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"Ich will brutal ehrlich zu euch sein: Europa ist gerade nicht stark genug", sagte die Regierungschefin am Freitag bei einem Besuch im australischen Sydney. "Wir wären beim Krieg in der Ukraine ohne die USA in Schwierigkeiten." Die Vereinigten Staaten hätten bislang die wichtigste Rolle gespielt, wenn es um Waffenlieferungen und humanitären Beistand für die Ukraine gehe.
"Europa hat über lange Zeit strategisch engere wirtschaftliche Verbindungen zu Russland aufgebaut", sagte Marin bei einer Veranstaltung in der Denkfabrik Lowy Institute. "Wir haben geglaubt, dass das einen Krieg verhindern könnte." Diese Annahme habe sich als völlig falsch erwiesen. Stattdessen hätte die EU viel früher auf Warnungen etwa aus Estland und Polen hören sollen.
Bei Marins Reise nach Australien stand am Freitag auch ein Treffen mit dem australischen Premier Anthony Albanese auf dem Programm. Zuvor hatte sie als erste finnische Ministerpräsidentin überhaupt Neuseeland besucht und dort Premierministerin Jacinda Ardern getroffen.
(AWP)