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«Wenn ihr mir helft, fühle ich mich klein und schwach!»
Auch ohne eine solche Aussage werten viele Kinder und Jugendliche Hilfsangebote als Zeichen, dass sie alleine nicht schaffen, was von anderen in ihrem Alter erwartet wird.
Es ist ihnen «peinlich», wenn der Heilpädagoge ihnen etwas gesondert erklären muss, und sie empfinden es als Kränkung, wenn ihnen einfachere Aufgaben angeboten werden. Oft werden sie tatsächlich in der Klasse deswegen belächelt.
Für diese Kinder ist es wichtig, dass sie nicht immer auf der Seite des Hilfeempfängers stehen müssen, sondern sich von Zeit zu Zeit auch in der starken Position befinden, in der sie anderen etwas voraushaben, Hilfe anbieten und mit ihren Stärken glänzen können.
«Hilfe ja, aber nicht so!»
Hat man den Eindruck, das Kind «macht oft zu», wenn man ihm helfen möchte, dann lohnt es sich, dies in einem ruhigen Moment anzusprechen: «Ich habe das Gefühl, so wie ich dir bei … helfe, stresst dich das. Was könnte ich tun, damit du meine Hilfe besser annehmen kannst?»
Ein Vater, dessen Sohn aufgrund einer Leseschwäche zehn Minuten pro Tag üben sollte, fragte den Bub nach mehreren frustrierenden Anläufen, die in Streit geendet hatten: «Sag mal, was würdest du mir für meine Lesebegleitung für eine Note geben? … Was?! So schlimm? Was müsste ich denn machen, um eine Note besser zu werden? … Ah, mehr loben und nicht so genervt auf die Fehler tippen. Das probier ich morgen gleich mal aus.»
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