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Während wir Passah feierten, musste ich an Jochebed und Amram denken: “Durch Glauben haben Moses Eltern ihn drei Monate lang nach seiner Geburt versteckt, weil sie sahen, dass es kein gewöhnliches Kind war, und sie fürchteten sich nicht vor dem Edikt des Königs.” (Hebräer 11,23). Diese tapferen Eltern hatten den Mut, das Leben für ihr Kind zu wählen, trotz der Verordnung des Pharaos, jeden Sohn in den Fluss zu werfen.
Seine Mutter tat ihn schliesslich doch in den Fluss, gewissermassen der Verordnung des Pharaos folgend, aber ganz sachte, in einem wasserdichten Korb, und wartete, um zu sehen, wie Gott ihr Kind bewahren würde. In seiner Gnade liess Gott die Tochter des Pharaos das Kind finden. Diese bezahlte Jochebed dafür, ihr eigenes Kind aufzuziehen. Die Mutter von Mose vertraute Gott und wurde dafür belohnt, dass sie das Leben des Kindes verschonte.
Genauso wird auch jede Be'ad Chaim-Mutter, die das Leben ihres Kindes beschützt, von gütigen Spendern durch unser Projekt “Operation Moses” unterstützt. Einer unserer Spender schrieb treffend: “Es erfreut unsere Herzen, dass wir durch unser Geben und Beten in dieser Welt etwas bewirken können.” Eines meiner Lieblingszitate gibt es umfassend wieder: “Für die Welt mag ein Baby einfach eine Person mehr sein – aber für eine Person kann das Baby die ganze Welt sein.
”
Ihre Gebete, Grosszügigkeit und Liebe verändern die Welt! In Dankbarkeit,
Sandy
Tehila und Baby Ramon
Tehila ist eine entschlossene junge Frau. Sie hatte eine sehr schwierige Kindheit, weil ihre Mutter drogenabhängig und ihr Vater Alkoholiker ist. Ihre Eltern liessen sich scheiden, als sie noch sehr jung war, und sie wuchs in verschiedenen Heimen und Zentren für gefährdete Jugendliche auf. Als sie siebzehn war, wurde sie schwanger und entschied sich mit der Hilfe von Be'ad Chaim, das Leben des Kindes zu erhalten.
Tehila und ihr Baby lebten bei ihrer Mutter, doch die Umgebung war nicht kindgerecht. So nahm ihr die Fürsorge das Kind weg, und es wurde dann von einer anderen Familie adoptiert. In den nächsten vier Jahren hatte Tehila – zerbrochenen Herzens – vier Abtreibungen und zwei Fehlgeburten.
Dieses Jahr wurde sie wieder schwanger. Sie erzählte mir, dass sie sich sehnlichst wünscht, eine gute Mutter zu werden, aber nicht wisse, wie sie das schaffen solle. Wieder wandte sie sich hilfesuchend an Be'ad Chaim. Inzwischen ist Baby Ramon drei Monate alt, ein starker kleiner Bursche, der gerne lächelt. Da sie keine Alternative haben, wohnen Tehila und Ramon wieder bei ihrer Mutter – und wieder stellte die Kinderfürsorge fest, dass es keine kindgerechte Umgebung sei.
Um ihren kostbaren Ramon nicht auch zu verlieren, entschied sich Tehila, bei einem speziellen Programm mitzumachen, bei dem Mutterschafts- und Lebensfertigkeiten vermittelt werden. Das Ziel dieses Jahresprogrammes für gefährdete Mütter ist, die Trennung von Mutter und Kind zu verhindern. Dies wird erreicht durch intensive Begleitung, Coaching und Disziplin.
Tehilas Partner zieht nun in den Norden, um näher bei ihr zu sein und um sie und ihren Sohn besuchen zu können. Sie hofft, dass er bei seinen Besuchen im Zentrum ebenfalls lernt, ein Vater zu sein. Beim Abschied von uns hatte sie Tränen in den Augen, sprach aber mit Bestimmtheit und Entschlossenheit davon, eine gute, starke Mutter für ihren Ramon zu werden. Sie war sehr dankbar, als ich ihr sagte, dass wir für sie beten, damit sie Erfolg hat und ein gesegnetes, erfülltes und fruchtbares Leben führen darf.
