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Jacque
(spr. schak), Charles Emile, franz. Tier- und Landschaftsmaler und Radierer, geb. zu Paris, lernte anfangs bei einem Kupferstecher von Landkarten, diente sieben Jahre als Soldat und arbeitete zwei Jahre für einen Formschneider in England. Dann ergriff er die Tiermalerei und zeichnete sich gar bald in der Darstellung der Schafe, Hühner und andrer Haustiere aus, die er mit ungemeiner Naturwahrheit in allen ihren Bewegungen zu zeichnen versteht; leider ist aber seine Färbung, namentlich in Grün, etwas trocken und roh.
Für derartige Schilderungen verweilte er längere Zeit in Burgund und in Barbison bei Fontainebleau, dem Lieblingsaufenthalt der Tier- und Landschaftsmaler. Als seine besten Bilder von meisterhafter Charakterisierung der Tierwelt werden genannt: Landschaft mit Schafherde (1881 im Luxembourg), am Waldesrand und Inneres einer Schafhürde. Noch mehr als seine Malereien werden seine zahlreichen Radierungen geschätzt, in denen er mit scharfer Beobachtungsgabe fast das ganze Landleben schildert. Derartige Zeichnungen und Karikaturen lieferte er auch für illustrierte Zeitschriften, z. B. für den «Charivari». Nach mehreren Medaillen sowohl für Malereien wie für Radierungen erhielt er 1867 das Ritterkreuz der Ehrenlegion.