Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03475.jsonl.gz/2560

Die Konflikte und die Dürre am Horn von Afrika und insbesondere im Sudan ziehen eine humanitäre Notlage ohnegleichen nach sich.
Die Hungersnot 2017 forderte mehr als 20 Millionen Tote und wütet auch heute noch in verheerendem Ausmass.
Islamic Reliefs Geschäftsführer Naser Haghamed sagte: „Im Südsudan geht es wortwörtlich um Leben und Tod. Das Leben wird zusehends unerträglicher, weit verbreiteter Hunger sucht die gesamte Region heim. Wir müssen schnell handeln, und unsere Unterstützer/innen bitten, grosszügig zu spenden, so dass wir diejenigen erreichen können, die so dringend Lebensmittelhilfe benötigen.”
Das Horn von Afrika, das Äthiopien, Kenia und Somalia umfasst, wurde von monatelangen Dürreperioden getroffen – Somalias Krankenhäuser behandeln Kinder mit ernster Dehydratation, Kenias Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen.
Islamic Relief ist in Äthiopien, Kenia, Somalia und Südsudan bereits im Einsatz und reagiert auf die Auswirkungen von Konflikt und Dürre.
Wir begegnen der Krise, indem wir Notfalllebensmittelrationen an Familien der Region austeilen und mit Lastwagen Wasser in Gegenden bringen, in denen Brunnen ausgetrocknet sind.
Zusätzlich bohren wir in Somalia 15 neue Brunnen, um ganzjährig sauberes Wasser für mehr als 100000 Menschen bereitstellen zu können. Im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms im Umfang von 1,5 Million SFR werden weiterhin Anbauflächen gepflügt und landwirtschaftliches Gerät, Saatgut und Ziegen für 3000 Haushalte bereitgestellt; 10 unterirdische Tanks fangen zudem Regenwasser zur Weiterverwendung auf.
Im vergangenen Jahr haben wir in Somalia ein Projekt zur Verteilung von Notfalllebensmittelrationen und Medizin sowie der Bereitstellung und Wiederbeschaffung von Tieren durchgeführt, auf die die Bevölkerung für Milch und Fleisch stark angewiesen ist.
Zuletzt richteten wir Initiativen zur Wasserversorgung durch Tankwagen ein und stellten Lebensmittel in Äthiopien bereit, um dem Klimawandel zu begegnen. In Kenia führten wir ein Programm im Umfang von 1,5 Million SFR durch, das die Widerstandsfähigkeit von Haushalten zu Dürrezeiten steigerte.
Wir streben nachhaltige Lösungen in Somalia an, um den wiederkehrenden Kreislauf der Dürren und Überflutungen zu durchbrechen.
So setzen wir ein Bohrlochprojekt im Umfang von 6,7Millionen SFR um, das 36 langfristig verfügbare Wasserzuflüsse in der Region bereitstellt und unterirdische Tanks einrichtet, um Regenwasser aufzufangen, das derzeit ungenutzt in das Rote Meer fliesst.