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Die "Landmür" war eine eigentliche Talsperre und diente zur Verteidigung des oberen Teils des Wallis vor Angriffen aus Westen. Schon früh fand die Mauer das Interesse der Topografen und Historiker. In den Landbeschreibungen wurde sie erstmals 1392 erwähnt. Die ursprünglich mit Zinnen, Wehrgängen und Türmen versehene Mauer ist um die Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut worden. Auch bot sie Anlass zu den verschiedensten Spekulationen. Die Perrig-Chronik vom Jahr 1780 berichtet über den Verfall der stattlichen Letzi. Tatsächlich verfiel die Mauer seit dem 18. Jahrhundert. Ihren ursprünglichen Sinn verlor die Letzimauer, weil sich die Grenze zwischen Ober- und Unterwallis talabwärts in den Pfynwald verschoben hatte. Erst die neuere Forschung hat dann den Wert dieser Mauer wieder erkannt. Sie gilt heute als die mit Abstand am besten erhaltene Letzi in der ganzen Schweiz. Von der einstigen fast 900m langen Mauer sind noch etwa 600m gut erkennbar. Der damalige Bau (um 1350) bedeutete eine grosse gemeinsame Leistung der Gemeinden um Brig. Es kam zur Gründung der Stiftung zur Erhaltung dieses aussergewöhnlichen Bauwerks. Die kantonalen und eidgenössischen Behörden haben die Mauer zu einem Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt. Im Herbst 1996 wurden erste dringende Erhaltungsarbeiten ausgeführt.