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16. Dezember
Oma Else hatte am Abend den Teig für das Früchtebrot fertig. Sie teilte den Teig in mehrere Portionen und formte Brotlaibe daraus. Die verzierte sie dann mit Mandeln. Danach setzte sie die Brotlaibe auf ein grosses bemehltes Holzbrett und deckte sie mit einem Baumwolltuch ab. Dann rief sie einen der Männer, damit er ihr das grosse Holzbrett in die Speisekammer trug und dort vor dem Fenster abstellte.
Im Herd hatte inzwischen die grosse Versammlung begonnen. Der Älteste der Feiergeister und die Ratsmitglieder erklärten den Feuergeistern was passieren würde, wenn das Bauernhaus abbrennt. Dann erzählten sie ihnen von der Idee eine Barriere zu errichten, die dafür sorgen würde, dass nur ein Feuergeist zur Zeit von Draussen ins Haus springen könnte oder vom Haus nach Draussen. Sie erklärten auch das damit verbundene Risiko für immer im Haus eingeschlossen zu sein.
Danach wurde jede Frage beantwortet und es wurden alle Bedenken angehört. Dann stellte der Älteste den Antrag die Barriere zu errichten und das Risiko eingeschlossen zu werden, einzugehen. Alle Feuergeister, die schwerwiegende Einwände hatten, wurden angehört, um eine tragbare Lösung zu finden. Es dauerte sehr lange, bis ein Konsent gefunden wurde, aber die Gemeinschaft der Feuergeister hat es geschafft.
Am nächsten Morgen, als Theobald wieder in die Küche kam, wartete der Älteste der Feuergeister schon ungeduldig. Er hatte kaum geschlafen und war sehr aufgeregt. «Guten Morgen Theobald» begrüsste er den Waldkobold, als er ihn verschwommen vor dem Kaktustopf wahrnahm. Theobald sprang auf den Tisch und begrüsste den Feuergeist. Dann setzte sich an die Tischkante und liess seine Beine herunterbaumeln.
«Hast du dich entschieden?» fragte er den Ältesten. «Ja, wir haben uns entschieden» entgegnete der. «Fast die ganze Nacht haben wir gebraucht um einen Konsent zu finden. Wir wollen die Barriere. Aber wir benötigen noch ein paar Tage, bis alle Feuergeister das Haus verlassen haben, die lieber ausserhalb warten.» Theobald nickte. «Das ist kein Problem» sagte er «wir benötigen auch noch einige Tage für die Vorbereitung. Wie wäre es, wenn wir zur Wintersonnenwende das Ritual durchführen und die Barriere errichten?» Der Älteste der Feuergeister fand das eine gute Ideen. So hatten sie alle genügend Zeit sich vorzubereiten.
In den folgenden Tagen war viel los. Die Feuergeister aus dem Herd erkundeten die Umgebung um gute Wartefeuer zu finden, Oma Else backte am laufenden Band Plätzchen und die Kinder kamen immer wieder in die Küche um ihren Lieblingsweihnachtskeks zu probieren.
Hast du auch eine Lieblingsweihnachtskeks-Sorte? Ich finde ja jeder sollte so etwas haben und das backen dieser Kekse in der Adventszeit einplanen. Deshalb schreibe ich mir solche Termine schon immer am Anfang des Jahres in die Agenda.
Morgen kannst du erfahren ob das mit der Barriere klappt und ob sie funktioniert.