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Es gibt eine breite Palette von diagnostischen Verfahren zur Erkennung von Herzerkrankungen und Beurteilung des Gesundheitszustandes des Patienten nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Die verfügbaren Untersuchungen können in drei Hauptkategorien unterteilt werden: bildgebende Verfahren, Blutflussuntersuchungen und elektrische Tests. Bildgebende Verfahren werden zur Anfertigung eines Bildes des betroffenen Organs (in der Regel das Gehirn oder das Herz) verwendet. Sie liefert entscheidende Informationen über die Ursache des Ereignisses bzw. den Standort und das Ausmass der Schädigung. Bilder können auch wertvolle Informationen vor einem chirurgischen Eingriff liefern. Dabei werden zwei Verfahren häufig eingesetzt: Computertomographie (CT oder CT Scans) und Magnetresonanztomographie (MRT).
Elektrische Untersuchungen zeigen die elektrische Tätigkeit des Gehirns oder Herzens. Elektroenzephalogramme (EEG) messen die elektrische Tätigkeit des Gehirnes, während Elektrokardiographie (ECG oder EKG) die elektrische Tätigkeit des Herzens misst. Bei einem Schlaganfall können zusätzliche elektrische Untersuchungen (so genannte evozierte Potentiale) durchgeführt werden, um festzustellen, wie das Gehirn mit sensorischen Informationen umgeht.
Bei Blutflussuntersuchungen wird in der Regel die Ultraschalltechnologie (Echokardiographie) verwendet, um die Menge des durch bestimmte Blutgefässe fliessenden Bluts zu bestimmen. Eine weitere Methode ist die Angiographie, bei der ein spezieller Farbstoff in die Blutgefässe injiziert wird und anschliessend Röntgenbilder angefertigt werden.
Das eingesetzte Verfahren hängt von der Erkrankung des einzelnen Patienten, den Präferenzen des Arztes und der Verfügbarkeit der entsprechenden Technologien ab.
Die Echokardiographie ist ein Ultraschall des Herzens, auch genannt Herz-Ultraschall. Dabei werden Ultraschalltechniken zur Darstellung zweidimensionaler Schnitte des Herzens verwendet. Die neuesten Echokardiographiegeräte sind auch in der Lage, dreidimensionale Bilder in Echtzeit zu liefern. Mithilfe dieser Technologie können der Zustand des Herzens, die Funktion der Herzklappen und das allfällige Durchsickern von Blut durch die Klappen analysiert sowie das Volumen der Herzpumpe berechnet werden.
Die Elektrokardiographie (ECG oder EKG) misst die laufende elektrische Tätigkeit des Herzens, die über Hautelektroden aufgezeichnet wird. Das EKG dient der Diagnose abnormer Herzrhythmen (Herzrhythmusstörungen) oder der Bestimmung des Ausmaßes der Schäden am Herzmuskel nach einem Herzinfarkt.
Bei der EEG wird die elektrische Tätigkeit des Gehirnes aufgezeichnet. Die EEG war früher die bevorzugte Methode, um Schlaganfälle zu diagnostizieren. Heute wird die EEG jedoch zunehmend durch Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) ersetzt.
Die Angiographie ist eine Methode zur Bestimmung des Blutflusses durch die Blutgefässe. Zuerst wird ein spezieller Farbstoff in die Gefässe injiziert und anschliessend werden Röntgenbilder angefertigt. Die Grösse und der Standort von Blockaden können damit analysiert werden. Der besondere Stellenwert dieser Untersuchung liegt darin, dass sie wertvolle Informationen vor einem chirurgischen Eingriff liefert.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Bildgebungsverfahren, mit dem die innere Struktur und Funktion des Körpers dargestellt werden kann. MR-Bilder sind besonders nützlich für die Darstellung verschiedener Typen von Weichgewebe im Körper und sind daher sehr wertvoll für die Untersuchung des Gehirns und Herzkreislaufsystems.
Die Computertomographie (CT) ist ein medizinisches Bildgebungsverfahren, bei dem ein dreidimensionales Bild aus einer grossen Serie von zweidimensionalen Röntgenbildern erstellt wird. CT-Bilder dienen der Diagnose von Schlaganfällen, Blutgerinnseln, intrazerebraler Blutung und der Beurteilung von Abnormitäten in den Blutgefässen.
Messung der Durchblutung einer Herzkranzarterie nach Herzinfarkt mittels Positronen-Emissionstomographie.