Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03481.jsonl.gz/1222

Dieses Jahr feiern die Gemeinden Burg und Leimbach ihr 250-Jahr-Jubiläum. 1751, also genau vor einem Vierteljahrtausend, stiegen die damaligen Höfe zu Gemeinden auf. Im Zusammenhang damit geisterten dieses Frühjahr in den Zeitungen Stichwörter wie «Loslösung von Reinach» oder «zweihundertfünfzigjährige Selbständigkeit» herum. Doch lösten sich die Höfe damals von keiner Gemeinde, und sie wurden nicht selbständiger als zuvor. Die zitierten Wendungen beruhen auf einer falschen Vorstellung vom Wesen der Steckhöfe. Wir wollen versuchen, Licht in die etwas komplizierte Angelegenheit zu bringen.
Obwohl die Steckhöfe etwas recht Besonderes darstellten, waren sie gar nicht so selten. Für das Wynental gilt das speziell. Etliche Höfe verschwanden zwar schon im Mittelalter wieder, doch eine grössere Zahl hielt sich bis in die Neuzeit. Im unteren Tal hatte der Rütihof bei Gränichen Steckhofcharakter, ursprünglich wohl auch das Refenthal. Im Raum Unterkulm gab es gleich drei Höfe, nämlich Zinsental, Kabishof und Wannenhof. In der Umgebung von Reinach-Menziken zählte man sogar sechs. Der südlichste, Emmethof genannt, ging allerdings schon im frühen 17. Jahrhundert ein, und nur der Flurname ist bis heute geblieben. Die übrigen fünf Hofsiedlungen - Burg, Geisshof, Leimbach, Flügelberg und der im Seetal bei Birrwil gelegene Wilhof - überdauerten die Zeiten.
Dazu gehörten vom Staat vorgeschriebene militärische Aufgaben (Unterhalt einer Kriegskasse, Betreuung der Hochwachten, Musterungswesen), die Feuerwehr und eine wachsende Beteiligung am Armen- und am Schulwesen, zwei ursprünglich ganz oder vorwiegend kirchliche Aufgabenbereiche. Jeder Gemeindegenosse hatte Rechte und Pflichten. Wichtigstes Recht war die anteilmässige Nutzung der Allmend. Jeder Bauer durfte aus dem Wald jährlich ein bestimmtes Quantum Holz beziehen, und er durfte eine gewisse Anzahl Vieh auf die Gemeinweide treiben. Wichtigste Pflicht waren die unentgeltlichen Arbeiten im Gemeindedienst, Gemeinwerk genannt, zu denen die Gemeindebehörden aufbieten konnten. Sie umfassten den Unterhalt von Weg und Steg, Bachverbauungen, Fuhrdienste, allenfalls auch Mithilfe bei der Erstellung oder Reparatur öffentlicher Bauten (Kirche, Schulhaus). Gemeindegenosse oder Bürger in einem Dorf war man ursprünglich, wenn man dort einen Hof besass. Wer Haus und Land verkaufte und wegzog, verlor sein Bürgerrecht, wer umgekehrt zuzog und «haushäblich» (Hausbesitzer) wurde, wurde gleichzeitig zum Bürger. 1676 änderte der bernische Staat diese Verhältnisse durch ein Mandat, ein allgemeingültiges Gesetz.
Es verpflichtete die Gemeinden, alle ihre damaligen Einwohner und ebenso ihre Nachkommen künftig im Falle der Not zu unterstützen. Aus der Gemeinde Wegziehende erhielten fortan einen Heimatschein, behielten also ihr Bürgerrecht und vererbten es wie die im Dorf Verbleibenden auf Kinder und Enkel. Damit war das persönliche, vom Grundbesitz und Wohnort unabhängige Bürgerrecht geschaffen, wie wir es heute kennen.
Was war ein Steckhof?
