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Mittelalter und frühe Neuzeit
Urtenen wird erstmals 1249 in einer Gütertauschurkunde zwischen dem Kloster Frienisberg und den Rittern Rudolf und Heinrich von Schüpfen als "Urtinun" erwähnt. Der Ortsnamen ist gleichbedeutend wie der Flussname des Urtenenbachs. Urtenen bedeutet soviel wie "die Sprudelnde". Der Name geht wie andere Flussnamen, beispielsweise Emme, Aare, Limmat etc. aus der alteuropäischen Flussnamen-gebung hervor.
Vom Mittelalter bis zum Ende des Ancien Régime 1798 waren Güter und Siedlung von Urtenen als Streubesitz auf verschiedene Herrschaften verteilt und bildeten noch kein geschlossenes Gemeindegebiet. Vermutlich besassen grössere Anteile an Gütern und Rechten die Johanniter in Münchenbuchsee. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaften Jegenstorf und Hindelbank, etwa die Familien von Diessbach, von Bonstetten und von Erlach hatten ebenfalls grosse Anteile an Gütern und Rechten im nachmaligen Gemeindegebiet von Urtenen-Schönbühl.
Es darf vermutet werden, dass das silberne Hochtatzenkreuz im Gemeindewappen eine Anlehnung an die ehemaligen Besitzverhältnisse der Johanniterkommende Münchenbuchsee in Urtenen-Schönbühl ist.
(Bild: Wohn und Gewerbegebäude Baujahr 1880 (heute Kirchgemeindehaus)