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Ein Film von Karl Saurer, Schweiz 1993, Dialekt, Karl Saurer ist Kulturpreisträger Kanton Schwyz, 2018, Einführung Tom Pfister, Medienwissenschaftler und Kulturvermittler; Karl Saurer rollt in seinem Dokumentarfilm die Geschichte des grössten, bei Einsiedeln im Kanton Schwyz gelegenen Schweizer Stausees auf. Der Film lässt die Landschaft der weiten Sihlebene aufleben, die 1937 unter Wasser gesetzt wurde, um Strom für den Zugsverkehr zu gewinnen. Durch den Stau wurden mehr als 1700 Personen in ihrer Existenz betroffen; 107 landwirtschaftliche Betriebe wurden geflutet. Saurer erzählt eine innerschweizerische Kolonialgeschichte. In seinem Film entwirft er ein Bild dieses Ereignisses und der damit verbundenen Widersprüche und Konflikte zwischen agrarischer Bergregion und industrialisiertem Unterland, regionalen und nationalen Bestrebungen, ökonomischen und ökologischen Interessen. In alten und neuen Aufnahmen und in Gesprächen mit Bauarbeitern und ausgesiedelten Bauern wird deutlich, dass die Wunden, die Bau und Konzession im Hochtal zurückliessen, noch nicht verheilt sind.
Am 12. März 2020 ist Karl Saurer gestorben, ein Nachruf von Tom Pfister