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Nur so als Idee.
Es könnte ein Plot aus einem James-Bond-Film sein: Der Bösewicht flüchtet auf seiner Super-Yacht quer durch die Ozeane. Den Transponder ausgeschaltet, damit man ihn nicht aufspüren kann.
Doch am Ende wird er geschnappt. Selbstverständlich im malerischen pazifischen Inselstaat Fidschi – schliesslich hat der Bösewicht nicht nur viel Geld, sondern auch viel Stil.
Doch die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben selbst: Tatsächlich pflügte sich die Yacht «Amadea» Anfang April laut Medienberichten innert 18 Tagen von Antigua über Panama und Mexiko nach Fidschi – und versuchte so, den Behörden zu entgehen. Doch die Flucht endete abrupt in Fidschi, wo das Schiff von den lokalen Behörden festgesetzt wurde.
Daraufhin reichte der Direktor der Staatsanwaltschaft, Christopher Pryde, beim Obersten Gerichtshof einen Antrag ein, um das Luxusschiff am Verlassen Fidschis zu hindern.
Denn die «Amadea» ist mutmasslich die Super-Yacht des russischen Milliardärs Kerimow, gegen den seitens der USA und der EU Wirtschaftssanktionen als Reaktion auf Russlands Kriege in Syrien und der Ukraine verhängt wurden.
Die «Amadea» ankerte damals seit einer Woche vor Fidschi und war bereits in den Fokus der fidschianischen Polizei gerückt und festgesetzt worden, wie die «Sun» vermeldet hatte: Das Luxusschiff habe gegen die Richtlinien der obligatorischen Zollabfertigung verstossen, wie Brigadier-General Qiliho gegenüber erklärte.
Gegenüber Reuters sagte ein mit der Angelegenheit Vertrauter, dass die Anwälte des Schiffes bestreiten würden, dass Kerimow der Eigentümer der «Amadea» sei. «Die rechtlichen Eigentumsverhältnisse des Schiffes werden noch untersucht», sagte eine Sprecherin des Büros des Generalstaatsanwalts von Fidschi gegenüber Reuters.
Am vergangenen Montag, 25. April, behandelten der High Court in Suva, der Hauptstadt Fidschis, den Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verhandlungen fanden jedoch hinter verschlossenen Türen statt.
Denn die USA hätten darum gebeten, dass die Erklärung des Gerichts nicht an die Medien weitergegeben werde, da vertrauliche Informationen über die US-Sanktionen Teil der Verhandlung seien, wie Jayneeta Prasad, Anwältin im Büro der Staatsanwaltschaft, gegenüber der «Fiji Times» sagte.
Auf Anfrage des Handelsblattes sagte die US-Botschaft in Deutschland zur Causa «Amadea» lediglich: «Wir erhöhen weiterhin den Druck auf (Russlands Präsident Wladimir) Putins Oligarchen und arbeiten mit Verbündeten und Partnern zusammen, um die korrupten Gewinne einiger der Putin nahestehenden Personen zu verfolgen – unabhängig davon, wo in der Welt sie sich befinden».
Die Wahrscheinlichkeit, dass die «Amadea» in den nächsten Tagen bis Wochen definitiv von den Behörden konfisziert und den USA übergeben wird, ist gross. Denn auch andere Mega-Yachten von Oligarchen wurden bereits medienwirksam eingezogen.
(yam)
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