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Mastitispräparat für Kühe und Rinder
ATCvet-Code: QJ51RV01
Zusammensetzung1 Injektor (3g) enthält:
Wirkstoffe: Amoxicillinum (ut A. trihydricum) 200 mg, Acidum clavulanicum (ut Kalii clavulanas) 50 mg, Prednisolon 10 mg
Hilfsstoffe: Silicii Dioxidum Praecipitatum, Paraffinum Liquidum ut Paraffinum Perliquidum 90% et Vaselinum Album 10% q.s. ad suspensionem pro 3 g
Galenische Form: Suspension zur intramammären Applikation
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenAmoxicillin gehört zu den Breitspektrumpenicillinen. Durch die Zugabe von Clavulansäure wird das Wirkspektrum von Amoxicillin auch auf β-Laktamase produzierende Stämme erweitert. Clavulansäure inaktiviert irreversibel gewisse β-Laktamasen, die zum grössten Teil für die Resistenz von Bakterien gegenüber Amoxicillin verantwortlich sind. Die Kombination Amoxicillin/Clavulansäure zeichnet sich durch bakterizide Wirkung gegen ein breites Spektrum grampositiver und gramnegativer Mastitiserreger aus. Prednisolon ist ein antiinflammatorisches Kortikosteroid.
In vitro ist Amoxicillin/Clavulansäure gegen eine grosse Reihe von klinisch wichtigen Bakterien wirksam. Das Wirkungsspektrum umfasst speziell folgende Bakterien: Staphylokokken (inkl. β-Laktamase produzierende Stämme), Streptokokken (inkl. S. agalactiae, S. dysgalactiae und S. uberis), Arcanobacterien (inkl. A. pyogenes), Escherichia coli (inkl. β-Laktamase produzierende Stämme)
IndikationenZur Behandlung von klinischen Mastitiden bei Rindern und Kühen während der Laktation, verursacht durch Staphylokokken (inkl. β-Laktamase produzierende Stämme), Streptokokken (inkl. S. agalactiae, S. dysgalactiae und S. uberis) und E.coli (inkl. β-Laktamase produzierende Stämme).
Die behandelten Viertel können normal gemolken werden, die Milch muss jedoch verworfen werden.
In Fällen von Infektionen durch Staphylococcus aureus kann eine längere antibiotische Behandlung erforderlich sein. Die Gesamtdauer der Behandlung liegt im Ermessen des Tierarztes, sie sollte lang genug sein, um eine vollständige Ausheilung der intramammären Infektion sicherzustellen.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenBei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber β-Laktam-Antibiotika (Penicilline und Cephalosporine) bzw. einem der Inhaltsstoffe sollte Noroclav® Euterinjektor nicht angewendet werden.
VorsichtsmassnahmenNicht anwenden in Fällen von Pseudomonas-assoziierten Erkrankungen. Nur in Fällen von klinischer Mastitis anwenden. Das Präparat sollte, wenn möglich, nur nach Überprüfung der Empfindlichkeit der zu bekämfpenden Bakterienspezies augewendet werden. Vermeiden Sie die Anwendung des Tierarzneimittels in Herden, in denen keine β-Laktase produzierenden Staphylokokken-Stämme nachgewiesen wurden. Nach Möglichkeit sind Antibiotika mit engem Wirkspektrum einzusetzen. Unsachgemässer Gebrauch dieses Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Resistenzen gegenüber β-Laktam-Antibiotika erhöhen und so die Wirksamkeit von Behandlungen mit β-Laktam-Antibiotika aufgrund von Kreuzresistenzen vermindern.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Gelegentlich allergische Reaktionen (allergische Hautreaktionen, Anaphylaxie)
Milch: 5 Tage
Sonstige HinweiseLagerung unterhalb 25°C, Arzneimittel vor Kindern geschützt lagern.
Vorsichtsmassnahmen für den AnwenderPenicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, Einnahme oder Hautkontakt eine Hypersensibilisierung verursachen. Hypersensibilität gegen Penicilline kann zu Kreuzallergien gegen Cephalosporine und umgekehrt führen. Allergische Reaktionen auf diese Substanzen können lebensgefährlich sein. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit, oder solche, die angewiesen wurden, keinen Umgang mit solchen Produkten zu haben, sollen den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel meiden. Handhaben Sie dieses Produkt mit grosser Sorgfalt, um Expositionen zu vermeiden, und beachten Sie alle Vorsichtsmassnahmen. Wenn Sie nach Exposition Symptome wie Hautrötung entwickeln, kontaktieren Sie einen Arzt und legen Sie diese Warnhinweise vor. Schwellungen des Gesichtes, der Lippen, der Augen oder Atemnot sind Anzeichen einer schwerwiegenden Unverträglichkeit und erfordern umgehende ärztliche Betreuung. Nach Anwendung Hände waschen.
PackungenSchachteln à 24 Injektoren
Informationsstand: 04/2013
Dieser Text ist behördlich genehmigt.