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Development and Cooperation: how to manage a Development Aid Project
Bericht über das zweite Treffen in Binissalem (Spanien)
vom 16.–20.3.2015
Die Kantonsschule Musegg Erasmus+-Projekt nimmt mit dem Status eines Partnerlandes am Erasmus-Projekt „Development and Cooperation” mit drei europäischen Partnern aus Brühl (D), Binissalem (E) und Kunice (P) teil. Ziel dieses zwei Jahre dauernden Projekts ist es, die Strukturen des Welthandels (besser) zu verstehen und am Ende ein gemeinsames Fairtrade-Projekt zu entwickeln und dessen Vertrieb in den vier Ländern zu organisieren.
Nach der ersten Projektwoche in Deutschland im November folgte nun das zweite Treffen in Mallorca. In der ersten Projektwoche lernten sich die 66 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus den vier Ländern kennen und wurden mit dem Thema vertraut gemacht. Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse haben die Schülerinnen und Schüler in jedem Partnerland zwischen November 2014 und März 2015 einen Vorschlag eines Fairtrade-Projekts erarbeitet und eine Präsentation auf Englisch dazu vorbereitet.
Am Sonntag, 15.3.2015 sind die Projektteilnehmer aus Deutschland, Polen und der Schweiz nach Mallorca gereist. Die Schülerinnen und Schüler wurden von ihren jeweiligen Gastfamilien am Flughafen in Empfang genommen. Am Montag wurden wir dann alle von der Partnerschule in Binissalem willkommen geheissen.
In dieser Woche haben die Schülerinnen und Schüler den Wissensstoff der ersten Arbeitswoche wiederholt und vertieft. Dies geschah zum Beispiel anhand eines Vortrags durch eine Spezialistin, gefolgt von einer Inszenierung einer Gerichtsverhandlung durch die Schüler, oder in Form einer Art von Schnitzeljagd durch Palma, um Fairtrade-Geschäfte zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler haben auch gelernt, mit TwinSpaces umzugehen, einer Internetplattform, welche während der Projektdauer dem Austausch von Daten und Bildern dient. Schliesslich wurden Evaluationskriterien für ein geeignetes Fairtrade-Projekt entwickelt, anhand welcher dann bei der Präsentationsrunde die Projektvorschläge aller vier Länder beurteilt wurden, um so ein Projekt zu wählen, welches künftig vertieft werden soll.
Der Projektvorschlag unserer Schule – Honig aus Guatemala – erreichte am zweitmeisten Punkte und wurde nur durch den deutschen Vorschlag – T-Shirts mit eigenem Design – übertroffen. An diesem Projekt werden alle Projektteilnehmer nach der Rückkehr in ihre jeweiligen Länder weiterarbeiten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler in das Projektmanagement eingeführt werden.
Den Abschluss der Woche bildete eine Abschiedsparty am Freitagabend, an der jede Gastfamilie eine lokale Spezialität für das Buffet beigetragen hat. Kulinarische Köstlichkeiten waren auch ein beliebtes Abschiedsgeschenk der mallorquinischen Gastfamilien. So hat Séraphine von unserer Schule eine Ensaïmada, ein typisches Gebäck aus Mallorca, heil nach Luzern zurückgebracht. Eine deutsche Schülerin ist gar mit einem ganzen Schweinebein im Gepäck nach Hause gereist.
Wir sind gespannt darauf, was uns im Oktober 2015 in Polen erwartet, und freuen uns jetzt schon auf das Wiedersehen dort.
Die Teilnehmerinnen unserer Schule schildern hier ihre Sicht der Woche:
Am Montagmorgen haben wir uns zum ersten Mal zur Schule aufgemacht. Um 9.00 Uhr wurden wir von den zuständigen Lehrern begrüsst. Danach wurden wir in verschiedene Gruppen aufgeteilt, in denen wir ein kleines Kooperationsspiel gespielt haben.
Während des ganzen Projektes benutzen wir eine Internetseite namens TwinSpace, welche wir im zweiten Teil des Morgens eingeführt bekommen haben.
Am Nachmittag haben wir uns in unseren jeweiligen Ländergruppen zusammengesetzt und uns das, was wir in Deutschland gehört hatten, wieder ins Gedächtnis gerufen.
In Mallorca endet die Schule bereits um 15.00 Uhr. So konnten wir nach Hause gehen um Mittag zu essen.
Wir haben alle immer gut gegessen und waren ziemlich müde von all den neuen und aufregenden Dingen, die wir gesehen hatten.
Es war sehr spannend, ein neues Land kennen zu lernen, und ich hatte das Glück in einer tollen Familie zu landen. Trotz kleiner Sprachbarrieren konnten wir eine wundervolle Woche zusammen verbringen.
