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Am Sonntag wurde beim Formel 1 Rennen in Monaco bekannt, dass Mercedes mit beiden Piloten auf Wunsch von Pirelli ausgiebige Reifentests durchgeführt hat. Die angeblich der Sicherheit dienenden Reifentests haben aber andere Teams verärgert und nun auch die FIA auf den Plan gerufen, weil diese von der ganzen Misere gar nichts wusste.
Am Sieg von Silberpfeil-Pilot Nico Rosberg änderten die Proteste von Red Bull und Ferrari sowie die anschliessende Anhörung nichts, das Rennergebnis wurde von der FIA bestätigt. Der Internationale Automobilverband FIA schloss nachträgliche Sanktionen gegen Mercedes aber nicht aus.
Bei den Tests ging es um überarbeitete Reifenprodukte, die Pirelli nach den ersten Rennen entwickelte. Mercedes hat das aber angeblich gar nicht gewusst, man ging davon aus, dass man zusätzliche Testtage erhält und die FIA informiert war.
Pirelli betonte der FIA gegenüber, dass der Vertrag mit der Formel 1 solche Tests erlaubt. Diese schriftlich Einigung wurde von der FIA nun bestätigt. Voraussetzung für die Erlaubnis eines solchen Tests sei aber, dass jedes Team die Chance erhalte, daran teilzunehmen oder ihn durchzuführen, hiess es in dem FIA-Statement.
Nur ist der Kontrakt nicht mal allen Teams im Fahrerlager bekannt. Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn betonte, den Vertrag nicht zu kennen. Red Bull betont, dass man das Testangebot erhielt, aber abgelehnt hat: Weil die Fahrten aus Sicht von Red Bull gegen die strengen Testregeln verstossen.
Laut FIA sind keine Tests gestattet und das Testverbot kann nciht aufgeweicht werden. Der Ball liegt nun bei Pirelli, ob man den Schaden gutmachen kann bleibt aber offen. Sicher ist, Rosberg ist nicht der sichere Sieger, der er ohne Reifentests gewesen wäre. Und es kann noch so kommen, dass dem Mercedes-Fahrer der Sieg aberkannt wird.