Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03180.jsonl.gz/1984

Autor: Carole Schneuwly
Freiburg Das «Museo Alberto Baeriswyl Pittet» befindet sich in Puerto Yartou in der Nähe von Punta Arenas im chilenischen Teil Patagoniens. Alberto Baeriswyl Pittet, ein Sohn von Freiburger Auswanderern, hatte dort im Jahr 1908 eine Sägerei gegründet. Das ehemalige Administrationsgebäude des Unternehmens, das während Jahrzehnten leer stand, wurde nun in ein Museum umgebaut.
Einwanderungsgeschichte und Holzindustrie
Das Projekt steht unter anderem unter dem Patronat der Schweizer Botschaft in Chile und der chilenischen Botschaft in der Schweiz und wurde von der Eidgenossenschaft und dem Kanton Freiburg mitfinanziert. Das Museum widmet sich einerseits der Schweizer Einwanderungsgeschichte im Süden Chiles und andererseits der Entwicklung der Holzindustrie in der Region.
Ein separater Teil steht den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gegend zur Verfügung, um mit Fotografien, Berichten, Stammbäumen und Ähnlichem ihre eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten.
Viele Einwanderer aus dem Kanton Freiburg
Tatsächlich haben viele Menschen in der Gegend schweizerische Vorfahren, die Ende des 19. Jahrhunderts hier einwanderten. Darunter befanden sich auch zahlreiche Freiburgerinnen und Freiburger. Allein zwischen 1871 und 1891 sind 143 Männer und Frauen aus Freiburg nach Punta Arenas ausgewandert, wie der Greyerzer Roger Pasquier, der viel zu dem Thema geforscht hat, herausgefunden hat. Unter ihnen befanden sich Joseph Baeriswyl aus Tafers und Marie Pittet aus La Joux, die 1877 unabhängig voneinander nach Chile auswanderten, dort heirateten und 1879 einen Sohn bekamen: Alberto Baeriswyl Pittet.
Dessen Enkelin María Teresa Böhm Baeriswyl ist Initiantin und Direktorin des Museums. Dieses wird am 29. November offiziell eröffnet, in Anwesenheit einer Delegation aus dem Kanton Freiburg, unter anderem mit Staatsrätin Isabelle Chassot und mit Gérald Berger, Vorsteher des kantonalen Amtes für Kultur.
Für die Zukunft gibt es bereits Ausbaupläne
Laut Roger Pasquier soll das Museum in Zukunft noch weiter ausgebaut und etwa mit einem Restaurant ausgestattet werden. Um Touristen anzulocken, wollen die Verantwortlichen auch mit einem nahegelegenen Nationalpark zusammenarbeiten.