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Bei jeder Behandlung ist das Ziel, das harmonische Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Das ist aber ein Prozess und heisst nicht, dass die Behandlung jedes Mal gleich aussehen wird.
Bei jeder Folgebehandlung werde ich fragen, ob sich was geändert hat und in welchem Sinne. Ebenso werde ich jedes Mal erneut die Zunge anschauen und den Puls fühlen. Im Normallfall nimmt die Bestandesaufnahme in Folgebehandlungen weniger Zeit ein als die Anamnese in der ersten Behandlung. Diese Kontrolle gibt aber Aufschluss über Veränderungen, die manchmal sanft und unauffällig für den Betroffenen sind.
So kann zum Beispiel bei einer harten Muskelverspannung, der behandelte Muskel eine Woche später locker sein, aber es macht sich dann plötzlich der darunterliegende Muskel oder ein Muskel, der dieselbe Bewegung ausführt, bemerkbar. Somit hat der Betroffene subjektiv das Gefühl, dass es gar nicht besser geworden ist, aber beim systematischen Testen stellt sich heraus, dass sich die Situation schon verändert hat, dass sich nun aber eine tiefere Schicht bemerkbar macht. So kann man eine Beschwerde Schicht für Schicht oder von allen Seiten her bearbeiten.
Oder beim Ausleiten von Hitze aus der Lunge, welche sich durchs Rauchen angesammelt hat, manifestiert sich darunter eine Leere und Kälte. Das heisst in einem ersten Schritt müssen diese Toxine (Hitze) ausgeleitet werden, danach muss die Lunge aber eventuell wieder erwärmt werden.
Um sich auf diesen Prozess einzulassen, muss eine ganze Behandlungsfrequenz von etwa 10 Sitzungen berechnet werden. Grundsätzlich gilt, je länger eine Beschwerde schon besteht, desto länger dauert die Behandlung.