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Aufwertungspotenzial von Flussrevitalisierungen für das Makrozoobenthos
Prognosen anhand des Lanschaftsfilter-Modells
Baumgartner S., Robinson C.T.
2014
Rund 15 000 Kilometer Fliessgewässer in der Schweiz (= ca. 22%) sind stark verbaut und in einem schlechten ökologischen Zustand. Das revidierte GSchG (in Kraft seit 2011) beauftragt die Kantone mit deren Revitalisierung, definiert als: «Wiederherstellung der natürlichen Funktionen eines verbauten, korrigierten, überdeckten oder eingedolten oberirdischen Gewässers mit baulichen Massnahmen». Allerdings decken die finanziellen Mittel nur die Revitalisierung von etwa einem Drittel der stark beeinträchtigten Gewässer. Dieses Defizit verlangt einen Leitfaden zur Priorisierung von Flussrevitalisierungsprojekten, um ein möglichst hohes Aufwertungspotenzial ausschöpfen zu können. Natürlich spielen die Bereiche Hochwasserschutz, Erholung und Kosten eine wichtige Rolle, doch in diesem Artikel werden nur die ökologischen Aspekte von Renaturierungen behandelt. Er soll die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich machen und somit eine Brücke zwischen Forschung und Anwendung schlagen.