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Das BGer fasst seine Rechtsprechung zu Interessenkonflikten iSv BGFA 12 c zusammen. Unter anderen beschlägt das Verbot eines Anwalts, eine Vertretung wahrzunehmen, auch seine Kanzleikollegen (schon BGE 135 II 145).
Das BGer hält sodann fest, dass hier die konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts - Tatbestandselement von BGFA 12 c - vorlag. Die Vertretung des Detektivs durch Anwalt 2 erforderte eine Auseinandersetzung mit dessen Arbeit und begründete eine dreifache Gefahr:
- dem Ehemann seine Ehefrau betreffende Tatsachen zur Kenntnis zu bringen und ihm so einen Vorteil im Scheidungsverfahren zu verschaffe, und
- dem Anwalt 1 (der Ehefrau) die Erkenntnissse des Detektivs zugänglich zu machen, und
- durch die Vertretung des Detektivs die Aktiva des Ehemanns, seines Auftraggebers, zu vermindern und dadurch den finanziellen Erfolg der Ehefrau im Scheidungsverfahren zu schmälern.