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Da kommt mir gerade ein längst vergangenes Episödchen in den Sinn, das ich gerne mit euch teile. Es ereignete sich irgendwann in der ersten Hälfte der Nullerjahre, als die Übersetzungsprogramme noch jung waren und deren Künste immer mal wieder für einen Lacher sorgten.
Ich googelte Opus 111 meines Lieblingskomponisten und fand auf einer US-amerikanischen Website einen interessanten Text, der sich ausführlich über diese epochale Klaviersonate ausliess. Weil ich meinen Englischkenntnissen nicht (mehr) traute, schaltete ich vertrauensvoll auf das Übersetzungsprogramm um.
In einem kruden Deutsch wurde ich daraufhin in die Geheimnisse besagter Sonate eingeführt. Ich konnte mir ungefähr zusammenlesen und -reimen, was der Autor meinte, aber gar keinen Reim machen konnte ich mir auf den Namen des Komponisten, der in diesem Beitrag beharrlich als «Ludwig Packwagen Beethoven» auftauchte.
Was um Himmels willen hatte dieser unsinnige «Packwagen» zwischen «Ludwig» und «Beethoven» zu suchen? Irgendwann am nächsten oder übernächsten Tag kam ich spontan auf die Lösung.
Natürlich: Einen Kleintransporter bezeichnet man in Amerika als Van, englisch kleingeschrieben, van. Dass also die mangelhaft trainierte Übersetzungssoftware den niederländischen Namenszusatz «van» brav als «Packwagen» wiedergab, erschien unter diesem Aspekt durchaus einleuchtend.
Und irgendwie stimmt es ja auch: Dieser Packwagen namens Beethoven hat uns seinerzeit eine zünftige Ladung an musikalischer Nahrung vor die Haustür gekarrt, an der wir uns noch heute sättigen.