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Alles, was in einem Team oder einer Klasse geschieht, spielt sich auf zwei Ebenen ab: auf der Sachebene und auf der Beziehungsebene.
Auf der Sachebene hat das Team, die Klasse einen Auftrag zu erfüllen. Auf der Beziehungsebene gibt es Freundschaft, Feindschaft, Gelächter, Mobbing, „Untergruppen“ etc. Die Leitung sollte in der Lage sein, das Geschehen auf der Beziehungsebene wahrnehmen zu können und zu verstehen, damit sie einem Team oder einer Klasse das anbieten kann, was nötig ist, um einen Auftrag möglichst störungsfrei zu erfüllen oder um ein förderliches Lernklima zu schaffen.
In der Regel wird das Geschehen auf der Beziehungsebene von der Leitung eher "unscharf" wahrgenommen und fast immer nur wertend beschrieben, wie z. B: ein gutes Team, eine gute Klasse, eine gute Arbeitsatmosphäre, eine schlechte Stimmung, eine „ganz schwierige“ Klasse, mangelhafte gegenseitige Unterstützung.
Solche Wertungen reichen jedoch nicht aus, um die richtigen Massnahmen für eine positive Team- und Klassenentwicklung zu treffen.
Mit solchen "wertenden" Beschreibungen hat man im Grunde genommen nur festgestellt, dass die Gruppendynamik die Teamleistung beeinflusst. Ein gutes Team leistet gute Arbeit und erbringt eine hohe Leistung. Eine schlechte Stimmung in der Klasse beeinflusst die Leistung ungünstig, sie gefährdet gar den ganzen Lehrbetrieb.
Dies ist die grundlegende Erfahrung aller, die in oder mit Teams und Klassen arbeiten: Was in Klassen und Teams auf der Beziehungsebene läuft, fördert oder stört die Arbeit auf der Sachebene.
Wenn es in einer Klasse und einem Team nicht so läuft wie gewünscht, werden oft Korrekturmassnahmen eingeleitet, bevor das Geschehen auf der Beziehungsebene wahrgenommen und verstanden wurde. Ohne dieses Verständnis besteht aber die Gefahr, dass entsprechende Massnahmen die Schüler und Schülerinnen, die Mitglieder eines Teams, gar nicht erreichen. Damit bleibt deren Wirkung oft hinter den Erwartungen zurück.
Deshalb lernen Sie im Modul 1:
• Gruppenphasen erkennen
• Die Beziehungsebene in Gruppen wahrnehmen
• Das Gruppenthema definieren
Was läuft denn wirklich im Team, in der Klasse? Wie kann man dieses Geschehen auf der Beziehungsebene ohne Wertung wahrnehmen und noch besser verstehen? Wichtig sind z.B. die folgenden Fragen: In welcher Entwicklungsphase befindet sich die Klasse? Mit welchen Schwierigkeiten kämpft sie gegenwärtig? Das ist der erste unverzichtbare Schritt für eine ungetrübte Wahrnehmung.
Die meisten Schulsozialarbeiter, Teamleiter und Lehrkräfte sind damit zu wenig vertraut. Es ist für sie deshalb noch schwierig zu erkennen, was in einer Klasse wirklich läuft.
Die Leitung muss in der Lage sein, das Geschehen auf der Beziehungsebene wahrnehmen zu können und zu verstehen. Damit ist sie imstande, einem Team oder einer Klasse das anzubieten, was nötig ist, um einen Auftrag möglichst störungsfrei zu erfüllen und ein förderliches Lernklima zu erreichen.
Deshalb lernen Sie im Modul 2
• Verhaltensmuster im eigenen Team gewichten
• Die Falle mit dem "Alle sind so – nur einer ist anders... " vermeiden
• Die "Meinungsmacher" in der Klasse – und die Funktion des Publikums erkennen
Der nächste Schritt betrifft die professionelle Intervention. Dazu müssen Antworten auf z. B. die folgenden Fragen gefunden werden: Wie kann die Klasse darin unterstützt werden, Schwierigkeiten zu überwinden? Wie kann eine Entwicklung in Gang gesetzt werden, welche die Zielerreichung unterstützt?
Dabei geht es nicht um mehr Motivation, um mehr Zielorientierung, um mehr Leistungsdruck, um eine straffere Führung, um eine Neustrukturierung etc., sondern um etwas sehr Spezifisches: Nur wenn eine Intervention auch die Beziehungseben erfasst, führt sie zu Leistungsverbesserungen.
Die Intervention muss darauf beruhen, dass die Leitung das Geschehen auf der Beziehungsebene wahrgenommen und verstanden hat. Nur so ist sie imstande, der Klasse oder dem Team das anzubieten was nötig ist, um einen Auftrag möglichst störungsfrei und effizient zu erfüllen.
Deshalb lernen Sie im Modul 3
• Die Kunst der Intervention, die "thematische Führung"
• Das "Judo-Prinzip"
• Das Team in seinen Themen zu führen
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