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Equalizer
In der Beschallungswelt gibt es verschiedene Arten von Equalizern. Wir stellen Ihnen einige davon kurz vor.
Alle Equalizer haben gemeinsam, dass man mit ihnen ausgewählte Frequenzen anheben oder absenken kann. Das verändert das Klangbild, was für verschiedene Anwendungen relevant sein kann. Equalizer arbeiten im Bereich von 20 Herz (quasi unhörbare Vibration) bis 20'000 Herz (für Menschen meist nicht mehr hörbar).
3-Band Equalizer
Diese Equalizer sind Standard bei DJ-Mixern. Es können „Bass“, „Mitten“ und die „Höhen“ mittels eines Drehpottis getrennt geregelt werden. Bei einigen DJ-Mixern gibt es eine „Kill“ Funktion. Das bedeutet, dass bei einem Linksanschlag des Reglers die Frequenz auf Null reduziert wird. Dreht man dann alle drei Regler in den Linksanschlag, gibt es keinen Output mehr. Der Equalizer am DJ-Mixer ist primär für kreatives Arbeiten mit dem Sound gedacht und weniger zur Entzerrung von Systemen.
3-Band Equalizer mit semiparametrischen Mitten
Analoge Live-Mischpulte sind oft damit ausgestattet. Der Unterschied zum 3-Band Equalizer liegt im Regler für die „Mitten“. Dieser besteht hier aus zwei Potis. Ein Poti definiert, wie viel der Frequenzbereich angehoben/abgesenkt wird, das zweite Poti definiert den Frequenzbereich, in dem das geschehen soll.
Als Beispiel: Poti 1 regelt den Bereich -12dB bis +12dB, Poti 2 regelt 120Hz bis 4kHz.
Dieser Equalizer dient zur Optimierung des Sounds einzelner Inputkanäle.
31-Band Equalizer
Früher kannte man diese Equalizer als 19“ Geräte in fast jedem Siderack oder Amprack. Pro Frequenzband gibt es einen Schieber, der eine Anhebung/Absenkung von 6dB oder 12dB bewirkt. Diese Equalizer werden zur Entzerrung von PA-Systemen (Anpassung an den Raum) und Monitoranlagen (Vorbeugung vor Feedbacks) eingesetzt. In Sideracks werden sie benutzt, um Instrumente und Stimmen präzise abzustimmen. Mit dem Einzug der digitalen Lautsprechermanagements und der digitalen Mischpulte, sind die 31-Band Equalizer etwas seltener geworden, werden aber immer noch oft eingesetzt und haben durchaus noch ihre Berechtigung.
(Voll-) parametrischer Equalizer
In vielen digitalen Lautsprechermanagements (sog. Controller) sowie in digitalen Mischpulten dienen die parametrischen Equalizer zur optimalen Kontrolle des Klangbildes und zur präzisen Entzerrung von Beschallungssystemen. Der vollparametrische Equalizer kann pro Filter folgende Einstellungen vornehmen: Frequenz, Gain und Q. Mit „Frequenz“ wählt man den Wirkungsbereich, wo der Equalizer ansetzen soll. Mit „Gain“ definiert man die Anhebung/Absenkung und mit „Q“ wird die Bandbreite bestimmt. Da viele parametrische Equalizer digital arbeiten, werden sie oft als Kurven auf Displays dargestellt.