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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die allgemeine Pflicht einzuführen, das Ampelsystem Nutri-Score auf den Verpackungen sämtlicher industriell gefertigter Produkte anzubringen und in der Werbung für solche Produkte anzuzeigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Vermeidung von nichtübertragbaren Krankheiten, wie etwa Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ist ein wichtiges Ziel der Gesundheitspolitik. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, das Risiko zu reduzieren, an einer nichtübertragbaren Krankheit zu erkranken. Der Bundesrat setzt sich daher dafür ein, eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zu fördern.</p><p>Die Information der Konsumentinnen und Konsumenten ist eines der Ziele der Schweizer Ernährungsstrategie des Eidgenössischen Departementes des Innern. Die heute rechtlich vorgeschriebenen Angaben auf Verpackungen wie Nährwertdeklaration oder Zutatenliste werden jedoch von vielen Konsumentinnen und Konsumenten oft nicht richtig verstanden. Eine einfache zusätzliche Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln kann daher ein wertvolles Hilfsmittel beim Einkaufen sein und aufzeigen, welches Produkt innerhalb einer Lebensmittelgruppe von der Zusammensetzung her am besten den Ernährungsempfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyramide entspricht. Um wirksam zu sein, muss ein System einfach sein, das gesamte Lebensmittel bewerten, die Bezugsgrösse von 100 Gramm aufweisen und nicht nur auf ausgewählten verarbeiteten Produkten eines Unternehmens stehen. Nutri-Score ist im Moment das einzige Label in der Schweiz, das diese Kriterien erfüllt.</p><p>Der Bundesrat befürwortet die freiwillige Einführung eines Kennzeichnungssystems wie Nutri-Score durch die Lebensmittelwirtschaft. Die Einführung von Nutri-Score beruht auch in Europa (inkl. Frankreich) auf Freiwilligkeit. Damit die Konsumentinnen und Konsumenten nicht durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Systemen verwirrt werden, ist es wichtig, dass sich die Lebensmittelwirtschaft auf ein Kennzeichnungssystem einigt. Das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen steht gegenwärtig im Gespräch mit schweizerischen Vertreterinnen und Vertretern aus der Lebensmittelindustrie, dem Detailhandel und der Konsumentenschutzorganisationen. Ziel dieser Gespräche ist es, sich auf ein gemeinsames Vorgehen bezüglich der Einführung eines einheitlichen, freiwilligen Kennzeichnungssystems für verarbeitete Lebensmittel in der Schweiz zu einigen.</p><p>Der Bundesrat sieht aufgrund der laufenden Gespräche aktuell keine Notwendigkeit, die Verwendung eines Kennzeichnungssystems in der Schweiz rechtlich vorzuschreiben. Ein obligatorisches Kennzeichnungssystem könnte im Übrigen zu technischen Handelshemmnissen führen. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.