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Die Kantone Waadt, Neuenburg und Freiburg können teilweise die von ihnen verlangten Massnahmen umsetzen, um im Vogelschutzgebiet Fanel am Neuenburgersee die Kormorankolonie zu regulieren. Wie naturschutz.ch in März und April berichtete, hatten die drei Kantone ein Gesuch um Eingriffe an den Kormorannestern und Gelegen im Vogelschutzgebiet gestellt. Das Gesuch wurde am 25. März 2010 vom BAFU bewilligt. Allfälligen Rekursen gegen die Verfügung entzog das BAFU die aufschiebende Wirkung, da sie der Meinung war, dass die Kantone die Massnahmen, wegen der im März begonnenen Nist- und Brutzeit, möglichst schnell umsetzen müssen. Daraufhin reichten die Vereinigung Helvetia Nostra und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung Rekurs ein.
Das Bundesverwaltungsgericht entschied am 20. April 2010, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung zum Teil gerechtfertigt sei. Nun dürfen ab sofort die Wildschutz-Behörden der Kantone im Vogelschutzgebiet Zäune errichten und Reste der letztjährigen Nester entfernen. Die Massnahme, bereits gelegte Eier mit Öl zu behandeln, unterliegt der aufschiebenden Wirkung bis das Bundesverwaltungsgericht über allfällige Beschwerden und Rekurse entschieden hat.
Nun hat Helvetia Nostra gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Der Schweizer Vogelschutz SVS hingegen wird Anfang nächster Woche bekannt geben, ob er gegen die Bewilligung zu Eingriffen gegen den Kormoran Beschwerde einlegt.