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Vorgespannte CFK-Lamellen eignen sich vor allem bei grossen Spannweiten, wo die Durchbiegung eine zentrale Rolle spielt oder in Fällen, wo vorhandene Vorspannkabel verletzt oder durchtrennt wurden. Bei Betondecken mit grossen Spannweiten können vielfach konventionelle «schlaffe» CFK Lamellen wegen ihrer grossen Eigendehnung nicht oder nur unter grossem materiellen und finanziellen Aufwand eingesetzt werden.
Im Grundsatz bestehen vorgespannte CFK-Lamellen aus zwei Verankerungsplatten, zwischen denen eine CFK-Lamelle verbaut wird. Die Lamellen werden nach dem Applizieren des Zweikomponenten – Epoxydharzklebers mittels hydraulischer Pressen auf ca. 6 – 8 ‰ vorgespannt. Die CFK-Lamellen können je nach Lamellenabmessung auf maximal 140 kN (120 x 1.4mm Lamelle) vorgespannt werden. Die beiden Verankerungsplatten verbleiben nach Beendigung der Arbeiten im Baukörper.
Diese neue Anwendung beruht auf dem Prinzip, dass ein spezifisch legierter Stahl mechanisch vorverformt werden kann. Durch Zuführen von Energie (Wärme) kann der vorverformte Stahl in seine ursprüngliche Form zurückgeführt werden. (Memory Steel). Da die Endbereiche zu diesem Zeitpunkt verankert sind, entsteht im Stahlquerschnitt eine Vorspannung, welche direkt ins Bauwerk eingeführt wird.
Im Moment sind von der Firma zwei Profilarten verfügbar: als Blech (120 x 1.5mm) oder als Stab ø 12mm resp. 14mm. Die maximale Vorspannkraft beträgt 40 kN pro Blech/Stab.
Die Stäbe werden hauptsächlich zur Verstärkung von Stützmomenten verwendet, dabei werden die Stäbe in die vorbereiteten Betonschlitze verlegt, vorgespannt und zum Schluss mit Mörtel vergossen. Die Bleche werden mehrheitlich als Biegeverstärkung an Deckenuntersichten verwendet.