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GEMMOTHERAPIE Olea europaea Der Olivenbaum Er ist ein Geschenk der Götter: Athene persönlich soll den Menschen den Olivenbaum gebracht haben; und zwar im Laufe eines Streites mit Poseidon, in dem es um die Schutzherrschaft über die griechische Region Attika ging. Zeus fällte den Schiedsspruch, wer das nutzbringendere Geschenk dem Volk Attikas mache, werde die Herrschaft bekommen. Poseidon stiess seinen Dreizack in den Felsen, worauf Wasser daraus sprudelte. Doch die Quelle enthielt nicht begehrtes Süsswasser, sondern nutzloses Salzwasser. Athene pflanzte einen Olivenbaum, der gesunde Nahrung, pflegendes Körperöl, Lampenöl und Handelsgut lieferte und gewann damit den Wettstreit. Der Olivenbaum (Olea europaea) ist eine eindrückliche Gestalt: Mit einer Höhe von 15 Metern ist er zwar nicht gross, aber mit dem dicken, oft gewundenen und durchlöcherten Stamm strahlt er Ruhe und Kraft aus. Er wächst langsam, wird dabei sehr alt: Als ältester Vertreter gilt ein Olivenbaum auf Kreta, dessen Alter auf 3000 bis 5000 Jahre geschätzt wird. Die grüngrauen, auf der Unterseite silbrighellen Blätter sind lederartig derb, eine Anpassung an die trockenen Klimazonen, in denen er wächst. Mit ihrem silbergrauen Blätterschopf und der knorrigen Gestalt ähneln die Bäume alten Weisen. In vielen Kulturen wurde der Olivenbaum denn auch als Baum der Weisheit verehrt und galt als Symbol des Friedens. Vermutlich waren es die Sumerer, die die wilde Olive nach Griechenland brachten. Dort entstanden die ersten Kulturformen des Baumes. Als Wiege gilt Kreta, wo Oliven bereits vor 8 000 Jahren ein wichtiges Nahrungsmittel waren. Heute findet man die Charakterpflanze des Mittelmeerraumes auf allen fünf Kontinenten. Auch das zeigt, wie wichtig der Baum für die Menschen ist. Ist es Zufall, dass der 30 Schweizer Hausapotheke 6-2019 Olivenbaum die gleiche Chromosomenzahl wie der Mensch hat? Der Olivenbaum ist ein Sonnenanbeter, er verlangt viel Licht, stellt hingegen kaum Ansprüche an den Boden; nur mit Staunässe kommt er nicht klar. Aus den winzigen, fein duftenden Blüten entwickeln sich die Steinfrüchte, die Oliven. Nach etwa sieben Jahren fruchtet ein Baum erstmals, den vollen Ertrag liefert er erst nach 20 Jahren. Die reifen Oliven sind schwarz; grüne Oliven sind eigentlich unreif gepflückt und werden durch Wässern von den Bitterstoffen befreit. Gesundes Öl und heilsame Blätter Es gibt rund 1000 verschiedene Sorten Olivenbäume, der Geschmack der Früchte — und damit auch der Öle — variiert beträchtlich. Olivenöl gilt als eigentliches Gesundheitsöl: Es enthält ungesättigte Fettsäuren, darunter vor allem die einfach ungesättigte Ölsäure, die cholesterinsenkend wirkt. Weitere Inhaltsstoffe sind das Phenol Oleocanthal, das sich im Labor als Krebszellen hemmend erwies, Vitamine A und E. Olivenöl beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, es ist ein Pfeiler der gesunden Mittelmeerküche. Zudem besänftigt es Magen- und Darmentzündungen, es verbessert sogar den Knochenaufbau, beugt damit der Osteoporose vor. Äusserlich wird das Öl seit der Antike auch für die Hautpflege verwendet, es war das Salböl der Könige und Helden. Olivenöl versorgt die Haut mit Nährstoffen und Vitaminen und hat sich sogar bei trockener Problemhaut, zarter Babyhaut und zur Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen bewährt. Frische Energie dank des Olivenbaums In der Volksheilkunde wurde eine Abkochung der Blätter gegen Fieber und Malaria eingesetzt, sie linderte Gicht und rheumatische Erkrankungen und als Gurgelmittel Mund– und Rachenentzündungen. Dank der antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoffe, hilft ein Sitzbad mit Blattextrakt bei Blasen- und Scheidenentzündungen. Als Inhaltsstoffe finden sich unter anderem Oleuropein, Cholin, Chalkone, Flavone, Flavonoide und Chinaalkaloide. Besonders interessant ist der Bitterstoff Oleuropein, dessen gesundheitliche Wirkung den stark bitteren Geschmack