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Jeni und Alexander – Zwei Neuzugänge in Nyaru Menteng
© BOS Foundation | Andri Kornelius
In den ersten Tagen der Quarantäne fiel es Jeni schwer, sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Sie stand noch immer unter Schock und ihre Beinverletzung bereitete ihr Probleme. Das kleine Orang-Utan-Weibchen litt an den Folgen der traumatischen Trennung von ihrer Mutter. In der Wildnis sind Orang-Utan-Babys bis zu acht Jahre lang von ihren Müttern abhängig. Von ihnen lernen sie alles, das nötig ist, um im Regenwald zu überleben. Das medizinische Team der BOS Foundation und die menschlichen Ersatzmütter setzten sich mit all ihren Möglichkeiten dafür ein, dass Jeni sich in ihrer neuen Umgebung bald sicher und wohl fühlte. Inzwischen ist Jeni zusammen mit anderen jungen Orang-Utans Teil des Waldkindergartens. Ihren Betreuerinnen zeigt sie nun täglich ihre Liebe zum Klettern und ihren gesunden Appetit.
© BOS Foundation | Andri Kornelius
Nach den Schilderungen des Finders soll ein ausgewachsener weiblicher Orang-Utan von einem Hund angegriffen worden sein. Das Baby, das das Weibchen bei sich trug, soll es auf seiner Flucht in Panik zurückgelassen haben. Bevor der kleine Alexander von der BKSDA abgeholt wurde, war er für etwa eine Woche in einem Käfig untergebracht worden.
Nach 11 Tagen medizinischer Behandlung wurde Alexander schliesslich am 5. September 2020 an das BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng übergeben. Bei der Erstuntersuchung im Quarantäne-Komplex stellte das BOS-Team fest, dass der Kleine nur 3,5 Kilogramm wog. Ausserdem hatte er ausgetrocknete Haut, verfilzte Haare sowie mit kleinen Wunden übersäte Arme und Beine. Während der zweimonatigen Quarantäne hatte Alexander immer wieder Verdauungsprobleme, sein Magen war stark aufgebläht. Die Milch, die ihm von den menschlichen Ersatzmüttern angeboten wurde, verweigerte er anfangs. Wie auch Jeni durchlief Alexander eine Phase der Trauer, nachdem er seine Mutter verloren hatte. Das Team arbeitete mit aller Kraft daran, dass der kleine Orang-Utan sich physisch und psychisch erholen konnte.
Anfang November schloss sich Alexander den anderen jungen Orang-Utans im Waldkindergarten an. Er geniesst es, mit seinen neuen Gspänli – dazu gehört auch Jeni – in den Bäumen zu spielen.
Als Gotte oder Götti helfen Sie Orang-Utans wie Jeni und Alexander ...
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- ihre Versorgung mit Nahrung und Medikamenten
- ihre Unterbringung, Betreuung und Pflege
- ihre Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit