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Während US-Präsident Donald Trump von einer Krise zur nächsten taumelt, geniesst sein Vorgänger Barack Obama das Leben. Er macht Ferien, hält Reden für saftige Honorare und plant den Bau seiner Präsidentenbibliothek in Chicago.
Einiges davon kann man in der neusten Ausgabe des Klatschmagazins «People» lesen, die am Freitag erscheinen wird. Es widmet seine Titelgeschichte den Obamas und ihrem neuen Leben. In einer vorab veröffentlichten Meldung erfährt man, was der alte vom neuen Bewohner des Weissen Hauses hält.
Donald Trump sei «nichts als ein Dummschwätzer» («a bullshitter»), soll Obama im letzten November zwei Freunden gesagt haben. Er habe damit auf einen Anruf Trumps in der Wahlnacht reagiert, in dem ihm der Wahlsieger seinen «Respekt» und seine «Bewunderung» ausgedrückt habe.
Der gleiche Trump hatte zuvor kaum ein gutes Haar an Obama gelassen. Er war sogar ein führender Vertreter der Birther-Bewegung, die Obamas Geburt in den USA und damit sein Anrecht auf das Amt des Präsidenten angezweifelt hatte. Obama hat das nicht vergessen. Seine Meinung über Trump habe sich seit dem November «kein bisschen verbessert», sagte eine Quelle zu «People».
Obama sei «tief besorgt» über das Treiben im Weissen Haus, sagte eine dritte Quelle. Er sei aber auch optimistisch und ermutigt, weil die Leute nicht einfach zuschauten, sondern sich engagierten. Öffentlich würde er seinen Nachfolger jedoch nicht kritisieren. Das widerspricht einem ungeschriebenen Gesetz für Ex-Präsidenten.
Sein Stern strahlt ohnehin umso heller, je tiefer Donald Trump im Skandalsumpf versinkt. Laut einer neuen Umfrage des Instituts Public Policy Polling wünschen sich 55 Prozent der Amerikaner, Barack Obama wäre immer noch Präsident. Nur 39 Prozent ziehen Trump vor. (pbl)