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Der Schweizer Roger Federer überspringt beim Australian Open in Melbourne auch die zweite Hürde ohne grössere Probleme und steht in der 3. Runde. Er siegt gegen Jan-Lennard Struff 6:4 6:4, 7:6 (7:4).
Als Roger Federer und sein Kontrahent um 21.30 Uhr Ortszeit die Rod Laver Arena betraten, zeigte das Thermometer zwar noch immer mehr als 30 Grad an, die Sonne war aber schon längst hinter dem Horizont verschwunden. Wohl im Wissen um die Hitzewelle, welche die Metropole im Bundesstaat Victoria in diesen Tagen erreichen würde, hatte der Schweizer gewünscht, dass er wie zum Auftakt gegen Aljaz Bedene erneut in der Night-Session antreten dürfe. "Aber das haben 60 andere wohl auch getan", sagte Federer mit einem Schmunzeln bei der Nachfrage von Jim Courier im Platzinterview.
Dem Wunsch des Titelverteidigers und fünffachen Turniersiegers wurde entsprochen. Und Federer bot als Gegenleistung das, was die Veranstalter und Fans schon beinahe selbstverständlich von ihm erwarten: einen nahezu makellosen Auftritt. Er knüpfte gegen Struff an seine Leistung gegen Bedene an, gewann die ersten beiden Sätze souverän und in weniger als einer Stunde, ehe sich die Sache im dritten Durchgang etwas komplizierter entwickelte.
Federer kassierte zum 1:3 sein erstes Break des Turniers und musste auch im nächsten Aufschlagspiel einen Breakball abwehren - nachdem er zuvor allerdings das Rebreak geschafft hatte. Im Tiebreak schenkte ihm Struff mit einem Doppelfehler schon früh den Vorteil, danach liess sich Federer nicht mehr stoppen und verwandelte nach knapp zwei Stunden Spielzeit seinen zweiten Matchball mit einem Servicewinner. "Er hat gut gespielt", lobte Federer seinen deutschen Kontrahenten. Es sei nicht einfach, wenn man das erste Mal auf diesem Platz spiele. "Denn die Erwartungen sind hoch."
Federer ist sich diese Auftritt gewohnt, bestritt er doch bereits seinen 102. Match in Melbourne, unzählige davon auf einem der grossen Plätze. Auch am Samstag wird dies wieder der Fall sein, wenn er in der 3. Runde mit Richard Gasquet auf einen alten Bekannten trifft. Gegen den 31-jährigen Franzosen, der in Neuenburg wohnhaft ist, gewann er 16 von 18 Partien. Die beiden einzigen Niederlagen gegen die ehemalige Nummer 7 der Welt kassierte Federer auf Sand.