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Seniorenausflug mit Predigerehepaar Gottfried und Friedi Sahli um 1970
Ein Stück Schweizer Geschichte im Zusammenhang mit der Stadtmission La Chaux-de-Fonds
Ende des 17. Jahrhunderts gewährten die Schweizer Kantone Ausländern das erste Mal in grösserem Umfang Asyl : auch den reformierten Hugenotten. Sie gaben der Schweizer Wirtschaft neue Impulse, auch wenn sie von den damaligen Behörden nicht mit so offenen Armen empfangen wurden, wie es der Mythos will. Etliche der Kantons-regierungen setzten alles daran, die Hugenotten zur Weiterreise nach Deutschland zu bewegen.
Im 19. Jahrhundert kamen aber auch viele Handwerker aus Deutschland in die Schweiz. Diese wurden wegen ihres technologischen Wissens, das die einheimische Landbevölkerung nicht besass, von den aufstrebenden Wirtschafts-zweigen gesucht. Zur gleichen Zeit wanderten viele Bauern aus der Schweiz aus.
La Chaux-de-Fonds und die Stadtmission vor dem Zweiten Weltkrieg
Trotz einer Vielzahl von Gotteshäusern, wie der deutsche Tempel im Jahr 1853 und nach dessen Brand im Jahr 1919 der Wiederaufbau des Großen Tempels oder der Gründung der Christlichen Union blieb La Chaux-de-Fonds von der in den Industriestädten fortschreitenden Entfremdung der Kirche nicht verschont.
Das Evangelium hatte tiefe Wurzeln hinterlassen.
Bereits in den Jahren vor 1878 kamen Evangelisten nach Neuchâtel, um das Evangelium zu verkündigen. Im Jahr 1881 kam es zu einer ersten Evangelisation in La Chaux-de-Fonds. Deutsche und Deutschschweizer waren die Besucher der Versammlungen. Unter ihnen waren Landwirte, die sich im Kanton Neuenburg niederliessen. Ab 1886 fanden die Gemeindeanlässe in der Kapelle der Église Morave (Zinzendorfsche Brüdergemeine), Rue des Envers 37 (später umbe-nannt in Rue des Musées) statt. Im Jahr 1916 ging der Besitz des Hauses an die Pilgermission St. Chrischona über.
La Chaux-de-Fonds erlebte im 19. Jh ein bedeutendes Wachstum. Mit einer Wachstumsrate von 17 % verdreifachte sich die Bevölkerung zwischen 1850 und 1910. Diese Entwicklung war mit derjenigen der Uhrenindustrie verbunden. Der demografische Aufschwung war auf eine starke Zuwanderung von Leuten, vor allem aus dem Kanton Bern, zurückzu-führen. Im Jahr 1880 bezeichneten sich 30 % der Bevölkerung als deutschsprachig.
Der zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit
Der zweite Weltkrieg brachte eine schreckliche Katastrophe über Europa.Gott hatte die Schweiz wunderbar verschont. Das kleine Land galt als Zufluchtsort für Verfolgte – wobei die Regierung 1942 erklärte, dass das Boot voll sei und die Grenze für Flüchtlinge schloss. Die Juden wurden abgewiesen und viele kamen in den Todeslagern um. 1945 lagen ganze Länder in Schutt und Asche.
Wirtschaftlich stach die Schweiz mit einer intakten Bausubstanz und einer leistungsfähigen Industrie hervor. Die anbrechende Konjunktur brachte die Notwendigkeit von ausländischen Arbeitskräften mit sich.
Die Schweiz der 60er 70er Jahre
Eine neue Welt der Ausschweifung und des Umsturzes der Moral brach über die Jugend herein. Astrologie, Yoga und New Age fanden grossen Anhang. Die Stadtmission war ein sicherer Hort für die Jugend. Auch Ungläubige schlossen sich dem Jugendkreis an. Es war eine Zeit der Suche nach Lebensinhalt und Zukunft, und die Jungs und Mädels fühlten sich in der Gruppe angenommen.