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Im Jahr 2012 wurde in der Schweiz mit rund 5000 Tonnen mehr Magerkäse denn je hergestellt. Die fettarme, nicht essbare Masse dient als billiger Rohstoff für die Nahrungsmittelindustrie, vor allem in Deutschland. Dort wird mit der Masse dann sogenannter Analogkäse hergestellt. Die Rekordproduktion des minderwertigen Käses ist laut einem Bericht des «Beobachters» eine absurde Folge der Verkäsungszulage.
Die Zulage soll den Bauern einen akzeptablen Milchpreis garantieren und gleichzeitig die Milch so weit verbilligen, dass sich der Schweizer Käse gegen ausländische Konkurrenz behaupten kann.
Gemäss «Beobachter» nutzen dies Gross- und Industriekäsereien als «Einladung für Absahner» aus. Dank der Kombination verschiedener Subventionen können sich Industriekäsereien die Milch gratis beschaffen. Sie verramschen den daraus hergestellten Magerkäse vor allem nach Deutschland, wo er zu künstlichem Käse verarbeitet wird. Dieser ist hitzebeständiger und billiger als echter Käse.
Der Verband Fromarte, ein Zusammenschluss gewerblicher Käsereien und der Michproduzentenvereinigung Big-M kritisieren eine Subventionspraxis, die mit Steuergeldern den Export von No-Name-Produkten fördert. Das Bundesamt für Landwirtschaft will gemäss «Beobachter» Magerkäse künftig von Zuschüssen ausklammern.
(tke/aho)