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Die Zusammenarbeit unter den Dublin-Staaten
Wenn eine Person mit der Staatsangehörigkeit eines Drittstaats in der Schweiz ein Asylgesuch stellt, wird geprüft, welcher Dublin-Staat für die Behandlung des Asylgesuchs zuständig ist. Es wird eine Befragung, insbesondere zum Reiseweg sowie zu den Familienverhältnisse und ein Abgleich der Fingerabdrücke mit der zentralen Fingerabdruckdatenbank Eurodac durchgeführt. Grundsätzlich werden die Fingerabdrücke aller Personen, welche ein Asylgesuch stellen, erfasst. Ihre Daten werden in der Datenbank Eurodac gespeichert. Es kann daher in der Regel festgestellt werden, ob die asylsuchende Person bereits in einem anderen Dublin-Staat ein Asylverfahren durchlaufen hat, womit in der Regel die Zuständigkeit feststeht. Eine Befragung soll helfen, andere Sachverhalte, wie beispielweise den Aufenthalt enger Familienangehöriger in anderen Dublin-Staaten, aufzudecken, womit ebenso ein Hinweis für die Zuständigkeit feststehen würde. Falls aus Sicht der Schweiz ein anderer Dublin-Staat zuständig ist, wird dieser ersucht, das Asylverfahren der asylsuchenden Person durchzuführen (so genanntes Out-Verfahren).
Das System Dublin beruht auf Gegenseitigkeit und die Zuständigkeitsregeln gelten natürlich auch für die Schweiz: Reicht eine asylsuchende Person in einem Dublin-Staat ein Asylgesuch ein und ist die Schweiz für das Asylverfahren zuständig, so hat sie die asylsuchende Person einreisen zu lassen (so genanntes In-Verfahren) und das Asylgesuch zu prüfen.
nach oben Letzte Änderung 07.03.2014