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Den ältesten Beleg der Sprangtechnik, fand man im Moorgrab der Frau von Haraldskær im dänischen Jütland, in Form einer Wollhaube, die vor rund 2800 Jahren mit der Sprangtechnik hergestellt wurde. Senkrecht gespannte Fäden werden miteinander verzwirnt, was ein sehr elastisches Netz hervorbringt.
Diese Technik findet heute noch in den südlichen Ländern zur Herstellung von sehr dehnbaren Hängematten Verwendung. Mit der Sprangtechnik lassen sich aber auch hauchfeine, filigrane Haarnetze herstellen. In der gallorömischen Zeit waren diese rege im Gebrauch.
Sprang ist eine alte Technik zur Herstellung von “Stretchtextilien”. Ein Satz von Kettfäden wird zwischen zwei Stäben gespannt und miteinander verdreht. Dabei entsteht an beiden Enden eine Textilstruktur. Um zu verhindern, dass die ganze Arbeit aufgeht, werden kleine Stöcke eingeschoben oder mit Querfäden gesichert. Um am Schluss die gesamte Arbeit zu sichern, knüpft man einen Querfaden als Sicherung ein. Dieser sollte der Länge der gesamten Dehnbarkeit der Textilien entsprechen.
Video-Tutorials: Sprangen
Am grossen Rahmen zu sprangen macht besonderen Spass. Aus dem Wikingercenter in Ribe (Dänemärk) wird die uralte Technik sehr anschaulich demonstriert. Hier sehen wir die absoluten Grundkenntnisse.