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Maurice Ropraz, die Umfahrungsstrasse würde sehr viel kosten, und sie muss von der Politik sowie von der Bevölkerung unterstützt werden, damit sie gebaut werden kann. Wie schätzen Sie die Chancen des Projektes ein?
Das ist natürlich jetzt die Frage. Der Wille des Staatsrates ist eigentlich da. Es müssen aber verschiedene Interessen, wie die Umwelt und die Finanzen, berücksichtigt werden. Schlussendlich entscheidet die Bevölkerung über das Projekt.
Es ist also nicht auszuschliessen, dass die Umfahrung nie realisiert wird?
Es ist alles offen, und die Fakten sind auf dem Tisch. Die politische Debatte kann jetzt beginnen. Ausgeschlossen ist momentan gar nichts.
Denken Sie, dass Projekte wie die Poyabrücke oder die Umfahrung von Bulle, bei denen es Kostenüberschreitungen gab, den Entscheid über die Umfahrungsstrasse Düdingen negativ beeinflussen könnten?
Da wir das Projekt Umfahrung Düdingen in drei Phasen aufgeteilt haben, werden wir die Kosten vor Baubeginn relativ genau berechnen können. Hier würde das Volk erst am Ende der Planung abstimmen, das war bei den anderen beiden Projekten anders.
Kürzlich wurde bekannt, dass es bei der Poyabrücke zu weiteren Mehrkosten kommt. Sie wollen den Betrag in den nächsten Tagen mitteilen. Welche Strategie liegt dem Vorgehen zugrunde, genau jetzt auch die Kosten der geplanten Umfahrung von Düdingen zu kommunizieren?
Meine Direktion will sehr transparent arbeiten. Wir sind der Überzeugung, dass es nützlich ist, die Kosten heute zu kommunizieren. Wie gesagt, wir können jetzt anfangen, mit den verschiedenen Partnern über die Kosten zu diskutieren.
Sie haben für 2013 eine Prioritätenliste für den Bau von Umfahrungsstrassen angekündigt. Nebst Düdingen kämpft zum Beispiel auch Kerzers für eine Umfahrung. Welche Strassenprojekte befinden sich im oberen Teil dieser Liste?
Darauf kann ich noch keine Antwort geben. Ich warte auf die Resultate der entsprechenden Studie. Diese werden im Frühling 2013 vorliegen.mir/ak
Staatsrat Maurice Ropraz.Bild Aldo Ellena/a