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"Das Gold der Maya": Bluff um Bruchstücke
Beim "Gold der Maya", steht das Ergattern von Bruchstücken antiker Maya-Schrifttafeln an. Das geschieht durch Auktionen. Dass die 30 Scherben unterschiedlich begehrt sind, ist auf deren Beschaffenheit zurückzuführen, gibt es sie doch in drei Grössen (Achtel-, Sechstel- und Viertelkreis) und in fünf Materialien: Stein (Wert 0 pro Scherbe), Jade (1), Bronze (2), Silber (3) und Gold (4). Ziel ist es, eine möglichst kostbare Schrifttafel zu ersteigern. Klar, dass eine komplette Gold-Schrifttafel am wertvollsten ist. Doch dieses Ziel ist fast nicht zu erreichen, sind doch die Scherben beidseitig bedruckt. Und die Spieler wissen bei der Versteigerung nur, was auf der oberen Seite ist. Wenn also zB. die Oberseite den wertlosen Stein zeigt, so kann darunter Jade als auch Gold sein. Zu Beginn erhalten alle einen Sammelteller, auf dem die Scherben abgelegt werden, sowie je zehn Glasperlen. Die Scherben kommen in einen Stoffsack. Der Startspieler zieht nun drei Scherben so heraus, dass alle nur die obere Seite der Scherben sehen und legt sie auf ein Tableau. Dann wird versteigert. Die Spieler nehmen beliebig viele ihrer Perlen in die Hand und decken gleichzeitig auf. Es erhält die Scherbe, wer am meisten bietet. Er gibt seine Perlen jedoch nicht einer "Bank", sondern demjenigen Spieler, der am wenigsten geboten hat! Bieten zwei Spieler am meisten, so patten sie sich und der nächsthöhere bekommt die Scherbe. Haben zwei Spieler das niedrigste Angebot gemacht, so darf der Gewinner auswählen, wem er die Perlen gibt. Hat ein Spieler eine Scherbe ersteigert, so darf er sich die Rückseite ansehen. Dann entscheidet er, welche Seite er nimmt. Nehmen wir an, dass die Kombination Stein/Gold vorhanden wäre. Klar, dass der Spieler nun die Scherbe mit der Goldseite nach oben auf den Teller legt. Nun muss er aber zukünftig aufpassen, was er ersteigert, denn neben Gold darf nur Silber liegen. Generell gilt, dass nur eine Scherbe neben einer anderen liegen darf, wenn deren Wertdifferenz nicht höher, resp. niedriger als "1" ist. Der Spieler kann jedoch auch Scherben aus dem Spiel tun - wenn sie ihm nicht passen. Erneut ändern kann er seine Anordnung jedoch nur, wenn er eine weitere Scherbe ersteigert. Das Spiel endet, wenn alle Scherben versteigert sind. Doch aufgepasst! Die Scherben zählen nur, wenn die Tafel vollständig ist! Wer also zB. beim Ende des Spiels vier Sechstelscherben und eine Viertelscherbe ergattert hat, wird keinen Kreis zustande bringen! Zu den Scherbenwerten werden noch die übrigen Perlen eines jeden addiert. Auch gibt es einen Bonus von zehn Punkten, sollte jemand eine Schrifttafel haben, die nur aus einem Material besteht.
Verlag: Kosmos Spiele-Galerie, Autor: Los Rodriguez, Alter: ab 10 Jahren, Dauer: etwa 45 Minuten, Anzahl: 2 bis 4 Personen Preis: etwa 50 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
© 1998 - Felsberger S & A Spiel & Art AG, Leimatstrasse 32, CH-9000 St. Gallen. Update: 08.03.1999