabilisiert.
Der Bereich der Manipulationshalle gehört bereits zum Deponieperimeter. Deshalb musste nach der Fertigstellung der Hallen ab November 2007 zuerst planmässig die Beräumung dieser Halle in Angriff genommen werden. 2009/2010 konnte sie mit einem Betonboden versehen und mit modernster Technik ausgerüstet werden. Sie dient ab diesem Zeitpunkt der Triage, der Probenahme und der erneuten Verpackung der Abfälle.
Der Bau der Abbauhalle hat gigantische Ausmasse: Sie überdeckt mit 33’000m2 rund 71% der Deponie. Das Dach wird von 19 Bogentragwerken gehalten. Die grösste Spannweite liegt bei 172 Metern, die Stichhöhe der Bögen liegt bei maximal 32 Metern.
Für den gesamten Hallenbau sind durch die ARGE INFRA Marti/Züblin 12'000 m3 Beton, 1'500t Armierungseisen und für die Bogentragwerke 6'000t Stahl verbaut worden.
Bis zur Fertigstellung der Infrastrukturbauten sind rund 12'500 Manntage und über 75 Mio. CHF aufgewendet worden.