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Wahnsinn? Vergessen Sie Christian Constantin. Willkommen in der Welt von Amado Yáñez!
Herr Yáñez ist mexikanischer Geschäftsmann und Besitzer des Querétaro Fútbol Club. Die ‹Gallos blancos› haben in der aktuellen Saison den achten Platz erreicht. Trotzdem müssen sie absteigen. Das hängt mit dem komplizierten Modus der obersten mexikanischen Liga zusammen.
Der funktioniert so: Jedes Jahr spielen die 18 Mannschaften zwei Meisterschaften. Die ‹Clausura› von Januar bis Juni und die ‹Apertura› von August bis Dezember. Pro Meisterschaft wird einmal gegeneinander gespielt. Die besten acht machen anschliessend im K.O.-System mit Hin- und Rückspiel den Meistertitel unter sich aus. Abgestiegen wird nur nach der Clausura. Absteigen muss diejenige Mannschaft, die den tiefsten Punkteschnitt aus den letzten sechs Meisterschaften aufweist. Ich weiss, das tönt verrückt, es ist aber so.
Wo waren wir? Ah, ja, bei Absteiger Querétaro. Herr Yáñez war natürlich sehr, sehr enttäuscht, dass seine Stadt Querétaro nicht mehr in der Liga MX vertreten war. So enttäuscht, dass er kurzerhand eine andere Mannschaft, die Jaguares de Chiapas aus der Stadt Tuxtla Gutiérrez, mit allem Drum und Dran aufgekauft und nach Querétaro verpflanzt hat. Die Distanz zwischen den beiden Städten beträgt übrigens rund 1’050 Kilometer, was der Strecke von Zürich nach Warschau entspricht.
Die Jaguares de (Chiapas) Querétaro
Wenn der mexikanische Verband alles durchwinken wird, wovon man ausgehen kann, dann werden zum Start der ‹Apertura› zwei Clubs die Ehre der Stadt Querétaro vertreten; die Jaguares in der Liga MX und der Querétaro FC in der Ascenso MX. Olé.