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Siedlung im Mösli
Innenraum (Pferdehalle)
Siedlung im Mösli
Adresse
8165 Schöfflisdorf
ZH
Architektur
Die in Schöfflisdorf gelegene Siedlung im Mösli entstand in den späten 1960er-Jahren und liest sich in der Tradition der neuen, durchrationalisierten Bauernhöfe, wie sie an der Expo 64 in Lausanne präsentiert wurden. Mit der neuen Holzverkleidung entspricht die Fassade des Wohnhauses nicht mehr dem bauzeitlichen Zustand, doch zeigt die imposante Scheune noch immer die Materialisierung aus der Anfangszeit auf. Die Patina des rotbraunen Welleternits verleiht dem Äusseren einen besonderen Reiz, und ebenso erfrischend ist die abwechslungsreiche Dachlandschaft der verschiedenen Gebäude.
Chronologie
Die Siedlung im Mösli entstand nach den Plänen des Zürcher Architekten Heinz Meierhofer in den Jahren 1967 und 1968.
Lage
Die Siedlung liegt in leichter Hanglage in Schöfflisdorf im Zürcher Unterland. Im Süden, oberhalb der Hofanlage, folgen ausgedehnte Waldgebiete. Das Dorfzentrum von Schöfflisdorf befindet sich in einiger Entfernung im Nordwesten, das im Osten liegende Dorf Niedersteinmauer ist etwa gleich weit entfernt.
Beschreibung
Das Wohnhaus und der ursprüngliche Ökonomieteil bilden einen zusammenhängenden Gebäudekomplex rund um einen U-förmigen Platz. Das Wohnhaus besitzt ein Pultdach und öffnet sich mit dem Erd- und Obergeschoss hangseitig, das Erd- und das Untergeschoss sind gegen den tiefergelegenen Platz im Norden ausgerichtet. Die Fassaden weisen verschiedene Materialien auf: Das Untergeschoss wurde verputzt, das südseitige Erdgeschoss ist als Sichtbacksteinmauerwerk ausgeführt und die anderen Bereiche wurden nachträglich mit Holz verschalt. Eine Remise verbindet Wohnhaus und Stallscheune. Die Scheune unter Schmetterlingsdach wird durch eine mittige, quer angelegte Futtertenn in zwei Bereiche geteilt: Nordseitig ist die Liegehalle, südseitig sind Fahrsilos. Der Baukörper ist mit rotbraunem Welleternit verkleidet, das Assoziationen zu einer Industrieanlage weckt. Der als Werkhof genutzte Platz wird gegen Norden von einem niedrigen, gestaffelt angeordneten Stall gefasst. Er ist aus roten Backsteinen errichtet und weist ebenfalls ein Pultdach auf.
Im Nordosten der Siedlung befinden sich eine neue Reithalle und eine Reitplatz. Das enorme Volumen unter Satteldach ist seitlich grösstenteils geöffnet und als Holzkonstruktion mit weitspannenden Schichtholzträgern ausgebildet.
Literatur