Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03554.jsonl.gz/1810

Index
- Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Mai eine durchschnittlichen Performance von 1,41% nach Gebühren. Seit Jahresbeginn steht die Rendite bei –3,23% und seit Messbeginn 2006 bei 52,81%.
- Alle Vorsorgeeinrichtung im Sample erzielten im vergangenen Monat eine positive Rendite. Das beste Ergebnis verbuchte eine kleine Pensionskasse mit 2,46%, das schlechteste eine grosse mit 0,21%.
- Aktien und Anleihen, sowohl in der Schweiz als auch international, trugen zur positiven Performance bei, alternative Anlagen rentierten leicht negativ.
Zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage schreibt die UBS:
Nachdem die Fallzahlen in Folge der ergriffenen Eindämmungsmassnahmen fielen und sogenannte Contact-Tracing-Apps auf den Markt kamen, schreitet die Lockerung der Corona-bedingten Restriktionen nun immer schneller voran.
- Der Rebound der Finanzmärkte führte zu einer durchschnittlichen Performance der Pensionskassen von 3,26% im vergangenen Monat und –4,57% seit Jahresbeginn.
- Im April erzielte jede Vorsorgeeinrichtung im UBS-Sample eine positive Performance. Das beste Ergebnis erzielte eine grosse Pensionskasse mit 4,99%, das schlechteste eine kleine mit 0,53%.
- Aktien und Anleihen, sowohl in der Schweiz als auch international, trugen zur positiven Performance bei.
Der Anstieg des Immobilienblasenindex im ersten Quartal lässt sich laut UBS auf drei Entwicklungen zurückführen.
Erstens legten die Preise im ersten Quartal um 1,0 Prozent zu, was dem stärksten Anstieg seit 2014 entsprach. Zweitens ging diese Beschleunigung der Preisanstiege auf dem Eigenheimmarkt mit einem geringeren Anstieg der Haushaltseinkommen einher und die Konsumentenpreise stagnierten. Der Rückgang der Einkommen seit März aufgrund der Corona-Krise ist in diesen Berechnungen noch nicht enthalten. Drittens stiegen die Anträge für Buy-to-let-Investitionen auf ein leicht höheres Niveau als in den Vorquartalen. Stabil war hingegen weiterhin die Entwicklung der Bautätigkeit und der Hypothekarkreditvergabe. Auch das Preis-Miet-Verhältnis zeigte sich kaum verändert.
Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Schweizer Eigenheimmarkt dürften frühestens im laufenden Quartal sichtbar werden. “Wir erwarten einen Rückgang der Transaktionen. Da sowohl Verkäufer als auch Käufer vorsichtiger agieren, ist die Preisfindung erschwert und damit der Einfluss auf die Preisentwicklung nicht eindeutig”, sagt Claudio Saputelli, Leiter Swiss & Global Real Estate im UBS Chief Investment Office (CIO). “Gerade in wenig liquiden Segmenten und Regionen dürften Zufall und objektspezifische Eigenschaften einen grösseren Einfluss auf den Transaktionspreis haben als noch im Vorjahr.”
Der Pictet-Index 2015 gibt einen Eindruck von der raschen Teil-Erholung des Kapitalmarkts gemäss Pictet BVG-15 bis Ende April, was wiederum Anlass für Skepsis unter Marktbeobachtern war. Zu schön um wahr zu sein?
Im Berichtsquartal nimmt der CS-Pensionskassen Index um 13.32 Punkte resp. –7,16% ab; dies ist das erste nicht positive Quartal seit dem 4. Quartal 2018. Per 31. März 2020 steht der Index bei 172,81 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Der März (–5,49%) war der schlechteste Monat, gefolgt vom Februar (–2,26%) und vom Januar (+0,51%). Seit Beginn der Aufzeichnung war die Performance nur im 3. Quartal 2001 mit –7.91% noch geringer.
