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Hier in der Schweiz haben wir nicht nur eine Nationalfrau (Helvetia), einen Nationalhelden (Wilhelm Tell), ein Nationalmädchen (Heidi) und einen Nationalvogel (Globi), sondern auch einen Nationalhund – Barry.
Wer kennt sie nicht, die Rettungshunde vom Grossen St. Bernhard, die Riesentiere mit dem Fässchen um den Hals! Und wer kennt ihn nicht, Barry, den berühmtesten unter ihnen! Seit wann es im Hospiz Hunde gab, ist nicht bekannt. Von Barry weiss man, dass er von 1800 bis 1812 im Hospiz gelebt hat und dann altershalber nach Bern kam, wo er 1814 starb. Der Überlieferung zufolge soll er an der Rettung von rund 40 in Not geratenen Menschen beteiligt gewesen sein. Doch es ist sehr schwierig, zwischen Wahrheit und Legende zu unterscheiden; Barry war schon zu Lebzeiten so berühmt, dass er sofort nach seinem Tod für die Nachwelt präpariert wurde. Heute gibt es die Fondation Barry mit Sitz in Martigny, die sich um die Zucht der Bernhardiner kümmert. Der Original-Barry steht ausgestopft im Naturhistorischen Museum in Bern – und hat übrigens auffallend wenig Ähnlichkeit mit einem typischen Bernhardiner von heute. Dasselbe fällt einem bei historischen Abbildungen auf. Den Mönchen vom Grossen St. Bernhard ging es nicht um die systematische Zucht einer bestimmten Rasse, sondern in erster Linie um Hunde, die für die Bergwelt geeignet waren.
In Barry vom Grossen St. Bernhard von Marc Nussbaumer kann man viele interessante Dinge über den Schweizer Nationalhund nachlesen. Das berühmte Fässchen ist übrigens nicht historisch, sondern wurde erst später von der Folklore hinzugefügt! Es hätte die Bernhardiner beim Graben im Schnee nur behindert.