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Manchmal ist es schwierig, Texte zu bestimmten Themen in den Online-Archiven aufzuspüren, was nicht selten mit der Schreibweise der Schlagwörter zu tun hat. In diesem Fall: Stokhorn statt Stockhorn. Ich fand diese Meldung in der Lohner-Chronik. Berichtet wird über einen gewaltigen Felssturz am Stockhorn im Jahr 1356 als Folge eines grossen Erdbebens in der Region Basel:
Am St. Lucastage (18ter Weinmonat) abends erfolgte ein heftiges Erdbeben und in der Nacht um 10 Uhr noch stärkere, wodurch in der ganzen Schweiz ein bedeutender Schaden angerichtet wurde. Die Stadt Basel wurde fast ganz verschüttet, im Bistum Constanz zerfielen 38 Schlösser, Waldungen versanken in die Tiefe. Zu Bern erschütterte es die Gewölbe der Leutkirche und des Wendelsteins dermassen, dass leztere nebst dem Chor neu gebaut werden mussten. Was für Schaden dieses Erdbeben in der Stadt Thun angerichtet, finden wir nirgends verzeichnet. Ein Theil des Sollhorns, der erste Felsstok abwärts dem Stokhorn gegen den Niesen zu, der ungefähr die Form des Stokhorns gehabt haben mag, stürzte grösstentheils in das Lindenthal herunter, wo noch jezt dieser Bergsturz die Reselsteine genannt werden. Ein kleinerer Theil fiel hinter den Bergrüken, der das Lindenthal gegen Norden begränzt, herab. Eine Urkunde im Gemeinde Archiv zu Stoken deutet auf dieses Naturereignis hin. Diese Erderschütterungen währten fast ein ganzes Jahr lang fort.
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