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Die Schöpfe der Bisse de Saxon liegt auf 1'850 m.ü.M, wo das Wasser oberhalb von Siviez aus der Printse entnommen wird.
Dort beginnt die Suone, die dann 32 Kilometer weiter bei Saxon endet. Es lässt sich nur erahnen, unter welch grossem Wassermangel die Bewohner dieses Dorfes im Rhonetal litten, dass sie ein solch kühnes Projekt in Angriff nahmen.
Die Arbeiten begannen 1865, wurden allerdings aus technischen Gründen ein erstes Mal und anschliessend aufgrund eines Rechtsstreits, der sich über 10 Jahre in die Länge zog, ein weiteres Male unterbrochen. 1874 nahm man die Arbeiten wieder auf und konnte die Bisse de Saxon bereits zwei Jahre später fertig stellen und in Betrieb nehmen. Bis 1964 wurde sie zur Bewässerung genutzt.
Um diesen langen Kanal zu kontrollieren und sicherzustellen, dass das Wasser stets floss, waren gleich drei Hüter nötig.
Diese Hüter oder Sander lebten in Hütten entlang der Suone. 1999 wurde der Verein «Garde du Bisse» gegründet, der diesen für die Geschichte des Wallis so wichtigen Kanal wieder instand setzte.
WAS SIND SUONEN?
Suonen sind Bewässerungskanäle, die das Wasser der Gletscherbäche zu den Weiden und Anbauflächen leiteten und diese dann bewässerten. Die ältesten Suonen reichen bis ins Mittelalter zurück und zeugen vom unermüdlichen Kampf der Walliser Bauern gegen die Trockenheit. Was die Suonen so besonders macht, ist ihre Bauweise: Die Kanäle mussten an die verschiedenen Reliefs und Umgebungen angepasst werden, wobei eindrückliche Bauwerke entstanden sind – umso mehr, wenn man bedenkt, welche Mittel den Arbeitern früher zur Verfügung standen. Die Suonen der Gemeinde fassen ihr Wasser aus der Printse, dem Bergbach, der durch das ganze Tal fliesst. Von den acht Suonen rund um Nendaz führen sechs noch immer Wasser und werden auch heute noch zur Bewässerung der Wiesen und Felder benötigt.
- Picknickplatz vorhanden
- Panorama / Belvedere
- Sommer, Herbst