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Die UBS muss auf Geheiss der Finanzmarktaufsicht Finma seit dem 1. Oktober bei ihrem hauseigenen Messmodell zur Bestimmung der risikogewichteten Aktiven in Bezug auf alle möglichen Risikobereiche einen 50-Prozent-Zuschlag anwenden, wie erst heute Dienstag anlässlich der Zahlenpräsentation bekannt wurde. Offen ist, wie lange die Finma an dieser Verfügung festhalten wird.
"Diese Massnahme unterstreicht einmal mehr, wieso es für uns wichtig ist, kapitalstark zu sein", sagt UBS-CEO Sergio Ermotti im Video-Interview. Die Verfügung sei zu Beginn des dritten Quartals einseitig von der Finma erlassen worden. "Wir werden in den nächsten Monaten und Quartalen mit der Finma zusammenarbeiten, so dass die Verfügung temporär bleibt."
Auch nächstes Jahr Rückstellungen
Ermotti sieht deshalb vor allem zwei Möglichkeiten: Entweder die Risiken für Rechtsstreitigkeiten minimieren oder die noch pendenten Fälle auf eine befriedigende Art zu lösen. Allerdings wird die UBS dieses Thema noch über eine längere Zeit beschäftigen. "Auch nächstes Jahr ist noch mit erheblichem Bedarf an Rückstellungen zu rechnen", so Ermotti.
Noch nicht einkalkuliert ist dabei der derzeit noch pendente Fall der Devisenkurs-Manipulation, in welchem die UBS als einer der weltweit grössten Devisenhändler involviert sein könnte. Aus diesem Grund hat die Grossbank eine interne Untersuchung des eigenen Devisenhandels angeordnet. Wie die UBS am Dienstag mitteilte, wolle sie mit den Behörden kooperieren und als Folge der Untersuchung in Personalfragen angemessen handeln.