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Der Lifthersteller Schindler aus Ebikon musste sich in Japan wegen eines tödlichen Unfalls vor Gericht verantworten. Laut dem SRF-Regionaljournal Zentralschweiz hat sich das Unternehmen mit der Familie des Unfallsopfers auf eine finanzielle Entschädigung geeinigt.
Mit der Einigung gehe ein jahrelanger Streit zu Ende. Wie Schindler auf seiner Webseite auf Japanisch mitteilte, habe die Firma keine rechtliche Verantwortung für diesen Unfall.
Er ereignete sich im Juni 2006 in einem Mietshaus in Tokio und erschütterte die japanische Öffentlichkeit. Ein 16-jähriger starb. Der Jugendliche wollte aus dem Lift im 12. Stock aussteigen. Die Türen gingen auf, der Lift fuhr aber weiter.
Schindler akzeptiere den Vergleich aus menschlicher Haltung und wegen der sozialen Verantwortung als Hersteller. Über die Höhe der Entschädigung macht das Unternehmen keine Angaben.
2,2 Millionen Franken verlangt
Die Familie des Opfers verlangte laut der «NZZ» umgerechnet rund 2,2 Millionen Franken (250 Mio. Yen). Ein Teil des Geldes soll in einen Präventionsfonds fliessen.
Ein Schindler-Mitarbeiter wurde 2015 in dieser Sache nach einem neunjährigen Verfahren freigesprochen. Schindler argumentierte, dass nicht eine fehlerhafte Konstruktion sondern mangelnde Wartung durch Dritte zum Unfall geführt habe. Die Staatsanwaltschaft rekurrierte gegen das Urteil.
Nach dem Unfall stand Schindler in Japan während Jahren in der Kritik und erlitt einen Einbruch. 2016 verkaufte Schindler laut eigenen Angaben wegen des geringen Marktanteils seine Japan-Aktivitäten, die nur noch aus Wartungen bestanden, an den Konkurrenten Otis.
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