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| Hippolytus von Rom († um 235) - Canones (Canones Hippolyti)

34. Canon. Geschwätzigkeit und Geschrei ist zu meiden. Über das Verhalten der Gläubigen gegen den Priester in Abwesenheit des Bischofs.
Niemand rede viel oder schreie, damit sie euch nicht etwa verspotten (die Ungläubigen) und ihr den Menschen zum Anstoß seid, auf daß euere Berufung sich nicht in Schmach verwandele, wenn es sich zeigt, daß ihr von der guten Ordnung abweicht. Jeder eigne sich sofort an und halte mit seiner ganzen Familie eine solche Ordnung, daß die Bescheidenheit eines Jeden von uns einleuchtet und durch die Beispiele, die man unter uns wahrnimmt, die hohe Würde aufrecht erhalten werde. Jeder aber bete so, daß die Heiligen (Engel) in sein Haus kommen; denn der Herr sagt: „Ihr seid das Salz der Erde.“1
Wenn der Bischof von seinem Sitze redet, werden die Übrigen Gewinn haben, aber er selbst wird auch nicht ohne Gewinn sein.
Wenn aber in Abwesenheit des Bischofs der Presbyter da ist, so sollen sich Alle zu ihm wenden, weil er selbst höher ist als die Übrigen im Herrn,2 und sie sollen [S. 45] ihn ehren, wie der Bischof geehrt wird, und ihm nicht trotzig entgegen sein. Er selbst soll das (gesegnete) Brod austheilen und vor Sonnenuntergang brechen, auf daß der Herr ihr Liebesmahl vor den Schrecken des Feindes bewahre und sie wohlerhalten aufstehen in gutem Heil.3
1: Matth. 5, 13.
2: Fabricius l. c. nennt Bischöfe, Priester und Diakonen die Dynasten der Kirche, δυνάσται τῆς ἐκκλησίας,, nach dem Vater, dem Sohn und dem hl. Geiste.
3: Das Gesagte bezieht sich wohl auf die Eulogien.