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www.cheops-pyramide.ch Copyright 2006 Franz Löhner und Teresa Zuberbühler
Die Pyramiden-Bauhütte - Anwendung der Methoden auf den Bau der Cheops-Pyramide
Dies ist das Zentrum der Pyramidenbaustelle, hier werden alle Arbeiten geplant und koordiniert und dann den einzelnen Arbeitstrupps zugeordnet.
Es gilt folgende Arbeiten zu koordinieren:
Es gab wahrscheinlich mehrere Bauhütten, sie lagen aber wohl alle
in der Nähe der Südflanke der Pyramide, wo sich die meisten
Geleise mit den Seilrollenböcken befanden.
Wichtig: Die Steine wurden nach Plan gebrochen, nach Plan angeliefert, kontrolliert, wenn nötig geändert, nach Plan die Pyramidenflanke hochtransportiert und nach Plan verlegt!
Folgende Arbeiten müssen koordiniert werden, bis ein Stein auf den vorgesehenen Platz auf dem Pyramidenplateau gelangt:
Wer war der Architekt der Cheops-Pyramide? Leider ist dies nicht klar, in Frage kommen ein Onkel (Chaefsnofru), ein Schwiegersohn (Ankhaf oder Chufu-Anch), ein Vetter von Cheops (Emjunu) oder ein Mann namens Hem-On (Emjunu oder Hm-Inwnw). Auf jeden Fall muss man die Arbeit dieses Mannes bewundern!
Der Baumeister musste die Arbeit Tausender
von Menschen planen, koordinieren und beaufsichtigen. Dazu brauchte er
Aufseher, Schreiber und viel Hilfspersonal. Eine riesige Aufgabe, auch
wenn es nach Berechnungen von Dr Heribert Illig und Franz Löhner
nur ca. 6700 Mann brauchte, um die Cheops-Pyramide (Khufu-Pyramide) zu
bauen.
In den Werkstätten auf dem Giza-Plateau waren hoch qualifizierte Arbeiter beschäftigt, sozusagen die Elite ihres Berufstandes. Die Hauptarbeit wird in den Steinbrüchen gemacht, die Masse und Form jedes Steins werden vorher genau bestimmt und die Steine entsprechend gebrochen und zugerichtet. Nur falls mal ein falscher Stein geliefert wird oder einer fehlt oder doch eine andere Form braucht, wird der Steinblock in der Bauhütte geändert. Solche Änderungen erfordern mehr Können und präziseres Arbeiten. Die meisten Steine sind jedoch Standardsteine und werden nicht noch weiter bearbeitet.
Die Lehrmeinung sagt zwar, dass die Steine auf der Pyramide zugerichtet wurden, aber ein Stein sollte keinenfalls erst auf dem Pyramidenplateau geändert werden. Denn ein individuelles Zurichten auf dem wachsenden Pyramidenstumpf war unmöglich - alles was über ein Beseitigen letzter Unebenheiten hinausgegangen wäre, hätte alle andern Arbeiten behindert und obendrein den Abtransport grösserer Steinabfälle verlangt. Vergessen wir auch nicht, dass jedes Steinstück, das beim Behauen wegsplittert, eine Gefahr bildete.
Auf dem Pyramidenplateau sollten die Steine nur noch verlegt
werden und noch die äusseren Steine poliert werden. Das ist auf der
immer kleiner werdenen Oberfläche schon schwierig genug!
Die Schmiedewerkstatt war sehr wichtig,
Werkzeuge für die Bearbeitung der Steine mussten hergestellt und
dann nach Gebrauch nachgeschmiedet werden. Die Arbeit findet in einem
abgedunkeltem Raum statt, so dass die Farbe des glühenden Metalls
genau beobachtet werden kann. Der Schmied war für die komplette Herstellung
verantwortlich. Diese Tätigkeit erfordert viel Wissen und Erfahrung
und Schmiede waren hoch angesehen. In der Schmiede braucht es auch viele
Helfer, Männer am Blasebalg, Haltekräfte, Materialherbeischaffer,
Wasserträger etc.
Es stand aber nicht wie auf gewissen Illustrationen noch eine Bauhütte auf dem Pyramidenplateau - und auf keinen Fall durfte man eine Schmiedewerkstatt auf dem Plateau errichten - die Hitze des Schmiedefeuers hätte den darunterliegenden Steinen geschadet und zum Zerspringen gebracht!
Franz Löhner ist überzeugt, dass vor allem Granit
nicht mit Kupferwerkzeugen bearbeitet werden konnte - er ist viel zu hart
(Mohshärte 6-8).
Eine wichtige Arbeit in der Schreinerei war wohl, die Seilrollenböcke
herzustellen und sie zu unterhalten. Hier musste auch mit der Schmiedewerkstatt
zusammengearbeitet werden, um die Kupferlager für die Seilrollen
(Umlenkrollen) herzustellen.
Täglich mussten 500 Steine, jeder auf einem Schlitten,
vom Steinbruch zur Bauplattform auf der Pyramide geschafft werden. Es
ist deshalb davon auszugehen, dass die Schlitten Massenware waren, sie
mussten zuerst hergestellt, dann gut unterhalten und repariert
werden und nach einer gewissen Zeit ersetzt werden.
Die Geleise bestanden ebenfalls aus Holz.
Diese mussten gezimmert und dann auf der Pyramidenflanke installiert werden.
Es gab sicher Arbeiter, die nur für die Wartung und Instandhaltung
der Geleise verantwortlich waren.
Für das Glätten und Polieren der äusseren
Steine wurden Arbeitsgerüste gebraucht, auch diese wurden in der
Schreinerwerkstatt hergestellt.
Seile von verschiedenen Dicken und Längen wurden überall
auf der Pyramiden-Baustelle gebraucht. Ob die Herstellung der Seile ebenfalls
hier geschah weiss man nicht, aber sicher musste eine Seilerei existieren,
die für die Prüfung und den Unterhalt der Seile zuständig
war.
Die alten Ägypter verwendeten Hanfseile (Cannabis sativa), die aus Nutzhanf hergestellt werden. Es gibt auch Seile aus der Dum-Palme (Hyphaene thebaica), diese sind jedoch schwächer und konnten deshalb nicht für grosse Lasten verwendet werden.
www.cheops-pyramide.ch Copyright 2006 Franz Löhner und Teresa Zuberbühler