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Im Rahmen einer Revision des städtischen Richtplans von Carouge hat mobilidée die Gemeinde bei der kompletten Analyse ihres bestehenden Velowegnetzes begleitet.
Die unserer Studie zugrunde liegende Philosophie basierte auf einer einfachen Frage: Würden wir kleine Kinder auf den bestehenden Infrastrukturen fahren lassen? Die Antwort auf diese Frage leitete uns dann bei der Analyse des gesamten Velowegnetzes. Werden alle Velowege für die verletzlichsten Nutzer umgebaut, ist es möglich, das Velofahren für eine grosse Minderheit attraktiv zu machen, die im Durchschnitt 30 % der Wohnbevölkerung ausmacht.
Die Studie wurde in vier Abschnitte unterteilt. Der Erste bestand aus einer genauen Bestandsaufnahme der verschiedenen Arten von Veloinfrastrukturen in den fünf Hauptzonen der Gemeinde. Diese Arbeit ermöglichte es uns, Probleme der Kontinuität und der Kohärenz deutlicher zu erkennen. Zum Beispiel ist die Kombination verschiedener Arten von Velowegen (Fahrstreifen, Fahrwege, für Velofahrer zugelassene Busspuren, umgebaute Gehwege) auf ein und derselben Verkehrsachse nicht kohärent und deswegen problematisch.
Im zweiten Abschnitt wurde versucht, solche Probleme des Velonetzes zu identifizieren. Durch die Kategorisierung dieser Probleme konnten wir sie auf einer Zonenkarte visualisieren und Statistiken erstellen, um die Dringlichkeit der verschiedenen Kategorien schnell zu erfassen. Zu jeder Kategorie wurde ein kurzes Video gemacht, damit sich die Stadtplaner rascher ein Bild dazu machen konnten.
Als Nächstes haben wir zwei Schlüsselorte im Detail erfasst: der Rondeau de Carouge und der Boulevard des Promenades. Ihre Lage ist für fast alle Velorouten zentral, deshalb haben wir beschlossen, sie genauer zu untersuchen und konkrete Verbesserungen vorzuschlagen. Wir haben zum Beispiel vorgeschlagen, die Parkplätze auf dem Boulevard des Promenades mit dem Veloweg zu vertauschen, um so einen von der Strasse getrennten Veloweg zu schaffen und damit Konflikte zwischen Velos und Autos zu reduzieren.
Der letzte Abschnitt befindet sich im Anhang. Es handelt sich um eine zusätzliche Untersuchung des Rondeau de Carouge. Wir haben eine Stunde lang alle Velos gezählt, die morgens und abends während der Stosszeiten vorbeigefahren sind. Anhand dieser Daten haben wir die Wunschrouten der Radfahrer definiert und daraus Hauptrouten gebildet, was uns wiederum ermöglichte, Vorschläge zur Verbesserung des Rondeau de Carouge einzubringen.