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Bodenindexpunkte sind ein Instrument, um die Qualität der Böden anhand deren Funktionen zu quantifizieren und in der Raumplanung besser zu berücksichtigen. sanu durabilitas testet dieses Planungsinstrument auf Gemeindeebene zusammen mit öffentlichen und privaten Akteuren im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung der Ressource Boden.
sanu durabilitas unterstützt Pilotprojekte um die Bodenindexpunkte mit öffentlichen und privaten Akteuren zu testen. Sie spielt eine Rolle als Vermittlerin für den Start von Projekten und deren Umsetzung.
sanu durabilitas sammelt die Erfahrungen der verschiedenen Pilotprojekte in der Schweiz und diskutiert sie auf nationaler Ebene mit einer Expertengruppe, um eine breitere Anwendung der Bodenindexpunkte zu prüfen.
sanu durabilitas entwickelt Empfehlungen, wie die Bodenindexpunkte als Instrument für eine nachhaltige Landnutzung eingesetzt werden können, und macht diese bei politischen und administrativen Entscheidungsträgern bekannt.
Bodenindexpunkte sind ein Instrument für Mandatsträger und Planer auf kommunaler und kantonaler Ebene. Es unterstützt sie dabei, die besten Böden im Interesse von Landwirtschaft, Biodiversität,
Klima sowie Wohn- und Lebensqualität zu schützen, indem die Bautätigkeit im Rahmen des Spielraums der Richtplanung auf bereits degradierte, versiegelte oder bebaute Böden und Flächen gelenkt
wird. Das Instrument trägt dadurch dazu bei, die fortschreitende Bodenversiegelung zu steuern und zu begrenzen.
Konkret wird jeder Bodenfläche (z.B. im Parzellenplan) aufgrund der erhobenen Daten zur Bodenqualität ein Punktewert zugeordnet. Denjenigen Flächen, die mehrere Funktionen oder Ökosystemdienstleistungen erfüllen, werden mehr Punkte zugesprochen als Flächen mit degradierten Böden. Als Funktionen sind zum Beispiel die Filterung und Speicherung von Trinkwasser, die Rückhaltewirkung bei Starkniederschlägen oder die Eignung für Pflanzenproduktion zu nennen. Die Gemeinde gibt sich für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel auf mehrere Jahrzehnte, ein limitiertes Budget an Punkten, welche für die Nutzung der Bodenflächen zur Verfügung steht. Jede neue bauliche Massnahme, die die Bodenqualität mindert, bedeutet den Verbrauch von Bodenpunkten. Andererseits werden Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität oder zur Wiederherstellung der Bodenfunktionen auf bestimmten Flächen die verfügbare Punktzahl in der Gemeinde erhöhen. Letzteres kann zum Beispiel durch den Aufbau einer Grünen Infrastruktur, Boden-Sanierungen oder bodenschonende Anbautechniken erreicht werden.
Entscheidet sich eine Gemeinde dafür, Böden höchster Güte zugunsten von Infrastrukturen oder Wohnbauten zu verbauen, wird der Handlungsspielraum für zukünftige Entwicklungen rasch abnehmen. Entscheidet sie sich hingegen Industriebrachen mit bereits degradierten Böden für Bau von Infrastrukturen zu nutzen, wird sich dies kaum auf das Punktekontingent auswirken. Somit wird der Notwendigkeit zur Erhaltung von produktivem Kulturland und der Erhaltung von Naturräumen für zukünftige Generationen besser Rechnung getragen und die Entwicklung der Gemeinde bewusster gelenkt.
Möchten Sie mehr zu diesem Projekt wissen? Kontaktieren Sie unseren Programmverantwortlichen Nicolas Derungs.