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Wie erhält man als Schulleiter einen Einblick in den Unterricht? Als Lehrer wurde ich meistens einmal pro Schuljahr während einer Lektion von der Schulleitung im Unterricht besucht, anschliessend fand das Mitarbeitergespräch statt. Eine andere Variante (mit der ich keine Erfahrung habe), ist der Classroom Walkthrough:
„Classroom Walkthrough ist ein Führungsinstrument für nachhaltige Unterrichtsentwicklung. Durch kurze, immer wiederkehrende Unterrichtsbesuche von vier bis sieben Minuten mit einem schriftlichen oder mündlichen Feedback innerhalb von 24 Stunden kann die Schulleitung Einblick in das Lehren und Lernen an der Schule nehmen. „
Eine überzeugende Idee habe ich im Buch The Innovator’s Mindset von George Couros gefunden. Man steigt für einen Tag in die Schuhe eines Schülers (S. 83): Continue reading “in die Schuhe der Schüler steigen” »
Zum Thema Feedback habe ich zwei Merkbilder erstellt (grafisch sicher keine Meisterwerke). Zentral sind folgende Fragen:
- Wo willst du hin? (Ziel)
- Wo stehst du? Wie kommst du voran? (Standort)
- Was ist dein nächster Schritt?
- Wie kann ich dich unterstützen?
Diese Fragen lassen sich in vielen Gesprächen nutzen (Lerncoaching, Lernbegleitung, Rückmeldungen, Feedback…). Als Bild habe ich eine Bachüberquerung gewählt. Ziel ist die Überquerung des Bachs. Es braucht jedoch mehrere Schritte, um es auf die andere Seite zu schaffen.
Aus dem zweiten Bild greife ich einen Satz heraus: „Ich kann es noch nicht!“ Entscheidend ist das Wörtchen noch. Ich weiss es noch nicht. Das klappt noch nicht. Die Formulierung stammt aus einem Video zum Growth Mindset (das ich gerade nicht mehr finde).
Hier gibt es die Bilder als PDF-Datei: Feedback
Wie schafft man es, nach einer Krise wieder aufzustehen? Wie kann man mit belastenden Situationen besser umgehen? Wie trainiert man das? Während einer militärischen Weiterbildung habe ich einen kurzen Einblick in ein Army Resilience Training erhalten. Mit diesem Blogbeitrag halte ich meine ersten Schritte in ein neues Lernfeld fest.
Was bedeutet Resilienz?
Wikipedia beschreibt Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit. Das sei die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen. An anderen Stellen ist Resilienz…
- die Kraft, mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft.
- alle Kräfte, die Menschen aktivieren, um das Leben in guten und schlechten Zeiten zu meistern.
- die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke.
- die Kraft, die hilft, mit belastenden Situationen erfolgreich umzugehen. „Belastende Situationen“ meint zum Beispiel Krisen, Niederlagen oder Schicksalsschläge. „Erfolgreich“ meint nachhaltig und gesund.
Welche Bilder passen zu Resilienz?
Im Zusammenhang mit belastenden Situationen gibt es einige Bilder, die zwar häufig auftauchen, jedoch nicht zu Resilienz passen:
- „Der Fels in der Brandung“ vermittelt den Eindruck, dass man nie umfallen kann oder darf.
- „Stark wie ein Baum“: Ein Baum kann vielen Stürmen stand halten, doch wenn er einmal umfällt, steht er nicht mehr auf.
Welche Bilder eignen sich besser?
- Schilf: Schilf gibt in einem Sturm nach und richtet sich dann wieder auf.
- Stehaufmännchen oder Stehauf-Tiere sind selbsterklärend. Mit Kindern und Jugendlichen (vielleicht auch mit Erwachsenen), könnte man selbst ein Stehaufmännchen basteln.
Ausserhalb des „etablierten“ Bildungssystems entstehen Schulen, von denen einige keine Schule sein wollen. Sie verzichten teilweise auf typische Merkmale von Schulen: vorgegebener Lehrplan, vorgegebene Lehrmittel, Stundenplan, Unterrichtsfächer, Prüfungen und sogar Lehrerinnen und Lehrer. Statt dessen werden Selbststeuerung, -bestimmung, und -organisation gross geschrieben. Und Lernen findet häufig in Projekten statt. Der englische Begriff „Unschool“ zeigt schön: Man will nicht wie andere Schulen sein und sagt, was man nicht ist. Aber was man denn genau ist, das lässt sich nicht so einfach beschreiben.
Bis auf eine Ausnahme habe ich mich auf „Schulen“ für Erwachsene beschränkt, die sich in der Schweiz befinden.
Das Führen eines Portfolios ist ein Kompetenznachweis im CAS Schulleitung. Hier habe ich begründet, warum ich einige Beiträge in meinem Blog öffentlich mache.
Das Portfolio dokumentiert meine Arbeit an vier Themen. Zu jedem Thema habe ich ein Ziel formuliert. Diese Ziele verstehe ich in einer ersten Fassung als „Erkundungsziele“. Das heisst, sie sollen später noch konkretisiert werden. Ausgangspunkt für die Wahl der Themen war ein Self Assessment (Kompetenzprofil Schulmanagement).
- Finde dein Wasser
- Schulführung und Digitalisierung
- Ich verbessere meine Fitness
- Projekt- und Changemanagement