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In einem Dorf an der kolumbianischen Karibikküste feiert Bayardo San Roman seine Hochzeit. Ein prunkvolles Fest wird gefeiert, und dass die Braut den Bräutigam nicht liebt, scheint ein unwesentliches Detail, denn „Liebe erlernt sich“. Doch auf das Fest folgt der Skandal. Angela Vicario, die schöne Braut, wird noch in der Nacht von ihrem Ehemann ins Elternhaus zurückgebracht; sie war nicht mehr unberührt. Angela offenbart den Namen des angeblichen Täters, und mit Fleischermessern bewaffnet ziehen ihre Zwillingsbrüder los, um die Tat zu sühnen, das heisst, den Verführer zu töten. Das ganze Dorf erfährt von ihrer bitteren Pflicht. Jeder weiss, dass hier Vorurteile eine sinnlose Tat auslösen, doch niemand schreitet ein. Jahre später befragt der Ich-Erzähler alle Zeugen und rekonstruiert den Ablauf des tragischen Geschehens, die wenigen Stunden von der Ankündigung bis zur Ausführung des grausamen Verbrechens.
Rezension
“Jedes Detail steht mit einer solchen Notwendigkeit an seinem Platz, dass ich nur ein Wort finde, diesen Roman zu kennzeichnen: klassisch.”
Portrait
Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, arbeitete nach dem Jurastudium zunächst als Journalist. García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Seit der Veröffentlichung von »Hundert Jahre Einsamkeit« gilt er als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.