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Kann man in unserer Zeit noch an Poesie glauben? "Ich stelle sie mir so vor, noch immer fähig, / sich alles vorzustellen", schreibt der spanische Dichter Abraham Gragera in seinem programmatischen Gedicht "Poesie". Lyrisch zu denken ist keine romantische Einbildung, keine Flucht aus unserer Zeit, sondern vielmehr eine Form des Realismus: Denn die poetische Vorstellungskraft schenkt uns auf heilsame Weise die ganze Wirklichkeit zurück, sie verwandelt das Sehen selbst und somit das Verhältnis der Menschen zueinander und zur Welt.
Grageras Gedichte sind eine Meditation über unsere nachmetaphysische Zeit. Die weniger einsame Zeit präsentiert sie in einer zweisprachigen Ausgabe erstmals auf Deutsch.Über die Autorin / über den Autor:
Abraham Gragera, 1973 in Madrid geboren, war nach seinem Studium der Literatur und Psychologie in Salamanca Herausgeber der Poesiezeitschrift Años diez und veröffentlichte mehrere Gedichtbände, darunter O Futuro, der 2017 den Premio de la Crítica de Madrid erhielt. Er übersetzte mehrere Lyriker ins Spanische, u.a. Louise Glück, W.S. Merwin, Pascal Quignard und S.J. Lec.Preis: CHF 30.90