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Während bei der Hyperakusis eine generelle Geräuschüberempfindlichkeit vorliegt, ist die Phonophobie die Angst vor bestimmten Geräuschen, die mit negativen Erfahrungen verbunden sind, z.B. Kinderstimmen bei Lehrern, Computerlüfter bei EDV-Geschädigten. Es handelt sich also um eine konditionierte Angstreaktion.
Diese Überempfindlichkeit ist nicht vom Frequenzspektrum der Töne und Geräusche abhängig, sondern vom Erkennen der Bedeutung. Typisch ist, dass die Betroffenen in der Regel hörgesund sind, und andere Geräusche mit gleichem oder ähnlichen Frequenzspektrum nicht als störend empfunden werden.
Hingegen werden die Symptom-auslösenden Geräusche schon bei geringen Lautstärken als störend und schädigend empfunden. Die Folge sind Vermeidungsstrategien bis zu Fluchtreaktionen.
Die Behandlung besteht in einer Psychotherapie. Neben der kognitiven Verhaltenstherapie ist bei der Phonophobie oft eine tiefenpsychologische Behandlung notwendig. Die Hörtherapie, vor allem das Hörtraining, wird unterstützend eingesetzt. Rauschgeneratoren werden zunächst leise eingestellt und kurz getragen. Die Lautstärke und die tägliche Tragezeit werden langsam gesteigert.