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Der Puy de Dome erhebt sich majestätisch über Clermont Ferand. Seit 1865 thront ein Observatorium auf der Kuppe dieses Vulkankegels. Angesichts des Erfolges der 1871 eröffneten Rigibahn erstaunt es nicht, dass schon bald erste Projekte für eine touristische Erschliessung dieses Aussichtspunkts entstehen. Die Trasse ab dem Zentrum von Clermont Ferand weist relativ ebene Abschnitte auf, auf die steile Anstiege folgen. Kein Wunder, dass Varianten mit Zahnstange, Standseilbahnen, elektrisch oder dampfbetrieben in Konkurrenz stehen. Die Betreiber des Observatoriums fürchten negative Auswirkungen elektrischer Installationen auf ihre Beobachtungen. So kommt eine dampfbetriebene Schmalspurbahn zur Ausführung, die auf den Steilstrecken mit einer Mittelschiene nach dem System Fell anstelle einer Zahnstange ausgerüstet wird. Horizontale Räder unter der Lokomotive erhöhen dabei die Reibungswirkung des Antriebs. Ab dem 27. April 1907 erklimmen die Gäste den Puy de Dome wesentlich bequemer mit der Bahn anstelle von schaukelnden Eselsrücken oder holpernden Kutschen. Ab 1912 erfolgt eine Teilelektrifikation. Der erste Weltkrieg unterbricht den Betrieb, der erst 1923 wieder aufgenommen werden kann. Schon im Herbst 1925 werden die Schienen demontiert und ab 1926 dient die Trasse als Strasse dem aufkommenden Auto und Bus. Bis zu 50’000 Autos verstopfen 1992 die Zufahrt hoffnungslos. Ab dem folgenden Jahr heisst es umsteigen auf den Shuttlebus. Schon 2010 beginnt die neueste Phase. Auf der Trasse werden wieder Schienen verlegt, diesmal aber mit einer Zahnstange. Stadler liefert Panoramakompositionen, die seit 2012 in einer 12-minütigen Fahrt 1’200 Personen pro Stunde und Richtung transportieren.