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Religion und Menschenrechte – Schutz oder Widerspruch?
Factsheet: Rechtsprechung des EGMR zur Religionsfreiheit
Wie beurteilt der EGMR religiös begründete Schuldispense oder ein Kopftuchverbot? Das SKMR-Factsheet zeigt: Der EGMR lässt den Staaten bei Einschränkungen der Religionsfreiheit einen grossen Handlungsspielraum.
Darf der Staat in öffentlichen Schulen Kruzifixe aufhängen? Er darf, sagt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Das Kreuz an der Wand sei nur ein Symbol und übe keinen religiösen Einfluss aus. Das Bundesgericht hingegen urteilte bereits 1990, ein Kreuz im Klassenzimmer verletze die Religionsfreiheit der Schülerinnen und Schüler. Der Staat dürfe keine Verbundenheit zu einer bestimmten Konfession zeigen.
Das Factsheet "Die Rechtsprechung des EGMR zur Religionsfreiheit" erläutert dieses und weitere Beispiele aus der Rechtsprechung zu religiös begründeten Schuldispensen (Schwimmunterricht, Sexualkunde), Kopftuch und Vollverschleierung in der Öffentlichkeit sowie zum schweizerischen Minarettverbot. Es listet entsprechende Urteile aus den letzten Jahren auf und vergleicht die Rechtsprechung des EGMR und des Bundesgerichts.
Podiumsdiskussion
Ob Religion und Menschenrechte einander gegenseitig stärken oder ob sie sogar zueinander im Widerspruch stehen, wird am 12. Dezember 2018 an einer vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindeverbund SIG und dem SKMR gemeinsam organisierten Podiumsdiskussion "Menschenrechte und Religion – Konsens oder Widerspruch?" thematisiert.
05.11.2018