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SPDR : Der Markt kann sich aktuell nicht entscheiden ob er „risk-on“ oder „risk-off“ sein möchte, da Aktien nahe ihres Höchststandes notieren und US-Staatsanleihen nahe ihres Tiefstandes liegen…
SPDR Strategie Espresso
Die „gespaltene Persönlichkeit“ des Marktes beruht zu einem großen Teil auf der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wobei noch immer offen ist, inwieweit dies das Wachstum tatsächlich beeinflussen wird.
Die Marktteilnehmer scheinen auch einen gewissen Trost aus der Tatsache zu ziehen, dass die Zentralbanken im Modus der politischen Lockerung bleiben, um ihre heimischen Volkswirtschaften gegen die potenziellen Auswirkungen einer Konjunkturabschwächung in China zu schützen.
Eine Möglichkeit, das Exposure gegenüber großen Schwankungen in der Risikobereitschaft zu begrenzen, besteht darin, sich auf das Einkommen zu konzentrieren. Im letzten Strategie Espresso haben wir die potenziellen Vorteile der Aktien-ETFs von Dividend Aristocrats hervorgehoben, aber in der Welt der festverzinslichen Wertpapiere sind es die Hochzinsanleihen, die eine der stärksten Einkommensquellen darstellen.
Es gibt mehrere Gründe, diesen Einkommensstrom in einer unsicheren Welt zu berücksichtigen:
Coupon-Schutz: Ein hoher Coupon bedeutet, dass Anleger weniger von den Bewegungen des Basiswertes abhängig sind, um Erträge zu erzielen.
Eine Wachstumserholung wäre unterstützend: Die hohe Rendite korreliert viel enger mit Aktien (73% auf 10 Jahre der monatlichen Daten) als mit Staatsanleihen (14%), was darauf hindeutet, dass hohe Renditen direkt in der Klasse der Risikoanlagen angesiedelt sind. Tatsächlich zeigt die Geschichte, dass sich die Renditeabstände zu Staatsanleihen in der Regel im Zuge des verbesserten Wirtschaftswachstums verringert haben. Darüber hinaus bedeutet der hohe Coupon in der Regel, dass die Laufzeit von Anleihen im Vergleich zu ihren Äquivalenten mit Investment-Grade-Rating relativ kurz ist. Dies macht Hochzinsanleihen zu einem interessanten defensiven Spiel, wenn es eine V-förmige wirtschaftliche Erholung gibt und die Anleiherenditen zu steigen beginnen.
Eine Verlangsamung des Wachstums ist nicht schädlich, solange es keine Rezession gibt: Im Falle eines schwächeren Wachstums sollten die Anleihen angesichts der Erwartung, dass die Zinssätze über einen längeren Zeitraum niedrig bleiben und so alle festverzinslichen Wertpapiere gestärkt werden, isoliert behandelt werden.
Die EZB sollte auch ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten fortsetzen, das sich zwar auf Investment-Grade-Anleihen konzentriert, aber auch einen gewissen Nebeneffekt für Anleihen mit Nicht-Investment-Grade-Rating bieten könnte. Die Hauptrisiken ergeben sich aus der Rezession und einem damit einhergehenden Anstieg des Ausfallrisikos. Dies wäre für Hochzinsanleihen schädlich, ist aber nach Ansicht von State Street Global Advisors Economics nicht das erwartete Szenario.
Quelle: ETFWorld.ch