Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/70293

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf den Beginn des Schuljahres 2007 200 neue Lehrstellen in der Bundesverwaltung zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Sorge der Motionärin über die angespannte Situation auf dem Lehrstellenmarkt . Er hat denn auch grosse Anstrengungen für einen kontinuierlichen Ausbau der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung unternommen. In den vergangenen sieben Jahren wurde die Zahl der Lehrstellen um 41 Prozent erhöht.</p><p>Angesichts der weiterhin angespannten Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist der Bundesrat selbst in der aktuellen Personalabbauphase gewillt, das Angebot an Lehrstellen in der Bundesverwaltung weiter auszubauen. Er hat die berufliche Grundbildung in der Bundesverwaltung deshalb von Kürzungen im Rahmen der Entlastungsprogramme ausgenommen. Überdies hat er 2005 erstmals Sollwerte für das strategische Personalcontrolling in diesem Bereich beschlossen. Bis Ende 2011 strebt die Bundesverwaltung einen Anteil an Lernenden von 4 Prozent an. Dies kommt einer Ausweitung des Lehrstellenangebots um rund 25 Stellen gleich.</p><p>Das Augenmerk des Bundesrates gilt jedoch nicht nur der quantitativen Entwicklung. Im Zentrum steht ebenso die Sicherstellung einer hohen Qualität der beruflichen Grundbildung. Die Lernenden sollen zu eigenständig denkenden und handelnden, selbstbewussten Berufsleuten herangebildet und in die Lage versetzt werden, sich später im Arbeitsmarkt zu behaupten oder eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren. Dies setzt eine intensive fachliche und menschliche Betreuung durch qualifizierte Berufs- und Praxisausbildner und -ausbildnerinnen voraus. In den letzten Jahren wurden deshalb in der Bundesverwaltung grosse Anstrengungen zur Professionalisierung dieser Zielgruppe unternommen. Zudem muss sichergestellt sein, dass genügend Aufgabenbereiche vorhanden sind, welche die Entwicklung der berufsspezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten garantieren. Als Einschränkung wirken sich schliesslich die knapper werdenden personellen Ressourcen und die damit verbundene zusätzliche Belastung der in der beruflichen Grundbildung engagierten Personen aus.</p><p>Aufgrund dieser Erwägung ist der Bundesrat der Ansicht, dass die geforderte sprunghafte Erhöhung der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung nicht zu verantworten ist und die seriöse Aufbauarbeit gefährden würde.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.