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Abschrankungen & Haltevorrichtungen
1. Geländer
Geländer dienen der Sicherung möglicher Absturzstellen. Auf gelb markierten Wanderwegen werden Geländer an exponierten Stellen aufgestellt, bei denen Gefahr besteht, dass ein Wegbenutzer durch einen Fehltritt über den Wegrand in die Tiefe stürzt und dabei schwerwiegende Folgen zu erwarten sind.
Gemäss SN 640 829a werden Absturzstellen auf Bergwanderwegen nicht mit Geländern gesichert, da diese Wegkategorien Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzen. Fussgängerbrücken können eine Ausnahme bilden. Daneben können Geländer unter Umständen bei touristisch intensiv genutzten Wegen zweckmässig sein. Auf Alpinwanderwegen werden keine Geländer angebracht.
Die Höhe von Geländern sollte in der Regel mindestens 1 m betragen. Eine Mittelleiste auf halber Höhe kann verhindern, dass eine Person unter der oberen Traverse (Handlauf) hindurchfällt. Die Pfosten werden in Abständen von ca. 2 bis 3 m gesetzt. Die Einbindetiefe beträgt einen Drittel bis die Hälfte der Pfostenlänge. Bei weichem Untergrund sollten die Pfosten einbetoniert werden. Holzpfosten sollten einen Durchmesser von 8 bis 12 cm aufweisen. Geeignet sind dauerhafte Holzarten wie Eiche oder Robinie oder druckimprägnierte Hölzer.
Bei touristisch attraktiven Wegen, die viel und von einem breiten Publikum benutzt werden, können Staketengeländer sinnvoll sein. Diese bestehen aus Stahlrohr mit senkrechten Stäben in Abständen von max. 12 cm. Staketengeländer bieten eine grössere Sicherheit, da sie das Hinaufklettern erschweren.
Der Unterhalt von Geländern verdient besondere Sorgfalt. Geländer, die das Gewicht einer Person nicht tragen, können eine gefährliche Falle darstellen.
In der Schweizer Norm «Geländer» 640 568 sind die Wanderwege explizit ausgeklammert, da die darin enthaltenen Angaben auf den Fussgängerverkehr und Fusswegnetze ausgelegt sind. Die Norm kann lediglich als Orientierungshilfe für die Dimensionierung von Geländern dienen.
2. Zäune
Entlang von Wanderwegen sollten Zäune nur eingesetzt werden, wenn sie für die Sicherheit bzw. als Lenkungsmassnahme notwendig sind. Stacheldraht- und Elektrozäune sind für Wandernde unangenehm. Zwischen Wegrand und Zaun sollte ein Abstand von mindestens 30 cm eingehalten werden.
3. Handläufe
Auf Bergwanderwegen und ausnahmsweise auch auf Alpinwanderwegen werden besonders schwierige Passagen mit bergseitigen Handläufen versehen. Eingesetzt werden Ketten, Drahtseile aus Chromstahl und seltener Stahlrohre oder Holzstangen. Handläufe müssen situationsgerecht ausgewählt, fachgerecht installiert und regelmässig auf Schäden kontrolliert werden.
Verzinkte Ketten sind als Handläufe besonders geeignet. Drahtseile haben den Nachteil, dass sich einzelne Litzen leicht lösen und Verletzungen verursachen können. Auch plastifizierte Drahtseile haben sich nicht bewährt, da die Beschichtung bereits nach wenigen Jahren brüchig wird und dann eine beschleunigte Korrosion eintritt. Bei Ketten sollte der Durchmesser der Glieder mindestens 7 mm betragen. Drahtseile sollten einen Durchmesser von mindestens 10 mm aufweisen.
Verankerungen werden am Anfang, am Ende, bei allen Richtungsänderungen sowie in Abständen von höchstens 3 m angebracht. In hartem Gestein (Granit, Kalk) können Expansionsbohrhaken oder Klebeanker verwendet werden. In lockerem Gestein (Sandstein, Nagelfluh, verwittertes Gestein) sind lange Klebeanker sinnvoll. Gegebenenfalls müssen zur Bestimmung der Ankerlänge Ausreissversuche durchgeführt werden. Bei der Installation von Verankerungen sind die Empfehlungen des Herstellers zu beachten.
Die Befestigung der Ketten an den Verankerungen erfolgt mit einem Schraubglied (Maillon). Drahtseile müssen mit mehreren Seilklemmen befestigt werden. Zum Schutz des Drahtseils ist bei jeder Verankerung eine Kausche erforderlich. Ketten wie auch Drahtseile müssen gut gespannt werden, idealerweise mit einem Spannschloss. Ketten und Drahtseile sollten so montiert sein, dass ein Einklemmen der Finger unwahrscheinlich ist.
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