Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/135

Die Qualität des Trinkwassers in der Schweiz ist sehr hoch, deshalb wäre alleine zum Trinken keine Nachbehandlung nötig. Bei den technischen Anwendungen im Haushalt und in der Waschküche, die in der Regel rund 98% des konsumierten Wassers ausmachen, kommt es aber mit viel Kalk zu Problemen: Wenn kalkhaltiges Wasser erhitzt wird, setzt sich Kalkstein ab. Bis zu einer Härte von 15 französischen Härtegraden (°fH) gilt Wasser als weich, eine so niedrige Wasserhärte ist allerdings nur an wenigen Orten, primär in den Alpen natürlich vorhanden, sondern muss künstlich durch Enthärtung erzeugt werden. Weiches Wasser erzeugt weniger Kalkrückstände in Geräten und weniger Kalkflecken auf Armaturen. Zudem benötigt weiches Wasser weniger Chemikalien zum Waschen und Putzen und ist deshalb umweltfreundlicher.
Das am häufigsten verwendete Verfahren zur Enthärtung ist der Ionentausch: Dabei werden Kalzium- und Magnesiumionen im Wasser 1:1 durch Natriumionen ausgetauscht. Ab einem Härtegrad von 20 französischen Härtegraden ist der Einbau einer Entkalkungsanlage häufig sinnvoll, ab 25 Grad sind auch die finanziellen Einsparungen in der Regel höher als die Kosten.