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Folgende Verfahren werden gewöhnlich zur Schlammstabilisierung mit oder ohne Desinfektion eingesetzt:
- Die simultane oder getrennte aerobe Stabilisierung sind einfache Verfahren, benötigen aber große Becken und verbrauchen ca. 12 kWh/(EW•a) mehr Strom als die Abwasserreinigung mit N-Elimination. Eine Desinfektion wird nicht erreicht. Diese Verfahren sollten nur auf kleinen Anlagen < 10.000 EW eingesetzt werden.
- Die aerob-thermophile Stabilisierung (ATS) nach Voreindickung ist kompakter, braucht aber noch mehr Strom. Der Schlamm wird desinfiziert.
- Die chemische Stabilisierung mit Lösch- oder Branntkalk erreicht bei hoher Dosierung eine Desinfektion. Sie verbraucht wenig Strom, aber im Kalk enthaltene Energie. Die Masse des Schlammes und der Verbrauch von Treibstoff für den Transport werden erhöht. Der Einsatz bleibt deshalb auf kleine Anlagen beschränkt.
- Die mesophile Schlammfaulung braucht ca. 1 kWh/(EW•a) Strom und 14 kWh/(EW•a) Wärme. Etwa 18 kWh/(EW•a) Strom und 29 kWh/(EW•a) Wärme werden durch Verwertung des Faulgases im BHKW erzeugt
- Die Faulbehälter-Durchmischung mit Pumpen verbraucht viel Strom. Gaseinpressung oder Schraubenschaufler sind wesentlich effizienter.
- Eine Desinfektion kann durch Vorpasteurisierung mit mäßigem Mehrverbrauch von Strom und Wärme erreicht werden; die Wärme wird weitgehend zurückgewonnen.
- Die thermophile Faulung dient zur simultanen Desinfektion. Auch hier ist eine Rückgewinnung von Wärme erforderlich. Eine zweite mesophile Stufe sollte nachgeschaltet werden.
- Durch Desintegration oder Homogenisierung des Rohschlamms kann die Faulgasproduktion erhöht werden.