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Max Vogel wurde 1970 nach dem Abstieg in die NLB verpflichtet. Mit dem offensiven Vogel wurde nach dem Libero Peter Güggi ein zweiter Spieler von den Grasshoppers übernommen, um den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. Die Mannschaft musste im Jahr zuvor einen grossen Aderlass verkraften.
Mit der schnellen Rückkehr in die höchste Liga klappte es denn auch im Frühling 1971. Am 9. Mai waren die Espen in Monthey zu Gast und sicherten sich mit dem 2:1-Sieg auch rechnerisch den Aufstieg. Das zweite Tor erzielte Max Vogel in der 76. Minute, nur vier Zeigerumdrehungen, nachdem die Unterwalliser ausgeglichen hatten. Für Vogel war es der 8. NLB-Treffer; er erinnert sich noch wie er den Ball über den gegnerischen Goalie lupfte. Und danach gefeiert wurde.
Vogel war in der Aufstiegssaison nebst Spielertrainer Zeljko Perusic und Heinz Rütti der einzige Spieler, der in allen Spielen zum Einsatz kam, was ihn ein wenig Stolz macht. "Den Stadtmatch habe ich auch in Ordnung gebracht" meldet er aus seinem Feriendomizil in Spanien. Als die Espen am 22. November 1970 im Krontal zu Gast waren - zu einem Spitzenspiel: Brühl Dritter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Leader vom Espenmoos. Vogel erzielte in der 80. Minute vor 10'500 Zuschauern das siegsichernde 2:0.
Zurück in der NLA wurde der Konkurrenzkampf im Sturm härter. Vogel kam nur noch zu 6 Einsätzen, fünfmal wurde er von Spielertrainer Zeljko Perusic eingewechselt. Auch weil er nach einer Erkrankung vorübergehend geschwächt war. Nachdem der Innerschweizer in seiner dritten St. Galler Saison überhaupt nicht mehr eingesetzt wurde, erhielt Vogel im November 1972 die Möglichkeit, zum SC Buochs in die NLB zu wechseln. Er ging mit der Bilanz von 10 Tore in 35 Pflichtspielen in Grün-Weiss.
Buochs' Abstieg liess sich nicht verhindern, Vogel bestritt eine weitere Saison mit den Nidwaldnern in der 1. Liga, ehe er zum FC Emmenbrücke wechselte. Dort erlebte er seine beste Zeit, er wurde zweimal Torschützenkönig der 1. Liga. In einer Zeit, als die dritthöchste Spielklasse weit mehr Beachtung hatte. "Ich war eigentlich zu gut für die 1. Liga", sagt er. Am Ende seiner Fussballer-Laufbahn war er für ein Jahr beim FC Kickers in Luzern, als Sportchef, der auch spielte. Die Kickers waren sein Juniorenclub, 1967 holten ihn die Grasshoppers auf den Hardturm. Am Ende jener Saison gab er sein Debüt in der NLA - in einem Match gegen Lugano in der Meisterrunde um den Titel.
13 Jahre lang versuchten die Kickers vergeblich, in die 2. Liga aufzusteigen. Als Trainer holte Vogel dann Kudi Müller, vormalig Nationalspieler und einer der ersten Schweizer in der Bundesliga. Mit Vogel und Müller klappte es. Nun aber wandte sich "Mägu" Vogel seiner zweiten Leidenschaft zu: 35 Jahre lang wirtete er im Restaurant Isebähnli in Luzern. Das Isebähnli hatte einen Namen als Musiklokal ("die Calimeros, die Mölltaler, Alpenland, die besten spielten alle bei mir") und als Fussballer-Treffpunkt. Nebst Kudi Müller gehörten etwa Bigi Meyer, "Mac" Tanner und Paul Wolfisberg zu seinen regelmässigen Gästen. Vogel ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder. Eine Tochter ist auch Nachfolgerin im Isebähnli, das jetzt "Crazy Cactus" heisst.
Im Rückblick "war es eine schöne Zeit in St. Gallen, ich habe viele gute Leute kennenlernen dürfen", berichtet der Jubilar, der ein erstes Geburtstagsfest schon letzte Woche in der Heimat auch mit Fussball-Prominenz feierte. Wir gratulieren herzlich!