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René Kälin
Bald nach meiner Geburt stellte man eine cerebrale Bewegungsstörung fest, verursacht durch Sauerstoffmangel während der Geburt.
Meine Eltern ermöglichten mir den Besuch von Volksschule und Gymnasium. Ich schloss mit der Wirtschaftsmatura ab und studiere heute an der Uni Zürich Wirtschaftsinformatik.
Während der Semesterferien erledige ich Jobs für die freie Wirtschaft. Ich programmiere für Unternehmen, damit ich den Bezug zur Realität nicht verliere.
Ein Langzeitprojekt von mir ist die Website des IWB (Integriertes Wohnen für Behinderte), die Betreuung seiner Homepage und die gesamte Informatik.
Auf Grund meiner Feinmotorik muss ich mir für das Programmieren besondere Strategien einfallen lassen. Die beliebte Methode "try and error" muss ich ersetzen mit "vorher überlegen", um weniger Energie zu verzetteln.
Ich wohne im IWB, einer Wohnform für körperbehinderte Menschen. Unsere Wohnung ist in einer städtischen Siedlung, von der aus ich zur Universität fahre.
Die Wohnung, die ich mit Susanne teile, ist rollstuhlgängig und geräumig. Andere Erleichterungen wie automatische Türöffner oder höhenverstellbare Betten tragen zum Komfort bei. Meinen Wohnort empfinde ich als angenehm. Ich führe dort ein normales Leben, wo mir nicht vorgeschrieben wird, wann ich zuhause zu sein habe.
Ich lebe hier in einer Wohnform mit keinen bis wenig Heimstrukturen. Ich kann machen, was ich will - einfach im Rahmen des gesunden Menschenverstandes.
Was mich immer wieder erstaunt ist, dass viele meinen, alle Behinderten seinen gleich und alle würden sich gut verstehen. Ich möchte als Individuum gesehen werden.
Homepage: René Kälin