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Yecla ist die einzige Weinregion Spaniens mit nur einer Gemeinde, es gibt in dieser weiten Hochebene also keine weiteren Ortschaften mehr! Die Weinberge mit den kalkhaltigen, tiefen Böden liegen auf 400 bis 800 Meter über Meer und sind im Norden, Westen und Süden von Gebirgszügen begrenzt. Im warmen, südlichen Yecla Campo Arriba finden sich lehmige, schwere Böden, während Yecla Campo Abajo im Norden mit lockerem Terrain, mit hohem Steinanteil und wenig Lehm aufwartet. In dem kontinental geprägten Klima mit etwas mediterranem Einfluss ist vor allem im Frühjahr und Herbst mit heftigen Platzregen zu rechnen; was in der jährlichen Niederschlagsmenge aber dennoch nur mit 300 mm zu Buche schlägt.
Diese einstige Hochburg des Fassweinmarktes erreichte ihren Höhepunkt 1985, mit einem Export von knapp 12 Mio. Litern. Ab 1989 sanken die Ausfuhren drastisch, was eine Reduktion der Rebflächen (einst 20'000 Hektar) zur Folge hatte.
In der D.O. steckte aber schon damals viel Potential. Mitte der 1990er-Jahre gab es lediglich fünf Weinproduzenten, von denen nur zwei eigene Flaschenweine abfüllten. Deren Anzahl hat sich zwar bis heute nur auf ein knappes Dutzend erhöht; mit ihrem harten und ausdauernden Schaffen im Weinberg und Keller haben sich die Winzer aber einen tollen Qualitätsstandard erarbeitet. Hier finden sich schöne Rote auf Monastrell-Basis, mit einer herrlichen Fruchtigkeit, Kraft und Wärme.
(Quelle: David Schwarzwälder)