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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Die menstruelle Blutung ist das äussere Zeichen eines im Körper abgelaufenen Zyklus. Ein normaler, regelmässiger Zyklus (Eumenorrhoe genannt) beginnt am 1. Blutungstag, die Regelblutung (Menstruation) dauert im Normalfall etwa 4 bis 5 Tage und die Zykluslänge (Intervall zwischen zwei Monatsblutungen) beträgt normalerweise 28 Tage.
Jede Abweichung einer normalen, regelmässigen Regelblutung gilt als Blutungsstörung. Diese können die Blutungshäufigkeit (z.B. zu kurz oder zu lang) oder die Blutungsstärke (z.B. zu stark oder zu schwach) betreffen. Natürlich sind auch Kombinationen möglich.
Sehr schmerzhafte Blutung = Dysmenorrhoe: Menstruationsbeschwerden
Wir zählen hier jeweils die wichtigsten Ursachen auf, es können aber auch kombinierte Ursachen für Blutungsstörungen vorliegen:
Die Beschwerden richten sich nach der Art der Menstruationsstörungen. Bei chronisch zu starken Blutungen kann es aufgrund von einem Eisenmangel oder einer Blutarmut zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit und beeinträchtigter Leistungsfähigkeit kommen. Bei der Dysmenorrhoe stehen die starken Schmerzen während der Regelblutung im Vordergrund.
Eine Kontrolluntersuchung wird notwendig bei:
Erstes Ziel der Diagnosestellung bei Zyklusstörungen ist es, organische Ursachen auszuschliessen. Dazu gehört eine genaue Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) unter Einbezug der Beschwerden und der Entwicklung des Monatszyklus von Beginn der Pubertät an. Ebenso wichtig ist die Familiengeschichte bezüglich Stoffwechselerkrankungen, Neigungen zu Fehlgewicht (Über- oder Untergewicht).
Häufig wird zur genauen Diagnosestellung die Frau gebeten, über ein paar Monate ein Regeltagebuch zu führen, mit Angaben über Blutungshäufigkeit, Blutungsstärke, Schmerzen, Zwischenblutungen und Eisprung.
Beim Vorliegen einer organischen Ursache wie z.B. einem Tumor oder einer Entzündung wird zunächst diese Ursache behandelt.
Wird keine Ursache gefunden und besteht kein Kinderwunsch, kann eine Hormonbehandlung (Pille, Hormonpflaster, Hormonspirale) den Menstruationszyklus wieder günstig beeinflussen.
Zur Linderung von Schmerzen vor oder während der Menstruation:
Phytopharmaka (pflanzliche Medikamente) wie Mönchspfeffer können regulierend auf die Regelblutung wirken.
Liegt keine organische Ursache vor und besteht ein Kinderwunsch, wird in der Regel hormonell behandelt.
Bei chronischem Blutverlust kann das Allgemeinbefinden der Frau durch den entstehenden Eisenmangel reduziert werden. Es entwickelt sich langsam die sogenannte Eisenmangelanämie (Blutarmut durch einen Eisenmangel). Hier können Eisenpräparate helfen. In erster Linie muss natürlich die zu Grunde liegende Ursache (chronische Blutung) behoben werden.
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