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Hansruedi Stalder, Senior Manager
Nuklearforum.
China hat laut einer Erklärung des Staatsrates sechs neue Kernkraftwerke zur Erweiterung von drei bestehenden Anlagen in den Provinzen Shandong, Fujian und Liaoning genehmigt. Dabei geht es um die Einheiten 5 und 6 von Ningde in der Provinz Fujian im Südosten Chinas, 1 und 2 von Shidao Bay in der Provinz Shandong im Osten Chinas sowie 1 und 2 von Xudabao (auch bekannt als Xudapu) in der Provinz Liaoning im Nordwesten Chinas. In Ningde und Shidao Bay werden Reaktoren des chinesischen Typs Hualong One gebaut, Xudabu-1 und -2 sollen CAP1000-Anlagen der Generation III sein, Chinas Version des AP1000-Designs von Westinghouse. Die Gesamtinvestition in die neuen Einheiten wird laut Presseberichten in China auf 120 Milliarden Yuan (16,7 Milliarden US-Dollar, 15 Milliarden Euro) geschätzt. Dies ist das erste Mal in diesem Jahr, dass die Regierung grünes Licht für neue Kernenergieprojekte gegeben hat. Gemäss dem 14. Fünfjahresplan Chinas für den Zeitraum von 2021 bis 2025 plant die Regierung bis 2025 eine installierte Bruttokapazität von 70 GW. Die Gesamtkapazität der aktuell bestehenden Werke beträgt etwa 53 GW.
Am Standort Ningde stehen vier CPR1000-Druckwasserreaktoren der Generation II+ in Betrieb. In Xudabu werden zwei russische VVER-1200-Druckwasserreaktoren gebaut, Xudabu-3 und -4. Der Shidao Bay-Standort beherbergt einen -Gasgekühlten Hochtemperatur-Reaktor (HTR-PM), eine Demonstrationsanlage mit kugelförmigem Brennstoff, die im Dezember 2022 zum ersten Mal mit voller Leistung betrieben wurde.
Quelle
M.R. nach NucNet, 2. August 2023