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Unter dem Motto «Schweiz und Demokratie» diskutierten die 200 Jugendlichen mit Bundespräsident Adolf Ogi nach einer Rede zur Situation der Schweiz in Europa und die zunehmende Multikulturalität der Schweiz (Ogi: «Einigelung wäre ein völlig falsches Konzept») über die Volkswahl des Bundesrates: «Es darf nicht sein, dass in der Schweiz der reichste Mann Bundespräsident wird», so Ogi.
Zur Förderung der Demokratie forderten die Jugendlichen neben einer Bekämpfung von gewalttätigem und menschenverachtendem Extremismus ebenfalls «die Schaffung eines Gesetzes, welches die Offenlegung der Abstimmungs- und Wahlkampfbudgets inklusive Spendenlisten von Interessengruppen und Parteien garantiert», sowie Massnahmen zur Förderung der Demokratie in Belarus.
Angesichts der bisher geringen Wirkung der Petitionen und Resolutionen der Jugendsession beschlossen die Jugendlichen, ein neues Organ zu gründen, das die Forderungen des Plenums weiterverfolgen, und inner- wie ausserhalb des Parlaments für ihre Umsetzung lobbyieren soll. Das «Forum» soll nach zehn Jahren Jugendsession den Forderungen der Jugend mehr Nachdruck verleihen.
Das erste Mal kam das Forum bereits noch im selben Monat zum Einsatz: Am 10.11., dem Vortag der Plenarsitzung, beschloss die Verwaltungsdelegation der eidgenössischen Räte, keine externen Anlässe im Nationalratssaal mehr zuzulassen. Innert weniger Tage wurden 12‘437 Unterschriften gesammelt, Verbündete gesucht und erfolgreich lobbyiert: Am 30.11. beschloss die Verwaltungsdelegation, der Jugendsession weiterhin Gastrecht im Nationalratssaal zu gewähren.