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Die 12 Olympischen Götter
Viele Griechenland-Reisende interessieren sich nur für Sonne, Strand und Meer. Aber Griechenland bietet so viel mehr! Ist man in Ellada, trifft man auf Schritt und Tritt auf «Geschichte» und man hat das Gefühl, vielen Götter zu begegnen. Hier ein kleiner Überblick der Mythologie, wie alles begann. Lesen Sie die interessanten Geschichten und lassen Sie sich von der Mythologie verzaubern.
Am Anfang war das Chaos (Kaos ist also ein griechisches Wort). Aus ihm entsprangen Gäa, Tartaros und Eros. Aus sich selbst zeugte Gäa die Gebirge, die Meere und Uranos, den Himmel. Gäa und Uranus sind die Eltern der Titanen. Die Kinder der Titanen sind die Götter.
Es gab viele Götter, hier nachfolgende die 12 Götter des Olymps:
Zeus – Gottvater und Herrscher über Blitz und Donner
Er war mit Hera verheiratet und wurde somit zum Vater von Eileithyia (Geburtsgöttin), Ares (Kriegsgott), Hebe (Göttin der Jugend) und Hephaistos (Schmiedegott). Er hatte aber auch mit anderen Göttinnen und Sterblichen Kinder. Ihm zu Ehren wurden zwei Kultstätten errichtet, das Zeus-Orakel in Dodona (vergleichbar mit dem Orakel des Apollon in Delphi) und dem Zeus-Heiligtum in Olympia.
Hera - Gebieterin über Himmel und Schutzherrin der Ehe, Frauen & Kinder.
Sie war die Ehefrau von Zeus und wurde damit zur Göttin des Olymps erhoben. Aus ihrer Ehe mit Zeus entsprangen vier Kinder (s. Zeus). Der Hera-Tempel, der ca. 600 v. Chr. erbaut wurde, ist heute noch in Olympia zu besichtigen.
Pallas Athene - Göttin der Weisheit, der Künste und der gerechten Kriege.
Sie war eine Tochter des Zeus und der Okeanidin Metis. Die Göttin war ungezähmt und absolut selbständig und ging deshalb auch keine Ehe ein. Durch diese Eigenschaften war sie beim Volk sehr beliebt und schenkte den Athenern zum Dank der ihr entgegengebrachten Ehre einen Olivenbaum, wodurch sie als Beschützerin der Stadt Athen galt.
Apollon - Gott des Lichtes und der Musik
Er war der Sohn des Zeus und der Leto. Er ging oft mit seiner Schwester Artemis auf die Jagd weshalb auch der Bogen zu seinen Attributen zählte, wie auch die Palme, die Lyra, der Dreifuß, der Ornphalos und der Lorbeerzweig (gr.daphne). Seine Geliebte war die Nymphe Daphne, die von ihrem Vater in einen Lorbeerzweig verwandelt wurde.
Poseidon - Gott des Meeres
Er war Sohn des Kronos und der Rhea und damit der Bruder der Göttin Hera. Nachdem sein Bruder Zeus den Thron bestiegen hatte, machte dieser ihn zum Herrscher über Meere, Flüsse, Seen und Quellen. Sein Attribut war der Dreizack, der zugleich auch eine furchtbare Waffe darstellte. Er kämpfte mit diesem Dreizack gegen seine Gegner und wühlte damit das Meer auf. Das Geschenk, das Poseidon den Menschen machte, war die Schöpfung des Pferdes. Er war auch der Vater des Flügelpferdes Pegasos, das aus dem Hals der Medusa geboren worden war.
Artemis - Göttin der mondhellen Nächte, der Wälder und der Jagd
Sie war die Tochter von Zeus und Leto und die Schwester des Apollon. Sie schützte die Jungfrauen und die Geburt. Sie wurde somit von den Frauen auch während der Ehe verehrt, obwohl sie selbst nicht verheiratet war.
