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Europäische Spitzenorchester im Iran
Laut der Neuen Musikzeitung verhandelt das iranische Kulturministerium mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern über Gastspiele in Teheran. Damit setzt sich ein Tauwetter in Sachen Musik fort, das mit der Rehabilitation des Teheraner Symphonieorchesters eingesetzt hat.
Anlass für einen Auftritt der Wiener Philharmoniker wäre laut Bahram Dschamali, dem Musikbeauftragten des Ministeriums, bereits der Staatsbesuch des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer in Teheran im September. Weder die Wiener noch die Berliner Philharmoniker bestätigen entsprechende Gespräche.
Zuletzt waren die Berliner Philharmoniker 1979 im Iran aufgetreten. Mit der islamischen Revolution wurde die Situation für die Musik zusehends schwieriger. Extreme Auslegungen der islamischen Schriften verbieten Musik aus religiösen Gründen im Islam generell. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte das Teheraner Symphonieorchester aufgelöst, ein Entscheid, den sein Nachfolger Hassan Ruhani wieder rückgängig machte.