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Erstlaktierende Kühe sind noch nicht voll ausgewachsen und haben daher besondere Anforderungen an die Fütterung. Da es nur wenige Information über die Fütterungsnormen von tragenden Rindern und erstlaktierenden Kühen auf schweizerischen Betrieben gibt, möchte dieses Projekt aufzeigen, wie diese Tiere in der Praxis gefüttert werden. Daten über die Futterrationen, die Milchproduktion und den Gesundheitszustand von 252 Tieren wurden auf 60 Betrieben gesammelt. Der Futterverzehr der Rinder entsprach weitgehend den Angaben des „Grünen Buchs“. Dies war jedoch nicht der Fall bei den erstlaktierenden Kühen, welche zu Beginn der Laktation eindeutig mehr Futter aufnahmen als nach den Verzehrsnormen des „Grünen Buchs“. Die Zusammensetzung der Grundfutterration hatte nur einen geringen Einfluss auf den Verzehr. Die Erhöhung der Fütterungsintensität in den letzten zwei Monaten vor dem Abkalben hatte keinen negativen Einfluss auf den Verzehr zu Beginn der Laktation. Hingegen konnte bei diesen Tieren die Milchproduktion gesteigert werden. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung kann gefolgert werden, dass die Formeln zur Schätzung des Futterverzehrs der Aufzuchtrinder im „Grünen Buch“ gut mit den Daten aus der Praxis übereinstimmen. Der Verzehr der erstlaktierenden Kühe ist jedoch besonders in der Startphase höher als bisher angenommen (Normen „Grünes Buch“)
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.