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Hurrikan «Ophelia» zieht in Richtung Irland und Britische Inseln. Er wird am Montagvormittag gegen Mittag die Südspitze von Irland erreichen. Vorher wird er sich jedoch zu einem aussertropischen Sturm umwandeln. Trotzdem dürfte der Sturm in Irland und generell auf den Britischen Inseln Windböen im Bereich von 100 bis 130 km/h bringen.
Tropisch, aussertropisch - hä?
Tropische Stürme, so auch Hurrikane, zeichnen sich durch ihren warmen Kern, ihre symmetrische Form und den regelmässigen Drehsinn aus. Damit tropische Stürme überleben können, benötigen sie in erster Linie warmes Wasser als Energiequelle. Aussertropische Stürme, die für Europa typisch sind, besitzen einen kalten Kern und bilden kein klassisches Auge aus. Im Vergleich zu tropischen Stürmen dehnt sich das Windfeld von extratropischen Stürmen stark zur Seite aus, der Sturm erhält daher eine asymmetrische Form. Sobald ein Hurrikan in den kälteren Atlantik und in unsere Westwindströmung vorstösst, wandelt er sich von einem tropischen in einen aussertropischen Sturm um.
Besondere Hurrikansaison
Gestern Samstag hatte sich Hurrikan «Ophelia» in der Nähe der Azoren zu einem Wirbelsturm der dritten (von fünf) Kategorien verstärkt. So weit östlich im Atlantik gab es das bisher noch nie. Das ist nur wegen dem aktuell sehr schwachen Azorenhoch möglich.
Zudem ist es sehr aussergewöhnlich, dass sich dieses Jahr bereits alle 10 tropischen Stürme über dem Atlantik zu Hurrikanen entwickelt haben. Das letzte Mal war das im Jahr 1893 der Fall, es ist also schon eine Weile her.