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Durch die grossen technologischen Fortschritte und die wachsende Erfahrung im Bereich der Aufnahmesysteme für Erdbeobachtung, der Bildverarbeitungs-Software und der geografischen Informationssysteme bildeten sich in den letzten Jahren immer wieder Chancen für methodische Erneuerungen der Arealstatistik, die es zu nutzen galt.
Ab 2005 erfolgte aufgrund der beobachteten neuen technischen und methodischen Möglichkeiten und gestützt auf eine umfassende Bedarfsanalyse eine grundlegende Erneuerung der Erhebungsmethode und der Nomenklatur. Dabei wurde insbesondere dem oft geäusserten Wunsch nach einer getrennten Beurteilung von Bodenbedeckung und Bodennutzung nachgekommen. Eine Anpassung der Bildinterpretation war schon deshalb nötig, weil die Nachführung an analogen Stereoskopen schon bei zwei Zeitständen zeitaufwendige visuelle Bildvergleiche erforderte, welche bei drei und mehr Zeitständen praktisch kaum mehr durchführbar gewesen wären. Neu erfolgte die visuelle Bildinterpretation auf der Grundlage digitaler, gescannter Luftbilder an Photogrammetrie-Arbeitsstationen, welche eine dreidimensionale Bildbetrachtung erlauben. Diese methodische Erneuerung umfasste nicht nur die direkte Datenerfassung und eine sofortige Plausibilisierung jedes interpretierten Punkts am System, sondern auch eine Revision der Resultate der vergangenen Erhebungen. Dadurch konnten auch immer mehr Zusatzinformationen (Gebäudeinformationen, Bundesinventare, Karteninformationen), die mittlerweile digital vorhanden waren, als Hilfsmittel zur Verbesserung und Erleichterung der Nutzungsbestimmung elegant auf einem zusätzlichen Bildschirm dargestellt werden.