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Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag meldete, akzeptierte der 59-Jährige das Urteil des Mittleren Volksgerichts der ostchinesischen Stadt Ningbo. Lu Wei hatte bereits im vergangenen Oktober gestanden, umgerechnet über vier Millionen Franken an Bestechungsgeldern angenommen zu haben. Der einst mächtige Politiker war Ende 2017 wegen der Korruptionsvorwürfe gestürzt worden. Bis 2016 führte Lu Wei die mächtige Cyber-Verwaltung und war zugleich Vize-Propagandachef.
In China ist die Internetfreiheit stark eingeschränkt. Die Behörden sperren nicht nur Dienste wie Facebook, Twitter, Youtube und Instagram, sondern blocken auch tausende Webseiten wie von der «New York Times», dem «Wall Street Journal» oder von Amnesty und Human Rights Watch. Die eigenen sozialen Netzwerke des Landes wie Wechat und Weibo werden streng zensiert.
Obwohl Lu Wei wie kein anderer die Zensur in China personifizierte, gefiel er sich gleichzeitig bei Treffen mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Apple-Chef Tim Cook oder Amazon-Gründer Jeff Bezos.