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Lesen Sie unseren Überblick über die wichtigsten Vitalstoffe: Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe: Vitalstoffe sind die Zündstoffe im Stoffwechsel, ohne sie läuft nichts. Da sie so wichtig sind, braucht man sie täglich. Unser Überblick gibt Ihnen Ihnen einen Einblick in die Geheimnisse um die wichtigsten Nahrungsergänzungen und beschreibt ihre Bedeutung für den Organismus.
Aminosäuren sind die Bausteine der Körperproteine, die etwa 20 Prozent des Körpergewichts ausmachen. Muskeln, Haut und Knochen enthalten besonders viel Protein, nämlich die Strukturproteine Kollagen und Elastin. Proteine haben eine Schlüsselposition in praktisch allen biologischen Abläufen. Als Enzyme, Neurotransmitter und Hormone regeln sie Funktionen im Körper. Proteine befördern Sauerstoff und Nährstoffe durch den Körper und sie sind Bestandteile des Immunsystems. Aminosäuren bilden Tausende verschiedener Proteine, sie sind deren Grundbestandteile und sie sind Endprodukte der Eiweißverdauung. Freie Aminosäuren müssen auf nüchternen Magen genommen werden, da sie sich sonst mit anderen Aminosäuren in der Nahrung verbinden und dann nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wirksam sind. Die Vitamine B6 und C fördern die Resorption. Es gibt 2 Arten von Aminosäuren, essentielle und nicht-essentielle. Die essentiellen Aminosäuren können im Körper nicht selbst hergestellt werden. Nicht-essentielle Aminosäuren kann der Körper selbst aufbauen. Diese Einteilung kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Es gibt Hinweise darauf, dass nicht alle Menschen Aminosäuren im richtigen Ausmaß herstellen und verwerten können.
Arginin transportiert, speichert und sondert Stickstoff ab. Es ist eine Vorstufe von Stickoxid, welches die Durchblutung anregt, indem es die Adern entspannt. L-Arginin ist außerdem eine Vorstufe der Energielieferanten von Muskeln. Die Aminosäure ist Hauptbestandteil von Kollagen (Faserprotein) und Elastin, den (elastischen) Fasern von Bindegewebe, Haut und Sehnen. Sie ist auch in Knorpeln, Knochen und den Zähnen zu finden. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort argentum (Silber) ab, da die Aminosäure zuerst als Silber-Salz isoliert werden konnte. Diese Aminosäure hat den höchsten Masseanteil an Stickstoff von allen proteinogenen Aminosäuren. L-Arginin ist eine Quelle energiereicher Stickstoff-Phosphat-Verbindungen in Organismen und ist an zahlreichen biologischen Funktionen beteiligt. Es dient in Keimlingen und Speicherzellen als Stickstoff-Reservoir. L-Arginin ist ein Metabolit des Harnstoffzyklus, in dem der Ammoniak, der beim Abbau von Stickstoffverbindungen (z. B. Aminosäuren) entsteht, in Harnstoff umgewandelt wird. L-Arginin ist die alleinige Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), einem der kleinsten Botenstoffe im menschlichen Körper.
Cystin ist die stabile Form der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein, der Körper verwandelt die beiden, wie er es gerade braucht, und so kann man sie als eine einzige Aminosäure betrachten. Cystein ist eine schwefelhaltige proteinogene α-Aminosäure, die beim Erwachsenen in der Leber gebildet werden kann. Cystein kann in den enantiomeren Formen D und L vorliegen, wobei in Proteinen nur die L-Form enthalten ist. Der Schwefel bewirkt die antioxidative Eigenschaft. Die in den Stoffwechsel abgegebene Schwefelsäure hilft dem Körper bei vielen Stoffwechselvorgängen. Zusammen mit Glycin und einer weiteren Aminosäure bildet Cystein Glutathion, das wichtigste wasserlösliche Antioxidans des Körpers. Glutathion, das zusammen mit dem selenhaltigen Enzym Glutathionperoxidase wirkt, kann verbrauchtes Vitamin C und E zur Wiederverwendung aufbereiten.
