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OSHO lebte von 1931 - 1990. Er ist im gleichen Jahr geboren wie mein Vater. Im Gegensatz zu vielen bekannten Zeitgenossen, die ihm damals nach Amerika und Indien gefolgt sind, habe ich ihn nie physisch getroffen, sondern nur in seinen zahlreichen Büchern und Texten. Zu seiner Lebzeit war er äusserst umstritten. Daher nenne ich seinen Namen nur mit grosser Zurückhaltung. Oder ich nenne ihn einfach den Alten Weisen. Spektakuläre biographische Einzelheiten können sonst allzu leicht davon ablenken, welche reichen Schätze dieser Mann seiner Nachwelt hinterlassen hat. Als erstes entdeckte ich Mitte der Neunzigerjahre in einem stillen Winkel einer luzerner Buchhandlung sein Buch "Das Buch der Heilung", mit einem Vorwort von Rüdiger Dahlke. Heute findet man seine Bücher reichlich in jeder grösseren Buchhandlung. Ich interpretiere dies als deutliches Zeichen einer erfreulichen Bewusstseinsentwicklung.
Oshos Lehren widerstehen jeglicher Kategorisierung, sie reichen von der persönlichen Sinnsuche bis hin zu den dringendsten sozialen und politischen Fragen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Der Londoner Sunday Times zufolge zählt Osho zu den "1000 Machern des 20. Jahrhunderts"; der amerikanische Romanautor Tom Robbins hat ihn einmal "den gefährlichsten Mann seit Jesus Christus" genannt.
Die Textauszüge von A-Z die ich hier im Laufe der Jahre aus seinen Büchern zusammengestellt habe sind weniger für die flüchtige Lektüre, als vielmehr für eine vertiefte Reflektion geeignet. Die schönsten Blühten erkennen wir, wenn wir selber entspannt sind, soweit dies vor dem Bildschirm möglich ist. Oder wenn wir - um Ken Wilber zu zitieren - im Auge des GEISTES sind.