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Wie bei alle mitteleuropäischen Augenspinner überwintert auch bei dieser Art die Puppe. Im Frühjahr fliegen die riesigen Falter aus um sich zu paaren. Da die Falter der Augenspinner verkümmerte Mundwerkzeuge haben, nehmen sie während dem Falterdasein keine Nahrung zu sich, sondern ernähren sich von den Reserven die sie im Raupenstadium zu sich genommen haben. Im Mai bis Juni werden die Eier in grösseren Haufen auf verschiedenen Obstbäumen abgelegt. Im darauffolgenden Sommermonaten entwickeln sich die kleinen schwarzen Räupchen zu einer ca. 12 cm grünen, mit blauen Warzen und Borstenkronen bewehrten grünen Raupe. Am Ende des Sommers spinnen sich die Raupen in den Astgabeln der Futterpflanze einen birnenförmigen, braunen Kokon in dem sie überwintern.
Den grössten Augenspinner Europas findet man in wärmeren Regionen bis nach Mitteleuropa. In diesen Regionen bevorzugt er steppenartige Biotope, mit Büschen und lockeren Waldgruppen. Entsprechend der Grösse des Falters sind auch die Raupen von beeindruckender Gestalt und Grösse. Wer selber schon mal einen grösseren Falter als Raupe aufgezogen hat, weiss wieviel erwachsene Raupen verschlingen. Und das ist das Hauptproblem des Falters, bzw. der Raupe. Die Raupen fressen an verschiedenen Obstbäumen (Apfel, Kirschen, Aprikosen, ...) und sind somit für die ertragsorientierte Landwirtschaft (leider) nicht tragbar.