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Muscadelle - Hintergrund & Geschichte
Die weisse Rebsorte Muscadelle ist an der Herstellung der famosen Bordeaux-Süssweine wie Sauternes und Barsac beteiligt. Weiterhin findet sie Eingang in die Süssweine und trockenen Weissweine der Weinbauregion Sud-Oest, sowie in den Schaumwein Crémant de Bordeaux. Ein Grossteil des Rebbestands entfällt auf das Weinbaugebiet Entre deux mers (Bordeaux), wo Muscadelle häufig mit grösseren Anteilen von Sémillon und Sauvignon Blanc verschnitten wird.
Ein weiteres grösseres Anbaugebiet von Muscadelle befindet sich in Australien. Weltweit sind knapp 1'500 Hektar mit der Rebsorte bestockt, die sich aufgrund ihrer Anfälligkeit für Botrytis gut für die Süssweinerzeugung eignet.
Obwohl der Name und die feine Aromatik des Weins auf eine verwandtschaftliche Beziehung zur Muskateller-Familie hinweisen, zählt Muscadelle nicht zu den Muskatsorten. Stattdessen stammt die Rebpflanze von der einst weit verbreiteten Sorte Heunisch ab, aus der zahlreiche heute bekannte Rebsorten hervorgegangen sind. Der andere Elternteil, der bei der natürlichen Kreuzung eine Rolle spielte, ist unbekannt.
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