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Bei der Bodenerosion wird die nährstoffhaltige Schicht des Bodens (die Erde) abgetragen - verweht und weggespühlt.
Die Erosion, der Abtrag des Bodens durch starke Winde oder durch Wasser, ist ein an sich natürlicher Vorgang. Heute führt sie weltweit gesehen zu einer der bedeutendsten Bodenbelastungen überhaupt. Die heutige intensive landwirtschaftliche Bodennutzung ist verbunden mit dem systematischen Entfernen natürlicher Schranken (Bäume, Hecken, Bodenunebenheiten, etc.) was die Bodenerosion beschleunigt. Mit Pflanzen bedeckte Böden sind besser geschützt als unbedeckte.
|Bodenerosion durch Wind||Bodenerosion durch Wasser|
Onsite und Offsite-Schäden
Erosion senkt die Bodenfruchtbarket: sowohl dort, wo der Boden abgetragen wird (Onsite-Schäden) wie auch dort, wo er abgelagert wird (Offsite-Schäden). Mit dem Verlust der Bodenstabilität können sehr unliebsame Auswirkungen einhergehen: Rutschungen, Murgänge und geschiebereiche Hochwasser sind direkte Folgen davon. Der Onsite-Schaden: mit dem Bodenverlust gehen viele Nährstoffe verloren und das Pflanzenwachstum leidet unter dem Verlust des humusreichen Oberbodens. Der Offsite-Schaden: diese abgetragenen Nährstoffe können in intensiv bewirtschafteten Regionen in Gewässern zu Überdüngung von Seen (Eutrophierung) führen. Zusätzlich belasten allfällige Pestizide, die ebenfalls mit der Erosion in Gewässer gelangen, die Umwelt erheblich.
|Hauptursachen der Erosion sind das Abholzen von Wäldern, dem Klima nicht angepasste landwirtschaftliche Praktiken und die Nutzung ungeeigneter Flächen für die Landwirtschaft. Kahlschläge in gebirgigen Regionen führen oft dazu, dass beim nächsten Starkregen der nun ungeschützte Boden abgetragen wird. Ungeeignete landwirtschaftliche Praktiken, etwa die Übertragung der gewohnten Anbaumethoden durch europäische Siedler in trockene Regionen oder in den Mittelmeerraum und die Tropen, führten oft zu grossen Bodenverlusten. So kam es in den nordamerikanischen Prärien, in der kasachischen Steppe und zuletzt in China zu Staubstürmen, die gewaltige Mengen Boden davontrugen.|
Situation Schweiz und weltweit
|Gesamtschweizerisch gefährdet die flächenhafte Bodenerosion rund 20 Prozent der offenen Ackerfläche und bringt die Schweiz jährlich gemittelt um 0.3 Millimeter Höhe. Der mittlere aktuelle Bodenabtrag auf dem schweizerischen Ackerland beträgt pro Jahr 840’000 Tonnen oder 2,1 Tonnen pro Hektar und Jahr.|
Böden sind die Grundlage für die Erzeugung unserer Nahrungsmittel, und daher eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Und dennoch werden die Böden grossräumig zerstört: Fast ein Viertel der vom Menschen genutzten Landfläche ist heute durch Erosion geschädigt, wertvolle Böden werden immer weiter überbaut oder durch Eintrag von Chemikalien geschädigt. Heute ist der Mensch für 60-80 Prozent der Bodenerosion verantwortlich, die auf über 25 Milliarden Tonnen pro Jahr geschätzt wird. Wo die Erosion besonders stark ist, kann sie schliesslich dazu führen, dass ganze Regionen für die Landwirtschaft verloren gehen.
Quellen: Volkswirtschaftsdirektion Kanton Bern, Umwelt im Kanton St. Gallen und Oekosystem Erde.de
Zitat Prof. Dr. Christine Alewell, Uni Basel, Leiterin des Instituts für Umweltgeowissenschaften: "Der Boden kann als Reaktionsgefäss des Ökosystems bezeichnet werden. Wenn beim Menschen die inneren Organe streiken, geht auch nichts mehr!"

Bodenerosion weltweit - Ursachen und Lösungen
Global 3000, das Globalisierungsmagazin der Deutschen Welle DW, hat auf ihrer Website ein Video eingestellt, das eindrücklich aufzeigt, was Bodenerosionen weltweit für Schäden anrichten. Es zeigt aber auch praktikable Lösungen, die aufzeigen, was diesen Erosionen entgegengehalten werden kann.
Hier geht's zur Webseite und dem Video: www.dw.de/bodenerosion-weltweit-ursachen-und-lösungen