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Aufbau eines Industrie-Konsortiums zur Umsetzung der Projektidee "Reduktion von Lebensmittelverlusten in der verarbeitenden LM-Industrie"
Auf einen Blick
Beschreibung
Bereits 2013 veröffentlichte die WHO eine Studie mit globalem
Fokus, die zeigte, dass ein Drittel aller produzierten Lebensmittel
als Abfall enden. In den vergangenen 5 Jahren wurden durch die ZHAW
für den Schweizer Markt in verschiedenen Studien untersucht, wo,
wieso und wie viel Verluste und Abfall in der
lebensmittel-herstellenden Industrie sowie der
Gemeinschaftsgastronomie entstehen. Das gewonnene Verständnis für
die lebensmittelverarbeitende Industrie soll nun genutzt werden, um
konkreter Reduktionsmassnahmen zu entwickeln und umzusetzen.
Dazu sollen zuerst die Daten aus den früheren Studien vertieft analysiert werden, um zu verstehen, welche vermeidbaren Lebensmittelabfälle in der verarbeitenden Industrie in relevanten Mengen anfallen bzw. Potential zur Minimierung haben. Für diese sollen Ansätze zur Reduktion mittels innovativer Prozesslösungen entwickelt werden. Bei unvermeidbaren Abfällen soll eruiert werden, welche Inhaltsstoffe durch geeignete Weiterverarbeitung der Lebensmittel- oder Verpackungskette zu-rückgeführt werden können.
Diese Arbeiten sollen mit Unterstützung eines Industriekonsortiums durchgeführt werden, das aus bis zu 10 Industriepartnern besteht, wobei sich jeder Partner mit einer noch festzulegenden Summe finanziell am Gesamtprojekt beteiligt. Zusätzlich sollen wenn möglich Gelder von einer Nachhaltigkeitsstiftung (z.B. Mercator oder Coop Nachhaltigkeitsfond) oder anderen potentiellen Geldgebern wie dem BAFU akquiriert werden.
Nach der detaillierten Analyse der Verlustströme, insbesondere bezüglich des Potentials zur Reduktion, wertvoller Inhaltsstoffe, die weiterverarbeitet werden können und Möglichkeiten zur Rückführung in die Lebensmittel- oder Verarbeitungskette, sollen Technologien für ausgewählte Applikationen entwickelt und ggf. innerhalb eines Innosuisse-Projekts in die Industrie transferiert werden.
Innerhalb dieses Anschubprojektes sollen Vorgespräche mit 15 – 20 Industriepartnern sowie 5 – 10 Stiftungen/Geldgebern geführt werden, um ein entsprechendes Konsortium aufzubauen. In diesen Gesprächen wird definiert, welche Lebensmittelverluste von besonderem Interesse für den Industriepartner wären und ob dieser Industriepartner dem Konsortium beitreten möchte. Das Konsortium soll gegründet und IP Fragen vertraglich geregelt werden. Zudem wird innerhalb des Anschubpro-jektes ein Antrag an eine Stiftung (oder andere externe Geldgeber) ausformuliert werden, um firmenunabhängige Abklärungen und Entwicklungsschritte zu finanzieren.