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(Nr 12 und 14) mit einem Sinemur-Kamm (Gryphiten-Kalk des unteren Lias; Nr 13). Geht endlich die Erosion noch tiefer (wie z. B. gegen Basel und im Aargau: Meltingen, Limmern etc.), so tauchen aus diesen Lias-Keuper-Comben auch noch Muschelkalkgewölbe auf (Nr 15), die selbst wieder mehr oder weniger gut erhalten, dislociert oder zerstückelt sein können. Es hat somit die Erosion im Juragebirge nicht überall gleich stark gearbeitet. Ebenso ist die ganze soeben geschilderte Schichtenfolge nicht überall vollständig und ebensowenig überall in gleichmässiger Mächtigkeit abgelagert worden. Querprofile, wie sie in unserem tektonischen Schema unter I-III gezeichnet sind, sieht man am klarsten in den die Gewölbe quer durchschneidenden Klusen aufgeschlossen.
Die Unterlage des Juragebirges bildet ohne Zweifel derselbe von Granitgängen und -adern durchsetzte Gneis, der am Fuss des Schwarzwaldes, im Rheinbett bei Laufenburg und unter dem Plateau der Ile Crémieu (bei Saint Quentin im Dauphiné) zu Tage ansteht. Darüber folgt mit Ausschluss des Paläozoikums (soweit wenigstens bis jetzt bekannt) die ganze Reihe der mesozoischen und känozoischen Stufen vom Buntsandstein bis zum Miocän, die wir nun für den ganzen Jura und die Rheintafel (exkl. Randen) in ihren wichtigsten Charakterzügen kurz besprechen wollen. Die Rheintafel zeigt diese Gesteinsfolge von den ältesten bis zu den jüngsten Schichten in ihrer normalen Ueberlagerung am schönsten. Dann tauchen sie unter die Falten und Dislokationen am Aussenrand des Gebirges, um in seinem Innern an der Sohle der Zirken und Klusen wieder zu Tage zu treten.
Triassystem.
Vogesensandstein und Buntsandstein stehen zu beiden Ufern des Rhein an, besonders schön nördl. von Riehen (bei Basel) und zwischen Rheinfelden. Stein und Laufenburg, wo sie diskordant dem Gneis oder den ihn durchschwärmenden eruptiven Adern und Gängen (Granit, Diorit, Porphyre etc.) aufliegen. Zu oberst treffen wir weisse oder bunte Sandsteine, in der Mitte rote Sandsteine mit ziegelrot gefärbten sandigen Thonen und an der Basis Konglomerate. Bei Waldshut (Baden) werden aus den dichten Bänken Mühlsteine gebrochen.
Den Uebergang zum Muschelkalk bilden dolomitische Mergel. In Riehen bei Basel hat man Labyrinthodon Rütimeyeri und da und dort einzelne Stücke von Calamites Schimperi gefunden. Etwa 30 m mächtig. Der 20-30 m mächtige Wellendolomit steht am Rheinufer zwischen Schwaderloch und Augst an. Er enthält zahlreiche Fossilien: Lima striata, L. lineata, Terebratula vulgaris u. a. Die Salzthone der Anhydritgruppe sind am Rheinufer von Rheinsulz bis Augst sichtbar und bilden den Untergrund des ganzen Gebietes, auf dem die Salinen Rheinfelden, Riburg und Baselaugst stehen.
Das erste Steinsalzlager
ist 1834 vom Hofrat von Glenck angebohrt worden, und 1844 hat man ein anderes
von 12-114 m
Dicke entdeckt.
^[Supplement: von 12 m Mächtigkeit, ist in einer
Tiefe von 114 m im Jahre 1834 vom Hofrat von
Glenck angebohrt worden.] Heute werden hier jährlich mehr als 400000 Zentner Salz produziert. Die gleichen
Thone liegen auch
unter
Koblenz (Bohrung von 1858) und unter dem Dinkelberg (Bohrung von
Bettingen 1890), führen an diesen
Stellen aber kein Salz. Ihr Vorhandensein ist ferner im Hauensteintunnel, dann nördl. von Rümisberg und
Günsberg in der
Weissensteinkette festgestellt worden. Der beim Anstehen durch Wasseraufnahme zu Gips sich umwandelnde Anhydrit bildet hier
unregelmässige Massen, die abgebaut werden.
