Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/29504

<h2>SubmittedText<h2><p>Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger sollten die Möglichkeit haben, Vorsorgeversicherungen oder Vorsorgevereinbarungen auch nach der Pensionierung abzuschliessen oder weiterzuführen. Ich ersuche darum den Bundesrat, Artikel 7 der Verordnung vom 13. November 1985 über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen, die am 1. Januar 1987 in Kraft getreten ist, entsprechend anzupassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Säule 3a gilt für alle ein festes Rentenalter, nämlich das Alter 65 für Männer und zurzeit noch das Alter 62 für Frauen (Art. 13 Abs. 1 BVG). Sofern die Vorsorgenehmer bzw. die Vorsorgenehmerinnen vorher ihre Erwerbstätigkeit aufgeben, beziehen sie unter Umständen eine Altersleistung aus ihrer zweiten Säule (und sind demzufolge BVG-Rentner oder -Rentnerinnen). Ab diesem Zeitpunkt können sie keine Beiträge mehr für die Säule 3a einzahlen. Hingegen können sie das Vorsorgekonto 3a bis zum Rentenalter unverändert stehen lassen. Ein Leistungsaufschub nach Erreichen des Rentenalters ist nach der geltenden Regelung in der gebundenen Selbstvorsorge nicht zulässig.</p><p>Im Unterschied zur Säule 3a ist in der zweiten Säule ein Leistungsaufschub bei Freizügigkeitseinrichtungen möglich und wird steuerlich zugelassen, sofern das Reglement der Freizügigkeitseinrichtung ihn klar vorsieht und der Vorsorgenehmer bzw. die Vorsorgenehmerin erwerbstätig ist. Der Aufschub ist längstens für fünf Jahre möglich (Art. 16 Abs. 1 der Freizügigkeitsverordnung).</p><p>Der Bundesrat ist bereit zu prüfen, ob in der Säule 3a allenfalls eine analoge Regelung wie in der zweiten Säule einzuführen sei, wonach die Auszahlung von Altersleistungen bis spätestens fünf Jahre nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters (gemäss Art. 13 Abs. 1 BVG) aufgeschoben werden könnte. Artikel 3 Absatz 1 BVV 3 wäre entsprechend anzupassen. Voraussetzung wäre allerdings, dass das Reglement der Vorsorgeeinrichtung dies vorsieht und der Vorsorgenehmer bzw. die Vorsorgenehmerin weiterhin erwerbstätig ist.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.