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Jeder wollte ihn sehen: Michael Jackson – live auf der Victory Tour! Im Jahr 1984 war Michael Jackson DER Entertainer überhaupt. Obwohl die anstehenden Tourstationen oft erst kurzfristig gelüftet wurden und die Tickets nur 7 bis 10 Tage im Voraus gekauft werden konnten, waren die meisten der 55 Shows ausverkauft.
35 Jahre sind vergangen, seit Michael mit seinen Brüdern als The Jacksons zum letzten Mal auf Tour ging. Eigentlich war die Victory-Tour mehr ein Gefallen an sie, denn das Publikum wollte vor allem Michaels solo-Songs hören. Thriller hatte sich innert knapp eineinhalb Jahren bereits über 25 Millionen Mal verkauft.
„Michael ist jetzt, ganz einfach, der grösste Star im popkulturellen Universum – wenn nicht grösser als Jesus, wie John Lennon einst mit den Beatles prahlte, dann sicherlich grösser als diese Gruppe oder irgendeine andere frühere Pop-Ikone“, ist im Rolling Stone vom März 1984 zu lesen.
Der Titel vom Artikel: „Trouble in Paradise?“ Der Beitrag prophezeite so einiges. Zwar war die Tour, die ab Juli 1984 mit 55 spektakulären Konzerten durch Amerika und Kanada zog, dank 2 Millionen Zuschauern ein grosser Erfolg. Doch hinter den Kulissen hatte sich Michael Jackson endgültig von seinen Brüdern distanziert.
Michael mochte den Promoter der Tour, Don King, nicht. Und er war alles andere als begeistert vom unüblich hohen Ticketpreis und dem Verkaufs-System. Wer nämlich ans Konzert wollte, musste gleich vier Tickets für je 30 Dollar bestellen und die 120 Dollar im Voraus überweisen. Zufällig wurde dann ausgewählt, wer auch tatsächlich ein Ticket erhielt. Alle anderen, sofern die Shows ausverkauft waren, erhielten ihr Geld erst 6 bis 8 Wochen später zurück. Michael war als einziger der sechs Jackson-Brüder dagegen. Also fügte er sich, äusserte sich aber an der Pressekonferenz am Tag vor dem Tourstart wie folgt:
A lot of people are having trouble getting tickets. The other day I got a letter from a fan in Texas named Ladonna Jones. She’d been saving her money from odd jobs to buy a ticket, but with the turned tour system, she’d have to buy four tickets and she couldn’t afford that. So, we asked our promoter to work out a new way of distributing tickets, a way that no longer requires a money order. There has also been a lot of talk about the promoter holding money for tickets that didn’t sell. I’ve asked our promoter to end the mail order ticket system as soon as possible so that no one will pay money unless they get a ticket. Finally, and most importantly, there’s something else I am going to announce today. I want you to know that I decided to donate all my money I make from our performance to charity.
Am letzten von sechs ausverkauften Konzerten in Los Angeles im Dezember 1984, gab Michael dann bekannt, was alle ahnten: Dies sei der letzte gemeinsame Auftritt mit seinen Brüdern gewesen. Somit versandeten auch die Pläne, die Victory-Tour im Jahr 1985 in Europa und in Australien fortzusetzen.
Die fünf Millionen, die MJ verdient hatte, gingen an den United Negro College Fund, das Camp Good Times für schwerkranke Kinder, sowie an die T.J. Martell Foundation, die Leukämie- und Krebsforschung finanzierte.
Wir zeigen einige Magazine, die über die Tour berichtet hatten, sowie weitere Collectors von der Tour: Die offizielle Tourjacke, ein Promo T-Shirt, und die Pepsi-Dose vom Tour-Sponsor, der später auch Michaels solo-Tourneen, die Bad- und Dangerous-Tour sponsorte.
Im Verlauf der nächsten Wochen folgen weitere Collectors von der Tour…