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Gemäss den definitiven Bevölkerungszahlen der schweizerischen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) lebten per Ende 2019 mehr als eine halbe Million Personen der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton St.Gallen (510'734 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr hat die ständige Wohnbevölkerung somit im Jahr 2019 um 3‘037 Personen bzw. 0,6 Prozent zugenommen. Gesamtschweizerisch war die Zunahme etwas grösser (+0,7 Prozent).
Im Kanton St.Gallen hat im Jahr 2019 sowohl die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer (+621; +0,2%) wie auch die Zahl der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (+2‘416; +2,0%) eine Zunahme erfahren. Auf Gemeindeebene sind 49 der 77 Gemeinden gegenüber dem Vorjahr gewachsen und 28 Gemeinden verzeichnen einen (leichten) Bevölkerungsrückgang. Das stärkste prozentuale Wachstum weisen die Gemeinden Oberbüren (+2,9%; +94 Personen), Bad Ragaz (+2,7%, +162 Personen) und Eggersriet (+2,6%, +59 Personen) auf. Das stärkste absolute Wachstum zeigt sich in der Gemeinde Rapperswil-Jona (+278 Personen; +1,0%). Umgekehrt erfuhren den grössten prozentualen Rückgang die Gemeinden Untereggen (-2,5%, -27 Personen), Tübach (-1,6%, -23 Personen) und Benken (-1,4%, -43 Personen).
Alle Wahlkreise verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Werdenberg liegt mit einem Plus von 1,1 Prozent an der Spitze, während die Wahlkreise St.Gallen und Toggenburg mit einem Plus von 0,2 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweisen.
- Kartendarstellung der Vorjahresveränderung (relativ) für den Kanton St.Gallen, seine Wahlkreise und Gemeinden, die Ostschweizer Kantone sowie die Gesamtschweiz
- Kartendarstellung der Vorjahresveränderung (absolut) der St.Galler Gemeinden
- Kennzahlen (STADA2) zur ständigen Wohnbevölkerung, der Vorjahresveränderung sowie zum Ausländeranteil für den Kanton St.Gallen, seine Wahlkreise und Gemeinden, die Ostschweizer Kantone sowie die Gesamtschweiz (voreingestellt ist der Kanton St.Gallen, andere Räume können unter «Gebietsauswahl» ausgewählt werden)
- Excel-Tabelle mit dem Bestand und der Veränderung der ständigen Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
- Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik zur Bevölkerungsstatistik 2019 mit Fokus auf die Gesamtschweiz
Die nicht-ständige Wohnbevölkerung nahm leicht ab
Ende 2019 lebten zusätzlich zu den 510'734 Personen der ständigen Wohnbevölkerung 10'147 Personen im Kanton St.Gallen, die entweder einen Nebenwohnsitz im Kanton begründen, Kurzaufenthalter oder Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten sind. Wird diese Personengruppe zur ständigen Wohnbevölkerung dazugerechnet, umfasst die Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen Ende 2019 insgesamt 520'881 Personen. Im Vergleich zu 2018 entspricht dies einer Zunahme um 2'777 Personen (+0,5 Prozent), wobei diese Zunahme ausschliesslich auf das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung zurückzuführen ist.
- Excel-Tabelle zu den definitiven Bevölkerungszahlen Wohnbevölkerung 2019 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Knapp ein Viertel der Bevölkerung hat eine ausländische Staatsangehörigkeit
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 2'416 auf 124‘818 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2019 bei 24,4 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Prozentual am stärksten gewachsen ist die ausländische Wohnbevölkerung in den Gemeinden Amden (+14,0%, +24 Personen), Oberbüren (+12,9%, +70 Personen) und Eggersriet (+12,4%, +25 Personen). Absolut gesehen findet sich die grösste Zunahme in der Stadt St. Gallen mit 351 zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigen.
- Kartendarstellung des Ausländeranteils im Kanton St.Gallen, seinen Wahlkreisen und Gemeinden, in den Ostschweizer Kantonen sowie in der Gesamtschweiz
- Excel-Tabelle zur (ständigen) Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer 2019 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Hinter dem Bevölkerungswachstum stehen der Geburtenüberschuss und die Zuwanderung
Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton St.Gallen ist auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 1‘222 Personen, den positiven Wanderungssaldo von 1‘409 Personen sowie die Bestandesbereinigung zurückzuführen. Letztere umfasst die Bevölkerungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr, die nicht auf Geburten, Todesfälle oder Wanderungen zurückgeführt werden kann.
