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Um die Jahrhundertwende entstanden – oft erst kurz vor der Fasnacht – laufend neue Cliquen, die sich meist nach der Fasnacht wieder auflösten oder in neue Cliquen spalteten. Oft tauchten drollige Namen wie Albrecht-, Bibsli-, Bruch- oder Schnapsclique auf. Auch die Tambouren des Artillerievereines Basel-Stadt (gegr. 1834) gaben sich an der Fasnacht Namen wie Vereinigte Grossbasler, Märmeliclique (Märmeli=Kugel) usw.
1902 gründen einige Tambouren des Artillerievereins Basel eine Fasnachtsgesellschaft. Ein Jahr später nehmen sie unter dem wohlklingenden Namen Fastnacht-Gesellschaft der «Inneren Stadt» mit dem Sujet „Reorganisation des Militärs“ an der Strassenfasnacht teil.
1904 nennt sich die Gesellshaft zu Ehren der Schutzpatronin der Artilleristen und Bergleute „Barbara-Clique“.
1905 nehmen Barbaren am Winzerfest in Vevey teil.
1906 tritt man mit den «Dreiern» am 1. Monstre-Trommelkonzert in der Burgvogtei auf. Im gleichen Jahr reist man an das Deutsche Bundesschiessen nach München..
1907 wird aus der «Clique» der Barbara-«Club».
Als 1909 und 1910 nur ein provisorisches Comité besteht, wird dieses auch vom Barbara-Club nicht anerkannt. Man macht Strassenfasnacht, ohne dafür Subventionen zu erhalten.
1910 entsteht eine Gesangssektion des Barbara-Club.
1911 wird das Monstre Trommelkonzert unter dem neuen Comité im Casino durchgeführt; der Barbara-Club tritt mit den „Franzosen“ auf.
1914 wird die Weinstube Fischern am Fischmarkt zum Stammlokal.
1915 – mitten im 1. Weltkrieg – wird für die Freunde der Clique ein Zeedel herausgegeben.
Obwohl es im Jahre 1919 polizeilich verboten ist, Strassenfasnacht zu machen, ist der Barbara-Club samt Laterne am Morgenstreich dabei.
1921 wird der Barbara-Club zum Stadtgespräch. Während man bisher Frauen an der Fasnacht nur auf Wagen, beim Intrigieren und beim Schnitzelbanggsingen antraf, pfeift Helly Oppermann und trommelt ihre Freundin Esther Abt im Barbarazug mit. Das Comité befürchtet, die Fasnacht könnte dadurch auf eine schiefe Ebene geraten.
1923 kommt es zu einer Spaltung. Einige ältere Barbaren gründen zusammen mit anderen Fasnächtlern die «Rumpel-Clique» – heute die älteste Alte Garde.
1930 macht die Meldung die Runde, der Barbara-Club existiere nicht mehr. Dies stimmt nicht, denn an der Fasnacht nimmt ein bescheidenes Barbara-Züglein teil. Bald geht es wieder aufwärts, was 1934 an der Fasnacht mit einem Glanzzug aus lauter Ueli in den Clubfarben zum Ausdruck kommt. Während des 2. Weltkrieges beschränkt sich die Fasnachtstätigkeit auf das Monstre-Trommelkonzert.
An der Fasnacht 1947 ist nur ein Charivariwagen des Barbara Club zu sehen. Der Initiative von zahlreichen Fasnächtlern, die 1948 in unsere Clique eintreten, ist es zu verdanken, dass es weiterhin einen Barbara-Club gibt.
1957 Gründung der Jungen Barbara mit eigener Pfeifer- und Trommelschule.
1962 wird im Volkshaus das 60 jährige Jubiläum gefeiert.
1966 Organisation des „Offiziellen Preistrommlen und -pfeifen“. Einführung des Zwei-Tage-Modus für die „Alten“ und die „Jungen“, die Gruppenkonkurrenz bei den Jungen und Präsentation eines passenden Bühnenbildes.
1970 Wird die „Gumsle“ gegründet.
Die Organisation des Clique-Grimpeli und die Eröffnung des eigenen Cliquenkellers am Klosterberg 2 prägen das Jahr 1973.
1974 wird durch die Clique wiederum das „Offizielle“ organisiert.
1977 Der 75. Geburtstag wird mit der Uraufführung des cliqueneigenen Marsches „s Lisettli“ am Monstre eingeleitet. Gleichzeitig präsentiert die 20-jährige Jungi Barbara“ am Monstre ihre Trommelschule.
1982 wird im Barbara-Keller am Klosterberg die Alte Garde gegründet.
1992 beschliesst die Generalversammlung, aus dem Stammverein wieder eine gemischte Sektion zu machen. Das Fest zum 90-Jahr-Jubiläum findet im Saal des Rhyparks statt.
Im Jahr 1996 wird ein weiteres Mal das Clique-Grimpeli organisiert.
1998 und 1999 ist der Barbara-Club zusammen mit drei weiteren Stammvereinen für die Durchführung des „Offiziellen“ verantwortlich.
2000 wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung die Fusion der Barbara-Gumsle mit dem Stammverein gutgeheissen.
2002 Ein Jubeljahr für den Barbara-Club 1902. Das 100-jährige Bestehen wird mit zahlreichen Aktivitäten ausgiebig gefeiert: Sternmarsch mit den ebenfalls jubilierenden Cliquen zum Barfüsserplatz mit grossem Festzelt, Riesen-Fest im Wenkenpark und eine zehntägige Schottland-Reise mit 100 Teilnehmern.
Am Drummeli 2004 wird der „Piccasso“ (von Renato Salvi und Roland Grieder) vom Barbara-Club uraufgeführt.
2003 tritt der Barbara-Club dem Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverband (ZTPV) bei und nimmt regelmässig an den Eidgenössischen und Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfesten teil.
2012 wird das Clique-Grimpeli wiederum vom Barbara Club organisiert.
2015 Der Barbara Club glänzt einmal mehr mit der Organisation des „Offiziellen Basler Preistrommeln- und Pfeiffen“.
Am Drummeli 2018 wird dem extra arrangierten Medley (von Barbara Berli und Lukas Jager) als Hommage an Mani Matter vom Barbara-Club uraufgeführt.