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Nationalrat
Der Nationalrat hat 200 Mitglieder. Die Sitzverteilung unter den Kantonen ist sehr unterschiedlich und richtet sich nach deren Bevölkerungszahl. Je ca. 43’000 Einwohnerinnen und Einwohner beansprucht ein Kanton einen Nationalratssitz. (Stand 2021) Kantone mit weniger Einwohnenden (etwa Uri) gehen aber nicht leer aus und haben ebenfalls einen Sitz zu gute.
Geschichte
Der Nationalrat war einst kleiner. Bei der Gründung des Bundesstaats 1848 gab es 111 Nationalratssitze. Die Zahl wurde mehrfach erhöht – bis 1963 der heutige Bestand von 200 Sitzen erreicht wurde.
Proporzwahlen ab 1919
Die Nationalratswahlen fanden anfangs im Majorzverfahren statt. 1918 wurde jedoch die «Eidg. Volksinitiative für die Proporzwahl des Nationalrates» angenommen, welche einen Systemwechsel bedeutete.
Im Folgejahr fanden um ein Jahr vorgezogene Wahlen - nun nach Proporz - statt. Auch dieser frühere Wahltermin bedurfte 1919 der Zustimmung der Bevölkerung.
Wahltermin zunächst alle drei, erst später alle vier Jahre
Die Nationalratswahlen finden in Wahljahren jeweils Ende Oktober statt.
1848 gab es noch keinen einheitlichen Wahltermin. Ein Tagsatzungsbeschluss wies die Kantone lediglich an, die Wahlen «sofort vorzunehmen». Die Wahlen mussten vor dem 6. November 1848 durchgeführt werden, da an diesem Datum die Bundesversammlung eröffnet werden sollte.
Anschliessend wurde der Nationalrat alle drei Jahre neu bestellt. Nach einer Volksabstimmung im Jahr 1931 wurde die Amtsdauer des Nationalrates von drei auf vier Jahre verlängert.