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Die Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich verleiht die Würde eines Doktors ehrenhalber an Herrn Dr. Stephen J. O’Brien in Anerkennung seiner grossen Verdienste auf dem Gebiet der Genetik und ihrer Bedeutung bei Erkrankungen bei Mensch und Tier, insbesondere bei Feliden. Seine Arbeiten stellen Meilensteine dar und beeinflussten nachhaltig die Forschung in den Gebieten der Genetik, der Infektiologie und Zoologie.
Dr. Stephen J. O’Brien, geboren 1944, erwarb 1966 am St. Francis College in Loretto, Pennsylvania, einen Bachelor of Science-Titel in Biologie und Chemie. An der Cornell University, Ithaca, studierte er Genetik und absolvierte 1971 seinen PhD. Nach zwei Jahren als Postdoctoral Fellow trat er ins Laboratory of Viral Carcinogenesis am National Cancer Institute (NCI) ein, wo er 1980 zum Leiter der Abteilung Genetik avancierte. 1983 wurde er Chef des Laboratory of Viral Carcinogenesis und seit 1986 leitet er das Laboratory of Genomic Diversity am NCI.
Dr. O’Brien hat sich grosse Verdienste erworben auf den Gebieten der Human- und vergleichenden Genetik, der evolutionären Biologie, in der HIV-/Aids-Forschung, auf den Gebieten der Retrovirologie (speziell von Katzenartigen) und der Erhaltung von Tierarten. Zu seinen, in Zusammenarbeit mit Studierenden, Kolleginnen und Kollegen erarbeiteten besonderen Leistungen gehören:
Dr. Stephen J. O’Brien ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, The Explorers Club und des Cosmos Club. Er amtierte als Präsident der Vereinigten Wissenschafter am National Cancer Institute, als Vorsitzender des Internationalen Komitees für vergleichende Genkartierung für das Projekt «Human Genom Organisation». Dr. O’Brien gründete die Organisation «New Opportunities in Animal Health Sciences» ein Konsortium von Wissenschafter/innen der Smithonian Institution und des «National Zoological Parks», welche biomedizinische Techniken zur Tierarterhaltung einsetzt.
Dr. O’Brien ist Autor oder Mitautor von über 650 wissenschaftlichen Artikeln, Buchbeiträgen und Büchern. Darunter auch ein «Atlas of Mammalian Chromosomes», eine fotographische Übersicht über Chromosomenbilder von fast 1000 Säugetierspezies. Durch viele Publikationen in populärwissenschaftlichen Zeitschriften (wie National Geographic Magazine) hat er dafür gesorgt, dass neue Erkenntnisse nicht nur Wissenschafter/innen, sondern auch interessierten Laien zugänglich sind.