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Veranstaltungen rund um die Refo500
1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Dieser «Thesenanschlag» hat die europäische Bewegung der Reformation ausgelöst. Aus diesem Grund wird europaweit in über 80 Reformationsstädten der lokalen Ausgestaltung der Reformation gedacht und deren Bedeutung in Erinnerung gerufen. Auch Ilanz darf sich zum Netzwerk der Reformationsstädte Europas zählen. In Ilanz, dem wichtigsten Vorort des Dreibündestaates, dem späteren Kanton Graubünden, fand im Januar 1526 die wegweisende Disputation zwischen Johannes Comander und Abt Theodul Schlegel statt. Hier hat der Bundstag in den Jahren 1523–1526 auch verschiedene Entscheide gefällt, die massgebend zur Einführung der Reformation in den Drei Bünden beigetragen haben, und die die Entstehung eines Staates, der sich zwei Konfessionen leistete, begründeten.
Im Rahmen des Reformationsjubiläums fanden in den Jahren 2016 bis 2019 im «Reformationsstädtli» Ilanz zahlreiche Aktivitäten statt.
Refogeschichte(n) – Kulturführungen in der Reformationsstadt Ilanz
Einen weiteren Einblick in die Reformationszeit der Drei Bünde gewähren die vom Museum Regiunal Surselva organisierten Führungen. Dabei erfahren die Teilnehmenden, wieso sich die kleine Stadt Ilanz in den kommenden Jahren Reformationsstadt Europas nennen darf und welche Ereignisse sich vor fünfhundert Jahren abspielten. Ebenso wird das Nebeneinander von katholischem und reformiertem Glauben spannend vermittelt.
Anmeldung und weitere Informationen zu den Refo-Kulturführungen