Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/250270

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Luftqualität in Schweizer Schulzimmern ist chronisch schlecht, wie diverse Studien zeigen. Gute Raumluft reduziert nicht nur das Infektionsrisiko durch virushaltige Aerosole, sondern ist auch wichtig für die Konzentrationsfähigkeit und die Leistungen der Kinder und Jugendlichen.</p><p>Kann der Bundesrat sich vorstellen, Vorgaben zu Luftqualität und Kontrollen zu machen und die Kantone und Gemeinden dabei zu unterstützen, die Schulen mit Lüftungsanlagen, Luftfiltern und CO2-Messgeräten auszustatten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund hat gestützt auf Artikel 29 des Chemikaliengesetzes den Auftrag, über die Innenraumluft zu informieren und kann insbesondere Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität der Innenraumluft abgeben. Die oft schlechte Luftqualität von dicht belegten Räumen mit Fensterlüftung, wie viele Schulzimmer es sind, ist dem Bundesrat bewusst. Deshalb hat das Bundesamt für Gesundheit im März 2019 eine Sensibilisierungskampagne zur Problematik Lüftung in Schulen lanciert, und Empfehlungen sowohl für Schulen als auch für Bauherren publiziert (www.schulen-lueften.ch). Für die Überwachung der Raumluftqualität und Anordnung von Massnahmen hat der Bund hingegen keine gesetzliche Grundlage. Die technische Ausrüstung von Gebäuden liegt in der Verantwortung der Gebäudebesitzer und -betreiber. Dementsprechend hat der Bund keine gesetzliche Grundlage, zur Finanzierung von Lüftungsanlagen, Luftfiltern und C02-Messgeräten beizutragen. Allerdings können C02-Messgeräte als Erinnerungshilfe für regelmässiges Lüften dienen, weshalb für deren möglichst sinnvollen Einsatz eine Empfehlung erarbeitet werden soll. </p>