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Die sechziger Jahre
Am 1. Juni 1964 wurde die Garage Bosshardt von Ernst und Helene Bosshardt gegründet. Im November, des selben Jahres, konnte die Garage Bosshardt mit der Fiat Auto einen Händlervertrag abschliessen und war somit Lokalhändler der Marke Fiat. Die bereits angegliederte ESSO-Tankstelle wurde von ESSO an die Familie Finsterwalder verpachtet. Die rasante Entwicklung und die allgemeine Mobilisierung machten es möglich, dass der Betrieb in den nächsten Jahren bis auf sieben motivierte Mitarbeiter anwuchs.
Die siebziger Jahre
In den ersten Jahren dieses Jahrzehnts hatte Fiat ihren absoluten Höhenflug. Mit den Modellen 127, 128, 124, 125 und diversen Coupes und Spiders, die nicht nur lebenden Legenden ein Begriff sind, startete Fiat zur Nummer eins in der Schweiz. Mit diesen Erfolgen konnte sich auch der Betrieb festigen und weiterentwickeln. Ab September 1976 wurde die ESSO-Tankstelle von der Garage Ernst Bosshardt betrieben und im Januar 1978 konnte die Garage Bosshardt, nicht zuletzt dank den Erfolgen mit Fiat, einen weiteren Händlervertrag abschliessen. Die Garage Bosshardt war nun Lokalhändler der Marken Fiat und Lancia. Die exklusiven Fahrzeuge der italienischen Nobelmarke Lancia fanden auch bald Ihre Bewunderer und man konnte optimistisch in die Zukunft schauen.
Die achtziger Jahre
Der unbestrittene König der Kleinwagen, der Fiat Uno, erringt sich 1984 seine Lorbeeren und wird zum besten Auto des Jahres gewählt. 1987 wird die Garage Bosshardt, auf Grund der erzielten Resultate, bei Umstrukturierungen im Händlernetz der Fiat Auto SA berücksichtigt. Der Händlervertrag mit der Marke Fiat wird erneuert und die Garage Bosshardt hatte sich neu den Status als Direkthändler errungen. Das Verkaufverantwortungsgebiet wuchs somit auf den ganzen Bezirk Uster. Dies hatte erstmals die Folge eines Ausbaues. Der Neubau von Werkstatt, Ersatzteillager, Tiefgarage und des Bürotraktes konnten Anfang 1990 bezogen werden.
Die neunziger Jahre
Schon Ende der achtziger Jahre hatte sich abgezeichnet, was sich in den Anfängen der neunziger Jahre bestätigte. Die Automobilindustrie tat sich mit der Qualität in der Verarbeitung, sowie in der Dauerhaftigkeit der Karosserie sehr schwer. Auch die italienischen Autohersteller wurden nicht verschont und die bösen Aussagen wie „ein Fiat rostet schon im Prospekt“ machten das Autoverkaufen nicht besonders einfach. Das heute Fiat, wie auch Lancia zu den führenden Automobilhersteller, betreffs Verhütung und Garantien gegen Rost, gehört, breitet sich leider in den Köpfen der Schweizer Käuferschaft nicht gleich schnell aus, wie die Negativmeldungen und ist bei den Hartnäckigen noch immer Thema. Nichts desto Trotz konnte die Garage Bosshardt im Januar 1990 den Händlervertrag mit Lancia als Direktvertreter feiern. Auch konnte das Verkaufsvolumen beider Marken entgegen der schweizerischen Marktlage gesteigert werden.
Somit konnte 1994 einem weiteren Umbau getrost entgegengeschaut werden, welcher sich durch neue gesetzliche Bestimmungen für Tankanlagen aufdrängte. Die Gelegenheit wurde ergriffen und es entstand eine moderne Anlage mit Shop, Autowaschstrasse, Autowasch und Staubsaugerplätzen. Die Verträge mit der ESSO wurden neu ausgehandelt und 1995 durfte die Eröffnung der Tankstelle gefeiert werden. 1995 und 1996 wurde hintereinander ein Fiat zum besten Auto Europas gewählt. Der neue König der Kleinklasse, der Fiat Punto, machte es seinen grösseren Schwestermodellen Brava und Bravo vor.
1997 wurde die Rechtsform geändert und es entstand die Garage Bosshardt AG, in der inzwischen fünf Bosshardt’s erfolgreich mitarbeiteten. Die Garage Geeren AG welche eigens für den Verkauf der Marke Lancia gegründet werden musste, konnte somit wieder liquidiert werden. Auch im Hause Fiat, in Turin, wurde heftig fusioniert. Zur Hausmarke Fiat zählen heute Lancia, Alfa-Romeo, Maserati und Ferrari. Dies führte mit sich, dass auch in der Schweiz das Händlernetz bereinigt werden mussten. Für die Garage Bosshardt AG hatte dies die Folge, dass von anfangs sechs Lokalhändler noch deren zwei Fiat-Händler übrig blieben.
Nach langen, harten Verhandlungen konnte per 1. Oktober 1998 ein weiterer Händlervertrag mit der Fiat Auto abgeschlossen werden. Die dritte italienische Marke Alfa Romeo konnte in den Betrieb aufgenommen werden. Als Direkthändler der Marken Fiat, Lancia und Alfa Romeo musste die Infrastruktur erneut angepasst werden. Wieder hiess es „Schaufel in die Hand nehmen“. Noch im Oktober 1998 konnte die Eröffnung des neuen Alfa Show-Raumes gefeiert werden. Der Bezug der Fiat- und Lancia-Verkaufsflächen, des Ersatzteillagers und der erweiterten Büroräumlichkeiten lies noch bis Mai 1999 auf sich warten. Am 1. Juni 1999 haben sich die beiden Gründer der Garage, Ernst und Helene Bosshardt, aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen.
Ich, Markus, leite seit diesem Zeitpunkt die AG in Funktion des Geschäftsführers. Unterstützt werde ich von meinen Geschwistern Gabi und Thomas und weiteren 25 Mitarbeitern mit sechs verschiedenen Nationalitäten.
Das neue Jahrtausend
Wir können den Elan der neunziger Jahre ins neue Jahrtausend mitnehmen und beginnen es mit Erfolg. Der grosse Reformation in der Automobilindustrie und den wachsenden Ansprüchen der Kundschaft können wir mit Fleiss und Engagement entgegenwirken. Wir befinden uns in einer Zeit wo der Gesamtmarkt rückläufig ist und die Verträge mit den Importeuren neu ausgehandelt werden müssen. Die Zeiten sind hektischer geworden und bringen viel Neues. Doch hinter jeder Veränderung steckt auch eine neue Chance die es zu packen gibt. Im Oktober 2004 durften wir das 40-jährige Bestehen der Garage Bosshardt feiern. Zusammen mit unserer Kundschaft und unseren Geschäftspartner haben wir ein Wochenende ausgiebig gefeiert.