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Benjamin Weger stiess in der Verfolgung in Pyeonchang in den 6. Rang vor. Eine Chance zum Gewinn einer Medaille hinter dem überlegenen Sieger Martin Fourcade bot sich dem Walliser Biathleten allerdings nie.
"Ich habe ein gutes Rennen gemacht", hielt Weger fest. Mehr konnte er von seiner Seite auch nicht beitragen. Die Ausgangslage als 15. des Sprints mit 36 Sekunden Rückstand war nicht optimal. "Ich will einfach stets das Beste aus der Situation machen, man kann immer etwas Gutes herausholen: Selbstvertrauen, einen besseren Rang oder ein gutes Gefühl für das nächste Rennen", betonte der Schweizer Teamleader. Diese drei Punkte durfte er als erfüllt abhaken, trotz zweier Strafrunden. Die Bedingungen waren erneut nicht einfach gewesen, die Jury hatte am Nachmittag wegen des Windes sogar über eine mögliche Verschiebung diskutiert. Keiner der 60 Starter räumte alle 20 Scheiben ab.
Unmittelbar nach dem letzten Schiessen war Weger an vierter Stelle aufgetaucht, allerdings betrug der Rückstand auf die Medaillenränge zu diesem Zeitpunkt knapp 40 Sekunden. Im Zielsprint musste sich der 28-Jährige zwar noch zwei Konkurrenten geschlagen geben, gleichwohl zeichnete der Weltcup-Neunte für das bislang beste Schweizer Biathlon-Resultat in Südkorea verantwortlich. Nach Irene Cadurisch, Serafin Wiestner und Lena Häcki sorgte er im vierten Rennen für die vierte Schweizer Top-Ten-Klassierung.
Wiestner seinerseits wurde nach sechs Strafrunden in den 28. Rang durchgereicht. "Aus dieser Ausgangslage muss ich mehr machen", sagte der Bündner. Er war als Neunter gestartet und nach dem ersten von vier Schiessen noch Fünfter gewesen.
Drittes Olympia-Gold
Martin Fourcade wurde derweil seiner Favoritenrolle gerecht. Der 29-jährige Franzose, der als Achter in die Loipe gegangen war, gewann im Wettkampf über 12,5 km überlegen Gold. Für Fourcade ist es der dritte Olympiasieg nach jenen vor vier Jahren in Sotschi (ebenfalls in der Verfolgung sowie im Einzel).
Dass im Biathlon immer wieder Überraschungen möglich sind, bewies der unmittelbar vor Weger gestartete Sebastian Samuelsson. Der 20-jährige Schwede holte sich mit 12 Sekunden Rückstand unerwartet Silber. Auf Stufe Weltcup ist Samuelsson bislang noch nie über einen 13. Rang hinausgekommen. Dritter wurde Benedikt Doll aus Deutschland.