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In jeder kommunikativen Situation spannt sich zwischen dem Ich, dem Du und dem Gegenstand, worüber gesprochen wird, ein unsichtbares Dreieck (ital. "triangolo"). Mit dem Blick vom Objekt zum Gegenüber verbindet das Kind die Welt der Gegenstände mit der Welt der Personen. Dieser erwartungsvolle Blick, der ausdrücken möchte "Hast du gesehen?" oder "Sag etwas dazu!" heisst triangulärer Blickkontakt und ist die erste aktive Form des Spracherwerbs. Indem das Gegenüber den gemeinsamen Fokus versprachlicht, merkt das Kind, dass sich Wörter immer auf "etwas" beziehen, also eine ganz bestimmte Bedeutung haben. Der trianguläre Blickkontakt sichert das gemeinsame Verstehen. Vom selben sprechen und dasselbe verstehen ist entscheidend für eine gelingende Kommunikation. Das Kind realisiert, dass es mit Wörtern etwas bewirken kann, da das Gegenüber versteht und entsprechend reagiert. Es beginnt, seine Äusserungen an das Du zu richten, um ihm seine Absichten und Gefühle mitzuteilen. Auf diese Weise entdeckt das Kind den Sinn der Sprache.