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Bernardo Atxaga, mit eigentlichem Namen Joseba Irazu Garmendia, wurde 1951 im baskischen Ort Asteasu (Provinz Guipúzcoa) geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften. Mit Romanen, Gedichten, Liedertexten und Kinderbüchern gewann er in seiner Heimat große Popularität. Sein Roman Obabakoak ist mit den höchsten Literaturpreisen Spaniens ausgezeichnet worden und wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt.
Bernardo Atxaga wurde 1951 als Joseba Irazu Garmendia in Asteasu in der baskischen Provinz Guipúzcoa geboren. Er zählt zu den wenigen baskischen Schriftstellern, denen es gelang, mit ihrem Werk ein internationales Publikum zu erreichen.
Bevor sich Joseba Irazu Garmendia ganz für die Literatur entschied, absolvierte er an der Universität Barcelona ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, später der Philosophie. Erste literarische Arbeiten entstanden Anfang der 1970er Jahre mit Unterstützung des baskischen Dichters Gabriel Aresti, der sich für die Erneuerung ihrer Muttersprache einsetzte. Euskara Batua, wie das standardisierte Baskisch genannt wird, verstehen in den baskischen Gebieten in Spanien und Frankreich nur knapp eine Million Menschen.
Neben den Schwierigkeiten, eine größere Leserschaft zu erreichen, hatten die Autoren baskischer Literatur in den 1940er und 50er Jahren zudem mit der Repressionspolitik des Franco-Regimes zu kämpfen. Ein Teil ihrer Werke fiel den Bücherverbrennungen zum Opfer. Obwohl sich die Lage in den 70er Jahren weitgehend entspannte, entschloss sich der Autor, unter dem Pseudonym Bernardo Atxaga zu veröffentlichen. Er übersetzt seine Bücher selbst ins Spanische. Der Widerstand gegen Franco klingt thematisch immer wieder in seinen Büchern an. Die Entscheidung für das Baskische, seine Muttersprache, ist jedoch nicht politisch motiviert. Neben Gedichten, Romanen und Erzählungen produziert er Chansons und Songtexte für baskische Avantgarde-Rockbands. Einige seiner lyrischen Texte wurden für die Oper vertont.
»Literatur muss reagieren. Literatur muss mehr tun als nur ›aua‹ sagen, wenn sie aneckt. Sie muss der Gegenwart eine Form geben«, betont Atxaga. Neben zahlreichen baskischen Literatur- und Kritikerpreisen wurden Atxaga der Premio Nacional de Narrativa (Spanien, 1989), der Prix Millepages (Frankreich, 1992) und der Prix des Trois Couronnes (Frankreich, 1995) verliehen.
»Ich bewundere den Dichter Atxaga und den brillanten Erzähler von Obabakoak, schätze vor allem den sarkastischen Autor von Dos Letters, einem jener Bücher, das einem zum Tränen lachen rührt. Die hintergründigen Reflexionen in Un Hombre solo – seinem mutigsten Unterfangen vielleicht – haben mich nachhaltig beschäftigt.«