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Wimbledon – Trafalgar Studios
27. June 2016
Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit dem Bus von der Victoria Station nach Wimbledon. Die Queue war gar nicht so lange und nachdem unsere Taschen kontrolliert wurden standen wir auf der wunderschönen Tennisanlage von Wimbledon. Wie jedes Jahr hatten wir Tickets für Court Nr. 2 und als ich am Vortag das Programm sah fing ich gleich an zu kombinieren. Es spielte z.B. Madison Keys gegen Laura Siegmund und Milos Raonic gegen Pablo Carreno Busta. Madison Keys wird von Lindsay Davenport und Milos Raonic von John McEnroe betreut… Der Vorteil von Court Nr. 2 ist, dass die Coaches der einzelnen Spieler nur ein paar Reihen weiter vorne sitzen und sie den selben Ein- bzw. Ausgang nehmen wie wir :-) Lindsay Davenport tauchte leider nicht auf, Madison Keys gewann trotzdem mit 6:3 6:1 gegen Laura Siegemund. Nach dem Spiel lief ich schnell zum Ausgang des Courts und sammelte zuerst Laura und danach noch Madison.
Es gab dann einen kurzen Unterbruch und mein Plan war, John McEnroe vor dem Match zu sammeln bzw. ein Selfie mit ihm zu machen. Während dem sich die Spieler auf dem Court einspielten tauchte John McEnroe dann auch auf und als ich ihn ansprach wurde ich ziemlich unhöflich abgewiesen, „not now“ und das in einem Ton, hoppla. Zum Glück habe ich genau mit diesem Verhalten gerechnet. Ich bin dann auf meinen Sitzplatz (wir haben seit ein paar Jahren immer die gleichen Plätze in der Reihe P) und beobachtete John McEnroe der nicht unterhalb von uns sass sondern hinter dem Schiedsrichter. Er kam dann nach 3 Games in die Spielerbox und sass nur etwa 5 Meter von mir entfernt. Ich behielt ihn im Auge…
Milos Raonic war in seinem Match nie in Gefahr, er gewann relativ locker mit 7:6 6:2 und 6:4. Als sich die Leute von ihren Plätzen erhoben um dem Sieger zu applaudieren machte ich mich bereits auf den Weg zum Ausgang und mein Bachgefühl war wieder richtig. John McEnroe hat sich nur ein paar Sekunden nach mir erhoben und machte sich schnell aus dem Staub. Obwohl ich in einer super Position stand hat er meine Bitte nach einem Selfie komplett ignoriert und lief davon. Man kann leider niemanden zwingen, ein „I don’t take selfies“ hätte gereicht und ich hätte ihn von Anfang an in Ruhe gelassen. Wir schauten auf dem Henman Hill noch ein paar Ballwechsel von Roger Federer gegen Guido Pella und Angelique Kerber gegen Laura Robson auf der Grossleinwand. Kurz nach 20:00 Uhr sind wir dann mit dem Bus zurück zur Victoria Stadtion gefahren.
Ich zog dann noch alleine los, in den Trafalgar Studios spielt gerade Kunal Nayyar in „the Spoils“ und wenn man „Dr. Rajesh Koothrappali“ schon einmal persönlich treffen kann, muss man die Chance doch nutzen. Ich nahm den Bus bis zum Trafalgar Square und fand auf Anhieb das Stage Door. Ich war doch etwas überrascht, standen doch nur gerade zwei junge Mädels aus Deutschland bei der Absperrung.
Ich gesellte mich dazu, jedoch nur kurz weil ich mir noch ein Programmheft holte. An der Türe war ein Zettel, dass nur Programmhefte und Tickets signiert werden. Ein paar Minuten später war ich wieder zurück, das Stück lief noch ungefähr 10 Min. Wir hörten Applaus und langsam füllte sich die erste Reihe beim Stage Door, es blieb jedoch alles sehr übersichtlich. Als erstes verliess Alfi Allen das Theater, er fing gleich an links von ihm Autogramme zu schreiben und arbeitete sich bis zum anderen Ende durch. Leider macht er keine Selfies aber er hat das so schön erzählt, dass ich ihm das überhaupt nicht übel nahm :-) Als nächstes erschien Kunal Nayyar, auf den ersten Blick hätte ich ihn fast nicht erkannt. Auch er startete gleich links mit schreiben und arbeitete sich wie Alfie bis zur anderen Seite durch, Selfies waren problemlos möglich. Am Schluss erschien noch Jerry Eisenberg und bei ihm wiederholte sich das Verhalten, er nahm sich noch mehr Zeit als seine beiden Kollegen zuvor und sagte immer wieder „thank you for comming“ oder „thank you for waiting“. Mein erstes Selfie war leider unbrauchbar, also nichts wie hinterher. Er schrieb immer noch fleissig Autogramme und schaute in div. Handy als ich aus der zweiten Reihe nochmals nach einem Selfie fragte. Die beiden Mädels vor mir machten etwas Platz und ich konnte nochmals ein Foto mit Jessy machen, dieses Mal war ich damit zufrieden :-) Um 22:26 Uhr war ich bereits auf dem Weg zur Bushaltestelle und kurz vor 23:00 Uhr wieder im Hotel. Signiert haben sie übrigens alles was hingehalten wurde.
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