Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/829

Motion über die Förderung autofreier Siedlungen
Archiv: 11. September 2012
Monique Frey namens der Grünen-Fraktion, Silvana Beeler Gehrer, Martin Krummenacher (beide SP) sowie Samuel Odermatt, Urs Brücker und David Staubli (alle Grünliberale) beauftragen den Regierungsrat in einer Motion vom 11. September 2012, im Planungs- und Baugesetz des Kantons Luzern einen Artikel einführen, welcher es den Gemeinden ermöglicht, die Anzahl Pflichtparkplätze bei neuen Bauvorhaben zu reduzieren, ein überprüfbares Mobilitätskonzept vorzuschreiben und keine Ersatzabgaben für nicht erstellte Motorfahrzeugabstellflächen einzuziehen
In der Schweiz leben rund eine Million Menschen ohne eigenes Auto. In den grossen Städten besitzen bis zu 50 Prozent der Haushalte kein Auto mehr. Autofreies Wohnen ist in Städten und Agglomerationen stark verbreitet und ermöglicht ein nachhaltig geführtes, modernes Leben.
Heute müssen Siedlungen Ersatzabgaben für nicht erstellte Motorfahrzeugabstellflächen entrichten. Auf diese Ersatzabgaben soll verzichtet werden. Damit aber Bauherren die teuren Abstellplätze nicht einfach weglassen und darauf zielen, dass die Autos auf Parkplätzen in den Quartieren abgestellt werden, müssen autofreie (oder autoarme) Siedlungen ein umsetzbares Mobilitätskonzept erarbeiten, um von den Ersatzabgaben befreit zu werden.