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Arbeitersiedlungen auf Zeit im alpinen Raum kann man als eine der Kehrseiten der strahlenden Moderne beschreiben. Sie wurden im Alpenraum für den Bau von Infrastrukturprojekten wie Tunnels, Autobahnen oder Staudämmen errichtet und nach Beendigung der Bauarbeiten wieder entfernt. Die Bewohner und Bewohnerinnen stammten mehrheitlich aus Italien und lebten oft viele Jahre unter prekären Bedingungen in den Provisorien. Die ephemeren Bauarbeiterunterkünfte standen immer im Zusammenhang mit monumentalen, identitätsstiftenden Bauten von nationaler Bedeutung in der Schweiz. Das Projekt untersucht drei Fallstudien im Schweizer Alpenraum in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Eine der Fallstudien stellt ein nicht temporäres Wohnprojekt als Kontrastbeispiel in den Vordergrund.
Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds SNF
Produkt: Dissertation
Projektlaufzeit: 2019–2022