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Nichtsteroidaler Entzündungshemmer für Hunde
ATCvet-Code: QM01AH90
Zusammensetzung
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenFirocoxib ist ein nichtsteroidaler Entzündungshemmer (NSAID), welcher die Cyclooxygenasen hemmt (coxib) und in Tiermodellen eine analgetische, entzündungshemmende und antipyretische Wirkung gezeigt hat.
In der empfohlenen Tagesdosis von 5 mg pro kg angewendet, wird das Isoenzym COX-1, welches für die Bildung zytoprotektiver Prostaglandine in der Magen-Darm-Schleimhaut verantwortlich ist, kaum inhibiert. Firocoxib hemmt die Prostaglandinbiosynthese, bedingt durch die selektive Inhibition des induzierbaren Isoenzyms Cyclooxygenase‑2 (COX-2), welches für die Synthese der Entzündungsmediatoren verantwortlich ist. In Experimenten mit Vollblut des Hundes zeigte Firocoxib eine ungefähr 380fach höhere Hemmung gegenüber COX‑2 als gegenüber COX‑1.
PharmakokinetikNach oraler Anwendung beim Hund in der empfohlenen Dosis von 5 mg pro kg Körpergewicht wird Firocoxib rasch resorbiert. Die maximale Konzentration wird nach 1.25 Stunden erreicht und liegt bei 0.52 µg/ml. Mit einer Halbwertszeit von 7.59 Stunden wird ein Fliessgleichgewicht (steady state) bei mehrmaliger Gabe nach der dritten Tagesdosis erreicht.
Firocoxib wird hauptsächlich durch Desalkylierung und Glukuronidierung in der Leber metabolisiert.
IndikationenZur Linderung von Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit Osteoarthritis beim Hund.
Zur Verminderung postoperativer Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit Weichteiloperationen, orthopädischen Operationen und Zahnbehandlungen beim Hund.
Osteoarthritis5 mg/kg Körpergewicht werden einmal täglich entsprechend der nachstehenden Tabelle verabreicht.
Die Tabletten können mit oder ohne Futter eingegeben werden.
Die Dauer der Behandlung hängt vom beobachteten Behandlungserfolg ab. Da Feldversuche auf eine Dauer von 90 Tagen begrenzt waren, sollte eine längere Behandlung sorgfältig überlegt werden und nur unter regelmässiger tierärztlicher Kontrolle erfolgen.
Verminderung postoperativer Schmerzen5 mg/kg Körpergewicht werden einmal täglich, bei Bedarf an bis zu 3 Tagen, beginnend ungefähr 2 Stunden vor dem Eingriff, entsprechend der nachstehenden Tabelle verabreicht.
Nach orthopädischen Operationen kann die Behandlung in Abhängigkeit der bereits erzielten Therapierfolge mit diesem Dosierschema nach den ersten 3 Tagen fortgesetzt werden, wenn es der behandelnde Tierarzt für nötig hält.
Überdosierung
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenNicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
Nicht anwenden bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen. Nicht anwenden bei Tieren im Alter unter 10 Wochen oder mit weniger als 3 kg Körpergewicht.
Nicht anwenden bei Tieren mit gastrointestinalen Blutungen, Veränderungen des roten und weissen Blutbildes oder Blutgerinnungsstörungen.
Previcox darf nicht zusammen mit anderen NSAIDs, Glukokortikoiden, Diuretika oder ACE-Hemmern angewendet werden.
Nicht bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotensiven Tieren anwenden, da in solchen Fällen die Gefahr erhöhter renaler Toxizität besteht. Die gleichzeitige Verabreichung von potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln sollte vermieden werden.
Nicht bei Katzen anwenden.
Vorsichtsmassnahmen
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Gelegentlich wurde über Erbrechen und Durchfall berichtet. Diese Reaktionen sind im Allgemeinen vorübergehender Natur und reversibel, wenn die Behandlung abgebrochen wird. Bei der Verabreichung der empfohlenen therapeutischen Dosis wurde in sehr seltenen Fällen von Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen berichtet. Neurologische Symptome bei behandelten Hunden wurden selten berichtet.
Wenn Nebenwirkungen wie Erbrechen, wiederholter Durchfall, okkultes Blut im Kot, plötzlicher Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Lethargie oder Verschlechterung von biochemischen Nieren- oder Leberwerten auftreten, sollte die Anwendung des Tierarzneimittels abgebrochen und der Tierarzt zu Rate gezogen werden.
Wie bei anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika können schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten, die in sehr seltenen Fällen tödlich enden können.
Die Häufigkeit möglicher Nebenwirkungen wird gemäss dem folgenden Übereinkommen definiert:
Selten (1 bis 10 betroffene Tiere von 10'000 behandelten Tieren)
Sehr selten (weniger als 1 betroffenes Tier von 10'000 behandelten Tieren)
Sonstige Hinweise
PackungenSchachtel mit 1 × 10 Tabletten
Schachtel mit 3 × 10 Tabletten
Schachtel mit 60 Tabletten
Informationsstand: 06/2014
Dieser Text ist behördlich genehmigt.