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Wegen anhaltender Dürre zeichnet sich im Sahel eine Hungerkrise ab. Allein in Tschad sind 1, 6 Millionen Menschen betroffen. Das SRK unterstützt die Nothilfe der Rotkreuz-Föderation mit vorerst 200‘000 Franken.
Schlechte Regenzeiten haben zu völlig ungenügenden Ernten geführt. In Tschad, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal und Mauretanien sind 15 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die Preise für Nahrungsmittel sind in die Höhe geschnellt. Darunter leiden vor allem benachteiligte Bevölkerungsgruppen in abgelegenen Gebieten.
Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften führt in den betroffenen Ländern Nothilfeprogramme durch. In Tschad, wo allein 1,6 Millionen Menschen unter der Ernährungskrise leiden, konzentriert sich die Hilfe auf die Regionen von Kanem und Lac. Dort ist die Situation besonders prekär, weil zusätzlich zur Dürre eine Heuschreckenplage wütete, wodurch die Ernte noch spärlicher ausfiel. Mehr als 15 Prozent der Bewohner dieser Regionen sind chronisch unterernährt.
In einer ersten Nothilfe hat das Tschadische Rote Kreuz an 8600 besonders stark betroffene Familien Nahrungsmittel verteilt. Insgesamt will die Rotkreuz-Föderation mindestens 123‘000 Menschen in Tschad während eines Jahres unterstützen und so ihr Überleben sicher stellen. Um die Situation nachhaltig zu verbessern und die vor allem bei Kleinkindern verbreitete chronische Unterernährung zu bekämpfen wird die landwirtschaftliche Produktion verstärkt.
Spenden für die Hilfe im Sahel nimmt das SRK dankend entgegen: - Postkonto SRK: 30-4200-3 Vermerk: Hunger Sahel (IBAN <iban-pii>)
Das Schweizerische Rote Kreuz unterstützt die Nothilfe der Rotkreuz-Föderation mit 200‘000 Franken. Damit wird unter anderem der Einsatz eines Delegierten finanziert, der in Tschad die Hilfsaktion koordiniert. An der Finanzierung ist der Bund massgeblich beteiligt.