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WAR USA – Afghanistan – Irak
16. März 2005 - 15. Januar 2006
Der als Vergeltungsmassnahme für die Anschläge vom 11. September geführte Krieg gegen den Terror mobilisierte eine Vielzahl von Journalisten an den Schauplätzen des Ground Zero, Afghanistans und des Irak. Doch woher rührt das unbestimmte Gefühl, dass die Realität dieser Konflikte für die Menschen, die Gewalt und das Leiden, die mit Krieg unweigerlich verbunden sind, diesem beispiellosen Medienaufgebot entgangen sind?
Die Agentur VII (ausgesprochen als seven) wurde durch einen Zufall, der nur grossen Fachleuten widerfährt, am 9. September 2001 in New York gegründet. Sieben Fotojournalisten taten sich zusammen im Bestreben, die Vertriebskanäle für ihre Bilder selbst zu kontrollieren: Alexandra Boulat, Ron Haviv, Gary Knight, Antonin Kratochvil, Christopher Morris, James Nachtwey und John Stanmeyer. Später stiessen Christopher Anderson und Lauren Greenfield zu ihnen.
Die in der ganzen Welt verbreiteten Aufnahmen von James Nachtwey in den Trümmern des World Trade Center trugen dazu bei, das apokalyptische Ausmass der Tragödie von New York zu veranschaulichen. Die von der Agentur VII produzierte facettenreiche Bildreportage erstreckt sich vom 11. September 2001 bis Juli 2003 kurz nach der Einnahme von Bagdad. Jedes der hier gezeigten 54 Fotos zwingt uns, einen Augenblick innezuhalten: Ist das möglich? Ist das wahr? Sind wir nicht einfach Betrachter fiktiver Bilder? Einige Szenen können erschütternd sein. Zweifellos haben Kino oder auch Fernsehnachrichten uns an abgemilderte Bilder gewöhnt.
Mit ihrem bemerkenswert konsequenten Vorgehen rufen uns die Fotografen der Agentur VII in Erinnerung, dass der wirkliche Krieg eine Realität ist, die die gesamte Menschheit in Mitleidenschaft zieht.