Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03465.jsonl.gz/841

Im Monte-Rosa-Massiv sind erneut zwei Bergsteiger abgestürzt. Es ist das zweite Bergdrama binnen 24 Stunden im Aostatal. Am Sonntag waren drei Walliser Bergsteiger von einer Lawine in den Tod gerissen worden. Die drei stammten aus der Region Siders.
Die Opfer des zweiten, am Montag bekannt gewordenen Unglücks waren zwei Deutsche. Die Männer im Alter von 50 und 36 Jahren wurden am Montagmorgen tot aufgefunden. Sie waren nach Angaben der Bergrettung wahrscheinlich am späten Sonntagnachmittag rund 400 Meter in die Tiefe gestürzt.
Die beiden Verunglückten rutschten nach von der Nachrichtenagentur Ansa zitierten ersten Erkenntnissen der italienischen Bergrettung auf dem Grat des Castor auf 4200 Metern Höhe auf Eis aus.
Ein dritter Alpinist, der zu den beiden gehört hatte, hatte sich nicht mit ihnen auf den Weg gemacht. Er war wegen eines medizinischen Problems per Helikopter in ein Spital geflogen worden. Am Montagmorgen wurde er entlassen.
Gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ist die Route, auf der sich das Unglück ereignete, in dieser Jahreszeit unter Bergsteigern beliebt.
Verunglückte stammten aus Siders
Ebenfalls am Sonntag waren drei Schweizer Bergsteiger am Monte Rosa in den Tod gestürzt. Am Montag wurde bekannt, dass die drei Verstorbenen aus der Region Siders im Kanton Wallis stammten.
Wie die Regionalzeitung «Le Nouvelliste» berichtete, gehörten die Verunglückten den Sektionen Montana-Vermala und Siders des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) an. Der Präsident der SAC-Sektion Montana-Vermala, Xavier Robyr, bestätigte dies am Montag.
Die Alpinisten gehörten gemäss einem Sprecher der Bergrettungsorganisation im Aostatal zu einer Seilschaft von acht Personen. Diese wollte die Dufourspitze besteigen, wie Robyr sagte. Die drei Männer stürzten beim Aufstieg zur Zumsteinspitze ab, nachdem sich grosse Schneemassen gelöst hatten. Die Lawine riss sie 800 Meter in die Tiefe.
Ihre Kameraden konnten laut Agenturberichten Alarm auslösen. Sie wurden von Rettungsteams geborgen und in eine Berghütte gebracht. Die Toten sollen geborgen werden, sobald es die Wetter- und Schneeverhältnisse zulassen.