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Weitere Rettungsaktion: Orang-Utan-Baby Galaksi in Sicherheit!
© BOS Foundation | Isna
BOS erhielt vom BKSDA-Team in Tenggarong einen detaillierten Bericht über die Rettungsaktion. Demnach wurden die Mitarbeitenden von den Bhabinkamtibnas (Aufseher für Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde) im Bezirk Bengalon darüber informiert, dass ein Orang-Utan-Baby von einem Dorfbewohner aufgefunden worden sei. Sofort rückte das Team ins mehr als 200 Kilometer entfernte Bengalon aus, um das gemeldete Tier zu retten.
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Dort angekommen, traf sich das BKSDA-Rettungsteam mit dem Bewohner, der den Bhabinkamtibnas als erster Bericht erstattet hatte. Laut seiner Beschreibung fanden seine Nachbarn das Orang-Utan-Baby ohne seine Mutter im Wald auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Da er wisse, dass die Haustierhaltung von Orang-Utans illegal sei, habe er schliesslich die örtlichen Behörden und die Feuerwehr verständigt.
Dass eine Orang-Utan-Mutter ihr Kind aus eigenem Antrieb verlässt, ist nahezu unwahrscheinlich. In der freien Wildbahn kümmern sich Orang-Utans bis zu acht Jahre liebe- und aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs. Es handelt sich dabei um die engste Mutter-Kind-Bindung im Tierreich. Die traurige Realität zeigt, dass in vielen Fällen erwachsene Tiere in Begleitung ihrer Babys getötet werden, um die Jungtiere für viel Geld auf dem Schwarzmarkt als Haustiere zu verkaufen. Die Kleinen müssen nicht nur den Tod ihrer Mütter mitansehen, sondern erleben schwere Traumata, körperliche Wunden und müssen schon in jüngstem Alter als Waisen aufwachsen.
Das Orang-Utan-Baby verbrachte laut Bericht eine Nacht im Haus des Informanten in einem Katzenkäfig. Dessen Frau musste das Baby mehrmals in den Armen halten, um es zu beruhigen. Man bot dem Jungtier Bananen und Milch an, aber es nahm offenbar nur wenig Nahrung zu sich. Auf dem Weg nach Samboja Lestari fütterte das Wildtier-Rettungsteam das Orang-Utan-Baby dreimal mit Milch.
Nach der Übergabe an das Team der BOS Foundation in Samboja Lestari wurde das Baby sofort von einer Babysitterin entgegengenommen. Der Kleine griff nach ihr und klammerte sich fest an sie.
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Während der Nachtschicht führte die zuständige Tierärztin Dr. Made Ayudita eine erste Untersuchung durch und fütterte das Orang-Utan-Baby mit Milch. Der Gesundheitscheck ergab, dass der kleine Orang-Utan mit 2,7 Kilo etwas untergewichtig war. Er hatte keine Verletzungen, war nach Beurteilung seiner Backenzähne ungefähr sieben Monate alt und wies Anzeichen eines Nabelbruchs auf.
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Der kleine Orang-Utan wurde unter Quarantäne gestellt und erhielt einen Namen: Galaksi! Das ist indonesisch und bedeutet übersetzt «Galaxie». Einige Tage nach seiner Rettung, am 12. August, führte das medizinische Team zudem einen Covid-19-Test durch, der ein negatives Testresultat zeigte. Seither sind nun einige Wochen vergangen und die Ersatzmütter haben berichtet, dass Galaksi sich gut eingelebt hat: Er ist bei guter Gesundheit, spielt aktiv und verbringt gerne Zeit mit der Plüschpuppe in seinem Körbchen. Der Kleine mag es übrigens gerne sauber und ordentlich: Für den Gang auf die Toilette verlässt Galaksi immer schön sein Körbchen – fast schon wie die Grossen!
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