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Styropor
Im Jahr 2072 ist es möglich, das menschliche Leben zu verlängern, im Optimalfall bis zur Unendlichkeit. Doch das können sich nur die Superreichen leisten - die gewöhnlichen Sterblichen werden zunehmend in die Slums abgedrängt, wo sie in ärmlichen Verhältnissen dahinsiechen. Die wohlhabenden „Patrizialen“ grenzen sich von ihnen ab; sie halten die „Prekarier“ für überflüssig und wollen sie abschaffen.
Dennoch kommen sich Alexander Lery, Sohn eines der mächtigsten Männer in Deutschland, und Franka Yu Klewe, Studentin an der FU Berlin mit vietnamesischen und deutschen Wurzeln, näher. Trotz ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Herkunft wird ihnen ihre wesenhafte Verbundenheit bewusst, und sie entwickeln eine tiefe Liebe zueinander. Aber die soziale Kluft zwischen ihnen scheint unüberwindlich und stürzt beide in eine grosse Krise...
P. W. Richter
PETER WERNER RICHTER, geboren 1946 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Südbaden, siedelte kurz nach der Vereinigung Deutschlands von Karlsruhe nach Eberswalde bei Berlin über, um dort als Stadtplaner zu arbeiten. Die hier erworbenen Erfahrungen, vor allem des Wechselspiels von planerischer Vernunft und demokratischer Interessenaushandlung, führten zwangsläufig zu einer ironischen Sicht auf die Gesellschaft, wie sie sich in Ansätzen schon in seiner mehrjährigen Tätigkeit als politischer Karikaturist für eine Karlsruher Tageszeitung gezeigt hatte. Sein Augenmerk gilt vor allem der näheren Zukunft, die zu grossen Umbrüchen führen werde, die es zu bewältigen gelte. Heute, wohnhaft in einem kleinen brandenburgischen Dorf, widmet er sich in diesem Sinne ganz dem Schreiben.