Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03219.jsonl.gz/573

Die Wiedergeburt der Pantani-Feuchtgebiete, einem Zugvogel-Hotspot an der zentralen Vogelzugroute von Mitteleuropa an die nordafrikanische Küste
Blick über die Lagune Pantano Longarini in unserem Zugvogelschutzgebiet an der Südostküste Siziliens © SPA
Geologischer Ursprung der Feuchtgebiete (Pantani) Longarini, Cuba und Bruno
Die Region der heutigen Lagunen-Feuchtgebiete Pantano Cuba und Pantano Longarini an der Südostküste Siziliens gehört zu einer weiten Senkungsebene, die früher zum Teil unter dem Meeresspiegel lag. Dadurch war eine tiefe Bucht entstanden, in der sich seit frühesten Zeiten ein grosser Handelshafen befand. Ende des 18. Jahrhunderts liessen langsame Bodenhebungen und eustatische Meeresspiegelschwankungen eine lange Dünenreihe entstehen, die den inneren Teil dieser Bucht vom offenen Meer abtrennte. Als Folge dieser Veränderung versumpfte die ehemalige Bucht und bildete die heutigen Feuchtgebiete (Pantani).
Historischer Handelshafen
Die drei Pantani: Cuba, Longarini und Bruno erstrecken sich entlang der Küste im südöstlichen Sizilien von Pachino bis Pozzallo. Dieser Küstenbereich war schon in der Antike als wichtige Hafenregion für Schiffe bekannt, die Sizilien über das Mittelmeer von Griechenland, Afrika und dem Orient erreichten. Die ersten griechischen Siedlungen in dieser Gegend gehen auf das 8. Jh. v. Chr. zurück.
In Nähe der Mündung von Pantano Longarini zieht sich der Felsgrat Punta Castellazzo etwa 250 m zum Meer hin. Diese Landspitze grenzt eine Bucht ab, die unter dem Namen Porto Ulisse bekannt ist. Zu römischer und byzantinischer Zeit war Porto Ulisse eine wichtige Anlegestelle für Schiffe aus Griechenland und Ägypten, die Getreide und Wein nach Rom transportierten, sowie für die Verladung der Produkte aus dem sizilianischen Binnenland nach Rom und dem Orient.
Die Pantani-Region in Südost-Sizilien © SPA.IT
(map modified from Guglielmo et al., 2013)
Ein Beleg für diese Handelsbeziehungen wurde 1963 gefunden, als ein vermutlich byzantinisches Frachtschiff aus dem 6. Jh. n. Chr. in der Nähe von Pantano Longarini gefunden wurde. Dieses Schiff aus Zypressen-, Eichen- und Pistazienholz war etwa 40 m lang (Throckmorton & Kapitan, 1968).
Die Sage: Odysseus' Reisen
Interessantes, Wissenswertes und Spannendes dazu lesen sie hier...
Die Trockenlegung der Pantani-Feuchtgebiete an der Südostküste Siziliens
In den Jahren 1910-1942 wurden die meisten Feuchtgebiete auf Sizilien zur Schaffung und Verteilung neuer landwirtschaftlich nutzbarer Flächen trockengelegt. Vor der Trockenlegung der Feuchtgebiete mitsamt ihren Lagunen gab es in der Tiefebene von Ispica 16 Feuchtgebiete mit einer Gesamtfläche von mehr als 4 km². Nach der Trockenlegung im Zeitraum 1950-1960 blieben nur die drei Pantani (Feuchtgebiete) Cuba, Longarini und Bruno bestehen, und auch die nur deshalb, weil das Geld für deren Trockenlegung fehlte.
Diese umfangreichen Landschaftseingriffe in Sizilien galten seinerzeit als Sieg der Zivilisation über die Natur, aber sie haben in Wirklichkeit ein wichtiges und einzigartiges Ökosystem zerstört, das dortige Mikroklima massiv verändert und schwere Umweltschäden verursacht. Die sind mit den wahllos errichteten zahllosen Schwarzbauten (ohne Bebauungspläne / Baugenehmigungen) an der Küste in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts absolut vergleichbar.
