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Basics
Gallengangsteine stammen meist aus der Gallenblase. Bei behindertem Galleabfluss aus den Gallewegen, Missbildungen der Gallewege, nach Operationen im Bereich der Gallewege und infolge Infektionen können sich Steine auch primär in den Gallenwegen bilden.
Symptome / Komplikationen
Wenn Steine aus der Gallenblase abwandern, kommt es zu heftigen Koliken im rechten Oberbauch und in der Mitte des Oberbauchs. Die Koliken sind meist von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Steine im Gallengang, die nicht eingeklemmt sind, können lange Zeit ohne Beschwerden vorhanden sein. Eine Einklemmung eines Steines im Hauptgallengang führt zu einer Gelbsucht (Verschlussikterus). Oft bleibt ein Stein im Mündungsbereich des Gallengangs in den Zwölffingerdarm (Papille) stecken. In diese Papille mündet auch der Pankreasgang. Eine Steineinklemmung in der Papille hat deshalb einen Rückstau im Pankreasgang zur Folge, was eine akute Pankreatitis (biliäre Pankreatitis) auslösen kann.
Therapie
Eine Steineinklemmung im Gallengang stellt in der Regel eine Notfallsituation dar. Um die Beschwerden zu beheben und um Komplikationen zu vermeiden, muss der Stein so rasch wie möglich entfernt werden. Dieser Eingriff wird heute praktisch immer endoskopisch durchgeführt (ERCP). Dabei muss die Mündung des Gallegangs im Zwölffingerdarm (Papille) zunächst etwas aufgeschnitten werden. Dann kann der Stein mittels eines Fangkorbes oder einem Ballonkatheter entfernt werden.