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Analyse der Stellung von Deutsch in Freiburg und seiner möglichen Einführung als Amtssprache
Laura Hodel
Auftraggeber: Ville de Fribourg
Die Frage der Stellung von Deutsch im Kanton und in der Stadt Freiburg beschäftigt die Öffentlichkeit schon seit Jahrzehnten. Heute sind Französisch und Deutsch als Amtssprachen des Kantons und ihr Gebrauch in der Verfassung verankert und es besteht die Möglichkeit, dass Gemeinden „mit einer bedeutenden angestammten sprachlichen Minderheit‟ Französisch und Deutsch als Amtssprache gebrauchen (Art. 6 Abs. 3). Ein Ausführungsgesetz, welches die Kriterien und rechtlichen Prozesse klärt, steht bisher aus. Experten und Gutachter diskutieren seit den 1980er-Jahren verschiedene, v.a. statistische, historische und territoriale Kriterien.
In den letzten Jahren sind in der Stadt Freiburg bereits einige Schritte in Richtung verstärkter Berücksichtigung auch von Deutsch unternommen worden, so etwa im Strassenbild, in amtlichen Publikationen oder in der Kulturförderung. Angesichts der zunehmenden Betonung der Vorteile der Zweisprachigkeit wächst heute der politische Druck, die Zweisprachigkeit vermehrt zu fördern, nicht nur im Bereich der kommunalen Amtssprachen, sondern auch in Form von zweisprachigen Unterrichtsmodellen in der obligatorischen Schule.
Im Auftrag der Stadt Freiburg und basierend auf einem Postulat des Generalrats (Nr. 23) überprüft das IFM die Frage von Deutsch als Amtssprache in der Stadt Freiburg. Im Fokus stehen insbesondere die Stadtverwaltung, aber auch andere wichtige gesellschaftliche Bereiche (Schule, Alltagskommunikation, Kultur und Wirtschaft). Eine Bestandesaufnahme des Status quo stellt die Ausgangsbasis für die Fragen dar, welche Herausforderungen die amtliche Zweisprachigkeit mit sich bringt und welche Alternativen es dazu gibt.