Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/1012

Pilotprojekt Langzeitarchivierung
Abgeschlossenes Projekt
An der ETH Zürich werden an verschiedenen Departementen digitale Messdaten (Primärdaten) erhoben und elektronische Auswertungen (Sekundärdaten) erstellt. Auch die ETH-Bibliothek verfügt über zahlreiche elektronische Medien, wie zum Beispiel elektronische Zeitschriften, Datenbanken, E-Books. Traditionell bekleidet sie die Aufgabe, die Bereitstellung und die Verfügbarkeit dieser Informationen dauerhaft zu sichern. Ein umfassender Ansatz für die langfristige Archivierung von digitalen Primär- und Sekundärdaten fehlte jedoch bisher sowohl an der ETH Zürich (Link verlässt diese Seite) als auch an der ETH-Bibliothek.
In einer ersten Phase (September 2006 bis Mai 2007) sind im Pilotprojekt die Machbarkeit einer vertrauenswürdigen digitalen Langzeitarchivierung von Primär- und Sekundärdaten für die ETH Zürich geprüft und Entscheidungsgrundlagen für das weitere Vorgehen geschaffen worden.
In der zweiten Phase (Juni 2007 bis Sommer 2009) findet die Pilotinstallation statt, die vergleichend mit zwei Software-Produkten ausgeführt wird. Ziel der Pilotinstallation ist es, die Anforderungen an ein digitales Langzeitarchivierungssystem für die ETH Zürich zu definieren und gegebenenfalls Tests wichtiger organisatorischer sowie technischer Abläufe durchzuführen. Das Vorgehen richtet sich nach dem OAIS-Modell (Link verlässt diese Seite) (Reference Model for Open Archival Information Systems), das als ISO-Standard 14721 als Referenzmodell für alle Arten von digitalen Archivierungssystemen gilt. Die einzelnen Module des OAIS-Modells sind in die Projektorganisation und in den Strukturplan eingebettet.
Die Übertragbarkeit und Nachnutzung der Ergebnisse für weitere Schweizer Hochschulen ist ein ebenfalls nicht zu vernachlässigender Aspekt. Darüber hinaus bestehen auf nationaler und internationaler Ebene Kooperationen mit anderen Projekten, die sich mit digitaler Langzeitarchivierung befassen, wie z.B. E-Helvetica (Link verlässt diese Seite), kopal (Link verlässt diese Seite), nestor (Link verlässt diese Seite), KOSTPROBE (Link verlässt diese Seite), so dass Erfahrungen und Kompetenzen genutzt und je nach Möglichkeit angewandt werden können.