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Seit 2002 verfolgt Glencore die Strategie, die Kontrolle über den gesamten Prozess des Rohstoffgeschäftes auszubauen. Dazu gehören die Investitionen in Afrika, insbesondere in Sambia mit Mopani Copper Mine und vor rund zwei Jahren in der DR Kongo mit Katanga Mining Limited (KML). Glencore International gewährte KML im November 2007 ein erstes Darlehen von 150 Millionen Dollar, im Januar 2009 weitere 100 Millionen Dollar, zum Teil wandelbar in Aktien von KML. Glencore wandelte im Frühjahr 2009 ihre Wandeldarlehen um und hält heute knapp 75 Prozent an KML. Zu diesem Geschäft gehört ein Vertrag, mit dem Glencore das Recht eingeräumt erhielt, für die nächsten zehn Jahre sämtliches in den Minen von KML geförderte Kobalt und Kupfer zu verkaufen. Die Investition verspricht einen beträchtlichen Ertrag. KML besitzt sechs Kupfer- und Kobaltvorkommen in der Provinz Katanga. Das Recht zur Ausbeutung gilt für ein Gebiet von über 40 km2, das ist mehr als die Fläche des Kantons Basel Stadt. Dank weiterer Investitionen will KML bis 2015 zum weltgrössten Förderer von Kobalt und bedeutendsten Kupferanbieter Afrikas werden. Die geförderten Mengen sollen auf 30 000t Kobalt und 310 000t Kupfer gesteigert werden. Trotz der hohen Erträge nehmen Glencore und ihre Tochterfirma KML aber wenig Rücksicht auf die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen des Abbaus. Das belegt die Untersuchung von Fastenopfer, Brot für alle und der Bench Marks Foundation. Die Kritik erfasst insbesondere drei Punkte: Die Verträge, Einhaltung der Menschenrechte und Steueraspekte.