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Berner Zweig
von Bendicht 1807 bis Friedrich 1900
Bendicht 1807-79
ist am 3. Oktober 1807 auf dem Ferenberg geboren. Im Alter von 6 Jahren verlor er seine Mutter Maria und noch vor seinem 15. Geburtstag, 1822 starb auch sein Vater Hans Ueli. Anna, die ältere Schwester, heiratete in diesem Jahr Niklaus Gfeller aus Vechigen. Der «wohlachtbare Bendicht Kunz auf dem Feld bey Ferenberg», aus der Familie seiner Grossmutter Elsbeth (1742), wird sein Vogt (Vormund). Bendicht absolviert eine Leinenweberlehre auf der Dählen in der Gemeinde Stettlen.
In Kirchberg heiratet er am 3. März 1837 Magdalena Bürki von Worb. Sie ziehen nach Wichtrach, wo ihr einziges Kind Johann Friedrich auf die Welt kommt. In Niederwichtrach wird er Tuchhändler. Aus den «Fertigungs Verhandlungen des Einwohnergemeinderates von Bolligen» vom 19. August 1865 ist ersichtlich, dass Bendicht der Vogt von seinem eigenen Sohn war: «Das eingelangte Jahrgebungsgesuch von Herrn Bendicht Aerni, von hier, Negotiant zu Niederwichtrach, für seinen einzigen Sohn, Johann Friedrich Aerni, vom 19. August abhie, zu empfehlen erkannt. Die Passation der eingesandten Vogts Rechnung des Erstern für den Leztern hingegen wurde verschoben, um dieselbe im Entsprechungsfalle dann als Schlussrechnung passieren zu können».
Am 14. April 1879 stirbt Bendicht im Alter von 72 Jahren in Hinterwichtrach.
ganz oben Porträt von Bendicht – Lederner Feuerwehreimer von Bendichtmit Aufschrift: Bendicht Aernj, ...mmer, Weynm(onat) 1843. – Mehr über die prächtigen Taufscheine und anderen Dokumente von Bendicht im Spezialkapitel «Bendicht Aerni»
Johann Friedrich 1844-83
ist am 21. Juli 1844 in Wichtrach auf die Welt gekommen. In Langenthal heiratet er am 17. November 1865 Louise Weber von Menzikon AG. Von ihren sechs Kindern sind die drei ersten, Johann Friedrich, Rosa Luise und Elisa Fanny, in Reinach geboren, Flora Hermina, Friedrich Hermann und Louise in Hinterwichtrach. Aus den «Fertigungs Verhandlungen des Einwohnergemeinde-
rates von Bolligen» vom 19. Dez. 1868 ist zu entnehmen: «Für Johann Friedrich Aerni, Bendichts, von hier, in Menziken, wurde das verlangte Zeugnis zur Auswirkung einer Niederlassungsbewilligung erkennt». Im April 1881 erwirbt Johann Friedrich für den Kaufpreis von Fr. 2166.– den «dritten Theil» eines Heimwesens beim Neuhaus im Ittigenviertel mit Speicher, Hausbrunnen, Garten, Hofstatt und Fruchtbäumen, die Zangenweid und das Holzrecht im Mannenberg. «Dazu gehört ein Vierthel Antheil an sogenannten Seidenbäumen auf dem Erdreich des Jakob Wegmüller zu Ostermundigen». Am 12. März 1883 kauft er zusammen mit Andreas Trösch die andere Hälfte der Liegenschaft ab. Nur drei Monate nach dem Liegenschafts-erwerb in Ittigen stirbt Johann Friedrich am 26. Juni 1883 in Wichtrach. Sein Handelsgeschäft war fruchtbar, er hinterlässt seiner Familie ein reines Vermögen von 54’517.– Franken.
Bilder: Johann Friedrich als 16-jähriger im Konfirmationsanzug abgebildet. Dieses «Museumsstück» aus dem Jahre 1860 ist eine Daguerreotypie: Original-Glas-Negativ mit schwarzer Farbe hinterlegt, damit beim Betrachten ein Positiv-Effekt entsteht.
