Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03599.jsonl.gz/688

Wussten Sie, dass man mit einer Bestattungsvorsorge seine Bestattung planen und sicherstellen kann, dass seine Wünsche erfüllt werden, wenn der Zeitpunkt gekommen ist?
Inhaltsübersicht
Schon sehr früh in der Geschichte hat der Mensch den Begräbnisriten und der Ruhe der Verstorbenen grosse Bedeutung gegeben. Davon zeugen die im Nahen Osten im Jahr – 100’000 v. Chr. Schon zu dieser Zeit wurden Trauerfeiern durchgeführt und die Verstorbenen wurden begraben, manchmal mit persönlichen Gegenständen. Mit der Sesshaftigkeit des Menschen entstanden die ersten Nekropolen und es wurden sogar Grabdenkmäler errichtet. Erst im alten Ägypten gab es ähnliche Rituale, wie sie heute bei Bestattungen durchgeführt werden. Damals wurde die Einbalsamierung eingeführt, die heute von Thanatopraktikern durchgeführt wird. Während der Trauerfeier rezitierte ein Priester das Totenbuch, und der Verstorbene wurde in sein Grab gesenkt. Anschliessend versammelten sich die Angehörigen, um das Andenken an den verstorbenen Verwandten bei einem Essen zu feiern. Bei den Griechen und Römern war die Erdbestattung eher den einfachen Leuten vorbehalten, während die Kremation den reichen Verstorbenen vorbehalten war. Die sterblichen Überreste wurden von einer Prozession zum Ort der Beisetzung begleitet. Die Hegemonie der katholischen Kirche zwang die Gläubigen wieder zur Beerdigung, aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kremation wieder praktiziert. Jahrhundert die Kremation eingeführt. Trotz der veränderten Bestattungsformen haben sich die Bestattungsriten jedoch über mehrere Jahrtausende hinweg nur wenig verändert.
Zwar ist das Verhältnis zum Tod nicht mehr dasselbe wie vor einigen hundert Jahren, und es ist heute möglich, zwischen Kremation oder Erdbestattung zu wählen, doch der Ablauf der Bestattung ist heute nach wie vor ähnlich. Wenn der Verstorbene weder seinen letzten Willen festgehalten noch einen Vorsorgevertrag abgeschlossen hat, obliegt es der Familie, die Bestattung zu organisieren. Sobald die Sterbeurkunde ausgestellt ist, wendet sich die Familie an das Bestattungsunternehmen, das sich um Folgendes kümmert:
- die administrativen Schritte beim Einwohnermeldeamt und der Gemeinde zu erledigen,
- den Termin für die Bestattung festzulegen,
- die Verbindung zwischen den verschiedenen Dritten herzustellen: Florist, Offizial, Fahrer und auch die Verwaltung des Friedhofs oder des Krematoriums usw.
- den Todesfall und die Bestattung durch die Veröffentlichung einer Todesanzeige im Internet oder in der Lokalpresse bekannt zu geben.
Die Familie wählt in enger Zusammenarbeit mit dem Bestattungsberater den Sarg, die Urne, die Art der Trauerfeier usw. aus. Es gibt zwei Arten von Trauerfeiern: die weltliche Trauerfeier und die religiöse Trauerfeier. Auch wenn die Kremation die beliebteste Bestattungsart in der Schweiz ist, müssen Bestattungsunternehmen regelmässig dafür sorgen, dass die religiösen Riten von der Einsargung bis zur Beisetzung ordnungsgemäss ablaufen. Die Trauerfeier ist ein wichtiger Bestandteil der Bestattung, da sie einerseits den verstorbenen Angehörigen würdigt und andererseits den Trauerprozess einleitet. Obwohl jede Bestattung anders ist, gibt es einige Elemente, die bei Trauerfeiern üblich sind:
- Trauerreden, die von Angehörigen vorgelesen werden,
- eine Aufbahrung vor dem Sarg des Verstorbenen,
- Verbreitung von Musik oder Erinnerungsfotos.
Nach der Bestattung ist es üblich, ein Traueressen zu organisieren, um die Angehörigen und die Familie zu einem gemütlichen Beisammensein zu versammeln und das Andenken an den Verstorbenen zu würdigen. Bei dieser Gelegenheit wird ein kleiner Imbiss gereicht, der auch die Form eines Essens annehmen kann. Obwohl dieser Schritt nicht obligatorisch ist, wird er dringend empfohlen, und sei es nur, um den Angehörigen, die manchmal von weit her angereist sind, dafür zu danken, dass sie sich auf den Weg gemacht haben, um gemeinsam dem Verstorbenen zu gedenken. Es ist auch eine Möglichkeit, den Trauerprozess voranzutreiben und ihn weniger schwierig zu gestalten.
Es kommt auch vor, dass die Familie eine spezielle Plattform nutzt, um ein Kondolenzregister online zu stellen. Das Kondolenzbuch ermöglicht es denjenigen, die nicht vor Ort sein konnten, ein paar Worte, einen Gedanken oder eine Ehrung für den Verstorbenen zu formulieren. Die Danksagungskarte ist zwar nicht obligatorisch, wird aber von den Familien bevorzugt, um den Gästen für ihre Anwesenheit zu danken. Bestattungsunternehmen können die Karte verfassen, drucken und versenden.