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Das Hallenstadion ist mit einer Gesamtfläche von 14’300 Quadratmeter die grösste multifunktionale Indoor-Anlage der Schweiz. Bis zu 13’000 Zuschauer versammeln sich hier zu den unterschiedlichsten Sportanlässen – von der Eishockey-WM bis zum Radrennen – oder Konzerten – vom Musikantenstadel bis zu AD/DC. An 130 Tagen im Jahr finden im Hallenstadion Zürich Veranstaltungen jeglicher Art statt – der Dalai Lama hat hier bereits seine Weisheiten weitergegeben, an Generalversammlungen wurden wichtige Entscheidungen getroffen und beim Besuch des Nitro Circus folgen Motorräder inklusive Fahrer durch die Luft. Als eine der grössten Mehrzweckhallen Europas ist das Hallenstadion bis über die Landesgrenze hinaus bekannt. Pro Jahr pilgern rund eine Million Besucher in die moderne und multifunktionale Location.
David – der Sportliche: Ursprünglich war das Hallenstadion ganz dem Sport gewidmet. Aufgrund von Regen mussten bereits zahlreiche Anlässe auf der offenen Rennbahn in Zürich Oerlikon abgesagt werden. Als im Jahr 1932 ein weiteres Rennen aufgrund von starken Regenfällen nicht stattfinden konnte, wurde ein Entschluss gefasst: eine überdachte Rennbahn muss her! Sechs Jahre später begann der Bau der damals grössten Sporthalle Europas. Die Eröffnung fand – wie kann es bei einem solchen Grossprojekt auch anders sein – verspätet am 4. November 1939 statt und nicht wie geplant, bereits im Sommer während der Landesausstellung. Im Mittelpunkt des Bauwerks stand die ovale, 250 Meter lange Rennbahn. Lage wurde der Holzpiste nachgesagt, sie sei die schnellste Radrennbahn der Welt. Mit dem Beginn des Umbaus des Hallenstadions im Jahr 2004 verschwand die Rennbahn. Um weiterhin das traditionelle Sechstagerennen – eine mehrtägige Radsportveranstaltung – im Stadion austragen zu können, wurde jeweils eine temporäre Bahn eingebaut. Heute musst du leider komplett auf die sogenannten Sixday-Nights verzichten. Im Jahr 2014 fand die Veranstaltung das 58. und aus finanziellen Gründen auch das letzte Mal statt.
Im Jahr 1950 wurde in Mitten der damals noch bestehenden Rennbahn ein Kunsteisfeld integriert, womit die erste Hallen-Eisbahn der Schweiz entstand. Seither dient die Hallenstadion Eisbahn als neue Heimstätte der ZSC Lions. Das Besondere an dem Eisfeld bildet der tragfähige zweite Hallenboden, der sich auf die Eisfläche aufbringen lässt. Dieser ermöglicht, dass das Hallenstadion weiterhin auch viel Platz für unterschiedlichste Veranstaltungen bietet. Im Hallenstadion Zürich fanden bereits zwei Eishockey-Weltmeisterschaften, eine Handball-Weltmeisterschaft sowie Reitturniere, Boxkämpfe und Motocross-Rennen statt.
Liselotte – die Kultur-Expertin: Die musikalische Ära des Hallenstadions begann bereits im Jahr 1947 mit einem Auftritt des Männerchors Oerlikon. Der erste Höhepunkt folgte zwölf Jahre später mit Louis Armstrongs ersten und einzigen Konzert in der Schweiz. Darauf folgten Auftritte von Weltstars wie Tina Turner, die Rolling Stones, Bruce Springsteen, Elton John oder Cher. Aber auch für die Aufführung von Opern, Varieté-Shows, Musicals oder für einen Besuch des Musikantenstadls bietet das Hallenstadion den perfekten Ort. An der alljährlichen Schweizer Eiskunstgala – der sogenannten Art on Ice – kannst du eine beeindruckende Kombination aus Eiskunstlauf und Musik geniessen.
In den Jahren 2004 und 2005 wurde das Hallenstadion nach über 60 Jahren intensiver Nutzung für 145 Millionen Franken – ein Vielfaches der ursprünglichen Baukosten des Stadions – umfassend renoviert. Von aussen siehst du kaum eine Veränderung an dem imposanten Gebäude. Natürlich bis auf den neuen Vorbau auf der Südseite. Seit dem Umbau sind hier ein Conference Center, ein Foyer, zwei Restaurants und zahlreiche Büroräumlichkeiten untergebracht. Mit dem neuen Gebäudeteil wurde ein idealer Ort für Corporate Events wie Tagungen, Kongresse oder Generalversammlungen geschaffen. Das Innenleben des Stadions wurde während des Umbaus komplett erneuert und modernisiert. Wie David bereits erwähnte, wurde die Rennbahn – und damit der ursprüngliche Grund des Baus – aus dem Stadion entfernt, um so den neuen Schwerpunkt auf den Eissport sowie die zahlreichen zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten, wie Konzerte, Messen und Grossveranstaltungen, zu legen. Zwanzig neue Logen bieten einen komfortablen Blick auf die Veranstaltungen – sofern das nötige Kleingeld dafür vorhanden ist.