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Der Brexit zähle zu den Risiken, welche die ohnehin relativ schwachen Aussichten der globalen Wirtschaft belasteten, sagte Lagarde in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung zum Arbeitsprogramm der Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden zwölf Monaten.
Lagarde sprach sich für eine weiter lockere Geldpolitik in den Industrieländern aus. "Die Geldpolitik hat die Nachfrage gestützt und das sollte sie weiter tun", sagte die IWF-Chefin. Allerdings sei sie überbeansprucht worden. So hätten zwar unkonventionelle Instrumente bei der Stützung der Nachfrage geholfen. Jedoch blieben die Auswirkungen einer längeren und intensiveren Nutzung unsicher. Zudem gebe es potenzielle Übersprungeffekte auf Schwellen- und Entwicklungsländer.
Moderates Wachstum in Schwellenländern
Das Wachstum in den Industrieländern blieb Lagarde zufolge zuletzt moderat, in Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte es sich. "Ein wichtiger Grund ist, dass die Nachfrage weltweit schwach blieb", sagte Lagarde. Sie verwies auf die niedrigen Rohstoffpreise - beispielsweise beim Öl - wo die negativen Effekte die positiven offenbar inzwischen mehr als ausglichen.
Die IWF-Chefin mahnte einen besseren Mix aus Finanz- und Wirtschaftspolitik, Strukturreformen und Geldpolitik an. Dies sei entscheidend, um den weltwirtschaftlichen Ausblick angesichts der vielen Abwärtsrisiken aufzuhellen. In Ländern, die dafür Spielräume hätten, könne die Finanzpolitik mehr leisten, um das weltwirtschaftliche Wachstum zu fördern, ergänzte sie. In besonders hochverschuldeten Ländern bleibe aber andererseits die Haushaltskonsolidierung eine wichtige Aufgaben. Namen von Ländern nannte sie nicht.
(Reuters)