Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/1472

Die Homöopathie beruht auf drei Prinzipien, die Hahnemann in den späten Jahren des XVIII. Jahrhunderts hervorgehoben hat.
Das Prinzip der « Ähnlichkeit » : eine Person, die von einer Krankheit befallen ist, kann mit Hilfe einer Substanz behandelt werden, die bei einer gesunden Person ähnliche Symptome hervorruft wie bei der kranken Person.
Auf Lateinisch: Similia similibus curantur.
Die Substanz kann pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Ursprung haben.
Das Prinzip des « Ganzen » : Der Therapeut erforscht die Gesamtheit der Symptome seines Patienten und nicht nur die Symptome seiner Krankheit; die Suche nach dem am besten geeigneten Mittel für jeden Patienten erfolgt sehr sorgfältig durch den Arzt: man spricht von "Individualisierung".
Jede Behandlung ist dementsprechend persönlich auf jeden Patienten angepasst, unabhängig von seiner Krankheit, die Suche nach der "Gesamtheit" der Symptome des Patienten ist von zentraler Bedeutung für die Methode. Dies erklärt die Dauer des Dialogs zwischen Arzt und Patient.
Die Beobachtung der Symptome, die durch die Verabreichung einer Substanz bei gesunden Menschen erfolgt, erlaubt das, was man generell als "Arzneimittelprüfung" (Pathogenese) bezeichnet.
Jede Substanz entstammt somit einer Arzneimittelprüfung.
Die verschiedenen Arzneimittelprüfungen sind in den Werken der Materia Medica festgehalten.
Mit Hilfe dieser Materia Medica kann der Arzt die Symptome des Patienten mit der Pathogenese einer grossen Anzahl an Substanzen vergleichen und sich für eine oder mehrere Substanzen zur Behandlung seines Patienten entscheiden.
Das Prinzip der « Infinitesimalstruktur » : bevor sie dem Patienten verabreicht wird, verdünnt man die Substanz nach einer präzisen Methode von sukzessiven Verdünnungen; die Verdünnung kann bedeutend, ja sogar sehr bedeutend sein, daher der Begriff "infinitesimale Verdünnung"; nach jeder Verdünnungsprozedur, wird die Vorbereitung sehr kräftig geschüttelt, entweder von Hand oder maschinell, man spricht hier von "Schüttelvorgängen" oder "Dynamisierungen".
Die Allopathie, ein ebenfalls von Hahnemann geprägter Begriff, bezeichnet jede medikamentöse Behandlung, die sich bei der Wahl der Therapie nicht auf die Ähnlichkeit abstützt, sondern auf dem "Prinzip der Gegensätze." So ist z.B. die Kräutermedizin (Phytotherapie) eine allopathische Methode.
Ein Beispiel zum besseren Verständnis aus dem : « Dictionary of Homeopathy » Dr Jacques Boulet
« APIS »
Herkunft : die gesamte Biene. Das Gift und die Drüsen der Biene enthalten Substanzen, besonders Histamin, die verantwortlich für Ödeme und Schockreaktionen bei allergischen Menschen sein können. Das homöopathische Mittel ist sehr effektiv gegen alle allergischen Reaktionen.
Charakteristische Symptome :
Hauptindikationen :