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Es ist ziemlich beeindruckend, was der 24-jährige Schlussmann der Zürcher in den bisherigen vier Spielen auf das Eisfeld brachte. In 10 von 12 Dritteln (Verlängerungen ausgeschlossen) blieb Flüeler ohne Gegentor, er wehrte 120 von und 124 Schüssen ab und hält damit fast 97% aller auf ihn abgegebenen Schüssen – Spitzenwert der Liga, versteht sich! Dass diese Form kaum eine ganze Saison konserviert werden kann, ist wohl allen bewusst, aber die Nummer 30 im Zürcher Tor machte auf diese Saison hin erneut einen wichtigen Schritt nach Vorne. Er könnte in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg sein und die Basis für mögliche Erfolge legen.
Aus Übersee zum ZSC und hinter Sulander angestanden
Blicken wir zurück auf die Geschichte rund um Lukas Flüeler. Nach der Spielzeit 06/07 wanderten Reto Berra und Leonardo Genoni, die beiden Nachwuchshoffnungen im Zürcher Tor, nach Davos ab. Noch heute gibt es Stimmen, die diese beide Abgänge als Fehler der damaligen sportlichen Führung sehen. Als Alternative dazu wurde Lukas Flüeler, der sich eine Saison zuvor bei Ottawas 67 in der Ontario Hockey League versuchte, verpflichtet.
Er musste sich aber zuerst einmal in den übermässig gross wirkenden Schatten von Ari Sulander stellen. Der Finne erlebte dazumal noch einmal einen Frühling und nach dem Gewinn der Meisterschaft im 2008, der Champions Hockeyleague und dem Victorias Cup wurde der Schatten für Flüeler nicht kleiner. Doch er kämpfte sich durch und erhielt in der Saison 08/09 die Chance sich während der Hälfte der Qualifikation zu zeigen. Eine Wachablösung war eingeleitet, aber bis diese erfolgen sollte, brauchte es noch Zeit. Erst in der Spielzeit 2010/2011 wurde Ari Sulander mehrheitlich auf der Bank belassen und Flüeler forciert. In den Playoffs gab es aber dann die Ernüchterung, denn nach nur vier Spielen war Schluss und der Torhüter mit unter 90% Fangquote nicht jener Rückhalt, welche er sein muss in so einer Phase.
Die Frage wurde in die Runde geworfen, ob denn Flüeler überhaupt das Talent und die Möglichkeit habe ein Meistergoalie zu werden. Eine Antwort gab es gleich ein Jahr darauf, als der ZSC zum siebten Mal Meister wurde und Lukas Flüeler wohl das entscheidende Teil in dieser Meistermannschaft war. Er hatte all seinen Kritikern gezeigt, dass er über das Potenzial verfügt die Lücke von Sulander nicht nur halbwegs zu schliessen.
Defensive Sicherheit auf der ganzen Linie
Zurück zum aktuellen Geschehen und damit der diesjährigen Saison, wo Lukas Flüeler erneut eine Antwort zu geben scheint. Auch die letzte Saison war nicht jene der Nummer 30 beim ZSC. Er hielt zwar solide, aber war in den entscheidenden Momenten nicht mehr dieser verlässliche Wert wie von vor einem Jahr. Und nun ist wieder, auch wenn diese Betrachtung erst vier Spiele alt ist, eine überragende Form auszumachen, die natürlich einem Torhüter Selbstvertrauen gibt.
Und dies wiederum wirkt sich auf die Defensive aus, denn auch die Verteidigung machte in dieser Saison einen sehr starken Job. Die beiden guten Leistungen beeinflussen sich gegenseitig und dadurch kommt dieser defensiv extrem starke Saisonstart zu Stande. Drei Gegentore aus vier Spielen ist auch ein grosser Verdienst der Verteidiger. Wir konnten nach dem gestrigen Spiel noch kurz mit Lukas Flüeler über seine aktuelle Form sprechen: