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Am 28. November stimmt die Stadt Zug über das Hochhausreglement ab. Die Linke hat das Referendum gegen das vom GGR genehmigte, und ihrer Meinung nach von den Bürgerlichen verwässerte, Reglement ergriffen. Der Quartierverein Westwind warnt vor einer Hochhauszone am Siedlungsrand in der äusseren Lorzenallmend. Er findet, das hätte mit der Bevölkerung diskutiert werden sollen.
Zug soll kein Manhattan werden, sieht man derzeit auf den Abstimmungsplakaten. Aber wo soll Zug kein Manhattan werden? Am Hang, da dürfen höchstens Hochhäuser der Hochhauszone ins Sichtfenster ragen. Im Herti, mit Ausnahme des noch nicht durch die Instanzen gegangenen Hochhauses vor dem Hertizentrum. Selbstverständlich auch nicht südlich der Baarerstrasse und in der Altstadt. Zusätzliche Hochhäuser sollen in Zukunft primär entlang der Baarerstrasse und der Bahngleise zwischen Zug und Baar sowie in der äusseren Lorzenallmend, nahe dem Naturschutz- und mitten im heutigen Naherholungsgebiet, gebaut werden.
Dass das als Wohn- und Arbeitszone eingezonte Land in der äusseren Lorzenallmend irgendwann überbaut wird, das wissen wir seit über 20 Jahren. Aber dass es das ganze Gebiet am Siedlungsrand jetzt in die von einer Hochhauszone überlagert werden soll, in der mehrere bis zu 50 m (ca. 17 Stockwerke) hohe Hochhäuser zulässig sind, das hätte doch wirklich eine Auseinandersetzung mit der Bevölkerung gebraucht.
Der Quartierverein Westwind hat sich vor einem Jahr in einer ausführlichen Eingabe zum Quartiergestaltungsplan „Äussere Lorzenallmend“ geäussert, eine Kontaktaufnahme durch die Stadt ist bis auf eine Eingangsbestätigung bis dato noch nicht erfolgt. Und jetzt soll die Stadtbevölkerung so ein grundeigentümerverbindliches Reglement besiegeln und der Westen soll das dann schlucken.
Wieder einmal scheint es, dass dem Westen die Lasten der Stadt gerne aufgebürdet werden, denn die äussere Lorzenallmend ist (noch) nicht in der allgemeinen Wahrnehmung existent. Alle konzentrieren sich jetzt auf die „Skyline“ entlang der Baarerstrasse, aber niemand fokussiert auf die Ausdehnung der Stadt am westlichen Siedlungsrand, die dieses Reglement aber ebenfalls im Auge hat. Wenn im Stadtzentrum teure Büros entstehen, müssen am Rand rentable Wohnungen gebaut werden. Und das geht doch am Besten im Westen.
Der Quartierverein Westwind versucht, die Interessen der gesamten Quartierbevölkerung zu vertreten. Dass die äussere Lorzenallmend Kopfzerbrechen bereitet, haben wir klar wahrgenommen, als es ums Schulhaus Riedmatt ging. Die Angst, dass mit erneuter Bautätigkeit die Schulhausplanung wieder nicht mithalten kann, ist gross. Und dass eine grüne Wiese nicht einfach mit Hochhäusern zugepflastert werden soll, sondern eine qualitätsvolle Verdichtung möglichst im Bestand gefragt ist, liess uns zuletzt die Abstimmung zum Unterfeld Zug/Baar erfahren. Wir stellen uns nicht gegen eine Überbauung der äusseren Lorzenallmend, wir wollen diese nur möglichst quartierverträglich erhalten.
Für den Vorstand des Quartiervereins: Thomas Warnecke und Sreelatha Vijayananda, Zug
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