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Diablo Canyon soll 2025 stillgelegt werden
Die PG&E begründet die Stilllegungsabsicht für Diablo Canyon (2 x PWR, je rund 1120 MW) unter anderem damit, dass der Bedarf an elektrischer Energie aus dem Kernkraftwerk in Kalifornien in Folge einer energiepolitischen Neuausrichtung deutlich sinken dürfte. Der Bundesstaat beabsichtige, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 50% zu erhöhen. Das Unternehmen plane daher, die beiden Blöcke nach Ablauf ihrer Betriebslizenz stillzulegen: Diablo-Canyon-1 wird demnach im November 2024 und Diablo-Canyon-2 in August 2025 endgültig vom Netz gehen.
Die PG&E schlägt daneben in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Umweltschutzorganisationen vor, über die staatlich geforderten Ziele hinaus in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Stromspeicherung zu investieren. Die Absicht sei, die Stromproduktion Diablo Canyons dereinst durch erneuerbare Energien und Stromspeicherung zu ersetzen.
Stromproduktion in Kalifornien
Diablo-Canyon-1 und -2 erzeugten 2015 zusammen rund 18 TWh elektrische Energie. Sie erbrachten damit knapp 10% der Stromproduktion Kaliforniens. Im vergangenen Jahr wurden 60% des im Bundesstaat erzeugten Stroms mit Gaskraftwerken produziert. Im einstelligen Prozentbereich lagen Geothermie, Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik.
Diablo Canyon ist das einzige noch elektrische Energie erzeugende Kernkraftwerk in Kalifornien. Rancho-Seco-1 (PWR, 873 MW) stellte den Betrieb im Juni 1989 ein. Im November 1992 folgte San-Onofre-1 (PWR, 436 MW). Die Blöcke 2 und 3 (PWR, je rund 1070 MW) an diesem Standort wurden im Juni 2013 stillgelegt.