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Es war ein schwerer Gang für Santa-Claus-Darsteller Eric Schmitt-Matzen, als er ans Krankenbett eines Fünfjährigen gerufen wurde – es wurde ein Abschiedsbesuch. Das Kind starb in den Armen des Weihnachtsmanns.
Eric Schmitt-Matzen sieht so aus, wie man sich einen Weihnachtsmann für seine Kinder wünscht: Langer Rauschebart, gezwirbelte Schnauzbart-Enden, buschige Augenbrauen und ein freundliches Gesicht. Für sein aussergewöhnlich gut gepflegtes Gesichtshaar wurde er sogar mal mit einem Bart-Styling-Preis geehrt.
Doch in diesem Jahr sind Äusserlichkeiten für den professionellen Santa Claus aus Knoxville, Tennessee, sehr, sehr unwichtig geworden. Wie der «Knoxville News Sentinel» berichtet, hatte der 60-jährige Ingenieur vor mehreren Wochen eine so bewegende Begegnung, dass er danach nur noch weinen konnte. Eine Pflegekraft aus dem örtlichen Krankenhaus hatte Schmitt-Matzen gebeten, vorbeizuschauen und einem schwer kranken Fünfjährigen einen Besuch abzustatten. Schmitt-Matzen sagte sofort zu.
Er sei allein ans Krankenbett des Jungen getreten, der bereits sehr schwach gewesen sei. Im Hospital entspann sich folgender Dialog:
«Hi, ich habe gehört, du wirst Weihnachten verpassen? Das kann gar nicht sein, denn du bist mein Helfer Nummer eins.»
«Bin ich das?», fragte der Junge.
«Sicher», sagte Schmitt-Matzen und überreichte ein Geschenk, das die Familie ihm zuvor zugesteckt hatte.
«Sie sagen, dass ich sterben werde», sagte der Junge.
«Kannst du mir einen grossen Gefallen tun?», fragte Santa Claus.
«Sicher.»
«Wenn du vor der Himmelstür ankommst, sag ihnen, dass du Santa Claus' bester Helfer bist, und dann werden sie dich reinlassen.»
«Werden sie?», fragte der Junge.
«Sicher.»
Dann, so erinnert sich Schmitt-Matzen im Interview, habe ihn der Kleine fest umarmt und noch eine Frage gestellt: «Santa Claus, kannst du mir helfen?» Er habe ihn umarmt, aber bevor er habe antworten können, sei der Junge in seinen Armen gestorben. «Ich habe ihn weiter umarmt und ihn an mich gedrückt.»
Als die Familie verstanden habe, dass ihr Sohn gestorben war, sei die Verzweiflung riesig gewesen. «Nein, noch nicht», habe die Mutter gerufen. Er sei sofort nach Hause gefahren, so Schmitt-Matzen. «Ich habe den ganzen Weg geweint.» Noch tagelang sei mit ihm nichts anzufangen gewesen, so sehr habe ihn das Erlebnis erschüttert. «Ich habe darüber nachgedacht, den Job nie wieder zu machen.»
Aber dann habe er spielende Kinder gesehen und verstanden, dass er weitermachen müsse. «Ich habe verstanden, dass dies die Rolle ist, die ich spielen muss. Für sie und für mich.»