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Es sei notwendig geworden, die vereinbarte Kürzung der Fördermenge zu verlängern, meinte der saudische Ölminister. Das angestrebte Ziel bei den Ölreserven sei bis Ende Juni nicht mehr zu erreichen. "Deshalb sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass es möglicherweise besser sei, das Ende der Förderkürzung auf das Ende des ersten Quartals 2018 zu verschieben", sagte Khalid Al-Falih.
OPEC-TREFFEN AM 25. MAI
Saudi-Arabien hat als wichtigster Ölproduzent der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) einen starken Einfluss auf Entscheidungen im Ölkartell. Russland ist ebenfalls ein Schwergewicht unter den globalen Ölnationen.
Am 25. Mai treffen sich die Vertreter des Opec-Ölkartells mit weiteren Förderländern. Auf dieser Konferenz in Wien wollen Saudi-Arabien und Russland ihre Vorschläge zur Debatte stellen.
USA FÖRDERN HINGEGEN IMMER MEHR
Ende des vergangenen Jahres hatten sich Mitgliedsstaaten des Opec-Ölkartells mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland auf eine Kürzung der Produktionsmengen geeinigt. Die Vereinbarung ist auf sechs Monate begrenzt und trat Anfang des Jahres in Kraft. Nach Schätzungen der Nachrichtenagentur Bloomberg wird die Kürzung weitgehend umgesetzt. Sie hatte zeitweise einen starken Anstieg der Ölpreise zur Folge.
Während Opec-Länder und Russland ihre Produktion kürzen, legte die Fördermenge in den USA hingegen gleichzeitig zu. Laut jüngsten Daten der US-Regierung hatte die landesweite Ölproduktion zuletzt den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. Die immer höhere Fördermenge in den USA hatte die Ölpreise zuletzt tendenziell wieder belastet.
ÖLPREISE STEIGEN STARK
Mit der höheren Fördermenge in den USA geriet auch der Abbau der globalen Ölreserven ins Stocken. Rohstoffexperten der Commerzbank haben berechnet, dass erst Ende des Jahres der Lagerüberhang abgebaut sein dürfte. Dies gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass die Kürzung der Fördermenge bis zu diesem Zeitpunkt fortgesetzt werde.
Nach den Aussagen der Ölminister von Saudi-Arabien und Russlands haben die Ölpreise stark zugelegt. Am späten Vormittag stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 1,26 US-Dollar oder 2,48 Prozent auf 52,10 Dollar. Ähnlich deutlich sieht die Bewegung beim Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) aus. Dieser legte am Montag 1,20 Dollar oder 2,51 Prozent auf 49,04 Dollar zu./jkr/jsl/fbr
(AWP)