Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03640.jsonl.gz/2868

Nein zu teuren und nicht zielführenden Strassenprojekten
Die Gesamtkosten für die Steuerzahlenden belaufen sich für beide Projekte zusammen auf 618 Millionen Franken. Der direkte Kantonsanteil beträgt dabei 430 Millionen Franken.
Die Erweiterung der Strassenkapazitäten steht zudem in krassem Widerspruch zum Netto-Null-Ziel und führt zu Mehrverkehr. Das Projekt in Aarwangen führt zur Verlagerung der Verkehrsprobleme in umliegende Gemeinden, gegen jenes in Oberburg bestehen Vorbehalte bezüglich des Grundwassers.
Die Referenden machen den Weg frei für bessere Lösungen
Die geplante Umfahrung durch wertvolle Schutzgebiete und Kulturland bei Aarwangen und der neue Tunnel in Oberburg sind weder geeignet noch verhältnismässig.
Für beide Regionen liegen Null-Plus-Varianten vor, die rasch umsetzbar sind und eine verkehrstechnisch bessere, umweltschonendere und kostengünstigere Lösung des Verkehrsproblems ermöglichen würden.
Eine breite Allianz von Parteien und Umweltorganisationen ergreift deshalb die Referenden gegen diese Projekte.
Was ist die Alternative des Referendumskomitees zu den geplanten zwei Strassenprojekten?
- Oberaargau (Umfahrung Aarwangen)
Verzicht auf Umfahrung dank neuer Führung der Züge im Tramsystem, neuen Lichtsignalen, neuen Velostreifen, etc. Diese Variante kann ebenfalls mit zusätzlichen Über- und Unterführungen an neuralgischen Punkten ergänzt werden.
- Emmental (insbesondere Tunnel Oberburg)
Wir fordern mit Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis, dass alle Massnahmen mit Ausnahme der sehr teuren Umfahrungen Oberburg (Tunnel) und Hasle umgesetzt werden. Erst danach, wenn die Auswirkungen der Massnahmen nicht wirkungsvoll genug sind, ist eine Neuplanung in Angriff zu nehmen. Falls ein Tunnel erneut in Betracht gezogen wird, muss eine adäquate Abwägung des Grundwasserschutzes versus Verkehr gemacht werden.
Die Stausituation wird sich aufgrund der Unterführungen der Bahngeleise (Massnahmen Burgdorf) massiv verbessern und hoffentlich weitere massive Eingriffe obsolet machen. Zudem haben wir gefordert, dass der Kanton Lenkungsmassnahmen auf der bestehenden Strecke (Hasle und Oberburg) prüft und umsetzt.