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Der Zuckerhut – neben dem Corcovado ein weiteres Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Auf Portugiesisch heisst der 394 m hohe Granitfelsen allerdings Zuckerbrot – Pão de Açúcar. Die Namensgebung wird allgemein im Zusammenhang mit dem Zuckerrohr gesehen, das hier im 16. Jahrhundert angebaut wurde. In zwei Etappen werden die Besucher mit einer Seilbahn auf den Gipfel befördert, und man hat auch hier schon während der Fahrt von der Gondel aus einen fantastischen Blick auf Rio. 1912 war die erste Seilbahn zum Gipfel von der deutschen Firma Pohlig gebaut worden – der Bau war eine echte Pioniertat gewesen. Sie war weltweit erst die dritte Seilbahn, es gab damals lediglich noch eine Seilbahn in Spanien auf den Monte Ulia (1907) und eine weitere in der Schweiz beim Wetterhorn (1908). Auf der Informationstafel wurde das Wetterhorn allerdings zum Wellerhorn! Aufgrund der Ähnlichkeit der Kabine mit den Wagen der Strassenbahnen von Rio erhielt die Seilbahn den Übernamen „Bondinho“. Die erste Seilbahn konnte 22 Personen pro Stunde transportieren, die 1972 erneuerte Konstruktion kann nun maximal 1360 Personen pro Stunde befördern.