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Lies nun all diese Dokumente von Leuten, die den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt hatten (solche nennt man "Zeitzeugen").
Versuche dich in ihre Situationen hineinzuversetzen und mitzufühlen.
Du wirst nachher keine weiteren Arbeiten mit diesen Geschichten machen müssen, es geht nur darum, sich die Ereignisse, die Situationen und die Nöte der Leute möglichst gut vorzustellen.
Früher hatte man in Ermatingen einen Weibel, der oft durch die Strassen marschieren musste, mit einer Glocke läutete, an bestimmten Stellen anhielt und dann mit heiserer Stimme rief: "Bekanntmachung..."
Einige unserer Eltern haben den Krieg als Jugendliche oder junge Soldaten miterlebt. Der tägliche Blick über die Grenze mit der ängstlichen Ungewissheit "Kommen sie wohl heute?" hat vielen einen prägenden Eindruck hinterlassen.
Der "Schifflibach" war eine der Attraktionen der Landesausstellung 1939 in Zürich.
Im Winter 1939/40 gefror der Untersee völlig zu, so dass er von Flüchtlingen oder mit Fahrzeugen hätte überquert werden können.
So liess die Schweizer Armeeführung eine 5 m breite Rinne ins Eis sägen - sie wurde in Anlehnung an die vergangene Landesausstellung kurzum "em General sin Schifflibach" genannt.
Beim Hinunterschieben der ausgesägten Eisplatten unter die bestehende Eisschicht glitt so manches Werkzeug ab und versank im See - aber auch mancher Soldat nahm ein unfreiwilliges Bad im eiskalten Winterwasser...
mit einem solchen Ruderboot dürfte Hans Ribi den Piloten gerettet haben