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«America first!» – Donald Trump wird nicht müde, es zu erwähnen. Und tatsächlich: Als eine seiner ersten Amtshandlungen unterzeichnete er ein Dekret, welches vorschreibt, dass zukünftige Ölpipelines in den USA nur noch mit amerikanischem Stahl gebaut werden sollen.
Gleichzeitig unterzeichnete Trump ein Dekret, das die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline ermöglichte. Noch vor wenigen Tagen bekräftigte er an der Conservative Political Action Conference (CPAC), dass auch dafür amerikanischen Stahl verwendet werden müsse – «or we’re not building one».
Letzten Freitag kam nun die Kehrtwende. Sarah Huckabee Sanders verkündete, dass das Keystone-XL-Projekt als eine sich im Bau befindende Pipeline gelte und deshalb vom US-Stahl-Dekret ausgenommen sei. Ausserdem seien die Ressourcen für dieses Projekt bereits besorgt.
Laut Recherchen der kanadischen Onlineplattform «Desmog» kommt dank dieses politischen U-Turns nun ein Ableger des Pipeline-Herstellers Evraz zum Handkuss. Dieser lässt die Röhren in Kanada herstellen und lagert sie nun in North Dakota. Die eigentliche Brisanz liegt aber in den Besitzverhältnissen von Evraz.
Evraz ist russlands grösster Stahlkonzern und gehört zu 31 Prozent Chelsea-Besitzer Roman Abramovich. Abramovich gilt als früher Förderer von Putins politischer Karriere und bis heute als ein enger Vertrauter des russischen Präsidenten. So beschenkte er den russischen Machthaber unter anderem mit einer Yacht.
Auch zu Donald Trump hat Abramovich einen Draht. Trump-Tochter Ivanka ist befreundet mit einer gewissen Darja Alexandrowna Schukowa – Abramovichs Ehefrau. Die beiden sind schon mehrere Male zusammen gesichtet worden. Unter anderem soll Schukowa auch zur Vereidigung eingeladen worden sein.
Seit der Amtseinführung von Donald Trump wird immer wieder über seine Verbindungen zu Russland gerätselt.
Sowohl das FBI, wie auch die CIA gehen davon aus, dass russische Hacker Trumps Wahlkampfgegnerin Clinton gezielt schädigten. Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn musste wegen unerlaubter Gespräche mit einem russischen Diplomaten vor den Wahlen bereits seinen Hut nehmen. Justizminister Jeff Sessions steht ebenfalls unter Beschuss, weil er unter Eid geleugnet hatte, sich mit russischen Diplomaten ausgetauscht zu haben.
(tog)