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Los Angeles - Ein Arzt, der einer kalifornischen Frau vor einem Jahr zu Achtlingen verholfen hat, könnte seine Lizenz verlieren. Der staatliche Gesundheitsausschuss wirft ihm bei der Behandlung der 34-Jährigen Nadya Suleman grobe Fahrlässigkeit vor.
Der Arzt habe einen unnötig grossen Vorrat an Embryonen produziert und es unterlassen, den geistigen Zustand seiner Patientin zu prüfen. Die Vorwürfe gegen den Mediziner, der in Beverly Hills eine Fruchtbarkeitsklinik betreibt, wurden nach Angaben der "Los Angeles Times" bereits im Dezember erhoben.
Suleman war elf Jahre lang bei dem Arzt in Behandlung. In dieser Zeit brachte sie mit Hilfe künstlicher Befruchtung insgesamt vierzehn Kinder zu Welt, darunter Ende Januar 2009 Achtlinge. Bei der Befruchtung im Juli 2008 war Suleman alleinstehend, arbeitslos und bereits Mutter von sechs Kindern.
Der umstrittene Embryotransfer habe "jedes vernünftige Mass eines Arztes" überschritten, urteilte jetzt die Gesundheitsbehörde. Anwalt Peter Osinoff nahm seinen Mandanten in Schutz. Der Arzt sei lediglich den Wünschen seiner Patientin nachgekommen, sagte Osinoff.
Fruchtbarkeitsexperten kritisierten das Einpflanzen einer höheren Zahl von Embryonen, denn diese Prozedur kann zu einer riskanten Mehrlingsschwangerschaft führen. In den USA waren zuvor erst ein Mal Achtlinge geboren worden. Eines der Babys starb 1998 innerhalb einer Woche nach der Geburt im US-Staat Texas. Sulemans Kinder sind die am längsten überlebenden Achtlinge der Welt.
SDA-ATS