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Seit der Entdeckung der Antibiotika hat sich unter Ärzten und auch Zahnärzten der Glaube verbreitet, dass Zähne keine weiteren Erkrankungen anderer Organsysteme im Körper auslösen können. Es wird mehrheitlich behauptet, dass „Herde und Störfelder“ Sache und Irrglaube der Vergangenheit wären. Geleugnet wird die Gefahr, dass der wurzelgefüllte Zahn als solcher und die in ihm eingeschlossenen Bakterien Belastungsreaktionen außerhalb der unmittelbaren Zahnumgebung auslösen können.
Genügt es, dass in den letzten 50 Jahren Zahnärzte gelernt haben, abgestorbene Zähne durch Wurzelfüllungen als Kauwerkzeuge zu erhalten?
Der Patient wird zunächst mit folgenden Argumenten konfrontiert:
Es gibt jedoch genügend Hinweise aus der ganzheitlich-systemisch orientierten Medizin und neue Erkenntnisse aus der modernen Zahnheilkunde, die ein Überdenken dieser Position notwendig machen. Entsprechend kritisch ist meine Position als Vertreter der Ganzheitlichen Zahnheilkunde:
Zahnärzte werden grundsätzlich geschult, die Zähne unter allen Umständen als mechanische Kauwerkzeuge zu retten. Meine Erfahrung aus 30 Jahren Ganzheitlicher Zahnmedizin ist, dass häufig der Preis für diese Zahnerhaltung vom Patienten bezahlt wird, denn die Gesundheit kann durch wurzelgefüllte Zähne eingeschränkt und gefährdet werden.
Was bedeutet Wurzelfüllung? Zunächst, dass der Zahnnerv entfernt wird. Dieser ist das Endstück des „Trigeminus-Nerv“, der direkt im Gehirn entspringt.
Untersuchungen an Katzen haben gezeigt, dass dieser Gehirnnerv nach der Abtötung seines letzten Teiles, nämlich des Zahnnerven, bei einer Wurzelbehandlung bereits nach zwei Wochen degenerative Erscheinungen in seinem Ursprungskern zeigt. Dieser Gehirnkern ist für die Verschaltung und Koordination einfließender Impulse verantwortlich.
Eine neue Studie verfolgt in den Blutkreislauf freigesetzte Bakterien und Pilze aus dem Wurzelkanal – während und nach Wurzelbehandlungen. Den Patienten wurde Blut während und 10 Minuten nach einer Wurzelkanalbehandlung entnommen. Alle Wurzelkanäle enthielten Bakterien, die auch im Blut nachgewiesen werden konnten.
Zähne haben zusätzlich zum Hauptkanal viele seitliche zusätzliche Kanäle. Der zentrale Nervkanal ist immer von Millionen kleiner Kanälchen dreidimensional umgeben. Diese sind groß genug, um Besiedelungen von Bakterien, Pilzen und Hefen zuzulassen. Die Gesamtlänge dieser Kanäle beträgt bis zu mehrere Kilometer, wohlgemerkt bei einem einzelnen Zahn!
Das Hauptproblem wird sofort offensichtlich: Sterilität, also Keimfreiheit eines Wurzelkanals kann niemals erreicht werden: Die Durchmesser der Kanälchen sind zu klein, um diese durch Instrumente oder Beflutung mit desinfizierenden Lösungen erreichen zu können. Obwohl eine Reduktion in der Zahl der Bakterien erreicht wurde, blieben in wissenschaftlichen Untersuchungen 50 % des untersuchten Zahnes infiziert. Diese Probleme sind den Zahnärzten natürlich bewusst. Aber sie verdrängen die Möglichkeit, dass Bakterieneinlagerungen in toten Zähnen andere Krankheiten fördern können.
Ist ein unauffälliges Röntgenbild ein Beweis für das Fehlen einer giftfreien Wurzelfüllung? Das Röntgenbild ist für den Zahnarzt der einzige Maßstab zur Beurteilung eines toten oder wurzelgefüllten Zahnes. Zeigt die Röntgenaufnahme einen unauffälligen Zahn, dann schließt der Zahnarzt daraus, dass die Wurzelbehandlung erfolgreich war.
