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Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica soll auch im Brexit-Referendum eine Rolle gespielt haben. Das berichtete der britische «Observer» am Wochenende.
Cambridge Analytica soll eng mit dem kanadischen Datenanalyse-Unternehmen AggregateIQ verbunden sein, das in der Brexit-Kampagne eingesetzt wurde.
Die Brexit-Kampagne des heutigen Aussenministers Boris Johnson hatte 40 Prozent ihres Budgets in die Arbeit von AggregateIQ gesteckt. Einem ehemaligen Brexit-Wahlkämpfer zufolge soll über eine gesonderte Scheinkampagne sogar noch mehr Geld nach Kanada geflossen sein. Die britische Wahlkommission ermittelt, Johnson bestreitet die Vorwürfe.
Dem Whistleblower Christopher Wylie zufolge soll AggregateIQ zeitweise intern als Abteilung von Cambridge Analytica bezeichnet worden sein. Die kanadische Firma streitet das ab.
Cambridge Analytica steht unter dem Verdacht, mit Hilfe von unrechtmässig gesammelten Facebook-Daten Millionen US-Wähler im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflusst zu haben.
(dwi)