Nun können wir die Antwort auf unsere Hauptfrage geben. Die Steckhöfe waren später entstanden als die Dörfer, hatten gewissermassen den Anschluss an diese verpasst und führten daher ein Sonderdasein. Gemeinsam war ihnen die Lage am Rande der Dorfmarken, auf dem Boden einer späten Rodung. Sie waren klein, gingen auf eine ursprüngliche Einhofsiedlung zurück. Den Namen hatten sie davon, dass sie abgesteckt, gegenüber dem vom Dorf genutzten Land mit einem Zaun abgegrenzt sein mussten. Somit waren die Steckhöfe nicht Teil einer Dorfgemeinde wie ein gewöhnlicher Weiler, sondern eigenständig. Doch waren sie auf Grund ihrer Kleinheit in der kommunalen Entwicklung stark zurückgeblieben und damit keine vollwertigen Gemeinwesen. Was das im einzelnen heisst, sei im folgenden skizziert.
Zunächst die Eigenständigkeit: Die Steckhofbewohner hatten keine wirtschaftliche Gemeinschaft mit den Bauern des benachbarten Dorfes. Sie waren also an der dörflichen Allmend nicht nutzungsberechtigt, durften dort weder Holz beziehen noch ihr Vieh weiden lassen.. Sie waren aber auch dem dörflichen Flurzwang nicht unterworfen, mussten sich nicht an die Dreizelgenwirtschaft der Nachbargemeinde anpassen. Sie waren ganz auf sich gestellt, mit allen Vor- und Nachteilen. Sie wurden konsequenterweise auch nicht zu Gemeinwerksarbeiten der Dorfgemeinde aufgeboten. Dafür mussten sie Wege, Zäune, Bachverbauungen auf ihrem Gebiet allein unterhalten. Ähnliches galt im Laufe der Entwicklung für die nicht-wirtschaftlichen Belange. An der dörflichen Feuerwehr waren die Steckhhofleute vermutlich weder personell noch finanziell beteiligt. Sicher hatten sie keinen Anteil am Armenwesen der Gemeinde. Sie bezahlten also keine Armensteuern, falls solche bereits erhoben wurden, hatten aber auch keinen Anspruch auf Unterstützung.
Und nun die «Rückständigkeit»: Im kleinen Raum der Steckhöfe waren die wirtschaftlichen Verhältnisse einfacher. Es gab keine Allmend; alles Land, auch Wald und Weide, waren in Privatbesitz. Das war die logische Folge davon, dass anfänglich ein einziger Hofbesitzer über Grund und Boden verfügt hatte und dass erst mit der Zeit eine Aufteilung auf wenige Höfe erfolgte. Der Zwang zu gemeinsamen Organisationsformen fehlte lange. Zur Dreizelgenwirtschaft ging man daher nur in den grösseren Steckhöfen über, und das Jahrhunderte später als in den Dorfgemeinden. Wo keine Allmend existierte, entwickelte sich auch kein Bürgerrecht, da dieses ja eben die Voraussetzung für die Mitnutzung von Wald und Weide bedeutete. Im Steckhof war alles viel privater, individueller. Eine organisierte Armenfürsorge kannte man nicht. Wer Not litt, konnte bestenfalls auf die Hilfe eines guten Nachbarn zählen. Das neue Gesetz von 1676 über das erbliche Heimatrecht, das mit der Unterstützungspflicht der Gemeinden verknüpft war, zielte an den Steckhöfen vorbei, blieb für sie wirkungslos. Das hatte Folgen. Für einen Fremden war es leicht, in einen Steckhof einzuziehen, falls dort ein Gut käuflich war oder auf dem Heiratsweg erworben werden konnte. Da er die Ansässigen weder in Nutzungsrechten schmälerte noch sie zusätzliche finanzielle Lasten befürchten liess, musste er sich nicht für teures Geld in ein Bürgerrecht einkaufen. Er hatte auch keinen Heimatschein vozuweisen. Problematisch konnte es hingegen im umgekehrten Fall werden, wenn ein langjähriger Bewohner den Steckhof verliess. Er bekam ja keine Bescheinigung über ein bisheriges Bürgerrecht mit auf den Weg. Wenn er nicht den Heimatschein eines früheren Bürgerortes vorweisen konnte oder nicht das nötige Geld besass, sich an seinem neuen Wohnort einzukaufen, wurde er heimatlos. Im Falle der Verarmung musste ihm niemand helfen. Das war die Kehrseite der Medaille. Der Steckhofbauer konnte sich freier fühlen als ein Dorfbauer, war weniger an Vorschriften gebunden. Doch aussserhalb des Hofes bekam er zu spüren, dass grössere Freiheit ihren Preis hatte, dass es auch von Nachteil sein konnte, weniger eingebunden zu sein.
