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Das Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft (IVS) widmet sich der vergleichenden Untersuchung von Sprachen und deren Varietäten in Hinblick auf diachrone Prozesse und auf Verarbeitungs- und Lernmechanismen. Dabei spielen Sprachwandelprozesse und Rekonstruktionen in einzelnen Sprachfamilien --- besonders in der indogermanischen Familie --- und einzelnen Regionen ebenso eine Rolle wie die Erforschung der Mechanismen und Ursachen hinter diesen spezifischen Prozessen und in Bezug auf die Evolution von Sprache insgesamt. Die Forschung zu Verarbeitungsmechanismen betrifft zentral die Verarbeitung von Lautsignalen und von grammatischen Strukturen unter systematischer Berücksichtigung von individueller und zwischensprachlicher Variation. Lernmechanismen werden vorwiegend im Erstspracherwerb untersucht, auch hier vor allem in Hinblick auf individuelle und zwischensprachliche Variation.
In der Lehre bietet das IVS Studienprogramme und Doktorate in Allgemeiner Sprachwissenschaft, Vergleichender Indogermanischer Sprachwissenschaft, Lateinische Sprachwissenschaft und Griechische Sprachwissenschaft an. Innerhalb der Allgemeinen Sprachwissenschaft sind neben den Kernthemen in der Grammatikforschung auch Schwerpunkte in Phonetik/Phonologie und Psycholinguistik wählbar.
Das IVS wurde am 1. Januar 2014 gegründet, durch Zusammenschluss der bisherigen Seminare für Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik, des Phonetischen Laboratoriums, des Phonogrammarchivs sowie der Arbeitsstelle Psycholinguistik.