Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03387.jsonl.gz/399

02.
Der neue Klassiker?
Am Samstag unternimmt Skorpion Emmental Zollbrück den nächsten Versuch, einen nationalen Titel zu gewinnen. Obwohl die Jets vor 14 Tagen das letzte Direktduell verloren haben, sind sie leicht zu favorisieren. Das Spiel ist aufgrund der Vorgeschichte der letzten Monate der aktuell logische Final der beiden stärksten Frauen-Unihockeyteams.
Ähnlich wie im Derby zwischen dem HCR und GC bei den Männern, gibt es beim Cupfinal der Frauen einige brisante Vorgeschichten. Nur gerade eine Woche ist es her, als die Fliegerinnen sich im Fernduell um Haaresbreite den Quali-Sieg sicherten. Ein 22:1 gegen die Riders brachte die nötigen Tore, um die Skorps (14:1 gegen Zug) in letzter Sekunde noch zu überflügeln. Vor zwei Wochen fand das Direktduell der beiden Spitzenteams statt, hier hatten die Emmentalerinnen dank früher Drei-Tore-Führung noch die Nase vorn. Zuvor gewannen die Jets unter anderem den Superfinal und den Halbfinal des Supercups.
Ein guter Start wird für die Skorps also besonders wichtig sein - bei ihrer ersten Teilnahme an einem grossen Finalspiel vor knapp einem Jahr rannten sie über weite Strecken einem Rückstand hinterher. In einem engen Abnützungskampf damals mit je nur zwei eingesetzten Linien ein kleiner, aber wesentlicher Vorteil für die Jets. Auch die grössere nationale und internationale Erfahrung und die Kadertiefe, speziell in der Offensive, spricht eher für die Zürcherinnen. Nicht weniger als acht Spielerinnen haben in dieser Saison 10 oder mehr NLA-Tore geschossen, das Duo Hintermann/Mischler ist das derzeit gefährlichste Angriffspaar im Schweizer Frauen-Unihockey. Es kann somit erwartet werden, dass die Jets mit drei, die Skorps hingegen eher mit zwei Linien starten werden. Dies dürfte das Spiel insgesamt etwas offener gestalten, wobei sich die Fliegerinnen um viel Ballbesitz und kontrollierten Spielaufbau bemühen dürften.
Trotz der "Wiederauferstehung" von Piranha im Verlauf der Saison - die Bündnerinnen hatten bis zum vorletzten Spieltag ebenfalls gute Chancen darauf, die Qualifikation auf dem ersten Platz abzuschliessen - ist das Duell zwischen den Jets und den Skorps ein logischer Final. Mit dem bisher noch ungestillten Titelhunger der Emmentalerinnen ist ihnen die Rolle des Herausforderers klar zugeteilt. Sollten sie scheitern, nehmen sie in den eine Woche später startenden Playoffs einfach den nächsten Anlauf. Die Jets bleiben der Ligakrösus, die namhaften Abgänge im letzten Sommer sind mittlerweile schon fast vergessen. Zürich gegen Bern ist auch das Duell der aktuellen Hochburgen im Schweizer Unihockey und hat zumindest bei den Frauen in der Paarung zwischen den Skorps und den Jets das Potenzial zum neuen Final-Klassiker. Der Kanton Graubünden, 2020 noch mit vier Teams in der Wankdorfhalle vertreten, fehlt dieses Jahr hingegen gänzlich.
Mobiliar Unihockey Cup-Final Frauen
Samstag, 26. Februar
Kloten-Dietlikon Jets - Skorpion Emmental Zollbrück
14:30 Uhr - Wankdorfhalle, Bern