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Premiere-Sieg für Keller – Neff wird Fünfte
Beim Cross-Country-Weltcup in Snowshoe (USA) gelang Alessandra Keller der erste Weltcupsieg einer Schweizerin seit vier Jahren.
Für die 26-jährige Nidwaldnerin war es der erste Weltcuperfolg über die olympische Distanz. Für die Schweiz, die an den Olympischen Spielen 2021 einen Dreifachsieg feierte, war es der erste Triumph seit August 2018. Damals hatte Jolanda Neff ihr zwölftes Weltcuprennen gewonnen.
In Snowshoe, wo einige Favoritinnen fehlten, lief es schnell auf ein Duell zwischen der Schwedin und Keller hinaus. Die Strecke war von Beginn an nass, während des Rennens setzte Regen ein, was die Angelegenheit schwammig machte. In der letzten Runde stürzte Rissveds im nassen Gras, was Keller nutzte, um sich entscheidend abzusetzen. In den sechs Runden zuvor war es meist die Nidwaldnerin gewesen, die immer wieder die Lücke zur technisch starken Rissveds schliessen musste. Umso beeindruckender, dass die Fahrerin von Ralph Näfs Thömus-Team auf 1500 m Meereshöhe noch genügend Kraftreserven hatte, um sich deutlich abzusetzen.
Den dritten Rang holte die Niederländerin Anne Terpstra, die damit die Weltcupführung von der nicht auf Touren kommenden Rebecca McConnell aus Australien übernahm.
Jolanda Neff: Nicht in Topform, aber Formkurve stimmt
Die 29-jährige Jolanda Neff aus Thal musste sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison nach einem krankheitsbedingten Rückfall zurückkämpfen. Mit dem fünften Platz zeigte sie, dass die Formkurve vor den Grossanlässen in die gewünschte Richtung verläuft. Allerdings verlief das Rennen wie eigentlich immer in dieser Saison: Neff setzte sich zu Beginn in die Spitzengruppe, hatte in der zweiten Runde einen Rückschlag und machte in den letzten Runden wieder einige Plätze gut. Ein, zwei Rennen wird soe wohl noch benötigen, um in Topform zu kommen. Wenn Neff gesund bleibt, könnte der Fahrplan für die WM Ende August in Les Gets stimmen – dort, wo Neff letztmals im Weltcup triumphiert hat.