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In der Stille der Nacht erstrahlt die Engelsburg (das Castel Sant'Angelo oder auch Mausoleo di Adriano)
in Rom in vollem Glanze. Das imposante Bauwerk wurde über mehrere Jahre hinweg errichtet. In Auftrag
gegeben wurde die Castel Sant Angelo bereits im Jahre 76 von Kaiser Hadrian. Allerdings schaffte man
es erst im Jahre 139, die Burg fertigzustellen.
Bis heute hin hat das Mausoleum nichts von seiner Anziehungskraft verloren, vor allem die Tatsache,
dass hier sieben römische Kaiser bestattet wurden, macht die Engelsburg zu einem Anziehungspunkt für
zahlreiche Touristen. Der Name Engelsburg geht zurück auf das Jahr 590. In diesem sagte Papst
Gregor I., dass er den Erzengel Michael über der Burg gesehen und dieser ihm das Ende der Pest verkündet
habe. Und tatsächlich, nur kurze Zeit später war Rom von der Pest, die in dieser Zeit Tod und Schrecken
in Rom verbreitete, befreit. Zu Ehren des Erzengels wurde später eine Engelsfigur direkt auf der Burg
errichtet und bis heute trägt die Castel Sant Angelo ihren Namen mit Stolz und Würde.
In der Engelsburg wurden einige Kaiser beigesetzt, darunter Kaiser Hadrian, der den Bau des Mausoleum in
Auftrag gegeben hatte, sowie seine Frau Sabina, ebenso Kaiser Antonius Pius mit seiner Frau, Kaiser Lucius
Verus, Kaiser Mark Aurel, Kaiser Commodus, Kaiser Septimius Severus und Kaiser Caracalla. Doch die Engelsburg
erlangte nicht nur deswegen einen hohen Bekanntheitsgrad in Rom. Denn sie wurde auch von der Heiligen
Inquisition als Gefängnis genutzt. So beherbergte die Castel Sant Angelo viele prominente Opfer, zum Beispiel
den italienischen Philosophen Giordano Bruno und den italienischen Physiker und Astronomen Galileo Galilei.
Im 10. Jahrhundert ging die Engelsburg in den Besitz der Päpste über und diente ihnen als Zuflucht, denn ein
ca. 800 m langer Gang verbindet die Engelsburg mit dem Palast des Papstes im Vatikan. Sixtus V. richtete die
bekannte Schatzkammer ein, welche Teile des Geheimarchivs beinhaltete. So gegen Ende des 18. Jahrhunderts
vernachlässigten die Päpste aber diesen Ort, bis das Castel Sant'Angelo von den Soldaten der französischen
Republik beschlagnahmt wurde. Erst im Jahre 1870 ging die Engelsburg in den Besitz des italienischen
Staates über, welcher dann Teile als Museum einrichtete und die Engelsburg dem Publikum zugänglich machte.
Touristen können die Engelsburg immer dienstags bis sonntags von 9:00 bis 20:00 Uhr besuchen. Geschlossen
ist das Mausoleum am 1. Januar sowie am 25. Dezember. Um in den Genuss dieser Sehenswürdigkeit zu kommen,
muss man zwischen 2.50 Euro und 5 Euro bezahlen. Sofern man dies möchte, kann man gegen einen kleinen
Aufpreis einen Audioguide ausleihen oder aber eine geführte Besichtigung buchen. Bewundern kann man im
Castel Sant Angelo unter anderem einige Gefängniszellen, eine Schatzkammer und eine Schmiedewerkstatt.
Besonders Highlight sind aber die Papstgemächer, in denen man heute noch Möbel aus dem Mittelalter und der
Renaissance finden kann. Wer sich ein Souvenir der besonderen Art mitnehmen möchte, bekommt in der Engelsburg
in einem Buchladen die Möglichkeit, sich eines von vielen Kunstbüchern zu kaufen.