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Ob es wirklich vertretbar sei, mit der dringend notwendigen Entlastung für Eltern mit kleinen, mehrfach behinderten Kindern abzuwarten, "bis ein neuer Wirkungsbericht zur Behindertenpolitik vorliegt?", wollen vier Kantonsräte - je einer von CVP, FDP, SP und SVP - von der St. Galler Regierung wissen.
Es ist bereits der zweite Vorstoss zum gleichen Thema. Die Regierung habe in der ersten Stellungnahme zwar anerkannt, dass den Eltern eine Entlastung zustehen würde, "aber keine Lösung in Aussicht gestellt", heisst es in der Interpellation, die im Februar eingereicht wurde.
Im Gegensatz zur Regierung zeigen sich die vier Kantonsräte überzeugt, dass die gesetzlichen und konzeptionellen Grundlagen bereits vorhanden sind, um solche Massnahmen im Vorschulbereich zu unterstützen. Verwiesen wird dabei unter anderem auf das Sonderpädagogik-Konzept des Kantons.
Eine Kindertagesstätte, in der auch mehrfach behinderte Kinder aufgenommen werden, biete etwa die Stiftung Kronbühl in Wittenbach an. Das Departement des Innern leiste als Anschubfinanzierung einen vorübergehenden finanziellen Beitrag. Die Kinder, die dort gefördert werden, würden in den örtlichen Kitas wegen des hohen Betreuungs- und Pflegeaufwands nicht aufgenommen.
Die Regierung soll nun erklären, ob sie bereit ist, entsprechende Leistungsvereinbarungen abzuschliessen und die Finanzierungslücken für die Betreuung von kleinen Kindern mit Mehrfachbehinderung zu schliessen.
Der Vorstoss ist noch nicht beantwortet.
(sda)