Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03118.jsonl.gz/2351

"Rössli hü - Brüederherz"
Produktion 2022
Eine Geschichte aus dem Söiliamt.
Aufgeführt am Originalschauplatz,
dem "Gasthaus zum weissen Rössli",
Mettmenstetten
Für die Aemtler Bühne geschrieben von
Peter Niklaus Steiner
Geschichtliches Umfeld
Das Stück spielt im ausgehenden 18. Jahrhundert im Knonauer Amt. Damals herrschte noch die alte Ordnung, das «Ancien Régime», die Stadt Zürich regierte über das Land und genoss Privilegien, die dem Land vorenthalten waren. Die Ideen der französischen Revolution mit ihrem Anspruch auf «Liberté, Égalité, Fraternité», also gleiche Rechte für alle, erreichten auch die Schweiz und hatten ihre Ableger. So gab es im Jahr 1795 in Stäfa einen Aufstand gegen die Zürcher Obrigkeit, der mit militärischer Gewalt niedergeschlagen wurde, den «Stäfnerhandel». Dies hatte auch Auswirkungen auf das Söiliamt.
Das Stück
Der Zürcher Ratsherr von Meiss soll im Knonauer Amt Sympathisanten der aufwieglerischen Ideen gegen die Obrigkeit, sogenannte «Patrioten», ausfindig machen und stösst auf die Brüder Näf. Johannes, den Untervogt von Hausen und Oberleutnant bei den Knonauer Truppen, und Kaspar, ein Landarzt. Beide stehen für ein selbstbewusstes, fortschrittliches Söiliamt. Während Johannes als Untervogt der Stadtrepublik Zürich gegenüber loyal verpflichtet ist und kein Aufbegehren gegen die Obrigkeit duldet, freuen sich sein Bruder und dessen Frau Lisette über das vom jungen Leutnant Syz heimlich verfasste, revolutionäre «Freiamtlied». Johannes ist beliebt bei den Leuten und geniesst auch beim Landvogt eine gute Reputation, was ihm den Vorschlag zum Freiamthauptmann einbringt, dem höchsten Amt, das von einem Nicht-Städter im Söiliamt besetzt werden kann. Er verspricht seinen Landsleuten bessere Verhältnisse und wird an der «Freiamtgemeinde» mit überwältigender Mehrheit gewählt. Für Ratsherr von Meiss bleibt Johannes jedoch suspekt. Er verdächtigt ihn, das entdeckte «Freiamtlied» selbst verfasst zu haben. Und nachdem Johannes, der kurz vor der Hochzeit mit Dorothe, der Wirtshaustochter vom «Weissen Rössli» stand, in eine Liebesintrige mit Meiss’ Tochter Regula verstrickt wird, schwimmen ihm die Felle davon. Er erhält den Befehl, mit den Knonauer Truppen den Aufstand in Stäfa niederzuschlagen, also gegen die eigenen Landsleute vorzugehen, was ihn in einen argen Gewissenskonflikt bringt und den Ratsherrn zum persönlichen Feind macht.
Bei der Dramatisierung des Stoffs geben sich Dichtung und Historie die Hand. Geschichtliche Ereignisse beruhen auf persönlichen Schicksalen und führen, kommentiert vom unverbesserlich optimistischen Faktotum Jakobli durch wundersame Wendungen und mutige Entscheidungen zu ihrem erbaulichen Happy End! So geschehen anno dazumal im Wirtshaus zum weissen Rössli.
Vorstellungsdaten
Blindtext in weiss
Die Vorstellungen vom 3., 14. und 18. Dezember sind für "die Mobiliar" reserviert.
Hinter / neben der Bühne
Regieassistenz: Petra Roether-Franz
Inspizienz: Iva Fornera
Musik: Fabio Ryser
Bühnenbild: René Ander-Huber / Thomas Stricker
Bühnenbau: Thomas Strebel / Strebel Holzbau
Requisiten: Thomas Stricker / Chrigi Risi / René Ander-Huber
Kostüme: Kathrin Kündig
Maske / Frisuren: Jessica Rusch, Katharina Fenne und Team
Technik: Marco Erni und Team
Grafik: Pablo Suter
Produktionsleitung: Vreni Spinner / Tobias Sonderegger
Finanzen: Chrigi Risi
Sponsoring: Willi Schmid und Team
Online-Ticketing: Ruth Anderegg
Abendkasse: Vreni Mesot und Team
Bistro: Chrigi Risi / Brigitte Perret / Lucy Kühne / Regula Grüninger
Homepage und Social Media: Patricia Schuppisser / Chrigi Risi
Fotos: Ralf Franz
PR: Tobias Sonderegger