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Trockene Haut & Juckreiz
Was ist das Problem?
Viele Frauen beobachten und beklagen, dass ihre Haut in den Wechseljahren leidet. Häufig wird von Trockenheit und erhöhter Empfindlichkeit berichtet. Aber auch andere Symptome wie zum Teil starker Juckreiz, dünnere und verletzungsanfälligere Haut oder Akne können auftreten. Dermatologen haben festgestellt, dass etwa 20 % der Frauen nach der Menopause an klimakterischer Keratodermie leiden. Sie tritt als Dermatose auf, die mit einer Rötung und einer symmetrischen Verdickung der Hornschicht an den Handflächen und Fusssohlen beginnt. Die Haut wird trocken und es entstehen schmerzhafte Risse. Viele Patientinnen leiden unter Juckreiz, der sich nachts verstärkt.
In Verbindung mit Pruritus kann Parästhesie auch Frauen während des Übergangs in die Wechseljahre betreffen. Parästhesie ist eine abnormale Hauterkrankung, die sich durch Taubheitsgefühle, Kribbeln und Ameisenlaufen der Haut definiert.
Was sind die Ursachen dafür?
Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung einer gesunden Haut. Östrogene stimulieren die Produktion von Hautkollagen, einem Faserprotein, das der Haut und anderen Geweben Festigkeit, Widerstandskraft und Stabilität verleiht. Da die Haut zu 75 % aus Kollagen besteht, wird bei einem Kollagenmangel das Fasernetzwerk, das die Haut dick und elastisch hält, beeinträchtigt. Die Haut wird trockener und du verlierst mit zunehmendem Alter Fettgewebe. Dein Kiefer, deine Wangen und dein Hals sind nicht mehr so straff wie früher.
Der sinkende Östrogenspiegel verringert die Fähigkeit des Körpers, Feuchtigkeit zu speichern, und verlangsamt die Produktion natürlicher Hautöle, was ebenfalls zum Juckreiz beiträgt.
Was sind verfügbare Lösungsansätze?
Du kannst versuchen, deine Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen, die in Lebensmitteln wie Lachs, Nüssen, angereicherten Eiern, Sardinen, Leinsamen und Sojabohnen enthalten sind. Auch eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen ist für eine gesunde Haut unerlässlich.
Denke an deinen Wasserkonsum, idealerweise 2 Liter pro Tag. Dadurch wird die Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit versorgt.
Was die Pflege angeht, solltest du zu heisses Duschen vermeiden, da heisses Wasser aggressiv und austrocknend sein kann. Versorge deine Haut nach dem Duschen mit Feuchtigkeit. Einige Produkte kombinieren Mandelöl mit Milchsäure, einem wichtigen Bestandteil des natürlichen Feuchtigkeitsfaktors der Haut, und sorgen für die Zufuhr der fehlenden Lipidstoffe. Andere Produkte auf der Basis von Harnstoff, einem Feuchthaltemittel, sind ebenfalls wirksam. Harnstoff dringt auf der Ebene der Epidermis in die Haut ein und wirkt dank seiner hygroskopischen Eigenschaften wie ein Schwamm, indem er Wasser anzieht und bindet.
Bei den Nahrungsergänzungsmitteln werden verschiedene Möglichkeiten unterschieden: Nachtkerze, reich an Omega-6, mit feuchtigkeitsspendenden und antioxidativen Eigenschaften. Vitamin E hilft, die oberen Hautschichten mit Feuchtigkeit zu versorgen und wirkt entzündungshemmend, was ideal ist, um Juckreiz und Plaques bei trockener Haut zu lindern. Vitamin B5, bekannt als Pantothensäure, wird ebenfalls für eine gute Feuchtigkeitsversorgung der Haut empfohlen.