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verstorben am 5. Dezember 2018 im Alter von 96 Jahren
Rudolf E. Siebenmann war Titularprofessor für Allgemeine und Spezielle Pathologische Anatomie. Er war leidenschaftlicher Forscher und Dozent, und leitete erfolgreich die Geschicke der pathologischen Institute des Kantonsspitals St.Gallen und des Stadtspitals Triemli.
Rudolf E. Siebenmann studierte Medizin in Bern, Paris und Zürich und schloss sein Studium im Jahr 1948 mit dem Staatsexamen ab. Anschliessend begann er mit der pathologischen Fachausbildung, die ihn über die pathologischen Institute des Kantonsspitals St. Gallen und des Universitätsspitals Zürich bis zum Pathologischen Institut des Massachusetts General Hospital in Boston, USA, führte. Im Jahr 1963 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, und erhielt die venia legendi der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich .
Im selben Jahr trat er als Chefarzt in die Dienste des Pathologischen Instituts des Kantonsspitals St. Gallen. Nach siebenjährigem Einsatz übernahm er 1970 die Leitung des Pathologischen Instituts am neu eröffneten Stadtspital Triemli in Zürich, wo er ebenfalls als Chefarzt wirkte. Ab 1974 amtete er zudem als stellvertretender Chefarzt-Direktor.
Rudolf E. Siebenmann hat als Forscher zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die durch ihre wissenschaftliche Weitsicht und Präzision auffallen. Von besonderer Bedeutung war sein Beitrag über die pathologische Morphologie der endokrinen Regulationsstörungen im Handbuch der allgemeinen Pathologie. Zudem war er Mitglied in mehreren bedeutenden wissenschaftlichen Gesellschaften und ab 1972 Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Dort befasste er sich insbesondere mit der internationalen histologischen Klassifikation endokriner Tumoren. Ferner pflegte er eine rege Vortragstätigkeit an nationalen und internationalen Kongressen und Fachtagungen.
Als umsichtiger und geschätzter Dozent führte Rudolf E. Siebenmann erfolgreich diverse Kurse im Gebiet der Pathologie durch, leitete Seminare und betreute mehr als vierzig Doktorandinnen und Doktoranden.