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Einsiedeln, Stiftsbibliothek
Man darf mit Recht die Einsiedler Stiftsbibliothek als eine typische Klosterbibliothek bezeichnen. Um die Heilige Schrift legen sich in einem inneren Kreis die geistlichen, theologischen Wissenschaften, und in einem äusseren Kreis alle anderen Wissenschaften, über Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft bis zu den Naturwissenschaften und der Medizin. Diese umfassende Weite dokumentieren schon die Handschriften aus der Frühzeit des Klosters, ebenso auch der sog. historische Bestand aus der nachreformatorischen Zeit, und in etwa gilt dies auch für die moderne Bibliothek. Zum Bestand der Stiftsbibliothek gehören heute ca. 1200 Handschriften (davon ca. 580 vor 1500), 1100 Inkunabeln und Frühdrucke (bis 1520) sowie 230'000 gedruckte Bände des 16.-21. Jahrhunderts. Zahlreiche laufende Zeitschriften bieten die jeweils neuesten Forschungsergebnisse aus den verschiedensten Wissensgebieten.
Die Sammelhandschrift aus dem 9./10. Jahrhundert enthält die Vita Antigoni, Fragmente einer angeblichen Collatio Alexandri et Dindimi und eines gefälschten Briefs von Seneca an Apostel Paulus und Augustinus’ das “Enchiridion, seu De fide, spe et caritate". Später beigefügt eine Abschrift des Wormser Konkordats von 1122. Ihre Niederschrift fand sie in Einsiedeln und im süddeutschen Raum, evtl. in St. Gallen.
Online seit: 21.12.2009
Diese aus Disentis stammende Handschrift (9. Jh.) enthält die Recognitiones des Papstes Clemens I. in der lateinischen Übersetzung von Rufinus von Aquileia. Es fehlen die Bücher IV-VI und einzelne Kapitel.
Online seit: 23.04.2013
Geschrieben wurde diese Sammelhandschrift im 10./11. bzw. im 13./14. Jahrhundert in Einsiedeln und St. Gallen. Sie enthält verschiedene Schriften zur religiösen Erbauung wie die Heiligenviten der Heiligen Faustinus, Jovita und Gangolf, die Benediktsregel, Predigten, ein liturgisches Traktat und De ratione temporum.
Online seit: 21.12.2009
Mystische Traktate deutsch. Mechthild von Magdeburg, Das fliessende Licht der Gottheit, und andere mystische Schriften (z.B. Meister Eckhart). Die Handschrift wurde zusammen mit Cod. 278(1040) auf Geheiss der Margarete zum Goldenen Ring von Heinrich Rumersheim in Basel den vier Schwesternhäusern in der Au bei Einsiedeln geschenkt.
Online seit: 26.04.2007
Mystische Traktate deutsch: Rudolf von Biberach, Meister Eckhart, Johannes von Sterngassen, Albert der Grosse usw. Die Handschrift wurde zusammen mit Cod. 277(1014) auf Geheiss der Margarete zum Goldenen Ring von Heinrich Rumersheim in Basel den vier Schwesternhäusern in der Au bei Einsiedeln geschenkt.
Online seit: 26.04.2007
Der erste Teil (s. 1-178) enthält asketische Traktate in rätischer oder alemannischer Minuskel, die zusammen mit Einsiedeln 199 ursprünglich einen einzigen Band bildeten. Die anderen Teile wurden in karolingischer Minuskel geschrieben. Der zweite Teil (S. 179-270) ist in die Schweiz oder Norditalien zu lokalisieren und der letzte Teil (S. 271-314) in Frankreich. Schon im 14. Jh. wurde die Handschrift in Einsiedeln aufbewahrt, wie zahlreiche maniculae von der Hand von Heinrich von Ligerz bezeugen.
Online seit: 09.04.2014
Das Devotionale von Abt Ulrich Rösch von St. Gallen enthält verschiedene Gebete, Zeittafeln und Kalendarien, ist mit Zierinitialen geschmückt und wurde im Jahr 1472 geschrieben.
Online seit: 31.07.2009
Den ersten Teil der Handschrift bildet das Werk des Boethius Peri Hermeneias des Aristoteles. Den zweiten Teil bilden 10 Heiligenviten, die vermutlich für die Lesung im Chor bestimmt waren.
Online seit: 12.08.2010
Boethius ist der Autor der beiden in diesem Manuskript überlieferten Traktate aus dem 10. Jahrhundert: der De geometria (1-22) und der De musica (23-145). Die zwei Texte sind von zahlreichen Zeichnungen sowie Marginal- und Interlinearglossen umgeben.
