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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Jagdbetriebsvorschriften 2003

Die Jagdbetriebsvorschriften 2003 beinhalten gegenüber dem Vorjahr keine grundlegenden Neuerungen. Im Waldbereich wird der Jagddruck auf das Gämswild leicht reduziert, und Wildschweine dürfen neu im ganzen Kanton bejagt werden. Beibehalten wird demgegenüber der Schutz des beidseitigen Kronenhirsches.

Die Jagdplanung hat sich bewährt

Mit einer konsequenten Umsetzung der Jagdplanung ist es gelungen, die Wildbestände in Graubünden zahlenmässig dem vorhandenen Lebensraum anzupassen. Auch die qualitative Zusammensetzung der Schalenwildbestände (Hirsch, Reh, Gämse, Steinwild), das heisst das Geschlechterverhältnis und das Verhältnis zwischen jungen bzw. reifen und alten Tieren, konnte deutlich verbessert werden. Die Jagdbetriebsvorschriften 2003 erfahren deshalb im Vergleich zum Vorjahr keine grundlegenden Änderungen.

Der beidseitige Kronenhirsch bleibt geschützt

Der Hirschbestand konnte - über den gesamten Kanton betrachtet - im Vergleich zum Vorjahr wiederum stabilisiert werden. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen (Zählungen, Jagdstrecken, Fallwild, qualitative Einschätzung der diesjährigen Taxation) muss von einem Frühjahresbestand von rund 12'700 (2002: 12'600) Tieren ausgegangen werden. Demzufolge muss die Hirschbejagung mindestens in der bisherigen Intensität weitergeführt werden, wobei regionale Veränderungen des Hirschbestandes im Rahmen der Abschussplanung berücksichtigt werden. Der Abschuss in den Regionen Surselva, Dreibündenstein, Mittelbünden, Schanfigg und Mesolcina muss erhöht werden. In den Regionen Heinzenberg, Hinterrhein, Untervaz und Puschlav wird der Abschussplan hingegen gesenkt. Der Abschussplan für den ganzen Kanton beläuft sich auf 4'210 Hirsche (2002: 4'175).

Seit 1992 ist der beidseitige Kronenhirsch geschützt. In diesen 11 Jahren haben einige kapitale Hirsche von diesem Schutz profitiert. Der Schutz des beidseitigen Kronenhirsches hat den Schutz einzelner starker Stiere bewirkt, ein breites Einwachsen in die Mittel- und Altersklasse wie beispielsweise beim Gämsbock ist aber nicht erfolgt. Dafür sind mehrere Gründe massgebend. Anzuführen sind insbesondere die Ausdehnung der Jagdzeit während der Hochjagd von 17 auf 21 Tage, der Anstieg der Strecke beim einseitigen Kronenhirsch sowie die alljährlichen Fehlabschüsse von beidseitigen Kronenhirschen. Weiter bleibt festzuhalten, dass die Hochjagdstrecke der Hirschstiere trotz dieser Schutzmassnahme unverändert hoch geblieben ist.

Im Anschluss an die letztjährige Jagd hat das Amt für Jagd und Fischerei mit der Zahnanschliffmethode Untersuchungen an zahlreichen älteren Hirschen durchgeführt. Diese Untersuchungen haben gezeigt, dass im Kanton Graubünden Hirsche älter werden als gemeinhin angenommen. Hirsche können durchaus 15 Jahre und in Ausnahmefällen bis 20 Jahre alt werden. Aufgrund der seit Jahren genau verfolgten Fallwildsituation besteht denn kein zwingender Bedarf, die Jagd auf den beidseitigen Kronenhirsch bereits im kommenden Herbst aufzunehmen. Gleichzeitig gilt es aber auch, die gewonnenen Erkenntnisse sachgerecht umzusetzen. Die Jagdplanung beim Hirschwild muss so konzipiert werden, dass bezogen auf den Gesamtbestand eine genügende Anzahl Hirschstiere in die Alterklasse hineinwachsen kann. Der Anteil reifer Hirsche in der Gesamtpopulation darf aus wildbiologischen Überlegungen auf keinen Fall durch jagdliche Eingriffe gefährdet werden. Die Tatsache, dass Hirsche im Kanton Graubünden älter werden können als bisher angenommen und der nach wie vor geringe Anteil an Hirschstieren der Mittel- und Altersklasse erfordern daher eine vorsichtige Strategie. Eine Freigabe des beidseitigen Kronenhirsches darf deshalb nur mit Einschränkungen erfolgen und muss - selbst bei einer nur tageweisen Freigabe - von Kompensationsmassnahmen begleitet werden. Die Festlegung dieser Kompensationsmassnahmen erfordert nach Auffassung der Regierung eine breite jagdpolitische Diskussion. Diese hat bisher noch nicht im nötigen Ausmass stattgefunden. Für dieses Jahr bleibt der beiseitige Kronenhirsch daher geschützt. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil die ursprünglich für dieses Jahr vorgesehene Neuregelung der Wildschutzgebiete um ein Jahr verschoben worden ist und das bewährte Konzept mit zahlreicheren, aber kleineren Wildschutzgebieten demzufolge erst im nächsten Jahr in allen Jagdbezirken umgesetzt werden kann.

