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Über die Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" wird definitiv nicht abgestimmt. Das Initiativkomitee hat das Volksbegehren zurückgezogen. Damit wird das Stimmvolk einzig über den direkten Gegenvorschlag abstimmen.
Die Initiative "Ja zur Komplementärmedizin" wurde von Vertretern von Ärzte-, Patienten- und Pflegeorganisationen lanciert und im Herbst 2005 mit rund 139'000 Unterschriften eingereicht.
Ziel war es, die Komplementärmedizin in sämtliche Bereiche des Gesundheitssystems zu integrieren und sie damit der Schulmedizin gleichzustellen. Bund und Kantone sollten "für die umfassende Berücksichtigung der Komplementärmedizin" sorgen.
In der vergangenen Herbstsession beschloss das Parlament nun, dem Volk einen direkten Gegenvorschlag zu unterbreiten, der das Wort "umfassend" weglässt. Damit soll der Befürchtung Rechnung getragen werden, dass bei einer umfassenden Berücksichtigung die Kosten stark gestiegen wären.
Bereits nach der Beratung im Parlament kündigten die Initianten den Rückzug an. Mitte Oktober informierte das Initiativkomitee die Bundeskanzlei vom definitiven Rückzug. Damit findet nur eine Abstimmung über den direkten Gegenvorschlag statt.