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(04.11.2020) Die Schweizer Unternehmen können den Schock angesichts der Krise noch abfedern. Laut der Betreibungsgesellschaft Bisnode nahm die Zahl der Konkurse zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21% ab. Es bleibt jedoch anzunehmen, dass noch eine Welle von Schliessungen folgen wird.
Zwischen Januar und September 2020 wurden 2'760 Konkursverfahren infolge der Insolvenz von Unternehmen eröffnet. Zum Vergleich: 2019 gab es im selben Zeitraum 3'474 Firmenpleiten. Besonders günstig verlief der September 2020, wo die Zahl der Konkurse um 16% tiefer war als im Vorjahresmonat.
Allerdings ist die Lage nicht überall gleich. In vier Kantonen (Appenzell Innerrhoden, Nidwalden, Thurgau, Schaffhausen) stiegen die Konkurse zwischen Januar und September 2020. Die Ostschweiz scheint stärker betroffen als der Rest des Landes.
Es ist zudem ein Unterschied zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen zu beobachten. Bei Unternehmen aus der Holz- und Möbelindustrie ist das Risiko einer Insolvenz 2,7 Mal höher als im Durchschnitt. Ähnlich verhält es sich mit den Firmen im Baugewerbe und im Gastgewerbe, wo das Insolvenzrisiko 2,4 respektive 2,2 Mal höher ist.
Die Zahl der im Zeitraum Januar-September 2020 neu gegründeten Unternehmen ist mit 33'573 Neueintragungen im Handelsregister um 2% höher als im selben Zeitraum 2019. Im Aufwind befinden sich vor allem Firmen, die im Bereich Persönliche Dienstleistungen, Gesundheitsdienste und Unternehmensdienstleistungen tätig sind.
Letzte Änderung 04.11.2020