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Das gewerkschaftliche Videoschaffen beschränkte sich in den Pionier- und Experimentierjahren (1970er) auf rein Dokumentarisches: Aufnahmen existieren etwa vom Kongress der Gewerkschaft Textil Chemie Papier GTCP von 1978 in Luzern (Signatur: F 9013-025ff.), von einer Krisensitzung derselben Gewerkschaft 1977 (F 9013-019ff.) und von einer Jugendkonferenz der Gewerkschaft Bau und Holz (GBH von 1980, F 9013-031). Die Aufnahmen sind zwar laienhaft, mit Tonstörungen behaftet und manchmal kurios lückenhaft oder langatmig. Als Zeitdokumente sind sie trotzdem von Bedeutung. Im Verlauf der 1980er Jahre professionalisierte sich das gewerkschaftliche Videoschaffen. Mit der Herstellung von Bildungs- und Imagevideos nahm die Arbeiterbewegung eine Propagandamethode wieder auf, die zwischen 1930 und 1960 bereits zu einer ansehnlichen Reihe von Gewerkschaftsfilmen geführt hatte.
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Beschreibung
1915 wurde der Schweizerische Metall- und Uhrenarbeiter Verband (SMUV) aus der Vereinigung des Schweizerischen Metallarbeiter Verbandes (SMAV) und dem Uhrenarbeiterverband (FOIH) gegründet. 1992 schloss sich der Verband der Bekleidungs-, Leder-, AusrüstungsarbeitnehmerInnen (VBLA) an. 2004 fusionierte der VHTL mit dem GBI, SMUV und unia zur interprofessionellen Gewerkschaft Unia. Ähnlich wie andere soziale Bewegungen entdeckten die Gewerkschaften Ende der 1970er Jahre das Medium Video als Möglichkeit, die eigenen Tätigkeiten zu dokumentieren. Die Verbreitung von Consumerformaten wie U-Matic, VCR und VHS machte die Aufnahme von Videos finanziell erschwinglich und technisch auch für Laien schnell erlernbar. Der Bestand wurde 2006 überliefert.
18 Kassetten
Kassationen nach interner Richtlinie
Die Ablieferung des Bestandes fand 2006 statt. Die Visionierung erfolgte 2007. Die Digitalisierung, die Erschliessung und die Aufbereitung der Visionierungskopien verliefen 2008 bis 2009. Alle Kopien wurden zwischen Februar und Mai 2009 von Agathe Jarczyk (Atelier für Videokonservierung GmbH, Bern) auf DVCAM angefertigt. Die Aufzeichnung erfolgte jeweils im Standard Play Modus, der Ton wurde mit 16 bit 48kHz aufgezeichnet. Für alle Kopien sind die genauen Kopierwege in den Maz-Karten verzeichnet (vgl. Archiv SozArch, GeKo Bild+Ton, 2008/5). Da die Vorlagen, insbesondere die U-Matic Kassetten teilweise in sehr schlechtem Zustand waren, sind für alle Überspielungen TimeBaseCorrectoren eingesetzt worden. - Bei den U-Matic Kassetten wurden ein Teil der Bänder mit einem VO-9800P-Gerät abgespielt; die U-Matic High Band Kassetten wurden mit einem BVU-800P wiedergegeben, unter anderem weil dieses Modell die grösseren Zugkräfte hat und die klebenden Kassetten besser abspielen konnte.
2009-2011, Stefan Länzlinger
Abspielbar; resp. kein Online-Zugang zu Ressource
- Teilweise freier Zugang
- Standort: Schweizerisches Sozialarchiv, Magazin Verwaltungszentrum Werd, Zürich
- Ausleihe physischer Träger möglich: https://www.sozialarchiv.ch/metanavigation/oeffnungszeiten/