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Vom Frühjahr 2004 an bis zum Herbst 2006 wurden dreizehn Sorten von Wiesenrispengras (Poa pratensis L.) durch die Eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW an sieben Versuchsstandorten auf ihre Anbaueignung geprüft. Dabei wurden die Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Überwinterung, Verdaulichkeit der organischen Substanz, Ausdauer und die Anbaueignung für höhere Lagen systematisch erhoben und in einem Indexwert zusammengefasst. Der Indexwert erlaubte es, die Sorten miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Zwei Neuzüchtungen erreichten den für eine Empfehlung notwendigen Indexwert. Davon kann aus rechtlichen Gründen zurzeit nur die Sorte Likollo neu in der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» geführt werden. Die mitgeprüfte empfohlene Sorte Monopoly erreichte in dieser Prüfung den für eine Empfehlung notwendigen Index nicht mehr. Sie wird jedoch vorläufig auf der Liste belassen, um eine genügende Versorgung des schweizerischen Marktes mit Saatgut von Wiesenrispengras zu ermöglichen.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.