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Im «trockenen» Hirschengraben, einem Teil des Grabens der Stadtbefestigung der Stadt Zürich des 13. Jahrhunderts, wurden auf obrigkeitliche Kosten zur Freude der Bevölkerung Hirsche gehalten. Nachdem 1774 das letzte Wild abgeschossen wurde, deckte man zwischen 1780 und 1790 den Stadtgraben ein und schuf eine Fahrbahn und Fussgänger-Allee. Zwischen dem ehemaligen Ketzerturm (heutige Mühlegasse) und dem Kronentor (Neumarkt) baute die Stadt 1789 entlang der Stadtmauer Scheunen, die an Seiler und andere Handwerker vermietet wurden; daher der heutige Name Seilergraben.
Die beiden Seilerschöpfe auf dem heutigen Grundstück Seilergraben 7 wurden 1837 abgebrochen. An deren Stelle wurde ein Magazingebäude errichtete, das 1854 zum heute noch bestehenden Wohnhaus umgebaut wurde. Die beiden benachbarten Seilerschöpfe auf dem heutigen Grundstück Seilergraben 9 wurden 1854 ebenfalls abgebrochen und durch ein Wohnhaus, ähnlich dem Nachbarhaus jedoch mit Balkon, ersetzt. Dieses wurde im Grundbuch als Haus zum Hirschberg eingetragen. Das Äussere der beiden Häuser hat sich bis heute erhalten. Nach verschiedenen Handänderungen wurde im „Hirschberg“ im Juli 1892 das Restaurant „Barbarossa“ eröffnet. Die Umbenennung in „Hirschberg“ kann nicht genau datiert werden, erfolgte aber spätestens 1938.
1962 war die Aktivitas der Studentenverbindung Helvetia wieder einmal ohne Kneiplokal, da der gemietete Raum wegen Eigenbedarfs des Vermieters verlassen werden musste. Der Wunsch wie die Sektionen in Bern und Lausanne ein eigenes Haus zu besitzen keimte auf. Als man in Erfahrung brachte, dass der "Hirschberg" zum Verkauf stand, musste rasch gehandelt werden. Am 27. Dezember 1962 wurde eine Genossenschaft mit sieben in Zürich wohnhaften Altherren gegründet, um den Kauf, ermöglicht durch grosszügige Darlehen mehrerer Altherren, abwickeln zu können. Ende Oktober 1964 waren alle Umbauarbeiten abgeschlossen, und die Kneipe konnte der Aktivitas übergeben werden.
Heute halten die meisten Zürcher Helveter einen oder mehrere Anteilscheine und bekräftigen damit ihre Verbundenheit mit dem Helveterhaus. So war es stets möglich, die anstehenden Arbeiten zum Erhalt der Substanz des Hauses und zur Anpassung an neue Bedürfnisse und Vorschriften im Restaurant auszuführen. Der letzte grössere Umbau im Restuarant erfolgte 2001.
Quelle: 50 Jahre Helveterhaus, Festschrift von Rudolf Kurth H!, Juni 2014