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(Zeichnung: D. Steiner, Amt für Archäologie TG)
Nach diversen Raub- und Plünderungszügen der Alamannen zogen die Römer ihre nördliche Grenz-befestigung, den "Limes", an die Rhein-Iller-Donau - Linie zurück und verstärkten sie mit verschiedenen Kastellen (bei uns Stein am Rhein, Pfyn ("ad fines" = an der Grenze), Konstanz, Arbon, Bregenz). Die mobilen römischen Legionen wurden abgezogen und zum Schutz des Mutterlandes gegen die Westgoten benötigt. So nahm der Einfluss Roms im Bodenseeraum kontinuierlich ab.
Ab dem Jahre 400 siedelten germanische Stämme - man nannte sie erst später die Alamannen - zwischen den verbleibenden römischen Kastellen und Villen und scheinen durchaus friedlich mit den Römern zusammengelebt zu haben. Oft haben sie ihnen auch als Söldner gedient.
Dabei haben diese Alamannen aber ihre Sprache behalten ("allemand"), im Gegensatz zu den Franken, die sich in der Westschweiz mit den Römern vermischt haben; aus ihrer "coéxistence" ist dann das "français" entstanden.
476 zogen sich die Römer dann endgültig aus dem Bodenseeraum zurück.
Karte des spätrömischen Rhein-Donau-Iller-Limes und diversen Kastellen.
Plan nach H. Schach-Dröges, Schober + Reinhardt Atelier.
Die "Landnahme" der Alamannen schlug sich in den Siedlungsnamen nieder:
Das sind solche Siedlungsnamen im Thurgau:
(Karte aus "Archäologie im Thurgau, S. 181)
Die schwache Vertretung der -ingen-Namen aus den ersten 150 Jahren der alamannischen Landnahme weist darauf hin, dass unsere Region anfangs nur sehr dünn von alamannischen Gruppen besiedelt worden ist.
(Rekonstruktionsvorschlag des Gehöfts Tengen-Watterdingen ; Zeichnung: R. Gäfgen, KA LRA Konstanz)
Ein einfaches Grubenhaus.
Da die Pfosten in der feuchten Erde eingelassen waren, faulten diese schnell. Diese Häuser mussten oft erneuert werden.
(Zeichnung: S. Köhler und L. Berger; Archäologie Baselland)
Ein herrschaftliches Wohnstallhaus, in dem auch Vieh eingestallt war.
(Rekonstruktion eines solchen Hauses aus Vörstetten; Fotos Ch. Bücker; M. Hoeper)
Die Alamannen hatten kleinere, aber robustere Rinder als die Zuchtrinder der Römer.
(Zeichnung: M. Kokabi, Landesamt für Denkmalpflege im RPS Stuttgart)
Lesen Sie im nebenstehenden Artikel, was die Alamannen auf ihren Feldern alles anpflanzten.
(Karte aus Wikimedia commons, bearbeitet E. Belz, AATG)
Als die Germanen die römischen Wochentagsnamen im
4. Jahrhundert kennenlernten, benannten sie diese nach den Namen ihrer eigenen germanischen Götter um.
Im Zuge der Christianisierung wurde später versucht, diese "heidnischen" Namen wieder zurückzudrängen, was im deutschsprachigen Raum aber nur beim Mittwoch und Samstag gelungen ist.
Lesen Sie im nebenstehenden Dokument, warum wir dank der Alamannen "Zischtig", "Dunschtig" oder "Fritig" sagen.
Hier erfahren Sie, wie alt und wie gross die Alamannen wurden, an welchen Krankheiten sie litten und was sie an Grabbeigaben mit in die Ewigkeit bekamen.
(die folgenden Unterrichtsskizzen und -Materialien stammen von B. Saurer, Hauptwil:)