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Der Minister will sein Land von den Öleinnahmen unabhängig machen. "Die starke Abhängigkeit des saudi-arabischen Staatshaushalts von Saudi Aramco hat mir lange Sorgen bereitet. Es ist richtig, dass sich die Regierung schrittweise aus dieser Abhängigkeit lösen will." Al-Falih setzt beim Umbau des Landes auf das Ausland: "Westliche Unternehmen spielen die Schlüsselrolle", sagte er und verwies dabei auf Siemens . "Siemens ist ein gutes Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit mit einem deutschen Unternehmen", sagte der Minister.
Die saudische Regierung spricht aber auch gezielt den Mittelstand an: "Am besten sollten auch die Zulieferer zu uns kommen. Wir stellen gerne ein attraktives Umfeld für diese Unternehmen bereit." Al-Falih stellte eine behutsame kulturelle Öffnung des Landes in Aussicht: "Wir wollen in Abwägung mit unserem Erbe, unserer Kultur und unserer Religion den Menschen ermöglichen hier zu entspannen, ihre Kinder grosszuziehen, Unterhaltung zu geniessen, Shoppen zu gehen und ihr hier hart verdientes Geld auszugeben", sagte der Minister.
Al-Falih warnt aber auch vor den Folgen anhaltend niedriger Ölpreise. Das aktuelle Ölpreisniveau führe dazu, dass nicht genügend Einnahmen generiert werden, um damit investieren zu können, sagte er. Der Preisrückgang habe bereits "zu verringerten Investitionen und zu einem erheblichen Rückgang des Ölangebots" aus bestimmten Quellen geführt. "Wir brauchen einen höheren Preis als 50 Dollar, um langfristig ein Gleichgewicht zu erreichen", sagte der Minister. Das Optimum liege "irgendwo zwischen" 110 Dollar, die vor einigen Jahren gezahlt wurden, und dem heutigen Wert von 50 Dollar, sagte der Minister./jsl/stb
(AWP)