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Reizmagen
Synonym: funktionelle Dyspepsie
Der Reizmagen ist eine verbreitete Verdauungsstörung im Oberbauch. Sie kann sich durch Beschwerden zeigen wie Schmerzen, vorzeitiges Sättigungsgefühl, Völlegefühl, Magendruck, Magenkrämpfe, saures Aufstossen, Magenbrennen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Blähungen. Die Symptome können in ihrer Stärke zu- und abnehmen und vorübergehend oder dauerhaft auftreten.
Mindestens einer von vier Schweizern klagt zeitweise über Beschwerden, die auf Reizmagen hindeuten können. Die Erkrankung hat keine erkennbare körperliche Ursache. Stressabbau, verbesserte Stressbewältigung, das Vermeiden ungünstiger Ernährungsweisen, Heilpflanzen und Medikamente können das Leiden lindern.
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Symptome
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Haben Sie immer wieder Schmerzen im oberen Bereich des Bauchs?Sind Sie, wenn Sie essen, oft schon nach einigen Bissen satt?Fühlt sich Ihr Bauch nach dem Essen unangenehm voll an und spüren Sie einen Druck in der Magengegend?
Diese Beschwerden sind beim Reizmagen am häufigsten anzutreffen. Ärzte sprechen von Leitsymptomen. Ähnliche Beschwerden können aber auch bei anderen Verdauungsstörungen auftreten. Beim Reizmagen fallen die Symptome zudem von Person zu Person oft recht unterschiedlich aus. Nicht immer sind alle Leitsymptome vorhanden oder gleich stark. Bei einem Teil der Betroffenen stehen die Oberbauchschmerzen im Vordergrund, bei anderen ein unangenehmes Völle- und Sättigungsgefühl. Teilweise treten die Beschwerden dauerhaft auf, manchmal nur zeitweise, etwa wenn der Magen ziemlich leer ist. Bei manchen Betroffenen machen die Symptome auch ab und zu ein paar Tage oder Wochen Pause. Der Reizmagen lässt sich nur durch eine gründliche Diagnose sicher feststellen.
Ausser den Leitsymptomen kann die Erkrankung noch viele weitere Beschwerden auslösen. Möglich sind beispielsweise folgende:
- Schmerzen im Oberbauch, dumpf oder krampfartig
- Frühes Sättigungsgefühl
- Völlegefühl nach dem Essen
- Druck in der Magengegend, Magenkrämpfe
- Nicht-saures und saures Aufstossen, Magenbrennen
- Unwohlsein, Übelkeit, teilweise mit Brechreiz und/oder Erbrechen
- Appetitlosigkeit, Widerwille gegen bestimmte Speisen
- Blähungen und Durchfall
Bei vielen Betroffenen verstärken bestimmte Lebensmittel (z.B. Alkohol, Koffein, scharfe Gewürze) oder Situationen (z.B. psychisch belastende) die Beschwerden oder lösen sie aus. Auch Medikamente (z.B. Schmerz- bzw. Rheumamittel) können auf den Magen schlagen.
Die internationalen Fachverbände definieren den Reizmagen so, dass die genannten Beschwerden mindestens drei Monate dauerhaft oder immer wieder für mehrere Tage vorhanden sein müssen. Zudem muss ausgeschlossen sein, dass es sich um eine andere Erkrankung handelt.
Nach der vorherrschenden Art der Beschwerden lassen sich beim Reizmagen grob mehrere Typen unterscheiden:
- Reizmagen durch gestörte Bewegung der Magenmuskulatur: vorzeitige Sättigung, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, nachts oft ohne Beschwerden
- Reizmagen mit Ähnlichkeiten zur Refluxkrankheit: Magenbrennen, saures Aufstossen, Schluckbeschwerden, Schmerzen hinter dem Brustbein
- Reizmagen mit Ähnlichkeiten zum Magengeschwür: Schmerzen im Oberbauch, nach Mahlzeiten häufig schwächer oder abwesend, stärker in der Nacht und bei leerem Magen
- Reizmagen mit Mangel an Magensäure: Blähungen, Völlegefühl, Aufstossen und Oberbauchschmerzen, die Betroffene als brennend, dumpf oder drückend beschreiben
Der Reizmagen kann zusammen mit einem Reizdarmsyndrom auftreten. Weil sich die Symptome stark ähneln können, verwechseln Betroffene die Erkrankungen manchmal. Für einen Reizdarm sprechen Schmerzen unterhalb der Rippen, häufig auf der linken Seite, Blähungen, Stuhlunregelmässigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung oder beides im Wechsel.
