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Sieben weitere Gebiete Brasiliens sind in die “Liste international bedeutender Feuchtgebiete“ aufgenommen worden. Den Ramsar-Status hat unter anderem ein Flußarchipel Amazoniens mit über 400 Inseln erhalten. Insgesamt steigt damit die Zahl der brasilianischen Ramsar-Sites auf 20 an.
Bekannt gegeben wurde die Neuaufnahme der brasilianischen Feuchtgebiete in die internationale Liste beim Kongress über Umweltrecht. Umweltminister Sarney Filho sprach von einem Erfolg und einer beachtlichen Steigerung angesichts der Erhöhung der Zahl der Ramsar-Gebiete um 50 Prozent. Sehen lassen kann sich auch das Ausmaß. Die brasilianischen Ramsar-Sites nehmen mittlerweile über 80.000 Quadratkilometer ein, eine Fläche, in etwa zweimal so groß wie die Schweiz.
Neu hinzu gekommen ist das Bioreservat Guaporé, das wegen seinem Übergang dreier Biome (Pantanal, Cerrado und Amazonas-Regenwald) als einzigartig gilt. Im Biom des Amazonas-Regenwaldes befindet sich der Nationalpark Anavilhanas. Er umfasst den Flußarchipel im Rio Negro. Ebenso im Amazonas-Regenwald befindet sich der Nationalpark Viruá. Er weist den größten Artenreichtum Brasiliens an Wirbeltieren auf.
Auch im Süden Brasiliens sind neue Ramsar-Gebiete hinzu gekommen. Zu ihnen zählt die Ökologische Station Taim, die wegen ihrer hohen Zahl an Wasservögeln eine Besonderheit ist. Die Ökologische Station Guaraqueçaba liegt im Atlantischen Regenwald und umfasst eine Küstenzone mit einer großen Zahl von ins Meer mündenden Flüssen.
Den Ramsar-Status erhalten hat ebenso der Meeresarchipel Fernando do Noronha, der bereits als mariner Nationalpark unter Schutz steht. Vom Schutzgebiet Carste Lagoa Santa in Minas Gerais ist der Peter Lund Karst in die Liste der bedeutnden Feuchtgebiete aufgenommen worden.
Von der Anerkennung als Ramsar-Gebiete erhofft sich Brasilien unter anderem internationale Unterstützung bei weiteren Forschungsarbeiten und ebenso für die Finanzierung von Projekten. Das Land selbst will zudem besondere Aktionen und Maßnahmen für den Erhalt der Feuchtgebiete einleiten.