Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/184020

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Angebotskonzept der Planungsregion Nordwestschweiz vom 24. November 2014 beantragt auch die Durchbindung der S9 Olten-Läufelfingen-Sissach nach Basel ("Läufelfingerli"). Sie fehlt im Vernehmlassungsentwurf zum Ausbauschritt 2030/35. Der Bund hatte guten Grund, die Abstimmung im Kanton Basel-Landschaft zur Stilllegung der S9 abzuwarten, die am 26. November 2017 nun klar verworfen wurde. Jetzt ist die optimale Integration der S9 ins S-Bahn-System der Region Basel zwingend.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, im Rahmen des Ausbauschrittes 2030/35 das Begehren der Planungsregion Nordwestschweiz wieder aufzunehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Durchbindung der S9 Olten-Läufelfingen-Sissach nach Basel wurde von der Planungsregion Nordwestschweiz als eines von vielen Projekten eingebracht. In Absprache mit der Planungsregion wurden die Eingaben priorisiert. Dabei wurde die Durchbindung der S9 nach Basel aus folgenden Gründen zurückgestellt: Die Trassenkapazität der Hauptstrecke Basel-Olten ist bis 2030/35 mit Fern-, Güter- und Regionalzügen ausgelastet. Die Verlängerung der S9 würde unverhältnismässig hohe Investitionen auf der Strecke Sissach-Basel auslösen. Weiter lassen die Perronlängen der Hauenstein-Bergstrecke nur maximal 75 Meter lange Züge zu. Die Züge in Richtung Basel müssten mindestens doppelt so lang sein, um die Nachfrage abzudecken. Insofern ist es die beste Lösung, wenn die S9 wie bisher über die Hauenstein-Bergstrecke verkehrt und in Olten und Sissach gute Umsteigeverbindungen bestehen. Auch nach dem Volksentscheid zum Erhalt des "Läufelfingerlis" ist dem kostenoptimalen Betrieb hohe Priorität einzuräumen.</p>