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Nach dem Studium am Massachusetts Institute of Technoloy sammelte Ralph Wanger erste Berufserfahrungen in der Versicherungsbranche, als Aktienanalyst und Portfolio-Manager.
1970 wurde er Manager des «Acorn Fund», der in der Folge bis zum Rückzug von Wanger als Manager 2003 eine durchschnittliche jährliche Rendite von mehr als 16 Prozent aufwies, während der S&P 500 lediglich ein jährliches Wachstum von 12 Prozent verzeichnen konnte.
Wanger gilt sowohl als Value-Investor, als Growth-Investor als auch als Contrarian. «There is really no need to be a pure this or a pure that», so sein Bonmot.
Als die eigentliche Spezialität von Wanger und seinem Acorn Fund gelten Long-Term-Investitionen in Small-Cap-Aktien, wobei er im Lauf der Jahre immer mehr auch international diversifizierte. Dabei investiert Wanger nach «Themen», die für ihn eine makroökonomische Relevanz aufweisen.
Als Beispiel für seinen Investment-Stil führt Wanger den California Gold Rush im 19. Jahrhundert an. Damals hätte er nicht direkt in die Goldminen investiert, sondern in Firmen, die den Mineuren Werkzeuge wie Pickel und Schaufeln verkauft hatten.
Während einzelne Goldminen schon nach wenigen Monaten erschöpft sein konnten, waren die Goldgräber als solche noch viele Jahre lang tätig.