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Bedeutung: Geschützte Siedlung am See
Kommentar: Genau gleiche Herkunft wie Lausanne.
Ort in Irland und Ort in der Schweiz.
Von Gallisch und Altgaelisch bir.
Kommentar: Kommt auch in zusammengesetzten Namen wie Birrwil vor.
Von gallisch-keltisch Bo.
Kommentar: Das so eine unbedeutende kleine Alp einen eindeutig keltischen Namen trägt zeigt folgendes: Auch Quartier-Flurnamen können keltisch sein, diese kleine Alp wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach der römischen Besetzung der Schweiz benannt, es wurde also auch nach Abzug der Römer zumindest in Teilen der Schweiz noch keltisch gesprochen! (Abzug der Römer um 400 n. Chr.)
Kommentar: Der Berg mit dem gebogenen Rand, der den fremdartigen Namen Kamor trägt. Der Name ist ganz offensichtlich nicht deutsch, so dass schon viel über ihn fantasiert wurde. In Wirklichkeit ist es ein ganz einfacher und reiner keltischer Doppelname.
Altgaelisch von Eir
Kommentar: Die Deutung scheint recht einfach und unbestreitbar, trotzdem ist sie nicht allgemein anerkannt!
Stadt in Irland.
Kommentar: Es ist einfach schwer vorstellbar, dass Dub- hier die Bedeutung schwarz, dunkel hat. Allenfalls hat es die Bedeutung tiefgelegen, unten gelegen. Bei -lin ist hingegen klar, dass es mit dem homophonen linn = Teich nichts zu tun hat, Dublin war nicht ein kleines Dorf am Teich.
Vom gallischen Wort ued
Kommentar: Einer der zahlreichen Namen die auf ued- zurückgehen, hier uet- geschrieben. Der zürcher Hausbergs ist zugleich der erste Siedlungsort der Kelten in Zürich. Normalerweise ist ue- im Deutschen klanggleich zu ü-, aber es gibt keinen grössern Fehler, als den Uetliberg als Ütliberg auszusprechen… Mit andern Worten: die keltische Aussprache des Namens ist immer noch erhalten!
Der Rest des Namens, also -liberg, ist hingegen deutsch.
Etruskische Überlieferung: eluveitie, dies entspricht klanglich der griechischen Überlieferung: Helvetier.
Das führende H- muss für die Deutung des ursprünglich keltischen Namens wieder entfernt werden, v entspricht u.
Kommentar: Die Helvetier waren offenbar ein reicher Stamm der in vielen Oppida lebte. Das Suffix -ti könnte ein Lokativ sein, das würde dann heissen: Die von den vielen Siedlungen.
Gerade bei Winterthur haben wir einen klaren Unterschied zwischen der römischen Form Vitodurum und den nachrömischen, also deutschen Formen, deren älteste von 856 Wintarduro heisst. Bei allen deutschen Formen gibt es ein Win- am Anfang, während die römische Vit- war.
Sicher ist, dass beide einen keltischen Namen wiederspiegeln. Die Frage ist nun, ist die römische oder die deutsche Form näher am keltischen Original? Oder hat sich der keltische Name gar gewandelt?
Beiden gemeinsam ist das Suffix -dur, im gallischen Keltisch also -duro. Dies deutet darauf hin, dass die älteste deutsche Überlieferung durchaus sehr nahe am keltischen Original ist.
Da es Vit- als keltisches Wort gibt, wenn es auch fälschlicherweise als „Weidenpflanze“ übersetzt wurde, deuten wir einfach beide Varianten:
Kommentar: Es hat also demzufolge ein Oppidum wohl auf dem Lindberg überhalb des späteren galloromanischen Strassendorfs in Oberwinterthur gegeben.
Kommentar: Das -ter- könnte auch keltisch sein, oder aber eben einfach eine Anlehnung an deutsch „Winter“. Keltisch ter heisst Gebiet.
Fluss in Europa.
Vom gallischen Wort don
Kommentar: Ob die Donau früher Don-aa geheissen hat? Das wäre dann der herrschende Fluss.
Die grossen Flüsse haben die Landschaft beherrscht, viele haben herrschaftsbezogene Namen, die zugleich auch ihre allerhöchste Wertschätzung bei den Kelten ausdrücken.
Gebiet in England, von kymrisch-Sprechern bewohnt, kymrische Bezeichnung denn auch: Cymru.
Vom gallischen Wort Ual
Kommentar: Dass Wales noch den alten gaelisch-keltischen Namen trägt hat zu meiner Theorie der Kymrischen Einwanderung beigetragen. (Noch nicht online)
Kommentar: Es heisst ja im Französischen auch: Le bassin de Paris (Das Becken von Paris).
Das Bar- wurde zu Par. Als Herkunft wird normalerweise der Stammesnamen der Parisii angegeben, aber vermutlich ist es doch eher so, dass dieselben den Namen von ihrer Siedlung her hatten.
Die Römer nannten Paris Lutetia, was auch aus dem Keltischen stammt. Ob es ein Nebenname der Siedlung war? Lut hat fast dieselbe Bedeutung wie Bar-Par.
Der Name Russlands kommt von der Kiewer Rus, welche ihn offenbar von den Kelten übernommen hat.
Von kelt. rus
Kommentar: Man würde annehmen, dass Rus- eine slawische Wurzel hat, was aber tatsächlich nicht der Fall ist.
