Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03376.jsonl.gz/1753

Die erste Sport-Resolution, die von der UNO-Generalsversammlung zur Abstimmung gelangt, soll mithelfen, die Welt besser und friedlicher zu machen.
Grundlage dafür ist ein Bericht des UNO-Sondergesandten für Sport, Adolf Ogi, und der Chefin des Kinderhilfswerks UNICEF, Carol Bellamy.
Die Studie weist beispielsweise darauf hin, dass in mindestens 126 Ländern Sport als "unproduktive, anti-intellektuelle und deshalb unwichtige Komponente der Erziehung" gilt.
Gegen diese Haltung will die UNO-Sport-Resolution ankämpfen. Ausserdem soll so das UNO-Millenniums-Programm unterstützt werden, das die weltweite Armut bis zum Jahr 2015 halbieren will.
Kein Sportverband
Die UNO will aber kein Sportverband werden. Für sie sind Fussball, Basketball, Schwimmen oder Ballett Mittel zur Vorbeugung von Konflikten.
Mit so genannten "Goodwill-Botschaftern" wie den Fussballstars Ronaldo und Zidane möchten die Vereinten Nationen dem Sport zum Durchbruch verhelfen. Diese "Botschafter" verschaffen dank ihrer Popularität auch anderen Anliegen der Vereinten Nationen Beachtung: Bekämpfung von Aids, Drogen, Armut und Rassisimus. Sie setzen sich zudem für die Gleichstellung der Geschlechter ein.
Ogis Bericht belegt auch, dass "Sport nicht Mord", sondern im Gegenteil gesund ist: Weltweit sind 60% der Todes- und 43% der Krankheitsfälle auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Ogi will den Regierungen klar machen, dass man mit Sport die Gesundheitskosten senken kann.
Mädchen und Frauen treiben weltweit weniger Sport, wie der Bericht weiter aufzeigt. Ein Grund: In vielen Ländern haben sie nicht dieselben Möglichkeiten wie Jungen und Männer. Unter dem Motto "Sport ist ein Menschenrecht" arbeiten UNO-Unterorganisationen auf ein diesbezügliches Umdenken hin.
swissinfo, Etienne Strebel