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Minimalinvasive Behandlung des Krampfadernbruchs im Hoden (Varikozele)
Was ist ein Krampfaderbruch (Varikozele)?
Eine Varikozele sind Krampfadern der Venen im Samenstrang. Wie bei allen Krampfadern ist der Klappenmechanismus in den Venen defekt und das Blut kann in die falsche Richtung fliessen. Dadurch nehmen Temperatur und Druck im Hoden zu mit den Folgen eines Schwere- oder Druckgefühls und einer unangenehmen Hodenwärme sowie einer eingeschränkten Spermienqualität (relevant bei Kinderwunsch).
Wie kann eine Varikozele behandelt werden?
Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, wie Varikozelen behandelt werden können. Bei der mikroskopischen Varikozelenresektion – einer Operation in Vollnarkose – werden die erkrankten Venen im Samenstrang ausgewählt und unterbrochen. Hier muss sehr genau gearbeitet werden, damit man keine Nerven im Hoden verletzt. Alternativ kann man eine Varikozele auch mittels minimalinvasiver Katheterembolisation mit vergleichbarer Effektivität bei niedriger Komplikationsrate behandeln.
Wie ist der Ablauf einer Katheterembolisation zur Behandlung der Varikozele?
In Lokalanästhesie wird in der Leiste ein Katheter eingebracht, der unter Röntgen-Kontrolle über die Nierenvene in die Hodenvene (Vena spermatica) vorgeschoben wird. Mit Kontrastmittel werden die betroffenen Venen sichtbar gemacht. Diese Venen werden dann mit Metallspiralen (Coils) wie eine Staumauer verschlossen. Die Dauer des praktisch schmerzfreien und sehr komplikationsarmen Eingriffs beträgt ca. 45 Minuten.