Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/459

Eine Hitzeerschöpfung entsteht, wenn man bei warmem Klima weniger Flüssigkeit aufnimmt, als der Körper verbraucht. Beispielsweise verliert der Mensch in Folge grosser körperlicher Anstrengung bei heissem Wetter oder in überheizten Räumen viel Flüssigkeit und Elektrolyte. Gleicht er diesen Verlust nicht durch Trinken aus und sorgt er nicht für eine Abkühlung, kann es zu einer Hitzeerschöpfung kommen. Sie zählt, wie auch Sonnenstich und Hitzschlag, zu den Hitzeschäden.
Als Folge des Wasser- und Salzverlusts ändert sich die Konsistenz des Blutes: Es wird dickflüssiger und kann schlechter durch die Gefässe fliessen. Ausserdem weiten sich bei einer Hitzeerschöpfung die in der Nähe der Körperoberfläche gelegenen Gefässe, um über die erhöhte Durchblutung mehr Wärme abgeben zu können.
Die Symptome der Hitzeerschöpfung ähneln denen eines Schocks aufgrund eines zu geringen Blutvolumens. Neben
die Folge sein.
Bei einer Hitzeerschöpfung sollte sich der Betroffene umgehend flach hinlegen und vermehrt Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten isotonische Getränke oder Brühen, um zugleich Elektrolyte zuzuführen. Andernfalls Mineralwasser, Saft-Schorlen oder Kräutertee.
Medizinisch gehört die Hitzeerschöpfung zur Gruppe der Hitzeschäden, zu der auch Sonnenstich und Hitzschlag zählen.
Manche Personen haben ein erhöhtes Risiko, dass schon eine verhältnismässig geringe Belastung bei hohen Temperaturen zu einer Hitzeerschöpfung führt. Dazu zählen:
Der Grund: Die Hautoberfläche kleiner Kinder ist zu gering, um bei grosser Hitze durch Schwitzen ihre Körpertemperatur regulieren zu können. Bei älteren Menschen funktioniert die Wärmeregulierung altersbedingt nicht mehr vollständig. Bei Kranken ist häufig das Herz-Kreislauf-System geschwächt, sodass der Körper nicht angemessen auf hohe Temperaturen reagieren kann.
Zu einer Hitzeerschöpfung kann es kommen, wenn man sich über längere Zeit bei hohen Temperaturen körperlich anstrengt, ohne dabei ausreichend zu trinken. Durch Trinken würde man das durch Schwitzen und eine verstärkte Atmung verlorengegangene Wasser ersetzen und die Elektrolytverluste ausgleichen.
Beispiele für Situationen, in denen eine Hitzeerschöpfung auftritt, sind:
Bei hohen Temperaturen (Umgebungstemperatur, körperliche Anstrengung) versucht der Körper, überschüssige Wärme abzugeben und sich zu kühlen, um die Körpertemperatur zu regulieren. Dies geschieht zum einen über vermehrtes Schwitzen. Dabei verliert der Körper jedoch in erhöhtem Masse Flüssigkeit und Elektrolyte. Das Blut dickt ein und das Herz muss stärker pumpen, um ausreichend Blut durch den Kreislauf zu transportieren. Ausserdem weiten sich die Blutgefässe in der Haut, um über eine verbesserte Durchblutung vermehrt Wärme abgeben zu können.Hält dieser Zustand über längere Zeit an, steht den inneren Organen nicht mehr ausreichend Blut zur Verfügung: Es folgen die typischen Symptome einer Hitzeerschöpfung.
Je nach Ausmass des Flüssigkeitsverlusts kann eine Hitzeerschöpfung leichte bis schwere Beschwerden verursachen.
Bei einem Flüssigkeitsverlust bis zu drei Prozent des Körpergewichts (etwa 2,5 Liter bei einer 80 Kilogramm schweren Person) spürt der Betroffene verstärkt Durst und eventuell einen leichten Schwindel.
Verliert der Körper bis zu sechs Prozent seines Gewichts (etwa 5 Liter bei einer 80 Kilogramm schweren Person) an Flüssigkeit, kommt es zu Muskelschmerzen und Koordinationsproblemen. Der Betroffene ist müde und desorientiert.
Halten die Flüssigkeits- und Elektrolytverluste an, kann dies schwere Folgen haben: Atemnot, Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle sind möglich. Bleibt eine angemessene Therapie aus, kann sich der Zustand des Betroffenen bis zur Lebensgefahr verschlechtern.
Weitere Symptome einer Hitzerschöpfung sind:
Im Gegensatz zum Hitzschlag ist die Körpertemperatur nicht erhöht.
Die typischen Symptome sowie ein entsprechend warmes Klima lassen bereits auf eine Hitzeerschöpfung schliessen. Gibt der Betroffene zudem an, nicht ausreichend Flüssigkeit aufgenommen und sich vermehrt körperlich betätigt zu haben, liegt die Diagnose der Hitzeerschöpfung nahe.
Blasse, kühle und leicht feuchte Haut grenzt die Hitzeerschöpfung zudem von einem Hitzschlag ab. Ein Hitzschlag äussert sich durch hochrote, heisse und trockene Haut.
Bei einer Hitzeerschöpfung sollten umgehend Erste-Hilfe-Massnahmen eingeleitet und bei Bewusstlosigkeit der Notarzt verständigt werden.
Zu den Sofortmassnahmen gehören:
Wer bei sich erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung feststellt, sollte sich körperlich schonen, einen Ort mit geringerer Temperatur aufsuchen (z.B. Schatten, Haus) und ausreichend Flüssigkeit aufnehmen. Die Symptome vergehen dann selbstständig und folgenlos.
Ignoriert man die Warnzeichen einer Hitzeerschöpfung oder bemerkt man sie nicht, verliert der Körper immer mehr Wasser und Elektrolyte. Dies kann zu Hitzekrämpfen führen – vor allem, wenn der Betroffene versucht, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust allein durch kochsalzarme Getränke (z.B. reines Wasser) zu ersetzen. Wichtig wäre, auch die über den Schweiss ausgeschiedenen Salze zuzuführen.
Weitere mögliche Folge einer nicht behandelten Hitzeerschöpfung: Sie kann in einen Hitzschlag und im weiteren Verlauf zu schwereren Reaktionen bis hin zum Koma führen. In sehr ausgeprägten Fällen gerät der Betroffene in Lebensgefahr.
Einer Hitzeerschöpfung können Sie vorbeugen, indem Sie bei grosser Hitze keine schwere körperliche Arbeit verrichten und auf Sport im Freien oder einer überheizten Sporthalle verzichten. Ausserdem sollten Sie luftige, nicht einengende Kleidung tragen.
Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken und Mineralstoffe zuzuführen – besonders, wenn sich körperliche Arbeit nicht vermeiden lässt. Gut geeignet sind Wasser, Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorlen und Brühen. Auch saftiges Obst und Gemüse liefern Flüssigkeit.
Verzichten Sie bei grosser Anstrengung in der Hitze auf Alkohol, sehr zuckerhaltige und sehr kalte Getränke.