Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03597.jsonl.gz/252

Im vergangenen Mai hatte die Kantonspolizei des Kantons Basel-Stadt auf Forderung der Stadtgärtnerei den Abschuss von Rehen genehmigt, die auf dem Basel-städtischen Friedhof «Hörnli» leben. Grund für den Abschuss-Plan sei der Schaden, den die Tiere auf dem Friedhofsareal verursachen.
Unschuldige Tiere töten, nur weil sie Blumen fressen? Unvorstellbar für die Fondation Franz Weber (FFW) und Helvetia Nostra, die dagegen beim Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt Rekurs eingelegt haben. Die Rehe haben so einen Aufschub vor einem möglichen Abschuss erhalten, da die aufschiebende Wirkung des Rekurses es nicht erlaubt, sie während des Verfahrens zu töten.
Am vergangenen Samstag hat die FFW ihre Beschwerde gegen die erteilte Abschussbewilligung auf dem Friedhof am Hörnli rechtlich begründet. Die Tierschutzorganisation hat damit verbunden konkrete Forderungen formuliert: Die Abschusserlaubnis müsse annulliert werden. Denn es hätten bestimmte Massnahmen getroffen werden müssen, bevor der Entscheid zum Abschuss der Tiere getroffen wurde.
Tierschützer fordern Studie
Insbesondere hätten die Behörden eine Studie erstellen müssen, um bessere Informationen über die Rehgruppen auf dem Friedhof am Hörnli zu erhalten: «Ohne genaue Kenntnisse über das Alter der Tiere, ihre Anzahl, Bewegungen, Gewohnheiten und Fütterungsbedürfnisse ist es unmöglich zu bestimmen, wie man sie am besten regulieren kann, ohne sie zu töten», sagt Vera Weber, Präsidentin der FFW. Sie wolle ein friedliches Zusammenleben zwischen der Friedhofsverwaltung und den Rehen auf dem «Hörnli» möglich machen.
Eine solche Studie solle deshalb dringend erstellt werden. Darauf basierend könnte der jetzige Friedhofsbewirtschaftungsplan überarbeitet werden, um die Anwesenheit von Rehen, insbesondere bei der Planung der täglich anfallenden Unterhaltsarbeiten, mit einzubeziehen.