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Keine Studie – ist das das Ende?
Eine aufwendige Studie soll die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Überdachung von Autobahn und Gleisen beim Bahnhof St.Fiden aufzeigen. Die Kosten für diese Studie sind überraschend hoch, was abschreckt. Ist das bereits das Ende für eine Überdeckung?
Mein Wunsch wäre die Vernetzung der beiden Quartiere über eine Grünbrücke. Das wäre auch mit einer Länge von lediglich 50 bis 100m möglich, also 1/3 bis ½ der Länge der Überdeckung auf meinen Skizzen.
Die Überdeckung kann durchaus noch kürzer sein. Vorstellbar wäre auch eine Bushaltestelle auf dem Dach als Teil eine ÖV-Hubs am Bahnhof St.Fiden. Die Anzahl Busfahrten zum Hautbahnhof könnte so massiv verringert werden.
- In meinen Skizzen und Überlegungen war nie die Rede von einer Überdeckung von Brücke zu Brücke – schon gar nicht von Olma bis über den Bahnhof hinaus – das ist tatsächlich unwirtschaftlich.
- Eine Überdeckung von ca. 250 m Länge und Breite entspricht ca. dem Bahnhof Bern. Es ist also nicht so, dass es grossflächige Gleisüberdeckungen nirgends gibt. Im Ausland lassen sich zahlreiche grösser überdeckte Flächen finden.
- Die Finanzierung einer Überdeckung alleine durch den damit gewonnen Platz wird zwangsweise eine dichte Bebauung auf dem Dach voraussetzen, siehe Plan Nüesch Development. Zudem wären zahlreiche Abstützungen und anspruchsvolle Fundierungen zwischen und unter den Gleisen nötig, was die SBB während der Bauzeit zu stark behindert und sie daher abschreckt. Gleiches gilt für mein Hochhaus «Bosco Verticale». Die Überlegung dahinter war, dass es nur über die Abstellgleise zu liegen kommt, die Abstützungen dazwischen Platz finden und dass somit die Einschränkungen für die SBB geringer wären.
- In meinen Planspielen bin ich stets davon ausgegangen, dass die Überdeckung über die Nutzung des ganzen Areals finanziert werden muss, diese dafür eine gewisse Dichte hat, die Überdeckung selber eher wenig bebaut sein wird.
Die SBB gedenkt eine Wartungshalle zu bauen. Ob diese besser aussieht als eine begrünte Überdeckung?
- Eine Überdeckung veträgt sich mit der Idee des Areal Bach. Die Mirgos bleibt, wo sie ist – will sie inzwischen ohnehin. Dafür befindet sich unter der Splügenbrücke mehr grün. Als Kompensation zur Finanzierung wäre die Bebauung südlich der Gleise dichter.
- ÖV-Hub: Eine Überlegung, welche ich nie erwähnt habe. Auf dem Dach könnte eine End-Bushaltestelle sein für Vorortslinien sein, wie dies z.B. in Chur der Fall ist. Die Anfahrt wäre sowohl über die Lindentalstrasse, als auch über die Bachstrasse möglich. Zusammen mit der S-Bahn würde so ein attraktiver ÖV-Hub möglich sein.
Vergleich des aktuellen Linienplans mit einem Plan mit Hubs in St.Fiden, Lustmühle und am Westbahnhof.
Auch wenn die Idee einer Überdeckung vorläufig nicht weiter verfolgt wird, verbaut bzw. verunmöglicht werden soll sie nicht. Die Option muss offen gehalten werden.
Nur um nochmals auf die Möglichkeiten der Kombination von Bahnhof, Einkaufszentrum, P&R, Hotel Bushub usw. hinzuweisen:
Mehr zu meinen Plänen im Areal St.Fiden
Areal Bach, ein Park im Osten