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Sarah ist 40 Jahre alt und leidet an einer primär progredienten Multiplen Sklerose. Dies bedeutet, dass die Krankheit nicht schubweise auftritt, sondern der Gesundheitszustand sich konstant verschlechtert. Die Prognose ist sehr schlecht, d.h., innert kürzerer oder längerer Zeit tritt eine vollständige Lähmung der Glieder ein.
Als ich sie zum ersten Mal sehe, erlebe ich eine (von meinem Willen völlig unabhängig geschehende) Spontanvision: Ich sehe in einer Höhle die Schwarze Maria von Einsiedeln. Diese Vision zeigt mir, dass heilende Energie konstelliert ist. [Vgl. auch Schwarze Maria von Einsiedeln.]
Ich frage Sarah, ob sie innere Bilder sehe. Sie bejaht und sagt, dass sie eben eine spontane Vision gehabt habe. Sie sieht einen Stickrahmen, darauf ein Tuch und darin eine Lilie hineingestickt (vgl. Abb.)
Die Blüte der Lilie hat eine (2×3)-Struktur. Die Zahl 3 symbolisiert den Energiebegriff. Die Lilie symbolisiert so das Zusammenwirken von physisch/physikalischer Energie und magischer Energie. In diesem Sinn bedeutet sie auch den Prozess, den ich Symptom-Symbol-Transformation (SST) nenne. Ein symbolisch äquivalentes Symbol ist das anahata, das Herzchakra der Tantristen:
Und das Siegel Salomos oder der Davidstern, das Wahrzeichen der hermetischen Alchemie:
Symbolisch gesehen entspricht die Lilie aber auch dem Radbild des Niklaus von Flüe:
Das Radbild beschreibt noch viel mehr als die Lilie die Dynamik des Prozesses: Gemäss Niklaus stellen die zwei inneren Kreise das Herz dar; die beiden äusseren Kreise symbolisieren den Körper einerseits, den Hauchkörper (Astralkörper des Paracelsus; subtle body) andererseits. Die drei nach innen gerichteten Spitzen stellen die Transformation der physischen in die magische Energie dar, die drei nach aussen gerichteten den Parallelprozess der Rücktransformation der magischen Energie in physische Energie höherer Ordnung. So beschreibt das Radbild den von mir so genannten Zwillingsprozess der SST, in dem Energie/Materie höherer Ordnung entsteht. Dieser Prozess entspricht der Gesundung und Heilung der Krankheit.
Sarahs Initialvision führte mich im Jahr 1988 einerseits auf den Weg zur Entdeckung der Symptom-Symbol-Transformation. Andererseits leitete sie einen Prozess in Sarah ein, der nach drei Jahren zur vollständigen Heilung der Multiplen Sklerose führte. In unserer therapeutischen Beziehung beschränkten wir uns darauf ihre Visionen zu betrachten. Es gab kein willentliches Tun, wir liessen uns in den Zustand fallen, den der Daosimus das Wu Wei, das Nicht-Tun, einen Zustand der passiven Aktivität nennen. So konnten sich die spontanen Visionen in Sarah entfalten.
Mit der Zeit schaute Sarah auch eine weibliche innere Figur, die sie die Fee nannte. Diese Fee entspricht der Weltseele der hermetischen Alchemisten, ihrer Göttin.
Die hermetisch-alchemistische Weltseele
mit ihrer magischen Ausstrahlung
Eben diese Naturgöttin mit ihrer magischen Ausstrahlung hatte die als Protestantin aufgewachsene Sarah extrem verdrängt. Als sie wieder an sie angeschlossen war – vgl. dazu Spirituelle Entwicklung – führte diese sie in ihrem täglichen Leben. Sie teilte ihr am Anfang der Behandlung beispielsweise mit, dass sie nun wieder gehen dürfe, aber nur zaghaft, ein paar Schritte. Dann erlaubte die Weltseele Sarah länger zu gehen, durch die ganze Wohnung. So führte sie sie, und wenn Sarah nicht gehorchte und sich überanstrengte, hatte sie sofort einen Rückfall. Nach drei Jahren hatte sie gelernt, der Göttin zu gehorchen und heute ist sie vollkommen von der Multiplen Sklerose genesen.
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Das empirische Resultat der Heilung von der Multiplen Sklerose war begleitet von einem Prozess, in dem ich die Hauchkörperwelt (Astralkörper; Hauchkörper; subtle body) und deren Funktion bei der Behandlung von Krankheiten immer besser verstehen lernte. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war ein Traum und eine Synchronizität, die ich zu Beginn der obigen Behandlung hatte. Ich habe dieses denkwürdige Erlebnis, das mich die Symptom-Symbol-Transformation entdecken liess, in Traumdeutung beschrieben. Der Traum handelte von „Wurmlöchern“ im Körper, und am nächsten Tag brachte mir die Patientin Zeichnungen aus ihrer Kindheit, die eben solche „Wurmlöcher“ unter ihrem Elternhaus darstellten. Mit der Zeit erkannte ich, dass diese von der Physik Quantenschläuche genannten Gebilde, die mit negativer Energie gefüllt sein sollen, auf der psychophysischen Ebene hinter der Spaltung in Geist und Materie eben jener Welt entsprechen, die C.G. Jung den unus mundus und Wolfgang Pauli die psychophysische Realität genannt hatten. Es ist die Welt des Astralkörpers des Paracelsus aus der heraus gemäss dem hermetisch-alchemistischen Arzt sowohl die Krankheiten als auch die „Medizin“ (das Alexipharmakum = „Gegengift“ oder die medicina catholica = allesheilende Medizin) zu deren Heilung kommen. Ich habe diesen Hintergrund des paracelsischen Heilens im Beitrag über Paracelsus beschrieben.
Dieser Traum und die zugehörige Synchronizität (sinnvoller Zufall) zeigten mir eindrücklich, dass das von C.G. Jung postulierte vorbewusste Wissen des Unbewussten existiert. Es hat mich in meiner Tätigkeit als Forscher immer begleitet und mir letztlich meine wegweisenden Entdeckungen bezüglich neuer Heilmethoden ermöglicht. Damit meine ich vor allem die von mir entwickelte Methode der Symptom-Symbol-Transformation. Eine Übersicht von Beispielen derselben findet sich in Beispiele von SST.