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Was ist ein Prostatakarzinom?
Das Prostatakarzinom ist eine Krebserkrankung, die hauptsächlich bei älteren Männern auftritt. Der Grossteil der Patienten hat zum Zeitpunkt der Diagnose bereits das 50. Lebensjahr überschritten, knapp die Hälfte sind über 70 Jahre. Der Krebs, der Vorsteherdrüse (Prostatakarzinom), wird Prostatakrebs genannt und zählt zu den häufigsten diagnostizierten bösartigen Tumoren bei Männern. Das Prostatakarzinom wächst langsam und geht in der Regel von den äusseren Prostatadrüsen aus. Die Krebsart neigt zu Metastasen in Lymphknoten und Knochen. Bei einer Früherkennung hat der Prostatakrebs jedoch gute Heilungschancen, weshalb eine regelmässige Untersuchung so wichtig ist.
Mögliche Symptome bei Prostatakrebs
In den meisten Fällen wächst Prostatakrebs langsam, verursacht im Frühstadium weder Prostataschmerzen oder sonstige typische Symptome, weshalb der Krebs oft unbemerkt bleibt. Zu Beginn wächst der Tumor innerhalb der Prostata und selbst wenn der Tumor in benachbartes Gewebe der Prostata hineingewachsen ist, treten Beschwerden auf, die nicht unbedingt mit Krebs in Verbindung gebracht werden müssen. Dazu gehören starker Harndrang, Blut im Urin oder Sperma, Brennen beim Wasserlassen oder eine erektile Dysfunktion. Diese Beschwerden können aber auch andere Ursachen haben.
Erst wenn der Prostatakrebs Metastasen gebildet hat, ist mit eindeutigeren Symptomen zu rechnen. Die gebildeten Metastasen sind oft in den Knochen, insbesondere in der Wirbelsäule, und können in diesen Bereichen starke Schmerzen verursachen. Weitere mögliche Symptome beim fortgeschrittenen Prostatakrebs sind Schwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein auffälliger Leistungsknick.
Allgemeine Risikofaktoren
Der grösste Risikofaktor ist das Alter, denn die Wahrscheinlichkeit für einen 70jährigen Mann in den nächsten 10 Jahren an Prostatakrebs zu erkranken, liegt bei über 6 %, im Gegensatz zu einem 40jährigen, bei dem das Risiko nur bei 0,1 % liegt. Hormonelle Faktoren, vor allem die männlichen Sexualhormone und Erbanlagen spielen eine weitere Rolle. Wer männliche Verwandte hat, die bereits erkrankt sind oder waren, hat ein höheres Risiko ebenso zu erkranken.
Diagnose durch PSA und MRI
Die Diagnose kann anhand eines erhöhten Blutwertes (PSA) und eine Gewebeprobe erfolgen. Auch eine Bildgebung der Prostata mittels MRI kann hilfreich sein, um Prostatakarzinoms zu erkennen. Bei einer Erstuntersuchung wird die Prostata mit dem Finger abgetastet und zusätzlich der PSA-Wert im Blut bestimmt. Eine eindeutige Diagnose, ob es sich um Prostatakrebs handelt, kann erst nach der Entnahme von Gewebeproben bei einer Prostatabiopsie gegeben werden.
Ein Magnetresonsanztomographie (MRI) der Prostata wird durchgeführt, um die Ausdehnung des Tumors in der Prostata festzustellen. Durch Computertomographie (CT) und Skelettszintigraphie wird festgestellt, ob sich bereits Metastasen gebildet haben.
Wie bei allen Krebsarten sind die Heilungschancen bei Prostatakrebs umso größer, je früher er erkannt wird, denn bei einer Früherkennung ist Prostatakrebs durchaus heilbar. Hat der Prostatakrebs bei Diagnose bereits gestreut, sind die Heilungschancen deutlich geringer.
Strahlentherapie, Operationen und weitere Optionen
Die Behandlung eines Prostatakarzinoms ist individuell und hängt vom PSA-Wert, dem mikroskopischen Erscheinungsbild, der lokalen Ausdehnung und der Metastasen ab. Bei der Form der Therapie spielt auch die gesundheitliche Situation des Patienten eine wichtige Rolle und die Lebenserwartung des Patienten sollte mindestens 10 Jahre sein. Verbreitete Behandlungsmethoden des lokal begrenzten Prostatakarzinoms sind die Bestrahlung der Prostata (Radiotherapie) oder die operative Entfernung der Prostata (Prostatektomie). Aber auch die aktive Überwachung (active surveillance) und das abwartende Beobachten (watchful waiting) sind möglich. Für die Therapie ist es entscheidend, Experten auf dem Bereich Onkologie aufzusuchen. Die Radio-Onkologie ist eine vielversprechende Methode zur Heilung dieser Erkrankung.
Das Radio-Onkologiezentrum in Biel, Seeland und Berner Jura bietet eine umfassende Behandlung von Tumoren an. Das Wohl der Patientinnen und Patienten steht im Mittelpunkt und gemeinsam mit renommierten Partnern werden die Therapien nach den wissenschaftlich etablierten Methoden 2020 und mit Geräten auf dem aktuellen Stand der Technik durchgeführt. Das Radio-Onkologiezentrum behandelt alle Patienten der Region Biel – Seeland – Berner Jura, welche eine entsprechende radioonkologischen Therapie benötigen und können damit Betroffenen mit Prostatakrebs helfen.
Erstellt: 24.11.2020 07:00 Uhr
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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Radio-Onkologiezentrum Biel-Seeland-Berner Jura AG erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.