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Bei den ZSC Lions hütete Daniel Guntern das Tor, weil der Finne Joni Ortio erkrankte und sich Lukas Flüeler während des Aufwärmens verletzte. Der 24-jährige Guntern kam zuvor bei den ZSC Lions in dieser Saison erst zu zwei Teileinsätzen. Letzte Saison bestritt er - als der Klassenerhalt feststand - drei Partien in der Abstiegsrunde (1 Sieg, 2 Niederlagen). In Ambri glänzte der Keeper aus dem eigenen Nachwuchs mit 23 Paraden. Vor allem im ersten Abschnitt, als Ambri drückte, trumpfte Guntern gross auf.
Eine Hauptrolle übernahm auch Mattia Hinterkircher, auch er 24-jährig und ein einstiger ZSC-Junior. Hinterkircher wechselte vor Weihnachten von den Lions (wo er nur dreimal in der National League eingesetzt worden war) zu Ambri. 103 Sekunden vor Schluss erzielte er im erst vierten Spiel mit Ambri bereits sein zweites Tor - es war der nicht mehr erwartete 2:2-Ausgleich.
Den Schlusspunkt in der Verlängerung setzte nach nur 30 Sekunden Patrick Geering, der in der Verlängerung nur wegen der vielen Absenzen zum Handkuss kam. Geering erzielte sein erstes Saisontor. Vorbereitet wurde der Treffer von Pius Suter, der in Abwesenheit von Garrett Roe das Topskorer-Trikot trug und an allen Zürcher Treffern beteiligt war (1 Tor/2 Assists).
Die ZSC Lions präsentierten sich personell in Ambri nicht top-besetzt. Neben den Goalies Ortio und Flüeler mussten sich auch Roe, Roman Wick (beide verletzt) und Maxim Noreau (krank) ersetzen. Der ZSC trat bloss mit zwei Ausländern an. Die Zürcher hoffen, dass der eine oder andere am Sonntag im Spitzenspiel im Hallenstadion gegen Zug wieder mittun kann.
Ambri-Piotta droht dagegen unmittelbar nach dem Spengler Cup der Koller: Nach den Niederlagen in Lausanne (1:5) und gegen die ZSC Lions gastieren die Leventiner am Sonntag bei Servette (2.), das sich derzeit in der Tabelle auf gleicher Höhe wie die Zug (1.) und die ZSC Lions (3.) bewegt. Ambri benötigt dringend Punkte, um am Strich den Anschluss an die Berner Klubs nicht zu verlieren.