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Wurde das erste Diamond-League-Meeting im britischen Gateshead zu Beginn der Woche noch von Regen und stürmischen Bedingungen geplagt, so präsentierten sich in Doha völlig gegensätzliche Vorzeichen. 36 Grad liessen die Schweissdrüsen der Athleten in der katarischen Wüstenstadt heisslaufen.
Das (einzige) Schweizer Highlight
- 100 m Frauen
Schneller als sie war in der letzten Saison keine einzige Europäerin. Der Saisonstart am Sonntag in Gateshead verlief für Ajla Del Ponte aber alles andere als perfekt. Die Tessinerin kommt aus einer Corona-Erkrankung und weist einen erheblichen Trainingsrückstand auf. In der Hitze von Doha konnte sie sich etwas verbessern. Del Ponte lief in einem hochdotierten 100-Meter-Feld mit einer soliden Zeit von 11,36 Sekunden auf den 7. Rang. Damit verpasste sie die geforderte Olympia-Limite von 11,15 Sekunden erneut deutlich. Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM; 10,84 Sekunden) entschied ein enges Duell an der Spitze gegen die Nigerianerin Blessing Okagbare (10,90) für sich.
Auf der Bahn
- 200 m Männer
Der amerikanische Youngster Kenneth Bednarek setzte über die halbe Bahnrunde ein Ausrufezeichen. In einem schnellen Rennen lief der 20-Jährige in der Kurve einen Vorsprung auf Andre de Grasse heraus. Der Kanadier kam auf der Schlussgerade näher und näher, doch Bednarek rettete exakt eine Hundertstelsekunde ins Ziel. Beide blieben mit 19,88 resp. 19,89 Sekunden klar unter der 20-Sekunden-Marke. Auf Rang 3 klassierte sich mit etwas Rückstand de Grasses Landsmann Aaron Brown (20,24). Die routinierten Justin Gatlin (USA; 20,49) und Ramil Guliyev (TUR; 21,09) mussten mit den Rängen 5 und 8 Vorlieb nehmen.
- 400 m Hürden Männer
In einer starken Frühform präsentiert sich Rai Benjamin. Auf der Bahnrunde mit Hürden konnte sich der Amerikaner bereits früh absetzen und zog diese Pace bis zum Schluss durch. Mit der Zeit von 47,30 Sekunden stellte der US-Amerikaner gar Meetingrekord auf. Gut 2 Zehntelsekunden dahinter stellte der Brasilianer Alison dos Santos eine persönliche Bestzeit auf.
Im Oval
- Stabhochsprung Frauen
Der Kampf um den Sieg im Stabhochsprung der Frauen war eine amerikanische Angelegenheit. Katie Nageotte und Sandi Morris schafften als einzige Athletinnen die Höhe von 4,84 Metern. Der Versuch auf 4,90 Metern misslang beiden. Da Nageotte zuvor weniger Fehlversuche zu verzeichnen hatte, holte sie sich den Sieg. Rang 3 ging an die Britin Holly Bradshaw.
- Hochsprung Männer
Spätestens seit seinem Titel an den Heim-Weltmeisterschaften 2019 in Katar war Mutaz Essa Barshim zum Volkshelden mutiert. Damals allerdings im Hexenkessel – heuer in leerem Stadion. Dies schien ihn nicht zu neuen Höhenflügen zu motivieren. Barshim egalisierte zwar seine Saisonbestleistung und übersprang 2,30 Meter mit keinem einzigen Fehlversuch, in der Folge scheiterte er aber einmal an 2,33 und zwei Mal an 2,36 Metern. Weil der Russe Ilja Iwanjuk die 2,33 Meter meisterte, stahl dieser Barshim den Sieg und die Show.