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Lange war Lorenzo in der Strassen-Weltmeisterschaft von Erfolg zu Erfolg geeilt. 2006 und 2007 wurde er auf einer Aprilia in der damaligen Viertelliter-Klasse, 2010, 2012 und 2015 auf einer Yamaha in der Kategorie MotoGP Weltmeister. In seiner vor 17 Jahren begonnenen Karriere gewann der 32-Jährige 68 Grands Prix.
Seit drei Jahren fuhr Lorenzo seinen Ansprüchen meist hinterher. In der vergangenen Saison, seiner zweiten als Fahrer von Ducati nach dem Weggang von Yamaha, wurde er wohl dreimal als Erster abgewinkt. Er machte aber nicht nur mit Siegen, sondern fast so oft auch mit heftigen Stürzen und Verletzungen von sich reden, die Zwangspausen erforderten.
In der zu Ende gehenden Weltmeisterschaft, die er auf einer Honda als Teamkollege von Weltmeister Marc Marquez bestritt, blieb Lorenzo chancenlos. Auf dem aktuellen Motorrad fand er sich nie wunschgemäss zurecht. Vorab seit dem Rückenwirbelbruch, den er bei einem schweren Sturz Ende Juni im Training für den Grand Prix der Niederlande in Assen erlitten hatte, war der Iberer ein Schatten seiner selbst. Bestergebnis ist der 11. Rang im Grossen Preis von Frankreich in Le Mans, in der Gesamtwertung liegt Lorenzo abgeschlagen auf dem 19. Platz.
Vor noch nicht allzu langer Zeit hatte sich Lorenzo von Rücktrittsgedanken distanziert. Er fühlte sich trotz allen Missständen bereit, die für die nächste Saison gültige Vereinbarung mit Honda zu erfüllen.
Nun aber ist er auf seinen Entscheid zurückgekommen. Der Ehrgeiz hat der Vernunft Platz gemacht. Am Sonntag beim Saisonfinale in Valencia startet Lorenzo zum letzten Mal zu einem Motorrad-Grand-Prix.