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In Zürich betrieb Ernst Notter eine Reparaturwerkstätte für Mundharmonikas. Auf der Suche nach einem neuen Standortes fiel 1944 die Wahl auf Unterägeri im Kanton Zug. Der Ausschlag, auch in die Fabrikation von Spielzeugeisenbahnen einzusteigen, war der Umstand, dass es in der Zeit von 1944 ein fehlendes Auslandangebot gab. Ernst Notter Ziel war, günstiger zu produzieren und zu liefern als die Konkurrenz. Dies war natürlich nur auf Kosten der Qualität möglich. Deshalb wurde kein lithographiertes Blech verwendet. Die Beschriftung erfolgte durch Abziehbilder oder Stempelung. Die Lokomotiven wiesen nur imitierte Lampen auf.
Die ersten ERNO Spielzeugeisenbahnen kamen 1945 in den Handel. Bestehend aus einer Uhrwerklokomotive grün Nr. 501U und Güterwagen. Jedoch stammten die ersten angebotenen Personenwagen nicht von Ernst Notter sondern von Max Kraft. Der Vertrieb erfolgte über die bekannten Zürcher-Geschäfte von Gustav Feucht und Franz Carl Weber. Durch die grosse Nachfrage baute Ernst Notter eine Fabrikationswerkstatt. Durch die Konkurrenzprodukte, die 1948 aus dem Ausland stark zunahmen, ist es zu erklären dass die Produktion schon 1949 eingestellt wurde. Die Werkzeuge und Halbfabrikate wurden von BUCO und RESAL übernommen. Das Erno-Bremserhaus findet man vorübergehend bei verschiedenen BUCO Güterwagen sowie beim Kohlewagen von RESAL.
Das Güterwagen-Sortiment umfasste, unter Einbezug von Form- und Farbvarianten, 20 verschiedene Modelle:
Bei den Personenwagen gab es folgende Modelle:
Lokomotiven:
Bei den Lokomotiven gab es keine Dachisolatoren und Dachleitungen. Die Pantographen waren anfänglich aus Draht und wurden später aus Blech gestanzt. Bei den elektrischen Lokomotiven wurden vor allem Motoren mit Handumschaltung von RESAL eingebaut.
Die Zusammenfassung der Schweizerischen Spielzeugeisenbahnen entstanden aus folgenden verschiedenen Quellen:
Autoren: Hansueli Gonzenbach, Rudolf W. Butz, Robert Ganz, Bruno Wernli, Roland Kink, Alexander R. Stofer