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Mit Massnahmen der Instandstellung werden im Krisenfall lebenswichtige Einrichtungen und Verkehrswege so schnell wie möglich wieder funktionstüchtig gemacht. Zum Teil geschieht dies erst auf provisorischer Basis. Der Hauptunterschied zum Handlungsbereich «Regeneration» besteht denn auch darin, dass bei der Regeneration provisorische Lösungen in nachhaltige definitive Lösungen überführt werden.
Lebenswichtige Einrichtungen und Verkehrswege müssen nach Naturereignissen so schnell wie möglich provisorisch instandgestellt werden. Dabei geht es primär um die sogenannten «Lifelines» wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Stromversorgung, Verkehrswege und Telekommunikation.
Beim Unwetterereignis in Schlans vom November 2002 wurden alle diese Lifelines durch den Murgang, der mitten durch das Dorf fuhr, unterbrochen. Der Unterbruch der Leitungen war mit ein Grund dafür, dass das ganze Dorf vorübergehend evakuiert werden musste. Auch die Zufahrtsstrassen aus West und Ost waren durch Rutschungen weggerissen. Als Erstes wurde deshalb die Zufahrtsstrasse von Brigels durch eine einfache Holzkastenkonstruktion wieder instandgestellt, so dass schwere Räumungsmaschinen in das verschüttete Dorf gelangen konnten. Dies dauerte einige Tage.
Einfache provisorische Instandstellungen können die Eigentümer und der Bevölkerungsschutz in der Regel selbst ausführen. Oft werden aber auch spezialisierte Fachkräfte benötigt, z.B. zur Reparatur von Strom- und Telefonleitungen.
In Krisensituationen, in denen die Kräfte des Bevölkerungsschutzes nicht ausreichen, (z.B. beim Unwetter in der Surselva im November 2002), beantragen die kantonalen Führungsstäbe beim Bund die Hilfe von Armeeeinheiten. Bevölkerungsschutzkräfte aus Nachbarkantonen bieten in der Regel ebenfalls ihre Hilfe an. Auf internationaler Ebene leistet die DEZA mit dem Korps für humanitäre Hilfe Unterstützung in Krisen und Notlagen.
Die Spuren von Naturereignissen, welche unseren Nutzungsraum beeinträchtigen, werden in der Regel möglichst rasch beseitigt. Damit aber die abgelaufenen Prozesse analysiert werden können, müssen die Spuren möglichst unverfälscht dokumentiert werden. Diese Tätigkeiten sollten unmittelbar während und nach dem Ereignis durch spezialisierte Personen, die nicht mit anderen Sofortmassnahmen beschäftigt sind, durchgeführt werden. Neben der Prozess-Ereignisdokumentation ist auch die Dokumentation der Einsätze der Rettungsmannschaften wichtig, damit weitere Einsätze optimiert werden können.
Die kantonalen Fachstellen für Naturgefahren, meist das Amt für Wald oder Tiefbau, erheben bei kleineren Ereignissen die Dokumentation selber. Bei grösseren Ereignissen geben sie spezialisierten Büros den Auftrag zur Dokumentation. Bei aussergewöhnlichen Ereignissen kommen oft Forschungsinstitute zum Einsatz, um Daten für die Grundlagenforschung zu gewinnen. Schäden an Gebäuden werden von Versicherungsexperten erhoben. Verletzungen von Personen werden durch die Polizei und die Einsatzärzte aufgenommen und registriert.
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