Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/2817

|Tokio 1964

Anzahl Länder: 59
Olympische-Disziplinen: 136
Total Athleten: 4’104
Frauen: 390
Männer: 3’714
|RANGLISTE|
|1° USA||36||26||28|
|2° UDSSR (wir verwenden die aktuellen Russland-Farben)||30||31||35|
|3° Japan||16||5||8|
|37° Brasilien||0||0||1|
BRASILIANISCHE MEDAILLENGEWINNER
|DISZIPLIN||GEWINNER|
|Basketball Männer||Bispo dos Santos, Edson Braun, Friedrich Wilhelm, De Toledo Machado Sergio, De Souza Carmo, Domingo Massoni Carlos, Edvar Simoes JoséMarques Wlamir, Mirshawska Victor, Pasos Amaury Antonio, Pereira Ubiratan, Maciel, Salvador Sucar Antonio, Schall Jatyr Eduardo|
Brasilianische Delegation 1964
Anzahl Athleten: 68 (67 Herren und 1 Dame)
Dies war die erste Olympiade auf dem asiatischen Kontinent. Trotz sichtbarer Trümmer aus dem Zweiten Weltkrieg wollten die Japaner der Welt beweisen, dass sie sich von der militärischen Niederlage erholt hatten. Die grössten Investitionen wurden für den Bau von Gymnasien und Sportarenen verwendet – ausserdem verbesserte man den öffentlichen Transport der Stadt.
Tokio hatte den Zuspruch für die Organisation der Spiele gegen Detroit, Wien und Barcelona erhalten. Die USA war eins der Länder, die finanziell am meisten zu dieser Organisation beitrugen, nachdem Tokio den Zuspruch bekommen hatte.
Die Japaner begannen damals mit der Benutzung elektronischen Einrichtungen an den Pools, welche die Zeiten der Schwimmer chronometrisierten. Bis dato hatte man diese Messungen noch mit der Uhr in der Hand durchgeführt. Tokio war auch das Debüt des olympischen Volley-Balls – dem ersten Kollektiv-Sport, der von Frauen bestritten wurde – und des Judo.
Nicht vertreten waren in Tokio die Länder Südafrika (ausgeschlossen wegen seiner Apartheid), China (wegen seiner Invasion von Taiwan), Indonesien (wegen eines Boykotts gegen Israel) und Nord-Korea.
Die einzige brasilianische Medaille wurde von der Männer-Equipe im Baskett gewonnen – die Bronzemedaille, hinter den USA und der Sowjetunion. Aída dos Santos belegte einen Vierten Platz in der Leichtathletik.
Der Äthiopier Abebe Bikila wurde der erste Zweifach-Champion im olympischen Marathon – dazu ein Detail: nachdem er sich sechs Wochen zuvor einer Blindarmoperation hatte unterziehen müssen! Imre Polyak errang sich seine erste Goldmedaille im griechisch-römischen Stil – in den drei Olympiaden zuvor war er stets Zweiter gewesen.
Die schwedischen Ruderer Lars Gunnar Kall und Stig Lennart Kall bekamen vom IOC den “FairPlay-Preis“ zuerkannt, weil sie zwei anderen Wettkämpfern zu Hilfe eilten, als deren Boot unterzugehen drohte.
Auf dem Medaillen-Spiegel kehrten die Nordamerikaner den Spiess diesmal um – sie hatten während der zurückliegenden vier Jahre grosse Anstrengungen gemacht und trainiert, um die Russen endlich zu schlagen: Dies war der erste Gesamtsieg der USA nach drei Olympiaden gegen die scheinbare Übermacht der Sowiets – diese fielen auf Platz Zwei zurück. Japan wurde Dritter.
Mit seiner Bronzemedaille im Baskett landete Brasilien auf dem 39. Platz.
Das olympische Feuer wurde vom japanischen Athleten Yoshinori Sakai entzündet, der in Hiroshima am gleichen Tag geboren wurde, als die amerikanische Atombombe auf die Stadt fiel.
Aída dos Santos
Die brasilianische Athletin kam ohne Trainer nach Tokio und wurde während ihres Trainings vom peruanischen Weitspringer Roberto Abugatas orientiert. Trotzdem zeigte die Brasilianerin eine anerkennenswerte Leistung mit ihrem Vierten Platz.