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Das einzigartige Unterseeboot nahm Proben vom Grund des Nördlichen Eismeeres, die die Zugehörigkeit des Mendeleyev-Rückens zu Rußland nachwiesen. Das tieftauchende Atomanlage des Projekts 10830, die gemäß ihrer ungewöhnlichen Konstruktion den Namen LOSHARIK-KLASSE erhielt, nahm im Rahmen der Expedition "Arktis-2012" an Unterwasserbohrarbeiten im Mendelejew-Sockel im Nördlichen Eismeer teil. Wie der "Izvestiya" im Verteidigungsministerium erzählt wurde, half das U-Boot, Bohrarbeiten zu korrigieren, die von den dieselelektrischen Eisbrechern "Kapitan Dranitysn" und "Dikson" für die Bestimmung der äußeren Grenze des russischen Kontinentalsockels durchgeführt wurden. "Durch die gemeinsame Arbeit wurde eine große Menge an geologischem Material gewonnen. Es wurden mehr als 500 kg Bruchstücke von klassifizierten Gesteinsarten eingesammelt. Die Ergebnisse der Expedition legen die Grundlage für den Antrag an die UN-Seerechtskommission zur Bestätigung der Verlängerung des russischen Kontinentalsockels, der führte wegen fehlender geologischer Muster abgewiesen und auch entsprechend dann das Recht der vorrangigen Ausbeutung der Vorräte des Kontinentalsockels mit sich führt“, erzählte der Gesprächspartner gegenüber der "Izvestiya". Er fügte hinzu, dass der Mendelejew-Rücken und der Lomonosow-Rücken gemäß den Angaben des Verteidigungsministeriums über Erdöl- und Erdgasvorräte in einem Umfang von mehr als 5 Milliarden Tonnen Treibstoff verfügen. Während der Expedition wurde der gesamte Rücken untersucht; es wurden drei Quellen in zwei Gebieten mit entsprechender Probenname vom Grund durchgeführt. Mit Hilfe der "AS-12" - LOSHARIK-KLASSE, die mit Greifarmen ausgestattet ist, konnte man den Grund mit einer Waschvorrichtung (einer Vorrichtung zur Säuberung des Gesteins von Bodenschichten), einem Telegreifer (große Schaufel mit einer Fernsehkamera) und einer hydrostatischen Rohr aufnehmen. Die Arbeiten wurden in einer Tiefe von 2,5 km bis 3 km Tiefe im Verlauf von 20 Tagen durchgeführt. Durch den Atomreaktor und den einzigartigen Titanrumpf konnte sich das U-Boot viel länger unter Wasser aufhalten, als zivile Bathyskaphe, die mit Akkumulatorenbatterien ausgestattet sind. Nach den Angaben eines Expeditionsteilnehmers wurde im Laufe der Arbeiten das System für die externe Beleuchtung beschädigt, die es dem U-Boot gestattet, den Boden in der Tiefe "zu sehen" und unterschiedliche Gegenstände zu finden. Außerdem mußten die Greifarme instandgesetzt werden, mit deren Hilfe das U-Boot Bodenproben und andere Objekte vom Meeresboden aufnehmen konnte. Gegenwärtig wird die "AS-12" zur technischen Begutachtung in der 42.Werkhalle der Werft "Sevmash" vorbereitet. Da die "AS-12" mit einem Kernreaktor ausgestattet ist, muss das U-Boot nach jeder Fahrt ins Dock verbracht werden und kleine Defekte werden dort beseitigt. "Im Verlauf der Instandsetzung wurde der technische Klarstand des U-Bootes wieder hergestellt und die Baugruppen und Maschinen (darunter die Wellen und die Schrauben überprüft. Obwohl die Tiefe für dieses U-Boot nicht so groß war, muß doch trotzdem der Schiffskörper gerichtet werden. Während einer der Tauchgänge fiel das Außenbeleuchtungssystem aus, das wir auch gleichzeitig auswechseln", erklärte die Quelle aus dem Verteidigungsindustriekomplex. Wir der "Izvestiya"-Gesprächspartner erzählte, ist der Rumpf der LOSHARIK-KLASSE aus hochfestem Titan hergestellt, weshalb es deutlich schwieriger ist, die Einbeulungen des Rumpfes zu beseitigen, als es bei einem gewöhnlichen Stahlrumpf der Fall ist. Träger der "AS-12" ist