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Die letzte Etappe unserer Reise waren 3 Tage auf der Insel Maui.
Der Legende nach zog der Halbgott Maui einst die hawaiischen Inseln aus dem Meer, fing die Sonne mit einem Lasso ein und setzte sie auf den Haleakala, die höchste Erhebung der Insel. Die Insel Maui wurde nach diesem mythischen Wesen benannt, vielleicht, weil die Form der Insel seinem Kopf und seinem Körper ähneln soll
Maui ist die zweitgrösste Insel und nach Oahu die beliebteste Insel des Inselstaates.Die Insel ist aus zwei Vulkanen ( im flacheren Westen die Maui Mautains und im Osten der 3000 m hohe Haleakala Crater) entstanden, die durch ein ca. 10 km langes Tal miteinander verbunden sind.
Der grösste Teil der Insel besteht aus undurchdringlichem Dschungel und lediglich ca. 20% sind mit dem Auto erreichbar.
Auf diese 20 % haben wir uns konzentriert – und in 3 Touren die ganze Insel umrundet.
Ich gebe zu wir haben, damit geliebäugelt einen Helicopterflug zu machen. Es gibt sogar die Möglichkeit einen behindertengerechten Flieger zu mieten, aber aus Kostengründen haben wir uns dagegen entschieden.
Lahaina ist ein malerisches altes Walfänger- und Plantagenstädtchen (ca. 12000 Einwohner).
Uns hat am Meisten der Banyan Baum in der Dorfmitte beeindruckt – für mich ein absolut magischer Ort!
Der Banyan Baum (Ficus Benghalensis) von Lahaina dürfte der bekannteste Banyan Baum der Hawaii-Inseln sein. Ursprünglich stammt der Baum aus Indien. Gepflanzt wurde er im Jahr 1873 zum Gedenken an die Gründung der ersten Mission von Lahaina, die fünfzig Jahre früher war. Der Baum besitzt heute ein gutes Dutzend Stämme und beschattet fast den ganzen Platz an dem er sich befindet.
Darunter befinden sich zahlreiche Bänke.
Als wir auf einer der Bänke sassen, beobachteten wir einen offentlichtlich Obdachlosen der im Gespräch mit 2 jungen Frauen war. Sie hatten ein Baby dabei und plötzlich stand die Mutter des Babies auf und übergab das Kind dem Obdachlosen.
Dieser fütterte und schaukelte es und war total lieb zu dem Kind, während die Mütter sich unterhielten und gar nicht auf das Kind achteten.
Ich fand das sehr beeindruckend – welche Mutter würde das bei uns machen? DAS ist eben der ALOHA-Spirit!
Wobei dieser Obdachlose aber auch eine sehr bermerkenswerte Ausstrahlung hatte. Wir haben kein Wort miteinander gesprochen, hatten lediglich Blickkontakt.
Als wir dann aufstanden um zu gehen, rief er mir nach „God blessed you“ (Gott hat dich gesegnet).
Weiter ging die Route gen Westen an der steilen Küste entlang – die Strasse wurde immer schmaler, kurviger und irgendwann einspurig – es gab viele Steinrutsche und grosse Felsstücke auf der Strasse und es war nicht ungefährlich zu fahren – aber wir wurden mit atemberaubenden Ausblicken belohnt.
Am Abend nahmen wir dann noch einer Hula-Show teil. Sie fand statt in dem wunderschönen Marriott Hotel in Wailea – schade, dass wir aus Budget-Gründen nicht in diesem Hotel gewohnt haben – traumhaft schön! 🙂
Wir hatten für den Abend ein Sunset-Dinner- Cruise gebucht und wollten wir diesen Tag
entspannt angehen lassen.
Deswegen fuhren wir am Vormittag „nur“ die Südküste entlang, um pünktlich beim Schiff am Hafen von Lahaina zu sein.
