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Bis heute sind neun verschiedene Arten des Coronavirus bekannt. Sechs davon sind für den Menschen ansteckend. Menschliche Coronaviren können in schwach pathogene und hochpathogene Viren unterteilt werden. Die schwach pathogenen Formen verursachen Symptome wie zum Beispiel eine einfache Erkältung und sind ansonsten harmlos. Zwei Arten waren bisher als hochpathogen und daher als gefährlich bekannt. Dabei handelt es sich um das SARS-Coronavirus (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) und das MERS-Coronavirus (Respiratorisches Syndrom des Nahen Ostens). Diese Coronaviren verursachen schwere Lungenentzündungen und können tödlich sein. Aus den Erfahrungen mit dem SARS- und MERS-Coronavirus haben wir gelernt, dass diese Viren eine dysfunktionale Immunreaktion provozieren können, die unverhältnismäßig stark ist und dadurch großen Schaden anrichtet.
Schwere Lungenentzündungen aufgrund der Infektion durch ein hochpathogenes Coronavirus sind mit einer sehr schnellen Replikation des Virus, einer immensen Infiltration von Immunzellen und sehr hohen Konzentrationen von proinflammatorischen Cytokinen assoziiert. Diese massive Immunreaktion verursacht Schäden in der Lunge und kann zu einer tödlichen Lungenentzündung führen. Ein gesunder Mensch mit einem normal funktionierenden Immunsystem sollte mit schwach pathogenen Coronaviren problemlos fertig werden. Ältere Menschen und Menschen mit Komorbiditäten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind oft anfälliger, auch gegenüber den schwächeren Varianten.
Als Ursprungsort des neuen Coronavirus gilt ein Tiermarkt in Wuhan. Es handelt es sich um eine bislang unbekannte Variante des Coronavirus, die als 2019-nCoV-Virus bezeichnet wird. Zurzeit sind weltweit bereits über 73.335 Menschen infiziert und mehr als 1875 Menschen an der Infektion gestorben. Es ist noch kein Impfstoff verfügbar. Das neue Coronavirus zählt zur Kategorie der „hochpathogenen Coronaviren“. Daher ist es sehr wichtig, dass unser Immunsystem effizient mit diesem Virus umgeht. Sobald unser Immunsystem das Virus erfolgreich überwunden hat, hat es gelernt, zukünftig sofort die geeigneten Immunglobuline, auch Antikörper genannt, zu bilden, sodass keine erneute Infektion mehr auftreten kann und darum sind wir immun.
Entscheidend ist in jedem Fall, dass die Reaktion unseres Immunsystem auf ein in unseren Körper eindringendes Pathogen wie zum Beispiel ein Virus oder eine Bakterie in angemessener Weise erfolgt. Bei Viren wie dem Wuhan-Coronavirus löst unser Immunsystem eine Reaktion aus, die als Th1-Reaktion bezeichnet wird. Mithilfe von T-Lymphocyten wird eine sehr starke Entzündung erzeugt, sodass die mit dem Virus infiltrierten Zellen abgetötet werden. Bei derartigen Immunreaktionen läuft eine Vielzahl von Prozessen ab. Es wird eine komplexe Kaskade von Ereignissen in Gang gesetzt, die im Idealfall zum Tod des Pathogens und zum Aufbau eines immunologischen Gedächtnisses führt, sodass wir in Zukunft geschützt sind. Angesichts der Tatsache, dass das neue Coronavirus in die Lunge eindringt, sich dort schnell vermehrt und eine massive Immunreaktion provoziert, ist es äußerst wichtig, dass die Immunreaktion das Virus schnell und erfolgreich besiegt und dann (rechtzeitig) wieder abklingt. Eine extrem starke Immunreaktion, die nicht rechtzeitig abklingt, kann sehr großen Schaden anrichten.
Auf jeden Fall ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Immunreaktion effektiv verläuft. Welche Mittel können wir einsetzen?
Die schnelle Vermehrung des Virus kann mit antiviralen Mitteln verlangsamt werden. Eine vielversprechende antiviral wirkende Pflanzensubstanz ist Astragalus membranaceus (900 mg täglich). Außerdem können auf breiter Basis antiviral wirkende Substanzen wie Allium sativum (Knoblauch, 200-400 mg täglich), Sambucus und Cordyceps (2.000 mg täglich) verwendet werden.
Die ausreichende Zufuhr von Vitamin C ist sehr wichtig (täglich 2.000 mg). Vitamin-C-Mangel kann zu einem unzureichend funktionierenden Immunsystem führen. Auch Zink ist von großer Wichtigkeit für die Regulierung der Immunreaktion (30 mg täglich). Weiterhin werden ausreichende Mengen von Vitamin D und die Fettsäuren EPA und DHA für die rechtzeitige Beendigung der Immunreaktion benötigt, damit diese keine unnötigen Schäden verursacht. Eine angemessener Verzehr von fettreichem Fisch, Krustentieren oder Algen, gegebenenfalls ergänzt durch Supplementierung (täglich 2.000 mg täglich) wird daher empfohlen. Unser Körper bildet Vitamin D in der Haut, wenn diese genügend Sonnenlicht erhält. Zu dieser Jahreszeit ist es jedoch in Europa unmöglich, auf diese Weise ausreichende Mengen an Vitamin D zu bilden. Daher ist eine Supplementierung mit Vitamin D dringend anzuraten (150 mcg täglich).
Auch Cortisol spielt eine wichtige Rolle bei der Immunreaktion und sorgt zusammen mit Vitamin D, EPA und DHA für das rechtzeitige Beenden der Entzündung. Die körpereigene Cortisolproduktion und das Ansprechen des Körpers auf Cortisol und damit dessen Wirksamkeit können durch ein paar einfache Lebensstiltipps verbessert werden:
Das neue Coronavirus beunruhigt viele von uns. Wir können aber präventiv dafür sorgen, dass unser Körper bestens gegen eine Infektion mit einem solchen Virus gewappnet ist, was sich natürlich auch ganz allgemein zur Prävention gegenüber den üblichen Grippeviren empfiehlt. Mithilfe eines gesunden Lebensstils, ergänzt durch einige wenige Substanzen aus der Natur, die unserem Immunsystem einen Schubs in die richtige Richtung geben, ist unser Körper widerstandsfähiger gegen Virusinfektionen wie zum Beispiel das Coronavirus.