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Schlachtdenkmal
Das erste Denkmal zum Gedächtnis an die Schlacht bei Dornach vom 22. Juli 1499 wurde schon um 1500 mit der (ersten) Kapelle Maria Magdalena in Dornachbrugg errichtet. Sie befand sich nördlich des Kaufhauses. Diese 1512 geweihte «Kapelle zum elenden Gebein» wurde für die Wallfahrer bald zu klein.
Am Magdalenentag 1643 konnte die neue, grössere Gedächtnis- oder Wallfahrtskapelle eingeweiht werden. Hinter dem Chor wurden die Gebeine der Gefallenen in einem Beinhaus aufbewahrt. Als die Kapelle 1874 abgebrochen wurde, kamen die Gebeine vorübergehend ins Amthaus, der Hauptteil der Skelette wurde später auf dem östlichen Teil des Friedhofes bei der St. Mauritius-Kirche beigesetzt.
Zur 400-Jahr-Feier liess die Regierung 1899 nach den Plänen von Paul Reber in Basel ein Schlachtdenkmal vor der Klosterkirche errichten. In einem torbogenähnlichen, neugotischen Denkmal aus rotem Sandstein wurden die Schädel pyramidenförmig aufeinandergeschichtet. Ausserdem enthielt das Denkmal die fünf Wappen der Schlachtkantone Bern, Luzern, Solothurn, Zug und Zürich.
Auch dieses Denkmal ist wieder verschwunden und hat der 22 Meter langen Reliefwand von Jakob Probst an der Klostermauer Platz gemacht. Der Bildhauer hat auf der Kalksteinwand drei Kriegergruppen herausgemeisselt: rechts der Aufmarsch der Schwaben, in der Mitte der Kampf und links der Anmarsch der Eidgenossen. Das Schlachtrelief wurde bei der grossen Schlachtfeier 1949 feierlich enthüllt. 1954 fand die Überführung der Schädelknochen vom ehemaligen (1899er) Denkmal in den Sarkophag des Beinhauses in der südwestlichen Ecke der Umfassungsmauer beim Heimatmuseum statt. Jakob Probst schuf 1959 die Grabfigur «Sterbender Krieger», die beim Osteingang zur St. Mauritius-Kirche an das Geschehen von 1499 erinnert.