Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/1424

Im 1. Playoff-Halbfinal gastiert der EVZ am Freitag (20.00 Uhr) bei Qualifikationssieger Genf-Servette.
Bühne frei für das Duell zwischen dem Sieger der Regular Season und dem Meister 2021 und 2022! Beide Mannschaften qualifizierten sich im Playoff-Viertelfinal mit 4:2-Siegen vorzeitig für die Runde der letzten Vier: Die Genfer, wie erwartet, gegen Lugano, den Zehnten der Qualifikation - der EVZ, nicht selbstverständlich, gegen die Rapperswil-Jona-Lakers, den Dritten der Qualifikation.
Die Zuger wissen, was sie erwartet: Die Genfer sind in dieser Saison die beste und konstanteste Mannschaft der Liga, auch wenn sie Platz 1 am Schluss nur dank der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen gegenüber dem punktgleichen EHC Biel (52 Spiele/101 Punkte) behaupten konnten. Das Team von Jan Cadieux führte fast während der ganzen Regular Season die Tabelle an und überzeugt mit offensiver Feuerkraft und einer hochkarätigen Ausländer-Fraktion mit der Erfahrung von über 3000 NHL-Einsätzen. Die Genfer schossen in der Qualifikation am meisten Tore (185/EVZ 165), stellten mit dem Finnen Teemu Hartikainen den erfolgreichsten Torschützen der Liga (28 Treffer) und mit Linus Omark (2.), Valtteri Filppula (4.), Daniel Winnik (10.), Teemu Hartikainen (12.) und Henrik Tömmernes (12.) fünf Spieler in den Top 20 der NL-Scorerliste.
Die Genfer werden sich fragen: Welchen EVZ sehen wir im Halbfinal? Den EVZ, der am 25. Oktober 2022 in Genf eine 1:6-Niederlage kassierte, die ersten drei Viertel der Qualifikation mit der Suche nach Konstanz und Stabilität verbracht und noch im Februar wie ein Pre-Playoff-Teilnehmer ausgesehen hat? Oder den EVZ, der am 2. März 2023 in der BOSSARD Arena die Genfer ebenfalls mit 6:1-Toren in die Schranken wies und just auf das Saisonfinale in Form gekommen ist? Der EVZ, der sich im Playoff-Viertelfinal auch ohne Topleistung und ohne Heimvorteil als einzige schlechter klassierte Mannschaft durchsetzen konnte und immer noch Potenzial nach oben hat? Was die Genfer wissen: Der EVZ hat die grössere Playoff-Erfahrung (1333 Spiele, Genf 894), der EVZ weiss, wie man Meister wird, der EVZ lässt sich auch unter Druck nicht aus der Fassung bringen – und der EVZ hat Leonardo Genoni!
Die Namen von 13 Spielern aus dem aktuellen Genfer Kader standen schon am 7. Mai 2021 auf dem Matchblatt, als der EVZ auch den dritten Playoff-Final gegen die Servettiens für sich entscheiden (5:1) und nach 23 Jahren den zweiten Titel feiern konnte. Sie werden nicht vergessen haben, dass Leonardo Genoni in den drei Spielen – der Final wurde wegen Corona im Modus Best-of-Five ausgetragen – nur zwei Treffer zugelassen hat. Stammkeeper Gauthier Descloux und der im EVZ Nachwuchs gross gewordene Verteidiger Marco Maurer mussten damals verletzt zuschauen, sind jetzt aber fit und hungrig auf Revanche gegen den EVZ – und vor allem: hungrig wie das ganze Team auf den ersten Titel in der Geschichte des ältesten, 1905 gegründeten National League-Vereins.
Die Zuger wissen, dass sie sie sich nochmals steigern müssen, wenn sie zum dritten Mal hintereinander den Playoff-Final erreichen wollen. Die Favoritenrolle dürfen sie ruhig dem Gegner überlassen.