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So will die Behörde unter anderem Strafen verhängen können, wie dies andere wichtige Aufsichtsbehörden können, sagte Finma-Verwaltungsratspräsidentin Marlene Amstad am Mittwoch. "Die Finma besitzt keine Bussenkompetenz – sie ist damit im Vergleich mit anderen grossen Finanzplätzen eine Ausnahme." Die Ereignisse um die Credit Suisse hätten gezeigt, dass die Instrumente der Behörde in extremen Fällen an ihre Grenzen stossen. Deshalb sollte über einen Ausbau nachgedacht werden.
Auch sollte über ein Senior Manager Regime diskutiert werden - also die verpflichtende Zuordnung individueller Verantwortlichkeiten von Führungsorganen. "Dies kann auch die Unternehmenskultur eines Instituts stärken, weil diese eng mit der klaren Zuteilung von Verantwortung und einer gesunden Toleranz für Risiken verbunden ist", erklärte Amstad.
Amstad zufolge wäre es auch wünschenswert, dass die Finma über ihre Verfahren informieren könne. Derzeit müssten die meisten Untersuchungen der Behörde gegen Banken geheim bleiben, auch aus Gründen des Stabilitätsschutzes. "Die beiden Instrumente Busse und Senior Manager Regime sowie die Möglichkeit der aktiveren Kommunikation von abgeschlossenen Enforcement-Verfahren würde aus Sicht der Finma ihren insgesamt funktionierenden Instrumentenkasten ergänzen und komplementieren", sagte die Verwaltungsratschefin.
(Reuters)