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Wir gratulieren Quincy Jones zum 90. Geburtstag! Als ihn Michael Jackson als Produzent für drei Alben engagierte, entstanden Meilensteine der Musikgeschichte. Doch wie gross war Quincy Jones Einfluss tatsächlich?
Für Michael Jackson war das Ziel klar: Er wollte neue musikalische Wege einschlagen und sich klanglich von den Alben mit seinen Brüdern unterscheiden. Quincy Jones war in seinen Augen der perfekte Mann dafür, und so setzte sich Michael auch gegen die ablehnenden Stimmen seines Plattenlabels durch. Der Erfolg von „Off The Wall“ gab ihm Recht. Und „Thriller“ sowie „Bad“ brachen einen Rekord nach dem anderen. Jackson und Jones harmonierten offenbar im Studio und holten das Beste aus sich selbst und den beteiligten Musikern heraus.
Wie sich Michael Jackson um das Jahr 1980 angehört hatte, wenn er die kreativen Zügel an der Hand hatte, das ist gut auf den The Jacksons Alben „Destiny“ und „Triumph“ zu hören. Oder auf den später veröffentlichten Demos, die Michael Jackson damals in Eigenregie aufgenommen hatte. (Beispielsweise die Demo zu „Don’t Stop ’til You Get Enough“ oder „Billie Jean“.) Manche mag überraschen, wie durchdacht die Songs und Arrangements bereits da waren.
Quincy Jones setzte diese Kompositionen dann bis zur Perfektion ausgereift um, holte die passenden Musiker ins Studio und schlug weitere Titel vor, die in seinen Augen zu MJ passten und ihn als Künstler reifen liessen. Die Resultate sind auf „Off The Wall“ und „Thriller“ zu hören. Und natürlich war MJ als Co-Produzent seiner selbst komponierten Songs an der Auswahl der Musiker, den klanglichen Details und an den Arrangements beteiligt.
Auf „Bad“ ist der Einfluss von Quincy Jones geringer. Michael Jackson hatte bevor die Studiosessions mit Quincy Jones losgingen, die meisten Songs bereits in seinem Heimstudio auf Encino aufgenommen. Und diese Versionen hörten sich praktisch wie fertige Songs an. Ein Beispiel ist die „Another Part Of Me“ Version, die bereits 1986 im Disney-3D-Film „Captain EO“ zu hören war.
Im Westlake Studio trafen Quincy Jones, Bruce Swedien und Michael Jackson eine Auswahl und nahmen alle Songs, die auf „Bad“ landeten, neu auf. Weitere Infos hierzu in unserem Artikel „Wie BAD zum Mega-Erfolg wurde.„
Wir hatten in einem weiteren Artikel die „langen Jahre zwischen Thriller und Bad“ beleuchtet.
Ein Portrait unsererseits über Quincy Jones hier.
Happy Birthday Quincy Jones und Danke für die tolle Musik!