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Muttensee
oder Muttsee (Kt. Glarus). 2442 m. Kleiner Hochsee, 1 km lang und 500 m breit;
auf der Felsterrasse der Muttenalp (w. unter der Gruppe des Hausstocks), die daneben auch noch einige andere, kleinere Wasserbecken trägt.
Höchstgelegener und grösster der glarnerischen Alpenseen und manchmal bis in den August hinein zugefroren.
Sein Abfluss verliert sich bald in einem Felsentrichter.
Der nach SW. zum Limmernbach gehende Muttenbach ist nicht die Fortsetzung dieses Ausflusses, sondern entspringt dem am W.-Hang des Muttenstocks liegenden Lattenfirn.
Das sekundär in den Flyschboden des Kares der Muttenalp eingesenkte Seebecken hat sich durch unterirdische Erosion nach Spalten des liegenden Nummulitenkalkes und Quarzites gebildet und ist also ein kombinierter Kar- und Dolinensee. In der Umgebung finden sich zahlreiche Rundhöcker und Gletscherschliffe.
Vergl. Blumer, Sam. Zur Entstehung der glarnerischen Alpenseen (in den Eclogae Geologicae Helvetiae. VII, 1902).