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Junioren- Europameisterschaften in Bukarest
Dreimal an den Besten gescheitert
Florian Faber und Olga Fusek aus Riehen zeigten an den Junioren-EM in Bukarest gute Leistungen, scheiterten aber im KO-Wettkampf sowohl in ihren Einzeln als auch als Mixed-Team jeweils am späteren Sieger.
Von den Bogenschützen Juventas nahmen Olga Fusek und Florian Faber an den Junioren-Europameisterschaften in Bukarest teil, beide starteten in der Altersklasse U21
Im Mixed-Team-Wettbewerb waren 21 Nationen am Start. Unter den Teilnehmenden befand sich eine ganze Reihe von Schützen, die bei der Elite Weltcupturniere und Meisterschaften bestreiten oder sich auf die Olympischen Spiele von Rio vorbereiten.
Olga Fusek startete gut in die Qualifikation, liess dann aber in der zweiten Runde ein paar Punkte liegen. Sie beendete die Qualifikation an ihrer ersten internationalen Meisterschaft mit 581 Punkten auf dem 30. Platz. Angeführt wurde die Qualifikations-Rangliste von der Türkin Yasemin Anagoz vor der Polin Sylwia Zyzanska und der Spanierin Adriana Martin.
Bei den Junioren belegte Florian Faber im Qualifikationswettkampf als bester Schweizer mit 643 Punkten den guten 16. Platz. Auch er vergab in der zweiten Hälfte unnötig ein paar Punkte, nachdem er zwischenzeitlich auf Platz 8 hatte vordringen können. Es führte der Russe Arsalan Baldanov mit 671 Punkten vor dem Franzosen Thomas Koenig mit 658 und dem Moldawier Dan Olaru mit 654 Punkten. Das Feld nach Platz drei war sehr eng und, wie sich später zeigen sollte, war Platz 16 etwas unglücklich in Bezug auf die Zusammensetzung des Tableaus. Als beste Schweizer qualifizierten sich Olga Fusek und Florian Faber mit dem 14. Platz auch für den Final der besten 16 Mixed-Teams. Hier führte Frankreich vor Russland und der Türkei.
In den KO-Runden konnte Olga Fusek in den 1/24-Finals die Weissrussin Natallia Ulasiuk mit 6:2 bezwingen, scheiterte aber in den 1/16-Ffinals an der späteren Europameisterin Adriana Martin und belegte den 17. Schlussrang.
Glück und Pech für Faber
Florian Faber gewann seinen 1/24-Final gegen den Serben Nikohi Stevanovic mit einer starken Leistung (29, 27, 28, 28) mit 7:1.
In den 1/16-Finals gegen den Türken Onur Tezel war es sehr eng und stand nach fünf Sets 5:5. Florian konnte das Stechen mit 9:8 für sich entscheiden.
In den 1/8-Finals musste er dann bereits gegen den Qualifikationsersten antreten. Der Russe Arsalan Baldanov war nicht nur in der Qualifikation überlegen, er konnte in allen Finalrunden hervorragende Leistungen abrufen, gewann den 1/8-Final gegen Florian Faber mit 7:1 (28,27,29,29) und wurde später verdient Europameister.
Florian Faber belegte den guten neunten Schlussrang.
Nachdem beide Riehener schon im Einzel gegen die späteren Europameister ausgeschieden waren, mussten sie im Mixed-Team gleich zu Beginn gegen die starken Türken antreten. Diese schossen in den 1/8-Finals mit einem Durchschnitt von über 36 Punkten (von 40 Punkten, jeweils vier Pfeile, zwei pro Schütze und Set) ihre stärkste Runde und entschieden das Match gleich mit 6:0 für sich. In der Folge konnten sich die Türken mit Ergebnissen in Reichweite der Schweizer bis zum Final durchkämpfen und holten sich dort mit einem Sieg über Deutschland den Titel.
Die Riehener belegten den neunten Schlussrang und waren zum dritten Mal am späteren Europameister gescheitert
Nachdem Adrian Faber, der ältere Bruder von Florian Faber, im Rahmen des Weltcupturniers von Antalya die sichere Olympiaqualifikation nur um einen Platz verpasst hatte hoffte man noch darauf dass der Riehener als erster Ersatz zum Zug kommen könnte da mit dem für Tonga startenden Arne Jensen ein Athlet die Mindestanforderungen des Internationalen Bogenschützenverbandes nicht erfüllte. Tonga hatte sich einen Quotenplatz innerhalb Ozeaniens gesichert. Weil nun aber der internationale Verband entschieden hat, Jensen trotz nicht erfüllter Leistungslimite doch zuzulassen, wird Adrian Faber definitiv nicht nach Rio reisen können.
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Olympia-Qualifikation
im Rahmen des Weltcupturniers in Antalya (Türkei)
Adrian Faber nahe am Olympia-Ticket
Am Olympia-Qualifikationsturnier vom Freitag vergangener Woche belegte der Riehener Adrian Faber den starken siebten Platz, verpasste eine sichere Olympia-Qualifikation aber knapp. Er darf nun hoffen, dennoch ins Olympia-Feld nachzurücken.
