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Rezital mit Isabel Villanueva (Viola) und François Dumont (Klavier)
Und dies in einem Programm von ganz eigenem, ausgesuchtem Profil. Ohne die zweite der beiden späten Klarinettensonaten von Johannes Brahms, die der Komponist eigenhändig für die Bratsche einrichtete, geht es nicht; zu Recht gehört das Stück zum Standardrepertoire. Weniger bekannt ist die Bratschensonate von Paul Hindemith: ein frühes Werk des Komponisten, das herrlich singt. Hindemith stellt die Schönheiten des Instruments in aller Pracht aus – kein Wunder, der Komponist war Bratscher. Genau gleich wie die Amerikanerin Rebecca Clarke, die als weitherum geschätzte Bratscherin in ihrer ebenfalls 1919 entstandenen Sonate für ihr Instrument aus dem Vollen schöpft. Und die Bratsche in spätromantischem Überschwang prunken lässt.
Das Programm im Detail
Rebecca Clarke (1886-1979)
Sonate für Viola und Klavier (1919)
- Impetuoso
- Vivace
- Adagio – Allegro
Paul Hindemith (1895-1963)
Sonate für Viola und Klavier op. 11 Nr. 4 (1919)
- Fantasie. Ruhig
- Thema mit Variationen
- Finale (mit Variationen) [sic]
Johannes Brahms (1833-1897)
Sonate für Viola und Klavier in Es-Dur op. 120 Nr. 2
- Allegro amabile
- Allegro appassionato
- Andante con moto – Allegro
Die Künstler
Isabel Villanueva
Die 1988 in Pamplona geborene Bratschistin tritt mit Orchestern in aller Welt auf und gibt Konzerte in Europa und Lateinamerika, im Libanon, in der Türkei, im Iran und in China. Sie hat zahlreiche Werke für ihr Instrument uraufgeführt und mit Sofia Gubaidulina, György Kurtág, Mauricio Sotelo, José Zárate und anderen Komponisten zusammengearbeitet. Villanueva musizierte mit der Flamenco-Sängerin Rocío Márquez und dem Jazzpianisten Moisés P. Sánchez. Gemeinsam mit dem Choreographen Antonio Ruz kreierte sie ein Bühnenwerk zwischen klassischer Musik und zeitgenössischem Tanz. Villanueva erhielt 2015 den «Premio El Ojo Crítico» des spanischen Rundfunks und 2019 den Kulturpreis der Comunidad de Madrid. Ihre Debut-CD Bohèmes (zusammen mit François Dumont) wurde in Spanien als «bestes klassisches Album des Jahres 2018» ausgezeichnet. Seit 2022 lehrt sie als Professorin am Royal College of Music in London.
www.isabelvillanueva.com
François Dumont
Der französische Pianist, geboren 1985 in Lyon, gewann nach seinem Studium am Pariser Conservatoire den «Concours International de Musique Jean Françaix» und war Preisträger des «Concours Reine Elisabeth» 2007 in Brüssel, des «Concours Clara Haskil» 2009 in Vevey und des Chopin-Wettbewerbs 2010 in Warschau. François Dumont spielte als Solist mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Prager Kammerorchester, dem Cleveland Orchestra, dem Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia und vielen anderen mehr. Der Pianist war beim Festival de la Roque d’Anthéron zu erleben, bei der Folle Journée de Nantes, beim Festival Radio France Occitanie Montpellier und beim Festival Besançon Franche-Comté. Dumont nahm gemeinsam mit dem Dirigenten Leonard Slatkin und dem Orchestre National de Lyon die beiden Klavierkonzerte von Maurice Ravel auf. Zuletzt erschien sein Album mit den Balladen und Impromptus von Chopin.
www.francoisdumont.com
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