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Der US-Sportartikelhersteller Under Armour ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht.
Im vierten Quartal fiel unter dem Strich ein Verlust von knapp 88 Millionen US-Dollar an, wie der Adidas-Herausforderer am Dienstag in Baltimore mitteilte. Ausschlaggebend dafür waren Kosten für das derzeit laufende Sparprogramm, aber auch die US-Steuerreform. Bereinigt um diese Effekte wäre zwar ebenfalls ein Verlust angefallen, aber lediglich von einer Million Dollar. Im Vorjahr hatte Under Armour noch 103 Millionen Dollar Gewinn gemacht.
Under Armour war in der Vergangenheit rasant gewachsen und hatte zeitweise sogar Adidas als zweitgrößte Sportmarke in den USA abgelöst. Die starke Expansion rächte sich, als sich das Einzelhandelsumfeld in den USA eintrübte und immer mehr Handelsketten Pleite gingen. Wachsen kann Under Armour derzeit nur im Ausland, hier aber stärker als gedacht. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Im Gesamtjahr legten die Erlöse um 3 Prozent auf 5 Milliarden Dollar zu. Die Verluste summierten sich auf 48 Millionen Dollar.
Under Armour kündigte an, seinen Konzernumbau im laufenden Jahr fortzusetzen. Dadurch fallen aber weitere Kosten an. Ab 2019 würden dann aber jährlich mindestens 75 Millionen Dollar gespart, erklärte das Unternehmen. Die Under-Armour-Aktie legte vorbörslich um mehr als 9 Prozent zu. (dpa)