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In der Schweiz leiden etwa 500 000 Menschen an Inkontinenz. Jede 4. Frau und jeder 10. Mann über 55 Jahre ist davon betroffen.
Unter Inkontinenz (auch „Blasenschwäche“ genannt) versteht man den teilweisen oder gänzlichen Kontrollverlust der Ausscheidungsorgane. Das heisst einerseits der ungewollte Abgang von Urin (Harninkontinenz), andererseits der ungewollte Abgang von Stuhl (Stuhlinkontinenz) oder Wind.
Ursachen sind bei Frauen zum Beispiel Dauerbelastungen im Alltag durch schweres Heben, Veranlagung zu einer Gewebeschwäche, Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur als Folge von Geburten etc.
Bei Männern kann es zu Problemen kommen nach einer Prostataoperation, Infekte, Nervenschädigungen etc.
Unter Senkung versteht man eine Verlagerung der Beckenorgane nach unten. Je nach Ausprägung der Senkung wird von einer Darm-, Blasen-, Scheidenwand- oder Gebärmuttersenkung gesprochen.
Die Beckenbodenrehabilitation (urogenitale Rehabilitation) ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode. Sie hat das Ziel bei Inkontinenz oder Senkungsbeschwerden die Wahrnehmung, Koordination, Kraft und Ausdauer der Beckenbodenmuskulatur mit Übungen und somit die Lebensqualität zu verbessern.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Beckenbodentherapie arbeite ich zusätzlich mit einem Elektro-Biofeedback-Gerät und Reizstromgerät, welches die Wahrnehmung und Kontrolle des Beckenbodens fördert und somit ein gezieltes Training ermöglicht.
Brechen Sie das Tabu – Inkontinenz ist behandelbar! Bei Senkungsbeschwerden kann man Verbesserungen erreichen. Machen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie Ihren Arzt auf Ihr Problem an.