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Die USA wählen am 3. November 2020 sowohl den Präsidenten als auch ihr Parlament. Dieses besteht aus dem US-Senat und dem House of Representatives. Die Parlamentswahlen sind dabei mindestens genau so wichtig wie die Präsidentschaftswahl. Denn das Parlament bestimmt die Politik der Vereinigten Staaten massgeblich. Hier erfährst du alles zur Wahl des House of Representatives 2020.
Das House of Representatives ist in den USA auch unter dem Namen «Lower House» bekannt. In dieser Kammer des US-Parlaments wird die Bevölkerung proportional vertreten, ähnlich wie beim Nationalrat in der Schweiz. Bundesstaaten mit mehr Einwohnern stellen also mehr Representatives. Insgesamt gibt es 435 Mitglieder.
Das House of Representatives wird vom Speaker geleitet. Im Moment ist das Nancy Pelosi. Sie bleibt Speaker, bis das House sie abwählt oder sie zurücktritt. Speziell in den USA: Alle Revenue Bills – also Gesetze über die Einnahmequellen des Staates – müssen zuallererst im House eingebracht werden. Dies geht auf den Grundsatz «No taxation without representation» zurück.
Das House wird alle zwei Jahre gewählt. Alle vier Jahre gleichzeitig wie der Präsident und noch einmal während den Midterms. Die Bevölkerung wählt dabei direkt ihre Repräsentanten, keine Wahlmänner und auch keine Parteien. Dafür ist die USA in bevölkerungsmässig gleich grosse Distrikte unterteilt.
In jedem Distrikt wählt die Bevölkerung ihren Repräsentanten per Mehrheit. Die Person mit den meisten Stimmen gewinnt. Die Details der Wahl können sich in den einzelnen Bundesstaaten unterscheiden. So muss ein Kandidat in Louisiana die absolute Mehrheit erreichen (über 50 Prozent der Stimmen).
2018 konnten die Demokraten die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus von den Republikanern übernehmen. Momentan sind 235 der 434 Mitgliedern Demokraten. Ein Sitz im House ist unbesetzt.
Für dieses Jahr traten 36 Repräsentanten von ihrem Posten zurück. Neun davon sind Demokraten, einer ist in der Partei der Libertarians und 26 sind Republikaner. Weiter sind im Jahr 2020 vier Republikaner zurückgetreten. Deshalb werden – ohne die Abwahlen zu berücksichtigen – mindestens 40 neue Mitglieder gewählt. (leo)