Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/543

«Die Ergebnisse zeigen überdies eindrücklich, dass sich die Kommunikation zwischen Fachpersonen und Adressat*innen stark verändert hat. Diese Veränderungen werden mehrheitlich negativ erlebt», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Weniger freundlich ausgedrückt: Die Klientel lässt ihre Frustration an den Fachpersonen aus.
Gemäss der Ende 2020 durchgeführten Umfrage führen die aktuellen Arbeitsumstände bei jeder dritten Fachperson dazu, «dass sie von einem starken Risiko betroffen ist, an einer emotionalen Erschöpfung zu erkranken. In der französischsprachigen Schweiz ist sogar jede zweite Person betroffen». Der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz AvenirSocial fordert deshalb Bund und Kantone auf, mehr Ressourcen für die Ausübung der Sozialen Arbeit zur Verfügung zu stellen.
Am Rande des Nevenzusammenbruchs
3507 Personen beteiligten sich an der Online-Befragung, welche das Institut für Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW Ende 2020 durchführte.
Von ihnen stimmen 31,3 Prozent der Aussage zu, dass sie bei ihrer Arbeit immer öfter das Gefühl hätten, emotional verbraucht zu sein. Somit ist knapp ein Drittel der Befragten vom Risiko, an einem Burnout zu erkranken, betroffen. In der Romandie klagten sogar 55,6 Prozent über emotionale Erschöpfung.
Trotz all dem gaben fast 80 Prozent der im Sozialen Bericht Arbeitenden an, gesund bis sehr gesund zu sein. Das bedeutet freilich eine Verschlechterung: 2017 bezeichneten sich fast 90 Prozent als gesund bis sehr gesund.