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Wann immer in den zurückliegenden Jahren die britische Verwandtschaft in der Reichstenliste der «Sunday Times» zu den Top 3 im Vereinigten Königreich gezählt wurde, reklamierte der Schweizer Ajay Hinduja (52) aus Cologny GE bei BILANZ, seinen Clan doch, bitte, auch in Helvetien anzuheben. Mit anderen Worten: das Vermögen der eidgenössischen Linie der indischstämmigen Familie mit der Habe der vereinten Verwandtschaft zu bündeln. Die nach aussen gebetsmühlenartig dargebotene Einigkeit ist dabei im Innern längst gerissen. Von wegen allen in der Familie gehöre alles, und Einzelnen gehöre nichts!
Der erstgeborene Spross des Konzerngründers Parmanand Hinduja, der eingebürgerte Brite Srichand Hinduja (85), pocht zum Beispiel darauf, dass ihm die Aktien der Genfer Bank, lange geführt unter dem Familiennamen, ganz allein gehören, neuerdings öffentlich dargeboten durch Firmierung als S.P. Hinduja Banque Privée S.A. Eine Realteilung des Mischkonzerns mit weltweit angeblich über 150'000 Mitarbeitenden und rund 50 Milliarden Dollar Umsatz dürfte die logische Konsequenz sein.
Bestand hat, was der Schweizer Ajay Hinduja gern betont: Die Mehrheit der Nachkommen des Stammvaters trägt einen eidgenössischen Pass im Sack, nämlich drei Kinder und die Enkel von Prakash Hinduja (75). Doch der hat sich längst, mit Schweizer Pass, vom Genfersee ans Mittelmeer verabschiedet, genauer: ins Steuerparadies Monaco.
(Stand: November 2020)