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Kolumbien fördert eine Politik, welche Energieprojekte und den Abbau von Bodenschätzen begünstigt. Bauernfamilien lernen deshalb, ihre Rechte einzufordern.
Die Partnerorganisation Vicaría del Sur, ist eine Organisation der katholischen Kirche der Diözese Florencia. Sie berät Bauernfamilien im Süden des Departements Caquetá.
Der nationale Entwicklungsplan in Kolumbien fördert eine Politik, welche Energieprojekte und den Abbau von Bodenschätzen begünstigt. Bei vielen Familien sind jedoch die Besitzverhältnisse des Bodens, den sie bebauen, nicht geklärt. Deshalb werden Bauernfamilien in der Region dabei unterstützt, ihre Rechte auf Nahrung und Boden einzufordern.
Diese Arbeit wird immer wieder erschwert durch Vertreibungen, die Präsenz bewaffneter Gruppen und illegalem Anbau von Koka.
Auch das Thema Gewalt in der Familie wird thematisiert
Vicaría del Sur betreut die Bauernfamilien auf mehreren Ebenen. Ausgehend von einem christlichen Engagement und der Vision eines würdigen Lebens werden durch die Aktivitäten des Projekts auch soziale Aspekte gefördert, welche Gesundheit und soziale Beziehungen verbessern sowie Bürgerrechten zum Durchbruch verhelfen.
Die Mitarbeitenden von Vicaría del Sur besuchen Familien auf ihren Bauernhöfen und beraten sie vor Ort. In Workshops lernen Bäuerinnen und Bauern zudem, wie sie viele verschiedene Nahrungsmittel auf ihren Feldern anbauen können, um so ihre Ernährung zu verbessern.
Sie wenden dabei agrarökologische Methoden an, die das Saatgut erhalten und sie lernen, wie sie sich an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Die Haushaltsbudgets der Familien erhöhen sich durch den Erlös aus der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, durch den Zugang zum Markt und durch Sparbemühungen.
Indem das Thema Gewalt in der Familie thematisiert wird, verbessern sich auch die Beziehungen zwischen Frauen und Männern. Schliesslich werden die Kleinbauernfamilien darin gestärkt, damit sie ihre Bürgerrechte sowie das Recht auf Nahrung, Wasser und Land selbst vertreten und verteidigen können.