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Die mandelförmige, etwa fünf Zentimeter lange Bohne ist der Same einer mangoähnlichen Frucht, die vorwiegend in Venezuela und Nigeria an sehr hohen Bäumen gedeiht. Nach der Ernte werden die Tonkabohnen in Rum eingelegt, getrocknet und fermentiert, was ihnen ein dunkles, runzliges Aussehen und das typische Aroma verleiht. In Südamerika wird die Tonkabohne in der Medizin und als Glücksbringer eingesetzt, in der hiesigen Gastronomie schätzt man ihr betörendes Aroma, das am ehesten als eine Mischung von Vanille, Buttercaramel, Bittermandel, Waldmeister und Mokka beschrieben werden kann. So lässt sich die Tonkabohne überall dort einsetzen, wo auch Vanille passt. Also nicht bloss in süssen Gerichten, sondern auch in der Fischküche oder in Kürbissuppen, Kartoffelstock, Sauerkraut und und und. Die Kehrseite der Medaille: Tonkabohnen enthalten Cumarin, ein in der Natur verbreiteter sekundärer Pflanzenstoff, der in grösseren Mengen zu Leberschäden führen kann und die Bohne vor einiger Zeit in die Presse brachte. Allerdings ist es auch hier die Menge, die das Gift macht. Da Tonkabohnen sehr aromaintensiv sind und nicht gerade zu den Grundnahrungsmitteln gehören, darf man sie sorgenfrei geniessen.