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Die Teufelskralle ist unter dem wissenschaftlichen Namen Harpagophytum procumbens bekannt. Es handelt sich um eine Pflanze, die ausschliesslich in Afrika und zwar in der Kalahari Wüste und in Namibia beheimatet ist. Die Teufelskralle verdankt ihren Namen ihren Früchten, die mit zahlreichen Widerhaken versehen sind. Für alle im Handel erhältlichen Medikamente gegen Gelenkbeschwerden werden aber nicht die Früchte, sondern vielmehr die Wurzeln der Pflanze verwendet. Auch in Europa gibt es die Teufelskralle, namentlich die Kugel-Teufelskralle und die Ährige Teufelskralle. Beide Sorten sind aber nicht mit der Afrikanischen Teufelskralle verwandt.
Vielleicht fragst du dich, ob du Präparate mit dem Wirkstoff der Teufelskralle problemlos bei allen Krankheiten einnehmen kannst. Diese Frage nach den Wechselwirkungen ist durchaus berechtigt, vor allem, wenn du noch andere Medikamente einnimmst. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zwar nicht bekannt, doch solltest du die Teufelskralle bei bestimmten Krankheiten nicht einnehmen. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn du an Gallensteinen oder einem Magengeschwür leidest.
In Afrika wird die Teufelskralle seit Jahrhunderten bei zahlreichen Beschwerden erfolgreich eingesetzt. Die Menschen übergossen die Wurzeln mit heissem Wasser. Dieser Tee kam unter anderem zum Einsatz bei:
Hast du eine der vorgenannten Symptome, kann die Teufelskralle tatsächlich sehr wirksam sein. Dabei ist sowohl eine äusserliche Anwendung mit Salbe oder Balsam als auch die innerliche Anwendung mit Tabletten oder Kapseln möglich. Die Tabletten sind stärker konzentriert als Salben oder Balsam. Auch einen Tee kannst du dir ganz leicht selbst herstellen, indem du 4,5 Gramm des Pulvers mit 300 Milliliter kochendem Wasser übergiesst. Solch ein Pulver erhältst du in jeder Apotheke.
Dass die Teufelskralle gegen degenerative Erkrankungen wie Arthrose und zahlreiche andere Gelenkerkrankungen hilft, ist in Studien eindeutig belegt. Die Teufelskrallenwurzel hat sowohl eine schmerzlindernde als auch eine entzündungshemmende Wirkung. Somit können nicht nur Schmerzen in den Gelenken gemildert, sondern auch die Beweglichkeit insgesamt verbessert werden. Mit ein wenig gärtnerischem Geschick kannst du dir die Teufelskralle übrigens auch selbst im Garten anbauen. Die etwa zehn bis 15 Zentimeter hohe Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort und steinige oder sandige Böden. In ihrer Heimat ist die Teufelskralle teilweise starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, sodass sich der Anbau in unseren Gefilden teilweise schwierig gestaltet. In einem Zimmertreibhaus bei konstanten 25 Grad Celsius kannst du eine Aussaat dennoch versuchen. Mit etwas Glück keimen die kleinen Pflänzchen nach sechs bis acht Wochen. Ist die Pflanze einmal erfolgreich angewachsen, benötigt sie keine spezielle Pflege mehr.
Möchtest du die positive Wirkung der Heilpflanzen selbst testen, musst du nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen. Präparate mit dem Wirkstoff Teufelskralle sind frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich. Leidest du hingegen an akuten Schmerzen, wirst du mit Teufelskralle Kapseln nicht sehr viel Erfolg haben. Stattdessen solltest du auf die konventionelle Behandlung durch deinen Arzt vertrauen. Den Wirkstoff Teufelskralle kannst du natürlich präventiv einnehmen. Etwa zwei bis vier Wochen nach der ersten Einnahme solltest du bereits erste Besserungen deiner Gelenkbeschwerden feststellen können. Gegen Gelenkbeschwerden nimmst du am besten Kapseln ein, denn die im Tee enthaltene Konzentration ist viel zu gering, um etwas gegen die Schmerzen ausrichten zu können. Teufelskralle-Präparate sind von zahlreichen namhaften Arzneimittelherstellern erhältlich, unter anderem, von ratiopharm Zirkulin, Rivoltan oder Ensbona. Von ratiopharm sind nicht nur Kapseln, sondern auch Filmtabletten erhältlich. Diese Tabletten enthalten Lactose und sind apothekenpflichtig. Dennoch musst du auch bei diesen Präparaten mehrere Wochen warten, ehe sich erste Wirkungen zeigen. Eine Alternative zu Kapseln und Tabletten ist die Teufelskrallensalbe, die ebenfalls in der Apotheke erhältlich ist. Die Anwendung der Salbe ist denkbar einfach: Du trägst sie einfach auf die schmerzenden Stellen auf, wobei natürlich auch hier Geduld gefragt ist. Übrigens kannst du mit einigen Salben mit dem Wirkstoff auch diverse Hautkrankheiten wie die Schuppenflechte erfolgreich behandeln.
Die Wurzel dieser Heilpflanze enthält zahlreiche Bitterstoffe. Aus diesem Grund wird sie auch erfolgreich bei Krankheiten des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Möchtest du deine Verdauung unterstützen, kannst du sowohl zu einem Tee aus den Extrakten der Teufelskralle als auch zu Kapseln greifen. Nicht nur bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden, auch bei Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit zeigt die Teufelskralle ihre Wirkung. In diesem Fall ist ein Tee besonders zu empfehlen. Allerdings ist er nicht Jedermanns Sache, denn er schmeckt sehr bitter.
Die Teufelskralle zeigt Wirkung unter anderem wegen der enthaltenen Bitterstoffe, die auch als Iridoide bezeichnet werden. Darüber hinaus enthalten die sekundären Speicherwurzeln der Pflanze aber auch Inhaltsstoffe wie Phenolglykoside und unzählige Kohlenhydrate. Im Gegensatz zu schulmedizinischen Präparaten handelt es sich bei den frei verkäuflichen Teufelskralle-Kapseln um ein pflanzliches Produkt. Das bedeutet, dass es kein akutes Schmerzmittel ist, sondern kontinuierlich über einen längeren Zeitraum eingenommen werden muss, ehe sich eine Wirkung zeigt. Der wesentliche Vorteil der Heilpflanzen-Präparate: Im Gegensatz zu den meist sehr hoch dosierten Schmerzmitteln haben sie keine oder zumindest sehr geringe Nebenwirkungen. Nur in sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen, Übelkeit oder Durchfall kommen. Auch ein Hautausschlag kann bei einigen Patienten beobachtet werden. Medikamente gegen Gelenkbeschwerden haben dagegen oft unerwünschte Nebenwirkungen wie Magen- und Darmbeschwerden. Zudem können sie die Nieren unnötig belasten. Natürliche Präparate aus Heilpflanzen sind hier die bessere Lösung.
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