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Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba afrokubanischer Herkunft. Sie ist ein offener Paartanz mit zum Teil komplizierten Tanzfiguren, welche mit den charakteristischen Hüft- und Beckenbewegungen auf afrikanische Traditionen zurückgehen.
Die Rumba entwickelte sich aus dem Fandango-Tanz, der aus Spanien nach Kuba kam. In rhythmischer Hinsicht liegt ihr die Clave-Figur zugrunde, die mit den afrikanischen Sklaven nach Kuba kam. Neben den in Kuba verbreiteten Rumbaformen Columbia und Yambú ist der städtische Guaguancó die heute beliebteste Form. Dieser Tanz ist durch erotische Bewegungen gekennzeichnet. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie Anfang der 1930er Jahre auch nach Europa.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte in den Jahren 1956 bis 1958 und 1961 bis 1963 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich, den sogenannten „Rumbakriegen“, bei denen beide Schulen „ihre“ Rumba international etablieren wollten. Man einigte sich schließlich darauf, beide Varianten zuzulassen. So wurden die langsame Rumba unter dem Namen Square-Rumba in das Welttanzprogramm und die schwierigere Kubanische Rumba 1964 ins Turniertanz-Programm aufgenommen. Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt.
Rumba wird heute zu langsamerer Musik (bis zu 30 Takte pro Minute) getanzt als noch vor einigen Jahrzehnten. Dadurch wird eine weitere Betonung nicht nur der ganzen, sondern auch der halben Taktschläge notwendig. Gute Tänzer versuchen, ihre Bewegung sogar noch über den halben Takt hinaus zu verzögern, um dann auf dem verbleibenden Teiltakt eine desto schnellere Bewegung (hauptsächlich Drehungen) durchführen zu können.
Bei der Rumba verschmilzt das Paar auf dem Parkett durch die Musik zu einer Einheit. Die Dame spielt den „arroganten“, dominanten Part, sie lässt den Herrn einmal in ihre Nähe und lässt ihn dann sofort wieder „abblitzen“. Der Herr holt die Dame mal an sich heran, als wolle er sie auf der Stelle verführen, stößt sie dann aber unter sichtbaren Schmerzen von sich. Die Vorstellung einer „getanzten Liebeserklärung“ verdeutlicht die unterdrückte Leidenschaft, die dieser Tanz ausstrahlen soll, wesentlich besser als die häufig genutzte Bezeichnung als „Liebestanz“. Die Betrachtung des ganzen umfasst natürlich nicht nur die Füße, auch Hand-/Armhaltung, Körpersprache und Mimik sind wichtig.