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Gestern Samstag (28.06.) wurde die Seilbahn des Städtchens Nova Friburgo, in der Serra-Region des Bundesstaates Rio de Janeiro, nach einer symbolischen Neueinweihung durch staatliche und munizipale Autoritäten, für die lokalen Bewohner und die Touristen wieder freigegeben.
Die Seilbahn, die zirka 120.000 Personen pro Jahr transportierte, war seit drei Jahren ausser Betrieb wegen jener Tragödie, ausgelöst durch die starken Regenfälle, welche die Region im Januar 2011 heimgesucht hatten – 900 Menschen waren durch Bergrutsche getötet worden und Tausende wurden obdachlos.
Insgesamt beträgt die Seilbahnstrecke 1.450 Meter in zwei Etappen, aber nur die erste, von 550 Metern Länge, wurde reaktiviert. Der zweite Teil wird erst wieder freigegeben, nach lokalen Arbeiten am “Praça do Suspiro“.
Wie der Eigentümer der Seilbahn, Rodolfo Acri, berichtet, der seit siebzehn Jahren dieser Einrichtung vorsteht, ist die Neueinweihung dieses Transportmittels eine grosse Erleichterung.
“Zuerst möchte ich mich bei der Bevölkerung für die Zeit des Stillstands entschuldigen. Die Wiederinbetriebnahme war die grösste Herausforderung meines Berufslebens. Dreieinhalb Jahre mit vielen Kämpfen und Verlusten sind inzwischen vergangen. Die Wiederinbetriebnahme der Seilbahn ist etwas, worauf die ganze Stadt gewartet hat. In Kürze werde ich weitere Investitionen vornehmen, um auch die Ausrüstung zu modernisieren. Ich liebe diese Stadt. Und diese Unbilden werden mich nicht dazu bewegen, aufzugeben“, sagte er.
Nach jener Regen-Tragödie wurde der Betrieb des Transportmittels eingestellt, aufgrund eines Prozesses beim Zivilgericht von Nova Friburgo, in dem die Richterin Teles anordnete, dass der Betrieb der städtischen Seilbahn solange untersagt bleibe, bis Gutachten von Ingenieuren die Sicherheit des Transportmittels bescheinigen würden. Erst jetzt bekam die “Empresa Friburguense Ltda“, verantwortlich für die Seilbahn, die Erlaubnis zur Wiederinbetriebnahme.
“Es gab einen neuen Gerichtsprozess, und ich musste beweisen, dass alles im Rahmen des Gesetzes geschieht. Bevor man mich rief, hat es viele voreilige Meinungen gegeben, eine Staatsanwältin verlangte sogar, die Seilbahn abzureissen. Dann nahm der Magistrat die Sache in die Hand und mit aller Vorsicht stellte er Beweise und Gutachten zusammen, und ich konnte beweisen, dass ich mich vollkommen innerhalb der gesetzlichen Vorschriften befand – und die Seilbahn wurde endlich wieder für die Bevölkerung freigegeben“, erklärte Rodolfo Acri.
Der Präfekt von Nova Friburgo sagte, dass die Wiederinbetriebnahme der Seilbahn und die Restaurierung der “Praça do Suspiro” eine besondere Bedeutung für die Stadt haben, die viele Touristen empfange.
“Wir sprechen von einem der bedeutendsten touristischen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt. Nicht nur die Seilbahn allein, auch der historische Platz “Praça do Suspiro“ ist damit gemeint, der von den Regenfällen im Jahr 2011 stark beschädigt wurde. Der Regen hat auch die Kirche Santo Antônio in Mitleidenschaft gezogen, die inzwischen wieder restauriert worden ist. Die Arbeiten an der Seilbahn wurde von der Justiz untersagt, dann aber wieder freigegeben. Die Feuerwehr hat ebenfalls ihr OK gegeben und die bedeutendsten touristischen Highlights unserer Stadt können wieder besichtigt werden“.