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Das BAK wendet seit dem Wegfall des EU MEDIA Programms im Jahr 2014 jährlich 500'000 Franken für die Exportförderung von Schweizer Filmen in den europäischen Ländern auf. Europäische Koproduktionen, an denen Schweizer Produzenten beteiligt sind, haben hingegen weiterhin Zugang zu den Verleihförderprogrammen von MEDIA. Der Bund wird in den nächsten Jahren mit neuen bilateralen Abkommen die Anreize für solche Koproduktionen verstärken.
Für reine Schweizer Filme konnte die Exportförderung einige, aber nicht alle negative Folgen des Wegfalls von MEDIA abfedern. Filme wie „Die göttliche Ordnung" erhalten durch die Exportförderung des Bundes eine vergleichbare Auswertungschance im Ausland wie europäische Filme.
Definitiv weggefallen ist die MEDIA Förderung der EU für Verleiher, die Schweizer Filme in die Kinos ins Ausland bringen. Seit dem Wegfall von MEDIA können Verleiher in Europa keine Förderungen für den Kinostart eines Schweizer Films einsetzen. Im Gegensatz zu europäischen Filmen generiert die Auswertung von Schweizer Filmen in MEDIA Länder auch keine neuen Referenzgelder.
Die Schweiz partizipiert im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit seit Anfang der Neunziger Jahre am europäischen Förderprogramm „Eurimages". Dieser Fond des Europarates unterstützt primär die Herstellung von europäischen Koproduktionen. Schweizer Koproduktionen erhalten im Rahmen dieser Förderung zwischen 500'000 und 600'000 Euro pro Jahr. Um Länder, die nicht am MEDIA Programm teilnehmen, eine bessere Chance zu geben, unterstützt Eurimages in kleinem Rahmen auch Kinobetriebe und Verleihfirmen. Dadurch fliessen jährlich an Schweizer Kinobetriebe rund 350'000 Euro. Schweizer Verleiher, die europäische Filme in die Schweiz bringen, erhalten jährlich rund 300'000 Euro.
Die Teilnahme der Schweiz am Programm Eurimages war in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr flossen so rund 1,2 Millionen Euro in die Schweiz zurück, gegenüber einem jährlichen Mitgliederbeitrag von 650‘000 Euro.
Anfang 2017 hat Eurimages, bestehend aus 37 Mitgliedsstaaten, ein Förderprogramm eingestellt, das vorsah, die Auswertung von rein nationalen Filmen, die aus Ländern stammen, die nicht Teil des MEDIA Programms sind, zu unterstützen. Dieses Programm war zuletzt mit rund insgesamt 40‘000 Euro jährlich für Länder wie die Schweiz, Russland, Türkei, Serbien, Georgien sowie Mazedonien dotiert. 2016 war es ein Verleiher, der für den Kinostart eines Schweizer Films mit 4‘878 Euro unterstützt wurde.
Exportförderung: Die Exportförderung finanziert einen Teil der Kosten, die beim Kinostart eines Schweizer Films im europäischen Ausland anfallen. Gesuche können von europäischen Verleihern bei der vom Bund mit dieser Aufgabe betrauten Stiftung «Swiss Films» gestellt werden. (Mitteilung BAK, 29.8.)