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ABI = Ankle Brachial Index, ist eine Doppler Druckmessung als Einfache technische Untersuchung der Durchblutungssituation der Beine, um arterielle Durchblutungsstörungen zu erkennen. Mit Hilfe einer kleinen Ultraschall-Stiftsonde kann über den sog. Dopplereffekt der Blutfluss in einer Arterie aufgespürt und mit Hilfe einer Blutdruck-Manschette dann gemessen werden.
Adipositas bzw. Übergewicht ist in der Regel mit Bewegungsmangel, Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterin sowie der Neigung zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verbunden und zählt damit zu den indirekten Risikofaktoren für Gefässkrankheiten.
Das Alter ist ein Risikofaktor für Herz-/Kreislauferkrankungen. Die Gefäßwandschädigung, die Arteriosklerose, nimmt zu, je länger die schädigenden Einflüsse auf die Zellen der Gefäßwand einwirken konnten, das heisst je älter der Patient ist.
Unter Anamnese verstehen wir die Befragung des Patienten (oder einer Begleitperson) über die Beschwerden, die Erkrankung.
Hier wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der Patient mit eigenen Worten das schildert, was er beobachtet. Es sollen keine vermuteten Diagnosen genannt werden, sondern ganz einfach die Beschwerden, die Probleme geschildert werden. Eine exakte, ausführliche Anamneseerhebung ist ein ganz wesentlicher, nicht zu unterschätzender Schritt bei der Diagnosefindung.
Unter Aneurysma versteht man die krankhafte Wandausbuchtung eines vorgeschädigten Blutgefäßes.
Die Hauptgefahr besteht darin, dass eine aneurysmatische Arterie platzen kann, weil die ausgeleierte Wand dem Blutdruck nicht mehr standhält (ähnlich einer Beule im Fahrradschlauch). Abhängig von der Beteiligung der Arterienwand unterscheidet man verschiedene Formen.
Darstellung der im Röntgenbild eigentlich nicht sichtbaren Arterien (Schlagadern) mittels Röntgenkontrastmittel. Hierzu muss eine kleine Kanüle, ein Katheter in die Schlagader eingebracht werden. Über diesen Katheter wird dann ein röntgendichtes Kontrastmittel in die Schlagadern eingebracht, welches sich in den Schlagadern mit dem Blutfluss verteilt und somit die Darstellung der Arterien im Röntgenbild ermöglicht.
Der Arzt, der sich mit Angiologie, also mit den Gefässen, gemeint sind die Blutgefässe des Körpers, also Arterien (Schlagadern), Venen, Lymphgefässen und Kapillaren beschäftigt. Der Angiologe ist ein eigenständiger Facharzttitel. Bis vor einigen Jahren konnte er nur als zusätzliche Spezialisierung nach einem bereits erlangten Facharzttitel wie Internist (Facharzt für Innere Medizin) oder Dermatologe (Hautarzt) als Schwerpunkt Angiologie (Gefässkrankheiten) nach einer zusätzlichen Facharztausbildung beantragt werden..
Die Lehre von den Gefässen (gr. Angios = Gefäss, logos = Lehre). Die Angiologie ist heute eine eigenständige Facharztausbildung.
Die Arteriosklerose führt zu Gefässverschlüssen, welche ihrerseits eine Minderversorgung des Gewebes mit Blut hervorrufen.
Man spricht in der Gesamtheit von chronischer arterieller Verschlusskrankheit (AVK) und unterscheidet Verschlüsse der Beinschlagadern (chronische periphere arterielle Verschlusskrankheit, Schaufensterkrankheit, Raucherbein), der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK) sowie der Hirngefässe (Schlaganfall, Apoplex).
Arterien oder Schlagadern befördern das Blut vom Herzen weg. Durch die Pumpleistung des Herzens herrscht ein hoher, pulsierender Druck.
Arteriosklerose (Gefässverkalkung) beschreibt die Veränderungen der Gefässwand im Laufe des Lebens.
Man unterscheidet zwischen den normalen, altersbedingten Gefässveränderungen und den darüber hinaus gehenden krankhaften Veränderungen, die zu einer Verengung (Stenose) der Gefässe oder zum Verschluss führen. Dann liegt eine Arterielle Verschlusskrankheit (AVK) vor.
Durch Cholesterineinlagerungen, bilden sich zunächst weiche Plaques, dann harte Plaques, welche schließlich aufbrechen, verkalken und durch zusätzliche Anlagerung von Blutgerinnseln das Gefäss komplett verschließen.
Die Arteriosklerose wird durch das Vorliegen der kardiovaskulären Risikofaktoren (Bluthochdruck, Rauchen, hohes Cholesterin, Diabetes) verstärkt und beschleunigt.
Die Babcock-Operation ist die klassische heute noch gebräuchliche Operation zur Entfernung von Krampfadern (= Varizen). Das Verfahren wurde 1907 von dem Amerikaner Babcock beschrieben. Man spricht auch von Venenstripping (= Venenexhairese) oder Varizenstripping. Bei dieser Technik wird der erkrankte Teil der Vene auf eine spezielle Plastik- oder Metallsonde aufgefädelt, wozu ein kleiner Schnitt in der Leistenfalte und ein weiterer am Unterschenkel erforderlich ist. Dann wird die Sonde mitsamt der Vene durch das Unterhautfettgewebe herausgezogen („gestrippt"). Diese Methode wird aufgrund der Forderung nach ambulanter Behandlung zunehmend durch die thermische Ablation der Stammvenen mittels Laser oder Radiofrequenz abgelöst.
Weitere Operationsmethoden bei Varikosis sind z.B. das Kryostripping und die CHIVA-Methode. Diese Methoden konnten sich aber in der Schweiz bisher nicht durchsetzen.
Die Ballondilatation wird auch Perkutane transluminale Angioplastie (PTA) genannt.
Bei der perkutanen (durch die Haut) transluminalen (durch das Gefäßlumen) Angioplastie (Formung des Gefäßes), handelt es sich um ein gängiges Verfahren, verstopfte Schlagadern (Arterien) wieder durchgängig zu machen. Hierzu wird die Schlagader an einer leicht zugänglicher Stelle, meist der Leiste, aber auch Kniebeuge, Ellenbeuge oder Handgelenk, mit einer Nadel punktiert (angestochen). Dann kann man einen dünnen, weichen, biegsamen Draht bis zu der Engstelle oder dem Gefäßverschluss vorschieben. Da die arteriosklerotischen Gefäßveränderungen, die Plaques in der Regel weich, nicht kompakt sind, kann der Draht durch sie hindurch geschoben werden. Über den so vorgebrachten Führungsdraht wird im Anschluss daran ein Ballonkatheter vorgeschoben. An der Spitze dieses Ballonkatheters befindet sich ein länglicher Ballon. Liegt der Ballon richtig an der Engstelle (Stenose) oder an dem Verschluss, wird der Ballon mit hohem Druck (8-12 atü) aufgepumpt. Dadurch werden die Ablagerungen zusammengepresst und geben das Gefäßlumen wieder frei. Die Ablagerungen bleiben am Rand des Gefäßes liegen, engen das Gefäß aber nicht mehr wesentlich ein. Da der Ballon nur maximal einen vorbestimmten Durchmesser annehmen kann, kann es nicht so leichtzu einer Überdehnung der Arterie oder gar zu einem Zerreißen der Ader kommen. War die Gefäßerweiterung (Dilatation) erfolgreich, so wird der Katheter wieder herausgezogen, die Stelle an der die Schlagader angestochen wurde wird durch Druck oder andere Techniken verschlossen und es wird ein Druckverband angelegt, welcher einige Stunden bleiben muss, damit es nicht zu einer Nachblutung kommt. So lange muss der Patient auch noch überwacht werden.
