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Fast sind Nadine Zumkehr und Joana Heidrich zu den Spielverderberinnen an der Copacabana avanciert. Überraschung über 100 m der Männer: Usain Bolt holt sich Gold. Über 400 m bricht ein Südafrikaner die uralt Bestmarke von Michael Johnson und Andy Murray krallt sich den zweiten Olympiasieg in Serie.
Ultraknapp schrammt das Duo Nadine Zumkehr und Joana Heidrich an der Sensation vorbei. Im Viertelfinal der Beachvolleyballerinnen treffen die Schweizerinnen auf die Einheimischen Larissa/Talita. Nach dem Gewinn des ersten Satzes haben Zumkehr/Heidrich im zweiten Satz drei Matchbälle, können aber keinen verwerten. Im entscheidenden dritten Durchgang behalten die Brasilianerinnen mit 15:13 das bessere Ende für sich. Hier geht's zur ausführlichen Story.
Nadine Zumkehr und Joana Heidrich dürfen aber stolz sein auf ihre Leistungen an der Copacabana und auf ein erfolgreiches olympisches Turnier zurückschauen.
Der Jamaikaner Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt. Im Final über 100 m kam er zwar eher schlecht aus den Startblöcken, doch in gewohnter Manier liess er bis zum Zielstrich alle Konkurrenten noch hinter sich und lief in einer Zeit von 9,81 vor Justin Gatlin (USA) und Andre De Grasse (CAN) ein. Hier kannst du dir das Rennen der Sprintraketen anschauen.
Die Marke von Michael Johnson, aufgestellt vor 17 Jahren, schien unantastbar. Doch die 43,18 über 400 m wurden in Rio von einem Südafrikaner unterboten. Wayde van Nierkerk lief mit 43,03 neuen Weltrekord und sicherte sich die Goldmedaille. Auch Kirani James (GRN), der Olympiasieger von London 2012 (43,76), und der Amerikaner LaShawn Merritt (43,85) bleiben unter der Weltklasse-Marke von 44 Sekunden.
Im Tennis-Einzel der Männer hiess die Affiche im Final Andy Murray gegen Juan Martin Del Potro. Der Titelhalter aus Grossbritannien kann den ersten Satz in einem umkämpften Spiel für sich entscheiden. Der argentinische Herausforderer schlägt aber zurück und gleicht in Sätzen aus – gespielt sind da schon über zwei Stunden. Murray sicherte sich anschliessend die nächsten zwei Sätze und kann seinen Titel aus London erfolgreich wiederholen.
Die chinesische Wasserspringerin He Zi hatte im Dreimeterbrett-Finale von Rio de Janeiro keine Chance auf die Goldmedaille. Sie musste sich mit Silber begnügen, hatte aber auf dem Podest noch einen anderen Grund für pure Freude.
Qin Kai, der im Wasserspringen der Männer Bronze gewonnen hatte, hatte sich an das Siegertreppchen herangeschlichen. Mit der linken Hand holte der 31-Jährige eine kleine, rote Schachtel hervor, kniete nieder – und das Publikum tobte, denn alle wussten, was jetzt passieren würde: Es folgte ein Heiratsantrag vor Millionen TV-Zuschauern auf der grossen olympischen Bühne.
«Ich dachte: Was macht er da? Soll das ein Heiratsantrag werden? Ich war ein wenig schüchtern, weil es alle Leute sehen konnten», sagte He später. Qin sprach lange und bei He kullerten immer mehr Tränen, zwischendurch nickte sie. Nach zwei langen Minuten durften die Zuschauer in der Halle endlich über das Happy End jubeln: «She said Yes», stand auf der Anzeigetafel des Maria Lenk Aquatics Centre.