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Ernst Bernhard wurde am 13. Februar 1942 in Luzern als viertes von sieben Kindern geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf. Auch er musste als junger Knabe beim Nachbarn im Bauernbetieb anpacken. Als 16-Jähriger konnte er die Lehre als Mechaniker beginnen. Seinen Wissensdurst hat er mit verschiedenen Weiterbildungen gelöscht.
1980 zog es ihn nach Murten zur Firma Menalux, wo er als Betriebsleiter beschäftigt war. 1981 kaufte er am Kirchweg in St. Silvester ein Einfamilienhaus und zog mit seinen zwei Söhnen Ernst-Arthur, Stefan und mit seiner damaligen Frau Irma, dort ein. Das Landleben, die Natur und die Berge waren seine Zapfstelle für die Energie, die er im beruflichen und privaten Leben brauchte. Später erlangte Ernst das Diplom als Wirtschafts-Ingenieur und machte sich als Finanzberater selbstständig. Ernst war ein zurückgezogener Mensch. Er half jedoch jedem, der ihn um Hilfe anfragte. 1999 klopfte der Tod das erste Mal an seine Haustür und er verlor sein Sohn Stefan. Er hinterliess ihm einen Enkel, Janosch. Ernst suchte seinen Schmerz an stillen Orten zu lindern. Dabei zog es ihn in die Kirchen und Kapellen. So hat er sich über diesen harten Schicksalsschlag getröstet.
Ernst Aregger war ein begnadeter Musiker. Mehrere Jahre hat er die Dorfmusik von Cressier dirigiert. Auch über zehn Jahre hat er die Jagdhornbläser Hubertus-Sense dirigiert. Er erreichte in vielen Wettkämpfen die Bestnote. Nebst dem Dirigieren hat Ernst auch komponiert. Seine Werke werden ihn auch nach seinem Tode weiterleben lassen.
Mit seiner Lebensgefährtin Jeanette konnte er noch im Jahr 2008 eine Reise nach Amerika machen und so ging ein weiterer Traum für ihn in Erfüllung. Da bemerkte er die ersten Symptome seiner Krankheit. Bald bestätigten ihm die Mediziner einen Tumor. Ernst verliessen der Mut und der Kampf gegen diese Krankheit nicht. Er versuchte mit allen Mitteln, den Krebs zu besiegen. Lange hatte dieser Mut Früchte getragen und die Hoffnung und Freude über die Besserung war für ihn und seine Mitmenschen sehr gross.
Seine grosse Leidenschaft waren Autos, insbesondere Corvette. Er fühlte sich im siebten Himmel, wenn er an den Schönwettertagen eine Fahrt machen konnte. Er liebte die Freiheit, und war stark mit den Bergen verbunden. Seine wöchentlichen Wanderungen liessen ihn den täglichen Stress, den er als selbständiger Berater ausführte, vergessen. Kurz vor Weihnachten bemerkte er, dass sein Schicksal einen anderen Weg eingeschlagen hatte. Einen längeren Spitalaufenthalt und weitere Chemotherapien hatte ihm nicht den Mut, sondern die Kraft genommen.
Seine Lebenspartnerin und sein Sohn waren eine grosse Stütze und haben ihn in seinem Leiden moralisch mit Liebe und Hingabe unterstützt. Ernst Aregger konnte auch auf seine Geschwister und Freunde zählen, die ihn im Spital besuchten oder auch zum Arzt begeiteten. Insbesondere Fredy, Georges und Daniel waren ihm eine grosse Hilfe, sowie auch seine Nachbarn.
Sein Glaube an Gott hat ihm weitergeholfen und so konnte er von dieser Welt loslassen. Er verstarb am 31. März 2010. Er war überzeugt, nur als Gast auf dieser Erde gewesen zu sein. Er sehnte sich am Schluss seines Lebens, in das unbekannte Land der Ewigkeit einzuziehen und in seiner Seele weiterleben zu dürfen. Eing.