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Tag der Armee an der diesjährigen Muba
Dass über die Zukunft der Schweizer Armee derzeit so breit diskutiert wird, bewertete Ogi in seiner Rede am offiziellen Tag der Armee der Basler Muba gestern als durchaus positiv: «Die Armee XXI hat bessere Einschaltquoten als die -Sendung von RTL2.»
Der Bundesrat werde die politischen Leitlinien für das Armeeleitbild Ende Mai verabschieden, erläuterte Ogi vor zahlreichen Gästen. Wirklich konkret dürfte die Armee aber erst mit dem Leitbild werden, das Anfang 2001 in die Vernehmlassung geht.
Nicht unerwähnt liess Ogi auch die Äusserungen seines Bundesratskollegen Pascal Couchepin, der sich in der Presse für einen Armeebestand von nur 120000 Mann ausgesprochen hatte: «Daraus einen Streit zu konstruieren, wäre übertrieben», sagte Ogi. Er werde mit Couchepin darüber sprechen und ihn sicher überzeugen, «dass meine Zahl besser ist als seine».
Auch die neue Armee wird gemäss Ogi drei Aufträge haben: Verteidigung mit sechs bis acht Kampfbrigaden plus Luftwaffe, Unterstützung der zivilen Behörden (Existenzsicherung) und freiwillige Friedenseinsätze unter einem UNO- oder OSZE-Mandat.
Der Bestand der Armee werde von 360000 auf 200000 reduziert. Die Militärdienstpflicht bleibe für Soldaten bei 300 Tagen, die Obergrenze der Dienstpflichtzeit soll auf 32 Jahre festgelegt werden. Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten dürfte von 3500 auf 5000 bis 8000 erhöht werden.