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Cornelius von, holländ. Physiker und Mechaniker, geb. 1572 zu
Alkmaar, studierte
Medizin,
Chemie und Mathematik und wurde Erzieher der
SöhneKaiser Ferdinands Ⅱ. Später begab er sich nach
London, wo er 1634 starb. Drebbel galt mit Unrecht früher als Erfinder des
Thermometers auf
Grund seines Werks «De
natura elementorum» (Hamb. 1621);
auch ist unsicher, ob er oder ein sonst unbekannter
NiederländerNiklas Drebbel der Erfinder
der Scharlachfarbe aus
Cochenille und Zinnsalzlösung ist.
Heinr.
Franz- (eigentlich
Heinrich Dreber, da er den
NamenFranz-Dreber von Verwandten annahm, in deren Hause er aufwuchs),
Maler, geb. inDresden,
[* 3]
Schüler der dortigen
Akademie und
Adr.
LudwigRichters, widmete sich ausschließlich
der Landschaftsmalerei. 1843 begab er sich mit Unterstützung der
Akademie nach
Italien,
[* 4] wo die Umgebung
Roms, namentlich die
Berge von
Albano und das Sabinergebirge ihm die Anregung lieferten für seine ernsten, dabei mit warmer Liebe für Einzeldurchbildung
ausgeführten Landschaftsentwürfe, welche meist mit biblischen oder mytholog.
Gestalten versehen wurden. Seine besten Staffeleibilder sind: Landschaft mit dem barmherzigen Samariter (1848;
Galerie zu
Dresden), Landschaft mit der Jagd der Diana und Herbstmorgen im Sabinergebirge (beide in der Nationalgalerie zu
Berlin),
[* 5] Sappho
am Meeresstrande
(GalerieSchack zu
München),
[* 6] mehrere Campagnabilder mit Pan
[* 7] oder Silen oder Ruth und Boas,
Strandbilder mit
Iphigenia oder Odysseus u. s. w. Er starb zu Anticoli di
Campagna bei
Rom.
[* 8]
Gustav, Landwirt, geb. in
Clausthal
[* 14] am Harz, studierte in
Jena
[* 15] und
München und übernahm 1859 die
Verwaltung des ihm gehörenden Rittergutes Crimderode bei Ilfeld. Seit 1866 widmete er sich in
Halle
[* 16] von
neuem dem
Studium und habilitierte sich 1867 in Göttingen.
[* 17] Hier gründete er ein landwirtschaftliches
Institut, zu dessen
Direktor er ernannt wurde; zugleich wurde er 1871 ord. Professor. 1885 wurde er in das preuß.
Abgeordnetenhaus, 1887 in den
DeutschenReichstag gewählt, wo er der
Deutschen Reichspartei angehörte. 1889 zumKurator
der
Universität Greifswald
[* 18] ernannt, starb er dort Eine umfassende Thätigkeit hat Drechsler auf dem Gebiete
des landwirtschaftlichen
Vereins- und Genossenschaftswesens entwickelt.
Moderhinke, ein zuweilen in Schafherden verbreitetes Lahmgehen, das durch seine Ausbreitung auf zahlreiche
Tiere mit Aphthenseuche (s.
Maul- und Klauenseuche) verwechselt werden könnte, sich von dieser aber dadurch unterscheidet,
daß es durch
Entzündung infolge von Unreinlichkeit (bei andauernder feuchter Witterung) entsteht und auf andere Schafe
[* 25] nicht
übertragen werden kann.
Plinius nennt Theodoros von
Samos ihren Erfinder und erwähnt, daß der Bildhauer
Phidias sich ihrer bedient
habe.
¶
forlaufend
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Die Drehbank dient zur Bearbeitung der Oberfläche der Arbeitsstücke mit Hilfe eines schneidenden Werk- zeugs, des
Drehstahls (s. d.).
Hierbei findet eine doppelte Bewegung statt: das Arbeitsstück, das zu diesem Zwecke in geeigneter Weise
auf der Drehbank be- festigt wird, dreht sich unausgesetzt um seine in jedem Falle wagerecht liegende
Achse, während der Stahl, der die zweite Bewegung ausführt, längs der Oberfläche gleitet.
Bei verfchiedener Bewegungs- richtung
des Werkzeugs können hierbei verschiedene Körperformen entstehen.
Erfolgt die Bewegung parallel zur Drehungsachse des Arbeitsstücks,
so entsteht eine Cylindcrfläche, das Werkzeug beschreibt in Wirklichkeit auf dcr Oberfläche des Arbeitsstücks eine Schraubenlinie,
deren Windungen dicht an- einander liegen, während bei rascherer Bewegung des Werkzeugs Schraubengänge
auf einer cylindri- scken Oberstäche eingeschnitten werden, weshalb dic Drehbank auch als Schraubenschneidemaschine
[* 33] (s. d.) ver^ wendet werden kann.
Bewegt sich das Werkzeug nach einer geraden Linie, welche einen Winkel
[* 34] gegen die Drehungsachse
einschließt, so entsteht eine Kegel- stäche;
bewegt sich aber das Werkzeug nach einer un- regelmäßig
verlaufenden Linie, so entstehen Körper, deren Profil der Form jenerLinie entspricht, während ihr Querschnitt an allen
Stellen Kreisform besitzt. In allen diesen Fällen heißt die Arbeit Runddrehen.
Eine Abart des Runddrehens ist das Ausdrehen,
bei dem nicht die äußern Flächen der Arbeitsstücke, sondern die innern Flächen hohler Gegenstände
durch Runddrehen vermittelst eines hakenförmig ge- stalteten Werkzeugs bearbeitet werden.
