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Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Schweizer Bauernverband
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Bericht zur Lage der Landwirtschaft
Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.
11.03.19

Der Februar 2019 war in den hohen Berglagen und auf der Alpensüdseite der zweit- bis fünftmildeste Februar seit Messbeginn. Für die Gesamtschweiz lagen die Temperaturen 3,0 Grad über der Norm 1981 2010. Damit gehört der Februar 2019 zu den zehn mildesten. Vor allem zu Beginn des Monats fiel reichlich Schnee und dies bis in die Niederungen. Ab dem zweiten Monatsdrittel war das Wetter sehr sonnig. Der Winter 2018/2019 lieferte v.a. in den Monaten Dezember und Januar auf der Alpennordseite und in den Alpen verbreitet überdurchschnittliche Niederschläge. Auf der Alpensüdseite blieb der Winter niederschlagsarm. Das aktuell warme Wetter könnte zu einem frühen Vegetationsstart führen, ähnlich wie 2017 (Grafik 1.3). Dies würde die Gefahr von Spätfrösten erhöhen. 2018 sind mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland für Tätigkeiten in Landwirtschaft (8817 Personen) und Gartenbau (1382 Personen) in die Schweiz eingewandert als in den beiden Vorjahren (Tabelle 1.4).
11.02.19

In den Bergregionen der Alpennordseite lagen die Temperaturen (im Mittel -8,2 Grad) im Januar 2019 deutlich tiefer gegenüber der Norm der Jahre 1981-2010. In den Tieflagen der Alpensüdseite war es hingegen sehr mild. In Lugano wurden im Durchschnitt 5 Grad, in Locarno-Monti 4,9 Grad gemessen. Die erste Januarhälfte war geprägt von einer Nordströmung, welche viel kalte und zum Teil auch feuchte Luft auf die Alpennordseite brachte. Im Süden hingegen blies ein stürmischer und milder Nordföhn. Vom 12. bis 14. Januar fiel vor allem in den zentralen und östlichen Alpen viel Neuschnee. Ab Mitte Januar war das Wetter meistens hochdruckbestimmt. Vom 23. bis 26. Januar fiel auf der Alpennordseite zum Teil Schnee bis in die Niederungen. Auf der Alpensüdseite hingegen fielen im Januar nur 10 bis 15 % der Niederschläge gegenüber der Norm 1981-2010.
11.01.19

Der Monat Dezember 2018 brachte milde Temperaturen und sehr windiges Wetter. In der Nordschweiz erreichte die Niederschlagssumme verbreitet 150 bis 200 Prozent der Norm 1981-2010, während die Niederschläge in der Südschweiz deutlich unterdurchschnittlich waren.
10.12.18

Der November 2018 war der drittwärmste seit Messbeginn und im Schnitt 1,6 Grad wärmer als die Norm 1991-2010. Während auf der Alpensüdseite die Niederschläge deutlich über der Norm 1991-2010 lagen, war es im Norden, v.a. in der Zentral- und Ostschweiz ausgesprochen niederschlagsarm. In Zürich und St. Gallen fielen weniger als 30 % der Normmenge. Mit dem November endete in diesem Jahr - nach dem drittwärmsten Sommer und dem viertwärmsten Frühling – der drittwärmste Herbst (in der Meteorologie dauert der Herbst vom 1. September bis am 30. November). Mehr Herbstwärme gab es bisher nur in den Jahren 2014 sowie 2006.
12.11.18

