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Entertainment
Wer Männer am Filmset besser bezahlt als weibliche Kolleginnen, muss auf Schauspieler Benedict Cumberbatch verzichten.
Vergangene Woche hat Benedict Cumberbatch im Interview mit der "Radio Times" verkündet, dass er Filme ablehnen wird, in denen Frauen nicht gleich viel verdienen wie ihre männliche Kollegen. Schliesslich seien die Lohngleichheit und das Mitbestimmungsrecht die Grundsätze des Feminismus, so der 41-jährige Brite. Er fordert andere Männer dazu auf, es ihm gleichzutun: "Fragt, was die Frauen verdienen und sagt: Wenn sie nicht gleich bezahlt werden wie die Männer, mache ich nicht mit."
Ein Blick auf die "Forbes"-Liste der bestbezahlten Schauspieler zeigt, wie stark die Löhne zwischen Männern und Frauen auseinanderklaffen. Oscar-Preisträgerin Emma Stone führt die Liste der Frauen mit 26 Millionen US-Dollar an. Bei ihren männlichen Kollegen herrschen ganz andere Dimensionen: Top-Verdiener Mark Wahlberg sackte 2017 ganze 68 Millionen ein.
Ein Mangel an Frauen hinter den Kameras
Doch nicht nur ungleiche Löhne, auch unverhältnismässig vergebene Jobs sind in der Filmbranche ein Problem. Obwohl Frauen vor der Kamera gut vertreten sind, gibt es wenige, die Filme schreiben, produzieren oder Regie führen. Die Geschichte des Cannes Film Festivals etwa gibt erschreckende Zahlen preis: Seit der Gründung im Jahr 1946 haben gerade mal 82 Regisseurinnen teilgenommen – aber 1866 Regisseure.
Cumberbatch hofft auch hier etwas bewirken zu können. Und zwar mit seiner Produktionsfirma Sunny March, die er mit Adam Ackland führt. Künftig wollen sie mehr Filme produzieren, in denen Frauen an vorderster Front mitwirken. Er sei stolz darauf, dass er und Ackland die einzigen Männer im Unternehmen sind, sagte der Brite im Interview.