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Funktionsdiagnostik
Die Funktionsdiagnostik wird zur Erkennung von Funktionsstörungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt. Dabei werden feine Druck- bzw. Säuresonden in den After oder die Speiseröhre eingeführt. Sie kommt zum Beispiel bei der Abklärung von schweren Verstopfungen oder auch einer Stuhlinkontinenz zum Einsatz. Im Bereich der Speiseröhre können Schluckstörungen oder auch Refluxbeschwerden abgeklärt werden. Unsere Ärztinnen/Ärzte verfügen über eine langjährige Erfahrung in diesem Spezialgebiet. Als Partner arbeiten wir eng mit dem Beckenbodenzentrum des Spitals Thun zusammen.
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Ösophagusmanometrie (Druckmessung in der Speiseröhre)
Diese Untersuchung wird bei unklaren Schluckstörungen, Schmerzen hinter dem Brustbein und bei Sodbrennen durchgeführt. Bei der Ösophagusmanometrie wird der Druck in der Speiseröhre gemessen. Hierfür wird eine dünne Sonde durch die Nase bis in den Magen eingeführt. Damit dies nicht zu unangenehm ist, wird das Nasenloch und der Hals mit einem lokalen Anästhetikum (Nasenspray) unempfindlich gemacht. Die Sonde kann meist problemlos in den Magen vorgeschoben werden. Sie werden nun aufgefordert, eine leicht salzige Flüssigkeit zu schlucken. Die Untersuchung dauert in der Regel 10-20 Minuten. An Komplikationen sind in sehr seltenen Fällen Nasenbluten oder eine allergische Reaktion auf das Lokalanästhetikum zu nennen.
24-Stunden-Impedanz-pH-Metrie (Messung der Säure- und Flüssigkeitsbewegungen in der Speiseröhre)
Bei dieser Untersuchung können wir messen, wie oft und wie viel Säure vom Magen in Ihre Speiseröhre zurückfliesst. Hierfür wird eine dünne Sonde durch die Nase bis in den Magen eingeführt. Damit dies nicht zu unangenehm ist, wird das Nasenloch und der Hals mit einem lokalen Anästhetikum (Nasenspray) unempfindlich gemacht. Die Sonde kann meist problemlos in den Magen vorgeschoben werden. Diese tragen Sie während 24 Stunden. Die Sonde ist mit einem Recorder verbunden, welchen Sie an einem Gurt tragen. Am Folgetag müssen Sie uns das Gerät zurückbringen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Untersuchung nun analysieren.
BRAVO-Kapsel (Säuremessung in der Speiseröhre)
Mit dieser Untersuchung kann eine kontinuierliche Säuremessung (pH-Messung) über 48 Stunden im Bereich des Überganges von der Speiseröhre in den Magen vorgenommen werden. Die drahtlose pH-Messung ist besonders geeignet für Personen, die eine Sonde in der Nase nicht tolerieren. Die Untersuchung erfolgt mit einer Kapsel, welche während einer Magenspiegelung in der Speiseröhre fixiert wird.
Anorektale Manometrie (Druckmessung des Schliessmuskels)
Die anorektale Manometrie kommt bei Stuhlinkontinenz oder bei einer schweren Verstopfung zum Einsatz. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Druckmessung des Schliessmuskels. Hierzu führen wir einen dünnen Katheter in den Enddarm ein. Sie werden aufgefordert zu kneifen und zu pressen. Danach werden wir einen kleinen Ballon aufblasen, der am Ende des Katheters angebracht ist. Mit diesem können wir das Empfinden im Enddarm prüfen.
Anale Endosonographie (Ultraschalluntersuchung des Schliessmuskels)
Mit der analen Endosonographie können wir den Schliessmuskel und den Beckenboden mittels Ultraschall untersuchen. Allfällige Fisteln oder Vernarbungen des Schliessmuskels (zum Beispiel nach Geburt) können erkannt werden.
Enddarmspiegelung (Proktoskopie)
Bei der Enddarmspiegelung kann der Analkanal und der Enddarm untersucht werden. Für die Untersuchung wird ein kurzes Instrument in den After eingeführt. Während der Enddarmspiegelung ist z.B. eine Hämorrhoiden-Behandlung möglich.