Anpassung der Höhenlimiten bei der Gämsbejagung

Im Rahmen des Gämsbejagungskonzeptes 1990 ist der Jagddruck bei der Bejagung des Gämswildes im Waldgürtel deutlich erhöht worden. Gemäss den in den Jagdbetriebsvorschriften festgelegten Höhenlimiten gelten dabei für die Gämsbejagung im Waldbereich grundsätzlich weniger strenge Schutzbestimmungen als in der alpinen Zone. In verschiedenen Gebieten mit einem kleinen Anteil an alpiner Zone sind die Gämsbestände im Waldbereich in den letzten Jahren stark reduziert worden. Dies gilt insbesondere für den Jagdbezirk XI (Herrschaft-Prättigau). Mit der Anpassung der Höhenlimiten wird daher für den Grossteil dieses Jagdbezirkes der Jagddruck auf das Gämswild vermindert. Im Jagdbezirk X (Suot Tasna-Ramosch) muss demgegenüber auf Gemeindegebiet Ftan der Jagddruck auf im Wald lebende Gämsen mit Blick auf die Wildschadenssituation erhöht werden. Dies erfolgt ebenfalls durch eine Anpassung der entsprechenden Höhenlimite. Entsprochen wurde aber auch einem berechtigten Anliegen des Bündner Kantonalen Patentjäger-Verbandes, welches darauf abzielt, den Jagddruck auf den Geissjährling im ganzen Kanton leicht zu reduzieren.

Verfeinerung der Berechnungsgrundlagen für den Abschussplan Reh

Keine Änderungen erfahren die Bestimmungen über die Bejagung des Rehwildes. Hingegen werden die Berechnungsgrundlagen für den Abschussplan einer Region erneut verfeinert. Insbesondere wird den regionalen Unterschieden beim Jagddruck auf den Rehbock vermehrt Rechnung getragen. Damit können die regionalen Gegebenheiten im Rahmen der Abschussplanung noch besser berücksichtigt werden.

Freigabe des Wildschweins im ganzen Kanton

Im Misox werden bereits seit mehreren Jahren aus dem Tessin einwandernde Wildschweine erlegt. Im letzten Winter sind auch im St. Galler Rheintal an verschiedenen Orten Wildschweine festgestellt worden. Dies ist eine Folge der raschen Vermehrung der Wildschweine in der ganzen Nordost- und Ostschweiz. Somit muss auch in Nordbünden mit dem Einwandern von einzelnen Tieren gerechnet werden. Um übermässigen Wildschäden von Beginn weg vorzubeugen und die Bündner Jägerschaft mit dieser anspruchsvollen Jagd vertraut zu machen, werden die nicht führenden Tiere neu im ganzen Kanton zum Abschuss freigegeben.

Niederjagd - verantwortungsbewusste und genaue Kontrolle der Wildbestände

Auch die Bestände der Hasen, Birk- und Schneehühner werden seit Jahren überwacht. Diese Arten weisen denn auch konstante und gute Bestände auf. Wesentliche Kernlebensräume dieser Arten sind zudem durch Wildasyle geschützt und damit der Jagd entzogen. Die jagdliche Planung greift somit auch im Bereich der Niederwildarten.

