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Frage:
Ich hätte gerne auskunft über eine komplikation, welche eine mir sehr nahestende person nach einer lungenentzündung erleiden musste? Die besagte Person wurde nach der antibiotikabehandlung immer schwächer und schwächer. Die symptome des kribbelns im ganzen körper und auch ihre werte, die nochmals durchgecheckt worden sind, wurden ihr jedoch als normal erklärt. Als ihr das aufstehen gar nicht mehr gelang, wurde die patientin ins spital gefahren und die ärzte fanden rasch heraus, dass in ihrem fall die bakterien begonnen hatten, alles im körper anzugreifen, sei es nun gut oder schlecht. Bei der kranken waren es die nervenhüllen, was zu extrem starken schmerzen führten und so bekam sie antimittel. Diese halfen. Die ärzte konnten ihr jedoch nicht mit bestimmtheit sagen, ob die gefahr nun vorbei sei. Die erkenntnis: im jetzigen zeitpunkt sei keine weitere aktivität dieser zerstörenden bakterien zu erkennen. Was können sie mir dazu sagen bitte? Die patientin ist 40 jahre alt, lebt als vegetarierin und ist gesund. Sie hat als kioskverkäuferin einen anstrengenden job. Könnte eine solche reaktion ganz unerwartet wieder ausbrechen? Wäre es möglich, dass die einnahme eines harmlosen medikamentes erneut solche störungen entfalten? Muss die patientin in zukunft irgendwelche vorsichtsmassnahmen irgendwelcher art treffen? Ich bin ihnen für ihre ausführungen sehr dankbar und grüsse sie freundlich.
Antwort von Christoph Kronauer KD Dr. med.:
Laut Ihren Schilderungen hatte ihre Kollegin eine Lungenentzündung (Pneumonie) mit einer folgenden Blutvergiftung (Sepsis). Dies führte zu einer extremen Schwächung der Patientin, was absolut nichts Aussergewöhnliches ist. Eine "richtige" Lungenentzündung ist eine sehr schwere Erkrankung, die auch zum Tode führen kann. Offenbar wurden auch die Nerven in Mitleidenschaft gezogen, was ebenfalls bekannt ist. Nun zu ihren Fragen:
• eine solche Reaktion kann nicht wieder unerwartet auftreten
• ein harmloses Medikament kann eine solche Reaktion nicht provozieren
• spezielle Vorsichtsmassnahmen sind nicht nötig, ausser dass sich die Patientin jährlich für die Grippe im Herbst impfen soll und alle 5 Jahre die Lungenentzündungsimpfung (Pneumokokken-Impfung) erhalten soll.