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Bericht aus der Ukraine
Yuri und seine Frau Natascha machen ihre Arbeit unter den Obdachlosen und im Hospiz trotz Corona weiter wie anhin. Klar, einige Dinge haben sich geändert. Die Essensausgabe findet nicht mehr auf dem Platz im Stadtpark statt, sondern entlang eines Weges, der durch den Park führt. Alle 4-6 Meter ist eine Station. Mamma-Mana, eine gekochtes Stärkegericht aus Reis und Soja-Scchrott mit ein klein wenig Büchsenfleisch, etwas gekochtes Gemüse, zwei Scheiben Brot, Kompott - aufgekochter Tee mit Fruchtsaft, im Sommer kühl, bei Regen oder im Winter heiss serviert. Alle Mitarbeiter tragen Mundschutz und eine einfache Schutzbekleidung. Anschliessend gibt es noch eine Station wo ein befreundeter Pfleger oder eine Krankenschwester die offenen Wunden versorgt, oder einfache Medikamente abgibt. Ganz am Ende der Strasse hat sich Yuri mit einem Stuhl hingestellt. Männer mit verfilzten und verlausten Haaren schneidet Yuri einen „Coup-Radikal“ das heisst eine Glatze. Das ist für diese Männer eine Erlösung.