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Aarau–Schöftland
|Kürzel||AS|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1901-11-19|
|Mutiert||Ab 1957-01-01 Wynental-Suhrental-Bahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1901 eröffnete AS gehörte einer Aktiengesellschaft und wurde von Anfang an elektrisch betrieben (Gleichstrom). 1957 fusionierte die AS mit der Wynentalbahn (WTB) zur Wynen- und Surentalbahn (WSB).
Über Jahrzehnte – erste konzessionierte Projekte datierten aus den 1890er-Jahren – existierten Pläne, eine durchgehende Linie Sursee–Schöftland–Aarau zu schaffen. Mit der Realisierung der Sursee–Triengen-Bahn (ST, 1912 eröffnet) schien dies in greifbare Nähe zu rücken, doch konnten sich die Hauptbeteiligten, vorab die Kantone Aargau und Luzern, weder über die Finanzierung noch über die Spurweite einigen. Die AS wurde meterspurig gebaut, die ST in Normalspur. Die Lücke Schöftland–Triengen blieb bestehen, obwohl bis in die 1960er-Jahre viele weitere (nicht finanzierbare) Projekte zu deren Schliessung entwickelt wurden.
Der Güterwagenbestand der AS setzte sich hauptsächlich aus Rollschemeln zusammen (1920 von insgesamt 25 Güterwagen 18). Verladestation war Oberentfelden. Obwohl die Zahl der Güterwagen 1911/12 um sechs Einheiten zunahm, wies die Statistik für beide Jahre das gleiche Ladegewicht aus. Dem Gütertransport kam bei der AS zwar durchaus Bedeutung zu, die wichtigste Einnahmequelle war jedoch der Personenverkehr. Die Betriebsergebnisse der AS lagen stets im positiven Bereich und reichten in einzelnen Jahren sogar aus, eine (bescheidene) Dividende auszuschütten. Reingewinne aus dem Transportgeschäft setzte man ansonsten primär zur Bildung von Reserven ein. Die Kriegsjahre nach 1914 überstand die AS ohne grössere Probleme. Im Gegenteil stiegen die Erträge nach 1915 kräftig an. Gleiches galt allerdings nicht minder für die Betriebsausgaben.
Bei den Baukosten verrechnete die AS gewisse Aufwendungen, die bis 1914 dem Hochbau zugerechnet wurden, ab 1915 neu bei den elektrischen Einrichtungen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: