Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/248

Der Umgang mit einem Wimmelbuch sollte sich am Alter des Kindes orientieren. In erster Linie dienen sie zum Begreifen und Verstehen der Welt. Deswegen werden sie auch in der Sprachförderung eingesetzt. Je nach Alter des Kindes kann man das gleiche Wimmelbuch auf verschiedene Arten anwenden, um die Sprache zu erlernen.
Schon in diesem jungen Alter können Wimmelbücher zur Beschäftigung deines Babys beitragen. Während dieser Phase des Lernens entwickelt sich der erste passive Wortschatz. Das Kind nimmt Informationen auf und beginnt damit, dass Gesprochene mit den Bildern zu verknüpfen. Zeige ihm hierfür ein möglichst grosses Wimmelbuch und suche gut erkennbare Gegenstände oder Lebewesen aus, die du benennst. Erzähle deinem Kind, was du siehst aber überfordere es nicht. Im nächsten Schritt können deine Sätze um Adjektive und Verben erweitert werden. Zum Beispiel: «Da ist ein brauner Hund, der braune Hund bellt!».
In dieser nächsten Stufe des Entdeckens geht es darum, das noch passive Kind, zu ersten eigenen Entdeckungen anzuleiten. Dabei helfen Fragen wie «Wo ist der braune Hund?» oder «Siehst du den schwarzen Kater auf dem Dach?». Das Kind begreift langsam die Beziehungen der Gegenstände zueinander, selbst wenn es sie noch nicht von sich aus benennen kann. Es möchte doch schon zeigen, was es alles versteht. Hierbei erweisen wiederum gross gemalte Wimmelbücher einen hervorragenden Dienst, denn sie ermöglichen dem Kind, auf das Gesuchte zu zeigen.
In der dritten Stufe des Umgangs mit Wimmelbüchern kann die aktive Sprachproduktion des Kindes provoziert werden, wenn es richtig gefragt wird. Hat dein Kind bereits begonnen, selbst zu sprechen und hat Freude daran sich diesbezüglich weiterzuentwickeln, so ändere die Fragetechnik: Statt «Wo ist...?» und «Siehst du…?» stellst du Fragen und zeigst auf das Bild, das beschrieben werden soll: «Wer ist denn das?», «Was kannst du sehen?» oder «Was ist denn da los?». Diese Stufe des ersten Beschreibens und Erfassens von Zusammenhängen wird dein Kind mit grossem Stolz erfüllen. Besonders wenn es irgendwann beginnt, den Spiess umzudrehen und dich zu fragen.
Langsam aber sicher werden die Zusammenhänge spannend. «Warum-Fragen» kommen ins Spiel und führen zu kleinen, selbst entwickelten Geschichten. Die Frage, warum der Mann mit dem grauen Hut im Schnee liegt, findet ihre Antwort in der Bananeschale, die ein kleiner Junge auf dem Weg zur Schule achtlos weggeworfen hat. Die Geschichten werden immer ausführlicher und detaillierter. Dein Kind wird immer tiefer in die Bilder eintauchen und so Details entdecken, die sowohl im selbst als auch dir bisher verborgen waren.
finden diesen Kommentar hilfreich
finden diesen Kommentar nicht hilfreich
Du musst dich anmelden um einen Missbrauch zu melden.
Du musst angemeldet sein, um auf einen Kommentar zu antworten.
Du musst angemeldet sein, um einen neuen Kommentar zu erfassen.
Du bist nicht mit dem Internet verbunden. Stelle bitte sicher, dass du eine funktionierende Verbindung hast um auf der Seite weiter zu navigieren.