Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03301.jsonl.gz/2017

Was ist Round Table?
Round Table ist eine parteipolitisch und konfessionell neutrale Vereinigung junger Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren. Die Idee und die Organisationsform von Round Table haben ihren Ursprung in der Tradition des englischen Clublebens: Örtlich selbständige «Tische» führen jeweils etwa 15 bis 25 junge Männer unterschiedlicher Berufe und Wirkungsbereiche zusammen.
adopt
Round Table erwartet von seinen Mitgliedern Aufgeschlossenheit und Interesse gegenüber traditionellen wie neuen Ideen und Entwicklungen.
adapt
Das Motto stammt aus einer Rede des englischen Duke of Windsor, der im Jahr 1927 mit diesen Worten junge Männer dazu ermunterte, bewährte Lösungen zu übernehmen.
Improve
und sie auf die veränderten Verhältnisse der Gegenwart und der Zukunft hin weiterzuentwickeln und zu verbessern.
social
Austausch von Berufs- und Lebenserfahrungen der Tischmitglieder untereinander sowie Engagement in Service-Projekten zu Gunsten Benachteiligter.
Die Geschichte
Round Table wurde in England 1927 gegründet.
Der Gründer Louis Marchesi (ein ausgewanderter Schweizer Zuckerbäcker) wollte eine Vereinigung ins Leben rufen, die sich an das Vorbild ähnlicher Clubs anlehnte, jedoch in einem für ihn gewichtigen Punkt ein Gegengewicht bilden sollte:
Beim Alter der Mitglieder.
Die Mitgliedschaft in anderen Clubs ist in der Regel lebenslang angelegt, was in Verbindung mit zahlenmässigen Aufnahmebeschränkungen meist zu einem hohen Altersdurchschnitt führt.
Bei Round Table dagegen erlischt die Mitgliedschaft automatisch mit dem 40. Lebensjahr. Auf diese Weise werden regelmäßig wieder Plätze für neue, jüngere Tischmitglieder frei.
Diese Regelung hat bei Round Table zu einem Altersdurchschnitt von Mitte 30 und zu einem hohen Maß an Homogenität unter den Tischmitgliedern geführt, was die persönliche Lebenssituation in Beruf und Familie angeht.
Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hat sich Round Table in den meisten Ländern Europas, in Afrika, Asien und Nordamerika verbreitet.
Der erste Schweizer Club wurde 1951 in Lausanne gegründet.
Im Jahr 1991 gab es nationale Round Table Organisationen in 47 Ländern, die sich zur Dachorganisation «Round Table International» zusammengeschlossen haben.
Round Table International hat sich mit anderen Organisationen ähnlicher Zielsetzung wie «APEX» in Australien, «Active 20/30» in den USA und «Kin» in Kanada im «World Council of Service Clubs» vereinigt, das sich einmal im Jahr an einem ständig wechselnden Ort trifft und mehr als 100'000 Mitglieder hat.
Round Table Schweiz
Am 22. September 1951 wurde unter der Patenschaft RT Brüssel 1 in Lausanne die erste Schweizer Tafelrunde gegründet und im November 1957 die Nationale Organisation der Tafelrunde Schweiz etabliert. Heute sind in 40 lokalen Tischen rund 670 Mitglieder aktiv, verstärkt durch die Tafelrunde Vaduz 1
Der Service-Gedanke
Round Table erwartet von seinen Mitgliedern weiterhin die Bereitschaft, sich innerhalb des eigenen Tisches und darüber hinaus im Rahmen von "Service-Projekten" für andere zu engagieren.
Hinter dieser Erwartung steht die Überzeugung, daß der einzelne auch Pflichten gegenüber der Gemeinschaft hat. Bei dem Engagement in Service-Projekten ist nicht Geld, sondern persönlicher Einsatz gefordert, der sich auf Offenheit für die Probleme anderer und auf die Freude am gemeinsamen Handeln gründet.
Round Table ist deshalb ein Service Club, jedoch keine karitative Einrichtung.
Das Clubleben in St. Gallen
Unser Tisch wurde 1961 gegründet und trägt die Nummer 7. Je tiefer übrigens die Nummer ist, desto älter ist auch der Tisch. Die Mitglieder von Round Table 7 (RT 7) treffen sich alle zwei Wochen jeweils am Dienstagabend. Das Programm gestaltet der jeweilige Präsident. Der Abend kann mit einem Vortrag aus den eigenen Reihen oder eines Gastreferenten beginnen. Alternativ finden auch sportliche Veranstaltungen oder Betriebsbesichtigungen statt, der Abend endet klassischerweise mit einem gemeinsamen Nachtessen.
Das Clubleben beschränkt sich jedoch nicht auf den einzelnen Tisch, sondern geht weit darüber hinaus.
In der Vielzahl von Treffen und Veranstaltungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene lernen sich Mitglieder von Round Table (RT) aus unterschiedlichen Regionen, Ländern und Kulturen kennen.
Das verbindende Element dabei ist über alle Grenzen hinweg die Freude der Tabler an der Begegnung mit anderen Menschen, aber auch ihre gemeinsame Grundhaltung und Wertvorstellung. Einmal im Jahr treffen sich die Schweizer Tische von Round Table zum Annual General Meeting (AGM).
Darüber hinaus organisieren benachbarte Clubs gemeinsame Veranstaltungen, und einzelne Tische richten Wochenend-Veranstaltungen aus, zu denen sie alle Mitglieder von Round Table einladen. International hat jeder Schweizer Tisch von Round Table in den anderen europäischen Ländern jeweils einen Partnerclub. Für St. Gallen ist dies RT München. Aber auch der Tisch selbst kann Pate für Neugründungen stehen. RT 7 ist Gründungspatentisch für RT 29 Appenzellerland und RT 41 Pfäffikon SZ.
Die Partner-Clubs treffen sich einmal im Jahr zum Euromeeting (auch "7er-Treffen" genannt), für das in jedem Jahr ein anderer der Tische der Gastgeber ist. St. Gallen war letztmals im Jahr 2007 Gastgeber.
Der gesellige Rahmen dieser Begegnungen und Veranstaltungen und die selbstverständliche Beteiligung auch der Partnerinnen führen zu einer Vielzahl von Kontakten, Verbindungen und Freundschaften, die oft weit über die Zeit der Round Table Mitgliedschaft hinaus reichen. Die Mitgliedschaft kann ab dem 18. Lebensjahr beginnen, endet jedoch fix mit dem Erreichen des 40. Altersjahrs. Der Übertritt in die Nachfolgeorganisation, den Club 41, wird von den meisten ehemaligen Tablern wahrgenommen. Der Kontakt zwischen den Tablern und den "Oldies" ist sehr gut und wird aktiv gepflegt.
Round Table erwartet von seinen Mitgliedern, dass sie nur in begründeten Ausnahmefällen an den tischeigenen Veranstaltungen fehlen. Die Aufnahme in Round Table geschieht durch die Empfehlung eines Mitgliedes und bedarf der einstimmigen Billigung aller anderen Mitglieder des Tisches.