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Anna Ospelt und Ariela Sarbacher entwickeln in ihren Debütromanen zwar ganz unterschiedliche Tonalitäten und Formen, sind aber oft auch sehr nah beieinander: Beide Bücher verknüpfen Fragmentarisches und Erinnertes, beide handeln von einer kritischen Auseinandersetzung mit Heimat. Ausgehend vom geplanten Freitod der Mutter erzählt Ariela Sarbacher in «Der Sommer im Garten meiner Mutter» von einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung und einem Familienleben zwischen Italianità und Zürcher Quartierleben (Bilgerverlag 2020). In «Wurzelstudien» (Limmat Verlag 2020) nimmt Anna Ospelt einen Baum im Garten ihres Elternhauses, auf den auch der Vorbesitzer des Hauses – der Verleger Henry Goverts – geblickt hat, zum Ausgangspunkt. Sie sucht nach Spuren dieses Mannes, den sie sich als Wahlverwandten auswählt, und stellt die vielfältigen Formen des In-der-Welt-Verwurzelt-Seins in Frage.