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Die Intensität ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in Training und Wettkampf. Sie beschreibt das Ausmass an psychologischen und physiologischen Veränderungen die Athleten:innen bei sportlichen Tätigkeiten erfahren. Häufig werden in diesem Zusammenhang Begriffe wie Erregung, Nervosität, Lampenfieber oder Angst verwendet, um diese Veränderungen des psycho-physischen Zustands zu beschreiben.
Wir verwenden den Begriff Intensität aus den von Aaronson und Taylor (2020) genannten Gründen. Zum einen ist Angst negativ bewertet und Erregung ruft häufig andere, ablenkende Vorstellungen hervor.
Eine Veränderung physiologischer Erfolgsfaktoren nehmen Athleten:innen anhand von unterschiedlichen Körpereigenschaften wahr. Methoden des Biofeedbacks nutzen ebenso diese Eigenschaften.
Die Intensität liegt zwischen zwei Extremwerten. Eine geringe Intensität ist ein sehr entspannter psycho-physischer Zustand wie im Schlaf. Extreme Angst hingegen ist eine sehr Hohe. Das optimale oder leistungsförderliche Niveau für eine bestimmte Tätigkeit, liegt irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Dieser Zusammenhang zwischen Leistung und Intensität kann mit der von Yerkes und Dodsen (1908) eingeführten umgekehrten U- Funktion veranschaulicht werden.
Unterschiedliche Faktoren beeinflussen, welche Intensität für eine optimale Handlungsregulation notwendig ist. Einerseits bestimmen die objektiven Leistungsanforderungen der Sportart, welches Niveau optimal für Bestleistungen ist. Im Stabhochsprung, Gewichtheben oder Sprint wird eine höhere Intensität benötigt als beim Bogenschiessen oder Langstreckenlauf. Andererseits sind die subjektiven Voraussetzungen und Vorlieben zu berücksichtigen. Manche Athleten:innen können Topresultate in sehr entspannten Zustand erbringen, andere brauchen eine sehr hohe Intensität.
Der Schlüssel zum erfolgreichen Umgang mit den physiologischen Zustandsänderungen während sportlicher Aktivitäten ist eine verbesserte Selbstwahrnehmung. Denn beeinflussen können wir nur das, was wir auch wahrgenommen haben. Stellen wir eine Beziehung zwischen diesen Wahrnehmungen und unseren Leistungen her, wird sichtbar, welche Merkmale unser psycho-physischer Zustand haben sollte um Bestleistungen zu erbringen.
Es bildet sich die Einstellung, dass Nervosität, erhöhter Puls, ein «roter Kopf» oder andere Erscheinungen eben nichts Schlechtes sind, so dass man seine Energie nicht im den blinden Kampf gegen Windmühlen vergeudet.