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Mit rund zwanzig sonnigen Tagen zeigte sich der September in der Schweiz als herrlicher Schönwettermonat. Gebietsweise wurde einer der sonnigsten September der letzten 60 Jahre registriert. Lokal war es zudem einer der mildesten September seit Messbeginn. Die Niederschlagsmengen blieben verbreitet unterdurchschnittlich. Vereinzelt fiel nicht einmal ein Drittel des September-Durchschnitts.
Viel Sonnenschein
Die weit überdurchschnittliche Sonnenscheindauer erfreute vor allem die Alpennordseite. In Basel, Zürich und St. Gallen sind rund 130 bis 140 % der Norm 1981−2010 zu erwarten. An diesen Messstandorten war es einer der sonnigsten Septembermonate der letzten 60 Jahre. Mehrere Messstandorte registrierten den vierten sonnigen September in Folge.
Lokal sehr mild
Die Septembertemperatur erreichte im landesweiten Mittel 12,1 °C oder 1,9 °C über der Norm 1981−2010. In den tiefen Lagen der Alpennordseite bewegte sich das Septembermittel meist zwischen 16 und 17 °C oder rund 2 °C über der Norm. Die tiefen Lagen der Alpensüdseite registrierten ein Septembermittel zwischen 17,5 und 19,5 °C. Das liegt 1,5 bis knapp 2 °C über der Norm. Gipfellagen meldeten 1,8 bis 2,4 °C über der Norm.
Einzelne Messstandorte mit weit zurückreichenden Messreihen registrierten einen der zehn mildesten September seit Messbeginn. Meiringen verzeichnete den fünfttmildesten, Château d’Oex und Davos den sechstmildesten September. Die genannten Messreihen reichen 100 bis knapp 160 Jahre zurück.
Herbstverfärbung beginnt erst langsam
Im phänologischen Beobachtungsnetz wurden erst ganz wenige Blattverfärbungen der Bäume gemeldet. Am frühesten verfärben sich jeweils die Vogelbeeren, häufig schon im September. Im aktuellen Jahr wurden erst vereinzelt Blattverfärbungen der Vogelbeere beobachtet, während die Blattverfärbung der Buche noch nirgends festgestellt wurde. Hohe Temperaturen im September, wie in diesem Jahr, führen meist zu einer verzögerten Laubverfärbung. Im Mittel beginnt die grossflächige Laubverfärbung in der Schweiz Anfang Oktober.
Im September konnten vom Flachland bis in die höher gelegenen Gebiete reife Früchte von Schwarzem Holunder und Vogelbeeren beobachtet werden. Über alle Stationen gesehen reiften die Vogelbeeren 4 Tage früher und der Schwarze Holunder 1 Tag später als im Mittel der Periode 1996−2020.
Blühende Herbstzeitlosen wurden häufig ab Ende August gefunden. Im September konnten sie auf allen Höhenlagen von 330 bis 1800 m beobachtet werden. Ihre Blüte fand im Mittel um 2 Tage später statt als in der Periode 1981−2010.