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Als aktiver Kraftsportler war ich jahrelang von Schmerzen an der linken Schulter geplagt. Die Schulterschmerzen spürte ich jedoch ausschliesslich bei der Umsetzung schwerer Gewichte sowie bei der Ausführung von Übungen, die das Schultergelenk in eine gewisse Überdehnung versetzten. Bei meiner Rat Suche nach Schmerzlinderung bekam ich von erfahrenen Fitness- und Sporttrainern zahlreiche Ratschläge von der Anpassung der Trainingsgewichte, über verschiedene Stretching- und Dehnübungen des Schultergelenkes bis hin zu Ernährungsempfehlungen. Leider nutzten die gutgemeinten Tipps nichts. Auch die Fachleute aus der Massagetherapie, der Physiotherapie, der Osteopathie bis zur Elektrotherapie konnten mir nicht helfen. Irgendwann kam ich auf die Idee, das Schultergelenk röntgen zu lassen, um mir im wahrsten Sinn des Wortes ein Bild meines Gelenkes zu verschaffen. Ich meldete mich beim Orthopäden an und einige Röntgenbildern später stand die Diagnose fest: Eine kartilaginäre Exostose im Ausmass von ca. 2 x 2 cm an der Innenseite des Humeruskopfes, welche die Flexion, die Abduktion und die Aussenrotation des Gelenkes behinderte, die Schmerzen hervorrief und dadurch für die Bewegungseinschränkung verantwortlich war. Unter Exostose (von lateinisch ex „heraus“, os „Knochen“ und -ose „Krankheit“) versteht man eine abgegrenzte Zubildung von kompakter Knochensubstanz mit Wachstum nach aussen (im Volksmund: „Überbein“). Eine kartilaginäre Exostose (Osteochondrom) ist vereinfacht ein gutartiger Knochentumor, der von Knorpelgewebe überzogen ist. Meist wächst der Knochenvorsprung an langen Röhrenknochen, meist an den Enden, wie es bei mir am Humeruskopf der Fall war.
Was für eine Erkenntnis. Ich hatte endlich die Ursache meines Leidens identifiziert. Ich hätte noch zahlreiche Therapeuten aufsuchen können, keine hätte mein Schulter-problem beheben können, denn die Exostose war in meiner Gelenkmechanik ein reines „mechanisches Problem“ wie Sandkörner in einem Getriebe und musste operativ entfernt werden.
Die Bilddiagnose hatte mir eine wortwörtlich durchblinkende Erkenntnis geliefert, und der für die Behandlung meiner Beschwerde unerlässliche Befund lag endlich vor. Es war nun möglich, mit meinem Orthopäden eine adäquate Therapie zu
initiieren. Durch diese Erleuchtung waren sowohl die Idee als auch der Titel dieses Nachschlagewerkes geboren: „Diagnosis“. Der Begriff „Diagnosis“ stammt aus dem Griechischen dia (durch) und gnosis (Erkennen, Einsicht) und bedeutet so viel wie Erkenntnis, in meinem Fall – dank der Bilddiagnostik – eine durchblinkende Erkenntnis über den tatsächlichen Zustand meines Schultergelenkes.
So wie die Röntgentechnik als bildgebendes Werkzeug steht den Ärzten eine Vielzahl von diagnostischen Verfahren, die häufig auch als Check-up-Untersuchungen oder Gesundheits-Check-ups bezeichnet werden, zur Verfügung. Diese medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bieten eine umfassende Standortbestimmung der eigenen Gesundheit, können Gesundheitsstörungen frühzeitig erkennen, und aufzeigen, wie der Gesundheitszustand gestärkt oder bestenfalls erhalten werden kann.
Mit „Diagnosis“ möchte ich Ihnen einen umfassenden Überblick über die heute meist angewendeten Gesundheitstests vermitteln und Ihnen helfen, sich im Dschungel der Testverfahren zurechtzufinden. Sie erfahren unter anderem, welche Untersuchungen sinnvoll sind, welche nicht und welche Sie wirklich brauchen. Ferner möchte ich Sie mit den Testverfahren vertraut machen, welche aus sportwissenschaftlicher Perspektive Ihren aktuellen körperlichen Leistungsstand ermitteln. Denn, wenn Sie Ihre Leistungsfähigkeit kennen, trainieren Sie sicher, erfolgreicher und mit mehr Spass. Auch die umstrittenen Lifestyle- und Gentests werden beschrieben. Diese liefern Einblicke
in Ihre einzigartigen genetischen Variablen und sollen Ihnen helfen, Ihre Gesundheit von einem genetischen Standpunkt aus zu steuern. Ergänzend zur Schulmedizin präsentiere ich alternative Testverfahren sowie Selbst-Tests für diejenigen, die selber etwas zur eigenen Genesung beitragen wollen und ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen wollen.
Möge dieses Wissen über die Vorsorgeuntersuchungen und deren Vorgänge Ihnen ermöglichen, durch eine aktive Gesundheitsstrategie, nicht nur Ihre Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren sondern auch Ihre Lebenserwartung zu erhöhen.