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Katastrophen
Zwei Katastrophen von grossem Ausmass musste Ladir erleben. 1848 wurde in einem gewaltigen Brand der ganze Wald , heute ils Barschaus, bis hinauf zu den Alpweiden eingeäschert. Es war an einem kalten Maitag. Der Geisshirt von Falera, zündete, um sich zu erwärmen, ein kleines Feuer an. Aber kurz darauf stand der ganze Wald in Flammen. 1863 und 1869 wurde dann das Ganze mit 100’000 Setzlingen eingepflanzt.
Die wohl grösste Katastrophe war der Dorfbrand vom 14 Oktober 1891. Vormittags um 10 Uhr zündeten unten im Dorf in einem kleinen Stall zwei Knaben eine Garbe an. In einer halben Stunde stand das ganze Dorf in Flammen. Die Männer waren an diesem Tag in Schluein auf dem grossen Markt. So konnte niemand die Hydranten benutzen, die schon 1876 erstellt worden waren. Abgebrannt sind 17 Häuser und 13 Ställe. Von den Flammen verschont blieben nur 4 Häuser und 7 Ställe. In diesen Gebäuden mussten die Einwohner den Winter verbringen. Die Kinder wurden in den benachbarten Gemeinden zur Schule geschickt.
Am 17. November 1891 begann man mit dem Fällen des Holzes für den Wiederaufbau des Dorfes. 1892 wurde zuerst die Säge gebaut. Dann die meisten Ställe, damit die Ernte eingebracht werden konnte und 2 Häuser. Bis 1896 entstanden das Schulhaus und 12 neue Häuser und 12 Ställe. Dazu kamen 4 neue Brunnen und eine neue Wasserversorgung mit Hydranten.
1904 beim Bau der neuen Strasse Ilanz – Ladir wurde ein einzigartiger Fund gemacht. In der Osterwoche sprengten Bauarbeiter eine Felspartie unterhalb der Burgruine Grüneck oberhalb Ilanz. Dabei kamen in einer Felsspalte 138 Münzen des 8. Jahrhunderts nebst etwas Goldschmuck zum Vorschein. Den Hauptteil bildeten 83 Tremisses langobardischen Typs, wovon fast die Hälfte von Karl dem Grossen geprägt wurden. Der ganze Bestand kam ins Rätische Museum nach Chur.