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Staatsschuldbuch,
amtliches Register, in welches Darlehnsforderungen an die Staatskasse in der Form von Buchschulden eingetragen werden können. Nach dem preußischen Gesetz vom kann der Inhaber einer Schuldverschreibung der konsolidierten Staatsanleihe gegen Einlieferung des Schuldbriefs die Eintragung dieser Schuld in das bei der Hauptverwaltung der Staatsschulden geführte S. beantragen. Dadurch entsteht eine Buchschuld des Staats auf den Namen des eingetragenen Gläubigers.
Dieser
Eintrag vertritt die
Stelle einer
Obligation. Der
Gläubiger erhält zwar über den erfolgten
Eintrag
eine Benachrichtigung, allein diese Benachrichtigung
ist auch nichts weiter als eine solche; sie repräsentiert nicht wie
die Staatsobligation die
Forderung selbst. Da noch ein zweites
Exemplar des
Staatsschuldbuchs an einem andern
Ort geführt wird,
so ist durch das S. der Vorteil einer absoluten Sicherheit gegeben. Das S. ist so für
Stiftungen,
Fideikommisse,
vormundschaftliche und ähnliche Vermögensverwaltungen, aber auch für einzelne
Privatpersonen von großer Wichtigkeit. Durch
Löschung der
Buchschuld und Ausreichung eines neuen Inhaberschuldbriefs kann der betreffenden
Forderung die Zirkulationsfähigkeit
wiedergegeben werden.
Vgl. »Amtliche Nachrichten über das preußische S.« (3. Ausg., Berl. 1888).
In Frankreich wurde ein S. (Grand-livre de la dette publique) schon durch Gesetz vom eingeführt.