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Bild: Anna Tarazevich - pexels.com
Der Job-Stress-Index der Gesundheitsförderung Schweiz ermittelt periodisch Kennzahlen zu arbeitsbedingtem Stress. Die Resultate der Erhebung im Jahr 2020 ergaben, dass fast ein Drittel der Erwerbstätigen emotional erschöpft ist und die Anforderungen im Beruf nicht mehr mit eigenen Ressourcen bewältigen kann.
Ein Burnout (engl. Ausbrennen) beschreibt eine körperliche, emotionale und psychische Erschöpfung, welche die Folge einer längeren Phase sein kann, die von Stress im Beruf oder Privatleben, von Leistungsdruck und fehlender Erholung geprägt ist. Wie das englische Wort bereits sagt, fühlen sich betroffene Menschen ausgebrannt, kraftlos und erschöpft. In der Regel sind Betroffene zwischen 40 und 50 Jahre alt, obwohl zunehmend auch jüngere Personen davon betroffen sind.
Symptome
Typische Symptome sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Gefühl von Erschöpfung, ein verringertes Leistungsvermögen im Beruf und eine zunehmende negative Haltung zum Job. Körperlich kann sich ein Burnout durch Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Verspannungen, Herzrasen oder Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Psychische Symptome sind z. B. Depressionen, Konzentrationsstörungen, eine innere Leere, Hoffnungslosigkeit oder Stressanfälligkeit.
Ursachen
Sowohl äussere als auch innere Faktoren können ein Burnout begünstigen. Äussere Risikofaktoren sind beispielsweise eine hohe Arbeitsbelastung, ein schlechtes Arbeitsklima, Zeitdruck, fehlende Anerkennung, Mobbing oder die fehlende Kontrolle über die eigenen Aufgaben.
Innere Faktoren betreffen die persönliche Ebene und sind z. B. hohe Selbstansprüche, Perfektionismus, Überengagement oder Zweifel am Sinn des eigenen Handelns.
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Behandlung
Um ein Burnout zu behandeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei leichten Beschwerden reichen oftmals arbeitspsychologische Massnahmen, welche die Arbeitssituation verbessern.
Bei starken Symptomen wird eine Psychotherapie und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Im Allgemeinen eignen sich eine Auszeit von der Arbeit, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen sowie auch Sport, um Stress abzubauen und die mentale und körperliche Anspannung zu reduzieren.
Prävention
Um ein Burnout vorzubeugen, sollte Stress abgebaut werden. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:
- Eigene Bedürfnisse wahrnehmen
- Für Entspannung sorgen
- Einen gesunden Lebensstil führen
- Grenzen setzen
- Professionelle Hilfe suchen
Betroffene finden hier Unterstützungsangebote und weitere Informationen:
Telefonseelsorge: Die dargebotene Hand – Telefonnummer 143
Hier können Betroffene nach Psycholog/innen und Psychotherapeut/innen suchen:
Unterstützung für Führungskräfte, die psychische Veränderungen bei Mitarbeitenden feststellen, bietet die Beratungsstelle Iradis.
Quellen: