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Der Schweizerische Seniorenrat wehrt sich gegen die Idee eines Solidaritätsbeitrages von Rentnern an arme Erwerbstätige. Unter den Rentnerinnen und Rentnern gebe es ähnlich viele Arme und Reiche wie unter den Erwerbstätigen.Dieser Inhalt wurde am 24. April 2009 - 13:42 publiziert
An einer Medienkonferenz in Bern kritisierte der Seniorenrat (SRR) eine Studie der Universität Genf zur wirtschaftlichen Situation von Rentnern. Sie hatte vor einem Jahr eine relativ komfortable wirtschaftliche Situation der Senioren bekannt gemacht und zum Vorschlag eines generationenübergreifenden Solidaritätsbeitrages geführt.
Der Seniorenrat zieht aus den Daten der Genfer Studie nun andere Schlüsse. Eine Zweitanalyse einer SSR-Arbeitsgruppe ergab, dass den rund 15% armutsgefährdeten Erwerbstätigen ebenso viele armutsgefährdete Rentner gegenüberstehen. Die Anteile der begüterten Personen wiederum betragen bei den Erwerbstätigen 17,4% und bei den Rentnern 16%.
Eine Umverteilung wäre deshalb einzig zwischen begüterten und armen Erwachsenen angebracht, unabhängig vom Alter oder dem Status als Erwerbstätiger oder Rentner. Der SSR forderte zudem, dass die AHV gestärkt und die Umverteilung der Ressourcen zwischen den Generationen beibehalten wird.
swissinfo und Agenturen