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22.03.2023
Pressemitteilung vom 22.03.2023
Leicht besser als das Budget
Der Abschluss 2022 der Einwohnergemeinde Strengelbach schliesst mit einem Verlust von 0.2 Millionen Franken ab. Vorgesehen war ein Verlust von 0.3 Millionen Franken.
Die Rechnung 2022 der Einwohnergemeinde Strengelbach schliesst mit einem Aufwandsüberschuss (Verlust) von CHF 247'448.54 ab. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss (Verlust) von CHF 323'643.00. Die Rechnung schliesst somit um rund CHF 76'000.00 besser ab als budgetiert.
Steuereinnahmen über Budget
Die grösste Abweichung vom Budget ergab sich bei den Steuereinnahmen, welche CHF 284‘000.00 besser ausfielen als budgetiert. Die ordentlichen Steuern (natürliche, juristische und Quellensteuern) schlossen sogar um CHF 489'000.00 besser ab. CHF 130'000.00 entfallen jedoch auf die Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen für Forderungsverluste (Delkredere). Im Gegensatz resultierten bei den Sondersteuern (Nach-, Erbschafts- und Grundstücksgewinnsteuern) CHF 205'000.00 weniger Erträge, als im Budget angenommen. Eine Rückstellung für Krankenkassenverlustscheine über CHF 99'000.00 konnte aufgelöst werden. Die von der Gemeinde zu tragenden Kosten waren viel tiefer, als aufgrund der Werte vergangener Jahre angenommen wurde. Anfang 2022 wurde die Steuergesetzrevision (u. a. höhere Abzüge für Krankenkassenkosten) angenommen, aufgrund derer vom Kanton eine Kompensationszahlung über CHF 70'000.00 erhalten wurde.
Auf der Ausgabenseite resultieren Mehraufwände durch die Abschreibung der Planungskosten für die Sanierung der alten Turnhalle. Da die Sanierung vom Volk abgelehnt wurde, sind die Investitionen von CHF 173'000.00 nicht mehr werthaltig und mussten abgeschrieben werden. Insbesondere die Restkosten der stationären Pflege drückten mit Mehrausgaben von CHF 126'000.00 auf das Budget. Ihnen gleich taten es die Kosten für materielle Hilfe mit Mehraufwendungen von CHF 79'000.00 sowie die Kosten für den Kinder- und Erwachsenenschutzdienst (KESD) mit CHF 73'000.00.
Der Gemeinderat ist sich der Bereiche mit steigenden Kosten bewusst, insbesondere der materiellen Hilfe und den Restkosten der Pflege. Beiden Bereichen wurde in der Budgetierung 2023 bereits Rechnung getragen, wie auch den höheren Steuererträgen. Im 2023 drücken neben den tieferen Einnahmen durch die Steuerfusssenkung von 108 % auf 103 % beinahe CHF 250'000.00 weniger Beiträge aus dem Finanzausgleich auf das Ergebnis. Der Gemeinderat ist gefordert, dass mit dem tieferen Steuerfuss die notwendigen Anschaffungen und werterhaltenden Investitionen in einem vernünftigen Rahmen getätigt werden können. Der vom Gemeinderat vorgeschlagene und vom Volk angenommene Steuerfuss von 103 % für das Jahr 2023 scheint, im Gegensatz zu den teilweise geforderten 100 %, der angemessenere Weg zu sein.
Nach Prüfung der Rechnung durch die Finanzkommission werden gedruckte Exemplare des Jahresberichtes und der Jahresrechnung auf Anfrage bei der Abteilung Finanzen (oder online auf der Webseite der Gemeinde) für die Einwohner/innen Strengelbachs verfügbar sein.
Gemeinderat Strengelbach
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