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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich BV.2014.00052 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 28. November 2016 in Sachen X.___ Klägerin gegen Y.___ Beklagte vertreten durch Rechtsanwalt André A. Girguis Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 Sachverhalt: 1. 1.1 Mit Beschluss vom 12. März 2008 (Urk. 2/5) stellte die paritätische Berufs - kommis sion Bauhauptgewerbe des Kantons Zürich (PBK) fest, dass die Z.___ als unechter Mischbetrieb mit dem Ge präge im Transportbereich dem Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhaupt - gewerbe (LMV) – rückwirkend ab 1. Juli 2003 – nicht unterstellt sei. In der Folge teilte die X.___ der Z.___ mit Schreiben vom 12. August 2009 (Urk. 2/6) mit, dass letztere aufgrund ihrer im Handelsregister aufgeführten Tätigkeiten sehr wahrscheinlich unter den Geltungsbereich des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) FAR falle und damit seit dessen Inkrafttreten be tragspflichtig sei. Sie – die X.___ – forderte die Z.___ auf, im Hinblick auf weitere Abklärungen betreffend Unter stellung beziehungsweise Beitragspflicht verschiedene Angaben zu machen und Unterlagen einzureichen (vgl. auch Mahnschreiben vom 21. September 2009, Urk. 2/7). Nachdem die Z.___ der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 25. September 2009 (Urk. 2/8) mitgeteilt hatte, dass sie dem LMV nicht unterstellt sei, stellte diese mit Entscheid vom 2. Oktober 2009 (Urk. 2/9) fest, dass die Z.___ wohl unter den räumlichen, nicht aber unter den betrieblichen Geltungsbereich des allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrags (AVE GAV FAR) falle. Am 23. Juli 2010 nahm die Z.___ eine Zweck änderung sowie eine Umfirmierung in „ Y.___ “ vor (Urk. 2/4). 1.2 Mit Schreiben vom 21. Dezember 2010 (Urk. 2/10) ersuchte die X.___ die Y.___ – unter Hinweis darauf, dass das Bundesgericht seine Praxis be treffend die Unterstellung von Betrieben geändert habe, weshalb eine Neubeur teilung betreffend die Unterstellung ihres Betriebs erforderlich sei – erneut da ru m, einen Selbstdeklarations-Fragebogen auszufüllen. Die Y.___ kam dieser Aufforderung in der Folge nicht nach (vgl. Urk. 2/11-15), worauf die X.___ am 30. März 2011 entschied, dass erstere sowohl unter den räum liche n als auch unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR falle, weshalb sie für die unter den persönlichen Geltungsbereich f allenden Mit arbeiter ab 1. Juli 2011 beitragspflichtig sei (Urk. 2/16). Auf von der Y.___ am 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 erhobene Einsprache (Urk. 2/17 f.) hin hob die X.___ ihren Entscheid vom 30. März 2011 (Urk. 2/16) – in teilweiser Gutheissung der Einsprache – am 22. April 2013 wie dererwägungsweise auf und stellte nun fest, dass die Y.___ nur bis 22. Juli 2010 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ge fallen sei (Urk. 2/21). 1.3 Unter Berufung auf eine vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossene Änderung der AVE GAV FAR beschied die X.___ der Y.___ am 11. Juni 2013, dass sie bis am 30. Juli 2010 der AVE GAV FAR unterstellt, aber nicht beitragspflichtig sei. Ab diesem Datum sei sie der AVE GAV FAR (aus schliesslich) für den Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ unterstellt und dafür auch beitragspflichtig. Aufgrund der von der Beklagten eingereichten Unterlagen sei man indes zum Schluss gelangt, dass die Unter stellung an sich ab 1. Januar 2014 auch für den fraglichen Betriebsteil nicht mehr best ehe ; es stehe der Beklagten daher frei, den Anschluss unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2013 zu kündigen (Urk. 2/22). Die Beklagte stellte der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 20. Juni 2013 (Urk. 2/23) in Aussicht, sich gegen die Unterstellung unter den AVE GAV FAR mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aus hub“ ab 30. Juli 2013 zur Wehr zu setzen (vgl. hiezu Urk. 2/25) und kündigte die Unterstellung unter beziehungsweise den Anschluss an den AVE GAV FAR – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – vorsorglich per Ende 2013 ( Urk. 2/23). 2. Am 30. Juni 2014 erhob die X.___ mit folgendem Rechtsbegehren Klage gegen die Y.___ (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 50‘246.10 für die Bei träge für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 nebst Zins zu 5 % für die folgenden Beiträge zu bezahlen : für den Betrag von CHF 4‘770.40 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 16‘278.80 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 17‘981.40 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 11‘215.50 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 3. Die Klägerin sei zu berechtigen, die Höhe der ausstehenden FAR-Bei träge z u ergänzen, sobald die Lohnsummen der Monate September bis Dezember 2013 vorliegen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte schloss am 10. November 2014 auf – kosten- und entschädigungs pflichtige – Abweisung der Klage (vgl. Klageantwort, Urk. 11). Replicando änderte die Klägerin ihr Rechtsbegehren am 4. März 2015 wie folgt ab (Urk. 18 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘9 68.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % für die fol genden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 ; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zudem die folgenden Bei träge zu bezahlen: - 5.3 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2011 aller Mitarbeiter des Be reichs „Boden-Recyclinganlage“, soweit diese im genannten Zeit raum unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2012; - 5 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 aller Mitarbeiter des Bereichs „Bodenrecycling-Anlage“, soweit diese im genannten Zeitraum un ter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrech nungsjahres folgenden 1. Januars. 4. Der Klägerin sei Gelegenheit zu geben, nach Abschluss des Beweisver fahrens die unten den Ziffern 1 bis 3 gestellten Begehren innert ange messener Frist definitiv zu beziffern. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt mit Duplik vom 29. Juni 2015 (Urk. 24) an ihrem Rechtsbegeh ren fest, was der Klägerin mit Verfügung vom 30. Juni 2015 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Verfügung vom 26. April 2016 (Urk. 28) wurde die Beklagte – unter Hin weis darauf, dass das Gericht im Säumnisfall aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden werde – aufgefordert, die Arbeitsverträge aller in der Zeit zwischen dem 1. August 2010 und dem 31. Dezember 2012 am Standort C.___ im Bereich Bodenrecycling-Anlage beschäftigten Mitarbeitenden, deren Lohnaus weise für die Jahre 2010 bis 2012 und deren Stellenbeschreibungen einzu reichen. Nachdem die Beklagte mit Eingabe vom 30. Mai 2016 (Urk. 30) ent sprechende Unterlagen (Urk. 31/1-14) eingereicht hatte, passte die Klägerin ihre Rechtsbegehren am 16. August 2016 wie folgt an (Urk. 35 S. 1 f.): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘986.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsjahres folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die restlichen Mitarbei ter des Bereichs „Boden-Recyclinganlage“, die im Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, CHF 75‘395.30 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsja h res folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 10‘050.46 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 22‘378.24 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt in der Folge am 7. November 2016 an ihrem Rechtsbegehren fest (Urk. 41), was der Klägerin am 8. November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 42). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), die GBI Gewerkschaft Bau & In dustrie (heute: Unia ) sowie die Gew erkschaft SYNA schlossen am 12. November 2002 einen Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhaupt gewerbe (GAV FAR), mit dessen Vollzug die Stiftung für den flexiblen Alters rücktritt im Bauhauptgewerbe ( X.___ ) betraut ist. Durch B eschluss des Bundesrates vom 5. Juni 2003 ( Urk. 2/31) wurde der GAV FAR teilweise allge meinverbindlich erklärt. Nach Art. 23 Abs. 1 GAV FAR (durch Bundesratsbe schlüsse vom 8. August und 26. Oktober 2006, 1. November 2007 und 6. Dezember 2012 allgemeinverbindlich erklärt) ist die X.___ für den gesamten Vollzug des GAV FAR zuständig und insbesondere berechtigt, die notwendigen Kontrollen gegenüber Vertragsunterworfenen durchzuführen und in Vertretung der Vertragsparteien in eigenem Namen Betreibungen und Klagen zu erheben. 1.2 Der zeitliche Geltungsbereich der AVE GAV F AR richtet sich nach deren Art. 5. D anach erstreckte er sich vom 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2008. Mit Bundesrats beschlüssen vom 26. Oktober 2006 ( BBl 2006 886 5) und 1. November 2007 ( BBl 2007 7881) wurde die Geltungsda uer ohne Unterbruch bis zum 31. Dezember 2012 verlängert. 1.3 Nach Art. 2 Abs. 1 AVE GAV FAR gilt die Allgemeinverbindlicherklärung für die ganze Schweiz, mit Ausnahme des Kantons Wallis. 1. 4 1. 4.1 Hinsichtlich des be trieblichen Geltungsbereichs sieht Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültig gewesenen Version Folgendes vor : Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version gelten für die Betriebe, Betriebs teile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: a. Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbau (einschliesslich Belagseinbau) ; b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pflästereibetriebe ; d. Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Gebäudehülle tätig sind. Der Begriff «Gebäudehülle» schliesst ein: geneigte Dächer, Unterdächer, Fl achdächer und Fassadenbekleidun gen (mit dazugehörendem Unterbau und Wärmedämmung); e. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe für Arbeiten an der Gebäudehülle im weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich; f. Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe; g. Betriebe, die Asphaltierungen ausführen und Unterlagsböden erstellen; h. Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau - und Bahnunter- haltsarbeiten ausführen, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss- und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr- leitungs- und Stromkrei slaufarbeiten ausführen. 1. 4.2 Mit – am 1. Januar 2013 in Kraft getretenem – Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) wurde Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR wie folgt geändert: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version (Urk. 2/31) gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: (…) b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; ausgenommen sind stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftige Personal; 1. 5 1.5.1 Der persönliche Geltungsbereich ist in Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR wie folgt geregelt: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für die Arbeitnehmerin nen und Arbeitnehmer (unabhängig ihrer Entlöhnungsart ), die in den Betrieben nach Absatz 4 tätig sind, insbesondere für: a. Poliere und Werkmeister; b. Vorarbeiter; c. Berufsleute, wie Maurer, Strassenbauer, Pflästerer usw.; d. Bauarbeiter (mit oder ohne Fachkenntnisse); e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskräfte; f. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfstätigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausführen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen dem GAV FAR ab dem Zeitpunkt, ab dem sie AHV-pflichtig werden. Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufmännische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersona l eines unterstellten Be triebs. 1.5.2 Abweichend von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR sieht Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR eine Geltung für Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magazi ner und Isoleure sowie die Hilfskräfte nur vor, "sofern sie auch dem Geltungs bereich des LMV unterstehen". 1.5.3 Betreffend die Diskrepanz zwischen Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR und Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR ist festzuhalten, dass d ie Allgemeinverbindlicher klärung eines GAV die Ausweitung seines Geltungsbereichs auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes bezweckt (Art. 1 Abs. 1 AVEG). Nur in diesem Sinn kann die AVE über die Vorgaben des GAV hinausgehen; Verpflichtungen, die von den am GAV beteiligten Sozial partnern nicht vorgesehen waren, sind der Allgemeinverbindlichkeit nicht zu gänglich. Eine Erweiterung des im GAV FAR definierten persönlichen Geltungs bereichs fällt ausserdem mit Blick auf Art. 2 Ziff. 1 AVEG ausser Betracht; dadurch könnten denn auch keine Nachteile für die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermieden werden. Auch bei der Anwendung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR ist daher entscheidend, ob die darin genannten Berufsleute dem Geltungsbereich des LMV unterstehen. Eine weitere Tatbestandsvorausset zung für eine Unterstellung in dem Sinn, dass die betroffenen Spezialisten kör perlich schwere Arbeit zu verrichten hätten, lässt sich indessen weder Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FA R noch Art. 3 GAV FAR entnehmen (vgl. Urteil des Bun desgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1 f. mit Hinweis). 1.5.4 In den persönlichen Geltungsbereich des AVE LMV 2008, Stand 1. Januar 2010 (Urk. 25/1), fallen nach dessen Art. 3 die in den Betr i e ben nach Art. 2 LMV be schäftigten Arbeitnehmenden (unabhängig ihrer Entlöhnungsart und ihres An stellungsorts ), welche auf Baustell en und in Hilfsbetri e ben der Baubetriebe tätig sind. Für Arbeitnehmende i n einem Lehrverhältnis gilt, unabhängig ihres Alters, der Anhang 1 zum LMV (Abs. 1). Ausgenommen sind a) Poliere und Werkmeis ter; b) das leitende Personal; c) das technische und administrative Personal ; d) das Kantinen- und Reinigungspersonal (Abs. 2). 1.6 Die Mittel zur Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts werden grundsätzlich durch Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Zuwendungen Dritter sowie durch Erträgnisse des Stiftungsvermögens geäufn et ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 GAV FAR). Der Beitrag der Arbeitnehmer betrug vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 1,3 % und vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 1 % des massgeb lichen Lohnes (Zusatzvereinbarungen III vom 2 3. Mai 2007 und IV vom 2 1. Juni 20 1 0). Der Beitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen, soweit die Beiträge nicht anderweitig übernommen werden ( Art. 1 AVE GAV FAR in Ver bindung mit Art. 8 Abs. 1 GAV FAR in der ab 1. Januar 2008 beziehungsweise ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung ). Der Beitrag des Arbeitgebers beträgt 4 % des massgeblichen Lohns (Abs. 2). Für Mitarbeiter, die im Projekt Altersteilzeit (ATZ) (gemäss Art. 8 Abs. 6 LMV) beteiligt sind, sind keine Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberbeiträge zu bezahlen (Abs. 3). Als massgeblicher Lohn gilt der AHV-pflichtige Lohn bis zum UVG-Maximum (Abs. 4). Der Arbeitgeber schuldet der Stiftung die gesamten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 9 GAV FAR). 2. 2.1 Die X.___ führte zur Klagebegründung aus, die Beklagte, die ursprüng lich hauptsächlich im Transportbereich tätig gewesen sei, sei gestützt auf die „Übergangsregelung Transporte“ bis am 30. Juli 2010 – ohne dass von ihr Bei träge eingefordert worden seien – dem GAV FAR unterstellt gewesen (Urk. 1 S. 13). Aus dem offensichtlich falschen Wiedererwägungsentscheid vom 22. April 2013 (Urk. 2/21), der am 11. Juni 2013 umgehend korrigiert worden sei, könne die Beklagte nichts zu ihren Gunsten ableiten (Urk. 18 S. 16 ff.). Diese sei s pä testens seit dem Zeitpunkt der Änderung ihrer Firma und ihres Zwecks im Juli 2010 – als echter Mischbetrieb (Urk. 18 S. 3, S. 12 und S. 22 ) – auch im Bereich Recycling tätig; der Betriebsteil „ Recycling von Bauabfällen und belastete r Aus hub “ sei dabei nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR dem AVE GAV FAR un terstellt (Urk. 1 S. 13 f. ). Diese Unterstellung gelte indes, da es sich beim Recyc lingwerk in C.___ um eine stationäre Recyclinganlage ausserhalb der Baustelle handle, aufgrund des Beschlusses des Bundesrats vom 6. Dezember 2012 und gestützt auf die hiezu getroffene Übergangsregelung nur bis zur – von der Beklagten unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist auf den erstmöglichen Termin ausgesprochenen – Kündigung per 31. Dezember 2013 (Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 und S. 20 ff., Urk. 35 S. 5 f. ). Die Beklagte sei demnach für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 für ihre im Betriebsteil „ Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ beschäftigten Mitar beitenden, die vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR erfasst würde n, FAR-beitragspflichtig ( Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 ). Konkret handle es sich dabei um D.___ (Werkleiter Bodenwaschanlage), E.___ (Maschinist), F.___ (Mitarbeiter Bodenwaschanlage), G.___, H.___ und I.___ (Werk- und Anlagenmitarbeiter) sowie A.___ und B.___ (Mitarbeiter Recycling von mineralischem Bauschutt). Keine Beitragspflicht bestehe für den Geschäftsf ührer, die Labo ran tin sowie die Projektleiter und – assistenten (Urk. 35 S. 2 ff.). 2.2 Die Beklagte stell t e sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Beitragsforde rung entbehre einer rechtlichen Grundlage, sei sie (die Beklagte) doch nie unter den AVE GAV FAR gefallen, da sie keine Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe be schäftige und insofern auch nicht als (echter) Mischbetrieb qualifiziert werden könne. Soweit sie Recyclingtätigkeiten ausübe, handle es sich dabei um Recyc ling im weitesten Sinne, das ausschliesslich ausserhalb von Baustellen erfolge (und folglich keinen Aushub umfasse) ; über einen Betriebsteil „Recycling“ ver füge sie nicht (Urk. 11 S. 3 und S. 4 ff., Urk. 24 S. 4 ff., S. 16 und S. 22, Urk. 41 S. 3 und S. 5 ). Auch beschäftige sie keine Mitarbeiter, die unter den persönli chen Geltungsber eich des AVE GAV FAR fielen, sei dieser doch auf (besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzte) Angehörige von Bauberufen beschränkt (Urk. 24 S. 7 ff., S. 19 und S. 25 f., Urk. 41 S. 3 f. und S. 6 ff. ). Das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt diene in erster Linie der Ge winnung von Rohmaterial für die weitere Verwendung; es handle sich dabei um eine Form der Kiesgewinnung beziehungsweise eine Hilfstätigkeit (Vorstufe) für die Betonherstell ung. Diese Tätigkeit sei nicht dem Recycling, sondern dem Kieswerk, welches unstreitig nicht in den Anwendungsbereich des AVE GAV FAR falle, zuzuordnen (Urk. 11 S. 8 f. Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.). Nämliches gelte für die BRC (Bodenrecycling)-Anlage, handle es sich doch dabei weder um einen Bau betrieb noch um einen Hilfsbetr i e b eines solchen (Urk. 11 S. 10 ff., Urk. 24 S. 15 und S. 23 ). Sofern dennoch davon ausgegangen werde, dass der Bundesrat stationäre Recyclinganlagen ausserhalb von Baustellen und Baube trieben durch seinen Beschluss vom 5. Juni 2003 zur AVE GAV FAR dem be trieblichen Geltungsbereich GAV FAR unterstellt habe, verstosse diese Ausdeh nung des GAV FAR auf sie – die Beklagte – und ihre Arbeitnehmer gegen Art. 1 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeits verträgen ( AVEG ) und sei damit bundesrechtswidrig (Urk. 24 S. 10 ff. und S. 20, Urk. 41 S. 4 ). Zud em erweise sich die Klage schon deshalb als unbegründet, weil die Klägerin mit ihrem Schreiben vom 22. April 2013 (Urk. 2/21) in bindender Weise auf die nun eingeklagten Beiträge verzichtet habe (Urk. 11 S. 3 f. und S. 15 ff., Urk. 24 S. 26 ff., Urk. 41 S. 4 ). Für die Zeit ab 1. Januar 2013 seien schliesslich aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossenen und per 1. Januar 2013 in Kraft gesetzten Änderung des AVE GAV FAR, wo nach stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftigte Personal nun ausdrücklich vom Geltungsbereich des AVE GAV FAR ausgenommen seien, jedenfalls keine Beiträge geschuldet. Eine allfällige Beitragspflicht habe damit kraft des fraglichen Beschlusses Ende 2012 geendet, ohne dass noch eine Kündigung erforderlich gewesen sei (Urk. 11 S. 4 und S. 19 ff., Urk. 24 S. 17 und S. 29 f., Urk. 41 S. 13 ff. ). Die Klageänderung sei unzulässig (Urk. 24 S. 2 f., Urk. 41 S. 2 f. und S. 5 f. ), und das geänderte Rechtsbegehren Ziffer 2 im Übrigen schon mangels Begründung abzuweisen (Urk. 24 S. 16). 3. 3.1 Nach § 28 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Verbindung mit Art. 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung ( ZPO ) ist eine Klage änderung zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verf ahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht ( lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt ( lit. b). Übersteigt der Streitwert der geänderten Klage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses den Prozess an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Eine Beschränkung der Klage ist jederzeit zulässig; das angerufene Gericht bleibt zuständig (Abs. 3). 3.2 Die von der Klägerin in der Klageschrift gestellten Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2) richten sich auf die Verpflichtung der Beklagten, für ihre in den betrieblichen und persönlichen Geltungsbereich des A VE GAV FAR fallenden Angestellten für die Zeit vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 Beiträge zuzüglich Ver zugszinsen zu bezahlen. Darauf zielen auch die in der Replik vom 4. März 2015 (Urk. 18 S. 2) und in der Eingabe vom 16. August 2016 (Urk. 35 S. 1 f.) gestell ten Rechtsbegehren ab, in denen die Klägerin – soweit ihr aufgrund der von der Beklagten zwischenzeitlich vorgelegten Unterlagen (Urk. 31/1-13) möglich – die Mitarbeiter, für die sie Beiträge forderte, nannte und die Höhe der letzteren be zifferte. Entgegen den einschlägigen Vorbringen der Beklagten, die sich ( vor prozessual und selbst noch im Rahmen dieses Verfahrens [vgl. Urk. 24 S. 22] ) wiederholt geweigert hat, der Klägerin die für die Bezifferung der Beitragsfor derung notwenigen (vollständigen) Angaben zu machen, stehen die geänderten Rechtsbegehren demnach durchaus in einem sachlichen Zusammenhang mit dem ursprünglich geltend gemachten Anspruch. Soweit es sich bei den – nach der gleichen Verfahrensart wie der ursprüngliche Anspruch zu beurteilende – a n gepassten Rechtsbegehren nicht ohnehin lediglich um eine nachträgliche Be zifferung eines unvollständigen Rechtsbegehrens im Sinne von Art. 85 ZPO handelt, ist die – nach Kenntnisnahme der von der Beklagten auf entsprechende Aufforderung hin (vgl. Verfügung vom 26. April 2016, Urk. 28) eingereichten Unterlagen (Urk. 31/1-14) innert der mit Verfügung vom 13. Juni 2016 (Urk. 32) angesetzten Frist und damit rechtz eitig erfolgte – Klageänderung zu lässig. 4. 4.1 4.1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte der Klägerin für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 Beiträge schuldet. Erstere ist nicht Mit glied des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) und daher unbestrittener massen nicht dem GAV FAR unterstellt; sie hat sich diesem nach Lage der Ak ten auch nicht angeschlossen (Urk. 1 S. 8, Urk. 11 S. 4; vgl. E. 1.1 und Art. 356 ff. des Obligationenrechts). Eine Beitragspflicht gegenüber der Beklag ten für den fraglichen Zeitraum fällt daher nur in Betracht, wenn sie damals insoweit, als sie im Recyclingbereich tätig war, dem AVE GAV FAR unterstand und in der fraglichen Sparte ( „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ ) Angestellte beschäftigt e, die in den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR fielen. 4.1.2 Aus dem Umstand, dass die Klägerin am 22. April 2013 noch davon ausgegan gen war, dass die Beklagte ab 23. Juli 2010 nicht mehr unter den betrieblichen Geltungsbereich AVE GAV FAR falle (Urk. 2/21), kann diese nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Klägerin stand es frei, (nur) rund zwei Monate später auf diese Einschätzung zurückzukommen (vgl. Schreiben Beklagte vom 11. Juni 2013, Urk. 2/22). V on einem mit der Beklagten konkludent abgeschlossenen Aufhebungsvertrag und damit einem bindenden Verzicht auf Beitragsforderun gen gegenüber der Beklagten (Urk. 11 S. 15 ff., Urk. 24 S. 27) kann keine Rede sein. 4.2 4.2.1 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV FAR gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbstständigen Akkordanten unter anderem d es Be reichs „Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe“ ( Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR). Nach den vertraglichen Bestimmungen gilt der GAV FAR unter anderem auch für "Betriebe bzw. für deren Betriebsteile" ( Art. 2 Abs. 1 GAV FAR). Vom AVE GAV FAR werden – entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 5, S. 18) – damit nicht nur B etriebe des Hauptgewer bes, sondern auch dem Bauhauptgewerbe zuzuordnende Betriebsteile von Be trieben anderer Branchen erfasst (vgl. etwa BGE 141 V 657 E. 4.2 ). 4.2.2 Gemäss Handelsregister bezweckt die Beklagte seit 23. Juli 2010 – und damit im gesamten vorliegend massgebenden Zeitraum – den Betrieb einer Unterneh mung von Transporten, die Verwertung und Entsorgung von Baustoffen, Ab fällen und Altstoffen aller Art, den Vertrieb von Beton-Baustoffen und den Handel mit Kiesmaterial sowie das Bauen und Betreiben von Verwertungs- und Entsorgungsanlagen für verschmutztes Aushubmaterial für Bauabfälle und Alt stoffe aller Art (U rk. 2/4). Daraus und aus den von der Beklagten in der „Ein sprache“ vom 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 (Urk. 2/17 f.), anlässlich der Selbstdeklaration vom 5. August 2011 (Urk. 2/20) und im Rahmen dieses Verfahrens sowie auf ihrer Webseite gemachten Angaben ergibt sich, dass die Tätigkeit der Y.___ folgende Bereiche umfasst: - Recycling Bauabfälle (Brechen und Sieben von mineralischem Bau schutt) und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ - Kies- und Betonwerk in C.___ - Sammelstelle in J.___ für nicht mineralische Stoffe wie Glas, Pa pier, Karton, Elektroschrott etc. - Projektierungs- und Laboraufgaben Es steht fest, dass die Y.___ b ei Gesamtbetrachtung des Unternehmens nicht hauptsächlich in der Recycling- Branche tätig ist. Unbestritten ist sodann, dass ihre weiteren Tätigkeitsfelder nicht unter den betrieblichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallen. Zu prüfen ist, ob die Klägerin zu Recht davon aus ging, dass der Betriebsbereich Recycling vom betrieblichen Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 in Kraft gestandenen Version erfasst wurde. 4.2.3 Für die Auslegung von Bestimmungen über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen gelten die allgemeinen Grundsätze der Gesetzes auslegung. Es besteht weder ein Grund für eine besonders restriktive noch für eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Be dürfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutz funktion erfüllen soll, muss es für die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherklärung sollen die Ar beitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausge schlossen und soll dem Gesamtarbeitsvertrag zu grösserer Durchsetzungskraft verholfen werden. Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus auszule gen, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde lie genden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 14 1 V 657 E. 4.4 mit Hinweisen ). 4.2.4 Der Begriff des "Betriebsteils" (vgl. E. 4.2.1 ) wird weder in der AVE GAV FAR noch im GAV FAR selber definiert. Der Ausdruck wird indessen, ebenfalls ohne nähere Umschreibung, auch für die Geltungsbereiche weiterer allgemeinver bindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge (etwa des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe oder des Gesamtarbeitsvertrages für das Maler- und Gip sergewerbe ) verwendet. Diesbezüglich erwog das Bundesgericht Folgendes: Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit gilt ein Gesamtarbeitsvertrag für den gan zen Betrieb und somit auch für berufsfremde Arbeitnehmer, wobei regelmässig gewisse Funktionsstufen und besondere Anstellungsverhältnisse ausgenommen werden. Allerdings kann ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen, welche unterschiedlichen Branchen angehören, oder es können innerhalb ein und des selben Betriebes mehrere Teile bestehen, welche eine unterschiedliche Zuord nung rechtfertigen, weil sie eine genügende, auch nach aussen erkennbare Selbstständigkeit aufweisen. In diesen Fällen können auf die einzelnen Teile des Unternehmens unterschiedliche Gesamtarbeitsverträge zur Anwendung gelan gen. Massgebliches Zuordnungskriterium ist somit die Art der Tätigkeit, die dem Betrieb oder dem selbstständigen Betriebsteil - und nicht dem Unternehmen als wirtschaftlichem Träger allenfalls mehrerer Betriebe - das Gepräge gibt (BGE 1 34 III 11 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Von einem selbstständigen Betrieb oder einem selbstständigen Betriebsteil inner halb eines Mischunternehmens kann nur gesprochen werden, wenn dieser eine eigene organisatorische Einheit bildet. Das setzt voraus, dass die einzelnen Arbeitnehmer klar zugeordnet werden können und die entsprechenden Arbeiten im Rahmen der übrigen Tätigkeiten des Unternehmens nicht nur hilfsweise er bracht werden. Im Interesse der Rechtssicherheit ist zudem zu fordern, dass der Betriebsteil mit seinen besonderen Produkten oder Dienstleistungen insofern auch nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Er scheinung tritt. Demgegenüber bedarf der Betriebsteil keiner eigenen Verwal tung oder gar einer separaten Rechnungsführung, um als solcher gelten zu kön nen. Die Allgemeinverbindlicherklärung will einheitliche Mindestarbeitsbedin gungen für die auf dem gleichen Markt tätigen Unternehmen schaffen und da mit verhindern, dass ein Unternehmen durch schlechtere Arbeitsbedingungen einen Wettbewerbsvorteil erlangen kann, der als unlauter gilt. Zum selben Wirtschaftszweig gehören Betriebe, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverhältnis stehen, als sie Erzeugnisse oder Dienstl eistungen gleicher Art anbieten. Der Zweck der Allgemeinv erbindlicherklärung (vgl. E. 3.2.3 ), un lautere Wettbewerbsvorteile zu verhindern, kann nur erreicht werden, wenn die Regeln des entsprechenden GAV grundsätzlich von sämtlichen Anbietern auf einem bestimmten Markt eingehalten werden müssen. Sobald ein Betrieb in nicht offensichtlich untergeordnetem Umfang in einem Markt auftritt, für den ein allgemeinverbindlich erklärter GAV gilt, kommen die allgemeinen Grund - s ätze für die Unterstellung (vgl. E. 3.2.4 Abs. 2 ) zur Anwendung. Es ist sachge recht, diese Grundsätze auch bei der Auslegung des Begriffs "Betriebsteil" i m Sinne von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR anzuwenden ( vgl. BGE 1 41 V 657 E. 4.5.2 f. mit Hinweisen ). 4.3 4.3.1 Entgegen den Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 18) fiel (auch) stationäres Recycling ausserhalb von Baustellen, wie sie es betreibt, bis Ende 2012 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR (Art. 2 Abs. 4 lit. b). Die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR erfolgte nämlich gerade, weil der Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB) und der Aushub-, Rückbau- und Recyclingver band Schweiz (ARV) im November 2011 Einsprache gegen die Verlängerung des bis Ende 2012 gültigen AVE GAV FAR erhoben und den Bundesrat darum er sucht hatten, Deponien und stationäre Recyclinganlagen inskünftig von der Allgemeinverbindlicherklärung GAV FAR auszunehmen. Weil kurz zuvor auch der LMV entsprechend geändert worden war, kam der Bundesrat dem Begehren (ausschliesslich) betreffend stationäre Recyclinganlagen in der Folge nach (vgl. Erwägungen des Bundesrats zum Beschluss vom 6. Dezember 2012 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV FAR, Urk. 2/33). Die Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR diente demnach keineswegs dazu, bereits geltendes Recht noch festzuschreiben (Urk. 11 S. 7). Sofern die Recyclingtätig keit in einem selbst st ändigen Betriebsteil betrieben wurde, fällt dieser Bereich daher unter den AVE GAV FAR. Entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 10, Urk. 41 S. 4 ) handelt es sich dabei um keine unzuläs sige Ausdehnung des Geltungsbereichs des GAV FAR, wurden doch stationäre Recyclingbetriebe ursprünglich auch vom GAV FAR (und vom LMV) erfasst. 4.3. 2 Was die Stellung des Recyclingbereich s (Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ ) im Gesamtbetrieb anbelangt, gab die Beklagte a uf dem „Formular Mischbetrieb und Gepräge“ (Urk. 2/20 S. 2 ff.) am 5. August 2011 an, ihre Arbeitnehmer könnten den einzelnen Betriebsteilen ( Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt, R ecycling von bel a stetem Aushub, Kies- und Betonwerk, Sammelstelle für nicht mineralische Stoffe, Pro jektierungs - und Laboraufgaben) klar zugeordnet werden. Die Frage, ob Arbei ten im branchenfremden Betri e bsteil im Rahmen der übrigen Tätigkeiten nicht bloss hilfsweise, sondern überwiegend direkt für Kunden erbracht würden, ver neinte sie. Im Weiteren hielt sie fest, dass die Betriebsteile nach aussen nicht als selbst st ändige Anbieter aufträten und als solche zu erkennen seien (Urk. 2/20 S. 2). Von den insgesamt 50 Mitarbeitern im Vollzeitpensum seien in den Jah ren 2010 und 2011 zehn im Bereich Brechen und Sieben von min eralischem Bauschutt ( 1 / 6 des Gesamtumsatzes), sechs im Bereich Recycling von belastetem Aushub ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes), fünf im Kies- und Betonwerk ( 1 / 6 des Ge samtumsatzes), acht in der Sammelstelle für nichtmineralische Stoffe wie Glas, Papier, Karton, Elektroschrott etc. ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes ) und 21 Angestellte mit Projektleitungs- und Laboraufgaben betraut gewesen. Einem Gesamtarbeits vertrag unterstehe sie nicht (Urk. 2/20 S. 3 f.). Betreffend ihren Maschinenpark gab die Beklagte an, über ein Kieswerk in C.___ einschliesslich Bodenre cyclinganlage, vier Bagger und fünf Pneulader zu verfügen; zudem sei sie Teil haberin einer Sortieranlage des Herstellers „ Sortag “ (Urk. 2/20 S. 5). Auf ihrer Website führt die Beklagte unter dem Begriff „Umwelt und Entsor gung“ Erdwärmesonden, Kanaldienstleistungen und Altlastensanierung an. Der letztgenannte Bereich ist aufgegliedert in „Recycling“, „Muldenservice“ und „Entsorgungslösungen“. Betreffend das Recycling wird Folgendes ausgeführt: Y.___ bietet eine fachgerechte Sortierung und Aufbereitung von mineralischen und nichtmi neralischen Rückbaustoffen und Abfällen an. Auf eigens dafür eingerichteten Re cyclingplätzen und Sortieranlagen werden wertvolle Recyclingbaustoffe und Wertstoffe gewonnen, die als Sekundärrohstoff wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden. Durch Sortierung, Brechen in einer Prallmühle und Klassierung wird mineralisches Mate rial auf einem unserer Recyclingplätze dem Recyclingprozess zugeführt. Dank strikter An nahmekriterien, professioneller Verarbeitung mit viel Know How entsteht ein qualitativer Recyclingbaustoff für den Strassen- und Tiefbau sowie für die Betonproduktion. Als zertifizierte Unternehmung nach ISO 9001 und 14001 erfüllen wir mit allen unseren Pro zessen im Recycling und in der Entsorgung die gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und normativen Ansprüche. Recycling-Baustoffe sind eine umweltfreundliche und inte ressante Ergänzung zu den primären Rohstoffen. Finden Sie hier [Link] nähere Angaben zu Recycling-Baustoffen der Y.___. Hier gelangen Sie direkt zum Kontakt- und Standortfinder [Link] Umwelt und Entsorgung. Aufgrund der geschilderten Gegebenheiten handelt es sich beim Recyclingbe reich um einen von den übrigen Tätigkeiten der Beklagten abgrenzbaren, eine organisatorische Einheit mit klar zuordenbaren Arbeitnehmern bildenden Be triebsteil, der nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Ersc heinung tritt (vgl. auch Urk. 24 S. 16). Dies gilt – entgegen den einschlä gigen Vorbringen der Beklagten (Urk. 11 S. 8 f., Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.) - auch für das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt. Dieses könnte aufgrund der diesbezüglichen Schilderungen auf der Website (vgl. auch darauf abrufbare Firmenbroschüre sowie Preisliste „Recycling und Entsor gung“ ) auch ohne Weiteres unabhängig vom übrigen Tätigkeitsfeld der Beklag ten erfolgen und lässt sich nicht lediglich als blosse Hilfstätigkeit ( Kiesgewin nung ) für die Betonherstellung qualifizieren (vgl. hiezu BGE 141 V 657 E. 4.6.2 ). Da die Beklagte demnach mit ihrem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und be lasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ “, mit dem s ie einen Umsatz von über Fr. 500‘000.-- pro Jahr erzielt (Urk. 24 S. 25), als Anbieterin, die ge genüber Kunden in Erscheinung tritt, aufzufassen ist und der fragliche Be triebsteil eine genügende Selbst st ändigkeit aufweist, fiel er in den betrieblichen Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis Ende 2 012 in Kraft gestandenen Fassung. 4. 4 Hinsichtlich der Dauer der Unterstellung unter den AVE GAV FAR ist aufgrund der Ende Juli 2010 erfolgten Zweckänderung (vgl. Handelsregisterauszug, Urk. 2/4) nicht zu beanstanden, dass die Beklagte den Beginn auf den 1. August 2010 festsetzte. Betreffend das Ende der Unterstellung steht fest, dass der fragli che Betriebsteil aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlosse nen Änderung nicht mehr unter den am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen AVE GAV FAR fiel. Dieser sieht keine Übergangsregelung für bis dahin unterstellte Betriebe vor; eine solche ist auch gar nicht erforderlich. Hätte der Bundesrat gewol lt, dass die Mitarbeiter von stationären Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle, die bis Ende 2012 in den Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen waren, diesem erst ab 1. Januar 2014 nicht mehr unterstellt sein würden, hätte er die entsprechende Bestimmung für diese auch erst auf diesen Zeitpunkt hin in Kraft gesetzt. Die Beklagte war dem AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültigen Version kraft der vom Bundesrat beschlossenen entsprechenden Allgemeinverbindlicherklärung und nicht aufgrund eines von ihr mit der Klä gerin abgeschlossenen Anschlussvertrags unterstellt und entsprechend beitrags pflichtig. Insofern konnte beziehungsweise musste sie einen solchen auch nicht kündigen, um die Unterstellung zu beenden ( Urk. 1 S. 9 ff., Urk. 18 S. 3 und S. 20 f., Urk. 35 S. 5 f. ). Da die von der Klägerin am 11. Juni 2013 – zum Schutz der Arbeitnehmer – beschlossene Übergangsregelung (Erfordernis der Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten auf das Ende e ines Kalenderjahrs [ Urk. 2/22] ) einer rechtlichen Grundlage entbehrt beziehungsweise in klarem Widerspruch zum Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) steht und zwischenzeitlich auch vom Bundesrat selbst als „klar widerrechtlich“ taxiert wurde (vgl. Bundesratsbeschluss vom 14. Juni 2016; Urk. 36/38 S. 19), endete die Unterstellung mit Inkrafttreten der Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR am 1. Januar 201 3. Anzumerken ist, dass die von der Klägerin ge troffene „ Übergangsregelung “ für die konkret betroffenen Mitarbeiter der Be klagten unbestrittenermassen keinen Vorteil gebracht hätte ( Urk. 11 S. 25 f., Urk. 18 S. 21). 4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob die in der Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 im Recyclingbereich beschäftigten Arbeitnehmer der Beklagten dem persönli chen Geltungsbereich des AVE GAV FAR unterstanden. Dies trifft – entgegen den entsprechenden Vorbringen der Beklagten (Urk. 24 S. 19, Urk. 41 S. 3 f. ) – nicht nur auf Personen zu, die auf Baustellen oder in Baubetrieben arbeiten und daher besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (vgl. E. 1.5.3 in fine ). 4.5.2 K.___ und L.___ sind – als Geschäftsführer (Urk. 31/1/1-2) bezie hungsweise Betriebs -/Verkaufs leiter des Bereichs Bodenrecycling (Urk. 31/2/1-2) – als leitendes Personal im Sinne von Art. 2 Abs. 5 letzter Satz AVE GAV FAR zu qualifizieren und unterstehen dem AVE GAV FAR daher (un bestrittenermassen [Urk. 35]) nicht. Z u Recht anerk ennt die Klägerin sodann (Urk. 35 S. 3), dass die Arbeitnehmenden M.___, N.___, O.___, P.___ und Q.___ aufgrund ihres jewei ligen Pflichtenhefts beziehungsweise ihrer konkreten Funktionen (Urk. 31/3-7) unter den Begriff „ kaufmännisches Personal “ im Sinne der genannten Bestim mung zu subsumieren und folglich vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ebenfalls ausgenommen sind. Was die weiteren im Recyclingwerk C.___ beschäftigten Mit arbeiter der Beklagten anbelangt, ist D.___, der Werkleiter Bodenwaschanlage (Urk. 31/8/1), unter Berücksichtigung seiner im Pflichtenheft (Urk. 31/8/2) um schriebenen Aufgaben „Werkmeister“ im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. a AVE GAV FAR (vgl. hiezu auch Urk. 36/37) und dem AVE GAV FAR demnach un terstellt. Nämliches gilt für E.___, der explizit als Maschinist angestellt ist (Urk. 31/9/1), über ein dieser Tätigkeit entsprechendes Pflichtenheft verfügt (Urk. 31/9/2) und demnach als Spezialist im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR zu qualifizieren ist. Ebenfalls als Spezialisten (und entgegen den ein schlägigen Ausführungen der Beklagten [Urk. 41 S. 8 ff.] nicht etwa als techni sches Personal) zu taxieren sind aufgrund ihrer Funktion (vgl. Arbeitsverträge und Pflichtenhefte, Urk. 31/10-13) F.___ (Mitarbeiter Bodenwasch anlage ), G.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. September 2010 bei der Beklag ten angestellt), H.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. Juni 2011 bei der Be kla gten angestellt) und I.___ (Anlagenmitarbeiter Bodenwaschanlage). Schliesslich betrifft die Beitragspflicht auch A.___ und B.___, die nach Lage der Akten damit beschäftigt sind, mineralischen Bauschutt ma schinell (vollautomatisch) zu brechen und dann automatisiert mittels Sieben zu klassieren ( Urk. 11 S. 8 ff., Urk. 24 S. 13 ff. ). Anzumerken ist, dass die genann ten Mitarbeiter nach Lage der Akten k einem – für ihre Berufsgruppe spezifi scheren – GAV unterstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.4.2 f.). 4.5.3 Bei der Berechnung der Beiträge für die relevante Periode vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 ist der (vertraglich zugesicherte; vgl. Urk. 31/8 ff.) drei zehnte Monatslohn für das Jahr 2010 entgegen den einschlägigen Vorbringen der Klägerin (Urk. 35 S. 4 f.) nicht vollumfänglich, sondern lediglich pro rata temporis zu berücksichtigen. Abzustellen ist sodann (auch) für das Jahr 2010 nicht auf den (allfällige Ausbildungszulagen umfassenden) Bruttolohn, sondern auf den AHV- pflichtigen Lohn (E. 1.6 ). Für d ie in den persönlichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallenden Arbeitnehmenden ergeben sich demnach folgende massgebliche Löhne (vgl. Urk. 2/30 S. 2 ff., Urk. 31/ 8 ff. ): Arbeitnehmer Lohn 2010 ( August bis Dezember) Lohn 2011 Lohn 2012 D.___ Fr. 4 3‘929.15 Fr. 112‘090.-- Fr. 123‘750.-- E.___ Fr. 36‘239.10 Fr. 82‘208.-- Fr. 84‘872.-- F.___ Fr. 34‘218.90 Fr. 77‘824.-- Fr. 61‘806.-- G.___ Fr. 24‘918.90 Fr. 63‘109.-- Fr. 69‘727.-- H.___ -- Fr. 2‘280.-- Fr. 4‘871.-- I.___ Fr. 3 3 ‘ 475.-- Fr. 84‘720.-- Fr. 84‘640.-- A.___ Fr. 33‘432.50 Fr. 84‘275.-- Fr. 91‘660.-- B.___ Fr. 28‘532.10 Fr. 70‘941.-- Fr. 71‘675.-- Total Fr. 234‘745.65 Fr. 577‘447.-- Fr. 5 93‘001.-- Unter Berücksichtigung der in de n fraglichen Perioden gültigen Beitragssätze (E. 1.6 ) resultieren demnach folgende von der Beklagten geschuldeten Beiträge : Jahr Lohnsumme Arbeit geber beitrag Arbeit nehmer beitrag Gesamtb eitrag (gerundet) 2010 Fr. 234‘745.65 Fr. 9‘389.826 (4 %) Fr. 3‘051.693 (1,3 %) Fr. 12‘441.50 2011 Fr. 577‘447.-- Fr. 23‘097.88 (4 %) Fr. 7‘506.811 (1,3 %) Fr. 30‘604.70 2012 Fr. 593‘001.-- Fr. 23‘720.04 (4 %) Fr. 5‘930.01 (1 %) Fr. 29‘650.05 Total Fr. 72‘696.25 4.6 Die Beklagte ist folglich – in teilweiser Gutheissung der Klage – zu verpflichten, der Klägerin Beiträge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % (Art. 9 Abs. 2 und 3 GAV FAR ) zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 (Beitrag 2010) ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 (Beitrag 2011) ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 (Beitrag 2012) ab 1. Januar 2013. Im Übrigen ist die Klage abzuweisen. 5. Hinsichtlich der von der Klägerin beantragten Prozessentschädigung ist festzuhal ten, dass Versicherungsträger nach § 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in der Regel keinen Anspruch auf E rsatz ihrer Parteikosten haben. Vo rliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Bei träge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 ab 1. Januar 2013. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der Klägerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget - Bundesamt für Sozialversicherungen 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich BV.2014.00052 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 28. November 2016 in Sachen

