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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit
Adelaide – Ein intermittierendes Fasten, bei dem die Diätwilligen an 2 Tagen der Woche weitgehend auf die Nahrungszufuhr verzichteten und sich an den anderen 5 Tagen normal ernährten, hat in einer randomisierten Studie das Körpergewicht von adipösen Müttern gesenkt, denen nach einem Gestationsdiabetes dringend zur Gewichtsabnahme geraten wurde. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Clinical Nutrition (2021; DOI: 10.1093/ajcn/nqab058) veröffentlicht.
Die Zahl der Frauen, die während einer Schwangerschaft vorübergehend an einem Gestationsdiabetes erkranken, ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. In Deutschland lag die Prävalenz zuletzt bei 12,7 %. Der Grund für die Zunahme ist neben der Verschiebung des Kindeswunsches in ein höheres Lebensalter vor allem die zunehmende Adipositas bei jüngeren Frauen.
Epidemiologische Studien zeigen, dass ein Gestationsdiabetes häufig Vorbote eines späteren Typ-2-Diabetes ist. Den Frauen wird deshalb nach der Geburt des Kindes zu einer Diät geraten. Dies fällt jedoch vielen jungen Müttern schwer, zumal die Versorgung des Kindes mit einem erhöhten Stress verbunden ist (auf den viele Menschen mit einer vermehrten Nahrungsaufnahme reagieren).
Ein Team um Kristy Gray von der University of South Australia in Adelaide hat jetzt in einer randomisierten Studie untersucht, ob eine 5:2-Diät den Frauen das Abnehmen erleichtern könnte. An der Studie nahmen 121 übergewichtige Frauen teil, die über 12 Monate entweder eine 5:2-Diät oder eine normale Restriktionsdiät einhalten sollten. Bei der 5:2-Diät wurde die Energiezufuhr an 2 Tagen in der Woche auf 500 kcal beschränkt, an den anderen Tagen durften die Studienteilnehmerinnen nach Belieben essen. Bei der Restriktionsdiät war die Aufnahme durchgehend auf 1.500 kcal pro Tag beschränkt (für die Stillzeit waren 500 kcal extra erlaubt).
Nur die Hälfte der Teilnehmerinnen hielt die Diät durch, wobei es keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen gab. Für die 62 Teilnehmerinnen im medianen Alter von 39,6 Jahren mit einem Ausgangs-BMI von median 32,6 kg/m2 hat sich die Diät jedoch gelohnt. Wie Gray berichtete, verloren die Frauen unter der 5:2-Diät 4,8 kg an Gewicht gegenüber einer Abnahme um 3,2 kg unter der normalen Restriktionsdiät.
Die Differenz von 1,6 kg war zwar mit einem 95-%-Konfidenzintervall von -1,0 bis 4,2 kg nicht signifikant. Die Ergebnisse zeigen für Gray jedoch, dass ein intermittierendes Fasten ein gangbarer Weg für eine Gewichtsabnahme nach einer Schwangerschaft ist.
Ob die Diät langfristig auch die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes verhindern (oder wenigstens hinauszögern) kann, könnte nur in einer größeren Studie gezeigt werden. Die hohe Abbruchrate zeigt, wie schwierig es ist, junge Mütter davon zu überzeugen, dass sie nach der Geburt des Kindes auch an ihrer Gesundheit arbeiten müssen.