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Gute Satelliten-Daten sind entscheidend für verlässliche Wetterprognosen. Doch nun sind diese Daten in Gefahr. Wettersatelliten messen die Strahlung in verschiedenen Frequenzen. Eine wichtige Messfrequenz ist auf 23.8 GHz, denn dort strahlt der Wasserdampf. Der Satellit kann auf dieser Frequenz «sehen», wo Wasserdampf in der Atmosphäre ist und wo nicht.
In den USA wurde nun aber ein Frequenzband für den 5G-Mobilfunk freigegeben, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den 23.8 GHz liegt. In der Schweiz funken die 5G-Netze auf anderen Frequenzen, die nicht problematisch sind. Der Fall aus den USA birgt aber Konfliktpotenzial, denn wenn viele Antennen in der Nähe von 23.8 GHz funken, kann das die Wasserdampf-Messung von Wettersatelliten stören.
Weltfunk-Konferenz
Am Montag beginnt die internationale «Weltfunk-Konferenz» in Sharm el-Sheikh, organisiert von der «International Telecommunication Union» (ITU). Sie dauert 4 Wochen. Die «Welt-Meteorologie-Organisation» (WMO) hat eine Resolution verabschiedet, die die Mitglieder der ITU nun auffordert, gewisse wichtige Frequenzen zu schützen, «die wegen ihrer speziellen physikalischen Eigenschaften eine einzigartige Ressource sind für Vermessungen der Erde aus dem Weltall oder der Luft.»
Es geht dabei nicht nur um die Wasserdampf-Frequenz, sondern auch um Frequenzen, auf denen Wetter-Radare messen. Würden Radarfrequenzen plötzlich für den Funk verwendet, würden Gewitter nicht mehr richtig erkannt und Unwetterwarnungen würden schlechter, was enorme Schäden zur Folge hätte.