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Mit der ruandischen Regierung und dem Institut Pasteur de Dakar aus dem Senegal unterzeichnete das Mainzer Biotechunternehmen am Dienstag eine Absichtserklärung. Der Baubeginn für die erste mRNA-Produktionsstätte in Afrika ist für Mitte 2022 geplant, wie BioNTech mitteilte. "Wir werden gemeinsam daran arbeiten, ein regionales Produktionsnetzwerk aufzubauen, um den Zugang zu in Afrika produzierten Impfstoffen für Afrika zu unterstützen", sagte Vorstandschef Ugur Sahin.
BioNTech hatte im Juli angekündigt, die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Malaria anzustreben und den Aufbau einer mRNA-Impfstoffproduktion auf dem afrikanischen Kontinent zu planen. Die Entscheidung zur Überprüfung einer möglichen Produktion in Ruanda und Senegal war im August bekannt gegeben worden. Noch importiert der Kontinent 99 Prozent seiner Impfstoffe. Für die neue Produktionsanlage hat BioNTech nun die Baupläne fertiggestellt. Die ersten Teile sind bestellt und sollen Mitte nächsten Jahres geliefert werden. Zunächst soll mit dem Bau einer ersten Fertigungsstraße begonnen werden, die nach vollständiger Inbetriebnahme die Herstellung von etwa 50 Millionen Covid-19-Impfdosen pro Jahr ermöglichen soll.
BioNTech will die Produktionsstätte zunächst selbst betreiben, langfristig aber die Produktionskapazitäten und das Know-how an lokale Partner weitergeben. Das Unternehmen hofft, dass die neue Anlage ein Knotenpunkt für ein Produktionsnetz in Afrika werden könnte, das eine jährliche Produktionskapazität von mehreren hundert Millionen mRNA-basierten Impfstoffdosen ermöglicht.
Auf dem Ansatz der Boten-RNA (mRNA), die den Zellen die Information zur Bekämpfung von Krankheitserregern vermitteln soll, basiert auch der Covid-19-Impfstoff von BioNTech. Für diesen hatte das Unternehmen im Sommer mit der südafrikanischen Biovac einen ersten Produktionspartner in Afrika gewonnen. Biovac wird aber nur den letzten Schritt übernehmen, also das Abfüllen und Verpacken. Mit dem Unternehmen aus Kapstadt führt BioNTech nun Gespräche über einer Erweiterung der aktuellen Partnerschaft.
(Reuters)