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Der Gotthard-Strassentunnel wurde am Sonntagnachmittag aufgrund eines technischen Defekts gesperrt. Durch diesen Defekt fielen Teile der Zwischendecke auf die Fahrbahn, wodurch das Belüftungssystem des knapp 17 Kilometer langen Tunnels beeinträchtigt wurde. Diese Decke trennt den Verkehrsraum von den Lüftungskanälen, und ihre Integrität ist insbesondere im Brandfall für die Sicherheit entscheidend.
Die genaue Ursache für das Abfallen der Betonteile war zunächst unklar. Nach einer Untersuchung des Bundesamts für Strassen (Astra) wurde festgestellt, dass „Spannungsumlagerungen im Gebirge“ zu lokalen Druckveränderungen führten, die den Tunnel belasteten. Als Reaktion darauf wurden Fahrzeuge, die sich bereits im Tunnel befanden, umgeleitet oder mussten rückwärts fahren, und der Verkehr wurde auf die A13 und die Gotthard-Passstrasse umgeleitet.
Die Umleitung des Verkehrs führte zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen im San-Bernardino-Tunnel. Um den Verkehrsfluss zu regulieren, wurden LKW-Fahrer dosiert in den Tunnel gelassen, was zu Wartezeiten und Frustrationen bei einigen Fahrern führte.
Laut Astra ist die beschädigte Decke für das korrekte Funktionieren des Lüftungssystems unerlässlich, insbesondere im Brandfall. In einer Stellungnahme betonte Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach, dass die Zwischendecke unbedingt repariert oder ersetzt werden muss, um die Sicherheit im Tunnel zu gewährleisten. Astra kündigte an, dass die beschädigte Decke durch eine Stahlkonstruktion ersetzt wird, um die Funktionsfähigkeit des Abluftkanals bei Wiederinbetriebnahme des Tunnels sicherzustellen. Die Bauarbeiten für den Ersatz der Decke haben bereits begonnen, und die neuen Stahlelemente sind bereits in Produktion.