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Der Kollege einer Freundin, ein Schweizer, arbeitete bei einer deutschen Bank und bekam jährlich einen Taschenkalender. Als er sich nach einer aktuellen „Agenda“ erkundigte, war dort die Verwirrung gross. Man suchte nach einem Termin und der dazugehörigen Agenda – in Deutschland entspricht die Agenda nämlich der Schweizer Traktandenliste. Als im Fall des Kollegen beides nicht gefunden wurde und er eine negative Rückmeldung erzielt, ärgerte er sich über die Knausrigkeit seines Arbeitgebers…
Dem deutschen „auf die Agenda setzen“ entspricht in der Schweiz das schöne Wort „traktandieren“. „Agenda“ für die Programmpunkte einer Sitzung ist übrigens ein Anglizismus, im Variantenwörterbuch steht dafür noch „Tagesordnung“ oder „Geschäftsliste“.
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