Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/52318

<h2>SubmittedText<h2><p>Die "NZZ am Sonntag" vom 17. August 2003 enthält ein (von einem Kaderrekrutierungs-Unternehmen verfasstes) Stelleninserat für einen offensichtlich wichtigen Posten in der Direktion der "Musée Suisse Gruppe". </p><p>Dieses Inserat scheint mir wegen seiner offensichtlichen Missachtung der französischen Sprache inakzeptabel. Vorausgesetzt wird - dies versteht sich von selbst - die Beherrschung des Deutschen sowie die Fähigkeit, in Englisch zu kommunizieren. Französisch steht unter "eventuell" an dritter Stelle und Italienisch, Landessprache und wichtige Kultursprache, ist nicht einmal erwähnt: "Sie beherrschen ein stilsicheres Deutsch und kommunizieren gerne in Englisch, eventuell Französisch."</p><p>Unter allen Fragen, die "Musée Suisse" aufwirft, ist der Bundesrat gebeten, zu sagen, was er von einem solchen Inserat hält. Meiner Meinung nach stellt es eine Verletzung des nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls dar, umso mehr, als dieser Affront im Namen einer Institution von hohem symbolischem Wert erfolgt.</p><p>Muss man ausserdem davon ausgehen, dass mit dem Logo "Musée Suisse" in grossen Kleinbuchstaben und dem Untertitel "Schweizerische Nationalmuseen" in kleinen Grossbuchstaben der Französisch sprechenden Bevölkerung künftig die Etikette bleibt und die Deutschsprachigen den Inhalt bestimmen?</p><p>Welche Absichten und Möglichkeiten hat der Bundesrat, in dieser Frage zu handeln?</p><p>Wie wird er den Respekt vor der Vielfalt und der Gleichheit der Sprachen auch bei der "Musée Suisse" oder den "Schweizerischen Nationalmuseen" durchsetzen, wo der Emmentaler selbstverständlich seinen Platz hat, jedoch nur unter der Bedingung, dass "Formaggini" und "Gruyère" nicht durch irgendeinen "swiss cheese" ersetzt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Antwort des Bundesrates existiert nur in französischer Sprache.</p>