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J. Bernlef ist gestorben
30.10.2012 Der 1937 in Sint Pancras als Hendrik Jan Marsman geborene niederländische Schriftsteller J. Bernlef (Bild), der in seiner Lyrik und Prosa vor allem der Frage nachging, "inwieweit sich subjektives und objektives Erleben, Erinnern und Vergessen, Beobachtung und Wahrnehmung in Sprache fassen lässt", ist gestern in Amsterdam gestorben.
"Bernlef wurde 1937 in Sint Pancras, einem Dorf nördlich von Alkmaar, in den Niederlanden geboren und wuchs mit einigen Unterbrechungen in Amsterdam auf, wo er bis zu seinem Lebensende lebte. Nach dem Abitur (1955) arbeitete er in einer Buchhandlung und leistete von 1956 bis 1958 den Militärdienst ab.
In dieser Zeit wurden erste Gedichte Bernlefs in Zeitschriften veröffentlicht. In die Jahre 1958 und 1959 fallen längere Aufenthalte in Schweden, wo er als Gelegenheitsarbeiter seinen Lebensunterhalt verdiente, aber auch ernsthaft mit dem Schreiben begann. Von 1960 bis 1964 bei einer Buchimportfirma tätig, arbeitete Bernlef seitdem als freier Schriftsteller und Übersetzer.
Aus dem Schwedischen übersetzte Bernlef unter anderem Lars Gustafsson, Per Olof Sundman und Tomas Tranströmer sowie aus dem Amerikanischen Elizabeth Bishop und Marianne Moore.
Neben Sprache interessierte sich Bernlef leidenschaftlich für Jazzmusik - worüber er ebenfalls einige Bücher veröffentlicht hat.
Er starb im Alter von 75 Jahren in seinem Wohnort Amsterdam."
"J. Bernlef, ein Pseudonym für Hendrik Jan Marsman, wurde mit seinem Roman 'Hirngespinste' auch in Deutschland bekannt. Dieser 1984 erschienene Roman über Demenz wurde in zehn Sprachen übersetzt und verfilmt."
Schrijver Bernlef overleden
"In zijn woonplaats Amsterdam is vandaag na een kortstondig ziekbed de schrijver Bernlef overleden. Hij werd vijfenzeventig jaar. Querido treurt om de dood van Bernlef, die meer dan vijftig jaar aan de uitgeverij verbonden was. Uitgever Annette Portegies: 'We verliezen niet alleen een geweldige schrijver maar vooral ook een lieve vriend. Iemand bovendien die, vanuit de traditie van ons huis, meedacht over de toekomst van de uitgeverij, en die jonge schrijvers hielp en adviseerde. We zullen hem verschrikkelijk missen.'"
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