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Auf der Engehalbinsel befand sich seit 250/200 v. Chr. eine mit Wällen befestigte, keltische Siedlung: ein sogenanntes Oppidum (Stadt).
Mit 130 Hektaren war es nicht nur das grösste in der Schweiz, sondern auch eines der grössten nördlich der Alpen. Das Oppidum war ein wichtiger Zentralort der Helvetier. Dank einem 1984 gefundenen Zinktäfelchen kennen wir seinen Namen: Brenodor.
Bisher kennen wir Siedlungsareale, Gräber und Heiligtümer. Zu Beginn siedelte man in der Tiefenau, später verlagerte man sich auf das Engemeisterfeld und in römischer Zeit in den heutigen Reichenbachwald.
Nach der Eingliederung ins Römische Reich und mit der Gründung der helvetischen Hauptstadt Aventicum (Avenches) verlor der Ort, jetzt wahrscheinlich Brenodurum, an Bedeutung, blieb aber mit einem Tempelbezirk, einem Theater und einem öffentlichen Bad noch immer ein wichtiges Zentrum der Region.
Was zwischen dem Ende der Siedlung um 250/300 n. Chr. und der Gründung der Stadt Bern im Jahre kurz vor 1200 geschah, wissen wir (noch) nicht.