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An den Schweizer Hallen-Meisterschaften in St. Gallen konnten die Freiburger ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigen: Audrey Werro (800 m), Pascal Mancini (60 m) und Charles Devantay (400 m) sicherten sich erneut die Goldmedaille.
Der 800-m-Final der Frauen vom Sonntag wurde in St. Gallen mit Spannung erwartet. Mit der 19-jährigen Freiburgerin Audrey Werro, der Walliserin Lore Hoffmann und der Genferin Rachel Pellaud hatten drei Läuferinnen die Limite für die Hallen-WM in Glasgow (1. bis 3. März) bereits erfüllt, wobei Hoffmann in Torun in 2:00,41 Minuten bis auf 3 Hundertstel an den nationalen Indoor-Rekord von Selina Rutz-Büchel herangekommen ist. Weil aber nur maximal zwei Athletinnen pro Land an die WM gehen, musste die nationale Meisterschaft zeigen, wer aus dem Trio am Montag für den 800-m-WM-Lauf selektioniert wird.
Die zweifache U20-Europameisterin Werro liess denn auch keine Zweifel offen, dass sie einen Startplatz in Schottland verdient. In einem schnellen Rennen übernahm sie sogleich die Spitze, von der sie nur kurzfristig von Pellaud verdrängt wurde. Am Ende siegte die Freiburgerin in 2:01,76 Minuten und holte sich damit zum dritten Mal in Serie Indoor-Gold über die 800 m. «Ich wollte Erste oder Zweite werden, ich bin natürlich glücklich, dass es der erste Platz geworden ist», sagte die Athletin vom CA Belfaux im Platz-Interview. Nun freue sie sich auf die WM. Das kann auch Hoffmann tun, die sich in 2:02,21 Minuten Rang 2 sicherte. Dritte wurde Pellaud, die Valentina Rosamilia um 2 Tausendstelsekunden vom Podest stiess.
Auch Devantay zum Dritten
Nach 2021 und 2023 ebenfalls seinen dritten Hallen-Titel holte der Freiburger Charles Devantay (Lausanne-Sports) über die 400 m. Trotz einem Rempler mit dem zweitplatzierten Lionel Spitz (Adliswil Track Team) sicherte sich Devantay in der persönlichen Saisonbestleistung von 46,72 Sekunden die Goldmedaille. Dritter wurde Ricky Petrucciani (LC Zürich).
Für den Final vom Sonntag qualifizierten sich neben der Freiburgerin Iris Caligiuri (in 24,50 Vierte über 200 m) auch Max Herontin und Arnaud Monney über die 1500 m. Zu einer Medaille reichte es schliesslich keinem von beiden, Herontin (SA Bulle) lief in 3:59,53 Minuten unmittelbar vor Monney (CA Gibloux Farvagny, 3:59,65) auf Rang 5.
Mancini mit Rekord im Kopf
Bereits am Samstag hatte sich Pascal Mancini (FSG Estavayer) in St. Gallen den Sieg über 60 m gesichert. Der Freiburger Routinier gewann in 6,66 Sekunden Gold und holte damit seinen siebten Schweizer-Meister-Titel über diese Distanz seit 2008. Vor einem Jahr gewann Mancini mit der Schweizer Rekordzeit von 6,58 Sekunden und erfüllte damit die Limite für die Hallen-WM. In den Halbfinals überzeugte er in 6,63 Sekunden mit einer nationalen Saisonbestzeit.
«Viele sprachen mich vor dem Final auf einen möglichen neuen Rekord an, das hat sich in meinem Kopf festgesetzt, und ich war ein wenig angespannt», erklärte Mancini und fügte schmunzelnd hinzu: «Das lehrt mich, weniger auf andere zu hören.» Silber und Bronze gingen an Bradley Lestrade (Lausanne-Sports) – der von keinem anderen als Mancini selbst trainiert wird – und Daryl Bachmann (Old Boys Basel).
Im Sprint der Frauen scheiterte die Freiburgerin Alizée Rusca in den Halbfinals.
Bersier im 5. Rang
Ebenfalls bereits am ersten Tag der Hallen-Meisterschaften in St. Gallen klassierte sich Nicolas Bersier (AC Murten) im Weitsprung im 5. Rang. Mit der Weite von 7,19 m war er weit von seiner persönlichen Bestleistung von 7,76 m entfernt. Der Sieg ging an den Zehnkämpfer Simon Ehammer, der mit 8,06 m eine Schweizer Saisonbestleistung aufstellte.