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Die Slalom-Piste in Bormio, die für gewöhnlich nicht zu den selektivsten im Weltcup-Zirkus gehört, bot für einmal besondere Tücken: Der nasse und schwere Neuschnee verwandelte den ansonsten bekömmlichen Hang in eine biestige Piste, die den Fahrerinnen alles abverlangte.
Mit am besten mit den Bedingungen zurecht kam Nastasia Noens: Die Französin fuhr vom 13. Rang im 1. Durchgang aufs Podest und wurde mit Laufbestzeit Gesamtdritte (+0,62). Den Sieg sicherte sich allerdings Mikaela Shiffrin, die die Schwedin Maria Pietilae-Holmner hauchdünn distanzierte (+0,13). Mit dem Sieg baut die junge US-Amerikanerin ihre Führung im Slalom-Weltcup aus.
Holdener verpasst den Coup
Weniger gut lief es für Wendy Holdener. Die Schwyzerin lag nach dem 1. Lauf auf dem ausgezeichneten 3. Rang, im zweiten Durchgang kam sie aber mit den zunehmend schlechter werdenden Bedingungen weniger gut zurecht und rutschte auf den 12. Schlussrang ab (+1,58). Denise Feierabend wurde gute 15. (+1,70). Die Engelbergerin erfüllte damit die Selektionskriterien für die Olympischen Spiele in Sotschi. Nicht für den zweiten Lauf qualifizierten sich Michelle Gisin und Rahel Kopp.
Favoritensterben auf ruppigem Untergrund
Enttäuschend verlief der vierte Slalom der Saison für Marlies Schild. Die Österreicherin, erste Verfolgerin der Weltcup-Führenden Shiffrin und Siegerin der letzten beiden Slaloms, wurde nach einem vergleichsweise schwachen 1. Lauf immerhin noch Sechste. Maria Höfl-Riesch, 5. nach dem 1. Lauf, war ein weiteres prominentes Opfer der Piste und schied bereits nach wenigen Toren aus. Auch der zeitgleichen Tina Maze misslang der 2. Lauf, die Slowenin fiel auf den 24. Rang zurück.
Saisonende für Dettling
Andrea Dettling hat sich bei einem Sturz im Riesenslalom-Training in Santa Catarina (It) eine Fraktur des rechten Unterschenkels zugezogen. Für die 26-jährige B-Kader-Fahrerin ist die Saison damit bereits zu Ende.