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Robert Schumann (1810 – 1856)
Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1
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Frédéric Chopin (1810 – 1849)
Ballade Nr. 2 F-Dur op. 38 (Robert Schumann gewidmet)
3 Mazurkas op. 59
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Robert Schumann
Streichquartett F-Dur op. 41 Nr. 2
Mit seinem umfangreichen Klavierwerk und seinem Liedschaffen, mit seiner ungemein vielfältigen Kammermusik und seinen Sinfonien zählt Robert Schumann zu den Grossmeistern der deutschen Romantik.
Vielleicht gebührt Robert Schumann sogar die Ehre, unter den grossen Romantikern der «romantischste» gewesen zu sein, zumal ihn seine umfassende musikalisch-literarische Doppelbegabung nachgerade dazu prädestinierte. Er war ein genialer Meister der Töne und ein ebenso brillanter Meister der Sprache, wovon nicht zuletzt die von ihm 1834 in Leipzig gegründete «Neue Zeitschrift für Musik» zeugt, worin er in grossen, zuweilen betont angriffig formulierten Aufsätzen gegen Verfallserscheinungen im damaligen Musikleben Stellung bezog und junge, neu zu entdeckende Komponisten – Brahms und Chopin vor allem – mit begeisterten Worten herzlich willkommen hiess.
Mit dem Komponieren hielt es Schumann speziell: Er hatte nämlich die Eigenart, zu gewissen Zeiten fast ausschliesslich nur Werke für eine bestimmte Gattung zu schreiben. Das heisst, bis 1839 schrieb er praktisch nur Klavierwerke, Werke also für sein ureigenes Instrument. Denn eigentlich hatte er eine Pianistenkarriere angestrebt. Damals entstanden die berühmten grossen Schumann-Klavierzyklen. 1840 wurde zum Liederjahr – allein in diesem Jahr (auch das Jahr seiner Eheschliessung mit Clara Wieck) komponierte Schumann gegen 150 Lieder. Fast jeden zweiten Tag ein neues. 1842 ging als Kammermusikjahr in die Musikgeschichte ein – ein Jahr von fast überbordender Kreativität mit dem Klavierquartett op. 47, dem Klavierquintett op. 43 sowie den drei Streichquartetten op. 41. In einem zweiten «Kammermusik-Schub» 1849 entstanden zudem das Adagio und Allegro op. 70 sowie die fünf Stücke im Volkston op. 102 und 1851 zwei der drei Violinsonaten.
Bei dieser Fülle an Kammermusik, an Klavierwerken und Liedern war es nachgerade zu erwarten, dass einige davon bald zu grösster Popularität gelangten und andere in der Folge ein bisschen das Nachsehen hatten. Eine Tatsache, welche das Schumann-Bild über Jahrzehnte geprägt hat und zum Teil noch bis in unsere Tage nachwirkt. Um nur ein einziges Beispiel anzuführen: Wer hat Schumanns dritte Violinsonate schon mal live im Konzert gehört? Auf dem Pilatus wird sie erklingen, und mit ihr einige der beliebtesten und berühmtesten Kammermusikwerke Schumanns. Aber auch einige der weniger bekannten, nicht gleichermassen populär gewordenen – etwa die Klaviersonate Nr. 3, die späten «Gesänge der Frühe» oder der «Kerner»-Liederzyklus. Dass diese Werke weniger bedeutsam seien, wie uns die Musikwissenschaft jahrzehntelang glauben hiess, hat sich längst als ein Fehlurteil erwiesen. Viel eher ist es so, dass es nicht nur den einen Schumann, sondern viele zum Teil einander sogar widersprechende Facetten in Schumanns musikalischer Persönlichkeit zu entdecken gibt.
Auf dem Pilatus bietet sich dazu eine einzigartige Gelegenheit. An drei aufeinanderfolgenden Wochenenden steht in sechs Konzerten – jeweils drei Abendkonzerte am Samstag und drei Matineen am Sonntag – Robert Schumann im Zentrum: ein künstlerisch vielfältiges, erlebnisreiches und zweifellos intensives musikalisches Gipfeltreffen mit dem romantischsten der Romantiker.
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Am folgenden Morgen, 14. Oktober 2018, findet eine Matinee der Reihe «Gipfelwerke auf dem Pilatus» statt.
Mit freundlicher Unterstützung durch Hans & Rita Grüter
Patronat