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In diesem Buch geht es um ein Mädchen, das sich auf die Spuren ihrer verstorbenen Schwester begibt.
Klappentext:
Solange Summer sich erinnern kann, stand sie im Schatten ihrer hübschen, intelligenten und überall beliebten Schwester. Und das, obwohl sie Shannon nie kennengelernt hat, denn starb, bevor Summer geboren wurde. Doch als Summer eines Tages auf Shannons Tagebuch stösst, bekommt das Bild ihrer perfekten Schwester Risse. War das vermeintlich so glückliche Familienleben vielleicht nur Schein?
Zusammen mit ihrem besten Freund Gibs begibt sie sich auf Shannons Spuren-ohne zu ahnen, dass die Entdeckungen, die sie dabei machen, auch Summers eigenes Leben komplett auf den Kopf stellen…
Im Roman «Nichts ist so perfekt wie das Leben» von Christine Hurley Deriso geht es um Summer, die auf das Tagebuch ihrer verstorbenen Schwester stösst. Mit ihrem Freund Gibs findet sie heraus, wer wirklich hinter all den Auszeichnungen stand und was Shannon in ihrem letzten Sommer ihres Lebens belastet hat. Die Geschichte spielt in den USA wie auch in der heutigen Zeit.
Summer lebt bei ihren Eltern und geht an die Chapel Heights Highschool. Trotz den Versuchen ihrer Mutter sie zu pushen für irgendwelche Begabtenkurse, ist Summer keine besonders gute Schülerin. Sie ist eher faul und regt sich darüber auf, dass ihre Mutter sie ständig kontrolliert. Ihre Mutter will, dass sie wie ihre Schwester ist. Obwohl nicht viel von Shannon die Rede ist, wird Summer immer wieder mit ihr verglichen. Shannon starb mit 17 Jahren bei einem Autounfall. Sie begann gerade ihr letztes Schuljahr vor dem College. Nach aussen war Shannon perfekt. Sie hatte super Noten, unzählige Auszeichnungen und ein perfektes Leben. Kurz nach ihrem Tod kam Summer auf die Welt. Summer sagt, sie wäre bloss ihr «labbriger Nachschlag». Immer wenn Summer ihre Eltern nach Shannon fragt, geben sie ihr nur knappe Antworten. Summer weiss praktisch nichts über ihre Schwester, ausser dass sie «perfekt» war.
An Summers 17. Geburtstag bekommt sie von ihrer Tante Nic ein Tagebuch. Es ist Shannons Tagebuch, welches sie in ihrem letzten Sommer geschrieben hatte. Tante Nic hat es damals in Shannons Zimmer gefunden, als Shannon bereits Tod war. Tante Nic brachte es aber nach all den Jahren nicht über sich, das Tagebuch zu lesen. Sie dachte, dass dieses Tagebuch Summer interessieren könnte. Als Summer das Tagebuch am Abend durchblättert, fällt ihr eine Seite auf, bei der nur ein paar Wörter stehen: «Ich will mich umbringen». Summer ist geschockt und denkt sich, dass es vielleicht doch kein Unfall war. Da wird ihr bewusst, dass Shannons Leben wahrscheinlich doch nicht so perfekt gewesen ist.
Summer beginnt schliesslich mit Lesen. Shannon schrieb viel von ihren Problemen und was sie ärgerte. Zum Beispiel, dass sie sich über Mom aufregt, da sie immer noch mehr von Shannon verlangte und sie ständig kontrollierte. Shannon schrieb auch von einem Freund Chris, mit dem sie sich heimlich traf. Shannons Mutter konnte ihn überhaupt nicht ausstehen. Summer hat sich Shannons Charakter ganz anders vorgestellt.
Durch das Tagebuch findet Summer heraus, dass ihr Vater eine Affäre hatte. Summer bringt das ziemlich durcheinander. Sie ist auch völlig überrascht, dass ihre Mutter ihn damals aus dem Haus geworfen hatte.
