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Nach dem gestrigen langen Flug und einer Kreislaufschwäche am Abend fühle ich mich heute nicht fit. Ich lasse diesen Flugtag aus – es wäre der dreizehnte in Folge. Statt dessen frühstücke ich spät und lange, und unternehme dann eine Wanderung von der Lama Colony in den ursprünglichen Teil der Stadt Bir. Hier wohnen ausschliesslich Inder. Im Dorf gibt es sehr alte Häuser in einfachster Bauweise. Überall Menschen: auf den Strassen, auf den Terrassen der Häuser, in den Schulen und Kindergärten, in den Läden.
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An Flugtagen verbringen wir eine Dreiviertelstunde des Tages auf der Strasse zum Startplatz. Diese Strasse ist etwas Besonderes. Ich hatte eine schlecht befahrbare, höchstens allradtaugliche Piste erwartet. Im Vergleich dazu ist die Strasse ein roter Teppich. Zwar fahren wir aus Kostengründen meist mit dem Jeep, doch auch ganz normale Taxen und Taxikleinbusse haben keine Schwierigkeiten, dem befestigten Weg zu folgen. Keine Schlaglöcher, konstante Steigungen.
Im Vorfeld des Gleitschirm Pre-Worldcups im letzten Jahr hat der indische Staat hier einiges in den Strassenbau investiert. Und auch in diesem Jahr sehen wir jeden Morgen mehrere Gruppen von Strassenbauarbeitern. Sie bessern die kleineren Schäden aus, die der Monsun angerichtet hat. Die Strassenbauer sind mit Hacke und Schaufel ausgerüstet, schweres Gerät oder gar Baumaschinen gibt es keine. Meist arbeiten auch Frauen mit, und nicht selten habe ich den Eindruck, dass vor allem die Frauen arbeiten.