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Die UV-Strahlung der Sonne lässt sich in drei Bereiche unterteilen: UVA, UVB und UVC.
Die UVC-Strahlen werden bereits von der Atmosphäre absorbiert. Diese Strahlen dringen nicht bis zur Erdoberfläche durch und haben deshalb auf die Hautkrebsprävention keinen Einfluss.
Die UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und schädigen das Erbgut der Hautzellen.
Die UVA-Strahlen sind mitverantwortlich für die Hautalterung, schädigen ebenfalls Hautzellen und sind Auslöser für eine Reihe von lichtbedingten Hauterkrankungen (siehe Abbildung unten).
Wichtig: UVA- und UVB-Strahlen haben gemeinsam, dass sie das Erbgut der Hautzellen schädigen. Dies erhöht das Hautkrebsrisiko. Kleinere Hautschäden können repariert werden. Geschädigte Zellen können sich jedoch zu Krebszellen entwickeln. Je häufiger man sich der Sonne aussetzt, desto höher wird das Risiko an Hautkrebs zu erkranken.
Helle und reflektierende Oberflächen wie beispielsweise Schnee, Eis, Wasser, Sand, Styropor oder Metalle reflektieren die UV-Strahlen zusätzlich. Dies kann bis zu einer doppelt so hohen UV-Strahlung führen.
Pro Jahr sterben in der Schweiz rund 500 Personen an schwarzem Hautkrebs.
Im internationalen Vergleich weist die Schweiz eine der höchsten Raten an Hautkrebs-Erkrankungen auf. Jedes Jahr erkranken rund 1000 Personen an berufsbedingtem hellem Hautkrebs. Arbeiter draussen weisen zudem ein erhöhtes Risiko für hellen Hautkrebs auf, denn: Wer mehrheitlich draussen arbeitet, bekommt während der Arbeit bis zu doppelt so viel UV-Strahlung ab wie in der Freizeit und den Ferien zusammen.
Mit SPF ist die Abkürzung für den englischen Begriff «Sun Protection Factor» (Sonnenschutzfaktor) gemeint. Man findet ihn auf allen Sonnenschutzprodukten. In Deutsch trifft man oft auf den Begriff «Licht-Schutz-Faktor» (LSF) an.
Als Eigenschutzzeit bezeichnet man die Dauer, bis zu dem Punkt, wo sich die Haut zu röten beginnt, wenn kein Sonnenschutzmittel aufgetragen wurde. Die Eigenschutzzeit ist abhängig vom Hauttyp. Hellhäutige Menschen reagieren in kürzerer Zeit (nach 5 bis 10 Minuten) als dunkelhäutigere Menschen (nach 20 bis 30 Minuten).
Mit einem Sonnenschutzmittel wird die Eigenschutzzeit der exponierten Haut um einen Faktor (dem SPF) verlängert.
Beispiel: Ein Sonnenschutzmittel mit einem SPF 50 lässt 2 von 100 Photonen durch. Es ist 5-mal effizienter als ein Produkt mit einem SPF 10 (10 von 100 Photonen).
Quelle: U. Osterwalder B. Herzog
Der SPF gibt also an, wie viel Mal länger man mit einem Sonnenschutzmittel an die Sonne darf ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Aufgrund der Eigenschutzzeit und dem SPF kann man «theoretisch» die maximale Aufenthaltszeit an der Sonne berechnen ohne einen Sonnenbrand einzufangen. Vorsicht: Durch Abrieb (auch Schwitzen) oder zu wenig aufgetragene Sonnenschutzmittel verkürzen sich die Aufenthaltszeit an der Sonne wesentlich. Auf eine exakte SPF-Berechnung ist also kein Verlass, zumal der Hauttyp ebenfalls eine Rolle spielt.
Ein Sonnenschutzmittel mit UVA-Bereich schützt am besten – erkennbar am UVA-Logo (siehe ebenfalls die Frage: Was für UV-Strahlen gibt es und was bewirken sie?) Das Produkt sollte angenehm in der Anwendung sein. Für den eigentlichen Sonnenschutz spielt es keine Rolle ob man sich für eine Lotion, ein Gel oder Sonnencreme entscheidet.
