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Der Baselbieter Souverän hat die dafür nötige Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst in einer Referendumsabstimmung abgelehnt. Verworfen wurde die Vorlage mit 57,7 Prozent Nein-Stimmen gegenüber 43’129 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 56,04 Prozent.
Zu entscheiden hatte das Baselbieter Stimmvolk über nicht nur über einen Projektierungskredit von 8,5 Millionen Franken, sondern auch über 7 Millionen Franken für einen vorgezogenen Landerwerb sowie 1,6 Millionen Franken für einen provisorischen Bushof in Augst. Der Landrat hatte diese Mittel im Dezember 2020 mit 63 gegen 13 Stimmen bei vier Enthaltungen gesprochen. Gegen dieses Entscheid wurde jedoch das Referendum ergriffen.
Die Befürworter sahen in der Verlängerung der Tramlinie um 3,2 Kilometer das «Schlüsselprojekt» in der Gesamtplanung des Entwicklungsgebietes Salina Raurica in Pratteln. Entstehen sollen dort Wohnraum für rund 3’000 Menschen und gut 4’000 Arbeitsplätze.
Kosten von 170 Millionen Franken
Die Verantwortlichen rechneten mit Baukosten von rund 170 Millionen Franken. Falls der Bund das Projekt in sein Agglomerationsprogramm aufgenommen hätte, hoffte der Kanton Baselland auf einen Kostenbeitrag von 30 bis 35 Prozent. Im März hat der Bundesrat für das Vorhaben bereits grünes Licht erteilt und die Infrastruktur-Konzession der Baselland Transport AG (BLT) entsprechend ausgedehnt.
Hinter dem erfolgreichen Referendum gegen das Projekt steht die Aktionsgruppe aapacke Pratteln. Dieser wehrt sich schon lange gegen eine «Retortenstadt» in der Rheinebene. Die Tramverlängerung «auf Vorrat» ist für aapacke ein Vorwand, um die «Riesenüberbauung durchzuboxen».
Aus Sicht des Referendumskomitees fehlt ein Bedürfnisnachweis sowohl für die Überbauung des derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Gebiets Salina Raurica Ost wie auch für die Tramverlängerung. Zudem sei die Erschliessung mit Bahn und Bus schon heute gut: Eine Tramlinie brauche es nicht.