Der Muschelkalk, etwa 50 m mächtig, steht als erste Kalkstufe der Rheintafel am subhercynischen Steilabfall (Falaise) oft an, dann findet man ihn auch in Form von Gewölben und Schuppen in mehreren Ketten des Nordjura. Kalkstein, bankweise von Encrinus liliiformis in einzelnen Stücken durchsetzt; seltener sind Ceratites nodosus, Nautilus bidorsatus, Pemphyx Sueuri und andere Leitfossilien. Zu oberst dolomitisch und oft ausgelaugt.
Der fast ganz aus Dolomiten, Gipsmergeln und weichen Sandsteinen bestehende Keuper zeigt an seiner Basis Lettenkohle und Sandsteine mit fossilen Gefässkryptogamen (Equisetum arenaceum, Merianopteris angusta, Pterophyllum Jaegeri, Baiera furcata, Bambusium Imhoffi). Fundstellen: Neue Welt bei Basel, Passwang. An mehreren Stellen (Zeglingen, Cornol etc.) kleine Streifen von Stein- und Gagatkohle. Darüber folgen bunte Mergel mit Bänken von Würfeldolomit und Ansammlungen von gipshaltigem Alabaster, die in den Kantonen Basel, Aargau, Solothurn und Bern mehrfach abgebaut werden. Den Uebergang zum Lias bilden Sandsteine und Mergel des Rät (Infralias, Kössener Schichten) mit Knochen von grossen Reptilien, wie Belodon Plieningeri (= Gresslyosaurus ingens Rütim.) von Niederschönthal bei Liestal, und von Fischen (Saurichthys acuminatus, Sargodon tomicus etc.). Etwa 80 m mächtig.
Jurasystem.
Lias. Masse von schwarzen, schiefrigen und bituminösen Mergeln mit dunkeln Kalken oder Sandsteinen und Arkosen an der Basis.
Im Maximum 100 m mächtig. Im schweizerischen Jura nimmt der Lias an Mächtigkeit gegen NO. ab, wo sich
übrigens die schönsten Aufschlüsse finden (Basel Land,
Aargau,
Weissenstein- und Lomontkette). Im SW. steht er zum letztenmal in
^[Supplement:
der
Combe des Quignets und] der
Combe aux
Auges
unter Montpéreux (Kt. Neuenburg)
an, wo einer der Schächte des
Tunnels
von
Les Loges die ganze Schichtreihe des Lias bis zur Basis des Charmouthien oder mittlern Lias durchbrochen hat. Der untere
Lias oder das Sinémurien ist im allgemeinen in der Form von Gryphitenkalk weit verbreitet und hat eine Menge von Fossilien;
gegen NO. geht er in Sandstein und Arkose über (Solothurn).
Den Uebergang zum Keuper bilden die an der Schambelen
(südl. von
Brugg) von Heer und
Escher v. der
Linth erforschten Insektenmergel.
Sie sind seither nirgends mehr mit einem solchen Reichtum an Fossilien wiedergefunden worden. Der mittlere (Charmouthien) und obere Lias (Toarcien und Aalénien) weisen im Schweizer Jura keine besondern Eigentümlichkeiten auf und bestehen aus denselben Horizonten von Ammonoiden wie anderswo. Einige Geologen lassen den Lias mit der Zone des Harpoceras (Ludwigia) Murchisonae endigen, die in ihrem petrographischen Charakter (eisenhaltiger Oolith) schon an den Dogger erinnert.
Dogger (französisch Oolithique). Er besteht überall im Jura, mit Ausnahme der Lägernkette und des O.-Abschnittes der Rheintafel (Gansingen), aus oolithischen Kalken mit einem okerfarbigen mergelig-kalkigen Bindemittel. Gegen Gansingen, Mandach und Baden, sowie im Randen werden die Oolithkalkbänke selten, da hier das ganze Gebilde im Allgemeinen mergelig wird, dunkel gefärbt ist und nur einige wenige härtere oker- oder eisenoolithartige Bänke enthält.
