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CCCCC
04.11.2015
Singapore is a fine city. You are fined everywhere: if you cross the street where it is not allowed, if you import chewing gum, if you are caught with drugs (death by hanging). We must admit that we felt very safe day and night and we did not have to jump over dog poop and big mac left overs. Singapore is soooo clean that you can eat from the street. This is where the expression "street café" comes from. But most people here prefer to drink their coffee inside because of the air pollution, which is called “haze” here in SE Asia. We were astonished that the smog was so dense, even though we hardly saw any Volkswagen Diesel. They seem to be too cheap for Singapoor people. But we saw more Mercedes, BMWs, Audis, Porsches and Bentleys than in any European city. Looks like the import duty on cars of more than 100% makes people buy expensive cars to show how much they care for the economy of their state.
This is a wonderful liberal idea, which European countries should adopt to stop traffic jams. If only the richest 10% of the population can afford to drive a car (or two, or three) then it would be wonderful for all the others to bike and roller skate up and down the freeways.
But we all want to reach the 5 Cs, which make us feel good and which seem to be the goal of our lifes: Car, Cash, Credit Card, Condominium and Country Club.
Weil wir hier in Südostasien mit unseren schmalen Nasen und hellen Haut immer etwas exotisch wirken, werden wir oft gefragt, woher wir kommen. "Ah, Switzerland, I was in Luzern", ist dann meist die Antwort. Und wenn wir dann fragen, warum gerade Luzern, erhalten wir die Antwort: "Ich habe eine Werbung gesehen." Ja haben die cleveren Luzerner denn jetzt auch den Stöhlker beigezogen?
Ein Malaie meinte dazu, er hätte in Luzern die teuerste Toilette seines Lebens besucht: 2 Franken für ein Brünnelein. Dafür bekommt er hier in Malaysia ein Mittagessen mit Reis und Hühnchen.
In der Chinatown von Singapur diskutierten wir mit einer chinesisch-stämmigen Singapurerin, die auch in Luzern war, über die 5 Cs. (Gibt es auch Singapur-stämmige Chinesinnen?)
Zum Glück sprach sie besser Englisch als wir Chinesisch, sodass wir unsere drei chinesischen Ausdrücke, die da sind: Tschou En Lai, Jangtsekiang und hoho-Ho Chi Minh nicht einsetzen mussten.
Die Singapurerin erzählte uns (und unsere Brust schwellte sich vor Stolz), dass der Präsident der Republik vor einigen Jahren den Singapurern die Schweiz zum grossen Vorbild erklärte, oder wie das auf Business-Deutsch heisst: als Benchmark definierte. Sie erklärte uns das anhand der 5 Cs, nach denen nun hier jeder gemäss Schweizer Vorbild strebt: car, condominium (Eigentumswohnung), credit card, cash und country club (Golfclub).
Dabei ist zu sagen, dass das Auto wahrscheinlich auf die Dauer zum grössten Budgetposten wird: Die Importsteuer beträgt über 100% (kein Tippfehler!). Wenn du deiner Freundin also zur Verlobung einen kleinen Porsche schenken willst, dann kostet dich das schon mal 100'000 Euro Einfuhrsteuer. Die Fahrlizenzen werden versteigert, sind 10 Jahre gültig und kosten nochmal so um 60'000 Singapur Dollar. Und die Strassen sind gespickt mit ERP (Electronic Road Pricing), deine Freundin wird also noch zusätzlich für jeden Kilometer zur Kasse gebeten. Das ist doch mal wieder eine einfache und echt liberale Lösung eines leidigen Problems. Wer den Schtutz hat, hat freie Fahrt.
So wurde nun Singapur sozusagen zur Schweiz Südostasiens, blitzeblank und sauber und die Metro pünktlicher als eine Schweizer Bahnhofsuhr, aber ohne Staus auf den Strassen. Hier sieht man keinen Hundedreck (denn die Hunde landen in der Chinatown) und keine Drogendealer (denn die landen am Galgen). Und auch Kaugummi ist verboten (steht extra bei der Immigration angeschrieben).
Wir haben aber die paar Tage gut ohne Kau und Kiff überstanden; zum Glück gibt’s an jeder Ecke Coca Cola und Witwe Cliquot. Dazu in jeder Mall (und die stehen hier in Serie) eine identische Schickimicki-Dependence aller Weltmarken von Armani bis Zara, von Audemars Piguet bis Zenith und von Avril Lavigne bis Zippo Fragrance.
Das ist es doch, was das Reisen in Grossstädte so angenehm und beliebt macht: du fühlst dich immer gleich zu Hause in den Konsumtempeln dieser Welt. Alle Einwohner duften ähnlich, ticken gleich und streben nach den 5 Cs – bis sie gestorben sind. Individualismus stur. Und für die 10000 Strassenputz-Frauen und -Männer gibt’s den Business-Lunch bei Kentucky Schreit F.....
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