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1919-2014, geboren in Salzburg, gestorben in Locarno
„Im Dorf nannten sie alle respektvoll „La Baronessa“. Für die Kulturschaffenden in Brissago und Umgebung war sie eine grosszügige Mäzenin, die um ihr Engagement aber nie grosses Aufheben machte. Am vergangenen Samstag ist Hildegarde Freifrau von Münchhausen in Locarno in ihrem 95. Lebensjahr verstorben. Auf die Frage, woher ihre Leidenschaft für die Musik stamme, antwortete die Baronessa in einem Interview einst knapp: „Ich bin in Salzburg geboren.“ Ihr Vater, Graf Dürckheim, der dem elsässischen Hochadel angehörte, war dort am Festspielhaus beschäftigt. 1974, nach der Trennung von ihrem Ehemann, dem Freiherrn von Münchhausen, kam die Baronin an den Lago Maggiore. Im „Salon“ ihrer Villa in Brissago trafen sich Musiker und Intellektuelle. Sie organisierte Konzerte, förderte junge Musiktalente und schenkte der Gemeinde einen Teil des Nachlasses von Ruggero Leoncavallo, dem italienischen Komponisten, der ebenfalls für einige Jahre in Brissago gelebt hatte. Die nach ihm benannte Stiftung unterhält seit April 2002 ein eigenes Museum, und alljährlich findet unter der Leitung des Brissagheser Tenors Ottavio Palmieri ein internationales Festival statt. Auch andere Kulturveranstaltungen in der Region haben die Unterstützung der Baronin genossen, so etwa die Musikfestwochen von Ascona.“ Marianne Baltisberger, Tessiner Zeitung, 17. Januar 2014.