Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/727

Die zuständigen Stellen der Armee und des Zivilschutzes bringen den besonderen Anliegen der jüdischen Dienstpflichtigen viel Verständnis entgegen. In den meisten Fällen können die jüdischen Armee- und Zivilschutzangehörigen ihren religiösen Pflichten während des Dienstes nachkommen.
Die Armee anerkennt folgende jüdische Feiertage:
- Pessach
- Schawuot (Wochenfest)
- Rosch Haschana (Neujahrsfest)
- Jom Kippur (Versöhnungstag)
- Sukkot (Laubhüttenfest)
- Simchat Thora (Thora Freudenfest)
Detaillierte Auskunft bietet das «Merkblatt für jüdische Angehörige der Armee und des Zivilschutzes».
Die entsprechenden Feiertage beginnen am Vorabend eine Stunde vor Sonnenuntergang und enden am letzten Tag eine Stunde nach Sonnenuntergang, gemäss dem vom zuständigen Rabbinat veröffentlichten Kalender.
Koscherverpflegung im Militär
Den Angehörigen der Armee wird gemäss Ziffer 45 des Reglements 51.024d auf Gesuch gestattet, «die Mahlzeiten aus religiösen Gründen anderwärts einzunehmen». Wer sich so selber verköstigt, hat Anspruch auf Vergütung einer Entschädigung in bar gemäss Reglement 51.003d «Verwaltungsreglement».
Urlaub
Einem Urlaubsgesuch für besondere religiöse Feiertage wird in der Regel entsprochen. Ferner wird denjenigen, die den Sabbat heilig halten, nach Möglichkeit Urlaub gewährt, was mit Dienst am Sonntag zu kompensieren ist.
Bei Auftreten von Fragen oder irgendwelchen Unklarheiten steht das Ressort «Religiöse Angelegenheiten» des SIG den jüdischen Dienstpflichtigen gerne zur Verfügung.