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Das Organisationskomitee der alpinen Skirennen in Crans-Montana hat in nur acht Jahren etwas vollbracht, was selbst grosse Optimisten nicht für möglich hielten: Die Durchführung von alljährlichen Weltcuprennen auf dem Hochplateau.
Der Internationale Ski-Verband FIS hat die grosse Effizienz und das Knowhow des OK unter der Ägide von Marius Robyr mit der Zusprache einer Frauen Klassik honoriert. In den an den FIS-Herbstmeetings in Zürich/Kloten vorgestellten Weltcup-Kalendern der nächsten fünf Jahre sind die Rendz-vous des "Weissen Zirkus" in Crans-Montana wie folgt fix agendiert:
13./14. Februar 2016: Abfahrt und Alpine Kombination (Abfahrt/Slalom)
25./26. Februar 2017: Super-G und Alpine Kombination (Super-G/Slalom)
3./4. März 2018: Abfahrt und Super-G
23./24. Februar 2019: Abfahrt und Alpine Kombination (Abfahrt/Slalom)
22./23. Februar 2020: Abfahrt und Super-G
Alle diese Weltcuprennen werden auf der spektakulären, völlig modernisierten Piste Mont Lachaux - der Frauen WM-Abfahrtspiste 1987 - ausgetragen. Dank der Bergbahnen CMA wurde auf der Piste in den letzten Monaten eine modernste Beschneiungsanlage installiert. Und im Zielschuss wurde ein attraktiver, sehr telegener Sprung errichtet.
Wenn man bedenkt, dass andere renommierte europäische Skiresorts nur alle zwei oder drei Jahre ein Weltcuprennen durchführen können, ist die Berücksichtigung von Crans-Montana als sogenanntes klassisches Rennen eine bedeutende sportliche Aufwertung des Kurortes und ein grosser Vertrauensbeweis seitens der FIS in die Veranstalter. Die alpine Skitradition von Crans-Montana lebt wieder auf und strahlt auf das ganze Wallis aus.
Das zweite grosse Ziel der Organisatoren, die mittelfristige Durchführung der alpinen FIS Weltmeisterschaft, kann nur mit der erfolgreichen Austragung alljährlicher Weltcuprennen erreicht werden. Das Organisationskomitee von Crans-Montana aber auch die politischen und touristischen Instanzen sind gefordert. Der beträchtliche Aufwand lohnt sich aber angesichts des enormen Impaktes von alljährlichen Weltcuprennen, geschweige denn von einer Weltmeisterschaft.
Bekanntlich hat die Delegiertenversammlung 2014 von Swiss-Ski Crans-Montana als einzigen Schweizer Kandidat nach der WM 2017 in St. Moritz gewählt. Gemäss dem FIS-WM-Reglement ist die früheste Eingabe des Kandidaturdossiers Crans-Montana/Wallis bei der FIS im Jahr 2019 - zwei Jahre nach der WM St. Moritz 2017 möglich. Dies für die alpine FIS-Weltmeisterschaft 2025. Mit der jetzigen Weltcup-Frauen-Klassik können im Hinblick auf die angestrebte Weltmeisterschaft viele organisatorische Belange getestet sowie innovative Entwicklungen eingeleitet werden. Der getroffene frühe Entscheid zu einer WM-Kandidatur bringt Crans-Montana Planungssicherheit.
DEPREZphoto SA, Crans-Montana