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Palermo. Eine Stadt vor der Kulisse ihrer Geschichte
1943 wurde Palermo von den Alliierten schwer bombardiert. Bis heute kann man diese Zäsur in der Stadt entdekcen. In den boomenden 50er-Jahren beschlossen die Investoren (oft Mafia) und die Politiker (oft mit der Mafia befreundet), das neue Palermo ausserhalb des historischen Stadtkerns zu errichten. Der Profit schien hier auf der freien Fläche grösser als in den schmalen Gassen der Alststadt. Das historische Zentrum blieb so von den Bomben zwar stark beschädigt, aber von den radikalen Eingriffen der Moderne verschont.
Heute entdeckt man die Altstadt in einem neuen 'alten Glanz'. Zuweilen auch eigenwillige Renovierungen und Rekonstruktionsprojekte geben eine Vorstellung von der bewegten Geschichte der größten Hafenstadt Siziliens. Der alte Stadtkern und seine nach den Heiligen benannten Quartiere (Sant'Agatha, Santa Christina, Sant'Olivia, Santa Ninfa) bilden eine pittoreske Kulisse vor der sich auch ganz zeitgenössische Geschichten abspielen: Strassenkaffees, breite Alleen, mittelalterliche Fragmente, Neubauten der Renaissance und barocke Fassaden von Palästen und Kirchen.