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Das gigantische Vorhaben sorgt für erhebliche politische Spannungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals, denn Ende Juli verschob die britische Regierung überraschend den Deal. London will das Vorhaben sorgfältig prüfen und eine Entscheidung im frühen Herbst treffen. Der EDF-Verwaltungsrat gab am 28. Juli grünes Licht, die Gewerkschaften waren dagegen.
Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben umgerechnet rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel sollen chinesische Partner schultern. Im März war der EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob EDF die Milliardeninvestition stemmen kann.
EDF ist zu mehr als 80 Prozent im Besitz des französischen Staates. Der Konzern musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbussen hinnehmen und will bis 2018 fünf Prozent seiner Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Gewerkschaften hatten daraufhin gefordert, den teuren Neubau in England zu stoppen./cb/DP/men
(AWP)