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Spanisch-amerikanische Zusammenarbeit zur Wiederverwendung von britischen Plutoniumbestände
Die spanische Iberdrola S.A. hat mit der amerikanischen GE Hitachi Nuclear Energy Inc. (GEH) eine Absichtserklärung geschlossen, um gemeinsam die Prism-Reaktor-Technologie als langfristige Lösung zur Wiederverwertung der zivilen Plutoniumbestände Grossbritanniens zu entwickeln.
In einem Positionspapier hatte die britische Nuclear Decommissioning Authority (NDA) im Januar 2014 festgehalten, dass der Einsatz von Plutonium sowohl im natriumgekühlten, modularen Reaktortyp Prism der GEH als auch im schwerwassermoderierten Reaktor Enhanced Candu-6 (EC6) der kanadischen Candu Energy Ltd. glaubwürdige Alternativen zur derzeit bevorzugten Verwendung des Plutoniums als Mox-Brennstoff für Leichtwasserreaktoren seien. Sie forderte deshalb beide Anbieter auf, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen.
Die Iberdrola unterstützt nun die GEH bei der Analyse des Prism-Potenzials, Plutoniumbestände als Kernbrennstoff zur Stromerzeugung zu nutzen. Laut ersten Schätzungen der GEH könnte der Prism – mit einer Lebensdauer von mindestens 60 Jahren – die gesamten zivilen Plutoniumbestände Grossbritannien von über 100 t innerhalb von 25 Jahren wiederverwerten.
Die amerikanische Energy Policy Act von 1992 erlaubt den Bau des Prism. Der Reaktor stützt sich auf 30 Jahren Entwicklungsarbeit und ist laut GEH für die Kommerzialisierung bereit. Die amerikanische Regierung habe den Export der Prism-Technologie zur Wiederverwertung der Plutoniumbeständen Grossbritanniens bereits genehmigt und sich bereit erklärt, die formelle Interessensvertretung für das Projekt zu übernehmen. Die Export-Import Bank der USA sei zudem an einer Finanzierungsbeteiligung interessiert.
Quelle
M.A. nach Iberdrola, Medienmitteilung, 21. Juli 2014, und GEH, Prism-FAQ