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Tsunami
Ein Tsunami besteht aus einer Serie von Wellen, die sich auf Meeren und Seen rasch ausbreiten und an den Ufern zerstörerisch auflaufen. Der Begriff «Tsunami» stammt aus dem Japanischen und bedeutet «grosse Welle im Hafen».
Tsunamis in der Schweiz?
Obschon Tsunamis hauptsächlich an den Küstengebieten des Pazifiks entstehen, können diese im Grunde auch in Binnenseen auftreten. Dort sind die Folgen von Tsunamis zwar weniger verheerend, können aber durchaus auch Schäden verursachen.
Tsunamis können in der Schweiz durch Erdbeben sowie durch Rutschungen, welche die Seefläche erreichen oder sich unterhalb der Wasseroberfläche ereignen, ausgelöst werden. So verursachte beispielsweise am 18. September 1601 ein sehr starkes Erdbeben einen Tsunami mit meterhohen Wellen im Vierwaldstättersee. Beim Auftreffen auf das Ufer wurden Gebäude unterspült und Häuser beschädigt. Im Zusammenhang mit dem grossen Goldauer Bergsturz 1806 entstand durch einen Teil der Sturzmasse, welche den Lauerzersee erreichte, ein Tsunami, der viele nahe dem See gelegene Gebäude und die Landstrasse zerstörte und 10 Menschenleben forderte.
Das primäre Schadenpotenzial eines heutigen Tsunami geht hauptsächlich von der vielerorts hohen Wertekonzentration in Ufernähe aus. So könnten heute beim Vorkommen eines Tsunami auch an Schweizer Seeufern beachtliche Schäden entstehen.