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Das Neustadt-Center kehrt seinen zweifachen Rücken der Stadt zu, es könnte irgendwo stehen, befindet sich aber inmitten der Stadt zwischen Baarer- und Poststrasse. Gebaut 1970, als erste Shopping-Mall in Zug, wurde der öffentliche Raum aus verkaufstechnischen Überlegungen ins Innere verlegt. Vergessen ging dabei, dass der Raum zwischen den Häusern der wichtigste Raum einer Stadt ist.
Die Stadt wird an dieser Stelle durch die Gotthardlinie geteilt, diese Situation wurde 1897 im „Zuger Kalender“ wie folgt kommentiert:
„Vom Bahnhof Zug aus zieht sich der Schienenstrang in schwacher Kurve nach links über einen 240 m langen steinernen Viadukt. Dieser durchschnittlich 4 m hohe, 21 Öffnungen à 7,10 m zählende Viadukt trennt das Bahnhofgebiet von dem eigentlichen Stadtgebiet; weshalb wir in Zukunft auch in Zug gewissermassen ein Quartier mit dem Titel ‚extra muros‘ zu bezeichnen haben werden.“
(Zuger Kalender, 1897, S. 36-38.)
Das Neustadt-Center mit seiner abweisenden Haltung verdeutlicht diesen Umstand, auf der einen Seite Stadt, auf der anderen Unort, Zwischenort, Leerstelle …
Einer konnte nicht mehr warten, wollte einen Anfang machen, voller Hoffnung, das Trottoir wird schon noch kommen, und dann die Leute …, damit die Stadt hier wieder zur Stadt wird.