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Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.
Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarrei über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schliesslich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.
Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.
"Niemand lebt für sich selber; niemand stirbt für sich allein. Im Leben und im Sterben gehören wir gemeinsam zu Gott, dem Herrn über die Lebenden und die Toten."
Römer 14,7-9
2024
✞ Sigismund Gottsponer (09. Feb. 2024)
✞ Margrit Frei-Häfliger (11. Januar 2024)
✞ Ida Gottsponer (30. Nov. 2023)
Ida wurde am 15. Juli 1939 in Visperterminen als 2. Kind von Leo Bellwand und Maria Ambord geboren. Ida und Ihre zwei Geschwister Bernadette und Theodul hatten keine einfache Kindheit. Kurcz nach der Geburt von Theodul haben sie ihre Mutter verloren. Sie starb an einer Lungenentzündung. Ida war erst 2 Jahre alt. Dies war etwas, was Sie ihr ganzes Leben belastete, keine liebende Mutter zu haben.
Während der Kindheit haben sie abwechselnd in Visperterminen und in den Bitzinen gewohnt. Im Wiler Bitzinen hat sich Ida immer wohlgefühlt und hat auch die Zeit ihrem Getti als sehr wertvoll empfunden.
Nach der Schulzeit war sie verpflichtet ihre Eltern finanziell zu unterstützen und hat viele Arbeitsstellen in Küche und Service angenommen. Sie war tätig in Saas-Fee, Gondo oder auch im Goms.
Im Alter von 23 hat sie als Haushälterin bei Pfarrer Zurwerra in Steg begonnen. Dort ist sie 10 Jahre geblieben. Sie erlebte eine schöne Zeit in Steg, gute Freundschaften sind entstanden.
Im Jahr 1973 kehrte Ida nach Visperterminen zurück und heiratete Alex. Bald darauf bekamen sie Ihre drei Kinder Konrad, Nathalie und Sonja. Die Kinder waren für Ida immer das Wichtigste. Sie war eine liebevolle und aufopfernde Mutter, die den Kindern immer zeigte, wie wichtig sie ihr waren. Obwohl Sie selbst nicht viel Liebe erfahren konnte. Wir sagen Danke, Mama!
Sehr gerne hat Ida Kleider genäht. Sie hat sich in jungen Jahren selbst eingekleidet. Der Garten machte Ihr auch immer sehr viel Freude, dies war für sie noch bis ins hohe Alter eine schöne Beschäftigung. Ida war eine ausgezeichnete Köchin und hatte keine Mühe, wen der Tisch am Sonntag auch mal grösser war. Der Kartoffelstock und Randensalat war berühmtberüchtigt. Idas Bibliothek ist gefüllt mit Kochbüchern und Gesundheitsbüchern.
Mit 55 Jahren bekam Ida die erste Krebsdiagnose. Die Behandlung war erfolgreich und Ida erholte sich relativ schnell wieder.
Im Alter von 79 Jahren dann die 2. Krebsdiagnose, weshalb sie in Bern mehrfach operiert wurde. Leider ohne Erfolg, der Krebs kam immer wieder zurück. Diese Erkrankung hat sehr an der Lebensfreude von Ida gezerrt.
Eine Augenkrankheit, bei der Sie immer weniger sehen konnte, prägte ihr tägliches Leben sehr und machte es zusätzlich sehr beschwerlich.
Das letzte halbe Lebensjahr war für Ida sehr belastend. Es war ihr sehr wichtig niemanden zur last zu fallen und hat deshalb bis zum Schluss selbständig, so gut es ging, für sich selbst gesorgt. Stets war ihr das Wohlergehen von Ihren Kindern wichtiger als ihr eigenes
Der Wunsch zu sterben war gross. Sie sagte mehrmals, es ist Zeit Ihre Mutter wiederzusehen!