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Seit zwei Jahren lebt das Künstlerpaar Bongoût in Berlin. Der Franzose Meeloo Gfeller und die Dänin Anna Hellsgrad gestalten und drucken viele Siebdruckplakate für die Musikszene und sind im Buch The Art of Modern Rock mit weiteren 150 Zeichnern vertreten. Ebenso sind sie für das Lowbrow Art Magazin Mollusk zuständig. Für den Klub White Trash in Berlin gestalten sie nun eine Serie von Siebdruckplakten mit Zeichnungen von Antoine Bernhart aus Strasbourg, der diese Mitte der 80er gezeichnet hatte.
Antoine Bernhart, geboren 1950 in Strasbourg, war 1968 Mitglied der französischen Neo-Surrealisten Gruppe Phases. Wurde aber einige Jahre danach aus der Gruppe ausgeschlossen, da seine Arbeiten zu psychedelisch, extrem und erotisch waren. In den 70er Jahren lebte er hauptsächlich in Paris und besuchte ab 1977 oft London, wo er Anfang der 80er Jahre den Bandmanager Nick Garrard auf einem Konzert der Psychobilly Band The Vibes kennen lernte. In dieser Zeit fertigte er hunderte von Zeichnungen an. Vor allem wurden Punkrock- und Psychobilly Musiker/Bands und pornographische Szenen mit Living Deads oder Zombies dargestellt. Nick benutzte unter anderem eine Auswahl dieser Zeichnungen als Vorlagen für Plattencovers, Flyers, Plakate und Fanzines für Bands wie: Meteors und danach Tall Boys, Sting Rays, Cramps, Prisoners und Billy Childish´s Milkshakes. Auf einem Konzert von Billy lernte er zwei seiner japanischen Freundinnen kennen. Kurz darauf seine zukünftige japanische Frau Tomoko, mit der er zum ersten Mal 1992 nach Japan fliegt. Um seine Faszination für Japan zu erklären, ein Zitat von Antonie selbst: In Japan kann ich mich in eine Ecke setzten und einfach die Menschen beobachten, wie sie an mir vorbeigehen. Diese Situation versetzt mich in einen hypnotisierten Zustand. Die Menschen sind dort so anders, ich fühl mich wie in einem Traum. Auf einem Konzert der avantgardistischen Noise Band Merzbow wurde er mit Masami Atika bekannt gemacht. Merzbow thematisiert unter anderem die Kunst des SM, Fetisch und des japanischen Bondage (Shibari). Masami machte ihm auch mit Kinbiken bekannt. Kinbiken ist in Japan eine Gruppierung, die sich ausschliesslich durch die Manipulation (Verschönerung) des weiblichen Körpers durch Fesslung mit Seilen beschäftigt. Ihre monatlichen Zusammenkünfte gelten als Mekka für Bondage Enthusiasten. Diese Treffen werden auch gefilmt oder Besucher können dabei fotografieren. Antoines heutige Arbeiten sind von diesen Besuchen, sprich Bildern und Erlebten stark beeinflusst, so wie durch Zeichnungen des polnischen Schriftstellers und Zeichners Bruno Schulz.
Es geht ihm in seinen Bildern um Liebe und Tod, Zartheit und Brutalität, Sensibilität und Grausamkeit.
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Die Poster von Bongoût können nun bei uns online bestellt oder im Laden in St.Gallen gekauft werden. Nachfolgend die Liste mit den Bildern. Alle Plakate sind nur in beschränkten Stückzahlen verfügbar. Viel Spass!
1 bis 2 von 2 Plakaten
Bongoût sind wie erwähnt im Poster Art Buch
The Art of Modern Rock
vertreten, das Du ebenfalls bei uns reinziehen kannst...
Neben Bongoût sind mehrere hundert andere Künstler im
Buch dokumentiert. Ein Muss für Poster Art Fans! Die
zeitgenössische Poster Art Bibel schlechthin.
Weitere Posterkünstler bei Klang und Kleid:

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