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Autor: Arthur zurkinden
30 Personen haben sich für das Amt einer Generalsekretärin oder eines Generalsekretärs des Grossen Rates beworben, nachdem die Amtsinhaberin Monica Engheben auf den 30. Juni 2009 ihren Rücktritt erklärt hat. «Wir haben acht Kandidaten angehört und vier für die Wahl vorgeschlagen. Ein Kandidat hat sich aber danach zurückgezogen», erklärt Solange Berset, erste Vizepräsidentin des Grossen Rates, weshalb das Kantonsparlament am 18. Juni drei Bewerbungen zur Auswahl hat. Solange Berset präsidierte die Delegation des Büros des Grossen Rates, die aus den fünf Fraktionspräsidenten bestand und welche die Vorauswahl vornahm.
Drei parlamentserfahrene Kandidaten
Alle drei Kandidaten kennen den Parlamentsbetrieb und sind politisch nicht vorbelastet, wie Solange Berset betont. So wird dem Kantonsparlament Mireille Hayoz, die zurzeit stellvertretende Generalsekretärin des Grossen Rates ist, vorgeschlagen. Die 48-jährige Mireille Hayoz besitzt ein Lizenziat in Rechtswissenschaften der Uni Freiburg. Sie arbeitet seit 1991 für den Grossen Rat, seit 2005 als stv. Generalsekretärin. «Aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen hat Mireille Hayoz umfassende Kenntnisse des politischen Systems und seiner Verfahren, der Institutionen des Kantons und des Bundes. Sie kennt die Arbeitsweisen und -methoden der Legislative und dessen Verbindungen zur Exekutive. Sie verfügt über soziale Kompetenzen und ist fähig, die Vielzahl und Vielschichtigkeit der Aufgaben dieses Parlaments zu leiten», begründet das Büro des Grossen Rates, weshalb es u. a. Mireille Hayoz empfiehlt. Mireille Hayoz ist ledig, wohnt in Villars-sur-Glâne und besitzt als Kandidatin welscher Zunge Deutschkenntnisse.
Weiter schlägt das Büro die 51-jährige Chantal Karth, lic. phil., ledig, wohnhaft in La Tour-de-Trême, vor. Chantal Karth wurde im Jahre 1989 als Sekretärin-Redaktorin bei der Staatskanzlei und des Grossen Rates angestellt. Seit 1993 ist sie bei der Staatskanzlei für die amtlichen Veröffentlichungen verantwortlich. «Chantal Karth hat ausgezeichnete Kenntnisse der Kantonsverwaltung und verfügt über sehr hohe Kompetenzen im sozialen und organisatorischen Bereich. Eines ihrer Hauptanliegen ist die Herstellung und die Pflege harmonischer Beziehungen zwischen der Exekutive und der Legislative», hält das Büro zur ihrer Person fest.
Ein zweisprachiger Kandidat
Als zweisprachig bezeichnet Solange Berset den dritten Kandidaten, den 36-jährigen Reto Schmid, zurzeit Parlamentssekretär im Generalsekretariat des Grossen Rates. Reto Schmid, ausgestattet mit einem Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften der Uni Lausanne, hat einige Jahre in verschiedenen Organisationen in Bern gearbeitet. Im Jahre 2005 trat er die Stelle eines Parlamentssekretärs an. «Im Hinblick auf das Amt eines Generalsekretärs möchte Reto Schmid unter Beibehaltung der Kontinuität dazu beitragen, dass das Parlament vermehrt in alle Teile des Kantons ausstrahlt, wobei stets das Allgemeinwohl oberstes Ziel bleiben soll», schreibt das Büro zu seiner Person und ist überzeugt, dass er es versteht, «zwischen den sprachlichen, parlamentarischen und institutionellen Gepflogenheiten und Traditionen Brücken zu bauen.» Reto Schmid wohnt in Düdingen und ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.