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Ernst W.Alther
AHNENTAFEL VON BÜRGERN ST.GALLISCHEN URSPRUNGS
MIT AUSLÄUFERN NACH GENF, NANCY, NÜRNBERG, ULM, LUCCA UND FLORENZ
Wappen Alther / Buchinhalt / Autor / Bibliographische Angaben / Bezugsquellen
Die in dieser Ahnentafel vorkommenden Bürger der Stadt St.Gallen namens Alther gehörten bis 1798, als die Alte Eidgenossenschaft unterging, ausnahmslos der Metzgerzunft an und trugen seit dem Jahre 1452 als Schildbild den Stierenkopf in ihrem Wappen. Sie stammen alle von Michael Alther 1557 - 1611 ab (siehe Tafeln 18 Spalte 4, und 33 Spalte 1/2). Erst während des 20. Jahrhunderts wurde damaligen Vertretern dieses Stammes ein achtstrahliger Stern als Schildbild ihres Wappens vorgeschlagen. Es sind Vertreter der Zweige des Joachim *1702 und des Heinrich *1719, die sich heute des goldenen Sternes als Schildbild bedienen.
Dieses Wappen steht jedoch nur dem zweiten Stamm der Alther zu, die Vertreter der Schuhmacherzunft waren. Von jenem Stamme war es Martin Alther, Sohn des Bernhard, der 1606 Obervogt zu Bürglen wurde und in jenem Jahre "in Rot einen goldenen achtstrahligen Stern" trug. Die heute lebenden Alther jenes Stammes sind Träger des zweiten Wappens, gehören jedoch dieser Ahnentafel nicht an.
Paul Boesch PB in Bern, der grosse schweizerische Heraldiker des zwanzigsten Jahrhundert, hat 1965 die vorstehende Lösung geschaffen, die alle Beteiligten befriedigen möchte. Die Blasonierung lautet "In Gold ein roter Stierenkopf. Stechhelm, Helmdecken rotgold, auf ebensolchem Wulst ein achtstrahliger goldener Stern."
Dasselbe Schildbild findet sich auch im Wappen der Familie Tobler, dessen Blasonierung lautet: "In Silber ein schwarzer Stierenkopf mit roten Nüstern."
Es gibt eine Reihe von Ahnentafeln zur Bevölkerung schweizerischer Städte. Doch fehlte bis heute eine solche von Bürgern st.gallischen Ursprungs. Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg wurde dieses Ziel erreicht. Bereits auf der ersten Tafel mit 32 Ahnen st.gallischer Herkunft ist eine Ausbreitung in die Bevölkerung der Nachbarkantone Appenzell, Graubünden, Thurgau und Zürich zu bemerken. So wird der Leser mit den in der Ahnentafel aufgeführten Individuen sehr früh aus seiner ursprünglich städtischen Entwicklung hinaus in ländliche Umgebung, in andere Landstriche und Länder getragen. Mit den Tafeln zwei bis siebzehn erweitert sich dieser Kreis in die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Genf, Glarus, Schwyz und Waadt, um sich weiter nach Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und ganz Zentraleuropa auszudehnen.
So erlebt jeder Proband innerhalb seiner eigenen Ahnenreihen die erweiterte Entwicklung nicht nur der Lokal- und der schweizerischen Geschichte, sondern auch jener der angrenzenden Staaten. Mit Ausnahme einer Linie wurde davon abgesehen, auf die wohl hundertfache Abstammung von Karl dem Grossen näher einzugehen. Dafür wurden in dieser Tafel Ahnengleichheit und Mutterlinien sowie die Ahnentafel Alfred August Bernet 1898-1990 mit einbezogen, was es einer grossen Zahl von heute lebenden St.Galler Bürgern erlaubt, in dieser Ahnentafel Anschlüsse für ihre eigene Familie zu finden.
Heraldik und Genealogie wurden - sich gegenseitig ergänzend - behandelt und gewürdigt. Fehlerhafte Eintragungen in der Stemmatologia Sangallensis wurden durch Nachforschungen in Nürnberger und Augsburger Quellen und durch individuelle Vermögensentwicklungen unter Heranziehung der Steuerbücher korrigiert. Die Beifügung biografischer Notizen zu jedem der Vorfahren erlaubte es, Herkunft und Tätigkeit dieser Menschen lebendig darzustellen und damit beim Leser das Interesse für die allgemeine Geschichte zu wecken. Vor allem dem jungen Leser möge das Leben ihrer Ahnen, deren Herkunft und die Zeit, in der sie lebten, näher bringen.
Ernst W. Alther, geboren 1918, aufgewachsen in den Kantonen St.Gallen und Zürich, studierte an der ETH in Zürich Agronomie. Nach Jahren der Tätigkeit in Gebieten tropischer und subtropischer Weltwirtschaftspflanzen in West- und Südafrika, Mexiko und in den USA promovierte er an der Universität Stuttgart-Hohenheim (Landwirtschaftliche Hochschule), unterrichtete anschliessend an der kantonalen landwirtschaftlichen Schule in Flawil Agrikulturchemie und setzte sich für den quantitativen und qualitativen Bodenschutz ein. Seit 1931 beschäftigte er sich in der Freizeit mit der Geschichte der Gemeinde Curio TI als auch, mit der Heraldik und mit der Familiengeschichtsforschung.
Ahnentafel von Bürgern St.Gallischen Ursprungs : mit Ausläufern nach Genf, Nancy, Nürnberg, Ulm, Lucca und Florenz / Ernst W. Alther, Herausgeber: Amt für Kultur des Kantons St. Gallen.- St.Gallen, 2004.- ISBN: 3-908048-46-X.
Besprechung im St.Galler Tagblatt vom 22.5.2004: "Reiseführer zu den Ahnen"
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Mai 2006.
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