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Rückblick auf den Frauentag 2020
Mit den nächsten Zeilen möchte ich Sie bitten, sich auf einige Rätselfragen einzulassen, um so am von 21 Frauen erlebten Ausflug etwas Anteil nehmen zu können. Es darf ruhig auch durch Männer mitgerätselt werden:
a) Welches ist die grösste Insel in der Schweiz ohne Brückenzugang vom Festland her?
b) Wer ist seit 965 Besitzer dieser Insel?
c) Zu welcher politischen Gemeinde gehört sie?
d) Ufnau oder Ufenau – welcher Name stimmt?
e) Welche Frau hat die Entstehung der Bauten auf der Insel sowie den Kontakt zum Kloster Einsiedeln geprägt?
f) Wie heissen die beiden Sakralbauten auf der Insel?
g) Was war mitunter Funktion der Gemälde und Fresken in den Sakralbauten?
h) Wieso hat der heilige St. Martin der Legende nach nur die Hälfte seines Mantels verschenkt?
i) Welches Ausflugsziel befindet sich sonst noch auf der Insel?
j) Was ist die Spezialität im Inselrestaurant?
k) Zu was lädt der Besuch der Insel ein?
Antworten:
a) Die Insel Ufenau im Zürichsee, mit dem Schiff erreichbar von Pfäffikon/SZ oder Rapperswil
b) Das Kloster Einsiedeln
c) Zu Freienbach/SZ
d) Beides ist richtig - von den Besitzern wird der ursprüngliche Name Ufnau verwendet. Sowohl Landestopographie als auch Schifffahrtsgesellschaft verwenden den Namen Ufenau. Dieser könnte aus dem Gedicht «Die Landung» von Conrad Ferdinand Meyer stammen, welches mit folgenden Zeilen beginnt: «Schiffer! Wie nennst du dort im Wellenblau das Eiland?» – «Herr, es ist die Ufenau!»
e) Die schwäbische Herzogin Regelinda ist im Damenstift Säckingen aufgewachsen und wurde dann verheiratet. Später, an Aussatz erkrankt, kam sie mit ihrem jüngsten Sohn Adalrich (Mönch des Kloster Einsiedeln) auf die Insel Ufenau. Sie liess dort die Kirche St. Peter und Paul sowie ein Wohnhaus erbauen.
f) Kirche St. Peter und Paul sowie Kapelle St. Martin
g) Sie dienten nicht einmal zu sehr der Muse sondern ebenso der Belehrung des Volkes, welches nicht lesen und schreiben konnte.
h) Laut der Erzählung unseres Begleiters, Herr Höfliger, welcher als ehrenamtlicher Mitarbeiter des «Verein Freunde der Insel Ufenau» die Führung gestaltet hat, gehörte damals den römischen Soldaten und sogar auch Offizieren nur jeweils die Hälfte der Ausrüstung. Die andere Hälfte war Eigentum der Armee. So kam es, dass Martin auch nur seinen Teil des Mantels verschenken konnte und ihn deshalb mit dem Säbel zerteilte.
i) Das Inselrestaurant im Haus zu den zwei Raben. Dies hat seinen Namen von der Legende um die Geschichte des Meinrad von Einsiedeln und seiner Ermordung.
j) Fischknusperli.
k) Die Insel soll, so wie sie ist, erhalten bleiben um Besucher*innen Raum zu geben zum Verweilen, zum Rückzug und zur Ruhe und Andacht. In der Kirche St. Peter und Paul finden auch Konzerte und Hochzeiten im kleineren Rahmen statt. Sie ist wunderschön gelegen, ein Kleinod in unserer Nähe.
Zum Schluss dieses Einblicks in unsere Erlebnisse auf der Ufenau möchte ich den beiden Frauen ganz herzlich danken, die diesen Tag organisiert und einer lebhaften Frauenschar einen wunderschönen Ausflug ermöglicht haben: Der Dank geht an Elisabeth Wyss und an Susi Schmid.
Und schliessen möchte ich mit einer letzten Frage: Sind Sie nächstes Jahr mit dabei, wenn wieder die Einladung folgt zum Frauentag? Herzlich willkommen!
Für den Bericht:
Monika Strobel, Sozialdiakonie