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Saggi di Dodis 3 (2021/5)
Chantal Marquart
Zwischen ethnischen «Säuberungen» und einem Militärputsch: Warum die Entsendung von Schweizer Präsidentenberatern nach Ruanda 1973 in Kritik geriet
Ruanda wurde kurz nach seiner Unabhängigkeit 1962 zu einem Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungshilfe. Neben der konventionellen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit entsandte die Schweiz auch Diplomaten, die dem ruandischen Präsidenten als wirtschaftliche und juristische Berater zur Verfügung standen. 1973 kam es in Ruanda nicht nur zu ethnischen «Säuberungen», sondern auch zu einem Militärputsch. 1975 stellte die Schweiz die Entsendung von Präsidentenberatern nach Ruanda ein. In diesem Artikel wird nachgezeichnet, wie es zum Ende der intern als Prestigeprojekt bezeichneten Entsendung von Präsidentenberatern kam. Dabei wird deutlich, dass nicht nur finanzielle und personelle Engpässe zu diesem Entscheid führten, sondern auch die Angst davor, dass man der Schweiz zu viel Nähe zum ruandischen Militärregime nachsagen könnte. Humanitäre Überlegungen, die aufgrund der Ereignisse ebenfalls zu erwarten gewesen wären, spielten demgegenüber eine weniger bedeutende Rolle.
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