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Kirchner Museum Davos zeigt Augen-Sitzbänke von Louise Bourgeois
Die Bildhauerin, Malerin und Druckgrafikerin Louise Bourgeois (1911-2010) gilt als eine der renommiertesten Künstlerinnen überhaupt. Das Kirchner Museum Davos zeigt ab Sonntag unter dem Titel «Louise Bourgeois. Female Gaze.» drei Skulpturen der gebürtigen Französin.
Die Bildhauerin, Malerin und Druckgrafikerin Louise Bourgeois (1911-2010) gilt als eine der renommiertesten Künstlerinnen überhaupt. Das Kirchner Museum Davos zeigt ab Sonntag unter dem Titel «Louise Bourgeois. Female Gaze.» drei Skulpturen der gebürtigen Französin.
Louise Bourgeois wurde 1911 in Paris geboren. Später studierte sie Mathematik und Kunst und zog 1938 nach New York. Bourgeois war zuerst Malerin und Druckgrafikerin, bevor sie sich als Bildhauerin betätigte.
Sie pendelte zwischen Abstraktion und Figuration und verarbeitete in ihren Werken Emotionen wie Einsamkeit, Eifersucht, Wut und Angst, wie das Kirchner Museum Davos anlässlich der Ausstellung mitteilte. Mit einer Karriere von acht Jahrzehnten war die französisch-amerikanische Künstlerin vor allem für ihre grossformatigen Skulpturen und Installationen bekannt. Weltberühmt sind ihre neun Meter hohen Spinnen-Bronzefiguren, die «Maman». An der Art Basel wurde eine dieser raumfüllenden Spinnenplastiken im vergangenen Jahr für 40 Millionen Dollar verkauft; dieses Jahr wechselte der wesentlich kleinere «Spider IV» für 22,5 Millionen Dollar den Besitzer.
Die Popularität der Künstlerin hatten in der jüngsten Vergangenheit diverse grosse Einzelausstellungen in wichtigen Museen gesteigert, unter anderem im Kunstmuseum Basel. Ihre erste grosse Retrospektive erhielt sie im Alter von 70 Jahren im Museum of Modern Art in New York. Die Künstlerin starb 2010 in New York.
Allsehende Augen und Sitzbänke
Das Hauptstück der Ausstellung in Davos heisst Eye Benches II. Die aus schwarzem Granit gehauene Skulptur schlägt eine materielle Manifestation der Allwissenheit vor – allsehende Augen. Mit ihren glatten Oberflächen schauen diese hypnotisierend unter trägen Augenlidern hervor. Erst auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass die rätselhaften skulpturalen Objekte auch steinerne Sitzbänke sind. Die Augen-Bänke stehen im Kirchner Park.
Die beiden anderen, im Museumsgebäude gezeigten Skulpturen sind im Gegensatz dazu aus Aluminium. The Mirror ist ein glänzender Spiegel, selbst verzerrt wie in einer Spiegelung im Wasser. Fountain Couple stellt, wie der Name sagt, Fontänen dar - je nach Sichtweise ein oder zwei Paare davon.
Alle gezeigten Werke stammen aus 1990er-Jahren. Die Exponate, allesamt Leihgaben, sind im Museum und in dessen Park bis 25. September zu sehen.