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Der Islam basiert auf fünf Säulen, aus denen sich die Pflichten ergeben. Diese sind:
1) Das Bezeugen (schahada), dass es nur Einen Gott gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist.
2) Das Gebet (salah), das fünfmal am Tag vorgeschrieben ist.
3) Das Fasten (siyam), welches im Monat Ramadan durchgeführt wird.
4) Die Pflichtabgabe (zakat)
5) Die Pilgerfahrt nach Mekka (hadsch), welche jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, mindestens einmal im Leben verrichten muss.
Alle Säulen dieses Glaubensgebäudes sollten die gleiche Relevanz für einen Muslim besitzen, um dem Gebäude seine entsprechende Gestalt zu verleihen. Es ist widersprüchlich, wenn jemand die Pilgerfahrt vollzieht, ohne dass er fastet oder die Gebete regelmässig verrichtet. Stellen wir uns weiterhin ein Gebäude vor, welches nur aus Säulen besteht. Man kann es kaum ein Gebäude nennen. Dazu muss es auch über ein Dach, Wände, Türen und Fenster verfügen. Diesen Teil des Glaubensgebäudes bildet im Islam das moralische Verhalten, das sich in Tugenden wie z.B. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld und vielen anderen Eigenschaften äussert. Deshalb sollte ein Muslim nicht nur die fünf Säulen des Islams praktizieren, sondern auch stets bemüht sein, seinen Charakter entsprechend weiterzuentwickeln.