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In ihren besten Momenten ist «The Handmaid’s Tale» kaum auszuhalten. Zu schwer liegt das ungute Gefühl im Magen, dass diese dystopische Geschichte vielleicht doch nicht so weit von der Realität entfernt ist, wie sie vorgibt. Und doch – oder möglicherweise genau deshalb – ist die Serie hochaktuell.
Basierend auf dem Roman der Kanadierin Margaret Atwood (78) aus dem Jahre 1985 nimmt sich die Serie der Figur Desfred (Elisabeth Moss) an. Sie lebt im neugeschaffenen Staat Gilead als Magd. Infolge atomarer Katastrophen ist sie eine der wenigen Frauen, die noch fruchtbar sind und Kinder gebären können. Diesen Frauen wurden all ihre bürgerlichen Rechte genommen, sie dienen einem einzigen Zweck: Kinder für die Führer zur Welt zu bringen.
Desfred und den anderen Gebärerinnen bleibt der Zugang zu Bildung verwehrt, eine Armee von Sicherheitsleuten kontrolliert das christlich-fundamentalistische Weltbild, das in Gilead vorherrscht. Einmal im Monat muss Desfred sich Commander Fred (Joseph Fiennes) hingeben, um schwanger zu werden.
Trump im Hinterkopf
Dass solch ein Szenario überhaupt erst möglich wurde, ist einem Staatsstreich geschuldet, der in den USA begann und zur Auflösung aller demokratischen Strukturen führte. Auslöser dafür war die stark gesunkene Geburtenrate, die viele als Strafe Gottes sehen. Allmählich formiert sich aber eine Widerstandsbewegung, der sich auch Desfred heimlich anschliesst.
«The Handmaid’s Tale» ist faszinierend und beängstigend zugleich, hat man doch stets die brachiale Trump-Rhetorik «America First» und «Make America Great Again» im Hinterkopf. 2018 gab es dafür zu Recht den Golden Globe als Beste Dramaserie. Der US-Streamingdienst Hulu hat bisher zwei Staffeln produziert. Teleclub Play bringt diese nun in der synchronisierten Fassung.
Drama, Teleclub Play, 1.Staffel, verfügbar
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