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Rausch durch Petersilie
Der Schriftsteller Robert Menasse bekannte vor einigen Jahren, er müsse beim Schreiben Unmengen von Petersilie knabbern; ein Buch von ihm sei eigentlich ein »Stoffwechselprodukt von exzessivem Petersilienkonsum«
Der berauschende Stoff in der Petersilie welcher großteils für die psychoaktive Wirkung verantwortlich ist, ist Myristicin. Erst durch die Verstoffwechslung im Körper wird Myristicin zur psychoaktiven Substanz, die MDMA nicht unähnlich sein soll.
Es gibt unterschiedliche Petersiliensorten, die unterschiedliche Inhaltsstoff-Kombinationen haben.
Diese Wirksubstanzen befinden sich im ätherischen Öl, weshalb Wurzeln und Samen bevorzugt verwendet werden.
Petersilienwurzeln enthalten etwa 0,2 %, die Früchte 2 bis 6 % ätherisches Öl mit Apiol und Myristicin als Hauptbestandteile.
Es stark apiolhaltige Petersiliensorten, deren Samen im Handel erhältlich sind.
Bei Myristicin handelt es sich um einen MAO-Hemmer. Dieser kann aus harmlosen Speisen und auch Alkohol Gifte machen oder Rauschgirft (etwa Extasy) potenzieren.
Es ist daher von jedem Mischkonsum Myristicin abzuraten! Er kann extrem gefährlich sein. Myristicin kann überdies leberschädigend sein.
Petersilie wirkt laut Lehrbuch "leicht erregend, berauschend, evtl. leicht halluzinogen (psychoaktiv)".
Die rausch-wirksame Petersilien-Dosis ist ähnlich wie Alkohol sowohl leber- und nierenschädigend. Reizt darüberhinaus sehr stark den Magen-Darm-Trakt.
Apiol wirkt leicht psychoaktiv, in höheren Dosen abtreibend.
Myristicin (Summenformel: C11H12O3) ist eine Droge die nahe Verwandt ist mit MDMA (Summenformel: C11H15NO2) und dem Amphetamin.