Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/2965

Basler Verbindungsbahn
|Kürzel||BV|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1873-11-03|
|Mutiert||Ab 1884-01-01 Schweizerische Centralbahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1874 eröffnete BV verband den Badischen Bahnhof in Basel mit demjenigen der Centralbahn (SCB, später SBB). Sie schloss damit eine kleine, aber wichtige Schienenlücke zwischen dem Schweizer und dem Süddeutschen Bahnnetz. Finanziert wurde der Bau von der SCB. Die Baukosten entsprechen in etwa dem Anlagekapital, welches aber nicht bei der BV, sondern bei der SCB verbucht und nicht gesondert ausgeschieden wurde. Abgeführte Gewinne behandelte die Statistik als Dividenden zugunsten der SCB. Den Betrieb der BV führten die SCB und die Badische Bahn etwa zu gleichen Teilen gemeinsam aus, wofür die SCB der Badischen Bahn eine vertraglich festgesetzte Entschädigung bezahlte. Deren Höhe gab die Statistik nicht an. Die BV verfügte über kein eigenes Rollmaterial.
Die Finanzdaten zur BV sind teils schwer interpretierbar. So ist aus den Angaben der Statistik nicht nachvollziehbar, warum sich beispielsweise der Betriebsaufwand 1881/82 plötzlich verdreifachte. Vermutlich wurden die Abgeltungen an die Badische Bahn anders verrechnet. Die BV war aber ein ausserordentlich profitables Unternehmen. Ihr Hauptgeschäft war der Güterverkehr, auf den rund 85 Prozent der Gesamteinnahmen entfielen. Nimmt man die Baukosten als Gradmesser, kassierte die SCB im Spitzenjahr 1877 fast 9 Prozent an «Dividenden». Als Besonderheit ist bemerkenswert, dass die BV nur Tickets für einfache Fahrten ausgab.
Auf den 1. Januar 1884 wurde die BV in die SCB integriert und verschwand folglich aus der Statistik.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.