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Stimmt es, dass man nach dem Essen nicht schwimmen soll?
Jedes Kind kennt die Regel: Nach dem Essen muss man zwei Stunden Pause machen, bevor man ins Wasser darf. Sonst drohen Magenkrämpfe und der Ertrinkungstod. Wahrheit oder Mythos?
Erst einmal kann ich eine Entwarnung geben: Zwischen plötzlichen Magenkrämpfen und dem Essen vor dem Baden gibt es keinen nachgewiesenen Zusammenhang. Fakt ist aber: Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, übernehmen Enzyme die Spaltung der Nährstoffe, damit sie von der Magenwand aufgenommen werden können. Der ganze Magenbereich wird dafür stärker durchblutet und es wird Magensäure produziert. All das führt dazu, dass der restliche Körper weniger leistungsfähig ist. Denken Sie nur daran, wie Sie nach dem letzten Raclette mit vollgeschlagenem Bauch auf dem Sofa lagen. Sport schien da unmöglich, oder?
Nicht jedes Essen macht müde
Die gute Nachricht: Die Trägheit nach dem Essen hängt vom Essen selbst, beziehungsweise den darin enthaltenen Nährstoffen ab. Während Fette und langkettige Kohlenhydrate, wie wir sie zum Beispiel in Teigwaren und Kartoffeln finden, mehr Zeit für die Spaltung benötigen, werden Einfachzucker, zum Beispiel Glucose und Fructose ohne Spaltung vom Körper aufgenommen. Die Energie ist für den Körper sofort verfügbar.
Einfach gesagt: Während der Magen bei fettigen Speisen sehr viel Energie für die Verdauung benötigt, werden Lebensmittel mit hohem Zucker- und Eiweissanteil relativ schnell aufgenommen. Fette dienen als langfristige Energiereserven, während kurzkettige Kohlenhydrate und Eiweisse schnelle Energielieferanten sind, die auch schneller wieder abgebaut werden können.