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich BV.2014.00052 BV.2014.00052

BV.2014.00052 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Sozialversicherungsrichterin Fehr

Gerichtsschreiberin Fischer

Urteil vom 28. November 2016

Urteil vom 28. November 2016 in Sachen

in Sachen X.___ Klägerin gegen Y.___ Beklagte vertreten durch Rechtsanwalt André A. Girguis Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 Sachverhalt: 1. 1.1 Mit Beschluss vom 12. März 2008 (Urk. 2/5) stellte die paritätische Berufs - kommis sion Bauhauptgewerbe des Kantons Zürich (PBK) fest, dass die Z.___ als unechter Mischbetrieb mit dem Ge präge im Transportbereich dem Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhaupt - gewerbe (LMV) – rückwirkend ab 1. Juli 2003 – nicht unterstellt sei. In der Folge teilte die X.___ der Z.___ mit Schreiben vom 12. August 2009 (Urk. 2/6) mit, dass letztere aufgrund ihrer im Handelsregister aufgeführten Tätigkeiten sehr wahrscheinlich unter den Geltungsbereich des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) FAR falle und damit seit dessen Inkrafttreten be tragspflichtig sei. Sie – die X.___ – forderte die Z.___ auf, im Hinblick auf weitere Abklärungen betreffend Unter stellung beziehungsweise Beitragspflicht verschiedene Angaben zu machen und Unterlagen einzureichen (vgl. auch Mahnschreiben vom 21. September 2009, Urk. 2/7). Nachdem die Z.___ der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 25. September 2009 (Urk. 2/8) mitgeteilt hatte, dass sie dem LMV nicht unterstellt sei, stellte diese mit Entscheid vom 2. Oktober 2009 (Urk. 2/9) fest, dass die Z.___ wohl unter den räumlichen, nicht aber unter den betrieblichen Geltungsbereich des allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrags (AVE GAV FAR) falle. Am 23. Juli 2010 nahm die Z.___ eine Zweck änderung sowie eine Umfirmierung in „ Y.___ “ vor (Urk. 2/4). 1.2 Mit Schreiben vom 21. Dezember 2010 (Urk. 2/10) ersuchte die X.___ die Y.___ – unter Hinweis darauf, dass das Bundesgericht seine Praxis be treffend die Unterstellung von Betrieben geändert habe, weshalb eine Neubeur teilung betreffend die Unterstellung ihres Betriebs erforderlich sei – erneut da ru m, einen Selbstdeklarations-Fragebogen auszufüllen. Die Y.___ kam dieser Aufforderung in der Folge nicht nach (vgl. Urk. 2/11-15), worauf die X.___ am 30. März 2011 entschied, dass erstere sowohl unter den räum liche n als auch unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR falle, weshalb sie für die unter den persönlichen Geltungsbereich f allenden Mit arbeiter ab 1. Juli 2011 beitragspflichtig sei (Urk. 2/16). Auf von der Y.___ am 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 erhobene Einsprache (Urk. 2/17 f.) hin hob die X.___ ihren Entscheid vom 30. März 2011 (Urk. 2/16) – in teilweiser Gutheissung der Einsprache – am 22. April 2013 wie dererwägungsweise auf und stellte nun fest, dass die Y.___ nur bis 22. Juli 2010 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ge fallen sei (Urk. 2/21). 1.3 Unter Berufung auf eine vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossene Änderung der AVE GAV FAR beschied die X.___ der Y.___ am 11. Juni 2013, dass sie bis am 30. Juli 2010 der AVE GAV FAR unterstellt, aber nicht beitragspflichtig sei. Ab diesem Datum sei sie der AVE GAV FAR (aus schliesslich) für den Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ unterstellt und dafür auch beitragspflichtig. Aufgrund der von der Beklagten eingereichten Unterlagen sei man indes zum Schluss gelangt, dass die Unter stellung an sich ab 1. Januar 2014 auch für den fraglichen Betriebsteil nicht mehr best ehe ; es stehe der Beklagten daher frei, den Anschluss unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2013 zu kündigen (Urk. 2/22). Die Beklagte stellte der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 20. Juni 2013 (Urk. 2/23) in Aussicht, sich gegen die Unterstellung unter den AVE GAV FAR mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aus hub“ ab 30. Juli 2013 zur Wehr zu setzen (vgl. hiezu Urk. 2/25) und kündigte die Unterstellung unter beziehungsweise den Anschluss an den AVE GAV FAR – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – vorsorglich per Ende 2013 ( Urk. 2/23). 2. Am 30. Juni 2014 erhob die X.___ mit folgendem Rechtsbegehren Klage gegen die Y.___ (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 50‘246.10 für die Bei träge für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 nebst Zins zu 5 % für die folgenden Beiträge zu bezahlen : für den Betrag von CHF 4‘770.40 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 16‘278.80 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 17‘981.40 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 11‘215.50 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 3. Die Klägerin sei zu berechtigen, die Höhe der ausstehenden FAR-Bei träge z u ergänzen, sobald die Lohnsummen der Monate September bis Dezember 2013 vorliegen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte schloss am 10. November 2014 auf – kosten- und entschädigungs pflichtige – Abweisung der Klage (vgl. Klageantwort, Urk. 11). Replicando änderte die Klägerin ihr Rechtsbegehren am 4. März 2015 wie folgt ab (Urk. 18 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘9 68.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % für die fol genden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 ; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zudem die folgenden Bei träge zu bezahlen: - 5.3 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2011 aller Mitarbeiter des Be reichs „Boden-Recyclinganlage“, soweit diese im genannten Zeit raum unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2012; - 5 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 aller Mitarbeiter des Bereichs „Bodenrecycling-Anlage“, soweit diese im genannten Zeitraum un ter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrech nungsjahres folgenden 1. Januars. 4. Der Klägerin sei Gelegenheit zu geben, nach Abschluss des Beweisver fahrens die unten den Ziffern 1 bis 3 gestellten Begehren innert ange messener Frist definitiv zu beziffern. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt mit Duplik vom 29. Juni 2015 (Urk. 24) an ihrem Rechtsbegeh ren fest, was der Klägerin mit Verfügung vom 30. Juni 2015 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Verfügung vom 26. April 2016 (Urk. 28) wurde die Beklagte – unter Hin weis darauf, dass das Gericht im Säumnisfall aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden werde – aufgefordert, die Arbeitsverträge aller in der Zeit zwischen dem 1. August 2010 und dem 31. Dezember 2012 am Standort C.___ im Bereich Bodenrecycling-Anlage beschäftigten Mitarbeitenden, deren Lohnaus weise für die Jahre 2010 bis 2012 und deren Stellenbeschreibungen einzu reichen. Nachdem die Beklagte mit Eingabe vom 30. Mai 2016 (Urk. 30) ent sprechende Unterlagen (Urk. 31/1-14) eingereicht hatte, passte die Klägerin ihre Rechtsbegehren am 16. August 2016 wie folgt an (Urk. 35 S. 1 f.): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘986.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsjahres folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die restlichen Mitarbei ter des Bereichs „Boden-Recyclinganlage“, die im Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, CHF 75‘395.30 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsja h res folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 10‘050.46 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 22‘378.24 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt in der Folge am 7. November 2016 an ihrem Rechtsbegehren fest (Urk. 41), was der Klägerin am 8. November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 42). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), die GBI Gewerkschaft Bau & In dustrie (heute: Unia ) sowie die Gew erkschaft SYNA schlossen am 12. November 2002 einen Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhaupt gewerbe (GAV FAR), mit dessen Vollzug die Stiftung für den flexiblen Alters rücktritt im Bauhauptgewerbe ( X.___ ) betraut ist. Durch B eschluss des Bundesrates vom 5. Juni 2003 ( Urk. 2/31) wurde der GAV FAR teilweise allge meinverbindlich erklärt. Nach Art. 23 Abs. 1 GAV FAR (durch Bundesratsbe schlüsse vom 8. August und 26. Oktober 2006, 1. November 2007 und 6. Dezember 2012 allgemeinverbindlich erklärt) ist die X.___ für den gesamten Vollzug des GAV FAR zuständig und insbesondere berechtigt, die notwendigen Kontrollen gegenüber Vertragsunterworfenen durchzuführen und in Vertretung der Vertragsparteien in eigenem Namen Betreibungen und Klagen zu erheben. 1.2 Der zeitliche Geltungsbereich der AVE GAV F AR richtet sich nach deren Art. 5. D anach erstreckte er sich vom 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2008. Mit Bundesrats beschlüssen vom 26. Oktober 2006 ( BBl 2006 886 5) und 1. November 2007 ( BBl 2007 7881) wurde die Geltungsda uer ohne Unterbruch bis zum 31. Dezember 2012 verlängert. 1.3 Nach Art. 2 Abs. 1 AVE GAV FAR gilt die Allgemeinverbindlicherklärung für die ganze Schweiz, mit Ausnahme des Kantons Wallis. 1. 4 1. 4.1 Hinsichtlich des be trieblichen Geltungsbereichs sieht Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültig gewesenen Version Folgendes vor : Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version gelten für die Betriebe, Betriebs teile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: a. Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbau (einschliesslich Belagseinbau) ; b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pflästereibetriebe ; d. Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Gebäudehülle tätig sind. Der Begriff «Gebäudehülle» schliesst ein: geneigte Dächer, Unterdächer, Fl achdächer und Fassadenbekleidun gen (mit dazugehörendem Unterbau und Wärmedämmung); e. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe für Arbeiten an der Gebäudehülle im weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich; f. Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe; g. Betriebe, die Asphaltierungen ausführen und Unterlagsböden erstellen; h. Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau - und Bahnunter- haltsarbeiten ausführen, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss- und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr- leitungs- und Stromkrei slaufarbeiten ausführen. 1. 4.2 Mit – am 1. Januar 2013 in Kraft getretenem – Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) wurde Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR wie folgt geändert: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version (Urk. 2/31) gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: (…) b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; ausgenommen sind stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftige Personal; 1. 5 1.5.1 Der persönliche Geltungsbereich ist in Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR wie folgt geregelt: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für die Arbeitnehmerin nen und Arbeitnehmer (unabhängig ihrer Entlöhnungsart ), die in den Betrieben nach Absatz 4 tätig sind, insbesondere für: a. Poliere und Werkmeister; b. Vorarbeiter; c. Berufsleute, wie Maurer, Strassenbauer, Pflästerer usw.; d. Bauarbeiter (mit oder ohne Fachkenntnisse); e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskräfte; f. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfstätigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausführen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen dem GAV FAR ab dem Zeitpunkt, ab dem sie AHV-pflichtig werden. Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufmännische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersona l eines unterstellten Be triebs. 1.5.2 Abweichend von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR sieht Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR eine Geltung für Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magazi ner und Isoleure sowie die Hilfskräfte nur vor, "sofern sie auch dem Geltungs bereich des LMV unterstehen". 1.5.3 Betreffend die Diskrepanz zwischen Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR und Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR ist festzuhalten, dass d ie Allgemeinverbindlicher klärung eines GAV die Ausweitung seines Geltungsbereichs auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes bezweckt (Art. 1 Abs. 1 AVEG). Nur in diesem Sinn kann die AVE über die Vorgaben des GAV hinausgehen; Verpflichtungen, die von den am GAV beteiligten Sozial partnern nicht vorgesehen waren, sind der Allgemeinverbindlichkeit nicht zu gänglich. Eine Erweiterung des im GAV FAR definierten persönlichen Geltungs bereichs fällt ausserdem mit Blick auf Art. 2 Ziff. 1 AVEG ausser Betracht; dadurch könnten denn auch keine Nachteile für die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermieden werden. Auch bei der Anwendung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR ist daher entscheidend, ob die darin genannten Berufsleute dem Geltungsbereich des LMV unterstehen. Eine weitere Tatbestandsvorausset zung für eine Unterstellung in dem Sinn, dass die betroffenen Spezialisten kör perlich schwere Arbeit zu verrichten hätten, lässt sich indessen weder Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FA R noch Art. 3 GAV FAR entnehmen (vgl. Urteil des Bun desgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1 f. mit Hinweis). 1.5.4 In den persönlichen Geltungsbereich des AVE LMV 2008, Stand 1. Januar 2010 (Urk. 25/1), fallen nach dessen Art. 3 die in den Betr i e ben nach Art. 2 LMV be schäftigten Arbeitnehmenden (unabhängig ihrer Entlöhnungsart und ihres An stellungsorts ), welche auf Baustell en und in Hilfsbetri e ben der Baubetriebe tätig sind. Für Arbeitnehmende i n einem Lehrverhältnis gilt, unabhängig ihres Alters, der Anhang 1 zum LMV (Abs. 1). Ausgenommen sind a) Poliere und Werkmeis ter; b) das leitende Personal; c) das technische und administrative Personal ; d) das Kantinen- und Reinigungspersonal (Abs. 2). 1.6 Die Mittel zur Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts werden grundsätzlich durch Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Zuwendungen Dritter sowie durch Erträgnisse des Stiftungsvermögens geäufn et ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 GAV FAR). Der Beitrag der Arbeitnehmer betrug vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 1,3 % und vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 1 % des massgeb lichen Lohnes (Zusatzvereinbarungen III vom 2 3. Mai 2007 und IV vom 2 1. Juni 20 1 0). Der Beitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen, soweit die Beiträge nicht anderweitig übernommen werden ( Art. 1 AVE GAV FAR in Ver bindung mit Art. 8 Abs. 1 GAV FAR in der ab 1. Januar 2008 beziehungsweise ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung ). Der Beitrag des Arbeitgebers beträgt 4 % des massgeblichen Lohns (Abs. 2). Für Mitarbeiter, die im Projekt Altersteilzeit (ATZ) (gemäss Art. 8 Abs. 6 LMV) beteiligt sind, sind keine Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberbeiträge zu bezahlen (Abs. 3). Als massgeblicher Lohn gilt der AHV-pflichtige Lohn bis zum UVG-Maximum (Abs. 4). Der Arbeitgeber schuldet der Stiftung die gesamten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 9 GAV FAR). 2. 2.1 Die X.___ führte zur Klagebegründung aus, die Beklagte, die ursprüng lich hauptsächlich im Transportbereich tätig gewesen sei, sei gestützt auf die „Übergangsregelung Transporte“ bis am 30. Juli 2010 – ohne dass von ihr Bei träge eingefordert worden seien – dem GAV FAR unterstellt gewesen (Urk. 1 S. 13). Aus dem offensichtlich falschen Wiedererwägungsentscheid vom 22. April 2013 (Urk. 2/21), der am 11. Juni 2013 umgehend korrigiert worden sei, könne die Beklagte nichts zu ihren Gunsten ableiten (Urk. 18 S. 16 ff.). Diese sei s pä testens seit dem Zeitpunkt der Änderung ihrer Firma und ihres Zwecks im Juli 2010 – als echter Mischbetrieb (Urk. 18 S. 3, S. 12 und S. 22 ) – auch im Bereich Recycling tätig; der Betriebsteil „ Recycling von Bauabfällen und belastete r Aus hub “ sei dabei nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR dem AVE GAV FAR un terstellt (Urk. 1 S. 13 f. ). Diese Unterstellung gelte indes, da es sich beim Recyc lingwerk in C.___ um eine stationäre Recyclinganlage ausserhalb der Baustelle handle, aufgrund des Beschlusses des Bundesrats vom 6. Dezember 2012 und gestützt auf die hiezu getroffene Übergangsregelung nur bis zur – von der Beklagten unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist auf den erstmöglichen Termin ausgesprochenen – Kündigung per 31. Dezember 2013 (Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 und S. 20 ff., Urk. 35 S. 5 f. ). Die Beklagte sei demnach für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 für ihre im Betriebsteil „ Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ beschäftigten Mitar beitenden, die vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR erfasst würde n, FAR-beitragspflichtig ( Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 ). Konkret handle es sich dabei um D.___ (Werkleiter Bodenwaschanlage), E.___ (Maschinist), F.___ (Mitarbeiter Bodenwaschanlage), G.___, H.___ und I.___ (Werk- und Anlagenmitarbeiter) sowie A.___ und B.___ (Mitarbeiter Recycling von mineralischem Bauschutt). Keine Beitragspflicht bestehe für den Geschäftsf ührer, die Labo ran tin sowie die Projektleiter und – assistenten (Urk. 35 S. 2 ff.). 2.2 Die Beklagte stell t e sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Beitragsforde rung entbehre einer rechtlichen Grundlage, sei sie (die Beklagte) doch nie unter den AVE GAV FAR gefallen, da sie keine Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe be schäftige und insofern auch nicht als (echter) Mischbetrieb qualifiziert werden könne. Soweit sie Recyclingtätigkeiten ausübe, handle es sich dabei um Recyc ling im weitesten Sinne, das ausschliesslich ausserhalb von Baustellen erfolge (und folglich keinen Aushub umfasse) ; über einen Betriebsteil „Recycling“ ver füge sie nicht (Urk. 11 S. 3 und S. 4 ff., Urk. 24 S. 4 ff., S. 16 und S. 22, Urk. 41 S. 3 und S. 5 ). Auch beschäftige sie keine Mitarbeiter, die unter den persönli chen Geltungsber eich des AVE GAV FAR fielen, sei dieser doch auf (besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzte) Angehörige von Bauberufen beschränkt (Urk. 24 S. 7 ff., S. 19 und S. 25 f., Urk. 41 S. 3 f. und S. 6 ff. ). Das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt diene in erster Linie der Ge winnung von Rohmaterial für die weitere Verwendung; es handle sich dabei um eine Form der Kiesgewinnung beziehungsweise eine Hilfstätigkeit (Vorstufe) für die Betonherstell ung. Diese Tätigkeit sei nicht dem Recycling, sondern dem Kieswerk, welches unstreitig nicht in den Anwendungsbereich des AVE GAV FAR falle, zuzuordnen (Urk. 11 S. 8 f. Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.). Nämliches gelte für die BRC (Bodenrecycling)-Anlage, handle es sich doch dabei weder um einen Bau betrieb noch um einen Hilfsbetr i e b eines solchen (Urk. 11 S. 10 ff., Urk. 24 S. 15 und S. 23 ). Sofern dennoch davon ausgegangen werde, dass der Bundesrat stationäre Recyclinganlagen ausserhalb von Baustellen und Baube trieben durch seinen Beschluss vom 5. Juni 2003 zur AVE GAV FAR dem be trieblichen Geltungsbereich GAV FAR unterstellt habe, verstosse diese Ausdeh nung des GAV FAR auf sie – die Beklagte – und ihre Arbeitnehmer gegen Art. 1 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeits verträgen ( AVEG ) und sei damit bundesrechtswidrig (Urk. 24 S. 10 ff. und S. 20, Urk. 41 S. 4 ). Zud em erweise sich die Klage schon deshalb als unbegründet, weil die Klägerin mit ihrem Schreiben vom 22. April 2013 (Urk. 2/21) in bindender Weise auf die nun eingeklagten Beiträge verzichtet habe (Urk. 11 S. 3 f. und S. 15 ff., Urk. 24 S. 26 ff., Urk. 41 S. 4 ). Für die Zeit ab 1. Januar 2013 seien schliesslich aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossenen und per 1. Januar 2013 in Kraft gesetzten Änderung des AVE GAV FAR, wo nach stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftigte Personal nun ausdrücklich vom Geltungsbereich des AVE GAV FAR ausgenommen seien, jedenfalls keine Beiträge geschuldet. Eine allfällige Beitragspflicht habe damit kraft des fraglichen Beschlusses Ende 2012 geendet, ohne dass noch eine Kündigung erforderlich gewesen sei (Urk. 11 S. 4 und S. 19 ff., Urk. 24 S. 17 und S. 29 f., Urk. 41 S. 13 ff. ). Die Klageänderung sei unzulässig (Urk. 24 S. 2 f., Urk. 41 S. 2 f. und S. 5 f. ), und das geänderte Rechtsbegehren Ziffer 2 im Übrigen schon mangels Begründung abzuweisen (Urk. 24 S. 16). 3. 3.1 Nach § 28 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Verbindung mit Art. 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung ( ZPO ) ist eine Klage änderung zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verf ahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht ( lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt ( lit. b). Übersteigt der Streitwert der geänderten Klage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses den Prozess an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Eine Beschränkung der Klage ist jederzeit zulässig; das angerufene Gericht bleibt zuständig (Abs. 3). 3.2 Die von der Klägerin in der Klageschrift gestellten Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2) richten sich auf die Verpflichtung der Beklagten, für ihre in den betrieblichen und persönlichen Geltungsbereich des A VE GAV FAR fallenden Angestellten für die Zeit vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 Beiträge zuzüglich Ver zugszinsen zu bezahlen. Darauf zielen auch die in der Replik vom 4. März 2015 (Urk. 18 S. 2) und in der Eingabe vom 16. August 2016 (Urk. 35 S. 1 f.) gestell ten Rechtsbegehren ab, in denen die Klägerin – soweit ihr aufgrund der von der Beklagten zwischenzeitlich vorgelegten Unterlagen (Urk. 31/1-13) möglich – die Mitarbeiter, für die sie Beiträge forderte, nannte und die Höhe der letzteren be zifferte. Entgegen den einschlägigen Vorbringen der Beklagten, die sich ( vor prozessual und selbst noch im Rahmen dieses Verfahrens [vgl. Urk. 24 S. 22] ) wiederholt geweigert hat, der Klägerin die für die Bezifferung der Beitragsfor derung notwenigen (vollständigen) Angaben zu machen, stehen die geänderten Rechtsbegehren demnach durchaus in einem sachlichen Zusammenhang mit dem ursprünglich geltend gemachten Anspruch. Soweit es sich bei den – nach der gleichen Verfahrensart wie der ursprüngliche Anspruch zu beurteilende – a n gepassten Rechtsbegehren nicht ohnehin lediglich um eine nachträgliche Be zifferung eines unvollständigen Rechtsbegehrens im Sinne von Art. 85 ZPO handelt, ist die – nach Kenntnisnahme der von der Beklagten auf entsprechende Aufforderung hin (vgl. Verfügung vom 26. April 2016, Urk. 28) eingereichten Unterlagen (Urk. 31/1-14) innert der mit Verfügung vom 13. Juni 2016 (Urk. 32) angesetzten Frist und damit rechtz eitig erfolgte – Klageänderung zu lässig. 