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1. Franco verwehrte ihm das Filmstudium
1967 zog es den jungen Pedro Almodóvar aus der westspanischen Kleinstadt Cáceres nach Madrid. Mit im Gepäck: sein Ziel, Filmemacher zu werden.
Nachdem Diktator Francisco Franco die staatliche Filmschule geschlossen hatte, machte Almodóvar als Autodidakt weiter.
2. Ikone der Gegenkultur
Nach Francos Tod im Jahr 1975 entstand in der Hauptstadt die «Movida madrileña», eine Gegenkulturbewegung, die bis ins darauffolgende Jahrzehnt andauerte.
Almodóvar thematisierte diesen Umbruch unter anderem in «Pepi, Luci, Bom» (1980), seinem ersten Spielfilm.
3. Rockstar mit Augenzwinkern
Während dieser Zeit gründete Almodóvar zusammen mit dem Künstler Fabio de Miguel auch die parodistische Rock-Band «Almodóvar & McNamara».
Anfang der 1980er-Jahre veröffentlichte das Duo mehrere Singles und ein Album. Letzteres wurde von Bernardo Bonezzi produziert, dem Frontmann der Kultband «Zombies». Fabio de Miguel spielte darüber hinaus in einigen von Almodóvars frühen Filmen mit.
4. Bürojob bis zur Oscar-Nominierung
Zwölf Jahre lang arbeitete Almodóvar tagsüber als Büroangestellter beim spanischen Telekommunikations-Giganten «Teléfonica», um sich seinen Lebensunterhalt in Madrid zu verdienen.
Der britischen Tageszeitung «The Guardian» verriet er, dass seine Mutter kein Verständnis dafür aufbringen konnte, als er seinen Job kündigte. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits eine Oscar-Nominierung vorweisen konnte.
5. Ein Händchen für Talente
Almodóvar machte nicht nur sich selbst bekannt: Immer wieder schafften schauspielende Landsleute mit seinen Filmen den internationalen Durchbruch und wurden für Hollywood-Regisseure interessant.
Antonio Banderas gehörte in den 1980er-Jahren beinahe zum Inventar des Regisseurs. Penélope Cruz erhielt nach ihrer zweiten Almodóvar-Kollaboration, «Alles über meine Mutter», eine Flut an Rollen-Angeboten.
6. Keine Auftragsarbeiten
Der Spanier gehört seit vier Jahrzehnten zu den bedeutendsten Autorenfilmern überhaupt: Almodóvar hat sämtliche Drehbücher für seine Filme selbst verfasst oder zumindest daran mitgeschrieben.
Auftragsarbeiten hat er stets abgelehnt. Trotzdem wurde er immer wieder angefragt, die Regie bei Projekten anderer zu übernehmen. Kaum vorstellbar, wie «Sister Act» und «Brokeback Mountain» unter Almodóvars Ägide ausgesehen hätten.
7. Almodóvar & Tarantino
Pedro Almodóvar geniesst unter seinen Kollegen ein hohes Ansehen. Quentin Tarantino bezeichnet ihn gar als «liebsten aller noch aktiven Filmemacher».
Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit: Almodóvar zählt «Reservoir Dogs» zu den Filmen, die ihn als Regisseur am meisten beeinflusst haben. Tarantino habe ihn den Einsatz von Musik in seinen Filmen überdenken lassen.