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Der Grosse Rat erteilte 1895 den Auftrag, das heutige Amtsgebäude eingangs von Willisau zu erstellen. Einst befanden sich darin neben dem Polizeiposten das Amtsstatthalteramt, eine Bankfiliale und bis 2010 ein Gefängnis. Das Gebäude sei stark renovationsbedürftig, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft ans Parlament. Zellen, Spazierhof und eine 5-Zimmer-Wohnung stünden leer.
Das Gebäude soll daher für 1,65 Millionen Franken an zwei Willisauer Baufirmen verkauft werden. Diese sind im Besitz des Nachbargebäudes und wollen dort einen Neubau erstellen, in dessen Erdgeschoss dereinst der Polizeiposten einziehen soll. Die 400 Quadratmeter Mietfläche inklusive Parkplätze würden zu marktgerechten Bedingungen vermietet.
Das Amtsgebäude soll umgenutzt und zu Wohn- und Gewerbezwecken erweitert werden. Der historische Hauptbau muss erhalten bleiben. Er dürfte noch in diesem Jahr von der Denkmalpflege ins Inventar als schützenswertes Objekt aufgenommen werden.
Weil das Amtsgebäude zum zweckgebundenen Verwaltungsvermögen des Kantons gehört, muss es für den Verkauf ins Finanzvermögen überführt und von seiner Widmung für öffentliche Zwecke im Grundbuch entbunden werden. Die Widmung erfolgte seinerzeit durch einen Beschluss des Parlaments. Die gleiche Behörde solle auch die Entwidmung beschliessen, hält die Regierung fest.
Der Verkauf entspreche der Immobilienstrategie des Kantons. Es könne, so die Regierung, ein guter Verkaufspreis erzielt werden. Der Standort des Polizeipostens sei gesichert. Schliesslich ermögliche dies eine gesamtheitliche und nachhaltige städtebaulichen Lösung.
(sda)