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Returning at home from vacation, I found my (physical) mailbox filled mostly with request from charities for money. Most of them I did pay something in the past and am willing to pay again. But digging through that heap of dead tree material made me angry, and made me realize more clearly than ever that there must be a better way for them to collect funds than that!
The motivation to donate comes from inspiring moments of reading, of being open to good thoughts and intents. These moments are mostly damaged by a feeling of being forced into dealing with heaps of letters each trying to address me friendly, but in their amount being a nuisance of too much information at the wrong time and in the wrong media.
What immediately came to my mind then was Flattr.
That’s exactly the way how I’d more than happy (AND efficient!) to pay charities. I would like to answer each and every charity that sends me paper mail asking for money (or tries to urge me into a regular payment via those professionally enthusiatic young hired fundraising agents on the streets) with a suggestion to present their activities online (as many already do) and use Flattr to get funds.
To find out if that could work, I read through Flattr docs and was glad to find that they already support charities with a charity account status that has no fees. And subscriptions also fit nicely with the idea to support something on a ongoing basis.
I got stuck however in one regard: At least for me, and I assume for many others as well, donating to charities is amount-wise an entirely different category than donating to interesting web “things” like blog entries or podcasts.
For both, a monthly budget and the attention based distribution thereof, as Flattr provides it, is perfect.
But it’s a significantly different donation chunk size for charity projects than for blogs. I want to give more to the latter per click (but not a fixed amount, as the donation feature would already allow).
Presently, the only way I see to work around that, would be having two Flattr accounts with two budgets. But that seems to me to be opposite to the entire Flattr idea of simply being logged in all the time to allow quick single click donations.
So I tried to imagine what extension of Flattr functionality could help. Basically, it boils down to an option to extend the donation beyond a single flattr, like subscriptions already provide on the time axis.
I’d imagine a flattr button that converts to “flattr more” instead of “subscribe”. Clicking it would open a window like it does now, offering subscription (repeated donation) but additionally an option to donate a larger share of the budget, or a share of another budget.
The former (larger share) would be simple: Just offer a multiplier, so I can flatter a thing 5x, 10x, 20x instead of just 1x.
The latter (different budget) is certainly more complicated. Users would need to have the option to add more budgets for different purposes to their accounts, which is probably confusing for many. But it would help to keep separate topics apart.
These are just two of my ideas how it could work.
The point however is: I think the Flattr concept could revolutionize donations in many more areas (traditional charities is just one of them), but for that it needs to step beyond the current “all things are equal” mode, in one way or another.
Ein paar Gedanken angeregt von “Sie schaffen Glück, keine Jobs” von Philipp Löpfe (TA vom 26.4.2011)
Sich mit der Frage nach dem Nutzen von Social Media auseinanderzusetzen wie es der Artikel verspricht, fände ich durchaus spannend. Leider scheint mir die ganze Argumentation an einem unreflektierten Dogma aufgehängt: Viele Arbeitsplätze = Wohlstand.
Doch wieso eigentlich soll hektische Aktivität an sich Wohlstand sichern?
Erst mal ist das Gegenteil der Fall. Wohlstand besteht darin, dass die Menschen sich eben *nicht* total abrackern müssen, um zu überleben.
Um das zu erreichen, gibt es zwei Wege: Erstens: Andere die Arbeit machen lassen – früher waren es Sklaven, später kamen die Maschinen mit dem Energieverbrauch dazu. Und zweitens: Verbesserung der Methoden, so dass mehr mit weniger Aufwand erreicht werden kann.
Auf beiden Wegen sind wir lange und weit vorwärtsgekommen. Während sich aber sich die Grenzen der Versklavungsmöglichkeiten und der Resourcenverschwendung überall unerbittlich zeigen, ist das Potential unendlich, neue Methoden zu finden, um das Vorhandene besser zu nutzen, und dann zu verbreiten. Die Natur macht das seit Millionen von Jahren, und wir nennen es Evolution.
