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Gender
CC/Victor1558
Dem Gender-Ansatz zufolge sind Unterschiede in Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Präferenzen von Frauen und Männern nicht primär biologisch bedingt, sondern das Ergebnis des sozio-kulturellen Einflusses einer Gesellschaft. Im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK hat Gender eine Querschnittsfunktion. Demnach wird bei der Erarbeitung von allen theologischen und ethischen Inhalten sowie bei strukturellen Prozessen im Kirchenbund der Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern eingenommen. Diese Querschnittsfunktion entspricht der Definition des Europarates von Gender Mainstreaming. In der Schweizer Bundesverfassung ist in Artikel 8 Absatz 3 der Auftrag zur Gleichstellung von Frau und Mann fixiert. Auf der 4. Weltfrauenkonferenz von Beijing (1995) wurde ein Aktionsplan erarbeitet, in dem Gender Mainstreaming als zentrale Priorität definiert ist. Die NGO-Koordination post Beijing Schweiz bietet allen, die sich für die Umsetzung des Aktionsplan zur Gleichstellung von Frau und Mann und der Frauenrechtskonvention CEDAW einsetzen, eine Plattform (siehe www.postbeijing.ch).