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Carla Del Ponte will bis im Jahr 2004 sämtliche Ermittlungsverfahren zu Ex-Jugoslawien abschliessen. Wenn die betroffenen Staaten mit dem Tribunal kooperierten liesse sich dieses Ziel erreichen, sagte die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals.Dieser Inhalt wurde am 07. Januar 2000 - 12:27 publiziert
Carla Del Ponte (Bild), Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, will bis im Jahr 2004 sämtliche Ermittlungsverfahren zu Ex-Jugoslawien abschliessen. Wenn die betroffenen Staaten wie bisher mit dem Tribunal kooperierten, liesse sich dieses Ziel erreichen, erklärte Del Ponte.
“Ich sage nicht, dass wir bis im Jahr 2004 alle gesuchten Personen verhaftet haben. Ich glaube aber, dass bis dann alle Anklageschriften deponiert sein werden”, erklärte die frühere schweizer Bundesanwälting Del Ponte in einem am Freitag (07.01.) erschienen Interview in der Tessiner Tageszeitung “la Regione”.
Die Schwäche des Tribunals sei, dass ihm ein “bewaffneter Arm”, eine eigene Polizei fehle, sagte sie weiter. “Unsere einzige Chance liegt darin, mit den Staaten in engem Kontakt zu bleiben und darauf zu drängen, dass sie ihre bei der Schaffung des Tribunals eingegangenen Verpflichtungen einhalten”, ergänzte Del Ponte.
SRI und Agenturen
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