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Die Burg, das Wahrzeichen von Raron, wurde im 11./12. Jhd. als Fluchtburg für die Bevölkerung erbaut. Ab dem 12. Jhd. wurde sie zum Sitz bischöflicher Verwalter.
1494 beschädigte der Bietschbach die Kirche «auf dem Biel» unten im Dorf so verheerend, dass Ulrich Ruffiner 1505 der Auftrag erteilt wurde die Burg zur Kirche umzubauen.
Rainer Maria Rilke (1875–1926), ein Lyriker von Weltruf und sein Leben lang auf Wanderschaft, wünschte nach einem Besuch des Burghügels, dort oben, von wo aus er erstmals «Licht und Leben dieser Landschaft empfangen » habe, beerdigt zu werden.
Im alten Pfarrhaus auf dem Burghügel befindet sich seit 1994 ein Museum. Es ist Persönlichkeiten gewidmet, die enge Beziehungen zu Raron pflegten. Zu diesen gehört neben Rainer Maria Rilke und anderen auch Iris von Roten, die bedeutendste Vorkämpferin für die Frauenemanzipation. Ihr 1958 verfasstes Buch «Frauen im Laufgitter» sorgte für viel Aufruhr und wurde heiss diskutiert.