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Die Mutterkühe, die ich Anfang 2018 übernahm, entsprechen unserem Zuchtziel unter anderem insofern schon sehr gut, dass sie allesamt hier geboren wurden und schon seit einigen Jahren nie ein Tier zugekauft wurde. Die Herde agiert dadurch in eingefleischter Harmonie.
Die Tiere sind sehr zutraulich und pflegeleicht. Sie kalben normalerweise problemlos, sind gesund und zufrieden. Die Hornlosigkeit ist ihnen angeboren, sie sind nicht enthornt. Die Herde ist aus einer Simmentaler-Milchkuhherde rausgezüchtet. Als der damalige Besitzer der Kühe von Milch- auf Mutterkühe umgestellt hat und somit auch von Anbindehaltung zum Laufstall, kreuzte er Angus ein, um die Hörner wegzuzüchten und die Fleischleistung zu erhöhen. Seither hat er auch viel Limousin eingekreuzt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Hörner und Laufstall nicht im Widerspruch stehen müssen und wollen Grauvieh einkreuzen, um der Schönheit halber wieder behornte Tiere zu haben und das Gewicht der Kühe etwas zu reduzieren.
Auch diese Mutterkuhherde lebt im Winter im Freilaufstall mit reiner Heufütterung und den Rest des Jahres auf der Vollweide. Die Kälber kommen Anfang Jahr zur Welt, sodass sie schon ein paar Monate alt sind, wenn sie zum ersten Mal auf die Weide dürfen. Sie sind bei ihren Müttern, bis diese sie im Herbst abstossen.
Anfang Sommer kommt das Highlight des Kuhjahres: Die Herde geht in die grosse Weide oberhalb des Wassers. Es ist eine riesige Fläche, auf der die Kühe auch in trockenen Jahren genug Futter finden. Früher waren da lauter kleine Äcker, auf denen vor allem Roggen und Kartoffeln angebaut wurden.