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Eindrücke von der UN-Klimakonferenz in Madrid
Derzeit findet die 25. UN-Klimakonferenz in Madrid statt. Rund zwei Wochen verhandeln Delegierte aus 197 Ländern über die zukünftige Klimapolitik. Der Fokus liegt dabei auf der Ausarbeitung einiger Punkte des Pariser Übereinkommens, das vor vier Jahren verabschiedet wurde.
In Madrid treffen sich Nichtregierungsorganisationen, Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie zahlreiche Delegationen aus Ländern, die sich in der internationalen Klimapolitik engagieren, um unter dem Leitsatz «Time For Action» über die zukünftige Klimapolitik zu diskutieren. Im Zentrum der diesjährigen Konferenz steht die Klärung noch offener Fragen bezüglich der Umsetzung des Übereinkommens von Paris.
Die Schweiz setzt sich an der Konferenz für griffige Regelungen ein, die eine wirksame Umsetzung des Übereinkommens von Paris sicherstellen. Die Delegation unterstützt insbesondere, dass Emissionsverminderungen im Ausland nicht mehrfach (dem Geber- und dem Empfängerland) angerechnet werden können, weil dies den Anspruch und die Effizienz des Pariser Abkommens bedrohen würde. MeteoSchweiz ist Teil dieser Schweizer Delegation und setzt sich im Speziellen mit den Themen Wissenschaft und systematische Klimabeobachtung auseinander.
Das Übereinkommen von Paris
Die letzten Klimakonferenzen fanden unter dem Vorzeichen des 2019 auslaufenden Kyoto-Protokolls statt. Dieses legt seit 1997 den Grundstein für die internationale Klimapolitik. Vor vier Jahren wurde an der 21. Klimakonferenz in Paris das Übereinkommen von Paris verabschiedet – das ab 2020 gültige Nachfolgeprotokoll. In diesem Übereinkommen haben die Staaten unter anderem die folgenden Punkte unterzeichnet:
- Die Klimaerwärmung soll auf unter 2 °C begrenzt werden, wobei eine Maximalerwärmung von 1,5 °C anzustreben ist.
- Alle fünf Jahre muss ein neues nationales Reduktionsziel vorgelegt werden, das über das vorangegangene hinausgehen soll.
- Dieses Reduktionsziel soll klar und verständlich sein und eine Quantifizierung zulassen.
- Regelmässig sollen Pläne und Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel präsentiert werden.
COP, CMP, CMA…?
Klimakonferenzen sind Conferences of the Parties, also COPs, derjenigen Staaten, welche das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ratifizierten. Jeweils gegen Jahresende finden solche Treffen statt. An ihnen wird über die international koordinierte Klimapolitik diskutiert und es werden Beschlüsse gefällt.
Vom 2. bis am 13. Dezember findet in Madrid nicht nur die UN-Klimakonferenz (COP) statt, sondern auch die Vertragsparteienkonferenz des Kyoto-Protokolls (CMP15) und diejenige des Übereinkommens von Paris (CMA2), das Treffen des Subsidiary Body for Scientific and Technological Advice (SBSTA51) sowie das Treffen des Subsidiary Body of Implementation (SBI51). Der SBSTA kümmert sich um die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen für die politischen Verhandlungen, während sich der SBI mit der Umsetzung von Beschlüssen beschäftigt. Es ist also ganz schön viel los auf dem Konferenzgelände.
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