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Chris Rock, der Komödiant und Moderator bei der Oscarverleihung 2022, hätte seinen Witz besser sein lassen sollen. Das sagen Stimmen aus dem Netz. Sie befürworten die schallende Ohrfeige als Reaktion von Ehemann Will Smith und betiteln es gar als «ritterliches Verhalten». Gegenstimmen weisen darauf hin, dass Gewalt nie gerechtfertigt sei und es sich dabei um toxische Maskulinität handle.
Was ist bei der Oscarverleihung passiert?
Kurz, bevor Will Smith zum besten Hauptdarsteller für «King Richard» gekürt wurde, ereignete sich eine unvergessliche Szene auf der Oscarbühne. Der Komödiant Chris Rock sollte den Oscargewinner in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ankündigen.
Dabei machte Chris Rock einen Scherz auf Kosten von Jada Pinkett Smith. Er sagte: «Jada, ich liebe dich. Ich kann es kaum erwarten, dich in der Fortsetzung des Films ‹Die Akte Jane› zu sehen.» Dabei bezog sich Chris Rock auf einen Originalfilm von 1997, in dem Demi Moore mit kahl geschorenem Kopf die Hauptrolle spielte.
Die Frisur von Jada Pinkett Smith war kein modisches Statement, sondern geht auf eine Erkrankung zurück, bei der ihr die Haare ausfallen. Ende 2021 berichtete Jada Pinkett Smith darüber auf ihrem Instagram Kanal.
Somit kam der Witz gar nicht gut an. Während Jada Pinkett Smith genervt die Augen verdrehte, marschierte Will Smith auf die Bühne und verpasst Chris Rock eine Ohrfeige. Auf dem Weg zurück zu seinem Platz rief Smith: «Nimm den Namen meiner Frau nicht in deinen verdammten Mund.»
Will Smiths Sohn Jaden Smith twitterte: «Und so machen wir das.»
Andere reagieren hingegen mit entrüsteten oder ironischen Kommentaren auf den Skandal. Vielen gehen Will Smiths harsche Worte und besonders der körperliche Angriff zu weit.
«Für die Kinder, die zu Hause zuschauen: Ein geschmackloser Witz berechtigt dich nicht dazu, eine andere Person anzugreifen (...)», twitterte eine Person.
Einige Stimmen verurteilten Will Smiths Wutausbruch als ein Verbrechen. Dafür hätte er ihrer Meinung nach von den Oscars ausgeschlossen werden müssen. Zudem kritisierten sie, dass Will Smith wahrscheinlich keine Konsequenzen für sein Verhalten spüren werde, da er prominent und reich sei.
Eine Person schrieb auf Twitter: «Dass Will Smith nicht vom Sicherheitspersonal hinausbegleitet wurde, ist eine Erinnerung an zwei Amerikas. Wenn man reich und berühmt ist, gelten andere Regeln (...).»
Ein anderer Tweet appelliert an ein friedlicheres Zusammenleben: «Ich denke, dass wir vorsichtiger miteinander umgehen müssen. Wir gehen so gewalttätig miteinander um... verbal, physisch, psychisch.»
Eine Entschuldigung an alle – ausser an Chris Rock
Wenige Minuten später wurde Will Smith für seine Rolle im Film «King Richard» als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Während seiner Siegesrede entschuldigte er sich unter Tränen bei den Oscar-Veranstaltern und seinen Mitnominierten, nicht aber bei Chris Rock.
War es nur ein Gag?
Auch hier scheiden sich die Geister. «Die Oscars würden keinen Angriff inszenieren, weil sie nie auch nur annähernd etwas so Interessantes absichtlich tun könnten.», schreibt jemand auf Twitter. Zuweilen ist noch von keiner Seite bestätigt worden, dass der Vorfall gespielt worden sei.