Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/2153

JAZZ CIRCLE ZÜRICH - Programm 1. Trimester 2006
9.Jan., 16.Jan., 23.Jan.,
.,30.Jan. ,6.Feb., 13.Feb
., 20.Feb., 27.Feb., 6.März
, 13.März, 20.März, 27.März,
3.April, 10.April, 17.April
, 24.April
PROGRAMM 1. Trimester 2006
9. Jan. Niels-Henning Ørsted Pedersen R.I.P.
Bent Hvidt
Im April erreichte uns die unfassbare Meldung, dass NHØP im Alter von nur 58 Jahren durch ein Herzversagen gestorben war. Für den Referenten war es wie der Verlust eines guten Freundes, in dessen Gesellschaft er einige Stunden verbracht hatte, und die Jazzmusikwelt verlor den kreativsten und technisch versiertesten Bassisten der letzten 50 Jahre. Aus den Hunderten von Aufnahmen über eine professionelle Karriere von nicht weniger als 44 Jahren werden wir die ganze Bandbreite von NHØP’s Schaffen Revue passieren lassen – von den Anfängen 1961 bis 2003.
16. Jan. "Southern Soul Blues" Teil 2
"BLUES" --- dieses Wort bedeutete bekanntlich einst "Black Music for Black Folks". So war es jedenfalls noch vor gut 50 Jahren. Dann kam der weltweite Siegeszug der Rock- und Popmusik. Als Folge davon wurde der "Blues" und seine von der Rockmusik beeinflussten Interpreten wie auch sein Publikum immer "weisser" und internationaler.
Unabhängig davon ging im amerikanischen Süden, dem eigentlichen Ursprungsort des Blues, der schwarze Blues eine Verbindung ein mit den traditionellen Elementen der Gospelmusic. Daraus entwickelte sich der "Southern Soul". Seit etwa 25 Jahren existiert in den Südstaaten nun eine entsprechende, florierende schwarze Musikszene, unterstützt durch zahlreiche kleine Radiostationen, Plattenlabels und Musikclubs, die bis heute von den Mainstream-Medien der Musikindustrie weitgehend unbeachtet geblieben ist. Obwohl der "Southern Soul" sich auf zwei Ebenen abspielt, einer "Southern Soul/Gospel"- und einer "Southern Soul/Blues"-Szene, sind die beiden Musikstile eng miteinaner verbunden und unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch den textlichen Inhalt. Das heisst, dass die (vorwiegend schwarze) Fangemeinde, welche in Gospelkonzerten auf Stars wie Lee Williams, Tommy Ellison oder auf die "Canton Spirituals" abfährt, in der lokalen "Juke Joint" jeweils am Wochenende sich ebenso gerne auch von den neuen schwarzen Southern Soul/Blues-Stars wie Marvin Sease, David Brinston oder dem "Love Doctor" alias Lewis Clark unterhalten lässt.
Eine zweiteilige Einführung in die Welt des aktuellen "Southern Soul" mit Musik- und Video-Beispielen
Der Teil 1: "Southern Soul Gospel" fand am 21. November 2005 statt.
Teil 2: "Southern Soul Blues"
Nach der Gospel Session im November fährt der Referent weiter mit der verwandten Blues Tradition und deren Entwicklung in neuerer Zeit. Wiederum kommen sowohl Ton- wie Video-Dokumente zur Geltung.
Es ist garantiert: Auch ohne den Teil 1 wird der Teil 2 ein Genuss für Ohr und Auge sein!
23. Jan. Live Jazz: Zürich Jazz Orchestra
Jazzschule Zürich
Das zweite Konzert in einer Reihe von vier mit neueren Arrangements und Themen. Für Wohlklang einer hervorragend eingespielten Grossformation, spannende Solisten (wovon zwei aus der Jazzschule) und viel Swing ist gesorgt.
30. Jan. Earl "Fatha" Hines - Part 5: “Just Squeeze Me”
Jörg Näf
Der fünfte Abend mit Earl Hines ist den Jahren 1967 bis Frühling 1974 gewidmet. Während dieser Zeit, nahm der Pianist neben zahlreichen Soloschallplatten auch Teil an Aufnahmen mit u.a. Johnny Hodges, Earl Warren, Buddy Tate, Zoot Sims und Bud Johnson, um einige der Saxofonisten zu erwähnen, die bei diesem fünften Teil über Earl Hines zu hören sein werden.
6. Feb. Clifford Brown – Teil 1
Eddie Wyser
Am 27. Juni 2006 ist es 50 Jahre her, dass der Trompeter Clifford Brown bei einem tragischen Verkehrsunfall sein Leben verlor. Er war noch nicht 26 Jahre alt. Obschon seine Berufslaufbahn weniger als 5 Jahre dauerte, ist er einer der einflussreichsten modernen Trompeter, bewundert für seinen kräftigen Ton, seine tadellose Ausführung in alIen Registern und Tempi, fliessende und logische Improvisationen und sein Balladenspiel. Seinen direkten Einfluss hört man z.B. im Spiel von Freddie Hubbard und Lee Morgan. Er hatte wohl Auswirkung auf die meisten Trompeter, die nach ihm kamen.
