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Eine der frühesten Federzeichnungen, die Dürrenmatt zu seinem künstlerischen Werk rechnete, zeigt einen Christus am Kreuz, von tanzenden Menschen umringt („Kreuzigung I“, 1939/41). Am Ende seines künstlerischen Werks steht eine Serie von Lithografien, die sich mit Gottesvorstellungen und erneut mit der Kreuzigung beschäftigt (Serie „Selbstgespräch“, 1990). Dazwischen liegt ein künstlerisches und schriftstellerisches Leben, in dem die Auseinandersetzung mit dem Glauben des Vaters eine Konstante bleibt, auch als sich Dürrenmatt gegen Ende seines Lebens als Atheisten bezeichnet. Traditionelle Motive wie Kreuzigung, Auferstehung, Jüngstes Gericht und Apokalypse, aber auch das Abendmahl und die Hochzeit zu Kana werden dabei in vielen Varianten durchgespielt. Sie prägen auch Bilder, die vordergründig nichts mit einem religiösen Kontext zu tun haben. In seinen Darstellungen spielt Dürrenmatt oft auf Traditionen der Renaissance und des Barock an, die er ins Groteske und Komische verzerrt.