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Gewiss wollten auch Sie in letzter Zeit Zuhause in Ruhe eine Flasche Wein oder eine Zigarre geniessen, nur um entgegen ihrer Erwartungen in den Genuss des Bellens ihrer Nachbarn zu kommen. Dies kann von einem nervenraubenden Quietschen eines Chihuahua, bis hin zum Erdbeben erzeugenden Ausruf einer dänischen Dogge reichen. Falls auch Sie unter diesem Problem leiden, und befürchten, dass dies ihre psychische Gesundheit oder die Vermietung Ihres Heimes beeinträchtigt, müssen Sie dies nicht einfach hinnehmen – entgegen den Schreien von Kindern. Diesen sind Sie restlos ausgeliefert.
Laut Art. 684 des ZGB muss kein Nachbar ein dauerndes Gebell von Hunden erdulden. Für den Schweizer Tierschutz STS ist die Grenze des tolerierbaren Lärmes zudem überschritten, wenn der Nachbarshund täglich während rund einer Stunde bellt.
Laut Art. 684 des ZGB muss kein Nachbar ein dauerndes Gebell von Hunden erdulden. Für den Schweizer Tierschutz STS ist die Grenze des tolerierbaren Lärmes zudem überschritten, wenn der Nachbarshund täglich während rund einer Stunde bellt.
Im Gesetzesauszug sehen Sie, dass die Art und Lautstärke des Bellens hintergründig ist. Die Dauer wiederspiegelt das Kriterium für mögliche Rechtshandlungen. Es wird jedoch auch der Begriff der Toleranz im Gesetzesartikel aufgenommen. Diesem kommt ein hoher Stellenwert im Rahmen des Zusammenlebens von Lebewesen zu. Somit sollten Sie sich zunächst die Frage stellen, inwieweit Sie das Verhalten des Störenfriedes tolerieren können. Gemäss dem Gesetzesauszug sind Sie dem kurzen Bellen eines Hundes ausgeliefert und können keine Rechte ausüben um ihr Leiden zu lindern. Eine freundliche Unterhaltung mit dem Nachbarn kann jedoch Abhilfe schaffen. Ansonsten, können Sie sich einen lauteren Hund zutun.
Lässt ihr Nachbar seinen Hund hingegen stundenlang im Garten bellen, und unternimmt auch nach einem freundlichen Gespräch nichts, so warten Sie bitte noch mit unseriösen Handlungen. Versuchen Sie sich stattdessen an den folgenden Varianten, falls ein freundliches Gespräch nicht ausreicht. Einerseits können Sie zukünftig Ihren Nachbarn bei jeder Begegnung selbst anbellen. Zugegeben, dies lässt Sie selbst nicht gut aussehen. Daher können Sie sich selbstverständlich auch sehr laute Lautsprecher anschaffen und zusehen wie ihr Nachbar die Nerven verliert. In meinem Fall hat dies funktioniert. Sollten Sie jedoch nicht solche passiv-aggressiven Tendenzen verinnerlichen, können Sie natürlich auch die Behörden einschalten. Dies ist ihr gutes Recht und sollte das Problem beseitigen. Nehmen Sie diese Variante jedoch bitte erst dann wahr, wenn alle Stricke gerissen sind. Denn unter Umständen wird das Problem sprichwörtlich beseitig und schlussendlich kann ein wenig Gebelle doch ganz beruhigend sein.