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Ein Buchreview zum Roman das Gemeindekind von Marie von Ebner Eschenbach
Marie von Ebner Eschenbach (Quelle: Wikipedia.de)
Es gibt Romane die einem einen Einblick gewähren wie es früher zu und her gegangen ist. Einer dieser Romane ist das Gemeindekind. Er behandelt die Geschichte von Pavel Holub dem Sohn eines Raubmörders. Der Vater durch den Strang hingerichtet und die Mutter für zehn Jahre im Kerker eingesperrt kommt der Pavel unter bei einem Hirten. Pavel ist nun ein Gemeindekind, ein Kinde ohne “Eltern”, er wird aufgezogen von einer Pflegefamilie. Doch anders als in der heutigen Zeit sind die Pflegeeltern der damaligen Zeit nicht unbedingt um das Wohl des Kindes besorgt.
Trotz aller Widrigkeiten zeigt Marie von Ebner Eschenbach auf dass der Mensch durchaus in der Lage ist sich aus den Fesseln der Gesellschaft zu befreien und sich seinen eigenen Weg zu suchen.
Dem Aufmerksamen Leser wird auffallen dass die Kritik an der Gesellschaft und an der Kirche ein wichtiges Thema im Roman sind. Bei genauerem Hinschauen/Lesen bleibt auch die Kirche von dieser Kritik nicht verschont. Es gibt zahlreiche Themen die die Eschenbach in ihrem Roman behandelt manche davon sind offensichtlich und manche davon weniger, wie zum Beispiel der Beginn der Industralisierung.
Ich möchte hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Zum Schluss noch der Link zur Zusammenfassung zum Gemeindekind. Für alle interessierten.
Marie von Ebner-Eschenbach, geborene Freiin Dubský, ab 1843 Gräfin, war die Tochter des Franz Baron Dubský, ab 1843 Graf Dubský, und seiner zweiten Frau Baronesse Marie von Vockel. Väterlicherseits hat sie ihre Wurzeln im alten böhmisch-katholischen Adelsgeschlecht der Dubský von Třebomyslice. Mütterlicherseits stammt sie vom Geschlecht der sächsisch-protestantischen Familie Vockel ab. Sie hatte sechs Geschwister. Kurz nach ihrer Geburt starb ihre Mutter. Ihre erste Stiefmutter, Eugénie Bartenstein, zu der sie eine enge Beziehung hatte, verlor sie als siebenjähriges Kind. Drei Jahre später heiratete Maries Vater in vierter Ehe Gräfin Xaverine Kolowrat-Krakowsky, eine hochgebildete Frau. Auch mit ihrer zweiten Stiefmutter pflegte Marie ein inniges Verhältnis. Diese erkannte und förderte das schriftstellerische Talent ihrer Stieftochter. Während die Familie jedes Jahr mehrere Monate in Wien lebte, nahm Xaverine ihre Stieftochter häufig mit ins Burgtheater und gab ihr literarische Anregungen. Mit elf Jahren wurde Marie die Aufgabe zuteil, die Bücher ihrer verstorbenen Großmutter in der Bibliothek in Zdislawitz einzuordnen. Dabei regte sich bereits ihr Bildungstrieb, sie las nach ihrer Wahl, ohne Leitung oder Störung. Die Sommermonate verbrachte Marie bei ihrer Familie auf dem Schloss in Zdislawitz, und im Winter wohnte sie in Wien. Viele verschiedene Personen nahmen sich der Erziehung Maries an: mütterlicherseits ihre Großmutter, väterlicherseits ihre Tante Helen, tschechische Dienstmägde und deutsche und französische Gouvernanten. Folglich hatte sie das Glück, verschiedene Sprachen erlernt zu haben: Deutsch, Französisch und Tschechisch, wobei Französisch die Muttersprache war. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine weite Sicht über staatliche Zustände erhielt.