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Unwetter im Rückblick
Oktoberschnee bis ins Flachland
Kalt wie seit 130 Jahren nicht
Rekordverdächtig früh hat sich am 14. Oktober der Winter zu Wort gemeldet. Teilweise bildete sich bis ins Flachland eine Schneedecke. Mancherorts war es so kalt wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht.
Ein extrem früher Wintereinbruch hat Mitte Oktober verbreitet neue Negativrekorde bei der Höchsttemperatur aufgestellt. Im Westen zeigte das Thermometer im Flachland auch tagsüber nur höchstens Werte um 5 Grad an. An einigen Orten wie zum Beispiel Köln oder Essen war es so kalt wie seit Messbeginn im Jahr 1881 nicht mehr. Von Thüringen über den Westen Sachsens bis nach Nordbayern gab es sogar nur Höchstwerte von 1 bis 3 Grad.
In Erfurt und Weimar rieselten zum ersten Mal seit mindestens 65 Jahren in der ersten Oktoberhälfte Flocken vom Himmel. Im Jahr 1975 schneite es im gleichen Zeitraum zwar in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen, für eine nennenswerte Schneedecke reichte es aber damals kaum. Während der Schneefall im Flachland häufig als Rekordereignis in die Wettergeschichte eingehen wird, schneite es in den Mittelgebirgen gebietsweise schon früher. Zum Beispiel am 4. Oktober 1994: Damals rieselten im Thüringer Wald und in der Rhön Flocken vom Himmel.
Ursache des frühen Wintereinbruchs war ein kräftiges Tief in der Höhe. Kalte Festlandsluft am Erdboden und feuchte Mittelmeerluft in der Höhe sorgten für teils kräftige Schneefälle. In den Mittelgebirgen herrschte sogar Dauerfrost.