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1887 - 1896
Verein > Chronik
1887
An der Monatsversammlung vom 4. Dezember wurde abgestimmt, dass man eine Turnstunde auf Sonntagnachmittag von 1 - 2 Uhr verlegen wolle, um aus der, auf Freitag abgemachten Turnstunde, eine freiwillige zu machen.
1888
An dieser Jahresversammlung vom 8. Januar wurde beschlossen, dass man Konrad Engweiler und Heinrich Bär, «älterer», vom Verein ausschliessen wolle!Protokolleintrag vom 5. Februar: ... Es wurde an der Monatsversammlung beschlossen, dass man doch einmal etwas Sägmehl haben müsse... ; die anderen Traktanden waren von geringerem Wert ...
Monatsversammlung vom 8. April. Es wurde die Anregung gemacht, einen festen Barren anzuschaffen. Heinrich König wurde beauftragt, einen Kostenvoranschlag für einen doppelten Barren zu bringen. Gemäss Protokoll vom 29. April sollte dieser 30.- Franken kosten inkl. Deckel.
Der Turnverein Tägerweilen wurde vom Turnverein Altnau eingeladen, an der Fahnenweihe, welche am 3. Juni stattfindet, teilzunehmen. Es wurde beschlossen, die Einladung anzunehmen, da man an diesem Tage gleichzeitig die Turnfahrt gemäss Statuten ausführen könne.
26. August: ... es wurde beschlossen, dass man zwei Paar Schwinghosen anschaffen müsse...
1889
Jahresversammlung vom 6. Januar, unter Kassa ist folgender Vermerk:
Einnahmen Fr. 231.18
Ausgaben Fr. 204.50
Gewinn Fr. 26.68
Es wurde beschlossen, das erste Schauturnen durchzuführen. Die Organisation lag in den Händen des Vorstandes, welcher anderntags eine Vorstandsitzung abhielt, an welcher das Programm aufgestellt wurde:
Beginn desselben um 7 Uhr, Kassaeröffnung 1/2 Std. früher. Eintrittspreise sollen betragen:
1. Platz = 60 Rp.; 2. Platz = 40 Rp.; Kinder die Hälfte.
Die Reihenfolge:
1. Freiübungen
2. Barren
3. drei Pyramiden
4. Stabreigen
5. Pferd
6. zwei Pyramiden
7. Reck
8. zwei Pyramiden
9. den Fischertanz
Das Schauturnen befriedigte alle Beteiligten und brachte neue Freunde für das Turnen. Der Erlös aus dieser Veranstaltung erreichte Franken 89.-
Unter dem Eintrag im Protokoll vom 7. April: Der Kassier wurde angewiesen, den Unterstützungsbeitrag von Fr. 50.- bei der Bürgergemeinde einzuziehen.
Am 22. Juni beschloss der Verein, am kommenden Kinderfest sich mit dem Fischertanz zu beteiligen. Gleichen Datums wurde auch beschlossen, eine Fahne für den Verein anzuschaffen. Da das Vereinsvermögen nur ca., 170.- Franken betrug, wurde beschlossen, eine Sammlung unter den Aktiv- und Passivmitgliedern durchzuführen. Kosten für die neue Fahne ca. 220.- bis 240.- Franken - Es wurde eine Fahnen- Kommission gegründet, welcher u. a. auch Herr Kaufmann vom Guggenbühl angehörte (Autokonstrukteur). Die erste Sitzung dieses Gremiums wurde bereits schon nach wenigen Tagen, am 25. Juni, angesetzt. Auf diesen Termin waren schon die Muster-Alben für die Fahnen eingetroffen.
Die Vorlagen erhielten sie von Herrn Werffelin aus Turbental und Herrn Keller aus Winterthur. Nach langer Diskussion wurde Herr Werfelin mit den Ausführungen beauftragt.
