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Erbrechen beim Baby
Viele Erkrankungen beim Baby und Kleinkind gehen mit Erbrechen einher. Während ein leichtes Speien nach der Nahrungsaufnahme normal ist, kann ein deutliches Erbrechen ein Zeichen für einen beginnenden Magen-Darm-Infekt, eine Grippe oder eine der Kinderkrankheiten sein. Vor allem wenn Fieber und Durchfall hinzukommen, besteht die Gefahr der Austrocknung.
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Wann spricht man von Erbrechen?
Bei einem Baby ist die Koordination zwischen Luft- und Speiseröhre beim Schluckakt noch nicht ausgebildet. Daher schlucken Säuglinge beim Trinken oft Luft. Das kann heftige Koliken verursachen. Das Aufstossen nach dem Stillen beugt den Koliken vor. Gerade hastige Trinker speien dabei auch geronnene Milch aus. Solange dein Baby gut gedeiht und an Gewicht zunimmt, musst du dem Erbrechen keine Bedeutung beimessen. Das Aufstossen ist oft leichter, wenn du dein Kind aufrecht trägst.
Nicht mit dem Speien zu vergleichen ist das krankhafte, schwallartige Erbrechen. Hier spuckt das Kind mehrmals täglich eine grosse Menge Erbrochenes. Dies kann ein Vorzeichen für einen Magen-Darm-Infekt, eine Grippe oder auch eine der anderen Kinderkrankheiten sein. Nimm diese Form des Spuckens ernst, da sie mit Flüssigkeitsverlust einhergeht. Wenn weitere Symptome wie Durchfall, Fieber, Kopf- oder Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen hinzukommen, solltest du deinen Kinderarzt aufsuchen.
Wie kann ich meinem Baby helfen?
Wichtig ist, dass du die Balance findest zwischen einer Schonung des Magen-Darm-Traktes und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Durch das Erbrechen verliert dein Baby sehr viel Wasser und die Gefahr des Austrocknens besteht. Wenn du stillst, solltest du das unbedingt fortsetzen. Pulver- oder Kuhmilch werden ausgesetzt, bis das Kind länger als eine Stunde nicht erbrochen hat. Gib deinem Baby stattdessen häufig (alle 15 Minuten) kleine Mengen klare, lauwarme Flüssigkeit zu trinken (Wasser, leicht gesüsster Tee, Trinklösung aus der Apotheke).
Während des Erbrechens halte dein Kind aufrecht. So kann das Baby leichter erbrechen und die Gefahr des Einatmens von Erbrochenem wird gesenkt. Das Spucken selber wird von Babys nicht so schlimm empfunden wie von Erwachsenen.
Was ist eine Pylorusstenose beim Baby?
Die Pylorusstenose ist eine Einengung des Magenausganges des Babys. Der Magenausgang besteht aus einem Ringmuskel. Wenn dieser zu eng ist, kann die Nahrung nicht aus dem Magen in den Darm entlassen werden und staut sich Richtung Speiseröhre. Daher entsteht in der zweiten bis vierten Lebenswoche ein heftiges Erbrechen vor allem direkt nach der Nahrungsaufnahme. Das Kind trocknet aus, verliert an Gewicht, wird lethargisch und scheidet weniger Urin aus. Die Fontanelle kann eingefallen sein. Eine Pylorusstenose kann oft nur durch eine Operation behoben werden.
Wenn dein Kind erbricht, beobachte es sorgfältig. So kannst du zwischen dem harmlosen Speien und schwerwiegenden Kinderkrankheiten unterscheiden.
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