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St. Jakob-Turm
Adresse
4052 Basel
BS
Architektur
Mit dem St. Jakob-Turm hat das renommierte Basler Architekturbüro Herzog de Meuron seiner Heimatstadt eine Landmarke verpasst, deren reduzierte Form raffiniert akzentuiert ist. In den 2000er-Jahren experimentierte es mehrfach mit schrägen Glaskuben, unter anderem auch bei der zeitgleichen Erweiterung des Hotels National in Luzern.
Chronologie
Der St. Jakob-Turm wurde als letztes Gebäude des Gesamtprojekts St. Jakob-Park erstellt. Mit der Projektierung begannen die Basler Architekten Herzog de Meuron im Jahr 2003, die Generalplanung und Realisierung übernahm dann die Implenia Generalunternehmung AG: Sie erstellte das Gebäude zwischen 2006 und 2008.
Lage
Der St. Jakob-Turm liegt südlich von der Autobahn A2/A3 und der Bahnlinie Basel-Zürich am östlichen Stadtrand von Basel. Der im Osten angrenzende Fluss Birs markiert die Grenze zur benachbarten Gemeinde Muttenz. Im Westen schliesst das Fussballstadium St. Jakob an. Von der Birsstrasse führt eine breite Freitreppe zum Stadion hinauf: Der Sockel des St. Jakob-Turms unterbricht die Stufen und schafft der weithin sichtbaren Landmarke ein Podest. Die modellierte Topografie sorgt für einen Übergang zum Uferweg an der Birs.
Beschreibung
Der St. Jakob-Turm gründet auf einem rautenförmigen Grundriss. In den 17 Geschossen des 71 Meter hohen Turms befinden sich 37 Wohnungen im gehobenen Standard sowie grosszügige Büro- und Dienstleistungsflächen. Die obersten Geschosse springen zurück: Der unregelmässige Grund- und Aufriss und die Glasfassade lassen den Turm wie einen grossen, geschliffenen Kristall wirken. Die Wohnungen befinden sich auf der Südseite. Sie besitzen Loggien, die den Glasbaukörper unterbrechen: Die Verblendung der Geschossdecken fällt ab und bildet zusammen mit den Brüstungen spitzwinklige Einschnitte. Die Büro- und Dienstleistungsflächen, die auf der Nordseite zehn Geschosse einnehmen, sind geschlossen gestaltet, auch um den erforderlichen Lärmschutz zu gewährleisten. Die Fensterformate sind streng gerastert, der einzige Unterbruch stellen die Brüstungselemente sowie einige wenige Öffnungsflügel in der Dachschräge dar. Der weiss verputzte Sockel kontrastiert mit dem kristallartigen Oberbau.
Literatur