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Maria möchte weg aus Portugal. Sie will nicht das Leben leben , das hier für Frauen genau vorgezeichnet ist. Sie geht Anfang der Achtzigerjahre nach Berlin zum Studium. Maria lernt einen erfolglosen, rebellischen Theatermacher kennen. Durch ihn kommt sie in Kontakt mit der damaligen Hausbesetzerszene. Thome nimmt den Leser mit in das Berlin vor der Wende und fängt die damalige Stimmung ein. Maria träumt und studiert, ihre Beziehung zu dem Theatermensch scheitert. Mit Hartmut lernt sie einen ,neuen Partner kennen. Maria wird schwanger,heiratet Hartmut und zieht mit ihm in die westfälische Provinz. Hartmut bestreitet den Lebenunterhalt der kleinen Familie , Maria fällt in eine schwere Depression, von der sie sich nur langsam erholt. Maria arrangiert sich mit ihrem Familienleben, geht immer wieder Kompromisse ein, und läuft letztendlich doch in eine Sackgasse. Thome beschreibt in Gegenspiel sehr einfühlsam und beeindruckend die Ehe und Beziehung von Maria und Hartmut aus Marias Sichtweise. In Thomes vorherigem Roman "Fliehkräfte" (2012) erfährt der Leser alles über die Gefühle und Erfahrungen Hartmuts.
Um die Ansichten und Lebensumstände seiner Protagonisten besser beschreiben zu können, hat Stephan Thome in den jeweiligen Orten zum Beispiel: Lissabon oder Berlin gelebt. Beeindruckend ist auch die genaue Beschreibung der Gefühlslage von Hartmut und Maria. Ein Roman der nach innen geht.
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