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Bella Italia, Tropenfieber, Schweizerreise, Ostwärts und Überseefahrt: Über 100 Postkarten präsentiert das Staatsarchiv an der Museumsnacht vom 22. Januar 2016. Mit Bildern und Texten aus dem Archiv zum Thema Reisen. Nun haben es Postkarten so an sich, dass sie kurz und knapp sind, zuweilen fast wortlos. Wer die Verfasserin war oder wohin die ganze Reise führte, das erfährt man beim Lesen einer Postkarte selten.
Hier erzählen wir deshalb etwas mehr zu dem, was auf unseren Postkarten steht. Sprich was dazu im Staatsarchiv an überlieferter Information vorhanden ist.
Teil 1: Bella Italia
Die Fotografie zeigt aus Deutschland und Frankreich abgeschobene Italiener am Elsässerbahnhof, 1914. Sie stammt aus einem Sammelalbum, welches Basel zur Zeit des Ersten Weltkriegs dokumentiert. Das Fotoalbum befindet sich in der Bildersammlung (AL 45), als Nachlass des Arztes Dr. Carl Friedrich Meyer (1873-1948).
Die Fotografien stammen aus einer Sammlung von auf Karton aufgezogenen Fotografien (Zeitraum 1860-1890) aus dem Besitz von Heinrich Oeri-Schenk (1905-1995). Die Fotografien befinden sich in der Bildersammlung (AL 47). Es handelt sich um Fotografien bekannter italienischer Fotoateliers, die Oeri vermutlich auf seinen Reisen kaufte.
Die Fotografien stammen aus dem Nachlass des Zeitungsfotografen Hans Bertolf. Sie dokumentieren die An- und Abreise italienischer Arbeitskräfte nach Basel in den 1960er-Jahren. Die Fotografien befinden sich in der Bildersammlung (BSL 1013).
Die Zeichnung (Sorrento um 1869) stammt aus dem Nachlass von Heinrich Adolf von Geymüller (1839–1909). Der Nachlass befindet sich im Privatarchiv PA 768a Familienarchiv Geymüller.
Die Postkarte von Neapel und die Fotografien aus Elba stammen aus einem Anhang zu der Autobiographie Friedrich Tschudins (1898–1987). Sie befinden sich im Privatarchiv PA 883a Archiv der Familie Tschudin. Friedrich Tschudin hinterliess von zahlreichen Reisen in Europa Fotografien, Prospekte und Postkarten.Jacob Burckhardt war ein Basler Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Basel. Grosse Bekanntheit erhielt er durch sein Buch Die Cultur der Renaissance in Italien.
Dieses Postkarten-Zitat stammt aus dem gedruckten Bericht Sängerreise der Basler Liedertafel nach Italien, 1911. Der Bericht befindet sich im Privatarchiv PA 175a Archiv der Basler Liedertafel. Die Liedertafel wurde 1852 gegründet. 1911 unternahm sie eine ausgedehnte Konzertreise nach Italien.
Dieses Postkarten-Zitat stammt aus der 1867 gedruckten Broschüre, in der Ratsherr Karl Sarasin über seine Italienreise berichtet. Die Broschüre befindet sich im Privatarchiv PA 212a Sarasin’sches Familienarchiv. Karl Sarasin war ein Basler Unternehmer und Politiker. Seit 1845 gehörte er als Konservativer dem Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt an, seit 1856 und bis 1875 dem Kleinen Rat, der Regierung. Dort war er seit 1858 für die Leitung der öffentlichen Bauten zuständig, später für das Sanitätswesen. Er unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau und den Bau von Arbeiterhäusern.
Dieses Postkarten-Zitat stammt aus dem Bericht eines Klassenlehrers über eine Maturreise 1952. Der Bericht findet sich – wie viele andere solcher Reiseberichte – in den Akten des Realgymnasiums (ED-REG 13 (1) 17-2).
Dieses Postkarten-Zitat stammt aus den handschriftlichen Notizheften des Basler Unternehmers Rudolf De Bary 1885/1886. Die Hefte befinden sich im Privatarchiv PA 751 Archiv der Familie de Bary in Basel. Die Familie De Bary betrieb eine Seidenbandfirma und gehörte zu den wichtigen Familien Basels.
Die Fotografien stammen aus einem Fotoalbum der Ehegatten Hagenbach-Vonder Mühll und zeigen ihre Italienreise 1914. Das Album befindet sich im Privatarchiv PA 82 Wackernagelsche Familienstiftung (Bildmaterial Familienzweig Hagenbach).
Die Fotografie und die Zeichnung stammen aus dem Nachlass von Friedrich Zschokke-Dietschy (1860–1936). Sie befinden sich im Privatarchiv PA 767a Familienarchiv Zschokke. Die Zeichnung verfasste Sohn Hans anlässlich der Abreise seines Vaters nach Konstantinopel 1910.