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Reisprotein - lecker und wertvoll
Aktuell gibt es unzählige sehr bekannte Superfoods
, also jene Lebensmittel, welche reich an Nähr- und Vitalstoffen sind, wie beispielsweise die südamerikanische Maca-Knolle
, die Mikroalgen Chlorella und Spirulina
, Weizengras und viele mehr.
Es gibt aber auch weniger bekannte, die ebenso eine gute Nährstoffdichte aufweisen. In unserem Fall ist es das braune Reisprotein in feiner Pulverform mit guter Löslichkeit und tollem Geschmack.
Reisprotein hat ein fast perfektes Aminosäureprofil
, da die Werte für den körperlichen Muskelaufbau wichtigen drei verzweigkettigen Aminosäuren namens BCAA extrem hoch ausfallen. Wussten Sie, dass Reisprotein mehr L-Isoleucin und L-Valin aufweist als Wheyprotein
? Der L-Leucin-Anteil im Reisprotein ist nur minim geringer. Somit entspricht das Reisprotein eher den Bedürfnissen des menschlichen Körpers.
Schaut man sich die Nährwerte des Reises an, so sehen wir sofort, dass es zu ungefähr 80% aus Kohlenhydraten und nur 6-9% aus Protein besteht. Wie kann es also möglich sein einen Proteinanteil von 80% zu erreichen?
Reisprotein und sein Ursprung
1. Ein Reiskorn besteht aus drei Teilen, wobei der grösste das Nährgewebe ist und demzufolge nur aus Kohlenhydraten besteht. Dieses Nährgewebe gibt dem Reis die benötigten Kalorien und dem enthaltenen Keimling die Kraft zur Keimung.
2. Der Reiskeim ist der zweite Teil des Reiskorns, woraus sich die Pflanze nach der Keimung des Samen entwickelt.
3. Der dritte Teil besteht aus Randschichten des Reiskorns und stellt ein interessanter Teil dar: Reiskleie mit dem Reisprotein.
Wichtige Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine, gesunde pflanzliche Fettsäuren
und Proteine
, finden wir in der Reiskleie und dem Keim. Die Kleie ist quasi ein Lager für Nährstoffe des Reiskorns.
In der Kleie werden die aller wichtigsten Nähr- und Mikronährstoffe zur Verfügung gestellt, welche von der Reispflanze zukünftig gebraucht werden, um ihr eigenes Immunsystem stabil zu halten. Aber auch um ihr Kreislaufsystem und die Wurzeln zu versorgen, wie aber auch pflanzenbezogene Stoffwechselvorgänge.
Weissem Reis mangelt es an Nähr- und Vitalstoffen
Weisser Reis wird geschält, also fehlen ihm Keim und Kleie. Somit besteht der weisse Reis nur aus Kohlenhydrate, wobei ihm die hochwertigen Proteine und Vitalstoffe "weggenommen" wurden, denn diese sind im Keim und der Kleie enthalten. Diese werden ihm entzogen, weil sie nicht lange haltbar sind.
Die enthaltenen, hochwertigen Öle in der Kleie werden leider relativ schnell ranzig (natürlicher Vorgang). Wie wir wissen ist ein Lebensmittel keine Konserve und hat auch dadurch eine beschränkte Haltbarkeit / Lebenszeit. Doch heutzutage braucht die Lebensmittelindustrie möglichts jahrelang lagerbare Nahrungsmittel.
Reisprotein aus Vollkornreis
Der weisse Reis ist ein solches Nahrungsmittel, es macht satt ohne uns mit den wichtigen Nähr- und Vitalstoffen zu beliefern. Vollkornreis hingegen schon, denn lässt man diesen keimen mit anschliessender Fermentation entsteht ein hoher Proteingehalt, den wir zu unseren Gunsten positiv nutzen können.
Dies stellt quasi eine natürliche veredelte Version des Reises dar, aus der das Protein gewonnen wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Protein-Ergänzungsmitteln ist Reisprotein kein isoliertes Protein, sondern viel mehr ein Superfood, welche alle Mineral- und Vitalstoffe, Spurenelemente und Proteine in hohen Mengen aufweist.
Reisprotein is reich an Vital- und Mineralstoffe, sowie Spurenelemente
Im Reisprotein ist Betakarotin in natürlicher Form, Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin C
, Vitamin D
und E, Folsäure, Biotin, Cholin und Inosit enthalten. Cholin und Inosit schützen die Leber und regulieren den Cholesterinspiegel.
Reisprotein beinhaltet auch Kalzium
, Kalium, Magnesium
, Phosophor, Eisen, Mangan, Kupfer, Zink und Jod und viele andere Spurenelemente in sehr hoher Bioverfügbarkeit. Diese sind natürlich enthalten und werden nicht im Nachhinein zugeführt.
Die soeben oben genannten Vital- und Mineralstoffe im Reisprotein, liegen in natürlicher Form und Verhältnis vor, so dass der Körper diese sehr gut verwerten kann.
Reisprotein für Sportler, Veganer und Allergiker
Wheyprotein
, Sojaprotein, Casein
oder sogar Weizenprotein - das sind sehr beliebte Proteinpulver bei Sportlern. Diese Proteine haben jedoch einen sehr hohes Allergiepotenziel und viele Sportler wissen dann nicht, welches Protein sie problemlos verwenden können.
Reisprotein stellt die Lösung dar, denn Allergiker vertragen es sehr gut und dient den Veganer als gesunde Alternative zu Sojaprotein. Es übersäuert den Körper nicht, da kaum Stickstoffabfall entsteht, der der Leber oder den Nieren zur Last fallen kann.
Beim Kauf von Reisprotein müssen Sie aufs Etikett schauen, weil viele Reisprotein-Produkte unerwünschte Kohlenhydrate und nur 15% Protein beinhalten. Ein sehr gutes Reisprotein hat 80g Protein und am Besten 0g Kohlenhydrate und 0g Fett pro 100g Pulver und so eine optimale für den Menschen passende Aminosäurebilanz. Diese gleicht zu 98% der menschlichen Muttermilch.
Reisprotein ist NICHT gleich Reisprotein
In Supermärkten, Online-Shops oder Fitnessstudios gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Reisprotein-Produkte. Sie dürfen aber nie Reisprotein mit Reiskleie verwechseln. Bei den Reiskleien handelt es sich um ein Abfallprodukt, welches bei Herstellung des polierten Reises entsteht. Reiskleie haben nie mehr als 15% Protein.
Verwendung von Reisprotein
Reisprotein können Sie für Smoothies verwenden, in Shakes einrühren, mit Säfte vermischen oder nach dem Kochen einer Suppe beifügen. Reisprotein können Sie auch ins Müsli oder Joghurt geben.
Reisprotein nicht kochen
Es empfiehlt sich nicht Reisprotein zu kochen, da bei der Hitze die Vorzüge der Mikronährstoffe verloren gehen.
Reisprotein Kombinationsmöglichkeiten
Reisprotein ist ein Naturprodukt, das aus echten Lebensmitteln gewonnen wird, somit können Sie es gerne mit Mikroalgen Chlorella und Spirulina
, Maca
, Gersten- oder Weizengras
verwenden oder vielleicht sogar Chiasamen
oder Gojibeeren
beifügen :-) Ihre Kreativität dürfen Sie gerne frei laufen lassen.
1 - 3 Portionen (à 30g) in 300ml Wasser über den Tag verteilt, insbesondere morgens, vor und nach dem Training einnehmen.