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Peter Zanella (Director Retirement Services bei WillisTowersWatson) stellt in der Schweizer Personalvorsorge einen Vergleich unseres Vorsorgesystems mit dem Ausland an. Bei der 2. Säule ist ein vergleichsweise hoher Deckungsgrad zu registrieren, bei der AHV hingegen drohen Defizite. Zanella findet: Das Rentenalter muss an die gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität angepasst werden. Sein Fazit lautet:
In der Schweiz ist im Gegensatz zu den andern Ländern die berufliche Vorsorge obligatorisch und das Vorsorgevermögen muss zwingend separat vom Arbeitgeber geführt und kollektiv von einem verantwortlichen Stiftungsrat vorsichtig investiert werden. Dadurch gibt es das Problem von überforderten Versicherten nicht, die zwar in vielen Landen frei sind, ihr Vorsorgevermögen in ein Anlageprodukt ihrer Wahl zu investieren, aber vielfach auch in überteuerte Produkte anlegen.
Wir stellen auch fest, dass die Schweiz zu den Ländern gehört, die eine relativ generöse steuerliche Behandlung von Personalvorsorge betreibt. Dies hat zweifellos auch dazu geführt, dass sie zu den kapitalintensivsten Ländern gehört, woraus geschlossen werden kann, dass im Durchschnitt genügend hohe Pensionsleistungen für die Versicherten erbracht werden können.
Insgesamt lasst sich zusammenfassen, dass die Schweiz hinsichtlich Qualität wie auch Bedeutung ihres beruflichen Vorsorgesystems im Vergleich zu anderen Ländern gut dasteht. Verbesserungsbedarf besteht in Bezug auf die ausreichende Finanzierung der 1. Säule sowie bei den Leistungsparametern der 2. Säule. Zudem sollte das gesetzliche Rentenalter den ökonomischen Realitäten angepasst werden.