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Stellungnahme zu basischem, ionosiertem Wasser
Dieses Wasser verspricht aufgrund seiner basischen Eigenschaften mit einem pH-Wert von 8,5 - 9,5 der Übersäuerung des Körpers entgegen zu wirken, es sei strukturiert und könne dadurch durch seine kleinere Molekularstruktur vom Körper besser aufgenommen werden und bekämpfe freie Radikale im Körper. da es hoch antioxidativ sei.
Aus diesem Anlass möchte ich hierzu in einem offenen Brief wie folgt Stellung nehmen:
Seit nunmehr 35 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema des Wassers, speziell in den Auswirkungen auf ein biologisch vitales System, sprich also auf den Menschen und das Tier.
Rein chemisch betrachtet ist Wasser ein Molekül mit der Formel H2O. Biochemisch gesehen aber hat Wasser eine Fülle von phänomenalen Eigenschaften, wie ich dies in der Ausarbeitung ,,Eine faszinierende gedankliche Reise in unser menschliches Dasein mit dem verbindenden Molekül der Schöpfung - dem Wassermolekül" dargelegt habe.
Hierbei kommt klar heraus, dass biologisch vitales Wasser zwei wesentliche Eigenschaften haben muss - einmal abgesehen von der Tatsache, dass es gilt, täglich eine entsprechende Menge an Wasser - und damit meine ich Wasser - zuzuführen. Die grobe Richtung ist 25 - 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht und in Situationen, in denen man definitiv Entgiftungsreaktionen im Körper in Gang setzen will, zwischen 30 und 35 ml.
Die erste wesentliche Eigenschaft eines biologisch vitalen Wassers ist, dass es möglichst rein ist, denn Wasser ist zwar beladungsfähig, so dass toxische Substanzen im Körper in dieses Wasser gebunden werden können und zur Ausleitung gebracht werden können, aber dies hat Grenzen. Je reiner nun das Wasser ist (zum Beispiel durch eine Revers-Osmose Anlage), um so mehr können sich logischerweise toxische Substanzen in diesem Wasser lösen und über die Ausleitungsorgane, und hier insbesondere über die Niere, zur Ausscheidung gebracht werden. Ist Wasser, wie zum Beispiel Leitungswasser, schon stark besetzt, so ist diese Ausleitungsfunktion auch bei voller Nierenfunktion vermindert.
Der zweite wesentliche Punkt ist die Vitalisierung des Wassers, denn wenn ich ein totes Leitungswasser durch eine Revers-Osmose Membran drücke, so werde ich zwar reines Wasser erhalten, aber immer noch ein totes, chaotisches Wasser. Die Vitalisierung des Wassers erfolgt auf natürlichem Wege durch die Reifung des Wassers durch die biosphärischen und geosphärischen Einflüsse, wie in der oben benannten Ausarbeitung beschrieben. Dass ein nach dem Vorgang der Revers-Osmose eingebauter Vitalisierungsstrang tatsächlich biologisch wirksam ist, zeigt der beschriebene biologische Nachweis durch Dr. Popp meiner von mir entwickelten Aqua- Vitalis-Ampulle, Herzstück der von mir konzipierten Aqua-Vitalis-Anlage.
Ab diesem Punkt beflügeln sich nun die Phantasien unterschiedlicher Gerätehersteller, um sich am Markt zu positionieren.
Nunmehr zu meiner eigentlichen Stellungnahme:
Eine dieser Phantasien ist die ldee, den pH-Wert des Wassers messbar zu erhöhen. Es wird damit der Eindruck erweckt, dass ein erhöhter pH-Wert auch tatsächlich in den Organismus übergeht. Doch dies ist physiologisch gesehen absoluter Nonsens. Egal, ob Sie nun ein basisches Wasser oder eine basische Kost zuführen, beides gelangt zunächst einmal in den Magen. Der Magen wiederum ist angefüllt mit dem Magensaft, der extrem sauer ist. Mit anderen Worten, das basische Wasser trifft auf die Magensäure und erhöht damit lediglich den pH-Wert der Magensäure.
Dies führt initial dazu, dass die Belegzellen des Magens, welche für die Bildung der Magensäure verantwortlich sind, vermehrt stimuliert werden, nun wiederum noch mehr Magensäure zu bilden, um das Anbasen des Magens zu verhindern. Bei der Produktion dieser Magensäure entstehen in Richtung des Körpers Basen. Erst diese erhöhen dann tatsächlich die Basenmenge im Körper.
Entscheidend ist aber hier, dass Sie eine volle Funktionsfähigkeit der Belegzellen des Magens haben müssen. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, hat dies sogar einen gravierend negativen Aspekt, denn dann können die Belegzellen des Magens nicht mehr genügend Magensäure bilden, es kommt zum Anbasen des Magens, was dann zum Anbasen des Dünndarms führt, was dann wiederum die bakterielle Besiedlung speziell im Dünndarm schädigt, das Darmmilieu verändert und die Enzymaktivität der Verdauungsenzyme reduziert, mit allen sich daraus ergebenden Folgen, wie zum Beispiel ein Gärungs- und/oder Fäulnismilieu.
