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Von 2006-2010 wurden im Rahmen eines Projekts die Richtlinien und Handbücher für die Erschliessung von Autoren- und Gelehrtenbibliotheken in der Datenbank HelveticArchives entwickelt. Testbestand war ein Teil der Bibliothek Friedrich Dürrenmatts.
Die Arbeitsbibliothek eines Autors/einer Autorin ist Bestandteil des Nachlasses. Der Übernahmevertrag zwischen dem Nachlassgeber und dem SLA bietet den nötigen Spielraum für den Entscheid für bzw. gegen eine Übernahme der Bibliothek oder einer Auswahl.
Obwohl das Schweizerische Literaturarchiv in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend ist, hat es in seinen Nachlassbeständen Autorenbibliotheken (oder Teilbibliotheken) im Umfang von ca. 80'000 Titeln, darunter jene von Friedrich Dürrenmatt (ca. 8'000 Einheiten), Blaise Cendrars (ca. 3'200 Einheiten), Patricia Highsmith (ca. 5'000 Einheiten) und Hermann Hesse (ca. 5'300 Einheiten), und seit 2010 die alleine 40'000 Titel umfassende Bibliothek von Jean Starobinski.
Im Rahmen zweier internationaler Workshops (7.-8.11.2007 und 5.-6.3.2009) wurden die entwickelten Modelle diskutiert. Die Ergebnisse gingen teilweise ein in die Nummer 30/31 der SLA-Zeitschrift Quarto: Autorenbibliotheken (2010).
Die in Zusammenarbeit von Literaturarchiv und Katalogisierung der NB realisierte Testerschliessung eines Teilbestands der Bibliothek von Friedrich Dürrenmatt ermöglichte die Entwicklung von Standards, die auch für andere Bestände angewendet werden können. Die Erfassung in der Archivdatenbank HelveticArchives ermöglicht zum einen die Beschreibung und Dokumentation einer Autorenbibliothek auf Sammlungsebene, zum andern die präzise Verzeichnung, Dokumentation und Recherche von Exemplarspezifika wie Widmungen, Lesedaten, Annotationen, Einlagen usw. Die Form der Erschliessung wurde in entsprechenden Handbüchern geregelt.
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