Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/3917

Durchschnittlicher Alkoholkonsum erneut gesunken
Nach einer Stagnation im Vorjahr verzeichnet der Konsum an alkoholischen Getränken in der Schweiz 2012 erneut einen Rückgang. Er ist gegenüber dem Vorjahr von 8,5 auf 8,4 Liter reinen Alkohol pro Kopf gesunken. Das ist der tiefste Stand seit Anfang der Fünfzigerjahre. Der Grund dafür ist hauptsächlich der rückläufige Weinkonsum. Der sinkende Pro-Kopf-Konsum darf aber nicht über den problematischen Alkoholkonsum einzelner Bevölkerungsgruppen hinwegtäuschen.
Durchschnittlich haben die Schweizerinnen und Schweizer letztes Jahr einen Liter weniger Wein konsumiert als im Vorjahr (2012 36, 2011 37 Liter effektiv). In reinem Alkohol ausgedrückt (Umrechnung auf einen Alkoholgehalt von 100% zu Vergleichszwecken) beträgt die Differenz einen Deziliter pro Kopf (2012 4, 2011 4,1 Liter reiner Alkohol). Der Rückgang um 2,2 Prozent folgt dem Trend der letzten Jahre und ist sowohl auf einen geringen Ertrag 2012 als auch weniger Importe von Rot- und Weißwein zurückzuführen.
Auch der Bierkonsum ist leicht rückläufig. Mit durchschnittlich 56,5 Litern Bier effektiv pro Kopf ist er gegenüber 2011 (57 Liter effektiv) um 0,5 Liter zurückgegangen. Gemessen in reinem Alkohol vermag sich dieser Rückgang allerdings nicht auszuwirken (2,7 Liter 2011 und 2012).
Der Spirituosenkonsum entwickelt sich seit mehr als zehn Jahren parallel zum Bevölkerungswachstum und liegt relativ konstant bei 1,6 Liter reinem Alkohol (3,9 Liter effektiv) pro Kopf.
Vom durchschnittlichen zum realen Konsumenten
Die Statistiken in dieser Medienmitteilung basieren auf der Menge Alkohol, die in der Schweiz ver- oder gekauft wird. Diese makroökonomischen Zahlen geben nützliche Hinweise in Bezug auf langfristige Trends. Keinen Aufschluß erlauben sie hingegen über spezifische Konsumprofile einzelner Bevölkerungskategorien. Zur Beurteilung der Alkoholproblematik in der Schweiz bleibt deshalb eine Verknüpfung mit Befragungen zum Alkoholkonsum wie dem Suchtmonitoring Schweiz (www.suchtmonitoring.ch) unerlässlich.