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Weder Südföhn noch der Durchzug der Kaltfront sorgte für die Gebäudeschäden. Hinter der Kaltfront blies für wenige Stunden Weststurm. Zur Zeit der Schäden registrierte man auf dem Säntis 147 km/h. In Kriessern/SG gab es 92 km/h, das Dorf liegt wenige Kilometer nördlich von Montlingen. In der Region herrschten jedoch deutliche Unterschiede bei der Windstärke, in Montlingen müssen die Windspitzen deutlich höher gewesen sein.
Drei Sachen begünstigten das Heruntermischen der starken Winde:
- Labilität: Die Luft war labil geschichtet. Dadurch mischen sich die starken Winde aus der Höhe ringer bis zum Boden hinab.
- Subsidenz: Als die Schäden im Rheintal entstanden, klarte der Himmel auf. Die Luft war nämlich hinter der Front am Absinken. Dies ist typisch für eine Kaltfront und nennt sich im Fachjargon «postfrontale Subsidenz».
- Berge im Westen: Die Luft floss vom Appenzellerland ins Rheintal hinunter. Dabei wird die Luft beschleunigt und es entstehen diverse Luftwirbel. Die Verwirbelungen sorgen für kleinräumige Unterschiede in den Windspitzen.
Dächer in die Höhe gerissen
Wenn Luft über ein Haus strömt, dann entsteht oberhalb des Hauses ein Unterdruck. Je schneller der Wind weht, desto tiefer sinkt der Druck. Dächer werden bei Sturm also in die Höhe gesogen und nicht weggedrückt.