Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03321.jsonl.gz/1519

Das Wichtigste in Kürze
- Trump hat sich für ein Recht auf Abtreibung nach einer Vergewaltigung ausgesprochen.
- Dazu kommen Fälle, in denen das Leben der Mutter gefährdet ist.
- Abtreibungsgegner hoffen, dass eine Grundlagenentscheidung aus dem Jahr 1973 gekippt wird.
Er sei «klar gegen Abtreibungen», schrieb Trump wenige Tage nach der Entscheidung in Alabama auf Twitter. Als Ausnahmen nannte er Schwangerschaften nach einer Vergewaltigung oder durch Inzest. Dazu kommen Fälle, in denen das Leben der Mutter gefährdet ist.
«Diese Position vertrat auch Ronald Reagan», twitterte Trump mit Verweis auf den früheren republikanischen Präsidenten.
Trump hatte im Wahlkampf 2016 viele konservative Christen durch ein Versprechen für sich gewonnen. Es ging darum, mehr konservative Richter an den Obersten Gerichtshof zu berufen. Seitdem sind mit Neil Gorsuch und Brett Kavanaugh zwei von Trump nominierte Richter zu dem Gremium hinzugestossen.
Abtreibungsgegner hoffen, dass nun eine Grundlagenentscheidung aus dem Jahr 1973 gekippt wird: In dem als «Roe v Wade» bekannten Fall hatte der Oberste Gerichtshof das Recht von Frauen auf eine Abtreibung anerkannt.
Neues Gesetz in Alabama
In Alabama gilt seit Donnerstag ein neues Gesetz: Abtreibung ist eine Straftat, für die Ärzten zwischen zehn und 99 Jahren Haft droht. Schwangerschaftsabbrüche sind demnach nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Ein weiterer Grund ist, wenn der Fötus eine unheilbare Krankheit hat.
Abtreibungsregelung in verschiedenen US-Bundesstaaten
In Missouri sind Abtreibungen seit dieser Woche nach der achten Schwangerschaftswoche verboten. In den US-Bundesstaaten Georgia, Ohio, Mississippi, Kentucky, Iowa und North Dakota gelten andere Regeln. Hier gibt es keine Abtreibungen mehr, ab dem ein Herzschlag des Fötus messbar ist. Der Streit um das Recht auf Abtreibung dürfte eines der Schlüsselthemen im Präsidentschaftswahlkampf 2020 werden.