Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/144020

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweizer Armee setzt bei der Beschaffung ihrer Lebensmittel ab dem nächsten Jahr auch bei Fleisch, Käse oder Eiern erfreulicherweise konsequent auf Schweizer Herkunft. Unklar ist hingegen die Lebensmittelbeschaffungspolitik anderer Betriebe des Bundes und bundesnaher Unternehmen. Ich frage den Bundesrat deshalb an:</p><p>1. Trifft es zu, dass der Bund und bundesnahe Betriebe bei der Lebensmittelbeschaffung auch auf Importprodukte tierischer Herkunft (Fleisch, Eier, Käse) zurückgreifen, die nicht gemäss dem Schweizer Tierschutzstandard erzeugt wurden?</p><p>2. In welcher Grössenordnung befinden sich diese Mengen an importierten Produkten tierischer Herkunft und um welche Lebensmittel handelt es sich?</p><p>3. Ist der Bund bereit, in all diesen Unternehmen bei der Lebensmittelbeschaffung auf Schweizer Herkunft (Fleisch, Eier, Käse) zu setzen und, falls nötig, eine verbindliche Vorgabe einzuführen?</p><p>4. Wie beurteilt er das vegetarische und das saisonale Menüangebot in den Personalrestaurants von Bund und bundesnahen Unternehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1.-3. Der Bund beschafft, mit Ausnahme des VBS, keine Lebensmittel. Der Bundesrat steuert die bundesnahen Betriebe mittels strategischer Ziele und respektiert deren unternehmerische Autonomie. Eine dieser operativen Fragen ist die Lebensmittelbeschaffung. Dafür sind allein die bundesnahen Betriebe zuständig. Deshalb kann er die Fragen 1 bis 3 nicht beantworten.</p><p>4. Die Bundesverwaltung stellt ihren Mitarbeitenden an Standorten, an denen es aufgrund der Anzahl Mitarbeitenden wirtschaftlich tragbar ist, Verpflegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu vermietet sie externen Betreiberfirmen Verpflegungsräume (Cafeterias) in den Verwaltungsgebäuden. Neben den Mietbedingungen legt sie u. a. auch die Preis- und Angebotsgestaltung für Speisen und Getränke sowie Öffnungszeiten fest. Die Betreiberfirmen dieser Cafeterias werden auf ein gesundes und abwechslungsreiches Angebot verpflichtet. Sie sind gehalten, die Verpflegungsräume nach ökonomischen und ökologischen Grundsätzen zu planen, zu realisieren und zu betreiben. Die Betreiberfirmen stehen untereinander im Wettbewerb und richten ihr Angebot laufend auf die sich verändernden Bedürfnisse der Konsumenten aus. Die bundesnahen Betriebe sind in der Gestaltung ihrer Personalrestaurants frei, sodass der Bundesrat auch keine Kenntnis vom Menüangebot hat.</p>  Antwort des Bundesrates.