Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03608.jsonl.gz/170

Die Nacht von gestern auf heute war eine der beiden wichtigsten Nächte im Jahr für den königlichen Uhrmacher. Wegen dem Wechsel von der Sommer- auf die Winterzeit musste der Angestellte von Queen Elizabeth II., 94, 400 Uhren eigenhändig eine Stunde zurückstellen.
Gegenüber der «BBC» erzählte Fjodor van den Broek im Vorfeld, dass er dafür 16 Stunden einplane. Er trat erst im Laufe dieses Jahres die Stelle als Uhrmacher der Queen an und muss sich zum ersten Mal diesem Grosseinsatz stellen.
Bereits an einem normalen Tag zeige sein Schrittzähler oft rund 16'000 Schritte an, erzählt van den Broek, der auch Restaurator ist und etwa dafür sorgt, dass alle Pendel richtig schwingen. An diesem letzten Oktober-Wochenende dürfte er einige Schritte mehr zurücklegen.
250 der royalen Uhren, die er zurückstellen muss, befinden sich direkt auf Schloss Windsor. Dazu kommen sieben Turmuhren und Exemplare in Aussengebäuden.
Eigene royale Zeitzone in der Küche
Beachten muss der Uhrmacher, dass bei der Queen nicht alle Uhren exakt die selbe Zeit anzeigen sollen. «Viele fasziniert es noch immer, dass es im Schloss Windsor und im Buckingham Palast eine kleine eigene Zeitzone in der Küche gibt», verrät Fjodor van den Broek. Dort seien die Uhren stets fünf Minuten voraus, damit die Royals ihr Essen bestimmt rechtzeitig bekommen.