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Die Eltern von vier minderjährigen Kindern stritten sich seit der Trennung um das Besuchsrecht. Zwar gab es eine Vereinbarung der beiden. Die Mutter, in deren Obhut die Kinder waren, hatte jedoch das Besuchsrecht vereitelt und die Kinder dahingehend beeinflusst, dass diese den Kontakt zum Vater ablehnten. So jedenfalls stellten es die thurgauischen Verwaltungs- und Gerichtsinstanzen fest.
Der Vater hatte erfolglos verlangt, dass ein Beistand das Besuchsrecht überwache. Nun forderte er, dass zur Lösung des Konflikts eine Mediation angeordnet werde – und hatte damit Erfolg.
Die Mutter wollte nichts von einer Mediation wissen und gelangte ans Bundesgericht. Zudem wehrte sie sich gegen die amtliche Weisung, aktiv und erzieherisch auf die Ermöglichung des Besuchs- und Ferienrechts hinzuwirken und alles zu unterlassen, was das Verhältnis der Kinder zu ihrem Vater negativ beeinflussen kann.
Das Bundesgericht lehnte die Beschwerde ab. Die Anordnung einer Mediation im Sinne einer Kindesschutzmassnahme sei gesetzeskonform. Und durch den Kontakt zum Vater sei das Kindswohl nicht gefährdet. Im Gegenteil: Die Mutter könne sich nicht auf einen Willen der Kinder berufen. Weil sie die Kinder negativ beeinflusst habe, stehe deren wahre Meinung nicht fest.
Bundesgericht, Urteil vom 9. Dezember 2009 (5A_457/2009)