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Wegen eines Stromausfalls am 14. Mai 2009 in Teilen Ontarios und Québecs war der NRU-Reaktor im Chalk River Laboratory der AECL sicher heruntergefahren worden. Einen Tag später deckte eine Routineuntersuchung das Austreten von schwerem Wasser auf. Laut den neuesten Ergebnissen der laufenden Untersuchung steht nun fest, dass der NRU nicht vor Ende Jahr den Betrieb wieder aufnehmen wird, teilte die AECL mit. In ersten Stellungnahmen kurz nach dem Vorfall war sie von einem Unterbruch von «mindestens drei Monaten» ausgegangen.
Der NRU ist für Kanadas Kernenergie- und Materialforschung wichtig und erzeugt zudem über die Hälfte der weltweit benötigten Radioisotope für medizinische Diagnostik und Behandlungen.
Neue Anlage in Australien bald betriebsbereit
Im Hinblick auf den längeren Ausfall des NRU und den globalen Versorgungsengpässen bei der Produktion von Molybdän-99 (Mo-99) hat die Australian Nuclear Science and Technology Organisation (Ansto) am 17. Juni 2009 bekannt gegeben, dass in wenigen Wochen eine neue Anlage für die Mo-99-Produktion den kommerziellen Betrieb aufnehmen werde. Sobald der Routinebetrieb der Mo-99-Anlage genehmigt sei, werde der nationale Markt beliefert, so die Ansto. Sie kündigte zudem an, dass die Anlage zur Bewältigung der weltweiten Isotopen-Produktionsknappheit eingesetzt werde.
Quelle
M.A. nach AECL, Medienmitteilung, 8. Juli, und Ansto, Medienmitteilung, 17.Juni 2009