Das Bauchaortenaneurysma (BAA) ist eine Erweiterung der Bauchschlagader (Aorta). Es handelt sich um ein echtes Aneurysma.
Das BAA ist eine Erkrankung des älteren Menschen (meistens über 60 Jahre). Hoher Blutdruck begünstigt die Entstehung des Aneurysmas.
Das Bauchaortenaneurysma beginnt typischerweise unterhalb der Nierenarterienabgänge (infrarenal) und kann bis in die Beckenetage reichen. 90% aller Aneurysmen betreffen die Bauchschlagader. Damit ist das infrarenale Bauchaortenaneurysma zehnmal häufiger als alle anderen Aneurysmalokalisationen zusammen.
Das BAA macht über viele Jahre keine Beschwerden und wird meist zufällig anlässlich einer sonographischen Untersuchung (Ultraschall) entdeckt.
Die Gefahr des Bauchaortenaneurysmas besteht in dem plötzlichen Platzen (Ruptur) der erweiterten Hauptschlagader, was ohne jede Vorwarnung erfolgen kann. Die Aneurysmaruptur geht mit starken Bauch- oder Rückenschmerzen einher und führt zu innerem Blutverlust.
Wegen der lebensbedrohlichen Rupturgefahr sollten Bauchaortenaneurysmen ab ca. 5,5cm Durchmesser operiert werden (die normale Hauptschlagader hat 2cm Durchmesser). Zwei Behandlungsverfahren stehen zur Verfügung.
Minimal-invasive Operation: Ein Stentgraft wird ohne Bauchschnitt von der Leiste aus über einen Katheter unter Röntgendurchleuchtung in das Aneurysma vorgeschoben.
Konventionelle offene Operation: Das Aneurysma wird über einen Bauchschnitt durch eine Kunststoffprothese ersetzt.
Die Beckenarterie heißt medizinisch Arteria iliaca (A. iliaca).
Die Hauptschlagader (Aorta) verzweigt sich in Höhe des Bauchnabels in die rechte und linke Beckenarterie. Die 1cm dicken Beckenarterien leiten das Blut in die Beine. Bei einer Verengung oder gar Verschluß einer Beckenarterie ist der Puls in der gleichseitigen Leiste nicht tastbar und Beschwerden im Sinne der Schaufensterkrankheit können auftreten.
Verengungen der Beckenarterie lassen sich besonders gut mit einer Ballondilatation behandeln. Bei längerstreckigen Verschlüssen ist eine Ausschälplastik (TEA) oder ein Bypass erforderlich.
Ein Beckenvenensporn ist eine Einengung der linken Beckenvene.
Die rechte Beckenarterie liegt vor der linken Beckenvene und überkreuzt diese. Durch die arteriellen Pulsationen wird die Beckenvene zwischen Arterie und Wirbelsäule zusammengedrückt.
Dadurch können sich an dieser Stelle bindegewebige Einengungen in der linken Beckenvene bilden, die man Beckenvenensporn nennt.
Wegen dieser anatomisch bedingten Situation sind Venenthrombosen am linken Bein doppelt so häufig wie am rechten Bein.
Auch bei Patienten mit einer linksseitigen Beinvenenthrombose findet sich ein nennenswerter Sporn als Ursache jedoch selten.
siehe Venenthrombose
Besenreiser sind keine Krampfadern. Es handelt sich hierbei vielmehr um ganz zarte, sehr weit oberflächlich liegende Venenästchen, welche zu sehr mit Blut gefüllt sind und somit durch die Haut hindurch bläulich in Erscheinung treten.
Ähnlich wie ein Sportler durch ständiges Training seine Muskeln trainiert, können auch Blutgefässe trainiert werden. Bei einem Gefäßverschluss, versucht sich der Körper zu helfen, das Blut beginnt über kleinere Gefäße, sogenannte Kollateralen an dem Verschluss vorbei zu fließen. Je mehr diese Kollateralen beansprucht werden, desto kräftiger werden sie, desto mehr Blut kann fließen, desto geringer werden die Beschwerden des Patienten, desto weiter kann er wieder Gehen.
Mit "Blow out” bezeichnet man den krankhaften Blutstrom in klappeninsuffizienten Perforatorvenen. Das Blut strömt vom Inneren des Beines nach außen gegen die Haut, wo es zu einer Ausbuchtung der oberflächlichen Vene oder auch der Haut kommen kann.
Unter Blutdruck versteht man den in den Blutgefäßen herrschenden (intravasalen) Druck. Üblicherweise ist der Blutdruck in den Arterien gemeint, der wesentlich höher ist als der Blutdruck in den Venen.
Der arterielle Blutdruck entsteht durch die Pumpleistung des Herzens. Wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht (Systole), entsteht in den Arterien eine Druckspitze, die man systolischen Blutdruck nennt. Wenn sich der Herzmuskel wieder ausdehnt (Diastole), um die Herzkammern mit Blut zu füllen, fällt der arterielle Blutdruck auf einen Tiefstwert ab, den man diastolischen Blutdruck nennt.
Der Blutdruck wird meistens mit einer um den Oberarm gelegten aufblasbaren Manschette gemessen (nicht invasive Blutdruckmessung). Dieses Verfahren wurde von dem Italiener Riva Rocci (1863 - 1937) entwickelt. Seine Initialen "RR” sind in der Medizin gleichbedeutend mit "Blutdruck”.
Der Blutdruck sollte gemäß internationaler Vereinbarung in Kilopascal angegeben werden. Bis heute ist jedoch die historische Angabe in Millimeter Quecksilbersäule, abgekürzt "mm Hg”, gebräuchlicher. 1mm Hg entspricht 133 Pascal.
Der Mittelwert von Tag und Nacht sollte 135/85mm Hg nicht überschreiten.
Erhöhter Blutdruck (Bluthochdruck = Hypertonie) schädigt sowohl das Herz als auch die Arterien. Erhöhter Blutdruck ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung der Herzkreislauferkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit)
Von Blutgerinnung spricht man, wenn flüssiges Blut zu einem starren Blutgerinnsel wird. Dieser Vorgang läuft über äußerst komplexe körpereigene Regulationsmechanismen ab. Zum einen stellt die physiologische Fähigkeit des Blutes zur Gerinnung einen Schutzmechanismus gegen Blutverlust bei Verletzungen dar. Zum anderen droht bei überschießender Blutgerinnung ein Blutgefäßverschluß durch Thrombose. Normalerweise hält der gesunde Organismus die körpereigene Blutgerinnung in einem idealen Gleichgewichtszustand. Es gibt angeborene Störungen der Blutgerinnung. Eine erhöhte Blutgerinnungsneigung bezeichnet man als Thrombophilie. Die seltenere verminderte Blutgerinnungsfähigkeit nennt man Hämophilie. Die Blutgerinnung kann durch Medikamente vermindert werden (Antikoagulation).
Hoher Blutdruck (Arterielle Hypertonie) ist ein Risikofaktor. Je höher der Druck des in den Schlagadern (Arterien) fließenden Blutes ist, desto stärker wird die Gefäßwand geschädigt, desto mehr Reparationsprozesse müssen in Gang gesetzt werden. Ein Blutdruck ab 140 systolisch und 90 diastolisch ist behandlungswürdig.
