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In Indonesien kam es am 2. Januar zu einem Krisenkommunikationsgau.
Ein Verkehrsflugzeug mit 102 Menschen an Bord wird vermisst.
Ein Sprecher der Fluggesellschaft "Aadm Air" hatte erklärt,
die Boeing 737-400 sei in einer entlegenen Bergregion im
Zentrum des Landes fgefunden worden. Es gäbe 12 Überlebende
unter den 96 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern. |
Das indonesische Militär wies dann aber diesen Bericht zurück.
Eddy Suyanto, der Befehlshaber des Luftwaffenstützpunkts Hasanuddin
sagte zur Nachrichtenagentur Reuters:

"Die Unglücksstelle ist noch nicht gefunden worden. Wir bitten um
Entschuldigung, dass die übermittelten Nachrichten nicht stimmten",

Der Stützpunkt liegt in Makassar, eine Stadt im Süden der Insel
Sulawesi, von wo zuvor der Absturz der Maschine berichtet worden war. Am
Flughafen von Makassar hatten Angehörige der Fluggäste zuletzt
besorgt und ungeduldig auf neue Informationen gewartet.
Reuters:
"Das Flugzeug hatte am Montagmorgen rund eine Stunde vor ihrer geplanten
Landung in Manado im Norden von Sulawesi den Funkkontakt verloren. Die
Maschine war um 13.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MEZ) in Surabaya auf der
südlichen Insel Java gestartet. Unter den Fluggästen waren
nach offiziellen Angaben drei US-Bürger. Adam Air erklärte,
zwölf Menschen hätten den Absturz überlebt. Das
Verkehrsministerium konnte dies aber nicht bestätigen."
Adam Air ist eine von etwa einem Dutzend Billig-Fluggesellschaften
in Indonesien. Sie betreibt 19 Maschinen vom Typ Boeing 737, fliegt
zahlreiche Ziele in Indonesien und auch Singapur an. Sie wurde 2002 vom
jetzigen Parlamentspräsidenten Agung Laksono gegründet. Die
jetzt vermisste Maschine hatte nach Angaben der Adam Air rund 45.000
Flugstunden hinter sich."

Erkenntnis: Wer in Krisensituationen Vermutungen kolportiert und
Informationen verbreitet, die nicht bestätigt sind, muss sich nicht
wundern, wenn diese Verwirrinformationen kontraproduktiv sind.
Es dürfen nur belegte Fakten weiter gegeben werden.
Alles was gesagt wird, muss wahr sein.

In diesem Fall leiden unter dem anhaltenden Informationschaos vor allem
die Angehörigen der Passagiere.