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Soziale Stadtentwicklung am Beispiel des Basler St. Johann-Quartiers
In dieser Bachelorarbeit wurde die Wirkung der Stadtentwicklungsmassnahmen, die im Basler St. Johann-Quartier getätigt wurden, auf die Bewohnerinnen und Bewohner untersucht. Im Zentrum des Interesses standen der Einfluss der baulichen Massnahmen auf die Lebensqualität im Quartier sowie die Organisation und die Wahrnehmung der Partizipationsmöglichkeiten bei der Quartierentwicklung. Als Methode wurden leitfadengestützte Expertinnen- und Experteninterviews gewählt, die mit fünf Personen durchgeführt und schliesslich qualitativ ausgewertet wurden. Es zeigte sich, dass die Aufwertung durch das Bauen von Luxuswohnungen und neuen Bauten nicht den Bedürfnissen der Bewohnerschaft entspricht und sogar eher als fremd empfunden wird. Als Indikatoren für positiv empfundene Lebensqualität konnten die bereits in der Literatur diskutierten Grünflächen und Möglichkeiten sozialen Austausches sowie gute Infrastruktur bestätigt werden. Im Weiteren wurde deutlich, dass Partizipation – wie in der Theorie gefordert – ein Grundelement sozialer Stadtentwicklung sein muss, um eine optimale Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit den Veränderungen zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wird der Handlungsbedarf der Soziokulturellen Animation in Stadtentwicklungsfragen abgeleitet und diskutiert. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung zwischen den Ansprüchen der bestehenden Wohnbevölkerung, den in diesem Quartier besonders starken Interessen der Wirtschaft und den an sich sozial engagierten Stadtbehörden. Im traditionell industriebezogenen Quartier St. Johann geht es nun um das Finden einer optimalen Balance zwischen den verschiedenen Interessensgruppen.