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Biomarker in Fischen zur Erfassung der Effekte von Pflanzenschutzmittel-Mischungen
Die NAWA-SPEZ-Studien 2012 bis 2017 haben gezeigt, dass Schweizer Fliessgewässer in Landwirtschaftsgebieten grosse Mengen an Pflanzenschutzmitteln (PSM) enthalten. PSM treten dort in Konzentrationen auf, die ein chronisches Risiko für Fische darstellen. Ausserdem liegen PSM meist als Gemische vor, die vermutlich giftiger sind als die Einzelstoffe. Zusätzliche Stressoren sind eine erhöhte Wassertemperatur, Lebensraumveränderungen und Krankheiten. Um Fische in Schweizer Gewässern zu schützen, müssen wir mehr über die Auswirkungen von PSM-Mischungen auf die Fischgesundheit wissen, insbesondere in Kombination mit anderen Stressoren.
In einem ersten Schritt wurden eine Literaturrecherche und eine Risikobewertung durchgeführt, um für Fische risikoreiche Pestizide zu priorisieren sowie empfindliche einheimische Fischarten und Lebensphasen zu identifizieren. Darauf basierend zielt dieses Projekt darauf ab, (i) die Auswirkungen eines relevanten PSM-Gemischs auf die Gesundheit von jungen Bachforellen zu bewerten, (ii) zu ermitteln, ob PSM die Anfälligkeit von Fischen für andere Stressoren wie eine erhöhte Wassertemperatur und die proliferative Nierenerkrankung (PKD) erhöhen, (iii) herauszufinden, welche Parameter am besten geeignet sind, um die Auswirkungen von PSM auf einheimische Fische zu überwachen. Mit einem Set von empfindlichen molekularen Biomarkern werden die subletalen Auswirkungen von PSM auf Fische unter Einfluss zusätzlicher Stressfaktoren erfasst.