4. 4.1 4.1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte der Klägerin für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 Beiträge schuldet. Erstere ist nicht Mit glied des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) und daher unbestrittener massen nicht dem GAV FAR unterstellt; sie hat sich diesem nach Lage der Ak ten auch nicht angeschlossen (Urk. 1 S. 8, Urk. 11 S. 4; vgl. E. 1.1 und Art. 356 ff. des Obligationenrechts). Eine Beitragspflicht gegenüber der Beklag ten für den fraglichen Zeitraum fällt daher nur in Betracht, wenn sie damals insoweit, als sie im Recyclingbereich tätig war, dem AVE GAV FAR unterstand und in der fraglichen Sparte ( „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ ) Angestellte beschäftigt e, die in den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR fielen. 4.1.2 Aus dem Umstand, dass die Klägerin am 22. April 2013 noch davon ausgegan gen war, dass die Beklagte ab 23. Juli 2010 nicht mehr unter den betrieblichen Geltungsbereich AVE GAV FAR falle (Urk. 2/21), kann diese nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Klägerin stand es frei, (nur) rund zwei Monate später auf diese Einschätzung zurückzukommen (vgl. Schreiben Beklagte vom 11. Juni 2013, Urk. 2/22). V on einem mit der Beklagten konkludent abgeschlossenen Aufhebungsvertrag und damit einem bindenden Verzicht auf Beitragsforderun gen gegenüber der Beklagten (Urk. 11 S. 15 ff., Urk. 24 S. 27) kann keine Rede sein. 4.2 4.2.1 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV FAR gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbstständigen Akkordanten unter anderem d es Be reichs „Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe“ ( Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR). Nach den vertraglichen Bestimmungen gilt der GAV FAR unter anderem auch für "Betriebe bzw. für deren Betriebsteile" ( Art. 2 Abs. 1 GAV FAR). Vom AVE GAV FAR werden – entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 5, S. 18) – damit nicht nur B etriebe des Hauptgewer bes, sondern auch dem Bauhauptgewerbe zuzuordnende Betriebsteile von Be trieben anderer Branchen erfasst (vgl. etwa BGE 141 V 657 E. 4.2 ). 4.2.2 Gemäss Handelsregister bezweckt die Beklagte seit 23. Juli 2010 – und damit im gesamten vorliegend massgebenden Zeitraum – den Betrieb einer Unterneh mung von Transporten, die Verwertung und Entsorgung von Baustoffen, Ab fällen und Altstoffen aller Art, den Vertrieb von Beton-Baustoffen und den Handel mit Kiesmaterial sowie das Bauen und Betreiben von Verwertungs- und Entsorgungsanlagen für verschmutztes Aushubmaterial für Bauabfälle und Alt stoffe aller Art (U rk. 2/4). Daraus und aus den von der Beklagten in der „Ein sprache“ vom 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 (Urk. 2/17 f.), anlässlich der Selbstdeklaration vom 5. August 2011 (Urk. 2/20) und im Rahmen dieses Verfahrens sowie auf ihrer Webseite gemachten Angaben ergibt sich, dass die Tätigkeit der Y.___ folgende Bereiche umfasst: - Recycling Bauabfälle (Brechen und Sieben von mineralischem Bau schutt) und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ - Kies- und Betonwerk in C.___ - Sammelstelle in J.___ für nicht mineralische Stoffe wie Glas, Pa pier, Karton, Elektroschrott etc. - Projektierungs- und Laboraufgaben Es steht fest, dass die Y.___ b ei Gesamtbetrachtung des Unternehmens nicht hauptsächlich in der Recycling- Branche tätig ist. Unbestritten ist sodann, dass ihre weiteren Tätigkeitsfelder nicht unter den betrieblichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallen. Zu prüfen ist, ob die Klägerin zu Recht davon aus ging, dass der Betriebsbereich Recycling vom betrieblichen Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 in Kraft gestandenen Version erfasst wurde. 4.2.3 Für die Auslegung von Bestimmungen über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen gelten die allgemeinen Grundsätze der Gesetzes auslegung. Es besteht weder ein Grund für eine besonders restriktive noch für eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Be dürfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutz funktion erfüllen soll, muss es für die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherklärung sollen die Ar beitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausge schlossen und soll dem Gesamtarbeitsvertrag zu grösserer Durchsetzungskraft verholfen werden. Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus auszule gen, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde lie genden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 14 1 V 657 E. 4.4 mit Hinweisen ). 4.2.4 Der Begriff des "Betriebsteils" (vgl. E. 4.2.1 ) wird weder in der AVE GAV FAR noch im GAV FAR selber definiert. Der Ausdruck wird indessen, ebenfalls ohne nähere Umschreibung, auch für die Geltungsbereiche weiterer allgemeinver bindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge (etwa des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe oder des Gesamtarbeitsvertrages für das Maler- und Gip sergewerbe ) verwendet. Diesbezüglich erwog das Bundesgericht Folgendes: Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit gilt ein Gesamtarbeitsvertrag für den gan zen Betrieb und somit auch für berufsfremde Arbeitnehmer, wobei regelmässig gewisse Funktionsstufen und besondere Anstellungsverhältnisse ausgenommen werden. Allerdings kann ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen, welche unterschiedlichen Branchen angehören, oder es können innerhalb ein und des selben Betriebes mehrere Teile bestehen, welche eine unterschiedliche Zuord nung rechtfertigen, weil sie eine genügende, auch nach aussen erkennbare Selbstständigkeit aufweisen. In diesen Fällen können auf die einzelnen Teile des Unternehmens unterschiedliche Gesamtarbeitsverträge zur Anwendung gelan gen. Massgebliches Zuordnungskriterium ist somit die Art der Tätigkeit, die dem Betrieb oder dem selbstständigen Betriebsteil - und nicht dem Unternehmen als wirtschaftlichem Träger allenfalls mehrerer Betriebe - das Gepräge gibt (BGE 1 34 III 11 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Von einem selbstständigen Betrieb oder einem selbstständigen Betriebsteil inner halb eines Mischunternehmens kann nur gesprochen werden, wenn dieser eine eigene organisatorische Einheit bildet. Das setzt voraus, dass die einzelnen Arbeitnehmer klar zugeordnet werden können und die entsprechenden Arbeiten im Rahmen der übrigen Tätigkeiten des Unternehmens nicht nur hilfsweise er bracht werden. Im Interesse der Rechtssicherheit ist zudem zu fordern, dass der Betriebsteil mit seinen besonderen Produkten oder Dienstleistungen insofern auch nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Er scheinung tritt. Demgegenüber bedarf der Betriebsteil keiner eigenen Verwal tung oder gar einer separaten Rechnungsführung, um als solcher gelten zu kön nen. Die Allgemeinverbindlicherklärung will einheitliche Mindestarbeitsbedin gungen für die auf dem gleichen Markt tätigen Unternehmen schaffen und da mit verhindern, dass ein Unternehmen durch schlechtere Arbeitsbedingungen einen Wettbewerbsvorteil erlangen kann, der als unlauter gilt. Zum selben Wirtschaftszweig gehören Betriebe, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverhältnis stehen, als sie Erzeugnisse oder Dienstl eistungen gleicher Art anbieten. Der Zweck der Allgemeinv erbindlicherklärung (vgl. E. 3.2.3 ), un lautere Wettbewerbsvorteile zu verhindern, kann nur erreicht werden, wenn die Regeln des entsprechenden GAV grundsätzlich von sämtlichen Anbietern auf einem bestimmten Markt eingehalten werden müssen. Sobald ein Betrieb in nicht offensichtlich untergeordnetem Umfang in einem Markt auftritt, für den ein allgemeinverbindlich erklärter GAV gilt, kommen die allgemeinen Grund - s ätze für die Unterstellung (vgl. E. 3.2.4 Abs. 2 ) zur Anwendung. Es ist sachge recht, diese Grundsätze auch bei der Auslegung des Begriffs "Betriebsteil" i m Sinne von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR anzuwenden ( vgl. BGE 1 41 V 657 E. 4.5.2 f. mit Hinweisen ). 4.3 4.3.1 Entgegen den Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 18) fiel (auch) stationäres Recycling ausserhalb von Baustellen, wie sie es betreibt, bis Ende 2012 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR (Art. 2 Abs. 4 lit. b). Die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR erfolgte nämlich gerade, weil der Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB) und der Aushub-, Rückbau- und Recyclingver band Schweiz (ARV) im November 2011 Einsprache gegen die Verlängerung des bis Ende 2012 gültigen AVE GAV FAR erhoben und den Bundesrat darum er sucht hatten, Deponien und stationäre Recyclinganlagen inskünftig von der Allgemeinverbindlicherklärung GAV FAR auszunehmen. Weil kurz zuvor auch der LMV entsprechend geändert worden war, kam der Bundesrat dem Begehren (ausschliesslich) betreffend stationäre Recyclinganlagen in der Folge nach (vgl. Erwägungen des Bundesrats zum Beschluss vom 6. Dezember 2012 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV FAR, Urk. 2/33). Die Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR diente demnach keineswegs dazu, bereits geltendes Recht noch festzuschreiben (Urk. 11 S. 7). Sofern die Recyclingtätig keit in einem selbst st ändigen Betriebsteil betrieben wurde, fällt dieser Bereich daher unter den AVE GAV FAR. Entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 10, Urk. 41 S. 4 ) handelt es sich dabei um keine unzuläs sige Ausdehnung des Geltungsbereichs des GAV FAR, wurden doch stationäre Recyclingbetriebe ursprünglich auch vom GAV FAR (und vom LMV) erfasst. 4.3. 2 Was die Stellung des Recyclingbereich s (Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ ) im Gesamtbetrieb anbelangt, gab die Beklagte a uf dem „Formular Mischbetrieb und Gepräge“ (Urk. 2/20 S. 2 ff.) am 5. August 2011 an, ihre Arbeitnehmer könnten den einzelnen Betriebsteilen ( Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt, R ecycling von bel a stetem Aushub, Kies- und Betonwerk, Sammelstelle für nicht mineralische Stoffe, Pro jektierungs - und Laboraufgaben) klar zugeordnet werden. Die Frage, ob Arbei ten im branchenfremden Betri e bsteil im Rahmen der übrigen Tätigkeiten nicht bloss hilfsweise, sondern überwiegend direkt für Kunden erbracht würden, ver neinte sie. Im Weiteren hielt sie fest, dass die Betriebsteile nach aussen nicht als selbst st ändige Anbieter aufträten und als solche zu erkennen seien (Urk. 2/20 S. 2). Von den insgesamt 50 Mitarbeitern im Vollzeitpensum seien in den Jah ren 2010 und 2011 zehn im Bereich Brechen und Sieben von min eralischem Bauschutt ( 1 / 6 des Gesamtumsatzes), sechs im Bereich Recycling von belastetem Aushub ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes), fünf im Kies- und Betonwerk ( 1 / 6 des Ge samtumsatzes), acht in der Sammelstelle für nichtmineralische Stoffe wie Glas, Papier, Karton, Elektroschrott etc. ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes ) und 21 Angestellte mit Projektleitungs- und Laboraufgaben betraut gewesen. Einem Gesamtarbeits vertrag unterstehe sie nicht (Urk. 2/20 S. 3 f.). Betreffend ihren Maschinenpark gab die Beklagte an, über ein Kieswerk in C.___ einschliesslich Bodenre cyclinganlage, vier Bagger und fünf Pneulader zu verfügen; zudem sei sie Teil haberin einer Sortieranlage des Herstellers „ Sortag “ (Urk. 2/20 S. 5). Auf ihrer Website führt die Beklagte unter dem Begriff „Umwelt und Entsor gung“ Erdwärmesonden, Kanaldienstleistungen und Altlastensanierung an. Der letztgenannte Bereich ist aufgegliedert in „Recycling“, „Muldenservice“ und „Entsorgungslösungen“. Betreffend das Recycling wird Folgendes ausgeführt: Y.___ bietet eine fachgerechte Sortierung und Aufbereitung von mineralischen und nichtmi neralischen Rückbaustoffen und Abfällen an. Auf eigens dafür eingerichteten Re cyclingplätzen und Sortieranlagen werden wertvolle Recyclingbaustoffe und Wertstoffe gewonnen, die als Sekundärrohstoff wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden. Durch Sortierung, Brechen in einer Prallmühle und Klassierung wird mineralisches Mate rial auf einem unserer Recyclingplätze dem Recyclingprozess zugeführt. Dank strikter An nahmekriterien, professioneller Verarbeitung mit viel Know How entsteht ein qualitativer Recyclingbaustoff für den Strassen- und Tiefbau sowie für die Betonproduktion. Als zertifizierte Unternehmung nach ISO 9001 und 14001 erfüllen wir mit allen unseren Pro zessen im Recycling und in der Entsorgung die gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und normativen Ansprüche. Recycling-Baustoffe sind eine umweltfreundliche und inte ressante Ergänzung zu den primären Rohstoffen. Finden Sie hier [Link] nähere Angaben zu Recycling-Baustoffen der Y.___. Hier gelangen Sie direkt zum Kontakt- und Standortfinder [Link] Umwelt und Entsorgung. Aufgrund der geschilderten Gegebenheiten handelt es sich beim Recyclingbe reich um einen von den übrigen Tätigkeiten der Beklagten abgrenzbaren, eine organisatorische Einheit mit klar zuordenbaren Arbeitnehmern bildenden Be triebsteil, der nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Ersc heinung tritt (vgl. auch Urk. 24 S. 16). Dies gilt – entgegen den einschlä gigen Vorbringen der Beklagten (Urk. 11 S. 8 f., Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.) - auch für das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt. Dieses könnte aufgrund der diesbezüglichen Schilderungen auf der Website (vgl. auch darauf abrufbare Firmenbroschüre sowie Preisliste „Recycling und Entsor gung“ ) auch ohne Weiteres unabhängig vom übrigen Tätigkeitsfeld der Beklag ten erfolgen und lässt sich nicht lediglich als blosse Hilfstätigkeit ( Kiesgewin nung ) für die Betonherstellung qualifizieren (vgl. hiezu BGE 141 V 657 E. 4.6.2 ). Da die Beklagte demnach mit ihrem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und be lasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ “, mit dem s ie einen Umsatz von über Fr. 500‘000.-- pro Jahr erzielt (Urk. 24 S. 25), als Anbieterin, die ge genüber Kunden in Erscheinung tritt, aufzufassen ist und der fragliche Be triebsteil eine genügende Selbst st ändigkeit aufweist, fiel er in den betrieblichen Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis Ende 2 012 in Kraft gestandenen Fassung. 4. 4 Hinsichtlich der Dauer der Unterstellung unter den AVE GAV FAR ist aufgrund der Ende Juli 2010 erfolgten Zweckänderung (vgl. Handelsregisterauszug, Urk. 2/4) nicht zu beanstanden, dass die Beklagte den Beginn auf den 1. August 2010 festsetzte. Betreffend das Ende der Unterstellung steht fest, dass der fragli che Betriebsteil aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlosse nen Änderung nicht mehr unter den am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen AVE GAV FAR fiel. Dieser sieht keine Übergangsregelung für bis dahin unterstellte Betriebe vor; eine solche ist auch gar nicht erforderlich. Hätte der Bundesrat gewol lt, dass die Mitarbeiter von stationären Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle, die bis Ende 2012 in den Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen waren, diesem erst ab 1. Januar 2014 nicht mehr unterstellt sein würden, hätte er die entsprechende Bestimmung für diese auch erst auf diesen Zeitpunkt hin in Kraft gesetzt. Die Beklagte war dem AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültigen Version kraft der vom Bundesrat beschlossenen entsprechenden Allgemeinverbindlicherklärung und nicht aufgrund eines von ihr mit der Klä gerin abgeschlossenen Anschlussvertrags unterstellt und entsprechend beitrags pflichtig. Insofern konnte beziehungsweise musste sie einen solchen auch nicht kündigen, um die Unterstellung zu beenden ( Urk. 1 S. 9 ff., Urk. 18 S. 3 und S. 20 f., Urk. 35 S. 5 f. ). Da die von der Klägerin am 11. Juni 2013 – zum Schutz der Arbeitnehmer – beschlossene Übergangsregelung (Erfordernis der Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten auf das Ende e ines Kalenderjahrs [ Urk. 2/22] ) einer rechtlichen Grundlage entbehrt beziehungsweise in klarem Widerspruch zum Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) steht und zwischenzeitlich auch vom Bundesrat selbst als „klar widerrechtlich“ taxiert wurde (vgl. Bundesratsbeschluss vom 14. Juni 2016; Urk. 36/38 S. 19), endete die Unterstellung mit Inkrafttreten der Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR am 1. Januar 201 3. Anzumerken ist, dass die von der Klägerin ge troffene „ Übergangsregelung “ für die konkret betroffenen Mitarbeiter der Be klagten unbestrittenermassen keinen Vorteil gebracht hätte ( Urk. 11 S. 25 f., Urk. 18 S. 21). 4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob die in der Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 im Recyclingbereich beschäftigten Arbeitnehmer der Beklagten dem persönli chen Geltungsbereich des AVE GAV FAR unterstanden. Dies trifft – entgegen den entsprechenden Vorbringen der Beklagten (Urk. 24 S. 19, Urk. 41 S. 3 f. ) – nicht nur auf Personen zu, die auf Baustellen oder in Baubetrieben arbeiten und daher besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (vgl. E. 1.5.3 in fine ). 4.5.2 K.___ und L.___ sind – als Geschäftsführer (Urk. 31/1/1-2) bezie hungsweise Betriebs -/Verkaufs leiter des Bereichs Bodenrecycling (Urk. 31/2/1-2) – als leitendes Personal im Sinne von Art. 2 Abs. 5 letzter Satz AVE GAV FAR zu qualifizieren und unterstehen dem AVE GAV FAR daher (un bestrittenermassen [Urk. 35]) nicht. Z u Recht anerk ennt die Klägerin sodann (Urk. 35 S. 3), dass die Arbeitnehmenden M.___, N.___, O.___, P.___ und Q.___ aufgrund ihres jewei ligen Pflichtenhefts beziehungsweise ihrer konkreten Funktionen (Urk. 31/3-7) unter den Begriff „ kaufmännisches Personal “ im Sinne der genannten Bestim mung zu subsumieren und folglich vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ebenfalls ausgenommen sind. Was die weiteren im Recyclingwerk C.___ beschäftigten Mit arbeiter der Beklagten anbelangt, ist D.___, der Werkleiter Bodenwaschanlage (Urk. 31/8/1), unter Berücksichtigung seiner im Pflichtenheft (Urk. 31/8/2) um schriebenen Aufgaben „Werkmeister“ im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. a AVE GAV FAR (vgl. hiezu auch Urk. 36/37) und dem AVE GAV FAR demnach un terstellt. Nämliches gilt für E.___, der explizit als Maschinist angestellt ist (Urk. 31/9/1), über ein dieser Tätigkeit entsprechendes Pflichtenheft verfügt (Urk. 31/9/2) und demnach als Spezialist im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR zu qualifizieren ist. Ebenfalls als Spezialisten (und entgegen den ein schlägigen Ausführungen der Beklagten [Urk. 41 S. 8 ff.] nicht etwa als techni sches Personal) zu taxieren sind aufgrund ihrer Funktion (vgl. Arbeitsverträge und Pflichtenhefte, Urk. 31/10-13) F.___ (Mitarbeiter Bodenwasch anlage ), G.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. September 2010 bei der Beklag ten angestellt), H.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. Juni 2011 bei der Be kla gten angestellt) und I.___ (Anlagenmitarbeiter Bodenwaschanlage). Schliesslich betrifft die Beitragspflicht auch A.___ und B.___, die nach Lage der Akten damit beschäftigt sind, mineralischen Bauschutt ma schinell (vollautomatisch) zu brechen und dann automatisiert mittels Sieben zu klassieren ( Urk. 11 S. 8 ff., Urk. 24 S. 13 ff. ). Anzumerken ist, dass die genann ten Mitarbeiter nach Lage der Akten k einem – für ihre Berufsgruppe spezifi scheren – GAV unterstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.4.2 f.). 4.5.3 Bei der Berechnung der Beiträge für die relevante Periode vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 ist der (vertraglich zugesicherte; vgl. Urk. 31/8 ff.) drei zehnte Monatslohn für das Jahr 2010 entgegen den einschlägigen Vorbringen der Klägerin (Urk. 35 S. 4 f.) nicht vollumfänglich, sondern lediglich pro rata temporis zu berücksichtigen. Abzustellen ist sodann (auch) für das Jahr 2010 nicht auf den (allfällige Ausbildungszulagen umfassenden) Bruttolohn, sondern auf den AHV- pflichtigen Lohn (E. 1.6 ). Für d ie in den persönlichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallenden Arbeitnehmenden ergeben sich demnach folgende massgebliche Löhne (vgl. Urk. 2/30 S. 2 ff., Urk. 31/ 8 ff. ): Arbeitnehmer Lohn 2010 ( August bis Dezember) Lohn 2011 Lohn 2012 D.___ Fr. 4 3‘929.15 Fr. 112‘090.-- Fr. 123‘750.-- E.___ Fr. 36‘239.10 Fr. 82‘208.-- Fr. 84‘872.-- F.___ Fr. 34‘218.90 Fr. 77‘824.-- Fr. 61‘806.-- G.___ Fr. 24‘918.90 Fr. 63‘109.-- Fr. 69‘727.-- H.___ -- Fr. 2‘280.-- Fr. 4‘871.-- I.___ Fr. 3 3 ‘ 475.-- Fr. 84‘720.-- Fr. 84‘640.-- A.___ Fr. 33‘432.50 Fr. 84‘275.-- Fr. 91‘660.-- B.___ Fr. 28‘532.10 Fr. 70‘941.-- Fr. 71‘675.-- Total Fr. 234‘745.65 Fr. 577‘447.-- Fr. 5 93‘001.-- Unter Berücksichtigung der in de n fraglichen Perioden gültigen Beitragssätze (E. 1.6 ) resultieren demnach folgende von der Beklagten geschuldeten Beiträge : Jahr Lohnsumme Arbeit geber beitrag Arbeit nehmer beitrag Gesamtb eitrag (gerundet) 2010 Fr. 234‘745.65 Fr. 9‘389.826 (4 %) Fr. 3‘051.693 (1,3 %) Fr. 12‘441.50 2011 Fr. 577‘447.-- Fr. 23‘097.88 (4 %) Fr. 7‘506.811 (1,3 %) Fr. 30‘604.70 2012 Fr. 593‘001.-- Fr. 23‘720.04 (4 %) Fr. 5‘930.01 (1 %) Fr. 29‘650.05 Total Fr. 72‘696.25 4.6 Die Beklagte ist folglich – in teilweiser Gutheissung der Klage – zu verpflichten, der Klägerin Beiträge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % (Art. 9 Abs. 2 und 3 GAV FAR ) zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 (Beitrag 2010) ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 (Beitrag 2011) ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 (Beitrag 2012) ab 1. Januar 2013. Im Übrigen ist die Klage abzuweisen. 5. Hinsichtlich der von der Klägerin beantragten Prozessentschädigung ist festzuhal ten, dass Versicherungsträger nach § 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in der Regel keinen Anspruch auf E rsatz ihrer Parteikosten haben. Vo rliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Bei träge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 ab 1. Januar 2013. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der Klägerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget - Bundesamt für Sozialversicherungen 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

