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Esrange, das Raumfahrtzentrum in Nordschweden ist vor allem für den Start von Höhenforschungsraketen und Forschungsballons bekannt. Nun will die Swedish Space Corporation der erste Standort nördlich des Polarkreises sein, der Einrichtungen für den Start von Satelliten in die Umlaufbahn bietet. Die Regierung investiert jetzt in den weiteren Ausbau der Infrastruktur in Esrange. Dies macht Schweden als europäische Weltraumnation einzigartig.
90 Millionen Kronen (8,6 Millionen Euro) wurden von der Regierung bewilligt und kommen zu früheren Investitionen in die Errichtung einer Testanlage in Esrange hinzu. Die von der Regierung im Jahr 2018 vorgelegte nationale Weltraumstrategie betont, dass Esrange eine strategische Ressource für nationale und internationale Forschung und Entwicklung sowie andere weltraumbezogene Aktivitäten ist. Jetzt wird durch die Investition in die Infrastruktur die Möglichkeit weiterentwickelt, kleine Satelliten in die Umlaufbahn im Weltraum zu schicken.
Eine Möglichkeit, kleine Satelliten in die Umlaufbahn zu schicken, würde bedeuten, dass Schweden mit an der Spitze der Entwicklungen im Weltraum stehen wird. Die Investition hat positive Auswirkungen auf Forschung, Innovation, Wirtschaft, in der Region und in Schweden. Satellitenübertragungen sind ein wichtiger Beitrag zur Forschung und zum Wissenszuwachs. Es ist für mehrere Bereiche von zentraler Bedeutung, nicht zuletzt, wenn es um wichtige Initiativen für Klima und Umwelt geht, sagt Matilda Ernkrans, Ministerin für Hochschulbildung und Forschung.
Die Entwicklung einer schwedischen Fähigkeit, Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schicken, wird eine erhöhte internationale Attraktivität für schwedische High-Tech-Operationen und bessere Bedingungen für die schwedische Industrie und Technologieentwicklung schaffen. Für die Region bietet die Investition sowohl direkte als auch indirekte Entwicklungsmöglichkeiten für die Geschäftswelt, einschließlich neuer Arbeitsplätze, sagt der Minister für Handel und Industrie, Ibrahim Baylan.
Es wird erwartet, dass der Markt für den Start von Kleinsatelliten in den nächsten Jahren buchstäblich in die Höhe schießen wird. Während heute etwa 2.000 Satelliten im Orbit sind, wird die Zahl bis 2030 etwa 10.000 bis 12.000 erreichen.
Heiner Kubny, PolarJournal