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Die Klasse 3MHi1 des Gymnasiums Morges (VD), die Klasse 3MA der Scuola professionale per sportivi d’elite in Tenero (TI) und die Klasse 2IM des Gymnasiums Liestal (BL) sind die Gewinner des von Bundespräsident Burkhalter lancierten Wettbewerbs für nachobligatorische Schulen (beispielsweise Berufsschulen, Kantonsschulen/Gymnasien, Fachmittelschulen) zum Thema Erster Weltkrieg. 37 Schulklassen aus der ganzen Schweiz haben seit März 2014 Beiträge zum Wettbewerbsthema ausgearbeitet, deren Qualität von einer Fachjury als ausgezeichnet bewertet worden ist. Gewonnen haben die drei folgenden Schulklassen mit folgenden Projekten:
- „Ein Tag im August 1917, Geschichten machen Geschichte“ (Klasse 2IM, Gymnasium Liestal): Auf Basis von Dokumenten aus dem Staatsarchiv Basel verfassten die Schülerinnen und Schüler Erzählungen, die sich am 30. August 1917 abgespielt haben, dem Tag, an dem in der Schweiz gegen den Krieg demonstriert wurde. In diesen fiktiven Geschichten wird das Schicksal der Schweizerinnen und Schweizer während dem Ersten Weltkrieg anschaulich.
- „Lettres à Henriette Rémi et à quelques autres“ (Klasse 3MHi1, Gymnasium Morges): Die Klasse hat das Buch « Hommes sans visages » der Schriftstellerin Henriette Rémi zum Anlass genommen, sich mit dem ersten Weltkrieg auseinander zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler haben Leserbriefe an die Schriftstellerin verfasst, in welchen sie einerseits auf das Buch und andererseits auf weitere Dokumentationen über die Zeit zwischen 1914 und 1918 eingehen. Das Buch beschreibt die Arbeit einer jungen Frau in einer Krankenstation, in der schwer verletzte Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs liegen.
- „CH 14-14“ (Scuola professionale per sportivi d’elite Tenero): Die Schulklasse aus Tenero hat ein Video produziert, in dem dargestellt wird, wie sich der Erste Weltkrieg auf die Zukunft der internationalen Beziehungen auswirkt und welchen Einfluss dies auf die künftige Rolle der Schweiz in den Bereichen des humanitären Völkerrechts und der friedlichen Regelung von Konflikten hat.
Über die Ausarbeitung der Projekte zum Thema Erster Weltkrieg sollten diese entscheidenden Jahre der modernen Welt fassbar gemacht werden. Ziel des Wettbewerbs war ausserdem, einen Austausch zu ermöglichen, der auch Themen wie Konfliktprävention, Friedensaufbau, Abrüstung und Achtung des humanitären Völkerrechts umfasst. Bereits im August hatten deshalb sieben – durch Losentscheid ausgewählte - Schulklassen die internationale Schweiz in Genf besuchen können (Palais des Nations und das Internationale Rotkreuzmuseum) und sind dort mit Bundespräsident Didier Burkhalter zusammengetroffen, der die Jugend als einen Schwerpunkt seiner Präsidentschaft definiert hat. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Genf auch vom interimistischen Leiter des Büros der UNO in Genf, Michael Møller und von Peter Maurer, dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) empfangen.
Die drei Gewinnerklassen – je aus einer Sprachregion der Schweiz - werden sich am 14. und 15. November 2014 in Ypern aufhalten, einer Stadt, die im Ersten Weltkrieg weitgehend zerstört worden war. Bei den Kämpfen um Ypern verloren damals rund eine halbe Million Menschen ihr Leben, erstmals waren dort auch chemische Waffen grossflächig zum Einsatz gekommen.
Am Nachmittag des 14. November 2014 werden die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, mit Bundespräsident Didier Burkhalter ihre Eindrücke und Fragen zu diskutieren. Bundespräsident Burkhalter wird nach offiziellen Gesprächen mit dem belgischen König Philippe sowie mit Premierminister Michel und Aussenminister Reynders in Brüssel nach Ypern reisen und am Abend an der Gedenkzeremonie „Last Post“ teilnehmen. Diese Zeremonie, ausgerichtet für Soldaten aus dem Commonwealth, die in den Schlachten um Ypern gefallen sind und bis heute nicht bestattet werden konnten, ist auch eine Erinnerung an alle Opfer, die als Folge des Ersten Weltkriegs zu beklagen sind, und das Leid, zu dem der Krieg geführt hat.