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In der Nordschweiz heissester Tag des Jahres
Der Freitag war ein meist sonniger und sehr heisser Hochsommertag. Obwohl die Besonnung durch Wolken gebietsweise etwas reduziert war, stieg die Temperatur in der Nordschweiz so hoch wie noch nie in diesem heissen Sommer.
Flache Druckverteilung über Europa
Die Druckverteilung über Europa war am Freitag recht flach. Auf der Bodenwetterkarte waren kaum grössere Druckgegensätze auszumachen (siehe Abbildung 1). In den höheren Atmosphärenschichten konnte man aber ein klareres Muster erkennen: Ein Trog lag über den Britischen Inseln, während sich ein Hochdruckkeil vom westlichen Mittelmeer über den Alpenraum bis nach Polen erstreckte (siehe Abbildung 2). Der Alpenraum lag damit in einer schwachen bis mässigen südwestlichen Höhenströmung. Die zugeführte Luft war sehr warm und noch recht trocken.
Nur wenige Wolken, und nur punktuell nass
In der Nacht und am Morgen überquerte in den mittleren Schichten eine etwas feuchtere Instabilitätszone unser Land. In den Walliser Alpen bildete sich darin in der Nacht zwischen etwa 3000 und 4000 Metern über Meer ein Wolkenpaket, das in der Folge nordostwärts zog. In einem sehr begrenzten Gebiet fiel daraus auch etwas Regen. Gegen Morgen verlagerte sich diese Regenzelle nordostwärts über das westliche Berner Oberland und das Emmental bis ins zentrale Mittelland, wo sie am Morgen abstarb. Die Wolke zog aber weiter Richtung Region Zürich, wo sie am Vormittag recht zäh die Sonne abschirmte (siehe Abbildung 3). Dann löste sie sich auch hier auf.
Sonst blieb es in der ganzen Schweiz ganztags allgemein sonnig. Am Nachmittag bildeten sich über den Bergen Quellwolken und daraus entstanden gegen Abend ganz lokal Schauer, bis Redaktionsschluss insbesondere über dem Jura und in Graubünden.
Sehr heisser Hochsommertag
Die zugeführte Luft war wie erwähnt auch ausserordentlich warm. Auf der Alpensüdseite lagen die Höchsttemperaturen zwischen 32 und 34 Grad, auf der Alpennordseite und inneralpin wurden sehr heisse 34 bis 37 Grad erreicht. Am Nordrand der Schweiz - also zwischen Basel und Schaffhausen - sowie am Flughafen Zürich-Kloten wurden die Jahreshöchstwerte verzeichnet.