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Im Skandal um den verspäteten Rückruf von Millionen Fahrzeugen mit defekten Zündschlössern will der US-Autokonzern General Motors (GM) ab dem 1. August mit der Bearbeitung von Entschädigungsanträgen beginnen, gab das Unternehmen bekannt.
General Motors veröffentlichte eine Erklärung, die GM-Chefin Mary Barra vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses abgeben will. Das Unternehmen macht demnach Fortschritte bei der Einrichtung eines Entschädigungsfonds. Der von GM beauftragte Staranwalt Kenneth Feinberg soll den Angaben zufolge Ende des Monats die Kriterien für Entschädigungsansprüche vorlegen.
2,6 Millionen Autos betroffen
General Motors hatte im Februar und März 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurückgerufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann dazu führen, dass Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker ausfallen.
Mit dem Konstruktionsmangel werden laut GM mehr als 50 Unfälle mit insgesamt 13 Toten in Verbindung gebracht. Konsumentenschützer vermuten deutlich höhere Opferzahlen. Besonders betroffen ist der nordamerikanische Markt.
Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Lösung des Problems verschleppt zu haben. Offenbar hatten Ingenieure schon ab 2001 Kenntnis von den defekten Zündschlössern.
Im vergangenen Monat akzeptierte GM wegen der verspäteten Rückrufe die Zahlung einer Geldbusse von 35 Millionen Dollar. Hängig sind allerdings auch Sammelklagen, gegen die sich das Unternehmen wehrt.
(sda/chb)