Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03490.jsonl.gz/501

Die Präsidentenkonferenz der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) sagt, wie auch schon der Vorstand der SOG, einhellig NEIN zum Referendum gegen die Weiterentwicklung der Armee (WEA).
Das Parlament hat bekanntlich am 18. März 2016 die Eckwerte der WEA mit grossem Mehr gutgeheissen. Dieser Entscheid schafft Rechtssicherheit und ermöglicht die langfristige Planbarkeit der Armee. Die SOG hat sich in den letzten Jahren intensiv für eine schlagkräftige und glaubwürdige WEA engagiert und durfte mit Zufriedenheit feststellen, dass praktisch alle ihrer Verbesserungsvorschläge aufgenommen und in die Botschaft eingeflossen sind.
Die SOG-Präsidentenkonferenz spricht sich, zusammen mit dem SOG-Vorstand, aus folgenden zentralen Überlegungen gegen das Referendum zur WEA aus:
- Die WEA behebt Mängel. Das Referendum hingegen hebelt die Mängelbehebung aus und verzögert den dringend nötigen Korrekturprozess der Armee unverhältnismässig lange oder verunmöglicht ihn gar.
- Die WEA bildet materiell, personell und finanziell eine tragfähige und realisierbare Basis für eine starke, gut ausgerüstete, dezentral verankerte und mobilisierbare Milizarmee. Sie bildet eine gute Startbasis, auf der man weiter auf- und ausbauen kann. Das Referendum durchlöchert diese und gefährdet den Erhalt einer Armee, die diesen Namen verdient und ihre Aufträge erfüllen kann.
- Das Referendum spricht von „Halbierung der Armee“. Das ist nicht nur irreführend, sondern grundsätzlich falsch, weil der Effektivbestand von heute rund 170‘000 auf 140‘000 Mann in der WEA zurückgeht. Berücksichtigt man die aktiven und ausgerüsteten Armeeangehörigen, wird die Armee von heute 128’000 sogar auf 140’000 Angehörige ausgebaut.
- Mit der WEA hat die Armee, gestützt auf das Militärgesetz, für die nächsten vier Jahre einen Zahlungsrahmen von rund CHF 20 Mrd. zugesprochen erhalten. Das Referendum gefährdet exakt diese wichtige Errungenschaft, mit der Folge, dass die Armee weiterhin nicht über die benötigten finanziellen Ressourcen verfügt.
Darum sagt die Präsidentenkonferenz der SOG klar NEIN zum Referendum gegen die WEA. Für den SOG-Präsidenten, Oberst i Gst Stefan Holenstein, ist dies ein starkes Zeichen des Zusammenhalts der 24 kantonalen und 15 Fach-Offiziersgesellschaften: „Ich bin erfreut über diese klare Haltung der Präsidentenkonferenz, die damit auch den SOG-Vorstandsbeschluss in aller Deutlichkeit bestätigen. Wir haben unsere Reihen geschlossen und sagen einhellig JA zur WEA.“
Kontakt
Oberst i Gst Stefan Holenstein, Präsident, +41 79 241 59 57
Oberst i Gst Marcus B. Graf, Vizepräsident, +41 79 670 86 16
Oberstlt i Gst Yannick Buttet, Vizepräsident, +41 79 260 52 64
Oberstlt Stefano Giedemann, Vizepräsident, +41 79 239 58 82
Maj Daniel Slongo, Generalsekretär, +41 79 658 69 47