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Drei Viertel der Delikte waren Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch, wie die Kantonspolizei in der am Dienstag publizierten Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik 2022 ausführt. An zweiter Stelle folgen mit 8 Prozent aller Delikte die Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz, gefolgt von Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz (6 Prozent).
Zugenommen haben Einbrüche und Diebstähle (+43 Fälle) und Delikte gegen die Freiheit, wie Drohung, Nötigung und Hausfriedensbruch (+58). Auch strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität wurden häufiger verübt (+14) sowie Cyberdelikte (+20). Diese Zunahmen liegen laut der Kantonspolizei im langjährigen durchschnittlichen Rahmen und übersteigen den langfristigen Trend nicht.
Abgenommen haben die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (-52) und das Ausländergesetz (-13). Diese Abnahmen sind gemäss Polizei "unauffällig".
Auch die Verkehrsunfallzahlen 2022 bewegen sich mit 396 Unfällen auf stabilem Niveau, weisen aber ein paar Besonderheiten auf. Ein milder Winter und das Ende der Pandemie hatten einen gewissen Einfluss auf das Unfallgeschehen, wie die Kantonspolizei ausführte. Es gab weniger Unfälle in den Wintermonaten, dafür mehr Unfälle aufgrund der Verfassung der Lenkenden.
Der Strassenverkehr forderte 2022 zwei Todesopfer, nachdem in den beiden Vorjahren keine Toten zu beklagen waren. Das ist auch deutlich mehr als der Fünfjahresschnitt von 1,2 Todesopfern pro Jahr.
Die positive Unfallentwicklung, die sich während der Pandemie gezeigt hatte, konnte nicht gehalten werden. Mit der Beendigung der Einschränkungen bei Restaurationsbetrieben und Veranstaltungen, welche die Ausgangsmöglichkeiten und den Alkoholkonsum im 2021 markant reduziert hatten, wurden im 2022 wieder Werte wie vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.
(sda)