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Zurück zum Advanced Hypertext!
Um mit einem gewaltigen, die Welt umspannenden Informationsraum umgehen zu können, benötigen die Nutzer bewährte Funktionen wie Super-Links (fat links), typisierte Links, integriertes Suchen und Blättern, Übersichtskarten, Designs für grosse Bildschirme und physischen Hypertext.
by Jakob Nielsen (deutsche Übersetzung) - 03.01.2005
Als Tim Berners-Lee 1991 das Web erfand, hatte er die geniale Idee, den Kern des Hypertext-Konzepts herauszuarbeiten und ein System zu entwerfen, das mit minimalen Funktionen kreuz und quer durchs Internet navigiert.
In der Tat verfügt das Web nur über ein einziges Funktionselement: einfache Links als Einbahnen, die die bestehende Seite durch eine neue ersetzen. Zugegebenermassen hat die Funktion noch ein paar Extras wie die Möglichkeit, zurückzugehen oder den Link in einem neuen Fenster zu öffnen (wovon ich übrigens abrate), aber im Grunde hat das Web keine weitergehenden Hypertext-Funktionen.
Neue Web-Funktionen
Seit den ersten Hypertext-Systemen der 1960er Jahre sind viele weitere Funktionen erfunden worden, und manche davon haben sich als nützlich erwiesen. Vielleicht ist es an der Zeit, das eine oder andere Funktionselement im Web einzubauen.
Super-Links (fat links)
Super-Links sind Links, die auf mehr als eine Seite verweisen. Jetzt, wo Browser wie Firefox und Safari das Tabbed-Browsing unterstützen, ist es möglich, mit Links zu arbeiten, die mehrere Reiter öffnen und mit einem Klick gleich mehrere Ziele gleichzeitig zugänglich machen.
Obwohl die meisten Nutzer Reiter mögen, bin ich persönlich nicht sonderlich begeistert davon, vielleicht weil ich einen ziemlich grossen Bildschirm verwende (2048*1536 Pixel). Auf dem grossen Bildschirm lassen sich multiple Seiten normalerweise besser in Fenstern handhaben als in Reitern. Die Usability von Aufgabenleisten verbessert sich, weil man in der Schaltfläche oder am Fuss des Bildschirms mehr als bloss den Fenstertitel sehen kann. Zudem kann man auf dem grossen Bildschirm gleichzeitig mehrere Fenster anzeigen, was die Usability kritischer Aufgaben wie Sammeln, Vergleichen und Auswählen (den Hauptaufgaben im Web) dramatisch verbessert. Doch auch Reiter haben ihre Vorteile, und ohnehin stellen sie nicht die einzige Möglichkeit dar, Super-Links zu verwirklichen.
(Nebenbei: Lesezeichen (Favoriten, Bookmarks) sind eine Sonderform von Links; die Möglichkeit bei Firefox, alle Lesezeichen eines Ordners gleichzeitig zu öffnen, ist also ein Super-Lesezeichen.)
Typisierte Links
Wenn die Nutzeroberfläche unterschiedliche Linktypen formal erkennen könnte, könnte sie sie unterschiedlich anzeigen und handhaben. Der naheliegendste Typenunterschied ist der zwischen internen Links einer Website und Links, die auf andere Sites verweisen.
Die Browser könnten schon heute diesen Unterschied berücksichtigen, indem sie einfach den Domainnamen im URL beachten: Wenn man gerade eine Seite von foobar.com anschaut, sind alle Links zu Seiten von foobar.com intern und alle anderen sind extern. Ein etwas weiter fortgeschrittenes System könnte zudem die Möglichkeit berücksichtigen, dass ein gegebenes Unternehmen mehrere Domains unterhält.
