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LE JARDIN SUSPENDU
Joan Retzke, Chur – Trompete
Ulrich Weissert, Davos – Orgel
Henry Purcell Sonata D-Dur für Trompete und Orgel
1659-1695 Pomposo – Adagio – Allegro
Johann Sebastian Bach Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘ BWV 711
1685-1750 für Orgel
Johann Sebastian Bach Zwei Choräle für Trompete und Orgel:
„Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 676
„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ BWV 691a
Frater Gerardus Scronx Echo (1617)
für Trompete und Orgel
Johann B. Neruda aus dem Konzert Es-Dur für Trompete und Orgel:
1706-1780 Larghetto. Allegro
Jehan Alain Le jardin suspendu (Der hängende Garten) für Orgel
1911-1940 "Der hängende Garten ist das fortwährende Ideal,
welches der Künstler vorübergehend erstrebt, dies ist der Zufluchtsort: unerreichbar unantastbar." (J. Alain)
Carson Cooman Dream of peace
*1982 für Trompete und Orgel
Astor Piazzolla Drei Tangos nuevo für Trompete und Orgel:
1921-1992 Oblivion
Milonga
Sigfrid Karg-Elert Triumphmarsch über :
1877-1933 “Nun danket alle Gott” für Orgel
Alexandre Cellier Thema und Variation über Pslam 149
1883-1968 „Singet dem Herrn ein neues Lied“
für Orgel und Trompete (Maurice André gewidmet)
I Thema in der Harmonisation von Claude Goudimel (1565)
II Variation im Kanon mit dem Bass. Moderato espressivo
III Variation in Dur in Form einer Musette. Moderato
IV Final alla bravura. Allegro
Einführung:
Jehan Alain
war anfänglich Schüler seines Vaters Albert Alain, bevor er am Pariser Conservatoire Schüler von Bloch, Dukas (dem Lehrer Messiaens) und Dupre wurde, die seine enorme Kompositionsbegabung förderten. Er starb tragischerweise bei einem Kriegseinsatz mit nur 29 Jahren. Seine Stellung in Frankreich ist der Hugo Distlers in Deutschland vergleichbar.
Alexandré Cellier
studierte am Pariser Konservatorium Orgel bei Alexandre Guilmant (1. Preis 1908) und Komposition bei Charles Marie Widor (2. Preis 1911). Er war bis zu seinem Tod Organist an verschiedenen Pariser Kirchen; u.a. war er von 1912-1939 Organist der Bach-Gesellschaft und Mitglied der Jury des Pariser Konservatoriums für die franz. Provinz und das Ausland. Als Solist trat er, auch mit Orchester, in zahlreichen Kirchen in Frankreich, Belgien, Deutschland, Dänemark, Schweden. Spanien und der Schweiz auf. 1938 spielte er für den König von England im Versailler Schloss. Seine Musik nannte Louis Vierne "sehr schön, modern und ästhetisch", und findet "höchstes Ansehen".
Neben seinen Konzerten hat er als Musikwissenschaftler auch ein Buch über Orgel und Registrieranweisungen geschrieben. Er gilt ebenso als Autor für die französische Übersetzung der Bach-Choräle, die Albert Schweitzer einst seinem Lehrer Widor erläuterte, was 1905 zur Gründung der Pariser Bach-Gesellschaft führte, deren Organist Schweitzer bis 1911 war.
Joan Retzke (Trompete)
wurde in den USA geboren, wo sie auch ihr Lehrerpatent und Konzertreifediplom erwarb. Während der Weiterbildung zum Doktor der musikalischen Künste bekam sie das «Schweizerische Eidgenössische Stipendium». Dies machte es möglich, dass sie von 1988–1990 an der Schola Cantorum Basiliensis eine Ausbildung im Fach Barocktrompete bei Dr. Edward Tarr geniessen konnte.
Im Jahr 2001 gewann sie den 1. Preis beim Wettbewerb für «Professionelles Kulturschaffen» vom Kanton Graubünden. Seit 1991 ist Joan Retzke neben ihrer freiberuflichen Arbeit als Lehrerin an den Musikschulen Chur, Bonaduz und Schanfigg im Kanton Graubünden tätig. Sie ist Gründerin des Frauen-Blechbläser Quartetts «Les Belles». Seit dieser Zeit ist sie auch stellvertretende Solotrompeterin in der Kammerphilharmonie Graubünden.
Ulrich Weissert (Orgel)
geb. 1960, studierte in Herford Kirchenmusik und schloss das Aufbaustudium an der Musikhochschule Köln mit dem A-Examen (1989) ab. Ergänzende Meisterkurse für Orgel und Dirigieren. Nach kurzer Kantorentätigkeit in Baden war er von 1993 bis 2014 Kirchenmusiker an der Klosterkirche Alpirsbach im Schwarzwald. Rundfunk- und TV- sowie CD-Aufnahmen. Solist beim Schwarzwaldmusikfestival 2009. Konzerte seit 1990 insbesondere in der Besetzung Orgel und Schlagzeug (Albrecht Volz) bei namhaften Festivals und Konzertreihen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz.
2015 Kulturpreisträger der Stadt Alpirsbach. Lebt und arbeitet seitdem als Kirchenmusiker in Davos (Schweiz).