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Grossfreiburg inspiriert die Überlegungen zur Reform der Regionen
Die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) arbeitet an einer Reform der Regionen. Staatsrat Didier Castella präsentierte der konstituierenden Versammlung die Umrisse der angestellten Überlegungen, die insbesondere vom Konzept der Fusion Grossfreiburgs inspiriert sind.
Staatsrat Didier Castella stellte den Delegierten der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs die von ihm geplante Reform der Regionen vor. Die ILFD prüft zurzeit mehrere Governance-Modelle. Eines davon schlägt vor, für die grossen fusionierten Gemeinden Verwaltungsbezirke zu schaffen, die mit den notwendigen Kompetenzen und Ressourcen ausgestattet sind, um eine bevölkerungsnahe Politik zu betreiben. Das Projekt der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs inspiriert laut Didier Castella die Überlegungen des ILFD. Es sieht vor, dass vor Inkrafttreten der Fusion von der Gemeinde anerkannte Quartier- und Ortsvereine geschaffen werden, um diese Nähe zur Bevölkerung zu verankern. Der Staatsrat ist der Ansicht, dass das Projekt von Grossfreiburg im Kanton eine Pionierleistung darstellt, indem es dem Thema der Bevölkerungsnähe einen zentralen Platz einräumt.
Die Reform der Regionen befindet sich zurzeit in der Projektphase innerhalb der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD). Sie zielt darauf ab, die Institutionen an die jüngst wahrgenommenen Veränderungen im Kantonsgebiet anzupassen. Im Kanton Freiburg verringert sich einerseits die Anzahl der Gemeinden durch Fusionen, andererseits gibt es immer mehr Gemeindeverbände. Neben der Frage der Nähe der Institutionen zur Bevölkerung bringt diese Entwicklung zwei grosse Herausforderungen mit sich: Die Aufgabenteilung zwischen kantonaler, regionaler und lokaler Ebene muss vereinfacht und die demokratische Kontrolle der Bevölkerung über die Tätigkeit der Gemeindeverbände gestärkt werden. Die Reform wird in den kommenden Jahren Gestalt annehmen.