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Immer mehr Abfall bleibt im öffentlichen Raum liegen. Dies kann nicht nur zu einem schlechten Image der betroffenen Gemeinden führen, sondern bedeutet auch mehr Reinigungsaufwand und höhere Kosten. EBP ermittelte die tatsächlichen Littering-bedingten Reinigungskosten in den Gemeinden und im öffentlichen Verkehr für die Schweiz.
Littering, das unbedachte oder absichtliche Fallen- und Liegenlassen von Abfall unterwegs, stört und beeinträchtigt die Lebensqualität sowie das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum. Zudem verursacht es den Gemeinden deutliche Mehrkosten. Erstmals wurden für die Schweiz die durch Littering im öffentlichen Raum und in öffentlichen Verkehrsmitteln verursachten Reinigungskosten systematisch erhoben.
Die Berechnungen basieren auf einer repräsentativen Erhebung in 40 Gemeinden im Zeitraum von Juni bis September 2010 beziehungsweise auf Auskünften von 9 öffentlichen Verkehrsbetrieben (ÖV). Für die Erhebung und die anschliessende Hochrechnung wurden verschieden Faktoren wie beispielsweise Verschmutzungsgrad von typisierten Flächen, deren Bodenbeschaffenheit und die Nutzungsintensität von öffentlichen Räumen berücksichtigt.
Die gesamtschweizerischen, Littering-bedingten Reinigungskosten im öffentlichen Raum liegen bei total ca. 200 Millionen Franken pro Jahr. Davon entfallen etwa 150 Millionen Franken auf die Gemeinden und rund 50 Millionen Franken auf den öffentlichen Verkehr. Diese Werte liegen in der Grössenordnung früherer, mit grösseren Unsicherheiten behafteter Schätzungen. Die Hauptfraktionen Take-Away-Verpackungen, Getränkebehältnisse, Zeitungen und Flyer sowie Zigaretten verursachen den überwiegenden Teil der Kosten.