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Refit-Programm für die Durchfahrtsgeleise im Bahnhof Brunnen
Zwischen dem 25. Februar und dem 30. April 2012 erfahren die
Durchfahrtsgeleise 4 und 5 (Perrongeleise) des Bahnhofs Brunnen eine
Totalerneuerung.
Zum letzten Mal wurden diese Geleise 1985 erneuert. Zwar wurden die Geleise ständig unterhalten, aber nach einem Vierteljahrhundert steht nun wieder eine Totalerneuerung an.
Dabei werden insgesamt vier Kilometer Schienen und 3600 Tonnen Schotter
erneuert.
Gleichzeitig werden die 3300 Holzschwellen durch Betonschwellen ersetzt. Dies ermöglicht im Betrieb eine höhere Belastung der Geleise.
Die Kosten dieser Gleiserneuerung belaufen sich auf 3,7 Millionen Franken.
Die Erneuerung wird durch die Firma Scheuchzer mit Hilfe einer "Puscal
T" vorgenommen.
Hinter dieser einfachen Bezeichnung versteckt sich eine fahrende Fabrik von 94 Metern Länge und einem Gesamtgewicht von 286 Tonnen.
Nachdem die Gleisbauer in einem ersten Schritt das Gleis in 18 Meter lange, Gleisjoche genannte, Teilstücke zertrennt haben, beginnt die Arbeit der "Puscal T".
Diese ist für ihren Arbeitseinsatz in zwei Teile geteilt worden.
Da in gewissen Phasen der Arbeit im eigentlichen Arbeitsbereich keine Geleise zur Verfügung stehen, sind die beiden Frontteile der Maschine mit Raupenwerken versehen.
Nun beginnt die Puscal T ihre Arbeit. Sie hebt einige Gleisjoch samt den Schwellen aus und transportiert sie mit fahrenden Portalkranen in den hinteren Teil des Zuges (links). Dort werden die alten Holzschwellen durch Betonschwellen ersetzt.
Im vom Gleis befreiten Abschnitt beginnt nun der zweite Teil des
Umbauzuges seine Arbeit.
Von hinten werden provisorische Gleisjoche nach vorne gebracht und auf das alte Gleisbett aufgelegt. Offen bleibt nur die Lücke von der Länge eines Gleisjochs (18 m).
Nun rückt der ganze Zug bis ans Ende diese provisorischen Geleises vor.
Die Front dieses zweiten Teils ist ein wahrer Alleskönner. Obwohl dessen Grundfunktion die eines Spezialbaggers mit anschliessendem Förderband ist, ist sie auch mit einem schweren Bohrhammer bestückt. Dies erlaubt es im Erforderungsfall, den harten Untergrund (Felsen, Gesteinsblöcke) auf die notwendige Tiefe abzutragen.
Mit dem Bagger wird nun im gleisfreien Abschnitt das alte Schotterbett entfernt und über Förderbänder an das Zugende in Schotterwagen abtransportiert. (rechtes Ende)
Mittels Portalkränen wird anschliessend neuer Schotter zugeführt und
eingebaut.
Die inzwischen umgebauten Gleisjoche werden mit Portalkränen wieder zugeführt, auf das Schotterbett aufgesetzt und anschliessend eingeschottert.
Das nächste provisorische Gleisstück wird entfernt und der nächste Abschnitt wird bearbeitet.
Ist ein Abschnitt umgebaut, werden die erneuerten Gleisstücke provisorisch verlascht.
Wenn der gesamte Gleisabschnitt umgebaut ist, werden später auch noch
die alten Schienen ausgewechselt.
Quelle: SBB, Besichtigungsinformation

Das leicht angehobene Gleisjoch wird in Handarbeit vom Schotter befreit.

Schliesslich ist das Gleisjoch zum Anheben bereit.

Die Gleisjoche eines längeren Abschnittes sind entfernt, eine Gleisjochlänge bleibt zur Bearbeitung offen, denn jetzt ...

...
kommt der zweite Maschinenteil zum Einsatz.

Der Bagger entfernt den alten Schotter auf die verlangte Höhe und schiebt ihn auf ein Förderband ...

... welches ihn ans Ende des Zuges zum Verlad transportiert.