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Quecksilberbelastung im Bereich Laldnerkanal eingegrenzt
Die Quecksilberbelastung im Bereich des Laldnerkanals wurde einer näheren Untersuchung unterzogen. Belastet sind, gemäss den nun vorliegenden Ergebnissen, die Aufschüttungen für die ehemaligen Brücken über den Kanal und die Rhone sowie jene unterhalb des Kreisels - nicht aber der Laldnerkanal selber.
Ende Januar stiess man beim Bau der Anschlussstrasse zwischen Visp und Baltschieder am rechten Rhoneufer auf stark mit Quecksilber belastete Aufschüttungen (vgl. Medienmitteilung vom 13. Februar 2014). Anhand der Ergebnisse der inzwischen im Auftrag des Amtes für Nationalstrassenbau durchgeführten Untersuchungen kann das Ausmass der Belastung nun genauer eingegrenzt werden.
Belastete Aufschüttungen im Bereich der Strassenbauarbeiten befinden sich zu beiden Seiten des Kanals und der Rhone. Die Untersuchungen haben aber bestätigt, dass der Kanal selber nicht belastet ist.
Das am stärksten belastete Schüttmaterial wurde beim Widerlager der ehemaligen Brücke über den Laldnerkanal (d. h. im Fundament der Brücke am Kanalufer) lokalisiert. An dieser Stelle wurde eine extrem hohe Quecksilberbelastung (1'500 mg/kg) festgestellt: rund einhundert Kubikmeter (100 m3) Erde waren betroffen, die ausgehoben und von einem darauf spezialisierten Unternehmen in Containern zur Entsorgung nach Deutschland verbracht wurden. Das Amt für Nationalstrassenbau und die betreffenden Bauunternehmungen sorgten gemeinsam dafür, dass alle Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit der am Aushub beteiligten Bauarbeiter getroffen wurden. Zusammen mit der SUVA wurde ein entsprechender Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan erstellt, nach dessen Vorschriften auf der Baustelle gearbeitet wird. In den übrigen Aufschüttungen im untersuchten Bereich, einschliesslich des heutigen Kreisels, schwankt der Quecksilbergehalt zwischen 0.5 und 400 mg/kg.
Insgesamt wird das Volumen des im Rahmen der laufenden Arbeiten bereits ausgehobenen oder noch auszuhebenden Materials auf 1'600 m3 geschätzt. Über die Notwendigkeit einer Bodensanierung unterhalb des heutigen Kreisels wird eine weitere Untersuchung Auskunft geben.
Möglicherweise wurde das belastete Füllmaterial in den Jahren 1962-66, beim Bau der Strasse von Visp nach Baltschieder, eingebaut, oder aber zwischen 1985 und 1986, als man die Brücken über die Rhone und den Laldnerkanal erstellte, die kürzlich zurückgebaut worden sind. Die genaue Herkunft des Schüttmaterials wird gegenwärtig abgeklärt.
Parallel zu den Untersuchungen, welche die Lonza zwischen Visp und Niedergesteln durchführt, kontrolliert der Staat Wallis systematisch die Belastungshöhe auf den Baustellen in seiner Bauherrschaft. Ferner sorgt die Dienststelle für Umweltschutz, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dafür, dass vor sämtlichen Aushubarbeiten in der Region systematische Quecksilber-Untersuchungen durchgeführt werden.