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Wegen Probleme bei seiner US-Atomsparte hat der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba erneut die Vorlage seiner Quartalszahlen verschoben. Der Konzern entschuldigte sich am gestrigen Dienstag bei den Anteilseignern und Investoren. Sofern die Finanzaufsicht zustimmt, wäre die nächste Frist zur Vorlage der Bilanzzahlen für die ersten neun Monate des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres der 11. April. Kann Toshiba auch diese Frist nicht einhalten, droht die Streichung vom Börsenzettel.
Die Probleme der US-Atomsparte haben ein gewaltiges Loch in die Bilanz gerissen. Toshiba hatte kürzlich eine Wertberichtigung in Höhe von 721,5 Mrd. Yen (6,35 Mrd. Franken) bekanntgegeben. Auslöser für die Wertberichtigung sind Verzögerungen und Kostenüberschreitungen beim Bau von Atomkraftwerken in den USA. Die Japaner hatten den US-Atomkonzern Westinghouse für über 5 Mrd. Dollar gekauft und dieser hatte wiederum die Spezialbaufirma Stone & Webster übernommen, auf die sich die Abschreibungen zu grossem Teil beziehen. Nun prüft Toshiba einen Verkauf der Mehrheit an der Problemsparte. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Toshiba mit einem Verlust von 390 Mrd. Yen statt zuvor erwarteter 145 Mrd. Yen Gewinn.