Diesbezüglich sind wir an einem interessanten Punkt. Bis vor sehr wenigen Jahren hielt die Biologie das absolute Monopol in der Informationstechnologie.
Speicherdichten und Replikationsmechanismen wie in den Genen, Verarbeitungskapazitäten wie in Gehirnen waren technisch unvorstellbar. Nicht mehr so sehr heute. Dass deswegen die Roboter bald die Herrschaft übernehmen halte ich zwar für Quatsch. Nicht aber, dass die Informationstechnik für die Evolution (der Menschen) relevante Grössenordnung bekommen hat.
Vielleicht muss ich es noch etwas zuspitzen, damit der Gedanke klar wird: Was anderes, als eine schnelle Entwicklung des Bewusstseins der gesamten Menschheit kann uns noch retten? Und was anderes als die effiziente Verbreitung von Wissen und Erfahrung könnte dazu beitragen?
Oh gewiss, ein grosser Anspruch an Facebook &Co :-)
Aber auch weniger ausschweifend betrachtet – Social Media ernsthaft daran zu messen, wiewenige Menschen dadurch in einem Datencenter für Lohn Dienst schieben dürfen, ist absurd.
Oder zumindest irrelevant, sogar rein volkswirtschaftlich, im Vergleich zu den Auswirkungen dieser Informationsströme, z.B. in den vielen Firmen, die ihr Marketing total auf Social Media aufbauen, oder meinetwegen die an klassischen Arbeitsplätzen damit verplemperten Stunden (oder war das schon Aufbauarbeit für ein zweites Standbein?). Erst recht mit einem Seitenblick auf die kürzlichen Ereignisse im nahen Osten, die dürften wirtschaftlich relevanter sein als jede nur denkbare Anzahl von Arbeitsplätzen bei Facebook.
Übrigens – dass Twitter&Facebook keine Riesenapparate sind, ist eine gute Nachricht! Das heisst, dass sie noch nicht quasi unersetzlich sind. Denn wenn Social Media irgendwas bringen soll, darf es mittelfristig nicht von Herrn Zuckerbergs Laune abhängen, wie die Welt kommuniziert!
Wer sich mal die Finanzierungsmodelle angeschaut hat, weiss, dass bei einem BGE nicht mehr umverteilt würde, sondern vor allem auf eine andere Weise.
Aber was bringt diese “andere” Weise (die Bedingungslosigkeit) denen, die heute kein Grundeinkommen brauchen? Diese fragen sich, weshalb sie Steuern zahlen sollen und einfach hoffen, dass die Menschen damit via BGE Sinnvolles tun, anstatt auf der Kontrolle, also den bedingten Sozialleistungen, zu bestehen.
Das ist eine sehr zentrale Frage, deren Beantwortung aber im Theoretischen sich nur aus dem Menschenbild der Antwortenden ergeben kann. Ob der Mensch sozial oder doch rein eigennützig sei, darüber lässt sich trefflich und endlos streiten.
Umso überraschender ist es, ein Grundprinzip des BGE, nämlich die Leistung nicht im Nachhinein zu entschädigen, sondern durch einen Vorschuss zu ermöglichen, an einem ganz unerwarteten Ort eingenistet zu entdecken.
Dieser Ort ist der AppStore, der on-line Laden für Zusatzprogramme (Apps) für das iPhone und das iPad. Dort ist in den zweieinhalb Jahren seit Eröffnung im Sommer 2008 eine neue Art von Software-Markt entstanden, den es vorher nicht gab. Zuvor kosteten Programme dieser Art, wie sie auf einem Mobiltelefon laufen, mehrere dutzend Geldeinheiten. Der AppStore hat aber mit einer (willkürlichen) Vorgabe gestartet, dass eine App nicht mal ein Zehntel davon kosten sollte, also meist weniger als eine Tasse Kaffee.
