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Seit 1846 lebte er in
München als Vorstand des
Reichsarchivs bis zu seinem erfolgten
Tod. Gewaltig in seinem
Haß
wie in seiner
Liebe, überschritt Hormayr leicht das
Maß;
Lüge und Verstellung aber waren ihm fremd. Von seinen
Schriften (mehr als 170
Bände) nennen wir noch: »Kritisch-diplomatische Beiträge zur Geschichte
Tirols im
Mittelalter« (Innsbr.
1802-1803, 2 Bde.; neue Aufl.,
Wien 1805);
4) Hormisdas IV., 579-591, Sohn
Chosroes' I., ein tyrannischer, grausamer Herrscher, rief zahlreiche
Aufstände hervor und wußte
das
Reich weder gegen die
Angriffe der Oströmer noch gegen die Einfälle der
Skythen und
Türken zu verteidigen;
er ward daher von den Edlen entsetzt, geblendet und endlich getötet.
finden besonders folgende Hornarten: Gemeines Ochsenhorn bildet nur Sekundaware. Wertvoller sind die großen südamerikanischen
Hörner, welche an der Spitze bis zu einem Drittel abwärts schwarz, übrigens weiß, in der Masse sehr
fest, rein und durchscheinend sind und schöne Beize annehmen. Die ungarischen Hörner sind grau, grünlich, schwarz mit weiß
gemischt; die irischen, hellfarbig und fast bis zur Spitzehohl, werden bei der Bearbeitung sehr durchsichtig.
Man sägt dann die massive Spitze des Horns ab, legt das röhrenförmige Stück einige Tage in kaltes, dann einige Stunden in
siedendes Wasser, erhitzt es über Feuer und schneidet es von einem Ende zum andern auf. Unter fortwährendem
Erwärmen läßt sich nun das Horn leicht auseinander biegen, worauf man die Hornplatten in einer Schraubenpresse
zwischen warmen Eisenplatten einem allmählich verstärkten Druck aussetzt. Nach dem Einweichen in Wasser gleichen diese Hornplatten
in ihrem Ansehen dem rohen und kommen in dieser Form in den Handel.
Wünscht man aber eine größere Durchsichtigkeit, so wird das über Kohlenfeuer erweicht, abgeschabt, von Flecken und Adern
soviel wie möglich gereinigt, dann abermals erst zwei Tage in kaltem und einige Stunden in heißem Wasser erweicht, in geschmolzenen
Talg getaucht, zwischen erwärmte Eisenplatten geschichtet und unter einer Schraubenpresse einem
starken Druck ausgesetzt. Die Hornplatten lassen sich auch spalten und durch Kreissägen in dünne Blätter zerteilen.
Zum Löten schrägt man die zu vereinigenden Enden ab, reibt sie mit Schachtelhalm ab, stellt sie dann kurze Zeit in heißen
Alkohol, um das Fett zu entkernen, und preßt sie nun zwischen den Backen einer ziemlich stark erhitzten
kupfernen Lötzange in einem Schraubstock
[* 36] allmählich stark zusammen. Während des Pressens gießt man fortwährend etwas Wasser
auf das Horn, bis die Zange
[* 37] erkaltet ist, und schabt und poliert dann die Lötstelle ab. GrößerePlatten erweicht man vor dem
Zusammenlöten in heißem Wasser und preßt sie nach dem Trocknen zwischen Kupferplatten unter
einer Presse.
[* 38]
Längere Hornstäbe stellt man dar, indem man das von seiner massiven Spitze befreite Horn in heißem Wasser erweicht, auf der
Drehbank
[* 39] zu gleicher Wandstärke abdreht und nun auf einer Maschine
[* 40] mit Schraubengang in einer Spirale zu einem langen Streifen
aufschneidet. Die in Wasser erweichte Spirale wird zwischen erwärmten Walzen zu einem geraden Stab
[* 41] gestreckt,
letzterer in Metallröhren gebracht und, nachdem dieselben verschlossen wurden, so lange in Wasser gesotten, bis er die Form
der Röhren
[* 42] angenommen hat.
Der gehörig zubereitete Stab wird in Wasser oder Öl gelegt und zu Peitschenstöcken, Reitgerten, Schirmgestellen
etc. benutzt. Zum Polieren des Horns dient Bimsstein, Tripel, Schachtelhalm etc. Die bei der Bearbeitung des Horns abfallenden
Hornspäne werden als Dünger, als Streusand und in der Blutlaugensalzfabrikation angewandt; man kann sie aber auch wieder
zu einer Masse vereinigen und Gegenstände vom Ansehen des Horns daraus fertigen (Gießen
[* 43] des Horns).
Man preßt die befeuchteten Späne in einer erwärmten metallenen Form zu einem Kuchen zusammen, raspelt diesen, preßt die
erhaltenen Späne abermals und wiederholt dies, bis man eine genügend dichte und feine Masse erhalten hat. Diese wird dann
in ein feines Pulver verwandelt und in erhitzten zweiteiligen messingenen Formen unter starkem Druck zu
Dosen, Knöpfen etc. geformt. Soll das Horn dauernd weich und elastisch bleiben, so weicht man es zehn Tage lang in einem Bad von
[* 44] 1 Lit.
Wasser, 3L.Salpetersäure, 2L.Holzessig, 5 kg Gerbsäure, 2 kg Weinstein, 2,5 kg schwefelsaurem Zinkoxyd, schneidet es zu und
bringt es vor dem Polieren nochmals in dasselbe Bad.