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Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...
Rezension
"Paula Hawkins hat mit ihrem Spannungsroman ein Meisterwerk geschaffen." Lust auf mehr
Portrait
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman »Girl on the Train« wurde zu einem internationalen Phänomen. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, eroberte weltweit die Bestsellerlisten und wurde 2016 mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt. Auch Paula Hawkins' zweiter Spannungsroman »Into the Water« eroberte weltweit die Bestsellerlisten.
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Vom Thema ist es mit "Ich darf nicht schlafen" (Watson) oder auch "Lauf Jane lauf" (Fielding) zu vergleichen.
Die Erzählart ist spannend gemacht, weil Sie immer aus wechselnder Sicht von Megan, Anna und Rachel lesen.
Das Buch kann man super Krimifans aber auch als Leser von Romanen empfehlen, da die Story weder eindeutig Roman noch Krimi ist.
Allerdings ist es für Vielleser wie mich auch eine sehr kurzweilige und vorhersehbare Geschichte, die eigentlich kaum Überraschungsmomente bereithält.
Das Buch beginnt in gemächlichem Tempo. Rachel pendelt jeden Tag mit dem Zug nach London. Da der Zug wegen eines Signals immer etwa an der gleichen Stelle anhalten muss, kann sie die zwei Bewohner eines Hauses an der Bahnstrecke beobachten und gibt ihnen insgeheim sogar Namen. Jess und Jason sind für sie das perfekte Paar doch eines Tages beobachtet sie etwas Seltsames. Als dann Jess, die in Wirklichkeit Megan heisst, vermisst wird, wendet sie sich mit ihrer Beobachtung an die Polizei und wird immer tiefer in den Fall reingezogen
Rachel ist keine wirklich sympathische Person - sie ist alkoholabhängig, arbeitslos, trauert ihrem Ex-Mann hinterher, lügt dauernd und gerät dadurch in verzwickte Situationen. Ihre Alkoholabstürze machen die Sache auch nicht gerade besser. Manchmal könnte man sie würgen. Doch lernt man sie im Laufe des Buches immer besser kennen und kann erahnen, warum sie so wurde wie sie ist und wer da wirklich Dreck am Stecken hat
Die Geschichte wird im Tagebuchstil abwechslungsweise aus der Perspektive von Rachel, Megan und Anna (neue Frau von Rachels Ex-Mann) erzählt, nimmt immer mehr an Fahrt auf und endet schliesslich in einem hochspannenden Finale.
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 28.05.2020
Bewertet: eBook (ePUB)
Alles in allem hat mir das Buch shcon ganz gut gefallen
Aber es einige Anläufe gebraucht bis ich fertiglesen konnte, weil die erste hälfte ziemlich langweilig war - die letzten 100 seiten waren aber wirklich spannend! Auch wenn man da schon ahnen konnte, was passieren wird.
Am Anfang konnte ich Rahel auch überhaupt nicht leide...
Alles in allem hat mir das Buch shcon ganz gut gefallen
Aber es einige Anläufe gebraucht bis ich fertiglesen konnte, weil die erste hälfte ziemlich langweilig war - die letzten 100 seiten waren aber wirklich spannend! Auch wenn man da schon ahnen konnte, was passieren wird.
Am Anfang konnte ich Rahel auch überhaupt nicht leiden, aber war am Ende auf jeden Fall auf ihrer Seite.
von einer Kundin/einem Kunden am 25.05.2020
Bewertet: anderes Format
Eine ungewöhnliche Protagonistin, verwickelt in einen noch ungewöhnlicheren Fall. Hochinteressant, auch für Leser, die eigentlich dem Krimi/Thriller Genre nicht zugetan sind, da die Geschichte noch sehr viel tiefer geht!
Prinzipiell spannende Story mit Längen erzählt
von Liebe dein Buch aus Bremen am 22.05.2020
Meine Meinung: Um "Girl on the train" gab es damals zum Erscheinungstermin des Buches einen großen Hype. Viele lobten die Geschichte, aber es gab auch reichlich negative Stimmen, sodass ich sehr gespannt war, wie mich das Buch einfangen würde. Nach dem Lesen würde ich sagen: Es gibt nicht nur positives, aber auch nicht nur negat...
Meine Meinung: Um "Girl on the train" gab es damals zum Erscheinungstermin des Buches einen großen Hype. Viele lobten die Geschichte, aber es gab auch reichlich negative Stimmen, sodass ich sehr gespannt war, wie mich das Buch einfangen würde. Nach dem Lesen würde ich sagen: Es gibt nicht nur positives, aber auch nicht nur negatives. Ich stecke irgendwo dazwischen fest.
Viele meiner Kritikpunkte hängen mit den Charakteren zusammen. Allen voran Rachel. Die Protagonistin ist Alkoholikerin und säuft sich innerhalb des Buches mehrfach in die Bewusstlosigkeit. Sie ist verwirrt, lügt und wirkt oft psychisch labil. Rachel bildet die erste Erzählperspektive dieser Geschichte. Die anderen Teile stammen von Anna, der neuen Frau von Rachels Ex-Mann und von der verschwundenen Frau - Megan. Die beiden, zusammen mit anderen Nebencharakteren, sind ebenfalls sehr unsympathische Persönlichkeiten. Fremdgehen, fehlende Emotionalität, krankhafte Eifersucht sind da nur einige Punkte.
Rachel, Anna und Megan sind drei grundverschiedene Frauen und doch eint sie am Ende eine Geschichte: Megans Verschwinden. Ausgerechnet die dauerbetrunkene Rachel tritt dabei als Zeugin in diesem Vermisstenfall auf und trifft unweigerlich auf das Problem, dass Polizei und Bekannte ihr wenig Glauben schenken. Auch als Leser zweifelt man - mal mehr, mal weniger. Die Autorin spielt sehr geschickt mit dieser Ungewissheit.
Rachel versucht auf eigene Faust hinter das Geheimnis zu kommen und rekonstruiert nach und nach immer mehr das Geschehene. Leider geschieht dies sehr schleppend, wodurch diese intelligente Idee mit sehr vielen Längen erzählt wird. Spannung kommt eher selten auf, aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie der Fall ausgeht. Wer sagt die Wahrheit? Was ist die Realität? Der Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart helfen uns und Rachel mit diesem Unterfangen.
Zum Finale hin spitzt sich die Geschichte immer mehr zu. Das Ende kommt etwas überraschend, wirkte aber auf mich plausibel. Teile der Auflösung hatten sich zuvor leicht angedeutet. Dadurch konnte ich das Buch mit einem recht positiven Gefühl verlassen.
Fazit: Hinter der Geschichte von "Girl on the train" steckt ein intelligenter Aufbau und ein prinzipiell interessanter und spannender Plot. Leider wurde die Story stellenweise sehr schleppend erzählt und die Charaktere sind durchweg unsympathisch. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, war aber auch irgendwie froh, als ich das Buch durchhatte.