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Die türkische Rundfunkbehörde hat die beiden Sender Fox TV und Halk TV abgestraft. Grund dafür sind kritische Äusserungen über den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Gegen zwei Schauspieler wurde aus dem gleichen Grund Anklage erhoben.
Das Nachrichtenprogramm des Moderators Fatih Portakal auf dem Sender Fox TV werde für drei Ausgaben gesperrt, berichtete die Zeitung «Hürriyet» unter Berufung auf die Behörde. Portakal hatte in seiner Sendung die Frage gestellt, ob sich Bürger angesichts des politischen Drucks noch auf die Strasse trauen würden, um gegen steigende Gaspreise zu protestieren.
Das Programm des oppositionsnahen Kanals Halk TV wurde von der türkischen Rundfunkbehörde wegen kritischer Äusserungen zweier Schauspieler sogar für fünf Sendungen gesperrt. Gegen die Kabarettisten Müjdat Gezen und Metin Akpinar laufen parallel dazu Ermittlungen, weil sie Präsident Erdogan im Fernsehen beleidigt haben sollen.
Dass der türkische Machthaber mit seinen Gegnern scharf ins Gericht geht, zeigt auch das Vorgehen gegen die Journalisten der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet». Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter wurden bereits wegen der «Unterstützung von Terrorgruppen» oder wegen «Terrorpropaganda» zu langen Haftstrafen verurteilt.
Im Zusammenhang mit den «Paradise Papers» steht auch die ehemalige «Cumhuriyet»-Journalistin Pelin Ünker vor Gericht, die 2017 über die Offshore-Geschäfte im Umfeld des türkischen Präsidenten berichtet hatte. Der Prozess gegen Ünker wurde am Donnerstag in Istanbul fortgesetzt.