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Ein Zahnverlust ist nicht so schlimm, weil man die Zahnlücke mit einer Kompositbrücke schliessen kann (500-800 CHF) und kein Porzellan mehr braucht (1500-2000 CHF).
72-jährige Patientin (19.03.2013 / 3056)
1: Wegen dem Zahnfleischschwund werden die Wurzeln sichtbar. Besonders schwierig wird es, wenn wie hier die "Furkation" erscheint, also ein Eingang zwischen die Wurzeln an die Oberfläche kommt. Nun können sich die Bakterien auch zwischen den Wurzeln vermehren, wo man sie praktisch nie mehr ganz entfernen kann.
2: Hier sieht man die beiden Wurzeln auf der Wangenseite. Sie sind schon komplett aus dem Zahnfleisch herausgetreten.
3: Der Zahn ist weit nach hinten gewandert und länger als die anderen geworden.
4: Der extrahierte Zahn. Man kann genau sehen, wo er noch angewachsen war: bei der kleinen, mit Blut rot markierten Stelle rechts oben. Das ist die Spitze der dritten Wurzel auf der Gaumenseite. Die weissen Beläge sind weiche, dicke Biofilme, die dunklen Beläge sind Zahnstein. Er ist bei diesem Zahn so hart und versteckt, so dass man ihn auch heute noch mit keinem Mittel vollständig entfernen kann. Der Zahn wackelte schon seit etwa 6 Monaten ziemlich stark, hat jedoch nicht eigentlich geschmerzt, sondern nur ein leicht komisches Gefühl erzeugt.
50-jähriger Patient (14.01.2016 / 6224)
Anamnese: Dies ist ein junger Patient, der praktisch noch gar keine Füllung hat.
Das ist auffällig. Offenbar hat er andere Bakterien wie die meisten Leute.
Sie machen keine Karies, sondern Zahnfleischschwund.
Und offenbar ist die Körperabwehr des Patienten gegen diese Bakterien nicht stark genug.
Der Patient hat vor drei Jahren bereits den Zahn 7+ verloren, weil der Zahn fest wackelte. Nun ist dasselbe beim Zahn 7- passiert.
links: Ansicht von der Zungenseite. Die Wurzeln waren nur noch an den zwei kleinen Stückchen Zahnfleisch angewachsen. Der schwarze Bereich ist Zahnstein, vom Rauchen schwarz verfärbt.
rechts: Ansicht von der Wangenseite. Der Zahnstein ist schwarz verfärbt und reicht etwas bis zur Mitte der Wurzeln. Er befindet sich auch zwischen den Wurzeln, wo man nicht putzen kann.
47-jähriger Patient (23.09.2016 / 7111)
Längsfraktur bis zum Apex. Das Röntgen zeigt die Fraktur nicht, aber die typische Reaktion im Knochen: Entzündung rund um die Wurzelspitze und seitlich der Wurzel entlang.
61-jährige Patientin (18.03.2015 / 1677)
links: Ansicht von vorne. Der Spalt ist deutlich zu sehen.
Mitte: Ansicht von hinten. Die untere Hälfte der Wurzel hing nur noch lose am den Stift.
rechts: Auf dem Röntgenbild sieht man nur, dass sich der Knochen zurückzieht. Den Spalt kann man aber nicht sehen.
59-jähriger Patient (02.06.2013 / 609)
links oben: Kleiner Tropfen Eiter direkt bei der Fraktur.
links unten: Im Innern der Wurzel befindet sich eine feuchte, übel riechende schwarze Masse.
Mitte: Ansicht von bukkal: KEIN Zahnstein.
rechts: Ansicht von oral: Zahnstein (schwarz) längs der gesamten Fraktur.
Wurzelbehandlung am 21.6.1994
68-jährige Patientin (05.01.2016 / 668)
links Röntgenbild vom Notfalldienst. Schmerzen und geschwollene Wange wegen Eiter. Es ist keine Entzündung im Knochen sichtbar.
Mitte: Die Sonde kann bukkal ohne Schmerzen etwa 1 cm tief unter das Zahnfleisch geschoben worden.
rechts: Ein ganz feiner Spalt wird sichtbar, wenn man das Zahnfleisch etwas zurückschiebt.
links: Der Längsspalt auf der Wangenseite. Er war offenbar schon vor drei Jahren vorhanden, als die alte Wurzelfüllung revidiert wurde.
Mitte: Der Längsspalt von der Gaumenseite her gesehen. Auch hier war eine 1cm tiefe Tasche.
rechts: Der Zahn von vorne gesehen
83-jähriger Patient (25.09.2017 / 5386)
Anamnese: Der Zahn 34 schmerzt seit zwei Wochen beim Kauen, weil er sich stark gelockert hat.
Röntgenbild: Es ist eine starke Entzündung sichtbar. Sie befindet sich nicht nur bei der Wurzelspitze, sondern längs der ganzen Wurzel. Das ist typisch für eine Längsfraktur. Bei der Entfernung der Stiftkrone könnte die geschwächte Wurzel noch ganz auseinanderbrechen. Die Wurzelfüllung hat sich zu einem grossen Teil aufgelöst. Im Wurzelkanal leben wahrscheinlich viele Bakterien. Sie dringen durch den Frakturspalt und lösen den Knochen auf.
Fotos: Das Licht von unten lässt den Frakturspalt aufleuchten.
Er ist erstaunlich fein und ohne Licht kaum sichtbar.
Das Bild beweist, dass auch eine Krone kein sicherer Schutz vor Längsfrakturen ist.
Könnte ich die Stiftkrone ohne Erweiterung des Frakturspaltes entfernen, so gäbe ich der Wurzel durchaus noch eine Chance.
Auf dem Bild rechts (=Ansicht von mesial) schimmert beim Apex unten die rötliche Guttapercha-Spitze durch.
links: Knapp über dem Zahnfleischrand lugt ein scharfer Rand eines "Lochs ohne Boden" hervor. Der Gingiva entlang zeigt siche ein pink spot desease. Planung: Extraktion des Unfallzahns, Klebebrücke und Nachbehandlung.
Mitte: Das Röntgenbild zeigt ein extern resorbierendes Granulom. Es hat die ganze Wurzel befallen.
rechts: Von vorne scheint das Zahnfleisch (und damit der Knochen darunter) zurückzuweichen.
untere Bilder Die Behandlung begann mit der Extraktion der defekten Wurzel.
Sie zerbrach und zerbröselte in mehrere kleine Teile.
Dann wurde der Kofferdam gelegt, und nach insgesamt 90 Minuten war die Kompositbrücke plangemäss fertig.
Gesamte Kosten: knapp 900 CHF.