Die Fischzuchtanlagen
Der Eigentümer der Lagune Pantano Longarini griff um 1970 massiv in die Lagunen- und Feuchtgebietsstruktur ein, um eine Meeräschen-Zuchtanlage aufzubauen. Im südlichen Teil des Feuchtgebiets wurde ein Kanalsystem in Fischgrätenmuster angelegt. Diese Kanäle sind insgesamt ca. 1 km lang, bis zu 12 m breit und durch einen 200 m langen, 1.5 m tiefen und 4.0 m breiten Kanal mit dem Meer verbunden. Durch diesen Mündungskanal sollten Meeresfische und Krabben das Grabensystem erreichen und so die Geschäftsgrundlage für die Fischzucht schaffen.
Pantano Longarini: für Fischzucht angelegtes Kanalsystem © SPA
Diese biotopzerstörenden und kostspieligen Landschaftseingriffe und die ständige Versandung der Kanalmündung, die heute nur noch in regenreichen Wintern und bei hohem Wasserstand eine Verbindung zum Mittelmeer hat, führten sehr schnell zu unkalkulierbaren Kosten, Unwirtschaftlichkeit und Beendigung der Fischzucht.
Nach Winterregen Verbindung zwischen Lagunenkanal Pantano Longarini und dem Mittelmeer © SPA.IT
Trotzdem können Meeresfische, Langusten und Krebse sporadisch in das Grabensystem und die Lagunen hineinschwimmen und bilden zusammen mit Millionen von Muscheln in den Lagunen Pantano Longarini und Pantano Cuba eine reiche Nahrungsbasis für mediterrane Vogelarten wie Rosaflamingo, Nachtreiher, Kuhreiher, Mittelmeermöwe und für mehr als 60 nord- und mitteleuropäische Zugvogelarten der feuchten wasserführenden Lebensräume wie z. B. Fischadler, Rohrweihe, Weissstorch, Schwarzstorch, Seidenreiher, Brachvogel, Bekassine, Kampfläufer, Kiebitz, Zwergstrandläufer und Grünschenkel.
Rosaflamingos in der Lagunenmündung Pantano Longarini zum Mittelmeer © SPA.IT
Wat- & Wasservögel und Flamingos im seichten Wasser der Lagune Pantano Longarini © SPA.IT
Gefährdungsfaktoren
Die Konzentration von Zugvogelarten und zehntausenden von Vogelindividuen auf den Lagunen und in den angrenzenden Feuchtgebieten während der Herbst- und Frühjahrs-Vogelzugzeiten und der Überwinterungszeit hat diesen wirtschaftlich nicht mehr genutzten und daher unkontrollierten Feuchtgebietskomplex zu einem weithin bekannten und ertragreichen Vogeljagd- und Vogelwilderer- Gebiet werden lassen. Hier wurde auch ausserhalb der italienischen Jagdzeiten auf alles geschossen, was Federn hatte.
Vogeljäger illegal in unserem Feuchtgebiet Pantano Cuba © SPA.IT
Alpenstrandläufer am Lagunenrand in iIlegalem Fangnetz © SPA.IT
Die Unübersichtlichkeit und flächenhafte Dimension der dortigen Feuchtgebietsstrukturen hatte und hat teils auch heute noch die Lagunen und Lagunen-Uferbereiche zusätzlich zu illegalen Müllabladeplätzen – auch für toxischen Müll – verkommen lassen.
