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«Peking? Aber da hat's ja gar keine Berge!» Die Schweizer Standard-Reaktion, wenn festgestellt wird, wo die nächsten Olympischen Winterspiele ausgetragen werden. Ski gefahren wird weit weg von Chinas Hauptstadt.
Spiele der kurzen Wege werden die Olympischen Spiele 2022 in Peking ganz sicher nicht werden. Nebst der chinesischen Hauptstadt, wo primär Eis-Sportarten ausgetragen werden, gibt es zwei weitere Gebiete für die Schnee-Sportarten: Yanqing liegt 90 Kilometer nördlich von Peking, Zhanjiakou ist sogar 240 Kilometer entfernt. Das ist so, als würden Winterspiele in Zürich ausgetragen – und alle Skirennen wären in Zermatt.
Unweit der chinesischen Mauer finden hier die Skirennen und die Eiskanal-Bewerbe statt: Bob, Rodeln und Skeleton. Weil die Berge zu wenig hoch sind, wird angeblich darüber diskutiert, die Abfahrt in zwei Läufen als Sprint-Abfahrt auszutragen. Noch wird fleissig gebaut, Olympiasieger Bernhard Russi kreiert einmal mehr die Pisten. Im Februar 2020 sollen erste Weltcuprennen stattfinden, um Hänge und Infrastruktur zu testen.
Hier finden Langlauf, Biathlon und Skispringen statt und auch alle Snowboard- und Freestyle-Events. Einzige Ausnahme: Der Big-Air-Bewerb der Snowboarder soll mitten in Peking ausgetragen werden. In der Provinz Zhangjiakou – noch etwas genauer: in Chongli – existiert schon jetzt ein Skigebiet.
Einige Sportstätten der Sommerspiele 2008 werden wieder verwendet. So wird das charakteristische Schwimmstadion zu einer Curling-Halle umgebaut, Hallen für die Eishockey-Spiele existieren bereits und die Eröffnungs- und Schlussfeier finden im berühmten Vogelnest statt.