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Dank dem 2:1-Sieg in Island bleibt die Schweiz in der Liga A der Nations League – egal wie die letzte Partie gegen Belgien ausgeht. Das bedeutet, dass die Schweiz bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen am 2. Dezember in Dublin in Topf 1 gesetzt ist und so den formstärksten Top-Nationen aus dem Weg geht.
Die ganz wichtigen Spiele der letzten Jahre hat die Schweiz allesamt verloren: 2014 den WM-Achtelfinal gegen Argentinien, 2016 den EM-Achtelfinal gegen Polen und 2018 den WM-Achtelfinal gegen Schweden. Einzig in der WM-Barrage gegen das biedere Nordirland konnte sich die Nati mit Ach und Krach durchsetzen.
Im letzten Gruppenspiel der Nations League kommt es nun in Luzern zum «Final» um den Gruppensieg gegen Belgien. Es ist sozusagen der Viertelfinal dieses neu geschaffenen Wettbewerbs – wer sich durchsetzt, ist für das Finalturnier im Juni 2019 mit Halbfinal und Final qualifiziert. Dem Sieger winken 7,5 Millionen Euro Siegprämie und natürlich der Pokal.
Das Team von Vladimir Petkovic bekommt also die nächste Chance, endlich zu beweisen, dass es in einem wichtigen Spiel einen «Grossen» packen kann. Zum ersten Titel der Verbandsgeschichte ist der Weg so kurz wie noch nie: Noch drei Siege und der Nations-League-Pokal gehört der Schweiz.
Sollte die Schweiz im Final gegen Belgien den Gruppensieg verpassen, wäre das keine Katastrophe. Denn auch der zweite Platz könnte wichtig werden: Dann nämlich, wenn die Schweiz in der EM-Qualifikation scheitern sollte und Belgien – immerhin die aktuelle Weltnummer 1 – sie übersteht. Dann wäre die Schweiz für die Nations-League-Playoffs qualifiziert. Dabei wird im März 2020 in einem Turnier mit Halbfinal und Final ein weiterer EM-Teilnehmer aus jeder Liga der Nations League ermittelt.
Der 2:1-Sieg in Island war alles andere als souverän herausgespielt. In der ersten Halbzeit zeigte die Nati einen ganz schwachen Auftritt, trat ideenlos und uninspiriert auf. Nach der Pause steigerten sich die Schweizer markant, zogen fast mühelos auf 2:0 davon. Nachlässiges Verteidigen und ein Sonntagsschuss von Alfred Finnbogason brachten die Mannschaft von Vladimir Petkovic aber noch einmal unnötig ins Zittern.
Die letzten Minuten zeigten deutlich auf, dass diese Schweizer Mannschaft noch nicht so gefestigt ist, wie sich selbst gerne sieht. Die spielerisch limitierten, aber aufsässigen Isländer führten den Schweizern schmerzhaft vor Augen, dass ihnen jeder Gegner gefährlich werden kann, der mit Leidenschaft anrennt und sie aus dem Konzept bringt. Sie holten die Schweizer vom hohen Ross, das sie manchmal gar schnell besteigen, und das ist – im Hinblick auf die nächsten Aufgaben – sicher gut so.
Trainer Vladimir Petkovic hat in den ersten zwei Nations-League-Partien und im Testspiel gegen England an seinem System und am Personal herumgepröbelt. Auch gegen Island probierte er wieder einige Dinge aus, die wichtige Erkenntnisse brachten. Und zwar folgende: