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Der Umwandlungsverlust entsteht, wenn das angesparte Altersguthaben im BVG-Obligatorium in eine Rente umgewandelt wird. Dann kommt der gesetzlich vorgeschriebene Mindestumwandlungssatz von 6.8 Prozent zur Anwendung. Das heisst, dass aus einem Alterskapital von beispielsweise 100’000 Franken eine jährliche Rente von 6’800 Franken resultiert. Demnach ist das Kapital nach 14.7 Jahren aufgebraucht. Die durchschnittliche Restlebenserwartung ab Pensionszeitpunkt liegt jedoch bei 19.9 Jahren für Männer und 23.7 Jahren für Frauen (2018), Tendenz leicht steigend. Das Altersguthaben reicht somit nicht zur Deckung der Rentenzahlungen bis ans Lebensende. Ein Verlust ist vorprogrammiert (rot).
Kann das Kapital (orange) über den Pensionierungszeitpunkt hinaus gewinnbringend angelegt werden, was die Pensionskassen dank der kollektiven Anlagestrategie tun können, kann der Umwandlungsverlust reduziert werden. Um den Umwandlungsverlust gänzlich zu eliminierten, muss allerdings eine jährliche Rendite von rund 4 % erzielt werden, was im aktuellen Zinsumfeld nur möglich ist, wenn hohe Risiken eingegangen werden (vgl. BVG-Mindestzins). Die Risiken tragen wiederum nur die Erwerbstätigen, da die Renten garantiert sind.
Die Umwandlungsverluste im BVG-Obligatorium werden durch Minderverzinsung der Altersguthaben und durch schlechtere Leistungen im Überobligatorium querfinanziert. Es findet eine Umverteilung von den aktive Versicherten zu den Rentnern statt.