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Das Hüftgelenk ist nach dem Knie das zweitgrösste Gelenk des menschlichen Körpers. Es besteht aus dem Hüftkopf des Oberschenkelknochens und der Hüftpfanne, welche vom Becken gebildet wird. Es ist ein Kugelgelenk und lässt daher einen grossen Bewegungsumfang zu. Die Bewegung wird limitiert durch die Weichteile (Bänder, Muskulatur) sowie den Rand der Hüftpfanne, welcher am Oberschenkelhals ansteht. Die Hüftpfanne steht schräg nach vorne gerichtet, ist flach und der Knorpelüberzug in der Hüftpfanne hat die Form eines Hufeisens, d.h. zentral besteht eine knorpelfreie Fläche, welche ein kräftiges Band enthält, welches in den Hüftkopf einstrahlt. Am Rand der Hüftpfanne befindet sich eine Gelenkslippe (Labrum), welche eine Dichtungsfunktion und auch Vergrösserung der Oberfläche der Hüftpfanne übernimmt. Der Hüftkopf geht in den Hüfthals über. Das Gelenk ist umgeben von einer kräftigen Kapsel, welche dieses Kugelgelenk schützt.
Die Hüftmuskulatur ist ebenfalls sehr kräftig, sie setzt an am sogenannten Trochanter major, dem grossen Rollhügel, und ist der Motor der Hüfte. Gegenüberliegend findet sich dann der kleine Rollhügel, woran eine Sehne aus dem Bauchraum ansetzt, die Psoassehne (Abb.1). Die Morphologie, das heisst die Ausgestaltung der Hüfte ist sehr individuell und grossen Schwankungen unterlegen sowohl in der Grösse der Pfanne, des Hüftkopfes, des Schenkelhalses und Trochanters als auch in deren Ausrichtung im Raum. Aus dieser grossen Mannigfaltigkeit ergibt sich auch, unter anderem, die Anfälligkeit der Hüfte für abnutzungsbedingte Schäden.
Die Morphologie verändert sich auch im Laufe des Lebens, Kinder und Jugendliche haben eine andere Hüftgeometrie als Erwachsene und ältere Leute.