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Geburtsort: São Paulo
Geburtsdatum: 25/04/1981
Wohnort: Monaco
Einstiegsjahr in die Formel-1: 2002
Körpergewicht: 59 kg
Grösse: 1,66 m
Rennstall: Williams-Mercedes
BIOGRAFIE
Felipe begann seine Formel-1 Debüt-Saison 2002 bei Sauber-Petronas als Team-Kollege von Nick Heidfeld, dem F3000-Champion von 1999. Weil er zeigen wollte, wie schnell er sein konnte, machte Massa einige Fehler und wurde bei vielen Gelegenheiten aus der Bahn getragen. Es gelang ihm, 4 Punkte für die Weltmeisterschaft einzufahren, inklusive einen 5. Platz beim Rennen um den Grossen Preis von Spanien in Catalunia zu belegen. Gegen Ende der Saison wurde er mit einer Strafe für den Grand Prix der USA belegt, deshalb stellte Sauber Heinz-Harald Frentzen wieder auf, seinen vorherigen Fahrer. Felipe kam für das Rennen in Suzuka zurück, aber Frentzen war da schon wieder als Heidfelds Team-Kamerad für 2003 engagiert. Und als man ihm auch bei Jordan keinen Fahrersitz anbieten wollte, ging Massa zu Ferrari als Testfahrer.
Nachdem er das italienische Team beeindruckt hatte, und alle Anzeichen dafür sprachen, dass er seine Fehlerrate nun hinter sich hatte, nahm man Felipe Massa beim Sauber-Team wieder gnädig für 2004 auf – an der Seite von Giancarlo Fisichella. Er brachte eine gute Saison zustande, erreichte 12 von den 34 Team-Punkten – mit einem Höhepunkt: erstmals in seiner Karriere einen 4ten Platz beim Grand Prix von Belgien! Fisichella war in der Regel schneller als sein brasilianischer Team-Partner, jedoch zeigte ihm Felipe auch mal hie und da, was in ihm steckte. 2005 blieb er noch bei Sauber, aber in jener unglücklichen Saison gelangen ihm keine Punkte, Er schaffte es, den zweiten Fahrer, Jaques Villenueve im Lauf eines Jahres an durchschnittlicher Geschwindigkeit abzuhängen, obwohl der Weltmeister von 1997 oft gegen Ende des Jahres 2005 der Schnellere von beiden war. Für die Saison 2006 ging Massa zu Ferrari, an der Seite von Michael Schuhmacher.
Bei Ferrari hatte er einen guten Start – er kam auf den zweiten Platz beim Eröffnungsrennen in Bahrain – schaffte es in Malaysia von ganz hinten (dem 21. Platz) auf den 5ten zu kommen, und überholte sogar Michael Schuhmacher auf dem 14!! Allerdings, sowohl am Samstag beim Kampf um die Pole-Position als auch am Sonntag beim Rennen selbst, schien seine Tendenz zum Schleudern wieder anzufangen: um ein Haar verfehlte er dabei den eventuellen Gewinner des Rennens, Fernando Alonso. Und er verstärkte seine Reputation als “junger Wilder“ noch beim australischen GP, als er seinen Ferrari bei der Qualifikation kaputt fuhr und beim Rennen am nächsten Tag mit dem reparierten Wagen erneut in der ersten Kurve mit Christian Klien und Nico Rosberg kollidierte.
Es folgte das erste Podium seiner Kariere auf dem Nürburgring – hinter Michael Schumacher und Alonso – und dann fuhr er die schnellste Runde in Barcelona. Von da an gelang es ihm, viele seiner Fahrfehler in den Griff zu bekommen, und er lieferte Michael Schuhmacher ein exzellentes Backup während dessen Kampagne um den Weltmeisterschaftstitel – dabei gelangen Felipe drei weitere Podiums-Positionen: in USA, Frankreich und Deutschland. Er sicherte sich seine erste F-1 Pole-Position und seinen ersten F-1 Sieg beim türkischen Grand Prix in Istanbul. Seine zukünftige Position bei Ferrari wurde durch den Rücktritt von Michael Schuhmacher am 10. September 2006 gefestigt – ab 2007 wird er der Team-Kamerad von Kimi Räikkönen im Ferrari-Team. Am 22. Oktober gewinnt Felipe Masse seinen Heimat-Grand-Prix in Brasilien (2006), dies war der zweite Sieg in seiner Karriere, und zum ersten Mal seit Senna 1993, dass wieder ein brasilianischer Pilot in Interlagos siegte!