X.___

X.___ Klägerin

Klägerin gegen

gegen Y.___

Y.___ Beklagte

Beklagte vertreten durch Rechtsanwalt André A. Girguis

vertreten durch Rechtsanwalt André A. Girguis Blum & Grob Rechtsanwälte AG

Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1

Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget

zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget Blum & Grob Rechtsanwälte AG

Blum & Grob Rechtsanwälte AG Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1

Neumühlequai 6, Postfach 3954, 8021 Zürich 1 Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Mit Beschluss vom 12. März 2008 (Urk. 2/5) stellte die paritätische Berufs - kommis sion Bauhauptgewerbe des Kantons Zürich (PBK) fest, dass die Z.___ als unechter Mischbetrieb mit dem Ge präge im Transportbereich dem Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhaupt - gewerbe (LMV) – rückwirkend ab 1. Juli 2003 – nicht unterstellt sei. In der Folge teilte die X.___ der Z.___ mit Schreiben vom 12. August 2009 (Urk. 2/6) mit, dass letztere aufgrund ihrer im Handelsregister aufgeführten Tätigkeiten sehr wahrscheinlich unter den Geltungsbereich des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) FAR falle und damit seit dessen Inkrafttreten be tragspflichtig sei. Sie – die X.___ – forderte die Z.___ auf, im Hinblick auf weitere Abklärungen betreffend Unter stellung beziehungsweise Beitragspflicht verschiedene Angaben zu machen und Unterlagen einzureichen (vgl. auch Mahnschreiben vom 21. September 2009, Urk. 2/7). Nachdem die Z.___ der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 25. September 2009 (Urk. 2/8) mitgeteilt hatte, dass sie dem LMV nicht unterstellt sei, stellte diese mit Entscheid vom 2. Oktober 2009 (Urk. 2/9) fest, dass die Z.___ wohl unter den räumlichen, nicht aber unter den betrieblichen Geltungsbereich des allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrags (AVE GAV FAR) falle. Am 23. Juli 2010 nahm die Z.___ eine Zweck änderung sowie eine Umfirmierung in „ Y.___ “ vor (Urk. 2/4).

