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Der bevorstehende Winter verspricht, energietechnisch angespannt zu werden, mit höheren Rechnungen, Energiesparmassnahmen und dem Risiko einer Strommangellage. Hier sind zehn Tipps, wie Sie Ihre Kosten senken und sich gleichzeitig an den kollektiven Bemühungen um einen sparsamen Energieverbrauch beteiligen können.
1. Schätzen Sie das Einsparpotenzial ab
Um eine detaillierte Schätzung Ihres Energieverbrauchs zu erhalten, helfen Ihnen die Rechnung Ihres Energieversorgers einen relativ genauen Überblick zu bekommen. Sie wird Ihnen aber nicht erlauben, die Energie- bzw. Kosteneinsparungen abzuschätzen, die Sie durch eine Senkung Ihres Verbrauchs erzielen könnten. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche Online-Rechner wie die von EnergieSchweiz. Diese Tools werden Ihnen eine gute Hilfe sein, um herauszufinden, wo Ihr Unternehmen steht. Wie energieeffizient ist es? Oder ist es im Gegenteil sehr energieintensiv? Wie viel Geld könnten Sie jeden Monat sparen?
2. Erstellen Sie eine Charta für gutes Verhalten im Umgang mit Energie
Das Verfassen einer Energie-Charta hilft Ihnen dabei, Ihre Mitarbeitenden an die richtigen Verhaltensweisen im Arbeitsalltag zu erinnern. Sobald Sie diese verfasst haben, können Sie sie an bestimmten Stellen in Ihrem Büro aufhängen oder per E-Mail an alle Ihre Mitarbeitenden schicken. Das Ziel ist, die guten Reflexe, die man im Büro haben sollte, in den Vordergrund zu stellen. Sei es, dass man seinen Computer und Drucker am Ende des Tages herunterfährt, das Licht ausschaltet, wenn man einen Raum verlässt, oder auch, dass man im Winter nicht den ganzen Tag die Fenster offen lässt und gleichzeitig heizt.
3. Motivieren Sie Ihre Mitarbeitenden zum Energiesparen
Damit Ihr Vorgehen von allen Ihren Mitarbeitenden akzeptiert wird, kann es hilfreich sein, eine kurze Sitzung zu organisieren, in der Sie sie an den Sinn Ihres Anliegens und das gesetzte Ziel, den Energieverbrauch des Unternehmens zu senken, erinnern. Während dieser Sitzung können Sie auch betonen, dass in Zeiten der Energiekrise und der allgemeinen Inflation auch die Unternehmen ihren Beitrag leisten müssen. Und dass diese Bemühungen um Sparsamkeit daher auch im Kampf gegen den Klimawandel hilfreich sind. Ihre Mitarbeitenden zu motivieren ist der beste Weg, sie einzubeziehen.
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4. Schalten Sie die Geräte am Ende des Tages aus
Ein ausgeschaltetes Gerät verbraucht keine Energie. Das klingt logisch, aber in vielen Unternehmen besteht immer noch der Reflex, den Computer, den Drucker oder sogar die Kaffeemaschine im Standby-Modus zu lassen, wenn man das Büro verlässt. Verschiedenen Schätzungen zufolge würde es bereits etwa 11% Strom sparen, wenn man die Geräte nicht mehr im Standby-Modus belässt. Sie können beispielsweise eine Regel einführen, dass die letzte Person, die das Büro verlässt, dafür verantwortlich ist, einen Rundgang zu machen und alle Geräte und Lichter auszuschalten.
5. Passen Sie die Temperatur Ihrer Büros an
Die Temperatur in Büros auf 19 Grad zu begrenzen, wird allmählich zur Norm. Um herauszufinden, wie warm es in Ihren Räumen derzeit ist, können Sie kleine Thermometer kaufen, die Ihnen die jeweilige Raumtemperatur anzeigen. Wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken, können Sie Ihren Energieverbrauch bereits um 6% reduzieren. Mitarbeitenden, die sich dagegen aussprechen, können Sie vorschlagen, an kalten Wintertagen einen warmen Pullover zu tragen. Das bedeutet natürlich, dass Sie in Bezug auf den Dresscode im Unternehmen flexibler sein müssen. Vielleicht kann diesen Winter der Rollkragenpullover das Hemd ersetzen. Und schliesslich können Sie, auch wenn dies relativ kostspielig ist, in Erwägung ziehen, Ihre Fenster durch dreifach verglaste Modelle zu ersetzen. Diese werden Ihre Räumlichkeiten besser isolieren und Ihre Investition sollte sich schnell bezahlt machen.
