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Japan hat eine Regenzeit im Frühsommer. Im Gebiet Tohoku regnet es dann auch viel. Es besteht nun ein Gefahr, dass die Radioaktivitäten wie Cäsium137 oder Strontium, das in elf verschiedenen Orten in der Präfektur Fukushima nachgewiesen wurde, im Gewässer gelangen.
Bei einigen Fischen und Meeresalgen vom Meer vor Fukushima wurde anfangs Juni bereits bis 1150 Bq/kg Cäsium gemessen. Ein Forschergruppe beobachtet nun die Radioaktivität in drei Flüssen in der Region.
Auf dem Lande kämpfen Leute gegen giftigen Schlamm, den der Tsunami hinterlassen hat. Das japanische Umweltministerium hat am 10. Juni veröffentlicht, dass die Menge des Schlamms in den Präfekturen Iwate, Miyagi, Fukushima und Ibaragi schätzungsweise insgesamt 16 Millionen Tonnen ausmachen würde. Das sind mehr als jene des normalen Abfalls, der in diesen vier Präfekturen in fünf Jahren entsteht.
Am 11. Juni, drei Monate nach dem katastrophalen Erdbeben, fanden im ganzen Japan Aktionen gegen AKW statt. Die Bewegung wird immer grösser und die japanischen Medien, die Demonstrationen unmittelbar nach dem Unfall nicht gross, wenn nicht überhaupt nicht, berichtet haben, können nun nicht mehr sie unbeachtet lassen.