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Evolutionsargumente in den Schulbüchern
Wenn man von Evolution spricht, meint man damit meistens Makroevolution, also eine lange Entwicklung von der Bakterie bis zum Menschen. Man unterscheidet selten zwischen Mikroevolution und Makroevolution.
Mikroevolution wird von den Vertretern der Schöpfungswissenschaft durchaus anerkannt. Es sind dafür zahlreiche Mechanismen bekannt, die zu Veränderungen der Lebewesen führen, doch ermöglichen diese nur Variationen und Spezialisierungen bereits vorhandener Konstruktionen innerhalb von Grundtypen. Grundtypen sind die Schöpfungseinheiten des Lebens ("geschaffene Arten"). Ein Beispiel dafür ist die Familie der Pferdeartigen mit Pferden, Eseln und Zebras. Diese sind wahrscheinlich durch Mikroevolution aus dem Grundtyp der Pferde mit Hilfe von Mutation und Selektion entstanden. Die Zahl der Organe und deren Merkmale (Baupläne) ist dabei weitgehend stationär geblieben. Quantitative Veränderungen schon vorhandener Organe, Strukturen oder Baupläne ist Mikroevolution. Die bestehende Information in der Erbsubstanz (DNS) wird dabei durch Mutationen punktförmig verändert, teilweise auch verdoppelt, aber nicht mit neuen Strukturen, Organen und Bauplantypen vermehrt.
Makroevolution hingegen ist die Entstehung neuer, bisher nicht vorhandener Organe, Strukturen und Bauplantypen. Dies bedingt eine markante Zunahme neuer Informationen in der DNS ( Beispiel: wenn aus einem Fisch ein Tier wird, das auf dem Land leben kann). Es bedeutet eine massive sprunghafte Zunahme und teilweise Veränderung der sinnvollen Informationen in der DNS. In den meisten Biologie-Lehrbüchern werden immer noch die gleichen Beispiele für Evolution gezeigt, die aber alles Beispiele von Mikroevolution sind. Eine Reihe von Mikroevolutionsvorgängen hat noch nie zu Makroevolution geführt, weil keine Zunahme von sinnvollen Informationen im nötigen Ausmass in der DNS zustande kommen kann (80)(siehe auch Spetner, Not by Chance!, Judaica Press, 1996, Seiten 131, 138).
(Die Zahlen in Klammern betreffen die Seitenzahlen in Junker & Scherer, „Evolution, ein kritisches Lehrbuch“, 1998, Weyel-Verlag, in denen weitere Angaben zum betreffenden Thema vorhanden sind).
Birkenspanner. Der Birkenspanner, ein Schmetterling, hat
seine Farbe den Baumstämmen angepasst, auf denen er sich oft aufhält.
Weil die Industriekamine immer mehr Russ ausstiessen, wurden die Baumstämme
immer dunkler, mit ihnen auch die Birkenspanner. So wurde er von den Vögeln
weniger gut entdeckt.
Gegenargument: Dies war nicht einmal Mikroevolution, nur eine Veränderung der Populationen. Die Information für die dunklere Färbung war in der DNS des Birkenspanners schon vorhanden. Es ist nichts grundlegend Neues entstanden. Nur die Anzahl der dunklen Birkenspanner hat zugenommen, die Zahl der hellen abgenommen. Die Informationen in den Genen sind konstant geblieben. (72)
Sichelzellenanämie ist eine Blutkrankheit. Personen,
die Sichelzellen statt normale Blutkörperchen im Blut haben, sind immun
gegen Malaria. In malariaverseuchten Gebieten nimmt daher der Anteil von Leuten
mit Sichelzellen zu. Die Bevölkerung als Ganzes scheint gegen Malaria resistent
zu werden.
Gegenargument: Auch hier ist nichts Neues entstanden. Der bereits bestehende Malaria-resistente Anteil der Bevölkerung hat sich lediglich vergrössert. Die Informationen in den Genen sind auch hier konstant geblieben. (73)
DDT-Resistenz von Insekten. Fliegen wurden nach einer gewissen Zeit unempfindlich gegen das Insektengift DDT. Gegenargument: Alle Untersuchungen sprechen dafür, dass ursprünglich seltene genetische Varianten den Genbestand der Insektenpopulationen verändert haben. Alle resistenten Fliegen sind die Nachkommen dieser seltenen Varianten. Es ist wiederum nichts Neues entstanden. Nur bereits bestehende Arten haben sich ausgebreitet (73). Die Informationen im Genpool sind konstant geblieben.
Darwin-Finken. Auf den Galapagos-Inseln haben sich 13 verschiedene
Finkenarten gebildet, die unterschiedliche Körpergrösse, Gefiederfärbung,
Schnabelform und -grösse haben.
Gegenargument: Hier handelt es sich um Mikroevolution. Es ist nichts grundlegend Neues entstanden, nur bereits vorhandene Organisationsmerkmale wurden durch Mutationen modifiziert. Es hat eine Anpassung an das veränderte Umfeld stattgefunden. Die erwähnten Finkenarten gehören alle zum selben Grundtyp. (53)
Archaeopterix. Dieser "Urvogel" gilt als Bindeglied
zwischen Saurier und Vogel. Er hat Federn wie ein Vogel, aber zugleich Zähne
im Kiefer und Krallen an den Flügelenden.
Gegenargumente: Seine Reptilien-Merkmale finden sich bei ganz unterschiedlichen Reptiliengruppen, die sich dadurch gegenseitig als Vorfahren des "Urvogels" ausschliessen. Man hat zudem einen anderen fossilen Vogel gefunden, den Protoavis, welcher deutlich älter ist als der Archaeopterix. Also kann dieser nicht die gesuchte Zwischenform sein. (219) Im Genpool ist mit Archaeopterix nichts Neues entstanden.
