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Herbstversammlung: «Die letzten Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe in Nidwalden», Vortrag von Daniel Krämer
Montag, 20. November 2017, 19.30 Uhr, Aula des Kollegiums St. Fidelis, Stans
Franz Joseph Käslin, Melchior Joller und Karl von Deschwanden weisen auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten auf. Während Franz Joseph Käslin ein kleiner Dieb war, der zu Beginn des
19. Jahrhunderts öfters Lebensmittel stahl, gehörten die beiden liberalen Fürsprecher um 1850 zu den brillantesten Köpfen Nidwaldens. Und doch sind sie über die Geschichte der Todesstrafe untrennbar miteinander verbunden. Käslin ging am 29. April 1817 als letzter Hingerichteter in die Annalen des Kantons ein, Joller und Deschwanden trugen mit ihren Plädoyers im Fall Bali im Jahr 1856 massgeblich zur Humanisierung des Strafrechts und zur Abschaffung der Todesstrafe bei.
Der Vortrag geht den Spuren der letzten Hingerichteten nach und sucht nach Indizien, weshalb Nidwalden derjenige Kanton in der Schweiz ist, in dem die letzte Hinrichtung am längsten zurückliegt.