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SAIP Präsident Dr. Lucien Valloni legt die Position von SAIP dar:
"Aus Sicht der Profispielervereinigung ist mit dem Wechsel des Nationaltrainers die Hoffnung und Forderung verbunden, dass nun auch tatsächlich die besten Spieler der Schweiz in der Nationalmannschaft zum Einsatz kommen.
Für einen Spieler ist die Nationalmannschaft ein wesentliches Element seiner zeitlich sehr beschränkten Profikarriere.
Es verschafft einem Spieler auf verschiedenen Bereichen verschiedene neue Chancen. Diese Chancen können die Türen für einen Spieler in verschiedene Richtungen öffnen und seine Karriere positiv beeinflussen.
Bereits die Tatsache, dass ein Spieler in der Nationalmannschaft spielt, bringt auf dem Arbeitsmarkt klare Vorteile.
Seine Atrraktivität steigt insbesondere auch für ausländische Arbeitgeber und die Chancen eines Spielers seine Karriere in einem attraktiven ausländischen Team fortzusetzen steigen.
In Lohnverhandlungen ist sodann die Nationalmannschaftsmitgliedschaft ein Element, dass zu höheren Lohnzahlungen führen kann, weil auch der Arbeitgeber vom Imagetransfer und den speziellen Qualitäten dieses Spielers profitiert.
Der Spieler erfährt sodann eine Imageaufwertung, wenn er in der Nationalmannschaft spielt. Es ist klar, dass dies seine Attraktivität für Werbepartner steigert und auf diese Weise einen postiven Einfluss auf seine Werbeeinnahmen hat.
Die Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft sowie die damit verbundene Teilnahme an internationalen Turnieren bringt dem Spieler zahlreiche unersetzbare wertvolle Erfahrungen.
Die Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft zeitigt auch vorteilhafte Effekte im psychologischen Bereich und ist als spezielle Form der Wertschätzung einzustufen, die dem Spieler positive Emotionen zu verleihen vermag und ihn zu noch besseren Leistungen führen kann.
Die Aufnahme in die Nationalmannschaft ist für einen Spieler auch mit der Teilnahme an wichtigen internationalen Wettbewerben verbunden, wie etwa der Teilnahme an den Olympischen Spielen oder an den Weltmeisterschaften, was von vielen Sportlern als sportlicher Höhepunkt angesehen wird und ihnen ein Kräftemessen auf internationalem Niveau erst ermöglicht.
Schliesslich ist es für die meisten Spieler auch eine Ehre, für die Schweiz spielen zu können und sie empfinden es auch als Anerkennung der Leistungen die sie im Klub während der gesamten Saison für das gesamte Schweizer Eishockey erbringen.
Damit ist klar, dass die Nationalmannschaft für einen Profispieler ein sportlich, wirtschaftlich, beruflich und persönlich immanent wichtiges Ziel und Gut darstellt.
Aus diesen Gründen müssen die besten Spieler der Schweiz auch in der Nationalmannschaft konsequent berücksichtigt werden.
Selbstverständlich müssen die Spieler dann auch an den Leistungen gemessen werden, die sie in der Nationalmannschaft tatsächlich erbringen, doch als Grundqualifikationskriterium muss die Tatsache, dass sie zu den besten Spielern der Schweiz gehören, für eine Aufnahme in die Nationalmannschaft vorerst einmal genügen.
Es liegt dann in einem zweiten Schritt am Nationaltrainer aus diesen besten Schweizer Spielern ein Team zu bilden und das für diese Spieler best geeignete System vorzugeben. An diesen Fähigkeiten ist der Nationaltrainer zu messen.
Die Schweiz kann es sich auf Grund der eher schmalen Topleistungsdichte gar nicht erlauben, auf die besten Spieler zu verzichten, nur weil diese nicht in ein bestimmtes System passen, nicht vollumfänglich von der Sympathie des Trainers getragen werden oder disziplinarisch einmal auffällig geworden sind.
In jedem Fall lehnt SAIP die bis anhin faktisch praktizierte disziplinarische Massnahme eines „lebenslangen“ Ausschlusses aus der Nationalmannschaft kategorisch ab, weil eine solche Massnahme als absolut unverhältnismässig zu betrachten ist. Ein Nationalteam muss auch Platz für schwierigere Charakteren und Spieler mit einer eigenen Meinung bieten. Ein Team mit Ecken und Kanten ist einer Schafherde allemal vorzuziehen, weil in einer Sportart wie Eishockey auch Spielercharaktere gefragt sind, die in gewissen Spielsituationen auch kreativ sein können und dadurch faktisch gelegentlich auch mal aus einem Spielsystem auszubrechen wagen, um dem Spiel eine wichtige Wendung zu geben.
Die Spielervereinigung fordert deshalb, dass mit dem Wechsel an der Spitze der Nationalmannschaft die Interessen der besten Spieler in der Schweiz inskünftig besser und konsequenter geschützt werden. Nur das bringt das Schweizer Eishockey weiter."