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Grosses Chaos beim ePrix von Seoul in der Formel E: Nach einem Unfall auf nasser Strecke stapeln sich gleich acht Autos – der Schweizer Sébastien Buemi «parkt» sogar in der zweiten Etage.
Der erste von zwei E-Prix beim Saison-Finale der Formel E in Seoul muss nach dem Massencrash in der zweiten Runde rund 40 Minuten lang unterbrochen werden. Norman Nato krachte auf der verregneten Strecke als erster Fahrer frontal in die TecPro-Barriere und löste so die Massenkarambolage aus.
«Der Asphalt ist an dieser Stelle völlig anders. Darum hat es so viele Autos erwischt. Alle haben versucht, auf der Aussenbahn auszuweichen. Aber sobald man dort war, konnte man nicht mehr lenken», erklärt Nato nach dem Rennen. Nach seinem Einschlag kamen Sébastien Buemi und Nyck de Vries angerast – und schliesslich landete der Schweizer mit seinem Auto über jenem des Niederländers.
Dank des Halo-Systems über dem Cockpit blieb de Vries unverletzt. «Wir hatten sicherlich eine Menge Glück mit dem Halo, auch wenn es eigentlich ein ziemlich langsamer Aufprall war», sagt de Vries bei ProSieben. «Mir geht es gut, und es hat nicht wehgetan.» Insgesamt crashten acht Autos bei dem Unfall.
Vandoorne steht vor WM-Titel
Mit Edoardo Mortara schied auch der zweite Schweizer aus und konnte so keine WM-Punkte holen. Der Sieg ging im ersten der zwei Rennen in Seoul an den Briten Mitch Evans. Sein Rückstand auf WM-Leader Stoffel Vandoorne beträgt vor dem letzten Rennen weiter 21 Punkte. Vandoorne in seinem Mercedes holt am Sonntag den WM-Titel, wenn Mitch Evans nicht wieder gewinnt. Wenn Evans gewinnt und seinen fünften Saisonsieg einfährt, muss Vandoorne (je nach Bonuspunkten für Pole-Position und schnellste Runde) Platz 6 oder 7 schaffen.
Vandoorne überzeugt schon die gesamte Saison über durch Konstanz. Nur einmal in 15 Rennen schaffte er es nicht in die Punkteränge. Vandoorne gewann nur ein Rennen und schaffte es sieben Mal aufs Podest.
jar/sda