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Hier eine Beschreibung dazu:
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Vor Kurzem wurde ein Fachbuch publiziert mit dem Titel "Metallomics" von Wolfgang Maret. Der Autor ist Professor am King´s College in London und plädiert in seinem Sachbuch für eine umfassendere Sicht der Bedeutung der Metalle im menschlichen Körper.
In der üblichen biochemischen Betrachtungsweise wird ja bekanntlich zwischen essentiellen und nicht essentiellen Spurenelementen unterschieden. Dabei wird wahrscheinlich übersehen, dass Metallionen hauptsächlich mit Proteinfunktionen assoziiert sind. Wenigstens 30 bis 40 Prozent aller Proteine enthalten ein Metallion, dessen Funktion im Einzelnen aber noch nicht hinreichend geklärt ist. Durch die Bindung eines Metallions erhöht sich die Proteinstabilität, außerdem haben Metallionen einen strukturbildenden Effekt. Bei Fehlen des Metallions können Strukturdomäne der Proteine nicht ausgebildet werden. Die Interaktion zwischen Metallionen und Proteinen spielt also eine zentrale Rolle für die Funktionsfähigkeit der Proteine und daher auch für die Gesundheit.
Interessanterweise gibt es im menschlichen Körper mehrere Metalle in recht hohen Konzentrationen, deren Essenzialität im biochemischen Sinne nicht nachgewiesen ist, z.B. Rubidium, Titan und Strontium. Einige Metalle besitzen unbestritten einen günstigen gesundheitlichen Effekt. Zu erwähnen sind hier Silicium zur Behandlung der Osteoporose und Bor zur Entwicklung des Nervensystems und der Knochen. Auch Nickel zeigte verschiedene positive Effekte, wobei für die erwähnten Metalle noch keine Essentialität nachgewiesen wurde, d.h. eine Restriktion dieser Metalle in der Ernährung führte zu keinen charakteristischen Ausfallerscheinungen.
Über eine reine biochemische Betrachtung hinaus, sollte ein neuer Wissenschaftszweig "Metallomics" die Interaktionen und funktionellen Verbindungen von Metallionen mit Genen, Proteinen und anderen Stoffwechselprodukten erforschen, so die Überzeugung des Autors.
Interessant ist auch noch, dass vier Aminosäuren, nämlich Cystein, Histidin, Asparaginsäure und Glutaminsäure, die Hauptbindungsstellen für Metallinteraktionen darstellen. Obwohl Mangan längst als essentielles Spurenelement eingestuft wird, erkennt man noch nicht die Zahl der manganabhängigen Proteine.
Aluminium ist das häufigste Element in der Erdkruste. Aluminium kommt doch in erheblichen Mengen im menschlichen Körper vor. Die Konzentration im Organismus entspricht der des Kupfers. Aluminium bindet sehr stark an Ferritin und kann aber im Gegensatz zu Eisen durch Redoxreaktionen nicht mobilisiert werden.
Im den letzten Jahren spielen die Seltenen Erden-Metalle eine zunehmend größere Rolle in der Technik. Über die biologischen Effekte der Seltenen Erden ist aber kaum etwas bekannt, allenfalls, dass sie Calcium-Antagonisten sind.
Diese und andere interessante Fakten finden Sie in dem erwähnten Buch, dessen Lektüre für alle, die sich für Spurenelemente interessieren, sicherlich eine Bereicherung darstellt.
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Grüsse,
Oregano
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