Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03299.jsonl.gz/1445

Titel: Chinesische Volkskunst - Chinesische Volksmasken - 中国民间工艺系列 - 中国民间面具 (德文版)
Autor /Herausgeber: 龚宁 Gong Ning (编著/Verfasser/compiler)
ISBN: 978-7-5085-1557-1, 9787508515571
Reihe: 中国民间工艺 Chinesische Volkskunst
Verlag: China Intercontinental press -五洲传播出版社
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 2009.07
Auflagennummer: 1
Seitenzahl: 102
Format: 18.9 x 21.4 cm
Bundart: Paperback
Beschreibung:
Auszug aus dem Vorwort
Die chinesischen Volksmasken blicken auf eine lange Kunstgeschichte zurück. Sie sind reichhaltig und weit verbreitet. Die Volksmasken stehen mit dem Gesang und Tanz in der Urgesellschaft, dem Schamanismus, Totenverehrung sowie dem volkstümlichen Gesang und Tanz und den Volksopern in engem Zusammenhang. spiegeln Anschauungen und Glauben, Sitten und Gebräuche, Lebenswünsche und Schönheitsideale verschiedener ethnischer Gruppen Chinas wider.
In den Felszeichnungen, T6pferwaren und Wandmalereien aus grauer Vorzeit sind die Spuren der prähistorischen Masken zu finden. Die Felszeichnungen, zum Beispiel die am Minghua-Berg im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität und am Yinshan-Gebirge in der Inneren Mongolei. wurden meist zwischen der Jungsteinzeit und Bronzezeit geschaffen. Die Masken aus dieser Periode haben die Menschen- und Tiergesichter als wichtige Motive und sind meist übertrieben oder verzerrt dargestellt.
Die frühen Masken wurden in der Urgesellschaft üblicherweise auf den Trauerzeremonien, bei den Riten zur Austreibung der bösen Geister oder in den musikalischen Aufführungen verwendet. Nuo war in alter Zeit ein Ritual zur Austreibung der Seuchenteufel, das im 12. Monat nach dem Mondkalender stattfand. Sein Ursprung datiert vom Ende der Urgesellschaft. In der späten Shang-Dynastie (ca. 21. Jh. – 11. Jh, v. u. Z.) gab es den Tanz zur Teufelsaustreibung mit hölzernen Masken In der folgenden Zhou-Dynastie (ca. 11. Jh. 256 v. u. Z.) setzte sich das Nuo-Ritual durch und wurde sogar institutionalisiert. Dabei war Fangxiangshi der Hauptexorzist.
Im Jahr 1986 wurden in Sanxingdui in der Provinz Sichuan viele Masken und Maskendekorationen aus Bronze oder reinem Gold m einer grossen Opfergrube des Shu-Reichs in der Shang-Dynasde ausgegraben. In Hanzhong in der Provinz Shaanxi wurden auch Teufels- und Tiergesichtsmasken freigelegt die als Dekorationen für den exorzistischen Tanz dienten.
In der Qin (221 206 v. u. Z.)- und Han-Dynastie (206 v. u. Z.-220 n. u. Z.) waren die Masken oft beim Nuo-Ritual in der Akrobatik. beim Tanz und Gesang, auf den Trauerzeremonien und auf der Jagd zu sehen. In dieser Zeitperiode war der Kampftanz ,.Chiyou" sehr populär. Dabei trugen zwei oder drei Darsteller Rinderhörner auf dem Kopf, spielten dabei Chiyou, den legendären altchinesischen Stammesführer und Gegner von Huangdi. dem Ahnherrn der chinesischen Nation. Und kämpften gegeneinander.
In der Jin-Dynastie (220 -420) und während der Nördlichen und Südlichen Dynastien (386- 589) waren die Masken für die Trauerfeiern nicht mehr populär. Die Formen und Gestalten der Masken wurden vielfältiger. Die Masken wurden nicht nur beim Ritual zur Teufelsaustreibung, beim Gesang und Tanz und in der Akrobatik benutzt, sondem auch in Schlachten verwendet mit dem Ziel, mit eisernen Masken die feindlichen Gegner zu erschrecken.
In der Sui- (581- 618) und Tang-Dynastie (618- 907) fanden Tanz und Gesang, Akrobatik und Theater eine grosse Verbreitung., was die Entwicklung der Masken für Gesang und Tanz stark gefördert hatte. In der Sui-Zeit war die Teilnehmerzahl an den Nuo-Ritualen gestiegen. ….