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Die Malereien wurden nicht an die Wand gehängt, sondern in Stoffbeuteln aufbewahrt und bei besonderen Gelegenheit zum Anschauen ausgepackt. Dabei hielt man sie in den Händen, damit man sie von ganz nah betrachten konnte. Um das Bild nicht zu beschmutzen, wurden die Malereien in sehr kunstvolle Rahmen gefasst, an denen sie festgehalten werden konnten.
Hinduistische Gottheiten tauchen in Gemälden oft als ganze Familien auf: Vater, Mutter und die Kinder. Dazu gehören die Begleittiere (Sanskrit vahana), denn jede Gottheit hat eines. Viele Geschichten erzählen, wie Ganesha mit seiner Familie im Himalaya auf dem Berg Kailash lebte. In der Malerei siehst du sie alle auf einer Eis-oder Felsplatte versammelt.
Der Name des weissen Buckestiers „Nandi“ bedeutet „der Glückliche“. Er ist das Reittier von Shiva. Oft steht Nandi gegenüber von Shiva oder wacht vor dem Eingang seines Tempels.
Der Pfau (Sanskrit mayura) ist das Reittier von Karttikeya, dem jüngeren Bruder von Ganesha. Mit dem Pfau verbindet man in Indien ein langes Leben und Schönheit. Es heisst auch, er sei vor Giften sicher.
Karttikeya ist der Bruder von Ganesha und der Sohn von Shiva und Parvati. Sein Name bedeutet „Abkömmling der Plejaden“. Er hat aber noch viele andere Namen wie Skanda, Murugan, Subrahmanya, Kumara. Er hat sechs Köpfe und gilt nicht nur als starker, kämpferischer Jüngling, sondern auch als Beschützer von kranken Kindern.
Ganesha ist der Sohn von Shiva und Parvati. Sein Name bedeutet „Herr der Scharen“, aber man nennt ihn auch Ganapati oder Vighnesha („Herr der Hindernisse“). Er ist einer der beliebtesten und bekanntesten indischen Götter. Man erkennt ihn gut an seinem Elefantenkopf. Seine Axt, die er in der Hand trägt und gegen die Dunkelheit einsetzt, ist ein Zeichen von Macht und Stärke.
Die Maus oder Ratte ist das Reittier von Ganesha. Sie ist gewitzt, wendig, stark und kann Ganesha trotz ihrer Grösse überall hintragen.
Shiva ist einer der grossen Götter Indiens. Oft heisst es, er sei der Zerstörer der Welt, aber damit ist nur gemeint, dass die Welt nach ihrer Auflösung neu entstehen kann. Sein Name bedeutet „der Freundliche“. Seine Erkennungsmerkmale sind die Mondsichel in seinen Haaren und das dritte Auge auf der Stirn. In den Geschichten wird erzählt, dass er sich mit Asche einreibt. Deshalb erscheint sein Körper auf den Bildern oft hellgrau. Er ist fast nackt, trägt nur einen Lendenschurz und hat verfilzte Haare. All das zeigt, dass er als Asket lebt. Deshalb nennt man ihn auch Mahayogi – den grossen Yogi.
Parvati ist die „Tochter der Berge“ und Shivas Ehefrau. Sie fädelt hier gerade frisch abgeschlagene Köpfe für eine Girlande auf, die Shiva später tragen wird. Dieser ungewöhnliche Schmuck macht deutlich, wie mächtig Shiva ist und dass man sich trotz seiner Freundlichkeit in Acht nehmen muss.
Der Löwe ist Parvatis Reittier. Er ist stark und schnell, schön und königlich.