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Im Callas-Blog ist ein englischer Artikel mit dem Titel Understanding Overprint erschienen:
Die Überdrucken-Funktion stammt aus der PostScript-Welt des letzten Jahrtausends. Damit konnte ein grundlegendes Prinzip des PostScript-Grafikmodels ausgehebelt werden. In PostScript ist nämlich normalerweise nur das zuoberst liegende Objekt sichtbar. Alle darunter liegenden Objekte werden durch das oberste Objekt komplett (in allen Separationen) ausgespart. Das führt bei Passerschwankungen im mehrfarbigen Offsetdruck gerne zu sogenannten “Blitzern” (weisse Ränder um Objekte). Um dieses Problem zu beheben, wurde in PostScript Level 2 der alte Litho-Trick des Überdruckens eingeführt. Dies wird z.B. häufig eingesetzt, um bei schwarzem Text auf einem farbigen Hintergrund Blitzer zu vermeiden.
Die Überdrucken-Funktionalität von PostScript wurde in PDF unverändert übernommen. In PDF könnte man den gleichen Effekt heute auch mit Transparenz erreichen. Was einige Probleme (z.B. Bildschirmanzeige) mit der (veralteten) Überdrucken-Funktion vermeiden würde.
In seinem Blog-Artikel beschreibt Dietrich von Seggern ausführlich, wie die Überdrucken-Funktion und der spezielle Überdrucken-Modus (eingeführt in PostScript 3) in PDF funktionieren.