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Das Sortiment
Schauspiel
Stückinfo
Der Mann war am Ende. Nachdem er in seiner Heimatstadt die riesige Villa räumen musste, feierte er eine letzte gespenstische Party. Die Gäste hielten Kerzen in den Händen und trugen seine gepackten Koffer zum Bahnhof. Als er Jahre später in die Heimat zurückkehrte, fand er keine Anstellung, sass am Marktplatz und schaute den Hausfrauen zu, wie sie sich mühten, ihre vollbepackten Taschen nach Hause zu tragen. Da hatte er einen philosophischen Anfall: Er besorgte sich einen Lasttransporter, organisierte Reis, Kaffee, Teigwaren, Zucker, Kokosnussfett und Butter. Dann fuhr er durch die Strassen der Stadt. Die Hausfrauen staunten und verliebten sich in den lustigen Mann, der ihnen die Grundnahrungsmittel vor die Haustür brachte und so hübsch erzählen konnte. Er verdiente Geld, tüchtiges Geld, wie sich herausstellte, denn der Mann war erst am Anfang.Nach der Inszenierung von „Bungee Jumping“, in der ein geldgefüllter Kühlschrank ein junges Liebespaar um den Verstand bringt, erzählt der Regisseur Rafael Sanchez in „Das Sortiment“ die Geschichte vom sozialen Kapital, das im Lasttransporter steckt.