Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03352.jsonl.gz/1539

Erstmals wurde ein Goldschakal im Kanton Graubünden gesichtet. Der definitive Nachweis erfolgte am Wochenende, als ein Exemplar von einem Jäger versehentlich erlegt wurde.
Der Goldschakal ist auf dem Vormarsch. Wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF) berichtet, wurde vor kurzem ein Goldschakal im Surselva gesichtet. Er sei in eine Fotofalle geraten. Dies sei erst der zweite fotografische Nachweis, nachdem im Winter 2011/2012 in den Nordwest-Alpen ein Goldschakal in mehreren Fotofallen erfasst wurde.
Nun konnte der Goldschakal das erste Mal physisch nachgewiesen werden, wie das AJF schreibt. Denn nur Tage nach dem ein Schakal in die Fotofalle tappte, wurde ein Exemplar versehentlich von einem Jäger erlegt, in der Meinung es sei ein Fuchs. Nachdem der Jäger den Fehler bemerkt hatte, erstattete er unverzüglich Selbstanzeige bei der Wildhut. Ob es sich um das gleiche Tier wie auf dem Bild handelt, ist nicht erwiesen.
Der Goldschakal zählt zu der Familie der Hunde (Canidae), zu denen auch Wölfe und Füchse gehören. Er ist etwas kräftiger und hochbeiniger als der Fuchs und hat einen kürzeren Schwanz und eine schwarze Spitze. Seine Nahrung besteht aus kleineren bis mittleren Wirbeltieren, Insekten und Früchte. Er kann aber auch Schafe und Ziegen reissen.
Südöstlich vom Balkan herstammend breitet er sich seit Jahren nach Mitteleuropa aus. Die nächsten bekannten Vorkommen finden sich im Südtirol. Da diese Art selbstständig eingewandert ist und ihr Areal ausgeweitet hat gilt sie als „einheimische, geschützte Art“. Die Jagdverordnung wurde daher vorsorglich angepasst. Der Goldschakal ist nun mit den anderen geschützten Grossraubtierarten Luchs, Wolf und Bär gleichgestellt.