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Patty Schnyder und die Casanova-Schwestern versuchen am Wochenende in Schweden, den Klassenerhalt in der Weltgruppe zu sichern.Dieser Inhalt wurde am 19. Juli 2002 - 16:19 publiziert
Zoltan Kuharszkys Aussage lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Wir müssen gewinnen, denn wir wollen unbedingt unter den weltbesten Nationen bleiben." Die Hoffnung des Fed-Cup-Teamchefs ist durchaus berechtigt, vieles spricht für die Schweizerinnen, die erstmals seit dem Wiederaufstieg 1997 die Barrage-Spiele bestreiten müssen.
Patty Schnyder (WTA 24) eröffnete am Samstag das Pensum gegen Sofia Arvidsson (WTA 221), danach versucht Myriam Casanova (WTA 85) ihre beeindruckende Erfolgsserie auch gegen Asa Svensson (WTA 59) durchzuziehen.
Am Sonntag spielen zuerst die Nummern eins gegeneinander, dann die Nummern zwei, ehe noch das allfällig entscheidende Doppel ausgetragen wird.
Leaderin Patty Schnyder
Allen voran stellt die Schweiz die klare Leaderin. Patty Schnyder ist die deutlich bestklassierte Spielerin der Begegnungen und erreicht auf der in Südschweden verwendeten Sandunterlage ihr bestes Rendement. Sie hat seit ihrem Fedcup-Debüt eine respektable 18:12-Bilanz (Einzel 13:8, Doppel 5:4). "Ich bin bereit", so Schnyder nach dem Abschlusstraining.
Für sich und ihre Team-Kollegin Myriam Casanova hofft Schnyder in einem Interview mit dem Berner "Bund": "Wir können uns in Malmö vielleicht gegenseitig etwas Druck wegnehmen, indem wir gut trainieren und gute Laune haben."
Shooting Star Myriam Casanova
Mit Myriam Casanova (WTA 85) steht nämlich eine valable Nummer zwei zur Verfügung. Sie gehört weltweit zu den "Shooting Stars" des Jahres. Die 17jährige Rheintalerin hat bei ihren ersten drei Einsätzen auf der WTA-Tour mit einer 11:2-Bilanz verblüfft und mit dem Final bei der Premiere in Budapest, der Drittrunden-Qualifikation in Wimbledon (ehrenvolle Niederlage gegen Justine Henin) und dem ersten Titel in Brüssel in der letzten Woche die Fachwelt wiederholt aufhorchen lassen.
Negativ auswirken könnte sich eine allfällige Verletzung, denn obwohl die Schweiz erstmals gleich fünffach unter den Top 100 vertreten ist, ist die Spielerinnendecke für die weibliche Variante des Daviscup extrem dünn.
Zusätzlich zu den Absenzen von Martina Hingis - ihr erster Start seit dem verlorenen Final 1998 war bereits vor der Verletzungspause nicht wahrscheinlich - und Marie-Gaïané Mikaelian (Endlosquerelen Familie versus Swiss Tennis) kam das kurzfristige Forfait von Emmanuelle Gagliardi (Viruserkrankung), die schon gegen die Slowakei hatte absagen müssen.
"Wir müssen schon hoffen, dass es keine Verletzung gibt", sagt Kuharszky, der durch das Fehlen von Gagliardi einer möglichen taktischen Variante beraubt wurde.
Schwedische Frauen im Schatten der Männer
Im Schatten der erfolgreichen Männer fristete das schwedische Frauentennis stets ein Mauerblümchen-Dasein. Die einzige Top-ten-Spielerin Catarina Lindqvist war dabei die Ausnahme, welche die Regel bestätigte, Carina Karlsson sorgte zudem über mehrere Jahre für optische Farbtupfer und liess mit einer Halbfinal-Teilnahme in Wimbledon aufhorchen.
USA um den Klassenerhalt
In den Viertelfinals werden die Teilnehmerinnen am Vierer-Finalturnier im November ermittelt. Die Slowakinnen empfangen im attraktivsten Duell Frankreich, daneben spielen Österreich gegen Kroatien, Italien gegen Titelverteidiger Belgien und Spanien gegen Deutschland.
Grosse Abwesende in den Viertelfinals sind die USA, die sich nach Jennifer Capriatis Rauswurf gegen Österreich verspekulierten und nun gegen Israel um den Klassenerhalt spielen müssen.
swissinfo und Agenturen
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