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Fragen und Antworten rund ums Reisen in Kenia
Visum
Für die Einreise nach Kenia ist ein Visum erforderlich. Es braucht einen mindestens 6 Monate über das Endreisedatum hinaus gültigen Pass. Die Kosten betragen, je nach Art des Visums, ab CHF 50.- resp. € 30.-.
NEU! Seit September 2015 warden keine 'Visa on Arrival' mehr ausgestellt und man kann das Visum nur noch online beantragen. Die Bearbeitungszeit dauert rund 5 Arbeitstage bis man das elektronische Visum ausgestellt bekommt. Der Ausdruck muss zusammen mit einem noch mindestens sechs Monate über die Ausreise hinaus gültigen Reisepass bei der Einreise in Kenia vorgelegt werden.
Weitere Infos finden Sie unter der Kategorie Tipps und Links / Visum
Zollbestimmungen
Folgende Artikel können zollfrei nach Kenia eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak
1 Flasche Spirituosen oder Wein
ca. 0,5 Liter Parfüm.
Ausfuhrbeschränkungen: Jagdtrophäen und Tierhäute, Gold und Diamanten dürfen nur mit Genehmigung ausgeführt werden.
Klima
Kenia kann in zwei Klimazonen unterteilt werden: Im Hochland, das höher als 1800 m liegt, kommt es von April bis Juni und von Oktober bis November zu Regenperioden. Der Niederschlag fällt meist nachmittags, abends und nachts. Die Nächte sind relativ kühl. Die kälteste Zeit in dieser Region liegt im Juli und August mit etwa 10 °C täglichem Minimum. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit etwa 25 bis 26 °C täglichem Maximum. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 65 Prozent. In Nairobi liegen die Temperaturen im Juli bei 11 bis 21 °C und im Februar bei 13 bis 26 °C. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Nairobi bei 958 mm. Am Victoriasee sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es zum Teil starke Regenfälle.An der Küste liegen die Temperaturen zwischen 22 und 32 °C, und die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fällt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Die wärmsten Monate sind Januar bis März.
Sprache
Nach der geltenden Verfassung gilt seit 1992 Swahili mit Englisch als eine der offiziellen Sprachen des Parlamentes, jeder Kandidat muss Kenntnisse der Sprache nachweisen; aber alle Beschlüsse des Parlamentes sind auf Englisch zu fassen. Auf der unteren Ebene der Gerichte ist Swahili als Verhandlungssprache zugelassen, Niederschriften und Urteile sind hingegen auf Englisch auszufertigen; die öffentlichen Verwaltungen dürfen im Verkehr mit dem Bürger Englisch und Swahili verwenden; im Entwurf der neuen Verfassung sind Englisch und Swahili als die beiden offiziellen Sprachen des Staates vorgesehen, Swahili außerdem als nationale Sprache. Die wichtigsten Sprachen von insgesamt 52 Volksgruppen (die Linguisten führen ganz genau 61 Sprachvarianten inkl. indischer Sprachen und Dialekte auf) sind.
Mentalität
Wer nach Kenia reist, muss als Nicht-Einheimischer sicherheitshalber auf alles gefasst sein. Verträge sind selten das Papier wert und wer Reservierungen tätigt, darf sich noch lange nicht überall sicher sein, dass diese auch gültig sind. Vor Überraschungen ist man also nie gefeit. Allerdings können die Kenianer auch sehr pflichtbewusst und zuverlässig sein. Wer unkompliziert ist und improvisieren kann, ist in diesem Land im Vorteil ;-)
Geld
Die kenianische Währung ist der Shilling (KES), dieser ist unterteilt in 100Cents. 1CHF = ~88 Shilling und 1 € = ~106 Shiling.
Aktueller Kurs Link: http://www.xe.com/de/currencyconverter/convert/?Amount=1&From=CHF&To=KES
Ein- und Ausfuhr von Kenianischer Shilling sind bis zu einem gewissen Betrag erlaubt, jedoch lohnt es sich, vor Ort zu wechseln. Die Einlösung von Reisechecks kann zu einer Geduldsprobe werden, ebenso sind Bancomaten für Maestro-Karten noch eher dünn gesät. Am besten, man hat eine Kreditkarte (Mastercard oder VISA) und stets genügend Bargeld dabei.
Banknoten: 1000, 500, 200, 100 und 50 KES. Münzen: 20, 10 und 5 KES.
Sicherheit
Das Reisen in Kenia ist uns sicher erschienen. Speziell in den Nationalparks sind Diebstahl sehr selten. In grösseren Städten ist jedoch Vorsicht geboten. Vor allem in öffentlichen Orten mit viel Rummel, gehört Taschendiebstahl zur Tagesordnung. Rechtssystem und Strafrecht in Kenia sind sehr streng, weshalb sich die Kriminalität in den von uns bereisten Gebieten nach unserer Erfahrung in engen Grenzen hält.
Krankheiten
Malaria
Hohes Risiko ganzjährig und im ganzen Land unterhalb 2500m, einschl. der Städte und der Touristengebiete an der Küste!
Geringes Risiko in der Stadt Nairobi und in Höhenlagen über 2500m.
Vorbeugung:
- Vorbeugung mit Medikamenten ist zu empfehlen!
- zusätzlicher Schutz vor Moskitostichen durch lange, helle Kleidung, Repellentien, Moskito Netze.
Bitte beachten Sie:
Die Wahl des Malariamedikaments ebenso wie evt. Abweichungen von den Empfehlungen müssen im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beratung getroffen werden. Daher ist vor einer Reise in ein Malariagebiet unbedingt eine ärztliche Beratung zu empfehlen.
Impfungen
Für alle Reisenden zu empfehlen ist ein Impfschutz gegen:
- Diphtherie, Tetanus, Polio
- Hepatitis A
- Masern (oder Immunität nach Krankheit)
- Gelbfieber: bei Reisen in Gebiete mit Gelbfiebervorkommen. Kenia gilt nach Angaben der WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten.
Für Risikogruppen zusätzlich die Impfung gegen:
- Typhus, Hepatitis B, Meningokokken-Meningitis, Tollwut, Pneumokokken, Influenza
Einreisevorschrift:
Gelbfieberimpfung: obligatorisch bei Einreise aus Gelbfieber - Endemiegebieten
Bitte beachten Sie:
Die Empfehlungen gelten für erwachsene Reisende. Bei Kindern müssen besondere Altersbeschränkungen auch für die empfohlenen Reise-Impfungen und altersbedingte Risiken beachtet werden!
Wichtigste spezielle Gesundheitsrisiken:
- Darminfektionen: sorgfältige Hygiene bei Nahrungsmittel und Trinkwasser beachten.
- Bilharziose: Kontakt mit Süßgewässer (Flüsse, Seen, Bäche) meiden.
- HIV / AIDS: Übertragung durch Blutkontakt (auch Piercing , Tätowierung o.ä.) und Geschlechtsverkehr. Verwendung von Kondomen sowie sterilen Spritzen und Nadeln.
- Schädigungen durch Sonne: Sonnenschutz!
Im Interesse Ihrer individuellen Gesundheitsvorsorge lassen Sie sich vor Ihrer Reise zu Impfungen, zur Malaria-Prophylaxe und zu weiteren Risiken ärztlich beraten! Diese Informationen ersetzen auf keinen Fall die individuelle ärztliche Beratung.