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Peter Schneider: Mit der nötigen Portion Naivität. Ich bin zwar nicht davon ausgegangen, dass sich amerikanische Software-Monopolisten einfach die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber diejenigen, die ich nach der Rechtssituation befragt hatte, sahen juristisch kein Problem und ich dachte, dass wir uns schon einig würden. In Amerika ist die Situation aber anders als in Europa und die Software-Hersteller wollten mir weissmachen, dass Amerika überall ist.
Für Laien nachgehakt: Wo liegt der Unterschied zwischen der Rechtslage in Europa und in den USA?
Der Unterschied liegt im Erschöpfungsgrundsatz. Das heisst, wenn Sie mir Ihr Aufnahmegerät verkaufen, haben Sie Ihre Rechte daran erschöpft. Sie können mir nicht befehlen, dass nur ich das Gerät benutzen darf. In Europa ist dieser Erschöpfungsgrundsatz «unabdingbar», wie die Juristen sagen, also nicht zu umgehen. In Amerika aber kann man ihn in den allgemeinen Vertragsbedingungen oder in einem extra Vertrag ausser Kraft setzen. Mit anderen Worte: Die Software-Hersteller haben in Europa über 50 Jahre mit ihren Lizenzbedingungen etwas diktiert, was nicht rechtens war.