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Dr. Thomas Riegler, thomas-riegler.net, 24. März 2018
Kooperation zwischen Geheim- und Nachrichtendiensten dürfte mehr Ausnahme als Regel sein. Und wenn, dann wird sie als notwendiges Übel angesehen. Oder wie es die Ex-Agentin Valerie Palme auf den Punkt gebracht hat:
„In the CIA people view liaison relationships as a pain in the ass, but necessary.”
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst einmal begegnet man sich in der „Community“ der Dienste nicht auf Augenhöhe. Es gibt einige wenige dominante Akteure, die dieses inhärente Machtgefälle zu ihrem Vorteil nutzen. So ist es etwa öffentlich belegt, dass der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) von seinen US-amerikanischen Counterparts nicht ganz ernst genommen wird. Erstens handelt es sich beim BND um eine Gründung durch die Central Intelligence Agency (CIA) in der frühen Nachkriegszeit (Organisation Gehlen). Andererseits hängt dem BND die Unterwanderung durch Doppelagenten während des Kalten Krieges nach. Spätestens seitdem der Leiter der Spionageabwehr, Heinz Felfe, 1961 als Ostspion entlarvt wurde, galt der BND als unsicherer Kantonist bei den angloamerikanischen Counterparts. An dieser Einstellung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht so viel geändert.
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