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Die hier beschriebenen Änderungen erfolgen auf eigenes Risiko !
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Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden auf dem nordamerikanischen Kontinent viele Waldbahnen gebaut, um die riesigen Wälder wirtschaftlich auszubeuten. Aus Kostengründen wurden die Geleise nicht auf eine Schotterbettung sondern direkt auf den Boden gelegt. Konventionelle Dampflokomotiven konnten auf solchen Strecken aber nicht betrieben werden. Aus diesem Grund entwickelte Th.E.Shay eine sog. Gelenklokomotive. Die Dampfzylinder stehen senkrecht neben dem Dampfkessel und treiben die Achsen über Kurbelwellen und Kegelradgetriebe an. Die Loks kamen vor allem in Nord-, Mittel- und Südamerika, Japan und Australien zum Einsatz. Es wurden vermutlich über 3000 Loks gebaut.
Weitere Infos und Bilder finden Sie auf den folgenden Seiten im Internet:
Die Firma Bachmann baute das Modell einer "Two-Truck Shay" im Massstab 1:20.3 in 4 Ausführungen:
|81196 - Pardee & Curtin Lumber Co.|
|-||81197 - Painted - Unlettered (Pardee & Curtin Version)|
|81198 - Ely Thomas|
|-||81199 - Painted - Undecorated (Ely Thomas Version)|
Ich kaufte 1999 die Lok 81197 bei Trainworld + Trainland (New York) und importierte sie direkt in die Schweiz.
In den folgenden Abschnitten beschreibe ich den Einbau eines Decoders
HE11 von Heller und eines Soundmoduls DSX
von Soundtraxx (USA). Weiter
modifizierte ich die Stromaufnahme mit einem Kit von "Hillside Railway" und tauschte den
Raucherzeuger durch einen LGB-Typ aus. Ebenso modifizierte ich die Beleuchtung der Lok.
Weitere Tips zur Bachmann-Shay finden Sie im Internet:
Der hier beschriebene Umbau benötigt ziemlich viel Zeit und erfordert viel Geduld und Sorgfalt. Das Resultat ist aber super !Zum Anfang
Als Grundlage für meinen Umbau diente mir das folgende Schema:
|Schema als PDF-Dokument.|
Für die beiden Lampen setzte ich das erste Mal weisse LEDs ein. Der Einzelpreis ist leider
sehr hoch, aber das Ergebnis ist sehr gut ausgefallen. Die Widerstände R1 und R2 müssen
den LEDs und der Ausgangsspannung des Decoders angepasst werden ! Das gleiche gilt auch für
R3, wobei ich die Original-Lampe in der Kabine weiterhin benutze.
Den Rauchgenerator ersetzte ich durch einen LGB-Typ. Mit Hilfe des Relais RL1 wird dieser ein- und ausgeschaltet. Die LED3 dient als Kontrolle, ob der Rauchgenerator eingeschaltet ist. Der Widerstand R4 muss wiederum der LED und dem Rauchgenerator angepasst werden.
Die LEDs für die Feuerbüchse und die Aschebox flackern nur, wenn die Eingangsspannung ca. 12V DC beträgt. Diese wird mit Hilfe von U2, U3 und C2 hergestellt. Der Schalter S2 dient zum Ausschalten dieses Moduls, da sonst die Decoder nicht mehr programmiert werden können.
Die beiden Schalter S1 und S3 dienen zum Ein- und Ausschalten der beiden Decoder HE11 und DSX. Dies ist nötig, weil beide Decoder auf der gleichen Adresse programmiert werden !
|Teil||Beschreibung||Bezugsquelle||Artikel-Nr.|
|D1||Diode 1N4148 75V||Distrelec (CH)||60 30 16|
|RL1||Klein-Relais 24V||Distrelec (CH)||40 25 34|
|C1,C2||Elko 100uF 63V||Distrelec (CH)||80 04 45|
|C3||Kondensator bipolar||Soundtraxx||-|
|R1,R2||Widerstand 1k2 Ohm||Distrelec (CH)||71 23 49|
|R3||Widerstand 180 Ohm||Distrelec (CH)||71 23 39|
|R4||Widerstand 5k6 Ohm||Distrelec (CH)||71 23 57|
|R5||Widerstand 39 Ohm 2 Watt||Soundtraxx||-|
|LED1,LED2||LED weiss 5mm diffus||Distrelec (CH)||25 22 05|
|LED3||LED rot 3mm||Distrelec (CH)||25 14 64|
|L1||Lampe||Bachmann||-|
|U1,U2||Brückengleichrichter B40C800 I=0.8A U=40V||Distrelec (CH)||60 00 05|
|U3||Spannungsregler MC78M12CT Iout=0.5A Uout=12V Gehäuse=TO-220||Distrelec (CH)||64 46 17|
|S1,S3||Schalter 2polig ON-ON||Distrelec (CH)||20 20 10|
|S2||Schalter 1polig ON-ON||Distrelec (CH)||20 20 00|
|-||Decoder HE11||Heller||-|
|-||Soundmodul DSX Shay||Soundtraxx||824215|
|-||Lautsprecher||Soundtraxx||?|
|-||24V Rauchgenerator||LGB||65553|
Zum Anfang

Für die Demontage muss die Lok umgedreht werden. Zuerst müssen die beiden
Abdeckungen auf den Unterseiten der Drehgestelle entfernt werden. Pro Drehgestell
müssen dafür 6 Schrauben gelöst werden.

Man entferne AUF KEINEN FALL die Achsen, da sonst die Kügelchen der Stromabnahme garantiert das Weite suchen !

Als nächstes wird der Tender entfernt. Zuerst entfernt man die Leiter, dann den Deckel
auf dem Tender hinter Kohle. In diesem Loch befindet sich eine Schraube, die nun gelöst
wird. Nun kann man den Tender hinten vorsichtig anheben und nach vorne schieben. Die beiden
Plastik-Nasen vorne am Tender lassen sich jetzt vom Boden anheben.

ACHTUNG: Im Tender befindet sich ein relativ schweres Gewicht, welches nur hineingeschoben ist und entsprechend rasch herausfallen kann !
Die kleine Platine im Tender wird entfernt und die Kabel nahe an der Platine abgeschnitten.

Auf der Bodenoberseite unter dem Tender befindet sich eine kleine Schraube. Sie hält
einen Kabelkanal auf der Unterseite der Lok. Diese Schraube muss gelöst werden.

Auf der Unterseite unter der Kabine befindet sich der Kabelkanal, der jetzt noch von einer Schraube gehalten wird. Diese Schraube wird ebenfalls gelöst und der Kabelkanal entfernt.
|Entferne den Boden der Feuerbüchse. In der Box sitzt eine Platine, die u.a. die LEDs für die Feuerbüchse und den Aschenkasten ansteuert.|
|Löse die Platine und trenne alle Kabel nahe an der Platine. Wie auf dem Bild links zu sehen ist, beschriftete ich die einzelnen Kabel gemäss dem Text auf der Platine.|
|Als nächstes entfernte ich den Block mit den Dampfzylindern. Hierzu müssen zuerst die beiden Schrauben im Block (siehe Pfeile im Bild links) gelöst werden. Auf der Innenseite der Feuerbüchse gefinden sich 2 Plastikteile. Diese müssen so gedreht werden, dass die Nocken durch die Öffnung der Wand passen. Ev. müssen die Schrauben etwas gelöst werden. Nun kann der gesamte Block entfernt werden. Das Kabel zum Kontakt im Zylinderblock trennte ich direkt am Lötkontakt ab.|
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Um an den Rauchgenerator zu gelangen, muss zuerst die Schraube unter der Frontlampe
gelöst werden. Nun kann man den Handumlauf vorsichtig nach vorne ziehen. Die
Frontabdeckung des Rauchgenerators lässt sich nun nach vorne abziehen.

