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Ein Postulat ist eigentlich nur ein Auftrag an den Bundesrat, eine Gesetzesanpassung oder eine andere Massnahme zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Ein Entscheid ist damit nicht gefällt, vielmehr geht es vorerst einmal darum, Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen. Gleichwohl können sich an solchen Postulaten Grundsatzdebatten entfachen, wie beim Postulat 23.4152 betr. Weiterbrieb der bestehenden Kernkraftwerke. In einem Punkt geht es hier darum, dass der Neubau von Kernkraftwerken als mögliches Szenario beschrieben wird, aber nur dann, wenn der Ausbau anderer emissionsarmer Kapazitäten zu langsam vorankommt. Ich stimmte diesem Postulat zu, da die wissenschaftlichen Grundlagen dies nahelegen: In einer ETH-Studie wurde die Notwendigkeit auch neuer Kernkraftanlagen dargelegt, wenn die Ziele der Schweiz zur CO2-Reduktion erreicht werden sollen, selbst wenn alle heute geplanten Solar- und Windanlagen gebaut werden. Gleichzeitig muss meines Erachtens aber nachgewiesen werden, dass wird die AKW-Abfälle in der Schweiz sicher lagern können. Neue Technologien, die auf Kernspaltung oder -fusion beruhen, zum vornherein zu verbieten, verhindert jede Weiterentwicklung. Deshalb ist für verlässliche Entscheidungsgrundlagen ein entsprechender Bericht zu erarbeiten.