Schon viele Webdesigner haben versucht, Symbole zu entwerfen, die den Nutzern externe Links anzeigen, aber diese Bemühungen scheitern in der Regel an der fehlenden Standardisierung dieser Designs. Gemäss dem Jakobschen Gesetz verbringen die Nutzer ihre meiste Zeit auf anderen Sites und bilden ihre Erwartungen auf Grundlage ihrer gesammelten Nutzererfahrung. So lange nicht alle Websites die gleichen Symbole verwenden (und sie konsistent einsetzen), ist der Versuch zur Kenntlichmachung einzelner Linktypen mit Icons zum vornherein zum Scheitern verurteilt. Anders wäre es, wenn man die Typen auf einer tieferen Ebene des Systems einbetten könnte.
Natürlich könnten typisierte Links noch ganz andere Zwecke haben als die Unterscheidung zwischen internen und externen Links. Zum Beispiel könnten die Browser Ziele, die kostenpflichtig sind oder eine Registrierung erfordern, anders behandeln als freie Links. In ähnlicher Weise könnten sie unterscheiden zwischen Links, die Argumente für, und solchen, die Argumente gegen eine bestimmte Position anbieten.
Ausgewiesene Strukturen
Anstatt auf kleinster Ebene Link und Seite als einzige Kriterien der Nutzeroberfläche zu behandeln, könnten wir auch ein ausgewiesenes Spiegelbild der Informationsarchitektur hinzufügen. Opera-Browser tun das bereits, indem sie den Nutzern Knöpfe anbieten, die zur Startseite, zur Hilfe, zur Kategorienübersicht usw. einer Website führen.
Der Vorteil solcher ausdrücklich strukturellen Befehle liegt darin, dass die Nutzer nicht mehr länger Sklaven des individuellen Site-Designs sind. Die Nutzer müssen nicht mehr länger unter schlechten Designs leiden. Und selbst auf guten Websites brauchen sie bloss einen Standardbefehl zu benutzen, der immer das gleiche bewirkt, und müssen keine Zeit mehr damit verbringen, die Navigation jeder neuen Site zu begreifen. Die Popularität des "Zurück"-Knopfes gründet zur Hauptsache auf diesem Umstand: Dank ihm braucht man nicht die Seite nach einem Link zu durchsuchen, der vielleicht das gleiche bewirkt.
Vom Nutzer angelegte Strukturen
Eine besonders interessante Form strukturierter Nutzeroberflächen sind Strukturen, die die Nutzer selbst anlegen und dem existierenden Hypertext überstülpen. Zwei Beispiele: Bemerkungen und geführte Touren.
- Bemerkungen legen vom Nutzer erzeugte Inhalte wie Text, Skizzen oder Links zu anderen Sites obenauf. Dieses Strukturelement hat viele Zwecke, darunter den, einen einfach daran zu erinnern, was einem beim letzten Besuch der Site begegnet oder eingefallen ist.
- Geführte Touren erlauben es einem, eine Serie von Webseiten und Site-Abschnitten zu sammeln, mit zusätzlichem Material zu kombinieren und in eine neue Struktur zu bringen, die man an andere weitergeben kann. Das ist hervorragend für E-Learning-Anwendungen geeignet, aber auch für pragmatischere Zwecke. Zum Beispiel, wenn man einen Einkauf fürs Unternehmen recherchiert und dem Chef eine geführte Tour zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Optionen zusenden will.
Integration von Suchen und Blättern
Die Suche ist einer der populärsten Einstiege ins Web, und sie hat den enormen Vorteil, dass der Nutzer dabei ausdrücklich angibt, was er bei jedem Besuch eigentlich vorhat. Leider lässt der Nutzer alle Informationen über seine aktuelle Suchanfrage hinter sich, sobald er von der Suchergebnisseite aus weiterblättert.
1990 zeigte das SuperBook-Projekt von Bell Communications Research deutlich, welche Vorteile es bringt, wenn man das Suchergebnis in die Navigationsmenüs und andere Übersichten direkt über dem Informationsraum integriert. Es gibt im Prinzip drei verschiedene Ansätze, dies zu tun.
Der erste liegt darin, auf jedem Navigationsknopf einfach die Trefferzahl für das Suchwort in dem Bereich anzugeben, auf den der Knopf verweist.
