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Ein spanisches Dorf hat sich den Namen «Castrillo Mota de Judios» verliehen – zu deutsch Judenhügel. Bisher trug der Ort den weitaus weniger hübschen Namen Castrillo Matajudos: «Castrillo Tötet Juden». Am Sonntag stimmte nun die Mehrheit der 56 Einwohner (ganze 29) für die Abschaffung des Namens.
Der Bürgermeister hatte seine politische Zukunft von dem Votum abhängig gemacht: Sollten die 56 Einwohner nicht mehrheitlich für die Namensänderung stimmen, werde er abtreten. Das Dorf wurde von Juden gegründet, die dann 1492 von der Inquisition vertrieben wurden. Experten vermuten, die zum Katholizismus konvertierten Nachfahren der Juden wollten mit dem Namen ein Zeugnis ihrer neuen Glaubensstärke ablegen. (rey/sda)