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Ein internationales Forschungsteam mit Schweizer Beteiligung hat anhand von Baumringen vergangene Taifun-Schäden nachgezeichnet. Und dabei festgestellt, dass zerstörerische Wirbelstürme immer weiter nördlich vorkommen.
Starke Taifune oder Zyklone kommen häufiger in Regionen vor, in denen sie in der Vergangenheit selten auftraten. Ob das an natürlichen Schwankungen oder am Klimawandel liegt, war bisher unklar. Denn verlässliche Daten über die tropischen Wirbelstürme gibt es erst seit den 1980er Jahren, also für einen relativ kurzen Zeitraum.
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat nun die Geschichte tropischer Wirbelstürme anhand von Baumringen aus Ostasien nachgezeichnet.
«Jahrringe von Bäumen dienen als Archiv, in dem alle wichtigen Ereignisse während des Baumlebens gespeichert werden», erklärte Studienautor Jan Altman von der WSL und vom Institut für Botanik der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (IB CAS) gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch. So konnten er und seine Kollegen Stürme während der letzten 200 Jahre auf einer Nord-Süd-Achse von Südkorea bis nach Russland über 1300 Kilometer hinweg nachvollziehen.
Wie die Forschenden im Fachblatt «PNAS» berichten, schob sich die Zerstörung durch Zyklone im Laufe des 20. Jahrhunderts immer weiter nach Norden. In Gebiete also, die früher eher am Rande des Einflussbereichs von Taifunen lagen, so Altman. «Daher sind Mensch und Umwelt dort weniger angepasst und somit anfälliger für deren Auswirkungen.»
Da eine solche Verschiebung nach Norden im 19. Jahrhundert nicht feststellbar war, sei es sehr wahrscheinlich, dass diese Verschiebung im 20. Jahrhundert auf den Klimawandel zurückgeht, sagte Altman im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Durch den Klimawandel steigen die Wassertemperaturen in nördlicheren Meeresgebieten und ermöglichen so die Entstehung von Wirbelstürmen in immer nördlicheren Regionen, so Altman. (sda)
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