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Die Wirtschaft Italiens gehört zu den stärksten der Welt. Im Süden stützt sie sich vor allem auf die Landwirtschaft, im Norden ist die Industrie die wichtigste Grundlage. Ende der achtziger Jahre ergaben Schätzungen, dass die acht südlichen Regionen, die zwei Fünftel des Landes bedecken und in denen über ein Drittel der Bevölkerung lebt, ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften. Vor dem 2. Weltkrieg bildete die Landwirtschaft das Rückgrat der italienischen Wirtschaft. Heute beschäftigt sie 8 Prozent der Erwerbstätigen (1992 geschätzt) der Erwerbstätigen und erwirtschaftet etwa 3 Prozent des Bruttoinlandproduktes (1991) des Bruttoinlandsproduktes. Aber die Herstellung landwirtschaftlicher Erzeugnisse spielt nach wie vor eine grosse Rolle und sorgt dafür, dass Italien fast keine Nahrungsmittel einzuführen braucht.
Italien gehört zu den grössten Weinproduzenten der Welt. Weitere wichtige Erzeugnisse sind Käse, Wolle, Weizenprodukte, Kartoffeln, Mais, Reis, Wein und Biowein, Obst und Bio-Olivenöl . -> Shopping Italien In der Industrie haben vor allem der Maschinenbau und die Verarbeitung von Lebensmitteln sowie die Herstellung von Textilien, Lederprodukten, Kleidung, Eisen, Stahl, Kraftfahrzeugen und Chemikalien grosse Bedeutung. Der Dienstleistungsbereich steht für etwa 25 Prozent des Bruttoinlandproduktes (1991) des Bruttoinlandsproduktes, wobei insbesondere der Tourismus eine wichtige Rolle spielt. 1992 besuchten 26 113 Tausend (1992) Touristen Italien, und sie brachten den in diesem Sektor Beschäftigten ein Einkommen von 21 577 Millionen US-Dollar (1992) US-Dollar. Italien gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (heute Europäische Union (EU)). Die Landeswährung ist die Italienische Lira.
Italien hat eine der stärksten Schattenwirtschaften Europas. In den letzten Jahren haben die Italiener allerdings immer mehr zu verstehen gegeben, dass sie Korruption und organisiertes Verbrechen nicht länger hinnehmen werden.
Inhaltsverzeichnis
Handel und Gewerbe
Der traditionelle italienische Arbeitstag dauert von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 oder 9.00 bis 13.00 Uhr, und dann von 15.00 bis 18.00 oder 19.00 Uhr. Vor etwa 20 Jahren begann jedoch der Norden, den Arbeitsrhythmus zu ändern. Dort sind mittlerweile Arbeitszeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr üblich, wobei die Berufstätigen normalerweise eine Stunde Mittagspause machen. Dieser Tagesablauf findet auch in anderen Gebieten immer mehr Verbreitung. Staatliche Behörden schliessen bereits um 14.00 Uhr. Die meisten Geschäfte sind vormittags von 8.30 oder 9.00 Uhr bis 13.00 oder 13.30 Uhr und nachmittags von 15.30 oder 16.00 Uhr bis 19.00 oder 20.00 Uhr geöffnet. Immer mehr Geschäfte bleiben jedoch auch während der Mittagspause offen. Viele Läden, insbesondere im Lebensmittelsektor, schliessen an einem Nachmittag in der Woche.
Verkehr und Kommunikation
Italien verfügt über ein gutes nationales und internationales Verkehrssystem. Fähren verbinden das Festland mit den Inseln, und ein weit verzweigtes Eisenbahnnetz sorgt normalerweise für schnelle Verbindungen zwischen den Städten. Auch das Strassennetz ist gut ausgebaut, aber zumindest im Norden sind verstopfte Strassen ein alltägliches Bild. Dies gilt besonders für die Strecke zwischen Florenz und Bologna und für die Zufahrtsstrassen anderer grosser Städte wie z. B. Mailand. In den Städten stellen in erster Linie Busse, Strassenbahnen und Taxis den öffentlichen Nahverkehr sicher, mit dem sich die Italiener ebenfalls schnell fortbewegen können. In Rom und Mailand gibt es U-Bahnen, und Venedig ergänzt sein Verkehrssystem durch die Nutzung der Wasserstrassen.
