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Das Wichtigste in Kürze
- Das Coronavirus kann den Zuckerstoffwechsel stören und so Diabetes auslösen.
- Forschende fanden das anhand von Gewebeproben von verstorbenen Corona-Patienten heraus.
Das Coronavirus kann Zellen der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren, infizieren. Das berichtetet ein internationales Forschungsteam mit Basler Beteiligung im Fachmagazin «Cell Metabolism». Dadurch wird der Zuckerstoffwechsel gestört, was Diabetes auslösen kann.
Das Virus kann die Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse kapern. Dies wiesen Forschenden in Gewebeproben von sieben an Covid-19 verstorbenen Patienten nach. In Zellkulturen zeigte sich zudem, dass mit Corona infizierte Zellen weniger vom Hormon, das Zucker aus dem Blut aufnimmt, produzierten.
Ob Diabetes bleibt, lasse sich nicht sagen
Ein bestimmter Hemmstoff führte in Laborversuchen dazu, dass das Virus weniger erfolgreich in die Zellen eindringen konnte. Womöglich könnte eine solche Behandlung auch Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen schützen, schrieb die Uni Basel in einer Mitteilung vom Dienstag.
Frühere Studien zeigten bereits, dass um die 15 Prozent der hospitalisierten Covid-19-Patienten neu an Diabetes erkranken. «Ob sich der Zuckerstoffwechsel bei allen Covid-19-Patienten wieder normalisiert, lässt sich nach derzeitiger Studienlage nicht mit Sicherheit sagen.» So liess sich der Pathologe und Mitautor der Studie, Matthias Matter von der Uni und vom Universitätsspital Basel, zitieren. Auch ob und wie häufig ein bleibender Diabetes entstehen kann, sei noch unsicher.