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In etwa 160 Fällen in erster Instanz wiesen die Richter die Klage ab oder die Kläger machten einen Rückzieher. Insgesamt sind dem Zeitungsbericht zufolge bisher 2000 Mängelklagen anhängig. Diese richten sich gegen Händler oder den VW-Konzern direkt. Bisher hat das Unternehmen in Deutschland etwa 1,6 Millionen der rund 2,6 Millionen manipulierten Dieselautos umgerüstet.
In den USA, wo der Abgasskandal ans Licht gebracht worden war, zahlt Volkswagen wegen geschönter Abgaswerte Milliarden an Autobesitzer. Die Fahrer betroffener VW-Fahrzeuge können mehr als 5000 Dollar (4635 Euro) Entschädigung bekommen. Für Kunden in Europa plant VW keine solche Entschädigung.
Die EU-Kommission macht deshalb schon seit einiger Zeit Druck auf Volkswagen. Sie verlangt finanzielle Zugeständnisse an die 8,5 Millionen betroffenen Autofahrer in Europa und forderte zuletzt "konkrete Ergebnisse" bis Ende April. Justizkommissarin Vera Jourova will durchsetzen, dass der Autobauer den Kunden finanziell oder durch zusätzliche Service-Leistungen entgegenkommt. Die zugesagte Reparatur der Autos reiche nicht aus.
Bereits vor dem Abgasskandal war bekannt, dass auch vermeintlich saubere Dieselautos nicht unbedingt weniger Schadstoffe ausstossen als Benziner. Bei Dieseln liegt zwar der Ausstoss des Klimagases CO2 in der Regel niedriger als bei ähnlich gebauten Benzinern. Diesel stossen aber meist mehr umwelt- und gesundheitsschädliche Stickoxide aus. Hier hatte VW mithilfe einer Software dafür gesorgt, dass die Autos erkennen, wenn sie einem Abgastest unterzogen werden. Sie schalteten dann in einen Modus, bei dem sie deutlich weniger Stickoxide ausstiessen./sba/DP/he
(AWP)