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Um schrittweise die Wasser- und Hygienesituation zu verbessern, hat die Partnerorganisation AFAD zunächst in drei isolierten Dörfern mit etwa 3'000 Einwohnern Trinkwasserbrunnen und Latrinen errichtet. Das Gesundheitszentrum sowie zwei Schulen sind ans Wassersystem angebunden worden, weitere Gemeinden folgen.
Gleichzeitig ist Sensibilisierung zum Thema Wasser wichtig. Das Projekt arbeitet hierfür eng mit der erfahrenen EAA (Eau et Assainissement pour l’Afrique) zusammen. EAA hat auch ein Sensibilisierungstool für AFAD entwickelt. Schulgesundheitsclubs, Lehrer, lokale Animateure und Dorfgesundheitspromotoren werden im Umgang mit dem Tool geschult und sensibilisieren die Bevölkerung zu Wasserthemen.
Ein Wasserkomitee hat zusammen mit der Bevölkerung ein Wasserbezahlsystem entwickelt: Die Bevölkerung bezahlt einen kleinen Beitrag für eine Wanne Trinkwasser, sodass Geld für den Unterhalt des Leitungssystem vorhanden ist. In jedem der Dörfer stehen zwei ausgebildete Techniker für Unterhalts- und Reparaturarbeiten zur Verfügung. Im Rahmen des Projekts sind ebenfalls Ecosan-Latrinen errichtet worden.
Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser konnten bereits Erkrankungen aufgrund von schlechter Wasserqualität und Hygiene reduziert werden. Sowohl Frauen wie auch Mädchen verfügen über mehr Zeit, um sich kollektiven Aktivitäten, sowie der Schul- und Weiterbildung zu widmen. Die Beziehungen und die Kommunikation zwischen Männern und Frauen haben sich verbessert.