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EINZIGER AKT
Abu Hassan, ein Günstling des Kalifen, und seine Frau Fatima haben weit über ihre Verhältnisse gelebt und eine Menge Schulden. Um die drängenden Gläubiger bezahlen zu können, verfällt Abu auf eine kecke Idee: Er schickt seine Frau zu Zobeide, um seinen Tod zu melden und die Trauergabe, einen Beutel Gold, zu erhalten. Kaum ist Fatima fort, als die ersten Gläubiger kommen, darunter Omar. Mit List gelingt es Abu, sie wieder los zu werden.
Als Fatima mit dem Geld zurückkehrt, macht sich Abu auf den Weg, um den Kalifen von Fatimas Tod zu unterrichten. Auch er erhält einen Beutel Gold.
In der Zwischenzeit hat Omar Abus Schuldscheine aufgekauft, besucht Fatima und erpresst sie. Dieser ist es gelungen, den alten Wüstling in ein Nebenzimmer einzusperren, zur Freude des zurückkehrenden Abu.
Boten des Kalifen und seiner Gemahlin erscheinen, um sich vom Ableben des Ehepaares zu überzeugen. Fatima und Abu stellen sich abwechselnd tot. Alles geht gut, bis der Kalif mit Zobeide auftaucht, um die toten Freunde zu betrauern. Der Kalif bietet demjenigen seiner Begleitung tausend Goldstücke, der sagen könne, wer von den beiden zuerst gestorben ist. Abu kehrt ins Leben zurück und ruft: «Ich starb zuerst«: Er erklärt, dass des Kalifen übermässige Gnade ihn wiedererweckt hat, wunderbarerweise wird auch Fatima lebendig.
Als Abu befragt wird, wie er seine Schulden bezahlen kann, antwortet er, Omar werde als Gegenleistung für Fatimas Gunst alles begleichen. Die verschlossene Tür des Nebenzimmers wird geöffnet, Omar stürzt davon. Der gutmütige Kalif verzeiht Abu und Fatima, er gibt Anweisung, die Schulden der beiden treuen Diener aus seinem Schatz zu bezahlen.