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Einige Vögel verlegen ihr Winterquartier in den warmen Süden. Nicht so die Saatkrähen.
Die geselligen Tiere, die aussehen wie herkömmliche «Raben», jedoch einen grauen Schnabel haben, leben in Kolonien, und sie sind am liebsten alleine oder in Gruppen unterwegs. Das kann ziemlich laut zu und hergehen.
Beschwerden und zerstörte Nester
Nicht alle haben Freude daran, wenn sich eine Saatkrähenkolonie im Wohnquartier oder einem naheliegenden Park niederlässt. Immer wieder kommt es deshalb zu Beschwerden oder die Nester der Tiere werden zerstört.
Schonzeit für Saatkrähen
Vom 16. Februar bis zum 31. Juli gilt für Saatkrähen deshalb eine Schonzeit, das schreibt das Bundesgesetz vor. Wer in dieser Zeit Nester entfernt oder Bäume mit Nestern zurückschneidet, macht sich strafbar. Anfangs März beginnen die Saatkrähen mit dem Nestbau. Die Jungtiere sind Ende Juni flügge.
Nicht nur einhemische Tiere nutzen die tiefen Lagen des Mittellandes als Winterquartier. Auch Saatkrähen aus Nordosteuropa schätzen die milden Wintertemperaturen, vor allem in der Region Basel, wo Ansammlungen von bis zu 10'000 Tieren vorkommen können.
Seit 2010 steht die Saatkrähe nicht mehr auf der Liste der bedrohten Brutvögel der Schweiz. Ausserhalb der Schonzeit darf man sie seit 2012 wieder jagen.
Saatkrähen im Aargau
In den letzten Jahren hat sich die Saatkrähe in der Schweiz immer mehr ausgebreitet. Auch der Bestand im Kanton Aargau hat stetig zugenommen. 25 Brutkolonien wurden 2015 gezählt. Die grösste dieser Kolonien befindet sich in Rheinfelden.Zu einem beliebten Brutort gehört auch Zofingen.