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Dass Staatsmänner und -frauen auf Münzen und Noten abgebildet werden, ist nichts Ungewöhnliches. Dass die Prägung mit einer Tonaufnahme ergänzt wird hingegen schon. So geschehen in der Mongolei. 2007 lancierte der Staat eine Münze, die John F. Kennedy abbildet und auf Knopfdruck den berühmtesten Satz seiner Berlin-Rede abspielt: «Ich bin ein Berliner.»
1963 besuchte der damalige amerikanische Präsident das geteilte Berlin. Vor dem Rathaus Schöneberg sprach John F. Kennedy über Demokratie und Freiheit. Der mächtigste Mann der Welt solidarisierte nicht nur mit der West-Berliner Bevölkerung, er verurteilte indirekt auch den Kommunismus: «Die Mauer ist die abscheulichste und stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Systems.»
Warum die Mongolei den historischen Kennedy-Moment auf eine ihrer Münzen bannte, ist unklar. Angeblich verehren die Mongolen John F. Kennedy für die Schaffung des Friedenskorps. Die amerikanische Behörde wurde 1961 gegründet und soll das gegenseitige Verständnis unter Staaten fördern. Der Friedenskorps wirkt seit 1991 auch in der Mongolei.
Die mongolische Kennedy-Münze hat den nominalen Wert von 500 Tugrik, das entspricht umgerechnet etwa 20 Rappen. Sie zirkuliert gemäss der Mongolischen Zentralbank nicht mehr, die limitierte Auflage erfreut mittlerweile wohl vor allem Sammler. Auf der Plattform «NumisCollect» erhält man die sprechende Münze derzeit für knapp 45 Euro.
Nebst der Mongolei verewigte auch Deutschland Kennedys Rede in Metallform, allerdings nur in Form diverser Gedenkmünzen. Natürlich prägte der ehemalige US-Präsident auch die amerikanische Währung. Kurz nach Kennedys Ermordung wurde die 50-Cent-Münze zu seiner Ehre umgestaltet. 2015 kam zudem der sogenannte Präsidentendollar, u.a. mit seinem Abbild, in Umlauf.