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Während eines Schulausfluges in Richtung Italien fragte der damals 13-jährige Schüler Luc Mounir den Unternehmer und Chauffeur des Reisecars, Olivier Constantin, was er denn mit der grossen Parzelle direkt an der Sprachgrenze zwischen dem Ober- und Unterwallis machen möchte. Auf dieser lagere er ja lediglich Aushubmaterial in Form von Sand aus dem nahe gelegenen Bach Raspille, was eigentlich schade für diese Parzelle sei.
Die Parzelle wurde über Jahre für die Erstpflanzung durch die Einsaat von Luzerne (diese begünstigt die Stickstoffbildung) vorbereitet. Auf der Grünfläche konnten unsere Schafe weiden.
Doch vor dem Pflanzen des ersten Rebstockes begann eine Odyssee hinsichtlich Bewilligungen bei der Dienststelle für Landwirtschaft.
Da sich die Parzelle zwar in der Weinbauzone befand, jedoch noch nie mit Reben bepflanzt worden war, dauerte es zwei Jahre, bis das ‘Wein-Schaf-Projekt' bewilligt wurde. Im Frühjahr 2018 pflanzten wir endlich die robuste Sorte Divico (eine PiWi Sorte).
Wir haben die gesamte Fläche fix eingezäunt, so dass die Schafe das ganze Jahr darin weiden dürfen. Die Mehrfachnutzung einer Rebparzelle war geboren.
Es werden aber auch weitere Ziele mit dieser Versuchsparzelle verfolgt. Die Schafe sollen auch auslauben, die Rebbstöcke von den Blättern (Austrieben) befreien. Damit kann der Arbeitsaufwand reduziert werden. Da Divico fast keinen Pflanzenschutz benötigt (bisher konnten wir vollständig darauf verzichten) ist auch diesbezüglich der Aufwand geringer als in anderen Parzellen und die Schafe sind keinen toxischen Mitteln ausgesetzt. Nachhaltiger geht es kaum!
Nachdem die
Trauben eingekellert waren, entstanden neue, spannende Produkte: