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Wie der Australian Livestock Exporters Council (ALEC)vergangene Woche mitteilte, wurden alle betroffenen Schafhalter im Bundesstaat Westaustralien
darüber informiert, dass während der drei Sommermonate von Juni bis August auf der Nordhalbkugel keine Ausfuhren in die Staaten des Mittleren Ostens stattfinden werden.
„Der Handel mit lebenden Schafen in den Nahen Osten muss neu überdacht werden“, erklärte der ALEC-Vorsitzende Simon Crean. Es gehe darum, einen starken und lebensfähigen neunmonatigen Handel aufrechtzuerhalten und auszubauen, um die Zukunft der australischen Viehwirtschaft zu sichern. Crean bezog sich damit auf verschiedene politische Initiativen, die ein noch viel strikteres Verbot der Lebendausfuhr zum Ziel haben.
Unter anderem hat die Labour Opposition angekündigt, die Lebendviehexporte innerhalb von fünf Jahren zu beenden, falls sie im nächsten Jahr die Wahlen gewinnen sollte. Crean machte deutlich, dass der zeitweilige Exportstopp nur ein Teil von umfassenden Branchenreformen sei. So werde an Lösungen gearbeitet, mögliche Extremtemperaturen auf den Transportschiffen schneller zu erkennen und abzustellen.
Auch hätten sich die Schafexporteure bereit erklärt, ein Programm für Transparenz und Überwachung an Bord der Schiffe zu initiieren. Ausserdem seien alle ALEC-Mitglieder dazu verpflichtet, einen verbindlichen Verhaltenskodex einzuhalten, wobei Verstösse sanktioniert und öffentlich gemacht würden. Nach Angaben des Exportverbandes wurden von 2010 bis 2017 insgesamt 16,6 Millionen Schafe im Wert von 2,1 Mrd. AUD (1,505 Mrd. Fr.) von Australien in den Mittleren Osten verkauft. Der jährliche Umsatz von Juni bis August liegt bei etwa 55 Mio. AUD (40 Mio. Fr.). Crean geht davon aus, dass das Moratorium für die Exporteure zu finanziellen Verlusten führen wird. Dennoch müssten diese Einbußen für eine sichere Zukunft der Branche erbracht werden.