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Aus Kochbuch von 1932: Diese, oft auch Gesellschaftsbrötchen genannt, sind zu warmen und kalten Getränken immer willkommen. Am besten eignet sich dazu Kastenbrot, in dünne Scheiben geschnitten, auch Toast (geröstetes Brot), mit Butter bestrichen.
Natürlich lässt sich auch gewöhnliches Brot verwenden. Stets wird das in dünne Scheiben geschnittene Brot mit Kräuterbutter gut bestrichen und nach Wunsch belegt. Als Belag können alle Arten kalter Braten, Schinken, Zunge, Geflügel usw. in dünnen Scheiben verwendet werden. Den Rand oder die Mitte kann man sehr hübsch auf allerlei Art verzieren, entweder mit gehacktem Eiweiss oder Eigelb, oder einem Kränzchen aus ausgestochenen roten Rüben oder mit Cornichons, Kapern, Rettichen, Perlzwiebeln, Sulze usw.
Zusammenstellung einer pikanten Brötchenplatte zu Tee oder Wein, sehr beliebt bei Damengesellschaften. Man rechnet für die Person je 3-4 Brötchen. Für Herrengesellschaften wählt man die pikanteren Brötchen.
Mettwurstbrötchen (aus Kochbuch von 1932): 1 cm dicke Brotscheiben werden zuerst mit Kräuterbutter, dann mit Mettwurst überstrichen, mit Cornichons, je einer Eischeibe und Tomaten garniert. Alle Wurstsorten und Pain finden die gleiche Behandlung.
Schinkenbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Viereckig geschnittene, 1 cm dicke Brotscheiben werden mit Kräuterbutter bestrichen, mit gleichgrossen Schinkenblättern belegt und mit Cornichonsscheiben so garniert, dass sie 2 grüne Kirschen darstellen.
Salamibrötchen (aus Kochbuch von 1932): 1 cm dicke, rund ausgestochene Brotscheiben werden mit Kräuterbutter bestrichen, mit je einer Salamischeibe belegt und mit Cornichonsscheiben so garniert, dass die Garnitur ein Kleeblatt ergibt.
Gänseleberbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Gänseleberpain wird mit ein wenig Butter tüchtig verrührt und auf viereckig geschnittene Brotscheiben gestrichen. Diese werden übers Kreuz zerschnitten, so dass vier dreieckige Brötchen entstehen. Jedes belegt man mit einer Eischeibe und Cornichons.
Sulzebrötchen mit Ei (aus Kochbuch von 1932): Auf eine oval geschnittene, geröstete Brotscheibe legt man ein verlorenes Ei. Dies wird mit Tomaten und Schinkenstreifen schön garniert. Nun giesst man 2 Löffel Sulze darüber und stellt das Brötchen kühl, damit die Sulzeschicht erstarren kann. Dann wiederholt man das Begiessen mit Sulze noch 1-2mal, um eine Fleischgeléeschicht zu erhalten.
Englische Brötchen (aus Kochbuch von 1932): 3-4 Eigelb von hartgekochten Eiern, Kapern, 1 Messerspitze Currypulver und saurer Rahm werden zu einer streichbaren Masse verarbeitet und auf geröstete Brotschnitten gestrichen. Mit Tomaten und Cornichons garnieren.
Matrosenbrötchen (aus Kochbuch von 1932): 3 Eigelb von hartgekochten Eiern werden durch ein Sieb gedrückt, dann mit Butter, etwas Senf, Salz, Zitronensaft und feingehacktem Schnittlauch oder Petersilie vermischt. Diese Masse wird auf Brotschnitten gestrichen und mit Cornichons und Sardellenfilets geschmackvoll garniert.
Sardellenbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Über Feuer hellgelb geröstete, 1 cm dicke Brotscheiben wreden viereckig zurechtgeschnitten, dann in den Diagonalen zerschnitten, so dass 4 dreieckige Brötchen entstehen. Diese werden mit gereinigten Sardellenfilets belegt und mit Oliven und Tomaten garniert (Billiger, wenn man gut gewässerte Salzsardellen nimmt und die Oliven weglässt).
Kaviarbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Geröstete Brotscheiben werden mit Kaviar bestrichen (teuer!).
Sardinenbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Über Feuer hellgelb geröstete Brotschnitten werden viereckig zurechtgeschnitten, mit Sardellenbutter bestrichen, mit je 3 Sardinen belegt und mit Cornichons, Kapern und Zwiebelringen garniert.
Käsebrötchen (aus Kochbuch von 1932): Beidseitig geröstete Weissbrotschnitten werden zuerst mit Kräuterbutter, dann mit Rahmkäse 1/2 cm dick bestrichen und mit Kümmel bestreut.
Restaurationsbrot (aus Kochbuch von 1932): Kasten- oder Hausbrot schneidet man in 1 cm dicke Scheiben, bestreicht sie mit Butter und belegt sie mit Wurstwaren (Aufschnitt). 1-2 Eischeiben, ein wenig gehackte Sulze, Zwiebelringe und Cornichons dienen als Garnitur.
Tatarenbrötchen (aus Kochbuch von 1932): Auf Röstbrotschnitten (Toast) streicht man gehacktes, rohes, gewürztes Rindfleisch und garniert mit Kapern, Zwiebeln und Essiggurken. Nach Belieben schlägt man in die Mitte eines jeden Brötchens ein frisches Eigelb. Für jede Person rechnet man ein Brötchen.
Verwendet man keine Brotschnitten, so serviert man das Fleisch als „Tatarenbeefsteak“ auf einzelnen Tellerchen und garniert mit Tomatenschnitz, Radieschen, Salz, rotem Pfeffer, gehackten Zwiebeln, etwas Butter und Cornichons. Dieses Tellerfleisch ist besonders bei Herren sehr beliebt.