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Am 24. April 1911 wurde der Philatelistenverein Zug im damaligen Restaurant Bellevue am Postplatz in Zug gegründet; auf eine Initiative hin von Buchbindermeister Albert Landis. Seinem Aufruf zur Gründung eines Vereins – die Einladung erging an zwölf Interessenten – waren damals allerdings nur drei Herren gefolgt. Sogleich wurde auch der erste Vorstand gebildet mit Albert Landis als Präsident.
Im Juni 1911 fand in Zürich ein Schweizerischer Philatelisten-Tag statt, bei dem der Philatelistenverein Zug erstmals nach aussen vertreten war. An diesem Anlass wurde der junge Verein als 21. Sektion in den Zentralverband Schweizerischer Philatelistenvereine aufgenommen.
Bemerkenswert ist, dass der Tausch- und Rundsendeverkehr bereits von Anfang an eingeführt wurde und gut funktionierte. Auch die Generalversammlungen hat man sehr ernst genommen: Die Einladungen erfolgten stets per eingeschriebenem Brief.
1914 bis 1937
Während der Kriegsjahre von 1914 bis 1918 war das Vereinsleben stark behindert. Dennoch wurde der jungen Sektion Zug im Jahr 1915 die Delegiertenversammlung zugesprochen und der Anlass konnte von den Mitgliedern mit viel Begeisterung durchgeführt werden. Trotz harter Zeiten setzte sich der Verein dank Idealismus und Einsatz seiner Mitglieder durch. Im Jahr 1921 zählte der Verein bereits fünfzig Mitglieder und mit der NABA 1934 in Zürich bekam die Briefmarken-Sammeltätigkeit noch mehr Schwung. 1937 fand bereits die erste Zugerische Briefmarken-Ausstellung statt.
1939 bis 1967
Die Kriegsjahre 1939 bis1945 drückten auf das Vereinsleben. Dennoch stieg die Zahl der Mitglieder bis Ende 1942 auf über hundert an. 1961 konnte das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden und während der Sechziger Jahre nahm die Mitgliederzahl ständig zu. Den Höchststand erreichte sie 1966 mit 345 Mitgliedern. Leider war dies auch auf eine negative Entwicklung der Philatelie zurückzuführen, nämlich vom Hobby zur Spekulation. In den Jahren nach 1967 fand dann eine Art Konsolidierung statt, was sich auch daran zeigte, dass die Mitgliederzahl abnahm.
Die Siebziger Jahre und Lemanex
In den Siebziger Jahren haben die vereinsinternen Tätigkeiten stark zugenommen. Das Unterhaltungsangebot wurde grösser, Wettbewerbe,
Besuche von Ausstellungen und vieles mehr wurde organisiert. Unvergesslich bleiben die Familien-Abende mit Spiel und Tanz. Auch die LEMANEX 78 brachte einen Aufschwung: Das echte Sammeln findet wieder Interesse und die Vereinsbörsen sowie die monatlichen Vereins-Auktionen immer besseren Anklang.
Grosse Jubiläumsaktivitäten
Das 75-jährige Bestehen wurde 1986 mit einem eigentlichen Festabend, einer Ausstellung und einer Börse gefeiert. Zudem wurde eine grossartige Festschrift herausgegeben.
Hochs und Tiefs
In den folgenden 25 Jahren sank die Mitgliederzahl leider kontinuierlich, obwohl viele vereinsinterne Anlässe geboten wurden. Dies war eine gesamtschweizerische Entwicklung, die sich auch in Zug auswirkte. Es ist sogar einmal vorgekommen, dass eine Generalversammlung nicht beschlussfähig war wegen der zu geringen Teilnehmerzahl.
Der stolze 100. Geburtstag
Im Jahr 2011 konnte das 100-Jahr-Jubiläum mit einer grossartigen Jubiläums-Schiffsbörse und einem Gala-Abend im Hotel Guggital
gefeiert werden. Unvergessen bleibt der schöne Ausflug auf die Insel Mainau.
Zuversichtlich in die Zukunft
Im vergangenen Vereinsjahr hat der Vorstand mit ungebrochenem Elan weitergearbeitet. Die Vorträge und Tauschabende haben grossen
Anklang gefunden und auch die Börsen waren gut besucht. An den zwei Vereinsauktionen waren erfreulicherweise viele Bieter anwesend. Diese Anlässe haben zu regen Diskussionen und Austausch geführt. Freuen dürfen wir uns auch über mehrere Neumitglieder und natürlich über die Neugestaltung unserer Bibliothek. Der Vorstand wird auch in Zukunft mit grossem Einsatz zum Wohle des Vereins arbeiten. Wir dürfen entspannt in die Zukunft blicken!