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So fanden 2021 gleich drei Erdbeben mit einer Magnitude von 4.0 und mehr statt. Seit 1975 gab es ein solches Beben aber durchschnittlich nur ein Mal jährlich, wie der SED am Mittwoch mitteilte.
Im vergangenen Jahr trat das erste dieser Ereignisse am 1. Juli im Gebiet um den Furkapass auf. Es hatte eine Stärke von 4.0 und wurde bis nach Schaffhausen wahrgenommen. Am 5. Oktober erschütterte ein Beben mit Magnitude 4.1 bei Arolla (VS) die Erde. Obwohl es stärker als das erste war, gingen nur Verspürtmeldungen aus dem Wallis ein.
Am 25. Dezember schliesslich wurde die Region um Ajoie (JU) mit einer Magnitude von 4.1 durchgeschüttelt. Es wurde bis nach Lausanne, Bern, Luzern und Zürich verspürt. Dieses Ereignis im Jura verdeutlicht, dass die ganze Schweiz ein Erdbebenland ist, wie es in der Mitteilung heisst.
Erdbeben machen aber vor Landesgrenzen nicht halt: So erschütterte am 18. Dezember ein Beben mit der Stärke von 4.4 das italienische Bergamo und wurde bis in die Zentralschweiz verspürt. Rund 1000 Meldungen dazu gingen beim SED ein.
Der SED bezieht seine Daten aus über 200 Messstationen aus der ganzen Schweiz und kann so Erdbeben ab einer Magnitude von 1.5 flächendeckend erfassen. Er unterstützt mit seiner Erdbebenüberwachung zurzeit fünf Tiefengeothermieprojekte sowie die Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra).
(sda)