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Bundesanwalt Michael Lauber erhält ab dem 1. Juli einen neuen Stellvertreter. Der Freiburger Paul-Xavier Cornu tritt in diesem Amt die Nachfolge von Maria-Antonella Bino an. Die Bundesversammlung sprach sich gestern mit 155 von 168 gültigen Stimmen für Cornu aus. Er war als einziger Kandidat von der Gerichtskommission vorgeschlagen worden. Bino war erst im März 2011 zur stellvertretenden Bundesanwältin ernannt worden; sie verlässt die Behörde Ende Juni.
Vertreter der Romandie
Die Gerichtskommission begründete ihren Vorschlag für Cornu unter anderem damit, dass er für Stabilität sorgen könne, da er der Bundesanwaltschaft bereits angehöre. Zudem sei er wie Bino ein Westschweizer. Damit sei weiterhin für die Vertretung der Romandie an der Spitze der Bundesanwaltschaft gesorgt. Ausserdem erfülle Cornu mit seiner französischen Muttersprache auch ein organisatorisches Bedürfnis der Bundesanwaltschaft, hielt die Kommission fest. Die meisten grossen Fälle im Bereich der Geldwäscherei würden in dieser Sprache behandelt. Gesucht wurde deshalb eine französischsprachige Nachfolge.
Der 1950 geborene Cornu ist seit 2002 leitender Staatsanwalt und Stabschef der Bundesanwaltschaft und damit bereits Mitglied der Geschäftsleitung. Davor war er Richter am Kantonsgericht Freiburg, das er zwischen 1990 und 1997 auch präsidierte. sda/cn