Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/1019

Neue Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Das Système d’information du territoire à Genève (SITG) stellt diverse historische Karten als ArcGIS-Schichten zur Verfügung. ArcGIS ist eigentlich der Oberbegriff für verschiedene proprietäre Geoinformationssystem-Softwareprodukte des amerikanischen Unternehmens ESRI. Für die Darstellung von ArcGIS-Schichten in Leaflet stellt ESRI glücklicherweise ein offenes Plugin zur Verfügung.
Nicht weniger als siebzehn historische Karten stehen zur freien Verfügung, darunter die frühe Karte des Jean Duvillard aus dem Jahre 1588 oder die Karte des Josse II de Hondt aus dem Jahre 1630. Daneben gibt es vier Pläne der Stadt Genf, darunter den frühen Plan des Jean-Michel Billon aus den Jahren 1726–1728 oder die Karte des Jacques-Barthélemy Micheli du Crest von 1730. Ergänzt werden diese historischen Karten durch das digitale Geländemodell und das digitale Terrainmodell.
Neue Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Das Departement Finanzen und Ressourcen des Kantons Aargau und das Amt für Geoinformation des Kantons Bern stellen diverse historische Karten als ArcGIS-Schichten zur freien Verfügung. ArcGIS ist eigentlich der Oberbegriff für verschiedene proprietäre Geoinformationssystem-Softwareprodukte des amerikanischen Unternehmens ESRI. Für die Darstellung von ArcGIS-Schichten in Leaflet stellt ESRI glücklicherweise ein offenes Plugin zur Verfügung.
Für den Kanton Aargau sind sieben Schichten verfügbar, darunter historische Bannpläne des Fricktals oder die Kantonskarte des Ernst Heinrich Michaelis. Der Kanton Bern hat für die Stadt Bern sogar zwei historische Atlanten, vierzehn historische Übersichtpläne und elf historische Quartier- und Strassenpläne im Angebot.
L’ITMS à la fête romaine d’Augusta Raurica (24–25 août 2019)
Cette année encore, l’ITMS était présent avec un stand à la fête romaine. Pendant deux jours, toutes les questions possibles sur les monnaies, les trouvailles monétaires et l’argent en général ont reçu une réponse. Le jeu de cartes de l’ITMS, avec lequel les enfants et les adultes ont découvert de manière ludique le monde des monnaies, a représenté un moment fort.
Le concours a également constitué une grande attraction. Les participants devaient estimer le nombre de pièces de monnaie contenues dans un bocal en verre et quelle valeur la somme représentait. Étonnamment, nombre d’entre eux étaient très proches de la solution. Les gagnants pouvaient frapper monnaie une fois gratuitement !
Voilà donc la solution : le bocal contenait 45 x 20 centimes, 71 x 10 centimes et 123 x 5 centimes, soit un total de 239 pièces d’une valeur de CHF 22.25. Le tout pesait 772 g, les pièces seules 616 g. Nous remercions tous les participants qui ont tenté leur chance!
Neue Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Das Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug und das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons Glarus reihen sich in die (bis jetzt leider nur allzu wenigen) kantonalen Geoinformationsstellen ein, welche historische Karten als WMS-Schichten frei zur Verfügung stellen. Für den Kanton Zug ist es nur eine einzige Karte, dafür aber immerhin die bedeutende topografische Karte des Claude Marie Jules Anselmier (1815–1895), welche auf Anforderung des Generals Guillaume-Henri Dufour in den Jahren 1845–1846 vermessen und aufgezeichnet wurde. Und der Kanton Glarus stellt sowohl zwei alte Landeskarten 25 aus den Jahren 1958–1963 und 1983–1985 (welche von der Swisstopo bisher nicht als WMS-Dienst angeboten werden) und zwei Stadtpläne von Glarus, einer aus dem Jahre 1861 (vor dem grossen Stadtbrand) und einer aus dem Jahr 1964, als WMS-Dienste zur freien Verfügung.
Die keltische Siedlung von Basel-Gasfabrik hat eine eigene Homepage!
Die Siedlung «Basel-Gasfabrik» ist eine der grössten und bisher am besten archäologisch untersuchten Fundstellen der späten Eisenzeit in der Schweiz. Sie zählt aus wissenschaftlicher Sicht zu den international wichtigsten Fundplätzen der jüngeren Latènezeit, da sowohl die Siedlung als auch dazugehörige Bestattungsplätze bekannt sind. Hunderte keltischer Fundmünzen heben auch ihre Bedeutung für die keltische Numismatik hervor. Auf der neuen Homepage www.basel-gasfabrik.ch erhalten Sie einen Überblick über die Fundstelle, die aktuelle Forschung und die bisher zur Fundstelle erschienene Literatur.