Gleich nach Kihei kommt der Touristenort Wailea. Dort ist nicht nur das vorher erwähnte Marriott Hotel, sondern auch alle anderen Luxushotels der Insel und wunderschöne Villen reicher Amerikaner, die dort ihre Ferienhäuser haben.
Aber schon kurz
nach Wailea endet die ausgebaute Strasse und geht in eine Schotterstrasse über – man sieht links uns rechts der Strasse nur noch Lavagestein – eine Wüstenlandschaft die letztendlich nach einigen Meilen als Sackgasse endet.
Also fuhren wir wieder zurück nach Lahaina – dort hatten wir am Vortag nicht nur das Swiss-Cafe direkt gegenüber des Banyan Baumes entdeckt, sondern auch einige schöne Fischrestaurants direkt am Meer. Wir nahmen also Mittagessen dort ein, besuchten anschließend das Swiss-Cafe (Pächterin ist eine „echte“ Züricherin) und verbrachten den Nachmittag unter „meinem“ Banyan Baum. Dort fand ein Kunsthandwerkermarkt statt – sehr beeindruckt hat uns ein Künstler der aus „Kerzenrauch“ beeindruckende spirituelle Bilder malt.
Es war ein wunderschöner Nachmittag und wir machten uns pünktlich auf den Weg zum Schiff. Leider wurde wegen Motorschaden 2 Minuten vor Abfahrt die Tour abgesagt.
Anfangs ärgerten wir uns darüber – waren wir doch extra deswegen nochmal hierher gefahren – und wir konnten die Tour auch nicht verschieben, da unser Urlaub sich rasant dem Ende näherte.
Im Anschluss suchten wir uns ein wunderschönes Restaurant am Strand um dort lecker zu essen und DANN wurde uns klar, dass es mal wieder so kommen „musste“ – Wolken zogen auf und es fing sogar leicht an zu regnen – vom Sonnenuntergang war nichts zu sehen und wenn wir auf dem Schiff gewesen wären, hätten wir uns sicherlich auch geärgert!
Die legendäre Straße nach Hana ist nur 52 Meilen (83,5 km) von Kahului entfernt, die Fahrt dauert aber ca vier Stunden,, da sich auf der Strecke
zahlreiche einspurige Brücken, Haarnadelkurven und atemberaubende Ausblicke über die Insel befinden.
Der Hana Highway (HI-360) hat 620 Kurven und 59 Brücken. Die Straße führt durch eine Landschaft mit blühenden Regenwäldern, von Wasserfällen gespeisten Wasserbecken und dramatischen Küstenlandschaften. Auf dieser Strecke ist definitiv „der Weg das Ziel“!
Mein Mann sagte dazu: „Das ist der Dschungel Drive In“ – es war einfach nur beeindruckend und ein atemberaubender Duft nach Orchideen, Oleander und Früchten begleitete die Fahrt.
Im Grunde unbeschreiblich und deswegen lasse ich einfach nur Bilder sprechen – und auch diese
bringen nicht rüber, was wir empfanden.,
EIN TRAUM!
Tja – auch der schönste Urlaub geht mal zu Ende, nun sind wir schon wieder 3 Tage zuhause, aber die Erinnerungen werden bleiben – es war unbeschreiblich schön – einmalig –
Danke an meinen Mann für dieses unvergessliche Geburtstagsgeschenk, das soviel mehr war.
Vor einiger Zeit war es unvorstellbar, dass wir eine solche Reise jemals machen können – damals hat mir mein Mann versprochen, dass wir eine Traumreise machen werden, wenn ich jemals in der Lage dazu sein sollte – und darauf habe ich die letzten Jahre hingearbeitet – das war unter Anderem meine Motivation und nun hat Dieter sein Versprechen von damals eingelöst.
Danke auch ans Universum für die vielen Wunder, die wir erleben durften und immer noch erleben…
Ich bin unendlich dankbar dafür und kann es nicht in Worte fassen!
Aloha und Mahalo diese bedeutungsvollen Worte treffen wohl am Besten, was ich empfinde. 🙂