Das dreifache Antioxidans Glutathion wird in der Zelle aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin gebildet, wobei seine Biosynthese maßgeblich von der Verfügbarkeit der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein abhängt. Es schützt die Zellen im ganzen Körper und hilft z.B. der Leber bei ihren Aufgaben. In den weißen Blutkörperchen kommt es besonders konzentriert vor und es schützt auch die roten Blutkörperchen vor Oxidation. Glutathion ist eine körpereigene Peptidverbindung, die auf den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin basiert. Es versorgt das Blut mit Sauerstoff und ist ein Tipp zur Gesunderhaltung bis ins hohe Alter. Die Wichtigkeit dieses Stoffes erkennt man daran, dass alle Zellen Glutathion benutzen. Unser Glutathion liegt in reduzierter Form vor und kann daher vom Körper optimal verwertet werden. Es schützt Zellen und Gewebe, unterstützt die Leber und ist wichtig für zentrale biochemische Prozesse.
Lysin ist eine Aminosäure, die vorwiegend im Muskelgewebe und im Kollagen vorkommt. Lysin ist eine essentielle Aminosäure. Das bedeutet, dass sie vom menschlichen Körper nicht selber hergestellt werden kann und deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Die basische Aminosäure ist wichtiger Baustein unterschiedlichster Proteine. Enzyme, Transportproteine im Blutplasma, Antikörper und Hormone zählen ebenso dazu wie Strukturproteine von Knochen, Haut und Sehnen oder die für die Muskulatur charakteristischen Eiweiße Aktin und Myosin. Lysin kommt besonders häufig in tierischen Lebensmitteln vor, aber auch Sojabohnen und Linsen enthalten die Aminosäure in großen Mengen. Lysin ist vor allem ein wichtiger Baustein des Kollagens. Kollagen findet sich in Sehnen, Knochen, Haut und den Wänden der Blutgefäße. Daher führt Lysinmangel (ebenso wie Vitamin C-Mangel) zu Bindegewebsschwäche. Lysin ist in der Lage, die enzymatische Auflösung des Kollagens auf natürliche Weise zu blockieren und damit einhergehende Konsequenzen zu hemmen, welche sich alle dieses körpereigenen Mechanismus der Bindegewebsauflösung bedienen.
Eine Nahrungsergänzung mit Methionin ist wie ein Nachbrenner, der die Ausschüttung von Glückshormonen zündet. Darüber hinaus nährt diese Aminosäure die Gelenke, indem es die Bildung von Knorpelsubstanz stimuliert. L-Methionin gehört zu den essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren und kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden. Demnach ist eine ausreichende Zufuhr mit der Nahrung von erheblicher Bedeutung. Methionin stellt eine wichtige Schwefelquelle in der Nahrung des Menschen dar. Diese Substanz ist die Vorstufe zu Cystein und Taurin und sie wirkt stark antioxidativ. Sie enthält wie die beiden vorgenannten Aminosäuren eine Schwefelverbindung, die aktive Form heißt S-Adenosyl-Methionin (SAM). Die Synergisten zur Aufwertung von Methionin sind Vitamin B12 und Vitamin B9. Beide können ebenso das bekannte Homocystein in die essentielle Aminosäure Methionin umwandeln. Aus Methionin kann der Körper Cystein und Taurin bilden. Über die Bildung von Cystein wird die Glutathion-Herstellung angeregt. L-Methionin ist wichtig für den Aufbau des Bindegewebes, besonders von Knorpel, für die Entschlackung und die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes.
