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Der WM-Zweite von 2013 und 2015 war sich seiner Sache sicher, nachdem er zu Beginn der letzten Runde unwiderstehlich davongezogen war.
Den Spurt um Platz 2 entschied der Amerikaner Evan Jager gegen Kiprutos Landsmann Ezekiel Kemboi zu seinen Gunsten und sicherte den USA die erste Steeple-Medaille seit 32 Jahren. Dem zweifachen Olympiasieger (2004 und 2012) und vierfachen Weltmeister Kemboi, der nach dem Rennen seinen Rücktritt erklärte, blieb am Ende nicht einmal Bronze. Weil er zwischenzeitlich mit dem Fuss aus der Bahn geraten war, wurde er nachträglich disqualifiziert. Der Franzose Mahiedine Mekhissi erbte den dritten Platz.
Kipruto setzte mit seinem ersten grossen Sieg die kenianische Dominanz im Rennen über die Hindernisse an Olympischen Spielen fort. Seit den Spielen 1980 in Moskau und dem Erfolg des Polen Bronislaw Malinowski stand immer ein Kenianer zuoberst auf dem Podest.
Glück bekundete Mo Farah. Der Brite mit somalischen Wurzeln, der wie 2012 in London das Double über die Langstrecken anstrebt, kam im Vorlauf über 5000 m beinahe zu Fall. Gut 200 m vor dem Ziel geriet der 33-Jährige nach einem Rencontre mit dem Amerikaner Hassan Mead ins Straucheln, konnte aber einen Sturz vermeiden. Als Dritter des Rennens qualifizierte sich Farah letztlich souverän für den Final vom Samstag. Bei seinem Sieg über 10’000 m war Farah nach gut vier Kilometern gestürzt, rappelte sich aber auf und lief wie 2012 zu Gold.
(SDA)