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Die Vergangenheitsbewältigung ist auch nach dem Systemwechsel weder in Russland, den GUS-Staaten noch in Moskaus ehemaligen Satellitenstaaten – mit Ausnahme der DDR – ein Thema. Die Täter der roten Verbrechen können in den Nachfolgestaaten unbehelligt leben und sogar wieder hohe politische Ämter übernehmen. Alles deutet darauf hin, dass die Wende in den Staaten des ehemaligen kommunistischen Machtbereiches nach einem geheimen Drehbuch, einem „Masterplan“ ablief: Gemäss Gorbatschows Deal mit den Westmächten, den Machtverlust der ehemaligen kommunistischen Eliten u. a. durch einen Freibrief zur Plünderung des Staatsvermögens zu kompensieren – der Preis dafür, dass die Wende in Form einer „sanften Revolution“ stattfinden konnte. Der Machtwechsel in der Ukraine hat jedoch gezeigt, dass die Legitimität der neuen Machthaber, die der Westen vorbehaltlos aktzeptierte, in ihren Ländern früher oder später in Frage gestellt werden könnte. Mit einem Vorwort des ungarischen Staatsministers a. D. Imre Pozsgay.
Portrait
Der Autor, ehemaliger leitender Redakteur und Kommentator bei führenden Tageszeitungen in Deutschland und Ungarn sowie langjähriger Mitarbeiter des Schweizerischen Ost-Instituts in Bern, enthüllt und analysiert die brisanten Fakten und beschreibt die Hintergründe dieses bisher unbekannten Kapitels der europäischen Geschichte.