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Wie du bereits in zahlreichen Artikeln hier auf dem Blog lesen konntest, ist Darmgesundheit ein immens wichtiges Thema für uns.
In den vielen Stuhlanalysen, die wir machen, stellen wir immer wieder fest, dass die allermeisten Leute zu wenig säurebildende Bakterien im Darm haben und dass der pH Wert im Darm bei den meisten zu hoch ist, also zu basisch.
Was das für Folgen hat, fragst du?
Wir brauchen Säurebildner
Wenn der Darm zu wenig säurebildende Bakterien hat können sich schädliche Bakterien leichter an der Darmschleimhaut ablagern. Ausserdem ist ein zu basischer Darm ein guter Nährboden für Pilze, wie zum Beispiel Candida. Die Folgen einer solche verschobenen Darmflora können Blähungen, dauernde Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Heisshungerattacken oder Migräne sein.
Weshalb fehlen uns diese Bakterien?
Die säurebildenden Bakterien brauchen ein saures Milieu, das heisst übermässiger Einsatz von Basenpulver, Einnahme von Säureblockern oder auch Medikamente wie Antibiotika können dazu beitragen, dass uns beispielsweise Bifido- oder Laktobazillen fehlen. Auch ist es so, dass wir kaum mehr milchsauer-vergorene Lebensmittel zu uns nehmen, wie zum Beispiel Sauerkraut oder auch selbergemachten Kefir.
Fermentierte Lebensmittel sind aus der Mode gekommen – Kommen sie jetzt wieder in Mode?
Das Verfahren des Fermentierens wurde früher vor allem angewendet, um Gemüse zu konservieren. In dem durchs Verkneten mit Salz hervortretenden Saft des Kohls fühlen sich die Bakterien, die sich auf dem Kohl angesiedelt hatten, besonders wohl. Diese Bakterien verwerten den Zucker des Kohls und produzieren damit Milchsäure, was zur Konservierung des Kohls beiträgt.
In letzter Zeit ist die Praxis des Fermentierens oder Einmachens ziemlich verloren gegangen und Dinge wie Kefir, Sauerkraut oder auch fermentierte Getränke wie Brottrunk, Kvass oder Kombucha werden – wenn überhaupt – höchstens gekauft. Das Problem bei den gekauften Produkten ist jedoch, dass sie meistens pasteurisiert (also erhitzt) sind. Und sobald ich ein Produkt über 40 Grad erhitze, sind die positiven Milchsäurebakterien weg!
Eine Teilnehmerin unseres Online-Kurses WellnEssen schreibt: „In den 70er Jahren gehörte es zum guten Ton, einen Kefirpilz zu füttern. Das Ergebnis war sehr lecker, aber leider ist das alles irgendwann in Vergessenheit geraten.“
Doch wie es scheint, kommen genau diese etwas in Vergessenheit geratenen Nahrungsmittel wieder in Mode. Auf einmal lesen wir Zeitungsberichte, Blogartikel oder ganze Bücher* zu diesem Thema und stellen fest – fermentieren ist wieder „in“!
Deswegen möchte ich heute ein Rezept mit dir teilen, das du ganz einfach zu Hause machen kannst. Dieses Rezept stammt ebenfalls aus unserem Online-Kurs, wo wir unter vielen anderen Informationen auch ein ganzes Modul zum Thema Darm und Darmgesundheit anbieten.
Selbstgemachtes Kimchi
Zutaten für 1 Glas
1 mittelgrosser Kopf Chinakohl
2 Karotten, in feine Streifen geschnitten oder geraspelt
1/2 säuerlicher Apfel, geraspelt
2 Frühlingszwiebeln, in feinen Streifen
2 EL unbehandeltes Meersalz
2cm frischer Ingwer, in grobe Stücke geschnitten
3-4 Knoblauchzehen
1-2 EL Chiliflocken (nach Vorliebe)
Zubereitung
Den Chinakohl in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit Karotten, Apfel und Frühlingszwiebeln in eine grosse Schüssel geben. Das Salz darüber geben und für ein paar Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit in einer Küchenmaschine den Ingwer, Knoblauch und die Chiliflocken klein klein hacken und gut miteinander vermischen. Diese Mischung ebenfalls zum Kohl in die Schüssel geben.
Anschliessend mit den Händen das Gemüse solange energisch kneten, bis der Kohl weich wird und sich eine gute Menge Flüssigkeit am am Boden der Schüssel sammelt. Lass die Schüssel ein paar Stunden bei Raumtemperatur stehen und knete das Gemüse ab und zu nochmals durch.
In ein grosses, verschliessbares Glas nach und nach etwas vom Kimchi geben und gut andrücken, so dass die Flüssigkeit nach oben drückt. So weitermachen, bis alles Kimchi im Glas ist. Es soll genügend Flüssigkeit vorhanden sein, dass der ganze Kohl im Glas damit bedeckt ist. Ausserdem sollte noch etwas Raum zwischen dem Kimchi und dem Deckel bleiben.
Lege den Deckel locker auf und lass das ganze 2-4 Tage stehen. Probiere das Kimchi ab und zu, bis es nach deinem Geschmack ist. Dann ab damit in den Kühlschrank. Dort hält es sich einige Monate.
Jetzt interessiert uns natürlich: hast du vor, dieses Rezept auszuprobieren? Bist du vielleicht daran interessiert, noch weitere Rezepte von uns zu bekommen, die deiner Darmflora gut tun? Schreib uns gerne einen Kommentar, wir freuen uns, von dir zu lesen!