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Von Scheit zu Scheit zum perfekten Lagerfeuer!
Die richtige Feuerstelle:
Um ein sicheres Feuer zu entzünden, sollte eine möglichst flache und feste Stelle gewählt werden; falls es sich nicht bereits um eine vorbereitete Feuerstelle handelt, macht es Sinn, das geplante Feuer mit einigen grossen Steinen zu begrenzen. Im Abstand von ca. 3 Metern neben und über der Feuerstelle darf sich kein brennbares Material befinden, um vor Unfällen vorzubeugen.
Was brennt am besten?
Zum Anzünden benötigen wir zunächst trockenes, schnell entzündbares Material. Neben Zeitungspapier oder im Handel erhältlichen Anzündwürfeln sind hier Laub, Tannennadeln oder sehr dünne Holzspäne (z.B. mit dem Taschenmesser geraspelt) geeignet. Für die zweite Stufe an Brennmaterial sind möglichst schlanke, dürre oder gar morsche Ästchen und Zweige geeignet – möglichst kein grünes Material verwenden! Bricht der Zweig rasch und biegt sich nicht erst, so ist er perfekt. Für das eigentliche Feuer schliesslich sind wiederum möglichst trockene, massivere Holzscheite oder dickere Äste zu wählen.
Wie gehe ich vor?
Das leichteste Material, der Zunder, kommt in das Zentrum unserer Konstruktion, möglichst umwickelt von losem Zeitungspapier. Es ist wichtig, das Papier nicht zu dicht aufzuschichten (z.B. als ganze Zeitung), sondern es nur locker zu zerknüllen. Idealerweise konstruiert man noch eine Art Lunte aus Zeitungspapier, welche vom Zunder wegführt.
Rund um den mit Papier umwickelten Zunder werden die dünnen, morschen Zweige verteilt. Hierfür gibt es mehrere Bauarten: Die etwas einfachere ist das «Tipi», wobei die Zweige an den Zunder angelehnt werden, sodass sie eine Art Pyramide formen. Alternativ können die Ästchen in einer Quadratform aufgebahrt werden, so dass das Anfeuermaterial in der Mitte liegt. Die «Lunte» sollte bei beiden Varianten aus der Konstruktion herausschauen.
Nun wird die Konstruktion an der Lunte oder direkt am Zeitungspapier angezündet. Ist das Feuer einmal stabil, können nach und nach immer dickere Holzscheite nachgelegt werden.
Falls das Feuer vor allem in der Startphase wieder zu erlöschen droht, empfiehlt es sich, in den Brandherd hineinzublasen. Dabei ist es wichtig, nicht von oben das Feuer «auszublasen», sondern mit Gefühl von möglichst ganz unten leicht in die Glut zu pusten.
Würste grillen und Feuer löschen
Falls ihr vorhabt, euer Cervelat am Feuer zu braten, ist es zu vermeiden, die Wurst direkt in die Flammen zu halten – ein Anfängerfehler. So nämlich wird eure Mahlzeit bald schwarz und verkohlt sein. Sucht euch eine Glutstelle, und haltet den Cervelat oder die Bratwurst darüber.
Ist die Lagerfeuerromantik vorbei, gilt es, das Feuer und auch die Glut gut zu löschen, damit sich nach eurer Abreise nicht ein neues Feuer entzündet! Nehmt hierfür vorsorglich am besten ein paar extra Wasserflaschen mit. Viel Spass!
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