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Entscheidungskriterien für Screening Progamme
Die Erkrankung soll ein bedeutsames Gesundheitsproblem sein.
Die Biologie, der natürliche Verlauf einer Krankheit von der latenten Phase bis zur manifesten Erkrankung, muss weitgehend verstanden sein.
Die Erkrankung muss eine identifizierbare Frühphase haben.
Die Behandlung im Frühstadium muss wirksamer sein als im Spätstadium.
Es muss einen geeigneten Test für die Entdeckung der Frühphase der Erkrankung geben.
Der Test muss für die Bevölkerung annehmbar sein.
Die Untersuchungsintervalle des Screening Tests muss im vorhinein bekannt sein.
Einrichtungen (Ressourcen) müssen a priori verfügbar sein, die den erhöhten Versorgungsbedarf, der durch bevölkerungsbasierte Screening-Programme anfällt (wie z.B. definitive diagnostische Untersuchungen, Folgebehandlungen), abdecken.
Das Risiko eines mit den Screening-Massnahmen assoziierten physischen und psychischen Schadens muss bewiesenermassen geringer sein als der Nutzen substantielle/moderater Nettonutzen
Die Kosten müssen in einem annehmbaren Verhältnis zum Gesundheitsnutzen des Programms stehen.
Health Belief Modell
Hauptvariabel
Health-Belief-Modell fasst verschiedene Thesen zusammen, von denen die Motivation und die Bereitschaft zur Durchführung krankheitspräventiver Maßnahmen abhängt.
Das Gesundheitsverhalten wird von bewussten Kosten-Nutzen-Überlegungen bestimmt.
Health Belief Modell Bestimmungsgrössen
die Erkennbarkeit des Nutzens und der Effektivität eigenen präventiven Verhaltens
die Bewertung der Gefährlichkeit der Erkrankung
die subjektive Einschätzung der eigenen Krankheitsanfälligkeit (persönliche Gefährdung)
die Wahrnehmung eigener Einschränkungen und Opfer, die durch das präventive Verhalten bedingt sind (Bilanzierung des Nutzens gegenüber den möglichen „Kosten“)
der Glaube an die Effektivität und den Nutzen einer bestimmten Handlung, z. B. medizinische Hilfe
der objektive Schweregrad der Erkrankung
Health Beliefe Modell Vor und Nachteile
erstes Modell, einblich in die Entscheidungsfindung, keine soziale, ökonomische und institutionelle Faktoren, kaum empirische Evidenz
Transitorisches modell Hauptvariabel
Das von Prochaska / di Clemente entwickelte Modell basiert auf der Annahme, dass Änderungsprozesse mehrere qualitativ unterschiedliche und sukzessive aufeinander aufbauende Stufen durchlaufen.
Transtheoretisches Modell sechs Stadien
Im Absichtslosigkeitsstadium („Precontemplation“) haben Personen keine Absicht, ein problematisches Verhalten zu verändern.
Im Absichtsbildungsstadium („Contemplation“) haben Personen die Absicht, irgendwann das problematische Verhalten zu verändern.
Im Vorbereitungsstadium („Preparation“) planen Personen konkret, ihr problematisches Verhalten zu ändern und unternehmen erste Schritte in Richtung einer Verhaltensänderung.
Im Handlungsstadium („Action“) vollziehen Personen eine Verhaltensänderung.
Im Aufrechterhaltungsstadium („Maintenance“) haben Personen seit einem längeren Zeitraum das problematische Verhalten aufgegeben.
Im Abschlussstadium („Termination“) ist das alte Verhalten dauerhaft aufgegeben, das neue Verhalten ist verinnerlicht und wird aufrechterhalten.
Self-efficacy Modell Hauptvariabel
SWE bezeichnet die Erwartung einer Person, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können.
Self Efficacy Konzept Aufbau
Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas bewirken und auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat demnach eine hohe SWE.
Eine Komponente der SWE ist die Annahme, man könne als Person gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen (internaler locus-of-control), statt äußere Umstände, andere Personen, Zufall, Glück und andere unkontrollierbare Faktoren als ursächlich anzusehen.
Untersuchungen zeigen, dass Personen mit einem starken Glauben an die eigene Kompetenz größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen und Depression und mehr Erfolge in Ausbildung und Berufsleben aufweisen.
SWE und Handlungsergebnisse wirken oft zirkulär: Eine hohe SWE führt zu hohen Ansprüchen an die eigene Person, weshalb man eher anspruchsvolle, schwierige Herausforderungen sucht. Eine gute Leistung bei diesen Herausforderungen führt dann wieder zur Bestätigung bzw. Erhöhung der eigenen SWE.