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- Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich gewinnen in Tokio auch das 2. Spiel und stehen damit vorzeitig im Achtelfinal.
- Windsurfer Mateo Sanz Lanz darf nach 6 von 13 Rennen weiter mit einer Medaille liebäugeln.
- Rachel Moret bleibt im olympischen Tischtennis-Turnier nach einer klaren Niederlage gegen die Weltnummer 1 auf der Strecke.
Beachvolleyball: Vergé-Dépré/Heidrich erneut siegreich
Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich haben dank eines 22:20, 21:18-Sieges gegen die Niederländerinnen Katja Stam und Raisa Schoon den Achtelfinal-Einzug in Tokio perfekt gemacht. Das Schweizer Duo feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel und steht zusammen mit den Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes an der Spitze der Gruppe A. Im ersten Satz legten die beiden eine veritable Aufholjagd hin: Stam/Schoon führten mit 20:15, Vergé-Dépré und Heidrich wehrten aber alle Satzbälle ab und holten sich sieben Punkte in Serie.
Windsurfen: Sanz Lanz bleibt auf Podestkurs
Windsurfer Mateo Sanz Lanz ist bei Halbzeit weiter hervorragend im Rennen. Nach 6 von 13 Wettfahrten belegt der spanisch-schweizerische Doppelbürger den 2. Zwischenrang. Sanz Lanz, der dank zweier Laufsiege nach dem 1. Tag in Führung gelegen hatte, erreichte am Montag die Ränge 10, 3 und 4. Aktuell würde der 10. Rang am Ende gestrichen (nur 12 von 13 Wettfahrten kommen in die Wertung). In Führung liegt der Italiener Mattia Camboni mit 16 Rangpunkten, Sanz Lanz steht bei 18 Punkten. Der Niederländer Kiran Badloe wurde in Führung liegend disqualifiziert.
Tischtennis: Meng zu stark für Moret
Das Olympia-Turnier ist für Tischtennisspielerin Rachel Moret in den Sechzehntelfinals wie erwartet zu Ende gegangen. Die Westschweizerin unterlag der Chinesin Chen Meng, der Nummer 1 der Welt, mit 0:4 Sätzen (3:11, 6:11, 2:11, 7:11). Im 2. Satz hielt Moret bis zum 6:7 mit, im 4. Umgang führte sie sogar 4:2. Doch schlussendlich war Meng eine Nummer zu gross für die Aussenseiterin, die mit 2 Siegen bis in die Sechzehntelfinals vorgestossen war.
Segeln: Jayet weiter auf Formsuche
Keine Steigerung gegenüber dem Auftakttag gelang der Laser-Radial-Seglerin Maud Jayet. Nach 4 gesegelten Läufen findet sie sich auf dem 21. Platz wieder und damit weit weg von ihren eigenen Ambitionen. «Seit ich hier in Japan bin, fühle ich mich nicht bei 100 Prozent. Irgendwie fehlt das letzte Quäntchen», meinte die 25-Jährige, die ihre Enttäuschung nicht verbergen konnte. Sie hatte sich für ihre Olympia-Premiere vorgenommen, so lange wie möglich vorne mitmischen zu können.
Kanu: Koechlin im Halbfinal out
Der Genfer Thomas Koechlin (29) hat im Kanu-Slalom als 13. den Final verpasst. Im Halbfinal hätte Koechlin fünf Athleten hinter sich lassen müssen. Aber nur der Pole Grzegorz Hedwig und der Ire Liam Jegou bewältigten den anspruchsvollen Kurs im wilden Wasser weniger schnell. Koechlin unterliefen drei Fehler, was zu sechs Strafsekunden führte. Am Ende fehlten ihm 3,38 Sekunden zum geforderten 10. Platz.
Judo: Stumps Abenteuer endet abrupt
Nachdem am Vortag Fabienne Kocher (Halbfinalistin und Schlussrang 5) auf der Judomatte für Furore gesorgt hatte, konnte Teamkollege Nils Stump bei seinem Auftritt im gleissenden Scheinwerferlicht nicht gleich erfolgreich abschneiden. Im Limit bis 73 kg legte der 24-Jährige gegen den Europameister zunächst vielversprechend los, biss sich am Ende am Auftaktgegner Akil Gjakova aus dem Kosovo aber wortwörtlich die Zähne aus. Stumps Pech war, dass er sich während des Kampfs die Lippe aufriss, deswegen stark blutete und nur mit einem dicken Verband im Gesicht weitermachen konnte.
Sein Widersacher nutzte das Handicap des Schweizers aus und siegte nach 3:52 Minuten durch Ippon. So blieb die Hierarchie gewahrt: Gjakova hatte Stump bereits an den Europameisterschaften in Lissabon im April auf dessen Weg zu Bronze die einzige Niederlage des Turniers beigefügt.
Badminton: Jaquet bezieht die nächste Niederlage
Frust pur: Eine unglücklich kämpfende Sabrina Jaquet konnte auch beim 6. Anlauf auf der olympischen Bühne nicht reüssieren – noch nicht einmal ein lange ersehnter erster Satzgewinn lag in Reichweite. Die Neuenburgerin stand schon mit je 2 Niederlagen bei den Sommerspielen 2012 in London sowie 2016 in Rio zu Buche und schaffte es auch nicht, sich in der japanischen Metropole aus dieser Negativspirale zu befreien.
Dabei hätte gemäss Papierform die Schweizer Weltnummer 46 Xuefei Qi, ihrer französischen Gegnerin mit chinesischen Wurzeln, auf Augenhöhe begegnen sollen. So ist Qi im Ranking nur um 5 Positionen besser eingestuft. Doch die 34-jährige Jaquet musste nach ausgeglichenem Beginn (7:7) früh abreissen lassen. Nach einer 10:21-Lektion im 1. Satz betrieb sie beim 14:21 noch minimal Resultatkosmetik. Die Romande wird im bedeutungslosen 3. Gruppenspiel immerhin die Chance erhalten, um endlich den Bann bei Olympia zu brechen. Danach wird die 30-fache Schweizer Meisterin ihre Karriere beenden.