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Nach der letzten Eiszeit, vor ungefähr 11’500 Jahren, wandelte sich Mitteleuropa mit dem Einbruch einer wärmeren Klimaphase, dem Holozän, in ein mildes Klimagebiet. Damit wurden die besten Vorraussetzungen für ein “Wohlfühlklima” für grosse Baumarten geschaffen. Das Gesicht Mitteleuropas veränderte sich. Wo zuvor die eher kleinen Tundrengewächse gediehen, wie beispielsweise die Zwergbirken und Kriechweiden, breiteten sich nun weite Wälder aus.
Holz war während der Eiszeit eher Mangelware. Nun war es in Massen vorhanden. Die Menschen lernten schnell, welches Holz sich für welche Techniken und Endprodukte am Besten eignete.
Beispielsweise, die Angehörigen der jungsteinzeitlichen Horgener Kultur vor etwa 5’500 Jahren, waren bereits brilliante Holzhandwerker, die raffinierte Techniken austüftelten. Jeder Gebrauchsgegenstand wurde aus einem bestimmten Teil der dafür geeigneten Baumart gefertigt.
Durch Handelskontakte mit anderen Kulturen und dank des nimmermüden menschlichen Erfindergeistes, hielten unentwegt neue Ideen Einzug nach Mitteleuropa.
Inzwischen haben sich unendlich viele andere Rohstoffe den Weg in den menschlichen Alltag gebahnt. Doch Holz bleibt nach wie vor einer der wichtigsten Werkstoffe, der auf die vielfältigste Weise verarbeitet und genutzt wird.