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Zum Muttertag: Die Geschichte der alleinerziehenden Amare aus Äthiopien
In der äthiopischen Stadt Dessie lebt die dreissigjährige Amare Tigrinja mit ihren zwei Söhnen, sie sind 4 und 6 Jahre alt. Ihre Hütte ist drei Mal drei Meter gross. Es gibt keinen Strom, kein fliessend Wasser, keine Toilette. Vor drei Jahren verschwand Amares Ehemann über Nacht. Er ging nach Eritrea und gründete dort eine neue Familie. Unterstützung erhält sie seitdem weder von ihm, noch von den Behörden. Sie ist also völlig auf sich allein gestellt – ohne Ausbildung und ohne Geld. Gleichzeitig wurde vor drei Jahren bei dem sechsjährigen Abush ein Nervenleiden diagnostiziert, das dafür verantwortlich war, dass er weder gehen noch laufen konnte.
Ein Sozialarbeiter von LICHT FÜR DIE WELT, der in der Region Amhara unterwegs war, entdeckte die kleine Familie eines Tages auf der Strasse. Er organisierte Amare diese Hütte und gab ihr 30 Franken Startkapital. Damit machte sie sich selbständig. Seither stellt sie Fladenbrote her, die sie an Hotels verkauft. Abush erhielt eine Therapie, dank der er heute wieder laufen kann, nur mit dem linken Fuss hinkt er noch ein wenig. Die Schweizer Schokolade, die Amare von LICHT FÜR DIE WELT erhielt, gab sie den Kindern. Die Jungs verputzten diese im Nu und Amare strahlte. Wenn es den Kindern gutgeht, geht es ihr auch gut.
Die Geschichte von Amare steht für viele hunderttausend andere Mütter. Mutterliebe ist universell, überall auf der Welt zu finden. Mütter begleiten, leiden mit, sorgen sich, stecken zurück, lieben, erziehen, geben. Selbst dann, oder erst recht, wenn die Bedingungen so schwierig sind, wie in Afrika. Studien zeigen, dass Mütter in Afrika, global gesehen, es noch immer am schwierigsten haben. Es ist ein täglicher Kampf ums Überleben, um die Gesundheit, um die Zukunft ihrer Kinder.
Hier finden Sie auf Seite 2 den Artikel, der dazu im Kirchenboten erschienen ist.