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1939: Gründung
Adolf Iten, gerade mal 36 Jahre alt und Automechaniker, gründet die Kronen-Garage unterhalb des heutigen Restaurants Krone im Zentrum von Unterägeri. Der Einmannbetrieb ist damals eine der ersten Garagen im Kanton Zug. Neben Schmittenarbeiten erledigt er Reparaturen an den ersten Fahrzeugen im Dorf und führt nebenbei sporadische Taxifahrten für Kunden aus. Es sind die Vorkriegsjahre und die individuelle Mobilität beginnt langsam aber unaufhörlich zu wachsen.
1956: Die Aegeritalgarage entsteht
Adolf Iten baut in Unterägeri auf einem freien Stück Land eine Autogarage, für damalige Verhältnisse noch am Dorfrand gelegen. Das Dorfzentrum befand sich dazumals rund um den Dorfplatz. Für diese Zeit entsprach der Neubau einem der modernsten Garagenbetriebe in der Region.
1954: Vergrösserung
Aufgrund des weiter wachsenden Individualverkehrs werden die Platzverhältnisse im Dorfzentrum langsam knapp. Adolf Iten kann südlich der Hauptstrasse von Martin Heinrich-Elsener ein Stück Land kaufen. Er beginnt mit der Planung eines grösseren und moderneren Garagenbetriebes mit Tankstelle. Die Grösse erscheint zu dieser Zeit Vielen als sehr gewagt. Zudem befindet sich das Grundstück recht weit weg vom Dorfzentrum. Aus heutiger Sicht allerdings ein visionärer Entscheid, steht doch die Garage heute direkt im Mittelpunkt des Dorfes und somit inmitten des Geschehens..
1956: Eröffnung
Adolf Iten eröffnet die neugebaute Garage. Er kann als Treibstofflieferant BP für die Tankstelle gewinnen. Diese Partnerschaft hält bis heute an. Neben Adolf Iten arbeiten ein Arbeiter und ein Lehrling in der Werkstatt. Seine Frau Frieda besorgt die Buchhaltung und den Unterhalt und hilft tatkräftig an der Tankstelle mit, welche zu dieser Zeit noch bedient ist.
1957: Candid Widmer
Der Automechaniker Candid Widmer wird bei der Arbeitssuche auf die Ägeritalgarage aufmerksam und beginnt seinen ersten Arbeitstag. Er lernt seine zukünftige Frau Elisabeth, die Tochter von Adolf Iten, kennen.
Jetzt arbeiten bereits zwei Mechaniker und ein Lehrling in der Werkstatt.
1959: Ford
Die Ford-Vertretung findet zur Aegeritalgarage, übrigens ein Entscheid, der lange untrennbar mit der Ägeritalgarage verbunden sein wird. Zu dieser Zeit sind es viele amerikanische Ford-Modelle, die in der Schweiz verkauft werden. Damals wurden europäische Modelle hauptsächlich in England gebaut.
1965: Explosion und Brand
Am Samstagmorgen des 7. August 1965 kommt es zu einer gewaltigen Explosion, welche den ganzen Werkstattbereich und Teile des angrenzenden Büros zerstören. Ein Mitarbeiter und ein Kunde werden dabei getötet und der Inhaber Adolf Iten und sein Schwiegersohn Candid Widmer werden schwer verletzt bei diesem schrecklichen Unglück.
Der Grund war ein Tankwagen, welcher einen Tag zuvor den Benzintank überfüllt hatte. Dieser Treibstoff sickerte in den umliegenden Bereich rund um den Tank, welcher zu dieser Zeit noch unter der Tankstelle im Erdreich lag. Die gefährlichen Benzindämpfe breiteten sich bis in die Werkstatt aus, wo sie durch Schweissarbeiten an einem Fahrzeug entzündet wurden. Die Wucht der Explosion war so gewaltig, dass der massive Betondeckel mehrfach gebrochen und völlig zerstört wurde und die Fahrzeuge in der Werkstatt wie Spielzeuge an die Decke schleuderte.
Beim nachfolgenden Wiederaufbau wurde der Bereich unter der Werkstatt gleich neu unterkellert.
1969: Übernahme durch Candid Widmer
Im Jahr 1969 übernimmt der Schwiegersohn von Firmengründer Adolf Iten den Betrieb und führt diesen zusammen mit seiner Frau Elisabeth unter der neuen Einzelfirma „Aegeritalgarage, C. Widmer-Iten“ erfolgreich weiter. Die erste moderne Waschanlage der Region wird bei der Aegeritalgarage eingeweiht und bleibt längere Zeit die Einzige im Aegerital.
1970: Ausbildungsplatz
Nun sind es bereits zwei Lehrlinge, welche den Beruf des Automechanikers in der Ägeritalgarage erlernen können.
1983: Tankautomat
Der erste Tankautomat wird an der BP Tankstelle montiert und ermöglicht es jedem Kunden, Treibstoff rund um die Uhr zu tanken. Die Handhabung geschieht über einen Schlüssel, den jeder Käufer vor dem Tanken zur Registrierung drehen muss. Die Menge des getankten Treibstoffs wird rein mechanisch erfasst und muss damals noch manuell ausgewertet werden.
