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Ungefähr 200km nördlich von Perth ist der Nambung National Park, etwas vom eigentümlichsten, was ich je gesehen habe. Wer ihn nicht besucht, war genau so wenig in Australien, wie wenn man den Uluru weglassen würde. Es erfordert schon etwas Zeit, den ganzen Park zu sehen, wenn man sich jedoch nur auf die Pinnacles konzentriert, und das ganze mit dem Fahrzeug macht, kann man das innerhalb von weniger als 2 Stunden bestaunen. Ich empfehle jedoch, einen halben Tag zu planen, besser am Morgen, da ist es noch nicht so heiss. Verschiedene Aussichtspunkte laden dazu ein, die ganze Szenerie von einer erhöhten position zu sehen. Diese eigenartige Struktur, welche hier gezeigt wird, entstand durch lange Jahrtausende.
Die das mittlere Dünensegment dominierenden, charakteristischen Kalksteinsäulen entstanden durch Pflanzenwuchs vor etwa 500.000 bis 50.000 Jahren auf der aus Quarzsand bestehenden Wanderdüne. Deren Wurzeln drangen tief in die ältere, sich zeitgleich verfestigende Tamala-Kalksteinschicht vor. Dabei durchbrachen sie an brüchigen Stellen zunächst eine extrem harte Kalksteinkruste, die durch nach unten sickernde Säuren (gebildet aus Humus, abgestorbenen Pflanzen und Tieren) entstanden war. Unter dieser Kruste verfestigte sich der Kalkstein besonders kompakt zwischen den eingedrungenen Pflanzenwurzeln, da diese Bereiche viel Wasser aufsogen.
Die quarzsandhaltige Wanderdüne zog jährlich ca. 2,5 m weiter, die frei liegende Kalksteinschicht war der Erosion ausgesetzt, die innerhalb der letzten 20.000 Jahre abgestorbene Vegetation hinterließ Lücken, in die Quarzsand eindrang, der dann wiederum abgetragen wurde. Nur die extrem harten Bereiche der durch viel Wasser zementierten Kalksteinschicht waren von der Erosion nicht betroffen. Diese sehen wir heute als Pinnacles. Gelegentlich zeugen Kappen auf den Säulen noch von der Kruste.
Wo die unterirdische Vegetation vollständig vom harten, erosionsunfähigen Kalkstein umschlossen wurde, entstanden versteinerte Pflanzenwurzeln. / Wikipedia
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