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Energie:
Ressourcen einen Wert beimessen
Ressourcen einen Wert beimessen
Die Pinguine von Rapp waren weiss und eckig. Elektromobile wie sie waren eine absolute Rarität auf den Strassen, als die Firma 1990 zwei Exemplare des Modells Pinguin 4 kaufte. Um die Batterien aufzuladen, hatte die Firma auf dem Werkhof in Münchenstein eine Solaranlage installiert. Die dreissig Quadratmeter grosse Fläche erzeugte gerade genug Strom, um die beiden kleinen Pinguine über Nacht mit Energie aufzutanken. Am folgenden Tag konnten sie damit einige Kilometer fahren. Was dachten wohl die Bauarbeiter über diese seltsamen Gefährte? Vielleicht schüttelten einige den Kopf, wenn sie die teure Solaranlage auf dem Werkhof sahen, vielleicht lachten andere, wenn die Pinguine langsam vorbeituckerten. Max Graf dürfte solcher Spott ziemlich egal gewesen sein. Die Anschaffung der Elektroautos mitsamt Fotovoltaikanlage war seine Idee gewesen. Dass deren Leistung höchstens für kurze Dienstfahrten in der Stadt ausreichen würde, nahm die Geschäftsleitung in Kauf. Der Firma ging es um die Symbolwirkung der mit Rapp angeschriebenen Kisten. Die Pinguine signalisierten nach innen und aussen, dass der Mensch seinen Energieverbrauch überdenken muss. Sie waren ein Zeichen für die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltschutz, das Rapp seit den frühen 1970er-Jahren beschäftigte. In der Firmenzeitung formulierte die Geschäftsleitung die drohende Gefahr eindringlich: «Wenn es nicht gelingt, die Produktion von CO2, das beim Verbrennungsprozess entsteht, einzudämmen», so bleibe den Menschen «die Perspektive des ökologischen Kollapses.»
Als Max Graf 1965 bei Rapp eine Stelle antrat, war Umweltschutz kaum ein Thema in der Öffentlichkeit. Im Zuge des sogenannten Wirtschaftswunders hatte seit den 1950er-Jahren der Geist des Konsums Einzug gehalten, auch in der Schweiz. Die Menschen kauften allerlei Güter, bewohnten grössere Flächen, produzierten mehr Abfall, verkehrten über weitere Distanzen. Ein Bewusstsein für die steigende Belastung der Umwelt entwickelte sich erst in den folgenden Jahren. Das damit verbundene Lebensgefühl brachte 1972 der Titel einer viel beachteten Studie des Club of Rome auf den Punkt: «Die Grenzen des Wachstums». Die Modellrechnungen der Wissenschaftler warnten vor dem Kollaps, der früher oder später eintrete, wenn immer mehr Menschen immer mehr konsumieren. Das populäre Buch, Demonstrationen oder Kundgebungen ökologisch motivierter Aktivistinnen und Aktivisten förderten ein zunehmendes Umweltbewusstsein. In der Region Basel befeuerte der geplante Bau eines Kernkraftwerks in Kaiseraugst die Debatte um die Energieversorgung. Die Zugkraft der überregional vernetzten Anti-AKW-Bewegung zeigte sich 1975, als 15 000 Menschen das Baugelände besetzten. Mit der Opposition gegen die Kernkraft und die Verbrennung von Öl waren umweltverträgliche Alternativen in der Energieversorgung gefragt, aber auch ein bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Die Menschen sorgten sich mehr um die Umwelt, gleichzeitig belasteten sie die Umwelt mehr und mehr. Dieses Paradox begleitete die Karriere von Max Graf. In seiner Abteilung für Industrie und Umweltschutz suchte Rapp nach Lösungen, die dem Widerspruch entgegenwirken. Graf war offen für neue Ansätze, ein sattelfester Bauingenieur mit weitem Horizont. Nach