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erschienen bei RIA NOVOSTI
Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko und ihr früherer Amtskollege Pawel Lasarenko sollen laut Ermittlungsergebnissen eine millionenschwere Geldsumme auf die Bankkonten von Personen überwiesen haben, die 1996 den ukrainischen Unternehmer und Abgeordneten Jewgeni Schtscherban ermordet hatten.
Das sagte Generalstaatsanwalt Viktor Pschonka in einem Interview für die ukrainische Zeitschrift „Fokus“.
Pschonka zufolge haben die Ermittler bewiesen, dass mehr als zwei Millionen US-Dollar von den von Timoschenko und Lasarenko kontrollierten Firmen auf die Bankkonten der Täter überwiesen worden waren, schreibt „Fokus“.
Sollten stichhaltige Beweise für die Teilnahme der Ex-Regierungschefin an dem Auftragsmord gesammelt werden, werde sie zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen, so der Chefankläger.
Im Jahr 1996 waren auf dem Flughafen von Donezk der Chef der Finanzkorporation „Aton“ und Parlamentsabgeordnete Jewgeni Schtscherban sowie seine Ehefrau und ein Flughafenangestellter erschossen worden.
Schtscherbans Sohn Ruslan teilte Anfang April dieses Jahres mit, er habe dem Ermittlerteam Dokumente über die mutmaßliche Teilnahme von Timoschenko an der Ermordung seines Vaters übergeben. Wie der stellvertretende Staatsanwalt Renat Kusmin späterhin äußerte, hat die Generalstaatsanwaltschaft allen Grund zu der Behauptung, dass der Mord an Jewgeni Schtscherban von Ex-Premier Lasarenko organisiert worden war. Lasarenko habe im Interesse des Unternehmens „Einheitliche Energiesysteme der Ukraine“ gehandelt, das zu diesem Zeitpunkt von Timoschenko kontrolliert worden sei.
Lasarenko verbüßt jetzt in den USA eine Haftstrafe wegen Geldwäsche.
Timoschenko war im Oktober 2011 zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs beim Abschluss eines Gasabkommens mit Russland im Jahr 2009 verurteilt worden und sitzt nun in einer Strafkolonie bei Charkow ein. Ende März wurde ein zweites Ermittlungsverfahren gegen die Oppositionspolitikerin eingeleitet. Sie wird angeklagt, als Chefin des Unternehmens „Einheitliche Energiesysteme der Ukraine“ unlautere Finanzgeschäfte abgewickelt zu haben.
Quelle: RIA NOVOSTI