Am Weltcupturnier von Antalya (Türkei) ging es um die letzten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2016 in Rio, und das merkte man auch an der grossen Beteiligung. Im olympischen Recurve-Wettbewerb der Männer waren 238 Schützen eingeschrieben – maximal vier pro Land. Über alle Kategorien hinweg waren 86 Länder vertreten. Für die Schweiz waren drei Frauen und drei Männer am Start, unter ihnen die Riehener Brüder Adrian und Florian Faber.
Unglückliche Qualifikation
In der Recurve-Qualifikation der Männer zeigte für die Schweiz der Berner Thomas Rufer eine ausgezeichnete Leistung. Bei leichtem, aber wechselndem Wind blieb er mit 655 Punkten nur um fünf Punkte unter seiner Bestleistung und schaffte es auf den 64. Platz der Weltcup-Qualifikation. Das Niveau war extrem hoch und kompakt. Florian Faber liess in den letzten drei Passen etwas nach und lag am Schluss mit 645 Punkten auf dem 109. Platz. Die Schützen auf Platz 100 bis 107 hatten 646 Punkte auf dem Konto und kämpften in einem Shootoff um den Einzug ins Finalfeld des Weltcup-Turniers. Florian hatte dieses Shootoff um einen Punkt verpasst. Adrian Faber war es in der Qualifikation mit 616 Punkten gar nicht wunschgemäss gelaufen. Thomas Rufer musste sich dann im Weltcupturnier in der ersten Runde der Direktausscheidung geschlagen geben.
Am Freitag wurde das Quotenplatzturnier für Rio ausgetragen. Offiziell wurde um drei verbleibende Einzelplätze geschossen. Hinzu kamen zwei zusätzliche Einzel-Quotenplätze von Ländern, die in Antalya einen der drei letzten Teamplätze gewonnen hatten und zuvor bereits einen Einzelplatz geholt hatten. Mit den frei gewordenen Plätzen konnten so die fünf bestplatzierten Nationen einen Platz für Rio gewinnen. Am Quotenturnier waren alle Schweizer im Finalfeld vertreten. Von den insgesamt noch startberechtigten 135 Schützen (nur bisher nicht qualifizierte Nationen mit je maximal drei Schützen) waren die besten 104 für das Finalfeld qualifiziert. Die Finals wurden bei starkem und böigem Wind ausgetragen, der wegen schnellen Richtungswechseln schwierig zu lesen war.
Adrian Faber nervenstark
Thomas Rufer musste seine Olympiaträume nach einer 2:6-Niederlage gegen Roman Vengerov (Aserbaidschan) bereits im erstem Match begraben. Florian Faber konnte seinen 1⁄48-Final gegen den Argentinier Ignacio Escalante mit 6:0 gewinnen. Im 1⁄24-Final gegen Taras Senyuk (Aserbaidschan) war das Match bis zum 4:4 ausgeglichen. Im fünften Satz musste sich Florian Faber mit 24:25 Punkten geschlagen geben. Am besten lief es für Adrian Faber. Er konnte sich von seiner schlechten Qualifikation, die ihm die stärkeren Gegner bescherten, erholen stieg mit viel Kampfgeist und Selbstvertrauen in die Finalrunden. Im 1⁄48-Final konnte er den Polen Kacper Sierakowski mit 7:1 bezwingen. Im 1⁄24-Final lag Adrian Faber gegen den Moldawier Dmitri Dancov zunächst mit 2:4 zurück, konnte aber mit guten 27 und 28 Punkten das Match in einen 6:4-Sieg drehen.
In den Sechzehntelfinals musste Adrian Faber gegen den Qualifikationssechsten Rok Bizjak aus Slowenien antreten. Der Match wurde auf für die Wetterverhältnisse hohem Niveau ausgetragen. Adrian Faber ging zunächst in Führung, musste die nächsten zwei Sätze abgeben und konnte mit einer 29er-Passe zum 4:4 aufholen. Nach Gleichstand im fünften Satz zum 5:5 kam es zum Stechen mit einem Pfeil. Beide schossen eine 9. Diejenige von Adrian Faber war aber besser platziert, womit der Riehener mit 6:5 in die Achtelfinals einzog. Auch dieser Match gegen den Qualifikationselften Milad Vaziri Teymoorlooei aus dem Iran war sehr eng und auf hohem Niveau. Nochmals stand es nach vier Sätzen 4:4. Adrian konnte den fünften Satz mit einer starken 28 für sich entscheiden.
In der Runde der letzten Acht standen zwei Weissrussen, die sich beide für die Halbfinals qualifizierten. Aus diesem Grund reichte nun bereits Platz sechs für einen Quotenplatz. So konnten also die zwei besten Verlierer der Viertelfinals ein Olympia-Ticket lösen. Leider musste sich Adrian Faber dem Qualifikationsdritten Robin Ramaekers aus Belgien, der in dieser Runde extrem stark schoss, gleich mit 0:6 geschlagen geben.
