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Madagaskar ist eine riesige Insel: anderthalb Mal so gross wie Deutschland. Der Westen und Südwesten sind schwach besiedelt, das Hochland und die Ostküste hingegen sehr stark.
Die Bevölkerungszahl Madagaskars beträgt nunmehr (2015) geschätzte 23 Millionen Menschen und die lebt zu fast 80% immer noch auf dem Land.
Die aus der Kolonialzeit stammenden sechs Provinzen wurden aufgehoben und 2004 aufgeteilt in 22 Regionen. Diese 22 Regionen sind unterteilt in 119 Distrikte und diese werden aufgeteilt in 1693 ‘Communes’. Eine Commune ist etwa das, was man in Deutschland Verbandsgemeinde nennt. Eine Commune umfasst meist mehrere Dörfer und zahlreiche Weiler.
In Madagaskar gibt es 1617 ländliche Gemeinden und 76 städtische Gemeinden. Die Grossstadt Antananarivo mit ihren über 2 Mio Einwohnern wird dabei gesondert gelistet. Die Gemeinden werden wiederum in rund 17’500 Fokontany aufgeteilt. Ein Fokontany ist die politische und administrative Basisorganisation.
Madagassen leben nicht gern ‘allein’. Sie siedeln aber auch nicht sehr gern in dichten Agglomerationen. Typischerweise finden sich auf dem Land meist Weiler, in denen die Grossfamilie lebt. Diese Weiler können ein paar Häuser umfassen oder gar ein paar Dutzend Wohnhäuser. Referenzpunkt für alle Bewohner ist der Markt und der Markttag. Dann sicher auch die Schule und das Gesundheitszentrum oder Spital. Wichtig kann noch die Geburtsurkunde und die Identitätskarte sein. Um mehr kümmert sich der Mensch im Normalfall nicht.