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In der noch jungen Population in der Nordostschweiz gab es heuer bisher keinen Fortpflanzungsnachweis, und bloss noch ein adulter Kuder lebt in Kontakt zu weiblichen Tieren.
Am 8. März wurde das Luchsweibchen Ayla bei Rüthi im Rheintal SG tot aufgefunden. Es ist davon auszugehen, dass Ayla von einem Auto überfahren worden war. Somit sind von den neun Luchsen, die in die Nordostschweiz umgesiedelt wurden, zwei mit Sicherheit verstorben und einer verschollen. Die Luchsinnen Baya, Nura und Aura sowie der Kuder Odin bilden einen zusammenhängenden Bestand im Raum Speer – Churfirsten – Alvier. Von ihnen trägt zurzeit allerdings bloss noch Aura ein funktionierendes Senderhalsband. Isoliert leben nach wie vor Turo und Aika – das Männchen im Gebiet Zürichberg – Pfannenstiel, das Weibchen südlich der Linthebene. Gebürtig in der Nordostschweiz ist der zweijährige Kuder Nemo. Ein weiterer Jungluchs konnte im April 2003 im Raum Werdenberg fotografiert werden.
Die noch junge und verletzliche Luchspopulation durchläuft zurzeit eine kritische Phase. Eine entscheidende Frage ist, ob sich das isolierte Männchen Turo noch integrieren wird. Im Moment sieht es nicht danach aus. Bleibt dem so, sind die Aussichten schlecht. Ein allfälliger Ausfall des verbleibenden Kuders wäre fatal und müsste durch weitere Aussetzungen kompensiert werden, damit die Umsiedlung nicht scheitern würde.
Stabil ist gemäss den neusten Zählungen die Population in den Nordwestalpen.
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