Wenn konservative Methoden oder auch die Ballondillatation nicht zum Erfolg führen oder technisch nicht möglich sind, muss eine operative Wiedereröffnung der Schlagadern erwogen werden. Genauer gesagt werden die Arterien nicht wieder eröffnet, es wird nur eine Umleitung, eine Umgehung, ein Bypass angelegt. Dieser Bypass überbrückt das verschlossene Gefäß und bringt das Blut an dem Verschluss vorbei. Als Bypassmaterial kann eigene Vene oder Kunststoffgewebe (Dacron) verwendet werden.
Cholesterin ist eine Art Fett (Lipoid), welches im gesamten menschlichen Körper vorkommt und für den Organismus unentbehrlich ist. Cholesterin ist wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen und für die Bildung lebenswichtiger Hormone erforderlich.
Cholesterin wird mit der Nahrung aufgenommen und kann auch in der Leber gebildet werden. Bei einem gestörten Cholesterinhaushalt kommt es zu krankhaften Ablagerungen, was die Entwicklung der Arteriosklerose begünstigt. Einen zu hohen Cholesterinwert im Blut bezeichnet man als Hypercholesterinämie.
Cholesterin ist im Blut in zwei unterschiedlichen Transportformen vorhanden.
Das HDL-Cholesterin ist die "gute” Transportform, die für Herzkreislauferkrankungen weniger bedrohlich ist.
Das LDL-Cholesterin ist die "schlechte” Transportform, die bei erhöhten Werten im Blut ein erhebliches Risiko für des Erleiden eines Herzinfarktes oder anderer Gefäßerkrankungen darstellt.
Eine Änderung des Lebensstiles mit Umstellung der Ernährung (wenig tierisches Fett, ballaststoffreich), mehr Bewegung und Gewichtsreduktion kann den Cholesterinwert senken. Bei hohen Werten sollte ergänzend eine medikamentöse Cholesterinsenkung erfolgen.
Es besteht das Unvermögen der Venen, das Blut aus dem Bein heraus nach oben, also herzwärts zu transportieren. Dies entsteht meist infolge einer Klappenschwäche (Klappeninsuffizienz) bei zu schwachem Bindegewebe. Bei einer Insuffizienz der oberflächlichen Venen entstehen Krampfadern (Varizen), bei einer Insuffizienz der tiefen Venen entstehen Ödeme (Schwellungen) und Ulcera (offene Beine). Die Therapie ist das Tragen von Kompressionsstümpfen, oder die Entfernung der Varizen.
Das vorübergehende Hinken (Claudicatio = Hinken, intermittens = unterbrochen) ist die der Schaufensterkrankheit zugrundeliegende Symptomatik. Die Muskulatur erhält unter Belastung nicht ausreichend Blut, somit nicht ausreichend Sauerstoff. Der Stoffwechsel kann nicht anaerob aufrecht erhalten werden, der Muskel übersäuert, es kommt zu akuten Muskelschmerzen ähnlich dem Muskelkater. Diese Beschwerden bessern sich rasch beim Stehenbleiben.
Die Closure- (oder Venefit-, VNUS) Methode als endovenöse Radiofrequenzbehandlung (s. dort) ist ein modernes thermisches Verfahren zur Behandlung von Krampfadern.
Die Crossektomie (auch Krossektomie) ist ein Teil der Krampfaderoperation und wird üblicherweise mit dem Varizzenstripping kombiniert. Die Crosse bezeichnet den bogenförmigen körpernahen Anteil der V. saphena magna (oder parva), also den Abschnitt der oberflächlichen Krampfader, der in die tiefe Vene einmündet.
Die klassische Varizenoperation (s.a. Babcock-Operation) beginnt mit der Crossektomie. Die Crossektomie beinhaltet die Durchtrennung der oberflächlichen Krampfader (V. saphena) an ihrer Einmündung in das tiefe Venensystem, wobei das "Loch” zur tiefen Vene hin zugebunden wird (Ligatur). Im Bereich der Crosse münden mehrere kleine Venenäste sternförmig in die Vena saphena, weshalb man diese anatomische Region auch "Venenstern” nennt.
Die operative Trennung der V. saphena von der tiefen Vene inklusive der Unterbindung aller in dieser Region einmündenden Seitenäste bezeichnet man als Crossektomie.
Bei der Operation der kranken V. saphena magna erfolgt die Crossektomie über den Schnitt in der Leiste. Bei der Operation der kranken V. saphena parva erfolgt die Crossektomie über den Schnitt in der Kniekehle.
Die modernen hochauflösenden Computertomographen (CT) ermöglichen eine sehr gute Darstellung der Gefäße. Vorteil ist hier, dass das Kontrastmittel nicht direkt mittels Katheter in die Arterie eingebracht werden muss, sondern einfach über die Vene verabreicht werden kann. Nachteil ist die relativ hohe Belastung mit Röntgenstrahlen und Kontrastmittel.
Technisch aufbauend auf dem Dopplereffekt kann der CW-Doppler (Continous Wave Doppler) eine Flussgeschwindigkeitskurve in einem bestimmten Gefäß aufzeichnen. Da unterschiedliche Flussgeschwindigkeiten und Flussrichtungen zu einer unterschiedlich starken Frequenzverschiebung des reflektierten Schalles führen, lässt sich die Flussgeschwindigkeit als Funktion der abgeleiteten Schallfrequenz als Kurve aufzeichnen. Man kann so Flussbeschleunigungen und Verwirbelungen an Engstellen Stenosen erkennen.
Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bewirkt im Rahmen des gestörten Zucker-Stoffwechsels eine Schädigung der Gefäßwände. Es kommt zu einer rascheren Arteriosklerose.
Diese Aneurysmaform ist am seltensten. Die innere Gefäßwand ist durch arteriosklerotische Schädigung eingerissen, während die äußere Schicht noch standhält. Dadurch kann sich das Blut innerhalb der Gefäßwand vorwühlen und die einzelnen Schichten auseinandertrennen (disseziieren). Im Bereich der Dissektion gibt es zwei nebeneinandergelegene Gefäßlumina (echtes und falsches Lumen). Typische Lokalisation ist die Aortendissektion im Bereich der Brusthauptschlagader.
Ursache ist ein degenerativer Prozess (Arteriosklerose), oftmals unterstützt durch erhöhten Blutdruck. Häufigste Lokalisationen sind die untere Hauptschlagader (Bauchaortenaneurysma), seltener die Beckenarterie und die Kniekehlenarterie (Popliteal-Aneurysma)
Mit Elephantiasis bezeichnet man die chronische massive Anschwellung der Beine durch Lymphstauung (Lymphödem), die an das Bein eines Elefanten denken läßt.
Unter Embolie versteht man den akuten Verschluss eines Blutgefäßes durch ein abgelöstes Gerinnsel. Ein Embolus ist ein abgelöster Thrombus.
Ein Blutgerinnsel bezeichnet man als Thrombus. Wenn sich ein Thrombus in der Blutbahn löst und mit dem Blutstrom wegschwimmt, wird der Thrombus zum Embolus.
Wenn das Gerinnsel in einer Vene entsteht (Venenthrombose) und sich ablöst, gelangt es in das Herz und danach in den kleinen Kreislauf (Lungenarterien), was zu einer Lungenembolie führt.
Wenn das Gerinnsel im Herz (meistens linker Vorhof) entsteht und sich ablöst, gelangt es in die Arterien (großer Kreislauf) und kann diese verstopfen. Der Verschluss einer Arterie durch Embolie führt zur akuten Ischämie (sofortigen Unterversorgung mit Blut).
Mit dem neu geschaffenen Kunstwort "Endograft” bezeichnet man eine innerhalb (deshalb "endo”) eines körpereigenen Blutgefäßes gelegene künstliche Gefässprothese. "Graft” (englisch) bedeutet Prothese.
