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In Monaco traf sich die Leichtathletik-Elite zum 6. Diamond-League-Meeting des Jahres. Für die Schweizerinnen Mujinga Kambundji und Angelica Moser war es der letzte Wettkampf vor Olympia in Tokio. Die wichtigsten Ergebnisse:
Die beiden Schweizerinnen
- 200 m Frauen
Kambundji fühlt sich zwar über 100 m wohler, doch in Monaco startete sie über die doppelte Distanz. Und da bewies sie, dass sie auch über 200 m mit den besten Sprinterinnen mithalten kann. Die Bernerin lief in 22,75 Sekunden auf den 4. Platz. Shaunae Miller-Uibo (22,23) von den Bahamas gewann das Rennen dank einer Aufholjagd auf den letzten Metern vor der Ivorerin Marie-Josée Ta Lou (+0,02) und der Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (+0,25).
- Stabhochsprung Frauen
Moser scheiterte 3 Mal an der Höhe von 4,70 Metern. Zuvor hatte sie 4,50 m im ersten Versuch übersprungen, eine Höhe dazwischen wurde nicht aufgelegt. «Ich weiss jetzt, dass ich auch auf 4,50 m einsteigen kann», sieht die Athletin des LC Zürich das Positive. Diese Marke reichte letztlich für den 6. Platz. Die Amerikanerin Katie Nageotte siegte mit 4,90 m vor der unter neutraler Flagge startenden Anschelika Sidorowa (4,80) und der Griechin Katerina Stefanidi (4,80, aber 2 Versuche bei 4,70).
Die internationalen Highlights
- Dreisprung Frauen
Die neue Regelung mit einer Finalrunde der besten 3 gibt weiter zu reden. Yulimar Rojas wird diesmal Opfer des neuen Reglements. 15,12 m sprang die Venezolanerin im 2. Versuch, doch dieser zählte in ihrem Fall eben nur für das Erreichen der Top 3. Beim Final-Sprung, dem 6., zeigte sie einen Riesensatz, der sogar zum Weltrekord gereicht hätte, doch sie hatte knapp übertreten. So gewann Shanieka Ricketts (JAM), die als Einzige einen gültigen 6. Sprung zeigte (14,29 m), vor Rojas.
- 1500 m Frauen
Fatih Kipyegon (KEN) zeigte ein beeindruckendes Rennen und liess die Niederländerin Sifan Hassan 100 Meter vor dem Ziel stehen. Mit ihrer Zeit von 3:51,07 Minuten blieb sie nur eine Sekunde über dem Weltrekord und stellte damit die Weltjahresbestleistung auf. Ihre persönliche Bestzeit pulverisierte sie geradezu, war sie doch 2,84 Sekunden schneller als bei ihrem zweitbesten Lauf.
Die strittigen Szenen
- 3000 m Steeple Männer
Wenn die Glocke läutet, geht es auf die letzte Runde. Nicht so beim 3000-m-Steeple-Rennen der Männer in Monaco, wo eine Runde zu früh geklingelt wurde. Benjamin Kigen (KEN) zündete auf der vorletzten Runde deshalb fälschlicherweise den Turbo – und brach dann prompt auf den letzten 400 Metern ein. Er musste sich mit Platz 7 begnügen. Nutzniesser war Lamecha Girma (ETH), der in Weltjahresbestleistung (8:07,75 Minuten) siegte.
- 100 m Männer
Jimmy Vicaut (FRA) sah nach einem Fehlstart eine etwas harte rote Karte, durfte aber ohne gewertete Zeit trotzdem mitlaufen. Akani Simbine (RSA) hatte die Hektik beim Start ausgelöst, weil er das Gleichgewicht verlor und mit einer Hand nach vorne griff. Da er aber im Startblock blieb, wurde Vicaut disqualifiziert. Akani wurde Zweiter, der Sieger hiess Ronnie Baker (USA), der nach 9,91 s ins Ziel einlief.
So geht's weiter
Das nächste Meeting der Diamond League findet am 13. Juli in London und Gateshead statt.