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Erkrankungen der Gebärmutter
Endometriose als Ursache von Unterbauchschmerzen
Was ist Endometriose? Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut zählen zu den häufigen Ursachen von chronischen Unterbauchschmerzen. Endometriose beginnt in der Regel schleichend. Wenn die Schleimhautherde ausserhalb der Gebärmutter Schmerzen verursachen, dann oft im Zusammenhang mit Regelblutung, Geschlechtsverkehr, Wasserlassen oder Stuhlabgang.
Therapie: Falls notwendig, werden die Schleimhautherde entfernt. In der Regel kann die Endometriose über minimalinvasive Eingriffe mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) geschehen. Bei ausgedehnter Endometriose wird in Ausnahmefällen ein Bauchschnitt (Laparotomie) notwendig. Je nach Ausprägung der Endometriose kommen aber auch medikamentöse Therapieformen infrage.
Adenomyose: eine Sonderform der Endometriose
Was ist Adenomyose? Bei diesem auch als Adenomyosis uteri bezeichneten Krankheitsbild handelt es sich um eine Sonderform der Endometriose in der Gebärmuttermuskulatur. Bei einer Adenomyose wachsen Schleimhautzellen in die Muskelschicht der Gebärmutter ein und können so heftige und anhaltende Unterbauchschmerzen verursachen.
Therapie: Die Adenomyose wird in aller Regel zunächst medikamentös behandelt. Je nach Lage und Grösse der Einwachsungen stehen in der operativen Behandlung verschiedene minimalinvasive und grössere chirurgische Eingriffe zur Verfügung.
Unterbauchschmerzsyndrom durch Myome der Gebärmutter
Was sind Myome der Gebärmutter? Als Uterus myomatosus bezeichnen Mediziner gutartige Geschwulste an und/oder in der Gebärmutterwand. Schätzungen zufolge finden sich Myome bei bis zu 80 Prozent aller Frauen. In seltenen Fällen verursachen Myome Unterbauchschmerzen, zum Beispiel wenn sie auf Nerven oder benachbarte Organe drücken.
Therapie: Wenn Myome entfernt werden müssen, geschieht dies meist durch minimalinvasive Verfahren wie eine gebärmutterhaltende Bauchspiegelung (Laparoskopie), kathetergestützte Gefässverschlüsse (Myomembolisation) oder eine spezielle Ultraschall-Behandlung.
Gynäkologische Ursachen von Unterbauchschmerzen
Die folgenden Erläuterungen zu gynäkologischen Krankheitsbildern als möglichen Ursachen eines chronischen Unterbauchschmerzsyndroms sollen Ihnen einen groben Überblick geben. Auch wenn die genannten Symptome häufig Hinweise auf die Ursache von Unterbauchschmerzen bei Frauen geben, ist keineswegs gesagt, dass das im Einzelfall für Sie so zutreffen muss.
«Die Diagnose von Schmerzen im Unterleib ist in der Regel komplex. Sie dürfen sich darauf verlassen, dass wir im Netzwerk Unterbauchschmerzen alle Sorgfalt darauf verwenden, die Ursache Ihrer Beschwerden zu finden – und so gut wie möglich zu behandeln.»
Dr. med. Matti Kuronen
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Erkrankungen der Eierstöcke & Eileiter
Wenn Eileiter oder Eierstöcke chronische Bauchschmerzen verursachen
Eileiterentzündungen (Salpingitis) und Eierstockentzündungen (Oophoritis) sind zwei vor allem bei sexuell aktiven jungen Frauen verbreitete Erkrankungen. Sie werden auch unter dem Sammelbegriff Adnexitis zusammengefasst. «Adnexe» bedeutet Anhängsel und bezeichnet Eileiter wie Eierstöcke zusammen. Beide Erkrankungen gehen mit meist starken Unterbauchschmerzen einher.
Die Ursache einer Adnexitis ist meist eine bakterielle Infektion, sehr häufig durch Chlamydien verursacht. Die Behandlung erfolgt – entsprechend der Schwere der Erkrankung – ambulant (medikamentös) oder stationär (medikamentös in Kombination mit einer operativen Therapie). In schweren Fällen muss der Infektionsherd eröffnet und der Bauchraum mittels einer Laparoskopie gespült werden.
Akute Stieldrehung der Eierstöcke
Wenn sich einer der Eierstöcke um die eigene Achse verdreht, sprechen Mediziner von einer akuten Stieldrehung (Ovarialtorsion). Ausgelöst werden Stieldrehungen meist durch Eierstockzysten (siehe nächster Absatz). Ovarialtorsionen sind überaus schmerzhaft und müssen als Notfall unbedingt sofort behandelt werden. Bei einem minimalinvasiven Eingriff (Laparoskopie) wird der Eileiter wieder in die normale anatomische Lage gebracht und gegebenenfalls verursachende Zysten werden entfernt.
Gutartige Eierstockzysten
Ovarialzysten, so der medizinische Fachausdruck, sind mit Gewebsflüssigkeit gefüllte Blasen im Bereich der Eierstöcke. Trotz Umfängen von bis zu 15 cm müssen sie nicht zwingend Beschwerden verursachen. Falls gutartige Eierstockzysten Beschwerden wie Unterbauchschmerzen verursachen, lassen sie sich durch einen minimalinvasiven Eingriff (Laparoskopie) entfernen.