dem Studium an der ETH Zürich hatte er zwei Jahre im Hochgebirge gearbeitet, dann vier Jahre in Pakistan, wo Ausländer mit technischem Know-how beim Aufbau einer Wasserversorgung helfen sollten. In der Schweiz heuerte Graf bei Rapp an. Sein neuer Arbeitgeber zählte im Bereich des Wasserbaus zu den führenden Unternehmen in der Schweiz, eine Spezialität waren Abwasserreinigungsanlagen, sogenannte ARA, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend gefragt waren. Als pionierhaft gelten die von Rapp ab 1944 geplanten mechanisch-biologischen Kläranlagen Birsig I (Therwil) und Birs I (Reinach), die nach dem Krieg realisiert wurden. Technisch bereits weit ausgefeilter waren die Bauwerke, die Rapp nach dem Eintritt von Graf projektierte, etwa die Abwasser- und Kompostierungsanlagen in Olten (1966 – 1970). Die neue Infrastruktur wurde in der Schweiz dringend benötigt: 1965 waren erst 14 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner an eine Kläranlage angeschlossen, zumeist wurden die Abwasser ungefiltert in Flüsse und Bäche geleitet. Schäumende und stinkende Rinnsale machten vielerorts die Leiden der Umwelt wahrnehmbar. «Wasser verschmutzt, nicht schlucken, nach dem Baden abduschen», stand Mitte der 1960er-Jahre im Solothurner Strandbad, am Ufer des Neuenburgersees: «bain interdit, eau polluée». Die Nachfrage nach Kläranlagen wuchs in den folgenden Jahren markant an. 1976 war die von Max Graf geleitete Abteilung für Industrie und Umweltschutz mit vierzig Mitarbeitenden bereits die grösste im Ingenieurbüro Rapp. Sie befasste sich auch mit Fragen der Entsorgung, die bislang vernachlässigt worden waren, etwa der Neutralisation von Gerüchen, der Behandlung von Klärschlamm oder der Kompostierung von Müll. Wichtigster Kunde, weit vor Kantonen und Gemeinden, war die Industrie, genauer die «Basler Chemie», allen voran Sandoz. Das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz im St. Johanns-Quartier zog Rapp auch nach einem Unfall 1986 zurate, der als eine der grössten Umweltkatastrophen der Schweizer Geschichte gilt: Schweizerhalle. Am 1. November 1986 war nach einem Grossbrand einer Lagerhalle von Sandoz verunreinigtes Löschwasser in den Rhein geflossen. Bis nach Mannheim vergifteten die Chemikalien das Wasser, sichtbare Zeichen der Katastrophe waren der tiefrot gefärbte Fluss und die toten Fische an der Oberfläche. Sie erschütterten und empörten die Bevölkerung in der Rheinstadt. Im Gegensatz zu früheren Umweltkatastrophen wie Seveso (1976), Bhopal (1984) oder Tschernobyl (1986) passierte der Unfall in der Schweiz, in unmittelbarer Nähe zur drittgrössten Stadt des Landes. Nach dem Brand und den verheerenden Löscharbeiten war Rapp an den Entsorgungsarbeiten in Schweizerhalle beteiligt. In den folgenden Monaten und Jahren war die Abteilung von Max Graf in der «Basler Chemie» gefragter denn je. Für Sandoz, aber auch Roche und Ciba-Geigy entwickelte Rapp nun sogenannte Havarie- und Löschwassersysteme. Deren Kern lag im Bau von Trennkanalisationen und Rückhaltebecken, die verunreinigtes Wasser auffangen konnten. Es waren teure Anlagen, die dem Bewusstsein entsprungen sind, dass sich Schweizerhalle nicht wiederholen darf. Ob es an den neuen Systemen oder dem schrittweisen Abzug der chemischen Produktion lag, lässt sich nicht klären, aber die Region ist seit gut dreissig Jahren von grösseren Unfällen verschont geblieben.
