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Die Vogelgrippe (aviäre Influenza) ist eine weltweit verbreitete Viruskrankheit, von der überwiegend Vögel (vor allem Geflügel) betroffen sind. In einigen Regionen der Welt, vorwiegend in Asien, haben sich seit 2003 einige hundert Menschen mit dem Vogelgrippevirus angesteckt; etwa die Hälfte ist daran gestorben.
Der für die Vogelgrippe verantwortliche Erreger kommt in mehreren Unterarten vor. Davon ist vor allem das Vogelgrippe-Virus namens H5N1 für die Vogelgrippe beim Menschen bedeutsam: Fast alle Todesfälle durch die aviäre Influenza beim Menschen waren die Folge einer H5N1-Infektion.Die aviäre Influenza ist für den Menschen deutlich weniger ansteckend als die normale Grippe: Eine Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch kam bisher nur in Einzelfällen vor, in denen ein sehr enger körperlicher Kontakt zwischen den Beteiligten bestand. Die meisten Menschen, die sich mit Vogelgrippe infizierten, hatten engen Kontakt zu erkranktem oder verendetem Geflügel. Grundsätzlich kommen auch infizierte Lebensmittel als Vogelgrippe-Infektionsquelle infrage.
Die Vogelgrippe bereitet beim Menschen ähnliche Beschwerden wie eine normale Grippe mit Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen. Ob es sich bei diesen Anzeichen tatsächlich um eine aviäre Influenza handelt, lässt sich durch den Nachweis des verantwortlichen Virus über einen Rachen- oder Nasenabstrich ermitteln.
Bei der Vogelgrippe beim Menschen kommen zur ursächlichen Therapie dieselben Medikamente zum Einsatz wie bei der normalen Grippe: gegen Viren wirksame Mittel. Daneben lassen sich die Beschwerden wie Fieber und Schmerzen lindern.
Eine Impfung gegen Vogelgrippe zum Schutz vor einer Ansteckung gibt es zurzeit nicht. Es ist deshalb ratsam, einige Vorsichtsmassnahmen einzuhalten (zum Beispiel keine kranken oder toten Vögel anzufassen), um einer Infektion vorzubeugen.
Die Vogelgrippe, auch als aviäre Influenza (lat. avis = Vogel) bezeichnet, ist eine seit über 100 Jahren bekannte Viruskrankheit. Sie befällt überwiegend Vögel, vor allem Geflügel wie Hühner und Puten.
Es gibt wenig krankmachende (niedrigpathogene) und sehr stark krankmachende (hochpathogene) Vogelgrippeviren. Letztere können in der Nutzgeflügelhaltung schwere Schäden anrichten, weil viele infizierte Tiere durch die Infektion verenden. Eine solche besonders schwere Form der Vogelgrippe bezeichnet man auch als Geflügelpest. Bei sehr engem Kontakt mit einem infizierten Tier können sich auch Menschen anstecken. Demnach zählt die aviäre Influenza zu den sogenannten Zoonosen (= zwischen Tieren und Menschen übertragbare Krankheiten).
Mit dem Erreger der Vogelgrippe (aviäre Influenza) haben sich weltweit bisher über 600 Menschen infiziert; mehr als die Hälfte der Betroffenen starb. Die Häufigkeit der Vogelgrippe beim Menschen und der von ihr verursachten Todesfälle ist – verglichen mit den weltweit über 200 Millionen an der Vogelgrippe verendeten oder vorsorglich getöteten Nutzvögeln – sehr gering.
Die Vogelgrippe (aviäre Influenza) zeigt bei Vögeln eine weltweite Verbreitung. Sowohl unter Wildvögeln als auch unter Nutzgeflügel breitet sich die Krankheit vor allem in Asien seit einigen Jahren aus. Auch in Europa sind Fälle von Vogelgrippe bei Vögeln aufgetreten. Vermutlich ist das Vogelgrippe-Virus über Zugvögel hierher gelangt. Seit auch in der Schweiz erkrankte Wildvögel gefunden wurden, gelten die folgenden Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG):
Entsprechend ihrer Verbreitung bei Vögeln trat die Vogelgrippe beim Menschen vor allem in asiatischen Ländern auf, aber auch in Afrika und im Nahen Osten: Aus Indonesien, Vietnam und Ägypten stammen etwa vier Fünftel aller menschlichen Infektionsfälle; weitere betroffene Länder waren China, Thailand, Kambodscha, Pakistan, Irak, Laos, Türkei, Aserbaidschan, Bangladesh, Myanmar (Birma), Djibouti und Nigeria.
