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Resetting Swiss Diplomacy - Der diplomatische Dienst der Schweiz während des Kalten Krieges
Das Dissertationsprojekt untersucht administrative und personelle Veränderungen des diplomatischen Dienstes der Schweiz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Im Fokus der Untersuchung steht die Umstrukturierung des Systems der schweizerischen Vertretungen im Ausland von einem konsularisch geprägten Milizsystem, hin zu einem professionellen, aber nichtdestotrotz multifunktionalen, diplomatischen Dienst. Mithilfe der biografischen Daten der Datenbanken Swiss-Diplo und Dodis (www.dodis.ch) wird die Nachkriegsperiode als ein Prozess der Umstrukturierung und Professionalisierung des Eidgenössischen Politischen Departements (EPD, heute Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA) und der schweizerischen Vertretungen im Ausland analysiert.
Ausgehend von biografischen Daten, die über alle Hierarchien hinweg vorhanden sind, können strukturelle Veränderungen des diplomatischen Dienstes in ihrer gesamten Multifunktionalität erfasst werden. Das methodische Vorgehen lässt sich als Kombination eines digital unterstützten prosopografischen Ansatzes mit einer Analyse administrativer Praktiken beschreiben. Mit dieser Kombination können strukturelle Veränderungen des diplomatischen Dienstes als Reaktion auf Trends der modernen Diplomatie und der sich wandelnden internationalen Umgebung erforscht werden. Diese Analyse hilft zu verstehen, wie die diplomatische Verwaltung der Schweiz mit den Herausforderungen einer globalisierten Welt, des Kalten Krieges, internationaler und multinationaler Kooperation, Dekolonisierungsprozessen und der europäischen Integration umgegangen ist. Ausgehend von den biografischen Daten und multifunktionalen Karriereverläufen kann so eine moderne Verwaltungsgeschichte entstehen, die helfen kann, die Geschichte der schweizerischen Diplomatie in einer globalen Perspektive zu erzählen.
Dissertationsprojekt von Dominik Matter, M.A.