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Ich hoffe, dass sich mal jemand wenigstens ernsthaft um die Rätselseite kümmert. Sie ist die wichtigste Seite für mich in dieser "Zeitung", die ich mittlerweile "10 Minuten" nenne, weil sie kaum je etwas wirklich Neues bring, und man auch alle Rätsel in 5 Minuten gelöst hatt!
Es geht nicht an, ein bereits völlig gelöstes Sudoku zu veröffentlichen, oder zweimal dasselbe. Im ersten Fall kann man die Zeitung gleich wegwerfen, im zweiten Fall halt erst nach ca. 5 Minuten. Aber ihr habt auch sonst noch erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten ausserhalb der Rätselseite! Bin gespannt auf die neue Version...
Ich habe kein Problem mit Hochhäusern. Aber baut die doch irgendwo in langweiligeren Quartieren! Warum soll eine seit Jahren sehr attraktive Beizenmeile - Boulevardcafes, eines nach dem anderen, und erst noch direkt neben der Mustermesse abgerissen werden? Hier treffen sich doch Einheimische, Leute aus dem Quartier, aber hier treffen sich auch alle die Leute, die an der Messe arbeiten. Hier trifft sich Basel mit der Welt!
Ob die Architektur "erhaltenswert" ist? Ich denke schon. Sie zeugt von einer zweiten grossen Expansion des alten Basel im frühen 20. Jahrhundert. Die Häuser im Kleinbasel sind alle etwa im ähnlichen Stil, denn es musste rasch gebaut werden. Trotzdem haben sie ihre Eigenheiten, und vor allem: Wenn man alle wegrasiert, kann man dies nicht mehr erkennen!
Die nicht ganz so armen und bemitleidenswerten "Expats" können sich auch sonstwo einmieten, wo sie sich dann auch integrieren könnten. Ich bin fast sicher, dass die wenigsten sich in einem Turm wohl fühlen würden, für dessen Bau die eigentliche Attraktion, die Beizenmeile, weichen musste. Als Bewohner des unteren Kleinbasel merke ich, dass sich immer mehr Englisch sprechende Leute - "Expats", nehme ich mal an -, in unserem "Little Istambul" ansiedeln, statt, wie das städteplanerisch vorgesehen ist, in einem Ghetto in den neuen, "edleren" Teilen des St. Johann-Quartiers! Bei uns ist einfach mehr los!
Neue Architektur kann (und sollte) helfen, Kommunikation unter Bewohnern zu fördern. Wohntürme könnten das wohl auch, aber ich weiss von keinem, bei dem das wirklich der Fall ist. Eine schon bestehende Häuserzeile, die praktisch nur zur Kommunikation dient und als perfekte Begegnungszone funktioniert, abzureissen, ist einfach nur dumm.
Markus Marti
Eigentlich erübrigt sich ein Kommentar.
Lieber Herr Furer, arbeiten müssen wir (fast) alle. Mit Ihrer Unterstützung des Sparpakets hätten Sie mir letztes Jahr meine Stelle an der BVS2 in Muttenz streichen wollen. Und jetzt möchten Sie für Ihr Hobby bezahlt werden? Das ist zynisch, auch wenn es nur um einen lächerlichen Betrag geht. Wir arbeiten nämlich alle, damit wir uns eventuell auch noch Hobbies leisten können. Als Mitglied eines Schachclubs muss ich z.B. Reisli zu anderen Schachclubs selbst bezahlen, denn ich bin kein Schachprofi. Sie sind aber auch kein Fussballprofi. Das ist halt so. Wenn Sie nicht gerne Fussball spielen, dann lassen Sie es doch bitte bleiben.
Markus Marti
Oskar Herzigs Bemühen ist tatsächlich herzig, aber es trifft, glaube ich, unser Theater- bzw. Schauspielproblem nicht.
Im Bereich Oper sehe ich zudem gar kein Problem. Im Gegenteil, weiter so! Die Operninszenierungen in der Aera Delnon sind bis jetzt mit ganz wenigen Ausrutschern, die es ja auch geben darf, immer grossartig gewesen - so interessant für uns Zuschauer waren Opern in Basel noch nie und das Theater Basel ist unter ihm zu einem international anerkannten Opernort geworden und mehrmals sind völlig zu Recht Inszenierungen mit Preisen ausgezeichnet worden - wobei viele weitere es durchaus auch verdient hätten.