1.1 Mit Beschluss vom 12. März 2008 (Urk. 2/5) stellte die paritätische Berufs kommis sion Bauhauptgewerbe des Kantons Zürich (PBK) fest, dass die Z.___ als unechter Mischbetrieb mit dem Ge präge im Transportbereich dem Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhaupt gewerbe (LMV) – rückwirkend ab 1. Juli 2003 – nicht unterstellt sei. In der Folge teilte die X.___ der Z.___ mit Schreiben vom 12. August 2009 (Urk. 2/6) mit, dass letztere aufgrund ihrer im Handelsregister aufgeführten Tätigkeiten sehr wahrscheinlich unter den Geltungsbereich des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) FAR falle und damit seit dessen Inkrafttreten be tragspflichtig sei. Sie – die X.___ – forderte die Z.___ auf, im Hinblick auf weitere Abklärungen betreffend Unter stellung beziehungsweise Beitragspflicht verschiedene Angaben zu machen und Unterlagen einzureichen (vgl. auch Mahnschreiben vom 21. September 2009, Urk. 2/7). Nachdem die Z.___ der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 25. September 2009 (Urk. 2/8) mitgeteilt hatte, dass sie dem LMV nicht unterstellt sei, stellte diese mit Entscheid vom 2. Oktober 2009 (Urk. 2/9) fest, dass die Z.___ wohl unter den räumlichen, nicht aber unter den betrieblichen Geltungsbereich des allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrags (AVE GAV FAR) falle. Am 23. Juli 2010 nahm die Z.___ eine Zweck änderung sowie eine Umfirmierung in „ Y.___ “ vor (Urk. 2/4). 1.2 Mit Schreiben vom 21. Dezember 2010 (Urk. 2/10) ersuchte die X.___ die Y.___ – unter Hinweis darauf, dass das Bundesgericht seine Praxis be treffend die Unterstellung von Betrieben geändert habe, weshalb eine Neubeur teilung betreffend die Unterstellung ihres Betriebs erforderlich sei – erneut da ru m, einen Selbstdeklarations-Fragebogen auszufüllen. Die Y.___ kam dieser Aufforderung in der Folge nicht nach (vgl. Urk. 2/11-15), worauf die X.___ am 30. März 2011 entschied, dass erstere sowohl unter den räum liche n als auch unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR falle, weshalb sie für die unter den persönlichen Geltungsbereich f allenden Mit arbeiter ab 1. Juli 2011 beitragspflichtig sei (Urk. 2/16). Auf von der Y.___ am 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 erhobene Einsprache (Urk. 2/17 f.) hin hob die X.___ ihren Entscheid vom 30. März 2011 (Urk. 2/16) – in teilweiser Gutheissung der Einsprache – am 22. April 2013 wie dererwägungsweise auf und stellte nun fest, dass die Y.___ nur bis 22. Juli 2010 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ge fallen sei (Urk. 2/21).

1.2 Mit Schreiben vom 21. Dezember 2010 (Urk. 2/10) ersuchte die X.___ die Y.___ – unter Hinweis darauf, dass das Bundesgericht seine Praxis be treffend die Unterstellung von Betrieben geändert habe, weshalb eine Neubeur teilung betreffend die Unterstellung ihres Betriebs erforderlich sei – erneut da ru m, einen Selbstdeklarations-Fragebogen auszufüllen. Die Y.___ kam dieser Aufforderung in der Folge nicht nach (vgl. Urk. 2/11-15), worauf die X.___ am 30. März 2011 entschied, dass erstere sowohl unter den räum liche n als auch unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR falle, weshalb sie für die unter den persönlichen Geltungsbereich f allenden Mit arbeiter ab 1. Juli 2011 beitragspflichtig sei (Urk. 2/16). Auf von der Y.___ am 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 erhobene Einsprache (Urk. 2/17 f.) hin hob die X.___ ihren Entscheid vom 30. März 2011 (Urk. 2/16) – in teilweiser Gutheissung der Einsprache – am 22. April 2013 wie dererwägungsweise auf und stellte nun fest, dass die Y.___ nur bis 22. Juli 2010 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ge fallen sei (Urk. 2/21). 1.3 Unter Berufung auf eine vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossene Änderung der AVE GAV FAR beschied die X.___ der Y.___ am 11. Juni 2013, dass sie bis am 30. Juli 2010 der AVE GAV FAR unterstellt, aber nicht beitragspflichtig sei. Ab diesem Datum sei sie der AVE GAV FAR (aus schliesslich) für den Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ unterstellt und dafür auch beitragspflichtig. Aufgrund der von der Beklagten eingereichten Unterlagen sei man indes zum Schluss gelangt, dass die Unter stellung an sich ab 1. Januar 2014 auch für den fraglichen Betriebsteil nicht mehr best ehe ; es stehe der Beklagten daher frei, den Anschluss unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2013 zu kündigen (Urk. 2/22). Die Beklagte stellte der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 20. Juni 2013 (Urk. 2/23) in Aussicht, sich gegen die Unterstellung unter den AVE GAV FAR mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aus hub“ ab 30. Juli 2013 zur Wehr zu setzen (vgl. hiezu Urk. 2/25) und kündigte die Unterstellung unter beziehungsweise den Anschluss an den AVE GAV FAR – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – vorsorglich per Ende 2013 ( Urk. 2/23).

1.3 Unter Berufung auf eine vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossene Änderung der AVE GAV FAR beschied die X.___ der Y.___ am 11. Juni 2013, dass sie bis am 30. Juli 2010 der AVE GAV FAR unterstellt, aber nicht beitragspflichtig sei. Ab diesem Datum sei sie der AVE GAV FAR (aus schliesslich) für den Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ unterstellt und dafür auch beitragspflichtig. Aufgrund der von der Beklagten eingereichten Unterlagen sei man indes zum Schluss gelangt, dass die Unter stellung an sich ab 1. Januar 2014 auch für den fraglichen Betriebsteil nicht mehr best ehe ; es stehe der Beklagten daher frei, den Anschluss unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2013 zu kündigen (Urk. 2/22). Die Beklagte stellte der X.___ daraufhin mit Schreiben vom 20. Juni 2013 (Urk. 2/23) in Aussicht, sich gegen die Unterstellung unter den AVE GAV FAR mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aus hub“ ab 30. Juli 2013 zur Wehr zu setzen (vgl. hiezu Urk. 2/25) und kündigte die Unterstellung unter beziehungsweise den Anschluss an den AVE GAV FAR – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – vorsorglich per Ende 2013 ( Urk. 2/23). 2. Am 30. Juni 2014 erhob die X.___ mit folgendem Rechtsbegehren Klage gegen die Y.___ (Urk. 1 S. 2):

2. Am 30. Juni 2014 erhob die X.___ mit folgendem Rechtsbegehren Klage gegen die Y.___ (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem GAV FAR unterstellt ist.

„1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 50‘246.10 für die Bei träge für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 nebst Zins zu 5 % für die folgenden Beiträge zu bezahlen :

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 50‘246.10 für die Bei träge für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 nebst Zins zu 5 % für die folgenden Beiträge zu bezahlen : für den Betrag von CHF 4‘770.40 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 16‘278.80 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 17‘981.40 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 11‘215.50 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014

für den Betrag von CHF 4‘770.40 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 16‘278.80 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 17‘981.40 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 11‘215.50 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 3. Die Klägerin sei zu berechtigen, die Höhe der ausstehenden FAR-Bei träge z u ergänzen, sobald die Lohnsummen der Monate September bis Dezember 2013 vorliegen.

3. Die Klägerin sei zu berechtigen, die Höhe der ausstehenden FAR-Bei träge z u ergänzen, sobald die Lohnsummen der Monate September bis Dezember 2013 vorliegen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte schloss am 10. November 2014 auf – kosten- und entschädigungs pflichtige – Abweisung der Klage (vgl. Klageantwort, Urk. 11).

Die Beklagte schloss am 10. November 2014 auf – kosten- und entschädigungs pflichtige – Abweisung der Klage (vgl. Klageantwort, Urk. 11). Replicando änderte die Klägerin ihr Rechtsbegehren am 4. März 2015 wie folgt ab (Urk. 18 S. 2):

Replicando änderte die Klägerin ihr Rechtsbegehren am 4. März 2015 wie folgt ab (Urk. 18 S. 2): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist.

„1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betr i e bsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘9 68.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % für die fol genden Beiträge zu bezahlen:

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘9 68.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % für die fol genden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 ;

für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014 ; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zudem die folgenden Bei träge zu bezahlen:

3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zudem die folgenden Bei träge zu bezahlen: - 5.3 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2011 aller Mitarbeiter des Be reichs „Boden-Recyclinganlage“, soweit diese im genannten Zeit raum unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2012;

5.3 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2011 aller Mitarbeiter des Be reichs „Boden-Recyclinganlage“, soweit diese im genannten Zeit raum unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2012; - 5 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 aller Mitarbeiter des Bereichs „Bodenrecycling-Anlage“, soweit diese im genannten Zeitraum un ter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrech nungsjahres folgenden 1. Januars.

5 % der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 aller Mitarbeiter des Bereichs „Bodenrecycling-Anlage“, soweit diese im genannten Zeitraum un ter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, nebst 5 % Zins ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrech nungsjahres folgenden 1. Januars. 4. Der Klägerin sei Gelegenheit zu geben, nach Abschluss des Beweisver fahrens die unten den Ziffern 1 bis 3 gestellten Begehren innert ange messener Frist definitiv zu beziffern.

4. Der Klägerin sei Gelegenheit zu geben, nach Abschluss des Beweisver fahrens die unten den Ziffern 1 bis 3 gestellten Begehren innert ange messener Frist definitiv zu beziffern. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt mit Duplik vom 29. Juni 2015 (Urk. 24) an ihrem Rechtsbegeh ren fest, was der Klägerin mit Verfügung vom 30. Juni 2015 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde.

Die Beklagte hielt mit Duplik vom 29. Juni 2015 (Urk. 24) an ihrem Rechtsbegeh ren fest, was der Klägerin mit Verfügung vom 30. Juni 2015 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Verfügung vom 26. April 2016 (Urk. 28) wurde die Beklagte – unter Hin weis darauf, dass das Gericht im Säumnisfall aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden werde – aufgefordert, die Arbeitsverträge aller in der Zeit zwischen dem 1. August 2010 und dem 31. Dezember 2012 am Standort C.___ im Bereich Bodenrecycling-Anlage beschäftigten Mitarbeitenden, deren Lohnaus weise für die Jahre 2010 bis 2012 und deren Stellenbeschreibungen einzu reichen. Nachdem die Beklagte mit Eingabe vom 30. Mai 2016 (Urk. 30) ent sprechende Unterlagen (Urk. 31/1-14) eingereicht hatte, passte die Klägerin ihre Rechtsbegehren am 16. August 2016 wie folgt an (Urk. 35 S. 1 f.):

Mit Verfügung vom 26. April 2016 (Urk. 28) wurde die Beklagte – unter Hin weis darauf, dass das Gericht im Säumnisfall aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden werde – aufgefordert, die Arbeitsverträge aller in der Zeit zwischen dem 1. August 2010 und dem 31. Dezember 2012 am Standort C.___ im Bereich Bodenrecycling-Anlage beschäftigten Mitarbeitenden, deren Lohnaus weise für die Jahre 2010 bis 2012 und deren Stellenbeschreibungen einzu reichen. Nachdem die Beklagte mit Eingabe vom 30. Mai 2016 (Urk. 30) ent sprechende Unterlagen (Urk. 31/1-14) eingereicht hatte, passte die Klägerin ihre Rechtsbegehren am 16. August 2016 wie folgt an (Urk. 35 S. 1 f.): „1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist.

„1. Es sei festzustellen, dass die Beklagte vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 mit dem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ dem AVE GAV FAR unterstellt ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘986.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsjahres folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen:

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Arbeitnehmer A.___ und B.___ CHF 27‘986.50 für den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsjahres folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014;

für den Betrag von CHF 3‘284.10 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 8‘226.45 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 8‘166.75 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 8‘291.20 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die restlichen Mitarbei ter des Bereichs „Boden-Recyclinganlage“, die im Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, CHF 75‘395.30 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsja h res folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen:

3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die restlichen Mitarbei ter des Bereichs „Boden-Recyclinganlage“, die im Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 unter den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen sind, CHF 75‘395.30 nebst Zins zu 5 % ab dem auf den Ablauf des jeweiligen Abrechnungsja h res folgenden 1. Januars für die folgenden Beiträge zu bezahlen: für den Betrag von CHF 10‘050.46 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 22‘378.24 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014;

für den Betrag von CHF 10‘050.46 (Jahr 2010) ab dem 1. Januar 2011; für den Betrag von CHF 22‘378.24 (Jahr 2011) ab dem 1. Januar 2012; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2012) ab dem 1. Januar 2013; für den Betrag von CHF 21‘483.3 (Jahr 2013) ab dem 1. Januar 2014; 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“ Die Beklagte hielt in der Folge am 7. November 2016 an ihrem Rechtsbegehren fest (Urk. 41), was der Klägerin am 8. November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 42).

Die Beklagte hielt in der Folge am 7. November 2016 an ihrem Rechtsbegehren fest (Urk. 41), was der Klägerin am 8. November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 42). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), die GBI Gewerkschaft Bau & In dustrie (heute: Unia ) sowie die Gew erkschaft SYNA schlossen am 12. November 2002 einen Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhaupt gewerbe (GAV FAR), mit dessen Vollzug die Stiftung für den flexiblen Alters rücktritt im Bauhauptgewerbe ( X.___ ) betraut ist. Durch B eschluss des Bundesrates vom 5. Juni 2003 ( Urk. 2/31) wurde der GAV FAR teilweise allge meinverbindlich erklärt. Nach Art. 23 Abs. 1 GAV FAR (durch Bundesratsbe schlüsse vom 8. August und 26. Oktober 2006, 1. November 2007 und 6. Dezember 2012 allgemeinverbindlich erklärt) ist die X.___ für den gesamten Vollzug des GAV FAR zuständig und insbesondere berechtigt, die notwendigen Kontrollen gegenüber Vertragsunterworfenen durchzuführen und in Vertretung der Vertragsparteien in eigenem Namen Betreibungen und Klagen zu erheben.

1.1 Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), die GBI Gewerkschaft Bau & In dustrie (heute: Unia ) sowie die Gew erkschaft SYNA schlossen am 12. November 2002 einen Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhaupt gewerbe (GAV FAR), mit dessen Vollzug die Stiftung für den flexiblen Alters rücktritt im Bauhauptgewerbe ( X.___ ) betraut ist. Durch B eschluss des Bundesrates vom 5. Juni 2003 ( Urk. 2/31) wurde der GAV FAR teilweise allge meinverbindlich erklärt. Nach Art. 23 Abs. 1 GAV FAR (durch Bundesratsbe schlüsse vom 8. August und 26. Oktober 2006, 1. November 2007 und 6. Dezember 2012 allgemeinverbindlich erklärt) ist die X.___ für den gesamten Vollzug des GAV FAR zuständig und insbesondere berechtigt, die notwendigen Kontrollen gegenüber Vertragsunterworfenen durchzuführen und in Vertretung der Vertragsparteien in eigenem Namen Betreibungen und Klagen zu erheben. 1.2 Der zeitliche Geltungsbereich der AVE GAV F AR richtet sich nach deren Art. 5. D anach erstreckte er sich vom 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2008. Mit Bundesrats beschlüssen vom 26. Oktober 2006 ( BBl 2006 886 5) und 1. November 2007 ( BBl 2007 7881) wurde die Geltungsda uer ohne Unterbruch bis zum 31. Dezember 2012 verlängert.

1.2 Der zeitliche Geltungsbereich der AVE GAV F AR richtet sich nach deren Art. 5. D anach erstreckte er sich vom 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2008. Mit Bundesrats beschlüssen vom 26. Oktober 2006 ( BBl 2006 886 5) und 1. November 2007 ( BBl 2007 7881) wurde die Geltungsda uer ohne Unterbruch bis zum 31. Dezember 2012 verlängert. 1.3 Nach Art. 2 Abs. 1 AVE GAV FAR gilt die Allgemeinverbindlicherklärung für die ganze Schweiz, mit Ausnahme des Kantons Wallis.

1.3 Nach Art. 2 Abs. 1 AVE GAV FAR gilt die Allgemeinverbindlicherklärung für die ganze Schweiz, mit Ausnahme des Kantons Wallis. 1. 4

1. 4 1. 4.1 Hinsichtlich des be trieblichen Geltungsbereichs sieht Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültig gewesenen Version Folgendes vor :

1. 4.1 Hinsichtlich des be trieblichen Geltungsbereichs sieht Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültig gewesenen Version Folgendes vor : Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version gelten für die Betriebe, Betriebs teile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: a. Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbau (einschliesslich Belagseinbau) ; b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pflästereibetriebe ; d. Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Gebäudehülle tätig sind. Der Begriff «Gebäudehülle» schliesst ein: geneigte Dächer, Unterdächer, Fl achdächer und Fassadenbekleidun gen (mit dazugehörendem Unterbau und Wärmedämmung); e. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe für Arbeiten an der Gebäudehülle im weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich; f. Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe; g. Betriebe, die Asphaltierungen ausführen und Unterlagsböden erstellen; h. Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau - und Bahnunter- haltsarbeiten ausführen, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss- und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr- leitungs- und Stromkrei slaufarbeiten ausführen.

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version gelten für die Betriebe, Betriebs teile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: a. Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbau (einschliesslich Belagseinbau) ; b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pflästereibetriebe ; d. Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Gebäudehülle tätig sind. Der Begriff «Gebäudehülle» schliesst ein: geneigte Dächer, Unterdächer, Fl achdächer und Fassadenbekleidun gen (mit dazugehörendem Unterbau und Wärmedämmung); e. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe für Arbeiten an der Gebäudehülle im weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich; f. Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe; g. Betriebe, die Asphaltierungen ausführen und Unterlagsböden erstellen; h. Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau - und Bahnunter- haltsarbeiten ausführen, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss- und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr- leitungs- und Stromkrei slaufarbeiten ausführen. 1. 4.2 Mit – am 1. Januar 2013 in Kraft getretenem – Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) wurde Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR wie folgt geändert:

1. 4.2 Mit – am 1. Januar 2013 in Kraft getretenem – Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) wurde Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR wie folgt geändert: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version (Urk. 2/31) gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: (…) b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; ausgenommen sind stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftige Personal;

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebe nen Gesamtarbeitsvertrages über den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) in seiner ursprünglichen Version (Urk. 2/31) gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbständigen Akkordanten der folgenden Bereiche: (…) b. Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe; ausgenommen sind stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftige Personal; 1. 5

1. 5 1.5.1 Der persönliche Geltungsbereich ist in Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR wie folgt geregelt:

1.5.1 Der persönliche Geltungsbereich ist in Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR wie folgt geregelt: Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für die Arbeitnehmerin nen und Arbeitnehmer (unabhängig ihrer Entlöhnungsart ), die in den Betrieben nach Absatz 4 tätig sind, insbesondere für: a. Poliere und Werkmeister; b. Vorarbeiter; c. Berufsleute, wie Maurer, Strassenbauer, Pflästerer usw.; d. Bauarbeiter (mit oder ohne Fachkenntnisse); e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskräfte; f. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfstätigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausführen.

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für die Arbeitnehmerin nen und Arbeitnehmer (unabhängig ihrer Entlöhnungsart ), die in den Betrieben nach Absatz 4 tätig sind, insbesondere für: a. Poliere und Werkmeister; b. Vorarbeiter; c. Berufsleute, wie Maurer, Strassenbauer, Pflästerer usw.; d. Bauarbeiter (mit oder ohne Fachkenntnisse); e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskräfte; f. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfstätigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausführen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen dem GAV FAR ab dem Zeitpunkt, ab dem sie AHV-pflichtig werden.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen dem GAV FAR ab dem Zeitpunkt, ab dem sie AHV-pflichtig werden. Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufmännische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersona l eines unterstellten Be triebs.

Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufmännische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersona l eines unterstellten Be triebs. 1.5.2 Abweichend von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR sieht Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR eine Geltung für Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magazi ner und Isoleure sowie die Hilfskräfte nur vor, "sofern sie auch dem Geltungs bereich des LMV unterstehen".

1.5.2 Abweichend von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR sieht Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR eine Geltung für Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magazi ner und Isoleure sowie die Hilfskräfte nur vor, "sofern sie auch dem Geltungs bereich des LMV unterstehen". 1.5.3 Betreffend die Diskrepanz zwischen Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR und Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR ist festzuhalten, dass d ie Allgemeinverbindlicher klärung eines GAV die Ausweitung seines Geltungsbereichs auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes bezweckt (Art. 1 Abs. 1 AVEG). Nur in diesem Sinn kann die AVE über die Vorgaben des GAV hinausgehen; Verpflichtungen, die von den am GAV beteiligten Sozial partnern nicht vorgesehen waren, sind der Allgemeinverbindlichkeit nicht zu gänglich. Eine Erweiterung des im GAV FAR definierten persönlichen Geltungs bereichs fällt ausserdem mit Blick auf Art. 2 Ziff. 1 AVEG ausser Betracht; dadurch könnten denn auch keine Nachteile für die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermieden werden. Auch bei der Anwendung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR ist daher entscheidend, ob die darin genannten Berufsleute dem Geltungsbereich des LMV unterstehen. Eine weitere Tatbestandsvorausset zung für eine Unterstellung in dem Sinn, dass die betroffenen Spezialisten kör perlich schwere Arbeit zu verrichten hätten, lässt sich indessen weder Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FA R noch Art. 3 GAV FAR entnehmen (vgl. Urteil des Bun desgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1 f. mit Hinweis).

1.5.3 Betreffend die Diskrepanz zwischen Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR und Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR ist festzuhalten, dass d ie Allgemeinverbindlicher klärung eines GAV die Ausweitung seines Geltungsbereichs auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes bezweckt (Art. 1 Abs. 1 AVEG). Nur in diesem Sinn kann die AVE über die Vorgaben des GAV hinausgehen; Verpflichtungen, die von den am GAV beteiligten Sozial partnern nicht vorgesehen waren, sind der Allgemeinverbindlichkeit nicht zu gänglich. Eine Erweiterung des im GAV FAR definierten persönlichen Geltungs bereichs fällt ausserdem mit Blick auf Art. 2 Ziff. 1 AVEG ausser Betracht; dadurch könnten denn auch keine Nachteile für die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermieden werden. Auch bei der Anwendung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR ist daher entscheidend, ob die darin genannten Berufsleute dem Geltungsbereich des LMV unterstehen. Eine weitere Tatbestandsvorausset zung für eine Unterstellung in dem Sinn, dass die betroffenen Spezialisten kör perlich schwere Arbeit zu verrichten hätten, lässt sich indessen weder Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FA R noch Art. 3 GAV FAR entnehmen (vgl. Urteil des Bun desgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1 f. mit Hinweis). 1.5.4 In den persönlichen Geltungsbereich des AVE LMV 2008, Stand 1. Januar 2010 (Urk. 25/1), fallen nach dessen Art. 3 die in den Betr i e ben nach Art. 2 LMV be schäftigten Arbeitnehmenden (unabhängig ihrer Entlöhnungsart und ihres An stellungsorts ), welche auf Baustell en und in Hilfsbetri e ben der Baubetriebe tätig sind. Für Arbeitnehmende i n einem Lehrverhältnis gilt, unabhängig ihres Alters, der Anhang 1 zum LMV (Abs. 1). Ausgenommen sind a) Poliere und Werkmeis ter; b) das leitende Personal; c) das technische und administrative Personal ; d) das Kantinen- und Reinigungspersonal (Abs. 2).

