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Die Euro-Finanzminister verständigten sich an einem Treffen in Luxemburg nach Überprüfung von 15 Reformauflagen darauf, dass der Rettungsfonds ESM zunächst ein erster Teil der nächsten Tranche an Griechenland auszahlen kann.
In einem zweiten Teil könnten die restlichen 1,7 Milliarden Euro, die für die Beseitigung von Zahlungsrückstände des griechischen Staates vorgesehen sind, bis Ende Oktober ausbezahlt werden. Zur Diskussion bei dem Treffen der Euro-Finanzminister hatte eigentlich die Auszahlung von insgesamt 2,8 Milliarden Euro gestanden.
Zahlungsrückstände beseitigen
Als Voraussetzung für die Auszahlung der 1,7 Milliarden hatte Griechenland bereits Zahlungsrückstände beseitigen müssen. Dazu würden jedoch noch nicht genügend Daten vorliegen. Diese müssten noch zusammengetragen werden, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, «wir gehen davon aus, dass das bis Ende Oktober vorliegt und der ESM über die Auszahlung der 1,7 Milliarden entscheiden kann».
Das laufenden dritte Hilfsprogramm für das schuldengeplagte Land hat insgesamt ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro. Es ist an die Umsetzung strenger Reformauflagen - auch Meilensteine genannt - gebunden, wie etwa die Privatisierung von Staatsbetrieben, die Reform des Rentensystems oder den Umbau des Energiesektors.
(sda/chb)