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Der Plattfuss hat mehrere Formen. Die häufigste ist der so genannte Knick-Senkfuss. Erfahren Sie, welches die Unterschiede zwischen Platt- und Senkfüssen sind und welche einfachen Übungen helfen.
Vom Plattfuss spricht man, wenn das Längsgewölbe an der Innenseite des Fusses völlig platt ist. Diese Fussdeformation ist selten und teilweise angeboren. Viel häufiger ist aber der erworbene «Senkfuss». Dabei ist noch wenig vom Längsgewölbe erhalten. Der häufigste Grund dafür ist chronische Überbelastung des Fusses, zum Beispiel infolge von X-Beinen, Übergewicht oder einer zu schwachen Wadenmuskulatur. Dann «leiert» die Sehne aus, die vom Wadenmuskel vorbei an der Ferse bis zum Mittelfuss zieht. Dadurch flacht das Fussgewölbe ab. Häufig knickt der Fuss gleichzeitig leicht nach innen, so dass ein «Knick-Senkfuss» resultiert. Viele Menschen, die meinen, sie hätten Plattfüsse, haben in Wirklichkeit «Senkfüsse» oder noch öfter «Knick-Senkfüsse».
Die Mehrzahl der Erwachsenen hat leichte Knick-Senkfüsse. Meist verursachen diese keine Beschwerden. Es kann aber zu Schmerzen im Fuss kommen oder – aufgrund der Fehlbelastung – zu Knieschmerzen oder Beschwerden an der Achillessehne. Plattfüsse führen eher zu Beschwerden als Senk- und Knick-Senkfüsse.
Bei Kindern mit noch nicht ausgereiftem Skelett treten Knick-Senkfüsse häufig vorübergehend auf. Viel barfuss laufen und gute Schuhe unterstützen den Fuss. Falls nötig, sind eher so genannte sensomotorische Schuheinlagen zu empfehlen. Sie bewirken, dass die Sehnen aktiv «mitarbeiten». Meist wachsen sich Senk- und Knick-Senkfüsse bei Kindern aus. Bei Erwachsenen sollten sie nur behandelt werden, wenn sie Beschwerden verursachen. Barfussgehen, physiotherapeutische Übungen und Schuheinlagen sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Eine Operation ist nur bei starken Beschwerden nötig, wenn die herkömmlichen Methoden zu wenig helfen. (Lesen Sie unten weiter...)
Bei Senk- oder Knick-Senkfüssen ist jede Sportart erlaubt. Wichtig sind aber gestützte Sportschuhe. Beschwerden treten – wenn überhaupt – am ehesten auf, wenn die Füsse massiv belastet werden wie beim Triathlon oder Marathon. Eine Laufanalyse beim Orthopädietechniker kann helfen, einen möglichst passenden Sportschuh zu finden oder Einlagen für die Laufschuhe anfertigen zu lassen. Bei echten Plattfüssen sollte man von Langstreckenläufen absehen.
Gute Übungen sind: