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- Die USA haben die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit fast zwei Jahrzehnten durchgeführt.
- Das Oberste Gericht der USA hatte die geplante Hinrichtung erlaubt, nachdem in den letzten Tagen darum ein Rechtsstreit ausgebrochen war.
Hingerichtet wurde der verurteilte Dreifach-Mörder Daniel Lewis Lee durch eine Giftspritze. Er wurde um 08:07 Uhr Ortszeit in Terre Haute im Bundesstaat Indiana für tot erklärt. Angehörige seiner Opfer wollten die Hinrichtung zuletzt nochmals aufschieben – weil sie wegen der Pandemie nicht dabei sein könnten.
Viele US-Bundesstaaten vollstrecken die Todesstrafe zwar, auf Bundesebene gab es aber seit 2003 keine Hinrichtung mehr.
Trump wollte ein Exempel statuieren
Fälle, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, liegen in der Hand der US-Regierung. Justizminister William Barr drang zuletzt darauf, die Hinrichtungen zu vollstrecken. Zuletzt hatte das Oberste Gericht den Weg für die Wiederaufnahme nach einem Streit um die Exekutionsmethode geebnet.
Donald Trump wolle mit der Hinrichtung ein Signal setzen, und zeigen, dass er hart gegen Verbrecher vorgehe, glaubt Stephan Bierling, USA-Experte an der Universität Regensburg. «Er hofft, dass ihn das nochmal ganz nach vorne bringt.» Der USA-Kenner ist aber überzeugt: «Im Wahlkampf wird ihm das nicht sonderlich helfen.»