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«Frégate»
Die Königin ist ausgewandert
Das Wallis hat einen kleinen Skandal: «Frégate», die Königin der Eringer-Kühe, ist eine «Ausländerin». Kurz vor dem Final der Kuhkämpfe wurde sie von einem Waadtländer Bauern gekauft.
Die Eringerkuh «Frégate», die am 11. Mai bei den Kuhkämpfen in Aproz VS zur neuen Königin der Königinnen gekrönt wurde («Tierwelt Online» hat berichtet), ist am Tag des Finals von einem Waadtländer Züchter gekauft worden. Am Dienstagabend wurde sie ihm übergeben. Die Überraschung sorgt im Wallis für Aufregung.
«Das ist die erste nationale Königin, die den Kanton verlässt. Für die Walliser ist das undenkbar» sagte am Mittwoch der neue Besitzer Patrick Perroud der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit einen Bericht der Walliser Zeitung «Nouvelliste».
Seit dem Morgen klingelt das Telefon des Metzgers und Züchters von Eringerkühen aus Oulens-sous-Echallens (VD) ohne Unterbruch. Die am Dienstagabend gelieferte Kuh ging am Mittwochmorgen zum ersten Mal mit der Herde auf die Weide. «Sie hat sich gut akklimatisiert», sagte Perroud, der ungefähr 25 Ehringerkühe besitzt.
Eine Kuh als Geburtstagsgeschenk
Nach ihrem Sieg waren die beiden Oberwalliser Bernard und Renée Constantin aus Salgesch als Besitzer angenommen worden. Er habe "Frégate" aber am Tag des Finals gekauft, der Handschlag sei vor dem Final erfolgt, sagte Patrick Perroud.
Der neue Besitzer hoffte im Stillen, dass seine neue Kuh den Sieg davontragen wird. Er kaufte sich die Kuh «als Geschenk zum Geburtstag». Er hofft, dass die mit sechseinhalb Jahren noch junge Kuh den Titel am Finale 2015 in Aproz verteidigen wird. Sie ist als Titelverteidigerin automatisch qualifiziert.