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Der Stadtrat hat für die Modernisierung des Pfauen vier Varianten mit unterschiedlichen Eingriffstiefen erarbeiten lassen, wie die Stadt Zürich mitteilt.
Nach sorgfältiger Prüfung favorisiert er die Variante, die eine umfassende Erneuerung des Saals, der Bühne und des Foyers vorsieht. Zusammen mit dem Projektierungskredit beantragt er dem Gemeinderat die Abschreibung der Motion.
Das Schauspielhaus Zürich sei das grösste Sprechtheater der Schweiz und eine der führenden Bühnen Europas. Um auch in Zukunft Theater auf höchstem Niveau anbieten zu können, sei eine Modernisierung des Standorts Pfauen unumgänglich.
Der Stadtrat habe dafür vier Varianten detailliert ausarbeiten und mit jeweils geschätzten Investitionskosten darlegen lassen (STRB 983/2020). Unter Berücksichtigung betrieblicher, künstlerischer und denkmalpflegerischer Aspekte werde damit aufgezeigt, mit welchen Eingriffen welche Verbesserungen für Publikum, Kunst und Betrieb erzielt werden können.
Keine der Varianten stellt den Standort, das Format der «Guckkastenbühne» sowie die Tradition des Repertoire- und Ensembletheaters in Frage.Den mit Abstand höchsten Nutzwert bietet die Variante «Umfassende Erneuerung» (115 Millionen Franken*). Diese Variante sei ohne den Einbezug zusätzlicher Flächen realisierbar, bedingt aber einen vollständigen Ersatz des Saals, der Bühne und des Foyers.
Wie bei allen Varianten bleibt die denkmalgeschützte Blockrandbebauung aus dem 19. Jahrhundert erhalten.Die Varianten «Bestandssanierung» (122 Millionen Franken*), «Sanierung mit kleinen Eingriffen» (126 Millionen Franken*) und «Sanierung mit grossen Eingriffen» (132 Millionen Franken*) sehen in unterschiedlichem Ausmass den Erhalt des Saals und der Bühne vor. Diese Varianten seien zwingend auf den Einbezug weiterer Flächen in der Blockrandbebauung angewiesen.
Die für einen Erwerb benötigten Kosten seien in der Schätzung berücksichtigt. Scheitern die Verhandlungen, sei es nur bedingt möglich, die gewünschten Verbesserungen im Publikums- und betrieblichen Bereich umzusetzen.
Auch unter Einbezug der zusätzlichen Flächen seien mit den drei Sanierungsvarianten nur beschränkte Nutzwerte für das Publikum und hinsichtlich der betrieblichen, künstlerischen und wirtschaftlichen Bedürfnisse erreichbar.Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung kommt der Stadtrat zum Schluss, dass nur die Variante «Umfassende Erneuerung» einen künstlerischen und betrieblichen Erfolg des Pfauen langfristig ermöglichen kann. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat demnach einen Projektierungskredit in der Höhe von 13,9 Millionen Franken für die Durchführung eines Projektwettbewerbs im offenen Verfahren und die Ausarbeitung eines Bauprojekts für die Modernisierung des Pfauen gemäss dieser Variante sowie die Abschreibung der Motion GR Nr. 2018/399 als erledigt.Nach dem Rekurs gegen die Entlassung des Gebäudes aus dem kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte im Sommer 2018 (STRB Nummer 583/2018) wurden umfangreiche Zusatzabklärungen getätigt.
Dazu gehörten neben vertieften Abklärungen der Nutzerbedürfnisse, der langfristigen Entwicklungsperspektiven und der Erstellung zusätzlicher Machbarkeitsstudien insbesondere auch die Aufnahme eines interdisziplinären Dialogs zum Thema «Erinnerungsort Pfauen». Dabei wurde klar, dass der Erhalt der Bausubstanz weniger ausschlaggebend sei für die Pflege der bedeutsamen Vergangenheit als eine aktive Vermittlung.
Diese aktive Vermittlung des Erinnerungsorts werde als verbindliche Aufgabenstellung in den Architekturwettbewerb aufgenommen und integraler Bestandteil des zukünftigen Bauprojekts sein..
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