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Im Frühling, sobald der Schnee geschmolzen ist, wird das Vieh schon auf die Weideplätze um das Dorf geführt. Die bewässerten und gedüngten Weisen dienen allein der Heu und Grummet (zweiter Schnitt) Erzeugung, diese bilden die im Winter nötigen Reserven an Futter. Im Mai wird dann das Vieh zu den Maiensässen gebracht (Mayen), dieses Wort leitet sich auch von Mai ab. Die Maiensässe liegen ungefähr auf einer Höhe von 1500m.
Es gibt einige Beispiele wo diese sich unterhalb der Dörfer befinden. Die Grundstücke der Maiensässe sind noch im Privatbesitz, deshalb findet man dort auch, etwas zerstreut, die zur Bewirtschaftung nötigen Gebäude. Diese sind sehr einfach und sehen den Stallungen der Dörfer ähnlich. Im Obergeschoss befindet sich eine einfache Küche und eine Kammer die manchmal ans Heu grenzte. Der Stall liegt unten.
Dieses Gebäude ist (fast) das einzige das sich die Familie auf Zeit mit dem Vieh teilt. Heutzutage wurden viele von ihnen in Ferienhäuser umgebaut. Und der Ausdruck 'aller au mayen' (auf den Maiensäss gehen) ist mittlerweile mit Ferien gleichzusetzen. Gegen Ende Juni wird die gesamte Herde des Dorfes auf die Alm gebracht wo am Tag des Aufstiegs die Kühe der Hérens Rasse nach heftigen Kämpfen eine Königin auswählen.
Dort wird dann die gesamte Herde von einer Almweide zur anderen getrieben. Männer und Vieh halten dann manchmal für einige Zeit bei einfachen Hütten und Unterständen. Diese verschiedenen Plätze wo sich die Almhütten befinden werden 'remointse' genannt. Im September und Oktober wird das Vieh wieder von der Alm zum Maiensäss gebracht, bevor es zurück zum Dorf geht.
Die Verschläge in den Weinbergen, 'Mazot', gehören ebenfalls zu diesen 'auf Zeit' benutzten Gebäuden, die Teil des gesamten Betriebs sind und Saisongemäss genutzt werden.