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An einem Julitag im Jahre 1883 gründeten Zeitungsmenschen eine Berufsorganisation. Das Datum gilt auch als Geburtsstunde des ZPV.
Theodor Curti, Redaktor bei der „Zürcher Post“ erklärte feierlich, es gehe darum, „durch eine Organisation sowohl der Presse moralisch zu helfen, als auch ihre Interessen materiell zu fördern“. Mit Kollegen aus allen Landesteilen sass Curti am Abend des 2. Juli 1883 im Restaurant Soitaz auf dem Gelände der Landesausstellung, die in jenem Jahr für reichlich Besuch in der Limmatstadt sorgte. Das eher zufällige Treffen, das in erster Linie der Geselligkeit diente, gilt als Geburtsstunde sowohl des Zürcher Pressevereins als auch von Impressum. Die Runde, im „Soitaz“ setzte auch gleich die Agenda: eine Hilfskasse, dem Vorläufer der Hilfsfonds von ZPV und Impressum, sowie ein Bekenntnis zur Pressefreiheit und für Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Entlöhnung im Druckgewerbe, gehörten zu den Zielen der Berufsorganisation.
Schon im darauffolgenden Jahr war die junge Vereinigung bemüht, die Berichterstattung aus dem „Bundesratshause“ zu verbessern. Bald darauf beteiligte man sich an den Diskussionenen um das entstehende Presserecht und um die betreffenden Passagen im Obligationenrecht. Es dauerte 27 Jahre bis die Organisation mit den Verlegern einen Vertrag „betreffend der Freien Journalisten und der Gehälter der Redaktoren“ abschliessen konnte, der 1910 unterzeichnet wurde. 1922 trat dann ein erster Gesamtarbeitsvertrag in Kraft. Zum 50. Geburtstag, der im August 1933 gefeiert wurde, begrüsste man den damaligen Bundespräsidenten. Seither gibt es auch eine Geschäftsstelle des Verbands. Weitere Details zur Geschichte finden sich in einem 1983 erschienenen Artikel von Hans Seelhofer.
Foto: Zürich während der Landesausstellung 1883 (Archiv ETH Zürich)