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Bern (awp/sda/afd) - Libyen fordert von der Schweiz, dass sie Max Göldi bis Montagmittag an die Behörden ausliefert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Jana.
Das libysche Aussenministerium habe die Botschafter der EU am Sonntagabend in Tripolis darüber informiert, dass ein Ultimatum bis 11.00 Uhr MEZ gestellt wurde, um den verurteilten Schweizer an die Behörden zu übergeben. Andernfalls werde Libyen Massnahmen ergreifen.
Rachid Hamdani, der zweite Schweizer der in Libyen festgehalten wird, darf laut Aussenminister Moussa Koussa ausreisen. Er sei von der Justiz freigesprochen worden und habe die Ausreisebewilligung erhalten, sagte Moussa Koussa gegenüber dem arabischen Fernsehender Al-Jazeera.
Seit der vorübergehenden Festnahme von Hannibal Gaddafi in Genf im Sommer 2008, hindert Libyen die beiden Schweizer an der Ausreise aus dem Land. Göldi, der für den Energie- und Automationstechnikkonzern ABB in Libyen tätig war, wurde wegen illegalen Aufenthalts in einem Revisionsverfahren zu vier Monaten Haft verurteilt.
Rachid Hamdani war vor kurzem vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts und illegaler wirtschaftlicher Tätigkeiten freigesprochen worden. Aus Furcht vor Repressalien werden beide von der Schweizer Botschaft geschützt.
rt
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