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- Eine grosse Mehrheit der Menschen hat gemäss einer UNO-Studie Vorurteile gegenüber Frauen.
- Neun von zehn Menschen seien – zumindest teilweise – voreingenommen, heisst es in der Analyse der UNO-Entwicklungsagentur UNDP.
- Etwa die Hälfte der Befragten aus 75 Ländern findet, dass Männer bessere politische Anführer sind als Frauen. Und 28 Prozent der Befragten finden es gerechtfertigt, wenn ein Mann seine Frau schlägt.
Die grösste Voreingenommenheit gegenüber Frauen gibt es gemäss der Studie in Pakistan, Katar, Nigeria, Simbabwe und Jordanien. Die Länder mit der geringsten Anzahl an Menschen mit Vorurteilen waren Andorra, Schweden, die Niederlande, Norwegen und Neuseeland.
Analysiert wurden Befragungen in den Jahren 2010 bis 2014. Die Schweiz wurde in dieser Periode nicht berücksichtigt. Bei der letzten Untersuchung landete sie im Mittelfeld: Mehr als jeder zweite Schweizer hatte sich dabei in mindestens einem Feld voreingenommen gezeigt.
In Spitzenpositionen dominieren die Männer
Der jetzige Bericht macht dabei auch noch einen weiteren Trend aus. Zwar sei in gewissen Bereichen eine Angleichung gelungen, doch in Spitzenpositionen dominierten weiterhin die Männer. Dies sehe man etwa beim noch immer recht niedrigen Anteil von Frauen in Parlamenten. Dieser sei relativ gesehen jedoch deutlich grösser als die Zahl von Frauen als Regierungschefs – nur zehn von 193 Ländern würden von einer Frau geführt.
Zwar sei in vielen Bereichen schon Einiges bei der Gleichstellung erreicht worden, trotzdem seien geschlechtsspezifische Unterschiede oftmals aber immer noch allzu offensichtlich, sagte der verantwortliche UNDP-Mitarbeiter Pedro Conceição.