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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 11. Dezember 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Schilliger Procap Schweiz Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Nachdem sich X.___, geboren 198 8, gelernte r Reifenpraktiker EBA und zuletzt von Oktober 2017 bis Ende Juli 2019 (letzter effektiver Arbeitstag: 6. Juni 2019) als Chauffeur bei der Y.___ AG tätig, bereits im März 201 7 bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf ein Rückenleiden zur Früh erfassung gemeldet hatte ( Urk. 6/3 ), worauf sich die IV-Stelle als nicht zuständig und daher eine Anmeldung für nicht notwendig erachtete ( Urk. 6/6 ), meldete er sich am 11. Juni 201 9 (Eingangs datum) erneut unter Hinweis auf eine Skoliose/ einen Morbus Scheuermann bei der IV-Stelle zur Früherfassung ( Urk. 6 / 9 ). Am 26. Juli 2019 (Eingangsdatum) meldete er sich zum Leistungsbezug an ( Urk. 6 /1 6 ). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/24), holte die Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 6/36, Urk. 6/56 ) sowie einen Auszug aus dem i ndividuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 6/23) ein und ersuchte die ehemalige Arbeitgeberin um Auskünfte (Arbeit geber frage bogen vom 8. August 2019, Urk. 6/25). Zur Klärung der beruflichen Situation fand am 3 0. Oktober 2019 ein Standort ge spräch mit der IV-Stelle statt (Urk. 6/77 ). In der Folge gewährte die IV-Stelle de m Versicherten im Rahmen der Frühinterventi onsphase Kostengut sprache für ein Fitness - abonnement (vgl. Mit teilung vom 2. De zember 2019, Urk. 6/41), für ein Job Coaching im Sinne von Unterstützung bei der Stellensuche für den Zeitraum vom 9. Dezember 2019 bis 3 1. Mai 2020 (vgl. Mitteilung vom 9. Dezember 2019, Urk. 6/43) und für Fahrstunden zur Er lan gung des Führerausweises Kategorie C sowie der CZV Lizenz (vgl. Mitteilung vom 7. Oktober 2020, Urk. 6/67). Seit Dezember 2019 ist der Ver sicherte als Kundenchauffeur bei der Z.___ AG in einem 100%-Pensum angestellt (vgl. Urk. 6/49, Urk. 6/77 ) und die IV-Stelle schloss die Unterstützung bei der beruf lichen Wieder eingliederung mit Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 ab (Urk. 6/75). 1. 2 Am 1 2. Dezember 2022 (Eingangsdatum) ersuchte der Versicherte unter Hin weis auf tägliche Schmerzen und Belastungen durch Stösse und Vibrationen erneut um Leistungen der Invaliden ver sicherung (Urk. 6/81). Mit Vorbescheid vom 1 5. Dezember 2022 stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf das Leistungsbe gehren in Aus sicht (Urk. 6/82). Da gegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2 6. Januar 2023 Ein wand (Urk. 6/86). Von der IV-Stelle darauf hingewiesen, dass zur Glaubhaft machung einer gesundheitlichen Veränderung entsprechende aktu elle Beweis mittel beizu bringen seien ( Urk. 6/87 ), liess der Versicherte ein aktuelles ärztliches Zeugnis seines Hausarztes vom 1. April 2023 zu den Akten reichen ( Urk. 6/93 ) und nahm mit Schreiben vom 9. Mai 2023 ergänzend Stellung (Urk. 6/94). Mit Verfügung vom 1 4. Juni 2023 trat die IV-Stelle wie vorbe schieden auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 6/96 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. August 2023 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 1 4. Juni 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurück zu weisen, damit diese auf das Gesuch eintrete (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2023 (Urk. 5 ) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1 9. September 202 3 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 7 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Ferner stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), vorliegend somit bis zum 1 4. Juni 202 3. Vorliegend kommen die ab 1. Januar 2022 gültigen Gesetzesbestimmungen zur Anwendung, da ein allfälliger Leistungs anspruch nach der Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 frühestens nach diesem Datum in Betracht fällt. 1. 2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. 1. 3 In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungs leis tungen gleich wie Renten und Hilflosenentschädigungen zu behandeln sind und demzufolge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungs bestimmungen in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen ange - wendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV ist demnach auch auf Eingliederungs leis tungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verweisung auf Art. 87 Abs. 2 IVV ist daher, wenn eine Eingliederungsleistung verweigert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (BGE 109 V 119 E. 3a, vgl. auch 125 V 410 E. 2b; AHI 2000 S. 233 E. 1b). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserheb lichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.2 und 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen ). 1. 5 Indem gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden muss, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat, kommt d er versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Der Untersuchungsgrundsatz, wonach der Versicherungs träger von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts erheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (Urteil des Bundes gerichts 8C_175/2019 vom 30. Juli 2019, E. 1.1 mit weiteren Hinweisen). Die Eintretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führ t. 1.6 In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substan z ielle Ansatzpunkte aufzuzeigen, die eine neue Prüfung des Leistungsanspruchs allenfalls recht fer tigen. Wird in einer Neuanmeldung bloss auf ergänzende Beweismittel, insbe sondere Arztberichte, verwiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person nach der Recht - sprechung eine angemessene Frist zur Einreichung dieser Beweismittel anzu - setzen. Sind die die Neuanmeldung begleitenden ärztlichen Berichte so wenig substan z iiert, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkennt nisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbenommen, entspre chende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Person Belege nachzufordern. Eine blosse Abklärung durch die Verwaltung, so das Einholen eines einfachen Arztberichtes allein, bedeutet noch kein materielles Eintreten auf die Neuan mel dung. Eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben besteht indessen nur, wenn den — für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden — Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rechts erhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4 mit Hinweisen). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 4. Juni 2023 (Urk. 2) hielt die Beschwer de gegnerin fest, mit dem neuen Leistungsbegehren sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse seit dem Abschluss der beruflichen Massnahmen am 1 1. Juni 2021 wesentlich verändert hätten. Folglich bestehe auch kein Anspruch auf Integrations- und Eingliederungsmassnahmen. 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. August 2023 (Urk. 1) zusammengefasst geltend, er könne die Tätigkeit als LKW-Chauffeur gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben. Es drohe die Invalidität, weshalb er Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe. 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 (Urk. 6/81 ) eingetreten ist. Dabei stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich seit dem Abschluss der beruflichen Wiedereingliederung (vgl. Mitteilung vom 1 1. Juni 2021, Urk. 6/75 ) der Sachver halt erheblich ver ändert hat. Da der Beschwerde führer - nach Lage der vorliegenden Akten — auf die Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 hin keine Verfügung verlangt hat (Art. 74 quater IVV), ist jene einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundes gerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 3. 