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Die Schweizer Springreiter-Equipe hat am Donnerstag mit der Qualifikation für den Finaldurchgang die erste Hürde am Nationenpreisfinal in Barcelona genommen. In der spanischen Metropole qualifizierte sich das Quartett als fünftplatzierte Nation für den Final der besten Acht.
Erstmals wird am Nationenpreisfinal auch ein Ticket für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben – dieses hat die Schweiz fest im Blick. Man hatte es an der Weltmeisterschaft im August verpasst, sich vorzeitig und bei der ersten Möglichkeit den Startplatz zu sichern. Nun also besteht die nächste Chance.
Von den übrigen 7 Nationen im Final ist mit Belgien nur eine Mannschaft dabei, die ebenfalls noch um den Startplatz reitet. Alle anderen Finalnationen haben sich den Platz bereits gesichert: Frankreich als Gastgeberland der nächsten Spiele ist vorqualifiziert. Irland, Deutschland, die Niederlande und Grossbritannien haben sich die Startberechtigung an der WM geholt.
Spanien – welches sich ebenfalls für den Final am Sonntag qualifiziert hat – kann das Olympiaticket wegen einer Spezialregelung nicht holen. Als Gastgeberland des Nationenpreisfinales waren die Spanier ohne vorherige Resultate für den Final gesetzt – sie können aber nicht um Olympia reiten.
Die Schweiz oder Belgien?
Wer von der Schweiz oder Belgien die bessere Klassierung schafft, holt das Ticket für Olympia 2024. Der Final beginnt wieder bei Null. Für das belgische Team tritt mit Jérôme Guery nur noch ein Reiter aus der WM-Mannschaft an. Der WM-Silbermedaillengewinner blieb mit seinem Hengst «Quel Homme de Hus» in der ersten Runde des Finalturniers fehlerfrei.
Im Schweizer Team schaffte dies einzig Pius Schwizer mit «Vancouver de Lanlord». Edouard Schmitz/Quno und Martin Fuchs/Conner Jei hatten je einen Abwurf zu verzeichnen. Niklaus Rutschi, der mit Cardano CH im ersten Durchgang das Streichresultat bot, wird im Final durch Steve Guerdat ersetzt. Equipenchef Michel Sorg sagt dazu: «Rutschi wird nicht ersetzt, weil er das Streichresultat war. Es war von Anfang an der Plan, dass der Wallach ‹Venard de Cerisy› nur am Sonntag eingesetzt wird. Deshalb reitet Steve Guerdat am Finaltag im Team.»
Das ist, was wir wollen. Mit diesem Team können wir einen Spitzenplatz am Sonntag holen.
Sollte die Schweiz im Final hinter Belgien bleiben, hätte sie noch zwei weitere Möglichkeiten, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. An der Europameisterschaft im kommenden August in Mailand werden drei weitere Plätze vergeben, den letzten Startplatz gibt es beim Nationenpreisfinal 2023.
Besser wäre es aber definitiv, diesen schon in diesem Jahr zu sichern. Michel Sorg: «Das ist, was wir wollen. Mit diesem Team können wir einen Spitzenplatz am Sonntag holen.»