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Zöliakie nennt man die chronische Erkrankung, welche durch Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweiss) im Essen verursacht wird.
Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Form der Blutarmut und entsteht, wenn der Eisenspeicher im Körper geleert wurde. Damit fehlt das Eisen zur Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin).
Gastroenterologen (Spezialisten für Magen-Darmerkrankungen) analysierten bei 4'120 Personen den Zusammenhang zwischen Eisenmangelanämie (IDA) und Zöliakie. Eine vermutete Zöliakie wurde durch Antikörpertests sowie durch Gewebeproben aus Magen sowie Darm bestätigt.
Glutenunverträglichkeit und Eisenmangelanämie
Bei 206 Teilnehmern (95 Männer und 111 Frauen) wurde eine Eisenmangelanämie ohne erklärbare Ursache festgestellt. 30 von 206 Teilnehmern (14.6%) litten unter einer Glutenunverträglichkeit. Personen mit einer schweren Eisenmangelanämie zeigten auch krankhafte Befunde in der Gewebsprobe vom Darm (Darmzottenverletzungen). 22 der 30 Patienten mit Zöliakie hatten aber keine Magen-Darmbeschwerden.
Alle Zöliakie-Patienten wurden angehalten, sich glutenfrei zu ernähren. 14 der Teilnehmer waren einverstanden, während der Studienzeit glutenfrei aber ohne Eisenpräparate zu bleiben. Nach sechs Monaten glutenfreier Diät stieg das Hämoglobin bei ihnen von 9.9 auf 12.8g/dl.
Fazit der Autoren: Diese Resultate zeigen, dass Patienten mit einer Eisenmangelanämie ohne klare Ursache unbedingt auf eine Glutenunverträglichkeit hin untersucht werden müssen. Patienten mit einer Eisenmangelanämie und leichter Zöliakie kann auch ohne Einnahme von Eisenpräparaten eine glutenfreie Diät helfen.
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