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Der Ständerat hiess das Geschäft mit 41 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung gut. Das Geschäft im Gesamtumfang von 33,7 Millionen Franken ist damit bereit für die Schlussabstimmung.
Mit der Beteiligung am empfindlichsten Radioteleskop des 21. Jahrhunderts wird es möglich sein, die Entstehung der ersten Sterne und Galaxien zu erforschen und einige der grössten Rätsel des Universums zu entschlüsseln.
Für das Radioteleskop-Projekt sollen in den kommenden Jahren in Südafrika 130 Antennen mit einem Durchmesser von 15 Metern und in Westaustralien 130'000 TV-ähnliche Antennen gebaut werden. Die Schweiz will sich zusammen mit 13 anderen offiziell involvierten Ländern an diesem Unterfangen beteiligen.
Am 16. September 2020 hat die Bundesversammlung im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für den Zeitraum 2021 bis 2024 einem Verpflichtungskredit in der Höhe von 8,9 Millionen Franken für einen Beitritt der Schweiz zur internationalen Organisation SKAO zugestimmt.
Im Laufe des Jahres 2020 hat das zuständige Staatssekretariat zusammen mit an SKAO interessierten Industrieakteuren und Institutionen in der Schweiz die gegenwärtige Situation überprüft. Diese Analyse hat aufgezeigt, dass nur eine Vollmitgliedschaft für die Schweiz eine zufriedenstellende Kapitalrendite gewährleisten würde.
Beteiligung bis 2030 sichern
Da der bewilligte Verpflichtungskredit der Schweiz nicht ermöglicht, sich über 2024 hinaus am Bau und Betrieb des SKAO zu beteiligen, beantragte der Bundesrat dem Parlament, den Kredit um 24,7 Millionen Franken zu erhöhen, um die Finanzierung der Beteiligung der Schweiz bis 2030 sicherzustellen.
Mit einer Vollbeteiligung könne die Schweiz die internationale Sichtbarkeit ihrer Unternehmen stärken, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Montag im Ständerat. Zudem profitiere die Schweiz von einem garantierten industriellen Rückfluss in ihre Wirtschaft. Die moderate Erhöhung des Jahreskredites sei deshalb akzeptabel. Die volle Teilhabe an SKAO koste die Schweiz so jährlich etwas mehr als drei Millionen Franken.
Die Beteiligung der Schweiz an internationalen Forschungsinfrastrukturen verschafft ihr einen direkten Zugang zu Experimenten und neusten Daten. Während die grossen internationalen Forschungsinfrastrukturen, an denen sich die Schweiz beteiligt, in der Regel von einer starken europäischen Kerngruppe getragen werden, sind bei der Steuerung und der Finanzierung des SKAO drei grosse Staaten des Commonwealth führend (Vereinigtes Königreich, Australien und Südafrika).