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Das schreibt die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Montag unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Der Plan enthalte zudem den Abbau von rund 6000 Arbeitsplätzen sowie die Streichung von Kurz- und Mittelstreckenflügen. Ein Lufthansa-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.
Wie die "Corriere della Sera" weiter schreibt, könnte die italienische Regierung auch entscheiden, die Gespräche mit Lufthansa bis nach den Wahlen zu vertagen - diese werden im März erwartet. Die Regierung sucht auch nach Lösungen, die einen geringeren Jobabbau mit sich bringen, etwa durch Hereinnahme von Investoren wie den staatlichen Kreditgeber Cassa Depositi e Prestiti oder den Fonds F2i.
Die Bieterfrist endet am heutigen Montag. Die Liste der Interessenten dürfte übersichtlich sein. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Lufthansa am Bieterverfahren teilnimmt. Kurz nachdem verkündet wurde, dass grosse Teile von Air Berlin an den deutschen Konzern gehen, bekundete das Unternehmen Interesse an einer "neu aufgestellten Alitalia", nicht aber an dem Unternehmen im derzeitigen Zustand. Die Billigfluglinie Ryanair hatte Ende September ihr Interesse an Alitalia zurückgezogen.
Die einstige Staatslinie steckt seit Jahren in der Krise, im Mai hatte sie Insolvenz angemeldet. Die Regierung in Rom will verhindern, dass das Unternehmen mit mehr als 11'000 Mitarbeitern zerschlagen wird. Allerdings gilt Alitalia als Ganzes als unsanierbar. Um den Flugbetrieb zu gewährleisten, hatte das Kabinett am Freitag beschlossen, die Laufzeit des Brückenkredits für die insolvente Fluggesellschaft von November in diesem Jahr auf September 2018 auszuweiten. Auch die Frist für den endgültigen Abschluss des Verkaufsprozesses wurde verschoben: Ende April 2018 soll alles unter Dach und Fach sein.
(AWP)