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Bereits aus früheren Studien ist bekannt, dass das Risiko für bakterielle Magen-Darm-Erkrankungen, wie z.B. Infektionen mit Clostridium difficile, bei Langzeitanwendung von Protonenpumpenhemmern steigt.
Laut einer Beobachtungsstudie aus Frankreich besteht bei Dauereinnahme eines PPIs ebenfalls ein erhöhtes Risiko für virale Magen-Darm-Infekte. Das relative Risiko an einer viralen Gastroenteritis zu erkranken, ist bei Langzeiteinnahme von PPIs fast doppelt so hoch als bei Patienten ohne PPIs. Es sind alle Altersgruppen betroffen, besonders diejenige von 65 bis 74 Jahren. Hier beträgt das relative Erkrankungsrisiko 2.19. Ob die Studienresultate reproduzierbar sind, wird sich noch zeigen.
Obwohl bei gastrointestinalem Reflux PPIs nur kurzzeitig angewendet werden sollten, resultiert daraus oft ein Dauergebrauch. Die Studie soll auch zum Anlass genommen werden, unnötige Langzeitanwendungen von PPIs zu erkennen und möglichst zu beenden.
Quellen:
_Pharmazeutische Zeitung,49/2019/p25
_JAMA Network Open, November 27/2019