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Der Verwaltungsrat (Board of directors) des angeschlagenen US-Computerkonzerns Hewlett-Packard ist an der gestrigen Generalversammlung massiv unter Druck geraten. Verschiedene gewichtige Aktionäre, so die kalifornische Beamten-Pensionskasse Calpers und der Stimmrechtsvertreter "Institutional Shareholder Services" versuchten, einige der insgesamt 11 Verwaltungsräte abzuwählen.
In der Tat hat sich der Verwaltungsrat von HP in den letzten Jahren nicht mit Ruhm bekleckert: Man hat viel zu viel für Übernahmen (unter anderem Autonomy
, massiv verunsichert. Dazu kommt, dass der HP-Verwaltungsrat seit Jahren unfähig ist, Vertraulichkeiten innerhalb des Gremiums zu halten.
Nun wurde dem VR die Rechnung präsentiert - allerdings nur fast. Alle 11 Verwaltungsräte wurden wieder gewählt, einige aber sehr knapp. VR-Präsident errang 59 Prozent der Stimmen, John Hammergren und Ken Thompson sogar nur 54 und 55 Prozent. Ralph Gupta und Marc Andreessen stehen mit 80 und 70 besser da. Immerhin scheinen die HP-Aktionäre der Chefin Meg Whitman mehr zu vertrauen: Sie wurde mit über 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
Ein Komitee untersucht den Kauf von Autonomy
Drei der HP-Verwaltungsräte werden nun den Kauf von Autonomy und gewisse Abschreiber im Zusammenhang mit dem Kauf von EDS untersuchen. HP wirft dem ehemaligen Besitzer von Autonomy, Mike Lynch, vor, die Zahlen seiner Firma vor dem Verkauf frisiert zu haben. Die drei untersuchenden "Directors" sind Promis der US-Wirtschaftswelt: Gary Reiner, ehemaliger CIO von General Electric, Ken Thompson, Ex-CEO von Wachovia und Investor-Vertreter Ralph Whitworth. (hc)