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Während eines unheimlichen Gewitters, das alles zu zerstören schien, löste sich ein Felsen gross wie die Kirche von Bulle, begann in der Luft zu brennen und landete schliesslich in der Alpweide Clefs, wo er ein tiefes Loch schlug.
Seitdem hörte man aus diesem Loch eine tiefe Stimme, die schrie: «Werft mir einen Mann ins Loch!» Kein Gras wuchs und kein Tier näherte sich, denn die Erde war brennend heiss.
Zu jener Zeit entbrannte ein heftiger Streit zwischen dem Sennen des Gros Moléson und jenem des Plané. Beide warben um die Gunst von Goton Moret von Vuadens, der schönsten und reichsten Tochter des Greyerzerlandes. Als der Hirte vom Gros Plané erfuhr, dass sein Rivale in der Wirtschaft Croix-Verte mit Goton getanzt hatte, wurde er so zornig, dass er diesen erschlug und in das verwunschene Loch warf.
Ein schwarzer Rauch und tausend Schlangen entstiegen dem Loch und umschlungen den Mörder, sodass er ebenfalls ins Loch fiel. Der böse Geist hatte somit nicht nur einen sondern zwei Männer, was ihn beruhigte. Von da an hörte man das Schreien nicht mehr, im Loch begann sich bitteres Wasser anzusammeln, das den heutigen See bildete. Das Gras rund herum begann ebenfalls zu wachsen. Im kleinen See hat es aber keine Frösche und die Ziegen meiden ihn ebenfalls.
Quelle
Themenpfad :
Im Land der Greyerzer Sagen
Text :
Clément Fontaine, aus "L'Age d'Or Au Pays de Gruyère", Editions Fribourgeoises