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Frankreich muss sein Steuersystem nach Einschätzung des konservativen Spitzenpolitikers Alain Juppé radikal umbauen, um nach dem Brexit aus London abwanderungswillige Firmen anzuziehen. Es seien viele Fehler in der Steuerpolitik gemacht worden, die dringend korrigiert werden müssten, sagte Juppé am Dienstag bei einem Besuch des Börsenbetreibers Euronext in Paris. Juppé, der Favorit der französischen Konservativen im Rennen um die parteiinterne Vorwahl für die Präsidentschaftskandidatur ist, plädierte dafür, Grossbritannien keine Hürden beim Austritt aus der Europäischen Union in den Weg zu legen.
Juppé sprach sich gegen eine von der sozialistischen Regierung geplante höhere Besteuerung von Aktien aus und bekräftigte, dass er als Präsident die Unternehmenssteuern senken und die von den Sozialisten eingeführte Reichensteuer abschaffen werde.
Ehemaliger «Maire» von Bordeaux
Juppé ist Bürgermeister von Bordeaux und hat in zahlreichen Regierungsämtern gedient, unter anderem als Ministerpräsident und Aussenminister. Er geht als Favorit in die Vorwahl der konservativen Republikaner, wo er gegen den früheren Staatschef Nicolas Sarkozy antritt. Der neue Präsident wird im Frühjahr 2017 gewählt.
(reuters/mbü)