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"Amer - Tänze im Labyrinth"
ein Zyklus unter Einbezug der Motetten 1, 2, 5, 9, 11 und 17 von Guillaume de Machaut
(2012 - 13)
AMER bedeutet sowohl „lieben“ als auch „bitter“. Der instrumentale Zyklus beschäftigt sich mit den Motetten von Guillaume de Machaut und besteht aus Kompositionen, die einerseits konstruktive Verfahren Machaut’s aufnehmen, andererseits zentrale inhaltliche und kontextuelle Aspekte verarbeiten, die sich im Spannungsfeld von Liebeslyrik und sakraler Thematik bewegen. Die Palette der kompositorischen Annäherungen reicht dabei von der Bearbeitung bis zur freien musikalischen Reflexion. Der für die spätmittelalterliche mystische Literatur typische Stufenweg zur „unio mystica“ mit seinen erotischen Konnotationen bildet den Leitfaden: Gemäss einer These der Musikwissenschaftlerin A. W. Robertson können seine Stationen in der Anlage von Machaut’s Motetten nachvollzogen werden. So beschreiben die einzelnen Sätze von „AMER“ den Tanz des Pilgers durch die Windungen des Labyrinths, das als Symbol für den Stufenweg steht.
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