Da ein Mitglied des Turnvereins beim Baden im See ertrunken war, ersuchte Präsident Blattner die Turner, an Sonntagen den Nichtschwimmern Unterricht zu erteilen.
Die Sammlung für die erste Vereinsfahne und an den Trauerkranz ergab einen Betrag von Fr. 245.35. Die Kosten für die Fahne betrug Fr. 218.-, der Trauerkranz, welcher in Konstanz bestellt wurde, kostete Fr. 10.60, somit ein Überschuss von Fr. 16.75.
Die Fahnenweihe wurde auf den 6. Oktober festgesetzt, verbunden mit einem Schauturnen. Als erster Fähnrich wurde Heinrich König gewählt. Zu diesem Fest wurden eingeladen: Männerchor, Gemischter Chor, die Schützen, sowie alle Geldgeber, welche an den Fahnen eine Spende gemacht hatten.
Ebenso wurde die Turnvereinigung Untersee (späterer- Kreisturnverband) zu diesem Fest aufgeboten. Die Ankunft der Vereine wurde auf 2 Uhr angesetzt und das Turnen sollte etwa bis 4 Uhr dauern, nachher ein Festzug durchs Dorf, in die Linde. Der Anfang des Schauturnens wurde auf 8 Uhr angesetzt Die Damenwelt - (gern. Protokoll) aus Tägerwilen war für das Sticken und die Anschaffung des Fahnenbandaliers verantwortlich. Als Überraschung wurde auch noch das Trinkhorn dem Verein geschenkt (heute Blumenhorn!).
Protokoll vom 8. Oktober: ".zum Schluss kam der Präsident noch auf das am 6. Oktober stattgefundene Schauturnen zu sprechen, indem er namentlich betonte, dass das den zwei Herren übergebene Amt, die Einladung der Geber von Beiträgen betreffend, von ihnen sehr mangelhaft ausgeführt worden sei. Ferner machte er darauf aufmerksam, dass er sich veranlasst fühlen würde, vom Verein auszutreten, wenn fürderhin nicht mehr Ordnung bei solchen Anlässen, wie auch während den üblichen Turnstunden gehandhabt würde.
1890
Das Namensverzeichnis erzeigt 24 Aktivturner, 21 Passivmitglieder und 2 Mitturner.
An der Generalversammlung vom 5. Januar wurde beantragt und beschlossen, dass der Präsident, Aktuar und Kassier keine Mitgliederbeiträge zu bezahlen haben.
An der Monatsversammlung vom 6. Juni beschliesst der Verein, dass denjenigen Turnern, welche einen Wettkampf bestreiten, aus der Vereinskasse 5,- Franken bezahlt werden.
Die Diskussion über den Beitritt zum kantonalen Turnverein wurde an der Versammlung vom 10. August, durch Abstimmung abgelehnt
Am 10. Oktober erhielt der Verein das Benützungsrecht von Frau Oberhänsli, den Linden-Saal für den Turnbetrieb im Winter zu benützen. Frau Oberhänsli verzichtete auf eine Entschädigung, aber der Verein beschloss aus lauter Freude, dass man ihr 15,- Franken aus der Kasse bezahlen soll.
Für die Anschaffung eines freistehenden Barrens wollte man mit Herrn Seitz, in Emmishofen, Wagnerei und Mech. Werkstatt verhandeln, und, - wenn nicht zu teuer, - einen bestellen.
1891
Es wurde beschlossen, an die Primarschulvorsteherschaft Tägerweilen ein Gesuch zu stellen; für die Benützung des Kleinkinderschulgartens, um im Frühjahr - Herbst eine Turngelegenheit zu haben. Die Hoffnung auf Zusage war klein, denn einige Jahre vorher wurde das Gesuch abgelehnt.
Der neue Barren wurde bei Herrn Seitz, Emmishofen, bestellt Er kam extra In die Turnstunde, damit er die Wünsche der Tägerweiler entgegennehmen konnte. Wie teuer dieses Gerät war, - ist leider nirgends aufgezeichnet!
