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Die Logotherapie ist eine lösungsorientierte Kurzzeittherapie, zählt zu den humanistischen Verfahren und enthält u.a. kognitiv-verhaltenstherapeutische und systemische Elemente.
Zentral ist die Annahme, dass er Mensch für seine seelische Gesundheit und zum Ertragen des Leides im Leben, dessen gefühlte oder erkannte Sinnhaftigkeit braucht.
Sie besagt des Weiteren, dass der Mensch aus Körper, Seele und Geist besteht, wobei der Geist den Menschen in die Machtposition versetzt, sein Leben aktiv (um) zu gestalten.
In der Therapie liegt ein Schwerpunkt in der Heilung und Freisetzung der eigenen Persönlichkeit, mit dem Ziel das eigene Leben sinnvoll für sich und andere in die Welt einzubringen.
Die Logotherapie hilft dem Menschen, sich in seinem "Geworden-Sein" zu verstehen, sich mit der eigenen Geschichte zu versöhnen und sich auf Zukünftiges auszurichten.
Viktor. E. Frankl (1905-1997) wuchs als Sohn einer jüdischen Familie in Wien auf. Schon in jungen Jahren setzte er sich mit der Psychoanalsyse Freuds auseinander und ebenfalls mit der Individualpsychologie Adlers. Mit beiden Therapiegründern stand er über längere Zeit in regem Gedankenaustausch. 1930 legte er seine medizinische Dissertation ab. 1933 - 1937 arbeitete er als Oberarzt in einer Wiener Psychiatrie. 1938 wurde ihm seiner jüdischen Herkunft wegen die Behandlung arischer Patienten verboten und 1940 übernahm er schliesslich die Leitung der neurologischen Abteilung des Rothschild-Spitals, in welchem als einzigem Wienerkrankenhaus noch jüdische Patienten behandelt wurden.
Im Dezember 1941 heiratete er Tilly Grosser. Neun Monate später, am 25. September 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau und seinen Eltern ins Ghetto Theresienstadt deportiert,1944 wurde er nach Auschwitz verlegt und einige Tage später nach Türkheim (ein Aussenlager des KZ Dachau). Am 27. April 1945 wurde er in Türkheim von der US-Armee befreit. Weder seine Eltern noch seine Frau hatten überlebt. Einblick in das Erlebte gibt sein Buch "Trotzdem Ja zum Leben sagen (Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager)“.
1946 wurde er Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik und gründete etwas später die österreichische Ärztegesellschaft für Psychotherapie.
1947 heiratete Viktor Frankl in zweiter Ehe Eleonore Katharina Schwindt, die für 50 Jahre seine Lebensgefährtin wurde und ihn auch in seinen wissenschaftlichen Arbeiten unterstützte.
1948/49 schrieb er nach dem Arztstudium eine weitere Dissertation in Philosophie.
1955 erhielt Viktor Frankl den Professorentitel für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien. Später kamen diverse Gastprofessuren in den USA dazu.
Viktor Frankl verfasste 32 Bücher (viele davon in 10 bis 20 Sprachen übersetzt) und erhielt weltweit 29 Ehrendoktorate.