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Im Jahr 1932 organisierte der Skiclub Zermatt das 26. Schweizer Skirennen, obwohl es der schneeärmste Winter seit langem war. Doch die Zermatter Bevölkerung liess sich nicht unterkriegen und half bei der Schneepräparation mit, sodass Zermatt trotz grosser Skepsis einen grossen Erfolg verbuchen konnte.
Die Kritik ist gross
Die Organisatoren des 26. Schweizer Skirennens standen vor einer grossen Herausforderung: Der Winter 1931/32 war der schneeärmste seit langer Zeit. Nur anfangs Dezember fielen in den Bergen 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Die Schneedecke in Zermatt war dünn und der Rest der Schweiz war skeptisch.
Der Autor Paul Lehner fasst in seinem Buch 75 Jahre Skiclub Zermatt die Stimmung wie folgt zusammen: Es sei eine Anmassung von Zermatt gewesen, «sich um das Schweizerische zu bewerben, nachdem man doch als Grünschnabel unter den Wintersportorten noch nicht einmal eine richtige Wintersaison hinter sich habe.»
Die Zermatter Bevölkerung glaubt an ihr Rennen
Doch die Zermatter Bevölkerung stand hinter der Organisation. Überzeugt von der Idee des ersten Skirennens in Zermatt, schufen Privatpersonen unzählige «Tschiffren» (Rückenkörbe), die sie mit Schnee füllten und zu den Pisten brachten. Die Willenskraft der Bevölkerung war so gross, dass die Rennpiste rechtzeitig zu Stande kam.
Per Skimarsch an den Start?
Auch der Skifahrer Otto Furrer hatte sich vorbereitet. Gemäss dem ursprünglichen Programm der Organisation sollten Extrazüge der Gornergrat Bahn die Teilnehmenden hinauf zur Riffelalp transportieren. Von dort aus sollten die Rennfahrer den Startplatz Blauherd per Skimarsch erreichen. Die Wanderzeit im Sommer beträgt rund zwei Stunden. Furrer hatte hierfür trainiert. Auch Furrer war erleichtert, als er hörte, dass die Organisatoren das Abfahrtsrennen kurzfristig nach Riffelboden verlegt hatten. Doch sein hartes Training im Vorgang zahlte sich aus. Otto Furrer meisterte das schwierige Abfahrtsrennen von Riffelboden in die Talebene mit Bravour und nahm Gold mit nach Hause.
Grosser Erfolg für Zermatt
Trotz dieser widrigen Umstände verbuchten die Organisatoren einen Erfolg. Auch die Skeptiker mussten dies nach dem Rennen eingestehen.