Dies ist im übrigen auch bei allen Basenpräparaten der Fall, die im Magen wirksam sind wie zum Beispiel Basenpräparate auf Natronbasis.
Auch darf man nicht vergessen, dass der natürliche pH-Wert des Wassers pH 7 ist, und hier trifft ein Zitat von Dr. Heinrich Kremer, der immerzu sagen pflegt: "Man kann es nicht besser machen als die Natur“. Die Aussage, man mache das Wassermolekül kleiner damit es besser vom Körper aufgenommen wird, ist schon wirklich hanebüchen und führt eher zu meiner Belustigung. Das einzige, was kleiner zu machen wäre, wäre den Abstand zwischen dem H (Wasserstoff) und dem O (Sauerstoff) zu verkleinern, was aber ja nur zur Unterdrückung der Aktivität des Wassers und damit seiner Vitalität führen würde. Dies ist gewiss völliger Unsinn.
Der letzte Punkt ist etwas kniffliger, dazu müssen wir uns zunächst einmal bewusst machen, was freie Radikale sind und wie sie entstehen. Freie Radikale sind Atome oder molekulare Verbindungen, aus denen durch Einwirkung einer äusseren Kraft Elektronen aus der Elektronenbahn geschossen worden sind. Dadurch ist die Ladung eines Atoms (sprich die elektrische Spannung zwischen dem Atomkern und der umgebenden Elektronenhülle) nicht mehr vollständig. Ein solches Atom hat das Bestreben, seine äußere Elektronenhülle wieder zu füllen und geht im wahrsten Sinne des Wortes auf Elektronenfang bei anderen Atomen und molekularen Verbindungen und klaut diese Elektronen von Proteinen oder von Zellmembranpotentialen und vielem anderen mehr, wodurch diese dann wiederum geschädigt werden. Freie Radikale entstehen entweder im Zellstoffwechsel selbst und hier im Wesentlichen durch den aggressiven Sauerstoffstoffwechsel bei der Gewinnung von Energie durch die Verbrennung von Glukose unter dem Vorhandensein von Sauerstoff in den Mitochondrien. Der wesentliche Stoff, der hierbei entsteht, ist das so genannte NO-Gas.
Freie Radikale entstehen aber auch durch Einflüsse von außen, allem voran durch E-Smog, Radioaktivität, Röntgenstrahlung und geopathischen Störzonen, aber auch durch andere Einwirkungen, wie zum Beispiel Rauchen oder Verbrennungsstoffe allgemein, und viele mehr.
Diese freien Radikale summieren sich zueinander und bilden die Last der freien Radikale der Zelle und wird als 'oxidativer Stress' der Zelle bezeichnet.
Nur nebenbei, der Begriff der Oxidation ist eigentlich nicht korrekt, nur historisch gesehen hat man die freien Radikale als erstes beobachten können in Zusammenhang mit dem Sauerstoffstoffwechsel, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, dass freie Radikale entstehen auch ohne Sauerstoff. Aus der Historie hat man aber, da man dies nun einmal in Verbindung mit Sauerstoff zuerst gesehen hat, dies als Oxidation bezeichnet und bei diesem Begriff ist man dann geblieben.
Da nun dieser oxidative Stress für die Zelle schädlich sein kann, hat die Zelle ein eigenes antioxidatives System entwickelt. Hier sind führend das sogenannte Glutathion und der sogenannte Thiol-Pool.
Dieses Radikalfängersystem ist nun in der Lage, freie Radikale abzubinden. Dies geschieht ganz einfach dadurch, dass dieses Radikalfängersystem in der Zelle "herumschwimmt" und sich den gebildeten freien Radikalen als Reaktionspartner anbietet - vergleichbar mit einer "Hure". So werden die freien Radikale abgebunden und können daher die Zellsubstanzen nicht mehr schädigen.
Dies ist dem Körper so wichtig, dass er sogar ein eigenes System entwickelt hat, zum Beispiel, das Glutathion bei Besetzung mit freien Radikalen enzymatisch in eine Art 'Waschmaschine" zu stecken, um somit die freien Radikale zu lösen und um somit das Glutathion wieder wirksam werden zu lassen.
Die entscheidende Frage an dieser Stelle ist also nicht nur ob freie Radikale vorhanden sind (sind sie immer), sondern wie aktiv ist dieses Radikalfängersystem, das auch als antioxidatives System bezeichnet wird.
