Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03240.jsonl.gz/1154

In jedem Kanton der Schweiz verlangt die CSS andere Prämien. Dies hängt damit zusammen, dass die Versicherten je nach Kanton unterschiedlich hohe Kosten verursachen.
Wer im Kanton Basel-Stadt oder im Kanton Genf wohnt, zahlt höhere Prämien als jemand, der in Appenzell-Innerhoden zu Hause ist. Was man vordergründig als Ungerechtigkeit taxieren könnte, hat seinen Grund in den unterschiedlichen Gesundheitskosten, die in jedem Kanton anfallen. So musste die CSS 2013 für eine versicherte Person in Basel-Stadt 4629 Franken und im Kanton Genf 3842 Franken aufwenden, während eine Person in Appenzell-Innerhoden Kosten von 2184 verursachte. Die pro Kanton unterschiedlichen Prämien haben also nichts mit Föderalismus, sondern mit der Kostenstruktur zu tun:
Je höher die Kosten pro Kopf sind, desto höher fallen die Prämien aus.
Jeder Krankenversicherer stuft die Prämien nämlich nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden kantonal und regional ab, und der Bundesrat legt die Regionen für sämtliche Versicherer einheitlich fest. Je mehr Ärzte, Spitäler oder Apotheken in einem Kanton vorhanden sind, desto höher sind erfahrungsgemäss die Gesundheitskosten. Kantone mit einer hohen Ärzte- und Apothekendichte (zum Beispiel der Kanton Basel Stadt oder der Kanton Genf) verfügen deshalb über die höchsten bezahlten Leistungen pro versicherte Person.
Und wie wäre es bei einer Einheitskasse?
Auch hier bestünden kantonal unterschiedliche Prämien. Mehr noch: Da pro Kanton noch eine einzige Prämie vorgesehen wäre, müssten in Kantonen mit mehreren Prämienregionen zahlreiche Personen höhere Prämien bezahlen.