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Umwelt- und Gesundheitsgerechtigkeit in Tel Aviv verteidigen
The „Association for Civil Rights in Israel ACRI“, der wichtigste Grantee des NIF hat beim Tel Aviv District Court eine Petition eingereicht, damit die Stadt gezwungen ist, den zentralen Busbahnhof bis 2023 zu schliessen. Seit Jahrzehnten versuchen lokale Bewegungen, den Busbahnhof zu verlegen. Sie bezeichnen den Gebäudekomplex als eines der gravierendsten sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Gefahrenherde in der Geschichte des Staates. 5‘500 Busse verkehren täglich durch den Busbahnhof und verursachen riesige Mengen von Abgasen und viel Lärm. Zahlen des Gesundheitsministeriums belegen, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, für Frauen, die in der Nähe des Bahnhofs leben, doppelt so hoch ist wie im nationalen Durchschnitt. 2016 waren es von den 100‘000 Frauen in der näheren Umgebung des Busbahnhofs 46 gegenüber 23 im Landesdurchschnitt. Das Ministerium für Umweltschutz bezeichnet die Tel Aviv Central Bus Station als „Israels schlimmste Quelle von Luftverschmutzung“!
Die Petition von ACRI wurde gemeinsam mit einem Mitglied des Tel Aviv-Jaffo Councils eingereicht, der auch der Vorsitzende des Neve Sha‘anan Nachbarschaftskomitee ist. Der Busbahnhof liegt in Neve Sha‘anan. Ausserdem beteiligte sich die Umweltgruppe „Green Course“.
Im letzten Jahr hatte die Transport-Ministerin, Merav Michaeli, ein entsprechendes Projekt unterzeichnet, das auch vom Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, unterstützt wurde. Er hat aber seine Meinung geändert, ohne eine Erklärung für seinen Rückzug zu geben.
Was die Antragssteller:innen am meisten beunruhigt, ist dass die Stadtverwaltung keinen alternativen Plan hat, den Busbahnhof zu verlegen. Das weist darauf hin, dass Bürgermeister Huldai alles beim Alten lassen will, ohne die vielen dokumentierten Risiken für die benachbarte Bevölkerung zu berücksichtigen.