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Der 30-jährige Niederländer Bram Chardon schlägt in einem äusserst dramatischen Weltcupfinal der Viererzugfahrer in Bordeaux (FRA) seinen engsten Rivalen Boyd Exell (AUS). Auf dem dritten Podestplatz klassierte sich Brams Vater IJsbrand Chardon.
Bram Chardon setzte sich bereits in der ersten Runde am Samstagabend an die Spitze des Klassements und dies trotz eines Ballabwurfs. Gleich dahinter folgte Boyd Exell, der zwar Null blieb, aber langsamer war. Dritter wurde Koos de Ronde (NED).
Im Final am Sonntag galt es sich zuerst für das «Drive-off» zu qualifizieren. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge und mit dem jeweiligen Handicap (halbe Zeitdifferenz) aus dem Vortag. Den ersten Nuller zeigte IJsbrand Chardon, der damit den nachfolgenden Belgier Dries Degrieck und seinen Landsmann Koos de Ronde überholen konnte und sich so für das Stechen qualifizierte. Exell setzte Bram Chardon mit einem schnellen Nuller unter Druck, diesem konnte er knapp nicht standhalten. Exell übernahm mit nur 0.33 Sekunden Vorsprung die Führung. Die Zeit wird im Final – nicht wie in den Qualifikationen – addiert.
Im Stechen blieb IJsbrand erneut fehlerfrei in der Zeit von 121.30 was einem Gesamttotal von 263.65 entsprach. Gleich danach folgte sein Sohn Bram. Auch er blieb ohne Abwurf, setzte die Zeit auf unglaubliche 116.41 und damit das Total auf 251.86. Das gab Druck für Exell. Der erfahrene Fahrer – zehnfacher Weltcupfinalsieger und Titelverteidiger – setzte auf Risiko… und verlor. Ein Flüchtigkeitsfehler am dritten Hindernis und der Ball lag im Sand. Trotz Bestzeit von 113.57 fiel er mit total 252.69 hinter Chardon zurück. Der Niederländer feierte damit seinen dritten Titel nach 2019 und 2022. «Es ist einfach wunderbar, die Pferde waren toll in Schuss und gaben 120 Prozent», meinte er kurz nach seiner Runde.
Der einzige Schweizer Fahrer Jérôme Voutaz konnte sich nicht für den Final in Bordeaux qualifizieren.
Nach der Geschichte des Weltcups in Anekdoten, im Oktober 2017 in der «PferdeWoche» publiziert, und olympischen Anekdoten, im März 2019 in der «PferdeWoche», nun einige weitere selbsterlebte...
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