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Das Podest
- 1. Alexis Pinturault (FRA) 1:47,91
- 2. André Myhrer (SWE) + 1,44
- 3. Stefano Gross (ITA) + 1,47
Nach dem schlechten Wetter und der Rennabsage am Samstag herrschte am Sonntag in Val d'Isère eitel Sonnenschein. Zumindest ein Franzose strahlte auch nach dem Wettkampf: Alexis Pinturault. Der 28-Jährige fuhr in überlegener Manier seinen 25. Weltcupsieg ein.
Während seine Kollegen Clément Noël, Jean-Baptiste Grange und Julien Lizeroux bereits im 1. Lauf auf dem langsam gesteckten Kurs ausschieden, liess sich Pinturault nicht beirren. Er baute seinen Vorsprung aus dem 1. Durchgang gar noch deutlich aus und reüssierte zum 4. Mal im französischen Skiresort (zum 2. Mal im Slalom nach 2012).
Die Aufholjagd
Dahinter wurde es ganz knapp. André Myhrer distanzierte den drittplatzierten Stefano Gross um 3 Hundertstel. Henrik Kristoffersen verpasste das Podest seinerseits um eine Hundertstelsekunde.
Kristoffersen war nach einem Patzer im 1. Lauf von Rang 27 und mit einer Hypothek von 2,82 Sek. Rückstand auf Pinturault in den 2. Lauf gestartet. Dort zeigte der Norweger eine fulminante Fahrt und landete noch auf Platz 4.
Die Schweizer
- 7. Loïc Meillard + 1,85
- 10. Daniel Yule + 2,35
- 27. Luca Aerni + 4,69
Die Podesthoffnungen von Swiss-Ski hatten bis zur Fahrt von Ramon Zenhäusern Bestand. Der Dritte aus dem 1. Lauf war auch im 2. Durchgang auf Podestkurs, baute seinen Vorsprung gar aus. Doch dann schied der Walliser aus. Sein Versuch einer Erklärung lautete wie folgt:
Ich weiss nicht, ob ich eingefädelt bin. Aber irgendeine Stange ist auf die Skispitze geprallt. Das hat mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht.
Erfreulich war die Darbietung von Loïc Meillard. Rang 7 ist das beste Resultat im Slalom seit dem 2. Platz in Saalbach-Hinterglemm vor knapp einem Jahr. Daniel Yule vergab eine ordentliche Ausgangslage nach Platz 10 im 1. Lauf und konnte sich rangmässig nicht verbessern. Vor allem im Schlussabschnitt büsste der Walliser viel Zeit ein.
Enttäuschend verlief das Rennen für Luca Aerni. Der Berner qualifizierte sich als 28. gerade noch für den 2. Lauf und wurde 27. Sandro Simonet, Tanguy Nef und Reto Schmidiger schieden im 1. Lauf aus.
Der Überraschungsmann
Haben Sie schon einmal von Luke Winters gehört? Wohl kaum. Dem US-Amerikaner gelang mit Startnummer 40 der Lauf seines Lebens. Noch vor Zenhäusern reihte sich der 22-Jährige bei Halbzeit auf Rang 2 ein. Am Ende resultierte nach einer angriffigen Fahrt Rang 19. Winters ist ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Er gab im November 2018 in Levi sein Weltcup-Debüt, hatte bisher aber noch keine Punkte geholt. Im März dieses Jahres wurde er Landesmeister im Slalom.
So geht es weiter
Nach den Technikern treten am kommenden Wochenende in Gröden zunächst die Speed-Fahrer wieder auf den Plan. Am Freitag steht der Super-G auf dem Programm, am Samstag die Abfahrt. In Alta Badia folgt bereits am Sonntag der Riesenslalom, am Montag findet dann der Parallel-Riesenslalom statt.
Sendebezug: SRF zwei/SRF info, sportlive, 15.12.2019, 09:30 Uhr