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Wer bin ich? Bin ich mein Körper, mein Gedanken, meine Intelligenz, meine Gefühle, oder bin ich mehr? Die Bhagavad-gītā erklärt, dass das wahre Selbst eines jeden Lebewesens die spirituelle Seele
ist. Spirituell ist das Gegenteil von materiell und bezieht sich auf alles, was ewig ist und nicht der materiellen Vergänglichkeit unterliegt. „Jedes Lebewesen ist eine ewige Seele, die nie
geboren wird und nie stirbt.“ – Bhagavad-gītā 2.20.
Was die Grösse der Seele betrifft, so findet man in den vedischen Schriften genaue Angaben: "Wenn eine Haarspitze in hundert Teile und jedes dieser Teile wiederum in hundert Teile gespalten wird, so hat am Schluss die Grösse der spirituellen Seele." (Shvetashvatara Upanishad 5.9)
Die Veden lehren, dass es unzählige solcher spirituellen Atome (Seelen) im Universum gibt. Darüber hinuas finden sich auch Angaben, wie und an welcher Stelle die Seele im Körper verweilt: "Die Seele is von atomischer Grösse und lässt sich mit Hilfe vollkommener Intelligenz wahrnehmen. Die atomische Seele ist von fünf Arten der Luft umhüllt (prana, apana, vyana, samana und udana). Sie befindet sich im Herzen, aber ihre Präsenz ist über den ganzen Körpe der Lebewesen ausgebreitet. Wenn die Seele von der Verunreinigung durch die fünf Arten materieller Lüfte geläutert ist, entfaltet sich ihre spirituelle Natur." (Mundaka Upanishad 3.1.9)
Die Bhagavad Gita 13.23 erklärt die Präsenz der Überseele im Körper eines jeden folgende-rmassen: "Jedoch gibt es in diesem Körper noch einen anderen,
einen transzendentalen Geniesser, den höchsten Herrn, der als Besitzer, Beobachter und Erlaub-
nisgeber gegenwärtig ist und den man als Überseele kennt"
Es wird auch beschrieben, wie die Seele und die Überseele sich im Körper wie zwei Vögel auf einem Baum befinden. Auch ist param-
atma die Ursache für Wissen, Erinnerung und Vergessen.