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Rezension
Heute gehören die Bilder der Impressionisten zu den beliebtesten und teuersten Kunstwerken. Zu deren Lebzeiten war ihre Malerei jedoch verpönt; in Paris wurden sie von den Ausstellungen des Salons ausgeschlossen. Zu einem der bedeutendsten von ihnen, Claude Monet, ist ein Hörbild erschienen. Anhand von Briefen, Gesprächen und Erinnerungen wird erzählt, unter welchen Bedingungen seine Bilder entstanden sind: Viele Jahre seines Lebens waren von finanziellen Schwierigkeiten, mangelndem Verständnis von Seiten der Familie und fehlender Anerkennung in der Pariser Gesellschaft bestimmt. Sein Spätwerk, die berühmten Seerosenbilder, wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt – nicht zuletzt von amerikanischen Künstlern, die sich in ihrer abstrakten Malerei mit Monet auseinandersetzten. Die aktuelle Ausstellung in der Fondation Beyeler zeigt den Bezug zu Leben und Werk des grossen Malers in den Werken späterer KünstlerInnen.
Kann Malerei in einem Hörbild nur über das gesprochene Wort vermittelt werden? Auf die Beschreibung von Monets Bildern wird verzichtet. Es wird vielmehr versucht, der Hörerin und dem Hörer durch seine Äusserungen ein Bild seiner Intentionen und Vorstellungen von Kunst zu vermitteln.
REGINE HELBLING