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Ein ehemaliger Mitarbeiter von Microsoft wurde in den USA zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er den Konzern um mehr als 10 Millionen Dollar betrogen hatte. Der Angeklagte wurde bei allen der 18 ihm zur Last gelegten Vergehen für schuldig befunden, darunter Geldwäscherei, "Zugang zu einem geschützten Computer zur Förderung von Betrug" und Überweisungsbetrug. Dies teilt das amerikanische Justizministerium mit.
Der Verurteilte arbeitet zunächst als Contractor und wurde 2016 von Microsoft angestellt. Dabei war er Mitglied eines Testing-Teams für Microsofts Online-Shop gewesen. Das Team hatte laut 'The Register' die Aufgabe sicherzustellen, dass der Kaufprozess reibungslos verläuft, und war in der Lage, Konten für Testzwecke einzurichten. Diese Konten hätten Microsofts Betrugsprüfungen umgangen, da sie nur zu Testzwecken dienten.
Die Lieferung von physischen Waren sei zwar blockiert gewesen. Aber Microsoft "hatte nicht damit gerechnet, dass Tester Testkäufe von digitaler Währung tätigen würden (…) und daher wurden keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen", heisst es in einer Mitteilung des US-Justizministeriums.
Im Juni 2018 wurde der Angestellte entlassen, nachdem das Unternehmen seine Diebstahl-Aktionen entdeckt habe.
Der ehemalige Angestellte habe über die Testkonten Geschenkgutscheine gestohlen. Diese habe er dann im Internet weiterverkauft. Mit dem Geld habe er sich unter anderem ein Haus im Wert von 1,6 Millionen Dollar und einen 160'000 Dollar teuren Tesla gekauft.
Der Verurteilte habe für seine Aktionen drei Test-E-Mail-Konten verwendet, die mit anderen Mitarbeitern in Verbindung gestanden hätten. So habe er versucht, zu verhindern, dass die Diebstähle auf ihn zurückverfolgt werden können. "Von seinem Arbeitgeber zu stehlen ist schlimm genug, aber zu stehlen und den Anschein zu erwecken, dass seine Kollegen schuld sind, vergrössert den Schaden über Dollar und Cent hinaus", wird United States Attorney Brian Moran in der Mitteilung zitiert.
Über einen Bitcoin-"Mixing"-Service habe der ehemalige Angestellte weiter versucht, die Quelle des Geldes, das auf seine Konten floss, zu verbergen. Über einen Zeitraum von sieben Monaten seien etwa 2,8 Millionen Dollar an Bitcoin auf seine Bank- und Investitionskonten überwiesen worden, berichtet 'ZDnet'. Diese Beträge seien als Geschenke eines Verwandten in seiner Steuererklärung eingetragen worden.