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Data: 25.06.2003

Prescripziuns da chatscha 2003

Las prescripziuns da chatscha 2003 na cuntegnan - cumpareglià cun l'onn avant - naginas midadas fundamentalas. En la zona da guaud vegn reducì minimalmain il squitsch da chatscha sin ils chamutschs, e portgs selvadis dastgan vegnir chatschads ussa en tut il chantun. Mantegnì vegn perencunter la protecziun dal tschierv cun curuna da domaduas varts.

La planisaziun da chatscha è sa cumprovada.

Cun ina realisaziun consequenta da la planisaziun da chatscha èsi reussì d'adattar ils effectivs da sulvaschina areguard il dumber al spazi da viver ch'è avant maun. Er la cumposiziun qualitativa dals effectivs da la selvaschina d'unglas (tschierv, chavriel, chamutsch, capricorn), quai vul dir la relaziuns dals sexs e la relaziun tranter animals giuvens resp. madirs e vegls, ha pudì vegnir meglierada cleramain. Las prescripziuns da chatscha 2003 na survegnan perquai - cumpareglià cun l'onn avant - naginas midadas fundamentalas.

Il tschierv cun curuna da domaduas varts resta protegì

L'effectiv dals tschiervs ha - guardà sin tut il chantun e cumpareglià cun l'onn passà - puspè pudì vegnir stabilisà. Sin basa da la documentaziun preschenta (dumbraziuns, butins, selvaschina disgraziada, valitaziun qualitativa da la taxaziun da quest onn) stons ins partir d'in effectiv da primavaira da var 12'700 (2002: 12'600) animals. Pervi da quai ston ins cuntinuar cun la chatscha da tschiervs en la medema intensitad sco fin ussa, latiers ston però vegnir resguardadas las midadas regiunalas da l'effectiv da tschiervs en il rom da la planisaziun da prelevaziun. La prelevaziun en las regiuns Surselva, Dreibündenstein, Mittelbünden, Schanfigg e Mesolcina sto vegnir augmentada. En las regiuns Heinzenberg, Hinterrhein, Untervaz e Puschlav perencunter vegn la prelevaziun reducida. Il plan da prelevaziun per tut il chantun munta a 4'210 tschiervs (2002: 4'175).

Dapi l'onn 1992 è protegì il tschierv cun curuna da domaduas varts. Durant quests 11 onns han profità divers tschiervs chapitals da quella protecziun. La protecziun dal tschierv cun curuna da domaduas varts ha chaschunà la protecziun da singuls taurs-tschierv ferms, in augment da tals en la classa d'amez ed en la classa veglia sco per exempel tar il buc-chamutsch n'è però betg capitada. Per quai èn decisivs plirs motivs. En spezial sto vegnir menziunà l'expansiun dal temp da chatscha durant la chatsch'auta da 17 a 21 dis, l'augment dals butins tar il tschierv cun curuna d'ina vart sco er las schluppettadas fallidas da mintg'onn da tschiervs cun curuna da domaduas varts. Ultra da quai resta da constatar ch'il butin da la chatsch'auta dals taurs-tschierv è restà constantamain aut, malgrà questas mesiras da protecziun.

Suenter la chatscha da l'onn passà ha l'uffizi da chatscha e pestga fatg examinaziuns cun la metoda da la glimatura dals dents vi da divers tschiervs pli vegls. Questas examinaziuns han mussà ch'ils tschiervs en il chantun Grischun vegnan pli vegls che supponì en general. Tschiervs pon senz'auter vegnir 15 onns ed en cas excepziunals fin 20 onns vegls. Sin basa da la situaziun da la selvaschina disgraziada che vegn observada precis dapi onns na datti nagin basegn urgent da cumenzar cun la chatscha dal tschierv cun curuna da domaduas varts gia l'atun che vegn. A medem mument vali però er da realisar adequatamain las enconuschientschas gudagnadas. La planisaziun da chatscha tar ils tschiervs sto vegnir concepida uschia ch'in dumber grond avunda da taurs-tschierv po crescher e sa sviluppar en la classa veglia. Sin basa da ponderaziuns da la biologia da selvaschina na dastga la quota da tschiervs madirs da la populaziun totala en nagin cas vegnir periclitada d'intervenziuns da chatscha. Il fatg che tschiervs pon vegnir en Grischun pli vegls che supponì fin ussa e la quota anc adina pitschna da taurs-tschierv da la classa d'amez e da la classa veglia pretendan perquai ina strategia precauta. Il dar liber dal tschierv cun curuna da domaduas varts dastga perquai succeder mo cun restricziuns e sto - schizunt tar in dar liber mo per dis - vegnir accumpagnà da mesiras da cumpensaziun. La fixaziun da quellas mesiras da cumpensaziun pretenda tenor l'avis da la regenza ina vasta discussiun da la politica da chatscha. Quella n'è anc betg vegnida fatga en la dimensiun necessaria. Perquai resta il tschierv cun curuna da domaduas varts protegì per quest onn. Quai è er raschunaivel perquai che la nova regulaziun dals asils da selvaschina, previsa per quest onn, è vegnida spustada per in onn ed il concept cumprovà cun dapli, ma pli pitschens asils da selvaschina po pervi da quai vegnir realisà pir l'onn che vegn en tut ils districts da chatscha.

Adattaziuns da la limita d'autezza tar la chatscha da chamutschs

En il rom dal concept per la chatscha da chamutschs da l'onn 1990 è il squitsch da chatscha vegnì augmentà cleramain per la chatscha da chamutschs en la zona da guaud. Tenor las limitas d'autezza fixadas en las prescripziuns da chatscha valan latiers per la chatscha da chamutschs en la zona da guaud da princip mesiras da protecziun main severas che per la zona alpina. En diversas regiuns cun ina pitschna part da zona alpina èn ils effectivs da chamutschs en la zona da guaud vegnids reducids fermamain ils onns passads. Quai vala cunzunt per il district da chatscha XI (Herrschafti-Prättigau). Cun l'adattaziun da la limita d'autezza vegn reducì il squitsch da chatscha sin ils chamutschs per la gronda part da quel district da chartscha. En il district da chatscha X (Suot Tasna-Ramosch) sto perencunter - areguard la situaziun dals donns da selvaschina - vegnir augmentà il squitsch da chatscha sin ils chamutschs che vivan en la zona da guaud dal territori da Ftan. Quai capita er tras in'adattaziun da la limita d'autezza correspundenta. Ins ha però er correspundì a la dumonda giustifitgada da l'uniun grischuna da chatschaders da patenta che ha en mira da reducir in pau il squitsch da chatscha sin las stetgas en tut il Grischun.

Raffinaziun da la basa da calculaziun per il plan da reducziun dals chavriels

Las disposiziuns per la chatscha da chavriels na survegnan naginas midadas. Perencunter vegn puspè raffinada la basa da calculaziun per il plan da prelevaziun d'ina regiun. Cunzunt tegnan ins pli ferm quint da las differenzas regiunalas tar il squitsch da chatscha sin il buc-chavriel. Uschia pon las realitads regiunalas vegnir resguardadas anc meglier en il rom dal plan da prelevaziun.

Dar liber il portg selvadi en tut il Grischun

En la Val Mesauc vegnan sajettads gia dapi divers onns portgs selvadis ch'immigreschan nà dal Tessin. L'enviern passà èn er vegnids observads portgs selvadis en divers lieus da la Val dal Rain songagliaisa. Quai è il resultat da la multiplicaziun intensiva dals portgs selvadis en tut la Svizra nordorientala ed orientala. Pia sto er vegnir quintà cun in'immigraziun da singuls animals en il Grischun dal nord. Per prevegnir da bell'entschatta a donns da selvaschina sproporziunads e per far enconuschent questa chatscha pretensiusa als chatschaders grischuns vegnan da nov dads libers a la chatscha ils animals betg purtants en l'entir chantun.

La chatscha bassa - controlla precisa e conscienta da la responsabladad dals effectivs da selvaschina

Er ils effectivs da lieurs, giaglinas da draussa ed urblaunas vegnan survegliads dapi onns. Questas spezias han perquai er effectivs constants e buns. Abitadis centrals impurtants da questas spezias èn ultra da quai protegids tras asils da selvaschina ed uschia privads da la chatscha. La planisaziun da chatscha fa pia er effect en il sectur da la selvaschina da chatscha bassa.

Gremi: uffizi da chatscha e pestga dal Grischun

Funtauna: rg uffizi da chatscha e pestga dal Grischun

Data: 25.06.2003