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Keine weiteren Punkte
Wacker Thun verpasst am Samstag-Abend die Chance, gegen GC Amicitia Zürich Punkte in der Heimhalle zu behalten und sich in der vorderen Tabellenhälfte zu etablieren. Der Start in die Partie glückte: dank zwei Treffern von Rudi Faluvégi und Ron Delhees sah sich das Heimteam rasch mit 2:0 in Führung und vermochte es lange, einen Zwei- oder Drei-Tore-Vorsprung zu halten. Gegenüber dem Spiel gegen die Kadetten Schaffhausen zeigte die Mannschaft zu Beginn der Partie ein deutlich verbessertes Verhalten in der Auslösung der zweiten Welle und auch mehr Organisation im Rückzug. GC-Keeper Viacheslau Saldatsenka hielt sein Team mit einer Doppelparade gegen Ivan Chernov und Ron Delhees im Spiel, als er beim Spielstand von 6:3 verhinderte, dass Wacker Thun erstmals mit 4 Toren davongezogen wäre. Der Spielfluss von Wacker Thun geriet allmählich mehr und mehr ins Stocken, für ein Torerfolg musste das Team von Remo Badertscher extrem viel investieren – leider belohnte sich das Heimteam für einen gelungenen Durchbruch nicht immer und liessen sehr gute Chancen liegen. Die Führung von Wacker Thun wurde mit dem 12:12 durch den Zürcher Igor Cagalj erst kurz vor Pause (29:10 Minuten) aufgehoben. Obwohl ein Unentschieden zur Pause eine gute Ausgangslage ist, hätte Wacker Thun definitiv die Chance gehabt, sich ein besseres Polster zu erarbeiten.
Nach der Pause wurde das Heimteam förmlich überrannt: aus einem 12:12 wurde rasch ein 13:17, obwohl Wacker Thun nach einer roten Karte gegen (Igor Cagalj) sogar noch in Überzahl agieren konnte und diesen Vorteil nicht genügend ausnutzte. Am Leben wurde Wacker Thun durch Rudi Faluvégi gehalten, der emotional und engagierte auftritt und für die Tore 16, 17 und 18 von Wacker Thun verantwortlich war. Zusammen mit Cedric Manse, der vor allem vom Penalty-Strich aus traf, konnte Wacker Thun immer in mittlerer Reichweite zum Gast-Team bleiben. Doch fehlte an diesem Abend die Stimmung, der Wille und der Glaube daran, wie gegen Kriens-Luzern einen etwas grösseren Rückstand aufzuholen. Dank eines Endspurts von Ivan Chernov, der drei Thuner Treffer in Folge erzielte, vermochte Wacker Thun das Resultat noch auf 28:31 zu verbessern.
Es zeigte sich erneut, dass Wacker Thun in der Lage ist, jedes Team in ernste Bedrängnis zu bringen – im Gegenzug dazu müssen auch viele Komponente stimmen, um das Konzept und die Intensität eine Spieldauer lang durchziehen zu können.
Nach zwei englischen Wochen (vier Spiele in zwei Wochen) steht nun – endlich – eine kurze Pause an, bevor es am kommenden Samstag, 23. September, auswärts gegen den BSV Bern weitergehen wird.
Text: Nicole Kaufmann
Foto: Romy Streit