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Der mittlerweile 40-jährige Appenzeller teilte bereits Ende 2017 nach seinem 3. Rang an den Schweizer Viererbob-Meisterschaften seinen Team-Mitgliedern mit, dass es für ihn «fertig» sei. Auf eine Medienmitteilung oder gar Medienkonferenz verzichtete Hefti. In dieser Saison kam er als Pilot im Weltcup über den 16. Rang nicht hinaus; die Olympia-Qualifikation blieb klar ausser Reichweite.
Hefti fehlt der Anschieber
Seit dem Wegzug von Alex Baumann im Sommer 2016 fehlte Hefti ein starker Anschieber. Mit Baumann hatte Hefti vor zwei Jahren die letzten Erfolge gefeiert; den fünften EM-Titel als Fahrer und den 18. Weltcup-Sieg.
Doch vor allem könnte Hefti als bisheriger Silbermedaillengewinner noch nachträglich zum Zweier-Olympiasieger von Sotschi 2014 erklärt werden. Dies für den Fall, dass dem Russen Alexander Subkow Gold wegen Dopings definitiv aberkannt wird.
Hefti bunkert Olympia-Medaillen
Gegenüber der «NZZ» fordert Hefti, dass ihm das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Goldmedaille mit einem Antwortkuvert zusenden sollte, damit er die Silbermedaille zurückschicken könne. «Dann wäre die Geschichte endlich abgeschlossen», so Hefti, der zudem bei Olympia noch drei Bronzemedaillen gewann (2002 und 2006 im Zweier sowie 2006 im Vierer, damals als Anschieber von Martin Annen). Dazu holte Hefti insgesamt sechs WM-Medaillen, Höhepunkt war das Vierer-Gold an der Heim-WM in St.Moritz 2007.
Zuletzt war Hefti noch als Ratgeber der südkoreanischer Bobfahrer tätig. Er gab den Fahrern Tipps im Training, wie sie auf ihrer Olympia-Bahn die schnellste Linie finden könnten. Dabei habe er innerhalb eines Monats mehr Wertschätzung erhalten, als in der Schweiz während zwanzig Jahren, sagt der Appenzeller zur NZZ.
Hefti bleibt dem Bob-Sport treu
Ganz vom Bob-Sport verabschieden will sich Hefti nicht. Touristen werden weiterhin von ihm durch den Eiskanal befördert. Zum Plausch macht er vielleicht wieder einmal an Schweizermeisterschaften mit. «Ich habe mit meinem Sport nicht abgeschlossen», sagt Hefti, «dann braucht es auch keinen Rücktritt», sagt Hefti gegenüber der NZZ.