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Die Zeit der Frühjahrswanderungen ist angebrochen. Die Nächte werden wärmer und viele Amphibien brechen auf, um von ihrem Winterquartier zum Fortpflanzungsgewässer zu gelangen. Während dieser Zeit werden zum Schutze der Tiere Amphibienzugstellen errichtet. Diese hindern die Tiere am Überqueren der
Strasse und führen sie zu einer zentralen Durchgangsstelle. Im Kanton Thurgau sind rund 100 solcher Zugstellen verzeichnet - ein grosser Teil davon als temporäre Installation. Die Zäune werden Nacht für Nacht von freiwilligen Helfern abgesucht und die eingesammelten Tiere werden über die Strasse ins Fortpflanzungsgewässer gebracht. Acht Stellen sind bis jetzt aber mit baulichen Massnahmen entschärft worden.
Gute Erfahrungen an der Steckbornerstrasse
Eines der fixen Bauwerke wurde an der Steckbornerstrasse oberhalb von Mühlheim installiert. Diese besteht aus einer Mauer von rund 70 Metern die zum Durchlass führt. Ein grosszügig ausgestalteter Tunneldurchlass ermöglicht dann die gefahrlose Unterquerung der Strasse und erhöht damit nicht nur die Sicherheit der Tiere, sondern auch die der Fahrzeuglenker, für die ein kleineres Unfallrisiko besteht. Vom März bis August 2015 wurde die Wirkung des Durchlasses untersucht. Dabei zeigte sich, dass auf der Steckbornerstrasse weniger Amphibien überfahren wurden.