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Cao Shunli lebt nicht mehr. Sie ist im März 2014 an den Folgen nicht behandelter Erkrankungen in einem chinesischen Gefängnis gestorben.
Die Nominierung von Cao Shunli für den Martin-Ennals-Preis 2014 illustriert, wie sehr diese Anwältin ein Symbol der Freiheitsbewegungen in China bleibt. Shunli hatte ihr Leben dem Kampf gegen die Korruption geweiht, und vor allem versucht, neben den Vorstössen auf nationaler Ebene internationale Mechanismen zu nutzen, um den Freiheitsrechten in China Respekt zu verschaffen.
Im September 2013 war sie vor einer Reise nach Genf gestanden, wo sie mit Diplomaten über das Problem sprechen wollte, dass die chinesischen Behörden sich weigerten, Nichtregierungs-Organisationen (NGO) an den Universellen Periodischen Überprüfungsverfahren zu beteiligen. Nachdem sie aus dem Flughafen in Peking verschleppt wurde und fünf Wochen verschwunden blieb, tauchte sie schwer krank in einem Gefängnis wieder auf, wo sie ein paar Monate später starb.
(Übertragung aus dem Französischen: Rita Emch), InfoSud