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30.07.2007
Vermehrte Ostanflüge wegen häufiger Westwindlagen
Das erste halbe Jahr 2007 war geprägt von häufigen Westwind-Wetterlagen. Dies führte vermehrt zu Landungen auf der Piste 28. Bei starkem Westwind muss am Flughafen Zürich seit Jahren von Osten her auf der Piste 28 gelandet werden, und zwar unabhängig von der Tageszeit. Die Zunahme der Ostanflüge wegen der aussergewöhnlich häufigen Westwindlagen führte zu vermehrten Anfragen aus der Bevölkerung im Osten des Flughafens.
Von Januar bis Juni 2006 kam das Westwindkonzept an 21 Tagen zum Einsatz. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es 35 Tage, also gegen 70 Prozent mehr. Bei starken Westwinden muss die Piste 28 seit Jahren als Landepiste benutzt werden. Gemäss gültigem Betriebsreglement erfolgen Ostanflüge mit Landungen auf der Piste 28 in der Regel auch während der abendlichen deutschen Sperrzeiten an Werktagen ab 21 Uhr bis Betriebsschluss bzw. an Wochenenden und deutschen Feiertagen ab 20 Uhr bis Betriebsschluss. Während Anflügen auf die Piste 28 erfolgen die Starts auf der Piste 32 oder 34 gegen Norden.
Die wetterbedingten häufigeren Landungen auf der Piste 28 führten in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Verspätungen, welche sich meist bis in die Abend- und Nachtstunden ausdehnten. Beim Ostanflugkonzept bewegen sich die An- und Abflüge zum Teil im gleichen Luftraum. Damit das System sicher betrieben werden kann, separiert die Flugsicherung die Flugzeuge mit grösseren Abständen, was zu einer tieferen Kapazität und damit zu Verspätungen führt. Um die Verspätungen zu reduzieren, soll die Kreuzung der Verkehrsströme östlich von Winterthur entflochten werden. Wie schon vor Inbetriebnahme des ILS 28 werden die Abflüge deshalb ab 2. August 2007 nach dem Start Richtung Norden wieder vermehrt mit einer Linkskurve geführt. So können die kreuzenden An- und Abflugwege östlich des Flughafens besser vertikal separiert werden.