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Widmen wir uns der Kunst. Wir treffen auf Miró, einen der populärsten Künstler des 20ten Jahrhunderts. Auf geht’s nach Deutschland und Spanien.
Mirós Werke sind allgegenwärtig. Seine magischen Symbole für Mond, Sterne, Vogel, Auge und Frau zählen zu den bekanntesten Elementen seiner Kunst. Seine Keramikwände zieren das UNESCO-Gebäude in Paris und das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein. Seine Monumentalskulpturen sind unter anderem auf Plätzen in Barcelona und Chicago aufgestellt.
Über Miró
Joan Miró wurde am 20. April 1893 in Barcelona als Sohn eines Goldschmieds und Uhrmachers geboren. Schon als Kind bekam er privaten Zeichenunterricht. Ab 2007 studierte er an der Handelsschule und an der Kunstakademie in Barcelona. Nach seiner Ausbildung arbeitete er einige Zeit als Buchhalter. Im Jahr 1915 begann er, gegen den Widerstand seiner Eltern, eine Karriere als Künstler.
Sein Werdegang ist beispiellos:
1920 reist Miró häufiger nach Paris und wird dort 1921 sesshaft. Hier trifft er viele bekannte Maler, wie z.B. Picasso, mit dem er Freundschaft schliesst. 1924 tritt er einer Surrealistengruppe um André Breton bei. Er bleibt Aussenseiter, sein Malstil ist jedoch beeinflusst. Es entsteht das Bild «Karneval der Harlekins».
1930 entwickelt Miró seine eigene Stilrichtung: Er verwendet kräftige Farben und malt stark vereinfachte Formen. Er hat seine erste Ausstellung in den USA, in der Valentine Gallery New York. Sein internationaler Ruhm wächst. 1935-1938 stellt er seine surrealistischen Werke in mehreren internationalen Ausstellungen aus. 1940 bis 1948 lebt Miró in Spanien und schafft zahlreiche Skulpturen, Grafiken, Keramiken und Wandgemälde. 1947 bereist er die USA und stellt in mehreren Einzelausstellungen aus. Die wichtigste ist eine Retrospektive am Museum of Modern Art in New York.
1954 erhält er den grossen Preis für Grafik in Venedig. 1956 verlegt er seinen Wohnsitz nach Mallorca und richtet ein grosses Atelier ein. 1960 geht er zum abstrakten Stil über. 1966 schafft Miró erstmals monumentale Bronzestatuen. 1968 wird er Ehrendoktor an der Harvard University. 1971 gründet er die Miró-Stiftung «Fundació» in Barcelona. Sie ist das bedeutendste Miró-Museum. 1979 entwirft er Kirchenfenster und wird Ehrendoktor an der Universität Barcelona. 1983 stirbt Miró im Alter von 90 Jahren in Palma de Mallorca.
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