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Luftfeuchtigkeit
Als Luftfeuchtigkeit wird die in der Luft enthaltene Menge an Wasserdampf, das heisst des gasförmigen Wassers, bezeichnet. Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit.
Als Luftfeuchtigkeit wird die in der Luft enthaltene Menge an Wasserdampf, das heisst des gasförmigen Wassers, bezeichnet. Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit.
Der in der Luft enthaltene Anteil an Wasserdampf ist nicht konstant, sondern variiert zwischen 0,1 und 5 Prozent. Dieser Anteil wird stark von der Lufttemperatur beeinflusst. Wie alle Gase ist Wasserdampf nicht sichtbar. Ist die Luft jedoch mit Wasserdampf gesättigt, kondensiert dieser und es bilden sich Tröpfchen. Aus diesen Tröpfchen entstehen Wolken, die sich in Form von Regen, Schnee oder Hagel niederschlagen.
Es gibt zwei Arten, die Luftfeuchtigkeit, das heisst die Menge an Wasserdampf in der Luft, zu quantifizieren: als absolute Luftfeuchtigkeit und als relative Luftfeuchtigkeit.
Die absolute Luftfeuchtigkeit bezeichnet die in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge in Gramm pro Kubikmeter Luft. Diese Menge variiert nicht in Abhängigkeit von der Temperatur – der maximal mögliche Wasserdampfgehalt in der Luft erhöht sich aber mit der Temperatur.
Die relative Luftfeuchtigkeit gibt den in der Luft enthaltenen Anteil an Wasserdampf an, ausgedrückt in Prozent. Der Tiefstwert beträgt theoretisch 0 Prozent, tatsächlich wird ein solch niedriger Feuchtigkeitsgehalt jedoch nie erreicht. Umgekehrt wird der Höchstwert von 100 Prozent erreicht, wenn die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. In diesem Moment kondensiert der Wasserdampf, und es bilden sich Nebel und Wolken oder Tau schlägt sich nieder.
Die relative Luftfeuchtigkeit variiert mit der Lufttemperatur, denn je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie enthalten. Folglich hat eine Luftmasse mit einer konstanten absoluten Luftfeuchtigkeit nicht dieselbe relative Luftfeuchtigkeit, sondern sie verändert sich abhängig von der Entwicklung der Temperatur. So ist die relative Luftfeuchtigkeit in der Nacht, wenn die Temperaturen tief sind, höher als bei Tag, wenn die Temperaturen höher liegen. Die Tatsache, dass warme Luft mehr Wasserdampf enthalten kann, erklärt auch, warum Niederschläge im Sommer stärker ausfallen als im Winter, zum Beispiel bei Gewittern. Dann steht mehr Wasser für den Niederschlag zur Verfügung.
Zwei Messgrössen, die an den Stationen des automatischen Messnetzes von MeteoSchweiz erhoben werden, geben Auskunft über die Luftfeuchtigkeit: die relative Luftfeuchtigkeit und die Taupunkttemperatur. Die relative Luftfeuchtigkeit wird in Prozent angegeben. Die Taupunkttemperatur gibt die Temperatur an, auf welche die Luft abgekühlt sein muss (bei einer konstanten absoluten Luftfeuchtigkeit), damit der Wasserdampf kondensiert, das heisst eine relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent erreicht wird.