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Renaturierungen am Rheinufer zeigen WirkungSchreiben Sie einen Kommentar
Während den 1980er- und 1990er-Jahren wurde ein Grossteil der Rheinufer verbaut. Im Staugebiet des Schaffhauser Kraftwerks waren es gar über 95 Prozent. Seit 2004 renaturiert SH Power mit verschiedenen Projekten das Rheinufer zwischen Gailingen und Flurlingen. Vergangenes Jahr haben die Verantwortlichen eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun vorliegen.
«Wir haben festgestellt, dass die renaturierten Ufer einen hohen Nutzen bieten für alle Wasserlebewesen. Wir haben an den renaturierten Stellen eine x-fach höhere Dichte an Äschenlarven sowie auch an sonstigen Jungfischen», freut sich Benjamin Homberger, Obmann der Begleitgruppe des Ökofonds. In den Jahren seit der Gründung des Ökofonds seien bereits sieben Kilometer des Rheinufers aufgewertet worden, sagt Homberger weiter.
Für die Renaturierung sind teilweise nur geringe Aufwendungen nötig. So würden bereits Holzstämme, die ins Wasser ragen, kleine Buchten, welche die Wassergeschwindigkeit mindern, oder auch Steinhaufen am Uferrand zur Aufwertung beitragen, erklärt Homberger.
An bestimmten Stellen am Ufer entlang wurden in der Vergangenheit Mauern gebaut, die grösstenteils zu Privatgrundstücken gehören. Um die Mauern durch naturnahe Lösungen auszutauschen, müssten die Verantwortlichen das Gespräch mit den Besitzern suchen, sagt Peter Hunziker, Projektleiter des Uferunterhalts. Mit den Studienergebnissen würde die Argumentation hinsichtlich der Entfernung von Ufermauern vereinfacht, sagt Benjamin Homberger.
Weitere Projekte sind bereits geplant. In der Gemeinde Gailingen wird im Verlauf des kommenden Winters eine Uferrenaturierung auf einer Länge von 55 Metern realisiert. Die Gespräche mit den Grundbesitzern seien erfolgreich verlaufen, so Peter Hunziker.
Im Interview mit TELE TOP sprechen die Verantwortlichen über die Renaturierung des Rheinufers: