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Hurrikane, Taifune, Zyklone
Ein tropischer Wirbelsturm (Windstärke über 8) ist ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet, das über einem tropischen oder subtropischen Meer entstanden ist.
Die Entstehung eines tropischen Wirbelsturms setzt stark erwärmte, feuchte Luftmassen voraus. Sie können sich nur bei intensiver Sonneneinstrahlung über dem Meer bei einer Wassertemperatur von über 26°C in den Tropen und Subtropen bilden. Die erwärmten Luftmassen dehnen sich aus, wodurch sie leichter werden und aufsteigen. Es bilden sich Gewitterwolken. Aus vielen Gewitterwolken, einem sogenannten Gewitterwolkenkomplex, kann schliesslich ein tropischer Wirbelsturm hervorgehen.
Die Wolken eines Wirbelsturmtiefs drehen sich um ein 20 bis 60 km breites Zentrum, das sogenannte «Auge»; es ist wolken- und windfrei. Die Wolkenwand mit Wolken von 12 bis 16 km Höhe schliesst an das Auge an. Sie ist die aktivste Gewitterzone des Wirbelsturms. Hier werden Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h und Niederschläge von über 100 mm/h verzeichnet. Auf der Beaufort-Skala beträgt die Windgeschwindigkeit eines tropischen Wirbelsturms Stärke 8 bis 11. Ist die Windstärke grösser als 11, wird das Tief je nach Entstehungsort als Hurrikan (Atlantik, Nordostpazifik), Taifun (Nordwestpazifik) oder Zyklon (Indischer Ozean, Südpazifik) bezeichnet.
Die Lebensdauer eines tropischen Wirbelsturms kann mehrere Tage betragen. Sobald der Wolkenwirbel auf Land oder eine kühle Meeresströmung trifft, wird die warme Feuchtluftzufuhr jedoch unterbrochen. Über Land wird der Sturm zusätzlich von der Bodenreibung gebremst. Das Tiefdruckgebiet schwächt sich ab und löst sich schliesslich auf. Tropische Wirbelstürme treten am häufigsten im Spätsommer auf, wenn die Aufwärmung der Ozeane am grössten ist. Auf der Nordhalbkugel ist dies im August und September, auf der Südhalbkugel im Februar und März der Fall.
› Tornados
Die Sog- und Druckkraft eines tropischen Wirbelsturms beschädigt hauptsächlich Gebäude und Autos. Die Kraft ist so gross, dass nicht genügend gesicherte Gebäude oft Totalschaden erleiden. Mitgerissene und herumfliegende Gegenstände verursachen weiteren Schaden
Tropische Wirbelstürme ziehen verheerende Folgeerscheinungen nach sich. Der Starkregen eines tropischen Wirbelsturms ist so heftig, dass Hochwasser ausgelöst werden kann oder die Gefahr für Rutschungen erhöht wird. Küstengebiete und Inseln sind durch tropische Wirbelstürme am meisten gefährdet. Sie sind nicht nur durch die Windkraft bedroht, sondern auch durch Überflutung und Küstenerosion, die ein tropischer Wirbelsturm durch Sturmflut und Wellenschlag auslösen kann. Auf hoher See können je nach Dauer und Intensität des Wirbelsturms bis zu 30 m hohe Wellen entstehen. Sie können der Schifffahrt, aber auch Offshore-Installationen wie beispielsweise Ölplattformen gefährlich werden.