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Janine Jansen © Harald Hoffmann/Decca
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Sinfoniekonzert 28
Münchner Philharmoniker | Valery Gergiev | Janine Jansen
Sibelius | Berlioz
Fr, 11.09. | 19.30 Uhr | Nr. 20357
Karten ab Mo, 23. März 2020 | 12.00 (UTC + 1)
Janine Jansen © Harald Hoffmann/Decca
11.
Sep
Freitag
19.30
Sinfoniekonzert 28
Münchner Philharmoniker | Valery Gergiev | Janine Jansen
Münchner Philharmoniker © wild und leise
Münchner Philharmoniker
Die 1893 gegründeten Münchner Philharmoniker erlangten unter Leitung ihres Chefdirigenten Felix Weingartner (1898–1905) internationales Ansehen. Gustav Mahler dirigierte das Orchester bei den Uraufführungen seiner Vierten und Achten Sinfonie, Bruno Walter brachte dort, kurz nach Mahlers Tod, Das Lied von der Erde erstmals zu Gehör. Der Bruckner-Schüler Ferdinand Löwe, der von 1908 bis 1914 als Chef amtierte, begründete die grosse Bruckner-Tradition der Philharmoniker. Siegmund von Hausegger und Oswald Kabasta prägten die Geschicke bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit Hans Rosbaud gewann das Orchester 1945 einen Leiter, der sich leidenschaftlich für die Moderne einsetzte. Ihm folgten Fritz Rieger (1949–66) und Rudolf Kempe (1967–76), ehe 1979 die siebzehnjährige Ära Sergiu Celibidaches begann, der den internationalen Ruf der Münchner Philharmoniker nicht zuletzt durch zahlreiche, Auslandstourneen stärkte. Von 1999 bis 2004 stand James Levine an der Spitze des Orchesters: Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall und bei den BBC Proms in London bildeten Höhepunkte seiner Amtszeit. Mit Christian Thielemann, der von 2004 bis 2011 als Generalmusikdirektor fungierte, reiste das Orchester dann u. a. nach Japan, Korea und China. Von 2012 bis 2014 trug Lorin Maazel als Chefdirigent die Verantwortung bei den Münchner Philharmonikern. Seit 2015 hat Valery Gergiev die Leitungsposition inne und setzte mit sinfonischen Zyklen von Schostakowitsch, Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow programmatische Akzente; in München führt er auch jährlich das Festival «MPHIL 360°» durch. Seit 2016 veröffentlicht das Orchester seine CDs auf dem hauseigenen Label «MPHIL». Derzeit entsteht eine Gesamtaufnahme der Sinfonien Anton Bruckners. Neben Gergiev kommt Zubin Mehta als Ehrendirigent eine herausgehobene Position zu.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 23. März 2002, als Christian Thielemann Werke von Debussy, Chausson und Ravel dirigierte.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mphil.de
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Valery Gergiev Valery Gergiev © Marco Borggreve
Valery Gergiev
Valery Gergiev, der 1953 in Moskau geboren wurde und im Kaukasus aufwuchs, studierte am Leningrader Konservatorium bei Ilja Musin und eröffnete seine Karriere 1977 als Preisträger des Karajan-Wettbewerbs in Berlin. Im Jahr darauf begann seine Zusammenarbeit mit der Kirow-Oper, dem heutigen Mariinsky-Theater, wo er mit Prokofjews Krieg und Frieden debutierte. 1988 wurde Gergiev dort zum Künstlerischen Leiter, 1996 zum Generaldirektor berufen; verbunden mit diesem Amt ist auch die Intendanz der Festivals «Stars of the White Nights» und «New Horizons». Mit dem Mariinsky-Ensemble gastierte er u. a. in Japan, China, Israel, den USA und vielen europäischen Musikzentren. 2006 konnte er in St. Petersburg einen neuen Konzertsaal einweihen, der eigens für das Mariinsky Orchestra errichtet wurde, 2013 folgte die Er-öffnung eines zweiten, neuen Opernhauses. Schon 1994 hatte Valery Gergiev seinen Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera gefeiert, die ihn von 1997 bis 2008 als Ersten Gastdirigenten verpflichtete. Parallel dazu stand er von 1995 bis 2007 an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra, und von 2007 bis 2015 leitete er das London Symphony Orchestra. Seit 2015 amtiert Valery Gergiev als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Als Gast dirigierte er die Sinfonieorchester von Boston, Chicago und San Francisco, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Mit Wagners Tannhäuser gab er 2019 seinen Einstand bei den Bayreuther Festspielen. Gergiev ist Vorsitzender des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs und Leiter des Moskauer Osterfestivals. In seinem Heimatland wurden ihm der Schostakowitsch-Preis und der Titel «Russischer Volkskünstler» verliehen; 2006 erhielt er den «Polar Music Prize» und den Karajan-Musikpreis.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 1999 mit Rotterdams Philharmonisch Orkest und Werken von Kancheli und Beethoven.
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Janine Jansen © Marco Borggreve
Janine Jansen
Die niederländische Geigerin Janine Jansen, die 1978 in Soest in der Provinz Utrecht geboren wurde, stammt aus einer Musikerfamilie. Im Alter von sechs Jahren begann sie, bei Coosje Wijzenbeek das Violinspiel zu erlernen, später studierte sie bei Philippe Hirschhorn und Boris Belkin. Als «New Generation Artist» der BBC konnte Janine Jansen 2003 bei den BBC Proms debutieren, die sie seither regelmässig verpflichteten, im Jahr 2014 sogar für die legendäre «Last Night», die weltweit im Fernsehen übertragen wurde. Sie konzertierte mit den Berliner Philharmonikern und dem Leipziger Gewandhausorchester, dem San Francisco Symphony, dem Cleveland Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic. In der Saison 2018/19 ist sie «artist-in-residence» beim Zürcher Tonhalle-Orchester und bei den Göte-
borger Sinfonikern. Im September 2018 ging sie mit dem London Symphony Orchestra und Sir Simon Rattle auf Tournee durch Japan und Südkorea, im Dezember interpretierte sie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Valery Gergiev das Sibe-lius-Konzert, und im Januar spielte sie bei der Salzburger Mozartwoche mit den Wiener Philharmonikern unter Ádám Fischer Mozarts A-Dur-Konzert. Regelmässig widmet sich Janine Jansen auch der Kammermusik. In der laufenden Spielzeit ist sie mit dem Pianisten Alexander Gavryl-yuk auf Konzertreise und präsentiert Werke von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms und César Franck. Jansens Diskographie umfasst Musik aus drei Jahrhunderten, von Antonio Vivaldi bis Benjamin Britten. Mit ihren Aufnahmen gewann sie allein viermal den «Edison Klassiek»; ausserdem wurde sie mit dem «Concertgebouw Prize», dem «Royal Philharmonic Society Award» sowie dem Preis des Bremer Musikfests ausgezeichnet und erhielt 2018 den «Johannes Vermeer Prijs». Janine Jansen spielt die Stradivari «Rivaz – Baron Gutmann», eine Leihgabe von Dextra Musica.
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