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Kanton
Bern. Kantonshauptstadt: Bern (Hauptstadt der Schweiz). Fläche: 5'959 km2.
Einwohner: ca. 950'000.
Die
abwechslungsreiche Landschaft des Kantons Bern umfasst Ebenen in der
unmittelbaren Umgebung der Stadt Bern und wird im Süden gebirgig. Der Norden ist
von einer Reihe von Seen geprägt. Die Bevölkerung in der nördlichen Hälfte des
Kantons spricht überwiegend französisch, aber nahezu alle Einwohner des Kantons
Bern beherrschen die deutsche Sprache. Schweizer Emmentaler, der berühmte,
durchlöcherte Käse, wird in riesigen Käselaiben im Emmental östlich von Bern
hergestellt.
Die schneebedeckten Berge, atemberaubenden Wasserfälle und Alpintäler im Süden
der Berner Alpen haben unzähligen Dichtern und Schriftstellern von Goethe bis zu
Lord Byron jahrhundertelang als Inspiration gedient. Das berühmte Bergtrio,
bestehend aus der Jungfrau, dem Mönch und dem Eiger, lockt Skifahrer,
Bergsteiger, Kletterer und Photographen an. Das Jungfraujoch, das den höchsten
Bahnhof in Europa aufweist, liegt in einer eisbedeckten Mulde zwischen Jungfrau
und Mönch eingebettet. Der Aletschgletscher ist der längste Gletscher Europas
und erstreckt sich fast 24 Kilometer von dem Jungfrau-Gebirgsmassiv in
südwestlicher Richtung.
Das Weinbaugebiet
in der deutschen Schweiz umfasst etwa 250 Hektar Rebfläche. Der Weinbau
beschränkt sich (nebst den kleinen Rebhängen von Spiez und Oberhofen ), auf das
Bielerseeufer.
An den
Ufern des Bielersees wird seit jeher Weinbau betrieben. Klöster und
Adelsfamilien waren früher die Besitzer der Rebberge. Mit der Reformation im 16.
Jahrhundert verloren diese jedoch ihre Besitztümer an den Staat und die
Patrizier von Bern und Biel. Die Besitzer wechselten, doch die Rebarbeiter
blieben die selben. Es waren die Seeanwohner, die "Seebutzen", die nach und nach
selbst zu Besitzern wurden. Dies ist bis heute so geblieben.1782 wurde die
Rebgesellschaft Twann-Ligerz-Tüscherz - die heutige Rebgesellschaft
Bielersee - gegründet. Das Bild unten rechts zeigt die Region Ligerz. Heute ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Produzent
und Konsument und vereint den Rebbauern mit dem Freund des guten
Bielerseeweines. In den steilen Lagen hoch über dem See ist die Bearbeitung und
Pflege der Reben nur mit sehr viel Handarbeit möglich. Die Neigung im Rebgebiet
liegt zwischen 30 -70%. Deshalb ist selbst in Parzellen, in denen kleinere
Maschinen eingesetzt werden können, die Arbeit sehr beschwerlich. Diese
Situation ist einer der markantesten Unterschiede gegenüber Weinbaugebieten in
der Ebene. Dafür aber profitieren die steilen Hanglagen mehr von der Sonne. Der
nahe See tut sein übriges. Er reflektiert die Sonnenstrahlen auf unsere Reben
und speichert Wärme. Die Reben danken dies mit hervorragender Qualität ihrer
Trauben.
Mehr als die Hälfte der
Weingärten mit zumeist kalkhaltigem Boden ist mit der weißen Sorte Chasselas
bestockt, aus der ein gebietstypischer, prickelnder Weißwein gekeltert wird.
Über ein Drittel belegt die rote Sorte Pinot Noir und der Rest entfällt auf
Müller-Thurgau (hier Riesling x Silvaner) Pinot Gris, Chardonnay und
Gewürztraminer. Das Klima ist durch den See gemässigt. Die wichtigsten
Weinbauorte sind La Neuveville, Ligerz, Schafis, Schernelz und Twann. Seit dem
Jahre 1996 gibt es ein AOC-Statut.
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