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1. Juli 2013 bis 30. Juni 2015 im FCSG. -- 75 (58 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 17 (11 NLA/1 Europacup/5 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2013 beim 2:3 auswärts in Thun.
Roberto Rodriguez kam von der AC Bellinzona nach St. Gallen. -- Zuvor noch ohne Erfahrung in der Super League, fasste der älteste der drei Ausnahme-Brüder schnell Fuss auf höchstem Niveau. -- Nach drei Teileinsätzen und je einem Spiel in der Startformation gegen Lausanne-Sport und im Cup in Schönbühl erhielt Rodriguez im Europacup-Hinspiel gegen Spartak Moskau den Vorzug gegenüber Matias Vitkieviez - und überzeugte. -- Beim grossen 4:2-Triumph im Rückspiel in Chimki durfte er sich gar als Torschütze (zum 3:1) feiern lassen. -- Die Europa League blieb eine gute Bühne für ihn: Rodriguez war auch in jedem Gruppenspiel von Beginn weg im Spiel. -- In der Super League hingegen musste er sich oft mit der Jokerrolle zufrieden geben - überzeugte darin aber auch regelmässig. -- Sein erstes Meisterschafts-Tor für die Espen am 6. Oktober 2013 sicherte - vier Tage nach dem Europacup-Spiel in Swansea - den 1:0-Heimsieg gegen Aarau. Rodriguez hatte einen Foulpenalty verwandelt; er blieb vom Elfmeterpunkt wiederholt nervenstark.
Eine erste kleine Durststrecke beendete er im Frühling 2014 mit einem überzeugenden Match beim FC Zürich, als er zum 1:1 ausglich (2:2-Endstand). -- Mit Geoffrey Tréand kam auf seine zweite Saison ein neuer und ebenbürtiger Konkurrent. -- Im Laufe der Monate war nun mehrmals die Rede davon, dass sich Rodriguez nunmehr widerwillig auf die Bank setzte. Trotzdem war er lange Zeit als Joker positiver Impulsgeber geblieben, auch gelangen ihm noch immer Goals als Einwechselspieler. -- Gegen Saisonende wurde dennoch offensichtlich, dass sich die Wege von Rodriguez und Trainer Jeff Saibene besser trennen würden. -- Schliesslich wurde Anfang Juli 2015 sein Weggang nach Italien zum Serie-B-Aufsteiger Novara Calcio bekannt.
Roberto Rodriguez wechselte aus dem Nachwuchs der Grasshoppers, für die er mit der U21 ab 2007 zwei Jahre in der 1. Liga spielte, im Juli 2009 nach Meisterschafts-Beginn zum FC Wil. -- Für die "Abtestädter" bestritt Rodriguez in etwas mehr als zwei Jahren 54 Spiele in der Challenge League. -- Ende August 2011 holte ihn die ambitionierte AC Bellinzona. -- Bis zur Winterpause bestritt Rodriguez 7 Matches mit den "Granata". Dann aber verpasste er das ganze Jahr 2012 wegen Verletzungen. -- Im Frühling 2013 spielte der Mittelfeldspieler eine starke Rückrunde, in der er in 16 Spielen 7 Tore erzielte. Mit ihm blieb Bellinzona lange im Aufstiegsrennen um einen Platz in der Super League, obwohl der Club seit Februar in finanziellen Schwierigkeiten steckte und mit Lohnzahlungen in Rückstand geriet.
Erster Junioren-Verein von Roberto Rodriguez war der FC Schwamendingen. -- Der Sohn eines spanischen Vaters und einer chilenischen Mutter hat mit Ricardo Rodriguez einen zwei Jahre jüngeren Bruder, dem in seiner Karriere ein Senkrecht-Start gelang. U17-Weltmeister 2009, darauf vom FC Zürich mit einem Profivertrag ausgerüstet. -- In seiner zweiten "richtigen" Super-League-Saison verdrängte Ricardo den Routinier Ludovic Magnin. -- Im Januar 2012, inzwischen Leistungsträger im A-Nationalteam, Transfer zum VfL Wolfsburg, dem sein Engagement eine Ablösesumme von rund 10 Millionen Franken wert war. -- In der Bundesliga fand der jüngere Rodriguez auf Anhieb seinen Stammplatz. -- Ricardo Rodriguez bestritt bisher 30 A-Länderspiele (Stand 07/2015).
Viereinhalb Jahre jünger (Jahrgang 1995) ist Francisco Rodriguez, der im Sommer 2012 vom Nachwuchs des FC Winterthur in die U21 des FC Zürich (1. Liga Promotion) wechselte und im Juli 2014 sein Super-League-Debüt gab.