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(Delémont)(PPS) Der Regierungsausschuss der HES-SO hat auf Vorschlag des Rektorats beschlossen, ein Nothilfesystem mit einem Umfang von 1,7 Millionen Franken zur Unterstützung von Studierenden einzurichten, die finanziell von der Pandemie betroffen sind. Damit soll eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation verhindert und sichergestellt werden, dass sie ihr Studium unter guten Bedingungen fortsetzen können.
Die von den Behörden ergriffenen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Pandemie haben erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Studierenden. Zwei Drittel der rund 21'000 Studierenden der HES-SO arbeiten parallel zu ihrem Studium, und dies oft mit temporären und befristeten Arbeitsverträgen.
Die HES-SO ist sich bewusst, dass der Verlust des Einkommens aus dieser Nebentätigkeit ein grosses Risiko für die Studierenden mit sich bringt und die Fortsetzung ihres Studiums beeinträchtigen kann. Deshalb richtet sie ein Nothilfesystem ein, das mit 1,7 Millionen CHF ausgestattet ist. Diese Mittel werden vollumfänglich den Hochschulen der HES-SO zur Verfügung gestellt, die sie dann an ihre Studierenden weitergeben, die in einem Bachelor- oder Masterstudium eingeschrieben sind. Die Vergabe der Finanzhilfen erfolgt dabei nach allgemeinen Grundsätzen, die sich an denjenigen des Systems orientieren, das an der HES-SO Genève bereits eingerichtet ist.
Studierende, die im Zuge der Krise ihre Arbeitsstelle verloren haben, können eine vorübergehende monatliche Finanzhilfe von maximal CHF 600 pro Monat beantragen. Zudem kann Studierenden für die Bezahlung von Arztrechnungen im Zusammenhang mit der Pandemie für sich selbst oder Personen, deren Unterhalt sie bestreiten, eine einmalige Unterstützung von maximal CHF 600 gewährt werden, sofern diese Rechnungen nicht von einer Versicherung übernommen werden. Möglich ist zudem eine einmalige Finanzhilfe von maximal CHF 600 für den Kauf von IT-Material oder -Dienstleistungen, die notwendig sind, um die Lehrveranstaltungen online zu verfolgen.
Finanziert wird dieses Nothilfesystem einerseits von den Partnerkantonen der HES-SO (Bern, Jura, Neuenburg, Freiburg, Genf, Waadt, Wallis) durch eine Neuzuweisung von kantonalen Beiträgen, die in der Jahresrechnung 2019 nicht zugewiesen wurden, und andererseits durch einen bereits bestehenden Fonds zur Unterstützung der Studierenden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden und des Lehrkörpers, die im Kooperationsrat der HES-SO zusammengeschlossen sind, begrüssen die Schaffung dieses Systems einstimmig und mit grosser Freude.
HES-SO Rectorat
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Sarah Kopse-Scholberg
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