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Autor: Guido Bielmann
Die schwierigen Trainingsbedingungen im strengen Winter zeigen in Sachen Teilnehmerfeld an den ersten Läufen des Jahres nun gewiss ihre negativen Auswirkungen. Regula Zahno gewann seit 1994 nunmehr zum 8. Mal. Letztmals hatte sie 2003 gewonnen: «Ich bin hier immer gestartet, aber oft stand mir die Äthiopierin Worku Tsige vor der Sonne», meinte die Siegerin.
Zahno hatte am Sonntag keine Konkurrenz zu fürchten, so holte sie sich nach 5,6 km beim Goldsprint auch das Goldvreneli. Zahno hatte im Januar die Freiburger Cross-Meisterschaften gewonnen, und am 7. März an den Cross-SM in Welschenrohr war sie Dritte geworden und hatte damit ihre nationale Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt. «Heute hatte ich etwas Mühe», meinte sie, was ihr allerdings beim Zieleinlauf nicht anzumerken war.
Matter auf Rang zwei
Auch auf dem zweiten Rang war das Frauenrennen durch die internationale Triathletin Sibylle Matter (Plaffeien) prominent besetzt. Die Siegerin des Switzerland Ironman Triathlons 2008 in Zürich sagte: «Ich wollte mich hier nicht mit Regula messen. Das wäre sinnlos, denn sie ist bedeutend stärker als ich. Aber ich wollte heute ein Rennen statt ein Training, um konzentrierter eine härtere Einheit zu laufen.» Matter will im Juli in Zürich wieder gewinnen und trainiert jetzt schon um die 20 Stunden pro Woche.
Auf die Ränge 3 und 4 liefen Sonya Gurtner und Therese Scheidegger, zwei Läuferinnen der Schweizer Seniorenlauf-Vereinigung Swissmasters Running. Auf den Rängen fünf und acht folgten mit Jessy Blatter (Kriechenwil) und Judith Zumwald (LAT Sense) zwei Läuferinnen aus der Region.
Das Gold für Brügger – der Sieg für Stähli
Der Goldsprint nach 5,6 km bei den Männern ging an Michel Brügger (TV Bösingen). Da lag Stephen Stähli noch zehn Meter zurück. Dies sollte sich unmittelbar danach schnell ändern: Stähli übernahm die Spitze und holte bis ins Ziel 59 Sekunden auf Brügger heraus. Für Stephen Stähli war es nach 2002 der zweite Sieg in Bösingen: «Am Anfang hatte ich noch etwas Mühe, aber dann lief es mir sehr gut», sagte der Sieger. Er bereitet sich wie Zahno auch auf die 10-km-Strassen-SM vom 28. März vor.
Die zwei ersten Ränge waren schon vor dem Goldsprint vergeben. Michel Brügger lief die ganze Strecke alleine, nachdem Stähli an ihm vorbeigezogen war. Rochaden und einen harten Kampf gab es aber noch um die Folgeplätze. Beim Goldsprint lief Denis Bigler (AC Murten, M40) als Dritter vor Martin von Känel (Scharnachtal) und Olivier Eschler (Länggasse) durch. Danach fiel Bigler jedoch zurück. Nach 9,5 km war von Känel Dritter vor Eschler und Bigler. Damit nicht genug: Bis ins Ziel konnte sich Eschler noch an von Känel vorbeikämpfen. Martin von Känel ist der ehemalige fünffache Schweizer Waffenlauf-Meister. Waffenläufe gibt es mittlerweile nur noch sporadisch und ohne SM.
Auf den 8. Rang lief Pascal Birbaum (LAT Sense). Er war kürzlich in einem einwöchigen Trainingslager auf Zypern, zusammen mit Raemy, Grünig, Sturny und Hänni. Die Sensler Equipe trainierte dort zweimal täglich. «Zuhause trainiere ich vier- bis sechsmal pro Woche», erklärte Pascal Birbaum.