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Kürzlich hielt ich ein Bilderbuch in der Hand, in dem ein Kind Gott in Form eines wohl obdachlosen freundlichen Mannes begegnet. Der Mann hat Zeit und ein strahlendes Lachen. Und er braucht nichts.
Wo begegnet uns Gott? Oder göttliche Liebe?
Gott begegnete Menschen schon immer unerwartet und an den merkwürdigsten Orten.
Wir kennen Geschichten vom Dornbusch, in dem Mose Gott begegnet ist. Wir kennen die Geschichte vom Windhauch, in dem Elija Gott gespürt hat. Oder die Geschichte vom Sturm, aus dem Gott Hijob zurecht gewiesen hat. Und wir kennen Weihnachtsgeschichten. In einer davon kam Gott als Kind in einer Höhle zur Welt.
Gott begegnete Menschen schon immer unerwartet und an den merkwürdigsten Orten, in Träumen oder in Hungerzuständen, kurz vor dem Verdursten oder im Rausch.
Das ist in den seltensten Fällen in der Kirche oder gar im sogenannten „Gottesdienst“.
Wo begegnet Gott Ihnen? Wo erleben Sie göttliche Nähe?
Wo erwarten Sie Gott am wenigsten? Als Lichtreflex in einer Pfütze? Als Sonnenstrahl an einem grauen Tag? In einem unerwartet warmen Händedruck? In einem Duft Ihrer Kindheit? Im wohligen Aufwachen nach dem Mittagsschlaf? In einem Tier, das Sie wissend anblickt? In einer bestimmten Melodie?
Es weihnachtet. Frohe Begegnungen!
Das Bilderbuch heisst Gott, der Hund und ich. Die Geschichte wurde verfasst von Will Gmehling und illustriert von Wiebke Oeser (Link).