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|Jeannine Gmelin im Skiff und der leichte Männer-Vierer bestätigt|
Der Schweizerische Ruderverband hat an den Olympia-Trials erste Entscheidungen hinsichtlich der personellen Besetzungen der Nationalmannschaftsboote für die ersten Saisonregatten 2016 vorgenommen. Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr bilden erneut den Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte. Die amtierenden Weltmeister in dieser Bootsklasse haben sich in den internen Tests durchgesetzt. Unverändert ist auch die Besetzung im Frauen-Einer. Jeannine Gmelin rudert wie im Vorjahr im Einer. Patricia Merz und Frédérique Rol bilden den Frauen-Leichtgewichtsdoppelzweier. Das Duo wird an der finalen Olympia-Qualifikationsregatta um einen Olympia-Startplatz kämpfen. Die Mannschaftsbildung im Doppelzweier Männer-Leichtgewichte und Männer-Doppelvierer ist noch nicht abgeschlossen.
Der Schweizerische Ruderverband (SRV) hat rund einen Monat vor dem Start der Weltcup-Saison 2016 erste Entscheidungen hinsichtlich der personellen Besatzungen der Olympiaprojektboote gefällt. Die Athletinnen und Athleten wurden im Rahmen von individuellen Tests auf dem Ruder-Ergometer anlässlich der Swiss Rowing Indoors sowie anlässlich von Testrennen auf dem Lago di Comabbio in der Lombardei (Italien) auf ihr Leistungsvermögen geprüft.
Der Schweizerische Ruderverband konnte im letzten September an den Ruder-Weltmeisterschaften 2015 auf dem französischen Lac d‘Aiguebelette vier Boote direkt für die Olympische Ruder-Regatta von Rio de Janeiro (Brasilien) qualifizieren. Für noch nicht qualifizierte Boote besteht an der finalen Olympia-Qualifikationsregatta vom 22.-24. Mai 2016 auf dem Rotsee in Luzern eine letzte Möglichkeit, sich noch einen Olympiastartplatz zu sichern. Der Schweizerische Ruderverband wird an dieser finalen Qualifikationsregatta voraussichtlich mit einem Boot vertreten sein.
Der Weltmeister-Vierer geht in unveränderter Besetzung in die Olympiasaison
An den Weltmeisterschaften 2015 sorgten Mario Gyr (Seeclub Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich/Basler Ruderclub), Simon Schürch (Seeclub Sursee) und Lucas Tramèr (Club d’Aviron Vésenaz/Basler Ruderclub) im Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte für den ersten Schweizer Weltmeistertitel in einer olympischen Bootsklasse seit 20 Jahren. Dass das Quartett auch weiter gut in Fahrt ist, zeigte es anlässlich der Olympia-Trials. Die vier Athleten verteidigten ihre Sitze allesamt deutlich, so dass der Weltmeister-Vierer in dieser Saison in unveränderter Besetzung an den Start gehen wird. Die Herausforderer Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) und Joel Schürch (Seeclub Sursee) werden im Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte an den Start gehen.
Jeannine Gmelin überzeugt mit Konstanz
Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster), im letzten Jahr EM-Silbermedaillengewinnerin und WM-Fünfte im Einer, war an den internen Ausscheidungen unangefochten, so dass ihr auch 2016 der Startplatz im Frauen-Einer zusteht. Jeannine Gmelin überzeugt mit konstanten Testergebnissen auf hohem Level, insbesondere auch der neue Schweizer Rekord auf dem Ruder-Ergometer, erzielt an den Swiss Rowing Indoors von Anfang März, dürfte ihr Gewissheit geben, dass ihre Formkurve weiter aufwärts zeigt.
