Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03550.jsonl.gz/2120

Basel, um 600
Vs. Drapierte Büste mit Diadem n.r.
DE OFICI - NA SILVAI
Rs. Kreuz auf Globus mit Alpha und Omega als Pendilien;
BA.S.Z.E CIVE FIT, (im Abschnitt) ONE
Kunststoff-Galvano, vergoldet
Gewicht 0,176 g (Original 1,25 g), Dm. 12-13 mm
Inv. 2009.683.
Die ältesten bekannten Basler Münzen sind Gold-Trienten, die im Namen der verantwortlichen Mone-tare oder Münzmeister geprägt wurden. Lange galt der in drei Exemplaren überlieferte Typ im Namen des Münzmeisters Gunso als der einzige Basler Triens, während für Strassburg eine ganze Reihe von Typen bekannt ist. Kürzlich wurde auch ein Exemplar des Gunso-Triens bei archäologischen Ausgrabungen im Elsass gefunden. Vor einiger Zeit wurde ein weiterer, relativ eleganter Gold-Triens mit der Nennung Basels und eines Monetars Silva in der Sammlung der Universität Glasgow entdeckt. Seine Legende «DE OFICI - NA SILVAI» besagt, dass er aus der Offizin bzw. Münzstätte des Silva stammt und in der Stadt Basel hergestellt wurde («BA.S.Z.[il]E[a] CIVE[tas] FIT»). Dieser zweite bekannte Basler Triens-Typ ist aus stilistischen und typologischen Gründen früher zu datieren als der Gunso-Triens, ungefähr gegen Ende des 6. Jahrhunderts, und steht daher soweit bekannt am Anfang der Basler Münzprägung.