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An der Fasnacht 1994 taten sich spontan einige junge Littauer zusammen, um unter dem Namen "Briide-Tätscher" als Guuggemusig in den Littauer Beizen aufzutreten. Da sie weder über
Kostüme noch über Grinde verfügten, trug jeder "Briide-Tätscher" einen gelben oder orangen Veloregenschutz und war damit als Mitglied dieser Ad-hoc-Formation zu erkennen. Der
Ochsenball-Auftritt war das absolute Highlight der (ersten und gleichzeitig letzten) "Briide-Tätscher"-Fasnacht und diese insgesamt ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten, welche
sich deshalb dazu entschlossen, nach der Fasnacht 1994 eine "richtige Guuggemusig" zu gründen.
Im März 1994 wurden alle "Briide-Tätscher" und andere Interessierte zu einer Gründungsversammlung in den "Ochsen" eingeladen, welche aber im Streit endete. Vom Ziel, eine Guuggemusig auf die Beine zu stellen, war man am Schluss der Versammlung weit entfernt.
Fränzu, Joe, Mäsi, Pädy, Ruedi, Steff und Time setzten sich nach diesem missratenen Gründungsversuch noch auf ein Bierchen zusammen und waren einhellig der Meinung: "Das kann’s doch nicht gewesen sein!" Sie beschlossen deshalb, einen neuen Anlauf zu nehmen, und legten gleich ein Datum fest für die erste Beratung über die Gründung einer Guuggemusig.
Drei solcher Beratungen fanden dann schliesslich statt (am 23. April, 5. Juni und 22. August 1994), anlässlich derer sämtliche Fragen, welche für die Gründung einer Guuggemusig von Bedeutung waren, geklärt wurden:
Als Zweck der Guuggemusig wurde die Mitgestaltung und Bereicherung vorab der Littauer Fasnacht festgesetzt. Und natürlich sollten auch die Pflege von Kameradschaft und Geselligkeit nicht zu kurz kommen.
Der Aufwand für Proben sowie Basteln und Nähen sollte möglichst niedrig gehalten, mit Musik und Erscheinungsbild aber dennoch ein guter Effekt erzielt werden. Proben sollten ab November alle zwei Wochen stattfinden, ausserdem jeweils im Januar ein Probeweekend. Man beschloss, im ersten Jahr auf das Basteln eines Grindes zu verzichten und sich auf die Herstellung eines Kostüms zu beschränken.
Der Jahresbeitrag wurde auf Fr. 150.— festgesetzt, Fr. 100.— für Kostüm und Grind sowie Fr. 50.— für das Probeweekend. Jedes Mitglied sollte überdies mindestens für zwei Gönnerbeiträge à je Fr. 20.— besorgt sein.
Bei der Bestimmung des Namens für die zu gründende Guuggemusig war nur eines klar: Der Name sollte einen Bezug zu Littau haben. Schliesslich setzte sich "Gögguschränzer" gegenüber "Kehrgosler", "Ochseschwänz" und "Gögguguugger" durch.
Göli und Ruedi entwarfen ein dem Namen "Gögguschränzer" entsprechendes Logo.
Als sehr schwierig stellte sich die Suche nach einem Probelokal heraus. Nach zahlreichen Absagen erhielt man aber von der Familie Doppmann grünes Licht, in der Schüür auf Uechtern proben zu dürfen.
Zur Werbung von Mitgliedern wurde ein Infoblatt erstellt, auf dem alle erarbeiteten Grundsätze festgehalten waren, und bei den Ex-"Briide-Tätschern" sowie bei Kolleginnen und Kollegen verteilt. Ebenso wurden Statuten entworfen, welche von den Interessierten bezogen werden konnten.
Am 4. September 1994 fand im Restaurant Ochsen die Gründungsversammlung statt. 41 Interessierte waren erschienen - deutlich mehr als man erwartet hatte. Steff wurde zum Tagespräsidenten gewählt, Time zum Protokollführer. Steff legte den Anwesenden die Vorstellungen der Vorbereitungsgruppe dar und beantwortete Fragen. 35 Anwesende erklärten sich daraufhin bereit, der Guuggemusig Gögguschränzer beizutreten. Die Statuten wurden Punkt für Punkt besprochen, zum Teil geändert und schliesslich grossmehrheitlich genehmigt. In den Vorstand wurden, wie von der Vorbereitungsgruppe vorgeschlagen, gewählt: Joe als Präsident, Fränzu als Vizepräsident, Steff als Kassier, Time als Aktuar, Ruedi als Tambourmajor, Pädy als Chef des Ressorts Erscheinungsbild sowie Mäsi, Sandi und Söne als Beisitzer.
Und so steht es am Ende des Protokolls der Gründungsversammlung geschrieben:
"Der eben zum Präsident gewählte Seppi Portmann schloss die speditiv und reibungslos verlaufene Gründungsversammlung und gab seiner Freude über das Zustandekommen der Guuggemusig Gögguschränzer Ausdruck - einerseits mit den soviel zitierten Worten von Bundesrat Adolf Ogi: ‘Freude herrscht!’ und andererseits indem er spontan einen Apéro offerierte."
Lang leben die "Gögguschränzer"