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Im Rahmen einer Europäischen Ausschreibung hat das ICIT (National Research & Development Institute for Cryogenic & Isotope Separation Technologies) in Ramnicu Valcea dem rumänischen General-unternehmer S.C. ROMIB S.A den Auftrag zur Erweiterung der Anlagen zur Isotopenseparation als „Turn-Key“ Projekt erteilt. ROMIB entschied sich für die Linde Kryotechnik AG als bevorzugten Lieferanten für die beiden dazu erforderlichen Helium-Kälteanlagen.
Das ICIT wurde 1970 als Forschungszentrum für die Entwicklung von Technologien zur Produktion von Schwerem Wasser gegründet. Die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse erlaubten es Methoden zur kryogenen Isotopenseparation zu erarbeiten, welches einen Schwerpunkt der jetzigen Aktivitäten darstellt.
Das Institute, welches sich ca. 170 km nord-westlich von Bukarest befindet, betreibt heute diverse Anlagen zur Separation von Tritium von schwerem Wasser mittels kryogener Destillation oder mit Hilfe Wasserstoff basierenden Technologien.
Aufgrund der beachtlichen Erfahrungen und der vorhandenen Infrastruktur ist ICIT eingebunden in verschiedene Forschungsprojekte auf Europäischer Ebene und kann einen entsprechenden Beitrag für das ITER Projekt, den Bau eines Fusionsreaktors, leisten.
Für die geplante Erweiterung in Valcea wird Linde Kryotechnik AG zwei unabhängig arbeitende Helium-Kälteanlagen liefern. Eine Anlage im Leistungsbereich von 1000 W bei einer Gasvorlauftemperatur von 20 K und eine zweite kombinierte Kälte- und Verflüssigungsanlage mit einer Leistung von 200 W bei einer Gasvorlauftemperatur von 20 K und der Möglichkeit zur Produktion von Flüssighelium in einen Speichertank. Die erstgenannte Anlage wird für die Kühlung von Destillationskolonnen einer Tritium Separationsanlage eingesetzt, wobei die letztgenannte Kälteanlage für die Kühlung einer Kavität und zur Versorgung des ICIT mit flüssigem Helium zuständig ist.
Die beiden Kälteanlagen werden voraussichtlich im vierten Quartal 2012 installiert und der Betrieb entsprechend aufgenommen.