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Rekruten sollen nicht schon am Freitagabend ins Wochenende entlassen werden. Der Bundesrat lehnt eine Motion von Nationalrat Jean-Paul Gschwind (CVP/JU) mit dieser Forderung ab. Er befürchtet, dass die Ziele der Ausbildung nicht mehr erreicht werden könnten.
Über die gesamte Dauer der RS ginge eine Ausbildungszeit von rund zwei Wochen verloren, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort. Die Ausbildung müsste schon am Freitagmittag unterbrochen werden, um Aufräumarbeiten zu erledigen, zudem könnten wegen der Ruhezeiten für Fahrer schon am Donnerstagabend nur noch reduzierte Nachtübungen stattfinden.
Heute dauert der Wochenendurlaub in der Regel von Samstag 8 Uhr bis Sonntagabend 24 Uhr, Verschiebungen oder frühere Entlassungen sind unter bestimmten Bedingungen möglich. Gschwind fordert mit seiner Motion, dass am Wochenende in der RS keine militärischen Aktivitäten stattfinden. Ein verkürztes Wochenende könne zu Müdigkeit und schlechter Laune führen und das Unfallrisiko erhöhen, schreibt er zur Begründung. Damit die Rekrutenschule gut verlaufe, sei ein vollständig freies Wochenende angebracht.
Der Bundesrat stimmt Gschwind zwar in der Beurteilung zu, dass die RS für die jungen Schweizerinnen und Schweizer einen grossen Einschnitt im Leben darstellt, was mit Belastungen verbunden sein könne. Die Armee trage diesem Umstand Rechnung und schaffte Bedingungen, die der heutigen Gesellschaftsform weitestgehend entgegenkämen, schreibt der Bundesrat. Die Ausbildungsbedürfnisse der Armee dürften aber nicht darunter leiden. (sda/whr)