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Im Fischereistreit mit Grossbritannien muss sich Frankreichs Meeresministerin Annick Girardin gegen Vorwürfe des Einknickens verwehren.
Girardin hatte am Donnerstag bei einem Treffen der Fischereibranche angekündigt, sie habe eine Kostenschätzung für Entschädigungen von Fischern in Auftrag gegeben, die künftig nicht weiter in britischen Gewässern fischen dürfen. Dafür könnten 40 bis 60 Millionen Euro fliessen, zitierte die Zeitung «Les Échos» Girardin.
Mögliche Entschädigungen für leerausgegangene Fische bedeuteten nicht, zu kapitulieren, sagte sie am Freitag im Sender Franceinter: «Das heisst nicht, dass wir aufhören, für die Rechte der Fischer zu kämpfen.» Es gebe weiterhin tägliche Verhandlungen mit Grossbritannien.
Von Fischern und der Opposition wurde danach Kritik laut. Es sei unwürdig, für das Verhalten der Engländer zu zahlen, statt es den Fischern zu ermöglichen, zu arbeiten, twitterte die Rechtsaussen-Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Pierre Vogel, Fischer aus Saint-Malo, sagte der Zeitung «Ouest France»: «Man hat den Eindruck, dass sie (die Regierung) sich auf auf ein Ende der Verhandlungen vorbereiten.»
In der Auseinandersetzung zwischen Paris und London geht es um Fischereilizenzen für französische Fischer in britischen Gewässern. Frankreich wirft Grossbritannien vor, sich nicht an Brexit-Abmachungen zu halten und französischen Fischern entgegen der Vereinbarung Lizenzen zu verweigern. London weist die Anschuldigungen zurück. (yam/sda/dpa)
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