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Kümmern sich Konzerne wenig um Menschenrechte und internationale Umweltstandards?
Die Behauptung:
«Die Konzerne kümmern sich wenig um Menschenrechts- und internationale Umweltstandards, eignen sich gegebenenfalls die fruchtbarsten Landstriche an und transferieren die Gewinne in ihre Zentralen im Norden.»
Quelle:
Broschüre von Helvetas
Der Faktencheck:
Internationale Konzerne müssen sich viel stärker an Umwelt- und Sozialstandards halten, die in der jeweiligen globalen Lieferkette gelten, als lokale Firmen, die nicht an solche Vereinbarungen gebunden sind (Campling, L., & Havice, E. 2019. Bringing the environment into GVC analysis: antecedents and advances. In S. Ponte, G. Gereffi and G. Raj-Reichert (eds) Handbook on Global Value Chains. Edward Elgar Publishing). Das «land grabbing»-Argument musste in der Zwischenzeit auch relativiert werden, denn es liegt häufig an den jeweiligen Regierungen, unter welchen Bedingungen sie das fruchtbare Land zur Bewirtschaftung ausländischen Unternehmen zur Verfügung stellen (Aerni, P. The great misunderstanding of the global food crisis. In B. Heap and D. Bennett (Eds) Insights – Africa’s future: can biosciences contribute? Banson Publishers, Cambridge: 76-87 (2014)). Unter Umständen kann die lokale Landwirtschaft sehr wohl von solchen Investitionen profitieren. Die Aussage ist falsch.