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Beim Versand von Produkten – etwa von Henkel-Klebstoffen – mit Hilfe von Trockeneis (Dry Ice Shipment) gilt es einige Regeln zu beachten. Unter anderem auf die Sicherheitsanforderungen bei der Verwendung von Trockeneis beim Produkt-Transport – auch Trockeneisversand oder Trockeneislieferung genannt – gehen wir daher im vorliegenden Beitrag ein.
Viele fragen sich, aus was besteht Trockeneis? Die Antwort: Trockeneis besteht aus Kohlendioxid (CO2), und zwar in fester Form. Die Temperatur von Trockeneis beträgt -78,64 °C. Eis aus Wasser erreicht nur eine Temperatur von -18 °C.
Ab einer Umgebungstemperatur von -78,5 °C und höher wechselt das feste Trockeneis seinen Aggregatzustand und verdampft rückstandsfrei. Diesen Prozess, bei dem ein Stoff direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht, nennt man in der Thermodynamik Sublimation.
Trockeneis beziehungsweise CO2-Gas weist folgende Eigenschaften auf:
Aber auch wenn Trockeneis beziehungsweise CO2-Gas an sich ungiftig ist, kann es zu Problemen bei der Atmung führen, da das CO2-Gas bei höheren Konzentrationen den Sauerstoff in der Luft verdrängt, was zu Erstickung führen kann. Ferner können zu hohe Konzentrationen von CO2 zu vergiftungsähnlichen Symptomen führen, etwa Schläfrigkeit, Muskelzittern, Kurzatmigkeit, getrübte Sicht und Ohnmacht.
Angesichts seiner speziellen Eigenschaften müssen bei der Verwendung von Trockeneis folgende Regeln beachtet werden:
Wegen der starken Ausdehnung bei der Verdampfung von Trockeneis sollte man dieses nie in luftdicht geschlossenen Behältern aufbewahren, anderenfalls kann es zum Bersten beziehungsweise zur Sprengung dieser Behälter infolge des sich erhöhenden Druckes kommen.
Aus diesem Grund sollte unbedingt auf eine Lagerung von Trockeneis in einer Tiefkühltruhe, einem Kühlschrank oder einer Kühlbox verzichtet werden.
Die Antwort auf die Frage, wie lange Trockeneis kalt bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Isolierung des Behälters, in dem sich das Trockeneis befindet, der Menge an Trockeneis und der Aussentemperatur.
Als ungefähren Anhaltspunkt kann man sagen, dass die Kühlwirkung von 9 Kilogramm Trockeneis, das in einer Thermo-Styroporbox bei 18°C Aussentemperatur aufbewahrt wird, etwa drei bis vier Tage anhält. Innerhalb der ersten 24 Stunden verdampfen circa 15 bis 30 Prozent des Trockeneises.
Viele Henkel-Klebstoffe müssen bei -40 Grad Celsius gelagert werden. Mit einer handelsüblichen Kühltruhe sind Temperaturen von -40 Grad Celsius nicht zu erreichen. Stattdessen kommen spezielle Kühltruhen zum Einsatz, die auch für die Lagerung von Laborprodukten oder Produkten der Pharmaindustrie verwendet werden. Bei diesen speziellen Kühltruhen werden Temperaturaufzeichnungen mit Hilfe eines Temperaturfühlers und eines Datenaufzeichnungsgerätes vorgenommen. Diese Temperaturaufzeichnungen können mit einem USB-Stick ausgelesen werden. Kommt es zu einer Störung bei der Kühlung, wird ein optischer und akustischer Alarm durch die Kühltruhe ausgelöst.
Die Temperatur-Anforderungen, die an die Lagerung von Henkel-Klebstoffen gestellt werden, sind auch beim Transport dieser Produkte einzuhalten. Um also Transporttemperaturen von -40 °C zu erreichen, werden dickwandige Styroporboxen in Verbindung mit Trockeneis verwendet.
Wenn Sie noch Fragen zur Verwendung von Trockeneis haben, insbesondere in Bezug auf den Trockeneisversand (Dry Ice Shipment) von Henkel-Produkten, wenden Sie sich doch einfach und unverbindlich an die Experten des Reinraum- und ESD-Händlers abovo.
Sie erreichen die abovo-Experten am besten per E-Mail (<email-pii>) oder telefonisch (+41 32 552 44 44).