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Der HC Fribourg-Gottéron besiegte Lausanne nach 104:58 Minuten mit 3:2 nach Verlängerung und führt in der Serie zum zweiten Mal (mit 2:1). Dass Philippe Furrer kurz vor halb eins zur Geisterstunde die «Bataille des Westens» beenden würde, durfte nicht unbedingt erwartet werden. Vorher gelang Furrer in dieser Saison, seiner allerletzten, erst ein einziges Tor.
Wie erlebte Furrer sein Tor? «Ich erlebte es sehr», strahlte das Urgestein. «Ich werde ja eigentlich nicht fürs Toreschiessen bezahlt. Aber in so einem Spiel, wenn auf beiden Seiten kein Tor mehr gelingen will, entscheidet eben manchmal Ungewöhnliches. Ich habe die Chance ergriffen. Und wir wurden belohnt.»
Und wie war das mit der Müdigkeit? 36 Jahre und kein bisschen müde? «Müde? Sicher nicht. Playoffs geben mir enorm Energie. Ich geniesse diese Spiele. Von Playoffs kann ein Hockey-Spieler nie genug kriegen. Ich hätte sicher problemlos noch zwei, drei Drittel weiterspielen können.»
Aber die Müdigkeit wird kommen – bei Furrer, bei Fribourg-Gottéron, bei Verlierer Lausanne sowieso. Wenn zwei Teams an einem Abend fast zwei komplette Spiele durchspielen und 44 Stunden später schon wieder ran müssen, dann wird die Fitness zum Faktor.
In der Schweiz dauerte erst eine Verlängerung noch länger. Vor drei Jahren gewann Bern bei Servette im Viertelfinal ebenfalls mit 3:2 nach Verlängerung. Mark Arcobello erzielte damals das Siegtor nach 117:43 Minuten. Bern gewann auch die Serie.
Die längste Eishockey-Partie der Geschichte spielten 1936 in der NHL die Detroit Red Wings und die Montreal Maroons. Diese Partie dauerte 176 Minuten, bis Mud Bruneteau für Detroit in der sechsten Verlängerung das erste und einzige Tor im Spiel erzielte.