Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03608.jsonl.gz/1127

Der Traum begann im Juli 1987 als sich Richardson mit einer Handvoll anderer Geschäftsleute aus North und South Carolina zusammentat, mit dem Ziel, eines der beiden neuen NFL-Teams in die Südstaaten zu locken. Die Chancen schienen nicht schlecht, klaffte doch zwischen Atlanta und Washington ein Loch auf der NFL-Karte. Am meisten Mühe bereitete der neuen Kandidaten-Gruppe anfänglich die Suche nach der geeigneten Heimatstadt. Sollte diese in North Carolina liegen? Oder in South Carolina? Schliesslich einigte man sich im Dezember 1989 auf Charlotte, einer Stadt in North Carolina, aber unweit der Grenze zum Nachbarstaat.
Die Unterstützung für das neue Team war überwältigend, erstreckte sich über Staats- und Parteiengrenzen hinweg: Die Senatoren Jesse Helmes (Republikaner, North Carolina) und Ernest Hollings (Demokrat, South Carolina) lobbyierten gemeinsam für ein Team in ihrer Heimatregion und die Fans strömten in Scharen zu zwei Demonstrationsspielen.
Anfang 1992 wurde die Liste der elf Bewerberstädte zuerst auf sieben, anschliessend auf fünf reduziert: Baltimore, St. Louis, Memphis, Jacksonville und Charlotte. Die Entscheidung fiel den NFL-Teambesitzern sichtlich schwer: Sie vertagten den Entscheid. Und die Promotoren wussten diese Zeit zu nutzen: Sie präsentierten das neugeplante Stadion und begannen mit dem Ticketverkauf. Innerhalb eines Tages waren alle Suiten und Saison-Abonnements ausverkauft. Dies beeindruckte die NFL-Besitzer sichtlich und so entschieden sie am 26. Oktober 1993, dass das 29. NFL-Team in Charlotte beheimatet sein solle.
Die Carolina Panthers stellten vor ihrer ersten Saison ein Team aus vornehmlich erfahrenen NFL-Spielern zusammen und so erwiesen sie sich bei ihrem Eintritt in die NFL denn auch als Schnellstarter: Sie gewannen ihr erstes Spiel, das «Hall of Fame»-Game gegen das zweite Expansion-Team, die Jacksonville Jaguars mit 20:14. In ihrer ersten Saison stellten sie mit einer Bilanz von sieben Siegen und neun Niederlagen auch gleich einen neuen Rekord für ein Expansion-Team auf. Und so ging es weiter: In ihrem zweiten Jahr gewannen sie ihre Division und stiessen bis ins NFC Championship Game vor.
Danach jedoch folgte eine lange Durststrecke: Das Setzen auf Veteranen in den ersten Jahren hinterliess Spuren, neue, unverbrauchte Kräfte hatten es schwer. Den Tiefpunkt erreichten die Panthers 2001, als sie nach einem Sieg zum Saisonauftakt alle folgenden 15 Spiele verloren. Auch das ein NFL-Rekord. Doch die Panthers gaben nicht auf: Zwei Jahre später standen sie unter ihrem neuen Head Coach John Fox erstmals in einer Super Bowl, mussten sich allerdings den New England Patriots geschlagen geben.
PANTHERS FACTS
Mitglied der NFL:
26. Oktober 1993
Erste Saison:
1995
Super Bowl-Verlierer:
XXXVIII, L
NFC-Meister:
2003, 2015
NFC-Vizemeister:
1996, 2005
Divisions-Meister:
1996, 2003, 2008, 2013, 2014, 2015
Hall of Fame-Mitglieder:
keine