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Stadtarchiv Freiburg
Das nach Plänen von Pater Gregor Girard (1765-1850) errichtete ehemalige Primarschulhaus an der Chorherrengasse 1, das im historischen Zentrum des Burgquartiers im Schatten der Kathedrale St. Nikolaus liegt, diente seit 1907 als Gerichtsgebäude und beherbergt seit Frühjahr 2005 das Stadtarchiv Freiburg und die Mikrofilmzentrale.
[Foto AVF].
Vorstellung
Das Stadtarchiv Freiburg (AVF), das im Dienst der Bürger/innen, der Gemeindebehörden und der Gemeindeverwaltung steht und eng mit den kulturellen und historischen Institutionen und Vereinen unserer Stadt und unseres Kantons zusammenarbeitet, hat den Auftrag, Dokumente, die das «Kollektivgedächtnis» der Saanestadt bilden, zu sammeln, zu pflegen und bekannt zu machen.
Seit 2009 ist es in dem vom Bundesrat genehmigten neuen Schweizerischen Inventar der Kulturgüter offiziell als Bau von nationaler Bedeutung (Objekte A) aufgeführt.
Das Stadtarchiv, das von Jean-Daniel Dessonnaz, Stadtarchivar, geleitet wird, umfasst hauptsächlich Verwaltungsbestände aus dem 19. und 20. Jahrhundert, das heisst von 1799/1803 – das zuletzt genannte Datum markiert die offizielle Trennung von Stadt und Kanton Freiburg [Urkunde der Aussteurung für die Stadt Freyburg im Üchtland A. 1803] – bis heute.
Hauptsächlich handelt es sich um Dokumente, die vom Gemeinderat (Exekutive), Generalrat (Legislative), von der allgemeinen Verwaltung und von allen Dienststellen der Gemeinde erstellt oder entgegengenommen wurden, ein Bestand, der augenblicklich eine Gesamtlänge von fast 1'000 Laufmetern aufweist.
Des Weiteren verfügt das Stadtarchiv über eine Sammlung freiburgischer Zeitungen - vervollständigt durch einen Pressespiegel ab 1993 - und eine Sammlung von Fotografien/Postkarten der Stadt. Beide Sammlungen werden laufend erweitert.
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Neben Fonds und Sammlungen, die dem Stadtarchiv von Privatpersonen und Vereinigungen anvertraut wurden (Cercle littéraire et de commerce Freiburg, Internationales Folkloretreffen Freiburg, Société Académique Belles-Lettres Fribourg, Verkehrsverein Freiburg), verwaltet es den Fonds Jean-Dubas. Dieser Fonds besteht aus der « Arbeitsbibliothek » und dem persönlichen Archiv des Arztes und Historikers Jean Dubas (1918-2003), Ehrenbürgers der Stadt Freiburg. Aufgrund seiner Fülle und Vielfalt – die Inventarisierung ist im Gang – ist er besonders wertvoll für die lokale und regionale Geschichte; teilweise ist er bereits auf réro zugänglich.
Dagegen umfasst das Archiv augenblicklich keine Bestände mit staatlichem, pfarreilichem, privatem, heraldischem oder genealogischem Charakter. Aufgrund der Trennung von Stadt und Kanton im Jahr 1803 werden alle Quellen, die unsere Stadt unter dem Ancien Régime, das heisst bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, betreffen, im Staatsarchiv Freiburg aufbewahrt. Dokumente, welche die Diözese betreffen, befinden sich im Archiv des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg (> Kontakt).