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«Wenn du so kurz vor Schluss zurückliegst und dann triffst, fühlt es sich wie ein Sieg an. Wir hatten mehr Chancen als Chelsea. Wir hätten auch gewinnen können, aber ich denke, es ist ein faires Resultat», freut sich der Holländer.
Die Nachspielzeit im Prestigeduell wird man auf der Insel so schnell nicht vergessen. Die «Blues» führen im Old Trafford dank einem Treffer von Oldie Didier Drogba, als Manchester United zur Erleichterung der 75'327 Fans doch noch die Schlussoffensive einläutet.
Begünstig wird der Sturmlauf der «Red Devils» durch einen äusserst umstrittenen Platzverweis gegen Chelseas Branislav Ivanovic in der 93. Minute. Der serbische Verteidiger berührt Angel Di Maria im Laufduell kaum, sieht aber trotzdem die zweite Gelbe Karte und muss frühzeitig unter die Dusche.
Sekunden später macht Robin van Persie dann das erlösende 1:1 und bewahrt Trainer Louis van Gaal damit vor der dritten Saison-Pleite. Und was sagt der holländische Coach nach dem Spiel über seinen Landsmann? «Das war eine dumme Reaktion nach dem Tor», so van Gaal. «Ich kann verstehen, dass er sich freut, aber dafür verwarnt zu werden, war nicht sehr smart.»
Der Grund für van Gaals Ärger ist eigentlich eine Lappalie: Van Persie zieht sich nach dem Last-Minute-Ausgleich das Trikot aus und wirft es in die Luft. Referee Phil Dowd zeigt ihm dafür die Gelbe Karte. Für van Persie war es die dritte Verwarnung in dieser Saison, nach der fünften wird er für ein Spiel gesperrt.
Gar nicht zufrieden war van Gaal nach dem 1:1 mit der Spielweise des Gegners. «Chelsea hatte nur eine Chance. Sie versuchten nur, das Spiel zu zerstören. Der Ausgleich war verdient, weil wir viele Chancen kreiert haben.»
Mehr Grund sich zu ärgern hat aber Chelsea-Coach José Mourinho. «Wenn ich jetzt sage, was mir auf dem Herzen liegt, kriege ich Ärger», so der Portugiese nach der Partie. «Ich möchte nicht über diese Szene sprechen.» Gemeint hat Mourinho natürlich den Platzverweis gegen Ivanovic.
Chelseas Abstand auf die ersten Verfolger beträgt nur noch vier Punkte. «Es ist eine Situation, in der wir uns – oder die Schiedsrichter – keine Fehler mehr erlauben dürfen.»