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Champagne Bollinger
Seit dem 17. Jahrhundert in der Champagne
Die Bollinger-Produkte finden Sie im Online-Shop
Die Anwesenheit der Familie Bollinger auf dem Terroir der Champagne lässt sich über die Linie der Villermont bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu ihrem Besitz gehörten damals schon die Rebberge von Aÿ und Cuis. Deshalb lag es nahe, dassJacques Bollinger und Athanase de Villermont ihr Champagnerhaus 1829 in Aÿ, der «Hauptstadt» der grossen Champagnerweine, gründeten.
Um die Qualität des Traubengutes kontrollieren zu können, hat Champagne Bollinger, Weinhändler und Winzer in einem, sein Weingut im Laufe der Generationen um hervorragende Rebparzellen erweitert. Hierzu erwarb die Familie Rebberge in den besten Terroirs der Champagne, in Aÿ, Louvois, Bouzy, Tauxières, Verzenay, Grauves und Bisseuil. Die Akquisitionen in Champvoisy und Passy-Grigny stammen gerade mal aus den siebziger Jahren. In jüngster Zeit wurden Rebberge in Vertus und Epernay dazugekauft. Mit der Vergrösserung des Rebbergs konnte Champagne Bollinger seine Produktion stetig erweitern und das anspruchsvolle Niveau seiner Weine kontinuierlich halten. Die weltweite Berühmtheit des Champagne Bollinger hängt auch damit zusammen, dass hier in einem klassifizierten Weinanbaugebiet die Weinbereitung auf einem einzigartigen Familienwissen aufbauen kann.
Die wachsende Bekanntheit erforderte neue Infrastrukturen und zusätzliche Mittel, die den Ambitionen des Hauses entsprachen. Seit 1918 wurden entsprechende Arbeiten vonJacques Bollinger, Enkel des Gründers, mit dem Bau von neuen Lagerkellern und einer Vergrösserung der Weinkeller durchgeführt. Durch seinen frühen Tod 1941 konnte er sein Vorhaben nicht zu Ende führen. Seine Frau «Lily» Bollingernahm die Herausforderung an. Sie setzte das Werk ihres Mannes fort und konnte die Qualität der Weine auch in der harten Kriegszeit halten. Über dreissig Jahre lang stand sie an der Spitze des Hauses und wurde so für Champagne Bollinger speziell und für die Champagne im allgemeinen zu einer symbolischen Figur. Da direkte Nachkommen fehlten, setzte sie ihre Neffen, Claude d’Hautefeuille (1971) undChristian Bizot (1978), als Nachfolger ein. Auch diese verfolgten die internationale Entwicklung der Marke und modernisierten die Produktionsmittel, ohne den Charakter des Hauses zu vernachlässigen.
Seit 1994 wird Champagne Bollinger von Ghislain de Montgolfier, dem Ururenkel des Gründers, geleitet. Auch für ihn ist Selbständigkeit äusserst wichtig. Sie stützt sich auf ein Generationen umfassendes Familienwissen und auf den einzigartigen Charakter seiner hervorragenden Champagner. Daraus ist der «Style Bollinger» entstanden. Seit 1992 wird er mittels einer Charta über Qualität und Ethik, in der die Regeln und Leitlinien des Hauses festgelegt sind, gepflegt.Garantie für die Qualität und Einheitlichkeit der Weine des Hauses
Mit einem in den besten Weinanbaugebieten der Champagne gelegenen Rebberg von 149 Hektaren gehört Champagne Bollinger zu den wenigen Häusern in der Champagne, die 70% des eigenen Traubenbedarfs selbst decken können. Die fehlende Menge stammt ausschliesslich aus Trauben oder Jungweinen von Winzern aus den Grand- und Premier Cru-Lagen. Champagne Bollinger kauft nur eine begrenzte Anzahl von Crus ein – dreissig im ganzen – damit die Einheitlichkeit und das Typische des Weins garantiert bleiben. Der «Style Bollinger» basiert hauptsächlich auf der Rebsorte Pinot Noir aus Grand- und Premier Cru-Lagen und vor allem auf den besten Cru-Lagen von Aÿ, Bouzy und Verzenay.
Champagne Bollinger verbindet traditionelle und moderne Methoden zum grössten Vorteil für seine Weine
Die alten traditionellen Methoden zu respektieren muss nicht unbedingt heissen, abgeschirmt in einer überholten Vergangenheit zu verweilen. Das Haus kommt immer dann ganz selbstverständlich auf diese alten Methoden zurück, wenn man sich auf sie verlassen kann und sie eine grössere Weinqualität bedeuten. Andererseits werden neue Methoden, sofern sie gut überlegt eingesetzt werden, keinesfalls verworfen. Denn selbstverständlich gibt es Jahre, in denen es sicherer ist, die Weinbereitung zu kontrollieren und die Launen der Natur mit Hilfe der modernen Technik auszubalancieren. Aus dieser Kunst, bei der Weinbereitung Tradition und Moderne mit Einsicht zu mischen, hat sich im Laufe der Zeit der «Style Bollinger» entwickelt. Die Charta von Champagne Bollinger über Qualität und Ethik garantiert die Qualität seiner berühmten Weine auch für die Zukunft.
