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Zum Glück waren die Schafe und die Herdenschutzhunde innerhalb eines Schafzaunes. Der Weg ging gerade neben der eingezäunten Weide vorbei. Die Schutzhunde haben gebellt und kamen näher, zeigten jedoch keine Aggressivität.
In der Schweiz hat es etwa 200 Herdenschutzhunde. Es sind die Maremmen-Abruzzen-Schäferhunde oder die Pyrenäenberghunde. Generell werden die Herdenschutzhunde soweit sozialisiert, dass sie möglichst gelassen auf Wanderer und Biker reagieren. Wanderer werden von den Herdenschutzhunden nicht angegriffen. Für Wanderer mit Hunden ist es etwas kritischer (in der untenstehenden Auflistung die Situation 3).
Es gibt ein paar Regeln, welche unbedingt zu beachten sind (aus www.agridea.ch):
Situation 1
Sie nähern sich einer Herde. Ein Schutzhund bellt, rennt in Ihre Richtung und versperrt Ihnen den Weg.
- Bleiben Sie ruhig und geben Sie dem Hund Zeit, zu kontrollieren, dass Sie keine Gefahr für seine Herde darstellen.
- Vermeiden Sie, die Herde zu stören. Halten Sie Distanz zu den Tieren und umgehen Sie nach Möglichkeit die Herde.
- Folgt Ihnen der Hund beim Weitergehen, so ignorieren Sie ihn – er wird bald zu seiner Herde zurückkehren.
Situation 2
Sowohl Schutzhunde wie Schafe können durch schnelle, überraschende Bewegungen erschreckt werden.
- Sind Sie mit dem Bike unterwegs, steigen Sie ab und schieben Sie das Rad.
- Als Fussgänger verlangsamen Sie Ihr Tempo und vermeiden Sie Provokationen mit Stöcken und schnellen Bewegungen.
- Füttern oder streicheln Sie die Hunde nicht, denn sie sollen bei ihrer Herde bleiben.
Situation 3
Auf fremde Hunde reagieren Schutzhunde besonders aufmerksam.
- Nehmen Sie den eigenen Hund an die Leine.
- Lassen Sie ihn jedoch los, wenn es zu einer Konfrontation zwischen den Hunden kommt. Die Hunde regeln ihre Rangordnung selbst. Falls Sie den Hund an der Leine behalten, gefährden Sie sich
selbst!
- Versuchen Sie nicht, mit Ihrem Hund eine geschützte Herde zu durchqueren, sondern umgehen Sie diese. Im Zweifelsfalle kehren Sie um!
Weitere Informationen unter:
www.herdenschutzschweiz.ch -> hier gibt es eine Schweizerkarte mit eingezeichneten Wanderwegen. Auf der Karte sind die Reviere mit Herdenschutzhunden ersichtlich
www.agridea.ch -> gutes Video
www.sac-cas.ch -> Umgang mit Herdenschutzhunden (siehe Merkblatt wandern)
www.pronatura.ch -> sichere Begegnung mit Herdenschutzhunden
Nachwort
Als Appenzeller habe ich als Kind so einige Erfahrungen mit aggressiven Appenzellerhunden gemacht. Ich habe mich an folgende Regeln gehalten und wurde deshalb noch nie von einem Appenzellerbläss gebissen!
- den Bauernhof mit einem Appenzellerbläss meiden
- generell einen grossen Umweg machen, wenn ein Bläss bellt
Ich hoffe mit diesem Beitrag (aus den aufgeführten Links zusammengetragen) die Eurasier Freunde über das Verhalten bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden etwas informiert zu haben. Viel Spass beim Bergwandern.
Ihr B. Kempf
Archiv
Herdenschutzhunde
Zum Glück waren die Schafe und die Herdenschutzhunde innerhalb eines Schafzaunes. Der Weg ging gerade neben der eingezäunten Weide vorbei. Die Schutzhunde haben gebellt und kamen näher, zeigten jedoch keine Aggressivität.