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Der August war aussergewöhnlich heiss, sehr sonnig und in den meisten Gebieten viel zu trocken. Mit Ausnahme der Nordhänge an den höchsten Gipfeln waren die Berge weitestgehend ausgeapert (siehe Bildstrecke). Lawinengefahr bestand nur kurzzeitig nach lokalen Schauern oder Gewittern an den höchsten Bergen des Hochgebirges. Dies änderte sich am 31. August, als im Hochgebirge teils grössere Schneemengen fielen und das erste Lawinenbulletin des Sommers 2018 herausgegeben wurde.
Schon wieder sonnig, heiss und trocken. Gemäss MeteoSchweiz war der August der drittwärmste seit Beginn der Messungen im Jahre 1864. Damit waren seit dem April alle Monate viel zu warm, mit Temperatur-Spitzenplätzen zwischen dem zweiten und fünften Rang. Als Folge davon war auch der Sommer der drittwärmste, nach 2003 und 2015.
Die Hitzewelle von Anfangs August machte sich bis ins Hochgebirge bemerkbar mit einer Nullgradgrenze dauerhaft über 4000 m (Abbildung 2). Dabei war es oft sonnig. Nennenswerte Niederschläge fielen nur lokal in Gewittern und das auch im Hochgebirge als Regen.
Vom 9. auf den 10. August brachte eine Kaltfront etwa 10 mm Regen, im Tessin bis zu 40 mm. Die Schneefallgrenze sank dabei auf etwas über 3000 m. Dieser doch recht bescheidene Niederschlag genügte am Dom für eine kleine Schneebrettlawine, abgegangen im frischen Triebschnee (Abbildung 3). Weil sie auf der Spur zum Dom lag, kann eine Personenauslösung nicht ausgeschlossen werden. Für Schäden war die Lawine aber wohl zu klein und das Gelände zu flach.
Nach einer kurzen Beruhigung brachte am 13./14. August eine weitere Kaltfront am Alpennordhang oberhalb von 3000 m etwa 20 cm Neuschnee, weiter südlich weniger. Bereits ab dem 15. August war es aber wieder heiss, sonnig und abgesehen von lokalen Gewittern meist trocken.
Am 24./25. August brachte ein Kaltlufteinbruch dem zentralen und östlichen Alpennordhang und dem Engadin 10 bis 20 cm Neuschnee. Die Schneefallgrenze sank von 3300 m im Norden bis unter 2000 m, so dass am Sonntagmorgen die Berge der Zentral- und Ostschweiz bis zur Waldgrenze hinunter kurzzeitig winterlich aussahen.
Ab dem 26. August stieg die Nullgradgrenze rasch an und die südseitigen Hänge waren schnell wieder bis zu den höchsten Gipfeln schneefrei. Schattseitig lag an den höchsten Bergen noch Schnee (Abbildung 4). Damit herrschten an vielen Viertausendern perfekte Hochtourenbedingungen mit aperem Fels und Trittschnee. Tiefer gelegene Gletscher dagegen waren teils schon seit Wochen komplett ausgeapert (Abbildung 5).
Ende Monat verschlechterte sich das Wetter. Am 31. August setzten im Süden und in Graubünden intensive Niederschläge ein, die ihren Schwerpunkt in der Folge an den zentralen und östlichen Alpennordhang verlagerten. Bis zum Niederschlagsende am 1. September fielen im Osten verbreitet 40 bis 60 mm Regen, lokal bis zu 80 mm (Abbildungen 6 und 7).
Die Schneefallgrenze sank von anfänglich 3200 m bis auf etwa 2500 m, am zentralen und östlichen Alpennordhang kurzzeitig auf etwa 2200 m. Die ganzen Schneemengen fielen damit nur im Hochgebirge, am meisten in den Gipfelregionen des Bernina Gebiets mit etwa 80 cm. Diese Schneemenge erfüllt die Kriterien zur Herausgabe eines Sommerbulletins. Sie war von den Meteomodellen gut vorhergesagt worden, so dass das erste Lawinenbulletin des Sommers 2018 ausgegeben wurde. Über solche, situationsbezogene Lawinenbulletins können Sie sich per Push-Mitteilung oder per SMS informieren lassen.