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Von allen Zünslern begegnet man dieser Art in Haushalten am häufigsten. lhre Raupen ernähren sich von Getreide und Getreideprodukten, befallen aber auch Kakao, Schokolade, Mandeln, Nüsse, Dörrobst und Gemüse, Gewürze und Heilkräuter, Hefe, Trockenmilch, Sonnenblumenkerne, Soja sowie andere Sämereien und Saatgut, Bienenwaben, Herbarien und Insektensammlungen.
Die Kupferrote Dörrobstmotte (1) ist eine wärmebedürftige Art, die wohl ursprünglich im Mittelmeerraum lebte, anderen Ansichten zufolge amerikanischer Herkunft ist. Sie wurde fast über die ganze Welt verschleppt. Im Bereich der gemässigten Zone ist sie auf menschliche Ansiedlungen angewiesen, vor allem auf geheizte Gebäude.
Das Weibchen legt 200-400 Eier, aus denen bei günstiger Temperatur schon nach 3-4 Tagen junge Raupen schlüpfen, bei niedrigen Temperaturen dauert das über zwei Wochen. Am zweiten oder dritten Tag nach dem Schlüpfen erstellt sich die Raupe aus den von ihren Speicheldrüsen ausgeschiedenen Fasern und Exkrementen eine Röhre, in der sie sich ständig aufhält. Bei stärkerem Befall durchsetzen die Raupen das Substrat mit einem dichten Fasergespinst, so dass vor allem die Oberfläche zu einer zusammenhängenden Schicht gestaltet wird. Die Raupen (2) brauchen bei optimaler Temperatur und hochwertiger Nahrung zu ihrer Entwicklung etwa 4 Wochen, unter ungünstigen Bedingungen, d.h. bei niedrigen Temperaturen und Nahrungsmangel viele Monate. Auch die Lange des Puppenstadiums und die Lebensdauer der Imago werden stark von der Wärme beeinflusst. Eine ausgeschlüpfte Imago nimmt keine Nahrung mehr auf und lebt nur eine relativ kurze Zeit, bei 30 °C nur etwa 5-6 Tage. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert bei dieser Temperatur nur 36 Tage, ausnahmsweise auch 27 Tage, weniger günstige Bedingungen können ihn bis auf 11 Monate verlängern.
Die alljährliche Generationenzahl wird somit in erster Linie von den Lebensbedingungen bestimmt. In Mitteleuropa entwickeln sich meist zwei Generationen im Jahr.
Die Kupferrote Dörrobstmotte ist neben der Kleidermotte der schädlichste Schmetterling in den europäischen Haushalten.