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Bild: Andrea Piacquadio - pexels.com
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden und betreffen etwa jeden vierten Erwachsenen. Halten diese Störungen lange an, kann dies der Gesundheit schaden und das Risiko für verschiedene Erkrankungen, beispielsweise von Herz und Kreislauf, erhöhen. Deshalb sollten Betroffene rechtzeitig handeln, bevor sich das Problem verschlimmert.
Von Schlafstörungen spricht man, wenn der Schlaf zu lang oder zu kurz ausfällt, zu häufig unterbrochen wird oder nicht erholsam ist. Wenn eine Person mindestens drei Nächte pro Woche über einen Zeitraum von mindestens einem Monat schlecht schläft, wird von einer chronischen Schlafstörung gesprochen. Eine akute Schlafstörung liegt vor, wenn die Symptome über einen kürzeren Zeitraum auftreten.
Ursachen für Schlafstörungen können unterschiedlich sein, wobei zwischen äusseren und inneren Einflüssen unterschieden wird. Äussere Einflüsse sind beispielsweise Lärm, Hitze oder Kälte, Genussgifte (Alkohol, Koffein, Nikotin), Medikamente oder Drogen. Auch unregelmässige Schlafzeiten können sich auf die Qualität des Schlafes auswirken.
Zu den inneren Einflüssen gehört am häufigsten Stress. Aber auch Sorgen und Ärger, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Schmerzen durch organische Erkrankungen können den Schlaf beeinträchtigen. Weitere Ursachen können zum Beispiel eine Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der «unruhigen Beine») sein, bei dem ein intensiver Bewegungsdrang und unangenehme Empfindungen in den Beinen bestehen.
Es gibt verschiedene Arten von Schlafstörungen. Die häufigste Form von Schlafstörungen sind Insomnien. Damit sind Ein- und Durchschlafstörungen oder zu frühes Aufwachen gemeint. Eine weitere Form sind Hypersomnien, von welchen gesprochen wird, wenn Personen an einer übermässigen Tagesschläfrigkeit und vermehrtem Schlafdrang leiden.
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Folgen von Schlafstörungen sind neben der Müdigkeit auch Kopfschmerzen, Konzentrations- und Leistungsschwächen, Nervosität und Gereiztheit, Muskelverspannungen, Stimmungsschwankungen oder eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit. Ein zu grosser Schlafmangel über Monate hinweg ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Auch werden das Immunsystem geschwächt und dadurch wiederum Infektionskrankheiten begünstigt.
Um Schlafstörungen vorzubeugen, kann bereits der Verzicht auf Koffein, Nikotin und Alkohol helfen. Entspannung ist auch wichtig, denn: Je entspannter man ist, desto besser gelingt das Ein- und Durchschlafen.
Folgende Tipps helfen, eine gesunde Schlafhygiene zu erhalten:
- Möglichst regelmässige Schlafzeiten einhalten, aber erst schlafen gehen, wenn man auch müde ist.
- Nicht zu spät essen und scharfes, schwer verdauliches und sättigendes Essen vermeiden.
- Regelmässiger Sport kann schlaffördernd wirken. Allerdings sollte einige Stunden vor dem Schlafen kein zu strenges Training erfolgen.
- Eine gute Schlafumgebung schaffen mit einem guten Bett, einer guten Matratze und einer atmungsaktiven Bettdecke.
- Sich geistig entspannen. Deshalb sollten schwierige Themen oder Probleme nicht vor dem Schlafengehen besprochen werden.
- Am Abend einen beruhigenden Tee oder ein Glas warme Milch mit Honig trinken.
- Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen machen.
Im Kanton Solothurn bietet das Schlafmedizinische Zentrum eine Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen an.
Zur Entspannung beitragen können auch diese Angebote:
Hatha Yoga – Volkshochschule Thal
Hatha Yoga – Volkshochschule Region Grenchen
Quellen: