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Ich habe die Wellen gefragt, was ihr Schicksal ist und sie haben geantwortet.
Das Wasser befindet sich in einem ewigen Kreislauf. Aus den Tiefen der Erde steigt es an die Oberfläche, wächst von der kleinen Quelle zum reissenden Strom, bis er sich ins Meer ergiesst, in die Wolken aufsteigt und der Regen den Kreislauf schliesst.
Der Regentropfen empfindet sich nicht als individuelle, vom Wasser getrennte Einheit. Er überlegt sich nicht, wie er den Weg zurück zum Ursprung findet, hat keine Angst, durch eine falsche Entscheidung von seinem Weg - seiner Bestimmung - abzukommen.
Er folgt seiner Natur.
Es kümmert ihn nicht, wann er seine individuelle Erscheinung aufgibt, um wieder in der Einheit aufzugehen. Denn er verschwindet nicht. Er ist Teil der Quelle, des Flusses und des Meeres bis alles wieder von vorne beginnt.
Gleichmütig ist er Teil der Schöpfung und erfüllt die ihm zugedachte Aufgabe.
Warum glaubt der Mensch, sein Schicksal beeinflussen zu müssen? Warum hat er Angst, er könnte durch eine falsche Entscheidung seine Bestimmung nicht erfüllen oder sein Schicksal verpassen? So wichtig sind wir dann doch nicht im grossen Ganzen...
Bali inspired Daniji