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Da wäre einerseits die Ricketts Familie, Eigentümer des US-Baseballteams Chicago Cubs. Laut der Nachrichtenagentur «Associated Press» versuchen sie, die Kontrolle über die Italienische Serie A zu übernehmen. So sei die ganze Familie an einer Übernahme der AC Milan für «eine mittel- bis langfristige Investition» interessiert und wolle «eine starke Bindung an die Stadt» schaffen.
Der andere Bieter ist laut der italienische Zeitung «Gazzetta dello Sport» Rocco Commisso, ein amerikanische Milliardär und Besitzer des New Yorker Fussballclubs Cosmos. Comisso verhandle offenbar bereits mit dem derzeitigen Milan-Besitzer Yonghong Li.
Gazzetta berichtet, dass Commisso vom US-Finanzdienstleister Goldman Sachs unterstützt werde. Commisso ist eine prominente Figur im US-Fussballmarkt. Anfang dieses Monats habe er ein Angebot von 500 Millionen US-Dollar zur Finanzierung der North American Soccer League (NASL) zurückgezogen, nachdem die US Soccer Federation sich weigerte, seinen Forderungen nachzukommen, wie das Online-Portal «soccerex.com» berichtete.
Gerüchte über finanzielle Instabilität
Das Interesse an AC Milan hat laut Medienberichten zugenommen, da sich Gerüchte über die finanzielle Stabilität des Vereins breit machten. Die Mannschaft hat sich in der vergangenen Saison für die Uefa Europa League qualifiziert, allerdings droht nach einem Verstoss gegen die Regeln des Financial Fair Play (FFP) ein möglicher Ausschluss aus dem Wettbewerb durch die UEFA.
Erst im April 2017 schloss die Holdinggesellschaft des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, Fininvest, den Verkauf ihrer Milan-Beteiligung an die luxemburgische Rossoneri Sport Investment Lux ab, die von dem heutigen chinesischen Besitzer Li kontrolliert wird.
Der US-amerikanische Private-Equity-Fonds Elliott stellte Rossoneri Sport 180 Millionen Euro für den Abschluss der Transaktion sowie weitere 128 Millionen Euro für Investitionen in das Spielkader zur Verfügung, wobei Milan allein im Jahr 2017 über 200 Millionen Euro für Spieler ausgab. Die Darlehen mit einem durchschnittlichen Zinssatz von knapp unter zehn Prozent sollen bis Oktober 2018 zurückgezahlt werden.
(bsh)