Trotz dieses Wechsels in der Fazies muss man doch im Dogger des ganzen Juragebirges ebenfalls die in Frankreich und England aufgestellten drei oder vier Stufen unterscheiden: das Bajocien (auch Lédonien genannt) oder die Zonen des Harpoceras (Sonninia) Sowerbyi, des Stephanoceras polyschides und des S. Humphriesianum; das Vésulien und Bathien (zusammen dem Bathonien von A. d'Orbigny entsprechend) oder die Zonen der Parkinsonia subfurcata, der P. ferraginea und der P. Würtembergica; das Callovien oder die Zonen der Oppelia aspidoides, des Stephanoceras (Macrocephalites) tumidum und des S. coronoides oder Peltoceras athleta.
Das Bajocien tritt im grössern Teil des Schweizer Jura (Gebiet sw. von Biel) in korallogener Fazies (Korallenkalk) und als Echinodermenbreccie auf, während weiter gegen N. und NO. Eisenoolithe mit Kephalopoden vorherrschen. Am innern Rand des Jura, besonders im Berner und Solothurner Jura, stehen sandsteinartige und kieselige Bänke an, die an die Zoophycos-Schichten des Dogger in den Romanischen Präalpen erinnern. Der mittlere Dogger bildet gewöhnlich eine mächtige Decke von feinkörnigen Oolithgesteinen mit sehr wenigen Kephalopoden und einigen mergeligen Einlagerungen, die weniger arm an Fossilien sind. Gleichartiger in seinem petrographischen Charakter ist im ganzen Juragebirge das Callovien, dessen obere Schichten aber gegen den Aargau hin an Mächtigkeit beträchtlich abnehmen. Ja die oberste Schicht (Zone des Peltoceras athleta und Cardioceras flexicostatum) fehlt am innern Gebirgsrand überhaupt ganz (Rückzug des Meeres in die anglo-parisische Bucht). Gesamte Mächtigkeit des Dogger im Mittel 300 m.
Malm oder oberer Jura. Der Malm ist die für das Juragebirge am meisten charakteristische Schichtengruppe. Er bildet mächtige Kalkstufen (Jurakalk), aus denen die höchsten Kämme und Gipfel des Gebirges aufgebaut sind. In den damit abwechselnden mergeligen Schichten sind die Comben ausgewaschen und Zementbänke (sog. Leberstein, ¶
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woher der deutsche Name Leberberg für das Gebirge) eingelagert. Im Mittel 500 m mächtig. Die Stratigraphie des Malm ist ziemlich verwickelt und kann hier nur in kurzen Zügen behandelt werden. Wenn wir, wie wir bis jetzt immer getan, von unten nach oben fortschreiten, so finden wir der Reihe nach:
1) das Oxford, Mergel mit pyritischen Fossilien und mehr oder weniger kieseligen Kalkmergelkonkretionen (terrain à chailles), oder die Zonen des Cardioceras Lamberti, des C. cordatum und des C. vertebrale, die gegen den S. und O. transgredierend über den Dogger greifen. Hier nimmt das Oxford zugleich an Mächtigkeit ab und erhält, besonders zu oberst, eine eisenoolithartige Fazies, die lange Zeit dem oberen Callovien zugezählt worden ist. Die untere Zone des Oxford fehlt im Ostjura und am ganzen Innenrand des Gebirges meist ganz, während sie im Nord- und Westjura, wo sie in der gleichen mergeligen und pyritischen Fazies auftritt wie im anglo-parisischen Becken, mächtig entwickelt ist.
2) Das Argovien, bestehend aus Spongitenkalken (mit mehreren Arten von Scyphia, einem zu den Hexaktinelliden gehörenden Schwamm) Zementmergeln etc. Zone des Cardioceras alternans. Am ganzen Innenrand des Gebirges und im Aargauer Jura regelmässig vorhanden. Im Nordjura und namentlich am Vogesenfuss tritt an die Stelle des Argovien die schöne Stufe des Rauracien Korallenkalke mit kreidigen Nestern, voller Trümmer von Korallen, Krinoiden, Diceras, Nerinäen etc., aber fast ohne Kephalopoden. Diese gesamte fossile Fauna umfasst mehr als 400 verschiedene Arten. Ueber dem Argovien und Rauracien folgt 3) das Sequan in ziemlich verschiedenartiger Ausbildung. Mit seinen Oolithbänken und Okermergeln erinnert es manchmal an den Dogger. Seine fossile Fauna ist noch wenig bekannt. Zu oberst ist es überall korallogen und dem Rauracien zum Verwechseln ähnlich.
