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Der Name Februar wird vom lateinischen Verb «februare» abgeleitet, dass so viel wie «reinigen» bedeutet. Der Begriff wurde laut dem Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache vom römischen Reinheitsritual «Februa» inspiriert, das traditionell in dieser Zeit des Jahres stattfand.
Das altrömische Jahr begann nämlich im März und so wurden im letzten Monat, damals Februar, Reinigungsarbeiten erledigt. Der Name Februar leitet sich also aus dem römischen Kalender und der damaligen Ereignisse ab, obwohl später auch altdeutsche Monatsnamen gegeben wurden. Trotzdem hat der römische Name überlebt.
Zehn Monate und kein Februar
Im zehnmonatigen römischen Kalender gab es den Februar noch nicht. Der römische Kalender ist quasi der Vorfahre des heute gültigen gregorianischen Kalenders und wurde über die Jahrhunderte mehrmals reformiert und angepasst. Was also als «römischer Kalender» bezeichnet wird, ist eine Serie von Kalendersystemen, die grosse Unterschiede aufweisen und deren Struktur nicht genau bekannt ist.
Laut Legende soll Romulus, der erste König Roms, um 738 vor Christus eine Kalenderreform angeordnet haben. Im Romulus-Kalender wurde das Jahr in zehn Monate aufgeteilt und begann mit dem März. Dabei wurden aber die 61 Wintertage zwischen Dezember und März keinem Monat zugeordnet.
Die Entstehung des Februars
Während einer weiteren Kalenderreform, die auf den zweiten König Roms, Numa Pompilius, zugeschrieben wird, wurde der römische Kalender ein weiteres Mal grundlegend überarbeitet. Die grösste Veränderung war die Einführung zweier zusätzlicher Monate: Januar und Februar. Damit wurden die zuvor nicht berücksichtigten 61 Wintertage in das Kalenderjahr eingebunden.
Hunderte Jahre später (450 vor Christus) wurde der Jahresbeginn auf den Januar verlegt und so wurde der Februar zum zweiten Monat des Jahres. Diese Änderung hatte auch eine Verschiebung der übrigen Monate zufolge, deren Nachwirkungen noch heute sichtbar sind: Der September (von lat. «septem» = sieben) ist seitdem der neunte Monat, der Oktober (lat. «octo» = acht) ist der zehnte Monat, und so weiter.
Weitere Namen für den Februar
Zwischenzeitlich war der Februar als «Invictus», der Unbesiegte, bekannt. So wurde der Monat unter Kaiser Commodus (161 – 192 nach Christus) bezeichnet. Nach dem Tod des Kaisers besann man sich wieder auf den alten, reinigenden Namen.
Das Reinigen (lat. «februare») im altrömischen Februar bezieht sich nicht nur auf das Zusammenräumen und Ausmisten, sondern auch auf die Reinigungsopfer, die zu Jahresende erbracht wurden. Auch wurde zu Jahresende ausgiebig geräuchert. Das Räuchern wurde immer auch mit einem Reinigen gleichgesetzt, da es auf energetischer Ebene dafür sorgt, dass die Luft von negativem Müll gereinigt wird.
Gemäss der römischen Mythologie soll es auch einen altrömischen Gott namens «Februus» gegeben haben. Februus war der Gott der Reinigung.
Der alte deutsche Name für den Februar, der hierzulande bis ins 16. Jahrhundert galt, war Hornung. Die Deutung lässt hier zwei Möglichkeiten zu: Die einen sehen darin den Monat, in dem die Rothirsche ihre Geweihe abwerfen. Eine andere Theorie geht davon aus, dass der Begriff aus dem Althochdeutschen «Hornunc» kommt, das soviel wie «der im Geheimen gezeugte Bastard» bedeutet, da er in der Anzahl der Tage zu kurz kommt. Im Elsass wird dieser Monat auch heute noch so bezeichnet.
Die Bezeichnung «Hungermonat» ist neuer und deutet auf de Fastenzeit hin. Der Begriff weist aber auch auf die Tatsache hin, das gegen Ende des Winters die Vorräte schon geschrumpft waren. Nicht zufällig beginnt im Februar die Fastenperiode, die bis Ostern dauert.
Zurück zum lateinischen Namen
Die Werte und Interessen der Menschen orientieren sich gerne am Lateinischen, weshalb sich eine «Lateinfreundlichkeit» in unserer Gesellschaft etabliert hat. So wurde der altdeutsche Namen «Hornung» vor einigen Jahrtausenden wieder verdrängt. Seitdem besinnt sich die Namensgebung des zweiten Monats wieder auf den römischen Namen und heisst Februar.