Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03302.jsonl.gz/2253

Kantonale Experten stimmen 5 von 6 Vorschlägen der Nagra zu
Bereits am 9. September 2015 hat das ENSI an einem Mediengespräch, zu dem das BFE eingeladen hatte, erklärt, dass die Nagra technische Unterlagen nachreichen muss. Die Nachforderungen betreffen die Frage der sicherheitstechnischen Optimierung der Tiefenlage und ist insbesondere relevant für die Beurteilung, ob das Standortgebiet Nördlich Lägern in Etappe 3 weiter untersucht werden soll. Die Nagra hält an ihrer Position fest, dass ein Lager in 900 Metern Tiefe sicher gebaut werden kann, dass diese Tiefenlage aber im Vergleich zu 700 Metern sicherheitstechnische Nachteile hat.
Die Erarbeitung der vom ENSI geforderten Zusatzdokumentation zum Indikator «Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit» wird rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Mitte 2016 will die Nagra die Unterlagen den Behörden einreichen und veröffentlichen. Die abschliessende Beurteilung des ENSI wird im Frühjahr 2017 erwartet.
Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat die Nagra mit Planungsvorbereitungen für das Gebiet Nördlich Lägern begonnen (siehe Medienmitteilung vom 16. Dezember 2015). Dadurch können weitere Verzögerungen vermieden werden, falls das ENSI bei der Überprüfung der Gesamtdokumentation anders als die Nagra zum Schluss kommt, Nördlich Lägern solle weiter untersucht werden. Konkret werden ein Explorationskonzept für Etappe 3 erstellt und Planungen für eine 3D-Seismik sowie für potenzielle Standorte für Tiefbohrungen aufgenommen.