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- Zum Ende dieses Winters werden die allermeisten Menschen in der Schweiz eine gewisse Immunität gegen das Coronavirus haben – weil sie geimpft oder genesen sind.
- Das schreibt die wissenschaftliche Taskforce des Bundes auf ihrer Webseite.
- Für die mittelfristige Corona-Entwicklung in der Schweiz stellt die Covid-19-Taskforce zwei Szenarien vor – mit hoher beziehungsweise tiefer Immunität gegen schwere Verläufe in der Bevölkerung.
Allein während der vier Wochen um den Höhepunkt der Omikron-Welle hätten sich schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung angesteckt. Gleichzeitig habe die Zahl der Spitaleintritte im Zusammenhang mit Covid-19 seit Anfang Jahr deutlich abgenommen. Diese Abnahme der Hospitalisationsrate habe sich seit Anfang 2022 mit zunehmender Dominanz von Omikron verstärkt.
Obwohl in Zukunft weiterhin Perioden mit höherer Viruszirkulation zu erwarten seien, sei die künftig erwartete Krankheitslast in den Spitälern deutlich reduziert gegenüber der Zeit vor der Impfung.
Szenario 1: Hohe Immunität gegen schwere Verläufe
Die Taskforce stellt zudem zwei Szenarien für die mittelfristige Corona-Entwicklung in der Schweiz in Aussicht. Im ersten Szenario bliebe die Immunität der Bevölkerung gegen schwere Verläufe hoch. Auf das Frühjahr 2022 hin erwartet die Taskforce einen weiteren Rückgang der Viruszirkulation und einen Übergang in dieses Szenario.
Diese Phase wird anhalten, solange die Immunität gegen schwere Krankheitsverläufe hoch bleibt (...) oder weil sie durch weitere Impfungen oder durch wiederkehrende Infektionen aufgefrischt wird.
«Diese Phase wird anhalten, solange die Immunität gegen schwere Krankheitsverläufe hoch bleibt, entweder, weil die Immunität lange bestehen bleibt oder weil sie durch weitere Impfungen oder durch wiederkehrende Infektionen aufgefrischt wird», schreibt die Taskforce. In den Wintermonaten seien weiterhin saisonale Infektionswellen zu erwarten.
Szenario 2: Überlastung des Gesundheitswesens droht
Das zweite Szenario würde aus Sicht der Taskforce eintreten, wenn die Immunität gegen schwere Verläufe in der Bevölkerung schnell und stark abnimmt – weil die Immunität nicht durch Impfungen oder Infektion aufgefrischt werde oder weil eine Variante häufig werde, die der Immunität ausweicht. «Dieses Szenario könnte die öffentliche Gesundheit in der Schweiz wieder in eine akute Notlage bringen», warnt die Taskforce. Das Gesundheitswesen und insbesondere die Spitäler könnten überlastet werden.
Dieses Szenario könnte die öffentliche Gesundheit in der Schweiz wieder in eine akute Notlage bringen.
Das Ziel im ersten Szenario sei es, einen Übergang zum zweiten Szenario zu verhindern. Lüften in Innenräumen, Maskentragen, Vermeiden von Menschenansammlungen und Abstandhalten seien zentral, um auch in Zukunft die Viruszirkulation während saisonalen Wellen zu reduzieren.
Solange die Fallzahlen beachtlich seien, sollte die Maskenpflicht für Innenräume sowie geschlossene Räume in Betracht gezogen werden – wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften des täglichen Bedarfs, Gesundheitseinrichtungen, Pflegeheimen und Ausbildungsstätten.