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Kaz Hawkins (Karen McIntyre, *1973, Belfast, Nordirland) hat überlebt – im wahrsten Sinn des Wortes. Was diese Frau in ihrem Leben durchgemacht hat, kann man sich kaum vorstellen. Als sie vier Jahre alt war, begann ein jahrelanger Missbrauch durch einen Onkel. Darauf die fast obligate Abwärtsspirale mit Selbstmordversuchen, Drogen und Alkohol, die Tätowierungen an ihren Armen verstecken nur die unzähligen Schnitte, mit denen sie sich selber verletzte.
Die Erlebnisse liessen sie nicht los, als ihre drei Kinder 10, 8, und 6 Jahre alt waren, gab sie sie zur Adoption frei, weil sie sich nicht imstande fühlte, ihnen Mutter zu sein.
Sie setzte sich nach Spanien ab, wo sie als DJ arbeitete, der Drogensucht verfiel und mit einem gewalttätigen Partner lebte. Zurück in Nordirland schnitt ihr dieser die Kehle durch und liess sie sterbend zurück. Kaz überlebte, bekämpfte die Dämonen ihres Lebens, wurde drogenfrei und erkämpfte sich ihre Kinder zurück.
Die Musik war ihr Retter, schnell wurde sie mit ihren energiegeladenen Shows eine der beliebtesten Blues- und Soulsängerinnen Irlands und Grossbritanniens, wegen ihrem kraftvollen Gesang wird sie oft mit Etta James oder Janis Joplin verglichen. Ihr Debutalbum, das im Sommer 2014 erschien, überzeugte Publikum und Kritiker gleichermassen – nicht zuletzt auch durch ihr brillantes Songwriting.
Daneben engagiert sich Kaz Hawkins auch karitativ im sozialen Bereich gegen Depressionen. Anfang dieses Jahres durfte sie Grossbitannien an der Blues Challenge der Blues Foundation in Memphis vertreten, wo sie es bis ins Halbfinal schaffte.