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Inspiriert vom Reformgeist der beiden Schulen, etablierte sich der junge Burgunder während aufwändiger Bibliotheksreise, die er zwischen 1541 und 1555 durch Ober- und Mittelitalien unternahm, in Humanistenkreisen als ein angesehener Philologe sowie als ein innovativer Historiker des römischen und byzantinischen Rechts. [FN 1: S. dazu Kap. A/3.2] In Rom, wo er zwischen 1545 und 1555 lebte, begegnet er als ein vielseitiges Mitglied der internationalen Antiquarszirkel, die sich damals im Umfeld der römischen Kurie sammelten, und beteiligte sich an früharchäologischen und mythografischen Studien, die in vielerlei Hinsicht auf das Zeitalter Winckelmanns vorausweisen. [FN 2: Kap. A/3.3.] Besondere Bedeutung erlangte Matal als Pionier einer wissenschaftlichen Epigrafik. Die große, europäisch dimensionierte Kollektion griechischer und römischer Inschriften, die er zwischen 1545 und 1551 in Rom zusammentrug, hatte eine beeindruckende Wirkungsgeschichte; beginnend mit der Inschriftensammlung seines Freundes und Mitarbeiters Martin de Smet (Smetius), die Justus Lipsius 1588 in Leiden zum Druck brachte, über die Inscriptiones antiquae totius orbis Romani, die Janus Gruter 1602 in Heidelberg publizierte, bis zum Berliner Corpus Inscriptionum Latinarum, das Theodor Mommsen im 19. Jahrhundert herausgab.