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1750 erhielten die Surbtaler Juden die Erlaubnis, an der Landstrasse zwischen Endingen und Lengnau Land für einen Friedhof zu kaufen. Dies bedeutete, dass sie mit einer dauernden Ansiedlung rechnen konnten. Vorher mussten sie ihre Toten auf einer Rheininsel bei Koblenz bestatten im Niemandsland zwischen der Eidgenossenschaft und Vorderösterreich.
Der Friedhof liegt auf halber Distanz zwischen den beiden von Juden bewohnten Ortschaften und hat einen Endinger und einen Lengnauer Eingang. In der Schweiz existiert kein älterer jüdischer Friedhof. Er zählt rund 2700 Gräber, und nach wie vor werden Verstorbene hier bestattet.
Gemäss der jüdischen Begräbniskultur ruhen die Verstorbenen bis zum Tag der Auferstehung. Das bedeutet, dass die Gräber nie aufgehoben werden. Einzelne Grabsteine sind längst in Baumstämme eingewachsen, und viele von ihnen zeugen durch Verwitterung und Zerfall von hohem Alter. Üblich ist eine Bestattung mit den Füssen Richtung Osten, doch sind hier die Gräber von Norden nach Süden ausgerichtet. Der Grund dafür ist nicht bekannt.
Mit der Emanzipation zeigt sich ab der Mitte des 19.Jahrhunderts auch die deutsche Sprache auf den Grabsteinen. Auch die Grabsteinformen verlassen das alte Ideal der antiken Stele. Als Material kommt neben lokalem Sandstein oder Muschelkalk nun auch Marmor vor. Die auf den Grabsteinen oftmals genannten Sterbeorte zeigen, wohin die Surbtaler Juden gezogen waren, bevor sie sich in heimischer Erde bestatten liessen.
Der Friedhof steht seit 1963 unter kantonalem Denkmalschutz.
Baujahr: 1750
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Jüdischer Friedhof Endingen Lengnau
AdresseZwischen Endingen und Lengnau, 5426 Lengnau
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz