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Wie jedes Jahr organisieren wir eine öffentliche und kostenlose Veranstaltung zur Vorstellung von Fledermäusen.
Die Nacht der Fledermäuse ist eine internationale Veranstaltung, die in jedem Schweizer Kanton von den verschiedenen Verbänden des CCO organisiert wird.
23. August 2019
Dieses Jahr laden wir Sie ein, uns um 20.00 Uhr vor der Kirche von Fully zu treffen. Nehmen Sie eine Taschenlampe mit!
Bei dieser Gelegenheit stellen wir Ihnen verschiedene Fledermausarten vor und beantworten alle Ihre Fragen.
Die Spezialisten und Spezialistinnen des Walliser Fledermausschutzes warten auf Sie und freuen sich darauf, ihr Wissen mit Ihnen zu teilen!
Haben Sie eine Fledermaus in Ihrem Wohnzimmer? Vielleicht wissen Sie nicht, wie die Fledermaus dorthin gekommen ist oder Sie haben gesehen, wie sie durch das Fenster flog …. Oder Ihre Katze hat sie zurückgebracht!
Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine Fledermaus in Ihrem Haus enden kann. Zuerst einmal ist es wichtig, keine Angst haben: Die Fledermaus wird Sie nicht angreifen. Sie ist wahrscheinlich verloren oder sogar verletzt und ist natürlich verängstigt.
Was tun:
Heben Sie die Fledermaus vorsichtig auf, immer mit Handschuhen oder einem Tuch. Platzieren Sie die Fledermaus in einen Schuhkarton mit einem feuchten Tuch (damit sie trinken kann), und achten Sie darauf, ein paar Löcher im Deckel zu machen, damit sie frische Luft bekommt. Behalten Sie die Fledermaus über den Tag im Karton.
Bei Einbruch der Dunkelheit können Sie die Fledermaus loslassen. Platzieren Sie den Karton an einen hohen Ort und legen die Fledermaus auf den Karton (immer mit Handschuhen oder einem Tuch). Wenn sie nicht verletzt ist, sollte sie wegfliegen.
Wenn sie leider nicht wegfliegt, kontaktieren Sie den Walliser Fledermausschutz unter der Fledermaus-Hotline 079 589 74 11.
Wenn Sie wollen, können Sie ein Foto der Fledermaus machen und uns per E-Mail senden (<email-pii>). Nennen Sie bitte auch den Fundort und das Datum. Diese Informationen können wir in unsere Walliser Datenbank einfügen und wird uns sehr nützlich sein.
In diesem Jahr haben wir eine Kamera installiert auf dem Dachboden der Kirche von Fully, wo es eine Kolonie von Grossen und Kleinen Mausohren gibt.
Diese Wochenstube besteht aus Weibchen beiden Arten, die sich an diesem Ort versammelt haben, um gemeinsam zu gebären und ihre Babys aufzuziehen. In der Zwischenzeit verstecken sich die weniger sozialen Männchen anderswo.
Live-Bilder dieser Kamera sind auf der Website des Tourismusverbandes Fully unter diesem Link verfügbar:
http://www.fullytourisme.ch/fr/Terroir-et-Nature/Les-chauves-souris/.
Damit können Sie einen Blick in das Verhalten dieser Fledermäuse werfen, die mit einer Spannweite von 40 cm zu den grössten Arten der Schweiz gehören.
Wenn Sie die Mausohren beobachten wollen, hier sind ihre Gewohnheiten:
Die Tiere fliegen von der Kolonie bei Einbruch der Dunkelheit ab (zwischen 21h40 und 23h00 im Juni-Juli). Diese nachtaktiven Tiere werden dann die ganze Nacht jagen und am frühen Morgen zurückkehren. Zu dieser Jahreszeit bleiben die noch nicht fliegenden Jungtiere in der Kolonie und warten darauf, dass ihre Mutter im Verlauf der Nacht zurückkommt und stillt. Mütter stillen ihre Jungen etwa einen Monat lang.
Ab Juli werden die noch unerfahrenen Jungen fliegen lernen und sie folgen ihren Müttern nach draussen. Sie werden bald allein mit der Jagd beginnen und können sich schnell selbst versorgen.
Im Herbst, wenn sich das Wetter abkühlt und Insekten immer seltener werden, müssen die Weibchen und ihre Jungen Dachboden der Kirche von Fully verlassen. Sie suchen sich ein sicheres Winterquartier, in dem sie viele Monate lang schlafen können.
Die ersten Tiere kehren im Frühjahr im März auf den Dachboden zurück.
Gute Beobachtungen!
Hier ist ein kleiner Vorgeschmack auf diese Live-Bilder:
Am häufigsten werden Fledermauskästen von Männchen besetzt, die im Sommer verschiedene Quartiere benutzten. Sie stellen weniger Anforderungen an die Lebensraumbedingungen als die Weibchen, welche sich im Frühjahr in Wochenstuben sammeln, um zu gebären und ihre Jungen aufzuziehen. Die Weibchen suchen daher ein grösseres Quartier mit stabilen und warmen Temperaturen, ideal für das Wachstum der Jungen. Die Kolonie wird sich nur dann bewegen, wenn es wirklich notwendig ist, sei es durch eine Hitzewelle oder Störung, denn der Transport der Jungen ist oft schwierig.
Es gibt verschiedene Arten von Fledermauskästen, welche sich in Grösse und Material unterscheiden. Die Masse sind an die Zielarten angepasst. Die Nistkästen können sehr einfach nach Mass angefertigt werden, um sowohl die Bedingungen der Fledermäuse optimal zu erfüllen, als auch optischen Ansprüchen am Gebäude zu entsprechen.
Wenn Sie interessiert sind an einem Fledermaus-Kasten, verkaufen wir derzeit drei verschiedene Typen:
- Klein (Grösse 25 x 35 x 5 cm), aus Fichtenholz, ideal für Zwergfledermäuse in der Stadt. PREIS 10 FR
- Gross (Grösse 65 x 47 x 15 cm), aus Lärche. PREIS 80 FR
- Sehr klein (20 cm im Durchmesser), rund, aus Ton. PREIS 15 FR
Installationshinweise:
Am besten installieren Sie den Kasten an einer mindestens 3-4 Meter hohen Fassade, in exponierter Lage (Südost-West) mit viel Freiraum vor dem Kasten. Er muss sicher befestigt sein, damit der Kasten mehrere Jahre lang hält.
Es kann eine ganze Weile gehen, bis Fledermäuse ein neues Quartier kolonisieren, aber sobald sie dies getan haben, kehren sie jedes Frühjahr nach der Überwinterung zurück. Es ist wichtig den Kasten an einem Ort zu platzieren, an dem der herunterfallende Kot (ein ausgezeichneter Dünger!) nicht stört. Sobald der Unterstand bewohnt ist, können Sie uns kontaktieren, um weitere Informationen über die Art und ihre Lebensweise zu erhalten.
Nach langen Arbeitsstunden…. können wir Ihnen die neue Broschüre über die Walliser Fledermäuse präsentieren!
Wenn Sie neugierig sind, können Sie die Broschüre auf der Website des Kantons Wallis anschauen, der die Erstellung dieser tollen Broschüre finanziert hat.
Der link: https://www.vs.ch/de/chauves-souris
Wissen Sie schon, welches die grösste Schweizer Fledermaus ist? Diese Broschüre wird Ihnen bei vielen Fragen weiterhelfen, da sind wir uns sicher!