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Berührungspunkte mit der Geologie sind nicht nur auf Bergwanderungen sondern auch im täglichen Leben vorhanden: Das Gefährdungspotential durch gravitative Naturgefahren (wie beispielsweise Erdrutsche oder Murgänge) ist oftmals abhängig von der geologischen Einheit. Um grosse Umweltschäden zu vermeiden, sind Kenntnisse des geologischen Untergrunds für Bauprojekte wie Gebäude, Strassen oder Tunnel unerlässlich. Ausserdem sind essentielle Grundwasser- und Rohstoffvorkommen an bestimmte geologische Gegebenheiten gebunden.
Der Kanton Aargau lässt sich grob in zwei geologische Einheiten einteilen: Das Juragebirge sowie das Molassebecken.
Im Juragebirge ist eine mesozoische, 200 bis 66 Millionen Jahren alte, marine Schichtfolge aufgeschlossen. In der letzten Phase der Alpenbildung kam es durch den Druck der afrikanischen Kontinentalplatte nach Norden zu einer entlastenden Auffaltung im heutigen Juragebiet (Fernschubhypothese). Typische Jura-Gesteine sind: Kalke, Mergel und Tonsteine.
Das mittelländische Molassebecken entstand in der Endphase der Alpenbildung, als sich die europäische Kontinentalplatte unter der Last des aufliegenden Gebirgskörpers herabbog. Das Becken wurde anschliessend vorwiegend mit Verwitterungsschutt der Alpen wieder aufgefüllt und war zeitweise von kleineren Meeresarmen überflutet worden. Typische Molasse-Gesteine sind: Nagelfluh, Sandstein, Tonstein und Mergel.
Im Quartär (seit 2.6 Millionen Jahren) prägten die Eiszeiten die Aargauer Landschaft massgeblich. Landschaftsformen wie Moränen, Drumlins, Rundhöcker, Toteisseen oder grosse Findlinge zeugen noch heute von der Anwesenheit des Eises.