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DMT und 5-MeO-DMT (Changa, Ayahuasca)
Substanzen
DMT (N,N-dimethyltryptamin) und das eng verwandte 5-MeO-DMT (5-Methoxy-N,N-dimethyltryptamin) sind natürliche psychoaktive Tryptamine, die in Pflanzen, Tieren und im Menschen vorkommen und der Gruppe der Psychedelika (Substanzen, die das Bewusstsein erweitern) angehören. Bekannt sind die DMT-Gemische Changa und Ayahuasca. DMT und 5-MeO-DMT werden auch synthetisch hergestellt und können in kristalliner Form vorliegen.
Erscheinungsformen:
DMT: Harz, Pulver oder teerige Masse. Bei Ayahuasca handelt es sich um einen schamanischen Kräutertrank, welcher eine Mischung aus DMT-haltigen Pflanzen wie Mimosa Tenuiflora - Hautbaum und solchen, die als MAO-Hemmer wirken wie Peganum Harmala, Harmalkraut und Syrische Steppenraute, enthält. MAO-Hemmer sind Substanzen und Medikamente, welche verhindern, dass das Enzym MAO sowohl körpereigene Botenstoffe wie Adrenalin, Dopamin, Serotonin, etc. als auch fremde Alkaloide wie Koffein, Kokain, etc. abbaut. Changa ist eine Mischung zum Rauchen aus DMT-haltigen Pflanzen (in der Regel aber meist kristallines DMT) und Kräutern, die als MAO-Hemmer wirken. 5-MeO-DMT ist ebenfalls eine kristalline Mischung.
Konsumformen:
DMT: Geraucht, geschnupft und geschluckt;5-MeO-DMT: Geraucht, geschnupft und selten gespritzt.
Dosierung
DMT: Geraucht 15-60mg (nur in einer Glaspfeife möglich), geschnupft 20-50mg, geschluckt 30-150mg.
Changa: Abhängig vom tatsächlichen DMT-Anteil.
Ayahuasca: Abhängig vom tatsächlichen DMT-Anteil.
5-MeO-DMT: Geraucht 2-15mg, geschnupft 2-20mg, gespritzt 2-3mg. 5-MeO-DMT muss sehr vorsichtig dosiert werden, da schon ein paar Milligramme mehr eine sehr intensive und unangenehme Wirkung hervorrufen, welche mehrwöchige psychische und mentale Probleme mit sich ziehen können.
Wirkung
Die Wirkung ist sehr stark von Set und Setting abhängig. Blutdruck und Puls erhöhen sich, die Pupillen weiten sich. Das Eintauchen in sehr bizarre Welten, in welchen sich Zusammenhänge zwischen Sein, Umwelt und Materie ergeben. Bei DMT ist dieses Phänomen auch optisch ausgeprägt, das heisst Bilder werden mit sich, der Materie und dem Sein in der eigenen Gesellschaft verknüpft. Die Loslösung des Körpers von Geist und die Ich-Auflösung sind üblich, Nahtoderfahrungen treten relativ häufig auf, vor allem in hohen Dosen. Man fühlt sich so, als ob man einen leeren Raum betritt. Das Zeitempfinden verändert sich stark während des Rausches. Wenige Minuten können als sehr lange und intensiv empfunden werden. Ausserdem können innerhalb von kurzer Zeit unterschiedliche Gefühle wie Angst, Euphorie, etc. empfunden werden. Auch die körperliche Wahrnehmung kann beeinträchtigt werden, indem man sich schwerelos fühlt oder man meint zu fallen. DMT und 5-MeO-DMT spielen anscheinend eine Schlüsselrolle beim Erleben von Träumen und bei aussergewöhnlichen Bewusstseinszuständen. Diese verlaufen in der Regel schnell, stark und kurzanhaltend. User/innen beschreiben dies auch als Gefühls-Rebooting, das heisst Dinge, an welchen man gerade herumstudiert und die einen emotional beeinflussten, sind wie gelöscht. Bei 5-MeO-DMT ist das Wirkungspotential grösser, aber weniger optisch als bei DMT.
Wirkungseintritt:
DMT: Geraucht nach einigen Sekunden, geschluckt nach 30-60 Minuten.
5-MeO-DMT: Geraucht nach wenigen Sekunden, geschnupft nach einigen Minuten. Wenn man DMT oder 5-MeO-DMT raucht, tritt die Wirkung sehr schnell ein, als ob man innert Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Beim intravenösen Konsum stehen keine Angaben zur Verfügung.
Wirkdauer
DMT: Geraucht 5-20 Minuten. Ayahuasca wirkt 1-6 Stunden, kann aber noch während 1-8 Stunden (!) nachklingen. Höhere Dosen Ayahuasca führen zu einer Wirkungsverlängerung.
5-MeO-DMT: Geraucht 5-20 Minuten, geschnupft 30-45 Minuten. Der Rausch hallt meistens 1-2 Stunden nach.
Risiken und Nebenwirkungen
Das Risiko beim Konsum von DMT/5MeO-DMT liegt vor allem im psychischen Bereich und hängt von der Persönlichkeitsstruktur des/r Konsument/in ab. Die Wahrnehmungsveränderungen auf einem Trip können so intensiv sein, dass vor allem unerfahrene Konsument/innen sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen. Auch das Gefühls-Rebooting kann eher als verstörend und überfordernd wahrgenommen werden. Bei hohen Dosen, vor allem bei 5-MeO-DMT, sind solch psychische Nebenwirkungen über Tage bis hin zu Wochen spürbar. Wenn die Regeln von Set und Setting nicht beachtet werden, kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und "Horrortrips" kommen. Zu Nebenwirkungen auf der physischen Ebene zählen Übelkeit, Erbrechen, Anstieg der Herzfrequenz, leicht beschleunigtes Atmen, erhöhter Blutdruck, Pupillenerweiterung, vermehrter Speichelfluss, Zittern, Unruhe, Kopfschmerzen sowie Bewegungsstörungen. Sich während des Rausches zu bewegen oder andere Tätigkeiten in Angriff zu nehmen ist unmöglich. Zuletzt ist das Rauchen von DMT und 5-MeO-DMT sehr unangenehm, nach wenigen Zügen kann bereits kein weiterer Rauch aufgenommen werden.
Langzeitrisiken:
Bleibende Störungen der Selbst- und Realitätserkennung sind möglich.Das Weltbild kann nachhaltig in Frage gestellt werden, was eine Alltagsbewältigung erschweren kann. Es können vulnerable Psychosen ausgelöst werden.