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Schulhaus Gräwimatt
Innenraum (Foyer)
Schulhaus Gräwimatt
Innenraum (Treppe)
Schulhaus Gräwimatt
Innenraum (Treppe)
Schulhaus Gräwimatt
Adresse
6467 Schattdorf
UR
Architektur
Weitere Bauphasen
Der Eggstein-Bau war in seiner Struktur und Differenziertheit ein bemerkenswerter Sichtbetonbau. Die letzte Sanierung brachte dem gewachsenen Komplex eine neue Geschlossenheit und eine funktionale Erschliessung. Das Konzept «Weiterbauen» fand in den letzten Jahren in Uri mehrfach Anwendung und brachte qualitätsvolle Architektur hervor, wenngleich der Ursprung vieler dieser Gebäude nur noch strukturell zu erahnen ist.
Chronologie
Das Schulhaus Gräwimatt, ein Wettbewerbserfolg von 1970, wurde 1974 fertiggestellt. Die erste, in der Verantwortung von Hans Eggstein stehende Bauetappe umfasste den Schulhaustrakt, ein Schwimmbad, eine Turnhalle sowie eine Zivilschutzanlage. 1984 wurde im Osten ein Schultrakt ergänzt, der bereits im ersten Entwurf projektiert war. 14 Jahre später wurde die bestehende Aula vergrössert. Zuletzt gewann die Germann Achermann AG einen neuerlichen Wettbewerb für eine Erweiterung und die Sanierung der gesamten Anlage und setzte dies in den Jahren 2013 bis 2017 um.
Lage
Das Schulhaus Gräwimatt befindet sich gut 200 Meter südlich des Schattdorfer Dorfzentrums. Die Haupterschliessung erfolgt von Osten über die Schulhausstrasse. Im Norden grenzt die Schulanlage an den Gangbach und im Westen an das Wohnquartier Bärengand. Der Gebäudekomplex ist in den Hang eingebettet, der gegen Süden stark ansteigt. Die gestaffelt konzipierte Schulanlage und das vorgelagerte Schwimmbad fassen zusammen mit der Ergänzung des Ostflügels einen zentralen Hof, der als Pausen- und Begegnungsplatz gestaltet ist.
Beschreibung
Die Schulgebäude sind viergeschossig und flach gedeckt. Im Bau von 1974 sind pro Geschoss vier Schulzimmer um einen zentralen Erschliessungskern angeordnet. Die Baukörper sind aufgefächert, was das Volumen «portioniert». Dadurch ergab sich ein abwechslungsreiches Bauensemble mit variierenden Fensterformaten: Neben den streng gerasterten Klassenzimmerfenstern waren zahlreiche schmale Bandfenster zu finden, Foyer und Sportbereich waren hingegen grossflächig verglast. Die Erweiterung von 1984 folgte diesem Grundprinzip, wurde jedoch im Gegensatz zur Sichtbetonoptik des ersten Bauabschnitts als Putzbau ausgeführt. Die letzte Sanierung fasste die unterschiedlichen Fassadengenerationen unter einer homogen weissen Putzfläche zusammen. Akzente setzen die auf jeweils einer Seite abgeschrägten und verschiedenfarbig gestrichenen Fensterleibungen.
Das auf der Nordseite verglaste, neue Foyer im Zentrum der Anlage dient als Mehrzweck- und Begegnungsraum. Die Aula und die Turnhalle lassen sich von hier aus getrennt erreichen. Die oberen Stockwerke sind über eine Treppe im Foyer und ein weiteres Treppenhaus erschlossen.
Literatur