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Mit Sidereus Nuncius (deutsch: „Sternenbote“) publizierte der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei (1564-1642) eine lebhafte Beschreibung seiner Beobachtung von Himmelskörpern. Er berichtete, dass die Mondoberfläche keineswegs wie bisher angenommen eine glatte Kugel, sondern reich an Bergen und Kratern sei. Diese Beobachtungen widersprachen der aristotelischen Vorstellung, die alle Himmelskörper als vollkommene Kugeln ansah. Ebenfalls gegen die bisherigen Vorstellungen sprachen Galileis Beobachtungen der Jupitermonde. Diese zeigten, dass die Erde nicht das einzige Zentrum der Rotation im Weltall sein konnte. Beide Entdeckungen waren somit gewichtige Argumente gegen das vorherrschende geozentrische Weltbild und machten Galilei mit einem Schlag berühmt.
Plejaden
Galilei begann die Schilderung seiner neuen Beobachtungen mit der Beschreibung der Herstellung des Fernrohrs, das er neu entwickelt hatte. Teleskope wurden seit dem Herbst 1608 hergestellt, und als Galilei davon hörte, fing er an verbesserte Modelle mit einer stärkeren Vergrösserung zu entwickeln. Seine Instrumente waren noch weit entfernt von der heutigen Präzision, was auch in den Abbildungen des Sidereus Nuntius deutlich wird. Vergleicht man diese mit fotografischen Darstellungen desselben Himmelsausschnittes, stellt man kaum eine Ähnlichkeit fest. Trotz dieser Ungenauigkeiten trugen Galileis Beobachtungen wesentlich zu einer Revolution unseres Weltbildes bei.
Links:
Ausstellung „Galileo Galilei“ in der Haupthalle der ETH Zürich vom 18. Januar bis 3. Februar 1999 und an der ETH-Bibliothek von Januar bis Mai 1999.
Literatur: