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Am 22. Dezember 1917 ist Rosa Herren in Lurtigen als Tochter des Fritz Mäder und der Elise, geb. Mäder, auf dem elterlichen Bauernhof zur Welt gekommen und mit einer sechs Jahre älteren Schwester aufgewachsen, die im April 2006 verstorben ist.
Rosa Herren hatte keine schöne Jugend. Mit zweieinhalb Jahren verlor sie den Vater an einer Lungenentzündung. Die Mutter musste das Inventar und die Tiere versteigern, aber die Familie blieb weiterhin im Bauernhaus. Rosa Herren besuchte die Schule in Lurtigen, kam mit 15 Jahren in eine Koch- und Haushaltschule nach Colombier und wurde in Boudry konfirmiert.
1936 heiratete sie Walter Herren «Franzedanis», auch von Lurtigen. Zusammen beschlossen sie, auf dem elterlichen Bauernbetrieb der Mutter weiterzufahren. In den folgenden Jahren kamen fünf Söhne und drei Töchter auf die Welt. Daneben musste die Mutter schon in frühen Jahren gepflegt werden. Zuletzt konnte sich das «Grosi» an 20 Grosskindern und 20 Urgrosskindern erfreuen.
1969 heiratete der Sohn Werner und übernahm den Betrieb. Walter und Rosa konnten in die alte Käserei neben dem Bauernhof umziehen, die zum Stöckli umgebaut wurde. Sie halfen weiterhin auf dem Hof mit. Besonders im Ofenhaus, dem sie zeitlebens gegenüberwohnte, hat das Grosi gerne mitgeholfen beim Kuchen- und Brotbacken und hat auch gerne Ratschläge gegeben. Auch im Hausgarten arbeitete Rosa Herren gerne, sie kannte für viele Gebrechen natürliche «Teeli und Mitteli».
Im Jahre 1980 verstarb ihr Ehemann bei einem Veteranenschiessen an einem Herzversagen. Sie fühlte sich zuerst etwas verloren, führte aber ihr Hobby, das «Beiele», erfolgreich weiter bis ins hohe Alter, wobei ihr Sohn Christian und später Hans zur Hilfe standen. Tochter Margrith, die mit ihrer Familie im gleichen Haus wohnte, hat ihr zunehmend bei ihren Hausarbeiten geholfen. Auch die anderen Kinder und deren Familien haben Rosa Herren tatkräftig unterstützt, so dass sie noch lange in ihrer gewohnten Umgebung den Lebensabend geniessen konnte. Regelmässig fuhr sie auch mit Altersgefährtinnen aus der Gegend mit dem Car nach Yverdon zum Baden.
In den letzten Monaten hat dann die Gesundheit zunehmend nachgelassen und am 10. März wurde nach einer Lungenembolie ein Spitalaufenthalt notwendig. Der Wunsch, noch einmal ins traute Heim zurückzukehren, konnte ihr wegen der zunehmenden körperlichen Schwäche nicht erfüllt werden. Nach einem kurzen Aufenthalt im Pflegeheim Jeuss ist Rosa Herren am 27. April eingeschlafen.
Ein arbeitsreiches und nicht immer leichtes Leben ist zu Ende gegangen. Wir werden das liebe «Grosi» in ehrender Erinnerung behalten. Eing.