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Islamische König Faysal Stiftung
Muslime aus über 20 Ländern treffen sich zu den islamischen Gebeten und zu sozialen Kontakten.
Kontakt
Islamische König Faysal Stiftung
Friedensgasse 18, 4056 Basel
Telefon 061 263 24 50, Nabil Arab (Verwalter)
Postadresse: Islamische König Faysal Stiftung, Postfach 223, 4012 Basel
Geschichte
Das islamische Zentrum an der Friedensgasse entstand 1987 auf Initiative von Aslan Tok, Vorstandsmitglied der Föderation Islamischer Vereine der Schweiz / Isviçre Islam Cemiyetleri Federasyonu. Die von ihm gegründete Islamische Stiftung erwarb für beinahe zwei Millionen Franken das frühere Käsereigebäude an der Friedensgasse 18. Es sollte zu einem Gemeindezentrum mit Moschee, Teestube, Kindergarten, Metzgerei und Bäckerei ausgebaut werden.
Der Plan, das Gebäude zu einer Moschee umzubauen, löste teilweise rassistisch motivierte Proteste in der Bevölkerung aus. Es kam zu Einsprachen gegen die Aus- und Umbaupläne. Daneben bekundeten manche Anwohner und Institutionen wie die Basler Mission (heute: mission 21 - Evangelisches Missionswerk Basel) auch ihre Solidarität mit den Muslimen.
In seiner ursprünglichen Form wurde das Bauprojekt abgelehnt. Erst ein überarbeitetes und reduziertes Bauprojekt wurde schliesslich bewilligt.
Zu den Problemen mit der Baubewilligung kamen noch finanzielle Schwierigkeiten. Schliesslich erklärte sich Saudiarabien bereit, die Stiftung finanziell zu unterstützen, verlangte aber die Änderung zum jetzigen Namen und nahm Einsitz im Stiftungsrat.
Während die Gründer der Stiftung und die anfänglichen Besucher vorwiegend Muslime aus der Türkei waren, änderte sich im Laufe der Zeit die Zusammensetzung.
Die Saudis kümmerten sich nicht mehr um das Zentrum, und so wurde der fällige Hypothekarzins beinahe drei Jahre lang nicht mehr bezahlt. Daher sollte das Gebäude am 6. März 1998 zwangsversteigert werden.
Ein Saudi, der anonym bleiben will, verhinderte durch eine Spende von 1.5 Millionen Franken die Versteigerung.
Die albanischen Muslime, die während Jahren das islamische Zentrum besuchten, sind 2000 in ein eigenes Lokal in Kleinbasel gezogen. Eine Gruppe arabischer Muslime gründete 2001 den Arrahma Verein an der Elsässerstrasse. Das islamische Hilfswerk Islamic Relief war ebenfalls einige Jahre im Haus der König Faysal Stiftung, verlegte jedoch 1999 den Sitz nach Genf.
Insgesamt sind aus dem islamischen Zentrum acht neue Moscheen im Raum Basel entstanden.
Zum Freitagsgebet kommen etwa 200-300 Männer aus unzähligen Ländern. Die Mehrheit ist arabischer Muttersprache. Obwohl die Gebetsräume maximal 300 Personen fassen, übersteigt die Anzahl der Besucher während des Ramadan häufig das Limit. Dann wird versucht, anderweitig noch Platz zu schaffen.
Lehre und Ziele
Die Moschee steht allen Muslimen offen, sofern die Regeln respektiert werden.
Auch Gäste sind herzlich willkommen.
Die Islamische König Faysal Stiftung ist Mitglied der Basler Muslim Kommission (BMK), welche innerhalb dieser Moschee gegründet und eine Zeit lang vom Verwalter, Nabil Arab, geleitet wurde.
Ausserdem beteiligt sich das islamische Zentrum aktiv an interreligiösen Gesprächsforen und Projekten wie unter anderem am Zelt Abrahams, «Katharina Werk» und an Christlich-Jüdischen Projekten (CJP). Die Stiftung betont die Wichtigkeit eines friedlichen Zusammenlebens und zeigt grosses Interesse, andere religiöse Gemeinschaften kennen zu lernen.
