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Lorenzo Mattotti
11.11.2017 - 11.03.2018
Der 1954 in Brescia geborene, heute in Paris lebende Maler, Illustrator und Comiczeichner Lorenzo Mattotti gehört zu den wichtigsten Comiczeichnern weltweit. Schon während seines Architekturstudiums in Venedig zeichnet er Comics, danach widmet er sich ganz dem Zeichnen, Malen und Illustrieren. Bereits Ende der 1970er-Jahre, als Gründer des Kollektivs Valvoline, vertritt Mattotti ein weit gefasstes Verständnis von Kunst, Architektur, Film und Design. Nach mehrheitlich schwarzweissen Anfängen findet er zu den dynamischen, farbstarken, expressiv aufgeladenen Bildern in fast wortlosen Comics, die ihn berühmt gemacht haben. Sein 1985 veröffentlichter sinnlicher Comicroman "Feuer" mit surrealistischen, traumtänzerischen Inhalten in ungewohnt kreidiger Technik ist ein Meilenstein der Comicgeschichte. Mattotti kehrt aber immer wieder zurück zur Zeichnung, 1991 erscheint der in fragiler Linienführung gehaltene Comicroman "L'Homme à la fenêtre". Er illustriert Klassiker wie "Hänsel und Gretel" und wird 2003 für seine Version von "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" mit dem Eisner Award ausgezeichnet. Kooperationen mit Musikern wie Lou Reed oder Filmern wie Wong Kar-Wai und Steven Soderbergh sind typisch für diesen Grenzgänger, dessen Zeichnungen auch in grossen Zeitungen und Magazinen wie "The New Yorker", "Le Monde" und "Süddeutsche Zeitung" zu finden sind.
Die retrospektiv angelegte Ausstellung im Cartoonmuseum Basel, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entsteht, präsentiert wichtige Stationen seines breiten Schaffens von 1980 bis heute und legt einen Schwerpunkt auf Stadt und Raum.
Vernissage: 10.11.2017 18.30 h