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Eigentümlichkeiten und Modifikationen der englischen
Sprache
[* 5] in
Amerika. Sie bestehen ihrem
Wesen nach
in der
Aufnahme altenglischer Provinzialismen in den allgemeinen Sprachgebrauch und in der Anwendung von
in
England veralteten Wörtern; ferner darin, daß alten englischen Wörtern neue Bedeutungen beigelegt werden, oder daß
umgekehrt die alte Bedeutung eines
Worts, welche in
England inzwischen einer andern gewichen ist, beibehalten wird; endlich
in der veränderten
Aussprache der
Wörter (besonders in Bezug auf Accentuation), in derAufnahme fremder
Ausdrücke und in der
Bildung ganz neuer
Wörter.
Die dialektischen Besonderheiten, unter denen die von
Neuengland sich am weitesten verbreiteten, sind noch jetzt nicht ganz
verschwunden. Von
Neuengland ging auch der sprachliche Einfluß der
Puritaner aus, der sich durch eine
Neigung zu Nasallauten
kundgibt. Die näselnde
Aussprache (nasal twang) ist ganz allgemein geworden und macht es in der
Regel
leicht, sogar den gebildeten Amerikaner von dem
Engländer an der
Aussprache beinahe sofort zu unterscheiden. Mit der
Bildung
neuer Wortformen ist der Amerikaner schnell fertig, obwohl sie oft aller
Grammatik spotten (wie walkist, Fußgänger; singist,
Sänger, etc.) und zum Teil ebenso schnell wieder vergessen werden,
wie sie entstanden.
Auch die
Namen der Unionsstaaten sind meist indianischen Ursprungs. Außer diesen Wortverschiedenheiten hat die angloamerikanische
Sprache gewisse
Abweichungen in der Satzbildung und namentlich in den Redensarten (z. B. I guess, I reckon
für I believe; platform, s. v. w.
Programm), die indessen mehr provinzieller
Natur sind. Dagegen sind die zahlreichen allgemein
gebräuchlichenAbkürzungen langer
Substantive und Adjektive (z. B. rebs für rebells, secesh
für secessionist,
repubs für republicans etc.) für den angloamerikanischen Sprachgebrauch sehr charakteristisch.
Auch in der
Orthographie finden einzelne
Abweichungen statt, wie z. B. das u in der Ableitungssilbe our in
Amerika meistens
weggelassen und favor für favour u. dgl. geschrieben
wird.
Stadt in der niederländ.
ProvinzUtrecht,
[* 20] an der
Eem,
Knotenpunkt an der
EisenbahnUtrecht-Kampen, hat 1 kath.
Seminar, 1
höhere Bürgerschule, 3 prot. und 2 kath.
Kirchen (darunter die schöne Liebfrauenkirche mit 95 m hohem
Turm),
[* 21]
Tabaks-
und Baumwollfabrikation, lebhaften Transithandel und (1883) 14,182 Einw.
(darunter etwa 6000 Katholiken). Amersfoort ist Geburtsort von Oldenbarneveld (s. d.).
Zwischen Amersfoort und
Utrecht erheben sich die AmersfoorterBerge, eine 7 km lange
Reihe von Sandhügeln, wahrscheinlich Überreste
einer ehemaligen Dünenkette, die einen alten Meerstrom bezeichnen.