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Die UBS verpfeifen hatte sich Birkenfeld anders vorgestellt. Die 40-Monate-Haft war nicht in seinem Plan einkalkuliert. Daher geht er in Berufung.
Ohne ihn wäre ein erfolgreiches Steuerverfahren gegen die UBS nicht möglich gewesen – Bradley Birkenfeld. Sogar die amerikanische Steuerbehörde räumt ein, dass es der Verdienst Birkenfelds sei, dass sich nun 14'000 UBS-Kunden der IRS gestellt haben. «Ich bezweifle, dass dieser Betrug von den Vereinigten Staaten entdeckt worden wäre, wenn Herr Birkenfeld im Sommer 2007 nicht durch die Türe des Justizdepartements getreten wäre», kommentiert der amerikanische Staatsanwalt Kevin Downing gegenüber «Wall Street Journal».
In der Folge wurde Birkenfeld jedoch auch selber zum Ziel der Anklage. Er wurde der Beihilfe zur Steuerhinterziehung für schuldig empfunden und zu 40 Monaten Haft verurteilt – wohl anders als sich Birkenfeld dies vorgestellt hatte. Dieser schaut nämlich einem immensen Reichtum ins Auge, den er dank seinem aufopfernden Geständnis erlangen wird. Denn der IRS hat allen Helfern mindestens fünfzehn Prozent der Steuereinnahmen versprochen, welche er dank Hinweisen einnimmt.
Milliarden, ja gerne – Gefängnis, nein danke
Im Falle Birkenfelds sollte dieser laut Schätzungen seines Anwalts Stephen Kohn «mindestens einige Milliarden Dollar erhalten» – ein anständiges Salär für die drei Jahre Gefängnis. Seine Haftstrafe sollte Birkenfeld im Januar antreten, wogegen er sich nun wehrt.
Sein Anwalt will das Urteil direkt beim Justizminister Eric Holder anfechten, berichtet «Financial Times». Gemäss Kohn habe die Anklage im ersten Prozess das Gericht fehlgeleitet, indem sie Birkenfeld vorgeworfen habe, er hätte Informationen über gewisse UBS-Kunden zurückgehalten. Laut Kohn seien jedoch sämtliche geforderten Informationen geliefert worden.