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Wärmepumpen-Boiler
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Wärmepumpen-Boiler und wie funktioniert er?
Ein Wärmepumpen-Boiler - auch bekannt als Brauchwasser-Wärmepumpe - dient zur ökonomischen und effizienten Warmwasserversorgung von Haushalten sowie Gewerben.
Wie es der Name schon verrät, funktioniert ein Wärmepumpen-Boiler wie eine Heizungs-Wärmepumpe. Diese saugt mittels eines Ventilators Umgebungsluft an. Am Wärmetauscher verdampft dann das Kältemittel, welches ein wichtiges Hilfsmittel für die Temperaturübertragung ist. Durch den Kompressionsvorgang im Verdichter steigt die Temperatur des Kältemittels bis das definierte Temperaturniveau erreicht wird. Ein zweiter Wärmetauscher ermöglicht schliesslich die Temperaturübertragung auf das Wasser, welches sich im Speicher befindet. Das Beste am Wärmepumpen-Boiler ist, dass 65% der benötigten Energie aus der Umgebungsluft gewonnen wird. Die restlichen 35% kommen vom Stromnetz für den Kompressionsvorgang.
Wo kommt ein Wärmepumpen-Boiler zum Einsatz?
Ein Wärmepumpen-Boiler ist die stromsparende Alternative zum Elektro-Boiler. Er wird immer mehr für die effiziente und ökonomische Warmwasserversorgung von Privathaushalten und Gewerbebetrieben eingesetzt. In der Regel wird er im Keller installiert und benötigt und hat lediglich einen Platzbedarf von ungefähr 1 m². Das entstehende Kondensat wird direkt in einen Abfluss geleitet. Um eine zuverlässige Funktion der Anlage zu gewährleisten, sollte die Raumgrösse, in dem sich der Wärmepumpen-Boiler befindet, mindestens 20 m² betragen.
Die ideale Umgebungstemperaturen liegen zwischen 8 und 30 ℃. Bei Temperaturen unter 8 ℃ benötigt der Boiler eine zusätzliche Abtaueinrichtung. Ein gut isolierter Keller wird eine Temperatur von ungefähr 15 ℃ selten unterschreiten.
Wärmepumpen-Boiler oder gleich eine Wärmepumpe?
In der Praxis wird der Austausch von einem Elektro-Boiler oft mit dem Heizungsersatz kombiniert. Kommt dabei eine hocheffiziente Wärmepumpe (Luft/Wasser oder Sole/Wasser) zum Einsatz, wird statt eines separaten Wärmepumpen-Boilers das Brauchwarmwasser direkt mit der Heizungswärmepumpe produziert.
Fragen Sie sich warum? Luft/Wasser Heizungswärmepumpen verwenden immer Aussenluft und kühlen daher den Keller nicht ab. Bei Sole/Wasser Heizungswärmepumpen steht mit der Erdsondenbohrung eine konstante und sehr effiziente Primärenergie zur Verfügung. Dadurch macht es in solchen Situationen oft keinen Sinn einen separaten Wärmepumpen-Boiler zu installieren. Die Kosten für Installation und Betrieb sind daher meist tiefer. Wir Heizungsmacher haben uns auf den kompletten Heizungsersatz inklusive Warmwasser spezialisiert. Daher installieren wir nur sehr selten einzelne Wärmepumpen-Boiler.
Falls Sie noch eine alte Öl- oder Elektroheizung besitzen und bald ein Heizungsersatz ansteht, dann empfehlen wir in den meisten Fällen eine kombinierte Lösung. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten um eine optimierte und kombinierte Lösung zu finden.
Vor- und Nachteile eines Wärmepumpen-Boilers
- Sehr effizientes Gesamtsystem
- Tiefe Betriebskosten
- Benutzerfreundlich und betriebssicher
- Ideal zur Kombination mit einer Photovoltaikanlage
- Umweltfreundlich
- Umgebungsluft wird oft durch eine Ölheizung erwärmt, damit sind viele Effizienzvorteile und die Umweltfreundlichkeit weg
- Entzieht dem Keller die Wärme, Resultat: kalte Räume
- Ist auf die Umgebungstemperaturen angewiesen
- Unter 8 ℃ wird eine Abtaueinrichtung benötigt
Hinweis: Wann wird ein Wärmepumpen-Boiler für Sie interessant?
Der Wärmepumpen-Boiler wird für Sie interessant, wenn Sie Ihren alten Elektro-Boiler ersetzen wollen. In der Praxis wird jedoch der Austausch eines Elektro-Boilers oft mit einem Heizungsersatz kombiniert, bei dem das Heizen und die Warmwassererzeugung von einer einzigen Anlage - einer Wärmepumpe - produziert wird.