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Was viele nicht wissen: Assassin’s Creed basiert auf dem Leben eines echten Menschen: Hasan-i Sabbah war Anführer einer Religionsgemeinschaft, die heute tatsächlich als „die Assassinen“ bezeichnet wird. Diesen Fakt wollten die Macher von Prince of Persia: The Sands of Time für ihre Fortsetzung Prince of Persia: Assassin nutzen. Doch aus dem geplanten Sequel der weltbekannten Spieleserie entwickelte sich schließlich mit Assassin’s Creed ein noch größeres Franchise. Wir werfen in dieser Assassin’s-Creed-History einen Blick zurück auf alle Teile der Reihe und die Story von Altaïr bis Bayek.
Assassin's Creed
(2007: PS3, Xbox 360 / 2008: PC)
Hauptstory (Vergangenheit): Das erste Assassin’s Creed entführt euch ins Heilige Land zurzeit des Dritten Kreuzzugs. In der Rolle des Assassinen Altaïr Ibn-La’Ahad zieht ihr wegen Altaïrs Arroganz den Groll seines Meisters Al Mualim auf euch. Altaïr wird deshalb degradiert und auf eine Reise geschickt, auf der er verschiedene Templer meucheln soll. Als Altaïr erfolgreich zurückkehrt, stellt sich Al Mualim als Verräter heraus, der dank des mysteriösen Edensplitter-Artefakts über unglaubliche Macht verfügt. Dennoch gelingt es Altaïr seinen Mentor Al Mualim zu töten und den Edensplitter, der Informationen zu weiteren Edensplittern enthält, in seinen Besitz zu bringen.
Nebenstory (Jetztzeit): Im Jahr 2012 wird ein Barkeeper namens Desmond Miles vom Templer-Konzern Abstergo Industries entführt und in den sogenannten Animus gesteckt. Der Animus ermöglicht es Desmond, genetische Erinnerungen an seine Vorfahren nachzuerleben, zu denen u.a. Altaïr gehört. Abstergo möchte auf diese Weise die Fundorte der mächtigen Edensplitter in Erfahrung bringen. Zu Desmonds Glück entpuppt sich die Abstergo-Mitarbeiterin Lucy Stillman als Verbündete, die ihm am Ende das Leben rettet. Desmond entdeckt zudem nur für ihn sichtbare Notizen an den Wänden seines Zimmers, die vor einer bevorstehenden, weltweiten Katastrophe warnen.
Fazit: Auch wenn die Steuerung des ersten Assassin’s Creed nach heutigen Maßstäben überkompliziert wirkt, bietet es immer noch eine faszinierende, offene Spielwelt mit einer Umwelt, die auf die Aktionen der Spielfigur reagiert. Schon damals versuchte Ubisoft, im Rahmen der fiktiven Assassinen-Story rund um Altaïr einigermaßen historisch korrekt durch die Menschheitsgeschichte zu führen. Allerdings war die spielerische Grundstruktur noch sehr wiederholungsanfällig. Ubisoft war 2007 zwar noch weit weg von der Perfektion, legte aber mit Assassin’s Creed 1 bereits erfolgreich den Grundstein für eine der erfolgreichsten Videospielserien aller Zeiten.
Assassin's Creed 2
(2009: PS3, Xbox 360 / 2010: PC)
Hauptstory (Vergangenheit): Im Italien des 15. Jahrhunderts erlebt ihr als junger Ezio Auditore da Firenze, wie euer Vater und eure Brüder verraten und gehängt werden. Daraufhin geht Ezio der Templer-Verschwörung, der sein Vater und seine Brüder zum Opfer gefallen sind, auf die Spur und landet im Zuge seiner Nachforschungen schließlich sogar beim Papst persönlich: Papst Alexander VI., auch bekannt als Rodrigo Borgia. Ezio nimmt ihm zwei Edensplitter – den Edenapfel und den Edenstab – ab und öffnet damit eine geheime Kammer, in der er dem menschenähnlichen Wesen Minerva begegnet. Minerva warnt Desmond – sozusagen durch die Augen von Ezio – vor derselben Katastrophe, die bereits in Assassin’s Creed 1 angedeutet wurde.
Nebenstory (Jetztzeit): Desmonds Geschichte schließt direkt an das Ende des Vorgängers an: Lucy und Desmond fliehen in ein Assassinen-Versteck, wo ein weiterentwickelter Animus auf ihn wartet. Mit dessen Hilfe kann Desmond die Erinnerungen an seinen Vorfahren Ezio aufrufen. Nach der Begegnung mit Minerva müssen sich Desmond, Lucy und weitere Assassinen, die den beiden helfen, abermals auf die Flucht begeben.
Fazit: Assassin’s Creed 2 behielt das spielerische Grundprinzip seines Vorgängers bei, konzentrierte sich also ebenfalls auf die Mischung aus Stealth-Aktionen, Kämpfen und Klettern. Allerdings gelang Ubisoft ein riesiger Qualitätssprung in nahezu allen Bereichen. Der sich ständig wiederholende Ablauf des ersten Assassin’s Creed wurde durch eine natürlichere Progression mit mehr Abwechslung ersetzt. Hinzu kam unter anderem die Möglichkeit, Ezios Zufluchtsort in Monterrigioni auszubauen. Die Schauplätze in u.a. Florenz und Venedig verursachten 2009 herunterklappende Kinnläden und wissen auch heute noch mit ihrer dichten Atmosphäre zu beeindrucken. Assassin’s Creed 2 brachte der Serie den endgültigen Durchbruch und sorgte dafür, dass noch viele weitere Teile folgten