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The Grands Ensembles, which represented the strategy for mass housing construction in the post-war era, flourished from the 1950s to the 1970s. In their design hopes for social renewal came together with administrative technocracy. Since the 1970s they have been subjected to criticism: it is maintained that their design is alien to humanity, that what determined their scale was the abstract view of the model from above and not from the perspective of the actual residents, not the level of the pedestrians, and certainly not that of the children. As the result of being used exclusively for social housing apartments and due also to the lack of a proper connection to the city, in many places in Europe the Grands Ensembles became ghettos.
These experiences are like a trauma that still has an impact today. But it is often ignored that, particularly in Switzerland, many large housing developments were in fact designed from a holistic viewpoint—with schools, shops, community centres—for example Tscharnergut in Bern and Telli in Aarau. And the views of these developments from within and from outside are very different: the residents very much appreciate living high-up and, in many cases, the anonymity. For numerous people large housing estates were and still are home. In contrast their critics generally only know these “concrete monsters” from a distance.
A number of years ago planner Michael Koch suggested that the buzz terms from the 1987 IBA in Berlin, “careful urban renewal” and “critical reconstruction”, could be applied to large housing estates also—just as they had been used in the block edge city back then. But for this to function, strategies from civil society, tailor-made urbanistic work, and loving attention to detail are needed.
In this issue we look at the way these big blocks from yesterday are being treated today.
Novi Beograd war einst eine strahlende neue Stadt, gebaut als sozialistische Neugründung im Kontrast zur historischen Hauptstadt jenseits der Save. Heute unterliegen die Bauten in der Rasterstadt einem schleichenden Zerfall. Hinter den maroden Fassaden aber organisieren sich die Menschen nachbarlich, helfen einander, renovieren und gestalten ihr Lebensumfeld – so, wie das der Sozialismus nicht für möglich gehalten hätte und wie es doch immer auch der Fall war. Eine Reportage und ein Lehrstück über urbanistische Resilienz.
Das Amsterdamer Quartier Bijlmermeer kennt man vielleicht noch von den Katastrophen-Bildern, als ein Jumbo-Jet dort eine halbe Häuserzeile und viele Leben ausradierte. Dem Absturz folgte der systematische Abbruch dieses Grand Ensemble, bis auf ein paar Bauten, für deren Erhalt sich die Bewohner einsetzten. Eine Zeile ist nun für einen Euro verkauft und in günstiges Wohneigentum verwandelt worden. Es scheint, als hätte die Konversion das Moderne dieser Anlage erst richtig zum Leben erweckt.
Originaltext Flämisch
Marcel Meili und Markus Peter haben schon vor ihrer Bürogründung zusammengearbeitet, und zwar an der Luzerner Satellitenstadt Ruopigen, im Büro von Dolf Schnebli. Das Interesse an der räumlichen Wirksamkeit von Konstruktion und Komposition generierte viel Wissen um die Grosssiedlungen französischen und schweizerischen Zuschnitts, was in zwei Sanierungsprojekte mündete. In Göhnerswil vor zehn Jahren und aktuell beim Telli in Aarau geht es um Strategien im Umgang mit Beton, Raster und Geschichte. Und im Gespräch auch um die Zukunft des grossen Massstabs.
Gemeinde, Kanton und über 30 Grundeigentümer müssen zusammenwirken, damit die gealterte Überbauung Hohrainli am Flughafen nach einem Gesamtkonzept von yellow z, Ueli Zbinden und Manoa sozial und wirtschaftlich nachhaltig saniert werden kann.
Im Berner Westen sollte die stadtbildprägende Grosssiedlung Tscharnergut von Hans und Gret Reinhard im Rahmen eines komplexen Vertragswerks Haus für Haus erneuert werden. Im Moment aber tobt ein Kampf um die eigentlich unbestreitbare Schutzwürdigkeit dieses Ensembles.
In der Peripherie taugen statt Rezepten nur massgeschneiderte Planungsansätze. Winterthurs ehemaliger Stadtbaumeister Michael Hauser antwortet auf Jürg Sulzers Beitrag Stadtquartiere statt Siedlungen.
Die Stadt Genf soll für 260 Millionen Franken einen neuen Konzertsaal erhalten. Städtebauliche Situation und Raumprogramm waren in diesem Verfahren so diffus wie komplex, denn es galt, auch eine Musikschule auf dem Parkgrundstück unterzubringen. Originaltext Französisch
Kann man Grundeigentümer zum Bauen zwingen? Dominik Bachmann erörtert knifflige Fragen zum neuen Gesetz gegen die «Baulandhortung».
Drei Bücher zum Wohnen: Daniel Kurz bespricht drei ganz verschiedene Neuerscheinungen von Dominique Boudet, von Christoph Wieser und Heinz Wirz sowie der Wüstenrot-Stiftung zum jüngeren Wohnungsbau. Dabei geht es um Grundrissinnovation, um soziale und um städtebauliche Praxis.
In Nürnberg veranschaulichen Muriel Hladik und Axel Sowa die Bedeutung des Teehauses für die aktuelle japanische Architektur, und in Salzburg zeigt Walter Niedermayr eine fotografische Recherche zu Kultur und Ort im Fleimstal in Trentino-Südtirol.
Hans Peter Baur, 1922 – 2017
Manuel Herz baute im Garten einer Zürcher Villa ein Wohnhaus gehobenen Standards. Halb Skulptur und halb Maschine, gibt es mit einer beweglichen Fassade den Hintergrund für die umtriebige Kunststiftung in der Nachbarvilla und sichert über seine Rendite deren Betrieb.
Im Süden von Paris entsteht zwischen Feldern ein neuer Stadtteil der Forschung. Den zentralen Platz prägen zwei Bauten von OMA/Rem Koolhaas und Gigon/Guyer. Beide verorten das Lernen, Lehren und Experimentieren in einer hyperurbanen Umgebung von ganz unterschiedlichem Zuschnitt.
Crèche à la Chapelle-Les Sciers in Lancy von Lacroix Chessex, Genève
Originaltext Französisch
Crèche Origami in Genf von group8, Genève-Sécheron
Originaltext Französisch