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Hebels überträgt sich durch den an seinem andern Ende b befestigten Zugdraht Z auf den Hammer;
[* 7] dieser hebt sich, solange
ein Nagel r den Hebelarm c nach oben drückt, und fällt nieder, sobald c von r abschnappt. Zur Signalbildung werden entweder
einzelne Schläge oder sogen. Pulse, d. h. bestimmte Gruppen von Schlägen, benutzt, wobei die einzelnen
Schläge je nach der Anzahl der Glocken oder nach der Konstruktion des Schlagwerks einfache, doppelte oder dreifache sein können;
darüber hinaus geht man im Interesse der Einfachheit nicht.
Als Elektrizitätsquellen zum Auslösen der Signalwerke dienen galvanische Batterien, häufiger magnetelektrischeInduktoren.
Unter der Einwirkung des Stroms zieht ein in die Leitung eingeschalteter Elektromagnet des Signalwerks seinen Anker
[* 10] an und läßt
dadurch einen Auslösehebel frei, welcher
das Triebwerk für gewöhnlich sperrt; letzteres führt nun
in der beschriebenen Weise eine Anzahl Schläge gegen die Glocke aus und hemmt dann durch Wiedereinlösung des Sperrhebels selbstthätig
seinen Gang,
[* 11] worauf das Läutwerk zu einer neuen Auslösung bereit ist.
In denelektrischen Läutwerken zu andern Zwecken ist dem elektrischenStrom meist unmittelbar die Aufgabe übertragen, den mit
dem Anker eines Elektromagnets verbundenen Klöppel an die Glocke zu führen, während eine Abreißfeder nach dem Aufhören der
Stromwirkung das Zurückgehen des Ankers in die Ruhestellung herbeiführt. Jedem Stromschluß entspricht also in diesem Fall
ein Schlag an die Glocke. Bei der elektrischen Klingel mit einfachem Schlag
[* 6]
(Fig. 3) trägt der Anker A des
Elektromagnets M den KlöppelK an einem federnden Fortsatz B; die den Anker tragende Feder f am andern Ende dient zugleich als
Abreißfeder. Der Elektromagnet ist auf dem gußeisernen Winkelstück P befestigt und samt dem Anker mit einem Schutzkästchen
überdeckt, durch dessen eine Seitenwand der Ankerfortsatz mit dem Hämmerchen herausragt; letzterm gegenüber
steht die Glocke G auf dem gemeinsamen Grundbrett.
erzeugt ein rasselndes Tönen der Glocke, das in seiner durchdringenden Wirkung die Glocken mit einfachem Schlag weit übertrifft.
Dasselbe wird erreicht, wenn man durch die Anziehung des Ankers einen kurzen Schluß für den Weckstrom herbeiführt, so daß
der Elektromagnet ausgeschaltet ist; der Anker fällt dann ebenfalls nach jeder Anziehung selbstthätig
wieder ab, um sogleich aufs neue angezogen zu werden. Die in
[* 12]
Fig. 4 dargestellte Klingel für Fernsprechbetrieb
kann nach Belieben auf Selbstunterbrechung oder Selbstausschluß eingeschaltet werden. e1 e2 ^[e1 e2] sind die Elektromagnetrollen,
deren Umwindungen einerseits über die Klemmschraube d3 ^[d3] mit dem die Kerne des Elektromagnets tragenden Eisenwinkel
W und der Klemme k2 ^[k2], anderseits über den Messingwinkel b mit der Klemme k1 ^[k1] in Verbindung
stehen.
