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Im November 1923 gründete der Berufsschullehrer Melchior Dürst die «Heimatbühne Glarus». Der Verein setzte sich zum Ziel im Glarnerland Dialektstücke zur Aufführung zu bringen, nach dem Motto: «Volkstümlich und national, aber literarisch wertvoll.» Vorbilder in Programm und Stil waren das Dörfli-Theater der Schweizerischen Landesaustellung in Bern von 1914 und die daraus entstandenen Heimatschutztheater in den Städten.
Grundsätze des Vereins waren die Förderung der einheimischer Theaterproduktion und des Glarner Dialekts, der Amateurstatus der Mitwirkenden und eine «natürliche und lebenswahre» Darstellung in Spiel und Bühnenbild. Anfangs wurden Stücke eigens für die Heimatbühne geschrieben, oft mit Glarner Bezug. Später wurden vermehrt bestehende Komödien und Tragödien ins Glarnerdeutsche übersetzt.
Die Heimatschutzbühne war weder der erste noch der einzige Glarner Theaterverein, aber der älteste heute noch existierende.
Nach den ersten Jahren änderte der Verein seinen Namen in «Heimatschutztheater», seit 1977 nennt sich die älteste Glarner Dialektbühne «Theater Glarus». Das Vaterländische steht heute etwas weniger im Vordergrund als vor fast 100 Jahren, die Ansprüche an Qualität und Spielfreude sind geblieben.