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Einzugsgebiet
Untersuchungen während der Planungsphase für eine umfassende Abwassersanierung im gesamten Einzugsgebiet der zugerischen Seen ergaben, dass der Bau einer Grosskläranlage an der Lorze unterhalb des Zugersees gegenüber einem System von Einzelkläranlagen eindeutig die beste Lösung war. Damit das Abwasser aus dem Einzugsgebiet zur zentralen Kläranlage Schönau in Cham gelangt, wurde ein regionales Abwasserkanalnetz mit rund 75 km Hauptsammelkanälen, 20 Abwasserpumpwerken und 10 Regenüberlaufbecken gebaut. Das Kanalnetz ist in zwei Hauptstränge geteilt. Rund 40 % der Einwohner geben ihr Abwasser an den Kanalstrang von Walchwil über lmmensee um den Zugersee nach Cham ab, 60 % der Einwohner an die Hauptleitungen vom Ägerital und von Zug nach Cham.
Weil auf gewissen Teilstrecken der Leitungen das natürliche Gefälle sehr klein ist und das Abwasser deshalb nicht ohne zusätzliches Pumpen zur Kläranlage abfliessen würde, mussten Pumpwerke erstellt werden. Das Abwasser von Walchwil ist rund 5.5 Stunden im Kanalsystem unterwegs, jenes von Oberägeri rund 5 Stunden bis es in der Kläranlage Schönau ankommt. ln den Regenüberlaufbecken kann bei starken Regenfällen und grossem Wasseranfall im Kanalisationssystem Abwasser aus Gebieten mit Mischkanalisation zurückgehalten werden. Nach den Regenereignissen wird dieses gestaute Schmutzwasser in die Kläranlage abgeleitet und mit dem übrigen Abwasser gereinigt.