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Bernhard Mayer, Pelzhändler, jüdischer Weltbürger, Sammler vieler Menschen und weniger, erstrangiger Bilder
1866-1946, geboren in Laufersweiler am Hunsrück, gestorben in New York
1866-1946, geboren in Laufersweiler am Hunsrück, gestorben in New York
Bernhard Mayer übersiedelte 1890 aus Deutschland nach Brüssel, um 1916 nach Zürich. 1909 kam er durch seine Beziehungen zu Anarchisten, insbesondere zum Arzt Raphael Friedberg, erstmals nach Ascona, wo er sich später ein Haus baute und als erfolgreicher Textilhändler den Kreis um den Monte Verità im grossen Stil unterstützte. Kurz nach seiner Niederlassung in der Schweiz begann er eine kleine Sammlung moderner Kunst aufzubauen, die sich streng auf Hauptwerke höchster Qualität konzentrierte. Der Kern umfasst etwa ein Dutzend Gemälde von Cézanne, Renoir, van Gogh, Picasso, Matisse, Kandinsky und Jawlensky; ein paar als weniger wichtig erachtete Werke von Ensor und Klee wurden bei der zeitbedingten Uebersiedlung der Familie nach Amerika um 1940 veräussert.
Es folgt die Einleitung von Harald Szeemann zur Ausstellung „Die Sammlung Bernhard Mayer“ im Kunsthaus Zürich, 1998. Darin werden, in alphabetischer Reihenfolge widergegeben, folgende Namen genannt, Namen, die im Zusammenhang mit dem Monte Verità stehen und einen direkten Bezug zu Bernhard Mayer hatten: Michail Bakunin, Charlotte Bara, Luigi Bertoni, Martin Buber, Albert Ehrenstein, Dr. Raphael Friedberg, Ernst Frick, Otto Gross, Margarethe Hardegger, Eduard von der Heydt, Fritz Hochwälder, Fritz Jordi, Paul Klee, Pjotr Kropotkin, Gustav Landauer, Else Lasker-Schüler, Errrico Malatesta, Erich Mühsam, Max Nettlau, Domela Nieuwenhuis, Henri Oedenkoven, Christian Rohlfs, Arthur Segal, Ignazio Silone, Emil Szyttia, Heinrich Vogeler.