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Anfang September 2013 veröffentlichte Cryptome eine englischsprachige Präsentation über Computerforensik (PDF), die angeblich von amerikanischen Behörden erstellt worden war. Die Präsentation enthielt unter anderem eine Folie, auf der behauptete wurde, gängige Anwendungen zur Festplatten-Verschlüsselungen würden Hintertüren enthalten – beispielsweise BitLocker von Microsoft und FileVault von Apple.
Mit einer Hintertür (oder Backdoor) könnte die Festplatten-Verschlüsselung umgangen werden. Da viele Rechtsanwälte BitLocker und FileVault verwenden um Daten auf ihren PCs und Macs zu verschlüsseln, bat ich Apple und Microsoft in der Schweiz vor einigen Tagen darum, die behaupteten Hintertüren zu bestätigen oder zu dementieren. Ich richtete meine Anfragen an «Apple Media Info» sowie an Barbara Josef als Mediensprecherin von Microsoft Schweiz.
In der Zwischenzeit erwies sich die Präsentation zumindest in Bezug auf die behaupteten Hintertüren als Hoax (PDF). Gleichzeitig sahen sich Apple und Microsoft Schweiz bislang aber nicht in der Lage, meine Anfragen zu beantworten. Bei einem Hoax müsste es eigentlich leicht fallen, die behaupteten Hintertüren zu dementieren. Insofern fragt sich, wieso Apple und Microsoft meine Anfragen nicht beantwortet haben …
Nachtrag vom 19. September 2013
Auf eine weitere Nachfrage hin hat Microsoft Schweiz freundlicherweise geantwortet. Mit Verweis auf den für Europa zuständigen Sicherheitschef bei Microsoft wird die Existenz einer Hintertür in BitLocker verneint und es seien auch keine Möglichkeiten bekannt, BitLocker bei korrekter Anwendung zu knacken.