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Suter, Johann Rudolf - Regierungsrat, erreichte die Abschaffung der Folter in der Schweiz
Transkription:
«Herren
Herren David Salchli auf der unteren Pleiche
Zofingen
Arau d(en) 30ten Merz 1804.
Ich mach es mir zum wahren Vergnügen Ihnen mein verehrtester Herr anmit die Anzeige zu machen, daß gestern der Kleine Rath bey vorgenommener Erwählung der ailf Bezirksverwalter Sie zu demjenigen des Bezirks Zofingen erwählt, wovon Sie dann aber die eigentliche Nachricht im Laufe künftiger Woche durch den Finanz-Rath erhalten werden.
Nun wünsche ich nichts so sehr als daß diese neüe geschäftige Stelle Ihnen angenehm werde und daß sie Ihnen alles gewähre was Sie davon wünschen mögen.
Leben Sie recht wohl und glauben Sie mich aufrichtig
Ihr ergebner
Suter
Regierungsrath»
SUTER, Peter (*1770 - †1847), ref., von Zofingen. Sohn des Johann Rudolf, Hauptmanns und Grossrats, und der Euphrosyne Ringier. Heiratete 1793 Maria Anna Imhoof, Tochter des Johann Jakob, Kaufmanns und späteren Stadtammanns. 1798 Stadtschreiber-Stellvertreter. Suter befürwortete die helvetische Revolution und war ab 1798 Mitglied und 1800-03 Präsident der helvetischen Verwaltungskammer des Kt. Aargau. Nach der Neukonstituierung des Kantons 1803 wurde Suter, der ins Lager der Konservativen gewechselt hatte, in die aargauische Regierungskommission und anschliessend in die erste Regierung gewählt, der er bis 1828 angehörte. Parallel dazu war er 1803-31 Grossrat (viermal Präsident), 1811 und 1813 Tagsatzungsgesandter und danach 1828-31 Bezirksamtmann in Zofingen. Weil er die veraltete Perücke mit Zopf trug, erhielt er den Spitznamen Zöpflipeter.
Grösse und Beschaffenheit des Dokuments: 24x19 cm, Papier. Stempel "ARAU" und Siegel.