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Bei der Blutegeltherapie wird der Blutegel an die betroffene Stelle angesetzt. Dieser beisst sich fest und saugt sich mit ca. 10 ml Blut voll. Gleichzeitig gibt der Blutegel das im Speichel enthaltene Hirudin ab, das eine gerinnungshemmende, durchblutungsfördernde, antibiotische, krampflösende und schmerzlindernde Wirkung hat. Durch die blutverdünnende Wirkung des Hirudins blutet die Wunde 2–20 Stunden nach, wobei nochmals 40–50 ml Blut ausgeleitet werden.
Das wichtigste Einsatzgebiet der Blutegeltherapie sind venöse Erkrankungen wie Krampfadern oder venöse Entzündungen, Hämorrhoiden, offene Beine, Halsentzündung, lokale Entzündungen wie Furunkel (lokale Eiterherde), Panaritium (entzündetes Nagelbett), infizierte Insektenstiche, Gicht und Gelenkarthrosen, Tennisellbogen, Kopfschmerzen, Mittelohrentzündung und Mastoiditis, Tinnitus.