Erfolgt die Bewegung des Werkzeugs
nach einer geraden Linie, die rechtwinklig gegen die Drehungsachse gerichtet ist, so entsteht eine ebene Fläche, und die
Arbeit heißt Plandrehen.
Endlich kommt der Fall vor, daß das Werkzeug wie beim Runddreben bewegt wird,
außerdem aber während eines Umlaufs des Arbeits- stücks seinen Abstand von diesem ändert, sodaß es zwar nach beendigtem
Umlaufe wieder in den ursprünglichen Abstand zurückgekehrt ist, inzwischen aber sich dem Arbeitsstücke wechselweise genähert
und sich von ihm entfernt hat: es entstehen alsdann Körper, deren Querschnitte nicht Kreisform besitzen,
sondern durch irgend eine andere geschlossene
[* 32]
Figur gebildet werden, deren Form von der Art und Weise der erwähnten Näherung
und Entfernung abhängig ist.
Auf diefe Weise lassen sich prismatische Körper herstellen, deren Seitenflächen geradlinig
oder ge- krümmt sein können, und die Arbeit heißt Passig- drehen.
Eine besondere Art derselben ist
das Ovaldrehen, wobei der Querschnitt des Arbeits- stücks eine Ellipse
[* 35] bildet (s. Ovalwerk). Abgesehen von der verschiedenen
Größe und der abweichenden Einrichtung ist die Gesamtanordnung der Drehbank wesentlich die gleiche.
Auf einem aus Guß- eisen (selten
aus Holz) gefertigten Rahmen a. (s. nach- stehende
[* 32]
Fig. 1), dem Drehbanksbett,
sind die zur Befestigung und Bewegung des Arbeitsstücks wie zur Unterstützung des Werkzeugs
dienenden Teile an- geordnet.
Nur bei sehr kleinen Drehbank dient ein prisma- tischer, wagerecht liegender Stab
[* 36] zur Befestigung jener Teile (Prismadrehbänke).
Die Oberstäche des Bettes muß vollständig eben bearbeitet sein und wagerechte Lage haben. An dem linken
Ende des Bettes jeder Drehbank befindet sich das Lager
[* 37] d zum Tragen der Welle, die den Antrieb aufnimmt und auf das Arbeitsstück
überträgt.
Bei der in
[* 32]
Fig. 1 abgebildeten
Drehbank erfolgt der Antrieb von einem Fußtritte aus und wird durch eine Schnurscheibe auf die Schnurrolle
übertragen, die auf der Drehbankspindel befestigt ist.
Das rechte Ende der Drehbankspindel ragt aus der Spindeldocke heraus
und trägt eine einge- schraubte kegelförmige Stahlspitze.
Der Spindeldocke gegenüber an der rechten Seite der Drehbank, und zwar
auf dem Drehbanksbette verstellbar, ist die Spitz docke
[* 32]
Fig. 1. oder der Reitstock e angeordnet.
Die Spitzdocke
trägt einen vermittelst Schraube und Handrädchens wagerecht verstellbaren Stab, den Reitnagel oder die Pinne, der an der
der Spindeldocke zugekehrten Seite ebenfalls in einer Stahlspitze endigt.
Beide Spitzen (die der Spindeldocke und die der Spitz-
docke) befinden sich genau in einer wagerechten Linie, und zwischen ihnen werden längere Arbeits- stücke
eingeklemmt.
Eine von einer Spitze zur andern gezogene gerade Linie bildet demnach die Drehungs- achse des Arbeitsstücks.
Um die Bewegung der Dreh- bantspindel auf das zwischen den Spitzen einge- spannte Arbeitsstück zu übertragen, schraubt man
auf dem Kopfe der Spindel eine Scheibe ä (Mit- nehmerscheibe genannt) auf, mit einem Stifte, dem Mitnehmer,
der beim Umlaufen der Scheibe sich hinter einen Vorsprung des Arbeitsstücks legt und hierdurch dieses ebenfalls inUmdrchung
versetzt. Besitzt das Arbeitsstück nicht an und für sich schon einen sür diesen Zweck geeigneten Vorsprung oder Ansatz,
so schraubt man einen solchen auf (Dreher- herz).
Bezüglich der Mitnehmerscheibe vgl. auch
[* 32]
Fig. 2. Solche
Drehbank, die vorzugsweise zum Drehen zwischen Spitzen bestimmt sind, heißen Spitzen- drehbänke.
Die in
[* 32]
Fig. 1 abgebildete Drehbank ist
zum Drehen aus freier Hand
[* 38] bestimmt und besitzt eine Vorrichtung 6, die aus einer verstellbar gemachten
Krücke, auf welcher der mit der Hand gehaltene Drehstahl ruht, besteht und Auflage oder Vor- lage heißt.
Bei vollkommenern
Drehbank dagegen (vgl. Fig. 2) besteht jene Vorrichtung aus mehrern gegen- einander
verstellbaren Teilen, in die der Drchstahl fest eingespannt wird, und wird in diesem Falle S up p o rt (auch
Kreuz
[* 39] sup p o rt, da die Teile recht- winklig gegeneinander verstellbar sind) genannt (s. Kreuzsupport).
[* 40]
Die Bewegung wird hier
durch Drehung von Schrauben,
[* 41] also in sichererer Weise bewirkt, als bei Benutzung einer einfachen Auflage. Größern Drehbank pflegt
man nun auch eine Vorrichtung zu geben, die eine selbstthätige Bewegung des Werk- zeugs, sobald es in
entsprechender Weise eingespannt
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