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Drama. Indien. Hindi
Alternativer Titel -
Regie Chander H. Behl
Drehbuch Mohan Azad
Produktion Sashilkumar Agrawal
Songs Nirmal B. Pawaaar
Kamera Thomas Xavier
Darsteller Bhagyashree, Mohnish Behl, Ayesha Julka, Aman Verma,
Vineet Raina, Sonica Handa, Anjana Mumtaz, Master Smith Seth
Länge 124 Min.
Kinostart 19.11.2006
Box office classification Flop
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
© Text Marco,
molodezhnaja 19.5.07
© Bilder Ultra, Screenshots molodezhnaja
STORY
Rahul (Vineet Raina) verliebt sich in Neha (Sonica Handa). Die beiden Jugendlichen verbringen schon bald eine gemeinsame Nacht zusammen und da sie nicht länger eine solch heimliche Beziehung führen wollen, stellt Rahul seine Herzdame den Eltern vor. Urmi (Ayesha Julka) und Raj (Mohnish Behl), ein angesehenes und wohlhabendes Ehepaar, ist anfänglich begeistert von Neha. Doch als sie erfahren, dass Akansha (Bhagyashree) und Tarun Avasthi (Aman Verma) ihre Eltern sind, verbieten sie eine Beziehung. Nach langem Drängen rückt Urmi mit der Wahrheit heraus: Avasthi ist Rahuls Mutter - die beiden Liebenden sind Halb-Geschwister! Vor vielen Jahren landete Avasthis Sohn Rahul (Smith Seth) wegen eines Tumors im Spital. Urmi und Raj bezahlten die Operation, wofür sich Avasthi revanchieren wollte. Da Urmi unfruchtbar war, sich aber ein Kind wünschte, bot sich Avasthi als Ersatzmutter an ...
REVIEW
Inzest in einem Bollywood-Film? Mutig, mutig, würde ich sagen, wenn nur nicht am Schluss die Untertitel meiner DVD ausgerechnet an jener Stelle ausfallen würden, die klargelegt hätte, ob es wirklich Inzest war, den Rahul und Neha hier betrieben haben. Ich tendiere auf nein, angesichts dessen, was danach noch passiert. Das ist wohl kein richtiger Spoiler, schliesslich weiss ich es echt nicht. Blöde DVD. Dafür bietet die Disk als "Entschädigung" zwei alternativen Enden: ein tragisches, das besser ist, und ein glückliches, das konstruiert wirkt. Beide sind jedoch nicht gerade toll, doch das gilt eh für den ganzen Film.
Gewichtig ist er nur aus einem Grund: Wegen des Comebacks von Bhagyashree. Die schöne 38-jährige debütierte im Alter von zwanzig Jahren im Superhit Maine Pyar Kiya und heiratete danach. Sie trat zwar in ein paar Nicht-Hindi-Filmen auf, doch die Mutterrolle ging vor. Und in den letzten Jahren lagen auch nur Gastauftritte à la Humko Deewana Kar Gaye drin. "Janani" war ihre erste Hauptrolle in einem Bollywood-Film nach dieser langen Pause und die Frau sieht immer noch umwerfend aus, ihr Spiel überzeugt. Bhagyashree ist das Beste am ganzen Film.
Die anderen Akteure siedeln sich weiter unten an - in absteigender Reihenfolge: Mohnish Behl, die etwas verkrampfte Ayesha Julka, der chargierende Aman Verma, sexy Debütantin Sonica Handa (die leider nicht tanzen kann) und Debütant Vineet Raina. Wirklich schlecht agiert niemand aus diesem Ensemble, doch die bemühte Inszenierung macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. In den Händen von Regisseur Chander Behl werden Themen wie Inzest, künstliche Befruchtung und Hirntumor zu Seifenopern-Gimmicks verramscht, nichts davon bekommt, sieht man von den vom Donner begleiteten Mehrfach-Zooms bei den Ankündigungen der jeweiligen Problematik ab, das nötige dramaturgische Gewicht.
Selbst das zentrale Thema der Leihmutterschaft ist spätestens seit Chori Chori Chupke Chupke sogar im Mainstream-Kino ein alter Hut. Hier wirkt es gut gemeint, aber zu aufgesetzt. Die Wendungen in der Handlung sieht man sowieso rasch einmal vorher, dazu braucht man kein gewiefter Bollywood-Kenner zu sein. Umso langweiliger wirkt der Film, ein Gefühl, dass sich durch eine übertrieben grosse Menge an mittelmässigen Songs noch verstärkt. "Janani" packt Themen an, die in einem Parallel-Cinema-Film vor 20 Jahren noch Zündstoff gebracht hätten, hier jedoch verwässert und uninspiriert daherkommen. Die Bildsprache von (Zufall?) Chori Chori Chupke Chupke-Kameramann Thomas Xavier ist nett, die Akteure spielen passabel, doch dem Film fehlt es an glaubwürdiger Dramatik und an Zugkraft. Ein verpatztes Comeback, aber hoffentlich lässt sich Bhagyashree davon nicht zu sehr einschüchtern.
SONGS
9 (!) Songs von eher mittelmässiger Qualität. Eine Einzel-Auflistung erspar ich mir ...
MEINE DVD
Ultra (IND), Code 0, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Hindi 5.1 und 2.0 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * (Mattes Letterboxed-Bild, DVD mit schwacher Wahlfunktion des Schlusses. Der "Heartbreaking"-Schluss ist etwas konsequenter als der "Heavenly")
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EXTERNE REVIEWS
indiafm.com (1/5)
SCREENSHOTS
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