4) Das Kimeridge oder Randénien besteht aus dichten Kalken, mit einer Fauna von im Schlamm lebenden Mollusken (besonders reich in der Umgebung von Pruntrut) und Kephalopoden mit Seeigeln und Schwämmen (im Aargau und am Randen). Es ist dies die Zone der Oppelia tenuilobata. Zu oberst wiederum korallogen oder sogar kieselig (Wettingen = Nattheim). Diesem Niveau gehört der Solothurner Marmor mit seiner auf der Erde einzig dastehenden Bank mit fossilen Schildkröten (8 Arten Chelydeen und 3 Arten Emydeen) an. Es folgt 5) das Portland oder Bononien, eine Kalkmergelstufe, die nach oben oft oolithisch wird und Nerinäen führt. Es fehlt von Solothurn und Münster an dem nordöstl. Jura, während es im Neuenburger Jura und Südjura mächtig entwickelt ist. Leitfossilien: Cyprina Brongniarti, Ampullina Marcousana. Zone des Stephanoceras gigas.
6) Das Purbeck ist eine wenig mächtige Stufe von grauen Kalkmergeln, die stellenweise oolithisch werden, sowie Gipslinsen und eine Brackwasserfauna (Cyrenen, Physen, Planorben, Limnäen, Valvata, Auricula, Carychium etc.) enthalten. Es steht am Jurafuss von Biel bis Bellegarde und an der Sohle einiger Muldenthäler des Zentral- und Südjura an. Rückzugsphase des jurassischen Meeres gegen SW.
Kreidesystem.
Untere Kreide, Wealden oder Hils. Dieses Gebilde bezeichnet
den Rückzug des Meeres nach NW. ^[eine Transgression des
Meeres nach NNO.] bis zur Linie La Chaux de Fonds-Biel und fehlt ganz im Nord- und Ostjura. Es verleiht dem Jurafuss um Neuenburg,
Yverdon,
Grandson, Orbe etc. seinen eigenartigen Charakter. Alle Muldenthäler sw. von der angeführten Linie enthalten
seine verschiedenen Stufen. Diese sind: das Valangien, das aus rosaroten oder braunroten Kalken mit einigen mergeligen Zwischenlagen
und einer nach oben limonitisch werdenden Eisenoolithschicht besteht.
Reiche Fauna von Schwämmen, Bryozoen, Brachiopoden, Mollusken, Acephalen und Gasteropoden, mit einigen seltenen Kephalopoden.
Zonen des Hoplites
periptychus ^[Supplement: pexiptychus] und des H. Thurmanni. Diese Fauna ist zusammen
mit der der übrigen Stufen der untern Kreide von F. J. Pictet, de Loriol u. A. (in verschiedenen Bänden der Matériaux
pour la Paléontologie Suisse, Neuen Denkschriften der schweizer. Gesellschaft für die gesamten Naturwissenschaften etc.)
beschrieben worden. Fundstellen von Fossilien: Valangin (Kanton Neuenburg),
Arzier (Kanton Waadt),
L'Auberson bei Sainte Croix
etc.
Das Neocom (Hauterivien oder Barrémien) ist wie die vorhergehende Stufe sehr ungleich mächtig entwickelt; seine Mächtigkeit nimmt gegen NO. ab und gegen SW., d. h. gegen den Südjura und Dauphiné, zu, wo es normal als Hochmeerbildung auftritt, während es im schweizerischen Jura eher littorale Fazies zeigt. Es besteht aus grauen, bläulichen oder durch Oxydation gelb gewordenen Mergeln, über denen gelbe oder braunrote oolithische Kalke und Echinodermenbreccien liegen. Die in den Mergeln reichere Fauna zählt 316 verschiedene Arten. Zone des Hoplites radiatus. Typisch ausgebildet in der Stadt Neuenburg und ihren Umgebungen (Hauterive, Le Landeron).
3) Das Urgon beginnt an der Basis mit schmalen Mergelbändern (gelber Mergel von La Russille). Dann folgen gelbe Bänke mit Echinodermenbreccien, die immer noch dem Neocom gleichen, darüber schneeweisse Schichten (wie in Orgon im französ. Departement der Bouches du Rhône) mit Requienia (Caprotina) ammonia, Sphaerulites Blumenbachi etc. Im Val de Travers und in der Umgebung von Orbe endigt das Urgon zu oberst mit einer 1-2 m mächtigen Kalkbank, die Asphalt führt.
