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In Spanien leben eine Million Menschen weniger als in der offiziellen Einwohnerzahl angegeben. Wie die Zeitung "El País" am Samstag berichtete, hat das Land rund 46 Millionen Einwohner.
Die vom Nationalen Statistik-Institut (INE) erhobene Einwohnerzahl wird dagegen auf 47 Millionen beziffert. Beamte des Instituts führten die Differenz darauf zurück, dass in Spanien gemeldete Ausländer sich beim Verlassen des Landes in den Einwohnerämtern nicht abmeldeten.
Ausserdem liessen die Kommunalbehörden sich bei der Meldung von Sterbefällen viel Zeit. Dies wurde darauf zurückgeführt, dass die Städte und Gemeinde ein Interesse daran hätten, ihre Einwohnerzahlen künstlich hochzuhalten. Dadurch bekommen sie mehr Zuwendungen vom Zentralstaat, weil deren Höhe sich nach der Bevölkerung bemisst.
SDA-ATS