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Die Wasserversorgungsinfrastruktur in Ungarn ist vielerorts veraltet und von schlechter Qualität. Neben unsorgfältigen Montagearbeiten und ungenügender Rohrbettung sind auch die geologischen Bedingungen für den schlechten Zustand der Wasserversorgungsinfrastruktur verantwortlich. Häufige Rohrbrüche führen zu hohen Unterhaltskosten. Um diese Kosten zu senken und die Wasserversorgung zu verbessern, hat die Schweiz in den letzen Wochen beschlossen, sich mit insgesamt knapp 25 Millionen Franken an einem Paket von vier Projekten in verschiedenen Regionen Ungarns zu beteiligen. Die Projekte werden in den Gemeinden Balassagyarmat (4.1 Millionen Franken), Érd (5.8 Millionen Franken) und Ózd 7.1 Millionen Franken) sowie im Bezirk Borsod-Abauj-Zemplen (7.8 Millionen Franken) ausgeführt und konzentrieren sich auf den Ersatz von Hauptwasserleitungen und Kontrollsystemen sowie dem Anschluss vernachlässigter Siedlungen an das zentrale Wassersystem.
Des Weiteren konnten im Oktober 2010 zwei Projekte im Bereich Umweltmonitoring genehmigt werden. Mit einem Beitrag von 5.1 Millionen Franken will die Schweiz die Kontrolle von Abfällen und Emissionen in der Mittleren Donauregion verbessern. Illegale Abfalldeponien sind in dieser Gegend keine Seltenheit und nur mit genügend Nachweisen können die Verursacher zur Verantwortung gezogen werden. Aus diesem Grund soll die Laborausrüstung des zuständigen Inspektorats verbessert und mit mobilen Mess- und Analysegeräten ausgestattet werden. Mit 5.7 Millionen Franken wird sich die Schweiz ausserdem an der Verbesserung des ungarischen Luftqualitätsnetzwerks beteiligen. Mit Hilfe dieses Projekts sollen mehr Informationen betreffend Schwermetall- und Feinstaubkonzentration gesammelt werden. Die Notwendigkeit der Verbesserung des ungarischen Luftqualitätsnetzwerks ergibt sich sowohl aus dem Bedürfnis, die Lebensbedingungen und die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern, als auch aus den von den neuen Mitgliedstaaten eingegangenen Verpflichtungen zur Umsetzung von EU-Richtlinien.