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Wie verhalten sich die beiden Marienkäferarten, wenn es ein paar Grad wärmer wird? Sie fressen beide mehr, unterscheiden sich aber insofern, als sie die zusätzliche Energie anders verwerten. Die heimische Art kann sich gegen die eingewanderte behaupten, dies ergab überraschend eine Studie am Julius Kühn-Insititut (D).
Bild: Siebenpunkt-Marienkäfer/James K. Lindsey
Wenn die Temperaturen steigen, so nimmt die Zahl der Blattläuse zu. Für Marienkäfer steht mehr Futter zur Verfügung, und sie vermehren sich ebenfalls stärker. Wie verhalten sich die beiden Arten (Siebenpunkt u. Asiatischer Marienkäfer), die mittlerweile nebeneinander leben? Das wollten die beiden Wissenschafter am Julius Kühn-Institut in einem direkten Vergleich herausfinden.
Beide Arten fressen deutlich mehr bei höheren Temperaturen. Allerdings ist ihr Verhalten unterschiedlich: Die Siebenpunkt-Marienkäfer legen das zusätzliche Futter in Fettreserven an, ziehen aber nur eine Generation pro Jahr auf. Anders die Asiatischen Marienkäfer, die ihre zusätzliche Energie ausschliesslich in die Vermehrung setzen. Für die Forschenden ist erwiesen, dass sich die eingeführte Art längerfristig etablieren wird. Doch der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer kann sich bestens behaupten.
Welche der beiden Arten die grössere Leistung als Nützling erfüllen kann, ist noch nicht endgültig erforscht..