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Die Firma i4i, die Microsoft wegen einer Patentverletzung in der Textverarbeitung 'Word' eingeklagt hat und in erster Instanz gewann
erhebt in einer neuen Eingabe an die zweite Instanz massive Vorwürfe gegen Microsoft.
Microsoft habe bereits 2000 und 2001 gewusst, dass XML ein ungeheuer wichtiger Standard werden würde ("XML Revolution") und versucht, für Word einen Editor für XML zu schreiben. Sei aber damit gescheitert und habe dann gegenüber einem Grosskunden die von i4i patentierte Methode als "den einfachsten Weg" bezeichnet, um kundenspezifische XML-Files herstellen zu können. Microsoft bezeichnete damals i4i als "Partner".
Später habe Microsoft die Technologie von i4i dann aber selber in 'Word 2003' und 'Word 2007' eingebaut und damit i4i den Weg in den Massenmarkt versperrt. Ein Microsoft-Manager habe schon 2001 in einem E-Mail geschrieben: "Wenn wir gut arbeiten, brauchen wir das Produkt von i4i nicht".
Microsoft war in erster Instanz zu einer Busse von gegen 300 Millionen Dollar verurteilt worden. Wichtiger noch: Die erste Instanz verbot Microsoft 'Word' zu verkaufen, solange darin patentierte Technologie von i4i verwendet wird. Da 'Word' ein wichtiger Teil von 'Office' ist und das Büropaket wiederum für Microsoft extrem ertragreich ist, wäre der Schaden für Microsoft riesig, falls sich der Kläger auch in der zweiten Instanz durchsetzt.
'The Register' hat die Eingabe von i4i für Anhänger der Juristerei online gestellt
. Interessant wird es ab Seite 32. (hc)