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Die in Mailand geborene Sopranistin Roberta Invernizzi studierte zunächst Klavier und Kontrabass, bevor sie sich für die Gesangslaufbahn entschied und ihre Stimme bei Margaret Hayward ausbilden liess. Schon früh spezialisierte sie sich auf das Repertoire des Barock und der Klassik, und dieser Schwerpunkt brachte sie mit zahlreichen Dirigenten der historisch informierten Aufführungspraxis zusammen: mit Giovanni Antonini, Ivor Bolton und Frans Brüggen etwa, mit Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Gustav Leonhardt oder Jordi Savall. Bei den Salzburger Festspielen war sie mit dem Ensemble Il Giardino Armonico in Händels Aci, Galatea e Polifemo zu erleben und sang unter der Leitung von Fabio Biondi die Titelpartie in Caldaras Sant’Elena al Cavario; am Teatro La Fenice in Venedig gestaltete sie unter der Stabführung von Andrea Marcon die Argene in Galuppis Olimpiade. Nikolaus Harnoncourt verpflichtete sie für Aufführungen von Mozarts Davide penitente in Wien, Salzburg und bei der styriarte, Ottavio Dantone brachte mit ihr Monteverdis L’incoronazione di Poppea auf die Bühne. Regelmässig ist Roberta Invernizzi an der Mailänder Scala zu erleben, wo sie zuletzt die Partien der Euridice und der Musica in Monteverdis L’Orfeo gestaltete – Robert Wilson inszenierte und Rinaldo Alessandrini dirigierte diese Produktion. Mehr als sechzig vielfach preisgekrönte CDs hat Roberta Invernizzi veröffentlicht: Allein im Jahr 2007 erhielt sie für ihr Soloalbum Dolcissimo Sospiro den «Cannes Classical Award» und wurde für ihre Einspielung der italienischen Kantaten Händels mit dem «Stanley Prize» für die beste Händel-Interpretation ausgezeichnet. Als Gesangspädagogin leitet Roberta Invernizzi Meisterklassen an der Scuola Civica di Milano.
Debut am 25. März 2007 mit Mozarts Vesperae solennes de Dominica und Davide penitente unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt.
5. Dezember 2010