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Erz- und Schlupfwespen gegen Blattläuse
Erzwespen und Schlupfwespen bilden je eine Insektengruppe innerhalb der taxonomischen Teilordnung «Parasitoida». Diese Bezeichnung verrät ihr Fortpflanzungsverhalten:
Wirkungsmechanismus
Sie parasitieren andere Lebewesen, indem sie beispielsweise ihre Eier in ihnen ablegen. Der parasitierte Organismus dient dem sich in ihm entwickelnden Insekt als Nahrung und stirbt aufgrund dessen ab.
Einige Arten werden daher gezielt in der Schädlingsbekämpfung eingesetzt, da sie auf Pflanzenschädlinge spezialisiert sind. So findet die Erzwespe Aphelinus abdominalis erfolgreich Anwendung gegen die grünstreifige Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae), die grünfleckige Kartoffelblattlaus (Aulacorthum solani) und die grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae).
Die Schlupfwespe Aphidius ervi wird ebenfalls gezielt gegen die grünstreifige Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae) und die grünfleckige Kartoffelblattlaus (Aulacorthum solani) eingesetzt.
Während sich in den parasitierten Blattläusen zunächst die Larven und infolge die Puppen der Erz- bzw. Schlupfwespe entwickeln, verwandeln sich die Blattläuse zu schwarz-braunen Hüllen, auch Mumien genannt.