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Die Heilige aus Frankreich, die auch in der Schweiz Spuren hinterliess (Vevey VD)
Ort
Vevey
Gedenktag
6. MärzLeben/Legende
Colette kam am 13. Janur 1381 in Corbie (Frankreich) zur Welt. Als sie 18 Jahre alt war, starben ihre Eltern und sie lebte anschliessend zuerst in einem Benediktinerinnen-Kloster, dann bei den Clarissen und später entschied sie sich, als Einsiedlerin nach den Regeln des Dritten Ordens der Franziskaner zu leben. Vier Jahre blieb sie in ihrer Zelle um zu beten und zu meditieren. Sie kam aber zur Einsicht, dass Gott etwas anderes von ihr wollte. Der Papst befreite sie von ihrem Gelübte als Einsiedlerin zu leben und sie trat definitiv in den Orden der Clarissen ein. Der Papst gab ihr auch die Erlaubnis, mehrere Klöster nach den Regeln der Heiligen Klara von Assisi zu gründen.
Mit der Gründung der Klöster in Vevey, dessen erste Äbtissin sie wurde, und Orbe beeinflusste sie auch das kirchliche Leben in der Schweiz.
Eine Legende erzählt, dass Colette, als sie in die Schweiz kam, eine Dominikanerin aus dem Kloster Estavayer-le-Lac mit einem Kuss von Lepra heilte.
Eine andere Legende berichtet, dass ein Boot, das Steine für das Kloster über den Genfersee nach Vevey brachte, in einem Sturm zu kentern drohte. Colette, alarmiert von der Bevölkerung, segnete das Wasser, das sich daraufhin beruhigte und alle kamen gesund in Vevey an Land.
Eine weitere schöne Legende erzählt von einem Bauern, der mit einem todgeboreren Kind zum Pfarrer kam, um es taufen zu lassen. Der Pfarrer weigerte sich, weil das Kind schon tod sei. Der Bauer ging darauf hin zum Kloster und Colette nahm ihren Schleier, wickelte das Kind darin ein und schickte den Bauern zurück zum Pfarrer. Auf dem Weg begann das Kind zu atmen und weinte als der Bauer erneut beim Pfarrer war, der es daraufhin umgehend taufte.
Colette starb am 6. März im Jahr 1447 in einem von ihr gegründeten Kloster in Ghent.