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Das kann man umformulieren in "Wir haben in der Vergangenheit so manches falsch gemacht bei der Verarbeitung von PDF Dateien. Da wir aber nicht motiviert genug sind dazuzulernen, um unsere Fehler in Zukunft zu vermeiden, laden wir unseren Kunden unsinnige Arbeit auf. Im Gegenzug sind wir halt billig." Ob sie auch günstig sind, muss dann der einzelne entscheiden....
Wenn Text mit Pixel in einer Transparenz-Situation zusammengebracht wird, muss er beim PostScript-Schreiben in Pfade umgewandelt werden. Text, der in Pfade umgewandelt wurde, wird in bestimmten Situationen fetter gezeichnet als Text, der nicht in Pfade umgewandelt wurde. Die Details:
Wann besteht eine Transparenz-Situation zwischen Text und Pixelobjekt?
- Der Text liegt hinter einem transparenten Pixelobjekt. Solche sind im Wesentlichen -- PSDs und TIFs mit Transparenz-Maske -- Objekte mit weicher Kante -- Objekte mit Schlagschatten -- Illustrator-Dateien mit semi-transparenten Verläufen
- Der Text liegt vor einem Pixelobjekt, hat aber selbst eine Transparenz-Eigenschaft. Also: -- Der Text hat eine andere Deckkraft als 100% -- Der Text hat einen anderen Füllmodus als "Normal" -- Der Text hat eine weiche Kante Dazu zählt NICHT: -- Der Text hat einen Schlagschatten. Ein Schlagschatten ist ein transparentes Objekt, das hinter dem Text liegt. Dazu zählt sehr wohl: -- Der Text steht auf Überdrucken (z.B. weil er [Schwarz] ist) und im Druckdialog wurde unter "Ausgabe" die Option "Überdrucken simulieren" angestellt. Es kann auch passieren, dass der Text in Pfade umgewandelt wird, weil die Transparenz im Hintergrund viel zu komplex ist. Das wurde schon bei einigen hundert transparenten Verläufen in einer AI Datei beobachtet.
Unter welchen Bedingungen wird der in Pfade gewandelte Text fetter gezeichnet?
Hintergrund: jeder Font enthält sogenannte Hinting-Informationen, die dafür sorgen, dass die Buchstaben auch bei niedrigen Auflösungen korrekt gezeichnet werden. Sobald Text in Pfade gewandelt wird, fällt diese Hinting-Information weg.
Das Schlagwort ist niedrige Auflösung. Ob eine Auflösung niedrig oder ausreichend ist, hängt also vom Druckverfahren und von der verwendeten Schrift und von der Schriftgröße ab. Folgendes gilt als Daumenregel:
- Texte, die größer als ~20pt sind, zeigen das Problem kaum. - Im Offset-Druck, wo mit Auflösungen zwischen 2000 und 3000 dpi gearbeitet wird, taucht das Problem nicht auf. - Folgende Druckverfahren sind anfällig für gefettete Schriften: -- Farblaser-Drucke -- Ausgabe über TIFF-IT -- Proofs -- Digitaldruck (vor allem bei mageren und leichten Schnitten)
Die Darstellung des PDFs am Monitor ist auch eine Situation mit niedriger Auflösung. Wenn die ganze Seite zu sehen ist.
Resümee
- Fließtext unter 18pt gehört nach OBEN. - Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass der Text im Hintergrund steht, gibt es zwei Möglichkeiten: -- wenn ich ein hochauflösendes Druckverfahren anstrebe wie den Offset-Druck, kann ich das Problem sehr wahrscheinlich ignorieren. -- sonst muss ich mit einem Transparenzreduzierungsformat ausgeben, das den gesamten Text in Pfade umwandelt. ...
Für mich wäre das Aktualisieren und Zurückspielen von Worddateien die wichtigste Erneuerung überhaupt. Nicht jeder der aktualisieren muss, ist XML mächtig und die Anschaffung von InCopy dürfte sich für kleinere Produktionen in den wenigsten Fällen lohnen.
Die von Rudi Wartmann angesprochenen plugins sind eher in Richtung der Tabellenaktualisierung orientiert und EasyCatalog mit fast 1.000,- Eur schlägt da preislich ganz schön rein.
Gute Ansätze bietet hier sicherlich sysfilter. Leider gibt es das plugin nur für windows und bei mir hat die Demo ganzlich unbefriedigende Ergebnisse gebracht.
Fazit: Wichtig wäre, erstmal die Dinge herzustellen, die es noch nicht gibt. Denn das aktualisieren von Kundenkorrekturen, Ersetzen von mehrsprachigen Texten usw. nimmt in der täglichen Produktion einen erheblichen Zeitaufwand ein! ...