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Chester Allan, der 21. Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, geb. 1830 zu Troy im Staat New York als
Sohn eines Baptistenpredigers, besuchte das Union College, wo er schon 1848 graduierte, studierte die Rechte und ward 1850 Advokat
in New York, wo er mit Erastus Culver u. a. eine Firma begründete, die mit vielem Erfolg arbeitete. Auch an der Politik nahm
er eifrig teil und schloß sich den strengen Republikanern an. Als Chef des Geniewesens und Generalquartiermeister des Staates
New York leistete er während des Bürgerkriegs durch unermüdliche Fürsorge für Bekleidung und Bewaffnung
der Truppen wichtige Dienste. Er ward dafür 1871 mit dem einträglichen Posten des Hafenkollektors in New York belohnt, von
dem ihn aber 1878 der Präsident Hayes wegen Amtsmißbrauchs entfernte.
Als Vorsitzender des republikanischen Staatskomitees und als einer der Führer der sogen. Stalwarts in New York erlangte
er großen politischen Einfluß und ward daher im Juli 1880 auf der republikanischen Nationalkonvention in Chicago, um diese
Fraktion der Partei zu befriedigen, zum Vizepräsidenten der Union nominiert und im Dezember 1880 gewählt. Durch den frühen
Tod des Präsidenten Garfield ward er 19. Sept. 1881 Präsident der Union und brachte nun seine Partei überall
zur Herrschaft.
Chester Allan, 21. Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, verwaltete sein hohes Amt mit größerer
Unparteilichkeit, als man von ihm erwartet hatte, wußte allmählich das Schmarotzertum seiner Partei von sich abzuschütteln
und nahm beim Rücktritt von der Präsidentschaft (4. März 1885) die allgemeine Achtung mit ins Privatleben.
Er starb 18. Nov. 1886 in New York.
Herzog von der Bretagne, geb. 1187, war der Sohn und Erbe Geoffreys (gest. 1186), des dritten Sohns von König
Heinrich II. von England, und nach König Richard Löwenherz' Tod (1199) der Nächstberechtigte zum Thron.
Jedoch gelang ihm nur, Anerkennung in den Erblanden seines Hauses, Anjou, Maine, Touraine, zu finden, in den übrigen Teilen
des von Heinrich II. gegründeten Reichs machte ihm sein jüngster Oheim Johann mit Glück den Anspruch streitig.
Arthur fand die Unterstützung Frankreichs, geriet aber 1202 in Johanns Gefangenschaft und wurde 3. April 1203 zu Rouen ermordet, vielleicht
durch des Oheims eigene Hand.
Chester Allan, der 21. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, geb. 5. Nov. 1830 zu
Albany in der Grafschaft Franklin im Staate Vermont, widmete sich der Advokatur und ließ sich 1851 in Neuyork nieder, wo er 1856 die
republikanische Partei mitbegründen half. Vom Präsidenten Grant wurde er 1872 zur Belohnung seiner der Partei geleisteten
Dienste zum Oberzolldirektor (Collector of Customs) des Hafens von Neuyork ernannt, aber 1878 von Präsident
Hayes wegen seiner Opposition gegen die Civildienstreform abgesetzt.
Bei dem republikanischen Parteikonvent, der im Juni 1880 in Chicago den General James Arthur Garfield zum Präsidentschaftskandidaten
ernannte, erhielt Arthur die Ernennung zum Vicepräsidenten, um eine einheitliche Aktion der Partei herbeizuführen. Die Wahl erfolgte 2. Nov. 1880. Nachdem
Garfield (s. d.) 19. Sept. 1881 infolge eines Attentats gestorben war, trat Arthur die Präsidentschaft an und gestaltete bis Ende 1881 das
von seinem Vorgänger übernommene Kabinett in seinen Hauptträgern um. Die neuernannten Minister gehörten dem sog. Conklingschen
Flügel der republikanischen Partei an und waren namentlich unbedingte Anhänger des Generals Grant. Im
Gegensatz zu den frühern Vicepräsidenten Tyler (1841) und Andrew Johnson (1865) blieb Arthur wie Millard Fillmore (1850) den
Hauptgrundsätzen seiner Partei treu. Seine Regierung war durch große Ehrlichkeit ausgezeichnet. Nachdem Arthur im
März 1885, von seinen Mitbürgern hochgeachtet, die Regierung niedergelegt hatte, starb er 17. Nov. 1886 in
Neuyork. -
Vgl. Stoddard, Lives of Hayes, Garfield and Arthur (Neuyork 1889).