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Gehirn
Je besser wir unser Gehirn verstehen, umso mehr geraten selbst Wissenschaftler ins Staunen über diese enorme Komplexität. Der Hirnstamm, der älteste Teil unseres Gehirns, hat große Ähnlichkeit mit dem vollständigen Gehirn eines Reptils und
wird daher auch gerne als Reptiliengehirn bezeichnet. Der Hirnstamm befindet sich tief im Inneren des Gehirns, steuert und überwacht lebensnotwendige vegetative Körperfunktionen wie die Kontrolle des Atems, des Herzschlags, der Körpertemperatur
und der Verdauung. Instinktiv regelt der Gehirnstamm körperliche Bedürfnisse wie Essen, Trinken und die Fortpflanzung. Sind wir nun großem "Stress" ausgesetzt, übernimmt der Hirnstamm sozusagen das Kommando, und wir sind nur noch auf "Überleben"
programmiert. Die klassische Stressreaktion "Kampf oder Flucht" findet genau in dieser Region des Gehirns statt. Natürlich haben wir noch viele andere Bereiche wie etwa der Thalamus (Informationsfilter), Hippocampus (Gedächtnis, Lernen),
Amygdala (sie etikettiert unsere Erfahrungen wie Freude, Schmerz, Angst, Wut etc.), Basalganglien (Integration u. Ausführung motorischer Bewegungsabläufe) um nur ein paar zu nennen.
Wenn wir nun verstehen, wie viele Bereiche in unserem Gehirn, fein aufeinander abgestimmt, ständig miteinander in Beziehung stehen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass unser Gehirn anfällig ist auf Störfaktoren wie etwa "Stress". Sind
alle diese Bereiche aber gut integriert und im Einklang dann sind wir im "Flow" mit unserem Denken, Fühlen und Handeln. In diesem Zustand sind wir zufrieden mit uns selber und der Welt, lieben es unserer Arbeit nachzugehen und sind in
"Balance".