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Hm, so gesehen -- aber das muss man erstmal jemandem klarmachen, dass ein "in house"-Werk nicht "im Haus" gefertigt wird. Das ist ja langsam noch verwirrender als das ganze Manufakturgedöns .
Das muß die Uhr abkönnen!
Eine JLC mit JLC-Werk hat ein "in-house"-Werk. Eine AP mit JLC-Werk hat kein "in-house"-WErk, dass JLC das WErk an andere verkauft, ändert nichts am eigenen Status.
Die Geschichte mit Manufaktur- bzw. in-house-Werken ist ja sowieso ein Chaos. Vor vielen Jahren hat der Rolf Schnyder - weiland selig - "in-house" definiert mit eigener Entwicklung. Also das Gehirnschmalz ist es, was zählt. Ob dann die Produktion an dafür spezialisierte Zulieferer abgegeben wurde, ist demnach irrelevant. Grenzfall sind dann selbst entwickelte Komplikationen bzw. Module. Am Beispiel UN: Das Modul kleine Sekunde/Gangreserve macht aus der Basis ETA 2892 wohl kaum ein "in-house"-Werk. Das astronomische Modul des Astrolabiums/Planetariums/Telluriums aber wohl eher schon.
Interessanterweise hat sich UN von dieser Definition verabschiedet, sobald auch die Basiswerke selbst produziert werden. Auch das neue Chronographenwerk, das eigentlich von Ebel entwickelt worden ist, wird als "in-house" oder "manufacture" bezeichnet, wobei das Echappement gegenüber dem Original neu konstruiert wurde.
Das ist also ein ewiges Thema, das von den Herstellern, aber auch den (Fach-)Medien bis zur Unkenntlichkeit verzerrt worden ist.
Marcus
"Auf Komplikationen fallen eigentlich nur einfache Gemüter herein" - CF
Das muß die Uhr abkönnen!