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Soldaten aus Nord- und Südkorea haben am Mittwoch zum ersten Mal seit der Teilung Koreas friedlich das Gebiet des jeweils anderen Staates betreten. Die Soldaten überprüften bei der Begegnung die vereinbarte Zerstörung von Grenzposten, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte.
Die beiden koreanischen Staaten hatten sich im Zuge ihrer Annäherung auf die Zerstörung von Grenzposten in der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet geeinigt.
«Zum ersten Mal seit der Teilung haben Soldaten aus dem Norden und Süden friedlich die Demarkationslinie überquert», erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Videoaufnahmen zeigten, wie bewaffnete Soldaten aus Südkorea an der Demarkationslinie Soldaten aus Nordkorea die Hände schüttelten, bevor sie die Grenze überquerten. Während des Kontrollgangs machten sie Fotos, filmten das Geschehen und unterhielten sich.
Der Korea-Krieg war 1953 lediglich mit einem Waffenstillstand zu Ende gegangen, ein Friedensvertrag kam nicht zustande. Offiziell befinden sich Nord- und Südkorea daher immer noch im Kriegszustand. Seit Jahresbeginn bemühen sich die beiden Staaten jedoch um eine Annäherung.
Als Teil ihrer Entspannungspolitik verständigten sich Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im September auf den Abzug von Wachposten sowie die Zerstörung von Grenzposten in der entmilitarisierten Zone. Diese gehört trotz ihrer Bezeichnung zu den am stärksten befestigten Zonen weltweit.
Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hat Nordkorea derzeit noch etwa 150 Posten entlang der Grenze, Südkorea rund 50. Langfristiges Ziel ist die Beseitigung aller Posten an der 250 Kilometer langen Grenze. (whr/sda/afp/dpa)