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Palmöl in Uster vermeiden
Ertragreich, vielseitig und preiswert: Palmöl ist aus der heutigen Industrie nicht mehr wegzudenken. Doch die Natur bezahlt einen hohen Preis. Für Palmöl wird Regenwald gerodet.
Der Stadtrat wird eingeladen zu prüfen, wie in städtischen Verpflegungsbetrieben (z.B. Verpflegungsbetriebe für Mitarbeitende, Alters- und Wohnheime, Spital, Mittagstische, Horte) auf die Verwendung von mit Palmöl oder Palmfett angereicherter Lebensmittel verzichtet werden kann.
Palmöl wird in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika angebaut und in die ganze Welt exportiert. Eine grosse Mehrheit wird in Indonesien und Malaysia produziert. 40 – 50% aller Haushaltsprodukte enthalten Palmöl, ein grosser Teil davon Lebensmittel. Häufig wird Palmöl unter dem Namen „Pflanzliches Fett“ verdeckt in der Zusammensetzung von Lebensmitteln aufgeführt.
Die Palmölproduktion ist ein ökologisches und soziales Desaster. Um Ackerflächen für den Anbau der Plantagen zu gewinnen, werden tropische Wälder brandgerodet. Dies hat dramatische Folgen für die Biodiversität und die ohnehin bereits bedrohte Fauna. Täglich wird weltweit Regenwald in der Fläche von 4600 Fussballfeldern für die Produktion von Palmöl zerstört. Durch die Brandrodungen werden Unmengen an Treibhausgasen freigesetzt, da der Kohlenstoff nun nicht mehr in der Biomasse gebunden ist. Die Feuer in Indonesien im Sommer/Herbst 2015 waren so massiv, dass die täglich freigesetzten Emissionen über den täglichen Durchschnittsemissionen der gesamten US-Wirtschaft lagen.
Das einzige, was gegen diese Problematik helfen kann, ist die Senkung der Nachfrage nach Produkten mit Palmöl oder Palmfett.
Meret Schneider,
Gemeinderätin Grüne