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Als Handänderung gilt der Übergang namentlich des Eigentums an einem Grundstück sowie in einigen Kantonen auch jede Übertragung der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt über ein Grundstück. Vielfach ist auch die Umwandlung von Gesamteigentum in Miteigentum und umgekehrt bereits eine Handänderung und Gegenstand der Handänderungssteuer. Die Abgabe wird auf dem Grundstücksgeschäft als solchem erhoben. Sie ist Sache der Kantone und in gewissen Kantonen der Gemeinden und daher auch kantonal sehr unterschiedlich geregelt.
Der Bund und der Kanton Schwyz (2008 per Volksabstimmung abgeschafft) erheben keine solche Abgabe. In gewissen Kantonen wurde die Handänderungssteuer (teilweise) abgeschafft. Im Kanton Bern muss seit dem 1. Januar 2015 auf den ersten 800'000 Franken des Kaufpreises keine Handänderungssteuer mehr bezahlt werden, wenn der Käufer das Grundstück während mindestens zwei Jahren als Hauptwohnsitz nutzt. Seit 1. Januar 2011 sieht der Kanton Solothurn eine steuerfreie Handänderung von dauernd selbstgenutztem Wohneigentum vor. Die Kantone Zürich (2003 per Volksabstimmung abgeschafft), Glarus, Zug und Schaffhausen erheben nur eine Gebühr.
Die Handänderungssteuer orientiert sich jeweils an der Höhe des Verkaufspreises und ist in der Regel proportional zum Verkaufspreis. Liegt kein eigentlicher Preis vor oder entspricht dieser offensichtlich nicht dem Verkehrswert, so wird auf den tatsächlichen Verkehrswert oder auf den amtlichen Wert abgestellt. Grundsätzlich schuldet der Erwerber die Abgabe, manchmal wird die Abgabe hälftig vom Verkäufer und vom Erwerber geschuldet. Für die Handänderungssteuer steht dem Gemeinwesen oft ein gesetzliches Pfandrecht am Grundstück zu.