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Barry Trotz hat scheinbar Unmögliches möglich gemacht. Er hat mit den Washington Capitals den Stanley Cup gewonnen und so der amerikanischen Hauptstadt den ersten Sport-Titel seit mehr als 20 Jahren beschert. Für die Capitals war es der erste Cup überhaupt.
2014 übernahm der Kanadier die «Caps» und scheiterte drei Mal hintereinander im Halbfinal der Eastern Conference – zuletzt zwei Mal an den Pittsburgh Penguins. Doch dieses Jahr war alles anders: Man schlug nicht nur Pittsburgh, sondern jeden Gegner, der Alexander Owetschkin und Co. in den Weg gestellt wurde. Am Ende resultierte der historische Titel.
Alles gut also in Washington? Mitnichten. Trotz oder gerade wegen des grossen Erfolgs muss General Manager Brian MacLellan einen neuen Trainer suchen. Barry Trotz wird im Oktober, wenn die neue NHL-Saison beginnt, nicht mehr bei den Capitals an der Bande stehen.
Der Grund ist ziemlich einfach: Mit dem Stanley-Cup-Sieg hätte sich Trotz' Vertrag bei den Capitals um zwei weitere Jahre verlängert – allerdings zu ähnlichen Konditionen, wie zum Zeitpunkt seiner Unterschrift 2014. Statt wie bislang 1.5 Millionen Dollar jährlich hätte er neu 1.8 Millionen verdient. Das ist gemessen an heutigen Standards für einen NHL-Coach eher wenig.
Trotz und die Washington Capitals versuchten zwar noch, sich über einen neuen Vertrag zu einigen, fanden aber keine Übereinstimmung. Deshalb ist der frischgebackene Meistertrainer in diesem Sommer Free Agent und auf Klubsuche. (abu)