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Warum sich ein Studium oder eine Weiterbildung in Volkswirtschaft lohnt
Die Volkswirtschaft selbst umfasst alle in einem Staat oder Staatenverbund zugeordnete Unternehmen, Haushalte (im Sinne von Staatshaushalt) und den Staat selbst. In der Volkswirtschaftslehre wird die Volkswirtschaft wissenschaftlich untersucht, zudem stellt die Volkswirtschaftslehre (VWL) ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft dar. Einige Themengebiete, mit denen sich die VWL beschäftigt, sind beispielsweise die Mikroökonomie: hier werden vor allem die Beziehungen zwischen Haushalten, Unternehmen und Wirtschaftssubjekten untersucht. Zentrale Felder sind etwa die Preistheorie (Märkte und Preise) oder Haushalt- und Produkttheorie. Das nächste grosse Feld, mit der sich die Volkswirtschaft beschäftigt, ist die Makroökonomie: hier wird die Wirtschaft in einem grösseren Zusammenhang beobachtet. Als Beispiel kann hier ein einzelner Staat, ein Staatenbund oder auch die Weltwirtschaft im Ganzen betrachtet werden. Wichtige Faktoren sind insbesondere das Einkommen, der Arbeitsmarkt, Konsum und Investitionen, aber auch Inflation, Preisniveau oder Wirtschaftswachstum und die Konjunkturtheorie. Auch die Ökonometrie wird in der Volkswirtschaft behandelt, hier wird vor allem empirisch (also durch Umfragen, Statistiken, Stochastik, etc.) das wirtschaftliche Geschehen untersucht und ausgewertet. Neben diesen grossen Disziplinen zählen zudem Arbeitsökonomik, Familienökonomie, Industrieökonomik, Ökonometrie oder Spieltheorie zu den Spezialdisziplinen, die die Volkswirtschaft bietet. Die Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsgeographie gelten als so genannte Brückendisziplinen und stellen somit die entsprechende Verbindung zwischen unterschiedlichen Disziplinen her, bieten zugleich ein weiteres, spannendes Betätigungsfeld.
Die Schweiz bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich im Bereich der Volkswirtschaft entsprechend fortzubilden oder ein Studium aufzunehmen. Etliche Schweizer Universitäten bieten den Studiengang der Volkswirtschaftslehre als Bachelorstudiengang an. Dieser dauert in der Regel sechs Semester, also drei Jahre, der Abschluss nennt sich "Bachelor of Science in Economics" und wird mit dem Abschluss der Bachelorarbeit erreicht. Je nach Universität ist es notwendig, ein Einführungsstudium zu absolvieren, bevor der Bachelor in Angriff genommen werden kann. Im Bachelorstudiengang selbst müssen unterschiedliche Module abgearbeitet werden, diese beinhalten unter anderem: VWL Mikroökonomie, Makroökonomie, Public Economics und Ökonometrie. Module in Mathematik, Informatik, Rechts- und Politikwissenschaften kommen ebenfalls hinzu. Nach dem Bachelorabschluss kann an vielen Universitäten auch der Masterabschluss angestrebt werden. Es besteht die Möglichkeit, sich im Master gezielt zu spezialisieren, beispielsweise mit dem Master of International and Monetary Economics oder mit dem Master in Business and Economics. Auch die Schweizer Fachhochschulen bieten die Möglichkeit der Weiterbildung im Bereich der Volkswirtschaft an, so wie zum Beispiel Banking, Finance und Controlling, Beratung und Coaching, Wirtschaftsinformatik, Management und Führung und weitere Inhalte. Ausbildungen, die zumindest Nahe bei der Volkswirtschaft liegen, werden ebenfalls angeboten, wie der Betriebsökonom, Wirtschaftsfachmann oder Betriebswirtschafter. Somit lässt sich festhalten, dass es keinen direkten Ausbildungsberuf gibt, der mit dem Abschluss der Volkswirtschaft beendet wird.
Ein Studium eignet sich für diejenigen, die sich möglicherweise schon der Schule für die Volkswirtschaft interessiert haben und dieses Interesse nun im späteren Beruf umsetzen und vertiefen möchten. Durch den Bachelorstudiengang wird eine allumfassende Vorbereitung für den späteren Berufswunsch getroffen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Zudem stellt ein Studium, bzw. eine Weiterbildung in der Volkswirtschaft ein sicheres, spannendes und vielschichtiges Berufsfeld dar. Wer sich gerne mit wirtschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt, sich für ökonomische Zusammenhänge begeistern kann, der ist im Feld der Volkswirtschaft sehr gut aufgehoben.
Je nach Studiengang und Universität ist sicherlich die Matura als allererstes die Voraussetzung, sich überhaupt für den Studiengang einschreiben zu können. Zudem kann es sein, dass eine Art Einführungsstudium absolviert werden muss, da der Studiengang der VWL zu den beliebten Studiengängen zählt. Wer sich bereits in der Schule für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert hat, dem sollte jedoch bewusst sein, dass der Stoff an der Universität vielschichtiger und komplexer ist als in der Schule. Zu den wissenschaftlichen Methoden zählen unter anderem Mathematik oder Informatik, so dass hier mitunter ein grosses Lernpensum anfällt. Wer sich nicht auf den universitären Weg begeben möchte, der kann zunächst eine Ausbildung im wirtschaftlichen Umfeld absolvieren, um später einen entsprechenden Kurs an einer Fachhochschule zu belegen. Hier sind jedoch andere Abschlüsse, wie etwa die Berufsmatura, während der Ausbildung oder nach dieser, zu erwerben.