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Jean-Luc Darbellay*1946
In Bern geboren, studierte Jean-Luc Darbellay zuerst Klarinette am Berner Konservatorium und liess sich später bei Pierre Dervaux und Franco Ferrara zum Dirigenten ausbilden. Darauf folgten Kompositionsstudien bei Cristóbal Halffter, Dimitri Terzakis und, besonders massgeblich, bei Edison Denisov. Er besuchte die Seminarien von Pierre Boulez am "Collège de France" und am IRCAM und bildete sich in den Meisterkursen von Klaus Huber und Heinz Holliger weiter aus.
Als Komponist ist J.-L. Darbellay äusserst vielseitig. Anssi Karttunen war der Solist bei der Uraufführung des Konzertes für Cello und Ensemble 1989 im Pariser "Maison de la Radio". Im Auftrag des Westschweizer Radios (RSR) und von Radio Kanada komponierte er 1996 das Streichquartett "Ecumes". Der Mitteldeutsche Rundfunk wandte sich an ihn mit der Bitte, zum 70. "Bauhaus-Jubiläum" in Dessau ein Werk mit Bezug zum Maler Paul Klee zu schaffen. Es entstand das Ensemblestück "Ein Garten für Orpheus". Mit dem NEC (Nouvel Ensemble Contemporain) führte J.-L.Darbellay seine Kompositionen "Chandigarh" und "Mégalithe" zum ersten Mal auf. Es erfolgte ein erneuter Auftrag des Westschweizer Radios, als dessen Ergebnis das Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung von Fabio Luisi dem Publikum im September 2000 das Werk "OYAMA" für grosses Orchester vorstellte. Das Konzert wurde direkt übertragen und vom Westschweizer Fernsehen gefilmt.
Die ersten Aufführungen in Deutschland fanden in Weimar und im Leipziger Gewandhaus statt, wobei das MDR Symphonieorchester wiederum unter Fabio Luisi spielte. Das Leipziger Konzert wurde von verschiedenen deutschen Radiosendern und auch von France-Musiques ausgestrahlt. Des weiteren wurde "OYAMA" an der "Tribune internationale des compositeurs" vorgestellt. 2005 fand im Gewandhaus zu Leipzig die UA seines "Requiems" statt, einem AW des MDR mit Solisten, Chor und Orchester des MDR, wiederum unter der Leitung des italienischen Maestros statt.
Die nächste "Commande de Radio France" ist bereits vollendet, ein Konzert für Horn und grosses Orchester. Olivier Darbellay wird als Solist vom Orchestre national de France begleitet.
Mehrere Festivals für zeitgenössische Musik haben Werke von J.-L. Darbellay in ihre Programme aufgenommen: Festival Alternativa Moskau, Festival Présences Paris, Panasiatisches Festival Seoul, Brucknerfest Linz, Wien modern, Weltmusiktage in Bukarest, Luxemburg, Hong Kong, Ljubliana und in der Schweiz.
Am Wettbewerb des Berner Symphonieorchesters 2002 hat der Komponist ausserdem den Publikumspreis gewonnen. 1978 gründete J.-L. Darbellay das "LUDUS Ensemble", das er seither dirigiert. Er ist ferner Gründermitglied der Komponistengruppe "Lacroix" und Vorsitzender der SGNM (Schweizer Gesellschaft für neue Musik) sowie Vorstandsmitglied der IGNM. Zahlreiche Konzerttourneen führen den Komponisten durch ganz Europa, in die USA, nach Kanada, Südamerika, Asien und Australien. Sein Schaffen umfasst bis heute 150 Werke aller Gattungen. Dazu gehören neben Stücken für ein Instrument allein Kompositionen für Ensemble oder Orchester, ja sogar eine Kammeroper.
Aufnahmen von Jean-Luc Darbellays Musik sind bisher von den Rundfunk-Symphonieorchestern Stuttgart und Leipzig, vom Philharmonischen Orchester Moskau, der Camerata Bern und vom Kammerorchester Basel verwirklicht worden. Die meisten Werke des Musikers sind in den Tre-Media- Musikverlagen in Karlsruhe erschienen.
Er wurde zum "Chevalier des arts et des lettres" des französischen Staates ernannt.
Homepage: http://www.jean-luc-darbellay.ch
Jean-Luc Darbellay bei Musik verlag Nepomuk:

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