Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/2190

Verleihung des Medienpreises 2007 der Suva - Prävention durch Information
Der Medienpreis 2007 der Suva geht an Catherine Riva für ihren Beitrag über die gesundheitlichen Risiken, denen Kleinkinder in Hallenbädern ausgesetzt sind. Zwei Anerkennungspreise verlieh die Jury Sylviane Pittet und Françoise Ducret.
Der Medienpreis 2007 der Suva würdigt drei auf originelle und scharfsinnige Weise dargestellte Probleme aus dem Bereich des Gesundheitswesens: Lungenerkrankungen bei Kleinkindern, Jugendalkoholismus und Burn-out. Die Jury unter dem Vorsitz von Jacques Poget betont den bemerkenswerten Beitrag dieser Medienarbeiten für die Prävention und die öffentliche Wahrnehmung.
Säuglinge in Hallenbädern in Gefahr
Der mit 7'000 Franken dotierte 1. Preis zeichnet die in mehreren Folgen erschienene umfassende Recherche von Catherine Riva aus. Das in der Zeitung „Le Matin dimanche“ veröffentlichte Dossier über „das Problem der Nebenwirkungen von in Hallenbädern eingeatmetem Trichloramin auf die Atemwege von Säuglingen und Kleinkindern“ hat unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst: Beunruhigung bei den Eltern, die Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie sowie die Interpellation eines Parlamentariers im Bundesrat belegen die aufkeimende Problematik.
Das für die Desinfektion des Wassers benutzte Chlor setzt in der Luft Trichloramine frei, Substanzen, die gesundheitsschädigend sein können. Im Gegensatz zu den strengen Grenzwerten beim Chlor im Wasser kennt die Schweiz bis heute jedoch keine Qualitätsstandards für die Luftqualität in Hallenbädern.
Für Jacques Poget gehören die Artikel von Catherine Riva zu den seltenen, die zu einer direkte Verbesserung der Welt beitragen, in der wir leben: „Catherine Riva hat eine Dynamik für das Gesundheitswesen ausgelöst: Dank ihr wird es weniger Lungenerkrankungen bei Säuglingen und Berufssportlern geben“.
Zwei Anerkennungspreise für aufwühlende Zeugnisse
Mit einem Anerkennungspreis prämiert die Jury die Journalistin Françoise Ducret sowie den Regisseur Yves Pouliquen für ihre Reportage „Burn-out: Wenn Arbeit ungesund ist“. Diese wurde im Westschweizer Fernsehen im Rahmen der Gesundheitssendung „36,9°“ ausgestrahlt. Burn-out, eine Art seelischer Infarkt, richtet ganz im Stillen mehr und mehr Schaden an in der Schweiz.
Sylviane Pittet erhält ebenfalls einen Anerkennungspreis für ihren Artikel „Zu betrunken, um nein zu sagen“. Die in der Zeitschrift FEMINA publizierte Recherche greift die Nebenwirkungen auf, die jugendliche Rauschtrinker zu gewärtigen haben.
Prävention durch Information
Medienschaffende tragen entscheidend dazu bei, dass die Präventionsanstrengungen der Suva ihre volle Wirkung entfalten. Deshalb wurde 1994 der Medienpreis der Suva ins Leben gerufen. Er zeichnet französischsprachige Arbeiten aus, die in Zusammenhang mit der Prävention von Unfällen und Gesundheitsstörungen stehen und in Schweizer Medien verbreitet wurden. Die Jury besteht aus renommierten Journalisten. Sie beurteilen die eingereichten Arbeiten einerseits nach ihrer Einzigartigkeit. Andererseits müssen die Themen attraktiv und überzeugend aufbereitet sein.
Im Mai 2006 reichte Nationalrat Jean-Claude Rennwald die parlamentarische Interpellation „Gefährliches Chlor in Hallenbädern“ ein. Sie sollte an einer nächsten Session der Eidgenössischen Räte behandelt werden. Der Text ist verfügbar unter www.parlament.ch/d/cv-geschaefte?gesch_id=20063194
Weitere Informationen für Medienschaffende:
Henri Mathis, Leiter Public Relations Suva Westschweiz:
Tel. 026 350 37 80, Natel 079 321 89 33, <email-pii>
Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.