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<p>Täglich behandeln wir Tiere mit den verschiedensten Erkrankungen. Erkrankungen wie zum Beispiel Durchfall, Erbrechen oder Nierenprobleme gehören zur inneren Medizin. Bei komplizierten Fällen unterstützt uns die Internistin Dr. med. vet. DACVIM-SAIM Lisa Grandt.
Leptospirose ist eine heimtückische, bakterielle Krankheit, die bei Hunden oft tödlich verläuft und auch auf den Menschen übertragbar ist. Diese Krankheit kommt bei uns in der Schweiz leider häufig vor. Die Leptospiren mögen Wärme und Feuchtigkeit. Sie kommen bei uns deshalb vor allem vom Frühling bis zum Herbst in stehenden Gewässern und Pfützen vor. Kleine Nager wie Mäuse und Ratten gelten als Reservoir. Sie scheiden die Bakterien mit dem Urin aus und kontaminieren so die Umwelt. Die Hunde können sich anstecken, in dem sie in kontaminiertem Gewässer baden oder darin baden, bzw. wenn sie einen infizierten Nager fressen.
Schokolade ist giftig für Tiere. Im schlimmsten Fall können sie nach dem Verzehr von Schokolade sogar sterben. Dies liegt daran, dass den Tieren, im Gegensatz zu uns Menschen, ein Enzym fehlt. Dadurch kann die Schokolade nicht schnell genug abgebaut werden und es kommt zur Vergiftung. Problematisch ist die Substanz Theobromin, welche im Kakao vorkommt. Der Gehalt von Theobromin ist abhängig von der Art der Schokolade. Es gilt: je dunkler die Schokolade ist, desto giftiger ist sie für Hunde und Katzen.
Der «Katzendiabetes» oder die «Zuckerkrankheit» der Katzen ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels. Es betrifft meistens mittelalte Katzen, vor allem solche, die etwas Übergewicht haben. Männchen erkranken etwas häufiger als Weibchen. Der Besitzer merkt, dass die Katze viel trinkt und viel Harn absetzen muss. Dazu haben manche Katzen grossen Hunger und die meisten nehmen trotzdem deutlich an Gewicht ab.
Giardien sind Geisseltierchen, die sich im Dünndarm ansiedeln. Je nach Unterart können sie bei Hunden, Katzen und sogar Menschen zu Durchfall führen.
Die Giardien-Zysten werden mit dem Kot ausgeschieden. Auch gesunde Hunde können Ausscheider sein. Die Giardien-Zysten sterben in der Umgebung erst nach Wochen bis Monaten ab. Deshalb kommt es häufig vor, dass sich behandelte Tiere sofort wieder mit neuen Giardien-Zysten aus der Umgebung anstecken.