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Das Wichtigste in Kürze
- Das Kantonsgericht Waadt widerrief am Donnerstag den Freispruch von zwölf Klimaaktivisten.
- Diese werden nun in zweiter Instanz verurteilt.
Das Waadtländer Kantonsgericht hat den Freispruch für zwölf Klimaaktivisten am Donnerstag widerrufen. In zweiter Instanz wurden sie verurteilt, weil sie in einer Filiale der Credit Suisse Tennis gespielt hatten.
Die zwölf Jugendlichen standen vor Gericht, weil sie im November 2018 illegal Räumlichkeiten der Credit Suisse in Lausanne besetzt haben. Als Tennisspieler verkleidet, hatten sie die Grossbank angeprangert, sich in ihren Kampagnen des positiven Ansehens von Roger Federer zu bedienen. Während sie gleichzeitig eine umweltschädliche Investitionspolitik verfolgen.
Klimaaktivisten wurden von Bezirksgericht Lausanne freigesprochen
In erster Instanz vor dem Bezirksgericht Lausanne waren die Aktivisten überraschend freigesprochen worden. Der Gerichtspräsident und Einzelrichter Philippe Colelough war der Auffassung, dass die Aktivisten aus Gründen eines "rechtfertigenden Notstandes" gehandelt hätten. Er befand, dass ihr Vorgehen angesichts der Klimakatastrophe "notwendig und angemessen" gewesen sei.
Das am 13. Januar gefällte Urteil fand ein überwältigendes Echo: Es schweizweit das Erste und eines weltweit eines der Wenigen, das einen Notstand bezüglich der Klimaerwärmung anerkannte.
Die Waadtländer Staatsanwaltschaft legte jedoch Rekurs ein, da sie der Ansicht war, dass der Notstand nicht gegeben sei. Beide Seiten haben bereits angedeutet, dass sie die Angelegenheit je nach Urteil des Berufungsgerichts an das Bundesgericht weiterziehen werden.