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Im Oktober 2018 wird bereits zum zweiten Mal die muslimische Partei „Islam“ bei den dann anstehenden Kommunalwahlen antreten. Die Partei tritt in 28 von insgesamt 589 Gemeinden landesweit an und ist in Brüssel auf 14 von 19 möglichen Listen, so die Aussagen der Partei auf ihrer Webseite. Wie Zukunft CH im Infodienst Januar 2013 bereits berichtet hatte, gewann die Partei bei den Gemeindewahlen in der Region Brüssel damals zwei Sitze.
Die Partei „Islam“ stehe laut Eigenaussage für „Integrität, Solidarität, Freiheit, Authentizität und Moral“ und bezeichnet sich selbst als „politische Bewegung“. Ihr Ziel ist es, den belgischen Lebensstil zu ändern und Belgien in absehbarer Zeit in einen islamischen Staat zu verwandeln, indem sie Glücksspieleinrichtungen verbieten, Geschlechtertrennung in öffentlichen Einrichtungen einführen, islamische Feiertage etablieren und das Kopftuchverbot in Schulen aufheben will.
40 Prozent der knapp 900’000 belgischen Muslime leben in Brüssel. Bezirke mit extrem hohem Migrantenanteil sind etwa Anderlecht oder Molenbeek, wo 50 bis 60 Prozent der Wähler Muslime sind. In Molenbeek wuchs übrigens der Attentäter auf, der für die Anschläge auf das Konzerthaus Bataclan in Paris verantwortlich war, bei dem 90 Menschen getötet wurden.