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Direktdemokratische Verfahren werden häufig kontrovers diskutiert. Dabei wird erörtert, ob die Bürger sich in ihrer Meinungsbildung beeinflussen lassen, ausreichend informiert seien und zur Beteiligung angeregt würden. Direkte Demokratie existiert in Deutschland bisher auf substaatlicher, nicht aber auf bundespolitischer Ebene. Der unterschiedliche Einsatz direktdemokratischer Verfahren auf Lokal- und Bundesebene wird letztlich damit begründet, dass Meinungsbildungs- und Kommunikationsprozesse auf lokaler Ebene anders ablaufen als bei bundespolitischen Entscheidungen. Daher untersucht diese Studie, wie sich Medienwirkungen und Rezeptionsprozesse in lokalen und nationalen Öffentlichkeiten unterscheiden. Auf Basis einer Befragung (n=1014) zu lokalen und nationalen Themen wird analysiert, wie sich Wirkungsprozesse auf die Meinung der Bürger zu den Themen, ihre Kompetenz und Beteiligungsbereitschaft unterscheiden. Es zeigt sich, dass die Meinung der Bürger zu lokal- und bundespolitischen Themen stark prädisponiert ist. Auf lokaler Ebene führen Mediennutzung und persönliche Gespräche zu einer besseren Kompetenz, wogegen bei nationalen Themen die Medien stärker die Beteiligungsbereitschaft fördern als bei lokalen Themen. Die Befunde werden vor dem Hintergrund direktdemokratischer Verfahren diskutiert.
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Metag, J. (2015): Die Stimme des Volkes. Kommunikations- und Meinungsbildungsprozesse bei lokal- und bundespolitischen Entscheidungen. Medien & Kommunikationswissenschaft 63 (1), 18-43.