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Louis Chevrolet erblickte am Weihnachtstag 1878 das Licht der Welt. Als zweites Kind einer Uhrmacherfamilie, die aus dem heute jurassischen Bonfol nach La Chaux-de-Fonds gezogen war. Wenige Jahre später wanderten die Chevrolets zunächst ins Burgund aus, in die Weinhauptstadt Beaune. Dort wurde Louis Velo- und Automechaniker, und er machte sich als regionaler Velo-Champion einen Namen.
Richtig rasant verlief Chevrolets Werdegang nach der Emigration nach Nordamerika im Jahr 1900. Sein grosses Talent als Mechaniker und Autoingenieur und seine wagemutige Fahrweise brachten ihm bald den Ruf des halsbrecherischsten Autorennfahrers seiner Zeit ein. Und sie ermöglichten ihm den Schritt zur Gründung des Detroiter Autoherstellers, der bis heute seinen Namen trägt.
Vom Velo-Champion zum besten Autorennfahrer seiner Zeit
Um Louis Chevrolets spektakuläre Karriere ranken verschiedene Legenden. Die Umstände des späteren Rauswurfs bzw. Austritts bei Chevrolet sind nicht restlos geklärt. Und über sein persönliches Ende wird Widersprüchliches berichtet.
Dem will der Thurgauer Journalist Martin Sinzig ein Ende setzen. Seit Jahren ist er auf Chevrolets Spuren. 2011 veröffentlichte eine erste Biografie des bekannten-unbekannten Schweizer Auswanderers. Zurzeit ist Sinzig wieder auf Forschungsreise durch die USA. Und direkt von dort, aus Detroit, berichtet er als «Gast am Mittag» über seine neusten Erkenntnisse zum Leben und Wirken des Louis Chevrolet.