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Para-Sportlerin Sandra Graf tritt zurückSchreiben Sie einen Kommentar
Bereits vor den Paralympischen Spielen in Tokio war für Sandra Graf klar, dass dies ihr letzter Auftritt auf der grossen Sportbühne sein wird. Die erhoffte Medaille zum Abschluss blieb der Ausserrhoderin verwehrt, sie erreichte im Strassenrennen und im Zeitfahren den 11. Rang.
Nun sei es Zeit, den Fokus auf andere Dinge zu legen. «Ich hatte eine lange schöne Karriere, allerdings ist Privates oft zu kurz gekommen. Dafür möchte ich jetzt mehr Zeit investieren», begründet die zweifache Mutter ihren Rücktritt in einer Mitteilung vom Dienstag. Ganz vom Sport abwenden will sie sich allerdings nicht: «Ich will mich weiterhin im Handbike-Sport engagieren und meine Erfahrungen weitergeben.»
Ihre grössten Erfolge feierte die Appenzellerin im Handbike-Sport. An den Paralympics 2012 in London krönte sie sich im Zeitfahren zur Olympiasiegerin. 2019 wurde sie Vize-Weltmeisterin im Strassenrennen und fuhr im Zeitfahren auf den dritten Rang. An diesen Erfolg konnte sie 2021 anknüpfen und sicherte sich an der WM in Portugal erneut Bronze.
Im Interview mit RADIO TOP blickt Sandra Graf auf ihre Karriere zurück:
Via Skipiste auf die Leichtathletik-Bühne
Zum Para-Sport kam Graf, die seit einem Turnunfall 1991 Paraplegikerin ist, über das Monoskibobfahren. Sie begann intensiv zu trainieren und nahm bereits 1994 im norwegischen Lillehammer an ihren ersten Paralympischen Spielen teil. Den Riesenslalom beendete sie als Viertplatzierte. In der Folge wechselte Graf vom Wintersport in die Leichtathletik. und konnte sich für die Paralympics 2000 in Sydney qualifizieren, wo sie beim Marathon als Fünfte die Ziellinie überquerte. An den Spielen in Peking acht Jahre später holte sie sich in der Marathondistanz Bronze. Um neue Reize zu setzen, ergänzte sie ihr Training mit dem Handbike – was später ihre Paradedisziplin wurde.