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Regisseur Nicolas Roeg im Alter von 90 Jahren gestorben
Vergangenen Freitagabend verstarb Regisseur und Kameramann Nicolas Roeg. Dies teilte sein Sohn Nicolas Roeg Jr. der BBC mit. Der Filmemacher mit seinen ungewöhlichen Projekten wurde 90 Jahre alt.
Filmszene aus "Don't Look Now" © StudioCanal
Viele Filme hat Nicolas Roeg nicht gemacht. Und wenn, dann war es einer, der nicht fürs Massenpublikum zugänglich war: gebrochene Erzählungen, Schwere, Mysteriöses, verbunden mit packenden Bildern. Seine Ungewöhnlichkeit inspirierte Filmemacher wie Danny Boyle oder Steven Soderbergh.
Nicolas Jack Roeg wurde in London geboren. Nach seinem Militärdienst stieg er ins Filmgeschäft ein, als Bürojunge und Lehrlingsredaktor. In den Fünfzigern arbeitete er in den MGM Studios in London in diversen Bereichen, bis er zum Kameramann aufstieg. In den Sechzigern war er bereits ein gefragter Kameramann, arbeitete im Second-Unit-Team von Lawrence of Arabia und war auch hinter der Kamera von Fahrenheit 451 tätig.
Einen Namen als Regisseur machte er sich mit den stilistisch ungewöhnlichen Filmen wie Performance und The Man Who Fell to Earth. Hierbei entstanden die Zusammenarbeit mit Musikkünstlern wie Mick Jagger und David Bowie. Weiteres Staraufgebot hatte er mit Donald Sutherland und Julie Christe in Don't Look Now. Mit Art Garfunkel entstand dann 1980 Bad Timing.
Während er 1986 mit Castway einen Film mit schönen Bildern in Szene setzte, galt The Witches mit Anjelica Huston als schrecklichster Kinderfilm aller Zeiten. Danach machte er im TV-Segment weiter und drehte ansehnliches Material wie die Miniserie Samson and Delilah. Danach wurde es ruhiger um ihn. Sein Spielfilm Puffball: The Devil's Eyeball auf dem Jahre 2007 fand kaum Beachtung.
Roeg war dreimal verheiratet und hinterlässt sechs Kinder, wovon vier aus der ersten und zwei aus der zweiten Ehe stammen. Ein ungewöhnlicher Meister seines Fachs hat nun die Lebensbühne verlassen. Ruhe in Frieden.
Quelle: Variety