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Montag 16-November-2015
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist durch eine allmählich zunehmende Verschlechterung der Ventilation der Lungen gekennzeichnet. Rauchen ist die Ursache Nummer eins, aber auch Luftverschmutzung und genetische Faktoren spielen eine Rolle.
Im Labor waren bereits Zusammenhänge zwischen Vitamin D und einer verstärkten Immunantwort bei Atemwegsinfektionen festgestellt worden. In der vorliegenden Studie haben die Forscher versucht, diese und andere Ergebnisse bei COPD-Patienten zu replizieren.
Insgesamt wurden 426 Teilnehmer über drei Jahre begleitet. Alle sechs Monate wurde bei ihnen der Zustand der Atemwege gemessen. Zu Beginn der Studie zeigte sich, dass COPD-Patienten mit Vitamin-D-Mangel (<50 nmol/l) häufiger Raucher waren, schwerere COPD-Symptome aufwiesen und häufiger Unter- oder Übergewicht hatten als COPD-Patienten mit einem Vitamin-D-Blutspiegel von mehr als 50 nmol/l. Außerdem ließen niedrigere Blutspiegel bei Studienbeginn die Voraussage einer schnelleren Verschlechterung der Lungenfunktionswerte im Verlauf der Studie zu.
Da der Lungenfunktionstest ein wichtiger Indikator für die Schwere der COPD ist, plädieren die Forscher dafür, bei COPD-Patienten regelmäßig den Vitamin-D-Spiegel zu messen. Hierbei geben sie eine Richtlinie von etwa 200 nmol/l als optimalen Vitamin-D-Blutspiegel an. Dieser Wert stimmt nach Aussage der Wissenschaftler mit dem Wert von Menschen, die in der freien Natur leben und arbeiten, überein.
Persson LJ, Aanerud M, Hiemstra PS, Michelsen AE, Ueland T, Hardie JA, Aukrust P, Bakke PS, Eagan TM. Vitamin D, Vitamin D Binding Protein, and Longitudinal Outcomes in COPD. PLoS One. 2015 Mar 24;10(3):e0121622.