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US-Präsident Donald Trump hat seine Betrugsvorwürfe bei der Wahl erneuert und die Abstimmung mit der in einem Entwicklungsland verglichen. «Die Wahl war total manipuliert», sagte Trump am Montag bei einer Zeremonie im Weissen Haus. Eigentlich wäre es dabei um die Verleihung der «Medal of Freedom» an den Goldmedaillen-Gewinner Dan Gable gegangen.
Trump liess es sich aber nicht nehmen bei der Gelegenheit über die US-Wahlen zu sprechen. Dabei verglich er die Wahlen mit denjenigen in Entwicklungsländern:
«Es ist eine Schande für unser Land, es ist wie ein Dritte-Welt-Land.» Der Republikaner Trump hatte die Wahl am 3. November gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren.
Trump weigert sich allerdings weiterhin, seine Niederlage einzugestehen. Er sieht sich durch massiven Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht, hat dafür aber keine Beweise vorgelegt. Dutzende Klagen seiner Anwälte haben bislang nicht dazu geführt, dass sich die Ergebnisse in wichtigen Bundesstaaten änderten. Justizminister William Barr hatte vergangene Woche gesagt, es gebe keine Beweise für Wahlbetrug in einem Ausmass, das das Ergebnis ändern würde.
Danach machte Trump einen abrupten Abgang und liess den Medaillengewinner Gable ratlos zurück. Er zuckte mit den Schultern und sagte: «Er ist gegangen.»
Währenddessen hat die Präsidentengattin Melania Trump Kritik für die Enthüllung eines neuen Pavillons am Tennisplatz des Weissen Hauses mitten in einer Eskalation der Corona-Krise geerntet. In Reaktionen bei Twitter wurde unter anderem auf die Zahl der Corona-Toten sowie überfüllte US-Krankenhäuser verwiesen. Trump hatte am Montag ein Foto von dem neugebauten weissen Pavillon veröffentlicht. Zuvor gab es neben dem Tennisplatz nur eine Art Unterstand.
Donald Trumps Vorgänger Barack Obama hatte den Platz so umgestalten lassen, dass er dort auch Basketball spielen konnte. Davon war jetzt nichts zu sehen. Der Umbau hatte im vergangenen Jahr begonnen und wurde nach Angaben des Weissen Hauses durch Spenden finanziert. Sie hoffe, dass der Tennisplatz ein Ort der Erholung für künftige Präsidentenfamilien sein werde, hiess es in einer Stellungnahme von Melania Trump. Sie hatte in den vergangenen Jahren auch den Rosengarten am Weissen Haus umgestaltet.
In den USA wurden nach Zahlen der Universität Johns Hopkins am Sonntag über 175'000 Coronavirus-Neuinfektionen und mehr als 1100 Todesfälle gemeldet.
(jaw/sda/dpa)