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Untertitel: Avry: Gemeinderat kann Stellung nehmen
Einen Monat früher als geplant hat Nicolas Deiss seine Untersuchung gegen den suspendierten Gemeinderat von Avry abgeschlossen. Der Oberamtmann des Saanebezirks hat dem Staatsrat den ursprünglich für Mitte August angekündigten Bericht bereits Mitte Juli präsentiert. Er habe versucht, möglichst keine Zeit zu verlieren, sagte Deiss gestern auf Anfrage. Weil die von der Untersuchung Betroffenen ein Recht auf Gehör hätten, dauere das Verfahren ohnehin schon lange genug.
Wie die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft von Staatsrat Pascal Corminboeuf gestern mitteilte, hat sie den Bericht inzwischen an die betroffenen Gemeinderäte weitergeleitet. Diese können sich nun bis zum 1. September dazu äussern und allenfalls eine ergänzende Untersuchung beantragen. Das gleiche gilt auch für den Bericht über die bereits vor einem Jahr eingeleitete und im April 2003 abgeschlossene Untersuchung gegen Gemeinderat Jean-Pierre Python.
Diese erste Untersuchung hatte gezeigt, dass es im Gemeinderat von Avry an mehreren Stellen Schwierigkeiten gab. Staatsrat Corminboeuf hatte daraufhin am vergangenen 6. Mai alle neun Gemeinderäte in den Ausstand geschickt und die zweite Untersuchung eingeleitet. Die Geschäfte der Gemeinde werden interimistisch von einer unabhängigen Verwaltungskommission geführt.
Zum Inhalt seiner Berichte könne er keine Auskunft geben, sagte Nicolas Deiss unter Berufung auf das Amtsgeheimnis. Sobald die Gemeinderäte ihre Stellungnahmen eingereicht haben, wird der Staatsrat weitere Entscheide fällen.