Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03103.jsonl.gz/196

Wo der HEKS-Pfeffer wächst
Nachhaltiger Pfefferanbau in Kambodscha
Erst seit Kurzem wachsen im Distrikt Memot im Osten Kambodschas wieder Pfeffersträucher. Und das in einem solchen Ausmass, dass die Pfefferfelder von Memot heute die grössten von ganz Kambodscha sind. Während die Preise für Kautschuk und Cashewkerne, die früher in dieser Gegend angebaut wurden, gefallen sind, sind die Pfefferpreise seit 2013 stetig gestiegen. Doch ausgeschöpft wird dieses Potenzial kaum: 2016 wurden zwei Drittel des in Memot produzierten Pfeffers zu Schleuderpreisen an Händler aus dem Nachbarland Vietnam verkauft.
Lim Leang und seine Frau setzten im Jahr 2013, genau wie viele andere Bauern auch, auf den «König der Gewürze». Ein Drittel ihrer Parzellen widmeten sie dem Anbau dieser vielversprechenden Kulturpflanze und sie liehen sich 1000 Dollar für den Kauf von 200 Holzstützen, jede vier Meter lang. «Obwohl die Investitionen hoch sind, lohnt sich der Pfefferanbau allemal. Vorausgesetzt es treten keine Probleme auf, ist Pfeffer zehnmal profitabler als jede andere Kulturpflanze», erklärt Ou Chheng, Projektkoordinator von HEKS.
Allerdings erfordert der Pfeffer im Anbau viel Pflege, vor allem in den ersten Jahren. Pfefferbauer Yon Don erzählt, dass er seine 200 Pflanzen im ersten Jahr zu früh zurückgeschnitten habe und deshalb wieder bei null beginnen musste. Andere Bauern hatten Probleme mit Pilzerkrankungen, die durch Staunässe entstehen und vor allem die Neupflanzungen betrafen.
Lim Leang und Yon Don sind Mitglieder in einer der drei Bauernkooperativen, die das «Cambodian Institute for research and rural development» (CIRD) ins Leben rief. Das CIRD ist seit zwei Jahren Partner von HEKS. Die inzwischen 360 Mitglieder schliessen sich zusammen, um die Techniken für den Anbau von Pfeffer zu erlernen, damit sie die Standards der guten Agrarpraxis (GAP) erreichen. «Wir erreichen zwar noch nicht den Bio-Standard, aber eine wesentlich höhere Qualität als früher», erklärt Vannak Mao, Projektleiter beim CIRD.
Der Lieferant von Bio-Düngemitteln, «Angkor Green», etwa organisiert Schulungen, bei denen den bislang 500 Teilnehmenden gezeigt wurde, wie Pfeffersträucher optimal gespritzt werden, wie sich natürlicher Kompost herstellen lässt und welche Vorteile der Bio-Dünger gegenüber anderen Mitteln aufweist. «Zwar ist der Bio-Dünger etwas teurer und kurzfristig nicht so wirksam wie chemische Mittel. Aber auf lange Sicht bewährt er sich», erklärt der Vertreter von «Angkor Green». Die Aussicht, die nötigen Standards zu erreichen und den Verkaufspreis für ein Kilo Pfeffer von acht auf zwölf Dollar wachsen zu sehen, spricht für sich.
Schulung über die richtige Anwendung von Bio-Dünger.
Schulung über die richtige Anwendung von Bio-Dünger.
Die internationalen Märkte im Blick
Das CIRD bemüht sich auch um die Handelsunternehmen und hat dabei die internationalen Märkte im Blick. Mit dem holländischen Unternehmen «Sela Pepper» hat es bereits Kontakt. Das Unternehmen ist mit einem Labor ausgestattet, wo der Pfeffer hinsichtlich Reinheit, Feuchtegehalt, Spuren von Pestiziden, Grösse und Verpackung geprüft wird. Bei den mit dem CIRD organisierten Schulungen sensibilisiert das Unternehmen die Teilnehmenden auch für die Wichtigkeit eines sauberen Produkts, das ohne Pestizide auskommt, hygienisch behandelt wird und während der Trocknung den notwendigen Feuchtegehalt behält.
«Unsere Anbaupraxis hat sich bereits geändert», erklärt die Kassenführerin einer Kooperative. «Wir reinigen nun die Anbauböden, stellen organischen Kompost her und verwenden natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel.»
Sichern Sie sich noch heute Ihren exklusiven Memot-Pfeffer!
Dank der «Plattform Marktzugang» von Gebana haben die Kleinbauern aus Memot nun die einmalige Gelegenheit, ihren Pfeffer in die Schweiz zu exportieren. Damit sich die Lieferung lohnt, braucht es 500 Bestellungen. Jetzt Pfeffer bestellen!