Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/1046

In 52 Wochen zur ICT-Fachperson
Natalia Osman, Sie sind gelernte Webentwicklerin aus St. Petersburg. Was hat Sie in die Schweiz geführt und warum haben Sie hier das DTP absolviert?
Ich bin in die Schweiz gezogen, weil mein Mann einen Arbeitsvertrag in Liechtenstein erhalten hat. Kurz nach dem Umzug erfuhr ich, dass ich schwanger war und widmete meine ganze Zeit meiner Familie. Nach fast vier Jahren mit meiner Tochter erkannte ich, dass meine Kenntnisse veraltet waren und ich zusätzliche Schulungen benötigte, um in der Schweiz eine gute Arbeit zu finden. Deshalb habe ich eine Beratung bei der «Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen» in Anspruch genommen, wo man mir von einem Programm namens DTP erzählte. Für mich war dies eine ideale Gelegenheit, nicht nur meine Fähigkeiten zu aktualisieren, sondern auch Erfahrungen in IT-Unternehmen in der Schweiz zu sammeln.
Was haben Sie während Ihrer Ausbildung gelernt?
Ich habe meine Fähigkeiten in vielen Technologien aktualisiert, die dringend benötigt wurden. Natürlich ist es sehr herausfordernd, in einem Jahr zum Profi zu werden, aber der Start ist gemacht. Während meiner Ausbildung habe ich auch festgestellt, welche Bereiche für mich interessant sein könnten. Die Akademie ist eine hervorragende Gelegenheit, verschiedene Aspekte der IT zu erkunden, und die Praktika ermöglichen es, praktische Erfahrungen in echten Projekten zu sammeln. Während meines ersten Praktikums habe ich Node.js und Microservices-Architektur kennengelernt, die heute sehr beliebt sind. Während des zweiten Praktikums habe ich mit der Programmiersprache Java und dem Spring Framework gearbeitet.
«Nach wenigen Monaten war ich in der Lage, Aufgaben für reale Projekte zu bearbeiten.»
Was haben Sie sonst noch machen dürfen, während Ihrer Praktika bei Bühler und Valantic?
Ich habe dort in den IT-Abteilungen gearbeitet. In beiden Unternehmen waren die Teams ausgezeichnet, aber sie hatten unterschiedliche Ansätze. Mein erster Mentor bei Bühler, Stefan, war sehr aufmerksam und beantwortete alle meine Fragen. Innerhalb weniger Monate hat er mich auf die Arbeit an echten Projekten vorbereitet. Am Ende des Praktikums habe ich bereits Aufgaben erledigt, die hoffentlich für das Unternehmen nützlich waren.
Und wie war es bei Valantic?
Dort gab es einen anderen Ansatz, der näher an den realen Arbeitsbedingungen in einem IT-Unternehmen war. Man hat mir Aufgaben zugewiesen und beobachtet, wie ich sie bewältige, um Lücken in meinem Wissen zu identifizieren und diese aufzufüllen. So hatte ich bis dahin beispielsweise keine Erfahrung mit Java, aber unter der Anleitung meines Mentors Fabian war ich bereits nach wenigen Monaten in der Lage, Aufgaben für reale Projekte zu bearbeiten. Das gesamte Valantic-Team war immer bereit zu helfen, wenn ich Schwierigkeiten bei der Erledigung meiner Aufgaben hatte.
Was hat Ihnen während Ihrer Ausbildung an der Academy am besten gefallen?
Das Bootcamp hat den stärksten Eindruck auf mich hinterlassen. Wir hatten ein einzigartiges Team von Dozenten, alle Profis auf ihrem Gebiet, und jeder war bereit, jederzeit alle Fragen zu beantworten und bei Bedarf zu helfen. Mir haben besonders Teamprojekte gefallen, die uns nicht nur technische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch unsere Teamfähigkeiten entwickelt haben. Wir sind im Laufe des Jahres gute Freunde geworden.
«Das Bootcamp hat den stärksten Eindruck auf mich hinterlassen.»
Und was war für Sie während Ihrer Ausbildung am schwierigsten?
Wahrscheinlich das Zeitmanagement. Arbeit, Studium und Familienleben unter einen Hut zu bringen, war nicht einfach. Aber nichts ist unmöglich, wie man sieht … (lacht).
Welche Ratschläge können Sie Menschen geben, die auch vorhaben, am Digital Talents Program teilzunehmen?
Wenn Sie den starken Wunsch haben, in die Welt der IT einzusteigen, werden Sie erfolgreich sein! Bleiben Sie fokussiert und geben Sie nicht auf. Seien Sie offen und stellen Sie Fragen. Das DTP-Team ist immer bereit, alle notwendigen Ressourcen bereitzustellen.
Zum Schluss: Nach Ihrem Praktikum arbeiten Sie aktuell bei Valantic. Wie sieht Ihre weitere Zukunft im Bereich Informationstechnologie aus?
Ich hoffe, sie wird strahlend sein! Der Start ist bereits gemacht.
Interview: Patrick Stämpfli
Bild: Marlies Beeler-Turnheer