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||Aus der antiken Mythologie wissen wir, dass im Gefolge des Dionysos die Satyrn ihr Dasein fristen. Wild, ausgelassen, kampfeslustig, libidinös, arbeitsscheu, trunksüchtig, unbeherrscht, impulsiv sollen diese gehörnten und bocksfüssigen Gesellen sein. Führt man sich diese – offensichtlich – sympathischen Kerle vor Augen, so scheint es schwer zu glauben, dass genau sie (zumindest im Kontext des Satyrspiels) doch auch als Erfinder der Musik gehandelt wurden.

Ein prominenter Gast im Kreise der Satyrn ist Pan, Sohn der Hybris. Bekannt als froher Hirte mit Syrinx, der aber ab und an auch gerne jemanden erschreckt.
Vor diesem Hintergrund setzt "PAN" an. Die Komposition arbeitet sich höchstens peripher an Funktionsharmonik, Progression oder melodischem Kontrapunkt ab; ihre zentralen Mittel sind Timbre, Dynamik, Rhythmik und Handlung.
Momente des Stillstandes gespickt mit wilden Einwürfen, pulsierenden Passagen und immer wieder, ganz im Sinne des Satyrspiels, die Gleichzeitigkeit von "Dramatischem" und Komischem. Die Anwesenheit der Musiker wird nicht ausschliesslich als unumgänglicher Umstand angenommen, vielmehr werden die Instrumentalisten zuweilen in Situationen geschickt, in welchen sie als Anwesende begriffen werden. So zum Beispiel, wenn beschreibende Handlungsanweisungen vor die Idee des konkreten Klangergebnisses treten und deren Hervorbringung augenfällig wird.
PAN, UA
Martin Baumgartner, Komposition
1. Arkadien - Topos A
2. Méthysoi
3. Koimésis I
4. Apollon und Marsyas
5. Koimésis II
6. Pan
7. Amanita Muscaria
8. Koimésis III
9. Arkadien - Topos B