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Über unser Projekt
Die heimische Dunkle Biene muss unterstützt werden, ansonsten verschwindet sie in der Schweiz gänzlich. Der Erhalt wird gefördert durch gezielte Zucht, durch Schutzgebiete und durch zahlreiche Imker, welche Dunkle Bienen halten.
Unser Projekt hat zum Ziel, Imker vorallem in der Region Willisau und Entlebuch das Halten der Dunklen Biene attraktiv zu machen und dafür zu sorgen, dass genügend Völker gehalten werden.
Worum geht es in diesem Projekt?
Unser Projekt hat zu Ziel, Imker vorallem in der Region Willisau und Entlebuch das Halten der Dunklen Biene attraktiv zu machen und dafür zu sorgen, dass genügend Völker gehalten werden, die den Belegstellen Rothbach und Wiggernalp als sogenannte Drohnenvölker dienen.
Wir brauchen dafür Sponsoren für die Anschaffung von Magazinbeuten, den Kauf von Bienenvölkern und Beiträge an die Königinnenzucht.
Es gibt mehrere Honigbienenrassen in Westeuropa, wobei die ursprünglich heimische Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) je länger je mehr verdrängt wird. In Deutschland ist sie bereits fast gänzlich verschwunden, dort ist die Carnica Rasse (A. mellifera carnica) vorherrschend, welche ursprünglich aus Südosteuropa stammt. In Frankreich gibt es nur noch wenige Dunkle Bienen. In der Schweiz hingegen haben wir noch eine grössere Population Dunkler Bienen, welche vom Verein Dunkle Biene Schweiz (www.mellifera.ch) erhalten und gefördert wird. Pro Specie Rara unterstützt diese Bemühungen.
Die einheimische Dunkle Bienen ist den lokalen Gegebenheiten angepasst und kommt mit unserem Klima sehr gut zu Rande. Sie hat aber in Imkerkreisen teilweise zu Unrecht einen schlechten Ruf als stechlustige Biene. Zudem ist sie züchterisch weniger bearbeitet als die vorherrschende Carnica-Biene und wird deshalb als schlechter empfunden.
Eine Bienenkönigin wird in der Luft von 15 bis 20 Drohnen
(männliche Bienen) begattet. Damit reinrassige Dunkle
Bienen-Königinnen sicher begattet werden können, braucht es
sogenannte Belgestellen, in deren Umkreis von 3 bis 5 km keine
anderen Bienenvölker anderer Rassen stehen.
Auf einer solchen Belegstelle – sie liegen meist in höheren Lagen - werden vom Frühjahr bis Sommer Drohnenvölker aufgestellt. Das sind normale Bienenvölker, deren Abstammung gesichert ist.
Die Königinnenzucht wird von einzelnen Imkern betrieben. Gelingt es, junge Königinnen zu züchten, so werden diese unmittelbar um die Geschlechtsreife in kleinen Einheiten, sogenannten Begattungskästchen, zusammen mit wenigen Bienen auf eine Belgestelle gebracht.
Der Aufwand für die Zucht von Jungköniginnen ist gross. Das Halten zusätzlicher Bienenvölker ist neben der zeitlichen Beanspruchung für die Pflege auch mit Kosten für die sogen. Beute verbunden. Denn das Bienenvolk braucht ein Zuhause. Eine Magazin-Beute vereinfacht das Umplatzieren auf die Belegstelle.
Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?
Das Projekt hat zum Ziel, möglichst viele Imker zu gewinnen, welche einerseits Völker der Dunklen Biene halten und diese gleichzeitig als Drohnenvölker für die Belegstellen zur Verfügung stellen. Dazu braucht es ein Bienenvolk, welches mir einer reinrassigen Königin versehen wird und natürlich eine Behausung für dieses Volk.
Kauft man Bienenvölker einheimischer Herkunft, so sind diese je nach Grösse für CHF 100 bis CHF 300 erhältlich. Eine reinrassige Königin kostet auf dem Markt um die CHF 50 bis 100. Die Kosten für die Beute bewegen sich je nach Bauart zwischen CHF 250 bis CHF 500.
Ziel ist es nun, einzelnen Imkern eine Beute sowie eine reinrassige Königin zur Verfügung stellen, in das er ein Bienenvolk von seinem Stand einlogiert. Dafür kriegt der Imker CHF 200 pro Saison. Gleichzeitig muss er sich bereit erklären, sein Volk als Drohnenvolk für eine Belegstelle zur Verfügung zu stellen. CHF 500 werden für den Kauf der Bienenkönigin, der Beute und den adminstrativen Aufwand benötigt.
Der Verein Schweizerischer Mellifera Bienenfreunde garantiert, dass mit jeden CHF 700, welche zusammenkommen, ein zusätzliches Bienenvolk der einheimischen Dunklen Biene gehalten wird. Damit sich die Organisation lohnt, müssen mindestens 5 Völker mit Behausung finanziert werden können.
Wer dieses Projekt unterstützt, leistet nicht zur einen Beitrag zum Erhalt der Bienen allgemein, sondern hilft, die einheimische, den lokalen Gegebenheiten angepasste Biene zu erhalten.
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?
Wem es nicht egal ist, wenn eine Bienenrasse, welche seit Jahrtausenden in unserer Gegend heimisch ist, einfach von der Bildfläche verschwindet, der unterstützt das Projekt.
Er oder sie leistet dadurch einen Beitrag zur Biodiversität und gegen das buchstäbliche Bienensterben, nämlich das Sterben der einheimischen Dunklen Biene.
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Kommt der anvisierte Zielbetrag zusammen, dann werden damit Bienenbeuten gekauft, die bereits kontaktierten Imker informiert und mit ihnen eine Vereinbarung getroffen.
Die Bienenbeute gehört dem Verein Schweizerischer Mellifera Bienenfreunde. Der Imker erhält diese leihweise. Zusätzlich erhält der Imker CHF 200 pro Volk, in das er eine reinrassige Königin einweiselt (dazu gibt).
Die administrativen Aufwendungen laufen über den Vorstand des Vereines. Soweit ein finanzieller Überschuss entsteht, fliesst dieser in die Vereinskasse.