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Keine Pflanze wurde so genau untersucht, wie Weihrauch oder Olibanum.
Wie Boswellia wirkt, ist noch nicht restlos enträtselt, aber dass es wirkt ist wissenschaflich bestätigt. Man vermutet, dass die Boswelliasäuren, bestimmte pentazyklische Triterpenoide, deren Derivate und 3-Acetyl-ß-Boswelliasäure in ihrem Verbund die antibakterielle, antirheumatische und antitumorale Wirkung haben.
In Deutschland haben Studien gezeigt, dass Weihrauch entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt (stärker als z.B. Aspirin, Motrin, Celebrex usw.).
Es ist daher eine Alternative zu den üblichen Schmerzmitteln und Antirheumatikum. Andere Tests haben ergeben, dass Weihrauch nicht toxisch ist. Dies lässt die Industrieländer aufatmen, denn bei uns sind rheumatische Beschweden zur epidemischen Volkskrankheit geworden.
In Indien ist Weihrauch ein altes volksmedizinisches Heilmittel gegen Rheumaleiden. Neuere Untersuchungen, unter anderem vom Mannheimer Klinikum, zeigten Erfolge bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Morbus Crohn, Bauchkrämpfen und Durchfällen, aber auch bei Nesselsucht, Schuppenflechte, Tumoren, Gehirnödemen, Asthma und Hepatitis.
Die „Medical Tribune“ schreibt, dass die Boswelliasäuren die Bildung von Interleukinen unterdrücken. Interleukine fördern die Entzündung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Der Münchner NeurologeDr. Winking bestätigt die Tatsache, dass Boswelliasäuren lipophil sind, die Blut-Hirnschranke durchdringen und so Entzündungen und vorhandene Gehirnödeme zum Abschwellen bringen können.
Aus der Abteilung Pharmakologie der Universität Bochum werden Erfolge in derKrebsbehandlung gemeldet. Professor T. Simmet spricht von einer deutlichen Hemmung des Tumorzellenwachstums, einem medikamentösen Eingriff in den Tumorstoffwechsel und sogar von einem Tumorzellenabbau, auch bei Gehirntumorpatienten. Dabei verschwanden die Kopfschmerzen und Lähmungen. Sowohl im Anfangs- wie auch im forgeschrittenen Stadium waren erstaunlich gute Ergebnisse zu verzeichnen.
Boswellia verbessert das Allgemeinbefinden und kann auch vorbeugend eingenommen werden. Auch die Basler Universitätsklinik in der Schweiz empfiehlt Weihrauch als Arzneimittel. Weihrauch ist eine nebenwirkungsarme Behandlung, denn nur selten tritt leichter Brechreiz und Erbrechen auf und somit eröffnet das Olibanum-Harz neue Therapiemöglichkeiten.
Weichteil-Rheuma (Bindehaut, Knorpel, Sehnen, Muskeln), entzündliche rheumatische Erkrankungen der Gelenke (Arthritis und chronischer Polyarthritis), Rückenschmerzen und Wachstumsstörungen bei Kindern (Binde- und Knorpelgewebe).