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Redakteur: D. Meyer.
Geschäftsstunden 9 bis 4 Uhr.
Selbstverlag des Vereines deutscher Ingenieure, Berlin N.W. 7, Sommerstraße 4a.
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Die Hängebrücke über den La Grasse-Fluß in Massena Center, N. Y.1)
Von Müllenhoff.
Im Jahre 1911 hat H. D. Robinson, der bekannte Erbauer der Kabel für die Williamsburgh- und die Manhattan-Brücke 2), eine Hängebrücke gebaut, die wohl mehr Beachtung verdient, als sie bisher gefunden hat. Die Brücke wurde vor allem in ganz außerordentlich kurzer Zeit fertig gestellt und zeigt ferner, daß das weitverbreitete Vorurteil irrig ist, Hängebrücken seien nur für große, schwere Brücken wirtschaftlich; doch verdienen auch eine Reihe Einzelheiten Beachtung.
Die Brücke, Abb. 1 biş 3, ist insgesamt 207,26 m lang; 121,92 m entfallen auf die Mittelöffnung, je 30,48 m auf die Seitenöffnungen und je 12,19 m auf die Widerlager. Sie überspannt den La Grasse-Fluß, einen schiffbaren Nebenfluß des St. Lorenz-Stromes, auf 76,2 m Breite in einer Höhe von 13,7 m
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Drahtseile von 19 t Bruchfestigkeit für das einfache Seil. Sie sind um die Kabelschellen gelegt und an beiden Enden drehbar an die erwähnten Anschlußbleche angeschlossen. Nur die Hängestangen in der Mitte und an den Enden der Brücke sind U-förmig gebogene Rundeisen. Die Kabelschellen, Abb. 5 bis 7, bestehen aus Stahlguß und werden durch gebogene Rundersenschrauben aus Schweißeisen an die Kabel gepreßt. Die Lage der Rille zur Aufnahme der Hängeseile ändert sich je nach der Neigung der Kabel, doch war es möglich, für die 51 Aufhängungen an jedem Kabel mit 6 verschiedenen Formen auszukommen.
Die Kabel sind aus 7 parallel verlegten Runddrahtseilen von 38 mm Dmr. gebildet, die ohne Umwicklung oder dergl.
Abb. 1 und 2. Aufriß und Grundriß der Brücke. Maßstab 1 :1000.
über dem höchsten schiffbaren Wasserstand. Ihr System ist einfach statisch unbestimmt, da die Versteifungsträger drei einfache, nicht kontinuierliche Balkenträger bilden. Der Abstand der Hauptträger beträgt 4,88 m, die nutzbare Breite der Brücke 4,27 m. Die Fahrbahn ist für eine Nutzlast von 250 kg/qm berechnet und besteht aus 7,5 cm starken Bohlen; diese sind auf Latten genagelt, die mit den Längsträgern verschraubt wurden, Abb. 4. Diese, 20 cm hohe I- und [Eisen, liegen auf den aus 38 cm hohen I-Trägern bestehenden Querträgern, welche in der aus Abb. 4 ersichtlichen sehr einfachen Art mit den Versteifungsträgern verbunden sind und gleichzeitig die Anschlußbleche für die Aufhängung an den Kabeln tragen. Als Hängestangen dienen 16 mm dicke
1) verfaßt im Juni 1914.
Sonderabdrücke dieses Aufsatzes (Fachgebiet: Brücken- und Eisenbau) werden an Mitglieder des Vereines sowie Studierende und Schüler technischer Lehranstalten gegen Voreinsendung von 75 (Postscheckamt Berlin, Konto Nr. 49405), an andere Bezieher zum Preise von 1 M postfrei abgegeben. Zuschlag für Auslandporto 5. Lieferung etwa 2 Wochen nach dem Erscheinen der Nummer.
2) s. Z. 1904 S. 396, 1213.
nur durch die Schellen und neben den Sätteln durch besondere Klemmen zusammengehalten sind; die bestehen aus verzinkten Drähten und haben 121 t Bruchfestigkeit bei einem Elastizitätsmodul von 1400 t/qcm. Als Schutz gegen Rost ist nur ein zweimaliger Anstrich von reinstem Bleiweiß und gekochtem Leinöl aufgebracht.
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Die Kabel liegen gegen die Senkrechte um etwa 1:10 geneigt; der Durchhang in der Mittelöffnung beträgt 11,582 m oder frd.l. In den Widerlagern sind die einzelnen Seile in der üblichen Weise in Seilköpfen befestigt. Durch diese greifen, vergl. Abb. 16, die Schenkel U-förmig gebogener Rundeisen von 57 mm Dmr., welche die in den Verankerungsflacheisen befestigten Bolzen umfassen. Die Flacheisenstäbe haben (254 × 11,) qmm Querschnitt und sind wieder durch Bolzen mit kurzen Ankerträgern verbunden, die in den Betonwiderlagern eingebettet sind und den Kabelzug auf diese übertragen.
Die Versteifungsträger sind 2,52 m hohe Parallelträger mit einer Feldweite von 1,693 m, die von Widerlager zu Widerlager nach einem Kreisbogen von 1835,5 m Halbmesser ge