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Hirzel-Gysi Conrad, Ingenieur, 1834-1897
Conrad Hirzel war Ingenieur bei der Firma Sulzer und die rechte Hand von Dr. h.c. Eduard Sulzer-Ziegler (1854-1913), dem Erbauer des Simpontunnels. Er erfand das Tunnelventilationssystem, das erst ermöglichte, lange Tunnels zu bauen.
Conrad Hirzel wurde am 12.03.1834 in Veltheim-Winterthur geboren und ist am 19.12.1897 in Winterthur verstorben. Er war Sohn des Heinrich Hirzel, Pfarrer in Veltheim. Er heirate 1868 die Tochter des Heinrich Gysi, Stadtschreiber und Grossrat in Zürich, Charlotte Henriette Gysi (geboren 13. November 1838, gestorben am 24. März 1919). Er besuchte das Gymnasium in Winterthur und machte anschliessend die Feinmechanikerlehre bei Mechaniker Vogt in Veltheim Dann studierte er Maschineningenieur am Polytechnikum Karlsruhe. Nach Abschluss seiner Studien arbeitete er zunächst zwei Jahre auf dem Konstruktionsbüro der Maschinenfabrik Gilain in Tirlemont. Ab 1858 arbeitete er bei der Basler Firma Dollfus. Er war dort Montageleiter von Eisenbrücken für die Vereinigten Schweizerbahnen. Ebenso arbeitete er für sizilianische Schwefelminen. Von 1867 bis zu seinem Tode 1897 wirkte er bei Gebr. Sulzer in Winterthur, zuerst als Leiter des Schiffbaus, später der Abteilung für allgemeinen Maschinenbau. Hirzel gelang u.a. die konstruktive Durchbildung der von Alfred Brandt erfundenen, beim Simplontunnelbau eingesetzten hydraulischen Gesteinsbohrmaschine. Er war Erfinder des von der Chamer Milchgesellschaft verwendeten Vakum-Milchverdampfungsapparates, einer Shrapnellpresse, ferner des Ventilationssystems das ebenso beim Bau des Simplontunnels verwendet wurde.1891-96 Mitglied des Gemeindeausschusses bzw. des Grossen Stadtrats von Winterthur. Im Militär bekleidete er den Rang eines Oberstleutnanten.