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Akustische Stimulation
Zur Behandlung des chronischen Ohrgeräusches wurden verschiedene Ansätze akustischer Stimulation entwickelt, welche mit Tönen und Geräuschen versuchen eine normale Aktivität des Hörsystems und des Gehirns wiederherzustellen. Mit unserem Ansatz können nach der Bestimmung der Tinnitusart und -frequenz individuelle akustische Stimulationen generiert werden, welche neben aktiver Unterdrückung des Tinnitusperzepts auch zu kurz- und langfristigen, hilfreichen neuroplastischen Veränderungen im Gehirn führen können. Eine erste Studie bestätigt, dass unser spezifischer Ansatz mit amplituden- und frequenzmodulierten Klängen zu einer effizienten und anhaltenden Unterdrückung des Ohrgeräusches bei entsprechenden Tinnitus-subtypen führen kann. Wir arbeiten nun daran, diese akustische Stimulationen für Langzeittherapien und mobilen Gebrauch anzupassen sowie die dargebotenen Klänge ästhetisch zu optimieren.
Transkranielle Elektrische Stimulation:
Neben akustischer Stimulation und Neurofeedback wird aktive Hirnstimulation (Neuromodulation) an der Kopfoberfläche als dritte, wirksame Methode zur Linderung des chronischen Ohrgeräusches vorgeschlagen. Eine beachtliche Anzahl von Studien wurde bereits mit diversen Ansätzen der transkraniellen Magnetstimulation sowie der transkraniellen elektrischen Stimulation (schwache, kaum spürbare und unschädliche Ströme) durchgeführt - mit unterschiedlichen und teils widersprüchlichen Ergebnissen. Die Behandlungserfolge schienen dabei stark von den gewählten Tinnitussubtypen sowie den Stimulationsprotokollen und -montagen abhängig zu sein. In einer laufenden Studie prüfen wir daher die Wirksamkeit eines innovativen, auf einem etablierten Tinnitusnetzwerkmodell des Gehirns basierten Protokolls. Wir erwarten damit die fortschreitende Chronifizierung des Ohrgeräusches bei Personen, welche noch nicht lange unter Tinnitus leiden, abzuschwächen.