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Brasilien will stärker in seine Wehranlagen investieren. Zugute kommen soll dies allerdings nicht dem Militär, sondern dem Tourismus. Fortanlagen aus den vergangenen Jahrhunderten gibt es in dem südamerikanischen Land sowohl entlang der Küste als auch im Innenland. Viele von ihnen sind bereits touristische Attrationen. Mit den Investitionen soll dies noch mehr verstärkt werden.
Investitionen in Höhe von 19 Millionen Reais (umgerechnet derzeit etwa 4,4 Millionen Euro) sind für 34 Städte in 17 verschiedenen brasilianischen Bundesstaaten vorgesehen. Mit ihnen sollen unter anderem die touristischen Wegweiser verbessert werden. Profitieren sollen davon auch die Fortanlagen, deren Geschichte teilweise über 400 Jahrhunderte zurückreicht.
Fortanlagen ziehen bereits in Rio de Janeiro, Salvador, Natal und Recife die Touristen an. Das berühmteste unter ihnen ist wohl das Fort an der Copacabana, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, um die Annäherung von feindlichen Schiffen in die Guanabarabucht zu verhindern.
Als eins der Wahrzeichen Salvadors de Bahia gilt das Fort São Marcelo. Mit seinem runden Grundriss und vom Wasser der Bucht Baía de Todos-os-Santos umgeben, ist es ein beliebtes Fotomotiv. Sein Inneres ist derzeit allerdings nicht zum Besuch frei gegeben.
In Natal steht das Fortaleza da Barra do Rio Grande, das als Forte dos Reis Magos bekannt ist. Es wurde bereits vor über 400 Jahren errichtet und hat die Gründung der Hauptstadt Rio Grande do Nortes mit geprägt.
Als Symbol für den holländischen Widerstand gilt das Forte das Cinco Pontas, das in Recife steht. Erbaut wurde es bereits 1630. Abgesehen von seinem Namen (Fünfecken-Fort) weist es heute nur vier Ecken auf, was auf einen Umbau zurückgeht, nachdem die Holländer aus Brasilien verdrängt wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Anlage als Gefängnis gedient. Heute ist dort das Museum der Stadt Recife untergebracht.