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Der Netzwerkriese Cisco streicht 6500 Stellen und verkauft eine Fabrik mit 5000 Arbeitern an Foxconn.
Dass ein Stellenabbau bei Cisco ansteht, war schon anfangs vergangener Woche bekannt
. Gestern hat der Netzwerkgigant die Pläne auch offiziell bekannt gemacht: Insgesamt 6500 Stellen werden gestrichen und eine Fabrik in Mexiko wird an Foxconn verkauft. Damit soll eine Milliarde US-Dollar jährlich eingespart werden.
Chefetage ohne Ausnahme
2100 Angestellte hätten ein Angebot zur Frühpensionierung angenommen. Insgesamt werden 9 Prozent der gesamten Belegschaft gestrichen. Der Stellenabbau werde "global und über alle Funktionen" stattfinden, heisst es in einer Mitteilung, 15 Prozent davon sollen auf der Stufe Vizepräsidenten und darüber stattfinden. Cisco ist bekannt dafür, dass der Konzern über eine (zu) komplexe Hierarchie verfügt, schon seit längerem läuft eine Entbürokratisierung
.
Die Entlassenen in den USA, Kanada und "ausgewählten Ländern" würden in
der ersten Augustwoche informiert, die Mitarbeitenden in den anderen Teilen der Welt werden "zu einem späteren Zeitpunkt" davon erfahren.
Cisco beschäftigt hierzulande an drei Standorten rund 260 Mitarbeitende. Gemäss einem Cisco-Sprecher in der Schweiz würden die geplanten Sparmassnahmen, einschliesslich Personalabbau, mit den nächsten Quartalszahlen kommuniziert. Diese werden am 11. August bekannt gegeben.
Fabrik an Foxconn
Cisco hat ebenfalls gestern angekündigt, eine Fabrik für Set-Top-Boxen im mexikanischen Juarez an Foxconn zu verkaufen. Im ersten Quartal 2012 sollen die rund 5000 Angestellte von Cisco zum chinesischen Hersteller wechseln, dessen zweifelhaften Arbeitsbedingungen
regelmässig für Schlagzeilen sorgen. (pk)