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Das System stösst an seine
Grenzen
Seit 1921 gibt es im Aargau das altbekannte Proporzwahlsystem nach
"Hagenbach-Bischoff", mit welchem die Mitglieder des Grossen Rates
gewählt wurden.
Doch als der Souverän 2003 der Initiative "Abspecken beim Grossen Rat"
zustimmte, stiess das System erstmals an seine Grenzen. Weil ab jetzt
nur noch 140 Sitze zu verteilen waren, brauchten Parteien in kleineren
Bezirken mehr als 10% des Stimmenanteils um ein Grossratsmandat zu
erreichen. Das war schlicht und einfach zuviel, deshalb forderte das
Bundesgericht ein neues Wahlsystem für den Kanton Aargau.
"Wahlkreisverbände"
oder "Pukelsheim"
Viele Parteien begannen eigene Pläne für Wahlsysteme zu konzipieren,
doch mittlerweile stehen nur noch zwei konkrete Vorschläge zur Debatte.
Zum einen das von der FDP vorgeschlagene System der
"Wahlkreisverbände", welches mit der Initiative "Abspecken beim Grossen
Rat" schon Einzug halten sollte und zum anderen das vom Bundesgericht
vorgeschlagene System der "doppelt proportionalen Divisormethode mit
Standardrundung", welches besser bekannt ist unter dem Namen "Doppelter
Pukelsheim", oder im Raum Zürich als "Neues Zürcher
Zuteilungsverfahren".