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Co-Präsidentin Swiss Young Internists
Lange wurde über ein einheitliches Curriculum für den Facharzttitel der Inneren Medizin debattiert. Nun werden jahrelange Gespräche und Arbeit von mehreren Experten – unterstützt auch von Vertretern der Swiss Young Internists (SYI) – zu einem greifbaren Werk, das sich bereits unter der Begutachtung der European Union of Medical Specialists (UEMS) befindet.
Die Ziele der UEMS-Sektion für Innere Medizin umfassen die schrittweise Harmonisierung des Inhalts und der Qualität der Ausbildung in der Inneren Medizin in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den anderen europäischen Ländern. Hierfür wurde das European Board of Internal Medicine EBIM gegründet, das die Anforderungen an die Ausbildung festgelegt hat, welche die Meinungen der einzelnen nationalen Gesellschaften für Innere Medizin und Berufsorganisationen, einschliesslich der EU-Inhalte bezüglich Weiterbildung, Bewertung der Kompetenzen und der gewünschten Kontexte, widerspiegeln.
Gegenwärtig gibt es keine standardisierte Akkreditierung für in einem anderen europäischen Land absolvierte Aufbaustudiengänge zur Qualifizierung als Internist/-in. Die rückwirkende Anerkennung der Ausbildung wird auf nationaler Ebene nach den Vorschriften der jeweiligen nationalen Behörde festgelegt. Dieses Curriculum kann den Prozess der Akkreditierung von Weiterbildungen in einem anderen Land erleichtern, da es darauf abzielt, die Ausbildung in der Inneren Medizin in ganz Europa zu standardisieren.
Das Dokument, das bereits bei der UEMS erwogen wird, stützt sich auf das Kapitel 6 der Charta für die Ausbildung von Fachärztinnen und -ärzten in der Europäischen Gemeinschaft, und enthält Definitionen der Fachkompetenzen und -verfahren sowie Anleitungen, wie diese zu dokumentieren und zu bewerten sind. Es sollte regelmässig aktualisiert werden, um den wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritt zu dokumentieren.
Die Entwicklung eines europäischen Curriculums für die Spezialität der Inneren Medizin ist schwieriger als für die meisten Spezialitäten. Der Hauptgrund dafür ist die sehr unterschiedliche Rolle des Internisten in ganz Europa. In einigen Ländern sind Internistinnen überwiegend stationär tätig und betreuen Patient/-innen im ambulanten Bereich, während sie sich in anderen Ländern hauptsächlich um stationäre Patient/-innen kümmern, wobei ihre Hauptaufgabe darin besteht, akut kranke Patient/-innen mit medizinischen Problemen zu behandeln. Die Erkrankungen der von Internist/-innen betreuten Patient/-innen können von Land zu Land variieren. Das Dokument beschreibt auch den «common trunk» für Äztinnen und Ärzte anderer Spezialgebiete, wo eine breite Ausbildung in der Inneren Medizin notwendig ist.
Es ist weiterhin nur ein Wunsch, dass alle Internist/-innen nach einem gemeinsamen Standard ausgebildet werden. Das Curriculum ist nur ein erster Schritt hierzu und soll Orientierung geben, wie dies erreicht werden kann. Beispielsweise umfasst der Lehrplan nicht die Qualitätssicherung nationaler Programme oder die formelle Akkreditierung von Ausbildungszentren. Darüber hinaus hängt die Fähigkeit, in ganz Europa zu reisen und zu praktizieren, von den spezifischen Anforderungen jedes Landes ab. Das Dokument kann hier heruntergeladen werden: http://www.efim.org/system/files/downloads/efim_eu_curriculum_1.pdf
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