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Die robusten Zahlen folgen auf einen überraschenden Dämpfer im Dezember, den Experten auf eine schwache Konjunktur in Schwellenländern sowie auf statistische Verzerrungen wegen eines Kalendereffekts zurückgeführt hatten.
Auch die Einfuhren legten im Januar zu. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat lag bei 3,0 Prozent. Analysten hatten ein geringeres Plus von 0,5 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Importe um 11,7 Prozent zu. Dass der Handel zulege und sich die Importe dabei besonders stark entwickelten, weise wahrscheinlich auf eine Verbesserung bei der inländischen Nachfrage hin, schreibt Greg Fuzesi, Experte bei der Bank JP Morgan.
Die Importe und die Exporte legten sowohl bezogen auf die Eurozone, als auch auf die gesamte Europäische Union und den Rest der Welt deutlich zu. In der deutschen Handelsbilanz gab es im Januar kalender- und saisonbereinigt einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro.
Für den hohen Überschuss in der Handelsbilanz ist Deutschland aus dem Umfeld der US-Regierung zuletzt in die Kritik geraten. Der Handelsbeauftragte Trumps, Peter Navarro, argumentiert, Deutschland profitiere von einem zu schwachen Euro, der deutsche Exportwaren im Ausland billiger und damit wettbewerbsfähiger mache.
Ähnliche Vorwürfe wurden immer wieder im Zusammenhang mit der Eurokrise diskutiert. Demnach überschwemmt Deutschland südeuropäische Länder mit Produkten. Diese könnten sich aufgrund der Gemeinschaftswährung nicht durch Abwertungen ihrer heimischen Währungen dagegen wehren, so das Argument. Laut der EU-Kommission verursacht der starke deutsche Aussenhandel ökonomische Ungleichgewichte und wirkt sich nachteilig auf die Wirtschaftsleistung der Eurozone aus.
Der Handelsbilanzüberschuss im Januar ist aber nur zu einem kleinen Teil auf Überschüsse gegenüber anderen Euro-Ländern zurückzuführen. Im Januar exportierte Deutschland laut den Statistikern innerhalb des Euroraums Waren im Wert von 37,1 Milliarden Euro. Umgekehrt wurden Güter im Wert von 36,4 Milliarden Euro importiert.
In die EU-Länder ausserhalb des Euroraums wurden Waren im Wert von 21,7 Milliarden Euro exportiert und 17,5 Milliarden Euro importiert. Bezogen auf den Rest der Welt lagen die Exporte bei 40,1 Milliarden Euro und die Importe bei 30,1 Milliarden Euro. Die Überschüsse waren also ausserhalb der Eurozone sowohl absolut als auch anteilig deutlich höher als innerhalb der Eurozone./tos/bgf/stb
(AWP)