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«Wir bitten Sie, ab 1. Januar 1978 im Dienst keine Uniform mehr zu tragen», heisst es in einer Weisung an das Personal der Zürcher Kantonalbank im Jahr 1977. Wie bitte? Normalerweise hört man doch eher das Gegenteil. Die Uniform dient schliesslich dazu, das Bankpersonal im Kundenkontakt auf den ersten Blick sichtbar zu machen. Aber jetzt sollte sang- und klanglos Schluss sein mit Tuchhosen, «Sommer-Blouse» und dem stattlichen Hut mit der «ZKB»-Aufschrift, wie sie auf dem Foto aus den 1920er Jahren zu sehen sind. Wurde dem Personal die lange Liste von Vorgaben zur Kleidung zu bunt – was die Knöpfe an Mantel, Weste und Bluse bei strikt vorgegebenem Gelb auf keinen Fall sein durften?
Nicht ganz. Stattdessen war die Uniform als Risiko eingestuft worden. Schliesslich machte sie Aussendienstmitarbeitende, die oft mit Geld oder Wertgegenständen unterwegs waren, schnell erkennbar und damit auch zum leichten Opfer. Nach einer Häufung von Überfällen auf Geldtransporte entschied die Bank 1977, dass Geldboten und Chauffeure im Dienst möglichst unauffällige Zivilkleidung tragen sollten.
In anderen Teilen der Bank hält sich die Uniform bis heute. Das Empfangspersonal trägt allerdings keinen Hut mehr, und für einen dezenten Farbtupfer sorgen statt der gelben Knöpfe die rot-blauen Foulards und Krawatten.