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Im Korruptionsskandal bei der FIFA stehen offenbar weitere Festnahmen bevor. Er sei sich diesbezüglich ziemlich sicher, sagte der Chef der Ermittlungsabteilung der US-Steuerbehörde, Steve Weber, der Zeitung New York Times.
"Wir gehen davon aus, dass weitere Personen in Straftaten verwickelt sind", sagte Weber. Um wen es sich dabei handelt oder ob der wiedergewählte FIFA-Präsident Sepp Blatter zu den Verdächtigen gehört, wollte er der Zeitung zufolge nicht sagen.
Blatter äusserte sich nach der Wiederwahl erleichtert. Gegenüber SRF lobte er den "sehr sportlichen" Rückzug seines Konkurrenten Prinz Ali bin al-Hussein, der nach dem ersten Wahlgang nicht mehr angetreten war. Obwohl er die Zweidrittelmehrheit von 140 Stimmen knapp verfehlt habe, wäre es angesichts des Rückstandes des Prinzen, der 73 Stimmen erreichte, "nicht gut gewesen", wenn es eine zweite Runde gegeben hätte. Im zweiten Durchgang hätte eine einfache Mehrheit gereicht.
Er sei jetzt zum fünften Mal zum Präsidenten gewählt worden, also könne sein Image nicht so schlecht sein, stellte Blatter fest. Er kündigte aber an, das Image des Verbandes aufpolieren zu wollen.
"Es wurde gesagt, dass ich verantwortlich bin für das, was passiert ist. Ich übernehme die Verantwortung und wir müssen nun ein besseres Image für die FIFA aufbauen und ich weiss auch wie", sagte Blatter im Sender FIFA TV. Die Arbeit daran sollte bereits am Samstag bei der Sitzung des Exekutivkomitees aufgenommen werden. Es müsse sichergestellt werden, dass etwa Entscheide der Disziplinarkommission und der FIFA in die Konföderationen gelange.
USA und Australien enttäuscht
In dieser Woche wurden kurz vor dem Jahreskongress des Weltfussballverbandes mehrere führende Funktionäre aus dem Umfeld von Blatter wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen. Seit Beginn der 90er Jahre sollen mehr als 150 Millionen Dollar geflossen sein.
Der australische und der US-Verband zeigten sich enttäuscht über die Wahl Blatters. Beide sagten aber auch zu, sich innerhalb der Organisation für Änderungen einzusetzen. "Unser Ziel ist eine Führung der FIFA, die verantwortungsvoll, nachvollziehbar sowie transparent ist und im Interesse des Fussballs ist", teilte der Präsident des US-Verbandes, Sunil Gulati, mit.
Der wichtige Sponsor Coca-Cola forderte Aufklärung des Skandals. Der Weltfussballverband müsse konkrete Schritte unternehmen. Coca-Cola ist seit 1974 FIFA-Partner und sponsert seit 1978 die Fussball-WM. Der jetzige Vertrag läuft laut FIFA bis 2022, wenn der Wettbewerb in Katar ausgetragen wird.