3.1 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Damit wurde – wie sich der Überschrift entnehmen lässt – die Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung abgeschlossen. Diesem Entscheid lag en in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die Arzt berichte des behandelnden Arztes pract. med. A.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 5. Juli 2019 (Urk. 6/24/21 ff.) und vom 29. Oktober 2019 (Urk. 6/36) sowie die Einschätzung des regionalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. August 2019 (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 6/78) zugrunde. 3. 2 Pract. med. A.___ hielt folgende Diagnosen fest: - Schwere Adoleszentenkyphose (Morbus Scheuermann) - Kompensatorische Hyperlordose LWS - Statisch dynamische Haltungsinsuffizienz - Langbogige rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose - Fortgeschrittene Oste o chondrose L4-S1 mit Facettengelenksarthrose - ISG-Arthrose beidseits - Beckentiefstand links -1,5 cm - Chronisch rezidivierende Thorakolumboischialgie (seit pubertärem Wachstumsschub, ca. 17 Jahre) Bei wiederkehrenden Beschwerden im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sei d em Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen beruflichen Tätigkeit sowie jede andere berufliche Tätigkeit, die mit dem Heben schwerer Lasten (über 10 kg), tiefem Bücken sowie jedweder andere n Zwangs haltung einhergeh t sowie langes Stehen oder langes Sitzen ohne Veränderung der Körperposition bein halte t, nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer sei jedoch in der Lage, leichte körperliche Tätigkeiten mit Wechselbelas tungen und administrative Tätigkeiten vollzeitig aus zu führen (vgl. Urk. 6/24/21 ff., Urk. 6/36). 3. 3 RAD-Arzt Dr. B.___ hielt am 2 2. August 2019 fest, der Beschwerdeführer sei als Reifenpraktiker vollständig arbeitsunfähig und die zuletzt ausgeübte Tätig keit als Chauffeur mit einer mittelschweren bis schweren Belastung, bei welcher er öfters über 25 kg habe tragen müssen, komme auch nicht mehr in Frage. Eine Tätig keit als Kurierfahrer mit leichter bis mittelschwerer Belastung und regel mässigen Pausen sei dem Beschwerdeführer jedoch längerfristig aus medizinisch-theore tischer Sicht in einem 100%-Pensum zumutbar (Urk. 6/78 S. 3). 3.4 Im Rahmen des Job Coachings wurde ebenfalls festgehalten, dass dem Beschwer de führer eine wechselbelastende Tätigkeit, in der sich das Heben und Bewegen von Dingen auf leichte Gewichte beschränke, zumutbar sei. Die aktuelle Tätigkeit als Chauffeur bei der Z.___ AG sei von der Wechselbelastung her ideal, beinhalte jedoch das Heben und Bewegen von Dingen, die bis 30 kg schwer seien, was körperliche Probleme mit sich bringe (vgl. Abschlussbericht der C.___ AG vom 1 2. August 2020, Urk. 6/55). 4. Im Zuge der Neuanmeldung vom 1 2. Dezember 2022 berichtete der Hausarzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, von seit Jahren persi stierenden belastungsabhängigen Rücken- und Gelenk be schwer den, welche eine Umschulung aus medizinischer Sicht dringend erfor derlich machen würden. Dadurch hätte der Beschwerdeführer bessere Möglich keiten, eine gelenks scho nende Arbeit zu finden (vgl. ärztliche Stellungnahme vom 1. April 2023, Urk. 6/93). 5. 5.1 Die im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterlagen ent halten keine Hinweise auf eine wesentliche gesundheitliche Veränderung seit der Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Dr. D.___ erwähnt seit Jahren bestehende, belastungsabhängige Rücken- und Gelenkbeschwerden (vgl. E. 4), welche bereits gegenüber pract. med. A.___ beklagt wurden (vgl. E. 3.2). Inwie fern die aktuell ausgeführte Tätigkeit als Chauffeur keiner gelenkschonenden Tätigkeit ent spricht und eine Umschulung aus medizinischer Sicht notwendig macht, führte Dr. D.___ nicht aus. Der Be schwer deführer verneinte in seinem Zusatz gesuch vom 8. Dezember 2022 denn auch explizit neue Befunde (vgl. Urk. 6/81). Aus den neu bei den Akten liegenden Berichten ergeben sich insofern weder neue Diagnosen noch Befunde, die ge eignet wären, das medizi - nische Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) zusätzlich einzu schränken. 5.2 Weiter ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Mitteilung vom 11. Juni 2021 bei der Z.___ AG als Kundenchauffeur tätig war, wobei bereits vor Eingliederungsabschluss fraglich war, ob diese Tätigkeit einer angepassten entspricht, beinhaltet e sie doch das Heben von Lasten bis 30 kg (vgl. E. 3.4), was dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ nicht zumutbar ist (E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat nach Abschluss der Unterstützung bei der beruflichen Wieder ein gliederung die C ZV Lizenz erlangt und arbeitet seit 1. März 2022 bei der E.___ AG als Chauffeur der Kategorie C (vgl. Urk. 6/79). Im Rahmen der Neuanmeldung machte er geltend, einen 9 Stunden-Vertrag zu haben, effektiv jedoch zehn Stunden pro Tag mit nur kurzen Pausen zu arbeiten. Ihm fehle die Bewegung im Arbeitsalltag. Er sitze den ganzen Tag und habe Schmerzen, was durch die Stösse und Vibrationen von der Strasse verschlimmert werde. Auf Dauer könne er sich die Tätigkeit als LKW Chauffeur nicht vorstellen (vgl. Urk. 6/81). Vor dem Hintergrund, dass Dr. B.___ ledig lich die Tätigkeit als Kurierfahrer mit regelmässigen Pausen in einem 100%-Pen sum als zumutbar erachtete (vgl. E. 3.3), scheint glaubhaft, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als LKW-Chauffeur der Kategorie C, wie auch bereits die vorgängig ausgeübte Tätigkeit mit Heben und Tragen von schweren Lasten, nicht dem medizinischen Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) entspr i ch t und auf Dauer un zu mutbar ist. Zwar legte der Beschwerdeführer weder einen Arbeits vertrag noch einen Stellen beschrieb de r Arbeitgeber in ins Recht, angesichts der von ihm genannten Anhalts punkte der veränderte n tatsächliche n Verhält nisse hätte die Beschwerde gegnerin ihn hierzu jedoch auffordern müssen (vgl. E. 1.6 hiervor). Mit Mitteilung vom 11. Juni 2021 ist denn auch nicht ab schlies send darüber befunden worden, ob aus medi zinischer Sicht die Tätigkeit als LKW Chauffeur, die langes Sitzen und das Aus halten von Vibrationen be dingt, überhaupt zumut bar ist. Ebenso wenig haben sich die Fach personen der Eingliede rungs beratung hierzu geäussert. Es ist nicht auszu schliessen, dass weitere berufliche Mass nahmen notwendig sind, um eine be stehende oder drohende Inva lidität abzu wenden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine revisions rechtlich massgebliche Veränderung nicht nur im gesundheitlichen Sachverhalt, sondern auch in erwerblichen Belangen eintreten kann. Damit sind massgeb liche Veränderungen im anspruchsbegründenden Sachverhalt zumindest glaubhaft gemacht und jedenfalls hinsicht lich Eingliederungsmassnahmen nicht von der Hand zu weisen. 5.3 Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen. Die ange fochtene Verfügung vom 14. Juni 2023 ist aufzuheben und die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers materiell zu prüfen. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde gegnerin aufzuerlegen. 6.2 Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Ver bin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Be deu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'200.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 4. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie auf die Neu an meldung vom 12. De zember 2022 eintrete und darüber materiell befinde. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Schilliger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstStadler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 11. Dezember 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Schilliger Procap Schweiz Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Nachdem sich X.___, geboren 198 8, gelernte r Reifenpraktiker EBA und zuletzt von Oktober 2017 bis Ende Juli 2019 (letzter effektiver Arbeitstag: 6. Juni 2019) als Chauffeur bei der Y.___ AG tätig, bereits im März 201 7 bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf ein Rückenleiden zur Früh erfassung gemeldet hatte ( Urk. 6/3 ), worauf sich die IV-Stelle als nicht zuständig und daher eine Anmeldung für nicht notwendig erachtete ( Urk. 6/6 ), meldete er sich am 11. Juni 201 9 (Eingangs datum) erneut unter Hinweis auf eine Skoliose/ einen Morbus Scheuermann bei der IV-Stelle zur Früherfassung ( Urk. 6 / 9 ). Am 26. Juli 2019 (Eingangsdatum) meldete er sich zum Leistungsbezug an ( Urk. 6 /1 6 ). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/24), holte die Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 6/36, Urk. 6/56 ) sowie einen Auszug aus dem i ndividuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 6/23) ein und ersuchte die ehemalige Arbeitgeberin um Auskünfte (Arbeit geber frage bogen vom 8. August 2019, Urk. 6/25). Zur Klärung der beruflichen Situation fand am 3 0. Oktober 2019 ein Standort ge spräch mit der IV-Stelle statt (Urk. 6/77 ). In der Folge gewährte die IV-Stelle de m Versicherten im Rahmen der Frühinterventi onsphase Kostengut sprache für ein Fitness - abonnement (vgl. Mit teilung vom 2. De zember 2019, Urk. 6/41), für ein Job Coaching im Sinne von Unterstützung bei der Stellensuche für den Zeitraum vom 9. Dezember 2019 bis 3 1. Mai 2020 (vgl. Mitteilung vom 9. Dezember 2019, Urk. 6/43) und für Fahrstunden zur Er lan gung des Führerausweises Kategorie C sowie der CZV Lizenz (vgl. Mitteilung vom 7. Oktober 2020, Urk. 6/67). Seit Dezember 2019 ist der Ver sicherte als Kundenchauffeur bei der Z.___ AG in einem 100%-Pensum angestellt (vgl. Urk. 6/49, Urk. 6/77 ) und die IV-Stelle schloss die Unterstützung bei der beruf lichen Wieder eingliederung mit Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 ab (Urk. 6/75). 1. 2 Am 1 2. Dezember 2022 (Eingangsdatum) ersuchte der Versicherte unter Hin weis auf tägliche Schmerzen und Belastungen durch Stösse und Vibrationen erneut um Leistungen der Invaliden ver sicherung (Urk. 6/81). Mit Vorbescheid vom 1 5. Dezember 2022 stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf das Leistungsbe gehren in Aus sicht (Urk. 6/82). Da gegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2 6. Januar 2023 Ein wand (Urk. 6/86). Von der IV-Stelle darauf hingewiesen, dass zur Glaubhaft machung einer gesundheitlichen Veränderung entsprechende aktu elle Beweis mittel beizu bringen seien ( Urk. 6/87 ), liess der Versicherte ein aktuelles ärztliches Zeugnis seines Hausarztes vom 1. April 2023 zu den Akten reichen ( Urk. 6/93 ) und nahm mit Schreiben vom 9. Mai 2023 ergänzend Stellung (Urk. 6/94). Mit Verfügung vom 1 4. Juni 2023 trat die IV-Stelle wie vorbe schieden auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 6/96 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. August 2023 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 1 4. Juni 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurück zu weisen, damit diese auf das Gesuch eintrete (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2023 (Urk. 5 ) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1 9. September 202 3 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 7 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Ferner stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), vorliegend somit bis zum 1 4. Juni 202 3. Vorliegend kommen die ab 1. Januar 2022 gültigen Gesetzesbestimmungen zur Anwendung, da ein allfälliger Leistungs anspruch nach der Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 frühestens nach diesem Datum in Betracht fällt. 1. 2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. 1. 3 In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungs leis tungen gleich wie Renten und Hilflosenentschädigungen zu behandeln sind und demzufolge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungs bestimmungen in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen ange - wendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV ist demnach auch auf Eingliederungs leis tungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verweisung auf Art. 87 Abs. 2 IVV ist daher, wenn eine Eingliederungsleistung verweigert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (BGE 109 V 119 E. 3a, vgl. auch 125 V 410 E. 2b; AHI 2000 S. 233 E. 1b). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserheb lichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.2 und 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen ). 1. 5 Indem gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden muss, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat, kommt d er versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Der Untersuchungsgrundsatz, wonach der Versicherungs träger von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts erheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (Urteil des Bundes gerichts 8C_175/2019 vom 30. Juli 2019, E. 1.1 mit weiteren Hinweisen). Die Eintretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führ t. 1.6 In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substan z ielle Ansatzpunkte aufzuzeigen, die eine neue Prüfung des Leistungsanspruchs allenfalls recht fer tigen. Wird in einer Neuanmeldung bloss auf ergänzende Beweismittel, insbe sondere Arztberichte, verwiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person nach der Recht - sprechung eine angemessene Frist zur Einreichung dieser Beweismittel anzu - setzen. Sind die die Neuanmeldung begleitenden ärztlichen Berichte so wenig substan z iiert, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkennt nisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbenommen, entspre chende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Person Belege nachzufordern. Eine blosse Abklärung durch die Verwaltung, so das Einholen eines einfachen Arztberichtes allein, bedeutet noch kein materielles Eintreten auf die Neuan mel dung. Eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben besteht indessen nur, wenn den — für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden — Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rechts erhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4 mit Hinweisen). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 4. Juni 2023 (Urk. 2) hielt die Beschwer de gegnerin fest, mit dem neuen Leistungsbegehren sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse seit dem Abschluss der beruflichen Massnahmen am 1 1. Juni 2021 wesentlich verändert hätten. Folglich bestehe auch kein Anspruch auf Integrations- und Eingliederungsmassnahmen. 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. August 2023 (Urk. 1) zusammengefasst geltend, er könne die Tätigkeit als LKW-Chauffeur gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben. Es drohe die Invalidität, weshalb er Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe. 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 (Urk. 6/81 ) eingetreten ist. Dabei stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich seit dem Abschluss der beruflichen Wiedereingliederung (vgl. Mitteilung vom 1 1. Juni 2021, Urk. 6/75 ) der Sachver halt erheblich ver ändert hat. Da der Beschwerde führer - nach Lage der vorliegenden Akten — auf die Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 hin keine Verfügung verlangt hat (Art. 74 quater IVV), ist jene einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundes gerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 3. 