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Der Bundesrat beschloss am Mittwoch für UBS und Credit Suisse eine Verschärfung der bisherigen Anforderungen, die sie bis Ende 2019 erfüllen müssen. In einem wichtigen Punkt erreichten die Banken im Vergleich zu dem im Oktober veröffentlichten Entwurf allerdings eine Abschwächung der Vorgaben. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Institute ab einer gewissen Bilanzsumme überproportional steigende Eigenmittel bereitstellen müssen. Diese "faktische Größenbeschränkung" brachten die Banken nun zu Fall.
Die übrigen Eckwerte des Regelwerks sind unverändert. So müssen UBS und Credit Suisse eine Verschuldungsquote von mindestens fünf Prozent statt wie bisher von 3,1 Prozent erfüllen. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) beschreibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme und nimmt anders als die übrigen Eigenkapitalregeln keinen Bezug auf die Risiken, die mit den jeweiligen Geschäften verbunden sind.
Angesichts von Bilanzsummen von rund 1000 Milliarden Franken könnten die beiden Institute bei einer Verschuldungsquote von fünf Prozent Verluste von jeweils rund 50 Milliarden Franken überstehen. Die Zahl ist nicht willkürlich gewählt. In der Finanzkrise erlitt die UBS einen Verlust in dieser Größenordnung und musste vom Staat gerettet werden. UBS und Credit Suisse sind verglichen mit der Schweizer Volkswirtschaft enorm groß. Die mögliche Schieflage einer dieser Institute bedroht deshalb das ganze Land. Entsprechend gehören die neuen Kapitalanforderungen in der Schweiz im internationalen Vergleich nun zu den strengeren.
Die Experten der Schweizer Regierung schätzen den Kapitalbedarf für UBS auf insgesamt 11,3 Milliarden Franken und für Credit Suisse auf 4,3 Milliarden Franken. Die Übergangsfrist bis Ende 2019 sei großzügig gewählt, damit die Banken das Kapital schrittweise aufbauen könnten und ohne Kapitalerhöhungen über die Runden kämen, erklärte die Regierung.
(Reuters)