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Moskau - Die Fussball-WM ist vorbei, aber das Paul-Fieber hält in ganz Europa an: Ein italienischer Modeunternehmer liess die Marke registrieren; in Russland interessiert sich ein Online-Sportwettenanbieter für die Orakel-Krake.
"Er wird einer unserer 120 Angestellten sein", sagte der Miteigentümer der Firma Bet League, Oleg Jurawski, der Zeitung "Sowjetischer Sport" vom Montag. Das Unternehmen, das die Website ligastavok.com betreibt, bot dem Aquarium Sea Life in Oberhausen, in dem Paul lebt, demnach umgerechnet rund 105'000 Franken.
Der italienische Unternehmer Alessio Consorte liess Paul bei der EU-Behörde patentieren, die für Markenrecht im EU-Raum zuständig ist. Der 30-Jährige will ab September eine Serie von T-Shirts und Pullovern mit dem Symbol der Krake auf den Markt bringen.
"Ab September werde ich mit dem Vertrieb einer Kollektion von 3000 Stücken in verschiedenen Farben beginnen. Paul ist ein Symbol von Sympathie und Intelligenz. Ich bin sicher, dass er viele weitere Freunde haben wird. Bald wird man Paul am T-Shirt tragen können. Er wird uns bestimmt Glück bringen", sagte der Unternehmer.
Die Krake hatte während der Fussball-WM international Kultstatus erreicht, weil er bei allen Spielen der deutschen Mannschaft Sieg oder Niederlage richtig vorausgesagt hatte.
Für seine Vorhersagen wählte Paul aus einem Glasbehälter mit der Deutschlandfahne oder aus einem Behälter mit der Landesflagge des jeweiligen Gegners Muschelfleisch aus. Jedes Mal gewann die Mannschaft, aus deren Behälter er das Fleisch entnommen hatte.
SDA-ATS