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Einige Bogenschützen schiessen auch heute noch mit traditionellen, handgefertigten Holzbögen, welche sie zum Teil aus einem Stück Holz selber bauen. Beim Bogenbau eignen sich verschiedene Hölzer wie Eibe, Osage Orange (Milchorangenbaum), Robinie, Esche, Hickory (nordamerikanische Birke) oder Ulme.
Solche Bögen wurden seit der Steinzeit und ursprünglich für die Jagd gebaut. Da sie viel eher brechen als die modernen, meist mit Fiberglas laminierten Bögen, werden sie breiter gebaut. Dies verleiht ihnen mehr Stabilität, indem sich die Spannung in der Breite mehr verteilen kann.
Reine Holzbögen haben aus Stabilitätsgründen kein im Griff eingeschnittenes Bogenfenster und meistens auch keine Pfeilauflage. Das heisst, man schiesst damit über den Handrücken um den Griff herum was einen Treffer erschwert. Solche Bögen zu bauen braucht Wissen, Erfahrung und vor allem viel Geschick, Sorgfalt und Geduld.
Der englische Langbogen wurde im Mittelalter hauptsächlich für den Krieg verwendet. Er wurde statt den üblichen Bögen im Querschnitt nicht flach gebaut, sondern rund. Dies hatte zur Folge, dass man mit solchen Bögen die Rüstungen und Schilde von normalen Fusstruppen und sogar gut gefertigte Kettenhemde durchschlagen konnte.
Englische Langbögen werden ausschliesslich aus Eibenholz gebaut, da es wegen der Bauart das einzige wirklich geeignete Holz ist. Das Kernholz von der Eibe ist rötlich/braun und das Splintholz weiss. Da es jedoch ein Weichholz ist, werden die Nocken für die Sehne aus Horn gefertigt, damit sich die Sehne nicht ins Holz einschneidet.
Da die englischen Langbögen für den Krieg meist mit einem sehr hohen Zuggewicht bis zu 150 Pfund gebaut wurden, waren sie aus Stabilitätsgründen meist länger als die gewöhnlichen Jagdbögen. Der Griff eines englischen Langbogens ist nicht steif wie der eines üblichen Bogens, sondern biegt sich im Griff auch etwas mit.
Der Bau eines englischen Langbogens ist einiges anspruchsvoller und schwerer als ein gewöhnlicher Flachbogen.
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