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Rebalancing mit Aussetzen
Unter Rebalancing versteht man das Zurückkehren auf ein angestrebtes Gewicht. Soll beispielsweise eine Aktienquote von 25 % gehalten werden, so müssen nach einem Kursrückgang Aktien dazugekauft werden, um den erlittenen Wertverlust wieder auszugleichen.
Rebalancing-Transaktionen kommen in erster Linie zum Einsatz, um die Einhaltung der in der neutralen Allokation definierten, maximal zulässigen Abweichungen von der neutralen Aktienquote sicherzustellen. Dabei werden Anlagekategorien, deren Vermögensanteil aufgrund überdurchschnittlich hoher Kursgewinne gestiegen ist, abgebaut und im Gegenzug jene Anlagekategorien aufgebaut, deren Anteil am Vermögen gesunken ist. Verkäufe finden somit tendenziell nach Kursgewinnen und Käufe nach Kursverlusten statt, was als antizyklisches Verhalten bezeichnet wird.
Das Risiko des Gesamtvermögens wird am stärksten durch die Aktienquote bestimmt, da diese mit maximal 34 % (inkl. Private Equity) erstens einen substanziellen Anteil ausmacht und zweitens in Krisenphasen sehr grosse Verluste einbringen kann. Aus diesem Grund wird bei fallenden Aktienkursen auf ein Rebalancing der Aktienquote auf ihren neutralen Wert verzichtet, sofern die Wertschwankungsreserven nicht voll geäufnet sind. Dies bedeutet, dass sich die Aktienquote aufgrund der Wertverluste laufend reduziert und damit die Exposition auf weitere Kursverluste kleiner wird. Im Fall steigender Aktienkurse nimmt dagegen die Quote tendenziell zu. Um das damit steigende Risiko zu begrenzen, wird die Aktienquote im Fall einer Überschreitung der neutralen Quote relativ rasch mittels Rebalancing auf ihren neutralen Wert zurückgeführt.
Sofern die Wertschwankungsreserve voll geäufnet ist, können Rebalancings nicht nur bei steigenden, sondern auch bei fallenden Aktienkursen durchgeführt werden. Dann verfügt die PKZH über genügend Reserven, um die neutrale Aktienquote mittels Rebalancing auch durch eine Krise durchzuhalten. Sie kann dann von einer Trendumkehr profitieren.