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Bordeaux
Bordeaux, im Südwesten Frankreichs gelegen, ist Universitätsstadt und besonders durch die gute Küche und die berühmten Bordeaux Weine bekannt geworden. Bis zum Atlantik sind es etwa 45 km. Der größte Teil des Stadtgebietes befindet sich links der Garonne. Es gibt milde Winter und warme Sommer. Es gibt hier für die Verhältnisse Frankreichs sehr viel Regen, im Sommer meist durch Wärmegewitter. Für die Science stehen hier vier Universitäten und eine große Anzahl spezieller Hochschulen zur Verfügung.
Im Gebiet innerhalb der ehemaligen Stadtmauern befindet sich der historische Kern. Die Rue Sainte-Catherine ist etwa 1,5 km lang und zieht sich vom Norden in den Süden der Stadt. Von Ost nach West zieht sich der Pont du Pierre, die erste Brücke von Bordeaux. Das alte Stadtviertel ist fast komplett erhalten. Die Straßen und Plätze sind spätgotisch angeordnet. Von der Garonne aus hat man einen faszinierenden Blick. Man sieht zuerst die flachen hohen Häuser, dahinter die Kirchen und Stadttore. Diese Kulisse ist so beeindruckend, dass sie schon für viele Filmaufnahmen genutzt wurde. Viele Kirchen und Synagogen gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Museen laden zum Besuch. Viele Plätze und Straßen haben ihre Namen von den ehemaligen Sklavenhändlern.
Die Nähe zum Meer und die vielen Weinberge haben die Küche Bordeaux geprägt. Diese ist eine Science für sich. Viele Gerichte werden à la Bordelaise zubereitet. Das bedeutet, sie werden mit Bordeaux Weinen angerichtet. Statt mit Zwiebeln und Knoblauch wird mit Schalotten gekocht. Fisch, Austern und Meeresfrüchte werden mit Wein und Schallotten zu köstlichen Gerichten verarbeitet. Zu Austern werden Weißbrot und Butter gereicht. Beim Fleisch wird rotes Fleisch, insbesondere Rindfleisch, bevorzugt. Eine weitere Köstlichkeit und ebenfalls eine Science für sich sind die Canelés. Hierbei handelt es sich um kleine gugelhupfartige Küchlein. Sie sind nicht höher als 10 cm und haben eine karamelisierte Kruste. Innen sind sie weich, luftig und cremig und mit Rum und Vanille verfeinert. Sie müssen tagfrisch gegessen werden und sind deshalb auch sehr teuer und können nicht exportiert werden. Das Eiweiß wird für den Weinkeller benötigt. Es wird hier geschlagen, um die Trübstoffe des Weines zu binden.