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Wilhelm Tux organisiert ein Fundraising, um die Erstellung von digital signierten PDF-Dokumenten in der freien Office-Suite LibreOffice zu implementieren.
Unser Fundraising-Projekt ist abgeschlossen, PDF-Signaturen sind seit Version 4.4 Bestandteil von LibreOffice. Seit Version 4.5 sind auch digital signierte Timestamps Teil der PDF-Signaturen.
Herzlichen Dank an all unsere Sponsoren, die diesen Erfolg in bester Open-Source-Tradition möglich gemacht haben!
Manchmal ist es nicht genug, über gute Dinge zu reden. Manchmal muss man sie einfach selber anpacken. Oder, um es mit Maya Angelou zu sagen:
"Nothing will work unless you do."
Seit Beginn seiner Tätigkeit hat sich Wilhelm Tux für die Verwendung von Freier Software, besonders bei der Öffentlichen Hand und in Unternehmen, eingesetzt. Für viele dieser Organisationen ist der Desktop, also die persönliche Produktionsumgebung jedes einzelnen Mitarbeiters, das zentrale Arbeitsmittel.
In erster Linie bedeutet dies für viele eine "Office"-Suite, mit der man Dokumente, Präsentationen, Tabellenkalkulationen usw. erstellen und bearbeiten kann. Der entsprechende Markt wurde jahrelang von einem einzigen Hersteller (Microsoft) dominiert.
Seit geraumer Zeit gibt es jedoch absolut alltags- und geschäftstaugliche freie Office-Suiten. Die bekannteste und am weitesten verbreitete davon ist wohl die freie Office-Suite LibreOffice. Sie enthält, neben den bekannten Funktionen, darüber hinaus auch noch einen Editor für Vektorgrafiken sowie einen für mathematische Formeln. Eine weitere, sehr nützliche Funktion erlaubt es, aus LibreOffice-Dokumenten direkt PDF-Dokumente zu erstellen.
Warum Digitale Signaturen?
PDF ist als De-facto-Standard für den unternehmens- und plattformübergreifenden Dokumentenaustausch international etabliert. Daher wird es zunehmend wichtiger, dass der Empfänger eines solchen Dokuments überprüfen kann, ob das Dokument, das er gerade liest, tatsächlich dasjenige ist, das der Absender geschrieben hat, oder ob es inzwischen verändert wurde. Man denke z.B. an ein Dokument, das in mehreren Versionen existiert, von denen aber nur eine einzige zur Veröffentlichung freigegeben ist. Oder an einen Vertrag, bei dem beide Seiten sicher sein müssen, das selbe Dokument zu unterschreiben.
Daher wurde bereits vor Jahren die Möglichkeit geschaffen, PDF-Dokumente digital zu signieren (vgl. Wikipedia-Artikel). Leider benötigt man dazu in der Regel zusätzliche, meist proprietäre Software, die in der Regel auch noch einen zusätzlichen Konfigurationsaufwand mit sich bringt.
Um diese Lücke zu schliessen, wurde 2012 in einem Google Summer of Code Projekt die
Funktionalität entwickelt, um direkt in LibreOffice signierte PDF erstellen zu können.
Die Herausforderung
Leider konnte der Code damals nicht bis zur Produktionsreife entwickelt
werden, so dass er bis jetzt nur unter den "Experimental Features" von
LibreOffice aktivierbar ist und noch nicht zufriedenstellend funktioniert.
An der LibreOffice Conference in Bern hatten wir Gelegenheit, mit einigen der Kern-Entwickler von LibreOffice zu sprechen. Dabei wurde geschätzt, dass der Aufwand, um die Funktionalität zur Produktionsreife zu bringen, zwischen 5 und 8 Personen-Tagen liegen würde.
Wilhelm Tux versucht nun, Sponsoren für diese max. 8 Tage Entwicklungsaufwand zusammenzubringen.
Zu diesem Zweck haben wir Kontakt zu verschiedenen Firmen, Organisationen und Privaten aufgenommen, von denen wir wissen, dass dieses Thema für sie von Interesse ist. Das Echo, das wir darauf erhielten, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und uns in der Annahme bestärkt, dass digitale PDF-Signaturen bei Schweizer Unternehmen und Behörden wie auch bei vielen Privaten ein echtes Bedürfnis darstellen! Dies wohl nicht zuletzt deshalb, weil in der Schweiz die elektronische Unterschrift gemäss ZertES der handschriftlichen bereits gleichgestellt ist.
Dürfen wir auf Ihre Unterstüzung zählen? Jede kleine und grössere Spende von Privaten und Firmen ist willkommen!
Wer soll das umsetzen?
