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Die Namen Leimental und Leymen sind von der charakteristischen Bodenbeschaffenheit des Tales abgeleitet, dem Löss und dem Lehm oder dem Leim, wie er in der Mundart genannt wird.Das Dorf Leymen wurde schon 728 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Murbach als «Leimone» erwähnt. Der Name «Leimtal» hielt sich bis ins 17. Jh. neben der späteren Form «Leimental». Der Begriff wurde für das ganze Einzugsgebiet des Birsigs verwendet, also auch bis vor die Tore von Basel. Die Bezeichnung «Birsigtal» stammt aus dem 19. Jh. Im Jahr 1887 übernahm die neugegründete Birsigtalbahn den Namen.
Von der Landskron aus hat man die beste Aussicht auf das Leimental, das südlichste der zum Rhein hin entwässernden Sundgautäler. Es bildet gleichzeitig auch den südlichen Abschluss der Oberrheinischen Tiefebene. Die jurassischen Kalkschichten tauchen mit der Landskronkette in die Tiefe. Die Gesteine, welche das Leimental aufbauen, sind jünger und stammen aus dem Tertiär. Mit dem Einbrechen des Rheingrabens drang das Meer in diese Gegend ein und es wurde die sogenannte Molasse abgelagert (u.a. Blauer Letten). Während der Eiszeiten hat sich darüber der vom Wind verfrachtete Löss geschichtet.
Leymen ist eine alte Siedlung, denn sie wird bereits im Jahr 728 in einem Stiftsbrief des Klosters Murbach im Elsass erwähnt. Die erste Kirche wurde 1259 in Wysskirch an der Grenze zu Biel-Benken errichtet. Sie wurde um 1820 zerstört. Es existierten drei Mühlen am Birsig, früher auch «Birseck» genannt: Die Steinmattenmühle aus der Zeit Ende 18./Anfang 19. Jh. mit dem Canal du Moulin, die Mühlen Moulin-Neuf von 1633 sowie Vieux-Moulin, von der nur noch das Haus von 1627 steht. Alle Mühlen wurden durch Kanäle mit Wasserkraft bedient (Karte).Ausserhalb des Dorfes gab es nur zwei Höfe: Weisskirch und Tannwald auf dem Landskronberg.Am Fuss des Landskronberges entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Haufendorf mit vier Achsen in Richtung der vier Strassen nach Liebenswiller, Rodersdorf, Benken und Flüh. Bis Mitte 20. Jh. fand nur ein geringes Wachstum vor allem entlang der Strassen statt. Im Bereich östlich von Vieux Moulin nördlich des Birsigs entstand ein ganz neues Quartier. Ausserdem breitete sich Leymen flächenmässige mit Überbauungen zwischen den Verkehrsachsen einerseits und dem Abhang des Landskronberges andererseits aus.
Seit 1910 besitzt die Gemeinde mit der Birsigtalbahn, der heutigen Linie 10 der Baselland Transport AG, eine Verkehrsanbindung zur schweizerischen Nachbarschaft und zu Basel – eine Tatsache, welche die Entwicklung des Grenzgängerverkehrs stark gefördert hat. Für den Bau der Tramlinie durch Leymen musste mit dem Deutschen Kaiserreich ein Vertrag geschlossen werden. Denn seit 1871, nach dem Deutsch-französischen Krieg, gehörte das Elsass zum Deutschen Kaiserreich und erst mit dem Vertrag von Versailles 1919 kam das Elsass wieder zu Frankreich. Nach Kriegsausbruch 1914 wurde die internationale Strecke Flüh – Leymen – Rodersdorf vorerst stillgelegt. Ab März 1915 wurde der Betrieb wieder aufgenommen – mit militärischer Begleitung in den Zügen durch schweizerische und deutsche Soldaten. Von Juni 1940 bis April 1945 war die internationale Strecke erneut geschlossen. Rodersdorf und Mariastein erhielten ab Flüh eine Busverbindung über Schweizer Gebiet. Leymen kam bereits 1909 im Zusammenhang mit einer Landabtretung beim Bau der Birsigtalbahn in Kontakt mit der elektrischen Energie. Doch erst 1912 wurde der Wechselstrom in der Gemeinde eingeführt. Im Jahre 1913 musste die öffentliche Beleuchtung geplant werden. Die Strassenbeleuchtung im Betrag von 1010 Mark wurde damals der schweizerischen Elektra Birseck übertragen.
HPM
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