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Am westlichen Rand von Europa findet sich unser sechstes Themenland Portugal, die Portugiesische Republik. Im 12. Jahrhundert als Königreich gegründet, wurde das Land im 15. Jahrhundert zu einer führenden Entdecker-Nation in Europa und schuf eines der grössten Kolonialreiche mit Besitztümern in Afrika, Asien und Südamerika. Als grosse Schifffahrer segelten die Portugiesen um die ganze Welt. Jedoch bereits im 17. Jahrhundert begann das Reich zu bröckeln. 1910 wurde die Monarchie gestürzt und die erste Portugiesische Republik ausgerufen.
Ein Militärputsch im Jahr 1926 führte zu einer autoritären Diktatur, welche erst durch die Nelkenrevolution im Jahr 1974 beendet werden konnte. Dies eröffnete den Weg zur heutigen, demokratischen Dritten Republik.
Wo wir in die Ferien gehen, wandern viele Menschen aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und des tiefen Erwerbsniveaus als Gastarbeiter in unsere Breitengrade aus. Ob im Baugewerbe oder im Tourismus, ein Leben ohne „Portugiesen“ ist hier nicht mehr vorstellbar.
Auch wenn die Nachkommen der Zugewanderten gut in der Schweiz integriert sind, leben trotz oder wegen der hohen Zahl an portugiesischen Mitmenschen, gerade auch in der Tourismusregion Wallis, viele Leute isoliert in einer Parallelwelt und haben geringen Kontakt zu der lokalen Bevölkerung.
Wir finden diesen Zustand unbefriedigend und haben uns vorgenommen, etwas daran zu ändern. Am 29. Februar 2020 stellt sich die portugiesische Gemeinschaft im Oberwallis mit Speis und Musik vor.
Der obligate Kochworkshop (mit Anmeldung) beginnt wie üblich um 13 Uhr, ab 19 Uhr sind die Türen für alle Interessierten geöffnet. Kommt vorbei und geniesst die Köstlichkeiten. Und lernt gleichzeitig neue Menschen kennen.
Wir freuen uns auf einen weiteren, spannenden Anlass!