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Posttraumatische
Belastungsstörung
Posttraumatische Belastungsstörung - Die unsichtbare Verletzung
Das Erleben von schweren Unfällen, Gewalt, Naturkatastrophen, technischen Katastrophen, Krieg oder Folter ist extrem belastend. Man bezeichnet solche Erlebnisse als Traumata. Diese rufen häufig kurzfristig heftige emotionale Reaktionen wie bspw. Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen hervor. Körperliche Verletzungen nach Traumata sind gut sichtbar. Solche Erfahrungen können aber auch ein seelischer Schock sein, welcher zu einer äusserlich nicht erkennbaren psychischen Verletzung führt. Eine häufige Folge eines Traumas ist die posttraumatische Belastungsstörung.
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Symptome
Typische Symptome davon sind:
- wiederkehrende Erinnerungen an das Trauma
- Versuche, alles zu vergessen und zu vermeiden, was mit dem Erlebten zusammenhängt
- Angespanntheit und Nervosität
- die Gefühle sind taub und fremd
- Angst, Schlaflosigkeit oder Schreckhaftigkeit
Kurzfristig treten solche Stresssymptome häufig auf. Das ändert sich meist rasch, und sie klingen in der Regel nach einigen Tagen oder Wochen ab. Wenn solche Symptome jedoch andauern oder sich gar verstärken, kann dies ein Hinweis auf die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung sein.
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Häufigkeit
- Mehr als die Hälfte der Menschen erlebt mindestens ein traumatisches Ereignis in ihrem Leben.
- Von diesen entwickeln 10% eine PTBS.
- Bei Frauen tritt die Störung doppelt so häufig auf wie bei Männern.
- Oft treten mit einer PTBS weitere Probleme wie bspw. Depressionen, Angststörungen, psychosomatische Störungen, Medikamenten-, Alkohol oder Drogenmissbrauch auf.
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Der Verlauf der Störung
Der Krankheitsverlauf ist sehr individuell. Wenn die PTBS früh erkannt wird und die Betroffenen professionelle Unterstützung durch ausgebildete Fachleute erhalten, ist die Prognose günstig. Da Betroffene jedoch häufig alles vermeiden, was mit dem Trauma zu tun hat, sprechen viele von ihnen nicht mit ihrem Arzt über die Probleme. So bleibt eine PTBS leider häufig über viele Jahre unbehandelt und wird chronisch.
Die Behandlung
Eine PTBS sollte von psychiatrischen Fachärzten oder von Psychologen und Psychotherapeuten behandelt werden. Je nach Person und Ausprägung der Erkrankung kommen, angepasst an die Bedürfnisse des Betroffenen, verschiedene therapeutische Elemente zum Einsatz:
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Psychotherapie
Im Rahmen einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung wird der Patient angeleitet, sich mit Hilfe von sogenannten Expositionsverfahren mit dem traumatischen Erlebnis auseinanderzusetzen und die damit verbundenen unangenehmen Emotionen noch einmal zu durchleben. Durch eine solche Auseinandersetzung nehmen die Symptome der PTBS ab.
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Medikamente
Antidepressiva können je nach Ausprägung der Beschwerden hilfreich sein, um die oft sehr quälenden Symptome (Ängste, Schlafstörungen, Wiedererleben des Traumas, Nervosität) zu lindern.
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Weitere Behandlungselemente
Je nach Person kann auch Physiotherapie, Ergotherapie oder sozialarbeiterische Unterstützung hilfreich sein.
Kontakt
Falls Sie nach dem Austritt aus dem Spital allenfalls auftretende Stresssymptome als belastend empfinden und eine psychiatrische bzw. psychologische Beratung wünschen, können Sie mit der Psychiatrischen Poliklinik der Integrierten Psychiatrie Winterthur (ipw) Kontakt aufnehmen.
Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland
Wieshofstrasse 102, Postfach 144
8408 Winterthur
Tel. 052 224 33 33
Fax 052 224 33 34
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