Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03346.jsonl.gz/2283

Suva-Erweiterung «Trakt C»
Ansicht SüdwestDownload
Suva-Erweiterung «Trakt C»
Ansicht NordostDownload
Suva-Erweiterung «Trakt C»
Innenraum (Büro)
Suva-Erweiterung «Trakt C»
Adresse
6004 Luzern
LU
Architektur
Trakt C des Suva-Hauptsitzes vereint unterschiedliche und komplexe Nutzungsanforderungen unter einem Dach und gehört zu den ersten Grossraumbüros mit flexibler Nutzungsmöglichkeit in der Zentralschweiz. Hans-Urs Hengartner ergänzte auf sensible Weise den schützenswerten städtebaulichen Kontext. Mit Kalksandsteinwänden und Stahl-Glas-Fensterfront hebt sich der Erweiterungstrakt jedoch dezidiert vom Hauptgebäude ab.
Chronologie
Um die Arbeitsabläufe zu rationalisieren, ist die Suva seit den 1990er-Jahren bemüht, ihre in der Stadt Luzern verteilten Organisationseinheiten an den Standorten Fluhmatt und Rösslimatt zusammenzuführen. In diesem Zusammenhang wurden Hans-Urs Hengartner, Hans U. Gübelin und Andreas Rigert 1991 beauftragt, eine Erweiterungsstudie für das Areal um den in den Jahren 1914/15 von Otto und Werner Pfister erstellten Suva-Turm (Trakt A) und den in den Jahren 1966 bis 1968 von Max Ziegler errichteten Erweiterungsbau (Trakt B) an der Fluhmatt auszuarbeiten. Der Trakt C wurde zwischen 1992 und 1995 realisiert.
Lage
Die Fluhmatt formt ein etwa 30 Meter hohes Felsplateau. Die exponierte Lage am östlichen Fuss des Brambergs, zwischen dem Löwendenkmal und dem Allenwindenturm der Museggmauer, bietet eine grosszügige Sicht über die Stadt Luzern und das Seebecken. Der langgestreckte, keilförmige Trakt C ergänzt den denkmalgeschützten Jugendstilturm auf dem verbleibenden Raum im Norden zum Fluhmattrain hin, der von Wohnbauten gesäumt ist.
Beschreibung
Trakt C präsentiert sich im Osten, an der Fluhmattstrasse, als dreigeschossiger Flachdachbau. Über einem Sichtbetonsockel erhebt sich eine aus Kalksandstein gemauerte Lochfassade. Die regelmässige Durchfensterung nimmt das Gestaltprinzip des angrenzenden Hauptbaus auf, ordnet sich in ihrer Schlichtheit jedoch behutsam unter. Die Nordfassade öffnet sich zur Nachbarbebauung, die kastenförmig vorkragende Stahl-Glaskonstruktion setzt sich bis an das gerundete westliche Ende fort. Aufgrund des ansteigenden Geländes ist der Bau hier nur noch zweigeschossig. Vor der Fassade sind im begrünten Aussenbereich runde Oberlichter angeordnet, welche eine Unterterrainnutzung erahnen lassen. Die Südfassade entwickelt sich parallel zum Hauptbau und ist durch einen Innenhof abgesetzt. Verbindung schafft eine verglaste Passerelle im ersten Obergeschoss.
Im Sockelgeschoss des Erweiterungsbaus sind eine Buchdruckerei und eine Buchbinderei, die Spedition und die Anlieferung untergebracht. In den drei Untergeschossen befinden sich ein Filmstudio, diverse Lager- und Archivräume sowie eine Zivilschutzanlage für 400 Personen. Den beiden Bürogeschossen liegt ein gleichmässig angeordnetes Stützenraster zugrunde, das eine flexible Teilung der Räume mittels Leichtbauwänden ermöglicht. Die an der Fassade angeordneten Büros spannen im Zentrum eine Begegnungszone auf, die als Erschliessung, Pausen- und Kopierraum dient. Im zweiten Obergeschoss ist die Begegnungszone mit einem pultdachförmigen Aufbau versehen, der die Innenräume mit Licht durchflutet.
Literatur