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Das Übereinkommen zum Schutz des Kultur-und Naturerbes der Welt (kurz: Welterbekonvention) von 1972 ist aus dem revolutionären Gedanken entstanden, Natur- und Kulturgüter von aussergewöhnlichem universellem Wert unter die Obhut der gesamten Menschheit zu stellen. Den Anstoss zur Schaffung der Welterbekonvention gab der Aufruf der UNESCO vom 8. März 1960, die durch den Bau des Assuan-Staudammes bedrohten Tempel Abu Simbel für die Nachwelt zu retten. Die Tempel wurden zerlegt und an einer höher gelegenen Stelle wieder aufgebaut. Fünfzig Länder beteiligten sich an den Rettungsaktionen.
Die Welterbekonvention ist eine Erfolgsgeschichte und ein von nahezu der gesamten Staatengemeinschaft anerkanntes Rechtsinstrument: 192 Staaten haben die Konvention ratifiziert (Stand: August 2016). Die Schweiz ratifizierte das Übereinkommen 1975.
Die Welterbeliste umfasst zurzeit 1052 Kultur- und Naturerbestätten in 165 Ländern (Stand: August 2016) Sie zeugt vom Reichtum und der Vielfalt unserer Erde: Die Liste umfasst eine Reihe der wichtigsten Werke, Denkmäler und Stadtbilder, die vom Fortschritt zeugen, der aus der Interaktion der Gesellschaften und der Weiterentwicklung des Wissens und der Identitäten entstanden sind. Sie enthält Naturphänomene, umfasst Ökosysteme und zeigt das Spektrum der biologischen Vielfalt. Die Liste beinhaltet auch Kulturlandschaften, welche an der Schnittstelle der Beziehung von Mensch und Natur stehen.
In der Schweiz umfasst das Welterbe 11 Stätten: Eindrückliche Zeugnisse des kulturellen Erbes, das mehrere Jahrtausende abdeckt, aussergewöhnliche Beispiele der Hauptstufen der Erdgeschichte und Entwicklung des Lebens und Gebiete von überragender Naturschönheit.
Welterbestätten sind aber nicht einfach nur Orte von herausragender Schönheit, sondern auch Orte, wo wissenschaftliche Forschung betrieben wird, Werte vermittelt und Formen der nachhaltigen Nutzung natürlicher und kultureller Ressourcen erprobt werden.
Die Schweizerische UNESCO-Kommission fördert die Koordination aller im Bereich Welterbe involvierten nationalen Akteure. Sie hilft, Synergien zwischen den einzelnen Welterbestätten zu schaffen und unterstützt den Austausch zwischen Site-Managern, Tourismusverantwortlichen, Denkmalpflegern und politischen Instanzen. Das Ziel: der Erhalt dieser einzigartigen Stätten und deren Weitergabe an die künftigen Generationen.
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Jeanne Berthoud
Projektkoordinatorin Bereich Kultur
Tel. +41 (0)58 464 10 67
E-Mail: jeanne.berthoud(at)eda.admin(dot)ch
Bundesamt für Kultur
Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege
Oliver Martin
Hallwylstrasse 15
CH - 3003 Bern
Tel. +41 (0)58 462 44 48
E-Mail: oliver.martin(at)bak.admin(dot)ch
Bundesamt für Umwelt
Sektion Landschaften von nationaler Bedeutung
Carlo Ossola
Worblentalstrasse 68
CH - 3063 Ittigen
Tel. +41 (0)58 462 93 73
Email: carlo.ossola(at)bafu.admin(dot)ch
«Erst wenn man sich eines Schatzes bewusst ist, kann man sich auch dafür stark machen.»