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Von allen ostmitteleuropäischen Staaten hat Polen die Transformation nach 1989 am besten bewältigt. Dennoch hat der Umbruch Gewinner und Verlierer hervorgebracht – und mit ihnen Wut und Ressentiment, die sich mit Nationalismus und Zynismus gut bewirtschaften lassen.
Als im September 1989 in Warschau die erste nichtkommunistische Regierung angelobt wurde, war das Schicksal der Kommunisten in Polen besiegelt. Doch der Übergang zu einem liberalen, marktwirtschaftlich orientierten System stellte das Land vor grosse Herausforderungen. Dennoch gelang es Polen – zur Überraschung vieler, auch im Land selber –, sich innerhalb kurzer Zeit zum Musterbeispiel einer wirtschaftlich und gesellschaftlich gelungenen Transition in Osteuropa zu mausern. Eine vielbewunderte Erfolgsgeschichte.