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Inflation (lateinisch inflare, „aufblähen“) beschreibt in der Volkswirtschaftslehre allgemeine Preissteigerungen, die schwere wirtschaftliche und soziale Folgen haben können. Gegenteil: Deflation.
Die Inflation wird durch einen Preisindex, wie zum Beispiel den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), gemessen. Dazu wird ein fiktiver Warenkorb mit ca. 700 Waren und Dienstleistungen (Lebensmitteln, Kleidung, Freizeitaktivitäten und Mietzahlungen) erstellt. Durch Beobachtung der Kosten dieses Warenkorbs über eine gewisse Zeit errechnet sich die Inflationsrate. Natürlich sind die Preise für verschiedene Waren oder Dienstleistungen einer ständigen Veränderung unterworfen. Wenn aber das gesamte Preisniveau stetig zunimmt, reduziert sich gleichzeitig die Kaufkraft des Geldes. Das bedeutet, der Verbraucher kann aufgrund kontinuierlicher Preissteigerungen weniger für seinen Franken kaufen als zuvor. Wenn also dann der Franken weniger wert ist, sprechen Volkswirtschaftler von Inflation.
Für die Entstehung von Inflation gibt es verschiedene Ursachen. Einer der Gründe könnte eine fehlgeleitete Geldpolitik sein. Das heisst, die Geldmenge wächst deutlich schneller als das Angebot von Waren und Dienstleistungen. Auch Unternehmen können Inflation erzeugen, indem sie die Preise zur Gewinnmaximierung anheben oder angestiegene Kosten (z. B. Rohstoffe) auf die Verbraucher abwälzen. In diesem Falle sprechen Volkswirtschaftler von einer Angebots-Inflation. Wogegen bei einer Nachfrage-Inflation mehr Waren und Dienstleistungen von den Verbrauchern nachgefragt werden als das gegenwärtige Angebot zur Verfügung stellt. Dafür muss aber auf Verbraucherseite genügend Geld vorhanden oder durch exzessive Lohnerhöhungen geschaffen worden sein. Dadurch kann es letztlich ebenso zu Preissteigerungen kommen. Unabhängig der Ursachen erhält der Konsument bei einer Inflation weniger Waren für sein Geld. Darüber hinaus verlieren auch die Ersparnisse immer mehr an Wert. Die Furcht vor weiter steigenden Preisen und dem Verlust der Sparvermögen lässt das Vertrauen in den Geldwert sinken.
Die Inflationsrate gibt an, mit welcher Intensität die Inflation stattfindet. Eine Inflationsrate von 1 bis 5 Prozent gilt als leichte Inflation und ist für die Volkswirtschaft ungefährlich. Wenn die Rate aber über die Marke von 50 Prozent pro Monat ansteigt und die Geldentwertung ausser Kontrolle gerät, spricht man von einer Hyperinflation. So konnte die Hyperinflation in Deutschland der Zwanzigerjahre erst mit der Einführung der neuen Rentenmark aufgehalten werden.