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Der Bund verpflichtet sich, die Anliegen von Archäologie, Denkmalpflege und Ortsbildschutz bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu berücksichtigen (Art. 78 Bundesverfassung) und kulturhistorisch besonders bedeutende Objekte ungeschmälert zu erhalten.
Als Fachstelle des Bundes prüft das Bundesamt für Kultur, ob diese Anforderungen erfüllt werden, wenn der Bund Sachpläne und Konzepte erstellt, Konzessionen erteilt oder Bundesbeiträge gewährt sowie wenn er oder seine Anstalten Bauprojekte entwickeln. Typische Beispiele sind etwa der Ausbau des SBB-Netzes, der Nationalstrassenbau, die Konzessionierung von Kraftwerken, die Subventionierung von landwirtschaftlichen Bauten.
Besonders wertvolle Ortsbilder, Landschaften und historische Verkehrswege von nationaler Bedeutung sind in drei Bundesinventaren verzeichnet:
Den in diesen Inventaren aufgenommenen Objekten kommt aufgrund des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz besonderer Schutz zu. Bei der Erfüllung einer Bundesaufgabe darf von der ungeschmälerten Erhaltung dieser Objekte nur abgewichen werden, wenn dem Eingriff gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen.
Das Bundesamt für Kultur beurteilt für den Bund Projekte im Bereich des ISOS und entscheidet, ob ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) oder der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) einzuholen ist.
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