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Al Brodax hatte für den amerikanischen TV-Sender ABC von 1965 bis 1967 eine Zeichentrickserie mit den Beatles als Hauptfiguren produziert. Mit der Idee eines Spielfilms gelangte er an Beatles Manager Brian Epstein, der einverstanden damit war und auch erlaubte, bereits veröffentlichte Songs zu verwenden. Während einem Jahr arbeiteten bis 200 Mitarbeitende als Coloristen, Animatoren und Hintergrundmaler unter der Regie von Art Director Heinz Edelmann in den Londoner TV Cartoons Studios. Die Beatles waren nicht involviert, Schauspieler haben ihre Stimmen gesprochen, die Band trat erst am Schluss des Filmes in einer Cameosequenz auf. Am 17. Juli 1968 hatte der «Yellow Submarine» im London Pavillon seine Premiere.
Seither hat sich der Film zu einem Klassiker der 1960er-Jahre entwickelt und ist ein hervorragendes Zeitdokumet der Flower-Power Ära. Dank den technischen Verbesserungen durch die Digitalsierung konnten sowohl der Film als auch die Musik sorgfältig restauriert werden und bieten auf modernen Geräten Hör- und Sehgenuss.
neuer Soundtrack
Das Soundtrackalbum von 1969 enthielt auf der ersten Seite mit Neben «Yellow Submarine» und «All You Need Is Love» mit «Hey Bulldog», «All Together Now», «Only A Northern Song» und «It's All Too Much» vier bis dahin unveröffentlichte Songs, die beiden letzten von George Harrison. Sie alle stammten aus den Sessions zu «Sgt. Pepper» vom Frühjahr 1967 und versprühen den psychodelischen Geist der Zeit. Auf der zweiten Seite war die von Beatles-Produzent George Martin komponierte Filmmusik enthalten. Durch diese Zusammenstellung fristet das Soundtrackalbum ein Stiefmutterdasein im Katalog der Beatles.
Für den überarbeitete Version kreierten die Verantwortlichen von Apple Records den Begriff Songtrack. Auf George Martins Filmmusik wurde dabei verzichtet, dafür wurden bis auf «A Day In The Life» sämtliche Songs aus dem Film verwendet. Offenbar wollte EMI Records nicht, dass zu viele Songs aus «Sgt. Pepper» verwendet würden.
Screenshot des Cameo-Auftrittes der Beatles am Ende von Yellow Submarine. Paul McCartney, Ringo Starr mit einem Loch in der Tasche, George Harrison und John Lennon mit Fernrohr. Kurz danach stimmen sie den letzten Song, «All Together Now», an.
Zur Promotion des Albums wurden weltweit in ausgewählten Städten, darunter auch in Zürich, der restaurierte Film im Kino gezeigt. Zu «Hey Bulldog» wurde im Internet ein Videoclip, der während der Aufnahme des Songs gedreht wurde, präsentiert. Die restaurierte Fassung ist auf VHS und DVD erhältlich. Bei der DVD war George Martins Soundtrack als Bonusdisc beigelegt. Der Songtrack ist auf CD und LP erschienen, letztere als gelbes Vinyl. 2012 wurden der Film auf DVD und Blue Ray wiederveröffentlicht und der Songtrack auf iTunes angeboten.
die Änderungen der digitalen Neuabmischungen
Für die Neuabmischungen wurden die Stereomixe aus den 60er-Jahren digitalisiert und wo nötig angepasst, was bei der Veröffentlichung des Beatles Kataloges auf CD 1987 nicht gemacht worden war. So ist der Songtrack das erste remasterte Album der Beatles.
«Yellow Submarine» enthält neu die Zeile «a life of ease» von John Lennon, die im ursprünglichen Stereomix gefehlt hat. Johns Hintergrundgesang wurde von der rechten auf die linke Stereoskala gezügelt und die Soundeffekte wurden verstärkt.
Bei «Hey Bulldog» wurden der Gesang und Ringos Snare Drums in die Mitte der Stereoskala gemischt, damit ein modernes Klangbild entsteht.
Das doppelte Tracking des Intros von «Eleanor Rigby», das in der ersten Strophe weiter geführt worden war, wurde dort gelöscht. Das Streicheroktett wurde wie auf «Anthology 2» instrumentell getrennt, sodass man jedes Instrument separat hören kann.
Die Stereoversion von «Love You To» hat ein kürzeres Intro. Diese Verkürzung wurde folgerichtig beibehalten.
Die akkustische Gitarre und die Perkussion wurden bei «All Together Now» auf den linken Stereokanal gemischt, während wiederum der Leadgesang von John und Paul in die Mitte des Spektrums gemischt wurde. Der Chorgesang im Refrain wurde sowohl auf den linken als den rechten Kanal gelegt. Zuletzt wurde der Hintergrundgesang in der zweiten Strophe verstärkt und die Gitarre klingt klarer.
«Only A Northern Song» wurde 1967 nicht in Stereo abgemischt, sondern die originale Mono Aufnahme wurde duophonisch abgemischt. Hier ist nun der Song zum ersten Mal wirklich in Stereo hörbar.
Rezeption und Statistik
Die überarbeitete Fassung stiess weitgehend auf gute Besprechungen. Vor allem die hervorragende Klangqualität des Songtracks wurde hervorgehoben. Nach den Remaster von 2009, die weniger weit gingen, ist die Erstveröffentlichung von 1999 klanglich die beste.
«Yellow Submarine Songtrack» konnte nirgends die Chartspitze erreichen. In England kam das Album auf Platz 8, in den USA Platz 15. Weitere Topten Rangierungen vermeldeten Japan (Platz 6), Österreich (Platz 8) und Belgien (Rang 9). In Deutschland verpasste der Songtrack mit Rang 11 die Topten knapp. In der Schweiz platzierte er sich auf Rang 23.
Screenshot von« It's All Too Much» mit Paul, George, dem Anführer der Blaumiesen und Jeremy, dem Nowhere Man, Ringo und John.

Tracklist
Yellow Submarine
Hey Bulldog
Eleanor Rigby *
Love You To *
All Together Now
Lucy In The Sky With Diamonds *
Think For Yourself *
Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band *
With A Little Help From My Friends *
Baby You're A Rich Man *
Only A Northern Song
All You Need Is Love
When I'm Sixty Four *
Nowhere Man *
It's All Too Much
* nicht auf dem Original Soundtrack veröffentlichte Filmsongs.