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Dez
20
Viele Menschen denken, wir hätten unseren Wohlstand der Demokratie zu verdanken. Politiker behaupten das zumindest. Auf alle Fälle jedenfalls als These. In der EU und auch in der Schweiz wird ständig behauptet, dass diese wohlhabenden westlichen Länder irgend einen Anteil an dem erarbeiteten Reichtum hätten. Aber wer hat den erarbeitet? Sicher nicht die EU als Institution oder die Schweiz als vereinsgeführte Eidgenossenschaft. Es waren die Menschen, die in diesen Regionen wohnen, leben und arbeiten. Es ist also genau das Gegenteil von der Aussage der Politiker richtig. Da ich aus Preussen stamme, kenne ich eher die Geschichte des Wohlstandes auf dem Territorium der Bundesrepublik in Deutschland. Den Wohlstand dort haben die Menschen einzig und allein dem ersten Wirtschaftsminister nach dem Krieg, Ludwig Erhard, zu verdanken, der eine relativ freie Marktwirtschaft eingeführt hat. Diese war damals ohne grosse und viele Regulierungen der Garant dafür, dass es nach dem
Dez
18
Da theoretisch jede Partei gewählt werden kann, entsteht der Eindruck, jede Partei, jede Ideologie hätte die selbe Chance. Es ist jedoch tatsächlich so, dass die Demokratie an sich schon eine Ideologie darstellt, nämlich die Idee, dass wir alles gemeinsam zu entscheiden haben. Geht das überhaupt? Die Demokratie ist also per definitionem eine kollektivistische Idee. Eine Idee, die dem Sozialismus/Kommunismus sehr nahe kommt.
Dazu schreiben Karsten/Beckmann:
"Es gibt grundsätzlich keine Grenzen der Kollektivierung. Wenn die Mehrheit (oder vielmehr die Regierung) es will, kann sie entscheiden, dass wir alle einen Harnisch tragen müssen, wenn wir über die Strasse gehen, weil es sicherer ist. Oder wir uns alle wie Clowns verkleiden müssen, weil es die Leute zum Lachen bringt. Keine individuelle Freiheit ist heilig."
Laut dem britischen Wirtschaftsmagazin "The Economist" vom 17. März 2011 sind die Staatsausgaben in den westlichen Demokratien Europas und den USA seit 1870 vo
Dez
17
Das ist wohl einer der seltsamsten und zugleich verbreitetsten Irrtümer.
Erstens schwanken Mehrheiten ganz offensichtlich. Mal regiert Rot, mal Schwarz. Wie kann die Mehrheit in beiden Fällen recht haben? Karsten/Beckmann zitieren sehr treffend den britischen Politiker und Schriftsteller Auberon Herbert über Logik und Moral der Demokratie:
"Fünf Männer befinden sich in einem Raum. Haben, weil drei Männer einen Standpunkt einnehmen und zwei einen anderen, die drei Männer irgendein moralisches Recht, den anderen zwei Männernihren Standpunkt aufzuzwingen? Welche magische Kraft kommt über die drei Männer, dass sie, weil sie einer mehr sind als die zwei Männer, plötzlich Besitzer von Geist und Körper dieser anderen werden? Solange sie zwei gegen zwei waren, dürfen wir annehmen, dass jeder Mann Herr seines eigenen Geistes und Körpers blieb; aber von dem Momentan, in dem ein weiterer Mann - der Himmel weiss, aus welchen Motiven heraus handelnd - sich der einen oder ande