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BAR; E 7393 (-), -/1, 281-283 [281, 282, 283]. Diverse Aussenwirtschaft
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english): ________________________
Bd. 281; Dossier Blockademassnahmen
Hier finden sich vor allem Schreiben der Handelsabteilung/Zentralstelle zur Überwachung der Ein- und Ausfuhr an die Kriegswirtschaftsämter und ihre Sektionen, an die Kriegswirtschaftlichen Syndikate und die Speditionshäuser, welche auf die Beschlagnahmung von Waren durch die französischen oder britischen Blockadebehörden aufmerksam machen. Bemerkenswert ist, dass das KIAA in einem Schreiben (27.1.1940) an die Handelsabteilung/Zentralstelle zur Überwachung der Ein- und Ausfuhr festhält, dass sie die Importeure meistens nicht kenne und deshalb keine Informationen über die Beschlagnahmung von Waren auf Schiffen weiterleiten könne.
Brief KIAA an die Sektionen des KIAA, 21.2.1941 Hier finden sich Angaben über die Aufgabenverteilung zwischen Zentralstelle, Syndikaten und kriegswirtschaftlichen Ämtern. Siehe Kopie.
Brief KIAA an die Sektionen des KIAA, 24.2.1941 «Die Sektion für Chemie und Pharmazeutika hat uns folgenden Vorschlag unterbreitet. "Das Chemie-Syndikat übermittelt uns [d.h. der Sektion für Chemie und Pharmazeutika] seit einiger Zeit die an die Zentralstelle für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr weiterzuleitenden Bordereaux, die wir jeweils einer Bewertung unterziehen, um der Zentralstelle zuhanden der Blockadebehörden einen Anhaltspunkt zu geben über die Wichtigkeit des in Frage stehenden Produktes für die schweizerische Wirtschaft. [...].»
Rundschreiben der Handelsabteilung betreffend die Ueberwachung der Ausfuhr - Gegenblockade, 5.10.1944 «Die in bezug auf die geographische Lage der Schweiz eingetretene Aenderung der Verhältnisse hat zur Folge, dass die praktischen Voraussetzungen für die Durchführung der Gegenblockade als dahingefallen betrachtet werden müssen. Eine Ausnahme bilden lediglich noch die Ausfuhren von geleitscheinpflichtigen Waren nach Ländern, die nur im Transit durch Deutschland oder unter deutschem Einfluss stehendes Gebiet erreichbar sind. [...] Weisung: 1.) Die durch unsere grundlegende Weisung vom 19.7.1941 (Pt.250.5. Ueberwachung der Ausfuhr.-Gegenblockade) und Nachträge dazu angeordneten Ausfuhrbeschränkungen (Gegenblockade-Kontingente) werden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.
Nur sehr knappes Dossier mit einem Brief von Hotz an die Wirtschaftsabteilung der Deutschen Gesandtschaft in Bern betreffend einem Verteilungsplan für die deutschen Bezüge aus dem Sonderkonto Kohle - Eisen - Schweiz.
Bd. 282; Dossier Zentrale der Welthandelsfirmen für die Kriegswirtschaft
Generell: Der Verband Schweizerischer Transit- und Welthandelsfirmen formulierte Kritik an der Organisation der Kriegswirtschaft in der Schweiz, weil dem Handel zuwenig Raum gelassen würde. Insbesondere wurde auch die Einkaufstätigkeit der Syndikate kritisiert. Siehe hierzu den Siebenten Jahresbericht des Verbandes Schweizerischer Transit- und Welthandelsfirmen von 1941.
Zentrale der Welthandelsfirmen für die Kriegswirtschaft an H. Schaffner (Zentralstelle für Kriegswirtschaft), E. Speiser (KIAA), C. Koechlin (Sektion Chemie), E. Feisst (Abteilung für Landwirtschaft), 15.9.1942 «[...] Der Vorstand des Verbandes Schweizerischer Transit- & Welthandelsfirmen hat sodann die 'Zentrale der Welthandelsfirmen für die Kriegswirtschaft' gegründet und vorläufig Herrn Dr. W.S. Schiess mit der Führung der Geschäfte der Zentrale beauftragt. Die Zentrale hat die zwei folgenden Funktionen zu erfüllen: Die Zentrale wird mit sämtlichen staatlichen und halbstaatlichen Einkaufsorganisationen sowie mit sämtlichen kriegswirtschaftlichen Syndikaten in Verbindung stehen, um diesen Stellen mitzuteilen, ob und in welchem Umfang die Handelsfirmen in der Lage wären, ihnen bei der Durchführung ihrer Aufgaben behilflich zu sein. Die Zentrale wird den Mitgliedern des Verbandes und weiteren Grosshandelsfirmen zur Verfügung stehen, um die Schwierigkeiten zu beheben....»
Bd. 282; Dossier Schweiz. Handels- und Industrieverein. Kreisschreiben 1943-1947
Kreisschreiben des SHIV an die Sektionen. Bei diesen Kreisschreiben handelt es sich in der Regel um technische Anweisungen bezüglich der kriegswirtschaftlichen und handelspolitischen Erlasse des Bundes.
Bd. 282; Dossier Ursprungszeugnisse 1939-1946
Darin finden sich vor allem Rundschreiben der Zentralstelle für die Überwachung der Ein- und Ausfuhr an kriegswirtschaftliche Syndikate und übrige mit Überwachungsaufgaben betraute Stellen, die schweizerischen Handelskammern und Speditionsfirmen betreffend Ursprungszeugnisse, Navicerts, Exportlizenzen etc.
Rundschreiben der Zentralstelle für die Überwachung der Ein- und Ausfuhr an kriegswirtschaftliche Syndikate und übrige mit Ueberwachungsaufgaben betraute Stellen, 28.2.1941 Hier Angaben über die Erfordernisse für den Export aus der Schweiz (schweizerische Ursprungsbescheinigung für die Ausfuhr aus der Schweiz, britische Ursprungs- und Interessenzeugnisse und teilweise italienische Geleitscheine.
Bd. 283
Zahlreiche Dossier über «Unbrauchbarmachung von Betrieben» [im Kriegsfall]
Bd. 283; Dossier Navicerts
KIAA (Kaufmann) an die Sektionen des KIAA, 28.1.1941
Hier werden gewisse Abläufe klar. Die Zentralstelle für die Überwachung der Ein- und Ausfuhr fordert in Zusammenhang mit Navicert-Verhandlungen mit den britischen Behörden das KIAA bzw. dessen Sektionen auf, Listen von dringend benötigten Waren zu erstellen. Das KIAA bzw. dessen Sektionen könnten dabei mit den Syndikaten zusammenarbeiten.
Rundschreiben der Zentralstelle für die Überwachung der Ein- und Ausfuhr an kriegswirtschaftliche Syndikate und andere mit Ueberwachungsaufgaben betraute Stellen, 26.2.1941 Hier erfolgen Informationen über Navicert-Application-Nummern, über Garantiezeugnisse (Umschreibung), Kompensationswaren. Siehe Kopie.