1.5.4 In den persönlichen Geltungsbereich des AVE LMV 2008, Stand 1. Januar 2010 (Urk. 25/1), fallen nach dessen Art. 3 die in den Betr i e ben nach Art. 2 LMV be schäftigten Arbeitnehmenden (unabhängig ihrer Entlöhnungsart und ihres An stellungsorts ), welche auf Baustell en und in Hilfsbetri e ben der Baubetriebe tätig sind. Für Arbeitnehmende i n einem Lehrverhältnis gilt, unabhängig ihres Alters, der Anhang 1 zum LMV (Abs. 1). Ausgenommen sind a) Poliere und Werkmeis ter; b) das leitende Personal; c) das technische und administrative Personal ; d) das Kantinen- und Reinigungspersonal (Abs. 2). 1.6 Die Mittel zur Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts werden grundsätzlich durch Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Zuwendungen Dritter sowie durch Erträgnisse des Stiftungsvermögens geäufn et ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 GAV FAR).

1.6 Die Mittel zur Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts werden grundsätzlich durch Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Zuwendungen Dritter sowie durch Erträgnisse des Stiftungsvermögens geäufn et ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 GAV FAR). Der Beitrag der Arbeitnehmer betrug vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 1,3 % und vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 1 % des massgeb lichen Lohnes (Zusatzvereinbarungen III vom 2 3. Mai 2007 und IV vom 2 1. Juni 20 1 0). Der Beitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen, soweit die Beiträge nicht anderweitig übernommen werden ( Art. 1 AVE GAV FAR in Ver bindung mit Art. 8 Abs. 1 GAV FAR in der ab 1. Januar 2008 beziehungsweise ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung ). Der Beitrag des Arbeitgebers beträgt 4 % des massgeblichen Lohns (Abs. 2). Für Mitarbeiter, die im Projekt Altersteilzeit (ATZ) (gemäss Art. 8 Abs. 6 LMV) beteiligt sind, sind keine Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberbeiträge zu bezahlen (Abs. 3). Als massgeblicher Lohn gilt der AHV-pflichtige Lohn bis zum UVG-Maximum (Abs. 4).

Der Beitrag der Arbeitnehmer betrug vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 1,3 % und vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 1 % des massgeb lichen Lohnes (Zusatzvereinbarungen III vom 2 3. Mai 2007 und IV vom 2 1. Juni 20 1 0). Der Beitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen, soweit die Beiträge nicht anderweitig übernommen werden ( Art. 1 AVE GAV FAR in Ver bindung mit Art. 8 Abs. 1 GAV FAR in der ab 1. Januar 2008 beziehungsweise ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung ). Der Beitrag des Arbeitgebers beträgt 4 % des massgeblichen Lohns (Abs. 2). Für Mitarbeiter, die im Projekt Altersteilzeit (ATZ) (gemäss Art. 8 Abs. 6 LMV) beteiligt sind, sind keine Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberbeiträge zu bezahlen (Abs. 3). Als massgeblicher Lohn gilt der AHV-pflichtige Lohn bis zum UVG-Maximum (Abs. 4). Der Arbeitgeber schuldet der Stiftung die gesamten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 9 GAV FAR).

Der Arbeitgeber schuldet der Stiftung die gesamten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ( Art. 1 AVE GAV FAR in Verbindung mit Art. 9 GAV FAR). 2.

2. 2.1 Die X.___ führte zur Klagebegründung aus, die Beklagte, die ursprüng lich hauptsächlich im Transportbereich tätig gewesen sei, sei gestützt auf die „Übergangsregelung Transporte“ bis am 30. Juli 2010 – ohne dass von ihr Bei träge eingefordert worden seien – dem GAV FAR unterstellt gewesen (Urk. 1 S. 13). Aus dem offensichtlich falschen Wiedererwägungsentscheid vom 22. April 2013 (Urk. 2/21), der am 11. Juni 2013 umgehend korrigiert worden sei, könne die Beklagte nichts zu ihren Gunsten ableiten (Urk. 18 S. 16 ff.). Diese sei s pä testens seit dem Zeitpunkt der Änderung ihrer Firma und ihres Zwecks im Juli 2010 – als echter Mischbetrieb (Urk. 18 S. 3, S. 12 und S. 22 ) – auch im Bereich Recycling tätig; der Betriebsteil „ Recycling von Bauabfällen und belastete r Aus hub “ sei dabei nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR dem AVE GAV FAR un terstellt (Urk. 1 S. 13 f. ). Diese Unterstellung gelte indes, da es sich beim Recyc lingwerk in C.___ um eine stationäre Recyclinganlage ausserhalb der Baustelle handle, aufgrund des Beschlusses des Bundesrats vom 6. Dezember 2012 und gestützt auf die hiezu getroffene Übergangsregelung nur bis zur – von der Beklagten unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist auf den erstmöglichen Termin ausgesprochenen – Kündigung per 31. Dezember 2013 (Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 und S. 20 ff., Urk. 35 S. 5 f. ). Die Beklagte sei demnach für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 für ihre im Betriebsteil „ Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ beschäftigten Mitar beitenden, die vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR erfasst würde n, FAR-beitragspflichtig ( Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 ). Konkret handle es sich dabei um D.___ (Werkleiter Bodenwaschanlage), E.___ (Maschinist), F.___ (Mitarbeiter Bodenwaschanlage), G.___, H.___ und I.___ (Werk- und Anlagenmitarbeiter) sowie A.___ und B.___ (Mitarbeiter Recycling von mineralischem Bauschutt). Keine Beitragspflicht bestehe für den Geschäftsf ührer, die Labo ran tin sowie die Projektleiter und – assistenten (Urk. 35 S. 2 ff.).

2.1 Die X.___ führte zur Klagebegründung aus, die Beklagte, die ursprüng lich hauptsächlich im Transportbereich tätig gewesen sei, sei gestützt auf die „Übergangsregelung Transporte“ bis am 30. Juli 2010 – ohne dass von ihr Bei träge eingefordert worden seien – dem GAV FAR unterstellt gewesen (Urk. 1 S. 13). Aus dem offensichtlich falschen Wiedererwägungsentscheid vom 22. April 2013 (Urk. 2/21), der am 11. Juni 2013 umgehend korrigiert worden sei, könne die Beklagte nichts zu ihren Gunsten ableiten (Urk. 18 S. 16 ff.). Diese sei s pä testens seit dem Zeitpunkt der Änderung ihrer Firma und ihres Zwecks im Juli 2010 – als echter Mischbetrieb (Urk. 18 S. 3, S. 12 und S. 22 ) – auch im Bereich Recycling tätig; der Betriebsteil „ Recycling von Bauabfällen und belastete r Aus hub “ sei dabei nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR dem AVE GAV FAR un terstellt (Urk. 1 S. 13 f. ). Diese Unterstellung gelte indes, da es sich beim Recyc lingwerk in C.___ um eine stationäre Recyclinganlage ausserhalb der Baustelle handle, aufgrund des Beschlusses des Bundesrats vom 6. Dezember 2012 und gestützt auf die hiezu getroffene Übergangsregelung nur bis zur – von der Beklagten unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist auf den erstmöglichen Termin ausgesprochenen – Kündigung per 31. Dezember 2013 (Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 und S. 20 ff., Urk. 35 S. 5 f. ). Die Beklagte sei demnach für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 für ihre im Betriebsteil „ Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ beschäftigten Mitar beitenden, die vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR erfasst würde n, FAR-beitragspflichtig ( Urk. 1 S. 14, Urk. 18 S. 3 ). Konkret handle es sich dabei um D.___ (Werkleiter Bodenwaschanlage), E.___ (Maschinist), F.___ (Mitarbeiter Bodenwaschanlage), G.___, H.___ und I.___ (Werk- und Anlagenmitarbeiter) sowie A.___ und B.___ (Mitarbeiter Recycling von mineralischem Bauschutt). Keine Beitragspflicht bestehe für den Geschäftsf ührer, die Labo ran tin sowie die Projektleiter und – assistenten (Urk. 35 S. 2 ff.). 2.2 Die Beklagte stell t e sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Beitragsforde rung entbehre einer rechtlichen Grundlage, sei sie (die Beklagte) doch nie unter den AVE GAV FAR gefallen, da sie keine Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe be schäftige und insofern auch nicht als (echter) Mischbetrieb qualifiziert werden könne. Soweit sie Recyclingtätigkeiten ausübe, handle es sich dabei um Recyc ling im weitesten Sinne, das ausschliesslich ausserhalb von Baustellen erfolge (und folglich keinen Aushub umfasse) ; über einen Betriebsteil „Recycling“ ver füge sie nicht (Urk. 11 S. 3 und S. 4 ff., Urk. 24 S. 4 ff., S. 16 und S. 22, Urk. 41 S. 3 und S. 5 ). Auch beschäftige sie keine Mitarbeiter, die unter den persönli chen Geltungsber eich des AVE GAV FAR fielen, sei dieser doch auf (besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzte) Angehörige von Bauberufen beschränkt (Urk. 24 S. 7 ff., S. 19 und S. 25 f., Urk. 41 S. 3 f. und S. 6 ff. ). Das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt diene in erster Linie der Ge winnung von Rohmaterial für die weitere Verwendung; es handle sich dabei um eine Form der Kiesgewinnung beziehungsweise eine Hilfstätigkeit (Vorstufe) für die Betonherstell ung. Diese Tätigkeit sei nicht dem Recycling, sondern dem Kieswerk, welches unstreitig nicht in den Anwendungsbereich des AVE GAV FAR falle, zuzuordnen (Urk. 11 S. 8 f. Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.). Nämliches gelte für die BRC (Bodenrecycling)-Anlage, handle es sich doch dabei weder um einen Bau betrieb noch um einen Hilfsbetr i e b eines solchen (Urk. 11 S. 10 ff., Urk. 24 S. 15 und S. 23 ). Sofern dennoch davon ausgegangen werde, dass der Bundesrat stationäre Recyclinganlagen ausserhalb von Baustellen und Baube trieben durch seinen Beschluss vom 5. Juni 2003 zur AVE GAV FAR dem be trieblichen Geltungsbereich GAV FAR unterstellt habe, verstosse diese Ausdeh nung des GAV FAR auf sie – die Beklagte – und ihre Arbeitnehmer gegen Art. 1 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeits verträgen ( AVEG ) und sei damit bundesrechtswidrig (Urk. 24 S. 10 ff. und S. 20, Urk. 41 S. 4 ). Zud em erweise sich die Klage schon deshalb als unbegründet, weil die Klägerin mit ihrem Schreiben vom 22. April 2013 (Urk. 2/21) in bindender Weise auf die nun eingeklagten Beiträge verzichtet habe (Urk. 11 S. 3 f. und S. 15 ff., Urk. 24 S. 26 ff., Urk. 41 S. 4 ). Für die Zeit ab 1. Januar 2013 seien schliesslich aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossenen und per 1. Januar 2013 in Kraft gesetzten Änderung des AVE GAV FAR, wo nach stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftigte Personal nun ausdrücklich vom Geltungsbereich des AVE GAV FAR ausgenommen seien, jedenfalls keine Beiträge geschuldet. Eine allfällige Beitragspflicht habe damit kraft des fraglichen Beschlusses Ende 2012 geendet, ohne dass noch eine Kündigung erforderlich gewesen sei (Urk. 11 S. 4 und S. 19 ff., Urk. 24 S. 17 und S. 29 f., Urk. 41 S. 13 ff. ). Die Klageänderung sei unzulässig (Urk. 24 S. 2 f., Urk. 41 S. 2 f. und S. 5 f. ), und das geänderte Rechtsbegehren Ziffer 2 im Übrigen schon mangels Begründung abzuweisen (Urk. 24 S. 16).

2.2 Die Beklagte stell t e sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Beitragsforde rung entbehre einer rechtlichen Grundlage, sei sie (die Beklagte) doch nie unter den AVE GAV FAR gefallen, da sie keine Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe be schäftige und insofern auch nicht als (echter) Mischbetrieb qualifiziert werden könne. Soweit sie Recyclingtätigkeiten ausübe, handle es sich dabei um Recyc ling im weitesten Sinne, das ausschliesslich ausserhalb von Baustellen erfolge (und folglich keinen Aushub umfasse) ; über einen Betriebsteil „Recycling“ ver füge sie nicht (Urk. 11 S. 3 und S. 4 ff., Urk. 24 S. 4 ff., S. 16 und S. 22, Urk. 41 S. 3 und S. 5 ). Auch beschäftige sie keine Mitarbeiter, die unter den persönli chen Geltungsber eich des AVE GAV FAR fielen, sei dieser doch auf (besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzte) Angehörige von Bauberufen beschränkt (Urk. 24 S. 7 ff., S. 19 und S. 25 f., Urk. 41 S. 3 f. und S. 6 ff. ). Das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt diene in erster Linie der Ge winnung von Rohmaterial für die weitere Verwendung; es handle sich dabei um eine Form der Kiesgewinnung beziehungsweise eine Hilfstätigkeit (Vorstufe) für die Betonherstell ung. Diese Tätigkeit sei nicht dem Recycling, sondern dem Kieswerk, welches unstreitig nicht in den Anwendungsbereich des AVE GAV FAR falle, zuzuordnen (Urk. 11 S. 8 f. Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.). Nämliches gelte für die BRC (Bodenrecycling)-Anlage, handle es sich doch dabei weder um einen Bau betrieb noch um einen Hilfsbetr i e b eines solchen (Urk. 11 S. 10 ff., Urk. 24 S. 15 und S. 23 ). Sofern dennoch davon ausgegangen werde, dass der Bundesrat stationäre Recyclinganlagen ausserhalb von Baustellen und Baube trieben durch seinen Beschluss vom 5. Juni 2003 zur AVE GAV FAR dem be trieblichen Geltungsbereich GAV FAR unterstellt habe, verstosse diese Ausdeh nung des GAV FAR auf sie – die Beklagte – und ihre Arbeitnehmer gegen Art. 1 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeits verträgen ( AVEG ) und sei damit bundesrechtswidrig (Urk. 24 S. 10 ff. und S. 20, Urk. 41 S. 4 ). Zud em erweise sich die Klage schon deshalb als unbegründet, weil die Klägerin mit ihrem Schreiben vom 22. April 2013 (Urk. 2/21) in bindender Weise auf die nun eingeklagten Beiträge verzichtet habe (Urk. 11 S. 3 f. und S. 15 ff., Urk. 24 S. 26 ff., Urk. 41 S. 4 ). Für die Zeit ab 1. Januar 2013 seien schliesslich aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlossenen und per 1. Januar 2013 in Kraft gesetzten Änderung des AVE GAV FAR, wo nach stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und das in ihnen beschäftigte Personal nun ausdrücklich vom Geltungsbereich des AVE GAV FAR ausgenommen seien, jedenfalls keine Beiträge geschuldet. Eine allfällige Beitragspflicht habe damit kraft des fraglichen Beschlusses Ende 2012 geendet, ohne dass noch eine Kündigung erforderlich gewesen sei (Urk. 11 S. 4 und S. 19 ff., Urk. 24 S. 17 und S. 29 f., Urk. 41 S. 13 ff. ). Die Klageänderung sei unzulässig (Urk. 24 S. 2 f., Urk. 41 S. 2 f. und S. 5 f. ), und das geänderte Rechtsbegehren Ziffer 2 im Übrigen schon mangels Begründung abzuweisen (Urk. 24 S. 16). 3.

3. 3.1 Nach § 28 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Verbindung mit Art. 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung ( ZPO ) ist eine Klage änderung zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verf ahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht ( lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt ( lit. b). Übersteigt der Streitwert der geänderten Klage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses den Prozess an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Eine Beschränkung der Klage ist jederzeit zulässig; das angerufene Gericht bleibt zuständig (Abs. 3).

3.1 Nach § 28 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in Verbindung mit Art. 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung ( ZPO ) ist eine Klage änderung zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verf ahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht ( lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt ( lit. b). Übersteigt der Streitwert der geänderten Klage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses den Prozess an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Eine Beschränkung der Klage ist jederzeit zulässig; das angerufene Gericht bleibt zuständig (Abs. 3). 3.2 Die von der Klägerin in der Klageschrift gestellten Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2) richten sich auf die Verpflichtung der Beklagten, für ihre in den betrieblichen und persönlichen Geltungsbereich des A VE GAV FAR fallenden Angestellten für die Zeit vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 Beiträge zuzüglich Ver zugszinsen zu bezahlen. Darauf zielen auch die in der Replik vom 4. März 2015 (Urk. 18 S. 2) und in der Eingabe vom 16. August 2016 (Urk. 35 S. 1 f.) gestell ten Rechtsbegehren ab, in denen die Klägerin – soweit ihr aufgrund der von der Beklagten zwischenzeitlich vorgelegten Unterlagen (Urk. 31/1-13) möglich – die Mitarbeiter, für die sie Beiträge forderte, nannte und die Höhe der letzteren be zifferte. Entgegen den einschlägigen Vorbringen der Beklagten, die sich ( vor prozessual und selbst noch im Rahmen dieses Verfahrens [vgl. Urk. 24 S. 22] ) wiederholt geweigert hat, der Klägerin die für die Bezifferung der Beitragsfor derung notwenigen (vollständigen) Angaben zu machen, stehen die geänderten Rechtsbegehren demnach durchaus in einem sachlichen Zusammenhang mit dem ursprünglich geltend gemachten Anspruch. Soweit es sich bei den – nach der gleichen Verfahrensart wie der ursprüngliche Anspruch zu beurteilende – a n gepassten Rechtsbegehren nicht ohnehin lediglich um eine nachträgliche Be zifferung eines unvollständigen Rechtsbegehrens im Sinne von Art. 85 ZPO handelt, ist die – nach Kenntnisnahme der von der Beklagten auf entsprechende Aufforderung hin (vgl. Verfügung vom 26. April 2016, Urk. 28) eingereichten Unterlagen (Urk. 31/1-14) innert der mit Verfügung vom 13. Juni 2016 (Urk. 32) angesetzten Frist und damit rechtz eitig erfolgte – Klageänderung zu lässig.

3.2 Die von der Klägerin in der Klageschrift gestellten Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2) richten sich auf die Verpflichtung der Beklagten, für ihre in den betrieblichen und persönlichen Geltungsbereich des A VE GAV FAR fallenden Angestellten für die Zeit vom 1. August 2010 bis 30. September 2013 Beiträge zuzüglich Ver zugszinsen zu bezahlen. Darauf zielen auch die in der Replik vom 4. März 2015 (Urk. 18 S. 2) und in der Eingabe vom 16. August 2016 (Urk. 35 S. 1 f.) gestell ten Rechtsbegehren ab, in denen die Klägerin – soweit ihr aufgrund der von der Beklagten zwischenzeitlich vorgelegten Unterlagen (Urk. 31/1-13) möglich – die Mitarbeiter, für die sie Beiträge forderte, nannte und die Höhe der letzteren be zifferte. Entgegen den einschlägigen Vorbringen der Beklagten, die sich ( vor prozessual und selbst noch im Rahmen dieses Verfahrens [vgl. Urk. 24 S. 22] ) wiederholt geweigert hat, der Klägerin die für die Bezifferung der Beitragsfor derung notwenigen (vollständigen) Angaben zu machen, stehen die geänderten Rechtsbegehren demnach durchaus in einem sachlichen Zusammenhang mit dem ursprünglich geltend gemachten Anspruch. Soweit es sich bei den – nach der gleichen Verfahrensart wie der ursprüngliche Anspruch zu beurteilende – a n gepassten Rechtsbegehren nicht ohnehin lediglich um eine nachträgliche Be zifferung eines unvollständigen Rechtsbegehrens im Sinne von Art. 85 ZPO handelt, ist die – nach Kenntnisnahme der von der Beklagten auf entsprechende Aufforderung hin (vgl. Verfügung vom 26. April 2016, Urk. 28) eingereichten Unterlagen (Urk. 31/1-14) innert der mit Verfügung vom 13. Juni 2016 (Urk. 32) angesetzten Frist und damit rechtz eitig erfolgte – Klageänderung zu lässig. 4.

4. 4.1

4.1 4.1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte der Klägerin für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 Beiträge schuldet. Erstere ist nicht Mit glied des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) und daher unbestrittener massen nicht dem GAV FAR unterstellt; sie hat sich diesem nach Lage der Ak ten auch nicht angeschlossen (Urk. 1 S. 8, Urk. 11 S. 4; vgl. E. 1.1 und Art. 356 ff. des Obligationenrechts). Eine Beitragspflicht gegenüber der Beklag ten für den fraglichen Zeitraum fällt daher nur in Betracht, wenn sie damals insoweit, als sie im Recyclingbereich tätig war, dem AVE GAV FAR unterstand und in der fraglichen Sparte ( „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ ) Angestellte beschäftigt e, die in den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR fielen.

4.1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte der Klägerin für die Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013 Beiträge schuldet. Erstere ist nicht Mit glied des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) und daher unbestrittener massen nicht dem GAV FAR unterstellt; sie hat sich diesem nach Lage der Ak ten auch nicht angeschlossen (Urk. 1 S. 8, Urk. 11 S. 4; vgl. E. 1.1 und Art. 356 ff. des Obligationenrechts). Eine Beitragspflicht gegenüber der Beklag ten für den fraglichen Zeitraum fällt daher nur in Betracht, wenn sie damals insoweit, als sie im Recyclingbereich tätig war, dem AVE GAV FAR unterstand und in der fraglichen Sparte ( „Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub“ ) Angestellte beschäftigt e, die in den persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR fielen. 4.1.2 Aus dem Umstand, dass die Klägerin am 22. April 2013 noch davon ausgegan gen war, dass die Beklagte ab 23. Juli 2010 nicht mehr unter den betrieblichen Geltungsbereich AVE GAV FAR falle (Urk. 2/21), kann diese nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Klägerin stand es frei, (nur) rund zwei Monate später auf diese Einschätzung zurückzukommen (vgl. Schreiben Beklagte vom 11. Juni 2013, Urk. 2/22). V on einem mit der Beklagten konkludent abgeschlossenen Aufhebungsvertrag und damit einem bindenden Verzicht auf Beitragsforderun gen gegenüber der Beklagten (Urk. 11 S. 15 ff., Urk. 24 S. 27) kann keine Rede sein.

4.1.2 Aus dem Umstand, dass die Klägerin am 22. April 2013 noch davon ausgegan gen war, dass die Beklagte ab 23. Juli 2010 nicht mehr unter den betrieblichen Geltungsbereich AVE GAV FAR falle (Urk. 2/21), kann diese nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Klägerin stand es frei, (nur) rund zwei Monate später auf diese Einschätzung zurückzukommen (vgl. Schreiben Beklagte vom 11. Juni 2013, Urk. 2/22). V on einem mit der Beklagten konkludent abgeschlossenen Aufhebungsvertrag und damit einem bindenden Verzicht auf Beitragsforderun gen gegenüber der Beklagten (Urk. 11 S. 15 ff., Urk. 24 S. 27) kann keine Rede sein. 4.2

4.2 4.2.1 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV FAR gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbstständigen Akkordanten unter anderem d es Be reichs „Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe“ ( Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR). Nach den vertraglichen Bestimmungen gilt der GAV FAR unter anderem auch für "Betriebe bzw. für deren Betriebsteile" ( Art. 2 Abs. 1 GAV FAR). Vom AVE GAV FAR werden – entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 5, S. 18) – damit nicht nur B etriebe des Hauptgewer bes, sondern auch dem Bauhauptgewerbe zuzuordnende Betriebsteile von Be trieben anderer Branchen erfasst (vgl. etwa BGE 141 V 657 E. 4.2 ).