Ohne jede Frage ist auch Wasser in der Lage, freie Radikale abzubinden. Dies liegt einfach an der Tatsache, dass wir im Wasser einen großen Anteil an H2O-Molekülen haben, sowohl als freie H2O-Moleküle als auch H2O-Moleküle gebunden in Wasser-Clustern. Wir finden aber auch Sauerstoffatome (O), freie Wasserstoffatome (H) und OH--lonen auf der Suche nach einem weiteren Wasserstoff- oder Sauerstoffatom. Die Verhältnismässigkeiten all dieser einzelnen Bauteile sind von der Natur strikt einreguliert und aufgrund der Ladung von H+, O- und OH- können diese auch mitfreien Radikalen reagieren. Und darauf beruht auch das Verhältnis von H+ und OH- im pH 7.
Auf nichts anderem beruht der Mechanismus, den solche Wassergeräte anbieten. Und auf diesen Mechanismen beruht auch der Hintergrund der Argumentation, freie Radikale bekämpfen zu müssen.
Dabei wird aber vollkommen übersehen, dass diese freien Radikale von der Zelle auch benutzt werden und eine große biologische Bedeutung haben, denn nichts in der Natur ist ohne Sinn und Zweck.
Als erstes werden die freien Radikale, und hier insbesondere das oben erwähnte NO-Gas, benutzt zum Aufbau der intrazellulären Abwehr, also der Abwehr, die sich gegen intrazelluläre Erreger wehrt, wie zum Beispiel Viren, Borrelien, Chlamydien, Pilze, Parasiten und opportunistische bakterielle Erreger. Ohne freie Radikale gäbe es dieses Immunsystem nicht und bei einem Mangel an freien Radikalen, speziell NO-Gas und speziell bei Zellstoffwechselstörungen, der so genannten Mitochondriopathie, erkranken die Patienten tatsächlich dann an intrazellulären Erregern, die Zelle degeneriert und wandert bis hin zum tumorösen Geschehen.
Des weiteren existiert in der Zelle eine Art Biofeedback-Mechanismus. Je mehr freie Radikale in der Zelle sind und ab bestimmten Grenzen, wird der Sauerstoffstoffwechsel der Zelle gedrosselt, um die Bildung von freien Radikalen in den Mitochondrien zu behindern, und unter einer bestimmten Grenze, bei ausreichender Stabilität der Radikalfängersysteme, eben auch anzuregen. lm übertragenen Sinne könnte man sagen, dass das NO-Gas der wesentliche Faktor der Aufrechterhaltung eines "Stresslevels" ist oder, man könnte auch sagen, einen Wachheitszustand der Zelle bewirkt. Fehlen diese freien Radikale, "schläft“ die Zelle im wahrsten Sinne des Wortes ein, genauso wie auch Sie eine gewisse Menge an Stress benötigen, um aktiv zu sein. Auch wirken diese freien Radikale auf diverse weitere Stoffwechselvorgänge wie zum Beispiel die Kalziumflüsse innerhalb der Zelle, welche entscheidend für die Zellaktivität sind.
Als naturheilkundlicher Therapeut gilt es, in das Thema der Oxidation und Antioxidation sehr sensibel einzugreifen. Auf er einen Seite gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die von vornherein anzeigen, dass das Verhältnis zwischen Oxidation und Antioxidation nicht mehr stimmt, beispielsweise eine rheumatische Erkrankung, aber auch Diabetes, Tumorerkrankungen und vieles andere mehr. In solchen Situationen gilt es, tatsächlich mit Antioxidantien zu arbeiten, um die oxidative Last zu minimieren und somit den durch die freien Radikale erzeugten Reizzustand zu stabilisieren. Genau diese Therapie darf aber nicht in das Gegenteil überschwenken, also in den Mangel an freien Radikalen, welcher ja dann zur Reduktion der intrazellulären Abwehr und zur Reduktion des Zellstoffwechsels führt. Ich darf Ihnen sagen, dass dies eine knifflige Angelegenheit ist.
Das grosse Problem, das sich nun für die Anwendung eines solchen Wassergerätes, welches sich auf die Fahnen geschrieben hat, antioxidativ zu wirken, ist, dass die Verabfolgung dieses Wassers in der Regel völlig unkontrolliert erfolgt. Natürlich gibt es (siehe oben) bestimmte Lebenssituationen und Erkrankungen, bei denen auch die Anwendung eines solchen Wassers sinnvoll ist. Aber nur eben so lange, wie die Balance zwischen der Oxidation und Antioxidation noch nicht gegeben ist. Trinke ich aber über diesen Zeitpunkt hinaus dieses Wasser (eben unkontrolliert), kann sich dies ins Gegenteil verkehren.
Quelle: Martin Keymer, I.M.U. College for Holistic Health
Verschiedene Ausarbeitungen zu diesem Thema können Sie direkt im Shop bestellen, oder in schriftlicher Form bei mir anfordern.
Die Bedeutung des Themas "Wasser" hat Martin Keymer wir ausführlich in seiner Audio-CD ,,Eine faszinierende gedankliche Reise in unser menschliches Dasein mit dem verbindenden Molekül der Schöpfung - dem Wassermolekül" dargelegt, die Sie sich unbedingt in Ruhe anhören sollten.
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