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In der Gemeinde Bergdietikon, welche im einst von Gletscher geformten Limmattal liegt, wurden im Zeitraum von Februar bis März 2018 durch Zivis vom Naturnetz verschiedene Massnahmen zur Förderung der selten gewordenen Gelbbauchunken ausgeführt. Dynamische Flussauen, welche auch im Limmattal vorkamen, sind die ursprünglichen Lebensräume dieses kleinen Froschlurchs.
Die Gelbbauchunke hat spezifische Ansprüche, sowohl an ihren Landlebensraum, als auch an ihr Laichgewässer. Sie braucht Kleingewässer, welche sich schnell erwärmen, und periodisch austrocknen, damit die aquatischen Fressfeinde eliminiert werden. Deshalb sollte das Gewässer nicht zu stark beschattet sein, flache Ufer aufweisen und die Umgebung des Gewässers sollte möglichst schwach bewachsen sein. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden durch die Zivis in den zwei Gebieten Chele und Eichholz von Hand insgesamt sechs neue Teiche ausgehoben. Einige dieser Teiche sind halbrund angeordnet, um mehr Uferflächen zu schaffen. Die Teiche werden vom Hangdruckwassser gespiesen, was während des Baus gut beobachtet werden konnte. Schon kurz nach dem Ausheben der Gewässer, füllten sie sich mit Wasser. Neben dem Anlegen der neuen Teiche pflegten die Zivis bereits bestehende Gewässer, welche vor einigen Jahren ebenfalls durch das Naturnetz erstellt wurden. Dazu musste zuerst das Schilf gemäht und aus den Teichen entfernt werden. Danach wurden Blätter, Rhizome und Sedimente durch die Zivis ausgeschaufelt, um dem Verlanden der Gewässer entgegen zu wirken und um diese wieder abzutiefen. Zudem wurde der Landlebensraum neben den Teichen aufgewertet. Mit herumliegendem Holz und Steinen aus dem angrenzenden Wald haben wir Kleinstrukturen aufgeschichtet, um Rückzug- und Versteckmöglichkeiten für die Amphibien zu schaffen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Hohlräume der Ast- und Steinhaufen möglichst klein sind, damit keine Fressfeinde eindringen können.
Im Gebiet Chele musste zudem ein bestehender Entwässerungsgraben, der die Wiese oberhalb des Gebietes entwässert, ausgeschaufelt und abgetieft werden. Dies wurde ebenfalls durch das Naturnetz erledigt.
Wir hoffen, dass sowohl die Gelbbauchunken, als auch weitere Amphibienarten wie Geburtshelferkröten oder Berg- und Fadenmolche von den ausgeführten Massnahmen profitieren und die neu geschaffenen Lebensräume bald besiedeln werden.
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