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Madama Butterfly
Giacomo Puccinis sechstes Bühnenwerk
Giacomo Puccinis sechstes Bühnenwerk «Madama Butterfly» gehört fest zum Opernkanon und ist eines der meistgespielten Werke. Die Liebes- und Leidensgeschichte der jungen Japanerin Cio-Cio San feiert am Sonntag, 10. Dezember, 19 Uhr in der Inszenierung des amerikanischen Regisseurs Ted Huffman Premiere.
In der Titelpartie ist Svetlana Aksenova zum ersten Mal in Zürich zu erleben. Als Pinkerton debütierend, kehrt der Tenor Saimir Pirgu ans Opernhaus zurück. Die Musikalische Leitung der Philharmonia Zürich übernimmt Daniele Rustioni, der nach Rossinis «Il viaggio a Reims» nun bei einer weiteren Neuproduktion im italienischen Repertoire in Zürich gastiert.
In Gestalt des amerikanischen Marineleutnants Benjamin Franklin Pinkerton bricht die westliche Welt in die festgefügte, durch strenge Bräuche geprägte japanische Gesellschaft Nagasakis ein. Bevor er die 15-jährige Geisha Cio-Cio-San, genannt «Butterfly», heiratet, erhebt er das Whisky-Glas auf den Tag, an dem er sich mit einer Amerikanerin «richtig» verheiratet. Für ihn ist die Verbindung ein exotisches Liebesabenteuer. Für Cio-Cio-San bedeutet sie die Hoffnung ihres Lebens. Fasziniert vom Hauch einer anderen, freieren Welt lässt sie ihre Familie, ihren Glauben und sich selbst zurück.
Nach den Erfolgswerken «La bohème» und «Tosca» verlässt Giacomo Puccini mit diesem Opernstoff zum ersten Mal den europäischen Boden und stellt westliche und östliche Mentalitäten gegeneinander. Zerbrechlich-exotische Klangfarben stehen in seiner bis dahin ambitioniertesten Partitur einem westlich-rauen Musikstil gegenüber. Den scheinbar banalen Konflikt verwandelt Puccini in eine Oper von grosser emotionaler Kraft.
Die aus St. Petersburg stammende Sopranistin Svetlana Aksenova sang die Partie der Cio-Cio San bereits an der Deutschen Oper Berlin, der Norwegian National Opera sowie an der Royal Swedish Opera in Stockholm, im Teatro dell’Opera di Roma, an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und der Bayerischen Staatsoper in München. Saimir Pirgu hat bereits mit Riccardo Muti, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Franz Welser-Möst, Daniele Gatti und Fabio Luisi zusammengearbeitet. Am Opernhaus Zürich stand er zuletzt als Duca in der Neuproduktion von «Rigoletto» und als Alfredo Germont in «La traviata» auf der Bühne.
Quelle: Opernhaus Zürich