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13.08.2018
Solar Panels auf dem Weissen Haus
Vor fast 40 Jahren liess der damalige US-Präsident Jimmy Carter auf dem Weissen Haus 32 Solarthermie-Panels installieren. Es war eine Reaktion auf die Ölkrise von 1979. Am 20. Juni 1979 lud Carter Journalisten auf das Dach des Weissen Haus ein und lobte die erneuerbare Energie.
Solarenergie wird unsere Luft und unser Wasser nicht verschmutzen. Es wird uns nicht ausgehen. Niemand kann jemals die Sonne beschlagnahmen oder ihre Lieferung an uns unterbrechen. Aber wir müssen zusammenarbeiten, um unsere Vision und unseren Traum in eine solare Realität umzusetzen.
Der amerikanische Präsident hätte sich gewünscht, dass die Anlage bis in’s Jahr 2000 günstige, effiziente und zuverlässige Energie liefert. Carter wusste aber damals schon, dass es viel Kraft braucht für das Umdenken. Leider sollte er mit dem zweiten Teil seines Zitats recht behalten:
Für die nächste Generation kann diese Solarheizung eine Kuriosität sein, ein Museumsstück, ein Beispiel für einen Weg, der nicht eingeschlagen wurde, oder sie kann ein Teil eines der grössten Abenteuer sein, die je von Amerikanern unternommen wurden.
Schon 1986 liess Ronald Reagan still und heimlich die Anlage abbauen. Zwar wurde die Anlage auf dem Dach einer Universität wieder in Betrieb genommen, irgendwann landeten die Kollektoren dann aber in einer Lagerhalle, wo sie im Jahr 2010 dann von den Schweizer Künstler Christina Hemauer und Roman Keller aufgespürt wurden. Sie widmeten der Geschichte einen Doc-Film mit dem Titel «A Road not taken«.
Mittlerweile findet man einige der Kollektoren in unterschiedlichen Museen wieder wie dem Science Museum in England oder dem Science and Technology Museum in China.
Übrigens, 2010 liess der damalige US-Präsident Barack Obama wieder Solar Panels auf das Dach vom Weissen Haus installieren. Dann allerdings waren es keine Solarthermie Module mehr, sondern eine Photovoltaikanlage.