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Apple und Microsoft sind die höchstbewerteten Unternehmen der Welt. Acht der zehn teuersten Unternehmen sind US-Konzerne. Die Schweiz belegt den fünften Platz im Länderranking. Nestlé, Roche und Novartis sind in den Top 100, weitere 13 Firmen mit Sitz in der Schweiz schaffen es in die Top 500.
30.12.2021, 05:00 Uhr
Redaktion: rem
An den internationalen Börsen bauen Unternehmen aus den USA dieses Jahr ihre Vormachtstellung weiter aus: Die Zahl der US-amerikanischen Konzerne, die sich per Ende 2021 unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt befinden, ist im Vergleich zum Vorjahr von 58 auf 61 gestiegen. Wertvollstes Unternehmen der Welt zum Jahresende 2021 ist Apple mit einem Börsenwert von 2,9 Bio. USD, gefolgt von Microsoft (2,5 Bio. USD) und der Google- Muttergesellschaft Alphabet (1,9 Bio. USD). Das sind Ergebnisse einer Analyse des Beratungsunternehmens EY, das die Marktkapitalisierung der am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit halbjährlich untersucht.
Top 100: Schweiz mit drei Schwergewichten
Die Schweiz ist mit drei Unternehmen weiterhin in dieser Rangliste vertreten: Nestlé auf Platz 22 (Börsenwert 381,5 Mrd. USD), Roche auf Rang 25 (337,2 Mrd. USD) und Novartis mit rund 195,5 Mrd. USD auf Position 62. Damit teilt sich die Schweiz im Länderranking den vierten Platz mit Japan, Kanada und der Niederlande, welche ebenfalls mit jeweils drei Unternehmen vertreten sind.
Frankreich auf Rang 3 platziert vier Unternehmen in den Top 100 – unter anderem mit LVHM das wertvollste europäische Unternehmen per Ende 2021; Deutschland auf Platz sechs ist mit zwei Unternehmen (SAP und Siemens) in den Top 100 vertreten.
Top 500: Schweiz mit 16 Unternehmen vertreten
Wird diese Aufstellung der weltweit wertvollsten börsenkotierten Unternehmen per Ende 2021 von 100 auf 500 Firmen erweitert, ist die Schweiz darin neben Nestlé, Roche und Novartis mit weiteren 13 Konzernen vertreten: Richemont (Platz 186), Chubb Limited (195), ABB (219), Glencore (271), Zurich Insurance (277), UBS (289), Lonza (292), Sika (318), TE Connectivity (356), Givaudan (413), STMicroelectronics (448), Partners Group (471) und Alcon (472).
Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY in der Schweiz, attestiert der Eidgenossenschaft im internationalen Vergleich und auch mit Blick auf die Landesgrösse eine ausgezeichnete Bilanz. Es zeige sich, dass die Schweiz weiterhin über zahlreiche Unternehmen verfüge, die weltweit tätig und auch global erfolgreich sind. Dieser Erfolg beruhe auf der einen Seite auf der soliden Infrastruktur, den stabilen politischen Verhältnissen, den marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem fairen Steuerniveau, zeuge auf der anderen Seite aber auch von der Innovationskraft und der Marktstärke der Schweizer Unternehmen.
Europa verliert in der Gunst der weltweiten Investoren
Ende 2007 hatten noch 46 der 100 weltvollsten Unternehmen der Welt ihren Hauptsitz in Europa. Inzwischen sind es nur noch 16. Europa leidet also an einem erheblichen Bedeutungsverlust an den Weltbörsen. Die USA hätten in innovativen und technologiegetriebenen Branchen eindeutig die Nase vorne, so EY.
In Europa stehen nach wie vor die klassischen Industriebranchen im Mittelpunkt der Volkswirtschaften. Vor allem etablierte Auto-, Pharma- und Rohstoffkonzerne spielen eine grosse Rolle. Trotz des Finanzierungsbooms im Start-up-Sektor gibt es laut EY nur wenige Jungunternehmen, die es beim Umsatz und beim Börsenwert an die Weltspitze schaffen. Dass es indes auch in Europa nicht an Forschergeist mangele, zeige der Aufstieg des deutschen Biotech- Unternehmens Biontech: Der Impfstoffhersteller kletterte im Börsenranking von Rang 1153 (Ende 2019) auf Rang 896 (Ende 2020) auf aktuell Rang 296. Die derzeitige Marktkapitalisierung liegt bei 61,5 Mrd. USD.
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