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Theater St.Gallen l Le sacre du printemps
Publiziert am 03. Februar 2008
Die Vision einer grossen heidnischen Feier: Das war das Thema von Le sacre du printemps.
Le sacre du printemps ist die 1913 komponierte dritte der drei grossen Ballettmusiken, die Igor Strawinsky vor dem ersten Weltkrieg für das Ballets Russes von Sergej Diaghilew komponiert hat. Sie gilt auf Grund ihrer rhythmischen und klanglichen Aussergewöhnlichkeit als ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts. Die Entstehung ist kaum denkbar ohne Diaghilew und sein russisches Ballet, das 1909 bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs in Paris ein Motor der künstlerischen Avantgarde war. Diaghilew war es, der Strawinsky nach Paris holte, um die Musik für den Feuervogel zu komponieren, nach dem der zunächst damit betraute Anatol Liadow zeitlich in Verzug geriet. Der Erfolg des Balletts begründete praktisch über Nacht Strawinskys Weltruhm, an den er auch mit Petruschka, der zweiten Ballettmusik für Diaghilew, anknüpfen konnte. Die Uraufführung des Sacre dagegen wurde zu einem grossen Skandal. Strawinskys Musik wechselt hier in eine deutlich expressionistische Klangsprache und erzeugte deshalb bei der Uraufführung zunächst Gelächter, das schliesslich in einen beispiellosen Tumult überging. Heute ist das Werk eines der meist choreografierten Stücke der Ballettliteratur.
Sinfonien
Von Wolfgang Amadeus Mozart
Choreografie von Nick Hobbs
Denkt man an Strawinskys neoklassizistische Schaffensperiode, so scheint es geradezu naheliegend, seinen kultisch anmutenden Totentanz mit zwei Sinfonien von Mozart zu kombinieren. Der zweite Teil des Abends setzt damit zugleich auf einen deutlichen musikalischen Kontrast. Gerade die theatrale Kraft und formale Eleganz, die die Sinfonien Mozarts auszeichnen, bietet dem Tanz eine Fülle von Impulsen für eine choreografische Umsetzung.
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