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Wir brauchen eine starke Sozialhilfe…
→ weil es keine «würdige» und «unwürdige» Armutsbetroffene gibt!
Die Sozialhilfe als Instrument der sozialen Sicherung betrifft uns alle. Sie bietet Schutz bei Schicksalsschlägen und sorgt dafür, dass alle Mitglieder der Gesellschaft in Würde leben können.
→ weil Menschen Chancen brauchen und keine Anreize.
Anreize funktionieren insbesondere dann nicht, wenn der Arbeitsmarkt gesättigt ist und es gewisse Gruppen von arbeitsuchenden Menschen nicht mehr braucht.
→ weil sie Arme noch ärmer macht.
Armutsbetroffene sind nicht selbst schuld an ihrer Lage. Armut ist strukturell bedingt und ein gesellschaftliches Problem. Kürzungen isolieren Betroffene noch stärker und das Ziel der Teilhabe an der Gesellschaft schwindet weiter.
→ weil es verantwortungslos ist, von den SKOS-Richtlinien abzuweichen.
Der Bundesrat delegiert die Verantwortung für eine harmonisierte Sozialhilfe an die Kantone. Unterschreitet der Kanton Baselland die SKOS-Richtlinien, verstösst er gegen den nationalen Konsens und macht sich am Anstoss eines Kürzungs-Wettbewerbs zwischen den Kantonen mitverantwortlich.
→ weil Sparen keinen Sinn macht, um das Armutsproblem zu lösen.
Armut lässt sich nicht wegsparen. Die Verarmung wird dadurch weiter zunehmen. Sparen ist nichts weiter als Bestrafung der bereits Benachteiligten. Die volkswirtschaftlichen Kosten nehmen insgesamt zu. Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt und kann die Kosten tragen.
→ weil es falsch ist zu behaupten, Sozialhilfebeziehende erhielten zu viel Geld.
Unterstützung nach den SKOS-Richtlinien sichert nichts mehr als die blosse Existenz. Wer das Gegenteil behauptet, tut dies aufgrund ideologischer Argumente und nicht aufgrund objektiver Betrachtung.
→ weil es falsch ist Einzelne für gesellschaftliche Probleme mit Sanktionen und Kürzungen verantwortlich zu machen.
Die Motivation von Menschen in der Sozialhilfe, am gesellschaftlichen Leben (Arbeit, Vereinsleben, usw.) teilzunehmen, steht ausser Frage.
→ weil es bürokratisch ist, mit einem Gesetz den Verwaltungsaufwand zu vervielfachen.
Die detaillierten Einteilungen von Sozialhilfebeziehenden in spezifische Kategorien generieren Unmengen an zusätzlicher Arbeit. Diese Investitionen (ökonomisch wie energetisch) könnten für die Erarbeitung von Lösungen gegen die Ursachen steigender Kosten in der Sozialhilfe eingesetzt werden (Armutsstrategie).