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Eine weitere Stütze im Botschafterteam von reitsport.ch: Eine tolle Amazone auf Elite Kader Niveau, Managerin und Mama! Für 2014 hat sie sich hohe Ziele gesetzt.
Seit wann sitzt Du auf dem Pferd?
Ich reite schon seit je her. Meine Mutter hat mich als ganz kleines Mädchen schon mitgenommen - Ich sass dann vorne auf dem Sattel.
Hast Du schon immer gewusst, dass sich dein Leben um Pferde drehen würde?
Ich komme aus einer Pferdefamilie in der Nähe von Marseille. Meine Eltern haben beide geritten und waren Bijoutiers. Mein Vater ritt Military Prüfungen und meine Mutter war eine sehr gute Springreiterin. Später gehörte meinem Vater der Hengst Galoubet - ein wunderschöner Hengst. Auch mein Grossvater war Reiter - er war Bereiter an der weltbekannten Reitschule “Cardre Noir” in Saumur. Mein Grossvater war dann jeweils sehr streng mit mir, wenn er mich unterrichtete - Boxe, Pferd Reitstil - alles musste perfekt sein, herausgeputz und der Rücken gerade - da achtete er sehr darauf. Für mich war das eine gute Schule, den Respekt vor den Pferden zu lernen.
Weshalb hast Du Dich schon von Beginn an fürs Springreiten entschieden - und nicht Dressur?
Ich mag die Action, den schnelleren Galopp und die Wendungen im Parcours. Ich mag den Nervenkitzel an den Prüfungen, wenn es auf die Zeit ankommt. Bei der Dressur kann man einen guten Ritt nicht so klar messen wie beim Springen - die Noten sind schlussendlich subjektiv. Klar habe ich früher auch schon an Dressurturnieren teilgenommen - aber es hat mich nicht gepackt. Ich liebe das Gefühl über den Sprüngen und das Galoppieren - das habe ich beim Dressurreiten nicht.
Was waren deine grössten Erfolge?
Ich habe einige Medallien in den Junioren-Kategorien in Frankreich gewonnen. Schon als 10-jährige war ich mit dem Pony im Pony-Kader und ritt dann in Frankreich bei den Junioren und Jungen Reitern auf internationalem Niveau. Im 2000 gewann ich in England Gold an der Europameisterschaft der Jungen Reiter. Vor drei Jahren feierte ich ebenfalls wieder einen grossen Erfolg, als ich mit der französischen Equipe 2010 in Lexington Silber gewann - ich war als Ersatz-Reiterin dabei. Ausserdem habe ich auch viele gute Platzierungen an diversen Grand Prix erreicht.
Welches sind deine Top Pferde?
Admirable, Chase Manhatten, Quintus und Goodtimes. Die beiden erstgenannten Pferde, hat mein Schwiegervater, Gerhard Etter für mich gefunden, Daniel hat mir Quintus gebracht und Goodtimes habe ich selber gefunden - das Pferd überzeugte mich. Die vier Pferde werden von mir trainiert und sind alle auf GP Niveau.
Gibt es für die nächsten Jahre Ziele?
Ja, ich möchte wieder ins National Team - ab 2014 wird das dann die Schweiz sein.
Wie viele Pferde reitest Du pro Tag?
Ich reite 3-4 Pferde pro Tag - meine eigenen. Dann gebe ich viele Reitstunden.
Wie sieht ein Arbeitstag von Dir in etwa aus?
Das ist unterschiedlich - ich bin auch immer wieder auf Turnieren unterwegs. Dann haben Daniel und ich einen 4-jährigen Sohn. Mit Louis habe ich zum Glück viel Unterstützung von der Familie. Meine Schwiegermutter hütet ihn, dann geht er in die Kita hier in Müntschemier und ich manage einfach alles drum herum. Obwohl es viele ist, klappt es ganz gut. Das Reiten, die Reitstunden auf dem Hof und Termine oder Büroarbeit gehören ebenfalls zu jedem Tag mit dazu. Einfach alles - ihr kennt das ja bestimmt auch?