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Was genau ist Agility
Agility ist Englisch und steht für Wendigkeit, Flinkheit und Agilität. Es handelt sich dabei um eine Hundesportart, bei welcher der Hund einen Parcour von Hindernissen in einer festgelegten Reihenfolge innerhalb einer bestimmten Zeit überwinden muss. Eine korrekte Körpersprache und genaue Anweisungen des Herrchens spielen dabei eine wichtige Rolle. Während des Parcours darf aber weder Hund noch Gerät vom Menschen berührt werden. Ein Hindernislauf besteht übrigens aus 12 bis 20 Elementen.
Agility-Geräte
Es gibt zahlreiche Geräte, welche für einen Parcour aufgestellt werden können. Hier eine Aufzählung davon:
· Tisch
Nach Aufsprung muss der Hund mindestens 5 Sekunden auf dem Tisch warten, bis er wieder abspringen darf.
· Hürden
Das Ziel ist es, über die Hürde zu springen, ohne die Stangen zu berühren.
· Reifen
Der Reifen muss durchsprungen werden, was für viele Hunde Überwindung kostet.
· Weitsprung
Der Weitsprung besteht aus zwei bis fünf Elementen, die hintereinander aufgestellt werden. Der Hund darf die Hindernisse beim Sprung nicht berühren.
· Slalom
Der Slalomparcour besteht aus 12 Stangen, welche in Abständen von 60 cm aufgestellt werden. Der Hund muss dabei immer rechts von der ersten Stange das Hindernis betreten.
· Laufsteg
Der Laufsteg beinhaltet zwei Kontaktzonen. Eine am Anfang und eine zum Schluss. Dabei muss der Hund beim Überqueren die beiden Zonen mit mindestens einer Pfote berühren. Diese Zonen sind je 90 cm lang und in einer anderen Farbe markiert. Die Höhe des Laufsteges ist etwa 120 cm, die Breite 30 cm und die Länge zwischen 360 und 380 cm.
· Wippe
Genau wie der Laufsteg hat auch die Wippe zwei Kontaktzonen, welche vom Hund berührt werden müssen. In Ruhestellung ist die Wippe auf einer Seite am Boden. Sobald der Hund die Mitte der Wippe erreicht hat, kippt sie auf die andere Seite und der Hund kann weiterlaufen. Die Wippe ist ca. 60 cm hoch, 30 cm breit und 360-380 cm lang. Die Kontaktzonen sind wie beim Laufsteg jeweils 90 cm lang.
· Schrägwand
Die Schrägwand (auch A-Wand genannt) besteht aus zwei schiefen Ebenen. Auch dieses Hindernis beinhaltet Kontaktzonen. Allerdings sind diese 106 cm lang. Die Breite für die Schrägwand beträgt 90-115 cm (oben ca. 60 cm) und die Höhe beläuft sich auf 1,70 m.
· Tunnel
Der Tunnel wird mit Gewichten am Boden fixiert und muss in der vorgegebenen Richtung durchlaufen werden. Der Durchmesser beträgt 60 cm und die Länge zwischen 300 und 600 cm.
· Stofftunnel / Sacktunnel
Das Hindernis besteht aus zwei Teilen. Der Eingang ist u-förmig und besteht aus festem, steifem Material. Daran schliesst sich der flexible Teil an. Dieses Material ist weich und so beschaffen, dass sich die Hunde darin nicht verfangen können. Die Höhe des Tunnels beträgt 60 cm. Der feste Teil hat eine Länge von 90 cm und der darauffolgende flexible Teil weisst eine Länge von 250-300 cm auf.
Aller Anfang ist schwer
Ganz am Anfang ist es wichtig, dass unser Vierbeiner die üblichen Kommandos kennt und problemlos ausführen kann. Dazu gehören vor allem Befehle wie Sitz, Platz und Bleib. In den ersten Lektionen werden den Hunden die Geräte und Hindernisse etwas nahegebracht. Sprunghindernisse werden niedrig eingestellt und die Schrägwand und der Laufsteg werden flach gestellt. Dies vereinfacht das Erlernen für Neulinge sehr.
Für wen ist Agility geeignet?
Dieser Hundesport ist für jeden Hund geeignet. Es wurden verschiedene Klassen eingeführt, sodass auch kleine Hunde an Wettkämpfen teilnehmen können. Voraussetzung ist aber, dass der Gesundheitszustand des Hundes in Ordnung ist. Denn vor allem die Gelenke werden bei dieser Sportart strapaziert. Agilty bindet zusätzlich die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Ein grosses Vertrauen wird aufgebaut und es entsteht eine starke Verbundenheit, was zu einem tollen Team führt.
Was ist bei diesem Hundesport zu beachten?
Im Vordergrund muss immer der Spass stehen. Dabei ist nicht der Gewinn das Ziel, sondern der Spass, den man mit dem eigenen Hund hat. Als Frauchen oder Herrchen ist es wichtig, dass man sich mit dem vierbeinigen Freund befasst, mit ihm spielt, auf ihn eingeht und ihn lobt, wenn er etwas toll gemacht hat. All diese Dinge können beim Agilty eingebaut werden. Zusätzlich stärkt die Aktivität das Selbstvertrauen des Hundes und das Vertrauen vom Hund zum Besitzer. Wichtig beim Erlernen des Sportes ist viel Geduld mitzubringen. Der Hund muss die Geräte erst einmal kennenlernen und wird dabei Fehler machen. Dafür darf er nicht bestraft werden, ansonsten bleibt die Angst, welche man kaum noch weg bekommt. Viele Beziehungen gehen so kaputt.
Denkt immer daran, Ihr seid ein Team und Ihr macht das zusammen!