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Die Arbeit mit den „Anderen“
Postkoloniale Theorie und ihr Beitrag zu einer differenzsensiblen, macht- und herrschaftskritischen Sozialen Arbeit
Die (Re-)Produktion von Differenzen ist ein konstitutives Merkmal der Sozialen Arbeit, da der Ausgangspunkt für sozialarbeiterische sowie -pädagogische Interventionen immer die „Andersheit“ ihrer Adressat*innen ist. „Andersheit“ entsteht durch Normen, die vorgeben, wie optimale oder abweichende Eigenschaften sowie Verhaltensweisen von Menschen auszusehen haben. Die Soziale Arbeit orientiert sich an diesen Normen und arbeitet mit Menschen, die von diesen abweichen. Das macht sie zu einer Arbeit mit den „Anderen“. Da jegliche Normen in ein Macht- und Herrschaftsverhältnis eingebettet sind, gilt es, die hegemonialen Wirkungen respektive die Konstruktion von „Andersheit“ einer kritischen Reflexion zu unterziehen, wofür sich diese Arbeit der postkoloniale Theorie bedient. Postkoloniale Konzepte bewahren vor einer eurozentristischen Verengung des Blicks auf Diskriminierungsprozesse und zeigen auf, wie koloniale Muster auch in der Sozialen Arbeit wirken.
Diese Bachelor Thesis fragt nach dem Beitrag der postkolonialen Theorie für die Profession und Disziplin der Soziale Arbeit. Sie kommt zum Schluss, dass eine Auseinandersetzung mit den Konzepten und Darlegungen der postkolonialen Theorie, ein kritisches und sensibles Verständnis für den Umgang mit Differenz und für die Arbeit innerhalb der hegemonialen Macht- und Herrschaftsverhältnisse bietet.