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Schmucki, Bürglen
Johann Schmucki wurde am 1. Mai 1934 als ältester von sechs Geschwistern in der Mettlen, St. Gallenkappel, geboren. Seine Eltern Karl und Hedwig bewirtschafteten einen mittelgrossen Bauernbetrieb. Nach sechs Jahren Primarschule besuchte er zwei Jahre lang die Sekundarschule im Kollegium in Appenzell. Nach der Schule arbeitete er auf dem elterlichen Betrieb und besuchte die landwirtschaftliche Schule in Flawil. Ab dem 23. Altersjahr arbeitete er auf verschiedenen Grossbetrieben als Meisterknecht, so auch in Schmitten. 1965 konnte er eine grössere Pachtliegenschaft in Bürglen übernehmen.
1968 heiratete er Helen Gauch. Doch das Glück dauerte nicht lange. 1969 traf Johann Schmucki ein schwerer Schicksalsschlag. Beim Kirschenpflücken brach ein Ast, und er fiel von der Leiter auf den Boden und blieb querschnittgelähmt liegen. Nach der Rehabilitation führte er aber seinen Pachtbetrieb zusammen mit Angestellten trotzdem weiter und baute viel Getreide und Kartoffeln an. Im Stall betrieb er Rinder- und Munimast. Zudem war er ein begeisterter Imker und Bienenzüchter.
Am 20. Oktober 1969 erblickte seine Tochter Ursula das Licht der Welt.
Johann Schmuckis Frau Helen litt immer wieder unter gesundheitlichen Problemen, und am 24. Oktober 1994 starb sie in jungen Jahren. Ein weiterer Schicksalsschlag traf Johann: Seine Tochter hatte Diabetes und starb am 10. Juli 1995 mit nur 26 Jahren. Beide ruhen im Familiengrab auf dem Friedhof Bürglen. Es war Johann Schmuckis Wunsch, auch im Familiengrab bestattet zu werden. Ihm war der Glaube an Gott und der Bezug zur Kirche in Bürglen immer sehr wichtig.
Weiter erfreuten ihn jeweils die Klänge des Jodelclubs. Wer weiss, vielleicht halfen ihm der Glaube und der Gesang, positiv durchs Leben zu gehen.
Im Pensionsalter gab er den landwirtschaftlichen Betrieb auf, konnte aber weiterhin im Haus wohnen. Solange Johann Autofahren konnte, traf er sich regelmässig zu einem gemütlichen Jass mit Kollegen. Doch ab 2017 traten öfters gesundheitliche Probleme auf, die Spitalaufenthalte notwendig machten. Leider liessen seine Kräfte immer mehr nach, und er konnte nicht mehr zu Hause leben. Im Pflegeheim St-François in Courtepin wurde er liebevoll gepflegt und betreut und hat sich immer an den vielen Besuchen erfreut.
Am Donnerstag, 19. November 2020, hat dann sein Herz aufgehört zu schlagen, und er konnte in Ruhe einschlafen.