Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03438.jsonl.gz/414

Piezo
Von der Pianistin gespielte Klänge wurden so weit verarbeitet, dass sie nur noch als digitale Perlen aufblitzen.
Diese werden dem Flügelinnern wieder zugeführt und bringen das Innenleben des Pianos zum Vibrieren.
Aussen am Holzkörper des Flügels werden Piezos befestigt, im Innern wird ein Mitteltöner installiert. Die Pianistin lässt zu ihrem Live-Spiel vorkomponierte mehrkanalige Klangzonen erklingen, die sie über Volumenpedale steuert. Das Stück lässt der Pianistin viel Eigenraum für die Interpretation.
Die Partitur gibt mehrheitlich grafische Anleitungen. Im oberen System wird das Klangband, das über die Piezos erklingt, dargestellt. Eine Linie entspricht ca. 1'15". Dies ergibt eine Zeitspanne, worin die Pianistin die betreffenden Abschnitte unterbringen kann.