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Nach den letzten Gruppenspielen in der WM-Qualifikation nimmt die neue UEFA Nations League Gestalt an. Die Schweiz gehört der stärksten Liga an und kann demnach um einen internationalen Titel spielen. Überdies geht es um vier Startplätze für die EM 2020.
Sollte sich das Schweizer Nationalteam via Playoffs für die kommende WM-Endrunde qualifizieren, stehen für die Equipe von Vladimir Petkovic nach dem Turnier in Russland zunächst keine Qualifikationsspiele für die nächste Europameisterschaft an. Stattdessen bestreitet sie vier Partien im Rahmen der Nations League, deren Einführung die UEFA im März 2014 beschlossen hat.
Die 55 UEFA-Mitgliedsverbände werden in vier Ligen (A, B, C, D) mit unterschiedlicher Stärkeklasse unterteilt. Massgebend hierfür ist die UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalteams (nicht zu verwechseln mit der FIFA-Weltrangliste) nach Abschluss der Gruppenspiele in der laufenden WM-Qualifikation. Zusammen mit Weltmeister Deutschland, Europameister Portugal, Belgien, Spanien, Frankreich, England, Italien, Polen, Island, Kroatien und den Niederlanden gehört die Schweiz zu den besten zwölf Nationen, die in der höchsten Liga (A) spielen werden.
Die Ligen A, B, C und D werden in jeweils vier Gruppen aufgeteilt. Die Schweiz wird demnach zwischen September und November 2018 in einer Dreiergruppe vier Spiele bestreiten (Hin- und Rückspiel gegen beide Gegner). Die vier Gruppensieger in der Liga A ermitteln dann in einem Final-Four-Modus vom 5. bis 9. Juni 2019 den Gewinner der UEFA Nations League. Der gewinn der Nations League berechtigt aber nicht zur Teilnahme an der Europameisterschaft 2020.
Die jeweils letztklassierten Nationen in den einzelnen Gruppen der Ligen A, B und C steigen ab, die Gruppensieger in den Ligen B, C und D steigen auf. Für die Nationalteams in Europa steht folglich entweder der Titel in der Nations League oder der Auf- respektive Abstieg zwischen den einzelnen Stärkeklassen auf dem Spiel.
Die Auslosung der insgesamt 16 Gruppen findet am 24. Januar 2018 in Lausanne statt. Die Schweiz wird zusammen mit Frankreich, England und Italien im Topf 2 der Liga A figurieren. Topgesetzt sind Deutschland, Portugal, Belgien und Spanien. Im dritten Topf sind dann noch Island, Kroatien, Polen und Holland.
Wegen den Spielen in der Nations League im nächsten Herbst beginnt die Qualifikation für die EM-Endrunde 2020 erst im März 2019. In zehn Gruppen (fünf Gruppen mit fünf Mannschaften und fünf Gruppen mit sechs Mannschaften) werden 20 Startplätze ausgespielt. Die jeweils erst- und zweitplatzierten Teams lösen das EM-Ticket.
Die neue Nations League bietet sämtlichen UEFA-Mitgliedsverbänden eine zusätzliche Chance, sich für die EM 2020 zu qualifizieren. In jeder Liga der Nations League (A, B, C und D) machen die jeweils vier Gruppensieger in einem Playoff im März 2020 einen weiteren EM-Teilnehmer unter sich aus (Halbfinals und Final, jeweils in einem Spiel).
Hat sich ein Gruppensieger bereits über die traditionelle Qualifikationsphase ein EM-Startrecht gesichert, geht sein Platz an die nächstbeste Mannschaft der betreffenden Liga. Stellt eine Liga weniger als vier Playoff-Teilnehmer, gehen die übrigen Playoff-Plätze auf der Grundlage der Gesamttabelle der Nations League an Teams einer anderen, tieferen Liga.
Mit diesem Modus ist gewiss, dass sich eines der schwächsten 16 Teams, zu denen unter anderen Liechtenstein sowie die drei Schweizer WM-Qualifikationsgegner Färöer, Lettland und Andorra gehören, auf jeden Fall einen Startplatz unter den 24 Endrunden-Teilnehmern der EM 2020 sichern wird. (abu/sda)