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Givisiez «Es ist der richtige Zeitpunkt», sagte Gisèle Sallin, Direktorin des Théâtre des Osses, als sie am Dienstag vor den Medien ihren Rücktritt auf den 30. Juni 2014 ankündigte. Mit ihr zusammen wird ihre langjährige Weggefährtin Véronique Mermoud das Theater verlassen. Mermoud war früher selbst Direktorin und ist seit Jahren als Schauspielerin fester Bestandteil des Ensembles.
Ein dramatisches Zentrum
1979 hatten die beiden Frauen das Théâtre des Osses aus dem Nichts gegründet – «ohne Erfahrung», so Mermoud, «aber mit klaren Vorstellungen». Diese Ideen konnten sie seither verwirklichen: Aus einer kleinen Wandertruppe wurde ein anerkanntes professionelles Theater und 2002 das Dramatische Zentrum Freiburgs. Seither profitiert die Institution von den mehrjährigen Schaffensbeiträgen des Kantons Freiburg.
Diese Subventionen sind mit ein Grund für den Zeitpunkt des Rücktritts von Gisèle Sallin und Véronique Mermoud, die heute 62 respektive 64 Jahre alt sind. Die Kantonsbeiträge werden jeweils für eine Dauer von drei Jahren bestimmt, und die Periode 2012 bis 2014 steht bevor. Zum Ende dieser Periode wollen die beiden Vollblut-Theaterfrauen ihr Haus einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin übergeben.
Der Stiftungsrat sei froh, auf diese Weise genug Zeit zu haben, die Nachfolge zu regeln, sagte Präsident Pierre Aeby. Die Aufgabe sei schwer genug: «Wir suchen jemanden mit Schauspiel-, Regie- und Administrationserfahrung, am liebsten aus der Westschweiz.» Ziel sei, spätestens Anfang 2013 einen neuen Direktor oder eine neue Direktorin vorstellen zu können, so dass genug Zeit bleibe, die Saison 2014/15 vorzubereiten. cs