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Regional
Das Trennen und nachhaltige Verwerten von Separatabfällen ist den Verantwortlichen der Stadt Luzern seit jeher ein grosses Anliegen, wie die Stadt Luzern schreibt.
Das Strasseninspektorat organisierte bereits 1987 die erste Grünabfuhr und reagierte damit auf das vorhandene Bedürfnis, neben Papier und Glas auch das Grüngut zu verwerten, anstatt weiterhin zu verbrennen. Bis Ende 1995 wurde das Grüngut in einer Anlage in Rothenburg verarbeitet.
Da deren Schliessung bevorstand, musste dringend ein neuer Abnehmer für die Grünabfälle gefunden werden.26 Jahre Partnerschaft Zu dieser Zeit beschäftigten sich Theo und sein Sohn Christoph Meierhans mit der visionären Idee, die in der Region Luzern vorhandenen Grünabfälle in einer professionell betriebenen Kompostieranlage zu nachhaltigen Produkten zu verarbeiten. Das war ein gewagtes Vorhaben, denn wer würde schon eine Anlage bauen, ohne die Garantie einer kontinuierlichen Anlieferung von Grüngut? Und wer würde einem Kompostwerk, das sich noch nicht einmal im Rohbau befand, die künftige Anlieferung seiner Grünabfälle zusichern? Theo Meierhans versprach, seine Anlage zu realisieren, wenn das Grüngut aus der Stadt Luzern und der Gemeinde Littau in Zukunft an ihn geliefert würde.
Die kurze Distanz zu Luzern und Littau, vor allem aber der Grundgedanke der Betreiber, durch sinnvolle Wiederverwertung des Grünguts einen natürlichen Kreislauf zu schliessen und daraus ein ökologisch einwandfreies und nachhaltiges Endprodukt entstehen zu lassen, bewog die Stadt Luzern und die Gemeinde Littau im Dezember 1995 als Erste dazu, die Lieferverträge für ihr Grüngut zu unterzeichnen. Theo Meierhans hielt sein Versprechen und bereits kurz darauf erfolgte in Blatten bei Malters der Spatenstich für den Bau der „Weiherhus-Kompost AG“.
Seither habe die Stadt eine Abnehmerin mit derselben ökologischen Anschauung.Selbstbedienung im «Komposthüsli» Seit Mai 1997 werden alle eingesammelten Grünabfälle aus der Stadt vollumfänglich an die Weiherhus-Kompost AG abgegeben, welche daraus mit der Bio-Hilfsstoff-Knospe ausgezeichnete Qualitätskomposte sowie verschiedene Erden herstellt und diese regional vermarktet oder direkt in den Garten liefert. Auch eine Selbstabholung sei möglich: Im «Komposthüsli» könne man sich an sieben Tagen in der Woche während 24 Stunden selber bedienen.
Für 50 Liter Garten-Kompost, Rasen- und Trogerde oder Rindenabdeckmaterial bezahlt man zwischen 4 und 9 Franken, wenn man diese selber abfüllt. Bis heute sei die Firma ein Familienunternehmen.
Während Christoph Meierhans als Geschäftsführer agiert, leitet sein Sohn Jonas in der dritten Generation den Betrieb.Qualität vor Quantität Das Strasseninspektorat legt grössten Wert darauf, nur einwandfreies Grüngut abzuführen. Dabei sei Qualität wichtiger als Quantität.
Durch mindestens 43 Grünabfuhren im Jahr sei sichergestellt, dass die eingesammelten Rüst- und Gartenabfälle möglichst frisch angeliefert werden; eine Grundvoraussetzung, um daraus qualitativ hochstehende Kompostprodukte entstehen zu lassen.Durch Fremdstoffe (wie z. B.
Plastiksäcke, Blumentöpfe oder Katzenstreu) verunreinigte Grünabfälle seien von der Abfuhr ausgeschlossen und werden – versehen mit der Begründung auf einem Rückweiseaufkleber – konsequent vor Ort stehengelassen.Trotzdem gelingt es nicht immer, alle Fremdstoffe zu entdecken. So kommen beim Abladen in der Kompostieranlage immer wieder Gegenstände und Materialien zum Vorschein, die nicht hineingehören.
Diese müssen dann vor der Verarbeitung zeitaufwendig und von Hand herausgelesen werden. Das sei keine wirklich angenehme Aufgabe und verursacht einen grossen Arbeitsaufwand, der sich durch etwas mehr Sorgfalt und Aufmerksamkeit daheim in der Küche oder im Garten verringern liesse.
Vor allem Gegenstände aus Kunststoff wie Plastiksäcke, -schnüre, -töpfe und -etiketten verursachen massive Probleme. Denn werden diese bei der Eingangskontrolle übersehen, gelangen sie in den Schredder, der sie in kleinste Kunststoffteilchen zerfetzt, welche sich nach der Kompostierung nur äusserst schwer entfernen lassen.
Wohl niemand wäre begeistert, wenn nach der Kompostzugabe Plastikschnipsel im Blumentopf oder auf dem Gemüsebeet vorhanden wären.Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer. Dieser veraltete Browser stellt die Webseiten möglicherweise nicht korrekt dar und könne Sicherheitsprobleme verursachen.
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