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Jedes Jahr landen Millionen gebrauchter Autos oder Schrottautos in Afrika, wo sie oft nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Die EU-Kommission will diesen Vorgang verbieten. Der Verbotsvorschlag ist Teil einer Initiative, die klimaschädliche Treibhausgase reduzieren, Arbeitsplätze schaffen und den Zugang zu Rohstoffen verbessern soll.
Ein weiteres Ziel besteht darin, die Verkehrssicherheit in Ländern der Dritten Welt zu erhöhen, indem der Weiterverkauf nicht fahrbereiter Fahrzeuge verhindert wird. Auch Motorräder, Lastkraftwagen und Busse würden schrittweise in das Verbot aufgenommen.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat berichtet, dass zwischen 2015 und 2018 weltweit etwa 14 Millionen Gebrauchtwagen exportiert wurden und mehr als die Hälfte davon nach Afrika ging.
Die Rückgewinnung von Rohstoffen wie Stahl, Aluminium und Kunststoffen soll durch die Beschränkungen erleichtert werden. Die EU-Kommission möchte, dass 30 Prozent der Kunststoffe aus Altfahrzeugen recycelt werden und so die Rohstoffversorgung sichergestellt wird. Der hohe Bedarf an Stahl, Aluminium und Kupfer wird hauptsächlich von der Automobilindustrie benötigt.
Jedes Jahr werden in Europa mehr als sechs Millionen Fahrzeuge als Müll entsorgt. Vor der Umsetzung sollen die EU-Staaten gemeinsam mit dem Parlament über Konzept und Funktionsweise des Projekts verhandeln.
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