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Château Cheval Blanc
Das heutige Château Cheval Blanc verfügt über 37 Hektar Rebfläche und liegt im
französischen Bereich Saint-Emilion an der Grenze zu Pomerol. Im Jahre 1832
kaufte Monsieur Ducasse das Gut. Sein Schwiegersohn Jean Laussac-Fourcaud
(später Fourcaud-Laussac) übernahm 1852 die Leitung und erwarb 15 Hektar
Rebflächen vom benachbarten Château
Figeac und einige Nachbargüter. Einst bildete das Château Figeac mit dem Château
Cheval Blanc, sowie bis zum Jahre 1879 mit Château La Tour Figeac und Château La
Tour-du-Pin-Figeac einen gemeinsamen Besitz. Weitere 15 Hektaren Rebfläche
wurden im Jahr 1837 dazugekauft. Im Jahr 1854 heiratete Mademoiselle Ducasse den
Monsieur Fourcaud-Laussac. Bei dieser Gelegenheit wurden weitere 5 Hektaren
zugefügt und die Weine gesamthaft unter dem Namen Château Cheval Blanc
angeboten.
Bei den Weltaustellungen 1862 in London und 1867 in
Paris errang der Rotwein Medaillen, die noch heute auf dem Etikett zu sehen
sind. Im Jahre 1927 wurde die Aktiengesellschaft „Société Civile du Cheval-Blanc“
gegründet. Das Château blieb aber bis 1998 in Familienbesitz.
Pierre Lurton übernahm im Jahre 1991 die Leitung des
Weinguts. Er entstammt einem französischen Familien-Imperium, das in Bordeaux
umfangreichste Besitzungen hat. Im Jahre 1998 schlussendlich wurde das Château
Cheval Blanc vom Euro-Milliarden schweren belgischen Finanz- und
Medien-Unternehmer "Baron" Albert Frère und dem Vorstands-Vorsitzenden
von LVMH, Bernard Arnault gekauft. Der Preis wurde nicht veröffentlicht, man
geht aber von zumindest 120 Mio EUR aus.
Der Wein
Die Hamburger Hawesko meint dazu: Ein kräftiger
Wein, der aber zugleich von fein-aromatischer und eleganter Struktur ist. Die
würzigen Noten, die vom Ausbau in erstklassigen Eichenholzfässern stammen,
harmonieren ausgezeichnet mit den imposanten Fruchtaromen. Sehr reife Nase mit
likörartigen Edelkirschnuancen. Intensiver, opulenter Abgang. Ein Wein, den man
sich hinlegen sollte, denn wahre Grösse braucht Zeit!
St. Emilion besitzt eine eigene Klassifizierung von 1955: den 2 »Premier Grand
Cru Classé A« (Château Ausone & Château Cheval
Blanc) folgen 11 »Premier Grand Cru Classé B« und 55 »Grand Cru Classé«. Das
System ist flexibler als das im Médoc und wird alle zehn Jahre vollständig
überprüft (letzte Änderung 1996). Die unterste Kategorie » Grand Cru Classé« ist
keine feste Einteilung, sondern wird jedes Jahr erneut vergeben.
Eine Besonderheit
für das Gebiet ist die Kelterung mit sehr hohem Anteil an
Cabernet Franc (60%). Die weiteren
Anteile sind Merlot
(37%), Malbec (2%) und
Cabernet Sauvignon (1%). Die hier
mitten auf einer kalkhaltigen Hochebene auftretenden, grossen
Graves-Kieselsteine versetzen Kenner und fanatischen Anhänger aussergewöhnlicher
Lagen in Erstaunen. Das Durchschnittsalter der Rebfläche liegt bei 39 Jahren. Es
wird von Hand gelesen.
Der Wein reift mindestens 18 Monate in neuen
Eichen-Fässern und ist Jahrzehnte lagerfähig. Die empfohlene Trinktemperatur
liegt bei 18oC. Der Jahrgang 1947 ist in die Weingeschichte
eingegangen, allerdings mit einem astronomischem Preis.
Der Zweitwein heißt Le Petit Cheval.
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