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Vom Hexagramm zum Davidstern
Überarbeiteter Text, ursprünglich publiziert in "Fremdbilder – Selbstbilder" Publikation der interfakultären Forschungsstelle für Judaistik der Universität Bern, Schwabe Verlag, Basel, 2010
Nach gängiger Auffassung ist das Hexagramm als Davidstern seit je Symbol für das Judentum gewesen. Durch genaue Quellenanalyse haben Forscher diese Ansicht vor einem halben Jahrhundert widerlegt.
Ein vorurteilsfreier Rückblick auf die Geschichte zeigt, dass man nicht einmal den blauen Davidstern der Zionisten und den gelben Judenstern der Nationalsozialisten als allumfassende Symbole des Judentums auffassen kann. Gewiss stehen sie in speziellem jüdischem Kontext, dies aber als Abzeichen und nicht als allgemein gültige Symbole.
Unsere Analyse kommt zum Schluss, dass der Davidstern erst dann zum Symbol des Judentums wurde, als ihn die Nicht-Juden aus all den Bereichen, in denen er bisher existiert hatte (z.B. als Bierstern, als Amulett, etc.), eliminierten.
Dass seither das Hexagramm als Davidstern ausschliesslich den Juden zugeordnet wird, hat seltsame, ja amüsante Konsequenzen und Auswüchse, von denen einige Beispiele im Anhang aufgeführt werden.
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