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Amselfeld,
serb. Kosovo polje, eine 52 km lange und 22 km breite, gut bevölkerte Hochebene im türk. Serbien [* 2] (Wilajet Kosovo), ein alter Seeboden (Seehöhe in der Mitte an 550 m). Die Gewässer sammelt die Sitnica, zum Stromgebiet der Morava gehörig. Südlich vom Becken ragt das hohe Schargebirge empor, durch das der Paß [* 3] von Kačanik die Verbindung nach Macedonien vermittelt. Die Landschaft diente als Knotenpunkt wichtiger Straßen oft als Schlachtfeld. Berühmt ist die Schlacht am Sankt [* 4] Veitstage (serb. Vidov dau), zwischen dem Sultan Murad I. und dem serb. Fürsten Lazar mit bosn. Hilfstruppen. Ein serb. Edelmann Milosch drang bis zum Sultan vor und ¶
forlaufend
stieß ihn nieder; sofort wurde Murads Sohn Bajezid I. zum Sultan proklamiert, der die Schlacht alsbald gewann. Lazar fiel in Gefangenschaft und wurde nebst vielen Edelleuten enthauptet. Eine spätere Sage schreibt die Niederlage dem Verrat des Schwiegersohnes Lazars, dem serb. Teilfürsten Wuk Brankowitsch zu. Eine zweite Schlacht fand ebendort statt, als der ungar. Reichsverweser Johs. Hunyady ohne Einverständnis mit dem damaligen Serbenfürsten Georg Brankowitsch durch Serbien gegen die Türken zog. Hunyady erlitt eine vollständige Niederlage, wurde auf der Flucht gefangen und erst nach langem Verhandlungen freigelassen.