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Pfarrei St. Gallenkappel
Pfarrkirche St. Laurentius
Beschreibung
Die Anfänge von Kirche und Pfarrei liegen zwar im Dunkeln, doch wird angenommen, dass bereits im 11. Jahrhundert eine Kapelle existiert haben muss. Hier kreuzten sich nämlich zwei Pilgerstrassen, die vom Toggenburg nach Einsiedeln führten. Die Kapelle war dem heiligen Laurentius geweiht und gehörte zur Pfarrei St. Gallus in Uznach. Archäologische Grabungen förderten an der Stelle der heutigen Kirche die Grundmauern zweier Vorgängerkirchen zutage. Dass aber eine Pfarrei bestand, belegen erst schriftli-che Quellen von 1440. In jenem Jahr löste sich die Pfarrei von ihrer Mutterkirche in Uznach (Kappeller Kilchhöry). Das Gotteshaus wurde im spätgotischen Stil neu erbaut und 1456 vom Konstanzer Bischof Johannes von Blatten zu Ehren des heiligen Laurentius (Schutzpatron der ehemaligen Kapelle) und des heiligen Gallus (Patron der ehem. Mutterkirche) geweiht. In der Weihurkunde wurde der Laurentiustag als Kirchweihfest bestimmt (10. Aug.). Im 16. und 17. Jahrhundert erweiterte man den Kirchenbau und 1754 wurde die Kirche völlig neu aufgebaut, wie sie sich in der heutigen Form präsentiert. 1907 bis 1908 renovierte man das Gotteshaus. Durch eine umfassende Restaurierung in den Jahren 1975 bis 1978 wurden frühere Renovationen rückgängig gemacht und der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.
Unter den Barockkirchen des Landes nimmt das St. Gallenkappeler Gotteshaus einen bedeutenden Rang ein. Von der Klosterkirche St. Gallen abgesehen, wird sie als schönste Rokoko-Kirche bezeichnet. Das Meisterwerk des Baumeisters Jakob Grubenmann zeichnet sich in erster Linie durch das intensive Zusammenspiel von Gemälden, Stuckaturen und Ausstattung aus. In den Jahren 1998/1999 wurde die Pfarrkirche einer Aussenrenovation unterzogen.
Kapelle St. Michael
Beschreibung
Zwischen 1665 und 1671 wurde neben der Pfarrkirche die St. Michaels – oder Bein-hauskapelle – gebaut. Im Jahre des Herrn 1667, am 13. September, wurden die feier-lichen Pontifikalfunktionen der Weihe der Kapelle und des Altars zu Ehren des heiligen Erzengels Michael vollzogen.
Kapelle St. Matthä
Beschreibung
Die Kapelle St. Matthä in Gebertingen, das der Pfarrei St. Gallenkappel angehört, wurde im Jahre 1580 erstmals urkundlich erwähnt. Auch diese erbaute man an einer Weg-
gabelung der alten Pilgerstrasse. Nach diversen Abklärungen wurde die Kapelle 1995 bis 1996 renoviert. Seit 2016 ist die Kapelle St. Matthä im Besitze einer Orgel, welche die Kirchgmeinde von der Domeisenstiftung in Bürg geschenkt bekommen hat.
Kapelle St. Ursula
Beschreibung
Die Kapelle steht in Rüeterswil. Sie ist der heiligen Ursula geweiht und wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts fertig gestellt. In den Jahren 1982 bis 1983 wurde sie einer Innen-
und Aussenrenovation unterzogen. Ersatz der alten Glockensteuerung sowie Generalreinigung der mechanischen Turmuhr im 2018.