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Über der katalanischen Stadt Igualada in der Nähe von Barcelona hat sich heute eine dicke orange Wolke ausgebreitet. Gemäss Medienberichten ist es in einer Chemiefabrik zu einer Explosion und einem anschliessenden Feuer gekommen. Der dichte orange Rauch bedrohte die Region mit mehreren 1000 Einwohnern.
Die Behörden forderten 60'000 Bewohner umliegender Ortschaften auf, in ihren Wohnungen zu bleiben und die Fenster zu schliessen. Kinder durften ihre Schulen und Kindergärten zeitweilig nicht verlassen. Auch einige Strassen wurden gemäss Medienberichten geschlossen. Die gelbbraune Gaswolke war kilometerweit zu sehen.
Die Explosion ereignete sich nach Angaben des Zivilschutzes in einem Chemiewerk in Igualada beim Ausladen von Behältern mit Chemikalien. Dabei handelte es sich unter anderem um Salpetersäure, wie lokale Medien berichten. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Fünf Gemeinden nordwestlich der katalanischen Metropole waren betroffen.
«Leider ist es in der Region relativ windstill, deshalb löst sich die Wolke nicht so schnell auf», sagte der katalanische Innenminister Ramon Espadelar gegenüber «El País». Espadelar betonte, das entwichene Gas sei nicht gefährlich gewesen. Es habe nur auf Schleimhäute eine irritierende Wirkung gehabt. Der Alarm wurde zwei Stunden nach dem Unglück teilweise wieder aufgehoben, weil die Wolke sich grösstenteils aufgelöst hatte. (meg/sda)
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