Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/1858

Eine systemrelevante Bank erfüllt eine oder mehrere wichtige Funktionen für die Volkswirtschaft. Ein Ausfall würde das Finanzsystem schwerwiegend beeinträchtigen und hätte Auswirkungen auf die Realwirtschaft.
Im Jahr 2018 lag der Fokus der FINMA auf der Begleitung der Arbeiten der systemrelevanten Banken an ihren Notfall-und Stabilisierungsplänen.
Die Schweiz nahm 2015 in der weiteren Entschärfung des Too-big-to-fail-Problems erneut eine führende Rolle ein: Der Bundesrat hat im Oktober 2015 beschlossen, bis Ende 2019 höhere Kapitalanforderungen für global systemrelevante Schweizer Banken einzuführen und die Umsetzung der Notfallpläne zu beschleunigen.
Im Jahr 2014 sind auf internationaler Ebene weitere wichtige Elemente zur Verbesserung der Abwicklungsfähigkeit global systemrelevanter Banken initiiert worden. Unter Berücksichtigung dieser regulatorischen Entwicklungen passen die Credit Suisse Group und die UBS ihre Gruppenstrukturen entsprechend an.
Der Finanzstabilitätsrat entwickelt im Auftrag der G-20 das Konzept der Total Loss-Absorbing Capacity für global systemrelevante Banken. Zu diesem Konzept eröffnete er im November 2014 eine öffentliche Anhörung.
Kernelement der Sanierungs- und Abwicklungsstrategie der FINMA für global tätige systemrelevante Banken ist eine Zwangsbeteiligung der Gläubiger an den Verlusten. Durch dieses «Bail-in» wird die implizite Staatsgarantie reduziert und die Marktordnung wiederhergestellt.