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Mit dem High Speed Train von Xi'an nach Beijing dauert die Fahrt etwas mehr als viereinhalb Stunden. Die 1'200 Kilometer legen wir mit einer maximalen Geschwindigkeit von 307 km/h zurück. Der Preis für die Firstclass ist zwar vergleichbar mit dem eines Eco-Flugtickets; die Sitze hier sind aber um einiges bequemer und breiter. Wir erreichen Peking am West-Bahnhof und nehmen die Metro bis zum Hotel. Die Metro erweist sich in Peking als ideales Fortbewegungsmittel - günstig und ohne Stau ans Ziel.
Bereits am ersten Tag besuchen wir die Verbotene Stadt im Stadtzentrum. 1406 begann der dritte Ming-Kaiser mit dem Bau der Verbotenen Stadt. Man vermutet, dass bis zu einer Million Sklaven eingesetzt wurden, denn bereits 14 Jahre später konnte der Bau abgeschlossen werden. Die Verbotene Stadt wurde durch eine 3428 Meter lange und 10 Meter hohe Mauer geschützt, Zutritt hatte nur der Kaiser und sein Hofstaat. In den folgenden Jahrhunderten lebten die Kaiser der Ming und der Qing-Dynastie in den Gemäuern. 1912 musste der letzte Kaiser Puyi abtreten, konnte mit seiner Familie jedoch noch bis 1924 in der Verbotenen Stadt leben. Erst danach wurde sie erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Anlage ist gigantisch gross - immerhin befinden sich hier fast 900 Paläste und unzählige Pavillons. Die Verbotene Stadt beeindruckt uns zwar mit ihrer Grösse, aber irgendwie springt der Funke nicht richtig. Alles wirkt sehr kalt und ohne Leben - trotz all der wunderbarer Namen wie 'Tor der höchsten Harmonie' und 'Halle der höchsten Harmonie'...
Fast ein bisschen mehr beeindruckt uns das Wetter in Peking. Wir haben eine smogverhangende Kulisse erwartet und geniessen daher den blauen Himmel mit seinen Schäfchenwölkchen. Für uns unterscheidet sich die Luftqualität auch nicht wesentlich von anderen Grossstädten. Wir haben jedoch gehört, dass es im Winter umso schlimmer sein soll.
Unser Hauptaugenmerk rund um Peking gilt aber dem grössten Bauwerk der Geschichte, der grossen Mauer. Dazu haben wir uns eine kleine Unterkunft auf dem Lande nahe der Grossen Mauer gesucht. Die kleine Pension wird von einer ehemaligen Reiseleiterin und ihrem Team geführt. Der Austausch mit ihr und einer italienischen Doktorandin, welche ihre Dissertation über die Entwicklung von Ecotourismus in China schreibt, ist äusserst interessant. Ihr Chinesisch beeindruckt nicht nur Nessina und Maiara - es ist also tatsächlich lernbar.
Am ersten Tag besuchen wir Mutianyu - ein 'neuerer' Teil der 8'851 Kilometer langen Mauer. Dieser Abschnitt entstand während der Ming-Dynastie (1368-1644). Mit einer Gondelbahn fahren wir hoch zur Mauer. Während den kommenden drei Stunden geniessen wir dieses Bauwerk und wandern auf der Mauer hin und her. Zwischendurch drehen wir noch den Video zu little qizz 24! Es hat nicht viele Touristen, was wir natürlich sehr schätzen. Zum Parkplatz zurück nehmen wir dann einen Sessellift - völlig überteuert für die vielen rostigen Schrauben die man zu diesem Preis bekommt.
Am kommenden Tag besuchen wir Jinshanling. Auch dieser Teil der chinesischen Mauer wurde in der Ming-Dynastie (ca. 1570) erbaut, ist aber irgendwie authentischer als Mutianyu am Vortag. Uns gefällt dieser Mauerabschnitt noch besser als der gestrige. Wir fahren mit der Gondel hoch und verbringen drei Stunden auf der Mauer bevor wir zu Fuss den Abstieg zum Parkplatz unter die Füsse nehmen. Ein geschichtsträchtiger Tag und am Abend werden wir in unserer Unterkunft wieder herrlich bekocht.
Der Abstecher 'aufs Land' war ein voller Erfolg. Auf der Rückfahrt in unser Hotel im Zentrum Pekings machen wir noch einen kurzen Stopp beim Olympiapark und besuchen das berühmte Vogelnest. Ein bisschen Schweizerstolz schwingt da schon mit.
Den letzten Tag in Peking verbringen wir mit Shopping und packen. Unser Flieger verlässt Peking um 01:30 h Richtung Abu Dhabi.
little qizz #24!