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Bienenportrait: Scherenbienen (Chelostoma spec.)
Aussehen
Scherenbienen besitzen einen schlanken und langgezogenen Körper. Die Tiere sind schwarz, weisen auf dem Hinterleib jedoch wunderschöne, scharf gezeichnete weisse Haarbinden auf. Die Weibchen der häufigsten Art, der Hahnenfuss-Scherenbiene (Chelostoma florisomne), haben grosse Mundwerkzeuge, denen sie ihren Namen verdanken.
Mögliche Arten
- Hahnenfuss-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)
- Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi)
Flugzeit
April – August. Eine Generation pro Jahr.
Nahrungsvorlieben
Beide Arten sind strenge Nahrungsspezialisten (oligolektisch):
- Die Hahnenfuss-Scherenbiene sammelt Pollen ausschliesslich auf Hahnenfuss (Ranunculus) z.B. auf Scharfem Hahnenfuss (Ranunculus acris) und auf Knolligem Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus)
- Die Glockenblumen-Scherenbiene sammelt Pollen ausschliesslich auf Glockenblumen (Campanula) und bevorzugt insbesondere die Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides), die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus), Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) und die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium).
Nestverschluss
Der Nestverschluss besteht aus Mörtel aus Lehm oder Sand, der mit Nektar und Speichel angefeuchtet und mit kleinen Steinchen vermengt wird.
Bemerkung
Die Gattung der Scherenbienen ist in der Schweiz weit verbreitet. Vor allem die Hahnenfuss-Scherenbiene (Chelostoma florisomne) ist eine sehr häufige Art, da der Hahnenfuss auf unseren Fettwiesen sehr häufig ist. Es ist spannend zu beobachten wie Vertreter dieser Gattung ihre Nistverschlüsse mit kleinen Steinchen fertigen. Nach dem Austrocknen werden diese Verschlüsse sehr hart. Umso erstaunlicher ist es, dass sich die Jungtiere der nächsten Generation beim Schlüpfen überhaupt durch diese feste Mauer durchbeissen können.