Sonnenschutz-Sprays sind zwar sehr beliebt, aber nicht sehr sinnvoll. Einerseits geht sehr viel vom Produkt an die Umgebung verloren und andererseits muss das Produkt, um gut verteilt zu werden, trotzdem mit der Hand verteilt werden. Fazit: Für mehr Geld gibt’s weniger Leistung und Komfort.
Wer draussen arbeitet (z. B. auf einer Baustelle) muss darauf achten, dass er ein Schutzmittel (idealerweise eine Sonnencreme) mit einem Sonnenschutzfaktor (SPF) von mindestens 30, besser aber 50+ anwendet. Wichtig sind diese Produkteigenschaften: Lässt es sich leicht verteilen? Zieht es rasch ein? Ist es nicht zu klebrig? Wir empfehlen verschiedene Produkte zu testen.
Wichtig: Wo an der Sonne gearbeitet wird, sollte das Sonnenschutzmittel in Griffnähe sein (z. B. in einem Spender). Die Platzierung an häufig frequentierten Stellen ist ideal.
Und grundsätzlich gilt: Das beste Sonnenschutzprodukt ist jenes, das man auch regelmässig anwendet!
Wir empfehlen den Sonnenschutz 20 bis 30 Minuten vor der Exposition aufzutragen. Das Mittel kann in dieser Zeit auf der Haut «antrocknen» und sich dann besser auf der Haut halten. Die Aussage, dass die Produkte erst nach 20 bis 30 Minuten wirken, ist falsch. Sie wirken sofort – nur hat sich das Produkt noch nicht auf der Haut «verfestigt» und geht deshalb leichter wieder verloren.
Die Praxis zeigt, dass man zu wenig Sonnenschutzmittel aufträgt (1 statt 2 mg/cm2). Damit wird die auf der Verpackung deklarierte Schutzwirkung nicht erreicht. Darüber hinaus vergisst man oft viele exponierte Stellen einzureiben. Praktischerweise sollte man sich zweimal vor der Exposition eincremen. Damit bringt man die 2mg/cm2 auf die Haut auf und die Chance, nicht eingecremte Stellen doch noch zu behandeln, steigt. Hinweis: Sich beim Eincremen helfen lassen, denn allein erreicht man nicht alle Körperstellen.
Das Sonnenschutzmittel hält nicht den ganzen Tag auf der Haut. Durch Abrieb oder Schwitzen lässt der Sonnenschutz nach. Deshalb ist es wichtig, alle freien Körperstellen mehrmals am Tag (3- bis 4-mal, je nach Aktivität) reichlich einzureiben. Die meisten Personen verwenden zu wenig Sonnenschutzmittel.
Die Schutzwirkung lässt sich nicht verlängern. Erneutes Auftragen behält lediglich den gewählten Sonnenschutz, z. B. SPF 30 (hoher Sonnenschutz) oder SPF 50+ (sehr hoher Sonnenschutz). Der Sonnenschutz lässt sich nur verbessern, wenn man ein Produkt mit einem höheren SPF wählt.
Viele Langzeitstudien weisen eindeutig nach, dass durch UV-Strahlen bedingte Zellschäden der Haut, die zu verschiedenen Formen von Hautkrebs führen können, durch die Anwendung von Sonnenschutzmitteln verhindert werden.
In verschiedenen, umfangreichen und über Jahrzehnte laufende Beobachtungsstudien am Menschen, wurde in einigen, aber nicht allen, Studien der Schutz unter realen Umweltbedingungen vor hellem und schwarzen Hautkrebs nachgewiesen. Da viele dieser Untersuchungen vor 30 bis 40 Jahren gestartet wurden und die Sonnenschutzprodukte jener Zeit in ihren Schutzleistungen deutlich schwächer waren, ist davon auszugehen, dass sich dieser Schutz in Zukunft besser nachweisen lässt.
Ein gutes Sonnenschutzmittel schützt nachweislich gegen einen Sonnenbrand.
Die Produkte schützen vor allem gegen UVB-Strahlen (mittlere Belastung).
Allerdings braucht es auch den Schutz vor UVA-Strahlen (hohe Belastung), da diese bis tief in die Haut eindringen und mehrheitlich für die Hautalterung verantwortlich sind. Deshalb ist wichtig, nur Produkte anzuwenden, die sowohl das Leistungsmerkmal SPF (Schutz vor UVB-Strahlen) haben, wie auch das UVA-Logo.
