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"Es ist traurig zu sehen, dass in einigen Touristengebieten der Provinz immer noch Elefanten geritten werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Lokalregierung habe zwar vor eineinhalb Jahren zugestimmt, die Touren einzustellen - "aber sie haben keinen Zeitplan dafür angegeben".
Elefantenknochen seien nicht darauf ausgelegt, schwere Lasten zu tragen. "Es gibt genügend wissenschaftliche Beweise, die die negativen Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit von Tieren in dieser Industrie belegen", betonte Thanh Nguyen. Die Ausbeutung der Dickhäuter für touristische Zwecke verkürze ihre Lebenserwartung deutlich.
Tierschutzorganisationen beklagen schon lange, dass die Elefanten dabei erheblichem körperlichen und emotionalen Stress ausgesetzt sind. Meist bekommen sie keine angemessene Ernährung und sind angekettet, wenn sie nicht zur Arbeit gezwungen werden. Ausserdem werden wilde Elefantenkälber oft ihren Müttern gestohlen, um sie später für den Tourismus auszunutzen. Bevor sie für die Touren eingesetzt werden können, müssen die Tiere zudem "gebrochen" werden - was bedeutet, sie brutal zur Unterwerfung zu zwingen.
Die Stiftung Animals Asia lobt derweil nachhaltigere Modelle des Elefantentourismus in der Region, so etwa im Yok-Don-Nationalpark in der gleichen Provinz. Hier können Besucher die Rüsseltiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen - reiten dürfen sie sie nicht.
(sda)