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Verfilmung mit Ulrich Tukur und Daniel Brühl ab April 2009 im Kino.Wochenlang zogen im Winter 1937/38 japanische Soldaten plündernd durch die damalige chinesische Hauptstadt Nanking, vergewaltigten Frauen und Mädchen und töteten jeden, der Widerstand leistete. Wenig bekannt ist, dass es auch Menschen gab, die mit verzweifeltem Einsatz für das Leben von Zivilisten kämpften – an ihrer Spitze der deutsche Kaufmann John Rabe, Leiter der Siemens-Vertretung in Nanking und NSDAP-Mitglied. Er richtete eine Sicherheitszone ein, in der zeitweilig 250.000 Menschen Schutz vor den Massakern fanden, die bis heute von vielen Japanern geleugnet werden. Die Zahl der Opfer wird auf 300.000 geschätzt.John Rabes Tagebücher, die erst in den neunziger Jahren in Deutschland bekannt wurden, beschreiben die erschütternden Vorgänge in Nanking und viele Einzelschicksale in mitreissenden Schilderungen.
Portrait
Ulrich Tukur, einer der wenigen international arbeitenden deutschen Schauspieler. Er lebt mit seiner Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig und in der Toskana. Tukur hat u.a. Filmrollen in "Stammheim", "Wehner, die unerzählte Geschichte", "Bonhoeffer" und der "Der Stellvertreter" vorzuweisen. Er spielte sogar bereits neben George Clooney in "Solaris" von Steven Soderbergh. Auch als Sänger und Musiker kann er zusammen mit den Rhythmus Boys große Erfolge wie etwa die CDs: "Wunderbar, dabei zu sein" und "Morphium" verzeichnen. Im Jahr 2004 war er im Hamburger St. Pauli Theater in der Dreigroschenoper zu sehen. Für seine Arbeiten erhielt er bereits zahlreiche Preise. 2005 erschien sein Erzählungsband "Die Seerose im Speisesaal."