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Wissen
Meilensteine der Energiegeschichte
Schalter drücken, Licht an – so selbstverständlich das für uns heute ist, so lang war der Weg der elektrischen Energie in unseren Alltag. Lernen Sie hier einige wichtige Eckpunkte der Energiegeschichte kennen.
Frühe Menschheit
ca. 10’000 v. Chr.
Die Menschen verfügten nur über ihre eigene Muskelkraft als Energieproduzent. Mit Werkzeugen nutzten sie diese aber immer effizienter und mit der Erfindung des Feuers kam die Energie von Biomasse dazu. So erzeugten sie mit Holz, Dung und Pflanzenresten Wärme. Mit der Domestizierung der Tiere vor etwa 10’000 Jahren kam deren Kraft hinzu. Auch den Wind lernten die Menschen schon früh für ihre Zwecke zu nutzen, vor allem in der Schifffahrt. Aber auch Windmühlen bauten sie schon im Altertum.
Mittelalter
ca. 450 – 1450 n. Chr.
Die Menschen schmiedeten Waffen, Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus Eisen. Dafür, aber auch für den Bau ihrer Häuser, benötigten sie so viel Holz, dass ein Mangel entstand – bis Ende des 13. Jahrhunderts waren 80 Prozent des ursprünglichen Waldes gerodet. Etwa zu dieser Zeit entdeckte man auch Steinkohle als Brennmaterial, die man allerdings erst im Lauf des 14. Jahrhunderts in ausreichender Menge fördern und transportieren konnte.
Auch Windmühlen zum Mahlen, Sägen oder Pumpen gewannen im Mittelalter an Bedeutung.
1879
Johannes Badrutt
Zum ersten Mal brannte in der Schweiz elektrisches Licht: Der Engadiner Johannes Badrutt entdeckte an der Pariser Weltausstellung eine Beleuchtungsanlage. Noch im selben Jahr nahm er in St. Moritz eine kleine Wasserturbine in Betrieb, die am 18. Juli 1879 den Speisesaal des Hotel Kulm beleuchtete.
1916
John D. Rockefeller
Der Amerikaner John D. Rockefeller wurde dank dem Rohölhandel zum ersten Milliardär der Weltgeschichte – berücksichtigt man die Inflation, besässe er heute rund dreissig Milliarden US-Dollar. Aktuell gilt Amazon-Chef Jeff Bezos als reichster Mensch der Welt. Er war der erste, der einen dreistelligen Milliardenbetrag auf seinem Konto hatte. Sein Vermögen wird aktuell auf 110 Milliarden US-Dollar geschätzt.
1958
Satellit Vanguard
An der Solarenergie forschte man schon eine ganze Weile, genutzt wurde sie zunächst in der Raumfahrt: Der Satellit Vanguard I war mit Solarzellen bestückt, am 17. März 1958 startet er seine Reise ins All. Für die Zellen errechnete man einen Wirkungsgrad von gut 10 Prozent. Zum Vergleich: Heutige Panels weisen einen rund doppelt so hohen Wirkungsgrad auf.
1992
1992
Auf dem Mont Soleil errichtete man das damals grösste PV-Kraftwerk des Kontinents. Mit 20’000 m2 ist es so gross wie knapp drei Fussballfelder. Aktuell erstreckt sich die grösste PV-Anlage des Landes entlang dem Neuenburgersee, auf den Lagerhallen von Philip Morris. Sie hat eine Fläche von knapp 50’000 m2.
2002
© Albinfo
In Gütsch, oberhalb von Andermatt, wurde die damals weltweit höchste Windturbine errichtet. Sie produziert auf 2332 m.ü.M Energie. Die Windenergie wird aber in Europa bereits seit Mitte der 90er-Jahre für die Erzeugung von Strom genutzt.
2016/2017
© Fotowerder
Energie aus Wasserkraft spielt in der Schweiz schon lange eine wichtige Rolle und produziert aktuell über die Hälfte des benötigten Stroms. Das Pumpspeicherwerk Linth-Limmern ging 1960 ans Netz. Vor einigen Jahren wurde es um ein grosses Umwälzwerk ergänzt und 2016/2017 als grösstes Wasserkraftwerk der Schweiz wieder in Betrieb genommen.