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Preisüberwacher Stefan Meierhans stützt sich in seinem Bericht auf OECD-Daten. Die OECD publiziert zum Beispiel Mortalitätsraten, die den Anteil der über 45-jährigen Patienten messen, die aufgrund eines Herzinfarktes ins Spital eingetreten und innerhalb von 30 Tagen gestorben sind.
Eine tiefe Mortalitätsrate spricht demnach für eine gute Behandlungsqualität. Auf Basis der Daten aus dem Jahr 2013 befinde sich die Schweiz im Mittelfeld verglichen mit anderen Ländern. Dieses Resultat lasse sich auch für andere Krankheitsbilder und Indikatoren feststellen, heisst es.
Spitze sei die Schweiz dagegen bei den Gesundheitskosten, wo sie hinter den USA den zweiten Platz belege. Die Schweiz gehöre neben den Gesundheitsausgaben pro Kopf auch hinsichtlich des Wachstums der Gesundheitsausgaben pro Kopf und dem Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandprodukt zu den Spitzenreitern, schreibt der Preisüberwacher.
Die Spitalkosten bewegten sich aufgrund der vorliegenden Daten der Krankenversicherer in die gleiche Richtung wie die gesamten Gesundheitsausgaben.
Der Preisüberwacher fordert, dass die Qualitätsmessungen verbessert werden. Denn sie seien noch nicht optimal ausgestaltet. Angesichts der im OECD-Ländervergleich durchschnittlichen Behandlungsqualität in der Schweiz müsse die Teilnahme an Qualitätsmessungen zumindest für alle Spitäler und Praxisärzte so rasch wie möglich obligatorisch werden.
Die Daten würden darauf hinweisen, dass die Behandlungsqualität und die Spitalkosten respektive Gesundheitsausgaben nicht direkt zusammenhängen. Hohe Spitalkosten könnten somit nicht direkt mit einer hohen Behandlungsqualität gerechtfertigt werden. Mit anderen Worten: Die Tarife in den Schweizer Spitälern seien gemessen an der gelieferten Qualität zu hoch.
(AWP)