2008 entwickelte sich nach einem missglückten Start zusehends zum erfolgreichsten Jahr seiner Karriere. So konnte Felipe einerseits insgesamt 6 Siege einfahren und zwar in Bahrain, der Türkei, in Magny-Cours, Valencia, in Spa-Francorchamps Belgien, und zum 2-Mal an seinem Heimrennen in São Paulo. Andrerseits verpasste er aufgrund Team- und Technikfehler wertvolle Punkte, die ihm an der Endabrechnung um die Weltmeisterschaften fehlten. So fehlte ihm nur ein einziger Punkt zum Weltmeistertitel, und es wurde nichts mit dem ersten Titelgewinn eines Brasilianers, 17 Jahre nach dem letzten WM-Gewinn durch Ayrton Senna.
Bei folgenden Teams war/ist Felipe Massa als Fahrer verpflichtet:
Williams-Mercedes (2014 bis 2016)
Scuderia Ferrari (2006 bis 2013)
Sauber Petronas (2002, 2004–2005)
Felipe Massa interessiert sich für Autorennen, nachdem er beim brasilianischen GP Pizzas abgeliefert hat – da war er sieben Jahre alt. Mit 8 Jahren begann er Go-Kart-Rennen zu fahren.
Im Jahr 1998 fährt Felipe in der Formel-Chevrolet, er beendet die Meisterschaft auf dem fünften Platz. Im darauf folgenden Jahr (1999) gewinnt er die Meisterschaft der gleichen Formel.
Im Jahr 2000 – Felipe Massa fährt Rennen in Europa und gewinnt die italienische Formel-Renault und die europäische Formel-Renault – zwei Meisterschaften im selben Jahr.
Im Jahr 2002 bietet ihm Peter Sauber einen F-1 Test mit seinem Team an. Dann gab er ihm einen Vertrag und Felipe blieb bei Sauber bis zum Ende der Saison 2005.
2006 geht Felipe zu Ferrari als Michael Schuhmachers Team-Kollege.
Felipe stand zum ersten Mal auf einem Formel-1-Podium auf dem Nürburgring im Jahr 2006, als er für Ferrari fuhr. Seine erste Pole-Position und sein erster Sieg kamen dann noch im gleichen Jahr beim Grand-Prix der Türkei.
Am 22. Oktober 2006 gewann Massa seinen heimatlichen Grand-Prix in Brasilien. Dies war sein zweiter Sieg in seiner F-1 Karriere und seit Ayrton Senna 1993 zum ersten Mal wieder, dass ein Brasilianer in seiner Heimat das Rennen in Interlagos gewann.
Felipe Massa ist wahrscheinlich der erste F-1 Fahrer, dessen Leben durch die HANS-Vorrichtung gerettet wurde. 2004 versagten seine Bremsen in einer Haarnadelkurve in Montreal. Untersuchungen haben ergeben, dass er ohne diese Vorrichtung unter den gegebenen Umständen ohne Bremsen nicht überlebt haben könnte – aber Felipe blieb unverletzt. Im Mai 2007 bekam Felipe die Lorenz-Bandini-Trophäe. Dieser Preis wird traditionell an einen F-1 Fahrer vergeben, der sich in der vorausgehenden Saison besonders hervorgetan hat. Der Preis ist nach dem ehemaligen Ferrari-Fahrer Baldini benannt, der bei einem schweren Crash in Monaco (1967) im Feuer seines Wagens verbrannte.
