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Titel
Wagner,
1) Adelheid, s. Salles.
2) Alexander, Historien- und Genremaler, geb. 1838 in Ungarn, bildete sich in München unter Karl v. Piloty aus und machte schon durch sein erstes größeres Bild: Isabella Zápolya nimmt Abschied von Siebenbürgen, bedeutendes Aufsehen. Bald nachher folgten zwei Wandgemälde im bayrischen Nationalmuseum, die zu den bessern des ganzen Gebäudes gehören, und im Kredenzsaal des Redoutengebäudes zu Pest das Freskobild: König Matthias besiegt den Ritter Holubar im Turnier.
Andre Bilder von ihm sind: Episode aus der Belagerung von Belgrad, Tod Titus Dugovichs und Schloß Vajda-Hunyad mit Matthias und Jagdgefolge (Landschaft von Ligeti, beide im Nationalmuseum zu Pest), der Mädchenraub (1868), das Czikosrennen in Debreczin und, nachdem er eine Reise nach Spanien gemacht hatte, mehrere höchst lebensvolle, anziehende Bilder aus den dortigen Stiergefechten, z. B.: Picadores im Stiergefecht, spanische Post in Toledo. Meisterhafte Illustrationen lieferte er zu dem mit schwülstigem Text von Simons ausgestatteten Prachtwerk «Spanien» (Berl. 1880). Er ist Professor der Maltechnik an der Akademie in München.
3) Anton Paul, Bildhauer, geb. 1834 zu Königinhof in Böhmen, war 1858-1864 Schüler der Akademie in Wien und machte Studienreisen nach den deutschen Kunststädten und 1868 nach Italien. Seine fast nur in Wien zu findenden geschätzten Werke sind besonders: der Brunnen mir dem hübschen Gänsemädchen auf dem Gänsemarkt, die Statuen Rudolfs, des Stifters, und Franz Josephs für das akademische Gymnasium, eine Statue in der Ruhmeshalle des Arsenals, die kolossale Statue Michelangelos im Künstlerhaus und andre dekorative Werke.
4) Elise, s. Puyroche.
5) Ferdinand, Historienmaler, geb. 1819 zu Schwabmünchen (Schwaben), machte von 1855 an auf der Akademie in München unter Cornelius, Schlotthauer ¶
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und Schnorr seine Studien und bildete sich dort auch in der Freskomalerei aus. Von 1848 an lebte er eine Zeitlang in seiner Heimat und schuf dort bis 1854 als erstes größeres Werk ein Jüngstes Gericht an der Decke der dortigen Kirche und bald nachher ein Freskobild in der Kirche zu Königsbronn, infolge dessen er im Auftrag des Fürsten Leopold von Fugger-Babenhausen die Außenseite des bekannten Fuggerhauses in Augsburg mit Fresken schmückte (1860-1863) in welchen er in fünf großen Bildern von echt künstlerischer Auffassung und glänzendem Kolorit Hauptmomente aus der Geschichte der Stadt sowie in darunter befindlichen Kindergruppen das gewerbliche und gesellige Leben derselben darstellte.
Eine ähnliche Aufgabe war der 1864 begonnene Freskenschmuck im Kanzleigebäude zu Konstanz und die in dieselbe Zeit fallenden Arbeiten in Breslau (Fresken am Sieben-Kurfürstenhaus, im Rathaus und in der neuen katholischen Kirche). Diesen Arbeiten folgte 1867 die Ausschmückung der Fassade des Fürstenschlosses in Monaco, sodann die Fresken der neuen Kirche zu Memmingen und in den letzten Jahren die köstlichen Wandgemälde im Keller des neuen Rathauses in München, die Scenen aus dem Leben Christi in der Kirche zu Friedberg in Schwaben, der Karton: Tod des heil. Ulrich für ein Fenster der Ulrichskirche in Augsburg und (1880) die farbenprächtigen Deckenbilder im Café Roth zu München. Er starb in Augsburg.
6) Heinrich, Architekt, geb. 1834 zu Stuttgart, war 1849-55 Schüler der dortigen Architekten Mauch, Breymann und Egle, ging dann nach Paris zu Questel, war hier bei verschiedenen Architekten und in England bis 1861 thätig. Dann machte er Reisen in Deutschland, Belgien und Italien. Zu seinen Hauptwerken gehören in Stuttgart: die englische Kirche (gotischen Stils), das Hotel der Herzogin von Urach und das Gebäude der Museumsgesellschaft. Er ist Professor an der technischen Hochschule in Darmstadt.