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Combe (LaPointe de)(Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
Felsgipfel von 2870 m, nahe dem Col
Ferret auf der italienischen Grenze gelegen; überragt
von N. den
Col du Ban d'Arrey um 200 m, von dem aus er über den italienischen Hang ohne besondere Schwierigkeit in 45 Minuten
erstiegen werden kann. Ist nicht zu verwechseln mit der etwas weiter nach S., ganz auf italienischem Boden gelegenen
Aiguille deBellecombe, die den das italienische
Val Ferret von der Belle Combe und vom italienischen Teil des Grossen
St. Bernhard trennenden
Kamm krönt.
Das
Gut war 1820 von Prof. Tingry der damaligen
Genfer Akademie unter der Bedingung hinterlassen worden, aus dem Erträgnis eine Lehrkanzel für
Chemie zu unterhalten und wurde von der Universität Genf
1895 an einen Privaten verkauft.
432 m. Ausgedehnte Fabrikanlage, zum grössten Teil auf einer vom
Doubs
und einem Kanal gebildeten
Insel gelegen, 4 km w.
St. Ursanne und an der Strasse St. Ursanne-St. Hippolyte
(Frankreich).
Die Wasserkraft des Flusses wurde hier seit der Mitte des 18. Jahrhunderts nutzbar gemacht, indem Wilhelm von
Rinck, Fürstbischof von Basel,
an dieser Stelle eine Giesserei und Waffenfabrik errichtete.
^[Note:] Später hat das Werk Bellefontaine,
dem ausgezeichnetes jurassisches Eisenerz zur Verfügung steht, einen grossen Teil der schweizerischen
Telegraphendrähte geliefert, infolge der starken Konkurrenz nichtschweizerischer Eisenwerke aber 1861 seinen Betrieb einstellen
müssen.
Die ausgedehnten Fabrikanlagen sind heute geschlossen, und der schöne, 7-8 m hohe
Wasserfall des
Doubs mit seinen
durchschnittlich 400 HP bleibt unbenützt, bis ein gütiges Geschick das Eisenwerk zu neuer Blüte gelangen lässt.
(Kt. Bern,
Amtsbez.
Münster, Gem.
Saicourt). 940 m. Ehemaliges Prämonstratenserkloster; 17 km sw.
Delsberg, 6 km nnw.
der Station
Tavannes der Linie
Sonceboz-Delsberg u. an der Strasse
Glovelier-Tavannes gelegen. Das dreieckige Synklinalthal
von Bellelay, im Mittel 950 m hoch gelegen, gleicht in allen Beziehungen den übrigen jurassischen Hochthälern. Die dem
tertiären Untergrund aufgelagerte Schicht undurchlässigen Glaciallehms bedingt die Bildung ausgedehnter Torfmoore, die
besonders in der
«La Sagne» genannten Gegend stark entwickelt sind und hier drei kleinen
BächenUrsprung geben, die sich zusammen
zu der von links der
Birs zufliessenden
Sorne vereinigen. Die allen jurassischen Torfmooren gemeinsamen und für sie charakteristischen
Sumpfpflanzen finden sich auch hier; besonders erwähnenswert ist das Vorkommen von Saxifraga hirculus. Das trichterförmige
Thal umgeben bewaldete Höhen aus Jurakalken, die durchschnittlich bis 1050 m sich erheben und nur gegen NO. sich öffnen,
um der
Sorne Durchpass zu gestatten.
Die Etymologie des Namens ist eine zweifelhafte: Bellelaie oderBella lagia? Als Bellelagia Monasterium
von Sigenand, Präfekten des Kapitels
Münster, 1136 gegründet, stand die Abtei Bellelay nacheinander unter 42 Aebten;
1772 eröffneten
die
Mönche hier eine Schule mit Internat, die bald europäischen
Ruf erlangte und aus der eine Reihe von hervorragenden Männern
hervorgegangen sind.
Die
Mönche erwarben sich ausserdem durch Einführung arabischer Zuchthengste Verdienste
um die Veredelung der Pferderasse in ihrer Gegend. Am vertrieben die französischen Truppen die
Mönche; die beträchtlichen
Güter der Abtei wurden verkauft und die Gebäulichkeiten zum Teil zerstört. ^[Note:] Man findet heute noch in mancher
Stube der umliegenden
Dörfer prachtvolle Möbel, die einst die Gemächer des reichen
Klosters zierten und
bei Anlass der von den französischen Behörden angeordneten Versteigerung zu lächerlich geringen Preisen verschleudert
worden sind. In der Folge diente die Abtei unter verschiedenen Besitzern nacheinander als Uhrenfabrik, als Bierbrauerei und
endlich als
Glashütte, die zeitweise bis 200 Arbeiter beschäftigte, aber 1878 einging. In letztvergangener
Zeit hat der Staat Bern
die prächtige Liegenschaft erworben und hier eine Irrenanstalt eingerichtet, die zur Zeit 200 Unheilbaren
ein Asyl gewährt. Diese mitgerechnet zählt der
Ort heute nahezu an 300 Bewohner. Die in sehr merkwürdigem Stile erbaute
alte Kirche des
Klosters ist bisher noch nicht wieder restauriert worden.
Ausser den ehemaligen Klostergebäuden stehen in Bellelay jetzt noch ein Gasthof, 2 Bauernhöfe, ein Post- und Telegraphenbureau, 2
Mühlen
und eine Ziegelei, die aber nicht mehr betrieben werden. Postwagen
Glovelier-Tavannes. Mitten in Ackerbau treibender Gegend
gelegen, hat Bellelay zwei grosse Jahrmärkte: am 1. Juli für Ackerbaugerätschaften und am1. September für Schafe.
Berühmt sind die Fettkäse von Bellelay, «Mönchsköpfe» geheissen, von
konischer Gestalt und 3-6 Kilo schwer. (Litteratur: Trouillat, J. Monuments de l'histoire de l'ancien Evêché deBâle. 4 t.
Porrentruy 1852-1861. - Sancy, S., curé des
Bois. Histoire de l'ancienneabbaye deBellelay.)