3.1 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Damit wurde – wie sich der Überschrift entnehmen lässt – die Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung abgeschlossen. Diesem Entscheid lag en in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die Arzt berichte des behandelnden Arztes pract. med. A.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 5. Juli 2019 (Urk. 6/24/21 ff.) und vom 29. Oktober 2019 (Urk. 6/36) sowie die Einschätzung des regionalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. August 2019 (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 6/78) zugrunde. 3. 2 Pract. med. A.___ hielt folgende Diagnosen fest: - Schwere Adoleszentenkyphose (Morbus Scheuermann) - Kompensatorische Hyperlordose LWS - Statisch dynamische Haltungsinsuffizienz - Langbogige rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose - Fortgeschrittene Oste o chondrose L4-S1 mit Facettengelenksarthrose - ISG-Arthrose beidseits - Beckentiefstand links -1,5 cm - Chronisch rezidivierende Thorakolumboischialgie (seit pubertärem Wachstumsschub, ca. 17 Jahre) Bei wiederkehrenden Beschwerden im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sei d em Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen beruflichen Tätigkeit sowie jede andere berufliche Tätigkeit, die mit dem Heben schwerer Lasten (über 10 kg), tiefem Bücken sowie jedweder andere n Zwangs haltung einhergeh t sowie langes Stehen oder langes Sitzen ohne Veränderung der Körperposition bein halte t, nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer sei jedoch in der Lage, leichte körperliche Tätigkeiten mit Wechselbelas tungen und administrative Tätigkeiten vollzeitig aus zu führen (vgl. Urk. 6/24/21 ff., Urk. 6/36). 3. 3 RAD-Arzt Dr. B.___ hielt am 2 2. August 2019 fest, der Beschwerdeführer sei als Reifenpraktiker vollständig arbeitsunfähig und die zuletzt ausgeübte Tätig keit als Chauffeur mit einer mittelschweren bis schweren Belastung, bei welcher er öfters über 25 kg habe tragen müssen, komme auch nicht mehr in Frage. Eine Tätig keit als Kurierfahrer mit leichter bis mittelschwerer Belastung und regel mässigen Pausen sei dem Beschwerdeführer jedoch längerfristig aus medizinisch-theore tischer Sicht in einem 100%-Pensum zumutbar (Urk. 6/78 S. 3). 3.4 Im Rahmen des Job Coachings wurde ebenfalls festgehalten, dass dem Beschwer de führer eine wechselbelastende Tätigkeit, in der sich das Heben und Bewegen von Dingen auf leichte Gewichte beschränke, zumutbar sei. Die aktuelle Tätigkeit als Chauffeur bei der Z.___ AG sei von der Wechselbelastung her ideal, beinhalte jedoch das Heben und Bewegen von Dingen, die bis 30 kg schwer seien, was körperliche Probleme mit sich bringe (vgl. Abschlussbericht der C.___ AG vom 1 2. August 2020, Urk. 6/55). 4. Im Zuge der Neuanmeldung vom 1 2. Dezember 2022 berichtete der Hausarzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, von seit Jahren persi stierenden belastungsabhängigen Rücken- und Gelenk be schwer den, welche eine Umschulung aus medizinischer Sicht dringend erfor derlich machen würden. Dadurch hätte der Beschwerdeführer bessere Möglich keiten, eine gelenks scho nende Arbeit zu finden (vgl. ärztliche Stellungnahme vom 1. April 2023, Urk. 6/93). 5. 5.1 Die im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterlagen ent halten keine Hinweise auf eine wesentliche gesundheitliche Veränderung seit der Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Dr. D.___ erwähnt seit Jahren bestehende, belastungsabhängige Rücken- und Gelenkbeschwerden (vgl. E. 4), welche bereits gegenüber pract. med. A.___ beklagt wurden (vgl. E. 3.2). Inwie fern die aktuell ausgeführte Tätigkeit als Chauffeur keiner gelenkschonenden Tätigkeit ent spricht und eine Umschulung aus medizinischer Sicht notwendig macht, führte Dr. D.___ nicht aus. Der Be schwer deführer verneinte in seinem Zusatz gesuch vom 8. Dezember 2022 denn auch explizit neue Befunde (vgl. Urk. 6/81). Aus den neu bei den Akten liegenden Berichten ergeben sich insofern weder neue Diagnosen noch Befunde, die ge eignet wären, das medizi - nische Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) zusätzlich einzu schränken. 5.2 Weiter ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Mitteilung vom 11. Juni 2021 bei der Z.___ AG als Kundenchauffeur tätig war, wobei bereits vor Eingliederungsabschluss fraglich war, ob diese Tätigkeit einer angepassten entspricht, beinhaltet e sie doch das Heben von Lasten bis 30 kg (vgl. E. 3.4), was dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ nicht zumutbar ist (E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat nach Abschluss der Unterstützung bei der beruflichen Wieder ein gliederung die C ZV Lizenz erlangt und arbeitet seit 1. März 2022 bei der E.___ AG als Chauffeur der Kategorie C (vgl. Urk. 6/79). Im Rahmen der Neuanmeldung machte er geltend, einen 9 Stunden-Vertrag zu haben, effektiv jedoch zehn Stunden pro Tag mit nur kurzen Pausen zu arbeiten. Ihm fehle die Bewegung im Arbeitsalltag. Er sitze den ganzen Tag und habe Schmerzen, was durch die Stösse und Vibrationen von der Strasse verschlimmert werde. Auf Dauer könne er sich die Tätigkeit als LKW Chauffeur nicht vorstellen (vgl. Urk. 6/81). Vor dem Hintergrund, dass Dr. B.___ ledig lich die Tätigkeit als Kurierfahrer mit regelmässigen Pausen in einem 100%-Pen sum als zumutbar erachtete (vgl. E. 3.3), scheint glaubhaft, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als LKW-Chauffeur der Kategorie C, wie auch bereits die vorgängig ausgeübte Tätigkeit mit Heben und Tragen von schweren Lasten, nicht dem medizinischen Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) entspr i ch t und auf Dauer un zu mutbar ist. Zwar legte der Beschwerdeführer weder einen Arbeits vertrag noch einen Stellen beschrieb de r Arbeitgeber in ins Recht, angesichts der von ihm genannten Anhalts punkte der veränderte n tatsächliche n Verhält nisse hätte die Beschwerde gegnerin ihn hierzu jedoch auffordern müssen (vgl. E. 1.6 hiervor). Mit Mitteilung vom 11. Juni 2021 ist denn auch nicht ab schlies send darüber befunden worden, ob aus medi zinischer Sicht die Tätigkeit als LKW Chauffeur, die langes Sitzen und das Aus halten von Vibrationen be dingt, überhaupt zumut bar ist. Ebenso wenig haben sich die Fach personen der Eingliede rungs beratung hierzu geäussert. Es ist nicht auszu schliessen, dass weitere berufliche Mass nahmen notwendig sind, um eine be stehende oder drohende Inva lidität abzu wenden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine revisions rechtlich massgebliche Veränderung nicht nur im gesundheitlichen Sachverhalt, sondern auch in erwerblichen Belangen eintreten kann. Damit sind massgeb liche Veränderungen im anspruchsbegründenden Sachverhalt zumindest glaubhaft gemacht und jedenfalls hinsicht lich Eingliederungsmassnahmen nicht von der Hand zu weisen. 5.3 Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen. Die ange fochtene Verfügung vom 14. Juni 2023 ist aufzuheben und die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers materiell zu prüfen. 6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde gegnerin aufzuerlegen. 6.2 Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Ver bin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Be deu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'200.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 4. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie auf die Neu an meldung vom 12. De zember 2022 eintrete und darüber materiell befinde. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Schilliger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstStadler

