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Frage2534
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2Mo 25,31-40
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Leuchter (2Mo 25,31-40)
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Betreffend "Leuchter" habe ich nochmals nachgelesen. Ich würde sagen, Deine 2. Ansicht ist richtig:
dass nämlich die Lampen gesondert vom Leuchter sind.
In folgenden Stellen:
Ex 25:37 Und du sollst seine sieben Lampen (niyr) machen; und man soll seine Lampen anzünden, so daß sie gerade vor ihm hin scheinen;
Ex 27:20 Und du, du sollst den Kindern Israel gebieten, daß sie dir reines, zerstoßenes Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen anzuzünden beständig.
Ex 30:7 Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk auf ihm räuchern; Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es räuchern;
Ex 30:8 und wenn Aaron die Lampen anzündet zwischen den zwei Abenden, soll er es räuchern: ein beständiges Räucherwerk vor Jehova bei euren Geschlechtern.
Ex 35:14 und den Leuchter (menorah) zum Licht und seine Geräte und seine Lampen (niyr) und das Öl zum Licht;
Ex 37:23 Und er machte seine sieben Lampen und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe von reinem Golde.
Stelle Dir vor, der Hohepriester hat als Pflicht das Reinigen der Lampen und muss den hohen (?) und ca. 36 kg schweren, goldenen Leuchter kippen und handhaben. Da ist das Konzept von 7 separaten Lampen schon etwas "pflegeleichter".
Wie sagst Du manchmal? Ein "frommes Märchen"? Als das würde ich die kommunizierenden Röhren des Leuchters bezeichnen.
Die wirklich wichtige Frage nun ist, welche Bedeutung diese sieben Lampen für uns haben?
Liebe Grüsse
Markus.es.ne

Lieber Markus 18.10.05
Danke für den Hinweis bez. der kommunizierenden Gefässe. Ich werde dem nochmals nachgehen, hat mir halt einfach einmal sehr eingeleuchtet, aber es war eventuell mehr der Wunsch das es so ist, als die Realität.
sws. muss man:
Sach 4,2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sprach: Ich sehe, und siehe, ein Leuchter ganz von Gold, und sein Ölbehälter an seinem oberen Ende, und seine sieben Lampen an ihm, sieben, und sieben Gießröhren {O. an ihm, je sieben Gießröhren; wahrsch. ist zu l.: an ihm, und sieben Gießröhren} zu den Lampen, die an seinem oberen Ende sind;
Sach 4,3 und zwei Olivenbäume neben demselben, einer zur Rechten des Ölbehälters und einer zu seiner Linken.
weniger mechanisch sondern
geistlich verstehen?

Lieber Geschwister,
ich bin nochmals Schritt für Schritt die "Ölversorgung" der Menorah mit Hilfe jüdischer Kommentare durchgegangen. Ich versuche, dies kurz zusammenzufassen.
I. Die Tempel-Menorah
Darunter verstehe ich den Leuchter, der im Tempel stand. Der Aufbau wird in Ex. 37,17-24 beschrieben.
Auf jedem der sechs "Arme" und auf der Zentralachse stand je eine Öllampe. Die Lampe bestand aus Ölbehälter und Docht. Die Ölgefässe standen nicht in Verbindung untereinander. Die Ölgefässe der Öllampen wurden täglich gewartet und aufgefüllt.
II. Die Menorah in Sacharja
In Sacharja 4,1-14 wird eine andere Art von Menorah beschrieben. Hier trägt die Menorah ein grösseres, zentrales Ölgefäss. Von diesem zentralen Ölgefäss werden die Lampen mit Öl versorgt. Sieben Giessröhren leiten das Öl vom Zentralgefäss zu den Lampen. Eine wortwörtliche Übersetzung spricht von zweimal sieben Giessröhren. Zur geistlichen Bedeutung der Zahl sieben siehe mein Forumsbeitrag Nr. 2241.
Das zentrale Ölgefäss wird von zwei Ölbäumen gespiesen. Besser gesagt, das speziell erwähnte Zweigbüschel jedes Ölbaumes speist das zentrale Ölgefäss.
Bedeutung
Jeder Ölbaum hat ein Zweigbüschel. Diese Zweigbüschel stehen für zwei Personen. Die eine Person ist der gesalbte König aus der Daviddynastie. Die andere Person ist der (gesalbte) Hohepriester. Sie werden vom heiligen Geist geleitet (Sach. 4,6). Sie versorgen - im Bild gesprochen - die Lampen auf dem Leuchter mit Öl. Mehr zur geistlichen Bedeutung in meinem Forumsbeitrag Nr. 2341.
Es wird bewusst eine Aufgabenteilung zwischen der Priesterschaft auf der einen Seite und dem Königshause auf der anderen Seite vorgenommen. Aber beide tragen gemeinsam dazu bei, dass der Leuchter zum Leuchten kommt. Deshalb führen - gemäss wörtlicher Übersetzung - je zwei Röhren zu jeder Lampe auf der Menorah (Young's Literal Translation).
Soviel zu diesem Thema.
In IHM
Max B.

