Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03489.jsonl.gz/2026

Kein Intel Developer Forum (IDF) ohne Ausblick in die Zukunft. Zum Ende des Entwicklerforums in San Francisco hat der für die Fertigungstechnologien zuständige Senior Fellow Mark Bohr am 13. September 2012 die Intel-Roadmap für seinen Bereich vorgestellt.
Demnach soll Ende 2013 der Wechsel zur 14-Nanometerfertigung für Prozessoren und SoCs (Systems on a Chip) eingeläutet werden. Die neuen Prozesse laufen unter den Codenamen P1272 und P1273, die ersten Prozessoren, die dem Wechsel von der 22- zur 14-nm-Fertigung folgen, sind unter dem Codenamen "Broadwell" laut Wikipedia ursprünglich erst für 2014 angekündigt worden.
Gemäss dem "Tick-Tack"-Modell von Intel steht ein Tick jeweils für eine neue Strukturverkleinerung, ein Tack jeweils für eine neue Mikroarchitektur: So sind die im April 2012 eingeführten aktuellen 22-nm-Prozessoren mit Codenamen Ivy Bridge (als neues Tick) noch Teil der Anfang 2011 lancierten Sandy-Bridge-Mikroarchitektur. Die im Mai 2011 vorgestellten dreidimensionalen Tri-Gate-Transistoren, wie sie mit Start Ende 2011 erstmals bei der Produktion der neuen Ivy-Bridge-Prozessoren eingesetzt wurden, galten als Durchbruch in punkto Energieeffizienz und Leistung, weil die 3D-Transistoren bei gleicher Leistung bis zu 50 Prozent weniger Strom verbrauchen sollen als 2D-Planar-Transistoren.
Als nächstes Tack soll im Frühjahr 2013 die Haswell genannte nächste Mikroarchitektur lanciert werden, die Strukturverkleinerung auf 14 nm wären dann der nächste Schritt und wieder ein Tick. Auf Haswell wird dann laut Intels Roadmap zunächst noch auf Basis der 14-nm-Fertigung die Skylake-Mikroarchitektur folgen, die später mit Skymont genannten Prozessoren bereits den Weg zur 10-nm-Fertigung ebnen soll.
Für die Strukturverkleinerung auf 14 nm oder kleiner sollen zusätzliche Investitionen in Fabriken in Oregon (D1X Fab), Arizona (Fab 42) und Irland (Fab 24) fliessen. (kh)
(Grafik: Intel)