Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/2719

"Das durch Steuerreformen frei werdende Geld könnte vor allem in Bereiche fliessen, in denen eine erhebliche finanzielle Risikobereitschaft eingegangenen wird", erklärt der IWF in seinem am Mittwoch veröffentlichten "Global Financial Stability Report". Frische Mittel könnten etwa in Wertpapiere, Fusionen und Dividendenzahlungen gesteckt werden. Solche Verlagerungen seien in den vergangenen Jahrzehnten "mit grossen destabilisierenden Schwankungen im Finanzsystem einhergegangen".
Im Bericht wird auf die letzte grosse Steuerreform von 1986 und die 2004 angeregte Regelung für Unternehmenssteuern verwiesen, denen 1990 und 2008 Rezessionen gefolgt seien.
Dem IWF zufolge könnten durch Steuersenkungen und höheren staatlichen Ausgaben die Inflation und Zinsen stärker steigen als erwartet. Das wiederum könne die Schwankungen an den Finanzmärkten verstärken und die Kosten für den Schuldendienst vieler Unternehmen in die Höhe treiben.
Trump hatte "phänomenale" Pläne für eine Senkung der Unternehmensteuern versprochen. Diese wurden aber noch nicht vorgestellt. Finanzminister Steven Mnuchin sagte kürzlich, dass sich der Zeitplan dafür bis in den Sommer verschieben könnte.
(Reuters)