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Musikalische Hommage an eine fast vergessene Revolution. Die Bremer Folk-Avantgardisten "Grenzgänger" und das Duisburger Ruhrpott-Urgestein Frank Baier spielen Lieder und Texte aus dem nahezu völlig vergessenen Volksaufstand im Frühjahr 1920. Die Niederschlagung der "Märzrevolution 1920" und die damit einhergehende Ermordung von über 1000 Arbeitern bedeuteten schon viele Jahre vor 1933 den Beginn vom Ende der Weimarer Republik. Auf "1920" sind unbekannte Volkslieder, anarchistische Sprachgewitter, Rap, Balladen, aber auch Stücke von u. a. Rio Reiser, Erich Mühsam, Kurt Tucholsky und Oskar Kanehl zu hören. Die Grenzgänger erhielten für ihre mitreissende Mischung aus Chanson, Volkslied, Jazz, Blues und Musikkabarett wiederholt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Frank Baier begann Ende der 60er-Jahre mit Skiffle, spielte in den Siebzigern mit seiner Gruppe Kattong u. a. mit Ton, Steine, Scherben und war massgeblich beteiligt an der Wiederbelebung von Arbeiterliedern im Ruhrgebiet.