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Das Thema der steuerlichen Abziehbarkeit von Geldstrafen und Geldbussen ist aufgrund verschiedener Entwicklungen von aktueller Relevanz. Die Relevanz erwächst insbesondere aus dem Umstand, dass die Sanktionen immer höher bemessen werden. Exemplarisch hierfür stehen die Kartellgeldbussen, die von der EU-Kommission verhängt werden. Der Umfang dieser Geldbussen hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Aber auch die im In- und Ausland verhängten Sanktionen gegen Unternehmen steigen kontinuierlich. Diese für die Wirtschaft im Allgemeinen zunehmende Relevanz von Sanktionen führt gleichzeitig zu der Frage, wie die Zahlungen solcher Geldbussen und Geldstrafen steuerrechtlich zu behandeln sind. Für die Beantwortung dieser Frage befasst sich die Arbeit neben der Darstellung der historischen Entwicklung der Abziehbarkeit von Geldstrafen und Geldbussen und einer vertieften verfassungsrechtlichen Prüfung der gesetzlichen Abzugsverbote für Geldstrafen und Geldbussen ausführlich mit den aktuellen Problemfällen der Anwendung dieser gesetzlichen Abzugsverbote. Bei diesen Problemfällen handelt es sich um die Abziehbarkeit von ausländischen Sanktionen, die Abziehbarkeit von EU-Kartellgeldbussen und die steuerliche Behandlung der Erstattung von Sanktionen durch Dritte.