Die chemisch-pharmazeutische Industrie stand spätestens nach Schweizerhalle unter Generalverdacht. Auch die Opposition gegen den Strassenbau hatte mittlerweile ein «gewaltiges Ausmass angenommen», wie Rapp Mitte der 1980er-Jahre in einem Geschäftsbericht festhielt. Doch gerade beim öffentlichen Aufschrei gegen die «Verbetonisierung» zeige sich die Diskrepanz «zwischen den politischen Bekenntnissen gegen Beeinträchtigungen der Landschaft und der Handlungsweise des einzelnen Bürgers, denn auch die verpöntesten Bauwerke werden intensiv und gerne benutzt». Im Bereich der Energieversorgung arbeitete Rapp zu diesem Zeitpunkt an einer Lösung, die beim individuellen Verbrauch der Menschen ansetzte: Anstatt einer Pauschale für Energie à discrétion sollten sie ihren eigenen Energiekonsum berappen. Würde sich mit dem Verursacherprinzip etwas an der Verschwendung ändern? Könnte es sein, dass die Handlungsweise des Einzelnen mit den populären Bekenntnissen zum Umweltschutz in Einklang zu bringen wäre, wenn er darin einen finanziellen Eigennutzen erkannte? Das Verursacherprinzip ist heute bekannt in der Schweiz. Gebühren für Abfallsäcke sind vielerorts eingeführt worden, erstmals 1975 in St. Gallen, nach 1990 fast überall in der Deutschschweiz, nicht aber in der Romandie oder dem Tessin. Auf Lastwagen beschränkt ist wie erwähnt die 2001 eingeführte und massgeblich von Rapp entwickelte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe, die LSVA. Das Prinzip hatte die Firma auch im Bereich der Energie erfolgreich angewendet. In Wohnbauten ist die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung etabliert in der Schweiz. Sie basiert auf dem «Modell Rapp». Das «Modell Rapp» geht auf einen Studienauftrag zurück, den Max Graf Ende der 1970er-Jahre von Ciba-Geigy erhalten hatte. Für die Pensionskasse des zweitgrössten Schweizer Konzerns nach Nestlé evaluierte Rapp das Heizsystem im Augarten, einer autarken Siedlung bei Rheinfelden mit über tausend Wohneinheiten sowie Läden, Schulen und Parks. Den Grossauftrag bearbeitete Graf mit Bernhard Schwarz, einem jungen Ingenieur, der die Koteletten damals noch etwas länger trug als sein Chef. Graf und Schwarz entwickelten das «Modell Rapp», das 1981 im Augarten erstmals realisiert wurde. Wie Menschen ihre Wohnung heizen, hatte sich durch billiges Öl und günstiges Erdgas radikal verändert in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Um 1950 waren knapp 90 Prozent der Wohnungen in der Schweiz durch Holz oder Kohle geheizt, meist stand ein Ofen in der Küche oder der Stube, im Schlafzimmer, im Flur oder in der Toilette blieb es dagegen eisig-kühl im Winter. Dreissig Jahre später waren voll beheizte Wohnungen Usus, gut 80 Prozent bezogen die Wärme nun über die Verbrennung von Heizöl. Seit den Ölpreiskrisen, die den begehrten Rohstoff in den 1970er-Jahren kurzzeitig verteuert hatten, war auch Erdgas zunehmend gefragt. Aufwendig zu bedienende Holzöfen dagegen waren völlig ausser Mode. Mit dem Einbau von Zählern, die ein süddeutsches Elektrotechnikunternehmen nach den Anforderungen von Rapp entwickelt hatte, wurde der Wärmeverbrauch der Mietenden messbar. Fortan verrechnete der Vermieter die Heizkosten im Augarten individuell. Es war eine Abkehr von der damals üblichen Pauschale für Strom, Warmwasser und Gas. Das Resultat des neuen Modells zeigte sich in den von Rapp erhobenen Werten: Nach den ersten Abrechnungen nahm der Gasverbrauch im Augarten über 60 Prozent ab, wie sich Schwarz erinnert. «Keiner spart für alle Nachbarn, für sich selber aber schon», erklärt er in einem Interview. Vor der Installation der Wärmezähler sei in der Siedlung mit gut 3000 Bewohnern teilweise so stark geheizt worden, dass Mieterinnen und Mieter im Winter oftmals die Fenster offen stehen liessen.
