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Die heute von der Cogema betriebene Fabrikationseinheit ATPu hat eine Jahreskapazität von rund 40 Tonnen Mox und beschäftigt 300 Personen. Sie entspricht auch heute noch den Qualitäts- und Umweltnormen. Allerdings wurde anfangs der 80er-Jahre das Erdbebenrisiko der Nuklearstandorte in Frankreich neu bewertet. Dabei stellte sich heraus, dass Cadarache in der Nähe einer seismisch aktiven Verwerfung liegt und der Schutz der ATPu nicht mehr den Normen entspricht. Die französische Sicherheitsbehörde DSIN verlangte daher vor einiger Zeit von der Betreiberin Vorschläge, wie sie das neu erkannte Risiko mindern wolle. In der Folge wurde ein erster Vorschlag von 1997, mit dem Zubau einer "Superstruktur" im Falle eines schwerwiegenden Erdbebens das Austreten radioaktiver Stoffe aus der ATPu zuverlässig zu verhindern, verworfen. Bis im Herbst dieses Jahres will die Cogema jetzt andere Vorschläge vorlegen. Dazu gehört auch die Stilllegung der ATPu und im Gegenzug der Ausbau der anderen Mox-Herstellungswerke der Cogema, wie auf Anfrage verlautete. In Marcoule betreibt die Cogema die moderne Melox-Anlage mit einer Jahreskapazität von 115 t und - in Zusammenarbeit mit Belgonucléaire - im belgischen Dessel ein weiteres Werk zur Mox-Herstellung.
Quelle
P.B. nach Cogema-Pressemitteilung, 1. August, und Le Monde, 4. August 2000