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Orchideen sind echte Juwelen der Natur, die in fast jeder Klimaregion der Erde zu finden sind. Seit Jahrtausenden haben die Menschen weltweit eine intensive Beziehung zu diesen botanischen Schätzen.
Die Azteken etwa verehrten Orchideen als heilige Gewächse und fertigten steinerne Reliefs nach deren Vorbild für ihre Tempel an. Die Ureinwohner Australiens glaubten, die Pflanzen seien aus dem Sternengarten der Götter herabgefallen, wo sie von Bäumen und Bergen behutsam aufgefangen wurden. Griechische Dichter und Denker widmeten den Blumen lange und ausführliche Schriften und der chinesische Philosoph Konfuzius setzte das Wort Orchidee sogar gleich mit Reinheit, Anmut und Schönheit. Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zog es unzählige europäische Sammler und Forschungsreisende in die tropischen und subtropischen Regionen der Welt, um unbekannte Arten zu entdecken. Die erste dort gefundene Orchidee blühte übrigens 1615 in den Niederlanden. In den folgenden Jahrhunderten hielten die Exotinnen dann weltweit Einzug in die Wohnungen der Menschen.
25'000 unterschiedliche Orchideenarten
Rund 25.000 unterschiedliche Orchideenarten gibt es. Zur besseren Unterscheidbarkeit wurden sie in zwölf Gruppen eingeteilt. Zu den beliebtesten Zimmerpflanzen gehören spezielle robuste Zuchtformen der Phalaenopsis. Im Vergleich zu anderen Orchideen blühen sie am häufigsten und am längsten. Der botanische Name dieser Gattung ist dem griechischen Wort „Phalaina“ (= Falter) und der Endung „-opsis“ (= Aussehen) entlehnt. Tatsächlich muten ihre Blüten, die zahlreich an langen Rispen erscheinen, wie prächtige Schmetterlinge an, die sich jeden Moment elegant erheben wollen. Häufig sieht man die weissen, rosa oder hellvioletten Sorten. Es gibt aber auch Züchtungen, die rot, gelb oder mehrfarbig blühen und interessante Muster aufweisen. Die ledrigen Blätter der Pflanzen sitzen eng ineinander und sind zumeist dunkelgrün, seltener auch blaugrau oder panaschiert. Je nach Sorte erreichen die Phalaenopsis-Hybriden eine Höhe von zwei bis 20 Zentimetern. Entsprechend variiert auch die Grösse der Blüten: von winzig klein bis handtellergross ist alles dabei. Bis vor etwa 20 Jahren erschien bei den meisten Phalaenopsis stets nur eine Blütenrispe, heute schmücken sich Pflanzen in guter Qualität oft mit dreien gleichzeitig.
Orchideen benötigen viel Licht und wenig Wasser
Orchideen mögen zwar viel Licht, sollten aber nicht unbedingt in der prallen Sonne stehen. Wegen der besonderen Beschaffenheit ihrer Wurzeln wachsen sie nicht in handelsüblicher Blumenerde, sondern in speziellem Substrat. Dies besteht aus Rindenstückchen, Blähton oder Kork. Darin können sich die Wurzeln gut verankern und werden trotzdem ausreichend belüftet. Gegossen werden Orchideen eher sparsam, da sie sehr empfindlich auf Staunässe reagieren. Eine gute Alternative zum Giessen ist das Tauchen: Dazu werden die Töpfe für ein bis zwei Minuten vorsichtig in einen Eimer mit handwarmem Wasser gehalten. Wer die Möglichkeit hat, verwendet dafür weiches Regenwasser, denn das lieben Orchideen besonders. Nach jedem Bad müssen die Pflanzen natürlich gründlich abtropfen. Die meisten Orchideen blühen übrigens auch ohne Dünger, aber die Blüten bleiben dann oft kleiner und ihre Anzahl ist geringer.
In der Regel zeigen Orchideen über mehrere Monate lang ihre Blütenpracht. Jedoch selbst bei der besten Pflege, ist die Blütezeit irgendwann einmal vorbei. Aber keine Sorge: Es braucht nur ein wenig Geduld, denn schon bald erfreuen die Schönheiten wieder mit neuen Knospen. Weitere Informationen unter: www.orchidsinfo.eu
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