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Die Römer wollen es wieder wissen: Um die störrischen Gallier ein für alle Mal klein zu kriegen, bauen sie eine Stadt vor deren Dorf. Dadurch sollen die Gallier gezwungen werden, sich dem römischen Lebensstil anzupassen. Globalisierung, Verlust der kulturellen Identität - aktuelle Probleme, die dieser Film behandelt. Denn den Galliern fällt es schwer, sich der neumodischen Lebensweise der Römer zu entziehen.
Das stärkste Zitat
Die Römer haben nachts heimlich Bäume ausgerissen, um mit den Bau ihrer Stadt zu beginnen. Am Tag darauf wurden diese von den Galliern wieder eingepflanzt. Am Abend begutachten die römischen Soldaten den Schaden. Zenturio Hasenfus: «Die ganze Arbeit war fürn‘ Anus.» Soldat: «Hier bin ich!» Zenturio Hasenfus: «Schnauze Anus!»
Die Schöpfer
Albert Uderzo und René Goscinny schufen 1959 den unbeugsamen Gallier Asterix. Nach dem Tod Goscinnys, vor gut 40 Jahren, arbeitete Uderzo alleine an den Abenteuern des kleinen Kriegers. Bis heute sind 35 Comicbände und zwölf Zeichentrick- und Realfilme von Asterix erschienen. «Asterix – Le Domaine des Dieux» ist der erste 3D Animationsfilm. Zu Beginn Stand Albert Uderzo der Idee skeptisch gegenüber, den Film in 3D zu gestalten. Nach mehreren Monaten des Testens und Modifizierens mit dem Animationsteam stimmte er zu, den Figuren ein dreidimensionales Aussehen zu schenken. «Es war für mich sehr emotional, zu sehen wie die Figuren schrittweise zum Leben erweckt wurden. Danach wusste ich, dass die 3D-Version des Films wirklich magisch werden würde», sagte Uderzo.
Fakten, die man wissen sollte
«Asterix – Le Domaine des Dieux» basiert auf dem Comic «Asterix – Die Trabantenstadt» aus dem Jahr 1971. Wie im Film errichten die Römer eine Stadt in der Nähe des gallischen Dorfes. In diese ziehen römische Familien ein, die kurz darauf vom gallischen Barden Troubadix vertrieben werden. Anschliessend besiedeln Soldaten und Sklaven die Trabantenstadt. Der Comicband dokumentiert eine gesellschaftliche Entwicklung, die in den Siebzigern in Frankreich aktuell war. Mittelständische Familien verliessen die nach dem zweiten Weltkrieg erbauten Plattenbauten in den Vororten, den Banlieus. Die Familien zogen aufs Land oder in die Altstadt. Zurück in den Grosswohnsiedlungen blieben weniger zahlungskräftige Bewohner. Diese gesellschaftliche Verschiebung war ausschlaggebend für die Grundidee des Comics.
Das Urteil
Das neue, dreidimensionale Erscheinungsbild der Figuren in «Astérix - Le Domaine des Dieux» ist ungewohnt. Witzige Dialoge und Handlungen lassen die anfängliche Skepsis im Nu verschwinden. Versprochen. In diesem Abenteuer des mutigen Galliers geht es nicht um Erlebnisse in fernen Ländern, sondern um die Verteidigung des eigenen Lebensstils gegen das römische Imperium. Den Antagonisten Caesar sehen wir fast immer zu Hause in Rom, seine Legionäre wollen nicht kämpfen. Wer ist denn dann der Gegner in diesem Band? Hauptsächlich die Gallier selbst, die versuchen, sich den Verlockungen der römischen Zivilisation zu entziehen. «Astérix - Le Domaine des Dieux» ist ein geistreicher Animationsfilm, der zum Denken anregt.