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Lösungsorientiertes Modell
Die Begründer des "Lösungsorientierten Modells", auch das "Milwaukee-Modell" genannt, Steve de Shazer und seine Frau Insoo Kim Berg analysierten tausende Therapiegespräche. Inspiriert von Bateson, Fisch, Watzlawick und Milton Erickson u.a. entwickelten sie das Modell.
Das Lösungsorientierte Modell ist aus dem Konstruktivismus entstanden. Dass heisst, es geht davon aus, dass es keine abschliessende absolute Wahrheit gibt und sich jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit konstruiert. Auch deshalb wird folgend "Annahmen" und nicht von "Wahrheiten" gesprochen.
Die Annahmen
- Kein Mensch handelt aus Bosheit destruktiv. Jeder macht von sich aus gesehen das Bestmögliche, er handelt so, weil er im Moment nicht anders handeln kann, weil ihm nichts besseres einfällt.
- Jedes Verhalten stellt ein Lösungsversuch dar. Manchmal mit negativen Folgen.
- Probleme sind Herausforderungen die jeder Mensch auf seine individuelle Art und Weise zu lösen versucht.
- Alle Menschen geben ihrem Leben einen positiven Sinn und haben die nötigen Fähigkeiten ihr Leben zu meistern. In eigener Sache sind wir alle kundig und kompetent.
- Orientiere dich am Gelingenden und an kleinen Verbesserungsschritten.
- Nichts (auch kein Problem) ist immer gleich. Es gibt Ausnahmen, die auf eine Lösung hindeuten.
- Jede Reaktion ist eine Form von Kooperation
- Menschen beeinflussen sich gegenseitig. Sie kooperieren und entwickeln sich leichter in einem Umfeld, dass Stärken und Fähigkeiten unterstützt.
(Annahmen sind inspiriert durch "Einfach aber nicht leicht", Marianne und Kaspar Baeschlin, 2001)