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In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 270 Menschen an Kehlkopfkrebs. Männer sind viel häufiger betroffen als Frauen: 85% der Patienten sind Männer, 15% Frauen. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für Kehlkopfkrebs stark an. 58% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 36% sind 70 Jahre oder älter.
Zwischen dem Rachenraum und dem Beginn der Luftröhre befindet sich der Kehlkopf. Dieses knorpelige Organ ist wichtig für die Atmung und verhindert, dass Speisen aus dem Rachen in die Luftröhre gelangen. Die Stimmbänder im Kehlkopf ermöglichen das Sprechen. Kehlkopfkrebs entsteht in der Schleimhaut des Kehlkopfes.
Risikofaktoren
Der wichtigste Risikofaktor für Kehlkopfkrebs ist das Rauchen. Auch der regelmässige Konsum von Alkohol erhöht das Krebsrisiko. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen, die sowohl rauchen als auch viel Alkohol trinken.
Symptome
Die Symptome von Kehlkopfkrebs können sein:
- Heiserkeit
- Husten, evtl. mit blutigem Auswurf
- Gefühl, sich dauernd räuspern zu müssen
- Atembeschwerden
- Schluckbeschwerden
- Schmerzen, die ins Ohr ausstrahlen
Wenn diese Symptome länger als drei Wochen anhalten, sollten sie vom Arzt, von der Ärztin abgeklärt werden.
Diagnose
Bei Verdacht auf Kehlkopfkrebs nimmt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine gründliche Untersuchung vor. Mund, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre werden unter Narkose mit einem Endoskop untersucht, von verdächtigen Stellen werden Gewebeproben entnommen. Die Halsregion lässt sich auch mit Ultraschall oder Computertomografie darstellen.
Therapie
Wird ein Kehlkopfkrebs frühzeitig festgestellt, können die Funktionen des Kehlkopfs trotz Operation meistens erhalten bleiben. Ist der Tumor schon fortgeschritten, muss der Kehlkopf teilweise oder ganz entfernt werden. Zusätzlich ist oft eine Strahlentherapie allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie notwendig.
Menschen ohne Kehlkopf atmen nicht mehr durch Mund oder Nase, sondern durch ein Tracheostoma, ein Loch am Hals. Ohne Kehlkopf ist normales Sprechen nicht mehr möglich. Die betroffenen Patienten können aber lernen, mit einer «Ersatzstimme» zu sprechen und sich damit gut verständigen.