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Die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirche wurde von den Kapuzinern, die in der Nähe ihr Kloster gebaut hatten, völlig umgewandelt. An den Aussenmauern sind noch zwei Fresken sichtbar, die Franziskus und Bonaventura darstellen. Der Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert wurde von einem Blitzschlag beschädigt 1821 renoviert.
Im 1975 vom Architekten Tita Carloni restaurierten Kirchenraum sind die Entwicklungsphasen des Gebäudes deutlich abzulesen. Das Schiff verrät romanischen Geist, das Gewölbe mutet gotisch an, der Chor und die zuerst dem heiligen Franziskus, dann dem heiligen Josef gewidmete Kapelle sind von den Kapuzinern in der Zeit des Klosterbaus beigefügt w
orden.
Der Hochaltar aus Marmor ist ein Werk von G. B. Adami aus Carona (1735). Das restaurierte Gemälde der in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter ist von Antonio de Giorgi aus Mailand (1752), Giuseppe Taddei hat das Bild des heiligen Josef gemalt. Die Stukkaturen der Kapelle San Gaetano sind von P. Antonio Berra aus Montagnola, das Heiligenbild aus
dem Jahre 1780 von Giuseppe Rezzonico.
Während der Restaurierungsarbeiten im Jahre 1975 sind einige Fresken zum Vorschein gekommen, die aus der Zeit der Kapuziner stammen. Schon in den dreissiger Jahren hatte man in dieser Kirche wertvolle Fresken entdeckt, die viel weiter zurückgehen, nämlich in das 11./12. Jahrhundert. Die Darstellungen der Verkündigung, christliche Symbole und H
eiligenfiguren, oft dekorativ eingerahmt und mit geometrischen Elementen verziert, sind der romanischen Epoche zuzuordnen. Aus spätromanischer Zeit stammen hingegen die Fresken an der Nordwand: Die Gottesmutter und die Apostel wirken eher statisch und sind vor einem blauen Hintergrund in Nischen angebracht. Abwechslungsweise verwendete ziegelrote
und ockergelbe Farbtöne lockern das Ganze auf.
Das ganze Jahr offen. Schlüssel liegt beim Pfarrer (Tel. 091 994 71 86).