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Diolizana Shuña Ravines führt ein kleines Geschäft in der Region Ucayali im Osten von Peru. Sie verkauft im Laden diverse Schreibwaren und Büromaterial. Um ihr Warenangebot zu vergrössern braucht Diolizana 2’000 Soles (750$).
Guldasta Pustukova lebt in Duschanbe, Tadschikistan. Guldasta verkauft traditionelle Kleider für Frauen und Kinder. Um weiteres Material zu kaufen, braucht Guldasta 1’000$.
Happiness Nnamani lebt in Igbede, Nigeria. Sie ist verheiratet, hat 4 Kinder und führt ein kleines Geschäft mit Elektrogeräten. Um weitere Geräte zum Weiterverkauf zu beschaffen braucht Happiness 1’200$.
Muwanga Nalongo ist die Chefin von einer kleinen Unternehmung in Najjembe, Uganda. Mitten im Mabira-Urwald verkauft ihre Mabira Development Group Wasser, Fruchtsäfte und Esswaren an Reisende der Strasse zwischen Kampala und Jinja. Muwanga möchte ihre Angebotspalette ausbauen und plant die Vergrösserung des Shops. Dafür braucht sie und ihre Angestellten 5’000$.
Das sind 4 Beispiele von Kleinunternehmen in Entwicklungsländern, die ihre Geschäftsidee mittels Mikrokrediten finanzieren. Mikrokredite sind ein ideales Mittel zur Selbsthilfe und eine direkte Entwicklungshilfe. Sie ermöglichen Personen einen Kredit, die normalerweise keinen Zugang zu solchen Investitionen haben.
Ich habe Diolizana Shuña Ravines, Guldasta Pustukova, Happiness Nnamani und Muwanga Nalongo je 25$ an ihre Mikrokredite bezahlt. Sie werden mir das Geld monatlich zurückbezahlen, mit Laufzeiten von 4 bis 8 Monaten.
Abgewickelt wird das ganze via kiva.org. Alle Projekte werden durch lokale Organisationen evaluiert und detailliert beschrieben. Durch regelmässige Kontrollen und Reportings wird die Verwendung des Geldes überprüft.
Sicherheiten gibt es keine, ich könnte theoretisch mein investiertes Geld verlieren. Da die Projekte aber von den lokalen Organisationen in den Ländern sehr sorgfältig ausgesucht werden, ist die Rückzahlungsrate mit 98.24% sehr hoch. Insgesamt wurden via Kiva mittlerweile 52,086 Projekte mit total 36’728’735$ finanziert.
Ich finde diese Art der Direkthilfe sehr genial. Auf Kiva bin ich schon vor etwa einem Jahr gestossen, konnte mich aber damals für kein Projekt entscheiden. Heute bin ich via Sam wieder darübergestolpert und habe mich endlich registriert.
Ich bin schon gespannt auf die Statusmeldungen aus Peru, Tadschikistan, Nigeria und Uganda…