Impfschein. «Es wird hiemit bezeugt, dass Friedrich Aerni, geboren Anno 1844 von Bolligen, wohnhaft zu Wichtrach, im Jahre 1855 mit Erfolg geimpft worden sei. Münsingen, den 23. April 1855, Der Kreisimpfarzt»
Johann Friedrich
1885 – 1928
st am 3. Oktober 1865 in Reinach geboren. Seine Laufbahn begann er 1891 als Notar und wurde 1902 Gerichtspräsident von Belp. Als Regierungsstatthalter des Amtes Seftigen residierte er im Schloss Belp. Mit 31 Jahren heiratete er in Erlach am 10. August 1896 Ida Kocher (die Schwester des Ehemanns von Louise) von Büren an der Aare. Alle ihre drei Kinder, Gertrud, Friedrich und Hedwig, sind in Belp auf die Welt gekommen. Im Alter von 36 Jahren starb Ida in Belp am 25. Juli 1910. Im Militär erreichte Johann Friedrich den Rang eines Inf. Oberstleutnant. Am 12. März 1919 begann vor dem Divisionsgericht 3 der umstrittene «Landesstreik-Prozess» gegen die Mitglieder des Oltener Aktions-
komitees, wo «Fritz Aerni» als Ranghöchster Offi-zier dem Gericht angehörte. Johann Friedrich starb in Belp am 10. 2. 1928.
Bild nach ach einer Skizze von Hanny Bay aus dem Band II «Der Landesstreickprozess gegen die Mitglieder des Oltener Aktionskomitees». Bildlegende: Fritz Aerni, Gerichtspräsident, Belp
Links: Schloss Belp.
Sitz des Regierungsstatthalters und Gerichtspräsidenten des Amtsbezirkes Seftigen.
Louise (1878), Flora Hermina (1873), Elisa Fanny (1867), Rosa Luisa (1866)
Rosa Luisa getauft am 28. Oktober 1866 in Reinach, heiratet am 15. September 1886 Gottfried Kupferschmied von Sumiswald. Sie wohnten in Bern, wo er eine Carrosserie-Werkstatt an der Erlachstrasse führte.
Elisa Fanny getauft am 1. Dezember 1867 in Reinach, heiratet in Oberwichtrach am 5. Juni 1889 Johann Alexander Maurer von Wyl. Ihr Mann
stirbt 1 Jahr nach der Heirat. Elisa Fanny übernimmt später einen Laden im Brückfeldquartier an der Mittelstrasse
mit Comestibel in Bern.
Flora Hermina geboren am 27. Mai 1873 in Wichtrach, heiratet in Bern am 9. Mai 1895 den späteren Spenglermeister Jakob Meier von Mönthal.
Louise geboren am 2. März 1878 in Hinderwichtrach, heiratet in Eggiwil am 20. Oktober 1902 den Pfarrer
Friedrich Kocher von Büren a.A. Sie wohnten zuerst in Eggiwil und später in Köniz.
Kirche in Wichtrach gezeichnet von Hermann Aerni im August 1897
Gertrud, Tochter von Johann Friedrich (1865) und Ida Kocher, ist am 7. Januar 1899 in Belp geboren. Mit 11 Jahren hat Gertrud ihre Mutter verloren. Am 11. Oktober 1922 heiratet sie den Sekundarlehrer Emil Würsten von Saanen und sie lassen sich in Boltingen im Simmental nieder. Nach einem Jahr (1923) starb ihr Mann und sie kam mit dem Kind zum Vater Johann Friedrich nach Belp zurück. Gertruds Bruder Friedrich (1900) war Götti von ihrem Sohn Hans Ulrich Würsten (18.09. 1923), der später Verwaltungsbeamter wurde.
Hedwig ist am 5. Juni 1905 in Belp als drittes Kind von Johann Friedrich (1865) und Ida Kocher geboren. Im Alter von 5 Jahren hat sie ihre Mutter verloren. Sie ist zusammen mit ihrer älterer Schwester Gertrud und ihrem Bruder Friedrich im Schloss Belp aufgewachsen. Am 22. Juni 1931 heiratet
sie in Worb Samuel Klopfenstein von Adelboden. Er war Amtsschreiber in
Friedrich
ist am 13. September 1900 in Belp geboren und aufgewachsen. Er studierte an der ETH in Zürich und wurde schlussendlich Oberförster in Riggisberg. Im Jahre 1938 erwirbt er das Burgerrecht der Stadt Bern bei der Zunftgesellschaft zu Schmieden.
Friedrich als Student
Lena Felicitas
von Erlach.
Im November 1937 heiratet er in Muri bei Bern die Bernburgerin
Lena Felicitas von Erlach.
Ihre fünf Kinder, Hans Rudolf Friedrich, Michael Ulrich,Christine Elisabeth, Friedrich Emanuel und Susanne Felicitas sind alle in Riggisberg auf die Welt gekommen.
Seine Frau Lena Felicitas, der gute Geist der Familie, ist traditionsbewusst und voller Unternehmungs-
lust. Früher übersetzte sie Bücher aus dem Französischen ins Deutsche, war lange Jahre Vize-Präsidentin der Schweizerischen Trachtenvereinigung und lebt heute in der Stadt Bern.
