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Zubovski, 1898
- DE: Zubowskis Heidegrashüpfer
- EN: Zubowskis Grasshopper
- FR: Le Criquet de Zubowski
- Syn.: No synonym!
Morphologie
Die Grundfarbe von Stenobothrus eurasius ist ähnlich variabel wie bei den anderen Stenobothrus-Arten. Es kommen grüne, braune und graue Farbtöne vor. Nicht selten sind die Körperseiten grün und der Rücken braun. Bei den Männchen ist das Abdomenende lebhaft orangerot gefärbt. Die Fühler sind an der Spitze leicht erweitert, meist leicht nach aussen gebogen und oft etwas dunkler gefärbt, was die Wirkung einer Fühlerkeule verstärkt. Die Halsschild-Seitenkiele sind nur schwach nach innen gebogen. Die Flügel erreichen bei beiden Geschlechtern die Hinterknie oder überragen diese leicht. Das dunkel gefleckte Medialfeld ist deutlich erweitert und erreicht das Ende des zweiten Drittels der Flügellänge. Die Hinterflügel sind leicht gebräunt.
Gesang
Der Spontangesang von Stenobothrus eurasius besteht aus unterschiedlich langen Versen, die in unregelmässigen Abständen vorgetragen werden. Auf dem Braunsberg bei Hainburg in Österreich wurden bei rund 30 °C und Sonnenschein Verse mit einer Dauer von 10 bis 23 Sekunden geäussert. Bei den einzelnen Silben kann man zwischen einer kürzeren Aufwärtsbewegung und einer etwas längeren Abwärtsbewegung der Hinterbeine ein unterschiedliches Muster beobachten. Bei der Abwärtsbewegung der Hinterbeine wird die Bewegung vier bis fünf Mal unterbrochen (sogenannte Gaps). Die beiden Hinterbeine werden synchron bewegt. Oft werden die Verse durch einige zögerliche Silben eingeläutet.
Zwei Verse aus dem Spontangesang von Stenobothrus eurasius - AT, Niederösterreich, Hainburg, 30 °C, sonnig.
Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Stenobothrus eurasius. Der Gesang wird von einigen zögerlichen Silben eingeläutet - AT, Niederösterreich, Hainburg, 30 °C, sonnig.
Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Stenobothrus eurasius - AT, Niederösterreich, Hainburg, 30 °C, sonnig.
Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Stenobothrus eurasius - AT, Niederösterreich, Hainburg, 30 °C, sonnig.
Verbreitung
Stenobothrus eurasius weist ein sehr grosses Verbreitungsgebiet auf, das von Mitteleuropa bis in die Mongolei reicht. Allerdings sind die westlichen Vorkommen stark verinselt und es werden einige Unterarten unterschieden, deren Abgrenzung und Status unklar ist. Die Vorkommen in Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei bilden die westlichsten Ausläufer. Die Populationen in der Slowakei werden zur Unterart Stenobothurs eurasius slovacus gezählt. In Österreich sind die Vorkommen auf den Braunsberg und den Schlossberg bei Hainburg beschränkt. Diese Vorkommen werden der Unterart Stenobothrus eurasius bohemicus zugeordnet.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Ausgewachsene Tiere von Stenobothrus eurasius treten von Ende Juni bis Mitte September auf.
Lebensraum
Stenobothrus eurasius besiedelt Extremstandorte mit einer sehr spärlich entwickelten Krautschicht. Die Lebensräume weisen nicht nur grosse vegetationslose Bereiche auf, sondern sind äusserst gut besonnt und von Trockenheit gezeichnet. Besonders am nördlichen Verbreitungsrand sind dies südexponierte Felsensteppen auf kalkigem Untergrund. Eine dichtere Krautschicht sowie verbuschende Standorte werden gemieden.
Gefährdung & Schutz
Auf europäischer Ebene gilt Stenobothrus eurasius als nicht gefährdet. In Österreich ist die Art äusserst selten und vom Aussterben bedroht. Die beiden einzigen Vorkommen der Hainburger Berge umfassen eine nur sehr kleine Fläche. Gegenüber Verbuschung zeigt die Art eine geringe Toleranz. Eine extensive Beweidung mit Schafen oder Ziegen scheint die geeignete Pflegemassnahme für die Art dazustellen. Durch den Verbiss der Weidetiere kann die Sukzession verzögert werden und es entstehen durch den Vertritt offene Bodenstellen. Regelmässiges Entbuschen und Auflichten von idealen Flächen sind unabdingbare Pflegemassnahmen, um den Lebensraum zu erhalten.
- CH: Abwesend
- DE: Abwesend
- AT: CR (Vom Aussterben bedroht)
- Europa: LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
Stenobothrus eurasius gleicht stark Stenobothrus fischeri und Stenobothrus nigromaculatus. Die Männchen von Stenobothrus nigromaculatus haben schmalere Flügel und das helle Stigma befindet sich näher an der Flügelspitze. Die Hinterflügel sind bei Stenobothrus nigromaculatus nicht gebräunt und die Hinterknie sind häufig weniger stark verdunkelt als bei Stenobothrus eurasius. Stenobothrus fischeri ist oft intensiver gefärbt und die Hinterknie sind meistens deutlich schwarz. Die Fühler sind sehr hell und an den Enden nur sehr selten leicht verdunkelt. Die Flügel der Männchen sind bei Stenobothrus fischeri sehr schmal und das Stigma befindet sich nur wenig hinter der Mitte. Stenobothrus lineatus unterscheidet sich durch die breiten und dunklen Flügeln mit dem deutlich abgesetzten Stigma. Das erweiterte Medialfeld ist bei Stenobothrus lineatus breiter als bei Stenobothrus eurasius.