Biogenetisches Grundgesetz. Haeckel verbreitete die These,
dass der menschliche Embryo während seiner Entwicklung verschiedene Stadien
der Evolution wiederhole. Im Fischstadium habe er sogar so etwas wie Kiemen.
Er versuchte dies mit Zeichnungen der Embryos in verschiedenen Entwicklungsstufen
zu beweisen.
Gegenargument: Mehrere Überprüfungen von Haeckels Behauptungen haben ergeben, dass seine Zeichnungen gefälscht waren. Die angeblichen Kiemen sind in Wirklichkeit Beugefalten, die sich zu Strukturen des Gesichtsschädels und Halses ausbilden. Auch die übrigen Inhalte des biogenetischen Grundgesetzes wurden schon vor vielen Jahren widerlegt und müssten längst aus den Schulbüchern verschwunden sein. (180) Es gibt inzwischen sehr eindrückliche Photos von Embryonen, welche Haeckel klar widerlegen. (Gefälschte Zeichnungen, factum Nr. 1, 1999, Seiten 8-11)
Pferdereihe. Das Urpferdchen Hyracotherium gilt als sicherer
Vorfahre der Pferde. Darauf folgt ein Stammbaum mit fünf Stufen mit zunehmend
grösseren Tieren, welcher mit passenden Fossilien belegt werden kann.
Gegenargument: Mit sich häufenden Fossilfunden entstand aus dem Stammbaum ein Stammbusch mit zahlreichen Seitenzweigen. Verwickelte Wanderungen der vermuteten Pferdevorfahren zwischen Amerika und Europa müssen postuliert werden. Einzelne Merkmale wie Grösse, Zähne und Zehen entwickelten sich nicht in einheitlicher Richtung. Die Zahl der Rippen passt nicht ins Evolutionsschema, sie schwankt regellos zwischen 15 und 19 Rippen. Die Übergänge zwischen den Stationen sind nicht lückenlos, sondern machen Sprünge. Die erforderlichen Änderungen der Merkmalskomplexe können durch Fossilien nicht belegt werden. (234) Also kann die Pferdeentwicklung nicht mit Fossilfunden dokumentiert werden.
Stammbaum. Die Fossilien zeigen, dass ein Stammbaum der Lebewesen
existiert, der im Präkambrium mit Mikrofossilien beginnt und in den geologischen
Formationen nach aufwärts immer höher organisierte Lebewesen zeigt.
Im Kambrium beobachten wir ein plötzliches Auftreten verschiedener Vielzeller,
weiter oben folgen die ersten Wirbeltiere, im Mesozoikum die Säugetiere
und Vögel, und im Känozoikum erscheint schliesslich der Mensch.
Gegenargument: Alle Grundtypen treten plötzlich auf, ohne jeden Übergang von einfacheren Formen. Zwischen den einzelnen Grundtypen gibt es keine Übergangsformen. Die Entstehung neuer, bisher nicht vorhandener Organe, Strukturen und Bauplantypen ist sprunghaft, ohne kontinuierliche Übergänge. In der DNS der verschiedenen Grundtypen beobachtet man eine markante sprunghafte Zunahme der Informationen. Das spricht für Schöpfung, vor allem weil es keinen Mechanismus für die Entstehung dieser neuen Informationen (also für Makroevolution) gibt. (211)
Rudimentäre (unvollständige) Organe. Beim Menschen
und den Tieren gibt es zwecklose Organe, die gegen einen Schöpfer sprechen,
hingegen mit Evolution erklärt werden können. Zum Beispiel der Wurmfortsatz
am Blinddarm des Menschen, die Beckengürtelreste bei Walen oder die Flügelstummel
bei flugunfähigen Insekten oder Vögeln.
Gegenargument: Rudimentäre Organe erweisen sich beim näheren Studium immer als sinnvoll und nützlich und sind daher kein Argument gegen Schöpfung. Der Wurmfortsatz des Menschen hat eine Abwehrfunktion bei Allgemeinerkrankungen. Die Beckengürtelreste bei Walen haben Beziehungen zum Genitalapparat und dienen als Ansatzstellen für die starke Aftermuskulatur. Die Flügelstummel flugunfähiger Insekten oder Vögel liegen im Bereich der Mikroevolution. Sie stellen eine Degeneration dar mit Abnahme der Informationen in der DNS. Das ist das Gegenteil von Evolution. (169) (Reinhard Junker, Ähnlichkeiten, Rudimente, Atavismen, 2002, Hänssler-Verlag)
Homologe (ähnliche) Organe. Übereinstimmende Baupläne
verschiedener Organismen werden homolog genannt, zum Beispiel die Brustflosse
der Fische, die Vorderextremität der Landwirbeltiere und der Vogelflügel.
Homologe Strukturen sind einander in der Regel augenscheinlich ähnlich.
Homologie bildet die Grundlage für unsere Kenntnisse vom Ablauf der Stammesgeschichte.
Gegenargument: Ähnlichkeiten an sich geben noch keine Auskunft über ihre Entstehung (294). Homologie ist bei einem gemeinsamen Schöpfer ebenso zu erwarten, denn er hat wie in einem Baukastensystem ähnliche Elemente bei verschiedenen Lebewesen verwendet. Dies gilt insbesondere für die Grundbausteine (Proteine) und die Informationsspeicher (DNS) der Lebewesen. (154) (Reinhard Junker, Ähnlichkeiten, Rudimente, Atavismen, 2002, Hänssler-Verlag)
Nachgeführt am 1. Juni 2004