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Transformationsexperimente in der Landwirtschaft
Konventionelle landwirtschaftliche Produktion hat wenig mit unseren romantischen Vorstellungen von Bauernhöfen gemein. Die meisten Lebensmittel werden nicht von naturnahen Kleinbauern hergestellt, sondern von hochtechnisierten Betrieben. Tierethisch bedenkliche Zustände in der Massentierhaltung, abnehmende Bodenfruchtbarkeit und unverantwortbare Arbeitsbedingungen sind in der industrialisierten Landwirtschaft weit verbreitet.
Abseits konventioneller landwirtschaftlicher Produktion experimentieren unzählige Gruppen mit der Entwicklung alternativer Formen der Lebensmittelherstellung und Verbreitung. Urban Gardening Projekte zeigen, dass die urbane Produktion von Lebensmitteln denkbar ist; Lebensmittelkooperativen setzen sich aktiv mit den Produktionsbedingungen und Preisen ihrer Produkte auseinander; und Vertragslandwirtschaften ermöglichen es LandwirtInnen, einen nachhaltigen Anbau planen zu können.
Landwirtschaftsgemeinschaften als innovative Lebensformen?
Im Teilprojekt „Landwirtschaft“ untersuchen wir Gruppen, die sich aktiv mit konventioneller Landwirtschaft auseinandersetzen und mit alternativen Produktions- und Verteilungspraktiken landwirtschaftlicher Güter experimentieren. Wir fragen uns im Allgemeinen, welche Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und solchen transformativen Gemeinschaften bestehen, und im Besonderen, inwiefern sich Praktiken aus den Gemeinschaften verbreiten und zur Veränderung konventioneller Landwirtschaft beitragen könnten.