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Der Fisch im Wappen
Der Name Horw ist erstmals in einer Urkunde von 1231 namentlich erwähnt, in welcher Walter von Hochdorf und seine Gattin Bertha ihr Land und ihre Güter «zu HORWE» dem Benediktinerkloster im Hof in Luzern schenkten. Die Bedeutung dieses Worts lässt sich vom 4. Jahrhundert her verfolgen: Das gotische Wort «hurwin» bedeutet Schlamm oder Sumpfgebiet. Über «horawin» im 9. Jahrhundert wandelte es sich im Mittelhochdeutschen zu «hor, horwes». Der lange Zeit sumpfige Talboden zwischen Pilatus und Halbinsel ist also für den Namen Horw verantwortlich.
Horw oder Horb?
Die in der Luzerner Mundart übliche Aussprache «Horb» hat wahrscheinlich schon oft für Verwirrung gesorgt, da sie vom offiziellen Namen «Horw» abweicht. Aber Horb spricht man viel leichter als Horw, und damit lässt sich diese Unterscheidung erklären. Während sich unsere Gemeinde Horw an die amtliche, historische Schreibung hält, haben andere deutschsprachige Orte die durchgemachte Lautentwicklung in ihrem Ortsnamen «Horb» übernommen.
Barsch oder Egli?
Es ist nicht überraschend, dass die Gemeinde mit dem zweitgrössten Seeanstoss am Vierwaldstättersee einen Fisch in seinem Wappen zeigt: einen in Gold schräg gestellten roten Barsch. Volkstümlich nennen wir unser Wappentier «Egli». Wissenschaftlich heisst es Perca fluviatilis. In den Zoologiebüchern erscheint dieser Raubfisch unter dem deutschen Namen Flussbarsch.
Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw