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Wer denkt, dass ein Leben als Prinz immer nur ein Traumleben ist, irrt sich gewaltig. Dass dem so ist, beweist auch ein Blick auf Prinz Charles' Jugend. Als Teenager verbrachte der heutige Thronfolger einige Zeit im Internat Gordonstoun in Schottland.
Für den jungen Prinzen war das eine schwierige Zeit. Charles litt unter Heimweh, wurde gehänselt und von seinen Mitschülern schikaniert.
Cherry Brandy wurde Charles zum Verhängnis
Dass man unter diesen Umständen mal ausbrechen und über die Stränge hauen will, kann man niemandem verübeln. Auch Prinz Charles nicht, der während eines Segelausfluges im Juni 1963 in Versuchung geriet – und in die Alkoholfalle tappte.
In Stornoway hatten die Internat-Schüler ein paar Stunden zur freien Verfügung. Während Charles' Bodyguard Donald Green also Kinotickets besorgte, besuchten die Teenager das Pub des The-Crown-Hotels.
Statt sich eine normale Cola zu bestellen, orderte der junge Prinz selbstbewusst einen Cherry Brandy. Ein Fauxpas, der für einen riesigen Skandal sorgte, zumal Alkohol für Minderjährige tabu ist.
Später sagte der heute 72-Jährige über das Alkohol-Gate: «Ich nannte einfach das erste Getränk, das in meinen Kopf kam, weil ich das schon einmal getrunken hatte, als es draussen kalt war und wir jagen waren.»
Was besonders fies war und was Charles im Pub nicht wusste: An einem Tisch in der Nähe sass ausgerechnet ein Boulevardjournalist. Das führte dazu, dass das ganze Königreich am nächsten Tag vom trinkenden Teenie Charles lesen konnte.
Kein Wunder also, dass Charles beim nächsten Besuch zu Hause einen Anschiss kassierte. Als wäre das nicht fies genug, wurde dann auch noch sein Leibwächter gefeuert, zu dem Charles anno dazumal ein freundschaftliches Verhältnis pflegte.
Kein Wunder also, dass der arme Charles heute noch zusammenzuckt, wenn er nur schon den Ausdruck «Cherry Brandy» hört!