Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/247166

<h2>SubmittedText<h2><p>Die nicht mehr zeitgemässe Pflegekinderverordnung (PAVO) gilt es, auf ihre Aktualität, ihre legistische Kohärenz und Effektivität hin zu überprüfen - mit Rücksicht auf die heutigen Bedürfnisse sowie die Anforderungen, die auf dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes sowie dem Schweizer Recht zum Schutz von Kindern beruhen. Der Bundesrat soll die notwendigen Schritte und das Vorgehen für eine Revision der PAVO aufzeigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die seit 1978 geltende Pflegekinderverordnung (PAVO; SR 211.222.338) wurde 2012 zuletzt partiell revidiert. Auch für den Bundesrat besteht daher heute in verschiedener Hinsicht unbestrittener Handlungsbedarf, insbesondere im Bereich der Fremdplatzierung von Kindern aus Kindesschutzgründen (vgl. dazu den Bericht des Bundesrates "Politik der frühen Kindheit - Auslegeordnung und Entwicklungsmöglichkeiten auf Bundesebene" vom 3. Februar 2021, S. 53). Gegenstand der verlangten Prüfung des Anpassungs- und Regelungsbedarfs sollen daher die zwischenzeitlichen Veränderungen und Entwicklungen, namentlich die Auswirkungen der im Postulat erwähnten Empfehlungen zur ausserfamiliären Unterbringung der SODK (Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren) und der KOKES (Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz) vom 20. November 2020, sein sowie die derzeit noch ausstehenden Ergebnisse des 2019 lancierten Forschungsprojekts "Pflegekinder Next Generation", das gemeinsam von verschiedenen Fachorganisationen und weiteren Projektpartnern mit Beteiligung des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) durchgeführt wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.