Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03291.jsonl.gz/1153

2011 brach der damals 18-jährige Dipu bei der Feldarbeit in der Nähe seines Dorfes im Staat Westbengalen/Indien zusammen. Der Grund dafür war eine Hirnblutung. Die weiteren Untersuche im Spital ergaben als Ursache für die Blutung eine grössere Gefässmissbildung in Dipus Gehirn. Der dringenden Empfehlung, Dipu in einer Spezialklinik weiter abzuklären und wenn möglich die Gefässmissbildung verschliessen zu lassen (Embolisation), konnten Dipus Eltern, die in sehr ärmlichen Verhältnissen leben, aus finanziellen Gründen nicht nachkommen.
Dipu und seine Eltern
In den darauffolgenden Jahren kam es zu drei weiteren Hirnblutungen; zweimal benötigte Dipu eine Gehirnoperation. Um diese Operationen bezahlen zu können, verkaufte seine Familie ihr Land. Seit der letzten Blutung anfangs 2020 weist Dipu eine Muskelschwäche der rechten Körperhälfte auf. Eine Freundin der Familie wandte sich an we care, weil Dipus Eltern seine Medikamente nicht mehr bezahlen konnten.
Da die nächste Hirnblutung nur eine Frage der Zeit war und unter Umständen zu einer schweren Behinderung oder gar zu Dipus Tode hätte führen können, entschied sich we care, Dipu in einer Spezialklinik abklären zu lassen. Ein in Zürich arbeitender indischer Neuroradiologe sagte auf Anfrage sofort seine Hilfe zu und kontaktierte einen Kollegen in Kolkata, der Dipu rasch einen Konsultationstermin ermöglichte.
Die Abklärungen ergaben, dass die Gefässmissbildung verschlossen werden konnte (Embolisation). Der Eingriff verlief komplikationslos. Die Kosten für Dipus Spitalaufenthalt und die Embolisation übernahm der Indische Staat.
Auf Dipus körperliche Beeinträchtigungen, bedingt durch die vier Hirnblutungen, hat der Verschluss der Gefässmissbildung keinen Einfluss, die Möglichkeit einer weiteren Hirnblutung ist nun aber deutlich kleiner geworden. Durch physiotherapeutische Massnahmen, die we care Dipu ermöglicht, besteht aber die Hoffnung, dass die körperlichen Einschränkungen zumindest gemildert werden können. Auch benötigt Dipu weiterhin Medikamente und regelmässige Nachkontrollen in Kolkata, für deren Kosten we care aufkommt.
Für die ‚we care‘ Homepage werden keine Spendengelder verwendet.