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Ein Jäger aus der Rothirsch-Region 16 hat eine Busse von 500 Franken akzeptiert. Er hat Ende Sommer 2020 Hirsche vergrämt.
Um die Jagd auf Rothirsche drehte sich der Prozess in Thun.
Foto: Benoît Renevey
260 Rothirsche durften im Sommer 2020 in den Hirschregionen 16 und 17 südlich des Brienzersees bis an die Kantonsgrenze und im Oberhasli abgeschossen werden. Ein 78-jähriger langjähriger Hirschjäger aus der Region stand am Freitag vor Gericht. Er hat am 22. Oktober 2020 einen Strafbefehl erhalten, mit dem er zu einer Busse von 500 Franken wegen Übertretung des Jagdgesetzes durch Behinderung des Jagdbetriebs verurteilt wurde. Dagegen hat er Beschwerde erhoben.
Luchse angelockt
Was hat er getan? Er deponierte am 31. August 2020, kurz bevor die Jagd eröffnet wurde, an mehreren Orten im offenen Jagdgebiet Lappen, die er mit einem Gemisch aus Baldrian und Obstler getränkt hatte. Die Absicht dahinter: Luchse gehören zur Katzenfamilie und werden von Baldrian angezogen. Wo aber ein Luchs ist, bleiben die Hirsche fern, denn sie lernen sehr schnell, wo ihnen Gefahr droht. «Er tat dies, um den Jagderfolg für die anderen Jäger zu minimieren oder ganz zu verunmöglichen. Damit behinderte er wissentlich und willentlich und damit vorsätzlich den Jagdbetrieb, und er stellte die Erfüllung der behördlichen Jagdplanung infrage», steht im Strafbefehl.