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EMS Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz - Numerus Clausus
Der Eignungstest für das Medizinstudium, kurz: EMS oder Numerus Clausus, ist seit 1998 in der Schweiz das Kriterium, nach dem ein Platz für das Medizinstudium vergeben wird. Numerus Clausus bedeutet "beschränkte Zulassung". Der EMS wurde aus dem deutschen TMS Test für medizinische Studiengänge entwickelt und beinhaltet in 9 Testmodulen wesentlich mehr Fragen, als in der vorgegebenen Zeit gelöst werden können. Die Kandidaten die am besten abschneiden, erhalten einen Platz für das Medizinstudium. Der EMS kann jedes Jahr neu abgelegt werden soweit eine Verbesserung des im ersten Versuch erreichten Testwertes notwendig erscheint. Wer im vorherigen Jahr am Numerus clausus Test teilgenommen hat, kann auf die Wiederholung des Numerus Clausus verzichten und den letztjährigen Testwert übertragen lassen. Von der Anwendung des Numerus Clausus ist seit 1998 Humanmedizin , seit 1999 Veterinärmedizin und seit 2004 Zahnmedizin betroffen – jeweils an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich, die einen gemeinsamen Zulassungspool bilden. Seit 2008 wird der EMS auch als Zulassungskriterium für Chiropraktik angewendet. Etwas vereinfacht funktioniert der NC so: alle BewerberInnen für das Medizinstudium werden nach ihren Testleistungen sortiert und die Ranghöchsten werden zugelassen. Die Punktzahl des Schlechtesten, der noch einen Studienplatz Medizin bekommen hat, ist der sogenannte NC (Numerus Clausus). Der Numerus clausus wird aktiv, sobald die Zahl der Anmeldungen derer die Medizin studieren möchten 120% der verfügbaren Studienplätze übersteigt. Dieser Entscheid wird jährlich Anfang März durch die Schweizerische Universitätskonferenz (swissuniversities) getroffen. Auf einen Platz im Studium Medizin kommen in der Schweiz ca. 5 Bewerber. Dies macht eine umfassende und gute Vorbereitung (Training) des EMS-Eignungstest erforderlich und unumgänglich. Entgegen der Aussagen des Testveranstalters ist der EMS bzw. Numerus Clausus sehr gut trainierbar (Def. Training: Training ist die systematische Wiederholung einer bestimmten Tätigkeit zum Zwecke der Leistungssteigerung). Aussagen gegen ein Training des Numerus Clausus sollten tunlichst ignoriert werden. Die Testbehörde möchte mit dem Test ermitteln, in wie weit ein Studienkandidat in der Lage ist, sich selbstständig und adäquat auf eine Prüfung vorzubereiten (dies muss er später ja auch ständig im Medizinstudium beweisen). Diese Fähigkeit spiegelt sich selbstverständlich im Testergebnis wider. Deshalb empfielt sie auch eine "selbstständige""Vorbereitung" bzw. ein "Üben" für den Numerus Clausus, nicht jedoch ein "Training" in von Testexperten geleiteten EMS-Vorbereitungsseminaren! Denn im letzteren Falle würde der Numerus Clausus EMS nicht mehr die eigenen Fähigkeiten des Testkandidaten, sondern zu einem Grossteil die des Testexperten von dem man trainiert wurde messen und zu falsch positiven Ergebnissen führen. Dies liegt nicht im Interesse des Testveranstalters - jedoch hoffentlich im Interesse des Testkandidaten der Medizin studieren möchte!
Informationen zum Numerus clausus in der Medizin und die jeweils jährlich verfügbaren Studienplatzkapazitäten veröffentlicht die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS).Bis Februar muss eine Anmeldung zum EMS Eignungstest für das Medizinstudium bei der CRUS erfolgen.
Politiker fordern den Numerus Clausus abzuschaffen: Die Schweiz braucht mehr Schweizer Ärztinnen und Ärzte! Dies würde mehr Zulassungen zum Medizinstudium, aber auch mehr Ausbildungskapazität erfordern. Eine Abschaffung des Numerus Clausus, gleichbedeutend mit einer freien Zulassung zum Medizinstudium ist eher utopisch, weil die immer noch massiv ansteigende Nachfrage nach Medizin-Studienplätzen in keinem Verhältnis zu einer praktisch möglichen Erhöhung von Zulassungskapazitäten steht. Der Numerus Clausus wird also auch weiterhin das Mittel der Wahl zur Rekrutierung geeigneter Studenten für ein Medizinstudium bleiben.