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Schloss La Sarraz © Dominique Uldry/BAK
Das Schloss von La Sarraz wurde 1049 auf einem Felsvorsprung erbaut und beherrscht seit neun Jahrhunderten die Mormont-Schlucht, den im Mittelalter viel benutzten Reiseweg zwischen Frankreich und Italien. Im Lauf der Jahrhunderte erfuhr das Schloss mehrere Umbauten und Restaurierungen, bis es sein heutiges Erscheinungsbild erreichte.
Das Bauwerk ist eng mit der Geschichte und der modernen Architekturtheorie Europas verbunden; hier fand 1928 die Gründungsversammlung des Internationalen Kongresses Moderner Architektur (CIAM) statt. Dieses Treffen war ein Meilenstein für die Verbreitung moderner Ideen zu Architektur und Städtebau. La Sarraz ging in die Geschichte ein als europäisches Zentrum für die fruchtbare Diskussion unabhängiger Avantgarde- Architekten.
Während das Bauwerk im Mittelalter zur Überwachung des wichtigen Durchgangsorts erbaut wurde, ist es zu Beginn des 20. Jh. dank dem Einsatz einer einzelnen Person – Madame Hélène Mandrot, letzte private Eigentümerin des Schlosses – ein Zentrum der geistigen Offenheit und des Internationalismus geworden.
Die künstlerischen Aktivitäten, die im Schloss heute von der Société des Amis du Château de la Sarraz weiterhin organisiert werden, zeugen von einem dauerhaften Engagement für die Kunst und die Kultur im Allgemeinen.