Die Freude beim Publikum war gross, und einige Apps liefen deshalb dermassen gut, dass die Hersteller auch mit dem Spottpreis so richtig reich wurden. Das sind die Goldgräbergeschichten, die durch die Medien breit gefeiert wurden.
Der Aufwand aber, eine App zu schreiben, ist nicht kleiner als früher. Deshalb setzte bei den Entwicklern bald Katzenjammer ein. Wie soll man von den Spottpreisen leben können, wenn man nicht einen Top-Hit landet? Das war der Tenor der Diskussion vor ca. einem Jahr.
Diese Frage ist natürlich nicht vom Tisch. Es ist die Frage danach, wer denn jetzt die 90% bekommt, um die der Durchschnittspreis gesunken ist. Nur wer 10 mal mehr verkauft als früher, hat gleichviel wie damals. Und, warum sollte das, ausser bei einzelnen Glücklichen, der Fall sein?
Eine Antwort: Weil sich das Verhalten der Kunden geändert hat. Früher (und heute noch beim klassischen Softwareverkauf) haben diese 10 kostenlose Demoversionen ausprobiert, und schliesslich diejenige, die am Besten gefiel, für z.B. 20 Geldeinheiten gekauft. Alle anderen hatten zwar Aufwand mit dem potentiellen Kunden, gingen aber leer aus. Im AppStore hingegen werden für eine Aufgabenstellung viel eher einfach einige App-Varianten für je ein, zwei Geldeinheiten gekauft. Eine davon ist dann schon die richtige. Die total ausgegebene Summe ist pro Kunde und Aufgabenstellung etwa dieselbe.
Man kann dieses lockere App-Kaufen nun bloss als weiter angeheiztes Konsumverhalten mit neuen Mitteln sehen. Ich glaube aber, da spielt sich etwas ab, das sich im Kontext des Grundeinkommens näher zu betrachten lohnt. Denn das lockere Kaufen, das sich hier zeigt, weicht die klassische 1:1-Forderung nach direkter Gegenleistung für jede Geldausgabe auf.
Ich zahle mehrmals einen geringen Beitrag fürs Ausprobieren, streue quasi Geld aus, ohne im Vornherein zu wissen, ob ich das gesuchte Ergebnis wirklich bekomme. Aber im Vertrauen, dass im Schnitt schon jemand die gewünschte Gegenleistung erbringen wird, und eine App liefert, die mein Bedürfnis erfüllt. Dass ich dabei 9 anderen, die mein Bedürfnis nicht erfüllt haben, auch Geld gegeben habe, vielleicht sogar jemandem, der wirklich lausige Arbeit gemacht hat, stört nicht oder kaum. Soweit: nichts verloren – ich komme immer noch auf meine Kosten.
Was aber habe ich gewonnen? Die Entlastung vom Kontrollaufwand! Keine Angst mehr, vielleicht das Falsche schmerzhaft teuer zu kaufen. Die konkrete Erfahrung, dass im Schnitt, trotz Betrügern, Blendern und Schmarotzern, ein brauchbares Return on Investment herausschaut. Und ich lerne mehr Produkte kennen – auch wenn sie für mich nichts taugen, so erfahre ich etwas darüber, was anderen gefällt.
Nun, an sich ist die Erkenntnis recht trivial. Risikokapitalgeber arbeiteten schon immer so. 10 Versuche, 9 in den Sand gesetzt, doch einer gelingt und bringt mehr.
Dass sich dieses Verhalten in einem hochkompetitiven Markt für Endkunden, denen man in letzter Zeit kaum mehr als “Geiz ist geil” zugetraut hat, herausbildet, finde ich jedoch interessant.
