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Die Konsumenten in Japan geben angesichts steigender Preise und des starken Verfalls des Yens weniger aus als erwartet. Gegenüber dem Vormonat hatten die Ausgaben zwar um ein Prozent zugenommen, da die japanischen Haushalte mehr Dienstleistungen wie Restaurantbesuche in Anspruch nahmen. Doch der Anstieg gegenüber dem Vormonat fiel mit einem Prozent geringer aus als die erwarteten 1,3 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausgaben der privaten japanischen Haushalte im April um 1,7 Prozent, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Damit sanken die Ausgaben stärker als die Marktprognose einer Reuters-Umfrage erwartet hatte. Die Befragten hatten mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet.
Reallöhne sinken deutlich
«Höhere Energie- und Lebensmittelpreise wirken sich stark aus und dämpfen den Konsum», sagte Takeshi Minami, Chefökonom des Norinchukin Research Institutes. «Der Aufschwung bei den Ausgaben bleibt zwar intakt, aber er verlangsamt sich.»
Die Regierungsdaten vom Dienstag zeigten auch, dass die inflationsbereinigten Reallöhne in Japan im April um 1,2 Prozent zurückgingen. Dies war der stärkste Rückgang seit vier Monaten, da der Anstieg der Verbraucherpreise um 3,0 Prozent den Anstieg der Nominallöhne übertraf.
Erholung der Wirtschaft erwartet
Es wird erwartet, dass sich die japanische Wirtschaft nach einem Rückgang im Januar-März im laufenden Quartal wieder erholen wird, obwohl sie durch die hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie den schwachen Yen zunehmend unter Druck gerät.