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Der «Atlas der politischen Landschaften – ein weltanschauliches Porträt der Schweiz» ist ein Buchprojekt von Michael Hermann und Heiri Leuthold, das 2003 fertiggestellt wurde. Der Atlas wurde in über 30 Zeitungen im In- und Ausland sowie mehreren wissenschaftlichen Zeitschriften besprochen. Die Autoren haben für das Buch 2004 den Jahrespreis der MNF-Fakultät der Universität Zürich erhalten.
Zum Inhalt
Der «Atlas der politischen Landschaften» untersucht die regionalen politischen Mentalitäten der Schweiz. Er zeigt das Land in einer neuen, ungewohnten Sicht: Die Städte, Regionen und Dörfer werden als politische Landschaften in einem weltanschaulichen Koordinatensystem dargestellt. Zwischen den Polen «links», «rechts», «liberal» und «konservativ» liegen sie als «Inseln», «Gebirge» und «Gräben» und zeigen, worin sich die Werthaltungen zwischen Stadt und Land, Industrie- und Tourismusregion oder deutsch- und französischsprachigen Gebieten unterscheiden.
In einem einführenden Teil wird dargelegt, wie wirtschaftliche und kulturelle Faktoren die Ausbildung von Werten beeinflussen und wie im Zuge der Globalisierung neue Mentalitätsunterschiede entstehen, während andere verschwinden. In vertiefenden Porträts werden alle Kantone in ihren Eigenheiten beschrieben und miteinander verglichen. «Warum sind die landwirtschaftlich geprägten Franches-Montagnes links positioniert, das industrialisierte Glarner Hinterland dagegen rechts?» oder «Warum wächst die Kluft zwischen dem Aargau und Zürich trotz Zusammenwachsen des Mittellands?» sind Fragen, denen dabei auf den Grund gegangen wird
Das Buch basiert auf der Auswertung aller eidgenössischen Volksabstimmungen der vergangenen 20 Jahre und wendet sich an eine breite, an Politik, Gesellschaft und Geografie interessierte Öffentlichkeit.