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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XXV. (Nr. 43.) An Glorius, Eleusius, die beiden Felix, Grammatikus und alle übrigen, die dies lesen wollen
5.
Weil ich aber dies alles nur sagte und nicht auch vorlas, so schien ich euch weniger zu leisten, als was ihr von mir erwartet hattet. Sobald ich das merkte, schickte ich ohne Zögern nach den schriftlichen Aufzeichnungen, von denen ich gesprochen hatte. In knapp zwei Tagen, während ich die Kirche von Gelizi1 visitierte, um dann wieder in eure Stadt zurückzukehren, wurden alle Akten herbeigeschafft und, wie ihr wißt, an einem Tage euch vorgelesen. Zuerst: wie Secundus von Tigisis geständige Traditoren nicht aus seiner Amtsgenossenschaft zu entfernen wagte, aber mit eben diesen Traditoren den nicht geständigen und abwesenden Cäcilian und andere seiner Mitbischöfe zu verurteilen wagte. Sodann die prokonsularischen Akten, des Inhalts, daß Felix nach sorgfältigster Untersuchung schuldlos befunden wurde. Das wurde euch vormittags verlesen, wie ihr euch erinnern werdet. Nachmittags aber verlasen wir das donatistische Bittgesuch an den Kaiser und die Protokolle der in Rom vor Richtern, die vom Kaiser bestellt waren, gepflogenen Verhandlungen, gemäß deren die Donatisten verworfen wurden, Cäcilian aber in seiner Bischofswürde bestätigt. Zuletzt verlas ich den Brief des Kaisers Konstantin, so daß alles aufs beste und schönste bezeugt erschien.
1: Die Lage dieser Stadt ist unbekannt.