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Das Wichtigste in Kürze
- Südkorea hat Zweifel an Angaben Nordkoreas zum jüngsten angeblichen Test einer Hyperschall-Rakete.
Die Behauptungen Nordkoreas über die Fähigkeiten der Rakete einschliesslich ihrer Reichweite und ihrer seitlichen Flugbewegungen «scheinen übertrieben zu sein», teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Dabei kommt das Ministerium generell zu dem Schluss, dass das weitgehend abgeschottete Nachbarland noch nicht über die Technologie für einen Überschall-Flugkörper verfüge.
Nordkorea hatte zuvor von einem erfolgreichen zweiten Test einer Hyperschall-Rakete innerhalb von vier Monaten gesprochen. Beim jüngsten Test am Mittwoch habe die Rakete ein seitliches Manöver über 120 Kilometer ausgeführt und ein festgelegtes Ziel im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) in 700 Kilometer Entfernung getroffen. Laut Südkorea ergaben Analysen, dass die Rakete kürzer flog, bei einer Höhe von unter 50 Kilometern. Im Vergleich zum Raketenstart im September stelle der Test keinen technologischen Fortschritt dar.
Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitierte einen Beamten einer Verteidigungsbehörde mit den Worten, dass es sich bei der Rakete möglicherweise «um eine normale ballistische Rakete» gehandelt habe. Davon waren auch Südkorea und Japan nach dem Raketenstart zunächst ausgegangen. Im September habe Nordkorea hingegen eine Waffe getestet, die eher einem Hyperschall-Gleitflugkörper geähnelt habe.
UN-Resolution untersagen Nordkorea Tests von Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können. Auch Hyperschall-Raketen können potenziell eine Nuklearwaffe befördern. Diese Waffen sind als besonders schwer abzufangen, da sie mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen können.