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Der Kosovo verblüfft unter Bernard Challandes in der EM-Qualifikation weiter. Nach dem Auswärtssieg im Juni in Bulgarien besiegte das Team mit dem früheren YB-Spieler Florent Hadergjonaj und dem Luzerner Mittelfeldspieler Idriz Voca in der Startformation nun auch die favorisierten Tschechen. Der Aussenverteidiger Mergim Vojvodina von Standard Lüttich düpierte die gegnerische Abwehr mit dem Ex-Basel-Torhüter Tomas Vaclik in der 67. Minute nach einem überraschend ausgeführten Corner und traf zum 2:1-Sieg des Kosovo.
Damit hat das Team von Bernard Challandes nach der Hälfte des Pensums acht Punkte - zwei mehr als Tschechien und schon sechs mehr als Bulgarien. Allerdings steht im Oktober noch das heikle Auswärtsspiel in Tschechien auf dem Programm und auch die beiden Partien gegen den WM-Halbfinalisten England hat der Kosovo noch nicht ausgetragen.
Doch selbst wenn der Aussenseiter die Platzierung in den Top 2 der Gruppe A nicht verteidigen kann, hat er im März die Chance, sich über die Playoffs für die EM-Endrunde zu qualifizieren. Dafür hat sich der Kosovo dank dem Gruppensieg in der Nations League qualifiziert. Die Gegner wären dannzumal mit grösster Wahrscheinlichkeit Georgien, Weissrussland und Nordmazedonien.
Souveräner Leader der Gruppe A bleibt England, das auch sein drittes Spiel klar gewann und nun 9:0 Punkte und 14:1 Tore aufweist. Beim 4:0 im Wembley gegen Bulgarien traf Harry Kane drei Mal, zweimal war er mittels Penalty erfolgreich. Der Stürmer von Tottenham Hotspur hat damit in 40 Länderspielen 25 Tore erzielt. Gegen Bulgarien war es sein zweiter Hattrick für England. Gleiches war ihm an der WM 2018 gegen Panama gelungen.
Siege für den Europa- und den Weltmeister
Europameister Portugal hat nach seinen beiden Unentschieden vom März in den Heimspielen gegen die Ukraine und Serbien einen wohl wegweisenden Auswärtssieg realisiert. In Belgrad schlug der Europameister Serbien 4:2. Gegen die sehr defensiv eingestellten Serben taten sich die Portugiesen lange schwer, gingen aber kurz vor der Pause doch in Führung (William Carvalho). Erst als Serbien nach der Pause etwas offener spielte, fanden Cristiano Ronaldo & Co. Raum vor und schossen mittels Konter drei weitere Tore. Die Serben schafften zwar zwei Mal den Anschluss, aber nicht mehr die Wende. Sie sind damit bereits zurückgebunden. Aus vier Spielen holten sie bloss vier Punkte - Leader Ukraine (13 Punkte) und Portugal (5/ein Spiel weniger als Serbien) scheinen uneinholbar.
In der Gruppe H setzten sich Frankreich, die Türkei und Island dank Heimsiegen weiter von der Konkurrenz ab. Das Trio hat aus fünf Spielen zwölf Punkte geholt. Frankreich gewann gegen Albanien ungefährdet 4:1. Dabei führten die Weltmeister nach einer halben Stunde schon 2:0. Mehr Mühe hatten die Türken gegen Andorra. Erst zwei Minuten vor dem Ende sicherte der eingewechselte Tufan den 1:0-Sieg. Andorra, das in der letzten WM-Qualifikation Ungarn schlug, wartet damit weiterhin auf den ersten Auswärtspunkt in einem Qualifikationsspiel seit über 14 Jahren.