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Schätzaufwand
Wieso so ein Aufstand, das macht bei uns der Leiter vor der Mittagspause!
Der heroische Ansatz, wonach der beste Mitarbeiter / die beste Mitarbeiterin eine Schätzung liefern soll, ist weit verbreitet. Doch wie gut ist Ihr Held / Ihre Heldin?
Vielleicht hilft es, mehrere solcher Helden zu befragen? Doch was passiert, wenn alle anderen dem Leithammel nachlaufen? Was tun gegen Groupthink? Das Problem ist schon seit einiger Zeit gelöst: mit der Delphi-Methode, auch bekannt als Planning Poker.
Wie begrenzt man den Schätzaufwand?
Die Schätzungen selbst sollten immer budgetiert beziehungsweise zeitlich begrenzt werden. Wenn die Ingenieure erst mal am Diskutieren sind, läuft der Aufwand für eine Schätzung sonst schnell ins Unermessliche. Für die zeitliche Begrenzung eignen sich zum Beispiel die TimeTimer oder eine Eieruhr.
Bei der Budgetierung von Schätzungen (der Schätzung des Schätzaufwands) sollte man realistische Werte verwenden, denn für wirklich grosse Projekte ist auch der Schätzaufwand entsprechend hoch. Für ein grosses Projekt investiert Solcept etwa 1% des Projektaufwands in die Schätzung.
Die Investition lohnt sich, da durch weniger Schätzfehler eine genauere, effiziente Planung möglich ist und Massnahmen früh eingeleitet werden können. Zum Beispiel lässt sich ein Produkt mit kleinerem Funktionsumfang frühzeitig planen, wenn man sieht, dass die Entwicklung der gesamten Produktpalette zu lange dauert.
Zusätzlich verringert sich der Aufwand für das Projektmanagement, denn die Projektschätzung liefert mit der WBS und der Risikotabelle alle Informationen für den ersten Planungsschritt. Zum Beispiel, indem man die Work Breakdown Structure mit allen Informationen in einen Backlog überführt, was sogar automatisch gemacht werden kann.