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Die einfache Gesellschaft ist – wie der Name schon sagt – die einfachste Form aller Gesellschaften. Es handelt sich dabei um eine Personengesellschaft ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Typischerweise steht die persönliche Leistung der Gesellschafter im Zentrum. Die Gesellschaft selber ist weder rechts-, handlungs-, partei-, prozess- noch betreibungsfähig.
Eine einfache Gesellschaft liegt bereits vor, wenn sich zwei oder mehrere Personen verbinden, um einen gemeinsamen Zweck mit gemeinsamen Kräften oder Mitteln zu erreichen. Eine besondere Form braucht es für die Gründung nicht. Es kommt sogar vor, dass Personen gar nicht merken, dass sie eigentlich als Gesellschafter einer einfachen Gesellschaft fungieren. Wer beispielsweise mit anderen Personen in einer Wohngemeinschaft lebt oder gemeinsam ein Auto für eine Reise kauft, gehört bereits einer einfachen Gesellschaft an. Einfache Gesellschaften können auch nur für einen gewissen Zeitraum gegründet werden. Dies ist zum Beispiel der Fall bei einem Baukonsortium, das sich nach Fertigstellung einer Baute wieder auflöst.
Die einfache Gesellschaft gilt im Gesellschaftsrecht als Subsidiärform. Möchten sich Personen binden und wählen sie keine andere Gesellschaftsform, liegt eine einfache Gesellschaft vor.
Wer im Konkubinat Wohneigentum erwirbt, für den stellen sich einige Fragen. Wie sind die Beitragsverhältnisse zu regeln und in welcher Form? Wer soll im Grundbuch als Eigentümer eingetragen werden? Und was passiert mit der Liegenschaft, wenn die einfache Gesellschaft aufgelöst wird? Beobachter-Abonnenten erhalten mit dem Fallbeispiel «Gesellschaftsvertrag über die Liegenschaft von Lebenspartnern» eine praktische Vorlage für ihr Unterfangen.