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Ach, wie lustig waren Menschen anno dazumal! Gewiss habt ihr bereits Schräges aus der goldenen Ära der Langspielplatte zu Gesicht bekommen. So was in der Art, etwa:
Oder unfreiwillig Lustiges wie die Querflötenspielerin, die ein Gospelalbum mit Titel «Fingering for Jesus» herausgab und dergleichen. Nice.
Und dann gab es die Alben von High In-Fidelity Records, die ab 1962 auf den Markt kamen. Die spielten in einer gänzlich anderen Liga.
Nun, der Clou dabei war, schenkte man jemandem eines dieser Alben, etwa das hier, ...
... fand der Beschenkte darin keine Vinylplatte, sondern einen Kartoneinschub, auf dem Folgendes geschrieben war:
«Ich schenke dir dieses Album ... sorry, ich konnte mir die Platte dazu nicht leisten!»
High In-Fidelity Records parodierte also das Genre der zweckbestimmten Musik-Alben, indem sie quasi humoristische Grusskarten in LP-Format verkaufte. «Hey, du spielst doch Klavier. Guck, ich hab' dir ein Geschenk ... haha, reingelegt!»
Über die Hintergründe von High In-Fidelity ist so ziemlich nichts bekannt. Doch obwohl ihre Produktionszahlen kaum allzu gross gewesen sein können, waren ihre Fotosujets meist doch eher aufwändig.
Und für die damalige Zeit doch ziemlich gewagt.
Und auf der Rückseite gab es dann jeweils das «empfohlene» Tracklisting.
«Suggested Titles» wohl aus Copyright- und warenrechtlichen Gründen. Diese Songs würden zum Albumtitel passen, quasi.
Für die lockeren Affären wären da mitunter Knaller (haha) wie «Let's Do It», «You Do Something To Me» oder «Hard, Ain't It Hard».
Wer heute in einem Brocki oder einem Vintage-Flohmarkt ein Exemplar findet – unbedingt kaufen!
Oben gezeigte «Communist Party Songs», zum Beispiel, wird auf eBay für 75 Dollar angeboten. Investieren!