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In diesem Streichquartett-Programm kommt zu Beginn der «Vater» des Streichquartetts zu Wort: Joseph Haydn veröffentlichte 1781 seine drei «auf eine ganz neue, besondere Art» geschriebenen Quartette op. 33, ein erster Gattungshöhepunkt, an welchem sich eine ganze Reihe späterer Komponisten orientierte. Als gerade einmal Zwanzigjähriger schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy mit der Canzonetta seines 1. Streichquartetts einen der bezauberndsten romantischen Quartettsatze – lyrisch und elfenhaft, wie nur Mendelssohn zu schreiben wusste. Dmitri Schostakowitschs Streichquartett Nr. 4 ist eines jener Werke, in denen sich der russische Komponist aufgrund der Kritik des Sowjetregimes in eine innere Emigration zurückzog. Nachdem er 1948 zum zweiten Mal als formalistischer und antidemokratischer Künstler diskreditiert wurde, liess er alle nicht streng parteigetreuen Werke in der Schublade verschwinden, so auch das 4. Streichquartett von 1949 mit seiner Hommage an die jüdische Volksmusik.
Alessandro Quartett
Sonntags um 5
ABGESAGT