1986: EDV
Die EDV hält bei der Ägeritalgarage Einzug und ermöglicht es, Treibstoff-, Service- und Reparaturrechnungen elektronisch zu erfassen und zu verrechnen. Ab diesem Zeitpunkt kann auf eine lückenlose Dokumentation zurückgegriffen werden.
1992: Firmengründer Adolf Iten verlässt uns
Der Firmengründer der Kronengarage und späterer Aegeritalgarage stirbt im Februar 1992 im hohen Alter von 89 Jahren nach einem reich erfüllten Leben im Kreise seiner Angehörigen. Seine Gattin Frieda folgt ihm im April 1997.
1996: Der Platz wird knapp
Der Betrieb wächst kontinuierlich weiter und der Präsentationsplatz für die Fahrzeuge wird immer knapper. Man möchte dem grossen Kundenbedürfnis nach gepflegten und preisgünstigen Occasionsfahrzeugen nachkommen. Es werden erste Gedanken zu einem externen Präsentationsplatz gemacht, worauf ein Konzept mit Businessplan erstellt wird.
1997: Ein Platz ist gefunden
Nach intensiver Suche kann ein Pachtvertrag mit der Bürgergemeinde Unterägeri für ein Stück Land gleich neben der Migros-Tiefgarageneinfahrt abgeschlossen werden. Das Projekt nimmt somit konkrete Formen an. Nach einer Amerika-Reise beschliessen die Gründer Daniel und Philip Widmer mit Walter Bruhin, dass das Bürogebäude mit Ausstellungsraum einer Tankstelle der 50er Jahre nachempfunden werden sollte. Auch ein Name für die Firma wird gefunden: Let’s drive (lasst uns fahren). Der Name soll das positive Gefühl mit der Aufforderung zum „Machen“ verbinden.
Im Oktober 1997 starten die ersten Bauarbeiten mit dem Aushub des Erdreiches.
2001: Übernahme
Die Söhne Daniel und Philip Widmer können von ihrem Vater Candid das Geschäft übernehmen. Die Einzelfirma Ägeritalgarage wird in eine AG umgewandelt und damit in dritter Generation weitergeführt.
2004: Planung und Bau neuer Tankstellenshop
Eine Standortanalyse zeigt das Fehlen eines Tankstellenshops in der näheren Umgebung auf. Da auch die Werkstatt mittlerweile in die Jahre gekommen ist, wird ein Totalumbau des Garagenbetriebes ins Auge gefasst. Neben einer neuen, hellen Werkstatt sind auch ein grosszügiger Tankstellenshop und eine Waschanlage mit modernen und lackschonenden Textilbürsten geplant. Im November 2004 startet der Umbau.
2005: Startschuss
Am Freitag 17. Juni 2005 ist es soweit: Der Tankstellenshop heisst den ersten Kunden willkommen. Seither profitieren viele vom breiten , fast rund um die Uhr verfügbaren Angebot. Der Shop wird von der Bevölkerung schnell ins Herz geschlossen und ist bald nicht mehr aus dem Dorfbild wegzudenken. Auch die erstklassige Reinigungsqualität der Waschanlage wird zunehmend genutzt und geschätzt.
2007: Let’s drive zieht um
Der Geschäftsverlauf entwickelt sich erfreulich und das Fahrzeugangebot kann immer weiter ausgebaut werden. Mittlerweile stehen bis zu 50 Exponate für Kunden bereit.
Da eine Vergrösserung des Nachbargrundstücks, in der die Migros einquartiert ist bevorsteht, müssen wir an eine andere Adresse umziehen. Als neuen Standort konnten wir direkt neben der Hauptstrasse an leicht erhöhter Lage beim westlichen Dorfeingang eine Parzelle finden. Die Gestaltungsarbeiten beginnen noch im gleichen Jahr und bereits im Dezember 2007 können wir das neue, grosszügiger konzipierte Gebäude einweihen. Auch dieses ist wiederum einer amerikanischen Tankstelle nachempfunden. Nun können wir Ihnen zwei Fahrzeuge in den Räumlichkeiten an der Zugerstrasse 84 präsentieren.
2014: Übernahme der Suzuki-Vertretung
Am 1. Januar 2014 konnten wir neu die offizielle Suzuki Vertretung übernehmen. Die Fahrzeuge passen hervorragend zu den Anforderungen nach kleinen, kompakten Allradfahrzeugen im Aegerital. Es sind immer genügend Fahrzeuge der neuesten Modellpalette bei uns an Lager für eine sofortige Verfügbarkeit.
Nun können wir Ihnen als Kunden eine kompetente Beratung für die beiden Marken Ford und Suzuki anbieten.
2018: Candid Widmer verlässt uns für immer
Am 11. Juni 2018 hat uns unser Seniorchef Candid für immer verlassen. Er stand uns jeweils mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer für alle eine helfende Hand übrig. Wir sind Dir unendlich dankbar, was Du alles für uns gemacht hast.
Farewell Candid, wir werden Dich immer vermissen!