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Autor: Edgar Fahrni
Mit einem Sieg beim letzten Aufstiegsspiel in Estavayer hätten die Sensler den Aufstieg in die 2. Liga theoretisch noch schaffen können, auch wenn sich aufgrund der anderen Resultate am Ende herausstellte, dass Plasselb selbst ein Sieg nichts genutzt hätte. Estavayer machte aber keine Geschenke. Gross war zudem der Jubel im Stadion, als bekannt wurde, dass die zweiten Mannschaft in Granges-Paccot den Aufstieg in die 3. Liga realisiert hatte.
Ausgeglichener Start
In den Startminuten hatten die Gastgeber die besseren Chancen. Die erste gute Möglichkeit hatte Tortorella (9.). Plasselb konnte das Spiel bald ausgleichen und erschien oft vor Torhüter Berchier. Die diversen herausgespielten Corner wurden aber schlecht geschossen.
Zudem stand die Verteidigung öfters falsch, so dass der Estavayer-Führungstreffer durch den überragenden Mehmetaj nicht überraschend kam (19.). Nach der 25. Minute hatten die Gäste ihre besten Szenen vor der Pause. Vorerst scheiterte Johannes Ruffieux, und wenig später erzielte Patrick Ruffieux mit einem Freistoss aus 20 Metern den Ausgleich zum 1:1.
Die Vorentscheidung in diesem Spiel fiel in der 41. Minute, als Ronny Brügger im Strafraum klar gelegt wurde. Der sonst ausgezeichnete Schiedsrichter drückte beide Augen zu, und beim Gegenzug diktierte er einen Freistoss für Estavayer, den Mehmetaj aus 20 Metern direkt verwertete.
Erneut Mehmetaj
Für die definitve Entscheidung sorgte wieder Mehmetaj, als er in der 55. Minute auf 3:1 erhöhte. Dann spielte nur noch Plasselb. Die besten Chancen konnten aber nicht genutzt werden, wobei oft nur Zentimeter fehlten. Erst in der Nachspielzeit sah man wieder etwas von Estavayer, doch Zulfaj vergab das 4:1 fahrlässig alleine vor Lottaz. Neben Mehmetaj haben die Gastgeber den Sieg in erster Linie Torhüter Berchier zu verdanken.
Plasselb-Trainer Norbert Aerschmann war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: «Nach dem schlechten Saisonstart haben wir mit dem Erreichen der Aufstiegsspiele das Saisonziel klar übertroffen. Das unglücklich verlorene Spiel gegen Courtepin vom letzten Mittwoch war im Prinzip das Finale für uns, denn dass es in Estavayer schwierig werden würde, war uns bekannt.»
Wenig Änderungen im Team
Und weiter meinte Aerschmann: «Ich bin sehr zufriedenmit dem, was wir in dieser Saison erreicht haben. Wir sind auf dem richtigen Weg.»
Glücklich ist Aerschmann, dass er die neue Saison praktisch mit der unveränderten Formation in Angriff nehmen kann. Den Abgängen von Benjamin Neuhaus (zu Plaffeien) und Ivar Ruffieux (Rücktritt) stehen die Zuzüge von Sven Egger und Yannick Neuhaus (eigene Junioren) und Shpetin Kryeziu (Giffers-Tentlingen) gegenüber. «Wir wollen die Aufstiegsspiele wieder erreichen und werden versuchen, diesmal einen besseren Saisonstart hinzulegen», erklärte Aerschmann abschliessend.