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Wie für die Spanier aus Las Palmas ist es auch für den FC Nitra nach 2016 die zweite Turnierteilnahme auf der GESA in Altstätten. Die Slowaken waren bei der ersten Teilnahme in Altstätten die Überraschung. Das Team stürmte bis in den Final. Dieses ging dann knapp mit 0:1 verloren. Somit haben sich die Fussballer aus Nitra die zweite Teilnahme im Oberrheintal mehr als verdient.Die Stadt: Die Stadt Nitra liegt rund 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava im westlichen Teil des Landes und ist mit rund 78'000 Einwohner die sechstgrösste Stadt der Slowakei. Nitra ist neben Bratislava die älteste slowakische Stadt in einem der bevölkerungsreichsten Verwaltungsbezirke des Landes. Das schönste geographische Merkmal der Stadt ist der Berg Zobor (587 M. ü. M, von dem aus sich das Tribetzgebirge erstreckt. Der Zobor ist durch Wanderwege erschlossen und bietet von seinen Kalkklippen einen beeindruckenden Blick auf die Stadt. Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der Altstadt. Es sind dies die Burg Nitra mit ihren ineinander verschachtelten Kirchen und der Bischofssitz. Zusammen mit diesen Bauten zählen die Festungswerke, welche mit einem einzigen Tor ausgestattet sind, zu den interessantesten Gebäudekomplexen der Slowakei. Südlich der Burg liegt die Oberstadt, wo sich verschieden Statuen, barocke Gebäude, wie die Bistumsbibliothek oder eine regionale Galerie, sowie das Franziskanerkloster und die Kirche der heiligen Petrus und Paulus befinden. In der durch den Fluss Nitra begrenzten Unterstadt befand sich der Marktflecken. Heute stehen in der Unterstadt Markthalle, der Stadtpark, verschiedene Theater und das Heimatkundemuseum. Die Gegend von Nitra war schon vor 30000 Jahren dicht besiedelt, die ersten Ackerbauern siedelten sich in der Region aber "erst" vor 6000 Jahren an. Die Stadt Nitra selber wurde 826 oder 828 zum ersten Mal erwähnt. In den Jahren zwischen 1000 und 1700 wechselte die Herrschaft in der Stadt regelmässig und es herrschte kaum Ruhe in der slowakischen Stadt. Erst im 18. Jahrhundert konnte der Wiederaufbau der mittlerweile zerstörten Stadt wieder beginnen. Dies lässt sich noch heute an einer grösseren Anzahl von Barockgebäuden erkennen. Nach der Revolution von 1848/49 erreichte die Stadt zum ersten Mal seit dem Mittelalter eine Selbstverwaltung und war nicht mehr vom Bistum abhängig. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Stadt am 10. Dezember 1918 von tschechoslowakischen Truppen besetzt und wurde somit ein Teil des Landes Tschechoslowakei. Nach dem Februar Putsch im Frühjahr 1948 kam es zu einer starken Industrialisierung der Stadt und der Errichtung von Plattenbau-Vierteln rund um die Stadt. Gleichzeitig vergrößerte sich die Stadt um umliegende Gemeinden, die teilweise nach der Samtenen Revolution wieder selbstständig wurden. 1996 wurde die Stadt zum Sitz des Verwaltungsgebietes Nitriansky kraj, in dem seit 1993 wieder unabhängigen Staat Slowakei. Heute ist Nitra wegen der starken Landwirtschaft der Umgebung überwiegend an der Nahrungsmittelindustrie orientiert und gilt als Zentrum der slowakischen Landwirtschaft. Auch der Weinbau sowie die Maschinen- und Möbelindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Seit Oktober 2007 ist auch der Technologiekonzern Sony mit einem Werk in Nitra beheimatet und produziert vorwiegend grossformatige LED Fernsehgeräte. Der Verein: Nebst dem Eishockeyverein HK Nitra und dem Basketballverein BK SPU Nitra ist der FC Nitra einer der drei grössten und bedeutendsten Klubs in der Stadt. Die Heimspiele trägt der Verein im Mehrzweckstadion pod Zoborom (unterhalb des Zobor) aus. Das Stadion ist somit nach dem Hausberg benannt und fasst 11.400 Zuschauer. Der FC Nitra wurde 1909 gegründet und spielte unter verschiedenen Vereinsnamen immer wieder in der obersten tschechoslowakischen Liga. Nachdem der Verein 2010/11 in der ersten Qualifikationsrunde zur UEFA-Europa-League gegen ETO Györ aus Ungarn ausschied, stieg die erste Mannschaft nach knapp 10 Jahren im Sommer 2014 aus der ersten Liga ab und spielt seither in der zweihöchsten slowakischen Liga. Beim FC Nitra haben bekannte Fussballspieler das Fussballspielen erlernt. Spieler wie Igor Demo (von 2000 - 2005 beim PSV Eindhoven, Borussia Mönchengladbach und beim Grazer AK tätig), Miroslav König (von 2000 - 2003 unter anderem Torhüter bei GC, Basel und dem FC Zürich) sowie der wohl bekannteste slowakische Fussballer Lubomir Moravcik (Spieler bei St. Etienne, SC Bastia, MSV Duisburg, Celtic Glasgow und Trainer der Tschechoslowakischen und der Slowakischen Nationalmannschaft) stammen aus der Fussballschule des FC Nitra. Einen regelrechten Aufschwung erlebt der Verein im Juniorenbereich. In der eigenen Akademie wollen die Slowaken möglichst viele Talente an die erste Mannschaft heranführen. Zurzeit gelingt dies dem FC Nitra ausgezeichnet. Trotz einer guten Nachwuchsabteilung spielt die 1. Mannschaft immer noch in der 2. Liga in der Slowakei. In der vergangenen Saison belegte die Elf aus Nitra nur den 5. Tabellenrang. Allerdings dürfen sich die Altstätter Fans am 11. und 12. Mai 2018 wiederum, so wie beim letzten Turnier, auf viele Nationalspieler im Team von Micael Kuruc freuen.