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Diamond League in ParisJoseph enttäuscht sich selber, Kipyegon läuft erneut Weltrekord
Dem Hürdensprinter fehlt beim Diamond League Meeting in Paris noch die Konstanz, für die Highlights sorgen die Frauen.
Nicht zu schlagen: Faith Kipyegon, nachdem sie erneut einen Weltrekord aufgstellt hat.
Foto: Jeff Pachoud (AFP)
Es ist in den vergangenen Jahren kaum einmal vorgekommen, dass gleich zwei Schweizer Athleten an einem Meeting der Diamond League im Ausland starteten. Gestern war es in Paris, der vierten Station der höchsten Wettkampfserie, so weit. Hürdensprinter Jason Joseph trat mit dem Rekordschwung von Florenz und neu geordneten Haaren an, und Simon Ehammer wollte den Dämpfer der drei Nuller am Mehrkampfmeeting in Götzis vergessen machen. Mit 8,01 m, 8,03 m und 8,11 m gelang ihm dies eindrücklich, der Wettkampf des WM-Bronzegewinners von 2022 war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch im Gang.
Joseph hingegen enttäuschte sich selber. Der Hürden-Rekordhalter hatte im Vorfeld gegenüber SRF gesagt, es sei wichtig, dass er zwei schnelle Läufe zeigen könne – eine Art Simulation auch für die WM mit Halbfinal und Final. Nach einem mässigen ersten Durchgang in 13,36 Sekunden (bei maximal zulässigem Gegenwind von 2,0 m/Sekunde) und nach miserablem Start stand er zwar im Final – und verpasste den Start erneut. Er ging als Letzter aus den Startblöcken und fand danach nie ins Rennen, wie er hernach zugab. In 13,29 wurde er Siebter. Das Rennen gewann wenig überraschend der US-Dominator Grant Holloway. In 12,98 blieb er als Erster in diesem Jahr unter der 13er-Marke, die fünf schnellsten Zeiten in diesem Jahr ist er gelaufen.
Hodgkinson unaufhaltsam
Die verblüffendsten Leistungen des Abends gelangen der Kenianerin Faith Kipyegon und der Britin Keely Hodgkinson. Kipyegon rauschte nur eine Woche nach ihrem Weltrekord über 1500 m in Florenz zur nächsten Weltrekordmarke: In 14:05,19 Minuten über 5000 m unterbot sie die alte Marke um fast eineinhalb Sekunden und mochte kaum glauben, was sie erreicht hatte. «Das ist wirklich eine Überraschung für mich», sagte sie. Das war es wohl auch für die Britin Keely Hodgkinson. Die 21-Jährige lief in 1:55;77 eine Jahresweltbestleistung über 800 m und unterbot den (eigenen) britischen Rekord um 11 Hundertstel. In den letzten sechs Jahren waren nur vier Läuferinnen schneller als sie.
Noch bevor die Hauptrennen im Stade Charléty begonnen hatten, flog Norwegens Jungstar Jakob Ingebrigtsen auf den sehr selten gelaufenen 2 Meilen zu einem Fabel-Weltrekord. In 7:54,10 Minuten tilgte er die Marke des Kenianers Daniel Komen von 1997, er war um viereinhalb Sekunden schneller.
mro
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