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Die Schweiz plant, ihre Kernkraftwerke länger in Betrieb zu lassen, um die Stromproduktion zu gewährleisten und Engpässe bei der Stromversorgung zu vermeiden, so die Betreiber der Kernkraftwerke im Land.
Obwohl die Schweiz im Jahr 2017 den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat, wurde bisher kein genaues Datum für die Stilllegung der vier Betriebsreaktoren in den drei Anlagen des Landes festgelegt. Die Reaktoren sollen so lange betrieben werden, wie sie als sicher gelten. Die Betreiber haben bereits die geplante Lebensdauer der Reaktoren von ursprünglich 50 Jahren auf 60 Jahre verlängert. Damit sollten sie bis etwa 2040 in Betrieb bleiben.
Nun erwägt man jedoch, die Lebensdauer der Kernkraftwerke auf bis zu 80 Jahre zu verlängern, abhängig von Sicherheitsstandards, notwendigen Investitionen und wirtschaftlicher Rentabilität. Die Schweizer Regierung ist der Ansicht, dass eine solche Verlängerung der Betriebsdauer ohne finanzielle Unterstützung der Atomunternehmen möglich sein sollte.
Angesichts des Konflikts in der Ukraine und der Unruhen auf den Energiemärkten erlebt die Kernenergie eine Wiederbelebung. Mehrere europäische Länder planen, ihre Kernkraftwerke länger in Betrieb zu halten und sogar neue Kernkraftwerke zu bauen. Deutschland hat seine letzten Kernreaktoren im April außer Betrieb genommen.