IFS-Datenbank: «Münzen online» (enthält die keltischen Münzen von Basel-Gasfabrik und anderer Fundstellen in Basel)
S. FREY-KUPPER – I. LIGGI ASPERONI – N. WOLFE-JACOT, Aventicum – Avenches (CH, Vaud). Sanctuaires antiques. Inventario dei ritrovamenti monetali svizzeri 16, Berne 2018.
Sur le site de l’ancienne capitale de cité des Helvètes, Aventicum, ont été mis au jour sept sanctuaires romains. Le sanctuaire de la Grange des Dîmes, le Temple Rond, l’Édifice Circulaire et les sanctuaires de Derrière la Tour, du Cigognier et du Lavoëx sont situés intra muros dans la zone cultuelle appelée communément quartier religieux occidental. Le sanctuaire d’En Chaplix se trouve quant à lui extra muros, le long de la voie reliant la ville aux sites du nord-est du Plateau suisse.
Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie bei den Publikationen. Bestellen können Sie es per Flyer.
S. DOSWALD, Kanton Zug III. Inventario dei ritrovamenti monetali svizzeri 13, Bern 2018
Avec ce volume «Kanton Zug III», l’auteur, Stephen Doswald, renoue avec les deux volumes parus précédemment. Les 1’480 monnaies et objets numismatiques supplémentaires mis au jour entre 2005 et 2011 et présentés ici portent à 3’383 le nombre total de pièces découvertes. Grâce à cette base matérielle élargie, l’auteur est à même de mieux définir les axes de la circulation monétaire dans l’espace étudié.
Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie bei den Publikationen. Bestellen können Sie es per Flyer.
Neue Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Das Department of Archaeology and Ancient History der Universität Göteborg stellt mit dem Digital Atlas of the Roman Empire (DARE) eine Basiskarte des Römischen Reichs als WMS-Dienst kostenlos zur Verfügung. Leider ist diese Karte nur bis Zoom-Stufe 11 sichtbar. Das Grundbuch- und Vermessungsamt des Kantons Basel-Stadt stellt etliche historische Karten als WMS-Dienst kostenlos zur Verfügung. Diese Kartenschichten stehen bis zur maximalen Zoom-Stufe 18 zur Verfügung.
S. ESTIOT – S. FREY-KUPPER – P. ZANCHI, Le trésor de Thun 1955 (CH, Berne): 2’304 monnaies romaines au terminus 293 de notre ère. Swiss Inventory of Coin Finds 15, Berne 2017.
Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie bei den Publikationen. Bestellen können Sie es per Flyer.
Das IFS am Römerfest in Augusta Raurica (25.–26. August 2018)
Auch in diesem Jahr war das IFS mit einem Stand auf dem Römerfest vertreten. Während zwei Tagen wurden alle möglichen Fragen zu Münzen, Münzfunden und Geld im Allgemeinen beantwortet. Besonderes Highlight war das Kartenspiel des IFS, mit dem Kinder und Erwachsene die Welt der Münzen spielerisch entdeckten.
Das IFS am Römerfest in Augusta Raurica (25.–26. August 2018)
Eine sehr grosse Anziehung übte das Gewinnspiel am IFS-Stand aus. Die Teilnehmer sollten schätzen, wieviele Münzen sich im Glas befinden und wie hoch ihr Wert ist. Erstaunlich viele lagen mit ihrer Einschätzung sehr nahe. Der Preis war einmal Münzenprägen gratis!
Nun aber die Auflösung: Im Glas befanden sich 76 x 20 Rappen, 112 x 10 Rappen und 153 x 5 Rappen, also total 341 Münzen im Wert von Fr. 34.05. Das Glas mit Münzen wog 1075 Gramm, die Münzen allein 915 Gramm. Wir danken allen, die den Mut hatten, eine Schätzung abzugeben!
DARMC-Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Die Universität Harvard stellt mit dem Digital Atlas of Roman and Medieval Civilizations (DARMC) hervorragendes römisches und mittelalterliches Kartenmaterial als WMS-Dienst kostenlos zur Verfügung. Bei den Münzen und Archivalien online stehen im Augenblick Übersichtkarten von Herrschaftsgebieten, Städten und Strassen zur Verfügung; weitere Schichten können auf Wunsch gerne hinzugefügt werden.
