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Mit dem Monetarismus wird ein wirtschaftstheoretisches Konzept bezeichnet, welches die Steuerung der Geldmenge in den Mittelpunkt stellt.
Mit dem Konzept des Monetarismus ist eine Wirtschaftspolitik verbunden, die vor allem auf die Steuerung der Geldmenge abzielt und Eingriffe des Staates ablehnt. Der Monetarismus wird auch als Gegenentwurf zum angebotsorientierten Keynesianismus verstanden, bei dem Staat und Politik eine wichtige Rolle einnehmen.
Man kann sich das Wirtschaftssystem als einen Kreislauf vorstellen: Haushalte stellen Arbeit und Kapital für Unternehmen zur Verfügung und erhalten dafür einen Lohn und Zinsen. Die Unternehmen produzieren damit Güter, die sie den Haushalten verkaufen. Lohn, Zinsen und Güterpreise werden in Geld bezahlt.
Eine Notenbank ist dafür verantwortlich, welche Geldmenge sich im Wirtschaftskreislauf befindet. Die Geldmenge sollte gemäss monetaristischen Prinzipien im gleichen Masse wachsen wie die Wirtschaft. Zu viel Geld aber führt dazu, dass die Güterpreise steigen. Ein Preisanstieg auf breiter Front wird Inflation genannt. Eine zu hohe Inflation ist schädlich, da sie zu einer ineffizienten Verteilung der verfügbaren Ressourcen führt, die Kaufkraft reduziert und Schuldner auf Kosten von Sparern bevorteilt.
Der Monetarismus ist eine der einflussreichsten Denkschulen in der Volkswirtschaftslehre. In den 1960er-Jahren gewann sie an Popularität dank ihrem wichtigsten Vertreter, Milton Friedman.
Friedman und andere Monetaristen waren überzeugt, dass der freie Markt sich selbst regulieren würde. Hingegen waren sie äusserst skeptisch bezüglich der Rolle des Staats. Aus Sicht des Monetarismus sollte der Staat nur die äusseren Rahmenbedingungen vorgeben und sich ansonsten zurückhalten. Jegliche staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft lehnt der Monetarismus ab. Mittels seiner Fiskalpolitik, also Staatsausgaben und Steuern, verzerrt der Staat gemäss den Monetaristen Angebot und Nachfrage an den freien Märkten und sorgt so erst für Instabilität.
Der Monetarismus hatte nachhaltig Erfolg in dem Sinne, dass er die Wichtigkeit der Preisstabilität verankert hat. Für viele Notenbanken weltweit ist dies weiterhin das wichtigste Ziel, auch für die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die SNB strebt eine jährliche Inflation zwischen 0% und 2% an.