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Filmkritik: Stur à Fribourg
Teenager Sarah (Loane Balthasar) verbringt ihre Tage in Fribourg am Rande der Vereinsamung. Die kleine Schwester nervt. Den grossen Bruder zieht es nach Heidelberg zum Studium. Von der Mutter unverstanden und mit einem Vater, der eher an Wagner als an der eigenen Tochter interessiert ist, bleibt Sarah das Schultheater als liebstes Steckenpferd. Auf der Bühne blüht sie auf und kann ihren Weltschmerz zum Ausdruck bringen.
Gerne hätte sie einen grösseren Freundeskreis. Aber die Jungs in ihrer Klasse interpretieren Shakespeares "Romeo und Julia" falsch, und Nietzsche-Leserin Alice (Annina Walt) ist auf Dauer auch nicht wirklich das Wahre. Je länger, je mehr macht sich Sarah obskure Figuren wie Barbara von Nikomendien, eine Märtyrerin, die von ihrem Vater enthauptet wurde, zum Vorbild und fällt bald komplett einer Depression anheim.