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Seine Geschichte
Der Pudel, dessen Ursprung nie ganz geklärt werden konnte, ist eine der ältesten & bekanntesten Hunderassen. Bereits auf Bildern der Antike, sowohl aus Griechenland als auch aus dem früheren Römischen Reich, sind Abbildungen von Pudeln mit verschiedensten Fellzeichnungen sowie Frisuren zu finden. Diese waren entweder Schwarz, Weiss, oder gefleckt. Die frühesten Aufzeichnungen in welchen der Pudel genannt wurde, findet man in Deutschland, Russland und auch England. Sogar die ersten Fotografien zeigen zweifarbige Pudelartige Hunde.
In den 1930ern wurde Frankreich als das Standard führende Land festgelegt, dadurch erhielt Frankreich die Obrigkeit den Standard zu bestimmen, leider weigern sie die Franzosen bis heute, mehrfarbige Pudel als solche anzuerkennen. In einigen Ländern werden jedoch die Mehrfarbenpudel national anerkannt und stehen in einem Sonderregister.
Um den Mehrfarben das Ansehen zu verschaffen, welches sie verdienen, und sie als Farbvarietät zu anerkennen, engagieren sich bereits seriöse Züchter sowie Mehrfarben-Freunde seit einigen Jahren.
Aktuell:
In der Schweiz wurden die Mehrfarben erst im Jahre 2016 im Sonderregister aufgenommen. Dies ist aber ebenfalls eine nationale Anerkennung. Welche im 2020 wieder aberkannt werden sollte. Jedoch bildete sich aus diesem Anlass, aus sämtlichen Mehrfarbenzüchtern in der SKG die „IG MEHRFARBENPUDEL“ . Gemeinsam konnten wir diese Aberkennung bzw. Überführung in eine neue Rasse, namens CPPF (Chien Particolore à Poil Frisé = Mehrfarbiger LockenHUND) vorübergehend sistieren. Die „IG MEHRFARBENPUDEL“ hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, möglichst viele Länder zu mobilisieren, damit die Mehrfarbenpudel Gehör finden und somit hoffentlich endlich nach Jahrzehnten anerkannt werden.
Seine Farbe
Zuerst eine kleine Info, bei einem Harlekin handelt es sich um einen „schwarz-weiss gescheckten“ oder auch „schwarz mit weissen Abzeichen“ Pudel. Sie gehören zu den sogenannten Mehrfarbenpudeln.
Vielleicht wäre es in erster Linie interessant, zu erfahren, dass es sich bei dem Harlekin um einen schwarzen Pudel handelt, bei welchem die Pigmentierung nicht fertig ausgebreitet ist und dadurch die Scheckung entsteht. Dies kann man gut beobachten, wenn man sich die Welpen genauer betrachtet. Meist sind weisse Flächen im Alter nicht mehr ganz so gross wie nach Geburt bzw. im Welpenalter.
Das Einkreuzen der Einfärber (Harlekin x Schwarz) ist unabdingbar, einerseits um den Harlekin näher an den Standard zu bringen, andererseits um den Genpool zu erweitern.
Sein Charakter
Züchter sind sich uneins, wenn es darum geht, dass auch unter den Farben die Charaktere variieren. Doch es steht ausser Frage, der Harlekin hebt sich in vielerlei Dingen ab. Sei es im Charakter, aber auch in der Entwicklung. Natürlich vereint auch der Harlekin alle pudeltypischen Eigenschaften.
Eine Mehrfarben- Zuchtkollegin betitelte einmal den Harlekin als „Sinnierender Professor Harlekin“. Welch passender Kosename!
Denn wir reden von einem Introvertierten, also ein eher ruhiger, stiller (auf das Wesen bezogen) und zurückhaltender Geselle. Was immer er tut, wird zuerst genau bedacht und alle Eventualitäten werden abgewogen. ER ist nicht der Typ, welcher freudig, offen und schwanzwedelnd auf jeden! Fremden sowie jede! Situation zugeht – Er entscheidet, wann und ob er jemanden „empfangen“ möchte. Auch dieser Schritt will zuerst gut bedacht werden. Dies heisst im Umkehrschluss, natürlich auch, dass er nicht aufdringlich wirkt. Auch in der Entwicklung lässt sich der Harlekin genug Zeit, getreu dem Motto „Gut Ding will Weile haben“. Einen in Verhalten und Exterieur (Körperbau) gefestigten Harlekin, kann man mit ca 3-4 Jahren erwarten.
Er ist ein grossartiger Familienhund, liebt Kinder und ist für jeden Schabernack zu haben. Er begleitet seine Familie stets unproblematisch, in sämtlichen Lebenslagen. Seiner Familie stets treu ergeben, braucht er dennoch seinen persönlichen Meister. Der Harlekin ist ein äusserst anhänglicher Zeitgenosse, er wüscht sich stets Sicht-, noch viel besser Körperkontakt und das am liebsten rund um die Uhr. Ein Verbannen aus dem Schlafzimmer oder gar Ferien ohne ihn, sind für ihn schlicht nicht akzeptabel. Man tut sich gut daran ihn, in den Ferien, mitzunehmen oder notfalls bei bekannten Familienmitgliedern zu lassen.
Durch seine einfühlsame Art, besteht die Gefahr, dass er, alleine um zu gefallen, sich selbst im ABITIONIERTEN Sport, zum Beispiel Agility, überfordert und somit finden wir ihn dafür absolut ungeeignet. An Sport, in welchem Spass und Bindung, ohne Wettkampf im Vordergrund stehen, erfreut sich der Harlekin natürlich!
Wer nun glaubt, der Harlekin sei ein langweiliger, verkappter, anspruchsvoller Vertreter, dem will gesagt sein auch er kann zu einem lustigen, quirligen, aufgestellten, lernwilliger, mutigen und herzallerliebsten Teppichporsche mutieren! Und jede Menge Spass und Erlebnisse sind vorprogrammiert!
….Einmal Harlekin IMMER Harlekin….
PS: Wir möchten nicht ausser Acht lassen, es handelt sich hier um Erfahrungen unserer, sowie einiger anderer Zuchtkollegen, mit dem Zwergpudel der Farbe Harlekin, andere Grössen sowie Farben, sind hier nicht berrücksichtigt.
Uuuuund natürlich allgemein – Ausnahmen bestätigen die Regel!