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Soziale Netzwerke sind Teil des täglichen Lebens der mobilen Internetnutzer "Mobinautes" (Internetnutzer, die ein Mobiltelefon zur Verbindung mit dem Internet nutzen). Gemäss der JAMES-Studie besitzen in der Schweiz mehr als 99% der Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren ein Handy oder Smartphone. Die Nutzung von sozialen Netzwerken ist daher sehr weit verbreitet.
Jedes soziale Netzwerk hat ein Hauptmerkmal. Beispielsweise benutzt man für Textnachrichten, Gifs, Fotos oder Sprachnachrichten oft Whatsapp. Um stilisierte Fotos zu zeigen, wird Instagram verwendet. Einige Netzwerke fördern die Kommunikation mit symbolischen Belohnungen, wie z.B. Snapchat und seinem "Flammen"-System. Diese Netzwerke nehmen an Wichtigkeit zu, während andere, wie Facebook, von jungen Menschen verlassen werden.
Viele Nutzer verspüren Gefühl der Frustration, wenn sie nicht verbunden sind. Sie haben Angst, etwas zu verpassen. Dieses Gefühl nennt man FOMO, “Fear Of Missing Out”. Es ist die Angst, etwas in sozialen Netzwerken zu verpassen. In diesem Zusammenhang bedeutet "etwas zu verpassen", sich von der Gruppe, von seinen Kollegen zu distanzieren. Damit wird deutlich, wie wichtig soziale Netzwerke für Kinder und Jugendliche sind. Diese Netzwerke werden nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Pflege und Entwicklung von Beziehungen genutzt.
Neben der Nutzung ist auch das Mindestalter bei Sozialen Netzwerken wichtig. Natürlich ist es einfach, ein falsches Alter anzugeben, indem man beim Erstellen eines Profils ein falsches Geburtsdatum angibt. Das Mindestalter soll jedoch verhindern, dass Jugendliche oder Kinder mit Inhalten konfrontiert werden, zu denen sie keinen Zugang haben sollten. Ebenso werden Dating-Websites manchmal von Minderjährigen besucht. Das Mindestalter wird festgelegt, um sie zu schützen.
Untenstehend eine Tabelle mit den am weitesten verbreiteten Netzwerken unter Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, gruppiert nach Mindestalter. Diese Übersicht kann hier heruntergeladen werden.
* Einwilligung der Eltern bis zum 18. Lebensjahr erforderlich
Mit der neuen Europäischen Datenschutzverordnung (DGPS) könnte sich die Altersgrenze weiter ändern.
Zur Erinnerung: Es gibt mehrere hundert soziale Netzwerke auf der Welt. In China oder Russland gibt es beispielsweise spezielle soziale Netzwerke, zu denen wir in Europa keinen Zugang haben. Diese sozialen Netzwerke sind insbesondere in Ländern, in denen Facebook-Produkte (z.B. Whatsapp) verboten sind, sehr beliebt und haben entsprechend viele Abonnenten.
- Das Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke ermöglicht es, Kinder und Jugendliche vor unangemessenen Inhalten, insbesondere gewalttätige, beleidigende, pornografische Inhalte, aber auch unangebrachte Werbung zu schützen.
- Viele soziale Netzwerke ermöglichen es, für Jugendliche und Kinder spezielle Zugänge zu erstellen und Inhalte einzuschränken, damit diese das Netzwerk in einem geschützten Bereich nutzen können, ohne alles zu verbieten.
- Ungeeignete Inhalte können schockierend sein. Sich einem vertrauenswürdigen Erwachsenen anzuvertrauen, ist eine gute Möglichkeit, sich besser zu fühlen und solche Inhalte zu verarbeiten.
- Obwohl sie von fast allen Kindern und Jugendlichen genutzt werden, können soziale Netzwerke problematisch sein (Cybermobbing, Sucht, Sexting, etc.). Sich dessen bewusst zu sein und über die möglichen Folgen nachzudenken, ist bereits ein Weg, sich zu schützen.
Referenzen :
https://www.srf.ch/sendungen/myschool/fokus/medienkompetenz/soziale-medien
https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/about/unternehmen/nachhaltigkeit/medienkompetenz/documents/jamesfocus-onlineverhalten.pdf
https://www.jugendundmedien.ch/de/jugendschutz/elterliche-begleitung.html
https://ebblogs.com/my-view/mindestalter-fuer-soziale-netzwerke/