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Informationen erreichen uns täglich auf den unterschiedlichsten Wegen – „Pling“, schon erscheint ein E-Mail-Newsletter auf dem Smartphone, Fernseher an, da kommen die Nachrichten, Zeitschrift aufgeschlagen, ein neuer Artikel mit Gerüchten über Brad Pitt und Jennifer Aniston. Sind die beiden nun wieder zusammen?
Ganz schön viel, was unser Gehirn da verarbeiten muss. Fast fünf Stunden verbringen wir täglich damit, Informationen aufzunehmen und zu suchen. Da wir schließlich alle heute Zeit einsparen wollen, habe ich hier eine super Idee für Dich: Halbiere die Zeit, die Du bisher mit Lesen verbracht hast!
Was ist „Speed-Reading“?
Man sagt, dass 83% aller Informationen mit den Augen aufgenommen werden. Die restlichen Sinnesorgane, Ohren, Nase, Zunge und Haut kommen gesamt auf lediglich 17% (1). Sehen wir ein Bild, erkennen wir meist sofort, um was es geht. Sehen wir einen Text müssen wir aber erst ein Bild aus Buchstaben und Wörtern zusammensetzen – Ein komplexer Prozess, der in unserem Gehirn abläuft und Konzentration erfordert. Das macht auf Dauer müde, vor allem dann, wenn Sätze sehr verschachtelt und schwer zu verstehen sind.
Wie hast Du in der Grundschule das Lesen gelernt? Du hast Dich mit jedem einzelnen Buchstaben vertraut gemacht, dann hast Du die Laute zu einem Wort zusammengesetzt, Wörter später zu Sätzen und schließlich zu einem Sachverhalt, den Du aus dem Kontext mehrerer Sätze verstanden hast. Irgendwann hast Du dann nicht mehr laut beim Lesen mitgesprochen, sondern hast da diesen „kleinen Mann“ in deinem Kopf entwickelt. Der spricht leise bei jedem Wort mit. Fehlt uns ein Zusammenhang, springen unsere Augen ganz automatisch zurück. Das bremst uns aus!
Woher kommt Speed-Reading?
Der Begriff des Speed-Reading wurde von Evelyn Wood, geprägt die sich damals in den 1950er Jahren auf die Anregung eines Professor hin, mit der Thematik des Schnelllesens beschäftigte. Sie und andere Wissenschaftler interessierten sich dafür, wie man Augen und Gehirn dazu trainieren konnte, Texte zügiger aufzunehmen und dabei trotzdem das Gelesene vollständig zu verstehen.
Evelyn studierte Lesegewohnheiten, probierte verschiedene Techniken aus und übte bis sie in der Lage war 6.000 Wörter pro Minute zu lesen.
Speed-Reading macht dein Gehirn fit
Man fand heraus, dass beim „Wort-für-Wort“ lesen vor allem die rechte Gehirnhälfte aktiv wird, wobei die Idee des Speed-Reading ist, beide Seiten unseres Denkorgans einzuschalten. Kennst Du also meine Schnelllese-Technik, wirst Du schnell herausfinden, wie unterfordert Dein Kopf eigentlich beim langsamen Lesen ist. Was ist das eigentliche Potential Deines Gehirns?
Speed-Reading hat aber noch weitere Vorteile:
- Gelesenes besser merken: Du wirst in der Lage sein, Texte besser zu verstehen und zu verarbeiten.
- Lies konzentrierter und vermeide gedanklich schnell abzuschweifen.
- Schlaf beim Lesen nicht ein.
- Gönne Dir eine Pause in der Zeit, die Du ansonsten mit Lesen verbracht hättest.
Speed-Reading: Eine kurze Einführung
Möchtest Du nun lernen schneller lesen zu können, um zukünftig Zeit zu sparen und Deine Arbeit effektiver zu machen, so reicht es (leider) nicht aus einfach öfter zu lesen. Beim Speed-Reading handelt es sich um eine Technik, deren Tricks und Kniffe Du lernen, anwenden und dann fleissig üben kannst.
Am Allerbesten lernst Du das Schnelllesen natürlich in einem meiner Kurse (zwinker :P) aber ich möchte Dir hier schon einmal 3 Tipps geben.
- Schalte den „kleinen Mann im Ohr“ ab!
Wie bereits erwähnt, spricht fast jeder Mensch den Text beim Lesen gedanklich mit. Vielleicht bist Du Dir dessen gar nicht so bewusst aber probiers doch einfach einmal aus, die folgenden Sätze zu lesen und dabei zu summen. Na, schaffst Du das?
Bist Du in der Lage, die Stimme auszuschalten, die in Deinem Kopf mitspricht, so wirst Du in der Lage sein, Texte künftig zügiger aufzunehmen.
- Nimm Dir einen Stift zur Hilfe!
Folgender Tipp funktioniert besser, wenn Du zum Speed-Reading Worte auf Papier vor Dir hast:
Hol Dir einen Stift und fahre mit diesem unterhalb der Zeile, die Du gerade lesen möchtest entlang – ohne stehenzubleiben, immer gleichmässig weiter. Im nächsten Absatz wirst Du dann etwas schneller.
Konzentriere Dich vor allem auf Nomen und Verben, denn diese enthalten in der Regel die wichtigsten Informationen und reichen bereits aus um den Text für Dich verständlich werden zu lassen. Hast Du etwas geübt, kannst Du nun noch schneller werden. Nimm Deinen Stift und tippe mehrere Wörter an, die zusammen einen Sinn ergeben, also Wortgruppen sind.
- Konzentriere Dich!
Die meiste Zeit geht eigentlich fürs Zeile-suchen, zwischendurch aufs Handy-schauen und mit-dem-Kollegen-sprechen drauf. Konzentriere Dich! Setze Dich aufrecht hin, sorge für ausreichend Licht und lies diesen Artikel bis zu Ende. Dann erst kannst Du Dein Handy in die Hand nehmen – Um mich anzurufen nämlich.
Und dann?
Kannst Du schneller lesen, kannst Du also auch mehr Informationen aufnehmen. Was hältst Du von dieser Aussicht? Freust Du Dich darüber oder fürchtest Du Dich vielleicht ein bisschen? Noch mehr Informationen – wie soll ich die denn alle behalten?
Klicke auf den folgenden Banner um meine vier Tipps zu lesen, die Dir helfen, mit der Informationsflut besser klarzukommen. Keine Sorge – viele Informationen sind gut, noch mehr wissen, ist noch besser.
[1] A. Florack, M. Scarabis, E. Primosch (2012): Psychologie der Markenführung. München: Vahlen. S. 325.