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Italien bekommt nun finanzielle Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds, falls das Land tiefer in die regionale Staatsschuldenkrise hinein gezogen werden sollte. Der Euro kletterte nach der Bekanntgabe der Nachricht, dass der IWF Vorbereitung treffe, um Italien im Notfall mit einem 600 Milliarden schweren Kredit beizuspringen.
Italiens neue Regierung steht bereits mit dem Rücken zur Wand
Wie Italiens Tageszeitung La Stampa berichtete, werde der IWF dem Land notfalls mit einem Megakredit in Höhe von 600 Milliarden Euro beispringen. Alles läuft jetzt darauf hinaus, dass die Europäische Zentralbank mit Backing durch den IWF zu einem Kreditgeber der letzten Instanz avancieren wird. Darüber hinaus dürfte es schon bald zur politischen Verkündung eines neuen Stabilitätspakts kommen, was auch immer das heißen mag. Eine wachsende Anzahl von Marktteilnehmern rechnet aus diesem Grunde mit einem tendenziell im Außenwert wieder zulegenden Euro. Auch Risikowährungen wie der australische oder neuseeländische Dollar, die stark durch die Aktivitäten an den internationalen Rohstoffmärkten beeinflusst werden, dürften Preisaufschlägen entgegenblicken.
Der durch den IWF zur Verfügung gestellte Notkredit würde Italiens neuer Regierung von Premierminister Mario Monti 12 bis 18 Monate an zusätzlicher Zeit einräumen, um politische Reformen durchzusetzen. In diesem Zeitraum wäre es dem Land somit möglich, sich nicht über die Finanz- und Bondmärkte refinanzieren zu müssen, wodurch die ausstehenden Staatschulden Italiens allerdings weiter steigen würden. Monti könnte Tranchen des zur Verfügung gestellten Kredits abrufen, falls die durch seine Regierung geplanten Sparmaßnahmen zur Schuldensenkung im Parlament scheitern sollten. Italien wird aller Voraussicht nach einen Zinssatz in Höhe von 4 bis 5 Prozent für den IWF-Kredit bezahlen. Dies liegt weit unterhalb der momentan an den Bondmärkten geforderten 7,4 Prozent und könnte dazu führen, die Finanzmärkte kurzzeitig zu beruhigen.