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Fussball - Die AC Bellinzona ist am Ende: Das Amtsgericht hat den Konkurs über den Tessiner Erstligisten verhängt.
Bellinzona taumelte seit Anfang Jahr am finanziellen Abgrund. Schon im April wurde der Konkurs verhängt, dank der aufschiebende Wirkung des damaligen Rekurs konnten die Tessiner immerhin noch die Saison in der Challenge League zu Ende spielen. Danach aber erhielt der Klub von der Swiss Football League keine Lizenz für die Challenge League und wurde zwangsrelegiert.
Jetzt kündigte Präsident Gabriele Giulini wieder Rekurs an. Er habe "starke Argumente", sagte der Italiener gegenüber Tessiner Medien. Glauben mag ihm keiner mehr. Zu oft hat Giulini die Tifosi vertröstet, ohne danach Fakten zu präsentieren. Das letzte juristische Manöver scheint mehr ein verlängertes Warten auf ein Wunder zu sein als ein effektiver Zeitgewinn, um Lösungen finden zu können, wie die Schuldenlast in Millionenhöhe abzutragen ist.
Am Mittwoch wird das Spiel in der 1. Liga Promotion gegen Kriens noch stattfinden. Am Freitag beraten dann die Spieler, ob sie, Rekurs hin oder her, am Wochenende zur Partie gegen Le Mont überhaupt noch antreten wollen. Sobald der Rekurs rechtskräftig ist, wird Bellinzona aus der Meisterschaft ausscheiden. Ein neu zu gründender Verein müsste im kommenden Sommer in der 5. Liga starten. Denkbar ist aber auch eine Fusion mit dem Nachbarn Biasca, der derzeit in der 2. Liga interregional spielt.
SDA-ATS