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Der Verkauf von Gold aus den Reserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat begonnen. Bis im September soll eine erste Tranche von bis zu 120 Tonnen veräussert werden. Gold war im Handel leicht teurer als am Vortag.Dieser Inhalt wurde am 02. Mai 2000 - 11:32 publiziert
Wie von den Goldmärkten erwartet, hat die Nationalbank nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes über Währung und Zahlungsmittel am Dienstag (02.05.) mit Goldverkäufen zu begonnen. Sie beauftragte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel mit dem Verkauf.
Die BIZ sei als Bank der Zentralbanken eine sehr logische Wahl, sagte SNB-Sprecher Werner Abegg auf Anfrage. Sie erbringe immer wieder Bankdienstleistungen für andere Zentralbanken.
Bis Ende September dieses Jahres sollen 120 Tonnen auf den Markt geworfen werden. Insgesamt will die Nationalbank 1'300 Tonnen oder rund die Hälfte ihrer Goldreserven verkaufen. Zu den Tranchen nach September äusserte sich Abegg nicht.
Die Operationen der Nationalbank erfolgen im Rahmen des Abkommens über die Goldverkäufe, das 15 europäische am vergangenen 26. September unter sich abgeschlossen hatten.
Danach können die Banken innert fünf Jahren 2'000 Tonnen Gold auf den Markt bringen. Die Verkäufe seien in dem Abkommen quantifiziert und terminiert worden, sagte Abegg. Er liess offen, ob die weiteren Tranchen ebenfalls über die BIZ verkauft werden.
Nach dem aktuellen Goldpreis bringen die 1'300 Tonnen rund 19,8 Milliarden Franken in die Kassen der Nationalbank. Die Entscheide über die Verwendung des Erlöses sind noch offen. Der Bundesrat möchte mit dem Gegenwert von 500 Tonnen Gold die Solidaritätsstiftung errichten; doch ist in den vergangenen Jahren eine heftige Kontroverse über den "Goldregen" der Notenbank entbrannt.
swissinfo und Agenturen
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