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Energie wird vom einen Land in ein anderes Land verkauft. Die für den Transport der Energie notwendigen grenzüberschreitenden Kapazitäten sind aber nur begrenzt vorhanden. Deshalb müssen Energiehändler – bevor sie ein grenzüberschreitendes Geschäft ausführen können – bei den Übertragungsnetzbetreibern die dafür notwendigen grenzüberschreitenden Transportkapazitäten ersteigern.
Um diese begrenzt vorhandenen Transportkapazitäten möglichst effizient zu nutzen, vergeben Übertragungsnetzbetreiber die freien Kapazitäten mit einem marktorientierten Zuteilungsverfahren.
Energiehändler prognostizieren heute in den verschiedenen Ländern die Nachfrage nach Energie und die voraussichtliche Erzeugung. Basierend auf diesen Annahmen schätzen sie die Marktpreise in den verschiedenen Märkten. Die begrenzt vorhandenen Transportkapazitäten an den Marktgrenzen werden bei diesem Verfahren nicht zu jeder Zeit voll ausgeschöpft. Dies kann zu ökonomischen Ineffizienzen führen.
Market Coupling schafft die Voraussetzung dafür, dass die grenzüberschreitenden Transportkapazitäten noch effizienter genutzt werden können.