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Jubel beim größten Rasentennisturnier der Welt, als man eigentlich zu Hause im Covid Lockdown vor der Tube sitzen musste. Dumm, dumm, dumm.
Es dauerte kaum neun Monate. Der Portugiese Antonio Horta-Osorio wurde im April von der britischen Lloyds nach Zürich geholt, um der zweitgrößten Bank der Schweiz wieder auf die Beine zu helfen. Alles, was bei der Credit Suisse schief gehen konnte, war schief gelaufen. Nun, fast alles.
Horta-Osorio kam, sah und ging dann selbst sehr hart zu Boden. Im November missachtete er die Schweizer Corona-Regeln, indem er eine lustige Reise unternahm, während er zehn Tage in Quarantäne hätte bleiben sollen. Als sich die Bank auch seine anderen Reisen ansah, stellte sich heraus, dass die Portugiesen bereits zuvor gegen die britischen Regeln verstoßen hatten.
Kurz vor dem Jahreswechsel kam Reuters mit der Nachricht, dass Horta-Osorio im vergangenen Sommer zum Wimbledon-Finale gegangen war. Das sollte ich nicht. Schon damals musste der Präsident der Credit Suisse dreimal täglich mit einem Teller Essen und einem Glas Wasser in seinem Zimmer bleiben.
Am frühen Montagmorgen, als sich die Sonne noch hinter den Bergen versteckte, warf die Credit Suisse eine Pressemitteilung heraus. Darin lesen wir, dass Horta-Osorio die Ehre für sich behalten durfte. Besser für alle.
An seinen Nachfolger, den Schweizer Banken-Technokraten Axel Lehmann, die Jauchegrube zu leeren und den Scheißwagen wegzutreiben. Was ist in dieser Grube? Ein Milliardenverlust, Betrugsverdacht, verärgerte Oligarchen, die Geld sehen wollen, Banker, die das Schiff verlassen, und eine Spionagegeschichte.