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Tagesbericht vom 13.08.2010
Heute haben wir den Besuch des Sommerpalastes im Programm. Hier haben die Kaiser von Peking ihren Sommerurlaub genommen. Zwei Wochen soll die Reise von Peking nach Chengde in Anspruch genommen haben. Die letzten Kaiser hatten nicht soviel Glück mit diesem Ort, denn hier mussten die Verträge mit den Engländern, Franzosen und Russen unterzeichnet werden laut denen China ziemlich viel Land abgeben musste. (Wäre diese Landabtretung nicht erfolgt, so wäre China heute, so erzählt der Chinesische Guide stolz, das grösste Land der Erde!) Das war vor einhundertfünfzig Jahren. Zwei Kaiser starben hier, weshalb der letzte es vorzog, erst gar nicht hierherzukommen. Soviel zur Geschichte.
Das Eingangstor führt zu den königlichen Gemächern, dann zum See. Das königliche Areal ist von einer Mauer umgeben, ähnlich der chinesischen Mauer. Innerhalb der Mauern konnte der König jagen, spielen und anderen schönen Sachen nachgehen.
Zweieinhalbtausend Bedienstete kamen aus Peking hierher, um für das Wohl des Kaisers zu sorgen. Auch einige Maitressen waren dabei. Wenn diese Konkubinen sich nicht wohl verhielten, wurden sie vom Kaiser im 'kalten Tempel' abgestellt. Die letzte Konkubine soll, nachdem der Kaiser sie hierhin gebracht hatte, für drei Tage das Essen verweigert und sich danach von hier in die Tiefe gestürzt haben.
Auf dem See gibt es heutzutage Paddelboote.
Ja, das sind die Sehenswürdigkeiten des heutigen Tages. Wir verlassen Chengde und ziehen weiter nach Nordosten.
Wir finden ohne weitere Probleme ein schönes Plätzchen für die Übernachtung (Position Nord 41° 18' 34.5'' und Ost 119° 29' 11''). Einzig der Lärm der vorbeifahrenden Lastwagen auf der nahen Strasse und die vielen Fiegen stören die Idylle.