Illegale Müllablagerungen auf und neben unseren Lagunen-Ufergrundstücken © SPA
Dank der fruchtbaren Böden um die Lagunen und an den Lagunen-Uferhängen wurde eine in den letzten Jahrzehnten zunehmend intensivierte Landwirtschaft für den Gemüse-, Getreide- und Wein-Anbau betrieben mit fatalen Folgen für die einzigartige Biodiversität, die Wasserqualität und die uferbegleitende Vegetation der Lagunen. Stellenweise stehen die intensiv für bis zu jährlich 3 Ernten genutzten Gewächshäuser und Folientunnel bis unmittelbar an die Lagunenufer. Als Ergebnis spült Starkregen im Winterhalbjahr Unmengen giftiger Agrarchemikalien und Kunstdünger in die Röhrichtgürtel der Lagunen-Uferbereiche und, wo diese längst vernichtet sind, direkt in die Lagunen.
Intensive Landwirtschaft mit Folientunnel-Gewächshäusern, die am Uferhang bis an die Lagune Pantano Cuba reichen © SPA
Auf den um die Feuchtgebiete landwirtschaftlich genutzten Flächen werden anhaltend, besonders im zeitigen Frühjahr und Herbst, nicht genutzte Biomasse, aber auch Abfall und Müll verbrannt, und mutwillig gelegte Brände (Brandstiftung) zerstören Röhricht- und Macchia-Flächen entlang der Lagunen. Als Ergebnis kontaminieren Russ und Schadstoffe die weitere Umgebung und damit auch die Lagunen-Wasserflächen.
Brandanschläge in Pantano Longarini (li.) und Pantano Cuba (re.) © SPA.IT
Schutzzweck / Schutzziele
Mit dem Ziel, diesem strategisch höchst bedeutsamen und überaus wichtigen Zugvogel-Rast- und Nahrungsplatz (Zugvogel-Hotspot) seine ökologische Unversehrtheit und Überlebensfunktion für hunderttausende nord- und mitteleuropäische Zugvögel zurück zu schenken, hatte der Präsident des Stiftungsrates im Mai 2013 entschieden, hier an vorderster Vogeljagd- und Wildererfront ein mit unserer deutschen Schwesterstiftung gemeinsames Natur- und Artenschutz-Grossprojekt zu beginnen und dieses über Jahre auch konsequent auszuweiten und fortzuführen.
Garant für den nachhaltigen Erfolg dieser strategischen Stiftungsinvestition in die Biodiversität und zum Wohle der Zugvogelwelt soll mittel- und langfristig das zu schaffende Pantani-Flächeneigentum von bis zu 480.0 Hektaren (4’800’000 m²) Gesamtfläche werden.
Unser Projekt-Engagement
Im November 2013 konnte die deutsche Schwesterstiftung bei einem Grundstücks-Bieterverfahren des Gerichts in Siracusa (Sizilien) mit dem erfolgreichen Gebots-Zuschlag für ca. 82.0 ha (820’000 m²) Lagune Pantano Cuba, Röhricht- und Ufergrundstücksflächen den Grundstein für das geplante Zugvogelschutz-Grossprojekt an der Südostküste Siziliens legen.
Damit wurde zugleich der erste erfolgreiche Flächenkauf der Stiftung Pro Artenvielfalt ausserhalb Deutschlands realisiert. Bis heute haben wir mit dem Kauf der beiden Süsswasserlagunen «Pantano Cuba» und «Pantano Longarini» und angrenzenden Ufergrundstücken knapp 392.0 Hektar (3’920’000 m²) – das entspricht der Fläche von ca. 550 Fussballfeldern – dieses wichtigen und wertvollen Zugvogel- Rast- und Nahrungsplatzes (Hotspot) für immer als stiftungseigenes Zugvogelschutzgebiet gesichert.
Einen Überblick über unser Stiftungseigentum finden Sie hier.
Unser Weg bis zu dem heute dort Erreichten war und ist anhaltend steinig, weil die grosse Mehrheit der Menschen auf Sizilien und in Italien ausser der Naturnutzung für Freizeit und Profit noch wenig Verständnis für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, die Natur und ihre einzigartige Artenvielfalt haben.
