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Forrester empfiehlt mittelgrossen und grossen Firmen und Organisationen, Microsofts Miet-Lizenzen gut anzuschauen, da sie nun preislich konkurrenzfähiger geworden sind.
Capex oder Opex? Skylla oder Charybdis, Pest oder Cholera? Wer als Einkäufer für die Beschaffung von (Microsoft-) Software zuständig ist, kann meistens zwischen Miet- oder Kaufmodellen wählen.
Mietmodelle belasten die Bilanz nicht, da das Recht, eine bestimmte Software zu benützen, jährlich bezahlt wird. Die Software wird nicht erworben, kommt deshalb nicht in die Bilanz und muss also auch nicht abgeschrieben werden. Es gibt kein "Capex" (Capital Expenditure). Im Gegenzug sind Mietmodelle über Jahre gerechnet meistens teurer als wenn man Software kauft und über Jahre hinweg abschreibt.
Das Interesse an Microsofts Mietlizenzform für Grossfirmen, "Enterprise Subscription Agreement" alias EAS war bisher gemäss dem US-Marktforscher Forrester sehr gering. Grund: EAS waren gemäss Forrester bisher schlicht zu teuer. Nun aber hat Microsoft die Miet-Preise für seine Software um ungefähr 15 Prozent gesenkt, was die EAS - immer gemäss Forrester - zu einer attraktiven Variante machen.
Die Nachteile der "Enterprise Agreements" und "Select"-Lizenzen
Kauf-Versionen wie etwa die "Enterprise Agreements" (EA) oder die "Select"-Lizenzen von Microsoft-Software haben einen wichtigen Nachteil. CIOs und Beschaffungsverantwortliche müssen alle drei Jahre grosse Budgets einzig für die Erneuerung der Verträge beantragen und begründen. Zudem kosten die so genannten "Software-Assurance"-Vertragszusätze, die zum kostenlosen Bezug von neuen Software-Versionen (z.B. Office 2010) berechtigen, gemäss Forrester noch jährlich Geld.
Ausserdem hat man allenfalls zu viele Lizenzen, falls sich die Anzahl der User (in der Krise) verringert.
EAS ist günstiger in den ersten drei Jahren
EAS können in dieser Situation gemäss Forrester eine gute Alternative sein. Sie sind mindestens für die ersten drei Jahre günstiger und man bleibt flexibler. So kann man die Lizenzmengen (z.B. Anzahl Desktops) jährlich anpassen und ein Wechsel zu einer anderen Software-Form, beispielsweise die Miete im SaaS-Modell, ist leichter möglich, da man nicht noch aktivierte Softwarekosten in der Bilanz stehen hat, die man abschreiben müsste. (Christoph Hugenschmidt)
Dieser Artikel basiert auf dem siebenseitigen Papier "Take a Fresh Look at Microsoft's Subscription Program" von Duncan Jones. Es kostet 499 Dollar und kann hier bestellt werden.