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Der Mensch und die Natur respektive das Verhältnis zueinander bilden den Ausgangpunkt von Gregorio Espositos fotografischem Schaffen. Besondere Bedeutung kommt den in Schwarz-Weiss und in Farbe ausgeführten Fotografien dem Gegensatzpaar „Stille“ und „Bewegung“ zu. In seinen Arbeiten, die in vielen Fällen das Resultat von Reisen ins Ausland sind, verbinden sich Elemente des Dokumentierens mit einer poetischen Reflexion des Erlebten und Gesehenen. Manche Fotografien, wie India Rajasthan (2014), die dreiteilige Serie Ammiro Miró (2016) oder Lanzarote silenzio (2017) stehen auf der Schwelle zur Abstraktion. Das Sujet beginnt, sich in Linien und Flächen aufzulösen.
Gregorio Esposito, geboren 1959 in Amaroni/Kalabrien, absolvierte 1984 eine Ausbildung zum Grafiker. Ein Jahr später übersiedelte er in die Schweiz, um in Lugano am Centro scolastico per le industrie artistiche (CSIA) bei Bruno Monguzzi seine Kenntnisse zu vertiefen. Die Leidenschaft für das Medium Fotografie begleitet Esposito seit seiner Jugendzeit. Er experimentierte mit diversen fotografischen Techniken, unter anderem mit Fotogrammen. In den 1980er Jahren lernte Esposito den Fotografen Mario Giacomelli kennen, dessen poetische Serien ihm wichtige Impulse für die Entwicklung seiner Bildsprache gaben, und nahm an Workshops von René Burri und Mario Cresci teil. 1994 schloss Esposito Bekanntschaft mit dem Historiker und Fotografen Helmut Gernsheim, der von ihm Werke für seine international renommierte Sammlung historischer und zeitgenössischer Fotografien erwarb. Esposito lebt und arbeitet in Sessa, Kanton Tessin.