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Die Geschichte der Gemeindebibliothek Füllinsdorf
Unsere Geschichte
Doris Eicke
Begründerin der
Gemeindebibliothek Füllinsdorf
Olga Emma Meyer wurde 1901 in Rheinfelden geboren. Sie erhielt eine höhere Schulbildung, belegte an der Universität Berlin Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Danach nahm sie eine Stellung als Dolmetscherin in Düsseldorf an und schrieb nebenbei Gedichte.
1934 heiratete sie den deutschen Fliegeroffizier Franz Eicke. Im Bombenkrieg wurde ihr Berliner Heim zerstört. Witwe geworden, flüchtete sie mit ihren vier Kindern und erreichte völlig mittellos im Dezember 1945 wieder die Schweiz.
Ihre Wiedereinbürgerung verzögerte sich, da die Behörden ihren verstorbenen Ehemann mit einem SS-General gleichen Namens verwechselten.
1949 erhielt sie das Füllinsdörfer Bürgerrecht und unterhielt fortan enge Kontakte zur Gemeinde.
Unter dem Pseudonym Doris Eicke hat sie zahlreiche Romane und Erzählungen verfasst, 1951 erhielt sie den
1. Preis im Romanwettbewerb des Ringier-Verlags.
Seit ihrer Einbürgerung 1949 schenkte die Schriftstellerin der Gemeinde Füllinsdorf jährlich ihre eigenen neuerschienen Bücher – sowie eine grosse Anzahl Werke anderer bekannter Autoren.
Unsere Gemeindebibliothek verdankt somit ihr Bestehen der
geschätzten Mitbürgerin, welche vor 70 Jahren die Grundlage schuf.
30 Jahre später, am 9. Juni 1979, konnte die erste allgemein öffentliche Bibliothek im Eleantenhaus eröffnet werden, und im Jahre 1985 erfolgte
der Umzug ins ehemalige „Konsum“ an der Mühlerainstrasse.