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Feldenkrais-Methode
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Die Feldenkrais-Methode ist eine körperorientierte Lernmethode, bei der man lernt, die eigenen Bewegungsabläufe bewusst wahrzunehmen und körperliche und geistige Funktionen zu verbessern.
Die Methode trägt den Namen ihres Begründers, des israelischen Physikers und Ingenieurs Moshe Feldenkrais (1904-1984). Er beschäftigte sich mit verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten wie Neurophysiologie, Biomechanik, Verhaltensforschung, Psychologie und Pädagogik und war ausserdem ein begeisterter Judosportler. Eine Knieverletzung, bei der wenig Aussicht auf Heilung bestand, brachte Feldenkrais dazu, sein Bewegungsverhalten zu beobachten und schliesslich eine eigene Technik zu entwickeln, mit deren Hilfe er wieder schmerzfrei gehen konnte. Diese Erfahrungen veranlassten ihn, sich intensiv mit der Statik und Dynamik der menschlichen Bewegungen und dem Vorgang des Lernens auseinanderzusetzen. Im Jahr 1968 erschien in den USA das erste Buch, in dem er seine Methode vorstellte, kurze Zeit später bildete er die ersten Feldenkrais-Lehrer aus. Inzwischen ist die Feldenkrais-Methode vor allem im englischsprachigen Ausland, aber auch in ganz Europa weit verbreitet. Neben verschiedenen nationalen Verbänden gibt es eine internationale Dachorganisation, die „International Feldenkrais Federation IFF“.
Für Moshe Feldenkrais galt das Prinzip: Bewegungsmuster sind Lebensmuster. Wie ein Mensch sich bewegt, wie er spricht, wie er auftritt, welche Gestik oder Gebärden er an den Tag legt, dies alles ist ein Ausdruck seines Selbstbilds und der Persönlichkeit. Die Körperhaltung ist jedoch kein statischer, sondern ein dynamischer Prozess: Auch Denkmuster und Verhaltensweisen, die ein Mensch im Lauf seines Lebens erwirbt, beeinflussen seine Körperhaltung und seine Bewegungen.
Im Feldenkrais-Unterricht lernt der Schüler, seine Bewegungsmuster bewusst wahrzunehmen und zu erkennen, welche geistigen und seelischen Prozesse ihnen zugrunde liegen. Diese bewusste Wahrnehmung ermöglicht es ihm, alltägliche Bewegungsabläufe zu verändern und Neues zu lernen. Da Bewegung, Gefühl und Denken eng miteinander verknüpft sind, kann durch dieses Umlernen auch der seelische und geistige Zustand verändert werden.
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