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Unterhalb Villnachern finden sich auf einer geringen Anhöhe die Ueberreste einer Burg, welche die unbestimmte Sage Lichtenau nennt. Da wo jetzt Haselgebüsche sich an die Aare hinabziehen, sieht die Gegenwart noch einen wilden Mann, dem sie den Namen Mandlene und Mandlehenjäger gegeben hat. Er ist schwarz und langhaarig, schleppt eine grosse Keule hinter sich her und geht in stillen und drückenden Sommernächten, wenn das Wetter sich ändern will, am Flusse bis gegen Birrenlauf und von dort wieder zum Villnacher Walde hinab, trägt die Weidenbündel, welche Bandhauer dort zum Garbenbinden sich schneiden, hinweg, und erscheint damit bei der Schinznachter Fähre, wo sein schallendes „Hop hop!“ den Fährmann aus dem Schlafe weckt. Dieser aber lässt ihn rufen, seitdem er ihn einmal mit seinen Weidenbündeln deutlich am Ufer stehen und sogleich wieder verschwinden sah, als der Kahn ans Ufer stiess.
Band 1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Schweizer Sagen aus dem Aargau, Band 1 Aarau, 1856, Seite 182
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchen.ch