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Der Rhonegletscher ist einer der bekanntesten Talgletscher und war das Objekt von vielen Forschungsarbeiten und Messprogrammen. Die Längenänderung des Gletschers wird seit dem Jahr 1880 dokumentiert. Zwischen 1884 und 1910 wurden die ersten Massenbilanz-Messungen weltweit auf dem Rhonegletscher erhoben. Seit 2006 wird wieder kontinuierlich gemessen.
Die Nähe des Rhonegletschers zur Furkapassstrasse ermöglichte Laien und Wissenschaftlern den Zugang zu diesem Gletscher. Die spektakuläre Zunge und die gute Einsicht von der Passstrasse erhöhte das touristische Potential ungemein. Das Bundesamt für Landestopographie (swisstopo) führte bereits im Jahr 1874 eine umfassenden Vermessung des Rhonegletschers durch. Von Messbeginn bis 1912 zog sich die Zunge des Rhonegletschers über die weite Ebene vor der markanten Steilstufe zurück. Bis zu Beginn der 1940er Jahre endete der Gletscher am Fusse der Steilstufe mit einem kleinen Vorstoss um 1920. Nach 1940 zog sich die Zunge schnell über die Steilstufe zurück und fand von 1951-62 und von 1963-88 eine stabile Zungenposition. Seit dem Beginn der 1990er Jahre zieht sich der Rhonegletscher nun kontinuierlich von der Kante der Steilstufe zurück und seit etwa 2006 kann die Bildung eines Sees am Zungenende beobachtet werden.