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Am Sonntagmittag erreichten die ersten Gewitter die Romandie. Diese zogen in der Folge einerseits dem Jura entlang und andererseits an den Voralpen jeweils nach Nordosten und trafen dabei zum Teil auch das Mittelland. Die Gewitter fielen teilweise kräftig aus, teilweise waren sie auch nur schwach. Gegen 19 Uhr verliessen sie die Schweiz im Raum Bodensee und Schaffhausen. Gleichzeitig formierte sich im Westen bereits eine weitere Gewitterlinie, welche ebenfalls nordostwärts zog. Diese wurde gegen 21 Uhr über dem zentralen Mittelland allmählich schwächer.
Über 40'000 Blitzeinschläge
Am Sonntag wurden über 40'000 Blitzeinschläge registriert. Kaum geblitzt hat es in der föhnigen Ostschweiz und im Kanton Graubünden.
Sturmböen
Die Gewitter brachten vielerorts Sturmböen. Am kräftigsten stürmte es im Raum Grenchen, dort wurde eine Orkanböe von 118 km/h registriert. Der Wind liess auch Bäume umstürzen. Noch stärker waren die Sturmböen auf den Bergen. In der kräftigen Südströmung erreichte der Sturm auf dem Grossen St. Bernhard einen Spitzenwert von 139 Kilometern pro Stunden und auf dem Gütsch wurden 125 Kilometer pro Stunde erreicht.
Hagel
Hagelmeldungen gingen vor allem aus dem Kanton Bern ein. Vereinzelt wurden bis zu 5 Zentimeter grosse Hagelkörner beobachtet.
Starkregen
Zum Teil gab es grosse Niederschlagsmengen. Im untersten Aaretal fielen in kurzer Zeit rund 40 Millimeter Regen. Noch mehr Regen gab es in der Nacht zum Montag in Biasca mit insgesamt 60 Millimetern. Ganz trocken blieb es dagegen in Martina im Unterengadin, an der Grenze zu Österreich, aber auch im südlichen Puschlav und im Münstertal blieben die Regenmengen sehr bescheiden.