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eshalb sollten wir keinen Sex ausserhalb der Ehe haben? Sex nur mit einem einzigen Partner? Was hat sich Gott nur dabei gedacht?
Sexualität ist Gottes Erfindung
Gott will, dass Mann und Frau zusammenkommen und zusammenleben.
So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild; und er schuf sie als Mann und Frau. Er segnete sie und sprach: «Vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!
- Die Bibel, 1. Mose 1, 27 – 28
Dieser Text ist begeisternd. Gott segnete die Menschen und dieser Segen beinhaltete die Sexualität, oder anders ausgedrückt, die Vermehrung. Gott gab den ersten Menschen den Auftrag, miteinander zu schlafen und die Erde zu bevölkern. «C’mon!» Nun gab und gibt es Stimmen, die behaupten, Sexualität sei nur zur Fortpflanzung gedacht. Das ist undenkbar! Wie könnte Gott, der alles gut geschaffen hat, etwas dermassen Kraft- und Lustvolles erfinden und es dann ausschliesslich zur Arterhaltung einsetzen wollen? Nein!
Sinn der Sexualität ist laut der Bibel nebst der Fortpflanzung (1. Mose 1, 27) die erotische Freude zwischen Mann und Frau (Hohelied 7,2). Sprüche 5,18 – 19 drückt dies folgendermassen aus: «Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. Lass sie eine Quelle des Segens für dich sein. Bewundere ihre Schönheit und Anmut! Berausche dich immer wieder an ihren Brüsten und an der Liebe, die sie dir schenkt!»
Gottes Absicht war und ist, die Menschen mit Sexualität zu segnen und weil sie so etwas Kostbares, Intimes und Wunderschönes ist, hat er ein besonderes Gefäss für die Sexualität geschaffen: Die Ehe. Ein erfolgreicher Sportler stellt seine Pokale nicht in den vergammelten Holzschopf, sondern in eine abgeschlossene, mehrfach verglaste und edle Vitrine. So hat auch Gott mit der Ehe ein besonderes Gefäss für die Sexualität geschaffen.
Bereit Eltern zu werden
In der Diskussion um Sex geht oft vergessen, dass dabei ein Kind entstehen kann. Keine Verhütungsmethode ist zu 100% sicher. Sex zu haben bedeutet deshalb immer auch Verantwortung und beinhaltet die Möglichkeit, Vater oder Mutter zu werden. Als Paar ist es deshalb durchaus angebracht, über folgende Frage nachzudenken: Seid ihr bereit, Eltern zu werden? Seid ihr bereit, die daraus resultierende Verantwortung zu übernehmen und für ein Kind zu sorgen? Für Kinder ist es elementar, in einer stabilen Familie aufzuwachsen
Sexualität ist mehr als ein körperlicher Akt
Im Alten sowie im Neuen Testament wird der Geschlechtsverkehr ganzheitlich gesehen; in der Bibel wird oft das hebräische Verb «jada» und das griechische «ginosko» für Geschlechtsverkehr verwendet. Diese Begriffe heissen «kennen», «kennenlernen» oder «wahrnehmen». Sexualität ist in der Bibel mehr als ein physischer Akt, es ist ein Kennenlernen auf einer intimen Ebene, das in einer sicheren, verbindlichen Beziehung geschehen muss. Beide Körper werden im Sexualakt eins, wobei es um eine körperliche wie auch seelische Verbindung geht. Es ist ein Prozess des Zusammenwachsens, welcher fortlaufend ist. Deshalb ermutigt Paulus die Verheirateten, miteinander zu schlafen.
Gott hat den Menschen die Sexualität geschenkt, damit eine innige Beziehung aufgebaut wird. Diese Innigkeit kann nur in der Ehe sichergestellt werden.
Du willst wissen was diese Einzelne Begriffe bedeuten? Dann schau dir dieses Video an: (Hier Link von Geru Video)
Wert der Jungfräulichkeit erkennen
Je seltener ein Edelstein, ein Diamant, ein Metall oder sonst ein Gegenstand ist, desto wertvoller wird er. Jungfräulichkeit ist gerade in einer sexuell ausufernden Zeit ein überaus kostbares Geschenk. Frisch verheiratet zu wissen, dass das Gegenüber gewartet hat, ist eine bedeutende gegenseitige Anerkennung.
