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Die Ermittler, Spezialisten aus Pretoria, seien seit Montagmorgen wieder am Ort des Geschehens in der Stadt East London im Einsatz, sagte der örtliche Polizeisprecher Thembinkosi Kinana der Nachrichtenagentur AFP. Eine Festnahme erfolgte demnach in dem Fall bislang nicht.
Zunächst waren am Sonntag nach Behördenangaben in der informell betriebenen Bar in einem Township von East London 17 Leichen gefunden worden. Vier weitere Jugendliche starben später im Krankenhaus. Acht der 21 Todesopfer waren weiblich, das jüngste Opfer war erst 13 Jahre alt. Die Schüler hatten nach Angaben örtlicher Behördenvertreter das Ende des Schuljahres gefeiert.
Die Todesopfer wiesen offenbar keine äusserlichen Verletzungen auf. In Online-Netzwerken wurde über eine Gasvergiftung oder eine andere Form der Vergiftung als Todesursache spekuliert.
Eine Autopsie der Leichen soll Gewissheit bringen. «Heute morgen wurden Proben per Flugzeug nach Kapstadt geschickt», 800 Kilometer westlich von East London, sagte Unathi Binqose von den Sicherheitsbehörden der Provinz Eastern Cape. Die Leichen wurden derweil zur Bestattung freigegeben.
In den Townships südafrikanischer Grossstädte werden zahlreiche informelle Kneipen - sogenannte «Shebeens» oder Tavernen - betrieben, die offiziell erlaubt oder zumindest geduldet sind. Über 18-Jährigen ist der Alkoholkonsum dort gestattet. Zum Teil befinden sich die Tavernen jedoch in Privathäusern, wo Sicherheitsvorschriften und das Mindestalter für den Alkoholkonsum nicht immer durchgesetzt werden.
Staatschef Cyril Ramaphosa hatte sich besorgt über die Todesumstände der Jugendlichen geäussert. Solche Tavernen «sollten eigentlich für Menschen unter 18 Jahren tabu sein», sagte er.