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Die Geschichte des kleinen Luca, der an einem Wintertag fast nackt und schwer misshandelt im Schnee in der Nähe eines Walliser Dorfes aufgefunden wurde, hat zu seiner Zeit nicht nur im Wallis, sondern in der ganzen Schweiz zu grosser Betroffenheit geführt. Als das Gerichtsverfahren aufgrund mangelhaft geführter Ermittlungen und fehlender Beweise eingestellt wurde, entschloss sich der Autor, die Geschichte des seit dem tragischen Geschehen schwer behinderten Jungen in der Form eines Romans niederzuschreiben, um die Gemüter zu wecken und eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu erwirken.
In der Art eines Truman Capote (in Cold Blood) und insbesondere Gilles Perrault (Le Pull-over rouge) kleidete er die wirklichen Geschehnisse in eine Fiktion, um damit die Wirklichkeit zu beeinflussen. Perraults Roman hatte zur Folge, dass die Todesstrafe in Frankreich abgeschafft wurde. Freysingers vorliegender Text, in seiner französischen Urfassung unter dem Pseudonym Janus (Canines, Editions Xenia) veröffentlicht, führte immerhin zur Lancierung einer Petition, die einen derart massiven Mediendruck zur Folge hatte, dass er die Walliser Justiz zwang, das Verfahren wieder aufzunehmen. Parallel dazu schaltete sich auch die italienische Justiz ein.
Beide Verfahren sind zurzeit immer noch hängig.
Autor: Oskar Freysinger
1. Auflage 2014
204 Seiten, 13 x 21 cm, gebunden, Hardcover
ISBN 978-3-03818-002-9, CHF 29.– / EUR 25.–