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In der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung wird im Herbst gedüngt. Unter „Düngung“ verstehen Bio-Dynamiker das Ausbringen von Kompost auf die zu bewirtschaftenden Flächen. Wir „füttern“ sozusagen die Bodenlebewesen. Der Vorteil gegenüber der herkömmlichen Düngung im Frühling besteht darin, dass Pilze, die am Prozess der Verstoffwechselung des Kompostes mitbeteiligt sind, schon im Herbst ihre Arbeit verrichten, danach verstoffwechselt sind und somit in der kommenden Wachstumsphase im Frühling nicht mehr an der Förderung von verschiedenen Pflanzenkrankheiten wie Mehltau, Kraut- und Braunfäule (Kartoffeln), Kohlhernie, Mutterkorn (Weizen), Monilia (Obst), Bohnenrost, Feuerbrand u.v.m. beteiligt sind. Was von den Pilzen im Boden zurück bleibt sind die Pilzsporen, ähnlich wie bei den Pflanzen die Samen. Wenn die Bedingungen nicht zu nass sind, nicht zu viel Regen fällt, oder nicht künstlich Bewässert wird, werden die Sporen der Pilze erst wieder im Herbst zu neuem Leben erwachen, wenn neues Düngematerial, Häcksel oder Kompost, auf die Felder gebracht wird.