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Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Schweizerischen Nationalen Strategischen Plan für Hochleistungsrechnen und Vernetzung (HPCN) des ETH-Rates umzusetzen. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung von Supercomputern in der Wissenschaft. Bei der Modellierung und Simulation hochkomplexer Phänomene aus Bereichen wie Klima, Energie, Gesundheit, Bauen, Umwelt oder Finanzen hängt die Geschwindigkeit des Erkenntnisfortschritts stark von der Verfügbarkeit hochleistungsfähiger Rechnersysteme sowie vom Know-how im Umgang mit dieser Technologie ab, heisst es in einer Mitteilung.
Der Strategie-Plan sieht vor, dass am Centro Svizzero di Calcolo Scientifico (CSCS) bis 2012 ein neues Hochleistungsrechner-System installiert wird. Das CSCS steht als nationales Kompetenzzentrum allen Schweizer Hochschulen zur Verfügung und erbringt auch Rechendienstleistungen für die Wirtschaft. Zur Unterbringung des neuen Supercomputers ist in Lugano-Cornaredo ein Neubau vorgesehen, für den eine möglichst umweltfreundliche Kühlungstechnologie entwickelt werden soll. Zudem sollen an den Hochschulen spezifische Kompetenzen zur optimalen Nutzung des nationalen Hochleistungsrechnen-Netzwerks aufgebaut werden.
Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf 172,5 Millionen Franken, von denen der Kanton Tessin und die kantonalen Universitäten "voraussichtlich" einen Beitrag von 19,5 Millionen leisten werden. Im Rahmen der 2. Stufe der konjunkturellen Stabilisierungsmassnahmen des Bundes wurden 16,5 Millionen Franken für HPCN-relevante Projekte bewilligt. Für die laufende Förderperiode für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2008-2011 will der Bundesrat im Rahmen der Voranschläge 2010 und 2011 dem Parlament 72 Millionen Franken beantragen, die innerhalb des BFI-Bereichs kompensiert werden sollen - unter anderem durch den Einsatz strategischer Mittel des ETH-Rats. (bt)