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Bis Mitte Juli befindet sich Madagaskar noch immer im gesundheitlichen Ausnahmezustand, d.h. Versammlungen sind verboten (keine öffentlichen Demonstrationen, kein Feuerwerk, keine Veranstaltungen). Geschäftsreisen und Märkte sind zum Glück wieder erlaubt. Die Marktpreise sind jedoch extrem niedrig, da ein grosses Angebot einer geringen Nachfrage gegenüber steht.
Die Ausbildung neuer Produzentinnen konnte nicht wie geplant im Frühjahr stattfinden. Wir warten schon ungeduldig auf die Wiedereröffnung des Ausbildungszentrums Ceffel in Antsirabe, da sonst die Ausweitung der Kartoffelproduktion in neuen Dörfern gestoppt werden müsste, bis die Ausbildung in Ceffel wieder möglich ist. Der VFTM besitzt noch nicht die nötigen Kompetenzen, um diese Ausbildung zu übernehmen.
Inzwischen wurden die jährliche Vereinbarung und das neue dreijährige Abkommen 2020/2022 zwischen ASF-CH und dem bäuerlichen Verein VFTM in Madagaskar fertig gestellt.
Die Trockenzeit – der madagassische Winter – hat begonnen. Die Reisernte ist vorbei. Sobald die Reisfelder abgetrocknet sind, können die Kartoffeln (Saat- und Speisekartoffeln) als Nachkultur gepflanzt werden. Wir haben Ende 2019 erstmals während der Regenzeit Kartoffeln angebaut, was nicht ganz ohne Krankheitsrisiko ist. Aber nur so können wir lange Lagerzeiten verhindern.
Die Mini-Knollen (F0) von Fifamanor für die Vermehrung konnten schliesslich transportiert und an die Saatgutproduzentinnen – und produzenten des VFTM geliefert werden; sie werden Anfang Juli gepflanzt. Somit kann eine neue Serie von Vermehrungen wie geplant stattfinden. Informationen zum Ernteergebnis und dem Projekt folgen im Laufe des Sommers.