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18 Jul Wandlungsfähiger Zeitzeuge
Wandlungsfähiger Zeitzeuge
Das Afrikamuseum in Tervuren bei Brüssel ist ein auskunftsfreudiges Monument. Als Königliches Museum für Zentralafrika (KMZA) geht es auf die Weltausstellung 1897 in Brüssel zurück. Nach einer umfassenden Sanierung und einem Anbau versteht es sich heute als Ort der Vermittlung und Forschung. Dank Stahlprofilsystemen von Jansen für Fassaden, Fenster und Türen ist das Museum für die Zukunft gerüstet.
1897 fand unter König Leopold II. die Weltausstellung in Brüssel statt. Neben der Hauptausstellung im Parc du Cinquantenaire („Jubelpark“) richtete der König zusätzlich in Tervuren eine 96 Hektar grosse Kolonialausstellung zum Freistaat Kongo ein. Der Kongo war damals im persönlichen Besitz des Königs. Da die Kolonie aber weniger Profit abwarf als erhofft, musste er die Belgier noch von seiner Kolonialpolitik überzeugen. Dafür liess er den Kongo mitten in der belgischen Hauptstadt aufleben und ein originalgetreues kongolesisches Dorf im Park von Tervuren errichten. Hier lebten für die Zeit der Ausstellung 267 Afrikaner.
Nach der Weltausstellung erteilte der König den Auftrag, für die afrikanischen Exponate ein dauerhaftes Gebäude zu errichten. Eingeweiht wurde das von Architekt Charles Girault erstellte Museumsgebäude – ein Jugendstil-Palast – im April 1910. Im Vorfeld der Expo58 kam das CAPA-Gebäude hinzu, das „Centre d’Accueil du Personnel Africain“, das später in ein Forschungszentrum und ein Archiv umgewandelt wurde.
Umfassende Modernisierung
Zuletzt war das Museum in allen Aspekten veraltet. Die Infrastruktur des Gebäudes entsprach ebenso wenig einem modernen Museum wie sein Inhalt einem zeitgemässen Bild von Afrika – eine Restaurierung war angezeigt. Inzwischen ist eine fünfjährige Umbau- und Neugestaltungsphase vergangen: Heute versteht sich das Afrikamuseum als Zentrum für Forschung und Wissensvermittlung. Es beschäftigt sich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und dem natürlichen Umfeld der Gesellschaften Afrikas und insbesondere Zentralafrikas. Dabei hat es sich dem Ziel verschrieben, „das Interesse der Öffentlichkeit und der Wissenschaft für diesen Teil der Welt zu wecken, ein besseres Verständnis dieser Region zu ermöglichen und mittels Partnerschaften wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen“.
Mit Blick auf das Denkmal
In ihrem Entwurf für das „neue“ Museum griffen Stéphane Beel Architects auf den ursprünglichen Masterplan von Charles Girault zurück. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude, den Kolonialpalast, stellten sie dafür komplett frei, kontrastierten ihn jedoch mit einem bewusst modernen Gebäude...
Den kompletten Bericht finden Sie unter: magazin.jansen.com/royalmuseum
Ein Video zum Bau des Museums gibt einen Einblick hinter die Kulissen.
Ein bewusst moderner Neubau ergänzt heute den komplett renovierten Kolonialpalast. Für zeitgemässe Funktionen und ein stimmiges Bild sorgen Jansen Stahlprofile – fantastische Ausblicke inklusive.
Die Galerie ist abschnittsweise durch Glaseinbauten mit VISS Fire (EI60) und Janisol 2-Profilen (EI30) geteilt. Sie optimieren den Brandschutz und die Dämmung.
BAUTAFEL
Bauherr:
Regie der Gebouwen
Architekten:
Stéphane Beel architecten, Ghent; Origin, Brüssel
Jansen Partner:
Kloeckner Metals Belgium NV, Antwerpen
Fensterhersteller:
Lootens, Deinze und ZNR, Zuid-Nederlandse Ramenfabriek, Rucphen
Stahlprofilsysteme:
Janisol Hebeschiebetüren in VISS Fassade, Janisol Primo
Dank der transparenten VISS Fassade kann man vom Empfangspavillon aus den französischen Garten sowie das schlossartige Hauptgebäude überblicken. Die offene Glas-Stahlkonstruktion aus Jansen VISS Fassade und Janisol Hebeschiebetüren lädt ein, sich auf neue Perspektiven einzulassen.