Wann zum Arzt?
Zum Arzt sollten Betroffene bei starken Beschwerden, die nicht innert weniger Tage weggehen, und/oder bei Anzeichen, die ungewöhnlich sind für den Reizmagen, also oben nicht auftauchen. Dazu gehören beispielsweise Fieber, extreme Schmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Blut im Stuhl und Nachtschweiss.
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Behandlung
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Beim Reizmagen finden Ärzte keine körperliche Ursache, darum müssen einige Untersuchungen stattfinden. Nur so lässt sich sicher ausschliessen, dass keine Ursache erkennbar ist, also keine andere Erkrankung vorliegt. Man spricht von einer «Ausschlussdiagnose». Sie beginnt wie üblich mit einem ausführlichen Gespräch. Vorteilhaft ist, wenn Patienten schon Aufzeichnungen zu ihren Beschwerden gemacht haben. Optimal ist ein Symptomtagebuch mit Ernährungsprotokoll über längere Zeit: Es kann viele wertvolle Hinweise liefern und die Suche nach der besten Therapie abkürzen.
Anschliessend finden Untersuchungen statt, um auszuschliessen, dass es sich etwa um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt, um eine Überempfindlichkeit gegen Gluten (Zöliakie) oder um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Diese Erkrankungen können ähnliche Symptome auslösen wie ein Reizmagen. Zunächst erfolgt in der Regel eine allgemeine körperliche Untersuchung. Ihr folgen speziellere wie eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs, eine Magen-Darm-Spiegelung, eine Feststellung des Säurestatus des Magens und je nach Bedarf noch weitere.
Ohne Ursache wie beim Reizmagen kommt nur eine Behandlung der Symptome in Betracht. Gerade deshalb ist es sinnvoll, ein Symptomtagebuch mit Ernährungsprotokoll zu führen. Darin tragen Betroffene alle Speisen, die Mengen, ihre Beschwerden, die Stärke und Zeiten, wann diese auftreten, ihre allgemeinen Lebensumstände, ihr Lebensgefühl und alles Ungewöhnliche ein. So lassen sich oft Auslöser und Verstärker von Symptomen erkennen, auch wenn diese erst verzögert erscheinen. Später kann das Tagebuch zeigen, ob, wie schnell und wie stark eine Therapie anschlägt.
Ernährung beachten
Eine «Reizmagendiät», die allen Betroffenen hilft, gibt es nicht. Das haben Untersuchungen deutlich gemacht. Betroffene müssen für sich selbst herausfinden, was ihnen guttut und was nicht. Dafür kann es sehr nützlich sein, sich Notizen zu machen oder eben ein Symptomtagebuch mit Ernährungsprotokoll zu führen. Auch gezielte Auslassdiäten können helfen, ungünstige Lebensmittel aufzuspüren. Dabei lässt man einzelne Nahrungsmittel nacheinander für ein paar Tage weg und schaut, ob sich die Beschwerden in dieser Zeit bessern. Auch die Zubereitung kann wichtig sein, also ob Mahlzeiten stark gewürzt, kalt oder heiss waren.
Allgemein gilt:
- Schlecht verträgliche Lebensmittel meiden. Bei vielen, aber nicht bei allen Betroffenen führen etwa fette, süsse, sehr scharfe oder heisse Speisen zu Beschwerden.
- Viele Betroffene vertragen mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag besser als wenige grosse Mahlzeiten.
- Bewusst zu essen, sich auf jeden Bissen zu konzentrieren und ihn gründlich zu zerkauen, kann die Beschwerden bessern. Darum ist es meist ungünstig, beim Essen nebenher zu arbeiten, fernzusehen oder zu lesen. Eine gute Verdauung beginnt schon im Mund.
- Sich ausreichend Zeit für Mahlzeiten zu nehmen, ist sinnvoll. Eilige Happen zwischen Tür und Angel sorgen oft für Verdauungsstörungen.
