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Um meinen Weg zu verstehen, müssen wir ganz zurück in die Anfänge meiner Kindheit...
Ich habe immer wahnsinnig viel und sehr lebhaft geträumt. Ausserdem hatte ich- in meinen Augen- so angsteinflössende Begegnungen mit Menschen, die die anderen nicht sehen konnten. So sah ich beispielsweise immer eine Frau mit zwei Kindern im Keller unseres Hauses. Sie war für meine Kinderaugen ganz komisch gekleidet. Heute verstehe ich, warum ich das komisch fand, denn sie war nicht so angezogen wie wir heute. Sie trug ein hellblaues Arbeitsgewand mit einer rot karierten Schürze darüber und ein Kopftuch. Natürlich assoziierte ich das Kopftuch als Kind direkt mit einer Hexe. Die beiden Kinder trugen geflickte und schmutzige Lumpen. Zudem waren ihre Gesichter dreckverschmiert und sie waren abgemagert. Das eine trug sie auf dem Arm, weil es noch sehr klein war, das andere stand neben ihr. Wenn sie einen guten Tag hatten, sprang das ältere Kind lachend um sie herum und wenn ich in den Keller kam, um etwas zu holen, auch um mich... Hatten sie jedoch einen schlechten Tag, standen sie nur da und schauten mich niedergeschlagen und aus müden, dunklen Augen an... Mir machten diese Gestalten so unglaublich viel Angst, dass ich mich immer weigerte in den Keller zu gehen, aber leider stiess ich mit meinen Erzählungen auf taube Ohren, da meine Eltern dachten, meine lebhafte Fantasie würde wieder einmal mit mir durchgehen...
Zudem hatte ich schon seit meiner frühen Kindheit extreme Angst in der Dunkelheit. Meine Geschwister fanden das natürlich immer lustig und schalteten manchmal extra das Licht aus, damit sie mich zusammengekauert auffanden, sobald das Licht wieder anging. Mein Problem war, dass ich, sobald es dunkel wurde noch viel viel mehr wahrnahm. Das bedeutete für mich, dass ich beispielsweise in der Finsternis spürte, dass wir nicht alleine im Zimmer waren und wenn die Dunkelheit länger anhielt, nahm ich auch wahr, wie mich diese fremden Gestalten berührten. Das war ein so unangenehmes Gefühl für mich, dass ich in der Dunkelheit immer eine Schutzposition einnahm, indem ich die Knie an meinen Oberkörper drückte und die Hände um meine Beine legte.
Ich verstehe heute gut, dass man als aussenstehende Person, die keine solche Wahrnehmungen hat denken könnte, dass es sich hierbei um ein extrem verstörtes Kind handelt. Dem war aber nicht so. Denn ich war grundsätzlich ein sehr aufgestelltes, fröhliches Kind- ABER- mit sehr vielen Ängsten. Denn wenn man Dinge sieht, die die anderen nicht sehen können, dann macht einem das extrem Angst.
An ein Erlebnis aus meiner Kindheit mag ich mich noch ganz gut erinnern: Ich fragte meine Mutter, ob sie die Menschen auch in Farben sehe. Sie schaute mich schräg an und fragte zurück: "Also wie meinst du das?" Ich antwortete: "Ja Mami, siehst du nicht auch die Farben in und um die Menschen? Du bist zum Beispiel Orange und Papa ist rot und Opa ist blau und grün..." Meine Mutter sah mich verdutzt an und meinte lachend: "Du und deine blühende Fantasie. (dabei strich sie mir liebevoll über den Kopf). Man sieht die Menschen doch nicht in Farben..."
Daraufhin beschloss ich, die Menschen nicht mehr in Farben sehen zu wollen, da das anscheinend nicht normal war. Und was will man mehr als Kind, als so zu sein wie alle anderen?
Heute weiss ich, dass ich die Aura der Menschen gesehen habe. Es ist so schade, wenn man eine solche Fähigkeit, die man als Kind hatte verliert, weil ich kann euch sagen, es war harte Arbeit, diese Fähigkeit wieder zu aktivieren. Mittlerweile sehe ich die Aura der Menschen wieder, jedoch nicht immer mit geöffneten Augen. Mit geschlossenen Augen klappt es immer, aber mit geöffneten lasse ich mich manchmal zu sehr vom rundherum ablenken. Natürlich trainiere ich aber tagtäglich daran.
Ein weiteres Problem, wenn man eine solche Fähigkeit abklemmt ist, dass man nicht nur verlernt die Aura zu sehen, sondern man verlernt auch, sie zu interpretieren. Deshalb war ich zu Beginn extrem unsicher, was welche Farbe bedeutet.
Stellt euch vor, was für ein Profi ich im Aura Lesen wäre, wenn ich diese Fähigkeit als Kind akzeptiert hätte?!
Naja, es ist wie es ist. Ich lerne jetzt jeden Tag immer mehr kennen und kann die Farben auch schon viel besser interpretieren. Ich stecke jedoch immer noch oder besser gesagt WIEDER in meinen Kinderschuhen;)...
