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Hi-Res-Audio verspricht glasklare Tonstudio-Qualität für zu Hause und unterwegs – doch was steckt wirklich hinter der neuen Technik und wann lohnt sich für Sie die Investition? Erfahren Sie hier, worin der Unterschied zu handelsüblicher Musik besteht, welche Geräte die neuen Formate abspielen können und wo Sie die passende Musik beziehen können.
Der Begriff „Hi-Res-Audio“ ist nicht geschützt oder klar definiert. Deshalb gleich vorab: Im Grunde ist jede Auflösung gemeint, die höher ist als die einer handelsüblichen CD mit 16 Bit und 44,1 kHz.
Aufgrund der relativ niedrigen Abtastraten und Bittiefen gehen dort Informationen wie z.B. Töne mit höherer Frequenz als 22 kHz verloren. Meistens werden Dateien ab 24 Bit und 96 kHz als High-Res-Audiodateien bezeichnet. Das bedeutet, sie sind weniger komprimiert und transportieren mehr Informationen.
Um ein analoges Tonsignal in ein digitales Format umzuwandeln, wird meist die Puls-Code-Modulation verwendet. Die Qualität dieser Aufnahmen werden von zwei Faktoren bestimmt: Bit-Tiefe und Abtastfrequenz.
Die Bit-Tiefe oder auch Sampling-Tiefe beschreibt, wie originalgetreu ein analoges Signal in ein digitales umgewandelt werden kann. Typische Sampling-Tiefen sind 8, 12, 16, 24 oder 32 Bit.
Je höher die Bit-Tiefe, umso mehr Abstufungen stehen zwischen dem lautesten und leisesten Ton in einem Musikstück zur Verfügung und umso dynamischer ist der Klang.
Diese Komponente bestimmt, wie exakt die einzelnen Töne wiedergegeben werden können, und sorgt somit für einen besonders reichen Sound.
Die Abtastfrequenz oder auch Sampling-Rate zeigt an, wie genau die Musik für die digitale Umwandlung analysiert werden kann, das heisst: wie oft pro Sekunde der Ton „vermessen“ wird. So ist dieser Wert in etwa vergleichbar mit der Bildfrequenz in Videoaufnahmen.
Die Abtastfrequenz von Audio-CDs mit 44,1 kHz (also 44.100 Abtastungen pro Sekunde) reicht aus, um Audiosignale mit Frequenzen bis 22 kHz zu erfassen. Alles darüber geht jedoch verloren.
High-Resolution-Audiodateien haben im Gegensatz zu CDs eine deutlich höhere Abtastrate und Bit-Tiefe, das heisst: Sie transportieren deutlich mehr Informationen als etwa gängige mp3-Formate.
Das bedeutet jedoch auch, dass die Dateien bei Hi-Res-Audio mehr Speicherplatz benötigen.Eine nur schwach komprimierte Audio-Datei mit vier Minuten Länge ist bis zu 30 Mbyte gross. Dagegen ist eine mp3-Datei nur 10 Mbyte gross.
Verlustfreie Audio-Formate sind zum Beispiel Free Lossless Audio Codec (FLAC), Direct Stream Digital (DSD), Monkey’s Audio (APE), Apple Lossless Audio Codec (ALAC) oder WavPack (WV/WVC). Auch WAV-Formate können die gewünschte Sampling-Tiefe und -Rate abbilden, um als Hi-Res-Audio zu gelten. mp3HD ist ein verlustfreier Audiocodec, der zwar verlustfreie Audiodateien enthält, jedoch trotzdem die Datei-Endung mp3 benutzt. So können sie von Wiedergabegeräten, die kein mp3HD unterstützen, als normale mp3 wiedergegeben werden.
Unkomprimierte Dateien geben den Ton meist klarer, schärfer und komplexer wieder als komprimierte Formate und sind näher am Original-Hörerlebnis. Grund hierfür ist, dass die meisten Tonaufnahmen aus natürlichen Tönen, also Tönen aus der realen Welt, bestehen. Diese Daten sind schwer zu komprimieren.
Zum Vergleich lassen sich auch computergenerierte Bilder leichter komprimieren als Fotografien. Grund ist, dass sie komplizierte Wellenformen enthalten, die sich mit vielen Kompressionsalgorithmen nur schlecht verarbeiten lassen. Die Werte der Audiosamples ändern sich sehr schnell und nur selten gibt es Abfolgen von gleichen Bytes.
