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Zum Buch:
Aufklärung oder Indoktrination? Information, Belehrung und Aufklärung haben immer mit Meinungsbildung zu tun. Wenn sie von offizieller Seite, zum Beispiel durch die Armee, vermittelt wird, ist das für einen demokratischen Staat mit seiner Meinungspluralität ungewöhnlich. Besonders bemerkenswert für die Schweiz war in dieser Hinsicht die Periode des Zweiten Weltkrieges da die Armee die Aufklärungsmassnahmen nicht nur auf die mobilisierten Wehrmänner beschränkte, sondern auch die Zivilbevölkerung einbezog. Die Analyse der Inhalte, welche dabei vertreten wurden, kann als Gradmesser dafür gelten, inwiefern man sich von offizieller Seite um Sachlichkeit, Ausgewogenheit und Nüchternheit bemühte.
Die Einsicht, dass nur von informierten Wehrmännern engagiertes Mitdenken und Mitarbeiten erwartet werden kann, hat sich heute in der Schweizer Armee durchgesetzt. In einer Milizarmee ist der Dienstpflichtige gleichzeitig Bürger und Soldat. Er will verstehen, warum er für die Landesverteidigung persönliche Opfer zu erbringen hat. Die Geschichte der Truppeninformationen in der Periode der beiden Weltkriege zeigt, dass sich die Armee mit dem Informationsbedürfnis der Soldaten lange schwer tat.
Im Zentrum dieser Studie stehen die Stellen in der Armee, die sich mit Aufklärungs- und Informationsaufgaben beschäftigen, namentlich das Vortragsbureau im Armeestab (1914 - 1916) und die Sektion Heer und Haus (1939 - 1945).
Zum Autor:
Yves-Alain Morel, 1965, studierte Allgemeine Geschichte und Anglistik an der Universität Zürich. Nach drei Jahren als wissenschaftlicher Assistent und Fachlehrer für Militärgeschichte an der Militärischen Führungsschule / ETH Zürich, arbeitet er jetzt als Mittelschullehrer für Geschichte und Englisch an verschiedenen Schulen.
kartoniert - broschiert | 316 S. | 1996