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Inhaltsverzeichnis
Auswirkungen und Herausforderungen des Klimawandels
Hitze im Strassenraum
Mit der Klimaerwärmung wird es in den Sommermonaten besonders in Strassenräumen innerhalb des Siedlungsraums zunehmend heiss. Dies beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität und erhöht den Kühlbedarf der Fahrzeuge. Schäden an wenig hitzebeständigen Strassenbelägen und an der Begrünung (z. B. Bäume) können zunehmen.
Unterbrüche von Verkehrswegen
Mit zunehmenden Starkniederschlägen können Überflutungen und Schäden an Verkehrsinfrastrukturen zunehmen. Es besteht das Risiko, dass Verkehrswege so häufiger und/oder länger unterbrochen werden und höhere Wiederherstellungskosten anfallen.
Verkehrsverlagerung
Um die Schweizer Klimaziele zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr reduziert werden. Im kantonalen Gesamtverkehrskonzept sind Modal-Split-Ziele in Richtung einer Verlagerung zu emissionsarmen Verkehrsmitteln festgelegt. Im Kanton Zürich ist der öffentliche Verkehr gefordert, mindestens die Hälfte des Verkehrszuwachses zu übernehmen, der nicht auf den Fuss- und Veloverkehr entfällt. Letzterer wird vor allem auf kurzen Distanzen und in dicht besiedelten Gebieten gestärkt.
Effiziente Fahrzeugflotte
Um eine Reduktion der CO2-Emissionen von Fahrzeugen zu erzielen, gelten in der Schweiz CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen. Sie gelten im Flottendurchschnitt und wurden per 2021 auf 118 Gramm CO2 pro Kilometer verschärft (WLTP-Messverfahren), um Anreize zum Verkauf emissionsarmer Fahrzeuge zu schaffen.
Anpassung an den Klimawandel
Möglichkeiten für Städte und Gemeinden
- Verkehrsflächen entsiegeln, begrünen und beschatten
- Gefahrenkarten umsetzen (Hochwasserschutz) inkl. Berücksichtigung des Überlastfalls, insbesondere an gefährdeten Verkehrswegen
- Grünflächen entlang Verkehrswegen pflegen, um die Gefährdung der Verkehrswege durch umstürzende Bäume zu verringern
- Im Strassenbau geeignete Bautechnik einsetzen, z. B. hitzefeste Materialien für Strassenbeläge
Ausgewählte kantonale Aktivitäten
- Erstellung von Grundlagen- und Planhinweiskarten zum Lokalklima (Hitzeinseln, Durchlüftungsbahnen etc.)
- Analyse möglicher Gestaltungselemente zur Verminderung der Hitzebelastung im Strassenraum
- Publikation zur klimaangepassten Gestaltung von Grün- und Freiflächen
- Förderung lokalklimaangepasster Stadtentwicklung in Planungsinstrumenten und Rechtsgrundlagen
Quellen von Treibhausgasen
Der Verkehr verursachte 2019 rund 40 % des Treibhausgasausstosses im Kanton Zürich. Der grösste Anteil stammt von den Verbrennungsmotoren der Personenwagen. Doch auch der Transport von Gütern mit Last- und Lieferwagen verursacht CO2-Emissionen. Nur einen geringen Anteil machen die Busse mit Verbrennungsmotoren, Motorräder und die Schifffahrt aus. Nicht berücksichtigt ist der Schienenverkehr mit einem untergeordneten Anteil an den Emissionen. Durch den direkten Betrieb entstehen hier keine Treibhausgase, diese können jedoch bei der Stromerzeugung anfallen. Da der Schienenverkehr in der Schweiz jedoch vor allem Strom aus erneuerbaren Quellen nutzt (Wasserkraft), sind diese indirekten Emissionen gering. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind die Emissionen aus der Luftfahrt, da für diese nur schwer der Anteil des Kantons Zürich abgeschätzt werden kann.
Verringerung von Treibhausgasemissionen
Möglichkeiten für Gemeinden
- In der Parkplatzverordnung (PPV) oder Bau- und Zonenordnung (BZO):
- Begrenzung der Anzahl Parkfelder aufnehmen
- Reduktion Pflichtparkplätze bei guter ÖV-Erschliessung oder für autoarmes Wohnen ermöglichen
- Parkraumbewirtschaftung einführen
- In Gestaltungsplänen eine weitere Reduktion von Parkflächen gegenüber PPV / BZO über die Erarbeitung von Mobilitätskonzepten ermöglichen: