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Die Schwestern Leah und Grace Malot
Die Kenianerinnen auf dem ersten und dritten Rang – Tschechin Janeckova Zweite
Ein einsames Rennen lief bei den Frauen die Kenianerin Leah Malot. Die Zweite der Ausgabe 2004 nahm der Tschechin Dana Janeckova 3:17 Minuten ab. Dritte wurde Grace Malot, die zwei jahre ältere Schwester von Leah.
Im Vorjahr hatte Lea Malot (32) noch klar das Nachsehen gegen Zenebech Tola, die damals in 49:51 die Rekordzeit lief. Diesmal setzte sich Leah Malot in 51:24 Minuten ebenso klar gegen ihre Konkurrenz durch. Martina Krähenbühl konnte in der Startphase noch so halbwegs mit der Kenianerin mithalten. Doch die Läuferin aus Münsingen büsste offenbar für diesen Effort und stieg nach fünf Kilometern aus dem Rennen aus.
Beim siebten Kilometer hatte Leah Malot bereits 1:15 Minuten Vorsprung auf ihre zwei Jahre ältere Schwester Grace. Dritte zu diesem Zeitpunkt des Rennens war die Tschechin Dana Janeckova. Nach dem Golaten hatte Leah ihrer ersten Verfolgerin, ihre Schwester, bereits über drei Minuten abgeknüpft.
«Ich bin glücklich, hier endlich einmal gewonnen zu haben», sagte Leah Malot. «Mein Ziel war es heute, die Männer zu schlagen. Deshalb gab ich von Beginn weg alles.» Die Frauen starteten mit sechs Minuten Vorsprung auf die Männer-Elite. Der erste Läufer oder eben die erste Läuferin, die in Kerzers die Ziellinie überquert, erhält eine Sonderprämie von 500 Franken. Diese Prämie hat Leah Malot letztlich um anderthalb Minuten verpasst. Die Prämie ging also an Männersieger Salil.
Die Lieblingsdistanz von Leah Malot ist der Halb-Marathon: «Meine Bestzeit lief ich mit 1:09:45 Stunden im vergangenen Jahr in Lissabon.» Die Kenianerin würde auch gerne einmal an einem Marathon an den Start gehen. «Aber ich denke, dass ich über diese Distanz Probleme wie etwa Rückenschmerzen bekommen würde.»
Mit ihrem dritten Rang zufrieden war Grace Malot, welche vor Jahresfrist Fünfte geworden war. «Ich trainiere immer mit meiner Schwester. Leider schlägt sie mich in den Rennen meistens.» fs
Tolas Rekord
für die Ewigkeit?
Siegerin Leah Malot blieb 1:32 Minuten über dem Streckenrekord der Äthioperin Zenebech Tola, welche im Vorjahr 49:51 gelaufen war. Mittlerweile ist Tola nach Bahrain ausgewandert, da sie als Asylantin in der Schweiz den Pass nicht erhalten hatte und international nicht starten konnte. Gut möglich, dass ihr starker Kerzerslauf-Rekord für die Ewigkeit ist. bi