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Motion Büchel: Korruption bei den Internationalen Sportverbänden
veröffentlicht am Donnerstag, 02.12.2010
Datenbank des Schweizer Parlaments
Korruptionsvorwürfe und Wettkampfmanipulation im Sport
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament bis Ende 2011 Massnahmen für die Bekämpfung der Korruption und von Wettmanipulationen im organisierten Sportbetrieb zu präsentieren und die allfällig notwendigen gesetzlichen Regelungen vorzuschlagen.
Der Bundesrat soll insbesondere
1. aufzeigen, welche Massnahmen die wichtigen internationalen Sportverbände (vor allem IOC, FIFA und UEFA) ergreifen bzw. ergriffen haben
2. sich mit der Koordination der Arbeiten zwischen Bund und zwischenstaatlichen Institutionen (Europarat und UNESCO) einerseits sowie den internationalen Sportverbänden andererseits befassen.
Begründung
Die Ereignisse im Umfeld der FIFA und der UEFA, die im Herbst 2010 bekannt wurden, sind beunruhigend. Ebenfalls alarmierend ist der Umstand, dass offenbar auch in unserem Land Fussballspiele im Zusammenhang mit Sportwetten manipuliert werden.
Als Gaststaat von zahlreichen internationalen Sportverbänden muss die Schweiz ein besonderes Interesse haben, dass gegen illegale Machenschaften im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen auf allen Ebenen vorgegangen wird.
Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die Vergabe a) der Durchführungsorte von Grossanlässen der Verbände und b) der milliardenschweren TV- und Marketingrechte zu richten.
Offensichtlich reichen die bestehenden Rechtsgrundlagen im Straf- und Wettbewerbsrecht nicht aus, um gegen solche Machenschaften vorzugehen. Dieser Zustand ist unbefriedigend. Daher ist zu prüfen, ob und inwieweit gesetzlicher Handlungsbedarf besteht.