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- Bayern-Stürmer Robert Lewandowski setzt sich in der Wahl zum Fifa-Weltfussballer des Jahres in Zürich gegen Cristiano Ronaldo (Juventus) und Lionel Messi (Barcelona) durch.
- Bei den Frauen gewinnt Lucy Bronze, die den Vorzug vor Wendie Renard und Pernille Harder erhält, die Wahl.
- Bester Keeper ist Bayerns Manuel Neuer, bei den Trainern muss Hansi Flick jedoch Liverpool-Coach Jürgen Klopp den Vortritt lassen.
Elf der zwölf Wahlen zum Fifa-Weltfussballer seit 2008 waren an Lionel Messi (6 Siege) oder Cristiano Ronaldo (5) gegangen, nur 2018 hatte Luka Modric triumphiert. Nun durchbrach auch Robert Lewandowski die Phalanx der beiden Ausnahmekönner. Der Stürmerstar des FC Bayern München gewann erstmals die Wahl.
Eine Überraschung ist die Entscheidung, die zu jeweils gleichen Teilen von Fans, Nationaltrainern und -captains sowie Journalisten getroffen wurde, nicht. Lewandowski holte mit den Bayern das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Er war Torschützenkönig in allen drei Wettbewerben. 55 Treffer in 47 Pflichtspielen betrug die überragende Ausbeute des 32-Jährigen. Der Pole ist der erste Weltfussballer, der in der Bundesliga spielt.
Bronze gewinnt bei den Frauen
Zur Weltfussballerin des Jahres wurde Lucy Bronze gewählt. Die 29-jährige Verteidigerin holte mit Olympique Lyon das Triple. Mittlerweile steht die Engländerin wieder bei Manchester City unter Vertrag. Ihr mussten Wendie Renard (Olympique Lyon) und «Europas Fussballerin des Jahres» Pernille Harder (Chelsea) den Vortritt lassen.
Der Puskas-Award für den schönsten Treffer des Jahres ging an Son Heung-min. Der Südkoreaner in Diensten von Tottenham sorgte mit einem wundervollen Solo-Lauf gegen Burnley für einen echten Hingucker. Es erinnert ein wenig an das «Tor des Jahrhunderts», den der kürzlich verstorbene Diego Maradona 1986 im WM-Viertelfinal gegen England erzielt hatte.
Der Fairplay-Award wurde an Mattia Agnese vergeben. Der Italiener leistete einem gegnerischen Spieler, der das Bewusstsein verloren hatte, erste Hilfe und rettete ihm damit das Leben. Den Fan-Award holte sich Marivaldo Francisco da Silva ab. Der arbeitslose Anhänger vom brasilianischen «Sport Club do Recife» pilgert 60 Kilometer zu jedem Heimspiel.
Die weiteren Entscheidungen
- Torhüter des Jahres: Manuel Neuer (FC Bayern)
- Torhüterin des Jahres: Sarah Bouhaddi (Olympique Lyon)
- Männer-Trainer des Jahres: Jürgen Klopp (FC Liverpool)
- Frauen-Trainer(in) des Jahres: Sarina Wiegman (Niederlande)