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Motivationale Aspekte der Beziehungsentwicklung bei Paaren und Kindern
Diese Studie ist Teil eines grösseren Sinergia-Forschungsprojekts über den Einfluss von Stress in Beziehungen auf die Entwicklung von Partnerschaft und Kindern in verschiedenen Alterskohorten („Impact of Stress on Relationship Development of Couples and Children: A Longitudinal Approach on Dyadic Development Across the Lifespan“, Bodenmann, Brandstätter, Martin, Nussbeck). Sie untersucht den Einfluss motivationaler Prädiktoren auf Partnerschaftsvariablen, auf die Entwicklung von Paarbeziehungen, auf die Wahrscheinlichkeit von Trennung und Scheidung, sowie auf die Zusammenhänge zwischen Partnerschaft und kindlichem Wohlbefinden im Rahmen einer prospektiven Längsschnittsstudie mit drei Alterskohorten (Paare 20-35 Jahre, Paare 40-55 Jahre, Paare 65-80 Jahre). Da soziale Interaktionen als zielgerichtetes Verhalten verstanden werden können, ist anzunehmen, dass sie wesentlich von motivationalen Faktoren abhängen. Diese theoretische Annahme öffnet die Perspektive für zahlreiche Analysen motivationaler, emotionaler, kognitiver und behavioraler Prozesse in Paarbeziehungen. Eine motivationale Analyse kann auf unterschiedlich abstrakten Ebenen durchgeführt werden. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen eher abstrakten, global wirksamen Konstrukten, wie impliziten Motiven, Konstrukten auf einem mittleren Abstraktionsniveau, wie expliziten Motiven und wenig abstrakten Konstrukten, wie Partnerschaftszielen. All diese Variablen spielen eine wesentliche Rolle für die Selbstregulation, das Stresserleben und Wohlbefinden von Paaren und ihren Kindern.