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Als Total Air Temperature (TAT) wird die Temperatur bezeichnet, die an der Aussenhaut des Flugzeuges gemessen wird. In dieser Temperatur ist auch die Erwärmung durch Luftkompression und -reibung enthalten. Sie ist also höher, als die statische Umgebungstemperatur in der Flughöhe (Static Air Temperature SAT).
Die Total Air Temperature wird von einer speziell geformten Temperatursonde gemessen, die an der Oberfläche des Flugzeugs montiert ist. Die Sonde ist so entworfen, dass sie die Luft relativ zum Flugzeug zum Stillstand bringt. Dabei wird die kinetische Energie der so abgebremsten Luft in interne Energie umgewandelt. Die Luft wird komprimiert und erfährt eine adiabatische Erhöhung der Temperatur.
Die Total Air Temperature hat Einfluss auf die maximale Flughöhe und auf die Entscheidung, ob Anti-Icing Vorrichtungen eingeschaltet werden müssen. Wenn in grosser Höhe die TAT in die Nähe des Gefrierpunktes des Kerosin gelangt, muss in wärmere Höhen gesunken werden. Wenn die TAT unterhalb von 10 °C gelangt und durch feuchte Luft (Wolken, Schnee, Regen, Nebel) geflogen wird, müssen Anti-Icing Massnahmen ergriffen werden.
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In der Praxis wird eine Temperatursonde nicht ideal arbeiten, sodass die Messwerte leicht verfälscht sind. Dies wird in einem Recovery Factor e ausgedrückt:
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Hochwertige Temperatursonden erreichen einen Recovery Factor von 0,9...1,0.
Die Differenz zwischen TAT und SAT wird als Ram Rise (RR) bezeichnet:
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