Der effiziente Einsatz von Energie war bei Rapp das zentrale Thema der 1980er-Jahre. Eine Neuheit war etwa das Blockheizkraftwerk Jakobsberg (1987), ein System, das aus Gas elektrischen Strom erzeugt und die dabei entstandene Abwärme an die Wohnungen verteilt. Zur grossen Erfolgsstory wurde das erwähnte «Modell Rapp», das 1981 im Augarten erstmals realisiert wurde. Die im Pilotprojekt aufgezeigte Einsparung des Energieverbrauchs machte die Politik hellhörig. Bereits 1983 schrieb Basel-Land als erster Kanton die Einführung einer verbrauchsabhängigen Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung vor, 1986 folgte Basel-Stadt. «Die Besitzer von Mehrfamilienhäusern» hätten sich «mitunter mürrisch» daran gemacht, ihre gesetzliche Pflicht zu erfüllen, heisst es in einem Geschäftsbericht von Rapp. Im Gegensatz zu den Mietern konnten die Eigentümer keine Kosten sparen, sondern mussten die Installation und den Betrieb eines neuen Systems bezahlen. Um die mürrischen Hausbesitzer vom «Modell Rapp» zu überzeugen, installierte Bernhard Schwarz die eigenen Zählgeräte im Büro und führte sie vor. Auch dem Bundesamt für Energiewirtschaft präsentierte er das «Modell Rapp», im Auftrag verschiedener Kantone tourte er durch die Schweiz. Dank des Einsatzes von Schwarz sei es Rapp gelungen, «eine führende Marktstellung zu erobern», konstatiert der Geschäftsbericht von 1984. Im folgenden Jahr besorgte Rapp die Abrechnung für 8500 Wohnungen in acht Kantonen, die Wärmetechnik trug bereits 13 Prozent zum Umsatz des Ingenieurbüros bei.
Ab dem 1. Juli 1988 lief das rasant wachsende Geschäft über die Tochterfirma Rapp Wärmetechnik AG, die zunächst zehn Mitarbeitende beschäftigte. Die Rapp Wärmetechnik AG bewegte sich in einem anderen Markt als das Ingenieurbüro: Ihr Geschäft war nicht auf baubezogene Projekte bezogen, sondern auf wiederkehrende Dienstleistungen. Mit der Installation der Geräte ging üblicherweise der Auftrag für die Verwaltung der Energiedaten und die Verteilung der Kosten einher. Die Abrechnung Tausender Verbrauchsdaten war ein Massengeschäft, mit dem angestammten Tiefbau hatte es nur wenig gemein. Die Tochterfirma war von Anfang an auf Expansionskurs, bereits im ersten Geschäftsjahr schrieb sie schwarze Zahlen. Neben dem Geschäftssitz an der Hochstrasse 100 bestand eine Filiale in Zürich, 1990 eröffnete eine zweite in Münsingen, weitere folgten in Emmenbrücke oder Lugano. Die Etablierung kleiner Büros hing nicht zuletzt mit dem sogenannten Kantönligeist zusammen: Um Abrechnungskunden zu akquirieren, war in der Schweiz oftmals eine regionale Vertretung gefragt, auch wenn es sich dabei um wenig mehr als eine Adresse handelte. Auf einzelne Aufträge beschränkt blieb die Expansion in die Tschechoslowakei, wo Rapp 1991 in den Städten Prag und Budweis provisorische Büros eröffnete, um die Installation von Heizkostenverteilgeräten zu organisieren.
