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Fuminori Nakamura gilt als literarisches Wunderkind Tokios. Mit seinem neuesten Roman «Die Maske» (Diogenes 2018, aus dem Japanischen von Thomas Eggenberg) gelingt ihm ein hoch spannender und zugleich literarischer Thriller: Der mächtige Clan der Kuki folgt seit Jahrhunderten einer misanthropischen Tradition, bei der ein Patriarch am Ende seines Lebens noch ein Kind zeugt, das so viel Übel wie möglich in die Welt bringen soll. Doch Fumihiro Kuki, der letztgeborene Sohn, widersetzt sich diesen Plänen – er will ein anständiger Mensch werden, damit er das Waisenmädchen Kaori heiraten kann. Seine Weigerung stürzt ihn in einen tiefen Konflikt mit der Familie und setzt eine Reihe verhängnisvoller Ereignisse in Gang.