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Das Rathaus des Äusseren Standes ist eng mit der Geschichte der Schweizerischen Eidgenossenschaft verbunden: Im prächtigen Empire-Saal wurde 1848 die Bundesverfassung beschlossen. 1979 erwarb die damals frisch gegründete Stiftung Rathaus des Äusseren Standes das geschichtsträchtige Gebäude und liess es umfassend restaurieren. Bis heute steht es unter eidgenössischem und kantonalem Denkmalschutz.
An einer Besonderheit kommen die Gäste bei einem Besuch im Restaurant Zum Äusseren Stand nicht vorbei – am Affen, der auf einem Krebs reitet. Er ist das Symbol für die Vereinigung des «Äusseren Standes», deren Anfänge im 16. Jahrhundert zu finden sind. Diese Vereinigung war ein sogenannter «Schattenstaat» und imitierte den «Inneren Stand», also die damalige Obrigkeit der Republik Bern. Der Sinn des Äusseren Standes bestand darin, die jungen Bernburger vor ihrem eventuellen Eintritt in die Räte auf ihre Amtstätigkeit vorzubereiten. Der Aufbau der Vereinigung entsprach in allen Einzelheiten der Organisation der richtigen Staatsverwaltung. In spielerischer Nachahmung wurden alle Ämter zur Übungszwecken besetzt.
Mit dem Untergang des Alten Bern im Jahre 1798 erlosch schliesslich auch der Äussere Stand. Doch die Namensgebung hat bis heute bestand – für einen lebendigen Ort mit Restaurant, dem Empire-Saal im ersten Stock sowie dem charmanten Hof-Café.