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Symbole
Die Freimaurerei verwendet Symbole der mittelalterlichen Bauzünfte. Diese Symbole werden in einem übertragenen Sinn auf den Menschen und die Gesellschaft angewandt.
So versinnbildlicht beispielsweise ein Mitglied im ersten Grad einen rauen Stein, der durch "Arbeit" an sich selbst zu Selbsterkenntnis und Selbstbeherrschung kommt.
Ferner steht das Symbol der Wasserwaage für die Gleichberechtigung in der Loge, wo keine Unterschiede - wie die des Standes oder der Rasse - bestehen dürfen.
Die Symbole der Freimaurerei sind zwar fix in der Form, aber variabel in der Idee, die sie symbolisieren. Damit reflektieren sie den Wandel in technischer wie in moralischer Hinsicht.
Dies bedeutet, dass die Freimaurerei sich einer allegorischen Sprache bedient, deren Buchstaben die Symbole sind.
Damit ist es auch möglich, dass Menschen mit unterschiedlichem Bildungsstand und verschiedenem kulturellem Hintergrund - in einer Loge vereint - sich als Mitglieder einer einzigen "Familie" betrachten können.
Symbole stellen aber auch komplexe Ideenvorgänge dar, die ein Nachdenken erfordern und einer Interpretation bedürfen. Der Rechte Winkel symbolisiert die Idee des "rechten Handelns", der Gerechtigkeit.
Was aber bedeutet Gerechtigkeit? Die Achtung vor dem Gesetz? Wie soll ich auf eine Ungerechtigkeit reagieren?
Solche Überlegungen führen notgedrungen zu Fragen, die als unbequem empfunden werden:
Ist jeder, der sich auflehnt, im Unrecht?
Jeder wird einmal mit solchen Fragen konfrontiert. Derjenige, der sich vorgängig mit ihnen auseinander gesetzt hat, wird eine "gerechtere" Antwort darauf geben als der Überraschte.