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Slackline sieht zwar halsbrecherisch aus, gestorben ist dabei aber noch kein einziger Mensch auf der Welt. Bei dieser Sportart balanciert man über dem Wasser, über dem Boden oder auch über einer Schlucht.
Der Abgrund fasziniert Jonas Käppeli am meisten: «Im tiefsten Inneren möchte ich nicht hunderte Meter über dem Boden laufen. Trotzdem zieht mich der Abgrund an und ich weiss, dass mich meine Fähigkeiten wieder heil auf festen Boden bringen.»
Obwohl man beim modernen Seiltanz gesichert ist, verstehen viele die Faszination von Jonas Käppeli nicht. «Die meisten können es nicht nachvollziehen. Meine Grossmutter versteht zum Beispiel überhaupt nicht, wieso mich der Abgrund anzieht.»
Slackline als Randsportart
Slackline gibt es zwar schon seit den 1980er Jahren, trotzdem gilt dieser Sport als Randsportart. Damals waren es die Kletterer in den USA, welche auf ihren Seilen das Gleichgewicht trainierten. Mittlerweile trainieren viele Profisportler - wie zum Beispiel der Skifahrer Bode Miller - ihr Gleichgewicht auf der Slackline. Es können auch Slackline-Kurse in Kletterhallen oder an Universitäten besucht werden.
Die extreme Form von Slackline, das sogenannte Highlining, betreiben aber nur die wenigsten. Dabei läuft man teilweise hunderte Meter über dem Boden. Jonas Käppeli gehört zu einer Handvoll Sportlern, welche diese Form von Slackline in der Zentralschweiz betreiben. Doch die Slackline-Community ist weltweit vernetzt und so trifft man sich immer wieder an verschieden Slackline-Festivals auf der ganzen Welt.