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Herbizidversprühung in einem Feld in Pergamino, Buenos Aires, Argentinien. Aus: Benbrook, Ch. (2005). Rust, resistance, run down soils, and rising costs - problems facing soybean producers in Argentinia. Benbrook Consulting Services, Technical Paper Number 8, Januar 2005)
Gentech-Soja beeinträchtigt das Agrarökosystem, zerstört das Waldökosystem, erfordert mehr Pestizide und gefährdet die Selbstversorgung des Landes.
Eine Studie (Studie Argentinien (englisch)) des US-Agrarwissenschaftlers Charles Benbrook kommt zum Ergebnis, dass Gentechnik die Waldzerstörung fördert und die Möglichkeiten zur Selbstversorgung eines Landes mit Lebensmitteln beeinträchtigt. Zudem verändere sich die argentinische Landwirtschaft und Landschaft massiv. Die Studie widerlegt die These, wonach genmanipuliertes Soja den Pestizideinsatz verringere.
Durch den immer grösseren Gentech-Soja-Anbau (99% der Soja ist in Argentinien genmanipuliert) wurde massenhaft gerodet: In Argentinien sind innerhalb von acht Jahren 237 Millionen Quadratkilometer Wald und Savanne dem Soja zum Opfer gefallen. So entstanden gut 40 Prozent der neuen Soja-Flächen. Naturvölker, Raubtiere wie Jaguar und Puma oder seltene Vögel seien aus den Wäldern vertrieben worden.
Argentinien kann sich durch Gen-Soja nicht mehr selbst versorgen: Durch den massenhaften Anbau sei die Herstellung von Grundnahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Kartoffeln verdrängt worden. Die exportorientierten Gen-Konzerne lösten die kleinbäuerliche Landwirtschaft ab. Das bedeutet eine zunehmenden Abhängigkeit vom Soja-Export und Argentinien verliert dadurch die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.
Das Argument, durch Gentech-Soja müssten weniger Pestizide eingesetzt werden, erweist sich als falsch. Nach der Studie von Benbrook müssen argentinische Bauern, die Gen-Soja pflanzten, heute mehr von dem Pflanzengift Glyphosat spritzen. Dieses Spritzmittel wird auch "Roundup" genannt. Gut 60 Prozent mehr «Roundup» müsse gespritzt werden als noch im ersten Anbaujahr 1996/97.