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Schriftliche Anfrage betreffend Beiträge des Kantons an die Landwirtschaft
Session
: 09.10.2001
In der ”Südostschweiz” vom 6. Juli 2001 konnte man lesen: ”Der Kanton Graubünden spricht zwischen 2001 und 2003 Beiträge von 2,5 Millionen Franken an die Cascharia Bever, an die Molkerei Davos, an die Milchgenossenschaft Trun und an den Schlachthof Mittelbünden.”
Begründung: Damit wird der Kanton der neuen Agrarpolitik des Bundes gerecht und sorgt für gute Rahmenbedingungen und Infrastrukturen.
Ich möchte der Regierung folgende Fragen stellen:
1. Wieviel Geld hat der Kanton bis heute in den Schlachthof Mittelbünden investiert.?
2. Will der Kanton auch nach 2003 noch Geld in den Schlachthof Mittelbünden investieren.?
Chur, 9. Oktober 2001
Name: Stiffler
Session: 09.10.2001
Vorstoss: dt SchriftlicheAnfrage
Antwort der Regierung
Aufgrund der Schliessung des Schlachthofs in Chur im Jahre 1998 und des ausgewiesenen Bedürfnisses nach einem Schlachthof im Domleschg/Rheintal hat die „Schlachthof Mittelbünden AG“ in Unterrealta einen Schlachthof mit Kühl- und Zerlegeraum erstellt. Die Trägerschaft der Aktiengesellschaft setzte sich bei der Gründung im Jahre 1998 aus Metzgern, Landwirten und Viehversicherungen zusammen. Der Kostenvoranschlag für den Bau des Schlachthofs betrug ca. 1.5 Mio. Franken. Beabsichtigt war, die Einrichtungen des Schlachthofs Chur zu übernehmen.
1. Der „Schlachthof Mittelbünden AG“ wurde in den Jahren 1998 und 1999 je ein Beitrag von 150'000 Franken ausgerichtet. Im Jahre 2000 wurde festgestellt, dass vom Schlachthof Chur weniger Einrichtungen als geplant übernommen werden konnten, weil sie entweder nicht mehr brauchbar oder gar nicht mehr vorhanden waren. Das führte zu Mehrkosten, an denen sich der Kanton erneut mit 150'000 Franken beteiligte. Damit der Fremdkapitalanteil abgebaut und damit die Wettbewerbsfähigkeit dieses Verarbeitungsbetriebes langfristig gesichert werden kann, wurde mit Beschluss der Regierung vom 3. Juli 2001, zur Reduktion der Kapitalkosten der „Schlachthof Mittelbünden AG“ ein Sanierungsbeitrag von gesamthaft 400'000 Franken gewährt. Davon wurden 200'000 Franken im Jahre 2001 bereits ausbezahlt. Bis heute hat der Kanton Graubünden damit 650'000 Franken in den Schlachthof Mittelbünden investiert.
2. Es ist nicht vorgesehen, nach dem Jahre 2003 noch Geld in den Schlachthof Mittelbünden zu investieren.
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