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Das Feuer war bereits im März von Griechenland nach Japan gebracht worden.
Sichtbar war das olympische Feuer in einem Museum in Tokio. Unter dem Motto «Hoffnung erhellt unseren Weg» wird es während 121 Tagen durch alle 47 Präfekturen Japans getragen.
„Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird das Feuer zusätzlich das Licht am Ende des Tunnels symbolisieren. Es ist ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Welt vor den Spielen in Tokio, die ihrerseits ein Symbol der Widerstandsfähigkeit, der Einheit und der Solidarität der Menschheit sind“, heißt es in einem Statement.
Die Spiele in Tokio starten am 23. Juli 2021 und dauern bis 8. August 2021. Die Paralympischen Spiele beginnen am 24. August 2021 und enden am 5. September 2021.
Eine kurze Etappe des Fackellaufs soll Kane Tanake, der älteste Mensch der Welt, absolvieren. Sie wäre am geplanten Tag ihres Einsatzes 118 Jahre und 129 Tage alt.
Ursprünglich waren die Spiele vom 24.Juli bis zum 9. August 2020 vorgesehen, doch aufgrund der weltweiten Coronakrise im Frühjahr 2020 beschloss das IOC Ende März 2020, die Spiele aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen zu verschieben. Es ist dies die erste Verschiebung von Olympischen Spielen in der Geschichte. Bisher war es einzig in Kriegszeiten zu einer vollständigen Absage von Olympischen Spielen gekommen.
In Tokio werden in 33 Sportarten (51 Disziplinen) 339 Wettkämpfe ausgetragen. Mit Sportklettern, Karate, Wellenreiten, Skateboarden sind vier Sportarten zum ersten Mal im olympischen Programm. Zudem kehren Baseball und Softball nach einer Pause in den olympischen Wettkampfkalender zurück.
Die Fackel und die fünf Ringe sind die bekanntesten Symbole der Olympischen Spiele. Die Flamme repräsentiert alles Positive, das die Menschen mit Feuer verbinden. Sie stellt aber auch eine Verbindung her zwischen den Olympischen Spielen der Antike und der Neuzeit.
Der Mythologie zufolge stahl Prometheus den Göttern das Feuer, das seither ein Symbol für Vernunft, Freiheit und Erfindungsreichtum ist. Während der Spiele brannte die Flamme im antiken Olympia. Die Fackel der modernen Spiele wird ebenfalls dort entzündet.
Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1886 in Athen gab es keine Flamme. Sie wurde erst 1928 in Amsterdam eingeführt. Es gab aber keine Zeremonie im antiken Olympia, sondern die Fackel wurde in Amsterdam entzündet.
Der heute bekannte, in Olympia beginnende Fackellauf geht auf die Olympischen Spiele in Berlin 1936 zurück.
Das Ritual des Entzündens der Flamme findet am Altar der Hera statt in den Ruinen von Olympia. Die Zeremonie beginnt mit einer Prozession von Priesterinnen, die sich um den Altar aufstellen. Die hohe Priesterin ruft den Sonnengott Apollo an und entzündet die Flamme mit einem Hohlspiegel. Dann trägt sie das Feuer in einer Schale zum Stadion, um die Fackel des ersten Läufers zu entzünden.
Für die Auswahl der Priesterinnen ist das Fackellaufkomitee des Olympische Komitees Griechenlands zuständig. Die Kandidatinnen stammen aus der griechischen Theaterwelt.
Die erste hohe Priesterin bei den Spielen von 1936 war die griechische Tänzerin Koula Pratsika. Dem jetzigen Fackellaufritual stand Katerina Lehou vor, eine Schauspielerin aus Griechenland.
Der höchste Punkt, den die olympische Fackel je erreicht hat, ist der Gipfel des Mount Everest während der Spiele in Peking 2008. Während des letzten Fackellaufs bei den Winterspielen in Sotschi vor zwei Jahren überquerte die Flamme den Nordpol und reiste unter Wasser durch den Baikalsee. Das war jedoch nicht ihr erster Unterwasserauftritt. Zu Beginn der Olympiade in Sydney (2000) brachte ein Taucher die Flamme zum Great Barrier Reef.
Während der Winterspiele in Turin 2006 wurde die Fackel in Venedig auf einer Gondel transportiert. 1956 wurde sie von Reitern von Melbourne nach Stockholm gebracht, wo die Reitsportwettbewerbe stattfanden. Während der Olympiade im Jahr 2000 wurden die Pferde für die Durchquerung der australischen Wüste durch Kamele ersetzt.
Die Fackel – aber nicht die Flamme – war auch schon dreimal im Weltraum während der Spiele in Atlanta 1996, in Sydney 2000 und in Sotschi 2014.
Video Beitrag: Quelle ZDF