L-Ornithin im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle. Frei enthalten ist L-Ornithin in vielen Pflanzen. Diese Aminosäure ist selbst kein Eiweißbaustein. Ornithin entsteht bei der Abspaltung von Harnstoff aus Arginin. Beide sind an der Aktivierung des Wachstumshormons beteiligt, das Fett mobilisiert und zu Energie verbrennt. Ornithin regt die Insulinausschüttung an und trägt dazu bei, dass es als muskelbildendes (anaboles) Hormon wirkt. Der Körper kann es über die Nahrung aufnehmen oder selbst herstellen. Ornithin könnte dazu beitragen, die Produktion und Freisetzung des menschlichen Wachstumshormons in der Hirnanhangdrüse anzuregen. Das menschliche Wachstumshormon ist daran beteiligt, den Körper in einem jugendlichen Zustand zu erhalten. Ab dem 30. Lebensjahr verringert sich die Produktion des Wachstumshormons in der Hypophyse um 1% pro Jahr. Das menschliche Wachstumshormon ist jedoch entscheidend daran beteiligt, den Körper in einem jugendlichen Zustand zu erhalten. L-Ornithin nimmt man am besten zur Schlafenszeit, um die natürliche Ausschüttung des menschlichen Wachstumshormons zu unterstützen, die in der Regel 30 Minuten nach dem Einschlafen auftritt. L-Ornithin kann auch zu einem besseren Schlaf verhelfen.
Taurin wird als nicht essentielle Aminosäure im Körper als Baustein für alle anderen Aminosäuren produziert. Es wird in der Leber aus Methionin oder Cystein unter Beteiligung von Vitamin B6 gebildet. Es wird im Gegensatz zu allen anderen Aminosäuren nicht für den Aufbau von Körpersubstanz verwendet, Ein erwachsener Mensch hat etwa 1 g Taurin je 1 kg Körpergewicht im Körper. Einen besonders hohen Tauringehalt haben Herz und Muskeln, zentrales Nervensystem, Blutplättchen, Leukozyten und Augen (Retina). In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Taurin die kardiovaskuläre Funktion schützen kann. Taurin kann Bedeutung bei der Regulation des intrazellulären Calciumspiegels haben und auf diese Weise den Herzmuskel schützen. Die unterstützenden Eigenschaften von Taurin bei der Erhaltung einer gleichmäßigen Herzfrequenz sind gut dokumentiert. Weitere Studien belegen, dass Taurin eine Bedeutung für den gesunden Blutdruck haben kann. Der Begriff „Taurin“ stammt von der lateinischen Bezeichnung für Stiergalle, Fel tauri, bzw. vom griechischen Wort tauros für „Stier“ ab und wird 1838 erstmals in der Literatur erwähnt. Diesem Trivialnamen hat Taurin vermutlich die Entstehung der zahlreichen Legenden um seine Wirkung zu verdanken.
Für diejenigen, die einen straffen Körper haben wollen, ist L-Carnitin besonders wichtig: Energielieferant für hohe Leistungsfähigkeit, es unterstützt den natürlichen Muskel- und Fettstoffwechsel, besonders geeignet für Sportler und aktive Menschen. L-Carnitin gehört zu den Aminosäuren und ist ein vitaminähnlicher Nährstoff, der eine Rolle bei der Verbrennung von Fett zu Energie spielt. Über 95 Prozent des Carnitingehalts unseres Körpers sind in der Herz- und Skelettmuskulatur enthalten. Carnitin kann aus der Nahrung aufgenommen oder in den Zellen aus Methionin und Lysin gebildet werden. Für diese Biosynthese werden auch die Vitamine C, B6 und Niacin benötigt. L-Carnitin ist eine für den menschlichen Stoffwechsel notwendige Substanz.
Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure und im Körper die Vorstufe von Serotonin und Melatonin. Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn. Es regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus und die Stimmungslage sowie das Schmerzempfinden, es wird auch als Glückshormon bezeichnet. Melatonin ist ein Hormon, das ebenfalls für den Schlafrhythmus sorgt. Der menschliche Organismus kann diese essentielle Aminosäure selbst nicht herstellen und ist somit auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Tryptophan zählt zu jenen Aminosäuren, die in unserer Nahrung am wenigsten vorkommen. Tryptophan ist eine Vorstufe von Nicotinsäure (Vitamin B3) und hat deshalb den Charakter eines Provitamins. Weiterhin wird es zum Neurotransmitter Serotonin umgewandelt. Es ist indirekt an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt und begünstigt die Zinkaufnahme des Körpers.
