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Die achte Auflage des Standardwerks von Carl Helbling über "BVG und Personalvorsorge" gab dem Verlag VPS den Anlass zu einer Buchvernissage, in deren Zentrum eine Podiumsdiskussion mit lauter Professoren stand. Neben Prof. Helbling (links im Bild mit Bruno Lang, VR-Präsident des VPS) waren auch Prof. Martin Janssen und Prof. Ernst Brugger mit von der Partie. Erfeulicherweise bot der Anlass mehr als den blossen Austausch von Nettigkeiten. Die Themen Zins, technischer Zins und Mindestzins enthalten für die Spezialisten ein bemerkenswertes Mass an Aufregung bereit, zumal wenn so provokative Thesen dazu geäussert werden, wie an dieser Veranstaltung.
Insbesondere beim technischen Zins entwickelte sich eine Kontroverse zur Frage, ob eine Pensionskasse bezüglich der langfristigen Kapitalerträge grössere Versprechungen abgeben dürfe als eine Bank. Für Janssen ist alles, was sich über dem Angebot einer UBS (also in der Gegend eines technischen Satzes von 1,69%) bewegt, als gewagt zu bezeichnen. Helbling meinte hingegen, mit Sätzen zwischen 3 und 4% würden die Vorsorgeeinrichtungen nicht gar so falsch liegen. Brugger wiederum löste mit seinen Vorstellungen zu einem ökonomischen Deckungsgrad (der rund 20 Prozentpunkte unter dem technischen liegen dürfte) einige kritische Kommentare aus. Die damit verbundene Forderung nach einer massiven Verstärkung des Vorsorgekapitals jedenfalls fand kaum Unterstützung. Näher an der (immerhin seit Jahrzehnten bewährten) Praxis fand sich Hanspeter Konrad, der befragt nach der Höhe des Mindestzinses für 2007 deutlich machte, dass entsprechend der vom ASIP favorisierten Formel (ohne Aktien) sich ein Zins von rund 2% ergeben würde, wobei der ASIP aber auch mit einem Satz in der aktuellen Höhe leben könnte.