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In den Kantonen Thurgau, Zürich und Wallis wurden 15 mutmassliche Mafiosi verhaftet. Italien wirft ihnen vor, Mitglieder der kalabresischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta zu sein und hat darum Auslieferungsgesuche gestellt.
Heute wurden sechs von ihnen schon wieder aus der Haft entlassen - fünf aus dem Thurgau und einer aus dem Kanton Zürich. Das bestätigt Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz BJ gegenüber BLICK.
«Die Personen müssen eine ihren wirtschaftlichen Verhältnissen angemessene Kaution leisten; nähere Angaben zur Höhe sind nicht möglich», sagt Galli weiter.
Die restlichen Mafiosi könnten auch bald frei kommen. Galli: «Das BJ ist auch mit den anderen inhaftierten Personen im Gespräch über Freilassungen gegen bestimmte Auflagen (Kaution, Schriftenabgabe und regelmässige Meldepflicht bei der Polizei).»
Möglich ist die Freilassung, weil sich die Männer mit rechtlichen Mitteln gegen die Auslieferung wehren. «Wenn eine Person sich der Auslieferung widersetzt und alle Rechtsmittel ausschöpft, kann es Monate dauern, bis sie ausgeliefert wird», sagt Galli.
Bis dahin sieht das BJ keinen Grund die Männer in Auslieferungshaft zu lassen. Da die meisten von ihnen seit Jahren in der Schweiz leben und bereits vor der Festnahme Kenntnis von den italienischen Ermittlungen hatten, schätzt das BJ das Fluchtrisiko und die Verdunkelungsgefahr als gering ein.
Davon profitiert auch einer der Mafiosi, der sich nach seiner Verhaftung mit einer Auslieferung einverstanden erklärte, sich dann aber wieder anders entschied. (sas)Publiziert am 11.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016