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Geschichte Biathlon Arena
Artikel - Geschichte Biathlon Arena
Das Projekt Biathlon Arena Lenzerheide findet seinen Ursprung im Jahr 2006. Dazumal heisst das Projekt noch Verein Biathlonzentrum Bual. Ziel der Initiantengruppe ist es, ein nationales Biathlonzentrum zu errichten, einschliesslich der nötigen Infrastrukturanlagen, um sowohl regionale und nationale sowie auch internationale Sportanlässe durchführen zu können.
Die gesamte Investitionssumme zum Bau der Anlage wird auf insgesamt 6,4 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Dieser Investitionsbetrag umfasst den Bau der Schiessanlage mit 30 voll elektronischen Scheiben, die Beschneiungsanlage, die Rollskibahn inklusive aller Unterführungen, Erdverschiebungen, Planungs- und sonstigen Kosten sowie ein Betriebs- und Restaurationsgebäude. Die Mittel sollen zum grössten Teil über öffentliche Fördergelder des Bundesamtes für Sport, des Kantons Graubünden, der Gemeinde Lantsch/Lenz und der umliegenden Gemeinden der Destination Lenzerheide sowie durch Sponsoren und Gönner beschafft werden.
Bau der Biathlon Arena Lenzerheide in zwei Etappen
Den Bau will man in zwei Phasen unterteilen. Zum Baubeginn sind 70 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens zu sichern. Die Gemeinde Lantsch/Lenz macht den Anfang und gewährt bereits am 25. April 2007 einen Verpflichtungskredit und drei Jahre später einen Zusatzkredit. Nachdem auch der Kanton Graubünden und weitere umliegende Gemeinden, Sponsoren und einige Gönner ihren Beitrag leisten, erteilt der Regierungsrat des Kantons Graubünden 2011 die Erlaubnis zu einem vorzeitigen Baubeginn. Ein weiterer Kredit wird an der Gemeindeversammlung Lantsch/Lenz noch in demselben Jahr bewilligt und so erfolgt am 11. September 2011 der Spatenstich zum Bau der Biathlon Arena. Damit wird noch in der Etappe 1A im selben Herbst mit dem Bau der Beschneiungsanlage und der Loipenbeleuchtung begonnen.
Um die nächste Etappe 1B umsetzen zu können, müssen weitere Gelder gesammelt werden. Nachdem unter anderem die Fördergelder der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BASPO) gesammelt werden, wird die Genehmigung zum Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone (BAB) für den Neubau der Biathlon Arena erteilt. Die Etappe 1B kann mit dem Bau der Schiessanlage, der kurzen Rollskibahn inklusive der Geländemodellierungen und der notwendigen Unterführungen, in Angriff genommen und im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden. Ein paar Monate später, am Wochenende des 7. und 8. Dezember 2013, feiern knapp 300 Teilnehmer und ebenso viele Betreuer sowie zahlreiche Zuschauer die Eröffnung der Biathlon Arena Lenzerheide im Rahmen des Biathlon-Swiss-Cups.
Auf die zweite Bauetappe folgt die Erteilung der B-Lizenz
Bereits im Frühjahr 2014 wird innerhalb der Etappe 2 die Rollskibahn auf insgesamt 1,6 selektive Kilometer verlängert, um einen Sommerbetrieb garantieren zu können. Der Lohn der Arbeit erfolgt Ende 2014 mit der Erteilung der B-Lizenz durch die Internationale Biathlon Union (IBU). Die B-Lizenz berechtigt die Betreiber der Biathlon Arena internationale Wettkämpfe bis zu IBU-Cups sowie Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften durchzuführen.
Um einen effizienten Betrieb der Biathlonanlage zu gewährleisten, entschliesst sich die Gemeinde, den Betrieb der Anlage auszugliedern. Zu diesem Zweck wird am 22. September 2012 die Betriebsgesellschaft Nordic & Biathlon AG gegründet, in der die Gemeinde als alleiniger Aktionär auftritt. Der Verwaltungsrat besteht aus fünf Mitgliedern. Mit der Einstellung eines Betriebsleiters im Jahr 2013 kann die Anlage nach der erstmaligen Durchführung zweier Tour-de-Ski-Etappen im Januar 2014 durch die Nordic & Biathlon AG in Betrieb genommen werden. Diese sorgt nun dafür, dass auf der Anlage Trainingslager, Schnupperkurse, Firmenevents, Wettkämpfe und sonstige Veranstaltungen durchgeführt werden können. Dadurch werden erste Einnahmen generiert und der Bekanntheitsgrad der neuen Biathlonanlage steigert sich erheblich.
Bau und Eröffnung des Nordic House
Im ursprünglichen Investitionsvolumen ist auch ein kleines Betriebsgebäude mit öffentlichen Räumlichkeiten wie Umkleiden und Duschen sowie Verpflegungsmöglichkeiten geplant. Dieses reicht jedoch nicht aus, die Anforderungen der IBU zur Erteilung einer A-Lizenz zu erfüllen. Nicht nur, um das Ziel der A-Lizenz zu erreichen, welche die Durchführung von Weltcups und Weltmeisterschaften ermöglicht, sondern auch um das Angebot der Biathlon Arena zu erweitern und zu ergänzen.
Für den weiteren Ausbau prüft die Gemeinde Lantsch/Lenz verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten. Im Jahr 2015 kann mit der Familie Hartweg ein Investor gefunden werden, welcher den Bau des Betriebsgebäudes Nordic House ermöglicht und im gleichen Zug die Betriebsgesellschaft von der Gemeinde ablöst. Die Betriebsgesellschaft wird, ebenfalls 2015, von der Nordic & Biathlon AG in die Biathlon Arena Lenzerheide AG umbenannt und durch die Familie Hartweg neu kapitalisiert.
Am 5. April 2016 wird mit dem Bau des jetzigen Betriebsgebäudes Nordic House begonnen. Die feierliche Eröffnung im Dezember 2016 ist ein weiterer Meilenstein im Projekt Biathlon Arena. Das moderne Nordic House beinhaltet neben den für die A-Lizenz notwendigen Funktionärsräumen, Zeitmessungs- und Dopingkontrollbereichen für den allgemeinen Nutzen auch ein Restaurationsbetrieb, ein kleiner Sportshop, Sanitäranlagen, Garderoben sowie Duschen. Wichtig bei der Bewirtschaftung des Betriebsgebäudes sind die günstigen Übernachtungsmöglichkeiten für Sportgruppen und Vereine.
Mit der A-Lizenz weiteres Zwischenziel erreicht
Jetzt sind alle Rahmenbedingungen seitens IBU erfüllt. Im Sommer 2017 gibt die IBU grünes Licht und spricht diese wichtige A-Lizenz der Biathlon Arena Lenzerheide zu. Sie ist übrigens die einzige Anlage der Schweiz mit Besitz dieser Lizenz. Somit stehen internationalen Grossevents wie Weltcups oder auch Weltmeisterschaften nichts mehr im Weg.
Aktueller Projektstand
Die Biathlon Arena Lenzerheide ist mitten auf dem Weg zum Weltcup. Bereits stehen einige Highlights für die kommenden Jahre bevor. Auf die Jugend- und Junioren WM im Januar 2020, folgt im Jahr darauf die Winter Universiade. Drei Tour-de-Ski-Durchführungen sind ebenso garantiert. Im Frühjahr 2019 erfolgen die Bewerbungen für den nächsten Olympiazyklus 2023 bis 2026.
Der Weg zum Weltcup