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Zum Schutz bestimmter Bezeichnungen vor Missbrauch und Täuschung und somit zur Förderung von Qualität und Absatz hat der Bundesrat folgende Vorschriften über die freiwillige Kennzeichnung von landwirtschaftlichen Qualitätserzeugnissen und deren Verarbeitungsprodukten erlassen:
- Die Bio-Verordnung legt die Anforderungen an die Produktion, Verarbeitung, Verpackung, Einfuhr, Kennzeichnung und Kontrolle von Bio-Produkten fest.
- Die Berg- und Alp-Verordnung schützt durch entsprechende Mindestanforderungen an die Herkunft und die Herstellung die Begriffe „Berg“ und „Alp“ vor Missbrauch.
- Die Geflügelkennzeichnungsverordnung verfolgt dasselbe Ziel in Bezug auf die Verwendung bestimmter Hinweise auf die Geflügelhaltung wie zum Beispiel „Auslaufhaltung“ oder „Freilandhaltung“.
- Mit dem Register der Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOP) und geografischen Angaben (GGA/IGP) werden zudem Gebietsnamen und traditionellen Bezeichnungen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Wein ausgenommen) geschützt, deren Qualität und Haupteigenschaften durch ihre geografische Herkunft bestimmt werden.
Für bestimmte tierische Erzeugnisse, die mit in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden erzeugt wurden, hat der Bundesrat zudem in der Landwirtschaftlichen Deklarationsverordnung obligatorische Deklarationsvorschriften für die Abgabe an die Konsumentinnen und Konsumenten festgelegt. Deklarationspflichtig sind:
- Fleisch, das unter Verwendung bestimmter hormoneller oder nichthormoneller Leistungsförderer erzeugt wurde;
- Kaninchenfleisch aus in der Schweiz nicht zugelassener Haltungsform, sowie
- Eier und Eierzubereitungen aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung.