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Brasilien entwickelt sich zum Land der Motorräder. In 45 Prozent aller Städte des Landes sind mehr Motorräder auf den Straßen unterwegs als Autos. Eine Erhebung der Confederação Nacional dos Municípios (CNM) zeigt ebenso, dass immer mehr Brasilianer auf die motorisierten Zweiräder umsteigen.
In ganz Brasilien sind im April dieses Jahres 26,4 Millionen Motorräder registriert worden, 3,44 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Mindestens jeder achte (7,86) Einwohner Brasiliens verfügt somit über ein Motorrad.
In 2.387 der insgesamt 5.568 Municipe Brasiliens hat deren Zahl die der Autos längst überholt, wie aus der von der Confederação Nacional dos Municípios (CNM) vorgelegten Erhebung für April 2018 hervorgeht.
Vorgezogen wird das Motorrad dem Auto vor allem im Norden und Nordosten des südamerikanischen Landes. Im Nordosten stehen 7,49 Millionen registrierte Motorräder einer Autoflotte von 6,67 gegenüber und im Norden 2,49 Millionen Motorräder gegenüber 1,67 Millionen Autos.
Die Liebe zum Motorrad hat einen praktischen Hintergrund. Der Kaufpreis ist wesentlich geringer und ebenso der Spritverbrauch. Eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt oft ebenso ein mangelhaftes oder fehlendes öffentliches Transportsystem. In Ballungszentren wird zudem versucht, mit dem Motorrad kilometerlangen Staus zu entkommen.
Die Autoflotte Brasiliens ist dennoch enorm und mit 3,3 Prozent ebenso steigend. 53,4 Millionen Autos zirkulieren in dem gigantischen Land. Damit steht rechnerisch bei jedem vierten (3,89) Einwohner ein Auto in der Garage. Das gilt vor allem für die reicheren Regionen des Südostens und Südens. Allein in São Paulo sind 17,8 Millionen Autos gemeldet, 33,47 Prozent der Gesamtflotte des Landes.
Die Hauptlast der Fracht und des Transportes übernehmen 14 Millionen Schwerkraftwagen, Laster, Kleintransporter und Pick-Ups. Für den öffentlichen Nahverkehr sind in ganz Brasilien 616.000 Omnibusse im Einsatz. Bei derzeit etwa 209 Millionen Einwohnern müsste damit theoretisch jeder Omnibus 339 Menschen transportieren.