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Der englische Begriff Graphic Novel bezeichnet einen grafischen Roman. Im deutschprachigen Raum wird unter anderem auch die Bezeichnung grafische Novelle genutzt, um den Anglizismus zu vermeiden. Durchgesetzt hat sich dieser Begriff allerdings nicht und die meisten Verlage verwenden auch im Deutschen den Begriff Graphic Novel.
Der Unterschied zwischen Graphic Novels und Comics
Die Themen in Graphic Novels sind häufig komplexer als in Comics und richten sich eher an Erwachsene. Zudem sind Graphic Novels meistens in sich abgeschlossen und unterscheiden sich dadurch von Comicserien, die darauf angelegt sind, dass sie fortlaufende Geschichten erzählen. Verglichen mit Romanen sind Graphic Novels meistens längere Geschichten, die in mehreren Teilen aufgebaut werden. Genau wie Romane können auch Graphic Novels aus mehreren Bände bestehen.
Anders als in Comics kann es in Graphic Novels längere Textabschnitte geben. Während in manchen Romanen auch Zeichnungen zu finden sind, um beispielsweise das Aussehen von Charakteren oder Szenen zu zeigen, geht es in Graphic Novels darum, eine Geschichte mit Hilfe von Text und Bildern erzählen, wobei das Hauptaugenmerk ähnlich wie bei Comics auf den Bildern liegt.
Geschichtliches zu Graphic Novels
Der Begriff der Graphic Novel wurde erstmals 1978 von dem US-amerikanischen Zeichner Will Eisner eingeführt. Er wollte damit deutlich machen, dass sich sein als Graphic Novel bezeichnetes Werk mit dem Titel A Contract with God von seinen Comics unterscheidet, da das Thema ernster und anspruchsvoller ist als die Themen, die in Comics häufig aufgegriffen werden.
Viele Comiczeicher, -autoren und -verleger lehnen den Begriff Graphic Novel noch heute ab. Das liegt unter anderem daran, dass es noch immer keine klare Definition gibt. Zudem interpretieren viele die Bezeichnung Graphic Novel so, dass Comics und Comicserien damit abgewertet werden, was allerdings nicht der Fall ist.