Und noch mehr die Anschlussfrage: was hat denn dazu geführt? Meiner Meinung nach im Wesentlichen ein einziger Parameter – die willkürliche Herabsetzung der Preise auf einen Zehntel. Oder anders herum betrachtet: die Tatsache, dass den Kunden potentiell die 10-fache Kaufkraft einfach mal gegeben wurde, ohne Bedingung. Das hat aber nicht dazu geführt, dass einfach 90% des Umsatzes in diesem Markt wegbrach, obwohl man das rechnerisch durchaus hätte befürchten können (und auch hat).
Massiv verringert hat sich nur die Abhängigkeit des einzelnen Kunden vom einzelnen Anbieter. Nicht aber die Bereitschaft der Kundschaft als Ganzes, der Anbieterschaft als Ganzes genug Geld zukommen zu lassen. Und auch nicht der Anteil dessen, was der Einzelne von seinem (klassisch durch eigene Leistung verdienten!) Einkommen dafür einsetzt.
Ich will diese Beobachtung nun nicht als “Beweis” ins Feld führen, dass ein Grundeinkommen funktionieren wird. Aber ich möchte dazu anregen, mit den Behauptungen und Befürchtungen auch in scheinbar weit entfernten Kontexten wie diesem intensiv zu spielen.
Zum Beispiel weiterzuspinnen, und anhand der zwei verschiedenen Kontexte auch mal zu versuchen, die Befriedigung durch Konsum etwas zu sezieren. Worin liegt dort die Befriedigung? Worin der Betrug, die Sucht? Könnte es etwa die (vermeintliche) Unabhängigkeit, die Selbstständigkeit des Kaufentscheids sein, die so attraktiv ist? Und wenn, könnte es gesellschaftlich nicht effizienter und gesünder sein, diese Unabhängigkeit tatsächlich zu gewähren, anstatt sie nur durch immer raffiniertere Taktiken vorzuschützen, gleichzeitig aber Entmündigung voranzutreiben?
Vor einem Jahr war das iPhone 3GS neu, und brauchte eine Tasche, deren Herstellung ich damals in diesem Blog dokumentiert habe. Zum Bloggen bin ich zwar in der Zwischenzeit nicht gross gekommen (gut Ding will Weile haben oder so), jedoch ein nagelneues iPhone4 habe ich seit gestern vorliegen. Deshalb hier ein ganz kleines Taschenupdate.
Das iPhone4 ist ein wenig dünner, deshalb ändert sich die Breite des “Schlauches” den man nähen muss (wie gesagt, Detailanleitung zur Herstellung so einer Tasche gibts hier).
Statt 69mm beim 3G/3GS sind es 66mm fürs iPhone4, statt 73mm nur 70mm. Also total 6mm weniger Umfang:
Fertig sieht dann das etwa so aus:
Zeitaufwand etwa 30min. Viel Spass!
Why doesn’t this kind of device exist for a long time already?
Since I have a MacBook PRO which allows using multitouch gestures on the trackpad (especially scroll and zoom) I miss these a lot when I work on a desktop Mac.
The “photo” above is of course a very amateurish work of Photoshop editing my external keyboard and and the MacBook’s trackpad together.
However, should I get access to a broken MacBook body with the trackpad still functional before Apple or someone else makes a real product like this, I’d probably try to create one myself.
As the internal trackpad is a regular USB device (only connected internally), all I’d have to do would be connecting it to a normal USB cable, cutting the Trackpad plus the needed frame material from the MB(P) body, and putting everything together in a decent housing, probably made from a thick sheet of aluminium. I guess I’ll be better at doing that in the workshop than in photoshop…
Donations of broken MBP cover plates are welcome – pointers to external trackpad products that might already exist as well, of course! But remember, it’s the multi-touch I look for, not just an external trackpad.
[Update: just saw this product – altough it is for PC only and looks ugly to me, it is a step into the right direction. Still, I guess Apple’s rumoured multi-touch mouse is more likely to provide what I am looking for]
[Update2: Indeed, it looks like Apple just released (kind of) what I was looking for: The Magic Mouse.]
