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Klar ist: Der Swiss Ice Hockey Cup etabliert sich. Er entwächst den Kinderschuhen. Als der Cup vor vier Jahren wiederbelebt wurde, gingen die meisten davon aus, dass Siege von Unterklassigen gegen Oberklassige im Eishockey nahezu auszuschliessen sind. Dieses Vorurteil wurde schon im ersten Jahr widerlegt. Letzte Saison holten die Rapperswil-Jona Lakers aus der Swiss League den Cupsieg. Sie eliminierten mit Lugano in den Achtelfinals (3:0) und Zug in den Viertelfinals (5:1) zwei Teams aus der National League. Im Final fügten die Lakers dem HC Davos im ausverkauften Lido mit 7:2 eine der bittersten Niederlagen der Neuzeit zu.
Zum Vergleich: Im Fussball dauerte es inklusive aller Vorläufer-Wettbewerbe fast 100 Jahre, bis 2006 der FC Sion als erster und bislang einziger Unterklassiger einen Cupfinal gewann (1:1 nach Verlängerung gegen die Young Boys; Sion gewann das Penaltyschiessen 5:3).
Die Rapperswil-Jona Lakers bewiesen auch, dass ein Triumph im Cup sich nicht nachteilig auf Erfolge in der Meisterschaft auswirkt. Denn Bern (Cupsieger 2015) und die ZSC Lions (Cupsieger 2016) waren nach ihren Cupsiegen in den Playoffs früh ausgeschieden, und Kloten, der Cup-Holder von 2017, verpasste die Playoffs sogar. Die Rapperswil-Jona Lakers hingegen marschierten nach dem Cupsieg zum Titel in der Swiss League durch und schafften anschliessend in einer packenden Ligaqualifikation in sieben Spielen gegen Kloten den Wiederaufstieg.
Die Rapperswil-Jona Lakers beginnen die Titelverteidigung im Cup am Mittwoch in Dübendorf, das mit einem Erfolg über Davos auch schon für eine Sensation gesorgt hat. Spannung versprechen von den Erstrunden-Partien primär die Spiele Visp - Servette und Ajoie - Lausanne am Dienstag. Ajoie schaffte es vor einem Jahr im Cup bis in die Halbfinals (0:4-Niederlage in Rapperswil).