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Sojabohnen-Isoflavone binden an den Östrogenrezeptor und scheinen damit die Herzkranzgefässe insbesondere nach den Wechseljahren zu schützen, wie schon länger vermutet wird.
Diese Vermutung liess Wissenschaftler der USC Keck School of Medicine in Los Angeles eine Studie mit 350 Frauen nach den Wechseljahren – im Alter zwischen 45 und 92 - lancieren.
Die Frauen bekamen während 2.7 Jahren entweder täglich 25 Gramm Sojaproteine oder ein Placebo. Die Teilnehmerinnen wiesen zu Beginn der Studie weder einen Diabetes noch eine Erkrankung der Herzkranzgefässe auf. Mittels Messungen der Isoflavone im Urin und im Blut wurde die Therapietreue der Teilnehmerinnen beobachtet. Diese lag bei der Sojabohnen-Gruppe bei 91% und bei der Placebo-Gruppe bei 86.5%.
Die Arteriensituation an der Halsschlagader untersuchten die Forscher mittels Ultraschall. Bei beginnender Arteriosklerose kommt es zu einer Zunahme der Wanddicke an der Halsschlagader, die so festgestellt werden kann.
In der Studie zeigte sich, dass die Wanddicke der Halsarterie bei der Sojabohnengruppe um 16% geringer war als bei der Placebogruppe. Damit war bewiesen, dass die Einnahme von Sojaproteinen das Fortschreiten einer Arteriosklerose bremsen kann. Bei Frauen, die erst seit ca. fünf Jahren in der Menopause standen, war dieser positive Effekt am deutlichsten ausgeprägt: Bei ihnen war das Risiko für das Fortschreiten der Arteriosklerose (also die Zunahme der Wanddicke der Halsschlagader) um 68% niedriger als bei der Placebogruppe. Und: Auch die Werte des „guten-Cholesterins“ (HDL) waren bei der Sojagruppe deutlich besser, wie die Forscher im Fachblatt Journal of the American Heart Association schreiben.
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