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Filmkritik: Mitgehangen, mitgefangen74e Festival de Cannes 2021
Damien (Damien Bonnard) leidet an einer bipolaren Störung, die in ihm oft einen blinden Aktionismus hervorruft. In seinen rastlosen Schüben malt er eine ganze Reihe neuer Bilder, repariert alles, was ihm in die Hände fällt und schlägt sich die Nächte um die Ohren. Seine Frau Leïla (Leïla Bekhti) bringt ihm viel Verständnis entgegen, doch immer wieder kommt es zu psychischen Zusammenbrüchen, die nicht nur Damiens, sondern auch das Leben des gemeinsamen Sohns in Gefahr bringen. Die Situation bringt alle Familienmitglieder auf ihre eigene Weise zum Anschlag.
Nach einer längeren Phase, während der die Familie sogar einige Tage unbeschwerten Urlaub macht, erleidet Damien einen Rückfall. Obwohl Leila alles versucht, auch ihn mit Gewalt dazu bringen möchte, seine Lithium-Tabletten zu nehmen, wehrt sich Damien und muss zwangshospitalisiert werden. Leila fällt es zunehmend schwer, an die Genesung ihres Mannes zu glauben und verfällt selbst in einen rastlosen Zustand, der sie zwingt, ständig auf der Hut vor gefährlichen Anzeichen im Verhalten von Damien zu sein.