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Effekt einer Ernährungsumstellung bei neu diagnostiziertem Diabetes
Veränderungen des Lebensstils werden in der Primär- und Sekundärprävention empfohlen. Die Autoren einer britischen Studie haben untersucht, wie sich Ernährungsumstellung und vermehrte körperliche Bewegung auf den Zuckerstoffwechsel und den Blutdruck von Patienten mit neu identifiziertem Diabetes mellitus auswirken.
An der randomisierten Studie in England nahmen 593 Erwachsene im Alter zwischen 30 und 80 Jahren mit einem seit 5-8 Monaten bekannten Diabetes teil. Entweder erfolgte im Verhältnis 2:5:5 eine Standardbehandlung (Kontrollgruppe mit initialer Ernährungsberatung, Follow-up alle 6 Monate), eine intensive Ernährungsberatung (Beratung alle 3 Monate mit monatlicher Unterstützung durch eine Krankenschwester) oder eine intensive Ernährungsberatung plus ein Pedometer-basiertes Aktivitätsprogramm. Primäre Endpunkte waren HbA1c- und Blutdruck-Veränderungen nach 6 Monaten in der intention-to-treat Analyse.
Nach 6 Monaten ist das HbA1c in der Kontrollgruppe um 0.14% angestiegen und in den beiden Interventionsgruppen um 0.28% (Ernährungsumstellung) respektive 0.33% (Ernährungsumstellung + Bewegungsprogramm) abgesunken. Diese Unterschiede zwischen den Gruppen waren trotz geringerem Medikamentenkonsum in den Interventionsgruppen auch nach 12 Monaten noch nachweisbar. Verbesserungen zeigten sich auch beim Körpergewicht und bei der Insulinresistenz. Der Blutdruckverlauf war in allen drei Gruppen vergleichbar.
Konklusion der Autoren: Eine intensive Ernährungsberatung kurz nach Diabetesdiagnose verbessert die Glukosekontrolle. Eine gleichzeitige Intervention zur Steigerung der physischen Aktivität zeigte in dieser Studie keinen zusätzlichen Benefit.
Lancet 2011;378:129-139 - Andrews RC et al
13.07.2011 - dde