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Murdoch? Microsoft? Yahoo? Google? Niemand?
Gestern publizierte die britische Zeitung 'The Independent' eine interessante Story: Rupert Murdoch's riesiger Medienkonzern News Corporation hat gemäss dem Bericht für den Internet-Telefonie-Anbieter Skype drei Milliarden Dollar geboten, die Verhandlungen seien aber ergebnislos abgebrochen worden, so die seriöse Zeitung.
Skype ist in Privatbesitz (von Risikokapitalisten und den Gründern), Geschäftszahlen sind nicht bekannt und die Anzahl der Benützer des kostenlosen Internet-Telefoniedienstes ist umstritten
. Skype-User können untereinander kostenlos telefonieren, Anrufe in ein konventionelles Telefonnetz (Skyp-Out) und eine feste "Telefonnummer" (Skype-In) sind kostenpflichtig, aber sehr günstig. Ähnliche Angebote gibt es viele, doch Skype ist bei weitem der bekannteste Internet-Telefonie-Anbieter.
Internet-Grössen wie Yahoo und Google werden nun ebenfalls mit Skype in Zusammenhang gebracht. Google ist gemäss dem britischen Online-Newsletter 'The Register' auf der Suche nach Leuten, die ein Internet-Telefonienetzwerk managen können und hätte dank der börsenkotierung durchaus das nötige Kleingeld, um Skype zu kaufen. Yahoo seinerseits hat unlängst seinem Chat-Programm Sprachfähigkeiten in einer Beta-Version hinzugefügt. Auch Microsofts 'Instant Messenger' kann man als Telefonieersatz benützen. Die Chat-Programme von Microsoft und Yahoo können im Gegensatz zu der Gratis-Software von Skype aber nur innerhalb der jeweiligen Anwendergemeinde benützt werden. Beide könnten ihre Ausgangslage im Rennen um den Kommunikationskunden der Zukunft mit dem Kauf von Skype massiv verbessern.
Internet-Telefonie wird früher oder später die konventionelle Telefon-Netze ablösen. Skype ist dabei in einer guten Position zu einem weltweit dominierenden Anbieter zu werden. Die Spekulationen um eine Übernahme von Skype werden uns deshalb noch eine Weile beschäftigen... (Christoph Hugenschmidt)