[Update3 – August 2010: The Magic Mouse was a first step, but apparently they have really listened (to me? ;-)) and thus created the Magic Trackpad. I already got one and yes, it’s exactly that what I wanted]
Ich schreibe diesen Blogeintrag, um Tim Pritlove zu bestechen, neue Folgen von seinem Podcast “Chaosradio Express“, oder eben kurz CRE, vorzeitig zu releasen. Das auf ausdrücklichen Wunsch, s. seinen Blogeintrag.
Nun, das Ganze ist natürlich ein Spiel mit der Aufmerksamkeit und den Möglichkeiten des Netzes. Auftragsblogging? Virtueller Flashmob? Gratiswerbung? Gefolgschaft beweisen? Community testen? Ob Absicht oder nicht, von alledem hat es etwas. Und für uns, die mitmachen? Ich müsste lügen wenn ich sagte, es ginge mir nicht auch um Aufmerksamkeit – eine Gelegenheit in einen Kontext verlinkt zu werden, den ich durchaus bewundere. So ist das für mich mit dem “Bestechungsbloggen” nicht halb so wild – ich tu’s nicht uneigennützig.
Aber ich würde nicht darüber schreiben, wenn ich CRE nicht für einen wirklich hervorragenden Podcast hielte.
Pro Sendung geht es um ein Thema, manchmal rein technisch, manchmal im weiteren gesellschaftlichen Umfeld von Technikthemen. Besonders schätze ich, dass der Podcast so lange dauert, wie das Thema etwas hergibt, mal anderthalb, mal zweieinhalb Stunden. Ohne Pause, ohne Musik, einfach ein Gast oder mehrere Gäste, die Tim interviewt.
Inhaltlich finde ich die rein technischen wie die gesellschaftlichen Themen meist sehr interessant – bei den zweiten gibt es für mich als Schweizer auch viel zu lernen über das politische System in Deutschland (trotz Nachbarland und gleicher Sprache haben wir hier erstaunlich wenig Ahnung davon).
Ich finde aber schon, dass Tim als Interviewer bei den technischen und techniknahen Themen am meisten zu bieten hat – ich fühle mich selten so gut vertreten bei einem Interview (in dem Sinne, dass dem Gast die Fragen gestellt werden, die ich selber gern stellen würde) wie bei so richtig technischen Themen. Es ist für mich genau die richtige Mischung aus Rekapitulieren und präzise Nachfragen. Der breite Erfahrungshintergrund im Nerd-Bereich den Tim hat macht es für mich aus, und das echte Interesse (so kommte es wenigstens rüber) an den Themen, auch an den nifty details.
Insofern bin ich etwas ambivalent, wenn die Rede davon ist die Themenauswahl für CRE allzusehr zu verbreitern. Insbesondere dann, wenn es darum ginge, das nur zu tun weil der “Markt es verlangt”. Es ist vielleicht eine unrealistische Forderung (s. unten), aber ich hoffe, dass Tim auch weiterhin die Themen entsprechend seinen eigenen brennenden Interessen sucht und auch in der Tiefe entsprechend behandelt – und nicht nach Einschaltquoten.
Damit bin ich an einem Punkt, der mich bei CRE auch sehr interessiert aber bisher kaum zur Sprache kam – und das wäre die Arbeitsweise, wie man denn als selbständiger Podcaster sich organisiert und überlebt. Oder wie das die Gäste machen, z.B. neben oder mit ihrem OpenSource-Engagement. Eine Folge “Arbeitsmodelle für Nerds”? Ich bin einfach neugierig was z.B. Tims extrem trockenes “so siehts aus” als Antwort auf Götz Werner’s Frage “Sie sind doch auch ein Freelancer?” (eine Episode in der dieGesellschafter.de-Podcast-Serie u.a über das Grundeinkommen) eigentlich heisst.
