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An einem Ort, in einem Kreis von Menschen nicht willkommen zu sein, das ist eine schwierige Erfahrung. Du gehst, so wie du bist, zum Beispiel in ein Restaurant. Dann kommt ein Kellner und serviert dir auf einem Teller die Notiz: Wir bitten Sie, unauffällig dieses Lokal zu verlassen. Etwas stimmt nicht mit dir in diesem Lokal: Deine Klamotten, deine Frisur oder die Art und Weise, wie du hereingekommen bist. Oder du machst den Eindruck, dass du nicht viel Geld hast. Du bist auf jeden Fall nicht willkommen.
Bibeltext: Psalm 139
Gott, mein Schöpfer,
Du weißt, wer ich bin.
Du siehst in mein Innerstes.
Was mir selber verborgen ist,
ist bei Dir kein Geheimnis.
Vor Dir muss ich keinen falschen Schein erwecken.
Ich darf sein wie ein offenes Buch.
Neben den schönen Kapiteln meines Lebens
muss ich die Unschönen nicht verbergen
Bibeltext: 1. Mose 24
Ein langer Bibeltext und dazu ein ganz kurzer Gedankenanstoss von Pfr. Robert Seitz — das ergibt einen beherzigenswerten Tipp zur Realisierung von Nächstenliebe.
Wahre Würde hat wenig zu tun
mit glänzenden Orden auf einer Brust.
Diese erinnern eher an unwürdige Kriege.
Sie hat nicht viel zu tun mit dezenten Kleidern,
mit dunkelblauen Kostüms
oder Nadelstreifen und Krawatten.
Auch der zerlumpte Bettler in Paris
in seinen ausgefransten Klamotten,
das schmutzige Kind auf dem Abfallhaufen in Rio,
der Aussätzige in Somalia -
sie alle haben ihre Würde.
Meine Damen Politikerinnen und Herren Politiker,
wie ihr alle wisst, habe ich Erfahrung mit dem Bau von Schiffen zum Überleben. Auf meiner Werft ist damals ein tolles Schiff entstanden, auch wenn einige später abwertend von einem „Kasten“ geredet haben. Dummerweise konnte ich später dieses Schiff nicht produzieren und verkaufen, weil ja fast niemand mehr da war.
Nun hat sich die Menschheit wieder vermehrt und wie ich höre, steht der Erde eine neue Sintflut bevor.
Die Wasser steigen, Inseln versinken, Venedig ist nicht nur von Touristen, sondern auch vom Wasser überschwemmt.
Die Erdbevölkerung nimmt immer noch zu und Religiöse glauben an das altbiblische Wort: Vermehret euch. Eure gläsernen Bankenhochhäuser investieren in immer noch mehr. Wachstum ist allerorts in Konzernen und an Börsen die Devise. Konsum nimmt immer noch zu.
Im Zusammenhang mit dem ultimativen Corona-Stopp denke ich oft an Niklaus von Flüe. Vor 550 Jahren hat er sich als Einsiedler in die Ranft Schlucht zurückgezogen und dort ein intensives Gebets-Leben geführt. Sein bekanntestes Gebet sagt in Kürze mehr aus als viele theologische Bücher:
„Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.“
von Pfr. Stefan Zürcher, Distriktsvorsteher EMK Nordwest
Bibeltexte: Römer 12,1
Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit Gottes bitte ich euch:
Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung. Es soll wie ein lebendiges und heiliges Opfer sein, das ihm gefällt. Das wäre für euch die vernünftige Art, Gott zu dienen.
von Pfr. Stefan Zürcher, Distriktsvorsteher EMK Nordwest
Bibeltext: Markus 13,33–37
Die Andacht heute ist aus dem 13. Kapitel des Markus-Evangeliums. Es ist die grosse Endzeitrede, die einerseits etwas verwirrend ist und Angst macht, andererseits aber auch eine gewisse Aktualität hat. Ohne zu recherchieren kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht wenige Apokalyptiker in den Kirchen gibt, die in Corona den Anfang des Endes sehen. Ob das so ist, werden wir bald sehen. Unser Text ist das Ende des Kapitels, die Fortsetzung ist der Anfang der Passionsgeschichte
33 Gebt acht, bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt da ist.
34 Es ist wie bei einem Menschen, der ausser Landes ging: Er verliess sein Haus, gab seinen Knechten Vollmacht, jedem seine Aufgabe, und dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
35 Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt: ob am Abend oder um Mitternacht oder beim Hahnenschrei oder am frühen Morgen,
36 damit er, wenn er auf einmal kommt, euch nicht schlafend finde.
37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!