Die Geschichte von Larissa
Seit 13 Jahren besteht die Operation Moses, und Larissa war eine der ersten Mütter, denen damals Hilfe angeboten wurde. Als dreissigjährige alleinerziehende Mutter mit einem jungen Sohn ging sie mit einem Moslem aus, als sie spürte, dass sie wieder schwanger war. Ihr Freund forderte sie auf abzutreiben und verweigerte ihr jede finanzielle Unterstützung, weil er kein Geld hatte.
Doch Larissa wollte nicht abtreiben. Ihre Freundin Valerie, welche durch Operation Moses bei Be’ad Chaim Hilfe erfahren hatte, fragte sie, wie sie mit dem neuen Baby durchkommen würde. Larissa hatte als Putzfrau gearbeitet, aber wegen der Schwangerschaft war sie gezwungen aufzuhören. Sie fand eine Stelle in einem lokalen Supermarkt. Valerie gab ihr die Telefonnummer von Be’ad Chaim und riet ihr, dort Unterstützung zu suchen. Daraufhin stand sie in regelmässigem Kontakt mit einer Beraterin, sowohl telefonisch wie durch persönliche Besuche. Einige Monate später bat Larissa ihre Beraterin mitten in der Nacht, sie zum Spital zu fahren, ja, diese blieb bei ihr, bis die Geburtshelferin ankam. Das Baby Anat wurde mit schöner, heller Haut geboren, zur Freude ihrer Mutter.
Unmittelbar nach der Geburt brachte ihr unser Team ein Bett, einen Kinderwagen und eine Badewanne, gefüllt mit schönen Babysachen. Während des darauffolgenden Jahres erhielt sie jeden Monat Windeln, Babynahrung und Feuchttüchlein. Larissa spürte so viel Liebe, dass sie bei sich dachte: «Warum tut ihr das alles für mich? Wer bin ich denn für euch? Ihr steht mir näher als meine Tanten und Verwandten. Ihr verhaltet euch wie eine Mutter zu mir!» Ausserhalb von Be’ad Chaim erhielt sie keine Unterstützung, im Gegenteil, von allen Seiten nichts als Druck, sogar von ihrer eigenen Mutter und ihrem Freund. Trotzdem hatte sie nicht abtreiben wollen.
Neulich sagte Larissa: «Vom Moment an, als ich schwanger war, fühlte ich, dass ich dieses Baby haben muss. Ich denke, dieses hat mir dazu verholfen, Gottes Liebe zu erfahren. Zwar hatte ich immer gewusst, dass ein Gott existiert, aber erst durch dieses Kindlein habe ich ihn persönlich erfahren. Anat ist ein Geschenk Gottes für mich.»
Sechs Jahre vorher, zwischen ihrem Erstgeborenen und Anat, hatte Larissa eine Abtreibung machen lassen. Ihre Schwangerschaft war extrem schwierig, die allmorgendliche Übelkeit schrecklich, sie konnte sich nicht mehr um ihren drei Jahre alten Sohn kümmern. So gab ihr der Vater des Ungeborenen Geld für eine Abtreibung. Aber erst, als sie Gottes Liebe nach der Geburt von Anat kennenlernte, verstand sie, dass sie einem Baby das Leben genommen hatte.
