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Tasmanische Teufel und andere Artverwandte tragen ihren Nachwuchs, der mit einem unterentwickelten Immunsystem zur Welt kommt, in ihrem Beutel, bis die Entwicklung abgeschlossen ist. Auch dort befinden sich Bakterien.
"Wir glauben, dass dies zu einer Ausbreitung der Peptide bei den Beuteltieren geführt hat", sagte Emma Peel von der University of Sydney, die an der Untersuchung beteiligt war, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Beuteltiere besitzen demnach mehr antimikrobielle Peptide als andere Säugetiere.
Die Forscher stellten nun die Peptide künstlich her, nachdem sie die dafür nötige Sequenz aus dem Erbgut des Tasmanischen Teufels gewonnen hatten. Das Ergebnis: Die Peptide hätten "resistente Bakterien und andere Bakterien getötet" - darunter Staphylokokken und Enterokokken, die gegen starke Antibiotika resistent sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler wurden im Fachmagazin "Scientific Reports" veröffentlicht.
Den Forschern zufolge brachten Untersuchungen von Wallabies und Opossums ähnliche Ergebnisse, ausserdem begannen Untersuchungen mit der Muttermilch von Koalas. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass die Ergebnisse in die Entwicklung neuer Antibiotika einfliessen, um multiresistente Keime weltweit besser zu bekämpfen. Einer kürzlich erschienenen britischen Studie zufolge könnten bis 2050 bis zu zehn Millionen Menschen weltweit an solchen nicht behandelbaren Erregern sterben.