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Die Organisation
Die Gründung des Netzwerkes Manjeen Handicrafts geht auf die Initiative einer jungen Frau zurück, die aus einer armen, vom Land her nach Delhi zugezogenen Familie stammt, als Heimarbeiterin die Ausbeutung durch Zwischenhändler erlebt, doch dann - dank ihrer Anstellung bei Tara (claro code 262) - eine Alternative kennengelernt hatte. Mit dem Ziel, auch anderen Frauen zu neuen Lebensperspektiven zu verhelfen, unterstützte sie - zunächst auf ehrenamtlicher Basis - ein paar Frauen bei der Produktion und Vermarktung von Schmuck. Um dabei nicht mehr vom einheimischen Zwischenhandel abzuhängen, lancierte sie in der Folge eine eigene Organisation, Manjeen Handicrafts, und knüpfte Kontakte zu europäischen Fair-Handelsorganisationen. Seither vermittelt sie den ProduzentInnen nebst neuen Designs und Techniken (z.B. zur Berücksichtigung ökologischer Kriterien oder zur Qualitätsverbesserung) auch die Prinzipien des Fairen Handels. Mit 3 MitarbeiterInnen (darunter der Gründerin) und 3-4 Angestellten ist Manjeen Handicrafts zwar eine sehr kleine Organisation, doch betreut sie mittlerweile in Delhi und den nördlichen Bundesstaaten Uttar Pradesh, Bihar und Rajasthan bereits 12 Gruppen mit 159 Mitgliedern. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Angehörige von - vielfach landlosen - Familien, die mangels Einkommen aus der kleinbäuerlichen Landwirtschaft nach Delhi gezogen oder in ihrem angestammten Dorf auf einen Zusatzverdienst angewiesen sind. Alle Mitglieder des "Netzwerkes & gemeinsamen Unternehmens marginalisierter HandwerkerInnen“ (Marginalised Artisan's Network & Joint Endeavour) sind im Koordinations-Komitee vertreten und beteiligen sich z.B. an der Preiskalkulation. Im Übrigen tritt Manjeen Handicrafts für die Abschaffung der Kinderarbeit ein und will, nach der geplanten Gründung einer NGO zur Durchführung von Ausbildungs- und Entwicklungsprogrammen, auch den Schulbesuch der Kinder, insbesondere der Mädchen, gezielt fördern.
Das Produkt
claro bietet als erstes eine Auswahl an Glasperlen- und Kunstharzschmuck an. Für die Herstellung der Glasperlen-Ketten sorgt die Frauengruppe Khewai, für den Kunstharz-Schmuck der Kleinbetrieb Lakh Art & Craft.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Unterstützung beim Aufbau von Handwerksgruppen und deren Vernetzung
- Einkommensbeschaffung für marginalisierte Familien
- Gezielte Förderung von Frauen und Kindern