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Monfils: «Höre in jedem Spiel rassistische Kommentare»
Mit seinem neuen Jubel macht Gael Monfils auf eine Rassismusdebatte aufmerksam – und lässt mit überraschenden Aussagen aufhorchen.
Er steht in die Mitte des Courts, formt seine Fäuste vor der Brust zu einem X und lässt sie dann kraftvoll zur Seite gleiten – in alle vier Richtungen. Jeder soll sie sehen, die «Wakanda Forever»-Geste.
Sie stammt aus dem Film «Black Panther», der zurzeit in den Kinos läuft. Damit zeigen die Bewohner des fiktiven Landes Wakanda die Treue zu ihrem Land. «Es ist ein Zeichen, dass ich die Black Panther Community unterstütze», erklärt Monfils seinen Jubel nach dem Sieg gegen John Isner (6:7, 7:6, 7:5) in der 2. Runde von Indian Wells.
Die in den 1960er Jahren erfundene Figur «Black Panther» diente als Vorlage für den ersten schwarzen Superhelden in der amerikanischen Comic-Welt. Sie hat für viele Afroamerikaner einen Wiedererkennungswert zur Black Panther Party, einer sozialistisch revolutionären Bewegung des schwarzen Nationalismus in den USA.
«Wenn es Filme gibt, die helfen, den Glauben zu stärken und Stärke zu zeigen, dann hilft das», meint der Franzose, der offenbar selber immer wieder mit Rassimus konfrontiert wird. «Grundsätzlich höre ich in jedem Spiel rassistische Kommentare», sagt Monfils.
Er sehe sich zwar nicht als Lautsprecher, trotzdem sei es ihm wichtig, soziale Probleme wie Rassismus zu thematisieren: «Wenn ich die Botschaft mit einem Zeichen verbreiten kann, dann mach ich das».
Monfils ist nicht alleine. Auch andere Sportler wie zum Beispiel die beiden Manchester-United-Profis Paul Pogba und Jesse Lingard zeigten die «Wakanda Forever»-Geste schon einem Millionenpublikum.Zurück zur Startseite