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Mädchen wollen mehr als Prinzessin und Braut sein.
Bildzeichen zeigen klischeehafte Frauenbilder
Emojis stellen Frauen und Männer stereotyp dar. Mädchen fordern mehr Vielfalt.
Emojis sind Bildzeichen, die in der digitalen Kommunikation längere Begriffe und Emotionen ersetzen. Das bekannteste ist der lachende Kopf. Sechs Milliarden dieser Zeichen werden täglich weltweit versendet, davon rund eine Milliarde von jungen Mädchen.
Mädchen wollen mehr Vielfalt
Laut einer Umfrage des Hygieneartikelhersteller «Always» kritisieren 16 bis 24 Jahre alte Frauen die einseitigen Rollenbilder der Emojis. Es gibt eine Prinzessin, eine Braut, eine Tänzerin, ein weibliches Emoji, das sich die Haare schneidet und eines, das sich die Nägel macht. Hingegen gibt es für Polizist, Detektiv, Fahrrad fahren, laufen oder schwimmen nur männliche Emojis. Keine einzige Frau übt einen Beruf aus. Im Rahmen der «Always»- Kampagne «WieEinMädchen» machten Mädchen Vorschläge für andere Frauenbilder: Polizistin, Rechtsanwältin, Detektivin, ein knallhartes Mädchen mit dunkler Sonnenbrille, Schlagzeugerin, Sängerin und Fussballerin.
Klischees bleiben
Keiner dieser Vorschläge wird mit den neuen Zeichen, die ab Juni verfügbar sein sollen, umgesetzt. Hinzugefügt werden drei männliche zu bereits vorhandenen weiblichen Bildzeichen und ein weibliches Pendant zu einem männlichen Bildzeichen. Neu wird es einen Bräutigam, einen Tänzer, einen Prinzen und eine Weihnachtsfrau geben. Die weiblichen Pendants zu Polizist und Wachmann wird es also weiterhin nicht geben. Auch bei den Sportdarstellungen dominieren wie bisher männliche Bildzeichen.
Nutzer sollen Geschlecht bestimmen
Es sei einfach, dies zu ändern, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Die Hautfarbe beispielsweise, können die Nutzerinnen und Nutzer selber bestimmen, indem sie länger oder kürzer auf das entsprechende Bildzeichen tippen. Das Unicode-Konsortium, das über die Emojis entscheidet, arbeite an einer ähnlichen Lösung für die Wahl des Geschlechtes der Emojis. Dann könnten Mädchen aus dem Polizisten rasch eine Polizistin machen.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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