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Ursprung des Dalmatiners
Der Dalmatiner ist nach dem alten Kulturland an der östlichen Adriaküste (ehemals Jugoslawien) benannt. Offiziell ist dieses Land gemäss dem Verband F.C.I. der Ursprung des Dalmatiners.
Dies kann jedoch nicht mit absoluter Sicherheit belegt werden, es muss sich jedoch um eine sehr alte Rasse handeln, bereits auf Bildern in Pharaonengräbern und vielen Werken des Mittelalters sind Hunde abgebildet, welche als Urahnen der heutigen Dalmatiner betrachtet werden können. Auch hatten die Vorfahren im Laufe der Jahrhunderte die verschiedensten Namen wie z.B. Tigerhund oder Bengalische Bracke. Die einheitliche Bezeichnung "Dalmatiner" kam erst um die vorletzte Jahrhundertwende auf.
Natürlich ist eine Rasse - sofern nicht internationale Standards angewandt werden - über einen Zeitraum von Jahrhunderten oder Jahrtausenden der stetigen Wandlung unterworfen. So wurden Pointer (dem Dalmatiner ähnliche Hunde) mit anderen Bracken und noch weiter entfernten Arten gepaart. Um so erstaunlicher daher, dass (neben den Abbildungen in den Pharaonengräbern) sich bereits im Mittelalter viele Abbildungen, welchen den heutigen Dalmatinern erstaunlich ähnlich sind, finden. Zu Bedenken ist allerdings, dass die Abbildungen gemäss der jeweiligen Mode nicht immer der Wirklichkeit entsprechen müssen.
Ähnliche Hunde sind bereits sehr früh in der Geschichte auf Werken des italienischen Malers Castiglione und häufig auch auf niederländischen und englischen Bildern zu finden.
Auch in der "Galerie edler Hunde-Rassen" von Baron Nolde finden wir ein Bild eines Tigerhundes (nach der damaligen Mode mit kupierten Ohren) welches mit dem heutigen Dalmatiner sehr viel Ähnlichkeit hat.
Auf jeden Fall ist es durchaus denkbar, da die damaligen Bewohner Dalmatiens bedeutende Seefahrer waren, dass so die Dalmatiner aus Ägypten über Kleinasien, den Balkan und Griechenland im Mittelmeerraum verbreitet wurden und von dort nach Bengalen und wieder zurück nach England gebracht wurden.
Einige Kynologen widersprechen dieser Theorie jedoch, ihrer Meinung nach wäre die einzige mögliche Verbindung zu diesem Land die Istrianer Bracke.
Andere Fachleute vermuten, dass er seinen Namen erhielt, weil er im Balkankrieg eingesetzt wurde. Damals verwendete man ihn speziell in Dalmatien oftmals als Meldeträger (ausführliche Schilderungen siehe im Buch "Dalmatiner" von Elisabeth Wagner und Alfred Ronneburg, 1997).
Nach seiner turbulenten Vergangenheit, seiner möglichen Verwandtschaft mit Pointern und dänischen Doggen, seiner vielseitigen Verwendung als Wach-, Spür, Luxus- oder Jagdhund, klärt sich der Schleier der Geschichte in der neueren Zeit.
England übernahm quasi das Patronat der Dalmatiner: es hat den Rassestandard aufgestellt und sich sehr um eine erfolgreiche Dalmatinerzucht bemüht. Der Dalmatiner wurde zu der Zeit sehr beliebt um als Begleithund die Kutschen vor Übergriffen streunender Hunde und Gesindel zu schützen und auf lauernde Gefahren am Wegrand aufmerksam zu machen. Dies erklärt auch die innige und stark im Wesen verankerte Verbundenheit der Dalmatiner mit Pferden und Kutschen.
Charakter:
Der Dalmatiner ist weder aggressiv noch neurotisch, besitzt jedoch ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, was eine konseqente Erziehung ohne Härte erfordert. Man kann diese Rasse als energiegeladen, aufgeweckt und menschenbezogen bezeichnen und es sind keine Hunde, die man als Wachhunde im Hinterhof an die Kette legt.
Diese Menschenbezogenheit mag vielleicht überraschen, da der Dalmatiner ursprünglich als Arbeitshund gezüchtet wurde. Trotzdem sollte seine Tendenz zur Eigenständigkeit nicht unterschätzt werden. Einerseits ist er bestrebt, seinen eigenen Kopf durchzusetzen, andererseits fühlt er sich seinem Herrn sehr verpflichtet. Es ist also sehr wichtig, Ihren Hund konsequent zu erziehen.
Als Besitzer eines Dalmatiners müssen Sie genügend Zeit haben und Geduld für diese Rasse aufbringen. Ein Dalmatiner ist ein Familienhund und gehört mit ins Haus; er eignet sich auf keinen Fall für die Zwingerhaltung. Er möchte in die Familie integriert werden und am häuslichen Leben teilnehmen. Diese Rasse versteht sich auch sehr gut mit Kindern. Ebenso wichtig ist aber auch die tägliche, ausreichende Bewegung. Ein Dalmatiner ohne ausreichende Bewegung kann leicht überaktiv werden und das würde ihm sowohl geistig wie körperlich schaden.
Pflege:
Aufgrund seines kurzen Felles benötigt der Dalmatiner keine besondere Pflege, trotzdem haart er wie alle anderen Hunde auch. Daher ist es förderlich, die losen Haare mit einem Noppenhandschuh oder einer Gummibürste zu entfernen. Intensives Bürsten ist unnötig. Vermeiden Sie die Verwendung von Drahtbürsten – dadurch könnte die Haut Ihres Hundes zu stark gereizt werden. Auch ein regelmäßiges Bad ist nicht notwendig. Sollte er dennoch gebadet werden müssen, verwenden Sie nur ein spezielles Hundeshampoo.