Organisation, Finanzen
Die Islamische König Faysal Stiftung ist einem Stiftungsrat unterstellt. Der Stiftungsgeber ist ein Sponsor aus Saudiarabien, der den Stiftungsrat bestimmt, welcher die Exekutive (Verwaltung) einsetzt. Das Zentrum wird von einem vollamtlichen Verwalter geleitet. Ein Imam ist Teilzeit angestellt. Jegliche andere Arbeiten, wie zum Beispiel unterrichten oder putzen, werden ehrenamtlich ausgeführt.
Da es sich um eine Stiftung handelt, gibt es keine Mitglieder.
Frauen haben für ihre Anlässe eine eigene Struktur errichtet.
Ein anonymer Gönner der Organisation «Muslim World League (Islamische Weltliga)» in Saudiarabien finanziert die Stiftung sowie die anfallenden Kosten.
Nur tägliche Kleinigkeiten werden durch freiwillige Spenden bezahlt.
Jegliche kommerzielle Aktivitäten werden nicht gefördert.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Islamische Zentrum befindet sich an der Friedensgasse 18 in Basel in einer ehemaligen Fabrik und zwei angebauten Nebengebäuden. Die gekauften Gebäude wurden zweckdienlich umgebaut und renoviert.
Im Hauptgebäude hat es einen grossen Gebetsraum für die Männer. Im zweiten Stock gibt es einen zusätzlichen Raum als Erweiterung des Gebetsraums. Hinter dem Gebetsraum ist die Bibliothek eingerichtet. Im Hochparterre befinden sich der Waschraum und das Büro. Im gleichen Stockwerk, aber mit separatem Zugang von aussen befindet sich der Frauengebetsraum und der Waschraum.
Im Parterre im hinteren Teil des Gebäudes ist eine Teestube mit Küche sowie ein Fernsehzimmer eingerichtet.
Im vorderen Teil gibt es Aufenthalts- und Schulräume, im Keller Sport- und Freizeiträume. Im zweiten Nebengebäude ist eine Wohnung.
Das islamische Zentrum ist offen für die fünf täglichen Gebete.
Die Predigtsprache ist Arabisch.
Es besteht die Möglichkeit, im islamischen Zentrum eine Hochzeitszeremonie durchzuführen.
Ebenso finden im Ramadan gemeinsames Fastenbrechen und Fastengebete statt.
Darüber hinaus bietet das Zentrum Sportaktivitäten und Sprachkurse (Arabisch, Urdu, Deutsch) und Islamunterricht in Arabisch, Urdu und weiteren Sprachen an.
Manche Gruppen treffen sich spontan zu Kursen, Besprechungen oder Freizeitaktivitäten.
- Religionsunterricht
Am Samstag und Sonntag findet der Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche statt. Unterrichtssprache ist überwiegend Arabisch, teilweise jedoch auch Pakistanisch.
- Jugendabteilung
Es gibt keine formell organisierte Jugendgruppe. Die Jugendlichen treffen sich in erster Linie in der Moschee um Sozialkontakte untereinander zu pflegen.
- Frauenorganisation
Die Frauen treffen sich jeweils am Samstag für einen halben Tag im islamischen Zentrum. Vor dem Ramadan halten sie thematische Vorträge. Während des Ramadans bereiten sie das Essen für das Fastenbrechen vor. Ansonsten organisieren die Frauen neben verschiedenen Aktivitäten regelmässig Wettbewerbe für die Kinder, um deren Wissen über den Islam zu testen.
Wenn jemand Hilfe benötigt, wird, wenn möglich, spontan geholfen und Ratschläge gegeben.
In der Moschee werden Flyer mit Einzahlungsscheinen von islamischen Hilfswerken aufgelegt. Mit Ausnahme des Ramadan, wo Almosen für Bedürftige gesammelt und die Gläubigen aufgefordert werden, Grosszügigkeit zu zeigen, macht die Islamische König Faysal Stiftung keinerlei Spendenaufrufe oder Geldsammelaktionen.
Bei Krankheit oder Todesfall werden auf Wunsch Haus- oder Krankenhausbesuche gemeinsam mit dem Imam organisiert. Der Imam beantwortet auch Fragen rund um das Thema «Was ist richtig gemäss der Religion?».
Im Zentrum existiert eine kleine Bibliothek. Es werden islamische Bücher und Kalender verkauft.
Weitere Links
(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)
Homepage der Muslim World League (Islamische Weltliga) (in englischer Sprache)