Zeigt das Röntgenbild was wirklich vorgeht? Wissenschaftliche Untersuchungen berichteten dass nur 7 % der wurzelbehandelten Zähne vollständig ausheilten. In über der Hälfte der untersuchten Fälle wurde Füllmaterial über die Wurzelspitze hinaus gefunden. Diese Überfüllungen verursachten regelmäßig eine entzündliche Antwort.
Zahnärzte sind demnach gar nicht in der Lage die Unschädlichkeit eines wurzelgefüllten Zahnes festzustellen. Deshalb kann durchaus ein unauffälliger wurzelbehandelter Zahn die Quelle einer massiven Besiedelung und Streuung von Bakterien darstellen. Die Entdeckung des wurzelgefüllten Zahnes als Bakterienstreuer ist nicht neu, denn die Menschheit hat schon seit dem Altertum tote Zähne als vielfältige Krankheitsursache betrachtet.
Forscher veröffentlichten 1989 Studien, worin sie einen Zusammenhang zwischen entzündlichen Zahnbetterkrankungen und Gehirnschlag beobachteten. Von 1992 stammt eine Studie aus den Universitäten von Halle-Wittenberg und Aachen, in der gezeigt werden konnte, dass bei unfruchtbaren männlichen Patienten
Wenn wissenschaftlich gezeigt werden konnte, dass auch bei perfektem Röntgenbild unsichtbare Mikroorganismen vorhanden sein können, dann ist die Frage erlaubt, was diese Bakterien im Zahn selbst tun. Selbstverständlich haben Mikroorganismen einen Stoffwechsel – wie alle Lebewesen; am Ende ihrer Verdauung entsteht auch bei Bakterien ein Stoffwechselprodukt. Diese Mundbakterien produzieren als Nebenprodukte ihres Stoffwechsels Gifte wie Hydrogensulfid H2S und Merkaptan CH3SH. Zu erkennen sind diese Gase an dem stechenden Geruch nach faulen Eiern. Können diese Schwefelwasserstoffverbindungen im Körper schaden? Die Antwort gibt Dr. Rau, Leiter der ganzheitlich ausgerichteten Aesculap Klinik in der Schweiz:
„Die Leicheneiweiße der toten Zähne sind hoch toxisch. Es werden also in den Pulpen toter Zähne toxische Produkte entstehen, wie schwefelhaltige Toxine (Mercaptane, Thioäther, aber auch Carzinogene wie Indol, Scatol und freie Radikale.) So wird erklärlich, dass Untersuchungen in USA aufgezeigt haben, dass mit der Häufigkeit der Wurzelkanalbehandlungen auch die Carcinomrate steigt. Im Visier anderer Untersuchung konnte aufgezeigt werden, dass in Rückenmarkspartien von MS-Patienten die gleichen Toxine gefunden werden konnten wie in den abgestorbenen, wurzelkanalbehandelten Zähnen der MS-Patienten. Wir messen diesen toxischen Produkten sehr große Bedeutung zu, als Ursache von Störherden.“
Dieser Stellungnahme wird sich unser Patient Herr A. B. Alter 36 Jahre, gerne anschließen, denn als Leistungssportler und Besitzer eines Sportfachgeschäftes schreibt er mir nach seiner Zahnsanierung folgenden Bericht:
… haben sich meine Beschwerden nach der Entfernung des toten Zahns komplett erledigt. Hierbei sind im Besonderen zu nennen:
Die anhaltende Besserung über einen längeren Zeitraum schließt einen kurzlebigen Placebo-Effekt aus. Auch dieser Fall stellt jedes klassische eingleisige Ursache-Wirkungsdenken in der Medizin ins Abseits: Wie kann ein Zahnarzt ein Knie heilen? Wie kann ein Zahnarzt Taubheit in beiden Armen heilen? Wie kann ein Zahnarzt die Rückenschmerzen heilen, an denen Orthopäden und Physiotherapeuten scheiterten? Und zuletzt: Wie kann ein Zahnarzt Magen-Darm-Probleme heilen, die doch den ganz anderen Teil des Verdauungstraktes betreffen? Diese Erfolge müssen für jeden unbegreiflich sein, der nicht die ganzheitlichen Grundlagen der Regulationsmedizin begreift.
