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Während einer Behandlung mit Antibiotikum ist es wichtig, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten. Denn sie können die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen. Die Medbase-Apothekerin Véronique Vonlanthen erklärt, welche das sind.
Diese Lebensmittel sind ein No-Go:
Bestimmte Antibiotika können mit dem Kalzium in Milchprodukten oder mit kalziumreichem Mineralwasser komplexe Bindungen eingehen. Dann gelangt zu wenig Wirkstoff ins Blut und das Antibiotikum wirkt zu schwach. Diese Antibiotika sollte man nicht mit Milch oder Milchprodukten wie Joghurt, Quark oder Käse einnehmen: Tetrazykline (zum Beispiel Doxycyclin) oder Fluorochinolone (zum Beispiel Ciprofloxacin oder Norfloxacin).
Die Zitrusfrucht kann die Wirkung von Makrolid-Antibiotika (zum Beispiel Erythromycin, Clarithromycin, Azithromycin) stark beeinflussen. Der Grund ist ein bestimmtes Enzym, das in der Frucht enthalten ist. Das Enzym vermindert den Abbau des Antibiotikums, was eine erhöhte Wirkstoffkonzentration im Blut zur Folge haben kann. Dies wiederum kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Da eine zeitversetzte Einnahme nicht vor Wechselwirkungen schützt, sollte man während der Therapie mit Makrolid-Antibiotika ganz auf diese Frucht verzichten.
Wer trotz einer Infektion nicht auf sein Gläschen Wein verzichten kann, könnte eine unangenehme Überraschung erleben. Die Einnahme vom Antibiotikum Metronidazol zusammen mit Alkohol kann zu einer auftretenden Rötung des Gesichts, zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen. Der Grund: Das Metronidazol verlangsamt oder hemmt ein bestimmtes Enzym (die Alkoholdehydrogenase), das für den Abbau von Alkohol verantwortlich ist. Deshalb sollte man während der Therapie mit diesem Medikament, und mindestens am darauffolgenden Tag, ganz auf alkoholhaltige Getränke verzichten.
Koffein kann durch einige Antibiotika, wie zum Beispiel Ciprofloxacin, schlechter abgebaut werden. Das kann zu Herzrasen und zu Schlafproblemen führen.