Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/2359

26 September 2019
Menhir mit einem Floss transportiert
Diesen Sommer wurde ein beinahe eine Menhir auf einem Floss vom Hauterive (NE) ins Pfahlbauerdorf Gletterens transportiert. Der TCS hat diese Aktion unterstützt.
Am 1. August verliess ein seltsamer Konvoi das Museum Laténium in Hauterive (NE). Die auf prähistorische Animationen und Rekonstruktionen spezialisierte Vereinigung Pierre à Feu hatte beschlossen, einen fast eine Tonne schweren Menhir auf dem Seeweg vom Laténium in Neuenburg ins Pfahlbauerdorf Gletterens zu transportieren und dort an einem prähistorischen Treffen teilzunehmen, welches zwischen dem 2. und 11. August stattfand.
Der Leiter des Projekts, Yves-Alain Dürig, Mitglied des Vereins Pierre à Feu, sagte im Juli in einer Sendung von Canal Alpha: «Dies ist europaweit ein einzigartiges Experiment». Er erklärte, dass solche Unterfangen zwar bereits auf dem Meer mit Unterstützung der Gezeitenkraft durchgeführt worden seien, jedoch noch nie auf einem See. Es handelte sich dabei um ein experimentelles Archäologieprojekt. Es konnte bisher noch nie anhand von Ausgrabungen bewiesen werden, dass in der Steinzeit in der Region Menhire auf dem Seeweg transportiert wurden, es handelt sich um eine Hypothese der Archäologen.
Die Mitglieder des Vereins Pierre à Feu wollten diese Hypothese testen.
Die Spezialisten wissen, dass man in den Regionen, in denen diese Transportmittel für Menhire verwendet wurden, die Gewässer nie durchquerte, sondern dem Ufer entlangfuhr. Das haben unsere Seefahrer also ebenfalls getan. Nachdem sie ihr Floss im Juli gebaut hatten, begannen sie am 1. August mit «einer abenteuerlichen und erlebnisreichen Durchquerung des Broye-Kanals» bis nach Cudrefin. Danach ging es weiter nach Chabrey, bevor sie ihre Fahrt
nach Gletterens fortsetzen, wo sie ihren Menhir am 4. August wie geplant «abliefern» und aufstellen konnten.