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Die Schweizer Pianistin Simone Keller wurde 1980 in Weinfelden geboren und absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub an der Zürcher Hochschule der Künste, daneben nahm sie Orgel- und Hammerflügelunterricht, bildete sich in Improvisation und Liedbegleitung weiter und besuchte zahlreiche Meisterkurse. Unter anderem wurde sie mit dem 1. Preis beim Landolt-Wettbewerb, dem 2. Preis beim Hans-Ninck-Wettbewerb und dem EMCY-Kammermusikpreis beim Europäischen Klassik-Festival Ruhr ausgezeichnet.
Sie übt solistisch und kammermusikalisch eine rege Konzerttätigkeit aus, ist Mitglied des ENSEMBLE TZARA, Soyuz21, Kukuruz-Quartett, Retro Disco, Ensemble TaG und des Trabant Echo Orchestra. Als Gast spielte sie regelmässig beim Musikkollegium Winterthur, der Südwestdeutschen Philharmonie und dem Collegium Novum Zürich und wurde unter anderem vom Ensemble Contrechamps Genf, dem Glassfarm Ensemble New York und dem Hong Kong New Music Ensemble eingeladen.
Einen wichtigen Bestandteil ihrer künstlerischen Entwicklung verdankt Simone Keller den zahlreichen Komponistinnen und Komponisten, die für sie Stücke geschrieben haben, die sie zur Uraufführung brachte. Ebenso nimmt die kontinuierliche Arbeit als Theatermusikerin einen wichtigen Platz ein. Simone Keller wirkte als Pianistin und Darstellerin in unzähligen Produktionen am Theater Basel, Stadttheater Bern, Theater Neumarkt in Zürich, Theater Chur, Schlachthaus Theater Bern, Theater Rigiblick Zürich oder dem Theater Winterthur und dem Theater am Gleis Winterthur mit.
Simone Keller hat Galina Ustwolskajas Klaviersonaten eingespielt, hat verschiedene Solo- und Kammermusik-Aufnahmen in Zusammenarbeit mit dem SWR Experimentalstudio und dem Schweizer Radio DRS realisiert und bei mehreren Hörspielen für den Merian-Verlag mitgewirkt.
Gemeinsam mit Philip Bartels hat sie zahlreiche Vermittlungsprojekte, in erster Linie für und mit Kindern mit Migrationshintergrund, entwickelt, lancierte 2013 in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Sinfonieorchester die erste Intergenerationen-Musikwerkstatt für Kinder und Seniorinnen und Senioren und erarbeite für das Kinderkulturfest der Pro Juventute eine Kompositions- und Improvisationswerkstatt.
Philip Bartels, geboren 1978 in Berlin (Ost) und aufgewachsen an der polnischen Grenze auf der Insel Usedom, lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Zürich sein Regiestudium bei Stephan Müller abschloss. Daneben studierte er Komposition für Bühne und Film bei André Bellmont.
Nach dem Ende seines Studiums arbeitete er als Theater- und Musiktheater-Regisseur an den Stadttheatern Biel/Solothurn und St. Gallen, seine Inszenierungen als freier Regisseur waren in der Schweiz unter anderem im Zürcher Theater Rigiblick, dem Basler Gare du Nord, der Lokremise St.Gallen und dem Südpol Luzern zu sehen. Viele seiner Arbeiten werden aber auch an ungewöhnlichen Orten gezeigt wie zum Beispiel das Open-Air-Musical „Mordnacht“ im Luzerner Stadthauspark, die Performance „Zone Lido“ im Strandbad Luzern oder die Kammeroper „Docteur Miracle“ im Kino Alass Zofingen.
Einen Schwerpunkt bildet seit einigen Jahren die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Musikensembles wie dem Ensemble für Neue Musik Zürich, mit dem er 2011 die Uraufführung von Daniel Fueters Oper „Forelle Stanley“ inszenierte oder dem Ensemble TaG für Neue Musik, mit dem er im Theater am Gleis die experimentellen Musiktheaterproduktionen „Elefanten im All“ realisierte.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur schreibt Philip Bartels Filmmusik, u.a. für „Connie“ von Judith Kurmann, der 2009 auf dem Filmfestival in Locarno den Prix Action Light gewann.