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Über 140 000 Unterschriften sammelte das Referendumskomitee aus Linksparteien und Gewerkschaften gegen die geplante Reform der beruflichen Vorsorge. Damit kommt die BVG-Vorlage im März 2024 definitiv vors Stimmvolk.
Die Parlamentsmehrheit aus bürgerlichen und Mitte-Parteien begründet die Reform mit der Überalterung der Gesellschaft. Inzwischen müssten die Pensionskassen mehr Geld für die laufenden Renten aufwenden, als von Arbeitgebenden und Angestellten angespart worden sei. Dass sich die berufliche Vorsorge in einem problematischen Zustand befindet, negiert auch SP-Nationalrätin Tamara Funiciello nicht, welche das Referendum unterstützt. Nach Ansicht des Komitees darf dies jedoch nicht dazu führen, dass wir weitermachen wie bisher, sprich immer mehr einzahlen und immer weniger ausbezahlt bekommen. Stattdessen setzen SP und Gewerkschaften auf eine Stärkung der AHV, unter anderem mit der Initiative für eine 13. AHV-Rente.
Die bürgerlichen Parteien argumentieren, dass durch die geplante Senkung des Koordinationsabzugs sowohl Menschen mit tiefen Einkommen als auch Teilzeitarbeitende profitieren, womit auch Frauen künftig deutlich mehr Rente erhalten würden. Dem stimmt auch das Referendumskomitee zu. Wenn indes gleichzeitig mit der Senkung des Koordinationsabzuges auch der Umwandlungssatz von 6,8 auf 6 Prozent gesenkt werde, führe dies insgesamt zu sinkenden Renten, insbesondere auch für Frauen.