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Laut Medienberichten nimmt die Anzahl der gemeldeten Tollwutfälle bei Hunden in Tema, Region Greater Accra zu: über 115 Tollwut-Verdachtsfälle wurden gemeldet. Auch andere Regionen scheinen eine Zunahme zu verzeichnen. So ist erst kürzlich eine 23-jährige Frau nach einem Hundebiss in Techiman, nördlich von Kumasi, an Tollwut gestorben, sowie zwei kleine Kinder.
Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Eine rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Gabe von Immunglobulinen und insgesamt 4 Impfdosen - kann verhindern, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Leider sind hochwertige Tollwutimpfstoffe, insbesondere Immunglobuline in vielen Ländern nicht immer verfügbar. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.
Folgen für den Reisenden
Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Für Expatriierte und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.
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