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André Campra zählt zu den bedeutendsten französischen Komponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seine Musik ist gekennzeichnet von einer gewissen franko-italienischen Leichtigkeit und Schlichtheit, die sein weltliches genauso wie sein kirchliches Schaffen durchzieht.
Die «Messe de Requiem» entstand während Campras Zeit als Kapellmeister an der Pariser Kathedrale. Bemerkenswert ist die Besetzung des Werkes, in dem Campra vier Klanggruppen eingesetzt hat: einen fünfstimmigen Grand Choeur, einen zwei- bis dreistimmigen Petit Choeur, drei Vokalsolisten sowie eine als «Symphonie» bezeichnete Instrumentalgruppe.
Das Werk von Charles Hubert Gervais ist hingegen nahezu unbekannt geblieben. Sein «Miserere» wurde in der Schweiz kaum aufgeführt. Das Werk besteht aus einer Folge von Einzelsätzen (Chöre, Soli, Duos bis hin zum Quartett), die der Komponist sehr wirkungsvoll gruppiert und dramaturgisch geschickt auf den grossen Schlusschor hin ausgerichtet hat.