Dank der anhaltend grossartigen und grossherzigen Spendenunterstützung unserer Spenderinnen, Förderer und Freunde und mit dem kräftezehrenden Einsatz unserer sizilianischen Bird Guards und vieler engagierter ehrenamtlicher Vogelschützer aus der Pantani-Region Siziliens, aus ganz Sizilien und auch vom italienischen Festland, aus Deutschland und der Schweiz gelang es uns, an diesem Zugvogel-Hotspot unmittelbar an der Mittelmeerküste gelegen nach und nach:
- die Grundstücke von Bergen von illegalem Müll zu befreien
- tausende invasive (nicht heimische) Pflanzen systematisch zu entfernen
- hunderte mediterrane Wildsträucher, Oliven-, Mandel-, Maulbeer- und Johannisbrotbäume zu pflanzen
- die Lagunen, die Lagunenufer und ufernahe Wiesen zu renaturieren
- mit der Beendigung der Fischwilderei die Nahrungsbasis vieler Wasservogelarten zu stärken
- einen behördlich genehmigten Schutzzaun von mehr als 10 km Länge um die Lagunenbereiche Pantano Cuba und Longarini und ufernahe Feuchtwiesen zu bauen
- die illegale Vogelwilderei und die illegale und legale Vogeljagd auf unseren Feuchtgebietsflächen zu beenden und so die für die Zugvogelrast notwendige Ungestörtheit des Pantani-Gebiets sicherzustellen
- die Nutzung der Uferwiesen und Lagunen für Freizeit und Wassersport zu beenden
Müllsammelaktionen in der trocken gefallenen Lagune Pantano Cuba © SPA
Entfernung invasiver Staudenpflanzen © SPA
Löscharbeiten nach Brandstiftung in Pantano Cuba © SPA
Entfernung illegaler Fischfangnetze aus dem Kanalsystem Pantano Longarinis © SPA.IT
Drachensurfer in Lagune Pantano Longarini © SPA.IT
Bau des Schutzzauns an der Südseite der Lagune Pantano Cuba © SPA
So wurde aus einem «Zugvogel-Schussgebiet» ein von uns bewachtes «Zugvogel-Schutzgebiet»,
das im Mittelmeerraum Südeuropas seinesgleichen sucht.
Blick von unseren Ufer-Hanggrundstücken auf unsere Lagune Pantano Cuba, die Ortschaft Granelli und die Mittelmeerküste © SPA
Reiher, Enten, Stelzenläufer und Rosaflamingos in der Lagune Pantano Cuba © SPA.IT
Seidenreiher und Mittelmeermöwen über einem Pantano Longarini-Kanal © SPA.IT
Unbeschadet dessen stehen wir dort noch immer vor zeitraubenden, arbeitsintensiven und konfliktgeladenen Herausforderungen. Diese von den in unserem Eigentum befindlichen Grundstücksflächen und den noch zum Kauf geplanten Grundstücken zum Wohle der Zugvogelwelt und Artenvielfalt abzuwehren, kostet uns viel Zeit, Kraft und gute Nerven. Doch wir bleiben wehrhaft und stellen uns, gemeinsam mit vielen sizilianischen Vogelschützern, Freunden und notfalls auch regionalen Gesetzeshütern, allen Widrigkeiten und lokalen «Stürmen» couragiert entgegen.
Wie sehr uns die mediterrane Artenvielfalt und Zugvogelwelt unser Pantani-Schutzgebiets-Engagement dankt, können wir an den Ergebnissen der wöchentlichen Vogelarten- und Vogel-Bestandszählungen ablesen, die von unseren Bird Guards durchgeführt und wissenschaftlich dokumentiert werden.