Abschliessend zum 1.Teil meiner kleinen Lebensgeschichte möchte ich euch darauf hinweisen, dass extrem viele Kinder diese Wahrnehmungen haben, sie aber verdrängen, weil sie spüren, dass sie in der Gesellschaft nicht oder nur teilweise Akzeptanz finden. Deshalb: Wenn eure Kinder euch etwas erzählen, was ihr nicht nachvollziehen könnt, gebt ihnen nicht das Gefühl, sie würden etwas erfinden, sondern schenkt ihnen ein offenes Ohr und helft ihnen die Angst zu überwinden und die Fähigkeiten anzunehmen- denn es ist etwas ganz Wundervolles.
Hätte mir doch anno dazumal nur eine erwachsene Person gesagt: "Frag doch die Frau einmal warum sie hier ist?" Ich wäre so erleichtert gewesen. Ausserdem: Wenn eure Kinder Angst im Schlafzimmer haben, weil es "böse Geister" hat, sagt ihnen, sie können denen einfach sagen, dass sie jetzt bitte aus dem Zimmer gehen sollen, da sie jetzt schlafen wollen. Das klappt immer. Und wenn sie etwas Materielles brauchen, schenkt ihnen einen Edelstein, den sie neben ihr Bett legen können und der sie beschützt. Es spielt keine Rolle, was es für ein Stein ist. Denjenigen, den das Kind aussucht, ist der richtige für es. Steine haben eine wundervolle Energie und Kinder lieben sie.
Aber nicht nur die Kinder. Auch für uns Erwachsene bergen die Steine eine unheimliche Kraft in sich. Deshalb arbeite ich viel mit Edelsteinen und jede Klientin, sowie jeder Klient und jedes Kind dürfen bei mir nach der Behandlung einen Stein aus einer Schale aussuchen und mit nach Hause nehmen- damit sie immer beschützt sind.
So, das war der erste Teil meiner Erzählung. Der nächste Teil folgt schon ganz bald...
Hattet ihr als Kind auch solche Wahrnehmungen oder habt ihr gar Kinder, die euch über solche Dinge berichten?
In der Zwischenzeit wünscht euch eine zauberhafte Zeit
Eure Kate
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Sharon (Mittwoch, 24 April 2019 18:06)
Sehr intressant!! Min Sohn verzellt au immer Gschichta fu früaner wo er no Gross gsi isch. Uh lustig und miar füare d a richtigs gspröch über dia sacha wo er erlebt het :)
Jasmin (Mittwoch, 24 April 2019 19:48)
Schööön, verzells gsi üs vo dinere Gab, und hesch sie au wieder gfunde. I find das meega. Ich füre mit de Grosse au immer wieder so gspröch. Isch sehr interessant was alles gsehnd.
Patricia (Mittwoch, 24 April 2019 20:49)
Mini Nichte, gxeht au Geister, Sie händ Ihre allerdings Angst gmacht. Es Medium wo ich känne hät denn uf mis bitte hi de Geist weg geschickt bi minere Nichte. und es hät funktioniert de gaist hät sich au entschuldigt bim Medium das es am Chind Angst gmacht hät. Ich selber ha früher Gläserrücken gemacht und auch so einiges erlebt damit. Auf jedenfalls toll hast Du zu Dir Deinem Kind zurückgefunden und das Du deine Gabe nutz um zu helfen....
TipsterKate (Donnerstag, 25 April 2019 08:21)
Liebe Sharon
Das klingt ja extrem spannend! Schön zu hören, dass du ihn ernst nimmst. Mir scheint, er erinnert sich an ein früheres Leben.
Hattest du als Kind auch solche Wahrnehmungen?
Einen zauberhaften Tag wünscht dir
Deine Kate
TipsterKate (Donnerstag, 25 April 2019 08:24)
Liebe Jasmin
Vielen lieben Dank! Es hat mich tatsächlich sehr viel Überwindung gekostet, damit an die Öffentlichkeit zu gehen und sogar eine Selbständigkeit auf dieser Gabe aufzubauen. Dank der Unterstützung und dem guten Zureden aus meinem Umfeld habe ich nun den Schritt gewagt. Um so mehr freut mich deine positive Rückmeldung.
In Bezug auf deine Tochter: Es ist wirklich sehr sehr spannend, was die Kinder so sehen und wahrnehmen. Angst hat sie aber nicht?
Einen zauberhaften Tag wünscht dir
Deine Kate
TipsterKate (Donnerstag, 25 April 2019 08:28)
Liebe Patricia
Ja, Geister machen oft Angst. Ich habe gerade letze Woche auch einem Kind gezeigt, wie es den Geist in seinem Zimmer ins Licht schicken kann. Seither hat es keine Angst mehr. Es ist wichtig, den Kindern das Werkzeug dazu zu geben, damit sie sich selber helfen können, wenn sie vor etwas Angst haben. Das kleine Kind, dem ich das beigebracht habe, hat das ganz wundervoll gemacht und vor allem intuitiv das Richtige gemacht... Hochspannend!
Ich danke dir für deine lieben Worte und deine Offenheit. Es bedeutet mir sehr viel, positive Rückmeldungen zu erhalten, da die Fähigkeiten ja doch ein grosser Teil meiner Persönlichkeit ausmachen.
Einen zauberhaften Tag wünscht dir
Deine Kate
Micikaa (Donnerstag, 25 April 2019 14:49)
Ich liebte in meiner Kindheit die dunkelheit. Ich war nie allein und spielte die ganze Nacht. Ich arbeite an mir zurück zu finden.