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Aussehen
Der Name der Radgoll heißt frei übersetzt so viel wie Stoffpuppe. Den Namen hat diese Katzenrasse einer Eigenart zu verdanken, die keine andere Katzenrasse aufweisen kann. Normalerweise versteifen sich Katzen, wenn sie hochgehoben werden. Die Ragdoll dagegen bleibt ganz locker und entspannt…
Darüber, wie diese bezaubernde Katzenrasse entstanden ist, gibt es viele Theorien. Eine davon ist die, dass eine weiße Katze, die einer Angorakatze ähnelte, in den 60er Jahren in Californien lebte. Ihr Name war „Josephine“. Unvorsichtigerweise gelangte „Josephine“ im Laufe ihres Lebens auf eine naheliegende Straße und wurde von einem Auto erfasst. Man sagt Katzen nach, dass sie neun Leben hätten. Und offenbar waren „Josephines“ neuntes Leben noch nicht verbraucht. Wie dem auch sei, einige Zeit nach ihrer Genesung brachte sie ein paar Junge zur Welt. Die Jungtiere hatten ungewöhnlich blaue Augen und ein ruhiges Wesen. Eine Dame aus der Nachbarschaft begann sich dafür zu interessieren. Ihr Name war Ann Baker. Durch die Zuchtversuche und –erfolge von Ann Baker entstand dann daraus endgültig die Ragdoll. Leider hat Ann Baker ihre Entstehungsgeschichte immer wieder anders erzählt, so dass bis heute nicht völlig geklärt ist, wie die Ragdoll tatsächlich entstanden ist. Ihren Weg nach Deutschland fand die Ragdoll erst vor ungefähr 20 Jahren. Seitdem erfreut sie sich wachsender Anerkennung unter den Katzenliebhabern.
Das Erscheinungsbild
Fell: mittellang, dicht, weich, seidig; am Hals länger (Lätzchen); im Gesicht kurz, ab Kopfende über die Schultern zum Rücken hin länger, an den Seiten, am Bauch und am Hinterteil mittellang bis lang
Farben: seal, blue, chocolate, lilac, flame, creme, torbie, bi-colour, mitted, colourpoint und lynxpoint
Körper: lang, muskulös, mittlerer Knochenbau;
Brust: breit und gut ausgebildet;
Beine: mittellang, Hinterbeine etwas höher als Vorderbeine;
Pfoten: groß, fest, rund, kompakt;
Schwanz: lang, mittelstark am Ansatz, verjüngt sich zum Ende hin
Kopf: mittelgroß, breite Keilform mit einer flach wirkenden Stelle zwischen den Ohren;
Wangen: gut ausgebildet;
Schnauze: mittellang;
Kinn: kräftig;
Hals: kurz und kräftig;
Ohren: mittelgroß, breiter Ansatz, gerundete Spitzen, weit auseinander gesetzt, leicht nach vorne geneigt
Augen: groß, oval, leicht schräg gestellt; Farben: blau
Schaut man einer Ragdoll in die Augen, dann kann es schon mal passieren, dass man sich in ihrem Blau verliert. Die unglaubliche Anziehungskraft, die von dieser Katze ausgestrahlt wird, ist aber nicht das einzig Bezaubernde an ihr. Über dies hinaus ist sie eine ganz ungewöhnliche Vertreterin unter den Katzenrassen. Ihr Wesen ist so sehr lieb und freundlich, dass es schon fast unglaublich ist. Ihre Erziehung ist fast ein Kinderspiel. Mit großem Interesse verfolgt sie alles in ihrem Umfeld und dank ihrer Intelligenz begreift sie vieles durch ihre Beobachtungen. „Ihren“ Menschen begleitet die Ragdoll überall hin. Sie ist eine treue Katze und liebt ihr Herrchen oder Frauchen wirklich sehr. Angst scheint sie nicht zu kennen. Kurzum: Die Ragdoll ist ein perfekt geeigneter Freund fürs Leben.
Entwicklung
Die Entwicklung dieser Maskenkatze verläuft langsam und so richtig „fertig“ ist sie erst mit vier Jahren. Natürlich gibt es da auch Unterschiede, denn einige Ragdolls entwickeln sich im 1. Lebensjahr sehr schnell, dann kommt die Entwicklung zum Stillstand und sie „füllen“ sich nur noch. Andere wiederum wachsen langsam und brauchen auch gut vier Jahre bis ihre Entwicklung vollständig abgeschlossen ist.
Auch die Farbentwicklung der Ragdoll dauert lange. Die Babies kommen ganz weiß zur Welt und in den ersten Lebenstagen färben sich bei den Colourpoints und Mitteds zunächst die Öhrchen und das Näschen dunkel ein. Die Bicolours zeigen zuerst nur an den Öhrchen Farbe; das Näschen bleibt immer rosa. Erst dann kommen langsam die Points hervor. Die Ragdoll ist oftmals erst mit 3-4 Jahren endgültig ausgefärbt.
Als Spätzünder könnte man diese bezaubernde Halblanghaarkatze schon bezeichnen, was aber auf keinen Fall negativ anzusehen ist.
von Claudia & Joe Ley
Zeichnungsvarianten
Die traditionelle Ragdoll gibt es nur in den vier Farben seal. blue, chocolat und lilac und das in allen drei Zeichnungsvarianten
Die Colourpoint- Version sieht der Siam sehr ähnlich. Die Points (Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz) sind dunkler als die Körperfarbe.Der Nasenspiegel und die Fußballen entsprechen der Pointfarbe.
Die Mitted sieht der Birma sehr ähnlich. Bis auf die Tatsache, dass beides halblangharige Maskenkatzen sind, die blaue Augen und weisse Handschuhe haben, teilen sie sonst nichts gemeinsam. Die Mitted hat im Gegensatz zur Birma ein weißes Kinn und gelegentlich eine weisse Blesse auf der Nase, zudem hat sie einen durchgehenden weißen Streifen von der Brust bis zum Schwanzansatz und weiße Hinterpfoten bis mindestens zur Ferse. Der Nasenspiegel entspricht der Pointfarbe, die Fußballen sind rosa.
Die Bicolour Version, ist jene die nicht mit anderen Katzenrassen verglichen wird. Sie hebt sich durch ihr umgekehrtes, weisses V im Gesicht deutlich von anderen Rassen ab.Ihre Beine sind alle weiss, wie auch der Bauch. Der Nasenspeigel und Fussballen sind Grundsätzlich rosa.Die bicolour kann je nachdem wie sie vererbt auch weiter unterschieden werden in hight mitted, true bicolour, mid high white und high white.
Rag n = seal
Rag a = blue
Rag b = Chocolat
Rag c = lilac
Rag n 04 = seal
Rag a 04 = blue
Rag b 04 = Chocolat
Rag c 04 = lilac
Rag n 03 = seal
Rag a 03 = blue
Rag b 03 = Chocolat
Rag c 03 = lilac
Farben
auf http://www.ragdoll-kittens.co.nz/ragdoll-info/ konnte ich folgende Bilder finden, bei denen die Unterschiede gut zu erkennen sind.