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«Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat» von Gavin Extence.
Tipp von Monica Toth, Bibliothekarin aus Zumikon.
Dieses Buch beginnt am Ende einer zunächst völlig unverständlichen Ereigniskette: Der 17-jährige Alex Woods wird an der Grenze von England mit Marihuana, einer grösseren Menge Bargeld und einer Urne voller Asche im Gepäck gestoppt.
Die Polizei verlangt Erklärungen und Alex erzählt eine Geschichte, die vor zehn Jahren begann: In der Schule ist er ein ziemlicher Aussenseiter. Er ist ein Nerd – interessiert sich für Astrophysik und Neurologie –, hat eine hellseherisch begabte Mutter. Dann wird er auch noch von einem Meteoriten getroffen und hat seither epileptische Anfälle. Nicht gerade Eigenschaften, um sich bei Gleichaltrigen beliebt zu machen. Er wird von seinen Schulkollegen geplagt und gemobbt.
Dann lernt er Mr. Peterson kennen, diesen griesgrämigen, einsamen, alten Mann, der im Estrich Marihuana züchtet, gelegentlich Briefe an Gefangene schreibt und der bald zu seinem besten Freund wird; sie sind füreinander da – jeder auf seine ganz eigene Art.
In diesem Buch geht es ums Anderssein, um Freundschaft, Loyalität und die Frage, wie das Umfeld reagiert, wenn ein Mensch selbstbestimmt leben und selbstbestimmt und in Würde sterben möchte. Eine feinfühlige, empathische, sensible und intelligente Geschichte. Trotz aller gebotener Ernsthaftigkeit bei diesen Themen werden die Ereignisse schwungvoll und mit viel Humor erzählt. Ich habe bei der Lektüre gelacht und geweint. Eine wirklich schöne, herzliche und von emotionaler Intelligenz getragene Geschichte.