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Betagte in stationärer Pflege
Der Anteil betagter Personen in stationärer Pflege ist ein Mass für den Grad der Institutionalisierung der Alterspflege. Der Anteil nimmt ab, wenn Männer und Frauen erst in einem höheren Alter pflegebedürftig werden oder trotz Pflegebedürftigkeit länger mit professioneller und informeller Hilfe zu Hause bleiben können. Der Indikator besitzt angesichts der demografischen Entwicklung eine wachsende Bedeutung.
Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2018 leben im Kanton Luzern 28 Prozent der Hochbetagten (85+ Jahre) in einem Alters- oder Pflegeheim. Wird das Mittel der jüngsten drei Datenjahre 2016 bis 2018 mit dem Mittel der drei Datenjahre 2006 bis 2008 zu Beginn der Referenzperiode verglichen, zeigt sich eine wesentliche Abnahme. Hochbetagte Frauen leben deutlich häufiger in einem Alters- oder Pflegeheim als die gleichaltrigen Männer (2018: Frauen: 32%; Männer: 19%).
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Die rückläufige Entwicklung des Anteils betagter Personen in stationärer Pflege wird positiv beurteilt. Angestrebt wird, dass Betagte oder pflegebedürftige Personen möglichst lange zu Hause in ihrem angestammten Umfeld bleiben können.
Definition
Der Indikator zeigt den Anteil der hochbetagten Personen ab 85 Jahren, die in einem Luzerner Pflegeheim leben, in Prozent der Wohnbevölkerung der gleichen Altersgruppe.
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen