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Das Arbeitsgedächtnis verfügt über eine begrenzte Kapazität. Das bedeutet, dass nicht alle Information, die in jedem Moment auf uns einströmt, gleichzeitig verarbeitet werden kann. Um ein „Überlaufen“ unseres Arbeitsgedächtnisses zu verhindern, muss relevante Information ausgewählt und in einer Art und Weise encodiert werden, die weitere Informationsverarbeitung ermöglicht. Auswahl und Encodierung wiederum sind Prozesse, die Aufmerksamkeit erfordern: Aufmerksamkeit auf die Aussenwelt, um Relevantes von Irrelevantem zu trennen und Aufmerksamkeit bei der Encodierung durch das Einbetten relevanter Information in ihren zeitlichen und räumlichen Kontext (wann und wo?). Die zentrale Frage in diesem Projekt ist, ob diese Aufmerksamkeitsprozesse auf einer gemeinsamen Ressource beruhen oder ob sie unabhängig voneinander operieren. Um diese Frage zu untersuchen, wird ein Paradigma der schnellen Bildpräsentation (rapid serial visual presentation, RSVP) verwendet, das eine Differenzierung der angenommenen Aufmerksamkeitsprozesse ermöglicht.