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Damit die Gewässer ausreichend Raum zur Verfügung haben, müsste man ihnen 500 Quadratkilometer Land zurückgeben. Das sind 5% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz.
Quelle: BUWAL, BWG, BLW, ARE
Ausreichender Gewässerraum, ausreichende Wasserführung und ausreichende Wasserqualität sind die drei wichtigsten Entwicklungsziele hinsichtlich der Fliessgewässer.
Quelle: ARE und BAFU
In dicht besiedelten Gebieten können die Kantone die minimale Breite des Gewässerraums anpassen, solange der Schutz vor Hochwasser gewährleistet ist. Wann ein Gebiet als dicht besiedelt gilt, wird anhand von verschiedenen Kriterien festgelegt.
Quelle: ARE
Der Gewässerraum gilt nicht als Fruchtfolgefläche, da innerhalb des Gewässerraums nur extensiv bewirtschaftet werden darf. Der Verlust an Fruchtfolgeflächen durch die neue Gewässerschutzverordnung muss finanziell oder durch Landkompensation entschädigt werden.
Quelle: BWG
Den Fliessgewässern soll ein genügend grosser Korridor zur Verfügung stehen, so dass sie ihre natürlichen Funktionen erfüllen können. Um den Raumbedarf jedes Gewässers festzulegen, steht mithilfe der Schlüsselkurve eine einfache Methode zur Verfügung.
Quelle: aqua viva Zeitschrift, Seite 23
Gewässer brauchen genügend Raum. Landwirte und Baulandbesitzter befürchten dadurch Landverlust. In vielen Fällen genügt es aber, dem Fluss im bereits extensiv genutzten Gewässerraum mehr Freiheit zu lassen. Das Bauland wird durch ein naturnahes Gewässer aufgewertet.
Quelle: WWF
Anhand von 3 Beispielen werden Umsetzungen des erweiterten Raumbedarfs aufgezeigt. In Pramont bei Granges werden die Auenwälder wiederhergestellt, bei der 3. Rhonekorrektion sollen die Seitengewässer einbezogen werden und durch eine Aufweitung in der Nähe von Sion soll der Erholungswert gesteigert werden.
Quelle: Pro Natura
Die Gewässer sollen sich bei Hochwasser ausbreiten können. Deshalb haben intakte Auen eine entscheidende Bedeutung für Artenvielfalt und Hochwasserschutz und sollen erhalten oder wiederhergestellt werden. Eine Reihe von verschiedenen zukunftsweisenden Modell- Beispielen zeigt mögliche Massnahmen auf.
Quelle: aqua viva Zeitschrift, Seite 4- 8
Anfang Juni 2013 war die Schweiz von Hochwasserereignissen betroffen. Vorsorgemassnahmen können Schäden vermindern, doch die absolute Sicherheit gibt es nicht. Bei der Behebung der Defizite im Hochwasserschutz ist der Gewässerraum eine Schlüsselgrösse. Kleine Abflussgeschwindigkeiten in einem naturnahen Fliessgewässer und Rückhalteräume können die Abflussspitzen im Notfall dämpfen.
Im Gewässerschutzgesetz ist die Festlegung des Gewässerraumes durch die Kantone (Art. 36a), sowie das Verbauen und die Korrektion von Fliessgewässern (Art. 37) geregelt.
In der Gewässerschutzverordnung sind die Mindestbreiten für Fliessgewässer und stehende Gewässer (Art. 41a, b) und auch die extensive Bewirtschaftung des Gewässerraumes (Art. 41c) vorgeschrieben.
Zuständigkeit und Massnahmen zum Hochwasserschutz (Art. 2, 3, 4) werden im Bundesgesetz über den Wasserbau aufgeführt.
Quelle: Eawag
Ein genügend breiter und bewachsener Gewässerraum dient als Pufferzone bei Stoffeinträgen, als Hochwasserschutz und erhöht den Artenreichtum. Hat das Gewässer Raum für Dynamik, entwickeln sich auch an Land zahlreiche vom Wasser beeinflusste Lebensräume, die ohne Fliessdynamik nicht entstehen.
Quelle: Pusch
Anhand eines Seminars wurden Kernpunkte und Massnahmen der Raumsicherung bezeichnet. Sowohl in Landwirtschaftsgebiet als auch in Siedlungsgebiet stellen sich Herausforderungen durch Interessenskonflikte, die es anzugehen gilt.