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Der Kanton und Vertreter der Gemeinden Bärfischen, Courtepin und Wallenried haben die Eltern des Schulkreises Bärfischen darüber informiert, dass es in Barberêche ab kommendem Schuljahr mindestens für ein Jahr keine 1. bis 4. Harmos-Klasse mehr gibt. Dies betrifft den Kindergarten und die 1. und 2. Primarschulklasse, wie die Gemeinde Courtepin in einer Medienmitteilung schreibt. Der Infoabend vom 18. März war nicht öffentlich. «Bis auf eine Ausnahme kamen alle Eltern an den Infoabend», sagte Mirjam Biçer, Gemeinderätin von Courtepin und zuständig für die Schule, auf Anfrage. Künftig werden die betroffenen Kinder die Schule des Schulkreises von Courtepin-Wallenried besuchen. Die Organisation für das Schuljahr 2016–2017 wurde noch nicht definiert.
1,5 Stellen weniger
Grund für diese Veränderung ist laut der Mitteilung die Entscheidung des Staatsrats vom Oktober 2014, welche festhält, dass die 1,5 zusätzlichen Arbeitsstellen für das Projekt Basisstufe im Schulkreis Barberêche nicht mehr länger durch die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) finanziert werden. Dieser Entscheid basiere auf der erheblichen Abnahme des Schülerbestandes in Barberêche im Laufe der vergangenen Jahre. Die heutige Anzahl an Schülern lässt lediglich die Beibehaltung von nur noch zwei Primarklassen zu. «Im Moment sind es 3,5 Arbeitsstellen in Barberêche», erklärt Biçer. Der Kanton kommt für zwei Arbeitsstellen auf, dies entspricht dem Aufwand für die Schulklassen von der dritten bis zur sechsten Primarschulstufe. «Die zwei Arbeitsstellen bleiben bestehen, es wird in Bärfischen also weiterhin unterrichtet», betont die Gemeinderätin von Courtepin.
Abstimmung steht bevor
Der Wechsel wurde zwischen den Gemeinden vorerst für ein Schuljahr vereinbart. «Wir werden die betroffene Bevölkerung über den Fortschritt der Arbeiten für die Organisation der folgenden Schuljahre regelmässig informieren», sagt Biçer. Die Gemeinden seien im Gespräch, auch in Zusammenhang einer möglichen Fusion von Courtepin, Bärfischen, Wallenried und Villarepos. «Die Fusionsabstimmung ist für Herbst geplant.» Die Gemeinderäte der vier Gemeinden waren sich bereits im Dezember 2013 einig, ein Fusionsprojekt einzuleiten (die FN berichteten). Bevor definitiv bekannt sei, ob die Zusammenlegung der vier Gemeinden zustande komme, mache eine definitive Neuorganisation der Schulkreise keinen Sinn, sagt Biçer.
Courtepin hat Kapazitäten
Für die Gemeinde Courtepin geht die Rechnung mit den zusätzlichen Kindern aus Bärfischen auf: «Unser Schülerbestand ist gewachsen und wir müssen sowieso eine neue Klasse einführen.» Die Kinder aus Barberêche der 1. bis 4. Harmos-Klassen fänden gut Platz in Courtepin, sagt die Gemeinderätin.