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Woher kommen Verhaltensauffälligkeiten? Liegen sie in der Bindungsbeziehung von Kindern und ihren Eltern begründet? Haben Aggressionen von Kindern und Jugendlichen ihren Ursprung in der eigenen Gefühlswelt, welche sie nicht gelernt haben zu begreifen? Dieses Buch zeigt auf, was schon im Säuglingsalter getan werden sollte, damit sich Kinder sicher und geborgen fühlen können. Die Eltern sollten die Gefühle ihres Kindes spüren, verstehen und spiegeln. Nur so kann das Kind lernen seine Gefühle angemessen einzusortieren. Gelingt dies nicht, wird das Kind stark verunsichert und kann nur bedingt gesunde Regulierungsstrategien für die eigenen Gefühle entwickeln. Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen gegen andere oder selbstverletzendes Verhalten in der späteren Kindheit und Jugend können eine Folge sein. Wenn Kinder und Jugendliche ihre eigenen Gefühle nicht verstehen, können sie nur bedingt Empathie für andere Menschen entwickeln. Dieser ungünstigen Entwicklung entgegenzuwirken ist eine Aufgabe der Erziehungsberatung. In einer "Gefühlszentrierten Beratung" können Eltern wie auch Kinder und Jugendliche lernen, ihre Gefühle angemessen zu interpretieren und in Worte zu fassen. Wenn dies gelingt, wird das Gefühl bewusst und es kann in Gedanken damit gespielt, gearbeitet und zudem das eigene Verhalten positiv beeinflusst werden.
Herr Wiedenhöft, geb. am 22.02.1984 in Kühlungsborn studierte von 2006 bis 2009 Kindheitspädagogik und baute 2009 bis 2011 mit dem Master-Studiengang Psychosoziale Beratung darauf auf. Von 2011 - 2014 war er als Schulsozialarbeiter tätig. Seit 2013 befindet er sich in der Zusatzausbildung "Systemisch Arbeiten und Beraten" (DGSF) in Hamburg.