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Ferdinand Lamaze
In den 50er Jahren beobachtete der französische Geburtshelfer Ferdinand Lamaze russische Frauen, die während der Geburt eine Methode benutzten, die Psychoprophylaxe genannt wurde. Zusätzlich beschäftigte er sich mit den Theorien von Iwan Pawlow, der die Reiz-Reaktion-Konditionierung bei Hunden untersucht hatte, und ihm wurde durch diese Beobachtungen klar, wie wertvoll „konditioniertes Lernen“ bei der Schmerzbewältigung sein kann.
Nach Lamaze ist Entspannung das A und O jeder Geburtserleichterung, denn wenn eine Frau gelernt hat, sich bewusst zu entspannen und ihren Körper dabei genau zu fühlen und wahrzunehmen, kann sie dem Schmerz wirksam begegnen.
Die Lamaze-Methode besteht aus verschieden Komponenten: Da ist zum Einen eine umfangreiche Aufklärung in Vorbereitungskursen zum Abbau von Ängsten, dann das Erlernen der bestmöglichen Entspannung mit selbstbestimmter Körperkontrolle unter der Geburt und ausserdem kontrollierte tiefe Atemzüge in einem bestimmten Rhythmus während der Wehen, um die Schmerzwahrnehmung zu vermindern und die Konzentration von den Schmerzen abzulenken.
Die Lamaze-Methode hilft Gebärenden effektiv, Wehen- und Geburtsschmerzen zu verringern. Heute ist sie (und ihr verwandte Variationen) in Russland und Frankreich weitverbreitet und auch in den USA und Grossbritannien sehr beliebt. Die Geburtsphilosophie nach Lamaze stellt die Frau in den Mittelpunkt, ihre innere Weisheit führt sie.
Durch die umfangreiche Aufklärung und Information in den Lamaze-Vorbereitungskursen ist die werdende Mutter in der Lage, alle wichtigen Entscheidungen während der Geburt zu treffen.
Letzte Aktualisierung : 05-11-19, BH