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Quelle: PilatusToday
Auf der Nordhalbkugel werden die Tage schon seit dem 21. Juni kürzer, doch um die Herbst-Tagundnachtgleiche – die jeweils den astronomischen Herbstanfang bestimmt und dieses Jahr auf den 22. September fällt – gibt es die grössten täglichen Unterschiede abhängig vom Breitengrad. So verkürzen sich die Tage in Luzern zur September-Tagundnachtgleiche um ungefähr dreieinhalb Minuten. Kommt man dem Nordpol näher, nehmen die Sonnenstunden noch schneller ab, bis die Sonne gar nicht aufgeht.
Um gleich lange Jahreszeiten zu erhalten, wird der meteorologische Jahreszeitenanfang jeweils auf den ersten Tag im Monat des astronomischen gesetzt. Somit befinden wir uns seit heute – dem 1. September – bis zum 30. November, im meteorologischen Herbst.
Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne leicht elliptisch ist und die astronomischen Jahreszeiten bestimmten Abschnitten der Erdumlaufbahn entsprechen, variiert die Länge der Jahreszeiten. Herbst und Winter sind darum ein paar Tage kürzer als Sommer und Frühling. Etwa im Jahr 6430 wird der Winter das erste Mal seit 1246 als kürzeste Jahreszeit vom Frühling abgelöst.
Warum färben sich die Blätter?
Für die grüne Farbe der meisten Pflanzen verantwortlich ist der von Photosynthese betreibenden Organismen hergestellte Farbstoff Chlorophyll. Sinken die Temperaturen und das Sonnenlicht wird weniger, bauen Bäume Chlorophyll ab und lagern es bis zum Frühling in den Stämmen, Ästen und Wurzeln. Nun kommen andere Farbstoffe, die schon zuvor in den Blättern stecken, aber bis jetzt vom Grün des Chlorophylls verdeckt wurden, zum Vorschein. Die sogenannten Carotinoide sorgen für eine gelbliche bis rotbraune Färbung.
Uns stehen stürmische Zeiten bevor
Bei Herbst denken wir an farbiges Laub, dass vom Wind aufgewirbelt wird. Damit es zu diesen teils kräftigen Winden kommt, braucht es einen Temperaturunterschied zwischen Nord- und Südeuropa. Dieser existiert auch im Sommer, doch durch die stärkeren Kontraste der Sonneneinstrahlung im Herbst, beginnt die Luft vor allem im Norden abzukühlen. Während das Mittelmeer noch Temperaturen von 20 Grad aufweisen kann, kämpft man im Norden schon gegen den Frost. Auf der Nordhalbkugel intensiviert sich dann eine Luftmassengrenze – die sogenannte Polarfront – und wandert nach Süden. Entlang dieser Front wehen, abhängig vom Temperaturkontrast zwischen Norden und Süden, starke Winde und es bilden sich Stürme. (mda)