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Flurin Bertschinger: «Finding the right Distance»
Diese freie Arbeit von Flurin Bertschinger präsentieren wir mit seinen Worten:
Am Rande eines ehemaligen Arbeiterviertels im Südwesten von Jerusalem liegt der «Misha and Alicia Feldman Park». Dort weilte ich fast jeden zweiten Abend während meiner Zeit in Israel und wollte sehen, wer diesen öffentlichen Ort besucht und wie sich darin das Viertel spiegelt:
Ich entdeckte einen interessanten Querschnitt durch das weite Spektrum der israelischen Gesellschaft. Mizrahi, Russen, Äthiopier, Gastarbeitende und Palästinenser. Nur die Gruppe der Aschkenasim der Gründergeneration, die gemeinhin als die Elite des Landes betrachtet wird, verkehrt hier nicht.
Für mich als Ausländer war es eine spannende Gelegenheit, mir mittels Fotografie einen Ort aneignen zu können. Zu Beginn fühlte ich mich als Fremdkörper. Durch die Regelmässigkeit meiner Besuche und der stetigen Interaktion mit den Menschen wurde ich zu einem Teil dieser Gemeinschaft. Immer häufiger begegnete ich den Menschen, die ich zu einem früheren Zeitpunkt schon fotografiert hatte. So konnte ich ihnen auch einen Abzug ihres Porträts mitgeben. Selbst Menschen, die sich nicht fotografieren lassen wollten, begannen mich zu grüssen. Zu guter Letzt kam Pogaiski Yabigini auf mich zu und sagte, er hätte mich schon länger beobachtet, ob ich nicht auch ihn fotografieren könnte.
Alle abgebildeten Menschen sind Bewohner Jerusalems. Ihre Ursprünge und Familiengeschichten erstrecken sich aber um die ganze Welt.