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In Zukunft sollen auch die deutschsprachigen Schüler beim Übertritt von der Primar- in die Orientierungsschule in der Partnersprache geprüft werden, also in Französisch. In diesem Bereich sehe er das einzige Optimierungspotenzial für das Verfahren, antwortet der Staatsrat auf eine Anfrage von Markus Zosso und Nicolas Kolly (beide SVP). Die beiden Grossräte hatten ein Ungleichgewicht bei der Übertrittsprüfung zwischen den Sprachgruppen beklagt. Grund für die Anfrage war, dass die deutschsprachigen Primarschüler nur in zwei Fächern–Mathematik und Deutsch–geprüft werden, die Französischsprachigen aber in vier Fächern, unter anderem auch in Deutsch.
Es bestünden zwar Unterschiede, aber diese seien auf das Unterrichtskonzept und auf andere kulturelle Schwerpunkte zurückzuführen. Die Kernelemente des Verfahrens seien gleich: Neben den Prüfungsergebnissen würden bei der Zuordnung auch die Leistungen der letzten Monate, die Empfehlung der Lehrer und die Meinung der Eltern zu Rate gezogen.
Die Prüfungsdauer sei ähnlich, obwohl deutschsprachige Schüler einen ganzen Tag und französischsprachige zwei Halbtage antreten. Elemente, die bei den französischsprachigen Schülern separat getestet werden, sind bei ihren Altersgenossen in die beiden Prüfungseinheiten integriert.
Grosse Veränderungen will der Staatsrat nicht umsetzen. Doch er prüft eine Französischprüfung für die Deutschsprachigen. Ein mündlicher Test sei zurzeit nicht möglich, mittelfristig könne aber eine schriftliche Prüfung organisiert werden. Dass das bisherige Konzept insgesamt funktioniere, zeigten die fast identischen Übertrittsquoten von der OS ins Gymnasium. fca