Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03564.jsonl.gz/834

Im Unterengadin ist nach einem halben Jahr wieder ein Bär beobachtet worden. Das Tier überquerte in der Nacht auf Montag bei Strada die Kantonsstrasse in Richtung Tschlin.
Die Beobachtung werde als glaubwürdig eingestuft, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Dienstag mit. Schon Ende letzter Woche sei im Gebiet des Reschenpasses im Südtirol ein Bär beobachtet worden, der in Richtung Norden wanderte. Die neuste Sichtung im Unterengadin machte eine Privatperson, wie es auf Nachfrage hiess.
Beim Grossraubtier könnte es sich um das Männchen M32 handeln, das zuvor über längere Zeit im Gebiet Val Müstair, oberes Vinschgau seine Spuren hinterliess. Nach Behördenangaben handelt es sich um die erste Bärenbeobachtung im Unterengadin seit September 2015. Landwirte und Imker seien darüber informiert worden.
Der 13. Bär
Sofern es sich wirklich um M32 handelt, ist das Tier zweieinhalb Jahre alt, wie Hannes Jenny, Wildbiologe beim Amt für Jagd und Fischerei, auf Anfrage sagte. Der Bär sei eher scheu und habe sich letzten Herbst und diesen Frühling auf "Imkereiartikel" spezialisiert.
M32 wäre der 13. Bär, der von Italien nach Graubünden gewandert ist. Er dürfte vor etwa eineinhalb Monaten aus dem Winterschlaf erwacht sein.
Der Kanton Graubünden hat in den letzten Jahren immer wieder Besuch von Braunbären aus dem Trentino in Norditalien erhalten. Geblieben ist keiner. Zwei Einwanderer wurden von der Wildhut geschossen, weil sie zum Risiko für den Menschen geworden waren.
sda-ats