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Total Bruttobaukosten
|Masseinheit||Franken|
|Rubrik||Baukosten|
|Bahntyp||Lokomotivbahn|
Daten
Kommentar
Die Variable «Bruttobaukosten» entspricht dem totalen Erstehungspreis der im Betrieb befindlichen eigenen Bahn, darunter namentlich die Kosten für Anlagen (Unter-, Ober- und Hochbau usw.) sowie das Rollmaterial. Es handelt sich somit um sämtliche und jährlich kumulierten Investitionen, die in die Bahn getätigt wurden, wobei grundsätzlich darauf hinzuweisen ist, dass die Aufwendungen erst mit der Betriebsaufnahme – also verzögert zur eigentlichen Bauphase – in der Statistik erschienen. Die Baukosten sind ab 1868 durchgehend dokumentiert, allerdings nicht homogen. Probleme werfen insbesondere die Abschreibungen auf, zum einen bei Handänderungen (Wertvernichtung bei Konkurs), zum anderen bei der Verbuchung von Subventionen à fonds perdus.
Bis und mit 1873 zeigte die Statistik die effektiven Bruttobaukosten an. Als Beispiel meldete die Jura Industriel (JI) 1865 konkurs, wobei über 12 Mio. Franken abgeschrieben werden mussten. In der Folge ging die JI für 4.8 Mio. Franken an eine neue Gesellschaft über. In den Statistiken 1868 bis 1873 liess man die ursprünglichen Baukosten von rund 17 Mio. Franken stehen. 1874 jedoch wurden nur noch die Kosten der Nachfolgegesellschaft von 4.8 Mio. Franken eingestellt – anders gesagt: Die Nettobaukosten der neuen Eigentümerin. Dies handhabte die Statistik in der Folge prinzipiell bis 1903 so, wobei jedoch nicht immer transparent ist, welche Beträge von den Bruttobaukosten abgezogen wurden und welche nicht.
1903 wurde neu die Oberkategorie «Baukosten nach Rubriken» eingeführt und – ab 1905 – darin auch die Reihe «Abzüge à fonds perdus und Verluste bei Eigentumswechseln». Hier wurden nun – soweit von der Statistik rekonstruierbar (bei einigen Bahnen standen anfangs Fragezeichen in dieser Kolonne, namentlich bei den SBB) – Bausubventionen à fonds perdus sowie Wertvernichtungen bei Handänderungen festgehalten. Gleichzeitg teilte man das Total der Baukosten in zwei Reihen auf, nämlich in «Gesamte Baukosten» (Bruttobaukosten) und, nach Abzug der Subventionen und Verluste, in «Nettobaukosten» (vgl. auch den Kommentar zur Variable «Bausubventionen»). Ausgehend respektive rückwirkend von der Statistik 1920 haben wir diese Angaben übernommen, das heisst, die ab 1874 vorgenommenen Abzüge wurden – soweit möglich bzw. dokumentiert – den «Gesamten Baukosten» wieder zugerechnet und in der Variable «Bausubventionen» separat abgespeichert. Die digitalisierten Bruttobaukosten stimmen deshalb nicht für alle Bahnen mit denjenigen Werten überein, die die Statistik ab 1874 unter der Rubrik «Gesamte Baukosten» aufführte. Die vorgenommen Mutationen sind jedoch unter Berücksichtung der Variable «Bausubventionen» einfach nachvollziehbar.