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Sugerli aus Zinn
Das Sugerli besteht aus einem Körper in bauchiger Form, einem Klappdeckel mit Kegelknauf sowie einem Bügel/Klapphenkel. Auf der Frontseite befindet sich der Ausguss, welcher aus einer Fratze/Maskaron hervorragt. Auf der linken und rechten Seite ist je eine Öse mit Fratze/Maskaron angebracht. An den beiden Ösen ist zudem ein Bügel/Klapphenkel mit einer kreisförmigen Aufhängevorrichtung in der Mitte befestigt. Auf dem Klappdeckel befinden sich die Meistermarke mit den Initialen «MM» vom Zinngiesser Jakob Martin Müller (Lebensdaten unbekannt, erwähnt 1627–1687) und das Beschauzeichen von Zug. Auf der Bodeninnenfläche ist eine Bodenrosette.
Der Zinngiesser Jakob Martin Müller war in Zug tätig. Er war am Fischmarkt in Zug wohnhaft. Laut Ratsprotokoll 8, Seite 101, gab er im Jahre 1666 den Anstoss zur Aufstellung der Zinnprobe. Laut Künstlerlexikon bezahlte ihm das Kloster Engelberg im Jahre 1687 einen Posten Zinngeschirr.
Sugerli's waren an der Seite von Buffets angebracht und dienten als Trinkwassergefässe für Kinder.