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Informationsquelle:
https://www.iea.org/reports/energy-policies-of-iea-countries-switzerland-2018-review
Die Schweiz hat die niedrigste Kohlenstoffintensität unter allen IEA-Ländern, was hauptsächlich auf den kohlenstofffreien Stromsektor zurückzuführen ist, der von der Atom- und Wasserkrafterzeugung dominiert wird. Wie werden wir diesen Status in Zukunft beibehalten?
Nach der Entscheidung des Schweizer Volkes aus dem Jahr 2017, die Kernenergie schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen, befindet sich der Schweizer Energiesektor derzeit in einem erheblichen Wandel. Die Lücke zu schließen, die durch die Schließung von Kernkraftwerken entsteht, während gleichzeitig die CO2-arme Erzeugung und die hohen Standards der Versorgungssicherheit aufrechterhalten werden, wird eine der Herausforderungen sein, denen sich die Schweiz in ihrer langfristigen Energiestrategie stellen muss. Die Energiestrategie 2050 des Landes zeigt den Weg zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, in der höhere Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen die Kernenergie ersetzen. In diesem Zusammenhang konzentriert sich die jüngste IEA-Überprüfung der Energiepolitik der Schweiz auf zwei kritische Bereiche: die Gestaltung des Strommarkts und die Klimapolitik für den Zeitraum nach 2020. Die neue Energiestrategie erfordert die Öffnung des Schweizer Strommarkts und die vollständige Integration in den europäischen Strommarkt, um den künftigen Energiebedarf zu decken. Die IEA ermutigt die Schweizer Regierung, die laufenden Verhandlungen mit der Europäischen Union über ein Stromabkommen zu einem erfolgreichen Ergebnis zu führen. Die Kohlendioxidabgabe der Schweiz auf stationäre Brennstoffe und ihre automatische Aufwärtsanpassung haben sich als äußerst effektiv erwiesen, um den Energiebedarf von Öl auf Gas und erneuerbare Energiequellen zu verlagern. Es muss jedoch noch mehr getan werden, um die Emissionen aus dem Verkehr zu begrenzen.