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Im Ratgeber "Magnesiumquellen gesucht"ist beschrieben, wie der Fragesteller durch Wadenkrämpfe dem Magnesiummangel auf die Spur kam. Im Bereich der Mineralstoffe und Spurenelemente kann es aber doch viele Mangelsituationen geben, die weniger offensichtlich zutage treten. Gibt es wissenschaftliche Möglichkeiten, um die Mängel genau zu quantifizieren?
P.T., D-80538 München
Antwort: Es gibt etliche Untersuchungsmethoden, um Mängel an essentiellen Stoffen und die Belastung durch giftige Stoffe im Organismus festzustellen. Die üblichen klassischen medizinischen Untersuchungsmethoden sind jedoch sehr aufwendig und teuer. Dasselbe gilt auch für die Beurteilung der Menge an Sauerstoffradikalen und ihre Einflüsse. Mit Hilfe der "unblutigen"“ Bioelektrischen Funktions-Diagnostik (BFD) in Form des Kurztestes nach Vill kann man jedoch sehr schnell genaue Einblicke gewinnen. Die BFD ermittelt Mängel an essentiellen Nährstoffen, Belastungen durch Schwermetalle, radioaktive Stoffe und freie Radikale. Mit dieser Methode ist es möglich, Immunstörungen und Organschwächen zu erkennen. Ein weiteres "Plus" des Tests ist die Ermittlung von Nährstoffdosierungen.
Der BFD-Informations-Test
Der BFD-Informations-Test macht es möglich, zu objektivieren, welche Stoffe in welchen Mengen einer Testperson fehlen und welche Mengen an Ergänzungen benötigt werden, um eine Versorgung im Normbereich herzustellen. Dieses Vorgehen ist sehr wichtig, weil damit einerseits die individuelle Versorgungssituation erkannt wird und sich auch der jeweilige individuelle Ergänzungsbedarf feststellen lässt. Ohne diese Möglichkeit können Mängel und der therapeutische Bedarf an Nährstoffen nur geschätzt oder aus Erfahrungswerten abgeleitet werden.
Der BFD-Informationstest nach Vill ist ein "bioelektronischer Test". Es wird ein Testkreis zwischen der Testperson und dem Testgerät hergestellt. Dabei wird über eingebrachte Substanzen im Testkreis beobachtet, wann eine so genannte "positive Resonanz" unter den jeweils in den Testkreis befindlichen Stoffen erzielt wird. Damit lassen sich Fragestellungen klären, die bei eindeutiger positiver Resonanz besagen, dass die jeweilige Substanz als solche und in der Dosis zutreffend ist.
Das kann also sowohl diagnostische als auch therapeutische Fragestellungen betreffen. Indem entsprechende homöopathisierte Substanzen in verschiedenen Verdünnungen so lange in den Testkreis der Untersuchungsperson eingeführt werden, bis sich eine exakte "Resonanz" zeigt, lässt sich an der ermittelten Resonanzstufe erkennen, ob die Substanz ausreichend oder mehr oder weniger mangelnd bei der Testperson vorhanden ist. Man erhält auf diese Weise im Gegensatz zu einer Blutanalyse eine "semiquantitative" diagnostische Aussage über den Versorgungsgrad mit einem Stoff bei der Testperson. Sie reicht von "normal-ausreichend" bis zu verschiedenen grossen Mängelgraden. Aber auch umgekehrt kann sich eventuell eine zu reichliche Versorgung mit einem Stoff bei der Testperson ergeben.
Aus dem erzielten diagnostischen Testergebnis in Form einer abgestuften semiquantitativen Aussage ergibt sich anschliessend auch die Möglichkeit, zu ermitteln, mit welchen Mengen fehlende Substanzen genau in den Normbereich übergeführt werden können, oder umgekehrt, welche Stoffe zu hoch dosiert wurden bzw. vorhanden sind. Hierzu werden stufenweise Stoffe in den Testkreis gebracht bis wieder eine positive Resonanz erscheint. Ohne diese beiden Möglichkeiten wird es kaum möglich sein, sowohl bestimmte Mangelsituationen genau zu erfassen, wie auch den therapeutischen Ergänzungsbedarf zu ermitteln.
