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Ein- und Durchschlafstörungen, allzu frühes morgendliches Erwachen, Müdigkeit tagsüber und damit verbundene Konzentrationsschwierigkeiten. Schlafstörungen reichen von leichten wiederkehrenden Einschlafproblemen bis hin zu mehrmonatiger Schlaflosigkeit.
Als Einschlafstörung wird eine Einschlafzeit von über 30 Minuten bezeichnet.
Bei einer Durchschlafstörung erwacht man nach weniger als sechs Stunden Schlaf und findet nur schwer oder gar nicht mehr zurück in den Schlaf.
Unter Schlaflosigkeit versteht man eine über einen Monat anhaltende Schlafstörung.
Ursachen und Hintergründe von Schlafstörungen
Schlafstörungen können viele Ursachen haben: Stress, Ängste, allzu viel Unerledigtes in Beruf oder Privatleben, Veränderungen im Leben wie eine bevorstehende Prüfung, ein Jobwechsel, die Geburt eines Kindes. Eine schlechte Schlafhygiene oder ein unregelmässiger Schlaf-wach-Rhythmus, beispielsweise bei Schichtarbeit. Schlafstörungen können in den Wechseljahren auftreten oder zunehmen. Verschiedene Krankheiten können ebenfalls mit Schlafstörungen im Zusammenhang stehen.
Was man selbst tun kann
Ein bewährtes Hausmittel ist warme Honigmilch.
Bei leichten Beschwerden helfen meist spezifische Heilpflanzen-Tees, spagyrische Sprays, Bachblütentropfen, aber auch Heilpflanzenpräparate in Tablettenform. Die häufigsten Inhaltsstoffe sind Baldrian, Passionsblume, Melisse, Lavendel oder Hopfen.
Bei stressbedingten Schlafproblemen hilft ein spagyrisches Heilmittel mit Hopfen, Kava-Kava, Melisse, Baldrian oder Lavendel.
Bei Schlafproblemen wegen Angstsymptomen kann ein spagyrisches oder homöopathisches Naturheilmittel auf der Basis von Johanniskraut oder Kava-Kava genommen werden.
Bei Einschlafproblemen wegen ruheloser Gedanken hilft eine spagyrische Arznei mit Coffea, bei Bedarf kombiniert mit Bachblüten oder Schüssler-Essenzen.
Bei Restless Legs, den sogenannten ruhelosen Beinen, hilft ein spagyrisches Heilmittel mit Piper methysticum (Rauschpfeffer), Lavendel und den Schüssler Salzen Nr. 7 und 11. Häufig ist auch die Gabe von Vitalstoffen erforderlich, vorab von Magnesium, Kalzium, Eisen, dem Nervenvitamin B12, Folsäure und ausgewählten Aminosäuren.
Bei hormonell bedingten Schlafstörungen helfen Naturheilmittel mit Hopfen, kombiniert mit pflanzlichen Phytohormonen und Vitalstoffen.
Bei Durchschlafbeschwerden infolge einer Leberstörung (nächtliches Erwachen zwischen 1 und 3 Uhr) helfen Arzneimittel mit Enzianwurzel, Mariendistel, Löwenzahn oder Artischocke in phytotherapeutischer, spagyrischer oder homöopathischer Formulierung.
Wenn man nachts von Krämpfen geweckt wird, hilft Magnesium. Idealerweise wird es mit dem homöopathischen Calcium phosphoricum (am besten als Schüssler Salz) kombiniert.
Auch diffuse Ängste können hinderlich sein beim Einschlafen oder sogar dazu führen, dass man mitten in der Nacht aufschreckt. Manchmal hilft es – auch mitten in der Nacht –, eine Liste der Probleme zu erstellen, die einen bedrücken.
Schlaftabletten sollten nur im Notfall und über kurze Zeit eingenommen werden. Sie können abhängig machen und in der Nacht (Gang zur Toilette) zu erhöhter Sturzgefahr führen oder am Tag Nebenwirkungen wie Gedächtnisstörungen oder Schwindel mit sich bringen.
Bei längeren Schlafproblemen kann eine schwerere Grunderkrankung die Ursache sein – es muss daher eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell ist eine Untersuchung im Schlaflabor angezeigt.
Umfrage
Schlafstörungen vorbeugen
Das Abendessen sollte leicht verdaulich, eher klein sein und zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Alkohol hilft zwar, rascher einzuschlafen, kann aber zu Durchschlafschwierigkeiten führen.
Erst ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.
Ist es im Schlafzimmer zu hell, hilft ein dichter, dunkler Nachtvorhang oder eine Schlafmaske. Wenn der Lärmpegel während der Nacht zu hoch ist, muss möglicherweise ein Zimmerwechsel geprüft werden. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte nicht zu hoch sein; höchstens 17 bis 19 Grad. Vor dem Schlafen kräftig lüften.
Manche Menschen sind empfindlich auf Strahlen: Computer, TV-Geräte und Handys aus dem Schlafzimmer verbannen.
Eine schlechte Matratze kann den Schlaf empfindlich stören. Die Matratzen sollten durchschnittlich alle zehn Jahre ausgewechselt werden.
Manchen Menschen hilft es, vor dem Schlafen einen Film im Fernsehen zu schauen oder einen Abendspaziergang zu machen. Andere werden dadurch aber auch wieder fit und munter. Einschlafhilfen und Rituale sind individuell: Ausprobieren.
Wer sich nach 20 bis 30 Minuten noch immer im Bett hin und her wirft, sollte aufstehen und das Schlafzimmer verlassen. In solchen Situationen hilft möglicherweise eine kalte Fussdusche, eine warme Ganzkörperdusche oder ein Entspannungsbad (36 bis 38 Grad warm).
Auch Sex und Zärtlichkeiten helfen zu entspannen.
Auch der Druck, «schlafen zu müssen», kann Stress und damit Schlafprobleme verursachen. Es wäre sinnvoller, mit Schlaf gelassener umzugehen. Es ist nicht tragisch, einmal nicht gut zu schlafen. Das macht man in der Regel in der nächsten Nacht wieder wett.
Guter Rat aus der Drogerie
Bei Schlafstörungen hilft das Schüssler Salz Nr. 7, die sogenannte «Heisse Sieben» kann man kurz bevor man ins Bett geht einnehmen: 10 Tabletten in wenig heissem Wasser auflösen und dann schluckweise trinken.
Aus der Spagyrik haben sich Mischungen aus Humulus, Eleutherococcus, Coffea, Melissa und Avena bewährt. 3-mal 3 Sprühstösse pro Tag direkt in den Mund geben, bei Bedarf in der Nacht wiederholen.
Aus der Aromatherapie helfen Sprays weiter, die unter anderem ätherisches Lavendelöl enthalten und direkt aufs Kopfkissen gesprüht werden können.
Ein gut gelüftetes Zimmer hilft beim Schlafen. Es sollte auf keinen Fall zu warm sein. Wer über längere Zeit unter Schlafstörungen leidet, kann eventuell den Raum nach Wasseradern absuchen lassen oder versuchsweise das Bett umstellen.
Eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen einen heissen Schlaftee trinken.