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Wir fordern den Grossen Rat und den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt auf, die gesetzlichen Grundlagen so zu ändern und Massnahmen zu ergreifen, die dazu führen, dass
die Bildung von Kindern zu Hause durch engagierte Erziehungsberechtigte unter Aufsicht des Kantons ermöglicht wird, wenn sie das Wohl ihrer Kinder, ihre soziale Integration und Bildungsfortschritte sicherstellen.
Art. 26, Abs. 3 der Erklärung der Menschenrechte umgesetzt wird:
«Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.»
sowie der Artikel 41 der Schweizerischen Bundesverfassung konsequent angewendet wird: «Die Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sich nach ihren Fähigkeiten bilden können.» Die Menschenrechte und die Bundesverfassung gelten auch für Eltern, die ihr Kind zu Hause bilden wollen!
Die Petition kann von allen Personen unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität und Wohnort unterschrieben werden
Die Erziehungsberechtigten tragen die Verantwortung für das Wohl ihrer Kinder: Manchen Eltern ist es ein Bedürfnis, ihre Verantwortung auch im Bereich der Bildung zu übernehmen, in Form von «Bildung zu Hause».
Staatliche Aufsicht
«Bildung zu Hause» soll vom Kanton zugelassen werden und unter seiner Aufsicht erfolgen.
Soziale Integration
Studien zeigen: Zu Hause gebildete Kinder sind sozial integriert. (vgl. Medlin 2002, Smedley 1992)
Basel-Stadt: «Bildung zu Hause» de facto verboten
In Basel-Stadt wird nach §135 Schulgesetz «Bildung zu Hause» nur bewilligt, wenn besondere Gründe vorliegen, die man beweisen kann und die es unmöglich machen, dass ein Kind den Unterricht besucht (z.B. bei einer ärztlich attestierten, schweren psychiatrischen Krankheit).
Erfolgreiche Bildungsform
In vielen Kantonen, u.a. in Bern und im Aargau, ist «Bildung zu Hause» schon lange eine Selbstverständlichkeit. Generell ist in vielen Ländern (u.a. Österreich, Frankreich, Norwegen, USA, Kanada) «Bildung zu Hause» eine anerkannte und erfolgreich praktizierte Bildungsform.
Studien
Langzeitstudien zeigen: Auch diese Art der Bildung führt zum Erfolg und bringt Erwachsene hervor, die kompetent sind, sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen und sich integrieren. (vgl. Übersicht bei B.D. Ray 2003)
Entwicklungspsychologie
Kanadischer Entwicklungspsychologe Dr. Gordon Neufeld: Die soziale Interaktion mit Gleichaltrigen wird für die kindliche Entwicklung überschätzt. Heute beziehen viele Kinder und Jugendliche ihre Identität, ihre Werte und Verhaltenscodes zunehmend von Gleichaltrigen und nicht mehr von den Erwachsenen. Diese zunehmende Gleichaltrigenorientierung blockiert die Entwicklung zu reifer Sozialkompetenz und fördert eine aggressive Jugendkultur.