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Als Jäger wird eine Person bezeichnet, die zum Zwecke der Gewinnung von Lebensmitteln (Wildbret), Pelzwerk oder Jagdtrophäen, aber auch zur Bekämpfung von Tierkrankheiten oder Schädlingen auf die Jagd geht, das heißt Wild erlegt oder in Tierfallen fängt und die Hege, also die Pflege von Wildtieren und ihrer Lebensräume, ausübt.
Jäger sind weltweit seit frühester Zeit Personen, die die Jagd ausüben.
Im 21. Jahrhundert ist international deren Jagdausübung durch das Jagdrecht nach den Anforderungen der jeweiligen Regionen reglementiert. Entsprechend dem deutschen Jagdrecht wird eine Person als Jäger bezeichnet, die durch nachhaltiges Bejagen, waidgerechtes Erlegen (Töten) von Wild zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands beiträgt. Damit verbunden ist die gleichzeitige Pflicht des Jägers zur Hege, also der Pflege und Bewahrung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, soweit diese das Jagdrecht bestimmt. Gesetzliche Voraussetzung zur Jagd auf Wild ist unter anderem der Besitz eines gültigen Jagdscheins. Damit wird sichergestellt, dass die Ausübung der Jagd durch den Jäger sachkundig und ordnungsgemäß betrieben werden kann. Viele Jäger erhalten Traditionen und Kulturgut des jagdlichen Brauchtums, unter anderem durch Verwendung der Jägersprache, der Bruchzeichen und jagdlicher Rituale. Es werden von ihnen spezielle Jagdsignale, hauptsächlich mit dem Jagdhorn, wie auch Jagdmusik gepflegt. Jäger kennen zudem speziellen Jägerschmuck und traditionelle Jagdbekleidung. Andere Jäger lehnen dieses Brauchtum ab.
Als ihr Schutzpatron gilt der heilige Hubertus.
Schon im Mittelalter hatten vermögende Adelige hauptberufliche Jäger in ihrem Hofstaat oder auf ihren Besitzungen. Der Beruf des Jägers wurde mit der Zeit so wie der des Försters zu einem Lehrberuf mit einer dreijährigen Lehrzeit und mit besonders in der Frühen Neuzeit genauer definierten Lehrinhalten. Während der Ausbildung wurde der junge Mann „Jägerbursche“ genannt, nach deren Abschluss wurde er mit dem „Jägerschlag“ freigesprochen und fortan als Jäger bezeichnet, wenn er nicht als „Hofjäger“ Teil des Hofstaats war. Dienstränge wurden regional unterschiedlich bezeichnet: Oberjäger, Oberhofjäger, Jägermeister oder Oberjägermeister. Auch Angehörige des Adels durchliefen die Lehrzeit, um später die ihrem Stand zustehenden Plätze in der fürstlichen Jagdorganisation besetzen zu können.
Wie wird man "Jäger"?
Der Jagdbetrieb ist in der Schweiz Sache der Kantone. Die Jagdprüfung wird somit auch von den Kantonen abgenommen und der Jagdschein durch diese ausgestellt. Dafür muss man mindestens 18 Jahre alt sein, eine Prüfung ablegen und verschiedene weitere Bedingungen erfüllen. Personen, die eine Jagdprüfung ablegen möchten und die weiterführende Informationen benötigen, können sich direkt bei den kantonalen Jagdverwaltungen melden. Dort erhalten Sie detaillierte Angaben zu den Voraussetzungen, den Lehrgängen und den Prüfungen. In vielen Kantonen sind die Jagdverbände an der Ausbildung der Kandidaten beteiligt.
Gesetze verpflichten den Jäger zur Hege.
Die Wildbestände sollen gesund, artenreich und den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasst sein. Die Jäger tragen heute in entscheidendem Masse dazu bei, die Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern. Sie sorgen dafür, dass keine Wildtierart ausstirbt. Keineswegs schiesst die Jägerschaft das Wild „grad wie es ihr gefällt“. Sie sind gesetzlich verpflichtet, die Abschussvorgaben einzuhalten. Niemand kann hierzulande die Jagd ausüben, wenn nicht zuvor eine Jägerprüfung abgelegt wude. In der Jagdprüfung werden hohe Anforderungen an die Absolventen gestellt. Was muss man alles wissen um für die Prüfungen vorbereitet zu sein? Als Beispiel dient der Kanton Aargau. Die Jagdprüfung zur Erlangung des aargauischen Jagdfähigkeitsausweises besteht aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung. Die praktische Prüfung umfasst Teilprüfungen in folgenden Fächern: Waffenhandhabung, Schiessen mit Kugel- und Schrotwaffe. Die theoretische Prüfung umfasst Teilprüfungen in folgenden Fächern: Jagdrecht, Jagdkunde, Wildkunde, Lebensraumkunde, Schiess- und Waffenkunde, Jagdhundewesen und Wildkrankheiten. Die Teilprüfungen werden mit "erfüllt" oder "nicht erfüllt" bewertet. Die praktische Prüfung gilt als bestanden, wenn beide Teilprüfungen erfüllt sind. Die theoretische Prüfung gilt als bestanden, wenn höchstens eine Teilprüfung nicht erfüllt ist.