Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03266.jsonl.gz/807

Besteuert wird am Ort der gelegenen Sache
Wenn Sie eine Liegenschaft in der Schweiz erben, werden Sie am Ort der gelegenen Sache besteuert. Das heisst in dem Kanton, in dem das Haus, die Wohnung oder das Grundstück liegt. Das ist wichtig zu wissen, weil die gesetzlichen Bestimmungen wegen der föderalistischen Struktur der Schweiz von Kanton zu Kanton immer noch stark variieren. Je nach Kanton dient der Verkehrswert mit Abzug, der Verkehrswert ohne Abzug, der Steuerwert oder ein anders definierter Wert als Grundlage für die Berechnung der Erbschaftssteuer.
Noch komplizierter wird es, wenn Sie eine Liegenschaft im Ausland erben oder Sie im Ausland leben und ein Haus oder eine Wohnung in der Schweiz erben. Dann lohnt es sich, einen Anwalt zu engagieren, der sich mit dem internationalen Privatrecht und den Steuerabkommen mit dem Staat auskennt, in dem das Grundstück liegt und in dem Sie leben.
Die Grundstückgewinnsteuer wird fällig
Sobald ein Grundstück den Besitzer wechselt, wird grundsätzlich die sogenannte Grundstückgewinnsteuer fällig. Die Kantone gewähren für bestimmte Tatbestände einen Steueraufschub, insbesondere bei Eigentumswechsel durch Erbgang, Erbvorbezug oder Schenkung. Einzelne Kantone gewähren den Steueraufschub bei Erbvorbezug von Liegenschaften nur, wenn zusätzliche Bedingungen eingehalten sind. Bei einem Steueraufschub muss die begünstigte Person die Steuer nicht nach dem Erbgang, dem Erbvorbezug oder der Schenkung bezahlen, sondern erst, wenn sie das Haus oder die Wohnung verkauft hat. Das hat finanzielle Vor- und Nachteile, darum lohnt es sich, sich von einem Steuerfachmann über die beiden Varianten beraten zu lassen.