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Seegurken spielen eine überraschende Rolle im Schutz von Korallen vor Krankheiten. Forschungen zeigen, dass ihr Vorhandensein das Korallengewebe schützt, indem sie die Sedimente reinigen und so mikrobielle Krankheitserreger unterdrücken. Die Überernte von Seegurken hat jedoch negative Auswirkungen auf Korallen, insbesondere auf Acroporid-Korallen. Seegurken, die in Küstengebieten leben, spielen eine wichtige Rolle als Detritivoren, ähnlich wie Regenwürmer an Land. Sie verarbeiten Sedimente und organische Stoffe, was den Sauerstoffhaushalt im Meeresboden fördert. Die Überfischung von Seegurken gefährdet nicht nur ihre Populationen, sondern hat auch negative Folgen für Korallenriffe, da sie einen wichtigen Schutzmechanismus gegen Krankheiten darstellen.
Forschungen in Französisch-Polynesien und im Palmyra-Atoll zeigen, dass das Vorhandensein von Seegurken den Verlust von Korallengewebe verringert. Die Reinigung der Sedimente durch Seegurken spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Studie betont die Bedeutung des Schutzes von Detritivoren wie Seegurken für den Erhalt von Korallenriffen, vornehmlich vor dem Hintergrund des aktuellen Anstiegs von Korallenkrankheiten. Die Wiederherstellung dieser Reinigungsdienste ist entscheidend, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und der globalen Erwärmung der Ozeane.
Bild: (c) unsplash.com/Francesco Ungaro