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Der Waadtländer wäre beinahe der erste Titelverteidiger in der Open Era (seit 1968) geworden, der sich in Roland Garros schon nach dem ersten Match wieder verabschiedet. Im vierten Satz musste er beim Stand von 2:2 zwei Breakbälle abwehren. Der Servicedurchbruch hätte zumindest die Vorentscheidung für den phasenweise sehr stark aufspielenden Rosol bedeutet.
Schliesslich bekam aber Wawrinka den Match zum Ende hin doch noch in den Griff. Auch weil Rosol, die Nummer 59 der Welt, mit dem Exploit vor Augen nervös wurde und sich mehr Fehler leistete als noch zu Beginn der Partie. Im vierten Satz gelang Wawrinka mit dem 5:3 die entscheidende Differenz und im fünften schaffte er zum 2:1 das Break, das er dann ohne Probleme verteidigte.
Wawrinka spielte in den ersten beiden Sätzen gut auf. Dass er den ersten dennoch verlor, lag daran, dass Rosol mit seinem druckvollen Spiel erfolgreich war und sich kaum Fehler leistete. Erstaunlicherweise verlor der Weltranglisten-Vierte aus Lausanne den Faden, nachdem ihm der Satzausgleich gelungen war. Er fand die richtige Mischung zwischen Angriff und Sicherheit nicht mehr, spielte mal zu passiv, mal zu überhastet.
Sein grosses Verdienst war, dass er kämpferisch blieb und nicht die Nerven verlor. So kam er doch noch zum vierten Sieg gegen Rosol im vierten Duell, dem zweiten innerhalb von drei Tagen. Beim Geneva Open hatte er den gefährlichen Tschechen, der 2012 Rafael Nadal in Wimbledon geschlagen hatte, in drei Sätzen bezwungen.
In der nächsten Runde trifft Wawrinka nun entweder auf den Slowaken Martin Klizan (ATP 45) oder den Japaner Taro Daniel (ATP 93).
(SDA)