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Mehr als acht Jahre hat Tom Heymann den weltweit gefeierten zeitgenössischen Choreografen Ohad Naharin begleitet, dessen Arbeiten eine unvergleichliche Meisterschaft und Schönheit offenbaren. Naharin selbst führt als persönlicher Off-Erzähler durch den Film.
Er spricht vom Auszug seiner Familie als Fünfjähriger aus dem Kibuzz Misra so, wie er sich die Vertreibung aus dem Paradies vorstellen würde. Vielleicht sind hier die Anfänge seiner Tanzkarriere zu finden, mit der der Knabe diese verlorene Verbundenheit mit der Welt wiederzuerlangen suchte. Obwohl Naharin seit er denken kann tanzt, startet er die professionelle Laufbahn spät; erst als 22-Jähriger geht er seinen Weg über die grossen Ballettschulen in New York und Paris und tritt 1990 die Stelle als künstlerischer Leiter der Israelischen «Batsheva Dance Company» an. Eine verheerende Rückenverletzung bedeutete beinahe sein Karriereende. Doch sein ungebrochener Drang zu tanzen und das neu erlernen der Bewegungsabläufe haben den heute 64-Jährigen inspiriert und den Tanzstil «Gaga» zum Leben erweckt.
Der preisgekrönte Regisseur Tomer Heymann («Paper Dolls») landete mit «Mr. Gaga» einen Riesenerfolg in Israel, wo der Film über 100’000 ZuschauerInnen in die Kinos locken konnte.