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Für die international durchgeführte Studie wurden Personen untersucht, welche eine Vorgeschichte mit Schlaganfällen, Leber- und Lungenkrankheiten und Rauchen aufweisen, ausserdem wurden Menschen mit einer anfälligen psychischen Verfassung mit einbezogen. Bei all diesen Personen wurde eine Beschleunigung des Alterungsprozesses beobachtet. Jedoch war dieser Effekt bei Personen, welche sich hoffnungslos, unglücklich und einsam fühlen, stärker, als bei Personen, welche rauchen.
Erhöhung des biologischen Alters von bis zu einem Jahr und acht Monaten
«Wir zeigen, dass psychologische Faktoren wie Unglücklichsein oder Einsamkeit das biologische Alter um bis zu einem Jahr und acht Monate erhöhen», sagt Studienautor Fedor Galkin vom Start-up Deep Longevity Limited laut einer Mitteilung. Für die Studie wurden rund 12'000 erwachsene Personen untersucht.
Durch das schnellere Altern durch psychische Krankheiten würden sich im Körper molekulare Schäden sammeln, welche zu Gebrechlichkeit und schweren Krankheiten führen können. Bei manchen Menschen seien diese Prozesse allerdings stärker und bei anderen schwächer ausgeprägt, schreiben die Studienleiter.
Psychische Gesundheit oft vernachlässigt
Deshalb sei es wichtig, einen grösseren Fokus auf die mentale Gesundheit der Bevölkerung zu setzen. «Psychische und psychosoziale Zustände gehören zu den stärksten Faktoren für den Gesundheitszustand – und die Lebensqualität – und werden dennoch in der modernen Gesundheitsversorgung weitgehend vernachlässigt», heisst es in der Studie weiter.
(red.)