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Nutzungsgeschichte von Bergahornweiden im Alpenraum (Bachelorarbeit)
, 2016: Nutzungsgeschichte von Bergahornweiden im Alpenraum (Bachelorarbeit). Master thesis.
Gosteli S. 2016: Nutzungsgeschichte von Bergahornweiden im Alpenraum. Bachelorarbeit geleitet von Prof. Felix Kienast, PD Matthias Bürgi, Thomas Kiebacher und Dr. Ariel Bergamini (alle WSL). D-USYS, ETH Zürich.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit Bergahornweiden im Alpenraum, im Speziellen mit der Nutzung der Bergahorne. Bergahornweiden bezeichnen locker mit Bergahornen (Acer pseudoplatanus) bestockteWeideflächen in der montanen Höhenstufe. Diese besitzen einen hohen ästhetischen Wert und entstanden durch eine extensive Weidewirtschaft mit einer Nutzung sowohl der Grünflächen als auch der Bergahorne.
Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über die nördlichen Alpen und beinhaltet sechs Untersuchungsflächen, wo typische Bergahornweiden vorkommen. Die Arbeit untersucht die kulturgeschichtliche Nutzung der Bergahorne auf diesen Weideflächen. Dazu wurden bereits durchgeführte und aufgezeichnete Zeitzeugeninterviews durchgehört und ausgewertet. Die erhaltenen Informationen wurden dabei in eine Tabelle übertragen.
Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zuerst die Methoden zur Datenerhebung und Datenauswertung erklärt werden, dann die Resultate vorgestellt und einige Punkte in einer Diskussion genauer erläutert werden. Abschliessend werden die wichtigsten Schlussfolgerungen zusammengefasst. Ziel der Arbeit war es, einen Überblick über die Nutzung der Bergahorne in den Nordalpen zu erhalten und einige zeitliche Trends und Unterschiede zwischen den Gebieten sowie zwischen Literatur und Zeitzeugenaussagen exemplarisch zu untersuchen.
Die Literatur und die Zeitzeugen stimmen in der Aussage überein, dass die Düngungsintensität auf den Alpen allgemein gestiegen ist. Eine Übereinstimmung gibt es auch bei der Anzahl der Ziegen, die im gesamten Untersuchungsgebiet gesunken ist. Die Zeitzeugen liefern jeweils präzise Gründe, wieso diese beiden Entwicklungen stattfanden und können sie für ihr Gebiet zeitlich genau einordnen. Das Bergahornlaub ist geeignet als Einstreu im Stall, das wurde von Zeitzeugen und Literatur ebenfalls gleichermassen bestätigt. Allerdings können sich nur Zeitzeugen in der Schweiz an eine solche Verwendung erinnern. In Deutschland und Österreich scheint die Nutzung höchstens in den Tälern passiert zu sein. Die duale Entwicklung von Grünflächen in den Alpen, von Auflassung und Intensivierung findet sich ebenso in der Literatur wie in den Aussagen der Zeitzeugen. Der Bergahorn wurde laut Literatur auch als Nahrungsmittel verwendet, woran sich die Zeitzeugen aber nicht erinnern.
Es zeigte sich, dass sich die Zeitzeugenbefragung und die Literaturrecherche gut ergänzen, um umfassende Informationen zu erhalten.