Als Testsubstanzen verwendet der Arzt Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, aber auch chemische Stoffe, um die Verträglichkeit und Dosis auszutesten. Falls sich bei einem chemischen Mittel eine positive Resonanz ergibt, so kann man davon ausgehen, dass die Testperson es verträgt und die getestete Substanz in der Regel auch nicht schädlich ist. Die meisten Stoffe sind jedoch homöopathische Testsubstanzen.
Wenn der Arzt erkennen möchte, ob und in welchem Grad Organe geschädigt sind, so bietet sich an, sie jeweils in homöopathischer Form einzutesten.
So verläuft eine Testung
Bevor der Arzt die Bioelektrische Funktionsdiagnostik (BFD) in Form des Kurztestes nach Vill durchführt, stellt er zunächst Fragen zur Anamnese. So will er wissen, welche Krankheiten der Patient früher durchgemacht hat, welche Krankheiten gehäuft in der Familie aufgetreten sind und unter welcher Krankheit oder welchen Beschwerden er derzeit leidet. Die gewonnenen Angaben dienen der Diagnosestellung und geben Hinweise auf die Arzneimittelwahl.
Bevor der Mediziner mit der eigentlichen Messung beginnt, überprüft er das Messgerät und die Kontakte im Messkreis. Dann beginnt die eigentliche Testung. Bevor der Patient die Handelektrode umfasst, wird die entsprechende Hand mit 70%igem Alkohol entfettet. Diese Prozedur ist nötig, um eine Minimierung des Hautübergangswiderstandes zu erreichen. Mit Hilfe eines Testgriffels mit Silberspitze überprüft der Arzt die Akupunkturpunkte an 3 Fingerendgliedern der anderen Hand, entsprechend den Yang-Meridianen. Die Akupunkturpunkte müssen bereit sein, zu reagieren, das heisst, die Energiebahnen müssen reaktionsfähig sein. Reagieren die Akupunkturpunkte nicht, erfolgt eine Aufladung mit negativen Impulsen aus dem Testgerät.
Anschliessend prüft der Arzt die verordneten Medikamente, ob eine so genannte positive Resonanz erfolgt. Sie ist dann gegeben, wenn an allen Referenzpunkten der Skalenwert 40, entsprechend 4 Mikroampere, erreicht ist. Am Testgerät lässt sich auch dieses Ergebnis akustisch in Form eines bestimmten Tones verifizieren, so dass der Tester nicht durch Blicke auf die Skala des Gerätes abgelenkt wird. Grundsätzlich können alle Substanzen, die man in den Testkreis bringt, seien es molare oder homöopathisierte Stoffe, auf deren Resonanzergebnis geprüft werden. Beim Erreichen des Wertes 40 wird angezeigt, dass der Teststoff (beispielsweise ein Medikament) oder eine homöopathisierte Substanz für die Testperson zutrifft, und zwar entweder diagnostisch oder eventuell auch therapeutisch.
Beispiel 1 (Test auf freie Radikale):
Beispiel 2 (Test auf Magnesiummangel):
Der Arzt testet, je nach Umfang der Untersuchung, die wichtigsten Vitamine, Mineralstoffe (Mengenelemente), Spurenelemente und toxische Elemente wie Blei, Thallium, Cadmium, Arsen, Strontium, Platin und Aluminium und trägt die Ergebnisse in einer Tabelle ein.
Eine Untersuchung dauert bei Erstuntersuchungen etwa 90 Minuten, bei Nachuntersuchungen 60 Minuten.
Orthomolekulare Substanzen werden bevorzugt
Dr. med. Wolfgang Busse, Internist, Orthomolekular-Mediziner und BFD-Spezialist, ergänzt die fehlenden Stoffe im Organismus mit so genannten orthomolekularen Substanzen. Zu diesen gehören Vitamine, Mengenelemente, Spurenelemente, Enzyme, bestimmte Fettsäuren und Aminosäuren. Alle diese Stoffe sind essentiell, das heisst lebensnotwendig. Im Idealfall liefert unsere Nahrung diese Stoffe. Doch leider ist es heute nicht immer möglich, alle diese Stoffe in optimaler Zusammensetzung über das gängige Nahrungsangebot zu bekommen.
