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Der Frühling ist für ein Kind mit Pollenallergie kein Grund zur Freude
Der Frühling steht vor der Tür und die meisten Kinder freuen sich darauf, dass es wärmer wird und sie wieder draussen herumtoben können. Für Kinder, die an einem Heuschnupfen leiden, sind Symptome wie tränende Augen und Fliessschnupfen teilweise so stark, dass sie gezwungen sind, zu Hause zu bleiben.
Die saisonale allergische Rhinitis, besser bekannt als Pollenallergie oder Heuschnupfen, verursacht als typische Symptome Kribbeln in der Nase und den Augen, Niesen, eine verstopfte Nase und wässrigen Ausfluss aus Nase und Augen. Weitere mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schlaflosigkeit und Asthmaanfälle. Alle diese Symptome können ein Fussballspiel, eine Fahrradtour oder ein Picknick zu einer echten Qual werden lassen.
Hilfe für Kinder mit leichten Symptomen
Sie können Ihrem Kind helfen, indem Sie ihm das Gesicht und die Haare waschen, wenn es vom Spielen im Freien hereinkommt, da Pollen an der Haut und den Haaren haften bleiben können. Halten Sie die Fenster geschlossen, vor allem morgens und am frühen Abend, wenn die Pollen freigesetzt werden. In Zeiten mit starkem Pollenflug sollten Sie die Wäsche nicht im Freien zum Trocknen aufhängen. Hilfreich ist es auch, im Auto die Fenster geschlossen zu lassen.
Kinder mit mittleren bis schweren Symptomen
Wenn bei Ihrem Kind bisher keine Pollenallergie diagnostiziert wurde, jedoch entsprechende Symptome ihm in der Pollenflugsaison das Leben schwer machen, sollten Sie einen Termin mit dem Kinderarzt vereinbaren. Der Arzt wird Sie nach dem bisherigen Verlauf der Symptome befragen und einen Haut-Pricktest oder einen einfachen Bluttest veranlassen. Bei einem Haut-Pricktest wird mit einem Piks eine winzige Menge Allergen in die Haut eingebracht. Wenn eine Allergie vorliegt, treten an dieser Stelle innerhalb von 20 Minuten eine Rötung und eine Schwellung auf, die nach einigen Stunden wieder abklingen. Danach wird der Arzt mit Ihnen und Ihrem Kind die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Auch auf lange Sicht ist die richtige Behandlung sehr wichtig, denn eine unbehandelte Pollenallergie gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von Asthma. Dies lässt sich durch den sogenannten «allergischen Marsch» erklären – ein Begriff, der beschreibt, wie allergische Erkrankungen sich im Laufe des Lebens weiter-entwickeln: Studien belegen, dass Kinder, die an allergischer Rhinitis leiden, im späteren Leben an Asthma erkranken können. Etwa 30 % aller Patienten mit Heuschnupfen entwickeln im weiteren Verlauf eine Asthmaerkrankung.
Viele Behandlungsoptionen für Kinder
Sie werden feststellen, dass es viele Möglichkeiten gibt, den Heuschnupfen Ihres Kindes zu behandeln – von rezeptfreien und verschreibungspflichtigen symptomatischen Arzneimitteln bis hin zu längerfristigen Therapien wie der Allergen-Immuntherapie. Zwar können beide Behandlungsansätze nachweislich die Beschwerden lindern und das Krankheitsgefühl beenden, doch es bestehen einige Unterschiede:
Symptomatische Behandlungen wirken während der Einnahme des Medikaments, haben allerdings keine Langzeitwirkung. Sie reduzieren die Allergiesymptome, erzeugen jedoch im Gegensatz zur Allergen-Immuntherapie keine Toleranz gegenüber dem Allergen im Körper. Die meisten symptomatischen Therapien sind rezeptfrei erhältlich. Typische Beispiele sind Antihistaminika, nasale Steroide und abschwellende Mittel.
Die Allergen-Immuntherapie ist eine Behandlungsform, die vor allem für Kinder von Interesse ist, bei denen eine symptomatische Therapie keine ausreichende Symptomlinderung bringt. Um eine langfristige Wirkung zu erzielen, wird die Dauer der Immuntherapie über einen Zeitraum von drei Jahren empfohlen. Die Behandlung kann in Form von Spritzen verabreicht werden oder in Form von Tabletten, die zu Hause eingenommen werden (Ersteinnahme in der Praxis, Wartezeit 30 Min.). Der Hauptunterschied zwischen dem symptomatischen und dem immuntherapeutischen Ansatz liegt darin, dass die Immuntherapie eine Toleranz des Körpers gegenüber dem Allergen herbeiführt. Die Wahl der richtigen Behandlungsoption für Ihr Kind sollten Sie in jedem Fall in enger Absprache mit dem Arzt treffen.
ALK ist weltweit führend im Bereich-Allergen-Immuntherapie.
Weitere Informationen zum Thema Allergien: www.dieallergie.ch