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Eigentlich wollte ich Schriftstellerin werden … aber das ist eine andere Geschichte …
Nach Abschluss des Handelsdiploms im Jahre 1980 tummelte ich mich einige Jahre in kaufmännischen Tätigkeiten.
Im 1985 brachte mich meine Leidenschaft für die Schreiberei dazu, mich bei mehreren Printmedien als freie Journalistin zu bewerben, obwohl ich nicht das geringste Körnchen Erfahrung in dieser Branche vorweisen konnte. Ich erhielt nur eine einzige Antwort – von der damaligen Tageszeitung „Nordschweiz/Basler Volksblatt“, die mich grosszügig unter ihre Fittiche nahm. In den folgenden fünf Jahren schrieb ich unzählige Beiträge und erhielt eine verständnisvolle und oftmals nachsichtige Betreuung „on the job“. Als ich mir meine Sporen mit Vernissagen, Eröffnungen, Diplomfeiern und dergleichen abverdient hatte, erhielt ich auch begehrtere Aufträge. Ganz besonders in Erinnerung blieben mir das Gespräch mit dem Clown David, der damals mit dem Zirkus Knie auf Tour war, und die Premiere des Stücks „Im Zweifel für den Angeklagten“ mit einem umwerfenden Hans-Joachim Kulenkampff.
1994 begann ich bei einem Reiseveranstalter als Texterin zu arbeiten und verfasste Destinationsbeschreibungen, Flyer, Inserate, Mailings etc. Als Betreuerin des Mitarbeitermagazins machte ich erste Erfahrungen als Redakteurin. Ich lernte ausserdem die gängigen Layout-Programme kennen und gestaltete kurz vor meinem Weggang gemeinsam mit der Produkte-Verantwortlichen den neuen Reisekatalog für Griechenland.
Nach fünf Jahren hatte ich genug von Mallorca, den Kanarischen Inseln und der Karibik und wechselte in eine Werbeagentur und betreute dort ein Kundenmagazin – ein toller, aber leider ziemlich stressiger Job.
Seit einem Jahr hatte ich wieder angefangen, nebenbei als freie Journalistin zu arbeiten, und nach dem Weggang bei der Werbeagentur folgte ein kurzes Dejà-vu im Vollzeit-Journalismus bei der Basler Zeitung (Redaktion Laufental).
Kurz darauf warb mich die UBS für ein befristetes Corporate-Design-Projekt an. Aus den neun angesetzten Monaten wurden genau neun Jahre, davon sieben in der internen Kommunikation. In dieser Zeit konnte ich bei vielen spannenden Kommunikationskonzepten mitarbeiten, Printprodukte erstellen, ein Webmagazin betreuen und interne Schulungen durchführen. Ich schrieb und redigierte tausende von Texten, von Quartalsberichten über Management-News bis zu Hintergrundberichten für das Web-Magazin. Nach einer der vielen Reorganisationen stellte ich mit meinem englischen Redaktionskollegen ein neues Mitarbeitermagazin auf die Beine und betreute es anschliessend redaktionell.
Im Rahmen der Mitarbeiterförderung konnte ich in meiner UBS-Zeit einige tolle Seminare bei der tamedia, dem MAZ und dem SPRI besuchen und hatte das Glück, von namhaften Grössen der Branche wie Ludwig Hasler oder Jürgen Leinemann lernen zu dürfen. Aus Zeitgründen verfasste ich für externe Printmedien in dieser Zeit lediglich einige wenige Artikel, so z.B. für die Zeitschrift edelweiss oder für das Magazin Gesundheit Sprechstunde.
In meiner Freizeit hatte ich begonnen, Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche zu machen, was mir sehr viel Spass machte und mein Sprachgefühl nicht selten ziemlich herausforderte.
In all den Jahren schlug mein Herz aber immer für die Literatur. Ich besuchte viele Schreibworkshops, las unzählige Bücher übers Schreiben und reiste mehrere Jahre in Folge in die USA, um an mehrtägigen Writer’s Conferences teilzunehmen. In dieser Zeit entstanden viele Kurzgeschichten, Miniaturen, Szenen und Kolumnen. Von 2006 – 2008 absolvierte ich berufsbegleitend den Lehrgang „Literarisches Schreiben“ am EBZ Zürich – eine wundervolle Zeit, bei der ich entdeckte, dass ich sogar eine Ader für die Lyrik habe.
Als mich meine Tätigkeit bei UBS nach Zürich-Altstetten verschlagen hätte, verliess ich die Firma und machte mich nach einem erneuten, unbefriedigenden Abstecher in eine kaufmännische Tätigkeit selbständig. Diese Entscheidung war eine meiner besten, denn nun bin ich endlich dort angelangt, wo ich hingehöre – mitten in der Welt des Schreibens.