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Die Genfer und Genferinnen feierten am Sonntag ihren Sieg über die Savoyarden im Jahr 1602. Die alljährlich stattfindende "Escalade" ist der grösste historische Umzug Europas.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 versuchte der Herzog von Savoyen mit bis zu 3000 Söldnern die Stadt Genf einzunehmen. Doch das Unterfangen misslang: Die Genfer und Genferinnen konnten ihre Stadtmauern erfolgreich verteidigen.
Der Legende nach schüttete eine beherzte Bürgerin einen gusseisernen Topf voll heisser Suppe auf die angreifenden Soldaten. Daher kommt der Brauch, dass am Volksfest Suppentöpfe aus Schokolade zerbrochen werden. Dieses Jahr zerschnitt auch der Ehrengast Bundespräsident Johann Schneider-Ammann einen Schokoladentopf.
Die Genfer und Genferinnen gedenken der erfolgreichen Verteidigung ihrer Stadt mit dem traditionellen Umzug der Escalade, der jährlich tausende Schaulustige auf die Strasse lockt. Das Spektakel mit rund 800 Teilnehmenden in Kostümen und über 60 Pferden bildete den Abschluss der dreitägigen Feierlichkeiten in der Altstadt.