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Warum die Munitionssubventionen nicht auf dem Rücken der Armee lasten sollten.
Der Nationalrat hat heute die Motion Salzmann angenommen, welche den Schiesssport gegenüber anderen Sportarten über das Armeebudget bevorzugt. Die Armee muss weiterhin nicht nur das bezahlen, was sie bestellt. Das ist in der finanzpolitisch angespannten Situation völlig falsch. Ständerat Salzmann setzt sich vehement für den Erhalt der Subventionen der Gewehrpatrone 11 (GP11) ein, während der Bundesrat und Teile des Schiesssportverbands für eine Anpassung plädieren.
Die Munition "Gewehrpatrone 11" (GP 11) wird aktuell stärker subventioniert als die Munition, die von der Armee verwendet wird. Dabei wäre es sinnvoll, jetzt eine gewisse Steuerung zu machen damit man vom alten zum neuen Sturmgewehr wechselt. Zumal das der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes mehr dient.
Ich kann der argumentativen Pirouette von Herrn Salzmann nicht folgen, dass das Verschiessen völlig veralteter Munitionssorten irgendetwas mit der Förderung des Wehrwillens» zu tun haben könnte. Da geht es allein um frivole Subventionsjägerei.
Salzmanns Argumentation entgegne ich folgende Kritik:
Masslose Forderung: Die geringfügige Reduzierung der Subvention von 70 auf 40 Rappen pro Schuss für GP11-Munition ist zumutbar, besonders da bedeutende Kategorien von Schützen diese Munition gratis erhalten.
Kein Zusammenhang mit Armeezielen: Die GP11-Munition wird mit veralteten Waffen verschossen, hat keine Verbindung zu aktuellen Armeezielen und dient lediglich privaten Interessen von Schützen.
Wehrwillen nicht gefährdet: Die Behauptung, dass der Wehrwille von einer geringfügigen Subventionskürzung abhängt, erscheint übertrieben. Die Bevölkerung lässt sich nicht durch ein paar Rappen beeinflussen, sondern durch Glauben an Freiheit, Demokratie und sozialen Ausgleich.
Dass Schiesssport über die Armeekredite statt über die übliche Sportförderung des BASPO erfolgt, ist artfremd und ungerecht.
Hören Sie zu diesem Thema den Politikum Podcast vom 12. Dezember 2023 auf SRF.