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Das beschloss der Grosse Rat am Dienstag und bewilligte gleichzeitig die Mehrkosten für die zwei zusätzlichen Lektionen von drei Millionen Franken pro Jahr. Der Entscheid fiel mit 74 zu 54 Stimmen. Die Primarschülerinnen und Primarschüler werden neu ab der 5. Klasse mit dem Erlernen der französischen Sprache beginnen.
Die Schüler erhalten gemäss Konzept je drei Lektionen in der 5. und 6. Klasse. Derzeit startet dieser Sprachunterricht in der 6. Klasse. Die Gemeinden müssen 35 Prozent der Mehrkosten übernehmen. Weil an der Primarschule mehr Französisch unterrichtet wird, erhöht sich der Bedarf an Lehrpersonen.
Mehrkosten umstritten
Im Parlament waren mit Ausnahme der SVP alle Fraktionen für die Vorlage. Der Kanton setze endlich die nationale Sprachenstrategie um, hielten die Befürworter fest. Die Aargauer Schüler dürften nicht benachteiligt werden.
Die SVP lehnte die Mehrkosten ab und betonte, die Schüler würden überfordert. Der Französischunterricht könne zwar vorverlegt werden, es brauche indes keine zwei zusätzlichen Wochenlektionen.
Englisch bleibt erste Fremdsprache
Mit dem neuen Lehrplan werden die Primarschüler wie bisher ab der dritten Klasse in Englisch unterrichtet. Für die Schüler der Sekundar- und Bezirksschule sind die Fächer Französisch und Englisch obligatorisch. An der Realschule besteht in der dritten Klasse eine Wahlpflicht zwischen den beiden Fremdsprachen.
Der Aargau lehnt sich dabei an die grossen Nachbarkantone und an die Ostschweizer Kantone an. Innerhalb der vier Nordwestschweizer Kantone bestehen Unterschiede.