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Die folgende Zusammenfassung basiert auf IAEO-Informationen.
Instabile und fragile Situation
Gut eine Woche, nachdem Grossi den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die sich verschlechternde Situation der nuklearen Sicherheit im Kernkraftwerks Saporoschje unterrichtet hatte, warnte er, dass jede weitere Eskalation im Zusammenhang mit der Anlage zu einem schweren nuklearen Unfall mit potenziell schwerwiegenden Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt in der Ukraine und anderswo führen könnte.
Angesichts der ernsten Lage bekräftigte Grossi die Notwendigkeit im Rahmen einer IAEO-Mission Sicherheits-, Sicherungs- und Überwachungsmassnahmen am Standort Saporoschje in der Südukraine durchzuführen. Er erklärte, die IAEO stehe in aktiven Konsultationen mit allen Parteien, um die Entsendung einer solchen Mission so bald wie möglich zu ermöglichen. Wie bei zwei früheren IAEO-Missionen in die Ukraine während des Konflikts würde Generaldirektor Grossi diese Mission selbst leiten. Der Generaldirektor begrüsste jedoch die jüngsten Erklärungen, aus denen hervorging, dass sowohl die Ukraine als auch Russland eine IAEO-Mission zum Kernkraftwerk Saporoschje unterstützen.
Die IAEO konnte das Kernkraftwerk Saporoschje seit Beginn des Konflikts vor einem halben Jahr nicht mehr besuchen. Seit Anfang März wird es von russischen Streitkräften kontrolliert, aber das ukrainische Personal betreibt die Anlage weiter.
Unabhängig davon teilte die Ukraine der IAEO mit, dass sie beschlossen habe, die behördliche Genehmigung für das Kernkraftwerk Saporoschje zu ändern und den ukrainischen Betreiber anzuweisen, die Blöcke 1 und 2 im Kaltstillstand zu halten. Derzeit sind nur die Blöcke 5 und 6 in der Anlage in Betrieb. Die IAEO überwacht weiterhin den Betriebsstatus der Reaktoren sowie die allgemeine Situation im Bereich der nuklearen Sicherheit und Sicherung.
Die Ukraine teilte der IAEO ausserdem mit, dass zehn der 15 Kernkraftwerkseinheiten des Landes derzeit am Netz sind: die beiden Reaktorblöcke von Saporoschje, drei Blöcke des Kernkraftwerks Rowno, drei Reaktorblöcke von Süd-Ukraine und zwei Reaktorblöcke von Chmelnizki.
In Bezug auf die Sicherheitsüberwachung sagte Generaldirektor Grossi, dass die IAEO weiterhin Fernüberwachungsdaten von den Standorten der vier in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke in der Ukraine sowie vom Kernkraftwerk Tschernobyl erhalte.
Quelle
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 19. August 2022