Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/2835

Eigentlich ist Clemens Bimek Zimmermann von Beruf. Doch seit der Berliner Ende der 90er-Jahre eine Dokumentation über Verhütung im TV gesehen hat, verfolgt er einen ganz anderen Plan: ein Verhütungskonzept für den Mann auf den Markt zu bringen.
Das «Bimek SLV», ein Ventil, das in den männlichen Samenleiter eingesetzt wird, soll dafür sorgen, dass Mann ohne Vasektomie steril ist und somit ohne weitere Verhütung Sex mit seiner Partnerin haben kann. Sollte der Kinderwunsch dann kommen, kann ein Schalter am Ventil umgelegt werden, damit die Spermien wieder ins Ejakulat fliessen.
Über Jahre tüftelte Bimek an seiner Idee, im Jahr 200 liess er die «Absperrvorrichtung zur Kontrazeption zur Anwendung beim Mann» patentieren, 2006 entstand der erste Prototyp, wie Spiegel.de berichtet. Was bisher fehlt: die Zulassung und das nötige Geld für entsprechende Gutachten und Tests. Der Erfinder selbst trägt das Implantat, vier Operationen habe es gebraucht, bis das Ventil perfekt funktionierte. Jetzt will er eine Studie mit 25 Versuchspersonen starten.
Urologen zeigen sich skeptisch, durch das Einsetzen des Ventils könne es zu Narbenbildung kommen, wodurch die Samenleiter verkleben könnten. Die mediale Aufmerksamkeit ist Bimek hingegen momentan sicher. Von Europa über Asien bis in die USA berichten alle über die mögliche Revolution der Verhütung.