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Die dialektologischen Hypothesen über die Verbreitung sprachlicher Phänomene stammen im wesentlichen aus älterer Zeit und sie berücksichtigen nicht die Grammatik. Das geplante Projekt will Fragestellungen und Methoden aus den beiden Disziplinen Dialektologie und Geographie, insbesondere im Bereich der Geographischen Informationswissenschaften (GIScience), enger verzahnen. Wir versprechen uns davon einerseits einen Fortschritt, was das Verständnis der räumlichen Distribution sprachlicher Merkmale angeht und andererseits, was die methodische Weiterentwicklung in der GIScience angeht, die normalerweise mit anderen Daten arbeitet. Das in zwei Teilprojekte gegliederte Vorhaben basiert wesentlich auf den im NF-Projekt „Dialektsyntax des Schweizerdeutschen(SADS)“ erhobenen Materialien und entsprechenden kartographischen Vorarbeiten. In dem linguistischen Teilprojekt A wird eine Übersichtsdarstellung zu den Grenzverläufen und der räumlichen Verteilung grammatischer ( morphosyntaktischer) Phänomene in den schweizerdeutschen Dialekten entstehen. Im geographischen Teilprojekt B wird eine Dissertation die Methoden der GIScience auf der Basis der SADS-Projektdaten
auf ihre Brauchbarkeit prüfen und weiterentwickeln. Beide Teilprojekte sollen gemeinsam die Verteilungsmuster der erhobenen syntaktischen Phänomene mit den quantitativen Methoden der GIScience analysieren und dialektologische Hypothesen prüfen.
Die Anwendung einer Reihe von Verfahren der GIScience zur Analyse sprachlicher Daten stellt eine methodische Herausforderung ist, die in einem interdisziplinären Projekt angegangen wird.