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Gelegentlich werden bei gastroenteritischen Erkrankungen auch grössere Mengen bestimmter, sonst nicht krankmachender Bakterienarten nachgewiesen. Die Krankheitssymptome sind in der Regel ähnlich wie bei Salmonellosen oder EEC-Diarrhöe. Offenbar können vereinzelt bestimmte Stämme dieser sonst harmlosen Bakterienarten unter nicht näher bekannten Bedingungen pathogen sein. Möglicherweise spielt auch eine individuelle Empfindlichkeit der Betroffenen eine Rolle.
Enterobacteriaceen
In diese Gruppe gehören sonst apathogene Enterobakteriaceen wie Citrobacter, Klebsiella, Enterobacter, Edwardsiella und Proteus. Die Symptome entsprechen einer Salmonellose.
Pseudomonaden
Mesophile Pseudomonas-Arten wie Pseudomonas aeruginosa oder Aeromonas hydrophila können nach oraler Aufnahme grösserer Zellmengen mit Wasser oder Lebensmitteln teilweise schwer verlaufende Durchfallerkrankungen verursachen. Beide Arten geben offenbar ein Enterotoxin ab.
Pseudomonas cocovenans bildet ein äusserst toxisches Stoffwechselprodukt (Bongkrek-Toxin). Es handelt sich um eine ungesättigte C29-Fettsäure. Es resultiert die neben Botulismus schwerste bakterielle Intoxikation. Der Tod kann in wenigen Stunden oder in spätestens 2 Tagen eintreten.
Streptococcus faecalis
Streptococcus faecalis ist der Hauptvertreter der Enterokokken. Obwohl normalerweise gut verträglich, kann auch dieser Organismus unter gewissen Umständen zur Gefahr werden. Die Krankheitssymptome sind von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Möglicherweise sind nur einzelne, seltene Stämme pathogen oder es sind synergistische Assoziationen mit anderen Bakterien zur Auslösung einer Erkrankung nötig.