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1. Fehler bei der Anrede
Eigentlich sollte man meinen, den Namen des Ansprechpartners oder des Unternehmens richtig zu schreiben, sei das kleinste Problem. Doch genau hier passieren öfter Fehler, als man denkt. Darum schau lieber zweimal nach, wie die korrekte Schreibweise lautet. Am sichersten fährst du, wenn du den Namen aus einer sicheren Quelle, wie beispielsweise dem Impressum der Website, herauskopierst.
2. Immer dieselbe Bewerbung verfassen
Standardschreiben erkennen Personaler sofort. Sicherlich ist es knifflig, einen inspirativen Text für ein Bewerbungsschreiben zu verfassen. Aber bitte erliege nicht der Versuchung, denselben Text immer wieder zu verschicken. Stattdessen erstellst du lieber ein Grundgerüst, das du an bestimmten Stellen der Jobbeschreibung entsprechend anpasst.
3. Durchgängige Verwendung von Floskeln
Personaler sehen es nicht gerne, wenn du ausnahmslos Floskeln im Anschreiben verwendest. „Hiermit bewerbe ich mich für diesen Job …“, ist so ziemlich der langweiligste Einstieg, den du wählen kannst. Fang doch stattdessen einfach mit dir selbst an: „Als Bürokaufmann mit drei Jahren Berufserfahrung bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.“
4. Hätte, könnte, würde
Ein richtiger Bewerbungskiller ist der Konjunktiv. Selbst wenn es dir höflich erscheint, solltest du den Konjunktiv unbedingt vermeiden und stattdessen echte Statements abgeben. „Ich könnte zum 1. Januar beginnen …“ oder „Ich würde sehr gut auf die Stelle passen …“ und „Ich hätte grosses Interesse an der Herausforderung …“ Was stimmt nun? Würdest – könntest – hättest du, oder ist es tatsächlich so? Schreibe besser:
- Meine bisherigen Arbeitserfahrungen passen hervorragend zum Stellenprofil.
- Meine Fähigkeiten kann ich für Ihr Unternehmen gewinnbringend einsetzen.
- Ich habe grosses Interesse an der ausgeschriebenen Stelle.
5. Aussagen ohne Belege treffen
„Ich bin ein Teamplayer“, kann nun erstmal jeder von sich behaupten. Darum versuche, zusätzliche Belege für deine Aussage anzuführen. Schreibe zum Beispiel davon, dass du schon erfolgreich in grossen Teams gearbeitet hast. Ebenfalls inhaltsleer sind Aussagen wie „Ich bin hoch motiviert“ oder „Ich bin belastbar.“ Versuche, anhand deiner bisherigen Erfahrungen Belege anzuführen, warum etwas so ist. Dabei kannst du gerne auch andere Lebensbereiche miteinbeziehen. Deine Motivationsfähigkeit und Ausdauer belegst du zum Beispiel mit dem intensiven Betreiben einer Sportart. Du tust zudem gut daran, bei deiner Selbstdarstellung die goldene Mitte zu finden. Lobe dich also weder über den Klee, noch stelle dein eigenes Licht unter den Scheffel.
6. Romane schreiben
Ein Personaler bekommt täglich unzählige Bewerbungen auf den Tisch. Darum solltest du dich bemühen, dein Anschreiben knapp zu halten. Verfasse idealerweise maximal eine DIN-A4-Seite und unterteile den Text in zwei bis drei sinnvolle Absätze. Hast du besonders viele relevante Erfahrungen und Qualifikationen, kann das Anschreiben aber auch länger werden. Halte dich inhaltlich an die Gegenwart und an deine aktuelle Berufserfahrung. Du musst nicht bei anno dazumal beginnen. Gedankliche Ausflüge in die Vergangenheit solltest du nur in Bezug zu aktuellen Inhalten unternehmen.
7. Kleine Schriftarten, die schlecht lesbar sind
Achte darauf, eine gut leserliche und nicht zu kleine Schriftart zu wählen. Dabei gilt: keine Schnörkel oder ausgefallenen Schriften. Zu viel Inhalt lässt sich nicht mit einer 8-pt-Schriftgrösse beheben. 11-pt oder sogar 12-pt sind weitaus besser geeignet. Alles andere läuft Gefahr, gar nicht erst angeschaut zu werden. Für einen guten Lesefluss solltest du eine Formatierung im Blocksatz vermeiden. Wenn du den Flattersatz verwendest, bietest du dem Auge des Lesers einen besseren Ankerpunkt. So verrutscht der Personaler nicht so schnell in der Zeile.
8. Rechtschreibfehler
Wirklich vermeidbar und darum ebenfalls ein No-Go sind Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und grobe Stilfehler wie z. B. Wortwiederholungen. Das wirkt schlampig und ohne viel Liebe verfasst. Mach dir also die Mühe, dein Anschreiben sehr genau zu lektorieren. Tipps zur Rechtschreibkorrektur:
- Verlasse dich nicht alleine auf die Rechtschreibkorrektur deines Textbearbeitungsprogramms! Auch dieses kann Fehler übersehen.
- Lasse dein Bewerbungsschreiben nach der letzten Korrektur noch einmal einen Tag liegen. Du liest über so manchen Fehler irgendwann einfach hinweg. Mit ein wenig zeitlichem Abstand springen dir die Fehler wieder besser ins Auge.
- Gehe nach dem Vier-Augen-Prinzip vor und lass deinen Text von einer anderen Person gegenlesen. Damit kannst du gleich noch überprüfen, ob alles, was du schreibst, schlüssig und verständlich ist.
Quelle: Jobs.ch
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