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World Vision Schweiz leistet mit den Entwicklungsprojekten Lozena, Diago und Neguela nachhaltige Hilfe in Mali.
Das Wüstenland Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.
Unser Entwicklungsprojekt Lozena liegt in der Region Sikasso im Süden Malis. Durchfallerkrankungen und Malaria sind weitverbreitet und rund 40% der Kinder leiden an Mangelernährung. Am dringendsten sind eine sichere Trinkwasserversorgung und sanitäre Anlagen, ausreichende und gesunde Nahrung sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch und Vernachlässigung. Durch die nahe Grossstadt Koutiala wächst der Bedarf an Brennholz. Es wird immer mehr abgeholzt, dadurch erodiert das Land, verliert an Fruchtbarkeit und bringt weniger Ernte ein. Ein wichtiger Programmpunkt ist daher auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, um die Ernährungssituation zu verbessern.
Diago liegt in der Region Koulikoro rund 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako im Savannengebiet mit einer Regenzeit von Juli bis September. 2009 wurde das Entwicklungsprojekt Diago in drei Gemeinden mit 28 Dörfern und rund 34 000 Einwohnern lanciert. World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Behörden und Verantwortungsträgern, aber auch mit Gesundheitspersonal, Lehrern und Jugendlichen eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt, um gemeinsam mit ihnen die grössten Probleme anzugehen wie unzureichende Gesundheits- und Trinkwasserversorgung sowie ein mangelhaftes Bildungsangebot.
Zunehmende Dürrezeiten, Korruption, politische Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen im Norden des Landes tragen zur Not der Bevölkerung in Mali bei.
Neguela liegt in der Region Koulikoro rund 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako. Die meisten Menschen im Gebiet gehören zum Volk der Bambara. Viele sind Muslime, aber auch Christen und Anhänger traditioneller Religionen leben hier.
2007 lancierte World Vision das Entwicklungsprojekt Neguela in drei politischen Gemeinden, die 16 Dörfer mit rund 31 000 Einwohnern umfassen, um die grössten Probleme anzugehen: unzureichende Gesundheits- und Trinkwasserversorgung sowie ein mangelhaftes Bildungsangebot
Im Entwicklungsprojekt Seniwe unterstützte World Vision Schweiz zwischen 2002 und 2017 Kinder, ihre Familien und das gesamte Umfeld in ihrer Entwicklung. Bei der Übergabe an die lokale Bevölkerung konnten wir einige Erfolge vorweisen: 89 % der Jugendlichen haben eine Geburtsurkunde, 60 % der Haushalte benutzen eine hygienische Latrine und 65 % der Familien können ihre Kinder versorgen. Auch wenn World Vision die Gegend verlässt, gehen viele Projektaktivitäten weiter, denn lokale Organisationen und Behörden sind bereit, Verantwortung für die weitere Entwicklung zum Wohl der Kinder zu übernehmen.
World Vision hilft den Eltern bei der Beschaffung von Geburtsurkunden für ihre Kinder. Nur so haben die Kinder Zugang zu Bildung und staatlichen Leistungen.
Wir initiieren Kinderschutzkomitees und bilden sie aus. Es wird ein Meldesystem eingerichtet, bei dem Fälle von Gewalt gegen Kinder gemeldet werden können.
Wir führen Hygieneschulung (Toilettenbenutzung, Händewaschen usw.) für Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler durch.
Wir unterstützen das staatliche Impfprogramm für Kinder unter 5 Jahren und verteilen Moskitonetze zur Prävention von Malaria.
Kinder unter fünf Jahren sind dank Moskitonetzen besser vor Malaria geschützt. Zusätzlich haben 5’217 Mädchen und Buben einen vollen Impfschutz erhalten. (Diago)
Kinder aus 10 verschiedenen Schulen konnten ihre Lese-, Schreib- und Mathematikfähigkeiten dank Nachhilfeunterricht verbessern. (Diago)
Eltern und Betreuungspersonen nahmen an Schulungen zum Thema Kinderschutz teil, wo die Wichtigkeit von Geburtsurkunden und die Gefahren von Kinderheirat aufgezeigt wurden. (Neguela)
Führungspersonen wurden im Bereich Konfliktbewältigung unterrichtet. (Neguela)