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Das Wichtigste in Kürze
- In der Abtei von Payerne wurden Ende Mai Knochen in einem geöffneten Grab gefunden.
- Von ihnen wurde vermutet, dass sie von der Königin Berta von Alamannien stammen.
- Diese Annahme wurde nun durch eine Radiokarbondatierung widerlegt.
Ende Mai wurden Knochen in einem geöffneten Grab in der Pfarrkirche der Abtei von Payerne (VD) gefunden. Dabei handelt es sich doch nicht um die Gebeine von Berta von Alamannien. Eine Analyse hat ergeben, dass es sich dabei um einen Mann aus dem 15. Jahrhundert handelt.
Bestattung von Berta von Alamannien ungeklärt
«Die Analyse der Beckenknochen hat ergeben, dass es sich um einen Mann zwischen 30 und 60 Jahren handelt.» Das schreibt die Abteikirche am Montag in einer Erklärung. Mit einer Probe aus dem linken Oberschenkelknochen wurde eine Radiokarbondatierung durchgeführt. Diese zeigt, dass das gefundene Individuum zwischen 1420 und 1495 lebte.
Der Mann lebte also fünf Jahrhunderte nach der Königin Berta, die 961 starb. Es sei jedoch noch nicht ganz klar, ob alle im Grab gefundenen Knochen zusammengehören, steht in der Erklärung weiter. Denn die Verbindung zwischen dem Schädel und dem Unterkiefer, also die Wirbelsäule, würde fehlen.
Obwohl Königin Berta laut mehreren schriftlichen Quellen an diesem Ort begraben wurde, bleibt das Geheimnis um ihre Bestattung bestehen. Experten haben soweit zwei Erklärungen dafür: Entweder sind die Gebeine der Berta von Alamannien während eines Eingriffs in der Abtei verschwunden. Oder sie wurden während dem Mittelalter bewegt.
Sie könnte sich deshalb auch «links vom Chor» befinden. Dies lässt ein Bericht eines Solothurner Probstes vermuten, welcher 1519 die Abtei besuchte. Dieser Bereich könnte in Zukunft «eventuell» noch untersucht werden.