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Deutung: Mooriges Gebiet bei den Lehm- und Torfgruben.
Ehemals sumpfiges, mit Tümpeln übersätes, leicht geneigtes Gebiet. Schon seit 1932 bestehendes Moos mit zahlreichen Tümpeln und Weihern durchsetzt, von denen eine ganze Gruppe neuer durch den Aquarium Verein Zürich angelegt wurden. Gegründet wurde die Freilandanlage durch Paul Wild, Präsident des Vereins von 1933-36, nachdem man die frühere Anlage in Altstetten verlassen musste. Der Flurname Grubenmoos ging somit auf die Fischzuchtanlage und die nähere Umgebung über. Geplant war ein grosser Vereinsweiher und eine Hütte sowie weitere kleinere Weiher. Die jungen Seebacher Buben fingen in den 1930er Jahren im Katzenbach und im Grabenackerbach, aber auch anderswo Bachröhrenwürmer (Tubifex) und verkauften sie der Fischzucht im Grubenmoos für wenige Rappen.
Als besonderes Kleinod galten damals auch die letzten Bäume des nicht vollständig gerodeten Grubenholzes. Diese Bäume hatten die Aufgabe, das 1865 neu erstellte hohe Bahnbord vor Erosion zu schützen. Zwischenzeitlich wuchsen neue Bäume nach. Der Flurname ist in alten Urkunden nicht nachgewiesen, wohl deshalb, weil die Gegend früher als Sumpfgebiet kaum nutzbar war. Der Zehntenplan von 1820 weist für dieses Gebiet nur die drei Fluren Grubenredwiesen, Grubenholz und Schärenmooswiesen aus und erwähnt das Grubenmoos nicht. Somit kann die Entstehungszeit für diesen Flurnamen nur vermutet werden. Diese dürfte auf die Zeit vor 1550 anzusetzen sein, denn die Weiher und das Moos waren eine Folge des ursprünglichen Torf- und späteren Lehmabbaus. Da die Gruben urkundlich bis 1544 im Källeramtsurbar (KäU) indirekt schriftlich nachgewiesen sind, ist 1550 als Entstehungsjahr des Grubenmooses eine sehr konservative Schätzung. Dank dem Aquariumverein blieb der Name am Leben.
Es wird berichtet, dass die Mitglieder damals Frösche, Molche, Kröten, Bitterlinge, Stichlinge und die bekannten Wasserpflanzen pflegten und unterhielten. Es wurden auch exotische Fische gehalten und eine Terrarium-Anlage erstellt. Fische werden heute keine mehr gehalten, da diese zu viele der anderen Tiere auffressen würden. Heute leben dort Salamander, Molche, Eidechsen, Igel und Wasserflöhe. Es gedeihen auch Rohrkolben (Typha latifolia L.), sogenannte Kanonenbutzer und das Gebiet dient verschiedenen Tieren als Zwischenhalt. Der Verein veranstaltet ab und zu einen Tag der offenen Tür, letztmals 2005 und 2006.
Quellen: - Vorstadt 2005 - Hans Frei 2002 - Alfred Bader 2002 - Homepage des Vereins