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Wie werden meine Texte besser? Wie präsentiere ich mich mit meinen Texten? Mit diesen Tipps könnt ihr an euren Texten feilen.
Kennt ihr das? Ihr scrollt durch Webseiten, blättert durch Flyer oder Broschüren, doch nach dem Lesen seid ihr genauso schlau wie vorher? Viele viele Worte, aber wenig Inhalt. Was das Unternehmen, das ihr euch anschaut, von anderen Anbietern abhebt, wisst ihr nicht. Werbematerialien können noch so schön sein, wenn die Texte, die sie transportieren, schlecht sind, erfüllen sie nicht ihren Zweck. Doch genau dafür, für bessere Texte, wollen wenige Unternehmen Geld in die Hand nehmen. Schreiben kann immerhin jeder.
Gute Texte sind aber eben nicht lediglich eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Gute Texte sind eine Mischung aus Können – also dem Handwerk des Schreibens – und Kreativität – der Idee, was man aussagen möchte. Das gilt für einen 140-Zeichen-Tweet genauso wie für einen 900-Seiten-Roman. Kreativität kommt, wie bei allen Künsten, mit der Übung. Je mehr ihr liest, schreibt, euch mit Worten beschäftigt, umso mehr Indeen bekommt ihr für eure eigenen Texte. Das Handwerk muss gelernt, geübt und durch stetige Weiterbildung entwickelt werden. Und das ist harte Arbeit.
Bessere Texte stechen aus der Masse heraus. Ein guter Texter verwendet keine Worte, die keine Bedeutung für den Satz haben. Ich bin in einer Theaterstadt aufgewachsen und habe viel Theater gespielt. Unsere Theaterpädagogin hat mir viel über Texte beigebracht. Bei jeder Szene, die wir auf die Bühne gebracht haben, bei jeder Bewegung, die ein Darsteller gemacht hat, hat sie uns gefragt: Wieso macht die Figur das gerade? Wieso brauchen wir diese Requisite? Wieso sagt er das? Diese Fragen stelle ich mir beim Texten bei jedem Wort. Ist das Wort an dieser Stelle wichtige Requisite für den Satz, oder steht es dort bloß herum, lenkt das Auge ab?
Mit diesen Fragen könnt ihr eure Texte bearbeiten:
Hat mein Text eine klare Struktur?
Der berühmte rote Faden. Auch kürzeste Texte erzählen eine Geschichte: Worte, die die Aussage vorbereiten, Worte, die die Aussage setzen und solche, die die Aussage unterstreichen. Prüft, ob eure Worte und Sätze aufeinander aufbauen.
Spricht mein Text mit einer Stimme?
Gerade bei Webseitentexten fällt mir oft auf, dass die Kundenansprache von du über Sie bis hin zu ihr wild wechselt. Mal sind die Sätze förmlich distanziert, dann wieder sehr offensiv. Verpasst eurem Text eine Stimme. Wer spricht zu wem?
Ist mein Satz so konkret wie möglich?
Worte, die nur stille Statisten sind, dürfen gehen. So schön der große Baukasten an Adjektiven und Adverbien ist, den die Sprache für uns bereithält, weniger ist mehr.
Klingt mein Text?
Lest den Text laut vor. Seriously. Meine Volontäre haben mich immer fragend angeschaut, wenn ich das vorgeschlagen habe. Aber es hilft, den Text zu hören. Natürlich ist es einfacher, einen kurzen Text laut zu lesen als einen ganzen Roman. Aber den Sound der Worte zu hören, hilft enorm, um den richtigen Ton zu finden.
Passt mein Text in seine Umgebung?
Texte stehen selten für sich allein. Sie leben vom Zusammenspiel mit dem Medium, über das sie präsentiert werden. Sie beeinflussen und werden beeinflusst von den Medien, die um sie herum angeordnet werden. Zu bedenken, wo der Text stehen wird, hilft, ihn konkreter zu formulieren.
Und für alle, die noch ein wenig Inspiration für perfekte Sätze suchen: