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Mobiltelefon
Funkwellen von Mobiltelefonen
Die Mobiltelefonie läuft über einen Austausch von Mikrowellen (elektromagnetische Wellen) zwischen den tragbaren Telefonapparaten und den Vermittlungsantennen auf Gebäuden und im Gelände. Die Strahlung von Telefonen und Antennen variiert je nach Benutzung und Gesprächsbedingungen.
Um diese Wellen sichtbar zu machen, berühren Sie das Gebäude und die Antenne, anschliessend die Tasten und das Display dieses "Vintage"-Telefons.
Begrenzte Anzahl Anrufe
Eine Antenne kann nicht mehr als etwa hundert Telefongespräche gleichzeitig übertragen. Weil aber Anzahl und Dauer der Anrufe jährlich steigen, beantragen die Mobilfunkanbieter bei den Kantonen Bewilligungen zur Installation zusätzlicher Antennen.
Antennen unter Kontrolle
Auf den Dächern von Wohngebäuden werden die Antennen hoch auf einem Mast angebracht, damit ihre Mikrowellen gemäss der Bundesverordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) die Bewohner, die ihnen am nächsten sind, nur sehr schwach erreichen. Vor der Installation oder Anpassung einer Antenne überprüfen die Kantone, dass sie die von der NISV festgesetzten Grenzwerte einhalten, die viel tiefer angesetzt sind als diejenigen der europäischen Union.
Auf Warteposition
Wartet das Mobiltelefon auf Anrufe, sendet es jede Viertelstunde mit voller Leistung Mikrowellen-Impulse aus, um dem Funknetz seine Position durchzugeben. Beim Autofahren werden die Impulse stärker, da das Telefon die Bezugsantennen wechselt. Die Antennen selbst senden ebenfalls Impulse aus, allerdings in konstanter Stärke.
Bei Anrufen
Das Mobiltelefon sendet während einem Achtel der Zeit der Gesprächsdauer Impulse aus, während die Antenne zusätzlich zum Basis-Signal weitere Impulse hinzufügt. Je mehr Häuser und andere Hindernisse zwischen Mobiltelefon und Antenne liegen, desto mehr verstärken sie die Leistung, um die Verständigungsschwierigkeiten zu kompensieren. Die Strahlung der Antenne ist kontinuierlich. Ihre schwache Strahlung betrifft den gesamten Körper, während die Strahlung des Mobiltelefons hauptsächlich den Kopf betrifft. Allerdings sendet das Mobiltelefon gepulste und viel energiereichere Strahlen aus.
Im Spiele-Modus
Wie im "Warte-Modus" sendet das Mobiltelefon auch im Spiele-Modus jede Viertelstunde Mikrowellen-Impulse mit voller Leistung aus, um der Antenne seine Position zu signalisieren. Beim Autofahren werden die Impulse stärker, da das Telefon die Bezugsantennen wechseln muss.
Im SMS-Modus
Während man die Mitteilungen (SMS) verfasst, befindet sich das Mobiltelefon im Wartemodus, das heisst, es sendet jede Viertelstunde Mikrowellen-Impulse aus (beim Autofahren sind es mehr). Im Moment, in dem die Nachricht gesendet wird, kommt während weniger als einer Sekunde eine Kommunikation mit der Antenne zustande.
Ausgeschaltet
Das ausgeschaltete Mobiltelefon gibt keine elektromagnetischen Strahlen ab. Die Antenne hingegen sendet kontinuierlich gepulste Basis-Signale aus, sofern sie nicht gerade von anderen Benutzern beansprucht wird.
Die Antennen geben während der Nacht weniger Strahlung ab als tagsüber, denn nachts wird weniger telefoniert.
Vorsichtsmassnahmen
Mikrowellen versetzen Wassermoleküle in Bewegung – dieses Prinzip wird auch im Mikrowellen-Ofen verwendet, um Lebensmittel zu erwärmen. Deshalb erwärmt das Mobiltelefon leicht die Seite des Kopfes, an der es gehalten wird. Gibt es Schwierigkeiten mit der Verbindung zur Antenne, wird die Mikrowellen-Strahlung erhöht. Hier einige Ratschläge, wie Sie Ihre Strahlenexposition begrenzen können:
- Wählen Sie ein Mobiltelefon mit schwacher Strahlung (die Angabe der Strahlung ist für neue Geräte obligatorisch).
- Benutzen Sie so oft wie möglich eine Sprechgarnitur (Freisprecheinrichtung).
- Telefonieren Sie in geschlossenen Räumen nahe beim Fenster und halten Sie dabei das Telefon gegen die Aussenseite des Gebäudes.
Aber abgesehen davon besteht die grösste Gefahr für Sie, wenn Sie beim Autofahren telefonieren: Es ist zu recht verboten worden, denn die Konzentration auf den Strassenverkehr sinkt nachweislich, wenn am Steuer telefoniert wird – und die Unfallgefahr steigt stark an.