Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03111.jsonl.gz/2048

Ein Minenprojekt des Schweizer Bergbaukonzerns Xstrata sorgt für Unruhen in der Dominikanischen Republik. Letzte Woche kam es in Santo Domingo zu Strassenschlachten, bei denen die Polizei Tränengas und Schlagstöcke einsetzte. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die DemonstrantInnen hatten versucht, vor der Uno-Niederlassung ein Zeltlager zu errichten.
Xstrata hat 2008 in Loma Miranda, rund hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt, 1380 Hektaren Land gekauft und dort bislang zwanzig Millionen US-Dollar investiert. Seit einem Gerichtsbeschluss Ende September 2012 ruhen die Arbeiten. Unter anderem verlangten die Richter ein Umweltgutachten, das nun von der Entwicklungsagentur der Uno überprüft werden soll. Die geplante Nickelmine könnte ein biologisch wertvolles Gebiet zerstören: In Loma Miranda gibt es 826 verschiedene Blumenarten. 22 dort entspringende Quellen bewässern ein Reisanbaugebiet.
Die Mine gehört der Gesellschaft Facondo, einer Tochter der in Kanada ansässigen Xstrata Nickel, die wiederum eine Tochter der in Zug registrierten Xstrata ist. Facondo-Sprecher José Luis López drohte mit Massenentlassungen. «Das Projekt ‹Loma Miranda› ist entscheidend dafür, ob Facondo in der Dominikanischen Republik bleibt», sagte er.