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Die letzten zwei Jahre hat Sven Bärtschi (29) zwar fast ausschliesslich in der US-Farmteamliga AHL verbracht (1 Spiel in der NHL). Das ändert nichts daran, dass er in der National League ein «Franchise Player» sein kann: Also ein Spieler, der ein Hockey-Unternehmen auf und neben dem Eis besser macht. Der perfekte Spieler für den SC Bern. Sven Bärtschi ist Berner (in Langenthals Nachwuchs-Organisation ausgebildet) und bringt die offensive Verbesserung, die der SCB benötigt, um wieder in die obere Tabellenhälfte zu kommen.
Der Transfer ist inzwischen eine Frage des Geldes. Die sportliche Führung ist daran, die Mannschaft umzubauen und richtigerweise auch in die Trennung von Spielern zu investieren, die nicht mehr ins Konzept passen. Ob der Transfer von Sven Bärtschi in den nächsten Tagen gelingt, hängt nun davon ab, ob das Management bereit ist, die dafür notwendigen Mittel zu bewilligen.
Sven Bärtschi spielt seit 2010 in Nordamerika, hat sich dort bei den Junioren durchgesetzt, war 2011 ein Erstrunden-Draft (Nummer 13, Calgary Flames) und hatte in der NHL zeitweise Star-Status (292 Spiele/66 Tore). Diese Saison steht er in der AHL bei 13 Treffern aus 39 Partien.
Seine finanziellen Vorstellungen im Rahmen eines Mehrjahresvertrages sind realistisch und in einer für den SCB vertretbaren Dimension. Ein «Kaiser-Transfer» kann mit einem Zug die «Depression» rund um das grösste Hockey-Unternehmen im Land beenden und hilft auch im Hinblick auf den so wichtigen Saisonkarten-Verkauf (12'000 sollten wieder abgesetzt werden).
Der SCB steht in seiner wichtigsten sportlichen und wirtschaftlichen Phase, in der dramatischste sportliche Erneuerung seit dem Wiederaufstieg von 1986. Und damit auch vor den grössten finanziellen Investitionen in die erste Mannschaft. Bisher hat die sportliche Führung bei den Transfers alles richtig gemacht. Chris DiDomenico, Eric Gelinas, Jesse Zgraggen, Marco Lehmann, Joël Vermin und Romain Loeffel heissen bislang die dringend nötigen Verstärkungen.
Der Freitag war für Marc-Andrea Hüsler und Alexander Ritschard ein grosser Tag. Ehrfürchtig und aufgeregt gingen sie in Begleitung eines Guides über das Gelände an der Church Road, über die berühmteste Tennisanlage der Welt. Sie hatten zwar bereits drei Runden in der Qualifikation gewonnen, im Gegensatz zu allen anderen Grand-Slam-Turnieren werden diese allerdings im rund fünf Kilometer entfernten Roehampton gespielt.