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Vom obern Ende des erwähnten
Süserthals geht man auch rechts zu dem mit kleinen Alpenseen geschmückten
Flesspass (2452 m) hinüber und dann durch
Val Torta und
Val Fless hinab auf die Flüelastrasse im
Val Flüela oder Susascathal.
Wählt man den
Flüelapass für eine
Tour über den Pass da Val Torta oder
Vereinapass, so steigt man von der
Flüelastrasse über der Alp
Pra Dadont (1810 m) ins
Val Fless und
Val Torta hinauf auf den
Flesspass und ist dann gleich auf
dem verhältnismässig breiten
Plateau der
Höhe angelangt. Auf der Passhöhe verschlingen sich die
Wege derart, dass es schwierig
ist, sich zurecht zu finden; bei nebligem Wetter kann es gefährlich werden. Gestein des Passüberganges
ist der Flüelagneis (Augengneis, mit gequetschten Quarzkörnern und Feldspatkristallen).
(Val) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
1900-1081 m. Rechtseitiges Nebenthal des Unter Engadin; mündet zwischen den
Weilern Raschvella und San Niclà unterhalb Remüs zum Inn aus. Es entspringt unterhalb des Punktes 1919 m zwischen den Kalk-
und Dolomitstöcken des Piz Lad (2811 m) und dem vordern PizAjüz (2754 m), nimmt zuerst nordwestl. Verlauf, biegt
dann nach W. und SW. um und mündet, zuletzt wieder westl. fliessend, zum Inn aus. Im obern Teil und wieder in der Mitte stark
durchschluchtet. Im Vordergrund schmale Waldstreifen und seitlich derselben schönes Wiesland, dann mit Tannen, Föhren und
Arven bestockt bis nahe zum Ursprung.
Länge 2,4 km; Bachgefälle 34%. Von der Mitte aus liegt im S. das idyllische, rings von Wald umgebene
Maiensäss Prümaran (1717 m). Am Ursprung prachtvolle Quellen, die an der Grenze zwischen der kristallinischen Formation und
dem alpinen Muschelkalk über moosigen Stufen oder zwischen Schutt und grünem Weideboden entspringen und zusammenströmen.
Am vertieften Becken unter diesen Felsterrassen und -stufen blüht in ganzen Gesellschaften die schöne
ostalpine Cortusa Matthioli.
Darüber die mit Schutt und Trümmern bedeckte grosse Felsennische zwischen dem PizAjüz und Piz Lad. Auf den Felsterrassen
der Umgebung des Val Torta wächst vielfach Tofieldia borealis. Gesteine sind vom Ausgang an gerechnet: Versteinerungsleere,
tonigkalkige «Engadinschiefer», dann der verschieden
abändernde Granit des von Raschvella herüber reichenden Granitstockes oder -riffes und zwischen den Kalktonschiefern und
dem Granit noch Serpentin;
weiter oben Gneis, ein schmales Band paläozoischer kalke, Verrucano und alpiner Muschelkalk, letzterer
meistens von Schutt überdeckt.