Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/1668

Dazugehören
Integration von Menschen aus fremden Kulturen in die schweizerische demokratische Gesellschaft
Die vorliegende Arbeit behandelt das Thema der Integration von Menschen aus fremden Kulturen in die schweizerische demokratische Gesellschaft. Die Arbeit betrachtet die Thematik auf einer systemischen und einer individuellen Ebene.
In der systemischen Betrachtung erfolgt erst die Abgrenzung von Gesellschaften gegen aussen anhand der Theorie von Eder. Wie sich demokratische Gesellschaften gegen innen integrieren, leitet sich nach Cooley her. Habermas beschreibt schliesslich, wie die demokratische Ordnung durch solidarische Entscheide und Steuerung der Integrationsquellen aufrechterhalten wird. Demokratie ist das dominierende Organisationsprinzip der schweizerischen Gesellschaft. Dadurch ergibt sich auch das verwendete Verständnis für die schweizerische demokratische Gesellschaft. Mittels dem Kultur-Struktur-Paradigma nach Hoffmann-Nowotny wird der Zusammenhang von Integrationschancen, welche die Aufnahmegesellschaft bietet und Assimilation durch die Einwandernden aufgezeigt. Zudem werden die Integrationsproblematiken des Nationalstaates und gesellschaftliche Möglichkeiten der Integrationsbewältigung in Anlehnung an Graf erläutert.
Im zweiten Teil wird der Anteil des Individuums an Integration erörtert. Dies wird anhand von Habermas‘ Theorie des kommunikativen Handelns gemacht. Die Sozialisation an die Lebenswelt anhand des Erlernens der kulturellen Inhalte, lässt die Personen teilhaben am alltäglichen Diskurs. Die Analyse der Integration wird erklärt durch die Theorie von Bibouche & Held, welche die Kapitalsorten nach Bourdieu als Analyseinstrument der Integration anwenden. Dies alles führt zur Erkenntnis, dass für die Integration von Menschen aus fremden Kulturen in die schweizerische demokratische Gesellschaft Integrationschancen durch das System geboten werden müssen und Assimilationsleistungen durch Individuen erbracht werden müssen.
Die Aufgabe der Sozialen Arbeit besteht auf Stufe Individuum darin, diesem zu mehr Zurechnungsfähigkeit im Diskurs zu verhelfen. Auf Stufe System besteht die Aufgabe darin, demokratische Strukturen, allgemein und in Primärgruppen, zu fördern, mit dem Ziel den Grad der Demokratie zu erhalten und zu erhöhen.