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Vor ca. 150 Jahren vernichtete die Reblaus innert 20 Jahren beinahe sämtliche Weinstöcke in Europa. Dies war natürlich auch für die Menschen im Loire-Tal eine Katastrophe. Die Weinbauern suchten verzweifelt nach einer anderen Lebensgrundlage und erfanden dabei die Pommes Tapées.
Als lagerungsfähiger Vitamin-Lieferant waren diese Äpfel - hauptsächlich in der Skorbut-geplagten Hochseeschifffahrt - ein riesiger Verkaufsschlager.
Inzwischen ist Wein aber wieder die Haupteinnahme-Quelle im Loire-Tal und Pommes Tapeés sind nur noch eine 'Randerscheinung'.
Die geschälten Äpfel werden in einem Ofen bei niedriger Temperatur während drei bis fünf Tage getrocknet. In dieser Zeit müssen sie täglich mit einem Holzhammer vorsichtig geklopft werden, bis sie eine Dicke von ca. 2 cm erreichen. Nach diesem aufwändigen Verarbeitungsprozess sind die Äpfel über Jahre lagerfähig und geniessbar.
Pommes Tapées können - zusammen mit einem Braten - im Ofen geschmort, eingelegt in Wein oder Apfelsaft als Dessert - zusammen mit Glacé - oder als Snack - in getrockneter Form - gegessen werden.