The latest example of Apple’s walled garden policy around the iPhone – they apparently pulled the Google Voice App – makes me think if the internet has really reached the mobile space.
Of course, technically it has, a long time ago. I could browse the internet with my Nokia 9210 communicator in 2001. But back then (and all the years full of PocketPC, Palm and Symbian smartphones, until the iPhone came out) it was a truly unpleasant experience, and it was easy to understand why not many used that painful kind of mobile internet.
Then the iPhone seemingly changed that. For the first time, a mobile device had a browser that actually was easy and even fun to use. The usability and smoothness of the UI however was only one half of the story, the other half was that Apple was able to force feed data plans to their customers that removed the fear of paying unpredictably huge amounts of money for mobile data usage. At the same time, they convinced the carriers to offer way more attractive data plans than ever before – still expensive, but at least affordable for many.
So for a while, it seemed the mobile internet was reality. But it is not. What we have is a marketing game played by the carriers selling “unlimited mobile internet” access but essentially refusing to provide the whole thing. Web, email, chat – yes, large downloads, streaming video, tethering – maybe, depending on your carrier’s mood, skype and VoIP – no.
And most importantly: true mobility – definitely no. If I leave the country, I’ll bankrupt myself within a few minutes of web surfing.
Today’s “mobile internet” is a walled garden, and relies on devices that help enforcing the wall. The iPhone is the most prominent example today, but Android or webOS aren’t any different in that respect.
Apple of course uses the control they have over the platform for other goals from their own agenda, but I suspect the absolutely predominat force behind all the lockdown efforts are the carriers that demanded a walled garden mobile internet from day one of the iPhone age, and still do so.
The other arguments brought forward to explain why locked down devices are good remind me a lot of long lost battles of the DRM age. Remember Microsofts “Longhorn”? The futile hope for security by technical means alone? While it won’t ever work, it’s still good for PR as Apple shows with the “hardware encryption” in the 3GS (which is apparently not providing much real security in its current state).
I’m optimistic for the future however. I think the walled garden mobile internet is nothing that can be kept up a long time. Rip-off data roaming prices will disappear, “unlimited” data plans with servere limitations will be replaced by plans that essentially charge for the bandwith you consume, but at a reasonable price for everyday use.
And once we have real mobile internet, walled garden devices will not make much sense any more. Especially no commerial sense for those that provide them, and that’s when the iPhone and other mobile platforms will open up.
That might take longer than I hope now, but I think it is inevitable.
[Update: für iPhone4 und 4S, siehe angepasste Masse hier]
Ich habe mir schon immer gerne Täschchen für meine Hightech-Gadgets selber genäht, und mit der Zeit auch eine Methode gefunden, wie das alles mit der Nähmaschine zu machen ist, ohne einen Stich von Hand und ohne eine sichtbare Naht. Ist natürlich absolut keine Profiarbeit, aber mir machts jeweils Spass.
Für das iPhone 3G hatte ich vor einem Jahr dann die Idee, als Futterstoff einen Mikrofaserlappen zu verwenden, so dass das Display beim rausziehen bzw. in die Tasche schieben jeweils von Fingerabdrücken (einigermassen) gereinigt wird. Das hat sich gut bewährt. Die Tasche von vor einem Jahr hatte ich mit rotem Rucksackstoff gemacht, der nun vom Tragen in der Hosentasche recht unansehnlich geworden ist. Zudem habe ich neu ein 3GS, meine Frau übernimmt das 3G und ein Freund hat sich auch ein 3GS gekauft – und alle wollen eine Tasche haben. Also hiess es für heute: Massenproduktion, und deshalb dachte ich, ich dokumentiere das Ganze gleich mal für Nachahmungswillige.
An sich ist es eine sehr einfache Tasche. Der Trick besteht nur darin, dass die letzte Naht diejenige ganz unten in der Tasche ist, wo man sie nicht sieht. Das ermöglicht es, dass man alles mit der Nähmaschine machen kann, und durch Umstülpen letzlich dennoch alle Nähte versteckt sind.
