Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/1952

Solitaire
Die verbreitetste Form dieses Geduldspiels für eine Person besteht aus einem Spielbrett mit 33 Löchern in Kreuzform, in denen 32 Stäbchen stecken. Das Loch in der Mitte ist am Anfang des Spiels leer. Man muss nacheinander die Stäbchen entfernen, indem man sie in waagrechter oder senkrechter Richtung überspringt. Am Schluss muss ein Stäbchen in der Mitte übrig bleiben.
Es gibt auch andere Spielpläne, die sich in der Form und der Anzahl Löcher unterscheiden. In einer schwierigeren Variante soll am Ende des Spiels ein bestimmtes vorgegebenes Muster übrig bleiben.
Solitaire – Geschichte
Die Herkunft des Spiels ist ungewiss. Man kann mit einer gewissen Sicherheit sagen, dass es in Frankreich gegen Ende des 17. Jahrhunderts gespielt wird und dass es sich rasch auf der ganzen Welt verbreitet. Ein berühmter Spieler ist Gottfried Wilhelm Leibniz, der das Spiel auch umgekehrt, das heisst ausgehend von nur einem Stäbchen, gespielt hat.
Solitaire – Mathematik
Das Solitaire ist eines der ersten Spiele, die mathematisch analysiert werden. Michel Reiss publiziert 1857 im "Journal für die reine und angewandte Mathematik" seine "Beiträge zur Theorie des Solitär-Spiels".
Die Frage der möglichen Endstellungen wird später mit algebraischen Methoden behandelt. Nicolas Govert de Bruijn analysiert sie mit Hilfe des endlichen Körpers mit 4 Elementen (1972). Mit Computerprogrammen und unter Verwendung des rekursiven Backtracking kann ebenfalls untersucht werden, ob es für eine gegebene Endstellung eine Lösung aus einer bestimmten Anfangsstellung gibt.