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Der Luzerner Fabian Blum gewinnt an der Weltmeisterschaft in Paris Silber über 100 m. Es ist die erste WM-Medaille für den 28-jährigen Rollstuhl-Leichtathleten.
Die Überraschung ist gross bei Fabian Blum. Der 28-jährige Luzerner, der in Paris an seiner zweiten Leichtathletik-WM teilnimmt, kommt nach seinem Lauf über 100 m mit einem breiten Lachen in die Interviewzone. Er geht davon aus, dass er Bronze gewonnen hat. Als er erfährt, dass er gar die Silbermedaille geholt und den Mexikaner Leonardo Perez auf Rang 3 um vier Hundertstel distanziert hat, wird das Grinsen in seinem Gesicht noch grösser. «Was, ich habe Silber gewonnen?», fragt er ungläubig. «Besser geht es wirklich nicht.»
Blum, der 2021 an der EM in Polen ebenfalls Silber über 100 m holte, nahm in Dubai 2019 erstmals an Weltmeisterschaften teil. Für seine zweite WM hatte sich der gelernte Elektroinstallateur vorgenommen, in einen Final einzuziehen. Über 400 m verpasste er dieses Ziel als Zehnter knapp. Über 100 m qualifizierte er sich am Samstagabend dann mit der zweitbesten Zeit seines Vorlaufs.
Er habe gewusst, dass etwas drin liegen könnte, wenn er die Leistung aus der Qualifikation wiederholen könnte, meinte Blum. Im Training sei es zuletzt wirklich gut gelaufen und er sei auch Zeiten unter 17 Sekunden gefahren. «Dass ich nun gleich Silber gewonnen habe, ist wirklich unglaublich.»
Es ist die 13. Medaille der Schweizer Delegation an dieser WM, die am Montag mit Marcel Hugs Finalrennen über 800 m zu Ende gehen wird. Und es ist die überraschendste aller. Damit hat sich die Schweiz einen weiteren Quotenplatz für die Paralympics verdient. An dieser WM konnten bereits sechs Starttickets für Paris 2024 gesichert werden.
Foto: Gabriel Monnet