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Schrittmacher und ICD Kontrolle
Herzschrittmacher werden dann benötigt, wenn das Herz manchmal oder dauerhaft zu langsam schlägt oder kurze Pausen macht. Der Patient verspürt dann Schwindel oder kollabiert sogar.
Ein Herzschrittmacher erkennt, wenn der Puls zu langsam ist und gibt kleine elektrische Impulse an die Herzmuskulatur ab, wenn dies erforderlich ist.
Schrittmacher werden in Lokalanästhesie über einen kleinen Hautschnitt unter dem rechten oder linken Schlüsselbein eingepflanzt. Je nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten werden ein bis zu drei Elektroden (Schrittmacherkabel) über eine Vene bis zum Herzen eingelegt und dort verankert.
Das Schrittmacheraggregat selbst wird unter der Haut oder manchmal unter den Muskel im Bereich des Schlüsselbeins festgenäht.
Der Patient bleibt für den Eingriff ca. 1-3 Tage im Spital.
Wie häufig braucht es Schrittmacherkontrollen?
Nach der Erstimplantation wird der Schrittmacher nach vier Wochen kontrolliert. Dann wieder nach 6-12 Monaten und dann jährlich bis die Batterie zur Neige geht: dies geschieht nach 5-10 Jahren, je nachdem wie häufig der Schrittmacher elektrische Impulse abgeben musste. Dann muss das Schrittmacheraggregat über einen kleinen Hautschnitt ausgetauscht werden, die Elektroden werden in der Regel unverändert belassen.
Was ist ein ICD?
„ICD“ steht für „Implantierbaren Kardioverter Defibrillator“. Dieses Gerät ist etwas grösser als ein herkömmlicher Schrittmacher und hat neben einer Schrittmacherfunktion noch eine sogenannte „Defibrillator“ Funktion.
Dieses Gerät kommt bei den Patienten zur Anwendung, welche bereits schwere Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardien) hatten oder welche eine deutlich eingeschränkte Pumpleistung des Herzens aufweisen.
Bei diesen Patienten kann es ohne Vorzeichen zum erneuten Auftreten von schweren lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen. Der ICD erkennt diese Herzrhythmusstörungen zuverlässig und kann dann durch die Abgabe eines Elektroschocks oder durch eine sogenannte elektrische Überstimulation diese Rhythmusstörungen beenden.
Wie häufig braucht es ICD Kontrollen?
Nach der Erstimplantation wird der ICD nach vier Wochen kontrolliert. Dann alle 6 Monate bis die Batterie zur Neige geht (ca. nach 5-8 Jahren)
Sowohl Herzschrittmacher als auch ICDs zeichnen den Herzrhythmus kontinuierlich (wie ein Langzeit-EKG) auf, sodass Herzrhythmusstörungen welche seit der letzten Schrittmacher/ICD Abfrage aufgetreten sind, erkannt werden können und dann gegebenenfalls eine Umstellung der Medikamente erwogen werden kann.