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Das Fachgebiet der Kardiologie als Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich mit Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Herzens, der herznahen Gefässe und des Kreislaufes.
Eine arterielle Hypertonie liegt vor, wenn die Blutdruckwerte in Ruhe oder während einer 24h-Messung durchschnittlich über 140/90 mmHg liegen.
Wird die Diagnose einer arteriellen Hypertonie gestellt, sollte eine, in der Regel lebenslang einzunehmende, medikamentöse Therapie zur Vermeidung von Folgeschäden eingeleitet werden.
Eine Kardiomyopathie ist eine Erkrankung der Herzmuskulatur. Es kommt zur Verdickung des Herzmuskels (hypertrophische Kardiomyopathie) und/oder zur Ausweitung der Herzhöhlen (dilatative Kardiomyopathie). Dies führt zu einer verminderten Pumpleistung des Herzens und zu einer beträchtlichen Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Unter Herzrhythmusstörungen fasst man alle Störungen der elektrischen Leitung im Herzen zusammen. Diese können sowohl angeboren als auch erworben sein. Sie können einen zu langsamen (bradykard) oder einen zu schnellen (tachykard) Puls zur Folge haben. Man unterscheidet zudem zwischen gutartigen (z. B. Vorhofflimmern) oder potenziell lebensbedrohlichen (z. B. Kammerflimmern) Herzrhythmusstörungen.
Wichtigste Grundlage der Diagnostik ist das EKG. Je nach Art der Herzrhythmusstörungen unterscheidet sich die Wahl der Therapie. Für die differenzierte Therapie der Herzrhythmusstörungen inklusive der Kathetereingriffe steht uns die Abteilung der Rhythmologie zur Verfügung.
Die koronare Herzkrankheit führt zu einer fortschreitenden Verengung der Herzkranzgefässe, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. Kommt es zu einem akuten Verschluss der Gefässe, spricht man von einem Herzinfarkt.
Die Herzklappen sorgen für den richtigen Blutfluss, so dass das Blut nicht zurück in die Herzhöhle fliesst. Bei einer Erkrankung öffnen sich die Klappen nicht mehr genügend (Stenose) oder die Herzklappen werden durchlässig (Insuffizienz).
Der Vorhofseptumdefekt ist eine angeborene Herzmissbildung, die bei 15–25 % aller Menschen vorkommt, bei der Mehrheit aber keine Beschwerden verursacht.
Beim Vorhofseptumdefekt besteht eine kleine Öffnung in der Scheidewand im Bereich des sogenannten Foramen ovale zwischen den beiden Vorhöfen. Diese Öffnung besteht beim ungeborenen Kind, schliesst sich aber in der Regel nach der Geburt.
Der Vorhofseptumdefekt kann durch zusätzlich zirkulierendes Blut zu einem Lungenhochdruck führen. Zu Streifungen und Schlaganfällen kann es durch sogenannte gekreuzte Embolien kommen.
Ein Verschluss des Vorhofseptumdefekts erfolgt mittels eines Kathetereingriffs, bei dem die Öffnung mit einem «Schirmchen» verschlossen wird. Bei grösseren Öffnungen ist ein chirurgischer Verschluss nötig.
Vorhofflimmern, eine Form einer Herzrhythmusstörung, begünstigt die Entstehung von Blutgerinnseln, in den meisten Fällen im sogenannten Vorhofohr (LAA). Wenn diese Gerinnsel aus dem Herzen abschwimmen, können sie Adern im Gehirn verstopfen und einen Schlaganfall auslösen. Gerinnungshemmende Medikamente können dies verhindern. In manchen Fällen ist das Blutungsrisiko jedoch zu hoch. Dann kann der Verschluss des linken Vorhofohres zur Schlaganfallprophylaxe erfolgen.
Die Hauptschlagader ist das grösste Blutgefäss im menschlichen Körper. Sie entspringt aus der linken Herzkammer, steigt auf und verläuft über einen Bogen in den Bauchraum. Oberhalb des Zwerchfells wird sie als Brustaorta (Aorta thoracalis), unterhalb als Bauchaorta (Aorta abdominalis) bezeichnet. Die Brustaorta hat einen aufsteigenden Teil (Aorta ascendens) und einen absteigenden Teil (Aorta descendens). Die Unterteilung ist wichtig, da die Lokalisation der Erkrankung zu verschiedenen Therapieverfahren führt. Die häufigste Erkrankung der Aorta ist eine Schwächung des elastischen Gewebes der Gefässwand, die zu einer Ausweitung (Aneurysma) der Aorta führt. Ein Aortenaneurysma kann in allen Abschnitten vorkommen und auch andere Strukturen wie zum Beispiel die Aortenklappe einbeziehen. Bei einem Aortenaneurysma besteht immer die Gefahr eines inneren (Dissektion) oder äusseren (Ruptur) Risses mit entsprechend lebensbedrohlichen Blutungskomplikationen.
Bei einem Aneurysma der A. ascendens wird der erkrankte Gefässabschnitt durch eine Gefässprothese ersetzt. Ein Aneurysma der A. descendens und der A. abdominalis wird heute meistens durch eine endovaskuläre Stent-Prothese stabilisiert (innere Gefässstütze). In manchen Fällen ist auch eine Kombination beider Behandlungsmethoden sinnvoll.
Grundsätzlich sind eine Herzkatheteruntersuchung oder andere invasive Verfahren mit Risiken verbunden. Eine korrekte Indikationsstellung und eine ausführliche Abklärung vor der Durchführung sind deshalb essentiell, um das Eingehen unnötiger Risiken zu vermeiden. Aufgrund von Begleiterkrankungen können die Risiken eines Eingriffes in ihrer Wahrscheinlichkeit variieren, so dass ein persönliches Gespräch zur Aufklärung über das individuelle Risiko unabdingbar ist.