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Konzept
Gemäss der Umfrage sind ein grosser Teil der Eltern zufrieden mit der Art und Umfang der Hausaufgaben. 67% der Eltern geben an, dass ihr Kind gerne Hausaufgaben macht. Ungefähr gleich viele sprechen von guter Motivation für Hausaufgaben. Ein Anteil von ca. 60% spricht sich explizit für die Beibehaltung von Hausaufgaben aus. Ca. 40% der Eltern würden gerne verzichten. Eine Abschaffung der Hausaufgaben kommt, daraus resultierend, zum aktuellen Zeitpunkt nicht in Frage.
Gemäss den Umfragen bei den Eltern und der Erarbeitung durch die Lehrpersonen werden folgende Grundsätze an der Schule umgesetzt.
Sinn der Hausaufgaben:
Die Hausaufgaben werden erteilt, um Aufgaben und Dinge zu erledigen, die im Klassenverband und während der Unterrichtslektionen nicht möglich oder nicht sinnvoll sind.
Hausaufgaben werden erteilt, um Forschungsaufgaben zu lösen.
Hausaufgaben werden erteilt, um die Selbständigkeit des Kindes zu fördern. Hausaufgaben dienen der Vertiefung des Lerninhaltes. Sie dienen der Vorbereitung auf eine Prüfung. Sie dienen der Individualisierung der Lerninhalte.
Umfang der Hausaufgaben:
Die Lehrpersonen erteilen die Hausaufgaben altersentsprechend. Pro Schuljahr wird mit ca. 10 Minuten / Tag gerechnet. In der Unterstufe heisst dies ca.10 bis 25 Minuten Hausaufgabenzeit pro Tag. In der Mittelstufe sollte die Hausaufgabenzeit 60 Minuten/ Tag nicht übersteigen („Wörtli“ lernen (Fremdsprache) und Prüfungsvorbereitung eingerechnet).
Inhalt der Hausaufgaben:
Die Schüler bereiten sich zu Hause auf eine Prüfung vor.
Sie lernen Merkwörter oder Wörter einer Fremdsprache.
Sie lesen Texte oder auch Bücher. Sie können vertiefende Aufgaben lösen (Mathe Bsp. schriftliche Addition, Sprache, Realien, Bsp.- Tagebuch schreiben, Antolin App, Interviews führen etc.) Sie üben für den Sport (Bsp. Seilspringen).
Erteilung der Hausaufgaben:
Die Lehrpersonen sind im Kanton Aargau frei in der Wahl ihrer Unterrichtsmethoden. Entsprechend dieser Freiheit dürfen auch Hausaufgaben unterschiedlich erteilt werden. Es besteht kein Anspruch auf einen Wochenarbeitsplan. 55% der Eltern begrüssen einen Wochenarbeitsplan, für 30% der Eltern spielt die Art der Erteilung keine Rolle. Hausaufgaben können individuell erteilt werden (Wochenplan oder von Tag zu Tag). Nicht alle Schüler derselben Klasse haben genau gleich viele Hausaufgaben.
Nebeneffekt von Hausaufgaben:
Hausaufgaben geben den Eltern einen Einblick in den Lernstand und die Fähigkeiten ihres Kindes.
Was leisten Hausaufgaben nicht:
Hausaufgaben dienen nicht der Kontrolle der Lehrperson durch die Eltern.
Sanktionen bei Nichterledigung der Hausaufgaben:
Im Zentrum stehen Motivation und Freude an den Aufgaben. Den Lehrpersonen stehen aber auch die Belohnungs-/Bestrafungssysteme des täglichen Unterrichtes zur Verfügung. Werden Hausaufgaben wiederholt nicht gemacht, ist ein Gespräch mit den Eltern des Kindes nötig.
Kommunikation mit den Eltern:
Die Art der Erledigung der Hausaufgaben bilden eine gute Grundlage für die Besprechung der Leistungen des Kindes. Grundsätzlich sollte das Lösen von Aufgaben ohne Mithilfe einer Erwachsenen Person möglich sein. Es ist wichtig, dass beide Parteien das Gespräch möglichst frühzeitig suchen.
Endingen, 21.06.2018
Download Konzept Hausaufgaben