Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03543.jsonl.gz/1602

Externer Inhalt
Die Schweizer Skeletonfahrerin Marina Gilardoni verpasst an den Winterspielen ein olympisches Diplom deutlich. Sie verliert am zweiten Tag noch einen Platz und beendet den Wettkampf als Elfte.
Im letzten Lauf kam der Fehler doch noch. Marina Gilardoni verhaute die Einfahrt in die Kurve 8. "Mit den ersten drei Läufen war ich sehr zufrieden", stellte die 30-jährige St. Gallerin fest. Der Fehler am Ende kostete sie vielleicht einen Top-Ten-Platz, ein Diplom lag aber mit einem Rückstand von 84 Hundertsteln auf Rang 8 ausser Reichweite.
Gilardoni kam am zweiten Tag am Start nicht mehr an ihre Zeiten vom Vortag heran. Die grössere Belastung im Vergleich zum Weltcup mit nur zwei Läufen wirkte sich aber wohl aus. "Es fehlte mir wohl die Basis aus dem Sommertraining."
Der Olympiawettkampf war damit ein Spiegelbild der Saison. Seit zwei Jahren kann Gilardoni wegen Problemen mit der Bandscheibe kaum noch richtig trainieren. Zwar hat sie diese mittlerweile so weit im Griff, dass Fahrten in den Bereich der Top 10 möglich sind, mehr liegt so aber nicht drin. Nachdem sie bei ihren ersten Winterspielen in Sotschi noch den 18. Platz belegt hatte, gehörte Gilardoni vor zwei Jahren zwischenzeitlich der Weltspitze an, musste dann aber wieder zurückbuchstabieren. Entsprechend wird sie sich im Frühling Gedanken über die Fortsetzung ihrer Karriere machen. Grundsätzlich gilt aber: "Ich habe immer noch sehr viel Spass an meinem Sport."
Yarnold aus der Versenkung auferstanden
Einen Coup mit Ansage landete Lizzy Yarnold. Die 29-Jährige aus der südenglischen Grafschaft Kent war bereits 2014 Olympiasiegerin und ein Jahr später Weltmeisterin. Danach nahm sie wegen eines Burnouts aber eine Auszeit. Nach ihrer Rückkehr tat sich Yarnold schwer, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Kein Sieg mehr und zwei Podestplätze in zwei Saisons waren die eher magere Ausbeute.
Zuletzt zeigte sie aber deutliche Aufwärtstendenz und zeigte auch in den Trainings, dass sie mit der Bahn im Alpensia Sliding Centre bestens zurecht kommt. Bis zum 4. Lauf war es eine Hundertstel-Entscheidung, aber dann legte Yarnold eine Traumfahrt ins Eis und gewann mit Bahnrekord und einem letztlich komfortablen Vorsprung von 45 Hundertsteln auf die deutsche Weltmeisterin Jacqueline Lölling.
Zur tragischen Figur wurde Janine Flock. Die Österreicherin hatte nach drei Läufen geführt und fiel noch in den 4. Rang zurück.
SDA-ATS