Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03453.jsonl.gz/1163

Neben dem Saguaro-Kaktus (Carnegiea gigantea) und dem Ocotillo-Strauch (Fouquieria splendens) gehört der Teddybärkaktus zu den Charakterpflanzen der Sonora-Wüste, wo er in mittleren Höhenlagen und stets in voller Sonne wächst. Er bildet reich verzweigte, bis ca. 1,5m hohe Sträucher mit einem kurzen Stamm. Diese Kakteen sind aus der Ferne gut zu erkennen und prägen die Landschaft aufgrund ihrer dichten Bestände und den strohgelben Dornen.
Die Art ist sehr wehrhaft. Ihre Sprosse sind meist dicht mit Dornen besetzt, die auf der Oberfläche mikroskopisch kleine Widerhaken tragen und von einer papierartigen Hülle überzogen sind. Leicht bleiben daher die Sprossglieder im Fell oder in der Haut von unvorsichtigen Tieren hängen. Nur schwer lösen sich die Sprossglieder wieder, oft erst nach langen, für die Opfer qualvollen Versuchen, sie abzuschütteln. Die abfallenden Sprossglieder können leicht Wurzeln treiben und zu neuen Pflanzen heranwachsen.
Einige Vögel nutzen das Dornendickicht als Schutz vor Fressfeinden für Ihr Brutgeschäft. Es erscheint wie ein Wunder der Natur, wie ein Vogel unbeschadet durch die gefährlichen Kakteendornen in sein verborgenes Nest schlüpft.
Von April bis Juni bilden sich an den Triebenden Blüten, deren Blütenblätter einen zart gelbgrünen Farbton haben, zu dem die sehr charakteristischen, intensiv dunkelgrünen Staubfäden und Griffel einen markanten Kontrast bilden. Die Früchte enthalten meist nur wenige Samen.
Wer diesen Kaktus kultivieren möchte, sollte seine wichtigsten Ansprüche berücksichtigen: viel Sonnenlicht, Wärme, Trockenheit und ein sehr durchlässiges Substrat. Vorsicht beim Umgang mit diesen stark stechenden Pflanzen ist angesagt! Die Pflanze beansprucht zudem einen grossen Platzbedarf.
Der Artname Cylindropuntia bigelovii würdigt den in der Mitte des 19. Jahrhunderts aktiven amerikanischen Arzt und Botaniker John Milton Bigelow. Von ihm gefundene Kakteen sandte er dem deutschamerikanischen Arzt und Botaniker George Engelmann, der sie wissenschaftlich bearbeitete und auch zahlreiche Erstbeschreibungen verfasste, so auch für den Teddybärkaktus.
Wer einmal die Gelegenheit hat, diese Pflanze in der Natur zu sehen, dem wird sie doch ein bisschen ans Herz wachsen.