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Abfrage nach Themen
Die zur Auswahl stehenden Daten sind aus dem Themenbaum ersichtlich. Dieser ist in sechs Hauptkategorien gegliedert:
- Deskriptive Daten: Beschreiben die Witterung (Himmelsbedeckung, Niederschlag, gefühlte Lufttemperatur, Windrichtung und -stärke) und ihre Auswirkungen auf (Kultur-)Pflanzen, Gebäude und andere vom Menschen geschaffene Artefakte sowie auf Menschen und Vieh (unter Einschluss von Epidemien und Viehseuchen), ferner geologische und geomorphologische Gefahren sowie atmosphärische und extraterrestrische Erscheinungen.
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Instrumentelle Messreihen und serielle Witterungsdaten: Instrumentelle Messreihen sind mit zeitgenössischen Messgeräten erfasste Angaben zu Temperatur, Niederschlag, Luftdruck, Windstärke oder Wasserhöhe, deren Werte (sofern überhaupt möglich) in heutige Messskalen umgerechnet werden müssen. Unter seriellen Witterungsdaten versteht man die monatliche Häufigkeit von Witterungserscheinungen, die auf der Basis von Wettertagebüchern ausgezählt wurden, beispielsweise die Anzahl der Tage mit Niederschlag oder Schneefall. Die Messwerte der MeteoSchweiz (ab 1864) dürfen aus rechtlichen Gründen (noch) nicht angezeigt werden. Forschende können dieselben über IDAweb erhalten.
- Biophysische Proxydaten: Unter Proxydaten werden Temperatur- oder Niederschlagszeiger in der natürlichen oder naturnahen Umwelt verstanden: “Bio“ steht für biologische Prozesse mit Bezug zum Klima, hauptsächlich die Entwicklung von (Kultur-)Pflanzen. „Physisch“ steht für physikalische Prozesse mit Bezug zum Klima wie Überschwemmungen, Schneebedeckung sowie die Eisbedeckung von Gewässern. Bei den biophysischen Daten handelt es sich primär um pflanzenphänologische Beobachtungen [Die Phänologie befasst sich hauptsächlich mit den Eintrittszeiten charakteristischer Erscheinungen bei Pflanzen im Jahresverlauf wie Blattbildung, Blüte und Samenreife, sowie mit landwirtschaftlichen Arbeitsschritten wie der Aussaat und Ernte]. Die Angaben erfolgen häufig in der Form „Day of Year“ (Anzahl der Tage im betreffenden Jahr). Demnach entspricht „244“ dem 244. Tag des betreffenden Jahres (1. September in Normaljahren).
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Temperatur- und Niederschlagsindizes: Darunter werden monatliche oder jahreszeitliche Klassifizierungen auf einer Skala von -3 (extrem kalt) bis +3 (extrem heiss) bzw. -3 (extrem trocken) bis +3 (extrem feucht) verstanden, wobei sich diese Angaben zu den Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen jeweils auf gesamte Jahreszeiten beziehen.
- (Klimarelevante) Wirtschaftsdaten: Darunter werden Daten der Agrarproduktion und der Fischerei verstanden, soweit solche zur Witterung einen gewissen Bezug aufweisen, sowie entsprechende Daten zu Futter- und Nahrungsmittelpreisen. Doch können solche nicht als Klimaindikatoren verstanden werden, weil dafür auch zahlreiche andere Faktoren mitverantwortlich sind.
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Soziopolitische Daten: Unter soziopolitischen Daten werden physische und soziale Folgen von wirtschaftlichen Prozessen auf Haushalte und Gesellschaften verstanden, soweit solche durch Witterung und Klima mitbedingt sind. Dazu gehören auch Wetterprozessionen und Bittgottesdienste [Wetterprozessionen sind Bittgänge unter Führung des Klerus zur Beeinflussung des gegenwärtigen oder künftigen Wetters sowie von Epidemien, Viehseuchen und Parasiten. In der protestantischen Kirche übernehmen Bittgottesdienste diese Funktion bei Extremereignissen.] sowie die krisenbedingte Verfolgung von Minderheiten wie Juden und Hexen.
Eine beliebige Anzahl von Themen und Unterthemen kann gewählt werden. Unterkategorien sind in den Hauptkategorien stets mit enthalten. Wird keine Kategorie gewählt, werden alle für die gewählte Periode und den gewählten Raum verfügbaren Daten angezeigt.
Kombination von Kategorien: UND/ODER:
UND präsentiert Beobachtungen, die alle selektierten Kategorien am gewählten Ort enthalten (z.B. Temperatur und Niederschlag).
ODER schliesst alle Beobachtungen ein, welche mindestens eine der gewählten Kategorien enthalten (z.B. entweder Temperatur oder Niederschlag).
Lange Reihen können mit Hilfe einer besonderen Funktion abgefragt werden.
Abfrage nach Zeitintervallen und Perioden
Themen können im Zeitintervall zwischen zwei Daten entweder für den gesamten Jahresverlauf oder nur für eine Periode des Jahres (Monat, Jahreszeit) abgefragt werden. Meteorologische Jahreszeiten sind Winter (Dezember des Vorjahres bis Februar), Frühjahr (März bis Mai), Sommer (Juni bis August), Herbst (September bis November).
Beispiele:
a) „Sturmschäden“ Von „01.01.1540“, Bis „31.12.1560“, Perioden: Alle - zeigt zwischen 1540 und 1560 sämtliche dokumentierten Sturmschäden an.
b) „Sturmschäden“ Von „01.01.1540“, Bis „31.12.1560“, Perioden: Winter - zeigt zwischen 1540 und 1560 nur Sturmschäden im meteorologischen Winter an.
Achtung: Bei Abfragen von „allen Ereignissen“ im gewählten Zeitintervall (Beispiel 1) ist vorab immer „Perioden: Alle“ einzustellen.
Wird kein Zeitintervall gewählt, werden sämtliche Ereignisse angezeigt.
Tägliche Beobachtungen machen von 1684 bis 1863 den Löwenanteil aller Daten aus. Sie können den Blick auf die gewählten Kategorien verstellen. Deshalb empfiehlt es sich, tägliche Witterungsbeobachtungen von der Abfrage auszuschliessen, falls solche nicht ausdrücklich gewünscht werden.
Abfrage nach Orten
Die räumliche Abfrage innerhalb der Schweiz ist nach der administrativen Ordnung der Gegenwart, d.h. nach Kantonen mit den zugehörigen Gemeinden, gegliedert. Gemeinden sind stets Unterkategorien der betreffenden Kantone. Die Ausdehnung von Gemeinden veränderte sich infolge von Gemeindefusionen. Die Namen vieler historischer Gemeinden sind somit nur noch als Gemeindeteile von aktuellen Gemeinden zu finden.
Um einen Überblick über einen bestimmten Raum zu gewinnen, kann ein Bezugspunkt und ein zugehöriger Umkreis gewählt werden. Wird beispielsweise Zürich und ein Umkreis von 25 km gewählt, werden alle gewählten Themen in diesem Perimeter angezeigt.
Die Schreibweise der Ortsnamen entspricht der jeweils eingestellten Sprache. Ist beispielsweise Französisch eingestellt, ist für Genf „Genéve“ zu wählen, bei Italienisch „Ginevra“, bei Englisch „Geneva“.
Ferner können Regionen, Täler, Flüsse, Seen, Gletscher, Berggipfel, Pässe und Wälder abgefragt werden. Regionen sind unscharf begrenzt; ihr Umfang verändert sich im Verlaufe der Zeit. Ihnen sind daher keine Gemeinden zugeordnet. Desgleichen können Täler, Flüsse, Seen, Gletscher, Berggipfel, Pässe und Wälder nicht über die Kantone abgefragt werden.