Durch Zufuhr der fehlenden Stoffe werden Stoffwechselprozesse individuell in ein optimales Gleichgewicht gebracht. "Das geschieht mit der Absicht, Stoffwechselabläufe so zu beeinflussen, dass (möglichst) keine körperfremden allopathischen Medikamente mehr benötigt werden. Allerdings wird man dieses Ziel nicht immer voll erreichen können, wenn beispielsweise ein hoher Blutdruck, ein Diabetes oder bereits starke Organbeeinträchtigungen eingetreten sind", so Busse.
Beispiele einer Verordnung: Liegt bei einem Patienten ein Phosphatmangel vor, verordnet Busse das phosphorhaltige Lecithin. Bei einem Mangel an Vitamin D bekommt der Patient entweder ein Vitamin-D-Präparat oder Lebertran. Lebertran enthält nämlich die Vitamine A und D, ausserdem Omega-3-Fettsäuren. Lebertran soll nach neuesten Untersuchungen die Produktion von Abwehrkörpern, insbesondere Zytokine wie Interferon oder Interleukin anregen. Das Vitamin D festigt ausserdem die Knochen und soll auch die Krebsentstehung besonders im Darm hemmen. Die Omega-3-Fettsäuren halten das Blut flüssig und verhindern Entzündungen ("Medikament & Meinung", Nr. 3, 2001).
Radikalenbelastung minimieren
Von besonderer Bedeutung ist die Feststellung der Radikalenbelastung (welche Schäden freie Radikale anrichten, ist in der Tabelle aufgeführt). Ist die Belastung bei einem Patienten hoch, fehlen entweder so genannte "Radikalenfänger", die Belastung mit giftigen Substanzen ist erhöht oder es liegen Entzündungen oder eine Stoffwechselkrankheit (Diabetes) vor. Auf diese Weise versucht der Arzt, die Ursachen für eine vermehrte Radikalenbelastung zu finden und sie zu beseitigen. Wenn es gelingt, solche möglichen Ursachen auszuschalten, sollten sich die Testergebnisse deutlich verbessern.
In vielen Fällen erhöhter Radikalenaktivität fand Busse regelmässig auch Belastungen durch Schwermetalle. Schwermetalle sind in unserer Umwelt immer in geringen Mengen vorhanden. Wenn sie auf irgendeine Weise vom Menschen aufgenommen werden, binden sie sich an Eiweisse. Das hat zur Folge, dass diese Eiweisse abgebaut werden, Funktionseinbussen erleiden und eine weitere Radikalenbelastung fördern.
Es gibt 2 Strategien, um den schädlichen Einflüssen freier Radikaler zu entgehen. Zum einen sollte alles vermieden werden, was freie Radikale erzeugt. Zum anderen sollte man dafür sorgen, dass der Organismus über die Nahrung (Obst, Gemüse) und Nahrungsergänzungsstoffe genügend Radikalenfänger bekommt. Die wichtigsten Radikalenfänger sind die Vitamine E und C. Diese unterstützen sich gegenseitig. Vitamin C geht nämlich im wässrigen Milieu des Zellplasmas auf Radikalenjagd. Vitamin E dagegen schützt die fettreiche Zellmembran. Beta-Carotin wirkt ausserhalb der Zelle. Dieses Provitamin kann dort schon viele "angreifende" freie Radikale abfangen. Weitere Radikalenfänger sind die Aminosäuren L-Cystein, DL-Methionin und L-Glutathion, ausserdem Coenzym Q10, Lycopin der Tomate, sekundäre Pflanzenstoffe und Verbindungen mit den Spurenelementen Selen, Zink und Mangan.
Ein junger Körper ist besser geschützt
Je jünger und intakter ein Organismus ist, umso besser kann er die durch freie Radikale verursachten Schäden sofort reparieren. Umgekehrt gilt: Je älter und schwächer jemand ist, umso mehr häufen sich durch Radikale angerichtete Schäden an, was insbesondere die vorzeitige Alterung fördert. Es ist deshalb von besonderer Wichtigkeit, dass man Zellschäden rechtzeitig vorbeugt. Dies geschieht durch Eliminierung oder Minimierung von Umweltgiften und durch die Zufuhr von Radikalenfängern. Man sollte also nicht erst im Alter mit diesen Massnahmen beginnen, sondern schon frühzeitig, um so einen effektiven Schutz zu erhalten.
