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Woraus besteht Blut
Der lebenswichtige Saft enthält feste und flüssige Bestandteile. Zu den festen zählen in erster Linie die roten Blutkörperchen. Auch die Blutplättchen und die weissen Blutkörperchen gehören zu den festen Bestandteilen. Der flüssige Bestandteil des Blutes heisst Blutplasma und besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Daneben enthält es verschiedene Eiweissstoffe – dazu zählen unter anderem Antikörper gegen Krankheitserreger – und ganz wenig Zucker, Salz sowie Fette (beispielsweise Cholesterin).
Wozu dienen die Blutkörperchen?
Zweck der roten Blutkörperchen
Die roten Blutkörperchen verleihen dem Blut seine Farbe. Sie nehmen in der Lunge Sauerstoff auf und geben ihn an die Organe und die Gewebe ab. Nach etwa 120 Tagen werden sie abgebaut und durch neue ersetzt. Das geschieht fortlaufend, sodass gleichzeitig immer «junge» und «ältere» rote Blutkörperchen im Blutstrom schwimmen.
Typen von weissen Blutkörperchen
Von den weissen Blutkörperchen – Leukozyten genannt – gibt es mehrere Typen, zum Beispiel Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Sie dienen der Abwehr von Krankheitserregern und beseitigen unter anderem abgestorbenes Gewebe oder kleine Fremdkörper. Nur ein kleiner Teil der weissen Blutkörperchen – es sind weniger als zehn Prozent – zirkulieren normalerweise im Blut. Die meisten halten sich in verschiedenen Organen und Geweben auf.
Zusammenspiel von Blutkörperchen und Blutplättchen
Die Blutplättchen und verschiedene Eiweissstoffe sorgen im Fall einer Verletzung dafür, dass die Wunde mit einem Pfropf abgedichtet wird. Dabei gerinnt das Blut an dieser Stelle. Die Blutkörperchen und Blutplättchen werden im Innern von Knochen, dem Knochenmark, gebildet.
Welche Aufgaben hat das Blut?
Blut wird auch als «flüssiges Organ» bezeichnet. In einem ständigen Kreislauf transportiert es Nährstoffe, Sauerstoff, Abfallstoffe und Wärme durch den Körper. Aus dem Darm treten Nährstoffe ins Blut über, die mit dem Blutfluss dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Abfallstoffe befördert der Blutstrom in die Ausscheidungsorgane. Dies sind vor allem die Nieren, die Leber und – für das abgeatmete Kohlendioxid – auch die Lungen. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefässe in der Haut zusammen, wodurch weniger Blut dorthin fliesst und die Wärmeabgabe über die Haut sinkt. Bei Hitze verhält es sich genau umgekehrt. Liegt eine Erkrankung vor, verändert sich die Zusammensetzung des Blutes oft. So kann sich zum Beispiel die Anzahl bestimmter weisser Blutkörperchen bei Infektionen verändern. Das lässt sich diagnostisch nutzen.
Welche Blutgruppen gibt es?
Beim Menschen gibt es acht Blutgruppen: 0+, A+, B+, AB+, 0–, A–, B– und AB–. Wobei die Buchstaben und Zeichen für bestimmte Merkmale auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen stehen. In der Schweiz haben fast 40 Prozent der Bevölkerung die Blutgruppe A+, etwa 35 Prozent sind 0+. Die seltensten Blutgruppen sind B– und AB–. Das Plus und das Minus bezeichnen den sogenannten «Rhesusfaktor». Ist eine Person «Rhesus positiv» – erkennbar am Pluszeichen –, bedeutet dies, dass die roten Blutkörper das RhesusAntigen aufweisen. Bei einem negativen Rhesusfaktor – erkennbar am Minuszeichen – ist das Antigen nicht vorhanden. Blut von Personen mit der seltenen Blutgruppe 0– kann allen anderen Personen bei einer Bluttransfusion übertragen werden, da sich diese roten Blu körperchen mit allen anderen Blutgruppen vertragen. Umgekehrt gilt das aber nicht: Wer selbst 0– hat, benötigt bei einer Bluttransfusion unbedingt diese Blutgruppe. Unsere Blutgruppe ist genetisch bedingt und hängt von den Blutgruppen der Eltern ab.
( Dr. med. Martina Frei)