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Franz Philipp Graf von Lamberg (1791-1848)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1849. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär in ordenbehangener Uniform mit Umhang. Lamberg war vorerst im k.k. Ulanenregiment und diente während zwei Jahren bei der französischen Armee. Im Anschluss stieg er über sämtliche Ränge auf und wurde 1842 k.u.k. Feldmarschall-Leutnant. 1848 sollte Lamberg als Oberbefehlshaber aller Truppen in Ungarn dafür sorgen, dass die dortigen Unruhen beendet werden. Doch wurde es ihm verweigert, das Kommando zu übernehmen. Als Lamberg am 28. September 1848 in Pest eintraf, wurde er auf offener Strasse von einer aufgewühlten Menschenmenge ermordet.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die mit (1)849 datierte Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.
Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist sehr gut. Einige altersbedingte Stockflecken im Papier sind auszumachen.
Lichtmasse: 42x30cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 210.00Preis