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Um 1880 zeichnet Heinrich Keller von der Weid aus ein detailgetreues Panorama der Stadt Zürich, das ein ländlich anmutendes, locker bebautes Stadtgebiet zeigt. Bereits sind jedoch auch Zeugen des Fortschrittes sichtbar. Die Strecke der Schweizerischen Nordostbahn verläuft auf einem mächtigen Damm und über ein Viadukt über die Limmat nach Oerlikon und weiter bis nach Romanshorn. Am Rand der dicht bebauten Zürcher Innenstadt ist das Portal des 1870 fertig gestellen Hauptbahnhofes sichtbar. Industriegebäude mit hohen Kaminen sind über das ganze Stadtgebiet verteilt. In Wipkingen bezieht die Stadtmühle Elektrizität vom Flusskraftwerk beim Unteren Letten.
Ausschnitt aus: Südliche Aussicht von der Weid bei Zürich, Heinrich Keller, 1880
Im Hintergrund des Panoramas ist die atemberaubende Bergkulisse des Alpenrandes sichtbar und verweist auf die Bedeutung von Panoramen als touristische Souvenirs. Aus heutiger Sicht ist die Darstellung ein wichtiges Zeugnis der Siedlungs- und Landschaftsentwicklung der Stadt Zürich.
Das wunderschöne 13 x 89 cm grosse Panorama von Heinrich Keller hat die Signatur K 690326 und kann im Lesesaal Sammlungen und Archive der ETH Bibliothek eingesehen werden.
Informationen zu Heinrich Keller findet man im Lexikon zur Kunst in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.