Kirchspiele und Gerichtsbezirke
Völlig unabhängig waren natürlich auch die Steckhöfe nicht. Sie waren durchaus ins staatliche Gefüge eingebaut, vielleicht etwas weniger straff als die Dorfgemeinden, da sie sich infolge der meist abgeschiedenen Lage eher der Kontrolle durch die Oberbehörden entziehen konnten. Der bernische Staat kannte zwei den Gemeinden übergeordnete Verwaltungseinheiten. Das eine waren die Pfarreien oder Kirchgemeinden mit Pfarrer und Chorgericht an der Spitze, das andere die sogenannten Gerichte, geleitet von einem Untervogt und einem Richterkollegium. Letztere hatten in ihrem Gerichtsbezirk vor allem die Handänderungen von Häusern und Grundstücken amtlich zu bestätigen und zu protokollieren. Am Hauptort eines Gerichtsbezirks wurden auch alle paar Jahre durch den Landvogt - bei Adelsherrschaften wie Trostburg, Hallwil oder Rued durch den Herrschaftsherrn - die dörflichen und kirchlichen Beamten bestätigt. Der Untervogt nahm zudem Weisungen des Landvogts entgegen, dessen Stellvertreter im lokalen Bereich er war. Den Kirchspielen kam über das Religiös-Sittliche hinaus Bedeutung zu, weil Verordnungen und neue Gesetze aus Bern auf dem Weg über die Kanzel bekannt gemacht wurden. Die beiden Einheiten deckten sich räumlich meist nicht, sondern überschnitten sich. Davon waren oft auch die Steckhöfe betroffen, wie die Beispiele im Oberwynental zeigen, denen wir uns im folgenden näher zuwenden wollen.
Die Steckhöfe im Umkreis von Reinach
Kirchlich und gerichtlich mit Reinach verbunden waren nur Burg und Flügelberg. Ihre Bewohner hatten also für Gottesdienste die Kirche Reinach aufzusuchen, wo sie sich auch taufen, kofirmieren, trauen und beerdigen liessen. Und ebenso mussten sie für jeden Grundstückhandel oder für Schuldverschreibungen vor dem Reinacher Gericht erscheinen. Die Flügelbergler wichen allerdings ausnahmsweise in die näher gelegene Birrwiler Kirche aus, was offenbar geduldet wurde. Geisshof und Wilhof gehörten nur gerichtlich zu Reinach, Leimbach umgekehrt war nur kirchlich Reinach zugeteilt. Die Geisshöfler waren in Gontenschwil kirchgenössig, die Wilhöfler in Birrwil, und die Leimbacher begaben sich für den Kauf und Verkauf von Liegenschaften ins entfernte Seengen, da ihre Siedlung der Gerichtsherrschaft Hallwil unterstand.
An Auslagen von Fall zu Fall, auch an Kirchenbaukosten, leisteten sie hingegen noch längere Zeit nichts. Dafür hatten sie kein Anrecht, bei der Ablage der Reinacher Kirchenrechnungen dabei zu sein. Anders stand es in dieser Beziehung im Wilhof. Dieser hatte nicht nur ein Mitspracherecht bei den Birrwiler Rechnungen, sondern stellte sogar wiederholt den Kirchmeier oder Kirchengutsverwalter. Entsprechend trug der Hof vermutlich stets sein Scherflein an Auslagen bei. Die Schulpflicht galt auch für die Steckhofkinder. Leimbach, Burg und Flügelberg bekamen mit der Zeit eigene Schulen (Leimbach zusammen mit den Reinacher Weilern Eichen und Reinach). Der finanzielle Aufwand wurde, zumindest teilweise, aus der Reinacher Kirchenkasse betritten. An der kirchlichen Armenpflege hingegen waren die Steckhöfe ebenso wenig beteiligt wie an derjenigen der Dorfgemeinden.
Anfänglich waren die Steckhöfe weder in der kirchlichen noch in der gerichtlichen Behörde ihrer Region vertreten. Leimbach kam in dieser Beziehung am frühesten zu vollen Ehren. Vor 1690 wurde das Reinacher Chorgericht um ein Mitglied aus Leimbach erweitert, und seit 1710 durfte der Hof einen Gerichtssässen nach Seengen schicken. Der Wilhof war zwar spätestens im 17. Jahrundert im Birrwiler Chorgericht dabei, hatte aber keinen Zugang zum Reinacher Gericht. Die Burg war vom Chorgericht in Reinach ausgeschlossen, und zu einem Sitz im dortigen Gerichtskollegium kam sie erst 1743. Geisshof und Flügelberg, die beiden kleinsten Höfe, blieben chancenlos.
Auf dem Weg zur Gemeinde
Die grösseren Steckhöfe kamen im Laufe der Zeit nicht darum herum, sich zu organisieren, ganz ähnlich, wie das die Dorfgemeinden schon früher getan hatten. Das war schon deshalb nötig, weil man nun doch auch die Dreizelgenwirtschaft eingeführt hatte. Deutlich sichtbar werden die Organisationsansätze allerdings nur in Leimbach. Dass dieses voranging, verwundert nicht, denn im Unterschied zu den andern Höfen lag es direkt an der Wynentalstrasse und entwickelte sich allgemein rascher. Schon im 17. Jahrhundert wurde sogar ein Wirtshaus eröffnet. Trotzdem ist erstaunlich, dass noch vor 1600 ein Geschworener genau wie in einer Gemeinde für das richtige Funktionieren des gemeinschaftlichen Lebens besorgt war. Zu ihm gesellten sich 1637 zwei Feuerläufer,. die zwar keine eigentliche Feuerwehr darstellten, aber im Brandfall in den benachbarten Dörfern Hilfe holen konnten. Was Burg und Wilhof vorkehrten, wissen wir nicht. Doch benötigten sicher auch sie jemanden, der leitete und kontrollierte. Weiter ist damit zu rechnen, dass die Bewohner in allen drei Höfen mindestens hie und da zu einem Gespräch und zur Beschlussfassung zusammengerufen wurden. Einschlägige Dokumente haben sich unter den einfachen Verhältnissen nicht erhalten.
Aufhebung der Steckhöfe
Uns ist klar geworden: Die Steckhöfe waren zwar in die staatlichen Gebilde, in die Gerichte und vor allem in die Kirchspiele, einbezogen, aber eher lockerer als die Dörfer. Hingegen waren sie keinesfalls abhängig von den Dorfgemeinden, sondern waren völlig eigenständig. Auch entwickelten die grösseren unter ihnen zumindest ansatzweise eine gemeindeähnliche Organisation. Die Höfe waren also eine Art Zwerggemeinden. Da sie unabhängig waren, konnten sie sich nirgends loslösen und keine neue Selbständigkeit erwerben. Die hatten sie schon.
Was geschah denn 1751, und warum wollte Bern damals die Höfe zum Verschwinden bringen? Die Berner Regierung stellte fest, «nur aus übersehen und mißbrauch» sei es mit der Eigenentwicklung der Höfe so weit gekommen. Sie entsetzte sich über «allerhand confusionen und unzuläsliche gebräuche», besonders über den Zuzug verarmter Landesfremder, die in den Höfen Unterschlupf fänden und später oft als Heimatlose dem Staat zur Last fielen. In den uns bekannten Steckhöfen haben wir allerdings keine solchen Fälle beobachtet. Tatsache ist zwar - wir haben es erwähnt -, dass sich in den Steckhöfen keine Armenfürsorge entwickelt hatte und dass Wegzüger heimatlos werden konnten. Hier lag der Hauptunterschied zu den richtigen Gemeinden. Doch waren die Steckhofbewohner in der Regel keine Landesfremden, sondern alteingesessene Familien. Wir haben den Eindruck, dass die guten Herren in Bern stark übertrieben und in Zweckpessimismus machten. Ihnen waren die Höfe ein Dorn im Auge, weil sie nicht der Norm entsprachen. Der bernische Staat hatte seit jeher das Bestreben, Unterschiede auszugleichen, einzuebnen, um nach einheitlichen Grundsätzen klar und entschieden über eine gleichförmige Untertanenschicht regieren zu können. Die Steckhöfe gehörten zu den letzten Steinen, die auf dem Weg dazu beseitigt werden mussten.
Doch uns interessieren vor allem die grösseren Steckhöfe: Burg, Leimbach und Wilhof wurden selber zu Gemeinden. Was war für sie damit gewonnen, was änderte sich? Als Gemeinde anerkannt zu sein, bedeutete eine ideelle und eine rechtliche Aufwertung. Man wurde eher wahrgenommen als früher, als vollwertig eingestuft. Anlässlich der bernischen Volkszählung von 1764 wurde die Burg nicht mehr als Anhängsel von Menziken behandelt wie noch 100 Jahre zuvor. Der Wilhof erhielt 1751 sofort einen Sitz im Reinacher Gericht. Von seinem Vertreter Melchior Kiener erfahren wir, er sei am 23. Dezember des Jahres «das erste mahl gesessen», habe also erstmals einer Sitzung beigewohnt. Ähnlich dürfte die Burg jetzt oder in den folgenden Jahren im Reinacher Chorgericht Einsitz genommen haben. Im übrigen brachte der Aufstieg zur Gemeinde nicht zuletzt neue Pflichten. Vermutlich von jetzt an mussten Leimbach und Burg an «bedeutende Kirchenreparationen» und andere grössere Auslagen in der Pfarrei ihren genau festgelegten Beitrag bezahlen (Leimbach 1/9, Burg 1/12). Wo Nachholbedarf bestand, hatten die ehemaligen Steckhöfe die innere Organisation auszubauen. Seit 1753 wird auch auf der Burg ausdrücklich ein Geschworener, ein Gemeindevorsteher, genannt. Vor allem aber hatten sich die neuen Gemeinden der bernischen Armengesetzgebung zu unterziehen. Die Äufnung eines Armengutes, der Bezug von zusätzlichen Armensteuern im Bedarfsfall wurden wichtige Themen. Alle Einwohner des Jahres 1751 und deren Nachkommen galten fortan wie in den alten Gemeinden als Bürger und hatten im Notfall Anrecht auf Unterstützung, ob sie in der Gemeinde wohnen blieben oder wegzogen. Sie verloren eine gewisse Ungebundenheit im Steckhof, waren aber sozial besser abgesichert.
Zum Schluss
Mehr Selbständigkeit gewannen die ehemaligen Steckhöfe 1751 nicht, aber mehr Ansehen, mehr Gewicht. Sie waren nun vollwertige, ernst genommene Gemeinwesen innerhalb des bernischen Staates. Ihre Bewohner verloren den Geruch von - im wörtlichen Sinne - Randgruppen, wurden nicht mehr als hinterwäldlerische Kauze betrachtet. Leimbach und Burg feiern deshalb das Jubiläum zu Recht. Das Jahr 1751 bedeutet in ihrer Geschichte einen bedeutungsvollen Einschnitt. Der Wilhof hat weniger Grund zum Feiern. Er gab 1905 seine Selbständigkeit auf und schloss sich der Gemeinde Birrwil an.