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DER SUBBOTNIK Die unendliche Putzfeier
Wenn Sie zu den Menschen gehÖren, die nicht nicht wissen, was "der SUBBOTNIK" ist, dann waren Sie wohl zu jung um noch vor 1989 in die DDR zu reisen. Der Duden schafft bei der Frage nach dem SUBBOTNIK etwas Abhilfe, findet sich doch da eine erste Angabe zu diesem (Putz-)Brauch:
SUBBOTNIK der; -[s],-s: (frÜher) in der DDR in einem besonderen Einsatz freiwillig u. unentgeltlich ausgeführte Arbeit.
Ursprünglich war der SUBBOTNIK die freiwillige, unentgeltiche kollektiveArbeit - sowjetischer WerktÄtiger an arbeitsfreien Tagen oder in unbezahlten Überstunden - so, wie es der Duden beschreibt.
Die Subbotniks fanden wÄhrend des BÜrgerkrieges und der auslÄndischen militÄrischen Interventionen in Sowjetrussland weite Verbreitung.
Der DDR-Begriff Sub[b]otnik ist aus dem (Sowjet-) Russischen entlehntund bezeichnet(e)
in der Deutschen Demokratischen Republik eine TÄtigkeit, die ausserhalb der normalen Arbeitszeiten, insbesondere an Wochenenden (russisch «subbota», tschechisch «sobota» = Sabbath /Samstag) ausgefÜhrt wurde. Selbstverständlich unentgeltlich.
Weniger in der sozialistischen Produktion, fanden diese Arbeitseinsätze immer mehr in den Wohngebieten statt. Anfänglich durch staatliche, gesellschaftliche Stellen «organisiert», verselbständigte sich im Laufe des Bestehens der DDR der Subbotnik zu einer festen Einrichtung.
In grösseren und kleineren Gemeinschaften fanden sich die DDR-Bürgerzusammen, um beim SUBBOTNIK ihren Wohnbereich zu verschÖnern und zusÄubern. Dabei wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und sehr oft endete dann der Arbeitseinsatz in einer zÜnftigen Feier. Und da die Feiern oftmals bis in die Morgenstunden andauerten und so ihre Spuren hinterliessen, die es bald wieder zu beseitigen galt, war die nächste Feier, pardon, der nächste Subbotnik bereits vorprogrammiert.