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Höhlentiere
Leben im Dunkeln
Tiere, die in Höhlen hausen, werden je nach Anpassungsgrad und Aufenthaltshäufigkeit in drei Gruppen eingeteilt.
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Wer sich in hintere Bereiche von Höhlen begibt, kann sich an diesem Ort kaum tierisches Leben vorstellen. Es gibt aber Tiere, die hier ihren Lebensraum gefunden haben. Man nennt sie Echte Höhlentiere (Troglobionte Fauna). Eines der bekanntsten ist der Grottenolm, der in unterirdischen Gewässern lebt. Er hat zwar Augen, aber diese sind unter der Haut verborgen, da er sie nicht braucht. Er hat dafür einen hervorragenden Tast- und Geruchssinn. Weil er im Dunkeln lebt, ist er pigmentlos und hat eine weisse, glatte Haut.
Es gibt aber auch Höhlentiere, die nur kurz in den Höhlen verweilen. Einige von ihnen sind in deren Eingangsbereichen anzutreffen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind dort relativ konstant. Meistens erfüllt die Höhle für sie in ihrem Lebenszyklus einen bestimmten Zweck. So kommen einige Arten zur Nahrungsaufnahme, zur Fortpflanzung oder zum Überwintern in die Höhle. Man nennt diese Gruppe Temporäre oder Höhlenliebende Bewohner (Troglophile Fauna). Ein Beispiel dafür ist die Kleine Hufeisennase, eine kleine Fledermausart.
Dann gibt es noch die sogenannten Höhlengäste (Trogloxene Fauna). Diese Tiere sind meist flüchtige Besucher im Eingangsbereich und können nicht auf Dauer in den Höhlen verweilen. Zu ihnen zählen beispielsweise Feuersalamander und Schlupfwespen. Oft geraten sie rein zufällig in eine Höhlung, beispielsweise durch einen Fall in eine Spalte oder einen Schacht. Höhlengäste können in solchen Fällen nicht lange überleben und sterben alsbald. Somit sind sie im unterirdischen Lebenszyklus nur Nahrung für die beiden anderen Gruppen.