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Ob ein als Pfau verkleideter Chihuahua, ein Pudel als Aschenputtel oder eine Bulldogge als Mitglied der gefürchteten Sonderpolizei - der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.
«Diese Parade ist phantastisch», sagte die 32-jährige Hundebesitzerin Heluska Barroso aus dem Viertel Ipanema, während sie zu Samba-Rhythmen tanzte. «Es ist eine Gelegenheit für unsere Hunde, mit uns Spass zu haben.» Ihr 16 Jahre alter Pudel erregte mit Lederstiefeln, langen Dreadlocks und einem Hut in den jamaikanischen Farben Aufsehen.
Ein koketter Boxer namens Melissa erfreute sich im Marienkäfer-Kostüm an einer Fleischverkostung, dazu gab es alkoholfreies Bier. «Jeder soll hier Spass haben, Karneval ist auch für Hunde», sagte Melissas Herrchen Vitor Aislan, ein 24-jähriger Elektriker. Die Stimmung wurde allerdings zwischenzeitlich durch Diebe getrübt. Chaos brach aus, als plötzlich Rufe ertönten, Räuber seien in der Menge. Die Parade wurde unterbrochen, während die Organisatoren die Polizei riefen.
«Rund 20 Leute haben geschubst, sie hatten schlechte Absichten», berichtete Barroso. Sie habe ihren Hund gepackt, um ihn zu schützen. Mehrere Menschen seien festgenommen worden. Der Umzug wurde später fortgesetzt, allerdings mit deutlich weniger Teilnehmern.
Der weltberühmte Karneval von Rio beginnt offiziell am Donnerstag. Vor und während der tollen Tage sind fast 500 Partys geplant.