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Nickel - Das verhexte Kupfer
Schon die Chinesen benutzten vor rund 2‘000 Jahren eine Nickel-Kupfer-Legierung als Gebrauchsmetall. Diese Legierung entsprach in etwa dem heutigen Neusilber. Die alten Griechen verwendeten das Metall erstmals für Münzen.
Im 15. Jahrhundert entdeckten sächsische Bergleute im Erzgebirge ein rötlich-braunes Erz und glaubten zunächst, Kupfer gefunden zu haben. Nachdem sich aus dem vermeint- lichen Kupfererz aber kein Kupfer gewinnen liess, nannten sie das Erz “Kupfernickel“ – vom Berggeist „Nickel“ verhextes Kupfer. 1751 gelang es dem schwedischen Chemiker und Mineralogen Axel Frederic Cronstedt, das neue Element zu identifizieren und rein darzustellen. Drei Jahre später gab er diesem neuen Element den Namen „Nickel“, benannt nach besagtem Berggeist und abgeleitet vom Begriff „Kupfernickel“.
Weltweite Nickelproduktion
Eigenschaften
Nickel ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ni und zählt zu den Schwermetallen. Reines Nickel hat eine silbrig-weisse Farbe. Es ist gegenüber Luft, Wasser und verdünnten Säuren sehr widerstandsfähig. Aus diesem Grund findet es häufig Verwendung als Überzugsmaterial für unedlere Metalle wie Eisen oder wird zur Herstellung von korrosionsbeständigen Stählen wie z.B. Chromnickelstahl verwendet. Es ist hart, schmiedbar, duktil und lässt sich ausgezeichnet polieren. Nickel gehört zu den am meisten rezyklierten Materialien weltweit. Meist wird es in Form einer Legierung wiederverwendet. Ungefähr die Hälfte allen in Edelstählen enthaltenen Nickels stammt aus dem Recyclingprozess.
Vorkommen
Nickel ist ein häufiges Element und steht mit einem Anteil an der Erdkruste von 0,015 % an 21. Stelle der Elementhäufigkeit. Es ist damit häufiger als Kupfer oder Zink. Als Element kommt es in der Natur nur in Meteoriten vor. Ein bedeutendes Nickelerz ist der Magnetkies oder Pyrrho-tin, der geringe Mengen an Nickelsulfid enthält. Zu den Nickelerzen gehören auch der Weissnickelkies (Chloanthit), der Rotnickelkies (Nickelin) oder der Gelbnickelkies (Millerit, ein Nickelsulfid). Die bedeutendsten Erzvorkommen liegen in Russland, Kuba, Kanada, Neukaledonien, Indonesien oder auf den Philippinen.
Verwendung
Besondere Wichtigkeit hat Nickel als Legierungsmetall. Zirka 65 % der der weltweiten Produktion von etwa 1,4 Mio. Tonnen pro Jahr werden für die Veredelung von Stählen verwendet. Nickel macht Stahl korrosionsbeständig und erhöht seine Härte, Zähigkeit und Duktilität. Mit Nickel hochlegierte Stähle werden in besonders korrosiven Umgebungen eingesetzt. Edelstahl enthält in der Regel 8-12 % Nickel.
Reines Nickelmetall wird in feinverteilter Form als Katalysator bei der Hydrierung ungesättigter Fettsäuren verwendet. Aufgrund seiner chemischen Beständigkeit wird Nickel bevorzugt für Apparate im chemischen Labor und der chemischen Industrie verwendet. Die Bauteile werden oft galvanisch mit der schützenden Nickelschicht überzogen. Auch für die Herstellung von Münzen wird Nickel oft eingesetzt, meist als Legierung mit Kupfer.
Industrielle Anwendung
Nickel an der London Metal Exchange (LME)
An der weltweit grössten Metallhandelsbörse, der London Metal Exchange (LME), wird Nickel in Losgrössen von 6 Tonnen und in Form von Kathoden, Granulat und Briketts mit einem Nickelgehalt von mindestens 99,80 % gehandelt.
Futuretrading an der LME
Wir arbeiten eng mit der LME zusammen. Dadurch sind wir in der Lage, unseren Kunden feste Preise auf langfristige Termine anzubieten und zu sichern. Börsenkontrakte werden unter strenger Überwachung von Terminen und Devisen-kursen erarbeitet. Wir können somit die Planung Ihrer strategischen Beschaffung erleichtern.