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Impaktkrater auf dem Mond I
Die Vorderseite und die Rückseite des Mondes unterscheiden sich erheblich. Auffällig auf der Vorderseite sind die weiten, dunklen, lavagefüllten Becken, die als Mare (pl. Maria) bezeichnet werden. Diese fehlen auf der Rückseite des Mondes fast völlig.
Diese riesigen Einschlagbecken auf der Vorderseite des Mondes müssen in der Früh¬zeit des Mondes entstanden sein, als der Mond in seinem Innern noch lavaflüssig war. Sie werden mit dem „Grossen Bombardement“ in Verbindung gebracht. Als vor vier Milliarden Jahren die grossen Gasplaneten in ihre endgültige Position rückten, wirbelten sie die Asteroiden im Asteroidenhauptgürtel so durcheinander, dass viele von ihnen ihre Bahn verliessen und u.a. vermehrt ins innere Sonnensystem gedrückt wurden, wo sie auch vermehrt mit inneren Planeten zusammenstiessen. Auch die Erde dürfte vermehrt von grossen Brocken getroffen worden sein. Hier hat aber die Plattentektonik im Laufe der Jahrmillionen die Spuren wieder verwischt. Viele der erdnahem Asteroiden stammen noch aus jener Zeit.
Das Alter der Mare-Basalte wird heute mit 3,1 -3.8 Milliarden angegeben. Die Lavabecken brauchten einige Millionen Jahre, bis sie erstarrt waren. In ihnen finden sich – ausser bei den später entstandenen Kratern – keine Höhenunterschiede von mehr als ca. 100 Metern.
Die helle Kruste, als „Terrae“ bezeichnet, ist mit ihren 4,5 Milliarden Jahren so alt wie der Mond selber. Hier finden wir die markanten Krater. Der prominenteste ist der bei Vollmond hell leuchtende Krater Tycho mit seinem ausgeprägten Strahlenkegel, der sich über mehrere hundert Kilometer über die Mondoberfläche zieht. Die meisten Krater auf dem Mond sind Einschlagkrater von Meteoroiden (kleine Asteroiden) oder Asteroiden. In früheren Zeiten dürfte der Mond auch vulkanisch aktiv gewesen sein. Vulkanische Krater wurden aber noch keine eindeutig ausgemacht.
Was mich persönlich immer wieder erstaunt: Wir empfinden den Mond als sehr hell. Dabei liegt die Albedo (das Rückstrahlvermögen) bei nur 0,04 – 0,14, d.h. nur 4 – 14 % des Sonnenlichts wird vom Mond zurückgeworfen.