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Die Wasserhärte in Basel unterscheidet sich stark von jener in Bellinzona: Im ersten Fall liegt sie bei rund 25 °fH, in der Hauptstadt unseres Südkantons bei unter 10 °fH. Doch die Unterschiede über die gesamte Schweiz betrachtet sind noch viel extremer. Während es im Jura und im Unterwallis Orte mit Wasserhärten von über 60 °fH gibt, sind Werte unter 5 °fH im Tessin nicht selten.
Die Wasserhärte ist das Mass für die Menge des gelösten Kalziums und Magnesiums im Wasser. Diese Mineralien lösen sich in kaltem Wasser besser als in warmem. Daher bildet sich eine Kalkschicht, wenn wir Wasser erwärmen. Und wenn Wasser verdunstet, dann bleibt der gesamte darin gelöste Kalk zurück.
Kalkstein löst sich in Wasser
Doch woher kommen die unterschiedlichen Kalk-Konzentrationen bzw. Wasserhärten? All unser Wasser hat seinen Ursprung im Regen. Er fällt auf unseren Boden und versickert. Je mehr Kalzium- und Magnesium-haltige Gesteine sich im Boden befinden und je länger der Weg durchs Erdreich dauert, desto mehr Kalk löst sich im Wasser.
Besonders viel Kalzium und Magnesium gibt – der Name sagt es schon – Kalk ab. Dieses Gestein bestimmt die Geologie des Juras und des Unterwallis – entsprechend hoch ist dort die Wasserhärte.
Hartes Gestein, weiches Wasser
Nagelfluh und Mergel sind die Gesteine des Mittellandes und der Voralpen. Es sind keine reinen Gesteinsarten, sondern Mischungen: Mergel besteht hauptsächlich aus Kalk und Ton, Nagefluh aus Geröll, das durch Kalk zusammengehalten wird. Fliesst Wasser durch diese Gesteinsarten, löst sich ebenfalls viel Kalk – wenn auch nicht so viel wie im reinen Kalkstein des Juras.
Kein Kalk ist hingegen in den kristallinen Gesteinen – zum Beispiel Granit und Gneis – der Zentral- und Südalpen vorhanden. Kalk gibt es dort nur in Form von einigen Sedimentablagerungen, die sich dort gebildet haben. Entsprechend weich ist das Wasser der Zentral- und Südalpen: Es ist dort sogar eine Wasserhärte von 1 °fH möglich.