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Die Zucht von Hunden mit
korrekten kurzen Beinen ist nicht einfach

Von Tom Horner
Der Züchter einer der in jüngerer Zeit anerkannten kurzbeinigen Terrier Rassen hat mich gebeten, ihm bei der Optimierung des Exterieurs und damit das Gangwerk seiner Zuchthunde zu helfen.
Sealyham Terrier
Er kaufte das erste Exemplar der Rasse als Familienhund, worauf ihm ein erfahrener Züchter sagte, dass der Hund einen so schönen Kopf habe, dass er auf Ausstellungen bestimmt viel gewinnen würde. Dieser Züchter ermutigte ihn, den Hund auszustellen und half auch bei der Vorführung. Die Voraussage des Züchters ging in Erfüllung und der Hund gewann auch ziemlich oft, wurde aber gewöhnlich als Zweiter oder Dritter platziert und fast immer wurden seine Vorderhand und deren Bewegungsablauf bemängelt.
Dem Besitzer wurde geraten, für seinen Hund mit dem guten Kopf eine gut gebaute Partnerin mit einer richtig guten Vorderhand zu finden. Diese Verbindung resultierte in Welpen mit besserer Vorderhand, aber keiner fiel in diesem Punkt so gut aus wie seine Mutter oder so gut wie sein Vater, was den Kopf betraf. Der Züchter wandte sich daher mit der Frage an mich, wie er Hunde mit korrekter Vorderhand züchten kann, ohne dabei den guten Kopf des ursprünglichen Hundes zu verlieren.
Das ist ein kompliziertes Problem, das vielen Züchtern von kurzbeinigen Rassen Kopfzerbrechen bereitet. Bei all diesen Rassen, hängt die freie Bewegung der Vorderhand vom Skelettbau ab, der für die jeweilige Rasse korrekt ist.
Alle kurzbeinigen Rassen haben kürzere Schulterblätter und Oberarme als die grösseren Rassen, aber bei jeder kurzbeinigen Rasse müssen die Schulterblätter und Oberarme eine genügende Länge haben, um einen deutlichen Winkel zu einander zu erlauben. Für die meisten Rassen dieses Typs ist ein rechter Winkel oder sehr nahe bei 90° ideal.
Das ist wichtig, wenn der Hund imstande sein soll, sich vorne frei und stabil zu bewegen - d.h. dass die Vorderbeine weder nach innen noch nach aussen drehen und der Hund sich mit ausgreifenden Schritten bewegt. Wenn der Hund sich vorwärts bewegt, sollten die Pfoten erst den Boden verlassen, nachdem sie gut den Ellbogen passiert haben.
Zusätzlich zur guten Länge müssen die Schulterblätter gut zurück liegen und sich am Widerrist annähern, aber mit genügend Freiheit, um gut nach vorne und hinten zu reichen. Dies ist ohne genügende Länge dieser Knochen nicht möglich.
Die jeweilige Form der Vorderhand vieler dieser tiefgestellten Rassen variiert beträchtlich, aber bei allen sollten die Schulterblätter und Oberarme durch gute Muskulatur am Brustkorb anliegen, mit genügender Freiheit, sich vor- und rückwärts zu bewegen, ohne dass die Pfoten nach aussen zeigen oder die Ellbogen auswärts drehen.
Gute Köpfe und gute Vorderhände zu erzielen und beizubehalten ist kein leichtes Unterfangen, wenn entweder Kopf oder Vorhand bei den Zuchthunden mangelhaft ist. Sich ein hohes Ziel zu setzen und nur erstklassige Hunde, besonders Deckrüden, zu benutzen, ist so gut wie jede andere Methode.
Der Züchter könnte sich vielleicht für eine oder zwei Generationen auf die Verbesserung des Kopfs konzentrieren und danach auf die Vorderhand oder in umgekehrter Reihenfolge. Diese Methode, mit strenger Selektion und der Voraussetzung, niemals einen Hund und eine Hündin mit dem gleichen Fehler oder der gleichen Schwäche zu paaren, sollte zumindest die guten Eigenschaften bewahren und hoffentlich die fehlerhaften verbessern. Mit etwas Glück sollte man bald Topqualität erzielen können. Hunde aus Linienzucht mit den gewünschten Eigenschaften zu gebrauchen, ist die ideale Methode, falls solche Hunde vorhanden sind.
Kein Hund ist perfekt - ungeachtet was die Besitzer/Besitzerinnen behaupten!
Dog World online
21.10.2015 Simons Parsons
Anm.Red. Einige Abschnitte, die für Corgis nicht relevant sind, wurden ausgelassen.