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Onóbrychis viciaefoliaScop. (OnóbrychissativaLam., Esper), perennierend,
30-60 cm hoch, mit 9-12 paarig gefiederten Blättern, bis 5 cm langen Blütenähren, blaßroten, karminrot geäderten Blüten
und kreisrundlichen, auf den Seitenflächen grubig netzigen Hülsen, deren oberer Rand dick und gerade, während der untere
dünne, gekrümmte kammförmig gezahnt ist. Die Esparsette wächst wild in Süd- u. Mitteleuropa und wird
in Deutschland,
[* 7] Frankreich und England als Futtergewächs allgemein kultiviert, bei uns seit Anfang des 18. Jahrh. Neben
der gewöhnlich gebauten einschnittigen Onóbrychis sativa communis Alfd.
unterscheidet man noch die zweischnittige Onóbrychis sativa bifera und die dreischürige Onóbrychis sativa
maxima, beides nur Kulturformen, welche je nach Boden und Pflege von einer Spielart in die andre übergehen.
Man erntet vom Hektar von der Onóbrychis sativa communis 3000-4000 kg Heu, von Onóbrychis sativa bifera 4500-5600 kg und von der Onóbrychis sativa
maxima im günstigsten Fall 7500 kg Heu. Die Esparsette verlangt einen kalkhaltigen, trocknen Untergrund u. nimmt auf solchem
auch mit geringerm Boden vorlieb, auf welchem die Luzerne nicht mehr wachsen würde. Sie mischt sich auch
in das Gras dürrer Wiesen und erscheint auf bessern Wiesen in Gesellschaft mit der Luzerne. Man säet sie in ein durch Hackfrüchte
gereinigtes Land mit ihren Hülsen ohne Schutzfrucht ein und muß sie von Unkraut rein halten, welches
besonders in den spätern Jahren immer mehr aufkommt.