Die Post ist allerdings weniger verlässlich, und viele Unternehmen weichen auf private Kurierdienste oder Faxgeräte aus. Zahlreiche Radio- und Fernsehsender informieren die Bürger über das aktuelle Geschehen. In den meisten Städten und Orten können die Italiener aus einer Vielzahl von Zeitungen wählen.
Bildungswesen
Die Schulpflicht besteht in Italien für eine Dauer von acht Jahren. Alle Kinder besuchen zunächst fünf Jahre lang eine Grundschule. Etwa vier Prozent erhalten ihren Unterricht in Privatschulen, von denen die meisten in kirchlicher Hand sind. Auf die Grundschule folgen drei Jahre an der Mittelschule. Am Ende der Mittelschule kann man eine Prüfung ablegen, deren Bestehen zum Besuch einer der vielen Oberschulen berechtigt. Nach fünf Jahren auf der Oberschule legen die Schüler eine Prüfung mit der Bezeichnung Maturità ab, die ihnen den Zugang zu einer Universität ermöglicht. Wenn die Schüler eine Berufsausbildung beginnen möchten, müssen sie an anderen Prüfungen teilnehmen.
In Italien gibt es etwa 50 Universitäten. Bis zur Erlangung eines Abschlusses, der als Laurea bezeichnet wird, vergehen normalerweise mindestens fünf Jahre. Die Universität Bologna besteht schon seit über 900 Jahren und ist damit die älteste der Welt. Weitere sehr alte Universitäten befinden sich in Genua, Macerata, Neapel, Padua und Perugia. Die Studenten können auch an einigen privaten Universitäten studieren. Zu ihnen gehören die hochangesehene Luigi Bocconi-Universität und die Università Cattolica (beide in Mailand) sowie die Scuola Normale in Pisa.
Gesundheitswesen
1978 ersetzte der Staat das bestehende Krankenversicherungssystem durch ein System, das die kostenlose medizinische Versorgung aller Bürger sicherstellte. Viele Italiener lassen sich allerdings privat behandeln, um Wartezeiten zu vermeiden. Alle grossen Städte Italiens verfügen über moderne medizinische Zentren, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind.
Die italienische Wirtschaft stagnierte in den Jahren 2002 und 2003. Gründe dafür waren Unsicherheiten über den Irak-Krieg, die SARS-Krise und die relativ schwache Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Exportwirtschaft. Italien hat keine Bodenschätze und kein Erdöl, und die meisten Rohstoffe müssen importiert werden. Zu 75% wird die Energieversorgung über Importe gewährleistet. Die Wirtschaft ist daher stark auf den Export angewiesen, um die Importgüter bezahlen zu können. Der Handelsbilanzüberschuss Italiens lag jedoch 2003 nur noch bei 1,6 Mrd. Euro (2002: 7,8 Mrd. Euro). Im Handel mit den EU-Partnern verzeichnet das Land ein Defizit von 7,6 Mrd. Euro. Die wichtigsten Handelspartner Italiens sind Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien.
Derzeit leidet die italienische Wirtschaft vor allem an der Schuldenlast der öffentlichen Hand, obwohl die Regierung die im Rahmen der Europäischen Währungsunion (EWU) gebotenen Bemühungen um die Sanierung und Konsolidierung der öffentlichen Finanzen weiterhin fortsetzt.
