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Die Franziskanerkirche oder église des Cordeliers hat echte Meisterwerke zu bieten: gotische Altaraufsätze, Chorgestühl, Gemälde und Skulpturen. Sie wurde vor kurzem restauriert.
Die Kirche wurde erstmals um das Jahr 1281 erbaut, als sich Franziskaner aus Basel in Freiburg niederliessen, um ein Kloster zu gründen, das rasch an Bedeutung gewann. Seit dem XV. Jahrhundert fanden in dieser Kirche Bürgerversammlungen statt. Hochrangige Gäste der Stadt wurden häufig im Kloster untergebracht.
Während dieser langen Zeit häufte die Kirche viele Kunstwerke an, unter anderem ihre drei berühmte Altaraufsätze. Der Aufsatz des Hochaltars ist das grösste Gemälde des Schweizer Mittelalters. Darauf wurden vier gemalte Ösen entdeckt, bei denen es sich um die Signatur des Künstlers handeln könnte. Allerdings ist dieses Symbol häufig auf Gemälden aus dieser Zeit zu finden und wurde möglicherweise auch verwendet, um die Zugehörigkeit eines Malers zu einer Zunft zu kennzeichnen.
Der unvollendet gebliebene Altaraufsatz des heiligen Antonius ist signiert und datiert: Hans Fries, 1506. Der Altaraufsatz «de Furno», ein echtes Schmuckstück aus dem Jahr 1513, ist ein Triptychon mit goldenem Relief.
Das aktuelle Schiff wurde im XVIII. Jahrhundert wiederaufgebaut. Um das hohe und helle Schiff in seiner ganzen Pracht zu bewundern, muss man den Kopf zur Decke heben: Dort prangt ein Trompe-l’œil-Dekor aus der späten Barockzeit, neben gotischen Gewölbeabschlüssen. Im Kloster kann man Gemälde aus dem XV. Jahrhundert entdecken, die sechs Szenen des Lebens der Jungfrau darstellen; sie wurden um 1440 von Peter Maggenberg realisiert.
Die Franziskaner erhielten den Namen Cordeliers (Kordelträger), es handelt sich um einen Mönchsorden, dessen Mitglieder von Franziskus von Assisi inspiriert wurden (XII.-XIII Jahrhundert). Heute ist das Kloster zu gross für die Freiburger Ordensgemeinschaft. Ein Teil der Stockwerke wird als Unterkunft für Studierende genutzt, die Keller wurden umgebaut, um die Archive unter optimalen Bedingungen zu konservieren.
Die «Kordelträger» erhielten ihren Namen wegen der grossen Kordel mit drei Knoten, die sie über ihrer braunen oder grauen Kutte um die Taille tragen. Es ist ein Symbol für ihr Armutsideal.
Geführte Besichtigung der Stadt auf Anfrage.
Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und Polnisch
Während Sommerzeit, Stadt Besichtigung auf Deutsch und FranZösisch
Samstags von Juni bis September
um 11 Uhr (Dauer 1h30)
auf Anmeldung
Mit dem Minizug erreichen Sie die Loretokappelle (5 min. Stop)
Kontakt:
per E-Mail <email-pii> oder telefonisch unter +41 26 350 11 11