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Eine langjährige Freundin aus Studienzeiten ruft mich im Oktober 2018 völlig aufgelöst von ihrem Arbeitsort in Afrika aus an und berichtet, dass sie seit einer Woche starken Husten mit gelb-grünem Auswurf und Fieber habe. Heute wurde vom Arzt eine Bronchitis mit Rippenfellentzündung diagnostiziert und ein Antibiotikum verschrieben. Bereits im Mai 2018 habe sie eine Rippenfellentzündung gehabt, damals mit Lungenentzündung, und seither sei sie öfter mal krank gewesen. Aufgrund der Diagnose, der aktuellen Symptome, der Krankengeschichte und der Gemütssymptome verschreibe ich meiner Freundin ein homöopathisches Mittel als Einzelgabe (zwei Kügelchen) in der Potenz „C200“, zusammen mit der Beratung sie soll sich unbedingt ausruhen und die bestehenden Probleme mit ihrem Mann besprechen. Am nächsten Tag erhalte ich die whatsapp-Nachricht: „Alles ist besser. Kaum noch Rasseln auf der Lunge, der Auswurf ist jetzt durchsichtig geworden. Auch meine Laune ist viel besser.“ Drei Tage später erhalte ich noch eine Nachricht: „Jetzt ist auch der Schwindel weg gegangen. Es geht mir wieder gut, auch wenn ich noch etwas schwach bin.“
Im Dezember 2018 erhalte ich die Nachricht: „Bin schon wieder so erkältet, mit Ohrdruck, Nasenausfluss, Halsschmerzen und Husten„. Einen drohenden Rückfall der Bronchitis befürchtend schreibe ich ihr zurück, dass wir telefonieren müssten, um herauszufinden, ob eventuell dasselbe Mittel, das beim letzten Mal so gut geholfen hat, wieder indiziert sein könnte. Sie ruft mich erstaunlicherweise erst vier Tage später zurück und berichtet, sie habe das von mir erwähnte homöopathische Mittel einfach in Eigenregie eingenommen. Nach dem Mittel haben sich die Symptome stark gebessert, aber sie habe immer noch Fieber (38.5°C) und Kopfschmerzen. Ich empfehle ihr, das Fieber nicht abzusenken, sondern als heilende Reaktion des Körpers anzusehen und einige Tage im Bett zu verbringen, bis sie sich wieder ganz „fit“ fühle. So könne sich ihre Widerstandskraft auf lange Sicht verbessern und ein Rückfall verhindert werden.
Einen Tag später schreibt mir die Freundin, sie sei jetzt wieder fast gesund und habe im Internet ein geeignetes homöopathisches Komplexmittel gefunden (Produkt mit mehreren homöopathischen Mitteln in Mischung), welches „genau ihre chronischen körperlichen Symptome abdecke“. Ich erkläre ihr geduldig, dass es deshalb Homöopathen braucht, weil es eine Kunst ist, das richtige Einzelmittel zu finden und dass allein ein solches Mittel fähig ist, alle ihre chronischen Symptome nachhaltig zu heilen und auch den psychischen Zustand zu verbessern – ein Komplexmittel wird immer nur oberflächlich wirken und im schlimmsten Fall (bei wiederholter Einnahme) sogar neue Symptome auslösen.