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Ausfluss im gesunden Scheidenmilieu (Fluor genitalis, Fluor vaginalis) ist zunächst ganz normal und Teil der weiblichen Körperfunktion. Er ist weisslich und geruchlos und wird deshalb auch als Weissfluss (Fluor albus) bezeichnet. Das Sekret besteht aus einer Flüssigkeit des Gebärmutterhalses und der Hautzellen der Scheide, stellt einen Schutz vor Krankheitserregern dar und behindert das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter. Das wird hauptsächlich durch Milchsäurebakterien (Laktobazillen) erreicht, die ein saures Milieu erzeugen und so die Vermehrung von Krankheitserregern abschwächen.
Wie stark darf der Ausfluss sein?
In welchen Mengen vaginaler Ausfluss auftritt, ist von Frau zu Frau verschieden, aber auch abhängig vom Zyklus. Kurz vor dem Eisprung, in der Zyklusmitte, wird mehr Sekret produziert, ebenso wie vor dem Einsetzen der Mens. Zurückzuführen ist das hauptsächlich auf den Einfluss des weiblichen Sexualhormons Östrogen . Vorübergehend können auch Stress oder Erregung zu einem vermehrten Ausfluss führen. Auch in der Schwangerschaft bemerken viele Frauen, dass sie mehr Ausfluss haben als sonst. Das liegt daran, dass der Vaginalbereich entspannt und stärker durchblutet ist, was wiederum am veränderten Hormonhaushalt in der Schwangerschaft liegt.