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Nach einem Brand in einem chinesischen Geflügelschlachthof mit 120 Toten haben die Behörden einen Verantwortlichen des Unternehmens festgenommen. Zudem seien die Konten des Unternehmens eingefroren worden.
Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag. Sie bezifferte die Zahl der durch das Feuer vom Vortag Verletzten auf 70. Zuvor war von 119 Toten und 54 Verletzten die Rede gewesen.
Das Unglück hatte sich in Dehui im Nordosten Chinas ereignet. Laut Xinhua befanden sich mehr als 300 Arbeiter in dem Werk, als das Feuer ausbrach. Die Fabriktore waren demnach zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen.
Rund hundert Arbeiter hätten sich dennoch ins Freie retten können. Der Brand brach laut Medienberichten vermutlich in einem Raum aus, der nur eine Tür hatte.
Sicherheit oft vernachlässigt
Laut dem Internet-Portal Baidu war es der verheerendste Brand in China seit zwölf Jahren. Damals starben durch ein Feuer in einem Einkaufszentrum im Zentrum des Landes 309 Menschen.
In China gibt es immer wieder schwere Unglücke in Fabriken und Bergwerken. Kritiker machen Versäumnisse bei der Einhaltung von Vorschriften zur Arbeitssicherheit verantwortlich.
Der betroffene Schlachthof gehört der Jilin Baoyuanfeng Poultry Company. Diese beschäftigt etwa 1200 Mitarbeiter und stellt laut Xinhua jährlich rund 67'000 Tonnen Geflügelprodukte her.
SDA-ATS