Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/2182

Der vierhundertneunundzwanzigste Aztekenkönig Pazkalo-Couchopin blickte von der Kuppel des grossen Opferaltars in Bernochtitlan über sein Reich und erkannte, dass sich zu viele falsche Priester unter das Volk gemischt hatten. Couchopin berief seine Getreuen, die rückwärts kriechend zum Opferaltar kamen; einer übersah eine dieser neuen Wasserfontänen auf dem grossen Platz des Volkes und wurde vom teuren Marmorboden, den alle Stämme in Fronarbeit heranschaffen mussten, in die Luft geschleudert und in den grossen Fluss Aarecoazcatl gespült. Seis drum. Zusammen mit seinen Priestern ging der grosse Couchopin als erstes auf die Scharlatane los, die sich Homöopatzcotzken nannten. Als diese nutzlos das letzte Globuli verschossen hatten, knieten sie vor dem grossen König, mit Übernamen Longue-nez-huahua, nieder. Er kannte kein Erbarmen, er riss einem nach dem andern das Herz heraus, stopfte sich das eine oder andere in den Mund, verschenkte einige an den Chefpriester Marko Turinazuma im Tempel der Weissgeschürzten in Zureichtotlan, wischte sich das Blut ab und ging auf die nächsten Kurpfuscher los. Die Psycholozken hatten sich in ungewöhnlicher Eile auf eine Diagnose und Strategie geeinigt und alle Couchs zu einem Berg zusammengestossen und machten sich gegenseitig Mut, indem sie wüste Beschwörungen über die pathogene Sparneurose Couchopins ausstiessen. Andere sassen im Kreis und sammelten positive Vibrationen. Der Langnashuahua hörte sich dies nur eine kurze Zeit an, verlangte dann nach Branntwein aus Birnen seiner Heimat, nahm einen kräftigen Schluck, zündete ein Streichholz an und betätigte sich als furchterregender Feuerspucker. Innert Kürze waren die Sofas verkohlt, die Psycholozken ebenfalls. Leider waren auch die Herzen verschmort. Couchopin zog weiter von Sierre madre zum Pilatuscatepl und traf in Krienscouzco ein. Dort fand er eine ungläubige Gemeinschaft vor, die an die Heilwirkung des roten Wassers glaubte und dem Fendant abhold war. Dies erzürnte Couchopin derart, dass das ganze Tal unter seinem Fluchen erbebte, das Schlössli einstürzte, das Gemeindehaus zerbarst, der Gemeinderat die geheimen Katakomben aufsuchte, die Kirchturmglocken zerrissen und die Migros sofort schloss – Coop hatte wieder einmal nichts gemerkt. Wie sollte sich die Gemeinschaft der Ambrosianer gegen die Armada des Aztekenkönigs erwehren? Sehen Sie selbst Folge 29. Mehr am nächsten Freitag.