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ABB wird sich nach eigenen Aussagen während der Konsultationsfrist im Rahmen des GAV "konstruktiv für eine nachhaltige Lösung für den Standort" engagieren, welche die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sicherstelle. Man sei glücklich über die Entspannung, heisst es dazu in einer Stellungnahme von ABB. Das Unternehmen betonte erneut, dass die Verlagerungspläne "nach reiflicher Überlegung und mit Blick auf die sich verändernde Marktdynamik" gefasst worden seien.
Die Angestellten von ABB Sécheron in Genf hatten zu Beginn der vergangenen Woche Protestaktionen beschlossen als Reaktion auf die Pläne von ABB, bis zu 100 Stellen abzubauen und einen Teil der Aktivitäten von Sécheron nach Polen zu verlagern. So sollte das Massengeschäft mit den Traktions-Plattformen für Lokomotiven nach Polen ausgelagert werden, während das Engineering sowie die Forschung und Entwicklung und die Herstellung von Prototypen dieser Traktions-Plattformen weiterhin in Genf blieben. Auch das Geschäft mit den Elektrobussen (Tosa) bleibt den Plänen zufolge in Genf.
Die Gewerkschaft Unia bezeichnete den faktischen Streik als "kollektives Konsultationsverfahren". Der Begriff Streik wurde explizit vermieden, damit keine sozialpartnerschaftlichen Verpflichtungen verletzt wurden. Ziel und Schlusspunkt der Aktion soll laut Unia ein detaillierter Bericht mit einem alternativen Massnahmenplan sein.
Die Unia schreibt in einer eigenen Mitteilung am Dienstag von einem Durchbruch für die ABB-Mitarbeitenden. Bis Mitte Dezember solle nun beidseitig alles unternommen werden, um die Arbeitsplätze in Genf zu sichern. Über den genauen Inhalt der Vereinbarung zwischen ABB und den Arbeitnehmern haben die beiden Parteien laut Unia Stillschweigen vereinbart.
cf/ra
(AWP)