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Auffällig viele der «Schweizen» in Europa sind im 18. und 19. Jahrhundert zu ihren Namen gekommen – von zahlreichen «Little Switzerlands» in Grossbritannien über die «Suisse Normande» in Frankreich bis zur «kleinen Luxemburger Schweiz».
Die Alpen, die Flüsse
In dieser Zeit der Romantik genoss die Landschaft der Schweiz ein besonders hohes Ansehen, sie wurde geradezu idealisiert: die Alpen waren der Inbegriff einer gewaltigen Berglandschaft, und der Jura mit seinen Felsen, Wäldern und Flusstälern sah so aus, wie man sich die unberührte, wildromantische Natur schlechthin vorstellte.
Das schwappte immer weiter über die Landesgrenzen hinaus: Was im Ausland landschaftlich zum Teil auch nur entfernt an die idyllische Schweiz erinnerte, wurde flugs zur «Schweiz von...» erklärt, mit der Folge, dass diese Regionen auch touristisch stärker frequentiert wurden – was wiederum die «Schweiz»-Bezeichnungen noch tiefer im Sprachgebrauch verankerte.
Mythos Walter Tell
Eine Ausnahme bildet zum Beispiel die «kleine Schweiz» in Spanien, von der die Netflix-Komödie «Pequeña Suiza» erzählt. Dort entdeckt eine kleine Ortschaft im Baskenland, dass in ihrer Kirchengruft die sterblichen Überreste von Walterli Tell (Wilhelm Tells Sohn) ruhen, und beschliesst kurzerhand die eigene Umbenennung und den Anschluss an die Schweiz.
Um diese «Schweizen» geht es in der Sendung:
Die «kleine Schweiz» in Spanien, die «Suisse Normande», die «kleine Luxemburgische Schweiz», mehrere «Little Switzerlands» in Grossbritannien – und um drei Schweizen im Baltikum.