Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03442.jsonl.gz/1171

Für einen Top-Mountainbiker zählen nicht nur Siege, sondern auch die Überwindung von Rückschlägen. Im Interview mit Luca Schätti erfahren wir, wie er nach einem von Verletzungen überschatteten Jahr seine Stärke und Entschlossenheit wiederentdeckt hat.
For a top mountain biker, victories aren’t the only measure of success; overcoming setbacks is equally crucial. In our interview with Luca Schätti, we delve into how he rediscovered his strength and determination after a season marred by injuries.
*english version below
-
Könntest du uns einen Überblick über deine Erfolge und Höhepunkte zu Beginn der letzten Saison geben, bevor du dich verletzt hast?
Ich startete ziemlich gut in die Saison und konnte in Rivera und Elba zweimal aufs Podium fahren. Dies stimmte mich Positiv für die Weltcup Rennen. Leider machte mir dann eine Knieverletzung Mitte Mai einen Strich durch die Rechnung.
-
Kannst du uns mehr über die Verletzung erzählen, die dich für einige Monate außer Gefecht gesetzt hat? Wie hat sich das auf deine Leistung und deine Pläne ausgewirkt?
Ich hatte eine Stressfraktur am rechten Knie. Aufgrund einer Muskulären Dysbalance über viele Jahre habe ich beim Treten das Knie ungleichmässig belastet. Da ich von Mitte Mai bis Anfangs August nicht trainieren konnte verpasste ich der grösste Teil der Saison. Am meisten schmerzte, dass ich die European Games in Polen verpasst habe.
-
Welche Maßnahmen hast du ergriffen, um dich während der Verletzungspause zu erholen, sowohl physisch als auch mental?
Definitiv waren dies keine einfache Monate für mich und als ich vor dem Fernseher die Wettkämpfe mitverfolgt habe musste ich mir die eine und andere Träne verkneifen. Mit der Zeit lernte ich mit der Situation klarzukommen und ich reiste ab und zu mit dem Team an Wettkämpfe, da ich die ganze MTB Community vermisste. Physisch versuchte ich mich auf verschiedene Weg fit zu halten. Ich ging viel Schwimmen und auf die Rollski. Dort baute ich auch zwischendurch Intervalle ein.
-
Wie verlief deine Rückkehr zum Training nach der Verletzung? Gab es Herausforderungen, die du überwinden musstest?
Am Anfang hatte ich wöchentlich Physio und steigerte dann mein Trainingsvolumen langsam. Für mich war es eine Herausforderung nicht zu schnell zu viel zu machen. Ich war so hungrig wieder zu trainieren und Rennen zu fahren, dass ich mich zurückhalten musste.
-
Wie gestaltet sich deine Vorbereitung auf die Saison 2024? Gibt es bestimmte Ziele oder Rennen, auf die du dich besonders freust?
Nun befinde ich mich in der Vorbereitung für die Saison 2024 und verbringe insgesamt 4 Wochen in Spanien und 4 Wochen in Südafrika.
Mein Hauptziel sind die Weltcup Rennen. Am meisten freue ich mich auf die Brasilien Weltcups und der Heimweltcup in Crans Montana.
-
Welche Ratschläge würdest du jungen Mountainbikern geben, die mit Rückschlägen oder Verletzungen konfrontiert sind?
-
Gibt es bestimmte Lektionen, die du aus dieser Erfahrung gezogen hast?
Die Ziele nie aus den Augen verlieren, hart arbeiten und immer daran glauben, dass man seine Ziele erreichen kann.
Viel und hart Trainieren ist essenziell aber die Erholung ist ebenso wichtig.
-
Welche persönlichen Ziele hast du für die Saison 2024? Gibt es spezielle Meilensteine, die du erreichen möchtest?
Ich hoffe nächste Saison den Sprung in die Top 20 am Weltcup zu schaffen und mich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.
-
Was liebst du am meisten am Mountainbiken? Wie treibt dich diese Leidenschaft an, trotz Rückschlägen weiterzumachen?
Die Zeit in der Natur und die Freiheit, dass ich überall die Welt mit meinem Bike entdecken kann.
Ich bin noch jung, habe grosse Ziele und arbeite Tag für Tag daran diese zu erreichen.
Can you give us an overview of your achievements and highlights at the beginning of the last season before you got injured?
I started the season quite well, securing podium finishes in Rivera and Elba. This set a positive tone for the World Cup races. Unfortunately, a knee injury in mid-May disrupted my plans.
Can you tell us more about the injury that sidelined you for several months? How did it affect your performance and plans?
I had a stress fracture in my right knee due to muscular imbalance over many years, causing uneven stress while pedaling. Unable to train from mid-May to early August, I missed the majority of the season, with the most significant disappointment being the European Games in Poland.
What measures did you take to recover during the injury break, both physically and mentally?
These were undoubtedly tough months for me. Watching competitions on TV brought tears, but over time, I learned to cope. Occasionally, I traveled with the team to competitions, missing the entire MTB community. Physically, I tried various ways to stay fit, including swimming and roller skiing with intermittent intervals.
How was your return to training after the injury? Were there challenges you had to overcome?
Initially, I had weekly physiotherapy and gradually increased my training volume. It was challenging not to push too hard too quickly, given my eagerness to train and compete again.
How are you preparing for the 2024 season? Are there specific goals or races you are looking forward to?
I’m currently in preparation for the 2024 season, spending a total of 4 weeks in Spain and 4 weeks in South Africa. My main goal is the World Cup races, with particular excitement for the Brazil World Cups and the home World Cup in Crans Montana.
What advice would you give to young mountain bikers facing setbacks or injuries? Are there specific lessons you’ve learned from this experience?
Never lose sight of your goals, work hard, and always believe that you can achieve them. Training rigorously is crucial, but recovery is equally important.
What are your personal goals for the 2024 season? Are there specific milestones you aim to achieve?
I hope to break into the top 20 at the World Cup next season and qualify for the World Championship.
What do you love most about mountain biking? How does this passion drive you to persist despite setbacks?
The time in nature and the freedom to explore the world with my bike are what I love most. I am still young, have ambitious goals, and work day by day to achieve them.