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Das berichteten brasilianische Medien am Mittwoch (Ortszeit). Ausnahmen sollen demnach aber für indigene Gemeinden gelten, die Selbstversorger seien. Das Dekret sollte am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlicht werden.
Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro ist angesichts der Waldbrände international unter zunehmenden Druck geraten. Kritiker werfen der Regierung vor, nicht energisch genug gegen die Feuer vorzugehen.
Der ultrarechte Präsident ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt den menschgemachten Klimawandel an. Umweltschützer machen Bolsonaro dafür verantwortlich, dass die Brände im Amazonasgebiet in diesem Jahr massiv zugenommen haben.
Auch Boliviens Präsident in Kritik
Auch andere Staaten in der Region sind von schweren Waldbränden betroffen. Die bolivianische Regierung erklärte am Mittwoch, Feuer hätten in diesem Jahr bereits 1,2 Millionen Hektar Wald und Grasland verwüstet.
Umweltschützer gehen von einer deutlich grösseren Fläche aus. Boliviens linksgerichteter Präsident Evo Morales ist wegen der Brände ebenfalls in die Kritik geraten.
Das ganze Amazonasgebiet leidet derzeit unter zahlreichen Waldbränden. Nach jüngsten Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE ist die Zahl der Feuer und Brandrodungen in dem grössten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent auf mehr als 83'000 Fälle gestiegen.
Nach Einschätzung von Umweltschützern stecken meist Farmer bereits abgeholzte Flächen in Brand, um neue Weideflächen und Ackerland für den Soja-Anbau zu schaffen. In der derzeitigen Trockenzeit greifen die Flammen aber auch immer wieder auf noch intakte Waldflächen über.