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Mit 57 Jahren - allein - einmal um die ganze Welt laufen und damit anderen Menschen helfen
Baron von Münchhausen würde vor Neid erblassen, wenn er hören würde, was die Britin Rosie Swale Pope alles über ihren ganz besonderen Lauf erzählt. Der feine Unterschied: Ihre Geschichten sind wahr, seine erfunden.
Ein tragisches Ereignis war der Antrieb zu dieser verrückten Idee. Ihr Mann starb an Krebs. Deshalb lief sie einmal rund um den Erdball. Dabei sammelte sie Geld, um die Krebsfrüherkennung zu fördern, ein Waisenhaus in Russland und weitere karitative Organisationen zu unterstützen.
Rosie Swale Pope wählte für die Strecke nicht den einfachsten Weg. Im Gegenteil! Nach der relativ ungefährlichen und „einfachen“ Tour durch verschiedene Staaten Europas folgte der Lauf quer durch ganz Sibirien.
Es sind Gegenden, die durch die Bücher von Alexander Solschenizyn («Archipel Gulag»), über die stalinistischen Schreckenslager, bekannt wurden. Die Wärme der Menschen Sibiriens, oft Nachfahren von ehemaligen Häftlingen, helfen ihr die Strapazen leichter zu erragen.
Noch weit härter wurde für Rosie Swale Pope der Weg durch Alaska. Hier musste sie bis minus 62° Kälte überstehen.
Nach fünf Jahren, 29 Heiratsanträgen, 20'000 Meilen und 53 Paar durchlaufenen Schuhen kehrte Rosie Swale Pope von ihrer Weltumrundung in ihre Heimat zurück.