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Informationen zum Thema Osteoporose
Definition der WHO
„Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und Strukturveränderungen des Knochengewebes charakterisiert ist und eine gesteigerte Knochenbrüchigkeit und Frakturgefährdung zur Folge hat. Größe der Knochenausgangsmasse, Ausmaß und Dauer des Knochenmasseverlustes bestimmen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Osteoporose.“
Man unterscheidet primäre und sekundäre Osteoporoseformen.
Primär: postmenopausal/-klimakterisch (Frau) und senil (Mann)
Sekundär: u.a. durch Kortikosteroide, Hyperthyreose, Immobilisierung, Diabetes, rheumatische Erkrankungen, Alkohol- und Nikotinmissbrauch.
Die Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Erhebung der Krankengeschichte, die klinische Untersuchung, die Durchführung einer gezielten Labordiagnostik und bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT/MRT und Knochendichtemessung.
Therapieverfahren
In Abhängigkeit davon werden die verschiedenen Therapieverfahren durchgeführt.
Als Prophylaxe und Basistherapie ist heute die Gabe von Vit. D3 in Kombination mit Calcium (z.B. 1000 mg Calcium und 1000 i.E. Vit D3 pro Tag) allgemein anerkannt .
Spezielle Therapieformen wie z.B. die Gabe von Bisphosphonaten (Knochenabbauhemmern) oder SERM (selektiven Östrogen-Rezeptor-Modulatoren) und/oder Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln (z.B. 3-Punkt-Abstützkorsett) bei eingetretenen Frakturen erfordern eine individuelle und umfassende Planung sowie konsequente Durchführung, um den gewünschten Therapieerfolg zu gewährleisten.
Operative Verfahren wie z.B. die Kypho- oder Vertebroplastie werden bei gegebener medizinischer Notwendigkeit stationär in speziellen Wirbelsäulenabteilungen durchgeführt.