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Während mehr als hundert Jahren badete die Riehener Bevölkerung in dem 1898 erbauten Gartenbad an der Weilstrasse am Fusse des Schlipfs. Gespiesen wurde die ‹Riehener Badi› bis zur Schliessung 2007 mit Wasser aus dem Mühleteich. Deshalb stand sie von Beginn weg wegen mangelnder Wasserqualität in der Kritik. Der Mühleteich war ein Gewerbeteich und nahm auch das Abwasser der ältesten Kanalisation auf. Im Verlauf der Jahre folgten zur Verbesserung der Wasserqualität mehrere Umbauten, strengere hygienische Vorschriften, bessere Filteranlagen und schliesslich der Einsatz von Chlor. Ab den 1960er-Jahren wurde die Forderung nach einer Modernisierung der Anlage immer lauter, doch blockierte der Bau der Zollfreistrasse während Jahrzehnten einen Neubau. Erst 2007 war es soweit: Die ‹Badi› musste der Zollfreistrasse weichen und wurde 2014 auf der gegenüberliegenden Seite der Weilstrasse durch das Naturbad Riehen des Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron ersetzt.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 14.6.2022
Meyrat, Sibylle: Ausgebadet. In: Jahrbuch z’Rieche 2008. S. 43–51.
Raith, Michael: Gemeindekunde Riehen. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Riehen 1988. S. 99.