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Reusser, die das Leadertrikot am Sonntag mit dem Sieg im Zeitfahren übernommen hatte, geriet in der gut 100 km langen und mit fast 2000 Höhenmetern herausfordernden Königsetappe im Toggenburg am Ende nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis. Auf ihre beiden stärksten Konkurrentinnen im Gesamtklassement machte sie zum Tour-Abschluss nochmals Zeit gut: Ihre niederländische Teamkollegin Demi Vollering wurde mit 1:02 Rückstand Zweite, die Italienerin Elisa Longo Borghini Dritte (1:17 zurück).
Nur die Polin Katarzyna Niewiadoma wurde Reusser in der 4. Etappe zwischenzeitlich gefährlich und war virtuell sogar Gesamtleaderin. Doch in den letzten rund 30 Kilometern machte die Einheimische scheinbar spielend leicht den Rückstand vor allem in den Flachteilen zwischen den Aufstiegen wett und erreichte das Etappenziel als Dritte mit 36 Sekunden Rückstand auf Niewiadoma. Diese musste sich im Sprint um den Etappensieg der Neuseeländerin Niamh Fisher-Black geschlagen geben.
Dominierende Mannschaft
Das niederländischen Team SD Worx um Reusser, Vollering und Fisher-Black holte fast alles, was es bei der erstmals als World-Tour-Event durchgeführten Tour de Suisse zu gewinnen gab. Fast nur die Bergpreis-Wertung entging der dominierenden Mannschaft: Die Schweizerin Elise Chabbey (Canyon/SRAM Racing) sicherte sich diese Spezialwertung.
Für Marlen Reusser ist es einer der grössten Erfolge ihrer Karriere. 2020 wurde die Bernerin an der Strassen-WM Zweite im Einzelzeitfahren, 2021 holte sie an den Olympischen Spielen im Einzelzeitfahren die Silbermedaille.
(raw/sda)
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