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Der Zürcher Gemeinderat bewilligte mit 70 zu 16 Stimmen bei 31 Enthaltungen einen Nachtragskredit von 13,1 Millionen für die laufende Sanierung von Kongresshaus und Tonhalle. Gründe für den Zusatzkredit waren laut diversen Medien unter anderem eine schlechte Bausubstanz, unerwarteter Mehraufwand wegen des Denkmalschutzes und «Planungsunschärfen». Dabei hatten die vom Volk 2016 bewilligten 165 Millionen Franken nicht ausgereicht. Von den rund 13 Millionen sollen 9,4 Millionen in Instandsetzungsarbeiten fliessen und 3,7 Millionen als Entschädigung an die Tonhalle wegen der Verschiebung der Eröffnung um ein halbes Jahr auf März 2021.
Offenbar ist es nicht das erste Mal, dass das Budget bei der Renovation des Kongresshauses nicht eingehalten wurde. In den 1980er-Jahren beliefen sich die Kosten für die Sanierung nicht auf 40, sondern auf 65 Millionen Franken. Dieses Debakel kostete damals einem Zürcher Stadtrat sein Amt.
Zustande kam dann der Zusatzkredit dank einem Kompromiss, den die linken Parteien erarbeitet hatten: Die 9,4 Millionen für die Instandsetzung werden laut dem «Tages Anzeiger» hälftig aufgeteilt, in einen Investitionsbeitrag und in ein verzinsliches, rückzahlbares Darlehen an die Kongresshausstiftung, falls weitere Reserven benötigt werden.
Vieles im Kongresshaus soll nach der Wiedereröffnung im Jahr 2021 wieder so aussehen wie im 19. Jahrhundert. Vor allem soll die Terrasse in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Sie wird seit den 1980er-Jahren mit dem schwarzen Panorama-Saal verstellt. (MICE-tip)