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Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs über dem Sinai und der anschliessenden Aussetzung aller Verbindungen nach Grossbritannien sollen am Freitag nach ägyptischen Angaben 29 Maschinen britische Touristen ausfliegen. Dies teilte die zivile Luftfahrtbehörde Ägyptens mit.
Grossbritannien holt seine rund 20'000 Touristen in Ägypten unter verschärften Sicherheitsmassnahmen nach Hause. «Die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen beinhalten, dass die Passagiere nur Handgepäck mitnehmen dürfen und das andere Gepäck separat transportiert wird», sagte eine Sprecherin von Premierminister David Cameron am Freitag.
Die russische Maschine, ein Airbus A321, war am vergangenen Samstag kurz nach dem Start in Scharm el-Scheich auf dem Weg nach St.Petersburg über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Alle 224 Insassen, zumeist russische Touristen, starben.
Der ägyptische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erklärte, er habe die Maschine zum Absturz gebracht. Grossbritannien und die USA halten es für wahrscheinlich, dass in der Maschine eine Bombe explodierte.
Am Flughafen von Scharm el-Scheich warteten am Freitag dutzende Briten und hunderte Russen auf ihre Ausreise. Viele der Briten hatten grösseres Gepäck bei sich, obwohl angekündigt worden war, dass voraussichtlich nur Handgepäck zugelassen werde, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach Russland starteten von Scharm el-Scheich am Vormittag bereits neun Flüge.
Beim Rückflug der Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss aus Scharm el-Scheich vom Freitag darf hingegen ganz normal Gepäck aufgegeben werden, wie Edelweiss-Sprecher Andreas Meier auf Anfrage bestätigte. Für den Hinflug von Zürich ans Rote Meer hatte rund ein Drittel der Passagiere die Reise umgebucht oder annulliert.
Die niederländische Fluggesellschaft KLM teilte mit, dass auf einem Flug von der ägyptischen Hauptstadt Kairo nach Amsterdam am Freitag kein Aufgabegepäck befördert werde. Die Entscheidung sei «auf Grundlage nationaler und internationaler Informationen» getroffen worden. Es handle sich um eine «Vorsichtsmassnahme», erklärte das Unternehmen. (sda/afp/reu)