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Giulia Steingrubers Nerven hielten auch im olympischen Sprung-Final. Mehr noch: Die Gossauerin zeigte zwei nahezu perfekte Sprünge und sicherte sich trotz Weltklasse-Konkurrenz den Podestplatz.
Bereits nach dem ersten Durchgang und einem hochbenoteten Tschussowitina (15,533) lag Edelmetall in der Luft. Auch den anschliessenden Jurtschenko mit Doppelschraube (14,900) sprang die 22-Jährige nahe an der Perfektion. Damit holte sich Steingruber die erste Olympia-Medaille einer Schweizer Kunstturnerin überhaupt.
Biles mit 3. Goldmedaille
Gold holte sich wie erwartet der amerikanische Shootingstar Simone Biles. Die 19-Jährige war einmal mehr eine Klasse für sich und siegte dank Bestnoten mit grossem Vorsprung (15,966). Für Biles war es nach den Triumphen mit der Mannschaft und im Mehrkampf bereits die 3. Goldmedaille in Rio.
Den 2. Rang sicherte sich die Russin Maria Paseka – mit nur 0,037 Punkten Vorsprung auf Steingruber. Davon bekam die Gossauerin aber nicht viel mit. «Ich konnte gar nicht mehr hinschauen», gestand Steingruber danach.
Ein Sprung und ein Abgang
Den Wettkampf hatte die Nordkoreanerin Hong un-Jong eröffnet. Die Mitfavoritin auf Gold stürzte beim Versuch einer Weltpremiere und vergab damit ihre Chance auf den 2. Olympiasieg nach 2008 und eine Medaille.
Auch die legendäre Oxana Tschussowitina riskierte zum Abschluss ihrer Karriere alles und stürzte beim Produnowa. Der derzeit schwierigste Sprung, ein dreifacher gehockter Salto, wurde auch der viertplatzierten Inderin Dipa Karmakar zum Verhängnis.
Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung