Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3132

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Japan hat am Mittwoch eines der schwersten regionalen Erdbeben der vergangenen Jahre glimpflich überstanden. Das Beben der Stärke 7,3 ereignete sich um 11.45 Uhr (Ortszeit) vor der Nordost-Küste und liess noch in der 430 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio Gebäude schwanken.
Der Erdbebenherd, das so genannte Hypozentrum, lag etwa 150 Kilometer vor der Hauptinsel Honshu, nur zehn Kilometer unter dem Meeresboden im Pazifik, wie die Behörden mitteilten. Schäden oder Opfer gab es nach Angaben der Polizei nicht.
Eine im nordöstlichen Hafen Ofunato beobachtete Flutwelle von 60 Zentimetern Höhe veranlasste die Behörden, rund 5500 Küstenbewohner aufzufordern, sich in Sicherheit zu bringen. Später wurde die Tsunami-Warnung für die nordöstliche Pazifikküste des Inselreiches jedoch wieder aufgehoben.
AKW nicht beschädigt
Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge in der Erdbebenregion stoppten, setzten dann aber ihre Fahrt wieder fort. Die Atomkraftwerksbetreiber Tokyo Electric und Tohoku Electric teilten mit, ihre Anlagen in den Präfekturen Aomori, Miyagi und Fukushima seien nicht beschädigt worden.
Die Japanischen Inseln liegen auf dem so genannten Pazifischen Feuerring", eine der seismisch aktivsten Erdregionen. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschliesst, stossen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander.
Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstösse in Japan keine Seltenheit sind. Der Grossraum Tokio, mit seinen mehr als 30 Millionen Einwohnern die am dichtest besiedelte urbane Region der Welt, gilt als besonders gefährdet.
Warten auf den "Big One"
Mitte 2005 wurde Tokio von einem ähnlich schweren Erdbeben erschüttert. Damals hatte das Beben eine Stärke von 6,0. Es gab nur wenige Verletzte und keine grösseren Sachschäden. Das Beben galt als das stärkste seit 13 Jahren.
Japanische Wissenschaftler rechnen damit, dass die Region Tokio in den kommenden 30 Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent von einem besonders starken Beben, einem so genannten "Big One", heimgesucht wird.
SDA-ATS