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best season
Der Tag beginnt mit einem Aufstieg entlang der stiebenden Simmenfälle zur Barbarabrücke. Über mehrere Kaskaden stürzen hier Wassermassen über Stein und hüllen die Umgebung in Wassernebel ein. Die Barbarabrücke bzw. der Damm vor dem Wasserfall ist ein Wehr zur Umlenkung der jungen Simme. Diese Massnahme zum Schutz des Talbodens vor Hochwasser wurde bereits im späten 18. Jahrhundert ergriffen. Barbara war der Vorname der Frau des damaligen Direktors des Kurhauses, der die Erschliessung der Simmenfälle und des Wehrs für Touristen in die Wege leitete und finanzierte. Kurvenreich geht es den Wald hinauf. Tiefe Einschnitte, welche die Simme in den Fels gefressen hat, sind zu sehen. Angekommen bei der Alp Rezliberg, sind wir am Geburtsort der Simme. Am Fuss der mächtigen Kalksteinwand tritt die Simme weissschäumend zu Tage. Im Sommer fliessen bis zu 2800 Liter pro Sekunde über die sieben Quellen, genannt Siebenbrünnen. Der Weg führt weiter über Alpweiden an Sennhütten vorbei auf die Langermatte. Auf der Langermatte hat sich gemäss einer Sage folgendes zugetragen:
Ein eindrucksvolles Bild aus der Zeit der Glaubenskämpfe diesseits und jenseits des Rawil vermittelt uns die Sage von der „Wyberschlacht“ auf der Langermatte: Als die wehrfähigen Männer der Lenker talabwärts in den Glaubenskrieg gezogen waren, rückten die feindlichen Walliser über den Wallisberg (Rawil) und raubten den Lenkern auf der Langermatte das Vieh. Jenseits des Passes liessen die Walliser das geraubte Vieh ruhig weiden und sprachen dem Fendant tüchtig zu. Darauf stiegen nun die Lenkerbuben unter der Führung des Gemsjägers Siegfried, der beim Auszug der Wehrmänner in den Flühen den Gemsen nachgestiegen war, über den Rawil und fanden ihre ruhig grasende Herde wieder. Sachte lösten einige Knaben den Tieren die Glocken und Treicheln vom Hals und läuteten sie selber weiter, bis die anderen das Vieh zur Passhöhe getrieben hatten. Nun schleuderte Siegfried mit voller Wucht eine grosse Treichel durchs Fenster hinein in das Gemach, in dem die Walliser zechten. Mit Schrecken mussten diese feststellen, dass das Lenker Vieh verschwunden war. Sobald es ihre schweren Köpfe erlaubten, machten sie sich in kriegerischer Absicht auf nach der Lenk. Die Lenker, vor allem die Frauen, waren jedoch inzwischen mit Sensen und Heugabeln bewaffnet. Mutig griffen sie die heranziehenden Walliser an und schlugen sie in die Flucht. Die Lenker Frauen hatten gesiegt. Als die Lenker Krieger heimkehrten, staunten sie nicht wenig ob der Wehrhaftigkeit der Frauen. „Bi de Toete“ heisst noch heute die Stelle, wo die Gefallenen auf der Langermatte beerdigt wurden. Mit Kunkel und Schwert im unteren Teil erinnert das Gemeindewappen noch heute an die „Wyberschlacht“ auf der Langermatt. Der obere Teil des Wappens stellt die Siebenbrunnen als den Ursprung der Simme dar.
Die Iffigenalp ist über Alpwiesen nun nur allzu schnell erreicht. Im stattlichen Berghaus wartet bereits die Sonnenterrasse. Bei der Rückkehr ins Dorf Lenk wird der Iffigfall passiert. Sei es zu Fuss oder mit dem Bus, unbedingt einen Blick auf den Fall werfen, wo Wassermassen rund 120 Meter über den Fels stürzen.
Simmefäll - Barbarabrücke - Stalde - Sibe Brünne - Langermatte - Ritz - Iffigenalp
Diese Route verläuft ganz oder teilweise auf signalisierten Wegen der Kategorie Bergwanderweg
Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste Bergschuhe, mittelgrosser Rucksack mit Hüftgurt, Sonnenschutz, Regenbekleidung, Wanderstöcke, Taschenapotheke, Picknick, genügend Flüssigkeit, Mobiltelefon.
Ab Langermatte einen Abstecher aufs Oberlaubhorn (Aussichtspunkt 1'999 m ü. M.). Marschzeit hin und retour rund 60 Min.
Mit dem Auto via Zweisimmen an die Lenk. Per Ortsbus zu den Simmenfällen (Bus Endstation)
Parkplätze beim Schulhaus ausreichend vorhanden. An der Strasse Lenk Zentrum - Simmefäll.
Hinreise: Mit dem Zug an die Lenk. Anschliessend per Bus zu den Simmenfällen (Bus Endstation)
Rückreise: Mit dem Bus ab der Iffigenalp an die Lenk. Von dort per Bahn
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