Römertag Vindonissa 2018
Am 27. Mai war es wieder so weit: Am Römertag Vindonissa konnte man bei strahlendem Wetter die Römer hautnah erleben! Ein breites Angebot an Informations- und Bastelständen an drei Standorten verlockte zum Flanieren und Eintauchen in die Vergangenheit. Ein Publikumsmagnet waren die Zürcher Unterwasserarchäologen: Sie zeigten Funde der Seeufersiedlungen bzw. deren Nachbildungen, aber vorallem auch ihre Ausrüstung und ihre Arbeitsweise. Und bei den kommentierten Tauchgängen im Container beim Römermuseum war vor diesem «Aquarium» kein Durchkommen mehr!
Wer sich für römisches Geld interessierte, konnte sich am Stand des Münzkabinetts Winterthur oder bei uns am IFS-Stand informieren oder spielerisch in die Welt der Münzen eintauchen. Wie sehen römische Münzen aus, wie fühlen sie sich an? Was konnte man damit kaufen? Wie wurden sie hergestellt? Warum wurden Münzschätze vergraben? Und was muss ich tun, wenn ich eine Münze finde? Die Gespräche entwickelten sich in viele Richtungen.
Römertag Vindonissa 2018: Schätzwettbewerb
Der Schätzwettbewerb am IFS-Stand führte teilweise zu intensiven Diskussionen innerhalb der Familien: Wieviele Münzen sind im Glas, und welchem Betrag entsprechen diese? Zwei glückliche Gewinner waren innerhalb einer der Toleranzgrenzen von +/- 5 Stück bzw. +/- 50 Rappen und konnten ein IFS-Münzenspiel ANNO DOMINI mit nach Hause nehmen. Und viele waren beim einen oder anderen Wert nur knapp daneben!
Hier nun die Auflösung für alle: Im Glas befanden sich 62 x 20 Rappen plus 98 x 10 Rappen plus 133 x 5 Rappen, also total 293 Münzen im Wert von Fr. 28.85. Und gleich noch die Antwort auf die Fragen, die wir nicht gestellt hatten: Das ganze Glas wog 938 Gramm, die Münzen allein 778 Gramm. Wir danken allen, die den Mut hatten, eine Schätzung abzugeben!
Neue Kartenschichten bei den Münzen und Archivalien online
Die Karten bei den Münzen Online und den Archivalien Online sind um einige nationale und internationale Schichten reicher geworden. Für die historischen Wissenschaften wichtiges altes Kartenmaterial steht aber leider immer noch nur in Ausnahmefällen frei zur Verfügung. Hervorzuheben sind hier sicherlich das Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich, welches die seit ca. 1850 nachgeführte Gewässerkarte des Kantons Zürich und die Kantonskarte von Johannes Wild (1843–1850) als WMS-Dienste zur Verfügung stellt. Hinzu kommen vier historische Stadtpläne von Zürich, welche das Amt für Geomatik und Vermessung der Stadt Zürich als WMS-Dienste zur freien Verfügung stellt: Den Stadtplan (1788–1793) des Johannes Müller, den Stadtplan (1860) des Heinrich Griesel, den Stadtplan (1864) des Heinrich Keller und einen Stadtplan von 1900.
«NIP Emilio Tevere» 2017 für den IFS-Band 11
Am 3. Dezember 2017 erhielt die IFS-Publikation 11, Die Geldbörse des «Söldners» vom Theodul-Pass (VS) – Il ripostiglio del «mercenario» del Colle del Teodulo (VS), in Mailand den ersten Preis «NIP Emilio Tevere». Den Preis verleihen die Numismatici Italiani Professionisti jährlich einer hervorragenden numismatischen Publikation der letzten fünf Jahre. Beurteilt werden neben Originalität und wissenschaftlicher Tiefe auch Typografie, Bildqualität und Vollständigkeit des kritischen Apparats.
Neue Online-Karten mit Leaflet
Die Karten bei den Münzen Online und den Archivalien Online werden ab sofort nicht mehr mit dem proprietären API von Google gespiesen, sondern von Leaflet. Leaflet ist eine sehr kleine, flexible und offene Javascript-Bibliothek, welche das Einbinden frei zugänglicher Kartenserver (OpenStreetMap, Stamen, Esri etc.) und Kartendienste (WMS etc.) erlaubt.