4) Das Rhodanien und die Mergel des Aptien bezeichnen eine Rückzugsphase des unteren Kreidemeeres juraeinwärts und gehen nur bis zum Val de Travers, keineswegs aber bis zum Neuenburger Hochjura. Es sind blassgrüne oder gelbe pyritische Kalke mit Harpagodes Pelagi, dann gelbe Mergel (zu oberst eisenschüssig) mit Orbitulina lenticularis, Heteraster Couloni, Plicatula placunea etc. wie bei Bellegarde. Darüber folgt scharf abgegrenzt die Transgression der grünen Sandsteine des Albien.
Mittlere und obere Kreide sind schwach entwickelt und heute nur noch in einzelnen, von der Erosion bis jetzt verschont gebliebenen Fetzen vorhanden. Wie an andern Stellen ist auch hier eine reiche fossile Fauna, besonders in den grünen Sandsteinen, vorhanden. (Vergl. die Arbeiten von F. J. Pictet in den Matériaux pour la Paléontologie Suisse: Description des fossiles de Sainte Croix, ferner in den Mémoires de la Soc. de phys. et d'histoire naturelle de Genève. 1847). Im Juragebirge sind nicht alle der im nördl. Europa beobachteten Kreidestufen vertreten, indem hier bis jetzt weder das Turon noch das Danien nachgewiesen ist.
Wohl aber findet sich das Albien mit zwei von einander stark verschiedenen Unterstufen: zu unterst Sande
mit phosphorisierten Fossilien und Acanthoceras monile (= A. mamillatum) und blauen Ziegellehmen (englischer Gault) mit pyritischen
Fossilien und
Puzozia ^[Supplement: Puzosia] Mayoriana;
darüber grüne Sandsteine (Vraconnien), die bisher nur aus der Umgebung von Sainte Croix (Strasse nach La Vraconne) bekannt sind und zahlreiche Turriliten, Scaphiten, sowie Schloenbachia varians etc. enthalten.
Ueber das Albien transgrediert zusammen mit dem Vraconnien das Cenoman (dessen Basis aus der Kreide von Rouen oder dem sog. Rhotomagien besteht), das manchmal auch direkt über dem Valangien oder sogar dem Portland (Umgebung von Biel) liegt. Blassrote oder gelbe Kalkmergel mit ziemlich schlecht erhaltenen Fossilien, die man zuerst bei Souaillon nahe Cornaux (Kanton Neuenburg) gefunden hat und die denjenigen der Kreide von Rouen entsprechen: Acanthoceras Mantelli, Scaphites aequalis, Turrilites costatus etc. Das Senonien oder die Feuersteinkreide kennt man nur aus der Umgebung von Saint Amour im französischen Jura (Lains-Saint Julien), und das Danien endlich steht zusammen mit den anderen Stufen um Grenoble an. Es beweist dies, dass das Meer zu Ende der Kreideperiode sich vom ganzen jurassischen Gebiet zurückgezogen hatte.
Tertiärsystem.
Eocän oder Bohnerzbildung (Sidérolithique). Das Nummulitenmeer ist nicht bis zum Juragebirge vorgedrungen. Zu dieser Zeit war das Gebiet des jetzigen Gebirges zum erstenmal ein zwischen Vogesen und Schwarzwald einerseits und dem das Gebiet der jetzigen Voralpen (Schwyz-Appenzell-Ober Baiern) überflutenden Nummulitenmeer andererseits schwach geneigtes Festland mit tropischem Klima und Mineralquellen oder Säuerlingen. Nach und nach griff dann das Nummulitenmeer auch auf die jetzigen westl. Hochalpen über. Die Sauerwasser erodierten in den Juragesteinen Kanäle, Zuglöcher und verschieden geformte Spalten, Höhlen und Durchbohrungen aus, in die die Zersetzungsprodukte der obern (Gault) und untern Kreidegesteine, sowie auch noch solche jurassischer Schichten zusammen mit Tierleichen eindrangen. So bildeten sich die roten Thone (Bolus oder ¶