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Johann Gottfried Vierling (1750–1813) war ein deutscher Komponist aus Thüringen. Er erlernte das Orgelspiel bei Johann Nikolaus Tischer. Mit 20 Jahren studierte er angeblich einige Monate beim Bach-Schüler Johann Philipp Kirnberger. In dieser Zeit hatte er auch Kontakt mit Carl Philipp Emanuel Bach. Im Jahre 1773 wurde er Nachfolger von Tischer als Organist in der Stadtkirche von Schmalkalden. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod aus.
Orgelwerke von Johann Gottfried Vierling
Vierling veröffentlichte mehrere Sammlungen ansprechender Orgelstücke. Stilistisch sind seine Kompositionen typisch für die frühklassiche Zeit, vergleichbar mit C.P.E. Bachs Orgelmusik. Derzeit sind vier Ausgaben erhältlich:
- 48 kurze und leichte Stücke, Sonat Verlag
- 30 leichte dreistimmige Stücke, Sonat Verlag
- 5 Trios, Verlag Harmonia mundi in der Reihe Incognita Organo
- 5 ausgewählte Stücke, Verlag Interlude Music *
* Diese Sammlung enthält drei längere freie Stücke – ein Präludium in der Form eines klassischen Sonatenhauptsatzes, ein Adagio und ein Trio. Dazu zwei Choralbearbeitungen – “Herzliebster Jesu” und “Wer nur den lieben Gott lässt walten”.
Vierling komponierte auch Cembalomusik und Kirchenkantaten, zwei Jahrgänge sind handschriftlich erhalten. Ausserdem veröffentlichte er ein vierstimmiges Orgelchoralbuch (1790), eine Improvisationslehre (Versuch einer Anleitung zum Präludieren für Ungeübtere, 1794) und eine Generalbassschule (Allgemein fasslicher Unterricht im Generalbass, 1805)