Die Schutzwirkung der angebotenen Produkte haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Ob die Anzahl an Neuerkrankungen an Hautkrebs in Zukunft rückläufig sein wird, hängt aber auch vom Verhalten des Menschen ab. Die stark verbesserten Sonnenschutzmittel können dazu verleiten, dass man sich länger als gesund ist in der Sonne aufhält. Die Illusion, dass man sich mit Produkten mit hohem oder sehr hohem Schutz weniger eincremen muss, ist falsch.
Die Wasserfestigkeit wird bei uns meist nach europäischen Richtlinien geprüft. Dabei wird das Sonnenschutzprodukt auf dem Rücken von freiwilligen Probanden aufgetragen, die sich anschliessend zweimal 20 Minuten in einem Whirlpool aufhalten. Nach dieser Zeit muss das applizierte Produkt noch 50 Prozent der ursprünglichen Schutzleistung aufweisen. Bei extra wasserfesten Produkten muss diese Schutzleistung sogar nach viermal 20 Minuten Aufenthalt im Whirlpool noch vorhanden sein. Es handelt sich bei diesem Leistungsparameter um einen sehr technischen Wert, der die Wirklichkeit mangelhaft abbildet.
Der Aufenthalt im Wasser ist im Vergleich zur gesamten Sonnenexpositionszeit meist relativ kurz und der Abrieb durch Spritzwasser sehr viel grösser als im Whirlpool. Da sich nach dem Aufenthalt im Wasser, nach dem Schwitzen oder gar nach dem Abtrocknen die Sonnenschutzleistung stark vermindert, sollte man sich grundsätzlich nach solchen Aktivitäten erneut eincremen.
Quelle: Advance NanoTek Limited
Die Unterscheidung zwischen organischen und anorganischen UV-Filtern oder die Unterscheidung zwischen partikulären und nicht-partikulären Filtern ist zwar korrekt, aber nicht umfassend. Zinkoxid und Titandioxid – beides partikuläre Filter – werden manchmal als mineralische Filter bezeichnet. Die Bezeichnung ist korrekt, schliesst aber andere partikuläre Filter nicht ein. Die Bezeichnung bei Zinkoxid und Titandioxid als natürliche Filter ist jedoch irreführend, da beide Filter Produkte chemischer Prozesse und Behandlungen (z. B. Beschichtungen) sind.
Hormonaktive Substanzen – auch endokrin wirksame Substanzen genannt - sind Stoffe, die mit dem menschlichen Hormonsystem interagieren können. Tritt dabei eine Schädigung ein, wird die Substanz als «endokriner Disruptor» bezeichnet. Der experimentelle Nachweis einer endokrinen Aktivität bedeutet nicht unbedingt, dass das menschliche Hormonsystem dabei gestört wird.
Willentlich werden hormonaktive Substanzen zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe wie Soja- und Kaffeebohnen sowie Kleearten oder Leinsamen enthalten ebenfalls hormonaktive Substanzen. Zu den bekanntesten synthetisch hergestellten Stoffen, mit möglicher endokrin schädigender Wirkung, gehören etwa bestimmte Pflanzenschutzmittel oder Umweltgifte (Dioxin).
Viele Stoffe, einschliesslich natürlicher Substanzen, können Hormone imitieren, aber nur wenige verursachen eine Störung des endokrinen Systems oder gefährden die Gesundheit.
Endokrin wirksame Substanzen können über den Verdauungstrakt, die Atmungsorgane oder die Haut aufgenommen werden. Am häufigsten gelangen sie über Lebensmittel und Trinkwasser in den Körper.
Wichtige Behörden wie die European Chemicals Agency oder die European Food Safety Authority haben Leitlinien für die Identifizierung von «endokrinen Disruptoren» geschaffen. Diese definieren Bewertungsstrategien und Kriterien für die Festlegung von endokrin-störenden Eigenschaften. Dabei muss sich die Identifikation als «endokriner Disruptoren» immer auf mehrere relevante und zuverlässige Testsysteme abstützen. Substanzen, die nach diesen Kriterien überprüft wurden, dazu gehören u. a. auch gewisse Sonnenschutzfilter, werden von der europäischen Verordnung über Kosmetika auf die Liste der «Verbotenen Stoffe» gesetzt (z. B., 3-Benzylidene Camphor). Die Liste gilt auch für die Schweiz und deshalb dürfen nach heutigem Forschungsstand auch keine «endokrinen Disruptoren» in Sonnenschutzmitteln verwendet werden.
