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Der Schriftsteller Chow Mo-wan schreibt im Hongkong der 1960er-Jahre an einem Science-Fiction-Roman mit dem Titel "2046". Der Inhalt ist fiktiv, basiert aber auf persönlichen Erfahrungen. Beim Schreiben drängen amouröse Erinnerungen immer stärker in seine Realität, bis Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Fiktion verschwimmen. Erneut spielt Wong Kar Wai mit narrativen Strukturen und erzählt in verschachtelten Zeitebenen davon, wie kostbar und unersetzlich die Liebe sein kann. "2046" knüpft, auch wenn er keine direkte Fortsetzung darstellt, von der Handlung her stark an Wong Kar Wais vorangegangenen Film "In the Mood for Love" an, aus dem sogar Szenen verwendet werden. Er bezieht sich zudem auf Motive seines Films "Days of Being Wild".
Über die Beziehung der Werke sagt der Regisseur: "Es sind zwei Filme, die zwei verschiedene Themen behandeln. "In the Mood for Love" ist eine Liebesgeschichte, sie handelt von zwei Personen; in "2046" geht es um eine einzige Person, einen Schriftsteller, der herausfinden will, was Liebe bedeutet, der wiederfinden will, was er verloren hat – das Publikum sollte diesen Film auf keinen Fall als Fortsetzung ansehen. Wer in "In the Mood for Love" noch nicht gesehen hat, dem möchte ich empfehlen, zuerst 2046 anzusehen und erst dann in "In the Mood for Love" – so erfahren sie einiges über den Hintergrund dieses Mannes. "2046" ist weniger eine Geschichte als ein Tagebuch, eine Reise, die Odyssee dieses Mannes, der versucht, etwas Verlorenes wieder zu finden. Die Zuschauer sind dabei Passagiere in einem Zug, der durch verschiedene Bahnhöfe fährt." (Interview von Arnold Frank mit Wong Kar Wai, Filmbulletin, 2005)