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Montreux, Schweiz. 2. Juni 2016. Ein nervenaufreibendes Duell lieferten sich zum Abschluss des 3. Spieltages am Montreux Volley Masters die Niederlande und Thailand. Thailand kam mit 3:2 (26-28, 21-25, 25-20, 25-23, 15-10) als Sieger aus diesem Zusammentreffen hervor.
Der erste Satz begann bereits mit einem fulminanten Angriff der Thailänderinnen, mit dem sie ihre Gegnerinnen ausmanövrierten. Ihre dynamische Spielweise führten die Südostasiatinnen munter fort und zwangen die Niederländerinnen in die Defensive. Nachdem die Protegées von Danai Sriwacharamaytakul einen Vorzug erspielt hatten, kamen den Südostasiatinnen noch zwei ausgezeichnete Services von T. Pleumjit zugute. Doch es dauerte nicht lange, da hatten sich die Repräsentantinnen der Niederlande neu formiert und konnten einige Punkte verzeichnen. Die thailändische Mannschaft liess sich nicht entmutigen und fuhren mit gleichem Elan und einem Lächeln auf dem Gesicht fort. Die Holländerinnen kamen schliesslich mit 16-14 den Damen aus Südostasien gefährlich nahe. Trotz atemberaubender Saves auf der thailändischen Seite, konnte die holländische Mannschaft schliesslich bei 18-18 aufschliessen. Die Niederländerinnen schienen sich an die Spielweise ihrer Kontrahentinnen zu gewöhnen. Als Gil Ferrer Cutinos Truppe die Formationen der Thailänderinnen durchschaut hatte, änderten die Gäste aus Fernost ihre Taktik, was Erfolge zeitigte. Bei 23-23 wurde wieder ein Timeout einberufen. Nach einer spektakulären Finte und einem Challenge schaffte Thailand das 24-23, wurde aber bald wieder eingeholt. Der Satz ging wegen Eigenfehler auf beiden Seiten in die Verlängerung. Den ersten Satz schlossen die Niederländerinnen schliesslich 26-28 zu ihrem Vorteil ab.
Nach der Unterbrechung schien die defensive Kraft der thailändischen Mannschaft nachzulassen. Die Niederländerinnen kamen ihren Kontrahentinnen zuvor und schafften einen Vorsprung, den sie gekonnt ausbauten. Eine Serie von spektakulären Smashs und steilen Services der thailändischen Seite reduzierte diese jedoch auf ein Minimum. Mit ihren athletischen Choreografien fanden die Südostasiatinnen immer wieder Lücken in der Verteidigung der Niederländerinnen, konnten aber ihre Gegnerinnen bis in die Hälfte des Satzes nicht überholen. Es kam nicht selten vor, dass die niederländischen Blocks in ein Out hinausliefen. Die Situation hatte sich aber offenbar der Kontrolle der Thailänderinnen entzogen - dementsprechend mussten sie auch Verluste verbuchen. Den Vorteil der Niederländerinnen, der sich zu Beginn der zweiten Hälfte auf fünf belief, konnten ihre Kontrahentinnen allerdings nicht wettmachen. Bei 16-20 forderte Thailand erneut ein zweites Timeout ein. Die Holländerinnen legten jedoch gegen ihre Gegnerinnen einen Zacken zu und gewannen den zweiten Satz 21-25.
Der Nervenkitzel hörte auch im dritten Satz nicht auf. Mit den ersten Ballwechseln konnten die Niederländerinnen ein Punktepolster aufbauen. Die Südostasiatinnen liessen sich allerdings nicht kleinkriegen und holten mehrmals zu ihnen auf, zuletzt bei 18-18. Mit neuen, kreativen Manövern und altbewährten Angriffen konnten sie schliesslich die Führung übernehmen. Obwohl ihnen die Niederländerinnen stets im Rücken waren, setzten sich die Südostasiatinnen mit atemberaubend schnellen Bällen gegen ihre Kontrahentinnen durch. Der Satz endete 25-20 zu Gunsten Thailands.
Beide Teams lagen auch im vierten Satz dicht auf. Die Thailänderinnen machten weiter mit athletischen Sprüngen und elaborierten Manövern, die Niederländerinnen konterten mit einer soliden Verteidigung. Dieses Mal erzielte Thailand einen Vorsprung, den sie gegen die Holländerinnen hielten. Dabei scheiterten die Mitteleuropäerinnen mehrmals am offensiven, dynamischen Spiel der Südostasiatinnen. Schliesslich schloss die Niederlande mit 18-18 auf. Ein aufregendes Spiel entfaltete sich vor den Augen des Publikums. Das holländische Team konnte immer wieder aufholen, letzten Endes entschied Thailand jedoch knapp nach einem hektischen und waghalsigen Ballwechsel den Satz für sich 25-23.
Danach ging es im letzten Satz des Spiels weiter mit dem unerbittlichen Kräftemessen zwischen den beiden Teams, die sich zuvor als ungefähr gleichwertig erwiesen hatten. Dabei führte anfänglich erneut Thailand. Die zahlreich erschienen Fans der thailändischen Delegation feuerten ihre Idole im gleichen Masse an Eifer an, wie die Spielerinnen über das Spielfeld flitzten. Auf der holländischen Seite sah man aber Müdigkeitserscheinungen. Es mehrten sich die fehlgeschlagenen Abnahmen und Blocks. Thailand konnte früh die Führung übernehmen und behielt sie bis ans Ende des Satzes. Trotz einiger kunstvoller Angriffe der Niederländerinnen, gewann Thailand Satz und Spiel mit 15-10.
Mit diesem Sieg des wohl längsten Spiels in der Geschichte des Montreux Volley Masters hat sich Thailand nun einen sicheren Platz im Halbfinale verdient.