Die Toxine aus wurzelgefüllten und toten Zähnen bestehen aus Methyl-Merkaptan, welches in der wissenschaftlichen Literatur als gesundheitsschädliches Gift gilt. Es spielt aber bei der Diskussion um wurzelgefüllte Zähne und Erkrankung in der Medizin keine Rolle. Warum heißt es „Merkaptan“? Dieses Wort ist eine Verbindung aus den lateinischen Wörtern „mercurius = Quecksilber“ und „captans = einfangend“: Den Zahntoxinen wird also in der Medizin die Eigenschaft zugeschrieben, mit Vorliebe Quecksilber anzulagern, das aus den naheliegenden Amalgamfüllungen stammt.
Daraus entsteht dann Dimethyl-Quecksilber mit der Formel (CH3)2Hg.
Dimethyl-Quecksilber ist eine entflammbare, farblose Flüssigkeit und bekannt als eines der stärksten Nervengifte (Neurotoxine). Es ist hochgefährlich und die Aufnahme einer Dosis unter 0.1 ml ist tödlich. Dimethyl-Quecksilber durchdringt mit Leichtigkeit die Blut-Hirn-Schranke. Es hat die Angewohnheit, sich im Organismus anzureichern. Es dringt innerhalb von Sekunden durch Latex, PVC und Neopren und wird durch die Haut und die Schleimhaut des Mundes aufgenommen. Ein dramatischer Todesfall beweist die Giftigkeit dieser Verbindung:
Frau Dr. Karen Wetterhahn, eine anerkannte Professorin der Chemie am Dartmouth College USA, war spezialisiert auf toxische Metalle. Am 14 August 1996, als sie mit einer organischen Quecksilberverbindung arbeitete, genannt Dimethyl-Quecksilber, verschüttete sie ein oder zwei Tropfen auf ihre Latexhandschuhe. Einige Monate später stellte sie neurologische Symptome fest, wie z.B. Gleichgewichtsverlust und undeutliche Aussprache. Sie kam ins Krankenhaus und es stellte sich heraus, dass durch den einmaligen Kontakt mit Dimethyl-Quecksilber ihr Blut-Quecksilber-Wert um das 80ig-fache der tödlichen Dosis gestiegen war. Trotz intensivster Therapie fiel sie ins Koma und verstarb wenige Monate später.
Was sagt uns dieser dramatische Fall für die tägliche Praxis? Wir können feststellen, dass Amalgam zu 50 % Quecksilber enthält und sich möglichst nicht im Mund sensibler Patienten befinden sollte. Wir haben gerade festgestellt, dass wurzelgefüllte Zähne leicht Toxine abgeben, die schädigend wirken können. Besonders fatal scheint aber die Verbindung aus Methyl-Merkaptan und Amalgam zu sein: Denn daraus entsteht möglicherweise ein Stoff, der ähnlich bedrohlich für das Nervensystem des Betroffenen ist wie bei der amerikanischen Chemikerin. Der Chemieprofessor B. Haley (USA) beschreibt dieses „Supertoxin“ als weitaus giftiger als das Botulinus-Toxin.
Amalgamfüllungen alleine können krank machen, müssen aber nicht bei entsprechender individueller Widerstandskraft. Wurzelfüllungen alleine können krank machen, müssen aber nicht bei entsprechender Entgiftungsfähigkeit. Sie sollten aber niemals Amalgamfüllungen und wurzelgefüllte Zähne gleichzeitig im Mund haben, denn daraus entsteht Dimethylquecksilber.
Giftig ist ein Stoff dann, wenn er lebenswichtige Prozesse im Körper blockiert. Betrachten wir zunächst die Wirkung von Zahnwurzelgiften auf lebenswichtige Enzyme: Enzyme sind die Motoren des Lebens. Ohne die Katalysatorwirkung der Enzyme würden die Reaktionen in den Zellen nicht, oder nur unendlich langsam ablaufen. Insbesondere bei Krebspatienten konnte die vitale Bedeutung der Enzyme bereits Anfang dieses Jahrhunderts nachgewiesen werden: 1907 spritzte der schottische Arzt Dr. John Beard frisches Pankreasextrakt bei Krebspatienten und beobachtete eine rapide Rückbildung der Tumore. 1960 kamen Wolf und Benitez aufgrund ihrer jahrelangen Forschungen zu dem Schluss: “Das frühzeitige Altern ist im Wesentlichen auf einen Mangel an Enzymen zurückzuführen”.
