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Schweizer Fahrzeughersteller
Wer weiss heute noch, dass es auch in der Schweiz während der ersten Blütezeit des Automobils vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg an die hundert Automobilhersteller gab? – Das erste selbstfahrende Strassenfahrzeug der Schweiz stellten zwei Lehrlinge in Genf 1878 her: einen dreirädrigen, dampfbetriebenen Wagen, unter dem Namen Thury und Nussberger her, der bis zu 49 km/h fuhr.
In der ersten experimentellen Phase folgten Fahrzeuge mit Elektro- oder Verbrennungsmotoren. In der Zeit von 1897 bis 1906 wurden nicht weniger als 19 Personenwagenfabriken gegründet. Beim Ausbruch des ersten Weltkriegs 1914 verkehrten in der Schweiz 5400 Automobile, von denen über ein Drittel aus etwa 25 einheimischen Werken stammten.
Entdecken Sie hier all die vergessenen Modelle und Marken, die vor allem den Forschungen von Ernest Schmid aufgespürt wurden, aus dessen Werken auch die Fotos stammen (Automobiles Suisses des origines à nos jours, 1967; Schweizer Autos: Die schweizerische Automobilkonstruktion von 1868 bis heute, 1978).
Die eher manufakturielle, bestenfalls halbindustrielle Herstellung von Personenwagen überlebte jedoch die starken wirtschaftlichen Auf- und Abschwünge zwischen 1920 und 1945 nicht, während die in den 1920er Jahren entstandene Nutzfahrzeugindustrie sich länger behaupten konnte. Nach dem 2. Weltkrieg gab es Initiativen in der Luxus‑, Rennsport- oder Prototypenfabrikation, die jedoch Nischenprodukte oder Unikate blieben, ganz im Gegensatz zur Bedeutung der Schweizer Zuliefererindustrie.