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Viele wissen jedoch nicht, wie die Frage nach Schwächen richtig zu beantworten ist oder wie sie damit umgehen sollen. Grundsätzlich gilt, dass aus Sicht des Bewerbenden eine vermeintliche Schwäche je nach Job auch eine Stärke sein kann. So denken Sie zum Beispiel, dass Ihre ungeduldige Art als Schwäche angesehen werden kann. Jedoch kann dies für die Stelle auch positiv sein, wenn zeitnah Entscheidungen getroffen werden oder Sie hartnäckig an einer Aufgabe dranbleiben müssen.
Daher gilt auch hier, die Stellenausschreibung genau zu studieren und mit Ihren Kompetenzen sowie Stärken und Schwächen abzugleichen. Stehen Sie zu Ihren Schwächen und seien Sie dabei ehrlich und authentisch.
Nobody is perfect
Sagen Sie, wo Ihre Schwächen liegen, denn kein Mensch ist perfekt. Auch eine gute Methode Schwächen anzugeben ist, diese mit Adjektiven wie «sporadisch» «manchmal» oder «gelegentlich» zu verpacken. Wichtig ist, wie Sie in der Vergangenheit mit der Schwäche umgegangen sind.
Als Beispiel:
- Ich bin manchmal etwas zu kritisch, habe aber in der Vergangenheit gelernt, immer auf einen guten Nenner zu kommen, um die Projekte zum Erfolg zu bringen.
Mit dem Wort «Aber» neutralisieren Sie leicht das vorher Gesagte und legen den Schwerpunkt auf das Erlernte und auf das Ende des Satzes, nämlich «Projekte zum Erfolg bringen». Denn bekanntlich bleibt, dass zuletzt gesagte besser haften als Ersteres. Auch wichtig ist, dass Sie Ihre Schwäche nicht als absolut erklären.
Ihre Schwäche auf eine Situation hin schildern
Als Beispiel:
- Es gibt Situationen bei der Projektplanung, in der ich etwas unorganisiert sein kann. Um jedoch den Überblick zu bewahren, habe ich in der Vergangenheit gelernt jeden Tag konsequent eine neue «To-do-Liste» und verfolge diese auch konsequent, da ich eine Person bin, die gerne Ziele erreicht.
Auch hier kann das Wort «jedoch» eingesetzt werden, was fast den gleichen Effekt hat wie das «Aber». Und im Satz ist ersichtlich, dass Sie in der Vergangenheit sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Die Zuhörer werden von Ihnen vermutlich den Eindruck erhalten, dass Sie wissen, wie man Probleme angeht, diese löst und sich organisiert, um Ziele zu erreichen.
Keine Schwächen nennen die auf……
Nennen Sie keine Schwächen, die auf die Stelle zutreffen. «Ein Buchhalter, der etwas ungenau ist», «ein Verkäufer, der morgens nicht gerne früh aufsteht» oder Ähnliches. Diese Art Bekenntnis über Schwächen disqualifizieren Sie für den Job, oder der Personal-Verantwortliche wird sich dabei schnell fragen, ob Sie die richtige Person für den Job sind.
Wandeln Sie keine Schwäche in Stärke um
Verkaufen Sie Ihre Schwäche NIE als eine Stärke, ausser wie oben beschrieben, wenn sich eine Ihrer vermeintlichen Schwächen tatsächlich als Stärke für die Stelle erweist.
Beispiel:
- Sie sind ein etwas unstrukturierter Mensch, der jedoch sehr arbeitswillig ist. Sie machen jetzt Ihre Schwäche zur Stärke und sagen «Ich arbeite sehr viel».
Dies hört sich zwar auf den ersten Blick nach einem sehr engagierten Mitarbeiter an, kann aber bei genauem Hinschauen auch auf einen unorganisierten Mitarbeiter hinweisen. Und im schlimmsten Fall einen, der sein Zeitmanagement nicht im Griff hat oder keinen Ausgleich hat zwischen Privat- und Berufsleben und somit ein Burn-out Kandidat sein könnte.