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Ein Manager ist vom Bezirksgericht Meilen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Ihm wird vorgeworfen, seiner Ex-Frau und den drei gemeinsamen Kindern über mehrere Jahre die Alimente verweigert zu haben. Ausserdem habe er fast 50'000 Franken Sozialhilfe bezogen. Dies, obwohl er diverse Verwaltungsratsmandate und Managerfunktionen ausübte, wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet.
Der Mann stammt ursprünglich aus Nigeria. Er arbeitete sich in der Schweiz zum Finanzchef bei der Schweizer Niederlassung eines internationalen Konzerns hoch. Er heiratete eine Schweizerin und gründete eine Familie.
Aus Versehen zu wenig Geld überwiesen
Ein paar Jahre später kam es zur Scheidung. Obwohl er monatlich 13'000 netto Franken verdiente, zahlte der Mann 48'000 Franken Alimente nicht. Als er seinen Job aufgab, ging er trotz anderer Einkommensquellen und grosser Ersparnisse auf das Sozialamt seiner Wohngemeinde im Bezirk Meilen. Dabei gab er an, keine Stelle zu haben.
Vor Gericht sagte der Beschuldigte, er habe seiner Frau aus Versehen zu wenig Geld überwiesen. Statt dafür Verständnis zu zeigen, habe sie ihn betrieben und so seine Karriere zerstört. Zum unrechtmässigen Bezug der Sozialhilfe gab er an, ein falsches Verständnis von der wirtschaftlichen Unterstützung besessen zu haben. Das Gericht überzeugte diese Argumentation nicht. Sein Verteidiger kündigte Berufung an. Der Fall dürfte also vor dem Obergericht landen.
(osc)