Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/1247

Seit ihrem Erscheinen im Herbst 2015 hat die Comic-Broschüre "Geschichten aus dem Internet" sowohl in der Schweiz als auch über die Landesgrenzen hinaus das Interesse eines breiten Publikums geweckt. So wurde die Publikation beispielsweise auf Bosnisch, Serbisch und Kroatisch übersetzt, um sie in allen Schulen in Bosnien zu verteilen. Mit den Abenteuern einer ganz normalen Familie, die in Online-Fallen tappt, kann die Bevölkerung auf die Gefahren beim Surfen im Internet aufmerksam gemacht werden.
Internet-Fallen umgehen mit den Websters
Alexandre Milan, Geschäftsstelle Informationsgesellschaft
Die zweite Ausgabe der "Geschichten aus dem Internet", die im Herbst 2015 vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) veröffentlicht worden ist, findet sowohl national als auch international grossen Anklang. Zahlreiche Organisationen in der Schweiz, wie beispielsweise die Zürcher Kantonspolizei, haben beschlossen, die Comics bei ihren Präventionskursen in den Schulen einzusetzen, die Geschichten in den Kursen zu den neuen Medien zu thematisieren, das eine oder andere Missgeschick als Beispiel in die Lehrmittel aufzunehmen oder ganz einfach Gratis-Broschüren zur Verfügung zu stellen.
Die Comics haben auch international Beachtung gefunden: Das Bildungsministerium in Bosnien hat in Zusammenarbeit mit der dortigen Schweizer Vertretung den Beschluss gefasst, die Broschüre in sämtlichen Schulen des Landes zu verteilen. Die Papierversion sowie die Website wurden deshalb in die drei Amtssprachen übersetzt (Bosnisch, Serbisch und Kroatisch). Auch in Belgien, Deutschland und Kanada sind die Geschichten mehrfach in Unterrichtsmaterialien verwendet worden.
Mit der Familie Webster Internet-Fallen umgehen
Nach der ersten Ausgabe aus dem Jahr 2010 illustriert die neue Publikation die Probleme der Familie Webster, mit denen sie sich aufgrund einer unvorsichtigen Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) konfrontiert sieht. Der Sohn stellt bei der Rückkehr aus dem Urlaub fest, dass in seine Wohnung eingebrochen worden ist: Die Einbrecher wussten dank der Ferienfotos auf Instagram, dass er abwesend war.
Beim Herunterladen eines Gratisspiels wird gleichzeitig ein Virus installiert, der den Computer der Familie blockiert. Der Vater erhält eine saftige Schadenersatzforderung aufgebrummt, weil er eine gefälschte Tasche im Ausland bestellt hat. Der Teenager-Sohn ist von einem Online-Spiel dermassen begeistert, dass er süchtig wird. Das sind nur einige der fünfzehn Missgeschicke im Leben dieser ganz gewöhnlichen Familie. Zu jeder Geschichte gibt es eine Erklärung und Tipps, wie solche Fallen umgangen werden können, sowie Links zu Websites zu den entsprechenden Themen.
Letzte Änderung 31.08.2017