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Im Labyrinth der Zeitvon Susanne Leuenberger Das Animationsfilm «Buñuel – Im Labyrinth der Riesenschildkröten» ist eine Hommage an den spanischen Surrealisten. Zu sehen im Kino im Schloss Spiez.
Im Paris der 1930er-Jahre ist Luis Buñuel ein Star – nicht so in seiner Heimat Spanien. Der junge Surrealist ist pleite, dreht aber trotzdem weiter, denn der befreundete Anarchist Ramón Acín gewinnt in der Lotterie und finanziert mit den 20 000 Peseten Buñuels Projekt der Doku-Parodie «Las Hurdas», die sich lustig macht über den Sensationalismus damaliger Reise-Reportagen – und gerade dadurch die Armut der dargestellten Landbevölkerung schonunglos aufzeigt.
Der 2018 entstandene Animationsfilm «Buñuel – Im Labyrinth der Riesenschildkröten» setzt hier ein, indem er den unkonventionellen Künstler zu den damaligen Dreharbeiten begleitet und dabei Originalszenen aus der Doku einbaut. Regisseur Salvador Simó schuf damit eine Hommage an die Fantasie und den Realitätssinn des Surrealisten Buñuel. Gezeigt wird diese im Rahmen der Ausstellung «Surreale Welten» mit Werken des Malers Otto Tschumi, die derzeit im Schloss Spiez zu sehen ist.