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Bäuerinnenporträt: Mond im Garten und im Hasenstall
Sonja Boog arbeitet im Garten mit dem Mond, Homöopathie und EM-Produkten. Neben Imkern und Schwyzerörgeli spielen, kocht sie jeweils an der Luga mit.
Sonja Boog arbeitet im Garten mit dem Mond, Homöopathie und EM-Produkten. Neben Imkern und Schwyzerörgeli spielen, kocht sie jeweils an der Luga mit.
Viele Erkrankungen von Nutztieren lassen sich auch mit Homöopathie behandeln. Damit kann unter anderem der Antibiotikaverbrauch reduziert werden.
Der Ursprung der Homöopathie geht zurück auf eine Entdeckung des deutschen Arztes Samuel Hahnemann (1755 – 1843): Er stellte fest, dass die Einnahme eines Heilkrauts eine bestimmte Krankheit hervorruft und Patienten mit ähnlichen Symptomen mit genau diesem Arzneimittel (stark verdünnt) geheilt werden können. Dieser Ansatz kommt im aus dem Griechischen stammenden Begriff «Homöopathie» zum Ausdruck, der «Ähnliches Leiden» bedeutet. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arzneimittellehre ist das Verdünnen und Verschütteln – Potenzieren genannt. Heute werden in der Homöopathie mehrere tausend dokumentierte und geprüfte Mittel angewendet.
Auch in der Landwirtschaft ist der Einsatz von Homöopathie bei zahlreichen Krankheitsbildern möglich, beispielsweise bei verbreiteten Beschwerden wie Mastitis oder Kälberdurchfall. Es hat sich gezeigt, dass der Antibiotikaverrauch reduziert werden kann, wenn Nutztiere wie Kühe, Schweine, Schafe oder Ziegen stattdessen mit passenden homöopathischen Arzneimitteln behandelt werden. Auch zahlreiche Halter von Pferden greifen bei Bedarf zur homöopathischen Stallapotheke. Bei akuten lebensbedrohlichen Zuständen sollte hingegen der Tierarzt beigezogen werden.
Homöopathische Arzneimittel werden am häufigsten als Globuli verabreicht: Streukügelchen, die in der Regel aus Saccharose oder anderen Kohlenhydraten bestehen und mit dem entsprechenden Wirkstoff benetzt und an der Luft getrocknet worden sind. Sie werden den Tieren direkt ins Maul verabreicht. Eine weitere verbreitete Darreichungsform ist Split: Dazu wird frisches Wasser in eine Sprühflasche gefüllt und die entsprechenden Globuli dazugegeben, anschliessend soll die Flasche geschüttelt werden. Auf diese Weise lässt sich die Arznei auf die Nase sprühen. Diese Anwendung eignet sich besonders bei scheuen Tieren oder um eine ganze Herde zu behandeln.
Um das richtige Arzneimittel zu finden, braucht es eine gute Beobachtungsgabe. Wer Homöopathie auf dem Betrieb regelmässig anwenden will, kann Kurse und Weiterbildungen besuchen, um mit den Krankheitsbildern und Arzneimitteln vertrauter zu werden. Bildungsangebote gibt es beispielsweise an den landwirtschaftlichen Schulen, auch in Zusammenarbeit mit dem breit abgestützten Verein Kometian.
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