Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/77

Hans Krüsi
(* 1920 in Speicher, † 1995 in St. Gallen)
Hans Krüsi wächst bei Pflegeltern und im Waisenhaus in Speicher (AR) auf. Seine Eltern lernte er nie richtig kennen und leidet währen seiner jungen Jahren an einer Tuberkulose, die ihn lebenslang beschäftigt.
Nach der Volksschule möchte er eine Lehre als Gärtner machen, was im aber verwehrt bleibt. Er arbeitet als Bauernknecht im Thurgau und als Gärtnergehilfe in den Kantonen Zürich, Waadt und Bern. 1947 zieht er
nach St. Gallen und macht sich ein Jahr darauf als Blumenverkäufer an der Zürcher Bahnhofsstrasse selbständig. Über 30 Jahre lang reist er fast täglich von der Ostschweiz nach Zürich.
Krüsi beginnt schon in der Jugend zu fotografieren, zum zeichnerischen Schaffen findet er erst mit 55 Jahren. Das Resultat davon bietet er für wenige Franken an seinem Blumenstand an – die Bilder verkaufen sich gut. Die vorerst auf Servietten, Karton und Packpapier gezeichneten Kompositionen zeigen Landschaften, Tiere und Menschen, die
oft in scherenschnittartiger Symmetrie oder serieller
Wiederholung angeordnet sind. Ab den 1980er-Jahren werden diese Arbeiten in Galerien ausgestellt. Daneben betätigt sich der Universal-Künstler Krüsi aber auch mit ganz eigenen Techniken kreativ,
wobei immer wieder Kopierer, Fotoapparat und Tonbandgerät zum Einsatz kommen. Krüsi stirbt 1995 als bekannter und vermögender Mann. Sein Nachlass wird heute vom Kunstmuseum Thurgau betreut.
Link:
• WIKIPEDIA
Hans Krüsi (1920-1995)
Mischtechnik, 15 x 10.5 cm
reserviert
Hans Krüsi (1920-1995)
Mischtechnik, 15 x 10.5 cm
reserviert
Hans Krüsi (1920-1995)
Mischtechnik, 10.5 x 15 cm
reserviert