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World Vision Schweiz leistet mit den Entwicklungsprojekten Makindube und Mbuka nachhaltige Hilfe in Tansania.
Abseits der Touristenströme leben viele Menschen in Tansania in grosser Armut.
Makindube
Im Nordosten von Tansania in der Region Kilimandscharo liegt der Bezirk Same. Die Bewohner leben als Selbstversorger von der Landwirtschaft, doch Überschwemmungen und Dürreperioden vernichten grosse Teile der Ernte. Die Hälfte aller Familien hat dadurch nicht genügend zu essen. Gesundheitsversorgung ist für viele zu teuer und nur ein kleiner Teil der Haushalte verfügt über sanitäre Anlagen. Viele Kinder haben keine Geburtsurkunde und somit kein Recht auf Sekundarschulbesuch und medizinische Versorgung. 2005 hat World Vision das Entwicklungsprojekt Makindube in 17 Dörfern im Bezirk Same lanciert, um diesen Problemen zu begegnen.
Mbuka
Im Nordwesten von Tansania westlich des Viktoriasees liegt der Bezirk Muleba abseits der grossen Touristenströme. Hier hat World Vision 2013 das Projekt Mbuka lanciert. Die Menschen leben in grosser Armut und viele sind unterernährt. Die Gesundheitsversorgung ist unzureichend und eine wachsende Zahl von Menschen ist von HIV/AIDS betroffen. 12 % der Kinder sind Waisenkinder. Mädchen werden früh verheiratet und aus der Schule genommen. Das Schulsystem ist schlecht ausgebaut. Zahlreiche Kinder haben keine Geburtsurkunde und damit keine staatsbürgerlichen Rechte wie das Recht auf Sekundarschulbesuch oder medizinische Versorgung.
Ruvu Muungano
Im Bezirk Same der Region Kilimandscharo führte World Vision von 2000 bis 2016 das Entwicklungsprojekt Ruvu Muungano durch. Nach 17-jähriger Zusammenarbeit übergaben wir das Projekt der lokalen Bevölkerung. Wir konnten einige beachtliche Erfolge erzielen: 89 % der Kleinkinder haben ein ihrem Alter entsprechendes Gewicht, 83 % der Haushalte haben Zugang zu sauberem Wasser, 67 % der Familien können ihre Kinder versorgen. Auch ohne World Vision gehen viele Projektaktivitäten weiter, denn die Bevölkerung, lokale Leiter und Behörden haben sich die Projektziele zu eigen gemacht.
World Vision sensibilisiert die Bevölkerung für Kinderrechte und setzt sich insbesondere gegen die Mädchenbeschneidung ein.
Wir unterstützen die Eltern bei der Beschaffung von Geburtsurkunden. Nur so haben die Kinder Zugang zu Bildung und staatlichen Leistungen.
Wir vermitteln den lokalen Wasser- und Hygienekomitees das nötige Know-how, um die entsprechenden Anlagen in Eigenverantwortung betreiben zu können.
Wir führen Impfaktionen für Kinder unter 5 Jahren und Malaria-Präventionen durch. Dazu verteilen wir Moskitonetzen.
Latrinen, die für 2 Schulen gebaut wurden, vereinfachen für 868 Kinder den Gang auf die Toilette während des Schulunterrichts. (Makindube)
Jugendliche haben an Berufsbildungskursen teilgenommen, die ihnen einen verbesserten Zugang zu realistischen Karrierechancen ermöglichen. (Makindube)
Kinder unter 5 Jahre haben zusammen mit ihren Eltern oder Betreuungspersonen an Ernährungskursen teilgenommen. Während eines Monats haben sie genügend Gewicht zugelegt und sind nun nicht mehr unterernährt. (Mbuka)
Kinder erhielten ein Geburtszertifikat und 107 Dorfbewohner haben gelernt, wie sie Kindsmissbrauch erkennen und rapportieren. (Mbuka)
«Es ist schön mitzuerleben, wie Mitarbeitende, die selber von World Vision unterstützt wurden, sich nun mit grosser Leidenschaft für die Ärmsten einsetzen. Nach dem Motto: Weil mir geholfen wurde, helfe ich selber.»