Als Larissa eingeladen wurde, vor einer Gruppe von Helferinnen für durch Abtreibung verwundete Mütter zu sprechen, beschrieb sie ihre Erfahrungen so: «Die Bibelgruppe für Mütter nach Abtreibungen half mir, ein neuer Mensch zu werden. Ich habe Gott um Vergebung gebeten und Befreiung und Erleichterung gefunden. Dadurch fühlte ich, dass Gott in meinem Leben wirkte und wurde selbstsicherer. Zuvor war ich ‘verloren’, ich schämte mich und fühlte mich dauernd schuldig. Doch jetzt ist alles anders. Ich dürste nach Gott. Ich lese jeden Tag in der Bibel und suche darin nach Antworten. Zudem lebe ich in einer ständigen Gebetsbeziehung mit Gott, und das ist wunderbar. Bevor ich emotional geheilt war, konnte ich Gott nicht hören, doch jetzt fühle ich seine Wärme, seine Liebe und sein Leben in mir. Ich weiss, dass Gott noch nicht fertig ist mit mir und dass er noch viel mehr mit mir vorhat.
Seit drei Jahren ist Larissa eine Mitarbeiterin und Beraterin von Be’ad Chaim.
Larissa – Eine schöne Fortsetzung
Unsere Beraterin Larissa hat am 16. April das Jubiläum ihrer Aliyah (Immigration) nach Israel gefeiert. Ich (Sandy Shoshani, Nationale Direktorin von Be’ad Chaim) kenne sie bereits mehr als die Hälfte dieser zwanzig Jahre und habe sie wachsen und blühen sehen von einer verunsicherten jungen Frau in eine gottesfürchtige, selbstbewusste Beraterin für Bedürftige.
Kurz nach ihrer Ankunft in Israel 1999 wurde Larissa romantisch involviert mit einem Nachbarn, und liess das resultierende Baby abtreiben. Fünfzehn Jahre lang behielt sie die Scham und Verlegenheit “tief in ihrem Herzen eingeschlossen”. Im November 2015 habe ich sie trotz ihrer Schüchternheit eingeladen, eine unserer Beraterinnen zu werden.
Um sie in unsere Arbeit einzuführen, besuchte sie unsere L'Chaim International Conference 2015. An dieser Konferenz haben unsere Berater und Beraterinnen bei einem Workshop namens “Good Mourning” (“gute Trauer”) mitgemacht, um ihnen zu helfen, Heilung nach Abtreibungen zu finden und um zu lernen, wie man anderen hilft, die an Post-Abortion-Syndrome (Nach-Abtreibungs-Syndrom) leiden.
Der Schmerz ihrer Abtreibung kam in Larissa wieder auf, nachdem sie ihn jahrelang sogar vor sich selbst verborgen hatte. Sie ging heim und erzählte ihrer damals achtjährigen Tochter davon. Zusammen nannten sie das abgetriebene Mädchen Lana. Einige Tage später gingen die Konferenzteilnehmer zu den Gärten des Lebens, um dort Bäume zu pflanzen im Gedenken an Babys, die abgetrieben, fehlgeboren oder kurz nach der Geburt gestorben sind.
Larissa und ihre Tochter gingen als Beobachter mit. Als sie hörte, dass noch ein Baum übrig war, entschied sich Larissa dafür, diesen Baum im Gedenken an ihre kleine Lana zu pflanzen.
“Ich glaube, dass Gott mich zu Be'ad Chaim geführt hat, um mich zu heilen und mich von meiner Scham zu befreien durch die Offenbarung meiner Sünde. Mein Geist öffnete sich durch Gottes Geist. Ich glaube, ich bekam diesen Job als Beraterin, weil ich selbst genauso bin wie die Frauen, denen wir helfen. Sie sind so wie ich. Später nahm ich an einer Post-Abortion-Support-Group (Nach-Abtreibung-Unterstützungsgruppe) teil, und der Schmerz in meinem Herzen wurde still. Gott hat mir vergeben. Ich war erleichtert und fühlte mich so, als ob mir ein Gewicht abgenommen wurde. Meine Familie weiss, dass mein Kindchen existierte, dass Gott es uns gab, und dass ich einen Fehler gemacht hatte. Der Baum wurde in seinem Namen gepflanzt – das habe ich für Lana getan. Das ist mein Weg, sie zu ehren und als menschliches Wesen anzuerkennen. Sie war meine Tochter und wird immer ein Teil unserer Familie sein.”
Auszüge aus dem Be’ad Chaim-Rundbrief mit freundlicher Genehmigung von amzi
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