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Prävention von Jugendgewalt
Eine Auseinandersetzung mit der Forderung nach geschlechtsspezifischer Prävention
Die Bachelorarbeit widmet sich dem Thema Prävention von Jugendgewalt. Sie hat zum Ziel, die Frage nach der Notwendigkeit der Berücksichtigung geschlechterspezifischer Eigenschaften im Rahmen von Präventionsprogrammen beantworten zu können. Muss mit Mädchen anders gearbeitet werden als mit Jungen oder spielt der Unterschied der Geschlechter bei der Prävention keine Rolle? Als Basis zur Beantwortung dieser Frage dient das systemische Präventionsmodell von Martin Hafen, das den Begriff der Prävention präzise erläutert und definiert. Mit Hilfe einer Einflussfaktorenanalyse werden die Entstehungsgründe für Jugendgewalt umfangreich dargestellt und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen detailliert beleuchtet. Darauf gestützt kommen die Autorin und der Autor zum Schluss, dass die Entstehungsgründe für Jugendgewalt bei Jungen und Mädchen praktisch identisch sind und in der Prävention folglich mit beiden Geschlechtern gleich gearbeitet werden könnte. Um diese Schlussfolgerung in der Praxis zu überprüfen, werden in einem zweiten Teil sechs Praxisprojekte analysiert, wovon vier ihren Schwerpunkt im Bereich der Prävention aufweisen und zwei in der Behandlung. Die zwei Angebote aus der Behandlung sollen Aufschluss darüber geben, ob die Forderung nach geschlechterspezifischer Arbeit im Bereich der Intervention ihre Berechtigung hat. Die Analyse der Praxisprojekte bestätigt schliesslich die These der Autorin und des Autors, wonach im Bereich der Prävention geschlechterübergreifend gearbeitet werden kann. Im Bereich der Behandlung hat sich hingegen gezeigt, dass die Berücksichtigung der Geschlechterrollen angezeigt scheint.