Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/2325

EM-Rang 9 für Westermann - Enttäuschung für Studer
Die Schweizer Triathleten klassieren sich in München über die olympische Distanz ausserhalb der EM-Medaillenränge. Beim Triumph des Franzosen Léo Bergère wird Simon Westermann Neunter.
Der 24-jährige Winterthurer Westermann zeigte einen starken Wettkampf. Nach den 1,5 km Schwimmen fand er - im Gegensatz zu seinen Landsleuten Studer und Sylvain Fridelance - Unterschlupf in der zunächst 13 Athleten umfassenden Spitzengruppe. Diese harmonierte auf dem Rad während den 40 km sehr gut und hielt den Abstand zu den Verfolgern immer bei rund einer Minute.
Beim zweiten Wechsel betrug der Vorsprung der Spitzenleute - mit Westermann als Fünftem - noch 45 Sekunden. Auf den abschliessenden 10 km konnte der Schweizer nicht ganz mit den stärksten Läufern mithalten, der Rückstand auf den drittplatzierten Franzosen Dorian Coninx betrug im Ziel 74 Sekunden. «Dass ich noch nicht mit den Besten mitlaufen kann, ist halt so», sagte Westermann. «Dennoch könnte meine Entwicklung nicht besser sein, ich habe jedes Jahr Fortschritte erzielt. Das Höhentrainingslager in St. Moritz zeigte seine Wirkung. Neunter in Europa ist wahnsinnig gut.»
Dagegen blieb Studer, auf dem Papier der beste Schweizer Triathlet, weit unter den Erwartungen. Statt wie erhofft um die Medaillen mitzukämpfen, musste sich der Olympia-Neunte mit Rang 22 begnügen. Das Schwimmen stufte er trotz des Rückstandes von einer Minute als okay ein. Danach aber fehlte ihm die Power, um seine Stärken auf dem Velo und im Laufen auszuspielen. «Heute war nicht mehr möglich», gab Studer unumwunden zu.
Der 26-jährige Solothurner hatte vor der EM einen harten Trainingsblock absolviert, da er aufgrund von Magen-Darm-Beschwerden zu Beginn des Jahres noch nicht dort ist, wo er gerne sein würde. Lag es vielleicht daran? «Das ist schwierig zu sagen. Ich muss aber sicher über die Bücher gehen.» Fridelance klassierte sich im 36. Rang.
Hinter dem 26-jährigen Bergère sorgten Pierre le Corre, der auf seinen Landsmann acht Sekunden einbüsste, und Coninx für einen französischen Dreifach-Triumph.