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Bei einer Flat-Tax ohne jeglichen Ausnahmen würden vorab die Einkommen des unteren Mittelstandes profitieren. Sie sind es nämlich, die heute die grösste Steuerlast tragen müssen.
Wer ein Haus besitzt oder selbständig ist, kann diverse Abzüge geltend machen und profitiert vom momentanen System der tausend Ausnahmen. Dies sind oft Leute mit einem höheren Einkommen.
Leute mit tiefen Einkommen profitieren heute von diversen Transferzahlungen (Krankenkassenverbilligung, tiefere Kita-Tarife, je nach dem Stipendien).
Das Problem ist, dass für viele Familien, die zwischen 60'000 und 100'000 Franken verdienen, ein höheres Einkommen gar nicht rentiert, weil sie alles was sie dazu verdienen, gleich wieder verlieren. (Höhere Steuern, keine Vergünstigungen mehr). Das betrifft insbesondere junge Familien, wo die Eltern beide Teilzeit arbeiten möchten.
Wenn es eine Flat Tax ohne jegliche Ausnahmen gäbe, würde der Staat soviel an Verwaltungkosten sparen, dass er weniger Steuern erheben müsste. Mit einem hohen Freibetrag könnten zudem gewisse Transferzahlungen und progressive Tarife abgeschafft werden.
Am Schluss würden alle profitieren: Die kleinen Einkommen zahlen keine Steuern mehr, die mittleren Einkommen weniger und die Leute mit hohen Einkommen können sich ihre teuren Steuerberater sparen.