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Es ist bewiesen: In Graubünden hat sich ein zweites Wolfsrudel gebildet. Dies zeigen genetische Analysen von drei tot aufgefundenen Jungwölfen. Die Untersuchungen bestätigen, dass diese drei Wölfe nicht zum Calanda-Rudel gehören.
Die drei Jungwölfe waren im Herbst bei den Trinser Alp tot aufgefunden worden. Sie waren abgestürzt. Die Laboranalyse zeigt nun, dass sie nicht von den Elterntieren M30/F07 des Calandarudels abstammen, berichtet das Bündner Amt für Jagd und Fischerei. Somit bestätigt sich der Verdacht, dass sich in diesem Jahr in Graubünden auf dem Gemeindegebiet von Trin ein neues Wolfsrudel gebildet hat. Ob es noch weitere Jungtiere in diesem Wolfsrudel gibt und wo sich die beiden Elterntiere zurzeit befinden, ist bislang nicht bekannt.
Wieso die drei Jungwölfe im Herbst abgestürzt sind, ist noch nicht klar. Zwar haben die Wölfe einige Hautschürfungen und Knochenbrüchen, diese sind jedoch auf den Sturz zurückzuführen. Die Untersuchung zur Todesursache ergaben keine weiteren Befunde. Die Ergebnisse zur Staupeuntersuchung sind noch offen.
Die Bündner Behörde geht aufgrund der diesjährigen Beobachtungen und durchgeführten Analysen davon aus, dass in nächster Zeit in Graubünden mit weiteren Wolfsrudeln gerechnet werden kann. Zurzeit existieren in der Schweiz vier bekannte Rudel. Zwei in Graubünden und je ein Rudel im Kanton Wallis und im Kanton Tessin.