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Signifikante Erbkrankheiten
Nachhaltig die Rasse zu verbessern, bedeutet für uns, die Französische Bulldogge durch die selektive Zucht von ihren genetischen Fehlzüchtungen zu befreien. Die Gesundheit der Hunde sollte bei der Zucht im Vordergrund stehen, nicht das Aussehen des einzelnen Tieres!
Degenerative Myelopathie
Bei der degenerativen Myelopathie handelt es sich um ein langsam fortschreitendes Absterben der langen Rückenmarksbahnen der Hunde.
Die Störung der langen Rückenmarksbahnen, die das Gehirn mit den Nerven der Gliedmasse verbinden ist für die klinischen Symptome der Tiere verantwortlich. Der Kontaktverlust von Gliedmassen und der Schaltzentrale (Zentralnervensystem) bedingt zunächst den Verlust der Feinmotorik. Mit Voranschreiten der Degeneration werden dann auch Faserbahnen betroffen, die vom Zentralnervensystem aus die Muskelaktivität selbst steuern, so dass die Muskeln der Hintergliedmasse immer schwächer werden. In der Regel treten die Symptome der Erkrankung beim älteren Hund auf (5 bis 14 Jahre). Die Tiere zeigen Ganganomalien, die sich auf die Hintergliedmasse beschränken. Die Feinmotorik der Hinterhand ist eingeschränkt (Ataxie), die Tiere schwanken, sinken im Verlauf der Erkrankung immer mehr in der Hinterhand ein und können schließlich vollkommen gelähmt sein. Da keine Veränderungen der Knochen oder Reizungen und Entzündungen der Nerven vorliegen, geht der Nervenzelluntergang nicht mit Schmerzen einher, worin ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Krankheiten des Bewegungsapparates oder des Nervensystems liegt.
Im weiteren Verlauf breitet sich die Krankheit auf die Vordergliedmasse aus, die Atemmuskulatur, die Rachen und Schluckmuskulatur wird beeinträchtigt, sodass Atem- und Schluckbeschwerden eintreten.
Cystinurie
Die Cystinurie ist eine Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren im Darmepithel und proximalen Nierentubulus.
Folgen der Transportstörung:
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Erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin
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Starke Akkumulation von Cystin im Harn
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Auskristallisation von Cystin im Harn und Steinbildung
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Homozygot intakte männliche Rüden sind betroffen (Doppelträger dieses Gens)
Canine Multifokale Retinopathie
Canine Multifokale Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut, bei der es zu Läsionen und Defekten an unterschiedlichen Stellen der Netzhaut kommt. Betroffene Tiere zeigen sehr leichte Störungen des Sehvermögens, selten fallen diese schwer aus.
Symptome
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Mehrere bräunlich-rosa subretinale Flecken
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Bereiche mit fokaler Netzhautdegeneration
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Verursacht nur bei schweren Fällen Störungen des Sehvermögens
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Meistens normales Sehvermögen mit geringen Einschränkungen
Chondrodysplasie
Chondrodysplasie ist eine genetisch bedingte Störung der Knorpel- und nachfolgen auch der Knochenentwicklung. Die betroffenen Hunde haben wesentlich kürzere Beine. Ferner können solche skeletale Fehlbildungen wie wesentliche kürzere zur Seite gekrümmte Vorderpfoten, gekrümmte Vorderläufe, gekürzte Wirbelknochen und wesentlich verspätete Ossifikation der Karpalknochen auftreten.
Congenitale Hypothyreose
Unter den Begriff Hypothyreose fallen alle Arten der Schilddrüsenunterfunktion, unabhängig von der Ursache der Erkrankung. Krankheitssymptome:
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Verzögertew Wachstum der Welpen, sichtbar ab der zweiten Woche und Entwicklungsstopp
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Plötzliche Todesfälle
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Öffnen der Augen erheblich verzögert
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Öffen der Gehörgänge erheblich verzögert
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Schilddrüse (Thyreoidea) schwillt an. Die beiden Seitenlappen der Schilddrüse können als verdickte Knoten unterhalb des Nacken ertastet werden.
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Knochenwachstum kommt vorzeitig zum Stillstand
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Irreversibler Zwergwuchs
Hereditäre Katarakt
Ein Katarakt ist eine Trübung der Augenlinse. Im fortgeschrittenen Stadium aus als Grauer Star bekannt. Der Hereditäre Katarakt (HC) beim Australian Shepherd ist eine erbliche Form aufgrund einer Mutation im HSF4-Gen. Dieses Gen wird als ein hohes Risiko angesehenen, d.h. das Hunde mit dieser Variante erheblich häufiger an einem binokularen Katarakt erkranken. Heterozygote Anlageträger, die nur eine Kopie des defekten Gens besitzen, leiden dagegen häufig an einer anderen Kataraktvariante (Hinterer subkapsulärer Katarakt), die das Sehvermögen nur selten beeinflusst. Bei der reinerbig (homozygot) vererbten Mutation erkranken die Hunde an einer nukleären Form welche das Sehvermögen fortschreitend beeinflusst. Erste Symptome treten häufig in jungen Jahren auf, aber auch eine Erkrankung im späteren Alter ist möglich.
Chondrodystrophie
Ein weiträumiges Problem der Französische Bulldogge ist der Gendefekt der Chondrodystrophie. Eine weitreichende gesundheitliche Folge der chondrodystrophen Rassen kann die vorzeitige Alterung der Bandscheiben und Neigung zu frühzeitigem Verschleiss des Skelettes sein. Dieser Prozess wird durch einen ungünstigen Körperbau unnötig verstärkt.
Als Konsequenz können Stabilitätsverlust und Schmerzhaftigkeit. Bandscheibenvorfälle und Versteifungen die Folge sein. Bemerkt man die Ankündigungen von Bewegungsunlust und Schmerzhaftigkeit zu spät, kann es zu dramatischen Folgen für den Hund kommen. Die Verkalkungen der Bandscheiben treten oft bei recht jungen Hunden der chondrodystrophen Rassen auf. Beim Bully können Verkalkungen auch schon während der Wachstumsphase, also vor dem ersten bis zweitem Lebensjahr, festzustellen sein. Einige Hunde werden mit den Calcifizierungen problemlos alt, bei anderen verursachen diese früh erhebliche Probleme bis hin zum gefürchteten Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen.