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Wimperntusche
Die Augen galten im alten Ägypten als Tor zur Seele, weshalb sie besonders betont wurden. Für dunkle Wimpern mischte man sich eine Paste aus Kohle, Honig und Krokodil-Exkrementen. Erst Ende des 19. Jahrhundert kam der Durchbruch für die Mascara, wie wir sie kennen. Das aus Russ und Seife hergestellte Produkt gab es jedoch erst nur in Blockform. Der Erfinder, der Parfumeur Eugène Rimmel war damit so erfolgreich, dass sein Nachname in einigen Sprachen immer noch ein Synonym für Wimperntusche ist. Während Rimmel seine Mascara bereits in Europa verkaufte, brachte T. L. Williams, ein Chemiker aus New York, eine Paste aus Kohlenstaub und Vaseline auf den Markt – für seine von Liebeskummer geplagte Schwester Mabel. Seine Tusche hatte eine Aufgabe: Mabel so zu «verschönern», dass sie das Herz ihres Angebeteten erobern konnte. Zu Ehren seiner Schwester nannte er seine Firma «Maybell Laboratories», die später zu »Maybelline» umbenannt wurde. 1935 erfand die Sängerin und Tänzerin Helene Winterstein die wasserfeste Mascara, die auch der Hitze im Scheinwerferlicht standhielt. 1957 verkaufte die Kosmetikunternehmerin Helena Rubinstein eine zähflüssige Mascara im Fläschchen – so, wie wir sie heute noch benutzen.