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Den wohl legendärsten Auftritt seiner Karriere hatte der Mönchengladbacher Günter Netzer im Pokalfinal 1973. Im Duell seiner Borussia gegen den 1. FC Köln wechselte er sich selbst ein. «Ich spiel dann jetzt», sagte er zu Trainer Hennes Weisweiler vor der Verlängerung – und entschied das Spiel mit dem Tor des Jahres zum 2:1.
Mit Weisweiler verband ihn eine Art Hassliebe. «Abseits ist, wenn das lange Arschloch zu spät abspielt», sagte dieser einmal über Netzer. Der Final gegen Köln war das letzte von 349 Spielen (128 Tore) für Mönchengladbach. Bis zum Ende seiner Spielerkarriere war Netzer noch für Real Madrid und GC tätig.
Auch als TV-Experte Kult
Die grössten Erfolge Netzers waren der EM-Titel 1972 sowie der WM-Titel 1974 mit Deutschland. Auf Klubebene wurde er 4 Mal Meister und 3 Mal Pokalsieger. Nach dem Rücktritt 1977 feierte Netzer als Manager Erfolge mit dem Hamburger SV.
Ab 1994 begeisterte Netzer als Experte und Co-Kommentator von Beni Thurnheer beim Schweizer Fernsehen. In der Funktion des Experten mit kernigen Sprüchen war er danach auch bei der ARD engagiert.