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Rotorua, Neuseeland
29. Juli bis 4. August 2014
In keinem anderen Land war die Situation, betreffend eines Kontaktes, so unklar wie in Neuseeland. Gloria Miller von Perth war auch hier diejenige, die immer wieder über ihr Netzwerk versuchte, einen Kontakt herzustellen. Der Leiter eines nationalen Gebetsnetzes hatte sehr frühzeitig sein Interesse bekundet, aber dann hörten wir nichts mehr von ihm. Unsere Tochter Hanna war im 2010 schon einmal hier und hatte von daher auch noch einen Kontakt. Den hatten wir aber lange Zeit nicht so im Fokus, weil wir auf den Gebetsleiter „setzten“. Wenige Tage bevor wir nach Neuseeland flogen, hatten wir nun diese zwei „Eisen im Feuer.“ Hannas Kontakt meldete sich zuerst und bestätigte uns, dass wir bei Ihnen wohnen und in ihrer Gemeinde die Trompeten blasen könnten (Rotorua, ca. 300km südlich von Auckland). Kaum war diese Zusage gemacht, meldete sich auch der Gebetsleiter und machte uns das gleiche Angebot (Christchurch auf der Südinsel gelegen). Wir überlegten zuerst, ob wir die ersten Tage in Rotorua und dann nach Christchurch fahren sollten, entschieden dann aber, dass das zu stressig wäre (grosse Distanzen dazwischen) und wir bei Hannas Bekannten bleiben wollten.
Am zweiten Tag hatten wir ein Gespräch mit dem Pastor, der am Sonntag verantwortlich war. Ich erzählte ihm noch einmal die ganze Geschichte der Trompeten Initiative, obwohl er das Video darüber gesehen hatte, bevor sie zusagten. Dann fragte er mich, wie lange ich für die Erklärung bräuchte. Ich antwortete ca 30 Minuten, lieber mehr. Daraufhin meinte er, was ich von 10 Minuten halte. Ich erklärte ihm, dass das inklusive des Blasens zu kurz sei. Daraufhin gab er mir 15 Minuten. Er machte noch den Vorschlag, dass ich den dritten Punkt (Israel als Wurzel) ja nicht so gross zu erklären bräuchte. Als ich dann das perfekte, minutiöse Programmblatt bekam, musste ich mich sehr beherrschen, um nicht irgendeine unbedachte Bemerkung zu machen. Zu Hause, beim Beten darüber, empfanden wir, dass Gott uns genau hier und zu diesem Zeitpunkt haben wollte, um den Weckruf zu blasen. Als ich dann noch die Losung (Zefania 1,12 und Epheser 5,14) vom Sonntag las, war ich sogar erfreut und begeistert! Eigentlich ist es immer wieder erstaunlich, dass Leute uns ihre Kanzel überlassen, die uns gar nicht persönlich kennen. Das ist Gunst!
Übrigens hatte der Gebetsleiter uns auch abgeraten, den weiten Weg nach Christchurch auch noch zu machen. Aber er informierte und mobilisierte alle Beter seines Netzwerkes, an diesem Sonntagmorgen zu beten, während wir die Trompeten bliesen. Jemand zu Hause ist dafür sogar extra aufgeblieben (Danke Brigitte!) Der Herr kann aus viel oder wenig (Zeit) etwas hervorbringen, das seinem Namen Ehre macht. Das weiss ich natürlich schon, aber ich predige halt leidenschaftlich gerne und am liebsten etwas länger. Aber notwendig ist das nicht. Alle Ehre Gott allein!