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Weihrauch wird oft unterschätzt, dabei kann er wirkungsvoll gegen diverse chronische Entzündungen eingesetzt werden. Er galt einst als Geschenk an Könige, so wertvoll wie Gold. In den letzten Jahren wurde Weihrauch als Heilmittel wiederentdeckt. Lesen Sie hier, gegen welche Beschwerden er eingesetzt werden kann.
In der indischen Naturheilkunde Ayurveda wird Weihrauch schon seit 5000 Jahren eingesetzt. Das Trockenextrakt des Harzes wird Ölen, Pflastern und Pulvern beigemengt. In alten medizinischen Schriften wird die Heilkraft bei rheumatischen Erkrankungen, chronischer Bronchitis, Asthma, bei Darmentzündungen und Hautkrankheiten beschrieben. Die westliche Medizin entdeckte Weihrauch nun neu – als Heilmittel bei chronischen Entzündungen.
Der Weihrauchbaum (Boswellia sp., Burseraceae) wird bis zu sechs Meter hoch, ist strauchartig und eher unscheinbar. Er wächst in Trockengebieten Afrikas (Äthiopien, Eritrea, Sudan) und Arabiens. Weihrauch, auch Olibanum, ist das luftgetrocknete Gummiharz, das sich in den Sekretdrüsen des Stammes sammelt.
Weihrauch als Heilmittel
Dieses Harz enthält neben bekannten Inhaltsstoffen wie z.B. ätherischen Ölen oder Gerbstoffen auch 5% bis 8% der Boswellia-Säuren – die wirksamen Bestandteile des Weihrauchs. Viele Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Substanzen Entzündungsreaktionen stoppen können, weil sie ein bestimmtes Enzym blockieren, das bei chronischen Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielt.
Verschiedene Ärztegruppen und Wissenschaftler erforschen seit einigen Jahren den Weihrauch und seine möglichen Heilwirkungen. Positive Resultate wurden bei einer Vielzahl entzündlicher Erkrankungen erzielt, z.B. bei rheumatischen Beschwerden, Arthritis, Gicht sowie chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, Bronchialasthma und Multipler Sklerose. Die Boswelliasäuren wirkten dabei entzündungshemmend, abschwellend, beruhigend und schmerzlindernd.
Weihrauch als Ergänzung oder Alternative
Die meisten naturwissenschaftlichen Forschungen zielen darauf ab, im Weihrauch eine nebenwirkungsarme Ergänzung oder Alternative für synthetische Medikamente zu finden. Tatsächlich zeigten Weihrauchpräparate in bisherigen Studien nur geringe Nebenwirkungen. Diese Tatsache begründet die Hoffnung vieler Patienten mit chronischen Leiden in Absprache mit dem behandelnden Arzt, die Einnahme von Cortison und Schmerzmitteln durch Weihrauchpräperate ergänzen oder wenigstens reduzieren zu können.