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Apple ist immer noch die Nummer 1 im weltweiten PC-Markt (wenn man Tablets als PCs zählt), hat aber Marktanteile verloren. Microsoft muss seine Windows-Preisstrategie überdenken, sagt Canalys.
Sind Tablets "Personal Computer" oder nicht? Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, sieht der weltweite PC-Markt unterschiedlich aus. Der unabhängige britische Marktforscher Canalys zählt Tablets (richtigerweise) zum PC-Markt und bezieht Apple und Android-Geräte in seine Untersuchungen ein. Und so sah der PC-Markt im 2. Quartal 2013 gemäss Canalys aus (siehe auch Grafik oben):
Apple blieb der weltweit grösste PC-Hersteller. Apple versandte 18,5 Millionen Geräte und hat damit einen Marktanteil von 17 Prozent. Doch der Vorsprung der Kalifornier ist geschrumpft, denn im Q2 letztes Jahr hat Apple noch über 21 Millionen Geräte verschickt und hatte einen Marktanteil von mehr als 19 Prozent. Apple ist völlig vom Verkauf von iPads abhängig. Notebooks und PCs machen nur einen Fünftel der Apple-Produktion aus.
Runner-Up ist Lenovo. Die Chinesen verschickten über 14 Millionen Geräte, und haben nun einen Marktanteil von fast 13 Prozent. Hewlett-Packard (11,6 Prozent Marktanteil) konnte Samsung den Platz 3 (10 Prozent Marktanteil) wieder abnehmen. Auf Platz 5 folgt Dell. Canalys zeigt auch auf, wie zersplittert der Markt seit dem Siegeszug der Tablets wieder ist. Die Top-5 kontrollieren nur noch 60 Prozent des Weltmarktes.
Lenovo scheint im Tablet-Markt Fuss zu fassen: 1,5 Millionen der über 14 Millionen verschickten Geräte waren Tablets. Lenovo lege im Tablet-Business vor allem im Heimmarkt China und Südamerika zu, wo Player wie Amazon und Google wenig präsent sind, so ein Canalys-Analyst.
Microsoft muss dringend Preispolitik überdenken
Schon im letzten Quartal dieses Jahres werden wohl mehr Tablet-PCs verschickt als Notebooks, orakelt Canalys. Denn das Business mit Desktop-PCs und Notebooks schrumpft, während immer mehr Tablets verkauft werden. Im zweiten Quartal wurden über 40 % mehr Tablets verkauft als vor einem Jahr.
Microsoft hat enorme Mühe, sein Betriebssystem Windows im Tablet-Markt zu positionieren. 17 Prozent aller im zweiten Quartal verkauften PCs hatten ein Android-Betriebssystem, obwohl es noch Schwächen in Sachen Sicherheit und Management habe und deshalb von Firmen noch wenig geschätzt wird, so Canalys.
Doch Microsoft hat ein Preisproblem. Windows-Tablets sind - auch wegen dem Preis, den Microsoft-Partner für das Betriebssystem bezahlen müssen - teurer als Android-Geräte. Microsoft müsse sich dringend Gedanken zu diesem Punkt machen, denn die Konsolidierung im PC-Markt sei "unausweichlich" und Microsoft-OEM-Partner kämen in eine immer schwierigere Position, sagt Canalys-Analyst Tim Coulling. (hc)