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Die ‹Luzifer› genannte Hitzewelle soll bis Ende der Woche anhalten. Vor allem ältere Menschen und Kinder sind nach Angaben von Medizinern durch die Hitze gefährdet. In den Notaufnahmen der römischen Spitäler wurden etliche Kinder behandelt, die an akutem Flüssigkeitsmangel litten.
Als besonders kritisch bezeichnete das Fernsehen die Situation in der norditalienischen Industriestadt Mailand. Hier wurden in drei Tagen 1500 Hilferufe registriert, die Senioren und Menschen betrafen, die sich nicht selbst helfen können.
Das Gesundheitsministerium rief die Gemeinden auf, Listen von gesundheitlich geschwächten Personen zu erstellen, die man in diesen heissen Wochen besonders betreuen sollte. Die meisten seien Senioren und Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen oder mit Atembeschwerden. In den vergangenen Jahren war die Sterberate bei Hitzewellen deutlich erhöht.
Die italienischen Landwirte bangen wegen der seit Monaten anhaltenden Wasserknappheit um die Obst- und Gemüseproduktion. Auf Sizilien und in Kalabrien, wo in den vergangenen Tagen Temperaturen über 45 Grad gemessen wurden, drohen die Weintrauben zu verdorren. Gefährdet ist im Süden auch die Tomatenproduktion. Bei der Milchproduktion kam es zu einem Rückgang von 15 Prozent.
(sda)