Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/1395

| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Sechstes Buch
XV. Kapitel
118.
1. Deshalb nimmt der gepfropfte Ölbaum mehr Nahrung auf, weil ein wilder Zweig eingepflanzt ist. Dieser gewöhnt sich aber gleichsam daran, die Nahrung zum Reifen von Früchten zu verarbeiten, und wird der Fettigkeit des edlen Baumes ähnlich. So ist es auch bei dem Philosophen; er gleicht dem wilden Ölbaum, insofern auch er vieles nicht verarbeiten kann, da er eifrig im Forschen und fähig zu leichtem Erfassen und begierig nach der Fettigkeit der Wahrheit ist. Wenn er nun die göttliche Kraft durch den Glauben hinzuerhält und der guten und edlen Erkenntnis eingepflanzt und wie der wilde Ölbaum der wahrhaft vortrefflichen und barmherzigen Lehre aufgepflanzt wird, so verarbeitet er die ihm dargebotene Nahrung und wird zu einem Ölbaum, der Früchte trägt.
2. Denn die Pfropfung macht die Unbrauchbaren edel und zwingt die Unfruchtbaren, fruchtbar zu werden, durch die Geschicklichkeit des Baumzüchters und durch die Wissenschaft des Gnostikers.