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Georg Fischer baut Arbeitsplätze im Tessin ab. Die dortige Konzerntochter Precicast werde 23 der insgesamt 480 Stellen streichen, erklärte eine Georg Fischer-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage zu entsprechenden Gewerkschaftsinformationen, die in Tessiner Medien veröffentlicht wurden.
Rund zwei Dutzend Verträge mit Temporärangestellten seien nicht erneuert worden. «Es handelt sich nicht um Entlassungen», sagte die Sprecherin. Die Entscheidung sei aufgrund der schwierigen Lage in der Luftfahrtbranche gefallen, für die Precicast als Zulieferer tätig sei. Die Betroffenen seien am vergangenen Freitag informiert worden.
Precicast hat im März Kurzarbeit eingeführt. Derzeit sei rund die Hälfte des Personals auf Kurzarbeit mit einem Beschäftigungsgrad von etwa 50 Prozent, sagte die Sprecherin. Auch schweizweit sei rund die Hälfte der 3'200 Georg Fischer-Angestellten auf Kurzarbeit. Die Konzernleitung von Georg Fischer hat versichert, noch keinen Corona-Notkredit in Anspruch genommen zu haben.
Der Industriekonzern war bereits im Mai in die Kritik der Gewerkschaften im Südkanton geraten wegen der Ankündigung, rund 20 Temporärmitarbeiter bei der Tochter Agie nicht länger zu beschäftigen.
(sda/mlo)