Patricia Merz und Frédérique Rol holen sich das Startrecht im leichten Frauen-Doppelzweier
Im Doppelzweier Frauen Leichtgewichte ist die Schweiz bislang noch nicht für die Olympia-Regatta von Rio de Janeiro qualifiziert. In dieser traditionell eng umkämpften Bootsklasse schnitten die letztjährigen Dritten der U23-Weltmeisterschaft, Patricia Merz (Seeclub Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron), an den Weltmeisterschaften 2015 auf dem 16. Rang ab. Die ersten elf Boote haben sich dannzumal für Olympia 2016 vorqualifiziert. Die beiden Athletinnen setzten in den letzten Monaten vollumfänglich auf die Karte Spitzensport. Insgesamt vier Athletinnen standen den Trainern für die Auswahl der bestmöglichen Doppelzweier-Kombination zur Auswahl. Sowohl in den Einer-Rennen wie auch in den Sitzrennen, ausgetragen in wechselnden Mannschaftsbesatzungen, setzten sich Patricia Merz und Frédérique Rol durch. Die beiden Ruderinnen können somit nach vier gemeinsamen Jahren in der U23-Kategorie auch ihr erstes Jahr bei der Elite gemeinsam angehen. Das Duo wird an der finalen Olympiaqualifikationsregatta versuchen, einen der beiden letzten verbliebenen Startplätze für die Olympiaregatta zu ergattern.
Männer-Doppelvierer und Doppelzweier Männer Leichtgewichte noch nicht fertig ausgefahren
In den beiden Bootsklassen Männer-Doppelvierer und Männer Doppelzweier Leichtgewichte sind die Olympia-Quotenplätze für Rio de Janeiro bereits gesichert. Aufgrund von Verletzungen konnten die Tests für die Besetzung dieser Boote noch nicht abgeschlossen werden. In beiden Booten sind letztjährige Stammruderer aktuell verletzt und im Wiederaufbau. Um den Genesungsverlauf nicht durch zu frühe Tests zu gefährden oder zu unterbrechen, wurden die Tests verschoben.
Im Doppelzweier Leichtgewichte, in welchem Michael Schmid (Seeclub Luzern) und Daniel Wiederkehr (Ruderclub Baden) den Quotenplatz mit einem zehnten WM-Rang herausruderten, ist Daniel Wiederkehr nach einem Eingriff an den Sehnenscheiden an beiden Unterarmen noch rekonvaleszent. Vorerst rudern Michael Schmid und Silvan Zehnder (Seeclub Zürich) den Leichtgewichts-Doppelzweier. Daniel Wiederkehr wird zu einem späteren Zeitpunkt im Vergleich mit Schmid und Zehnder getestet, um im Hinblick auf die Olympischen Spiele die bestmögliche Besetzung dieser Bootsklasse sicherzustellen.
Im Projekt des Doppelvierers sind die beiden Lausanner Stammmitglieder Augustin Maillefer und Barnabé Delarze (beide Lausanne Sports Aviron) verletzt. Maillefer stürzte im Krafttraining unglücklich und erlitt einen Bruch am Handgelenk, der eine Operation notwendig machte. Seine Rückkehr ins Boot wird für Ende April erwartet. Barnabé Delarze ist aufgrund von Rückenproblemen derzeit rekonvaleszent. Die verbleibenden Projektathleten Roman Röösli (Seeclub Sempach), Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen) und Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) werden zum Weltcup-Auftakt in Kleinbooten an den Start gehen.
Weltcup-Start Mitte April in Varese
Die Schweizer Nationalmannschaft startet vom 15.-17. April 2016 anlässlich der Weltcup-Regatta in Varese (Italien) in die internationale Regattasaison. Die Europameisterschaften vom 6.-8. Mai 2016 in Brandenburg (Deutschland) ist der zweite Etappenort. Die zweite Maihälfte steht im Zeichen der Regatten auf dem Rotsee: Olympia-Qualifikationsregatta (nur für noch nicht qualifizierte Boote) vom 22.-24. Mai 2016 und Weltcupregatta vom 27.-29. Mai 2016 sind die Stationen auf dem Heimgewässer. Der Weltcup-Final im polnischen Poznan (17.-19. Juni 2016) bildet den internationalen Abschluss vor der Olympischen Ruderregatta von Rio de Janeiro, welche vom 6.-13. August 2016 den Saisonhöhepunkt markieren wird.
Sarnen 17. März 2016/cs.