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In den 1970er-Jahren gab es am Flughafen Zürich rund 50 Nebeltage zwischen September und Februar. Im letzten Jahrzehnt waren es oft unter 40. Wie kann man diese Abnahme erklären?
Wann bildet sich Nebel?
Damit sich Nebel bilden kann, braucht es:
- Feuchtigkeit: Nebel ist nichts anderes als eine Wolke aus flüssigen Wassertröpfchen. Die Wolke bildet sich, wenn die Luft keinen gasförmigen und unsichtbaren Wasserdampf mehr halten kann (relative Feuchtigkeit bei 100 %).
- Tiefe Temperaturen: Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als warme.
- Kondensationskeime: Das sind winzige Partikel in der Luft. Wasser heftet sich an Kondensationskeime an, wenn es vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wechselt. Ohne solche Partikel würde Wasserdampf erst bei rund -40 Grad kondensieren.
Gründe für die Nebelabnahme
Eine Änderung in jedem der oben genannten Faktoren kann für die Nebelabnahme verantwortlich sein. Der wahrscheinlich wichtigste Einfluss ist, dass unsere Luft sauberer geworden ist. Darum gibt es weniger Kondensationskeime in der Luft und somit weniger Nebel. Ein weiterer Einfluss der steigenden Temperaturen mit dem Klimawandel ist denkbar. Die wärmere Luft kann mehr Wasserdampf im gasförmigen Zustand halten, bevor sich Nebel bildet.