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Einwohnergemeinde Rebévelier, unsere Freunde aus dem Berner Jura
Als Personalgemeinde im Sinne des bernischen Gemeindegesetzes fühlt sich die Gesellschaft zu Zimmerleuten durchaus auch mit Einwohnergemeinden verbunden. Eine langjährige Freundschaft verbindet unsere Gesellschaft mit der Einwohnergemeinde Rebévelier im Berner Jura.
Rebévelier liegt idyllisch wenige Kilometer nördlich von Bellelay auf rund 1’000 Metern über Meer im äussersten Zipfel des Berner Jura. Ihre rund 60 Einwohner sind stolz, bis heute selber ihre Geschicke in die Hand genommen zu haben.
Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1491 geht hervor, dass der Abt von Bellelay Lehensherr über das Gebiet war. Ein Ruedi Juillerat wird dort als Lehensnehmer erwähnt, und von da an sollte die Familie Juillerat die Geschicke der Gemeinde während 400 Jahren bestimmen.
Über die Zugehörigkeit zur Courtine de Bellelay und zur Prévôté Moutier-Grandval bildete Rebévelier einen, wenn auch kleinen, Bestandteil des Fürstbistums Basel und damit des Deutschen Reichs. Trotzdem bestand seit 1486 ein sehr enger Burgrechtsvertrag der Prévôté Moutier-Grandval mit Bern. 1797 hoben die Franzosen das Kloster Bellelay auf, und die Bewohner von Rebévelier wurden citoyens français des Département du Mont-Terrible, das am Wiener Kongress schliesslich dem Kanton Bern zugeschlagen wurde.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Charakter der Gemeinde. Verfolgt von der bernischen Obrigkeit hatten im 18. Jahrhundert Täufer im Jura eine neue Heimat gefunden, wo der Fürstbischof ihnen aus handfesten wirtschaftlichen Überlegungen das Siedeln auf über 800 Metern über Meer gestattet hatte. Täuferfamilien waren es nun auch, die sich nach und nach in Rebévelier niederliessen, nachdem sich die Angehörigen der Familie Juillerat zunehmend anderen Tätigkeiten zugewandt hatten und in die Täler gezogen waren. Die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner trägt noch heute den Familienname „Amstutz“ und hat den Heimatort Sigriswil.
Trotz verschiedener Probleme gelang es der Gemeinde immer wieder, ihre Selbständigkeit zu behalten. In den Juraplebisziten entschied sie sich für den Verbleib bei Bern, weshalb sie vom Amtsbezirk Delsberg in jenen von Moutier wechselte.
Heute betreiben mehrere Bauernfamilien in Rebévelier erfolgreich eine moderne Vieh- und Milchwirtschaft. Die Milch wird grösstenteils zu Têtes de Moine verkäst, der einen eigentlichen Exportschlager darstellt.
Das Vorgesetztenbott ist es nicht nur ein Anliegen sondern ein echte Freude, den Kontakt mit dem Gemeinderat von Rebévelier zu pflegen.