Trotz der geringen Ansteckungsgefahr für Menschen ist die Verbreitung der aviären Influenza unter Vögeln mit einem Risiko verbunden: Es besteht die Möglichkeit, dass sich die von Tieren übertragenen Vogelgrippe-Viren mit menschlichen Grippeviren kombinieren. Eine Pandemie, das heisst eine Massenerkrankung mit grosser Ausbreitung (über mehrere Länder oder Kontinente), wäre dann nicht ausgeschlossen.
Der Vogelgrippe (aviäre Influenza) liegen als Ursachen Infektionen mit einem bestimmten Erreger zugrunde: dem Vogelgrippe-Virus. Vogelgrippe-Viren lassen sich in wenig krankmachende (niedrigpathogene) und sehr stark krankmachende (hochpathogene) Viren unterteilen. Sie sind – wie die normalen beim Menschen vorkommenden Grippeviren – sogenannte Influenza-A-Viren.
Das Influenza-A-Virus kommt in mehreren Unterarten, sogenannten H- und N-Subtypen, vor. Die Buchstaben H und N bezeichnen dabei die beiden wichtigsten Eiweisse der Virushülle – Hämagglutinin und Neuraminidase. Die beim Menschen auftretenden Influenza-A-Viren (die eine normale Grippe verursachen) gehören den Subtypen H1, H2 und H3 an; für die als Geflügelpest bekannten schweren Ausbrüche von Vogelgrippe bei Vögeln sind die Subtypen H5 (vor allem H5N1) und H7 verantwortlich. Diese Vogelgrippe-Viren kommen vor allem bei Zugvögeln (zum Beispiel Enten) sowie bei Geflügel (wie Hühner und Puten) vor. Selten infizieren sich auch Säugetiere (etwa Schweine, Pferde, Katzen und auch Menschen) mit den Vogelgrippe-Viren und erkranken an aviärer Influenza. Bei den bisher beobachteten Infektionen des Menschen mit Subtypen wie H5N1, H7N7 und H7N3 liessen sich die Todesfälle fast ausschliesslich auf den Subtyp H5N1 zurückführen.
Für die meisten Fälle von Vogelgrippe (aviäre Influenza) beim Menschen sind als Ursachen enge Kontakte zu erkranktem oder verendetem Geflügel verantwortlich: Die Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch gilt weitgehend als ausgeschlossen, weshalb es bisher noch nicht zu Massenerkrankungen (Epidemien) bei Menschen gekommen ist. Bisher steckten sich nur in Einzelfällen (in Thailand, Vietnam, Indonesien, China und Pakistan) Menschen bei infizierten Mitmenschen an. In all diesen Fällen war der körperliche Kontakt zwischen den Beteiligten jedoch sehr eng.
Die aviäre Influenza ist für den Menschen nicht sehr ansteckend. Vermutlich ist die Übertragung einer sehr grossen Virusmenge notwendig, um eine Infektion beim Menschen zu bewirken. Dies ist bei intensivem Kontakt mit einem erkrankten Tier möglich. Da sich das Vogelgrippe-Virus vor allem im Kot infizierter Vögel befindet, gelten der direkte Kontakt mit diesem Kot und das Einatmen der Erreger als hauptsächliche Ursachen für die Ansteckung des Menschen.
Grundsätzlich lässt sich eine Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen über infizierte Lebensmittel nicht ausschliessen. Dennoch ist der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern nach aktuellem Wissensstand nicht bedenklich. Voraussetzung ist, dass die Speisen gut gekocht sind (da eine Temperatur von 70°C das Vogelgrippe-Virus abtötet). Das Essen von rohem Fleisch oder rohen und halbgaren Tierprodukten könnte eine mögliche Ursache für eine Vogelgrippe-Infektion des Menschen sein.
