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Die Möglichkeiten, die sich für die Verwertung von Abfall ergeben, hängt von seiner Beschaffenheit ab. Ein internationaler Konsens besagt, dass Abfall am besten vermieden werden soll. Wenn dies nicht möglich ist, soll er nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Falls nicht möglich, sollte er rezykliert werden, etc. Daraus hat sich eine Abfallhierarchie etabliert, die folgende Prioritäten festlegt:
- Vermeidung
- Wiederverwendung
- Recycling (stofflich)
- Verwertung (energetisch, thermisch)
- Deponierung
Seit dem Jahr 2000 wird in der Schweiz kein Abfall mehr auf Deponien entsorgt. Abfall wird entweder recycelt oder in einer Kehrrichtverbrennanlage (KVA) verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird zur Energiegewinnung genutzt, womit auch Abfall einen gewissen Nutzen erhält. Trotzdem muss es ein Ziel sein, so wenig Abfall wie möglich zu verbrennen und möglichst viele Wertstoffe in der Kreislaufwirtschaft zu erhalten.
Gebunden ist die Abfallhierarchie an technische Möglichkeiten und ökologische Effektivität. Nur, wenn ein Stoff mit verhältnismässigem Aufwand rezykliert werden kann, macht dessen Wiederverwertung auch Sinn. Ausserdem muss eine langfristig gesicherte Nachfrage durch den Sekundärrohstoffmarkt gegeben sein, damit Recycling Sinn macht. Nur wenn mit dem Einsatz der aufbereiteten Wertstoffe Rohstoffe gespart werden können, ist die Ökobilanz positiv.
Die Separatsammlung durch die Konsumenten, wie es bei PET-Getränkeflaschen und Glas schon seit langem gemacht wird, ist ein wichtiger Schritt, um die Reinheit und somit die Verwertbarkeit der Fraktionen zu erhalten. Es macht deshalb Sinn, weiter Fraktionen wie Kunststoff der Kreislaufwirtschaft zuzuführen. Und natürlich braucht es jeden Einzelnen, der mitmacht: Nur wenn eine gewisse Menge an Fraktionen gesammelt werden kann, lohnt sich auch deren Aufbereitung.