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Der 28-jährige Walliser Malcotti, nach mehreren Verletzungen nur noch die Nummer 165 der Weltrangliste, hatte im Halbfinal den Weltranglisten-Zweiten Mate Tamas Koch klar bezwungen (15:11) und behielt auch im Final gegen seinen ein Jahr jüngeren Kantons- und Klubkollegen Bayard die Nerven. 2018 war er mit der Schweizer Equipe noch Team-Weltmeister geworden.
Zuletzt hatte der Olympiateilnehmer von 2021 ein Seuchenjahr hinter sich. Problemen mit der Achillessehne folgten Schmerzen im Knie und der tiefe Fall in der Hierarchie. Malcotti wechselte seinen Fitnesstrainer und gewann Anfang Oktober ein stark besetztes Turnier der zweiten Kategorie. Das gab Selbstvertrauen, doch mit dem Exploit vom Samstag konnte kaum gerechnet werden. Der Walliser hatte sich am Freitag erst noch durch die Mühlen der Qualifikation kämpfen müssen. Nun wird er auch wieder zum Thema für das Team, für das es am Sonntag um wichtige Punkte in der Olympia-Qualifikation geht.
Bayard räumt drei Grosse aus dem Weg
Auch Alexis Bayard hatte auf dem Weg in den Final nicht zuletzt mit taktischer Finesse in defensiv geführten Duellen brilliert. Im Achtelfinal schaltete er den Weltranglisten-Ersten Davide Di Veroli aus (11:8), im Viertelfinal den Einzel-Olympiasieger Romain Cannone (13:12) und im Halbfinal den Team-Olympiasieger Masaru Yamada (11:10).
Erst im Final, der erstmals beim Weltcupturnier von Bern ein rein schweizerischer war, geriet er gegen seinen Klubkollegen von der Société d'escrime de Sion durch zwei Treffer vom 11:12 zum 11:14 vorentscheidend ins Hintertreffen. Als Nummer 15 der Weltrangliste ist Bayard mittlerweile der bestklassierte Schweizer Fechter.
Heinzer kann Exploit nicht bestätigen
Etwas zurückgefallen ist der langjährige Teamleader Max Heinzer. Der Schwyzer Routinier liess seine Klasse in der 1. Hauptrunde mit einem Sieg gegen die Nummer 3 Gergely Siklosi aufblitzen, scheiterte dann aber an Jian Tong Sito aus Singapur.