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Die Gemeinde Riehen unterstützt die Nothilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) für die Migrationskrise in Venezuela mit einer Spende von 10‘000 Franken.
Die Gemeinde Riehen zeigt sich zum wiederholten Mal spendabel. Die schwere Krise in Venezuela treibe tausende Familien dazu, ihre Heimat zu verlassen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. «Derzeit erlebt Südamerika die grösste Massenflucht seiner jüngeren Geschichte. Die Krise im erdölreichen Venezuela treibt nach wie vor Familien dazu, ihre Heimat zu verlassen. Tausende Menschen überqueren täglich oft mit nur einem Handgepäck die Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien. Und es werden immer mehr.» Sie alle fliehen vor der wirtschaftlichen und politischen Krise, der galoppierenden Inflation, der Lebensmittel- und Medikamentenknappheit sowie vor der schwierigen Sicherheitslage und Perspektivenlosigkeit im südamerikanischen Land. «Sie sind auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen.»
Der in Europa wenig wahrgenommene Exodus aus Venezuela habe grosse Auswirkungen auf die Nachbarländer. Aktuell sind vier Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner auf der Flucht. Vornehmlich Kolumbien und daneben Chile, Peru und Ecuador sind die Hauptaufnahmeländer. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) befürchtet, dass die Zahl der Flüchtlinge aus Venezuela bis Ende nächsten Jahres auf mehr als 8,2 Millionen Menschen steigen könnte.
In seinem Schwerpunktland Ecuador unterstützt das SRK seit Beginn der Migrationskrise 2017 die Schwestergesellschaft bei der humanitären Hilfe für die venezolanischen Migrantinnen und Migranten. Schwerpunkte der Hilfe sind die medizinische Unterstützung und Unterstützung beim Zugang zu sauberem Wasser.
Die Gemeinde Riehen setzt gemäss Gemeindegesetzt ein Prozent der Einkommenssteuereinnahmen für Entwicklungsprojekte im In- und Ausland ein.