Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03118.jsonl.gz/23

Im letzten Spiel des Jahres empfängt der EVZ heute Freitagabend die Rapperswil-Jona Lakers.
Mit dem Heimspiel gegen die Lakers geht für den EVZ das Jahr 2022 zu Ende. Der gestrige Abend brachte beiden Mannschaften nicht das erhoffte Erfolgserlebnis: Die Lakers kassierten gegen Biel (1:2 n.V.) nach dem 3:4 gegen Genf die zweite knappe Heimniederlage hintereinander, die Zuger in Lugano (2:4) nach dem 4:5 n.V. gegen Ambri die zweite unnötige Auswärtsniederlage innerhalb von drei Tagen. Für den Meister, der in der Meisterschaft den Tritt noch nicht gefunden hat, war es die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen!
Als der EVZ auf dem Weg zum Meistertitel 2020/21 im Playoff-Halbfinal den Lakers, dem Siebten der Qualifikation, und nicht dem zweitplatzierten HC Lugano gegenüberstand, wurde das als grosse Überraschung gewertet. Die Zuger hatten gegen die St. Galler alle vier Spiele in der Regular Season gewonnen und setzten sich auch in den Playoffs mit 3:1-Siegen standesgemäss durch. Inzwischen haben die Rapperswiler ihren damaligen Höhenflug fortgesetzt und sich mit Stefan Hedlund, dem ehemaligen Assistant Coach von Dan Tangnes, als Chef an der Bande unter den Spitzenteams der Liga etabliert. In der Regular Season 2021/22 setzten sie sich gegen den späteren Titelverteidiger EVZ mit 3:1-Siegen und 10:2 Punkten durch, scheiterten aber als Vierter bereits im Playoff-Viertelfinal (nach einer 3:0-Führung!) mit 3:4 am HC Davos.
Auch in dieser Saison sind die St. Galler im ersten Ranglistendrittel zu finden. Nach 31 Runden liegen sie mit 50 Punkten auf Platz vier. Auswärts haben sie vier der letzten sechs Spiele gewonnen, darunter auch die letzten beiden in Lugano (0:4) und in der Swiss Life Arena gegen die ZSC Lions (3:2). In dieser Woche sind sie auch die gröbsten Verletzungssorgen losgeworden: Mit dem 32-jährigen tschechischen Verteidiger Michal Jordán (79 NHL-Spiele, zuletzt bei Amur Khabarovsk in der KHL) und dem 29-jährigen schwedischen Stürmer Pontus Aberg (134 NHL-Spiele, zuletzt bei Mlada Boleslav in der tschechischen Extraliga) konnte das dezimierte Kader wieder komplettiert werden. Zudem kehrte am Dienstag Teamleader Roman Cervenka nach sechs Wochen Abwesenheit (Hexenschuss) wieder ins Team zurück.
Nach vier Heimniederlagen in Serie wollen sich die Zuger im letzten Spiel des Jahres mit einem Sieg von ihrem Publikum verabschieden. Die beiden Direktduelle in der laufenden Saison haben sie gewonnen: 3:0 am 15. Oktober in der BOSSARD Arena, 2:1 am 26. November in der St. Galler Kantonalbank Arena. Zweimal sorgte der neue Topscorer Grégory Hofmann im letzten Drittel für die endgültige Entscheidung: zuhause mit dem Emptynetter zum 3:0 fünf Sekunden vor Schluss, auswärts mit dem herrlichen Sololauf zum 2:1 in der 44. Minute. Seine Sturmlinie mit Brian O’Neill und Dario Simion war auch in Lugano die einzige produktive. Gesucht ist die Mannschaft, die wie in der letzten Saison auch aus schwierigen Situationen den Weg zum Erfolg gefunden hat und in der jeder Block die Entscheidung herbeiführen konnte! „Jetzt nur nicht verzweifeln - wir erarbeiten uns in jedem Spiel so viele Torchancen, dass das Momentum wieder einmal auf unsere Seite kippen muss!“, machte Sportchef Reto Kläy nach der Niederlage in Lugano seinen Spielern Mut.