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Föhn und Regen
Heute waren Föhn und Regen oder Schneefall die dominierenden Wetterelemente. Wo sie besonders wirksam waren, erfahren Sie in unserem Blog.
Wetter
Heute waren Föhn und Regen oder Schneefall die dominierenden Wetterelemente. Wo sie besonders wirksam waren, erfahren Sie in unserem Blog.
Das Sturmtief knapp westlich der Britischen Inseln hatte im Alpenraum eine Südwestströmung zur Folge. Die kräftigen Südwestwinde lösten am Alpennordhang Föhn aus. Da aber am Vormittag durch das Frontensystem, welches heute am Vormittag über die Alpennordseite nach Nordosten zog, vorübergehend der Druck anstieg, konnte sich der Föhn nicht voll auswirken. Immerhin orgelte er zeitweise recht kräftig durch die Alpentäler. So wurden an den meisten Stationen der Föhntäler Böenspitzen von 70 km/h aufgezeichnet, so in Altdorf, Elm und Bad Ragaz. Noch stärker blies der Föhn in Erstfeld 88 km/h (Station von INNET), in Wasserauen 84 km/h (Station von Meteogroup) und in Guttannen 78 km/h (Station von Meteogroup). Wie meistens bei Föhn wurden an exponierten Lagen noch deutlich höhere Werte gemessen. In Brülisau (Station von Meteogroup) zeigte der Windmesser maximal 118 km/h an, in Balzers (Station von Wetterring Vorarlberg) stürmte der Föhn mit bis 111 km/h daher. Im Urner Reusstal und im St. Galler Rheintal liess der warme Fallwind aus dem Süden die Temperatur auf über 13 Grad ansteigen, während die relative Luftfeuchtigkeit zeitweise auf unter 40 % sank.
Wie sehr häufig bei Föhn, präsentierte sich das Wetter südlich der Alpen anders als Norden. Es war nämlich durch den Südstau trüb und wolkenverhangen. Im Tagesverlauf setzte allmählich Niederschlag ein, welcher oberhalb von 1000 Metern in Form von Schnee fiel.
Auch nördlich präsentierte sich der Himmel mehrheitlich grau. In den Föhntälern war allerdings die Wolkenbasis hoch, so dass meist ein freundlicher Wettercharakter entstand.
Weiter nördlich bewirkte das in die Südwestströmung eingelagerte Frontensystem eine deutlich tiefere Wolkenbasis. Das Frontensystem war verwellt: Am Vormittag streifte es als schwache Kaltfront die Alpennordseite, am Nachmittag hatte es eher Warmfrontcharakter. Nach dem Durchzug des Frontensystem hellte sich am Nachmittag der Himmel kurzzeitig auf und in den Alpentälern verstärkte sich der Föhn wieder.
In der Nacht auf morgen erfasst dann eine markante Kaltfront die Alpennordseite. Sie leitet eine längere Phase mit niederschlagsreicher Witterung und zeitweise starkem, in den Bergen zuweilen auch stürmischem Westwind ein. Bis Ende der Woche dürfte am Alpennordhang lokal 150 bis 200 mm Niederschlag zusammenkommen, was oberhalb 1600 Metern einem bedeutenden Neuschneezuwachs gleichkommt. Die stürmischen Westwinde werden allerdings für massive Schneeverfrachtungen sorgen.