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Das Vorgehen ist immer das gleiche: Lionel Battegay geht - ausgerüstet mit Kamera und Mikrofon - auf die Strasse oder an ein Festival und stellt dort wildfremden, meist jungen Menschen Fragen. Die meisten dieser Fragen sind scheinbar einfach – zum Beispiel, wofür das Kürzel EU steht. Die Antworten fallen aber meist komisch aus.
«Angefangen hatte das ganze mit der Frage, welche Partei man kennt. Als die Antwort 'Swisscom' lautete, wusste ich, das hat Potenzial», erinnert sich Battegay. Die meisten Clicks holte der Basler mit einer Umfrage am Musikfestival in Frauenfeld. Rund eine Million Mal wurde dieser Clip angeklickt. Unterdessen hat Battegay auf YouTube rund 74'000 Abonnenten, auf Instagram und Facebook sind es ebenfalls je 20'000 bis 30'000 Likes und Fans.
Sie werden bekannt und das kommt gut an.
Dass sich die Befragten mit ihren Antworten unter Umständen auch blamieren, sei kein Problem, sagt Battegay. «Es kommt immer wieder vor, dass Leute auf mich zukommen und ein zweites Mal gefilmt werden wollen. Sie werden bekannt und das kommt gut an.»
Auch Battegay selber schätzt die Aufmerksamkeit, die er mit seinen Clips kriegt. So komme es immer wieder vor, dass er in der Öffentlichkeit angesprochen werde oder Unbekannte ihm im Ausgang ein Bier spendieren wollen. Während Youtuber in Deutschland von ihrem Hobby leben können, sei der finanzielle Erfolg als Youtuber in der Schweiz jedoch bescheiden. «Ich konzentriere mich deshalb voll auf mein Jus-Studium und lasse in Prüfungszeiten auch mal ein Video weg», sagt Battegay.
Mehr politische Bildung in der Schule nötig
Obwohl der 21-jährige Mitglied bei den Jungfreisinnigen ist und auf seinen Kanälen zehntausende Leute anspricht, will er «Ask Switzerland» nicht für politische Botschaften zur Verfügung stellen. Entsprechende Anfragen von Politikern erhalte er immer wieder, lehne diese aber ab.
Battegay plädiert dafür, dass die politische Bildung in der Schule mehr gefördert wird. «Mehr Politik in der Schule ist wichtig. Schauen sie mal meine Videos an», sagt er mit einem Lächeln.