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Aufgrund der verschärften Covid-19-Massnahmen des Bundesrates müsse auch auf eine Jagd in tieferen Lagen verzichtet werden, teilte das Amt für Jagd und Fischerei am Dienstag mit. Bei Gesellschaftsjagden, Vereinsjagden und den von den kantonalen Dienststellen organisierten Sonderjagden handle es sich um öffentliche Veranstaltungen, die seit dem 12. Dezember verboten seien.
Auch wildbiologisch betrachtet mache eine Fortsetzung der Jagd keinen Sinn. In höheren Lagen schneite es so heftig, dass die Wildtiere stark in ihrer Bewegung eingeschränkt wurden. Eine intensive Jagd auf Hirsch und Reh würde einen starken Eingriff in den Energiehaushalt der Tiere bedeuten, was die Jagdbehörden vermeiden wollen.
Die Sonderjagd in Graubünden ist jene Jagd, die durchgeführt wird, wenn auf der dreiwöchigen Patentjagd im September zu wenige Tiere erlegt werden. Ins Visier genommen werden vor allem Hirsche und Rehe.
Wildhüter jagen
Die Hirsche sind die einzigen Wildtiere, bei deren Bejagung die Behörden eine konkrete Abschusszahl vorgeben. Dieses Jahr lautete sie auf 5560. Die Jäger erwiesen sich als treffsicher und brachten 5500 Hirsche zur Strecke.
Laut Behördenangaben werden Wildhüter in Regionen mit den grössten Wald-Wild-Konflikten nach Möglichkeit noch Abschüsse vornehmen. Diese Eingriffe sind vorgesehen im Prättigau, in der Herrschaft, im Churer Rheintal, im Domleschg und gewissen Gebieten des Bündner Oberlandes.