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Schweissdrüsen dienen unserer Temperaturregulation. Eine Hyperhidrose liegt vor, wenn die Schweissabsonderung das zur Temperaturregulation notwendige Mass übersteigt oder der emotionalen Situation nicht angepasst ist. Es ist sehr unangenehm und kann Betroffene stark beeinträchtigen. Das Schwitzen wird oft als beschämend gegenüber Mitmenschen empfunden und kann durch häufiges Kleiderwechseln oder regelmässige Körperhygiene nicht beeinflusst werden.
Therapeutisch kann eine Perspirationshemmung mittels konzentrierten Aluminiumsalzen versucht werden. Oft führt dies jedoch nicht zu einer befriedigenden Besserung.
Heutzutage ist es möglich, durch die lokale Injektion (Einspritzen) von Botulinumtoxin, eine praktisch vollständige Schweissfreiheit zu erreichen, welche 6–8 Monate anhält.
Meist werden die Kosten dieser Behandlung zu 70–90% von einer Zusatzversicherung übernommen.
Bei übermässigem Schwitzen an den Händen und Füssen eignet sich vor allem die Behandlung mit der Leitungswasseriontophorese, da die Botulinumtoxin-Injektion an dieser Lokalisation sehr schmerzhaft ist.
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