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Laura Vogt
Laura Vogt, geboren 1989 in der Ostschweiz. Studierte Kulturwissenschaften an der Uni Luzern und besuchte das Schweizerische Literaturinstitut in Biel. Sie schreibt Prosa, Lyrik, journalistische Texte, Kolumnen und arbeitet zudem als Schriftdolmetscherin. «So einfach war es also zu gehen» ist ihr erster Roman.
(2016)
Werke (Auswahl)
So einfach war es also zu gehen.
2016
So einfach war es also zu gehen
2016
Der Vater verlässt die Familie und tritt in eine Sekte ein. Den wortlosen Wegzug des Vaters versuchen Helen und Naomi zu vergessen: Die eine hat Bulimie, die andere flieht in andere Welten und findet in Ägypten eine reale Gegenwelt. Eine Affäre mit Khalid führt sie in der Zeit kurz vor der ägyptischen Revolution nach Kairo, wo sich angeblich auch die Sekte des Vaters aufhalten soll. Vogt legt mit diesem Roman ein beachtliches Debut vor, das auch eine sehr private Seite hat.
Aus: Laura Vogt. So einfach war es also zu gehen. 2016
Ich betätigte das Feuerzeug und inhalierte schweigend. Schliesslich sagte ich: Wäre Vater tot, gingen wir an ein Grab, eine Figur wäre darauf platziert, ein Engel aus Bronze zum Beispiel, Maria mit Kind im Arm oder stattdessen ein Lamm, ein Kamel, die Sphinx. Wir könnten jeden Monat Blumen bringen, und das Grab würde nach fünfundzwanzig Jahren aufgehoben.
Aber er ist nicht tot, basta, entgegnete Naomi.