Die Qualität einer Audio-Datei hängt also nicht nur von der Informationsfülle ab, sondern auch, auf welche Art die Dateien gemastert wurden.
Wie genau machen sich jedoch die Unterschiede in der Komprimierung bei dem Hörer bemerkbar? Bei stark komprimierten Dateien wie zum Beispiel mp3 gehen zwar einige Informationen verloren. Beim Abspielen der mp3-Datei erzeugt der Decoder ein analoges Tonsignal, das zwar mit dem Ursprungssignal nicht mehr identisch ist, jedoch für die meisten Hörer wie das Original klingt – vorausgesetzt, die Kodierung, Datenrate der Übertragung und Qualität der Verstärker und Lautsprecher ist einwandfrei.
Grund hierfür ist der psychoakustische Effekt. Klanganteile in sehr hohen und tiefen Frequenzbereichen werden nicht exakt wiedergegeben oder komplett verworfen, denn von den meisten Menschen werden sie nicht oder nur schlecht wahrgenommen. Auch leise Klänge, die unmittelbar vor oder nach lauten Klängen ertönen, werden von Menschen nicht oder nur schwer wahrgenommen und fehlen in komprimierten Dateien.
Für das trainierte Gehör und Musikliebhaber ist der Unterschied jedoch klar hörbar. Wer die Möglichkeit hat, das gleiche Lied als herkömmliches mp3 und als High-Res-Audio-Format zu hören, wird deutliche Unterschiede in der Klangqualität erkennen. Wer also auf klaren und komplexen Sound wert legt, für den lohnt sich die Investition in Hi-Res-Audio.
Bei dem Vergleich von Hi-Res-Audio zu einer Audio-CD ist es schwieriger, einen Unterschied zu hören, denn die üblichen 16 Bit und 44,1 kHz liefern bereits eine sehr gute Klangqualität. Hier ist ein besonders feines Gehör gefragt. Auch der eigene Musik-Geschmack spielt eine Rolle: Besonders für Klassik-Fans lohnt sich die Investition in Hi-Res-Audio, da klassische Musik besonders dynamisch in ihren hohen und tiefen Bereichen ist und daher besonders von der höheren Audio-Qualität.
Als Fachgeschäft für nachhaltige Qualität setzen wir auf erlesene Marken für Hardware und Software. Kommen Sie vorbei und erleben Sie Hi-Res-Audio bei uns im Ladenlokal. Wir bieten Ihnen exakt die Lösung, die für Sie stimmt und Ihnen lange Freude bereitet. Investieren Sie ein wenig Zeit, kommen Sie vorbei und erleben Sie pure Emotion mit Hi-Res-Audio. Mit Qobuz und Tidal, etc. stehen Ihnen ausserdem High-Res-Streaming-Dienste zur Verfügung, die bestens zu Ihrer Hi-Res-Anlage passen.
Musik-Streaming beschreibt die Option, jederzeit stationär oder mobil auf viele Millionen Musikstücke zugreifen zu können. Die Songs und Alben lagern in der Cloud und können via Internetverbindung bei verschiedenen Anbietern auf Anfrage abgerufen werden. Das Prinzip des Musikhörens auf Abfrage per Flatrate liegt voll im Trend. Eindeutige Indizien liefern stetig steigende Nutzerzahlen der Abo-Dienste. Die wichtigsten Anbieter der Branche verzeichnen ein konstantes bis atemberaubendes Wachstum. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist vorerst nicht abzusehen.
Es gibt viele Anbieter von Streaming-Diensten, jedoch im High-End- und Hi-Fi-Bereich setzen sich aktuell Qobuz und Tidal durch. Diese beiden Anbieter sind bei den meisten aktuellen Hi-Fi-Streamern bereits integriert, sodass man keine qualitativ fragwürdige Bluethooth-Verbindung vom Smartphone zum Endgerät mehr braucht. Das Smartphone dient hier ausschliesslich nur noch als komfortable Fernbedienung. So liefert der Hi-Fi-Streamer den vollen High Resolution Sound direkt auf Ihre Lautsprecher.
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Qobuz Music Group, S.A. mit Sitz in Paris ist ein französisches Online-Musikstreaming- und Downloadunternehmen, dessen Service neben Frankreich in acht anderen europäischen Ländern, darunter in Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz, verfügbar ist.
