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Gründung des Kremationsvereins Luzern
Als am 19. Oktober 1926 die 70 Gründungsmitglieder den heutigen Kremationsverein aus der Taufe hoben, lag nicht allein der Gedanke der Verbreitung der Feuerbestattung als Gründungsziel im Vordergrund. Der damalige Name des Vereins, „Vereinigung zur Ermöglichung der Feuerbestattung“, verdeutlicht die Zielvorstellung klar. Die Kosten für die Kremation waren zu dieser Zeit für den einzelnen gewöhnlichen Bürger kaum bezahlbar. Kollektiver Zusammenschluss, verbunden mit solidarischer Leistung, ermöglichte den Mitgliedern die Kremation. Hauptzweck des ideellen, konfessionell und politisch neutralen Vereins war von Anfang an die Förderung und die Übernahme der Kosten der Kremation. Viel Mut und Ausdauer legten die Gründer damals in der Öffentlichkeit an den Tag. Jahrelang haben sie und ihre Nachfolger versucht, mit wenig Geld den Auftrag gemäss den Statuten zu erfüllen. Erst in den Nachkriegsjahren mit der Einführung eines gestaffelten Eintrittsgeldes und 1954 mit der Pauschalmitgliedschaft erholten sich die Finanzen. Der heutige Verein ist auf einem soliden finanziellen Fundament aufgebaut. Die Organisation ist klar, die Instrumente sind flexibel und entsprechen den Anforderungen unserer Zeit. Bis 1963 bewegte sich der Mitgliederbestand während Jahrzehnten um die Tausend. In den Jahren danach verdoppelte sich die Mitgliederzahl, nachdem den Katholiken die Kremation bewilligt wurde. Heute wollen die Mitglieder ihre Bestattung zu Lebzeiten selber klar regeln und sie erhalten damit für sich und ihre Angehörigen Schutz vor unvorhergesehenen oder zu hohen Kosten im Todesfall.