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Die US-Wirtschaft hat im Mai viel weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Jobaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten korrigiert. Dennoch sank die Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent im Vormonat auf 4,7 Prozent. Dies ist der tiefste Stand seit November 2007. Die Arbeitslöhne stiegen zum Vormonat wie erwartet um 0,2 Prozent. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben korrigiert. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne im Mai um 2,5 Prozent und damit genauso stark wie im April. Auch damit hatten Ökonomen gerechnet.
"Der Arbeitsmarktbericht fällt enttäuschend aus, auch weil die Erwerbsquote gesunken ist, wodurch der Rückgang der Arbeitslosenquote zu relativieren ist", kommentierte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg in einer ersten Reaktion. "Damit dürfte die Zinserhöhung im Juni endgültig vom Tisch sein. Die Märkte reduzieren entsprechend ihre Erwartungen", so Wortberg.
Unter den Einzelwerten stachen die Aktien der lateinamerikanischen Fluglinie Avianca mit einem vorbörslichen Gewinn von mehr als 27 Prozent heraus. Die US-Airlines United Continental und Delta interessieren sich laut einem Pressebericht für einen Einstieg bei Avianca. Berater von Avianca hätten bei möglichen Investoren um eine Kapitalspritze von einer halben Milliarde US-Dollar nachgefragt. Die Kapitalerhöhung könnte in einer Übernahme enden: Avianca ist einer der grössten Luftfahrtkonzerne Lateinamerikas und an der Börse derzeit rund 600 Millionen Dollar wert.
Der Kurznachrichtendienst Twitter und der Internetpionier Yahoo sprechen einem Pressebericht zufolge über die Möglichkeit einer Fusion oder Übernahme. Die Aktien beider Unternehmen zeigten sich zumindest vorbörslich nicht sehr empfänglich für diese Informationen: Twitter-Titel gewannen nur 0,1 Prozent, Yahoo-Anteilsscheine verbilligten sich um 0,3 Prozent.
Die Papiere des kanadischen Düngemittelkonzerns Potash verloren im vorbörslichen Handel zuletzt 1,8 Prozent. Ein Händler verwies auf einen Analystenkommentar, wonach China den Abschluss von Lieferverträgen mit den weltweit grössten Kaliproduzenten auch wegen hoher Lagerbestände hinauszögern könnte. Befürchtungen über weiterhin niedrige Kalipreise hatten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder auf den Kursen der Produzenten gelastet. Potash hatte erst Ende April nach einem schwachen Jahresstart seine Prognose wegen Preisdrucks bei Düngemitteln gesenkt./edh/fbr
(AWP)