Der Oktober war warm, mild, niederschlagsarm und ausgesprochen sonnig. In einzelnen Regionen war es einer der sonnigsten Oktobermonate seit Messbeginn. Locarno registrierte am 24. Oktober den ersten Schweizer Hitzetag im Oktober mit 30,5 Grad. Grosse Niederschlagsmengen fielen Ende Oktober auf der Alpensüdseite sowie im angrenzenden Gebiet vom Oberwallis über die Gotthardregion bis nach Graubünden. Im westlichen Tessin fielen 300 bis 420 mm Niederschlag. In den nördlichen Alpen fiel zum Teil reichlich Neuschnee. Am östlichen Alpennordhang fiel Schnee bis auf 500 Meter. Mit dem September 2018 endete das wärmste oder zweitwärmste Sommerhalbjahr seit Messbeginn 1864. Das schöne Wetter erleichterte natürlich die verbleibenden Feldarbeiten und die Saat von Winterfrüchten. In vielen Regionen der Nordschweiz wäre Regen jedoch weiterhin dringend notwendig für das Gedeihen der Wintersaaten wie auch für den Grundwasserstand und die Quellen (Tabelle 1.2). Mit 4625 Hagel-Schadenmeldungen bis Ende September wird das Jahr 2018 als unterdurchschnittliches Hageljahr in Erinnerung bleiben (Tabellen 1.4/1.5). Der Bestand der in der Landwirtschaft erwerbstätigen, nicht ständigen ausländischen Wohnbevölkerung ist 2018 leicht angestiegen (Tabelle 1.7).
10.10.18

Der September 2018 war einer der wärmsten der letzten 150 Jahre. Die Temperatur lag im Mittel 2,2 Grad über der Norm 1981-2010. Dafür sorgten ausgeprägte Hochdrucklagen v.a. in der ersten Monatshälfte. Stürmische Westwinde durchzogen am 21. und 23. die Schweiz. Ein erster Temperatursturz erfolgte am 24. mit Schnee bis auf 1800 Meter (Grafik 1.3). Auf der Alpensüdseite und in der Westschweiz brachte der September teilweise nur 20 % der normalen Niederschläge. Die übrigen Regionen erhielten meist zwischen 40 und 80 % der Norm 1981–2010. Damit setzte sich das trockene Wetter der Vormonate fort (Tabelle 1.2). Die Weinlese begann dieses Jahr teilweise schon Ende August und insgesamt ca. 31 Tage früher als im Mittel der Periode 1981-2010. Die Blattverfärbung bei den Laubbäumen trat je nach Baumart rund 21 bis 30 Tage früher als in der Periode 1981-2010. Auch die Blüte der Herbstzeitlose hatte 9 Tage Vorsprung auf die Normperiode. Die Schadentage und Schadenmeldungen von Hagel lagen bis Ende August unter dem langjährigen Mittel und leicht tiefer als im Vorjahr. Nach 1711 Schadenmeldungen im Juli sind die Meldungen im August auf 688 gesunken (Tabelle 1.5).
10.09.18

Der August 2018 war der drittwärmste seit Messbeginn. Vor allem die West- und die Nordwestschweiz erhielten auch im August wenig Regen. Einzelne Gebiete erhielten nur 20 bis 30 % der Norm 1981 2010. Auch der Sommer insgesamt war der drittwärmste nach dem Sommer 2015 und 2003. Zudem war er ausgesprochen regenarm. Im landesweiten Mittel fielen nur 63 % der Norm 1981-2010. Ähnlich regenarm waren letztmals die Sommer 1983 und 1984. Dabei verstärkten im aktuellen Jahr die sehr hohen Temperaturen die Verdunstung und damit den Wassermangel. Der warme Sommer beschleunigte die Entwicklung der Vegetation und der Fruchtreife massiv. Der Vorsprung beträgt je nach Pflanzenart zwei bis drei Wochen gegenüber dem Mittel der Periode 1981-2010.
10.08.18

Das Wetter im Juli war überdurchschnittlich warm und trocken. In der Zentral- und Ostschweiz sowie im Nordtessin fielen nur 20 bis 50 % der üblichen Regenmenge. Niederschläge sind noch kaum in Sicht: Am Monatsende startete eine Hitzewelle, welche weit in den August hineinreichen dürfte. Der Vergleich mit dem Trockenjahr 2003 drängt sich immer mehr auf.
Im Vergleich zum Monat Mai (1777 Schadenmeldungen) und zu den Vorjahren wurden im Monat Juni wenige Hagelschäden gemeldet (Tabelle 1.4). Auch Elementarschäden wurden in den Monaten April bis Juni eher weniger als in den Vorjahren gemeldet (Tabelle 1.5).