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Als grüne Energie werden jene Energieformen bezeichnet, die umweltschonend erzeugt werden können. Dazu zählen in erster Linie Sonnenenergie, Windenergie und Wasserkraft. Aber auch die Meeresenergie und die Geothermie werden zu den regenerativen Energieformen gezählt.
Die Windenergie
Die Windkraft ist eine Form der erneuerbaren Energie. Die Kraft des Windes nutzt man bereits seit der Antike. Damals wurde der Wind als Antriebskraft für Schiffe verwendet. Später baute man Windmühlen, um das Korn zu mahlen, Wasser aus dem Boden zu fördern oder Sägeanlagen damit zu betreiben. Die Entwicklung der ersten Windmühlen setzte bereits vor rund 4.000 Jahren ein. Die Nutzung der Windkraft zur Erzeugung von elektrischem Strom geht auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Um die Jahrhundertwende erreichte die Anzahl der Windmühlen in Europa ihren Höhepunkt. Erst danach begannen Erdöl und Erdgas an Bedeutung zu gewinnen und verdrängten allmählich die Windenergie. Heute erfährt die Stromerzeugung mithilfe von Windkraft wieder einen Aufschwung.
Moderne Nutzung des Windes
Windenergie zeichnet sich durch niedrige Kosten und ihre globale Verfügbarkeit besonders als regenerative Energie aus. Windenergie kann fast überall erzeugt werden. In Europa befinden sich viele Windkraftanlagen in den Alpen. In der Schweiz gibt es derzeit über dreißig größere Windkraftanlagen, die Strom für insgesamt 28.000 Haushalte produzieren. Bis zum Jahr 2040 plant man, die Windenergie auszubauen. Dann sollen sich die Versorgungskapazitäten vervielfachen und vierzig Mal so viel Strom produzieren wie im Jahr 2015. Windkraftanlagen werden vor allem in den Regionen errichtet, die über ein hohes Windaufkommen verfügen. Dazu gehören nicht nur die Alpen, sondern auch die Voralpenregionen oder der Jura.
Vor- und Nachteile der Windenergie
Die Nutzung der Windenergie bringt vor allem Vorteile mit sich. Dazu gehören die relativ niedrigen Investitionskosten und der geringe Platzbedarf. Eine Windkraftanlage braucht nicht sehr viel Platz in der freien Natur. Zudem werden keinerlei Schadstoffe ausgestoßen. Der Nachteil einer Windkraftanlage liegt in erster Linie in den nicht immer vorhersehbaren Umweltbedingungen. Die Stärke des Windes variiert oft und dadurch kommt es zu keiner gleichmäßigen Stromerzeugung. Dort, wo der Wind beständig weht, herrschen meist unwirtliche Bedingungen. Das ist vor allem in Hochgebirgsregionen und an Küstenstreifen der Fall. Die Errichtung von Windparks ist dort sehr aufwendig. Außerdem kann man den Wind nicht speichern. Wenn elektrischer Strom produziert wird, muss dieser sofort in das Energienetz einer Region eingespeist werden.