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Die niederländische Fluglinie KLM wurde im vergangenen Dezember von Airbus Industries gewarnt, dass es Probleme mit dem Computersystem des Airbus 320 gibt. Dies sagte der Chef des KLM-Flugdienstes, Michiel van Dorst.
Im vergangenen Dezember warnte die Airbus Industries die niederländische Fluglinie KLM, dass es Probleme mit dem Computersystem des Airbus 320 gibt. «Wir, aber auch andere Fluglinien, wurden von Airbus über die Computerprobleme informiert», erklärte der Chef des KLM-Flugdienstes, Michiel van Dorst.
Airbus habe am 9. Dezember 2014 ein so genanntes «Operational Engineering Bulletin» verschickt, weil es Probleme mit dem automatischen Piloten bei einem Airbus A320 der Lufthansa gegeben hatte. «Wir haben das Problem untersucht. Das machen wir immer, wenn es Zwischenfälle gibt», so van Dorst. Die KLM habe die Information über die Computerprobleme sowohl von Airbus selbst als auch vom Branchenkonkurrenten Boeing erhalten, sagte van Dorst.
Luftfahrtexperten sprechen ebenfalls von einem Problem mit dem Autopiloten beim A320. Der Autopilot übernehme nach dem Start nach einer bestimmten erreichten Höhe die Steuerung des Flugzeugs. Der Pilot könne dann nicht mehr eingreifen. Der Computer fliege und steuere das Flugzeug. Es bleibe dem Piloten dann nur noch eine Möglichkeit, das Kommando vom Computer wieder zu übernehmen, das heisst, das Computersystem abzuschalten.
Genau diese Anweisung gab die KLM nach der Warnung an alle Piloten: Automatischer Pilot aus, sobald es Probleme gibt, und manuell weiterfliegen und steuern. Van Dorst will aber nicht darüber spekulieren, dass dieses Problem auch bei der Unglücksmaschine der Germanwings aufgetreten ist. (htz)