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Sie erinnern an die Bildnisse des Kunstmalers von Ferdinand Gehr der 1996 in Altstätten SG verstarb. Heute gilt Gehr unter Experten als einer der bedeutendsten sakralen Maler der Moderne. In den fünfziger Jahren waren seine Kirchenmalereien derart umstritten, dass die zum Teil während Jahren abgedeckt werden mussten, so in Wettingen AG und in Oberwil ZG. Soweit bekannt ist, standen Georg Rimensberger und Ferdinand Gehr in persönlichem Kontakt.
Reduzierte Formensprache
Die Arbeiten der beiden Künstler erinnern an den französischen Maler Henri Mattisse, der zu den wichtigsten Vertretern der klassischen Moderne gilt. Alle drei Künstler arbeiteten im Spannungsfeld zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei. Ihre Formensprache ist auf die wesentlichsten Elemente reduziert. Gleichwohl enthalten sie eine gewisse Spannung, sodass sie nie belanglos und langweilig erscheinen. Sie wirken, wie wenn sie eine verschlüsselte Botschaft enthalten würden.
Dadurch entsteht automatisch viel Interpretationsspielraum beim Betrachter. Die Sujets scheinen in einem sphärischem Raum zu schweben. Sie weisen weder Perspektiven, noch Licht und Schatten oder individuelle Charakteristik auf. Wie in der Kunst der Antike scheinen sie eher allgemeine Prinzipien eines Themas, weniger Darstellungen von konkreten Personen, Landschaften oder Räumen zu sein.
Solide Ausbildung
Georg Rimensberger kam 1928 in Niederuzwil zur Welt. Nach einer Lehre als Stoffdruckentwerfer folgte eine künstlerische Ausbildung am Gewerbemuseum in St. Gallen. Daran schloss sich ein Volontariat in einem grafischen Atelier an, die mit einer Weiterbildung an der Kunstgewerbeschule St. Gallen gekoppelt war. Nach einem Studienaufenthalt in Rom fühlte sich Georg Rimensberger für eine selbständige Tätigkeit als Grafiker und Maler gerüstet. Ab 1971 wohnte er in Wil, wo er an der Marktgasse ein Wohnhaus mit Atelier aus drei Etagen besass. Er schuf in seiner Laufbahn Bildteppiche, Aquarelle, Bilder und Drucke sowie Kunst am Bau, etwa am Altersheim Sonnenhof.
Briefmarken machten ihn bekannt
Der Wiler Künstler wurde mit seinen Entwürfen zu Briefmarken weit über die Region hinaus bekannt. Eine Serie an Postwertzeichen schuf er für Pro Patria sowie für `50 Jahre Schweizer Armbrustzeichen`. In guter Erinnerung sind auch die Entwürfe für Pro Juventute-Marken zum Thema `Das Kind und seine Welt`. Georg Rimensberger stellte dabei unter anderem historisches Kinderspielzeug aus der Sammlung Franz Carl Weber dar. Kaum mehr bekannt ist heute, dass sich Georg Rimensberger auch für historische Wiler Themen interessierte. Die Ergebnisse seiner detaillierten Recherchen publizierte er der damaligen Zeitschrift `d`Region`.
Einige seiner Bilder befinden sich heute in der Sammlung der Ortsgemeinde Wil.