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Die thailändische Polizei hat in Bangkok den 26-jährigen Marokkaner Yassine Gharib verhaftet. Er soll laut Bericht der «Bangkok Post» zusammen mit zehn weiteren Verdächtigen Schweizer Banken um 600 Millionen Baht – also umgerechnet mehr als 16 Millionen Franken – betrogen haben.
Dabei sei offenbar auch ein gehörige Portion Glück im Spiel gewesen: Die Verhaftung Gharibs sei erfolgt, als er seinen im Hotel vergessenen Pass holen wollte. Der Marokkaner lebte laut Bericht seit vier Jahren in Luxushotels in Bangkok und Pattaya. Seine hochschwangere Freundin habe laut «Pattaya Daily News» von seinen kriminellen Machenschaften gewusst.
Auslieferung an die Schweiz
Nun wollen die thailändischen Behörden laut Polizei-Kommissar Pharnu Kerdlarpphon zusammen mit der Schweizer Botschaft eine Auslieferung des Verhafteten besprechen.
Bereits im März war in Thailand Farid Essebar verhaftet worden: Der Hacker mit dem Pseudonym «Diab10» hatte 2005 als Programmierer des Computerwurms Zotob weltweite Bekanntheit erlangt. Auch Essebar wird vorgeworfen, in ein Schweizer Onlinebanking-System eingedrungen zu sein. Der 27-jährige gebürtige Marokkaner mit russischem Pass soll an die Schweiz ausgeliefert werden.
Die Bundesanwaltschaft hatte bereits damals erklärt, dass es in den Fällen um «beträchtliche Summen» gehe.