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Männer können im Laufe ihres Lebens Beschwerden entwickeln, über die sie gerne schweigen, wie zum Beispiel Erektionsstörungen oder andere Erkrankungen, die durch einen Testosteronmangel verursacht werden können. Beide Themen sind jedoch längst kein Tabu mehr.
Altersbedingter Testosteronmangel
Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Testosteronproduktion in den Hoden zu sinken, was dem normalen Alterungsprozess entspricht. Ein Testosteronmangel kann entstehen, wenn der Hormonspiegel übermässig absinkt. Man weiss heute, dass der durchschnittliche Testosteronspiegel eines über 70-jährigen Mannes nur noch rund zwei Drittel des Wertes eines jungen Mannes erreicht.
Testosteron wird grösstenteils im Hoden gebildet und übernimmt wichtige Funktionen: Beim ungeborenen Kind beeinflusst es die Entwicklung zum männlichen Geschlecht, führt während der Pubertät zur Ausbildung der typischen Merkmale eines erwachsenen Mannes und sorgt später für den Erhalt des männlichen Erscheinungsbildes.
Das Testosteron wirkt in allen Lebensphasen des Mannes und praktisch in allen Organen des Körpers. Auch die Stimmung beeinflusst es positiv.
Ein Testosteronmangel, in der Fachsprache "Hypogonadismus" genannt, kann unterschiedliche Ursachen haben, eine davon ist der altersbedingte Rückgang der Testosteronproduktion.
Ein altersbedingter Hormonmangel tritt nicht plötzlich ein, sondern entwickelt sich langsam und macht sich oft erst im fortgeschrittenen Stadium durch verschiedene Anzeichen bemerkbar, wie zum Beispiel Rückgang der sexuellen Lust oder der Erektionsfähigkeit. Zudem können Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel starkes Übergewicht oder Diabetes Typ II einen Testosteronmangel begünstigen.
Ob tatsächlich ein Testosteronmangel die Ursache der Beschwerden ist und ob eine Hormonersatz-Therapie angezeigt ist, kann nur der Arzt feststellen. Er kann im Dialog mit dem Patienten über die geeignete Behandlung entscheiden.
Mehr über das Thema Testosteronmangel erfahren Sie in der Broschüre "Testosteron – was der Mann darüber wissen sollte".
Broschüre ansehen (PDF, 0,5 MB)
Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
In der Schweiz sind über 350 000 Männer in der sexuellen Lebensqualität beeinträchtigt, weil sie unter Erektionsproblemen leiden. Viele getrauen sich nicht, darüber zu sprechen. Dabei ist ein erfülltes Liebesleben in der Partnerschaft für die meisten Paare ein zentrales Thema.
Unter erektiler Dysfunktion verstehen Mediziner die Schwierigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten. Meist handelt es sich um eine organische Störung, die sich auch durch eine intensive Stimulation nicht beheben lässt. Das bedeutet, dass das komplexe Zusammenspiel von Nervensignalen, Botenstoffen und Muskelzellen gestört ist. Auch Kreislauf- und Gefässkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes können die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Die Häufigkeit steigt bei Männern ab 40 deutlich an.
L.CH.COM.PM.06.2017.0339-DE/FR