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Vielen Dank für Ihren Kommentar, lieber Kollege Katzenfuss
Ich hab beim Nachsehen nicht gemerkt, dass in einer Packung 5 Stechampullen sind, deswegen bin ich auf den zu hohen Preis gekommen. Natürlich muss man neben den Kosten auch die Zeitersparnis für die meist arbeitstätigen Patientinnen sehen. Schliesslich ist ja die Eisensubstitution bei Resorptionsproblemen ein Langzeitprojekt. Wenn man dann die Anzahl Injektionen pro Zeit reduzieren kann, schont man auch die Venen.
Eisenmangelkrankheit ohne Anämie?
Wichtiger als die Wahl zwischen Venofer und Ferinject scheint mir aber zu sein, ob jemand bei der stark propagierten Speichereisenmangel-Krankheitswelle aktiv mitmacht oder nicht. Frauen, die sich müde fühlen, Schlafstörungen haben, Migräne, frieren, depressiv sind haben im Labor häufig bei tiefnormalem MCV und Eisenspiegel ein hochnormales oder leicht erhöhtes Transferrin und ein tiefnormales Ferritin. Verschiedene Spezialisten dieser neuen "Krankheit" propagieren, dass das Ferritin 50 ug/L übersteigen müsse, um einen Mangel sicher auszuschliessen und empfehlen dann die probatorische intravenöse (!) Eisengabe, obwohl man mit peroralem Eisen und Ernährungsempfehlungen das gleiche erreichen könnte.
Viele Patientinnen fühlen sich nach einer solchen Behandlung angeblich besser und lassen sich regelmässig das Ferritin messen, um den Zeitpunkt der nächsten Infusion nicht zu verpassen.
Das Problem ist, dass mindestens 10 % der weiblichen Bevölkerung unseres Landes diese Kritierien erfüllen würde und wir vor einer unerhöhrten Kostenlawine stünden, wenn man hier unkritisch tätig wird. Auch sind diese Beschwerden häufig nicht nur für das genannte Eisenproblem charakteristisch, sondern auch für andere schlecht definierte Befindlichkeitsstörungen wie depressive Verstimmung, chronique fatique syndrome, prämenstruelles Syndrom, Vit. D-Mangel, restless legs syndrome etc.