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"Es war immer jemand für mich da“
Renante P. Lazarte wurde in der philippinischen Stadt Cagayan de Oro City geboren.
Sein Vater arbeitete als Schiffsbelader im internationalen Hafen der Stadt, seine Mutter war Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft. Obwohl die Familie nur zwei Kinder hatte, war sie sehr arm. Das Geld reichte gerade einmal für die Wohnung, das Essen und die nötigste Kleidung. Ein Schulranzen für die Kinder? Das war zu teuer. „Meine Mutter hat mir einen hübschen Beutel aus Sackstoff genäht, aber als ich damit in die Schule kam, haben mich die anderen Kinder verspottet“, erinnert sich Renante. „Die ersten Jahre meines Lebens waren sehr hart und entbehrungsreich“, sagt der 33-Jährige. Das änderte sich an dem Tag, als er einen Platz in der Heimstatt in Minglanilla bekam. „Anfangs wollten mich meine Eltern nicht gehen lassen, aber die Schwestern konnten sie überzeugen, dass die Ausbildung wichtig ist und mir sehr helfen würde.“
Vier Jahre lang war Renante Mitglied der St. Paul-Familie. „Die Freundschaft unter uns Kindern war grenzenlos. Ob in Krankheit oder Gesundheit, in traurigen oder fröhlichen Zeiten, es war immer jemand für mich da, der mich unterstützt und mir geholfen hat. Spaß und Abwechslung fand er beim Musizieren mit der Banduria, einer Art spanischer Mandoline, und in der Bibel-Quizgruppe, mit der er einige Preise gewann.
Wenige Monate nach dem Abschluss fand Renante eine Stelle als Assistent an der Capitol Universität, wenig später begann er dort ein Studium zum Wirtschaftsprüfer. „Die erste Zeit an der Uni war ziemlich anstrengend“, erinnert sich Renante. Er hatte kaum Geld, musste viel arbeiten und sehr viel lernen – oft mit leerem Magen. „Aber ich habe durchgehalten und meinen Abschluss gemacht“, sagt der diplomierte Wirtschaftsprüfer und strahlt. Dabei unterstützt hat ihn seine Frau Jogie, die er in der Unibibliothek kennengelernt hat. „Ich wollte sie unbedingt heiraten, aber dafür musste ich zuerst mein Diplom machen. Natürlich hat mich das motiviert, noch mehr zu lernen.“ Heute sind Renante und Jobie glücklich verheiratet und haben zwei Kinder, Nathaniel und Beatrice.
Seit nunmehr zehn Jahren arbeitet der Familienvater bei einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Cagayan de Oro. Rückblickend auf seine Zeit in der Heimstatt sagt Renante: „Das Angebot der Schwestern Maria ist ein Geschenk des Himmels. Mir fehlen die Worte, um meine tiefe Dankbarkeit auszudrücken. Bei den Schwestern habe ich gelernt, den Rosenkranz zu beten. Sie haben aus mir einen vollständigen Menschen gemacht, einen Mann, der in sich ruht. Die Schwestern haben mir den Glauben geschenkt und mir gezeigt, wie ich Gott dienen kann. Ich danke den Spendern auf der ganzen Welt, den mitfühlenden Schwestern, unserem geliebten Pater Al und unserer heiligen Mutter Gottes. Ich bin der festen Überzeugung, dass es im Leben keinen Zufall gibt, sondern alles von Gottes Gnade abhängt.“