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Bis zur 34.-36. SSW haben sich die meisten Babys magischerweise mit dem Köpfchen voran ins Becken eingestellt.
Wahrscheinlich ist der Auslöser der immer knapper werdende Platz in der Gebärmutter, der besser genutzt werden kann, wenn das Köpfchen voran in den Beckeneingang rutscht.
Die Geburt aus Schädellage gilt als einfacher und unkomplizierter. Der Kopf ist bei der Geburt das, was am dicksten ist und am meisten Platz braucht. Geht das dicke Köpfchen voran, dehnt es den Muttermund in der Regel gut auf und der Körper rutscht problemlos dem Köpfchen hinterher. Nach der Geburt des Köpfchens folgt der Rest des Babys in nur einer einzigen Wehe. Selbst wenn der Kopf schon geboren ist, wird das Baby weiter gut über die Nabelschnur von der Plazenta mit Sauerstoff versorgt.
Ist der Kopf für das Becken zu gross, kommt es zu einem Geburtsstillstand und man kann in Ruhe einen Kaiserschnitt machen. Ein Notfall ist so ein Kaiserschnitt nicht.
Bei der Geburt aus Beckenendlage wird der schwierigste Teil, nämlich das dicke Köpfchen zuletzt geboren. Der Körper ist bereits geboren und erst dann tritt der Kopf ins Becken ein. Die Nabelschnur wird zwischen dem Kopf und der Beckenwand abgedrückt. Atmen kann das Baby noch nicht, da der Kopf ja noch nicht geboren ist.
Fast immer wird der Kopf mit der nächsten Wehe problemlos geboren. Und jedes Baby kann diese kurze Phase überbrücken. In der Regel sind Beckenendlagengeburten nicht spektatkulärer als normale Geburten aus Schädellage.
Der Unterschied ist, dass, wenn die Geburt des Köpfchens doch problematisch wird, man keine Möglichkeit hat, einen Kaiserschnitt zu machen, wie bei der Geburt aus Schädellage. Und da das Baby über die Nabelschnur nicht mehr viel sauerstoffreiches Blut bekommt, drängt die Zeit. Das Köpfchen muss rasch geboren werden, damit das Baby nicht sauerstoffunterversorgt wird.
Vor dieser Situation haben Geburtshelfer Respekt und raten häufig bei der ersten Geburt aus Gründen der Sicherheit zu einem Kaiserschnitt. Wenn die Bedingungen jedoch gut sind und ein Paar sich eine Spontangeburt wünscht, gibt es auch Kliniken, die dann nach Abklärung der mütterlichen Beckenmasse und der Bestimmung der Grösse des Babys durch einen Ultraschall eine normale Geburt versuchen.
Am besten hat sich das Baby bis zur 34. SSW gedreht. Wenn nicht, ist immer noch 2-3 Wochen Zeit, mit den unten stehenden Methoden, die Drehung des Babys zu fördern.
Wenn es sich bis zur 36./37. SSW nicht gedreht hat, wird es vor allem beim ersten Kind immer unwahrscheinlicher, dass es das noch von alleine tun wird.
Es ist gut, dann mit den Ärzten zu besprechen, welche Alternativen es gibt.
Fast immer ist und bleibt der Grund unklar, warum sich ein Baby nicht dreht.
Diese Gründe können es zum Beispiel sein:
• Das Baby hat keinen Platz sich zu drehen, weil die Gebärmutterwand sehr straff oder das Fruchtwasser sehr wenig ist.
• Das Baby hat zuviel Platz und Bewegungsmöglichkeit bei etrem viel Fruchtwasser oder einer sehr weichen Gebärmuttermuskulatur. Letzteres ist bei Frauen, die z.B. schon 2 oder mehr mal schwanger waren häufiger der Fall.
• Das Baby ist so in seine Nabelschnur verwickelt, dass es sich deshalb nicht dreht.