Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03131.jsonl.gz/258

Chow Kok Yeng
Malaysia-Zürich einfach oder: Eine aussergewöhnliche Geschichte
Grossmeister Chow Kok Yeng, 1950 in Ipoh, Malaysia geboren, kam schon mit sieben Jahren zur chinesischen Kampfkunst und trat der Chin Woo-Vereinigung in Ipoh bei. Seine Vorbilder waren Huo Yuen Jia (Begründer des Chin Woo), der Kinoheld Wong Fei Hung und sein erster Meister Chan Yew Meng. Dieser sass auf seinem Stuhl und trank Tee, während er dem kleinen Chow und den anderen Schülern die wichtigsten Techniken erklärte. Die Disziplin, die an dieser Schule herrschte, beeindruckte den quirligen Chow – und sie half ihm bei seiner Entwicklung.
Traditionen, Drachen- und Löwentanz
Chan Yew Meng war ein sehr traditioneller Chinese. Er lehrte chinesische Philosophie ebenso wie kulturelle Bräuche und trainierte ausgiebig den Drachen- und Löwentanz. Für Chow war er längst zu einem zweiten Vater geworden – die beiden pflegten bis zu Chans Tod im Jahr 1997 eine enge Beziehung.
Erfolgreicher Kämpfer
Talent und intensives Training kurbelten Chows Laufbahn an. Er absolvierte erfolgreich Wettkämpfe, lernte den Poket-Kampfstil, assistierte ein paar Jahre seinem Meister im Unterricht und engagierte sich für die Chin Woo-Vereinigung.
Mit einer Mission in die Schweiz
1971 verliess Chow Malaysia mit der Mission, die Chin Woo-Kultur nach Europa zu bringen. Nach einer monatelangen Reise durch Zentralasien erreichte er Zürich, wo er zunächst als Tellerwäscher in einer Pizzeria arbeitete. In der Turnhalle Rämibühl in Zürich gründete er 1975 seine erste Kampfsportschule, drei Jahre später unterrichtete er in seinem eigenen Trainingsraum in Oerlikon. Seit 1992 ist die Kampfsportschule am aktuellen Standort an der Badenerstrasse 569.
Die erste von 12
Diese Kampfsportschule war die erste von mittlerweile 12 Chin Woo-Schulen in der Schweiz und ist bis heute der Hauptsitz der Chin Woo-Vereinigung Schweiz.
Chow Kok Yeng betrachtet es noch immer als seine erste Pflicht, die traditionelle chinesische Kampfkunst an die westliche Gesellschaft weiterzugeben.