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Inhalt und Ziele des ForschungsprojektEtwa 5-7% der Schweizer Bevölkerung leiden an chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD). Die WHO gibt die COPD als vierthäufigste Todesursache weltweit an. Gemäss aktuellen Richtlinien gehören Kortikosteroidmedikamente (Prednison) zur Standardmedikation einer akuten Verschlechterung der COPD, da sie den klinischen Verlauf positiv beeinflussen. Eine Kortikosteroidbehandlung bringt aber auch Nebenwirkungen mit sich. Wir konnten kürzlich bei hospitalisierten Patienten zeigen, dass eine fünftägige Behandlungsdauer mit Kortikosteroiden einer vierzehntägigen Behandlungsdauer nicht unterlegen ist und die kumulative Kortikosteroiddosis signifikant verringert werden kann. Unseres Wissens gibt es aber bisher keine Daten zur notwendigen Therapiedauer bei Patienten mit einer akuten Verschlechterung ihrer COPD, welche sich in hausärztliche Behandlung begeben.In unserer Studie können PatientInnen teilnehmen, welche sich mit einer akuten Verschlechterung ihrer COPD beim Hausarzt vorstellen. Die teilnehmenden PatientInnen erhalten entweder über fünf Tage 40mg Prednison/Tag oder für drei Tage 40mg Prednison/Tag gefolgt von zwei Tagen Placebotabletten. In den folgenden Monaten wird untersucht ob sich das verkürzte Therapieschema im Vergleich zur Standard-Therapie bewähren kann. Dabei stehen erneute Verschlechterungen, Nebenwirkungen der Steroidtherapie und die kumulierte Steroiddosis im Fokus.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des ForschungsprojektsZur Therapie der häufigen COPD-Exazerbationen im ambulanten Rahmen existieren keine verbindlichen Leitlinien. Durch diese Studie soll dieser Missstand behoben werden, die Therapiedauer einer Kortikosteroid-Therapie untersucht und gezeigt werden, dass eine erneut um 40% reduzierte Therapiedauer einen vergleichbaren Nutzen wie die Standardtherapie bei weniger Nebenwirkungen hat.