Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/1659

Der Beitrag honoriert den Anbau von Getreide, Sonnenblumen, Eiweisserbsen, Ackerbohnen und Raps ohne Einsatz von Fungiziden, Insektiziden, Wachstumsregulatoren und chemisch-synthetischen Stimulatoren der natürlichen Abwehrkräfte. Mit diesem Anreiz soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau reduziert werden, um negative Auswirkungen von potenziellen Rückständen in den geernteten Produkten und in der Umwelt zu vermeiden. Die Landwirte und Landwirtinnen, die sich für das Verfahren Extenso entscheiden, nehmen ein gewisses Risiko der Ertragsminderung oder sogar des Ernteausfalls auf sich. Dieses Risiko wird mit dem Extenso-Beitrag vermindert.
Der Beitrag wird gesamtbetrieblich pro Kultur gewährt, wenn keine Fungizide, Insektizide, Wachstumsregulatoren und chemisch-synthetische Stimulatoren der natürlichen Abwehrkräfte eingesetzt werden. Jede einzelne Getreideart kann nach den Extenso-Anforderungen angebaut und angemeldet werden. Der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin muss im Voraus bestimmen, für welche der erwähnten Kulturen, er/sie diese Bedingungen auf dem ganzen Betrieb einhalten will.
Dank dieser Massnahmen werden ca. 50 % der Getreideflächen in der Schweiz in extensiver Produktion bewirtschaftet. Bei Sonnenblumen, Eiweisserbsen und Ackerbohnen beträgt die Fläche mit Extenso ca. 75 % der insgesamt mit diesen Kulturen angebauten Fläche in der Schweiz. Für den Rapsanbau ist die Beteiligung wesentlich tiefer, was sich mit dem hohen und regelmässig vorkommenden Befall durch Rapsschädlinge erklären lässt.