Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03488.jsonl.gz/1464

Legt Lady Gaga, 25, erst einmal los, dann gibt es für sie kein Halten mehr - nicht nur musikalisch. In einem Interview für die Musikzeitschrift «NME» wies sie die Kritiker in die Schranken, die ihr vorwerfen, ihre Songs nicht selbst zu schreiben: «Wenn ihr mir - verdammt noch mal - meine Haarschleife, die Perücke von meinen Scheiss-Kopf, meine Schuhe, meinen BH und jedes andere Teil vom Körper reisst und mir dann ein Klavier und ein Mikrofon gebt, werde ich euch verdammt noch mal zum Weinen bringen!»
Noch immer sollen ihr Produzenten Songs schicken, weil niemand glaubt, dass sie selbst schreiben kann: «Wenn ihr denkt, ich sei ein Retortenprodukt dann fickt euch!» Und weiter: «Ich habe das Gefühl, es werde immer danach gebohrt, wer zur Hölle ich bin. Obwohl ich diesbezüglich immer sehr offen war. Trotzdem scheint es mir, als ob keiner eine Ahnung hätte!»
Mit etwas versöhnlicheren Worten sprach sie später über ihre Probleme beim Songschreiben. Genau wie John Lennon von den Beatles habe auch sie Mühe, ihre Werke gut zu finden. «Grundsätzlich bin ich damit unzufrieden», erklärt sie. «Auch wenn ich euch möglicherweise sage, dass ‹Edge Of Glory› ein Meisterwerk der Popmusik ist - am Schluss gefallen mir trotzdem einige Dinge nicht, die mir dann immer wieder auffallen.» Auch Lennon äusserte sich 1980 in der Zeitschrift «Playboy» kritisch über seine Lieder. Er hasse gewisse Stücke, wenn sie fertig sind.