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Hier ein paar Interessante Fakten zu den verschiedenen Bierstilen
Diese Infos hat unser Biersommelier Jan Wälti für Sie zusammengestellt.
Weitere Informationen über die Tätigkeiten von Jan Wälti finden Sie auf seiner Homepage: www.biersommelier-waelti.ch
Dry Hopping (=Kalthopfung, Hopfenstopfen)
Ursprünglich war die Idee des Dry Hopping die Haltbarkeit des Bieres zu verlängern. Heute wird Hopfenstopfen primär aus aromatischen Gründen betrieben. Meist erfolgt das Dry Hopping nach der Gärung. Das fertige Bier wird gelagert und dabei wird Hopfen hinzugegeben. Als Richtwert gilt dabei 4kg Hopfen/hl.
Imperial "Russian" Stout
Londoner Brauereien exportierten dieses starke Bier bereits im späten 18. Jahrhundert ins Baltikum. Katherina die Grosse importierte diesen röstaromatischen Bierstil in grossen Mengen aus England an den Russischen Zarenhof.
Märzen
1841 wurde das erste Märzenbier in München gebraut. Im selben Jahr wurde in Wien das "Wiener Lager" - ein verwandter Bierstil - freigegeben. Da es zu dieser Zeit noch keine künstliche Kühlung hab, wurde das Bier Ende März gebraut. Die Produktion dieses untergärigen Bieres war im Sommer temperaturtechnisch fast unmöglich.
Pale Ale
1713 entwickelte der Engländer Abraham Darby eine Verkorkungstechnik, die es ermöglichte helles Malz (-> Pale Ale) in grösseren Mengen herzustellen. Bis dahin war helles Malz nur Vermögenden vorenthalten.
Pilsner
Als Geburtsstunde des Pilsner gilt der 11.11.1842. Hierbei handelt es sich um ein untergäriges Bier, welches traditionell mit Saazerhopfen gebraut wird. Dieser Hopfen verleiht dem Pilsner seinen charakteristisch erdig-bitteren Geschmack.
Pumpkin Ale
Gemüsebiere stehen in „unserer Bierkultur“ etwas im Schatten von Fruchtbiere (z.B. Fruchtlambiks). Das wohl am weitesten verbreitete Gemüsebier ist das Pumpkin Ale, welches in den USA mittlerweile sehr populär ist. Kürbis stammt ursprünglich aus Zentralamerika und gehört zur Familie der Cucurbitaceae, zu der auch Gurken und Melonen stammen. Somit sind Pumpkins reich an Stärke und vergärbarem Zucker. Die älteste Rezeptur für Pumpkin Ale wurde 1771 in Philadelphia in einer von Benjamin Franklin herausgegebenen Zeitschrift anonym veröffentlicht.
Red Ale
Ähnlich wie das englische Brown Ale ist auch das irische Red Ale eine Weiterentwicklung der spätmittelalterlichen angelsächsischen Biertradition. Unter einem Red Ale versteht man ein aromatisches, leicht brenzliges, obergäriges Bier mit einem trockenen Abgang.