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Grundsatz der IV ist: Eingliederung vor Rente. Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollen befähigt werden, so weit als möglich ihre Existenz mit einer Erwerbstätigkeit im 1. Arbeitsmarkt selbst zu sichern. Der Anspruch auf eine Rente wird erst geprüft, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann.
Massnahmen zur Eingliederung:
- Massnahmen der Frühintervention zielen darauf ab, dass jemand trotz gesundheitlicher Einschränkungen möglichst weitgehend arbeitsfähig bleibt, einen bestehenden Arbeitsplatz nicht verliert bzw. an einem neuen Arbeitsplatz erwerbstätig sein kann. Die wichtigsten Massnahmen der Frühintervention sind Arbeitsplatzanpassung, Ausbildungskurse, Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Beschäftigungsmassnahmen.
- Integrationsmassnahmen dienen der Vorbereitung auf die Durchführung von beruflichen Massnahmen, damit jemand diese erfolgversprechend absolvieren kann. Sie sind insbesondere auf Patienten mit psychischen Problemen zugeschnitten. Die wichtigsten Integrationsmassnahmen sind Belastbarkeits- und Aufbautraining sowie Beschäftigungsmassnahmen.
- Berufliche Massnahmen: Dazu gehören Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Arbeitsversuch, Einarbeitungszuschuss, Entschädigung für Beitragserhöhungen und Kapitalhilfe.
- Medizinische (Eingliederungs-)Massnahmen dienen der Behandlung von Geburtsgebrechen und der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Auf diese besteht bis zum 20. Lebensjahr Anspruch. Danach ist die Krankenversicherung für die Übernahme von Kosten für medizinische Massnahmen zuständig.
- Hilfsmittel, beispielsweise Hörgerät, Rollstuhl, Orthopädische Schuhe, automatischer Türöffner, Einrichtung zur Bedienung von Geräten.