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Argentinien
April 30, 2010
Einige interessante Details zu Argentinien:
Die Hochzeit der Argentinierin Maxima Zorrengeto – besser bekannt als niederländische Kronprinzessin Maxima – sowie die Weltmeistertitel im Fußball gehören zu den Sternstunden Argentiniens, die man auch hierzulande bemerkt. Sowohl die königliche Hochzeit in den Niederlanden, als auch das legendäre Handspiel Diego Maradonas bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist heute immer noch ein Gesprächsthema.
Mit Argentinien bringt man aber auch das Thema der Staatsverschuldung in Verbindung. Vor einigen Jahren stand ja Argentinien – so wie heute Griechenland – vor dem Bankrott. In diesem Zusammenhang muss man ganz klar trennen: es geht hier um den Bankrott des Staates, was nicht zwingend mit den Unternehmen bzw. der Wirtschaftssituation der Bevölkerung im Land zu tun haben muss. In Argentinien hat die extrem hohe Staatsverschuldung aber schon eine relativ lange Geschichte, und geht auf die erste Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren zurück, von der man sich nie ganz erholt hat. Allerdings versucht man seither kontinuierlich, die Konsolidierung der staatlichen Finanzen wieder herzustellen, der starken Verschuldung und Hochinflation entgegen zu wirken. Dies erfolgt durch verschiedenste Maßnahmen und Pakete, die in Verbindung mit der hiesigen Wirtschaft sowie Import- und Exportpartnern, die Situation verbessern sollen.
Hellblau und weiß, dass sind die argentinischen Nationalfarben, die man als Fußballfan von den Nationaltrikots her kennt. Diese finden sich auch in der Nationalflagge des südamerikanischen Landes wieder. In Argentinien, dessen Hauptstadt Buenos Aires ist, leben 34 Millionen Menschen. Argentinisch basiert auf dem Spanischen, was in der Geschichte des Landes begründet liegt.
Der Argentinier ist durchaus mit einer gewissen Portion an Nationalstolz ausgestattet, was sich speziell bei sportlichen Erfolgen zeigt. Neben der Nationalmannschaft im Fußball, die bereits dreimal Weltmeister werden konnte, sind es auch die Vereinsmannschaften des Landes, die bei weltweiten internationalen Vergleichsturnieren der Vereinsmannschaften Erfolge feiern konnten. Im Tennisbereich ist vielen Gabriela Sabatini als ärgste Widersacherin der deutschen Tennis-Queen Steffi Graf in den 90er Jahren in Erinnerung geblieben. Sabatini ist Argentinierin und gehörte neben Graf, Martina Navratilova und Monica Seles zu den weltbesten Tennisspielerinnen während dieser Zeit.
Argentinien teilt sich in zwei Bereiche auf: der Norden des Landes hat gegenüber den im Süden liegenden Regionen klare strukturelle Vorteile. Im Norden besitzt man eine gute Infrastruktur, die einzelnen Regionen sind gut erschlossen und erreichbar, so dass man dort auch auf die Einnahmequelle Tourismus setzen kann. Urlauber bereisen also vorwiegend diese Landesregionen, übernachten dort und besichtigen die Sehenswürdigkeiten dieser Regionen. Der Süden hätte vor allem aus landschaftlichen Gesichtspunkten durchaus einiges zu bieten. Sein Nachteil ist aber die mangelnde Infrastruktur. Dadurch, dass die südlichen Provinzen nur schwer erreichbar sind, mangelt es an Gästen und Besuchern, aber auch an Wirtschaftsunternehmen, die sich in dieser Region ansiedeln.
Argentinien wurde von Spanien entdeckt (1516), seit 1810 ist der Staat unabhängig. Die wirtschaftliche Erwerbssituation im Land ist geprägt durch Landwirtschaft, hat aber auch industrielle Einflüsse. Gerade im Bereich der Landwirtschaft sind es die Exportzahlen im Zusammenhang mit Futtermittel, tierischen Fetten und Fleisch, die dem Staat zu einer guten Position im Bereich Export verhelfen. Die Arbeitssituation in Argentinien spiegelt ein entsprechendes Gefälle in der Bevölkerung wieder. Der Kontrast zwischen armen und reichen Bevölkerungsschichten ist hier, regional bedingt, sehr groß.
Temperament und Lebensfreude zeichnet den Argentinier aus. Nationale Ereignisse schweißen die Bevölkerung sehr oft extrem zusammen. Eines der bekanntesten und ausdrucksstärksten Lieder im Zusammenhang mit Argentinien ist sicherlich „Don’t cry for me Argentina“, welches die amerikanische Pop-Queen Madonna zuletzt wieder belebte.
Apropos Musik und Tanz: Argentinien hat gerade in diesem Bereich den Exportschlager schlechthin zu bieten. Den Tango. In Südamerika wird dieser Tanz, der Leidenschaft und Körperbeherrschung gleichermaßen beinhaltet, bereits seit sehr langer Zeit getanzt. Er ist ursprünglich aus den unterschiedlichsten Elementen, die die europäischen Einwanderer mitbrachten, zu einer neuen Einheit zusammengewachsen und hat sich seither kontinuierlich weiter entwickelt. Tangomusiker können in Argentinien zu wahren Nationalhelden aufsteigen und werden im ganzen Land verehrt. In Europa ist der Tango natürlich etwas weniger populär als in seinem Ursprungsland. Seit 1910 hat er den Status eines Gesellschaftstanzes und ist heute weder von professionellen Tanzturnieren noch von Amateurveranstaltungen weg zu denken. Trotzdem schaffen es verschiedene Musiker wie Astor Piazzola oder erst neulich das „Gotan Project“ auch in Europa immer wieder in die Charts zu kommen.