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CH: Mehr eingetragene Partnerschaften, weniger Scheidungen
Allein die Innerschweizer lassen sich häufiger scheiden, entgegen dem Rest der Schweiz. Sagt das BFS und fügt hinzu, dass bald jede Dritte Ehe geschieden würde. Einige Zahlen aus der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegungen des Statistikamtes.
Etwas weniger als 800 gleichgeschlechtliche Paare entschieden sich demnach 2017 für eine eingetragene Partnerschaft, knapp 7% mehr als im Vorjahr. Mehr Männer als Frauen gehen diesen Schritt. Dagegen wurden 4,5% weniger Ehen geschlossen, insgesamt noch knapp unter 40’000. In den meisten Kantonen wurde weniger geheiratet, weiss das Bundesamt für Statistik BFS. Mehr Eheschliessungen waren nur in Obwalden, Basel-Stadt, Jura, Nidwalden, Uri und Aargau zu verzeichnen.
Die Zahl der Scheidungen ging um 12,8% auf 14’900 zurück. Während die meisten Kantone weniger Scheidungen verzeichneten, war in Uri, Appenzell Innerrhoden, Jura und Schwyz eine Steigung der Scheidungsfälle zu beobachten. Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung blieb stabil bei 15 Jahren. Der Trend, dass bald jede Dritte Ehe geschieden würde, sei festzumachen, so das BFS.
2017 wurden 85’000 Kinder geboren, 2’900 weniger als im Vorjahr. Pro Frau zählt das Statistikamt 1,48 Kinder. Uri, Nidwalden, Jura und Luzern zählen mehr Neugeborene, die anderen Kantone weniger. 75,5% der Kinder werden in eine Ehe geboren. Die Zahl der Vaterschaftsanerkennungen beträgt 20’700 oder 1,6% mehr als im Vorjahr.
Die Anzahl der Todesfälle betrug im letzten Jahr 66’600 oder 2,4% mehr als 2016. Der Geburtenüberschuss sank um fast 20% auf 18’400. Ein Höchstwert der Todesfälle sei aufgrund der Grippewelle im Januar erreicht worden. In jenem Monat wurden 7’500 Todesfälle registriert. Mit Ausnahme von Appenzell Innerrhoden, Jura, Schwyz, Aargau, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Bern ist die Zahl der Todesfälle in allen Kantonen gestiegen. Tessin, Basel-Stadt, Graubünden, Schaffhausen, Uri, Solothurn und Glarus verzeichneten überdies mehr Todesfälle als Geburten. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Kantone, in denen der Anteil älterer Personen jenen der jüngeren übersteigt.