Während des Europa-Grand-Prix 2007 ehrte Felipe Massa das Andenken an seine Landsleute, die beim grössten Flugzeugunglück Brasiliens ums Leben kamen: Er fuhr mir einer schwarzen Markierung auf seinem Helm und trug einen schwarzen Trauerflor um seinen Linken Oberarm, eine Anteilnahme der 191 Personen, die bei diesem Unglück auf dem Congonhas-Flughafen in São Paulo im Juli 2007 umgekommen waren.
Felipe heiratete Rafaela Bassi im November 2007 in seiner Heimatstadt São Paulo. Nach der kirchlichen Trauung kamen 800 Gäste zum Fest, inklusive die folgenden Renn-Kameraden: Rubens Barrichello, Tony Kanaan und Antonio Pizzonia. Ferrari-Boss Jean Todt war ebenfalls anwesend.
Felipe spendete einen Satz seiner Renn-Overalls für eine eBay-Auktion, welche “Minnie´s Party“ angeschlossen war – ein Wohltätigkeitsabend, der von seinem Renn-Ingenieur Rob Smedley organisiert worden war. Die Smedleys hatten dies organisiert, nachdem sie ihre Tochter Minnie im Jahr davor auf tragische Weise verloren hatten.
Felipe Massa hat den Weltmeistertitel 2008 sprichwörtlich auf der Zielgeraden verloren. Er gewann zwar auch seinen 3 Heim-Grand-Prix überlegen, musste sich jedoch am Ende mit einem 1 Punkt Rückstand in der Gesamtwertung (97:98) dem Briten Lewis Hamilton geschlagen geben, Massa, der im vergangenen Jahr in der Gesamtwertung Vierter wurde, hat sich jedoch endgültig in die Herzen der brasilianischen Fans gefahren und ist für viele der wahre Weltmeister Zu Beginn der Saison noch mit Gleichgültigkeit betrachtet, nach seiner Karussellfahrt fahrt in Silverstone (5 Dreher) belächelt, nach Singapur und dem Tankrüsseldebakel verhöhnt – allerdings auch bemitleidet nach dem Ausfall in Budapest – ist er nun für die brasilianischen Medien ein “toller Fahrer in einem tollen Team“. Und von dem nur 1,66m grossen Felipão, der nach Meinung vieler mehr aufgrund seines Teams sowie der Technik und weniger aufgrund eigener Fahrleistung nur Vizeweltmeister wurde, ist hoffentlich noch viel zu erwarten.
Schwerer Unfall beim Qualifying zum GP von Ungarn am 25. Juli 2009
Felipe Massa erlitt beim Unfall einen Schnitt an der Stirn, einen Knochenbruch am Schädel und eine Gehirnerschütterung. Er war mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden, wo er am Abend operiert und dann in ein künstliches Koma gelegt wurde. Der medizinischer Direktor der Klinik in Budapest, sagte an der Pressekonferenz, Massas Zustand sei „lebensbedrohlich, aber stabil“.
Felipe war in der Schlussphase des zweiten Qualifying-Abschnitts ausgangs Kurve 4 frontal in einen Reifenstapel gefahren, nachdem ihn bei Tempo 190 eine rund 800 Gramm schwere Stahlfeder am Helm getroffen und er das Bewusstsein verloren hatte.
2013 fährt Felipe seine achte Formel-1-Saison für Ferrari. Es reichte ihm in diesem Jahr für einen vierten Rang beim Grossen Preis von Australien und einen dritten Rang beim Grossen Preis von Spanien. Am Saisonende lag er auf dem achten Platz mit insgesamt 112 Punkten. Der Vertag bei Ferrari endet zum Ende der Saison 2013 und wurde nicht mehr verlängert.
Felipe Massa ging von 2014 bis 2016 für Williams-Mercedes an den Start. Zum Fahrerduo bei Williams gehörte neben Massa der Finne Valtteri Bottas.
Felipe gab am 1. September 2016 sein Karriereende zum Saisonende in der Formel-1-Weltmeisterschaft bekannt.