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Mündungen von kleinen Seitengewässern sind typischerweise Laichplätze für Fische und strömungsberuhigte Rückzugsräume für eine Vielzahl von Lebewesen. Wenn sich jedoch der Hauptfluss durch starke Strömungen immer tiefer in den Untergrund eingräbt, entstehen bald kleine Wasserfälle oder Stufen. Damit ist das Seitengewässer vom Hauptfluss abgetrennt. Das Beispiel der Sanierung des Teufelsgrabenbachs zeigt, wie dem entgegengewirkt werden kann.
Der Teufelsgrabenbach ist ein kleines Seitengewässer der Birs. Er fliesst durch einen nordexponierten Waldstreifen mit dichten Ahorn- und Eschenbeständen, bevor er bei Münchenstein BL in die Birs mündet. Im Ausgangszustand war die Mündung des Teufelsgrabenbachs deutlich abgestuft, was Fischen den Aufstieg erschwerte, respektive verunmöglichte. Vom 30. März 2011 bis zum 2. April 2011 wurde daher, mit Unterstützung von IWB, die Mündung des Teufelsgrabenbachs revitalisiert. Der bis 2011 tief eingeschnittene Mündungsbereich wurde erweitert und abgeflacht.
Die Fischgängigkeit des Mündungsbereiches konnte durch die Aufwertungsmassnahmen wiederhergestellt werden. Ausserdem wurde ein strömungsberuhigter, hochwassersicherer Rückzugsraum für Jungfische (insbesondere die seltene Äsche), Vögel und Kleinlebewesen geschaffen. Der neugeschaffene Mündungsbereich zeichnet sich durch seine hohe Strukturvielfalt aus. Dass der Bereich bereits ein Jahr nach der Aufwertung (2012) durch die Kleintierfauna wiederbesiedelt wurde, zeigt den Erfolg der Massnahmen.
Auch heute, zehn Jahre nach der Renaturierung, präsentiert sich die Mündung des Teufelsgrabenbachs in gutem Zustand und die Vernetzung mit der Birs ist nach wie vor sichergestellt.