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"Eine Rückkehr von bis zu 20 GW ist vorgesehen, aber es ist noch unklar, wann diese zusätzliche Leistung am Netz sein wird." Der französische Netzbetreiber RTE gehe davon aus, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis die Kapazitäten ans Netz zurückkehrten. Eine Klarheit über den genauen Zeitplan gebe es nicht. Das Ministerium beobachte die Lage in Frankreich daher "weiterhin intensiv".
Ähnlich wie die deutschen Übertragungsnetzbetreiber habe auch der französische Netzbetreiber RTE Szenarien zur Lage im Stromsystem veröffentlicht, hiess es weiter. "In den Szenarien des französischen Netzbetreibers werden sehr ähnliche Verfügbarkeiten angenommen wie in den Szenarien des zweiten Stresstests der deutschen Übertragungsnetzbetreiber."
So gehe RTE von einer Verfügbarkeit von 40 GW Atomkraftwerks-Leistung in Frankreich Mitte Dezember und einem kurzfristigen Maximum von 45 GW Leistung erst Ende Januar aus. Von diesen Verfügbarkeiten der französischen Kernkraftwerke gehen auch die beiden ungünstigsten Szenarien der deutschen Netzbetreiber aus. Auch das "Arbeitsvolumen der Wasserkraft" sei derzeit niedriger als in den Jahren 2015 bis 2021. Den Angaben zufolge hat RTE wegen der Unsicherheit über die Rückkehr der Atomkraftwerke und die Leistung der anderen Stromerzeugungskapazitäten angekündigt, seine Analyse monatlich zu aktualisieren.
Auf der Grundlage des vor zwei Wochen vorgelegten Stresstests der deutschen Übertragungsnetzbetreiber hatte das Ministerium Pläne für eine sogenannte AKW-Einsatzreserve vorgestellt. Sie sehen im Notfall einen Weiterbetrieb oder ein Wiederanfahren der beiden südlichen Kernkraftwerke vor. Mitte April sollen dann auch sie abgeschaltet werden. Das aktuelle Atomgesetz sieht die Abschaltung der drei verbliebenen Kernkraftwerke zum Jahresende vor./tob/DP/stw
(AWP)