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Forschenden ist es gelungen, einen einfachen Schutzmechanismus von Zellen so umzuprogrammieren, dass damit gezielt DNA-Sequenzen verändert werden können. Die Methode nennt sich etwas umständlich Crispr/Cas9 und ist im eigentlichen Sinne genetische Chirurgie. Damit können präzise Eingriffe an bestimmten Sequenzen der DNA kostengünstig und mit hohen Erfolgsaussichten verändert werden. Vereinfacht gesagt bedient sich Crispr einer Suchen & Ersetzen Funktion, um unerwünschtes mit einer erwünschten Alternative zu ersetzen. Krebs raus, Wohlbefinden rein.
Unter gewissen Voraussetzungen wirken diese Eingriffe nachhaltig. Nämlich so, dass die Veränderungen in der DNA-Sequenz an die nächste Generation vererbt werden.
Was aber, wenn die Methode eingesetzt wird um Parkinson oder Stoffwechselkrankheiten zu eliminieren? Bevor es soweit ist, werden wir uns einer anspruchsvollen Diskussion stellen müssen. Es gilt gesellschaftlich und politisch zu klären, unter welchen Voraussetzungen das Skalpell an menschlichen, tierischen und pflanzlichen Genomen angesetzt werden darf.
Eine führende Rolle in der Entwicklung und der Diskussion über Gen-Editierung nimmt Jennifer Doudna von der Universität Berkeley ein. Deren Blog „Innovative Genomics Initiative“ gilt es im Auge zu behalten. Das wird der Ort sein, wo in den nächsten Jahren ein Nobelpreis verkündet werden kann.
Nebenbei: Wie wird die Pharamindustrie auf eine skizzierte Zukunft ohne Krankheiten reagieren?