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Durch Jimi Hendrix hat die Welt gelernt, dass Gitarre spielen nicht gleich Gitarre spielen ist. Er hat dem Instrument Töne entlockt, die noch keiner gehört hat. Und mit der Gitarre Bewegungen gemacht, die niemand vorher gewagt hätte. Er versetzte sein Publikum in Ekstase, bis er am Schluss eines Konzertes seine Gitarre verbrannte. Und das bereits bei seinem ersten grossen Auftritt.
Spekulationen um Tod
Am 18. September 1970 wird der Gitarrengott James Marshall „Jimi“ Hendrix im Londoner Samarkand Hotel tot aufgefunden. Warum der US-Amerikaner starb, darüber streiten sich immer noch einige Fans. Zunächst waren härtere Drogen vermutet worden. Dann aber wurde bekannt, dass er Alkohol und Tabletten zu sich nahm und dann an seinem Erbrochenen erstickte.
Die Todesursache war damit eigentlich geklärt, aber Spekulationen um seinen Tod entstanden trotzdem. Als sein Manager Chas Chandler sagte, dass der Tod absehbar gewesen wäre, haben viele behauptet, dass es Mord war. Aber man munkelte auch über Selbstmord. 1993 wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, aber ohne neue Ergebnisse. Sicher ist: Jimi Hendrix gehört wie andere Musikgrössen zum Klub 27: Janis Joplin, Jim Morrison und auch Kurt Cobain starben ebenfalls mit 27.
Rekrut statt Häftling
Eine Tatsache, die vielleicht auf den ersten Blick überraschen mag, ist seine Militär-Vergangenheit. Jimi Hendrix war kurze Zeit in der Armee, aber nicht wirklich freiwillig. Nach einem Autodiebstahl stellte man ihn vor die Wahl, zwei Jahre im Gefängnis zu verbringen oder der Armee beizutreten.
Im Mai 1961 verpflichtete sich Jimi Hendrix für drei Jahre und kam nach der Grundausbildung zur 101. US-Luftlandedivision.
Hendrix fiel bei der US Army sehr schnell unangenehm auf. Vorgesetzte bemängelten seine geringe Motivation und Verstösse gegen Befehle und Regeln. Hendrix könne sich nicht auf seine Pflichten konzentrieren, da er ausserhalb des Dienstes zu viel Gitarre spiele und ständig daran denke. Ausserdem besitze er keine guten Charaktereigenschaften. Nach 13 Monaten wurde Hendrix vorzeitig entlassen.
Aber genug geschrieben, einen Musiker sollte man vor allem hören, und im Fall Jimi Hendrix unbedingt sehen. Hier einige der Highlights der Rocklegende.
Einer der ersten Auftritte 1967 im berühmten Marquee Club in London. "Hey Joe" ist definitiv ein Jahrhundertsong.
Und ein heisser Evergreen: "Foxy Lady". Hier performt Jimi Hendrix in Miami im Jahre 1968. Etwas später hat ein bekanntes Duo den Song neu interpretiert:
Die Szene ist eine der beliebtesten der Komödie "Waynes World", die 1992 in die Kinos kam und zum Kultfilm mutierte.Und zum Schluss noch das Lied, das Forrest Gump im Krieg begleitete: