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Basel, 3. Viertel 1. Jh. v. Chr
Fundort: Augustinergasse 2, Basel
Ton scheibengedreht, feinkeramisch,
rotbrauner Überzug, teilweise ergänzt
Dm. 32 cm
Inv. 1968.1581.
Die Innenfläche der Platte ist mit konzentrischen Rillen und einem Riefelband verziert; der rotbraune Überzug ist mit schwarzbraunen Flecken und Streifen durchzogen. Es handelt sich um sogenannte Campana-Ware, die als Tafelgeschirr verwendet wurde. Benannt ist sie nach der italienischen Provinz Campagna südlich von Rom. Das abgebildete Import-Stück hingegen stammt aus Lyon/Frankreich. Der Produktionsort konnte anhand von Materialanalysen eruiert werden. Bisher wurden in den beiden keltischen Siedlungen "Basel-Gasfabrik" und "Basel-Münsterhügel" rund 50 Fragmente der Campana-Keramik gefunden, die teils aus Italien, teils aus dem frühzeitig romanisierten Gallien, dem heutigen Frankreich, stammen. Als weiteres Importgut tauchen in den Siedlungen Amphorenfragmente auf. In Amphoren wurde Wein vom Mittelmeerraum nach Basel transportiert. Campana-Ware, mit Wein gefüllte Amphoren und andere Importwaren, zum Beispiel Glas, zählten zu den Luxusgütern.