Viele Funktionen von Threonin sind bis heute noch nicht genau erforscht. Threonin wird für die Bildung von Antikörpern und Immunglobulinen benötigt, welche für ein gut funktionierendes Immunsystem wesentlich sind. Es unterstützt auch die Gesundheit der Thymusdrüse, in der die für das Immunsystem wichtigen T-Lymphozyten gebildet werden. Auch der Schleim der Drüsen, wie z.B. in der Magenschleimhaut enthält Threonin. Threonin dient bei starker körperlicher Belastung der Energiegewinnung. Extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit können als Ursache möglicherweise einen niedrigen Threonin-Serumspiegel haben. Threonin ist ein wichtiger Baustein im Eiweiß-Stoffwechsel und trägt zur Bildung von Enzymen und Hormonen bei. L-Threonin ist eine essentielle Aminosäure. Sie kommt vorwiegend in Milchprodukten, Erbsen, Eiern und Fleisch vor. Diese Aminosäure ist wichtig für unser Abwehrsystem. Sie beeinflusst die Produktion von Immunglobulinen und Antikörpern.
Glycin fördert die Bildung von Wachstumshormonen. Es wird im Organismus eingelagert und dient als Reservoir bei der Bildung der nicht-essentiellen Aminosäuren. Glycin ist eine nicht-essentielle, einfach gebaute Aminosäure. Glycin fördert die Bildung von Hämoglobin. Es wird im Körper zu Kreatin umgewandelt, welches ein wesentlicher Faktor für die Muskelaktivität und somit für sportliche Aktivitäten ist. Glycin gibt Glykogen aus der Leber frei und hilft somit den Blutzucker zu regulieren. Es ist Bestandteil fast aller Proteingruppen und befindet sich in besonders hoher Konzentration im Bindegewebe. Auch für Glutathion, einem wichtigen Zellschutz-Protein, bildet Glycin zusammen mit Cystein und Glutaminsäure die Basis. Glycin schützt die Zelle gegen oxidativen Stress, der durch freie Radikale ausgelöst wird. Es unterstützt das Immunsystem und unterstützt die Leber. Als Überträgersubstanz im Nervensystem ist Glycin für verschiedene Gehirn- und Nervenfunktionen, wie Lern- und Erinnerungsvermögen, wichtig.
Prolin gehört zu den nichtessenziellen, cyclischen Aminosäuren. Die Aminosäure Prolin ist ein wichtiger Kollagenbaustein. Kollagen ist ein wesentliches strukturbildendes Eiweiß im Bindegewebe, das sich in Haut, Sehnen, Bändern, Knorpel, Knochen und auch in Arterienwänden findet. Prolin kann im Körper hergestellt werden, aber nur in einer bestimmten Menge. Bei langanhaltenden oder aggressiven Belastungen kommt es fast immer zu einer Erschöpfung der Prolin-Produktionskapazität und zu einem Mangel an Prolin. Aber auch im Alter lässt die körpereigene Prolin-Herstellung nach. Ein Prolinmangel kann die Stabilität der Arterienwände beeinflussen. Um eine optimale Wirkung von Prolin zu erzielen, ist gleichzeitig eine ausreichende Vitamin C-Aufnahme unumgänglich. Nebenwirkungen, die bei einer Überdosierung von Prolin durch Nahrungsergänzungsmittel hervorgerufen werden, sind bisher nicht bekannt. Fleisch und Milchprodukte sind sehr reich an Prolin, während pflanzliche Lebensmittel eher wenig davon enthalten.
