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622 m. Ehemalige feste Burg, deren Reste (ein
Turm und etwas Mauerwerk)
auf dem Felssporn zwischen dem
Tobel des
Ruisseau des Vaux und demjenigen eines Nebenbaches noch heute sichtbar sind;
1 km
nw.
Chêne. Bildete einst den Sitz einer bedeutenden
Herrschaft, in dessen Nähe noch eine Pfarrkirche
und Nebengebäude standen, die den Bewohnern der Gegend in Kriegszeiten als Zufluchtsstätten dienten.
im Gebirge
Finhaut (mittlerer
Abschnitt des Trientthales), sowie
Mex und
Vérossaz auf Terrassen links über der
Rhone.
Bezirkshauptort ist die Stadt Saint Maurice.
Hauptfluss ist die den Bezirk von SO. nach NW. durchziehende
Rhone, die von der
Thalstrasse und der Simplonbahn
(Stationen Saint Maurice,
Vernayaz und
Évionnaz) begleitet wird. Uebrige nennenswerte Flussläufe des Bezirkes: der dem Trientgletscher
entspringende
Trient, der vom Einfluss der
Eau Noire bis oberhalb der Mündung des
Triège die Grenze gegen den Bezirk
Martinach bildet;
findet sich eine nicht mehr im Betrieb stehende Mine auf silberschüssiges Bleierz; Arsengruben auf der Terrasse von Salanfe
unterhalb des Col d'Emaney. Trotz dieser industriellen Unternehmungen bleibt aber als Haupttätigkeit der Bevölkerung die
Landwirtschaft in ihren verschiedenen Zweigen. Die Stadt Saint Maurice selbst bildet keinen hervorragenden Mittelpunkt für
Handel und Verkehr. Auch ihre Markte werden nicht stark beschickt, da die an Bodenprodukten reichen Gemeinden
Salvan und Finhaut ihre Erzeugnisse mit Vorliebe nach Martinach und Vérossaz und Massongex die ihrigen nach Monthey
bezw. Bex auf den
Markt bringen.
Seit einigen Jahren hat sich jedoch der Warenverkehr des Bahnhofs Saint Maurice ordentlich gehoben, und
auch
die Besatzungen der Festungsanlagen von Savatan und Dailly bringen neuestens der Stadt erwünschten Verdienst. Die im
Rhonethal liegenden Gemeinden, besonders Évionnaz und dann Saint Maurice selbst, treiben Weinbau und erzielen an gewissen
Lagen (Bois Noir, Les Perrières) einen geschätzten Ertrag. Im Ganzen zählt der Bezirk 83 ha Rebberge.
Schöne Kastanienwälder in Massongex, dessen Bewohner am rechten Rhoneufer (auf Waadtländer Boden um Bex) Weinberge besitzen.
Aus Salvan pflegt eine Anzahl der Bürger periodisch auszuwandern, um sich dem Handel (besonders mit Weinstein) zu widmen.
Ueberall im Bezirk bildet die Viehzucht die wichtigste Einnahmequelle der Bevölkerung. Die Viehstatistik hat
folgende Ergebnisse geliefert:
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