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Agrarminister Barnaby Joyce sagte am Freitag, wenn eine Pflanze Schwerkranken helfen könne, solle sie auch angebaut werden. Er berichtete, dass sein eigener Bruder Darmkrebs hat. Als erster australischer Bundesstaat legalisierte Victoria in dieser Woche den Einsatz von Marihuana zur Behandlung von Patienten.
Marihuana gilt in den meisten Ländern als Rauschmittel und ist verboten. Viele Schwerkranke schwören aber auf die unter anderem schmerzlindernde Wirkung der getrockneten Blütentrauben und Blätter der Hanfpflanze, die in der Regel geraucht werden. Kritiker weisen auf mögliche Nebenwirkungen wie Wahrnehmungsstörungen hin.
In der Schweiz ist der Konsum von Cannabis verboten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann jedoch für eine beschränkte medizinische Anwendung Ausnahmebewilligungen erteilen. Andere Länder nutzen Cannabis als Medizin schon längst, darunter viele US-Bundesstaaten und Israel.
Den Kampf um die Legalisierung von Marihuana führte Dan Haslam in Australien. Er starb im vergangenen Jahr mit 25 an Darmkrebs. Seine Mutter Lucy kaufte illegal Marihuana, um ihrem Sohn zu helfen. Sie setzte die Kampagne nach dem Tod ihres Sohnes fort.