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Zusammen mit Kopernikus, Tycho Brahe, Galilei und Kepler ist der aus dem Schweizer Toggenburg stammende Jost Bürgi einer der grossen Wegbereiter der Moderne. Diese Biografie revolutioniert die Geschichtsschreibung der Frühen Neuzeit, der Mathematik und der Astronomie.
Als Uhrmacher entwickelt Jost Bürgi die welterste Sekundenuhr und das wissenschaftliche Zeitmass der Sekunde; als Mathematiker erfindet er algebraische Methoden und die Logarithmen dank denen heute Internet-Suchmaschinen zu ihren Ergebnissen und satellitennavigierte Autofahrer an die eingegebene Adresse kommen; als Instrumentenbauer konstruiert er Proportionalzirkel und Triangulationsgerät, einen neuartigen Sextanten und kunstvollste Himmelsgloben. Als Kaiserlicher Kammeruhrmacher bewegt er die Weltphysik, als er in Prag seinem Freund Kepler hilft, 1609 die Kepler'sche Revolution einzuleiten.
Wie Fritz Staudacher in einer ersten umfassenden und prachtvoll illustrierten Biografie enthüllt, erfand der Autodidakt Jost Bürgi bereits 1588 mathematische Methoden, die irrtümlich heute noch Henry Briggs, Isaac Newton und Charles Babbage zugeschrieben werden. Seit der kürzlichen Entdeckung seines Artificium-Kunstweges der Sinusbestimmung, der Differenzenrechnung und seiner Tabellieralgorithmen in einer verschollenen Handschrift gilt Bürgi als der bedeutendste Mathematiker der Frühen Neuzeit und als grösstes mathematisch-technisches Renaissancetalent der Schweiz.
Mit einem Beitrag von Artificium-Entdecker MENSO FOLKERTS.
Details
Seitenanzahl: 320
Abbildungen: 267
Format: 20 x 27 cm
Buch, Gebunden
ISBN: 978-3-03810-345-5
Erscheinungsdatum: 10.04.2018
«Letztlich, so Staudacher, trägt Bürgi selber die Hauptschuld daran, dass er vierhundert Jahre lang im Schatten von Galilei, Kepler und Brahe stand.» Martin Beglinger, NZZ Geschichte, 8. Februar 2018
«Die Werke von Jost Bürgi sind nicht wegzudenken: Mit der Logarithmen-Tafel arbeiteten Gymnasiasten und Studenten, bis sie von der log-Taste auf dem Taschenrechner abgelöst wurde. Auch als Erfinder des Sekunden-Zeigers auf der Uhr setzte Bürgi im ausgehenden Mittelalter Massstäbe in der Mathematik.» Michael Breu, Regionaljournal Ostschweiz SRF 1, 19. März 2016
«Der Uhrmacher, Astronom und Mathematiker, 1552 in Lichtensteig geboren, geniesst Ansehen in den höchsten Kreisen Europas. Er lässt sich von Autoritäten nicht einschüchtern, auch wenn er sich sprachlich nicht gewählt ausdrücken kann. Während Jahrhunderten war Jost Bürgi so gut wie vergessen – nun wird er wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt: Das Interesse der Forschung am aussergewöhnlichen Toggenburger wächst. Fritz Staudacher hat ein umfangreiches Werk vorgelegt, das auf grosse Nachfrage stösst.» Adrian Vögele, St. Galler Tagblatt, 10. März 2016
«Differenzenrechnung, Logarithmentafel, Sekunde: Dies sind alles Innovationen, welche den Alltag von uns bis heute massgeblich beeinflussen. Und sie alle stammen vom Lichtensteiger Jost Bürgi.» Jeannette Ringger, Toggenburger Tagblatt, 26. Februar 2016
«Der Schweizer Universalgelehrte Jost Bürgi gilt als begnadeter Uhrmacher, Instrumentenbauer und Erfinder der Logarithmentafel. Ein neu aufgetauchtes Manuskript beweist, dass er seiner Zeit auch bei trigonometrischen Berechnungen voraus war.» George Szpiro, Neue Zürcher Zeitung, 29. Januar 2016
«Die erstaunliche Geschichte eines verkannten Genies aus dem Toggenburg.» Martin Läubli, Der Bund sowie Tages-Anzeiger, 25. März 2014
