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Courgenay
"Sie kamen, um zu sehen, wo Gilberte de Courgenay wohnte. Da habe ich ihnen vom ersten Weltkrieg erzählt, als meine Grosseltern das Hôtel de la Gare führten, meine drei Tanten im Service arbeiteten und mein Vater und sein Bruder jeden Abend für die Soldaten Musik machten. Und Gilberte, mit ihrem Charme und ihrem unglaublichen Namensgedächtnis. Dann der Zufall: Hanns in der Gand, der nach Courgenay kam und von der Persönlichkeit von Gilberte fasziniert war, der ein Lied für sie komponierte, das in allen Quartieren gesungen wurde und das mit seinen schweizerdeutschen Strophen und dem französischen Refrain in der ganzen Schweiz berühmt wurde. Es folgten das Theaterstück und der Film. Sie alle verbreiteten das lächelnde Bild von Gilberte, die nicht nur ein Lied war, sondern meine Tante, die die Menschen noch heute ins Hôtel de la Gare in Courgenay zieht."
Eliane Chytil-Montavon, Nichte von Gilberte
Infos
Das Dorf Courgenay wurde vor allem in der Deutschschweiz dank der "Petite Gilberte" bekannt. Die am 20. März 1896 geborene Gilberte war eine der drei Töchter der Familie Montavon (Gustave und Lucine), die das Hotel in Courgenay seit 1906 führten. Im ersten Weltkrieg waren in der Ajoie, nahe den französischen und deutschen Fronten, viele Soldaten stationiert. Die Freundlichkeit und die gute Laune von Gilberte machten sie zu einer Schweizer Ikone unter den Soldaten und Offizieren, die das Hôtel de la Gare nach 1914 besuchten.
Gut zu wissen
- Courgenay ist auch bekannt für seinen mysteriösen "Pierre-Percée" (Lochstein).
- Sehenswert: der Naturpark am Etang de la Creule.
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