Manchmal werden die Begriffe Endograft und Stentgraft synonym verwendet.
Die Implantation eines Endografts gehört zu den endovaskulären Operationen.
Die endovenöse Laserbehandlung ist ein modernes, kostengünstiges, seit 2016 in der Schweiz von allen Krankenkassen übernommenes Therapieverfahren bei Krampfadern. Nicht alle Patienten sind für dieses Verfahren geeignet.
Die Lasersonde wird in der Vene unter Ultraschallkontrolle (Duplexsonographie) vorgeschoben. Die Laserimpulse führen zu einem thermischen Verschluss der Vene.
Im Gegensatz zu den Verfahren des Varizzenstrippings wird die Vena saphena nicht entfernt sondern nur "verschweißt”. Ein Vorteil der endovenösen Laserbehandlung ist das gute kosmetische Ergebnis mit ohne Naht oder sichtbare Narbenbildun.
Voraussetzung ist ein Defekt in der Gefäßwand, aus dem Blut nach außen neben das Gefäß austreten kann. Die drei Schichten der Gefäßwand sind nicht vorgewölbt. Das falsche Aneurysma wird nicht von „echter" Gefäßwand, sondern von einer „falschen" Bindegewebskapsel begrenzt. Häufigste Ursachen sind das Punktionsaneurysma nach Arterienpunktion in der Leiste (z. B. nach Herzkatheter oder Angiographie) und das Anastomosenaneurysma (ausgerissene Gefäßnaht).
Die Femoralarterie ist die Arterie am Oberschenkel die das Blut zum Unterschenkel führt.
Einengungen oder gar der komplette Verschluss der Oberschenkelarterie müssen nicht zwingend behandelt werden, weil sich durch häufiges Gehtraining am Oberschenkel Umgehungsgefäße bilden können, die eine ausreichende Durchblutung des Unterschenkels unter Belastung gewährleisten.
Bei unzureichendem Umgehungskreislauf treten Beschwerden auf, typischerweise als Schaufensterkrankheit. Auch bei Heilungsstörungen am Fuss ist an einen Verschluss der Femoralarterie zu denken.
Der femoropopliteale Bypass ist ein Blutumleitungsgefäß (Vene oder Kunststoff), welches vom Oberschenkel (Femoralarterie) bis zum Knie (Poplitealarterie) reicht. Er wird durch eine Operation von mehreren Stunden Dauer angelegt und bedingt eine Behandlung im Spital während mehrerer Tage.
Der Fettstoffwechsel umfasst den Abbau und den Aufbau (Synthese) von Fetten.
Fett ist der wichtigste und energiereichste Kalorienträger (vor Kohlenhydraten und Eiweißstoffen).
Wenn zu viel Fett mit der Nahrung aufgenommen wird, können Fettstoffwechselstörungen mit schweren gesundheitlichen Störungen auftreten. Insbesondere das Herzkreislaufsystem ist betroffen. Die Konzentration und Verteilung von Fetten im Blut, klärt oft schon eine einfache Blutentnahme
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Bei der fibromuskulären Dysplasie (FMD) handelt es sich um eine segmentale Verdickung der bindegewebigen Anteile einer Arterie. Dadurch kommt es zu mehreren hintereinander geschalteten kurzstreckigen Verengungen der erkrankten Arterie, die von Abschnitten mit normaler Lichtung unterbrochen werden.
Die Ursache der seltenen Erkrankung ist unbekannt. Betroffen sind vorwiegend Frauen um 40 Jahre.
Typische Lokalisationen der fibromuskulären Dysplasie sind die Nierenarterein. Die Folge kann dann eine arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) sein.
Diese Stadieneinteilung der arteriellen Durchblutungsstörung im Bein richtet sich nach dem klinischen Beschwerdebild. Der französische Chirurg René Fontaine (1899-1979) hat die Einteilung der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit (pAVK) geschaffen.
Die 4 Stadien nach Fontaine sind folgendermaßen definiert:
AVK Stadium I: Weil sich arteriosklerotische Stenosen langsam entwickeln, hat der Organismus Zeit, die drohende Ischämie durch Bildung von Kollateralen (Umgehungskreislauf) zu kompensieren. Deshalb sind Patienten in diesem Stadium der pAVK beschwerdefrei, auch wenn kein Puls tastbar und die Oberschenkelarterie komplett verschlossen ist.
AVK Stadium II: Ist das Kollateralnetz unzureichend, so treten bei körperlicher Anstrengung Beschwerden in der entsprechenden Extremität auf. Typisch ist der Wadenschmerz beim Gehen, der das Weiterlaufen beeinträchtigt (zeitweiliges Hinken) oder den Patienten sogar zu gelegentlichem Stehenbleiben zwingt („Schaufensterkrankheit").
Heparin ist eine körpereigene Substanz, die die Blutgerinnung hemmt.
Die Blutgerinnung wird durch ein kompliziertes System von Gerinnungsfaktoren gesteuert. Neben gerinnungsfördernden Substanzen gibt es auch solche, die die Blutgerinnung hemmen. Heparin verstärkt die Aktivität eines wichtigen hemmenden Faktors (Antithrombin III). Somit kommt es weniger leicht zur Bildung von Blutpfropfen (Thrombosen). Bei bereits bestehender Thrombose wird verhindert, dass sich das Gerinnsel weiter vergrößert. Heparin alleine löst aber keine Thrombose auf. Heparin muss injiziert werden (subkutan oder intravenös), die Zufuhr als Tablette ist nicht möglich.
Die Hyperlipidämie entsteht im Rahmen einer Fettstoffwechselstörung. Es befindet sich zuviel Fett (Lipid) im Blut, welches in den Zellen der Gefäßwand abgelagert wird. Die Zelle kann schließlich nicht mehr richtig funktionieren und geht zugrunde. Es bilden sich die arteriosklerotischen Plaques.
Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien zu hoch ist. Als noch normaler Höchstwert gilt ein Blutdruck von 120/80 mmHg. Nachts ist der Blutdruck typischerweise niedriger als am Tag. Der Mittelwert von Tag und Nacht sollte systolisch 135 mmHg und diastolisch 85 mmHg nicht überschreiten. Bei höheren Werten sollte behandelt werden.
Der Blutdruck wird an den Schlagadern, bevorzugt am Oberarm gemessen (Blutdruckmessung).
Die Ursache für Bluthochdruck ist meist vererbt, bleibt aber oft unklar. Mediziner sprechen dann von "primärer” oder "essentieller” Hypertonie.
Es gibt jedoch eindeutige Risikofaktoren, welche die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen. Dazu gehören insbesondere: Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel,
Die viel seltenere "sekundäre” Hypertonie ist Folge einer anderen Erkrankung, z. B. bei einem chronische Nierenleiden oder eingeengten Nierenarterien.
Die Abkürzung IVUS steht für "intravaskulärer Ultraschall”. Dazu wird eine dünne Ultraschallsonde mit einem Katheter in die Arterie geschoben, um das Blutgefäß vom Inneren her zu untersuchen.
Kapillaren, auch Haargefäße genannt, sind mikroskopisch kleine Blutgefäße. Sie liegen im Blutkreislauf zwischen den Arterien und Venen.
In den Kapillaren erfolgt unter anderem die Abgabe von Sauerstoff an das Gewebe.
Die Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, liefert Querschnittsbilder des Körpers, die einer Computertomographie (CT) ähneln. Die Bilder werden durch Magnetfelder erzeugt, nicht durch Röntgenstrahlen.
