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Lieu:
Kollegienhaus, Petersplatz 1, Hörsaal 115
Organisateur:
Klassische Archäologie Basel und Vereinigung der Freunde Antiker Kunst
Von Töpfern, Händlern und Auswanderern. Kochkeramik aus Ägina und Athen im Kontext
Die im saronischen Golf gelegene griechische Insel Ägina zählte in klassischer Zeit mit zu den bedeutendsten Produktionszentren von Kochkeramik, wie alleine ihre in den antiken Schriftquellen überlieferte Bezeichnung als ‚chytropolis‘, als ‚Topfverkäuferin‘ zeigt. Die intensive interdisziplinäre Erforschung der äginetischen Kochkeramik erbrachte in den letzten Jahren ein umfassendes Bild ihrer stilistischen und technischen Merkmale. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten nicht nur Exporte äginetischer Kochkeramik vor allem in Athen, aber auch im westlichen Mittelmeer, im Schwarzmeerraum und in Nordafrika identifiziert, sondern auch die Übernahme von äginetischen technologischen Praktiken durch andere keramikproduzierende Zentren festgestellt werden.
Die Zusammenschau mit den damaligen historischen Verhältnissen auf der Insel macht deutlich, dass der Aufstieg Äginas zu einem bedeutenden und weit exportierenden Produktionszentrum von Kochkeramik in spätarchaischer und frühklassischer Zeit unmittelbar mit dem Aufstieg der Handelsmacht Ägina verknüpft ist, während sowohl der Niedergang der äginetischen Kochkeramikproduktion als auch der Transfer äginetischer Keramiktechnologien in andere Produktionszentren eine direkte Folge einschneidender politischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen auf der Insel sind.
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