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Coronavirus: Treffen zwischen Bundesrat Alain Berset und Vertretern der Schweizer Kulturwelt.
Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI), Alain Berset, hat am 16. November eine Delegation von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kultursparten zu einem Gespräch in Bern empfangen. Im Zentrum des Treffens stand die schwierige Situation, in der sich die Schweizer Kulturwelt angesichts der Covid-19-Pandemie befindet.
Anlässlich des Treffens liess sich Bundesrat Berset durch die Kulturorganisationen aus erster Hand über die aktuelle Lage im Kultursektor informieren. Dieser ist von der Covid-19-Pandemie in besonderem Masse betroffen. Durch die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, die der Bundesrat in Absprache mit den Kantonen am 28. Oktober ergriffen hat, hat sich die Situation für die verschiedenen Kulturakteure weiter verschärft. Dies insbesondere infolge der Begrenzung von öffentlichen Veranstaltungen auf maximal 50 Personen durch den Bund sowie weitergehender Einschränkungen in verschiedenen Kantonen, die zum Teil sogar die Schliessung kultureller Institutionen angeordnet haben.
Das heutige Treffen bot die Gelegenheit zu einem Austausch über die bestehenden Herausforderungen und Perspektiven für die Kulturpolitik angesichts der Pandemie. Bereits im Rahmen der Ausarbeitung der verschiedenen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen für den Kultursektor fanden im Frühling und Sommer periodisch Treffen zwischen den verschiedenen Akteuren und Bundesvertretern statt. Das heutige Treffen hat bestätigt, dass eine Entspannung der Lage für den Kultursektor gerade vor dem Hintergrund der zweiten Pandemiewelle nicht absehbar ist.
Der Vorsteher des EDI ist sich der grossen Herausforderungen, die sich für das Schweizer Kulturleben in der aktuellen Situation stellen, bewusst. Im März hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen für den Kultursektor beschlossen, das die gesamtwirtschaftlichen Massnahmen ergänzte. Er stellte dafür Mittel in der Höhe von 280 Millionen Franken zur Verfügung. Die Gesuche um Unterstützung der Kulturschaffenden und Kulturvereine im Laienbereich dieser ersten Phase sind inzwischen vollständig bearbeitet, die Prüfung der Gesuche um Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende durch die dafür zuständigen Kantone ist zu rund 70% abgeschlossen.
Am 25. September hat das Parlament einer Weiterführung der Massnahmen im Rahmen des Covid-19-Gesetzes zugestimmt und für das Jahr 2021 Mittel in der Höhe von 130 Millionen Franken gesprochen. Ob diese Mittel zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Kultursektors ausreichen werden, wird sich weisen müssen, wie Bundesrat Berset anlässlich des heutigen Treffens mit der Kulturbranche sagte. Die Massnahmen stehen seitens Bund bereit und in ersten Kantonen sind die Portale für die Gesuche von Kulturunternehmen um Ausfallentschädigungen und Transformationsprojekte offen. Kulturschaffende und Kulturvereine im Laienbereich können bereits jetzt wieder Gesuche um Soforthilfen bei den zuständigen Stellen einreichen. (mt.)