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Rathaus
soll saniert und
Winkelgebäude ausgebaut werden
An
allen Ecken und Enden der beiden Gemeindeliegenschaften besteht dringender
Handlungsbedarf. 3.4 Mio. Franken kosten die Erneuerung des Rathauses
im Innern und der Ausbau des Winkelgebäudes mit der Neukonzeption
der Gemeindeverwaltung. Die Mitglieder der Bau- und Planungskommission
(BPK) und die Mitglieder der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission
(FGPK) haben sich über das Vorhaben, das in den Jahren 2005 und 2006
realisiert werden soll, aus erster Hand informieren lassen.
Wer
die Situation kennt, weiss um den Wert der beiden historischen Gemeindeliegenschaften
Rathaus und Winkelgebäude. Das Rathaus, neu erbaut im 19. Jahrhundert
(das erste Rathaus aus dem späten Mittelalter befand sich an gleicher
Stelle) und das Winkelgebäude (im nördlichen Winkel der alten
Stadtmauer), das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, stehen an zentraler
Lage im Städtli.
Drei
Hauptziele werden verfolgt
Im Rathaus ist praktisch die gesamte Verwaltung des Städtli untergebracht.
Das Erdgeschoss, die sogenannte Rathaushalle, wird vom Heimatmuseum genutzt.
Im Winkelgebäude besteht eine renovationsbedürftige Hauswartwohnung.
Im gleichen Geschoss, strassenseitig, befindet sich die Finanzverwaltung.
Die Elektrizitäts- und Wasserversorgung nutzte das erste Obergeschoss
des Gebäudes bis vor kurzem als Lagerraum.
Die
Situation präsentiert sich so, dass alle Verwaltungsabteilungen,
die Kanzlei, die Einwohnerkontrolle, das Steueramt, der Sozialdienst,
die Bauverwaltung sowie die Finanzverwaltung zu knappe Platzverhältnisse,
und keinen Reserveplatz, aufweisen. Andererseits besteht viel ungenutzter
Raum im Winkelgebäude. Zusammen mit dem dringenden Renovationsbedarf
im Innern des Rathauses verfolgt das vom Gemeinderat in die Vernehmlassung
gegebene Projekt folgende drei Ziele: die Neuorganisation der Verwaltung,
die bessere Nutzung der Gemeindeliegenschaften und die Werterhaltung der
Gebäude.
Schäden
im Rathaus
Die Innenrenovation des Rathauses verschlingt rund 1.4 Mio. Franken. Grösste
Ausgabenposten sind die Elektro-, die Gipser- und Verputz-, die Metallbau-
und Schreinerarbeiten, die Malerarbeiten sowie die Bodenbeläge. Ins
Gewicht fallen zudem Architekten- und Ingenieurhonorare sowie die Mehrwertsteuer.
Letztere macht alleine rund 100 000 Franken aus. Die Innenrenovation ist
dringend notwendig. Davon haben sich auch die Kommissionsmitglieder überzeugen
können. Die Mauern weisen zahlreiche grobe Risse auf, Tapeten lösen
sich von den Wänden, alte Bodenbeläge müssen ersetzt werden,
elektrische Installationen und brandschutztechnische Anforderungen weisen
Mängel auf. Die Statik ist problematisch und muss teilweise verstärkt
werden.
Bescheiden
mehr Raum für Verwaltung
Ausser, dass die Abteilung Steuern neu im Winkelgebäude, zusammen
mit der Finanzverwaltung untergebracht wird, bleiben im Rathaus die übrigen
Verwaltungsabteilungen bestehen. Im 1. OG entsteht eine kundenfreundliche
Zone mit zentralen Diensten inklusive dem neuen Zivilstandskreis Aarburg-Oftringen.
Die Gemeindekanzlei erhält die Räumlichkeiten des heutigen Steueramtes
und des Kopierraumes im 2. OG. Die Sozialen Dienste befinden sich vis-à-vis
der Kanzlei. Im 3. OG sind weiterhin die Bauverwaltung, das Büro
des Gemeindeammanns, ein Besprechungszimmer und ein Materialraum vorgesehen.
Die Verbindung im 3. OG zum Winkelgebäude führt zum Gemeinderats-Sitzungszimmer.
Auf dieser, vom Steildach des Winkelgebäudes geprägten, und
flächenmässig etwas eingeschränkten, aber mit Charme gestaltbaren
Etage, wird auch der Personal- und Aufenthaltsraum untergebracht.
Direkte
Verbindungen zum Winkelgebäude
Das 2. OG im Winkelgebäude teilen sich die Finanzverwaltung und das
Steueramt. Die beiden Verwaltungseinheiten arbeiten bereits heute eng
zusammen. Ein räumliches Zusammengehen ist zweckmässig. Die
Schalteranlage mit kleinen Besprechungsnischen bietet Gelegenheit, den
Kunden nach Bedarf die gewünschte Diskretion zuzubilligen. Das 1.
