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World Vision konnte bereits 526‘873 Betroffene mit Not- und Katastrophenhilfe erreichen.
Die beiden starken Erdbeben im Frühjahr 2015 richteten in Nepal verheerende Verwüstungen an. Sie forderten nahezu 9'000 Todesopfer und zerstörten mehr als 600'000 Häuser.
In den zwei Jahren seit der Katastrophe konnte World Vision mehr als 526'000 Betroffene unterstützen. Unmittelbar nach dem ersten Beben hatte World Vision die Menschen vor Ort mit lebenswichtigen Gütern wie Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygiene-Kits versorgt. Danach wurde in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den lokalen Behörden der Wiederaufbau eingeleitet: Schulen, Gesundheitsstationen sowie Bewässerungsanlagen wurden repariert oder neu aufgebaut.
Trotz den erfolgreichen Massnahmen ist weitere Hilfe nötig, um den nepalesischen Kindern und ihren Familien eine sichere Zukunft zu ermöglichen.
World Vision konnte seit dem Erdbeben 14 Schulgebäude wieder aufbauen und damit eine sichere Lernumgebung für fast 5‘000 Schülerinnen und Schülern schaffen.
Immer häufiger werden in Krisengebieten Menschen direkt mit Bargeld unterstützt. Über 180‘000 Betroffene erhielten von World Vision direkte finanzielle Hilfe. Sie werden dadurch unabhängiger und können sich die Produkte kaufen, die sie dringend benötigen.
Diese Kinder freuen sich über die neue Gesundheitsstation in ihrem Dorf. 12 beschädigte Gesundheitsstationen konnte World Vision in den 2 Jahren wieder aufbauen und mit medizinischem Material ausrüsten.
Zwangsverheiratungen waren nach dem Erdbeben ein grosses Problem für junge Mädchen. In Kinderclubs sensibilisiert World Vision für das Thema. «Wenn wir von einer möglichen Zwangsheirat hören, versuchen wir, diese zu verhindern», erzählt die 15-jährige Ganga (links).
153 Trinkwasserversorgungen reparierte oder errichtete World Vision seit dem Erdbeben neu. Über 50‘000 Menschen haben so Zugang zu sauberem Wasser. Auch für Ganga ist Wasser nur mehr wenige Schritte entfernt. Die alte Trinkwasserversorgung hatte das Erdbeben zerstört.
Das Schulhaus der Kalika Devi-Sekundarschule im Distrikt Sindhupalchok wurde durch das Erdbeben stark beschädigt. In den Monaten danach war der Unterricht nur erschwert möglich. Die Kleinsten konnten überhaupt erst wieder zur Schule gehen, nachdem World Vision ein temporäres Lernzentrum aus Bambus eingerichtet hatte.
Damit die Schule aber auch langfristig gute Lernbedingungen bieten kann, baute World Vision das Schulgebäude wieder auf. Kürzlich konnte der dreistöckige Bau mit seinem hellgelben und roten Anstrich den Verantwortlichen übergegen werden. World Vision wird zudem der Schule Lernmaterialen zur Verfügung stellen und eine Internet-Leitung ziehen.
Im Jahr 2000 lancierte World Vision Schweiz das langfristige Entwicklungsprojekt Lamjung. Zusammen mit lokalen Behörden stärken wir die Bevölkerung in Bereichen wie Gesundheit, Bildung und Hygiene.
Leider wurde auch Lamjung schwer von den Erdbeben getroffen. Darum stand auch hier im letzten Jahr der Wiederaufbau an erster Stelle. Unter anderem wurden im Projektgebiet 6 Schulen wieder aufgebaut. In 10 Schulen wurden Trainings abgehalten, wie man sich im Katastrophenfall verhält, und für den ganzen Distrikt wurden Katastropheneinsatzpläne aufgestellt. Mit einer Dorfpatenschaft unterstützen Sie die langfristige Entwicklung der Region.