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Nach Meldungen über hoch angereichertes Uran ist der Iran nach eigenen Angaben nun dabei, mit Inspektoren der Vereinten Nationen "Unklarheiten" rund um sein Atomprogramm auszuräumen. Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seien in Teheran und hätten mit "Verhandlungen, Besuchen und Kontrollen" begonnen, zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch den Chef des iranischen Atomprogramms, Mohammed Eslami. "Unklarheiten, die von einem Inspektor geschaffen wurden, werden gelöst." Durch "Interaktionen und Koordination" werde man verhindern, "dass neue Unklarheiten und Störungen" in der Zusammenarbeit mit der IAEA entstünden.
Inspektoren der UN-Atomaufsicht hatten Diplomaten zufolge im Iran auf 84 Prozent angereichertes Uran entdeckt. Das kommt einer Atomwaffentauglichkeit nahe. Die IAEA teilte mit, sie führe Gespräche mit der Führung in Teheran über die jüngsten Erkenntnisse. Am Montag erklärte ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Teheran habe einen Reinheitsgrad von 60 Prozent nicht überschritten.
Der Iran bestreitet Vorhaltungen, Atomwaffen bauen zu wollen und erklärt stets, dass sein Atomprogramm nur der Energieerzeugung diene. Seit April 2021 reichert das Land Uran mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent an. Zum Bau von Atombomben ist auf rund 90 Prozent angereichertes Uran notwendig. Das Internationale Atomabkommen mit dem Iran von 2015 sollte das Nuklearprogramm des Landes begrenzen.
2018 stiegen aber die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen aus und forderten strengere Massnahmen. Daraufhin zog sich auch der Iran schrittweise zurück. Die Aussichten auf eine Wiederbelebung des Abkommens sind derzeit auch angesichts der Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen wegen der Niederschlagung regierungskritischer Proteste in der Islamischen Republik und des russischen Krieges gegen die Ukraine schlecht.
(Reuters)