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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «L’Art au musée» präsentiert das Greyerzer Museum in Bulle diesen Sonntag seine Kollektion mit Gemälden von Jean-Joseph Crotti (1878–1958). Der Hauptteil der Sammlung besteht aus einer anonymen Schenkung, die das Museum diesen Sommer erhalten hat. Darin befinden sich dreissig Gemälde des Dada- und Kubismus-Künstlers, der unter anderem mit Grössen wie Picasso, Braque oder Chagall verkehrte.
Schon früher besass das Museum zwölf Crotti-Werke aus Schenkungen sowie eines, das die Freunde des Museums ankauften. Mit dem Bestand befindet sich das Greyerzer Museum in illustrer Gesellschaft: Nicht nur das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg und das Kunsthaus Zürich besitzen Werke von Crotti, sondern auch Institutionen wie das Musée d’art moderne und das Centre Pompidou in Paris, die Tate Gallery in London oder das Museum of Modern Art in New York.
Jean-Joseph Crotti wurde 1878 in Bulle geboren. 1901 zog er nach Paris, um an der renommierten Académie Julian zu studieren. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs reiste er in die USA, wo er von 1914 bis 1916 lebte, zuerst in Ohio, dann in New York. Dort lernte er unter anderem Marcel Duchamp kennen, durch den er zum Dadaismus fand. 1916 kehrte er nach Paris zurück, wo er 1919 in zweiter Ehe Marcel Duchamps Schwester Suzanne heiratete. Er stellte regelmässig in Frankreich, England, Deutschland und den USA aus. 1927 wurde er französischer Staatsbürger und später Ritter der Ehrenlegion. Crotti starb 1958 in Neuilly-sur-Seine und ist auf dem Friedhof St. Leonhard in Freiburg beigesetzt.
Greyerzer Museum, Bulle. So., 25. Oktober, 14 bis 16 Uhr. Runder Tisch mit Jacques Pugin, Nicolas Crispini, Isabelle Raboud-Schüle, Christophe Mauron und Mégane Rime.