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Trotz der dramatischen Finanzlage gelingt es Griechenland in den ersten sieben Monaten des Jahres, das Haushaltsdefizit markant zu drücken.
Trotz der dramatischen Finanzlage ist es Griechenland in den ersten sieben Monaten des Jahres gelungen, sein Haushaltsdefizit auf 3,07 Milliarden Euro zu drücken.
Ziel des Sparpakts war es, das primäre Defizit - also noch ohne Berücksichtigung der Zinsen, die Athen für seine Schulden aufbringen muss - auf 4,53 Milliarden Euro zu senken. Dies teilte das griechische Finanzministerium mit. Griechenland hofft, die nächste Tranche der Notkredite der internationalen Helfer zu bekommen, die an die Erfüllung von Sparauflagen gekoppelt sind.
Wie ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa sagte, hoffe Athen, «wenn alles gut läuft», Ende des Jahres erstmals einen «wenn auch kleinen» primären Überschuss zu erzielen. Damit würden die Einnahmen die Staatsausgaben übertreffen. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes steht dagegen noch in weiter Ferne.
Die Ergebnisse dieser ersten vorläufigen Bilanz des Jahres 2012 würden nach Schätzungen des Finanzministeriums besser ausfallen, wenn die griechische Wirtschaft nicht wegen der harten Sparmassnahmen weiter schrumpfen würde. Die erwarteten Einnahmen erreichten 25,85 Milliarden Euro. Ziel war es, 28,08 Milliarden Euro zu kassieren, hiess es weiter.
Die Bilanz solle in der zweiten Jahreshälfte besser ausfallen. Athen hofft auf erhöhte Einnahmen durch eine Sondersteuer auf Immobilien und andere Abgaben, die ab August in die Staatskassen fliessen sollen. Zudem werden Einnahmen durch EU-Zuschüsse sowie die Erfassung der Steuerhinterziehung erwartet, hiess es.
(chb/awp)