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- Die 1930er-Jahre in West Virginia, USA: Prediger Harry Powell treibt sein Unwesen. Er gewinnt das Vertrauen einer kleinen Gemeinde und bringt im Namen Gottes Frauen um.
- Der Film spielt in der Zeit der grossen Depression. Charles Laughton skizziert die damalige Situation und zeigt, wie einfach es war, Menschenmassen zu manipulieren.
- Trotz eines guten Drehbuchs und expressiver Inszenierung erhielt Regisseur Charles Laughton erst Jahrzehnte später die verdiente Anerkennung.
Die 1930er-Jahre in West Virginia, USA: Prediger Harry Powell treibt sein Unwesen. Im Namen Gottes bringt er Frauen um. Sein nächstes Opfer hat er bereits anvisiert: Willa Harper, deren verstorbener Ehemann 10‘000 Dollar versteckt hat. Um an das Geld zu kommen, erschleicht er sich erfolgreich das Vertrauen der naiven Witwe.
Kritik am religiösen Fanatismus
Der Roman «The Night of the Hunter», auf dem der gleichnamige Film basiert, handelt von den Schandtaten eines Serienkillers.
Autor Davis Grubb verschärfte die Geschichte, indem er aus dem Serienmörder einen Pastor machte. Damit kritisierte Grubb die Naivität und den religiösen Fanatismus der Menschen während der Grossen Depression.
Der Film noir war das erste Regiewerk von Leinwandlegende Charles Laughton, der sich stark vom deutschen Expressionismus inspirieren liess. Das US-Publikum der 50er-Jahre fand keinen Gefallen daran.
Erst Jahrzehnte später erkannten Filmkritiker den Wert des Thrillers. Starke Bilder und eine noch stärkere Geschichte machen «The Night of the Hunter» zu einem Filmschatz von kultureller, historischer und ästhetischer Bedeutung.
Filmschätze
Streifzug durch die Jahrzehnte
- 1939 - «Confession of a Nazi Spy» Hollywoods Kampf gegen Hitler
- 1948 - «Berlin Express» Ein Nachkriegsmärchen
- 1955 - «The Night of the Hunter» Pastor als Serienkiller
- 1966 - «The Silencers» Eine Agentenparodie
- 1971 - «Harold and Maude» Ein Paar schreibt Filmgeschichte
- 1985 - «Amadeus» Mozart und sein Gegenspieler