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(20.10.2021) Die Zahl der Konkurse wird in der Schweiz voraussichtlich wieder steigen. Laut einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes dürfte sich die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen 2021 um 4% auf 5'100 Fälle erhöhen. Für 2022 wird mit rund 5'600 Fällen eine Zunahme um 10% erwartet.
Das Eingreifen des Staates in der durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten Krise hielt viele Unternehmen über Wasser, obwohl sie in normalen Zeiten unter diesen Umständen nicht hätten überleben können. Daher erreichte die Zahl der Konkurse 2020 ein historisches Tief. Diese Situation dürfte sich im Laufe des Jahres 2021 und erst recht im kommenden Jahr verändern.
Im Gegensatz zum aktuellen Trend in Europa verzeichnet die Schweiz für die ersten acht Monate des Jahres bereits einen Anstieg der Insolvenzen. Die Zunahme um 1,2% ergibt 3'175 Fälle, während es 2020 nur 3'138 waren. Das sind aber immer noch weniger als die 3'918 Fälle, die im selben Zeitraum 2019 verzeichnet wurden.
Die Rückkehr zur Normalität bei den Firmenkonkursen wird voraussichtlich 2022 erst richtig beginnen. Es wird erwartet, dass in der Schweiz dann 5'600 Insolvenzen eröffnet werden. Die Zahl bleibt jedoch unter den Werten der Jahre 2018 und 2019, wo mehr als 6'000 Fälle verbucht wurden.
Weltweit ging die Zahl der Firmenpleiten 2020 um 12% zurück und sie dürfte 2021 noch um 6% sinken, da die Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft beibehalten werden. Für 2022 wird ein "Bumerangeffekt" mit einer Zunahme der Konkurse in einer Grössenordnung von 15% erwartet.
Letzte Änderung 20.10.2021