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Johnson Matthey veröffentlicht "PLATIN 2009"- Zwischenbericht
London, November 17 (ots/PRNewswire) -
PLATIN
ÜBERSCHUSS IM PLATINMARKT VON 4,3 TONNEN IM JAHR 2009 ERWARTET
Laut der heutigen Veröffentlichung des "PLATIN 2009 INTERIM REVIEW" (Zwischenbericht) von Johnson Mattheys wird erwartet, dass im Jahr 2009 der weltweite Nettobedarf nach Platin um 4,4 Prozent auf 184,0 Tonnen sinken wird. Der Bruttobedarf an Platin wird aufgrund von Einschnitten in der Fahrzeugproduktion in den meisten Regionen um ein Drittel auf 77,2 Tonnen abnehmen. Der Industriebedarf wird aufgrund gedämpfter Nachfrage der Verbraucher und Lagerabbau von Produkten und Materialien in den meisten Bereichen sinken. Es wird erwartet, dass der niedrigere Preis für Platin die Nachfrage im Bereich Schmuck und im Realinvestitionssektor ankurbeln wird, auf jeweils 76,2 Tonnen und 19,6 Tonnen. Voraussichtlich wird das Platinangebot trotz zugrunde liegender Minenproduktion um 3,4 Tonnen auf 188,3 Tonnen ansteigen. Als Folge dessen wird erwartet, dass der Platinmarkt im Jahr 2009 einen Überschuss von 4,3 Tonnen aufweisen wird.
PLATINANGEBOT WIRD UM 1,9 PROZENT AUF 188,3 TONNEN ZUNEHMEN
Es wird erwartet, dass das weltweite Platinangebot um 3,4 Tonnen auf insgesamt 188,3 Tonnen ansteigen wird. In Südafrika hat eine Mischung aus Sicherheitsproblemen, Schachtschliessungen und Brancheninstabilität zu einem Rückgang des Erzabbaus von mehreren Tonnen geführt. Der Verkauf von zusätzlichem Metall aus gereinigten Vorräten wird jedoch zu einem Anstieg des Angebots um 6,5 Tonnen auf 146,9 Tonnen im Jahr 2009 führen. Das Platinangebot aus Nordamerika und Russland wird jeweils auf 7,9 Tonnen und 23, 2 Tonnen zurückgehen.
DER BEDARF AN PLATIN FÜR FAHRZEUGKATALYSATOREN WIRD UM EIN DRITTEL AUF 77,2 TONNEN SINKEN
Der Bruttobedarf an Platin für Fahrzeugkatalysatoren wird im Jahr 2009 voraussichtlich um 33 Prozent auf ungefähr 77,2 Tonnen sinken. Der Bedarf des europäischen Marktes an Platin für Fahrzeugkatalysatoren wird um 45,7 Prozent bzw. um 28,0 Tonnen auf 33,3 Tonnen sinken. Der starke Rückgang in der Fahrzeugproduktion löste durch einen kurzfristigen Rückgang im Marktanteil für Diesel-Pkws verschärfte Auswirkungen auf die Nachfrage aus. Die Nachfrage wird in Japan, Nordamerika und im Rest der Welt entsprechend dem Rückgang der Produktionsvolumen von Fahrzeugen in allen Regionen sinken. Der Bedarf an Platin für Fahrzeugkatalysatoren wird in China aufgrund der guten Ergebnisse der dortigen Automobilbranche ansteigen.
NETTOBEDARF FÜR SCHMUCK WIRD AUFGRUND VON ANKÄUFEN AUS CHINA AUF REKORDNIVEAU UM FAST 80 PROZENT AUF JÄHRLICH 76,2 TONNEN STEIGEN
Der niedrigere Platinpreis hat die Nachfrage in der chinesischen Schmuckbranche wieder entfacht und ermutigte die Branche vor allem in der ersten Hälfte des Jahres 2009 ihre Vorräte aufzufüllen und weiter auszubauen. Verbesserte Profitmargen haben neue Hersteller und Wiederverkäufer in die Platinschmuckbranche gelockt und niedrigere Verkaufspreise haben die Konsumenteneinkäufe erhöht. Aufgrund dessen wird erwartet, dass die Nachfrage in China im Jahr 2009 um 28,1 Tonnen auf ein Rekordniveau von 54,5 Tonnen ansteigen wird. Der Nettobedarf der Schmuckbranche an Platin in Japan ist gestiegen, da der tiefe Platinpreis der für Abfall bezahlt wird, die Wiederverwertungsumsätze von gebrauchtem Schmuck drückte. Die Nachfrage von Schmuckhändlern aus Europa und den USA ist aufgrund des Einflusses der Rezession auf den Endkundenabsatz gesunken.
PLATIN WIRD VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN 1.280 $ UND 1.550 $ WÄHREND DER NÄCHSTEN SECHS MONATE GEHANDELT WERDEN
Sowie sich die weltweite Wirtschaft erholt, wird es im Jahr 2010 auch zu einer leichten Erholung der Nachfrage an Platin in der Fahrzeugbranche und der Industrie führen. Doch es ist nicht zu erwarten, dass das Angebot in gleicher Weise steigen wird, sodass es zu einem moderaten Defizit auf dem Markt kommen kann. Diese positiven Grundlagen werden den Platinpreis fördern. Ein Grossteil des Preisanstiegs der letzten zwölf Monate entstand durch einen schwachen Dollar, einen starken Goldpreis und durch ein wachsendes Interesse von Seiten der Investoren. Wenn es weiterhin bei dieser Entwicklung bleibt, dann wird der Handelspreis bis zu 1.550 $ während der nächsten sechs Monate betragen. Sollte allerdings der Dollar stärker werden oder der Goldpreis fallen, dann könnte der Platinpreis während des gleichen Zeitraums auf bis zu 1.280 $ fallen.
