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Medikamentöse Abtreibung verdoppelt das Risiko für eine Notfalleinweisung ins Krankenhaus. Das ist das Resultat der ersten umfassenden Studie zum Verhältnis von Schwangerschaftsabbrüchen und Spitalnotfallaufnahmen.
Diese wurde im Fachjournal Health Services Research and Managerial Epidemiology am 9. November 2021 publiziert und zeigt: Das Risiko für Frauen, nach einer medikamentösen Abtreibung in eine Notfallaufnahme eingeliefert zu werden, ist um 53 Prozent höher als bei einem chirurgischen Abbruch. Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist in zahlreichen Ländern erlaubt und muss nicht unter ärztlicher Aufsicht im Spital stattfinden. Allein zwischen 2002 und 2015 stieg der Anteil medikamentöser Abtreibungen von 4,4 auf 34,1 Prozent. Auch in der Schweiz setzen Spitäler auf Abtreibungspillen.
Bei der Datenanalyse fanden die Wissenschaftler zudem heraus, dass mehr als 60 Prozent der Notaufnahmen nach medikamentöser Abtreibung fälschlicherweise als „spontane Fehlgeburten“ eingetragen wurden. Die tatsächlichen Gefahren dieser Methode seien dadurch verschleiert und die Frauen nicht fachgerecht behandelt worden. Das Fazit der Wissenschaftler: Der immer leichtere Zugang zur Abtreibungspille korreliert mit höheren Gesundheitsrisiken für Frauen und belastet damit auch das Gesundheitssystem. Für die umfangreiche Studie wurden Daten von 1999 bis 2015 von insgesamt 423’000 bestätigten Abtreibungen und 121’283 Spitalnotaufnahmen innerhalb von 30 Tagen nach einer Abtreibung analysiert. Die Frauen im Alter ab 13 Jahren stammten aus 17 verschiedenen US-Bundesstaaten, die Abtreibungen staatlich finanzieren.