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Der Eternit Report
Stephan Schmidheinys schweres Erbe
Asbestzement, erfunden 1900 in Österreich, entwickelte sich unter dem Markennamen Eternit rasch zum Welterfolg. In den 1920er Jahren erwarb der St. Galler Industrielle Ernst Schmidheiny die erste Schweizer Eternitfabrik in Niederurnen, der Auftakt zu einem Asbestzement-Imperium, das Enkel Stephan Schmidheiny erbte. Während seine Vorfahren fast nur die Vorteile des dauerhaften und preisgünstigen Werkstoffes sahen, beschloss der junge Erbe, Stephan Schmidheiny, ab 1976 den Ausstieg aus der Produktion von Asbestzement durch den Ersatz von Asbest durch unbedenkliche Chemie- und Naturfasern. Mehr und mehr zeigten sich die gravierenden gesundheitlichen Folgen des einst als «Wunderfaser» gepriesenen Minerals Asbest, die bis heute viele Opfer fordern. Der von Werner Catrina aufgrund vieler Gespräche mit Protagonisten und Archivunterlagen recherchierte Eternit-Report ist zum frühen Standardwerk einer parabelhaften Thematik um Nutzen und Schaden eines Industrieprodukts geworden, welche die Gesellschaft bis heute beschäftigt.