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Es ist ein Thema, das immer häufiger diskutiert wird: künstliche Intelligenz, Roboter. Der Gedanke, eine neue Art von Spezies zu erschaffen, ist verlockend. Doch die Meinungen über die wirkliche Durchsetzung einer solchen Idee sind sehr geteilt. Etwas zu erschaffen, das klüger ist als wir selbst, könnte unter Umständen schwerwiegende negative Folgen haben. Innerhalb von kurzer Zeit könnten uns die Roboter in allen Aspekten überholen. Natürlich ist das ein sehr pessimistisches Szenario.
Eine schönere, jedoch ein wenig unrealistischere Möglichkeit wäre, dass Mensch und Roboter es tatsächlich schaffen könnten, zusammenzuleben. Dies würde allerdings auch eine Menge Fragen aufwerfen. Wie würden Roboter in solch einer Gesellschaft behandelt werden? Wären sie den Menschen gleichgestellt?
Ein wirklich bedeutender Aspekt in dieser Hinsicht ist das Recht. Die Frage, ob sich Roboter den Menschenrechten anpassen müssten oder ob eine völlig neue Gesetzesgrundlage speziell für Roboter aufgebaut werden müsste. Und wer würde diese erarbeiten? Vielleicht Richter, Wissenschaftler oder Computerspezialisten?
Um solche Fragen beantworten zu können, müssten wir erst einmal feststellen, ab wann etwas menschlich ist. Es gibt keine Definition für den Ausdruck ‚Mensch‘. Wieso auch, wir hatten noch nie zuvor eine Situation, in der wir uns nicht sicher waren, ob etwas menschlich ist oder nicht. Allerdings gibt es eine Definition für Lebewesen. Jedes Lebewesen besitzt folgende Eigenschaften: Reizbarkeit, Fortpflanzung & Vermehrung, einen eigenen Stoffwechsel, Wachstum & Entwicklung und eigenständige Bewegung. Von diesen Eigenschaften besitzt ein Roboter die eigenständige Bewegung und vielleicht eine Entwicklung, wenn wir dabei von Lernverhalten sprechen. Damit wäre er nicht einmal ein Lebewesen. Wie kommt es dann, dass mir eine Software, wie zum Beispiel Siri, menschlicher erscheint als die Katze meines Nachbarn? Ich denke, dass es daran liegt, dass die Software meine Sprache versteht und mir auch in dieser antworten kann. Wenn ich also Siri nach einem Witz frage, erzählt sie mir einen, während mich die Katze nur fragend anstarren würde. Dies wirft die Frage auf, ob etwas menschlich sein kann, ohne ein Lebewesen zu sein.
Kommen wir nun auf den rechtlichen Aspekt zurück. Stellen wir uns eine ganz einfache Situation vor: Allen Robotern wird einprogrammiert, dass sie nicht über Rot gehen dürfen. Jetzt gibt es bei einem Exemplar einen Systemfehler. Er geht unbedacht über die Straße und verursacht so einen Verkehrsunfall. Wer ist nun Schuld? Dem Roboter können wir einen Systemfehler nicht vorwerfen, schließlich wird einem Menschen auch keine Schuld zugesprochen, wenn er krank wird. Der Autofahrer, der über Grün gefahren ist, hat eigentlich auch nichts falsch gemacht. Was ist mit der Firma, die den Roboter programmiert hat? Oder vielleicht sogar der spezifische Programmierer, der für diesen Roboter verantwortlich war? Und wer entscheidet das? Ein Gericht aus Menschen, ein spezielles Gericht für Roboter, bestehend aus Robotern, oder ein gemeinsames Gericht?
Das Ganze ist ein unglaublich komplexes Thema und bevor wir uns wirklich Gedanken über ein Leben mit fortschrittlichen Maschinen machen, müssen wir alle aufkommenden Fragen beantworten können.
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