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Die Curling-Wettbewerbe der Olympischen und Paralympischen Spiele Sion2026 könnten teilweise auch in Champéry ausgetragen werden, und nicht nur ausschliesslich in Visp. Diese von Fréderic Favre, Walliser Staatsrat und Vizepräsident des Vereins für eine Schweizer Olympia-Kandidatur unterstützte Option wurde heute an einer Pressekonferenz in Sitten präsentiert.
Das ursprüngliche Konzept der Sion2026-Standorte sah vor, alle olympischen und paralympischen Curling-Wettkämpfe in der Lonza-Arena in Visp auszurichten. Diese Lösung wurde bisher bevorzugt, da das Lonzastädtchen leicht mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen sei.
Auslöser war ein Brief der Gemeinde Visp an das Kandidaturkomitee, in dem der Visper Gemeinderat seine Bedenken aufgrund der langen Besetzungszeit während der Spiele äusserte. Die kontinuierliche Besetzung der Eishalle Visp während etwas mehr als zwei Monaten führe zu Planungsschwierigkeiten für den EHC Visp, erklärt Gemeindepräsident Niklaus Furger.
Staatsrat Fréderic Favre, der auch Vizepräsident des Kandidaturvereins Sion2026 ist, suchte anschliessend das Gespräch mit den beiden Gemeinden Visp und Champéry, wo mit dem Palladium de Champéry seit dem Jahr 2012 bereits eine professionelle Curlinghalle steht. Man zieht nun in Betracht, die Mixed-Wettbewerbe und jene der Paralympics in Champéry durchzuführen. So wäre das Walliser Chablais neu ebenfalls Austragungsstätte von Sportwettbewerben, womit alle Regionen des Kantons vertreten wären. Gleichzeitig könnte Visp von den Erfahrungen in Champéry bei der Organisation von Curling-Grossanlässen profitieren.
Der Verein Sion2026 lässt nun in einer Machbarkeitsstudie überprüfen, ob die Aufteilung der Spiele auf Champéry und Visp möglich wäre. Gemäss Thomas Gurtner, Direktor des Vereins, müssen dafür die finanziellen Auswirkungen einer Auslagerung von Wettbewerben an einen zusätzlichen Standort untersucht und die Angemessenheit anhand des Projektbudgets überprüft werden. Das gleiche gelte für die Klärung aller Transport- und Beförderungsfragen.mas