Ein zweiter, weitergehender Ansatz könnte Suchrelevanzen gebündelt anzeigen. Eine Website könnte zum Beispiel einen Bereich mit einer extrem relevanten Seite gegenüber einem anderen Teil mit zehn weniger relevanten Seiten hervorheben. In jedem Fall liegt die Kunst darin, dem Besucher anzuzeigen, wie stark die jeweiligen Möglichkeiten zum Weiternavigieren zu seiner aktuellen Suchanfrage passen.
Auch wäre es sehr nützlich, die Suchwörter hervorzuheben, wenn der Besucher auf einer Seite angekommen ist. Dadurch könnte er leichter erkennen, warum gerade diese Seite als relevant eingestuft wurde, und er könnte schneller entscheiden, ob er bleiben oder weitergehen soll. Das Hervorheben von Suchwörtern unterstützt den Nutzer auch dabei, seine Aufmerksamkeit auf den relevantesten Teil der Seite zu konzentrieren.
Ein dritter Ansatz der Integration von Suchen und Blättern liegt in der Darstellung gezielterer Werbung. Wenn die Website die letzte Suchanfrage des Nutzers kennt, kann sie anstelle von Werbung allgemeiner Art genau solche Werbung einblenden, die mit diesen Schlüsselwörtern zu tun haben. Allerdings werden Anzeigen auf inhaltlichen Seiten nie so erfolgreich sein wie die gleichen Anzeigen auf Suchergebnisseiten - weil sich das Nutzerverhalten bereits vom Suchen zum Lesen verwandelt hat. So lange sie noch in der Suchmaschine sind, suchen die Nutzer nach Zielen, wo sie hingehen wollen, und klicken deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Anzeigen, die das in der Suchanfrage verborgene Problem zu lösen versprechen. Auf einer inhaltlichen Seite kollidiert die gleiche Anzeige dagegen mit dem Bestreben des Besuchers, den Inhalt zu verarbeiten und möglicherweise zur Suchmaschine zurückzukehren, um das nächste Ziel auszuwählen. Doch auch dann sollte eine zum aktuellen Problem des Besuchers passende Anzeige andere Formen der Werbung ausstechen, die mit weniger Aufmerksamkeit für die spezifische Nutzersituation (wie sie die letzte(n) Suchanfrage(n) implizieren) ausgewählt wird.
Vor allem Unternehmen wie Yahoo! und MSN, die Suchmaschinen mit einem Netz anderer Dienste verbinden, könnten von Werbeeinblendungen auf Inhaltsseiten profitieren. Solche Sites können ihr Wissen über die Suchanfragen der Nutzer direkt auf die übrigen Teile ihres Netzes übertragen. Andere Sites könnten die Suchbegriffe der Nutzer aus den Referrer-Daten extrahieren, die gewöhnlich einlaufen, wenn Besucher von Suchmaschinen her eintreffen. Oder aber die Suchmaschinen könnten künftig den aktuellen Abfragestring nicht mehr gratis weiterreichen, sondern ihn auf Wunsch als separates Datenpaket an die Zielsites verkaufen.
(Sobald wir einmal damit begonnen haben, Schlüsselwortrelevanzen in das Verhalten jenseits des ersten Suchergebnisses zu übertragen, wird es interessant sein zu messen, wie schnell sich die ursprünglichen Absichten der Nutzer ändern und wie schnell deshalb eine Anpassung an seine ursprüngliche Absicht an Wert verliert. Es würde mich nicht überraschen, wenn sich der Wert der Schlüsselwörter in fünf Minuten in Luft auflöst - Webnutzer sind ein flüchtiges Volk.)
Übersichtskarten
Gemäss mehreren Studien mit Hypertexten der Vor-Webära konnte eine Übersichtskarte des Informationsraumes die Nutzereffizienz um 12 bis 41 Prozent steigern. Zu wissen, wo man ist, wo man war und wohin man gehen kann, hilft beim Navigieren mit Online-Informationen signifikant weiter.
