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Die FMH ist äusserst besorgt, ob die reguläre medizinische Versorgung der Bevölkerung in den nächsten Wochen noch sichergestellt werden kann. Die Spitalauslastung im Zusammenhang mit der zweiten Welle, die jetzt schon gravierender ist als die erste in diesem Frühjahr, schränkt in einigen Kantonen bereits heute eine angemessene medizinische Versorgung von Patienten aller Altersgruppen ein. Wenn bei einem schweren Krankheitsverlauf infolge COVID-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird, sind in der Regel schon 10 bis 14 Tage seit der Ansteckung vergangen. Bis zu einer allfälligen notwendigen Verlegung auf die Intensivstation verstreicht noch einmal Zeit. Es wird folglich mehrere Wochen dauern, bis sich die am 28. Oktober 2020 eingeführten Massnahmen des Bundesrates auf die Belegung der Spitäler entlastend auswirken können.
Die Ärzteschaft ist besorgt über die Verknappung der Ressourcen auf den Intensivstationen. Es gilt unter allen Umständen eine Situation zu vermeiden, in der die Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Spitälern nicht mehr gewährleistet werden kann. Deshalb fordert die Ärzteschaft die Bevölkerung auf, die Distanzregeln, die Handhygiene und die Maskenpflicht strikt einzuhalten sowie die Empfehlungen der Behörden hinsichtlich der Anzahl Kontakte gewissenhaft zu befolgen. Diese einfachen Massnahmen sind die Grundlage für eine wirksame Bekämpfung des Virus.
Die FMH dankt allen Ärztinnen und Ärzten sowie allen Mitarbeitenden in den Arztpraxen und Krankenhäusern, insbesondere in den Intensivpflegestationen, für ihren grossen und ausserordentlichen Einsatz für alle Erkrankten.