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Öffentliche Gemüse-Flächen in allen Basler Quartieren seien gut für das Klima und könnten zum sozialen Treffpunkt werden. Ähnliche Projekte in Grossstädten wie New York hätten dies gezeigt. Das sagten Befürworterinnen des «Gemüse-Vorstosses» im Grossen Rat.
Das jüngste Ratsmitglied, Jo Vergeat vom Grünes Bündnis, hatte den Vorstoss eingeben. Dieser verlangt, dass in allen Basler Quartieren öffentliche Flächen gesucht werden sollen, wo Tomaten, Gurken oder Karotten angepflanzt werden können. Mögliche Standorte wären demnach der Schützenmattpark oder der Garten des Basler Unispitals. So würden gerade Kinder wieder erfahren, woher die Lebensmittel kommen.
«Wir sind nicht im Zweiten Weltkrieg!»
Die Bürgerlichen waren gegen den Vorstoss. Grossrat Thomas Müry (LDP) fühlte sich in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückversetzt, als im Rahmen der sogenannten «Anbauschlacht» etwa im Schützenmattpark Kartoffeln gepflanzt wurden, um die Not der Bevölkerung zu lindern. «Aber, meine Lieben, wir sind nicht im Zweiten Weltkrieg!», rief Müry in den Saal.
Die linksgrüne Ratsmehrheit überwies den Vorstoss aber letztlich mit 47 zu 40 Stimmen. Die Regierung hat nun zwei Jahre Zeit, um einen Vorschlag zu machen, wo in den Basler Quartieren Gemüse angepflanzt werden könnte und was das kosten würde.