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Am 10. Oktober 1992 wurde ich in Neuenbürg geboren. Schon im Alter von zwei Jahren stellte mich mein Vater im heimischen Garten zum ersten Mal auf die Skier. Er und meine Mutter waren früher ebenfalls begeisterte Skifahrer. Beide trainierten Mannschaften im Skiverein. Somit wurde mir das Talent und Interesse am Skisport in die Wiege gelegt.
Kleine Anekdote vom Besuch meines ersten Skikurses im Winterurlaub: Ein kleiner Junge stand weinend in seiner Skiausrüstung im Eingangsbereich eines Gasthauses. Draussen war es neblig und es schneite stark. Die Leute, die den Jungen sahen, dachten, das arme Kind, muss Ski fahren obwohl es dies nicht mag. Ich aber weinte, weil wir ins Warme mussten und nicht weiter draussen auf den Skiern sein konnten.
Skifahren machte mir von der ersten Minute an Spass. Somit war es auch schon immer mein Wunsch und Traum, Skiweltcupfahrer zu werden.
Als ich sieben Jahre alt war, zogen ich und meine Familie im Jahr 2000 in die Schweiz nach Appenzell. Einer der Hauptgründe für den Umzug war es, mir und meiner Schwester den professionellen Skirennlauf mit einer zentralen Lage zu ermöglichen. Als wir in Deutschland wohnten fuhren meine Eltern etliche Male mindestens 3 Stunden zu Trainings und zu den Rennen.
Meine Eltern unterstützten und unterstützen mich auf jede erdenkliche Weise. Sie geben mir Rückhalt und fördern meine Karriere wo es nur geht.
Ich durchlief die verschiedenen Stationen von Kadern, die es im Schülerbereich gibt. Von Bezirksmannschaften bis hin zu Regionalkadern. In Deutschland war dies der Baden-Württembergische Schülerkader und in der Schweiz der JO-Kader des Ostschweizer Skiverbandes.
Im Schüleralter war es möglich sowohl für einen deutschen, als auch für einen Schweizerischen Verein zu starten. Ich erzielte in beiden Ländern beachtliche Erfolge in den jeweiligen Altersstufen.
2006 stand der Übergang in den FIS-Bereich an. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Schweizer Pass beantragen konnte, war es klar, für Deutschland an den Start zu gehen. 2007 wurde ich im C/D-Kader des Deutschen Skiverbandes aufgenommen. Drei Jahre später gelang mir der Aufstieg in den C-Kader, dem ich angehörte, bis ich 2012 im B-Kader Fuss fassen konnte. In diesem Jahr wurde ich ebenfalls in die Sportfördergruppe Sonthofen der Bundeswehr als Sportsoldat aufgenommen.
Meine Skikarriere verlief bis 2013/2014 grösstenteils planmässig. Ich konnte zumeist die mir gesteckten Saisonziele erreichen und steigerte mich durchwegs. Dann begannen Verletzungen den Aufstieg zu bremsen. Sie reichten von einer Schulter-OP bis hin zum Bruch des Schienbeinkopfes im rechten und Quetschungen sowie Teilrisse aller Bänder im linken Knie.
Somit konnte ich im Jahr 2014 die Kaderrichtlinien nicht erreichen und war nicht länger Mitglied einer der Kader des Deutschen Skiverbandes und der Bundeswehr.
In den vergangenen drei Jahren habe ich die Matura an der Interstaatlichen Maturitätsschule für Erwachsene (ISME) in St.Gallen nachgeholt und teilzeit in einem Lager in meiner Heimat Appenzell gearbeitet.
Im ersten Jahr ohne Kaderzugehörigkeit war ich trotz wenigem Training auf einem guten Weg zurückzukommen, bis mich Mitte der Saison eine der vorher erwähnten Verletzungen stoppte. Der Fokus im darauffolgenden Jahr lag ganz klar in der Schule. Mit so gut wie keinem Training fuhr ich im Winter Rennen und konnte trotzdem gut mithalten. Eine abermalige Verletzung im Sommer und langanhaltende Knieprobleme liessen mich nicht daran glauben nochmals ganz professionell im Skizirkus einzusteigen.
In der letzten Saison, welche ich wiederum ohne Trainingsaufwand bestritt war es mir wieder möglich schmerzfrei zu fahren und riesen Spass am Rennen fahren zu entwickeln. So fasste ich Ende des Winters bei den Schweizer Meisterschaften in Davos endgültig den Entschluss nach Beendigung der Matura nochmals professionell Ski zu fahren.