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Autor: URS HAENNI
neuenburg Für die touristisch ausgerichtete Schifffahrtsgesellschaft Neuenburger- und Murtensee (LNM) war das Jahr 2010 punkto Wetter wenig erfreulich. In den für das Unternehmen wichtigen Monaten April, Mai und Juni regnete es häufig. Bei rund 250000 Passagieren über das ganze Jahr bedeutete dies einen Rückgang von 6500 Fahrgästen oder 2,4 Prozent.
Dennoch schliesst die Betriebsrechnung der LNM für das Jahr 2010 mit einem Gewinn von 44500 Franken, wie Direktor Jean-Claude Wenger an der Aktionärsversammlung am Mittwoch auf der «M/S Fribourg» ausführte. Es ist dies der beste Abschluss der letzten Jahre. Während es 2003 bis 2005 Defizite von 250000 bis 1,25 Millionen Franken gab, war der Abschluss ab 2006 immer positiv.
Zu einer solchen Rechnung tragen Subventionen des Bundes, der Kantone Neuenburg, Freiburg und Waadt sowie der Stadt Neuenburg in der Höhe von 1,8 Millionen Franken bei.
Die Gründe für die Verbesserung der Situation liegen gemäss Direktor Wenger bei einer besseren Bindung der Kundschaft, der Restauration durch die Tochtergesellschaft Cap Gourmand SA sowie bei einer besseren Kostenkontrolle.
Allerdings hat das Kostenregime auch Grenzen. Ein Audit des Bundesamtes für Arbeit hat ergeben, dass die Kapitäne übermässig viele Arbeitsstunden leisteten. Dies vor allem wegen der längeren Abwesenheit eines Kapitäns. Mit der Ausbildung zweier Personen schafft die LNM dem Abhilfe.
Voten aus der Versammlung ergaben zudem Folgendes: Die Pensionskasse des Personals scheint auf gutem Weg zu einem besseren Deckungsgrad; die Lautstärke und Frequenz der Schiffshörner kann nicht reduziert werden; die Morgen- und Abendkurse zwischen Neuenburg und Portalban werden wohl bald gestrichen.