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Ablauf des Einsetzen des Magenballons
Das Einsetzen des Magenballons erfolgt während einer routinemäßigen Magenspiegelung und dauert bis 30 min., unterstützt mit einer „Schlummermedikation“. Der Ballons wird unter endoskopischer Kontrolle in den Magen in zusammengefaltetem Zustand eingeführt. Danach wird der Ballon unter Sicht mit 400-700 ml physiologischer Kochsalzlösung und einer Lebensmittelfarbe (meist Methylenblau) gefüllt. Das Methylenblau ist ein gut verträglicher Farbstoff, der den Patienten auf eine Undichtigkeit des Ballons aufmerksam machen kann, da dann der Urin durch den Farbstoff entsprechend verfärbt wird. Der Farbstoff im Urin zeigt an, dass der Arzt umgehend kontaktiert werden muss, um den Ballon rechtzeitig bei einer Magenspiegelung zu entfernen.
Sämtliche Voruntersuchungen und auch die Einlage des Magenballons können am selben Tag erfolgen. Am Tag des Eingriffs kann der Patient bereits in Begleitung nach Hause gehen. Großes Plus des Magenballons ist, dass bei der Einsetzung keine Narkose erforderlich ist, es genügt der leichte Schlaf durch eine Spritze während der Untersuchung. Das ist anders bei den großen bariatrischen Operationen. Also muss für den Magenballon keine Vollnarkose eingeplant werden. Ein weiterer Vorteil des Magenballons ist, dass der Eingriff insgesamt wesentlich weniger belastender ist, als bei den großen bariatrischen Maßnahmen. Auch die Entfernung des Ballons erfolgt während einer erneuten Magenspiegelung. Unter Sicht wird der Ballon punktiert und die Wasserfüllung abgesaugt. Anschließend wird der Ballon mit einem speziellen Greifer gefasst und durch den Mund schmerzfrei herausgenommen.