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Eine solche Massnahme wäre nach Einschätzung der Amprion GmbH eine "ultima ratio" in einer kritischen Netzsituation. Die deutsche Wirtschaft steht vor einer möglichen Gasrationierung inmitten der schlimmsten Energiekrise des Kontinents seit Jahrzehnten.
Eine Drosselung der Exporte könnte sich auf Nachbarländer wie Frankreich und Österreich auswirken, die im vergangenen Jahr die grössten Abnehmer von deutschem Strom waren. Auch die Schweiz ist im Winter meistens auf Stromimporte angewiesen. Im vergangenen Jahr hat die Schweiz 8860 Gigawattstunden Strom aus Deutschland importiert, so das Statistikportal "Statista".
Amprion sehe "eine angespannte Versorgungslage für den kommenden Winter", so eine Sprecherin per E-Mail. "Wenn andere Massnahmen nicht ausreichend gegriffen haben, können sowohl Stromexporte beschränkt oder gezielt Lasten kontrolliert und temporär abgeschaltet werden, um die Netzsicherheit aufrecht zu erhalten."
Amprion zufolge würden solche Massnahmen "so restriktiv wie möglich" eingesetzt. Es sei schwierig, zuverlässige Vorhersagen zu erstellen, da es "viele Unwägbarkeiten" gebe, wie etwa das Wetter.
(Bloomberg / cash)