Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/1997

Der Regisseur Fritz Lang hat mit Werken wie Metropolis oder M Filmgeschichte geschrieben. Begonnen hat er seine Karriere beim Film allerdings nicht als Regisseur, sondern als Autor.
Geheimwaffe F-222 hätte als Film, von Lang inszeniert, bestimmt einen netten Thriller abgegeben. In einer Wohnung – vielleicht in Washington, vielleicht in New York, das spielt keine grosse Rolle – liegt ein Toter. Selbstverständlich ermordet. Der Mord hängt offenbar mit einem gewissen Umschlag zusammen, der, mit F-222 beschriftet, wohlverwahrt im Tresor des amerikanischen Kriegsministeriums ruht. Es handelt sich dabei um eine geheimnisvolle Waffe, die während des Ersten Weltkriegs der amerikanischen Regierung zum Kauf angeboten wurde. Allerdings ist es offenbar eine so grässliche Massenvernichtungswaffe, „dass unserem Kriegsminister schon bei der Beschreibung übel wurde“ (und das will bei einem Kriegsminister etwas heissen), deshalb hat Amerika das fatale Ding nie eingesetzt, aber trotzdem gekauft, um es vorsichtshalber aus dem Verkehr zu ziehen. Doch jetzt scheint es, als wären verschiedene Seiten im In- und Ausland brennend daran interessiert, diese Wunderwaffe in die Hände zu bekommen. Und andere Seiten haben ein ebenso brennendes Interesse daran, genau das zu verhindern!
In Der Tod eines Karrieregirls und andere Geschichten hat Cornelius Schnauber (toller Name!) solche nie verwendeten Story-Entwürfe von Fritz Lang zusammengestellt.