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Verein Wildtierschutz verlangt Abschussstopp für Wölfe
In den vergangenen Monaten seien aufgrund von «ungenauen Angaben, Desinformationen und unbestätigten Augenzeugenaussagen» Abschussbewilligungen erteilt worden, schrieb der Verein in einer Mitteilung von Donnerstag. Es gehe nicht an, dass aufgrund solcher Angaben ein Wolf zum Abschuss freigegeben werde.
Zudem würden immer wieder unbestätigte Risse, Angriffe oder andere Vorfälle den Wölfen zugeordnet. Damit werde gezielt Stimmung gegen den Wolf gemacht, schrieb der Verein. Er verurteilte die «unsachgemässe Informationspolitik» auf schärfste und verlangte, dass der Schutz des Wolfes immer gewährt werde. Der Verein forderte daher ein Abschussmoratorium.
Erst am Mittwoch erlegte die Bündner Wildhut zwei Jungwölfe aus dem Beverinrudel, da sich dieses den Menschen genähert hatte. Anfang August hatten die Wildhüter des Kantons Wallis im Goms einen Wolf abgeschossen, weil dort bis zum 16. Juli mehr als zehn Schafe auf Alpen in einer geschützten Situation oder in einem nicht zumutbar schützbaren Gebiet getötet worden sind.
Zudem hat der Kanton Wallis Anfang August beim Bund die Bewilligung für die Regulierung eines Wolfsrudels im Val d'Hérens beantragt. In der Region wurden in den vergangenen Monaten elf Schafe in einer geschützten Situation im Streifgebiet des Rudels getötet.