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Maktab Tarighat Oveyssi (MTO) Shahmaghsoudi
«Maktab Tarighat Oveyssi» ist persisch und heisst «die Schule des Pfades von Oveys». Oveys oder Uwais, ein Zeigenosse Muhammads, gilt als der erste Sufi-Meister. «Shah Magsoud» ist der Name des 41. Meisters der auf Uwais zurückgeführten Traditions-Linie, welcher den Sufismus in die Form fasste, wie ihn MTO Shahmaghsoudi heute vertritt.
MTO Shahmaghsoudi führt die eigene Organisation zurück auf den Begründer des Sufismus, den ersten Sufi-Meister zu Lebzeiten Muhammads, Uwais al-Qarani oder persisch Oveys Gharani geschrieben. Uwais, der Muhammad nie persönlich begegnet ist, habe die Lehren des Islam innerlich empfangen und danach gelebt. Später habe er von Muhammad dessen Umhang zugesandt erhalten.
Uwais habe die sufistischen Lehren weitergegeben an eine Reihe von Meistern, auf welche sich MTO Shahmaghsoudi bezieht.
Als 41. Meister dieser Linie verstand sich Hazrat Shah Maghsoud Sadegh Angha (1916-1980), der in Teheran geboren wurde und im Jahr 1962 seinem Vater als Sufi-Lehrer nachfolgte. Er fasste den Sufismus in die Form, wie ihn MTO Shahmagsoudi heute vertritt, und machte ihn damit der Öffentlichkeit zugänglich.
Hazrat Shah Maghsoud Sadegh Angha bestimmte im Jahr 1970 seinen Sohn Molana Salaheddin Ali Nader Angha zum Nachfolger, welcher die Leitung heute noch innehat. Pir Nader Angha zog im Jahr 1979 in die USA, von wo sich die Organisation weltweit ausbreitete.
Im Sufismus geht es darum, die Wahrheit der Religion durch Selbsterkenntnis zu entdecken. Durch eine intensive Beschäftigung mit dem eigenen Selbst kann der Glaube gefunden werden. In allem was existiert, steckt absolutes Wissen, das eigene Selbst ist dabei der naheliegendste Ort, nach dieser Wahrheit zu suchen.
Die vier Praktiken des Sufismus sollen dazu dienen, Zugang zur eigenen Spiritualität zu finden.
1. Tamarkos: Hierbei geht es um Konzentration. Nur durch sie ist es dem Menschen möglich zurück zu Gott zu finden. In der MTO Shahmaghsoudi werden verschiedene Konzentrationsübungen, körperliche Gleichgewichtsübungen und Atemübungen gelehrt, welche die Konzentration im Alltag und bei religiösen Praktiken unterstützt.
2. Zekr: Zekr bedeutet Erinnerung und dient der Reinigung der Gedanken. Dabei soll man sich nicht an die eigenen Erinnerungen halten, sondern sich an Gott erinnern. Jeder Mensch hat, nach sufistischen Lehren, eine Herzensverbindung zu Gott. Beim Zekr werden Konzentration und das Herz kombiniert. Es werden Verse oder Gedichte mit Melodien rezitiert und mit bestimmten Bewegungen wiederholt.
3. Gebet: Das Gebet spielt im Glauben eine Zentrale Rolle. Im Sufismus wird gelehrt, wie wichtig die Gebetszeiten sind, die in Verbindung mit den Gestirnen und Planeten stehen. Auch die Körperhaltung ist im sufistischen Glauben besonders wichtig.
4. Fasten: Beim Fasten wird zusätzlich zum Geist auch der Körper gereinigt.
Die MTO Shahmaghoudi unterhält diverse soziale Initiativen, Lern- und Aufklärungsinitiativen, Katastrophenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Kunst- und Kulturinitiativen rund um den Sufismus und Meditation.
MTO Shahmaghsoudi betreibt 44 Zentren auf der ganzen Welt. Sie alle unterstehen Pir Hazrat Salaheddin Ali Nader Angha, der die Organisation von Houston TX aus leitet.
Die Organisation finanziert sich über Spenden.
Mitglieder weltweit: ca. 1 Million
Webcast-Sitzungs-Teilnehmende: ca. 3 Millionen
In der Schweiz einige Mitglieder und Sympathisanten.