Der an dem Eisenwinkel federnd befestigte Anker a, an dessen Fortsatz sich der Klöppel k befindet, ist mit der Ausschlußfeder
f2 ^[f2] ausgerüstet. Ein durch den Elektromagnet gehender Strom hat zur Folge, daß der Anker angezogen
wird und der Klöppel gegen die Glocke g1 ^[g1] schlägt; gleichzeitig legt sich aber die Ausschlußfeder f2 ^[f2] gegen
die Kontaktschraube c2 ^[c2] des Messingwinkels und bietet dadurch dem Strom einen direkten Weg von k2 ^[k2] nach k1
^[k1] unter Ausschluß der Elektromagnetrollen, welche infolgedessen den Anker loslassen, worauf, da
nun auch der kurze Schluß über f2 c2 ^[f2 c2] wieder unterbrochen ist, das Spiel von neuem beginnt.
Soll die Klingel, statt mit Selbstausschluß, mit Selbstunterbrechung arbeiten, so ist durch Anziehen der Schraube c1 ^[c1]
die Feder f1 ^[f1] dem Ankerhebel so weit zu nähern, daß sie ihn im Ruhezustand berührt; gleichzeitig
ist der Zuführungsdraht von Klemme d2 ^[d2] abzunehmen und an d1 ^[d1] zu legen. Der Strom macht nun den Weg von k2
^[k2] über d1 f1 a d3 ^[d1 f1 a d3] durch die Elektromagnetrollen und über b nach k1 ^[k1]; beim Anziehen
des Ankers wird der Stromweg zwischen f1 ^[f1] und a unterbrochen, der Anker fällt infolgedessen ab
und schließt die unterbrochene Stelle wieder, worauf sich derselbe Vorgang und mit ihm das Anschlagen des Klöppels an die
Glocke so lange wiederholt, wie
Strom in die Leitung geschickt wird.
Eine ausgedehnte Anwendung für private Zwecke finden die Rasselglocken in den elektrischen Klingelanlagen,
deren Anordnung
[* 12]
Fig. 5 schematisch darstellt. Zwei Leitungsdrähte a und c, in der Regel übersponnene Kupferdrähte, die mit
Hakenstiften oder Klammerösen an den Zimmerwänden festgelegt und von der Tapete überdeckt sind, stehen mit den Polen A und
C einer kleinen Batterie in Verbindung, welche die in Leitung c eingeschaltete Klingel B zum Ertönen bringt,
sobald a und c in metallische Berührung gesetzt werden.
Letzteres geschieht durch die Federkontakte K beim Druck auf die zu diesem Zweck in den Stuben angebrachten und durch Zweigdrähte
mit den Leitungen a und c verbundenen Druckknöpfe, deren Einrichtung aus
[* 12]
Fig. 6 ersichtlich
ist. Ein Gehäuse T von Holz
[* 13] oder Porzellan enthält in seinem Innern, auf einer isolierenden Grundplatte befestigt, zwei federnde
Metallstücke p und g, welche mit den Zuleitungsdrähten a und c in Verbindung stehen und durch einen Druck auf den Knopf p'
miteinander in Berührung gebracht werden können.
[* 12]
Fig. 7 zeigt eine Vereinigung mehrerer Weckerknöpfe in einem einzigen hängenden Handgriff, um
nach Belieben von einer einzigen Stelle aus Klingeln an verschiedenen Orten ertönen zu lassen. Jeder der seitlich angebrachten
Druckknöpfe besitzt zu diesem Zweck eine besondere Zuleitung, während die Rückleitung für alle gemeinsam sein kann. Sämtliche
Drähte sind durch Überspinnen mit Seide
[* 14] gut isoliert und zu einer Schnur zusammengedreht, die gleichzeitig zur Aufhängung
des Handgriffs nach Art einer Klingelschnur dient.
Soll durch den Tastendruck der Strom unterbrochen und dadurch das Ertönen einer Klingel herbeigeführt werden (Ruhestromschaltung),
so erhält die Taste die in
[* 12]
Fig. 8 dargestellte Einrichtung. Beim Niederdrücken des Knopfes m entfernt
sich der Kontakt n mit der Feder q von dem festliegenden Kontakt r und trennt dadurch die leitende Verbindung zwischen d und
e. Die Ruhestromschaltung