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(Livorno 1884 - 1920 Paris)
1898-1900 ist der Sohn aus grossbürgerlicher, jüdischer Familie Schüler des Malers Guglielmo Micheli in Livorno. 1902-05 Studien an den Kunstakademien von Florenz und Venedig. 1906 übersiedelt Modigliani nach Paris; die Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Pablo Picasso, Henri Matisse und Paul Cézanne inspirieren ihn. 1908 stellt er am Salon des Indépendants zusammen mit den Fauves aus; 1909 kommt es zur entscheidenden Begegnung mit Constantin Brancusi, der ihn auf die afrikanische Stammeskunst aufmerksam macht und zur bildhauerischen Tätigkeit anregt. 1910-15 arbeitet Modigliani vornehmlich als Bildhauer, danach wieder als Maler, da der beim Meisseln entstehende Staub seine Lungen schädigt. 1914 lernt er Chaïm Soutine kennen, der sein bester Freund wird. Modiglianis soziale Situation verschlechtert sich, nicht zuletzt wegen seiner Alkohol- und Drogenabhängigkeit. 1915 beginnt sich der Kunsthändler Paul Guillaume, 1917 der polnische Dichter und Kunsthändler Léopold Zborowski für Modiglianis Arbeiten zu interessieren. 1918 bricht die Tuberkulose, an der er als Kind gelitten hat, erneut aus; sein Gesundheitszustand verschlimmert sich. 1919 hält Modigliani sich mehr als ein Jahr in der Nähe von Nizza auf und kehrt dann nach Paris zurück.