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Im Rahmen der hochspezialisierten Medizin ist das KSA eines der 12 Schweizer Spitäler, welche für die Versorgung von Schwerstverletzten zugelassen sind. Die Behandlung Schwerverletzter ist ein sehr Ressourcen-intensives Notfallmanagement mit einer hohen Belastung aller Beteiligten.
Im Sinne eines GL-Qualitätssicherungsprojektes werden seit 2010 die Abläufe fortlaufend analysiert bzw. verbessert und das Patienten-Outcome ein und zwei Jahre nach Unfall erfasst. Die Teilnahme an einem internationalen Traumaregister ermöglicht ein unabhängiges «benchmarking». Pro Jahr werden im Schockraum ca. 500 Verletzte behandelt, davon > 200 mit schwereren Unfallfolgen (NISS >= 8). Seit 2010 hat die Patientenzahl pro Jahr um 15 % zugenommen. 1⁄3 der Schwerverletzten werden von anderen Spitälern notfallmässig zugewiesen. Der Schockraum-Zeitbedarf beträgt im Mittel 80 Minuten, die Beatmungsdauer auf der Intensivstation 1,3 Tage, die Spitalaufenthaltszeit 10 Tage. Fast jeder zehnte Verletzte verstirbt im Spital, was der erwarteten risikoadjustierten Sterblichkeit gemäss Traumaregister DGU entspricht.
Jeder dritte Überlebende erfuhr eine langfristige Verminderung seiner Arbeitsfähigkeit (mit meist resultierendem Einkommensverlust) infolge des Unfallereignisses, durchschnittlich um 25%.