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Das Lausanne von 1900
SBB Bahnhof
Der Bahnhof bildet nicht nur das wichtigste Eingangstor zur Stadt Lausanne, sondern ist auch eines ihrer bedeutendsten Baudenkmäler. Durch eine sorgfältige Restaurierung in den Jahren 1992 bis 1996 wurde er stark aufgewertet.
1908 wurde ein Wettbewerb für den Umbau des Lausanner Bahnhofs ausgeschrieben. Ein erstes Gebäude aus dem Jahr 1856 entsprach nicht mehr den Bedürfnissen. Denn mit der Eröffnung des Simplontunnels im Jahr 1906 wurde Lausanne zu einem wichtigen Durchgangsort, und der Bahnhof sollte der neuen Bedeutung der Stadt entsprechen. Der Wettbewerb wurde von den Architekturbüros Monod & Laverrière und Taillens & Dubois gewonnen.
Die Architekten bemühten sich, die über 200 Meter lange Fassade des Gebäudes aufzulockern. Vier Baukörper, die massive, vorspringende zentrale Bahnhofshalle und drei seitliche Pavillons, sind asymmetrisch angeordnet. Hohe Fensteröffnungen, die vom deutschen Vertikalismus beeinflusst sind, verleihen dem Ganzen Rhythmus und lassen viel Licht einfallen.
Die Ornamentik ist in einem diskreten, raffinierten Jugendstil gehalten. Mit seiner Holztäfelung und den gemalten Tafeln von 1916, auf denen die wichtigsten ab Lausanne erreichbaren Destinationen dargestellt sind, ist das Buffet praktisch im Originalzustand erhalten.