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Unwetter im Rückblick
Hurrikan trifft New Orleans
Überschwemmungen durch "Isaac"
Sieben Jahre nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" wurde New Orleans am 29. August erneut von einem Hurrikan getroffen. Mit bis zu 130 Stundenkilometern zog die Zone mit den höchsten Windgeschwindigkeiten genau über die Stadt hinweg. Dennoch kam es im Stadtgebiet nicht zu nennenswerten Überflutungen, da die neuen Schutzdämme den Wassermassen standhielten. Sturmschäden gab es aber verbreitet, außerdem fiel in weiten Teilen von New Orleans der Strom aus.
"Hurrikan "Isaac" kurz vor Landgang bei New Orleans
Außerhalb der Schutzdämme wurden jedoch weite Landstriche des Mississippi-Deltas meterhoch überschwemmt. Betroffen war vor allem der Landkreis Plaquemines an der Küste Louisianas, wo ein Damm überspült wurde. Hunderte Häuser standen meterhoch unter Wasser, die Bewohner flüchteten auf die Dächer und wurden per Boot und Hubschrauber evakuiert. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Die Schutzdämme von New Orleans verschärften das Hochwasser noch, da die Wassermassen nicht abfließen konnten und sich aufstauten.
Überflutetes Wohngebiet in Manchac, Louisiana
"Isaac" war zwar nur ein Hurrikan der schwächsten Kategorie 1, zog jedoch besonders langsam ins Landesinnere. Dadurch hatten die vom Hurrikan betroffenen Küstenregionen teilweise mehr als 24 Stunden lang mit Sturm und heftigen Regenfällen zu kämpfen. Die Behörden hatten zuvor die Evakuierung niedrig gelegener Küstenabschnitte angeordnet, in einigen Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Unter anderem gab es in der 70.000 Einwohner zählenden Stadt Gulfport eine Ausgangssperre.
Die Zugbahn von Hurrikan "Isaac"
Insgesamt ist die Küste von Louisiana und auch die Stadt New Orleans mit einem "blauen Auge" davongekommen. Aufgrund der Schutzdämme blieben die Überschwemmungen im Stadtgebiet aus, umfangreiche Evakuierungen im Vorfeld des Sturms dürften viele Menschenleben gerettet haben. Es war aber auch eine Menge Glück im Spiel: Relativ kühles Wasser im Golf vom Mexiko verhinderte eine rasche Verstärkung von "Isaac", nachdem der Sturm zuvor über Kuba und Südflorida hinweggezogen war. Im Vorfeld war eine deutlich stärkere Intensivierung befürchtet worden.