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Domizil der neuen Museumsräume ist ein im 19. Jahrhundert errichtetes ehemaliges Tabaklager an der Vesalgasse zwischen dem Kollegiengebäude der Universität und dem Spalentor, wie das Jüdische Museum am Freitag mitteilte. Für den Umbau, den Umzug und den Betrieb bis 2033 seien sechs Millionen Franken kalkuliert. Geplant sei, landesweit weitere zehn Millionen Franken als Kapital für die Sicherung des längerfristigen Betriebs zu sammeln.
Das neue Haus bietet gemäss Communiqué rund 750 Quadratmeter Platz für Ausstellungen und die Sammlungspräsentation sowie die gesamten Nebenräumlichkeiten des Museums. Mit dem Umbau wurde das Architekturbüro Röschli Architektur betraut. Mit den Hausbesitzern sei ein langfristiger Mietvertrag vereinbart worden. Das neue Museum soll im Lauf des Jahrs 2023 eröffnet werden.
Der neue Standort des Museums ist geschichtsträchtig. An der heutigen Vesalgasse befand sich einst der erste jüdische Friedhof auf dem Boden der heutigen Schweiz. Zeugnisse davon, namentlich Grabsteine aus dem 13. und 14. Jahrhundert, befinden sich bereits in der Museumssammlung. Sie sind 1937 beim Bau des Uni-Kollegiengebäudes gehoben worden.
Das Jüdische Museum der Schweiz wurde 1966 gegründet. Es ist damit das erste Haus seiner Art, das nach dem Zweiten Weltkrieg im deutschsprachigen Raum seinen Betrieb aufnahm. Der gegenwärtige Standort an der Kornhausgasse bietet vor allem für Sonderausstellungen wenig Platz. Von 2017 bis 2020 stand dem Museum am nahegelegenen Petersgraben eine Dependance für Sonderausstellungen zur Verfügung.