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Im zivilrechtlichen Verfahren rund um den Konkurs des Servette FC haben geschädigte Spieler in Liechtenstein 100 000 Euro beschlagnahmen lassen. Das Geld war dort von Servettes Ex-Präsident Marc Roger angelegt worden.
Wie der Spieler-Anwalt François Canonica erklärte, geschah die Beschlagnahme im Hinblick auf den Beginn des Zivilprozesses gegen Marc Roger. Canonica bestätigte einen Bericht der Tageszeitung «Tribune de Genève», wonach die 100 000 Euro in einer von Marc Roger kontrollierten liechtensteinischen Stiftung platziert waren. Laut Roger war das Geld für die Zukunft seine Kinder reserviert.
Die Spieler verlangen von den früheren Servette-Verantwortlichen die Zahlung von 16 Millionen Franken. Insgesamt sollen Marc Roger und der ehemalige Servette-Verwalter Olivier Maus gemäss Angaben von François Canonica vor dem Konkurs 30 bis 40 Millionen Franken Schulden angehäuft haben. Bereits vor der Beschlagnahme in Liechtenstein hatten die Spieler letzten Dezember eine von Roger im Rahmen des Strafprozesses hinterlegte Kaution von 300 000 Franken beschlagnahmen lassen. Dazu kamen noch 52 000 Franken, die Roger bei der Verhaftung auf sich trug.
Roger war letzten Dezember von einem Genfer Strafgericht wegen Misswirtschaft und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Gefängnis bedingt verurteilt worden. Er wurde sofort nach der Urteilsverkündung - nach insgesamt 22 Monaten Untersuchungshaft - freigelassen.