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(05.01.2022) Eine Unternehmensgründung kommt bei Frauen seltener vor als bei Männern. Laut Zahlen der Organisation für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt die Schweiz den 20. Platz im Ranking der Länder, wenn es um den Anteil von Firmengründerinnen oder Geschäftsführerinnen neuer Firmen an der Bevölkerung geht.
Gemäss dem Bericht "Die fehlenden Unternehmer 2021" ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Start-up oder einem Jungunternehmen zu arbeiten, bei Frauen im OECD-Durchschnitt um rund einen Drittel geringer als bei Männern. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind jedoch erheblich. Während das Geschlecht die Unternehmensgründung in Spanien so gut wie gar nicht beeinflusst, ist die Wahrscheinlichkeit, eine Firma zu gründen, bei japanischen, türkischen und norwegischen Frauen nur halb so hoch wie bei ihren männlichen Landsleuten.
In der Schweiz ist der Anteil der Unternehmer unter den Männern knapp doppelt so gross wie unter den Frauen. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung, der aktiv an einer Firmengründung beteiligt ist, liegt bei etwas über 5%, während es in der männlichen Bevölkerung über 10% sind.
Wenn Frauen unternehmerisch tätig werden, tun sie dies eher in Branchen mit begrenztem Wachstumspotenzial, zum Beispiel im Bereich der persönlichen Dienstleistungen. Ausserdem neigen sie seltener dazu, auch Arbeitgeberinnen zu werden. Nur ein Viertel der weiblichen, aber ein Drittel der männlichen Unternehmer hat Mitarbeitende.
Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern finden sich auch bei den Motiven, aus denen sie ein Unternehmen gründen, und bei der Wahrnehmung der mit dem Unternehmertum verbundenen Risiken. In dem OECD-Bericht erklären rund 43% der Frauen, dass die Angst zu scheitern sie daran hindert, ihr Vorhaben umzusetzen, während es bei den Männern nur 37% sind. Und in Bezug auf die Selbsteinschätzung, ob sie über die nötigen Kompetenzen für eine Firmengründung verfügen, beträgt das Verhältnis zwischen Frauen und Männern drei zu vier.
Letzte Änderung 05.01.2022