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Leben
unter neuen Voraussetzungen
Die
Menschen, die heute rund um Ghadames leben, bewohnen komfortable Häuser
mit Klimaanlage, Fernsehen und anderen Annehmlichkeiten des westlichen
Lebens. Die Menschen gehen denselben Berufen nach wie in allen anderen
Städten, wobei aber viele als Touristenführer arbeiten. Unter
den Jungen herrscht eine Art Aufbruchstimmung. Sie versuchen, sich der
neuen Lebensform anzupassen und das Angebot für die Touristen mit
Postbüros und Internetkaffees zu erweitern, was allerdings bis zum
heutigen Zeitpunkt noch Zukunftsmusik ist.

Einzig
die Gärten werden heute von den ehemaligen Einwohnern noch benutzt.

Viele haben die Stadt gegen Norden verlassen, so dass die Bevölkerung
auf 7500 gesunken ist. Betriebe wie Hotels und Restaurants werden
nicht von Einheimischen, sonder von Gastarbeitern aus Nachbarländern
betrieben.
Die
Altstadt selbst ist eine Art Freichlichtmuseeum geworden. Einzig
die Gärten werden noch benutzt und wer seinen Garten in den
heissen Sommertagen aufsucht, nutzt sein altes Haus für einen
Mittagsschlaf in den kühlen Räumen. Überall werden
Renovationsarbeiten ausgeführt, um die Substanz zu erhalten.
Nur wenige Häuser sind für Touristen zugänglich.
Auch im vergleichsweise modernen neuen Ghadames ist es einem Männlichen
Besucher nicht möglich mehr als das Gästezimmer einer
Wohnung zu sehen, wo er ausschliesslich die männlichen Mitglieder
der Familie trifft. Frauen werden gerne auch die anderen Räumlichkeiten
gezeigt, wo sich Mütter und Töchter aufhalten.
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