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MENSA UND MEDIOTHEK KANTONSSCHULE, Erweiterung
CH-Bülach
Wettbewerb
2008
Die Kantonsschule Züricher Unterland bildet am Ortsrand von Bülach eine homogene, beziehungsreiche Komposition individueller Baucharaktere, die über eine platzartige Mitte verbunden sind.
Der Entwurf sieht vor, die Mitte der Anlage zu stärken und platziert sich daher auf der Ostseite des bestehenden Mensa-/ Aulatraktes. Das viergeschossige Volumen versteckt die räumliche und programmatische Erweiterung der Schule nicht und bringt die Volumen der Schulanlage in ein neues Gleichgewicht.
Der Neubau wird als baulich unabhängiges Gebäude erstellt. Die dort sich befindende Mensa-Erweiterung bildet im Erdgeschoss ein räumliches Gelenk aus. So kann sie einerseits als zweiter Speisesaal der neu organisierten Essensausgabe im Erdgeschoss und andererseits als Lern- und Arbeitsraum der darüberliegenden Mediothek zugeschaltet werden. Die grosszügige Verglasung mit Schiebefenstern sowie die Möglichkeit einer Aussenraum-Möblierung sind wichtige Aspekte zur Aufwertung des Südzugangs der Schulanlage.
Die Mediothek gliedert sich in drei funktional und räumlich diversifizierte Geschosse. Im ersten Obergeschoss befindet sich zunächst das Informationsgeschoss, in dem die Ausleihe der Bücher sowie die Information durch das Personal oder mittels Computer erfolgen. Dieses Geschoss besitzt eine transluzente Fassade, die Konzentration gilt hier der internen Information - Blendung und Erhitzung im Zusammenhang mit den Computern können wirksam verhindert werden.
Mit der Information begibt sich der Schüler in das darüberliegende Medienmagazin. Die Welt der Bücher und des gesammelten Wissens ist hier in einer geschlossenen Box komprimiert. Die Belichtung dieses Geschosses erfolgt durch Oberlichter in der Decke, da eine seitliche Belichtung im Hinblick auf die Regalzwischenräume nicht sinnvoll ist.
Vom Medienmagazin geht man in das zuoberst gelegene Lesegeschoss. Die Oberlicht-Trichter gliedern hier den Raum in Arbeits- und Lesenischen und übernehmen darüber hinaus das Dachtragwerk. Die so von der Statik befreite Fassade bietet allseitig einen freien Blick in die Umgebung.