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00397 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler Urteil vom 11. Dezember 2023

IV.2023.00397

IV.2023.00397

IV.2023.00397 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Stadler

Urteil vom 11. Dezember 2023

Urteil vom 11. Dezember 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Schilliger

vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Schilliger Procap Schweiz

Procap Schweiz Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Nachdem sich X.___, geboren 198 8, gelernte r Reifenpraktiker EBA und zuletzt von Oktober 2017 bis Ende Juli 2019 (letzter effektiver Arbeitstag: 6. Juni 2019) als Chauffeur bei der Y.___ AG tätig, bereits im März 201 7 bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf ein Rückenleiden zur Früh erfassung gemeldet hatte ( Urk. 6/3 ), worauf sich die IV-Stelle als nicht zuständig und daher eine Anmeldung für nicht notwendig erachtete ( Urk. 6/6 ), meldete er sich am 11. Juni 201 9 (Eingangs datum) erneut unter Hinweis auf eine Skoliose/ einen Morbus Scheuermann bei der IV-Stelle zur Früherfassung ( Urk. 6 / 9 ). Am 26. Juli 2019 (Eingangsdatum) meldete er sich zum Leistungsbezug an ( Urk. 6 /1 6 ). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/24), holte die Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 6/36, Urk. 6/56 ) sowie einen Auszug aus dem i ndividuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 6/23) ein und ersuchte die ehemalige Arbeitgeberin um Auskünfte (Arbeit geber frage bogen vom 8. August 2019, Urk. 6/25). Zur Klärung der beruflichen Situation fand am 3 0. Oktober 2019 ein Standort ge spräch mit der IV-Stelle statt (Urk. 6/77 ). In der Folge gewährte die IV-Stelle de m Versicherten im Rahmen der Frühinterventi onsphase Kostengut sprache für ein Fitness - abonnement (vgl. Mit teilung vom 2. De zember 2019, Urk. 6/41), für ein Job Coaching im Sinne von Unterstützung bei der Stellensuche für den Zeitraum vom 9. Dezember 2019 bis 3 1. Mai 2020 (vgl. Mitteilung vom 9. Dezember 2019, Urk. 6/43) und für Fahrstunden zur Er lan gung des Führerausweises Kategorie C sowie der CZV Lizenz (vgl. Mitteilung vom 7. Oktober 2020, Urk. 6/67). Seit Dezember 2019 ist der Ver sicherte als Kundenchauffeur bei der Z.___ AG in einem 100%-Pensum angestellt (vgl. Urk. 6/49, Urk. 6/77 ) und die IV-Stelle schloss die Unterstützung bei der beruf lichen Wieder eingliederung mit Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 ab (Urk. 6/75).

1.1 Nachdem sich X.___, geboren 198 8, gelernte r Reifenpraktiker EBA und zuletzt von Oktober 2017 bis Ende Juli 2019 (letzter effektiver Arbeitstag: 6. Juni 2019) als Chauffeur bei der Y.___ AG tätig, bereits im März 201 7 bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf ein Rückenleiden zur Früh erfassung gemeldet hatte ( Urk. 6/3 ), worauf sich die IV-Stelle als nicht zuständig und daher eine Anmeldung für nicht notwendig erachtete ( Urk. 6/6 ), meldete er sich am 11. Juni 201 9 (Eingangs datum) erneut unter Hinweis auf eine Skoliose/ einen Morbus Scheuermann bei der IV-Stelle zur Früherfassung ( Urk. 6 9 ). Am 26. Juli 2019 (Eingangsdatum) meldete er sich zum Leistungsbezug an ( Urk. 6 /1 6 ). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/24), holte die Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 6/36, Urk. 6/56 ) sowie einen Auszug aus dem i ndividuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 6/23) ein und ersuchte die ehemalige Arbeitgeberin um Auskünfte (Arbeit geber frage bogen vom 8. August 2019, Urk. 6/25). Zur Klärung der beruflichen Situation fand am 3 0. Oktober 2019 ein Standort ge spräch mit der IV-Stelle statt (Urk. 6/77 ). In der Folge gewährte die IV-Stelle de m Versicherten im Rahmen der Frühinterventi onsphase Kostengut sprache für ein Fitness abonnement (vgl. Mit teilung vom 2. De zember 2019, Urk. 6/41), für ein Job Coaching im Sinne von Unterstützung bei der Stellensuche für den Zeitraum vom 9. Dezember 2019 bis 3 1. Mai 2020 (vgl. Mitteilung vom 9. Dezember 2019, Urk. 6/43) und für Fahrstunden zur Er lan gung des Führerausweises Kategorie C sowie der CZV Lizenz (vgl. Mitteilung vom 7. Oktober 2020, Urk. 6/67). Seit Dezember 2019 ist der Ver sicherte als Kundenchauffeur bei der Z.___ AG in einem 100%-Pensum angestellt (vgl. Urk. 6/49, Urk. 6/77 ) und die IV-Stelle schloss die Unterstützung bei der beruf lichen Wieder eingliederung mit Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 ab (Urk. 6/75). 1. 2 Am 1 2. Dezember 2022 (Eingangsdatum) ersuchte der Versicherte unter Hin weis auf tägliche Schmerzen und Belastungen durch Stösse und Vibrationen erneut um Leistungen der Invaliden ver sicherung (Urk. 6/81). Mit Vorbescheid vom 1 5. Dezember 2022 stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf das Leistungsbe gehren in Aus sicht (Urk. 6/82). Da gegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2 6. Januar 2023 Ein wand (Urk. 6/86). Von der IV-Stelle darauf hingewiesen, dass zur Glaubhaft machung einer gesundheitlichen Veränderung entsprechende aktu elle Beweis mittel beizu bringen seien ( Urk. 6/87 ), liess der Versicherte ein aktuelles ärztliches Zeugnis seines Hausarztes vom 1. April 2023 zu den Akten reichen ( Urk. 6/93 ) und nahm mit Schreiben vom 9. Mai 2023 ergänzend Stellung (Urk. 6/94). Mit Verfügung vom 1 4. Juni 2023 trat die IV-Stelle wie vorbe schieden auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 6/96 = Urk. 2).

1. 2 Am 1 2. Dezember 2022 (Eingangsdatum) ersuchte der Versicherte unter Hin weis auf tägliche Schmerzen und Belastungen durch Stösse und Vibrationen erneut um Leistungen der Invaliden ver sicherung (Urk. 6/81). Mit Vorbescheid vom 1 5. Dezember 2022 stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf das Leistungsbe gehren in Aus sicht (Urk. 6/82). Da gegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2 6. Januar 2023 Ein wand (Urk. 6/86). Von der IV-Stelle darauf hingewiesen, dass zur Glaubhaft machung einer gesundheitlichen Veränderung entsprechende aktu elle Beweis mittel beizu bringen seien ( Urk. 6/87 ), liess der Versicherte ein aktuelles ärztliches Zeugnis seines Hausarztes vom 1. April 2023 zu den Akten reichen ( Urk. 6/93 ) und nahm mit Schreiben vom 9. Mai 2023 ergänzend Stellung (Urk. 6/94). Mit Verfügung vom 1 4. Juni 2023 trat die IV-Stelle wie vorbe schieden auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 6/96 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. August 2023 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 1 4. Juni 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurück zu weisen, damit diese auf das Gesuch eintrete (Urk. 1).

2. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. August 2023 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 1 4. Juni 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurück zu weisen, damit diese auf das Gesuch eintrete (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2023 (Urk. 5 ) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1 9. September 202 3 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 7 ).

