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An drei ordentlichen Sitzungen des Jahres 2021 beschäftigte sich der SCR mit Themen im Spannungsfeld zwischen Religion und säkularer Gesellschaft. Bemerkenswert war zu Beginn dieses Jahres, dass mit Pfrn. Rita Famos (EKS) und Dr. Ralph Lewin (SIG) zwei neue Mitglieder ihre Mitarbeit im Rat aufgenommen haben. Darüber hinaus wurde Bischof Dr. Harald Rein als Vorsitzender des SCR und Dr. Montassar BenMrad als stellvertretender Vorsitzender für eine weitere dreijährige Amtszeit wiedergewählt.
Eine Herausforderung stellte die Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“ dar, die am 7. März 2021 angenommen wurde. Zuvor hatte der SCR offiziell dazu Stellung Bezogen: Er lehnte die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» ab. Er begrüsste den indirekten Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament. Der Rat beschloss, am 25. Januar eine Pressekonferenz einzuberufen, um der Schweizer Bevölkerung seinen Standpunkt über die Medien zu vermitteln. Obwohl das Schweizer Stimmvolk mit 51,2 % für das Burkaverbot gestimmt hat, konnte der SCR seine eigene Überzeugung zum Ausdruck bringen und seinen Beitrag zur Religions- und Glaubensfreiheit leisten.
Das Jahr war besonders geprägt von der Erweiterung des Rates, in dem die Freikirchen (SEA, RES, Freikirchen) als Vollmitglieder in den Rat aufgenommen wurden. Sie werden im Rat durch ihren Präsidenten, Pfr. Jean-Luc Ziehli, vertreten. Der Rat gab diese Erweiterung in einer Medienmitteilung bekannt. Der Rat nahm ausserdem drei weitere Stellungnahmen zum Konflikt in Gaza, zur Notlage der afghanischen Flüchtlinge und zur Frage der Impfung gegen das Coronavirus an.
Die folgenden redaktionellen Änderungen wurden am Mandat des SCR vorgenommen: „Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK)“ wurde in “Evangelisch-Reformierte Kirche Schweiz (EKS)“ korrigiert und „Metropolie der Schweiz (Ökumenisches Patriarchat)“, „Métropole Orthodoxe de Suisse (Patriarcat œcuménique)“ sowie die Freikirchen der Schweiz (SEA, RES, Freikirchen.ch) wurden eingeführt.
Der SCR hat es sich vorgenommen, die Diskussion über die rechtliche Situation des Rates fortzusetzen und in naher Zukunft zu entscheiden, ob der SCR sich zu einer juristischen Person erklären will oder ob die derzeitige Situation beibehalten werden soll.
Der Ratssekretär, Dr. Abel Manoukian, stand auch in diesem Jahr in regelmässigem Kontakt mit dem Sekretariat der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (IRAS COTIS), dem Sekretariat der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK), dem Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID), dem Haus der Religionen – Dialog der Kulturen, mit dem Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) der Universität Freiburg, dem Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern, dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG), der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz (FIDS), der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS), der Leitung der SEA, RES und Freikirchen.ch, dem Institut für Ökumenische Studien (ISO) der Universität Freiburg sowie der Schweizer Bischofskonferenz (SBK).
Der SCR setzt sich aus den leitenden Persönlichkeiten der drei christlichen Landeskirchen, der Freikirchen in der Schweiz, der christlich-orthodoxen Kirche, der jüdischen Gemeinschaft und der islamischen Organisationen zusammen, die von ihren jeweiligen Leitungsgremien mandatiert wurden. Mit seiner Arbeit möchte der SCR zum Erhalt des religiösen Friedens in der Schweiz beitragen und die Verständigung und Vertrauensbildung zwischen den Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften fördern. Der Rat versteht sich als eine Dialogplattform zur Verständigung zwischen den Religionsgemeinschaften. Er ist zugleich ein Ort des Vertrauens und des geschützten Austauschs. Wesentliche Inhalte der Gespräche fliessen in die Leitungsgremien der jeweiligen Religionsgemeinschaften ein. Der SCR soll auch Ansprechpartner für die Bundesbehörden sein.
SCR, Abel Manoukian
3. Januar 2022
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