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Das Ausscheiden Deutschlands in der Vorrunde ist gar nicht so selten, wie man annehmen könnte. In der Geschichte der WM-Endrunden musste der Titelverteidiger bereits sechsmal nach der Gruppenphase die Koffer packen.
Zweimal traf es Italien (1950 und 2010), je einmal Brasilien (1966), Frankreich (2002), Spanien (2014) und nun Deutschland. Bei den letzten fünf Turnieren war Brasilien 2006 (Viertelfinal) der einzige Titelverteidiger, der in die K.o.-Runde vorstiess.
Die erste grosse Blamage der deutschen WM-Geschichte war eigentlich gar keine. Aufgrund der Gruppenkonstellation schenkte Bundestrainer Sepp Herberger gegen die Ungarn ab, Deutschland verlor 3:8 – und vertraute darauf, in einem Entscheidungsspiel gegen die punktgleichen Türken den Einzug ins Viertelfinale zu realisieren. Der Plan ging auf: 7:2 besiegte das deutsche Team die Türken Zwei Wochen später traf man erneut auf die Ungarn. Und war nach dem 3:2-Sieg im Finale in Bern zum ersten Mal Weltmeister.
Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Jugoslawien kam bald die schlechte Stimmung in der deutschen Mannschaft ans Tageslicht. Helmut Haller giftete gegen zahlreiche «Hochradfahrer» im deutschen Team, die Bundestrainer Sepp Herberger Honig ums Maul geschmiert hätten. Doch auch Herberger hatte Fehler gemacht, zu lange an formschwachen Spielern festgehalten, die falsche Strategie gewählt.
Heim-WM, deutsch-deutsches Duell, peinliche Niederlage in der Gruppenphase. Das 0:1 im einzigen Länderspiel gegen die DDR entpuppte sich im Nachhinein sogar als glückliche Fügung. So entging die Auswahl der Bundesrepublik der schwierigeren Zwischenrunden-Gruppe mit den Gegnern Argentinien, Brasilien und Holland und kämpfte sich gegen Jugoslawien, Schweden und Polen ins Finale vor, das man dann gegen Holland 2:1 gewann.
Die «Schmach von Cordoba»! Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs konnten die Österreicher gegen den grossen Nachbarn wieder gewinnen. Hans Krankl und Co. sorgten dafür, dass die Deutschen nach der Zwischenrunde nach Hause mussten. Es war das Ende der Ära von Helmut Schön.
Dreimal in Folge war Deutschland in den WM-Final eingezogen. Zur WM 1994 trat der amtierende Weltmeister auch noch verstärkt mit den besten Spielern der ehemaligen DDR an. Ein Team, das nach Meinung vieler Experten sogar stärker war als das vier Jahre zuvor. Am Ende war im Viertelfinal aber Schluss: Binnen weniger Minuten machte Gegner Bulgarien im Viertelfinal aus einem 0:1 ein 2:1.
Zwei Jahre nach dem Viertelfinal-Aus in den USA gewann Deutschland in England den WM-Titel und fuhr mit reichlich Selbstbewusstsein an die WM nach Frankreich. Dort sorgten deutsche Hooligans mit ihrem Angriff auf den Polizisten Daniel Nivel für den Tiefpunkt des Turniers. Auf dem Platz endete die Ära von Berti Vogts mit einem 0:3 im Viertelfinal gegen Kroatien.
(abu/pre/sda)
Erst vergangenen Donnerstag wurde bekannt, das Premier-League- und Champions-League-Sieger Petr Cech seine Karriere fortsetzt. Im Eishockey und nicht etwa im Fussball. Der Tscheche unterschrieb beim englischen Amateurteam Guildford Phoenix – natürlich als Torhüter.
Gestern Abend feierte er nun bereits sein Debüt – und wie! Beim Stand von 2:2 ging das Spiel zwischen Guildford und den Swindon Wildcats 2 ins Penaltyschiessen. Cech hielt zwei der ersten vier Penaltys, sein Gegenüber allerdings auch.