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Allgemeine Informationen zur Lokremise
Ein lebendiges Kulturangebot bereichert eine Stadt und prägt ihre Identität. Wil will als kulturelles Zentrum mit regionaler Ausstrahlung von etablierter bis zu alternativer Kultur vielem Platz bieten. Für den Kulturbetrieb braucht es Infrastruktur: Die ehemalige SBB-Lokremise soll das bestehende Angebot aus Stadtsaal, Tonhalle, Stadtbibliothek, Kunsthalle, Stadtmuseum, Chällertheater und Gare de Lion ergänzen.
Die Lokremise war bis 2008 im Besitz der SBB, mit der sich der Stadtrat auf den Kauf von 3735 Quadratmetern (Lokremise 2245m2, angrenzendes Wohnhaus 244 m2 und Silo-Strasse 1246 m2) für rund 800'000 Franken (Lokremise 500'000.-, Grundstück mit Dreifamilienhaus 300'000.-) geeinigt hat. Im November 2008 beriet das Stadtparlament den Kauf der Lokremise und ihre Nutzung für einen Kulturbetrieb. Mit 27 Ja- zu 7 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen stimmte das Parlament dem Kauf zu. Von den Kosten für nach dem Bahnbetrieb notwendige Rückbau- und Anpassungsarbeiten übernahmen die Stadt Wil 175'000 Franken und die SBB 53'000 Franken.
Zusammen mit dem Kauf hat das Stadtparlament einen Kredit von 387‘000 Franken für bauliche Sofortmassnahmen genehmigt, damit ein provisorischer Betrieb möglich wird. Der Kanton St. Gallen hat Ende 2008 aus dem Lotteriefonds einen Baubeitrag von 155'000 Franken ausgerichtet und einen Beitrag von 75'000 Franken nach Erstellung des definitiven Nutzungskonzeptes zugesichert.
Mit Interessierten wird nach dem Kauf in einer zweiten Phase 2010/11 ein Nutzungs- und Umbaukonzept erarbeitet, so dass der markante Bau zu einem wichtigen städtischen, regional oder sogar überregional bekannten Kulturzentrum werden kann.