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Eierstöcke: Schlüsselrolle bei der Erfüllung des Kindeswunsches
Die Eierstöcke sind ein weibliches, paarweise angelegtes Organ, in dem die Eizellen heranreifen. Jeden Monat stellen sie ein Ei zur Befruchtung bereit, das meist unbefruchtet ausgestossen wird. Die Frau blutet, und damit beginnt ihr Zyklus.
Im Zyklus einer Frau spielen die Eierstöcke eine zentrale Rolle. Foto: SolisImages, iStock, Thinkstock
Die Eierstöcke werden in der Pubertät aktiv. Dann steuert die Hirnanhangdrüse die Bildung von Progesteron und Östrogen und die Follikelreifung in einem der Eierstöcke. Das Eibläschen trennt sich in Hülle und Ei. Das Hüllengewebe wird zum Gelbkörper, schüttet Progesteron aus und stimuliert die Gebärmutter, sich auf die Einnistung des Eis vorzubereiten. Dieses Einnisten findet nur statt, wenn das Ei befruchtet wird. Bei Nichtbefruchtung stirbt der Gelbkörper ab, die Gebärmutter stösst das Ei und etwas Gewebe ab, die Frau blutet.
Die erste Periode, Menarche, bekommt ein junges Mädchen als Teenager, die letzte Menstruation, Menopause, in den Wechseljahren, die etwa in den Fünfzigern stattfindet, doch bei jeder Frau unterschiedlich ausfällt. Das gilt auch für den Zyklusablauf, der in der Regel etwa 25 bis 35 Tage dauert. Normalerweise blutet eine Frau also etwa einmal monatlich.
Eierstöcke: häufige Beschwerden
Zysten und gut- oder bösartige Tumore können den Eisprung, der abwechselnd im rechten und linken Eierstock stattfindet, und die Befruchtungsphase stören. In der Regel werden solche Wucherungen operativ entfernt. Darüber hinaus greifen die komplexen Vorgänge in den Eierstöcken manchmal nicht perfekt ineinander. Häufige Beschwerden sind dann oft vor der Periode spürbar. Sie reichen von Wasserablagerungen im Gewebe über Unterleibsschmerzen und Migräneanfällen bis zu heftiger Übelkeit. Auch der Zyklus-Rhythmus kann gestört sein. Ein unregelmässiger Zyklus hat meist Auswirkungen auf eine geplante Schwangerschaft. Medikamente können dann die Eierstöcke stimulieren und für einen geregelten Eisprung sorgen.
Stimulation der Eierstöcke
«Zur Kontrolle der Eierstockfunktion bestimmen wir zwischen [dem] 3. und 5. Zyklustag (1.Zyklustag = Tag der voll eingesetzten Blutung) einige Hormone im Blut», erklärt Dr. med. Pierre Villars, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Zürich auf seiner Internetseite. Bleiben die Versuche erfolglos, können Eier entnommen, künstlich befruchtet und anschliessend wieder eingesetzt werden.
Social Freezing
Manche Frauen können krankheitsbedingt erst in späteren Lebensjahren eine Schwangerschaft planen. Andere wollen erst beruflich Fuss fassen, bevor sie ein Kind zur Welt bringen. Doch die Eierstöcke büssen jenseits des 30. Lebensjahres Leistungsfähigkeit ein. Auch die Qualität der Eier lässt nach. In solchen Fällen greift das Social Freezing. Frauen mit späterem Kinderwunsch können sich Eizellen entnehmen lassen, die dann eingefroren werden. Die Kosten der künstlichen Befruchtung müssen die Paare selbst übernehmen.