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Die Elektrifizierung des Verkehrssektors wird einen erheblichen Einfluss auf das Schweizer Stromsystem haben. Einerseits wird die Elektrifizierung des Verkehrssektors die Stromnachfrage wesentlich erhöhen. Andererseits verfügen Elektrofahrzeuge über eine enorme Menge an Batterien, die an das Stromnetz angeschlossen werden können. Vehicle-to-Grid (V2G) – die bidirektionale Interaktion zwischen Elektrofahrzeugen und dem Stromnetz – ist eine Möglichkeit, die Batteriekapazität zu nutzen, um dem Stromsystem Flexibilität zu verleihen.
In dieser Studie machen wir eine erste Abschätzung der potentiellen Auswirkungen von V2G auf das Schweizer Stromsystem mit Hilfe von Nexus-e, einer Plattform zur Modellierung von Energiesystemen. Dabei nehmen wir an, dass V2G zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Stromsystem eingesetzt wird. Andere Anwendungsfälle wie ein optimales Laden zur Minimierung des Verteilnetzausbaus oder die Bereitstellung von Systemdienstleistungen vernachlässigen wir. Wir untersuchen zwei Referenzszenarien: eines mit und eines ohne V2G, sowie vier Sensitivitätsanalysen zum eingeschränkten Stromhandel (NTC30), zu Entwicklungen in den Nachbarländern (TDE), zu höheren Gaspreisen (Gas) und zu einer erhöhten Verfügbarkeit von bidirektionalen Fahrzeugen (XL).
Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vermehrte Nutzung von E-Fahrzeugen in V2G zu geringeren Stromsystemkosten führen kann. In unseren Szenarien und Sensitivitätsanalysen sinken dank einer intelligenten Integration der Autobatterien in das Energiesystem die Stromsystemkosten um 1,7 bis 6,6 Mrd. CHF (siehe Abbildung 1b). Dies entspricht einer Reduktion von 2 bis 14 Prozent. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die Kosten für den benötigten Ausbau des Übertragungsund Verteilnetzes noch nicht berücksichtigt sind.Report_Helion_VanLiedekerke_V2G_Study-5