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SAMUEL F. HAHNEMANN, BEGRÜNDER DER HOMÖOPATHIE
Samuel Hahnemann wurde 1755 als Kind eines Porzellanmalers in Meissen
geboren. Mit 20 verlässt er sein Elternhaus, um an der Universität Leipzig sein
Medizinstudium zu beginnen. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit Übersetzungen medizinischer Schriften in verschiedenen Sprachen. Diese Arbeit war auch Grundlage seiner umfassenden Bildung.
1779 legte er sein Doktorexamen ab. Hahnemann war aber mit seinem Beruf
unzufrieden. Er übersetzte weitere Schriften, schrieb und veröffentlichte aber auch seine eigenen Texte, in denen er die herkömmlichen ärztlichen Methoden anzweifelte. Den Begriff Homöopathie gebrauchte er erstmals 1807. Die Lehre von der Heilung mit homöopathischen Arzneien machte er durch die Veröffentlichung seines «Organon der Heilkunst» für alle zugängig.
Hahnemann war ein streitbarer Wissenschaftler, der seine Erkenntnisse mit Leidenschaft verteidigte und die damals drastischen und oft für den Patienten schädlichen oder fatalen Behandlungsmethoden stark kritisierte. Er wurde daher von vielen seiner Kollegen abgelehnt, ohne dass diese seine Forschungen und Ergebnisse geprüft hätten.
1830 verstarb seine erste Frau und er verliebte sich im hohen Alter von 80 Jahren in eine 40 Jahre jüngere Pariserin. Er zog mit ihr nach Paris, wo die Homöopathie ihren bis dahin grössten Aufschwung erlebte. Samuel Hahnemann verstarb mit 88 Jahren nach einem arbeitsreichen Leben.
«Der ist ein Arzt, der das Unsichtbare weiss,
das keinen Namen hat, keine Materie
und doch seine Wirkung.»
Paracelsus