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Das Blut, das in Basel gespendet wird, muss zuerst verarbeitet werden. Die Spitäler benötigen vor allem rote Blutkörperchen. Also die Flüssigkeit, die man gemeinhin als Bluttransfusion kennt. Darum werden die roten Blutkörperchen von der Blutflüssigkeit, dem sogenannten Plasma, getrennt.
«Die Spitäler können auch das Plasma brauchen», sagt Rudolf Schwabe, Direktor der Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK. Zum Beispiel, wenn jemand eine schlechte Blutgerinnung hat. Aber: Die benötigten Mengen sind weit nicht so gross wie bei den Blutkörperchen. «Nur ein Viertel wird tatsächlich auch gebraucht», so Schwabe.
Wegwerfen oder verkaufen?
Deswegen verkaufe man das Plasma an internationale Pharmafirmen, die damit Medikamente herstellen. «Natürlich könnten wir das überschüssige Plasma auch wegwerfen», sagt Schwabe, «aber das wäre ethisch nicht korrekt, wenn wir wissen, dass Patienten auf diese Medikamente angewiesen sind.»
Die Blutspender und Blutspenderinnen in Basel werden auf dem obligatorischen Fragebogen darauf hingewiesen, dass ihr Plasma verkauft werden kann. Trotzdem gingen beim Blutspendezentrum diese Woche Fragen von Patienten ein, die wissen wollten, was mit ihrem Blut passiert. Dies, weil ein Dokumentarfilm über das Geschäft mit dem Blutplasma berichtete (siehe Box).
(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)