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Slalom: Weltcup 1 in Prag
Vor zwei Wochen an der Europameisterschaft hatte Martin Dougoud mit der Finalqualifikation bereits angedeutet, dass seine Form in der nacholympischen Saison stimmt. Als Sechster klassierte er sich dort bereits mitten in der europäischen Spitze. Dass er auch zur Weltspitze gehört, zeigte sich heute kurz nach zwölf Uhr Mittag, als das Podest des ersten Slalom-Weltcups der Saison in Prag feststand. Martin Dougoud beendete das Rennen hinter dem Slowenen Kauzer und dem Italiener De Gennaro auf dem dritten Rang. Damit schafft es der Athlet vom Canoë Club Génève nach seinem Weltcupsieg 2020 zum zweiten Mal in seiner Karriere auf das Weltcuppodest. Diese Leistung ist umso höher einzuschätzen, als dass in Prag zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder die gesamte Weltelite antreten konnte.
Mit Gelindo Chiarello und Lukas Werro standen zwei weitere Schweizer Athleten in Prag im Einsatz. Wie Dougoud qualifizierten sich die beiden souverän für das Halbfinale. Der anspruchsvolle Parcours und die extreme Leistungsdichte im Herrenfeld erforderten eine absolute Top-Performance für die Finalqualifikation. Bei beiden Schweizern kumulierten sich bis zum Ende ihres Laufs kleinere Fahrfehler, die das Weiterkommen verhinderten. Lukas Werro wurde 23., Gelindo Chiarello klassierte sich auf dem 30. Rang.
Johanna Köcher, die einzige Schweizerin am Start, konnte sich nicht für das Halbfinale qualifizieren.
Nach dem klassischen Slalom stand der Extreme Slalom auf dem Programm. Hier gelang es Johanna Köcher, Gelindo Chiarello und Dimitri Marx, sich für die K.O.-Runde zu qualifizieren. Dimitri Marx war dabei sogar Qualifikationsschnellster. Für Johanna Köcher und Gelindo Chiarello war der Wettkampf nach der ersten Runde vorbei. Dimitri Marx qualifizierte sich in eindrücklicher Manier für den Viertel- und Halbfinal. Im Halbfinal als einer der Favoriten gestartet, bekundete er dann allerdings grosses Pech. Gleich am Start brach Dimitris Paddel in der Mitte auseinander. Mit nur einer Paddelhälfte paddelnd gelang es ihm bis kurz vor Schluss, den zweiten Platz - gleichbedeutend mit der Finalqualifikation - zu halten. Im Schlusssprint konnte er dann aber verständlicherweise nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Insgesamt zeigte Dimitri aber erneut, dass er zu den besten Athleten dieser neuen olympischen Sportart gehört.
Bereits nächstes Wochenende macht der Weltcup halt im polnischen Krakau und die Schweizer:innen haben die nächste Gelegenheit, auf der grossen Bühne zu glänzen.
Text: Annalena Kuttenberger
Bilder: Christian Bahmann