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Das Porträt über Adrian Knup stellt die Fortsetzung einer Serie über ehemalige Spieler des FC Basel 1893 dar, die hier auf www.fcb.ch publiziert wird. Eine Auflistung der bisher porträtierten Spieler finden Sie ganz unten.
Das Porträt über Adrian Knup stellt die Fortsetzung einer Serie über ehemalige Spieler des FC Basel 1893 dar, die hier auf www.fcb.ch publiziert wird. Eine Auflistung der bisher porträtierten Spieler finden Sie ganz unten.
Mit dem FC Basel ist Adrian Knup seit vielen Jahren eng verbunden. Er spielte mehrere Saisons im Fanionteam der Rotblauen, ehe er andernorts als Fussballer sein Glück versuchte und fand. Heute wirkt er als Funktionär bei der Swiss Football League.
In den achtziger Jahren wirbelte Adrian Knup als junger Springinsfeld im Angriff des FC Basel. Seit seiner frühen Juniorenzeit kickte er für die Rotblauen, gemeinsam mit Peter Nadig, Dominique Herr, Massimo Ceccaroni, Gerd Strack, André Ladner, Erni Maissen, Thomas Hauser, dem späteren Schlagersänger Jean-Pierre François, Enrique Mata, dem späteren NLA-Trainer Marco Schällibaum & Co. Der Blondschopf mit der Nummer 9 machte sich im Joggeli bald einen guten Namen. Seine Treffer erzielte er nicht nur mit dem Fuss, sondern oft auch per Kopf.
Der FCB besass damals keine grossen finanziellen Ressourcen, der Publikumszuspruch schwankte je nach Affiche sehr stark. Adrian Knup mag sich an manches spannende Spiel erinnern gegen die Teams aus Zürich, Luzern, Sion, St. Gallen und Bern. Am spannendsten ging es bei den torreichen Heimspielen gegen den Erzrivalen FC Zürich zu und her, in denen der FCB zweimal triumphierte. In Knups erster Saison mussten die Rotblauen nach einem mühevollen Parcours in die Abstiegs-Entscheidungsspiele gehen. Zuerst kamen sie gegen Bulle nur mit Mühe weiter. Nach einem 2:2 in Basel und einem 2:2 nach Verlängerung im Greyerzerland gewann der FCB im Penaltyschiessen 5:3. In der Folge kanterte der FCB den FC Wettingen nach einem 1:2 auswärts zuhause gleich mit 7:0 nieder. Dieser kapitale Match fand auf der Schützenmatte statt. Er bildet für alle, die damals dabei waren ein absolutes Highlight in dieser ansonsten dunklen Zeit. In der Saison 1987/88 wurde dann leider der Abstieg Tatsache. So gesehen ist es verständlich, dass sich ein junges Talent wie Adrian Knup daraufhin nach einem neuen Arbeitgeber in der Nationalliga A umsah.
Im Alter von 20 Jahren zog es Adrian Knup hinaus in die grosse weite Welt. Auf dem Brügglifeld in Aarau und auf der alten Allmend in Luzern sammelte der abschlussstarke Angreifer weitere Erfahrungen im Schweizer Spitzenfussball. Er fand sich sofort gut zurecht. Beim FC Luzern avancierte der kopfballstarke Rechtsfüsser zum Schweizer Nationalspieler und Teamcaptain. Er durfte mit seinen Teamkameraden dank einem in der Verlängerung errungenen 3:1-Sieg im Cupfinal gegen die „Kragenbären“ vom FC Lugano einen eindrücklichen Erfolg feiern. Zu diesem Spiel im Wankdorf erschienen sage und schreibe 40'000 Zuschauer. Die halbe Innerschweiz war mit Pauken und Trompeten mit dabei.
Als Cuphelden profilierten sich neben dem zweifachen Torschützen Knup damals auch Goalie Beat Mutter und die Feldspieler Martin Rueda, Rene van Eck, Stefan Marini, Herbert Baumann, Urs Schönenberger, Peter Gmür, Heinz Moser, Peter Nadig und Semir Tuce. Zum Leidwesen ihrer zahlreichen Anhänger stiegen die Innerschweizer als amtierender Cupsieger noch im gleichen Jahr Ende Saison in die Nationalliga B ab. In der Meisterschaft hatten die Leuchtenstädter schlicht zu unregelmässig gepunktet.
Trotzdem fühlte sich Adrian Knup bereit für grössere Aufgaben. Die Bundesliga lockte. Und so setzte der Basler schliesslich seine Unterschrift unter einen Vertrag beim Deutschen Meister VfB Stuttgart. Dort wirkten unter anderem die damals aktuellen Weltmeister Guido Buchwald und Thomas Berthold, aber auch Eike Immel, der spätere Weltmeister Carlos Dunga, der spätere Europameister Thomas Strunz, Maurizio Gaudino und Axel Kruse, die später beide auch noch für Rotblau spielen sollten.
Mit den Schwaben erlebte er zu Beginn mit dem Sieg im deutschen Supercup gleich einen grossen Erfolg. Im damaligen Meistercup, heute die UEFA Champions League, spielte er mit dem VfB Stuttgart in der ersten Runde gegen den englischen Champion Leeds United. Es gab damals noch keine gesetzten Teams. Zuhause gewann der VfB Stuttgart 3:0. Anschliessend wurde aber das Auswärtsspiel mit 1:4 verloren. Eigentlich wäre der VfB Stuttgart mit diesem Resultat weitergekommen. Aber wegen eines Wechselfehlers (es standen am Schluss plötzlich vier Ausländer statt der damals erlaubten drei Ausländer auf dem Feld) wurde der Match 0:3 forfait für die Engländer gewertet. Das notwendig gewordene Entscheidungsspiel ging für den VfB Stuttgart verloren.
