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Jetzt ist klar: Ein Trump-Vertrauter wird US-Botschafter in Bern. Edward McMullen hält viel von seinem Boss und vergleicht ihn mit dem früheren Präsidenten Ronald Reagan.
Edward McMullen wird neuer US-Botschafter in der Schweiz. Das teilte der Pressedienst des Weissen Hauses am Freitag mit. McMullen tritt die Nachfolge von Suzi Levine an, welche nach dem Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump demissioniert hat. Im Wahlkampf hatte er Trumps Kampagne im Bundesstaat South Carolina geleitet.
McMullen hat nach eigenen Angaben 1995 an der einwöchigen Konferenz für junge Führungskräfte der American-Swiss Foundation in der Schweiz teilgenommen. Er will die Eidgenossenschaft (sowie Italien) ausgiebig bereist haben.
Der Chef der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer, Martin Naville, sagte im Juni gegenüber der «Nordwestschweiz», der Politberater sei seines Wissens ein konstruktiver Republikaner und bestimmt «kein Bannon-Typ». Stephen Bannon ist der von Donald Trump im August gefeuerte Chefstratege der US-Regierung.
McMullen mag kein zweiter Stephen Bannon sein. Ein flammender, bedingungsloser Trump-Bewunderer ist er ohne jeden Zweifel. «Ich betrachte mich selber mehr als Konservativen denn als Republikaner. Donald Trump ist ein grossartiges Beispiel dafür, was republikanischer Konservatismus ist», ist so ein Satz, den McMullen im Wahlkampf immer wieder gesagt hat.
Trump sei der erste Republikaner, der ihn an Ronald Reagan erinnere. Wobei der New Yorker im persönlichen Gespräch noch mehr Charisma versprühe als der verstorbene Ex-Präsident. McMullens Loyalität kennt auch in schwierigen Momenten keine Grenzen. Als eine junge Frau im Oktober 2016 öffentlich aussagte, Trump habe vor zehn Jahren bei einem Schönheitswettbewerb ungefragt die Umkleidekabine der Kandidatinnen betreten, bezeichnet McMullen diesen und andere Vorwürfe als «Tussi-Ausbrüche» («bimbo eruptions») aus dem Lager von Hillary Clinton. (sda/jk)