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Formel-1-Chef Stefano Domenicali hat davor gewarnt, dass Rennen in Europa in Zukunft keinen Platz mehr im Terminkalender haben werden. Die Nachfrage, Formel-1-Rennen auszurichten, sei höher denn je. Das Geschäft boomt. «Jeder spricht über die Formel 1, egal wo. Immer mehr junge Leute und Frauen schauen uns zu. Wir haben es zurück in die erste Reihe der globalen Sportarten geschafft», sagte Domenicali.
Doch mit der Aussage geht auch eine Warnung einher: «Wenn die Dinge gut laufen, darfst du dich nicht zurücklehnen. Es ist wichtig, ständig darüber nachzudenken, was man besser machen könnte». Laut dem 57-jährigen Italiener gebe es mehr Interessenten für einen Grand Prix, als Plätze im Kalender erlauben. Auch wollen mehr Teams antreten. «Im Augenblick sehen wir nicht, dass uns eine Aufstockung an Teams einen Mehrwert bringen würde», erklärte der frühere Ferrari-Teamchef.
Auch die Nachfrage nach Rennen ist weit übertroffen. Aber Domenicali besteht darauf, dass der Kalender nicht über 24 Events hinausgehen sollte. Der europäische Markt bleibe ein wichtiger Bestandteil der F1-Pläne, aber die Rennstrecken müssten ihren Platz beweisen, zumal auch die Kosten eine Rolle spielen. Saudi-Arabien und Katar haben vorgelegt: Saudi-Arabien ist die Austragung seit mehr als einem Jahrzehnt 50 Millionen Pfund (ca. 60 Millionen Euro) pro Jahr wert, Katar wird seinen Zehnjahresvertrag in der nächsten Saison beginnen, nachdem es ähnliche Summen gezahlt hat. Abu Dhabi hat seinen Vertrag bis Ende des Jahrzehnts verlängert.
«Die Orte werden immer Teil der Diskussionen für die Zukunft sein», berichtet Domenicali. Die Formel 1 diskutiere nun, nächstes Jahr ein Rennen in Südafrika auszutragen, zusammen mit zusätzlichen Wochenenden in Las Vegas und Katar und einer Rückkehr nach China.
Der Grand Prix von Frankreich falle bereits aus dem Zeitplan, Spa und Monaco hingegen bleiben für 2023. «Wir sind ein Unternehmen, in dem Investoren und finanzielle Beiträge sehr wichtig sind. Aber wir haben immer gesagt, dass die traditionellen Rennen, bei denen wir wissen, dass sie nicht das Geld bringen können, das die anderen bringen, unseren vollen Respekt haben», fügte Domenicali hinzu.
Domenicali rechnet zudem auch für die kommenden Jahre nicht mit dem Aufstieg einer Fahrerin in die Rennserie. Der Geschäftsführer betonte, die Formel 1 bemühe sich, die Chancen für Pilotinnen zu verbessern. Es sei «entscheidend, Frauen auf dem Weg in die Formel 1 die maximalen Möglichkeiten zu geben», meinte Domenicali.
In der Geschichte der Rennserie nahmen bisher nur zwei Frauen an einem Grand Prix teil, beide aus Italien. Maria Teresa de Filippis qualifizierte sich in den 50er Jahren für drei Rennen. Lella Lombardi schaffte es als bislang einzige Rennfahrerin in die Punkteränge. 1975 holte sie bei einem abgebrochenen Grand Prix als Sechste einen halben Zähler. (KS, t-online)
Am Samstag und Sonntag erzielten die Niederlande (Sieger gegen die USA), Frankreich (Sieg gegen Polen) und England (Sieg gegen den Senegal) jeweils vor der Pause ein Tor. Zufall? Sicherlich nicht.