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Wie kommt der Neuzünfter zu seinem Kostüm?

Anfänglich stand es jedem Zünfter frei, sich ein Kostüm zu beschaffen oder weiterhin als rabenschwarzer "Pinguin" mitzumarschieren. Erstaunlich viele Zünfter liessen sich rasch einkleiden. Der Zunft aber oblag es, zunfteigene Kostüme anzuschaffen: Für Bannerherr, Herold, Wächter, Reiter und Kindergruppe sowie später auch für das Zunftspiel. Dieser grosse Brocken konnte dank dem Mäzenatentum etlicher Zünfter finanziert werden.
Die derzeit gültigen Satzungen der Zunft vom 22. Januar 1993 schreiben im Anhang "Kostümvorschrift", Art.3 vor:
"Jeder neueintretende Zünfter muss innerhalb von drei Jahren ein Zunftkostüm durch Vermittlung der Zunft zu Eigentum anschaffen".
|Graf Hartmann V. von Kyburg|
|Innerhalb der Vorsteherschaft ist der Kostümchef für die Beratung der Neuzünfter verantwortlich und er entscheidet im Zweifelsfall über die Zulässigkeit eines Kostüms. Die Richtlinien sind gegeben. Auf persönliche Wünsche des Neuzünfters kann Rücksicht genommen werden, beispielsweise wenn er sein Kostüm in Bezug zu seinem Beruf oder zu seiner familiären Tradition setzen möchte. Aber natürlich sind der ausschweifenden Phantasie Grenzen gesetzt.|
|Freiherr Eberhard II. von Spiegelberg|