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Die vierte und letzte Fallstudie des Projekts «Räumliche Auswirkungen der Verkehrsinfrastrukturen», die sich mit dem Strassentunnel Vue-des-Alpes befasst, ist beendet. Sie wurde durchgeführt von einem Team unter der Leitung des Büros Urbaplan in Genf/Neuenburg, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Diensten des Bundes und des Kantons Neuenburg.
Die Studie konzentrierte sich auf die Untersuchung der räumlichen Veränderungen, die sich im Perimeter der im Jahr 1994 in Betrieb genommenen neuen (Autobahn-)Strassenverbindung zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds ergeben haben. Grundlage der Analyse bildete das methodologische Modell des «Tripods», das das Aufzeigen der Wechselwirkungen zwischen Verkehrsinfrastruktur, den Potenzialen des betroffenen Gebiets und dem Verhalten der Akteure zum Ziel hat: Die Auswirkungen der verbesserten Strassenerschliessung auf die Mobilität und auf die regionale Entwicklung und die Ansiedlung von Aktivitäten/Projekten auf lokaler Ebene werden so mit der lokalen und globalen Entwicklung in Zusammenhang gesetzt (Potenziale und Akteure).
Die Studie kommt zum Schluss, dass das Projekt Vue-des-Alpes zwar laufende Entwicklungen verstärkt (Wirtschaftsentwicklung stark in der Tradition der Uhrenbranche stehend, Siedlungsentwicklung eng verbunden mit der Erhaltung der historischen Bausubstanz in den Neuenburger Bergen, ständige Periurbanisierung im Val-de-Ruz), jedoch keine neuen Dynamik ausgelöst zu haben scheint. Eine praktisch unmittelbare Wirkung ist bei der Pendlermobilität und punktuell bei der Bautätigkeit zu beobachten. Demgegenüber sind strukturelle Wirkungen aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung nicht eindeutig festzustellen. Aus der Studie geht zudem hervor, dass die räumliche Entwicklung stark von den Faktoren «Potenziale» und «Akteure» (z. B. kantonale Strategie zur Wirtschaftsförderung, städtebauliche Politik der Stadt) bestimmt wird. Gemäss den Autoren der Studie verstärkt in diesem Zusammenhang die verbesserte Erschliessung die Bedeutung des räumlichen Potenzials und des Akteurverhaltens. Abschliessend zieht der Bericht zudem Schlussfolgerungen für die (kantonale und eidgenössische) Verkehrspolitik und formuliert Vorschläge für ein Monitoring der Verkehrsinfrastrukturen.