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Die Sopranistin Anett Fritsch wurde 1986 im sächsischen Plauen geboren, begann als 13-Jährige, im Chor am Stadttheater ihrer Heimatstadt zu singen, und übernahm als 15-Jährige dort schon erste Solopartien. Noch bevor sie ihr Gesangsstudium bei Jürgen Kurth an der Hochschule für Musik «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig antrat, gewann sie 2001 den Ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in der Messestadt an der Pleisse. 2006 und 2007 ging sie dann als Preisträgerin aus dem Internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg hervor; ab 2007 war sie mit verschiedenen Partien an der Oper Leipzig zu hören. Von 2009 bis 2015 gehörte Anett Fritsch als festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein an, wo sie Mozart-Rollen wie die Pamina in der Zauberflöte oder die Konstanze in der Entführung aus dem Serail gestaltete, aber auch die Blanche in Poulencs Dialogues des Carmélites oder die Marie in Donizettis La Fille du Régiment. 2011 debutierte sie beim Glyndebourne Festival als Almirena in Händels Rinaldo, 2012 am Theater an der Wien als Merione in Glucks Telemaco und 2014 bei den Salzburger Festspielen als Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni; das Salzburger Festival verpflichtete sie in den Folgejahren daraufhin auch als Contessa in Le nozze di Figaro. Weitere Auftritte führten sie ans Teatro Real nach Madrid, ans Théâtre Royal de la Monnaie nach Brüssel, an die Bayerische Staatsoper nach München und an die Deutsche Staatsoper nach Berlin. Dort war Anett Fritsch zuletzt im Mai 2018 als Philidel in Purcells King Arthur zu erleben. In der Saison 2018/19 stehen Neuproduktionen von Mozarts La finta giardiniera an der Mailänder Scala, Mozarts Idomeneo am Teatro Real in Madrid und Bizets Carmen an der Opéra national de Paris auf ihrem Terminkalender. Auf CD hat sie 2016 ein Album mit Mozart-Arien vorgelegt.
Juli 2018