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Die neue Hülle um das kaputte AKW Tschernobyl kostet mindestens 1,5 Milliarden Dollar und wird nicht nächstes Jahr, sondern frühestens im November 2017 fertig: Mit diesen Angaben bestätigte die NZZ am 2. Dezember 2014 die beiden Infosperber-Berichte vom 29. April und 8. Mai 2014.
Laut NZZ hat die Europäische Entwicklungsbank soeben weitere 350 Millionen Euro für den Sarkophag bewilligt. Am meisten zahlten bisher die USA und Deutschland, aber auch Russland hat 70 Millionen beigetragen. Zusammen mit rund 40 andern Ländern ist die Schweiz an der Finanzierung beteiligt. Sie zahlt 9,3 Millionen Euro an den «Chernobyl Shelter Fund» – eine weitere Subvention an die Atomenergie.
Im Frühjahr 2015 findet eine weitere «Geberkonferenz» statt.
Der neue Sarkophag wird 110 Meter hoch, 162 Meter breit und 257 Meter lang. Wenn er fertig ist, wird er auf Schienen über den Reaktor geschoben.
Die neue Riesenhülle soll mindestens 100 Jahre dicht halten. Wie die Anlage abgebaut und «entsorgt» werden kann, ist umstritten. Die NZZ kommentiert: «Woher das bankrotte Land in Zukunft die Milliarden für die Herkulesaufgabe hernehmen wird, ist unklar.» An Ort und Stelle soll später ein Atommüll-Lager errichtet werden.
Über 4000 Todesopfer
Nach offiziellen Angaben starben bisher 4000 Menschen an den Folgen des Reaktorunfalls. Die NZZ zitiert andere Quellen, die von bis zu 100’000 Opfern ausgehen, wenn man die Spätfolgen berücksichtigt. Die Zahl der Krebserkrankten betrage ein Vielfaches davon.
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Siehe
- «Riesenhülle über radioaktives Tschernobyl-Wrack», Infosperber am 29.4.2014
- «GASTBEITRAG zum Sarkophag für das AKW Tschernobyl», Infosperber am 8.5.2014
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Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine