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Hyman Minsky hat darauf hingedeutet, dass das Geld nicht einfach durch zentrale Behörden geschaffen werde.
Geldschöpfung geschieht, jedes Mal Geschäftsbanken Geld leihen, d.h. Kredit gewähren, weil die Kreditvergabe die Kaufkraft derjenigen erhöht, die das Geld borgen.
Es ist daher die Nachfrage nach Kredit durch die Geschäftsbanken und die privaten Haushalte in der Wirtschaft, die die Geldmenge (money supply) bestimmen.
Geld wird in der Realwirtschaft deswegen als endogen bezeichnet und es ist nicht unabhängig von der Herstellung von Waren und Dienstleistungen.
Das ist die Erkenntnis, die das Herzstück der modernen Geldtheorie (modern money theory) bildet.
Es ist vor diesem Hintergrund aufschlussreich, wie die Deutsche Bundesbank im aktuellen Monatsbericht (April 2017) die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess beschreibt.
Die Kredit- und Geldschöpfung ist das Ergebnis komplexer Interaktionen zwischen Banken, Nichtbanken und Zentralbank, so die Bundesbank.
Und sie erklärt weiter, dass die Fähigkeit der Banken dabei, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, nicht davon abhängt, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen.
Geldmenge und Zentralbankguthaben, Graph: Bundesbank in: Monatsbericht (April 2017)