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Die Quinta de Sant’Ana liegt eingebettet in den malerischen Hügeln rund zwölf Kilometer entfernt von der wilden Atlantikküste. Die Lagen auf 85 und 130 Metern über dem Meeresspiegel sind mit einem einzigartigen Mikroklima aus kühlen Nächten, bewölkten, nebligen Morgen und sonnigen Nachmittagen gesegnet. Zwar werden auf diesem Betrieb bereits seit 1630 Reben kultiviert, aber als die Eltern von Ann Frost 1969 das Anwesen erwarben, hatte es schon bessere Zeiten gesehen. Schnell war klar, dass es einen guten Plan brauchte, um alles wieder auf Vordermann zu bringen. Aber es kam anders und inmitten der politischen Unsicherheiten der Nelkenrevolution von 1974 musste die Familie das Anwesen halb aufgeben. Zwar wurde die Quinta immer bewohnt und der Weinbau auf traditionelle Weise fortgesetzt, aber Weingut und Weingärten wurden dennoch vernachlässigt. Fast 20 Jahre später kehrte Ann 1992 mit ihrem Ehemann James Frost zurück, um das Projekt, das ihre Eltern vor der Revolution begonnen hatten, weiterzuführen. Heute werden auf dem Anwesen nebst den hochstehenden Weinen auch Honig und Blumen erzeugt sowie Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.
Das Weinland von Lissabon ist das westlichste in Portugal und erstreckt sich nördlich der Hauptstadt über rund 150 Kilometer entlang der rauen Atlantikküste. Die Region mit geschütztem Ursprung entstand erst 2009. Das Gebiet hiess vorher Estramdura, was oft mit der spanischen Region Extremadura verwechselt wurde. Dies war einer der Gründe für die Umbenennung. Lissabon ist heute die flächenmässig grösste Weinbauregion Portugals. Sanft gewellte Hügel prägen das Landschaftsbild und die relativ milden Winter und warmen, aber nicht übermässig heissen Sommer werden vom nahen Atlantik bestimmt. Dieser bringt mit der einfallenden Meeresluft genügend Niederschläge, so dass hier auch Rebbau ohne Bewässerung möglich ist. Die Böden sind mittelschwer, oft lehmhaltig, und mit unterschiedlichem Kalkanteil.