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In einer Krise sollten die Papiere also gefragt sein. Doch die neusten Zahlen des US-Finanzdepartements zeigen eine andere Entwicklung: Im März und April trennten sich Ausländer im grossen Stil von den Papieren. Sie verkauften so viele Bills, T-Bonds und Notes wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung Ende der 1970er-Jahre.
Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Womöglich verkauften Investoren die Papiere in der Not, um Verluste an den Börsen zu decken. Der Status der Papiere als sicheres Investment wurde aber nie infrage gestellt: Die Renditen bleiben extrem tief – mit den Papieren lässt sich also weiterhin kaum Geld verdienen.
Japan besitzt am meisten der Schulden
Schweizer Investoren wurden nicht von der Verkaufswelle erfasst. Die Schweiz – in erster Linie die Schweizerische Nationalbank (SNB) – besitzt mit einem Bestand im Wert von 243 Milliarden Dollar Ende Mai nur unwesentlich weniger von den Papieren als Ende Februar. Sie ist somit weiterhin achtgrösster ausländischer Gläubiger Amerikas.
Wichtigster ausländischer Kreditgeber ist Japan, vor China und Grossbritannien. Bis letzten Sommer finanzierte noch China die USA am stärksten – dann stiess die Volksrepublik vermutlich wegen des Handelskonflikts ein Teil der Bestände ab.
Der grösste Teil der Schuldpapiere wird von Amerikanern selbst gehalten – etwa von Bundesstaaten, der US-Notenbank Fed, Pensionskassen und privaten Anlegern.
(mbü)