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Die Schweiz ist um eine Mückenart reicher. Wie Forscher des Institutes für Parasitologie der Universität Zürich herausgefunden haben, gesellt sich zu den heimischen Mückenarten neuerdings die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus). Es ist das erste Mal, dass sich eine invasive Mückenart in Zentraleuropa ausgebreitet hat. Es wird vermutet, dass die Mücke beim Güterimport direkt aus Asien in die Schweiz gelangt ist. Aedes japonicus hat bereits eine Fläche von 1’400 Quadratkilometer besiedelt und liess sich in 38 Gemeinden in den Kantonen Aargau, Zürich, Solothurn, Luzern und Baselstadt sowie im angrenzenden Deutschland nachweisen. Als bevorzugter Lebensraum und Brutstätte haben sich die Mücken unter anderem Blumenvasen auf Friedhöfen ausgesucht.
Problematisch ist die Ansiedlung von Aedes japonicus, weil die Mückenart Krankheitserreger übertragen kann. Dazu gehört vermutlich auch das West-Nil-Virus, welches seit 1999 in den USA auftritt und seither unter 30’000 Erkrankten rund 1’000 Todesopfer gefordert hat. Das Virus wird in Europa hauptsächlich durch Mücken der Gattung Culex von Vögeln, den eigentlichen Hauptwirten, auf den Menschen übertragen. In den USA wird das West-Nil-Virus aber auch in Aedes japonicus nachgewiesen. Bisher ist das Virus in der Schweiz bei Vögeln aber nicht gefunden worden. Falls aber Zugvögel, die sich in der Schweiz aufhalten, mit dem Virus infiziert sind, ist denkbar, dass die Mücke zur Überträgerin des Virus auf den Menschen werden kann.
Grund zur Panik bestehe deshalb nicht, ist Professor Alexander Mathis überzeugt. Allerdings gelte es, die Verbreitung von Aedes japonicus weiter zu untersuchen.