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Die Japan Fair Trade Commission, die sich mit unlauterem Wettbewerb befasst, hat die japanische Brokersparte der Deutsche Bank verwarnt. Die Behörde hatte festgestellt, dass ein Händler der Bank beim Handel mit europäischen Staatsanleihen mit einem Kollegen bei Citigroup unlautere Absprachen getroffen hatte. Es ist die erste derartige Verwarnung für eine ausländische Investmentbank, die in Japan tätig ist.
Der Händler bei Deutsche Securities Inc. hat einem Vertreter der Behörde zufolge von April 2010 bis März 2014 mit dem Citigroup-Mitarbeiter Details zu Orders und andere Informationen ausgetauscht. Im November 2010 verständigten sich die beiden Händler den Angaben zufolge darauf, die Kursstellung zu koordinieren und die Aufträge zwischen sich aufzuteilen.
Die Verwarnung sei die erste der Fair Trade Commission an ein Finanzinstitut in Japan mit Blick auf den Handel in europäischen Staatsanleihen, sagte der Mitarbeiter der Behörde, der namentlich nicht genannt werden wollte. Die beiden Händler haben demnach Staatsanleihen, unter anderem von Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Dänemark und Norwegen, mit institutionellen Investoren gehandelt. Sie seien Bekannte gewesen und hätten fast täglich Nachrichten ausgetauscht.
Die Behörde habe Deutsche Securities nur eine Verwarnung erteilt, da die beiden Händler nur gelegentlich derartige Geschäfte getätigt hätten, sagte der Behördenmitarbeiter weiter. Citigroup Global Markets Japan sei nur mündlich über das Problem informiert worden, da der Broker bereits ein angemessenes Compliance-System installiert habe.
(bloomberg/chb)