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Sakatalscher
Kreis, [* 2] Verwaltungsbezirk der russ. Statthalterschaft Kaukasien, 3980 qkm (72 QM.) groß mit (1870) 68,839 Einw. (Awaren, dann Grusiner, Tataren), liegt zwischen dem Großen Kaukasus und dem größten Teil des Unterlaufs des Alasan, bildet geographisch und ethnographisch einen Teil Kachetiens. Das Gebiet wird gegen Nord- und Ostwinde durch den Kaukasus geschützt, ist reich bewässert und mit üppiger Vegetation bedeckt und bildet einen Teil jener weiten Landstrecke, welche sich von den südlichen Vorbergen des Kaukasus in südöstlicher Richtung hinzieht, und in der die Seidenzucht blüht.
Die grusischen Urbewohner wurden von den eindringenden Lesghinen unterworfen und nahmen zum Teil den Islam an. Im W. setzten sich Awaren, im SO. Zachuren fest. In diesem Teil trat das Jelissniskische Sultanat auf, so nach der Residenz des Sultans genannt. Die Russen bildeten dann aus diesem Gebiet das Tshar-Belokauskische Gebiet, unter demselben stand auch das Jelissniskische Sultanat. Längs des Gebiets und Kachetiens wurde die lesghinische Kordonlinie gegen die Überfälle der Lesghier errichtet.