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Diese Woche findet die 66. Sitzung des Ständigen Ausschuss‘ des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) in Genf statt. Am Dienstag, 12. Januar 2016 hat dieses Organ der Vereinten Nationen (UNO), sich mit dem Schicksal des Afrikanischen Elefanten befasst. Der Ständige Ausschuss des CITES gelangte dabei zur Einsicht, dass die Gespräche über die Legalisierung des Elfenbeinhandels angesichts der aktuellen Lage nicht fortgeführt werden können.
Die Gespräche des Ständigen Ausschuss der CITES über den Elfenbeinhandel und den Schutz des Afrikanischen Elefanten am Dienstag waren lebhaft. Verschiedene Afrikanische Staaten schlugen dabei Alarm, mit kräftiger Unterstützung der EU, der USA sowie Indien und Israel, und ermahnten die CITES, ein deutliches Signal gegen die Wilderei und den Elfenbeinhandel zu setzen. Der Ständige Ausschuss hat anerkannt, dass die Verhandlungen über einen Mechanismus für einen legalen Elfenbeinhandel heute an einem toten Punkt angelangt sind.
Diese klare Position wurde trotz vehementer Einwände von mehreren Staaten, die den Elfenbeinhandel verteidigen, verabschiedet. Sie behaupteten, es bestehe keine Verbindung zwischen dem legalen Elfenbeinhandel und der aktuellen Wilderei-Krise.
Ein Afrikanischer Staat jedoch verurteilte eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), die sich positiv zur Entwicklung eines Mechanismus für den Elfenbeinhandel äussert. Er bezeichnete diese als „unpassend, verbogen, kostspielig und die Geschichte des Elfenbeinhandels missachtend“. Ein anderes Land empörte sich über den Vorschlag, der „lächerlich“ sei, „angesichts der gegenwärtigen Lage und der jüngsten Aktionen vieler Staaten zur Eindämmung des Elfenbeinhandels“. China wiederum spielte eine positive Rolle in den Gesprächen.
Die Fondation Franz Weber (FFW) verfolgte die Sitzung des Ständigen Ausschuss‘ aufmerksam. Die Präsidentin der FFW, Vera Weber, zeigt sich erfreut über den Ausgang der Debatte: „Dieser Entscheid ist ein Wendepunkt in der Politik der CITES über die Elefanten. Wir konnten feststellen, dass viele Länder die Elefanten unbedingt retten wollen und keinen Mechanismus für den Elfenbeinhandel akzeptieren werden. Denn dieser würde zweifellos die Ausrottung der Elefanten bedeuten.“
Rosalind Reeve, Expertin der FFW für die CITES, erklärt, „die Entscheide, welche China und die USA letztes Jahr im Sinne eines Verbots des Elfenbeinhandels fällten, haben einen positiven Einfluss. Als Folge davon und durch die Bedenken vieler Afrikanischer Staaten ist die Idee eines legalen Elfenbeinhandels im Moment sistiert.“
Das Entscheidungsorgan der CITES, die Vertragsstaatenkonferenz, versammelt sich im kommenden September in Johannesburg, Südafrika. Die Vertragsstaaten werden dabei einen formellen Entscheid über die Fortsetzung oder den Verzicht auf einen Mechanismus für einen legalen Elfenbeinhandel fällen müssen. Das Überleben des Afrikanischen Elefanten hängt davon ab.
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