Bei der Vogelgrippe (aviäre Influenza) beträgt die Inkubationszeit (die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome) in der Regel 2 bis 5 Tage, unter Umständen bis zu 14 Tage.
Die Vogelgrippe (aviäre Influenza) äussert sich beim Menschen durch ähnliche Symptome wie eine schwere Grippe. Als erstes Anzeichen der Vogelgrippe tritt meist hohes Fieber auf, begleitet oder gefolgt von Husten und Atemnot. Häufig kommt es bei einer aviären Influenza auch zu Durchfall, seltener zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen kommen dagegen nicht in allen Fällen von Vogelgrippe beim Menschen vor. In schweren Fällen kann eine Lungenentzündung entstehen.
Bei Verdacht auf Vogelgrippe (aviäre Influenza) erfolgt die Diagnose durch den Erregernachweis: Es sind zuverlässige Testverfahren verfügbar, mit denen sich die Vogelgrippe-Viren innerhalb weniger Stunden nachweisen lassen.
Wie zur Diagnose einer normalen Grippe kann beispielsweise ein Rachen- oder Nasenabstrich oder auch abgehustetes Bronchialsekret als Material für diese Tests dienen. Der Verdacht auf eine aviäre Influenza ergibt sich, wenn jemand nach dem Kontakt mit einem infizierten Tier oder dem Verzehr infizierten Fleischs in von Vogelgrippe betroffenen Regionen grippeähnliche Symptome (wie hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen) zeigt.
Bei der Vogelgrippe (aviäre Influenza) zielt die Therapie darauf ab, die Influenza-A-Viren zu bekämpfen und gleichzeitig die Beschwerden zu lindern.
Gegen die ursächlichen Viren kommen bestimmte virusabtötende Medikamente zum Einsatz. Zur Linderung der Symptome einer Vogelgrippe sind fiebersenkende Medikamente, Schmerzmittel und Ähnliches geeignet.
Die Vogelgrippe (aviäre Influenza) kann beim Menschen sehr unterschiedlich verlaufen: Von gar keinen Beschwerden über leichte Erkältungssymptome bis hin zur schweren Lungenentzündung mit tödlichem Verlauf ist alles möglich. In der Regel nimmt die Vogelgrippe beim Menschen jedoch einen sehr schweren Verlauf.
Ein Risiko stellt eine gleichzeitige Erkrankung des Menschen an Vogelgrippe und an der normalen Grippe dar, weil es dabei zu einer Mischung und Veränderung des Erbmaterials der verschiedenen ursächlichen Viren kommen könnte. Diese durch sogenannten Antigenshift entstandenen gemischten Viren wären leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als die Erreger der aviären Influenza und können im weiteren Verlauf eine Pandemie, also eine weltweite Massenerkrankung (Epidemie) auslösen.
Einer Vogelgrippe (aviäre Influenza) können Sie vorbeugen, indem Sie jeglichen Kontakt mit infizierten Vögeln vermeiden. Insgesamt ist das Ansteckungsrisiko für Menschen jedoch auch bei Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel als sehr gering einzuschätzen: Trotz der weltweit über 200 Millionen an Vogelgrippe verendeten oder vorsorglich getöteten (gekeulten) Nutzvögel haben sich bisher nur etwas mehr als 600 Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert. Dennoch sollten Sie unbedingt einige Vorsichtsmassnahmen einhalten:
Eine vor Vogelgrippe schützende Impfung gibt es zurzeit nicht. Ein bei der normalen Grippeschutzimpfung verwendeter Impfstoff wirkt nicht gegen die Vogelgrippe-Viren. Dennoch ist eine Impfung gegen die normale Grippe unter Umständen empfehlenswert: So können Sie einem gleichzeitigen Befall von menschlichen und tierischen Influenza-Viren vorbeugen.