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Gilardonis Traum droht zu platzen
Der Skeleton-Weltcup startet ohne Schweizer Beteiligung. Marina Gilardoni leidet nach einem Trainingssturz unter einer Hirnerschütterung.
Der Skeleton-Weltcup startet ohne Schweizer Beteiligung. Marina Gilardoni leidet nach einem Trainingssturz unter einer Hirnerschütterung.
Das hatte sich Marina Gilardoni anders vorgestellt. Sie hatte sich schon recht gut mit der neuen Olympiabahn im chinesischen Yanqing angefreundet, da prallte sie bei der Ausfahrt des Kreisels mit rund 100 km/h in die Streckenbegrenzung. Die brutale Folge: kurze Bewusstlosigkeit, Transport ins Spital, Hirnerschütterung. Es ist für die 34-jährige St. Gallerin aus dem Linthgebiet die zweite innerhalb eines Jahres.
Entsprechend ist damit nicht zu spassen. Die WM- und EM-Silbermedaillengewinnerin von 2020 ist derzeit in Behandlung in der Swiss Concussion Klinik in Zürich und fehlt beim Weltcup-Auftakt am Freitag in Innsbruck. Wann sie in den Eiskanal zurückkehren kann, ist offen. «Ich versuche, durch diverse Therapien, mein Gleichgewicht sowie die Augen zu stabilisieren», erklärt sie. «Meine Gesundheit steht für mich an erster Stelle.»
Damit droht sie ihre dritten Olympischen Spiele sowie die Heim-EM im Januar in St. Moritz, wo sie 2016 schon einmal EM-Bronze holte, zu verpassen. Um die internationale Qualifikation zu schaffen, braucht Gilardoni mindestens sechs Wettkämpfe auf drei verschiedenen Bahnen. Das heisst, sie müsste Anfang Dezember wieder einsatzfähig sein.
Im Weltcup ist Swiss Sliding damit vorerst nur bei den Männern durch den Freiburger Ronald Auderset und den Bündner Basil Sieber vertreten.