Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/159269

<h2>SubmittedText<h2><p>Vom 10. bis zum 13. September hat die "Aktion 72 Stunden" stattgefunden. 25 000 Kinder und Jugendliche haben innert 72 Stunden über 400 gemeinnützige Projekte auf lokaler Ebene realisiert. Organisiert wurde die "Aktion 72 Stunden" von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände gemeinsam mit den Jugendorganisationen.</p><p>Die "Aktion 72 Stunden" findet alle fünf Jahre statt und veranschaulicht das freiwillige Engagement von Kindern und Jugendlichen. Denn über das ganze Jahr verteilt ermöglichen die Jugendorganisationen Kindern und Jugendlichen vielfältige Freizeitaktivitäten mit Lagern, Anlässen und Spielen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag für die Förderung der Kinder und Jugendlichen sowie freiwilliges Engagement für die Gesellschaft. Gleichzeitig werden aber Hauruckübungen wie die kürzlich vom Bundesamt für Sport verlangten "Jugend und Sport"-Beitragskürzungen von einem Viertel nur in letzter Minute vom Parlament gestoppt.</p><p>Vor diesem Hintergrund möchte ich dem Bundesrat folgende Frage stellen: Inwiefern anerkennt und würdigt er das Engagement der Jugend im Rahmen der Freiwilligenarbeit und ist er bereit, sich vermehrt dafür zu engagieren und allenfalls Mittel zur Verfügung zu stellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt den wichtigen Beitrag der ausserschulischen Arbeit an die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu Personen, die für sich selber und für die Gemeinschaft Verantwortung übernehmen. Die ausserschulische Arbeit schafft günstige Rahmenbedingungen, welche den Kindern und Jugendlichen die Chance eröffnen, sich ausserhalb der Schule in eigenständigen Projekten freiwillig zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen sowie sich Schlüsselkompetenzen anzueignen. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag an die soziale, kulturelle und politische Integration. Der Bund fördert deshalb das freiwillige Engagement von Kindern und Jugendlichen in Ergänzung zu den Massnahmen der Kantone, in deren Zuständigkeit und Verantwortung die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt.</p><p>Das freiwillige Engagement von Kindern und Jugendlichen wird durch Beiträge unterstützt, welche im Rahmen des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes (SR 446.1) gewährt werden, so das erwähnte Projekt "Aktion 72 Stunden" der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit 180 000 Franken. Zudem engagiert sich der Bund, gestützt auf das Sportförderungsgesetz (SR 415.0), im Rahmen des erwähnten Förderprogrammes "Jugend und Sport" bei der Freiwilligenarbeit im Sport.</p><p>Der Bund nimmt damit seine subsidiäre Rolle im Bereich der Förderung der Freiwilligenarbeit verantwortungsvoll wahr. Mit der Einführung des revidierten Kinder- und Jugendförderungsgesetzes 2013 erfolgte gleichzeitig eine Erhöhung des Kredits, der aktuell nicht vollständig ausgeschöpft wird. Der Kredit für das Sportförderprogramm "Jugend und Sport" wird ab 2016 ebenfalls erhöht. Der Bundesrat ist der Meinung, dass eine weitere Erhöhung der Kredite, insbesondere mit Blick auf die aktuelle finanzielle Lage des Bundes, nicht angezeigt ist.</p>  Antwort des Bundesrates.