Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03313.jsonl.gz/809

Es ist noch nicht so lange her, da war Yann Sommer nicht gerade ein Penalty-Held. Nicht im Elfmeterschiessen des EM-Achtelfinals 2016 gegen Polen, nicht in der Nation League 2019 gegen England.
Doch es kamen der Spätherbst 2020 und das Jahr 2021 – und alles wurde anders. Zuerst parierte Sommer in der Nations League gegen den Spanier Sergio Ramos zwei Penaltys innerhalb von 22 Minuten. Dann sicherte er der Schweiz im Penaltyschiessen gegen Frankreich den Jahrhundertsieg im EM-Achtelfinal mit der Parade gegen Kylian Mbappé. Und schliesslich wehrte er in der WM-Qualifikation den Versuch des Italieners Jorginho ab. Es waren durchwegs entscheidende Paraden.
Der 32-jährige Sommer darf allerdings nicht auf diese Penalty-Szenen reduziert werden. Er spielt für die Schweiz mit einer herausragenden Konstanz. Fehler macht er kaum. In schwächeren Phasen hält er sein Team mit Paraden im Spiel und dank seinen fussballerischen Fähigkeiten ist er ein wichtiges Puzzleteil im Spielaufbau.
Diese Vorzüge führten ihn zu zwei Rekordmarken: Kein Schweizer Torhüter erreichte drei Mal in Folge als Nummer 1 bei einer WM- oder EM-Endrunde die K.o.-Phase. Und seit dem 28. Juni ist Sommer auch der Schweizer Torhüter mit den meisten Länderspielen. Gegen Frankreich überflügelte er mit seinem 65. Einsatz den bisherigen Rekordhalter Erich Burgener. Mittlerweile ist Sommer bei 72 Länderspielen angelangt.