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Prüfungsrecht: Die Begründung von Prüfungsentscheiden
DOI:https://doi.org/10.21257/sg.185
Abstract
Im Prüfungsrecht ist die Begründung der Leistungsbewertung von entscheidender Bedeutung. Erst die Begründung erlaubt es dem Prüfling und der Beschwerdeinstanz die Bewertung nachzuvollziehen. Art. 29 Abs. 2 BV stellt die Mindestgarantie bezüglich Anforderungen an die Begründung dar. Grosse Teile der Rechtsprechung erachten dabei die schlichte Notenbekanntgabe im Verwaltungsverfahren als ausreichend. Gemäss dieser Praxis reicht es aus, wenn die nachvollziehbare Begründung im Beschwerdeverfahren nachgeschoben wird und der Prüfling in einem zweiten Schriftenwechsel dazu Stellung nehmen kann. Der Autor setzt sich sowohl mit den Anforderungen an die Begründung als auch mit den Rechtsfolgen einer verletzten Begründungspflicht auseinander. Zudem versucht er aufzuzeigen, weshalb von Prüfungsbehörden im Verwaltungsverfahren zumindest eine summarische Begründung verlangt werden muss. Bei mündlichen und praktischen Prüfungen sollte die Rechtsprechung sodann eine Aufzeichnungs-/Protokollierungspflicht aus Art. 29 Abs. 2 BV ableiten.
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En droit des examens, il est décisif que l’évaluation des performances du candidat soit motivée. En effet, seule la motivation permet au candidat, et à l'instance de recours, de saisir les tenants et les aboutissants de l'évaluation. L'art. 29 al. 2 Cst. constitue la garantie minimale en ce qui concerne les exigences en matière de motivation. Une grande partie de la jurisprudence considère que la simple communication des notes est suffisante dans le cadre d’une procédure administrative. Selon cette pratique, il suffit qu’un exposé compréhensible des motifs soit ajouté dans la procédure d'appel et que le candidat puisse se déterminer à ce sujet lors d’un second échange d’écritures. Dans son article, l’auteur traite des exigences en matière de motivation, ainsi que des conséquences juridiques d'une violation de l'obligation de motivation. En outre, il démontre en quoi une motivation, au moins sommaire, doit être exigée par les autorités d'examen dans les procédures administratives. S’agissant des examens oraux et pratiques, la jurisprudence devrait déduire de l'art. 29 al. 2 Cst. une obligation d'enregistrer/de dresser un procès-verbal de l’épreuve.
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