OG anerbietet sich aufgrund der kleinen Fenster und dem nur spärlich
eindringenden Tageslicht für die Schaffung von dringend benötigtem
Archivraum (bisher Lagerraum EVA). Das Archiv im Erdgeschoss des Rathauses
kann trotz regelmässiger Bewirtschaftung nicht mehr alle Akten aufnehmen.
Das Steueramt und die Finanzverwaltung benötigen Archivraum für
die Steuererklärungs- und Rechnungsablage. Die Nähe des Archives
zu diesen Abteilungen ist ein grosser Vorteil.
„Winkel“
steht zu grossen Teilen leer
Dieses Geschoss weist neben dem Archiv den Ersatz des Kopier- und Postraums,
der im Rathaus wegfällt, auf. Das Erdgeschoss des Winkelgebäudes
mit den zwei eindrücklichen Rundbogentore soll einer Fremdnutzung
überlassen werden. Heute dient der Raum als Abstellplatz. Angrenzend
an die Stadtmauer befindet sich auf demselben Geschoss der Stadtpolizeiposten,
der an dieser Stelle belassen werden kann. Mehrheitlich steht das interessante
Winkelgebäude heute leer. Nach Auffassung der Aarburger Exekutive
macht das nicht länger Sinn, weil das Gebäude trotzdem unterhalten
werden muss. Zudem ist es schade, wenn eine solche Liegenschaft an zentraler
Lage ungenutzt bleibt.
2.0
Mio. Franken für den Ausbau des Winkelgebäudes
Die Kosten für den Ausbau des Winkelgebäudes liegen mit 2.0
Mio. Franken über denjenigen für die Innenrenovation des Rathauses.
Der Grund ist plausibel. Die Struktur im Gebäude muss vollständig
neu aufgebaut werden, das heisst, es werden neue Decken eingezogen. Die
Geschosse im Winkelgebäude sind heute nur mit einfachen Holz- und
Gipskonstruktionen abgetrennt. Die Raumhöhe liegt zum Teil unter
2.0 Meter. Auch in diesem Gebäude ist die Statik mangelhaft. Die
grössten Ausgabenpositionen machen die Baumeister- und Betonarbeiten
sowie der Ausbau, respektive die Gipser-, Maler- und Schreinerarbeiten
sowie die Bodenbeläge aus. Grosse Ausgabenposten sind ferner die
Elektroanlagen und die Bedachungsarbeiten.
Im
Finanzplan eingestellt
Die Gesamtkosten von 3.4 Mio. Franken sind im Finanzplan der Gemeinde
eingestellt. Nach der Vernehmlassung durch die Bau- und Planungskommission
sowie die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission soll das Projekt
dem Souverän an der Wintergemeindeversammlung vorgestellt werden,
und gleichzeitig soll ihm das Kreditbegehren unterbreitet werden. Wenn
die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Sinn, Zweck und Notwendigkeit
des Vorhabens teilen, wird im 2005 in einer ersten Etappe das Winkelgebäude
in Angriff genommen und in einer zweiten Etappe im 2006 das Rathaus innen
saniert, sodass die Liegenschaften ab 2007 vollständig für die
künftige, langfristige Nutzung bereitstehen.
Baubewilligungen
Es
wurden folgende Baubewilligungen erteilt: an Franke Schweiz AG für
den Neubau einer Produktionshalle und Bürotrakt an der Dorfbachstrasse
2; an Heidi Lehmann für den Umbau Obergeschoss / Einbau Küche
und Bad an der Wallgrabenstr. 4; an Dieter und Mei Kaspar für den
Wohnhausanbau an der Eggenacherstr. 23; an die Franke Immobilien AG, Liegenschaftsverwaltung
für eine Infotafel zur Wohnungsvermietung an der Dorfbachstrasse
4; an Jean-Pierre Frey für eine Sitzplatzüberdachung an der
Pilatusstrasse 55; an Heinz Bhend für einen Wintergarten und eine
Pergola an der Alte Zofingerstrasse 64; an Alois Neidhart für eine
Sitzplatzüberdachung an der Grubenstrasse 13; an Daniela Vogel für
den Estrichausbau mit 3 Dachflächenfenster an der Brodheiteristrasse
6, an Peter Rita, Waldeggstr. 32, 6343 Rotkreuz für ein Gartenschwimmbad
an der Sandbrunnenstr. 21, 4663 Aarburg; an Angileri Gaspare für
eine Gartenlaube am Rigiweg 3; an Nikolco Mitevski für eine Kellertreppe
an der Schönmattstr. 20; an Jeisy Kurt und Martha für eine Sitzplatzüberdachung
an der Frohburgstr. 44; an Amsler Hanna für eine Sitzplatzüberdachung
an der Frohburgstr. 46
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