In Wirklichkeit geht sowohl Russland – wie dann auch Russisch – auf eine bekannte keltische Wurzel zurück.
Stadt in Deutschland.
Vom gallischen Wort bon
Kommentar: Obwohl die Abstammung von „bon“ sonnenklar ist, gibt es Wissenschafter die das bestreiten…
Vom gallischen Wort dur
Kommentar: Die grossen Flüsse haben die Landschaft beherrscht, viele haben herrschaftsbezogene Namen, die zugleich auch ihre allerhöchste Wertschätzung bei den Kelten ausdrücken.
Fluss in Russland, namensgebend für die Donkosaken. Es gibt in Europa noch viele weitere, wenn auch kleinere Flüsse mit diesem Namen.
Vom gallischen Wort don
Kommentar: Die grossen Flüsse haben die Landschaft beherrscht, viele haben herrschaftsbezogene Namen, die zugleich auch ihre allerhöchste Wertschätzung bei den Kelten ausdrücken.
Die Tatsache, dass dieser Fluss, Zufluss des schwarzen Meeres, einen keltischen Namen trägt, zeigt, wie weit das keltische Gebiet einst reichte, wobei in solchen – von den Kelten aus gesehen – Randgebieten wie dem heutigen Russland wohl nur erste Handelssitze errichtet wurden.
Vom gallischen Wort dun
Kommentar: Noch heute gibts in Thun eine prominente Festung, allerdings in ihrer mittelalterlichen Form.
Fluss in Deutschland, namensgebend für das ganze Ruhrgebiet.
Vom gallischen Wort rur
Kommentar: Die grossen Flüsse haben die Landschaft beherrscht, viele haben ähnliche Namen, die zugleich auch ihre allerhöchste Wertschätzung bei den Kelten ausdrücken.
Der Name der Schweiz kommt vom Namen des Ortes Schwyz.
|Name||Jahr|
|Suîttes||1018|
|Svites||1114|
|Suiciis||1178|
Von kelt. Suid
Kommentar: wikipedia meint etwas lakonisch zum Ortsnamen Schwyz: „Da sich der Name der Gemeinde Schwyz weder aus dem Alemannischen noch aus dem Romanischen erklären lässt, muss er aus vorrömischer Zeit stammen.“
Genau und welche Sprache wurde in vorrömischer Zeit im Gebiet von Schwyz gesprochen?
Hypothese 2: Von kelt. Bern, was „Spalt, Abbruch, Steilhang“ bedeutet.
Kommentar: Für Hypothese 1 spricht, dass wichtige Orte sehr häufig mit Bar-Ber = Das Beste, der beste Ort gebildet wurden, so Par-is und Ber-lin. Dagegen spricht, dass es keine überlieferte Form von Bern gibt, die das zweite -e- enthält, also Beren oder Beeren. Die Krux an der Überlieferung des Namens Bern ist, dass es keine frühmittelalterlichen Überlieferungen gibt, die älteste Überlieferung stammt aus dem Hochmittelalter, namentlich um 1200, das ist wesentlich später als bei vielen andern Orten. In dieser Zeit war die mögliche alte Form Beren längst von Bern abgelöst worden, schon wegen der Ähnlichkeit mit deutsch Bär.
Allerdings könnte die auf dem Zinktäfelchen von Bern erhaltene Form Brenodur von Beren her kommen. Dies wenn in keltischer Zeit das erste e weniger betont gewesen wäre, oder wenn der Schreiber aus einem andern Grund das erste e weggelassen hätte.
Für die Hypothese 2 spricht die Lage Berns – jedenfalls der zentralen Münsterplattform – über einem Steilhang zur Aare hin. Dagegen spricht allerdings, dass die Kelten ihre Orte kaum nach solchen geographischen Gegebenheiten benannten.
Römisch-lateinisch: Turicum, eine frühe, vom Geogr. von Ravenna bezeugten Form: Ziurichi, die der heutigen Form auffallend ähnlich ist.
Frühmittelalterliche Überlieferungen nehmen das lateinische T- von Turicum wieder auf, möglicherweise handelt es sich hier um eine Latinisierung durch die Schreiber, das heisst im Volk hiess die Stadt vielleicht schon damals Z-urih.
|Überlieferte Form||Jahr (teils ca.)||Sprachumfeld|
|Turicum||0||lat.|
|Ziurichi||700|
|Doricum||750||ahd.|
|Torico||800||ahd.|
|Turigo||807||ahd.|
|Zurih||820||ahd.|
|Turicinę||820||ahd.|
|Turego||820||ahd.|
|Zurih||820||ahd.|
|Turigo||821||ahd.|
|Turegum||853||ahd.|
|Zurih||857||ahd.|
Tur-icum, latinisiert Form des keltischen Dur-ico. ‚Dur‘ ist in altkeltischen Ortsnamen sehr häufig und bedeutet „ummauerte Siedlung“. Die Endung -ico bedeutet „die … ist“.
Ob es Zufall ist, dass ab 850 zwei drei mal Turegum überliefert ist? Es scheint, dass die Gleichheit von Rex, Regis (lat. König) und Rig- (kelt. König) noch recht lange bekannt war. Den gleichen Fall finden wir beim Rigi, der als Montus Regum überliefert ist.
Ortsnamenbestandteile: Dur, Dor