Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/100043

<h2>SubmittedText<h2><p>Trotz Staatshilfen befindet sich die UBS weiterhin in einer heiklen Lage, die der Markt stetig zuspitzt.</p><p>Wäre es dem Bundesrat zufolge nicht angebracht, nach Alternativen zu suchen und beispielsweise alle Geschäftsbereiche der UBS, welche die Allgemeinheit betreffen (z. B. Retailgeschäfte, Kredite, Vermögensverwaltung), auf eine neu zu schaffende Bank zu übertragen, um zu vermeiden, dass öffentliche Gelder für die Unterstützung von Spekulationsgeschäften ausgegeben werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zum konkreten Vorschlag der Aufteilung der UBS AG im Sinne der Frage hat der Bundesrat seine ablehnende Haltung bereits in seiner Antwort zur Interpellation der grünen Fraktion 08.3620 betreffend Trennbankensystem dargelegt. Eine Trennung bietet keinen Schutz vor Risiken eines anderen Geschäftsbereichs. Übertragungseffekte zwischen Geschäftsbereichen bleiben möglich.</p><p>Es überrascht deshalb nicht, dass auf keinem Finanzplatz, welcher mit dem schweizerischen Finanzplatz im direkten Wettbewerb steht, ein Trennbankensystem mehr besteht. Die isolierte Einführung eines Trennbankensystems würde für den Finanzplatz Schweiz einen Standortnachteil bedeuten. Insbesondere fielen Synergieeffekte zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen weg. Zudem fördert eine diversifizierte Geschäftstätigkeit grundsätzlich die Stabilität eines Unternehmens und trägt so zur Finanzstabilität bei.</p>