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5. Entsteht bei Versuch 4 kein Niederschlag, so giesst man in die nach freiem Ammoniak riechende Flüssigkeit Natriumphosphat, es entsteht ein weisser, krystallinischer Niederschlag bei Gegenwart von Magnesiumsalzen.
6. Sind durch Versuche 1-5 überall negative Resultate erhalten, so schliessen wir daraus auf die Gegenwart der Alkalimetalle: Kalium, Natrium, Lithion und Ammonium.
Ammonsalze erkennt man beim Kochen der ursprünglichen Substanz mit Kalilauge, durch den Geruch nach Ammoniak.
Kaliumsalze färben die Flamme violett und geben in ihren Lösungen mit Platinchlorid einen gelben, mit überschüssiger Weinsäure einen weissen, krystallinischen Niederschlag, Natronsalze färben die Flamme gelb, Lithionsalze roth.
II. Lösung in Säuren.
Hat sich bei dem Versuche, den Körper in Wasser zu lösen, gezeigt, dass dies nicht oder doch nur zum Theil möglich war, so wird der auf dem Filter verbliebene Rückstand mit Zuhülfenahme von Säuren in Lösung zu bringen versucht.
Man benutzt hierzu zuerst verdünnte Salzsäure, oder wenn auch hierdurch keine Lösung hervorgerufen werden kann, Salpetersäure.
Hat man durch eine dieser Säuren eventuell unter Erwärmung eine Lösung erzielt, so wird dieselbe mit Wasser verdünnt und nun in gleicher Weise, wie bei der wässerigen Lösung angegeben, untersucht.
III. Untersuchung der in Wasser und Säuren unlöslichen Körper.
Diese können sein Chlor- und Jodsilber, Chromoxyd, Schwefel, Kohlenstoff, ferner die Sulfate von Blei, Baryum, Strontium und Calcium, endlich Kieselsäure und die meisten Verbindungen derselben.
Schwefel sowohl wie Kohlenstoff werden sich schon in der Voruntersuchung haben erkennen lassen;
Chlor-, Jod- und Bromsilber lösen sich in Ammoniak;
Bleisulfat schwärzt sich beim Uebergiessen mit Schwefelammon;
das grüne Chromoxyd verrath sich schon durch seine Färbung, wird es mit Salpeter und Soda zusammen geschmolzen, so giebt es eine in Wasser lösliche Schmelze, die, mit Bleiessig versetzt, einen gelben Niederschlag von Chromblei liefert.
Die Sulfate von Baryum, Strontium und Calcium lassen sich durch Glühen mit Natriumcarbonat und Kohle in lösliche Sulfide verwandeln, die dann weiter wie oben untersucht werden können.
Kieselsäure und unlösliche Silikate lassen sich durch Glühen mit Natriumcarbonat aufschliessen.
Die Schmelze wird mit Wasser ausgekocht und dann mit Salzsäure versetzt;
es scheidet sich gallertartige Kieselsäure aus. ¶