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Hackbrett
Das Hackbrett ist ein sehr altes Instrument und stammt nach neusten Erkenntnissen ursprünglich aus Persien. Von dort wanderte es nach Russland, in den arabischen Raum, über den Balkan in die Donauländer, bis es schliesslich zu uns in den alpenländischen Raum gelangt ist. Seine erste Blütezeit muss das Hackbrett schon im 14. / 15. Jahrhundert gehabt haben. In der Schweiz und in Österreich kennt man es seit dem 16. Jahrhundert. Die Hackbrettform ist weltweit ungefähr die gleiche, nämlich ein Trapez und das ist zugleich auch das Prinzip. Lange Saiten = tiefer Ton, kurze Saite = hoher Ton.
Die moderne Konzertzither hat einen flachen Resonanzkasten. Sie liegt auf dem Tisch. Über ein Griffbrett mit 29 Bünden laufen fünf Spielsaiten zum Melodiespiel und über den Resonanzkasten zusätzlich 33 bis 42 freie Saiten. Die Zither entwickelt sich aus dem Scheitholt, das einen schmalen Resonanzkasten mit Griffbrett und Bünden besitzt.
Im 18. Jahrhundert baute man dann eine doppelbauchige Zither (Mittenwald) und die einseitig gebauchte Zither (Salzburg), die sich später allgemein durchsetzte.
Anwendung
Das Hackbrett ist nicht nur ein Volksmusikinstrument sondern hat auch eine sehr ausgeprägte «klassische» Vergangenheit. Das Hackbrett lässt fast jede Musikrichtung zu. So findet man es in der Kammermusik, Volksmusik bis hin zur zeitgenössischen Musik.
Die Zither kommt als Solo- und Kammermusikinstrument, sowie in Volksmusik- und Unterhaltungsmusikensembles zur Anwendung.
Die Stilrichtungen umfassen: Renaissance, Barock, Klassik, Moderne, Volksmusik, Unterhaltungsmusik, Salonmusik, Filmmusik …
Anforderungen
Zum Erlernen des Hackbretts sind keine Vorkenntnisse nötig. Das Hackbrett ist das ideale Instrument, um Kinder bereits früh an die Musik heranzuführen. Das Kind hat von den ersten Klängen an die Möglichkeit, sich differenziert auszudrücken und musikalisch kreativ zu musizieren. Das Hackbrettspiel ist aus diesen Gründen hervorragend in der Früherziehung und für Grundschulklassen geeignet und ist eine wunderbare Ergänzung zu den Orff-Instrumenten und der Blockflöte.
Die Zither kann ab dem neunten Lebensjahr erlernt werden. Es braucht Koordinationsvermögen, Zielstrebigkeit und Ausdauer.
Zusatzfächer
Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen. Zur Auswahl stehen:
- Volksmusikensemble
- Schülerensemble
Kosten
Chromatisches Hackbrett
Miete: 45 Franken pro Monat; Kauf: ab 1400 Franken
Appenzeller Hackbrett
Miete: 50 Franken pro Monat; Kauf: ab 3800 Franken
Zither
Miete: 30 Franken pro Monat; Kauf: ab 800 Franken
Für den Unterricht ist ein Instrument an der Musikschule vorhanden. Zum Üben zuhause muss jedoch ein eigenes Instrument verfügbar sein.