Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/558

Autor: Irmgard Lehmann
Châtel-St-Denis Eine Polizeipatrouille hatte die Aufgabe, einen Jugendlichen von Châtel-St-Denis aus familiären Gründen in eine Institution zu bringen. Der 14-Jährige ergriff die Flucht, er wollte angeblich von seiner Grossmutter Abschied nehmen. Einer der beiden Polizisten holte ihn ein und verpasste dem Jüngling zwei Ohrfeigen. Die Mutter reichte Klage ein. Die Vorkommnisse gehen auf den 1. September zurück.
Vor dem Untersuchungsrichter Anfang November hat der Polizist seine Tat zugegeben und sich bei dem jungen Mann und der Mutter entschuldigt. Sein Verhalten tue ihm leid. Mutter und Sohn haben seine Entschuldigung angenommen und die Klage zurückgezogen. Sie haben die Publikation der Vorkommnisse verlangt: «Damit soll gezeigt werden, dass nicht der Jüngling am Fehler war, sondern der Polizist unangebracht gehandelt hat», sagt Untersuchungsrichter Jean-Luc Mooser. Auf die Frage, ob solche «Ausrutscher» öfters vorkommen, sagte Mooser: «In den letzten drei Jahren war das der einzige Fall.» Der Untersuchungsrichter unterstellt dem Polizisten auch keinen Amtsmissbrauch. Allerdings muss er die Verfahrenskosten tragen.