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Der österreichische Komponist und Dirigent Robert Elisabeth Stolz wurde am 25. August 1880 in Graz geboren und ist am 27. Juni 1975 in Berlin gestorben. – Beigesetzt wurde der in mit Yvonne Louise Ulrich – in fünfter Ehe – verheiratete Künstler unter Anteilnahme von mehreren Zehntausend Trauergästen auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Robert Stolz komponierte das vielleicht berühmteste Wienerlied – »Im Prater blüh’n wieder die Bäume«. Ein Klick auf das Bild ermöglicht eine Hörprobe gespielt vom Orchester André Rieu.
Robert Elisabeth Stolz komponierte gegen fünfzig Bühnenwerke – darunter auch die am 30. September 1933 im Stadttheater Zürich, dem heutigen Operhaus Zürich, uraufgeführte Operette mit dem Titel »Zwei Herzen im Dreivierteltakt« und dem Untertitel »Der verlorene Walzer«. Viele Menschen hören sich immer wieder gern das von Stolz komponierte Lied »Im Prater blüh’n wieder die Bäume« an. Es ist ein richtiger Ohrwurm und der von Kurt Robitscheck stammende Liedtext ist voller Freude und Lebenslust – eine Ode an den Frühling. Irgendwo im Prater, der grössten Parkanlage in Wien und einer der grössten innerstädtischen Parkanlagen der Welt, steht ein Denkmal zu Ehren des grossen Meisters Robert Stolz.
Das im Prater zu Ehren des Komponisten und Dirigenten Robert Stolz errichtete Denkmal – nur eine der vielen Hinweise auf den grossen Musiker. Plätze und Strassen sind nach ihm benannt und Gedenktafeln sind mancherorts ebenfalls anzutreffen.
Der sich im 2. Wiener Gemeindebezirk befindende Prater besitzt eine Fläche von ungefähr 6 km² – dies entspricht, als Vergleich, etwa der Fläche des Baldeggersees im Kanton Luzern – und besteht vorwiegend aus Aulandschaften. Im Park, der zweimal so gross ist wie der Central Park in New York und gleich dreimal so gross wie der Tiergarten in Berlin ist, steht auch das grösste Fussballstadion der Republik Österreich – das Ernst-Happel-Stadion. Der allseits wohl bekannteste Teil des Praters ist das Vergnügungsviertel. Oft wird unter »Prater« nur diese, im Vergleich zum ganzen Park sehr kleine an der Westspitze des Areals liegende Fläche, verstanden. In Wien selber jedoch wird ein Unterschied gemacht: Wenn das Vergnügungsviertel des Praters gemeint ist, so sprechen die Wiener vom Wurstelprater.
Das Bild oben zeigt die Prater Hauptalle. Sie beginnt am Praterstern, ist 4,5 km lang und endet beim Lusthaus. Die mit vier- bis sechsreihig weiss blühenden Kasttanien gesäumte Strasse ist ein Freizeitparadies für Velofahrer wie auch für Fussgänger.
Im Wurstelprater sind verschiedenen Schaustell- und Unterhaltungsbetriebe, Glückspieleinrichtungen und Gastronomiebetriebe – so auch das berühmte Schweizerhaus mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten und dem frischen Offen-Bier angesiedelt. Anzutreffen sind beispielsweise eine Achterbahn, ein Autodrom, die weltweit erste Geisterbahn, ein Fallturm und natürlich das eigentliche Wahrzeichen des Praters – das Wiener Riesenrad, welches am 3. Juli vor 115 Jahren – im Jahr 1897 – den Fahrbetrieb aufgenommen hat.
Das Wahrzeichen des Praters und ein Wahrzeichen der Stadt Wien – das Wiener Riesenrad. Das 65 Meter hohe Bauwerk besitzt 15 Gondeln – in Wien Waggons genannt – die in 255 Sekunden einmal den Kreis durchlaufen.
Die Stadt Wien, Bundeshauptstadt der Republik Österreich und eines der neun Bundesländer zählt auf einer Fläche von etwa 400 km in ihren 23 Gemeindebezirken über 1,7 Millionen Einwohner. Die Stadt ist ein internationaler Kongress- und Tagungsort, beherbergt im »Büro der Vereinigten Nationen Wien« (UNOV) – neben New York, Genf und Nairobi – einen der vier offiziellen Amtssitze der »Vereinigten Nationen« (UN). Ebenfalls haben die »Organisation erdölexportierender Länder« (OPEC), die »Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa« (OSZE) und die »Internationale Atomenergie-Organisation« (IAEO) ihre Sitze in Wien.
Im »Vienna International Centre« (VIC) – allgemein als UNO-City bezeichnet -, das zwischen 1973 und 1979 im 22. Gemeindebezik gebaut wurde residieren verschiedene Internationale Organisationen.
Wien ist eine umfassend zauberhafte Stadt mit vielen Gesichtern. Im Buch mit dem Titel »Wien«, verfasst von Joseph Wechselberg und bebildert von Werner Formann ist mehr über die Donau-Stadt zu erfahren.