Sonnenschutzmittel gehören in Europa fast ausschliesslich zur Produktgruppe der Kosmetika. In anderen Regionen der Welt, z. B. in den USA oder Australien, sind sie als rezeptfreie Arzneimittel erhältlich; d.h. nicht, wie manchmal geglaubt wird, dass man in Europa oder der Schweiz den Sonnenschutzmitteln mit ihren UV-Filtern weniger Aufmerksamkeit in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit entgegenbringt. UV-Filter werden nach rigoroser Prüfung aller sicherheitsrelevanten Daten von der EU-Kommission zugelassen und im Europäischen Amtsblatt publiziert. Die Schweiz übernimmt diese Angaben (siehe unter Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ).
Zusätzlich wird die Sicherheit des Sonnenschutzmittels als Ganzes von einer «Verantwortlichen Person» des Herstellers oder Vertreibers bewertet, dokumentiert und freigegeben. In Sonnenschutzmitteln dürfen nur zugelassene UV-Filter bis zur zugelassenen Einsatzkonzentration eingearbeitet werden. Ein Sonnenschutzmittel muss mindestens einen SPF von 6 aufweisen.
Als Nanopartikel werden Partikel bezeichnet, die kleiner als 100 Nanometer (nm) sind. 1 nm entspricht einem Milliardstel Meter. Der Grössenunterschied zwischen einem Nanometer und einem Meter entspricht in etwa dem Grössenunterschied zwischen einem Insekt der Gösse von 6 bis 7 mm und der Entfernung zwischen Zürich und New York (6300 km). Nanopartikel sind also sehr klein!
Immer wieder wird die Befürchtung geäussert, dass diese kleinen Teilchen die Haut durchdringen könnten. Der oberste Teil unserer Haut – die Hornschicht – ist jedoch so aufgebaut, dass Nanopartikel praktisch nicht durch die gesunde Haut eindringen können. Der Platz zwischen den Hornschichtzellen der mit Fett-, Öl- und Wachsverbindungen ausgefüllt ist, ist so eng, dass es für Nanopartikel kein Durchkommen gibt. Etwas verhindert das Eindringen der Partikel zusätzlich. Wenn das Sonnenschutzprodukt mit den Nanopartikeln auf der Haut «antrocknet», d.h. alle flüchtigen Bestandteile (z. B. Wasser) verdunstet sind, sind die Partikel in einem dünnen, aber sehr dickflüssigen Film auf der Haut «gefangen». Letzteres ist dann von Bedeutung, wenn die Hornschicht geschädigt ist.
Deshalb können Sonnenschutzprodukte mit Nanopartikel in Form einer Lotion, Creme oder Gel etc. nach aktuellem Forschungsstand als unbedenklich bezeichnet werden. Produkte als Spray sind aufgrund fehlender Untersuchbarkeit nicht zugelassen.
Elektronenmikroskop-Bild von der Hornhaut. Nanopartikel (orange) bleiben in den Zwischenräumen der Hornschichtzellen der Hornhaut hängen. (Quelle: Pfeiffer S et al.)
Wenn Sonnenschutzmittel Nanopartikel enthalten, muss dies auf dem Produkt deklariert werden. Hinter der Bezeichnung des Nanopartikels (z. B. Titandioxid) steht in Klammern der Begriff «nano».
Arzneimittel oder Kosmetika einschliesslich Sonnenschutzprodukte enthalten Stoffe, die alle früher oder später in unsere Gewässer gelangen. In vielen ganz unterschiedlichen Gewässern der Erde (auch in Schweizer Seen) sind mittlerweile zahlreiche Stoffe aus Arzneimitteln und Kosmetika nachweisbar. Eine rege Debatte um die möglichen Auswirkungen auf die Umwelt ist im Gange. In jüngerer Zeit konzentrierte sich die öffentliche Debatte um potenzielle Einflüsse auf Korallen.
Derzeit herrscht noch keine wissenschaftliche Klarheit darüber, ob und in welchem Umfang UV- Filter unter realen Bedingungen einen Einfluss auf Korallen-Riffe und die weitere marine Umwelt haben. Vor diesem Hintergrund sind Verkaufsargumente wie «korallenfreundlich», «riffgerecht» oder «sicher für den Ozean» für Sonnenschutzprodukte voreilig.
