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Report Voice, 2020
Die Herausforderungen für den Kakaosektor sind nach wie vor so gross wie nie zuvor: Extreme Armut der Bäuerinnen und Bauern, extensive Abholzung, Verletzungen der Menschen- und Arbeitsrechte wie z.B. Kinderarbeit, eine übermässige Abhängigkeit von Pestiziden. Während der letzten zwei Jahrzehnte und trotz eines vermehrten Dialogs wurden die Probleme des Sektors nicht mit der nötigen Konsequenz angegangen und das Grundproblem - die Armut der Kakaobäuerinnen und -bauern - nicht gelöst. Die freiwilligen top-down Bemühungen konnten die zugrunde liegenden Schwierigkeiten nicht beseitigen: strukturell niedrige Kakaopreise, schwache ländliche Infrastruktur, mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflicht sowie teilweise korrupte und ineffiziente staatliche Interventionen und Politik.
Die meisten Herausforderungen im Kakaosektor sind systemischer Natur und erfordern strukturelle Massnahmen auf regionaler, nationaler und globaler Ebene. Es braucht eine obligatorische Sorgfaltspflicht im Umwelt- und Menschenrechtsbereich, eine stärkere Position der Kleinbäuerinnen und -bauern in globalen Lieferketten, die Möglichkeiten für Bauernfamilien und die lokale Zivilgesellschaft, ihre Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen, unterstützt durch Transparenz, Sorgfalts- und Rechenschaftspflicht sowie ein öffentliches Monitoring und Rückverfolgbarkeit im Sektor.
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