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Dutch Masters 17 in Rotterdam, NL - Première: Schweizer Final ü45 und 3 Medaillen (Bericht von Claudio Hassler)
Leider wurde mit knapp 50 Teilnehmern am Dutch Masters vom 17.-19. November fast ein Minusrekord bei Masterturnieren erreicht. Ausschlaggebend war die sehr späte Online-Schaltung des Turnieres und die mangelnde Bewerbung.
Die Voraussetzungen im Viktoria-Squash Club in Rotterdam wären allerdings optimal.
10 Courts mit 1, 2 und 3 Glaswänden und Centercourt-Tribüne, grosses Restaurant und gutes Verpflegungs-Angebot. Leider fehlte ein Scoringsystem und völlig unüblich wurden die Verlierer als Schiedsrichter verpflichtet, anstatt den Richtlinien entsprechend beide Spieler dafür einzusetzen. Der Event war eher glanzlos und nicht zu vergleichen mit Deutschland, Porto, Prag oder Uster!
Rotterdam ist aber allemal eine Reise wert, was man selbst am Abend an der tollen Players-Party auf dem Schiff feststellen konnte.
Sportliches Highlight war der Final zwischen Stephen Cooke (ehem. Nr. 60 im World-Ranking) und Dave de Beule, welche bisweilen faszinierende Ballwechsel demonstrierten.
Die Schweizer Delegation umfasste wiedermal ein grösseres Grüppchen, nämlich neben Bea Walser noch die Herren Dani Oeschger, Roland Walser, Claudio Hassler und nach langer Verletzungspause wieder Andy Fritschi und Sergio Orduña.
Die "Jungen" Dani Oeschger und Andy Fritschi kämpften sich bravourös in den Final, wo Dani dann mindestens einen Gang mehr zur Verfügung hatte und Andy meistens auf verlorenem Posten stand. Die Silbermedaille war aber doch verdienter Lohn.
Die dritte Medaille ging an Bea Walser. Eigentlich hätten wir sie auch im Final erwartet, aber gegen die "Lob-Queen" Titia Posdijk (NL) ist sie bisweilen fast verzweifelt, weil sie die exakten Mondbälle nie richtig angreifen konnte. Die Handbremse war dann auch noch gegen Karin Thiel, Nr. 1 aus Holland in den ersten beiden Sätzen etwas angezogen, ehe sie wieder etwas befreiter aufspielen konnte.
Ähnlich erging es ihrem Mann Roland, der nach erfolgreichem Start von den holländischen Hünen Robert Jan Anjema und Marc Veldkamp ausgebremst wurde.
Da es weder ein ü70 noch ein ü65-Tableau hatte, musste ich mich auch mit den jungen Alten messen. Ein fast und ein ganz gewonnenes Match war die durchaus befriedigende Bilanz.
Bleibt noch die langjährige Nr.1 im Masters-Rankin Sergio Orduña. Spielfreudig wie eh und je und mit einem Hammer-5-Satz-Sieg gegen Paul Anton Hoogendoom sprang er in die Halbfinals, wo ihm dann 2 weitere Holländer eine Medaille vermiesten.
Er wird es verkraften können, zumal er im nächsten Jahr zu den 60-ern aufsteigen wird, wo ebenbürtige Gegner massiv in der Minderzahl sein werden.
Wäre schön, wenn wir im Januar 2018 in Porto wieder eine starke Schweizer Mannschaft präsentieren könnten, Anmeldung unter esf.tournamentsoftware.com
vl: Roland Walser, Claudio Hassler, Dani Oeschger, Beatrice Walser, Andy Fritschi
kniend: Sergio Orduna