Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/1696

Tarifvertrag tarif hotel- und gaststättengewerbe
Die DEHOGA rechnet in den kommenden drei Jahren mit einem zunehmenden Wettbewerb in der Hotellerie, da rund 400 geplante neue Hotels mehr als 70.000 Zimmer auf einen Markt bringen werden, der bereits von Überkapazitäten geprägt ist. Der Restaurant-, Bar- und Cafébereich sieht sich laut DEHOGA zunehmender Konkurrenz durch Einzelhandelsgeschäfte und Tankstellen ausgesetzt. Der Arbeitgeberverband sieht in der Qualität des Dienstes einen Schlüssel zum Erfolg. Tarifverträge decken in der Regel Löhne, Arbeitsbedingungen und Verfahrensfragen ab. Ein erheblicher Teil der betrieblichen Tarifverträge in Ungarn befasst sich jedoch nicht mit der Entlohnung, die durch lokale, weniger formelle Vereinbarungen abgewickelt werden kann, und wird auch stark durch Die Erhöhung des nationalen Mindestlohns beeinflusst (siehe unten). Viele Vereinbarungen reproduzieren lediglich die Bedingungen des Arbeitsgesetzbuches. Für Saisonarbeiter gelten neue Regelungen mit der Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmer ab acht NMS am 1. Mai 2011. Um Arbeitnehmer aus diesen Ländern vor Unterzahlungen zu schützen, wurde im Anschluss an eine Vereinbarung der Sozialpartner ein Gesetz gegen Sozial- und Lohndumping umgesetzt (siehe AT1006011I und AT1105011I). Mit der Umsetzung neuer Rechtsvorschriften über Tabak im Hotel- und Gaststättengewerbe im Jahr 2009 wurde ein Tarifvertrag zum Schutz der Arbeitnehmer vor Passivrauch geschlossen (siehe unten). Eine spezielle Analyse des repräsentativen Österreichischen Arbeitsklimaindex, der die subjektive Zufriedenheit mit dem Arbeitsleben (kontinuierlich seit 1997 in vierteljährlichen Abständen) für die Tourismusbranche misst, zeigt, dass nur 31% aller Beschäftigten in der Branche mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind (gegenüber 39% in den anderen Branchen, vgl. Biehl et al. 2011: 103).
Darüber hinaus klagen die Beschäftigten der Branche über hohen Stress, begrenzte Aufstiegschancen und vergleichsweise niedrige Löhne (vgl. ebd.). Die NGG beschäftigt sich mehr mit der Gesamtbeschäftigungssituation. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass 2009 die Vollzeitbeschäftigung zurückging, während die Teilzeitbeschäftigung in allen Segmenten des HORECA-Sektors (mit Ausnahme der Gastronomie) zunahm. Die NGG ist insbesondere besorgt über die Erhöhung von bedingten Teilzeitarbeitsplätzen, sogenannten “Minijobs”, die Arbeitsplätze sind, die nicht mehr als 400 Euro im Monat zahlen und nicht sozialversicherungspflichtig sind. Arbeitsbedingte Belastungen durch Zeitdruck gehören zu den größten Gefahren, die von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gemeldet werden. Ein wesentlicher Grund für Stress ist laut NGG die Unterbesetzung. Die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe sind ebenfalls erheblichen ergonomischen Risiken ausgesetzt, die mit körperlichen Belastungen verbunden sind, die durch permanentes Stehen und Gehen und Arbeiten in heißen und kalten Umgebungen sowie der Exposition gegenüber Feuchtigkeit und Feuchtigkeit verursacht werden. Die NGG ist die einzige Gewerkschaft, die an Tarifverhandlungen in der Branche beteiligt ist. Die NGG hat insgesamt 206.000 Mitglieder (2010).
Rund 41 % der Mitglieder sind Frauen. Zahlen über die Mitgliedschaft in Hotels und Restaurants werden nicht veröffentlicht, aber es wird zugegeben, dass die Gewerkschaftsdichte in diesem Sektor insgesamt gering ist. Die Struktur der Industrie mit ihrer Dominanz kleiner Betriebe macht es sehr schwierig, eine breite und nachhaltige Gewerkschaftspräsenz aufzubauen. Dies spiegelt sich zum Teil in der marginalen Präsenz der Betriebsräte in der Branche wider. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Bereich “Hotel, Gastronomie und sonstige Dienstleistungen” haben nur 3 % der Betriebe, die 14 % der Beschäftigten in Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten in Westdeutschland beschäftigen, einen Betriebsrat.