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Warum wird die Beschneidung von Mädchen und Frauen im wissenschaftlichen Diskurs nur peripher als religiöses Phänomen behandelt, während die Beschneidung männlicher Personen ein klares religionswissenschaftliches Thema zu sein scheint? Ein neuer Artikel von Linda Bosshart und Jill Marxer beleuchtet den wissenschaftlichen und den populären Diskurs zur «weiblichen Beschneidung» und zeigt, warum das Thema mehrheitlich unterkomplex verhandelt wird – ein Plädoyer für ein Umdenken in der Religionswissenschaft und anderen religionsbezogenen Disziplinen.