Um diese Enzymblockaden durch Zahntoxine zu beweisen, versetzt der Chemiker Professor B. Haley, University of Kentucky USA, Enzyme aus den Mitochondrien, die das Endprodukt ATP herstellen, mit wässrigen Lösungen aus wurzelgefüllten Zähnen. Mit Hilfe einer radioaktiven Markierung zeigt er einerseits, dass die Zahntoxine eine erhebliche Enzymblockade verursachen. Er vergleicht andererseits die Wirkung der Zahntoxine mit der Wirkung von Schwefelwasserstoff auf die Enzymaktivität.
Das für jeden Mediziner und jeden Betroffenen erschütternde Ergebnis: Die Wurzelkanal-Lösungen zeigen häufig eine doppelt so starke Enzymblockade, wie die gleich konzentrierte Lösung von reinem Schwefelwasserstoff.
Dr. Weston Price machte in den USA bereits in den 20-iger Jahren hochinteressante Versuche zur bakteriellen Infektion, die von wurzelgefüllten Zähnen ausgeht: Er zog wurzelgefüllte Zähne bei Patienten mit Rheuma, Unterleibsinfekten und anderen chronisch unheilbaren Krankheiten; diese Zähne wurden anschließend Kaninchen unter die Haut implantiert.
Obwohl diese Versuche an über tausend Kaninchen, im Doppelblindversuch und mit Unterstützung maßgeblicher amerikanischer Professoren der damaligen Zeit mit erstaunlicher Präzision durchgeführt wurden, sind sie nicht nur in Vergessenheit geraten, sondern der heutige Zahnarzt wird angesichts dieser Ergebnisse an mangelnde bakterielle Desinfektion und moderne Antibiotikatherapie denken und weiter zur Wurzelkanalbehandlung übergehen.
Der nächste Schritt von Dr. Price war, die entfernten Zähne nicht nur stundenlang in Desinfektionslösung zu legen, sondern diese zusätzlich bis zu drei Stunden zu sterilisieren und sie damit so keimfrei zu machen, wie es auch bei Operationsinstrumenten gemacht wird. Auch diese Versuche zeigten, dass in den meisten Fällen die Versuchskaninchen wieder an den gleichen Symptomen erkrankten, wie die Spender.
Welche Schlussfolgerungen für die Zahnheilkunde und Ihre persönliche Zahnbehandlung ergeben sich daraus? Die Versuche von Weston Price zeigen, dass alle antibiotischen und desinfizierenden Maßnahmen im Rahmen einer Wurzelbehandlung die ganzheitliche Belastung, die von einem wurzelgefüllten Zahn ausgehen kann, nicht vollstängig verhindern können.
Warum sind die Erkenntnisse von Dr. Weston Price, veröffentlicht 1923, bis heute unbekannt geblieben? Sein Wissen hat er in zwei umfangreichen Bücher niedergelegt mit den Titeln “Zahnstörfelder und degenerative Erkrankungen” (Dental Infections and the Degenerative Diseases) und ” Zahnstörfelder und ihre systemische Wirkung” (Dental Infections Oral & Systemic) mit insgesamt 1174 Seiten.
Der führende Forscher in Bezug auf die Giftigkeit toter Zähne ist heute Professor B. Haley. Anlass hierzu war ein persönliches Erlebnis: Seine Tochter war als junge Frau schwer krank. Nach vielen vergeblichen Arztbesuchen wird sie erst dann wieder gesund, als ein ganzheitlicher Zahnarzt in den USA ihr alle Amalgamfüllungen und alle toten Zähne entfernt. Dieses tief greifende persönliche Erlebnis war für Professor Haley Anlass sich folgende Fragen zu stellen:
Als Vorsitzender der Chemischen Fakultät der Universität Kentucky fiel Professor Haley die Beantwortung dieser Anfrage nicht schwer. Er hat deshalb kurzerhand die OroTox-Methode zum Nachweis der Zahn-Toxine entwickelt. Über eine chemische Reaktion nimmt OroTox Ihnen und Ihrem Behandler die schwere Entscheidung ab, ob ein Zahn als toxisches Störfeld entfernt werden sollte oder belassen werden kann, weil er keine oder nur wenige Toxine abgibt.
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