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Donald Trumps (74) grosse Chancen auf eine Wiederwahl zermürben Hillary Clinton (73). «Es macht mich buchstäblich krank im Bauch, wenn ich daran denke, dass wir noch vier Jahre von diesem Missbrauch und der Zerstörung unserer Institutionen betroffen sein werden», sagte die ehemalige US-First-Lady und US-Aussenministerin gegenüber der «New York Times».
Mehr noch: Eine Wiederwahl würde «kognitive Dissonanzen schweren Grades» auslösen. Als kognitive Dissonanz bezeichnet die Sozialpsychologie einen unangenehmen Gemütszustand.
Republikaner sind «Feiglinge»
Clinton, die vor vier Jahren für die Demokraten erfolglos gegen Trump angetreten war, ist sich sicher, dass es vielen Republikanern genau so ergehe wie ihr. «Die meisten Republikaner wollen das Kapitel beenden. Sie wollen ebenfalls, dass er geht, aber sie können es nicht öffentlich sagen.» Sie bezeichnet die Republikaner, welche die Trump-Präsidentschaft ermöglichten, als «Feiglinge» und «rückgratlos».
Auf die Frage, ob eine Präsidentin die Pandemie besser bekämpft hätte als Trump, antwortete Clinton: «Ohne Zweifel, vor allem, wenn ich es gewesen wäre. Ich bin dafür geboren worden.»
«Hillary hat mehr Energie als Biden»
Donald Trump hat bisher auf diese Äusserungen nicht reagiert. Am Sonntag, als er Hillary Clinton mit seinem aktuellen Herausforderer Joe Biden (77) verglich, attestierte er ihr mehr Energie und mehr Intelligenz. So spottete Trump über Biden: «Er muss zurück ins Bett. Hillary verbrachte auch viel Zeit im Bett. Aber sie hatte klar mehr Energie als er.»
Laut Umfragen liegt Biden zurzeit gegenüber Trump zwar klar in Front. Auch vor vier Jahren waren die Demokraten mit Hillary Clinton bei den Umfragen voraus, erlitten dann aber bei der Wahl eine Niederlage. (gf)