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Der Oscar-Gewinner soll auch Star-Schauspielerin Ashley Judd sexuell belästigt haben.
Der US-Starproduzent und Oscar-Gewinner Harvey Weinstein ist wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung vom Vorstand seiner eigenen Firma gefeuert worden.
Weinstein, der das Unternehmen mitbegründet hatte, hatte sich zuvor freiwillig von der Arbeit freistellen lassen. Weinstein oder sein Anwalt äusserten sich zur Entlassung zunächst nicht.
Die «New York Times» hatte berichtet, dass Weinstein über Jahrzehnte weibliche Angestellte und Schauspielerinnen sexuell belästigt habe, unter ihnen auch Hollywoodstar Ashley Judd. Weinstein erklärte bei der Bekanntgabe seiner Freistellung am Donnerstag, er habe sich gegenüber Kolleginnen unangemessen verhalten. Auf konkrete Vorwürfe ging er nicht ein.
Im Artikel der «New York» Times kamen mehrere der Frauen direkt zu Wort. Judd berichtete etwa, wie sie von Weinstein vor 20 Jahren in sein Hotelzimmer gerufen worden war. Nach Angaben aus Weinsteins Umfeld erhielten mindestens acht Frauen Geld, um ihn nicht anzuzeigen, darunter auch die Schauspielerin Rose McGowan.
Weinsteins Anwältin Lisa Bloom hatte zuvor in einer Erklärung mitgeteilt, ihr Mandant weise «viele der Vorwürfe» zurück. «Er hat Fehler zugegeben, die er gemacht hat», schrieb sie. «Er liest Bücher und geht zur Therapie. Er ist ein alter Dinosaurier, der neue Wege lernt.»
Gemeinsam mit seinem Bruder Bob ist Weinstein für zahlreiche Hollywood-Erfolge verantwortlich. 2010 produzierten sie das mit einem Oscar ausgezeichnete Drama «The King's Speech». Beide hatten auch das US-Filmstudio Miramax gegründet, das sie später verkauften und das Erfolgsfilme wie «Pulp Fiction», «The English Patient» oder «No Country for Old Man» produzierte.
Weinstein ist seit 15 Jahren in zweiter Ehe mit der Modeschöpferin Georgina Chapman verheiratet. Mit der Britin hat er zwei Kinder. (sda/reu/ap)