Eileiterschwangerschaften
Wenn sich eine befruchtete Eizelle auf dem Weg in die Gebärmutter in den Eileitern einnistet, sprechen Mediziner von einer Tubargravidität (Eileiterschwangerschaft). Werden Eileiterschwangerschaften nicht rechtzeitig erkannt, kann der wachsende Embryo die Eileiter zerreissen und dabei schwere Blutungen in der Bauchhöhle verursachen. Werden diese Blutungen nicht umgehend gestoppt, besteht akute Lebensgefahr.
Tückischerweise unterscheiden sich die Symptome einer Eileiterschwangerschaft nicht zwingend von denen einer normalen Schwangerschaft. In jedem Fall sollten Sie umgehend zum Arzt gehen, wenn Sie Symptome verspüren, die sich nicht eindeutig auf eine harmlose Ursache zurückführen lassen.
Sehr frühe Eileiterschwangerschaften gehen mitunter spontan ab oder lassen sich medikamentös behandeln. Wenn die Diagnose später gestellt wird, dann muss der Embryo mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) entfernt werden. Dabei wird der betroffene Eileiter wenn immer möglich erhalten.
Eierstockkrebs ist eine sehr seltene Ursache von Unterbauchschmerzen bei Frauen. Das liegt daran, dass Ovarialkarzinome fast immer sehr lange keine Beschwerden verursachen. Diese bösartige Erkrankung ist erfreulicherweise sehr selten. Leider jedoch werden bösartige Tumoren der Eierstöcke bei den meisten Frauen erst sehr spät erkannt. Die Frauenarzt-Praxen des Netzwerks Unterbauchschmerzen legen deswegen besonderen Wert auf die Früherkennung von Eierstockkrebs – denn je früher die Erkrankung erkannt wird, umso besser sind die Heilungsaussichten.
Zyklusstörungen – Regelschmerzen
Nahezu jede Frau kennt Regelschmerzen – glücklicherweise bleibt es meistens bei episodischen Beschwerden. Wenn aber nahezu jeder Menstruationszyklus von Schmerzen begleitet ist, kann es sich um einen Fall von chronischem Unterbauchschmerzsyndrom handeln, der gründlich untersucht werden sollte.
Die Formen der Zyklusstörung sind:
- Amenorrhoe: Ausbleiben der Regelblutung
- Dysmenorrhoe: Regelschmerzen
- Hypermenorrhoe: übermässig starke starke Blutungen
- Hypomenorrhoe: sehr schwache Blutungen
- Menorrhagie: deutlich verlängerte Monatsblutungen
- Oligomenorrhoe: Regelblutungen mit stark verlängerten Abständen
- Polymenorrhoe: Regelblutungen mit deutlich verkürztem Abstand (kleiner 28 Tage)
Alle Formen der Regelstörung können mit chronischen Unterbauchschmerzen einhergehen. Zwingend ist das aber nicht. Die Fachmediziner in den Frauenarztpraxen des Netzwerks Unterbauchschmerzen sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Diagnose und Behandlung von Zyklusstörungen – und finden gemeinsam mit Ihnen den für Sie besten Weg zu einem Leben ohne Unterbauchschmerzen.
«Schmerzen im Unterleib beginnen oft periodisch. Wir setzen alles daran, die Ursache möglichst früh zu erkennen – und so die Entwicklung von chronischen Schmerzen zu vermeiden.»
PD Dr. Nik Hauser
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Weitere Ursachen von chronischen Unterbauchschmerzen
Die Ursachen für chronische Unterbauchschmerzen sind noch sehr viel vielfältiger als die bislang beschriebenen Symptome und Krankheitsbilder. Verwachsungen, Folgen von operativen Eingriffen oder Wechseljahrbeschwerden zählen beispielsweise dazu. Im Grunde lässt sich sagen: Die Ursachen von Unterbauchschmerzen sind bei jeder Frau anders. Genau deshalb dürfen Sie sich darauf verlassen, dass sich die Spezialistinnen und Spezialisten des Netzwerks Unterbauchschmerzen intensiv mit Ihnen und Ihren Beschwerden befassen. Um die individuelle Ursache Ihrer Beschwerden zu finden und Ihnen mit einer auf Sie abgestimmten Behandlung zu helfen – für mehr Lebensqualität ohne Bauchschmerzen.
Experten: Frauenärzte im Netzwerk Unterbauchschmerzen
Die gynäkologische Diagnose und Behandlung im Netzwerk Unterbauchschmerzen übernehmen Dr. med. Matti S. Kuronen in seiner Aarauer Praxis sowie PD Dr. Nik Hauser und sein 4-köpfiges Ärzteteam in der «frauenarztzentrum aargau ag» mit den Standorten in Aarau, Baden und der Hirslanden Klinik Aarau.
frauenarztzentrum aargau ag
Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe
Bernerstrasse 27
CH-5400 Baden
Termin vereinbaren:
Telefon 056 221 5949
Mehr Informationen:
Hirslanden Klinik Aarau | Ziegelrain 29
CH-5001 Aarau
Termin vereinbaren:
Telefon 062 552 0050
Mehr Informationen:
Schanzweg 7
CH-5000 Aarau
Termin vereinbaren:
Telefon 062 824 05 05
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