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Amnesty International: Nordkorea baut Straflager aus
- Donnerstag, 5. Dezember 2013, 14:24 Uhr
Satellitenbilder sollen den Ausbau der Lager belegen. Zehntausende Menschen sind dort inhaftiert.
Nordkorea streitet die Existenz der Lager für politische Häftlinge ab. Unabhängigen Schätzungen zufolge sind jedoch zwischen 100'000 und 200'000 Menschen in nordkoreanischen Lagern interniert. Die von Amnesty International vorgelegten Fotos entstanden in einem Zeitraum von zwei Jahren zwischen 2011 und 2013.
Die Auswertung habe ergeben, dass das Lager 16 in dieser Zeit vergrössert worden sei. Es seien deutlich erkennbare neue Wohnbaracken dazu gekommen.
Das Lager 16 ist nach Angaben von Amnesty International 560 Quadratkilometer gross; das entspricht in etwa der dreifachen Grösse der US-Hauptstadt Washington. Rund 20'000 Menschen seien dort eingesperrt.
Ein ehemaliger Lagerwachmann beschreibt in dem Bericht Hinrichtungsmethoden. Sträflinge seien mit Hammer- oder Stockschlägen getötet worden. Frauen würden vergewaltigt, danach der Geheimhaltung wegen getötet.
Im Lager 15 mussten dem Amnesty-Bericht zufolge Häftlinge zehn bis zwölf Stunden täglich Zwangsarbeit verrichten. Lager 15 sei 370 Quadratkilometer gross. 2011 lebten dort schätzungsweise 50'000 Menschen.
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