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VHF: Klinischer Nettobenefit der drei neuen oralen Antikogulanzien bei unselektierten Patienten
In einer Dänischen Studie überwog bei unselektierten Patienten der klinische Nettobenefit bei allen drei neuen Antikoagulantien zur Hirnschlagprophylaxe bei Vorhofflimmern im Vergleich zu Warfarin. Für die Studie wurden die Daten aus den Zulassungsstudien auf Patienten des Dänischen Nationalen Patientenregisters extrapoliert.
Die Autoren extrapolierten die Ergebnisse der drei Zulassungsstudien mit Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban (in dieser Indikation noch nicht zugelassen) auf Patienten mit Vorhofflimmern aus dem Dänischen Nationalen Patientenregister, das u.a. alle Patienten mit Vorhofflimmern in Dänemark erfasst. Da bisher noch keine direkten klinischen Vergleichsstudien vorliegen, lassen sich so Daten zum Nettobenefit hinsichtlich der Senkung des Hirnschlagrisikos und Erhöhung des Blutungsrisikos der neuen oralen Antikoagulanzien im Vergleich zu Warfarin in einer unselektierten Population gewinnen.
Bei allen drei neuen Antikoagulanzien überwog der Nettobenefit im Vergleich zu Warfarin. Am deutlichsten war der Unterschied bei hohem Hinrschlagrisiko gemäss CHADS2 bzw. dem neueren CHA2DS2-VASc Score. Bei Patienten mit niedrigem Risiko (CHADS2 = 0), aber hohem Blutungsrisiko, überwog der Netoobenefit von Apixaban und Dabigatran in der niedrigeren Dosierung (110 mg zweimal täglich). Bei mässigem Risiko (CHA2DS2-VASc = 1) waren es Apixaban und beide Dabigatran-Dosierungen (110 mg bzw. 150 mg zweimal täglich). Bei hohem Hirnschlagrisiko (CHADS2 ab 1 bzw. CHA2DS2-VASc ab 2) waren alle drei Wirkstoffe Warfarin überlegen, unabhängig vom Blutungsrisiko.
Konklusion der Autoren: Solange keine direkten klinischen Vergleichsstudien vorliegen, kann diese Analyse dazu beitragen, eine gewisse Orientierung hinsichtlich möglicher Unterschiede der (nach Zulassung von Apixaban) drei neuen Therapieoptionen zu gehen.
Link zur Studie
Thromb Haemost. 2012;107:584-589 - Banerjee A et al.
20.03.2012 - gem