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Die Zürcherinnen wollen dem HCL den Titel streitig machen. - ZSC Lions Frauen
Zum sechsten Mal in Folge stehen sich ab Samstag die beiden besten Schweizer Frauen-Eishockey-Teams im Playoff-Final gegenüber: Lugano und die ZSC Lions. Beide Teams haben in den letzten sechs Jahren drei Titel geholt. Die Ausgangslage ist offen, mit einem leichten Vorteil zugunsten des Titelverteidigers und Qualifikationssiegers Lugano. Seit der Saison 2008/2009 heisst der Meister ausschliesslich Lugano oder ZSC Lions. Die Tessinerinnen gewannen das Championnat zweimal hintereinander 2009 und 2010, danach holten die Lions das Triple, ehe wieder Lugano an der Reihe war. Die fünf Serien endeten jeweils mit einem klaren Resultat, mit einer Ausnahme: 2012/2013 holten die ZSC Lions den Titel nach einer dramatischen Serie 14 Sekunden vor Schluss des fünften Spiels. Die Meisterschützin von damals, Christine Hüni, lange Jahre eine der dominanten Spielerinnen der Liga, wird für die bevorstehenden Spiele ausfallen. Sie ist nicht die einzige Abwesende in der Best of 5-Serie. Auf Zürcher Seite sind zwei Nationalspielerinnen verletzt (Sara Benz, Isabel Waidacher), bei Lugano könnte eine weitere Nati-Spielerin (Céline Abgottspon) ausfallen. Zwei gleichwertige Torhüterinnen? Erstmals in dieser Saison - und analog zur Final-Serie der letzten beiden Jahre - wird die Walliser Nati-Hüterin Sophie Anthamatten im Tor des Meisters stehen. Die 24jährige, die Nummer 1 beim Erstligisten Saastal, kann - wie in der Saison 2013/2014 - erneut das Zünglein an der Waage sein, doch scheinen die Zürcherinnen mit der Verpflichtung einer weiteren Nati-Torhüterin ein Gegenmittel gefunden zu haben: Es ist davon auszugehen, dass die bald 20jährige Janine Alder im Tor der Zürcherinnen stehen wird. Damit scheint der (vermeintliche) Vorteil der Tessinerinnen kompensiert, zumal sich die beiden Teams in den vier Qualifikationsspielen je in zwei Siege teilen. Ausgeglichene Offensive Neun der zehn ersten Positionen in der Topscorer-Liste der SWHL nehmen Spielerinnen der beiden Playoff-Finalisten ein. An der Spitze steht Isabel Ménard. Die kanadische Topscorerin der aktuellen und letzten Saison hat die Seiten gewechselt und spielt nun für die ZSC Lions. Mit 134 Toren aus den 20 Qualifikationsspielen hat Luganos Offensive ein Plus gegenüber dem Herausforderer aus Zürich, im Playoff-Halbfinal hingegen schossen die Zürcherinnen mit 19 Toren in den drei Spielen gegen Reinach mehr als Lugano mit 14 gegen Bomo. In Sachen Gegentreffern sind beide Teams in etwa gleich. Erwartet wird eine ausgeglichene Serie zweier gleich starker Gegner, bei denen die taktischen Ausrichtungen längst keine Geheimnisse mehr sind. Entscheidend wird deshalb neben der Disziplin vor allem auch die Konstanz und die Tagesform sein. SWHL, Playoff-Final: Samstag, 7. März, 18 Uhr, Resega: Lugano – ZSC Lions. Sonntag, 8. März 2015, 11.45 Uhr, KEB Oerlikon: ZSC Lions – Lugano.
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