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Mit einer missglückten Veranstaltung des Lesezirkels Hottingen fängt alles an. Robert Walser sollte dort auftreten, wird aber mit der Begründung, er könne ja gar nicht lesen, durch einen ausgewiesenen Walser-Kenner ersetzt. Diese Anekdote nutzt der Regisseur Ruedi Häusermann als Klammer für seinen Walser-Abend am Zürcher Schauspielhaus. Eine Handlung gibt es nicht, eher eine Wanderung durch ganz unterschiedliche Texte des Schweizer Dichters Robert Walser.
Walser und die Musik
Ruedi Häusermann ist nicht der Erste, der sich von Robert Walser zu einem musikalischen Abend inspirieren liess. Der Schweizer Komponist Heinz Holliger schrieb seine Oper «Schneewittchen» nach einer Erzählung Walsers.
Bei Ruedi Häusermann hört sich die Musik zu Robert Walser eher dunkel und düster an. Vor allem auch, weil er sie von einem Quartett mit zwei Bratschen an Stelle von zwei Geigen spielen lässt.