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Dieser Beitrag entstand auf Grund eines Kommentars zu diesem Artikel. Ich war damals mehrfach in Bülach um Rikschas für Wahlwerbung zur Verfügung zu stellen. Der Übergabepunkt war jeweils vor dem Standesamt und in genau diesem Standesamt haben Lea und Ferdi geheiratet.
Zur Vorgeschichte: Die zwei lebten früher in Embrach und Ferdi bot Yoga-Lektionen an, an denen Karin und ich etwas mehr als ein Jahr teilnahmen. Ich lernte Ferdi als ruhigen und interessanten Menschen kennen, wobei unsere Bekanntschaft eher oberflächlich blieb. Es gab dann eine längere Pause und als ich daran dachte erneut an den Yoga-Lektionen teilzunehmen eröffnete mir Ferdi, dass sie nicht mehr lange hier seien und schon bald nach Uruguay auswandern würden. Ich war überrascht. Nach Uruguay? Wie kommt man denn auf so eine Idee?
Ferdi schreibt einen eigenen Blog, den ich gerne lese und deshalb hier verlinke.
Nachfolgend nun seine Worte zur Hochzeit mit Lea, in Bülach:
Spät berufen, ja, das kann man sagen. Ich war Junggeselle bis ich drei Wochen nach meinem 50. Geburtstag geheiratet habe. Und obwohl man sagt, so alte Junggesellen werden nie gute Ehemänner, findet Lea, dass ich da eine Ausnahme bin... 😉 Es gibt ja diesen Spruch: "Die Ehe ist wie eine belagerte Stadt: Die welche drin sind, möchten gerne raus, und die, welche draussen sind, möchten gerne rein." Bei mir ist das nicht so. Mir hat eine Astrologin prophezeit, dass ich einmal eine Liebesheirat haben werde. Damals war ich etwa 25 Jahre alt.
Nun, ich habe dann mit den Jahren gedacht, damit wird es wohl nichts. Auch Astrologinnen können sich täuschen. Ich habe mich schon mit meinem Schicksal abgefunden, wie Gottfried Keller. Er sass einmal missmutig in seinem Stammrestaurant (das kennst du sicher). Da kam ein Freund herein, und fragte ihn nach dem Grund der schlechten Laune. Er antwortete: Früher hat man mich immer gefragt: "Wieso heiratest du nicht?" Doch vorhin hat mich jemand gefragt: "Sag mal, Gottfried, wieso hast du nie geheiratet?"
Doch da kam mein Bruder und hat mich mit einer Mitarbeiterin bekannt gemacht. Sie hat ihm dauernd die Ohren vollgeschwatzt mit Edgar Cayce ("Der schlafende Prophet") und ähnlichen Dingen. Da hat mein Bruder zu ihr gesagt: "Du schwatzest wie mein Bruder, ich muss euch einmal bekannt machen." Ja, und das hat dann augenblicklich funktioniert.
Sicherlich sind Lea und Ferdi aussergewöhnlich gewöhnliche Menschen, die positiv und voller Tatendrang dem Leben begegnen. Ich finde ihren Weg bemerkenswert und so wünsche ich ihnen nicht nur einen tollen Hochzeitstag sondern auch für die Zukunft alles Gute und beste Gesundheit. 💕