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Die jüngsten Entwicklungen im Fall der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai sorgen weiter für Debatten. Die Sorgen um das Wohlergehen der Athletin sind nicht zerstreut.
Nach dem Treffen von Peng Shuai mit IOC-Präsident Thomas Bach in der olympischen Bubble in Peking und dem Interview der ehemaligen Tennisspielerin mit der französischen Zeitung «L'Equipe» sind die Zweifel am Wohlbefinden der ehemaligen Nummer 1 im Doppel nicht verschwunden.
Steve Simon, der CEO der WTA, äusserte weiterhin Bedenken. Es sei immer schön, Peng Shuai zu sehen, sei es in einem Interview oder bei der Teilnahme an den Olympischen Spielen. «Ihr jüngstes persönliches Interview mildert jedoch nicht unsere Zweifel bezüglich ihres ersten Beitrags vom 2. November», liess sich Simon in einer Mitteilung der WTA zitieren. «Wie wir es bei allen unseren Spielerinnen weltweit tun würden, haben wir eine formelle Untersuchung der Vorwürfe durch die zuständigen Behörden und eine Gelegenheit für die WTA gefordert, sich mit Peng – unter vier Augen – zu treffen, um ihre Situation zu besprechen.»
Shuai spricht erneut von einem «Missverständnis»
Peng hatte am Samstag in Peking IOC-Präsident Thomas Bach getroffen und in einem Interview mit der französischen Sportzeitung «L'Équipe» erneut einen sexuellen Übergriff durch einen chinesischen Spitzenpolitiker bestritten. Der Fall bewegt die Welt, seit die Chinesin im November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht hatte.
Der Post wurde bald danach gelöscht. Seither äusserten Sportler, Politiker und Menschenrechtler Sorge um Pengs Wohlergehen. Sie hatte später bestritten, die Vorwürfe erhoben zu haben. Ihre Aussagen wirkten jedoch gestellt. Der «L'Equipe» sagte sie: «Ich habe niemals gesagt, dass irgendwer mich irgendwie sexuell belästigt hat.» Erneut sprach sie von einem «enormen Missverständnis».
Gemäss dem IOC geht es ihr gut
In Peking war Peng unter anderem beim Curling und beim Eiskunstlauf gesichtet worden. Am Dienstag war sie wie Bach beim Big-Air-Wettkampf der Freestylerinnen, in dem Mathilde Gremaud Bronze holte – und Eileen Gu Gold für China.
«Peng Shuai besucht Sportstätten. Sie scheint ruhig, lächelnd. Das IOC erzählt, es gehe ihr gut. Es sollte einem Magenschmerzen verursachen», schrieb am Dienstag das Sportlerbündnis Global Athlete. «So verdeckt man etwas. Man macht es vor der ganzen Welt.» Die Athleten seien angewiesen worden, «zu China zu schweigen, weil du nicht weisst, was dir passieren könnte».
IOC-Sprecher Mark Adams hatte am Montag bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage geantwortet: «Wir als Sportorganisation tun alles dafür, um sicherzustellen, dass sie (Peng – Red.) glücklich und zufrieden ist. Es ist nicht unsere Aufgabe, und es ist nicht Ihre Aufgabe zu bewerten, wie ihre Position einzuschätzen ist.»
fin