Der Hauptanteil der negativen Entwicklung im ersten Berichtsquartal ist den Aktien (–5,45%) zuzuschreiben. Die Schweizer Aktien haben einen Renditebeitrag von –1,58% und die ausländischen einen Beitrag von –3,86% erzielt. Auch bei den Immobilien ist die Entwicklung negativ. Mit einem Beitrag von –0,42% haben diese nicht an das positive Resultat des Vorquartals anschliessen können.
Die Obligationen (inklusive Wandelanleihen) haben das Resultat mit einem Beitrag von –1,02% gedrückt. Alternative Anlagen und sonstige Anlagen waren eher unauffällig, aber dennoch negativ. Die Liquidität war hingegen leicht positiv.
CS-Index
Wie gewonnen so zerronnen. Die im Jahr 2019 gebildeten Reserven wurden im ersten Quartal 2020 aufgrund des simultanen Einbruchs der meisten Anlagekategorien während der Coronakrise aufgebraucht. Die Deckungsgrade der Pensionskassen gemäss Swisscanto PK-Monitor liegen nun wieder auf dem Niveau von Ende 2018.
Aufgrund der ausserordentlichen Anlageverluste im Zuge der Coronakrise verringerten sich die Reserven in Prozent der Verpflichtungen bei den privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen im ersten Quartal 2020 im Durchschnitt um rund zehn Prozentpunkte auf 8,9%. Mit einem geschätzten Deckungsgrad von 108,9% sind die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen nun wieder annähernd auf den Stand von Ende 2018 zurückgefallen (Abbildung 1).
Dieser Rückgang betrifft auch die öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen. Da die Schätzung des Deckungsgrads für das erste Quartal 2020 immer noch auf demjenigen von Ende 2018, und nicht 2019, basiert, ist davon auszugehen, dass die Deckungsgrade aufgrund zwischenzeitlich vorgenommener Höherverzinsungen und Senkungen des technischen Zinssatzes tatsächlich sogar zwei bis drei Prozentpunkte tiefer liegen.
Vorsorgeeinrichtungen nach Deckungsgrad Dennoch haben 91,3% der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen am 31. März 2020 eine Deckung von über 100%, ebenso 74,5% der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung (Abbildung 2).
28% der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen haben immer noch einen Deckungsgrad von über 115%. Geschätzte 25,6% der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung hingegen, also nahezu doppelt so viele wie Ende 2019, sind Ende März in Unterdeckung. Das gilt auch für 8,6% der privatrechtlichen Kassen.
Willis Towers Watson schreibt zu den Ergebnissen des Swiss Pension Finance Watch – Q1/2020:
Die Pensionspositionen in den Bilanzen von Schweizer Unternehmen haben unter den Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Märkte im ersten Quartal 2020 stark gelitten. Der Einbruch der Anlagevermögenswerte führte dazu, dass der Pension Index von Willis Towers Watson erst zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren unter 100 % absackte.
Die negative Anlagerendite im ersten Quartal machte die hervorragenden Entwicklungen der Anlageperformance aus dem Jahr 2019 weitestgehend zunichte, jedoch wurden die Verluste in den Bilanzpositionen durch die steigenden Diskontierungssätze teilweise wieder ausgeglichen.
Insgesamt nahm der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) um rund 7 % ab, wie aus dem Willis Towers Watson Pension Index hervorgeht. Er sank von 105,2 % per 31. Dezember 2019 auf 98,3 % per 31. März 2020.
Die CS schreibt zur Entwicklung des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen-Index im 1. Quartal 2020:
Im Berichtsquartal nimmt der Pensionskassen Index um 13.77 Punkte resp. -7,40% ab; dies ist das erste nicht-positive Quartal seit dem 4. Quartal 2018. Per 31. März 2020 steht der Index bei 172,36 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Seit Beginn der Aufzeichnung war die Performance nur im 3. Quartal 2001 mit -7,91% noch geringer.
- Die Corona-bedingten Turbulenzen führten bei den Pensionskassen
in unserem Sample zu einer durchschnittlichen Monatsperformance
von –5,61% im März nach Gebühren.
- Keine einzige der rund 70 Vorsorgeeinrichtungen verzeichnete eine
positive Performance. Das beste Ergebnis erzielte eine grosse Pensionskasse
mit –2,67%, das schlechteste eine kleine mit –10,74%.
