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Für Gemeinden, die auf der Watchliste figurieren, gilt bei Erreichen der Phase 4 das aufsichtsrechtliche Verfahren gemäss Gemeindegesetz (GG, § 211ff). Dieses Verfahren umfasst folgende Schritte:
Prüfung auf Gesetzeswidrigkeiten/Missstände nach § 208 lit. c und § 211ff GG
Feststellungen bekanntmachen: Schriftliche Feststellung der Mängel oder Gesetzeswidrigkeiten durch das AGEM zu Handen der Gemeinde und Einforderung einer Stellungnahme;
Stellungnahme Gemeinde und Beratung AGEM: Stellungnahme durch die Gemeindebehörde, wobei in dieser Phase das AGEM beratend beigezogen werden kann;
Antrag auf Einleitung Aufsichtsverfahren: Falls die Stellungnahme bzw. Massnahmen der Gemeinde nicht zur Behebung des Missstandes führen, stellt GEMFIN Antrag auf Einleitung eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens (§ 211) mit folgenden möglichen Optionen:
Untersuchung: Eröffnung einer Untersuchung: Federführung AGEM und Vorlage eines Berichts zu Handen des Regierungsrates.
Aufforderung durch Regierungsrat: Bestätigt der Bericht die Missstände fordert der Regierungsrat die Gemeinde auf, diese innert einer bestimmten Frist zu beheben (§ 212 Abs. 1);
Regierungsrätliche Massnahmen: Behebt die Gemeinde die Missstände nicht, so kann der Regierungsrat erforderliche Anordnungen treffen oder entsprechende Massnahmen durchführen lassen (§ 212 Abs. 2); Kantonsrätliche Sachwalterschaft:
Sachwalterschaft: Falls die gesetzmässige und geordnete Verwaltung auf längere Zeit nicht durch die Gemeinde gewährleistet werden kann, wird die Selbstverwaltung durch den Kantonsrat entzogen (§ 213).