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Die in Minsk inhaftierte schweizerisch-belarussische Doppelbürgerin Natallia Hersche ist von einem Gefängnis in Minsk in eine Frauenkolonie in der Stadt Gomel verlegt worden. Das EDA bestätigte die Verlegung.
Unter Berufung auf Hersches Bruder schrieb «20 Minuten» am Dienstag, Hersche sei am vergangenen Donnerstag in die Frauenkolonie in der Stadt Gomel versetzt worden. Die Stadt liege rund vier Stunden von der Hauptstadt entfernt. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Verlegung. Hersche werde weiterhin «Unterstützung im Rahmen des konsularischen Schutzes bekommen», hiess es.
Hersche befindet sich momentan im Hungerstreik, wie die belarussische Journalistin Hanna Liubakova am Wochenende auf Twitter mitteilte. Das EDA erklärte, am 1. März sei der Schweizer Botschafter Claude Altermatt bei seinem letzten Besuch bei Hersche im Gefängnis von Minsk von ihr über ihren Hungerstreik informiert worden.
Botschafter Altermatt habe seine Besorgnis ausgedrückt und Hersche gebeten, den Hungerstreik mit Rücksicht auf ihre Gesundheit zu beenden. Die Schweizer Botschaft in Minsk stehe in regelmässigem Kontakt mit Hersche, versicherte das EDA damals.
Hersche war im Dezember in Minsk wegen angeblichen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu zweieinhalb Jahren Strafkolonie verurteilt worden. Die 51-Jährige war bei einer Frauen-Kundgebung am 19. September in Minsk festgenommen worden. (sda)
Angesichts von Spionagevorwürfen der USA gegen China hat US-Aussenminister Antony Blinken eine fürs Wochenende geplante Reise nach Peking abgesagt. Der Besuch solle zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden, sobald die Umstände dies zuliessen, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Aussenministeriums am Freitag in Washington. Blinken hätte ursprünglich noch am Freitag aufbrechen sollen.