Die Schwierigkeit ist jedoch, die Masse genau richtig hinzukriegen, damit die Tasche wirklich genau passt. Ich brauchte eigentlich 3 Taschen, habe aber heute 5 produziert – zwar alle brauchbar, aber die zwei ersten nicht ganz so schön passgenau. Anders als bei früheren Einzelanfertigungen habe ich darum die Masse alle aufgeschrieben und getuned, so dass das Ganze jetzt reproduzierbar wird.
Als Futterstoff habe ich einen “Scotch-Brite Microfiber Window 2 in 1” von 3M genommen. Der hat eine Microfaserseite, und eine hirschlederartige Seite. Dadurch ist der Stoff fester (lederartiger) als die gewöhnlichen Microfaserlappen.
Als Aussenstoff verwende ich Rucksackstoff, den gibts in diversen Farben preiswert auch in kleinen Mengen zu kaufen (in Zürich z.B. beim Bernina-Shop am Talacker 35).
Hier die fertigen Taschen:
Herstellung:
Für ein iPhone3G oder 3GS braucht es ca 160mm * 140mm Microfaserlappen und 150mm * 180mm Rucksackstoff.
Zuerst legt man die zwei Stücke mit der Sichtseite aufeinander, und näht sie entlang der längeren Seite zusammen. Die Lederimitatseite des 3M-Lappen rutscht sehr schlecht unter dem Nähfüsschen, im Gegensatz zum Rucksackstoff. Deshalb habe ich obendrauf noch ein Blatt Papier gelegt und mitgenäht – ohne dieses verrustchen die zwei Stoffe gegeneinander und die Naht wirft Wellen. Das Papier lässt sich nach dem Nähen problemlos wegreissen.
Diese Naht bildet später den oberen Rand der Tasche.
Nun wird das Ganze aufgeklappt, und längs zu einer langen Röhre zusammengefaltet (Sichtseite beider Stoffe immer innen). Diese Röhre muss nun ziemlich präzise längs vernäht werden, 69mm für die Futterseite und 73mm für die Rucksackstoffseite haben sich bewährt. Der Übergang zwischen den zwei Breiten kommt mit ein paar diagonalen Stichen genau auf die Mittelnaht. Es ist zu empfehlen, die Ober- und Unterseite der Mittelnaht vor dem Längsnähen mit einer Stecknadel genau aufeinander zu fixieren, sonst verschiebt sich der Stoff beim Längsnähen und der spätere obere Rand der Tasche wird krumm.
Jetzt kommt die Bodennaht der Aussenseite, 134mm von der Naht zwischen Futter und Aussenseite entfernt. Rundum überstehenden Stoff auf ca 3mm abschneiden und ggf Rand Zickzacken.
Jetzt das Ganze wie eine Socke kehren. Mit dem zähen 3M-Lappen ist das nicht ganz einfach, aber es geht, wenn man nicht unten stopft, sondern oben (im Bild rechts) aus der Mitte den Stoff hinauszupft. Mit einem Masstab kann man dann die Ecken der Aussenhülle schön ausstülpen.
Jetzt kommt die letzte Naht, die das Futter schliesst. Diese ist zwar nicht total versteckt, kommt aber letztlich unten innen in die Tasche zu liegen, ist also praktisch auch unsichtbar. Sie sollte ca. 117mm von der Naht zwischen Futter und Aussenseite entfernt liegen. Wer weniger faul ist als ich, kann eine besser zum Innenfutter passende Fadenfarbe nehmen…
Wieder einigermassen knapp neben der Naht den Rest abschneiden, und dann das Futter in die Tasche stopfen. Auch das ist etwas sperrig, bis die Ecken des Futters voll ausgestülpt und sauber unten in der Tasche liegen. Auch hier hilft der Masstab.
