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Die sogenannte „Dufourkarte“ (vermessen und herausgegeben auf Befehl der eidgenössischen Behörden, aufgenommen unter Aufsicht des Generals G.H. Dufour, Erstausgabe 1845–1865, Nachführung bis 1939) dokumentiert die Siedlungs- und Landschaftsentwicklung der modernen Schweiz im 19. Jahrhundert. Jahrhundertwerke wie das Linthwerk waren bereits abgeschlossen, andere noch nicht verwirklicht wie die Stauseen in den Alpentälern und die Flusskorrekturen von Aare und Rhein. Auf dem gezeigten Ausschnitt sieht man, wie zwischen der Stadt Zürich und den heutigen Aussenquartiere noch kilometerweit unbesiedelte Flächen liegen.
Zürich und Umgebung, Ausschnitt aus der Dufourkarte, 1926
Auf der Basis der eidgenössischen und kantonalen Aufnahmen entstand die Dufourkarte, das erste amtliche Kartenwerk der Schweiz. Die Originalaufnahmen wurden im Massstab 1:25 000 (im Flachland) und 1:50 000 (im Gebirge) erstellt. Die Publikation erfolgte jedoch im Massstab 1:100 000, wobei das Gebiet der Schweiz auf 25 Blätter verteilt wurde. Karten im Massstab der Originalaufnahmen wurden ab 1870 unter der Bezeichnung „Siegfriedkarte“ herausgegeben. Die Dufourkarte wurde im Kupferstichverfahren hergestellt, zuerst erfolgte der Druck einfarbig, später 2- und 3-farbig.
Das meist hügelige und gebirgige Gelände wird auf der Dufourkarte mit Schattenschraffen dargestellt, wodurch es besonders plastisch erscheint. Diese so genannte „Schweizer Manier“ erntete viel Lob und brachte dem Topographischen Bureau mehrere internationale Auszeichnungen ein.
In der Kartensammlung der ETH-Bibliothek befindet das Kartenwerk in verschiedenen Ausgaben.
Das Kartenwerk kann via NEBIS recherchiert und im Lesesaal der Spezialsammlungen eingesehen werden.