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Gemeinde-
und Bezirkssuche
Am 4. Dezember 1994 findet das Jahrzehnte lange Wirken im Aktivzustand von Priester Karl Schmid mit seiner Ruhesetzung ein mehr als wohlverdientes Ende. Priester Peter Zubler wird zusätzlich zur Gemeinde Muri auch für Bonstetten als Vorsteher beauftragt. Während seiner Tätigkeit erreicht die Anzahl Priester mit sieben von 1997 bis 1999 ihre Höchstzahl. Peter Gfeller, seit 1979 Priester in der Gemeinde, wird am 2. April 2000 als neuer Vorsteher beauftragt. Sein langjähriges, segensreiches Wirken endet am 5. September 2007 mit seiner Ruhesetzung durch Bezirksapostel Studer. Im selben Gottesdienst wird Priester Beat Kaiser, der einige Monate zuvor aus der aufgelösten Gemeinde Muri zugezogen ist, als Vorsteher für die Gemeinde beauftragt.
Zum Zeitpunkt des Jubiläumsgottesdienstes vom 16. Mai 2010 besteht die Gemeinde Bonstetten aus 193 Geschwistern, die neben dem Vorsteher von vier Priestern und sechs Diakonen betreut werden. Eine ausgeglichene Altersverteilung führt zu einem ausgebauten Unterrichtswesen in allen Stufen, einer ansehnlichen Jugendgruppe, einem wohlklingenden Chor, einer Anzahl Instrumentalisten und Organistinnen, vielen Mitarbeitenden im Reinigungs- und Umgebungsbereich sowie einer lebendigen Seniorengruppe.
In dieser schweren Zeit wird Priester Karl Schmid am 4.1.1961 von Apostel Zimmermann als Vorsteher beauftragt. Auch die Lokalfrage wird nun aktuell. Nachdem nach einigen Schwierigkeiten ein geeignetes Grundstück gefunden werden kann, erfolgt im September 1962 der Spatenstich zu heutigen Kapelle. Am 26. Mai 1963 ist es dann soweit: Apostel Zimmermann kann das neue Kirchengebäude einweihen und seiner Bestimmung übergeben. Die Gemeinde besteht in den 60er Jahren aus rund 80 Geschwistern, die vom Vorsteher und Priester sowie drei Diakonen betreut werden. Vereinzelt wird die Gemeinde auch von Bezirksaposteln besucht, so am 11. Juni 1978 von Bezirksapostel Urwyler und am 20. Dezember 1984 von Bezirksapostel Fehr. Nachdem die Gemeinde durch Neuzuzüge deutlich gewachsen ist, ergibt sich ein Bedarf an Nebenräumen, die Anfang der Neunzigerjahre vom Bezirksapostel bewilligt werden. Nach dem letzten Gottesdienst am 9.6.1991 durch Bezirksevangelist Meier beginnen die rbeiten an einem Kirchenanbau, der zu einem grossen und einem kleinen Unterrichtsraum, einer grösseren Garderobe und einem Mehrzweck- und Jugendraum führt. Die Gemeinde besucht in der Zwischenzeit die Gottesdienst in Affoltern am Albis.
Nach einer „Vorpremiere“ am 23. Januar mit einer Ämterversammlung in der erweiterten Kirche, findet am 23. Februar 1992 die Wiedereröffnung durch Apostel Schneider statt.
Nachdem der Mietvertrag in Birmensdorf ausgelaufen ist, werden die Gemeinden 1946 in Bonstetten zusammengeführt. Am 16.9.1953 kann Bezirksapostel Streckeisen im Haus von Priester Böhler das obere Stockwerk als neuen Versammlungsraum für die in der Zwischenzeit gewachsene Gemeinde weihen. Am 10. Oktober 1954 werden Josef Böhler zum Hirten, der zwei Jahre zuvor zugezogene Unterdiakon Karl Schmid zum Priester und Unterdiakon Walter Trösch zum Diakon ordiniert. Der Heimgang von Stammapostel Bischoff 1960 hat auch Auswirkungen auf die Gemeinde Bonstetten: Hirte Böhler legt sein Amt nieder.
1935 wird Priester Gottlieb Pfenninger als Vorsteher für die nun selbständige Gemeinde Birmensdorf gesetzt. Die ersten Einträge im Kirchenbuch, das später von Bonstetten übernommen wird, datieren vom 19. Dezember 1936. Die Geschwister in Bonstetten werden durch Priester Huldi aus Zürich-Albisrieden betreut. Ab dem 1. Februar 1942 ist Priester Josef Böhler für die Gemeinde Birmensdorf als Vorsteher und für Bonstetten zuständig. Ab 1943 finden in Bonstetten im neuen Haus der Familie Trösch Gottesdienste statt, die am Sonntag jeweils von ungefähr 20 Seelen besucht werden.
Die Geschichte der Gemeinde Bonstetten beginnt wie so viele mit der unermüdlichen Arbeit von Pionieren. Nachdem erste Seelen aus der Gegend in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Gottesdienste in Affoltern am Albis besuchen, wird 1929 in Birmensdorf im Haus „Zur Mühle“ eine Station gegründet, die von Zürich-Albisrieden aus betreut wird. In Bonstetten finden ab 1934 erste Gottesdienste im Bauernhaus „Im Späten“ des Diakonen Robert Koch statt.