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Die Überschwemmung von Brig

Am 24. September 1993 tritt die Saltina über die Ufer und verursacht die grösste Überschwemmung, welche das Wallis seit einem halben Jahrhundert erlebt hat. Im Migros-Markt, der sich im untersten Stadtteil, ganz in der Nähe des Bahnhofs von Brig befindet, entgeht man ganz knapp einem grossen Drama. Zum Glück finden das Personal und die Kunden in den Räumen der an den Laden angrenzenden Klubschule im ersten Stockwerk Zuflucht.
Die 74 Mitarbeitenden und 23 Kunden, die im Gebäude eingeschlossen sind, harren trotz ihrer mehr als verständlichen Angst geduldig aus. Sie richten es sich im Non-Food-Bereich des Geschäftes unter diesen Umständen so angenehm wie möglich ein, und warten auf die Ankunft der Rettungskräfte sowie auf Nachricht von ihren Familienangehörigen und ihren Häusern und Wohnungen. Im Verlauf des nächsten Tages, um die Mittagszeit, werden sie von den Rettungskräften befreit und können jede und jeder ihre Notunterkunft verlassen.
Die Schlammmassen bedecken ebenfalls die Baustelle in Glis, wo die Genossenschaft ein Do it und Garden-Center baut. Auch die Do-it-Abteilung der Oberwalliser Metropole ist beschädigt: Mobiliar und Waren sind schrottreif.
Zur Notversorgung der überschwemmten Stadt schickt die Genossenschaft sofort Verkaufswagen nach Brig, und um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, eröffnet sie ab dem 9. November ein provisorisches Lebensmittelgeschäft.
Drei Monate später wird das an den Supermarkt angegliederte Do it Yourself eröffnet, zur grossen Freude der Brigerinnen und Briger, die sich daran machen, ihre Stadt aufzuräumen und wieder aufzubauen.
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