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Ödem: Schwellung, Wasseransammlung, Wassereinlagerung.
Als Ödem bezeichnet man den Austritt von Flüssigkeit aus dem Gefässsystem und deren Ansammlung im interstitiellen Raum (Zwischenzellraum).
Lymphödem: Das Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, das durch die eingeschränkte Transportkapazität der Lymphgefässe hervorgerufen wird.
Primäres Lymphödem: Eine anlagebedingte Lymphgefässschädigung (Fehlanlage des Lymphsystems).
Sekundäres Lymphödem: Eine erworbene Lymphgefässschädigung, z.B. durch Operation, Bestrahlung, maligner Befall der Lymphgefässe und Lymphknoten oder durch entzündliche Veränderungen.
Komplexes regionales Schmerzsyndrom - CRPS (Morbus Sudeck): Das CRPS ist dadurch gekennzeichnet, dass es nach äusseren Einwirkungen (Operationen, Traumen, Entzündungen) über längere Sicht zu einer Dystrophie („Fehlernährung“) und Atrophie (Gewebeschwund) von Extremitätenabschnitten kommt. Als Symptome treten Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und schliesslich Funktionseinschränkungen auf.
Der Entstehungsmechanismus ist nicht zufriedenstellend geklärt. Es wird eine neuronale Entzündungsreaktion diskutiert.
Lipödem: Beim Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, besonders an Ober- und Unterschenkel mit orthostatischen Ödemen in der zweiten Tageshälfte, Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Neigung zu Hämatomen. Typischerweise endet die Schwellung an den Knöcheln.
Die Erkrankung tritt fast ausschliesslich bei Frauen auf, vor allem nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder im Klimakterium. Eine genetische Veranlagung wird vermutet, jedoch auch hormonelle Veränderungen und Gewichtszunahme als potenzielle Ursachen. Die betroffenen Fettzellen sind krankhaft verändert und neigen zur Wassereinlagerung.
Chronische venöse Insuffizienz (CVI): Chronische Veneninsuffizienz ist eine Erkrankung der Beinvenen, die mit venösen Ablussbehinderungen, Mikrozirkulationsstörungen der Gefässe und trophischen Veränderungen im Bereich der Unterschenkel und Füsse einhergehen. Sie entsteht durch einen erhöhten Druck in den Beinvenen, der durch mehrere Faktoren gefördert wird: Thrombosen, Fehlfunktionen der Venenklappen usw.
Komplexe physikalische Entstauungstherapie: beinhaltet die manuelle Lymphdrainage, Hautpflege, Kompression mit Polsterung und Kompressionsbinden sowie Bewegungsübungen.
Lymph-Taping: spezielle Anlagetechnik mit elastischem Tapematerial. Die Haut wird durch die Anlagetechnik leicht angehoben und es entsteht mehr Raum und somit eine Druckreduzierung, wodurch der Lymphfluss aktiviert wird. Es ist eine effektive Ergänzung zur manuellen Lymphdrainage. Die Tapeanlagen können mehrere Tage getragen werden, auch zum Baden, Duschen, Schwimmen usw.