Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/1577

Das Risiko, beim Triathlon zu sterben, ist klein, aber «nicht selten». Am grössten ist es beim Schwimmen, so das Fazit einer US-Studie.
Zwischen 1985 und 2106 starben bei Triathlon-Wettkämpfen in den USA 107 Sportler einen plötzlichen Herztod, 15 verunfallten tödlich mit dem Velo und 13 Triathleten hatten einen Herzstillstand, konnten aber wiederbelebt werden. Durchschnittlich 2,4 von 100 000 Triathleten und 0,74 von 100 000 Triathletinnen kommen laut der Studie im Wettkampf zu Tode.
Keine iMpuls-Themen mehr verpassen – abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Am «riskantesten» war die erste Wettkampfetappe, das Schwimmen, mit 90 Todesfällen. Dafür gibt es laut den Wissenschaftlern, welche die Daten auswerteten, mehrere Erklärungen: Erstens ist der Pegel an Stresshormonen zu Beginn des Rennens am höchsten. Sie begünstigen Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei schon bestehendem Herzschaden. Zweitens kämpfen die Sportler im Wasser, je nach Ort, mit hohen Wellen und anderen Widrigkeiten. Auch Kollisionen sind im Gedränge nach dem Start häufig. Drittens ist es für Helfer schwierig zu erkennen und herbeizueilen, wenn ein Sportler im Wasser Hilfe braucht.
Die Studienautoren raten den Organisatoren solcher Sportereignisse, Massenstarts zu vermeiden, das Rennen nur bei angenehmen Wassertemperaturen abzuhalten und dafür zu sorgen, dass Teilnehmer in Not rasch geborgen werden.
85 Prozent der Verstorbenen waren Männer im Durchschnittsalter von 47 Jahren. Männlichen Triathleten ab 40 Jahren empfehlen die Wissenschaftler deshalb das Herz-Screening. 61 der Verstorbenen waren autopsiert worden, dabei fanden sich bei 27 (unvermutete) Probleme wie verengte Herzarterien.
Quelle: "Annals of Internal Medicine"