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Das Drama um den spanischem Altmeister Alejandro Valverde in der 7. Etappe der diesjährigen Spanien-Rundfahrt spielte sich gut 45 km vor dem Ziel ab. Der mit 41 Jahren mit Abstand älteste Fahrer im Feld kam in einer Abfahrt zu Fall, nachdem ihm am Vorderrad der Reifen geplatzt war. Der Vuelta-Gesamtsieger von 2009 schlitterte unter einer Leitplanke hindurch und stürzte danach eine Böschung hinunter.
Dabei verletzte sich Valverde so schlimm, dass er später die Weiterfahrt abbrechen und seine 15. Teilnahme bei der dritten Grand Tour des Jahres vorzeitig beenden musste. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und unter Tränen fasste er sich immer wieder an die rechte Schulter und den Arm.
Untersuchungen im Spital ergaben zwar keine Knochenbrüche, trotzdem könnte der Sturz sein Karrierenende bedeuten. Zu Beginn des Jahres hatte Valverde angekündigt, dass dies seine letzte Saison sein würde. Als Gesamtvierter hatte der Ex-Weltmeister vom Team Movistar bis zu seinem Sturz ausgezeichnet im Rennen gelegen.
Grossschartner fehlen 8 Sekunden
Valverdes Ausfall blieb nicht die einzige Veränderung in den ersten Rängen der Gesamtwertung. Beinahe wäre es am Tag 7 zu einem neuerlichen (vierten) Leaderwechsel gekommen. Letztlich behauptete Primoz Roglic seine Führung im Gesamtklassement aber knapp. Der Zeitfahr-Olympiasieger aus Slowenien erreichte das Ziel bei der Bergankunft auf dem Balcon de Alicante als 16. rund dreieinhalb Minuten hinter der Spitze.
In der Gesamtwertung rettete Roglic, der Vuelta-Gesamtsieger von 2019 und 2020, nur acht Sekunden seines Vorsprungs auf den Österreicher Felix Grossschartner, der einen Sprung von Platz 15 auf 2 machte. Dahinter befinden sich die Mitfavoriten Enric Mas (0:25 zurück), Miguel Angel Lopez (0:36) und Egan Bernal (0:41) in Schlagdistanz. Der Berner Gino Mäder büsste als 28. etwas über eine halbe Minute auf Roglic und die anderen Favoriten ein und fiel im Gesamtklassement um eine Position auf Platz 17 zurück.
Erster World-Tour-Sieg für Storer
Grossschartner gehörte einer ursprünglich fast 30 Fahrer grossen Ausreissergruppe an, in der auch der spätere Tagessieger Michael Storer Unterschlupf fand. Der Australier schüttelte im gut 8 km langen Schlussanstieg des mit sechs Bergwertungen gespickten Teilstücks seine letzten verbliebenen Begleiter ab und siegte solo, 21 Sekunden vor dem Spanier Carlos Verona und 59 Sekunden vor Pawel Siwakow. Der Russe hatte im Finale einen Defekt zu beklagen, entschädigte sich aber mit dem Bergtrikot.
Für Storer war es der mit Abstand grösste Erfolg der Karriere. Bislang hatte der 24-Jährige aus dem Team DSM lediglich zwei Profisiege auf seinem Konto, noch keinen auf Stufe World Tour.
Bevor es am Sonntag zum Abschluss der ersten Vuelta-Woche erneut in die Berge geht, bekommen in der 8. Etappe nochmals die Sprinter eine Chance. Das 173 km lange Teilstück von Santa Pola nach La Manga del Mar Menor ist fast topfeben.