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Von 2013 bis 2015 prüfte Agroscope 33 Sorten des Westerwoldischen Raigrases (Lolium multiflorum Lam. var. westerwoldicum Mansh.) und fünf Sorten des Perserklees (Trifolium resupinatum L.) auf ihre Anbauwürdigkeit. Bewertet wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Trockensubstanzgehalt und Konkurrenzkraft. Beim Westerwoldischen Raigras kam der Gehalt an verdaulicher organischer Substanz hinzu. Folgende Westerwoldische Raigräser erreichten neu eine Empfehlung: ILVO 135825 glänzte mit sehr guten Leistungen in Gesamtertrag sowie Krankheitsresistenz, Bendix wies solide Erträge und die beste Verdaulichkeit der Versuchsserie auf, und Prodag überzeugte mit sehr guten Beständen sowie hohen Erträgen. Die diploide Sorte Pulse erwies sich als ertragreich bei jedoch etwas geringerer Verdaulichkeit. Die Neuzüchtung Logics, welche die Sorte Bravis 1 ersetzt, hatte die beste Konkurrenzkraft des Versuches und sehr gute Bestände. Acht Neuzüchtungen mit sehr guten Leistungen mussten wegen der Begrenzung der Anzahl empfohlener Sorten bei den Ersatzsorten eingeteilt werden. Die bisher empfohlenen Sorten Imperio, Peleton, Primora und Melmondo wurden wegen ungenügender Leistungen aus der Liste gestrichen. Zwei Sorten des Perserklees werden künftig neu empfohlen: Gorby, mit den ersten Rängen in Güte, Jungendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer und Resistenz gegen Kleeschwärze , sowie Rusty, welche die beste Ertragsleistung vorweisen konnte.
Pflanzenbau
Spring J.-L., Reynard J.-S., Zufferey ,Verdenal T., Bieri S., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Rienth M., Cléroux M.
Die Untersuchung einer Syrah-Population aus dem nördlichen Teil des Weinbaugebiets Côtes du Rhône (F) führte zur Auswahl von drei neuen Syrah-Klonen mit sehr interessanten Eigenschaften, die über die Schweizer Zertifizierung verbreitet werden.
Ein später Schnitt der Reben hat einen begrenzten Nutzen für die Laubarbeit im Weinbau. Die Auswirkungen auf das Wachstum der Seitentriebe und die Zusammensetzung des Mostes sind gering.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.