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Holz mit anziehender Wirkung
Diese Messer halten dank ins Holz eingelassenen Magneten: Sie sind bald nicht mehr nötig.
So dunkel sehen die an der Empa magnetisierten Holzklötze aus.
Ein Team um die Empa-Forscherin Vivian Merk arbeitet daran, Holz magnetisch zu machen. Dazu legt man es zunächst in eine sehr saure Lösung, die Eisenchloridsalze enthält. Sobald die Flüssigkeit ins Innere des Materials vorgedrungen ist, wird das Werkstück in eine starke Lauge überführt, so dass sich im Inneren jeder Holzzelle Eisenoxid-Nanopartikel festsetzen.
Diese Partikel machen das Holz magnetisch. Sie kommen in zwei unterschiedlichen Formen vor – als brauner Maghemit und als schwarzer Magnetit. Ihre Farbe ist dafür verantwortlich, dass magnetisiertes Holz sehr dunkel ist.
In Faserrichtung ist die Magnetisierbarkeit am stärksten, weil die Holzzellen so angeordnet sind und deshalb in diese Richtung am meisten Eisenoxidpartikel eingelagert werden. Die Partikel sind in den Zellen fest eingeschlossen und bleiben darin, auch wenn das Holz tagelang gewaschen wird.
«Realistisch gesehen, werden wir nie einen ganzen Balken behandeln», sagt Vivian Merk, «das magnetische Holz ist eher etwas für kleinere Anwendungen.» Dies könnten Dinge wie Spielzeuge oder Möbel sein. Auch ein Einsatz in der Automobilindustrie wäre denkbar, um künftig Holzarmaturen zu funktionalisieren. Diese hätten nicht nur eine interessante Zusatzfunktion, sondern würden wegen der dunklen Farbe auch noch edel aussehen.