Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03259.jsonl.gz/1971

Jede zweite Frau klagt über Schmerzen und Beschwerden in Zusammenhang mit der Menstruation. Vor und während der Periode führen krampfartige Schmerzen im Unterleib und Rücken zu starkem Unwohlsein. Wie äussern sich diese monatlichen Beschwerden? Welche klassischen und innovativen Behandlungsmethoden gibt es?
Menstruationsschmerzen im Überblick
Die vor und während der Monatsblutung auftretenden Schmerzen, die mehrere Tage lang anhalten und über Jahre hinweg immer wiederkehren, werden im medizinischen Bereich als Dysmenorrhö bezeichnet. Während der Monatsblutung bildet die Gebärmutter (Uterus) Entzündungsstoffe (Prostaglandine), die dafür sorgen, dass sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen, um das Abbluten zu erleichtern. Diese Kontraktionen führen zu Schmerzen und Krämpfen im Unterbauch, im unteren Rücken und manchmal sogar in den Beinen. Die Schmerzen können von weiteren Beschwerden, wie Müdigkeit, Hautunreinheiten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Anschwellen der Brüste und des Bauchs sowie Stimmungsschwankungen, die sich durch eine Überempfindlichkeit auszeichnen, begleitet sein.
Sind die Schmerzen sehr stark, kann die Lebensqualität dadurch beeinträchtigt werden. Eine beträchtliche Anzahl von jungen Mädchen und Frauen berichtet, dass dieser zwei bis drei Tage andauernde Menstruationsschmerz ihre sozialen Beziehungen, ihre Konzentration bei der Arbeit oder in der Schule und ihren Schlaf empfindlich stört. Wenn Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt ist, zögern Sie nicht, sich Ihrem Arzt oder Gynäkologen anzuvertrauen.
Konventionelle Schmerzbehandlung
Leiden Sie zum ersten Mal an einer schmerzhaften Monatsblutung und sind die Schmerzen noch nicht zu stark, können Sie Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin um Rat fragen. Er oder sie wird Ihnen rezeptfreie Medikamente empfehlen. Dazu gehören u. a. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die die Ausschüttung von Entzündungsmolekülen in der Gebärmutter reduzieren. Die Behandlungsdauer ist kurz – in der Regel zwei bis drei Tage. Diesbezüglich sei erwähnt, dass Sie auch bei anhaltenden Schmerzen die empfohlene Höchstdosis nicht überschreiten dürfen und in diesem Fall einen Termin mit Ihrem Arzt oder Gynäkologen vereinbaren sollten. Ihr Arzt kann Ihnen Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente oder krampflösende Arzneimittel verschreiben.
Verwendung eines Cannabidiol (CBD)-Aromapflegeöls
Wenn Sie milde Methoden zur Schmerzbekämpfung bevorzugen, bietet sich das lokale Auftragen eines Aromaöls mit Cannabidiol (CBD), einem Wirkstoff aus der Cannabispflanze (Cannabis sativa), an. Keine Angst: Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol oder THC hat CBD keine psychotrope, also berauschende, Wirkung, sondern wirkt entzündungshemmend, krampflösend und anxiolytisch.
Zahlreiche Studien haben belegt, dass dieses CBD-Molekül die Symptome chronischer Entzündungen, wie sie beispielsweise bei Menstruationsschmerzen auftreten, lindern kann. Im Handel wird ein therapeutisches Pflegeöl angeboten, das auf der Grundlage der internationalen Aromatherapie, eine Mischung aus Ölen aus kontrolliert biologischem Anbau, ätherischen Ölen und einem extra reinen CBD-Ölextrakt aus den Blättern von Bio-Hanf, enthält.
Das in vordosierten Kapseln erhältliche Cannabidiol-Öl wird auf die Haut des Unterbauchs und des Sonnengeflechts (dieses befindet sich etwa 8 bis 10 Zentimeter über dem Bauchnabel) aufgetragen und sanft einmassiert. Die Wirkstoffe des Öls werden schnell freigesetzt, sodass sich ihre Wirkung rasch an den Nerven von Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eierstöcken entfalten kann.
Für betroffene Frauen ist die Linderung dieser zyklisch auftretenden Beschwerden überaus wichtig, und zwar nicht nur, um ihr Wohlbefinden zu verbessern, sondern auch, weil die Schmerzen mit der Zeit die Schmerzkontrolle und -verarbeitung im zentralen Nervensystem verändern bzw. stören können. Diese Funktionsstörung führt zu einer Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit und -wahrnehmung.