Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/2120

Beim Funkfernschreiben werden die Buchstaben in einen Binärcode umgesetzt, beim Fernschreiben kommt der Baudot-Code oder CCITT No.2 zum Einsatz. Die Signale werden als zwei unterschiedliche Frequenzen ausgestrahlt, resp. die Trägerfrequenz wird im Takt des Codes geringfügig verschoben, wodurch sich eine Frequenzmodulation ergibt.
Das Signal im Ruhezustand (0) wird als Space bezeichnet, das Signal im aktiven Zustand (1) als Mark. Da die Signalfrequenz vom Ruhezustand für den 1 Zustand in eine höhere oder niedrigere Frequenz verschoben werden kann, muss manchmal zum Dekodieren die Phasenlage umgedraht werden.
Der Frequenzunterschied zwischen den beiden Frequenzen, welche die Zustände Mark und Space bezeichnen, wird als Shift bezeichnet. Zum korrekten Dekodieren muss auch die Datenübertragungsgeschwindigkeit bekannt sein. Ältere Fernschreibmaschinen arbeiten mit einer Geschwindigkeit resp. „Baudrate“ von 50, zur Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit wurde die Baudrate erhöht, bei manchen Fernschreiber konnte dazu ein Zahnradsatz ausgetauscht werden. Im Amateurfunkbereich wurde mit einer Baudrate von 45,5 gearbeitet.
In den FSK-Adaptern und auch modernen elektronischen RTTY-Dekodern müssen die Signale für Mark und Space angezeigt werden, um den Empfänger möglichst genau auf das FSK-Signal abzustimmen.
Teils kam dazu eine Anzeigeröhre zum Einsatz, auf welcher zum Abstimmen der beiden Signale Ellipsen angezeigt werden, bei korrekter Abstimmung und korrekter Shiftlageeinstellung werden die Ellipsen schmaler und bilden ein Kreuz.
Alternativ wurden zwei vertikale Linien angezeigt, es muss auf maximale Höhe der Balken absgestimmt werden.
In elektronischen Decodern wird das Abstimmkreuz teils elektronisch nachgebildet oder es kommen zwei LED-Ketten zum Einsatz.