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Die Arbeit von CO-OPERAID in Sri Lanka und in Thailand haben wir im Jahr 2013 abgeschlossen. Um weiterhin Hilfe für die ärmste Bevölkerung zu leisten, wollen wir in Zukunft in Laos tätig werden. Mein Besuch gilt dem Aufbau einer Partnerschaft mit einer lokalen Hilfsorganisation, mit der zusammen wir ein Hilfsprojekt im Bildungsbereich lancieren können.
In Savannakhet und Umgebung (Südlaos) habe ich in den letzten Tagen die Arbeit des lokalen Hilfswerks CoDA (Community Development Association) gründlich kennen gelernt. Zudem fanden zwei Treffen mit den Bildungsbehörden auf Provinz- respektive Distriktebene statt, an denen die Regierungspläne und der gewünschte Beitrag von NGO’s diskutiert wurden.
CoDA arbeitet in zwei Distrikten (Nong und Sepone) an der Grenze zwischen Laos und Vietnam. Im Allrad-Jeep fahre ich mit Phou, dem Direktor von CoDA, und seinem «field staff» über löcherige «Strassen» und durch mehrere Flüsschen (die in der Regenzeit beunruhigend viel Wasser führen…) ins Dorf Bangyalang. Schon der erste Eindruck zeigt, wie arm die Dorfbevölkerung ist. Es handelt sich um ein Dorf der Ethnie der Mangkong mit 280 Bewohner/innen. Die Menschen leben vom Reisanbau im Berggebiet, wo nur eine Ernte pro Jahr möglich ist. Dazu pflanzen sie Gemüse an, halten Kühe, Ziegen, Schweine und Hühner.
Der Dorf-Chef ist eine von nur 10 Personen im Dorf, die lesen und schreiben können. Mit ihm besichtigen wir die temporäre Schule, welche die Dorfbewohner vor fünf Jahren gebaut haben. Ein Holzverschlag, in dem sich nur die Termiten wohl fühlen. «Werden die Eltern den Schulbesuch ihrer Kinder unterstützen, wenn wir eine bessere Schule ermöglichen?», will ich vom Dorf-Chef wissen. «Wir werden unsere Kinder in die Schule schicken», verspricht er. «Wir selber hatten keine Chance zu lernen.»
Dörfer wie Bangyalang gibt es im kleinräumigen Laos sehr viele. Es leben 47 Ethnien innerhalb der Landesgrenzen, und die Regionen sind zum Teil kaum erschlossen. Die Hilfe von CO-OPERAID wäre in Laos am richtigen Ort angekommen. Aber finden wir auch die richtige Partnerorganisation, mit der wir kooperieren und gemeinsame Ziele erreichen können? Mit CoDA haben wir eine erste Option gefunden. In den nächsten Tagen werde ich eine zweite Organisation treffen und mit weiteren Personen aus der Branche diskutieren. In den nächsten Wochen wollen wir von CO-OPERAID eine Entscheidung treffen und nach Möglichkeit Anfang 2015 das erste CO-OPERAID-Projekt in Laos lancieren.