Bei manchen Organen ist mit der Kernspintomographie eine genauere Darstellung möglich als mit der Computertomographie, z.B. im Gehirn, aber auch an Knorpel und Sehnen. Ob eine MRT-Untersuchung oder ein CT durchgeführt wird, hängt von der klinischen Fragestellung ab.
Auch bei der Kernspintomographie ist eine isolierte 3-dimensionale Darstellung der Arterien möglich. Dieses Verfahren nennt man MR-Angiographie.
Wegen des starken Magnetfeldes im Bereich des Kernspingerätes dürfen keine metallischen Gegenstände in den Untersuchungsraum mitgenommen werden. Diese Untersuchung kommt für Patienten mit Herzschrittmacher nicht in Frage.
(ABI , ancle brachial index)
Wie viele Studien gezeigt haben, ist dieser Index ein aussagekräftiges Kriterium für das Vorliegen einer Arteriosklerose, auch in anderen Körperregionen als der Beine. Es wird der Blutdruck am Arm nach der üblichen Methode nach Riva Rocci (RR) gemessen und der Blutdruck in den Knöchelarterien. Dann bildet man das Verhältnis Knöchel / Arm. Dies ist beim Gesunden 1 oder größer 1. Ist dies unter 0,8 so liegt eine relevante Arteriosklerose vor. Pathologische Indices können auch auf eine Koronare Herzkrankheit oder eine Arteriosklerose der Hirnschlagadern hinweisen.
Der medizinische Kompressionsstrumpf (MKS) kommt bei der Behandlung von Krankheiten des Venensystems und Lymphsystems zum Einsatz. Die Wirkung des MKS liegt im gleichmäßigen Druck auf das Bein.
Dadurch werden Venen und Lymphbahnen komprimiert, was den Rückstrom von Blut und Lymphe zum Herzen begünstigt und dadurch einer Schwellneigung der Beine (Ödem) vorbeugt.
Gerechtfertigt ist ein Kompressionsstrumpf z. B. bei chronisch venöser Insuffizienz, Varikose (Krampfadern), Venenentzündung (Thrombophlebitis), Thromboseprophylaxe, Venenthrombose und postthrombotisches Syndrom und Lymphödem. Ferner wird ein Kompressionsstrumpf nach venenchirurgischen Eingriffen (Varizenstripping) für 4 bis 6 Wochen verordnet.
Ein Kompressionsstrumpf muss individuell angemessen werden. Die Messung erfolgt am ödemfreien Bein des Patienten. Nur ein passender Kompressionsstrumpf kann seine volle Wirkung entfalten.
Bei Übereinstimmung der gemessenen Beinumfangs- und -längenmaßen mit den vorhandenen Konfektionsgrößen soll ein Serienkompressionsstrumpf gewählt werden. Andernfalls ist eine Maßanfertigung erforderlich.
In der Mehrzahl der Fälle reichen zur Behandlung Unterschenkelkompressionsstrümpfe aus.
Der Begriff Krampfadern ist gleichbedeutend mit Varizen oder Varikosis. Es handelt sich um eine krankhafte Erweiterung des oberflächlichen Venensystems am Bein. Bei einer Insuffizienz der oberflächlichen Venen entstehen durch Aufweitung der Venen sogenannte Krampfadern, Varizen. Diese sind an sich ungefährlich, es kann aber bei zunehmender Ausdehnung eine erhebliche chronisch venöse Insuffizienz entstehen, bis hin zu Ulcera crura (Offene Beine). Varizen können mit Kompressionsstrümpfen behandelt oder operativ entfernt werden.
Der Begriff „Krampfader" leitet sich von mittelhochdeutsch „krumme Ader" ab, nicht vom krampfartigen Schmerz, was die meisten Menschen denken. Wadenkrämpfe sind für Krampfadern also untypisch.
DIe Ursache der Aufweitung der Venen sind oft insuffiziente (=unfähige) Venenklappen. Bei funktionslosem Klappenapparat strömt das Blut in den betroffenen Venen in falscher Richtung, d. h. in der Vene nach unten (der Schwerkraft folgend) statt nach oben Richtung Herz.
Risikofaktoren für das Erleiden einer Varikosis sind eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche, Übergewicht, Bewegungsmangel.
Die Klappeninsuffizienz der oberflächlichen Venen wie auch die Durchgängigkeit der tiefen Venen wird durch Farbduplexsonographie.untersucht
Der Kreislauf beschreibt den Weg des Blutes durch den Körper:
Von der linken Herzkammer wird das in der Lunge mit Sauerstoff versorgte sauerstoffreiche Blut mit hohem Druck in den Körper gepumpt, wo es sich in immer kleinere Arterien, Arteriolen und schließlich Kapillaren verteilt. Aus den Kapillaren heraus erfolgt der Stoffaustausch mit dem Gewebe. Sauerstoff und Nährstoffe werden abgegeben, Abfallprodukte des Stoffwechsels und CO2 werden aufgenommen. Über die Venen gelangt das Blut dann mit niedrigem Druck und langsam fließend zurück zum Herzen, über den rechten Vorhof in die rechte Kammer, von der es über die Lungenarterien in die Lunge gepumpt wird, Dort wird CO2 abgegeben und Sauerstoff im Blut aufgenommen. Über die Lungenvenen gelangt es zurück zum Herzen, in den linken Vorhof und die linke Kammer.
Laser ist die Abkürzung für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation”.
Das bedeutet die Verstärkung von Lichtstrahlen einer bestimmten Farbe (Monochromasie) durch Bündelung und Intensivierung der elektromagnetischen Wellen.
In den chirurgischen Disziplinen kann der Laserstrahl als "Strahlenmesser” eingesetzt werden, weil er das Körpergewebe unter geeigneten Umständen verödet, verschweißt oder gar zerstört.
Beispiele sind die endoskopische Blutstillung bei einem Magengeschwür oder die Anheftung einer abgelösten Netzhaut im Auge.
In der Gefäßmedizin hat die Lasertherapie folgende Anwendungen.
Da die Angaben über die schmerzfreie oder auch die maximal mögliche Gehstrecke oft unzuverlässig sind, wird hier mittels standardisierter Bedingungen auf dem Laufband sowohl die schmerzfreie, als auch die maximal mögliche Gehstrecke ermittelt.
Das Laufband ist auch ein ideales Trainingsgerät zur Behandlung der Schaufensterkrankheit/ Claudicatio intermittens.
Unter Lungenembolie (LE) versteht man den teilweisen oder kompletten Verschluss der Lungenarterien durch einen Embolus aus den peripheren Venen, in 90% den Beinvenen. Das Ereignis kann tödlich sein.
Das klinische Bild einer Lungenembolie ähnelt dem eines Herzinfarktes. Normalerweise strömen nur kleine Emboli in die Lungenstrombahn, wodurch nur kleine Lungenarterien verstopfen und die Lunge als mechanischer Filter wirkt und der Patient keine Beschwerden hat.
Wird ein größerer Teil der Lungenstrombahn versperrt, so resultiert eine symptomatische Lungenembolie.
Eine Lungenembolie kann nach jeder Operation oder jeder Vollnarkose auftreten (Häufigkeit unter 1:1000), aber auch bei nichtchirurgischen Patienten (Thromboseneigung). Bei allen thrombosegefährdeten Operationen wird routinemässig eine Thromboseprophylaxe durchgeführt, die das Risiko einer Venenthrombose und Lungenembolie minimiert.
Nach einer Lungenembolie wird eine medikamentöse Antikoagulation durchgeführt und die Emboliequelle sollte gesucht werden (meist mittels Duplexsonographie)
Unter manueller Lymphdrainage versteht man das manuelle Abdrainieren der Gewebsflüssigkeit über Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf bestimmten Grifftechniken.