Schweiz auf Reserve
Aufgrund der Satz- und Pfeilpunkte beendete Adrian Faber den Wettkampf auf dem siebten Schlussrang, nur einen Platz hinter einem sicheren Olympia-Ticket für das Schweizer NOK. Das heisst, die Schweiz ist nun auf Platz eins der Warteliste. Falls eines der NOKs mit Quotenplatz die Leistungskriterien des internationalen Verbandes nicht rechtzeitig erfüllt, würde der Platz gemäss Selektionskonzept von SwissArchery an Adrian Faber gehen – die Zustimmung vom Dachverband Swiss Olympic vorausgesetzt.
Jetzt heisst es für Adrian Faber hoffen und weiter trainieren.
Mit einer definitiven Zuteilung ist erst kurz vor Rio zu rechnen
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Europameisterschaften in Nottingham
Gute Leistungen schlecht belohnt
Vergangene Woche kämpfte der Riehener Bogenschütze Florian Faber mit dem Nationalteam von SwissArchery in Nottingham um eine gute Platzierung an der Europameisterschaft sowie um drei kontinentale Einzel-Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio. SwissArchery trat mit vier kompletten Teams an, also bei den Frauen und den Männern mit dem olympischen Recurve-Bogen und mit dem Compound-Bogen. Im Männer-Recurve-Team traten zusammen mit Florian Faber der Berner Thomas Rufer und der für die Schweiz startberechtigte Franzose Thomas Aubert an.
Florian Faber trat mit dem olympischen Bogen in einem starken Teilnehmerfeld von 110 Schützen und 30 Teams aus 43 Ländern an. In der Qualifikation lag der junge Riehener nach der ersten Runde bei schwierigen Windverhältnissen mit 314 Punkten nur auf Platz 59, konnte sich jedoch mit 325 Punkten und einem guten 14. Platz in der zweiten Runde als bester Schweizer bis auf Platz 36 vorarbeiten.
Schwieriges Tableau für Faber
Diese Platzierung im Qualifikationswettkampf ergab kein einfaches Tableau für die KO-Runden. Florian Faber konnte die ersten zwei Runden mit guten Leistungen gewinnen, 6:4 gegen Csaba Gajdos (Ungarn) und 7:3 gegen Yagiz Yilmaz (Türkei), traf dann aber in den Sechzehntelfinals auf den Weltranglisten-Dritten Sjef Van den Berg aus Holland. Der Match verlief anfangs auf hohem Niveau recht ausgeglichen, ging aber schliesslich mit 3:7 an den holländischen Favoriten. Der Riehener belegte damit als bester Schweizer im EM-Einzelwettbewerb den 17. Schlussrang!
Platz fünf für das Team
Im Teamwettbewerb lief es den Schweizern ausgezeichnet. Alle vier Teams schafften die Qualifikation für die Achtelfinals, das olympische Männer-Team mit einem 15. Platz unter 30 Nationalteams. Damit mussten die Schweizer in der ersten Runde gleich gegen die zweitplatzierten Weissrussen antreten. Die Schweizer überraschten mit einer starken Leistung und bezwangen die Favoriten in einem engen Match mit 5:3.
In den Viertelfinals trafen sie auf das starke spanische Team, das mit dem siebten Qualifikationsrang unter Wert abgeschnitten hatte. Auch diese Begegnung verlief unerwartet ausgeglichen. Nach vier Sets stand es 4:4 und ein Stechen (1 Pfeil pro Schütze) musste über den Einzug in die Halbfinals entscheiden. Da auch dieses Stechen mit 28:28 Punkten keine Entscheidung brachte, ging der Sieg an das Team mit dem am nächsten am Zentrum liegenden Pfeil. Der Entscheid ging auf eine Distanz von 70 Metern mit 5 Millimetern Differenz an die Spanier. Die Schweiz belegte dank dem guten Ergebnis den hervorragenden fünften Schlussrang.
Out in den Sechzehntelfinals
Zum Abschluss wurden die KO-Runden um die drei Einzel-Quotenplätze für Rio geschossen. Auch diesen Wettbewerb schloss Florian Faber als bester Schweizer ab. Wie im EM-Einzelwettkampf überstand er die ersten beiden Runden – mit einem 6:4 gegen den Griechen Konstantinos Yantsios und einem 6:0 gegen den Slowaken Vladimir Hurban Junior. Dann traf Faber auf den Weissrussen Alexander Liahushev, den Siebten der Qualifikation. Dieser Sechzehntelfinal ging nach einem engen Match mit 3:7 an den Weissrussen.
Auch bei den Frauen konnte die Schweiz in Nottingham keinen Quotenplatz gewinnen.
Die letzte Chance auf Olympia-Quotenplätze bietet sich am Weltcupturnier vom 12. bis 19. Juni in Antalya (Türkei). Dort wird das Schweizer Team mit Adrian und Florian Faber um die verbleibenden Einzel- und Team-Quotenplätze kämpfen.
Dominik Faber
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