Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/1136

Nebenleistungen, namentlich Umschliessungen und Verpackungen, werden steuerlich gleich behandelt wie die Hauptleistung.
Weil in Deinem Fall die Hauptleistung mit 8% besteuert wird, musst Du auch den Versand und die Verpackung mit 8% verrechnen. Deshalb ist Deine Variante a) korrekt.
Wenn Du Artikel mit verschiedenen MWST Sätzen verkaufst und alles auf einer Rechnung zusammenfasst, dann wird es etwas komplizierter. Ein Beispiel dazu findest Du in der MWST Info.
Wenn Du Produkte ins Ausland exportierst, sind diese nicht MWST pflichtig. Das selbe gilt für die Versandkosten. Du solltest auf der Rechnung ausweisen, dass die Artikel exportiert wurden. Das Zielland wird die ausländische MWST bei der Verzollung erheben und Deinem Kunden verrechnen.
Wichtig ist, dass Du den Nachweis des Exports zusammen mit der Rechnungskopie aufbewahrst.
Du schickst die Rechnung von der Schweizer Firma an einen Deutschen Endkunden.
Die Ware wird von einem Logistik-Unternehmen in Deutschland gelagert und von dort in Deinem Auftrag an den End-Kunden in Deutschland geschickt.
Habe ich Dich so richtig verstanden?
Dann wäre es so, dass die Schweizer Firma in Deutschland umsatzsteuerpflichtig wird (sofern Du die Mindest-Umsätze dafür überschreitest). Dadurch müsstest Du auf der Rechnung die deutsche Umsatzsteuer von 19% ausweisen.
Aus Sicht der MWST kommt es im Endeffekt nicht darauf an, ob er die Ware aus der Schweiz oder aus Deutschland erhält, die 19% bezahlt er so oder so: entweder bei der Verzollung oder durch Dich in Rechnung gestellt.