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Filmkritik: Spitex-Gram69° Festival del film Locarno 2016
Gana (Irena Ivanova) ist Altenpflegerin in der bulgarischen Provinz. Sie klaut ihren Patienten die Identitätskarten, welche dann von ihrem Freund verhökert werden, um damit Scheinfirmen für Geldwäsche zu gründen. Ganas Leben ist ziemlich trostlos. Sie ist entfremdet von ihrer Mutter und mit dem Freund verbindet sie eigentlich nur noch die gemeinsame Morphiumsucht. Als sie mit Yoan (Ivan Nalbatov) einen neuen Patienten bekommt, der einen Chor leitet, ist sie fasziniert von den schönen Kirchengesängen.
Sie freundet sich mit Yoan an, öffnet sich ihm und verbringt auch Freizeit mit ihn. Umso bestürzter ist sie, als Yoan von der Polizei in Gewahrsam genommen wird wegen Betrugs. Auch seine ID ist bei der Mafia gelandet und für krumme Dinge benutzt worden. Anders als Ganas senilere Patienten wehrt sich Yoan aber gegen die Ungerechtigkeit. Was zu üblen Konsequenzen führt, auch für Gana, die das Spiel nicht länger mitmachen will.