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Das Neubauprojekt «come together» schreitet in grossen Schritten voran. Im November 2020 wurde der Grundstein von Haus 07A/B gelegt. Ende April 2021 folgte dann das Betonieren der höchstgelegenen Decke des Bettenhochhauses H07A und die Aufrichte wurde im kleinsten Rahmen zelebriert. Ab dem Frühjahr 2022 steht das Versetzen der Fassadenelemente an: Der Neubau H07A erstrahlt im Spätsommer 2022 im neuen Look.
Am 20. November 2020 wurde, nach gut einem Drittel der gesamten Bauzeit des Neubauprojekts «come together», mit 25 Metern Tiefe der tiefste Punkt von Haus 07A/B erreicht und der Grundstein gelegt. Verschiedene Akteure aus dem Spitalumfeld befüllten eine goldene Zeitkapsel mit verschiedenen Dingen aus der Gegenwart.
Videobeitrag der Grundsteinlegung H07A/B:
Mit dem Start des Roh-Hochbaus des Gebäudes H07A erhielt das Neubauprojekt «come together» noch mehr Aufmerksamkeit. Der Bettenturm von H07A wuchs rasant in die Höhe. Ende April 2021 wurde auf rund 52 Metern der höchste Punkt von Haus 07A erreicht und der Aufrichtebaum platziert.
Für den Bau eines Stockwerks waren rund 25 Bauarbeitende im Schnitt 20 Tage beschäftigt. Dank der Skelettbauweise war diese schnelle Bauzeit möglich, auch weil durch parallele Bauprozesse verschiedene Vorteile miteinander kombiniert werden konnten.
Videobeitrag Aufrichte H07A:
Beim Skelettbau handelt es sich um eine Bauweise, bei der im ersten Schritt die tragenden Komponenten gebaut werden. Diese bilden das Grundgerüst des Gebäudes.
Von unten nach oben aufbauend bestand das Skelett von Haus 07A somit lediglich aus Stützen (im Rasterfeld 8,10 × 8,10 Meter), dem Betonboden bzw. derdecke und stützenden Wänden, die zusätzlich Erdbebensicherheit gewährleisten (vgl. Schritt 1). Die Brüstungen und Stürze zwischen den einzelnen Fassadenstützen wurden parallel betoniert (vgl. Schritt 2), bis die Gesamthöhe von 51,5 Meter erreicht wurde.
Nikola Vukovic, Bauprojektleiter am Kantonsspital St.Gallen, vergleicht dieses Skelett mit dem menschlichen Körper: «Zuerst werden mit diesen Komponenten nur die Knochen des Gebäudes gebaut. Weiter folgt mit den Fenstern und Fassadenelementen die Haut. Schrittweise werden danach mit der Lüftung, den Wasserleitungen, den Elektroinstallationen etc. die Sehnen, Muskeln und Organe eingebaut, bis das Haus fertig ist.»
Die Fensterelemente sowie die Montage der Halterungen für die Fassadenelemente an der inneren Fassadenkonstruktion und die Dämmung des Gebäudes gegen aussen folgten (vgl. Schritt 3). Schliesslich wurde ab Oktober 2021 das Gerüst zurückgebaut.
Als Abschluss des Rohbaus werden ab Anfang 2022 wieder von unten beginnend nach und nach die rund 2’200 Beton-Fassadenelemente versetzt (vgl. Schritt 4). Diese werden vorfabriziert geliefert und müssen nur noch an die zuvor gesetzten Verankerungen gehängt werden.
Die schnelle Abwicklung des Roh-Hochbaus sowie der hohe Vorfertigungsgrad und die damit verbundenen weniger lärmintensiven Arbeiten auf dem Spitalareal sind nur zwei Vorteile, von denen Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende profitieren.
Durch die grosse Anzahl und Gleichmässigkeit der Räume eines Spitals eignet sich die Skelettbauweise besonders. Ein grosser Vorteil ist die Anpassbarkeit der Innenräume. «Da es im Inneren des Gebäudes keine tragenden Wände gibt, können die Räume durch Hinzufügen oder Entfernen von Leichtbauwänden je nach Nutzung flexibel angepasst werden», wie Vukovic sagt.
Die Patientenorientierung steht im Zentrum des Neubauprojekts. Durch den Zusammenzug funktionaler Bereiche und die räumliche Zusammenführung der hochinstallierten Bereiche wie Notfall, Intensivstationen und Operationssäle können Synergien genutzt werden. Die Wege werden sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Mitarbeitende kürzer. Durch den Neubau wird das Kantonsspital St.Gallen zudem den gestiegenen Ansprüchen der Patientinnen und Patienten an Zimmergrösse, Komfort und Mobilität gerecht.