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Rudolph von Salis, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Adolf Muschg. Sie alle und noch viele weitere helvetische Vordenker waren in der Vergangenheit geschätzte Autoren des Schweizerischen Kurzwellendienstes/Swiss Radio International/SWI swissinfo.ch. Das Unternehmen ist seit 80 Jahren der Information und seinem Publikum verpflichtet.
Der Kurzwellendienst KWD war 1935, zwischen den beiden Weltkriegen, gegründet worden. Als «Stimme der Heimat» richtete er sich primär an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer und bildete für diese eine Brücke zur Schweiz. Weltweit ausgestrahlt wurden die Radiowellen anfänglich über den Völkerbundsender Prangins, später über den Kurzwellensender Schwarzenburg.
Ab Kriegsbeginn 1939 wuchs die Bedeutung des KWD als neutrale Stimme inmitten des kriegsverwüsteten Europas. Die Radiobeiträge waren ein Kernstück der geistigen Landesverteidigung. Von staatlicher Propaganda verschont wurde der Sender in dieser Zeit von Freund und Feind, den Alliierten und den Nazis, gehört und ausgewertet. Geschätzt wurden die Kurzwellenprogramme wegen der zuverlässigen Frontberichte und der klugen Einschätzungen des aus den Fugen geratenen Weltgeschehens.
Im Nachkriegseuropa der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre änderten die Themen des Senders: Wirtschaftlicher Wiederaufbau, nukleare Abrüstung, Ende des Kolonialismus hiessen nun die Schwerpunkte. Die Schweiz galt in dieser Zeit international als glaubwürdig, weil sie selber keine Koloniallasten mitschleppte. Neu nahm man nun auch Publika in Lateinamerika und in Afrika in den Fokus.
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Arabischen Frühling änderte die helvetische Perspektive erneut. In der postkommunistischen Zeit beschäftigt sich der internationale Dienst der SRG SSR auch mit den grossen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, mit Migration, Integration, Freihandel, Umweltschutz sowie der Bekämpfung von Armut und Hunger.
Neu anvisierte Publika leben in der arabischen Welt, in Asien und auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. SWI swissinfo.ch kann und will auch in Zukunft einem internationalen Publikum die Schweiz und ihre Werte erklären und deutlich machen, welchen Beitrag unser Land an die Lösung der globalen Herausforderungen leisten kann. Wir, die Belegschaft von SWI swissinfo.ch, sind stolz auf die Leistungen unser Vorgängerinnen sowie Vorgänger und geben unser Bestes, um das uns anvertraute Erbe durch eine qualitativ hochstehende, sachgerechte sowie ausgewogene Berichterstattung zu bewahren.