Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/112

Schon an diesem von fünf Olympia-Qualifikationsturnieren zeigte sich für die Schweizer Freistilringer, wie schwierig die sieben Startplätze pro Kategorie zu erobern sind. In Minsk (WRuss) schnitt der Willisauer 97-kg-Ringer Rolf Scherrer mit einem siebten Rang am besten ab. Ebenfalls Hoffnungen auf einen Olympia-Startplatz darf sich der Schwingerkönig von 1992, Silvio Rüfenacht (Hasle-Rüegsau), machen. Der Schwergewichtsathlet der Ringerstaffel Sense erreichte wie Scherrer einen überlegenen Sieg sowie eine 1:4-Punkteniederlage und kam damit auf Platz 8.
Für die Olympiaqualifikation zählen die drei besten Resultate der fünf Turniere. Dank einer grossen Teilnehmerzahl in Minsk holten auch Thomas Bucheli (Willisau, 85 kg) als 11. und Robert Eggertswyler (Sense, 76 kg) als 14. einige Klassierungspunkte. Eggertswyler kämpfte zuerst einen Kanadier nieder. Danach verlor er aber gegen einen Griechen nach einer 2:0-Führung in der Verlängerung noch mit 2:3: «Gegen den Kanadier gewann ich in der Verlängerung. Bei der Pause lag ich noch 0:4 zurück. Mein Gegner hatte dann einen Einbruch, und ich glich auf 4:4 aus. In der Verlängerung machte ich den Punkt mit einem Konter.» Gegen den Griechen entschied ebenfalls die Verlängerung: «Ich führte 2:0 und gab darauf leider zwei Punkte ab. So stand es nach 6 Minuten 2:2. Die Vorteile lagen bei mir, weil der Gegner auf dem letzten Zacken kämpfte. Dann hat er mich doch noch mit einem Beinangriff zum 2:3 erwischt.» Hätte Eggertswyler diesen Kampf gewonnen, wäre er mindestens Sechster geworden. Die ersten sieben aus fünf Turnieren gehen nach Sydney: «Das wäre ein guter erster Schritt gewesen», meinte er enttäuscht.