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Rechte des Aktionärs einer Schweizer Aktiengesellschaft (AG) (Aktionärsrechte)
Die Aktionärsrechte sind das Gegenstück zu den Pflichten eines Aktionärs im Schweizer Recht (vgl. Beitrag zu den Pflichten eines Aktionärs). Die verschiedenen Rechte werden in folgende Gruppen eingeteilt:
Vermögensmässige Rechte:
Das wichtigste Recht dieser Untergruppe ist das Recht auf Dividende. Genauso haben Aktionäre ein Recht auf den Liquidationserlös, falls die AG aufgelöst wird. Grundsätzlich hat jeder Aktionär Anspruch auf solche Auszahlungen im Verhältnis zu seiner Beteiligung (Beispiel: Wer 25% einer AG hält hat Anspruch auf 25% der ausbezahlten Dividenden). Von diesem Recht kann in den Statuten jedoch abgewichen werden um einzelne Aktionäre vermögensmässig zu bevorteilen. Diese erhalten dann einen verhältnismässig grösseren Anteil an Dividenden und Liquidationserlös (Beispiel: Obwohl jemand nur 25% der Anteile einer AG besitzt erhält er 50% der Dividendenzahlungen).
Mitwirkungsrechte:
Zentralstes Mitwirkungsrecht eines Aktionärs ist sein Stimmrecht an der Generalversammlung (GV). Daraus leiten sich diverse weitere Rechte ab, so u.a. das Recht auf persönliche Teilnahme an der GV (oder sich vertreten zu lassen), das Recht an der GV seine Meinung zu äussern und Anträge zu stellen. Ebenso muss der Aktionär fristgerecht zur GV eingeladen werden und eine Traktandenliste erhalten. Nicht zuletzt können Aktionäre, die einen massgebenden Anteil an einer AG halten, von sich aus die Einberufung einer GV durchsetzen und die Traktandierung ihrer Begehren verlangen.
Schutz- und Informationsrechte:
Aktionäre haben das Recht den Geschäfts- sowie den Revisionsbericht einzusehen, dem Verwaltungsrat an der GV Fragen zu stellen sowie unter gewissen Bedingungen Einsicht in weitere Dokumente der AG zu erhalten. Zusätzlich haben Aktionäre diverse Schutzrechte. Solche sind z.B. die Verantwortlichkeitsklage gegen den Verwaltungsrat, wenn sich dieser pflichtwidrig verhält, oder das Recht GV-Beschlüsse die Gesetz oder Statuten verletzen, anzufechten. In jedem Falle haben die Aktionäre ein Recht auf einen unabhängigen Revisor. Unter gewissen Umständen haben sie sogar ein Recht auf Vertretung im Verwaltungsrat.
Recht auf Beibehaltung der Beteiligungsquote:
Werden in einer AG zusätzliche Aktien geschaffen haben die bisherigen Aktionäre ein Recht auf diese neuen Aktien. Dieses besteht im Verhältnis der bisherigen Beteiligungsquote an der AG. Hält ein Aktionär also 25% einer AG, so hat der auch Anspruch auf 25% der neu ausgegebenen Aktien.