Mit Hilfe der Lymphgefässe wird Wasser aus dem Gewebe abtransportiert und in die Blutgefässe zurückgebracht. Wenn das Lymphsystem in seiner Funktion gestört ist, staut sich das Körperwasser im Gewebe und es kommt zu Schwellungen (Ödemen).
Das Therapiekonzept der Lymphdrainage hat zum Ziel, das gestörte Gleichgewicht zwischen der Menge von Gewebewasser und der Leistungsfähigkeit der Lymphbahnen wiederherzustellen.
Die Lymphdrainage eignet sich vor allem für Patienten, bei denen es zu Stauungen (Ödemen) von Lymphe oder Wasser im Gewebe kommt. Beispiele sind Lymphödeme, Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen, Ödeme bei Venenerkrankungen (z.B. postthrombotisches Syndrom) und Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen. Grundsätzlich darf aber bei Verdacht auf Thrombosen nicht eine Lymphdrainage durchgeführt werden (Gefahr einer Lungenembolie).
Vor einer manuellen Lymphdrainagebehandlung muss somit die Ursache der Schwellung geklärt werden.
Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der erneuten Schwellung des Gewebes wird meistens nach der Behandlung noch eine Bandagierung vorgenommen oder ein Kompressionsstrumpf angelegt.
Aus den Blutgefäßen wird ein geringer Teil der Blutflüssigkeit, der in das Gewebe gelangt, nicht durch die Venen abtransportiert. Diese Flüssigkeit nennt man Lymphe. Lymphe enthält keine roten Blutzellen (Erythrozyten) und ist deshalb wasserklar oder leicht gelblich gefärbt.
Die Bildung von Lymphflüssigkeit ist normal. Die Lymphe wird über hauchdünne Lymphbahnen wieder aufgesammelt und in das Blutkreislaufsystem zurückgeführt.
Wenn das Gleichgewicht zwischen Lymphbildung und Lymphabfluss gestört ist, kann es zu krankhaften Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe kommen, die man Lymphödem nennt (Ödem). Diese finden sich wegen der Schwerkraft meistens an den Beinen.
Lymphabflussstörungen durch Narben oder Tumoren sind in unserer Region die häufigsten Ursachen.
Zur Behandlung des Lymphödems werden Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe empfohlen. Operative Maßnahmen sind nur sehr selten sinnvoll.
Die Lymphgefäße gehören nicht zu dem geschlossenen Blut-Kreislauf obwohl sie auch ein schlauchartiges System mit Klappen bilden. Sie beginnen offen im Gewebe, sammeln die Gewebsflüssigkeit (Lymphe) und leiten diese über die Lymphknoten zentralwärts, wo sie in die große obere Hohlvene münden, kurz bevor diese das Herz erreicht.
Die Lyse ist eine medikamentöse Behandlung zur Auflösung eines Blutgerinnsels. Die Lysetherapie wird auch Fibrinolyse genannt. Gebräuchliche Substanzen für die Lyse sind Streptokinase, Urokinase und rt-PA.
Der akute Gefäßverschluss einer Arterie oder Vene durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) führt zu einer Minderdurchblutung (Ischämie) in dem hinter dieser Arterie liegenden Gewebe oder zu einem Rückstau im Falle einer Vene.
Die Lyse ist ein anerkanntes Verfahren, um einen frischen Thrombus aufzulösen. Der Thrombus sollte nicht älter als wenige Tage sein. Je frischer das Gerinnsel, desto größer die Erfolgschancen.
In der Regel wird die sog. lokoregionäre Technik angewandt. Hierbei wird ein spezieller Lysekatheter bis vor den Verschluß oder sogar bis in das Gerinnsel geführt, um die Wirkung des Medikamentes auf die Problemregion zu konzentrieren.
Die wichtigste Nebenwirkung der Lyse besteht darin, dass unerkannte Blutungsquellen (Magengeschwür, Gefäßmißbildung im Gehirn) aktiviert werden und innere Blutungen auftreten können.
Die Miniphlebektomie (=Ministripping) ist eine kleine, operative, in einem begrenzten Gebiet vollständige Entfernung oberflächlicher kranker Venen. Mit feinen Haken, ähnlich einer Häkelnadel, werden Seitenastvarizen über kleine Stiche in der Haut kosmetisch günstig entfernt. Der Eingriff findet in Lokalanästhesie statt. Somit wird nur die Haut in der Umgebung der Vene betäubt und nicht das ganze Bein. Der Eingriff ist trotzdem schmerzfrei, wenn die Lokalanästhesie ausreichend ist.
Der Morbus Raynaud (M. Raynaud) wird auch als Raynaud Krankheit bezeichnet. Erstbeschreiber ist der französische Internist Maurice Raynaud (1834-1881).
Es handelt sich um eine krankhafte Engstellung der kleinen Fingerarterien. Offenbar ist die Steuerung der Weit- und Engstellung der kleinen Blutgefäße durch Nerven und Hormone gestört (Angioneuropathie).
Typische Symptome sind anfallsweise auftretende, anfängliche Blässe, nachfolgende Blaufärbung (Zyanose) und dann Rötung der Finger. Diese kann von Empfindungsstörungen und Schmerzen begleitet sein. Im schlimmsten Fall kann es durch eine längerdauernde Minderdurchblutung zum Absterben von Haut an den Fingerspitzen kommen.
Frauen unter 50 Jahren sind bevorzugt betroffen. Kälte und Feuchtigkeit können auslösende Faktoren für die Gefäßkrämpfe sein.
Betroffene Patientinnen sollten gefäßverengende Risikofaktoren meiden. Sie sollten nicht rauchen, keine hormonellen Antikontrazeptiva (Antibabypille), keine Ergotamin-haltigen Medikamente (in manchen Kopfschmerztabletten enthalten) einnehmen, möglichst wenig Stress ausgesetzt sein.
Ob eine zusätzliche medikamentöse Behandlung mit gefäßerweiternden oder durchblutungsfördernden Medikamenten angezeigt ist, hängt vom Einzelfall ab.
Magnetresonanz-Angiographie. Siehe Kernspintomographie
Ein Ödem ist eine vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe. Dadurch wird das Lymphgefässsystem überlastet und es kommt zu einer weiteren Einlagerung von Wasser im Gewebe. Ursache ist oft eine Infektion, Entzündung oder Funktionsstörung am Herzen oder in den Nieren.
Neben einer Behandlung der Ursache ist unterstützend eine Behandlung mit speziellen, flachgestrickten Kompressionsstrümpfen nötig.
Die Oszillographie ist eine nichtinvasive Methode zur Messung der arteriellen Durchblutungssituation. Durch die Pulsationen in den Gefässen der Extremitäten kommt es zu einer Volumenveränderung der Extremitäten, welche sich auf die luftgefüllten Manschetten überträgt, welche dem Patienten zur Messung angelegt werden. Man kann also die Durchblutung messen ohne ein Blutgefäss anstechen zu müssen. Deshalb spricht man von einer nichtinvasiven Methode. Auch die Duplex Untersuchung ist nicht invasiv.
Da es sich bei der Oszillographie um eine sehr kostengünstige Methode handelt, sollte bei der Frage nach einer Durchblutungsstörung diese Untersuchung zuerst durchgeführt werden.
Phlebitis bedeutet Venenentzündung.
Dabei handelt es sich um eine Entzündung in den oberflächlichen Venen des Unterhautfettgewebes meist mit lokaler Gerinnselbildung. Bei der Gerinnselbildung spricht man auch von Thrombophlebitis. Oft sind krankhaft erweiterte Venen beziehungsweise Krampfadern betroffen, die nicht durch eine Kompressionstherapie behandelt wurden.
