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AT1-Bonds
Die Mitarbeiter der Credit Suisse sind offenbar bereit, den Schweizer Bankenregulator zu verklagen wegen 400 Millionen Dollar Boni, die im Zuge der Pleite wertlos erklärt wurden.
22. Mai 2023 • Beat Schmid
Ein Teil der Boni von CS-Kaderleuten wurde an spezielle Kapitalinstrumente gebunden, sogenannte Additional Tier-1-Papiere. Diese Anleihen wurden im Zuge des CS-Kollaps im März auf null abgeschrieben. Wie die FT (Abo) heute schreibt, hätten Anwaltskanzleien mehrere Anfragen von leitenden Managern erhalten, um in ihrem Namen rechtliche Schritte gegen die Massnahme einzuleiten. Genannt werden die beiden Grosskanzleien Quinn Emanuel und Pallas, die bereits seit mehreren Wochen medial Druck aufbauen. Bekannt ist, dass die beiden Kanzleien Anleger vertreten, die etwa ein Drittel der wertlos gewordenen AT1-Anleihen repräsentieren.
Die FT zitiert eine anonyme Quelle, wonach zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar sei, ob die Klagen der CS-Mitarbeiter mit den bestehenden Klagen gegen die Finma verbunden werden könnten oder ob sie separat eingereicht werden müssten. “Wir wurden von Managern der Credit Suisse aus der ganzen Welt kontaktiert, um zu sehen, wie wir ihnen helfen können”, sagte eine Quelle zur Zeitung. “Es gibt viele Überschneidungen zwischen den beiden Positionen, aber sie sind nicht genau dasselbe.” Die Boni gehen auf das Jahr 2014 zurück, als Mitarbeitern der Bank auf Geschäftsführungs- und Direktorenebene sogenannte Contingent Capital Awards (CCA) als Teil ihres Bonus erhalten haben.