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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Vorschlag für die gesetzliche Regelung zur Einführung des Berufstitels "Professional Bachelor" vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Einführung des Titelzusatzes "Professional Bachelor" nicht zielführend ist. Zum einen sind bereits Massnahmen ergriffen worden, um bei Bildungsabschlüssen die Transparenz national und international zu erhöhen. Zum andern würde die Einführung von "Professional Bachelor" zu einer unerwünschten Vermischung der Titelstrukturen der Berufsbildung und der Hochschulen führen: In der Berufsbildung setzt die Titelstruktur auf Berufsbezeichnungen, die die beruflichen Kompetenzen hervorheben. Die Titel sind in den jeweiligen Branchen gut verankert, und deren Wert kann entsprechend eingeordnet werden. Dagegen sind die in der hochschulischen Bildungssystematik verankerten Abschlüsse nicht Gegenstand einer arbeitsmarktlich rückgebundenen Berufsqualifikation, sondern folgen der Logik der akademischen Autonomie. Die mit der Bologna-Reform eingeführten Bachelor- und Master-Titel an Hochschulen haben sich bewährt. Sie verdeutlichen die Zuordnung der Ausbildungen zur Hochschulstufe und grenzen sie ab von Abschlüssen der höheren Berufsbildung.</p><p>Der Bund setzt sich zusammen mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ein, um die höhere Berufsbildung zu stärken und die Vorteile und Eigenarten des Schweizer Systems international bekannter zu machen. Im Vordergrund stehen die Beteiligung am "Kopenhagen-Prozess" der Europäischen Union und die verstärkte internationale Zusammenarbeit:</p><p>- Der "Kopenhagen-Prozess" zielt auf die Förderung von Durchlässigkeit, Transparenz und Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt ab. Die Berufsbildungsabschlüsse sollen auf dem europäischen Arbeitsmarkt transparent und international vergleichbar werden. Die Schweiz - vertreten durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie - beteiligt sich an diesem Prozess.</p><p>- Zudem soll allen Abschlüssen der höheren Berufsbildung - entsprechend den Hochschulabschlüssen - ein Diploma Supplement in Englisch beigefügt werden, das die Qualifikationen erläutert. Dadurch sollen sich die erworbenen Fähigkeiten rasch einordnen lassen.</p><p>- Die OECD widmet sich erstmals im Rahmen eines Ländervergleichs dem Thema der höheren Berufsbildung. Die Schweiz wurde aufgrund ihrer Vorbildfunktion und Einzigartigkeit 2011 als Pilotland für die Erhebung ausgewählt. Innerhalb des Ländervergleiches kann die höhere Berufsbildung einem internationalen Fachpublikum präsentiert werden.</p><p>Eine weitere Massnahme, um die Transparenz auf der Tertiärstufe zu erhöhen, sieht der Bundesrat gemäss Bericht "Titelverordnung für Fachhochschulen" (Bericht in Erfüllung des Postulates 05.3716) in der Aufhebung der eidgenössischen Anerkennung der Fachhochschultitel auf der Weiterbildungsstufe (Master of Advanced Studies, MAS, Executive Master of Business Administration, EMBA). Dies verdeutlicht Funktion und Stellung dieser Bildungsgänge als nichtformale Abschlüsse.</p><p>Im Falle der Annahme der Motion im Erstrat behält sich der Bundesrat vor, in der Kommission des Zweitrates einen Abänderungsantrag zu stellen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.