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Mit dem Geschäftsergebnis des ersten Semesters 2020 hat der Emmener Distributor Also die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz legte um 13% auf 5,4 Milliarden Euro zu. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg um 21% auf 92,4 Millionen Euro.
Gleichzeitig habe man den Betriebsaufwand von 4,0 auf 3,8% des Umsatzes gesenkt, schreibt Also. Damit blieb unter dem Strich ein Reingewinn von 44,8 Millionen Euro, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.
Wie das Unternehmen mitteilt, habe man die Coronakrise zwar in der Lieferkette zu spüren bekommen. Aber aufgrund von verschiedenen Massnahmen wie Schichtsystemen in den Lagerhäusern habe man die Lieferfähigkeit sichern können.
Pandemie-bedingte Verschiebungen in einigen Kunden-und Produktkategorien seien durch positive Entwicklungen in anderen Bereichen ausgeglichen worden. Konkret nennt Also neu geschaffene Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Homeoffice und Home Schooling.
Also unterteilt sein Business seit einigen Jahren in die "3S" und meint damit Supply (Distribution), Solutions (Value Added Distribution) und Services (Logistik- und Prozess-Services). Der Vertrieb von Hard- und Software macht nach wie vor den grössten Teil des Umsatzes aus. Im Geschäftsbereich Supply erzielte Also einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro und damit 13% mehr als im Vorjahr.
Im Bereich Solutions wuchs der Umsatz um 2,3% auf 867 Millionen Euro. Der Services-Umsatz legte um über 18% auf 236 Millionen Euro zu.
Die Also Cloud-Plattform (ACMP) verzeichnete laut Mitteilung einen Umsatz von 140 Millionen Euro (+42,9%). Erfreulich sei, dass diese Entwicklung in einer Zeit erreicht wurde, in der mehrere Softwarehersteller Covid-19 bedingt vermehrt freie und Versuchs-Lizenzen angeboten hätten. Einschliesslich dieser würden derzeit 19 Millionen Lizenzen über die ACMP gemanagt.