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Ehammer verpasst die Olympischen Spiele
Der 21-jährige Zehnkämpfer Simon Ehammer reist nicht an die Olympischen Spiele in Tokio.
Der Appenzeller verzichtet nach einer hartnäckigen Entzündung in der Leistengegend auf die Schweizer Meisterschaften vom Wochenende in Langenthal, wo er noch das Ticket für Japan lösen wollte. Die Vorbereitungszeit für einen Mehrkampf war zu kurz. Statt einer Hauruck-Übung erhält die Gesundheit des Athleten oberste Priorität.
Ehammer wird in Langenthal gleichwohl in zwei Disziplinen an den Start gehen. Über 110 m Hürden und im Weitsprung zählt er zu den Medaillenkandidaten. Die Olympia-Limite in diesen Disziplinen dürfte der 8-m-Springer kaum erreichen.
Das Potenzial von Zehnkämpfer Ehammer ist unbestritten, er kann es sogar unter die Weltbesten schaffen. Der Schweizer Leichtathlet des Jahres 2020 würde eigentlich auch an die Olympischen Spiele gehören, aber die beiden 8000er-Resultate aus der Coronazeit sind mit Blick auf eine Nomination wertlos, denn der Weltverband World Athletics hat mit dem Ausbruch der Coronavirus-Krise die Qualifikationsphase vergangenes Jahr unterbrochen.
Für Ehammer rächt es sich nun, dass er im Winter zweimal einen Siebenkampf wegen eines Nullers im Stabhochsprung und vor einem Monat den Zehnkampf im Götzis nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung abbrechen musste. Er kann sich somit auch nicht via World Ranking einen Startplatz für Tokio holen.