Histidin ist eine bedingt essentielle Aminosäure und am Aufbau des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobins) beteiligt. Es kann antioxidativ wirken. Histidin unterstützt das Immunsystem in seiner Funktion, es unterstützt die Aktivität der weißen Blutkörperchen. Histidin ist eine Vorstufe des Histamin, das eine Schlüsselsubstanz bei allergischen Vorgängen im Körper ist. Es kann bei bestimmten Vorgängen im Körper und Allergien freie Radikale abfangen und neutralisieren. Histidin ist die Vorstufe von Histamin, das als Botenstoff im Gehirn an der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist. Bei Stresszuständen besteht ein erhöhter Histidinbedarf, weil vermehrt Muskelprotein abgebaut wird. Histidin ist Bestandteil verschiedener Enzyme, des Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsels. Histidin ist in Thunfisch, Schweinefilet, Rinderfilet, Hühnerbrust, Sojabohnen, Erdnüssen, Linsen, Lachs, Weizenkeimen und Emmentaler Käse enthalten. Bei vegetarischer Ernährung kann es zu einer Mangelzufuhr kommen.
Ein hoher L-Tyrosin-Spiegel erzeugt körperlich-geistige Wachheit und Vitalität. Diese Eigenschaften machen Tyrosin für jeden interessant, der mit beiden Beinen im Berufsleben steht und täglich Leistung zeigen muss. Ein erhöhter L-Tyrosin-Spiegel sorgt für erhöhte körperliche und geistige Ausdauer und hilft schnellen Ermüdungs- oder Erschöpfungszuständen vorzubeugen. Die Aminosäure Tyrosin ist bedingt essentiell. Phenylalanin wird in der Leber zu Tyrosin umgewandelt, das nur aus dieser Aminosäure hergestellt werden kann. Bei starker Belastung, wie beispielsweise in Stress-Situationen, ist dieser Prozess nur bedingt möglich. Dann wird Tyrosin zur essentiellen Aminosäure. Phenylalanin und davon abhängig Tyrosin tragen zur Bildung wichtiger körpereigener Eiweiße bei. In der Nebenniere werden aus L-Tyrosin die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Adrenalin dient der besseren Durchblutung und Erhöhung des Energieumsatzes. Weiter werden aus Tyrosin die wichtigen Schilddrüsenhormone gebildet. Tyrosin trägt somit zur Bildung wichtiger hormonartiger Wirkstoffe und Neurotransmitter mit belebender und antriebssteigernder Wirkung bei.
Im Erwachsenenalter gehen die Melatoninwerte mit zunehmendem Alter weiter zurück. In der Zirbeldrüse an der Gehirnbasis wird die körpereigene Substanz Melatonin (ein Hormon) produziert. Bereits winzige Spuren des Hormons reichen aus, um die innere Uhr des Menschen zu regulieren. Die Melatonin-Ausschüttung findet vor allem in der Nacht statt, als Antwort auf die Dunkelheit. Sie erreicht ihr Maximum in der Mitte der Nacht, und sinkt kontinuierlich bis zum Morgen. Die Melatoninsynthese und -Zirkulation wird durch das Licht beeinflusst. Licht stört die Nachtruhe. Melatonin reguliert und kontrolliert unsere biologische Uhr: Es verbessert die Müdigkeit, stimuliert das Immunsystem und schützt das zentrale Nervensystem. Vom Hell-Dunkel-Zyklus abgesehen ist der Melatoninspiegel auch altersabhängig: Im Laufe des Lebens produziert der Körper immer weniger von dem Hormon. Die höchsten Werte werden etwa drei Monate nach der Geburt während der Nacht erreicht. Danach fällt der Hormonspiegel bis zum Ende der Pubertät steil um etwa 80 Prozent ab. Im Erwachsenenalter gehen die Melatoninwerte mit zunehmendem Alter weiter zurück. Ob dies der Grund für die im Alter häufig auftretenden Schlafstörungen ist, ist unklar.
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