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Im Kanton Basel-Landschaft finden am 8. Februar die ersten kantonalen Parlaments- und Regierungswahlen des Jahres 2015 statt. Die Ausgangslage ist spannend und Grund, das bisher geschriebene für den Kanton zusammen zu fassen.
In welcher Gemeinde kann welche Partei auf grosse Unterstützung zählen? Folgende Grafiken zeigen die Wähleranteile jeder Partei in den Gemeinden aufgrund der Landratswahlen 2011. Je dunkler eine Gemeinde eingefärbt ist, desto mehr Wähler hat die entsprechende Partei in dieser Gemeinde. Unterhalb der Karten finden sich Histogramme. Diesen lässt sich entnehmen, in wie vielen Gemeinden eine Partei wie stark ist. So sieht man am Beispiel der SVP, dass die Partei in relativ vielen Gemeinden einen Wähleranteil zwischen 20 und 40 Prozent aufweist.
Regierungsratswahlen: Schwellenwert des absoluten Mehrs
Im Kanton Basel-Landschaft wird das absolute Mehr auf der Basis der gültigen Kandidatenstimmen errechnet. Deshalb reichte es bei den letzten drei Gesamterneuerungswahlen aus, wenn der Name eines Kandidaten im Schnitt auf 37 Prozent aller Wahlzettel stand. Aus demselben Grund waren auch keine zweiten Wahlgänge nötig (was jedoch nicht für Ersatzwahlen gilt, bei denen in der Regel nur ein Sitz neu besetzt wird).
Regierungsratswahlen: Stimmkraftausschöpfung
Das absolute Mehr ist in Basel-Land von der Stimmkraftausschöpfung abhängig. Würden beispielsweise alle Wähler und Wählerinnen exakt fünf Namen auf den leeren Wahlzettel schreiben, würde die Höhe des absoluten Mehrs 50 Prozent (+1) der Wahlzettel betragen. Das ist aber längst nicht immer der Fall. Genauer gesagt: Die Stimmkraftausschöpfung im Kanton Basel-Landschaft beträgt durchschnittlich 75 Prozent. Das heisst: Im Schnitt schreiben die Wähler und Wählerinnen etwas mehr als dreieinhalb Namen auf den Wahlzettel.
Parteistärke aufgrund der Landratswahlen (kantonal)…
Vergleicht man die Parteienstärke über die Zeit, so lassen sich nationale Tendenzen auch auf kommunaler Ebene nachzeichnen. Die SVP vermochte ihre Stärke seit 1991 von 12 auf 25 Prozent auszubauen, während die FDP zwischen 1995 und 2011 um 11 Prozentpunkte geschrumpft ist und 2011 die neuen Mitteparteien auftauchen. Im linken Lager konnte die SP das Niveau von 23 Prozent halten seit Anfangs 90er Jahre halten, derweil die Grünen in diesem Zeitraum drei Prozentpunkte zugelegt haben.
… und aufgrund der Nationalratswahlen (kantonal)
Quellen: Bundesamt für Statistik. Eigene Darstellung.
Wie sich die Parteienstärke berechnet, wird hier erläutert.