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Der Schweizer Rohstoffriese setzte auf einen umstrittenen Geschäftsmann, um den Preis für Schürfrechte im Kongo zu drücken.
Kupfer und Kobalt aus dem Kongo stecken in Millionen Smartphones. Die Metalle gelten als Grundlage der anstehenden Elektromobil-Revolution. Hat der Schweizer Rohstoffriese Glencore seine Schürfrechte im Kongo nur dank indirekter Bestechung verlängern können?
2008 hatte der kongolesische Staat beschlossen, alle Verträge mit privaten Minenunternehmen neu zu verhandeln, auch jene mit der künftigen Glencore-Miene von Katanga. Die Firma aus Zug hatte bereits über 150 Millionen in die Mine investiert. Sollten diese Verhandlungen scheitern, wäre das ganze Engagement auf dem Spiel gestanden.
Wie der Tages-Anzeiger berichtet, setzte daraufhin Glencore den umstrittenen isrealischen Geschäftsmann Dan Gertler darauf an, beim kongolesischen Staat zu intervenieren.
17 Tage später waren die Forderungen vom Tisch. Der Glencore-Verwaltungsrat drückte Gertler seine «Dankbarkeit» aus.
Damals war der zweitmächtigste Mann vom Kongo, Katumba Mwanke, für die Schürfrechte verantwortlich. Katumba selbst schwärmte in seinen Memoiren von der «niemals endenden Grosszügigkeit» Gertlers, den er seinen «Zwillingsbruder» nennt. «Er hat eine Jacht gemietet, eine riesige Jacht, super», schreibt der Politiker über eine Einladung nach Israel.
Wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt, bekannte sich letztes Jahr die Tochterfirma eines US-Hedgefonds in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft schuldig der Korruption. In einer Vereinbarung stehe, dieser Katumba Mwanke habe Minen-Anteile im Kongo an einen «israelischen Geschäftsmann» verschoben. Dieser Israeli habe den Politiker über Jahre massiv bestochen, 22 Millionen Dollar seien geflossen.
Gertler weist auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» jede Beschuldigung vehement zurück, jemals bestochen oder sonst wie illegal gehandelt zu haben. Er könne nicht bestätigen, dass er dieser Geschäftsmann sei, dementieren will er es aber auch nicht. (amü)
Unternehmen sollen ausländische Bussen und Geldstrafen unter bestimmten Bedingungen von den Steuern abziehen dürfen. Das will der Nationalrat. Der Bundesrat und der Ständerat hatten anders entschieden.
Im Nationalrat konnten die SVP und die FDP am Dienstag ihre Mehrheit ausspielen, mit ein paar Stimmen aus der Mitte. Der Rat beschloss mit 94 zu 88 Stimmen bei 2 Enthaltungen, der Mehrheit seiner Kommission zu folgen.
Demnach sollen inländische Sanktionen und Bussen nicht steuerlich abzugsfähig …