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Der Himmel strahlend blau, die Berge dagegen weiss : So sieht der Frühling über der Stadt aus.
Sie schlummert weit unten, in gräulicher Farbe ausgebreitet vor sich hin. Einzelne ihrer Gebäude werden sanft vom einfallenden Licht geweckt. Sie schimmern hell vor dem graublauen, glitzernden See. Die Bahn steht still.
Zwei ältere Frauen sitzen sich gegenüber:
„Dem Hund habe ich es angemerkt, (unterstützendes Kopfnicken) der wollte nicht mehr ins Auto steigen, wenn du mitgefahren bist.“
„Gut, wunderbar, dann nehme ich ab jetzt den Zug! Ist mir sogar lieber..“
„Nein, der wollte auch nicht mehr.. es geht einfach nicht, dass du mir jedes Mal sagst, was ich zu tun habe.“
„Ich fahre alleine mit dem Zug. Das ist gar kein Problem für mich.“
Stille. Die Bahn fährt. Dann ein kurzes, rasches Rascheln. Wie auf Kommando entfernen sich die beiden Frauen gleichzeitig voneinander und von ihren Sitzplätzen: Eine setzt sich weiter vorne wieder hin, die andere steht einfach da und schaut in den Wald hinaus. Der Fahrer steuert die Bahn mit quietschenden Geräuschen auf die Endstation Römerhof zu. Kurz vor der Ankunft steht die sitzende Frau auf und stellt sich neben die andere, die fortan alleine mit dem Zug fahren möchte. Sie steigen zusammen aus, an einem Sonntag in der Stadt. Ariela Sarbacher