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Schweizer Kanu-Junioren nur in den Halbfinals
Das hochgesteckte Ziel, die Erreichung des A-Finals, haben die Schweizer Regatta-Kanuten an den Junioren- und U23-Europameisterschaften in Athen nicht erreicht. Wohl qualifizierten sich alle Boote für die Halbfinals, aber dort war Endstation.
Die Europameisterschaften der Regatta-Kanuten der Junioren und der Unter-23-Jährigen wurden in Schinias bei Athen auf der Anlage durchgeführt, die im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2004 neu gebaut worden war. Die Verhältnisse waren die selben wie im August 2004: Starke thermische Winde vom Festland führten zu teils hohem Wellengang und beeinträchtigten die Wettkämpfe. Die Temperaturen waren, wie bei uns, eher tropisch.
Hochgesteckte Ziele
Die kleine Schweizer Delegation unter Leitung von Juniorentrainer Walo Diethelm hatte sich für den wichtigsten Wettkampf des Jahres hohe Ziele gesetzt. Die beiden Rapperswiler Matthias Krähenbühl und Damian Bethke strebten im Kajak-Einer bei den Junioren respektive bei den U23 einen Finalplatz an. Die beiden Romanshorner Matthias Bolliger und Nicolai Häni hatten im Junioren-Zweier dasselbe Ziel. Da in Athen im Gegensatz zur Elite-EM nur A-Finals ausgetragen wurden, hätte dies eine Klassierung unter den besten 9 bedeutet. Eine Klassierung, die in den letzten Jahren nur ganz wenige Schweizer Boote erreicht hatten.
Alle Boote in den Halbfinals
Schon die Vorläufe zeigten, dass eine Finalqualifikation wohl nur mit einem besonderen Effort und etwas Glück zu erreichen war. Alle drei Boote konnten sich sowohl über 1000 wie über 500 Meter für die Halbfinals qualifizieren. Doch dort lag der für den Final nötige 3. Rang meist weit weg. Bethke und der Zweier Bolliger/Häni erreichten die Ränge 6 respektive 8. Krähenbühl, der im Vorbereitungstrainingslager noch durch Rückenprobleme arg handicapiert war, musste sich mit den Rängen 8 und 9 begnügen.
Matthias Bolliger und Nicolai Häni vom Kanu-Club Romanshorn fehlten für die Finalqualifikation lediglich 2 Sekunden.
Gemischte Bilanz
In Anbetracht verschiedener Umstände war Delegationsleiter Diethelm mit seinen Schützlingen zufrieden. Bethke konnte im Frühjahr wegen Schulterproblemen teilweise nicht trainieren. Krähenbühl konnte wegen Rückenproblemen in den letzten zwei Wochen nicht im Boot trainieren und die Romanshorner hatten im März und April auf dem Bodensee kaum je gute Trainingsbedingungen. Ausserdem dürfte sich auch das Fehlen eines Nati-Trainers, der Neue nimmt erst im Herbst seine Arbeit auf, negativ ausgewirkt haben. So erscheinen die 6 Halbfinalplätze in einem besseren Licht.
[Peter Gubser]