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Es regnet in Dubrovnik - Zeit für einen Diensttag: Kleider waschen, Blog aktualisieren. Schon morgen geht's weiter Richtung Montenegro/Albanien. Dort freue ich mich auf die Berge! Und die Wetterprognosen verheissen Gutes...
Es war einiges zu packen, dazu machte ich zuerst eine kalte Naturdusche, fühlte mich danach aber wunderbar frisch. Ich brauchte über eine Stunde, bis ich endlich alles perfekt zusammengepackt hatte.
Voll gepackt fuhr ich hoch zu Christoph und Yella für Kaffee und Frühstück. Ich dankte für den schönen und sehr interessanten Aufenthalt, verabschiedete mich aber nicht nur von ihnen, sondern auch von Edward und Claudia sowie vor Raimund und Heike. Und dann ging’s los. Das Wetter war perfekt. Bald hatte ich den Balatonsee erreicht und fuhr nordwärts Richtung Tihany, wo ich einen Halt machte und die alte Benediktinierabtei besuchte, in der Ende des ersten Weltkriegs der ungarische König Karl IV. festgehalten wurde. Erst hier merkte ich, dass von hier eine Fähre über den See führt. Diese Möglichkeit benutzte ich, weil sich der Himmel im Südwesten bedrohlich verfinstert hatte. Jetzt ging es direkt Richtung Süden durch bewaldetes, fast unbevölkertes Land. Ich erreichte bald Kaspovar. Hier war die Fortsetzung der A67 nur schwer zu finden.
Bei einem Halt kippte mir meine Maschine erneut zur Seite, und ich musste mich erneut von einem Einheimischen helfen lassen, diese wieder aufzustellen. Wiederum lief etwas Kühlerwasser aus. Weil ich glaubte, dass fast kein Wasser mehr vorhanden ist, kaufte ich solches in einer nahen Tankstelle, überfüllte den Tank aber etwas. Es war unterdessen drückend heiss. Aber der sehr geringe Verkehr liess mich gut vorwärtskommen. Bald hatte ich Scigetvar und Barcs erreicht, überschritt die Grenze nach Kroatien. Ich durchfuhr abgelegenes, wenig bewirtschaftetes Land. Viele Häuser in den Dörfern stehen in roher Backsteinformation da, sind nicht vollendet. Ich fuhr geradewegs in eine schwarze Gewitterfront, hatte aber Glück, dass ich diese nur am Rand streifte und um einen Gewitterguss herumkam. Bald hatte ich Kroatien durchquert und erreichte die Grenze Bosnien-Herzegovinas (Gradiska). Freundlicher Empfang am Zoll, wo ich allerdings meine Greencard (Versicherungsnachweis) vorzuweisen hatte.
Unterdessen war es schon halb acht Uhr. Eigentlich wollte ich noch bis Banja Luka fahren, aber auf dem Weg passierte ich ein nigel-nagel-neues Motel (Vila Aleksander & Aleksej, bei Nova Topola), in dem ich ein hervorragende Unterkunft fand (32 €). Ich ass eine mittelmässige Pizza, trank zwei Biere und legte mich bald schlafen. Der Wetterbericht verheisst nichts Gutes. Ich muss möglichst schnell Richtung Süden kommen.
Km: 1860