Online seit: 22.03.2017
Das Werk des Bartholomäus de Glanvilla bildet nur den erten Teil dieser Sammelhandschrift, die überdies noch folgende Werken enthält: Albertus Magnus (De compositione hominum et de natura animalium), De Romana Curia, De consecratione Romanorum Imperatorum, Forma iuramenti, Privilegium Constantini, Kardinäle und Titelkirchen der Kardinäle, De arboribus.
Online seit: 12.08.2010
Inhalt des Codex ist die Schrift des Boethius Peri hermeneias Aristotelis Libri V. Doch fehlen (schon seit dem 14. Jh.) Anfang und Schluss des Werkes. Der Band weist zahlreiche „Hände“ und Marginalien des Heinrich von Ligerz auf.
Online seit: 12.08.2010
Zwei Sammelbände, geschrieben im 9. und 10. Jahrhundert in Ostfrankreich oder Südwestdeutschland mit Werken des Wandelbertus, Boethius, Ausonius, Gregorius, Arator, Prosper, Prudentius, Aldhelmus und Bonifatius.
Online seit: 31.07.2009
Seit ungefähr etwas mehr als zwanzig Jahren weiss man, dass diese sehr alte Handschrift medizinische Schriften von zwei Autoren enthält, während man bisher den ganzen Band dem Galenus zuschrieb. Die beiden Teile sind: 1. Galenus, Ad Glauconem de medendi methodo Lib. I-III (allerdings nicht in den richtigen Reihenfolge des Textes) und 2. Pelagonius , Ars veterinaria. Von diesem Werk fehlen Anfang und Schluss des Textes.
Online seit: 04.11.2010
In dieser Papierhandschrift, die in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Bellinzona abgeschrieben wurde, sind eine Reihe von Dekreten enthalten, die von der Visconti-Regierung zwischen 1352 und 1443 für die Behörden der Stadt erlassen wurden. Auf den weiss gelassenen Seiten am Ende des Textes wurden Freistellungs-Briefe für die Leute des Misox, die in den Jahren 1498-1499 erlassen wurden, kopiert. Die Handschrift gehörte der Familie Varone und wurde im Jahre 1537 vom Bellinzoner Notar Giovanni Giacomo Rusca gekauft und restauriert. Im 17. Jahrhundert wurde sie von Carlo Bernardino Zacconi den Jesuiten von Bellinzona geschenkt und gelangte 1787 in die Stiftsbibliothek Einsiedeln, nachdem die Benediktiner die Bibliothek der Jesuiten übernommen haben.
Online seit: 20.12.2012
Die Handschrift enthält mehrere Werke von Prudenz und wurde von verschiedenen Kopisten geschrieben. Der Text ist von hauptsächlich interlinearen Glossen umgeben; die meisten davon sind in lateinischer Sprache, einige im alemannischen Dialekt.
Online seit: 22.03.2017
Die Handschrift enthält in zwei Teilen Darlegungen des Hippokrates sowie dessen Werk De urinis und wurde in der 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts in St. Gallen geschrieben.
Online seit: 31.07.2009
Inhalt des Codex ist des Boethius Kommentar In Isagogen Porphyrii Commentorum Editio secunda (ed. Brandt 1906). Der Codex ist von mehreren Händen geschrieben, d. h. von kölnischen und einsiedlischen; die Art der Zusammenarbeit ist nicht festzulegen. Der gleiche Text findet sich auch in Cod. 338(1321) I.
Online seit: 12.08.2010
Fast quadratische Handschrift mit breiten Rändern, in welche einige wenige Glossen eingefügt wurden. Der Haupttext dieser Handschrift ist das Traktat De statu animarum von Claudianus Mamertus, welches im Mittelalter weit verbreitet war. Die Handschrift wurde mit Sicherheit nicht in Einsiedeln erstellt, sondern stammt vermutlich aus Soissons.
Online seit: 17.03.2016
Sammelhandschrift, welche ab der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts datiert werden kann. Sie enthält unter anderem die Annales Einsidlenses, Priscians De grammatica, das Fragment eines Texts über das Schachspiel und ein Kalendar mit Nekrologeinträgen bis zum 16. Jahrhundert.
Online seit: 19.12.2011
Sammelhandschrift, die verschiedene Texte zur Berechnung des Osterfests enthält, zwei datierbare Kalender, der erste zwischen 950 und 975 (4-16), der zweite im 9./10. Jahrhundert (29-40) und die Quaestiones morales, die ins 13. Jahrhundert datierbar sind.
Online seit: 19.12.2011