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Der afrikanische Staat Benin hat einen wichtigen Schritt zur Abschaffung der Todesstrafe getan. Am 18. August hat die Nationalversammlung von Benin in einer Abstimmung entschieden, das zweite Zusatzprotokoll zum Internationalen Pakt über Zivile und Politische Rechte zu ratifizieren, welches die Abschaffung der Todesstrafe vorschreibt.
Amnesty International begrüsst die historische Entscheidung in Benin und ruft den Präsidenten Boni Yayi dazu auf, die Ratifikation der Uno-Konvention schnell voranzutreiben. Die Abschaffung der Todesstrafe in Benin soll ein Vorbild sein für benachbarte Länder in Westafrika, welche die Todesstrafe noch nicht abgeschafft haben.
14 Gefangene im Todestrakt
Das Strafgesetz in Benin erlaubte bisher die Anwendung der Todesstrafe für verschiedene Delikte, aber seit mehr als zwanzig Jahren wurden keine Hinrichtungen ausgeführt. Die letzte Hinrichtung in Benin soll im September 1987 stattgefunden haben.
Mindestens 14 Gefangene in Benin sitzen zurzeit mit einem Todesurteil im Gefängnis. Die Abschaffung der Todesstrafe könnte ihnen das Leben retten und die Umwandlung des Urteils in eine Haftstrafe bringen.
Die voraussichtliche Abschaffung der Todesstrafe in Benin folgt dem globalen Trend. Alleine in Afrika haben 16 Staaten die Todesstrafe für alle Delikte abgeschafft. Drei davon – Burundi, Togo und Gabon – haben sie in den letzten zwei Jahren abgeschafft.