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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IV.
41.
Daß ein auf den Boden gelegter Schädel spricht, bringen sie auf folgende Weise zustande. Er wird aus tyrrhenischem Wachs und Gips geformt; dann, mit der inneren Haut des Rindes überzogen, sieht er wie ein wirklicher Schädel aus, der anscheinend mit allen spricht. Dies geschieht mittels eines Instrumentes, das wir schon bei dem Knaben geschildert haben1. Der Zauberer hat den Kehlkopf eines Kranichs oder sonst eines langhalsigen Tieres präpariert; ein Mitspieler bringt ihn unbemerkt in die Nähe des Schädels und sagt dann, was [S. 75] er will. Wenn der Zauberer den Schädel verschwinden lassen will, legt er rings herum eine Menge Kohlen und tut, als ob er räuchern wolle; durch die Wärmeentwicklung schmilzt das Wachs, und so glaubt man, der Schädel sei unsichtbar geworden.
1: IV. 28.