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Was ist ein Prädikat
Verb als Satzglied
was ist ein finites Verb
Ein finites Verb liegt vor, wenn das Verb in eine bestimmte Zeit gesetzt ist. Selbstverständlich ist es dann auch nach der Person und den anderen grammatischen Merkmalen bestimmt. Es ist in dem Sinn „begrenzt“ (lateinisch „finis“ = Grenze) durch die grammatischen Merkmale. Das finite Verb wird auch als Personalform bezeichnet.
- Ich lache gerne. (= 1. Person Präsens, ...)
Was ist ein infinites Verb
Wenn ein Verb im Satz nicht in eine bestimmte Zeit gesetzt ist, das heisst: nicht konjugiert ist, dann ist es ein infinites Verb. Man kann es sich auch so merken: Ein infinites Verb wird nicht durch die grammatischen Merkmale „begrenzt“, es ist also „grenzenlos“ (lateinisch „infinitus = grenzenlos).
- Es gibt drei infinite Formen
Infinitiv: Grundform, Nennform des Verbs. Der Infinitiv hat neben dem Stamm die Endung –en oder -n:
Partizip I: Das Partizip I hat die Endung –end oder –nd:
schwimm-end, flimmer-nd
Partizip II: Das Partizip II hat je nach Verb die Endung –t oder –en und weist häufig die Vorsilbe ge- auf:
ge-such-t, ge-schrieb-en, ge-brann-t, verdorb-en
Regel der Satzklammern
Ist ein Prädikat mehrteilig, so bilden die Teile eine Klammer, die das Mittelfeld des Satzes einschliessen. Im Aussagesatz steht das finite Verb an zweiter Stelle; die infiniten Teile bzw. der Verbzusatz stehen an letzter Stelle.
Aber: Nachklappen von Prädikatsteilen
Waren, die der WUSt unterlagen, wurden auf dem Weg vom Hersteller zum Verbraucher oder vom Importeur zum Verbraucher nur einmal, nämlich beim WUSt-Grossisten, versteuert.
In diesem Satz wird die Satzklammer überdehnt, der Prädikatsteil klappt nach; das ist stilistisch schlecht und geht auf Kosten der Verständlichkeit.
Was ist ein Attribut
Ergänzungen zu Nomen heißen Attribute. Attribute beinhalten zusätzliche Informationen über ein Nomen. Attribute antworten auf die Fragen welche- bei einem definiten Nomen bzw. was für ein- bei einem indefiniten Nomen
Was ist eine Apposition
Eine Apposition ist ein erklärendes Nomen, das neben ein Bezugswort (Nomen oder Pronomen) gestellt wird.
Die Apposition steht in der Regel im gleichen Fall wie das Bezugswort. Sie wird mit Komma abgetrennt, sofern sie nicht mit als eingeleitet wird.
Akkusativ, die häufigsten Fehler
Ein schwerer Verstoss gegen die Grammatik ist die Verbindung eines Verbs mit einem falschen Fall. Besonders häufig geschieht dies bei den Verben bilden, bedeuten und darstellen. Diese Verben stehen inhaltlich dem Verb sein nahe, im Gegensatz zu diesem werden sie jedoch nicht mit dem Nominativ, sondern mit einem Akkusativobjekt gebildet (nicht: mit ein Akkusativobjekt):
Einen (nicht: ein) Missbrauch würde es bedeuten, solche Probleme mit Kontrolle lösen zu wollen.
Dieser Film ist schon deshalb bemerkenswert, weil er einen der wenigen Fälle bildet, wo Publikum und Kritik im Lob einig sind.
Es handelt sich um eine Entdeckung, die einen gewaltigen Fortschritt darstellt.
Gleiches gilt für die unpersönliche Fügung es gibt:
Aus diesem Dilemma gibt es keinen anderen Ausweg.
Einen besseren Vorschlag, dieser gefährlichen Lage zu begegnen, gab es tatsächlich nicht.
Der Akkusativ steht ausserdem nach folgenden Verben und Ausdrücken:
fassen, dauern, messen, wiegen, betragen:
Sie fasste den wichtigsten Entschluss ihres Lebens.
Es dauert noch einen Moment.
hoch/tief..., lang/breit ..., alt ..., dick ..., wert sein:
Der Weg ist einen Meter breit.
Das Loch ist einen Meter tief.
Diese Lampe ist einen Haufen Geld wert.