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Sonnenschein und moderatere Temperaturen sorgen nicht nur bei uns Menschen für Frühlingsgefühle. Auch Vögel haben ihre Rückreise vom Süden angetreten bzw. sind schon wieder bei ihrem Brutplatz angelangt. So zum Beispiel Störchin Max: Nachdem sie den Winter in Zentralspanien in der Nähe von Madrid verbracht hatte, ist sie heute Abend an ihrem Brutplatz in Deutschland angekommen.
Am 25. Januar hat sie ihr Winterquartier verlassen und zog innerhalb von 5 Tagen über Zaragoza bis nach Lerida in Katalonien. Dort hat Sie einen Zwischenstopp gemacht und die frostigen Temperaturen und den Schnee in Mitteleuropa abgewartet. Danach zog sie weiter Richtung Frankreich. Nach einem weiteren Zwischenhalt in Figueras, nahe der französischen Grenze und fast am Ufer des Mittelmeeres, gelangte sie über Montpellier und das Rhonetal bis nahe an Genf, wo sie sich anfangs dieser Woche befand. Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren ist Max etwas später dran: 2011 hat sie bereits am 8. Februar und 2010 am 21. Februar ihren Nistplatz in Tüfingen (D), nordöstlich des Bodensees erreicht.
Der Weissstorch „Max“ schlüpfte 1999 in Avenches (VD). Seither wird ihre Route vom Naturhistorischen Museum Freiburg aufgezeichnet. Dass Max ein Weibchen ist, stellte sich erst in ihrem dritten Lebensjahr heraus.
Zum 13. Mal trat Max 2011 Ihre Reise in den Süden an. Von 1999 bis 2005 zog Sie jeweils bis nach Marokko. Seit 2006 überwintert sie in Spanien. Kein anderes Tier wurde bisher über eine so lange Zeit regelmässig lokalisiert.
Bild: Guido Gerding (Wikimedia Commons)