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Van der Graaff als Elfte beste Schweizerin
Den Schweizer Sprintern gelang zum Auftakt der Tour de Ski in Toblach kein Exploit. Einzige Halbfinalistin war Laurien van der Graaff als Elfte.
Die Davoserin, die vor einem Jahr den Tour-Auftakt auf der Lenzerheide gewonnen hatte, blieb in ihrem Halbfinal als Letzte, aber dennoch nur knapp, hängen. Sämtliche sechs Läuferinnen kamen innerhalb von 86 Hundertsteln ins Ziel. In der Qualifikation (als 5.) und im Viertelfinal (als souveräne 2.) hatte Van der Graaff noch überzeugt, am Ende fehlte ihr aber etwas die Dynamik.
Den Halbfinal-Einzug nur ganz knapp verpasste Nadine Fähndrich. Die Achte des Prologs belegte in ihrem Heat den 3. Platz, nur 14 Hundertstel hinter der zweitklassierten Schwedin Linn Sömskar. Und als drittschnellster Lucky Loser fehlten der Luzernerin 16 Hundertstel zum Weiterkommen.
Rüesch lässt aufhorchen
Die beiden Schweizer Viertelfinalisten bei den Männern, Jovian Hediger und Jason Rüesch, beendeten ihre Heats als Letzte. Pech hatte der Waadtländer Hediger, der einen Stockbruch zu beklagen hatte. Toblach wäre eigentlich seine Strecke, hier erreichte er vor drei Jahren als Vierter sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis.
Für Jason Rüesch war hingegen bereits das Erreichen des Viertelfinals ein Erfolg. Der 24-jährige Davoser lief erst zum vierten Mal in die Weltcup-Punkte, zum ersten Mal in einem Sprint. Er hatte sich mit der hohen Startnummer 99 in der Qualifikation auf Platz 26 geschoben, musste danach im ersten Heat antreten und hatte entsprechend sehr wenig Erholungszeit.
Cologna chancenlos
Wie erwartet keine Chance auf die Qualifikation für die K.o.-Runden hatten die beiden Schweizer, die das Gesamtklassement im Visier haben. Dario Cologna verlor als 54. gut 7,3 Sekunden auf den Prolog-Schnellsten Johannes Hösflot Klaebo. Nathalie von Siebenthal lief in den 46. Rang.
Überhaupt verlief der Tag für Cologna wenig verheissungsvoll. Mit den Norwegern Klaebo und Emil Iversen sowie dem Russen Alexander Bolschunow erreichten gleich drei der Mitfavoriten auf den Gesamtsieg den Final und holten so viele Bonussekunden Vorsprung auf den Titelverteidiger und Tour-de-Ski-Rekordsieger aus dem Val Müstair heraus. Der Sprint-Olympiasieger Klaebo gewann deutlich vor den beiden Franzosen Richard Jouve und Lucas Chanavat.
Auch bei den Frauen setzte sich die Olympiasiegerin durch. Die Schwedin Stina Nilsson feierte vor Landsfrau Ida Ingemarsdotter einen überlegenen Sieg.