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Lima – die multikulturelle Hauptstadt
Am Schnittpunkt zahlreicher Kulturen bietet Ihnen Peru ein in Lateinamerika
einmaliges gastronomisches Angebot . Dem Inka-Stamm verdanken wir Kartoffeln, Schokolade, Avocado, Erdbeeren oder Bohnen. Im 19. Jahrhundert nahm das Land eine große Gemeinschaft chinesischer und japanischer Einwanderer auf, die seine Gastronomie und Kultur tief greifend veränderten. Hier isst man Nudeln mitAji (dem lokalen Chili) und serviert auf delikate Weise ein Ei auf dem kantonesischen Reis. Dieses Gericht nennen die Peruaner übrigens „Flughafen“. Neben der äußerst vielfältigen Gastronomie bietet das chinesische Viertel von Lima – der „Barrio Chino“ – zahlreiche einmalige und versteckte Adressen, die den kosmopolitischen Esprit der peruanischen Hauptstadt widerspiegeln.
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Tag 1: Bummeln durch das historische Chinatown
Einige Straßen vom historischen Zentrum mit seinen imposanten Gebäuden im Kolonialstil entfernt, erreichen Sie einen Torbogen im typisch chinesischen Stil. Die farbige Fassade aus Stein und Marmor wird von einer Inschrift aus chinesischen Schriftzeichen mit dem folgenden Wortlaut geziert: „Unter dem gleichen Himmel sind wir alle gleich.“ Sie betreten somit das Chinatown, dessen Hauptader die Calle Capón darstellt. Dieser Straßenname geht auf die Schweinezucht zurück, der sich die Bewohner dieses Stadtviertel einst widmeten. In der Mitte des 19.Jahrhunderts siedelten sich Chinesen aus Kanton und Sichuan in Peru an. Sie arbeiteten zunächst auf den Feldern südlich der Hauptstadt, bevor sie sich in den Straßen Limas niederließen, wo sie Handels- und Handwerksaktivitäten nachgingen.
In den Gassen mit bunten Fassaden, die von roten Drachen geschmückt werden, können Sie an den Fenstern aufgehängte Lampions in leuchtenden Farben bestaunen. Inmitten dieses Dekors befindet sich das Haus der 13 Münzen: ein wunderschönes Gebäude im Rokokostil, das gegen Mitte des 18.
Jahrhunderts errichtet wurde. Heute ist darin das Afro-peruanische Museum untergebracht. In den Ausstellungsräumen werden eine bedeutende Sammlung an Gegenständen aus der Kolonial- und Sklavenzeit sowie verschiedene Dokumente der republikanischen Zeit wie zum Beispiel Freiheitsdekrete und sogenannte „Freiheitskarten“ gezeigt. So können Sie sich mit der komplexen Geschichte des afro-peruanischen Volks vertraut machen.
Das chinesische Viertel von Lima ist ebenfalls für sein Streetfoodberühmt. Legen Sie hier eine Schlemmerpause ein, sobald Ihnen danach ist. Asiatische Teigtaschen der verschiedensten Art, aber auch peruanisches Ceviche mit frischem Fisch werden an den winzigen Verkaufsständen in den Straßen des Chinatownsan den Mann gebracht.
Nationales afro-peruanisches Museum (Museo Nacional Afroperuano)
Calle Jirón Ancash n°542,
Cercado de Lima 15001, Peru
(511) 426-0689
facebook.com/museonacional.afroperuano
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Tag 2: Entdeckung der kosmopolitischen Küche
In Lima werden Sie eine seltene kulturelle Vielfalt vorfinden. Die Chifa-Küche ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Für die unerschrockensten Gaumen kann die Verkostung schon ab dem Frühstück beginnen. Auf dem Programm stehen Dim Sum, kleine knusprige und cremige Häppchen, die mit Gemüse und Fleisch gefüllt sind. Dazu gibt es Chaufa , einen frittierten Reis, der typisch für die chinesisch-peruanische Küche ist. Wenn es für Sie dafür noch zu zeitig ist, können Sie auch einfach ab dem Morgengrauen durch dieses lebhafte Stadtviertel bummeln. Neben Ihnen werden sich Hunderte Einheimische auf den großen Märkten des Viertels tummeln, die in der ganzen Stadt für ihre günstigen Preise bekannt sind. Sie werden hier auch kleinere Läden entdecken, die Gewürz- und Teesorten verkaufen, die man sonst nirgendwo findet.
Legen Sie zum Mittagessen eine Pause bei Wa Lok ein. Dieses Lokal ist im gesamten Barrio Chino berühmt und bietet eine köstliche Auswahl an Chaufa-Gerichten, sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch. Gönnen Sie sich am Nachmittag ruhig einen Pisco Sour , den typischen peruanischen Cocktail, der hier mit Litschis garniert wird.
Zum krönenden Abschluss dieses zweiten Tages können Sie sich im San Joy Lao einfinden, das für zahlreiche Bewohner Limas das beste Chifa-Restaurant überhaupt ist. Die Portionen sind großzügig und die Bedienung sehr nett. Auf der Speisekarte findet man auch gemischte Teller: So können Sie ein paar Stücke Grillfleisch, süß-saure Garnelen und eine große Auswahl an Gemüse und sautiertem Reis probieren. Das Chinatown von
Lima ist ein einzigartiger Ort, dessen Geheimnisse Sie nach Ihrem Aufenthalt kennen werden.
Wa Lok Restaurant OrientalCalle Paruro n° 878
Cercado de Lima 15001
www.walok.com
Chifa San Joy LaoCalle Capón n° 771
Cercado de Lima
+511 426 7799
www.chifasanjoylao.com