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Insgesamt 195 Schweizer sind Ende 2008 in ausländischen Gefängnissen gesessen. Ein Drittel von ihnen wurde wegen Drogendelikten verhaftet - so auch die vor rund einer Woche in Lima festgenommene 19-jährige Schweizerin.Dieser Inhalt wurde am 25. Februar 2009 - 09:00 publiziert
Die Schweizer Inhaftierten befanden sich in 86 Ländern im Freiheitsentzug, vor allem in Spanien, Frankreich, Deutschland, Holland, Brasilien, Peru und Thailand.
Für Personen in Haft übernimmt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Information der Angehörigen. Es setzt sich auch für die Rechte der Inhaftierten auf einen Pflichtverteidiger, eine menschenwürdige Behandlung sowie die Respektierung der Grundrechte während des Freiheitsentzugs ein.
Das EDA könne aber inhaftierte Bürger nicht aus dem Gefängnis holen, auf Gerichtsverfahren im Ausland Einfluss nehmen und Massnahmen ergreifen oder die Rechtsnormen des Aufenthaltsstaates verletzten.
Der jüngste Fall geht auf Sonntag letzter Woche zurück: Eine 19-jährige Schweizerin wurde mit 3,5 Kilogramm Kokain am Flughafen in Lima festgenommen. Auf Drogenschmuggel stehen in Peru mindestens fünf Jahre Haft.
Laut Daniel Graf, Sprecher von Amnesty International, sind die Gefängnisse insbesondere in Lateinamerika oft überfüllt. Es komme zu Misshandlungen und Übergriffen durch das Gefängnispersonal, die hygienischen Bedingungen seien schlecht und die Ernährung oft mangelhaft.
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