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Für das vierte Konzert der Saison hat Théophanis Kapsopoulos für das Jugendorchester Freiburg ein aussergewöhnliches Programm zusammengestellt: Drei Jahrhunderte, drei Stilrichtungen und drei Formen bringt er zusammen. Als roter Faden dient Händels «Feuerwerksmusik», die in drei Teilen am Anfang, in der Mitte und am Ende des Programms erklingt. Die Streicherinnen und Streicher des Jugendorchesters werden dabei von 24 Blasmusikern begleitet. Die Suite entstand 1749 zu einem Feuerwerk, das der britische König Georg II. zur Feier des im Jahr zuvor geschlossenen Friedens von Aachen auf der Themse veranstaltete.
Höhepunkt des Konzertabends ist der Auftritt des Orchesters mit dem britischen Pianisten John Coker. Dieser trägt mit den jungen Musikern Liszts «Vallée d’Obermann» vor. Das Charakterstück erschien 1855 im Rahmen des Zyklus «Années de Pèlerinage». John Coker spielt es in einer Version für die linke Hand, die er selber geschrieben hat, weil seine rechte Hand eine Ruhepause brauchte. Der 59-jährige Pianist, der während zehn Jahren der Bühnenpartner des Geigers Yehudi Menuhin war, unterrichtet an der Musikhochschule Genf.
Ins frühe 20. Jahrhundert geht die musikalische Reise schliesslich mit dem selten aufgeführten Doppelkonzert für Klarinette und Viola, das der deutsche Komponist Max Bruch 1911 für seinen Sohn, einen Klarinettisten, schrieb. Als Solisten sind bei diesem Werk am Sonntag der Klarinettist Dimitri Ashkenazy und die Bratschistin Ada Meinich zu hören.
Aula Magna,Universität Miséricorde, Freiburg. So., 22. Februar, 17 Uhr.