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Wale sind keine Fische, obwohl manche Leute von «Walfischen» sprechen. Sie sind Säugetiere und atmen mit den Lungen. Deshalb müssen sie immer wieder an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen. Ihre Atemluft stossen sie durch Blaslöcher aus.
Man unterscheidet zwischen Bartenwalen und Zahnwalen. Zu den Bartenwalen gehören zum Beispiel Blauwal, Buckelwal, Grauwal, Finnwal oder Minkwal. Zu den Zahnwalen gehören unter anderem der Pottwal und alle Delfine.
Der grösste Wal ist der Blauwal. Vermutlich ist er das grösste Tier, das je auf der Erde gelebt hat. Er ist länger als ein Eisenbahnwagen und wiegt etwa so viel wie 33 Elefanten.
Wale leben in allen Weltmeeren. Flussdelfine leben in Flüssen, zum Beispiel im Ganges, Indus, Yangtze, Mekong und Amazonas.
Zahnwale fressen meist Fische, Tintenfische, Kraken oder Krebstiere. Sie fassen ihre Nahrung mit den Zähnen.
Bartenwale fressen vor allem kleine Krebstiere (Krill) und kleinere Fische. Sie haben keine Zähne, sondern Barten. Das sind lange, fransige Hornplatten und helfen den Walen, ihre Nahrung herauszufiltern.
Bartenwale schwimmen oft lange Strecken: Im Sommer halten sie sich in kalten Gebieten auf, wo sie Nahrung finden. Zur Paarung und zur Geburt schwimmen sie im Herbst in wärmere Gegenden. Bartenwale leben einzeln, in Paaren oder in kleinen Familiengruppen. Zur Paarungszeit oder auf ihren Wanderungen können aber auch mal bis zu 100 Tiere zusammenkommen.
Bartenwale können sehr laute Töne ausstossen, mit denen sie sich über hunderte Kilometer weit hören können.
Zahnwale leben in kleinen Gruppen aus meist etwa zwei bis zwölf Tieren. Es kann aber auch vorkommen, dass mehrere hundert Tiere zusammen schwimmen.
Zahnwale verständigen sich mit Pfeiflauten. Sie stossen auch Laute aus, die wir Menschen nicht hören. Die Beute oder das Hindernis werfen den Laut als Echo zurück, und die Wale erfahren so, wie weit entfernt sie davon sind.
Je nach Art gebären Wal-Weibchen nach einer Tragezeit von etwa sechs bis sechzehn Monaten ein Junges. Das Junge kommt unter Wasser zur Welt, und die Mutter säugt es mit Milch.
Neben dem Klimawandel machen den Walen Meeresverschmutzung, Lärm und Schiffsverkehr zu schaffen.
Plastikabfall, Öl, Gifte und Abwasser verschmutzen das Wasser. Der Verkehr auf den Meeren nimmt zu, und die Wale stossen mit grossen Schiffen zusammen. Sie können in die riesigen Fischernetze oder an Angelhaken geraten, die nicht für sie bestimmt sind. Ausserdem wird am Meeresgrund nach Erdöl, Erdgas und Metallen gegraben und gebohrt. Dadurch ist es unter Wasser viel lauter geworden, und der Lärm verwirrt die Wale. Sie wissen oft nicht mehr, wohin sie schwimmen sollen.
Obwohl es seit 1986 verboten ist, Wale zu fangen, halten sich nicht alle daran. Nach wie vor sterben Wale durch den Walfang.
Der WWF setzt sich für sauberes Wasser, für walfreundliche Fischerei sowie für weniger Lärm und Verkehr auf den Meeren ein.
Ausserdem hilft er, Schutzgebiete zu erstellen, wo Wale und andere Tiere ungestört leben können. Dazu müssen die Forscherinnen und Forscher die Lebensweise der Wale gut kennen und herausfinden, wo sie sich wann aufhalten.