Unter dem silbrigen Rauchgenerator befindet sich eine Schraube. Dies muss gelöst werden, damit man den Rauchgenerator nach vorne aus dem Dampfkessel ziehen kann.
Unter dem Dom auf dem Dampfkessel befindet sich eine kleine Platine für den Rauchgenerator. Nach Entfernen des Dom-Deckels wird eine Schraube sichtbar. Diese muss gelöst werden, um die Platine aus dem Dampfkessel zu entfernen.
Schlussendlich trennte ich sämtliche Kabel ab und beschriftete sie.
|Der Original-Bachmann-Rauchgenerator ist gemäss diversen Infos nicht sehr praktisch, da er scheinbar nicht trocken laufen darf. Aus diesem Grund ersetzte ich ihn durch einen 24-Typ von LGB.|
|Da der LGB-Rauchgenerator etwas zu kurz für den Kamin war, fertigte ich aus einem Alu-Rohr einen Distanzhalter an, so dass der Generator exakt Oberkante mit dem Kamin kam.|
|Das nebenstehende Bild zeigt den Rauchgenerator fertig eingebaut im Kamin.|
|Ich fertigte eine kleine Platine an, die genau in den Dampfkessel passte und montierte dort die Bauteile RL1,D1,U1,C1 und R4. In der Front des Dampfkessels montierte ich die LED3 hinter dem Deckel. Auf diese Platine führte ich auch die beiden Kabel für den Motor und die beiden Kabel für die Stromabnahme. Die Verbindung zum Decoder im Tender erstellte ich mit einem 20poligen Flachbandkabel.|
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Das nebenstehende Bild zeigt die demontierte Frontlampe. Durch vorsichtiges
Herausdrücken des Reflektors kann die Lampe zerlegt werden. Ich ersetzte
dann die LED durch eine leuchtstärkere, weisse LED und schützte die
Anschlüsse mit Schrumpfschlauch. Die LED fixierte ich dann mit Hilfe eines
Heissklebers auf der Rückseite des Reflektors. Der Zusammenbau ist dann
einfach.

Die Lampe auf dem Dach modifizierte ich in der gleiche Weise.
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Die Stromabnahme bei der Bachmann-Shay wird nicht mit Hilfe von gefederten
Stromabnehmerkohlen, wie bei LGB, realisiert, sondern mit gefederten Kügelchen.
Leider sind aber die Halterungen der Federn aus Kunststoff, die bei grossen
Strömen im Extremfall sogar schmelzen können. Aus diesem Grund kaufte
ich bei San-Val Discount neue
Stromabnehmer von "Hillside Railway" für die Bachmann-Shay.

Zuerst demontierte ich die beiden Drehgestelle, d.h. ich entfernte vorsichtig die Achsen, wobei ich die Kügelchen der Stromabnahme sammelte und zur Seite legte. Die Stromabnehmer und Kontaktbleche entfernte ich und legte sie ebenfalls zur Seite. Nun löste ich die beiden Schrauben am Ende des Motorblocks (siehe Pfeile im Bild) und hob den Motorblock ab.

Nun führte ich insgesamt 4 Kabel (2x Motor und 2x Schiene) durch den Boden der Lok
und die Drehgestelldecke (siehe Pfeile im Bild links). Es ist darauf zu achten, dass
sich die Drehgestelldecke einwandfrei drehen lässt ! Am Motor lötete ich
2 dieser Kabel möglichst kurz an.

Ich entfernte möglichst das gesamte Getriebefett und schmierte das Getriebe
dann mit LGB-Getriebefett. Nun montierte ich den Motorblock wieder auf der
Drehgestelldecke.

Die beiden Kabel für die Schienen führte ich durch den Motorblock auf die Unterseite.
|Nun montierte ich die Isolierplatte von "Hillside Railway" auf dem Motorblock (siehe Rechteck im Bild links).|
|Kernstück der neuen Stromabnahme sind die beiden Halter aus Messing.|

Am Halter befestigte ich einen der alten Blechstreifen und lötete eines der
Kabel daran fest (siehe Pfeil im Bild links). Nun folgte der heikle Moment.
Man muss die Achsen im Motorblock
plazieren, ein Kügelchen vorsichtig in den Halter drücken und diesen
in den Motorblock schieben, so dass das Kügelchen hinter das Rad zu liegen
kommt. Mit der anderen Achse macht man es gleich. Der Vorgang wiederholt sich
dann auch für die andere Seite.

Leider sind die Kügelchen sehr klein und blitzschnell verschwunden. Daher sollte man diese Aktion in einer Kiste machen.

Schlussendlich präsentiert sich die Stromabnahme wie auf dem Bild links. Der
Umbau des 2.Drehgestelles erfolgt analog. Zuletzt schraubte ich mit den 6 Schrauben
den Boden wieder auf die Drehgestelle.

Um später eine böse Überraschung zu vermeiden, liess ich die Drehgestelle, angeschlossen an einen analogen Trafo, ein paar Meter fahren, um auch Nummer sicher zu gehen.
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|Nun wird der Kasten mit den Dampfzylindern wieder montiert (umgekehrte Reihenfolge wie oben). Eigentlich sollte sich das Gestänge bei Fahrtrichtungswechsel nach Innen oder Aussen verschieben (siehe Pfeile im Bild links). Dies passiert bei der Original-Ausführung aber nicht.|
|Zuerst entfernt man neben dem Zylinderkasten die Bodenstrebe an der im Bild markierten Stelle.|
|Nun trennt man den senkrechten Stab (siehe Linie im Bild links), der im Boden eingesteckt wird, ab. Jetzt kann man von Hand das Gestänge bewegen, wie es im 1.Bild angezeigt ist. Damit diese Bewegung auch durch den Fahrtrichtungswechsel ausgelöst wird, müssen nun alle beweglichen Teile im Zylinderkasten geölt werden. Nun muss man das Gestänge unzählige Male bewegen. Irgend wann einmal bewegt sich die Sache dann von selbst !|
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|Im Tender ist die Öffnung und die Halterung für einen Lautsprecher bereits vorbereitet.|
|Bei Soundtraxx gibt es einen passenden Lautsprecher.|
|Neben dem Lautsprecher, ebenfalls unter dem Tender, plazierte ich die 3 Schalter S1,S2 und S3. Es ist aber darauf zu achten, dass das Tendergehäuse mit dem Gewicht noch aufgesetzt werden kann !|
|An der Platine in der Feuerbüchse werden nur noch die Kabel für die Schiene und für die LEDs in der Feuerbüchse angeschlossen (siehe Pfeile im Bild links). Vor dem Einbau der Platine müssen noch die Kabel aus dem Dampfkessel und der Kabine zum Tender eingezogen werden. Nun kann die Platine eingebaut und die Feuerbüchse geschlossen werden.|
|Im Bereich des Kabelkanals unter der Kabine wird es ziemlich eng. Wenn alle Kabel eingezogen sind, kann die Abdeckung wieder montiert werden.|

Über dem Lautsprecher plazierte ich eine Platine mit Anschlussklemmen und
der Elektronik, sowie dem Decoder HE11. Direkt am Lautsprecher montierte ich
den Sounddecoder DSX.

Bei der Programmierung muss darauf geachtet werden, dass nur jeweils ein Decoder eingeschaltet ist. Für den Fahrbetrieb werden dann beide Decoder eingeschaltet.
|Dummerweise wurde der Aufbau im Tender etwas zu hoch. Ich beschloss daher den Plastik-Kohlehaufen zu entfernen und schnitt eine passende Öffnung ins Tendergehäuse.|
|Ich klebte dann einen neuen Deckel auf den Tender und schüttete einen Kohlehaufen aus Dekorations-Granulat (daher die komische Farbe) auf. Ich klebte das Granulat fest und spritzte es dann schwarz.|
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|Der Zusammenbau der Lok erfolgt, soweit nicht schon oben beschrieben, in umgekehrter Reihenfolge zur Demontage. Zuletzt werden dann noch die diversen Zurüstteile an der Lok befestigt.|
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