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Jährlich erkranken in der Schweiz rund 250 Menschen an einem Hodgkin-Lymphom, das sind knapp 1% aller Krebserkrankungen. 60% der Betroffenen sind Männer, 40% Frauen. 68% der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50, 19% zwischen 50 und 69 Jahre alt.
In der Medizin unterscheidet man zwei Hauptgruppen von Lymphomen: die Non-Hodgkin-Lymphome und das Hodgkin-Lymphom.
Hodgkin-Lymphome gehen von den Lymphozyten, einer Art weisser Blutkörperchen, aus. Bei einem Hodgkin-Lymphom vermehren sich unreife oder bösartige Lymphozyten rasch und unkontrolliert. Sie befallen die lymphatischen Organe wie beispielsweise die Lymphknoten und die Milz, oder andere Organe wie zum Beispiel den Darm.
Risikofaktoren
- Ein geschwächtes Immunsystem, z.B. wegen einer anderen Krankheit oder wegen einer Therapie (z.B. immunsuppressive Therapien nach einer Organtransplantation).
- Dauerhafte Infektionen mit bestimmten Viren (z.B. Epstein-Barr-Virus, Hepatitis, HIV) oder Bakterien (z.B. Helicobacter pylori)..
Symptome
Ein Hodgkin-Lymphom verursacht unterschiedliche Beschwerden. Schwellungen der Lymphknoten am Hals, Nacken oder in der Leiste können auf ein Hodgkin-Lymphom hinweisen. Typisch sind so genannte «Allgemeinsymptome» wie Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsverlust und/oder Abgeschlagenheit.
Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium können die Krebszellen praktisch alle Organe befallen und dort Beschwerden auslösen.
Diagnose
Besteht der Verdacht auf ein Hodgkin-Lymphom, wird ein Lymphknoten entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Um das Krankheitsstadium zu bestimmen, werden weitere Untersuchungen wie beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums oder Röntgenaufnahmen des Brustkorbs durchgeführt.
Therapie
Die Behandlung eines Lymphoms wird individuell geplant. Die Therapie besteht in der Regel aus einer Chemo- und/oder Strahlentherapie.