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Plasmodium vivax ist der häufigste Malaria-Erreger in Brasilien. Dieser einzellige Parasit wird durch Moskitos übertragen und befällt menschliche Erythrozyten, was meist bei Kleinkindern zu Fieberanfällen führt. P. vivax stellt ein grosses Gesundheitsproblem im Amazonasgebiet dar, obwohl die Übertragung des Parasiten dank intensiver Malaria-Kontrollprogramme stetig sinkt. In Folge nimmt der Anteil der Malaria an Fiebererkrankungen relativ zu anderen Infektionskrankheiten ab. Andere Erreger werden in ländlichen Gesundheitszentren, die bisher allein auf Malaria-Diagnose spezialisiert waren, jedoch nur schwer erkannt. Daher müssen neue klinische Vorschriften und Diagnosemöglichkeiten für verschiedene Erreger für eine patientennahe und dezentrale Gesundheitsversorgung entwickelt und erprobt werden.
Für die Planung gezielter Massnahmen zur Malaria-Eliminierung in Brasilien ist eine entscheidende Frage derzeit noch ungelöst: Wie viel tragen Infektion, die keine Symptome hervorrufen und somit unbemerkt und unbehandelt bleiben, zur allgemeinen Malaria-Übertragung im Land bei? Dieses Projekt untersucht daher, ob und wie viele P. vivax-infizierte Blutproben von symptomfreien Patienten Moskitos infizieren können. Diese Information ist entscheidend dafür, wie sensitiv ein diagnostischer Test für Malaria sein muss und liefert eine wichtige Entscheidungsgrundlage zur Entwicklung von Malaria-Kontrollstrategien um die Weiterübertragung auf den Moskito zu blockieren.