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Dubais bestes Stück: der Burj Kalifa, 828 Meter hoch, mächtig hochwachsend aus dem in drei Richtungen ausgelegten Sockel und unsäglich weit oben in eine lange Spitze gezogen. Der Turm hat zugleich etwas Organisches mit seinen unregelmässig aufeinander gestellten gerundeten Baukörpern und etwas Technoides mit der durchgehenden Schichtenstruktur der metallglänzenden Aussenhaut. Eine gigantische Rakete, die eines Tages auf einem kilometergrossen Feuerball sich langsam in den Himmel heben und die seitlichen Teile absprengen wird. Mit diesem Spektakel wird Dubai nachlegen an dem Tag, da eine noch rekordsüchtigere Nation mit einem Tausendmeterturm den Burj Kalifa für einen flüchtigen historischen Moment entthront haben wird. Dubais grosser Turm, der einen ganzen urbanistischen Hofstaat um sich schart – Seen mit Wasserspielen, Einkaufspaläste, Hoteltürme, Wohnburgen -, demonstriert die Philosophie, auf der die Emirate am Golf beruhen: Wichtiger als alle Schätze der Erde ist Öl, wichtiger als Öl ist Geld, wichtiger als Geld ist Prestige.