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Bei einem ungehinderten Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissionen könnte demnach das Risiko für simultane Dürren in zentralen Weizenanbaugebieten bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf das Drei- bis Vierfache ansteigen.
Bis zu 60% der derzeitigen weltweiten Anbaufläche könnten dann zur selben Zeit von schweren und anhaltenden Dürreereignissen betroffen sein. Selbst bei einer deutlichen Verringerung der Emissionen wird sich nach Angaben der Hochschule das Risiko für derartige Ereignisse verdoppeln. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe es bereits massive und extreme Dürreperioden gegeben, die die Getreideproduktion in den zentralen Anbaugebieten beeinträchtigt hätten.
Es sei davon auszugehen, dass deren gleichzeitiges Auftreten ein wesentlicher Grund für die Verknappung und Verteuerung von Weizen und darauf basierender Lebensmittel gewesen sei. „Vor dem Hintergrund, dass Weizen meist ohne Bewässerung angebaut wird, weltweit die grösste Anbaufläche einnimmt und das am meisten gehandelte Getreide ist, hat diese Entwicklung eine entscheidende Bedeutung für die Ernährungssicherheit“, erklärte der Göttinger Agrarwissenschaftler Prof. Reimund Rötter.
Er warnte vor deutlichen Auswirkungen auf das zweite Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen (UN), den Hunger in der Welt bis 2030 zu eliminieren. Laut Rötter und den anderen Autoren der Studie stellen die zu erwartenden künftigen Ertragsrisiken Pflanzenzüchter, Agronomen, Getreidebauern und politische Entscheidungsträger vor erhebliche Herausforderungen, und das selbst bei einem Erreichen der Pariser Klimaziele.
Die Wissenschaftler fordern effektive, wissenschaftsbasierte und koordinierte politische Massnahmen, um einer drohenden Verknappung von Grundnahrungsmitteln und damit einhergehenden sozialen Unruhen zuvorzukommen.