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Linda Holeman
Smaragdvogel
Das Mondamulett
Der Lotusgarten
Eine kanadische Autorin, deren Romantrilogie alles überragt, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ihre Schilderung der Welt Afghanistans und Indiens zur Kolonialzeit ist grosse Literatur, und jede Kulturredaktion müsste Linda Holeman loben und preisen. Dass dies nicht geschehen wird, weil ihre Bücher als melodramatische Frauenromane betrachtet werden, ist irgendwie traurig.
2006, 2007, 2009 erschienen als Goldmann-Taschenbücher
Moll Flanders
Daniel Defoe, der Autor des "Robinson Crusoe", erzählt das Leben einer Frau aus dem frühen 18. Jahrhundert, die in London als uneheliches Kind einer Diebin im Gefängnis zur Welt kommt. Ihre Geschichte könnte auch betitelt sein mit "Du hast keine Chance, aber nutze sie". Denn genau das tut sie. Alle Rückschläge, die sie erleiden muss, können Moll Flanders nicht daran hindern, ihr Glück zu suchen. Sie gibt auch dann nicht auf, als sie mit einem Fuss vor dem Galgen steht.
Defoe erzählt in der Ich-Form. Er kann sich fast irritierend gut in die Frau hineinversetzen und er schildert ihr Leben so realistisch und detailgenau, als wäre es eine wahre Geschichte. "Moll Flanders" ("The Fortunes and Misfortunes of the Famous Moll Flanders") erschien erstmals 1722.
Neuausgabe bei Anaconda-Verlag Köln 2009
Clara Roja
"Ich überlebte für meinen Sohn"
6 Jahre verbrachte die Anwältin Clara Rojas - zusammen mit Ingrid Betancourt - als Geisel der terroristischen FARC im kolumbianischen Dschungel. Während ihrer Geiselhaft brachte sie ein Kind zur Welt, doch es wurde ihr wieder weggenommen. Erst nach ihrer Freilassung drei Jahre später - im Januar 2008 - sah sie es wieder.
Blanvalet Verlag München 2009