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Im Januar 2019 hat das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt im Abwasser der Rauchgasreinigungsanlage der KVA Basel in einer Wochenmischprobe (Woche 3) eine ausserordentlich hohe Tritiumkonzentration von 833 kBq/L festgestellt. Die daraus abgeschätzte Gesamtaktivität von rund 700 GBq Tritium beträgt mehr als das 1000fache der Bewilligungsgrenze (LA HTO = 0.3 GBq) und stellt damit einen Verstoss gegen die Strahlenschutzverordnung dar.
In Umweltproben haben die vom BAG und vom Kantonalen Laboratorium durchgeführten Messungen keine signifikant erhöhten Tritiumkonzentrationen gezeigt. Sowohl im Regenwasser bei Binningen in der Nähe der KVA, als auch im Rheinwasser unterhalb der KVA blieben die Tritium-Messwerte sehr tief. Es bestand also keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Derzeit wird jedoch eine Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob diese vorschriftswidrige Entsorgung von radioaktivem Abfall zusammen mit Siedlungsabfällen fahrlässig oder vorsätzlich erfolgte.