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> TORA-SAN'S MANY-SPLINTERED LOVE
Tragikomödie
Japan 1981
Alternative Titel Otoko wa tsurai yo: Naniwa no koino torajiro; Tora San's Love in Osaka;
It's Tough to Be a Man - Tora-san's Love in Naniwa; Tora-San 27; 男はつらいよ・浪花の恋の寅次郎
Regie
Yoji
Yamada
Drehbuch Yoji Yamada, Yoshitaka Asama
Darsteller Kiyoshi Atsumi, Chieko Baisho, Keiko Matsuzaka, Masami Shimojo, Chieko Misaki,
Gin Maeda, Hisao Dazai, Hidetaka Yoshioka, Chishu Ryu, Kon Omura, Gannosuke Ashiya
Länge 104 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung o.A.
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
©
Text Marco, molodezhnaja 19.12.08
© Bilder Shochiku, Screenshots molodezhnaja
STORY
Tora (Kiyoshi Atsumi) kehrt nach Shibamata zurück, wo er von Onkel Tatsuzo (Masami Shimojo), Tante Tsune (Chieko Misaki) und Schwester Sakura (Chieko Baisho) ungewöhnlich freundlich aufgenommen wird. Dafür macht Octopus Probleme: Seine Forma steht vor dem Konkurs. Als er eines Abends spurlos verschwindet, glaubt Tora an Suizid und sucht ihn verzweifelt. Als Octopus quicklebendig von einer Sauftour zurückkehrt, kommt es dann doch noch zum Streit - und Tora fährt ans Inlandmeer. Dort freundet er sich mit der Geisha Fumi Hamada (Keiko Matsuzaka) an, die er alsbald in Osaka wiedersieht. Die beiden verbringen schöne Tage miteinander. Als Tora erfährt, dass Fumi ihren Bruder seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, überredet er sie, ihn zu besuchen. Doch sie erfahren nur, dass er bereits verstorben ist!
REVIEW
Der Titel ist scheusslich, doch "Tora-San's Many-Splintered Love" ist eine weitere gelungene Episode. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Die liebenswürdige Tragikomödie hat das Herz am rechten Fleck, bietet in gleichen Häppchen Gefühl und Humor, und ist dank eines brillanten Ensembles jederzeit ein Wohlgenuss - selbst dann, wenn die Story mal etwas durchhängt, wie etwa um die Ein-Stunden-Marke. Den Auftakt markiert eine visuell interessante, weil auf Trash-Niveau inszenierte, Traumsequenz, die unseren Helden in einem Fantasyfilm zeigt. Der beginnt unter Wasser und endet vor einem kitschig-orangen Himmel.
Danach folgen die üblichen Rituale, die aber auch nach 27 Folgen noch amüsieren. Wie Tora diesmal eingeführt wird, ist besonders lustig: Ein paar Geishas spekulieren vor der Tür des Familienhauses über einen Weg und wollen einen "hübschen Mann" um Rat fragen. Daraufhin hören wir und die Familie die Stimme des ganz und gar nicht hübschen Tora. Die Sequenz führt auch bereits das Geisha-Thema ein, denn Toras Angebetete in dieser Folge gehört dieser Berufsgattung an. Gespielt wird sie von der entzückenden und schönen Keiko Matsuzaka (Fall Guy, Happiness of the Katrakuris), die eine ebenso stilvolle wie anbetungswürdige Madonna abgibt.
Der Rest der Nebendarsteller stammt primär aus Osaka, denn Yoji Yamada spielt hier genüsslich mit dem Kleinkrieg zwischen den beiden Metropolen Tokio und Osaka. Fast jedes Land kennt dieses Phänomen - in der Schweiz etwa die Rivalität zwischen Zürich und Basel. Und so dürfen sich die Tokioter Akteure lustig machen über das angeblich fade Essen in Osaka und den schrecklichen Akzent. Den nimmt auch Tora im Verlauf des Films an, und als er nach Hause zurückkehrt, spricht er solch dicken Dialekt, dass die Familie ihn nicht einmal mehr versteht.
Diese Humor-Episoden, aber auch die romantischen Komponenten, sind vollends gelungen. Etwas in die Länge gezogen wird "Tora-San's Many-Splintered Love", der auch unter dem etwas bekömmlicheren Titel "Tora-San's Love in Osaka" gelistet wird, dagegen durch den melodramatischen Mittelteil. Yamada weiss zwar gut mit dem Stoff umzugehen, doch das Tempo drosselt er etwas gar stark. Mich liessen die Szenen jedenfalls überraschend kalt. Daher reicht es denn auch nicht zu einer herausragenden Episode, aber eine, die auf gewohnt hohem Niveau spielt.
PS: Die Rolle von Sakuras Sohn Mitsuo übernimmt ab dieser Folge der kleine Hidetaka Yoshioka, den Yamada in A Distant Cry from Spring entdeckte. Er blieb dem Part treu bis zum Ende der Serie und bekam im Verlauf der Jahre auch eine immer wichtigere Funktion im Ensemble. Tora-Fans sahen ihn sozusagen vor laufender Kamera aufwachsen.
Fortsetzung: Tora-San's Promise (1981)
MEINE
DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Japanisch mono mit englischen und chinesischen Untertiteln.
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