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Soll die Fusion im Raum Grossfreiburg in den nächsten Jahren Realität werden, müssten die Zentrumsgemeinden beginnen, gemeinsame Projekte aufzugleisen und die Zusammenarbeit untereinander zu verstärken; dies sagten Freiburger Generalratsmitglieder aller Parteien diese Woche. Genau in die entgegengesetzte Richtung geht es jedoch offenbar bezüglich der Müllabfuhr. Wie im Budget der Stadt Freiburg vermerkt ist, wurde der Vertrag zwischen der Stadt und der Gemeinde Villars-sur-Glâne, wonach die Stadt auch für das Sammeln des Abfalls in Villars-sur-Glâne besorgt war, aufgelöst.
«Eine Frage des Preises»
Der Vertrag laufe Ende dieses Jahres aus, erklärt Pierre-Alain Clément (SP), Syndic von Freiburg, auf Anfrage. Villars-sur-Glâne habe daraufhin die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. «Die Zusammenarbeit ist stets zu unserer Zufriedenheit verlaufen. Es war offensichtlich eine Frage des Preises», sagt Clément. Denn mit den Angeboten privater Firmen könne die Stadt nicht mithalten. Auf die Frage, ob es im Hinblick auf eine Fusion nicht besser wäre, die Zusammenarbeit zu stärken, statt aufzulösen, sagt Clément, er bedaure, dass der Vertrag aufgelöst worden sei. Offenbar wolle Villars-sur-Glâne aber lieber sparen, statt gemeinsam mit Freiburg zu arbeiten. Damit ist die Stadt nur noch auf ihrem eigenen Gebiet für die Räumung der Abfälle zuständig. In anderen Bereichen, etwa der Strassenreinigung und der Behandlung von Baugesuchen, besteht eine Zusammenarbeit mit Givisiez, bei Letzterem auch mit Corminboeuf.
«Zahlen infrage gestellt»
Eine etwas andere Sicht auf die Ereignisse hat Erika Schnyder (SP), Syndique von Villars-sur-Glâne: Vor fünf Jahren habe die Stadt Freiburg Villars-sur-Glâne den Vorschlag gemacht, das Räumen des Abfalls zu übernehmen und einen fünfjährigen Vertrag aufzusetzen, sagt Schnyder den FN. «Wir fanden das damals eine gute Idee.» Jedoch habe es bereits während dieser fünf Jahre immer wieder Schwierigkeiten gegeben. «Die Stadt hat unsere Zahlen infrage gestellt.» Schliesslich habe die Stadt den Vertrag aufgelöst. Deshalb habe Villars-sur-Glâne die Aufgaben öffentlich ausgeschrieben und sich für eine private Firma entschieden. Damit lasse sich eine beachtliche Summe einsparen. Die Zahlen habe sie zwar nicht genau im Kopf, im Jahr betrage diese Einsparung jedoch um die 70 000 Franken. «Natürlich wäre es besser, die Zusammenarbeit zu verstärken», sagt Schnyder auf die entsprechende Frage. «Eine Zusammenarbeit darf aber keine Einbahnstrasse sein.»