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Was ist Moringa?
Die deutsche Bezeichnung Meerrettichbaum leitet sich vom englischen „Horseradish Tree“ ab, die auf den Gehalt an Senfölglykosiden hinweist, welche den Wurzeln einen scharfen, meerrettich-ähnlichen Geruch verleihen. Die Engländer nutzten sie während der Kolonialzeit in Indien auch als Meerrettichersatz. Die Begriffe Behen- bzw. Behennussbaum deuten auf das aus den Samen gewonnene Behenöl, ein hochstabiles Öl, das hohe Mengen gesättigter Behensäure enthält. Das Moringaöl wurde früher u.a. in der Uhrenindustrie eingesetzt, bevor es durch die billigeren Oliven- und Palmenöle vom europäischen Markt verdrängt wurde. Die sehr langen und dünnen Früchte, die im Alter ein holziges Aussehen annehmen, verliehen Moringa zudem den Namen Trommelstockbaum; entsprechend im Englischen „Drumstick Tree“. Aufgrund seiner beispiellos vielen positiven Eigenschaften nennt man ihn auch „Baum des Lebens“ – (siehe auch andere Namen)
Moringa ist eine Pflanze, die der Familie der Bennussgewächse (Moringaceae) angehört und in Form von kleinen Sträuchern und Bäumen wächst. Der essbare Wunderbaum ist allbekannt in 82 Ländern und trägt 210 verschiedene Namen, z.B. Meerrettichbaum, Behenbaum (Deutsch), Drumstick bzw. Horseradish Tree (Englisch) um nur einige zu nennen. Die bekannteste und am besten untersuchte der 13 Arten ist Moringa Oleifera, deren Ursprung in der Region des Himalaya (Indien) zu finden ist. Der „Wunderbaum“ wurde bereits vor 5000 Jahren in den Veden (Heilige Schriften des Hinduismus) beschrieben und ist als Heilpflanze fester Bestandteil des Ayurveda (traditionelle indische Heilkunst). Heutzutage wird Moringa in vielen Ländern der Erde angebaut, die über ein tropisches bis subtropisches Klima verfügen und wird mittlerweile als die wertvollste Pflanze der Welt gehandelt.
Ein junger Moringa Oleifera Baum kann unter entsprechenden klimatischen Bedingungen im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 m erreichen, wenn er nicht gestutzt wird. Die Wurzel verdickt sich rübenartig, der relativ kurze Stamm misst einen Durchmesser von 25 – 40 cm und kann sich unter bestimmten Kulturbedingungen flaschenartig verdicken. Der Baum verzweigt sich in viele weit herausragende dünnere, etwas hängende Äste. Das Blätterwerk ist an den Zweigspitzen gehäuft und spiralförmig angeordnet; es hat eine Länge von 20 bis 25 cm und ist zwei- bis dreifach gefiedert. Die länglich ovalen Blättchen sind 1 bis 2 cm lang. Die Pflanze hat 2 bis 3 cm große Blüten mit 5 kurzen Kelchblättern, 5 Blütenblättern, 5 fertilen Staubblättern und 5 Staminodien (infertile Staubblätter). Die Blütenstände bilden sind als Rispen aus, die eine Länge von 10 bis 25 cm haben und aus den Blattachseln entspringen. Die wohlriechenden Blüten erinnern vom Geruch her an Veilchen und sind von cremig-weißer Farbe mit gelben Punkten an der Basis. Die reifen Früchte sind etwa 2 cm breite gerippte Kapseln mit einer Länge von 25 bis 45 cm, in manchen Fällen sogar bis 90 cm, Länge, sog. Drumsticks oder Trommelstöcke. Sie bleiben lange am Mutterbaum hängen und bersten schließlich auf, um die Samen zu verteilen. Die Samen sind rundlich, dreikantig und jeweils mit 3 papierartigen Flügeln besetzt. Sie sind in der Frucht in einer Reihe angeordnet und in einem weißen, trockenen Mark eingebettet.