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Die Analysen zeigen auch, dass Minergie®-Neubauten gegenüber konventionellen Neubauten im Schnitt um 6.0 bis 6.5 Prozent höhere Mieterträge (Nettomieten) generieren.
Der Energiebedarf ist nur eines von vielen wertbeeinflussenden Nachhaltigkeitsmerkmalen von Immobilien. Für eine korrekte Ermittlung des Wertes von Immobilien sind diese deshalb in der Wertermittlung und Risikoanalyse angemessen zu berücksichtigen.
Angemessen heisst, dass der Einfluss soweit möglich quantifiziert wird, mindestens aber die relevanten Effekte auf den Immobilienwert im Gutachten beschrieben werden. Die Verantwortung dafür liegt bei den Schätzern. Sie umfasst insbesondere die Wahl einer zweckmässigen Methode sowie die Auswahl, Erfassung und Aufbereitung der notwendigen Daten (Informationen) zum Objekt, zur Makro- und Mikrolage sowie zum Marktumfeld und die Berücksichtigung mittel- und langfristiger Entwicklungen der Rahmenbedingungen.
Seit einiger Zeit steht den Schätzern für den Einbezug der Nachhaltigkeitsaspekte ein Instrument zur Verfügung: der Economic Sustainability Indicator (ESI®). Im Unterschied zu einem Label, welches auf bautechnische Eigenschaften einer Liegenschaft ausgerichtet ist, fokussiert ESI® auf den finanziellen Aspekt. Der Indikator beschreibt das Risiko beziehungsweise die Chance, dass eine Immobilie aufgrund externer Entwicklungen (höhere Energiepreise, Klimaerwärmung, demografischer Wandel, kürzere Wirtschaftszyklen und so weiter) in Zukunft an Wert verliert beziehungsweise gewinnt. Dieser Indikator, der demnächst in einer überarbeiteten Version veröffentlicht wird, unterstützt Projektentwickler, Investoren und Anlageexperten bei Entscheiden bezüglich Einzelliegenschaften und Immobilienportfolios.