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NINA NASTASIA
HARI KOECHLI
Nicht laut, nicht schnell, nicht virtuos, kein Gott am Gitarrenhimmel, niemals, nein: minimales Geschrummel mit Gesang: Hari Köchli, die Stimme von „get on jolly“ und „henry my son“, dieser Luzerner schon lange in Biel, und nun, plötzlich, für uns alle überraschend, ganz ohne jemanden zum Festhalten, einsam und verlassen… solo auf der Bühne von CAFE BAR MOKKA.
Nina Nastasia
Nina Nastasia präsentiert im Mokka mit ihrem Trio die Songs ihres neuen Albums „Riderless Horse“. Es ist ein leises, eindringliches Album. Es verzichtet auf Pathos und Effekte. Die Songs sind rauh, uneitel und wirken direkt. Nina Nastasia singt in ihrer hohen, manchmal brüchigen Stimme, spielt dazu eine sanfte Akustikgitarre- mehr nicht. Die Musik behält ihren Fokus auf Nastasias Stimme, die so rau und strahlend ist wie eh und je. Die Aufnahmen entstanden in einem Gästehaus von Freunden, produziert hat sie, wie alle ihre vorhergehenden Alben, Steve Albini, in liebevoller Hingabe.
Nastasia wuchs in Hollywood auf und ist heute in New York ansässig. Nachdem sie in den frühen neunziger Jahren mit dem Liederschreiben angefangen hatte, veröffentlichte Nina Nastasia im Jahr 2000 ihr erstes Album, Dogs auf dem Winzig-Label Socialist Records, aufgenommen von Steve Albini. Nur 1500 Kopien wurden ursprünglich produziert, und Nastasia stellte die Verpackungen selbst in ihrem Apartment zusammen. Am Ende des Jahres war das Album vergriffen, aber der bekannte englische Disk Jockey John Peel hatte von Albini eine Kopie von Dogs erhalten und spielte es mehrfach in seinen Shows auf BBC Radio 1. Dank der Hilfe von Peel und Albini, der Dogs in mehreren Interviews als eines der besten Alben pries, die er aufgenommen hatte, erhielt das Album Kultstatus, obwohl es im Handel unerhältlich war.
Durch Dogs wurde das amerikanische Punk-Label Touch and Go auf Nastasia aufmerksam und veröffentlichte ihre nächsten zwei Alben, The Blackened Air (2002) und Run to Ruin (2003). Auch das Debütalbum Dogs wurde 2004 wiederveröffentlicht. Danach wechselte Nastasia zum englischen Label FatCat Records, und 2006 wurde dort ihr viertes Album On Leaving veröffentlicht, wie alle vorherigen mit Steve Albini aufgenommen. Seit Run to Ruin hatte Nastasia auch mit dem australischen Schlagzeuger Jim White von Dirty Three zusammengearbeitet. Während der Zusammenarbeit zu On Leaving schlug White Nastasia vor, für ein Album zu kollaborieren. Die Zusammenarbeit führte zu dem nur auf Gitarre und Schlagzeug basierenden Album You Follow Me (2007) und einem Song auf der 2008 erschienenen Single „What She Doesn’t Know“.
Für John Peel nahm Nastasia insgesamt sechs der bekannten „Peel Sessions“ auf, die letzte davon mit der tuvanischen Kehlgesangs-Gruppe Huun-Huur-Tu. Zwei von Nastasias Songs erschienen in Peels „Festive Fifty“ Jahrescharts: „Ugly Face“, 2002 auf dem vierten Platz und „You, Her & Me“ auf dem dreizehnten Platz im Jahre 2003. Nach dessen Tod widmete Nastasia den Song „Bird of Cuzco“ Peels Andenken.