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Die Junioren– und Lehrjahre sind für Damian von Euw mit dem Jahr 2018 beendet. Nunmehr muss er beweisen, dass er in der Lage ist, an die Weltspitze der Eliteringer zu gelangen. Wie verlief 2018 für Ihn?
Von Gerhard Remus
Das Jahr begann mit der Sportförderung durch das Schweizer Militär. Es gelang ihm, einen grossen Schritt in seiner physischen Ausprägung zu gehen. Mit vielen Trainingslehrgängen im Ausland wie in Deutschland (mehrmals), Litauen und Estland im Rahmen der Nationalmannschaft, einem individuell organisierten Trainingsaufenthalt in Moskau, persönliche Trainingstreffen mit deutschen Spitzenathleten seines Gewichtes sowie mit hohen Belastungseinheiten in Aristau bei seinem Trainer Andrey Maltsev und in den Bergen seiner Heimat legte er Grundlagen für die Wettkampfsaison dieses Jahres.
Als Sportsoldat nominierte die Swiss Wrestling Federation in Absprache mit dem Verteidigungs-Department ihn als Junior für die Militärweltmeisterschaften in Moskau. Als noch Junior eine mächtige Aufgabe. Ohne Druck rang er `einfach` mit und gelangte über die Vorrunden in einen dramatisch und taktisch cleveren Kampf gegen den Militärangehörigen aus dem Iran in das Finale. Dieses ging gegen den Finnen schief. Aber Damian wurde Militär-Vize-Weltmeister. Am Gebäude des elterlichen Hofes prangte ein grosses Banner, das seinen Erfolg dokumentierte.
Damian von Euw war sich aber bewusst, dass diesem Erfolg weitere folgen sollten. Das intensive Training ging weiter. Es absolvierte gute Auftritte und Medaillenplätze bei internationalen Wettkämpfen. Dann kamen die Europameisterschaften seiner Altersklasse Rom/Ostia. Nach zwei Siegen scheiterte er nur knapp gegen den österreichischen Vertreter im Halbfinale. Im Kampf um die Bronzemedaille leistete er sich einen entscheidenden Fehler und verlor ebenfalls knapp gegen den Italiener. Mit dem fünften Platz und seinen Ergebnissen in der Summe, bewies er, international angekommen zu sein. Die Weltmeisterschaften im slowakischen Trnava sollten das bestätigen. Er besiegte dort einen Inder klar und fegte den gleichen Italiener mit Technischer Überlegenheit von der Matte. Es folgte der Weissrusse im Viertelfinale. Er kam mit diesem Gegner nicht klar. Eine nicht unbedingt erwartete Niederlage. Die Hoffnung, durch einen Finaleinzug des Belorussen, platze, weil dieser im Semifinale verlor. Das war der siebte Platz. Selbstkritisch schätzte er ein, dass bei beiden internationalen Titelkämpfen mehr möglich war. Aber er ist im oberen Segment der Athleten in seiner Gewichtsklasse angekommen.
Nach einer kurzen Erholungsphase beginnt für ihn die langfristige Vorbereitung auf den Schritt in die Eliteklasse und das im Hinblick auf Olympia 2020 in Tokio. Dafür muss die bisherige Trainings- und Wettkampfzeit analysiert, Verbesserungen eingebaut und vor allem den neuen noch höheren Anforderungen angepasst werden. Innovationen für die kommenden Trainingsabschnitte sind notwendig. Gleichzeitig möchte Damian mit seinem Verein, der RR Brunnen, in der laufenden Ligasaison in die Winforce Premium League aufsteigen.
Damian von Euw geht seinen Weg weiter.