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Daten & Karten
Die ersten systematischen Messungen begannen bereits Anfang der 1980er Jahre an der Stampfenbachstrasse, weshalb wir auf eine der längsten Datenreihen der Schweiz zurückblicken können. Die Messreihen belegen auf eindrückliche Weise, wie sich die Luftqualität in den letzten Jahren verbessert hat.
Echtzeitkarten zur Luftqualität
Bessere Luft im Jahr 2022 in Zürich
2022 war mit Blick auf die Lufthygiene ein gutes Jahr. Bei fast allen Schadstoffen lag die Luftbelastung unterhalb der Grenzwerte. Bei Stickstoffdioxid und Feinstaub konnten teilweise in innerstädtischen Gebieten und an verkehrsreichen Strassen zu hohe Werte gemessen werden.
Massnahmen zur Reduzierung von Stickstoffdioxid wirken
Neue Abgasnormen und verbesserte Kontrollverfahren von Verbrennungsmotoren konnten die Stickoxid-Emissionen in den letzten Jahren weiter senken und damit auch die Immissionssituation mildern. Die Langzeit-Belastung durch Stickstoffdioxid lag nur noch an Hauptverkehrsachsen über einem kritischen Wert (Messwert 30 µg/m³ oder höher).
Geringere Belastung durch Feinstaub
Hauptverursacher von Feinstaub sind in der Stadt Zürich Verbrennungs- und Abreibungsprozesse aus dem motorisierten Verkehr. Feinstaubpartikel mit einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometer (µm) werden mit PM10 bezeichnet. Sie sind in ihrer Grösse vergleichbar mit einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares und können bis tief in die Lunge hinein gelangen, da die Filterwirkung des Nasen-Rachenraums nicht ausreicht. Der Feinstaub PM10-Tagesmittelgrenzwert von 50 µg/m³ wurde an Messorten im innerstädtischen Raum maximal zweimal überschritten, wobei weniger als drei Überschreitungen pro Jahr laut Luftreinhalteverordnung (LRV) unbedenklich sind. Die gemessenen Überschreitungen sind zurückzuführen auf das Silvesterfeuerwerk und Winde, die Saharastaubpartikel mit sich trugen.
Partikelteilchen von maximal 2.5 µm Durchmesser werden als PM2.5 bezeichnet und können bis in die Lungenbläschen und Bronchien vordringen. Der Langzeit-Grenzwert für PM2.5 (10 µg/m³) wurde im Jahr 2022 nur noch am stark verkehrsexponierten Bahnhof Wiedikon (Schimmelstrasse) knapp überschritten.
Steigende Ozonbelastung
Ozon entsteht vor allem an heisseren Tagen unter Einfluss von Sonnenlicht aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen. Die höchsten Ozonkonzentrationen werden dabei in der Umgebung von Ballungsgebieten erreicht. Aufgrund des heissen Sommers wurden rund doppelt so viel Überschreitungsstunden (>120 µg/m³) festgestellt wie im vergleichsweise kühleren Vorjahr.