Navigationsmenüs und Sitemaps sind zwei verbreitete Umsetzungen solcher Übersichtskarten, aber keine davon stellt sämtliche Funktionen zur Verfügung, die die Nutzer benötigen. Wegen des beschränkten Platzes geben Navigationsmenüs nur einen begrenzten Einblick auf die Optionen des Nutzers. Sitemaps heben nicht hervor, wo sich der Nutzer gerade befindet, zumal er den aktuellen Ort verlassen muss, um auf die Sitemap als separater Seite zu landen.
Sicher wäre es hilfreich, wenn sich die Designer an die Designrichtlinien für Sitemap-Usability halten würden. Aber letztlich müssen die Designer Übersichtsdiagramme mit dem Browser abstimmen, um die folgenden Kernfunktionen erfüllen zu können:
- "Ihr Standort"-Markierungen
- Fussspuren, die anzeigen, wo der Nutzer gewesen ist. Sites, die die Farbe der besuchten Links ändern, bieten diese Funktion zum Teil, vorausgesetzt, ihre Sitemaps verwenden Textlinks. Aber auch diese Sites lassen zwei unabdingbare Elemente von Fussspuren vermissen:
- das Markieren von Bereichen, die der Nutzer besucht hat (auch dann, wenn er nicht auf der Hauptseite des Bereichs war, also die genaue Adresse des Links nicht gesehen hat)
- unterschiedliche Markierungen je nach Umfang, in dem ein Besucher einen bestimmten Bereich bereits besucht hat (hat er z.B. alle Seiten des Abschnitts gesehen oder nur ein paar davon?)
- Suchwortdichte-Anzeigen, wie sie oben im Abschnitt "Integration von Suchen und Blättern" angesprochen wurden.
Design für grosse Bildschirme
Im Prinzip ist das Web unabhängig von der Bildschirmgrösse. Doch in der Praxis wird das Web für das Nutzererlebnis mit kleinem Bildschirm angelegt, bei dem die Nutzer auf enger Breite immer nur jeweils eine Seite betrachten (normalerweise 800 oder 1024 Pixel). In der Regel muss man scrollen, um Informationen zu sehen, die nicht mehr auf den kleinen Bildschirm passen.
Sobald wir Bildschirme haben, die so gross und gut aufgelöst sind wie eine aufgefaltete Zeitung, ändert sich die Nutzeroberfläche. Es wird möglich, mehr auf räumlichen Hypertext zu setzen statt bloss auf das lineare Scrollen. In der Tat, das Konzept einer Seite an sich könnte verschwinden und Bündelungseinheiten Platz machen, die auf höherer Ebene multiple Dateneingänge kombinieren.
Die weite Verbreitung von Portlets in Intranetportalen gibt eine leise Ahnung davon, welches Potenzial in Einheiten steckt, die multiple Informationen integrieren, die sich jeweils unabhängig abrufen und aktualisieren lassen.
Physischer Hypertext
Statt bloss auf unterstrichene Wörter auf dem Bildschirm zu klicken, könnten die Nutzer auch durch bestimmte physische Handlungen auf eine Zielseite gelangen. Auf Objekten könnten Hypertext-Links verankert werden.
Verschiedene bereits gescheiterte Projekte haben bereits versucht, physischen Hypertext im Web zu etablieren. Das prominenteste und unbedarfteste Beispiel ist CueCat: ein Strichcode-Scanner, mit dem die Nutzer Zeitschriftenanzeigen scannen konnten, um mehr über die beworbenen Produkte zu erfahren.
CueCat scheiterte aus zwei Gründen:
- Es nützte den Werbetreibern und nicht den Nutzern, und so hatten die Leute wenig Antrieb, für die seltenen Gelegenheiten, wo sie Folgeinformationen zu einer Anzeige haben wollten, ein CueCat bereit zu halten. Eine Webadresse einzutippen ist einfacher als ein spezielles Gerät herauszukramen.
- Es war an den PC angebunden, half den Leuten also nicht weiter, wenn sie beim Einkaufen oder anderswo, wo sie keinen PC-gebundenen Webzugang hatten, Informationen haben wollten.
