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Öffentlicher Verkehr in der Schweiz sehr sicher
Bern, 30.06.2009 - Der öffentliche Verkehr in der Schweiz war auch im Jahr 2008 sehr sicher. Dies zeigt der Sicherheitsbericht 2008 des Bundesamtes für Verkehr (BAV). Die Unfallzahlen bei Bahnen, Bussen und Schiffen bewegen sich im Bereich der Vorjahre. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es indes bei keinem Verkehrsträger. Ziel ist, das Sicherheitsniveau zu halten und wo möglich zu verbessern. Das BAV informiert im Bericht auch über seine Aufsichtstätigkeit im Jahr 2008.
Im Jahr 2008 starben im öffentlichen Verkehr in der Schweiz insgesamt 40 Personen. Während bei Bahnen und Trams keine Fahrgäste ums Leben kam, starben bei Bus- und Seilbahnunfällen vier Passagiere. Dies war auf seltene ausserordentliche Ereignisse bei einer Seilbahn (ein Toter) und einem Busbetrieb (3 Tote) zurückzuführen. Die meisten Todesfälle ereignen sich beim unberechtigten oder unvorsichtigen Überqueren von Bahn- und Tramgeleisen.
Im Vergleich zum Vorjahr starben 2008 zehn Menschen mehr im öffentlichen Verkehr in der Schweiz. Die Zahl liegt – mit Ausnahme von 2007 – immer noch unter dem Wert aller Jahre seit 2001. Dennoch verfolgt das BAV die Entwicklung genau und analysiert jedes Ereignis.
Mehr Menschen starben abgesehen von den ausserordentlichen Ereignissen vor allem durch unberechtigtes Betreten von Bahngleisen sowie auf Bahnübergängen. Über die Sanierung der Bahnübergänge hat das BAV zusammen mit der Taskforce Bahnübergänge am 25. Juni 2009 informiert.
Für die verschiedenen Verkehrsträger sehen die Zahlen für 2008 wie folgt aus: 23 (Vorjahr: 22) Personen starben bei Unfällen mit Eisenbahnen, 16 (11) Personen bei Unfällen im Nahverkehr (Bus/Tram) und mit Autobussen. Einen (keinen) Todesfall gab es bei Seilbahnen, und wiederum keinen in der Schifffahrt. Es handelt sich um den ersten tödlichen Unfall auf einer eidgenössisch konzessionierten Luftseilbahn seit 1999. 182 (154) Personen erlitten bei Unfällen im öffentlichen Verkehr schwere Verletzungen.
Tätigkeit des BAV im Dienste der Sicherheit
Um den hohen Sicherheitsstandard im öffentlichen Verkehr der Schweiz zu halten und zu verbessern, hat das BAV auch 2008 zahlreiche Kontrollen vor Ort durchgeführt. Verordnungen und Regelwerke wurden angepasst, Auflagen an Verkehrsunternehmungen ausgesprochen, Bauprojekte oder Fahrzeuge wurden geprüft. Im Jahr 2008 reichte das BAV eine (drei) Strafanzeige ein.
Das BAV hatte für das Jahr 2007 erstmals einen Bericht über die Sicherheit im öffentlichen Verkehr erarbeitet, der sich an die Sicherheitsberichte der europäischen Eisenbahnen anlehnt. Nun wurde der zweite Bericht veröffentlicht, der im Aufbau weitgehend identisch ist. Er umfasst die Aufsichtstätigkeit des Amtes über die verschiedenen Verkehrsbereiche (Bahnen, öffentlicher Verkehr auf Strasse, Seilbahnen und Schifffahrt) sowie Ereignisse und Massnahmen des Jahres 2008.
Die Unfalldaten für den BAV-Sicherheitsbericht werden nach denselben Definitionen für Unfälle und Personenkategorien aufgearbeitet, die auch die europäischen Eisenbahn-Sicherheitsbehörden verwenden (gemäss Artikel 18 der EU-Richtlinie über die Eisenbahnsicherheit). Weil inzwischen im Rahmen der Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der EU einige Begriffe präzisiert worden sind, wurden im Sinne der Vergleichbarkeit die Zahlen für das Jahr 2007 gegenüber dem letztjährigen Bericht angepasst.
Adresse für Rückfragen
Bundesamt für Verkehr, Information, 031 322 36 43
Herausgeber
Bundesamt für Verkehr
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Letzte Änderung 20.04.2018