6. Optimieren Sie Ihre Lichtquellen
Um nicht zu viel Strom zu verbrauchen, kann es hilfreich sein, die Beleuchtung in Ihrem Büro zu optimieren. Beginnen Sie damit, alle alten Glühbirnen durch LED-Modelle der neuesten Generation zu ersetzen, die viel weniger Strom verbrauchen. Denken Sie auch daran, dem natürlichen Licht so viel Raum wie möglich zu geben, indem Sie die Storen hochziehen und die Vorhänge öffnen. Eine weitere sinnvolle Massnahme ist die Installation von Anwesenheitssensoren, die das Licht nur dann einschalten, wenn sich Mitarbeitende in der Nähe befinden.
7. Fördern Sie die Arbeit in Teams
Teamarbeit fördert nicht nur die Entwicklung neuer Ideen und den Teamgeist, sondern macht auch Büroräume im Unternehmen frei. Diese sind nun unbesetzt und müssen nicht mehr beleuchtet oder beheizt werden. Diese Neugestaltung der Arbeitsweise lässt sich jedoch nicht von heute auf morgen improvisieren. Die Zusammenarbeit muss gut durchdacht und die Teams sorgfältig zusammengestellt werden.
8. Aktualisieren Sie Ihre Geräte
Wenn Sie sich einer gewissen Energieeffizienz annähern wollen, ist es wichtig, dass Sie sich für energieeffiziente Geräte entscheiden. Computer, Kaffeemaschinen, Drucker, Mikrowellen, Wasserkocher und Kühlschränke sollten Geräte mit geringem Stromverbrauch sein. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen Sie diese Geräte innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums ersetzen, um Ihr Ziel, den Stromverbrauch zu senken, zu erreichen. Um die richtige Wahl zu treffen, sollten Sie auf das Energieetikett achten. Diese Kennzeichnung gibt Auskunft über den Energieverbrauch und die Eigenschaften jedes Produkts.
9. Drucken Sie nur die notwendigen Dokumente aus
In jedem Unternehmen ist der Drucker ein Posten, der viel Strom und vor allem Papier verbraucht. Um diesen Verbrauch zu begrenzen, sollten Sie zunächst dafür sorgen, dass die Mitarbeitenden nur dann Dokumente ausdrucken, wenn dies notwendig ist. Ausserdem können Sie das Drucken auf Duplex einstellen, um den Papierverbrauch zu senken. Das schützt die Umwelt und senkt gleichzeitig den Stromverbrauch Ihres Druckers.
10. Ordnen Sie Ihr E-Mail-Postfach
Es ist ein oft übersehener Punkt, aber eine Mailbox mit Tausenden von E-Mails verbraucht mehr Strom. Um zu verhindern, dass sich Dateien auf den Computern ansammeln, wird dringend empfohlen, nicht mehr benötigte Nachrichten zu löschen. Darüber hinaus ist es auch ratsam, das Versenden von zu grossen Anhängen zu vermeiden. Durch die Komprimierung einer Datei oder das Versenden eines Hyperlinks lässt sich Ihr Energieverbrauch oftmals einschränken. Um schliesslich das Versenden unnötiger Nachrichten zu vermeiden, können Sie die Mitarbeitenden dazu anhalten, einander anzurufen oder in das Büro der betreffenden Person zu gehen, um sich mündlich statt elektronisch auszutauschen.
Mit diesen verschiedenen Tipps sollten Sie Ihre monatliche Stromrechnung senken können und stellen gleichzeitig Ihr Bemühen um Nachhaltigkeit unter Beweis. Wenn Sie von Anfang an eine klare Strategie verfolgen, wird es Ihnen sicherlich nicht schwerfallen, Ihre Mitarbeitenden zu motivieren, die verschiedenen Empfehlungen zu befolgen. Es handelt sich dabei ja oftmals um kleine, einfache Gesten im Alltag.