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Die Lebensqualität mit Reizdarm ist eingeschränkt. Um die Beschwerden zu lindern, wird ein neues Ernährungskonzept angewendet. Es stammt aus Australien und mehrere Studien haben dessen Erfolg aufgezeigt. Das Konzept heisst FODMAP. Das Ziel ist, herauszufinden, welche Nahrungsmittel Ihnen Beschwerden verursachen. FODMAP ist die Abkürzung für:
- Fermentierbare
- Oligosaccharide
- Disaccharide
- Monosaccharide
- And
- Polyols
Oligo,-Di-und Monosaccharide und Polyole sind kurzkettige Kohlenhydrate. Sie haben drei Eigenschaften, die zu Symptomen Ihres Reizdarmsyndroms führen können.
- Sie sind nur teilweise im Darm resorbierbar.
- Es sind kleine Moleküle, die osmotisch aktiv sind.
- Sie werden schnell von Bakterien fermentiert.
Diese drei Eigenschaften führen dazu, dass Wasser in den Darm einströmt. Weiter sind sie „Futter“ für Bakterien im Darm. Diese zersetzen die Kohlenhydrate, wodurch Gase entstehen. Die Gase verursachen Ihnen Blähungen und Schmerzen.
Die FODMAP`s kommen in verschiedenen Nahrungsmitteln vor.
Oligosaccharide sind Fruktane, Inulin und Galaktane. Sie kommen in Lebensmitteln wie Weizen, Roggen, Zwiebeln, Schalotten, Artischocken, Knoblauch, Lauch, Spargeln, Feigen, Khaki, Wassermelone, weisser Pfirsich und Hülsenfrüchte vor.
Laktose ist ein Dissacharid, also ein Zweifachzucker, welches in Milch und Milchprodukten vorkommt.
Fruktose ist ein Monosaccharid – ein Einfachzucker. Fruktose ist in Früchten und Gemüse enthalten. Fruktose wird oft auch in Form von Sirup als Süssungsmittel verwendet. Zum Beispiel in Erfrischungsgetränken.
Polyole sind Zuckeraustauschstoffe. Beispiele dafür sind Sorbit, Mannit, Xylit, Isomalt. Sie sind in Lebensmitteln wie Äpfel, Birnen, Steinfrüchten, Pilzen und zahnschonenden Kaugummis und Bonbons zu finden.
Im FODMAP-Konzept geht es darum, diese Kohlenhydrate in der Ernährung zu reduzieren. Sie durchlaufen dabei drei Phasen.
- In den ersten vier bis sechs Wochen werden die FODMAP`s stark reduziert. Sie verzichten auf die FODMAP-reichen Lebensmittel. Die Symptome vermindern sich.
- In der zweiten Phase, werden die FODMAP`s wieder in die Ernährung eingeführt. Das geschieht in kleinen Schritten. Es wird jeweils nur ein FODMAP wiedereingeführt und getestet. Sie beobachten ihre Beschwerden. Sie führen ein Essbeschwerdetagebuch. Dort halten sie Ihr Essen und Ihre Symptome fest.
- In der dritten Phase geht es um Ihre Langzeiternährung. Sie sollen die Lebensmittel, die Beschwerden verursachen durch Alternativen ersetzen. Es ist wichtig, dass die Ernährung ausgewogen bleibt.
Eine Beratung durch eine Fachperson kann dafür sehr hilfreich sein. Das FODMAP Konzept kann eine Lösung für die Linderung der Beschwerden Ihres Reizdarms sein.
Ein Versuch ist es wert!.
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