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49 Siege, 0 Niederlagen: Kein anderer Schwergewichtsboxer kann bis heute eine solche Bilanz aufweisen wie der US-Amerikaner Rocky Marciano. Vor exakt 64 Jahren kehrte der Sohn italienischer Einwanderer dem Boxsport als Weltmeister den Rücken. 6 Mal hatte Marciano zuvor seinen WM-Titel verteidigen können.
Auch nach tragischem Tod siegreich
Unmittelbar vor seinem 46. Geburtstag kam Marciano im August 1969 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Den grössten Erfolg feierte der «Brockton Blockbuster», als er bereits ein halbes Jahr tot war. Im Duell der beiden mutmasslich besten Schwergewichtsboxer der Geschichte siegte Marciano am 20. Januar 1970 gegen Muhammad Ali in der 13. Runde durch K.o.
So zumindest hatte es ein Computerprogramm berechnet, das die Frage nach dem besten Schwergewichtsboxer aller Zeiten ein für alle Mal hätte klären sollen.
Gutes Verhältnis zu Ali
Der Ausgang des simulierten «Superfights» führte zu Kontroversen, die durch den dazumal gesperrten Ali angeheizt wurden. Auf der einen Seite stehe er, Ali, der sich nicht dem alten Bild unterwerfen wolle, das Amerika von schwarzen Boxern habe. Auf der anderen Seite stehe eine «echte weisse Hoffnung». «Jeder gute amerikanische Computer weiss, wie man das zusammenrechnen muss», sagte Ali, der die «Niederlage» antizipiert hatte.
Der Seitenhieb richtete sich gegen die amerikanische Gesellschaftsordnung, nicht aber gegen Marciano, für den Ali grossen Respekt empfand. «Rocky war still, friedlich, bescheiden, nicht anmassend oder überheblich», schrieb «The Greatest» in seiner Autobiografie.