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13.02.20
Die betrügerische Anfrage für eine Offerte oder eine Paketsendung kommt nicht nur per E-Mail sondern zusätzlich per Telefon
Mit einer neuen Methode versuchen Online Betrüger die Verteilung ihres Trojaners zu intensivieren. Sie rufen das Opfer auch noch an.
Aktualisiert
27.03.20, 16.30 Uhr
Die Betrugsmasche
Die Betrüger kontaktieren das Opfer entweder zuerst telefonisch und zeigen Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit, woraufhin eine angebliche Offerte, etc. per E-Mail zugeschickt wird, oder kontaktieren das Opfer im Nachhinein, um sicherzugehen, dass das Opfer das E-Mail mit der angeblichen Freischaltung der Paketsendung, etc. beachtet. Klickt das Opfer auf den Link im PDF Dokument, so wird eine heimtückische Malware auf den Computer geladen, die sich nicht mehr entfernen lässt.
Beispiel für die aktuelle Variante "Silvia Schenker"
Zurzeit wird das Opfer vorgängig durch eine Betrügerin per Telefon (0775244704) oder per E-Mail (<email-pii> oder <email-pii>) kontaktiert, wobei sich die Betrügerin als Silvia Schenker, Professorin der Zürcher Fachhochschule, ausgibt und dem Opfer eine Offerte bzw. ein Angebot unterbreiten möchte. Diese Masche wird im Raum Zürich angewendet.
In der Folge wird das Opfer von einer angeblichen Christine Brantschen per Telefon (0225087803) und per E-Mail (<email-pii>) kontaktiert und darauf hingewiesen, dass die Offerte bzw. das Angebot per Einschreiben verschickt worden sei und mit der Bestätigung per Link im angehängten PDF Dokument freigeben kann.
Beispiel für die aktuelle Variante "Evelyne Butikofer"
Zurzeit wird das Opfer vorgängig durch eine Betrügerin per Telefon (0782226424 oder 0775244704 angeblich Melanie Farner) (0225087803 bzw. 0041225087803 angeblich Sandra Guntern) oder per E-Mail (<email-pii>, <email-pii> angeblich Evelyne Bütikofer, <email-pii>) kontaktiert, wobei sich die Betrügerin als angebliche Evelyne Bütikofer, Assistentin von Herrn Prof. Dieter Ammann der Berner Fachhochschule ausgibt und das Opfer zur Eingabe einer Offerte einlädt. Diese Masche wird im Raum Bern angewendet.
Beispiel für die aktuelle Variante "Anita Riethmann"
Zurzeit wird das Opfer vorgängig durch eine Betrügerin per Telefon (0775244704) oder per E-Mail (<email-pii>) kontaktiert, wobei sich die Betrügerin als angebliche Anita Riethmann, Leiterin Administration SHSS, der Universität St.Gallen ausgibt und dem Opfer eine Offerte bzw. ein Angebot unterbreiten möchte. Diese Masche wird im Raum St.Gallen angewendet.
Was muss ich tun
- Klicken Sie KEINESFALLS auf den Link im PDF
- Schreiben Sie die Telefonnummer der Betrüger auf und melden sie uns
- Kopieren Sie den Link im PDF und schicken Sie sie ihn uns
- Schicken Sie uns die Emailadresse des Mailversenders
Ich habe schon auf den Link geklickt
- Benutzen Sie den Computer nicht mehr weiter, ihre Zugangsdaten zu Online Diensten können sonst von den Betrügern mitgelesen werden
- Erstatten Sie Strafanzeige beim örtlichen Polizeiposten
- Lassen Sie Ihren Computer komplett neu aufsetzen
Hinweise für den IT Fachmann
Um festzustellen, ob der Computer infiziert ist, kontrollieren Sie die Proxy Einstellungen im Betriebssystem und im Browser. Die Malware richtet eine lokale Umleitung auf täterische Websites im TOR Netzwerk ein. Dazu installiert sie einen portablen TOR Browser und SOCAT.