Der Präsident liess dem Fahnenmaler Werffelin in Turbental ein Schreiben zukommen, indem er den schlechten Zustand der Fahne schilderte, - Diese Firma erklärte sich bereit, eine neue gleiche Fahne zu liefern, wie die Erste, da er fehlerhafte Seide von seinem Lieferanten erhalten habe (somit ist unsere restaurierte blaue Fahne eigentlich die 2.!).
In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar wurde vom Pauschenpferd (es stand im Areal des Kindergartens) der Lederüberzug weggeschnitten - ohne den Täter je zu finden.
Die Reparatur bei Sattler Schwarz kam auf über 70.- Franken ohne Arbeitslohn. Alle andern eingeholten Offerten waren noch teurer!
Es wurde eine Eingabe an die Vorsteherschaft gemacht, für die Bewilligung zum Aufstellen eines Häuschens, das Holz wurde von der Bürgergemeinde geliefert.
Die Sektionen Tägerweilen und Horn werden in den thurgauischen Kantonal-Turnverein aufgenommen. Die Versammlung fand in Weinfelden statt. Weil die Kasse in der letzten Zeit sehr stark in Anspruch genommen wurde, stellt man nur 2 Delegierte, statt 4 Mann..
1892
Leider keine Informationen über dieses Jahr
1893
Leider keine Informationen über dieses Jahr
1894
Vorbereitungen für die Übernahme des Kreisturntages. Vorgesehen der 24. Juni oder Juli. Zum Organisationspräsidenten wurde Herr Sekundarlehrer Blattner gewählt, welcher gleichzeitig auch Vereinspräsident war. Das Wirtschaftskommitee hielt Verhandlungen mit dem Linden-Wirt, Herr Fischbacher, ab.
Die Offerte für das Mittagessen bestehend aus: Suppe, Rindsbraten, zwei Gemüse, nebst einem 1/2 ltr. Wein für zwei Personen, sollten Fr, 1.40 kosten…
Im weiteren wurde die Musikgesellschaft Hugelshofen angefragt, welche für Fr. 50.- bei 10 Mann und freie Station offerierten. Auf die Zusage musste noch abgewartet werden, da man von der Musikgesellschaft Ermatingen ein besseres Angebot zu erhalten glaubte.
Halbjahresversammlung vom 11. Juli, laut Protokoll:
Abrechnung Kreisturntag:
Total Einnahmen Fr. 467.82
Total Ausgaben Fr. 464.80
Vorschlag Fr. 3.02
Leider sind keine Aufzeichnungen über die Wettkampfart und dergleichen zu finden. An Ansprachen beteiligten sich der OK-Präsident und Herr Müller, Seminarlehrer aus Kreuzlingen.
Eine Einladung aus Überlingen, an ihrem Turnfest teilzunehmen, wurde beschlossen. Wer sich am Wettkampf beteiligt. erhält 3.75 aus der Kasse. Festbesuchern und Aktiven werden die Reisekosten vergütet.
Für den Turnbetrieb im Winter wurde bei Herrn Dütsch, Milcher, angefragt. (Jak. Bosshard, Palmenweg), Der Verein erhielt die Zusage, musste aber einen Teil des Kellers mit einem Lattenverschlag abtrennen. Die Miete für das Winterhalbjahr belief sich auf Fr. 20.-.
1895
Das Schauturnen wurde auf den 3. März angesetzt. Der Erfolg war sehr gut. Es wurde beschlossen, dass an der nächsten Versammlung sämtlichen Mitgliedern das Nachtessen und 8 Liter Wein aus der Kasse bezahlt wird.
Am 12. Mai wurde beschlossen, an der Einweihung des Schützenhauses und am kommenden Jugendfest teilzunehmen.
1896
Leider keine Informationen über dieses Jahr