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Autor: Lukas Schwab
Im Jahr 2009 hat die Strafvollzugskommission der Anstalten Bellechasse zwanzig Gefangenen ein Gespräch gewährt. «Diese haben die Lebens- und Haftbedingungen in Bellechasse als gut bezeichnet», schreibt Markus Ducret, Präsident der Strafvollzugskommission, im Tätigkeitsbericht 2009 der Strafanstalt Bellechasse. Das Verhalten der Angestellten sei von den Insassen als anständig und manchmal sogar vorbildlich qualifiziert worden.
Nach Ansicht der Strafvollzugskommission ist der Personalbestand in der Anstalt zu knapp bemessen. Um den Anforderungen des modernen Strafvollzugs zu entsprechen, sollte der Personalbestand erhöht werden. 2009 verfügte die Strafanstalt über insgesamt 99,7 Personaleinheiten.
Die Zahl der Inhaftierten liegt bei 149 und ist damit stabil geblieben, der Belegungssatz hat mit rund 94 Prozent leicht abgenommen. «Die Anfragen bezüglich Zuweisung in die Anstalten von Bellechasse übertreffen bei weitem die Kapazitäten, über die wir verfügen», so der Bericht zu den Gefangenen.
Höheres Durchschnittsalter
Der Anteil ausländischer Gefangener hat sich bei 72 Prozent stabilisiert. Davon stammen 40 Prozent aus Afrika, 28 Prozent aus Osteuropa, 12 Prozent aus Südeuropa und rund zehn Prozent aus Westeuropa. Das Durchschnittsalter der Gefangenen ist angestiegen: 2009 waren nur gerade 20 Prozent der Insassen jünger als 25 Jahre (2008: 28 Prozent), 59 Prozent der Gefangenen sind zwischen 26 und 40 Jahren alt.
Mit rund 54 Prozent hat der Anteil der Gefangenen, die wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt wurden, erneut zugenommen (Vorjahr 47 Prozent). Der Anteil an Sexualstraftätern hat weiter abgenommen und lag 2009 bei rund 10 Prozent. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Sexualstraftaten abgenommen haben, sondern ist darauf zurückzuführen, dass andere Kantone auch über das nötige Fachpersonal verfügen, um die notwendigen Therapien für in ihre Zuständigkeit fallende Gefangene selber sicherzustellen.