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Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den finnischen Politiker Martti Ahtisaari. Mit dem Preis werden seine bedeutenden Bemühungen zur Lösung internationaler Konflikte auf mehreren Kontinenten und über drei Jahrzehnte gewürdigt.
Ahtisaari war zuletzt als UNO-Vermittler im Kosovo-Konflikt in Erscheinung getreten. Die Vorarbeit des 71-jährigen finnischen Ex-Präsidenten führte zur Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz.
Erste aussenpolitische Erfahrungen sammelte Ahtisaari im diplomatischen Dienst seines Landes. Von 1977 bis 1981 sowie Ende der 80er Jahre arbeitete er als UNO-Kommissar für Namibia. Weiter vermittelte er im Bürgerkrieg zwischen der indonesischen Regierung und der Separatistenbewegung "Freies Aceh". Dies mündete 2005 in einen Friedensvertrag.
Für die UNO befasste sich der Finne mit kniffligen Sicherheitsproblemen im Irak, am Horn von Afrika und in Zentralasien.
Dem norwegischen Nobelkomitee lagen 197 Nominierungen vor. Der mit umgerechnet rund 1,6 Mio. Franken dotierte Preis wird am 10. Dezember in Oslo überreicht, dem Todestag von Alfred Nobel und dem Internationalen Tag der Menschenrechte.
Im vergangenen Jahr wurde die Auszeichnung an den Weltklimarat der Vereinten Nationen und den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore vergeben.