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Projektaufruf Prävention gegen Belästigung
PROJEKTAUFRUF ZUR PRÄVENTION GEGEN SEXUELLE/SEXISTISCHE BELÄSTIGUNG UND/ODER MOBBING: MODALITÄTEN
I/ DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER FORM UND DES INHALTS
Die Projekte setzen sich inhaltlich für den Kampf gegen sexuelle/sexistische Belästigung und/oder Mobbing ein, wobei eine oder mehrere der folgenden Dimensionen berücksichtigt werden:
• Informieren: zur regelmässigen und wiederholten Verbreitung der Informationen beitragen, die für die Verhinderung und Beseitigung von sexueller/sexistischer Belästigung und/oder Mobbing erforderlich sind.
• Schulen: zur Entwicklung der Fähigkeiten und Verhaltensweisen beitragen, die für eine erfolgreiche Verhinderung und Beseitigung von sexueller/sexistischer Belästigung und/oder Mobbing unerlässlich sind.
• Aufklären: zu einer besseren Kenntnis des Ausmasses und der Art der Belästigung an den Hochschulen der HES-SO beitragen.
• Begleiten: zur Bereitstellung von Unterstützungssystemen für Opfer von sexueller/sexistischer Belästigung und/oder Mobbing beitragen.
• Sichtbar machen: durch die Gründung von Partnerschaften dazu beitragen, dass sich der Kampf gegen Belästigung auf die verschiedenen Orte des studentischen Lebens (Campus, Bars, Verbandsorte usw.) ausdehnt.
• Integrieren: dazu beitragen, dass aus dem Thema Kampf gegen Belästigung ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen studentischen Kultur wird.
Bei der Form der Projekte haben Sie freie Hand. Diese können beispielsweise folgende Form annehmen:
• Kunst- und Kulturprojekte;
• Institutionelle Aktionsprojekte über die Aufgaben der Einrichtung, insbesondere das Lehren (Einbindung in die Lehrveranstaltungen, in die Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden, Coaching für die Bachelorarbeiten zu diesem Thema usw.);
• Kommunikations- und Informationsprojekte, einschliesslich vorhandener externer Projekte;
• Projekte zur Bildung von Netzwerken, Verbänden, Kollektiven;
• Projekte zur Schaffung oder Anpassung von Instrumenten, Massnahmen, Regelungen;
• Studien- und Dokumentationsprojekte über die Realität und das Ausmass des Phänomens
• usw.
Die Projekte können im Rahmen der Ausbildung durchgeführt werden.
II/ ZIELPUBLIKUM UND INSTITUTIONELLE ANBINDUNG
Dieser Aufruf richtet sich an alle Studierenden der Hochschulen der HES-SO, die eine Grundausbildung oder Weiterbildung absolvieren, und an die Studierendenverbände. Die Projekte werden von einem/einer Studierenden, einer Studierendengruppe oder einem Studierendenverband eingereicht. Partnerschaften mit externen Verbänden oder Organisationen sind möglich.
III/ FINANZIERUNG FÜR DEN PROJEKTAUFRUF
Der Betrag der gesamten verfügbaren Fördermittel, der auf die ausgewählten Projekte aufgeteilt wird, beläuft sich auf CHF 50'000.-. Erwartet werden zwei bis fünf Projekte von max. CHF 10'000.- bis max. CHF 25'000.-.
IV/ BEWERTUNGS- UND AUSWAHLKRITERIEN
Es werden die Projekte unterstützt, die konkrete und realistische Massnahmen zur Bekämpfung von sexueller/sexistischer Belästigung und/oder Mobbing an Bildungseinrichtungen und an Orten des studentischen Lebens unterbreiten. Die Zusammenarbeit zwischen Studierendenverbänden und Hochschulen mit Orten des studentischen Lebens oder auch externen Projekten, Verbänden und Organisationen wird gefördert.
Die Projekte werden von einem Auswahlkomitee bewertet, dessen Mitglieder sich mindestens zur Hälfte aus den Studierenden sowie je einem/einer Vertreter/in des Rektorats, der Direktionen, des technischen und Verwaltungspersonals und des Lehr- und Forschungspersonals zusammensetzen. Es wird vom Dienst Institutionelle Entwicklung, HR und Diversity unterstützt werden. Das Komitee wird die folgenden Kriterien berücksichtigen, die nicht kumulativ sind und je nach Art des Projekts zu nuancieren sind:
1. Relevanz: Das Projekt beeinflusst eine der unter Punkt I genannten Dimensionen oder eine andere gleichermassen wichtige Dimension im Kampf gegen Belästigung.
2. Machbarkeit: Das Projekt ist realistisch, berücksichtigt den Kontext und eventuelle Einschränkungen bezüglich seiner Durchführung.
3. Kohärenz: Das Projekt gliedert sich in die in der Hochschule bereits bestehenden Initiativen ein oder vervollständigt diese.
4. Realitätsbezug: Die Projektergebnisse sind in der Realität beobachtbar und anwendbar.
5. Nachhaltigkeit: Die Projektergebnisse sind zeitlich nachhaltig und das Projekt plant die für ihre Erhaltung erforderlichen Mittel ein.
6. Besonderheit: Das Projekt berücksichtigt die spezifischen Besonderheiten der Fachbereiche und Studiengänge sowie der örtlichen Kultur und der mit dem studentischen Leben verbundenen Räume.
7. Übertragbarkeit: Das Projekt ist auf andere Schulen der HES-SO als die, für die es geschaffen wurde, übertragbar.
V/ VERFAHREN
Die Projekte werden in zwei Schritten bearbeitet:
1 Die Antragstellenden unterbreiten einen Projektentwurf (ca. 300 Wörter), der die Grundidee, die Form und den Inhalt des Projekts sowie einen vorläufigen Zeitplan beinhaltet. Die Projekte werden mit dem Formular, das oben auf der Seite zu finden ist, eingereicht. Frist: 15. November 2019
2 Die vervollständigten Projekte werden anschliessend mit Hilfe der für die Projekteinreichung bereitgestellten Vorlage eingereicht. Frist: Ende Dezember 2019.
Die Projekte werden vom Auswahlkomitee nach den Bewertungskriterien und bis zum Höchstbetrag der verfügbaren Finanzierungsmittel ausgewählt.
Der Dienst Institutionelle Entwicklung, HR und Diversity bietet Unterstützung bei der Projekteinreichung (ob bei den Grundideen, dem korrekten Ausfüllen der Vorlage oder der Budgeterstellung).
Sprache: Die Projekte können in französischer, deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.
Alle Dokumente zum Projektaufruf stehen auf unserer Website zur Verfügung.
VI/ UNTERSTÜTZUNG
Der Dienst Institutionelle Entwicklung, HR und Diversity bietet den Antragstellenden eine Unterstützung in allen Phasen der Ausarbeitung – von der Konzeption bis zur Realisierung – ihrer Projekte an.
VII/ ZEITPLAN
23. September 2019 Projektaufruf
15. November 2019 Frist für die ersten Entwürfe
21. Dezember 2019 Frist für die Einreichung der Projekte
Anfang Februar 2020 Entscheidung des Rektorats und Mitteilung an die Antragstellenden
Oktober 2020 Obligatorischer Projektabschluss