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Manila - Aus Protest gegen die Räumung ihres Slums haben tausende Menschen eine Haupt-Verkehrsader in der philippinischen Hauptstadt Manila lahmgelegt. Die aufgebrachte Menge besetzte die wichtige Durchgangsstrasse Epifanio de los Santos Avenue (EDSA).
Die Slumbewohner attackierten Abriss-Crews und Polizisten mit Steinen und anderen Wurfgeschossen. Dutzende Menschen wurden verletzt.
Die Behörden hatten die Räumung eines 22 Hektar grossen Areals im Stadtteil Quezon angeordnet. Dort hatten tausende Einwohner, die die normalen Mieten nicht zahlen können, in selbst gebauten Hütten gehaust.
2000 Familien hatten einen Räumungsbefehl erhalten, bestätigte das Wohnungsbauamt (NHA). Sie sollten umgesiedelt werden, doch beschwerten sie sich, dass das neue Gelände weit ausserhalb der Stadt liegt.
Nach Angaben der philippinischen Behörden leben in Manila 2,7 Millionen Menschen in Slums. Die Weltbank schätzt ihre Zahl auf sechs Millionen, die Hälfte der Einwohner der Stadt.
SDA-ATS