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Für Personen, die sich bei Begriffen wie CPU, GPU, Overclocking und Casemodding zuhause fühlen, ist dieser Beitrag nicht so interessant wie für Personen, welche sich darunter nichts oder nur sehr wenig vorstellen können.
Was haucht einem PC das Leben ein?
Was braucht es eigentlich?
Damit ein Rechner anfängt einem Arbeiten abzunehmen braucht es 6 Basiskomponenten:
CPU (Central Processing Unit)
Das Hirn des Rechners. Ein Bauteil, welches vor 60 Jahren noch so gross war wie ein ganzes Zimmer ist mittlerweile auf 4x4 cm geschrumpft. Klein aber oho. Die heutigen CPUs können ohne Probleme 3'500'000'000 Aufgaben pro Sekunde(!) ausführen und das pro Core (Kern). Diese Aufgaben bestehen aus rudimentären Befehlen, welche 1en und 0en umherschieben.
Die bekanntesten und führenden Hersteller von CPUs sind AMD und Intel. Im Informatiker-Jargon spricht man auch von Team-Blue (Intel) und Team-Red (AMD).
Noch vor einem Jahr gab es für mich nur Intel. Letztes Jahr aber hat AMD kräftig aufgeholt und Intel im Regen stehen lassen. AMD verkauft Prozessoren die dieselbe, wenn nicht sogar über die bessere Leistung verfügen, für die Hälfte des Preises, den man für einen Intel-CPU abdrücken muss.
RAM, das Kurzzeitgedächtnis
Kaufte man sich vor einem Jahr einen neuen Laptop und war über dessen Geschwindigkeit erfreut, so nervt man sich bereits heute darüber, dass der Startvorgang von beispielsweise Google Chrome so lange dauert, dass man problemlos zu Mittag essen und einen Kaffee machen kann. Schuld daran sind oftmals die RAMs.
RAM ist die Abkürzung für Random Access Memory. Sie sind das Kurzzeitgedächtnis des Computers. Die Funktionsweise von RAMs ist ähnlich wie bei Festplatten (HDDs oder SSDs). Der grosse Unterschied ist aber, dass bei einem Neustart die Daten verloren gehen und nicht auf den RAMs gespeichert bleiben. Ein weiterer Unterschied ist auch, dass RAMs die Daten viel schneller schreiben und lesen können als HDDs und SSDs.
SSD(s) oder HDD(s)
Damit der Computer Benutzerfreundlich wird, braucht er Speicherplatz um z.B. ein Windows oder eine Linux Distribution zu installieren.
Früher gab es als Speichermedium eine HDD (Hard Disk Drive). Im inneren einer HDD befinden sich rotierende scheiben, auf welchen die Daten mittels eines Magnetlese-/schreibkopf geschrieben werden. HDDs sind heutzutage die langsamsten Speichermedien, wobei sie aber auch die günstigsten sind.
The Rise of SSD
SSDs (Solid State Drives) haben, verglichen zu HDDs, keine Beweglichen Teile. Die Speicherung erfolgt in Speicherzellen, vergleichbar mit einem USB-Stick.
Grundsätzlich gibt es 2 Haupttypen von SSDs: SATA und M.2. Der Unterschied dabei sind der Anschlusstyp und die Geschwindigkeit, welche der Anschluss unterstützt.
Geschwindigkeitsvergleich (Consumer Hardware)
|Drive-Type||Read-Speed||Write-Speed|
|HDD||148 MB/s||139 MB/s|
|2.5" SSD||488 MB/s||450 MB/s|
|M.2 SSD||2.4 GB/s||2.1 GB/s|
Mainboard, das Rückgrat des Computers
Das Motherboard oder auch Mainboard ist die Platine, auf welcher alle Komponenten eingesteckt werden. Das Motherboard versorgt die Komponenten zu Teilen mit Strom und verbindet sie miteinander, so dass die CPU mit ihnen kommunizieren kann.
Das Mainboard verfügt über die Grund IO-Ports (Input/Output) wie z.B. USB, HDMI, Ethernet etc. und stellt die Kühlung des Gehäuses und des CPUs sicher.
Auf dem Mainboard läuft das BIOS oder heutzutage UEFI. BIOS kommt aus dem Altgriechischen (βίος) was übersetzt Leben bedeutet (dem PC das Leben einhauchen). Nach dem man den ON-Button des Computers gedrückt hat, wird das BIOS ausgeführt und leitet den Startvorgang des Betriebssystems z.B. Windows ein.
Netzteil, der Stromlieferant
Ohne das Netzteil läuft wortwörtlich nichts. Das Netzteil versorgt den ganzen Computer mit (hoffentlich) ausreichend Strom. Bei einem Kauf ist zu beachten, was für eine Zertifizierung das Netzteil aufweist (Verbrauch / Leistung Verhältnis) und über wie viel Watt es verfügt.
Für einen eher Leistungsstärkeren PC sind 850 Watt zu empfehlen damit man sich nicht die Upgrademöglichkeiten verbaut.
Die Grundkomponenten sind nun abgedeckt und der Computer kann schon mal gestartet werden. Wer aber mehr will als Dokumente zu erstellen und im Internet zu surfen braucht fast zwingend eine:
Grafikkarte (GPU)
AMD wie auch Intel stellen schon seit längerer Zeit Prozessoren mit integrierter "Grafikkarte" her (Intel Iris Graphic oder AMD Vega Graphics). Dadurch ist eine physische Grafikkarte nicht mehr unbedingt notwendig – ausser man spielt gerne ab und an, zur Abwechslung von Word, einen blutigen Ego-Shooter, möchte Bekannten ein schönes Ferienvideo zeigen, welches man selbst gefilmt und geschnitten hat oder versucht sich im Crypto-mining.
Oben genannte Aufgaben können von der CPU an die Grafikkarte delegiert werden, welche diese grafischen Aufgaben um einiges schneller und zuverlässiger ausführen kann.
In Gamingcomputern ist die Grafikkarte oftmals einer der grössten Kostenpunkte. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt und richtige Enthusiasten installieren sich gleich 2 Grafikkarten, die sich dann die Aufgaben teilen und so fast doppelt so schnell arbeiten.
Zu beachten ist, wenn der Computer über eine physische Grafikkarte verfügt, dass der Monitor an der Grafikkarte und nicht am Motherboard angeschlossen ist.
Für die Show: RGB LEDs
Da gibt es nicht viel zu erzälen.
Light it up! RGB FTW!