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Der ehemalige Fifa-Vizepräsident Jack Warner hat sich am Mittwoch den Behörden in Trinidad und Tobago gestellt. Er verbrachte die Nacht im Gefängnis. Zuvor hatte die Polizei auf Ersuchen der US-Justiz einen Haftbefehl für Warner ausgestellt.
Die USA ermittelt im Korruptionsskandal bei der Fifa gegen 13 weitere Personen. Ein Richter verlas zwölf Anklagepunkte gegen Warner und setzte eine Kaution von umgerechnet etwas mehr als 370'000 Franken. Zudem stellte er die Bedingung, dass der Ex-Fifa-Vizepräsident seinen Pass abgeben und sich zweimal wöchentlich bei der Polizei melden müsse.
Warner verzichtete darauf, Berufung einzulegen. Er soll am 12. Juli vor Gericht erscheinen. Die Staatsanwaltschaft von Trinidad und Tobago teilte mit, sie habe seit über einem Jahr mit dem US-Justizdepartement zusammengearbeitet.
«Ich bin unschuldig»
Der 72-Jährige sagte laut der Zeitung Los Angeles Times: «Ich wiederhole, dass ich unschuldig bin in allen Anklagepunkten. Ich habe mich aus dem Fussball-Business zurückgezogen.»
Warner trat im Juni 2011 als Fifa-Funktionär zurück. Zuvor hatte er sich wegen eines Bestechungsskandals vor der Ethik-Kommission des Verbandes zu verantworten. Warner soll im Zuge der Vergabe der Weltmeisterschaften 1998 an Frankreich und 2010 an Südafrika in Korruption verwickelt gewesen sein und sich bereichert haben. Die Fifa sperrte Warner vorläufig von allen Aktivitäten im Fussball.
Zu krank für Auslieferung
Unter den 14 Angeklagten befindet sich auch der Conmebol-Präsident Nicolás Leoz. Doch der 86-jährige Leoz leidet an Parkinson und Herzbeschwerden. Eine Auslieferung erscheint wenig wahrscheinlich. Das Aussenministerium in Paraguay teilte mit, das Gesuch werde geprüft.