Im Tagebuch schrieb Shannon von ihrer Freundin Eve. Summer beschliesst, Eve zu besuchen. Eve erzählt ihr von Shannon. Sie waren beste Freundinnen, doch in den Sommerferien hatten sie es nicht gut miteinander, weil Eve Chris und Jamie nicht mochte. Chris war damals Shannons Freund und Jamie ihre beste Freundin. Eve und ihre Mutter besuchen schliesslich Summer und Sue, Summers Mutter, weil sie sich wieder einmal sehen möchten. Sue hatte sich super mit Eves Mutter verstanden. Doch ihre Freundschaft ging nach Shannons Tod auseinander. Beim Besuch haben sie sich viel zu erzählen. Am Schluss umarmen sie sich und Sue kommt die ganze Traurigkeit wieder hoch.
Summer verbringt ein Wochenende mit ihrem Freund Gibs am Meer. Dort kommen sie sich näher und werden ein Paar. Das verheimlicht Summer zuerst ihrer Mutter, aber Sue hat es schon lange gemerkt. Sie mag Gibs und freut sich auch für Summer.
Als Summer schliesslich beim Tagebuch bei der Stelle angekommen ist, wo Shannon geschrieben hatte, dass sie sich umbringen will, hat sie Angst vor den letzten Tagebucheinträgen. Sie denkt immer noch, dass es Selbstmord gewesen war, doch auf der nächsten Seite, zwei Tage später, stehen ganz normale Dinge wie, dass sie sich den Stundenplan holte und sich auf die Schule freute. Summer ist erleichtert. Bei ihrem letzten Eintrag deutet nichts darauf hin, dass Shannon Selbstmord begonnen hatte.
Summer beschliesst mit ihrem Vater über seine Affäre zu reden. Sie ist zuerst wütend auf ihn, doch sie vergibt ihm trotzdem. Am Schluss der Geschichte überwindet sich Summer und beschliesst, ihren Eltern das Tagebuch zu zeigen. Man weiss nicht, wie die Eltern darauf reagieren, aber es ist trotzdem ein Happy End, weil sich Summer mit ihren Eltern wieder versteht und sie zusammen glücklich sind.
Meine Meinung: Ich finde das Buch: «Nichts ist so perfekt wie das Leben» ein tolles Buch. Es ist spannend geschrieben und hat auch witzige Stellen drin. Mir gefällt die Abwechslung der Tagebucheinträge von Shannon. Man kann zwei Geschichten verfolgen, eine in der Vergangenheit und eine in der Gegenwart. Das Buch regt auch zum Nachdenken an. Mir gefällt das Buchcover. Es beschreibt gut, um was es im Buch geht. Ich hätte noch mehr Entdeckungen erwartet, die Summers eigenes Leben komplett auf den Kopf stellen, denn das stand im Klappentext. Ich finde es aber toll, dass Summer beschlossen hatte, sich von sich aus mehr in der Schule anzustrengen und nicht, weil das ihre Mutter sagte.
Dieser Abschnitt ist typisch für den Roman:
Moms stahlblaue Augen blitzen vor Zorn. «Nächstes Jahr ist dein letztes Schuljahr», sagt sie frostig. «Alles, was du jetzt tust, ebnet dir den Weg in die Zukunft. Du solltest Bestnoten kriegen und ehrenamtliche Fähigkeiten übernehmen und Extrakurse und –projekte belegen und…» Sie seufzt betrübt. «Weisst du, als Shannon in deinem Alter war, da…» Mein vernichtender Blick lässt sie sofort innehalten. Mom ist nicht die Einzige, die «frostig» gut kann. «Ach, jetzt hör doch auf, so empfindlich zu sein», erwidert sie ungehalten. «Es ist ja nicht so, dass ich euch beide vergleiche, ich will ja nur…» Eine Minute lang sehe ich zu, wie sie sich windet. Sie hat nichts parat. «Ich will ja nur sagen», fährt sie unbeirrt fort, «deine Schwester war… sie war sehr…» Doch ihr will das nächste Wort nicht einfallen, was äusserst passend ist. Die Steigerungsform sagt alles. Shannon war «sehr». Ich bin es nicht.
Leseempfehlung: Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen ab 13 Jahren, die gerne eine Mischung aus Liebesgeschichten und Büchern haben, die auch zum Nachdenken anregen. Es ist eher ein Mädchenroman.