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Die schnellen Bahnlinien zwischen den mittleren und grossen Zentren, welche in der Regel mit Intercity- und Interregio-Zügen bedient werden, bilden das Fernverkehrsnetz. Das BAV erteilt die Konzessionen für den Fernverkehr. In einer Wegleitung hat es den längerfristigen Zielzustand festgelegt.
Der Fernverkehr ist rentabel und kann eigenwirtschaftlich betrieben werden. Das BAV erteilt den Bahnen entsprechende Konzessionen. Aktuell wird der überwiegende Teil des Fernverkehrsnetzes von der SBB betrieben. Die BLS betreibt per Ende 2020 drei Linien - unter Konzession der SBB, aber auf eigene Rechnung. Die SOB fährt per Ende 2020 bzw. 2021 zwei Linien im Auftrag der SBB. Die aktuelle Konzession mit dieser Aufteilung ist bis 2029 gültig.
Wegleitung Fernverkehr
Das BAV hat in der Wegleitung «Grundsätze für den Fernverkehr» einen längerfristigen Zielzustand für das Fernverkehrsnetz festgelegt: Rückgrat des Fernverkehrsnetzes ist das Basis-Netz, welches die Feinerschliessung des Landes mittels Fernverkehr sicherstellt. Es erschliesst alle Handlungsräume und bindet die gross- und mittelstädtischen Zentren, die einwohnerstarken Agglomerationen und die nationalen Flughäfen an die metropolitanen Zentren an. Dazu kommt das Intercity-Netz (IC-Netz), das die metropolitanen Zentren verbindet und die Anbindung an die europäischen Hauptverkehrsachsen sicherstellt. Mit abgestuften Vorgaben für das Basisnetz und das Intercity-Netz soll der heutige Qualitätsstandard gesichert und gezielt ausgebaut werden.
Bei der Wegleitung handelt es sich um eine BAV-interne, langfristige Handlungsanweisung. Die konkreten Entscheide zur Ausgestaltung des Fernverkehrsnetzes werden über die Konzessionen und die Entscheide von Bundesrat und Parlament zum Ausbau des Eisenbahnnetzes im Rahmen der Bahn-Ausbauschritte gefällt.