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Augenkrankheiten Diabetische RetinopathieDurch Diabetes mellitus können Zirkulationsstörungen im Bereiche kleiner Blutgefässe auftreten (Störungen der Mikrozirkulation). Diese betreffen auch die Augen und können durch Beteiligung der Netzhaut zu wesentlichen Sehproblemen, wie Leseschwierigkeiten, Blendung, Fahruntauglichkeit usw., führen.Frühformen kann der Augenarzt bei den jährlich notwendigen Augenkontrollen feststellen, auch wenn die Sehschärfe noch gut ist.Die besterprobte Behandlung bei gewissen Formen der diabetischen Retinopathie ist diejenige mittels des Lasers. Eine früh einsetzende optimale Einstellung des Diabetes und begleitender Faktoren, wie hoher Blutdruck und erhöhte Blutfette, ist sehr wichtig.Grauer Star oder KataraktAls grauer Star oder Katarakt werden Linsentrübungen irgendwelcher Art und Ursache bezeichnet. Die Trübung behindert den Lichtweg. Die Betroffenen stellen fest, dass ihre Sehschärfe abnimmt und dass sie nebelartig sehen und immer mehr geblendet sind. Auch kann eine zunehmende linsenbedingte Kurzsichtigkeit entstehen, wenn vorwiegend der Linsenkern getrübt wird (dann kann vorübergehend sogar wieder ohne Brille gelesen werden).Die Behandlung erfolgt durch eine Operation, welche einen der ganz grossen Fortschritte der modernen Medizin darstellt. Dabei werden die Trübungen der Linse entfernt, und fast immer wird dann eine Kunstlinse ins Auge eingepflanzt.Wenn, meist im höheren Alter, neben dem grauen Star noch andere Augenerkrankungen vorhanden sind, so darf man aber nicht erwarten, dass auch diese durch die Staroperation beseitigt werden.Grüner Star oder GlaukomDarunter wird eine Gruppe (mit unterschiedlichen Ursachen) von Sehnervenerkrankungen verstanden, die mit bestimmten Gesichtsfeldausfällen und für den Augenarzt sichtbaren Sehnervenveränderungen, und meist (aber nicht immer) mit erhöhtem Augendruck verbunden sind.Das Auftreten ist meist schleichend und schmerzlos. Darum ist es sehr wichtig, sich regelmässig durch den Augenarzt untersuchen zu lassen, um schon Anfänge festzustellen. Es gibt aber (viel seltener) akute Formen mit Sehstörungen, Kopfschmerzen und sehr hohem Druck, die unbedingt eine Notfallkonsultation beim Augenarzt erfordern!Die Behandlung kann bei allen Formen nur durch den Augenarzt erfolgen.Makula-DegenerationDas Zentrum der Netzhaut (Retina), die Stelle des schärfsten Sehens, wird als Makula bezeichnet. Im Alter (und schon ab ca. 50-jährig) kann es in diesem Bereich zu Veränderungen kommen. Diese haben zur Folge, dass die zentrale Sehschärfe teilweise oder ganz verloren geht. Das Sehen in der Peripherie ist meistens nicht betroffen.Durch Verzerrungen und Ausfälle im Zentrum wird u.a. das Lesen erschwert, auch Gesichter können – je nach Distanz – schlechter erkannt werden. Auch das Farb- und Kontrast-Sehen kann beeinträchtigt werden. Wenn keine andere Ursache als ein Alterungsprozess besteht, wird dieser Zustand als AMD (Altersbedingte Makula-Degeneration) bezeichnet.Man unterscheidet 2 Arten der AMD, eine trockene und eine feuchte Form. Diese können aber auch ineinander übergehen. Da in gewissen Stadien auch die Möglichkeit therapeutischer und prophylaktischer Massnahmen besteht, ist es wichtig, regelmässig und vor allem auch bei Veränderungen, zum Augenarzt zu gehen.Neben der AMD gibt es auch seltenere Formen von Makulaerkrankungen, die auch schon bei jüngeren Menschen auftreten können.RP Retinitis pigmentosaRP ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Netzhaut. Sie umfasst verschiedene Vererbungstypen. Nicht selten wird diese Krankheit erst im Erwachsenenalter erkannt.Das erste Anzeichen einer RP ist Nachtblindheit. Es kommt zu einem allmählichen Absterben der lichtempfindlichen Sehzellen im Auge. Im Verlauf der Erkrankung wird das Gesichtsfeld immer kleiner, es entsteht ein sogenannter Röhrenblick. Die Betroffenen leiden häufig auch stark an Blendung. Bei der Untersuchung findet der Augenarzt meist recht typische Pigmentveränderungen der Netzhaut.Bis heute gibt es noch keine medizinischen Massnahmen, mit welchen diese Krankheit geheilt oder wirksam verzögert werden kann. Das Fortschreiten der Erkrankung und das Risiko der Erblindung sind bei verschiedenen Vererbungstypen recht unterschiedlich.