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Crystal Meth-Konsum verdoppelt das spätere Parkinson-Risiko
Der Konsum von Crystal Meth und anderen Amphetaminen kann in späteren Jahren die neurologische Krankheit Morbus Parkinson auszulösen, wie Forscher der Universität in Utah berichten. Diese hatten Meth-, und Kokainkonsumenten mit Nichtdrogenkonsumenten verglichen.

Jugendliche aufgepasst:
Crystal Meth kann
eure Gesundheit
gefährden

Bei jungen Menschen sind Crystal Meth und andere Amphetamine oben auf der Liste als Muntermacher für Partys und im Studium.
Bereits frühere Analysten aus Kalifornien, die Daten aus dem Spitalregister in Toronto von über 40'000 Crystal-Meth-und über 35‘000 Kokainkonsumenten mit über 200'000 Nichtdrogenkonsumenten verglichen hatten, berichteten über Zusammenhänge zwischen Crystal-Methkonsum und einem späteren M. Parkinson Risiko. Bei Kokainkonsumenten stellten sie diesen Zusammenhang nicht fest.
Für die aktuelle Untersuchung zogen die Forscher Daten aus der Utah Population Database (UPDB) aus den Jahren 1996-2011 heran. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt: knapp 5000 Methkonsumenten (inklusive anderen Amphetaminen) und knapp 1900 Kokainkonsumenten wurden mit 34‘000 gleichaltrigen Nichtdrogenkonsumenten verglichen. Den Forscher lagen nur zusätzliche Angaben zu Geschlecht und Alter vor sowie zum Konsum anderer Drogen oder Alkoholmissbrauch vor. Die restlichen Daten waren anonymisiert. Sobald zusätzlich andere Drogen oder Alkoholmissbrauch im Spiel waren, wurden die Teilnehmer ausgeschieden, da insbesondere der Alkoholmissbrauch das Parkinson Risiko bekanntermassen erhöht.
Bei den Kokainkonsumenten stellten die Forscher kein erhöhtes Parkinson Risiko fest. Anders bei den Methkonsumenten. Bei ihnen war das Risiko für eine Morbus Parkinson Erkrankung mehr als doppelt so hoch. Und: Bei den weiblichen Methkonsumenten war dieses Risiko deutlich höher als bei den Männern. Warum das Risiko bei den Frauen höher war, dafür haben die Forscher keine Erklärung.
Sowohl bei den männlichen wie auch den weiblichen Studienteilnehmern traten die ersten Parkinson Symptome im Alter von 50 oder später auf, das heisst einige Jahre nach Beginn der Drogenkarriere.
Häufig denkt man beim Drogenkonsum nur an die unmittelbaren Folgen und vergesse die Konsequenzen in späteren Jahren, so der Studienleiter. Im Westen habe der Methkonsum stark zugenommen. Crystal Meth ist eine Powerdroge, häufig billiger zu kaufen als andere Drogen und werde speziell von den Frauen immer mehr als „Diätmittel“ bei Übergewicht genutzt.
Parkinson ist eine Nervenkrankheit, deren Symptome typischerweise um das 60. Lebensjahr, häufiger bei Männern, herum beginnen. Erste Symptome sind ein starkes Zittern oder eine Schüttellähmung, meist beginnend in Fingern und Händen. Später kommen Gehschwierigkeiten sowie eine Muskelsteifigkeit hinzu. Auch die Gesichtsnerven werden immer mehr betroffen und beeinträchtigen zum Beispiel das Augenzwinkern und auch das Lachen. Auch die Sprache wird deutlich verwaschen. Bis heute kann Parkinson nicht geheilt werden. Medikamente und Operationen können nur Symptome lindern.
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