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Im Jahre 1819 wurde der Appenzeller Heinrich Grunholzer als Sohn des ehemaligen Lehrers, Landschreibers und Hirschen-Wirts Johannes Ulrich Grunholzer geboren. In Trogen ist er aufgewachsen.
1849 lernte Heinrich Grunholzer in Uster die Tochter des Textilfabrikanten und Nationalrates Zangger, Rosette, kennen, die er 1852 heiratete. Kurze Zeit wohnte das Paar bei den Schwiegereltern in deren Villa an der Florastrasse 18 in Uster.
Ab 1853 war Heinrich Grunholzer Lehrer an der Kantonsschule in Zürich. 1854 wurde er Mitglied des grossen Rates und ab 1856 Erziehungsrat und Redaktor der «Pädagogischen Monatsschrift», die für das Schulwesen bahnbrechend war.
Seit 1857 war Heinrich Grunholzer-Zangger Bürger von Uster. 1858 trat er aus dem Schuldienst zurück und wurde Industrieller in den schwiegerelterlichen Fabriken in Uster. Ab 1860 leitete er als Präsident die Sekundarschulpflege. Ihn faszinierte die politische Tätigkeit. Als begehrter Festredner gab er seinen liberalen-freisinnigen Ansichten wirkungsvoll Ausdruck. 1860 wurde er in den Nationalrat gewählt, wo er sich als Vorkämpfer der Verfassungsrevision von 1874 exponierte. Am 18. Juli 1873 ist er in Uster verstorben. 1'500 Lehrer aus der ganzen Schweiz nahmen an seiner Beerdigung teil. Sein Freund Traugott Koller hat sein Lebensbild in einer über tausend Seiten starken Biografie aufgezeichnet, die 1875 unter dem Titel «Heinrich Grunholzer - Lebensbild eines Republikaners» im Schillerverlag, Zürich, erschienen ist.