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1890 trat Lydia Welti-Escher der Schweiz. Eidgenossenschaft ihr Vermögen ab, um damit die G. zu errichten. Diese hat zum Zweck, bedeutende Werke der bildenden Kunst des In- und Auslandes zu erwerben, sie als Leihgaben Schweizer Museen anzuvertrauen oder sie an ihren ursprüngl. Standort zurückzubringen (z.B. das Chorgestühl des Klosters St. Urban). Die Sammlung umfasst heute mehr als 7'500 Gemälde, Skulpturen und andere Kunstgegenstände in rund 100 Museen der Schweiz. 1926 erwarb die G. das Kloster St. Georgen in Stein am Rhein. Seit 1960 gehört ihr auch das grosse Stadtpanorama von Thun von Marquard Wocher. Mit Ankäufen wertvoller Interieurs (Schloss Wülflingen in Winterthur, Maison Supersaxo in Sitten, Freuler Palast in Näfels usw.) ist es der G. gelungen, diese in ihrer früheren Umgebung zu erhalten. Das Stiftungsvermögen ist im Verlauf des 20. Jh. geschwunden, so dass die G. nur noch mit zusätzl. Bundesmitteln ihren Stiftungszweck erfüllen konnte.
Literatur
– Ber. der G., 1891-
– H. Landolt, G., 1990
– J. Jung, Das imaginäre Museum, 1998
Autorin/Autor: Claude Lapaire / AA