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New York - Ein orkanartiger Sturm mit Windböen bis zu 130 Stundenkilometern hat in New York Bäume umgelegt, einen Kirchturm abgerissen, Lastwagen wie Spielzeug über Fahrbahnen gewirbelt und den Verkehr lahmgelegt. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Auf den Strassen der Metropole quälten sich die Autos am Donnerstagabend über Stunden im Schritttempo dahin. Die Flughäfen stellten den Betrieb ein, und selbst die Eisenbahnen waren blockiert. Bei den U-Bahnen hielten nur Linien ohne hochliegenden Streckenanteil an ihrem Fahrplan fest. Sie waren völlig überfüllt.
"Er kam praktisch aus dem Nichts", sagte ein Meteorologe im Radio über den Monstersturm. Unmittelbar vor Beginn hatte der Wetterdienst noch eine Tornadowarnung herausgegeben. Dann färbte sich der Himmel grünlich, danach wurde es dunkel wie in der Nacht.
Dutzende Blitze lösten sich in Sekundenfolge ab, schwerer Hagel prasselte auf die Strassen, dann für ein paar Minuten sintflutartiger Regen. Eine halbe Stunde später war das Unwetter abgezogen.
Frau von Baum erschlagen
Im Stadtbezirk Queens kam eine Frau durch einen umfallenden Baum ums Leben. Die 30-Jährige hatte gerade ihren 30 Jahre älteren Mann am Steuer abgelöst, als der Baum das Autodach eindrückte und sie erschlug. Ihr Mann kam mit leichten Verletzungen davon.
Das Ehepaar war nur für einen Tagesausflug aus dem Nachbarstaat Pennsylvania in die City gekommen, berichtete die Zeitung "New York Daily News" am Freitag.
Fünf Menschen wurden verletzt, als der Wind drei Lastwagen in die Luft wirbelte, einen davon über die Betonbegrenzung in der Mitte des Highways gegen einen Laternenmast.
Der Turm der St. George's Episkopalischen Kirche im Stadtteil Flushing lag zerschmettert auf der Strasse, eine Mauer auf dem Parkplatz einer Polizeiwache in Queens wurde umgeweht, Dächer hochgehoben, Fensterscheiben eingedrückt.
Alle fünf Stadtbezirke New Yorks waren betroffen. In Queens, Brooklyn und Staten Island berichteten Augenzeugen von Tornados.
SDA-ATS