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Baskerville
(spr. baßkerwill), John, berühmter engl.
Buchdrucker und Schriftgießer, geb. 1706 zu Wolverley in der
Grafschaft Worcester; betrieb in
Birmingham
[* 2] ein bedeutendes Lackiergeschäft, neben dem er sich seit 1750 auf
das Schriftschneiden und Buchdrücken legte. Nach mühsamen Versuchen wurde er der Schöpfer schöner, nach ihm nur durch
Bodoni und Didot übertroffener
Typen, durch die er sich den Beifall aller Kenner erwarb; seine Schriften zeichneten sich vor
allem durch elegante Einfachheit aus, und in der lat. Kursiv leistete er
Musterhaftes. Er druckte mit seinen
Typen zu
Birmingham 1756 den
Virgil in Medianquart, dem die
Ausgaben mehrerer anderer lat.
Klassiker und einiger engl. (z. B.
Milton) und ital. Schriftsteller folgten, unter denen besonders der
Ariosto hervorzuheben
ist. Auch sein
Neues Testament (Oxf. 1763) wird in typogr. Hinsicht besonders geschätzt.
Sein ganzes Druckgerät,
Schwärze, ja sogar das Papier verfertigte er sich selbst. Er starb
Beaumarchais kaufte 1779 die
von
Baskerville nachgelassenen Lettern für 3700 Pfd. St. und druckte damit zu
Kehl die Prachtausgabe von
Voltaires Werken in 70
Bänden.