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Lugano-Stürmer Dominic Lammer ist der nächste, den die Liga dabei erwischt hat, wie er versuchte, die Schiedsrichter zu betrügen, in dem er ein Foul eines Gegners vortäuschte oder die Aktion zumindest übertrieben darstellte. Er hat für seine Schauspieleinlage in Davos eine Busse von 2000 Franken bekommen.
Lammer ist bereits der 12. NL-Spieler, der für eine Schwalbe oder Ähnliches gebüsst wurde. Das ist das schmutzige Dutzend: Raffaele Sannitz (Lugano), Marco Maurer (Servette), Aaron Palushaj (Davos), Killian Mottet (Fribourg), Atte Ohtamaa (damals noch Lugano), Jan Mursak (Bern), Cody Almond (Lausanne), Mauro Dufner (SCRJ Lakers), Christoph Bertschy (Lausanne), Marco Müller (Ambri), Samuel Kreis (Biel) und nun eben Lammer.
Die Schwalben-Jäger der Liga machen einen guten Job. Doch offensichtlich sind die Schwalben nicht damit auszurotten, indem man sie öffentlich outet und mit Bussen von 1200 oder 2000 Franken (beim ersten Mal) bestraft.
Im Gegenteil. Regelmässige Bussen könnten das Publikum abstumpfen und dazu führen, dass man vergisst, dass Schwalben im Eishockey höchst verpönt sind.
Was könnte helfen? (Viel) höhere Bussen. Einen Spieler, der im Jahr 300'000 Franken verdient, wird eine Busse von 2000 Franken höchstens kurz die Laune verhageln, aber kaum schlaflose Nächte bereiten. Wenn es aber richtig ans Portemonnaie geht, hört der Spass an der Schauspielerei vielleicht schneller auf.
Und vielleicht könnte man dem Trainer des Schwalben-Betrügers auch noch eine Busse aufbrummen, damit er inskünftig sicherstellt, dass seine Spieler nicht versuchen, Strafen zu schinden.
Wenn man schon beim Erhöhen von Bussen ist: Auch bei den Sperren für Fouls könnten namhaftere Beträge die abschreckende Wirkung erhöhen. Fribourgs Victor Stalberg bekam für einen Check gegen den Kopf zuletzt zwei Spielsperren und eine Busse von 4000 Franken.