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Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass dieses Jahr noch keine einzige Monatsbilanz erschienen ist. Darum gibt es Januar bis März nun im Dreierpack.
Januar
Das Jahr 2020 startete mit einem zu milden Monat. Mit 1.8°C im Monatsmittel war der Januar rund ein Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Dazu fielen mit 42 mm nur knapp zwei Drittel des üblichen Monatsniederschlags. Es ist kaum verwunderlich, dass Schnee Mangelware war. Dank vielen Hochdrucklagen lag Mörschwil auch ab und zu im Kaltluftsee, sodass trotz unwinterlicher Witterung einige einigermassen kalte Tage dabei waren. So gab es immerhin fünf Eistage mit ganztags unter 0 Grad. Normal wären etwa 9 solcher Tage. Der Tiefstwert von -5.1°C zeigt aber: Wirklich kalt wurde es nicht. Am 28. Januar begann eine Serie von Sturmtiefs mit dem ersten Sturm „Lolita“.
Februar
Der Februar gehörte dieses Jahr scheinbar schon zum Frühling: Mit durchschnittlich 5.8°C war er wärmer als ein üblicher März und vom Winter fehlte jede Spur. Verglichen mit den Klimanormwerten war der Monat massiv zu warm mit einem Plus von 4 Grad. Mit 81 mm wies er eine leicht überdurchschnittliche Niederschlagsmenge auf. Die erste Monatshälfte war geprägt von der bereits erwähnten Sturmserie. Am 4. Februar wurden bei „Petra“ flächig schwere Sturmböen zwischen 90 und 100 Km/h gemessen. Den Höhepunkt bildete Sturm „Sabine“ am 11. Februar. In den tieferen Lagen erreichten die Windspitzen verbreitet 90 bis 120 Km/h und es kam zu Schäden. An meiner Wetterstation in geschützter Lage wurden „nur“ 56.5 Km/h gemessen was deutlich unter dem Rekord von 68.8 Km/h liegt. Anschliessend folgte eine längere trockene und weiterhin milde Phase. Am 17. Februar wurde mit 18.0°C das zweithöchste Tagesmaximum im Winter seit mindestens acht Jahren registriert. Am 28. Februar kam es mit Sturm „Bianca“ fläckendeckend zu Sturmböen zwischen 80 und 100 Km/h, meine Station mass 55 Km/h.
März
Der März war dieses Jahr kälter als der Februar: Mit 5.4°C war aber auch er leicht milder als üblich. Regen gab es nicht im Überfluss: Die gefallenen 59 mm sind etwa 30% weniger als der Normwert. Das erste Drittel zeigte sich wechselhaft und es gab ab und zu Schneeflocken. Um die Monatsmitte wurde es mit 14 bis 18 Grad ziemlich mild, bevor im letzten Drittel ein kräftiger Kaltluftvorstoss erfolgte. Die Höchstwerte gingen zurück in den einstelligen Bereich und es gab strenge Nachtfröste. Am 24. März war es morgens mit -6.2°C so kalt wie es im vergangenen Winter nie wurde. Nach einer vorübergehenden Milderung schneite es Ende Monat sogar noch einmal etwas und die Nachttemperaturen gingen erneut deutlich ins Minus.