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Unser Russland-Korrespondent meldet: Der russische Flugzeughersteller Tupolew schloss Ende März die Aufrüstung einer ersten Gruppe von Tu-95MS-Fernbombern ab.
- Das Programm zielt auf den Ersatz veralteter Funk- und Navigationssysteme durch moderne Geräte ab. Die Hauptarbeit oblag den Produktionsstätten von Tupolew und Aviakor Aviation Plant JSC. Sie begannen früh mit der Kawestierung der ersten Gruppe.
- Im Januar 2020 begannen die beiden Unternehmen gemeinsam die Aufrüstung der zweiten Gruppe der Flugzeuge aus dem Kalten Krieg.
Ein Jahrhundertbomber – Erstflug 1952
- Parallel dazu schloss Tupolew zusammen mit dem Aviatik-Unternehmen Berijew die Vorarbeiten für eine zusätzliche, neue Kawestierung der Bomber ab, die dann die Bezeichnung Tu-95MSM erhalten.
- Die Meldung von Tupolew belegt: Wie die amerikanischen Boeing B-52 und die russischen Tu-160, ebenfalls von Tupolew, verdienen Fernbomber die Qualifikation “Jahrhundertflieger”. Der Bomber T-95 absolvierte den Erstflug am 12. November 1952. Im Dienst der Roten und jetzt der russischen Luftwaffe steht er seit 1956.
- Noch immer fliegt er weitreichende Missionen, oft zum Missfallen der USA und der NATO.
16 Tu-160 “Blackjack”, 60 Tu-95 “Bear”
Tu-160 und Tu-95 bilden miteinander das russische Fernbomber-Kommando. Sie gehören zur “Strategischen Abschreckung”. Sie sind beide nuklear bewaffnet.
Die 16 Tu-160 gliedern sich in:
- 10 Tu-160 mit nuklearen Marschflugkörpern Kh-555M
- 6 Tu-160M1 mit nuklearen Marschflugkörpern Kh-555SM / Kh-102
Die 60 Tu-95 besteht aus:
- 44 Tu-95MS mit nuklearen Marschflugkörpern Kh555-SSM
- 16 Tu-195MS mit nuklearen Marschflugkörpern Kh555-SM / Kh-102
Die Kh555 tragen den NATO-Code “Kent”, die Kh-102 den Decknamen “Kodiak”.