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Als Mario Stocker nach langsamem Anlauf seinen Penalty als dritter Zuger Spieler in Folge verwertete, war der Jubel gross auf Seite der Zentralschweizer. Weil drei von vier Zug-Spielern ihre Penaltys verwerteten und Petter Nilsson drei von vier Malanser Versuchen entschärfte, standen die Zentralschweizer als Sieger in der einer Partie da, in der sie keine Sekunde geführt hatten.
Das Heimteam, das in der Vorbereitung mit dem Sieg im Supercup-Turnier überzeugt hatte, startete stark, hielt das Balltempo hoch und schnürte die Zuger zuweilen in deren Platzhälfte ein. Das Bollwerk hielt bis zur achten Minute. Dann fand erst Tim Braillard mit einem Querpass den aufgerückten Verteidiger Kevin Berry, der sich auch physisch in verbesserter Form zeigte als im Finale der letzten Saison. Und nur 30 Sekunden später fand Mike Jäger erstaunlich viel Platz für sich selbst, den er zum 2:0 nutzte.
Konter erhöht Torquote
Irgendwie fanden die Zuger aber einen Weg in die Partie. Symptomatisch fiel der Anschlusstreffer durch Adrian Furger zum Ende des ersten Drittels nicht nach einer Kombination, sondern aus einem Gewühl mit einem springenden Ball heraus. Die Malanser drückten indes auch im zweiten Drittel weiter aufs Tempo und brachten die Zuger oft mit hohem Pressing schon früh in Schwierigkeiten.
So provozierte die Linie um Braillard und Berry einen Ballverlust; diesmal bediente der Verteidiger seinen Center. Und als Nino Vetsch kurz nach Spielhälfte mit einem sehenswerten Schuss nach einem Konter auf 4:1 erhöhte, dachten wohl nicht weniger knapp 250 Zuschauer, die Punkte seien verteilt. Immerhin gelang es Alexander Hallén mit dem wohl sehenswertesten Tor des Abends, die Zuger Hoffnungen am Leben zu erhalten. Der Schwede erwischte erst Romano Schubiger mit einem Tunnel und überwand dann Sandro Breu mit einem geschickt verzögerten Chip.
Trainer Antti Ruokonen nahm für das Schlussdrittel einige Umstellungen vor und es entwickelte sich ein intensiver Kampf, der über die gesamte Spieldauer ohne Strafen geführt wurde. Vermehrt tauchten nun die Zuger vor Breus Gehäuse auf. Es brauchte aber die Unaufmerksamkeit der Malanser Abwehr bei einem von Tim Mock schnell ausgeführten Freischlag auf Adrian Uhr, der wieder direkt quer auf Oliver Bäcklin legte.
Penaltyschiessen sorgt für ein klares Ergebnis
Der Schwede, offiziell als «Notnagel» für den verletzten Alexander Larsson engagiert, brachte die Spannung definitiv in die Sporthalle Lust zurück. In den letzten zweieinhalb Minuten drückten die Zuger mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Keeper Nilsson auf den Ausgleich. Und als es schon fast aussichtslos schien, brachte Tim Mock den Ball irgendwie vors Tor, wo der Ball für Breu unhaltbar von der Stockschaufel Bäcklins zum 4:4 abgelenkt wurde.
Es folgte die Verlängerung, in der beide Mannschaften ihre Chancen zur vorzeitigen Entscheidung hatten. Letztlich ging die Partie aber über die volle Distanz inklusive Penaltyschiessen – mit dem besseren Ende für Zug.