Die Thrombophlebitis äußert sich durch eine lokale sehr schmerzhafte Schwellung und Rötung der erkrankten Vene.
Die Behandlung ist primär konservativ (Kompressionsstrumpf, Antiphlogistika, evtl. Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin). Nach Abklingen der Entzündungszeichen sollte die Krampfader entfernt werden, wenn sie nach der Thrombophlebitis rekanalisiert wurde
Das Risiko einer Lungenembolie (durch Abschwemmen des Gerinnsels Richtung Lunge) ist bei der oberflächlichen Phlebitis etwas geringer als bei der tiefen Venenthrombose.
Ein Phlebologe ist ein Arzt der sich mit den Venenerkrankungen befasst. Da sich der Angiologe mit Venen, Arterien (Schlagadern), Lymphgefässen und Kapillaren befasst, deckt er auch das Tätigkeitsfeld der Phlebologie mit ab. Ein Venerologe beschäftigt sich mit Geschlechtskrankheiten.
Lehre von den Venenerkrankungen. Da sich die Angiologie mit Venen, Arterien und Lymphgefässen befasst, umfasst sie auch die Phlebologie.
Als Folge einer Thrombose kann nach Jahren ein postthrombotisches Syndrom entstehen. Durch Zerstörung der Venenklappen bei Auflösung des Thrombus werden die Venen insuffizient. Es kommt dann zu einer chronischen Stauung des Blutes in den Beinen mit chronischem Oedem bis hin zu offenen Beinen (Ulcus cruris). Dem postthrombotischen Syndrom kann man mittels konsequenter Kompressionstherapie mit Kompressionsstrümpfen vorbeugen. Dieses ist insbesondere in den ersten 2-4 Jahren nach der Thrombosediagnose wichtig, da sich in dieser Zeit die Venenwände umformen.
Siehe Ballondillatation
Der Quickwert ist ein Messwert zur Erfassung der Blutgerinnung. Der Quickwert wird auch als Prothrombin-Zeit (PT) oder Thromboplastinzeit bezeichnet.
Die Zahl für den Quickwert entspricht einer Prozentzahl, bezogen auf eine normale Blutgerinnung. Der Normalwert beträgt 100%.
Mit dem Quickwert können nicht alle Aspekte der Blutgerinnung gemessen werden. Die Blutverdünnung durch Heparin wird vom Quickwert nicht erfasst.
Bei einer Antikoagulation mit Marcumar/ Sintrom fällt der Quickwert ab. Bei einer therapeutischen Behandlung mit Marcumar/ Sintrom sollte der Quickwert, je nach Diagnose bzw. Indikation, zwischen 15 und 35% liegen (therapeutischer Bereich).
Gemäß internationaler Vereinbarungen sollte der in den deutschsprachigen Ländern noch sehr gebräuchliche Quickwert durch die Angabe der INR ersetzt werden. Der normale INR liegt bei 1 und der therapeutische Wert bei 2-3.
Rauchen ist ein Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nikotin schädigt direkt die Zellen der Gefäßwand, es kommt zum vermehrter Cholesterineinlagerung und schlussendlich zum Zelltod, weil auch die Reparationsprozesse behindert werden.
Ein kontrollierter Nikotinkonsum von 3-5 Zigaretten maximal pro Tag kann noch toleriert werden, wenn nicht einer spezielle Nikotinintoleranz vorliegt. Bei Auftreten von Durchblutungsstörungen muss aber immer ein vollständiger Verzicht des Nikotinkonsums angestrebt werden.
Alte beschreibende Bezeichnung für Periphere Arterielle Verschlusskrankheit, die der Tatsache Rechnung trägt, dass von allen bekannten Risikofaktoren sich das Rauchen am schlimmsten auf die Schlagadern der Beine auswirkt. Als es noch keine Therapiemöglichkeiten wie Bypass oder Ballondilatation gab, musste das Raucherbein mit Hautschäden und abgestorbenen Zehen meist amputiert werden. Heute setzt man alles daran, es nicht soweit kommen zu lassen. Dies bedingt aber auch, dass der Patient das Rauchen einstellt.
siehe Morbus Raynaud
Risikofaktoren erhöhen das individuelle Risiko, eine Krankheit zu bekommen. Einige Risikofaktoren sind durch eine schädliche Lebensweise bedingt und damit beeinflussbar.
Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine Erkrankung des Arteriensystems (Arteriosklerose) zu erleiden:
Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine Erkrankung des Venensystems (insbesondere eine Venenthrombose) zu erleiden:
Am Schlimmsten ist die Kombination mehrerer Risikofaktoren, weil sich die einzelnen Riskofaktoren nicht nur addieren.
Der Begriff Ruheschmerz bezieht sich auf die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) der Beine und entspricht dem Stadium 3 nach Fontaine.
Gelangt wegen einer Gefäßverengung oder eines Gefäßverschlusses zu wenig Blut ins Bein, so kommt es zunächst zu Belastungsschmerzen (Claudicatio). Die Muskulatur braucht bei Arbeit mehr Blut als im Ruhezustand. Schreitet der Gefäßprozess fort, reicht die Blutversorgung auch in Ruhe nicht mehr aus. Es kommt zu starken Schmerzen auch ohne Belastung, dem sogenannten Ruheschmerzan als Ausdruck einer kritisch eingeschränkten Durchblutung, die kurzfristig das Überleben der Gliedmasse.in Frage stellt.
Typisch für Ruheschmerzen ist z.B. das Herabhängenlassen des Beines beim Liegen, da durch die Schwerkraft mehr Blut hineingelangt, somit der Schmerz evtl. etwas nachlässt.
Beim Eintritt von Ruheschmerzen ist dringende ärztliche Behandlung angezeigt.
Beschreibt die Symptome bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, also den Verengungen (Stenosen) oder Verschlüssen der Schlagadern der Beine (oder Arme). Da die Muskulatur zu wenig Blut bekommt, kommt es unter Belastung zu Schmerzen (Claudicatio intermittens, vorübergehendes Hinken). Nach einer gewissen Strecke kann man nicht mehr weiter gehen, muss kurz stehen bleiben, bis sich die Muskeln erholen und wieder ausreichend Blut zur Verfügung steht. Da man die Unfähigkeit, weiter zu gehen, verbergen möchte, simuliert man das Anschauen eines Schaufensters, deshalb der Ausdruck Schaufensterkrankheit.
Siehe Arterien.
Arterielle Verschlusskrankheit im Bereich der hirnversorgenden Gefäße. Hier kommt es im Gegensatz zum Herzen (Koronare Herzkrankheit) oder der Beine (Periphere Arterielle Verschlusskrankheit) nicht zu einer belastungsabhängigen Warnsymptomatik mit Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) oder Angina pectoris sondern direkt, ohne Vorboten bei einem Gefäßverschluss zum Schlaganfall (Apoplex). Meist geht dieser mit einer bleibenden Lähmung einher. Um dies zu vermeiden, kann mit Duplexultraschall die Situation in den hirnzuführenden Gefässen beurteilt werden. Bei einer speziellen Risikosituation ist zusätzlich eine Echokardiographie empfohlen, um allfällige Emboliequellen im Bereich des Herzens frühzeitig zu entdecken und behandeln zu können.
Wenn über defekte Venenklappen in den Stammvenen (Vena saphens magna und Vena saphena parva) der Blutstrom auch in die Seitenäste gedrückt wird und dort ebenfalls die Venenklappen zerstört werden, dann bilden sich die meist deutlich sichtbaren Krampfadern der Venenseitenäste, die Seitenastvarizen aus.
