Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/265964

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, die vier Hauptforderungen aus den aktuellen Protestaktionen für die Ausarbeitung der Agrarpolitik umfassend zu integrieren und zu berücksichtigen:<br>1. Mehr Planungssicherheit durch längere agrarpolitische Planungshorizonte<br>2. Weniger administrativer Aufwand<br>3. Bessere Marktbedingungen für bessere Preise&nbsp;<br>4. Angemessene Wertschätzung für die Arbeit und Produkte aus der Landwirtschaft</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat ist sich der vielfältigen Herausforderungen für die Landwirtinnen und Landwirte bewusst. Das Parlament hat den Bundesrat mit der Motion 22.4251 «Bericht zur zukünftigen Ausrichtung der Agrarpolitik. Konkretisierung des Konzepts» beauftragt, bis Ende 2027 eine Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) zu unterbreiten.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Für die Ausarbeitung einer entsprechenden Vorlage soll der Bundesrat insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-left:36pt; margin-bottom:0pt; text-indent:-18pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt; -aw-import:list-item; -aw-list-level-number:0; -aw-list-number-format:'%0)'; -aw-list-number-styles:'lowerLetter'; -aw-list-number-values:'1'; -aw-list-padding-sml:6.97pt"><span style="-aw-import:ignore"><span style="font-family:Arial">a)</span><span style="width:6.97pt; font:7pt 'Times New Roman'; display:inline-block; -aw-import:spaces">&#xa0;&#xa0;&#xa0;&#xa0; </span></span><span style="font-family:Arial">Sicherstellung der Ernährungssicherheit auf Basis einer diversifizierten inländischen Nahrungsmittelproduktion mindestens auf aktuellem Niveau der Selbstversorgung;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-left:36pt; margin-bottom:0pt; text-indent:-18pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt; -aw-import:list-item; -aw-list-level-number:0; -aw-list-number-format:'%0)'; -aw-list-number-styles:'lowerLetter'; -aw-list-number-values:'2'; -aw-list-padding-sml:6.73pt"><span style="-aw-import:ignore"><span style="font-family:Arial">b)</span><span style="width:6.73pt; font:7pt 'Times New Roman'; display:inline-block; -aw-import:spaces">&#xa0;&#xa0;&#xa0;&#xa0; </span></span><span style="font-family:Arial">Reduktion des ökologischen Fussabdrucks von der landwirtschaftlichen Produktion bis zum Konsum von Lebensmitteln; dabei sind die Importe mitzuberücksichtigen;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-left:36pt; margin-bottom:0pt; text-indent:-18pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt; -aw-import:list-item; -aw-list-level-number:0; -aw-list-number-format:'%0)'; -aw-list-number-styles:'lowerLetter'; -aw-list-number-values:'3'; -aw-list-padding-sml:7.66pt"><span style="-aw-import:ignore"><span style="font-family:Arial">c)</span><span style="width:7.66pt; font:7pt 'Times New Roman'; display:inline-block; -aw-import:spaces">&#xa0;&#xa0;&#xa0;&#xa0; </span></span><span style="font-family:Arial">Verbesserung von wirtschaftlichen und sozialen Perspektiven für die Land- und Ernährungswirtschaft; </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-left:35.7pt; margin-bottom:6pt; text-indent:-17.85pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt; -aw-import:list-item; -aw-list-level-number:0; -aw-list-number-format:'%0)'; -aw-list-number-styles:'lowerLetter'; -aw-list-number-values:'4'; -aw-list-padding-sml:6.58pt"><span style="-aw-import:ignore"><span style="font-family:Arial">d)</span><span style="width:6.58pt; font:7pt 'Times New Roman'; display:inline-block; -aw-import:spaces">&#xa0;&#xa0;&#xa0;&#xa0; </span></span><span style="font-family:Arial">Vereinfachung des Instrumentariums und Reduktion des administrativen Aufwands.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Zur Erfüllung des Auftrags gemäss Buchstabe d) wird der Bundesrat dem Parlament im Rahmen der AP30+ Vorschläge zur Reduktion des administrativen Aufwandes unterbreiten. Zudem empfielt er die Motion Müller Leo «Bauernfamilien in der Agrarpolitik glaubhaft entlasten» (23.4212), die Entlastungen im Bereich der Direktzahlungen fordert, zur Annahme. Weiter wird der Bundesrat prüfen, wie die Markttransparenz entlang der Wertschöpfungskette erhöht werden kann, damit die wirtschaftlichen Perspektiven für die Landwirtschaft verbessert werden können (vgl. Bst. c). Diesbezüglich empfielt er die Motion de Montmollin «Stärkung der Wertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft, um die Einkommen zu verbessern» (23.4515) zur Annahme. Erkenntnisse zur Entwicklung und Verteilung der Wertschöpfung wird zudem der Bericht in Erfüllung des Postulats 22.4252 «Wettbewerbssituation im Lebensmittelmarkt» liefern. Damit werden die von der Motionärin genannten Hauptforderungen nach weniger administrativen Aufwand und besseren Marktbedingungen für bessere Preise im Rahmen der AP30+ bereits berücksichtigt.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Forderung nach längeren Planungshorizonten kann, was die gesetzlichen Anpassungen betrifft, nicht im Rahmen der Ausarbeitung der AP30+ erfüllt werden, da das Parlament über den Zeitpunkt von Gesetzesanpassungen entscheidet. Der Bundesrat kann dem Parlament diesbezüglich keine Vorgaben machen. Im Gesetz vorgeschriebene zeitliche Vorgaben für Gesetzesanpassungen sind zudem wenig zielführend, da das Parlament diese jederzeit selber wieder aufheben kann. Für die Zeitperiode 2026 bis 2029 schlägt der Bundesrat dem Parlament eine reine Zahlungsrahmenbotschaft ohne weitere Gesetzesanpassungen vor.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Was die angemessene Wertschätzung für die Arbeit und Produkte aus der Landwirtschaft betrifft, möchte der Bundesrat betonen, dass er die Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte zugunsten der Gesellschaft (z.B. Beitrag zur Ernährungssicherheit durch eine nachhaltige und diversifizierte Produktion oder Erhalt der Biodiversität) anerkennt. Diese Leistungen werden auch von der Schweizer Bevölkerung anerkannt und von der öffentlichen Hand gefördert.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Wertschätzung für die Produkte aus der Landwirtschaft ist in erster Line Sache der Marktpartner sowie der Konsumentinnen und Konsumenten. Der Bundesrat sieht keine Möglichkeiten, wie die Wertschätzung der Landwirtschaft mit einer Gesetzesanpassung erhöht werden kann. </span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.