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Zuerst wurde uns allen die Kompetenz abgesprochen, fremde Kinder zu betreuen, es sei denn, der Staat erteile uns eine Lizenz oder man ist Grossmutter oder Grossvater. Dann werden Verwandte oder nahestehende Personen, was auch immer das heisst, von einer Bewilligungspflicht wieder ausgenommen. Dann werden auch die Freunde und Nachbarn von der Bewilligungspflicht ausgenommen, aber nur für den Fall, dass sie es unentgeltlich tun. Also bitte!
Wer unentgeltlich Kinder hütet, kann so lange hüten, wie er will, wer auch immer er ist, sobald er es gegen Entgelt tut, braucht er eine Bewilligung! Und umgekehrt: Sobald ich auf privater Basis eine liebenswürdige Person finde, welche mir die Kinder hütet und welcher ich, wie bei jedem normalen Arbeitsverhältnis etwas bezahle, brauche ich dafür eine staatliche Erlaubnis, weil ich nicht ausreichend erklären kann, wie nahe stehend der Babysitter mir ist. Haben diejenigen, welche diese Verordnung ausgearbeitet haben, eigentlich auch Kinder?
Deshalb: Die Frage, ob jemand eine Bewilligung braucht zum Kinder hüten, stellt sich nicht beim Entgelt, sondern bei der Frage, wie die Betreuung organisiert ist. Handelt es sich um institutionalisierte Betreuung, stellt der Staat die Anforderungen an die betreffenden Personen, handelt es sich um die Betreuung, welche auf private Initiative erfolgt, regeln wir alles selbst. Nichts einfacher als das!