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Region Aarau, 16. Oktober 2019 – Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation bestätigen die beabsichtigte Wahlkreiseinteilung für die Wahl des Einwohnerrates in vier Wahlkreise. Sie bekräftigen zudem die Einführung von Stadtteilkommissionen zur Stärkung der Identifikation und der Lebensqualität.
Wahlkreise für den Einwohnerrat
Die vorgeschlagene Wahlkreiseinteilung Nord (Densbüren, Aare Nord, Telli, Rohr), Zentrum (Zentrum, Aarau-Süd), Ost (Suhr) und West (Oberentfelden und Unterentfelden) findet eine hohe Zustimmung. Als Chance werden die angemessene Vertretung der verschiedenen Wahlkreise im Einwohnerrat sowie der Beitrag zu einer stärkeren Identifikation mit der neuen Kantonshauptstadt genannt. Zudem wird die Möglichkeit von mehr Sachpolitik und einer höheren Mobilisierung, aufgrund der bekannteren Kandidatinnen und Kandidaten, erkannt. Als Risiken werden der höhere Aufwand für Parteien, die Nachteile für kleinere Parteien sowie die Rekrutierungsschwierigkeiten gesehen. In Bezug auf die einzelnen Wahlkreise wird die Heterogenität des Wahlkreises Nord und das Zusammenführen der heutigen Gemeinden Oberentfelden und Unterentfelden bezeichnet. Ebenfalls erwähnt werden der Sitzverlust für die heutigen Aarauer Stadtteile und die Befürchtung, dass Wahlkreise das Zusammenwachsen zu einer Stadt hemmen können. Einzelne Teilnehmer/-innen haben die Einführung eines Einheitswahlkreises, andere die Erhöhung der Sitze auf 60 vorgeschlagen.
Gestützt auf die Konsultationsergebnisse sieht die Projektsteuerung die Einführung der vier Wahlkreise vor. Die Anzahl Sitze wird auf 50 festgelegt, dabei sieht die Projektsteuerung vor allem eine Chance geringerer Fluktuation im Einwohnerrat. Eine höhere Anzahl würde zudem die Schwierigkeit bei der Rekrutierung weiter betonen.
Stadtteilvertretungen
Die Einführung von Stadtteilvertretungen, in der Form einer durch die Stadtteilversammlungen gewählten Stadtteilkommission, findet sowohl in der Resonanzgruppe als auch in der öffentlichen Konsultation hohe Zustimmung. Einzelne Mitglieder der Resonanzgruppe und einzelne Eingaben in der öffentlichen Konsultation erachten das Instrument als unnötig. Zu den Chancen dieses Instrumentes zählen die Stärkung der Identifikation und der Eigeninitiative sowie die Förderung der Partizipation und der Demokratie. Zu den Risiken gehören vor allem die Rekrutierungsschwierigkeiten und das Sicherstellen einer genügend grossen Erneuerung in den Stadtteilkommissionen. Die meisten Anregungen beziehen sich auf Möglichkeiten, diese Erneuerung sicherzustellen. Die Einteilung der Stadtteile wird weitgehend begrüsst. Die Aufteilung der Gemeinde Suhr in zwei Stadtteile wird unterschiedlich eingeschätzt. Mehrere Rückmeldungen zeigen die Wichtigkeit auf, die Stadtteileinteilung späteren Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
An der Konsultation haben sich 56 Einwohner/-innen, Parteien und Vereine aus den fünf Zukunftsraumgemeinden beteiligt. Die Projektsteuerung dankt für die Teilnahme und legt die Basis für die Umsetzung folgender elf Stadtteile fest:
Aarau-Süd, Aare Nord, Densbüren, Oberentfelden, Rohr, Suhr Dorf, Suhr Feld, Suhr Süd, Telli, Unterentfelden und Zentrum. Diese können im Rahmen der Umsetzung im Dialog mit der Bevölkerung angepasst werden. Die Projektsteuerung stimmt zudem der Einführung der vorgeschlagenen Stadtteilkommissionen zu. Diese ersetzen nicht die heutigen Quartiervereine, sondern können ihre Aktivität unterstützen. Im Rahmen der Umsetzung werden die Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen und die Kompetenzen geschärft. Massnahmen für eine angemessene Erneuerung in den Kommissionen werden geprüft.