4.2.1 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV FAR gelten für die Betriebe, Betriebsteile und selbstständigen Akkordanten unter anderem d es Be reichs „Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe“ ( Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR). Nach den vertraglichen Bestimmungen gilt der GAV FAR unter anderem auch für "Betriebe bzw. für deren Betriebsteile" ( Art. 2 Abs. 1 GAV FAR). Vom AVE GAV FAR werden – entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 5, S. 18) – damit nicht nur B etriebe des Hauptgewer bes, sondern auch dem Bauhauptgewerbe zuzuordnende Betriebsteile von Be trieben anderer Branchen erfasst (vgl. etwa BGE 141 V 657 E. 4.2 ). 4.2.2 Gemäss Handelsregister bezweckt die Beklagte seit 23. Juli 2010 – und damit im gesamten vorliegend massgebenden Zeitraum – den Betrieb einer Unterneh mung von Transporten, die Verwertung und Entsorgung von Baustoffen, Ab fällen und Altstoffen aller Art, den Vertrieb von Beton-Baustoffen und den Handel mit Kiesmaterial sowie das Bauen und Betreiben von Verwertungs- und Entsorgungsanlagen für verschmutztes Aushubmaterial für Bauabfälle und Alt stoffe aller Art (U rk. 2/4). Daraus und aus den von der Beklagten in der „Ein sprache“ vom 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 (Urk. 2/17 f.), anlässlich der Selbstdeklaration vom 5. August 2011 (Urk. 2/20) und im Rahmen dieses Verfahrens sowie auf ihrer Webseite gemachten Angaben ergibt sich, dass die Tätigkeit der Y.___ folgende Bereiche umfasst:

4.2.2 Gemäss Handelsregister bezweckt die Beklagte seit 23. Juli 2010 – und damit im gesamten vorliegend massgebenden Zeitraum – den Betrieb einer Unterneh mung von Transporten, die Verwertung und Entsorgung von Baustoffen, Ab fällen und Altstoffen aller Art, den Vertrieb von Beton-Baustoffen und den Handel mit Kiesmaterial sowie das Bauen und Betreiben von Verwertungs- und Entsorgungsanlagen für verschmutztes Aushubmaterial für Bauabfälle und Alt stoffe aller Art (U rk. 2/4). Daraus und aus den von der Beklagten in der „Ein sprache“ vom 11. April beziehungsweise 13. Mai 2011 (Urk. 2/17 f.), anlässlich der Selbstdeklaration vom 5. August 2011 (Urk. 2/20) und im Rahmen dieses Verfahrens sowie auf ihrer Webseite gemachten Angaben ergibt sich, dass die Tätigkeit der Y.___ folgende Bereiche umfasst: - Recycling Bauabfälle (Brechen und Sieben von mineralischem Bau schutt) und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___

Recycling Bauabfälle (Brechen und Sieben von mineralischem Bau schutt) und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ - Kies- und Betonwerk in C.___

Kies- und Betonwerk in C.___ - Sammelstelle in J.___ für nicht mineralische Stoffe wie Glas, Pa pier, Karton, Elektroschrott etc.

Sammelstelle in J.___ für nicht mineralische Stoffe wie Glas, Pa pier, Karton, Elektroschrott etc. - Projektierungs- und Laboraufgaben

Projektierungs- und Laboraufgaben Es steht fest, dass die Y.___ b ei Gesamtbetrachtung des Unternehmens nicht hauptsächlich in der Recycling- Branche tätig ist. Unbestritten ist sodann, dass ihre weiteren Tätigkeitsfelder nicht unter den betrieblichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallen. Zu prüfen ist, ob die Klägerin zu Recht davon aus ging, dass der Betriebsbereich Recycling vom betrieblichen Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 in Kraft gestandenen Version erfasst wurde.

Es steht fest, dass die Y.___ b ei Gesamtbetrachtung des Unternehmens nicht hauptsächlich in der Recycling- Branche tätig ist. Unbestritten ist sodann, dass ihre weiteren Tätigkeitsfelder nicht unter den betrieblichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallen. Zu prüfen ist, ob die Klägerin zu Recht davon aus ging, dass der Betriebsbereich Recycling vom betrieblichen Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 in Kraft gestandenen Version erfasst wurde. 4.2.3 Für die Auslegung von Bestimmungen über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen gelten die allgemeinen Grundsätze der Gesetzes auslegung. Es besteht weder ein Grund für eine besonders restriktive noch für eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Be dürfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutz funktion erfüllen soll, muss es für die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherklärung sollen die Ar beitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausge schlossen und soll dem Gesamtarbeitsvertrag zu grösserer Durchsetzungskraft verholfen werden. Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus auszule gen, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde lie genden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 14 1 V 657 E. 4.4 mit Hinweisen ).

4.2.3 Für die Auslegung von Bestimmungen über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen gelten die allgemeinen Grundsätze der Gesetzes auslegung. Es besteht weder ein Grund für eine besonders restriktive noch für eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Be dürfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutz funktion erfüllen soll, muss es für die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherklärung sollen die Ar beitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausge schlossen und soll dem Gesamtarbeitsvertrag zu grösserer Durchsetzungskraft verholfen werden. Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus auszule gen, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde lie genden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis (BGE 14 1 V 657 E. 4.4 mit Hinweisen ). 4.2.4 Der Begriff des "Betriebsteils" (vgl. E. 4.2.1 ) wird weder in der AVE GAV FAR noch im GAV FAR selber definiert. Der Ausdruck wird indessen, ebenfalls ohne nähere Umschreibung, auch für die Geltungsbereiche weiterer allgemeinver bindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge (etwa des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe oder des Gesamtarbeitsvertrages für das Maler- und Gip sergewerbe ) verwendet. Diesbezüglich erwog das Bundesgericht Folgendes:

4.2.4 Der Begriff des "Betriebsteils" (vgl. E. 4.2.1 ) wird weder in der AVE GAV FAR noch im GAV FAR selber definiert. Der Ausdruck wird indessen, ebenfalls ohne nähere Umschreibung, auch für die Geltungsbereiche weiterer allgemeinver bindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge (etwa des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe oder des Gesamtarbeitsvertrages für das Maler- und Gip sergewerbe ) verwendet. Diesbezüglich erwog das Bundesgericht Folgendes: Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit gilt ein Gesamtarbeitsvertrag für den gan zen Betrieb und somit auch für berufsfremde Arbeitnehmer, wobei regelmässig gewisse Funktionsstufen und besondere Anstellungsverhältnisse ausgenommen werden. Allerdings kann ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen, welche unterschiedlichen Branchen angehören, oder es können innerhalb ein und des selben Betriebes mehrere Teile bestehen, welche eine unterschiedliche Zuord nung rechtfertigen, weil sie eine genügende, auch nach aussen erkennbare Selbstständigkeit aufweisen. In diesen Fällen können auf die einzelnen Teile des Unternehmens unterschiedliche Gesamtarbeitsverträge zur Anwendung gelan gen. Massgebliches Zuordnungskriterium ist somit die Art der Tätigkeit, die dem Betrieb oder dem selbstständigen Betriebsteil - und nicht dem Unternehmen als wirtschaftlichem Träger allenfalls mehrerer Betriebe - das Gepräge gibt (BGE 1 34 III 11 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen).

Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit gilt ein Gesamtarbeitsvertrag für den gan zen Betrieb und somit auch für berufsfremde Arbeitnehmer, wobei regelmässig gewisse Funktionsstufen und besondere Anstellungsverhältnisse ausgenommen werden. Allerdings kann ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen, welche unterschiedlichen Branchen angehören, oder es können innerhalb ein und des selben Betriebes mehrere Teile bestehen, welche eine unterschiedliche Zuord nung rechtfertigen, weil sie eine genügende, auch nach aussen erkennbare Selbstständigkeit aufweisen. In diesen Fällen können auf die einzelnen Teile des Unternehmens unterschiedliche Gesamtarbeitsverträge zur Anwendung gelan gen. Massgebliches Zuordnungskriterium ist somit die Art der Tätigkeit, die dem Betrieb oder dem selbstständigen Betriebsteil - und nicht dem Unternehmen als wirtschaftlichem Träger allenfalls mehrerer Betriebe - das Gepräge gibt (BGE 1 34 III 11 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Von einem selbstständigen Betrieb oder einem selbstständigen Betriebsteil inner halb eines Mischunternehmens kann nur gesprochen werden, wenn dieser eine eigene organisatorische Einheit bildet. Das setzt voraus, dass die einzelnen Arbeitnehmer klar zugeordnet werden können und die entsprechenden Arbeiten im Rahmen der übrigen Tätigkeiten des Unternehmens nicht nur hilfsweise er bracht werden. Im Interesse der Rechtssicherheit ist zudem zu fordern, dass der Betriebsteil mit seinen besonderen Produkten oder Dienstleistungen insofern auch nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Er scheinung tritt. Demgegenüber bedarf der Betriebsteil keiner eigenen Verwal tung oder gar einer separaten Rechnungsführung, um als solcher gelten zu kön nen. Die Allgemeinverbindlicherklärung will einheitliche Mindestarbeitsbedin gungen für die auf dem gleichen Markt tätigen Unternehmen schaffen und da mit verhindern, dass ein Unternehmen durch schlechtere Arbeitsbedingungen einen Wettbewerbsvorteil erlangen kann, der als unlauter gilt. Zum selben Wirtschaftszweig gehören Betriebe, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverhältnis stehen, als sie Erzeugnisse oder Dienstl eistungen gleicher Art anbieten. Der Zweck der Allgemeinv erbindlicherklärung (vgl. E. 3.2.3 ), un lautere Wettbewerbsvorteile zu verhindern, kann nur erreicht werden, wenn die Regeln des entsprechenden GAV grundsätzlich von sämtlichen Anbietern auf einem bestimmten Markt eingehalten werden müssen. Sobald ein Betrieb in nicht offensichtlich untergeordnetem Umfang in einem Markt auftritt, für den ein allgemeinverbindlich erklärter GAV gilt, kommen die allgemeinen Grund - s ätze für die Unterstellung (vgl. E. 3.2.4 Abs. 2 ) zur Anwendung. Es ist sachge recht, diese Grundsätze auch bei der Auslegung des Begriffs "Betriebsteil" i m Sinne von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR anzuwenden ( vgl. BGE 1 41 V 657 E. 4.5.2 f. mit Hinweisen ).

Von einem selbstständigen Betrieb oder einem selbstständigen Betriebsteil inner halb eines Mischunternehmens kann nur gesprochen werden, wenn dieser eine eigene organisatorische Einheit bildet. Das setzt voraus, dass die einzelnen Arbeitnehmer klar zugeordnet werden können und die entsprechenden Arbeiten im Rahmen der übrigen Tätigkeiten des Unternehmens nicht nur hilfsweise er bracht werden. Im Interesse der Rechtssicherheit ist zudem zu fordern, dass der Betriebsteil mit seinen besonderen Produkten oder Dienstleistungen insofern auch nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Er scheinung tritt. Demgegenüber bedarf der Betriebsteil keiner eigenen Verwal tung oder gar einer separaten Rechnungsführung, um als solcher gelten zu kön nen. Die Allgemeinverbindlicherklärung will einheitliche Mindestarbeitsbedin gungen für die auf dem gleichen Markt tätigen Unternehmen schaffen und da mit verhindern, dass ein Unternehmen durch schlechtere Arbeitsbedingungen einen Wettbewerbsvorteil erlangen kann, der als unlauter gilt. Zum selben Wirtschaftszweig gehören Betriebe, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverhältnis stehen, als sie Erzeugnisse oder Dienstl eistungen gleicher Art anbieten. Der Zweck der Allgemeinv erbindlicherklärung (vgl. E. 3.2.3 ), un lautere Wettbewerbsvorteile zu verhindern, kann nur erreicht werden, wenn die Regeln des entsprechenden GAV grundsätzlich von sämtlichen Anbietern auf einem bestimmten Markt eingehalten werden müssen. Sobald ein Betrieb in nicht offensichtlich untergeordnetem Umfang in einem Markt auftritt, für den ein allgemeinverbindlich erklärter GAV gilt, kommen die allgemeinen Grund s ätze für die Unterstellung (vgl. E. 3.2.4 Abs. 2 ) zur Anwendung. Es ist sachge recht, diese Grundsätze auch bei der Auslegung des Begriffs "Betriebsteil" i m Sinne von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR anzuwenden ( vgl. BGE 1 41 V 657 E. 4.5.2 f. mit Hinweisen ). 4.3

4.3 4.3.1 Entgegen den Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 18) fiel (auch) stationäres Recycling ausserhalb von Baustellen, wie sie es betreibt, bis Ende 2012 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR (Art. 2 Abs. 4 lit. b). Die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR erfolgte nämlich gerade, weil der Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB) und der Aushub-, Rückbau- und Recyclingver band Schweiz (ARV) im November 2011 Einsprache gegen die Verlängerung des bis Ende 2012 gültigen AVE GAV FAR erhoben und den Bundesrat darum er sucht hatten, Deponien und stationäre Recyclinganlagen inskünftig von der Allgemeinverbindlicherklärung GAV FAR auszunehmen. Weil kurz zuvor auch der LMV entsprechend geändert worden war, kam der Bundesrat dem Begehren (ausschliesslich) betreffend stationäre Recyclinganlagen in der Folge nach (vgl. Erwägungen des Bundesrats zum Beschluss vom 6. Dezember 2012 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV FAR, Urk. 2/33). Die Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR diente demnach keineswegs dazu, bereits geltendes Recht noch festzuschreiben (Urk. 11 S. 7). Sofern die Recyclingtätig keit in einem selbst st ändigen Betriebsteil betrieben wurde, fällt dieser Bereich daher unter den AVE GAV FAR. Entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 10, Urk. 41 S. 4 ) handelt es sich dabei um keine unzuläs sige Ausdehnung des Geltungsbereichs des GAV FAR, wurden doch stationäre Recyclingbetriebe ursprünglich auch vom GAV FAR (und vom LMV) erfasst.

4.3.1 Entgegen den Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 18) fiel (auch) stationäres Recycling ausserhalb von Baustellen, wie sie es betreibt, bis Ende 2012 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR (Art. 2 Abs. 4 lit. b). Die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR erfolgte nämlich gerade, weil der Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB) und der Aushub-, Rückbau- und Recyclingver band Schweiz (ARV) im November 2011 Einsprache gegen die Verlängerung des bis Ende 2012 gültigen AVE GAV FAR erhoben und den Bundesrat darum er sucht hatten, Deponien und stationäre Recyclinganlagen inskünftig von der Allgemeinverbindlicherklärung GAV FAR auszunehmen. Weil kurz zuvor auch der LMV entsprechend geändert worden war, kam der Bundesrat dem Begehren (ausschliesslich) betreffend stationäre Recyclinganlagen in der Folge nach (vgl. Erwägungen des Bundesrats zum Beschluss vom 6. Dezember 2012 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV FAR, Urk. 2/33). Die Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR diente demnach keineswegs dazu, bereits geltendes Recht noch festzuschreiben (Urk. 11 S. 7). Sofern die Recyclingtätig keit in einem selbst st ändigen Betriebsteil betrieben wurde, fällt dieser Bereich daher unter den AVE GAV FAR. Entgegen den einschlägigen Ausführungen der Beklagten (Urk. 24 S. 10, Urk. 41 S. 4 ) handelt es sich dabei um keine unzuläs sige Ausdehnung des Geltungsbereichs des GAV FAR, wurden doch stationäre Recyclingbetriebe ursprünglich auch vom GAV FAR (und vom LMV) erfasst. 4.3. 2 Was die Stellung des Recyclingbereich s (Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ ) im Gesamtbetrieb anbelangt, gab die Beklagte a uf dem „Formular Mischbetrieb und Gepräge“ (Urk. 2/20 S. 2 ff.) am 5. August 2011 an, ihre Arbeitnehmer könnten den einzelnen Betriebsteilen ( Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt, R ecycling von bel a stetem Aushub, Kies- und Betonwerk, Sammelstelle für nicht mineralische Stoffe, Pro jektierungs - und Laboraufgaben) klar zugeordnet werden. Die Frage, ob Arbei ten im branchenfremden Betri e bsteil im Rahmen der übrigen Tätigkeiten nicht bloss hilfsweise, sondern überwiegend direkt für Kunden erbracht würden, ver neinte sie. Im Weiteren hielt sie fest, dass die Betriebsteile nach aussen nicht als selbst st ändige Anbieter aufträten und als solche zu erkennen seien (Urk. 2/20 S. 2). Von den insgesamt 50 Mitarbeitern im Vollzeitpensum seien in den Jah ren 2010 und 2011 zehn im Bereich Brechen und Sieben von min eralischem Bauschutt ( 1 / 6 des Gesamtumsatzes), sechs im Bereich Recycling von belastetem Aushub ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes), fünf im Kies- und Betonwerk ( 1 / 6 des Ge samtumsatzes), acht in der Sammelstelle für nichtmineralische Stoffe wie Glas, Papier, Karton, Elektroschrott etc. ( 1 / 3 des Gesamtumsatzes ) und 21 Angestellte mit Projektleitungs- und Laboraufgaben betraut gewesen. Einem Gesamtarbeits vertrag unterstehe sie nicht (Urk. 2/20 S. 3 f.). Betreffend ihren Maschinenpark gab die Beklagte an, über ein Kieswerk in C.___ einschliesslich Bodenre cyclinganlage, vier Bagger und fünf Pneulader zu verfügen; zudem sei sie Teil haberin einer Sortieranlage des Herstellers „ Sortag “ (Urk. 2/20 S. 5).

4.3. 2 Was die Stellung des Recyclingbereich s (Recycling Bauabfälle und belasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ ) im Gesamtbetrieb anbelangt, gab die Beklagte a uf dem „Formular Mischbetrieb und Gepräge“ (Urk. 2/20 S. 2 ff.) am 5. August 2011 an, ihre Arbeitnehmer könnten den einzelnen Betriebsteilen ( Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt, R ecycling von bel a stetem Aushub, Kies- und Betonwerk, Sammelstelle für nicht mineralische Stoffe, Pro jektierungs - und Laboraufgaben) klar zugeordnet werden. Die Frage, ob Arbei ten im branchenfremden Betri e bsteil im Rahmen der übrigen Tätigkeiten nicht bloss hilfsweise, sondern überwiegend direkt für Kunden erbracht würden, ver neinte sie. Im Weiteren hielt sie fest, dass die Betriebsteile nach aussen nicht als selbst st ändige Anbieter aufträten und als solche zu erkennen seien (Urk. 2/20 S. 2). Von den insgesamt 50 Mitarbeitern im Vollzeitpensum seien in den Jah ren 2010 und 2011 zehn im Bereich Brechen und Sieben von min eralischem Bauschutt ( 1 6 des Gesamtumsatzes), sechs im Bereich Recycling von belastetem Aushub ( 1 3 des Gesamtumsatzes), fünf im Kies- und Betonwerk ( 1 6 des Ge samtumsatzes), acht in der Sammelstelle für nichtmineralische Stoffe wie Glas, Papier, Karton, Elektroschrott etc. ( 1 3 des Gesamtumsatzes ) und 21 Angestellte mit Projektleitungs- und Laboraufgaben betraut gewesen. Einem Gesamtarbeits vertrag unterstehe sie nicht (Urk. 2/20 S. 3 f.). Betreffend ihren Maschinenpark gab die Beklagte an, über ein Kieswerk in C.___ einschliesslich Bodenre cyclinganlage, vier Bagger und fünf Pneulader zu verfügen; zudem sei sie Teil haberin einer Sortieranlage des Herstellers „ Sortag “ (Urk. 2/20 S. 5). Auf ihrer Website führt die Beklagte unter dem Begriff „Umwelt und Entsor gung“ Erdwärmesonden, Kanaldienstleistungen und Altlastensanierung an. Der letztgenannte Bereich ist aufgegliedert in „Recycling“, „Muldenservice“ und „Entsorgungslösungen“. Betreffend das Recycling wird Folgendes ausgeführt:

Auf ihrer Website führt die Beklagte unter dem Begriff „Umwelt und Entsor gung“ Erdwärmesonden, Kanaldienstleistungen und Altlastensanierung an. Der letztgenannte Bereich ist aufgegliedert in „Recycling“, „Muldenservice“ und „Entsorgungslösungen“. Betreffend das Recycling wird Folgendes ausgeführt: Y.___ bietet eine fachgerechte Sortierung und Aufbereitung von mineralischen und nichtmi neralischen Rückbaustoffen und Abfällen an. Auf eigens dafür eingerichteten Re cyclingplätzen und Sortieranlagen werden wertvolle Recyclingbaustoffe und Wertstoffe gewonnen, die als Sekundärrohstoff wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden.

Y.___ bietet eine fachgerechte Sortierung und Aufbereitung von mineralischen und nichtmi neralischen Rückbaustoffen und Abfällen an. Auf eigens dafür eingerichteten Re cyclingplätzen und Sortieranlagen werden wertvolle Recyclingbaustoffe und Wertstoffe gewonnen, die als Sekundärrohstoff wieder in den Stoffkreislauf eingebunden werden. Durch Sortierung, Brechen in einer Prallmühle und Klassierung wird mineralisches Mate rial auf einem unserer Recyclingplätze dem Recyclingprozess zugeführt. Dank strikter An nahmekriterien, professioneller Verarbeitung mit viel Know How entsteht ein qualitativer Recyclingbaustoff für den Strassen- und Tiefbau sowie für die Betonproduktion.

Durch Sortierung, Brechen in einer Prallmühle und Klassierung wird mineralisches Mate rial auf einem unserer Recyclingplätze dem Recyclingprozess zugeführt. Dank strikter An nahmekriterien, professioneller Verarbeitung mit viel Know How entsteht ein qualitativer Recyclingbaustoff für den Strassen- und Tiefbau sowie für die Betonproduktion. Als zertifizierte Unternehmung nach ISO 9001 und 14001 erfüllen wir mit allen unseren Pro zessen im Recycling und in der Entsorgung die gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und normativen Ansprüche. Recycling-Baustoffe sind eine umweltfreundliche und inte ressante Ergänzung zu den primären Rohstoffen. Finden Sie hier [Link] nähere Angaben zu Recycling-Baustoffen der Y.___.

Als zertifizierte Unternehmung nach ISO 9001 und 14001 erfüllen wir mit allen unseren Pro zessen im Recycling und in der Entsorgung die gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und normativen Ansprüche. Recycling-Baustoffe sind eine umweltfreundliche und inte ressante Ergänzung zu den primären Rohstoffen. Finden Sie hier [Link] nähere Angaben zu Recycling-Baustoffen der Y.___. Hier gelangen Sie direkt zum Kontakt- und Standortfinder [Link] Umwelt und Entsorgung.