Aphrodite - Göttin der Schönheit, der Liebe und der sinnlichen Liebe
Als Uranos von Kronos entmannt worden war, fiel sein Samen ins Meer, und aus ihm wurde Aphrodite geboren (die Schaumgeborene). Nachdem sie aus dem Meer kam, blendete sie die Welt mit ihrer Schönheit. Sie schenkte den Menschen die Leidenschaft und verleitete sie dadurch zur Ehe und zum Ehebruch. Sie bezauberte alle mit ihren Reizen, sowohl Götter als auch Menschen wollten ihre Gunst erringen. Sie war mit Hephaistos verheiratet, doch es war keine Ehe aus Liebe, denn sie hatte noch ein Verhältnis mit Ares, woraus die Tochter Harmonia (Vollkommenheit) entstand.
Hephaistos - Gott des Feuers und der Schmiedekunst
Er war der Sohn von Zeus und Hera. Er war ein exzellenter Handwerker und wurde zum Schmiedegott ernannt. Hera, verstieß ihn aufgrund seiner andersartigen Erscheinungsform aus dem Olymp.
Demeter - Göttin des Ackerbaus
Sie war die Tochter des Kronos und der Rhea und somit war Zeus ihr Bruder, mit dem sie eine Tochter hatte. Sie war für das Wachstum und den Ackerbau zuständig. Da ihre Tochter von Pluto entführt wurde, durchstreifte sie die ganze Welt auf der Suche nach ihrer Tochter Persephone. Der Persephone-Mythos erklärt den Wechsel der Jahreszeiten und symbolisiert den Wechsel von Leben und Tod. Die Göttin, die zusammen mit ihrer Mutter für das Wiedererstarken der Natur sorgte, lehrte die Menschen den Ackerbau.
Hermes – Gott des Handels und Bote des Zeus (Götterbote)
Er war der Sohn des Zeus und der Maia (Tochter des Atlas). Hauptsächlich war er der Bote der Götter, um Beschlüsse zu übermitteln, Missionen auszuführen und sogar, um die Seelen der Verstorbenen in den Hades zu geleiten (Hermes Psychopompos). Er hatte die Nachfolge der Iris angetreten, welche die erste Götterbotin war und nach Hermes’ Einsatz als Mittlerin zwischen den Göttern zuständig war. Hermes wurde immer mit einem Kerykeion (griech: keryx), welches ihn als Boten von Befehlen oder Ereignissen auswies sowie Flügelschuhen und dem Petasos, einem Hut mit Flügeln, gezeigt.
Ares – Gott des Krieges
Er war ein Sohn des Zeus und der Hera. Die Geburtsgöttin Eileithyia, Hebe, die Göttin der Jugend und Athena waren seine Schwestern. Er hingegen war der Gott des Krieges und liebte so Schlachten und blutige Auseinandersetzungen. Sein Temperament war aufbrausend und aggressiv. Aufgrund seines Wesens war bei den übrigen Göttern nicht sehr beliebt. Seine Unbeliebtheit wurde auch noch durch die Affäre mit Aphrodite verstärkt, deshalb wurde er für einige Zeit vom Olymp verbannt. Er schreckte sogar nicht davor zurück seinen Sohn Halirrhothios kaltblütig zu ermorden.
Hestia - Göttin des Hauses und des nie verlöschenden Herdes.
Sie war die älteste Tochter des Kronos und der Rhea und somit Schwester des Zeus, des Poseidon, des Hades, der Demeter und der Hera. Sie wurde von ihrem Vater verschlungen, aber durch die List ihrer Mutter und ihres Bruders Zeus gerettet. Als Poseidon und Apollon um sie warben, schwor sie beim Haupt des Zeus, ewig Jungfrau zu bleiben. Zeus gewährte ihr auf diesen Wunsch hin immerwährende Jungfräulichkeit und wies ihr einen ehrenvollen Platz als Hüterin und Opferempfängerin „mitten im Haus“ an. Hestia bewahrte den Frieden nicht nur am häuslichen Herd: als Dionysos zum Gott ernannt wurde, gab Hestia ihren olympischen Thron preis, um einen Krieg zu verhindern.
Und wenn Sie noch nicht genug haben, dann lesen Sie hier auch die Geschichten der restlichen Gestalten der griechischen Mythologie.