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Als Studentin oder Student kommt man aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens einmal in den Kontakt mit der Eisenhower Matrix oder der ABC-Analyse. Dabei wird untersucht, wie wichtig etwas ist und wie schnell es erledigt werden muss. Folgende Kombinationen kommen dabei raus:
- A Wichtig und dringlich
- B Wichtig, aber nicht dringend
- C Dringend, aber unwichtig
- D Nicht dringend und nicht wichtig
Diese Kategorisierung soll bei der Entscheidungsfindung und in der Führung helfen. Wichtiges und Dringliches erledigt man selber und umgehend. Etwas, das wichtig, aber nicht dringend ist, versieht man mit einer Frist und erledigt es selber oder übergibt es einer Stabstelle.
Unwichtiges, aber trotzdem dringendes, muss nicht selber erledigt werden und kann delegiert werden. Unwichtige und nicht dringliche Aufgaben werden nicht verfolgt, da nicht relevant. Also, ab in den Poubelle damit!
Im ersten Semester, vor allem in den ersten Wochen, hatte ich Mühe, mich zu organisieren und konnte auch noch nicht so recht einschätzen, wie viel ich für die FH machen muss. Für mich war klar, dass ich während dem Semester lernen muss, da kurz vor den Prüfungen mein zweites Kind auf die Welt kommen würde. Also musste ich mir schnellstmöglich Übersicht über alle anstehenden Termine und Fristen verschaffen.
Et voilà, der Eisenhauer schlug zu! Ich behalf mich damals mit einer leicht angepassten Variante der Eisenhower-Matrix und schaffte es so, das erste Semester für mich zu organisieren. Ich nutze dazu eine Pinnwand und wie man auf dem Foto sieht, war die linke Hälfte in vier Quadranten unterteilt.
Oben links heftete ich wichtige und innert Wochenfrist ablaufende Termine an. Rechts davon die noch nicht so dringenden Aufgaben, die aber trotzdem sehr wichtig waren. Zum Beispiel der Abgabetermin für die Disposition gegen Ende des Semesters. Sobald die Fristen fast abgelaufen waren, rutschten diese Zettel in den ersten Quadranten nach.
Unten links dann die Aufgaben der Kategorie C, nicht so wichtig, aber bald zu erledigen. Konnte man machen, musste aber nicht. Die Abfalleimerkategorie schenkte ich mir, dafür verschob ich in das untere, rechte Quadrant alles, was ich schon erledigt hatte, aber die Frist dazu noch nicht abgelaufen war. Je voller es dort unten war, desto besser mein Gefühl. Ganz rechts dann noch die Semesterprogramme mit der Themen- und Aufgabenübersicht der einzelnen Module. So konnte ich alles Wichtige auf einen Blick erfassen.
Hat es denn auch etwas geholfen? Ja, am Anfang sogar enorm. Ich wusste immer, was zu tun war, wie wichtig etwas war, bis wann ich es erledigen musste und was ich schon abgearbeitet habe. Die Matrix half mir, den Kopf frei von solchen Dingen zu bekommen und mich auf das Wichtige (und Dringende!) zu konzentrieren. Wusste ich etwas gerade nicht mehr, reichte ein Blick auf die Pinnwand und alles war wieder klar.
Benutze ich das System noch? Nicht mehr in dieser Form. Im zweiten Semester gab es irgendwie wesentlich weniger Fristen und Termine zu berücksichtigen, es waren ja auch nur noch vier Module, und ich hatte mir mittlerweile meinen Lernrhythmus erarbeitet. Was ich aber auch heute regelmässig mache, ist das Notieren aller Aufgaben und dann das direkte Einplanen in meine Lernzeiten. Zwar schreibe ich dabei keine Matrix mehr auf, doch in meinem Kopf überlege mir jedes Mal, was ist wichtig, was ist dringend und was kann ich auch sein lassen. I’m ready, Mr Eisenhower!