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Masterstudentin Eva Hassheider berichtet von der Studienreise nach Indien.
Am 30.01.2019 sind wir nach Hoskote gefahren. Dort fand von 2003 bis 2010 das «Chetana Project» statt, welches ebenfalls ein Teil des Projektes «Child Focused Community Development (CFCD)» war. Mittlerweile haben die Frauen das Projekt hier übernommen und führen es selbstständig fort. Finanziert werden sie nicht mehr durch das „Center for Social Action“ (CSA), sondern durch die Kindernothilfe e. V. aus Deutschland (die Finanzierung läuft über die Organisation CCCYC (Churches Council for Child and Youth Care) in Bangalore).
Auf die Frage, was die grösste Veränderung durch das Projekt in Hoskote war, antworteten die Frauen, dass sich vor allem der gesundheitliche Zustand und die Ernährung aller stark verbessert habe. Ausserdem kam dadurch ein grosser kultureller Wandel zustande, indem Frauen seither das Haus verlassen dürfen, sich in den Selbsthilfegruppen treffen, Probleme diskutieren und sich gegenseitig Unterstützung geben. Weiter ist auch die Sterberate der Frauen bzw. Kinder bei einer Geburt, welche zuvor sehr hoch war, rapide gesunken.
Ein grosses Projekt in Hoskote war zudem das «blue match project» der niederländischen Organisation Blue Match, die spezielle Kochöfen herstellen, die mit Pads aus Kaffee, Kernen und Holzresten geheizt werden. Blue Match versorgt die Frauen in Hoskote monatlich mit neuen Lieferungen an Holzmaterial. Sie können jetzt erheblich schneller kochen, wobei sie erzählten, dass sie den Geschmack des Essens aus dem Feuerholzofen aber noch immer lieber mögen. Durch die Öfen wird jedoch auch die Luftverschmutzung in den Häusern stark verringert.
Eine weitere grosse Errungenschaft ist die Gründung und Eröffnung einer eigenen Bank in Hoskote am 7. Februar 2019.