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Der Sieg im mit knapp einer halben Million Franken dotierten Top Ten Final der besten Springreiter der Welt ging an Eric Lamaze. Der Kanadier gewann im Sattel von Fine Lady vor dem Deutschen Christian Ahlmann und Steve Guerdat.
Der in zwei Umgängen durchgeführte Final bot Springsport der Extraklasse. Nach dem ersten Umgang waren fünf Paare fehlerfrei geblieben, darunter auch Steve Guerdat. Der Jurassier trat auf seinem Weltcupsiegerpferd Corbinian als Drittletzter zur verkürzten zweiten Runde an. Er ritt mutig vorwärts, doch der Westfalenwallach kam nicht voll in Schwung. Die Bestzeit von Christian Ahlmann und Taloubet Z verpasste Guerdat um 1,25 Sekunden. Kevin Staut kam nach ihm und wollte den Sieg – ein Abwurf in der zweifachen Kombination verhinderte dies aber. «Leider hat es nicht ganz gereicht und es ist ja nicht das erste Mal, dass Ahlmann schneller ist als ich», so Guerdat. Zufrieden mit sich und seinem Corbinian war er aber trotzdem.
Als Letzter betrat Eric Lamaze die Arena. Er kannt nur eines – volles Risiko. Mit einem hohen Grundtempo und engen Wendungen knackte er mit Fine Lady die Zeit des Deutschen um eine halbe Sekunden und durfte zum ersten Mal die begehrte Trophäe, einen Siegerscheck von 130'000 Franken und eine Uhr in Empfang nehmen. «Das ist unglaublich. Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Fine Lady war fantastisch heute. Vive le canada.» Guerdat erhielt für seinen dritten Platz 60'000 Franken.
Vereinfacht kann man sagen, dass der olympische Pferdesport sich aus drei Quellen entwickelt hat: der höfischen Reiterei (Dressur), dem Militär (Vielseitigkeit) und dem Bauernstand (Springen). Die...
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