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Autor: werner stritt
Sichtlich stolz erklärte Hubert Jungo, Obmann des Freundschaftsschiessens des Sense-Mittellandes an der 50. Schützengemeinde, dass erneut 61 Gruppen das Programm geschossen hätten. Erfreulicherweise sei die Teilnehmerzahl seit einigen Jahren unverändert geblieben. Das Freundschaftstreffen des Sense-Mittellandes sei das grösste Schiessen seiner Art im Bezirk und wohl auch in der Westschweiz.
Historischer Rückblick
Die drei Ehrenobmänner, Alfons Ackermann, Otto Binz und Paul Meyer, informierten die zahlreich Anwesenden Schützen über die Vergangenheit dieses beliebten Schiessanlasses. Alfons Ackermann berichtete über die Gründung und die folgenden Jahre. Initiant und erster Obmann bis 1970 war Franz Aebischer aus Heitenried, der die Idee hatte, ein Schiessen durchzuführen, bei dem vor allem die Kameradschaft unter den Schützen des Sense-Mittellandes gepflegt würde. Im Jahr 1961 wurde dann das erste Freundschaftsschiessen anlässlich der Einweihung des Schützenstandes in Heitenried durchgeführt. Gleichzeitig wurde auch die erste Standarte von Domherr Josef Grossrieder geweiht. Nach Obmann Franz Aebischer folgte im Jahr 1970 Alfons Ackermann, welcher das Amt bis 1981 mit viel Erfolg innehatte. Der heutige Präsident des Schiesssport-Verbandes des Sensebezirks, Otto Binz, leitete die Geschicke dieses Anlasses von 1981 bis 1990 sehr erfolgreich.
Auf Binz folgte Paul Meyer, unter dessen Amtszeit von 1991 bis 2002 die Präzision dank Ausrüstung und elektronischer Schussanzeige sprunghaft zunahm. Bis Ende der 80er-Jahre waren Spitzenresultate eher selten, von 1961 bis 1989 waren es insgesamt nur 17 Schützen, die das Maximum von 32 Punkten erreichten. Seit 1993 erzielten regelmässig zehn Schützen das Maximum von 32 Punkten, worauf der Sieger ab 1997 über den Tiefschuss ermittelt wurde.
Standarte nach St. Ursen
Erneut waren der Tiefschuss und dann das höhere Alter für die Bewertung massgebend. Genau 282 Schützinnen und Schützen erhielten eine Auszeichnung, das sind 57,8 Prozent aller Teilnehmer, rund dreieinhalb Prozent mehr als im Vorjahr in Heitenried.
Die begehrte Wanderstandarte gewann erneut die Gruppe «Rjmbj» aus St. Ursen mit 235 Punkten. Ausser Konkurrenz wies die Gastsektion Plaffeien-Brünisried, mit der Gruppe «Cadillac mit Verstärkung», die Sense-Mittelländer in die Schranken. Mit 241 Punkten erzielten Oberländer das Höchstresultat des Tages. Mit den Gruppen «Moudy» und «Ursus» sicherte sich die Sektion St. Ursen zusätzlich den Gewinn der Freiburgerkanne.
Wie bereits am letzten Feldschiessen in Tafers, konnte sich Hans-Peter Egli aus Plaffeien auch am Freundschaftstreffen als Schützenkönig feiern lassen. Wegen seines höheren Alters verwies Egli den Spitzenschützen Norbert Sturny aus Tafers auf den zweiten Rang. Beide Erfolgsschützen erzielten das Maximum von 32 Punkten und einen 100er-Tiefschuss.