Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03159.jsonl.gz/1165

Else Lasker-Schüler gilt heute als die wichtigste Lyrikerin des Expressionismus. Karl Kraus sah in ihr 1910 die »stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung des modernen Deutschlands«. Dass Gottfried Benn sie 1952 »die grösste Dichterin, die Deutschland je hatte« nannte, erhob sie in den literarischen Adelsstand. Ihre Gedichte sind von einer Kraft und Tiefe, die noch immer berühren wie auch herausfordern.
Mit einem ausführlichen Nachwort von Uljana Wolf.
Portrait
Else Schüler wurde 1869 in Elberfeld geboren. 1902 erschien ihr erster Gedichtband >Styx<. 1932 erhielt die Autorin den letztmals vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten vergebenen Kleist-Preis. 1933 emigrierte sie nach Zürich, 1934 reist sie erstmals nach Palästina. Nachdem ihr 1938 die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt wurde, reiste sie zum dritten Mal nach Palästina, der Kriegsausbruch verhinderte ihre Rückkehr. 1943 erschien ihr letzter Gedichtband >Mein blaues Klavier<. 1945 starb Else Lasker-Schüler und wurde auf dem Ölberg in Jerusalem begraben.