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Tokio - Es liest sich wie ein Science-Fiction-Drehbuch: Ein gehbehinderter japanischer Abenteurer will seinen Rollstuhl gegen einen futuristischen Roboteranzug tauschen und mit dessen Hilfe die Abtei auf dem Mont Saint Michel im Ärmelkanal besuchen.
Er sei fest entschlossen, sich seinen alten Traum bereits im kommenden Sommer mit Hilfe des Hybrid Assistive Limb (HAL) zu erfüllen, sagte Seija Uchida am Donnerstag in Tokio. Der 48-Jährige kann seit einem Unfall vor 27 Jahren nicht mehr laufen.
Die High-Tech-Konstruktion, die wie ein künstliches Skelett funktioniert, verstärkt die Muskelkraft ihres Trägers: Das mit Batterien betriebene HAL-System registriert Muskelimpulse, ahnt Körperbewegungen voraus und unterstützt sie mit mechanischer Hilfe.
Derzeit wird an einer japanischen Universität eine Ganzkörperversion entwickelt, mit dessen Hilfe sich unter anderem 70 Kilogramm mit nur einem Arm stemmen lassen.
Bereits vor vier Jahren hatte Uchida versucht, sich von Begleitern in Prototypen des HAL-Anzugs auf das über 4000 Meter hohe Walliser Breithorn tragen zu lassen. Das Unterfangen scheiterte jedoch.
Mit dem Besuch des Mont Saint Michel vor der Küste der Normandie wolle er beweisen, "dass Behinderte historische Stätten auch ohne die Hilfe von Liften" besichtigen können, sagte Uchida.
SDA-ATS