Mir war einfach der Gedanke gekommen dass:

und die Sacharja Stelle, die Einheit des Geists Gottes beim Leuchter mit kommunizierenden Gefässen am besten dargestellt worden sei,
(wäre..) aber eventuell ist meine glühende Phantasie wiedermal mit mir durchgegangen.
Liebe Grüsse
Hans Peter

Lieber Hans Peter,
in meinem ersten Teil zur Menorah hatte ich das "Brennmittel" ausgespart. Ich wollte nicht vorschnell einen Kommentar dazu geben. Dies will ich nun nachholen. Ich versuche wiederum, auf dem hebräisch-jüdischen Hintergrund das "Brennmittel" zu erklären. Zudem benutze ich die Texte der kanonischen Bücher der Bibel. Ich habe aber bewusst alle späteren christlichen Traditionen und Überzeugungen ausgeklammert.
Nach dem Studium des hebräisch-jüdischen Hintergrundes und der Textstellen in der Bibel, komme ich zu nachstehenden Schlüssen. Ich bin mir dabei bewusst, dass ich etwas ungewohnte Schlussfolgerungen ziehe. Trotzdem möchte ich dies der Forumgemeinde vorstellen.
Das "Brennmittel"
Zum Thema "Brennmittel" mache ich zwei Abschnitte. Abschnitt I behandelt das physische Brennmittel. In Abschnitt II will ich auf geistliche Aspekte eingehen.
I. Physischer Aspekt
Olivenöl als Brennmittel
Als Brennmittel für die Lampen der Menorah ist Olivenöl eingesetzt worden. Zur Zeit des Tempels ist kein anderes Brennmittel eingesetzt worden. Deshalb darf das Olivenöl (griech. elaion) selbst im Gericht nicht angetastet werden (Off. 6,6).
Ölbaum
Der edle Ölbaum (Olivenbaum) liefert das Brennmittel Öl.
II. Geistlicher Aspekt
Die Menorah
Die Menorah (Leuchter) hat in der israelitisch-jüdischen Tradition mehrere Bedeutungen. An erster Stelle steht sie für den Baum des Lebens. Mehr dazu siehe in meinem Forumsbeitrag 2341.
Die Lichter
Die Lichter (Flammen) stehen für das Leben. Sie stehen für das geistliche Leben, das diese Zeit und Welt überdauert. Die vierte Lampe (jene auf der Zentralachse oder Schaft der Menorah) durfte nie ausgehen. Die anderen Lampen des Leuchters wurden mit dieser entzündet, wenn sie erloschen waren. Diese vierte Lampe heisst Lampe Gottes (hebr. Ner Elohim) (1. Sam. 3,3). Sie durfte nie ausgehen (Lev. 24,2).
Der Ölbaum
Das auserwählte Volk wird mit dem edlen Ölbaum verglichen (Jer. 11,16). Gott hat seinem Volk die Lebensanleitung geoffenbart. Die Nachfolger Jesu des Gesalbten, die aus den Nationen kommen, werden als Zweige des wilden Ölbaums im edlen Ölbaum eingepfropft (Röm. 11,16-21).
Das Olivenöl
Zum Öl (Olivenöl) möchte ich den geistlichen Befund in drei Paragraphen abhandeln.
a. Das Öl im Dienste der Weihung
Das Öl wurde in der hebräisch-jüdischen Tradition für die Weihung (Salbung) für eine Aufgabe oder einen Dienst verwendet. Das Öl wurde auch für die Weihung von Gegenständen für den Tempeldienst verwendet. Öl ist auch ein Ausdruck der Heiligung für das Leben mit Gott. Auch derjenige, der fastet, soll sein Haupt salben (Mt. 6,16-18). Kranke werden gesalbt und Gott anbefohlen (Jak. 5,14-16).
b. Steht das Öl für den heiligen Geist?
In der hebräisch-jüdischen Tradition wird das Öl - nach meinen Recherchen - nirgendwo mit dem heiligen Geist gleichgesetzt. Auch in den kanonischen Büchern der Bibel gibt es keinen Beleg, dass das Öl für den heiligen Geist stehen würde. Dieser Befund passt auch besser zum Gleichnis mit den zehn Jungfrauen (Mt. 25,1-13). Auch die Ausgiessung des heiligen Geistes nach Apg. 2,1-4 bringt den heiligen Geist nicht mit dem Öl zusammen. In Joel 3 heisst es, dass die Ausgiessung mit Zeichen begleitet wird (u.a. Feuer). Oder die Feuerzungen könnten mit dem Wort Gottes in Zusammenhang gebracht werden. Ps. 29,7: "Die Stimme des HERRN sprüht Feuerflammen". Auch die Textstelle in Hes. 37,14 lässt nicht darauf schliessen, dass der heilige Geist mit dem Öl gleichgesetzt werden könnte.
c. Das Öl steht wahrscheinlich für das Wort oder die Lebensanleitung Gottes
Vieles spricht dafür, dass das Öl bei der Menora für das Wort Gottes steht. Das Öl würde somit die Lebensanleitung Gottes, die zum Leben führt, repräsentieren. Es heisst, der Mensch lebe nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgehe (Deut. 8,3; Mt. 4,4).
Gott hat die Lebensanleitung seinem Volk geoffenbart (Mose und den Propheten im AT). Das Gesetz und die Propheten werden als Ölbäume dargestellt (Offb. 11,1-6). Siehe mein Forumbeitrag Nr. 2341. Diese Lebensanleitung ermöglicht das geistliche Leben. Nach Joh. 1 ist JESUS der Gesalbte dieses Wort. Es heisst: "Alles durch es ist geworden, und ohne es ist geworden auch nicht eines. Was geworden ist, in dem das Leben war es, und das Leben war das Licht der Menschen." (Joh. 1, 3-4; nach Nestle-Aland).
Schlussfolgerung
Ich komme zum Schluss, dass das Olivenöl bei der Menorah sehr wahrscheinlich das Wort Gottes bzw. die Lebensanleitung Gottes darstellt. Nach Johannes ist JESUS der Gesalbte selbst dieses Wort.
Soweit wie ich das Brennmittel "Öl" bei der Menorah verstehe.
In IHM
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