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Zecken gibt es in der ganzen Schweiz. Sie leben auf bodennahen Pflanzen und kommen vor allem in Laubwäldern mit üppigem Unterholz, an Waldrändern und in der Nähe von Flüssen vor. Sie warten auf einem Grashalm oder im Gebüsch auf einen Wirt (Mensch oder Tier), den sie befallen und stechen, und von dessen Blut sie sich ernähren. Dabei können infizierte Zecken verschiedene Krankheiten übertragen.
Welche Krankheiten übertragen Zecken?
Durch einen Zeckenstich kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME, eine Krankheit, die durch einen Virus ausgelöst wird, übertragen werden. Während bei einem Grossteil der Patienten keine Krankheitszeichen auftreten, zeigen sich bei einigen grippeartige Symptome. Bei bis zu 15 % der Erkrankten kommt es zu einem Befall des Nervensystems, der sich durch Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen zeigt. Bei einem Teil der Patienten kann es zu Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven und zu bleibenden Behinderungen kommen. In sehr seltenen Fällen führt die Krankheit zum Tod.
Zecken können auch die Lyme-Borreliose und die viel selteneren Krankheiten Ehrlichiosen und Rickettsiosen übertragen. Diese werden durch Bakterien verursacht und rufen verschiedene Krankheitsbilder hervor.
Gegen welche durch Zecken übertragbaren Krankheiten gibt es eine Impfung?
In der Schweiz gibt es Impfstoffe zur Vorbeugung gegen die durch Zecken übertragene FSME.
Die Kosten für die FSME-Impfung werden für Personen, die in Gebieten mit Impfempfehlung wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten (ohne untere Zeitlimite für den Aufenthalt) durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernommen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Für einen wirksamen Schutz wird sie über mehrere Monate in drei Dosen in den Oberarmmuskel injiziert.
Gegen Lyme-Borreliose gibt es noch keine Impfung.
Für wen ist die FSME-Impfung empfohlen?
Gemäss Bundesamt für Gesundheit wird die Impfung für Personen ab 6 Jahren, die sich in Risikogebieten aufhalten, empfohlen. Bis auf die Kantone Genf und Tessin, gilt die gesamte Schweiz als FSME-Risikogebiet.
FSME-Impfung bei immunsupprimierten Patienten
Die FSME-Impfung enthält einen Totimpfstoff (inaktivierte FSME-Viren). Damit ist sie grundsätzlich auch für immunsupprimierte Patienten, bei denen das körpereigene Abwehrsystem unterdrückt wird, möglich. Es kann sein, dass die im Rahmen der Autoimmuntherapie verabreichten Medikamente den gewünschten Schutzeffekt der Impfung beeinträchtigen.
Wenn Sie von einer Autoimmunerkrankung betroffen sind, besprechen Sie die Möglichkeit der FSME-Impfung und das Risiko einer ungünstigen Beeinflussung der Autoimmunerkrankung durch die Impfung mit Ihrem behandelnden Fachspezialisten.
Bitte beachten Sie auch die weiteren Möglichkeiten zum Schutz vor Zecken.
Welche Möglichkeiten zum Schutz vor Zecken gibt es?
Zum Schutz vor Zecken helfen:
- lange, gut abschliessende Kleidung, wenn Sie in der Natur unterwegs sind
- geschlossene Schuhe
- das Meiden von Unterholz, Gebüschen, Sträuchern und hohem Gras
- Zeckenschutzmittel
Tragen Sie helle Kleidung, um Zecken darauf besser erkennen zu können und untersuchen Sie nach einem Ausflug in der Natur Ihren Körper auf Zecken.
Sollten Sie eine Zecke entdecken, entfernen Sie diese möglichst schnell. Am besten durch Fassen mit einer Zeckenkarte (erhältlich in der Apotheke) oder einen feinen Pinzette direkt über der Haut und kontinuierlichem Zug. Desinfizieren Sie die Stichstelle und suchen Sie bei Fieber oder anderen Symptomen einen Arzt auf.