Die drei wichtigen Säulen des Sonnenschutzes sind:
Das Auftragen von Sonnenschutzmittel (20 bis 30 Minuten vor der Sonnenexposition) ist eine wichtige Ergänzung zu den anderen zwei Schutzmassnahmen und sollte nie als einzelne Massnahme angewendet werden. Auch das Einplanen von Aussenarbeitseinsätzen zwischen 11 und 15 Uhr in schattiger Umgebung ist überaus effektiv.
Der Schutz der Haut vor UV-Strahlen, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit, ist sehr wichtig. Die Haut macht da keinen Unterschied. Bei Personen, die oft oder fast immer draussen arbeiten, ist der Sonnenschutz während der Arbeit aber besonders wichtig, weil die Haut während der Arbeitszeit ungefähr doppelt so vieler UV-Strahlung ausgesetzt ist, wie während der Freizeit und den Ferien zusammen.
Auch bei teilweise bedecktem Himmel dringt ein Grossteil der UV-Strahlen durch die Wolkendecke. Nur bei komplett geschlossener Wolkendecke ist kein Sonnenschutz notwendig.
Bereits 15 Minuten an der Sonne reichen aus, um einen Sonnenbrand zu bekommen. Deshalb ist wichtig: Es braucht einen UV-Schutz, wenn man 15 Minuten oder länger an der Sonne ist. Zudem braucht es Massnahmen zum UV-Schutz, welche der Aktivität im Freien entspricht - ob bei der Arbeit oder in der Freizeit.
Die intensivste UV-Strahlung ist zur Mittagszeit erreicht. Bereits ab 10 Uhr vormittags ist die UV-Strahlung stark. An sonnigen Tagen ist der UV-Schutz schon am Morgen anzuwenden. Dabei ist es wichtig, sich frühzeitig mit Sonnencreme (mindestens Sonnenschutz-Faktor 30, besser 50) einzureiben. Alle Massnahmen zum UV-Schutz gelten mindestens in der Zeit von 10 bis 16 Uhr.
Die UV-Strahlung ist im Juni und Juli besonders stark und erreicht ihren Höhepunkt zum Sommerbeginn am 21. Juni. Dies ist gleichzeitig der längste Tag im Jahr. Deshalb sind in den Monaten Juni und Juli nebst Sonnencreme zusätzliche UV-Schutzmassnahmen nötig. Ist es nicht möglich im Schatten zu arbeiten ist das Tragen einer Kopfbedeckung (oder Schutzhelm) mit Stirnblende und Nackenschutz notwendig.
Bei Arbeiten an der Sonne ist es wichtig, dass alle freien Körperstellen (insbesondere auch Stirn, Nase, Ohren, Nacken) mehrmals am Tag reichlich mit Sonnenschutzmittel eingerieben werden (mindestens Sonnenschutz-Faktor 30, besser 50). Durch Abrieb und Schwitzen lässt die Wirkung des Sonnenschutzmittels nach. Die meisten Personen, welche draussen sind, verwenden zu wenig Sonnenschutzmittel.
Der beste UV-Schutz bietet aber die Kleidung. Wichtig: Bei starker UV-Strahlung (im Juni und Juli) schützt die Kombination von Sonnenschutzmittel und das Tragen von Stirnblende und Nackenschutz am besten.
Pro 1000 Höhenmetern nimmt die Intensität der UV-Strahlen um circa 10 Prozent zu. Nebst der intensiveren UV-Strahlung in den Bergen, führt beispielsweise Schnee fast zu einer Verdopplung der UV-Strahlung. Deshalb gilt: Kleidung plus Sonnenschutzmittel sind in den Bergen das A und O. Besonders von März bis Oktober.
Empfehlung: Von Mai bis August eine Kopfbedeckung (oder einen Schutzhelm) mit Stirnblende und Nackenschutz tragen. Bei intensiver UV-Strahlung (10 bis 16 Uhr) die Arbeiten so einplanen, dass der Arbeitsplatz beschattet wird.
Oberhalb von 1500 Metern und auf Schnee ist die UV-Strahlung immer sehr hoch. Es braucht hier also einen adäquaten UV-Schutz: Entsprechende Kleidung, Sonnencreme und Kopfbedeckung, gehören über das ganze Jahr zur Standardausrüstung.