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Die Situation zur Butterversorgung in der Schweiz hat bei den Milchproduzenten und der Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP) zu heftigen Diskussionen geführt. Die SMP forderte Preissignale und konnte damit zu einem Butterpreisaufschlag per 1. Juli 2020 im Laden hinwirken. In der Branchenorganisation Milch setzt sich die SMP dafür ein, dass bei tiefer Butterproduktion in Zukunft prioritär der Inlandmarkt versorgt wird. "Leere Regale sind keine Option, weder für den Bundesrat, der die Importe festlegt, noch für die Milchproduzenten, welche längerfristig ausgerichtet sind", sagt Hanspeter Kern.
Die Milchproduzenten in der BO Milch haben im Juli beschlossen, einer zusätzlichen Freigabe von maximal 1'800 t Importbutter beim Bund zuzustimmen, wenn zentrale Bedingungen zwingend eingehalten werden:
- Die Erlöse aus den Importabschöpfungen bei der Butter werden für die "Milch" eingesetzt und fliessen zu den Milchproduzenten.
- Der Umbau der Exportstützung bei den Fonds der BO Milch wird so vorangetrieben, dass mehr Milchfett im Inland zur Verfügung steht und weniger mit Fondsmitteln exportiert wird. Die Entscheide liegen mit Wirkung per 1. Januar 2021 vor.