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Simone de Beauvoir
Der Satz „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“, ist wohl ihr bekanntester Satz.
Er stammt von Simone de Beauvoir, die mit diesem Satz die feministische Bewegung gewissermassen vom Kopf auf die Füsse stellte. Er stammt aus dem Buch „Das andere Geschlecht“, das 1949 in Frankreich veröffentlicht wurde. Wie eine Bombe schlägt dieses Buch ein – und es macht de Beauvoir zu einer der bekanntesten Intellektuellen Frankreichs. De Beauvoir schmeisst damit die biologistischen Frauen-sind-von-Natur-aus-so-und-Männer-so-Prämissen über den Haufen. Stattdessen macht sie deutlich: Wir werden zu dem gemacht, was wir sind – und wir machen uns auch selber dazu. Simone de Beauvoir - man kann dieser Person viele Bezeichnungen geben: Schriftstellerin, Philosophin, Existenzialistin, Sozialistin, Feministin. Für alles, was sie tut, gilt aber, dass sie vor allem von ihren eigenen Erfahrungen ausgeht. Das wird sowohl in ihren Romanen als auch ihren theoretischen Schriften deutlich. Ihre Beziehung zu Jean Paul Sartre bewegte sie unter anderem dazu, einen Roman über eine Menage a trois zu schreiben. „Sie kam und blieb“ hiess dieses Buch, das ihr erster veröffentlicher Roman aus dem Jahr 1943 war und in dem sie ihre Erfahrungen und Probleme mit Polyamourie verarbeitete. Aber sie beschäftigte sich genauso auch mit den Geschehnissen der Weltpolitik. Sie begrüsste die Gründung des Staates Israel, engagierte sich in den Fünfziger und Sechziger Jahren gegen den Algerienkrieg und diskutierte mit Fidel Castro und Che Guevara über den Sozialismus.