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30 Aug Ad-hoc-Introjektion
Veröffentlicht um 06:07h in
- Komplexbildende Erlebnisse und Szenen werden vorerst ad hoc introjiziert und erst nachher verdrängt.
- Vermutlich geht eine ad-hoc-Introjektion den meisten Verdrängungen voraus. Diese Behauptung will natürlich die krankmachende Bedeutung der Verdrängung nicht schwächen, sondern [im Sinne einer zusätzlichen Verdrängungsquelle] nur ergänzen.
- In der psychoanalytischen Therapie sollte man darauf achten, den Entstehungsweg des Komplexes analytisch umzukehren. Das will sagen: das Verdrängte vorerst in die Phase der ad hoc entstandene Identifizierung zu zerlegen und auf diesem Weg die Bewusstmachung zu Introjektionen.
- Komplexbildungen sind fast alle primäre, persönliche Ad-hoc-Introjektionen.
- Vermutlich können bestimmte Charakterzüge – genau wie Komplexe – auf ad-hoc-Introjektionen in der Jugend zurückgeführt werden.
- Die Starrheit der Bilder, die durch ad-hoc-Introjektionen entstehen, verursachen die Fixationen und die oft unüberwindbaren Schwierigkeiten in der Auflösung bestimmter Komplexe, Perversionen und Charakteranomalien. (Ich-Analyse, S. 203)