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Cern - die grosse Suche nach den kleinsten Teilchen
Woraus besteht die Welt? Was ist Antimaterie? Und wie entstand unser Universum? Solche grundlegenden Fragen versuchen Physiker am grössten Teilchen-Physik-Labor der Welt, am Cern bei Genf, zu beantworten.
Das Cern entstand Mitte der 50er-Jahre als Gemeinschaftsprojekt von zwölf europäischen Staaten. Ursprünglich als Institut für Nuklearforschung gedacht, widmeten sich die Forscher und Forscherinnen schon bald der Suche nach den kleinsten Teilchen, aus denen Materie besteht. In riesigen Beschleunigeranlagen werden Elementarteilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Dabei werden die Elementarteilchen für Bruchteile von Sekunden entweder in noch kleineren Einheiten gespalten oder sie verbinden sich zu anderen Teilchen.
Bis ins Jahr 2000 wurden diese Versuche im Cern im so genannten «Large Electron-Positron Collider» (LEP) durchgeführt, einem Ringbeschleuniger von 27 Kilometern Länge, der sich 100 Meter unter dem Boden befand. Danach wurde im Tunnel des LEPs die neue Versuchsanlage aufgebaut: der «Large Hadron Collider» (LHC), der im September 2008 seinen Betrieb aufgenommen hat. Kurz nach dem Start kam es zu einem Betriebsunfall: Technische Probleme beschädigten das Kühlsystem der Anlage - ein Totaldefekt war die Folge, und die Tests mussten eingestellt werden. Nach Reparaturarbeiten mit Kosten in Millionenhöhe nahm der LHC am 20. November 2009 den Betrieb wieder auf.
Man verspricht sich viel vom «Large Hadron Collider»: In dieser modernsten und grössten Anlage der Welt hoffen Physiker beispielsweise den Nachweis für das «Higgs-Boson» zu erbringen, ein Elementarteilchen, das bislang nur in der Theorie existiert.
Das Cern ist heute das grösste Forschungszentrum für Teilchenphysik. Mittlerweile beteiligen sich 20 Staaten am Zentrum und es beschäftigt über 3000 Mitarbeitende.
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