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Im letzten Jahr war sie noch nicht in den Top Ten vertreten, nun führt MacKenzie Scott, 51, die Liste der mächtigsten Frauen der Welt an. Der Grund dafür: Scott fordere einen neuen Umgang mit Reichtum und lebe diesen auch vor. So schreibt «Forbes»: «In einer Zeit, in der Milliardäre wie ihr Ex-Mann in den Weltraum geflogen sind, nutzt Scott ihr enormes Vermögen nicht nur, um gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, sondern auch, um die Art und Weise, wie Reichtum und Macht in diesem Land angehäuft werde, in Frage zu stellen.»
MacKenzie war bis im Jahr 2019 mit Jeff Bezos, 57, verheiratet und ist aktuell die drittreichste Frau der Welt. Gemäss der Handelszeitung besass sie im Jahr 2020 ein Vermögen von 68 Milliarden Dollar, nachdem sie durch die Scheidung von Bezos vier Prozent der Firmenanteile von Amazon bekam. Zu behaupten, sie hätte ihren Reichtum nur durch ihren Ex-Mann erlangt, wäre jedoch ungerecht. Sie war nämlich von Beginn an am Aufbau von Amazon beteiligt. Zudem hat sie sich verpflichtet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens gemeinnützigen Zwecken zu spenden. So hat sie sich bereits gegen Rassismus und die Diskriminierung der LGBTQI*-Community engagiert.
Die Scheidung von Jeff Bezos verlief übrigens trotz seines riesigen Vermögens und obwohl er MacKenzie betrogen hatte, ohne Rosenkrieg. Gut möglich, dass dies auch zum Wohle der Kinder geschah. Bezos und Scott sind nämlich Eltern von drei gemeinsamen Söhnen und einer adoptierten Tochter. Diese halten die beiden jedoch strikt aus der Öffentlichkeit raus. Bekannt ist bloss, dass die Kinder mittlerweile zwischen 16 und 21 Jahre alt sind.
Christine Lagarde
In den letzten zehn Jahren war Christine Lagarde, 65, auf der «Forbes»-Liste stets unter den Top Ten zu finden. Aktuell ist sie gemäss dem Wirtschaftsmagazin die drittmächtigste Frau der Welt. Sie ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank und die erste Frau, die dieses Amt inne hat. Zuvor war sie die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds.
Die Französin hat mit dem Finanzanalysten Wilfried Lagarde zwei Söhne. Pierre-Henri ist 35 Jahre alt, Thomas 33. Vom Vater ihrer Kinder ist sie schon lange geschieden.
Über sich selbst sagte Lagarde einst, sie sei ein «Arbeitstier». Weil sie viele Jahre für den Job zwischen Hongkong, Chicago und Paris pendelte, konnte sie ihre Söhne nicht ganz so oft sehen, wie sie es sich gewünscht hätte. Diese lebten zwischenzeitlich beim Vater, weshalb Lagarde Schuldgefühle plagten, wie sie gegenüber zweier Buchautoren sagte. Doch Lagarde kämpfte stets für Gleichstellung und machte auch darauf aufmerksam, dass sich Männer für familiäre Angelegenheiten kaum öffentlich rechtfertigen müssen.
Ihre Söhne sind mittlerweile ebenfalls erfolgreich in der Geschäftswelt unterwegs. Gemäss movieplayer.it leitet Pierre-Henri ein Technik-Unternehmen und hat eine Restaurantkette gegründet, die auf gesunde Gourmet-Menus spezialisiert ist. Thomas ist ein erfolgreicher Architekt und Innenarchitekt.
Mary Barra
Mary Barra, 59, hat im Vergleich zum letzten Jahr zwei Plätze wettgemacht und liegt nun auf der «Forbes»-Liste auf Platz vier. Sie ist seit 2014 CEO beim US-Autobauer General Motors (GM) und die erste Frau an der Spitze des Unternehmens.
Sie studierte Betriebswirtschaft an der Elite-Universität Stanford und Elektrotechnik an einer General-Motors-Einrichtung. Ihr ganzes Berufsleben verbrachte sie bei GM und bereits Barras Vater war im Unternehmen tätig. Die 59-Jährige wird als ruhig und teamorientiert beschrieben, sowie als eine der besten Managerinnen der Welt, die auch vor harten Entscheidungen nicht zurückschreckt.
Es liegt auf der Hand, dass sich auch Barra als zweifache Mutter Fragen zu ihrem Privatleben gefallen lassen musste. So wurde sie gemäss der «Süddeutsche Zeitung» einst gefragt, ob sie denn eine gute Mutter und eine gute Konzernchefin sein könne. Barras antwortete mit frostigem Lächeln: «Wissen Sie, ich denke ja. Ich habe ein grossartiges Team, wir sind auf einem guten Weg.» Sie habe eine wunderbare Familie, einen Mann, der sie unterstützt und sie sei auch stolz darauf, wie sie ihre Kinder unterstützen.
Insgesamt haben acht Frauen, die unter den «Forbes»-Top-Ten rangieren eigene Kinder. Kinderlos ist Taiwans Präsidentin Tsai Ing-Wen, 65, die den neunten Platz belegt. Und auch US-Vizepräsidentin Kamala Harris, 57, die auf Platz zwei liegt, hat keine eigenen Kinder. Sie deshalb nicht als Mutter zu bezeichnen, wäre jedoch falsch. Schliesslich pflegt Harris eine enge Beziehung zu den Kindern ihres Mannes Douglas Emhoff, 57. Dieser sagte einst über das erste Treffen von Kamala mit Cole, 27, und Ella, 22: «Es war Liebe auf den ersten Blick.» Und weil Kamala und die Kinder den Begriff «Stiefmutter» nicht mögen, heisst die Vizepräsidentin zuhause «Momala». Über diesen Namen sagte Harris einst: «Ich hatte während meiner Karriere viele Titel und natürlich hört sich Vizepräsidentin toll an. Aber Momala wird mir immer am meisten bedeuten.»