Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/1410

Montag, 28. Mai 2012 – 34. Reisetag
Wir verlassen Page und den Lage Powell. Die Gegend wird nun wenig spektakulär und so fahre ich zügig schneller. Plötzlich bemerke ich einen grossen weissen Dodge im Rückspiegel. Ich will ihn überholen lassen, als es aus dem Kühlergrill mit der Sirene rot blau zu blinken beginnt, ist es zu spät. Verdammt! Habe ich mich wohl zu stark auf die neue Country Music CD konzentriert? Also an den Strassenrand, Hände auf das Lenkrad. Ein Sheriff steigt aus, stellt sich etwas nach hinten neben uns, stellt sich vor und erkundigt sich, ob wir Waffen im Fahrzeug haben. Auf die Frage, wie schnell ich gefahren sei, glaubte ich so etwa 65 Meilen. Er meinte, dass er mir über vier Meilen gefolgt sei und mich mit 82 Meilen gemessen habe. Das sei eben die Geschwindigkeit, die wir in der Schweiz fahren dürfen… Diese Bemerkung war natürlich gelogen aber vielleicht half es, dass er in der Busse nur eine Geschwindigkeit von 75 Meilen festhielt.
Das Gerichtsgebäude befinde sich in der nächsten Stadt, wo ich die Busse bezahlen könne. Es sei aber heute geschlossen; Independence Day. Ich erhalte eine Instruktion, wie ich nach acht Tagen im Internet meine Busse suchen und mit der Kreditkarte bezahlen könne. Für den Rest des Tages werde ich zum Verkehrshindernis, da ich die Geschwindigkeit pedantisch einhalte.
Coral Pink Sand Dunes State Park
Nicht weit nach der Stadt Kanab erreichen wir diesen Sanddünen Park, der auf rund 1800 m liegt. Die Lage zwischen zwei Bergen verursacht eine Erhöhung der Windgeschwindigkeit, welche stark genug ist, um erodieren Navajo-Sandstein mitzureissen und dort wieder abzulagern. Ein Teil des Parks ist für die Benützung von Quads und ähnlichen Fahrzeugen freigegeben. Dies haut uns nicht aus den Socken bzw. nicht in den Sand, weshalb wir nach einer Besichtigung des „Fahrerlagers“ den Ort wieder verlassen. Entgegen der Empfehlung des Rangers wähle ich anstelle des Eintritts von einigen wenigen Dollars den Annual Pass für die Utah Canyons. Ich realisiere erst später, dass die meisten Canyons in Utah National Parks sind, für die wir bereits eine Jahreskarte haben.
Zion Canyon
Obwohl wir den Zion Canyon schon vor Jahren besucht hatten, wollten wir noch einmal hinunter zum Visitor Center und später beim Canyon Overlook noch eine Wanderung machen. Der Verkehr wurde immer stärker und plötzlich ging gar nichts mehr. Alle Parkplätze waren überfüllt. Wir entschlossen uns umzukehren und unter einem schattenspendenden Baum zu picknicken. Wir fotografierten das, was wir von der Strasse aus sehen konnten und fuhren weiter Richtung Norden.
Dixie National Forest – Scenic Byway 12
Nach etwa 60 Meilen bogen wir ab auf den Scenic Byway 12, der als einer der schönsten in Amerika gilt und die Bezeichnung All American Road hat. Auch hier am Red Canyon und am Dixie Nationel Forest hätte man Tage mit schönen Wanderungen geniessen können.
Bryce Canyon (I)
Wir erreichen unser heutiges Ziel; „Rubys Inn“ im Bryce Canyon. Es hat nur wenige Motels hier und die sind offenbar immer Monate im Voraus ausgebucht. Wir erinnern uns, dass wir bei unserem ersten Besuch Jahre vorher ohne Reservation 60 Meilen weiter fahren mussten, bis wir ein freies Motel fanden.
Wir checkten ein und fuhren gleich wieder los. Wir wollten noch einige Eindrücke in der Abendsonne sammeln. . Die Aussicht, die man im -Canyon von den Hoodoos hat, sind atemberaubend. Wir lassen hier einfach die Bilder sprechen. Später hatten wir Glück, im Rubys noch einen freien Tisch zum Nachtessen zu erhalten. Das Buffet Dinner war sehr ansprechend.