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Moto2: Der beste Tom Lüthi aller Zeiten
Nach dem 50. Podestplatz beim Grand Prix von Amerika, auf dem Circuit of the Americas nahe Austin, ist klar: Tom Lüthi (CarXpert, Intrerwetten) hat diese Saison so grosse Titelchancen wie seit 2005 nicht mehr.
Als Zweiter im Moto2-Rennen beim Grand Prix von Amerika, auf dem Circuit of the Americas nahe Austin, Texas, hat Tom Lüthi (CarXpert, Interwetten) gleichzeitig das 50. Podium seiner Karriere geholt. Eine Serie, die schon vor 14 Jahren begann, damals an einem schönen Sonntag im Juni 2003, als er beim GP von Katalonien Zweiter wurde. Damals um weniger als zwei Zehntel geschlagen von Dani Pedrosa, der seinerseits heute ebenfalls beim GP von Amerika dabei war (Dritter im Rennen der MotoGP). Aus der zweiten Reihe gestartet, verlor der Schweizer anfangs einige Plätze, bevor er seinen Rhythmus finden und seine Konkurrenten wieder einholen konnte.
Alle, ausser den Italiener Franco Morbidelli, der seinen dritten GP-Sieg der Saison geholt hat. Zweiter; das bedeutet bereits das dritte Podium für Tom Lüthi in der Saison 2017, womit er als Zweitklassierter der WM dem Führenden Morbidelli nach drei Rennen noch immer auf den Fersen ist, bevor die MotoGP-Tour in zwei Wochen in Jerez de la Fontera fortgesetzt wird.
Fest steht, bereits nach 3 von 18 Rennen zeichnet sich ab, dass die Titelentscheidung wahrscheinlich zwischen Franco Morbidelli und Tom Lüthi ausgefahren wird. Der Schweizer führt die Moto2-WM nur deshalb nicht an, weil es dem Italiener gelungen ist, als erster Fahrer seit 16 Jahren die ersten drei Rennen der «mittleren» WM-Kategorie zu gewinnen. Tom Lüthis Rückstand von 19 Punkten ist auf den ersten Blick gross. Aber auf den zweiten Blick sieht man, dass noch 15 Rennen zu fahren sind und die Differenz schrumpft zur Bedeutungslosigkeit.
Fest davon überzeugt, um Punkte fahren zu können, war der Zürcher Jesko Raffin (Garage Plus, Interwetten), doch leider hat er alle seine Chancen bereits in der ersten Runde verloren, als er durch einen Zwischenfall zwischen Baldassari und Hernandez aufgehalten wurde. Obwohl er selber verschont blieb, fand er sich auf dem 21. Rang wieder. Trotzdem fuhr er noch immer Zeiten, die zeigten, dass er einen Platz in den Top-15 verdient hätte.
Drei Podestplätze in drei Rennen – Frédéric Corminboeuf, der Chef der zwei Schweizer Teams, ist offensichtlich sehr zufrieden mit dem Start in diese Saison: «Ein weiteres, sehr solides Rennen von Tom, er ist einmal mehr unter den besten drei. Der Beginn dieser Saison zeigt, dass auch ein sehr erfahrener Pilot noch immer Fortschritte machen kann. Er hat viel daran gearbeitet, was sein Verständnis der Strecke angeht. Das, und die Zusammenarbeit dem Cheftechniker Gilles Bigot, machen nun den Unterschied aus. Und Voilà, zwei Rennen, von denen man sagte, die Strecken würden Tom nicht liegen, hat er beide auf dem Podest beendet, genauso wie er es schon in Qatar gemacht hat. Ausserdem ist er körperlich top fit, was auch sehr wichtig ist bei einer so langen Saison. Jesko hatte heute leider kein Glück. Er wollte unbedingt um Punkte fahren. Sein Start war gut, aber er wurde total blockiert als zwei seiner Konkurrenten stürzten. Er hat das Rennen als Letzter wieder aufgenommen, aber der 15. Platz war zu weit weg nach einem so handicapierten Start. Er hat in dieser Saison einmal mehr bestätigt, dass er einen grossen Schritt nach vorne gemacht hat. Ich bin sicher, wenn er ein komplettes Weekend Gas geben und einen guten Rhythmus in allen Sessions fahren kann, werden wir noch sehr schöne Sachen von ihm sehen.» (pd/ir)
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