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Eine Schweizer Banken-Headhunterin wird im April auf einem Zürich-London-Flug von einem Swiss-Kabinenchef der Polizei ausgehändigt. Dies wegen eines Wortgefechts.
Die NZZ am Sonntag hat gestern über den Fall berichtet. Nun werden Details aus Dokumenten und Zeugenaussagen bekannt.
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Sie zeigen: Der Swiss-Kabinenchef hat masslos überreagiert. Die Flugpassagierin mag emotional geworden sein, weil ihr ein Gang-Sitz verweigert wurde.
Doch sie hat weder den geordneten Betrieb gestört, noch war sie ein Risiko. Trotzdem liess der Swiss-Kabinenchef mithilfe des Pilots die Kundin nach der Landung von der London-Polizei abführen.
Ein Zeuge sagt Folgendes:
„Mrs. X stayed in her seat all along the flight from the moment she sat next to me which was shortly after boarding started (less than 10 minutes).
„She complained to me and her other neighbours about the attitude and impoliteness of the staff, however that’s her version of the events and since I don’t speak German I cannot testify to this.
„But in no way did her behaviour during the flight disturb the flight or the ability of personnel to perform their duty. Security was never at risk.“
Die Aussage eines zweiten Zeugen lautet wie folgt:
„The lady’s request for an aisle seat was rudely brushed off as an impossible demand considering the flight was fully booked and being a gold member did not mean anything because she did not pay lots of money for the flight.
„Furthermore, quite a few exchanges happened between the flight attendant and X before a take off but none of it seemed to get out of control or to cause disturbance to other people inside the plane.
„The lady was annoyed but calm, and not shouting. However, the male flight attendant seemed to have been so affected by this that he started to shake whilst talking to her and eventually got other crew members to get involved.“
Die Headhunterin sagt, die „Verhaftung“ in London vor den Augen der Mitreisenden und möglichen Kunden von ihr habe ihr schweren Schaden zugefügt.
Sie schaltete einen Anwalt ein. Der versucht seit Wochen, das Protokoll des Flugs von Zürich nach London von der Swiss herauszubekommen.
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Erfolglos. Die Swiss stellt sich auf den Standpunkt, der Fehler liege allein auf Seiten der Kundin.
„Frau X war beim Boarden des Fluges mit ihrem Sitzplatz nicht einverstanden. Die von uns angebotene Lösung akzeptierte Frau X nicht.
„Das weitere Verhalten von Frau X an Bord erforderte, dass unsere Flugbegleitung Frau X eine offizielle Verwarnung aussprechen musste.
„Bei der Ankunft in London wurde Frau X von den lokalen Sicherheitsbehörden in Empfang genommen.“
Selbst zeigt sich die Swiss uneinsichtig, was eigenes Fehlverhalten angeht.
„Die Crew des Fluges LX338 am 18. April 2017 hat alles unternommen, um Frau X und den anderen Gästen einen angenehmen Flug zu bieten.
„Wie bedauern sehr, dass Frau X Verhalten zu einer offiziellen Verwarnung der Crew geführt hat. Sie können davon ausgehen, dass eine solche Verwarnung nur in Ausnahmefällen ausgesprochen wird.“
Die Herausgabe des Flugprotokolls, in dem gemäss Vorschrift die Auseinandersetzung aufgeführt sein muss, wird von der Swiss ohne Angabe klarer Gründe verweigert.
„Wie ich bereits in meiner Antwort vom 15. Juni 2017 mitgeteilt habe, kann SWISS keine internen Dokumente an Dritte weitergeben“, schreibt der Swiss-Zuständige dem Anwalt der Kundin.
„SWISS hat ausführlich und in mehreren Schriftwechseln zu dem Vorfall eindeutig Stellung genommen. Aus diesem Grund teil ich Ihnen mit diesem Schreiben mit, dass wir dieses Dossier schliessen.“
Schluss, Ende, aus. Kein weiterer Kommentar mehr.
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