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Kapitel 5.1.3 - Funktionelle Medizin
Die Osteopathie setzt sich zum Ziel, die Mobilität und die Belastung sämtlicher Gewebe zu optimieren. Es geht vor allem um die Qualität der Bewegung und weniger um das tatsächliche Bewegungsausmass. Allgemein betrachtet, führt dies zu einer ökonomischeren Aufrichtung gegen die Schwerkraft und nimmt so positiv Einfluss auf die individuelle Gesundheit. Da hier die Qualität des Funktionierens als grösster möglicher Beeinträchtigungsfaktor des Gesundheitszustandes gesehen wird, nennen wir diesen Ansatz funktionelle Medizin. Osteopathie ist also prinzipiell als funktionelle Medizin zu betrachten. Diese Sichtweise steht vielfach in Gegensatz zu den medizinischen, zahnmedizinischen, pflegenden und pharmazeutischen Interventionen, welche als Ziel haben, Krankheiten und strukturelle Läsionen mittels externen Interventionen zu heilen oder zu rekonstruieren. Wir möchten diese, auf externe Interventionen gerichtete Herangehensweise als strukturelle Medizin bezeichnen. Offizielle Instanzen nehmen mittels präventiver Kampagnen und Massnahmen gegen die Bedrohungen der Volksgesundheit Einfluss auf die Gesundheit. Der Mensch selber kann und soll Eigenverantwortung für seinen Gesundheitszustand übernehmen und gesundheitserhaltende oder -fördernde Massnahmen pflegen. In Figur 5.1 werden diese dynamischen Stufen der Gesundheit schematisch dargestellt.
Figur 5.1 siehe Download