Das Unternehmen wurde 2007 von Yves Riesel und Alexandre Leforestier gegründet und zunächst durch namhafte Venture Capital-Investoren mit insgesamt ungefähr 13 Mio. € unterstützt. Anfang November 2015 wurde für das Unternehmen ein Insolvenzverfahren eingeleitet, nachdem trotz steigender Abonnentenzahl keine Anschlussfinanzierung zu finden war. Ende Dezember 2015 erwarb Xandrie, eine französische digitale Vertriebsplattform, das Geschäft aus der Insolvenz. Seither schreibt Qobuz eine Erfolgsgeschichte und gehört zu den aktuell grössten und qualitativ besten Anbietern.
Qobuz bietet derzeit vier verschiedene Musik-Streaming-Abonnements an (Qobuz Premium, Qobuz HiFi, Qobuz Sublime und Qobuz Sublime+), wobei keines der Abonnements, anders als zum Beispiel beim Mitbewerber Spotify, kostenfrei zu erwerben, das Musik-Programm dabei aber werbefrei ist. Das Streaming kann entweder über den webbasierten Qobuz Player oder den Qobuz Desktop Player, der für macOS und Windows veröffentlicht wird, genutzt werden – mithilfe von Wine ist die Windows-Version des Qobuz Desktop Players unter GNU/Linux nutzbar.
Neben dem Streaming bietet Qobuz auch Musik zum Download an und war hierbei der weltweit erste Service, der seinen Nutzern den Download nicht nur in CD- (16 Bit), sondern auch in Hi-Res-Qualität (24 Bit) ermöglichte. Seit 2015 ist auch das Streaming von gekaufter Musik in Hi-Res-Qualität für einen Grossteil des Musikkatalogs im Rahmen des Abonnements Qobuz Sublim bei Qobuz möglich. Seit Mai 2017 bietet Qobuz im Rahmen des Abonnements Sublime+ als weltweit einziger Service das Streaming seines Hi-Res-Katalogs in Hi-Res an. Zusätzlich zu den Musikangeboten ist Qobuz für seine umfangreiche Sammlung an Hintergrundinformationen bekannt, die einen wesentlichen Teil der Unternehmensphilosophie ausmacht und für das Musikerlebnis begleitende Interviews, Podcasts, Künstlerporträts, Blogs und Neuigkeiten in einem musikalischen Webzine bereitstellt.
Der Musikkatalog umfasst rund 40 Millionen Titel (2014 waren es 18 Millionen, 2013 13 Millionen). 2018 bietet Qobuz mit rund 170.000 Alben nach eigenen Angaben die weltweit grösste Auswahl an Alben in Hi-Res 24-Bit-Qualität.
Rund 28.000 Major- und Independence-Label und -Produzenten sind im Musikkatalog vertreten, darunter Universal und die dazugehörige Deutsche Grammophon, SONY BMG, Warner, EMI, Harmonia Mundi, ECM, Naxos, Idol, Because etc. Die Musiktitel werden verlustfrei in den Formaten FLAC, Apple Lossless oder Windows Media Audio angeboten.
Tidal (auch bekannt als TIDALHiFi) ist ein Musikstreaming-Dienst, der unter anderem mit einer verlustfreien Datenkompression für sich wirbt. Tidal wurde im Jahr 2014 von der norwegisch-schwedischen Technologiefirma Aspiro AB gegründet. Nachdem Aspiro im März des Jahres 2015 von dem Rapper Jay Z übernommen wurde, startete Tidal u. a. mit dem Hashtag „#TIDALforAll“ eine grossangelegte Werbekampagne in den sozialen Medien. Auf einer Pressekonferenz am 16. März 2015 wurde bekannt gegeben, dass neben Jay Z 16 weitere Künstler zu den Anteilseignern gehörten, darunter Beyoncé, Prince, Rihanna, Kanye West, Daft Punk, Jack White, Madonna, Alicia Keys, Usher und J. Cole.
Bei der Eröffnung des Dienstes standen über 25 Millionen Lieder und 85.000 Musikvideos zur Verfügung, derzeit (Oktober 2018) sind es mehr als 58 Millionen Lieder und 240.000 Musikvideos. Darüber hinaus ermöglicht Tidal den Import von Wiedergabelisten anderer Streaming-Anbieter. Tidal ist derzeit in 52 verschiedenen Ländern verfügbar, darunter auch Deutschland, Österreich, und die Schweiz.