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Ich möchte an dieser Stelle aber nicht weiter diskutieren, nach welchen Kriterien ein neues ERP-System ausgewählt werden soll. Hingegen lohnt es sich, einige Gedanken darüber zu verlieren, wie die Implementierung ablaufen soll.
Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Alternativen:
Die erste Option bedeutet, dass Sie Ihre Unternehmensprozesse den vorgegeben Standard-Prozessen im ERP-System anpassen müssen. Die zweite Option bedeutet das Gegenteil. Natürlich gibt es neben diesen beiden extremen Positionen auch Kompromisse.
Jean Cunningham stellt in ihrem Buch «Easier, Simpler, Faster: Systems Strategy for Lean IT» dazu provokant folgende Frage: Wollen Sie Ihr ERP-System managen oder soll Ihr ERP-System Sie managen?
Die Vorteile der ersten Alternative liegen auf der Hand:
Dieser Ansatz funktioniert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Die Kern-Geschäftsprozesse sind von Unternehmen zu Unternehmen nicht so unterschiedlich.
Die erste Alternative hat aber auch Nachteile:
Im Gegensatz zu Jean Cunningham bin ich der Meinung, dass die erste Variante, d.h. möglichst wenig anzupassen, wohl die bessere Alternative ist. Zu den oben aufgezählten Vorteilen kommt insbesondere hinzu, dass die kundenspezifischen Anpassungen während langer Zeit sehr viele Ressourcen binden. Ressourcen, denen damit die Zeit fehlt, andere wichtige Probleme nachhaltig zu lösen oder Prozesse und Abläufe zu verbessern.
Wer von Ihnen hat welchen Weg gewählt? Aus welchen Gründen? Bitte teilen Sie uns hier mit, welche Erfahrungen Sie gemacht haben.