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Die mit der Valora-Führung unzufriedenen Aktionärsgruppe Golden Peaks/Pictet Funds/3V erhöht den Druck auf den Berner Konsumgüterkonzerns. «Wir erwarten, dass sich der Valora-VR in den nächsten Tagen äussert und eine ausserordentliche GV auf die zweite Hälfte Dezember einberufen wird», heisst es. Bisher verwehrte Valora der Investorengruppe das Recht, eine ausserordentlichen GV einzuberufen, mit Hinweis auf die Stimmrechtsbeschränkung auf 5% pro Aktionär. Nötig für einen solchen Antrag seien laut Statuten 10% der im Aktionärsbuch eingetragenen Stimmen.
Eine definitive Abfuhr hat Valora der Investorengruppe offensichtlich noch nicht erteilt. Gemäss Valora-Sprecherin Stefania Misteli prüft der Valora-VR derzeit «alle eingehenden Forderungen von Aktionären» nach einer ausserordentlichen GV. «Gemäss Statuten können Aktionäre, welche mindestens 10% des Aktienkapitals in stimmrechtsberechtigten Namenaktien besitzen, die Einberufung einer ausserordentliche GV verlangen», erklärt Misteli weiter.
Die Aktionärsgruppe Golden Peaks/Pictet Funds/3V, die ihren Unmut über die Valora-Führung öffentlich machte und 10,1% am Konsumgüterkonzern hält, sieht das anders: Für sie ist nach Obligationenrecht und Punkt 8 der Valora-Statuten nicht das Stimmrecht, sondern das Aktienkapital ausschlaggebend, damit eine GV gewährt werden kann. Die Investoren drohen mit dem Rechtsweg, sollte ihr Begehren definitiv abgelehnt werden.
Die Aktionärsgruppe hatte ihren Einstieg bei Valora im Oktober 2007 bekannt gegeben. Golden-Peaks-Chef Adriano Agosti sagte, er strebe eine «nachhaltige Verbesserung der Performance von Valora» an und forderte den Rücktritt des Valora-VR-Präsidenten Fritz Ammann.