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Der heutige Gattungsname «Betula» kommt ursprünglich von den Römern. Das gallische Wort «betu» bedeutet «Harz, Leim, Gummi» und erinnert an die früher aus dem klebrigen Birkensaft hergestellte Art Bitumen (Erdpech). «Pendula» bezieht sich darauf, dass die Birke immer in Bewegung ist. «Birke» leitet sich vom indogermanischen Wort «bhereo» (die Glänzende) ab und weist auf den weissen Stamm hin.
Beim Betrachten dieses Baums fallen sofort die weisse Rinde und die dünnen Äste auf. Die Hängebirke vermittelt Reinheit, Jugendlichkeit und Beweglichkeit. Damit ihre Beweglichkeit gewährleistet ist, verzichtet sie auf dicke Äste und setzt ihre Zweige direkt am Stamm an. Der Wind bewegt sie, bestäubt sie und verbreitet ihre Samen. Alles ist in Bewegung.
Zum wässrigen Milieu pflegt die Birke eine besondere Beziehung. An heissen Tagen kann sie bis zu 600 Liter Wasser verdunsten. Sie leitet das Wasser von der Wurzel bis in die Blätter und scheidet es dann in Form von Wasserdampf wieder aus. Die Blätter haben die Form von Dreiecken mit nach unten gerichteter Spitze. Nach alter Lehre ist es das Symbol für Wasser. Diese Eigenschaft der Birke macht man sich in der Naturheilkunde zunutze, um die Tätigkeit der Nieren zu unterstützen – sei es zur Entschlackung oder zur Förderung der eingeschränkten Beweglichkeit bei rheumatischen Beschwerden.
Besonders im Frühling sind die Blätter der Birke – zum Beispiel als Tee getrunken – ein willkommener Begleiter bei einer Frühjahrskur. Das Wesen der Birke ist jung und unbelastet, sie ist ein junger, unerfahrener Baum. Ihr Holz hat keine eigene Resonanz, wie man das von vielen Bäumen, etwa von der Fichte, vom Ahorn oder von der Zeder, her kennt. Aus diesem Grund werden Klavierhämmer bevorzugt aus Birkenholz hergestellt.