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Die Ergebnisse der Walddauerbeobachtung sowie jährliche Meldungen über Zwangsnutzungen und den Borkenkäfer-Befall geben Hinweise auf den Zustand des Waldes und seine Veränderung im Laufe der Zeit.
Walddauerbeobachtung
Im Auftrag der Kantone Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn, Zug und Zürich hat das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie IAP bereits 1983/84 begonnen, Wald-Dauerbeobachtungsflächen einzurichten. In der Zwischenzeit haben sich noch die Kantone Thurgau und Freiburg dem Programm angeschlossen. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf eine grosse Bedeutung von Stickstoff- und Ozonbelastung für den Wald hin. In regelmässigen Abständen publizieren die beteiligten Kantone einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der Walddauerbeobachtung.
Zwangsnutzungen
Von Zwangsnutzungen ist die Rede, wenn Bäume ausserplanmässig geerntet werden. Dies ist beispielsweise bei gebrochenen und geworfenen Bäumen nach einem Sturm der Fall oder bei Bäumen, die vom Borkenkäfer befallen sind.
Der Umfang der jährlich anfallenden Zwangsnutzungen ist ein Hinweis auf den Waldzustand und die Belastung durch äussere Einflüsse. Zwangsnutzungen im öffentlichen Wald des Kantons werden von den Revierförsterinnen und Revierförstern alljährlich gemeldet. Der Anteil der Zwangnutzungen an der Gesamtnutzung schwankte in den letzten 30 Jahren zwischen unter 5% und über 85%. Ein Trend ist nicht ersichtlich.
Buchdrucker-Borkenkäferbefall
Als direkte Folge des Sturms Burglind im Januar 2018 und dem folgenden warmen und trockenen Jahresverlauf war 2018 ein starker Anstieg der Befallsherde durch den Buchdrucker und der anfallenden Käferholzmengen zu verzeichnen. Mit dem erneut sehr warmen und trockenen Jahr 2019 hat die Anzahl neuer Befallsherde 2019 gegenüber 2018 nochmals zugenommen und mit über 170'000 Kubikmeter Käferholz den bisherigen Rekordwert von 2003 übertroffen. Im Jahr 2020 ist die Anzahl der Befallsherde aufgrund von intensiven Bekämpfungsmassnahmen und leicht günstigeren Witterungsverhältnissen etwas zurückgegangen. Dies lässt hoffen, dass der Höhepunkt der Befallsintensität überstanden ist. Damit dieser Trend jedoch fortgesetzt werden kann, braucht es einerseits eine für den Wald günstige Witterung (keine heisse und trockene Witterung von April bis Oktober). Andererseits sind in stark betroffenen Gebieten gezielte und konsequente Massnahmen zu treffen, wenn man die Ausbreitung des Buchdruckers verhindern möchte.