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Partnergemeinde DACICE (Tschechische Republik)
Über eine lancierte Partnerschaft des Kantons Bern mit Südböhmen Tschechien nach der Öffnung von Osteuropa wurde Dačice im Jahr 1993 zur Partnergemeinde von Urtenen-Schönbühl. Damaliger Bürgermeister von Dačice war Ing. Jan Jelinek, der Urtenen-Schönbühl mit seinem Vize Karel Mandelik Ende 1992 erstmals einen Besuch abstattete. Themen im Austausch rund um den demokratischen Aufbau des Gemeindewesens standen im Fokus. Als späteres EU-Land sicherte Tschechien dann den Zugang zu allen demokratischen Optionen.
Im östlichen Zipfel des Südböhmisches Bezirks, im Tal der Mährischen Thaya (Moravska Dyje), liegt die Stadt Dačice. Als früheres Regionalzentrum hat Dačice zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten. Ende des 14. Jh. wurden die Herren von Neuhaus Besitzer der Stadt. Sie legten an einer Kreuzung von Handelswegen rund um einen dreieckigen Marktplatz die Neustadt an. Grosse Blüte erlebte Dačice im 15. und 16. Jh. zur Zeit der Herren Krajir von Krajek, die es zu ihrem Wohnsitz machten und die Stadt im Renaissancestil umbauen liessen.
Im 19. Jh. wurde Dacice durch die Zuckerindustrie berühmt. Jacob Christoph Rad (geb. 25.03.1799 in Rheinfelden CH, † 13.10.1871 in Wien) war Leiter einer Zuckerfabrik und ist als Erfinder des Würfelzuckers in die Geschichte eingegangen. In Dačice wurde 1983 ein Denkmal aufgestellt, das an den Würfelzucker und seinen Erfinder erinnert. 1933 erhielt Franz Grebner von Graf Dalberg die Erlaubnigs, in Dačice eine kaiserlich-privilegte Zuckerraffinerie zu bauen. Sie entstand am "Unteren Platz" (dem heutigen Platz Palackého namesti) im Haus Nr. 18/19.
Lage von Dačice: An der Moravská Dyje (Mährische Thaya), in der südlichsten Spitze der Èeskomoravská vrchovina (Böhmisch-Mährische Höhe) nahe der niederösterreichischen Grenze. Entfernung zu Brünn 110 km, Prag 170 km. Wien 150 km. Der am nächsten liegende Grenzübergang zu Österreich ist Slavonice (Zlabings) – Fratres (13 km).
Die älteste schriftliche Nachricht über Dačice stammt aus dem Jahre 1183, in diesem Jahr liess der Fürst von Znaim und Markgraf von Mähren Konrad Otto die Kirche in Dačice vom Olmützer Bischof Pelhøim einweihen.
Wappen: Im blauen Wappenschild eine fünfblättrige Rose mit roter Mitte und grünen Kelchblättern. Darüber ein goldener lateinischer Buchstabe M unter der Krone (das Zeichen geht vom Wappen der Herren von Hradec aus), über dem Wappenschild ein Helm mit blaugoldener Zierde und Königskrone.
|Kennzahlen Dačice (CZ)|
|Staat||Tschechische Republik|
|Region||Jihocesky kraj|
|Bezirk||Jindrichuv Hradec (Neuhaus)|
|Fläche||67 km2|
|Höhe||483 m ü.M.|
|Einwohner||7'947|
|Ortsteile||16|
|Bürgermeister||Karel Macku (Volkspartei)|
|Website||www.dacice.cz/de/|
Fotos finden Sie in der Fotogalerie.
Zahlreiche Kontakte und gegenseitige Besuche sind mit der Partnerschaft Dačice verbunden.
Kontakte Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr Dačice erhielt im Jahr 2015 das ausgemusterte Tanklöschfahrzeug «Florian 88» von Urtenen-Schönbühl. Sie überstellte das Fahrzeug selber und lud zur Vorstellung und Einweihung des umgebauten TLF ein. Eine Delegation der Feuerwehr Urtenen-Schönbühl Mattstetten folgte der Einladung und reiste nach Tschechien. Dabei stellte die Gemeinde Dačice erneut ihre bekannte grosse Gastfreundschaft unter Beweis und dankte mit einem Empfang in allen Ehren. Die erfolgreiche Umrüstung des Fahrzeugs wurde anhand eines praktischen Einsatzes gleich unter Beweis gestellt. Als Zeichen der Verbundenheit pflanzte Markus Dürig von der Feuerwehr beim Magazin Dačice einen mitgebrachten Berner Rosen-Apfelbaum.
Hier finden Sie die Fotos des Besuchs.