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Jacques-Simon Eggly
Journalist und Genfer Politiker, Präsident der Auslandschweizer-Organisation.
Der Stil macht den Menschen aus, sagt man. Die Verbundenheit mit der französischen Sprache und ihrer Literatur geht über das Herz und den Kopf. Dies verpflichtet zu Eleganz und Selbstachtung. Aber das ist nicht alles. Mit der französischen Sprache eine Bindung einzugehen bedeutet auch, ihre Fähigkeit zur Analyse und die Präzision, die sie beim Erfassen eines strukturierten Gedankens ermöglicht, in sich aufzunehmen. Die intime Beziehung zu seiner Sprache ist folglich die Voraussetzung zur vollen Entwicklung des Geistes. Wer die französische Sprache liebt und ihre Werte in sich trägt, setzt einen wirklichen Dialog zwischen Kulturen in Gang und ist folglich eine ganzheitliche Person, die zu echten Begegnungen zwischen Völkern bereit ist – ein Zeichen von Hoffnung auf eine friedliche Welt in ihrer Vielfalt.
Jacques-Simon Eggly, 1924 in Genf geboren, hat an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf und am Institut HEI studiert. In die Politik und den Journalismus eingetreten ist er durch seine Mitarbeit in der Commission confédérée de bons offices pour le Jura, nach dessen Präsidenten auch Commission Petitpierre genannt. Als Mitglied des Grossen Rats von Genf in den Jahren 1977 bis 1983 ist er am 28. November 1983 zum Nationalrat gewählt worden, wo er bis zum 2. Dezember 2007 Einsitz nahm. Er hat die Liberale Partei der Schweiz von 1997 bis 2002 präsidiert. Von 1969 bis 1998 hat er beim Journal de Genève Leitartikel verfasst und als Berichterstatter gewirkt. Heute ist er Berichterstatter bei der schweizerischen Tageszeitung Le Temps und Geschichtslehrer an der Ecole Moser und leitet ein Seminar für den Master in Journalismus an der Universität Genf. Er präsidiert unter anderem die Auslandschweizer-Organisation (ASO) und den Verein „Hellas et Roma“.