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Bereits im Jahr 2005 bohrten die Experten ein 16 Meter tiefes Loch durch das Eis der Antarktis. Sie stiessen auf den darunter liegenden Salzsee Lake Vida, nahe der amerikanischen Forschungsstation McMurdo. In der Lake fanden die Wissenschaftler Bakterien, die mit minimalem Stoffwechsel in der salzigen, leicht sauren Brühe lebten. Die Bakterien sind, laut Angaben der Forscher, schon mehr als 2.800 Jahre komplett von der Aussenwelt isoliert. Während dieser langen Zeit mussten die Bakterien vermutlich komplett auf Sonnenlicht und Sauerstoff verzichten, zudem leben die kleinen Mikroorganismen in extrem salzhaltigem Wasser, welches eine permanente Temperatur von minus 13 Grad Celsius hält. Ohne Licht und Sauerstoff erhalten sie ihre Energie durch chemische Reaktionen. Um ihre Existenz zu sichern, schrauben die Bakterien ihren Stoffwechsel auf ein Minimum herunter.
Die Salzlake, in der die Bakterien leben, enthält organische Kohlenstoffverbindungen, daneben Wasserstoff und reduzierte Metallverbindungen. Neben gelöstem Lachgas enthält die Lake auch Ammoniak. Diese Lösung reagiert vermutlich mit dem darunter liegenden Sediment, schätzen die Experten. Dies könnte helfen, die Energie für den langsamen Stoffwechsel der Bakterien zu liefern.
Der Fund zeigt, dass auch unter extremsten lebensfeindlichen Bedingungen Leben auf einer niedrigen, sparsamen Stufe existieren kann. Die Antarktis-Bakterien könnten ein Modell für andere Lebensformen sein - etwa auf fernen, eisbedeckten Himmelskörpern wie dem Jupitermond Europa.
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