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Laut dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht der niederländischen Aufsichtskommission für Euthanasie für 2011 ist die Zahl der gemeldeten Euthanasiefälle seit 2010 um 18 Prozent auf 3‘695 Fälle gestiegen. Bereits im Zeitraum zwischen 2009 und 2010 hatte die Zahl der Fälle um 19 Prozent zugenommen. Wie die auf bioethische Fragen spezialisierte niederländisch-französische Journalistin Jeanne Smits (leblogdejeannesmits.blogspot.ch) berichtete, sei im Rapport 2011 zusätzlich zu einer deutlichen Zunahme der Fälle „erneut auch ein Abgleiten zu einer Liberalisierung des Gesetzes“ festzustellen. Nebst einer rasanten Zunahme von Tötungen an Demenz-Kranken im Anfangsstadium auf 49 Fälle seien 2011 neu auch Fälle gemeldet und als gesetzeskonform akzeptiert worden, in denen man Demenz-Kranke, die keiner selbständigen Entscheidung mehr fähig waren, aufgrund einer früheren testamentarischen Verfügung getötet hätte. „Dieser Punkt war“, so Smits, „bis anhin äusserst umstritten gewesen.“ Gemäss Smits zeigt sich die immer liberalere Anwendung des Euthanasiegesetzes auch darin, dass 2011 mehrere Patienten allein aufgrund von Depressionen, aber auch vermehrt psychisch Kranke (in 13 Fälle gegenüber 2 im Vorjahr) den Tod durch Euthanasie gefunden hätten. Von insgesamt 3‘695 gemeldeten Fällen sind von der Kontrollbehörde lediglich vier Fälle als nicht gesetzeskonform beurteilt worden.