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Mika Häkkinen liess sich in Indianapolis auch von der "Strafversetzung" vom zweiten auf den vierten Startplatz nicht vom Siegen abhalten. Nick Hiedfeld wurde "am grünen Tisch" 5. Kimi Räikkönen schied früh aus.Dieser Inhalt wurde am 01. Oktober 2001 - 08:40 publiziert
Sauber-Fahrer Nick Heidfeld hat den Grand Prix der USA in Indianapolis zwar im 6. Rang beendet,in der offiziellen Rangliste wird er aber als Fünfter geführt, weil Jarno Trulli, der im Jordan Vierter geworden war, nachträglich disqualifiziert wurde.
Über drei Stunden nach Rennschluss entschieden die Rennkommissäre, den Italiener wegen einer zu dünnen Bodenplatte am Jordan aus dem Klassement zu streichen. Das Jordan-Team hat Protest eingelegt.
Nach dem Entscheid zeigt sich vor allem im Kampf um Platz 4 in der Konstrukteuren-Wertung ein völlig neues Bild. Sauber-Petronas hat als Vierter nun 22 Punkte auf dem Konto und damit fünf Punkte Vorsprung auf BAR und Jordan.
Bleibt das Verdikt der Stewards in Indianapolis gültig, dürfte damit die Entscheidung zu Gunsten des Sauber-Teams bereits vor dem Saisonfinale in zwei Wochen in Japan bereits gefallen sein.
Räikkönen: Aus nach Rempelei
Das Unheil über Räikkönen brach schon am Ende der ersten Runde herein, als er im selben Moment wie Heidfeld Jarno Trulli zu überholen versuchte. Der Italiener im Jordan touchierte dabei das Auto des Finnen, worauf dieser ins Heck von Heidfeld auffuhr und sich die Frontpartie beschädigte. Räikkönen kehrte nach dem Zwangsstopp zwar noch einmal mit neuer «Schnauze» auf die Strecke zurück, musste aber bald darauf ausrollen lassen, weil beim Rencontre mit Trulli auch die Antriebswelle Schaden genommen hatte.
Häkkinens Probleme vom dem Start
Den Ärger einer "Strafversetzung" hatte sich Häkkinen selber eingebrockt. Weil er im morgendlichen Warm-up das Rotlicht am Ende der Boxenstrasse ignorierte und zu früh auf die Strecke fuhr, annullierten ihm die Rennkommissäre unter dem Vorsitz des Berners Paul Gutjahr die schnellste Rundenzeit im Qualifying. Häkkinen fiel dadurch in der Startaufstellung von der zweiten auf die vierte Position zurück. Nutzniesser der (etwas gar harten) Sanktion waren die Fahrer des Teams BMW-Williams. Ralf Schumacher stiess vom dritten auf den zweiten Startplatz vor und nahm das Rennen neben seinem Bruder Michael auf, der sich wie im Vorjahr die Pole-Position gesichert hatte. Juan Pablo Montoya durfte sich als Vierter des Qualifikationstrainings an dritter Stelle einreihen.
113 Punkte - Rekord
Mit seinem zweiten Platz hat sich Michael Schumacher einen weiteren Eintrag in den Rekordbüchern gesichert. Mit nunmehr 113 Punkten übertraf er die bisherige Jahresbestmarke von 108 Zählern, die er seit der vergangenen Saison mit Nigel Mansell (1992) teilte. Der Weltmeister, der im Vorjahr in Indianapolis gewonnen und damit die Grundlage für den dritten WM-Titel gelegt hatte, hatte bis drei Runden vor Schluss hinter seinem Teamkollegen Rubens Barrichello auf Platz 3 gelegen.
Der Brasilianer, der das Rennen während vieler Runden angeführt hatte, avancierte aber zum grossen Pechvogel. Wegen eines «schleichenden Motorschadens» musste er den Ferrari ausrollen lassen. In der Fahrerwertung darf sich Barrichello gleichwohl noch Chancen auf den zweiten Schlussrang ausrechen. David Coulthard, der im zweiten McLaren-Mercedes Dritter wurde, liegt nun allerdings bereits sieben Zähler vor dem Südamerikaner.
Zu den Ausgeschiedenen zählten auch Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya in den Williams-BMW. Der Deutsche musste nach einem Dreher aufgeben, dem Kolumbier, der zeitweise in Führung lag, wurde ein Getriebeproblem zum Verhängnis.
swissinfo und Agenturen
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