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Rosa Remund-Wieland ist auf der Ledi in der Gemeinde Mühleberg aufgewachsen und lebte über 70 Jahre lang in Allenlüften in demselben Haus. Seit sechs Jahren ist sie im Betagtenzentrum in Laupen. Gestern hatte sie Geburtstag; sie ist 100 Jahre alt. Wie ihr Sohn Ueli Remund mitteilte, ist Rosa Remund eine bemerkenswerte Frau. Sie zog zehn Kinder auf, nach dem Tod ihres Ehemannes 1966 als alleinerziehende Mutter.
Rosa Remund stammt aus einer armen Arbeiterfamilie. Sie durfte nicht in die Sekundarschule, weil sie dann keine Zeit mehr gehabt hätte, dem Vater das Essen an seinen Arbeitsplatz zu bringen. So absolvierte sie ein Haushaltlehrjahr und arbeitete als Hausangestellte. «Wie viele junge Frauen damals gewöhnte sie sich daran, von so genannt besser gestellten Leuten herumkommandiert zu werden», schreibt Ueli Remund. Doch es habe auch gute Meisterleute gegeben. Mit einem Ehepaar, das nach Australien auswanderte, habe seine Mutter jahrelang Briefkontakt unterhalten. Überhaupt habe seine Mutter viele Briefe geschrieben. Heute geht das leider nicht mehr. Nach zwei Beinbrüchen kann sie zudem nicht mehr gehen. Man könne sich aber immer noch gut mit ihr unterhalten. «Sie ist immer noch die liebenswürdige Person, die sie immer war.» emu