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Ein Stücklein vom alten Dessauer (1875)
Ein Stücklein vom alten Dessauer
(Erste Veröffentlichung: 1875)
Humoreske (Karl-May-Verlag: Grüner Band 84: "Der Bowie-Pater")
Inhalt
Der alte Dessauer verdankt dem einarmigen Schmidt aus Wahlsdorf sein Leben. Dessen Sohn Wilhelm liebt die Tochter des Wiesenbauern, Annemarie, und diese ihn. Allerdings will ihr Vater sie dem Sohn des Amtmanns Hiller zur Frau geben. Hiller, der den Konkurrenten ausschalten will, informiert Leopold von Anhalt-Dessau, dass dieser am nächsten Tag einen grossen Fang an gepressten Soldaten machen könnte. Der Dessauer durchschaut aber den Plan. Am nächsten Tag reist der Dessauer höchstselbst in Verkleidung eines Handwerksburschen nach Wahlsdorf. Am Garten des Amtmann Hiller klettert er über den Zaun und bedient sich an heruntergefallenen Pflaumen, wird erwischt und vom Amtmann arretiert. Auf dem Weg zum Gefängnis macht er in der Schenke halt und erfährt dort aus den Gesprächen der Gäste viel über den Charakter des Amtmanns. Am Gefängnis trickst er Wächter und Amtmann aus, so dass diese eingeschlossen werden und er selbst frei ist. Gemeinsam mit Wilhelm Schmidt inspiziert er die von Amtmann Hiller gepachteten Felder. Am Abend tritt er vor den Amtmann, beendet die Komödie und informiert die Dorfbewohner über die Schändlichkeiten des Amtmanns. Eduard Hiller wird (statt des Wilhelm Schmidt) eingezogen. Hiller wird als Amtmann abgesetzt und Wilhelm Schmidt zum neuen Amtmann gemacht. Und natürlich stiftet der Dessauer noch die Heirat zwischen Annemarie und Wilhelm.