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Dabei wird klar: Der berühmte Künstler war im Umgang mit Leinwand, Skulptur und Keramik ebenso leidenschaftlich engagiert wie mit Papier - ob mit Schere, als Druck, Gouache, Pastell oder Collage.
Die Ausstellung führt chronologisch durch die 91 Lebensjahre und radikal unterschiedlichen Schaffensperioden des spanischen Meisters. Ein kleiner Scherenschnitt von einem Schwein und einer Taube, den Picasso im Alter von vier oder fünf Jahren schuf, zeugt schon von seiner Begabung.
Ebenso beeindruckt das letzte mit schwarzem Stift auf hellem Papier gezeichnete Selbstporträt aus einer Privatsammlung, das den Künstler ein Jahr vor seinem Tod als verbeulten Schädel mit eingefallenen Wangen und ängstlichen Augen zeigt.
Zu sehen sind Zeichnungen für das berühmte Gemälde "Les Demoiselles d'Avignon", zahlreiche Skizzenbücher zu "Guernica" und anderen Werken, sowie für Kostüme und Bühnenszenen der Ballets Russes. Über allem aber steht die wahre Sammelwut Picassos für alle Arten von Papier, von Tapeten über Pappe, Packpapier, Zeitung, Servietten bis zu angesengten Papierschnitzeln und Briefumschlägen.
Als ein Highlight der Ausstellung gilt deshalb die fast fünf Meter lange Papiercollage "Femmes à leur toilette" (1937/38), mit Muse und Künstlerin Dora Maar als Mittelpunkt.
Die meisten Werke der von Picassos Geburtsstadt Málaga unterstützten Schau kommen aus dem Musée national Picasso-Paris. Die Londoner Ausstellung läuft bis zum 13. April. Sie wird anschliessend im Cleveland Museum im US-Staat Ohio zu sehen sein.