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Mehrere westliche Sender strahlten am frühen Nachmittag eine verwackelte, eng geschnittene, offensichtlich von Hand mit einer Videokamera erstellte Sequenz aus einem Dorf auf, an dessen Rand rund ein halbes Dutzend Mi-8-MT-Hip-Helikopter landeten. Die Landung war mehrere 100 Meter entfernt, so dass sich ihr Zweck aus der Distanz nicht erschloss.
Noch weiter entfernt flammten die Einschläge von Artilleriegranaten ein. Das deutet auf Frontnähe hin.
Es kann keine professionelle Aufnahme sein, allein schon der enge Schnitt und das Verwackeln suggerieren Amateurarbeit. Die Sender ordneten die Szene der Nordfront zu, was möglich ist. Dorf und Feld wirkten trocken.
Setzten die Mi-8 Luftlandetruppen ab? Der Hip-Transportheli nimmt rund 50 Soldaten auf, fliegt 260 km/h schnell und im Einsatz 960 km weit. Er ist geeignet, Luftlandeverbände an oder hinter die Front zu fliegen; und tut das seit dem Kalten Krieg.
Aber zur Sequenz ist alles andere Spekulation; umso mehr, als mehrere Sender die Sequenz unkommentiert brachten.