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«Dem Menschen sind in seiner Vorstellung keine Grenzen
gesetzt ausser denen, die er sich selbst setzt!»
Richard F. Estermann
Ich war wieder einmal im Zug von Luzern nach Bern. Im gleichen Abteil reiste eine vierköpfige Familie, die sich einander gegenüber sass: Die Eltern, ein Sohn und eine Tochter.
Der Sohn hatte eine Spielkonsole in der Hand,- die Tochter war mit dem Handy beschäftigt und tippte ununterbrochen. Der Vater vertiefte sich in eine Zeitung und Mutter schaute aus dem Fenster... Doch was ist daran besonders? Alle vier Personen haben auf der ganzen, einstündigen Fahrt nach Bern kein einziges Wort miteinander gesprochen!
Ab und zu schaute die eine oder andere Person kurz aus dem Fenster, um sich dann sofort wieder ihrer ursprünglichen Tätigkeit zu widmen.
Ein Kollege rief mich aufgeregt an: Er möchte mich unbedingt treffen, denn er habe etwas erlebt, das ihn beschäftige. Wir trafen uns kurz darauf und er schilderte mir seine Geschichte - nüchtern und authentisch:
Er hatte einen anstrengenden Tag und ging früh zu Bett. Irgend etwas störte aber seinen Schlaf und er wachte auf. Er hörte von der Türe her deutlich leise Schritte, die sich näherten. Plötzlich tauchte am Fussende des Bettes eine ihm unbekannte Gestalt auf die lächelte und ihn freundlich ansah. Sie war wie durchsichtig, in einen weissen Mantel gehüllt und wurde von einem merkwürdigen Schein beleuchtet. Der Kollege wusste nicht, was er davon halten soll. Erstaunen und Angst lösten sich ab. Die unheimliche Gestalt winkte ihm lautlos zu, bewegte sich wieder langsam rückwärts zur Türe und auf den Gang hinaus. Er setzte sich im Bett auf: Der Wecker stand auf zwei Uhr. Was sollte er tun? Schliesslich sprang er aus dem Bett und folgte der Gestalt auf den Gang hinaus, doch diese hatte sich in Nichts aufgelöst. Er suchte noch die anliegenden Zimmer ab, doch die unheimliche Gestalt war spurlos verschwunden.
Viele Zuschauer rieben sich vor einem Monat anlässlich der US- Open die Augen: Da erscheint ein 19-jähriger Teenager auf dem Platz, eine Kanadierin mit rumänischen Wurzeln und marschiert durch.
Sie fegt ihre Gegnerinnen regelrecht vom Platz, schlägt u.a. Belinda Bencic, Caroline Wozniacki und Kirsten Flipkens, kommt ins Finale und besiegt auch die erfahrene, übermächtige, 23- fache Grand-Slam-Gewinnerin Serena Williams 6:3 und 7:5! Bianca Andreescu, so heisst die Siegerin, kassierte 3,85 Millionen Dollar und ist neu die Nr. 5 der WTA-Tennis-Weltrangliste! Dabei war Andreescu noch nicht einmal auf der Welt, als Serena Williams erstmals vor 20 Jahren die US- Open gewann...
Jeder von uns kennt wohl den Sinn einer «Hiobsbotschaft» oder den Satz des biblischen Hiob: «Was ich befürchtet habe, ist zu mir gekommen!»
Der fromme Hiob verliert ohne eigenes Verschulden Hab und Gut, aber auch seine Familie. Sein Zorn richtet sich gegen Gott und er beklagt sich schwer bei ihm, über diese Ungerechtigkeit. Das Thema beschäftigte auch den grossen Schweizer Psychiater Prof. C.G. Jung und er hat mit seinem Werk «Antwort auf Hiob» darin eine Art «Gegendarstellung» veröffentlicht. Jung konnte nur schwer mit den Anschuldigungen von Hiob leben...
Wir benötigen sie jeden Tag, doch sie gilt als eines der grössten Probleme unserer heutigen Zeit. Ob in der Schule, im Beruf oder im Sport: Wir können uns nicht mehr richtig konzentrieren! Aber was heisst eigentlich Konzentration?
Konzentriert ist diejenige Person, welche sich über einen längeren Zeitraum auf eine Aufgabe, einen Gegenstand oder eine Tätigkeit fokussieren kann. Unser Ziel ist es deshalb, sich 100%ig einer Aufgabe oder Tätigkeit zu widmen, indem wir uns nicht ablenken lassen, bestimmte Reize und Störquellen ausblenden und unsere Aufmerksamkeit gezielt auf einen einzigen Punkt richten. Interesse und Neugier für eine bestimmte Sache, spielen dabei eine grosse Rolle. Dinge, die uns interessieren, persönlich betreffen oder emotional berühren, erleichtern die Konzentration.