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Heute fuhren wir über den Titicacasee! Nach dem Frühstück ging's mit dem Boot zu den schwimmenden Schilfinseln, wo wir die Nachfahren des Uros Volkes besucht haben. Die Menschen wohnen wirklich auf diesen Inseln und leben hauptsächlich vom Tourismus und dem Fischen. Die Kinder waren extrem aufdringlich, sie fingerten ohne Scheu auf meinem Natel herum und man musste aufpassen, dass sie nicht einfach danach greifen und es aus den Händen nehmen. Wir konnten noch eine Runde mit einem Schilfboot drehen und danach widmeten wir uns einem anderen Ziel, der idyllischen Halbinsel Capachica. Mir wurde inzwischen auf dem Boot eiskalt und ich fühlte mich richtig übel. Die Gastfamilien erwarteten uns schon an Land und wir sollten uns mit den Kleidern von dort verkleiden, was ich nicht mehr schaffte. Ich bekam Schüttelfrost und konnte mich kaum noch bewegen. Phil und unser Guide sorgten dafür, dass wir beim Stammeschef und seiner Frau in der Gasthütte übernachten konnten. Die Betten waren aus Stroh und das Hüttendach aus Blech. Die Toilette war in der Mitte des Dorfes, wo ich in der Nacht sicherlich 10 mal hin marschieren musste. Es gab in diesem Bauerndorf weder einen Fiebermesser noch Medizin und ich bekam von den Dorfbewohner einen Tee, der mir helfen sollte. Am Morgen um 4.00 Uhr war Tagwache und wir mussten wieder zurück aufs Boot, das uns nach Puno zurück brachte. Am Hafen wartete eine Ärztin auf mich.