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Wie niemand sonst in unseren Tagen verkörperte sie ihr Instrument; mit ihrer zierlichen Gestalt und ihren langen blonden Haaren schien Ursula Holliger geradewegs dem Märchenbuch entstiegen. Und das Märchen wurde Wirklichkeit, wenn sie in die Saiten griff und ihrem Instrument jene silberhellen Klänge entlockte, für die sie berühmt war. Am 8. Juni 1937 in Basel geboren, studierte Ursula Holliger an der Musik-Akademie der Stadt Basel und am Conservatoire Royal de Musique in Brüssel.
Als Solistin und Kammermusikerin machte sie sich weltweit einen Namen; sie trat zusammen mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra oder mit dem English Chamber Orchestra auf und erschien regelmässig bei Festivals wie jenem in Luzern. Neben dem Standardrepertoire für ihr Instrument legte sie ein Schwergewicht auf die neue Musik.
Ursula Holliger hat viele für sie geschriebene Werke von Komponisten wie Elliott Carter, Hans Werner Henze, Witold Lutosławski, Ernst Krenek, Frank Martin und ihres Gatten, des Oboisten und Komponisten Heinz Holliger, uraufgeführt.
Unvergessen sind die Auftritte der beiden Musiker beim Basler Kammerorchester Paul Sachers.
Am 21. Januar 2014 ist Ursula Holliger im Alter von 76 Jahren in Basel gestorben.
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© 24.01.2014 NZZ (sda)/hmn