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Rothirsch (Cervus elaphus)
Der Rot- oder Edelhirsch wurde Ausgangs des 19. Jahrhunderts in der Schweiz praktisch ausgerottet. Dank strenger Schutzmassnahmen konnte er sich, von Graubünden her kommend, wieder über weite Gebiete der Schweiz ausbreiten. Auch in Winterthur, in den weitläufigen Waldungen des Eschenbergs und den Auenlandschaften des Leisentals, kommt der Rothirsch in freier Wildbahn vor.
- Im Wildpark Bruderhaus seit 1891
- Grösse: Schulterhöhe 120 - 150 cm / Körperlänge 200 -250 cm
- Gewicht: 200 - 300 kg
- Geburt Jungtiere: Mai - Juni
- Lebenserwartung: bis 20 Jahre (in Gefangenschaft)
- Nahrung: Gräser, Kräuter, Triebe, Knospen, Nadeln, Blätter, Rinde, Eicheln, Kastanien, Bucheckern
- Lebensweise/Lebensraum: Rothirsche leben in Rudeln, ganzjährig nach Geschlechtern getrennt. Die Mutterfamilie (Mutter mit vorjährigem Jungtier) bildet die Grundeinheit. Eine ältere, erfahrene Hirschkuh ist das Leittier des Rudels. Männliche Tiere verlassen mit zwei bis drei Jahren die Gemeinschaft der Mutterfamilien und schliessen sich zu eigenen Rudeln zusammen. Gegen Ende August trennen sich die älteren männlichen Hirsche von den Hirschrudeln und suchen die Mutterfamilien, die sogenannten Kahlwildrudel auf. Auf der Wanderung zu den Brunftterritorien können die Hirsche grössere Strecken zurücklegen. Der Brunftplatz ist meist eine ebene Äsungsstelle des Kahlwildrudels. Nach Drohen und Kämpfen verbleibt nur der stärkste Hirsch beim Kahlwildrudel. Er wird als Platzhirsch bezeichnet, die sich in weiterer Entfernung aufhaltenden Hirsche werden Beihirsche genannt.
Rothirsche besiedelten ursprünglich offene und halboffene Landschaften. In Mitteleuropa bewohnen sie heute vor allem grosse Waldgebiete. Es finden Wanderungen zwischen Sommer- und Wintereinständen statt.
- Verbreitung: Der Rothirsch kommt in Europa mit Ausnahme von Island und Nordskandinavien flächendeckend vom Meeresniveau bis auf 2800 Meter über Meer vor. In Mitteleuropa gibt es jedoch nur zersplitterte Vorkommen. In der Schweiz galt der Rothirsch im 19. Jahrhundert als ausgerottet. Die Wiederbesiedlung erfolgte von Österreich her über den Kanton Graubünden. Von dort verbreitete er sich weiter nach Norden und Westen in den Alpen und Voralpen.
Der Rothirschbestand in der Schweiz wird heute auf 29‘000 Tiere geschätzt. Auch im Eschenbergwald kommt der Rothirsch in freier Wildbahn vor.