Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/1235

Deutschland sei überdüngt, beklagt der WWF. Und warnt vor den damit verbundenen Umweltauswirkungen, wie etwa der Verschmutzung des Grundwassers. Der Umweltverband fordert deshalb die Bundesregierung auf, eine Stickstoffabgabe einzuführen.
Dieser „Gülle-Euro“ soll laut WWF auf Stickstoffüberschüsse aus der Verwendung von synthetischen Düngemitteln, Gärresten aus Biogasanlagen, Festmist und die namensgebende Gülle erhoben werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen laut WWF direkt in nachhaltigere Produktionsmethoden und Tierhaltung sowie Forschung investiert werden.
Um die Überschüsse umfassend messen zu können, fordert der WWF eine verpflichtende "Hoftorbilanz". Diese beinhaltet die Erfassung der Stickstoffmengen, die in einen Bauernbetrieb gelangen (Düngemittel, Tierfutter etc.) und die Mengen, die ihn, in Form von landwirtschaftlichen Produkten wieder verlassen (Kulturpflanzen, Milch, Fleisch, Eier etc.). Es wird angenommen, dass der Rest auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zurückbleibt.