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Eine Analyse der kantonalen Statistik weist Freiburg als einen Kanton der Zweisprachigen aus. Bezirke mit vielen Deutschsprachigen beherrschen eher beide Amtssprachen.
Jeder zwanzigste Freiburger bzw. jede zwanzigste Freiburgerin, also 5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, versteht sich als zweisprachig. Schweizweit definieren sich jedoch nur 2 Prozent der Menschen als bilingue. Im Kanton Freiburg geben 64 Prozent Französisch als ihre Hauptsprache an, 22 Prozent verstehen sich als deutschsprachig. Dies zeigt eine Analyse des kantonalen Amts für Statistik auf der Grundlage der aktuellen Zahlen des Bundes. Anlass für die Publikation ist der Tag der Zweisprachigkeit vom 24. September.
Wie das Amt weiter schreibt, ist Französisch auch bei der Arbeit für 62 Prozent der Bevölkerung die Hauptsprache, während 16 Prozent in einem rein deutschsprachigen Umfeld arbeiten. Jede fünfte Person gibt in der Strukturerhebung an, in einem zweisprachigen Arbeitsplatz tätig zu sein.
Weniger Zweisprachige im Süden
Deutlich zeigt sich: Die Menschen in den Bezirken mit einem hohen Anteil Deutschsprachiger sind eher zweisprachig. Je französischsprachiger und je südlicher ein Bezirk liegt, desto geringer ist die Zahl der Zweisprachigen. In Zahlen: 7,7 Prozent der Erwachsenen im See- und 6,2 Prozent jener im Sensebezirk definieren sich als zweisprachig, gefolgt von jenen im Saanebezirk. Die tiefsten Werte weisen mit rund 2,7 Prozent die Bezirke Vivisbach, Greyerz und Glane auf.
Des Weiteren ergeben die Zahlen, dass der Anteil der offiziell Zweisprachigen mit dem Alter steigt und bei den Pensionierten den höchsten Stand erreicht. Unter den Schülerinnen und Schülern besuchen auf Gymnasialstufe 20 Prozent den Unterricht zweisprachig.