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Allen Dulles war der mächtigste Chef der CIA
1953 wurde Allen Dulles als Direktor der CIA berufen. Dulles war ein einflussreicher Anwalt der einflussreichen Industriekanzlei Sullivan & Cromwell, welche grosse Firmen, Kartelle, Rohstoffimporteure und sogar ganze Regierungen als Klienten betreute. Somit hatte er beste Kontakte vor allem auch nach Deutschland.
Während seiner Amtszeit nahmen die geheimen Spezialeinsätze der CIA drastisch zu.
Als erstes bewilligte Dulles die Operation Ajax, bei der die demokratisch gewählte Regierung von Iran (Persien) abgesetzt werden sollte. Diese wollte die iranische Erdölproduktion verstaatlichen und die Einnahmen Iran zugute kommen lassen.
Durch den Staatsstreich kam der Schah (persischer Kaiser) wieder an die Macht und regierte Iran während der folgenden 27 Jahre mit der Unterstützung der USA.
1954 wurde in Guatemala der Sozialist Jacobo Arbenz Guzman demokratisch gewählt. Er beabsichtigte, den Bauern Land zum Bewirtschaften zurückzugeben und zugunsten des Landes eine Exportsteuer auf Bananen und Früchte zu erheben, dies auf Kosten der amerikanischen Bananenfirma United Fruit Company (heute Chiquita), bei der Allen Dulles Aktien besass und im Aufsichtsrat sass.
Allen Dulles traf sich mit Präsident Eisenhower und seinem Bruder John Foster Dulles, der zu dieser Zeit US-Aussenminister war. Die drei beschlossen, mit Hilfe der CIA die Regierung in Guatemala zu stürzen (Bild: ein CIA-Mann fährt Offiziere der Militärjunta).
Während der darauffolgenden 40 Jahre wird Guatemala durch eine unterdrückerische und mordende Militärjunta regiert, die United Fruit Company jedoch kann ihre Geschäfte ungehindert weiterführen.
In ähnlicher Weise führte die CIA 1960 in Belgisch-Kongo (heute Zaire) einen Staatsstreich durch, hilft dem korrupten Oberst Mobutu an die Macht (bis 1997) und sichert sich den Zugang zu den Bodenschätzen von Belgisch-Kongo.