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Die eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) kommt zum Schluss, dass ohne die beiden grossen Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt Engpässe in der Stromversorgung markant wahrscheinlicher werden. Dies gelte besonders für das Winterhalbjahr - also für jene Zeit, in der die Schweiz heute schon auf Stromimporte angewiesen ist. Die inländische Produktion muss also steigen, doch die Anreize für den Ausbau der Winterstromproduktion sind gering.
Der Bundesrat möchte eine sogenannte strategische Reserve als festes Element im Schweizer Strommarkt einführen. Diese Massnahme zielt jedoch nur darauf ab, die Versorgungssicherheit bei kurzfristigen und kurzzeitigen Versorgungsengpässen aufrechtzuerhalten. Dagegen will die Elcom eine dauerhafte angemessene Eigenproduktion im Winterhalbjahr sicherstellen.
Um mögliche Engpässe in der Stromversorgung zu verhindern soll die Schweiz ihre Stromerzeugung im Winter mit Solarenergie erhöhen. Je nach Höhenlage und geografischer Orientierung kann eine Fotovoltaikanlage in den Wintermonaten mehr als 40 Prozent ihrer Jahresproduktion realisieren. Möglich ist eine optimierte Winterproduktion etwa mit Anlagen im Freiland im Alpenraum, an Fassaden oder auf Flachdächern mit senkrecht gestellten doppelseitigen Modulen. Die Lösung ist in erster Linie ein massiver Ausbau «normaler» Fotovoltaikanlagen, also etwa auf Ein- und Mehrfamilienhäusern, Industriegebäuden oder Stalldächern. Aber auch schwimmende Solarzellen, wie diese auf dem Lac des Toules im Wallis, könnten das drohende Energiedefizit verringern.
Quelle: Tages-Anzeiger vom 07.03.2020
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