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Rote Zahlen und Entlassungen bei Fujitsu7. Februar 2013 um 15:19
Fujitsu hat anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen eine Restrukturierung angekündigt, in deren Rahmen weltweit rund 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.
Fujitsu hat anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen eine Restrukturierung angekündigt, in deren Rahmen weltweit rund 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Zusätzlich werden etwa 4500 Angestellte aus dem Halbleiterbusiness in neue oder andere Unternehmen transferiert (siehe unten).
Eine Reduktion um 5000 Arbeitsplätze entspricht, angesichts der gegenwärtigen Mitarbeiterzahl von über 170'000, einer Reduktion um etwa 3 Prozent. Allerdings könnte die europäische Tochter Fujitsu Technology Solutions (FTS) und insbesondere die PC-Produktion in Augsburg überdurchschnittlich betroffen sein. Fujtsu erklärt in seinem Geschäftsbericht, dass FTS bis 2011 operativ immer gewinnbringend gearbeitet habe, 2012 aber ein Verlust zu erwarten sei. Ein Grund sei der riesige Preisdruck im Hardwaregeschäft. Deshalb wolle man den Schwerpunkt von FTS weg von Hardware und stärker auf Services und Lösungen legen. Gegenüber dem deutschen Channelmagazin 'CRN' bestätigte FTS, dass man sich in Verhandlungen mit deutschen Arbeitnehmervertretern über die genaue Anzahl der Entlassungen befinde.
Der Gesamtumsatz von Fujitsu betrug im dritten Quartal des letzten Jahres 1,05 Billionen Yen, rund 12,05 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 2,9 Prozent verglichen mit dem dritten Quartal 2011. Laut Fujitsu stiegen die Umsätze mit Systemintegrations- und Infrastrukturservices, gleichzeitig harzte aber das Geschäft mit PCs, Handys, Autoradios und Navigationsgeräten sowie Halbleiterprodukten.
Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Verlust von 79 Milliarden Yen (908 Millionen Dollar). Der grösste Teil davon stammt aus Abschreibern im Halbleitergeschäft, Fujitsu hätte aber auch ohne diese Abschreiber einen leichten Verlust eingefahren.
Im Halbleitergeschäft wird Fujitsu seine "System LSI"-Sparte (Chipdesign und -Herstellung) in ein "fabrikloses" Joint Venture mit Panasonic einbringen. Eine Fertigungsanlage in Iwate wurde bereits Anfang Oktober an Denso verkauft, weitere Anlagen gingen im Dezember an J-Devices. Nun überlegt sich Fujitsu, auch die Wafer-Fertigung in Mie in ein neues Unternehmen auszulagern, an dem sich TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) beteiligen soll. (hjm)
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