Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/2100

Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls im Jahr 2003 verpflichtete sich die Schweiz, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 gegenüber 1990 um 8 Prozent zu vermindern. Das Bundesamt für Umwelt BAFU liess nun verlauten, dass die Schweiz das festgelegte Ziel erfüllt haben soll. Dabei wurden auch die im Ausland erworbenen Emissionsreduktionszertifikate, sowie die CO2-Senkenleistung der Schweizer Wälder mitberücksichtigt.
Der Grossteil der Reduktionsmassnahmen, wie die CO2-Abgabe, das Gebäudeprogramm und die CO2-Emissionsvorschriften, erfolgte im Rahmen des CO2-Gesetzes. Auch weitere seit den 1990er-Jahren getroffene Massnahmen sollen laut BAFU zur Verminderung der Emissionen beigetragen haben. Hierbei werden unter anderem die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung des öffentlichen Verkehrs und die Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene genannt.
Dennoch sollte man die Mitteilung vom BAFU kritisch betrachten. “Nur dank arg geschönter Bilanz erreicht die Schweiz die Kyoto-Klimaziele ganz knapp“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima- und Energie beim WWF Schweiz. Statt deutlich zu sinken blieben die Treibhausgas-Emissionen von 2008 bis 2012 praktisch konstant. Die Schweiz musste massiv Verschmutzungsrechte zu kaufen, um die Ziele des Kyoto-Abkommens knapp zu erfüllen.
Bild: Cornelius Hansen (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons