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Prinzipiell ja. Fachpersonen haben verschiedentlich darauf hingewiesen, dass ihrer Erfahrung nach ADHS-Betroffene mit gut eingestellten Medikamenten konzentrierter und damit weniger riskant Auto fahren als ohne. Nun sieht die schweizerische Gesetzgebung aber vor dass: «Eine schwere Widerhandlung begeht, wer wegen Betäubungs- oder Arzneimitteleinfluss oder aus anderen Gründen fahrunfähig ist und in diesem Zustand ein Motorfahrzeug führt.» elpos empfiehlt, sich mit dem behandelnden Arzt zu besprechen und eine Bescheinigung (Rezept) mitzuführen (siehe Reisen), damit es bei einer Kontrolle keine Probleme gibt.
ADHS-Patienten sind seit dem 1. Juni 2008 militärdiensttauglich, wenn sie seit mindestens einem Jahr keine Medikamente wie Ritalin und Concerta mehr einnehmen und keine militärdienstrelevanten Restsymptome vorliegen. Medikamentös gut eingestellte Patienten sind empfohlen untauglich für den MD, jedoch tauglich für den Schutzdienst (SD). Ausnahme: Will der Stellungspflichtige unbedingt MD leisten, muss er ein ausführliches Zeugnis einer Fachperson (Psychiater, Pädiater, Psychologe) vorlegen. In jedem Fall bleibt er aber schiessuntauglich und muss auf eine Fahrerfunktion verzichten. (Quelle: Schweizerische Ärztezeitung, Diensttauglichkeit, 2008, 89)