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Joe Locke vib, Dado Moroni p, Darryl Hall b, Ernesto Simpson dr, Kenny Washington voc,
Joe Locke ist vielleicht der schnellste und flinkeste Vibraphonist. Er hat sein Instrument im Post-Bop besonders virtuos linearisiert und bringt mit seiner extrem flüssigen Spielweise Sounds hervor, die jenen entsprechen, die man bis dahin nur mit Saxophonisten verbunden hatte. Obwohl Locke ein typischer Post-Bop-Musiker ist, hat er sich immer wieder in abstrakte, freie Spielsituationen begeben. Regeln bricht er aus einem grossen Bewusstsein für die Jazztradition heraus: «Begrenzungen können uns grosse Freiheit bringen. Wie kannst du Regeln brechen, wenn du nichts von Regeln weisst? Frei zu improvisieren ist das höchste Gut der Improvisation, aber es gibt keine Freiheit ohne Wissen. Wenn du jedoch frei in einer Situation spielst, die vom Great American Songbook her kommt, dann bist du doppelt frei.»
Locke gehört zur jüngeren Generation von Vibraphonisten, die den Traditionen eines Lionel Hampton oder Milt Jackson Respekt zollen und sie studiert haben, ihrem Instrument aber im modernen Jazz eine eigene Stimme verliehen haben. Alle interessanten Sachen, die im Moment in der Musik aktuell sind, passieren auf rhythmischem Gebiet, meint Joe Locke, und dass er sich mittlerweile auch in ungeraden Taktarten gut zu Hause fühle. Mit jungen Musikern zu spielen, welche die komplette Jazzgeschichte verinnerlicht, darüber hinaus aber auch neue rhythmische Ideen haben, sieht der Vibraphonist als grosse Herausforderung.
Joe Locke ist dank seiner Fähigkeit - cool und funky - und völlig entspannt zu spielen sicher der herausragendste Vibraphonist. {The Times, London}
Herausragend sind natürlich auch seine Mitspieler.