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Donald Trump liegt nach Umfragen bei den Republikanischen
Präsidentschaftskandidaten vorne. Das erstaunt
vor allem bei den vielen Faux Pax, die er gemacht hat.
Vielleicht ist aber gerade diese unkonventionelle,
"frei von der Leber Weg" Politik populär. Erst hat sich schäbig
über Einwanderer aus Mexiko geäussert, dann meinte er, dass
John McCain kein Held sei: denn der sei ja ungeschickt genug gewesen,
sich vom Feind habe abschiessen zu lassen.

Ähnlich wie beim "Palin Effekt" gibt es einen
"Trump Effekt": Ein grosses Maul bringt einem für kurze Zeit
in die Medien.

Die Meinung der Journalisten ist praktisch einhellig:
Trump hat wenig Chancen, die Nomination zu gewinnen.
Wie schon bei vielen unqualifizierten Anwärtern vor ihm
wird der Höhenflug von kurzer Dauer sein.
In einem Monat gibts eine erste Debatte, bei der die
"Top 10" republikanischen Anwärter bei Fox News auftreten können.
Es sieht im Moment sehr danach aus, als ob Trump da mitmachen darf.
Als Rhetorikbeobachter wäre es natürlich ein Festschmaus.
Es wäre aber sehr erstaunlich, wenn Trump auch
nach der Debatte noch in der Spitzengruppe sein wird.
Aber wie früher bei Palin, kann man bei Aussenseitern nicht
immer voraussehen, wie die Sache wirklich kommt. Auf jeden
Fall wird Trump noch eine Weile weiter von sich zu reden geben.