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US-Präsident Barack Obama hat am Montag eine neue Partnerschaft seines Landes mit den Staaten Lateinamerikas vorgeschlagen, ohne jedoch konkrete Massnahmen zu nennen.
Bei einer mit Spannung erwarteten Rede an die Völker Lateinamerikas sagte Obama während seines Chile-Besuchs: "Lateinamerika ist heute wichtiger denn je für die USA". Alle Länder Amerikas sollten in den Bereichen Wirtschaft, Armutsbekämpfung und Demokratiestärkung zusammenarbeiten.
Angesichts der hohen Erwartungen an die Rede war die Reaktion auf Obamas Rede eher verhalten. "Er hat Absichten angekündigt, mal sehen, was nun kommt", sagte etwa der frühere chilenische Aussenminister und heutige Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza.
Obama war am Mittag von Brasilien aus in Chile eingetroffen. Bei den Gesprächen mit dem konservativen chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera ging es auch um die erst vergangenen Freitag vereinbarte und in Chile umstrittene Atomzusammenarbeit beider Länder.
Piñera betonte angesichts der vehementen Ablehnung von Atomkraft in dem stark erdbebengefährdeten Land, während seiner Regierungszeit werde kein Atomkraftwerk gebaut. Das war aber auch nicht vorgesehen. Eine Umfrage, die nach dem Atomunfall in Japan erhoben wurde, lehnen 86 Prozent der Chilenen die Atomkraft ab.
Obama, der von seiner Frau Michelle und den beiden Töchtern Malia und Sasha begleitet wird, fliegt am Dienstag nach El Salvador weiter. Der mittelamerikanische Staat ist die letzte Station der Reise, die am Mittwoch endet.
SDA-ATS