Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03192.jsonl.gz/1169

Phosphor (P) ist ein für das Pflanzenwachstum essentieller Mineralstoff. Da die Reserven an einfach abbaubarem Phosphor weltweit abnehmen und da eine Überdüngung mit diesem Element zu einer Umweltverschmutzung führen kann, ist ein effizienterer Einsatz von Phosphordünger in der Landwirtschaft erwünscht. Zwei unabhängige Versuche wurden bei Agroscope am Standort Changins (Schweiz) und beim Forschungszentrum RITTMO in Colmar (Frankreich) durchgeführt, um einen Phosphat-Dünger (SSP-TIM), bei dem komplexiertes Phosphat mit einer biostimulierenden Substanz kombiniert ist, mit dem weit verbreiteten Dünger SSP (einfaches Superphosphat) zu vergleichen. Die Versuche fanden im Treibhaus unter kontrollierten Bedingungen statt. Der Versuch in Colmar wurde auf saurem, sandigem Boden durchgeführt, jener in Changins auf neutralem, tonigem Boden mit hoher Kapazität zur Phosphatfixierung. In beiden Fällen wurden fünf Düngungsverfahren verglichen: eine Kontrolle (keine P-Gabe) und zwei verschiedene Dosen bei jedem der beiden untersuchten Dünger (SSP und SSP-TIM), die 25 kg beziehungsweise 50 kg P2O5 pro Hektare entsprachen. Auf saurem Boden konnte mit dem Dünger SSP-TIM bei einer Dosis von 25 kg P2O5/ha eine signifikante Steigerung des Gesamtertrags von Weizen im Vergleich zum Dünger SSP erreicht werden. Auch beim tonigen Boden erzielte der Dünger SSP-TIM eine Ertragssteigerung des Weizens, die mit 5% allerdings nicht signifikant war. Für die Schwankungen der Ergebnisse sind verschiedene Faktoren, namentlich das Entwicklungsstadium der Pflanzen und die angewendete Düngerdosis verantwortlich. Diese Studie zeigt, dass der Dünger SSPTIM in beiden Bodentypen genutzt werden kann, insbesondere wenn die Düngerdosis reduziert ist, was bei zahlreichen Landwirtschaftsbetrieben in der Schweiz zutrifft.
Herbizidresistenzen bei Unkräutern sind weltweit ein zunehmendes Problem. Das Herbizidresistenz-Monitoring in der Schweiz soll dazu beitragen, die Mechanismen, die zu diesen Resistenzen führen, besser zu verstehen und den Herbizideinsatz besser zu steuern.
Agroscope hat Pflanzenschutzstrategien im Apfelanbau verglichen. Durch die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln verminderten sich die lokalen ökotoxikologischen Risiken, es ergaben sich aber andere Zielkonflikte bezüglich Umwelt und Wirtschaftlichkeit.
Bt-Mais ist durch Eiweisse des Bakteriums Bacillus thuringiensis vor Frass durch bestimmte Insekten geschützt. Eine neue, systematische Auswertung von weltweiten Felddaten bestätigt, dass Nichtzielorganismen in Bt-Mais weitgehend geschont werden.