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Wer das Wort «Stangenwaffen» hört, denkt wohl als erstes an blutige Schlachten, an Halbarten und an Langspiesse. Stangenwaffen wurden aber auch als Paradewaffen, Kommandiergeräte und Rangabzeichen eingesetzt. Dies trifft wohl auch auf die Depotperle des Monats April zu: Es ist eine Spontonpartisane aus dem 18. Jahrhundert.
Unter den Stangenwaffen entwickelte sich schon früh eine grosse Formenvielfalt. Zwei der weniger bekannten Stangenwaffen sind der Sponton und die Partisane. Erstere hatten anfänglich ein ähnliches Eisen wie die Langspiesse, aber einen kürzeren Schaft. Die Partisane hat eine breitere, lilienblattförmige Klinge mit Nebenspitzen. Von Spontons und Partisanen gibt es viele Mischformen, die oft nur schwer voneinander abzugrenzen sind.
Das Blatt der Spontonpartisane MAZ 561 ist mit einem vergoldeten Ätzdekor versehen. Es zeigt Urs und Viktor, die beiden Stadtheiligen von Solothurn, auf der einen und ein von militärischen Trophäen umgebenes und einer Krone überhöhtes Luzerner Wappen auf der anderen Seite des Blattes. Wie die Kombination von Luzerner Wappen und Solothurner Stadtheiligen zustande kam, ist nicht bekannt.