Die Firma Collabora ist spezialisiert auf Enterprise-Installationen von LibreOffice-Umgebungen und führt auch kundenspezifische Anpassungen und Erweiterungen durch. Zu diesem Zweck hat sie einige der Kern-Entwickler von LibreOffice unter Vertrag. Dies erlaubt es den Entwicklern, neben ihrer projektbezogenen Arbeit für Collabora, weiter am freien Entwicklungszweig zu arbeiten. Das Besondere an ihrem Geschäftsmodell ist jedoch, dass sie sämtliche kundenspezifischen Erweiterungen wieder in den freien Entwicklungszweig ("Main Tree") von LibreOffice integriert.
Für uns war das der Hauptgrund, Collabora als Partner für dieses Projekt auszuwählen, denn so kann sichergestellt werden, dass die PDF-Signaturen für alle Anwender weltweit frei zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus finden wir das Entwicklungs- und Geschäftsmodell von Collabora sehr offen und durchaus nachahmenswert. Es zeigt, dass auch kleinere Firmen mit Open-Source-Software Geld verdienen und gleichzeitig zur Weiterentwicklung Freier Software beitragen können. Und von dieser Entwicklung profitieren dann wiederum alle Nutzer.
Das Vorgehen
In der ersten Phase wird Wilhelm Tux versuchen, die benötigten finanziellen Mittel über Unterstützungszusagen von Unternehmen, Institutionen und Privaten zu sammeln. Gesamthaft werden 8'000 € (ca. 10'000 Fr.) benötigt.
Wenn genügend Zusagen eingegangen sind, um den Bedarf abzudecken, wird das Fundraising geschlossen. Diejenigen, die einen Beitrag zugesichert haben, zahlen ihn dann auf das Konto von Wilhelm Tux ein.
Sobald die benötigten Mittel auf dem Konto verfügbar sind, wird Wilhelm Tux an Collabora den Auftrag erteilen, die bestehende "experimentelle" Funktion zur Erstellung von digital signierten PDF-Dokumenten zur Produktionsreife fertig zu entwickeln und im stabilen Zweig von LibreOffice zu integrieren.
Wir überwachen die zeitgerechte Fertigstellung sowie die Veröffentlichung unter einer entsprechenden freien Lizenz im Haupt-Entwicklungszweig von LibreOffice.
Sollte die Entwicklung scheitern oder der Code aus anderen Gründen nicht im Haupt-Entwicklungszweig von LibreOffice integriert werden können, werden die noch nicht verbrauchten Beiträge auf Antrag anteilsmässig zurückbezahlt oder für ein anderes Open-Source-Projekt eingesetzt.
Interessiert?
Bitte füllen Sie hier Ihre Unterstützungszusage aus. Anschliessend erhalten Sie von uns eine E-Mail mit allen benötigten Angaben, um Ihre Zusage zu verifizieren.
Eine Aufstellung der bisherigen Sponsoren finden Sie hier. Auf Wunsch können wir dort Ihren Namen oder Ihre Firma/Organistion inkl. Logo veröffentlichen.
Sobald die benötigten Mittel zugesagt sind, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Überweisung des zugesagten Betrags zu organisieren.
Nachdem der Auftrag an Collabora erteilt ist, erhalten Sie von uns Berichte zum Fortgang der Arbeiten sowie einen Abschlussbericht.
Wenn alles gut gegangen ist, darf natürlich der Abschlussapéro nicht fehlen! Einladung folgt.
Übersicht: Fundraising auf einen Blick
Fragen
... und Antworten
Zielsumme:
EUR 8'000 (CHF 10'000)
Zeitrahmen, Projektende (Ziel):
Start: 13.10.2014
Ende Sammlung 31.12.2014 (Verlängerung falls nötig)
Kleinere und grössere Spenden sehr willkommen! Wir setzen bewusst keine Limiten (nach unten/oben). Beträge können Sie zwar in CHF anmelden, aber eine Überweisung auf unser Konto mit IBAN kann in beinahe beliebiger Währung wie EUR, USD, GBP, CHF erfolgen. Besonders für kleinere Beträge prüfen wir zurzeit, ob wir PayPal oder Alternativen werden anbieten können.
Was passiert, wenn das Funding-Ziel nicht erreicht wird?
Der Fall "Rückzahlung" tritt eigentlich nicht ein, da wir Sie erst bei Zielerreichung kontaktieren und um Überweisung bitten. Sollte nach erfolgreichem Fundraising (und erfolgter Einzahlung) die Entwicklung aus andern Gründen scheitern (siehe auch Abschnitt "Das Vorgehen") können Sie eine Rückzahlung verlangen.
Wie lauten die Konto-Angaben, IBAN, BIC von Wilhelm Tux?
Die internationale Bankkontonummer (IBAN) lautet: IBAN <iban-pii>. Empfänger: Wilhelm Tux, Bern, Schweiz Innerhalb der Schweiz auch 30-431076-8
Bank Identifier Code (BIC): POFICHBEXXX, Adresse der (Post)Bank (falls nötig): PostFinance AG, Mingerstrasse 20, 3030 Bern, Switzerland
Hinweis: eine Überweisung Ihrer Zahlungszusage ist erst bei Zielerreichung, wenn wir Sie kontaktieren und um Überweisung bitten, nötig.