- Eine basische Ernährung schwächt bei manchen Betroffenen die Beschwerden ab. Das liegt wohl eher daran, dass die grundsätzlichen Empfehlungen für eine basische Ernährung – viel Obst und Gemüse, weniger Fleisch – allgemein die Gesundheit fördern. Auf den Säuren-Basen-Haushalt des Körpers haben sie kaum Einfluss.
Psychische Belastungen verringern
Nervosität, Anspannung, Druck, Überlastung und Stress sind oft Auslöser für Reizmagensymptome oder tragen dazu bei. Betroffene sollte sich Gedanken machen, ob das bei ihnen der Fall sein könnte. Stehen sie unter Druck? Gibt es Anlass für Kummer und Sorgen? Plagen aktuell Konflikte? Man muss sich fragen, wie man auf solche Spannungen reagiert und wie man sie bewältigt. Um das herauszufinden, können auch fachliche Gespräche helfen. Ohne Strategie, um Stress bewusst abzubauen, sucht dieser sich auf Dauer meist andere Ventile und kann so zahlreiche Beschwerden verursachen.
- Stressvermeidung: Wichtig ist, Quellen von Stress oder Konflikten bewusst anzugehen. Wenn der Anlass erkannt ist, empfiehlt es sich in vielen Fällen, mit anderen Beteiligten (z.B. Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Partnern, Freunden) darüber zu sprechen. So lassen sich Konflikte oder Umstände, die für Stress sorgen, oft beseitigen oder entschärfen.
- Stressabbau: Vielen Gestressten helfen Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga und progressive Muskelentspannung sehr gut. Andere bevorzugen es, sich durch körperliche Anstrengung abzureagieren. Sie joggen, fahren Velo, spielen Tennis oder treiben anderen Sport.
- Steigerung des Wohlbefindens: Viele angespannte Menschen fühlen sich wohler, wenn sie sich ab und zu bewusste Auszeiten und Erholungsphasen gönnen, z.B. im Thermalbad, in der Sauna oder bei einer Massage.
Heilpflanzen
Viele Pflanzen haben nützliche Eigenschaften für die Verdauung. Pflanzliche Heilmittel gegen Reizmagen sind in der Regel gut verträglich. Allerdings kommen vereinzelt allergische Reaktionen vor. Personen mit Magenbrennen sollten vorsichtig sein mit Heilmitteln, die Pfefferminze enthalten, oder ganz darauf verzichten.
- Kartoffelsaft hilft vielen Personen bei Reizmagenbeschwerden und Magenbrennen. Der Saft entsteht durch Reiben und Pressen roher Kartoffeln. In der Apotheke ist fertiger Kartoffelsaft erhältlich.
- Bei Völlegefühl und gestörter Magenbewegung können Extrakte und Tee aus Pflanzen mit Bitterstoffen (z.B. Tausendgüldenkraut, Angelikawurzel, Benediktenkraut, Bittere Seifenblume, Wermut) die Verdauung anregen.
- Ein paar Pflanzen wie etwa Kamille, Pfefferminze und Kümmel wirken verdauungsfördernd und lösen teilweise auch Krämpfe.
- Es gibt in der Apotheke fertige Zubereitungen, die Auszüge aus mehreren Pflanzen kombinieren, etwa solche mit Iberis amara und anderen Heilkräutern.
Medikamente
Welche Art von Medikamenten die beste Aussicht auf eine Besserung verspricht, lässt sich vor der Therapie oft nur abschätzen. Hinweise gibt die Form der häufigsten Beschwerden, nach der man grob Typen des Reizmagens unterscheiden kann (siehe «Symptome»). Damit lässt sich aber nicht sicher vorhersagen, wie gut ein Mittel wirkt. Wenn also beispielsweise Säureblocker nicht den gewünschten Erfolg erzielen, kann es sich lohnen, auch Prokinetika auszuprobieren. Viele der Mittel können die Wirkung anderer Medikamente stören. Wer weitere Medikamente benötigt, sollte mögliche Wechselwirkungen vor der Anwendung mit Fachleuten besprechen. Wenn die genannten Medikamente nicht befriedigend wirken, können auch bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva) zum Einsatz kommen.
- Prokinetika (z.B. Metoclopramid, Domperidon) bieten sich an, wenn die Bewegung der Magenmuskulatur gestört ist. Die Mittel verbessern die Magenbewegung und beschleunigen die Entleerung des Magens. Fachleute empfehlen, die Wirkstoffe nicht länger als vier bis acht Wochen einzusetzen.
- Antazida eignen sich, wenn die Symptome denen einer Refluxkrankheit oder eines Magengeschwürs ähneln. Antazida neutralisieren die Magensäure. Sie wirken schnell, aber recht kurz. Es gibt viele Produkte, die mit unterschiedlichen Wirkstoffen arbeiten wie etwa Magaldrat, wasserhaltigem Aluminiumoxid und Magnesiumhydroxid, Hydrotalcit sowie Kalziumkarbonat und Magnesiumkarbonat. Die Mittel können die Aufnahme und Wirkung anderer Medikamente ungünstig beeinflussen.
- Protonenpumpen-Inhibitoren eignen sich, ähnlich wie die Antazida, für Patienten mit geschwürähnlichen Schmerzen und Magenbrennen. Anwender müssen die Mittel nur einmal täglich einnehmen. Sie können unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit verursachen. Auch Wechselwirkungen mit vielen anderen Medikamenten sind bekannt.
- H2-Rezeptor-Antagonisten kommen ebenfalls bei geschwürähnlichen Schmerzen und Magenbrennen in Betracht. In der Schweiz ist nur der Wirkstoff Ranitidin erhältlich, Anwender nehmen ihn ein- bis zweimal täglich ein. Die möglichen Nebenwirkungen ähneln denen der Protonenpumpen-Inhibitoren.
- Das Enzym Pepsin kann Linderung verschaffen, wenn ein Reizmagen mit Mangel an Magensäure vorliegt. Pepsin führt vereinzelt zu Überempfindlichkeitsreaktionen.
- Bei starken Schmerzen und wenn die Bewegung der Darmmuskulatur gestört ist, können krampflösende Medikamente z.B. mit dem Wirkstoff Butylscopolamin helfen. Der Wirkstoff kann zu Nebenwirkungen wie bspw. Mundtrockenheit, Verstopfung und Durchfall führen und die Wirkung anderer Medikamente stören.
Weitere Möglichkeiten
- Wärmebehandlungen, etwa mit einer Wärmeflasche oder heissen Wickeln am Oberbauch, können Schmerzen und Krämpfe lindern.
- Biofeedback hilft vielen Betroffenen mit Reizmagen. Auch die Kombination mit Entspannungsübungen gilt als nützlich.
- Ein paar Betroffene berichten, dass sie ihre Beschwerden mit Akupunktur oder homöopathischen Mitteln mildern konnten.
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Verlauf, Komplikationen, Besonderheiten
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Ein Reizmagen erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen nicht. Es gibt üblicherweise keine Komplikationen. Die Lebenswartung bleibt unverändert. Der Reizmagen ist also keine bedrohliche Krankheit.
Er kann aber so starke Beschwerden mit sich bringen, dass die Lebensqualität deutlich verringert ist. In schweren Fällen müssen Betroffene berufliche Aktivitäten einschränken. Andere entwickeln grosse Probleme mit bestimmten Lebensmitteln oder Speisen. Sie trauen sich nicht mehr, woanders zu essen als zu Hause, worunter ihr gesellschaftliches Leben stark leiden kann.
Doch Fachleute gehen davon aus, dass nicht einmal 5 von 100 Betroffenen eine durchgängige Behandlung brauchen. Bei rund der Hälfte legen sich die Beschwerden im Lauf weniger Jahre von allein. Anderen hilft meistens eine Umstellung des Lebensstils, ihre Symptome so weit zu mildern, dass sie die Lebensqualität nicht mehr oder kaum noch einschränken.
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Ursachen, Risikofaktoren und Häufigkeit
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Laut Definition gibt es für den Reizmagen keine körperliche Ursache, also beispielsweise keine Entzündung. Es handelt sich um eine funktionelle Störung, bei der irgendetwas im oder am Magen nicht korrekt arbeitet. Als mögliche Gründe diskutieren die Fachleute etwa
- gestörte Bewegungsabläufe im Magen, wodurch Speisen länger im Magen verweilen.
- Überempfindlichkeit des Nervensystems am Magen, wodurch dieser auf bestimmte Reize zu stark reagiert.
- eine verstärkte Schmerzwahrnehmung.
- vermehrte Produktion und Absonderung von Magensäure.
- verringerte Produktion und Absonderung von Magensäure.
