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Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt für das erste Quartal 2011 eine stabile Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen. Diese haben die Währungsturbulenzen, die Unruhen in Nordafrika und die Japan-Katastrophe gut überstanden. Der Anteil der Kassen in Unterdeckung reduzierte sich nicht.
Die Stagnation der Deckungsgradsituation setzte sich im ersten Quartal 2011 wie im Jahr 2010 fort, teilt Swisscanto mit. Die Deckungsgrade veränderten sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal kaum und verharrten damit auf dem Niveau von Ende 2009. Angesichts der vielen Unsicherheiten – Staatsschulden in der Eurozone, starke Bewegungen des Schweizer Frankens, Unruhen und militärische Interventionen in Nordafrika mit gestiegenen Energie¬preisen, Katastrophe in Japan – hätten sich die Anlagen gut gehalten, so Swisscanto.
Praktisch unveränderte Reserven
Mit einem Deckungsgrad von 104,6% veränderten sich die Reserven der privatrechtlichen Pensionskassen per 31. März 2011 gegenüber dem Vorquartal praktisch nicht. Die öffentlich-rechtlichen Kassen wiesen mit 91,8% weiterhin eine Unterdeckung auf, die derjenigen des Vorquartals entspricht. Insgesamt entwickelte sich die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung aller erfassten Vorsorgeeinrichtungen im ersten Quartal minim von 98,5% auf 98,6%.
Die Phase geringer Renditen setzte sich auch im ersten Quartal 2011 fort. So erzielten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche vermögensgewichtete Rendite von 0,6%. Dies ist der Hauptgrund für die stagnierende, sich nicht verbessernde Finanzierungs¬situation der Vorsorgeeinrichtungen.
60% der öffentlich-rechtlichen Kassen in Unterdeckung
Folglich hat sich der Anteil der Kassen in Unterdeckung seit Jahresbeginn nicht reduziert. So befinden sich per 31. März 2011 immer noch 15% der privatrechtlichen Kassen in Unter¬deckung, bei den öffentlich-rechtlichen sind es rund 60%. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 31. März 2011 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 420 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 400 Mrd. Franken. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.