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Stellen Sie sich vor sie leben in einer Vorortsgemeinde der Stadt Basel an einer schönen Strasse mit Einfamilienhäusern. Die Nummern 1-30 gehören zur Gemeinde Arlesheim die Nummern 31-60 zur Gemeinde Dornach. Obwohl die Nummern 30 und 31 Nachbarn sind haben die Bewohner der Nummer 31 doppelt so viel zu sagen wie die Bewohner der Nummer 30 nur weil sie im Kanton Basel-Landschaft und nicht im Kanton Solothurn wohnen. In einer so stark verflochtenen und mobilen Zeit wie heute darf es solche Einschnitte in die politischen Rechte nicht mehr geben. Was gibt uns heute das Recht zu sagen, dass ein Nidwaldner weniger Schweizer ist als ein Luzerner. Bezahlt der Baselbieter heute weniger Bundessteuern als der Aargauer? Leistet der Appenzell-Ausserrodner weniger Militärdienst wie der St. Galler? Fakt ist, dass heute die Halbkantone die gleichen Pflichten gegenüber der Eidgenossenschaft haben jedoch nicht die gleichen Rechte geniessen wie die Vollkantone. In einer Gesellschaft welche von sich behauptet die grösste und beste Demokratie der Welt zu sein darf eine solch ungleichmässige Behandlung von Menschen nicht mehr stattfinden und muss daher abgeschafft werden.
Es darf nicht sein, dass ein Bürger Teile seiner Mitbestimmungsrechte abgeben muss nur aufgrund der Tatsache, dass er im falschen Kanton wohnt. Wieso wird jemand diskriminiert aufgrund seines Wohnortes welchen er vielleicht gar nicht selber ausgesucht hat? Um die Gründe dafür zu finden müssen wir weit in der Geschichte zurückblättern. Was zu damaliger Zeit durchaus als sinnvolle Lösung erachtet wurde ist in der heutigen Zeit nicht mehr haltbar. Die Kantonsgrenzen sind mit Ausnahme des Berner Juras heute unbestritten. Dem Kanton Jura hat man 1978 sämtliche Rechte als Vollkanton zugesprochen obwohl es eine normale Abspaltung von Bern war genau wie damals Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Nidwalden und Obwalden oder Appenzell-Innerroden und Appenzell-Ausserroden. Es war klar, dass der Kanton Bern weiterhin ein Vollkanton bleiben muss weil er zu gross und zu wichtig war. Doch was berechtigt nun der Rest der Schweiz zu sagen, dass die beiden Basel, die beiden Appenzell sowie Obwalden und Nidwalden weniger Wert sind als Bern und der Jura?
Die Antwort ist: Nichts. Nichts berechtigt heutzutage die halbe Standesstimmt für vollwertige Mitglieder dieses Landes. Daher braucht es eine schnellstmögliche Streichung dieser Unterscheidung sodass in Zukunft nicht 11.5 Kantone sondern 13 Kantone das Ständemehr bestimmen.