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Das Jahr 1931 hatte dem Basler Tram ein Maximum an beförderten Personen gebracht. Die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) reagierten auf den 22. Mai 1932 mit Änderungen beim Fahrplan. So wurde auf der Strecke ins St. Alban-Quartier (Gellert) in Sechsminutenbetrieb eingeführt. Die zwischen den Kursen der Linien 12 bzw. 14 zusätzlich verkehrenden Wagen erhielten die erstmals verwendete Liniennummer 22.
Der 22er hatte seinen Ausgangspunkt zunächst beim Badischen Bahnhof. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden anlässlich der Generalmobilmachung die Rheinbrücken vermint und mit Panzersperren teilgesperrt. Für den Tramverkehr waren sie somit nur noch eingleisig befahrbar. Die Linie 12 benützte ab dem 1. September 1939 für die Rückfahrt aus dem Kleinbasel vorübergehend die Wettsteinbrücke und gelangte am Bankverein über ein einspuriges Verbindungsgleis wieder auf ihre Stammstrecke zurück. Die Linie 22 stellte man kurzerhand ein. Bereits im Dezember 1939 nahm sie ihren Betrieb ab Schifflände aber wieder auf.
Im Sinne eines Versuchs ersetzten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) die Tramlinie 22 vom 26. April 1950 bis am 18. Dezember 1950 durch die Autobuslinie 22/36. Dabei fuhren die Busse ab Bankverein/Aeschenplatz bis zur Redingstrasse und von dort weiter als Linie 36 zur Breite.
Bei zunehmenden Fahrgastfrequenzen in Richtung Muttenz–Pratteln war die Ausdünnung des Takts ab Schänzli nicht mehr sinnvoll. Somit verschwand die Linie 22 – wie auch die Linie 12 – anno 1978 aus dem Schema.
Jahrzehntelang war die Linie 22 von den Be 2/2 der letzten Serie dominiert. Um 1966 nimmt der Be 2/2 207 beim Marktplatz Fahrgäste auf.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen