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Das Wichtigste in Kürze
- Der englische Traditionsclub Bolton Wanderers stoppt alle Werbung für Sportwetten.
- Glücksspiel ruiniere Existenzen, man wolle stattdessen Hilfsorganisationen unterstützen.
Der englische Fussball-Drittligist Bolton Wanderers will als einer der ersten Clubs nicht mehr mit Anbietern von Sportwetten zusammenarbeiten. Stattdessen will der Verein künftig Hilfsorganisationen im Kampf gegen Wettsucht unterstützen
Das teilte der frühere Erstligist am Freitag mit. «Glücksspielsucht ruiniert Existenzen. Wir wollen unsere Unterstützung für diejenigen zeigen, die an Wettsucht leiden», sagte Aufsichtsratschefin Sharon Brittan einer Mitteilung zufolge.
Auch Jugendliche leiden unter Wettsucht
Brittan betonte, der Club werde seine vertraglichen Pflichten erfüllen. So arbeitet der Ligaverband EFL mit einem Sportwettenanbieter zusammen, nach dem die Spielklassen benannt sind. Die EFL organisiert die zweite, dritte und vierte englische Liga.
«Wir erkennen an, dass einige Leute wetten möchten und dass die Liga eine Partnerschaft mit einem Glücksspielunternehmen hat. Wir respektieren dies», sagte Clubchef Neil Hart. Ausserhalb vertraglicher Pflichten werde man Glückspiel aber nicht mehr fördern.
Der Club zitierte Daten, denen zufolge in Grossbritannien Hunderttausende Menschen an Wettsucht leiden. Darunter seien mehr als 60'000 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Die Fussballbranche müsse mehr tun, um zu helfen, forderte Brittan.