ein umgebautes strategisches Unterseeboot des Projekts 667 DELTA III-KLASSE, dem die Startvorrichtungen für die ballistischen Flugkörper demontiert wurden; der Bathyskaph wird unter dessen Rumpf befestigt. "Im Februar diesen Jahres haben wir die "AS-12" bereits instandgesetzt. Wir bereiteten es für den Nordpol vor. Es wurde zusätzliche bathymetrische Ausrüstung für die seismologische Erkundung des Meeresbodens angebaut – darunter ein Polygraph (eine Vorrichtung für das Messen der bodennahen Ablagerungen), ein Seitensonar und so weiter. Damals wurden auch die Ersatzteile und die Titanplatten für die erneute Instandsetzung vorbereitet. Wir haben auch das Träger-U-Boot nachgerüstet und auf ihm ein mehrstrahliges -Echolot eingebaut", setzte der Vertreter des Verteidigungsministeriums fort. „Die Notwendigkeit für eine derartigen Apparat ist sehr hoch. In Rußland können neben der "AS-12" nur noch die tieftauchenden Klein-U-Boote vom Typ «Mir» in einer Tiefe von 2 – 3 km arbeiten. Während der vorhergehenden Expedition unter der Leitung von Arthur Tschilingarow wurden beide «Mir» eingesetzt. Aber nun mußten wesentlich schwierigere und länger dauernde Unterwasserarbeiten durchgeführt werden. Dafür verfügen die «Mir´s» nicht über die notwendige Autonomie. Deshalb wurde entschieden, die "AS-12" einzusetzen“, erklärte der Gesprächspartner der „Izvestiya“. Nach den Worten des Vertreters des Verteidigungsministeriums ist es folgendermaßen: wenn die "Mir" mit Akkumulatorenbatterien arbeitet, die eine Arbeit im Verlauf von 72 Stunden sicherstellen, dann ist die "AS-12" im Vergleich dazu ein vollwertiges Unterseeboot mit einem Atomreaktor. Er gestattet die autonome Arbeit des Bathyskaphs im Verlauf von einigen Monaten. An Bord gibt es Platz für die Besatzung, um sich zu erholen, Arbeitsräumlichkeiten, eine Kombüse und so weiter. Hierbei wird die Regeneration der Luft und des Wassers nicht schlechter sichergestellt, wie es auf einem Raumschiff im Weltraum ist. "Die «Mir» sind von ihrer Art her Ausflugs-Bathyskaphe. Sie verfügen über schwache Greifarme, über eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und zusätzliche Mittel für die Bathymessung kann man nicht unterbringen", erklärte der Vertreter des Verteidigungsministeriums. Gegenwärtig geht die "AS-12" gemeinsam mit dem Träger in den Bestand der "Hauptverwaltung für Tiefwassererforschungen" des Verteidigungsministeriums ein, die direkt dem Verteidigungsminister Anatolij Serdjukow unterstellt ist. In den militärisch-industriellen Kreisen wird das GUGI inoffiziell als Unterwasseraufklärung bezeichnet. Die "AS-12" geht in den Bestand der russischen Nordflotte ein. Die Tieftauchanlage mit der Nummer "AS-12" ist in der Lage, auf Tiefen von bis zu 6.000 m abzutauchen. Der Rumpf der Anlage ist aus kugelförmigen Abteilungen zusammengesetzt, in denen das Prinzip eines Bathyskaphs realisiert ist. Sie sind innerhalb der Außenhülle untergebracht. Gerade dank dieser Konstruktion erhielt die Anlage die Bezeichnung LOSHARIK-KLASSE - in Anlehnung eine eine Person in russischen Zeichentrickfilmen - ein Pferdchen, das aus Kugeln zusammengesetzt ist. Träger der LOSHARIK-KLASSE ist das Spezial-Atom-Unterseeboot KS-136 - "ORENBURG", das ein komplett umgebautes U-Boot des Projetks 667BDR DELTA-III KLASSE ist (auf dem Kriegsschiff wurden die Schächte für ballistische Raketen demontiert). Die Tieftauchanlage wird unter dem Rumpf des Trägers befestigt. Die "AS-12" geht in den Bestand der „Hauptverwaltung für Tiefwassererforschungen“ des russischen Verteidigungsministeriums ein und ist direkt dem Verteidigungsminister unterstellt.