20 Jahre Inventar der Fundmünzen der Schweiz
Ende 2011 konnte das IFS sein 20jähriges Jubiläum feiern. Wir nehmen dies zum Anlass, die Neuerungen der letzten 10 Jahre zu skizzieren und einen Ausblick für die Zukunft zu geben. Das IFS hat sich als gesamtschweizerisches Kompetenzzentrum für Münzfunde weiter etabliert und ist inzwischen aus der Forschungslandschaft der schweizerischen Archäologie und Numismatik nicht mehr wegzudenken. Nach wie vor sind die vom IFS herausgegebenen Publikationen ein wichtiges Werkzeug für die Wissenschaft. Gleichwohl beschränken sie sich nicht mehr auf die reine Materialvorlage, sondern bieten im Falle der Monographien auch eine Auswertung. Besonders die beiden in naher Zukunft erscheinenden Bände zu den Fundmünzen aus Tessiner Kirchen und zu den keltischen Münzen der Schweiz versprechen zahlreiche neue Erkenntnisse zu den entsprechenden Zeitabschnitten.
Auch das IFS hielt in den vergangenen 10 Jahren Schritt mit der Entwicklung der neuen Kommunikationswege. So wurde der Internet-Auftritt komplett überarbeitet und ist nun in vier Sprachen verfügbar. Neben Nachrichten zu neuen Münzfunden, universitären Lehrveranstaltungen und weiteren Informationen rund um das IFS bietet die neu gestaltete Homepage wissenschaftliche Artikel zum Download, eine etwa 15'000 Münzen aus Augusta Raurica umfassende Datenbank zur Recherche sowie weitere Fundmünzen-Kataloge, Archivalien und vieles mehr. Die Aufschaltung weiterer Fundmünzenbestände als Datenbank ist ein wichtiges Ziel für die Zukunft.
Unsere Öffentlichkeitsarbeit erschöpft sich aber nicht im Internet-Auftritt. Das IFS ist auch an einer Reihe von Aktionstagen, wie bei den Römerfesten in Augusta Raurica und Vindonissa sowie auf dem Mittelalterfest auf der Lenzburg, mit Information und Spiel präsent. Darüber hinaus beteiligt sich das IFS an der inhaltlichen Konzeption und Durchführung von Museums-Ausstellungen.
Daneben pflegen wir den Austausch und die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den einschlägigen fachlichen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders hervorzuheben ist, dass in den letzten 10 Jahren mehrere Kooperationsabkommen getroffen werden konnten, so dass die Fundmünzenbearbeitung in einer Reihe von Kantonsarchäologien heute direkt vom IFS wahrgenommen wird.
Seit geraumer Zeit ist das IFS nicht mehr nur reiner Dienstleister, sondern mit einer Reihe von Projekten auch selbst aktiv in der Forschung tätig. Dies wurde einerseits möglich durch die vermehrte Generierung von Drittmitteln, andererseits durch die Personalpolitik des IFS, wo fünf Fachleute mit verschiedenen Forschungsschwerpunkten dauerhaft beschäftigt sind. Auf diese Weise konnten Projekte zur Aufarbeitung der keltischen Fundmünzen der Schweiz, der Fundmünzen des Kantons Baselland, der Heiligtümer von Avenches oder von der Gletscherleiche vom Theodulpass ins Leben gerufen werden.
Nicht nur die eigene Forschung, sondern auch die Nachwuchsförderung wird im IFS grossgeschrieben. Durch Lehrveranstaltungen an Universitäten, aber auch durch kleinere Arbeitsaufträge für Studierende sollen die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die Problemstellungen und Möglichkeiten der archäologischen Numismatik herangeführt werden. Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang der stetige Ausbau unserer Bibliothek, die gleichermassen von Spezialisten und Studierenden genutzt wird.
Für die Zukunft wollen wir die genannten Schwerpunkte weiterentwickeln und ausbauen. Damit sind unsere Ziele aber noch nicht alle erreicht. Um der Forschung den schnelleren Zugriff auf unsere Datenbank zu erleichtern, die ja das Herz des IFS darstellt, wo alle Informationen über Fundmünzen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein zusammenfliessen, möchten wir den Online-Zugang zu diesen Daten mittelfristig verwirklicht sehen. Der folgende Schritt wird die Vernetzung mit anderen europäischen Datenbanken sein.
In der Rückschau kann man wohl in aller Bescheidenheit behaupten, dass das IFS der letzten 10 Jahren eine Erfolgsgeschichte ist. Damit das so bleibt, arbeiten wir auch weiterhin stetig an den heutigen und künftigen Herausforderungen.
Michael Nick (IFS) und José Diaz Tabernero (IFS)
Buchvernissage in Zug: STEPHEN DOSWALD, Kanton Zug II. Inventar der Fundmünzen der Schweiz 9, Bern 2009.
