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© ESA
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Eine sichere Erforschung und Nutzung des Weltraums erfordert eine systematische Weltraumüberwachung. Diese ist insbesondere von Bedeutung, da wir zunehmend Anwendungen und Dienste sowohl für wissenschaftliche als auch für kommerzielle Zwecke nutzen, welche auf weltraumgestützter Infrastruktur basieren. Mit Space Situational Awareness (SSA) hat die Europäische Weltraumorganisation ESA Ende 2008 ein Programm zur Weltraumüberwachung lanciert mit dem Ziel, den sicheren Zugang zum Weltraum sowie dessen Nutzung zu gewährleisten. Dabei geht es auch um die Erfassung möglicher Bedrohungen für Infrastruktur im Weltraum oder am Boden sowie für die Bevölkerung.
Die Vielzahl an Raumfahrtaktivitäten führt zu einer Zunahme an Objekten, welche die Erde umkreisen. Es wird geschätzt, dass nur ca. 6% der katalogisierten Objekte operationelle Satelliten sind. Der ganze Rest sind Fragmente aus Raketenoberstufen, Kollisionen, Explosionen, etc., welche entweder unbekannt oder auf Grund ihrer geringen Grösse schwierig bis gar nicht zu detektieren sind. Der erste Unfall zweier Satelliten ereignete sich am 10. Februar 2009 auf einer Höhe von 776 km über Sibirien. Dabei kollidierte ein privater amerikanischer Kommunikationssatellit mit einem russischen Militärsatelliten mit einer relativen Geschwindigkeit von 11,7 km/Sekunde.
Bei der Beurteilung der Weltraumlage spielt auch das Weltraumwetter eine Rolle. Nebst faszinierenden Polarlichtern in der Ionosphäre kann stürmisches Weltraumwetter die empfindliche Bordelektronik und die Solarzellen von Satelliten beschädigen. Ionosphärische Ströme stellen auch für die Infrastruktur am Boden, wie z.B. Hochspannungsnetze oder Stromverteilerzentralen, eine Bedrohung dar. Weiter werden durch Unwetter im Weltraum moderne Navigations- und Kommunikations-Systeme empfindlich gestört und in ihrer Funktion eingeschränkt.
Auch Schweizer Firmen und Forschungsinstitute sind in das SSA Programm involviert. Sie verfügen über Know-how im Bereich Technologieentwicklungen, Software- und Hardware-Entwicklungen, über astronomische Forschungskompetenzen zur optischen Beobachtung von erdnahen Objekten (Weltraumtrümmer) und Satelliten sowie zur Erforschung des Weltraumwetters.
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