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Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit ist eine sehr verbreitete, aber meistens harmlose Infektionskrankheit der Haut, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft. Auslöser sind Viren. Der Name Hand-Fuss-Mund-Krankheit leitet sich von den Symptomen ab: Es entstehen Bläschen auf den Handflächen sowie an den Fusssohlen, daneben bilden sich Entzündungen (Aphthen) im Mund.
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit verläuft in aller Regel harmlos und heilt innerhalb von sieben bis etwa zehn Tagen folgenlos ab. Trotzdem ist sie hoch ansteckend.
Etwa ein bis zwei Wochen, nachdem man sich mit der Hand-Fuss-Mund-Krankheit angesteckt hat, treten erste Symptome auf. Allerdings kann dieser Zeitraum auch deutlich kürzer (wenige Tage) oder länger (mehrere Wochen) ausfallen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen verläuft die Hand-Fuss-Mund-Krankheit oft ganz ohne Beschwerden oder in schwach ausgeprägter Form.
Der Begriff Hand-Fuss-Mund-Krankheit bezeichnet eine akute, sehr ansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft. Bei infizierten Personen bilden sich rote Flecken und mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen im Mund (Aphthen) sowie rötliche Knötchen und Flecken vor allem an den Handflächen und den Fußsohlen. In Europa betrifft die Hand-Fuss-Mund-Krankheit nur ässerst selten Erwachsene!
In Asien (z.B. China, Malaysia, Japan, Taiwan) kommt es immer wieder zu grösseren Ausbrüchen (Epidemien), bei denen mitunter Tausende bis Hunderttausende an der Hand-Fuss-Mund-Krankheit leiden. In diesen Fällen steckt oft das Enterovirus 71 hinter der Erkrankung.
Derzeit entwickeln Forscher einen Impfstoff, der gegen einen wichtigen Erreger der Hand-Fuss-Mund-Krankheit, das Enterovirus 71, im westpazifischen Raum zum Einsatz kommen könnte.
Da es in der Schweiz keine Meldepflicht für die Hand-Fuss-Mund-Krankheit gibt, lassen sich keine sicheren Angaben zur Häufigkeit der Hand-Krankheit machen. Der Kita- und Schulbesuch hängt vom Allgemeinzustand des Kindes ab. Erkrankte Kinder bleiben solange zu Hause, bis sie fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sind.
Schon zwei bis drei Tage, bevor die Hand-Fuss-Mund-Krankheit beginnt, ist der Betroffene für andere ansteckend. Dies gilt auch, solange die Symptome anhalten: Die Person bleibt während dieser Dauer infektiös. Betroffene scheiden die Viren über den Stuhl bis zu mehrere Wochen aus, daher können Patienten sehr lange ansteckend sein.
Die Hand-Mund-Fuss-Krankheit zeigt sich in der Regel an ganz typischen Symptomen. Nach Ablauf der Inkubationszeit von etwa ein bis zwei Wochen treten als erste Symptome allgemeine Beschwerden auf:
Ein bis zwei Tage nach dem Fieberbeginn kommen die typischen Hautveränderungen hinzu. Hierzu zählen:
Nur ein geringer Teil der Infektionen mit der Hand-Fuss-Mund-Krankheit ruft diese Symptome hervor: Bei über 80 Prozent der Betroffenen verläuft die Krankheit ohne Symptome (asymptomatisch) oder nur mit einzelnen der Beschwerden.
Die für die Hand-Fuss-Mund-Krankheit typischen Symptome beeinträchtigen kleine Kinder meist stärker als Erwachsene. Komplikationen treten generell nur sehr selten auf – die Erkrankung heilt fast immer folgenlos aus.
Während einer Schwangerschaft verursachen die meisten Enterovirus-Infektionen nur milde Symptome oder verlaufen asymptomatisch. Auf Grund begrenzter Informationen ist nicht sicher, welche Auswirkungen eine Hand-Fuss-Mundkrankheit auf den Verlauf der Schwangerschaft haben könnte. Tritt die Erkrankung allerdings um den Geburtstermin herum auf, können Schwangere den Virus auf das Neugeborene übertragen.
Der Krankheitsverlauf ist bei den meisten Neugeborenen mild. In seltenen Fällen kann die Infektion aber auf andere Organe wie Leber und Herz übergreifen und möglicherweise zum Tod des Kindes führen. Das Risiko für diesen schweren Krankheitsverlauf ist in den ersten beiden Lebenswochen am höchsten.
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit lösen Viren aus. Verschiedene Erreger kommen als Ursachen infrage. Sie alle gehören zu den sogenannten humanen (menschlichen) Enteroviren. Enteroviren sind weltweit verbreitet und führen vor allem in den Sommermonaten und im Herbst zu einer Ansteckung. Enteroviren kommen nur beim Menschen vor und besiedeln den Darm.
