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Anlässlich des zweitägigen Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin beim indischen Premierminister Manmohan Singh in Neu Delhi haben die beiden Länder vereinbart, ihre bilateralen Gespräche über die friedliche Nutzung der Kernenergie zu intensivieren. Ein Arbeitsprogramm soll im Laufe des Jahres ausgearbeitet werden.
Mindestens vier neue Kernkraftwerksblöcke
Das Abkommen sieht vor, dass am südindischen Standort Kudankulam - wo bereits zwei Reaktoren des Typs WWER im Bau stehen - vier zusätzliche Einheiten in Zusammenarbeit mit Russland gebaut werden sollen. Angekündigt wurde auch der Bau russischer Reaktoren an weiteren Standorten. Der russische Vizepremierminister Alexander Schukow rechnet mit dem Bau von bis zu zehn neuen Einheiten.
Im September 2005 hatte das indische Kabinett für vier Standorte die grundsätzliche Bewilligung für den Bau von Kernkraftwerksblöcken mit einer Leistung von insgesamt 6800 MW (brutto) bewilligt. Drei dieser Standorte befinden sich bei bereits bestehenden oder im Bau befindlichen Anlagen, nämlich Kakrapar, Rajasthan sowie Kudankulam. Der vierte, neue Standort ist Jaitapur an der indischen Westküste, rund 200 Kilometer südlich von Mumbay).
In Indien stehen inzwischen 16 Kernkraftwerksblöcke in Betrieb und sieben Blöcke befinden sich im Bau. Zuletzt war Tarapur-3 im Sommer 2006 ans Netz genommen worden.
Quelle
M.A. nach Pressebüro der Indischen Regierung, 25. Januar 2007, und Rosatom, Pressemitteilung, 30. Januar 2007