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Burundi - Paradies und Hölle
Burundi (deutsch [buˈrʊndi] ist ein für afrikanische Verhältnisse dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika.
Er grenzt im Norden an Ruanda, im Osten und Süden an Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Im Index für menschliche Entwicklung der UNO liegt Burundi im Jahr 2013 auf Platz 180 von 187.
46 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 62 von 1000 Geburten (2007). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 50 Jahren. Durchschnittlich hat jede Familie sechs Kinder.
In Burundi gibt es entgegen gängigen Vorstellungen keine verschiedenen Völker oder ethnischen Gruppen, sondern ein Volk mit einer Sprache: Die Rundi. Sie teilen die gleichen burundischen Sitten und gehören dem gleichen sozialen und politischen Gefüge an. 85 % zählen sich zu den Hutu, die hauptsächlich die „einfache“, vorwiegend bäuerliche, Bevölkerung stellen. Zirka 14 % der Bevölkerung bezeichnen sich als Tutsi, den Rest bilden die Twa (Pygmäen mit 1 % Einwohneranteil).
Burundi ist ein typisches Agrarland. Der Lebensunterhalt von etwa 85 % der Einwohner ist von der Landwirtschaft abhängig. Angebaut werden vor allem Bananen, Maniok, Mais, Süsskartoffel, Reis und Gemüse, aber auch Hirse ist ein wichtiges Anbauprodukt.
Kaffee und Tee sind die wichtigsten Exportprodukte, wobei Burundi stark unter den niedrigen Weltmarkt-Kaffeepreisen der letzten Jahre litt.
Burundi hat einen relativ hohen Viehbestand, doch ist die Produktivität und die Verwertbarkeit gering. Exportiert werden lediglich Häute und Felle von Rindern, Ziegen und Schafen.
Fischerei ist vor allem auf dem Tanganjikasee möglich; dem Fischfang kommt angesichts des grossen Mangels an eiweisshaltiger Nahrung grosse Bedeutung zu.
Seit der Unabhängigkeit von Belgien im Jahr 1962 hat Burundi immer wieder lange Phasen blutiger Gewalt erlebt. Die Bevölkerungsstruktur ähnelt jener im benachbarten Ruanda – eine Tutsi-Minderheit steht einer lange Zeit benachteiligten Hutu-Mehrheit gegenüber. Zuletzt standen sich die beiden Gruppen zwischen 1993 und 2005 in einem Bürgerkrieg gegenüber, in dem 300’000 Menschen getötet wurden.
Burundi wird oft vergessen. Deshalb setzt sich die Stiftung burundikids schweiz als Hilfsorganisation genau hier ein.