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Träumen Sie von einer reichen Ernte, die Sie mit Ihrer Klasse in der Sonne geniessen? Ein Schulgarten wäre doch wirklich toll! Schnell die Gemeinde bitten, Pflanzenkübel aufzustellen und schon kann es losgehen. Aber Moment mal: Es lohnt sich, gut zu überlegen, bevor man die Ärmel hochkrempelt. Hier sind einige Fragen und Tipps, die den Start eines Schulgartenprojekts erleichtern:
- Wozu soll der Garten genau dienen?
- Welche Aktivitäten werden darin stattfinden?
- Zu welchem Zweck?
- Was soll der Ort zum Unterricht beitragen (Stichwort Draussenschule)?
- Können diese Ziele auch auf andere Weise erreicht werden?
- Wer wird den Garten nutzen?
- Welche Lehrpersonen, welche Schülerinnen und Schüler werden den Ort nutzen? Wie?
- Werden sich weitere Personen im Schulgarten betätigen?
- Gibt es einen gemeinsamen Start im Frühling, ein Erntefest oder Aktivitäten zum Aufräumen vor den Sommerferien oder dem Einwintern des Gartens?
- Wer ist sonst noch beteiligt?
- bspw. Hausmeister, Schulleitung, Bauamt, Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Eltern, Nachbarn ...
- Welche Erwartungen haben diese weiteren Beteiligten?
- Welche Befürchtungen haben sie?
- Welche Rolle spielen sie in dem Projekt?
- Wer pflegt den Garten?
- Wer bewirtschaftet welche Flächen?
- Wer kümmert sich um die Pflanzen, insbesondere während der Ferien und im Winter?
- Wer unterhält Infrastruktur und Werkzeuge (Reparaturen)?
- Wie wird mit Unkraut umgegangen?
- Wie sieht der Materialfluss aus (Holzspäne, Kompostierung etc.)?
- Wie wird die Bepflanzung gestaltet (Pflanzenauswahl, Fruchtfolge)?
- Wie soll die Öffentlichkeit über das Projekt informiert werden?
- Wie passt der Garten zum Leitbild der Schule?
- Woran werden Sie erkennen, dass der Garten einen Mehrwert für die Schule erbringt?
- Warum möchten Sie sich persönlich für den Garten engagieren?
- Wo liegen die Grenzen Ihres Einsatzes?
Starten Sie nicht allein. Richten Sie für die Startphase eine Steuerungsgruppe ein, die aus zwei Lehrpersonen, einem Mitglied der Schulleitung, einem Mitglied der Gemeinde, einem Elternteil und einer Schülerin oder eines Schülers besteht und sich regelmässig trifft. Legen Sie von Anfang an eine Frist fest, innerhalb derer sich diese Gruppe erneuern muss. Die gemeinsame Nutzung des Ortes durch Anwohner oder Vereine kann eine grosse Hilfe bei der Pflege sein und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Um den Garten langfristig zu erhalten, hat sich ein Team von mindestens drei Lehrpersonen bewährt, das den Überblick über den Garten behält – wenn mehr dazu kommen, umso besser (Eltern, Schülerinnen und Schüler etc).
Beziehen Sie die Schülerinnen und Schüler in alle Phasen des Projekts ein – Ihr Unterricht wird davon profitieren. Ideen und Methoden finden Sie bei partizipativen Projekten und in der Permakultur (Video: Permakultur in der Schule).
Maximieren Sie den Nutzen des Schulgartens und minimieren Sie den Pflegeaufwand (und die Grösse). Fangen Sie klein an und geben Sie ihm die Möglichkeit zu wachsen.
Eine gute Planung zahlt sich aus: Der finanzielle und zeitliche Rahmen sollten nicht vergessen werden. Auch lohnt es sich, vorgängig abzuklären, welche Finanzierungsquellen es gibt und was im Projekt wann passieren soll. Gartenstunden für die Pflege ausserhalb des Unterrichts, Werkzeug, Material, Saatgut, Pflanzen gilt es ebenfalls zu berücksichtigen.
Und zum Schluss vielleicht der wichtigste Tipp zum Anfang: Erhalten Sie Ihre Freude am Garten stets aufrecht! Nutzen Sie jede Gelegenheit, um die geleistete Arbeit zu feiern.
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Weiterbildung "Aufbau Schulgarten" 23.9.23
Soll an Ihrer Schule ein Schulgarten entstehen, aber Sie wissen noch nicht, wie Sie dieses Projekt angehen sollen und was es alles dazu braucht? Im Herbst bieten wir eine Weiterbildung zum Thema Aufbau Schulgarten mit folgenden Inhalten:
- Organisation und Ressourcen (Finanzielles, Personelles und Material)
- Mögliche Flächen und deren Strukturierung und Vorbereitung
- Beteiligung unterschiedlicher Nutzergruppen
- Pflanzplanung
Der Kurs besteht aus einem Modul vor Ort und einem darauf folgenden Erfahrungsaustausch online.