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|Steve Jobs vs. Elon Musk||
26.11.2019 21:56:00

Ähnlichkeiten bei Tesla und Apple: Kann der E-Autobauer genauso erfolgreich werden?
• Model 3 könnte ähnlich erfolgreich wie iPhone werden
• Tesla stehe zunächst aber noch vor einigen Herausforderungen
Überraschende Ähnlichkeiten bei iPhone und Model 3
Geht es nach Vitaliy Katsenelson, CIO von Investment Management Associates, könnte Teslas Model 3 das iPhone unter den Elektroautos werden. In einem Bericht auf MarketWatch vergleicht Katsenelson Tesla mit Apple, den Model 3 mit dem iPhone und auch Elon Musk mit Steve Jobs. Dabei seien grosse Parallelen zu erkennen. Denn auch das iPhone habe zu Beginn mit einer grossen Konkurrenz zu kämpfen gehabt. Apple habe damit den Weg vom Handy als Telefon zum Smartphone aufgezeigt und dabei Nokia, der damals der grösste Telefonhersteller der Welt war, hinter sich gelassen. Das könnte beim Model 3 durchaus ähnlich sein, glaubt Katsenelson. Durch seinen First-Mover-Vorteil ebne Tesla den Weg von Autos mit Verbrennungsmotoren zu Elektrofahrzeugen. "Tesla bricht aus der Domäne der bestehenden Automobilhersteller aus", heisst es in dem Vergleich.
Kann Tesla die Erfolgsgeschichte von Apple wiederholen?
Im weiteren Verlauf stellte sich Katsenelson dann die Frage: "Kann Tesla so erfolgreich werden wie Apple, und können Tesla-Autos zu einem iPhone-ähnlichen Produkt werden, das den Marktanteil von Elektroautos von nichts auf 10 bis 30 Prozent des globalen Automobilmarktes erhöht?".
Tesla sei gut aufgestellt und geniesse einige Vorteile. Der US-Elektroautobauer sei sehr fokussiert, verfüge über eine berühmte Marke und sei der Konkurrenz stets voraus. Weiterhin nennt Katsenelson den ehrgeizigen Chef Elon Musk. Doch tut dieser Tesla tatsächlich gut oder schadet er dem Unternehmen womöglich sogar eher? "Musk ist ein Genie und ein Visionär. Aber […] er ist überarbeitet und erschöpft", schreibt Katsenelson. An dieser Stelle können weitere Parallelen zu der Geschichte Apples gezogen werden. Steve Jobs hatte Apple gegründet, gute Ideen gehabt, den heutigen Tech-Giganten gross gemacht. Katsenelson zufolge habe er jedoch nicht genug getan, um Apple voranzubringen. "Das Apple von 1985 verwelkte, weil es nicht über genügend Produktbreite verfügte." Nach einem internen Machtkampf verliess Jobs den Konzern schliesslich im Jahr 1985. "Das Apple von 2011 war viel stärker und viel breiter aufgestellt, mit einem stärkeren Führungsteam", stellt Katsenelson in seinem Vergleich weiter fest. Dieses Beispiel zeige, dass der Austausch der Unternehmensspitze durchaus sinnvoll sein könne. Womöglich sei dies auch für Tesla sinnvoll: "Tesla scheint es heutzutage an Managementtiefe zu mangeln. Das Unternehmen scheint dem Apple von 1985 näher zu sein als dem von 2011".
Elon Musk habe Katsenelson zufolge Ziele, die erst in weiter Ferne oder gar nie erreicht werden können, was langfristig durchaus ein Problem für Tesla darstellen könne. "Hinter seinen scheinbar unrealistischen Zielen scheinen zwei Motivationen zu stehen. Auf der einen Seite hat er, genau wie Steve Jobs von Apple, ein Realitätsverzerrungsfeld geschaffen und mit seinem Charisma und Selbstvertrauen die Menschen davon überzeugt, dass sie scheinbar unerfüllbare Träume verwirklichen können."
Schlussendlich werde aber wohl nicht Musk über den Erfolg oder Misserfolg des Elektroautobauers entscheiden. "Der Erfolg von Tesla wird von der finanziellen Tragfähigkeit des Unternehmens abhängen: Kann sich das Unternehmen selbst finanzieren? Der Erfolg von Tesla als Aktie wird letztlich von der Ertragskraft des Unternehmens abhängen", glaubt Katsenelson. Es sei derzeit noch schwierig zu sagen, ob Tesla tatsächlich nachhaltig profitabel werden könne. Doch Tesla sei ambitioniert und habe den Willen, erfolgreich zu sein: "Jedes Mal, wenn Tesla gestolpert ist, und es ist viel gestolpert, hat es sich neu geordnet und ist vorwärts gegangen". "Tesla hat ein unglaubliches Produkt und Leute, die davon begeistert sind", hält Katsenelson fest.
Ob es Tesla schliesslich tatsächlich ähnlich ergehen wird wie Apple oder ob Elon Musk dem Konzern treu bleiben und ihn erfolgreich und profitabel machen wird, bleibt wohl weiterhin abzuwarten.
Redaktion finanzen.ch
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