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ungueltig waehlen seh ich nicht als uennoetig an. man signalisiert damit, dass man von den zur wahl gestellten parteien keine waehlenswert empfindet. immerhin besser als gar nicht hinzugehn und generelles desinteresse zu zeigen.
Du interpretierst das für dich so. Ich bitte um entschuldigung für meinen kurzen Ausflug ins das Wahlrecht um die Konsequenzen des Desinteresses btw. eines ungültigen Wahlscheins aufzuzeigen und warums dann besser ist gleich das Bett zu hüten wenn man sich nicht beteiligen möchte. Wenns zu sehr fehl am Platz ist kann mein Beitrag nat. auch gelöscht/verschoben werden.
ZitatEine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen. Nur zwei Ausnahmefällen hat sie Einfluss:
Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (bis 2004 auch bei der Landtagswahl im Saarland) – gilt für die Berechnung der 5 %-Hürde die Zahl der abgegebenen statt der gültigen Stimmen und könnte so einen marginalen Einfluss haben. Im Übrigen zählen sowohl für die Sitzverteilung als auch für die Prozentangaben im Wahlergebnis stets nur die gültigen Stimmen. Im Bundestagswahlrecht: In dem seit 3. Dezember 2011 geltenden geänderten Bundeswahlgesetz erfolgt die Zuteilung der Sitze auf die Ländern nach der Zahl der Wähler, also auch der Wähler mit ungültiger Stimmabgabe. Die auf diese ungültige Stimmen entfallenden Sitzanteile werden den Landeslisten der Parteien im Bundesland zugeteilt, die an der Sitzzuteilung teilnehmen. Das (auch in anderen Punkten geänderte) Bundeswahlgesetz ist derzeit Gegenstand mehrerer Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.
Häufig wird die Wahlbeteiligung als Gradmesser für die Zufriedenheit der Bürger mit dem politischen System angesehen. Die Wahlbeteiligung setzt sich aber aus den gültigen und ungültigen Stimmen zusammen. Wer nicht zu einer höheren Wahlbeteiligung beitragen will, sollte also zu Hause bleiben.
Wer nicht wählt, wählt die Großen
Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil. Wenn beispielsweise ein xyz-Wähler einmal nicht wählt, dann dürfte davon am meisten die zyx profitieren, und umgekehrt. Am stärksten schadet man natürlich der Partei, die man gewählt hätte, wäre man zur Wahl gegangen. Hinsichtlich der kleinen Parteien – und damit auch der extremen – gibt es noch den Zusatzeffekt, dass man durch Wahlenthaltung die Fünfprozenthürde ein Stück weit absinken lässt, so dass sie leichter zu überspringen ist.