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Evaluation End of Train Devices
Evaluation der Einsatzmöglichkeiten von End of Train Devices in Europa
Die Verkehrssysteme-Studenten Andreas Böhler und Walter Russ haben sich im Rahmen einer Projektarbeit mit der Einsatzmöglichkeit von End of Train Devices in Europa auseinandergesetzt.
In den letzten Jahren ereigneten sich immer wieder schwere Unfälle im europäischen Bahngüterverkehr durch fehlende Bremsleistung. Dabei verloren Menschen ihr Leben und es entstanden Sachschäden in Millionenhöhe. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Unfallursachen auf menschliches Versagen bei der Inbetriebnahme der Bremse eines Zuges zurückzuführen. Ein sogenanntes End of Train Device (EoTD) könnte dazu beitragen, diese Unfälle zu vermeiden. Zum heutigen Zeitpunkt ist ein EoTD in Europa nicht vorgeschrieben. Deshalb soll herausgefunden werden, ob ein EoTD auch durch betriebliche Vorteile für die Bahnbetreiber interessant sein könnte.
Im Rahmen dieser Projektarbeit wurde dieser Ausgangsfrage im Rahmen einer Marktanalyse nachgegangen: Anhand von Interviews mit namhaften Bahnbetreibern in der Schweiz konnten die Marktbedürfnisse eruiert werden. Ebenso haben Fachinterviews, u.a. mit dem Bundesamt für Verkehr, eine mögliche Umsetzung der Marktbedürfnisse sowie die Zulassung eines solchen Gerätes aufgezeigt.
Als Datenbasis dienten einerseits die recherchierten, auf dem Markt befindlichen technischen Lösungen und andererseits eine Unfallursachen-Analyse der relevanten Bahnunfälle des letzten Jahrzehntes. Durch die Kombination dieser Informationen konnte ein gesamtheitlicher Anforderungskatalog definiert werden. Mit einer abschliessenden Gegenüberstellung wurde kontrolliert, dass nur Anforderungen, die einer Gefahr entgegenwirken oder einen betrieblichen Vorteil bringen, betrachtet werden. In der Form einer "User Requirement Specification" wurden die Anforderungen an ein mögliches EoTD für den Einsatz auf dem Schweizer Bahnnetz formuliert.