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Was passiert, wenn etwas zur Ausstellung wird? Und hat der Ausstellungsort einen Einfluss auf das Ausgestellte? Auf die Art wie die Ausstellung wahrgenommen wird? An der Manifesta in Palermo geht die Schweizer Kunstwelt solchen Fragen nach.
Die Künstler Martin Kippenberger ist ein gutes Beispiel. Während seiner letzten Ausstellung zu Lebzeiten präsentierte der deutsche Künstler im MAMCO, dem Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Genf, seine Arbeiten über ein imaginäres Museum, das er auf der Insel Syros in Griechenland aus einer Industrieruine ins Leben gerufen hatte. Über mehrere Sommer lud er da seine Künstlerfreunde zum Ausstellen ein. Daraus entstand eine Reflektion über die Kunstinstitution als solche. Und um diesen Meta-Diskurs noch eine Ebene höher zu heben, präsentierte er 1997 in Genf die Synthese: Eine Ausstellung über Ausstellungsmacher, die das Ausstellen reflektieren.
Kompliziert? Für Kippenberger war es eher ein Spiel. Doch wenige Wochen nach Eröffnung unterbrach der Tod des Künstlers das Projekt und liess etwas Unvollendetes zurück. Auf Einladung der Gegenwartskunstmesse Manifesta nutzte der Kurator des Schweizer Instituts in Rom, Samuel Gross, die Gelegenheit, diese Ausstellung mit weiteren Werken des deutschen Malers zu ergänzen. Parallel dazu veranstaltete das Schweizer Institut in Rom ein dreitägiges Symposium zum Thema Anti-Museum und seinen Folgen für die Welt der Kunst, aber auch für die Welt der Architektur.
Um den Kreis zu schliesen wird die gesamte in Palermo präsentierte Ausstellung, aber auch die Aufzeichnungen des Symposiums in Palermo, im kommenden Frühjahr zu einer Ausstellung ins MAMCO zurückkehren.