Am 22. Januar 2010 wurde der neunte Band aus der Monographien-Reihe des IFS im festlichen Gotischen Saal des Zuger Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. Der Autor Stephen Doswald legt in seinem neuen Buch weitere 1371 im Kanton Zug gefundene Münzen und andere numismatische Objekte vor.
Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard und der Präsident der Kommission für das IFS Dr. Markus Peter würdigten in ihren Ansprachen die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Zuger Kantonsarchäologie und dem IFS sowie die grosse Bedeutung der Fundmünzen für die archäologische Erforschung des Kantons. Im Anschluss erläuterte der Autor anhand des Fundmaterials einige spannende Aspekte des Münzumlaufs im Kanton Zug von der Antike bis in die Neuzeit.
Beim anschliessenden Apéro konnten die Kontakte zwischen IFS und Kantonsarchäologie vertieft werden.
6. Treffen des Arbeitskreises für Experimentelle Numismatik in Augst
Auf Einladung von Augusta Raurica und des IFS traf sich der Arbeitskreis für Experimentelle Numismatik am 17.–18. Oktober 2008 für seine Herbstsitzung in Augst. Den Schwerpunkt legten wir auf die «Zeugnisse der antiken Münzherstellung» in der Schweiz. Augst mit seinen zwei Münzwerkstätten – die Subaeraten-Werkstatt in der Insula 50 und ca. 6’000 Fragmente von Münzgussförmchen aus einem unterirdischen Brunnengewölbe – gab dazu den würdigen Rahmen und präsentierte sich in prächtigem Herbstwetter.
Neben den Arbeitssitzungen organisierte M. Peter ein Kolloquium zu diesem Thema. Zusätzlich zum reichen Augster Fundmaterial gelang es, die wichtigsten Originale aus der Schweiz zusammenzuziehen: Die keltischen Stempel von Avenches, dem Mont Vully und aus dem Historischen Museum Basel sowie die römischen Stempel von Vindonissa und aus dem Bernischen Historischen Museum konnten direkt miteinander verglichen werden; ein Tüpfelplattenfragment aus Avenches und ein Gussförmchen im Münzkabinett Winterthur ergänzten die Materialschau. Drei allgemeine Referate zur Herstellung antiker Prägestempel rundeten das Programm ab. Die prägnanten Materialpräsentationen und die gelungene Durchmischung der rund 20 Numismatiker, Archäologen, Metallogen und Analytiker ermöglichten eine intensive Diskussion, die sicherlich fortgeführt werden wird.
Dank Ch. Jäggy, Biel-Benken, und A. Besse, Aigle, kam auch der praktisch-experimentelle Teil nicht zu kurz: Sie zeigten ihre Experimente zur mittelalterlichen bzw. keltischen Münzprägung und ermöglichten den Teilnehmern, selber Schrötlinge, Stempel und Hammer in die Hand zu nehmen.
Der Hort von Sursee (Kanton Luzern) in Strassburg
Am Anfang stand eine Internet-Recherche, die zur Excel-Tabelle des Hortfundes von Sursee auf der Homepage des IFS führte. Die vielen französischen Münzen erregten das Interesse der Mitglieder der Union Numismatique d’Alsace: Sie beschlossen, diesen Fund im Rahmenprogramm ihrer Münzenbörse am 24. Februar 2008 in Strassburg vorzustellen.
Die attraktive kleine Ausstellung stellte den Hort in den Zusammenhang der Schweizer Münzgeschichte der 1840er Jahre bis zum Münzumtausch 1850/1851 und zeigte ausführlich die einheimische Münzproduktion sowie die Grosssilbermünzen der umliegenden Währungsgebiete.
Die verschiedenen Münzsysteme wurden nicht nur mit Texten und Karten erläutert, sondern in den Tischvitrinen auch mit zahlreichen Münzen aus den Sammlungen dreier Mitglieder der Union illustriert. Der Hort von Sursee zeigt exemplarisch, wie all diese Münzen im selben Bargeld-Stock zusammenfinden konnten.
Die Ausstellung stiess auf reges Interesse der Besucher. Insbesondere die Mitglieder der Union Numismatique d’Alsace waren begeistert, fanden sie doch «ihre» Sammelobjekte wieder und konnten sie in einen grösseren münzgeschichtlichen Zusammenhang einordnen. – Es ist vorgesehen, die Ausstellung im Herbst 2008 nochmals an einer Münzenbörse in der Nähe von Strassburg zu zeigen.