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Literaturverzeichnis Walserdialekt Prättigau-Davos
|Kuoni, Michael. "Herbstbletter us'm Rhätikon: Separatdruck aus dem Bündner Volksblatt 1886/87." Bündner Volksblatt 1886/87.|
|Ressourcetyp: Zeitungs-Artikel

BibTeX-Zitierschlüssel: Kuoni1886/87
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|Kategorien: Beschreibung, Erzählung

Schlagworte: Beschreibung, Cani, Erzählung, Prättigau, Schesaplana, Seewis, Walser, Walserdialekt
Urheber: Kuoni
Sammlung: Bündner Volksblatt
|Anhänge|

Biografie
Michael Kuoni (* 29. Januar 1839 in Maienfeld; † 27. August 1891 in Seewis im Prättigau) war Chef des Eidgenössischen Telegraphenbüros in Chur und Verfasser von Novellen und Idyllen in Prättigauer und teilweise auch HerrschäftlerMundart.

"Kuoni war ein Studium aufgrund eines Augenleidens verwehrt, weshalb der die Beamtenlaufbahn einschlug. Weitherum bekannt wurde er mit seinen Beiträgen in Otto Sutermeisters Sammelheften Schwizer-Dütsch, wofür er zwischen 1882 und 1884 mehrere Texte beisteuerte. Der dort veröffentlichte Spusagang soll laut Otto von Greyerz die erste schweizerdeutsche Alpennovelle sein. Weitere Texte, die er für Sutermeister schrieb, waren Alpinisches Idyll und Bauerntypen sowie ein Text über Die Hexengerichte im Prättigau. Ein weiteres Publikationsorgan war das Bündner Volksblatt, in dessen Verlag 1886/87 die Beiträge Herbstbletter us’m Rhätikon und Das alt Gannyer-Bad erschienen. Seine Freude an der authentischen Mundart kam auch in den ungezählten Anmerkungen zum Ausdruck, in denen er Wörter erläutert, die für die breitere Leserschaft unverständlich waren.
Kuoni schrieb in mehreren Mundarten: Den Maienfelder Dialekt hatte er von seinem Vater, denjenigen von Schiers von seiner Mutter gelernt. Darüber hinaus schrieb er auch in der Seewiser Mundart, wo er mit seiner Frau Ursula geborener Hitz wohnte, und ein Text ist im Idiom von St. Antönien verfasst. Neben Georg Fient gehört er zu den damals bekanntesten walserdeutsch schreibenden Autoren des Prättigaus und Graubündens überhaupt; anders als dessen Schaffungen wurden Kuonis Werke in späteren Jahrzehnten jedoch nicht wieder neu aufgelegt.
Neben seinem literarischen Schaffen versuchte er sich auch in der Sprachwissenschaft. Seine Publikation Überreste der romanischen Sprache in den Thälern der Landquart und der Plessur (Prätigau-Schanfigg) kam allerdings in manchen Fällen über eine laienhafte Spekulation nicht hinaus." Aus Wikipedia, Verfasser Christoph Landolt, Redaktor Idiotikon
|Zusammenfassung|

Erzählung im Schierser Dialekt.Ort Fasons, Seewis und Cani.

"I Herbstbletter us'm Rhätikon" und "II Das alt Gannyer-Bad" sind beide als Separatdruck erschienen.
Die beiden Geschichten sind eigentlich eine. Kuoni selber auf einer Wanderung mit Tochter Anna – ob er eine hatte, weiss ich nicht, im Stammbaum wird einzig der früh verstorbene Sohn Michael (1866-1887) erwähnt, dessen Mutter Ursula Belz von Grüsch, bei seiner Geburt verstorben ist. Zweite Frau Ursula Hitz ab Seewis.
Also, die beiden Anna und Kuoni wandern zur Alp Fasons, wobei er der Tochter etwas über die Grossmutter und seine Zeit bei ihr in Stels/ Plär erzählt. Er geht danach allein hoch zur kleinen Furka, Salarueljoch und sinniert über den Spusagang und Vetter Jöri in Chur (Fient). Kuoni scheint gläubig gewesen zu sein und hatte eine sehr poetische Ader. Jedenfalls gerät Kuoni in einen Sturm und findet nur mit Mühe heim nach Seewis.
Anderntags – Teil vom Gannyer-Bad – wandern die beiden eben dort hin und Kuoni hält ein Plädoyer für das Bad und dass es doch möglich sein sollte, es wieder auferstehen zu lassen zu neuer Blüte.
|Anmerkungen|

Schwizer-DütschNr. 19, aus Graubünden, wie auch die Nr. 29/30 mit weiteren Erzählungen von Kuoni, sind auch antiquarisch schlecht erhältlich.

Sein Beitrag "Bauerntypen" wird hier auf dieser Plattform als PDF zur Verfügung gestellt. Auch ist die Redaktion vom Schweizerischen Idiotikon - https://www.idiotikon.ch/ - derzeit mit der Zugänglichkeit solcher Texte beschäftigt.