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freiburg Eine im vergangenen Jahr im Auftrag des Bundesamts für Statistik und des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann durchgeführte Studie hatte zusammenfassend gezeigt, dass Frauen in der Schweiz durchschnittlich etwa 14 Prozent weniger verdienen als Männer. Es stellte sich die Frage, ob es auch in Nonprofit-Organisationen vergleichbare Unterschiede gibt. Am Institut für Verbandsmanagement (VMI) der Universität Freiburg sind nun Lohndaten aus den vergangenen zehn Jahren ausgewertet worden. Die Studie kommt zum Schluss, dass bei Nonprofit-Organisationen auf der oberen Leitungsebene Gehaltsunterschiede von rund fünf Prozent und von sieben Prozent auf der mittleren Leitungsebene bestehen. Wie das VMI in einer Medienmitteilung schreibt, «ist zwar auch hier eine verdeckte Ungleichbehandlung erkennbar, jedoch fällt diese deutlich geringer aus als bei den gewinnorientierten Unternehmen».
Dabei wurde weiter festgestellt, dass die Lohnunterschiede zu Gunsten der Männer in Wirtschaftsverbänden sowie in Kultur- und Sportorganisationen mit acht bis neun Prozent merklich grösser sind als in sozialen Organisationen, wo sie weniger als fünf Prozent betragen.
Bei den Verbänden im Umwelt- und Konsumentenschutz seien überhaupt keine Unterschiede festgestellt worden. «Offensichtlich spielt die Nähe zur Wirtschaft für das Ausmass der Diskriminierung eine wichtige Rolle», folgert das VMI: «Die Nonprofit-Welt übernimmt auf dem Weg zu fairen Lohnsystemen sicherlich eine Vorreiter-Rolle.» wb