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Die Züri-Metzgete zählt zur Weltcup-Serie der UCI (internationaler Radsportverband). Seit 1989 werden in dieser Wertung die 10 wichtigsten Eintagesrennen der Radsportsaison zusammengefasst. Viele bewerten den Weltcup als heimliche Weltmeisterschaft. „Der Weltcup-Gesamtsieger ist der wahre Champion, denn er muss über das ganze Jahr eine konstante Leistung bieten.“ sagt der UCI-Präsident Hein Verbruggen.
Den Auftakt der Serie macht traditionellerweise das Rennen Mailand-San Remo, die „primavera“, gefolgt von den berühmt-berüchtigten Frühjahrsklassikern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Sie beginnen mit der Flandern-Rundfahrt am 6. April. Eine Woche später steht mit Paris-Roubaix, genannt die „Hölle des Nordens“, das vielleicht härteste Rennen der Saison an. Lüttich-Bastogne-Lüttich am 20. April und das Amstel Gold Race am darauffolgenden Sonntag beenden die erste Hälfte der Weltcup-Saison.
Fortgesetzt wird die Serie nach den großen nationalen Rundfahrten Giro d`Italia und der Tour de France im August. Dabei stehen zunächst die 8. HEW-Cyclassics in Hamburg auf dem Programm (3. August). Es folgt das einzige Rennen in Spanien (Clásica San Sebastián am 10. August), bevor am 17. August die Züri-Metzgete zum 90. Mal bestritten wird. Mit Paris-Tours am 5. Oktober wird das Ende der diesjährigen Weltcup-Saison eingeläutet, deren Abschluss das „Rennen der fallenden Blätter“, die Lombardei-Rundfahrt, bildet. Hier werden am 18. Oktober die letzten Punkte vergeben und der Gesamtsieger gekürt.
Die Eintages-Spezialisten unter den Radprofis werden wieder den Gesamtsieg unter sich ausmachen. Zum Favoritenkreis zählt in diesem Jahr vor allem das Team Quick-Step, in dessen Reihen sich diverse Top-Fahrer für die Klassiker finden. So fährt Paolo Bettini, der Weltcup-Gesamtsieger des vergangenen Jahres, für die belgische Equipe. Mit Johan Museeuw, dem mittlerweile 37jährigen „Löwe von Flandern“, wird ebenso wieder zu rechnen sein.
Aber auch Fahrer anderer Mannschaften werden ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um die Weltcup-Punkte mitreden. Mario Cipollini beispielsweise, der aktuelle Straßen-Weltmeister aus dem toskanischen Luca oder der Spanier Oscar Freire, bereits zweimal Weltmeister, der dieses Jahr für den niederländischen Rennstall Rabobank startet.
Aus schweizer Sicht ruhen die Hoffnungen in erster Linie auf Markus und Beat Zberg. Die Brüder sind an einem guten Tag durchaus in der Lage, einen Klassiker zu entscheiden. Darüber hinaus wird sich das Augenmerk der Schweizer sicher auch auf das Phonak-Cycling Team richten, das mit Alex Zülle noch einmal prominente Unterstützung erfahren hat. Der 34jährige fährt seine voraussichtlich letzte Saison als Profi.
Der deutsche Fahrer mit den größten Chancen wird einmal mehr Erik Zabel sein. Als Kapitän des Team Telekom will er die für ihn etwas unglücklich verlaufene Saison 2002 vergessen machen und wieder sportliche Glanzlichter setzen. Das wollen auch die beiden anderen deutschen Mannschaften der Eliteklasse GS 1. Team Coast um Jan Ullrich und Team Gerolsteiner mit dem Italiener Davide Rebellin als Kapitän sind stark wie nie und für den einen oder anderen Platz auf dem Podium eines Weltcup-Rennen gut.