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Nach dem Zweiten Weltkrieg war Europa nicht länger führend in der Wissenschaft. Dem Beispiel internationaler Organisationen folgend, hatten einige Wissenschaftler die Idee, ein europäisches Laboratorium für atomare Physik zu gründen. Den ersten offiziellen, konkreten Vorschlag für ein solches Laboratorium legte der französische Physiker Louis de Broglie an der Europäischen Kulturkonferenz in Lausanne 1949 vor. Ein weiterer Vorstoss folgte an der 5. UNESCO Konferenz in Florenz im Juni 1950, an der weitere Wissenschaftler eine Resolution vorlegte, die die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtern sollte. An einer weiteren UNESCO Konferenz in Paris im Dezember 1951 wurde die erste Resolution zum Aufbau eines Europäischen Rats für Kernforschung angenommen. Zwei Monate später unterzeichneten elf Länder eine Vereinbarung über diesen provisorischen Rat - das Akronym CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire") war geboren.
Bei der dritten Zusammenkunft des provisorischen Rates des zukünftigen CERNS wurde 1952 Genf als Sitz bestimmt. Während der sechsten Session des CERN Rates, die vom 29. Juni bis 1. Juli 1953 stattfand, wurde die Vereinbarung von den zwölf folgenden Gründungsstaaten ratifiziert: Belgien, Dänemark, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, Grossbritannien und Jugoslawien. Im September 1954 folgte die offizielle Gründung der Europäischen Organisation für Kernforschung. Ihr ursprüngliches Akronym CERN blieb weiterhin bestehen.
Am 4. Juli 2012 wird die Entdeckung des Higgs-Teilchens als bisher grösser Erfolg verkündet. Derzeit hat das CERN 21 Mitgliedstaaten. Es ist das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik.