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Plasmatechnologie - Kurzbeschreibung
Bei dem für die Luftaufbereitung benutzten Plasma handelt es sich um ionisiertes Gas, das charakteristisch leuchtet und technisch z.Bsp. in Leuchtstoffröhren zur Lichterzeugung oder im Plasmafernseher zur Bilddarstellung genutzt wird.
Im Bereich der Hygiene wird bereits seit ca. 100 Jahren ein spezielles plasmatechnologisches Konzept, die sogenannte Dielektrisch Behinderte Entladung (nach Werner von Siemens), erfolgreich zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt.
Plasma wird auch als "der vierte Aggregatzustand" bezeichnet. Wird einem Festkörper (erster Aggregatzustand) Energie z.Bsp. in Form von Wärme zugeführt, so schmilzt dieser und wird zu einer Flüssigkeit (zweiter Aggregatzustand). Wird nun die Flüssigkeit weiter erhitzt, so verdampft diese und wird somit in den gasförmigen Zustand (dritter Aggregatzustand) überführt. Wird dem Gas weitere Energie zugeführt, so trennen sich einzelne Elektronen von den Gasatomen und -molekülen. Das Gas wird ionisiert und Elektronen sowie Ionen bewegen sich nun frei in diesem elektrisch leitfähigen Gas. Durch Stösse mit Neutralteilchen kommt es als Folge der Energieumverteilung zu einer Vielzahl molekularer und atomarer Reaktionen, in deren Folge sich eine einzigartige Plasma-Reaktionschemie ausbildet.
Nichtthermisches Plasma (NPT)
Aufgrund der verschiedenen Plasmaverfahren haben sich in der Abluftreinigung die Atmosphärendruck-Plasmaanlagen durchgesetzt.
Gegenüber Konkurrenzlösungen (HEPA-Filter) besteht die wesentliche Innovation darin, dass es sich bei dem Plasma-Luftreinigungssystem um ein aktives Reinigungssystem handelt. Während bei passiven Filterlösungen ein feinporiges Maschensystem lediglich Schwebeteilchen "mechanisch" aus der durchströmenden Luft herausfiltert, werden bei dem Plasma-Luftreinigungssystem unter kontrollierten Bedingungen chemische Gasspezies erzeugt, die aktiv gegen aromatische Verbindungen aber auch Mikroorganismen oder allergene Stoffe wirken.