Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/149937

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat prüft und berichtet, wie im Rahmen der verfügbaren Kontingente die Anforderungen zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für angestellte Profisportler und -sportlerinnen und Profimusiker und -musikerinnen aus Drittstaaten wirklichkeitsnäher ausgestaltet werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aufgrund des geltenden dualen Zulassungssystems erfolgt die arbeitsmarktliche Zulassung aus Drittstaaten subsidiär zum Arbeitskräfteangebot in der Schweiz und in der EU/Efta. Aus Drittstaaten können nur gut qualifizierte und dringend benötigte Fachkräfte zugelassen werden.</p><p>Um die Gleichbehandlung und die Rechtssicherheit im Kultur- und Sportbereich sowie in anderen Bereichen zu gewährleisten, konkretisiert das zuständige Staatssekretariat in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den betroffenen Verbänden die Zulassungsvoraussetzungen in den Weisungen zum Ausländergesetz und zur Ausführungsverordnung. Letztere werden periodisch überprüft und an die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst.</p><p>Die aktuellen Regelungen erlauben in beiden genannten Bereichen jedes Jahr die Zulassung von zahlreichen kurz- und längerfristigen Arbeitsaufenthalten. So wurden in den letzten fünf Jahren im Sport jährlich rund 250 bis 280 Bewilligungen an Drittstaatenangehörige erteilt. Darunter befanden sich regelmässig auch junge Sportler, die das 21. Altersjahr noch nicht erreicht hatten. Ferner bestätigte das Bundesverwaltungsgericht, dass die Weisungen namentlich auch im Sportbereich eine gesamtschweizerisch kohärente Zulassung ermöglichen (Urteil des BVGer C-4813/2013 vom 27. Juni 2014).</p><p>Weiter erhalten jährlich rund 2000 Kulturschaffende aus Drittstaaten eine kontingentsfreie Aufenthaltsregelung. Sie können sich damit bis zu acht Monate innerhalb eines Jahres für künstlerische Darbietungen in der Schweiz aufhalten. Mit der Kontingentsbefreiung bis acht Monate wird der Künstlerbereich gegenüber anderen Branchen bereits heute bevorzugt. Auch längerfristige kontingentspflichtige Aufenthalte (jährlich rund 130) in der Schweiz für Engagements in grossen Schauspiel- und Opernhäusern sind möglich. Dabei ist neben anderen Zulassungsvoraussetzungen insbesondere auch die längerfristige Existenzsicherung zu gewährleisten.</p><p>Aus Sicht des Bundesrates besteht zurzeit kein genereller Bedarf zur Überarbeitung der Weisungen. Die geltenden Regelungen erlauben im Rahmen der begrenzten Kontingente für Arbeitskräfte aus Drittstaaten insgesamt eine sachgerechte, schweizweit rechtsgleiche und rechtskonforme Praxis. Das zuständige Staatssekretariat stellt sicher, dass die Weisungen weiterhin unter Einbezug der interessierten Kreise überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.