1990 schrieb der Bund die Einführung der verbrauchsabhängigen Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (VHKA) in Alt- und Neubauten vor, mit dem Energiegesetz von 1998 wurde das Obligatorium auf Neubauten beschränkt und die Verantwortung auf die Kantone übertragen. Den Leitfaden zur VHKA hat Bernhard Schwarz verfasst, bis zu seiner Pensionierung 2005 war er Geschäftsführer der Rapp Wärmetechnik AG. Schwarz und sein ehemaliger Chef Max Graf haben mit dem «Modell Rapp» eine Grundlage der Energiepolitik in der Schweiz entwickelt. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich das Abrechnen des individuellen Verbrauchs fest etabliert in der Schweiz, wobei zwischen den Kantonen bis heute Unterschiede in der Handhabung bestehen.
Um in Tausenden Wohnungen die Verbrauchswerte abzulesen, setzt Rapp bis heute meist junge Hilfskräfte ein. Zu diesen gehörte auch Annette Rapp, die Tochter des ehemaligen Geschäftsleiters Matthias Rapp, der in der Firma unter anderem die leistungsabhängige Verkehrsabgabe (LSVA) mitentwickelt hatte. Annette Rapp ist gelernte Hochbauzeichnerin, vor ihrem Eintritt in die Rapp Wärmetechnik AG 1998 sammelte sie Berufserfahrung als Bauleiterin. Parallel zu ihrer Tätigkeit in der Firma bildete sie sich als Managerin weiter. Rapp hat die Entwicklung der Betriebsgesellschaft in den vergangenen gut zwanzig Jahren mitgeprägt. Als eine grosse Herausforderung bezeichnet sie die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse. Die Listen und Karteikarten, die sie einst als Ableserin ausgefüllt oder in den Computer abgetippt hatte, sind mittlerweile verschwunden. Heute funktioniert der Ablauf von Erhebung bis Abrechnung weitgehend digital, oftmals senden Zähler die Daten über Funk, Internet oder andere Kommunikationsmittel direkt von der Wohnung zu Rapp.
Seit 2017 leitet Annette Rapp die Betriebsgesellschaft Rapp Enserv AG, die ehemals Rapp Wärmetechnik hiess. Zu den Kunden von Rapp Enserv zählt nach wie vor der Augarten bei Rheinfelden. Dort hat Rapp in den vergangenen vierzig Jahren vier Generationen von Zählern installiert. Es ist ein «Grossprojekt mit Geschichte», wie es auf der Firmenwebsite heisst. Im Fricktal nahm die verbrauchsabhängige Abrechnung von Energie in der Schweiz ihren Anfang. Heute betreut Rapp Enserv über 650 000 Messgeräte in der Schweiz. Das Feld der Energieversorgung ist weit und umkämpft, durch die Fortschritte bei Baustandards, Messtechniken und Kommunikationstechnologien steigt die Komplexität kontinuierlich. Unter anderem spielen alternative Energien, die Wohneigentümer beispielsweise über Fotovoltaikanlagen erzeugen und zur Verfügung stellen können, zunehmend eine Rolle bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung des Energieverbrauchs. Rapp Enserv ist unter den Marktführern und hat Bund und Kantone bei Fragen zur Abrechnung von Energie und Wasser beraten. Dass sich der Verbrauch senken lässt, wenn die Kosten dafür zulasten des Verursachers gehen, ist in der Schweiz heute kaum bestritten. Doch das Sparpotenzial scheint noch lange nicht ausgeschöpft. In einer vergleichbaren Wohnung verbrauchen einige Bewohner etwa dreimal mehr Energie als andere, beim Wasserverbrauch liegen die Unterschiede gar bei Faktor 8. Es ist eine Beobachtung, die folgenden Schluss nahelegt: Ressourcen sind längst nicht allen Verbrauchern in der Schweiz teuer genug.