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Der Papst, der knapp acht Jahre lang auf dem Stuhl Petri gesessen hatte, bevor er sich zurückzog und auf das Pontifikat verzichtete, starb mehr als neun Jahre nach seinem Rücktritt im Alter von 95 Jahren. Dies war erst das zweite Mal, dass ein Papst nach dem hl. Celestinus V. zurückgetreten war. Dieser hatte jedoch nur fünf Monate regiert.
Joseph Ratzinger wurde 1927 in Deutschland geboren und am 29. Juni 1951 zum Priester geweiht. Er wurde 1977 Bischof von München und Freising und im selben Jahr zum Kardinal kreiert. Im Jahr 1981 wurde er zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre ernannt, ein Amt, das er über 23 Jahre lang innehatte. Am 19. April 2005 wurde er zum Papst gewählt.
In die Geschichte eingegangen ist sein Versuch, die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils mit der Tradition der Kirche in Einklang zu bringen, ein Versuch, der von der "Hermeneutik der Kontinuität" geprägt war, die der "Hermeneutik des Bruchs" entgegengesetzt war. Benedikt XVI. konnte in den Jahren nach seinem Verzicht miterleben, wie dieser Versuch unter dem Pontifikat seines Nachfolgers scheiterte.
In die Geschichte eingegangen ist auch das Motu Proprio Summorum Pontificum aus dem Jahr 2007, das Papst Benedikt XVI. trotz seiner Mängel und Unzulänglichkeiten die Möglichkeit gab, zu behaupten, dass die tridentinische Messe nie verboten worden sei.
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Pagliarani, forderte alle Mitglieder der Bruderschaft auf, für die Ruhe der Seele von Benedikt XVI. zu beten und ihn der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen.
Der Leser möge diese Einladung für sich selbst annehmen.
R.I.P.