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Der Super-Taifun "Nanmadol" hat am Samstag den Norden der Philippinen erreicht und mindestens vier Menschen in den Tod gerissen. Zwei Fischer galten nach Angaben des Zivilschutzes als vermisst. Zahlreiche Menschen wurden in Sicherheit gebracht, mehrere Flüge mussten gestrichen werden.
Nach Angaben der Behörden gab es in der betroffenen Provinz Cagayan zahlreiche Erdrutsche. Bei einem Erdrutsch starben in der Bergregion nördlich der Hauptstadt Manila zwei Kinder. Zwei Männer kamen ums Leben, als sie von einem über die Ufer getretenen Fluss fortgespült wurden.
Wegen des heftigen Regens in der Bergregion fürchteten die Behörden weitere Erdrutsche. "Es regnet seit drei Tagen, der Boden ist aufgeweicht, und es wird weitere Erdrutsche geben", sagte Rey Balido vom zuständigen Kontrollzentrum. Zudem werde mit weiteren Überschwemmungen gerechnet.
Die Regierung habe die Bewohner in von Erdrutschen und Springfluten gefährdeten Gegenden in Sicherheit gebracht, eine genaue Zahl der Betroffenen lag zunächst nicht vor. Sie forderte die Menschen auf, die Warnungen ernst zu nehmen und die Anweisungen zu befolgen.
Inlandflüge gestrichen
Wegen des Sturms mussten mindestens 15 Inlandflüge im Norden des Landes gestrichen werden. Der US-Flugzeugträger USS John C. Stennis, der am Samstag in Manila einlaufen sollte, verschob die Ankunft wegen der heftigen Winde und starken Seegangs, wie die US-Botschaft mitteilte.
"Nanmadol" ist mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 230 Kilometern pro Stunde der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr. Nach Angaben der Wetterbehörde war er stark genug, um grosse Bäume zu entwurzeln und Häuser zu beschädigen.
Am Montag soll "Nanmadol" auf die Ostküste Taiwans treffen. Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht.