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Es gibt bestimmte Bauwerke, die man sofort mit einer bestimmten Region in Deutschland verbindet. Die großen Holzhäuser mit Spitzgiebel und einem Dach, das fast bis zum Erdgeschoss reicht, verbindet man sofort mit dem
Schwarzwald. Weiße Fachwerkhäuser mit schwarzem Gebälk sind allgemein in Süddeutschland sehr verbreitet. Und bei den typischen Häuser aus rotem Backstein, dem sogenannten Rotklinker, am besten noch mit Reetdach, denkt man sofort an die Nord- und Ostseeküste, oder Hamburg, die große Hansestadt im Norden der Republik. Die Gründe für diese regionalen Unterschiede sind ebenso einfach wie spannend.
Nicht jeder hat die gleiche Bausubstanz zur Verfügung
Je nach Region hatten die Menschen früher andere Bausubstanzen zur Verfügung: in Süddeutschland gab es vor allem Holz, Lehm und Stroh. Entsprechend wurden viele Häuser aus einem Holzgerüst gebaut, das mit Lehm und Stroh gefüllt wurde. Anders in Norddeutschland: hier gab es, auch durch die Nähe zum Meer, Tonmaterialien, die in Öfen zu den typischen Rotklinkersteinen gebrannt wurden. Dazu wurde das Schilfrohr, das vor allem in Küstennähe und in sumpfigen Gebieten wächst, getrocknet und als Dach genutzt, da es schneller und günstiger zu bekommen war als Dachziegel.