Nach zwei Jahren Stuttgart wechselte Adrian Knup für etwa 2 Millionen Deutsche Mark zum Karlsruher SC, welcher gerade im UEFA Cup bis in den Halbfinal vorgestossen war. So bekannte Leute wie Thorsten Fink, Thomas Hässler, Slaven Bilic, Sean Dundee, Sergej Kiryakov, aber auch Edgar Schmitt („Euro-Eddy“) wirkten bei den Karlsruhern. Doch in der Meisterschaft kam man nicht auf Touren.
Immerhin durfte man im UI-Cup einsteigen. Adrian Knup spielte im Rahmen dieses von der UEFA getragenen und heute leider nicht mehr existierenden Wettbewerbs auch in Basel. Die Karlsruher gewannen mit 3:2, dank zwei Knup-Treffern. Nach der Bundesligazeit mit 31 Toren in über 91 Partien für Stuttgart und Karlsruhe zog es Adrian Knup in die Türkei. Doch bei den Rotgelben von Galatasaray Istanbul weilte er nur kurze Zeit. Fussball und Privatleben waren nicht unter einen Hut zu bekommen. Zurück in heimischen Gefilden wirkte er erneut beim FC Basel, wo er seine Karriere aber bald darauf beendete.
Für den kaufmännischen Angestellten und dreifachen Familienvater, der nach der Fussballkarriere in der Privatwirtschaft Fuss fasste, war klar, dass er auch weiterhin mit dem Fussball verbunden sein wollte. Er tat dies erst mit verschiedenen Mandaten im Medienbereich und einem Mandat als Teamberater der Schweizer Fussballnationalmannschaft bei der Euro 2008. Sein Schwiegervater vermittelte ihm eine Eigentumswohnung in der Nähe von Basel, in der er mit seiner Frau Andrea und seinen drei Kindern lebt.
Nach acht Jahren im Verwaltungsrat und Vorstand des FC Basel (2009-2017), wo er unter anderem auch das Amt eines Vizepräsidenten und Nachwuchsverantwortlichen bekleidete, wirkt er heute bei der Swiss Football League. Seit dem 1. September 2017 arbeitet er bei der Swiss Football League in der neu geschaffenen Funktion als Chief Sports Officer. Er ist somit mitverantwortlich und Ansprechperson für die Clubs und den Schweizerischen Fussballverband bei allen sportlichen Themen, welche die Liga und die Clubs tangieren, in den Bereichen Spitzenfussball, Nachwuchsförderung, Schiedsrichterwesen, Frauenfussball und U21-Nationalmannschaft.
Aktiv Fussball spielt Adrian Knup immer noch gerne, wenn es ihm sein Terminkalender und die knappbemessene Freizeit erlauben. Und natürlich ist er nach wie vor gerne bei Fussballspielen der Rotblauen live mit dabei.
Name: Knup
Vorname: Adrian
Geburtstag: 2. Juli 1968
Position: Stürmer
Vereine:
Nachwuchs FC Basel 1893: 1977-1986
FC Basel 1893: 1986-1988
FC Aarau: 1988-1989
FC Luzern: 1989-1992
VfB Stuttgart: 1992-1994
Karlsruher SC: 1994-1996
Galatasaray SK: 1996
FC Basel 1893: 1996-1998
Insgesamt 273 Spiele und 85 Tore (69 Spiele und 19 Tore für den FC Basel)
Erfolge: Cupsieger 1992 mit dem FC Luzern (3:1 n.V. gegen den FC Lugano), Cupfinalist 1989 mit dem FC Aarau (1:2 gegen GC), DFB Supercupsieger 1992 mit dem VfB Stuttgart, DFB-Pokalfinalist 1996 mit dem Karlsruher SC (0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern), 48 Länderspiele und 26 Tore zwischen 1989 und 1996, WM Teilnehmer 1994 in den USA (Achtelfinal), 1991 Schweizer Fussballer des Jahres, internationale Auftritte mit dem FC Aarau (Uefa-Cup), FC Luzern (Meistercup), VfB Stuttgart (Meistercup und UI-Cup), Karlsruher SC (UI-Cup) und Galatasaray Istanbul (Uefa-Cup).
Bisher porträtierte Spieler: Pascal Zuberbühler (28. August 2014), Roland Paolucci (3. Oktober 2014), Christian Giménez (29. Dezember 2014), Martin Andermatt (12. Februar 2015), Nestor Subiat (18. März 2015), Erni Maissen (6. Mai 2015), Eigil Nielsen (16. Juli 2015), Maximilian Heidenreich (4. September 2015), André Sitek (13. November 2015), Papa Malick Ba (13. Januar 2016), Bruno Sutter (26. April 2016), Argemiro Veiga (24. Juni 2016), Carlo Porlezza (6. September 2016), Markus Tanner (10. November 2016) und Martin Jeitziner (14. Februar 2017), Attila Sahin (17.April 2017), Hervé Tum (21. Juni 2017), Arthur von Wartburg (7. September 2017), Scott Chipperfield (15. November 2017) und Reto Baumgartner (11. Februar 2018), Walter Mundschin ( 29. März 2018), Thomas Hauser (3. Juni 2018) und Stefan Huber (8. August 2018).
(Fotos: A.J. Geisser und freshfocus)
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