Schwaches Immunsystem
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Mann rutscht von einer Erkältung in die nächste. Kein Mittel hilft, sein schwaches Immunsystem aufzupäppeln. Die Untersuchung ergibt eine radioaktive Belastung mit Immunschwäche, obwohl der Betroffene alle möglichen Vitamine einnimmt. Bei der Suche nach der Ursache fällt schliesslich eine sehr hohe Belastung mit Caesium auf. Alle Elektrolyte sind im normalen Bereich, ausser Kupfer. Im BFD-Test normalisieren sich alle Immunparameter, sobald Kupfer in den Messkreis gebracht wird. Busse verordnet die Einnahme von täglich 4 Tabletten Kupferorotat. Bei der erneuten Testung nach einigen Wochen hatte sich der Kupferwert normalisiert und die Beschwerden waren verschwunden.
Bei Infektanfälligkeit liegt in den meisten Fällen eine Schwächung des Immunsystems vor. Eine Behandlung ist nur effektiv, wenn die Ursache für die Schwächung ermittelt wird. In den meisten Fällen ist ein Mangel an Vitalstoffen oder eine Belastung mit giftigen Substanzen schuld an einem schwachen Immunsystem. Auch die Besiedlung des Darms mit krank machenden Keimen kann eine Rolle spielen. Eine völlige Darmsanierung ist dann unumgänglich. Auch ein chronischer Entzündungsherd, wie eitrige Mandeln oder Entzündungen im Zahn-Kiefer-Bereich, beeinflusst das Immunsystem negativ.
Depressionen und fehlende Energie
Dazu ein weiteres Beispiel aus der Praxis: Eine 52-jährige Lehrerin leidet unter Energielosigkeit, Depressionen und Angstzuständen. Vor einigen Jahren wurde bei ihr ein gutartiger Schilddrüsentumor (Schilddrüsenadenom) mit radioaktivem Jod behandelt. Ausserdem bekam die Frau Valium zur Beruhigung. Inzwischen hat sich schon eine Valiumabhängigkeit entwickelt.
Die Untersuchung ergibt einen Mangel an bestimmten Mineralstoffen und eine hohe Radikalenbelastung. Nach Einnahme der fehlenden Mineralstoffe und Radikalenfänger haben sich nach 6 Wochen alle Werte bis auf Zink und Silizium normalisiert. Bei einer weiteren Nachuntersuchung klagt die Frau über Magen-Darm-Beschwerden und Erschöpfung. Die erneute Austestung ergibt wiederum die schlechten Werte der ersten Untersuchung. Die Lehrerin erklärt, sie habe sämtliche verordneten Stoffe weggelassen, weil sie sich zwischenzeitlich wieder wohl fühlte.
Dieser Fall zeigt eindeutig, dass die fehlenden Stoffe laufend und über einen sehr langen Zeitraum eingenommen werden müssen. Besonders dann, wenn die Lebensumstände und die Ernährungsgewohnheiten nicht geändert werden!Heinz Scholz

Was sind freie Radikale?
Freie Radikale sind hochaktive, äusserst instabile Sauerstoffverbindungen, die laufend im Stoffwechsel und durch bestimmte Arzneimittel und Umweltgifte (Ozon, Strahlung, Stickoxide, Zigarettenrauch) entstehen. Wie aggressiv diese freien Radikalen sind, soll an einem Beispiel erläutert werden: Treffen diese Verbindungen zum Beispiel auf die DNA des Zellkerns, werden einige Bausteine zerstört. Kommt dadurch das Zellwachstum ausser Kontrolle, entstehen Krebserkrankungen. Wird die Zellmembran geschädigt, ist eine Störung des Immunsystems oder eine Beschleunigung von Alterungsprozessen die Folge. Eine Disbalance zwischen vorhandenen Antioxidantien und Radikalenbelastung liegt insbesondere bei Rauchern, Alkoholikern, Insulin-unabhängigen Diabetikern, Patienten mit Hyperlipoproteinämie unter Diät, geriatrischen Patienten, akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung, Katarakt (Linsentrübung), chronischer Polyarthritis und Bronchialasthma vor. Orthomolekularmediziner fordern eine ständige Versorgung mit den Antioxidantien Vitamin E, C, Beta-Carotin und Selen.
Freie Radikale haben auch eine positive Seite. Sie sind an der Abwehr von Bakterien, Viren oder anderer artfremder Zellen beteiligt. Antioxidantien bzw. Radikalenfänger schützen dabei die körpereigenen Zellen.