Beim Erwerb des Burgerrechts der Stadt Bern
musste sich Fritz ein eigenes Familienwappen zulegen.
1955 wird er zum kantonalen Forstmeister des Mittellandes nach Bern gewählt. Friedrich war sehr zuverlässig und pflichtbewusst.
Im Militär wirkte er zuletzt als Geniechef des 1. Armeekorps.
Im November 1937 heiratet er in Muri bei Bern die Bernburgerin Lena Felicitas von Erlach. Ihre fünf Kinder, Hans Rudolf Friedrich, Michael Ulrich,Christine Elisabeth, Friedrich Emanuel und Susanne Felicitas sind alle in Riggisberg auf die Welt gekommen.
Bismarck
Gräfin Amalie Julie von Bismarck, geborene Thibaut
Zweite Ehefrau von Friedrich Willhelm von Bismarck
und ihr Bruder
Wille
General Ulrich Wille
Gräfin Constanza Maria Amalia Clara Wille
geb. Bismarck
Schwarzenbach
Renée Schwarzenbach, geborene Wille
Alfred Schwarzenbach
von Erlach
Amalie Elisabeth Henriette Klara geb. Wille,
Mutter von Felicitas und Sigmund Friedrich von Erlch
Bismarck
Friedrich Wilhelm Graf von Bismarck (* 28. Juli 1783 in Windheim in Westfalen; † 18. Juni 1860 in Konstanz) war ein württembergischer Generalleutnant, Diplomat und Militärschriftsteller. Friedrich Wilhelm entstammte dem rheinischen Zweig der Schönhausener Linie des Geschlechts Bismarck. Er kam bereits 1796 als Kornett in hannoversche und 1803 in nassauische Dienste. 1804 trat er in die King’s German Legion ein, die er jedoch 1807 infolge eines Duells wieder verließ. Anschließend trat er in die württembergische Kavallerie ein und heiratete am 7. September 1807 in einer heimlichen Vermählung in Frankfurt die Tochter des Herzogs von Nassau-Usingen, Augusta Amalia (1778–1846), geschiedene Landgräfin von Hessen-Homburg. Da die Verbindung von Seiten des Hauses Nassau als unstandesgemäß angesehen wurde, konnte das Paar vorerst nicht zusammen leben.
In zweiter Ehe (Heirat: 5. April 1848) war Bismarck mit der vormaligen Kammerzofe seiner ersten Frau, Amalie Julie Thibaut (* 4. Juli 1824 in Steinbach bei Baden-Baden; † 6. September 1918 in Mariafeld am Zürichsee), verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, August Wilhelm Julius Graf von Bismarck (1849–1920) und Clara Gräfin von Bismarck (1851–1946), die den späteren General der Schweizer Armee, Ulrich Wille (1848–1925) heiratete (die Linie Wille lebt weiterhin in der Schweiz). Der junge Graf August wurde später Husarenoffizier, Herrenreiter sowie Pferdezüchter und bewirtschaftete „Gut Lilienhof“ im Breisgau. Er war der letzte Nachkomme im Mannesstamm dieser Linie der Bismarcks.
Wille
Ulrich Wille (* 5. April 1848 als Conrad Ulrich Sigmund Wille in Hamburg; † 31. Jan. 1925
in Meilen ZH) war General der Schweizer Armee während des Ersten Weltkriegs.
Wille war mit der deutschen Gräfin Clara von Bismarck (1851–1946), der Tochter von Friedrich Wilhelm Graf von Bismarck und Schwester des Offiziers und Pferdezüchters August Graf von Bismarck, verheiratet. Sie hatten zwei Töchter und drei Söhne, von denen der hitlerfreundliche Ulrich Wille junior ebenfalls Korpskommandant wurde. Eine seiner Töchter war die Pferdesportlerin and Amateur-Fotografin Renée Schwarzenbach-Wille. Sie war die Mutter seiner Enkelin, der Schriftstellerin und Reisejournalistin Annemarie Schwarzenbach, einer Freundin von Erika und Klaus Mann. Wille wohnte im Landgut Mariafeld an der (heutigen) General-Wille-Strasse 165 in Meilen. (Bild: Wikipedia)
Clara Constanze Maria Amalie Wille (geb. Gräfin von Bismarck), 1851 - 1946
Clara Constanze Maria Amalie Wille (geb. Gräfin von Bismarck) ist geboren worden am Tag Monat 1851, in Geburtsort, zu Friedrich Wilhelm von Bismarck (geb. Graf von Bismarck) und Amalie Julie von Bismarck (geb. Thibaut).
Sigmund Friedrich von Erlach