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Motoren!
Die ersten Versuche, den Filmtransport und den Verschlussaufzug zu motorisieren, um die Bildfolge zu erhöhen, ging auf das frühe 20. Jahrhundert zurück. Jedoch erst in den 1960er Jahren wurden solche marktreifen Konstruktionen von verschiedenen Herstellern, darunter auch japanische, angegangen.
Die erste Kamera, die über einen motorgetriebenen Filmtransport verfügte, war die Pascal im Jahre 1899, die für den Konstrukteur François Pascal aus Lyon patentiert wurde. Diese Box mit integriertem Federwerkmotor konnte ein Dutzend Bilder nacheinander aufnehmen mit einer Sequenz von 3 bis 4 Bilder pro Sekunde. Bei Auslösen öffnet und schliesst sich der Verschluss, bevor der Film um ein Bildfeld weiter transportiert wird. Verschiedene Kamerahersteller befassten sich in der Folge mit ähnlichen Lösungen, ohne im Markt grosses bewegt zu haben.
Der Deutsche Otto Berning bringt 1934 die Robot auf den Markt, die sehr kompakt ist und einen Federwerkmotor besitzt, welcher einen Zahnkranz antreibt, der in die Filmperforation eingreift. 1936 zeigt Leica ebenfalls einen Motoransatz, der mit einem Federwerkmotor funktioniert, von dem 1939 eine elektrische Variante angeboten wird.
In den 1960er Jahren gelangen solche Motoransätze von praktisch allen Anbietern von Kleinbildkameras in Mode, um so schnellere Bildfolgen aufnehmen zu können, Der Fotograf kann mit dem motorisierten Filmtransport Aufnahmen in kürzerer Frequenz erzielen, um den besten Schuss eines Ereignisses hinterher auszusuchen. Je nach Dauer des Ereignisses und der gewählten Bildfolge kann so schnell ein ganzer Film geopfert werden.
Illustration:
Spiegelreflexkamera Alpa Reflex Modell 10d, Pignons AG, Ballaigues, Schweiz, 1968-1974,
ausgestattet mit einem Tenmotor mit einer Vorrichtung, welche direkt auf den Spannhebel des Gehäuses wirkt