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Geschichte
Seit dem zweiten Weltkrieg werden die Leistungen der Fahrzeuge immer mehr gesteigert. Unter anderem wurde die Verdichtung erhöht, was jedoch zu einem Klopfen aufgrund von unkontrollierter Verbrennung führte. Deshalb musste eine Klopfbremse her. Bleitetraäthyl war die Lösung hierfür. Es handelt sich dabei um eine hochgiftige Flüssigkeit, die aber bei einem Mischungsverhältnis von 1:5000 bereits sehr wirksam ist. Gleichzeitig trat eine positive Nebenerscheinung auf: Der Verschleiss an den Ventilsitzen (Ventildichtfläche) nahm ab, da sich sowohl an den Ventilen, als auch an den Ventilsitzen eine Bleioxydschicht bildete, die wiederum eine federnde Wirkung hatte. Musste man zuvor den Motor noch alle rund 20`000 km entrussen sowie die Ventilsitze einschleifen, so konnte man nach der Einführung des Bleibenzins problemlos eine deutlich höhere Anzahl Kilometer fahren ohne die aufwändigen Arbeiten auszuführen.
Technik
Ursprünglich waren Zylinderköpfe aus Grauguss gefertigt. Die Auflage- bzw. Dichtfläche bestand ebenfalls aus Grauguss. Bei dieser Art verschleissen die Ventilsitze ohne Bleizusatz sehr schnell,. Es sind regelmässige Revisionsarbeiten nötig. Später wurden die Zylinderköpfe aus Leichtmetall gefertigt, bei denen man zwangsläufig Ventilsitzringe einbauen musste, da Leichtmetall nicht als Ventilsitz zu gebrauchen ist.
Als 1983 in den USA der Katalysator eingeführt wurde, mussten alle in die USA liefernden Automobilhersteller ihre Produktion umstellen. Es wurden Zylinderköpfe eingebaut die ohne Blei betrieben werden konnten, da Blei im Benzin den Katalysator innert kürzester Zeit zerstört. In der Schweiz wurde der Katalysator 1987 eingeführt und im übrigen Europa 1992.
Resümee
Der Bleizusatz ist bei allen Fahrzeugen vor 1983 mit Grauguss Zylinderkopf sehr empfehlenswert, da er verschleissvermindernd wirkt.
Bei Leichtmetallzylinderköpfen vor 1983 ist er ebenfalls empfehlenswert.
Zwischen 1983 und 1987 sind die Herstellerangaben zu beachten. Handelt es sich um ein US-Modell, sind evtl. schon Sitzringe eingebaut, womit Bleizusatz nicht mehr nötig ist.
Ab 1987 ist Bleizusatz nicht mehr nötig.