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René Küng (*1934), Grosse Mondleiter, 1980
Material: Holz
Grösse: 13.5 x 44 x 50 m
Finanzierung: Geschenk der Schweizerischen Bankgesellschaft
Die 1980 entstandene Arbeit des Schweizer Künstlers René, der in Schönenbuch und Le Beaucet in der Provence arbeitet, war im selben Jahr zunächst anlässlich eines Wettbewerbs des Kunstkredits Basel-Stadt ausgestellt und von der Schweizerischen Bankgesellschaft der Stadt Basel geschenkt worden. Sie fügt sich derart geschickt in die doch eher komplizierte Platzgestaltung ein, dass man versucht ist, sie auf den ersten Blick mehr als Teil der Architektur wahrzunehmen denn als eigenständige Skulptur. Küngs «Grosse Mondleiter» zeichnet sich zwischen der hoch aufragenden, hellen Front des Theaters und der geschwungenen, dunklen Form von Serras Intersection fast immateriell ab. Die Mondleiter könnte beinahe eine Radierung sein, so linear und grafisch.
Es ist eine feine, erzählerische Skulptur, die in ungewöhnlicher Zeichenhaftigkeit auf die Vergänglichkeit verweist.
Unterstrichen wird dies durch den nach links gerichteter Pfeilspitz ganz oben, die über den Platz hinaus in den Himmel zeigt. Bewegen wir uns in Richtung Theaterhaupteingang, zur Seite der Skulptur, beginnen die Äste ihre natürlichen Wuchsrichtungen nach vorn und hinten noch deutlicher zu offenbaren. Küng belässt die natürliche Wuchsrichtung der Äste und fügt sie zu seinen lebendigen und reduzierten Astzeichen zusammen. Die Leiter gehört neben dem Rad, dem Tor, dem Fenster und der Treppe zu Küngs Hauptmotiven.
Aus dem Vermittlungsprojekt Kunstspaziergang durch Basel