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2023 (Urk. 5 ) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1 9. September 202 3 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 7 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Ferner stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), vorliegend somit bis zum 1 4. Juni 202 3.

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Ferner stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), vorliegend somit bis zum 1 4. Juni 202 3. Vorliegend kommen die ab 1. Januar 2022 gültigen Gesetzesbestimmungen zur Anwendung, da ein allfälliger Leistungs anspruch nach der Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 frühestens nach diesem Datum in Betracht fällt.

Vorliegend kommen die ab 1. Januar 2022 gültigen Gesetzesbestimmungen zur Anwendung, da ein allfälliger Leistungs anspruch nach der Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 frühestens nach diesem Datum in Betracht fällt. 1. 2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

1. 2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.

Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. 1. 3 In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungs leis tungen gleich wie Renten und Hilflosenentschädigungen zu behandeln sind und demzufolge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungs bestimmungen in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen ange - wendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV ist demnach auch auf Eingliederungs leis tungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verweisung auf Art. 87 Abs. 2 IVV ist daher, wenn eine Eingliederungsleistung verweigert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (BGE 109 V 119 E. 3a, vgl. auch 125 V 410 E. 2b; AHI 2000 S. 233 E. 1b).

1. 3 In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungs leis tungen gleich wie Renten und Hilflosenentschädigungen zu behandeln sind und demzufolge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungs bestimmungen in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen ange wendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV ist demnach auch auf Eingliederungs leis tungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verweisung auf Art. 87 Abs. 2 IVV ist daher, wenn eine Eingliederungsleistung verweigert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (BGE 109 V 119 E. 3a, vgl. auch 125 V 410 E. 2b; AHI 2000 S. 233 E. 1b). 1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserheb lichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.2 und 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen ).

1.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserheb lichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.2 und 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen ). 1. 5 Indem gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden muss, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat, kommt d er versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Der Untersuchungsgrundsatz, wonach der Versicherungs träger von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts erheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (Urteil des Bundes gerichts 8C_175/2019 vom 30. Juli 2019, E. 1.1 mit weiteren Hinweisen).

1. 5 Indem gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden muss, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat, kommt d er versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Der Untersuchungsgrundsatz, wonach der Versicherungs träger von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts erheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (Urteil des Bundes gerichts 8C_175/2019 vom 30. Juli 2019, E. 1.1 mit weiteren Hinweisen). Die Eintretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1).

Die Eintretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).

Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führ t.

Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führ t. 1.6 In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substan z ielle Ansatzpunkte aufzuzeigen, die eine neue Prüfung des Leistungsanspruchs allenfalls recht fer tigen. Wird in einer Neuanmeldung bloss auf ergänzende Beweismittel, insbe sondere Arztberichte, verwiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person nach der Recht - sprechung eine angemessene Frist zur Einreichung dieser Beweismittel anzu - setzen. Sind die die Neuanmeldung begleitenden ärztlichen Berichte so wenig substan z iiert, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkennt nisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbenommen, entspre chende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Person Belege nachzufordern. Eine blosse Abklärung durch die Verwaltung, so das Einholen eines einfachen Arztberichtes allein, bedeutet noch kein materielles Eintreten auf die Neuan mel dung. Eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben besteht indessen nur, wenn den — für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden — Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rechts erhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4 mit Hinweisen).

1.6 In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substan z ielle Ansatzpunkte aufzuzeigen, die eine neue Prüfung des Leistungsanspruchs allenfalls recht fer tigen. Wird in einer Neuanmeldung bloss auf ergänzende Beweismittel, insbe sondere Arztberichte, verwiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person nach der Recht sprechung eine angemessene Frist zur Einreichung dieser Beweismittel anzu setzen. Sind die die Neuanmeldung begleitenden ärztlichen Berichte so wenig substan z iiert, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkennt nisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbenommen, entspre chende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Person Belege nachzufordern. Eine blosse Abklärung durch die Verwaltung, so das Einholen eines einfachen Arztberichtes allein, bedeutet noch kein materielles Eintreten auf die Neuan mel dung. Eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben besteht indessen nur, wenn den — für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden — Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rechts erhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 4. Juni 2023 (Urk. 2) hielt die Beschwer de gegnerin fest, mit dem neuen Leistungsbegehren sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse seit dem Abschluss der beruflichen Massnahmen am 1 1. Juni 2021 wesentlich verändert hätten. Folglich bestehe auch kein Anspruch auf Integrations- und Eingliederungsmassnahmen.

2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 4. Juni 2023 (Urk. 2) hielt die Beschwer de gegnerin fest, mit dem neuen Leistungsbegehren sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse seit dem Abschluss der beruflichen Massnahmen am 1 1. Juni 2021 wesentlich verändert hätten. Folglich bestehe auch kein Anspruch auf Integrations- und Eingliederungsmassnahmen. 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. August 2023 (Urk. 1) zusammengefasst geltend, er könne die Tätigkeit als LKW-Chauffeur gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben. Es drohe die Invalidität, weshalb er Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe.

2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. August 2023 (Urk. 1) zusammengefasst geltend, er könne die Tätigkeit als LKW-Chauffeur gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben. Es drohe die Invalidität, weshalb er Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe. 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 (Urk. 6/81 ) eingetreten ist. Dabei stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich seit dem Abschluss der beruflichen Wiedereingliederung (vgl. Mitteilung vom 1 1. Juni 2021, Urk. 6/75 ) der Sachver halt erheblich ver ändert hat. Da der Beschwerde führer - nach Lage der vorliegenden Akten — auf die Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 hin keine Verfügung verlangt hat (Art. 74 quater IVV), ist jene einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundes gerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 12. Dezember 2022 (Urk. 6/81 ) eingetreten ist. Dabei stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich seit dem Abschluss der beruflichen Wiedereingliederung (vgl. Mitteilung vom 1 1. Juni 2021, Urk. 6/75 ) der Sachver halt erheblich ver ändert hat. Da der Beschwerde führer nach Lage der vorliegenden Akten — auf die Mitteilung vom 1 1. Juni 2021 hin keine Verfügung verlangt hat (Art. 74 quater IVV), ist jene einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundes gerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 3.

3. 3.1 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Damit wurde – wie sich der Überschrift entnehmen lässt – die Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung abgeschlossen. Diesem Entscheid lag en in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die Arzt berichte des behandelnden Arztes pract. med. A.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 5. Juli 2019 (Urk. 6/24/21 ff.) und vom 29. Oktober 2019 (Urk. 6/36) sowie die Einschätzung des regionalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. August 2019 (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 6/78) zugrunde.

