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Als Kind träumte ich immer davon, wie mein Vater zu sein und eines Tages sein Geschäft zu übernehmen.
Aber mein Vater machte schnell klar, dass dies sein Geschäft war und er nicht vorhatte, bald in den Ruhestand zu gehen.
Stattdessen sagte er: „Suche nach deiner eigenen Sache.
Geh an die Universität, mache zuerst ein Studium, und erst dann kannst du an dein eigenes Unternehmen denken, das du einmal gründen möchtest.“
Zuerst war ich natürlich schockiert. Aber er hat mir tatsächlich klargemacht, dass die Welt viel grösser als sein Geschäft ist.
Mein Vater gab mir die Möglichkeit zu wählen und eröffnete neue Perspektiven. Infolgedessen begann ich nachzudenken, mich in meine eigene Richtung zu bewegen, auf mein Inneres zu hören und mich zu fragen, was ich erschaffen und erreichen will.
Auf diese Weise lernte ich, dass es im Leben darum geht, sich auf mich und meine eigenen Stärken zu verlassen. Ich wählte mein Studium nach meinen eigenen Vorlieben und der Marktrelevanz aus. Ich studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in St. Petersburg an der renommierten Universität, an der 200 Personen um einen Platz kämpften. Dort erwarb ich einen MA in Jura und ein Diplom in Unternehmensführung.
Aufgrund der Erfolge in meinem Studium erhielt ich ein Stipendium für das Studium in Deutschland, wo ich meine Kenntnisse in Wirtschaft und interkultureller Kommunikation vertiefte sowie Deutsch lernte und einen MA in Europastudien abgeschlossen habe.
Dies war eine hervorragende Grundlage für meine Karriere. Ich begann in der Steuer- und Geschäftsentwicklung zu arbeiten. Parallel dazu fing ich an zu planen und anschliessend mein eigenes Geschäft zu entwickeln. Später beschäftigte ich mich mit dem Thema Selbstentwicklung und Coaching. 2016 legte ich meine berufliche Tätigkeit als Life and Business Coaching fest.
Das Wissen, das ich auf diesem Weg gesammelt habe, hilft mir, meine Erfahrungen weiter zusammenzufassen, während ich meinem eigenen Karriereweg folge und ihn geniesse.
SWONET: Was fasziniert und inspiriert Dich an Deiner Arbeit?
Anna Gross: Ich arbeite mit Manager, Führungskräften und Geschäftsinhabern. Es reizt mich, glückliche, strahlende Augen zu sehen und Dankesworte zu hören, denn Menschen, denen ich helfe, steigen die Karriereleiter hinauf, identifizieren ihre Wachstumspotenziale, entwickeln und vertiefen ihre Führungseigenschaften, entdecken ihre verborgenen Talente wieder, steigern ihr Charisma, Selbstbewusstsein, Vertrauen und Belastbarkeit, überwinden ihre Ängste vor öffentlichen Reden und verbessern ihre persönlichen Beziehungen. Ich habe mit Vertretern von UBS, Nestlé, Novartis, Credit Suisse, Burberry, Saint Laurent, Mercedes, GSK, Mobimo, Sberbank und anderen Unternehmen zusammengearbeitet. Meine Kunden sind jetzt im Stande, neue Richtungen und Möglichkeiten zu sehen, die zuvor unzugänglich erschienen. Und das ist grossartig.
SWONET: Wie hast Du den Begriff Karriere nach Ihrer Ausbildung gesehen und wie siehst Du Karriere heute?
Anna Gross: Unmittelbar nach der Universität sahen meine Karriereaussichten sehr schwierig aus. Ich war der Meinung, um etwas zu erreichen, müsste ich Tag und Nacht pflügen. Aber es war ein wichtiger Schritt und eine wesentliche Erfahrung, die meine weitere berufliche Entwicklung unterstützte und begründete. Es half mir, meine Talente und Fähigkeiten klarer zu sehen und zu erkennen, dass ich mehr tun konnte. Infolgedessen gründete ich mein eigenes Geschäft.
SWONET: Welchen Tipp kannst Du weiblichen Berufseinsteigerinnen oder Gründerinnen geben?
Anna Gross: Für diejenigen, die erst am Anfang ihrer Karriere oder ihres Geschäfts stehen, würde ich empfehlen, die Richtung zu wählen, der Sie folgen möchten, und dazu noch verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und offen für neue Abenteuer zu bleiben. Es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass jeder von uns seine eigene Karriere bestimmt. Deshalb sollten wir unsere Karriere nicht linear angehen, sondern unterschiedliche Perspektiven sehen und unsere Fähigkeiten in den Kernbereichen von Interesse ständig verbessern. Zu guter Letzt sollten wir immer an uns und unseren eigenen Weg glauben.
SWONET: Wie startest Du in den Tag?
Anna Gross: Ich beginne meinen Tag am Vorabend, wenn ich Aufgaben für den nächsten Tag plane. Ich beginne meinen Morgen mit Meditation. Dies ist meine Einstellung für den Tag. Es gibt mir Energie und Ressourcen, um alle vor mir liegenden Aufgaben zu erledigen.