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Gemeindegebiet umfasst den Bergsporn zwischen der Vereinigung der
Vallée d'Hérens mit dem
Rhonethal und reicht von 750 m
Höhe bis zur
Crête de Thyon (2200 m) und zur
Éperollaz (2430 m) hinauf.
Ob der Kulturzone erstrecken sich zwischen 1300 und 1950 m
die prachtvollen Waldungen, die die
Mayens de Sion beherrschen und von der schönen Alpweide von
Thyon
trennen. Das Gebiet von Vex wird durch drei grosse Bewässerungskanäle befruchtet, von denen der sog.
Bisse de Vex sein
Wasser
hinten
im Thal von
Nendaz der Prinze entnimmt, während die beiden andern sich von der
Dixence abzweigen. Vex gehörte ursprünglich
zum Gebiet des Stiftes
Sitten, das im Eringerthal viele Hoheitsrechte hatte. Urkundliche Namensformen:
um 1200
Vies, Ves, Voes und Veiz; 1239-1250 Vico; 1302-1380 Vex. Der Name dürfte sich vom latein. vicus = Dorf herleiten.
Fund eines Schalensteines, eines Bronzedolches und einer römischen Nadel.
Reform.
Kapelle. Pflanzschule von amerikanischen Weinstöcken. Veyrier hat ein zu unbekannter
Zeit erstelltes
Schloss, das 1769 umgebaut wurde und heute zu einem Gasthaus eingerichtet ist. Zur Zeit
von Viktor Amadeus III. war das
Schloss vom
Grafen von Veyrier bewohnt, der hier die von der Badekur in Amphion (im Chablais)
zurückkehrenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen
Hauses zu bewirten pflegte. Als letzte
Zeugen einstiger Seidenraupenzucht
sieht man hie und da noch einige Maulbeerbäume.
Kiesgruben und
Brüche
auf Bausteine. Ueberreste von Römerbauten. Im 16. Jahrhundert bildete Veyrier einen Teil der Vogtei
Thonon, die von den Bernern 1536 erobert worden war. 1567 kam das Dorf an den Herzog von Savoyen zurück, doch wurde noch
bis 1598 reformierter Gottesdienst gefeiert. ImTuriner Vertrag von 1816 kam Veyrier sodann zu Genf.
In der
Umgebung hat man (ausschliesslich auf französischem Boden) zahlreiche und bedeutungsvolle Funde aus der Vorzeit gemacht.
Dahin gehört die sog. Rentierstation von Veyrier, die sich in halber
Höhe des Petit Salève in der im Land als «Caverne
des faux Monnayeurs» bekannten
Höhle vorfand. Urkundliche Namensformen: 1201 Vayrier;
1257 Voyriey;
im 14. Jahrhundert
Vairie;
1650 Veyry;
1817 Veiri. Vom latein. fundum Variacum = «Landgut eines Varius» herzuleiten.
(Kt. Waadt,
Bez. Vevey).
442 m. Gem. und Dorf, auf dem Schuttkegel der
Veraye nach ihrem Austritt aus dem
gleichnamigen Thälchen 69 m ob dem
Genfersee gelegen; am NW.-Fuss des Mont
Sonchaux und 2,8 km n.
Villeneuve. Station der Simplonbahn
und der elektrischen Strassenbahn
Vevey-Villeneuve. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Chillon und
Grandchamp: 73
Häuser, 625 reform.
Ew.; Dorf: 57
Häuser, 475 Ew. Kirchgemeinde
Montreux. Die drei Gemeinden Veytaux,
Le Châtelard und
Les Planches
bilden zusammen das unter dem Namen
Montreux bekannte grosse Fremdenzentrum. Die sehr geschützte Lage begünstigt die Entwicklung
einer fast südlichen Vegetation und zieht auch ziemlich viele Fremde an, denen mehrere Hotels und Pensionen zur Verfügung
stehen. 1908 zählte die Gemeinde an die 1200 Ew. Am Seeufer und am Hang zwischen
See und Dorf stehen
einige schöne Landhäuser (La Mouette etc.).
An der
Tornettaz oder Torrettaz genannten Stelle befand sich wahrscheinlich
ein fester
Turm, der ohne Zweifel zum Verteidigungssystem von
Chillon gehörte, ins Wappen von Veytaux aufgenommen wurde und
dem
Ort vielleicht auch seinen Namen gegeben hat.
Gräber aus der Bronze- und Eisenzeit, sowie aus der
Zeit der Völkerwanderung.
420 m. Pfarrdorf auf einer Anhöhe links über dem
Genfersee
und 5,5 km nö. Genf.
Station der elektrischen Bahnen von Genf
nach Douvaine und nach
Hermance.
Postbureau, Telegraph,
Telephon Postwagen Vézenaz-Gy. 53
Häuser, 397 zur Mehrzahl kathol. Ew. Die Reformierten sind nach
Vandœuvres eingepfarrt.
Weinbau. Werkzeugfabrik. In der Nähe des Dorfes hat man ein vorgeschichtliches Gräberfeld aufgedeckt.
Oben im Dorf steht
die sog. Commanderie de Vézenaz, ein altes
Schloss, dessen
Turm vor kurzem ziemlich ungeschickt restauriert worden
ist.
Hier wurde am der neapolitanische Geschichtschreiber Pietro
¶
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Giannone verhaftet, der wegen seiner durch einen gewissen Gastaldi, «chef des
gardes du sel de la brigade de Vézenaz», ins französische übersetzten Histoire civile du royaume de Naples exkommuniziert
und geächtet worden war.