Zukünftige Projekte mit physischem Hypertext müssen diese beiden Hürden überwinden. Es ist nicht schwer, Strichcode Scanner und Funkerkennungsleser (RFID) in Mobiltelefonen und anderen internetfähigen PDAs einzubauen. Solche Geräte können Links von physischen Objekten aus herstellen, die den Nutzern begegnen, wenn sie draussen unterwegs sind. Wohin sollten die Links führen? - Nicht bloss zu Werbung, sondern auch zu anderen nützlichen Informationen wie Warentest-Websites oder Einkaufsberatern, die den Nutzern sagen, ob sie gerade ein gutes Geschäft machen.
Kooperation
Surfen im Web ist ein solitäres Erlebnis. Das Leben ist anders.
Ich erwähne die Kooperation als letzte Funktion, weil die bisherige Forschung am wenigsten Anleitung zu bieten hat. Es gibt ein paar Arbeiten über verteilte Hypertexte, bei denen die Leute einen kooperativen Wissenspool aufbauen oder gemeinsam Probleme lösen. Wikipedia bietet ein primitives Beispiel für die Potenz eines von vielen Nutzern aufgebauten Hypertextes. Doch in der Hauptsache bleibt die Kooperation ein Feld mit immensen Möglichkeiten und wenig Fortschritt.
Gibt es einen Ausweg?
1995 habe ich fünfzehn Hypertext-Funktionen aufgeführt, die die damaligen Web-Browser vermissen liessen. Es waren dies:
- Eine Suchfunktion (d.h., eine Suche, die sich so nennen kann)
- Ein Übersichtsdiagramm (globaler oder lokaler Art)
- Geführte Touren (Pfade)
- Tabellenüberschriften, die es erlauben, einigen Hypertext im Zusammenhang mit anderem, der Kommentare dazu liefert (dies wäre nützlich für Schulungs-/Erziehungszwecke)
- Fat Links (die mehrere Ziele zugleich öffnen)
- parametrisierte Spuren zurück
- Visueller Zwischenspeicher
- "Fliegen" durch den Informationsraum (und andere Formen der schnellen Visualisierung der Hauptinformationen dieses Raumes)
- Vererbung und Bündelung von Links
- Zeitabhängige Darstellung (Breadcrumbs altern in gegenwärtigen Systemen)
- Visuelle Effekte zur Betonung der verschiedenen Dimensionen der Navigation
- Pop-up Links (die nur sichtbar bleiben, solange der Nutzer eine bestimmte Handlung explizit ausführt und durch die das Fenster aktiv bleibt)
- Mehrsprachige Darstellung von Texten
- Relevanz-Ratings mit Hypertext-Ankern erstellen (z.B. Relevanz gemäss Berechnungen aus Suchanfragen oder den Interessen einer Community)
- Filtern von Ankerlinks
In den vergangenen zehn Jahren wurde keine dieser Ideen implementiert - ausser der Suchbox bei Firefox und der Suchleiste beim Internet Explorer.
Verspricht die nächste Dekade mehr Fortschritte? - Ich denke schon. Zum einen könnten die meisten der hier erwähnten Ideen für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil patentierbarer Nutzeroberflächen sorgen. (Ich habe beim Schreiben dieses Artikels mindestens fünf potenzielle Patente erfunden, mich aber nicht um die Anmeldung gekümmert. - Weil es nicht mein Geschäft ist, Patentverletzer zu verklagen. Ein grosses Unternehmen mag diese Patente gerne anhäufen, wenn es will.)
Die letzten zehn Jahre waren ein schwarzes Loch: Viel Aufmerksamkeit galt den vergeblichen Versuchen, das Web dem Fernsehen ähnlicher zu machen. Hoffentlich wird sich die nächste Dekade darauf konzentrieren, den Nutzern mehr Macht zu geben und uns Werkzeuge an die Hand zu geben, um einen weltumspannenden Informationsraum zu meistern.
© Deutsche Version von Jakob Nielsens Alertbox. Institut für Software-Ergonomie und Usability AG. Alle Rechte vorbehalten.