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Wissenschaft um 11
Ursina Walther im Gespräch mit Prof. Dr. Mathieu Luisier, Professor für Computational Nanoelectronics an der ETH Zürich.
Können Sie sich an die Grösse und Leistungsfähigkeit ihres ersten Computers erinnern? Eine unglaubliche Geschichte liegt in dieser Entwicklung: den Nobelpreis für Physik 1956 erhielten drei Forscher Bardeen, Shockley und Brattain von den Bell Labs für ihren 1947 entwickelten Bipolartransistor. Der berühmte Commodore C64 brauchte 256 Tausend dieser Bauteile, natürlich bereits miniaturisiert. Wenn Sie heute ein Smartphone kaufen, benötigt allein der Festspeicher 4 Billionen Transistoren und das in einem viel kleineren Gerät. Dies ist natürlich nur möglich, wenn es gelingt, die Grösse kontinuierlich zu minimieren und die Geschwindigkeiten weiter zu steigern. Der Bau einer neuen Generation von Chips benötigt jedes Mal eine komplett neue Produktionslinie, was ein sehr grosses finanzielles Engagement darstellt. Simulationen auf atomarer Ebene können benutzt werden, um die Funktionstüchtigkeit eines neuen Transistordesigns zu überprüfen oder die Kennlinien einer noch nicht fabrizierten Komponente vorauszusagen. Solche Simulatoren zu entwickeln und anzuwenden ist das Spezialgebiet von Mathieu Luisier und seiner Gruppe.
Mathieu Luisier ist seit 2022 ordentlicher Professor für Computational Nanoelectronics an der ETH. Er wurde 2019 mit dem ACM Gordon Bell Prize for High Performance Computing ausgezeichnet und im Jahr 2022 erhielt er einen SNF Advanced Grant. Zudem ist Mathieu Luisier Träger der Goldenen Eule, welche besonders engagierte Lehrpersonen auszeichnet, die ihren Studierenden eine exzellente Lehre bieten.
Gastgesellschaft: Swiss Science Center Technorama
Musik junger Musiker:innen des Konservatoriums Winterthur und ein Gespräch mit dem Forscher sind Teil der Veranstaltung.
Eine Zusammenarbeit von Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur NGW und Alte Kaserne Kulturzentrum