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In Anbetracht dieser Tatsachen, verpflichtete sich der Kanton Freiburg im 2019 eine kantonale Biodiversitätsstrategie (KBS) auszuarbeiten. Diese soll es ermöglichen, nicht nur die wichtigsten Bedrohungen der Biodiversität aufzuzeigen, sondern auch die Massnahmen und notwendigen Instrumente, die für eine langfristige Erhaltung erforderlich sind.
In einem ersten Schritt wurde eine Analyse des aktuellen Zustands der Biodiversität im Kanton sowie der noch vorhandenen Wissenslücken durchgeführt. Dies ist eine Premiere für unseren Kanton und hat die Veröffentlichung eines technischen Berichts und einer Zusammenfassung dieses Berichts erlaubt. Zusätzlich zu dieser Analyse wurden Experten und Mitglieder der Verwaltung konsultiert, um eine Liste von Massnahmen zu erstellen, die Lücken zum Schutz der biologischen Vielfalt schliessen sollen oder darauf abzielen, die bedrohenden Belastungen zu reduzieren. Diese wiedergeben noch nicht die kantonale Biodiversitätsstrategie, welche noch im Entwurfsstadium ist und dem Staatsrat im Herbst zur öffentlichen Vernehmlassung Anfang 2022 vorgelegt werden soll.
Im Rahmen der fachlichen Konsultation möchte das Amt für Wald und Natur (WNA) die Meinung von Vertretern der möglicherweise von den vorgeschlagenen Massnahmen betroffenen Kreise erfahren. Diese werden daher gebeten, die Durchführbarkeit der Massnahmen unter Berücksichtigung ihres Bereichs zu beurteilen.
Eine Bewertung der Wirksamkeit der Massnahmen zur Biodiversität und deren Fähigkeit, das Verschwinden von Arten und die Schädigung der natürlichen Umwelt zu verlangsamen, wird parallel von einer Gruppe von Biodiversitätsexperten durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse dieser beiden Evaluierungen werden es uns ermöglichen, die Grundzüge der kantonalen Biodiversitätsstrategie zu erarbeiten.