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Der Europäische Bauern- und Genossenschaftsverband (COPA-COGECA) hat eine Umfrage zu kritischen Stimmen über Landwirtschaft in den Medien gemacht und wollte wissen, ob sich Landwirte zu Unrecht am medialen Pranger stehen sehen und wie sich das auf ihre Motivation auswirkt.
Dazu wurden im ersten Quartal des laufenden Jahres 2'500 Landwirte in Deutschland, Frankreich, Italien und Ungarn befragt. Das Ergebnis fällt unterschiedlich aus. In Frankreich bemängeln 75% der Landwirte mehr kritische Kommentare in der Presse und in den sozialen Medien, in Deutschland haben 59% der Befragten ein zunehmend schlechtes Bild in der Öffentlichkeit festgestellt.
26% der französischen Landwirte wurden zudem direkt von Personen für ihre Erzeugung beanstandet, während in Deutschland immerhin 14% der Landwirte eine persönliche Kritik für ihre Produktionsweise erfahren haben. Besser geht es den Landwirten in Ungarn und Italien. In Ungarn meinen nur 7%, das Bild in den Zeitungen habe sich verschlechtert und in Italien sind es 5%. Auch die selbst erlebte Missbilligung spielt in Ungarn und Italien keine Rolle.
Dafür fallen die Reaktionen der Landwirte auf die Rückmeldung unterschiedlich aus. Von den am stärksten der Kritik ausgesetzten französischen Landwirten antworten 31%, dass dadurch ihre Motivation leidet. Die deutschen Bauern reagieren etwas empfindlicher. Der wahrgenommene Anstieg der Kritik fällt dort nicht ganz so stark wie in Frankreich aus, aber 33% der deutschen Landwirte fühlen sich dennoch entmutigt und damit mehr als in Frankreich. In Italien haben die Landwirte zwar kaum zunehmenden Tadel festgestellt, aber dennoch leiden 12% der Befragten unter einer sinkenden Motivation.