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Evi Sachenbacher-Stehle wurde nach dem Massenstartrennen vom letzten Montag der Missbrauch des Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen. Sowohl die A- wie auch die B-Probe waren positiv.
Alle Ergebnisse gestrichen
Das IOC schloss die 33-Jährige von den Spielen aus und erklärte alle Ergebnisse inklusive der Mannschaftswettbewerbe für nichtig. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schloss Sachenbacher-Stehle per sofort aus dem Olympiateam aus. Über weitere Konsequenzen wird entschieden, sobald der Biathlon-Weltverband das Doping-Verfahren einleitet.
Sachenbacher bestreitet bewusstes Doping
Sachenbacher-Stehle erklärte: «Ich erlebe gerade den schlimmsten Albtraum, den man sich vorstellen kann. Ich kann im Moment allen Beteiligten nur ausdrücklich versichern, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst verbotene Substanzen zu mir genommen habe.»
Zweifache Olympiasiegerin
In Sotschi hatte die Deutsche im Massenstart-Rennen der Biathletinnen als 4. die Medaillen nur knapp verpasst. Sie hatte erst vor zwei Jahren vom Langlauf zum Biathlon gewechselt. In ihrer Langlauf-Karriere hatte sie unter anderem zweimal Olympiagold und drei weitere Olympia-Medaillen gewonnen.
Bereits Unregelmässigkeiten in Turin 2006
Die Oberbayerin hatte schon während den Olympischen Spielen 2006 in Turin für Schlagzeilen gesorgt, als sie wegen erhöhter Blutwerte mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden war.
Italienischer Bob-Athlet ebenfalls gedopt
Der zweite Dopingfall in Sotschi betrifft den italienischen Viererbob-Athleten William Frullani. Wie das italienische Nationale Olympische Komitee (CONI) bekannt gab, wurde beim 34-jährigen Anschieber in A- und B-Probe ein verbotenes Stimulans gefunden. Frullani, der am Samstag ins Viererbob-Rennen starten wollte, wurde aus der italienischen Delegation ausgeschlossen und nach Hause geschickt.