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Wieviel kostet es, Partner beim WEF zu werden? Und wieviel kostet die Teilnahme am Jahrestreffen? Wie viel gibt die Schweiz für die Sicherheit in Davos aus? Und warum wird das Forum regelmässig kritisiert?
1. Was ist das WEF?
Das Weltwirtschaftsforum von Davos (WEF) ist eine private Stiftung mit Sitz in Genf. Es wird von internationalen Mitgliedern und Partnern unterstützt, die sich finanziell an der Organisation des Jahrestreffens beteiligen, wo sie ihre Erfahrungen und Meinungen über diverse Themen austauschen. Die zentrale Veranstaltung findet alljährlich im schweizerischen Davos statt.
2. Wer sind die Partner?
Es handelt sich um eine Gruppe von 100 multinationalen Unternehmen wie ABB, Nestlé, Barclays, Credit Suisse, Deloitte, Deutsche Bank oder Google. Die Partner bestimmen die Agenda des WEF mit und beteiligen sich an dessen Finanzierung: Jeder steuert jährlich 115'000 Franken bei.
3. Wer sind die Mitglieder?
Gemäss WEF gehören die tausend weltgrössten Unternehmen zu den 1'200 Mitgliedern des WEF. Jedes Mitglied bezahlt jährlich 31'500 Franken.
4. Wie viel kostet die Teilnahme am WEF?
Partner und Mitglieder des WEF bezahlen 45'000 Franken zusätzlich, damit ihr Direktor oder Präsident am Treffen in Davos teilnehmen kann.
5.Und die anderen?
Die politischen Vertreter und Gäste erhalten eine persönliche Einladung zur Teilnahme am WEF.
6. Inwiefern unterstützt die Schweiz das WEF?
Die Schweiz fungiert als "Gastgeberin". Es obliegt dem Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin der Eidgenossenschaft – im Jahr 2017 ist es Doris Leuthard – die Veranstaltung offiziell zu eröffnen.
Für die Schweizer Regierungexterner Link ist das Jahrestreffen in Davos ein "ausserordentliches Ereignis für die Schweiz", das die einmalige Möglichkeit bietet, in einem besonderen Rahmen die Beziehungen zu vielen hochrangigen Persönlichkeiten zu pflegen. Es sei eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Schweiz, dieses Forum des Meinungsaustauschs und der Lösungssuche zu beherbergen und damit die lange Tradition der Schweiz als Gastland internationaler Konferenzen und Treffen weiterzuführen, steht auf der Website des Bundesrates geschrieben.
Um die Sicherheit während des WEF zu gewährleisten, das heuer vom 17. bis 20. Januar 2017 stattfindet, kann der Bund bis zu 5000 Armeeangehörige einsetzen. Der Armee steht für den Anlass ein Budget von 28 Millionen Franken zur Verfügung.
Dazu kommen weitere 9 Millionen Franken aus der Bundeskasse, vom Kanton Graubünden und der Gemeinde Davos, um Polizeidienste und andere Sicherheitskosten zu decken.
7. Wie erklärt sich das Renommee des WEF?
Dem WEF gelingt es, 2500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien aus über 90 Ländern unter einem Dach zu versammeln, um aktuelle Themen zu besprechen. Das WEF beansprucht für sich, die Welt verbessern zu wollen.
8. Hat das WEF bedeutende Veränderungen in der Welt bewirkt?
Nicht direkt. Ziel des WEF ist die Ermöglichung eines Dialogs und den Austausch von Ideen. Das Forum war jedoch Schauplatz wichtiger Treffen und Initiativen.
9. Was sagen kritische Stimmen?
Vertreter aus der Zivilgesellschaft qualifizieren das WEF als "Club der reichen Unternehmer", das ausser gute Ideen vorzuschlagen nur die eigenen Interessen verfolgt. Das Forum von Davos wird als Förderer der Globalisierung wahrgenommen, die weltweit Armut und Umweltverschmutzung verschlimmert hat.
10. Nimmt das WEF diese Anschuldigungen ernst?
Teilweise. Seit einigen Jahren thematisiert das WEF auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit und lädt Vertreter der Zivilgesellschaft sowie aus Wissenschaft und Kultur ein.