- Die Performance ausländischer Aktien war so schlecht wie zuletzt
2008, alternative Anlagen schnitten deutlich besser ab als Aktien
und Anleihen insgesamt.
2019 war ein Ausnahmejahr. 2020 ist auch eines. Die Kursgewinne von 2019 wurden bis vergangenen Freitag zum grossen Teil wieder ausradiert. Das gleiche gilt für die DG-Zugewinne. Für die BVG-Revision gilt es, daraus die Lehren zu ziehen.
- Die Vorsorgeeinrichtungen im UBS-Sample bleiben von den Coronavirus- Auswirkungen an den Finanzmärkten nicht verschont. Sie verzeichnen im Februar eine durchschnittliche Performance von –2,31% nach Gebühren.
- Das beste wie auch das schlechteste Ergebnis erzielte je eine kleine Pensionskasse mit –5,18% und 0,71%.
- Die schlechte Performance ist vor allem vom Einbruch an den Aktienmärkten getrieben. Anleihen profitierten von fallenden Zinsen und auch alternative Anlagen konnten zumeist leicht positiv abschneiden.
Complementa hat auf Basis der Zahlen des Risiko-Check up eine Schätzung für den Deckungsgradverlauf der Pensionskassen seit Jahresbeginn erstellt. Dazu heisst es in einer Meldung:
Berechnungen von Complementa zufolge ist der durchschnittliche Deckungsgrad von Schweizer Pensionskassen seit Jahresbeginn von 109,5% auf 107,1% gesunkenen. Damit ist aber erst ein Drittel der Zugewinne aus dem Jahr 2019 wieder verloren.
Zum Jahresbeginn verzeichneten die Aktienmärkte noch ein Plus, verloren dann aber im Laufe des Februars stark. Darunter haben auch die Schweizer Pensionskassen zu leiden. Dank eines ausgeglichenen Anlagemix betrug der Deckungsgradverlust bisher «nur» 2,4 Prozent. Das entspricht rund 27 Milliarden Franken an Vorsorgekapital. Positiv ausgewirkt hat sich, dass die Renditen der festverzinslichen Werte fielen und damit die Preise dieser Werte anstiegen. Die Ausgangslage ist nicht neu, jedoch die Reaktion der Aktienmärkte: In der Vergangenheit erwiesen sich die Märkte als relativ immun gegen Ausbrüche von Epidemien.
Der Complementa Deckungsgrad-Index basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der Bilanzen der Teilnehmer am Complementa Risiko Check-up. Die simulierten Zahlen für 2019 basieren auf Indexperformances und auf den durch Complementa errechneten Verzinsung plus Zuschlag und repräsentieren den durchschnittlichen kapitalgewichteten Deckungsgrad.
Im Berichtsquartal nimmt der CS Pensionskassen Index um 3,87 Punkte resp. 2,12% zu. Somit endet auch das vierte Quartal 2019 im Plus. Zurzeit steht der Index per 31. Dezember 2019 bei 186,14 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Nach dem Anstieg in den drei Vorquartalen entwickelten sich die Pensionskassen auch im vierten Quartal sehr erfreulich. Der November (+1,27%) war der stärkste Monat, wobei aber auch Oktober (+0,49) und Dezember (+0,35%) positiv abschlossen. Das Jahr 2019 ist somit das zweitbeste Jahr seit Indexstart.
Der Hauptanteil der Entwicklung im vierten Berichtsquartal ist den Aktien (+1,82%) zuzuschreiben. Schweizer Aktien erzielten einen Renditebeitrag von +0,71% und Aktien Ausland einen Beitrag von +1,11%. Auch bei den Immobilien ist die Entwicklung positiv. Mit einem Beitrag von total +0,57% haben diese das gute Resultat weiter verstärkt. Bei den Obligationen ist die Entwicklung hingegen negativ (–0,37%). Liquidität und alternative Anlagen waren eher unauffällig, aber trotzdem im Plus.