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Man könnte meinen, dass ein Animationsfilm, der hierzulande ab sechs Jahren freigegeben ist, überall auf der Welt verfügbar sein müsste. Doch eine einzige Szene reichte aus, um "Lightyear" in einigen Regionen dieser Welt zu einem verbotenen Film zu machen. Die selben Staaten wollen nun auch gegen Netflix und seine anstößigen Inhalte vorgehen.
Wer lange genug auf Netflix sucht, wird auch dort sexuelle Inhalte finden. Grundsätzlich kein Problem, besonders was homosexuelle Romanzen angeht, sind einige Regierungen dieser Welt dennoch wenig begeistert und fordern nun, dass Netflix seine Inhalte in einigen arabischen Ländern anpasst. So fordern Saudi-Arabien, die Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Kuwait, Oman und Katar, dass Netflix keine Inhalte mehr anbietet, die gegen islamische Werte und Prinzipien verstoßen. Welche Inhalte damit genau gemeint sind, wurde nicht bekannt gegeben.
Dennoch ist ziemlich eindeutig, welche Inhalte gemeint sind, wenn man sich die jüngsten Fälle von verbotenen Filmen ansieht. So wurden sowohl der Marvel-Film "Doctor Strange In The Multiverse Of Madness" als auch der Animationsfilm "Lightyear" in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten verboten. In "Lightyear" ist ein Kuss zweier Frauen zu sehen und in "Doctor Strange 2" spricht die Superheldin America Chavez davon, zwei Mütter zu haben.
Ob Netflix wirklich seine Inhalte anpassen wird, ist fraglich. Damit würde sich der Streamingdienst in der westlichen Welt Kritik aussetzen. Vielleicht wird das Unternehmen dem Beispiel von Marvel folgen. Nachdem die jeweiligen Regierungen Disney darum gebeten hatten, die entsprechenden Szenen in "Doctor Strange In The Multiverse Of Madness" zu löschen, kam der Konzern der bitte nicht nach und nahm einen Verbot des Films mutwillig in Kauf. Im Fall von Netflix könnte dem Streamingdienst aber das Verbot in den Golfstaaten drohen.