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Lange hat man gehofft – leider vergebens: In vielen Ländern wurden und werden wegen des grassierenden Corona-Virus bereits Rennen verschoben. Bisher traf es mittelgrosse Events wie nationale Rennserien, doch jetzt macht die Verschiebungswelle auch vor den grössten nicht Halt: jüngste Opfer sind der Weltcup und die Enduro World Series.
Weltcup-Auftakt in Portugal verschoben
Aufgrund der aktuellen Epidemie des neuartigen Coronavirus, die in den letzten Tagen auch Portugal befallen hat, gibt die Union Cycliste Internationale (UCI) bekannt, dass die Eröffnungsrunde des Mercedes-Benz UCI Downhill-Weltcups 2020, die am 21. und 22. März im Louzanpark im portugiesischen Lousã stattfinden sollte, nicht zu den vorgesehenen Terminen stattfinden wird.
Die UCI steht hinter der Entscheidung der lokalen Behörden von Lousã und des Montanha Clube, die Veranstaltung auf Grundlage der Anweisungen der portugiesischen Gesundheitsbehörden zu verlegen. In Anbetracht der derzeitigen Situation hätte die Durchführung der Veranstaltung ein potenzielles Gesundheitsrisiko für die Fahrer, für alle an der Veranstaltung Beteiligten und für die Fans dargestellt und zur Verbreitung von Covid-19 beitragen können.
Der neue Termin des Weltcup-Events wird erst nach Rücksprache mit dem Organisationskomitee, den Gesundheitsbehörden des Landes unter Berücksichtigung des Weltcups-Kalenders bekannt gegeben. Im Weiteren ist diese Entscheidung auch von der Entwicklung der Verbreitung des Corona-Virus weltweit und in Portugal abhängig.
www.uci.org
Runde eins und zwei der EWS erst im Spätherbst
Die Enduro World Series (EWS) gibt bekannt, dass die ersten beiden Rennen in Kolumbien und Chile verschoben werden, um die weltweite Ausbreitung von Covid-19 (Coronavirus) einzudämmen.
Die erste Runde, die am Ende des Monats in Manizales, Kolumbien, stattfinden sollte, wurde auf das Wochenende vom 7. bis 8. November 2020 verlegt. Die zweite Runde, die am 4. bis 5. April in Farellones, Chile, stattfinden sollte, wird nun am 14. bis 15. November 2020 stattfinden.
In Südamerika gibt es derzeit nur sehr wenige bestätigte Fälle des Corona-Virus, aber da die Fahrer aus der ganzen Welt zu den Veranstaltungen reisen, wurde im Interesse der Sicherheit aller beschlossen, die Rennen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr zu verschieben.
Chris Ball, Geschäftsführer der Enduro World Series, sagt: «Um alle Mitarbeiter, Fahrer und Fans bestmöglich zu schützen und in der gegenwärtigen Weltlage so verantwortungsvoll wie möglich zu handeln, haben wir die Entscheidung getroffen, unsere ersten beiden Läufe zu verschieben. Wir hoffen, dass die frühzeitige Entscheidung dieser Terminänderung dazu beiträgt, Stress aus einer Situation zu nehmen, die uns allen grosse Schwierigkeiten bereitet. Wir freuen uns darauf, unsere Saison im Mai zu beginnen und danken allen unseren Partnern und Mitarbeitern für ihre Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten.»
www.enduroworldseries.com
Kein Klassiker im Südtirol
Die Sunshine Racers Nals und die Internazionali d'Italia Series müssen ihr Klassiker, das Marlene Südtirol Sunshine Race das vom 3. bis 5. April in Nalles (Italien) geplant war, ebenfalls verschieben, nachdem die italienische Regierung ausserordentliche Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19-Ausbruchs des Corona-Virus ergriffen hat.
«Selbst in dem Zustand des Unbehagens und der Unsicherheit die diese Situation hervorruft, hatten wir gehofft, die Veranstaltung wie geplant durchzuführen, da unsere 20. Ausgabe genau am Ende der Unterbrechungsperiode der Sportveranstaltungen geplant war», erklärt Florian Pallweber, Präsident der Sunshine Racers Nals. «Leider wurde eine solche Option durch die Ausdehnung der restriktiveren Massnahmen auf das gesamte italienische Gebiet ausgeschlossen, da die neuen Vorschriften es uns nicht ermöglichen, die notwendigen Vorbereitungen für eine internationale Veranstaltung zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt müssen die öffentliche Gesundheit und Sicherheit vor allen anderen Überlegungen stehen.
Das Organisationskomitee hat mit Unterstützung der Serie Internazionali d'Italia den Italienischen Radsportverband bereits um eine Verlegung des Rennens auf einen späteren Zeitpunkt gebeten.
www.vitesseonline.it
Verschiebungen überhaupt möglich?
Nein, es geht nicht nur um ein paar Rennen. Fast täglich landen neue Pressemitteilungen von Rennveranstaltern im Postfach, die versuchen ihre Events zu verschieben. Da die Rennkalender aber jeweils gut gefüllt sind, ist es kaum realistisch, das die UCI und die nationalen Verbände all diesen Anliegen nachkommen können. Viele Rennveranstaltungen müssen wohl oder übel über die Klinge springen, dass nur schon die Rennen auf Weltcup-Niveau zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden können.