3.1 Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Damit wurde – wie sich der Überschrift entnehmen lässt – die Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung abgeschlossen. Diesem Entscheid lag en in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die Arzt berichte des behandelnden Arztes pract. med. A.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 5. Juli 2019 (Urk. 6/24/21 ff.) und vom 29. Oktober 2019 (Urk. 6/36) sowie die Einschätzung des regionalen ärztlichen Dienstes vom 2 2. August 2019 (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 6/78) zugrunde. 3. 2 Pract. med. A.___ hielt folgende Diagnosen fest:

3. 2 Pract. med. A.___ hielt folgende Diagnosen fest: - Schwere Adoleszentenkyphose (Morbus Scheuermann)

Schwere Adoleszentenkyphose (Morbus Scheuermann) - Kompensatorische Hyperlordose LWS

Kompensatorische Hyperlordose LWS - Statisch dynamische Haltungsinsuffizienz

Statisch dynamische Haltungsinsuffizienz - Langbogige rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose

Langbogige rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose - Fortgeschrittene Oste o chondrose L4-S1 mit Facettengelenksarthrose

Fortgeschrittene Oste o chondrose L4-S1 mit Facettengelenksarthrose - ISG-Arthrose beidseits

ISG-Arthrose beidseits - Beckentiefstand links -1,5 cm

Beckentiefstand links -1,5 cm - Chronisch rezidivierende Thorakolumboischialgie (seit pubertärem Wachstumsschub, ca. 17 Jahre)

Chronisch rezidivierende Thorakolumboischialgie (seit pubertärem Wachstumsschub, ca. 17 Jahre) Bei wiederkehrenden Beschwerden im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sei d em Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen beruflichen Tätigkeit sowie jede andere berufliche Tätigkeit, die mit dem Heben schwerer Lasten (über 10 kg), tiefem Bücken sowie jedweder andere n Zwangs haltung einhergeh t sowie langes Stehen oder langes Sitzen ohne Veränderung der Körperposition bein halte t, nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer sei jedoch in der Lage, leichte körperliche Tätigkeiten mit Wechselbelas tungen und administrative Tätigkeiten vollzeitig aus zu führen (vgl. Urk. 6/24/21 ff., Urk. 6/36).

Bei wiederkehrenden Beschwerden im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule sei d em Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen beruflichen Tätigkeit sowie jede andere berufliche Tätigkeit, die mit dem Heben schwerer Lasten (über 10 kg), tiefem Bücken sowie jedweder andere n Zwangs haltung einhergeh t sowie langes Stehen oder langes Sitzen ohne Veränderung der Körperposition bein halte t, nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer sei jedoch in der Lage, leichte körperliche Tätigkeiten mit Wechselbelas tungen und administrative Tätigkeiten vollzeitig aus zu führen (vgl. Urk. 6/24/21 ff., Urk. 6/36). 3. 3 RAD-Arzt Dr. B.___ hielt am 2 2. August 2019 fest, der Beschwerdeführer sei als Reifenpraktiker vollständig arbeitsunfähig und die zuletzt ausgeübte Tätig keit als Chauffeur mit einer mittelschweren bis schweren Belastung, bei welcher er öfters über 25 kg habe tragen müssen, komme auch nicht mehr in Frage. Eine Tätig keit als Kurierfahrer mit leichter bis mittelschwerer Belastung und regel mässigen Pausen sei dem Beschwerdeführer jedoch längerfristig aus medizinisch-theore tischer Sicht in einem 100%-Pensum zumutbar (Urk. 6/78 S. 3).

3. 3 RAD-Arzt Dr. B.___ hielt am 2 2. August 2019 fest, der Beschwerdeführer sei als Reifenpraktiker vollständig arbeitsunfähig und die zuletzt ausgeübte Tätig keit als Chauffeur mit einer mittelschweren bis schweren Belastung, bei welcher er öfters über 25 kg habe tragen müssen, komme auch nicht mehr in Frage. Eine Tätig keit als Kurierfahrer mit leichter bis mittelschwerer Belastung und regel mässigen Pausen sei dem Beschwerdeführer jedoch längerfristig aus medizinisch-theore tischer Sicht in einem 100%-Pensum zumutbar (Urk. 6/78 S. 3). 3.4 Im Rahmen des Job Coachings wurde ebenfalls festgehalten, dass dem Beschwer de führer eine wechselbelastende Tätigkeit, in der sich das Heben und Bewegen von Dingen auf leichte Gewichte beschränke, zumutbar sei. Die aktuelle Tätigkeit als Chauffeur bei der Z.___ AG sei von der Wechselbelastung her ideal, beinhalte jedoch das Heben und Bewegen von Dingen, die bis 30 kg schwer seien, was körperliche Probleme mit sich bringe (vgl. Abschlussbericht der C.___ AG vom 1 2. August 2020, Urk. 6/55).

3.4 Im Rahmen des Job Coachings wurde ebenfalls festgehalten, dass dem Beschwer de führer eine wechselbelastende Tätigkeit, in der sich das Heben und Bewegen von Dingen auf leichte Gewichte beschränke, zumutbar sei. Die aktuelle Tätigkeit als Chauffeur bei der Z.___ AG sei von der Wechselbelastung her ideal, beinhalte jedoch das Heben und Bewegen von Dingen, die bis 30 kg schwer seien, was körperliche Probleme mit sich bringe (vgl. Abschlussbericht der C.___ AG vom 1 2. August 2020, Urk. 6/55). 4. Im Zuge der Neuanmeldung vom 1 2. Dezember 2022 berichtete der Hausarzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, von seit Jahren persi stierenden belastungsabhängigen Rücken- und Gelenk be schwer den, welche eine Umschulung aus medizinischer Sicht dringend erfor derlich machen würden. Dadurch hätte der Beschwerdeführer bessere Möglich keiten, eine gelenks scho nende Arbeit zu finden (vgl. ärztliche Stellungnahme vom 1. April 2023, Urk. 6/93).

4. Im Zuge der Neuanmeldung vom 1 2. Dezember 2022 berichtete der Hausarzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, von seit Jahren persi stierenden belastungsabhängigen Rücken- und Gelenk be schwer den, welche eine Umschulung aus medizinischer Sicht dringend erfor derlich machen würden. Dadurch hätte der Beschwerdeführer bessere Möglich keiten, eine gelenks scho nende Arbeit zu finden (vgl. ärztliche Stellungnahme vom 1. April 2023, Urk. 6/93). 5.

5. 5.1 Die im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterlagen ent halten keine Hinweise auf eine wesentliche gesundheitliche Veränderung seit der Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Dr. D.___ erwähnt seit Jahren bestehende, belastungsabhängige Rücken- und Gelenkbeschwerden (vgl. E. 4), welche bereits gegenüber pract. med. A.___ beklagt wurden (vgl. E. 3.2). Inwie fern die aktuell ausgeführte Tätigkeit als Chauffeur keiner gelenkschonenden Tätigkeit ent spricht und eine Umschulung aus medizinischer Sicht notwendig macht, führte Dr. D.___ nicht aus. Der Be schwer deführer verneinte in seinem Zusatz gesuch vom 8. Dezember 2022 denn auch explizit neue Befunde (vgl. Urk. 6/81). Aus den neu bei den Akten liegenden Berichten ergeben sich insofern weder neue Diagnosen noch Befunde, die ge eignet wären, das medizi - nische Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) zusätzlich einzu schränken.

