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Paris, 1746
François Feury
Zwei Melodie- und vier Bordunsaiten Darm
vier Aliquotsaiten Stahl
Decke Fichtenholz
Korpus Ahorn- und Mahagoniholzspäne
zwei Schallöcher in C-Form
Tasten und Deckenrand mit Elfenbein und
Ebenholz belegt bzw. intarsiert
L. gesamt 64 cm
Inv. 1882.27.
Die Signatur von François Feury (ca. 1711-nach 1772 Paris) befindet sich auf der Innenseite des aufklappbaren Deckels über der Tangentenmechanik: "F. Feury, rue des Fossez St. Germain de l'Auxerrois proche la Rue de l'Arbre sec. A Paris 1746." Die Saiten werden durch ein mit einer Kurbel verbundenes Rad angestrichen; die Verkürzung der Melodiesaiten geschieht durch eine Tastenmechanik mit Tangenten. Eine der vier Bordunsaiten ("la trompette") läuft über einen Schnarrsteg. Dieser wird mit dem im Saitenhalter eingefügten Wirbel dazugeschaltet und erzeugt eine an das Schmettern einer Trompete erinnernde Klangfarbe. Diese reich ausgestatteten Instrumente wurden im 18. Jahrhundert in der gehobenen Gesellschaft Frankreichs in Pastoralmusiken gespielt.