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English text below.
«Mona ist ein Model, das seine schwarze Hautfarbe zu vermarkten weiss. An der ghanaischen Küste posiert die schwarze Schönheit mit der blonden Perücke am Strand genau vor jener Festung, wo bis ins 19. Jahrhundert hinein Tausende von afrikanischen Sklaven gefoltert, vergewaltigt und verschleppt wurden. Sankofa, ein afrikanischer Trommler, singt dort die ewige Totenklage, und Mona gerät in seinen Bann. Als Mona zögerlich die Kellerverliese der alten Festung betritt, werden die Geister, die Sankofa beschworen hat, wieder zum Leben erweckt. Mona gerät in den Strudel der Geschichte ihrer Mütter und Väter und wird als Shola auf einer Zuckerrohrplantage in Jamaika wieder lebendig. Als privilegierte Haussklavin hat Shola einen schweren Weg vor sich, bis sie sich zu ihrer schwarzen Identität bekennen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen kann.
‹Sankofa› ist ein Begriff aus der Akan-Sprache und bedeutet: ‹In seine Vergangenheit zurückkehren, sie dem Vergessen entreissen und sich der Zukunft zuwenden›. Das ist der schwierige Weg, den Mona als Shola stellvertretend für eine ganze Generation schwarzer Amerikaner antritt, die den Bezug zu ihrer eigenen Geschichte zu verloren haben scheint.» (trigon-film.org)
«Das Spannende an Haile Gerimas üppigem, folkloristischem Breitwandfilm über die schwarze Sklaverei ist dessen poetische Überzeugung, die mit viel filmischem Geschick umgesetzt wird. Geboren in Äthiopien, aber in den USA tätig, besuchte Gerima die Filmschule der UCLA etwa zur gleichen Zeit wie Charles Burnett und Larry Clark, aber Sankofa zeigt, dass er einen eigenen Kamerastil und eine eigene politische Vision hat. (...) Schön gefilmt und kraftvoll gespielt, wird die Darstellung der Sklaverei hauptsächlich mit englischem Dialog wiedergegeben, zu einem faszinierenden Soundtrack von David J. White, der sowohl amerikanischen Jazz und Blues als auch afrikanische Elemente umfasst.» (Jonathan Rosenbaum, chicagoreader.com)
«The exciting thing about Haile Gerima's lush, wide-screen folkloric feature about black slavery is its poetic conviction, backed up by a great deal of filmmaking savvy. Born in Ethiopia but based in the U.S., Gerima attended UCLA's film school around the same time as Charles Burnett and Larry Clark, but Sankofa (1993) shows that he has a camera style and political vision all his own. A glamorous black model (Oyafunmike Ogunlano) posing for pictures outside an ancient castle in Ghana where slaves were once bought and sold provokes the ire of a self-appointed tribal guardian of this tourist spot; he hurls a curse that magically transports her into the role of a slave on a Jamaican plantation, where most of the remainder of the film is set. Beautifully shot and powerfully acted, the depiction of slavery is rendered mainly in English dialogue, with an intriguing score by David J. White that manages to encompass American jazz and blues as well as African elements.» (Jonathan Rosenbaum, chicagoreader.com)
Drehbuch: Haile Gerima
Kamera: Agustin Cubano
Musik: David J. White
Schnitt: Haile Gerima
Mit: Oyafunmike Ogunlano (Mona/Shola), Alexandra Duah (Nunu), Kofi Ghanaba (Sankofa), Nick Medley (Joe), Mutabaraku (Shango)
125 Min., Farbe, Digital HD, E+Akan/d