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Die oft bemängelte Unvernunft und Kälte des Rechts, meist unter dem Topos von der Ungerechtigkeit firmierend, sind doch nur seiner spezifischen identifizierenden Vernunft immanent. Mit der dialektischen Vernunftkritik Theodor W. Adornos, wie sie insbesondere in dessen Negativer Dialektik formuliert ist, versucht der Autor in dieser Arbeit diverse Momente der vernünftigen Unvernunft juristischer Rationalität aufzuzeigen. Dies wird anhand geläufiger dogmatischer Probleme aus dem Strafrecht gezeigt, die nach der Meinung des Autors nur Ausdruck der immanenten Unvernunft und der notwendigen Schwäche des juristischen Begriffs, insbesondere der Art seiner notwendig identifizierenden Anwendung sind.
Autorentext
Der Autor: Vasco Reuss wurde 1974 in Darmstadt geboren. Er studierte von 1995 bis 2001 Rechtswissenschaften und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main. Von 2001 bis 2006 war er dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht von Prof. Dr. Klaus Günther tätig. Seit 2006 arbeitet er als Referendar am Kammergericht in Berlin.
Aus dem Inhalt: Adornos Negative Dialektik - Adornos Verhältnis zum (positiven) Recht - Nichtidentität und juristische Dogmatik - Dogmatische Probleme des Strafrechts: im Bereich objektiver Zurechnung, finaler und kausaler Handlungslehre, der Abgrenzung von Diebstahl und Betrug und im Bereich des Rücktritts vom Versuch - Die Unwahrheit des juristischen Begriffs.