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Lediglich fünfzehn Grossaufträge sorgten zwischen Oktober 2009 und September 2010 für ein in der Schweiz noch nie dagewesenes Auftragsvolumen.
Gemäss der kürzlich erscheinenen Marktübersicht "look up 2010: IT-Outsourcing-Anbieter in der Schweiz"
des Beratungsunternehmens Active Sourcing wurden vom vierten Quartal 2009 bis zum dritten Quartal 2010 von Schweizer Unternehmen nur gerade fünfzehn IT-Outsourcing-Verträge mit einem Auftragsvolumen von jeweils über 10 Millionen Franken vergeben. In den 12 Monaten davor waren es noch zwanzig, weitere 12 Monate davor dreiundzwanzig. Die fünfzehn Aufträge der letzten vier Quartale hatten es allerdings in sich: Ihr totales Auftragsvolumen von 6,215 Milliarden Franken überstieg das jeweilige Marktvolumen der beiden früheren Vergleichsperioden um ein mehrfaches (siehe Grafik).
Der 3-Milliarden-Franken-Megadeal zwischen Zurich Financial Services und CSC
, der ins letzte Quartal 2009 fiel, verzerrt zwar etwas das Bild, aber auch der durchschnittliche
Wert aller übrigen Aufträge lag deutlich höher als in den vorausgegangenen Quartalen.
Durch diesen einen Deal ist CSC auch der Marktführer nach eingeheimstem Auftragsvolumen in den letzten zwei Jahren im Bereich der Grossaufträge, vor HP, IBM, Swisscom/Comit und T-Systems.
Schwieriger zu beurteilen ist die Lage im KMU-Outsourcing-Markt, beziehungsweise bei den Aufträgen mit jeweils weniger als zehn Millionen Franken Volumen, da hier viele Abschlüsse nicht öffentlich bekannt werden, und damit die "Dunkelziffer" sehr hoch ist. Klar ist aber, dass in diesem Kundensegment die einheimischen Provider eine deutlich grössere Rolle spielen. 18 der insgesamt 68 Verträge in dieser Grössenordnung, die Active Sourcing für die letzten zwei Jahre registrieren konnte, gingen an Paninfo. Dahinter folgen, nach Anzahl der Abschlüsse rangiert, in4U, T-Systems, iSource und Swisscom. Nach kumuliertem Vertragsvolumen führt T-Systems vor Siemens, Swisscom, Axept, Steria und Bedag. (Hans Jörg Maron)