Diese können bei einer Krampfaderoperation meistens nicht mit einer Sonde herausgezogen werden (Stripping), sondern werden über einzelne kleine Schnitte (Miniphlebektomie) entfernt.
Durch die Sekundärprophylaxe soll bei bereits bestehender Arteriosklerose mit behandlungsbedürftigen Beschwerden und nach Gefässeingriff ein weiteres Fortschreiten verzögert werden. Es gilt natürlich in erster Linie die Risikofaktoren auszuschalten. Ferner werden Medikamente zur Sekundärprophylaxe eingesetzt.
Diese Stents werden auf einen Ballonkatheter aufgefädelt und mit dem Ballonkatheter an Ort und Stelle gebracht. Bei dem Aufdehnen des Ballonkatheters wird automatisch im gleichen Arbeitsschritt der Stent entfaltet. Diese Stents sind aber empfindlich auf Kompression von aussen.
Ein beschichteter Stent sondert ein Medikament ab, welches den erneuten Gefässverschluss verhindern soll.
Diese Stents sind in einem Einführkatheter zusammengefaltet, an Ort und Stelle wird eine Art Schutzhülle abgezogen und der Ballon entfaltet sich selbsttätig, wobei in der Regel im Anschluss danach nochmals mittels Ballonkatheter dilatiert werden muss. Der Stent hat aber ein sogenanntes Thermo Memory, d.h. n bei einer bestimmten Temperatur eine bestimmte Form, bei anderen Temperaturen andere Formen. Der Stent ist bei 37° C entfaltet und entfaltet sich somit automatisch, sobald er in die Schlagader gebracht wird. Er kann weniger gut von aussen zusammengedrückt werden als ein ballonexpandierter Stent.
Ein Stent ist eine Stütze der Gefässwand.
Das arteriosklerotische Material, welches eine Arterie einengt oder verschließt, ist oftmals elastisch. Daher kann es sein, dass ein aufgedehntes (dilatiertes) Gefäß im Rahmen einer PTA nicht offenbleibt, sondern sich wieder verengt. Um dies zu verhindern, kann eine Gefäßstütze aus Metall, ein Stent, eingesetzt werden. Stents sind um so effektiver und erfolgreicher, je größer das Lumen des Gefäßes ist. Im Beckenbereich kommt es seltener zu einem Verschluss eines Stents als im Unterschenkel. Der Stent wird genau wie der Ballon über den liegenden Führungsdraht vorgeschoben und an der Engstelle entfaltet. Aber auch ein Stent ist keine Garantie für ein nachhaltig offenes Gefäss.
Unter Thrombose versteht man den Gefässverschluss durch eine lokale Gerinnselbildung.
Voraussetzung sind ein Gefässschaden, eine Gerinnungsstörung des Blutes und /oder eine Verminderung der Flussgeschwindigkeit des Blutes.
Eine tiefe Venenthrombose verschliesst eine Vene des tiefen Venensystems und bedingt damit einer Behinderung des Blutabflusses Richtung Herz. Dies führt in der Regel zu einer schmerzhaften Schwellung des betroffenen Beines. Es besteht die Gefahr einer akuten Lungenembolie, weshalb mit Kompression und mit Blutverdünnung behandelt werden muss. Bei einer akuten Thrombose kann eine Lysetherapie erwogen werden.
Die Tumeszenz ist eine spezielle Form der Lokalanästhesie.
Bei Veneneingriffen hat diese Betäubung zum Ziel nebst einer Schmerzbekämpfung auch das Gewebe um die Vene vor thermischen Schäden zu schützen.
Der medizinische Fachbegriff Ulcus bezeichnet einen geschwürigen Defekt an einem Organ. an den Beinen ist ein Ulcus, ein Defekt der Haut, meist durch mehrere Ursachen bedingt. In bis zu 80% liegt bei einem nicht heilenden Ulcus eine arterielle Durchblutunsstörung vor. Häufig sind auch venöse Durchblutunsstörungen v.a. das postthrombotische Syndrom die Ursache für ein Ulcus.
In der Medizin werden für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Schallwellen im Ultraschallbereich diagnostisch und z.T. auch therapeutisch eingesetzt.
Zur Schallerzeugung dienen sogenannte piezoelektronische Kristalle im Schallkopf eines Ultraschallgerätes. Diese senden den Ultraschall in den Körper aus. Abhängig von der Gewebeart werden diese Schallwellen nun mehr oder weniger reflektiert. Die gleichen Kristalle, die den Ultraschall erzeugen, nehmen ihn auch wie ein Mikrofon wieder auf. Die Zeitverschiebung zwischen senden und empfangen ist gewebespezifisch.
Die wiederaufgenommenen Ultraschallsignale ergeben nach elektronischer Verarbeitung ein Bild der beschallten Organe. Somit kann man sich ohne Röntgenstrahlung ein Bild der Organe machen.
siehe auch Krampfadern
Unter Varizenstripping versteht man das operative Herausziehen (= Strippen) von Krampfadern.
Die klassische Babcock-Operation (siehe dort) beinhaltet auch das Stripping.
Man strippt heute nur noch den erkrankten Teil, in dem die Venenklappen defekt sind. Gesunde Venenanteile sollten erhalten werden. Deshalb ist vor jeder Venenoperation eine genaue angiologische Abklärung nötig.
Venen befördern das Blut aus dem Körper zurück zum Herz, das Blut fließt hier langsam mit niedrigem Druck. Venen haben Klappen um den Blutfluss in eine Richtung, Richtung Herz, zu lenken.
siehe auch Phlebitis
Die Venenklappen dienen der Steuerung des Blutflusses in den Venen. Durch ihre Ventilwirkung kann das Blut nur in Richtung Herz fliessen, selbst gegen die Schwerkraft in den Beinen.
Die Klappen werden gebildet durch segelförmige Taschen in den Venen.
Sind diese Klappen zerstört spricht man von Insuffizienz in den oberflächlichen oder tiefen Venen
Die Venerologie ist die Lehre der Geschlechtskrankheiten. Sie wird von den Hautärzten (Dermatologen) betrieben und hat mit den Venen nichts zu tun. die Lehre der Venenkrankheiten ist die Phlebologie (siehe dort)
Unter Verödung oder Sklerotherapie versteht man die Entfernung von Venen mittels flüssiger Substanzen, die in diese Venen injiziert werden.
Die flüssigen Verödungsmittel (z.B. Aethoxysklerol®) führen zu einer lokalen Reizung der Gefäßinnenwand (Endothel) mit anschließendem Verschluss durch Verklebung der Venenwände oder ein kleines Blutgerinnsels. Die Vene kann so ausgeschaltet werden, sie zieht sich zusammen und verschwindet.
Nicht immer entspricht das optische Ergebnis der Erwartung des Patienten. Es können unschöne Hautpigmentierungen entstehen. Ferner können sich weitere Besenreiser bilden, oft in der Nähe der verödeten Region. Das liegt oft nicht am Behandelnden, sondern an der Bindegewebsschwäche des Patienten.
Alternativ können Besenreiser-Varizen auch mit einer Lasertherapie behandelt werden.
Eine Weiterentwicklung der Verödung ist die Schaumsklerosierung, welche heute fast ausschliesslich zur Anwendung kommt. So können unter Ultraschallkontrolle auch grössere Venen verödet werden.
Die Ursache von Wadenkrämpfen ist vielfältig, aber nur sehr selten durch Krampfadern (siehe dort) bedingt.