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Wetterrückblick
Jahresrückblick 2008
Später Winter - zeitiger Sommer
Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,5 Grad zählte das Jahr 2008 zu den zehn wärmsten seit dem Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen. Das langjährige Mittel von 8,2 Grad wurde deutlich übertroffen. Den größten Beitrag zu dem erneut warmen Jahr lieferten die sehr milden Wintermonate Januar und Februar sowie der frühsommerliche, sonnige Mai. Zu den herausragenden extremen Witterungsereignissen gehörte das Orkantief "Emma" Anfang März genau so wie eine gewitterreiche Unwetterserie Ende Mai/Anfang Juni nach dem "Pfingstsommer".
Die Niederschlagssumme lag im deutschlandweiten Mittel mit etwas mehr als 750 Liter pro Quadratmeter ein wenig unter dem statistischen Durchschnittswert, der knapp 790 Liter beträgt. Der niederschlagsreichste Ort war die Zugspitze mit knapp 2065 Liter, trockenster Ort Alzey in Rheinhessen mit 435 Liter. Bei der Sonnenscheindauer gab es auch diesmal wieder ein Plus. Durchschnittlich schien die Sonne rund 1603 Stunden, regional reichten die Werte von 1278 Stunden bei Manderscheid in der Eifel bis zu 1991 Stunden an der Nordspitze Rügens.
Kalte Nord- und Nordwestwindlagen brachten Schnee zu Ostern. Der Märzwinter dauerte bis weit in den April, ehe im Mai überwiegend frühsommerliche Wetterlagen und zahlreiche Sonnenstunden seinen Ruf als "Wonnemonat" bestätigten. Der Juli startete mit den heißesten Tagen des Jahres. Die 36-Grad-Marke wurde in Bendorf bei Koblenz und in Karlsruhe knapp überschritten und im brandenburgischen Holzdorf fast erreicht.
Der Serie überdurchschnittlich warmer Sommermonate folgte ein kühler September mit den ersten Nachtfrösten. Im vielerorts "Goldenen Oktober" hielten sich die Regentage in Grenzen. Der Winter hielt im letzten Novemberdrittel mit kräftigen Schneefällen bis in tiefste Lagen Einzug. Einer im Flachland dann doch wieder fast überall "grünen Weihnacht" schloss sich kaltes Frostwetter zum Jahresende an.
Zu einer Unwetterserie kam es Ende Mai/Anfang Juni im Rahmen einer außergewöhnlich lang andauernden Gewitterlage. Ebenfalls für Schlagzeilen sorgten überflutete Straßen und Keller in Niedersachsen in der ersten Juliwoche und das "Dortmunder Hagelunwetter" im letzten Julidrittel.