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Einst war die Thur ein breiter und landschaftsprägender Wildbach. Zwischen Schwarzenbach und Bischofszell floss sie um 1825 auf über 300 Meter Breite in bis zu sechs Seitenarme aufgeästelt. Im Flussbett gab es bewaldete Inseln, angrenzend an die Ufer wuchs Auwald. Fische, wie der Lachs, stiegen aus den Unterläufen auf, um in den Oberläufen zu laichen.
Heute ist die Thur vielerorts verbaut und begradigt. Ab 1880 wurde die Thur ab Schwarzenbach bis zur Rheinmündung bei Rüdlingen nahezu durchgehend kanalisiert. Zwischen Dämmen auf durchschnittlich 45 zusammengezwängt verlor der Fluss seinen natürlichen Strukturreichtum. Heute ist die Thur vielerorts verbaut und begradigt. Zahlreiche Hindernisse und nicht fischgänge Wasserkraftwerke behindern zudem die freie Fischwanderung.
Um die Thur wieder zu einem attraktiven und lebendigen Lebensraum zu machen, benötigt der Fluss wieder mehr Raum und eine bessere Vernetzung. Nur so können Fische wieder frei wandern und sich dynamisch neue Lebensräume entwickeln.
Revitalisierungsprojekte wie das Auengebiet Eggrank-Thurspitz (Thurauen) veranschaulichen das enorme Potential solcher Massnahmen für Mensch und Natur. Neue Kiesbänke, die Erholungssuchenden dienen, Uferanrisse, wo Schwalben oder Eisvögel nisten oder ruhige Hinterwasser, wo Jungfische oder Amphibien sich wohl fühlen.