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«Das Gras war noch nass und an einer der steilsten Stellen rutsche ich aus. Dann ging alles rasend schnell Nach nur sechs oder sieben Metern war der Flug vorbei. Ich war zutiefst erschreckt, aber ich war bei Bewusstsein, lag auf dem Rücken und reagierte so, wie jeder in einer solchen Situation reagieren würde: Ich wollte sofort wieder aufstehen. Nur: Das ging nicht. Die Beine liessen sich nicht bewegen.» Das war vor 43 Jahren. Für den 20-jährigen passionierten Sportler Heinz Frei begann ein neues Leben. Er musste lernen, sich ohne Hilfe anzuziehen, mit viel Geduld und Disziplin selbstständig zu werden. Der Sport, der für ihn vorbei schien, öffnete ihm die Tür in eine neue Freiheit. Und die lebte er aus. Er wurde zum erfolgreichsten paralympischen Sportler der Geschichte. Auch mit 63 gehört er noch zu den Besten der Welt.
Autorentext
Heinz Frei (*1958) gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Sportlern aller Zeiten. Die Erfolge des dreifachen Weltrekordhalters, der als 20-Jähriger bei einem Berglauf verunglückte, sprechen Bände: 15 Goldmedaillen an Paralympics in drei Sportarten (Leichtathletik, Handbike, Langlauf), 14 Weltmeistertitel (Handbike und Leichtathletik) und 112 Marathonsiege. Dazu kommen 19 Silber- und Bronzemedaillen an Paralympics und etliche an Weltund Europameisterschaften. Im letzten Herbst wurde er zum besten paralympischen Sportler der letzten 70 Jahre gewählt. Auch mit 63 gehört er noch zu den Besten der Welt.
Martin Born, geboren 1947, stieg mit der Handelsmatur in der Tasche 1968 als Genfer Mitarbeiter des «Sport» in den Sportjournalismus ein. Von 1981 bis 1978 war er Redaktor beim «Sport1». Danach wechselte er zum «Tages-Anzeiger» und kehrte 1989 als Chefredaktor zum «Sport» zurück, für den er ab 1993 als Chefreporter tätig war. Ab Herbst 1999 bis zu seiner schleichenden Pensionierung arbeitete er als freier Journalist mit den Schwerpunkten Radsport und Ski. Im AS Verlag veröffentlichte er Bildbände über Hugo Koblet, Ferdy Kübler, die Tour de Suisse sowie die Lauberhorn-Rennen.