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Behandlung
Folgende Möglichkeiten stehen bei ungewollter Kinderlosigkeit zur Verfügung:
Medikamentöse / hormonelle Therapie
Clomid (Clomiphenzitrat) wird seit 1981 verwendet. Durch Anregung der körpereigenen Hormonproduktion wird die Eireifung verbessert. Die Behandlung wird in der ersten Zyklushälfte durchgeführt und die Entwicklung des Eibläschens mit Ultraschall kontrolliert. Unter Umständen kann es notwendig sein, den Eisprung mit einer Hormonspritze (HCG) auszulösen. Die Verabreichung von Gonadotropinen ist eine andere Möglichkeit, die Eizellreifung hormonell anzuregen. Gonadotropine sind Hormone, die auch vom Körper selbst produziert werden, um unter anderem die Eizelle zu reifen.
Eine Nebenwirkung der medikamentösen Therapie kann das gleichzeitige Heranreifen mehrerer Eibläschen sein. Dies kann zu Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaften führen. Deshalb ist ein Überwachen der hormonellen Therapie mit Ultraschalluntersuchungen wichtig. Bei einer hohen Gefahr für Mehrlinge wird die Behandlung abgebrochen. Die Eierstöcke können auch überstimuliert werden, was ein Anschwellen der Eierstöcke und Unterleibsschmerzen zur Folge haben kann.
Verschiedene Massnahmen zur Unterstützung der Befruchtung
Bei der Insemination wird eine mitgebrachte Samenprobe speziell aufbereitet und mit einem dünnen Schlauch (Katheter) schmerzfrei durch den Muttermund in die Gebärmutter eingebracht. Inseminationen werden bei uns in der Frauenklinik durchgeführt.
IVF bedeutet „In vitro Fertilisation“ und wird seit 1978 angewendet. Hierbei werden Spermien und Eizellen im Reagenzglas zusammengeführt.
Bei der "Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion" (ICSI) wird ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle injiziert. ICSI kommt seit 1992 zur Anwendung.
IVF- und ICSI-Behandlungen werden in speziellen Zentren durchgeführt. Wir arbeiten dabei eng mit Kinderwunschzentren in Zollikon und Zürich zusammen.
Mikrochirurgische Operationstechnik
Diese Technik stellt eine Möglichkeit dar, verschlossene Eileiter (z.B. nach Infektionen oder Eileiterschwangerschaft) wieder durchgängig zu machen. Die mikrochirurgische Operationstechnik wird in dafür spezialisierten Zentren durchgeführt.
Keine der oben dargestellten Therapien bietet eine Garantie auf Erfolg. Es ist daher wichtig, dass gemeinsam Ziele formuliert sowie Ängste und Befürchtungen ausgesprochen werden. Auch die Möglichkeit eines Behandlungsabbruchs mit Adoption sollte mit einbezogen werden. Nicht vernachlässigt werden darf zudem die emotionale Bewältigung der Situation:
Unfruchtbarkeitsabklärungen und Behandlungen können eine Belastung darstellen, die alle Lebensbereiche des Paares betrifft.