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Wie der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) mitteilte, verringerte sich der Ausfuhrwert um 2,25 Mrd Euro oder 3,7 % auf 57,89 Mrd Euro. Verantwortlich dafür machten die Statistiker aus Paris im besonderen Maße die im Vorjahresvergleich stark gefallenen Preise für Getreide und Kartoffeln, die zu einem Rückgang der Exporterlöse bei agrarischen Rohstoffen um 1,75 Mrd Euro oder 10,6 % auf 14,70 Mrd Euro wesentlich beitrugen.
Geringer fiel dagegen das Minus bei der Ausfuhr von verarbeiteten Agrargütern aus, zu denen unter anderem Fleisch und Milchprodukte zählen. Der Exportwert dieser Erzeugnisse verringerte sich im Vorjahresvergleich um 500 Mio Euro oder 1,1 % auf 43,22 Mrd Euro. Laut Agreste brachte insbesondere der Verkauf von Fleisch - auch wegen der Einfuhrsperre Russlands - rund 300 Mio Euro weniger Geld ein als 2013. Bei der Ausfuhr von Getreideprodukten sowie Wein und Spirituosen kam es ebenfalls zu Erlöseinbußen. Dagegen erhöhte sich der Ausfuhrwert von Milcherzeugnissen wegen gestiegener Preise und guter Absatzmengen um mehr als 400 Mio Euro auf gut 7 Mrd Euro. Auf der Importseite gaben die französischen Nachfrager im vergangenen Jahr kaum weniger Geld aus als 2013. Nach Angaben von Agreste belief sich die Importrechnung für Agrar- und Ernährungsgüter auf 48,66 Mrd Euro; das waren 226 Mio Euro oder 0,5 % weniger als im Vorjahr.
Während dabei der aus den EU-Staaten nach Frankreich gelieferte Warenwert um 1,1 % auf 33,7 Mrd Euro abnahm, stieg er bei den Drittlandsherkünften um 0,9 % an. Der deutliche Rückgang der Exporterlöse hat den französischen Handelsüberschuss im Agrarbereich 2014 merklich geschmälert. Der positive Rekordsaldo des Jahres 2013 von 11,25 Mrd Euro konnte nicht gehalten werden und wurde mit nur noch 9,23 Mrd Euro im vergangenen Jahr um gut 2 Mrd Euro oder 18 % verfehlt. Ausschlaggebend dafür war vor allem der um 1,5 Mrd Euro auf 2,75 Mrd Euro geschrumpfte Handelssaldo bei den landwirtschaftlichen Rohstoffen. Bemerkenswert ist, dass Frankreich im Agrarhandel mit Drittländern einen Überschuss von 5,2 Mrd erzielte, während sich beim entsprechenden Warenaustausch mit EU-Ländern ein Überschuss von nur 4,0 Mrd Euro ergab.