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Farne fallen in unseren Landschaften nicht besonders auf. Sie besiedeln vor allem feuchtere Wälder (insbesondere Schluchtwälder), haben aber auch Nischen in sonst trockenen Felsgebieten erobert. Ganz anders in den Tropen! Farne sind dort ein auffälliges Element und bilden oft fast undurchdringliche Dickichte. Besonders auffällig sind die dekorativen Baumfarne, die z.B. in den Bergen West-Malaysias in grosser Zahl vorkommen. Baumfarne sind sehr alt; schon im Karbon (vor 300 Mill. Jahren) bildeten sie zusammen mit baumartigen Bärlapp- und Schachtelhalmgewächsen Sumpfwälder.
Generationswechsel/Fortpflanzung
Farne haben einen Generationswechsel, d.h. sie treten in zwei verschiedenen Gestalten auf:
Auf die uns allen sichtbare Gestalt -eben die "Farnpflanze"- folgt ein winziger, selbständiger Vorkeim (=Prothallium). Am Vorkeim werden Geschlechtszellen gebildet, die -nach der Befruchtung- die uns geläufige Farnpflanze aufbauen. Die Farnpflanze selbst vermehrt sich ungeschlechtlich durch Sporen oder rein vegetativ. Sporen werden meist auf der Blattunterseite in Sporenbehältern (Sporangien) gebildet. Oft stehen mehrere Sporenbehälter zusammen und bilden ein "Häufchen" (=Sorus). Diese Häufchen werden bei vielen Arten überdeckt durch ein Schutzhäutchen, Schleier genannt.