Unser Körper wird übrigens täglich 10’000-mal von freien Radikalen attackiert. Dies ist normal, der Organismus kann mit dieser Belastung durch Einsatz von Antioxidantien fertig werden. Bei Einwirkung von Umweltgiften kann die Anzahl der Attacken jedoch auf 80’000 ansteigen.
Dazu Dr. Dino Celeda, Diplom-Biologe und Geschäftsführer der JenaBioTech GmbH, Neustadt/Weinstrasse: "Die genannten Zahlen sind Relativzahlen, die aufgrund von Messungen des 8-OH-deoxyguanosins beruhen, was ein Abbauprodukt der DNS-Polymerasen ist, welche sogenannte Nicks in unserer DNS, die durch diese Attacken entstanden sind, reparieren. Bei genetischer Prädisposition, die wir durch Genanalysen in unserem Labor messen, und spezifischen Umwelteinflüssen können sich diese Attacken sich um ein Vielfaches von 80'000 erhöhen...".
Freie Radikale und Vorstufen
Freie Radikale sind chemische Spezies mit einem oder mehreren ungepaarten Elektron(en): Superoxidanion, Hydroxylradikal, Peroxylradikal.
Die wichtigsten Radikalenerkrankungen
Förderung des Alterungsprozesses
Gelenkschäden wie Arthritis und Polyarthritis
Herz- Kreislauf-Erkrankungen
Augenschäden, wie grauer Star und Macula-Degeneration
Komplikationen beim Diabetes mellitus
Entzündliche Darmerkrankungen
Leberschäden durch Gifte und Alkohol
Veränderungen am Nervensystem, wie Multiple Sklerose und Alzheimer-Krankheit
Krebserkrankungen
Schäden durch intensive Sonneneinwirkung wie Sonnenbrand und Hautkrebs.
Anmerkung: Wie "Der Medi-Report" (http://medi-report.de) berichtet, fanden Wissenschaftler der Universitätsklinik Eppendorf heraus, dass freie Radikale im Zigarettenrauch ein Enzym in der Gefässwand stören. Daraus resultiert eine Verengung der Herzkranzgefässe und eine zusätzliche Fettablagerung. "Diese beiden Faktoren bilden die Hauptursache für Infarkte", so Dr. Thomas Heitzer von der genannten Klinik.
Buchbesprechung
Wolfgang Busse, Heinz Scholz: "Das ABC der Vitalstoffe", 136 Seiten, € 14,95, CHF 27.20, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2001, ISBN 3-8304-2060-9.
Der Arzneimittelchemiker und Fachautor Heinz Scholz hat zusammen mit dem Augsburger Mediziner Dr. Wolfgang Busse "die 220 Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen" zum Thema Orthomolekular-Therapie behandelt. Wie schon in früher verlegten Büchern hat Scholz die Rolle der Vitamine, Mineralstoffe und einiger wichtiger Aminosäuren kompetent beschrieben. Gut und leicht verständlich wird die Funktion der Fettsäuren und Lezithine erklärt, wie auch die krebsschützende Wirkung der Carotinoide, Glukosinolate und Phytinsäuren. Es wird auf Phytoöstrogene eingegangen, auf heilende Pflanzenfarbstoffe und eben alle wichtigen Nährstoffe, die in der Orthomolekularen Therapie schon seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden und immer mehr in den Vordergrund der Heilkunst treten.