5.1 Die im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterlagen ent halten keine Hinweise auf eine wesentliche gesundheitliche Veränderung seit der Mitteilung vom 11. Juni 2021 ( Urk. 6/75 ). Dr. D.___ erwähnt seit Jahren bestehende, belastungsabhängige Rücken- und Gelenkbeschwerden (vgl. E. 4), welche bereits gegenüber pract. med. A.___ beklagt wurden (vgl. E. 3.2). Inwie fern die aktuell ausgeführte Tätigkeit als Chauffeur keiner gelenkschonenden Tätigkeit ent spricht und eine Umschulung aus medizinischer Sicht notwendig macht, führte Dr. D.___ nicht aus. Der Be schwer deführer verneinte in seinem Zusatz gesuch vom 8. Dezember 2022 denn auch explizit neue Befunde (vgl. Urk. 6/81). Aus den neu bei den Akten liegenden Berichten ergeben sich insofern weder neue Diagnosen noch Befunde, die ge eignet wären, das medizi nische Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) zusätzlich einzu schränken. 5.2 Weiter ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Mitteilung vom 11. Juni 2021 bei der Z.___ AG als Kundenchauffeur tätig war, wobei bereits vor Eingliederungsabschluss fraglich war, ob diese Tätigkeit einer angepassten entspricht, beinhaltet e sie doch das Heben von Lasten bis 30 kg (vgl. E. 3.4), was dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ nicht zumutbar ist (E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat nach Abschluss der Unterstützung bei der beruflichen Wieder ein gliederung die C ZV Lizenz erlangt und arbeitet seit 1. März 2022 bei der E.___ AG als Chauffeur der Kategorie C (vgl. Urk. 6/79). Im Rahmen der Neuanmeldung machte er geltend, einen 9 Stunden-Vertrag zu haben, effektiv jedoch zehn Stunden pro Tag mit nur kurzen Pausen zu arbeiten. Ihm fehle die Bewegung im Arbeitsalltag. Er sitze den ganzen Tag und habe Schmerzen, was durch die Stösse und Vibrationen von der Strasse verschlimmert werde. Auf Dauer könne er sich die Tätigkeit als LKW Chauffeur nicht vorstellen (vgl. Urk. 6/81). Vor dem Hintergrund, dass Dr. B.___ ledig lich die Tätigkeit als Kurierfahrer mit regelmässigen Pausen in einem 100%-Pen sum als zumutbar erachtete (vgl. E. 3.3), scheint glaubhaft, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als LKW-Chauffeur der Kategorie C, wie auch bereits die vorgängig ausgeübte Tätigkeit mit Heben und Tragen von schweren Lasten, nicht dem medizinischen Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) entspr i ch t und auf Dauer un zu mutbar ist. Zwar legte der Beschwerdeführer weder einen Arbeits vertrag noch einen Stellen beschrieb de r Arbeitgeber in ins Recht, angesichts der von ihm genannten Anhalts punkte der veränderte n tatsächliche n Verhält nisse hätte die Beschwerde gegnerin ihn hierzu jedoch auffordern müssen (vgl. E. 1.6 hiervor). Mit Mitteilung vom 11. Juni 2021 ist denn auch nicht ab schlies send darüber befunden worden, ob aus medi zinischer Sicht die Tätigkeit als LKW Chauffeur, die langes Sitzen und das Aus halten von Vibrationen be dingt, überhaupt zumut bar ist. Ebenso wenig haben sich die Fach personen der Eingliede rungs beratung hierzu geäussert. Es ist nicht auszu schliessen, dass weitere berufliche Mass nahmen notwendig sind, um eine be stehende oder drohende Inva lidität abzu wenden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine revisions rechtlich massgebliche Veränderung nicht nur im gesundheitlichen Sachverhalt, sondern auch in erwerblichen Belangen eintreten kann. Damit sind massgeb liche Veränderungen im anspruchsbegründenden Sachverhalt zumindest glaubhaft gemacht und jedenfalls hinsicht lich Eingliederungsmassnahmen nicht von der Hand zu weisen.

5.2 Weiter ist erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Mitteilung vom 11. Juni 2021 bei der Z.___ AG als Kundenchauffeur tätig war, wobei bereits vor Eingliederungsabschluss fraglich war, ob diese Tätigkeit einer angepassten entspricht, beinhaltet e sie doch das Heben von Lasten bis 30 kg (vgl. E. 3.4), was dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ nicht zumutbar ist (E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat nach Abschluss der Unterstützung bei der beruflichen Wieder ein gliederung die C ZV Lizenz erlangt und arbeitet seit 1. März 2022 bei der E.___ AG als Chauffeur der Kategorie C (vgl. Urk. 6/79). Im Rahmen der Neuanmeldung machte er geltend, einen 9 Stunden-Vertrag zu haben, effektiv jedoch zehn Stunden pro Tag mit nur kurzen Pausen zu arbeiten. Ihm fehle die Bewegung im Arbeitsalltag. Er sitze den ganzen Tag und habe Schmerzen, was durch die Stösse und Vibrationen von der Strasse verschlimmert werde. Auf Dauer könne er sich die Tätigkeit als LKW Chauffeur nicht vorstellen (vgl. Urk. 6/81). Vor dem Hintergrund, dass Dr. B.___ ledig lich die Tätigkeit als Kurierfahrer mit regelmässigen Pausen in einem 100%-Pen sum als zumutbar erachtete (vgl. E. 3.3), scheint glaubhaft, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als LKW-Chauffeur der Kategorie C, wie auch bereits die vorgängig ausgeübte Tätigkeit mit Heben und Tragen von schweren Lasten, nicht dem medizinischen Belastungsprofil (vgl. E. 3.2) entspr i ch t und auf Dauer un zu mutbar ist. Zwar legte der Beschwerdeführer weder einen Arbeits vertrag noch einen Stellen beschrieb de r Arbeitgeber in ins Recht, angesichts der von ihm genannten Anhalts punkte der veränderte n tatsächliche n Verhält nisse hätte die Beschwerde gegnerin ihn hierzu jedoch auffordern müssen (vgl. E. 1.6 hiervor). Mit Mitteilung vom 11. Juni 2021 ist denn auch nicht ab schlies send darüber befunden worden, ob aus medi zinischer Sicht die Tätigkeit als LKW Chauffeur, die langes Sitzen und das Aus halten von Vibrationen be dingt, überhaupt zumut bar ist. Ebenso wenig haben sich die Fach personen der Eingliede rungs beratung hierzu geäussert. Es ist nicht auszu schliessen, dass weitere berufliche Mass nahmen notwendig sind, um eine be stehende oder drohende Inva lidität abzu wenden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine revisions rechtlich massgebliche Veränderung nicht nur im gesundheitlichen Sachverhalt, sondern auch in erwerblichen Belangen eintreten kann. Damit sind massgeb liche Veränderungen im anspruchsbegründenden Sachverhalt zumindest glaubhaft gemacht und jedenfalls hinsicht lich Eingliederungsmassnahmen nicht von der Hand zu weisen. 5.3 Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen. Die ange fochtene Verfügung vom 14. Juni 2023 ist aufzuheben und die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers materiell zu prüfen.

5.3 Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen. Die ange fochtene Verfügung vom 14. Juni 2023 ist aufzuheben und die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers materiell zu prüfen. 6.

6. 6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde gegnerin aufzuerlegen.

6.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde gegnerin aufzuerlegen. 6.2 Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Ver bin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Be deu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'200.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.

6.2 Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Ver bin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Be deu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'200.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 4. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie auf die Neu an meldung vom 12. De zember 2022 eintrete und darüber materiell befinde.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialver sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 4. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie auf die Neu an meldung vom 12. De zember 2022 eintrete und darüber materiell befinde. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Schilliger

Rechtsanwalt Daniel Schilliger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstStadler