Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03123.jsonl.gz/920

Engagement: Umwelt
Sicherheit ist mit Sicherheit die bessere Lösung
Edison International gilt als Mitverursacherin der verheerenden Waldbrände 2017 und 2018 in Kalifornien. Jetzt sorgt das Unternehmen für mehr Sicherheit der Anlagen und übernimmt Verantwortung.
Wer mag sich noch an die absurden Waldbrand-Vergleiche von Donald Trump erinnern? In Österreich würden sie, gemäss dem damaligen US-Präsidenten, in Wald-Städten leben und hätten «explosivere Bäume» als die USA. In Finnland dagegen gäbe es trotz viel grösserem Waldbestand viel weniger Waldbrände, weil die Finnen den Waldboden sauber halten. Hohn und Spott und Bilder von im Wald staubsaugenden Finnen folgten in den sozialen Medien.
Was in Europa für Belustigung sorgte, war in den betroffenen Gebieten brandheisser Ernst. Das Thomas-Feuer 2017/18 und das Woolsey-Feuer Ende 2018 verbrannten über 1500 Quadratkilometer Land, was beinahe der Fläche des Kantons Zürich entspricht. Rund 300'000 Personen mussten evakuiert werden, 5 Todesfälle waren zu beklagen und 1800 Gebäude wurden zerstört. Ungefähr einen Monat nachdem das Thomas-Feuer hatte eingedämmt werden können, kam es zu einer weiteren Katastrophe. Die einsetzenden starken Regenfälle lösten Schlammlawinen aus, die weitere 100 Häuser zerstörten und 21 Todesopfer forderten. Die Schlammlawinen waren die Folge der durch den Brand zerstörten Wälder, die sonst für die natürliche Befestigung des Geländes sorgten.
Auslöser für beide Brände waren Stromschläge. Und beide verursachenden Installationen gehörten der gleichen Firma: Edison International. Gemäss den Untersuchungen führten starke Winde dazu, dass sich elektrische Drähte berührten und durch Funkenflug das bereits trockene Holz entzündeten. Durch die Trockenheit und die lange anhaltenden starken Winde wurde das Feuer angefacht, konnte sich rasend schnell verbreiten und führte zu den oben beschriebenen verheerenden Folgen.
Anlagen nachgerüstet
Edison machte bei beiden Bränden keine Eingeständnisse eines Fehlverhaltens, strebte aber aussergerichtliche Vergleiche an und zahlte 2,2 Milliarden US-Dollar. Ungefähr zwei Drittel aller potenziellen Ansprüche im Zusammenhang mit den früheren Vorfällen wurden ebenfalls beigelegt. Das Unternehmen prüft weiterhin Vergleichsmöglichkeiten und ist bereit, Zahlungen zu leisten. Soweit die finanzielle Seite.
Gleichzeitig kümmerte sich Edison – unter anderem auf Druck von Anlegern wie der BVK – um die Sicherheit ihrer elektrischen Anlagen. So wurde ein detaillierter Aktionsplan mit Massnahmen zur Reduktion des Brandrisikos erarbeitet und umgesetzt, eine Risikoanalyse eingeführt und die Verantwortung für das Thema auf oberster Managementstufe angesiedelt. In den vergangenen zwei Jahren konnten keine Sicherheitsrisiken mehr auf Installationen des Energiekonzerns zurückgeführt werden.
Diese Massnahmen sind wohl effektiver als die Aufforderung, den Wald besser aufzuräumen oder weniger explosive Bäume anzupflanzen.
Hat Ihnen der Artikel gefallen?
09.05.2022