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Hunde helfen Menschen
Vor rund 50 Jahren wurde die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde gegründet. Die älteste und grösste Schweizer Schule für Blindenführhunde bildet Assistenz- und Autismusbegleithunde sowie Sozialhunde aus.
Die ersten Blindenführhundeschulen entstanden in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Schäferhunde wurden dazu ausgebildet, Kriegsblinde im zivilen Leben zu unterstützen. Die erste Schweizer Schule – 1928 durch die Amerikanerin Dorothy Harrison Eustis in Vevey gegründet – war von dieser Bewegung inspiriert. Harrison Eustis hatte die Vision, Ausbildner aus ganz Europa zu trainieren, die ihrerseits in ihren Heimatländern Schulen gründen sollten. Ihr Institut musste jedoch 1934 aus wirtschaftlichen Gründen schliessen.
Es sollte mehrere Jahrzehnte dauern, bis Walter Rupp mit Unterstützung seiner Frau Rosa, Führhunde in Allschwil auszubilden begann. Walter Rupp, hauptberuflich Zollbeamter, schaffte es, ein Netzwerk von Unterstützern und Gönnern zu knüpfen. Mit deren Hilfe wurde 1972 die Stiftung gegründet und das «Waldheim» gekauft – ein ehemaliges Erholungsheim und Wöchnerinnenhaus ausserhalb von Allschwil.
Die Allschwiler Schule ist heute die älteste und grösste Schule für Blindenführhunde in der Schweiz. Die jährlich rund 80 Welpen, die in der schuleigenen Zucht geboren werden, absolvieren je nach Talent und Eignung unterschiedliche Ausbildungen. Blindenführhunde verhelfen blinden oder sehbeeinträchtigten Menschen zu einer besseren Mobilität. Assistenzhunde unterstützen Kinder oder Erwachsene, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, indem sie Dinge apportieren oder Türen öffnen. Die Sozialhunde sind in einer Vielzahl von Institutionen unterwegs und schenken Freude und Abwechslung. Und dank Autismusbegleithunden können Familien mit einem Kind mit Autismus vermehrt am sozialen Leben teilnehmen.
Ein halbes Jahrhundert soll gefeiert werden. Dazu wurde das reich illustrierte Buch «Hunde helfen Menschen – 50 Jahre Allschwiler Blindenführhundeschule» zusammengestellt. Die Publikation nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise von den Anfangen des Waldheims bis zur heutigen, modernen Schule. Über 200 Bilder zeigen wie sich das Blindenführhundewesen seit den 70er-Jahren gewandelt hat.
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