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Es war einmal...
Am 6. Januar feiern wir den Drei-Königs-Tag mit dem schmackhaften, gleichnamigen Gebäck. Doch weshalb wird dieser Tag gefeiert? In diesem Artikel erfahren Sie, was es mit der Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland auf sich hat. Wenn Sie möchten, raten Sie vor dem Lesen selbst: Was ist wohl historisch belegt und was wurde neuzeitlich dazuerfunden?
Historische Gegebenheiten
Bereits im Matthäusevangelium werden Weise erwähnt, welche den Aufgang eines Sterns beobachteten. Sie deuteten diesen als die Geburt des neuen Judenkönigs und folgten dem Stern. Von diesem sollen sie zur Geburtsstätte von Jesus Christus geführt worden sein. Dass die Sterndeuter Geschenke mitbrachten, wird ebenfalls beschrieben. Das Matthäusevangelium stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 80 nach Christus. Assoziationen zum «Stern von Bethlehem» wurden sowohl in Heidnisch-Antiken als auch in jüdischen Schriften gefunden.
Legenden um die Drei Könige
Ab dem dritten Jahrhundert nach Christus begannen sich Legenden um die Sterndeuter zu bilden. Aus der darauffolgenden Zeit stammt die Angabe, dass sie zu dritt unterwegs waren. Auch die Bezeichnung, die Drei seien Könige gewesen, ist Legendenstoff. Dass die Geburtsstätte Jesu ein Stall war und er in einer Krippe gelegen hat, wurde ebenfalls im Laufe der Zeit festgelegt. Da Matthäus in seinem Evangelium von einem Haus und Lukas von einer Krippe geschrieben hatte, ist die genaue Geburtsstätte Jesu historisch umstritten.
Traditionelle Geschichtsschreibung
Die Bezeichnung der «Heiligen drei Könige» stammt aus der traditionellen, christlichen Weihnachtsgeschichte. Die häufig erwähnten Namen Caspar, Melchior und Balthasar tauchten erstmals in Erzählungen im sechsten Jahrhundert auf und werden bis heute weitergegeben. In der katholischen Kirche werden die drei Könige als Heilige verehrt: Deshalb feiern wir bis heute das Fest der Erscheinung des Herrn jeden sechsten Januar.
Der Ur-Dreikönigskuchen
Wer hätte es gedacht: Den Dreikönigskuchen gibt es tatsächlich seit dem späten Mittelalter! Im 16. Jahrhundert wird von Johannes Böhm erstmals die Tradition beschrieben, dass eine Bohne oder Münze in den Königskuchen eingebacken wurde. Damals war der Königskuchen ein Honiggebäck.
Der Dreikönigstag heute
In der Schweiz wird vor allem die traditionelle, katholische Geschichte der Drei Könige erzählt. Am sechsten Januar wird vielerorts ein Dreikönigskuchen mit der Familie gegessen. Irgendwo darin befindet sich ein kleiner König aus weissem Kunststoff. Wer beim Essen seines Kuchenstücks auf diese Figur stösst, ist an diesem Tag «König». Bei manchen ist es Tradition, dass der «König» für einen Tag nicht abwaschen muss oder sein Ämtli, wie das Zubereiten des Abendessens, an jemand Anderen aus der Familie abgeben darf.
Wir hoffen, dass Sie einen schönen sechsten Januar mit Ihren Liebsten verbringen. Feiern Sie Ihre Gemeinschaft und die Liebe wie Könige!