Pantano Cuba/Pantano Longarini: Artenbestandsvergleich 2017 vs. 2021 © SPA.IT
2017: insgesamt 520 identifizierte Arten
2021: insgesamt 637 identifizierte Arten
Anzahl Vogelarten nach Vogelfamilien
Weitere aussagekräftige Informationen zur Bestandsentwicklung verschiedener Vogel- und Tierarten in unserem Pantani-Schutzgebiet erhalten Sie durch Anklicken der nachstehenden Grafiken:
Übersicht Schutzstufen für Vogelarten 1 (englisch)
Übersicht Schutzstufen für Vogelarten 2 (englisch)
In Pantano Cuba überwinternde Singvogelarten Winter 2014/2015 vs. Winter 2020/2021
Bestandsentwicklung Singvogelarten in Relation zu Biotop-Optimierungen der SPA in Pantano Cuba
In Pantano Cuba rastende Zugvogelarten Frühjahr 2015 vs. Frühjahr 2020
In Pantani Cuba & Longarini rastende Greifvogelarten Frühjahr/Herbst 2015 vs. Frühjahr/Herbst 2020
Schwarzkehlchen
© SPA.IT
Haubenlerche
© SPA.IT
Rohrweihe
© Pröhl/fokus-natur
Löffelente
© Leo/fokus-natur
Schnatterente
© Leo/fokus-natur
Steinkauz
© H. Glader
Unsere jahrelange Aufklärungsarbeit vor Ort betreffend unser statutengemässes Zugvogelschutz-Engagement und die Vogelschutzziele in der Pantani-Region schaffen allmählich eine Vertrauensbasis mit Schulen und privaten Grundstückseigentümern in der Region und eröffnet uns auch bessere Chancen für vorausschauende vertrauliche Grundstückskaufgespräche.
Für unsere Schutzziele von herausragender Bedeutung sind die östlich an die Lagune Pantano Cuba angrenzenden ca. 60.0 ha Hang-Ufergrundstücke. Deren teils intensive landwirtschaftliche Nutzung verursacht bei winterlichen Starkregen und sommerlichen Starkwinden den Eintrag von Kunstdünger und Agrarchemikalien (Pestiziden) in die Lagunen-Uferbereiche und schädigt die natürlichen Schilfgürtel und die Wasserqualität.
Folientunnel-Gewächshäuser, die bis an den Uferbereich unserer Lagune Pantano Cuba heranreichen © F. Leo
Erst der Kauf all dieser Hang-Ufergrundstücke wird diese negativen Einfluss-Faktoren beenden und damit die Lagunen-Biotopqualität für die mehr als 60 Wasservogelarten, Reiher, Weiss- und Schwarzstörche und Rosaflamingos und auch für wassergebundene Insekten wie die inzwischen kartierten 18 Libellenarten und die nach 15 Jahren Verschollenheit hier wiederentdeckte Sizilianische Sumpfschildkröte nachhaltig verbessern.
Neu entdeckt in unserem Zugvogelschutzgebiet:
Früher Schilfjäger © SPA.IT
Nach 15 Jahren wiederentdeckt:
Sizilianische Sumpfschildkröte © SPA.IT
Rotviolette Segellibelle
© SPA.IT
Langer Blaupfeil
© SPA.IT
Südliche Binsenjungfer
© SPA.IT
Bronzene Prachtlibelle
© SPA.IT
Schabracken-Königslibelle
© SPA.IT
Herbst-Mosaikjungfer
© SPA.IT
Von Kleinbauern in der Region wissen wir, dass in den Weinbergen und Oliven- und Mandelbaumgärten seit Jahren Singvögel (Stieglitze, Bluthänflinge und Zeisige) mit Lockkäfigen gefangen werden. Eine Überprüfung dieser Missstände und die Beendigung des illegalen Vogelfangs sind uns nur möglich, wenn wir die an die Lagunen angrenzenden Obstbaum- und Acker-Grundstücke kaufen und die nicht zu kaufenden angrenzenden Grundstücke überwachen können.
