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Ursprung der Homöopathie
Der Begründer der klassischen Homöopathie war der deutsche Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann, geb. 1755 in Meissen. Aus eigenem Antrieb und eigenem Bemühen absolvierte er das Studium der Medizin. Nach kurzer Zeit gab er aber seine Praxis auf, weil er die Prinzipien und Verfahren der traditionellen Medizin seiner Zeit unannehmbar fand. Der sprachgewandte Hahnemann begann, sich seinen Lebensunterhalt mit der Übersetzung medizinischer Bücher zu verdienen.
Im Jahre 1790 stiess er während einer Übersetzung der „Materia Medica“ von Dr. Cullen auf die Behauptung, Chinarinde könne Malaria heilen. Hahnemann jedoch zweifelte an der Richtigkeit dieser Aussage. Er nahm einige Tage lang pulverisierte Chinarinde ein und entwickelte daraufhin eine malariaähnliche Fieber-Symptomatik. Daraus folgerte er, dass eine Krankheit durch eine Arznei geheilt werden kann, die beim Gesunden ähnliche Symptome dieser Krankheit hervorruft.
Diese grundlegende Erkenntnis überprüfte und bestätigte Hahnemann in mehr als fünfzigjähriger Arbeit durch zahllose Experimente mit den verschiedensten Substanzen und so begründete er seine bereits damals vielfach anerkannte Therapiemethode. Das Werk Hahnemanns wurde seitdem von Tausenden Homöopathen. Ärzten und Wissenschaftlern in aller Welt weitergeführt und vervollkommnet. Heute stehen uns weit über 2000 Grundmedikamente in verschiedenen Zubereitungsformen zur Verfügung, deren Wirkungen in Millionen von Therapieerfolgen wissenschaftlich erfasst und ausgewertet wurden.