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Es gibt Portugiesen, die behaupten, dass es den Fado ohne die portugiesische Gitarre nicht gäbe. Tatsächlich ist die portugiesische Gitarre weniger bekannt, als der berühmte portugiesische Musikstil, der Liebe, Sehnsucht und Herzschmerz verkörpert.
So werden in Lissabon eher portugiesische Gitarren mit runden Korpus und einen mit Spiralgehäuse versehenen Kopf gebaut, während die in Coimbra gebauten Gitarren einen längeren Korpus und eine tropfenförmige Rosette besitzen.
Ihnen allen aber sind die 12 Saiten gemein, die in 6 Paaren zu je 2 Saiten angeordnet sind und den so charakteristischen Klang erzeugen. Die Coimbra-Stimmung ist im Vergleich zur Lissabon-Stimmung einen Ton tiefer.
Gibt es eine bestimmte Spieltechnik?
Die portugiesische Gitarre wurde lange Zeit nur mit den Fingernägeln gespielt. Heute werden überwiegend künstliche Fingerplektren verwendet.
Zwei Zupftechniken, „dedilho“ und „figueta“ werden verwendet. Während bei der Dedilho-Technik nur die Seiten mit dem Fingernagel des Zeigefingers angerissen werden, wird bei der Figueta-Technik Zeigefinger und Damen im Wechsel benutzt.
Berühmte Gitarrenbauer und Solisten
Wird von der portugiesischen Gitarre gesprochen, dann müssen die Namen von Gitarrenbauern wie Álvaro da Silveira und die Familien Grácio und Cardoso erwähnt werden.
Neben der intensiven Nutzung für den Fado, besitzt die portugiesische Gitarre auch eine eigene Individualität, die sich durch Gitarristen wie Carlos Paredes oder Pedro Caldeira Cabral weit verbreitet hat.
An der Algarve wird noch bis Ende September die Ausstellung „A Guitarra Portuguesa“ im städtischen Museum in Portimão gezeigt, die einen kleinen Einblick in die Geschichte und Tradition bietet.
Und dann heisst es, eine der vielen Musikveranstaltungen, auch an der Algarve, zu besuchen, um den besonderen Klang der portugiesischen Gitarre zu erleben.