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Fruchtfolgeflächen (FFF) sind für den Ackerbau geeignete Gebiete. Sie dienen nicht nur der Sicherung der Ernährung in Krisenzeiten, sondern unterstützen insbesondere auch den quantitativen Bodenschutz, die langfristige Erhaltung von geeignetem Landwirtschaftsboden und die Erhaltung der Grünflächen zwischen den Siedlungen.
Der Kanton Basel-Landschaft hatte gemäss Sachplan FFF des Bundes vom 8. April 1992 einen kantonalen Mindestumfang von 8'000 ha FFF sicherzustellen (ohne Bezirk Laufen). Mit dem Kantonswechsel des Laufentals ab 1994 zum Kanton Basel-Landschaft ist auch eine Verschiebung von FFF verbunden. Im Sachplan-Verfahren vom 30.6.2014 wurde das Kontingent des Kantons Basel-Landschaft um 1'800 ha auf neu 9'800 ha FFF erhöht.
Dank der flächendeckenden Bodenkartierung (ab 1997) der landwirtschaftlichen Nutzflächen des Kantons Basel-Landschaft konnte die erste FFF-Erhebung aus dem Jahr 1987 überprüft und überarbeitet sowie mit dem Bezirk Laufen ergänzt werden.
Als ein Bestandteil der Bodenkartierung wurden auch sogenannte Nutzungseignungsklassen (NEK) ausgeschieden. Die landwirtschaftliche Nutzungseignung wird in 10 Eignungsklassen unterteilt (1 = sehr gute Eignung; 10 = Streueland). Für deren Bestimmung wurden verschiedene Standorteigenschaften zugezogen, u.a. Gründigkeit (G), Hangneigung (N), Bodenart (A) und Stauwasser (I).
In enger Zusammenarbeit zwischen Raumplanung, Landwirtschaft und kantonaler Bodenschutz-Fachstelle wurde das Vorgehen für eine neue Bilanz der FFF erarbeitet.
Die NEK 1-3 wurden wie bis anhin vollumfänglich als FFF bezeichnet. Die NEK 4 und 5 wurden nur soweit als FFF übernommen, als sie annähernd FFF-Qualität erreichen. Limi-tierende Faktoren in den NEK 4 und 5 gegenüber den NEK 1-3 sind die Gründigkeit (G) des Bodens bzw. die Hangneigung (N). Aus Sicht der Landwirtschaft ist dabei die mangelnde Gründigkeit als einschränkender zu bewerten als eine grössere Hangneigung. Bezüglich der Ergänzung der FFF durch Böden aus der NEK 4-5 bedeutet dies, dass Böden, die wegen ihrer geringeren Gründigkeit den NEK 4 und 5 zugeordnet wurden, nicht in die neue FFF-Bilanz übernommen wurden. Isolierte Flächen mit einer Grösse <1 ha wurden gestrichen.
Ausschnitt aus der Bodennutzungseignungskarte BL
Mit diesem Vorgehen konnte der Auftrag gemäss Sachplan FFF, wonach der Kanton Basel-Landschaft eine Gesamtfläche von 9'800 ha FFF erhalten muss, erfüllt werden. Aktuell betragen die FFF im Kanton 9'860 ha. Die neuen FFF wurden im November 2014 vom Landrat beschlossen. Der Landrat hat mit diesem Beschluss den Regierungsrat beauftragt, innerhalb von drei Jahren ein überarbeitetes Objektblatt vorzulegen, das den effektiven Schutz der Fruchtfolgeflächen der NEK 1-3 gewährleistet.