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Die Schweiz ist das einzige Land ausserhalb Italiens, in dem Italienisch den Status einer Amtssprache hat. Dieser „öffentliche“ Status, sowie das jahrzehntelange Zusammenleben mit zwei weiteren grossen Amtsprachen, wie Deutsch und Französisch, haben auf die italienische Sprache interessante etymologische Einflüsse ausgeübt. Ein paar gängige Alltagsbeispiele sollen dies illustrieren:
Das Italienisch welches in Italien gesprochen wird, wurde im 14. Jahrhundert zur Landessprache der Intellektuellen. Unter der gemeinen Bevölkerung verbreitete sich das “Hochitalienisch“ erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts; davor wurden in der Regel mehrere Dialekte gesprochen. Dies ist der wesentliche Grund, warum bis heute die italienischen Dialekte starken Einfluss auf die Kultur ausüben. Insbesondere neapolitanische sowie römische Dialekte sind hier zu nennen, da sie durch bekannte Schauspieler des 20.Jahrhunderts zu grosser Breitenwirkung kamen.
Wesentliche Unterschiede, hinsichtlich der syntaktischen Struktur, zwischen dem Italienisch des „Paese rossocrociato“ (Schweiz) und dem Italienisch des „Bel Paese“ (Italien) sind nicht vorhanden. Lexikalische Unterschiede sowie andere Sprachverwandtschaften können jedoch teilweise beträchtlich sein (siehe die genannten Alltagsbeispiele im obigen Absatz) und sind bei Fachübersetzungen jedenfalls entsprechend zu berücksichtigen.
Lexikalische Unterschiede finden sich insbesondere in der Beschreibung politischer Institutionen. So ist beispielsweise der „Gran Consiglio“ (Grosser Rat) in Tessin und Graubünden, als politischer Begriff in Italien nicht mehr vorhanden, da dieser Begriff durch den italienischen Faschismus missbraucht wurde.
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