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Kurz erklärt: So geht gendergerechtes Schreiben
Einfache Tipps rasch umgesetzt
Gendergerecht, genderneutral oder zu Deutsch geschlechterneutrales Formulieren fordert Schreibende heraus.
Der Einfachheit halber ist früher oft die männliche Form verwendet worden: zum Beispiel der Arbeitgeber, der Benutzer oder der Konsument. Natürlich, es ist umständlich und stört den Lesefluss, wenn Paarformen, wie die Benutzerin und die Benutzer, die Konsumentin und der Konsument einen Text oder Titel unnötig verlängern. Auch kombinierte Schreibweisen wie der/die Benutzer/in oder Konsument*in sind eher störend.
Trotzdem sind sich viele Unternehmen, Organisationen und Medien ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wollen Frauen in ihren Texten nicht diskriminieren.
Welche Möglichkeiten haben Sie also, um in ihren Texten geschlechtsneutral zu schreiben?
Plural verwenden
Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie meinen Frauen in Ihren Texten mit, schreiben aber: «Jeder, der bei uns einkauft, erhält zehn Prozent Rabatt.» Verwenden Sie an der Stelle den Plural und schreiben Sie: «Jene, die bei uns einkaufen, erhalten zehn Prozent Rabatt.» Oder: «Alle, die ein Haus bauen» ist besser als «Jeder, der ein Haus baut».
Genderneutrale Formulierungen
Heute etablieren sich genderneutrale Formulierungen immer mehr, denn mit ihnen umgehen Sie die Paarformen elegant und schliessen Frauen und Männer in Ihren Texten mit ein.
Ein Beispiel: «Der Arbeitgeber zahlt seinen Mitarbeitern einen 13. Monatslohn aus.» In diesem Satz werden Frauen gleich zweimal ausgeschlossen. Anders ist es, wenn Sie schreiben: «Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitenden einen 13. Monatslohn aus.» Oder: «Der Betrieb zahlt seinen Angestellten einen 13. Monatslohn aus.»
Weitere genderneutrale Beispiele sind:
• Interessierte statt Interessenten
• Lehrkraft oder Lehrperson statt Lehrer
• Studierende statt Studenten
• Fachperson statt Spezialist
• Medienschaffende statt Journalisten
• Kandidierende statt Kandidaten
• Niemand statt keiner
• Lernende oder Auszubildende statt Lehrlinge
• Lieferfirma statt Lieferant