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Im Strassenabwasser finden sich grosse Mengen an Mikroplastik. Es stammt vom Abrieb der Auto- und LKW-Pneus, von Polymeren und Bitumen aus dem Asphalt, von Schuhsohlen und Fahrbahnmarkierungen. Vor allem bei Starkregen werden die Plastikpartikel von der Strasse häufig nicht nur in die Kanalisation, sondern auch auf Felder und in Gewässer gespült. Auf wenig befahrenen Strassen kommt hinzu, dass das Strassenabwasser nicht immer über die Kanalisation in eine Strassenabwasser-Behandlungsanlage SABA, sondern ungefiltert in das nächste Gewässer geleitet oder in den Untergrund versickert wird.
Forschende der Empa haben den Abrieb von Pneus genauer unter die Lupe genommen – den Mikrogummi. Sie haben berechnet, dass sich in den Jahren 1988 bis 2018 in der Schweiz rund 200'000 Tonnen Mikrogummi in der Umwelt angesammelt haben könnten. Nach diesen Berechnungen verbleiben etwa drei Viertel in einem fünf Meter breiten Streifen rechts und links der Strasse, 5 Prozent gelangen in die Böden jenseits des Streifens und 20 Prozent in die Gewässer
(Quelle: «Gummi in der Umwelt», Empa, 2019).
In einer Studie des Fraunhofer Instituts UMSICHT haben die Forschenden den Pneuabrieb als den grössten Verursacher von Mikroplastik in der Umwelt in Deutschland identifiziert. Der Abrieb von Asphalt liegt an dritter Stelle, Schuhsohlen an siebter und Fahrbahnmarkierungen an neunter Stelle.
(Quelle: «Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik», Fraunhoferinstitut UMSICHT, 2018).