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In den letzten Jahren, wenn in Gränichen jeweils das Swiss Cup Rennen stattfand, schien dort immer die Sonne und es war sehr heiss. In diesem Jahr war es anders. Es regnete das ganze Wochenende über immer wieder und am Renntag war die Strecke matschig und rutschig. Aus genau diesen Gründen jedoch freute ich mich noch mehr auf das Rennen, denn mit solchen Bedingungen komme ich, dank meiner Radquererfahrungen, super zurecht.
Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte am Anfang des langen Aufstieges das Feld anführen. Als der spätere Sieger Andri Frischknecht das Tempo anzog, konnte ich nicht mehr ganz mithalten und kam etwa an 7. Stelle in den ersten Trail hinein. Nach der ersten Runde lag ich mit vier weiteren Fahrern in der Gruppe um Rang 3, die zwei führenden Fahrer konnten wir aber noch sehen. Ich hielt das Tempo so hoch wie möglich, um einige der Fahrer abzuhängen.
In der dritten Runde gelang es mir endlich, mich von den anderen Fahrern am langen Anstieg zu lösen und in den rutschigen Abfahrten konnte ich meinen Vorsprung noch ausbauen. Ich kam dem Fahrer auf dem zweiten Rang immer näher. Als mein Rückstand nur noch etwa 10 Sekunden betrug, fiel mir die Kette vom Kettenblatt, da ich wegen dem Matsch und Gras die Kettenführung abmontiert hatte, damit meine Kette nicht verklemmt. Trotz dieses einen Problems bereue ich es nicht, diese entfernt zu haben, denn andere Fahrer, welche mit einer Kettenführung gefahren sind, hatten grosse Probleme damit. Wegen dem klebrigen Matsch investierte ich jeweils auch viel Zeit, um meine Kette und den Wechsler mit Wasser zu reinigen. Meine Schaltung sollte trotz des misslichen Wetters immer gut funktionieren, denn ich wollte unter keinen Umständen einen Defekt provozieren.
In den letzten beiden Runden konnte ich den Fahrer auf dem 2. Zwischenrang immer wieder vor mir sehen und ich gab alles, diesen doch noch einzuholen. Mein Rückstand blieb aber immer etwa gleich und ich beendete das Rennen auf dem 3. Rang.
Mit diesem 3. Platz konnte ich mir auch noch 15 wichtige UCI-Punkte holen. Nun kann ich beim Heimweltcup in der Lenzerheide wieder etwas weiter vorne starten.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen und es hat mir auch sehr viel Spass gemacht, ein solches Schlammrennen zu fahren. Weiter bin ich auch der Meinung, dass dieses Rennen in Gränichen eines meiner bisher besten Rennen war. Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass ich vor genau einem Jahr noch mit Krücken als Zuschauer in Gränichen mit dabei war und jetzt, ein Jahr später, konnte ich dort mein bestes Ergebnis an einem internationalen Rennen erzielen.
Ein grosses Merci an dieser Stelle auch an alle Betreuer und Fans, welche den ganzen Tag für uns Fahrer im Regen und Matsch gestanden und die Bikes wieder rennbereit gemacht haben.