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„Begonnen hat eigentlich alles 19991 in Kalifornien mit meinem Hund Gunner, der von einer Klapperschlange gebissen wurde“, erklärt Caroline Ingraham.
Die aussergewöhnliche Geschichte des einjährigen Schäferhundes Gunnar brachte Caroline dazu, danach zu forschen, welche Heilpflanzen und natürlichen Stoffe Tiere in der Wildnis zu sich nehmen, um sich bei Verletzungen und Krankheiten zu heilen.
1991 kam Gunnar nach seiner üblichen Runde durchs Unterholz rund ums Haus zu Caroline, um sie zu begrüssen. Erschrocken stellte sie fest, dass Brust - und Nackenregion extrem stark angeschwollen waren - er war von einer Klapperschlange gebissen worden. Der Biss einer Klapperschlange führt zu inneren Blutungen. Umgehend fuhren sie in die Tierklinik, wo er während der Nacht an den Tropf gehängt wurde und ein Gegengift bekam. Bei ihrer Ankunft betrug die Anzahl seiner Blutplättchen 70 000/ml (ein gesunder Hund hat um die 200 000/ml). Während der Nacht fiel die Zahl weiter auf 45 000/ml. Zu dieser Jahreszeit ist die Wirkung des Gifts der Klapperschlangen am stärksten und am nächsten Morgen erklärte der Tierarzt, dass Gunnar nicht auf das Gegengift angesprochen habe und die inneren Blutungen schon begonnen hätten. Sie könnten nichts mehr für ihn tun. Es bestanden die beiden Optionen ihn sofort einzuschläfern oder mit nach Hause zu nehmen. Caroline nahmen Gunnar mit nach Hause. Das Leben floss aus ihm heraus, er hatte wahrscheinlich nur noch wenige Stunden zu leben. Blut begann bereits aus seinen Nasenlöchern zu sickern.
Aber das ätherische Öl der wilden Karrottensamen (Daucus carota) rettete sein Leben. Karrottensamenöl stimuliert unter anderem das Zellwachstum, hat eine stark regenerierende Wirkung auf Hepatozyten und wirkt entzündungshemmend. Caroline füllte eine Gelatinekapsel mit Karrottensamenöl, welche Gunnar schluckte. Kurz darauf beobachtete sie zu ihrem grössten Erstaunen, wie das Blut, das stetig aus seiner Nase zu fliessen begonnen hatte, zu einem langsamen Tröpfeln wurde. Dann träufelte Caroline unverdünntes Lavendelöl auf die Bissstellen. Erst kürzlich hatte sie gelesen, dass Dr. Jean Valnet (ein Pionier der Aromatherapie) bei Hunden, die in den Französischen Alpen von Schlangen gebissen worden waren, Lavendelöl verwendet hatte.
Vier Stunden später, verstärkte sich das leichte Tropfen von Blut aus der Nase wieder, aber es floss nicht mehr so stark wie anfangs . Caroline gab Gunnar eine weitere Kapsel - mit derselben Reaktion wie zuvor – der Blutfluss nahm ab. So ging es die ganze Nacht durch, immer in 4 - Stunden Intervallen. Nach jeder Einnahme einer Kapsel kam es zu einer Verbesserung.
Am nächsten Morgen waren nur noch wenige Blutspuren auf dem Küchenboden zu sehen. Aber Gunnar war noch sehr schwach und kaum in
der Lage zu gehen. Abends gegen 18 Uhr ging es ihm langsam besser. Während der folgenden drei Tage wurden Gunnar Kapseln mit Karrottensamenöl und Sandelholzöl angeboten, bis er kein Interesse mehr daran zeigte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich
vollständig erholt.
Dieses auch für Caroline überraschende und überwältigende Ereignis, brachte sie dazu, weitere Forschungen darüber
anzustellen, welche Heilpflanzen Tiere in der Wildnis zu sich nahmen und führte sie in die faszinierende Welt der Zoopharmakognosie. Woraus sie im Laufe der Jahre die Methode
der Angewandten Zoopharmakognosie für Haustiere entwickelte.,
Isabelle Augustin
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