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Hüttengeschichte
JUBILÄUM 20 JAHRE NEUBAU KINHÜTTE (2000 – 2020)
1903 erbauten Bergführer aus Randa und Täsch oberhalb der Kintole zwischen dem Dom (4545 m.ü.M.) und dem Täschhorn (4490 m.ü.M.) die Kinhütte. Der Großvater des Hüttenbesitzers Viktor Imboden († 2020) war einer ihrer Mitbebauer. Die Baumaterialien mussten zu jener Zeit in mühsamer und schweißtreibender Arbeit vom Tal hinaufgeschleppt werden. Die alte Kinhütte diente Jägern, Wanderern und Bersteigern.
Für letztere wurde sie vor allem für die Besteigung des Täschhorns über die NW Seite benutzt. Dieselbe Route wurde übrigens auch von den Erstbesteigern 1862 gewählt, damals direkt von Randa aus.
Da die Begehung des Kingletschers zur damaligen Zeit immer schwieriger wurde, wurde die Hütte ab 1960 nur noch selten für die Besteigung des Täschhorns benutzt. Somit diente die Kinhütte schließlich zwischen 1950 und 1963 der Grand Dixence als Unterkunft für ihre Arbeiter, welche am Fuß des Kingletschers an einer Wasserfassung beschäftigt waren. Nach Abschluss des Stollenbaus übernahm der Zermatter Guido Biner die Hütte, der diese dann 1996 an den Täscher Berführer und Skilehrer Viktor Imboden verkaufte.
alte Kinhütte erbaut 1902
neue Kinhütte erbaut 1998
Ein langersehnter Traum von Viktor Imboden konnte nun in Erfüllung gehen. Nach den nötigen Bewilligungsverfahren und dem Baurechtsvertrag mit der Burgergemeinde Randa konnte der Umbau der Kinhütte im Frühjahr 2000 in Angriff genommen werden. Um den heutigen Ansprüchen genügen zu können, musste die Hütte mit Wasser und Strom versorgt und mit einem zeitgemäßen WC ausgerüstet werden. Um mindestens 30 Besucher aufnehmen zu können, musste die Hütte gleichzeitig aufgestockt werden.
Zusammen mit seinem Bruder und mit Kollegen wurde als erstes das Fundament der alten Hütte komplett abgetragen. Anschließend wurden neue Streifenfundamente erstellt worauf dann ein Dachstein-Ziegelbau aufgebaut wurde.
Für den Innenausbau wurden ausschließlich einheimische Hölzer verwendet. Die Kinhütte besteht nun neu aus einem Aufenthaltsraum, 30 Schlafplätzen, Küche und Hüttenwartzimmer. Der Strom wurde durch die eigene Wasserturbine erzeugt. Im Jahr 2020 wurde diese mit einer nachhaltigen Solar-Anlage ersetzt.
Am 20. Juli 2001 wurde die Hütte unter Beisein von zahlreichen interessierten und begeisterten Gästen durch das Patenkind von Viktor, Pfarrer Jean-Pierre Brunner, feierlich eingeweiht.