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Wegen Konflikten mit der Mutter wurde sie 2013 in den Zoopark im bulgarischen Dobritsch gebracht.
Vor gut einem Jahr erhielt sie einen Nachbarn: Kostadin verbrachte “Ferien” im Gehege nebenan, weil seine angestammte Anlage in Pleven saniert wurde. Berna und Kostadin lebten fortan in dauerndem Sichtkontakt – und ihr Verhalten deutete darauf hin, dass die beiden durchaus miteinander harmonieren könnten.
Der Zoo beschloss die Zusammenführung – und zwar während der Paarungszeit, also zwischen April und Juni. Am vergangenen Sonntag war es soweit. Eine Delegation aus Bern war mit dabei, wie der Bärenpark mitteilt.
Am Morgen wurde in der ganzen Anlage Futter im Überfluss verteilt, damit sicher kein Futterneid entstehen würde. Danach wurde der Mittelschieber gezogen. Nach etwa vier Minuten trottete Berna in die Anlagehälfte des strammen Jungbären.
Es folgten ein kurzes gegenseitiges Beschnuppern, ein kurzes Ringen, ein paar halbherzige Brummer – und schon wars um die beiden geschehen.
“Ab diesem Moment hat sich Kostadin mit Berna bis zum Abend mehr oder weniger ohne Unterbruch gepaart”, schreibt die sichtlich gerührte Berner Delegation. “Das eine Mal war es Kostadin, der Berna dazu aufforderte, das andere Mal war es umgekehrt.”
Als sich Berna zum Ausruhen in ihre Anlagehälfte zurückzog, blieb Kostadin auf seinem Areal. Es dauerte aber nicht lange, bis Berna zu ihrem Lover zurückkehrte.
Übrigens: Kostadin ist sterilisiert. Es sind also keine Jungen zu erwarten.
(SDA)