Enteroviren sind relativ umweltresistent, also widerstandsfähig. Sie überleben beispielsweise den Kontakt mit Magensäure (nach Verschlucken). Allerdings reagieren sie empfindlich auf Trockenheit und mässiges Erhitzen bei Temperaturen von etwa 50 Grad Celsius. Anhand bestimmter Eigenschaften unterteilen Wissenschaftler die humanen Enteroviren (HEV) in die Gruppen A bis D.
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit wird meist durch eines der folgenden Viren aus der Gruppe A der Enteroviren verursacht:
Häufigste Ursache der Hand-Fuss-Mund-Krankheit ist eine Infektion mit dem Coxsackievirus A16, gefolgt von A6 und A10.
Sie zählen zur Familie der Picornaviren. Picornaviren sind die kleinsten bekannten Viren, die als Erbsubstanz RNA (Ribonukleinsäure) enthalten. Picornaviren haben einen Durchmesser von etwa 20 bis 30 Nanometern (1 Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter).
Für die Hand-Fuss-Mund-Krankheit kommen als Ursachen verschiedene Infektionswege infrage:
Der Inhalt der Bläschen, die sich während der Erkrankung an Händen, Füssen und im Mund bilden, ist infektiös. Enger Kontakt zu anderen Menschen und mangelnde Hygiene befördern, dass sich die Infektion – meist über die Hände – verbreitet.
Bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit beträgt die Inkubationszeit (d.h. die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome) im Mittel 7 bis 14 Tage (2 bis 35 Tage sind möglich).
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit führt zu recht charakteristischen Symptomen, anhand derer ein Arzt die Diagnose vergleichsweise einfach stellen kann.
In seltenen Fällen ist es nötig, den Verdacht auf Hand-Fuss-Mund-Krankheit zu sichern. Als Körperproben eignen sich hierzu zum Beispiel Stuhl, Liquor (Nervenwasser), Rachenspülwasser und Abstriche der Bindehaut des Auges.
Folgende Verfahren kommen infrage:
Nicht geeignet ist der Antikörpernachweis.
Neben der Hand-Fuss-Mund-Krankheit können auch andere Krankheiten zu Entzündungen im Mund führen, die ähnliche Symptome verursachen. Dazu zählen:
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit macht bei Menschen meist keine Therapie erforderlich: Wenn überhaupt Anzeichen einer Infektion auftreten, klingen sie auch ohne Behandlung nach wenigen Tagen wieder ab. Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit heilt folgenlos aus. Hinzu kommt, dass bisher keine Therapie zur Verfügung steht, die gegen die ursächlichen Viren wirksam wäre.
In manchen Fällen möchten die Betroffenen die Beschwerden aktiv angehen: Der Juckreiz lässt sich mit Medikamenten lindern und das Fieber durch entsprechende Wirkstoffe wie etwa Paracetamol senken. Wenn die Entzündungen im Mund (Aphthen) schmerzen, helfen Tinkturen, die man auftupft oder mit denen man den Mund spült. Hierzu eignen sich auch pflanzlichen Mittel, die zum Beispiel Kamille, Salbei oder Thymian enthalten.
Wichtig ist, dass Kinder trotz der Schmerzen im Mund ausreichend trinken!
In seltenen Fällen entstehen ausgedehntere Entzündungen im Mund. Dann kann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein, sofern Bakterien an der Entzündung beteiligt sind. Gegen Viren helfen Antibiotika nicht.
Bei Verdacht sollte ein Arzt beurteilen, ob es sich tatsächlich um die Hand-Mund-Fuss-Krankheit handelt oder ob eine andere Krankheit hinter den Symptomen steckt.
Oft macht sich eine Infektion mit der Hand-Fuss-Mund-Krankheit beziehungsweise mit den Viren, die sie auslösen, gar nicht bemerkbar. Kommt es zu einer sichtbaren Infektion, zeigt die Hand-Fuss-Mund-Krankheit in den meisten Fällen einen harmlosen Verlauf. Komplikationen treten nur sehr selten auf.
Wer einmal an der Hand-Fuss-Mund-Krankheit erkrankt war, behält für die auslösende Virusart einen relativ dauerhaften Schutz (Immunität).
Mögliche Komplikationen betreffen zumeist jüngere Kinder. Zu diesen sehr seltenen Komplikationen zählen:
Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit verläuft in der Regel ohne Komplikationen und klingt von selbst wieder ab. Da die Symptome, die im Verlauf auftreten, sehr unangenehm und störend sein können, empfiehlt es sich, der Hand-Fuss-Mund-Krankheit so weit wie möglich vorzubeugen.
Durch konsequente Hygienemassnahmen können Sie verhindern, dass sich die Virusinfektion ausbreitet.
Hygiene-Tipps:
Wer diese Tipps beherzigt, kann das Risiko für die Hand-Fuss-Mund-Krankheit deutlich reduzieren!