Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03582.jsonl.gz/738

Quelle: BärnToday / Raphael Willen
Wie das Video eines Leserreporters zeigt, ist beim «Spitzen Stein» in Kandersteg Geröll ins Tal gedonnert. Der Felsabbruch ereignete sich am Dienstag um circa 9.55 Uhr. Im Video sind grosse Staubwolken zu sehen, die sich ins Tal hinunterziehen. Ausserdem hört man ein entferntes Geräusch, das sich wie Donnergrollen anhört.
James Reber, Leiter Gemeindebetriebe in Kandersteg, bestätigt den Vorfall auf Anfrage von BärnToday: «Es kann gut sein, dass der Brocken die Grösse eines Autos hatte. Allerdings zerteilt sich das poröse Gestein bis zur Ankunft im Tal in Tausende kleine Stücke.»
Immer wieder kleine Abbrüche
Felsabbrüche dieser Art seien im Gebiet des «Spitzen Steins» normal, sagt James Reber. «Der Fels ist sehr instabil und so kommt es immer wieder zu solchen Felsstürzen.» Da das Geröll aber in einer Sperrzone landet, bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so Reber. «Die Felsteile kommen im dauerhaften Sperrgebiet zu Boden. Das Geröll lagert sich dann dort ab und wird in den Staubbach, später in den Chalberspissibach, runtergeschwemmt.
Im letzten Jahr habe es deutlich mehr Felsabbrüche gegeben, im Moment sei es relativ ruhig, sagt Reber. Und er erklärt: «Die Felsstürze ereignen sich oft nach längeren Regenperioden.»