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BLC-Sports 02-2001: Torball – Die wahre Leistung
Was ist Torball?
Torball ist ein Spiel für blinde und sehbehinderte Männer und Frauen. Es wird von zwei Mannschaften mit je drei Spielern auf dem Boden von Sporthallen gespielt. Auf jeder Schmalseite eines rechteckigen Spielfeldes wird ein Tor errichtet. Es wird ein Klingelball verwendet, der während des Spieles unterhalb von drei über das Spielfeld gespannten Leinen hindurch geworfen werden muss.
Ziel des Spieles ist es, den Ball so zu werfen, dass er die gegnerische Torlinie überquert, während die andere Mannschaft dies zu verhindern sucht. Im nächsten Spielzug übernimmt die verteidigende Mannschaft das Angriffsspiel und die vorherigen Angreifer verteidigen ihr Tor.
Das Spielfeld
Das Spielfeld bildet ein Rechteck mit einer Länge von 16 m und einer Breite von 7 m. Die Begrenzungslinien müssen 4 bis 6 cm breit sein. Messungen müssen von den äusseren Kanten der Linien vorgenommen werden.
Das Spielfeld wird durch eine Mittellinie in zwei Hälften von je 8 mal 7 m geteilt.
Tore:
Die Tore nehmen die gesamte Breite des Spielfeldes (Länge der Grundlinie) ein. Die Grundlinie ist gleichzeitig die Torlinie, daher muss ihre Farbe einen deutlichen Kontrast zum Hallenboden bilden.
Die Torpfosten dürfen nicht mehr als 10 cm in der Diagonale messen und müssen ausserhalb des Spielfeldes so errichtet werden, dass sie die Seitenlinie und die äussere Kante der Torlinie berühren.
Das Tor ist 1,30 m hoch (Unterkante der Querlatte) mit einer tolerierten Abweichung von bis zu 2 cm an den Rändern. Das Tor muss in jeder Höhe eine Tiefe von mindestens 25 cm aufweisen.
Alle Teile der Tore (Pfosten, Querlatte, Stützen etc.) müssen auf so eine Art konstruiert sein, dass für die Spieler keine Gefahr einer Verletzung besteht.
Mannschaftsraum:
Der Mannschaftsraum erstreckt sich von der Torlinie bis zur ersten Leine. Er ist 7 m breit und 6 m tief.
Orientierungsmatten:
Die Orientierungsmatten sind 2 m lang, 1 m breit und dürfen nicht dicker als 1 cm sein.
In jedem Mannschaftsraum sind drei Matten so aufzulegen, dass ihre Längsseiten parallel zur Torlinie verlaufen. Die Mittelmatte ist 20 cm vor der Torlinie und im gleichen Abstand zu den Seitenlinien zu platzieren. Die beiden Seitenmatten sind so aufzulegen, dass ihre rückwärtigen Kanten mit der vorderen Kante der Mittelmatte eine Linie bildet. Die Schmalseite der Seitenmatten muss
in einer Linie mit der äusseren Kante der Begrenzungslinie liegen. Alle Matten müssen sicher und zuverlässig so befestigt werden, dass sie nicht wegrutschen können.
Penaltylinie:
Die Penaltylinie ist jene Linie, die die Vorderkanten der beiden Seitenmatten miteinander verbindet. Ihre Farbe muss einen deutlichen Kontrast zum Hallenboden bilden.
Neutrale Zone:
Die neutrale Zone ist die verbleibende Fläche zwischen den beiden Mannschaftsräumen. Sie ist 4 m tief und durch die Mittellinie in zwei Hälften von je 2 mal 7 m unterteilt.
Schmankerl aus dem Reglement:
Unter unsportlichem Verhalten versteht man insbesondere:
Fluchen, Wutausbrüche, obszöne Gebärden, Beleidigung des Schiedsrichters, regelwidriges Betreuen, unerlaubtes Korrigieren der Brille, Beeinträchtigung des Gegners durch Erzeugung unnötiger oder störender Geräusche, offensichtliche Verzögerung des Spieles (auch innerhalb der Acht-Sekundenregel) u.a.m.
Alle Regeln und wichtigen Infos gibt’s unter: www.torball.org
Torball WM 2001 in der Schweiz: 1. bis 5. August 2001
Die Sektion Untersee der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz organisiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Torballvereinigung STBV und Plusport Behindertensport Schweiz die Torball Weltmeisterschaft im Jahr 2001.
Die Veranstaltung findet unter den Voraussetzungen und den Reglementen der International Blind Sport Federation IBSA statt. Zugelassen sind demnach Nationalteams für Frauen und Männer aus allen Ländern der Welt.

|TORBI, off. Maskottchen der WM 2001
Fakten WM
Teilnehmer: 24 Teams (Männer und Frauen), ca. 150 Aktive / 70 Funktionäre
Herkunft: Europa (17), Afrika (2), Amerika (5)
Sporthalle: Egelsee, Kreuzlingen
Unterkunft: Bodensee Arena, Schule Arenenberg, Hotels
Budget: rund CHF 170’000.-
4 Kontinente sind in Kreuzlingen vertreten! u.a. Turkmenistan, Sambia und Uruguay
Mit attraktiven Kunstkarten der Thurgauer Künstler Eberli und Magnin haben die Organisatoren im Dezember erstmals für Aufsehen gesorgt. Die Karten, deren Erlös der WM zugute kommt, ist auf äusserst positives Echo gestossen. Die Organisatoren realisierten mit dieser Karte eine qualitativ hochstehende Promotion unserer Veranstaltung. Das Zusammenwirken von Kunst, Sport, Behinderung und Wirtschaft verleihte dem Einstieg in die Oeffentlichkeitsarbeit eine besondere Würze.