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Eine weitere Art des Contractings bei bestehenden Anlagen kann das Betriebsführungs-Contracting sein. Der Kunde finanziert die Anlage selber. Der Contractor übernimmt den ganzen Betrieb der Anlage für eine bestimmte Zeitdauer (typisch 3 bis 5 Jahre). Für die Betriebsart und die Leistungsbedingungen sind entsprechende vertragliche Vereinbarungen erforderlich.
Der Contractor verlangt eine Vergütung des Betriebsaufwandes, welcher fix pro Jahr vereinbart wird.
Die fertige Nutzenergie wird nach einem vereinbarten Tarif verrechnet.
Der Contractor übernimmt für eine bestimmte Zeit das ganze Anlagen- und Betriebsrisiko.
Diese Art von Contracting kann auch als Teil vom technischen FM verstanden werden. Sie ist für die Idee Contracting weniger typisch als die beiden vorangegangenen Contracting-Varianten.
Im Gegensatz zum Betriebsführungs-Contracting wird bei einer typischen Outsourcing-Lösung (technisches FM) der Betriebsführung von technischen Anlagen die Endenergie im Namen des Eigentümers gekauft und von diesem direkt bezahlt. Der FM-Dienstleister verrechnet seine Aufwendungen und die Instandhaltung der Anlagen separat.
Ein mögliches Risiko einer solchen Lösung ist es, dass der Contractor die Anlage vor Ablauf der Vertragslaufzeit nur noch minimal instandhält und so der Eigentümer eine quasi heruntergewirtschaftete Anlage zurücknehmen muss.