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Der
Autor:
Hussain al-Wad (Hassine Eloued/El Oued), geboren 1948 in Moknin in Tunesien, war fast sein gesamtes Arbeitsleben über Hochschullehrer an verschiedenen tunesischen Universitäten für frühislamisch-arabische Poesie und moderne Literaturkritik. Er wirkte u.a. als Dekan der Fakultät der Literatur- und Geisteswissenschaften in Kairouan (Tunesien) , als Rektor des Bourgiba-Spracheninstituts und als Generalsekretär der nationalen tunesischen Kommission bei der ALECSO, dem arabischen Arm der UNESCO. H. al Wad hat bisher nur zwei Romane geschrieben, Seine Exzellenz der Herr Minister ist der zweite.
Der Roman:
Verfasst schon Jahre vor dem „arabischen Frühling“, lag der Roman unveröffentlicht in einer Schublade. Aus gutem Grund. Er hätte dem Autor sicher Unannehmlichkeiten beschert.
Es ist der als Plädoyer in eigener Sache verpackte Bericht eines ehemaligen Dorfschulmeisters, der Minister wurde, weil sein Cousin, der Premierminister geworden ist, ihn – vielleicht gegen seinen Willen, sicher zu seiner Überraschung – dazu ernennt. Gezeigt wird in einer Mischung aus Bitterkeit und Sarkasmus die Metamorphose des einfachen, aufrechten Schulmeisters, der sich wohl als oppositionell sah, zu einem Werkzeug und Parteigänger des korrupten Regimes mit allen abstossenden Begleiterscheinungen, die in der Triade Sex/Geld/Politik einen völligen Verfall jedweder Werte – besonders auch der nach aussen hochgehaltenen – offenbaren.
Im Plädoyer rechtfertigt der Ich-Erzähler sein Verhalten auf mitunter kindlich naive Art, was aus ihm oft die skurrile Figur eines „tumben Tors“ macht.
Der Roman stand im Jahr 2013 auf der Shortlist des so genannten Arabischen Booker-Preises.
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