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Angelino Balistreri
Erblickte am 21. März 1922 in Sardinien das Licht der Welt. Balistreri erhielt schon in seiner Kindheit Kunstunterricht und seine Fähigkeiten blieben seinem Lehrer nicht verborgen. Aufgrund dessen durfte er schon in seiner Jugend an Kirchenmalereien als Maler und Restaurator arbeiten. Angelino Balistreri führte seine künstlerische Ausbildung fort und wurde 1936 für seine Arbeit mit dem Premio Andaldo ausgezeichnet. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges meldete er sich 1941 bei der Special Air Service der britischen Armee freiwillig. Nach Beendigung des 2. Weltkriegs, nahm Balistreri seine Arbeit als Maler wieder auf. Er beschäftige sich hierbei mit Landschaften, Blumen, Menschen und religiösen Sujets. Darauf folgten Jahre der künstlerischen Entfaltung, wobei er viel Inspiration in Venedig und in der Scuola Romana in Rom fand. 1960 führte seine Depression Ihn von Italien nach Südfrankreich. Während dieser Zeit unternimmt er viele Reisen nach Nordafrika, in den Nahen Osten und nach Madagaskar. In jener Zeit seines Lebens, vernachlässigte er die Malerei. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1970, knüpfte Balistreri Kontakt zur römischen Galerie Astrolabio, dies führte zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit. In seinen Arbeiten gewannen Exotik und religiöse Symbole an Gewicht. Eine weitere künstlerische Weiterentwicklung war die intensive Kolorierung seiner Werke. Zudem wendete er sich zunehmenden Alters auch der Plastik zu. Balistreri arbeitete bis ins Hohe Alter weiter. Er verstarb 2015 im Krankenhaus von Macerata.
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Lebenslauf und Ereignisse
1922 - 1935
Angelino Balistreri, geboren am 21. März 1922 in Quartu Sant'Elena, Sardinien, zeigte früh sein Talent in der Kunst. Unter Anleitung seines Lehrers Giovanni Battista Scano, spezialisierte er sich auf Details religiöser Werke in Cagliarier Kirchen.
1936 - 1946
In den 1930ern lebte Angelino Balistreri zeitweilig in Genua, wo er seine künstlerische Ausbildung vertiefte und 1936 den Premio Ansaldo gewann. Nach einer Rückkehr nach Cagliari 1938 engagierte er sich im antifaschistischen Widerstand. Im Zweiten Weltkrieg diente er beim britischen Special Air Service, kämpfte auf dem Balkan und in Italien und unterstützte Partisanen. Nach dem Krieg in Corridonia, heiratete er Delia Spalletti.
1947 - 1961
Nach dem Tod seines ersten Kindes im Säuglingsalter und der Geburt seines Sohnes Mario Libero im Jahr 1948 verließ Angelino Balistreri Corridonia und zog mit seiner Familie nach Carbonia, Sardinien, wo er vorwiegend Landschaften malte. Die Isolation in Sardinien veranlasste ihn jedoch, Anfang der 1950er Jahre zurück nach Corridonia zu gehen. Dort und in Städten wie Rom und Venedig knüpfte er Beziehungen zur Kunstszene, fand Interesse an der Scuola Romana und der CoBrA-Gruppe und plante eine nie realisierte Ausstellung mit Antonio Ligabue. Trotz mehrerer Ausstellungen und Anerkennung als Landschaftsmaler führte eine persönliche und künstlerische Krise dazu, dass Balistreri Anfang der 1960er Jahre Italien verliess und nach Südfrankreich zog.
1962 - 1971
Balistreri verbrachte etwa ein Jahrzehnt in Städten wie Marseille und Grenoble und knüpfte Kontakte in der Kunstszene. Seine Reisen nach Afrika und in den Nahen Osten beeinflussten seine Kunst, die bei seiner Rückkehr in den 70er Jahren deutlich wurde.
1972 - 1986
In Italien knüpfte Balistreri Kontakte zur Galerie Astrolabio in Rom und hatte dort ein Jahrzehnt lang erfolgreiche Ausstellungen. Seine Arbeiten, geprägt von exotischer und religiöser Symbolik, fanden Anklang. Ein Gemälde erregte die Aufmerksamkeit der Päpstlichen Kommission, und in den 1980ern inspirierte ihn die Künstlerin Ewa Blaszak als Modell.
1987 - 2011
Balistreri liess sich nach häufigen Abwesenheiten scheiden und verliess die römische Kunstszene. In Corridonia etablierte er sich mit einem Ausstellungskonzept, das seine gesamte stilistische Entwicklung zeigte. In den 80er und 90er Jahren beeinflussten ihn die lebendigen Farben seiner jungen Modelle, was zu einem markanten Kolorismus in seinen Gemälden sowie zu neuen skulpturalen Werken führte. Balistreri fand Anklang bei Ausstellungen in Europa, den USA und Japan. Im späteren Lebensverlauf besann er sich wieder auf seine sardischen Wurzeln und seine Familie.
2012 - 2015
Zu seinem 90. Geburtstag wurde der Künstler mit der Ehrenbürgerschaft von Corridonia ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt er den Verdienstorden der Italienischen Republik – die höchste Anerkennung seiner vier Jahrzehnte währenden Karriere in Italien und international. Unterstützt von einem Netzwerk italienischer und internationaler Freunde und Sammler, setzte er seine Arbeit auch im hohen Alter fort. Am 15. Juni 2015 verstarb er im Krankenhaus von Macerata.
Quelle: Silvana Editoriale - Angelino Balistreri