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Beim Schreiben der Arbeit bzw. beim Studieren der Literatur über James Hudson Taylor konnte ich sehr vieles über ihn erfahren. Zu Beginn hatte ich mich gefragt, was die Auswirkungen eines intensiven Gebetslebens sein konnten. Einige Punkte, die mir dabei wichtig wurden, sind folgende:
- Taylors Gebete hatten sofortige Auswirkungen. Wenn er etwa im Operationssaal eine Nadel nicht mehr finden konnte, betete er und fand sie. Als in seiner Nachbarschaft ein Feuer loderte, betete er, es begann zu regnen und das Feuer erlosch, ohne Hudson Taylors Haus erreicht zu haben. Eines Tages war Taylor mit einem Begleiter unterwegs und sie waren hungrig. Taylor dankte Gott singend für die Speise, und sein Begleiter fragte ihn darauf, wo denn die Speise sei? Sie gingen nur ein paar Schritte weiter, bevor sie bei einem Mann vorbeikamen, welcher gekochten Reis verkaufte. So kamen sie zu einer guten Mahlzeit und wurden satt.
- Seine Gebete hatten aber auch langfristige Auswirkungen, die teils sogar bis heute anhalten. Oftmals bat Taylor um Gebet für eine spezifische Anzahl neuer Missionare. Jedes Mal wurden seine und die Gebete seiner Gebetspartner erfüllt. Er und die neuen Missionare sorgten dafür, dass das Evangelium noch weiterverbreitet werden konnte und dass Menschen ihr Leben Jesus geben konnten.
Taylor war definitiv ein Mann des Gebets. Er betete täglich, oft mehrmals und war in einem ständigen inneren Dialog mit Gott. Die vielen Geschichten über Gebete, die erhört wurden, zeugen davon, dass Gott Taylor ernst genommen und ihm Gunst geschenkt hat. Natürlich wurden nicht alle Gebete Taylors erhört, ansonsten wäre wohl seine erste Ehefrau nicht schon mit 31 Jahren gestorben. Taylor vertraute, obschon er viel Schwieriges erleben musste, auf die Souveränität Gottes. Sein Gebetsleben veränderte ihn selbst und seine Umstände. Taylor machte folgende Aussage:
«Es lohnt sich, darüber nachzusinnen, ob nicht eher unsere Gebete als die äusseren Umstände unser Leben formen und ob nicht eher unsere äusseren Erfahrungen dem tiefsten Verlangen entsprechen, das wir im Gebet vor Gott bringen».
Seine ständige Nähe zu Gott war offenbar äusserlich sichtbar, wie eine Frau über ihn berichtete. Sie sagte, dass aus seinem Gesicht das Licht Gottes strahlte! Aus dieser Nähe zu Gott hatte Taylor die Gewissheit, dass er nach China ziehen sollte, um dort die Menschen zu Jesus zu führen. Dank Taylors Gebeten schlossen sich viele ihm an und wurden ebenfalls Missionare. Ich denke, dass es keine schöneren Auswirkungen des Gebetes gibt, als wenn Menschen ihr Leben Jesus geben. Dies war das Ziel, welches Taylor ständig vor Augen hatte. Durch ihn und seine vielen Mitarbeiter durften viele Chinesen Jesus kennenlernen.
Taylor betete immer sehr zielgerichtet und konkret und wurde dafür oftmals mit der Erhörung der Gebete belohnt. Dies möchte ich in Zukunft auch mehr tun und dazu möchte ich auch dich ermutigen. Wo hast du schon erlebt, wie Gott deine konkreten Gebete sofort oder im Laufe der Zeit beantwortet hat?