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Ab 1947 musste sich die Schweiz mit verschiedenen internationalen Organisationen auseinandersetzen. In der OEEC (seit 1960 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD), welche die wirtschaftliche Kooperation im zerstörten Westeuropa ankurbeln wollte, wirkte sie mit. Allerdings mit einer Enthaltungsklausel.
Einen Beitritt zum 1949 gegründeten Europarat lehnte sie indessen entschieden ab, weil der eine politische Zusammenarbeit anstrebte. Fortan praktizierte die Schweiz eine zweigleisige Politik: einerseits strebte sie eine technische Kooperation an, andererseits lehnte sie die politische Zusammenarbeit und Integration ab.
Chronik
«Der schnellste Weg nach Brüssel»
Viktors Programm vom 21.11.1991
Basel bedauert die Ablehnung der EWR-Vorlage
Schweiz aktuell vom 07.12.1992
«Ja zur Schweiz – Nein zum EU-Beitritt»
Tagesschau vom 23.09.1995
Bundesrat wirbt für die Bilaterale II
Tagesschau vom 01.10.2004
Die EU erhöht den Druck
1993 entstand die Europäische Union, was den Druck zur Integration auf die Schweiz erhöhte. Mit der Annahme der bilateralen Abkommen I durch das Schweizer Stimmvolk im Jahre 2000 wurden die Verhandlungen mit der EU intensiviert.
Die europäische Frage polarisiert die Schweizer Wirtschaft und Bevölkerung immer wieder. Während ein Teil der Wirtschaft auf einen Zugang zum europäischen Markt angewiesen war, standen der Linken, der Grossindustrie und dem Freisinn, die mehrheitlich der EU beitreten möchten, die nationalkonservative Rechte gegenüber. Diese wollte den Beitritt um jeden Preis verhindern.
Wie sich das Verhältnis mit der Europäische Union weiterentwickelte und was der Inhalt der bilateralen Verträge ist, zeigt unsere Serie «Ich, du und die EU».
(Nach Georg Kreis, «Europa»; Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7147-1-3.php [ff], (Auszüge, Version vom 1.8.2006)).