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Die Vorraussetzungen für das genetisch mögliche Höchstalter
Die Frage ist, was sind die Voraussetzungen dazu? Um an Antworten zu gelangen, müssen wir vor den Ursprung, als die ersten menschenähnlichen Wesen entstanden sind zurückgehen, oder religionsphilosophisch ausgedrückt also vor die Zeit, als der Himmel die notwendigen Voraussetzungen geschaffen hat, dass der Mensch entstehen konnte.
Der Ort des Geschehens ist heute wissenschaftlich unumstritten. Es war im ostafrikanischen Grabenbruch, dem sogenannten „Riftvalley“. Die Umweltverhältnisse von damals, sind in diesem Gebiet Afrikas auch heute noch mehr oder weniger dieselben. Wie in vielen Bruchgebieten der Erdplatte, entstanden auch im Riftvalley unzählige Vulkane. Vor ungefähr 5 Millionen Jahren waren, im Gegensatz zu heute, noch viele dieser Vulkane aktiv. Man findet dort versteinerte Fußabdrücke von aufrecht gehenden Wesen.
Die Keimzelle der Tier- und Pflanzenwelt liegt auf vulkanischen Böden
In vulkanischen Mutterböden entwickeln sich immer die umfangreichsten Pflanzengesellschaften. Durch die Vielfalt der Mineralien (70-80) sind diese Gebiete, vor allem wenn es das Klima und die Niederschläge es erlauben, außerordentlich fruchtbar. Man kann auch heute immer wieder beobachten, dass sich der Wuchs der Pflanzen und deren Gesundheit von der Pflanzenwelt auf mineralarmen Böden deutlich unterscheiden.
Dass sich diejenigen Lebewesen, welche sich von Pflanzen ernähren, von dieser Mineralienfülle profitieren ist logisch. Der Mensch ist insbesondere auf die pflanzengebundenen Mineralien angewiesen, da er sie nur auf diese Weise im Körper “verstoffwechseln” kann. Die meisten Tiere können Mineralien direkt aus dem Boden verwerten und auch selber Vitamin C bilden.
Der Mensch ist auf eine Vielfalt an Mineralien angewiesen
Eine erste Schlußfolgerung kann nun soweit gezogen werden, als der Mensch in seiner Nahrung auf die Vielfalt der Mineralien angewiesen ist, welche ihm bei seiner Entwicklung zur Verfügung standen, um seine genetischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Dies könnte als reine Behauptung aufgefaßt werden. Die Begründung folgt später in diesem Artikel!
Im Vulkangebiet von Riftvalley leben viele 120jährige
Nach dieser Einleitung folgt nun ein Gedankensprung in die heutige Zeit: Man findet heute in den Vulkangebieten des Riftvalley nicht wenige Menschen, welche das genetisch mögliche Alter von 120 erreichen. In diesem Text beschränken wir uns auf das Gebiet von Arusha-Meru und Kilimanjaro (Tansania), obwohl wir auch in Kenia dieselben Beobachtungen gemacht haben.
Es ist klar, dass es viele Faktoren gibt, welche nötig sind, um das genetisch mögliche Höchstalter ausschöpfen zu können. Es geht hier darum die wesentlichen Gründe dafür herauszuschälen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Mensch, als letztes Glied der Evolution, keine Fehlkonstruktion ist. Um sich gegen äußere schädliche Umwelteinwirkungen und innere fehlerhafte Entwicklungen zu wehren, ist er u.a. mit einem ausgeklügelten Immunsystem ausgestattet. Die Voraussetzung ist, dass die dafür nötigen „Werkzeuge“ im Körper vorhanden sind.
Das Geheimnis liegt in der Ernährung: Mineralienvielfalt
Der Mensch profitiert als letztes Glied der Entwicklung davon, dass die Erfahrung der Evolution in seinen Genen gespeichert ist.
Das erworbene Wissen des Immunsystems ist gewachsenes Wissen durch Erfahrung. Warum gibt es nun aber in den oben erwähnten Gebieten Menschen, welche ein so hohes Alter, mit einem in unseren Altersheimen nur selten anzutreffenden Gesundheitszustand erreichen?
Wir rühmen uns völlig zurecht, dass das Älterwerden unserer Bevölkerung in erster Linie auf eine bessere Hygiene und Gesundheitsversorgung zurückzuführen sei. Die Hygiene kann aber auch übertrieben werden, was dann wieder zu dem bekannten Versagen des Immunsystems führen kann. Das Immunsystem braucht neben allen notwendigen Stoffen auch „Training“. Wenn man aber sieht, in welchen hygienischen Verhältnissen diese genannten alten Leute in Afrika leben, so muss man zugeben, dass es ist es sicher das Gegenteil eines guten Lebensstandards ist.
Eine Antwort auf alle diese Fragen hat, anlässlich einer Diskussion mit der Gesundheitsministerin von Tansania, ihr oberster Wissenschaftler wie folgt (in einer naiven Weise, aber vielleicht gerade darum wahrheitsgemäß) gegegeben: “Wir wissen, dass es in diesen Gebieten sehr alte Leute gibt, aber die gehen ja nie zu einem Arzt. Sie gehen „nur“ zu ihren Gangas (Kräuterheilkundige).“ Dieser Wissenschaftler hat in der Schweiz promoviert. Nachdem was wir mit eigenen Augen gesehen und in diesem Zusammenhang außerhalb von Arusha von unseren Nachbarn erfahren haben, sind es folgende Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen um die genetische Lebensspanne voll auszuschöpfen:
Die Zufuhr einer umfassenden Mineralienvielfalt in der für den Organismus assimilierten Form.
Man könnte landläufig sagen, es sind nur homöopathische Dosen. Nicht jedermann lebt in Vulkanregionen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Pflanzen in unseren Breitengraden mit gemahlenem Vulkangestein zu düngen.
Wenn man die Ernährungsgewohnheiten dieser alten Menschen analysiert, stellt man fest, dass neben Bohnen und vielen anderen Gemüsen Matoke (Kochbananen) fast täglich gegessen wird. Aus langjähriger Erfahrung weiß man, dass sie in einmaliger Weise den Organismus vor Übersäuerung schützen. Die Übersäuerung des Körpers kann als eigentliches Volksleiden bezeichnet werden, welches die Ursache für viele Beschwerden sein kann.
Bei den Kochbananen ist der relativ hohe Gehalt an Neurotransmittern wie Serontonin, Noradrenalin und Dopamin herausragend. Diese Substanzen werden bei älteren Menschen, nicht immer in genügender Menge durch den Körper hergestellt. Dies kann bei der Alzheimer-Krankheit eine gewisse Rolle spielen.
Weiter finden sich im Speisezettel Ugali (Maisbrei), Kartoffeln und Fleisch. Natürlich werden auch frische Früchte wie Obstbananen, Mango, Avocado und weiteres verzehrt. Es hängt von der Höhenlage des Wohnortes ab. Das beschriebene Gebiet liegt zwischen 1600 und 2200 m ü. Meer. Durch den Regen, der am Vulkanberg fällt, reichert sich das Wasser dauernd mit Mineralien an und gelangt auch in der Trockenzeit mittels Bewässerung zu den Pflanzen; diese werden ganzjährig ausgiebig ernährt .