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Der grösste Stablecoin-Emittent Tether diversifiziert seine Einnahmequellen weiter, indem er Bitcoin-Mining-Anlagen in Uruguay, Paraguay und El Salvador baut und in bestehende Anlagen investiert. Mit einer Leistung von 40 bis 70 Megawatt pro Anlage strebt Tether an, in Zukunft für 1 Prozent der Rechenleistung des gesamten Bitcoin-Netzwerks verantwortlich zu sei.
Um die Erfolgsquote dieses Vorhabens zu beurteilen, müssen wir Vergleiche mit den weltweit grössten Bitcoin-Mining-Kapazitäten ziehen. Die BIT Mining Limited, die früher ihren Sitz in Hongkong hatte, hat im dritten Quartal dank ihrer 82,5-Megawatt-Anlage in Ohio 6,4 Millionen Dollar an Servicegebühren eingenommen. Auch die Stromkosten sind ein wichtiger Faktor für Investitionen. Im März 2023 betrugen diese Kosten für Unternehmen in Uruguay 0,118 Dollar pro Kilowattstunde, in Paraguay (0,045 Dollar) und in El Salvador (0,210 Dollar) – gegenüber 0,142 Dollar in den USA. Zugleich bieten sich durch die Sanktionierung chinesischer Miner in den USA Chancen in kleineren, gegen über Krypto positiv eingestellten Volkswirtschaften. Als erstes Land, das Bitcoin im Jahr 2021 als gesetzliches Zahlungsmittel einführte, sind die Staatsanleihen El Salvadors im Jahresvergleich um 90 Prozent gestiegen, was mit der Rallye übereinstimmt, die auf einen potenziellen Bitcoin-ETF in den USA spekuliert.