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News 29.06.2001, 11:45 Uhr
Streit wegen eBook-Kopierschutz
Die russischen Passwort- und Kopierschutzknacker von Elcomsoft.com haben Adobe zum Überarbeiten ihres eBook-Readers gezwungen.
Die russische Software-Firma Elcomsoft [1] hat sich auf Software spezialisiert, die passwort- und kopiergeschützte Dateien knacken kann. Zur Anwendung sollen diese Programme kommen, wenn man sein Passwort verloren hat oder wenn man eine Sicherheitskopie einer kopiergeschützten Datei machen will. Solche Programme werden für geschützte Dokumente von Word 2000, Excel 2000, Outlook Express, Lotus und anderer populärer Software angeboten.
Nun ist es zu einem Disput zwischen Elcomsoft und Adobe gekommen. Adobes eBook-Reader [2] wurde entwickelt, um Bücher elektronisch verkaufen zu können. Ein Kopierschutz soll verhindern, dass die Bücher illegal weiterverbreitet werden. Das Tool "Advanced eBook Processor" von Elcomsoft sollte es ermöglichen, den Schutz der elektronischen Bücher zu umgehen, damit eine Sicherheitskopie erstellt werden kann. Adobe liess jedoch das Programm von Elcomsofts Provider vom Netz nehmen und fertigte innert kurzer Zeit eine neue Version des eBook-Readers (2.2) an, so dass keine Sicherheitskopie der gekauften Bücher mehr erstellt werden kann.
Autor(in) Beat Rüdt
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