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Es gab definitiv eine Gruppe von Kardinälen und Bischöfen, die sich regelmässig zwischen 1996 und 2006 in St. Gallen getroffen hat. “Zu einem freundschaftlichen Austausch”, wie Sabine Rüthemann, Kommunikationsbeauftragte des Bistums St. Gallen, erklärt.
Der damalige St. Galler Bischof Ivo Fürer sowie der mittlerweile verstorbene Kardinal Carlo Maria Martini haben den “privaten Freundeskreis” initiiert. Die Gruppe habe damals schon über eine Papstnachfolge diskutiert, als Papst Johannes Paul II sehr krank war. Diesem folgte dann Joseph Ratzinger, welcher ab dem 19. April als Benedikt XVI. das Amt des Papstes inne hatte und schliesslich im Februar 2013 seinen Rücktritt gab.
Ehemaliger St. Galler Bischof erklärt
In einer Erklärung des Bistums St. Gallen beschreibt der ehemalige Bischof von St. Gallen Ivo Fürer die Situation: “Bei der Papstwahl von Joseph Ratzinger haben sich die Kardinäle, die sich regelmässig in St. Gallen getroffen hatten, im Präkonklave ausgetauscht. Soweit zu vernehmen war, erhielt Kardinal Bergoglio (amtierender Papst Franziskus, Anm.d.Red.) bereits bei dieser Papstwahl eine bedeutende Zahl von Stimmen.”
Die Wahl von Bergoglio im Jahr 2013 entsprach der Zielsetzung, die in St. Gallen verfolgt wurde, heisst es in der Biografie von Kardinal Daneels. Dies bestätigt Bischof Ivo Fürer, der aus seiner Freude an der Wahl des Argentiniers nie ein Geheimnis machte.
Den St. Galler Kreis von Kardinälen mit dem Rücktritt von Papst Benedikt in Zusammenhang zu bringen sei falsch, da die Treffen nach 2006 gar nicht mehr stattfanden. Der Rücktritt des Papstes war erst 2013.
(lak)