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Wladimir Putin hat bei Barack Obama angerufen. Die beiden Staatschefs haben über den Ukraine-Konflikt, den IS-Vormarsch und die Atomverhandlungen mit Iran geredet. Es war das erste Gespräch seit vier Monaten.
US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben in einem Telefonat internationale Konflikte besprochen. Bei dem Telefonat auf Initiative Putins sei über die Atomverhandlungen mit Iran, den Vormarsch der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) sowie die Lage in der Ukraine gesprochen worden, teilte das Weisse Haus mit.
Putins Anruf erfolgte nur zwei Tage nachdem die USA angesichts der Ukraine-Krise angekündigt hatten, erstmals schweres Militärgerät in osteuropäische Nato-Staaten zu verlegen, die zu Zeiten des Kalten Krieges unter dem Einflussbereich Moskaus standen. Ausserdem kündigte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Anfang der Woche an, dass die Militärallianz ihre Eingreiftruppe auf 30'000 bis 40'000 Soldaten erweitern will.
«Präsident Obama hat die Notwendigkeit betont, dass Russland seine im Minsker Ukraine-Abkommen eingegangenen Verpflichtungen einhält», teilte das Weisse Haus mit. «Das beinhaltet den Rückzug aller russischen Soldaten und aller russischer Ausrüstung von ukrainischem Territorium.»
Bei den Kämpfen im Osten der Ukraine wurden innerhalb von 15 Monaten mehr als 6500 Menschen getötet. Trotz eines im Abkommen von Minsk vereinbarten Waffenstillstandes kommt es weiter tagtäglich zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Separatisten.
trs/syd/AFP/Reuters/dpa