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Die mittelalterliche Kirche von Grandson: ein Juwel romanischer Baukunst
Romanische Kirche (11. Jahrhundert); erwähnenswert ist, dass sie nicht von Cluny abhing, sondern vom gegnerischen Orden der Abtei von La Chaise-Dieu (Auvergne) gegründet wurde.
Die im Ortskern von Grandson gelegene Pfarrkirche St-Jean-Baptiste ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Der Bau von seltener Schönheit geht auf das 12. Jahrhundert zurück und ist Teil des historischen Bauerbes unserer Region, wo Kirchen ab dem 11. Jahrhundert der heute nicht mehr bestehenden Benediktinerkongregation von La Chaise-Dieu unterstellt waren.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde dank bedeutenden Zuwendungen von Otto I. von Grandson mit dem Wiederaufbau der Apsis im gotischen Stil begonnen. Ab 1438 können die Einwohner von Grandson hier Gottesdienste besuchen und ihre Kinder taufen lassen. 1554 wird das Priorat aufgehoben und die Kirche der protestantischen Glaubensgemeinschaft zugeordnet. Sie wird nun von den Städten Bern und Freiburg unterhalten, bis sie 1803 in den Besitz des Kantons Waadt übergeht. Nach einer ersten Restaurierung 1889 wird sie 1900 unter Denkmalschutz gestellt. Von 1999 bis 2006 wurde sie unter der Federführung des Kantons ein weiteres Mal restauriert.
Als historisches Baudenkmal von nationaler Bedeutung ist die Kirche von Grandson zusammen mit der Kathedrale von Lausanne und der Abteikirche von Romainmôtier eines der wenigen Bauwerke, das direkt der Verantwortung des Kantons untersteht.
Geographische Lage
Adresse
Rue Haute 23
1422 Grandson