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Hundewesen
© Valais/Wallis Promotion - François Perraudin
Hunde sind geschätzte und geliebte Gefährten des Menschen. Als verantwortungsvoller Hundehalter ist man nicht nur um eine artgerechte Haltung und Betreuung der Hunde besorgt, sondern verpflichtet sich auch, alle Vorkehrungen zu treffen, um Mensch und Tier vor Aggressions- und Bissvorfällen zu schützen.
Die im Umgang mit Hunden zu erfüllenden gesetzlichen Bestimmungen haben deshalb nebst dem Wohlergehen des Hundes und der Ausbildung des Halters (Sachkundenachweis) auch die Prävention von Bissvorfällen zum Ziel.
Alle notwendigen Informationen zu den Anforderungen bei der Hundehaltung und zur Ausbildung zukünftiger Hundehalter finden Sie unter BLV.
Geltende zusätzliche Bestimmungen im Kanton Wallis
- Es gilt die Leinenpflicht für Hunde innerhalb von Ortschaften (unter Vorbehalt anderslautenden Gemeindeentscheiden);
- Ausserorts müssen Hunde unter Kontrolle stehen;
- Hundekot ist einzusammeln und in den dafür vorgesehenen Einrichtungen zu entsorgen;
- Die Haltung eines Hundes bedingt eine gültige Haftpflichtversicherung.
Der Kanton Wallis hat im Jahr 2005 eine Liste von potenziell gefährlichen Hunderassen und ihren Kreuzungen etabliert, auf welcher folgende zwölf Rassen sowie deren Kreuzungen aufgeführt sind:
- American Staffordshire Terrier;
- Bullterrier;
- Staffordshire Bullt Terrier;
- Pit Bull Terrier;
- Dobermann;
- Argentinische Dogge;
- Fila Brasileiro;
- Tosa;
- Rottweiler;
- Mastiff;
- Neapolitanischer Mastiff;
- Spanischer Mastiff.
Mittels Staatsratsentscheid wurde das Halten von Hunden dieser Rassen auf dem Kantonsgebiet Wallis verboten, mit Übergangsregelungen für Hunde, die vor dem Jahr 2005 geboren wurden. Jegliche neue Haltung dieser Hunde ist entsprechend ausgeschlossen. Ausnahme bildet ein begrenzter Aufenthalt von maximal 30 Tagen pro Jahr. Für die Hunde dieser Rassen gelten nebst der Leinenpflicht auch das Tragen eines Maulkorbs oder eines angepassten Beissschutzes ausserhalb der Privatsphäre.
Meldepflicht von Biss- und Aggressionsvorfällen
Tierärzte, Ärzte, Tierheimverantwortliche, Hundeausbilder sowie Zollorgane sind gemäss der Tierschutzverordnung verpflichtet, dem kantonalen Veterinäramt jegliche Vorfälle, bei denen ein Hund Menschen oder Tiere verletzt hat oder ein übermässiges Aggressionsverhalten zeigt, zu melden. Zudem sind alle Hundehalter im Kanton Wallis durch das kantonale Tierschutzgesetz verpflichtet, dem kantonalen Veterinäramt einen Angriff ihres Hundes auf Personen zu melden. Die jeweiligen Formulare zur Meldung von Bissunfällen finden Sie untenstehend.
Prävention von Bissvorfällen
Der Kanton Wallis bietet ein Programm zur Prävention von Bissunfällen auf Kindern an. Das Programm «prevent a bite», kurz «PAB» genannt, wurde in den 90er-Jahren in Grossbritannien entwickelt mit dem Ziel, Kindern der Stufe Kindergarten und der 1. Primarklasse ein korrektes Verhalten gegenüber Hunden im Alltag zu vermitteln und dadurch aktiv Bissunfällen auf Kinder vorzubeugen. Das Präventionsprogramm wird heute in mehreren Kantonen in der Schweiz angeboten und mit grossem Erfolg durchgeführt. Bei Interesse an der Durchführung eines Kurses in Ihrer Schule oder sogar an der Teilnahme mit Ihrem Hund am Programm PAB als Animator/In wenden Sie sich direkt an das kantonale Veterinäramt.