13. Feb. Neues vom SwissJazzOrama Archiv
Fernand Schlumpf
Aus den CD-Neuzustellungen von Schweizer JazzerInnen an das SwissJazzOrama, gewürzt mit einigen Kostproben von internationalen Stars vom Ascona Jazzfestival.
20. Feb. The Johnny Simmen SWISSAIR Tapes Part 1: RAY BRYANT
William Snyder
Beim überstürzten Zusammenbruch von SWISSAIR mussten die Angestellten fast über Nacht alles umstellen und rasch die Hauptverwaltung am Balsberg räumen. Der Referent hatte seit 1972 mit Johnny Simmen für das in-flight Audio-Unterhaltungsprogramm im Bereich Jazz zusammengearbeitet, und in seinem Büroregal standen die Originalbänder der jeweils 2-stündigen Programme. Da niemand dafür Interesse hatte, rettete er die Bänder, und in Zusammenarbeit mit Bent Hvidt und dem Jazzmuseum Uster entstanden vorläufig 2 CDs u.a. mit Johnny Simmens Original-Referat über den Pianisten Ray Bryant, das wir heute in voller Länge geniessen können.
27. Feb. Svend Asmussen wird 90, Niels Foss ist es schon
Arild Widerøe/Bent Hvidt
Der weltberühmte dänische Violinist darf sich auf seinem vorstehenden Geburtstag hoffentlich immer noch bei bester Gesundheit freuen. Zur gleichen Zeit wird unser längjähriges Mitglied und Svend Asmussens erster professioneller Weggefährte in Kopenhagen – der Bassist Niels Foss – ebenfalls 90. Die Geburtstage liegen auf dem 28. Februar und 28. Januar genau einen Monat auseinander. Grund genug für JCZ, an diese Musiker zu erinnern. Die Referenten haben ihre Archive und Kenntnisse zu einer 2-stündigen Übersicht zusammengefügt, wobei wir Svend Asmussen über mehr als 60 Jahre verfolgen.
6. März Studenten der Jazzschule stellen ihre Diplomarbeiten vor
Sebastian Müller:
Die Anfänge des Vibraphons in der Schweizer Jazzlandschaft
und
Rahel Werren: Bossa Nova = Joao Gilberto
Zwei Jazzstudenten sind wieder zu Gast bei uns und berichten aus ihren Diplomarbeiten. Beim zweiten Thema handelt es sich nicht nur um Gilberto sondern um die Entwicklung des Bossa Nova und der brasilianischen Musik unter dem Einfluss des Jazz
Sebastian Müller / Rahel Werren
13. März GENERALVERSAMMLUNG
Vorstand
Diese Ankündigung gilt als Einladung. Anträge seitens der Mitglieder müssen bis spätestens Ende Februar im Besitz eines Vorstandsmitgliedes sein.
Die GV findet im mehrspur ((())) Music Club statt.
20. März Nina’s Jazz News
Nina Keppler
In gewohnter Art und Weise präsentiert die Referentin Plattenneuheiten aus allen Stilarten und Perioden des Jazz, die gerade herausgegeben oder wieder aufgelegt worden sind.
27. März Live Jazz: Zürich Jazz Orchestra
Jazzschule Zürich
Das dritte Konzert in der laufenden Reihe.
3. Apr. Filmabend: Jack Teagarden
Theo Zwicky
Sie nannten ihn 'Big T'. Weldon Leo Jack Tegarden (20.8.1905 - 15.1.1964), Louis Armstrongs
bevorzugter Posaunist und für viele Kritiker der beste überhaupt, verfügte über eine herausragende,
lässige Technik. Singend oder auf seiner Posaune swingend, mit einem Minimm an Aufwand, aber einem
Maximum an Gefühl, war Teagardens Stil so persönlich und kompromisslos, dass er kaum Nachahmer fand
und auch keine Schule begründete. Aber er bleibt einer der wenigen Jazzmusiker, dessen Talent die
Zeit überdauert hat.
Jack Teagarden wird vorgestellt mit einem Kurzfilm, 2-3 Snader Telescriptions und dem interessanten,
raren Spielfilm 'The Strip' (nie am Fernsehen gezeigt - 1951, englische Originalversion), eine
Kriminalgeschichte, in der Mickey Rooney überzeugend den Drummer spielt bei den vielen Auftritten der
Louis Armstrong All Stars.Den Auftakt macht ein (ebenfalls nie gezeigter) Trickfilm mit Teagarden.
10. Apr. Flip Phillips
Eddie Wyser
Der Tenorsaxophonist Flip Phillips wurde 1944/1946 als Mitglied der Woody Herman Band bekannt. Dann war er regelmässig für Norman Granz mit "Jazz at the Philharmonic" unterwegs, oft auch in Europa. Für die Labels von Granz machte er eine ganze Anzahl swingender Aufnahmen. Sein sanfter Ton bei Balladen und sein dynamischer Swing in mittleren und schnellen Stücken erinnern, trotz einem sehr persönlichen Stil, an Coleman Hawkins und Ben Webster. Wir werden einen Querschnitt durch die Jahre 1945 bis 1957 hören.
17. Apr. Ostermontag: No Session
24. Apr. Sechseläuten: No Session
Notabene: Im Frühling geht es weiter ab 1. Mai 2006