Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/2674

Dank einem 2. Rang im abschliessenden Zeitfahren in Lausanne sichert sich der Australier Richie Porte den Gesamtsieg an der 71. Tour de Romandie. Der Tagessieg geht an den Slowenen Primoz Roglic.
Richie Porte wurde seiner Favoritenrolle auf dem 18,9 km langen Einzelzeitfahren in der Innenstadt von Lausanne gerecht. Der Captain des amerikanisch-schweizerischen BMC-Teams entschied das Duell um den Gesamtsieg gegen Simon Yates für sich. Am Ende distanzierte er den Briten, der am Samstag in Leysin die Königsetappe vor Porte gewonnen und somit das Leadertrikot übernommen hatte, um 21 Sekunden. Vor dem Zeitfahren hatte Portes Rückstand auf Yates 19 Sekunden betragen.
Fünf Sekunden hinter Simon Yates beendete Primoz Roglic die Westschweizer Rundfahrt als Gesamtdritter. Der Slowene setzte sich im Kampf gegen die Uhr acht Sekunden vor Porte durch.
Porte in Form, Froome (noch) nicht
Richie Porte ist nach Cadel Evans (2006 und 2011) und Phil Anderson (1989) der dritte Australier, der an der Westschweizer Rundfahrt triumphiert. Seine Form im Hinblick auf die in knapp zwei Monaten beginnende Tour de France, das grosse Saisonziel des letztjährigen Gesamt-Fünften, scheint bereits zu stimmen. Der Australier, der 2010 an der Tour de Romandie in Moudon seinen ersten Profisieg landete, gewann in dieser Saison bereits die Tour Down Unter.
Wie Porte wollte auch der britische Topfavorit Chris Froome in der Romandie seine Form testen. Der dreifache Tour-de-France- und zweifache Tour-de-Romandie-Sieger offenbarte allerdings Rückstände im Trainingsplan im Vergleich zu den Vorjahren. Sowohl auf der gebirgigen Königsetappe, in der er am Samstag auf den Tagessieger Yates 1:15 Minuten einbüsste, als auch beim Zeitfahren zum Abschluss war er nicht auf seinem Top-Niveau. Die Rundfahrt beendete der 31-jährige Brite mit 1:55 Minuten Rückstand auf Platz 18.
Zwei Schweizer Etappensieger
Als bester Schweizer schloss Mathias Frank die Tour de Romandie im 33. Gesamtrang ab. Zum ersten Schweizer Gesamtsieg seit Laurent Dufaux 1998 fehlte am Ende doch einiges. Der Rückstand des Luzerners vom französischen AG2R-Team auf Richie Porte betrug fast drei Minuten.
Für die Glanzlichter aus Schweizer Sicht sorgten in der Romandie zwei Thurgauer. Michael Albasini gewann am Mittwoch die 1. Etappe nach Champéry und feierte damit bereits seinen siebten Etappenerfolg im Rahmen der Westschweizer Rundfahrt. Tags darauf doppelte Stefan Küng in Bulle nach. Der talentierte BMC-Fahrer, der vor zwei Jahren in Freiburg bereits eine Romandie-Etappe gewonnen hatte, beendete damit eine schwierige Zeit mit zahlreichen Rückschlagen durch Verletzungen und Krankheiten.
SDA-ATS