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Mi 27.10.
Modissa Zürich
20:00 – 21:30
Graziella Rossi liest Helene Stöckers «Liebe»
In ihrem einzigen Roman «Liebe» (Telegramme Verlag, 2021), der 1922 erstmals erschien, spitzt die Frauenrechtlerin Helene Stöcker die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten Irene und Robert bis zur Krise zu. Die Schauspielerin Graziella Rossi liest daraus. Präsentation: Dana Grigorcea.
In ihren frühen Zwanzigern zog die spätere Frauenrechtlerin Helene Stöcker nach Berlin, liess sich zur Lehrerin ausbilden und hörte ab 1896 an der Universität Berlin Philosophie und Nationalökonomie, um 1901 an der Universität Bern über die Kunstanschauungen der Romantik promoviert zu werden. Zurück in Berlin, unterrichtete sie und hielt Vorträge über Frauenbildung und Frauenrechte.
Am 28. Februar 1933 emigrierte Helene Stöcker in die Schweiz. In Deutschland wurden ihre Manuskripte von den Nationalsozialisten vernichtet, ihr gesamtes Geld beschlagnahmt. Über Schweden und die Sowjetunion wanderte sie 1941 in die USA aus. Sie starb 1943 vereinsamt in New York.
Helene Stöcker kam 1869 bei Wuppertal zur Welt und wuchs dort als ältestes von acht Kindern einer calvinistischen Familie auf. Ihr Vater besass ein Textilgeschäft, ihre Mutter kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder.
Eintritt:
Kollekte
Tickets:
Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden
Veranstaltungsort:
Modissa
Bahnhofstrasse 74
8001 Zürich