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Komon Mayab‘, das Kollektiv der Maya-Organisationen Guatemalas, liess sich im September 2013 als juristische Person registrieren. Es besteht aus acht Organisationen, welche die stark benachteiligten Maya-Bevölkerung darin unterstützt, ihre Rechte einzufordern. Komon Mayab‘ stärkt die Maya darin, sich eigenständig zu organisieren und berät sie bei der Lobbyarbeit. Dabei geht es insbesondere darum, die Situation der bis anhin ausgegrenzten und unterprivilegierten indigenen Bevölkerung zu verbessern und ihr politische Anerkennung und Wertschätzung zu verschaffen.
Konkret fordert das Kollektiv zweisprachige Schulbildung, ein zweisprachiges Rechtssystem und eine gute Gesundheitsversorgung. Es nimmt politischen Einfluss, wenn der Lebensraum der Maya-Bevölkerung zum Beispiel von Rohstoffabbau-Projekten bedroht ist. Da Komon Mayab‘ in 55 Grossgemeinden in neun Departementen aktiv ist, haben seine Aktionen inzwischen nationale Reichweite. Gemeinsam mit staatlichen Stellen erarbeitet das Kollektiv Gesetzesentwürfe, um diese dem Kongress vorzulegen.
Politische Bildung für eine gestärkte Gemeinschaft
Die indigenen Gemeinschaften haben ein eigenes Weltbild, sind in ihren Regionen verwurzelt, und ihre Beziehung zur Mutter Natur ist stark. Komon Mayab‘ organisiert deshalb regelmässig Schulungen, in welcher Führungspersonen politische Bildung erhalten, die auf dem Weltbild der Maya basiert. Dadurch werden sie auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet und bringen sich zum Wohle ihrer Gemeinschaften in politische Prozesse ein. An regionalen und nationalen Treffen, können sich die Mitglieder der Organisationen austauschen und sich dadurch gegenseitig stärken. Geschlechtergerechtigkeit ist bei allen Aktivitäten ein zentrales Thema. Die Mitglieder des Kollektivs werden zudem unterstützt bei der Planung und Evaluation von Aktivitäten und bei der Verbreitung von Informationen durch Newsletters und eine Webseite. Direkt arbeitet das Projekt jedes Jahr mit 2 200 indigenen Personen.
Langfristig verfolgt Komon Mayab’ die Idee eines plurinationalen Guatemala, in dem die Rechte der Indigenen genauso respektiert und geachtet werden wie andere Rechte auch und in dem die Macht der multinationalen Konzerne von einem transparenten Staat in die Schranken gewiesen wird.