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Elisabethenanlage
Die zentral gelegene Anlage zwischen Bahnhof und Innenstadt hat ein modernes Gesicht erhalten.
Vom Friedhof zum Park
Anfang des 19. Jahrhunderts besassen die Basler Friedhöfe kaum noch Aufnahmekapazität. 1817 wurde deshalb auf der Fläche des ehemaligen Rebgartens der Spitalmatten der Gottesacker St. Elisabethen eröffnet. Er lag innerhalb der Stadtmauern und bot Platz für 1000 Gräber. Um 1860 wurden in Basel die Stadtbefestigung abgetragen und die Stadtgräben aufgefüllt. Auf dem neu gewonnenen Platz zwischen den beiden Bollwerken St. Elisabethen und Aeschen wurde eine Grünanlage errichtet. Mit Eröffnung des Wolfgottesackers gab es auf St. Elisabethen keine Bestattungen mehr. Die Gräberfelder blieben aber noch rund 40 Jahre bestehen. Angelegt wurde der Park durch Basels ersten Stadtgärtner, den aus München stammenden Georg Schuster.
Zeugen einer längst vergangenen Zeit
Im Park erinnern verschiedene Bauwerke an die Vergangenheit. Um 1850 wurden eine Kapelle und ein Totenhaus errichtet. Die Kapelle wurde beim Bau der De Wette-Strasse um 1900 abgerissen. 1901 baute man das De Wette-Schulhaus. Mit der Neugestaltung des Parks wird das ehemalige Totenhaus wieder Teil der Parkanlage. An der südöstlichen Ecke wurde 1905 der Musikpavillon eingeweiht. Der Jugendstilpavillon wurde vor allem als architektonische Bereicherung gesehen, Konzerte fanden hier selten statt. Der Pavillon steht bis heute an dem alten Ort. Das Strassburger Denkmal erinnert an den deutsch-französischen Krieg von 1870. Geschaffen wurde es 1895 vom Elsässer Bildhauer Auguste-Fréderic Bartholdi. Der Brunnen mit Knaben und Gans stand ursprünglich am Centralbahnplatz. Die Gusseisenplastik wurde 1866 erstellt und erst später in die Elisabethenanlage versetzt. Immergrüne Sträucher wie Stechpalmen und Eiben sind die ältesten Pflanzen im Park. Einige Exemplare stammen vermutlich noch aus den Zeiten des Friedhofs. Einer der ältesten Bäume ist eine riesige Blutbuche, die wahrscheinlich um 1900 gepflanzt wurde. Die Elisabethenanlage erfuhr zahlreiche Umgestaltungen und wurde mehr und mehr verkleinert. Zuletzt bei der Neugestaltung des Centralbahnplatzes und dem Bau des unterirdischen Veloparkings 2002. Der Park gilt heute als grüne Insel für Schüler, Passanten und Pendler.