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Männer leben im Durchschnitt vier Jahre kürzer als Frauen. Der Grund dafür liegt weniger in biologischen Unterschieden. Viel entscheidender ist der riskantere Lebensstil, den der durchschnittliche Mann führt. Dazu gehört auch ein stärkerer Alkohol- und Tabakkonsum.
Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) raucht nahezu jeder dritte Schweizer (31 %). Bei den Frauen ist es nur jede vierte (23,3 %). Nikotin und andere Inhaltsstoffe von Zigaretten gelten als hauptsächliche Ursachen für Lungen-, Blasen- und Kehlkopfkrebs. Ausserdem erhöht Rauchen das Risiko für zahlreiche andere Tumore sowie Atemwegserkrankungen und verdoppelt die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.
Daneben weist jeder fünfte Mann in der Schweiz (20,7 %) einen missbräuchlichen Alkoholkonsum auf, das heisst: Er trinkt mindestens einmal pro Monat mehr als vier Gläser eines alkoholischen Getränks am Tag. Vergleichsweise riskant trinkt nur jede zehnte Frau (11,1 %). Alkohol setzt nicht nur der Leber zu, sondern kann unter anderem auch zu Schäden am Gehirn und am Herzen führen.
Zwar sind die gesundheitlichen Folgen von Alkohol und Nikotin hinlänglich bekannt, doch zählt beides zu den gesellschaftlich akzeptierten Drogen. Dennoch lohnt es sich, das eigene Verhalten zu hinterfragen und etwaige Abhängigkeiten zu beenden – der Gesundheit zuliebe.