Auf Vogelzug gefangene, eingesperrte und zum Verkauf präsentierte Stieglitze © SPA
Nach jedem Grundstückkauf-Förderung entscheiden wir gemeinsam deren zukünftige Biotopstrukturen, die wir standortangepasst durch das Pflanzen von sizilianischen Wildsträucherhecken, Obstbaumarten und eine ökologisch praktizierte extensive Landwirtschaft für die Zugvogelarten unter den Singvögeln wie Schwarz- und Braunkehlchen, Stieglitz, Bluthänfling, Mönchs-, Dorn- und Klappergrasmücke und ganz besonders für die in Mitteleuropa vom Aussterben bedrohten Zugvogelarten der offenen Feldflur wie Turteltaube, Haubenlerche, Feldlerche, Grauammer und auch den Triel wieder aufwerten.
Vorbereitung Olivenbaum-Pflanzung © SPA
Neu gepflanzter Pinienbaum © SPA.IT
Turteltaube
© P. Rannisi
Grauammer
© P. Rannisi
Haubenlerche
© SPA.IT
Triel
© SPA
Für die meisten Zugvogelarten ist der Nahrungstisch auf unseren Zugvogelschutzgebietsflächen (Pantani-Region) dank beendeter wirtschaftlicher und illegaler Nutzung heute zunehmend wieder gedeckt. Fische, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien, Muscheln, Schnecken, Würmer, Insekten, Wildsträucher-Beeren, Pflanzensamen, wildes Getreide, wilde Oliven und Maulbeerfrüchte bieten den hier wieder rastenden Zugvögeln von inzwischen mehr als 130 Vogelarten und auch mehr als 100 mediterranen Vogelarten eine breite Nahrungsgrundlage, die sie ungestört nutzen können.
Fischadler mit Beute © SPA.IT
Weissstörche, Rosaflamingos, Seidenreiher, Graureiher und Stelzenläufer in der Lagune Pantano Cuba © SPA.IT
Unsere tierischen Landschaftspfleger in Pantano Cuba © F. Leo
Blühender Mandelbaum auf unserer Halbinsel «Racing Ground» © SPA.IT
Strauchbestandene Ufergrundstücke in Pantano Cuba © SPA
Überflutete Feuchtwiesen südlich Pantano Longarini © SPA
Wildblumenwiesen an der Lagune Pantano Cuba © SPA
Stiftungseigenes Hanggrundstück mit Olivenbaum-Hain an der Ostseite der Lagune Pantano Cuba © SPA
Rosaflamingos über der Lagune Pantano Longarini © F. Leo
Sonnenuntergang über dem Pantani-Feuchtgebiet © F. Leo
«Mit jedem von unserer Stiftung finanzierten und renaturierten Quadratmeter Pantani-Zugvogelschutzgebiet wächst hier an der Südostküste Siziliens in den früheren «Hochburgen» der legalen und illegalen Vogeljagd und der Vogelwilderei etwas wirklich Grosses für die Biodiversität heran, ein greifbares und erlebbares flächenhaftes Zugvogelschutzgebiet, wie es in Südeuropa seinesgleichen sucht.
Dank an all die Menschen, die dieses aussergewöhnliche und einzigartige Zugvogelschutzprojekt mit ihren grossherzigen Spenden, mit ihren testamentarischen Verfügungen und mit ihrer Arbeit und Lebensenergie erst möglich gemacht haben und auch weiter möglich machen!»
Zitat Roland Tischbier, Präsident des Stiftungsrates der Stiftung Pro Artenvielfalt/Schweiz
Bitte klicken Sie auf das Bild, um das Video direkt bei Youtube aufzurufen.
Ihre Spende ermöglicht den Ankauf weiterer ökologisch wertvoller Grundstücke.
Die Angaben zu den Copyrights der auf dieser Seite verwendeten Bilder finden Sie auf der Seite Copyrights, sofern diese nicht bereits im oder unter dem Bild angegeben sind.