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Das Stoffwechselzentrum besteht aus den folgenden Forschungseinheiten:
- Stoffwechselstall mit 24 Tierplätzen für Rindvieh in Anbindehaltung, wobei die eine Hälfte des Stalles auch als Laufstall mit Tiefstreue benutzt werden kann:
- Einzelfuttererhebung mit Wiegeplatten
- Messung von Milchleistung
- Kot- und Harnsammlung am Einzeltier
- Respirationskammern
- 4 grosse Kammern für Rinder
- 4 mittelgrosse Kammern für Schweine, Ziegen, Schafe und Jungvieh Rind
- 4 kleine Kammern für Geflügel, Kaninchen, Katzen
- Tierräume
- Pferdestallungen (Gruppenhaltung mit Freilauf)
- Schaf- und Ziegenstallungen (individuelle Gruppengrössen)
- Klimatisierte Schweinstallungen
- Klimatisierte Geflügelstallungen mit Lichtsteuerung und Erhebung der Wasseraufnahme
- Kaninchenstall (individuelle Gruppengrössen)
Stoffwechselstall
Der Stoffwechselstall ist für 24 Plätze für Rindvieh in zwei Reihen Anbindehaltung eingerichtet, wobei eine Seite als Freilaufstall mit Tiefstreubereich umfunktioniert werden kann, um auch kleinere Wiederkäuer oder beispielsweise Mutterkühe mit Kälbern in Versuchen halten zu können. Die Einrichtungen erlauben Einzelmessungen der Futteraufnahme mit Waagen der Firma METTLER TOLEDO sowie die tierindividuelle quantitative Sammlung von Kot und Harn. Der Stoffwechselstall kann auch für die Adaptation an die Anbindehaltung von Rindvieh, deren Gaswechsel anschliessend in den Respirationskammern gemessen wird, genutzt werden.
Respirationsanlage
Die insgesamt 12 Respirationskammern sind in drei Räumen untergebracht. Pro Raum sind jeweils vier Respirationskammern verfügbar, die aufgrund der unterschiedlichen Grössen entweder für Messungen an Grosstieren (z.B. Milchkühe, Mastrinder), mittelgrossen Tieren (z.B. Ziegen, Schafe, Schweine, Jungvieh Rind) oder Kleintieren (z.B. Geflügel, Kaninchen, Katzen) genutzt werden können. In den Respirationskammern wird der Gasaustausch der Tiere gemessen, d.h., der Sauerstoffverbrauch sowie die Kohlendioxid- und Methanabgabe. Diese Versuchsanlage ermöglicht dank der Erfassung des Gasaustausches das Erstellen von Energiebilanzen sowie die Quantifizierung der Methanemissionen.
Verschiedene Versuchsställe
Für die Forschung und Lehre an Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen, Neuweltkameliden und ausgewählten Zootieren sowie Geflügel, Kaninchen und Katzen stehen die nachfolgend aufgelisteten Ställe zur Verfügung.
Pferdeställe
Für die Pferdehaltung stehen zwei Stallungen zur Verfügung. Jeder Stall bietet vier Pferden in Gruppenhaltung, mit Zugang zu einem befestigten Auslauf Platz. Zudem stehen je Stall noch 2 Einzelboxen für die Separation zur Verfügung.
Nutztierställe
Es gibt drei Stallungen für die Haltung von kleinen Wiederkäuern oder Schweinen. Davon ist einer mit 8 Buchten für Schafe vorgesehen (nicht klimatisiert). Zwei weitere mit je 8 Buchten sind für Ziegen, Schafe oder Schweine multifunktional eingerichtet. Einer dieser Stallungen ist mit 8 Buchten spezifisch für Schweine eingerichtet. Die beiden letztgenannten Stallungen sind für spezielle Versuchsanordnungen ausgelegt und darum klimatisiert.
Geflügelräume
Im Obergeschoss des Kopfteils befinden sich insgesamt drei Ställe für die Haltung von Geflügel. Dabei handelt es sich einerseits um je einen Stall für die Aufzucht, einen für die Mast von Broilern und ein Stall für die Haltung von Legehennen. Diese Räume sind klimatisiert und die Beleuchtung kann vollautomatisch gesteuert werden. In diesen Geflügelräumen können u.a. Daten zu Futterverzehr, Wasseraufnahme, Leistung sowie Qualität von Eiern, Schlachtkörpern und Fleisch auf Einzeltierbasis erhoben werden.
Kaninchenstall
Im Obergeschoss des Kopfteiles ist ein Stall für die Kaninchenhaltung untergebracht. Die Tiere werden in Abteilen v.a. zum Zweck der Antikörpergewinnung für Laboranalysen gehalten. Es sind auch Versuche mit Erhebungen auf Einzeltierbasis möglich. Es besteht die Möglichkeit, Kaninchenzucht und -mast zu betreiben, das heisst sowohl Jungtiere wie ausgewachsene Kaninchen verschiedener Rassen zu halten.