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Hochspannungsleitungen: In die Luft oder unter den Boden?
Beim Entscheid über die Korridorführung einer Übertragungsleitung sind die Auswirkungen auf Raum und Umwelt, die technischen Aspekte sowie die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere bei der Frage ob eine Übertragungsleitung als Freileitung oder als unterirdische Kabelleitung gebaut werden soll. Aber auch beim Vergleich von Korridorvarianten zwischen Freileitungen oder zwischen verschiedenen Kabelleitungen müssen diese Aspekte beim Entscheid einbezogen werden.
Das Bewertungsschema Übertragungsleitungen, verabschiedet von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Bundesämter für Energie (BFE), Umwelt (BAFU) und Raumentwicklung (ARE) sowie dem Fachsekretariat der Elektrizitätskommission (ElCom), soll eine objektive Beurteilung ermöglichen und der Leitbehörde als Grundlage für die Festsetzung eines Korridors dienen. Das Schema soll im Sachplanverfahren für Übertragungsleitungen angewendet werden.
Das zugehörige Handbuch vereinfacht die Handhabung des Bewertungsschemas und stellt die einheitliche Anwendung sicher. Es erläutert, wann und wie das Bewertungsschema anzuwenden ist, welche Anforderungen die Korridorvarianten erfüllen müssen, welche Dokumentationen dem Gesuchsdossier beizulegen sind und wie die einzelnen Kriterien zu bewerten sind. (aes/mgt)