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Filmkritik: Brennende Häuser, Walfleisch und geräucherter Fisch - Weihnachtszeit in Island
Island zur Weihnachtszeit: Ein brennendes Haus mitten in der kargen Landschaft - der Besitzer hat es angezündet, denn Fertighäuser sind günstiger als eine Renovierung. Woanders streitet sich eine Familie bei der Auswahl des Weihnachtsbaums und in der Silvesternacht verkriecht sich ein vom Lärm des Feuerwerks verängstigter Hund unter einem Sofa. Sozialarbeiterinnen statten einen Drogenabhängigen mit einer neuen Packung Spritzen aus und ein Mädchen versucht erfolglos, seinen Vater durch ein einstudiertes Klavierstück zu beeindrucken.
Darüber hinaus gibt es Krippenspiele in der Schule, ein überfülltes Fitnessstudio und einsame Senioren in einem Altersheim. Andere Sequenzen zeigen wiederum, wie die Menschen feiern, warum ein dunkelhäutiger Sportler ins Solarium geht und wie ein Mann seinen Eltern erklärt, warum er aus ethischen Gründen kein Walfleisch mehr isst. Gleichzeitig wird ein Mann, der Fisch räuchern will, von seiner Frau kurzerhand in die Garage verbannt.