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Zürich (awp) - Das japanische Chemieunternehmen Asahi Kasei fordert von Actelion in einem Prozess vor dem Superior Court im kalifornischen San Mateo offenbar 100 Mio USD. Dabei geht es um einen Streitfall zum Medikament Fasudil der 2006 übernommenen CoTherix. Ein Entscheid könne in den nächsten Tagen oder aber auch erst in ein paar Monaten fallen, schreibt der "Tages-Anzeiger" (Ausgabe 21.01.) mit Berufung auf einen Insider. Dabei wird die Höhe der vom japanischen Unternehmen geforderten Summe allerdings als "unbeständig" qualifiziert.
Im Oktober 2010 hatte Actelion u.a. höhere Kosten infolge der Zivilklage ausgewiesen. Vor zehn Tagen hat Actelion die Zielsetzungen 2010 für den Non-GAAP EBIT etwas nach unten revidiert. Der Non-GAAP EBIT werde voraussichtlich "leicht" unter dem publizierten Ausblick von 21 bis 24% liegen, da im Rahmen der laufenden Zivilklage mit höheren Prozesskosten als ursprünglich veranschlagt gerechnet werden müsse, so die damalige Begründung.
Ein erster Entscheid in Sachen CoTherix/Fasudil fiel bereits Ende 2009. Ein US-Schiedsgericht hatte damals zu Ungunsten von Actelion entschieden. Als Folge dieses Entscheides muss die Actelion-Tochter CoTherix rund 91 Mio USD plus Zinsen bezahlen.
Die Streitigkeiten gehen auf ein Lizenzabkommen von CoTherix und Asahi im Juli 2006 zurück, das zur Weiterentwicklung des Rho-Kinase-Inhibitor Fasudil von Asahi abgeschlossen wurde. Im Januar 2007 hatte Actelion CoTherix für 420 Mio USD vollständig übernommen.
Im Zuge der Übernahme hatte CoTherix Ashai davon in Kenntnis gesetzt, dass die Entwicklung von Fasudil nicht fortgesetzt und die entsprechenden Rechte an das japanische Unternehmen zurück gegeben würden. Asahi focht die Gründe für diese Entscheidung an und strengte im Oktober 2007 ein Schiedsgerichtsverfahren gegen CoTherix an. 2008 reichte Asahi dann auch eine Gerichtsklage gegen die Actelion Ltd sowie US-Tochtergesellschaften ein.
Fasudil verbessert u.a. bei Patienten mit Angina pectoris die Sauerstoffversorgung des Herzens. Hauptprodukt von CoTherix ist Ventavis bei pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH). Mit diesem Medikament wurde 2008 ein Umsatz von 94,6 Mio CHF erzielt. Mit dem Hauptprodukt Tracleer bei PAH setzte Actelion 2009 rund 1,5 Mrd CHF um.
rt/uh
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