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Sie prägt die Goldenen Jahre des Schweizer Schwimmsports: Von 1996 bis 1999 holt sie an internationalen Titelkämpfen Medaille um Medaille. Jedes Jahr eine. Kurz vor den Olympischen Spielen in Sydney setzt sie noch ein Ausrufezeichen, gewinnt EM-Gold über 800 Meter. Erfolge, die Flavia Rigamonti, die temperamentvolle Tessinerin aus Sorengo, auch dank der Schweizer Sporthilfe erreicht, die sie früh unterstützt und 1997 als Nachwuchsathletin des Jahres ehrt. Die Erwartungen sind hoch, als sie im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen zum 800-Meter-Final Crawl Antritt. Als sie «nur» vierte wird, sehen das viele als Enttäuschung – allen voran ihre Trainer, die sie mit harten Worten abkanzeln: «Hast du zugenommen?» Dabei hat sie ihren Schweizer Rekord um 3,25 Sekunden verbessert! Flavia sucht sich ein motivierenderes Umfeld, zieht in die USA. An der Southern Methodist University in Dallas entfaltet sie unter Trainer Steve Collins ihr ganzes Potenzial – als Athletin, aber auch als Mensch. An den Weltmeisterschaften von Fukuoka 2001, Montreal 2005 und Melbourne 2007 holt sie jeweils Silber. 2008 gewinnt sie bei den Europameisterschaften in Eindhoven über 1500 Meter Freistil die Goldmedaille. Wie gut, dass sich Flavia in der dritten Primarklasse für den Schwimmsport entschied, all die schier endlosen Trainingsstunden auf sich nahm und sich nie entmutigen liess! Ein Lebensfokus, der sie auch heute – in ihrem Berufsleben als Wirtschaftsprüferin in Chicago – weiter prägt.