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Muss ein Meniskus wegen schwerwiegender Beschädigung komplett oder überwiegend entfernt werden, entsteht innerhalb von wenigen Jahren ein Knorpelaufbrauch (Arthrose) des betroffenen Kniegelenkes. Während im fortgeschrittenen Alter dann ein Oberflächenersatz (Knieteilprothese) eingesetzt werden kann, steht diese Option bei jüngeren Patienten nicht zur Verfügung. Vor allem in den USA haben sich in den letzten Jahren für jüngere Patienten die Techniken des Meniskusersatzes etabliert. Unterschieden wird bei Meniskusersatzoperationen zwischen dem Einbau eines Leichenmeniskus (Meniskustransplantation) und dem Einbau eines Ersatzmeniskus aus künstlich hergestelltem Kollagen. Der Ersatzmeniskus wird vor der Operation in seiner Grösse bestimmt und dann im Kniegelenk an der Stelle des ursprünglichen Meniskus eingenäht. Meniskusersatzoperationen werden in der Schweiz selten durchgeführt, nicht zuletzt deshalb, weil es sich hierbei nicht um eine Pflichtleistung der Krankenkassen handelt.
Eine strikte Teilbelastung des operierten Beines für sechs Wochen und eine Einschränkung in der Beugung des Kniegelenks ist nach der Operation unbedingt notwendig. Das Tragen einer Knieschiene wird ebenfalls für sechs Wochen empfohlen. Die Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach dem Beruf des Patienten und beträgt zwischen 4 und 16 Wochen.