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"Ich werde zur Verfügung stehen", sagte er vor den Medien. Er habe die Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) darüber informiert. Unterstützt wird er von der brasilianischen Regierung.
Offiziell einreichen wird er seine Kandidatur mit Beginn des Bewerbungsverfahrens. Dieses dürfte an der nächsten Generalversammlung im Oktober anlaufen und bis Ende Jahr dauern.
Der Brasilianer hatte sein Amt im September 2013 aufgenommen, für eine Amtszeit von vier Jahren. Die nächste WTO-Ministerkonferenz ist für Ende 2017 vorgesehen.
Die WTO stand immer wieder in der Kritik, da sich die Länder keine Einigung gefunden hatten in der Doha-Runde. Die Positionen zwischen den USA, China und Indien sind zu verhärtet. Vorwürfe, wonach er einigen Ländern näher stehe als den anderen, wehrte Azevedo ab. "Ich repräsentiere die gesamte WTO", sagte er.
Angesprochen auf die Äusserungen des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, wonach die USA im Falle eines Wahlsiegs Trumps aus der WTO austreten könnte, blieb Azevedo diskret. Er sei nicht Teil des Wahlkampfs, sagte er. Zudem wolle er sich nicht auf Spekulationen einlassen, was ein Austritt der USA aus der WTO tatsächlich bedeuten könnte.
Als ernsthaftes Problem nannte Azevedo die weltweit wirtschaftliche Unsicherheit. Umso wichtiger sind in den Augen der WTO die globalen Handelserleichterungen. Diese könnten gemäss WTO als Katalysator für wirtschaftliches Wachstum wirken.
(AWP)