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Die Gerüchte hatten sich nach dem Aus von Barcelona im spanischen Supercup verdichtet, nun ist es offiziell: Ernesto Valverde ist nicht mehr Trainer des FC Barcelona. Der 55-Jährige wurde am Montagabend entlassen. Mit Quique Setién haben die Katalanen bereits einen Nachfolger gefunden.
Nicht Xavi, sondern Setién
Der Rauswurf von Valverde überrascht insofern, als dass Barcelona heuer in sämtlichen grossen Wettbewerben noch auf Kurs ist. In der Primera Division liegen die Katalanen punktgleich mit Real Madrid an der Spitze, im Pokal stehen sie im 1/16-Final und in der Champions League im Achtelfinal (gegen Napoli).
Barcelona-Präsident Josep Bartomeu liebäugelte zuletzt mit einer Verpflichtung von Klublegende Xavi. Doch der 39-Jährige, der aktuell in Katar coacht, erteilte «Barça» eine Absage. So ist es nun also Setién, der den Trainerposten übernimmt. Die vorherigen Stationen des 61-Jährigen in Spaniens höchster Liga lauten Las Palmas und Betis Sevilla. Seit Sommer 2019 war Setién arbeitslos. Bei den «Blaugrana» unterschrieb er bis 2022.
Valverde und die verflixte Champions League
Valverde hatte das Traineramt bei Barcelona im Sommer 2017 vom abtretenden Luis Enrique übernommen. In seinen ersten beiden Saisons holte er zweimal die Meisterschaft und je einmal den spanischen Pokal sowie den Supercup.
In der Champions League blieb Valverde jedoch ohne Erfolg. Im Gegenteil: 2018 scheiterte Barcelona im Viertelfinal nach einem 0:3 im Rückspiel an Rom, nachdem man das Hinspiel noch mit 4:1 gewinnen konnte.
Dieselbe Geschichte wiederholte sich ein Jahr später im Halbfinal. Gegen Liverpool reichte «Barça» ein 3:0-Polster nach dem Hinspiel nicht. An der Anfield Road ging Valverdes Team sang- und klanglos mit 0:4 unter.
Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 09.01.2020, 22:06 Uhr