Bekannt ist, dass bei vielen Betroffenen psychische Belastungen wie Stress sowie ungünstige Ernährungsgewohnheiten und Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln zu Häufigkeit, Stärke und Dauer der Beschwerden beitragen.
Risikofaktoren
Es ist schwierig, Risikofaktoren für den Reizmagen zu nennen. Die Fachleute kennen ja die Ursache der Erkrankung nicht und wissen kaum etwas darüber, wie sie entsteht. Es gibt also nur Vermutungen, was zur Entstehung eines Reizmagens möglicherweise beitragen könnte.
Hohe psychische Belastungen wie dauerhaft hoher Arbeitsdruck, Ängste und Stress beeinflussen die Beschwerden bei vielen Betroffenen. Wenn der Reizmagen einen psychosomatischen Hintergrund hat, was nicht erwiesen ist, könnte psychische Anspannung auch ein (Mit-)Auslöser sein.
Infektionen mit Helicobacter pylori, die zu Magenschleimhautentzündungen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren führen können, sind bei vielen vom Reizmagen Betroffenen vorhanden. Allerdings bessern Therapien, die die Infektionen beseitigen, den Reizmagen nur manchmal. Der Zusammenhang ist noch unklar.
Die Ernährung spielt bei einigen Betroffenen eine Rolle. Bei ihnen kann eine Umstellung die Symptome bessern. Ob aber bestimmte Speisen oder bestimme Essgewohnheiten einen Reizmagen verursachen können, weiss niemand. Manchmal wird eine zu «säurelastige» Ernährung als Risikofaktor angegeben. Doch es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine «Übersäuerung» des Körpers als Ursache von Reizmagen oder anderen Krankheiten in Betracht kommt. Tatsächlich besitzt unser Körper einen sehr robusten Schutz gegen Übersäuerung, der durch ungünstige Ernährung so gut wie nicht zu schwächen ist.
Häufigkeit
Rund einer von drei Erwachsenen klagt zumindest zeitweise über Beschwerden, wie sie beim Reizmagen vorkommen. Vermutlich gibt es mehr Betroffene, denn viele Menschen gehen wegen ihrer Verdauungsbeschwerden nicht zum Arzt. Bei der Hälfte von denen, die es tun, finden die Ärzte keine körperliche Ursache. Fachleute rechnen damit, dass etwa eine von vier Personen zumindest vorübergehend an einem Reizmagen leidet, 5 von 100 Erwachsenen befinden sich deshalb in ärztlicher Behandlung. Frauen sind häufiger betroffen, die Häufigkeit nimmt im Alter zu.
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Vorbeugung
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Bei der Vorbeugung sieht es ähnlich aus wie bei den Risikofaktoren: Ohne bekannte Ursache ist gar nicht richtig klar, wogegen man vorbeugen könnte. Es gibt gegen Reizmagen keine gezielte Vorbeugung. Ein paar Massnahmen verringern ganz allgemein das Risiko zu erkranken und senken somit womöglich auch die Gefahr für einen Reizmagen.
- Stress vermeiden.
- Besser mit Stress und Konflikten umgehen, etwa durch bewusstes Ausspannen und Pausen, um «die Seele baumeln zu lassen», durch Entspannungstechniken, Schulungen zur Konfliktbewältigung oder im Zweifel auch Psychotherapien. Es gibt viele Möglichkeiten, unter denen jeder die finden muss, die für seine Person am besten geeignet ist.
- Regelmässige körperliche Bewegung oder Sport, am besten möglichst oft an der frischen Luft. Die positiven gesundheitlichen Wirkungen von Sport sind vielfältig und nicht zu unterschätzen. Der Körper wird widerstandsfähiger gegen nahezu alle Erkrankungen, also wohl auch gegen einen Reizmagen.
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TopPharm hilft!
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Bei Reizmagen kann Ihnen Ihr persönlicher Gesundheits-Coach wichtige Informationen geben. Einerseits weiss er sehr gut darüber Bescheid, welche Heilpflanzen und pflanzlichen Heilmittel sich bei Ihren Beschwerden am ehesten anbieten. Andererseits kennt er sich auch mit den Medikamenten aus, die infrage kommen. Viele davon können die Wirkung anderer Mittel stören. Wenn Sie noch weitere Medikamente benötigen, ist kompetenter Rat hier also sehr wertvoll.
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Wirkstoffe
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