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Bangladesch
Bangladesch ist ein katastrophenanfälliges Land mit einer Fläche von etwa 148'460 Quadratkilometern und einer Bevölkerung von rund 164,1 Millionen Menschen. Das Land liegt in den Tropen und ist Teil des grössten Flussdeltas der Welt, das von den mächtigen Flüssen Ganges, Brahamaputra und Meghna gebildet wird. Bangladesch hat eine geografische Besonderheit: Es hat die Himalaya-Kette im Norden, den Golf von Bengalen im Süden mit seiner Einmündung in den Meghna und die riesige Ausdehnung Indiens im Westen. Die kombinierten Auswirkungen dieser geografischen Charakteristika haben einen erheblichen Einfluss auf das Wettersystem von Bangladesch, das nicht immer günstig ist. Aufgrund dessen ist das Land häufig in gravierender Weise von Naturkatastrophen wie Stürme und Fluten betroffen, die sehr grosse Verluste an Leben und Eigentum verursachen. Die meisten Menschen in Bangladesch sind sehr arm, so leben 14,5 Prozent der Bevölkerung in absoluter Armut, das heisst von weniger als 1.90 USD pro Tag. Im Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index) lag Bangladesch im Jahr 2019 auf Rang 133 von 189 Ländern, und gehört damit zu den einkommensschwachen Ländern.
Nach offiziellen Statistiken lebt rund jeder zehnte Mensch in Bangladesch mit einer Behinderung. Das entspricht etwa 16 Millionen Menschen. Die Regierung Bangladeschs gehörte zu einer der ersten, welche die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifizierte und inklusive politische Rahmenbedingungen seit Jahren fördert. Trotz dieser positiven Entwicklung zu einer zunehmend inklusiven Gesellschaft sind Menschen mit Behinderungen noch immer überproportional von Armut, Benachteiligung und Chancenungleichheit betroffen.
CBM unterstützt inklusive Augengesundheit und Nothilfe
Die CBM stärkt in Bangladesch die öffentliche augenmedizinische Gesundheitsversorgung, mit einem spezifischen Fokus auf Menschen mit Behinderungen und Frauen. Gemeinsam mit einem einheimischen Partner und Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen engagiert sie sich für einen besseren Zugang zu augenmedizinischen Leistungen und die konsequente Umsetzung von bereits abgesegneten Vorgaben durch die Regierung.
Aktuell und in den vergangenen Jahren hat sich die CBM Schweiz durch verschiedene Projekte im Bereich Nothilfe engagiert, zum Beispiel nach dem Wirbelsturm Amphan, in der Rohingya- oder der Corona-Krise, um die Not betroffener Menschen zu lindern.
Bangladesch in Kürze
Bangladesch ist überwiegend ein Agrarland, wobei circa 69 Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum leben. Bangladeschs Wirtschaft ist in den letzten Jahren auf solidem Wachstumskurs. Von grosser ökonomischer Bedeutung ist die Agrarwirtschaft, insbesondere aber auch die Textilindustrie. Die Wirtschaft hängt weitgehend vom Wetter ab. Die häufigsten Katastrophen in Bangladesch sind tropische Wirbelstürme, Flutkatastrophen, Überschwemmungen, Tornados, Ufererosionen und Erdbeben. Eine grosse Anzahl der von Armut betroffenen Menschen lebt in den Gebieten im südlichen Teil von Bangladesch, die besonders von Naturkatastrophen gefährdet sind. Ihre Not ist so gross, dass sie sich auf dem neu entstandenen Land in der Bucht von Bengalen und den umliegenden Gebieten niederlassen müssen, die regelmässig von verheerenden Flutwellen oder Wirbelstürmen heimgesucht werden. Die negativen Auswirkungen aller Naturgefahren, welche die sozioökonomischen Bedingungen beeinflussen, müssen für eine nachhaltige Entwicklung reduziert werden.
Wie Sie helfen können
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