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Albufeira – nicht nur für Familien ein Traum
Albufeira ist zugleich Stadt und Kreis im Süden Portugals. Es liegt im Süden der Region Algarve, der südlichsten der 18 Regionen in diesem Land. Im Laufe der Jahrhunderte seines Bestehens war Albufeira, wie auch viele andere Städte der Region, umkämpft und verschiedenen Herrschern unterstellt. Heute ist es stark auf den Tourismus ausgelegt.
Es wird angenommen, dass das Areal der Stadt und des Umlandes schon zu prähistorischen Zeiten besiedelt war. Werkzeugfunde deuten auf diese Tatsache hin. Auch weisen Funde darauf hin, dass die um Albufeira ansässige Kultur weit fortgeschritten war und schon früh das Handwerk des Metallgusses beherrschte. Um 4000 vor Christus soll es eine Bauernkultur gegeben haben, die sich hauptsächlich mit dem Ackerbau und der Viehzucht beschäftigte.
Die Gründung der Stadt, aus der sich schliesslich das heutige Albufeira entwickelte, wird teilweise den Phöniziern zugeschrieben. Seit der Zeit um 1100 vor Christus begannen diese, verschiedene Siedlungen in den Ländern westlich des Mittelmeeres zu gründen. Zu diesen Siedlungen gehörte auch das heutige Lissabon. Dass auch Albufeira zu diesen Siedlungen zählt, kann weder vollständig bestätigt noch widerlegt werden.
Unter den Mauren hiess die Stadt Al-Buhera, was etwa „kleines Kastell am Meer“ bedeutet. Unter der maurischen Herrschaft gab es in der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung und regen Handel mit Nordafrika. Auch die Landwirtschaft wurde durch neue Kulturen und Techniken revolutioniert. Überdies wurde das Wissen kultiviert und gefördert. Es gab viele Gelehrte in der Stadt.
Nach der Rückeroberung 1189 durch Dom Sancho und dem Übergang der Stadt in die europäisch-christliche Mittelalterstruktur kam die Wirtschaft zum Erliegen. Der Hafenverkehr erstarb und es folgten Hungersnöte, sodass umliegende Gemeinden per Beschluss Abgaben an Albufeira liefern mussten. Im Jahr 1755 wurde die Stadt unbewohnbar. Albufeira suchte, wie auch Lissabon und viele andere Gemeinden der Region, ein Erdbeben heim, das zudem eine Flutwelle auslöste. Diese sorgte für zusätzliche Verwüstung.
Nach dem Wiederaufbau entwickelte sich Albufeira zum Fischereizentrum. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab es fünf Fischfabriken im Stadtgebiet. Mitte des Jahrhunderts kam dieser Wirtschaftsbereich allerdings zum Stillstand. In den 1980er-Jahren sorgte dann der Tourismus für einen neuerlichen Aufschwung in Albufeira. Seither wird die Infrastruktur immer weiter verbessert, das touristische Angebot ausgebaut. 1986 wurde Albufeira von der Kleinstadt zur Stadt.
Sehenswertes in der Stadt Albufeira
Aufgrund des starken Erdbebens und der Flutwelle 1755 gibt es in Albufeira nur noch wenige historische Sehenswürdigkeiten. Jedoch lohnt sich ein Rundgang durch die Stadt, die mit ihren Gassen, den Boutiquen und Läden, Cafés und Restaurants das typische Flair der südländischen Hafenstädte versprüht.
Die Altstadt, das Cerro da Vila, bietet eben jene kleinen Gässchen, die Sie zwischen weiss angestrichenen Häusern hindurchführen. Hier finden Sie zwischen Palmen auch noch den alten Charme der Stadt, der sie bereits als Fischereizentrum der Region auszeichnete. Die Altstadt ist ihrem Namen treu und lediglich in Sachen Infrastruktur und Tourismus angepasst. Hier und da finden Sie noch die alten Gebäude, die – in direkter Nähe zum Hafen – die Wohngebäude und teilweise auch die Verarbeitungs- und Verkaufsräume der Fischer des 20. Jahrhunderts waren.
Wenn Sie nicht nur durch die Gassen laufen, sondern sich entspannen und in Ruhe umschauen möchten, dann laden Sie viele Strassencafés zum Verweilen und Ausruhen ein. Einige Strassenstände bieten zudem Textilien und Souvenirs feil. Geführte Touren geleiten Sie in die interessantesten Ecken Albufeiras.
Eine nach dem grossen Erdbeben der Region erbaute Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche mit ihrem Glockenturm. Die Kirche wurde 1782 erbaut und 1800 vom Bischoff der Algarve, Dom Francisco Gomes de Avelar, gesegnet. Das neoklassische Gebäude ist in Weiss gehalten; der Hochaltar wird von einem Gemälde des Künstlers Samora Barros geschmückt. Der Uhrenturm Albufeiras verfügt über ein Metallgestell als Dachkonstruktion. Dieses Gestell hält eine Glocke und wird zu verschiedenen Anlässen und Festen geschmückt und erleuchtet.
Entspannung und Aktivitäten in der Region
Südlich der Stadt gibt es einen mehrere Hundert Meter langen Sandstrand, der sich ausserhalb des Stadtgebiets mehrere Kilometer nach Osten und Westen hinzieht. Ob Sie einen geeigneten Liegeplatz oder nach einer Möglichkeit für lange Spaziergänge suchen – hier werden Sie auf jeden Fall fündig.
Neben dem erfrischenden Bad im Atlantik haben Sie die Gelegenheit, tauchen zu gehen oder zu lernen. Auch andere Wassersportarten wie Wasserski, Kanu oder Jetski – auf dem Wasser und am Strand von Albufeira wartet pures Vergnügen.
Im Karting Almancil Family Park haben Eltern und Kids die Möglichkeit, in Carts um die Wette zu fahren. Freunde des Paintballs finden im Crazy Paintball Adventure eine Abwechslung von Stand und Strand. Neben diesen Angeboten erwarten Sie auch Minigolf- und andere Sportanlagen in Albufeira. Im Nordwesten der Stadt, nahe dem Campingplatz, können Sie beispielsweise Tennis spielen.
Am Abend und nachts finden Sie in der Nähe des Strandes und der Altstadt einige Restaurants, Diskotheken und Klubs, in denen Sie das Nachtleben Albufeiras kennenlernen können.
Oberstes Bild: Strand von Albufeira (© Werner Raschke / pixelio.de)