Séraphine Pagnier, G2b
Am Dienstag fuhren wir mit der Bahn nach Palma, wo wir in zwei Gruppen eingeteilt wurden. In der Gruppe, in der auch ich war, gingen wir ins "Fons Mallorquí per a la Soldaritat". Eine Frau hielt dort ein Vortrag darüber, was denn genau ein gutes Entwicklungsprojekt sei und welche Kriterien es erfüllen muss. In einem Gruppenspiel mussten wir ein erfundenes Projekt aus verschiedenen Standpunkten vertreten. Das Thema war sehr komplex und zum Teil auch schwer zu verstehen.
Nach der Schule gingen viele vom Projekt Erasmus und die Gastgeschwister an den Strand. Es war sehr windig und kalt, aber trotzdem gingen einige baden.
Mir gefiel die Woche sehr, und ich konnte neue Freundschaften schliessen.
Livia Caviglia, G2b
Am Mittwoch mussten wir erneut um 9:00 Uhr in der Schule sein. Als alle da waren, fuhren wir mit dem Zug nach Palma. Unser Auftrag für diesen Morgen war es, eine „Bilderschnitzeljagd“ durch Palma zu machen. Wir bekamen eine Liste mit Orten, an welche wir gehen und von welchen wir ein Bild machen sollten. Meine Gruppe war wirklich toll, wir hatten viel Spass. Obwohl wir am Anfang ein bisschen planlos durch Palma gelaufen sind, haben wir schlussendlich alle Orte gefunden.
Um 14:00 Uhr wurden wir entlassen und durften auf eigene Faust Palma erkunden. Zu siebt entschieden wir uns zum Meer zu gehen. Dieses Vorhaben stellte sich als schwieriger heraus, als es sich anhört. Schliesslich fanden wir jedoch den Weg. Auch für eine kleine Shoppingtour war noch Zeit. Um 17 Uhr verabschiedeten Livia und ich uns von den andern Schweizerinnen, da wir mit vielen anderen nochmals ans Meer fuhren. Um ca. 19 Uhr waren wir wieder in Binissalem, und dort gingen wir mit ein paar Deutschen, Spaniern und Polen Pizza essen.
Die Woche war sehr cool. Ich habe viele neue Freunde gefunden und vermisse alle jetzt schon sehr. Wir sind zu einer grossen Familie geworden, und ich hoffe, dass diese Freundschaften bestehen bleiben.
Carla Herzig, G2d
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns in internationalen Gruppen, um Kriterien für ein Fair Trade Produkt festzulegen. Eine gemeinsam erarbeitete Liste dieser Kriterien sollte uns am nächsten Tag bei der Wahl unseres Projektes helfen. Es war etwas kompliziert, doch die Liste hat schliesslich bei der Entscheidung geholfen.
Am Nachmittag hatten wir noch Zeit in nationalen Gruppen die Präsentationen für Freitag nochmal durchzugehen und zu üben.
Nach der Schule nutzten wir die Freizeit unterschiedlich. Meine Gastschwester, ich und einige andere machten einen Spaziergang im Dorf Alarò und gingen am Abend Tapas essen.
Die Woche auf Mallorca hat mir trotz anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten an den Lebensstil der Leute sehr gut gefallen.
Carmen Aeschbacher, G2d
Am Freitagmorgen sind wir in den Theatersaal gegangen, um uns gegenseitig unsere Projekte vorzustellen. Bei uns ging leider mit der Technik einiges schief. Die Powerpoint-Präsentation war, nachdem das Video magischerweise verschwunden war, auf einmal falsch formatiert. Danach hatten wir Zeit in den Gruppen vom Donnerstag uns Fragen zu den verschiedenen Projekten zu überlegen, welche im Plenum beantwortet wurden. Am meisten Stimmen hatte am Ende bei der Abstimmung das deutsche Projekt: Fair Shirts.
Mit meiner Gastschwester machte ich mich dann auf den Weg nach Hause, wo es Lasagne gab. Ich hatte eine nette Familie, obwohl die Sprachverständigung nicht immer ganz einfach war. Abends war die Verabschiedungsparty in der Schule. Es war nicht so meine Musik, aber das Essen war gut.
Ich fand die Woche in Mallorca sehr schön. Ein Highlight war für mich, als wir an den Strand gefahren sind. Auf das Meer habe ich mich am meisten gefreut. In der Schule war es oft etwas unorganisiert, was dazu führte, dass nicht immer effizient gearbeitet wurde. Ich fand es spannend in den Alltag einer Familie von Mallorca einen Einblick zu haben.
Aline Hunkeler, G2b
Die Reise nach Mallorca verlief ohne grosse Probleme. In Palma wurden wir herzlichst von unseren Gastfamilien begrüsst, die zum Teil Schilder mit Willkommensgrüssen gemalt hatten.
Die Woche war sehr abwechslungsreich, wir haben viel unternommen und auch die anderen Schüler besser kennengelernt.
Am Samstag flogen wir dann zurück in die Schweiz. Am Flughafen mussten wir uns schon wieder von unseren Gastfamilien verabschieden. Auch die Rückreise verlief problemlos, und in der Nacht kamen wir dann wieder in Luzern an.
Katja Gisler, G2d