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Biogaspotenzial in der Schaffhauser Landwirtschaft
Während die energietechnische Verwertung von Holz zur Wärmegewinnung in den letzten Jahren zugenommen hat, werden insbesondere die landwirtschaftlichen Ressourcen zur Energiegewinnung noch wenig genutzt. Hofdünger (Gülle und Mist), Erntereste, Zwischenfrüchte und Co-Substrate sind die Stoffe, die als feuchte Biomasse in einer Biogasanlage durch Vergärung Strom und Wärme produzieren könnten. Heute wird feuchte Biomasse im Kanton Schaffhausen lediglich in zwei landwirtschaftlichen Biogasanlagen energietechnisch genutzt.
Der Kanton Schaffhausen hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Potenzial von Biogas aus feuchter Biomasse zu ermitteln, Massnahmen zur Förderung der Biogasproduktion zu erarbeiten und diese umzusetzen. In einer ersten Untersuchung im Jahr 2007 wurden die biogenen Stoffflüsse zusammengetragen. Die Untersuchung hat ein grosses ungenutztes Potenzial, vor allem beim Hofdünger, aufgezeigt.
In der nun vorgestellten Studie aus dem Jahr 2013 werden Regionen mit hohem Aufkommen an Hofdünger aufgezeigt. Es wurden 19 Regionen gefunden, die sich für den Bau einer landwirtschaftlichen Biogasanlage eignen, davon sind sieben Regionen sogar sehr gut geeignet: Wilchingen, Neunkirch, Gächlingen-Hallau-Oberhallau, Schleitheim-Beggingen, Merishausen, Bibern und Barzheim.
Auf Grundlage dieser Studie wurde ein Umsetzungskonzept erstellt und zusammen mit der Studie veröffentlicht. Darin sind das Vorgehen zur Realisierung der Massnahmen, sowie quantitative und zeitliche Ziele festgelegt. Mit Schwerpunkt auf die sieben bestgeeigneten Regionen sollen bis zum Jahr 2020 20% des verfügbaren Gesamtpotenzials an Hofdünger energietechnisch durch Vergärung verwertet werden, bis zum Jahr 2035 35%. Damit sollen jährlich ca. 6 GWh Strom und 4 GWh Wärme aus heimischen Ressourcen erzeugt werden.