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An der Geberkonferenz, die unter der Federführung der UNO am 19. und 20. Mai 2014 in Oslo stattfand, nahmen rund vierzig Geberländer teil, darunter auch die Schweiz. Aufgrund der politischen Krise im Südsudan ist heute über eine Million Menschen auf der Flucht, davon rund 300 000 in den Nachbarländern des Südsudan. Das Land steht zudem vor einer zunehmenden Nahrungsmittelknappheit, die in den unzugänglichsten Gebieten des Landes zu lokalen Hungersnöten führen könnte. Insgesamt sind heute über 4.9 Millionen Menschen – rund die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung – von der humanitären Hilfe abhängig.
Die Schweiz hat sich früh für die vertriebene Bevölkerung eingesetzt, denn seit Ausbruch der Gewalt hat sich die humanitäre Lage sehr rasch verschlechtert. Anfang 2014 stellte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) über 13 Millionen Franken für die notleidende Bevölkerung bereit. An der Geberkonferenz in Oslo kündigte die Schweiz zusätzliche Hilfe in der Höhe von 4.5 Millionen Franken an. Dadurch beläuft sich ihr humanitäres Engagement für den Südsudan für das Jahr 2014 auf insgesamt 18 Millionen Franken. Damit können in erster Linie Aktivitäten von multilateralen Organisationen (IKRK, Welternährungsprogramm, UNO-Flüchtlingshochkommissariat) und von Nichtregierungsorganisationen (Médecins sans frontières, Medair) vor Ort unterstützt werden. Das Schweizerische Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) hat zudem während den letzten sechs Monaten den UNO-Organisationen vor Ort fünf Fachleute zur Verfügung gestellt. Die DEZA führt gleichzeitig ihre Projekte fort, die sie zwischen 2011 und 2012 im Bereich Ernährungssicherheit und Zugang zu Wasser lanciert hatte.
Hinzu kommen die allgemeinen Beiträge, die die Schweiz an die Budgets verschiedener internationaler Organisationen entrichtet. Ausserdem engagiert sich auch die Abteilung Menschliche Sicherheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Sie unterstützt namentlich die Friedensverhandlungen, die unter der Federführung der Zwischenstaatlichen Behörde für Entwicklung (IGAD) in Addis Abeba geführt werden. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wiederum stellt der Mission der Vereinten Nationen für den Südsudan (UNMISS) mehrere Stabsoffiziere sowie Fachleute für humanitäre Minenräumung zur Verfügung.
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