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Planung:
Es wird beabsichtigt, einen Fonds zur Hilfe für die Kinder von im Heiligen Land arbeitenden Migranten einzurichten.
Situation:
Die humanitäre Situation im Hinblick auf Flüchtlinge und Migranten im Heiligen Land ist kritisch. Sie machen derzeit rund 210,000 Personen aus westlich des Jordans, d.h. in Israel und Palästina, wovon 180,000 sich als Flüchtlinge in Israel aufhalten und davon wiederum 71,000 legal. Über 50% dieser Menschen leben in Tel Aviv. In Israel werden die Migranten mehrheitlich nicht staatsbürgerlich anerkannt und haben damit auch keine Arbeitserlaubnis. Viele von ihnen sind alleinerziehende Mütter. Ein Großteil der Migranten stammt aus Eritrea, viele von den Philippinen oder aus Indien. Manche sind von Folter und Menschenhandel gezeichnet. Sie werden menschenunwürdig behandelt, was insbesondere auf die Frauen zutrifft. Es gibt keinerlei Gesundheitswesen, keine grundlegende medizinische Versorgung. Die Kinder dieser Migranten leiden unter dieser Situation in jeder denkbaren Hinsicht.
Der hier vorgeschlagene Fonds soll eingerichtet werden, um die Notlage der Kinder dieser Migranten zu lindern und ihnen eine Ausgangssituation zu verschaffen, die es ihnen ermöglicht, sich in menschenwürdiger Art und Weise zu entfalten.
Denn, eine der tragischsten Konsequenzen dieser Nöte ist die Entstehung sogenannter „Baby Warehouses“. Diese Unterbringung der Kinder ermöglicht es den Müttern, morgens zur Arbeit zu gehen, um sich am Leben zu erhalten. Viele Kleinkinder im Alter von drei Monaten bis zu drei Jahren werden dicht gedrängt in verdunkelten Räumen „gelagert“. Sie werden absichtlich so fest in Windeln gewickelt, dass sie sich kaum bewegen können, eine Person als Aufsicht genügt. Diese Kinder werden schlecht ernährt und ungenügend betreut, die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Die Mangelernährung soll die Kinder zusätzlich still halten. Kinder unter drei Jahren haben kaum Rechte. Erst wenn sie schulisch registriert sind, besteht die Hoffnung auf Schulbesuch sowie die Einräumung bestimmter Rechte wie zum Beispiel dauerhafter Aufenthalt, aber keine Staatsbürgerschaft.
Der fehlende menschliche Kontakt in den ersten Monaten nach der Geburt wird bei diesen Kindern zwangsläufig zu geistiger Unterentwicklung sowie eingeschränkten körperlichen Funktionen führen. Dies wiederum impliziert den Beginn eines leidvollen Lebens und menschenunwürdiger Lebensbedingungen. Dazu kommt ein Aufwachsen ohne intaktes Familienleben. Ein Lebensweg bestehend aus auswegloser Armut und menschlichem Elend ohne jede Perspektive ist vorgezeichnet.
Ziele:
Der Fonds wird eingerichtet, um diesen Kindern zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die mit den Kindern und ihren Eltern arbeiten. Er wird verwaltet unter der Schirmherrschaft von Pfarrer David Neuhaus SJ. Er ist verantwortlich für das LPVH (Lateinisches Patriarchat Vikariat für Hebräisch Sprechende Katholiken) und arbeitet dort mit rund 130 Freiwilligen an Projekten mit Bezug zu arbeitenden Migranten. Er benötigt sehr viel - vor allem finanzielle - Unterstützung.
Vorgehen:
Die (anfängliche) Finanzierung kann unter Einhaltung der 10%-Regel für spezielle Projekte der Statthaltereien erfolgen. Das GMA ist informiert und hat seine Zustimmung erteilt, ebenso das LPJ.
Informationen:
Quelle: S.E. Dr. Heinrich Dickmann