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Der RV Bern
Die Geschichte vom Reitverein Bern
Die Geschichte des Reitvereins Bern ist anhand der Unterlagen der Schweizerischen Nationalbibliothek recherchiert worden. Besonderer Dank gebührt Emanuel Haller, der viel Zeit in die Aufarbeitung der dort zu findenden Unterlagen investiert hat.
Die Gründung des Reitvereins Bern, damals Kavallerieverein Bern, war um 1895 zum Zweck jedem Kavalleristen die ausserdienstliche Kondition eines Eidgenossen zu erhalten.
Nach militärischen Vorschriften wurden Reitübungen durchgeführt, daneben wurden Distanzritte, Kirchturmritte und Schnitzeljagden veranstaltet. Dem Vernehmen nach, eine gesellige gemütliche Zeit, in der die Reiter nicht selten spät ihr Daheim wieder fanden - detaillierte Protokolle liegen allerdings nicht vor. Es war die Zeit vor dem ersten Weltkrieg.
Es folgte die Zeit der Grenzbesetzung/Aktivdienste, keine angenehme Zeit. Eine traurige Bilanz musste auch unter Kavalleristen aufgrund der "spanischen Grippe" gezogen werden.
1921 wurde die erste noch heute existierende Standarte bei der Kaserne Bern eingeweiht. Patenvereine waren damals "Kavallerieverein Zürich" und "Untere Emme".
In der Zeit der Wirtschaftskrise und des zweiten Weltkrieges war die Vereinsaktivität verständlicher Weise recht eingeschränkt.
In den 50er Jahren wurde aus dem Kavallerieverein der "Reitverein Bern". Die Statuten wurden angepasst. Nun hatten auch Zivilisten und Amazonen die Möglichkeit dem Verein beizutreten. Auch das erste Mitteilungsblatt mit dem Jahrgang 1955 liegt in der Landesbibliothek. Es beschreibt ähnliche Aktivitäten, wie sie aktuell bestehen. In den geraden Jahren wurde jeweils ein Nationaler Concours Hippique durchgeführt. In den ungeraden Jahren übernahm die Gesellschaft für Pferdesport aus Thun die Durchführung. Der Concours fand in der EMPFA statt. Weiter wurden Vereinsritte durchgeführt, eine Damensektion gab es ebenfalls. Ausserdem wurden Dressur- und Springkurse abgehalten; natürlich militärisch, diszipliniert.
Da der Verein aus dem Kavallerieverein (Sitz in der EMPFA) zum zivilen Reitverein wurde, durfte er den Standort EMPFA beibehalten. Die Infrastruktur konnte somit glücklicherweise weiter genutzt werden. Lange Zeit, bis Mitte der 70er Jahre, war der Reitverein Bern der einzige zivile Reitverein, dem diese Möglichkeit offen stand.
1974 wurde ein Liederbüchlein von der Gesangsrunde, von Herrn Urs Schatzmann, herausgegeben. Das heutige Logo ist ebenfalls in dieser Zeit entstanden. Das Liederbuch liegt leider unter dem Staub der Vergangenheit begraben - ein Wiederbelebungsversuch der Gesangsgruppe in den letzten Jahren blieb ohne Erfolg.
Während der 80er Jahre, wurde nach 15-jährigem Unterbruch, wieder ein offizieller Concours organisiert. Dieser wurde dann bis 1994 regelmässig durchgeführt.
In den 90er Jahren hat sich der Reitverein für den Erhalt der EMPFA stark gemacht und mit einer Petition aktiv Unterschriften gesammelt, um den kompletten Umzug nach Avenches abzuwenden - wie wir wissen mit ERFOLG. Aus der Tradition heraus und dem Engagement im Laufe der Zeit erklärt sich die noch heute bestehende starke Affinität zum NPZ.
Anfang der 90er Jahre erwarb der Reitverein Bern die Reithalle Rörswil. Sie kann von Mitgliedern genutzt und von Vereinsfremden gemietet werden. In den Wintermonaten finden die Reitkurse in der Halle statt.
1995 wurde die „Bärner Pferdesportwoche“ ins Leben gerufen, sie hat bis heute eine wichtige Bedeutung für den Verein. Immerhin investieren alle Vereinsmitglieder viele Stunden, um zum Gelingen derselben beizutragen.
1997 wurde eine neue Standarte eingeweiht. Zu Umzügen und Vereinsmeisterschaften wird diese gerne hervorgenommen und präsentiert.
1999 wurde erstmals eine Frau zur Präsidentin des Vereins gewählt. Sie führte den Verein mit viel weiblichem Geschick.
In den nachfolgenden Jahren sind die Tätigkeiten des Reitvereins Bern bis heute weitgehend gleich geblieben. Innovative Ideen werden immer wieder versucht in die Tat umzusetzen, um das Vereinsleben aktiv zu halten. Wir hoffen, das diese Motivation unserer Mitglieder weiterhin erhalten bleibt. (chw)
Arbeiten wir also auch in Zukunft am gemeinsamen Spass!