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Der palästinensische Häftling Mohammed Allan hat nach etwa zwei Monaten im Hungerstreik das Bewusstsein verloren.
Sein Anwalt Dschamil al-Chatib sagte am Freitag, er sei von dem behandelnden israelischen Spital über das Koma von Allan informiert worden.
Damit rückte die umstrittene Zwangsernährung näher, die nach einer Gesetzesänderung erstmals zulässig wäre. Allan verweigert die Nahrungsaufnahme aus Protest gegen seine potenziell unbefristete Administrativhaft in einem israelischen Gefängnis.
Wie israelische und palästinensische Medien am Freitag berichteten, wurde Allan in einem Spital in Aschkelon zunächst durch eine Flüssigkeits- und Salzzufuhr stabilisiert. Auch sei er künstlich beatmet worden.
Aus Israel selbst gab es zunächst keine Bestätigung des Zustands des Palästinensers. Ein Sprecher des Strafvollzugs sagte, er habe keine Kenntnis von derlei Entwicklungen.
Die sogenannte Administrativhaft wird gegen Terror-Verdächtige für jeweils sechs Monate verhängt, ohne dass eine Anklage vorliegen muss. Sie kann immer wieder verlängert werden. Der israelischen Armee zufolge soll Allan Kontakt zu Terroristen gehabt haben, die Angriffe gegen Israel geplant haben sollen.
Israels Parlament hatte am 30. Juli ein Gesetz gebilligt, das eine Ernährung von Gefangenen während eines Hungerstreiks auch gegen ihren Willen erlaubt - wenn ihr Leben gefährdet ist. Menschenrechtsorganisationen und der israelische Ärzteverband lehnen die Praxis jedoch ab.
Die israelische Organisation Ärzte für Menschenrechte schrieb am Freitag, sie hoffe, dass die Ärzte des behandelnden Spitals «im Einverständnis mit dem Willen des Patienten» handeln würden. Die israelische Polizei ist in Erwartung von Protesten in erhöhter Alarmbereitschaft. (sda/afp/dpa)
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