PALLADIUM
ÜBERSCHUSS IM PALLADIUMMARKT VON 20,4 TONNEN IM JAHR 2009 ERWARTET
Laut Johnson Matthey wird erwartet, dass der weltweite Nettobedarf an Palladium in diesem Jahr um 3,8 Prozent auf 202,8 Tonnen zurückgehen wird. Die Nachfrage nach Palladium für Fahrzeugkatalysatoren wird durch eine zurückgegangene Nutzfahrzeugherstellung in den meisten Regionen gedrückt. Die Ankäufe in den Bereichen Elektronik, Zahntechnik und Chemie werden aufgrund der Auswirkungen der wirtschaftlichen Abkühlung ebenfalls sinken. Durch den niedrigen Palladiumpreis wird allerdings die Nachfrage in den Bereichen Realinvestitionen und Schmuck leicht ansteigen. Voraussichtlich wird das gesamte Palladiumangebot, eingeschlossen der Verkauf von 30 Tonnen aus russischen Staatsbeständen, um 1,8 Prozent auf 223,2 Tonnen fallen. Daher wird im Jahr 2009 mit einem Überschuss von 20,4 Tonnen auf dem Palladiummarkt gerechnet.
GESAMTANGEBOT VON PALLADIUM WIRD VORAUSSICHTLICH AUF 223,2 TONNEN SINKEN
Es wird erwartet, dass das weltweite Palladiumangebot um 4,1 Tonnen auf insgesamt 223,2 Tonnen im Jahr 2009 schrumpfen wird. Verkäufe aus der Primärproduktion in Nordamerika und Russland werden abnehmen. Voraussichtlich werden die Palladiumverkäufe aus südafrikanischer Produktion zunehmen, trotz einer Abnahme der zugrunde liegenden Produktion von Palladium-Konzentrat. Es wird erwartet, dass die Verkäufe von Palladium aus den Resten der russischen Staatsbestände, die vor kurzem in die Schweiz versandt wurden, weitere 30 Tonnen zum Angebot beitragen.
VORRAUSSICHTLICHER BRUTTOBEDARF AN PALLADIUM FÜR FAHRZEUGKATALYSATOREN WIRD WAHRSCHEINLICH TROTZ STABILER ERGEBNISSE IN CHINA UND EUROPA AUF 121,1 TONNEN SINKEN
Es wird erwartet, dass im Jahr 2009 der Bruttobedarf an Palladium für den Einsatz in Fahrzeugkatalysatoren um 12,7 Prozent auf 121,1 Tonnen sinken wird. Entsprechend dem Rückgang in der Nutzfahrzeugproduktion wird der Bedarf in Japan, Nordamerika und im Rest der Welt zurückgehen. Das starke Wachstum im Bereich der Privatfahrzeuge wird in diesem Jahr mit aller Wahrscheinlichkeit den Bedarf in China um ungefähr 4,2 Tonnen steigern. Es wird erwartet, dass der Bedarf in Europa nur geringfügig nachlassen wird, da Palladium durch einen kurzfristigen Anstieg des Marktanteils von Benzinmotoren und der kontinuierlichen Einführung in Dieselabgas-Nachbehandlung profitiert.
NETTOBEDARF AN PALLADIUM FÜR SCHMUCK WIRD UM 28,6 TONNEN ANSTEIGEN
Es wird erwartet, dass im Jahr 2009 der Nettobedarf an Palladium im Schmuckbereich in allen Gebieten zunehmen wird. Palladium wird mehr und mehr als Schmuckmetall in Europa und in Nordamerika eingesetzt. Es scheint, dass sich der Schmuckmarkt in China stabilisiert hat und der Bedarf auf 21,1 Tonnen steigen wird sowie die Wiederverwertungsraten sinken.
PALLADIUM WIRD VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN 290 $ UND 390 $ WÄHREND DER NÄCHSTEN SECHS MONATE GEHANDELT WERDEN
Der Überschuss auf dem Palladiummarkt hat den Preis über die letzten Jahre belastet. Investoren scheinen sich dieses Ungleichgewichts zwischen Bedarf und momentaner Minenproduktion bewusst zu sein und sind langfristig bezüglich des Palladiumpreises optimistisch. Der Bedarf an Palladium wird aufgrund der Erholung der Fahrzeugherstellungsvolumen steigen und wenn die Fonds weiter investieren, könnte der Palladiumpreis während der nächsten sechs Monate auf 390 $ ansteigen. Doch jegliche Schwächen beim Gold- oder Platinpreis oder eine Stärkung des Dollars kann den Preis negativ beeinflussen und dies kann dazu führen, dass der Handelspreis für Palladium während des gleichen Zeitraums auf 290 $ sinkt.
Für Hintergrundinformationen über Johnson Matthey siehe http://www.matthey.com und über den Platinum 2009 Interim Review"-( Zwischenbericht) siehe http://www.platinum.matthey.com/uploaded_files /press_release_background.pdf
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David Jollie +44(0)7967-278020
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ots Originaltext: Johnson Matthey
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