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4. mRNA kann unser Erbgut nicht verändern
Eine mRNA-Impfung hat keinen Einfluss auf unsere DNA, denn die mRNA gelangt bei der Impfung nicht bis in den Zellkern, wo sich unser Erbgut befindet. Sie bleibt ausserhalb des Zellkerns und wird vom Körper in kurzer Zeit wieder abgebaut. Eine Veränderung der DNA kann auch nicht als ungewollte Nebenwirkung der Impfung passieren. Denn das Erbgut besteht aus DNA, was chemisch nicht dasselbe ist wie RNA.
Dass sich RNA in DNA umwandelt und sich anschliessend ins Erbgut integriert, kommt in der Natur vor: Forschende beobachteten dies bei den sogenannten Retroviren. Zu diesen gehört beispielsweise HIV, das Virus, das AIDS auslöst. Diese Retroviren benötigen für die Umwandlung von RNA in DNA jedoch ein bestimmtes Enzym, die Reverse Transkriptase (RT). Dieses Enzym ist z.B. bei einer akuten HIV-Infektion aktiv, aber nicht bei einer Infektion mit einem Coronavirus.[7] Entsprechend ist es nicht möglich, dass die mRNA eines Impfstoffes unser Erbgut verändern könnte (siehe dazu auch das Video des BAG zum Impf-Mythos Genveränderungen). Die mRNA-Impfung hat somit keinen Einfluss auf unser Erbgut. Was nicht bedeutet, dass mRNA-Impfungen keine Nebenwirkungen haben können: Schmerzen an der Einstichstelle sind relativ häufig, Müdigkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen, leichter Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber ebenfalls. Aber schwere Nebenwirkungen, wie gefährliche allergische Reaktionen, sind hingegen sehr selten.
Eine stetig aktualisierte Statistik über unerwünschte Nebenwirkungen der mRNA-Impfungen gegen das Coronavirus ist bei Swissmedic abrufbar. Diese Daten zeigen: Die in der Schweiz zugelassenen Impfungen sind sehr sicher.
Noch keine vollständigen Informationen gibt es derzeit zu möglichen Langzeitfolgen der mRNA-Impfungen. Forschende halten Langzeitfolgen jedoch als wenig wahrscheinlich. Einerseits kommen die in der Impfung enthaltenen Komponenten alle natürlich in unserem Körper vor oder werden in anderen Impfstoffen bereits seit langem verwendet. Unser Körper baut die Komponenten innerhalb kurzer Zeit wieder ab, beziehungsweise scheidet sie wieder aus.
Andererseits ist die mRNA-Technik an sich vergleichsweise alt: In den über 30 Jahren, in denen sie bisher erforscht wurde, zeigten sich keine schweren Nebenwirkungen und Langzeitfolgen.[8] Zudem zeigen Erfahrungen zu anderen, neu zugelassenen Impfstoffen: Langzeitfolgen wurden in der Vergangenheit spätestens acht Monate nach der Zulassung entdeckt. Entsprechend wären solche Nebenwirkungen bereits entdeckt worden.