Eine positive Entwicklung verzeichnet aber die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist seit 2000 kontinuierlich von 10,6% auf 8,7% im Jahr 2003 gesunken. Auch der gegenüber dem industrialisierten Nord- und Mittelitalien traditionell ärmere Süden wurde von dieser Aufwärtsentwicklung erfasst. Zurzeit liegt die Arbeitslosenquote im Süden bei 20%. Zu den Hauptanbauprodukten Italiens zählen Zucker, Weizen, Mais, Tomaten und Weintrauben. Italien ist der weltgrößte Weinproduzent. Die Landwirtschaft trägt in Italien allerdings nur mit 2% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Der Tourismusspielt eine wichtige Rolle. Als einer der traditionell größten Wirtschaftsfaktoren stellt der Tourismus mit 2 Millionen Angestellten einen wichtigen Arbeitgeber der italienischen Wirtschaft dar und generierte 2003 einen Umsatz von fast 7% des Bruttoinlandprodukts. Die Saison 2004 liefert aber das düstere Bild einer Branche ab, die sowohl im Binnentourismus wie auch bei Reisenden aus dem Ausland in einer tiefen Strukturkrise steckt.
Ein starkes Nord-Süd-Gefälle dominiert die Wirtschaftslage in Italien. Um genau zu sein ist die Wirtschaft und Industrie im Norden besser ausgeprägt. Dementsprechend gering ist dort auch die Arbeitslosigkeit, während im südlichen Teil des Landes bis zu 50 Prozent der Menschen keinen Job haben. Folge sind eine hohe Kriminalitätsrate und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Der Süden Italiens (Mezzogiorno) gehört zu den strukturschwächsten Gebieten Europas überhaupt. Probleme macht unseren Nachbarn vor allem, dass Bodenschätze Mangelware sind. Mit Ausnahme von geringem Erdgasvorkommen in Adria und Poebene fehlen Rohstoffe fast gänzlich. Somit ist Italien unter anderem auf Importe im Energiebereich angewiesen. Was das Land dagegen selbst mehr als genug hat, das ist Marmor. Er kommt in erster Linie aus den Marmorbrüchen von Carrara. Ausserdem ist Italien weltweit ein grosser Zulieferer von Stahl und Kunstfaserprodukten und gehört zu den besten Eisenerzeugern überhaupt. Wichtige Einnahmequelle ist zudem der Tourismus, den das Land seiner wundervollen Topographie und dem besonderen Flair, sicherlich aber auch dem Wetter zu verdanken hat. Der Tourismus sorgt für zusätzlich nötige Einnahmen, die zumindest einen Teil der Rohstoffarmut wieder kompensieren können. Stärken Italiens sind die Autoindustrie, man denke nur an Ferrari oder Lamborghini, sowie die Chemie- und Textilindustrie. Auch im kulinarischen Bereich kann das Land deutlich punkten. Allein der Weinbau Italiens ist beachtlich. Jährlich werden mehr als 50 Millionen Hektoliter Wein produziert, das ist nahezu soviel wie in Frankreich. Das Bruttoinlandsprodukt Italiens lag 2006 bei etwa 1,8 Billionen US-Dollar, wirtschaftlich gesehen kann sich das Land somit mit Frankreich oder Grossbritannien vergleichen. Besonders hoch ist das Bruttoinlandsprodukt übrigens in Südtirol – es ist das Gebiet mit dem achthöchsten BIP in der gesamten EU.
Kontaktadressen
Italienische Handelskammer für die Schweiz
Zürich
- Seestrasse 123 -CH-8027 Zürich
- Tel: +41-44- 289 23 23
- Fax: +41-44- 201 53 57
- Website: http://www.ccis.ch
- E-Mail: mailto:<email-pii>
- Messeinformationen: mailto:<email-pii>
- Informationen über "La Rivista": mailto:<email-pii>
- Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag:
- 08.30 - 12.00 Uhr
- 13.30 - 16.30 Uhr
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- 12-14 rue du Cendrier - CH-1211 Genf 1
- Tel.: +41-22- 906 85 95
- Fax: +41-22- 906 85 99
- Website: http://www.ccis.ch
- E-Mail: mailto:<email-pii>
- Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag:
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- 13.30 - 16.30 Uhr
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