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Beim Grossen Preis von Argentinien 1974 geriet der damalige Brabham Teaminhaber, Bernie Ecclestone in Rage.
Kein einziger Sender übertrug dieses Rennen Live am TV, Die CSI (Commission Sportive Internationale), damals Präsidiert vom Deutschen Paul Alfons von Metternich-Winneburg, hatte es verpasst die TV Rechte an die TV Sender zu vergeben.
Kurzerhand kaufte der ehemalige Londoner Autohändler dem CSI sämtliche Vermarktungsrechte an der Formel 1 für 1 Million Dollar ab. Er unterbreitete seinen Kollegen, den anderen Teaminhabern je 10 % für 100000 Dollar an. Keiner wollte jedoch damals auf den Zug aufspringen. So musste Ecclestone die Million selber aufbringen. Noch heute fragen sich viele, wie er das damals geschafft hat.
Fortan verkaufte er die TV Rechte an die Nationalen TV Sender, und sorgte so für die rasante Verbreitung der Formel 1 weltweit. Er begann Werbung an der Strecke zu verkaufen, schon bald hatte er seine Million wieder eingenommen und konnte Gewinne schreiben.
Diese Gewinne behielt Ecclestone jedoch nicht für sich, 50% des Gewinns schüttete er nach einem vordefinierten Schlüssel als Preisgeld an die Teams aus.
1981 wurde die CSI aufgelöst und durch die FISA ersetzt, diese Organisation wurde vom Franzosen Jean Marie Balestre geleitet. Der FISA und die ihr nahestehenden Teams Ferrari, Renault und Alfa Romeo war der Erfolg von Ecclestone ein Dorn im Auge, Sie glaubten ein Recht auf mehr Geld zu haben, Sie waren der festen Überzeugung der Erfolg der Formel 1 sei nur ihnen geschuldet. Im Falle von Ferrari mag das vielleicht sogar Stimmen. Ecclestone lies sich nach langem hin und her auf einen Vertrag mit der FISA ein, das erste Concorde Agreement wurde in Paris unterzeichnet. Nach wie vor wurden 50% des Gewinns an die Teams verteilt, den Schlüssel der Verteilung bestimmten jetzt aber die Teams selber. Auf Geheiss der Werksteams wurden jedoch Kundenteams ab sofort aus der Formel 1 verbannt. Jedes Team musste sein Chassis ab jetzt selber bauen.
Ecclestone führte die Vermarktung der Formel 1 mit seiner Formel One Group bis 2017. Schlussendlich wurden Umsätze in Milliardenhöhe verzeichnet. Die Teams, insbesondere Ferrari und Mercedes finanzierten sich inzwischen hauptsächlich aus dem Geld welches die FOG für Sie erwirtschaftet.
Ecclestone verkaufte sein Geschäft am 23. Januar 2017 an das amerikanische unternehmen Liberty Media. Kurz nach dem Verkauf wurde er von den Amerikanern als Berater abgesetzt.
Oft wird von Journalisten und vor allem Fans die Spannung daran gemessen wie viele Überholmanöver es bei den Rennen gegeben hat. Da heisst es dann wieder, bei Moto GP gibt es 100 Überholmanöver und die Formel 1 ist Langweilig.
Ich erinnere mich an drei Rennen, bei welchen ich beim Finish vor dem Fernseher oder beinahe platzte vor Spannung, obwohl kein einziges Überholmanöver stattfand.
Der Grosse Preis von Spanien 1981.
Bereits in der 14. Runde hatte Gilles Villeneuve die Führung übernommen, doch sein Ferrari war eigentlich nicht schnell genug, um gegen die hinter ihm klassierten Fahrer an zu kommen. Als erster schloss Laffite im Ligier zu Villeneuve auf, dazu gesellte sich dann John Watson im Mc Laren. Ein paar Runden später schloss Carlos Reutemann im Williams auf und in der vorletzten Runde war auch De Angelis im Lotus aufgeschlossen. Laffite versuchte mehrmals an Villeneuve vorbei zu kommen, wollte ihn in einen Fehler zwingen, musste aber gleichzeitig aufpassen nicht von Watson überrumpelt zu werden. Keiner schaffte es jedoch den anderen zu überholen, Im Ziel lagen die ersten 5 Autos nur gerade 1 Sekunde auseinander..
Der Grosse Preis von Monaco 1982:
In der drittletzten Runde verunglückt der Führende Alain Prost in der Hafenschikane Ricardo Patrese im Brabham kann die Führung übernehmen und sieht wie der sichere Sieger aus. Als die letzte Runde des GPs anbricht, Patrese hat genügend Vorsprung, verschätzt sich jedoch beim anbremsen auf die Loews Haarnadel und dreht sich ohne anzuschlagen, bleibt jedoch auf den Curbs hängen. Didier Pironi im Ferrari übernimmt die Führung, Rollt aber gleich darauf im Tunnel ohne Benzin aus, nun liegt Alfa Fahrer Andrea De Cesaris für ein paar Sekunden vorne, doch auch er bleibt ohne Benzin stehen. Nun hätte Mansell gewinnen müssen, doch Patrese welcher von den Streckenposten angeschoben wurde (war damals erlaubt wenn das Auto in einer gefährlichen Position stand) überquerte die Ziellinie vor dem überrundeten Britten, Darum standen neben Ricardo Patrese Didier Pironi und Andrea De Cesaris auf dem Podest.
Der Grosse Preis von San Marino 2005
Die letzten Runden des Rennens sind geprägt vom Zweikampf zwischen dem Führenden Fernando Alonso und Michael Schumacher im Ferrari. Schumacher versucht an jeder erdenklichen Stelle den Spanier noch abzufangen, doch Alonso kann sich Rundenlang erfolgreich zu Wehr setzen. Auch hier war Spannung pur, ohne das einmal überholt worden ist.
Ganz allgemein finde ich, das es in jeder Epoche, spannende und weniger spannende Rennen gegeben hat.
Die Formel 1 ist heute anders, aber nicht weniger Spannend als früher.