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In Bulle, der zweitgrössten Stadt des Kantons, übt keiner der neun Gemeinderäte heute sein Mandat im Vollamt aus. Ob dies auch in Zukunft so sein wird, entscheiden die Bürger von Bulle am 19. Mai in einer Abstimmung. Der Generalrat hatte nämlich einer Reduktion von neun auf fünf Gemeinderäte mit je einem 100-Prozent-Pensum zugestimmt. Dagegen kam jedoch das Referendum zustande, und es herrscht nun ein engagierter Abstimmungskampf.
Die Befürworter eines professionellen Gemeinderats rund um die SP und die CVP sind der Meinung, dass die Stadt mit ihrem 135-Millionen-Budget an der Schwelle zu 30 000 Einwohnern nicht weiter im Milizsystem regiert werden könne, und zwar auch, weil grosse Herausforderungen rund um das Wachstum bewältigt werden müssten.
Die Gegner eines Wechsels aus Kreisen der SVP und der FDP denken aber, dass mit einem neunköpfigen Gemeinderat eine grössere politische Vielfalt herrsche und die Nähe zum Bürger besser gewährleistet sei. Auch sind sie der Meinung, dass Kandidaten für das Exekutivamt im Teilpensum leichter zu finden seien.
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