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Koch Fiorella
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Titel der Maturaarbeit:
Die Geburt der Vampirin
Schule:
Kantonsschule Seetal
Betreuer/-in:
Huber Rolf
Kategorie:
Geisteswissenschaften, Literatur, Linguistik
Poster:
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Zusammenfassung:
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts tauchte in der fantastischen Literatur das erste Mal die weibliche Vampirin in der uns heute bekannten Form auf. Zeitgleich begann sich in dieser Epoche eine ausgeprägte feministische Welle zu formieren, welche die patriarchalischen Strukturen und geschlechterspezifischen Rollen hinterfragte.
Fiorellas Maturaarbeit untersucht die Verbindung zwischen diesen Ereignissen. Ihre These besagt Folgendes:
Die Entstehung der weiblichen Vampirin hängt mit den gesellschaftlichen Umbrüchen dieser Zeit zusammen. Die feministische Welle bewirkte eine Furcht des Patriarchats vor negativen Veränderungen, was eine Dämonisierung der Weiblichkeit in der Literatur zur Folge hatte: Die selbstbewusste „neue Frau“ wurde als Vampirin stigmatisiert.
Fiorella hat ihre These durch intensives Exzerpieren aktueller Fachliteratur und der Analyse dreier exemplarischer Werke validiert.
Würdigung:
Fiorella macht von Beginn an klar, dass sich ihre Arbeit nicht auf die eskapistische Seite von Fantasy-Literatur festlegt, sondern sich mit der Funktion und Rezeption von Literatur generell auseinandersetzt. Vampirgeschichten dienen somit nicht (bloss) der Unterhaltung, sondern sind ein Spiegel der gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse ihrer Zeit. Daraus leitet Fiorella ihre Thesen ab, welche sie stringent entwickelt und begründet.
Fiorella verflicht in ihrer Arbeit gekonnt unterschiedlichste thematische Fäden zu einem kohärenten und originären Text. Zudem versteht sie es, ihre Ergebnisse in einen grösseren soziokulturellen Kontext einzuordnen, was die Arbeit auch für eine breitere Öffentlichkeit interessant macht.