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Die B-24 D Liberator “Hadley’s Harem” mit der Seriennummer 41-24311 war am 1. August 1943 gemeinsam mit der 98. Bomb Group “Pyramiders” der amerikanischen Luftwaffe bei dem Bombenangriff auf die Erdölanlage im rumänischen Ploesti im Einsatz.
Die “Hadley’s Harem” war während dieses Angriffes das erste Flugzeug am linken Flügel des von Gruppenführer Oberst John R. “Killer” Kane angeführten “Flight One”. Das Ziel der 98. Bomb Group war die unter dem Codenamen “White Four” bekannte große Erdölanlage Astro Romana Raffinerie in Ploesti.
Die Raffinerie wurde von mehreren zusätzlichen Flugabwehrbatterien welche auf Zügen der die Raffinerie umgebenden Eisenbahn angeordnet war, beschützt. Dem Flugplan zufolge sollte in zwei Gruppen in hoher Flughöhe nach Rumänien anfliegen und durch einen plötzlichen Tiefflug in der Nähe der Raffinerie das Bombardement durchführen, so wie es zuvor in der Ägyptens eingeübt worden war.
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen beim Flug über die Adria wurden beide Gruppen auseinandergerissen und die Funkstille musste gebrochen werden. Dies führte dazu, dass sich die Deutschen vorbereiten konnten und der Einsatz zu großen Verlusten führte. Das Eindringen eines Flugabwehrgeschoßes in den Bug der “Hadley’s Harem” führte zu einer größeren Zerstörung in diesem Bereich. Ein Besatzungsmitglied wurde von Schrapnellteilen in der Brust getroffen und sofort getötet, der Lotse Tabacoff wurde ebenfalls verletzt. Der Motor Nr. 2 setzte aus. Ingeneur Russel Page reagierte sofort, und warf die Bomben im Notabwurf ab.
Das Flugzeug war schwer geschädigt, begann jedoch trotzdem seinen Rückflug in Richtung Benghazi in Libyen. Allerdings wurde bald klar, dass die geplante Flugroute nicht gehalten werden konnte und daher wurde die Route geändert und zwar mit einem Flug über die Türkei auf den englischen Stützpunkt auf Zypern.
Während des Fluges über Anatolien fiel auch der Motor Nr. 3 aus. Kurze Zeit nachdem das Taurusgebirge überflogen war senkte sich der Öldruck des Motor Nr. 1 äußerst rasch. Es wurde wahrscheinlich, dass Zypern nicht mehr erreicht werden konnte und man beschloss daher, am Ufer des türkischen Mittelmeeres notzuanden. Während des Anfluges auf den Strand in der Umgebung von Manavgat setzten auch die übrigen beiden Motoren aus. Als ein Flügel des Flugzeuges auf das Wasser aufkam, prallte es ins Meer und sank sehr schnelll. Der Pilot und der Co-Pilot konnten sich nicht mehr aus dem Flugzeug retten. Die übrige Besatzung konnte schwimmend die Küste erreichen. Die erste Versorgung wurde von den türkischen Dorfbewohnern, die sie fanden, geleistet. Danach wurden die Verletzten in das Amerikanische Krankenhaus (Amiral Bristol) nach Istanbul gesandt, als Schiffsbrüchige akzeptiert und seitens des türkischen Außenministeriums frei gelassen.
Die Reste des Flugzeuges wurden später gehoben und befinden sich heute im Rahmi M. Koç Museum in Istanbul