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Roland von Fellenberg studierte in seiner Heimatstadt Bern Veterinärmedizin und promovierte dort im Jahr 1962. Nach kurzer tierärztlicher Praxistätigkeit begann er seine wissenschaftliche Karriere zuerst am Medizinisch-Chemischen Institut und danach am Veterinärbakteriologischen Institut der Universität Bern. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Université de Lausanne schloss sich eine mehrjährige Forschungstätigkeit in den USA an, zuerst am Department of Microbiology der State University of New York in Buffalo NY und danach am Graduate Department of Biochemistry der Brandeis University in Waltham MA.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde Roland von Fellenberg 1969 Oberassistent am Institut für Pharmakologie und Biochemie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich, wo er sich mit einer Arbeit mit dem Titel «Die immunchemische Analyse der Lymphozytenmembranen» habilitierte. Nach einer Stelle als Leiter der virologisch-zellbiologischen Forschungsabteilung des Schweizerischen Serum- und Impfinstituts in Bern kehrte Roland von Fellenberg an die Universität Zürich zurück, wo er am16. Oktober 1984 zum Extraordinarius für angewandte Veterinärphysiologie ernannt wurde.
Die wissenschaftlichen Arbeitsgebiete von Roland von Fellenberg umfassten die Biochemie, die Mikrobiologie und die Immunologie. Seit seiner Berufung zum Extraordinarius konzentrierte er sich vor allem auf die Erforschung von Lungenerkrankungen beim Pferd, spezifisch dem sogenannten chronischen Lungenemphysem.Seine Studien befassten sich unter anderem mit der Bedeutung des Ungleichgewichts zwischen Proteasen und Protease-Hemmern im Pferdeblut. Es war für Roland von Fellenberg stets von grosser Bedeutung, die Grundlagenforschung mit dem Verständnis für die Entstehung von Krankheiten zu verbinden, weshalb er fruchtbare Zusammenarbeiten mit der Pferdeklinik pflegte. Diese Verbindung, die für ihn auch im Unterricht zentral war, war stets sein Leitbild für seine Lehrtätigkeit in der Immunologie. Roland von Fellenberg trat am 15. April 2000 altershalber aus der Universität Zürich aus. Thomas Lutz