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Lea Sprunger liefert über 400 m Hürden ab. Sie ist die erste Schweizer Europameisterin.
Die Westschweizerin wurde ihrer Favoritenrolle über 400 m Hürden gerecht. Die 28-Jährige kam in 54,33 Sekunden bis auf ein paar Hundertstel an ihre Bestleistung heran und hielt die Ukrainerin Anna Ryschikowa (54,51) und die Britin Meghan Beesley (55,31) in Schach.
Sprunger, die WM-Fünfte von London 2017 und bereits Bronzemedaillen-Gewinnerin an den EM 2016 in Amsterdam, war als Nummer 1 der Bestenliste nach Berlin gereist. Diesen Status untermauerte sie mit einer starken Leistung im Final. Bereits zu Beginn der Zielgeraden lag die Frau aus Nyon in Front. Und als das Schrittmuster bei den letzten zwei Hürden stimmte, konnte für die grundschnelle Romande nichts mehr anbrennen.
Sprunger hatte sich in Berlin ausschliesslich auf den Hürdenlauf konzentriert. Auch über 400 m flach hätte sie zu den Medaillenkandidatinnen gezählt.
Die 28-Jährige ist Schweizer Rekordhalterin über 200 und 400 m, nicht aber über 400 m Hürden. Anita Protti kam an den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio in 54,25 Sekunden ins Ziel. Protti hatte 1990 in Split an den EM Silber gewonnen. Bei den Männern holte Bruno Galliker 1958 in Stockholm Bronze und Kariem Hussein 2014 in Zürich Gold sowie 2016 wie Sprunger Bronze.