Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/68219

<h2>SubmittedText<h2><p>Was hält der Bundesrat davon, dass die Crédit Suisse die in der Schweiz etablierte Versicherungsgesellschaft "Winterthur" dem französischen AXA-Konzern verkauft hat, dessen Generaldirektor das erklärte Ziel hat, die Marke "Winterthur" aufzugeben und die Versicherungen in den französischen Konzern zu integrieren, und der damit einen massiven Stellenabbau am Sitz des Schweizer Unternehmens auslösen wird?</p><p>Hätte die Crédit Suisse nicht ihre unternehmerische Verantwortung wahrnehmen und eher einen Pool von Schweizer Versicherungen schaffen müssen, der um die "Winterthur" herum andere mittelgrosse Versicherungen gruppiert hätte, anstatt ein Juwel unseres Dienstleistungssektors mit dem alleinigen Ziel zu verhökern, kurzfristig die Rentabilität ihres Bankensektors zu stärken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seitens der Bundesbehörden ist das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) zurzeit mit den Fragen betreffend den Verkauf der "Winterthur" befasst. Es hat eine gesetzlich vorgesehene Prüfung eingeleitet und klärt in diesem Zusammenhang ab, ob die hundertprozentige Beteiligung der AXA an der "Winterthur" die Interessen ihrer Versicherten gefährden kann. Das BPV kann eine Beteiligung untersagen oder an Bedingungen knüpfen, wenn die Beteiligung nach Art und Umfang das zu übernehmende Versicherungsunternehmen oder die Interessen der Versicherten gefährden kann.</p><p>Nach den Erklärungen der neuen Eigentümerin steht zurzeit nicht fest, ob und in welchem Zeitpunkt die Firma "Winterthur" aufgegeben wird und ob und in welchem Ausmass die Integration der "Winterthur" in den AXA-Konzern einen grösseren Stellenabbau am Sitz des Schweizer Unternehmens zur Folge haben wird.</p><p>Im Übrigen besteht für den Bundesrat kein Anlass, den Veräusserungsentscheid der Crédit Suisse zu kommentieren.</p>  Antwort des Bundesrates.