- Excel-Tabelle zur Anzahl Personen, Geburten, Todesfällen, Einbürgerungen, Zu- und Wegzügen der ständigen Wohnbevölkerung 2019 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
- Infografik: Der positive Wanderungssaldo der ausländischen Wohnbevölkerung leistet den grössten Beitrag zur Bevölkerungszunahme
- Infografik: Wachstum der Schweizer Bevölkerung wird gebremst
- Infografik: Abwanderung aus dem Kanton hat sich wieder verstärkt
- Infografik: Wanderungssaldo auf dem Niveau des Vorjahres
- Infografik: Die St.Galler Bevölkerung zieht es in die Nachbarkantone
Gut 1'400 Personen erhielten 2019 das Schweizer Bürgerrecht
Im Jahr 2019 wurden 1'406 Personen eingebürgert. Das sind 577 Personen weniger als noch im 2018.
Vier von fünf der eingebürgerten Personen wurden über das ordentliche Verfahren eingebürgert (1'166 Personen). 237 Personen erhielten die Schweizer Staatsbürgerschaft über eine erleichterte Einbürgerung und drei Personen wurden wiedereingebürgert. Knapp 60 Prozent der Personen, welche 2019 die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielten, stammen aus Süd- und Südosteuropa.
- Excel-Tabelle zur Anzahl Einbürgerungen nach Staatsangehörigkeit 2019 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
- Infografik: Weniger Einbürgerungen im Jahr 2019
Demografische Alterung geht weiter
Ende 2019 betrug der Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 20 Jahren) im Kanton St.Gallen 20,5 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen 18,5 Prozent. Damit ist der Kanton St.Gallen etwas jünger als die Gesamtschweiz, deren Anteil an Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren bei 20,0 Prozent und der Anteil der Personen über 65 Jahren bei 18,7 Prozent liegt. Der Anteil der erwerbsaktiven Bevölkerung (Personen zwischen 20 und 64 Jahren) liegt im Kanton St.Gallen bei 61,0 Prozent (Gesamtschweiz 61,4 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen gleichgeblieben. Der Altersquotient, der das Verhältnis von Einwohnern im Rentenalter zur Erwerbsbevölkerung wiedergibt, lag Ende 2019 im Kanton St.Gallen bei 30,4 Personen im Rentenalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. In 34 Gemeinden ist dieser Altersquotient höher als der kantonale Durchschnitt. Am grössten ist der Anteil der Personen im Rentenalter gemessen an der Erwerbsbevölkerung in den Gemeinden Wildhaus-Alt St.Johann (46,9 über 64-Jährige Personen im Verhältnis zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter), Amden (46,0 Personen) und Ebnat-Kappel (45,3 Personen). Am wenigsten Personen über 64 Jahren gemessen an der Erwerbsbevölkerung haben die Gemeinden Niederbüren (21,6), Eichberg (22,3) und Häggenschwil (22,8).
- Excel-Tabelle mit den Altersmasszahlen der ständigen Wohnbevölkerung 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Woher die Zahlen kommen
Die publizierten Zahlen stammen aus STATPOP, der unter der Leitung des Bundesamtes für Statistik erstellten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte.
Die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen arbeitet bei der Erhebung und Auswertung von Statistikdaten mit dem Bundesamt für Statistik zusammen und orientiert sich wie dieses an den Grundsätzen einer fachlich unabhängigen öffentlichen Statistik auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Statistik der Bevölkerung und Haushalte STATPOP wird unter Mitarbeit der Kantone und Gemeinden vom Bundesamt für Statistik produziert. Die Fachstelle für Statistik koordiniert die Erhebung im Kanton und erstellt regionalisierte Auswertungen auf der Basis der gesamtschweizerischen Einzeldaten. Die Publikation der Ergebnisse ist mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert und erfolgt am gleichen Tag.
Kontakt:
Andrea Jaberg
wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen
058 229 21 91
mailto: <email-pii>