Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03207.jsonl.gz/2151

Windows bis Version 3.0 Jeder Prozeß erhält eine feste Zeitscheibe. Die Prozesse können untereinander nicht kommunizieren (außer auf dem Umweg über das Betriebssystem). Ereignisse (z. B. Mausbewegung) werden von Betriebssystem bearbeitet und den Prozessen gemeldet. Eigentlich nur die Vorstufe eines Multitasking-BS --> Prozeß-Swapper.
Windows ab Version 3.1 Kooperatives Multitasking. Ein Prozeß kann eine "öffentliche" Nachrichten senden, die dann von einem anderen Prozeß aufgenommen und beantwortet werden kann (Client-Server-Prinzip). Für Ereignisse (z. B. Mausbewegung) existieren jeweils einzelne Prozesse. Der BS-Kern stellt nur eine Schnittstelle für Systemaufrufe
zur Verfügung.
Windows NT/2000/XP
Prinzipielle Arbeitsweise wie bei Windows ab 3.1. Jedoch überwacht der BS-Kern
die Kommunikation der Prozesse und kann sie gegebenenfalls verhindern. Zur besseren
Kooperation können einzelne Programme in mehrere Prozesse aufgeteilt werden,,
die wieder untereinander kommunizieren ("Multithreading", das englische
Wort "Thread" bedeutet "Faden" - die Teilprozesse eines Programms
sind sozusagen über ihre Kommunikationsverbindung "aufgefädelt").
Unix
Zeitscheibenverfahren mit Prioritätssteuerung. Diverse Möglichkeiten der
IPC. Der BS-Kern verarbeitet alle Ereignisse und "weckt" den Prozeß
auf, dem das Ereignis zugeordnet ist. Zeitscheiben sind je nach Bedarf unterschiedlich
lang. Je nach Variante von Unix gibt es auch Multithreading. Zusätzlich ist
ein Multiuserbetrieb möglich.
Realzeitbetriebssysteme arbeiten in der Regel mit Zeitscheibenverfahren, wobei
zusätzliche Bedingungen hinzukommen. Ereignisse (in der Regel Hardware- oder
Software-Interrupts) müssen innerhalb einer bestimmten Sollzeit bearbeitet
werden (Echtzeitbedingung). Daher findet sich hier häufig eine Aufteilung
der Programme in einzelne Threads (bei Realzeitbetriebssystemen auch oft "Task"
genannt).