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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Viertes Buch
VI. Kapitel
36.
1. Daß der Herr aber bei allem an die Erziehung der Seele dachte, das zeigt sich, wenn er sagt: "Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden die Erde erben."1
2. Sanftmütig sind aber diejenigen, die den unversöhnlichen Kampf in der Seele gegen Zorn und Begierde und die als Unterarten zu diesen beiden gehörenden Leidenschaften zu Ende gebracht haben. Er lobt aber als sanftmütig diejenigen, die es aus freien Stücken, nicht aus Zwang sind.
3. Denn es gibt bei dem Herrn verschiedene Belohnungen und Wohnungen2 entsprechend der Art des Lebens.
4. Denn es heißt: "Wer einen Propheten mit Rücksicht auf seine Eigenschaft als Prophet aufnimmt, wird den einem Propheten gebührenden Lohn empfangen; und wer einen Gerechten mit Rücksicht auf seine Eigenschaft als Gerechter aufnimmt, der wird den einem Gerechten gebührenden Lohn empfangen; und wer einen von diesen geringen Jüngern aufnimmt, der wird seinen Lohn nicht verlieren."3
5. Und wieder hat er die dem Verdienst entsprechenden Unterschiede, die trefflichen Belohnungen der Tugend, durch die ungleiche Zahl der Arbeitsstunden, dazu aber auch durch den gleichen, jedem Arbeiter ausgezahlten Lohn (das ist das Heil, das mit dem Denar gemeint ist) die gleichartige Gerechtigkeit derer aufgezeigt, die während der an Zahl nicht gleichen Stunden gearbeitet hatten.4
1: Mt 5,5.
2: Vgl. Joh 14,2.
3: Mt 10,41 f.
4: Vgl. Mt 20,1-16.