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Aus Moskau stammt Olga Watts, Jahrgang 1973, die zunächst Klavier und Musikwissenschaft am Konservatorium ihrer Heimatstadt studierte, bevor sie sich auf das Spiel des Cembalos spezialisierte und sich in dieser Disziplin bei Lars Ulrik Mortensen und Christine Schornsheim an der Münchner Musikhochschule ausbilden liess. Weitere wichtige Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Menno van Delft und Bob van Asperen sowie in der Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, Frans Brüggen, Thomas Hengelbrock und Giovanni Antonini. Schon 1997 wurde sie in Bayern als Nachwuchskünstlerin für Historische Aufführungspraxis mit einer Auszeichnung geehrt, in den Jahren 2001 und 2002 ging sie mit ihrem Ensemble Lyriarte aus dem «Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb» im österreichischen Stift Melk und aus der internationalen Kammermusikkonkurrenz um den «Premio Bonporti» in Italien als Preisträgerin hervor. Als Cembalistin und Kammermusikerin tritt Olga Watts bei zahlreichen Festivals und Veranstaltungsreihen der Alten Musik auf; regelmässig wird sie als Begleiterin vom Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und vom ARD-Musikwettbewerb in München verpflichtet. Auf dem Plattenmarkt ist sie u. a. mit der Ersteinspielung von Francesco Geminianis Violinsonaten op. 4 und den kompletten Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber vertreten, eingespielt jeweils mit Lyriarte. 2009 veröffentlichte sie mit ihrem Ensemble Werke von Antonio und Francesca Maria Veracini sowie, gemeinsam mit dem Blockflötisten Stefan Temmingh, die Sonaten op. 5 von Arcangelo Corelli. Seit fünf Jahren ist Olga Watts darüber hinaus als Lehrbeauftragte für Korrepetition an der Münchner Musikhochschule tätig.
März 2010