Mit der ersten Gärung sollen der Charakter und das typische von jedem Cru gefestigt werden
Nach dem Keltern konserviert Champagne Bollinger nur das Beste, sprich die «Cuvée», den Saft aus der ersten Presse, und verkauft die «Taille» des zweiten Pressvorgangs. Damit die Lose getrennt bleiben, wird die erste Gärung Cru für Cru und Rebsorte für Rebsorte in kleinen Behältern durchgeführt. Mit diesem für die Weinbereitung wichtigen Verfahren sollen der Charakter und die Typizität von jedem Cru herausgebildet werden. In schlechten Jahren wird ein grosser Teil der Weine in kleinen Edelstahltanks (100 bis 120 hl) gekeltert. Denn in solchen Jahren sind die Weine weniger extraktreich und die Gärung kann in Tanks besser überwacht werden als in Fässern. In guten Jahren hingegen findet die Gärung in alten Fässern von 205, 225 oder 400 Litern statt. Obwohl diese alten Fässer aus Eiche sind, verleihen sie den Weinen weder Tannin noch Holzgeschmack, die das Aroma überdecken könnten. Sie verstärken im Gegenteil die aromatische Vielfalt und das Reifepotenzial.
Champagne Bollinger bleibt der Tradition der Champagne treu und produziert deshalb nur zwei Assemblagen
Im Gegensatz zu den meisten anderen Champagnerhäusern produziert Champagne Bollinger nur zwei verschiedene Assemblagen: Die Assemblage Special Cuvée und die Assemblage Grande Année.
Nach der Lese wartet Champagne Bollinger die ersten Januartage ab, um über die Assemblage zu entscheiden. Das Special Cuvée ist ein vollendetes Meisterwerk, geschaffen aus Crus und Rebsorten des betreffenden Jahres, dem «Vin de Réserve» zugesetzt wird. Der Ausbau dieser subtilen Assemblage, deren Proportionen jedes Jahr neu bestimmt werden, ist äusserst heikel. Hier drückt sich der typische «Style Bollinger» aus. Mit diesem einzigartigen Wein wird Champagne Bollinger unverwechselbar, er ist der Massstab, an dem Champagne Bollinger gemessen werden möchte.
Die Assemblage Grande Année hingegen ist das Resultat eines besonders guten Jahres. Champagne Bollinger wählt seine besten Weine entsprechend den Crus und den Rebsorten aus. Das Geheimnis der Assemblage liegt also darin, die Eigenschaften dieses besonderen Jahres hervorzubringen. Der R.D. ist durch eine verlängerte Reifung auf den Weinhefen die Fortsetzung und Krönung davon.
Lagerung der Reserveweine in Magnumflaschen – Eine unumgängliche Methode für die Haltbarmachung des Special Cuvée
Nach jeder Weinlese wählt Champagne Bollinger die das Jahr am Besten charakterisierenden Weine der Grands und Premiers Crus aus. Sie werden zunächst in Flaschen abgefüllt und danach mit einleitender Schaumbildung in Magnumflaschen aufbewahrt. Auf diese Weise haben die so genannten «Vin de Réserve», die Cru für Cru, Rebsorte für Rebsorte und Jahr für Jahr gelagert werden, ein Reifepotenzial von fünf- bis fünfzehn Jahren, ohne dass sie etwas von ihren charakteristischen Qualitäten oder ihrer Frische verlieren würden. Dank dieser in der Champagne einzigartigen Methode verfügt Champagne Bollinger über eine wahre Weinsammlung, aus der man in aller Ruhe schöpfen kann. Mit grösster Sorgfalt entscheidet Champagne Bollinger über die Crus, Rebsorten und das Jahr, die die Einheitlichkeit der Assemblage des Special Cuvée sichern sollen.
Die lange Ausreifung im Keller fördert die perfekte Entfaltung des Aromas
Die Champagner reifen viel länger in den Kellern als es die Regeln der Appellation vorschreiben: 3 Jahre für das Special Cuvée, 5 Jahre für den Grande Année und 8 Jahre für den R.D. Die verlängerte Reifung fördert die Entfaltung der Aromen und unterstützt die Geschmacksfülle der Weine.
Eine weitere Besonderheit von Champagne Bollinger ist die bevorzugte Verwendung von Korken statt Kunststoffpfropfen beim Verkorken des Grande Année. Man hat nämlich festgestellt, dass bei der Ausreifung im Keller bis zu fünf Jahren die Oxydierung eines Weins mit Korken oder Kunststoffpfropfen identisch bleibt. Darüber hinaus aber garantiert der Korken eine geringere Oxydierung. So geschützt, entfalten sich die Weine unter den bestmöglichen Bedingungen vollkommen, ohne etwas von ihrem besonderen Charakter zu verlieren.
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