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Mehrere Tausend Menschen haben am Freitag in Lausanne für mehr Klimaschutz demonstriert. Einige davon wollte den Verkehr beim Maladière-Kreisel blockieren, was die Polizei jedoch verhinderte.
Um zehn Uhr versammelten sich am Bahnhof von Lausanne rund 3500 Personen, wie ein Sprecher der Polizei Lausanne gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Das sind einige Tausend weniger als im März, damals protestierten in Lausanne noch 10'000 Personen für mehr Klimaschutz.
Entgegen früherer Demonstrationen marschierten die Teilnehmer diesmal nicht zum Riponne-Platz sondern in Richtung See. Unter den Teilnehmern befand sich der 77-jährige Jacques Dubochet, der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2017, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete. Er hielt ein Banner mit der Aufschrift "Grosseltern für das Klima".
Beim See spaltete sich der Demonstrationszug in zwei Teile auf. Eine Gruppe der Demonstranten marschierte in Richtung Pyramides de Vidy. Die zweite Gruppe ging in Richtung Maladière-Kreisel. Die Polizei stoppte den Zug kurz vor dem Kreisel. Eine Verkehrsbehingerung blieb ihren Angaben gemäss aus.
Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion", die sich unter die Demonstranten gemischt hatten, wollten ursprünglich in der Stadt drei Brücken blockieren. Nach Polizeiangaben änderten sie ihre Pläne und nahmen den Maladière-Kreisel ins Visier, einen wichtigen Knotenpunkt der Stadt Lausanne. Vor einer Woche hatten die Aktivisten in Lausanne die Brücke von Bessières blockiert.
Die Exponenten von "Extinction Rebellion" wurden am Freitag vom Waadtländer Kollektiv für den Klimastreik unterstützt. Auch das Kollektiv will nach eigenen Angaben in Zukunft mit zivilem Ungehorsam auf sich aufmerksam machen. Dies soll jedoch friedlich vor sich gehen, teilte es mit. Die aktive Zusammenarbeit mit dem Waadtländer Staatsrat werde unterbrochen. Der Grund für diese Massnahme sei die Trägheit, mit der die Politik auf die Anliegen der Klimabewegung reagiere.
Die Waadtländer Regierungsrätin Nuria Gorrite sagte dazu, der Staatsrat habe schon "viel Geld" für den Klimaschutz aufgewendet. Trotz Klimanotstand müsse der demokratische Prozess berücksichtigt werden.