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Die 17-jährige Keya aus der Region Dinajpur in Bangladesch ist seit zehn Jahren ein Plan-Patenkind. Sie sagt: «Mädchen sollten ihre eigenen Entscheidungen treffen können – so wie ich es kann.» Keya strahlt das Selbstvertrauen einer jungen Frau aus, die selber über ihre Zukunft bestimmt. In ihrer Heimat sind Zwangsund Kinderheiraten weitverbreitet, vor allem in ländlichen, von Armut besonders betroffenen Gebieten. Die Heiratsquote von Mädchen in Bangladesch ist elfmal höher als diejenige von Jungen. Viele Mädchen müssen nach ihrer Heirat die Schule abbrechen und werden früh schwanger. Dies bringt sie in erhebliche Gefahr: Oft müssen sie Gewalt, sexuellen Missbrauch, Schwangerschaftskomplikationen oder gar den Tod im Kindsbett erleiden.
Selbstvertrauen durch Karate
Keya ist Mitglied des Kinderforums, das von Plan International gegründet wurde. Dort wurde sie zu den Themen Kinderschutz und Gleichstellung ausgebildet, und dort kann sie auch ihre Leidenschaft Karate ausüben. Dies hat ihr Selbstvertrauen gefördert und ihre Einstellung gegenüber ihrem Leben verändert. Ihr ist klar, dass sie zuerst ihre Ausbildung beenden und erst danach über eine Heirat nachdenken will. Keyas Eltern unterstützen ihre Entscheidung voll und ganz. Ihre Mutter Koli Ghosh betont: «Ich möchte mit meiner Tochter nicht den gleichen Fehler machen, den meine Eltern mit mir gemacht haben.»
Keya ändert nicht nur ihr eigenes Leben, sondern setzt sich dafür ein, dass diese Veränderung auch in ihrer Gemeinde stattfinden kann: Mit den anderen Mitgliedern des Kinderforums hat sie die lokale Regierung und die Polizei gebeten, Kinderheiraten verstärkt zu bekämpfen, um den Kindern der Gemeinde eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Die Situation der Kinder in den Plan-Projektgebieten in Dinajpur hat sich nachhaltig und langfristig verbessert, seit Plan International 1994 hier die Arbeit aufgenommen hat – dank der finanziellen Unterstützung der Plan-Patinnen und -Paten weltweit.
Schauen Sie sich ein kurzes Video über die Geschichte von Keya an: