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Der Cellist Stefan Bracher (1962 – 2012) ist in Bern geboren und aufgewachsen.
Nach dem Berufsschulstudium am dortigen Konservatorium besuchte er verschiedene Meisterkurse bei Siegfried Palm, Maurice Gendron, Wolfgang Böttcher und Peter Buck. Als Mitglied des Arcata Streichquartetts erfuhr er eine intensive Förderung durch das Melos Quartett bei zwei Meisterkursen in Blonay und in der Quartettklasse in Stuttgart.
1991, unmittelbar nach dem Abschluss seiner Studien mit dem Konzertreife-Diplom an der Musikhochschule Zürich bei Walter Grimmer, erlangte er eine Stimmführerstelle im Orchester Musikkollegium Winterthur.
Im Orchester übernahm er zweimal das Amt des Orchestervorstands und wirkte 2012 massgeblich an der Gründung des ‘allegro’-Freundeskreises mit.
Auch neben dem Sarastro Quartett übte er eine rege Tätigkeit als Kammermusiker aus, zuletzt im Aulos-Quartett (2010 – 2012).
Mit der Pianistin Augustina Herrera nahm er 2009 für cpo die Cello-Sonate von Constantino Gaito auf. Er spielte auf einem Violoncello von A. S. Ph. Bernardel (1840).
«Für Stefan war das Streichquartett-Spiel immer eines seiner musikalischen Hauptanliegen. Er verband die Idee, das Winterthurer Orchester in den umliegenden Gemeinden bekannter zu machen, mit der Anfrage an uns drei Kollegen, zusammen Quartett zu spielen. Obwohl er damit bei allen ‘offene Türen einrannte’ , kann man ihn somit als den eigentlichen Gründer des Sarastro Quartetts betrachten.
In den über achtzehn Jahren gemeinsamen Quartettspiels war Stefan für uns stets ein verlässlicher Partner, immer ein engagierter Organisator und manchmal auch ein hartnäckiger Diskussionspartner. Sein unermüdlicher Einsatz für aufrichtiges und beseeltes Musizieren und für dessen Stellenwert in der Gesellschaft wird uns in Erinnerung bleiben und gleichzeitig auch ein Auftrag für die Zukunft sein.»Ralph Orendain