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Stereotypen
Identität wird u.a. stark über die Sprache definiert. Darum werden die Stereotypen oft an die Sprachverwendung der Person, welche stereotypisiert wird, gekoppelt.
Eine italienisch sprechende Person wird als „gastfreundlich, offen, heiter“ bezeichnet, während eine deutsch sprechende Person eher als „kalt und reserviert“ charakterisiert wird. Die Frage, ob diese Person auch wirklich die italienische oder deutsche Nationalität hat, wird dabei sicher nicht relevant sein. Obwohl es sehr gut möglich ist, dass wir es beim „Italiener“ mit einem Schweizer zu tun haben, mit dem „Deutschen“ mit einem Italiener aus dem Südtirol.
Charaktereigenschaft, Herkunft und der Sprachgebrauch bilden darum die Grundlage, um Stereotypen zu bilden.
Wie oft spricht man abschätzig vom „Kantönligeist“, wie oft hört man die verallgemeinernde Aussage „ja, die Romands sind halt eben so und so“ oder umgekehrt „ les Suisse allemands sont …“. Sogar innerhalb einer Sprachregion, z.B. innerhalb der Deutschschweiz, trifft man auf solch verallgemeinernde, vorgefertigte Meinungen. Hört man jemanden auf Berndeutsch sprechen, dann assoziiert man dazu automatisch: „Diese Person ist langsam“.
Betrachten wir das Phänomen „Stereotyp“ weltweit, stellen wir das gleiche fest: Der Japaner ist fleissig und innovativ, der Franzose raffiniert und elegant. Und wir? Wie werden wir bezeichnet?
Übrigens betreffen Stereotypen nicht nur die Sprache und Ethnien, sondern auch soziale Klassen, Berufe, Geschlecht, sexuelle Vorlieben usw.