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Der neue US-Präsident Donald Trump hatte lange ein etwas gestörtes Verhältnis zu seiner deutschen Herkunft. Sein Vater Fred Trump hatte die Legende in die Welt gesetzt, die Familie stamme aus Schweden. Grund war die antideutsche Stimmung in den USA aufgrund der beiden Weltkriege.
Heute ist es kein Geheimnis mehr, dass Donalds Grossvater Friedrich Trump 1869 in Kallstadt im heutigen Rheinland-Pfalz geboren wurde, das damals zum Königreich Bayern gehörte. 1885 wanderte er in die USA aus, wo er mit dem Goldrausch in Alaska einiges Geld verdiente, angeblich auch als Bordellbetreiber. 1892 wurde Friedrich Trump amerikanischer Staatsbürger.
1901 kehrte er nach Kallstadt zurück, um Elisabeth Christ zu heiraten. Er zog mit ihr wieder in die USA, doch weil seine Frau von Heimweh geplagt war, wollte sich das Ehepaar 1905 endgültig in Deutschland niederlassen. Die Behörden verweigerten Trump jedoch die Wiedereinbürgerung, weil er sich vor der Auswanderung nicht ordnungsgemäss abgemeldet und keinen Militärdienst geleistet hatte. Den Trumps blieb nur die Rückkehr nach Amerika.
So weit sind die Fakten bekannt, auch watson berichtete darüber. Nun hat der Historiker Roland Paul, pensionierter Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, im Landesarchiv Speyer die Akte Trump ausgegraben. Sie belegen Friedrich Trumps gescheiterten Versuch, die Staatsbürgerschaft zurückzuerhalten.
Er hatte sich intensiv darum bemüht und schrieb zahlreiche Briefe, unter anderem an den bayerischen Prinzregenten Luitpold. Doch die versäumte Abmeldung und der nicht geleistete Militärdienst wogen zu schwer. Am 27. Februar 1905 verfügte das Königliche Bezirksamt Dürkheim, der «amerikanische Bürger und Rentner Friedrich Trump» müsse «längstens bis zum 1. Mai lfd. Jrs.» das bayerische Staatsgebiet verlassen.
Am 1. Juli 1905 bestiegen Friedrich und Elisabeth Trump in Hamburg das Dampfschiff «Pennsylvania». Ironie des Schicksals: Zu jenem Zeitpunkt war Elisabeth schwanger, in New York brachte sie ihren Sohn Frederick «Fred» Trump zur Welt, Donalds Vater. Hätten die deutschen Behörden den Grossvater nicht rausgeworfen, es hätte wohl keinen Präsidenten Trump gegeben. (pbl)
Warum gibt's jetzt dafür ein eigenes Format?
Damit sich watson-User wie MartinZH nie wieder ungewollt in Artikeln mit derlei fragwürdigem Inhalt wiederfinden!
Und weil mein Chef es erfunden hat und wir zwei gute Wochen lang herzlich darüber lachen konnten.
Gut, da das nun geklärt ist: Auf in die heutige Geschichte!
«Rien», schrieb der französische Kronzprinz Louis Auguste am 17. Mai 1770 in sein Tagebuch. Es war der Tag nach seiner Hochzeitsnacht mit der habsburgerischen Prinzessin Marie …