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Die Beteiligung wird als "wesentlich" bezeichnet, aber nicht näher beziffert. Das Entwicklungsprojekt ist bisher von der Eskom of South Africa und der Industrial Development of South Africa getragen worden. Das Kugelhaufensystem wurde ursprünglich in den USA und in Deutschland entwickelt, wo während Jahren Prototypreaktoren in Betrieb standen. In Südafrika soll jetzt ein modularer Reaktor mit einer elektrischen Blockleistung von 110 MW und einer Auslegungslebensdauer von 40 Jahren bis zur industriellen Reife entwickelt werden. Der Bau einer Demonstrationseinheit soll nächstes Jahr beginnen, wenn die entsprechenden Bewilligungen der südafrikanischen Behörden vorliegen. Der kommerzielle Betrieb würde 2005 aufgenommen.
Der Kugelhaufenreaktor besteht aus einem stählernen Druckgefäss mit einer Innenbelegung aus Graphit als Moderator. Als Brennstoff werden Graphitkugeln in Tennisballgrösse - die sogenannten Pebbles - verwendet, in die Uranoxid eingeschlossen ist. Die Ladung besteht aus rund 440'000 Kugeln, von denen drei Viertel Uran enthalten und die anderen nur Graphit als Moderator. Zur Kühlung wird Helium verwendet. Die Temperatur des Heliums erreicht 950° C am Austritt. Der Strom wird über einen geschlossenen Kreislauf in einer Gasturbine erzeugt. Der Brennstoffwechsel erfolgt laufend während des Betriebs. Das Konzept bietet hohe passive Sicherheit. Die BNFL bezeichnet den Kugelhaufenreaktor als die "sicherste, sauberste und kostengünstigste nukleare Energiequelle der Zukunft". Seit der Übernahme von Westinghouse vermarktet die BNFL mit dem AP600-Reaktor auch ein passiv sicheres Druckwassersystem.
Quelle
P.B nach BNFL-Pressemitteilung, 13. Juni 2000