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Ein Expertengremium empfahl den Finanzministern der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) deshalb am Freitag bei deren Treffen in Venedig, in den nächsten fünf Jahren 75 Milliarden Dollar zu mobilisieren, um darauf vorbereitet zu sein. Damit würden die jetzigen Ausgaben für Präventionen in etwa verdoppelt. Die Summen seien aber vernachlässigbar im Vergleich zu den Kosten bei Ausbruch einer weiteren Pandemie.
Die ökonomische Logik für solche Investitionen sei überwältigend, sagte der US-Ökonom Lawrence Summers, einer der Co-Vorsitzenden des Gremiums. Summers sagte Reuters, er sei vorsichtig optimistisch, dass die Empfehlungen auch umgesetzt würden. "Zig Milliarden Dollar auszugeben, kann zig Billionen sparen." Das Geld werde gebraucht für die Analyse von Infektionskrankheiten, die Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Vorräte und Verteilungsmöglichkeiten von Impfstoffen und Medikamenten sowie weltweiter Koordinierung.
Das Gremium wurde im Januar eingesetzt. Ihm gehören unter anderem auch die Chefin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, sowie der frühere Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, an.
(reuters/dhü)