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Das Dorf Braunwald im Kanton Glarus rutscht seit Jahrzehnten talwärts. Die Bewegungen werden seit 1981 überwacht und bereits 1985 wurden erste Entwässerungsmassnahmen getroffen. Trotzdem kam es 1999 zu einem grösseren Murgang, der bis ins Tal hinab reichte.
Durch eine Modellierung der Rutschmasse wurde 2014 aufgezeigt, dass der Hangrutsch durch eine gross angelegte Entwässerung des Bodens stark verlangsamt werden könnte. Vor rund einem Jahr wurde beim Kanton Glarus und beim Bund ein Projekt eingereicht, welches den Bau eines fast 900 Meter langen Entwässerungsstollens vorsieht.
Für das Projekt werden 29.5 Millionen Franken budgetiert, teilt der Kanton Glarus mit. Der Bund übernehme dabei 35 Prozent der Kosten, sollten gewisse Kriterien erfüllt werden, sogar bis zu 45 Prozent, und auch der Kanton beteilige sich am Projekt. Die Beteiligungen von Bund und Kanton dürfen jedoch gemäss dem Waldgesetz 80 Prozent der Gesamtkosten nicht übersteigen.
Die Landsgemeinde entscheidet
Bund und Kanton dürfen sich also mit maximal 23.6 Millionen Franken am Entwässerungsprojekt in Braunwald beteiligen. Damit sich die Kosten für die Bauherrschaft und die Gemeinde auf 4.05 Millionen Franken verkleinern, wird zuhanden der Landsgemeinde 2021 eine Finanzierungsvorlage für einen zusätzlichen Kantonsbeitrag von 1.85 Millionen Franken vorbereitet.
Aufgrund erwarteter Defizite beim Kanton soll zudem ab 2024 ein Bausteuerzuschlag in der Grössenordnung von ungefähr 0.25 Prozent der einfachen Steuer erhoben werden. Auch diesen Bausteuerzuschlag soll die Landsgemeinde 2021 beschliessen. Sollte alles wie geplant verlaufen, würden die auf vier Jahre angesetzten Bauarbeiten ab 2023 erfolgen.