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Stanserhorn
(Kt. Nidwalden). 1901 m. Schöne Bergpyramide, N.-Ende der das Engelbergerthal vom Melchthal trennenden Kette, unmittelbar sw. über Stans und mit diesem Flecken durch eine Drahtseilbahn verbunden. Bemerkenswerte und umfassende Aussicht, die derjenigen vom Rigi und Pilatus ernsthafte Konkurrenz macht: Berner Hochalpen, Titlis, Gebiet von Obwalden, Vierwaldstättersee mit seiner Umrahmung, Schweizer Mittelland und zahlreiche Seen. Die 1893 erbaute elektrische Drahtseilbahn ist 3,6 km lang und setzt sich aus drei Teilstücken mit zwei Kraftstationen zusammen, deren Motoren von der Zentralstation in Buochs aus gespiesen werden.
Die Bahn ist einspurig, mit Ausnahme der Kreuzungen, die in der Mitte jedes Teilstückes stattfinden. Die Sicherheit des Betriebes wird ohne Zahnstange durch mächtige automatische Bremsen bewirkt. Das erste Teilstück hat eine Steigung von 12-27,5% und endigt an der Station Kälti (714 m), wo man in einer gedeckten Gallerie den Wagen wechselt. Das zweite Teilstück hat eine Steigung von 40-63% und führt zur Station Blummatt (1221 m) hinauf. Dann zieht sich die Bahn mit der selben starken Steigung durch einen 140 m langen Tunnel und über einen langen Viadukt zur Endstation Stanserhorn Kulm (1849 m), die 1398 m über der Kopfstation Stans (451 m) liegt und wo sich, rund 50 m unter dem Gipfel, ein grosses Hotel befindet. Das Stanserhorn ist eine aus Kreidekalk, Malm, Dogger und Lias aufgebaute Klippe, die mit ihrer aus Trias (Gips und Rauhwacke) bestehenden Basis auf Flysch sitzt. Sämtliche Schichten liegen in Gestalt einer schiefen Mulde nach N. über. Die Stanserhornklippe steht in Verbindung mit der Klippe des Arvigrates und hat ihr Gegenstück in der Klippe des Buochserhorns, des gegenüberstehenden ö. Felspfeilers am Eingang ins Engelbergerthal.