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Wer Franz Hohler, seine Lieder und seine Texte kennt, weiss: Die Umwelt ist ihm wichtig. Was bereits das Aussterben eines Käfers ausmachen kann, lesen wir beispielsweise in seinem Stück „Weltuntergang“. Sorgen um die Umwelt schimmern auch aus seinen 52 Wander-Erzählungen, wenn er die Dampffahnen der Atomkraftwerke beschreibt oder endlose Autokolonnen. „Ich denke aber nicht moralisch, sondern erzähle einfach Geschichten“, betont Franz Hohler in einem Interview mit der NZZ. Auf den Klimawandel und die Kampagne im Kanton Solothurn angesprochen, antwortet er denn auch mit einer Geschichte:
Es war einmal ein Mann, der lebte auf einer Insel. Eines Tages merkte er, daß die Insel zu zittern begann.
"Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er.
Aber dann beschloss er, abzuwarten.
Wenig später fiel ein Stück seiner Insel ins Meer.
Der Mann war beunruhigt.
"Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er.
Aber als die Insel zu zittern aufhörte, beschloss er, abzuwarten. "Bis jetzt", sagte er sich, "ist ja auch alles gut gegangen."
Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im Meer, und mit ihr der Mann, der sie bewohnt hatte.
"Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen", war sein letzter Gedanke, bevor er ertrank.