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Bei einer Kerzenflamme hat man zwar den Eindruck, dass der Docht brennt, doch tatsächlich gibt es direkt am Docht keine Flamme. Vielmehr wird durch den stark erhitzten Docht ein Gas aus dem Kerzenwachs freigesetzt. Dieses stösst auf den Sauerstoff in der Luft, verbrennt und lässt eine Flamme entstehen.
Ein Feuer im Kamin oder Ofen ist einfach etwas Gemütliches. Doch wie entstehen die Feuerzungen? «Die Verbrennung ist ein sehr komplexes Phänomen, das noch niemand vollständig erklären kann», sagt Olivier Delémont, Dozent an der Uni Lausanne. «In den Flammen entstehen Tausende von chemischen Stoffen, die oft nicht einmal eine Sekunde bestehen, bevor sie sich in einen anderen Stoff umwandeln. Man kennt nicht alle diese Stoffe.»
Brennstoff, Hilfsmittel, Wärme
Was man aber weiss: Für ein Feuer braucht es drei Elemente: einen Brennstoff (etwa Holz oder Gewebe), eine chemische, verbrennungsfördernde Substanz, die mit dem Brennstoff (Sauerstoff in der Luft) reagiert, und eine Wärmequelle, um die chemische Reaktion auszulösen.
Bei einem Kaminfeuer sind die Holzscheite das Brennmaterial. Sie bestehen aus Zellulose. Dabei brennt das Holz selber nicht. Vielmehr spalten sich die erhitzten Kohlenstoffmoleküle in kleinere Teile, die flüchtig werden, sich in Gas umwandeln, auf den Sauerstoff in der Umgebungsluft stossen und brennen. Es sind also die Gase, die brennen, und nicht das Holz.