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Eine grosse Angst von Lehrpersonen sind meist die Eltern. Im neuen Unterrichtskonzept werden keine einfache Anforderungen an die Eltern gestellt. Sie sollen, in einer Zeit in der es wichtig ist sich mit einer sauberen schulischen Laufbahn ausweisen zu können, ihre Kinder einer Unterrichtsform anvertrauen, die ihnen völlig fremd ist und ihren eigenen Erfahrungen widerspricht. Ausserdem ist es für die Eltern nicht mehr so einfach möglich den Leistungsstand des Kindes durch Bewertungen der Lehrperson oder durch erledigte Arbeitsblätter einzusehen. Des Weiteren wird durch den basisdemokratische Struktur, die die Kinder anschliessend in einem gewissen Mass auch zu Hause einfordern, direkt in die Familienstrukturen eingegriffen. Aus diesem Grund ist eine zentrale Forderung des Offenen Unterrichts Information und Transparenz gegenüber den Eltern. Eltern sollten mittels Einzel- und Klassengesprächen Austauschmöglichkeiten geboten werden . Des Weiteren sollten die Eltern über die einzelnen Aspekte des Unterrichts informiert werden:
- Wie verläuft (signifikantes) Lernen
- Wie verläuft die Schreib- und Rechtschreibentwicklung?
- Wie verläuft die Entwicklung im mathematischen Bereich
- Was ist unter Lernen des Lernens zu verstehen? Worauf kommt es dabei an?
- Worauf kommt es bei der Leistungsmessung und Leistungserziehung an?
- Wie hat eine (integrierende) Sozialerziehung Chancen?
- Was sind die Unterschiede vom individualisierenden Vorgehen zum traditionellen Vorgehen?
Eltern können in den Unterricht eingebunden werden. Dazu können sie als Laien oder Experten ihr Wissen in die Schule bringen, beispielsweise als Schwangere, Malerin oder Bäcker und in projektartigen Sequenzen mit den Kindern teilen. (Peschel 2005a, 187)