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Antananarivo - Der ehemalige Präsident Madagaskars, Marc Ravalomanana, ist in Abwesenheit zu lebenslanger Haft in einem Arbeitslager verurteilt worden. Er wurde am Samstag des Mordes und der Beihilfe zum Mord für schuldig befunden.
Das teilte seine Anwältin Hanitra Razafimanantsoa in der Hauptstadt Antananarivo mit. Am 7. Februar 2009 hatte die Präsidentengarde ohne Warnung auf eine Gruppe Menschen geschossen, die zum Amtssitz Ravalomananas vordringen wollten. Dabei starben mindestens 30 Menschen, mehr als hundert wurden verletzt.
14 der insgesamt 18 Mitangeklagten Ravalomananas seien zu der gleichen Strafe wie der Ex-Präsident verurteilt worden, sagte die Anwältin, die die Entscheidungen als politisch motiviert bezeichnete. Ob sie in Berufung gehe, müsse sie noch mit ihrem Mandanten besprechen.
Der gewählte Präsident war im März 2009 von dem damaligen Bürgermeister der Hauptstadt und jetzigem Übergangspräsidenten Andry Rajoelina aus dem Amt gedrängt worden. Ravalomanana lebt ging nach Südafrika ins Exil. Seit seinem Sturz wurde er bereits in zwei weiteren Fällen zu mehrjährigen Gefängnis- und Arbeitslagerstrafen verurteilt.
SDA-ATS