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Die genitale Beschneidung von Mädchen und Frauen (Female Genital Mutilation, FGM) umfasst die partielle oder totale Entfernung oder sonstige Verletzung der äusseren weiblichen Genitalien aus kulturellen oder anderen nicht therapeutischen Gründen.
Seit 1. Juli 2012 verbietet das schweizerische Strafrecht in Artikel 124 jegliche Form der weiblichen Genitalverstümmelung. Das Verbot bezieht sich auch auf genitale Beschneidungen von Frauen und Mädchen, die im Ausland vorgenommen werden. Diese Gesetzesänderung basiert auf einer parlamentarischen Initiative aus dem Jahr 2005 von Maria Roth-Bernasconi, Mitglied der parlamentarischen Gruppe KAIRO+.
SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz engagiert sich in der Nationalen Arbeitsgruppe gegen weibliche Genitalbeschneidung in der Schweiz.
Aktivitäten und Dienstleistungen
- Mitarbeit in der Nationalen Arbeitsgruppe gegen weibliche Genitalbeschneidung in der Schweiz (AG FGM). Die Arbeitsgruppe wurde 2012 auf Initiative verschiedener nichtstaatlicher und staatlicher Akteure gegründet und wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) administrativ geleitet. Die AG FGM hat zur Vision, dass Migrantinnen in der Schweiz vor weiblicher Genitalbeschneidung geschützt sind und die besonderen Bedürfnisse der von FGM betroffenen oder bedrohten Migrantinnen im Sozial-, Integrations-, Asyl- und Gesundheitswesen berücksichtigt werden. Damit leistet die Schweiz einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen gegen weibliche Genitalbeschneidung.
- Mitgestaltung eines Workshops an der UNICEF-Tagung zu FGM im 2012 in Zusammenarbeit mit Caritas Schweiz.