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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Präsident Kennedy sagte in seiner berühmten Rede am 12. September 1962 in Houston/Texas zu den US-Anstrengungen, den Mond zu erreichen: «…Wir tun diese Dinge nicht, weil sie leicht sind, sondern weil sie schwierig sind; weil dieses Ziel dazu dient, das Beste aus unseren Energien und Fähigkeiten zu organisieren und zu messen…»
Weniger als sieben Jahre später brachten die Apollo-11-Astronauten das Berner Sonnenwind-Experiment zum Mond und wieder zurück zur Analyse. Ähnliche Experimente transportierten Apollo 12, 14, 15 und 16 zum Mond. Die schwierigen Dinge waren getan und die Fähigkeiten gemessen worden. Dieser Pioniergeist und das Engagement für anspruchsvolle Messungen stellen ein einzigartiges Vermächtnis dar, das unsere Wissenschaft noch heute prägt (siehe z.B. die Artikel über Monika Lendl und Sascha Quanz).
In dieser Ausgabe des Observers können Sie auch mehr über das Experiment selbst erfahren, indem Sie Jürg Meister zuhören, der als Doktorand daran gearbeitet hat. Sie lesen auch, welche Bedeutung dieses Experiment für die Schweizer Weltraumforschung hatte, und wie wir an dieses historische Ereignis erinnern wollen. Wenn Sie in oder in der Nähe von Bern sind, feiern Sie mit uns!
Historische Momente erinnern uns daran, wo wir damals waren und was wir gemacht haben. Was mich betrifft, so war ich 14 Jahre alt und schaute mir alles, was ich konnte, auf allen möglichen Fernsehkanälen an. Ich führte ein Logbuch darüber, was passiert war, und besass von allem Modelle. Wie vielleicht für viele Kinder in meinem Alter machte dieser historische Moment die Weltraumforschung zu dem «Ding», das ich später wirklich machen wollte…
Mit besten Sommergrüssen,
Prof. Willy Benz
Direktor, NFS PlanetS