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Bei der Entwicklung der menschlichen Hand hat sich die Evolution übertroffen. Sie schuf ein multifunktionales Greif- und Tastwerkzeug, fähig zu kraftvollen bis hochpräzisen Bewegungen. Zu diesem Zweck sind viele graue Zellen notwendig: 25% des motorischen Zentrums in der Grosshirnrinde steuern ausschliesslich die Bewegungen der Hände.
Teamwork mit dem Unterarm
Das Geniale an der Hand ist, dass sie ihre Muskelkraftwerke ausgelagert hat – und zwar in den Unterarm. Wohl gibt es in der Mittelhand und vor allem im Daumenballen kurze Muskeln für die Feinmotorik. Aber die Kraft zum Greifen, Drücken, Drehen, Ziehen, Zupfen, Kneifen usw. kommt wesentlich aus dem Unterarm, dessen Muskeln zur Hand hin in Sehnen übergehen, die bis in die Fingerspitzen reichen.
Der menschliche Daumen
Eine weitere Besonderheit der menschlichen Hand ist der Daumen. Seine Gegenüberstellung zu den übrigen Fingern macht den sogenannten Präzisionsgriff möglich, bei dem der Daumen und der Zeigefinger wie eine Pinzette zusammenspielen – übrigens ein Spezifikum des Menschen; die Menschenaffen haben dafür einen zu kurzen Daumen.
Hand und Rheuma
Schmerzen der Hand können (aber müssen nicht) von einer rheumatischen Erkrankung herrühren, zum Beispiel von Arthrose, Arthritis, Gicht, Pseudogicht oder einer weichteilrheumatischen Erkrankung. Eine genaue Klärung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) ist unabdinglich.