Wichtig: Die Naht zwischen Futter und Aussenstoff muss ca. 7mm vom Rand entfernt innen in die Tasche zu liegen kommen.
Viel Spass beim Nähen!
Immer wieder einmal begegnet mir folgende Denksportaufgabe (bekannt als das “Ziegenrätsel”, “Ziegenproblem” oder “Monty-Hall-Problem”):
In einem Fernsehquiz gibt es drei gleiche Türen. Hinter zweien hat es eine Ziege, hinter einer ein Auto (oder sagen wir besser: einen erstrebenswerten Hauptgewinn. Nicht alle wollen ein Auto haben).
Als Kandidat darf ich erst mal eine Tür auswählen. Daraufhin öffnet der Quizmaster eine andere Tür, hinter der in jedem Fall eine Ziege ist. Nun darf ich entscheiden, ob ich bei der ursprünglichen Wahl bleibe oder mich für die andere noch geschlossene Tür entscheide.
Die Frage ist nun: Wie soll ich mich entscheiden?
Als Lösung der Aufgabe wird dann jeweils die statistisch richtige Antwort präsentiert und hergeleitet, z.B. hier. Diese ist für Uneingeweihte überraschend (die Gewinnwahrscheinlichkeit ist beim Wechsel doppelt so hoch, also soll man die Tür wechseln) und durchaus ein faszinierendes Beispiel für die Fallstricke bei bedingten Wahrscheinlichkeiten.
Dennoch sage ich – die präsentierte Lösung ist falsch. Die richtige Lösung lautet: Es ist egal, was die Statistik sagt – ich muss meine Wahl selber treffen.
Warum? So wie die Aufgabe präsentiert wird, handelt es sich für mich um einen Einzelfall. Ich werde kein zweitesmal Kandidat in diesem Quiz sein können, die Chance zu gewinnen ist einmalig. Und damit wird die Statistik gänzlich irrelevant. Auch wenn die Statistik eine tausendfache Chance für die eine Tür beweisen würde – das eine Mal wo ich im Leben bei diesem Quiz Kandidat bin kann es genausogut die andere Tür sein. Ich muss also frei entscheiden. Die Statistik hilft mir nichts.
Ich finde diese Erkenntnis fundamental. Erst wenn sich eine Situation viele Male wiederholt, wird Statistik nützlich. Wer aber für einmalige Entscheidungen sich der Statistik unterordnet, verschenkt seine Freiheit. Es ist eine schreckliche Täuschung, zu glauben, eine statistikkonforme Entscheidung sei vernünftig – und sich dadurch vielleicht davon abbringen zu lassen, einer inneren Überzeugung zu folgen.
Das gilt auch fürs Bloggen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, und für dieses Blog ist er heute. Ich schleppe schon länger eine Sammlung von Themen mit mir herum, zu denen ich einmal etwas schreiben wollte oder gar angefangen habe.
Nun hat mir ein Tweet von @terra_solar den Anlass gegeben, gerade heute mit dem Beitrag “Statistik des Einzelfalls” zu starten. Wenn es doch weitgehend eine Gedankenspielerei ist – ich spiele gerne mit Gedanken – geht es für mich dabei um eine sehr wichtige weltanschauliche Grundfrage, die Frage nach der freien Entscheidung und der Bedeutung des Zufalls. Das stelle ich gerne an den Anfang dieses Blogs.
Wie viel und was weiter in diesem Blog erscheinen wird, weiss ich noch nicht so genau. Aber es wird sicher u.a. auch um Technisches gehen, das iPhone, dessen Programmierung, Cocoa allgemein, Synchronisation mit SyncML, OpenSource, aber auch Grundeinkommen, Zahlen in der Politik, Alternativgeld(Systeme), Elektrovelos, Arbeitsformen. Es muss sich weisen – ans Bloggen muss ich mich erst mal gewöhnen.