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Der Lektorendienst
Eines der wichtigsten Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils bestand darin, dass es die Liturgie in der Weise erneuerte, dass der Gottesdienst wieder die gemeinsame Feier des ganzen Volkes Gottes ist, angeführt vom Priester.
So heisst es in der Allgemeinen Einführung ins Messebuch: «In der Messe, dem Herrenmahl, wird das Volk Gottes zu einer Gemeinschaft unter dem Vorsitz des Priesters, der Christus in seinem Tun repräsentiert, zusammengerufen, um gemeinsam die Gedächtnisfeier des Herrn zu begehen.»
Die Liturgie als Ganzes ist die Feier der ganzen anwesenden Gemeinschaft.
Zu den Aufgaben des Lektors, der Lektorin, die in der Liturgie von Laien wahrgenommen wird, gehört der Lektorendienst. Der Lektor, die Lektorin ist beauftragt die Lesungen der Heiligen Schrift, mit Ausnahme des Evangeliums, vorzutragen. Bei uns werden auch die Fürbitten, die vom Zelebranten erstellt werden, vom Lektor / Lektorin – allenfalls angepasst – vorgetragen.
Der Lektor, die Lektorin, auch wenn er / sie Laie ist, hat in der Eucharistiefeier eine eigene Aufgabe, die er / sie auch dann ausführen soll, wenn Mitglieder der höheren Weihegarde anwesend sind.
Der Lektorendienst dient nicht nur der Abwechslung und nicht nur der Entlastung des Zelebranten, sondern ist ein eigener und eigentlicher Dienst der Laien im Gottesdienst. Auch die Abgabe der Heiligen Kommunion unterstreicht die Mitwirkung des Laien im Gottesdienst.
Wir sind eine Gruppe von zurzeit sieben Lektor/innen und teilen uns die Aufgabe so, dass jeder, jede ein bis zweimal pro Monat an einem Samstags- oder Sonntags-Gottesdienst zum Einsatz kommt. Dreimal im Jahr treffen wir uns zur Planung des terminlichen Einsatzes. Der Leiter der Gruppe erstellt anhand des Liturgieplanes einen Einsatzvorschlag. Zuvor werden Absenzen- und Einsatzwünsche aufgenommen.
Martin Biegger
E-Mail: <email-pii>