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Riesling x Silvaner
Der Anbau dieser ertragreichen Rebsorte ist weltweit gesehen eher rückläufig. Der daraus gekelterte Wein ist säurearm, fruchtig und hat ein gewisses Muskataroma.
Die 1882 entstandene Züchtung von Dr. Hermann Müller ist heute die zweithäufigste Rebsorte in Deutschland. Über ein Jahrhundert war man der Annahme, dass es sich bei der Sorte um eine Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner handle. 1996 behauptete man aufgrund von DNA-Tests zuerst, dass die Kreuzung zwischen Riesling und Chasselas stattgefunden habe, und wenig später wurde korrigiert: Riesling und Madeleine Royale sind die wahren Eltern.
Die ertragreiche Sorte benötigt nährstoffreiche Böden und kühle Lagen und wird meist trocken ausgebaut. Die frisch-fruchtigen, säurearmen Weine sind jung zu geniessen und haben eine blasse hellgelbe Farbe.
In Neuseeland weisen die Weine eine typisch aromatische Blumigkeit auf, die auf niedrige Erträge zurückzuführen ist. Unter Rivaner versteht man eine Ausbauart (Kaltgärung) der Sorte Müller-Thurgau. Als Synonym für den Müller-Thurgau hat der Name seit der Richtigstellung der Elternschaft ausgedient – Ri(esling) x (Sil)vaner.