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Das grosse grüne Dorf
Riehen ist eine der beiden Landgemeinden des Kantons Basel-Stadt. In der Gemeindetypologie des Bundesamtes für Statistik wird sie unter anderem aufgrund des Steuereinkommens den reichen Gemeinden zugerechnet.
Wohnen im Grünen bei vielfältigem Kulturangebot
Riehens Baustruktur ermöglicht an vielen Orten ein Wohnen im Grünen, ohne dass die Bewohnerinnen und Bewohner dabei auf die Vorteile der unmittelbaren Stadtnähe verzichten müssten. Die Gemeinde hat ihnen auch einiges zu bieten: Zu erwähnen sind etwa der Wenkenpark mit dem Wenkenhof samt Reithalle oder das Wettsteinhaus, welches das Spielzeug- sowie das Dorf- und Rebbaumuseum beherbergt. Mit der Fondation Beyeler verfügt Riehen seit 1997 zudem über ein vielbeachtetes Kunstmuseum. Und dank den Riehener Rebbergen (am Schlipf) zählt der Kanton Basel-Stadt zu den weinproduzierenden Kantonen.
Riehen reicht weit ins deutsche Umland hinein
Riehen zeichnet sich durch seine Grenzlage aus. Das Gemeindegebiet drängt sich scheinbar ins deutsche Umland hinein und ist so in Nachbarschaft mit den badischen Ortschaften Grenzach-Wyhlen, Inzlingen, Lörrach sowie Weil am Rhein. Im Südwesten der Gemeinde liegt die gemeinsame Grenze mit der Stadt Basel, im Osten diejenige mit der Nachbargemeinde Bettingen. Im Süden besitzt Riehen einen kurzen Rheinanstoss, vis-à-vis auf der anderen Flussseite liegt das basellandschaftliche Birsfelden.
Riehen war und blieb bis Ende des 19. Jahrhunderts ein Bauerndorf
In einer Urkunde werden Teile von Riehen bereits 751 erwähnt; der Name Riehen dagegen taucht 1113 erstmals verbürgt auf. Im Jahr 1522 veräusserte der Bischof von Basel die Gemeinde Riehen an die Stadt Basel. Riehen war und blieb bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein Bauerndorf. In einer langen Tradition haben die begüterten und einflussreichen Basler Familien ihre Landsitze in Riehen erstellt. Am Ende des 18. Jahrhunderts gab es 20 Landgüter, von denen 15 erhalten geblieben sind. Grösstenteils befinden sich diese heute im Besitz der öffentlichen Hand.
Bereits 1919 genehmigte der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt ein Projekt für einen Basler Zentralfriedhof, der es erlauben sollte, die verschiedenen in der Stadt gelegenen Gottesäcker aufzuheben. Der Friedhof am Hörnli wurde daraufhin zwischen 1926 und 1932 am Fusse des Grenzacherhorns errichtet und liegt vollständig auf Riehener Boden.
Eigentlicher Bauboom erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Mit der Industrialisierung in Basel kam auch in Riehen die Bautätigkeit verstärkt in Gang. Der eigentliche Bauboom setzte aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. In der Folge nahm die Zahl der Wohnbauten und der Wohnungen rapide zu. Dieses Wachstum ist bis heute nicht zum Stillstand gekommen. Zuerst entwickelte sich die Bebauung entlang der Hauptverkehrsachsen, in einer zweiten Phase bis etwa 1940 wurde das Siedlungsgebiet auf die Terrassen ausgeweitet.
Im Wesentlichen lockere Bebauung und viele Einfamilienhäuser
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden innert kurzer Zeit das gesamte Niederholz und anschliessend die sich zwischen den Siedlungen befindenden freien Flächen überbaut. Riehen hat heute ein ausgedehntes Siedlungsgebiet, das nahe an dasjenige der Stadt Basel reicht. Seine Bebauung ist im Wesentlichen locker und weist vor allem auf den höher gelegenen Terrassen einen hohen Anteil an Einfamilienhäusern auf. Zwischen Riehen und der Stadt Basel liegt einzig der relativ schmale Grüngürtel des ehemals privaten Bäumlihofareals, dessen Überbauung in den 1970er-Jahren per Volksabstimmung abgelehnt wurde. 1983 wurde der Kanton verpflichtet, das Gelände zu naturschützerischen Zwecken zu erwerben.
Weiterführende Informationen
Zahlreiche statistische Aspekte zu den Wohnvierteln und Gemeinden in Form von Grafiken, Karten und Tabellen finden Sie auf der Einstiegsseite: