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«Ich habe das nicht gesehen», sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus in Washington. Er habe erst jetzt davon erfahren. Trump versicherte aber, er habe bereits damals aus eigenem Antrieb im Sinne dieser Warnungen gehandelt.
Warnungen bereits Ende Januar
Ein ranghoher Berater des Präsidenten hatte Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten. Die Bevölkerung in den USA wäre dem Virus «schutzlos» ausgeliefert, weil es weder Immunität noch eine Impfung dagegen gebe, schrieb Trumps Handelsberater Peter Navarro demnach in einem Memorandum an den Nationalen Sicherheitsrat des Weissen Hauses. Bei einem ungünstigen Verlauf könnten in den USA mehr als eine halbe Million Menschen an den Folgen einer solchen Epidemie sterben, hiess es demnach weiter. Navarro forderte deshalb, keine Einreisen aus China mehr zuzulassen.
Trump sah kein Grund zur Sorge
Trump selbst hatte noch bis Anfang März öffentlich beteuert, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge. Der Präsident hatte allerdings Ende Januar einen Einreisestopp für ausländische Reisende verfügt, die in den 14 Tagen zuvor in China gewesen waren, wo die Pandemie ausgebrochen war.
«Gleicher Instinkt»
Trump verwies am Dienstagabend auf diese Entscheidung zu den Reisebeschränkungen und betonte, dies sei zur gleichen Zeit wie Navarros Warnung gekommen. Navarro habe mit seiner Einschätzung damals richtig gelegen. Trump betonte jedoch, er habe zum gleichen Zeitpunkt aus eigenem Antrieb in diesem Sinne gehandelt, ohne den Vermerk gelesen zu haben, «weil ich den gleichen Instinkt hatte». Trump lobte sich selbst ausdrücklich: «Ich hätte es nicht besser machen können.»
Zugleich sagte Trump erneut, es gehöre zu seiner Rolle, der Gesellschaft in Krisenzeiten Zuversicht zu vermitteln. «Ein Präsident muss ein Cheerleader für sein Land sein.»