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Professor Bienlein ist nicht das einzige Bindeglied zwischen der Schweiz und Belgien im Comics-Bereich. Belgien ist als französischsprachige Hauptstadt der sogenannten neunten Kunst bekannt. Dank Hergés Erfolg mit Tim und Struppi Ende der 1920er-Jahre wurde das Genre auch in der Schweiz populär. Wussten Sie jedoch, dass ein Westschweizer Autor zu den Urvätern des modernen Comics gehört?
Bereits in den späten 1820er-Jahren zeichnete Rodolphe Töpffer seine skurrilen Bildergeschichten, in denen er die Marotten seiner Zeitgenossen treffsicher karikierte. Er war nicht der erste, der seine Texte mit Bildern illustrierte. Neu war jedoch die Art und Weise, wie er die Zeichnungen kombinierte und die Handlungssequenzen unterteilte und aneinanderreihte. Damit ebnete er den Weg für die modernen Comics. «Die Zeichnungen hätten ohne den Text nur eine vage Bedeutung; die Texte ohne die Zeichnungen bedeuten nichts», meinte Töpffer zu seinem Werk.
Auch heute noch pflegen die Schweiz und Belgien auch auf diesem Gebiet enge Beziehungen. Um nur ein Beispiel zu nennen: 2014 wurde im Centre belge de la bande dessinée, einem der wichtigen Zentren der Szene, eine Ausstellung über Schweizer Comics gezeigt. Der Anlass wurde unter anderem von der Schweizer Botschaft in Belgien unterstützt, was von den engen bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zeugt.