«Dass die amerikanische Mathematikerin Kathy Clark überhaupt in die Schweiz kommt, ist Fritz Staudacher zu verdanken, dem Autor des vor einem Jahr erschienenen, umfassenden und prächtig gestalteten Buches zu Jost Bürgi.» St. Galler Tagblatt, 12. März 2014
«Eine umfassende Biographie über den Erfinder Jost Bürgi. Einige mögen den Namen zum ersten Mal hören – und gerade das macht die Monographie unverzichtbar. Der akribische Versuch, alle Details aus der Biographie zusammenzutragen, hätten an einigen Stellen etwas gestrafft werden können. Doch helfen sie jedem, sich in die Geschichte eines Wissenschaftlers am Beginn der Neuzeit einzudenken und so ein vielschichtiges Profil der Person Bürgis zu entwickeln.» Sabrina Tatz, Damals, 16. Januar 2014
«Dessen faszinierende Biografie hat über Jahrzehnte und akribisch Fritz Staudacher erforscht, seines Zeichens Kommunikationsberater und Publizist. Staudachers Buch ist so reich an spektakulären Details wie die goldenen Planetenuhren, die dieser erstaunliche Bürgi gefertigt hat. […] Es bleibt zu hoffen, dass Staudachers Buch zur Wiederentdeckung Jost Bürgis beiträgt. Die spielfilmreife Lebensgeschichte des Toggenburgers gehört zum Phantastischsten, was die Schweizer Wissenschaftsgeschichte zu bieten hat.» André Behr, Bücher am Sonntag, 26. Januar 2014
«Es ist ein Glücksfall, dass sich ein erfahrener Kommunikationsexperte aus der Messtechnikbranche der längst fälligen Bürgi-Monographie gewidmet hat: Von den frühesten bis zu den jüngsten Bürgi-Nachforschungen wurde im leicht bekömmlichen Duktus ein Bogen gespannt, und die Erläuterungen der oft komplexen Inhalte sind für den interessierten Leser meistens gut verständlich. Dass der Autor bei der ganzen vereinfachten Wissensvermittlung stets eine Bürgi’sche Genauigkeit beibehält, ist die eigentliche Glanzleistung dieses Werks. […] Das Buch ist nicht nur eine tadellos bebilderte und ausgewogen gelayoutete Biographie, es kann auch als kommentiertes Werkverzeichnis verwendet werden, das mit umfangreichen Quellen- und Literaturlisten, mit einer übersichtlichen Zeittafel und mit einem Personenverzeichnis veredelt wurde – ein würdiges Denkmal für das lange Zeit unterschätzte Genie zwischen zwei Hardcover-Buchdeckeln.» Jost Schmid, Cartographica Helvetica, Jan/2014
«Fritz Staudacher hat ein Buch veröffentlicht, das all diese Facetten Jost Bürgis erstmals gleichzeitig zum Glänzen bringt: den Instrumentenbauer (Proportionalzirkel, Triangulationsgerät, Metallsextant) ebenso wie den Uhrenkonstrukteur (erste Sekundenuhr, kleinster und präzisester Himmelsglobus) sowie den gewieften Mathematiker (Prosthaphärese, Logarithmen, algebraische Geometrie) und den unermüdlichen Himmelsbeobachter Jost Bürgi, von dem Johannes Kepler in einem bis anhin nicht bekannten Ausmass profitierte.» Bernhard Braunecker, Mitteilungen der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft, November 2013
«So bietet diese erste umfassende Biographie Jost Bürgis eine Vielfalt an Informationen aus der Frühen Neuzeit, illustriert mit 245 ausgezeichneten Bildern. Wer für sich für die Technik-, Mathematik- und Astronomie- Geschichte interessiert, findet hier eine Vielfalt an Beispielen. Und wer gleichzeitig ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht, kommt hier in den Genuss eines graphisch beeindruckenden Prachtbandes.» Bernhard Braunecker, Mitteilungen der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft, November 2013