Ein interessanter Teil des Buches erklärt die Rolle der Freien Radikalen, deren Folgeschäden und wie wir uns vor diesen zellzerstörenden Radikalangriffen schützen können. Dabei können auch Therapeuten noch einiges lernen. Das immer mehr im Vordergrund stehende Thema der Verhütung der vorzeitigen Alterung wird nährstoffmässig angepackt, und dabei geht es dann folgerichtig um den Mineralstoffwechsel und die schädliche Wirkung der Schwermetalle. Die Autoren erwähnen (zu) kurz die Unterschiede von Blut-, Urin- und Haaranalyse, denn das diagnostische Hauptgewicht dieses Buches gilt der bioelektrischen Funktionsdiagnostik. Mit dieser Messung, so sagen die Autoren, kann ähnlich wie mit der Voll-Elektroakupunktur die Patientenreaktion auf gewisse chemische Stoffe ausgetestet werden. Labormediziner und Analytiker dürften mit diesen Aussagen überfordert werden, aber wenn ein Chemiker wie Heinz Scholz sich dafür einsetzt, hebt das die entsprechende Resonanzstufe. Sicherlich ein lesenswertes Buch.Eleonore Blaurock-Busch
Anmerkung: Dr. Eleonore Blaurock-Busch ist Haarmineralienexpertin, Labormedizinerin, Orthomolekular- und Ernährungstherapeutin, Präsidentin der International Association for Trace Element and Cancer und Leiterin von Micro Trace Minerals in Hersbruck.Adresse: Röhrenstrasse 20, D-91217 Hersbruck, www.microtrace.de
Weitere Buchbesprechung
Heinz Scholz: "Mineralstoffe und Spurenelemente", Trias Verlag, Stuttgart (4. Auflage 1996), 208 Seiten, € 14,95, CHF 27.20.
Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebensnotwendig wie Vitamine. Aber wie bei diesen trifft das simple Prädikat gesund nicht ganz die Wahrheit. Denn auf der einen Seite braucht der Körper die Stoffe. Auf der anderen Seite kann die falsche Menge aber auch schaden. Gerade in der kritischen Darstellung dieser beiden Seiten liegt der Erfolg des bereits in 4. Auflage erschienenen Buches. Darin sind viele praktische Ernährungstipps und zahlreiche Tabellen zum Mineralstoffgehalt in Nahrungsmitteln und ausführliche Hinweise zu den giftigen Spurenelementen (Cadmium, Blei, Quecksilber, Arsen, Thallium) enthalten.
Aus dem Inhalt: Aufgaben der Mineralstoffe im menschlichen Körper – Mengenelemente – Spurenelemente – giftige Spurenelemente – Wasser als Quelle des Lebens – Säuren und Basen für unser Wohlbefinden – Mineralstoffmangel rechtzeitig erkennen.
Zu den Personen
Wolfgang Busse
Dr. med. Wolfgang Busse ist Internist mit eigener Praxis in Augsburg. Er lernte in Florida die Orthomolekular-Therapie kennen, die ihn seither nicht mehr losliess. Er entwickelte eine Methode, wie man mit Hilfe des BFD-Informations-Testes Vitalstoff-Mängel feststellen und den Ergänzungsbedarf ermitteln kann.Adresse: Dr. med. Wolfgang Busse, Klausenberg 13, D-86199 Augsburg, Tel.: 0821/91100, Fax: 0821/9984191.
Heinz Scholz
Literaturhinweise
Blaurock-Busch, Eleonore: "Orthomolekulartherapie in der Praxis - Mit Nährstoffen heilen", Natura Med Verlag, Neckarsulm 1995.
Burgerstein, Lothar: "Burgersteins Handbuch Nährstoffe", Karl F.Haug Verlag, Heidelberg, 9. Auflage 2000.
Busse, Wolfgang: "Metabolisches Syndrom transparent durch BFD-Testung", Erfahrungsheilkunde 3, 1995.
Busse, Wolfgang: "Toxische Radikalwirkungen erkennen und therapieren mittels BFD", Erfahrungsheilkunde 10, 1995.
Busse, Wolfgang: "Vorstellung einer BFD-Testmethode für das Immunsysstem", Erfahrungsheilkunde 2, 1992.
Busse, Wolfgang: "Über das Phänomen der Neutralisation im BFD-Kurztest nach Vill", Erfahrungsheilkunde 11, 1990.
Moestel, Jan W.: "Freie Radikale Gefahr für die Zellen Schutz aus der Natur", Heilpraxis-Magazin, März/April 2000 (http://www.heilpraxis-online.ch/magazin/archiv/radikale.htm)
Scholz, Heinz: "Mineralstoffe und Spurenelemente", Trias Verlag, Stuttgart, 4. Auflage 1996.
Adressen
Dr. med. Peter Vill, Präsident der Internationalen Forschungsgemeinschaft für Bioelektrische Funktionsdiagnostik und Therapie e.V.: Burgbergstrasse 110, D-91054 Erlangen, Fax-Nr. 09131/15218.
Vor dem Beginn der Messungen überprüft der Therapeut alle Kontakte im Messkreis: Dr. Wolfgang Busse am Arbeitsplatz
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