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lic. phil. Danny Schlumpf: Der Streit um die Historizität des Martyriums der Thebäischen Legion (2004)
Die Arbeit befasst sich mit dem Streit um die geschichtliche Glaubwürdigkeit einer Heiligenlegende. Die dem in der ersten Hälfte des 5. Jh. n. Chr. als Bischof amtierenden Eucherius von Lyon zugeschriebene "Passio Acaunensium martyrum" berichtet vom Martyrium des Kommandanten Mauritius und seiner Thebäischen Legion, die aufgrund ihrer Standhaftigkeit im christlichen Glauben vom heidnischen Tetrarchen Maximian in Acaunus, dem heutigen St-Maurice, hingerichtet wurden. (Siehe dazu: Laufende Forschungsarbeiten: Forschungen zur Spätantike.) Der reformierte Pastor Jean Dubourdieu hat als Erster die Historizität dieser Legende konsequent bestritten ("Dissertation historique et critique, sur le martyre de la Legion Thebéene", 1696/1705). Der Benediktiner Joseph De l’Isle ("Défense de la vérité du Martyre de la Légion Thebéenne", 1737) und der Jesuit Jean Clé (in den "Acta Sanctorum", 1757) haben ihm dezidiert widersprochen und Argumente für die historische Glaubwürdigkeit der in der "Passio Acaunensium martyrum" geschilderten Ereignisse vorgetragen. Welche Motive haben diese drei Gelehrten zu einer intensiven, umfassenden, sämtliche relevanten Quellen verarbeitenden Diskussion bewegt? Welche Argumente beherrschen den Streit? Welchen Standards folgen Dubourdieu, De l’Isle und Clé in ihren Ausführungen?