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In Frankreich erreichten die politischen Studentenproteste ihren Höhepunkt nach der Schliessung der Pariser Universität Sorbonne am 2. Mai 1968. Es kam zu Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Am 14. Mai traten auch die französischen Arbeiter in den Streik. Sie forderten Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen. Ihr Protest richtete sich aber auch gegen die Politik der Regierung und das brutale Vorgehen der Polizei gegen die Studenten. Zu den Mitteln der politischen Kommunikation gehörte in Paris auch das Plakat. Neben handgeschriebenen Aufrufen und von Galerien vertriebenen Künstlerplakaten entwarfen vor allem die Pariser Kunststudenten der Ecole Supérieure des Beaux Arts in grosser Zahl Plakate. Unter der Bezeichnung Atelier Populaire gaben sie „für die streikenden Arbeiter und zum grössten Teil in Zusammenarbeit mit diesen" vom 7. bis zum 27. Mai 1968 mehr als 350 verschiedene Plakate heraus, meist im Siebdruckverfahren hergestellt. Sie wurden in der Universität aufgehängt und an vielen Stellen in der Stadt geklebt.