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Sauber zu werden ist ein neuer Schritt zur Selbstständigkeit, um „gross“ zu werden. Für die Eltern wird es einfacher (keine Windeln mehr wechseln), aber auch billiger! Wenn dieses Lernen nur schnell und ohne Rückfälle möglich wäre ... Aber zwischen unseren Wünschen als Eltern und den verschiedenen Kommentaren — „In dem Alter warst du schon sauber“, sagt Ihre Mutter, „Wir nehmen nur Kinder ohne Windeln“, betont die Kindergärtnerin — wird der Stichtag zum Stress! Damit es nicht zur fixen Idee wird, hier einige Tipps ...
Gibt es ein bestimmtes Alter, um sauber zu werden?
Es gibt kein festes Alter. Ihr Kind ist bereit, wenn es seinen Körper, das heisst seine Schliessmuskeln (Zurückhalten/Ausstossen), kontrollieren kann, und wenn es psychologisch kein Baby mehr sein möchte. Diese doppelte Reife schwankt von einem Kind zum anderen und liegt zwischen 15 und 36 Monaten für die Sauberkeit nachts. Die Sauberkeit tagsüber wird etwas früher erreicht, durchschnittlich mit 28 Monaten.
Wann weiss man, ob es für das Töpfchen bereit ist?
Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass ein Kind reif ist, zum Beispiel wenn es sich alleine hinsetzen und aufstehen, einen Ball kicken, allein die Treppe hinaufsteigen, Bewegungen und Gesten der Erwachsenen nachmachen kann, anfängt alleine zu essen, auf einer gewissen Selbstständigkeit besteht.
Weitere deutliche Anzeichen für diesen Übergang: Das Kind interessiert sich für sein Töpfchen, es fasst seine Windel an, wenn sie schmutzig ist.
Kann ich es „blockieren“, wenn ich es zu früh auf das Töpfchen setze?
Man kann ein Kind nicht dazu zwingen, schneller gross zu werden, als es seine eigene Entwicklung zulässt. Wenn man ein Kind zwingt, auf das Töpfchen zu gehen, wird diese Entwicklung eher gebremst.
Es kennt selbst den richtigen Zeitpunkt. Sie können ihm das Töpfchen zeigen, ihm erklären, wie man es benützt, was man von ihm erwartet. Und dann warten, bis es sich entscheidet, diese neue Erfahrung zu machen.
Zu festen Zeiten auf das Töpfchen setzen - hilft das?
Man kann tatsächlich Gewohnheiten schaffen und sich an feste Zeiten halten (beim Aufwachen, vor oder nach dem Mittagsschlaf ...). Ein Tipp: Lassen Sie das Töpfchen im Bad oder im WC stehen, damit sich das Kind mit ihm vertraut macht, bleiben Sie (anfangs!) bei ihm, damit es beruhigt ist, erklären Sie ihm, was mit dem „grossen Geschäft“ passiert und wohin es geht.
Soll man das Kind solange auf dem Töpfchen sitzen lassen, bis es etwas vollbracht hat?
Damit verstärken Sie nur die Angst, Ihren Wünschen nicht entsprechen zu können und Ihre Liebe zu verlieren. Das schadet nur seinem Vertrauen in Sie. Wenn nach einigen Minuten nichts passiert ist, lobt man es wenigstens für den Versuch. Und nach einigen Stunden oder am nächsten Tag versucht man es erneut.
Was tun, wenn Ihr Kind in die Hose macht?
Ohne Unfälle keine Fortschritte. Versichern sie Ihrem Kind, dass es die Fähigkeit hat sauber zu werden und dass es nicht bis zum letzten Augenblick warten soll, wenn es „muss“.
Soll man dem Kind, wenn es mit dem Töpfchen nicht klappt, die Toilette der Grossen anbieten?
Na ja ... dieser „Thron“, so hoch und furchteinflössend („und wenn ich ins Loch falle?“) ist im Allgemeinen die letzte Stufe zum Sauberwerden. Das heisst, erst wenn Ihr Kind das Töpfchen schon richtig benützen kann. Sie können ihm auch einen Toilettenaufsatz, der auf alle normalen WCs passt, anbieten. Es gibt sogar Modelle mit Leiter und lustigen Tönen!