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Friedrich Theodor Fröhlich
Streichquartette
Tracklisting
Streichquartett g-Moll; Streichquartett E-Dur; Streichquartett c-Moll.
Beschreibung
Viele Menschen kennen ein Werk Friedrich Theodor Fröhlichs, ohne je seinen Namen gehört zu haben: Fröhlich ist der Komponist des Liedes «Wem Gott will rechte Gunst erweisen». Die Vertonung des Textes von Joseph von Eichendorff durfte bis in den Beginn des 20. Jahrhunderts in keinem Liederbuch fehlen. Die Popularität des Liedes liegt sicher auch an der sanglichen, aber keineswegs simplen Melodie Fröhlichs. Kein anderes Werk des Schweizer Komponisten hat einen ähnlichen Bekanntheitsgrad erlangt, denn die meisten seiner Werke liegen noch nicht einmal im Druck vor. IFröhlich verbrachte n seiner Studienzeit vier Jahre in Berlin und sammelte in dieser Zeit prägende Eindrücke durch das äusserst lebendige Musikleben der Grossstadt. Er erhielt Kompositionsunterricht bei keinem geringeren als Carl Friedrich Zelter, dem langjährigen Leiter der Sing-Akademie, Gründer der Berliner Liedertafel und Lehrer Felix Mendelssohns. Genau wie Mendelssohn nahm Fröhlich Klavierunterricht beim damals berühmtesten Klavierpädagogen Berlins, Ludwig Berger. Berger war wie Zelter ein Verfechter des Volkslieds und des Chorgesangs. Er gründete als Abgrenzung zu Zelter die Jüngere Liedertafel, einen Männerchor, in dem auch Friedrich Theodor Fröhlich aktiv war. 1830 kehrte er zurück in die Schweiz, in der Hoffnung, sich dort eine Existenz aufbauen zu können. Durch die Vermittlung seines Bruders Abraham Emanuel Fröhlich erhielt er eine Stelle an der Kantonsschule in Aarau, die aber seinen Lebensunterhalt nicht vollständig sicherte. Zusätzlich leitete er Liebhaberorchester und das Singinstitut in Aarau, allerdings fühlte Fröhlich sich in diesen Tätigkeiten eingeengt: «Von Morgens sieben bis Abends sechs, oft sogar sieben» sei er «an das Joch eines erbärmlichen Berufslebens gekettet.» Daneben gelang es Fröhlich dennoch zu komponieren: In den 1830er-Jahren in Aarau schrieb er eine Konzertouvertüre, Kammermusik, Klavierstücke und mehrstimmige Gesänge. Das letzte der vier Streichquartette in c-Moll entstand ebenfalls in diesen Jahren. Trotz der zahlreichen Verpflichtungen hatte Fröhlich weiterhin finanzielle Schwierigkeiten und litt neben privaten Problemen wohl auch unter depressiven Verstimmungen und der mangelnden Anerkennung seiner Werke. Dem Druck dieser Sorgen hielt er nicht stand und stürzte sich mit 33 Jahren im Oktober 1836 in die Aare.
Komponist
Friedrich Theodor Fröhlich (1803-1836)
Mitwirkende
BeethovenQuartett: Matyas Bartha und Laurentius Bonitz, Violinen; Vahagn Aristakesyan, Viola; Carlos Conrad, Violoncello.
CD-Bestellnummer
MGB 6285
MP3-Hörprobe
EAN-Code
7613295407985