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Einige Produkte aus der Schweiz konnten sich nicht nur als international anerkannte Marken durchsetzen, sondern wurden teilweise sogar zu Leitprodukten.
Vom Messer zur Uhr
Die Schweizer Armee benötigte um 1890 unbedingt ein neues Armeemesser. Es sollte zum Essen, aber auch als Werkzeug zum Zerlegen der Waffen dienen. Also erfand man ein Messer mit Klinge, Dosenöffner, Schraubenzieher und Ahle. Ende des 19. Jahrhunderts erhielten alle Soldaten der Schweizer Armee dieses Messer. 1897 wurde es markenrechtlich geschützt. Auch andere Armeen legten sich dieses Werkzeug zu. Darunter auch die Armeen von Deutschland, den Niederlanden oder Malaysia.
Auch in der Fertigung von Uhren machten sich die Schweizer einen Namen. Heute stammt fast jede zweite weltweit verkaufte Luxus-Uhr aus diesem Land. Zu den bekanntesten Schweizer Uhrenmarken gehören Rolex, Zenith, Breitling, IWC (Schaffhausen), Omega, TAG Heuer, Blancpain, Jaeger-Le Coultre, Brequet und Patek Philippe. Diese Uhren gehören auch zu den teuersten ihrer Art. Am anderen Ende der Skala rangiert die Marke Swatch. Diese Uhr aus Plastik ist für jedermann erschwinglich und hat sich in der Zwischenzeit bereits zu einem begehrten Sammlerstück entwickelt.
Schokolade wird im Schweizerdeutschen als Schoggi bezeichnet. Der Begriff Schweizer Schokolade ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für Schokolade, die aus der Schweiz kommt. Die Schweizer Schokolade-Industrie zeichnete sich bereits von Beginn des 20. Jahrhunderts durch ihre Export-Orientiertheit aus. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Export der Schokolade aufgrund von Handelsrestriktionen stark eingeschränkt.
Heute wird die in der Schweiz produzierte Schokolade hauptsächlich im Land selbst abgesetzt. Mehr als die Hälfte der Produktionsmenge bleibt im Land. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Schokolade liegt bei rund elf Kilogramm pro Jahr. Zu den bekanntesten Schweizer Schokolademarken gehören Suchard und Lindt.
Der Käse gehört ebenfalls zu den bekanntesten Schweizer Produkten. Die Käseherstellung erfolgt dabei nach wie vor nach althergebrachten Methoden. Käse wird in fünf Schritten hergestellt. Diese beginnen mit der Gerinnung von Milch. Dann wird der Vorkäsungsprozess eingeleitet. Danach wird der Käse erwärmt, geformt und in ein Salzbad gegeben. Schließlich überlässt man den Schweizer Käse dem Reifeprozess, der unterschiedlich lange dauern kann. Zum Schluss wird eine Qualitätskontrolle durchgeführt, damit der Käse auch wirklich richtig schmeckt.
Durch die Herstellung sowie die Vermarktung dieser Produkte hat sich die Schweiz international einen Namen gemacht. Nach wie vor sind die Schweizer stolz auf ihre Erzeugnisse und genießen vor allem die kulinarischen Köstlichkeiten hauptsächlich im eigenen Land.