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Der Liegenschaftsertrag erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr marginal auf 84 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zudem hat Intershop einen Gewinn von 4 Mio aus den Verkäufen zweier kleineren Renditeliegenschaften und einer Eigentumswohnung erzielt. Weil der Erfolg aus Verkäufen im Vorjahr noch bei 12,5 Mio gelegen hatte, bildete sich der Betriebsgewinn um 8,5% auf 74,4 Mio zurück. Darin eingerechnet sind positive Bewertungsveränderungen von 3,6 Mio.
Schliesslich brachte die Veräusserung einer 28%-Beteiligung am Immobilien Investment Manager Corestate Capital 7,6 Mio ein. Dieser Sondereffekt prägte den um 5,9% auf 59,5 Mio CHF gesteigerten Reingewinn. Auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals über die Berichtsperiode resultierte eine Eigenkapitalrendite von 10,7%, bzw. 10,2% ohne Bewertungsveränderungen. Die Eigenkapitalquote ist leicht auf 42,3% gestiegen.
GEOGRAFISCH BESSER DIVERSIFIZIERT
Durch die im Dezember 2016 erfolgte Akquisition des World Trade Center Lausanne (WTCL) könne der Liegenschaftsertrag jährlich um 7 Mio CHF gesteigert werden, sagte CEO Cyrill Schneuwly an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Intershop hatte damals die "gute Situation" ausgenutzt, nachdem der Verkäufer offenbar finanzielle Schwierigkeiten hatte. Die Integration der Mitarbeiter der WTCL Services wird zu den vorrangigen Aufgaben im laufenden Jahr gehören.
Veräussert hat das Zürcher Immobilienunternehmen 2016 hingegen die 28%-Beteiligung an der luxemburgischen Corestate Capital Group aufgrund strategischer Differenzen, wie das Management verlauten liess. Die Transaktion leistete nach Verrechnung mit dem Goodwill einen Gewinnbeitrag von 7,6 Mio CHF. Vorerst will sich Intershop mit Transaktionen im Ausland jedoch zurückhalten. Gemäss Verwaltungsratspräsident Dieter Marmet sind neue Engagements im Ausland "strategisch möglich, aber nicht prioritär".
Nach Nutzungsart erwirtschaftet Intershop 39% mit Büroflächen, 33% mit Wohnungen und den Rest in den Bereichen Bildungswesen, Detailhandel, Gewerbe und Parkplätzen. Neben den Immobiliengesellschaften, die unter der Intershop Holding AG zusammengefasst sind, gehören vier Dienstleistungsgesellschaften zum Konzern. Die Service- und Beratungseinheiten erwirtschaften den Löwenanteil des Postens "übriger Ertrag", der 2016 bei 2,8 Mio CHF lag.
LEICHT HÖHERE LEERSTANDSQUOTE ERWARTET
Intershop blicke grundsätzlich optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, obwohl das Vermietungsumfeld, insbesondere für gewerbliche Flächen, anspruchsvoll bleibe, so das Management. Verkaufsopportunitäten, aber auch attraktive Akquisitionsmöglichkeiten würden weiterhin wahrgenommen, sofern damit Mehrwerte realisiert beziehungsweise nachhaltig geschaffen werden können.
Die Leerstandsquote der 49 Renditeliegenschaften erhöhte sich 2016 gegenüber Vorjahr leicht auf 11,3%, wobei Analysten eine Leerstandsquote bis zu 12% erwarteten. Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen keine wesentliche Senkung der Leerstandquote.
Schliesslich strebt das Unternehmen an, den Aktionären eine höhere Dividende zurückzuführen. Dies, falls die Marktbedingungen eine adäquate Reinvestition des Gewinns nicht zuliessen.
Die Aktie notiert gegen 15.30 Uhr bei 501 CHF unverändert und weit über dem Nettoinventarwert pro Aktie bei 295,47 CHF. Dazu passt die Einschätzung der UBS-Analysten, die kein "signifikantes Aufwärtspotenzial" für den Intershop-Aktienkurs sehen.
pr/tp
(AWP)