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Artverbreitungsmodelle (species distribution models, SDMs) werden häufig verwendet, um die biologische Vielfalt abzubilden und die Auswirkungen des Klimawandels auf das Vorkommen von Arten vorherzusagen. Dabei ist die Zuverlässigkeit der Modellierung stark von der Relevanz und Qualität der ökologischen Prädiktoren abhängig, welche lokale klimatische und edaphische Bedingungen wie z.B. pH-Wert oder Textur des Bodens beschreiben. Obwohl verschiedene Untersuchungen die Wichtigkeit von Bodeneigenschaften für die Voraussage von Pflanzenarten herausstreichen, beschränken sich die meisten SDM-Studien auf klimatisch-topografische Prädiktoren, da räumlich hoch aufgelöste Bodeninformationen über grössere Gebiete oft fehlen. Auch in der Schweiz sind flächendeckende Informationen zu Bodeneigenschaften für die gesamte Waldfläche erst seit kurzem verfügbar.
In diesem Projekt untersuchen wir, inwieweit die Güte von SDMs für verschiedene funktionale und taxonomische Gruppen von Waldpflanzen- und Pilzartenarten durch Einbezug von Bodeninformationen verbessert werden kann. Dazu erstellen wir SDMs welche neben topo-klimatische Variable auch Bodeneigenschaften enthalten, die von neuen schweizweiten Bodenkarten stammen. Im Vergleich dazu kalibrieren wir SDMs die nur auf topo-klimatische Variable beruhen.
Darüber hinaus vergleichen wir SDMs für spezifische Arten, die mit in situ gemessenen Bodendaten kalibriert wurden, mit SDMs, welche mit den entsprechenden Bodeninformationen aus den Bodenkarten erstellt wurden. Auf diese Weise können wir untersuchen, wie sich der Informationsverlust von räumlich modellierten gegenüber gemessenen Bodendaten auf die SDMs auswirkt.
Mittels räumlich hochaufgelösten Klimaszenarien wird im Weiteren untersucht, wie sich die Verbreitung dieser Arten durch den Klimawandel verändert und welche Rolle der Boden dabei spielt.
Details zum Projekt
Projektdauer
2022 - 2024