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An der kommenden Generalversammlung werden den Aktionären zwei neue Mitglieder für den VR vorgeschlagen. Die Schweizer Präsenz im Aufsichtsgremium wird gestärkt.
Iris Bohnet und Jean-Daniel Gerber sollen an der GV vom 27. April in das Führungsgremium der Credit Suisse gewählt werden. Zusammen mit den Anträgen an die GV wurden die beiden Kandidaten am Mittwoch von der Grossbank in einer Pressemitteilung bekannt gemacht.
Die fünf bisherigen Mitglieder Walter Kielholz, Andreas Koopmann, Richard Thornburgh, John Tiner und Urs Rohner treten überdies zur Wiederwahl an.
Verhaltensökonomin und Spieltheoretikerin
Bohnet soll den CS-VR auf akademischer Seite stärken. Die 45-jährige Schweizerin hält einen Doktortitel der Ökonomie der Universität Zürich, wo sie auch ihre Studien in Wirtschaftsgeschichte, Wirtschafts- und Politikwissenschaften absolvierte.
Nun ist sie Academic Dean und Professorin für Public Policy an der Harvard Kennedy School. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit umfasst Verhaltensökonomie, Spieltheorie sowie Verhandlungsanalyse, oft unter Berücksichtigung von geschlechter- und kulturspezifischen Fragen.
Langjährige Erfahrung im Bund
Gerber kommt aus der Schweizer Wirtschaft und hat enge Kontakte und langjährige Erfahrung mit dem Bund. Zuletzt war er zwischen 2004 und 2011 als Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement tätig.
Von 1997 bis 2004 leitete der Schweizer als Direktor das Bundesamt für Migration im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement und war von 1993 bis 1997 Executive Director bei der Weltbank-Gruppe. Er war auch Schweizer Vertreter bei der Welthandelsorganisation (WTO) und Leiter des Wirtschafts- und Finanzdienstes in der Schweizer Botschaft in Washington, DC, sollte somit mit dem amerikanischen Tenor in Steuerfragen vertraut sein.