Liebe die nichts kostet, ist keine Liebe. Ein Geschenk, für das nichts investiert wird, hat auch nicht viel Wert.
Die eigene Jungfräulichkeit zu bewahren geht möglicherweise mit Spott, Unverständnis und Verzicht einher. Doch was uns etwas kostet, ist uns auch kostbar. Schon nur aus diesem Grund lohnt es sich, bis zur Ehe zu warten.
Der Segen
«Paare, die vor der Ehe miteinander schlafen, haben in der Ehe schlechten Sex.»
Aussagen wie diese kursieren immer wieder. Das glauben wir nicht, doch vom Prinzip von Segen und Fluch sind wir überzeugt. Klar, wir leben nicht mehr unter dem Gesetz, doch dass ein Befolgen von Gottes Weisungen seinen Segen mit sich zieht und ein Übertreten seiner Weisungen Konsequenzen hat, gilt immer noch. Die Verfasser der neutestamentlichen Briefe werden nicht müde, die Gemeinden zu einem «gottgefälligen» Leben zu ermahnen.
Es lohnt sich, auf voreheliche Sexualität zu verzichten, weil Gott dies segnet.
Gottes Segen ist aber nicht immer linear. Wenn ich beispielsweise CHF 5'000.00 spende, kriege ich nicht zwingend CHF 50’000.00 oder CHF 500’000.00 zurück. Der Segen kann sich auch in meiner Familie, meiner Arbeit oder in der Beziehung zu meinen Eltern zeigen. Das heisst: Auch wenn vor der Ehe gewartet wurde, kann es in der Sexualität herausfordernde Zeiten geben. Dennoch sind wir überzeugt, dass es sich zu 100% lohnt, auf Sex vor der Ehe zu verzichten, weil Gott die segnet, die ihn ehren.
Verzichten lernen
Die Lust auf Sex ist da, weshalb soll ein junger Mensch bis zur Ehe verzichten? Weil dies ein wichtiger Lernprozess ist. In unserer Gesellschaft kann man fast alles sofort haben. Wenn ich eine Pizza will, bestelle ich mir eine. Brauche ich einen neuen Grill, kaufe ich ihn mir. Wenn mir das Geld für den neuen Fernseher fehlt, kann ich ihn per Abzahlungsvertrag kaufen. Wenn die Finanzen für ein neues Auto fehlen, kann dies bequem geleast werden. Dass bei diesen Finanzierungsmethoden am Ende immer mehr bezahlt wird, diskutieren wir hier jetzt nicht. Tatsache ist, dass wir uns gewohnt sind, das zu kriegen, was wir wollen.
Verzicht liegt uns nicht, ist jedoch elementar. Die Lust auf Sexualität zu kontrollieren ist ein hartes, aber wichtiges Übungsfeld.
Auch in der Ehe gibt es Momente des Verzichts, beispielsweise nach Geburten oder bei Krankheiten. Wer vorher gelernt hat zu verzichten, hat gute Chancen, sich auch in der Ehe zu bewähren und treu sein zu können. Die Zeit des Wartens sollte genutzt werden, um am eigenen Charakter und an der Beziehung zu Gott zu arbeiten. So kann man dem zukünftigen Partner, der zukünftigen Partnerin die bestmögliche eigene Persönlichkeit präsentieren
Doch was uns etwas kostet, ist uns auch kostbar. Schon nur aus diesem Grund lohnt es sich, bis zur Ehe zu warten.
Vertiefungsfragen
für deinen Livegroove, deine Kleingruppe oder einfach für euch als Freunde
- Fühlst du dich als müsstest du heiraten und Sex haben, um glücklich zu sein? Warum oder warum nicht?
- inwiefern beeinflusst unsere Kultur dieses Thema? Wie nimmt die Gemeinde / Kirche Einfluss? Wovon lässt du dich beeinflussen?
- Wenn du bestimmen könntest, wie Christen oder die Kirche über dieses Thema sprechen sollten: Wie würdest du es machen?
- Hast du eine klare Sicht / Vision für dein Leben in diesem Thema? Wenn nein, was braucht es noch, damit du eine klare Sicht erlangst?
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