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Die Forschungsabteilung ist jetzt ein offizielles Standbein von Calcutta Rescue.
«The best we can do is to understand
deeply the specific problems that afflict
the poor and to try to identify most effective ways to intervene.»
Poor Economics, Banerjee & Duflo, 2011
In den letzten Jahren hat Calcutta Rescue begonnen, sich von einer nachfrageorientierten zu einer evidenzbasierten und datengetriebenen Organisation zu entwickeln. Im Jahr 2017 führte Calcutta Rescue eine Untersuchung zur Gesundheit und zu den Lebensbedingungen von Slumbewohner:innen durch (Vorläuferstudie der grösseren multidimensionalen Armutsstudie). Es folgte das Mangelernährungsprojekt, eine Kohortenstudie, welche die Auswirkungen eines Ernährungsinterventionsprogramms auf das Wachstum von Kindern mit Wachstums-verzögerung in einem grossen Slum im Nor-den Kolkatas untersuchte. Die erste umfas-sende multidimensionale Armutsstudie von Calcutta Rescue wurde 2019 durchgeführt und deckte 23 Slumgebiete ab. Im Vorfeld befasste man sich auch mit der psychischen Gesundheit von Slumbewohner:innen.
Anfang 2021 begann Calcutta Rescue mit der Datenerhebung für eine Längsschnittstudie, welche die Auswirkungen von Covid-19 auf verschiedene Lebensbereiche von Menschen in den Slums untersucht.
Diese gleichzeitigen Initiativen führten An-fang 2020 zur Gründung des Calcutta Rescue Research Collaborative. Diese Forschungsgruppe besteht aus Freiwilligen aus verschiedenen Ländern und mit Fachkenntnissen in diversen Disziplinen von Medizin und Psychologie bis Volkswirtschaft. Sie treffen sich online, um relevante, gut geplante, verantwortliche Forschungsprotokolle zu erstellen, die durch strenge Methodik und ethische Richtlinien ge-stützt werden.
Der Zweck der Forschung bei Calcutta Rescue ist es, die Leitung der Organisation mit Daten zu versorgen, die Folgendes ermöglichen sollen:
eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung
eine Verbesserung der Dienstleistungen
Mittelbeschaffung und Kommunikation
Von der Stiftung Calcutta Rescue sind gleich zwei Stiftungsrätinnen vertreten: Die Präsidentin Isabelle Hug und Flavia Hug. Die aktuellsten Forschungsprojekte:
Multidimensionalen Armutsstudie (publiziert)
Mangelernährungsprojekt (in Publikation)
Psychische Gesundheit
COVID-19-Studie