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Ein trauriges Ende für das Leben von Luchsin B123. Das Tier wurde tot in einem Feld bei Bière im Jura aufgefunden. Die Autopsie im Tierspital Bern bestätigte: Die Wildkatze wurde durch gezielte Schüsse getötet.
Ein vorsätzlich getöteter Luchs im Jura erregt die Gemüter. Obwohl Unsicherheit über den Hergang oder das Motiv herrscht, ist klar, dass das weibliche Tier mutwillig getötet wurde, wie lokale Medien berichten. Die Autopsie im Tierspital Bern erwies, dass der Luchs definitiv den Schüssen eines Gewehres erlag und somit gezielt getötet wurde. Da die Zeit der Jagdsaison angebrochen ist, könnte der Luchs allenfalls auch einer Verwechslung mit einem anderen jagbaren Tier zum Opfer gefallen sein. Dies ist allerdings eher unwahrscheinlich, da die Jäger in der Gegend durchaus in der Lage sein sollten, die lokalen Tierarten voneinander zu unterscheiden.
Der tote Luchs im Alter von ungefähr zehn Jahren wurde in der Nähe von Bière auf einem Feld gefunden. Es handelt sich um das weibliche Individum B123, welches im Jahre 2012 drei Jungtiere zur Welt brachte und grosszog. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Luchsin auch diesen Frühling wieder Junge hatte und diese nun vollständig auf sich gestellt zurückbleiben. Dies wäre verheerend, da die Jungtiere noch nicht genügend Jagderfahrung haben, um sich eigenständig ernähren zu können. Somit würde sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die jungen Wildtiere, getrieben vom Hunger, sich näher an Siedlungsgebiete begeben und nach Resten von Katzenfutter oder Ähnlichem suchen. Solche Umstände würden tendenziell zu weiteren Konflikten zwischen Wildtieren und Menschen führen, was absolut nicht wünschenswert ist.