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Regisseur Oliver Stone: Der Provokateur wird 70
- Donnerstag, 15. September 2016, 9:33 Uhr
Er greift in seinen Filmen oft kontroverse Themen auf, diese führen regelmässig zum Streit – oder verändern ganz Amerika. Hier drei der meist diskutiertesten Stone-Filme.
«JFK – Tatort Dallas», 1991
Kritiker warfen Stone vor, er würde im Film über das Attentat auf John F. Kennedy (†46) Fakten und Fiktion vermischen und damit die Zuschauer manipulieren. Der Regisseur veröffentlichte daraufhin eine Version des Drehbuchs mit Quellenverweisen. Die Kontroverse führte schliesslich dazu, dass Regierungsdokumente über die Ermordung öffentlich gemacht wurden, die eigentlich noch einige Jahrzehnte unter Verschluss hätten bleiben sollen.
«Natural Born Killers», 1994
Die Geschichte um ein junges Killer-Pärchen glorifiziere Gewalt. Nach dem Erscheinen des Films kam es zu mehreren Nachahmungstaten. Stone wurde deswegen sogar angeklagt, später aber aufgrund mangelnder Rechtsgrundlage freigesprochen.
«Snowden», 2016
Der Whistleblower-Film sorgt bereits vor der Premiere für Aufruhr. Ein Grossteil wurde in Deutschland gedreht. «Wir haben uns in den USA gefährdet gefühlt», sagt Oliver Stone. «Wir wussten nicht, was der US-Auslandsgeheimdienst machen würde.»
Mit seinen Werken macht sich Stone nicht nur Feinde. Unter anderem gewann er drei Oscars. Am 24. September zeigt er seinen Film «Snowden» am Zurich Film Festival.