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Inhalt
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Greth Schell
- Termin
- Güdelmontag (Fasnachtsmontag)
- Ort
- Zuger Altstadt
- Entstehungsdatum
- 1721
- Ursprung des Brauchs
- Die Legende erzählt vom Stadtoriginal Margarethe Schell, genannt «Greth Schell», welche sich Anfang des 18. Jahrhunderts zu später Stunde veranlasst sah, ihren weinseligen Mann in den Wirtshäusern abzuholen und anschliessend in einer «Chrätze» (Rückentragkorb) nach Hause zu schleppen. Begleitet wurde sie von den Lölis, den nicht minder angeheiterten Saufkumpanen des Mannes. Der Fasnachtsfigur Greth Schell ist in der Unter Altstadt ein Brunnen gewidmet. Er wurde vermutlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Die Greth-Schell-Figur auf dem Brunnen stammt vom Luzerner Bildhauer Rolf Brem und wurde 1977 realisiert.
- Gelebter Brauch
- Die Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer der Stadt Zug ist seit mehr als hundert Jahren Hüterin dieses lebhaften Strassenbrauchs. Als sich die alten Kostüme in einem schlechten Zustand befanden und das Risiko bestand, dass der Brauch eingestellt würde, stimmte das Hauptbott der Zunft am 14. Februar 1887 dem Ankauf einer neuen Ausrüstung für die Greth-Schell-Gruppe zu. 1946 gesellte sich die Figur des «Basters», heute als «Unehelicher» bezeichnet, zur Gruppe. Die meisten Lölis sind namenlos, mit Ausnahme des «Zyt», der ein Zifferblatt auf seinem Rücken trägt, und des «Brun», so benannt nach seiner braunen Maske. An ihrem Hauptbotttag, dem Güdelmontag, lässt die Zunft die Figur der Greth Schell und die mittlerweilen sieben Lölis, begleitet von den Klängen der Zunftmusik, in den Strassen der Innenstadt herumtanzen. Dabei verteilen die Gruppe und die Zünfter zwischen 16 Uhr und 17 Uhr in der Altstadt Würstli, Mutschli und Orangen an die Kinder, die sich ihren Lohn mit lauten «Greth Schällebei!»-Rufen verdienen und sich vor den Hieben mit den Süüblatere (Schweinsblasen) in Acht nehmen müssen.
- Kontakt
- www.schreinerzunft-zug.ch
Textquellen: Zuger Schreinerzunft.
Bildquellen: Zuger Kalender 1875; Neue Zuger Zeitung.