Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/31

07.11.2014 – 12:00
ikr: Der Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung besucht Liechtenstein
Vaduz (ots/ikr) - Suma Chakrabarti, Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), wurde am 7. November 2014 von Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, dem Gouverneur für Liechtenstein bei der EBWE, zu einem Gespräch über die aktuellen Herausforderungen der Bank empfangen. Zu diesen zählen unter anderem die Sanktionen gegen Russland, die von der EBWE zugunsten der Ukraine initiierten Projekte sowie die künftige Ausrichtung der Aktivitäten der Bank im Raum der südöstlichen Mittelmeeranrainerstaaten.
Der Gäste-Delegation gehörte neben Vertretern der EBWE auch Exekutivdirektor Heinz Kaufmann an, welcher die Ländergruppe innerhalb der EBWE, zu welcher Liechtenstein gehört, vertritt. Die Delegation hatte am Vorabend die Hoval AG besucht.
Liechtenstein ist seit deren Gründung im Jahr 1991 Mitglied der EBWE, die ihren Sitz in London hat. Der damalige Beitritt erfolgte, als Teil der damaligen Osteuropahilfe Liechtensteins, im Rahmen der liechtensteinischen Solidarität bei der Unterstützung Osteuropas angesichts der damaligen grundlegenden Veränderungen in Europa. Ziel der Bank war und ist die Förderung des wirtschaftlichen Transformationsprozesses in den osteuropäischen Ländern. Dabei soll die Entwicklung hin zu einer Marktwirtschaft mit privaten unternehmerischen Aktivitäten unterstützt werden. Die EBWE fördert strukturelle und sektorenspezifische Reformen sowie Wettbewerb, Privatisierung und Unternehmertum. Sie unterstützt durch ihre Finanzierung die Gewinnung von Kofinanzierungen und direkten Auslandsinvestitionen sowie die Mobilisierung inländischen Kapitals. Investitionen erfolgen überwiegend in Privatunternehmen, meist zusammen mit Geschäftspartnern.
Die Bank leistet darüber hinaus technische Zusammenarbeit in einschlägigen Bereichen und kooperiert mit internationalen Finanzinstitutionen und internationalen und nationalen Organisationen. Förderungswürdig sind insbesondere Banken, Industriebetriebe und Unternehmen, dabei sowohl Neugründungen als auch Investitionen in bestehende Firmen. Kooperationen mit der öffentlichen Hand zielen auf Privatisierungen, die Restrukturierung staatlicher Firmen und die Verbesserung kommunaler Dienstleistungen ab. Ihrem Mandat zufolge darf die EBWE nur dort tätig werden, wo demokratische Grundsätze eingehalten werden. Auch ökologische Aspekte spielen eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Finanzierungsinstrumente sind Darlehen, Kapitalbeteiligungen, Garantien sowie Finanzierungen über Vermittlungsstellen, an denen die Bank sich beteiligt.
Kontakt:
Roland Marxer
T +423 384 26 92