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Pierre-Laurent Aimard © Marco Borggreve
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Kosmos Stockhausen 4
Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Pierre-Laurent Aimard | Dirk Rothbrust
Stockhausen
Sa, 08.09. | 16.00 Uhr | Nr. 18342
Pierre-Laurent Aimard © Marco Borggreve
08.
Sep
Samstag
16.00
Kosmos Stockhausen 4
Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Pierre-Laurent Aimard | Dirk Rothbrust
In späteren Jahren behauptete Karlheinz Stockhausen, er stamme vom Planeten Sirius. Tatsächlich kam er 1928 in der Nähe von Köln zur Welt und erfuhr als Heranwachsender die Schrecken des Hitler-Regimes und des Zweiten Weltkriegs: Seine Mutter wurde im Euthanasieprogramm der Nazis ermordet, sein Vater fiel an der Ostfront, er selbst betreute im Lazarett Sterbende. Kein Wunder, dass er nach dem Krieg als einer der kompromisslosesten Köpfe der musikalischen Avantgarde für eine radikale Abkehr von der belasteten Tradition votierte. Das zeigen auch die vier Werke dieses Konzerts: Im Gesang der Jünglinge verschmolz Stockhausen die menschliche Stimme erstmals mit elektronischen Klängen und setzte zugleich die Idee einer Raummusik um – ein Pionierwerk, das 1956 die Musikwelt veränderte. Kontakte knüpft daran an und verbindet im Tonstudio produzierte und live erzeugte instrumentale Sounds zu einem funkelnden Klanggewitter, während Zyklus von 1959 mit dem gesteuerten Zufall experimentiert: Der Schlagzeuger wählt seinen eigenen Weg durch die Partitur.
Pierre-Laurent Aimard © Marco Borggreve
Pierre-Laurent Aimard
Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann Aimard den Messiaen-Preis in Royan und gilt seitdem als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat er seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis und zuletzt, im Oktober 2014, Harrison Birtwistles Klavierkonzert Sweet Disorder. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er während der letzten Jahre auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Seit 2009 amtiert er überdies als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der Saison 2014/15 konzertiert Aimard mit dem DSO Berlin, dem London Philharmonic, dem Boston Symphony und dem Philharmonia Orchestra; gemeinsam mit Tamara Stefanovich präsentiert er zu Boulez’ 90. Geburtstag dessen Gesamtwerk für Klavier. Aimard wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; für seine Einspielung von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’Or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Seine Aufnahme des Wohltemperierten Klaviers (Band 1) erschien im Sommer 2014. Als Professor lehrt Aimard an der Musikhochschule Köln und am Pariser Conservatoire. Pierre-Laurent Aimard ist Exklusivkünstler der
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.
Deutschen Grammophon Gesellschaft.
Oktober 2014
Dirk Rothbrust
Dirk Rothbrust
Marco Stroppa © Roberto Masotti/Casa Ricordi, Milano
Marco StroppaWeitere Termine
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