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Ein alter Bauernhof und ein neuer Spielplatz
Wer heute den Bienenberg besucht und mit seinen Kindern oder Grosskindern auf dem soeben eingeweihten neuen Spielplatz steht, dem ist meist nicht bewusst, dass an dieser Stelle bis 1960 ein Bauernhaus stand.
Wohl kurz vor 1780 wurde dieser Einzelhof erstellt. Im Verlauf seiner frühen Geschichte wurde er – wie manchenorts im Baselbiet – von Pächtern aus dem Bernbiet bewirtschaftet. Und wie auf vielen andern Bauernhöfen um 1800 im Raum Liestal gehörte auch die Pächterfamilie auf dem Bienenberg zur lokalen Täufergemeinde.
Am 31. August 1796 unterzeichnete ein Hans Aeschlimann von Rüederswil im Emmental einen Lehenvertrag von 12 Jahren über das Gut „Bühnenberg“ (Bienenberg) bei Liestal. Es dürfte sich bei ihm um den Hans Aeschlimann handeln, der in den 1780er Jahren bereits zeitweise auf St. Jakob bei Basel gewohnt zu haben scheint und dessen Frau Katharina im August 1803 in Liestal gestorben sein muss. Möglicherweise hat dieser Todesfall seinen Wegzug bewirkt, vergantet er doch im Oktober 1804 seinen gesamten Viehbestand sowie grosse Teile des Hausrats. Noch bevor er den Bienenberg verlässt, muss dieser Täufer aus dem Emmental kurzfristig politische Schlagzeilen verursacht haben.
Ein Emmentaler Bauer stellt sich quer
Inmitten der turbulenten und revolutionären politischen Umbrüche auch im Baselbiet meldet ein Protokoll der neuen Nationalversammlung im Februar 1798, dass die politische Neuordnung weitestgehend problemlos von statten gehe und sich die Bevölkerung den Erfordernissen unterziehe. Einzig „ein auf dem Bienenberg wohnhafter Täufer“ weigere sich, das vorgesehene Gelübde abzulegen.