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Perlen aus dem Archiv – Mermet
Der König der Radiästhesie spricht zu uns
Zum zwanzigsten Todestag von Abbé Mermet erschien 1957 ein grosser Bericht. Wir präsentieren Auszüge.
Abbé Alexis Mermet schied am 7. September 1937 in Jussy bei Genf im Alter von 71 Jahren, nach viermonatigem Leiden, still und sanft von dieser Welt. Als Vorkämpfer der Radiästhesie erlangte er Weltberühmtheit. Sein Buch Der Pendel als wissenschaftliches Instrument wurde in kurzer Zeit in Tausenden von Auflagen in alle modernen Sprachen übersetzt, sogar ins Japanische. Seine Erfolge auf dem Gebiete der Teleradiästhesie haben ihm den Titel König der Radiästhesie eingebracht. In Genf und im benachbarten Frankreich war Abbé Mermet eine populäre Persönlichkeit. Er pflegte zugezogen zu werden, um mit Hilfe des Pendels Quellen und Bodenschätze zu entdecken oder verschollene Menschen zu suchen, wobei seine Erfolge für die Öffentlichkeit eine Sensation und für die Wissenschaft ein Problem waren. Dank seines edlen Charakters liess er sich in seinem Forschen nicht unterkriegen, weil seine besten Verteidiger die in aller Welt bekannnten Erfolgs-Tatsachen waren. Mermet hat bewiesen, dass es durch den Pendel möglich ist, aussersinnliche Wahrnehmungen sichtbar zu erfassen.
Mermet: «In einer Zeit, wo eine gewisse offizielle Wissenschaft in berechtigtem Stolze auf ihre modernen Errungenschaften sieht und der Menschheit dadurch dienstbar zu sein glaubt, indem sie die Grundsätze der Pendelforschung zu widerlegen sucht und sogar die Tatsachen ableugnet, die wir dem Pendel und der Wünschelrute verdanken, ist es angebracht, dass die von der Richtigkeit dieser Grundsätze überzeugten Forscher, die sichere und unbestreitbare Tatsachen anzuführen vermögen, sich zur Verteidigung der Sache des Pendels zusammenfinden und erheben.
Die Radiästhesie lässt sich lehren und von jedermann mehr oder weniger gut erlernen, wie es auf allen Gebieten der menschlichen Betätigung der Fall zu sein pflegt. Sie lässt sich erlernen, mehr noch: sie muss erlernt werden, zumindest von allen denen, die mit Sachkenntnis von ihr sprechen wollen. Wer nie einen Pendel in der Hand gehabt hat, ist nicht berechtigt, die Gesetze, denen der Pendel gehorcht, zu beurteilen, zu kritisieren, oder gar zu leugnen. Die Radiästhesie gleicht einem Buche: wer es lesen will, muss die Sprache kennen, in der es geschrieben ist.»
Die Methode Mermet stützt sich auf die wichtige Entdeckung vom Grund- und Kopfstrahl. Sie enthüllt bisher unbekannte Gesetze, vor deren Wirkung selbst die moderne Wissenschaft staunt. In seinem Buche teilt er die Ergebnisse seiner vierzigjährigen Forschungsarbeit mit und sagt selbst: «Ich halte die Radiästhesie für eine rein wissenschaftliche Sache. Wäre sie etwas anderes, ich hätte sie längst aufgegeben. Alle Tatsachen, die ich beobachtet habe, seien sie erklärlich oder nicht, sind durchaus natürlicher Art; ihr Geheimnis ist dasselbe wie das der Licht-, der Wärme- und der elektrischen Wellen.» Mermet lehnt ausdrücklich jede Gemeinschaft mit denjenigen ab, die die Rädiästhesie in den Bereich des Okkultismus leiten wollen.
Abbé Alexis Mermet, 1866–1937, Priester und Radiästhet: «Alle Tatsachen, die ich beobachtet habe, seien sie erklärlich oder nicht, sind durchaus natürlicher Art.» Foto: Frank Henri Jullien
Strahlen – Methodik
Die grundlegende Hypothese seiner radiästhetischen Forschungen legt Mermet mit folgenden Worten dar: «Da der menschliche Geist eines Ariadnefadens bedarf, um sich im Labyrinth der Tatsachen zurechtzufinden, diene uns folgende weit gefasste und wahrscheinliche Hypothese als Leitschnur.
Alles geht vor sich:
1. als ob alle Stoffe ohne Ausnahme fortwährend Schwingungen oder Strahlungen entsenden;
2. als ob im menschlichen Körper, sobald er diese Strahlungsfelder betritt, Nervenreaktionen, eine Art von Strömen, auftreten, die aus den Händen abfliessen.
3. Hält man ein geeignetes Instrument, eine Wünschelrute oder einen Pendel in der Hand, so bekundet sich der unsichtbare Strom durch Bewegungen, die er in diesen Instrument auslöst.»
Anlässlich des Radiästhesie-Kongresses von 1934 hielt Abbé Mermet im dichtgefüllten Reformationssaal in Genf einen Vortrag, in dem er über die Grundgesetze seiner erfolgreichen Methode in einer Zusammenfassung orientierte: «Die Radiästhesie ist die Wissenschaft von der Wahrnehmung der Ausstrahlungen, die jedem einzelnen Körper eigen sind; jener eigenartigen Ausstrahlungen, die nicht unmittelbar von den Sinnen wahrgenommen werden können. Unter diesen Ausstrahlungen, die von der Radiästhesie bisher studiert worden sind, unterscheidet man besonders drei Arten.
1. Zunächst entsendet jeder Körper einen Grundstrahl, der vom Körper in einer ganz bestimmten, stets unveränderlichen Richtung ausstrahlt, er wurde von mir entdeckt. Dieser Grundstrahl verleiht dem Pendel eine bestimmte Anzahl Schwingungen.
2. Der Kopfstrahl, welcher vom Gehirn ausgeht und zum gesuchten Körper gelangt. Der Kopf des Pendlers ist mit dem gesuchten Körper durch den Kopfstrahl, verbunden.
3. Der Lichtstrahl, der sich von jeder Lichtquelle zum gesuchten Körper erstreckt. Wenn der Pendel zwischen eine Lichtquelle und den gesuchten Körper gebracht wird, bringt ihn der Lichtstrahl in Bewegung.
Das konzentrierte Gehirn übermittelt seine verstärkten Schwingungen den Muskeln, dadurch wird der Pendel in Schwingungen versetzt. Der Pendel hat deshalb nur die Rolle eines Übersetzungsinstrumentes, eines vergrössernden Zeigers. Körper und Geist des Menschen müssen notwendigerweise zusammenwirken, um die Gehirnschwingungen durch den Pendel zu übersetzen und sie zu deuten.»
Mermet will seine Erfolge nicht auf einem Glauben an Naturwunder, sondern auf den Glauben an Naturgesetze fundamentiert wissen.
Die Physiker lehnen die Erfolge von Mermet deswegen schon ab, weil ihnen allen ein Mensch kein Apparat als Mittler beigegeben ist. Der Physiker hat gegenüber vermittelnden Menschen ein nur zu berechtigtes Misstrauen, weil der Mensch schon als solcher ein kompliziertes Nervenbündel ist.
Prof. Dr. Ing. Ernst Brüche, einer der bedeutendsten Physiker unseres Jahrhunderts schreibt über diesen Punkt: Der Physiker empfindet das unbewusst aus seiner wissenschaftlichen Grundhaltung, auch wenn er sich über diese psychischen Fragen nicht immer Rechenschaft gibt. Er steht aber diesem Gebiet und seinen Tücken anders gegenüber als der Psychologe. Während der Psychologe den Menschen und seine Psyche als Untersuchungsobjekt anerkennt, es geradezu sein Gebiet und die Psyche sein Untersuchungsobjekt ist, wird der Physiker bemüht sein, den Menschen als Messgerät zu vermeiden. Je komplizierter und je unklarer die Zusammenhänge sind, um so mehr würde er auf dem objektiven physikalischen Gerät bestehen. Mermet nahm Rücksicht auf diese Einstellung und Haltung der modernen Wissenschaft.
Im Dienste der Schöpfung
«Der Pendel kann dem Arzte auch noch darin besondere Dienste erweisen, dass er Krankheiten aufzuspüren vermag, lange bevor die Krankheitssymptome auftreten. Er ist ausserdem von grösster Nützlichkeit bei der Feststellung der Heilmittel. Hält man zum Beispiel den Pendel zwischen ein Heilmittel und ein krankes Organ, so dreht er im Rechtskreis, falls das Heilmittel sehr gut ist; ist es gut, so schwingt er vom Heilmittel zum Kranken hin; ist es neutral, so bleibt er unbeweglich und ist es schlecht, so dreht er im Linkskreise.
Ich unternahm eines Tages mit Freunden, darunter einem Arzt, einen Ausflug in die Berge. Als wir schon ziemlich hochgestiegen waren, begann der Arzt ein Unwohlsein zu verspüren und bedauerte, dass keine Apotheke in der Nähe war. Ich sagte ihm: Wo die Krankheit ist, ist auch ein Mittel zur Heilung, zog meinen Pendel aus der Tasche und suchte den Umkreis nach einem Heilkraut ab. Plötzlich schlug mein Pendel aus, ich mutete die Entfernung und fand an der bestimmten Stelle eine Pflanze, deren Blätter ich dem Arzte zu kauen gab. Zu seiner grössten Verwunderung fühlte er sich bald wieder wohl.
Auch auf das Tier lässt sich die Pendeldiagnose anwenden. Ich habe manchem Tierarzt dadurch geholfen, dass ich ihm als Berater zur Seite stand oder ihn in die Geheimnisse der Pendeldiagnose einweihte. So schrieb mir zum Beispiel der Tierarzt von Sitten im Wallis vor einigen Jahren, er habe in dem halben Jahre, während dessen er den Pendel benützen konnte, mehr Erfolge in seiner Praxis zu verzeichnen gehabt, als zuvor in vielen Jahren.
Pendeltestament an uns
Ich habe alle meine Geheimnisse verraten, alle meine Formeln preisgegeben; ich habe es mit einer Uneigennützigkeit getan, die vielleicht nicht ohne Verdienst ist, wenn man bedenkt, dass meine Methode die Frucht einer vierzigjährigen Forschung, von Erfolgen und Misserfolgen, Hoffnungen und Enttäuschungen ist, dass ich diese Tätigkeit neben meinem geliebten Pfarramt ausgeübt habe und dass sie nur die Fortsetzung derjenigen meines Vaters war, der ein halbes Jahrhundert lang der Quellensucher von Savoyen genannt wurde.
Von heute an hat die Radiästhesie als ein junger aufspriessender Schoss im Buschwerk der Naturwissenschaften zu gelten. Es wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein, die Eigenart der Strahlen, ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit und Wellenlänge zu messen, ihre Schwingungsphasen, ihren Einfluss auf benachbarte Vorgänge festzustellen, zu ermitteln, wie man sie am besten auffangen, dienstbar machen und ihre wohltätigen Wirkungen nutzbringend verwerten kann. Dann wird vielleicht einmal ein Gelehrter mit seiner Intuition die wahre Ursache finden.
Und man wird über deren Einfachheit staunen, denn unser Schöpfer pflegt die mannigfaltigsten und kompliziertesten Wirkungen durch die einfachste Organisation hervorzubringen.
Mein Buch ist somit nur eine Skizze, eine Sammlung der ersten Bausteine, aus denen eines Tages eine Kathedrale erbaut werden soll. Möge es die anderen Pendelforscher veranlassen, uns ihre Geheimnisse zu enthüllen. Möge sich ein brüderliches Band zwischen denen knüpfen, die ihre bisher allzu individuell betriebene Arbeit dem Fortschritt der Radiästhesie widmen.
Bitte um Weiterforschung
Ein jeder trage seinen Teil zum Allgemeinwohl bei! Man gestatte mir am Ende dieses bescheidenen Werkes, meine Zeitgenossen zu bitten, die Probleme der Radiästhesie objektiv und ohne Voreingenommenheit, in friedlichem und jeder Leidenschaft barem Geiste zu prüfen und zu erörtern, ohne dabei der unter gesitteten Menschen üblichen Höflichkeit zu entsagen.
Gewiss ist es normal, dass unser Verstand alles begreifen will, er sucht unentwegt nach Ursachen und gibt sich nur mit Erklärungen zufrieden.
Wenn aber eine Reihe von Tatsachen besteht, die unser Geist allen Bemühungen zum Trotz mit der offi-ziellen Wissenschaft nicht in Einklang zu bringen vermag, wie sollen wir uns dann verhalten? Sollen wir sie ableugnen? Ihre Anhänger lächerlich machen? Nichts ist leichter als das, aber es wäre weder elegant, noch wissenschaftlich.
Die Wissenschaft kommt erst nach den Naturgesetzen und muss ihnen unterworfen bleiben. Sie hat das Recht und die Pflicht, Tatsachen festzustellen und erst nach Überprüfung anzunehmen; aber sie darf Tatsachen ebensowenig ersticken, als sie solche erfinden darf. Wo stünden wir, wenn sich die Menschheit seit ihrem Entstehen geweigert hätte zu berücksichtigen, was sie nicht verstand?
Ich habe hiermit der Öffentlichkeit einen Überblick über meine radiästhetische Arbeit von vierzig Jahren mit durchschnittlich 50 Untersuchungen im Jahr vorgelegt. Jetzt übergebe ich die Fackel in jüngere Hände.
Ich wünsche den Tag herbei, an dem alle Freunde des Fortschritts sich die Hände reichen, im Willen, eine Wissenschaft auszubauen und zu verbreiten, die der Menschheit zum Wohle gereichen wird.
Doch wird diese neue Wissenschaft vor allem ein ständiger Dankeshymnus zu Gott sein, dem Schöpfer aller Gesetze, die er zum Wohle der Menschheit geschaffen hat.»
Der katholische Geistliche Dr. Gebhard Frei, ein grosser Freund der Radiästhesie, schloss anfangs 1954 am Radio Basel seine Sendung über Probleme der Parapsychologie mit den tief beeindruckenden Worten: Jeder echte Wissenschaftler und Sucher packt ein Stücklein dieses Mantelsaumes Gottes, wie seine kleine Menschenhand es umfassen kann. Und dann legt er dieses Stücklein unter das Mikroskop seines Geistes und wendet es, legt es analytisch auseinander und synthetisch wieder zusammen. Und wenn er glaubt, etwas erkannt und gefunden zu haben, dann geht er zum Menschenbruder, der ein anderes Stücklein des Mantelsaumes erwischte. Und stolz zeigt er ihm seinen kleinen Fund, und bescheiden weiss er, dass er nur ein Stücklein hat und bittet den andern, ihm das seine zu zeigen und zu erklären. Und zusammen verstummen sie in der Ahnung der Grösse des Herrn, der einen so vielfältigen und weltwallenden Mantelsaum hat, dass sie nicht einmal den Mantelsaum in einem Blick bekommen können, geschweige Ihn, der den Mantel trägt.
Aus Schweizerisches Mitteilungsblatt über Radiästhesie – Geopathie – Strahlenphysik, 7. Jahrgang, 1957. Redaktion Meinrad Mauchle
Literatur
Abbé Mermet
Der Pendel als wissenschaftliches Instrument
Nachdruck der Originalausgabe von 1935, 238 Seiten, Bestell-Nr. 41004, Aktionspreis CHF 23.00 / 20 €
+41 (0)71 222 61 80
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