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Fokus: Das Unwetter über der Nordschweiz vom 1. auf den 2. August 2017
18. Dezember 2017
Zwar zogen am Nachmittag und am frühen Abend des Nationalfeiertages da und dort bereits heftige Gewitter über das Land. Die Bundesfeiern am späten Abend gingen jedoch meist ruhig über die Bühne, da sich die Situation vorübergehend beruhigte. Mit Betonung auf „vorübergehend“, denn in den frühen Morgenstunden des zweiten August zog eines der heftigsten Unwetter seit Messbeginn von Süddeutschland über die Nordschweiz.
Im Stammertal, in der Grenzregion der Kantone Zürich und Thurgau, wütete der Sturm in seiner vollen Stärke. So wurden an der kantonalen Wetterstation Unterstammheim eine Windböe von 189 km/h registriert. Dieser Wert entspricht den höchsten je im Flachland gemessenen Windgeschwindigkeiten. Ein ähnlich hoher Wert wurde nur in Glarus, ebenfalls während eines Gewittersturms, am 15. Juli 1985 gemessen.
Aber damit nicht genug: Der heftige Gewitterzug brachte ebenfalls einen neuen Schweizer Regenrekord. Am Messstandort Eschenz fiel zwischen 02:40 Uhr und 02:50 Uhr eine Zehnminutensumme von 36.1 mm. Der bisherige Zehnminuten-Rekord lag bei 33.6 mm, gefallen am 29. August 2003 in Locarno-Monti.