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Studie: Sterbebettvisionen wirken beruhigend
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen in den letzten Wochen und Tagen ihres Lebens Träume oder Visionen haben. In der wissenschaftlichen Literatur wurde diese Aspekt des Sterbens aber oft vernachlässigt. Eine neue Studie zeigt nun, dass Sterbebettvisionen nicht nur beruhigend wirken, sondern auch die Lebensqualität verbessern.
«Man sollte mit diesen Träumen und Visionen entsprechend umgehen», sagt James Donnelly, vom Canisius-College in New York. Für eine Studie haben Donnelly und Kolleg_innen 66 Patient_innen zu den Inhalten, der Frequenz und zur Wirkung ihrer Träume und Visionen befragt.
Die häufigsten Träume und Visionen handelten von verstorbenen Verwandten oder Freunden – und diese wurden von den Patient_innen als besonders beruhigend eingestuft, so Donnelly: «Unsere Studie zeigt, dass diese Träume und Visionen oft ein einheitliches Muster haben und von hoher emotionale Bedeutung sind.»
Daher sei es ein Fehler, nicht entsprechend damit umzugehen. Donnelly: «Wer sie als Wahnvorstellungen oder Halluzinationen abtut, macht daraus Probleme, die es zu kontrollieren gilt.» Denn anders als in einem Delirium, verlieren bei den geschilderten Träumen und Visonen die Patient_innen keinesfalls den Bezug zur Realität. Und das, so die Forscher, sei ein wichtiger Unterschied: «Sterbebettvisionen sind in der Regel beruhigend, realistisch und meist sehr sinnvoll.»