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Der Kanton Aargau kennt Zerstückelungs- und Realteilungsverbote von landwirtschaftlichen Grundstücken und Gewerben.
Zerstückelungsverbot
Ein landwirtschaftliches Grundstück darf grundsätzlich nicht in Parzellen unter 25 Aren aufgeteilt werden. Landwirtschaft Aargau kann jedoch Ausnahmen bewilligen. Landwirtschaftliche Grundstücke und Gewerbe dürfen zudem nicht in Miteigentumsanteile von weniger als ein Zwölftel aufgeteilt werden.
Der Kanton Aargau kennt ein weiteres Zerstückelungsverbot: Nach § 47a LwG AG dürfen keine Grundstücke unter 36 Aren entstehen. Hinzu kommt, dass für Grundstücke, die Gegenstand einer Güterregulierung waren, gemäss Art. 102 Abs. 1 des eidgenössischen Landwirtschaftsgesetzes, ein nichtverjährbares Zerstückelungsverbot gilt.
Realteilungsverbot
Ein landwirtschaftliches Gewerbe unterliegt dem Realteilungsverbot. Mit anderen Worten, einzelne Grundstücke oder Grundstücksteile des landwirtschaftlichen Gewerbes dürfen nicht veräussert werden.
Ausnahmen vom Realteilungs- und Zerstückelungsverbot können bewilligt werden, wenn
- eine Aufteilung nach Nutzungsart (landwirtschaftlich/nichtlandwirtschaftlich) gemacht wird;
- Grundstücke oder Grundstücksteile eines landwirtschaftlichen Gewerbes mit oder ohne Aufpreis gegen Land, Gebäude oder Anlagen getauscht werden, die für den Betrieb des Gewerbes günstiger liegen oder geeigneter sind;
- weitere Gründe siehe Art. 59 und 60 BGBB
Vorgehen
Landwirtschaft Aargau kann zur Vorabklärung ein Situationsplan des Grundstücks mit dem beabsichtigten Parzellierungsbegehren eingereicht werden. Das Ergebnis der Abklärung wird dem Grundeigentümer oder Notar schriftlich mitgeteilt. Die definitive Bewilligung wird auf dem abgeschlossenen Vertrag mit Mutationstabelle erteilt.