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Dieser Film zeichnet erstmals ein wenig bekanntes Kapitel der chilenischen Geschichte nach: Nach ihrem Exil in Europa kehren Aktivisten der Bewegung der revolutionären Linken (MIR) zurück, um den Kampf gegen die Pinochet-Diktatur zu unterstützen. Ihre Kinder hatten sie zunächst in Europa, später in Cuba in sogenannten ‘Project Home'-Gemeinschaftshäusern, in Sicherheit gebracht. Die Kinder wuchsen fern ihrer Eltern auf, die aufgebrochen waren, für ihre politischen Ideale in Chile zu kämpfen. Der Blick der Filmemacherin, die selbst eines der zahlreichen Kinder war, die in einer dieser für die damalige Zeit einzigartigen gemeinschaftlichen Struktur untergebracht waren, konfrontiert die utopischen Beweggründe von damals mit den Erkenntnissen von heute, dem Bedauern und teils auch der Desillusionierung dieser Kinder, die nun Erwachsene sind. Anhand einer Vielzahl von gesammelten Zeugenberichten und wertvollen Archiven regt der Film ausserdem dazu an, darüber nachzudenken, welcher Preis damit verbunden ist, die Familie dem politischen Engagement und dem Kampf für die Freiheit zu opfern.
Jasmin Basic