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Der Verkauf von Bio-Lebensmitteln und Bio-Getränken steigt weltweit stark an. Einnahmen von etwa 40 Milliarden US $ sind für 2006 prognostiziert. Das Angebot wird daher knapp.
Vom Organic Monitor angestellte Untersuchungen zeigen, dass die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln (organischen Lebensmitteln) und Bio-Getränken das Angebot
übersteigt und einige Gebiete bereits Engpässe melden. In den nordamerikanischen Staaten ist die Unterversorgung am
deutlichsten zu spüren. Leere Lebensmittelregale sind für einige
Produktkategorien zum Normalfall geworden.
Engpässe im Angebot haben in
diesem Jahr auch einige europäische Länder zu verzeichnen, da auch in
Europa die Nachfrage nach organischen Lebensmitteln stark zugenommen
hat. Organische Fleisch- und Milchprodukte sind am stärksten von der
Unterversorgung betroffen und sowohl aus Südamerika als auch aus
Australasien werden Produkte importiert.
Früchte und Gemüse sind im Allgemeinen die beliebtesten
organischen Produkte. Diese Kategorie deckt ein Drittel der
weltweiten Einkünfte ab. Frische Produkte wie Äpfel, Orangen,
Karotten und Kartoffel sind gewöhnlich die ersten Produkte, die der
Konsument in organischer Form kauft. Frisches Obst und Gemüse
sprechen die Konsumenten an, die nahrhafte, gesunde Lebensmittel
suchen. Die zweitwichtigste Produktkategorie unter den organischen
Produkten sind Milchprodukte und Getränke.
Der jüngste Bericht des Organic Monitor "The Global Market for
Organic Food & Drink" (Der weltweite Markt für organische
Lebensmittel & Getränke) zeigt, dass sich eine Kluft zwischen
organischer Lebensmittelproduktion und dem Konsum derselben auftut.
Die höchsten Verkaufszahlen an organischen Lebensmitteln stammen auf
Grund der höheren Preise von reicheren Nationen.
In der Schweiz, den
USA und Singapur wird am meisten in den einzelnen Gebieten für
organische Lebensmittel ausgegeben. Die stärkste Produktionszunahme
von organischen Lebensmitteln findet tatsächlich in den
Entwicklungsländern statt. In Südamerika, Asien und Afrika zeigt sich
seit 2000 ein dreistelliger Zuwachs an organischer Anbaufläche,
während in anderen Ländern ein zweistelliger Zuwachs zu verzeichnen
ist.
Der Bericht zeigt auch auf, dass die weltweite organische
Lebensmittelindustrie auch bezüglich der Standards geteilt ist. Die
drei grössten Handelsgebiete - Europa, Nordamerika und Asien - haben
jeweils eigene organische Standards und deren Unterschiede erschweren
den weltweiten Handel. Die Folge davon sind für viele organische
Lebensmittelhersteller Produktionsschwierigkeiten und übertriebene
Bürokratie.
Eine weitere Herausforderung der Branche ist die Schaffung
weltweiter Nachfrage nach organischen Produkten. Da Europa und
Nordamerika mehr als 90% des Verkaufs abdecken, orientiert sich die
Produktion in anderen Ländern hauptsächlich am Export. Amarjit
Sahota, Direktor des Organic Monitor bemerkt: "Die ausschliessliche
Konzentration auf die Nachfrage könnte für die organische
Lebensmittelindustrie eine gefährliche Situation schaffen."
Langsame Zuwachsraten in Europa oder Nordamerika oder in beiden
Gebieten gleichzeitig könnten den Markt für zahlreiche Produzenten
schliessen. Er rät den Produzenten in Entwicklungsländern, interne
Märkte für organische Lebensmittel zu schaffen, sodass sie nicht
gänzlich von Exportmärkten abhängen. (Medienmitteilung Organic Monitor)
Weiterlesen: Biomarkt stagniert auf hohem Niveau
Suchbegriffe für diesen Bericht: Biomarkt, Bio-Markt, Biolebensmittel
(gb)
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