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Mitten im tropischen Regenwald erreiche ich in Karanza Haut die burundische Grenze. Die aus und Einreise geschieht problemlos. In dem kleinen Grenzort werde ich sofort von allen Einwohnern umringt und angegafft. Hier wird wieder links gefahren, es dauert wieder ein paar Kilometer bis ich mich daran gewöhnt habe. Alles was ich von Burundi weiss is, dass bis vor ein paar Jahren ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg (Hutus und Tutsis) herrschte und das Land touristisch kaum etwas zu bieten hat. Immer wieder frage ich, ob es sicher ist durch das Land zu reisen. Und alle bestätigen mir no problem.
Die Fahrt in die Hauptsstadt Bujumbura ist steil und es ist sehr schwül, der Schweiss fliesst in stroemen, zumindest ist die Strasse gut befahrbar, wären da nicht die rasenden Minibusse und Trucks. In der Hauptstadt Bujumbura finde ich ein nettes Hotel in im Zemtrum und stelle fest, dass ich der einzige Tourist bin. Die Manzungus (die Weissen) hier arbeiten fast alle für die UN oder sonstige Organisationen. Die Landschaft ist wie in Ruanda bergig und jeder Flecken Erde wird zum Bananenanbau genutzt. Wunderschön ist der Lake Tanganiyka, der längste Süsswassersee der Welt (650km) und der zweittiefste (1400m). Sobald ich auf dem Land bin heisst es überall Mazungu, Mazungu, die Leute aber sind freundlich und nicht aufdringlich. Man sieht, dass wegen des langen Bürgerkrieges nicht viel investiert wurde; die Gebauede verfallen und man sieht auch keinerlei Bautatätigkeiten. Generell macht das Land einen sehr armen Eindruck, die Bettler sind zahlreich.
Jetzt habe ich endgültig die Regenzeit erwischt, was gut für die Bauern ist, weniger aber für mich. Die Fahrt in Richtung Tansania entlang des Tanganiyka Lake ist wunderschön. Ca. 12 Kilometer hinter Bujumbura finde ich den Felsen, wo am 25. November 1871 Henry Morgan Stanley den Missionar und Afrika-Entdecker Dr.Livingstone gefunden hat. Die Frage "Dr. Livingstone, I presume?" ist in die Geschichte eingegangen. Livingstone galt als vermisst und Stanley wurde losgeschickt um ihn zu suchen und zur Heimreise zu bewegen. Livingstone lehnte ab und erforschte weiterhin Afrika, unter anderem die Victoria Wasserfälle in Zambia und Zimbabwe.
Richtung Sueden wird die Landschaft immer schöner, tausend und mehr sattgrüne Berge mit Bananenstauden bepflanzt säumen den Weg. Kaum Verkehr machen das Radeln auf der ersten Flachetappe zum vergnügen. Unterwegs ist man immer der Mittelpunkt, gut das die Leute nicht so aufdrimglich sind. Auch habe ich ein sehr sicheres Gefühl, die Polizeikontrollen auf der Strasse sind zahlreich, sie lassen mich aber alle staunend und miot einem "bon voyage" weiterfahren.
Kurz vor Tansania geht es wieder in die Berge von 750 auf 1800 Meter Höhe, leider wird der Regen immer starker bzw. es regnet mehrfach am tag für ca. 20 Minuten und dann ist alles vorbei und die Sonne scheint. Die Strasse wird zur Dirtroad (roter Lehm) und das Velofahren zur Rutscherei. Die Landschaft ist mit das Schönste was ich bis dato gesehen habe, einfach traumhaft. Die Ausreiseformalitäten finden in Mabanda statt, auch dort komme ich mir vor wie der erste Tourist und dann noch mit dem Velo. Die leute kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Es geht nochmal steil die Lehmstrasse hoch und dann stehe ich auf 1800 Meter Höhe vor einem einsamen Schlagbaum: Tansania
Es war ein kurzer Aufenthalt in Burundi, er hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Die Leute, die Landschaft und der See machen das Land zu einer angenehmen wenn auch schweisstreibenden Angelegenheit. Sicherheitsmässig waren überhaupt keine Bedenken, im Gegenteil, ich kam mir sehr sicher vor. Unterkünfte und Essen ausserhalb Bujumbura sind sehr einfach, aber das bin ich ja schon gewohnt. Bye, bye, Burundi, hoffentlich erholtst Du Dich bald von den Unruhen.
Ich fahre jetzt nach Kigoma in Tansania und versuche dort den MV LIEMBA zu finden und ein Ticket für die Fahrt auf dem Tanganiyka Lake bis nach Sambia zu bekommen.
Route
Die Karte unten zeigt den gefahrenen Weg. Weitere Informationen zur gefahrenen Strecke sind bei auch bei denTourdaten zu finden.
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