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Das European Strategic Intelligence and Security Center hat einen Artikel veröffentlicht, in dem es einige Probleme beleuchtet, mit denen das deutsche Rentensystem anscheinend von Anfang belastet war, die aber gerade jetzt, bei den aktuellen sozioökonomischen Umständen, deutlich hervortreten und alarmierend sind.
Genovefa Etienne und Claude Moniquet vom ESISC vermitteln einen kurzen Überblick über das moderne System, das auf dem von Otto von Bismarck eingeführten Rentensystem basiert (jedoch nicht ausschließlich) und bei dem das Prinzip der Kapitaldeckung immer noch der zentrale Pfeiler ist. Im Artikel werden Herausforderungen aufgelistet, mit denen das deutsche Rentensystem konfrontiert ist. Zu den grössten Herausforderungen zählen dabei die schnell alternde Bevölkerung und damit die zunehmende Anzahl von Rentenempfängern im Vergleich zu den Beitragszahlern, was die Anhebung des Renteneintrittsalters zu einer Notwendigkeit macht.
Innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt das deutsche System im Mittelfeld, weit hinter Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark. Eines der zentralen Probleme, die im Artikel des ESISC als finanziell schädigend und sozial ungerecht beschrieben werden, besteht in der bevorzugten Behandlung der im Öffentlichen Dienst tätigen Personen, die zwar zum Bezug des sogenannten „Ruhegehalts“ berechtigt sind, jedoch keine monatlichen Beiträge leisten müssen, so wie es der Rest der Bevölkerung tun muss. Dieses Thema ist potenziell explosiv und wird wohl bei den aktuellen Wahlkampagnen heruntergespielt werden, warnen die Autoren. „Die Regierung sollte wissen, dass sie für den Fall, dass diese Frage während der Wahldebatte aufkommen sollte, eine überzeugende Antwort parat haben sollte“, so endet der Artikel.
Den vollständigen Artikel, der am 2. Juni veröffentlicht wurde, finden Sie hier: http://www.esisc.org/publications/briefings/12769