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Marion "Frank" Rudy hatte die Vision, Luft in Kammern zu füllen und diese Kammern wiederum unter dem Fuß zu platzieren. So sollten sie bei jedem Schritt die Bewegung der Lungen imitierten. Einatmen. Ausatmen. Aufblähen. Zusammenziehen. Diese Funktion sollte das Laufen vereinfachen und zugleich Verletzungen vorbeugen. Mit einem Prototypen besuchte er 1977 Phil Knight und ließ den Nike-Mitbegründer eine Viertelstunde auf seiner Luft-Sohle laufen. Das Nike Headquarter war in den 70er Jahren ein riesiger Brutkasten für bahnbrechende Schuhtechnologien. So weckte auch Rudys Idee die Experimentierfreude des CEOs.<br><br>Ein Expertenteam von Designern, Athleten, Wissenschaftlern und NASA Raumfahrtingenieuren entwickelte den ersten Prototypen. Die Air Einheit würde mit herkömmlichen Schaumstoff kombiniert, der bereits 1978 an den Füßen ausgewählter Läufer beim Honolulu Marathon an den Start ging. Die Schuhe fielen im Ziel fast auseinander, doch die Läufer waren sich einig: So ein Gefühl hatten sie noch nie erlebt - leicht, bouncy und die Energie in den Beinen blieb länger erhalten. Die Nike Air Technologie war bereit für ihren Release: 1979 erschien der Nike Air Tailwind mit der ersten integrierten Air Zwischensohle. <br><br>Bei der Produktion der Zwischensohle werden zwei Polyurethan-Folien in einer Thermoform-Maschine in die Sohlenform gepresst, die anschließend mit Stickstoff (also nicht mit Luft) gefüllt werden. Die luftdichten Kissen absorbieren die Aufprallenergie und ermöglichen das schon von den Marathonläufern beschriebene revolutionäre, weiche, reaktionsfreudige Laufgefühl.