nicht gerade vergessen lässt, ihn aber erträglich macht: Oleuropein senkt zu hohen Blutdruck, verbessert die Durchblutung des Herzens, hilft bei Herzrhythmusstörungen und senkt den Blutzuckerspiegel. Selbst die Blüten des Olivenbaumes finden Anwendung: Dr. Edward Bach erkannte in ihnen ein Mittel, das zu neuer Kraft verhilft, wenn man nach einer anstrengenden Lebensphase ausgebrannt, psychisch und physisch erschöpft ist. Die Gemmotherapie verwendet die sich entfaltenden Knospen des Olivenbaumes. Diese Knospenessenz regt den Stoffwechsel an, ist blutreinigend, stärkt den Organismus. Sie senkt den Blutdruck, verbessert die Fliessfähigkeit des Blutes und damit auch die Hirnleistung. Die Gemmoessenz hilft bei allen arteriosklerotischen Beschwerden, gibt neue Frische bei diffuser Müdigkeit und Schwäche. Sie stärkt den Patienten bei fieberhaften Infektionskrankheiten wie Grippe und Erkältungen. Bei Altersdepressionen und Burnout- Zuständen verleiht die Olive neue Energie. Selbst bei Fibromyalgie kann man auf eine Verbesserung hoffen. Die Essenz des Olivenbaums entstresst und verleiht dem Patienten die ruhevolle Kraft, die in den eindrücklichen Bäumen steckt. Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste 2008 das Buch «Kaninchenapotheke».
Verstopfung, was tun? Unsere Verdauung funktioniert dann am besten, wenn sich das System im Gleichgewicht befindet. Dabei geht es unter anderem um die Menge an Flüssigkeit, die dem Nahrungsbrei im Darmtrakt entzogen wird. Ist es zu wenig, dann entsteht Durchfall. Ist es zu viel, kommt es zu einer sogenannten Verstopfung. Claudia Schiely, diplomierte Drogistin HF erklärt, wie einer Verstopfung auf natürliche Weise begegnet und vorgebeugt werden kann. Frau Schiely, wann spricht man von einer Verstopfung? Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis zu einmal alle drei Tage normal. Bleibt der Stuhlgang länger aus, dann spricht man von einer Verstopfung. Kurzfristiges Ausbleiben kann etwa auf gewisse Medi- kamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antidepressiva oder situative emotionale Belas tungen zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt ist besonders empfindlich für Anspannung oder Stress. Dauert die Verstopfung länger an, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Gibt es noch andere Gründe für Verstopfung? Vielfach kommt es etwa auf Reisen in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst». Dabei wird der Reflex zur Darmentleerung unterdrückt. Aber nicht nur die Psyche, auch das eigene Verhalten beeinflusst das Funktionieren des Verdauungssystems: Wenig Bewegung, ungesunde und einseitige Ernährung sowie mangelnde Aufnahme von Flüssigkeit können zu Verstopfung führen. Grundsätzlich ist die Verdauung eine hoch individuelle Angelegenheit und von Mensch zu Mensch verschieden. Genügend Bewegung und Flüssigkeit braucht der Körper aber in jedem Fall. Welche Mittel aus der Natur können helfen? Die Sennapflanze ist ein altbewährtes Mittel aus der Natur und wird von Menschen seit jeher insbesondere bei akuter Verstopfung verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch wissenschaftlich nachgewiesen. Sie regt in erster Linie die Darmwand zu verstärkter Bewegung an und fördert die Flüssigkeitsaufnahme in den Darm. Damit wird der Stuhl weicher und die Entleerung vereinfacht. Vor der Einnahme sollte eine Fachperson konsultiert oder die Packungsbeilage gelesen werden. Claudia Schiely, Drogistin HF IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT Mit Gemmotherapie von PHYTOMED NATÜRLICH GESUND In der Schweiz gesammelte Knospen aus Wildsammlung oder biologischem Anbau. Produkte ohne Zusatzstoffe. 40 der wichtigsten Präparate aus eigener Herstellung. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der äusseren Packung oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten. Zulassungsinhaberin/Herstellerin: www.phytomed.ch PHYTOMED AG · CH-3415 Hasle/Burgdorf Telefon +41 (0)34 460 22 11 Schweizer Hausapotheke 6-2019 31