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Jahrelang ging Regina Brose nur noch ungern unter die Leute, weil sie sich schämte. Sie litt unter Rosacea. Ihre Gesichtshaut war übersät mit tiefroten Blutkapillaren und eitrigen Bläschen, vor allem auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Die Haut spannte, juckte und schuppte. Warum, das wusste die 51-Jährige damals nicht.
Regina hatte eine Rosacea, auch ‹Gesichtsrose› genannt. Die Hauterkankung wird auf ein fehlreguliertes Gefässnervensystem und eine Immunstörung zurückgeführt. Als Folge davon kommt es zu einer chronischen Erweiterung der feinen Blutgefässe im Gesicht und zu Entzündungsvorgängen in der Haut. Gleichzeitig wird die Haut anfälliger für Parasiten, vor allem für Haarbalgmilben.
Häufige Trigger
Rosacea wird meist durch bestimmte Trigger akut ausgelöst oder verschlimmert: Hitze, starke UV-Strahlung, Medikamente, Kosmetika, Alkohol, Koffein, heisse Getränke, scharfe Gewürze und chronischen Stress.
Regina Brose bemühte sich, diese Trigger zu meiden, um die Krankheit zu stoppen. «Es half alles ein wenig, aber nicht genug», erinnert sie sich.
Brot, Burger & Nutella
In ihrer Verzweiflung meldet sich die Mutter zweier Söhne in der Hamburger Praxis von Jörn Klasen, Anne Fleck und Matthias Riedl. Die drei Ernährungs-Docs geben ihr den Auftrag, alles aufzuschreiben, was sie isst.
Die Auswertung ihres Tagebuchs wenige Wochen später zeigt: Regina isst täglich mehrmals Weizenprodukte und Zucker, zum Beispiel in Form von Nutella-Brot, Burger und Pommes, dazu eine Cola, zwischendurch Kuchen und Kekse. Ausserdem trinkt sie jeden Morgen Kuhmilch.
Das Problem mit Zucker und Kuhmilch
Das Problem: «Zucker, Weizen und Kuhmilch können chronische Entzündungen fördern, wenn man sie in zu grossen Mengen konsumiert», weiss Dr. med. Jörn Klasen. Ausserdem liege bei Rosacea-Patienten oft ein Stoffwechselproblem vor, hat Jörn Klasen beobachtet. «In solchen Fällen kann häufig eine Ernährungsstrategie helfen, welche die Leber unterstützt.»
Auch deshalb sollten Rosacea-Betroffene also raffinierten Zucker meiden: Zu viel Zucker «beeinträchtigt die Leberfunktion und bewirkt Gärungen im Darm. Dadurch kann der Stoffwechsel aus den Fugen geraten», erklärt Jörn Klasen.
Und wie ging es mit Regina Brose weiter? Hier erfährst Du, wie sie ihre Hautkrankheit besiegte: Gratis weiter zum vollständigen Artikel.
Kontakte zu Therapeuten in der Schweiz, die bei Rosacea helfen können: Schweiz. Verband der ErnährungsberaterInnen.
Kontakte zu Therapeuten in Deutschland: ‹Schwerpunkt-Praxen Ernährungsmedizin›.
Intervall-Fasten kann helfen
Die Fernseh-Sendung ‹Ernährungs-Docs› des NDR stellt Sandra Marschner vor. Die 38-Jährige besiegte die quälende Hautkrankheit Rosace durch Intervall-Fasten und Ernährungsoptimierung. Weiter zur Sendung.
Wie erkenne ich Rosacea?
Viele Rosacea-Betroffene wissen nicht, dass sie unter der Hautkrankheit leiden. Typisch für das Anfangsstadium sind anfallartige Gesichtsrötungen. Mit der Zeit können die Rötungen auf Stirn, Nase, Wangen und Kinn dauerhaft werden. Gleichzeitig entwickeln sich sichtbar geweitete, rote Äderchen (Couperose) und juckende, trockene, empfindliche Haut. Später können entzündliche gerötete Knötchen und Eiterbläschen hinzu kommen. Bei Männern kann sich das entzündete Gewebe zu einer Knollennase verdicken.