Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/1148

Die Altersvorsorge 2020 wurde im Herbst nun auch im Nationalrat diskutiert, im Frühjahr soll sie in beiden Räten bereinigt werden. Die Botschaft des Bundesrats und die Beschlüsse des National- und Ständerats seien ein erster Schritt in Richtung einer besseren Finanzierung, schreibt die UBS. Allerdings seien die Unterschiede in Sachen Sanierungswirkungen in der bundesrätlichen Botschaft gegenüber den Beschlüssen der beiden Parlamentskammern bedeutend.
Wie die UBS und das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG) der Universität Freiburg im Breisgau berechneten, sinkt die sich aktuell auf 173,4% des BIP belaufende Finanzierungslücke mit den vom Nationalrat vorgeschlagenen Massnahmen um 61,1 Prozentpunkte auf noch 112,3% des BIP. Damit hätte der Nationalrats-Beschluss eine ähnliche Entlastungswirkung für die AHV wie der Beschluss des Ständerats vom September 2015, wo die Bank auf einen Wert von 111,2% kommt. Beim Bundesratsentwurf sinkt dieser Wert insbesondere wegen der stärkeren geplanten Erhöhung des Mehrwertsteuerbeitrags gar auf 82,0%.
Vergleiche man die Sanierungswirkung der Beschlüsse der beiden Räte, dann erreiche der Nationalrat aufgrund des Verzichts auf eine einmalige Erhöhung der AHV-Renten um 70 CHF eine gleichmässigere Verteilung der Sanierungslasten zwischen den Generationen. Die jungen und zukünftigen Generationen, die in allen Entwürfen die grösste Sanierungslast trügen, würden weniger belastet, kommt die UBS zum Schluss.
mk/rw
(AWP)