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Im Dezember 2019 hat die kolumbianische Regierung das Dekret zur Wiederaufnahme der Sprühflüge mit Glyphosat veröffentlicht. Dieses und der Umweltmanagementplan müssen in öffentlichen Anhörungen mit der betroffenen Bevölkerung debattiert werden. Diese Anhörung war wegen Covid19 drei Mal verschoben worden, weil virtuell die Teilnahme der Bevölkerung nicht garantiert werden konnte. Am 19. Dezember 2020 wurde die Anhörung trotz massiver Kritik der sozialen Bewegungen durchgeführt, mit fragwürdigem Ergebnis.
Gibt es Hofnung für Kolumbiens Wälder? Die Untersuchungsbehörden gehen gegen untätige Politiker und Beamte vor und die Regierung präsentiert einen Plan, wie sie zu Netto Null Abholzung 2030 gelangen will.
Medienmitteilung Am 26. Juni ist der internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr, kurz Weltdrogentag. Seit 1987 geht es an diesem Tag darum, gegen den Missbrauch von Drogen aufmerksam zu machen. Auf der ganzen Welt finden Aktionen dazu...
Obwohl bei der Umsetzung des vierten Punktes des Friedensabkommens die Anstrengungen auf dem Programm zur Substitution der Kokapflanzungen lagen, ist der Rückstand auf den Zeitplan des Programms noch enorm. Der strukturelle Wandel der Kokagebiete, eine differenzierte strafrechtliche Behandlung der Kokapflanzer sowie eine auf die Gesundheitspolitik fokussierte Politik gegenüber Drogenkonsumenten stehen noch aus.
Während indigene Gemeinschaften unter Gefechten leiden und weder Nahrungsmittel noch Medizinalpflanzen beschaffen können, werden in verschiedenen Landesgegenden soziale Führungspersonen bedroht und ermordet. Und in Mitten der Pandemie geht auch die gewaltsame Ausrottung der Koka weiter.
Kleinbauern aus den Gemeinden La Macarena (Meta), San Vicente del Caguán, El Doncello und Cartagena del Chairá (Caquetá) protestierten in den Hauptorten und verlangen die Präsenz der Regierung, um Lösungen für die Grundbesitzproblematik auszuhandeln. 1200 Bauern versammelten sich in der Region San Juan de Lozada im Dreieck zwischen Meta, Caquetá und Guaviare und drohten mit einem Zivilstreik, wenn die Regierung nicht bis zum 16. März einen Dialog mit ihnen starte. Hintergrund des Konfliktes ist die Anordnung der Regierung, dass Tausende von Personen aus den Nationalparks rausgehen müssen, wo sie teilweise seit 50 Jahren leben und ihre Fincas aufgebaut haben.
Streit um die richtige Strategie gegen die Kokapflanzungen: freiwillige Substitution oder Chemiekeule aus der Luft?
Angesichts der nach wie vor hohen Zahlen an Kokapflanzungen wird in Kolumbien weiterhin sehr heftig diskutiert, was der richtige Weg ist, das “Drogenproblem” zu lösen. Die Regierung und einige Experten sehen die Wiederaufnahme der Besprühungen aus der Luft als “Silver bullet”, um dem Problem Herr zu werden, andere denken, das Substitutionsprogramm des Friedensabkommens sollte endlich massiver umgesetzt werden.
Im Rahmen einer Serie zum Thema Menschenrechte im Kontext des Postkonflikts hat VerdadAbierta eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, welche den Alltag und die Lebensrealität von Menschen auf dem Land zeigen. Eine dieser Geschichten wird hier präsentiert. Es geht um Widerstand und Hoffnung, aber auch um Resignation und die komplexe Realität in abgelegenen Gebieten Kolumbiens.
Einblicke in die Realität der Kokabäuerinnen und wie ihr Einbezug in die Politikformulierung Verbesserungen bringen würde
Von Stephan Suhner Frauen in ländlichen Gemeinschaften stehen auf Grund von Gender-Stereotypen und der Diskriminierung grossen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber, die verhindern, dass Frauen gleichwertigen Zugang zu Ressourcen, Chancen und...
Der Vertreter des Büros der Vereinten Nationen gegen Drogen und Delikte in Kolumbien, Pierre Lapaque, hat am 2. August 2019 zusammen mit Präsident Duque die Zahlen zur Kokaanbaufläche für 2018 veröffentlicht. Gegenüber Ende 2017 sank die Fläche bis zum 31. Dezember 2018 von 171’000 Hektaren auf 169’000 Hektaren, ein Rückgang um 1,2 Prozent. Es ist zwar nur ein kleiner Rückgang, aber Duque feiert es als grossen Erfolg seiner Politik. Es ist das erste Mal seit 2014, dass die Kokafläche sinkt und nicht weiter ansteigt.
Im internationalen Drogenkontrollregime sind nicht nur spezifische psychoaktive Substanzen einer strengen Kontrolle unterworfen, sondern auch ganze Pflanzen oder deren Bestandteile, aus denen Drogen gewonnen werden können, wie das Kokablatt und Schlafmohn. Das Kokablatt wurde einer regelrechten Schmierenkampagne unterworfen und pseudowissenschaftliche Untersuchungen