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Das Revisionsverfahren wird mit einem entsprechenden Gesuch an das Obergericht eingeleitet. Das Gesuch muss schriftlich und begründet gestellt werden. Die Gründe, weshalb um Revision ersucht wird, sind genau anzugeben und zu belegen.
Daraufhin nimmt das Obergericht zunächst in einem schriftlichen Verfahren eine vorläufige Prüfung des Revisionsgesuchs vor. Ist das Gesuch offensichtlich unzulässig oder unbegründet, oder wurde es mit den gleichen Vorbringen schon früher gestellt und abgelehnt, so tritt das Obergericht nicht darauf ein. Anderenfalls lädt es die anderen Parteien und die Vorinstanz zur schriftlichen Stellungnahme ein und fällt daraufhin seinen Entscheid über den Grundsatz der Revision, also ob der ursprüngliche Entscheid tatsächlich zu korrigieren ist oder nicht.
Heisst das Obergericht das Revisionsgesuch gut, hebt es den ursprünglichen Entscheid auf. Gleichzeitig muss es sich entscheiden, ob es direkt selbst neu entscheiden kann oder ob es die Sache an das Strafgericht oder sogar an die Staatsanwaltschaft zurückweist.
Wird der Fall an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, muss diese entscheiden, ob sie eine neue Anklage erheben, einen Strafbefehl erlassen oder das Verfahren einstellen will. Geht der Fall zurück ans Strafgericht, so nimmt dieses allenfalls notwendige neue Beweise ab und fällt nach einer Hauptverhandlung ein neues Urteil.