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Wieviele Medaillen holt die Schweiz in Sotschi?
- Mittwoch, 5. Februar 2014, 9:12 Uhr
Mit mindestens 10 Medaillen rechnet Swiss Olympic an den Olympischen Spielen in Sotschi. Eine eher konservative Schätzung, wenn man die Chancen der Schweizer Athletinnen und Athleten realistisch betrachtet.
Für ein 163-köpfiges Team eine Medaillen-Gesamtprognose vor einem Grossanlass abzugeben, ist selbstverständlich mit grossen Unsicherheiten behaftet. Kann die Athletin, der Athlet am Tag X die Bestleistung abrufen? Verletzt sich jemand in letzter Minute? Was macht die Konkurrenz? Spielt das Wetter mit? Dennoch versuchen wir hier, die Chancen der Schweizerinnen und Schweizer in Sotschi zu bewerten.
Patrizia Kummer als Topfavoritin
Für die sichersten Schweizer Medaillen-«Bänke» in Sotschi halten wir Alpinboarderin Patrizia Kummer, die gleich zwei Chancen auf Edelmetall hat (Parallel-Slalom und -Riesenslalom), Zweierbob-Pilot Beat Hefti, Snowboarder Iouri Podladtchikov und Skicrosser Alex Fiva.
Alles andere als ein Medaillengewinn wäre bei diesen Athleten eine Enttäuschung, wobei im Skicross Mike Schmid oder Armin Niederer für Fiva in die Bresche springen könnten. Auch bei den Skicrosserinnen verfügt die Schweiz mit Fanny Smith und Katrin Müller über heisse Medaillenkandidatinnen.
Slopestyle: Gold bei Premiere?
Traditionell zur Weltspitze gehören die Schweizer Curler, die heuer mit den Skips Sven Michel und Mirjam Ott antreten. Als stärkste Schweizer Trümpfe bei den neu ins olympische Programm aufgenommenen Disziplinen (es werden 12 zusätzliche Medaillensätze verteilt) werden die Slopestyle-Athletinnen Isabel Derungs (Snowboard) und Virginie Faivre (Ski) gehandelt.
Ungewissheit im Langlauf und Ski
Gleich mehrfach die Chance auf Edelmetall haben Dario Cologna und Simon Ammann. Die Weltspitze in Langlauf und Skispringen ist aber dicht, Medaillen sind ebenso wenig garantiert wie bei Lara Gut, die in dieser Saison schon 5 Weltcuprennen gewonnen hat. Unter den 20 übrigen Alpinen werden die Speedfahrer Patrick Küng und Marianne Kaufmann-Abderhalden am höchsten gehandelt.
Bei perfektem Wettkampfglück darf eine Reihe weiterer Schweizer Vertreter träumen, zum Beispiel die Biathleten Selina Gasparin und Benjamin Weger, Langlauf-Sprinterin Laurien Van der Graaff, die Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen oder Ski-Freestyler Kai Mahler.
Défago kann Olympia-Geschichte schreiben
In zwei Königsdisziplinen würde ein Schweizer (Gold-)Medaillengewinn - so unwahrscheinlich er ist - wohl einen Hype auslösen: Falls die von Sean Simpson gecoachte Eishockey-Nati gegen die mit NHL-Stars gespickten Gegner besteht und falls Didier Défago in der Männer-Abfahrt der erste Doppel-Olympiasieger wird.
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