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27.03.1929 - 19.12.2012 †
1929 in einfache Verhältnisse geboren, gelang Fred Tschanz eine Tellerwäscher-Karriere wie im Bilderbuch. Er wäre gerne Konzertpianist geworden, schlug dann aber den Weg der Hotelfachschule in Lausanne ein - die finanziellen Auslagen deckte er selber mit Nebenjobs, da seine Mutter keine Stipendien annehmen wollte.
Nach insgesamt 12 Jahren verschiedener Auslandaufenthalte kehrte der inzwischen routinierte Restaurateur 1962 voller Ideen aus den USA in die Schweiz zurück. Er heiratete die junge Französin Gilberte Commaille, mit welcher er zwei Töchter hatte: Gilberte und Jacqueline Tschanz. Später war er noch drei weitere Male verheiratet. Die letzte Ehe ging er 2007 ein.
Diverse Gastronomiebetriebe – in den besten Zeiten waren es bis zu 12 Bars, Hotels und Restaurants – wurden in der Folge von ihm und seinem Team geführt.
Zu seiner gastronomischen Laufbahn gehörten nicht nur Erfolge, sondern auch Niederlagen – aber Fred Tschanz stand immer wieder auf, nach dem Motto „nach em Räge schient d‘ Sunne, nachem Gränne wird glacht“.
Er war ein Lebemann und leidenschaftlicher Geniesser der Musik, der Kultur und natürlich von kulinarischen Genüssen aller Art. Auch umgab er sich oft und gerne mit schönen Frauen. Er war ein passionierter Jäger und Kunstsammler und eröffnete mit über 80 Jahren noch eine eigene Kunstgalerie.
Im Laufe der letzten Jahre hatte Fred Tschanz sein Unternehmen auf die folgenden, heute noch bestehenden Betriebe konzentriert.
Das legendäre Café Odeon gehört seit 1972 zu den Tschanz Betrieben und wurde vom Patron mit Stolz und grosser Leidenschaft geführt.
1992 übernahm der innovative Gastronom das Restaurant Bauschänzli und importierte drei Jahre später als erster Zürcher das inzwischen sehr beliebte Oktoberfest. Ab November gibt das Bauschänzli jeweils dem Circus Conelli das Gastrecht für die ersten Wintermonate.
1996 wagte Fred Tschanz den Schritt ins Hotelgewerbe mit dem Kauf des Drei-Sterne-Hotels Leoneck, das mit seinem ganz besonderen Schweizer Ethnodesign und der typischen Schweizerküche im Restaurant Crazy Cow besticht.
Das Drei-Sterne-Hotel Walhalla kam 1997 dazu – ein modernes Stadthotel mit eigenem Zwei-Sterne-Gästehaus, das bei Geschäftsleuten aller Welt sehr beliebt ist, um Konferenzen und Tagungen abzuhalten. Darin eingemietet befindet sich eine Starbucks-Filiale.
Fred Tschanz‘ „letzter Streich“ und langersehnter Bubentraum war 2009 die Eröffnung des Gourmet-Restaurants „Le Chef“ an der Kanonengasse – gleich neben dem Haus, wo der Unternehmer seine Kindheit verbrachte. Somit schloss sich der Kreis wieder.
Neu wird das beliebte Restaurant in etwas abgeänderter Form von Meta Hiltebrand (Fernsehköchin) unter dem Namen „Le Chef by Meta“ weitergeführt.
Fred Tschanz durfte im Dezember 2012 – nach 83 erlebnisreichen Jahren – friedlich einschlafen. Die Spuren des charakterstarken Patrons werden aber noch lange an den verschiedensten Orten sichtbar bleiben.
Eine Auswahl von Presseberichten über Fred Tschanz finden Sie in den folgenden PDF- Dateien.