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1968 – Beginn der Radio- und Fernsehforschung in der Schweiz
Die Geschichte der Radio- und Fernsehforschung in der Schweiz begann 1968. Landesweit gab es mit der SRG SSR lediglich einen einzigen Anbieter von Radio- und Fernsehprogrammen. Die TV-Zuschauerforschung entstand deshalb aus einem firmeneigenen Interesse und wurde in einer eigenen Abteilung angesiedelt. 1975 kam die Hörerforschung hinzu und lieferte erstmals Zahlen zum Radiokonsum in der Schweiz. 1983 erhielt die SRG SSR erstmals inländische Konkurrenz durch die Zulassung privater Radiosender im Lokalbereich.
1985 – Einführung von Telecontrol
Ab 1985 erfolgte die Erhebung der Fernseheinschaltquoten elektronisch durch das vom SRG-Forschungsdienst mit Hilfe externer Firmen entwickelte Messgerät Telecontrol.
Von 1993 an unterstützte die neu gegründete Vermarktungsorganisation Publica Data AG den Vertrieb der Radio- und Fernsehzahlen im Markt. Mit der Übertragung dieser Aufgaben an eine eigenständige Gesellschaft konnte die Unabhängigkeit der Forschung für die elektronischen Medien und ihre breite Abstützung bei den privaten Veranstaltern gestärkt werden.
2001 – Einführung von Radiocontrol
2001 wurde in der Radioforschung die persönliche Befragung durch ein präziseres elektronisches Messsystem namens Radiocontrol abgelöst. Dabei misst eine neu entwickelte Armbanduhr mit integriertem Mikrophon den Radiokonsum, ohne auf die Aufmerksamkeit und die Erinnerungsfähigkeit des Trägers angewiesen zu sein. Die Schweiz erhielt damit eines der weltweit feinmaschigsten Messsysteme für Radioreichweiten.
2006 – Der SRG SSR-Forschungsdienst wird zur Mediapulse AG
2006 lagerte die SRG SSR ihren Forschungsdienst in eine 100%-Tochtergesellschaft mit dem Namen Mediapulse AG für Medienforschung aus. Im Zuge der Inkraftsetzung des neuen Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) wurde am 24. April 2007 die Mediapulse Stiftung für Medienforschung mit Sitz in Bern gegründet. Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Die Stiftung übernahm zur Durchführung der Forschungsarbeit die Mediapulse AG. Der Prozess hin zu einer unabhängigen Forschungsorganisation wurde mit der Übernahme sämtlicher Aktien der Publica Data AG abgeschlossen.
2013 – Einführung einer neuen TV-Währung
Anfang 2013 wurde in der Fernsehforschung ein komplett neues Panel in Betrieb genommen, ausgestattet mit einer neuen Messtechnologie (Audiomatching). Die Schweiz verfügte damit über eines der modernsten Messsysteme weltweit, das neben zeitversetzter Nutzung auch den Fernsehkonsum über den Computer misst.
Um Strukturen und Prozesse zu vereinfachen wurden Ende 2014 die beiden operativen Einheiten der Mediapulse Stiftung, Mediapulse AG und Publica Data AG, zusammengeführt. Die Geschäftstätigkeit der Publica Data AG wurde an die Mediapulse AG übertragen.
2018 – Einführung einer neuen Radio-Währung
Anfang 2018 wurde mit dem umfassend erneuerten Radiomesssystem Mediapulse Radio Data erfolgreich eine neue Schweizer Radio-Währung eingeführt.