Hier gelangen Sie direkt zum Kontakt- und Standortfinder [Link] Umwelt und Entsorgung. Aufgrund der geschilderten Gegebenheiten handelt es sich beim Recyclingbe reich um einen von den übrigen Tätigkeiten der Beklagten abgrenzbaren, eine organisatorische Einheit mit klar zuordenbaren Arbeitnehmern bildenden Be triebsteil, der nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Ersc heinung tritt (vgl. auch Urk. 24 S. 16). Dies gilt – entgegen den einschlä gigen Vorbringen der Beklagten (Urk. 11 S. 8 f., Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.) - auch für das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt. Dieses könnte aufgrund der diesbezüglichen Schilderungen auf der Website (vgl. auch darauf abrufbare Firmenbroschüre sowie Preisliste „Recycling und Entsor gung“ ) auch ohne Weiteres unabhängig vom übrigen Tätigkeitsfeld der Beklag ten erfolgen und lässt sich nicht lediglich als blosse Hilfstätigkeit ( Kiesgewin nung ) für die Betonherstellung qualifizieren (vgl. hiezu BGE 141 V 657 E. 4.6.2 ). Da die Beklagte demnach mit ihrem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und be lasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ “, mit dem s ie einen Umsatz von über Fr. 500‘000.-- pro Jahr erzielt (Urk. 24 S. 25), als Anbieterin, die ge genüber Kunden in Erscheinung tritt, aufzufassen ist und der fragliche Be triebsteil eine genügende Selbst st ändigkeit aufweist, fiel er in den betrieblichen Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis Ende 2 012 in Kraft gestandenen Fassung.

Aufgrund der geschilderten Gegebenheiten handelt es sich beim Recyclingbe reich um einen von den übrigen Tätigkeiten der Beklagten abgrenzbaren, eine organisatorische Einheit mit klar zuordenbaren Arbeitnehmern bildenden Be triebsteil, der nach aussen als entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Ersc heinung tritt (vgl. auch Urk. 24 S. 16). Dies gilt – entgegen den einschlä gigen Vorbringen der Beklagten (Urk. 11 S. 8 f., Urk. 24 S. 13 f. und S. 20 ff.) auch für das maschinelle Brechen und Sieben von mineralischem Bauschutt. Dieses könnte aufgrund der diesbezüglichen Schilderungen auf der Website (vgl. auch darauf abrufbare Firmenbroschüre sowie Preisliste „Recycling und Entsor gung“ ) auch ohne Weiteres unabhängig vom übrigen Tätigkeitsfeld der Beklag ten erfolgen und lässt sich nicht lediglich als blosse Hilfstätigkeit ( Kiesgewin nung ) für die Betonherstellung qualifizieren (vgl. hiezu BGE 141 V 657 E. 4.6.2 ). Da die Beklagte demnach mit ihrem Betriebsteil „Recycling Bauabfälle und be lasteter Aushub im Recyclingwerk in C.___ “, mit dem s ie einen Umsatz von über Fr. 500‘000.-- pro Jahr erzielt (Urk. 24 S. 25), als Anbieterin, die ge genüber Kunden in Erscheinung tritt, aufzufassen ist und der fragliche Be triebsteil eine genügende Selbst st ändigkeit aufweist, fiel er in den betrieblichen Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der bis Ende 2 012 in Kraft gestandenen Fassung. 4. 4 Hinsichtlich der Dauer der Unterstellung unter den AVE GAV FAR ist aufgrund der Ende Juli 2010 erfolgten Zweckänderung (vgl. Handelsregisterauszug, Urk. 2/4) nicht zu beanstanden, dass die Beklagte den Beginn auf den 1. August 2010 festsetzte. Betreffend das Ende der Unterstellung steht fest, dass der fragli che Betriebsteil aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlosse nen Änderung nicht mehr unter den am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen AVE GAV FAR fiel. Dieser sieht keine Übergangsregelung für bis dahin unterstellte Betriebe vor; eine solche ist auch gar nicht erforderlich. Hätte der Bundesrat gewol lt, dass die Mitarbeiter von stationären Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle, die bis Ende 2012 in den Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen waren, diesem erst ab 1. Januar 2014 nicht mehr unterstellt sein würden, hätte er die entsprechende Bestimmung für diese auch erst auf diesen Zeitpunkt hin in Kraft gesetzt. Die Beklagte war dem AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültigen Version kraft der vom Bundesrat beschlossenen entsprechenden Allgemeinverbindlicherklärung und nicht aufgrund eines von ihr mit der Klä gerin abgeschlossenen Anschlussvertrags unterstellt und entsprechend beitrags pflichtig. Insofern konnte beziehungsweise musste sie einen solchen auch nicht kündigen, um die Unterstellung zu beenden ( Urk. 1 S. 9 ff., Urk. 18 S. 3 und S. 20 f., Urk. 35 S. 5 f. ). Da die von der Klägerin am 11. Juni 2013 – zum Schutz der Arbeitnehmer – beschlossene Übergangsregelung (Erfordernis der Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten auf das Ende e ines Kalenderjahrs [ Urk. 2/22] ) einer rechtlichen Grundlage entbehrt beziehungsweise in klarem Widerspruch zum Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) steht und zwischenzeitlich auch vom Bundesrat selbst als „klar widerrechtlich“ taxiert wurde (vgl. Bundesratsbeschluss vom 14. Juni 2016; Urk. 36/38 S. 19), endete die Unterstellung mit Inkrafttreten der Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR am 1. Januar 201 3. Anzumerken ist, dass die von der Klägerin ge troffene „ Übergangsregelung “ für die konkret betroffenen Mitarbeiter der Be klagten unbestrittenermassen keinen Vorteil gebracht hätte ( Urk. 11 S. 25 f., Urk. 18 S. 21).

4. 4 Hinsichtlich der Dauer der Unterstellung unter den AVE GAV FAR ist aufgrund der Ende Juli 2010 erfolgten Zweckänderung (vgl. Handelsregisterauszug, Urk. 2/4) nicht zu beanstanden, dass die Beklagte den Beginn auf den 1. August 2010 festsetzte. Betreffend das Ende der Unterstellung steht fest, dass der fragli che Betriebsteil aufgrund der vom Bundesrat am 6. Dezember 2012 beschlosse nen Änderung nicht mehr unter den am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen AVE GAV FAR fiel. Dieser sieht keine Übergangsregelung für bis dahin unterstellte Betriebe vor; eine solche ist auch gar nicht erforderlich. Hätte der Bundesrat gewol lt, dass die Mitarbeiter von stationären Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle, die bis Ende 2012 in den Geltungsbereich des AVE GAV FAR gefallen waren, diesem erst ab 1. Januar 2014 nicht mehr unterstellt sein würden, hätte er die entsprechende Bestimmung für diese auch erst auf diesen Zeitpunkt hin in Kraft gesetzt. Die Beklagte war dem AVE GAV FAR in der bis 31. Dezember 2012 gültigen Version kraft der vom Bundesrat beschlossenen entsprechenden Allgemeinverbindlicherklärung und nicht aufgrund eines von ihr mit der Klä gerin abgeschlossenen Anschlussvertrags unterstellt und entsprechend beitrags pflichtig. Insofern konnte beziehungsweise musste sie einen solchen auch nicht kündigen, um die Unterstellung zu beenden ( Urk. 1 S. 9 ff., Urk. 18 S. 3 und S. 20 f., Urk. 35 S. 5 f. ). Da die von der Klägerin am 11. Juni 2013 – zum Schutz der Arbeitnehmer – beschlossene Übergangsregelung (Erfordernis der Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten auf das Ende e ines Kalenderjahrs [ Urk. 2/22] ) einer rechtlichen Grundlage entbehrt beziehungsweise in klarem Widerspruch zum Bundesratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 (Urk. 2/33) steht und zwischenzeitlich auch vom Bundesrat selbst als „klar widerrechtlich“ taxiert wurde (vgl. Bundesratsbeschluss vom 14. Juni 2016; Urk. 36/38 S. 19), endete die Unterstellung mit Inkrafttreten der Änderung von Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR am 1. Januar 201 3. Anzumerken ist, dass die von der Klägerin ge troffene „ Übergangsregelung “ für die konkret betroffenen Mitarbeiter der Be klagten unbestrittenermassen keinen Vorteil gebracht hätte ( Urk. 11 S. 25 f., Urk. 18 S. 21). 4.5

4.5 4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob die in der Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 im Recyclingbereich beschäftigten Arbeitnehmer der Beklagten dem persönli chen Geltungsbereich des AVE GAV FAR unterstanden. Dies trifft – entgegen den entsprechenden Vorbringen der Beklagten (Urk. 24 S. 19, Urk. 41 S. 3 f. ) – nicht nur auf Personen zu, die auf Baustellen oder in Baubetrieben arbeiten und daher besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (vgl. E. 1.5.3 in fine ).

4.5.1 Zu prüfen bleibt, ob die in der Zeit vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 im Recyclingbereich beschäftigten Arbeitnehmer der Beklagten dem persönli chen Geltungsbereich des AVE GAV FAR unterstanden. Dies trifft – entgegen den entsprechenden Vorbringen der Beklagten (Urk. 24 S. 19, Urk. 41 S. 3 f. ) – nicht nur auf Personen zu, die auf Baustellen oder in Baubetrieben arbeiten und daher besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (vgl. E. 1.5.3 in fine ). 4.5.2 K.___ und L.___ sind – als Geschäftsführer (Urk. 31/1/1-2) bezie hungsweise Betriebs -/Verkaufs leiter des Bereichs Bodenrecycling (Urk. 31/2/1-2) – als leitendes Personal im Sinne von Art. 2 Abs. 5 letzter Satz AVE GAV FAR zu qualifizieren und unterstehen dem AVE GAV FAR daher (un bestrittenermassen [Urk. 35]) nicht. Z u Recht anerk ennt die Klägerin sodann (Urk. 35 S. 3), dass die Arbeitnehmenden M.___, N.___, O.___, P.___ und Q.___ aufgrund ihres jewei ligen Pflichtenhefts beziehungsweise ihrer konkreten Funktionen (Urk. 31/3-7) unter den Begriff „ kaufmännisches Personal “ im Sinne der genannten Bestim mung zu subsumieren und folglich vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ebenfalls ausgenommen sind.

4.5.2 K.___ und L.___ sind – als Geschäftsführer (Urk. 31/1/1-2) bezie hungsweise Betriebs -/Verkaufs leiter des Bereichs Bodenrecycling (Urk. 31/2/1-2) – als leitendes Personal im Sinne von Art. 2 Abs. 5 letzter Satz AVE GAV FAR zu qualifizieren und unterstehen dem AVE GAV FAR daher (un bestrittenermassen [Urk. 35]) nicht. Z u Recht anerk ennt die Klägerin sodann (Urk. 35 S. 3), dass die Arbeitnehmenden M.___, N.___, O.___, P.___ und Q.___ aufgrund ihres jewei ligen Pflichtenhefts beziehungsweise ihrer konkreten Funktionen (Urk. 31/3-7) unter den Begriff „ kaufmännisches Personal “ im Sinne der genannten Bestim mung zu subsumieren und folglich vom persönlichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR ebenfalls ausgenommen sind. Was die weiteren im Recyclingwerk C.___ beschäftigten Mit arbeiter der Beklagten anbelangt, ist D.___, der Werkleiter Bodenwaschanlage (Urk. 31/8/1), unter Berücksichtigung seiner im Pflichtenheft (Urk. 31/8/2) um schriebenen Aufgaben „Werkmeister“ im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. a AVE GAV FAR (vgl. hiezu auch Urk. 36/37) und dem AVE GAV FAR demnach un terstellt. Nämliches gilt für E.___, der explizit als Maschinist angestellt ist (Urk. 31/9/1), über ein dieser Tätigkeit entsprechendes Pflichtenheft verfügt (Urk. 31/9/2) und demnach als Spezialist im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR zu qualifizieren ist. Ebenfalls als Spezialisten (und entgegen den ein schlägigen Ausführungen der Beklagten [Urk. 41 S. 8 ff.] nicht etwa als techni sches Personal) zu taxieren sind aufgrund ihrer Funktion (vgl. Arbeitsverträge und Pflichtenhefte, Urk. 31/10-13) F.___ (Mitarbeiter Bodenwasch anlage ), G.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. September 2010 bei der Beklag ten angestellt), H.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. Juni 2011 bei der Be kla gten angestellt) und I.___ (Anlagenmitarbeiter Bodenwaschanlage). Schliesslich betrifft die Beitragspflicht auch A.___ und B.___, die nach Lage der Akten damit beschäftigt sind, mineralischen Bauschutt ma schinell (vollautomatisch) zu brechen und dann automatisiert mittels Sieben zu klassieren ( Urk. 11 S. 8 ff., Urk. 24 S. 13 ff. ). Anzumerken ist, dass die genann ten Mitarbeiter nach Lage der Akten k einem – für ihre Berufsgruppe spezifi scheren – GAV unterstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.4.2 f.).

Was die weiteren im Recyclingwerk C.___ beschäftigten Mit arbeiter der Beklagten anbelangt, ist D.___, der Werkleiter Bodenwaschanlage (Urk. 31/8/1), unter Berücksichtigung seiner im Pflichtenheft (Urk. 31/8/2) um schriebenen Aufgaben „Werkmeister“ im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. a AVE GAV FAR (vgl. hiezu auch Urk. 36/37) und dem AVE GAV FAR demnach un terstellt. Nämliches gilt für E.___, der explizit als Maschinist angestellt ist (Urk. 31/9/1), über ein dieser Tätigkeit entsprechendes Pflichtenheft verfügt (Urk. 31/9/2) und demnach als Spezialist im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR zu qualifizieren ist. Ebenfalls als Spezialisten (und entgegen den ein schlägigen Ausführungen der Beklagten [Urk. 41 S. 8 ff.] nicht etwa als techni sches Personal) zu taxieren sind aufgrund ihrer Funktion (vgl. Arbeitsverträge und Pflichtenhefte, Urk. 31/10-13) F.___ (Mitarbeiter Bodenwasch anlage ), G.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. September 2010 bei der Beklag ten angestellt), H.___ (Werkmitarbeiter, seit 1. Juni 2011 bei der Be kla gten angestellt) und I.___ (Anlagenmitarbeiter Bodenwaschanlage). Schliesslich betrifft die Beitragspflicht auch A.___ und B.___, die nach Lage der Akten damit beschäftigt sind, mineralischen Bauschutt ma schinell (vollautomatisch) zu brechen und dann automatisiert mittels Sieben zu klassieren ( Urk. 11 S. 8 ff., Urk. 24 S. 13 ff. ). Anzumerken ist, dass die genann ten Mitarbeiter nach Lage der Akten k einem – für ihre Berufsgruppe spezifi scheren – GAV unterstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.4.2 f.). 4.5.3 Bei der Berechnung der Beiträge für die relevante Periode vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 ist der (vertraglich zugesicherte; vgl. Urk. 31/8 ff.) drei zehnte Monatslohn für das Jahr 2010 entgegen den einschlägigen Vorbringen der Klägerin (Urk. 35 S. 4 f.) nicht vollumfänglich, sondern lediglich pro rata temporis zu berücksichtigen. Abzustellen ist sodann (auch) für das Jahr 2010 nicht auf den (allfällige Ausbildungszulagen umfassenden) Bruttolohn, sondern auf den AHV- pflichtigen Lohn (E. 1.6 ). Für d ie in den persönlichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallenden Arbeitnehmenden ergeben sich demnach folgende massgebliche Löhne (vgl. Urk. 2/30 S. 2 ff., Urk. 31/ 8 ff. ):

4.5.3 Bei der Berechnung der Beiträge für die relevante Periode vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2012 ist der (vertraglich zugesicherte; vgl. Urk. 31/8 ff.) drei zehnte Monatslohn für das Jahr 2010 entgegen den einschlägigen Vorbringen der Klägerin (Urk. 35 S. 4 f.) nicht vollumfänglich, sondern lediglich pro rata temporis zu berücksichtigen. Abzustellen ist sodann (auch) für das Jahr 2010 nicht auf den (allfällige Ausbildungszulagen umfassenden) Bruttolohn, sondern auf den AHV- pflichtigen Lohn (E. 1.6 ). Für d ie in den persönlichen Geltungs bereich des AVE GAV FAR fallenden Arbeitnehmenden ergeben sich demnach folgende massgebliche Löhne (vgl. Urk. 2/30 S. 2 ff., Urk. 31/ 8 ff. ): Arbeitnehmer Arbeitnehmer

Arbeitnehmer Lohn 2010 ( August bis Dezember) Lohn 2010 ( August bis Dezember)

Lohn 2010 ( August bis Dezember) Lohn 2011 Lohn 2011

Lohn 2011 Lohn 2012 Lohn 2012

Lohn 2012 D.___ D.___

D.___ Fr. 4 3‘929.15 Fr. 4 3‘929.15

Fr. 4 3‘929.15 Fr. 112‘090.-- Fr. 112‘090.--

Fr. 112‘090.-- Fr. 123‘750.-- Fr. 123‘750.--

Fr. 123‘750.-- E.___ E.___

E.___ Fr. 36‘239.10 Fr. 36‘239.10

Fr. 36‘239.10 Fr. 82‘208.-- Fr. 82‘208.--

Fr. 82‘208.-- Fr. 84‘872.-- Fr. 84‘872.--

Fr. 84‘872.-- F.___ F.___

F.___ Fr. 34‘218.90 Fr. 34‘218.90

Fr. 34‘218.90 Fr. 77‘824.-- Fr. 77‘824.--

Fr. 77‘824.-- Fr. 61‘806.-- Fr. 61‘806.--

Fr. 61‘806.-- G.___ G.___

G.___ Fr. 24‘918.90 Fr. 24‘918.90

Fr. 24‘918.90 Fr. 63‘109.-- Fr. 63‘109.--

Fr. 63‘109.-- Fr. 69‘727.-- Fr. 69‘727.--

Fr. 69‘727.-- H.___ H.___

H.___ Fr. 2‘280.-- Fr. 2‘280.--

Fr. 2‘280.-- Fr. 4‘871.-- Fr. 4‘871.--

Fr. 4‘871.-- I.___ I.___

I.___ Fr. 3 3 ‘ 475.-- Fr. 3 3 ‘ 475.--

Fr. 3 3 ‘ 475.-- Fr. 84‘720.-- Fr. 84‘720.--

Fr. 84‘720.-- Fr. 84‘640.-- Fr. 84‘640.--

Fr. 84‘640.-- A.___ A.___

A.___ Fr. 33‘432.50 Fr. 33‘432.50

Fr. 33‘432.50 Fr. 84‘275.-- Fr. 84‘275.--

Fr. 84‘275.-- Fr. 91‘660.-- Fr. 91‘660.--

Fr. 91‘660.-- B.___ B.___

B.___ Fr. 28‘532.10 Fr. 28‘532.10

Fr. 28‘532.10 Fr. 70‘941.-- Fr. 70‘941.--

Fr. 70‘941.-- Fr. 71‘675.-- Fr. 71‘675.--

Fr. 71‘675.-- Total Total

Total Fr. 234‘745.65 Fr. 234‘745.65

Fr. 234‘745.65 Fr. 577‘447.-- Fr. 577‘447.--

Fr. 577‘447.-- Fr. 5 93‘001.-- Fr. 5 93‘001.--

Fr. 5 93‘001.-- Unter Berücksichtigung der in de n fraglichen Perioden gültigen Beitragssätze (E. 1.6 ) resultieren demnach folgende von der Beklagten geschuldeten Beiträge :

Unter Berücksichtigung der in de n fraglichen Perioden gültigen Beitragssätze (E. 1.6 ) resultieren demnach folgende von der Beklagten geschuldeten Beiträge : Jahr Jahr

Jahr Lohnsumme Lohnsumme

Lohnsumme Arbeit geber beitrag Arbeit geber beitrag

Arbeit geber beitrag Arbeit nehmer beitrag Arbeit nehmer beitrag

Arbeit nehmer beitrag Gesamtb eitrag (gerundet) Gesamtb eitrag (gerundet)

Gesamtb eitrag (gerundet) 2010 2010

2010 Fr. 234‘745.65 Fr. 234‘745.65

Fr. 234‘745.65 Fr. 9‘389.826 (4 %) Fr. 9‘389.826 (4 %)

Fr. 9‘389.826 (4 %) Fr. 3‘051.693 (1,3 %) Fr. 3‘051.693 (1,3 %)

Fr. 3‘051.693 (1,3 %) Fr. 12‘441.50 Fr. 12‘441.50

Fr. 12‘441.50 2011 2011

2011 Fr. 577‘447.-- Fr. 577‘447.--

Fr. 577‘447.-- Fr. 23‘097.88 (4 %) Fr. 23‘097.88 (4 %)

Fr. 23‘097.88 (4 %) Fr. 7‘506.811 (1,3 %) Fr. 7‘506.811 (1,3 %)

Fr. 7‘506.811 (1,3 %) Fr. 30‘604.70 Fr. 30‘604.70

Fr. 30‘604.70 2012 2012

2012 Fr. 593‘001.-- Fr. 593‘001.--

Fr. 593‘001.-- Fr. 23‘720.04 (4 %) Fr. 23‘720.04 (4 %)

Fr. 23‘720.04 (4 %) Fr. 5‘930.01 (1 %) Fr. 5‘930.01 (1 %)

Fr. 5‘930.01 (1 %) Fr. 29‘650.05 Fr. 29‘650.05

Fr. 29‘650.05 Total Total

Total Fr. 72‘696.25 Fr. 72‘696.25

Fr. 72‘696.25 4.6 Die Beklagte ist folglich – in teilweiser Gutheissung der Klage – zu verpflichten, der Klägerin Beiträge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % (Art. 9 Abs. 2 und 3 GAV FAR ) zu bezahlen,

4.6 Die Beklagte ist folglich – in teilweiser Gutheissung der Klage – zu verpflichten, der Klägerin Beiträge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % (Art. 9 Abs. 2 und 3 GAV FAR ) zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 (Beitrag 2010) ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 (Beitrag 2011) ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 (Beitrag 2012) ab 1. Januar 2013. für den Betrag von Fr. 12‘441.50 (Beitrag 2010) ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 (Beitrag 2011) ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 (Beitrag 2012) ab 1. Januar 2013. Im Übrigen ist die Klage abzuweisen.

Im Übrigen ist die Klage abzuweisen. 5. Hinsichtlich der von der Klägerin beantragten Prozessentschädigung ist festzuhal ten, dass Versicherungsträger nach § 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in der Regel keinen Anspruch auf E rsatz ihrer Parteikosten haben. Vo rliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen.

5. Hinsichtlich der von der Klägerin beantragten Prozessentschädigung ist festzuhal ten, dass Versicherungsträger nach § 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) in der Regel keinen Anspruch auf E rsatz ihrer Parteikosten haben. Vo rliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Bei träge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 ab 1. Januar 2013. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Bei träge in der Höhe von Fr. 72‘696.25 zuzüglich Zins zu 5 % zu bezahlen, für den Betrag von Fr. 12‘441.50 ab 1. Januar 2011, für den Betrag von Fr. 30‘604.70 ab 1. Januar 2012 und für den Betrag von Fr. 29‘650.05 ab 1. Januar 2013. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der Klägerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.

3. Der Klägerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget

Rechtsanwalt Dr. Lukas Wiget - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubFischer