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Der Kirchenrat will die Ausgaben in den nächsten Jahren deutlich senken. Aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen rechnet er in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Rückgang der Kirchensteuererträge.
Davon sind in erster Linie die Kirchgemeinden betroffen, weil sie die Kirchensteuer einziehen, in zweiter Linie aber auch die finanziellen Mittel der Landeskirche, weil sie von den Steuererträgen der Kirchgemeinden direkt abhängig sind. Der Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden beträgt zurzeit 2,3% des auf 100-Prozent umgerechneten Steuerertrags einer Kirchgemeinde. Diese Entwicklung wird durch mögliche Rückgänge bei den Steuererträgen in der Corona-Zeit und ihren Folgen noch verschärft. Die Aargauer Landeskirche verfügt nur über die Beiträge ihrer Mitglieder und erhält keine Kirchensteuern von juristischen Personen oder Beiträge des Staates für ihre gesellschaftlichen Leistungen.
Kontinuierliche Sparanstrengungen in den letzten Jahren
Eine Erhöhung der Einnahmen bzw. Erträge der Zentralkasse der Landeskirche ist aufgrund der weitgehenden Abhängigkeit von den Steuererträgen der Kirchgemeinden nicht möglich. Mit höheren Kapitalerträgen ist in der aktuellen Wirtschaftslage und aufgrund der Anlagevorschriften im Finanzreglement, das am 23. September der Synode vorgelegt wird, in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Die anderen Erträge der Landeskirche wie Einnahmen aus Kursgebühren, Verkauf von Materialien oder Mieten sind marginal.
Seit 2011 hat der Kirchenrat den jährlichen Aufwand der Landeskirche bereits mehrfach reduziert, insgesamt um 3,4 Prozent bis 2019. Die Ausgaben wurden in diesem Zeitraum um insgesamt 393'093 Franken gesenkt von 11'540'710.36 (2011) auf 11'147'617 Franken (2019).
Weitere Reduktion der Ausgaben und Beiträge geplant
Der Kirchenrat rechnet im Finanzplan 2021 – 2024 damit, dass er die Sparanstrengungen verstärken und das Budget der Landeskirche bis Anfang 2024 gegenüber 2020 um 5 - 8 Prozent reduzieren muss. Die nötigen Einsparungen werden in drei Bereichen gemacht:
1. Landeskirchliche Dienste: Sachkosten und Personalaufwand
2. Beiträge an kirchliche Werke und soziale Organisationen
3. Beteiligungen an gemeinsamen, z.B. ökumenischen, Aufgaben und Stellen.
Dabei achtet der Kirchenrat auf eine angemessene Verteilung der Einsparungen in den drei Bereichen gemäss ihrem Anteil an den jetzigen Ausgaben. Einsparungen beim Personal der Landeskirchlichen Dienste werden in einem verantwortungsvollen Umgang mit den anvertrauten Menschen geprüft und mit Betroffenen rechtzeitig abgesprochen. Die Reduktionen dürfen die für die Amtsperiode 2019-22 gesetzten Ziele des Kirchenrates nicht gefährden. Die Reduktionen von Beiträgen an Dritte oder bei gemeinsam mit anderen Kirchen und Organisationen wahrgenommenen Aufgaben erfordern eine frühzeitige Absprache mit den betreffenden Verantwortlichen. Sie werden in einem Zeithorizont vorgenommen, der den Auswirkungen für die Betroffenen Rechnung trägt.
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