Unser dahinsiechendes Schauspiel ist ein anderes Problem, das sich mit Herzigs Antrag, wenn der wirklich so formuliert ist wie im Artikel dargestellt, auch nicht gleich lösen lässt. Ich möchte aber Herrn Herzig ganz stark unterstützen, wenn er mit seinem Vorstoss eigentlich nur meint, man solle mal wieder Schauspiele aufführen. Wie "Das Fähnchen der sieben Aufrechten" daherkommen wird, ist mir egal - ich möchte es nicht unbedingt sehen, ausser es ist halt in meinem Abonnement. Ich sehe einfach nicht ein, weshalb das Schauspielhaus "Schauspielhaus" heisst, wenn es doch gar keine Schauspiele bringt. Gottfried Keller hat kein einziges geschrieben, also lassen wir ihn doch in Ruhe! Offenbar will man ein bisschen Swissness zeigen. Deshalb zeigt man vom Langweiler Frisch fast jedes Jahr etwas, sei es eine Bühnenadaption von "Stiller", sei es "Biografie" oder sonst was. Dürrenmatt, der mit Basel mehr am Hut hatte, erscheint seit Jahren nicht mehr. (Wenn schon Lokalpatriotismus gezeigt werden soll, könnte ich mir kleinere lokale Kaliber wie von Arx etc. völlig modernisiert vorstellen; der immer noch in Riehen wohnhafte Hochhuth ist vielleicht politisch zu heikel oder schon passé, und seine Dramen eignen sich nicht zum modernisieren.) Die lokalen Grössen sind in guter Gesellschaft, denn auch die Klassiker werden nicht "gepflegt", obwohl sie nicht nur für Schulklassen interessant wären. Einen Shakespeare - normalerweise das Flaggschiff in der Saison jedes Sprechtheaters - gab es seit drei Jahren nicht mehr. Die Inszenierung von Schillers "Don Carlos" in der vorletzten Saison bleibt am besten unerwähnt. Ein gewisser Herr Goethe hat mehrere Stücke geschrieben, aber letzte Saison entschied man sich für "Werther" - witzig inszeniert, aber kein Stück von ihm. Viel lieber wenden sich junge Regisseurinnen und Regisseure irgendwelchen nicht-dramatischen Stoffen zu, die sie dann ganz nach ihrem Belieben irgendwie dramatisch verwusteln können. Das mögen sie halt, aber wir Zuschauer möchten wenigstens daneben trotzdem auch noch ein bisschen "ernsthaftes" Theater, es darf sich dabei auch um Komödien handeln...
Bravo Fritz, ganz Deiner Meinung!
Ich denke zudem, dass da auch Basel Tourismus (oder wie das heisst) ein Wörtchen mitreden sollte. Wir haben eines der absolut tollsten Museen der WELT, das kann man doch nicht einfach mal "kurz" für ein Jahr schliessen!
Geht's noch???
Markus Marti
Das tönt ja alles ganz nett. Beide noch lebenden Päpste üben sich in Bescheidenheit und wollen nicht dort wohnen oder sein, wo sie eigentlich hingehören. Wer bezieht jetzt die eigentliche Papstwohnung im dritten Stock des Palastes? Vielleicht tritt der Neue auch bald zurück, und wir haben endlich mal wieder drei Päpste?
Markus Marti, Ex-Schweizergardist
Lieber Guschti,
Kant hat mit dieser Diskussion gar nichts zu tun, obwohl er vermutlich auch Nichtraucher war, wie Du. Jedenfalls glaube ich nicht, dass er Beizen frequentierte, sonst hätte er statt des kategorischen Imperativs den kategorischen Aperitif mit Zigarette postuliert.
Wenn Deine Freunde rauchen, dann geh doch einfach mit, und wenn Du Rauch nicht erträgst, dann geh halt heim, wie Kant, oder gehe in eines Deiner drei rauchfreien Lokale. Das ist DEINE persönliche Freiheit, die nimmt Dir niemand. Wenn Du Raucher toll findest, dann musst Du aber auch ihren Rauch in Kauf nehmen.
Wir kennen uns wohl nicht, aber wenn Du mit mir zusammen sitzen willst, musst Du Dich halt in ein Fümoar setzen. Und wenn unser Verein vor dem Bundesgericht abblitzt, musst Du zu mir nach Hause kommen, denn dann werde ICH mich nicht mehr in Beizen aufhalten. Und das ist echt absurd, denn "Beizen" oder "Knillen" erfordern zwingend Alkohol und Rauch. Alles andere ist Disneyland. Solche Lokale sind nicht gedacht für Kinder, Hunde, Vegetarier, Asthmatiker etc... Da müsste unbedingt der Heimatschutz etwas unternehmen.
Gruss, Markus Marti
Ich bin auch (aber nicht nur) Lehrer an dieser Schule. Deshalb bin ich wohl ein bisschen voreingenommen.
Trotzdem: Ich bin sehr verwundert über Herrn Wüthrich und die 42 Landräte, die gegen den Erhalt dieser Schule gestimmt haben. Dass innert 5 Wochen (und das über die Fasnachtsferien!) über 9500 Stimmen FÜR den Erhalt dieser Schule zustande kamen, hätte doch die "wackligen" Landräte umstimmen sollen. So viele Stimmen wurden im Baselbiet noch nie für eine Initiative gesammelt! Dass sich eine zweijährige weiterführende Schule nicht einfach in ein einjähriges Brückenangebot umwandeln lässt, müsste eigentlich jedem einleuchten, der sich mit der Materie befasst. Die BVS2 ist nicht nur eine erfolgreiche, sondern auch eine fordernde Schule. Die Prüfungen am Ende unseres zweijährigen Lehrgangs lassen sich nämlich durchaus mit Maturprüfungen an Gymnasien vergleichen.
Unsere Schule bietet auch das Brückenangebot SBA + an, das wirklich einjährig ist. Abgänger von diesem Brückenangebot können erst dann in unsere BVS2 übertreten. Wenn dieses Angebot wegfällt, hat der Kanton BL vermutlich noch viel mehr Probleme, als er jetzt schon hat. Ich werde sicher nicht mit den jungen Menschen an Bahnhöfen herumlungern und Vodka mit Orangensaft oder Red Bull saufen, aber jemand sollte sich vielleicht dann doch um diese jungen Menschen kümmern.