Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03637.jsonl.gz/329

Die Böden der Linthebene sind aufgrund ihrer natürlichen Entstehung nach dem Rückzug der Gletscher der letzten Eiszeit sehr feinkörnig (schwere Lehmböden) oder ausgedehnt torfig. Solche Böden sind in der Regel bis an die Oberfläche weitgehend wassergesättigt, was keine intensive Landwirtschaft erlauben würde. Mit dem systematischen Entzug von überschüssigem Wasser aus den obersten Bodenschichten mittels Drainagen kann das Land als intensives Grünland, im Ausnahmefall auch für den Ackerbau genutzt werden.
Im gesamten Beizugsgebiet von 4'272 ha sind rund 2'300 ha drainiert, das heisst, mit Entwässerungsleitungen in regelmässigen Abständen durchzogen. Die Leitungen aus Ton liegen optimalerweise in einer Tiefe von rund 1.00 m bis 1.50 m und münden schliesslich in den offenen Gräben, von wo das überschüssige Wasser Richtung Zürichsee abgeleitet wird.
Draiangeleitungen werden durch den Eintrag von Feinanteilen mineralischer Böden und durch die Zersetzungsprodukte bei der Mineralisierung der Torfböden unterschiedlich schnell und stark verstopft und büssen dadurch ihre Funktion ein. Folge davon können nach einigen Jahren Wiedervernässungen des landwirtschaftlich genutzten Landes sein. Um dies zu verhindern oder zu beheben, werden die Sauger- und Sammelleitungen bei Bedarf mit Hochdruck gespült. Das Spülintervall der Leitungen liegt je nach Bodenbeschaffenheit im Bereich von 10 bis 15 Jahren.