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Einführung
Die Mesenterien fixieren das Darmrohr an der Hinterwand des Bauchraumes. In ihnen verlaufen die Blutgefässe und die Nerven für die Eingeweide. Da Abschnitte der Mesenterien teilweise mit der hinteren Bauchwand wieder verkleben, liegen auch die darin verlaufenden Gefässe und Nerven sekundär retroperitoneal.
Mesenteriale Verhältnisse
Im Bereich des Magens und Dünndarms bis zur Leberknospe besteht eine ventrale Fixierung, das Mesogastrium ventrale hin zur Leber. Darin verläuft später die V. portae, die A. hepatica und der Ductus choledochus. Ein dorsales "Meso" fixiert hier die Eingeweide an die dorsale Bauchwand.
Im Stadium 13, ca. 32 Tage, entsteht rechts des Darmrohres im Bereich zwischen Oesophagus und Lunge ein Spalt, der Recessus pneumato-entericus, der sich bis in die Peritonealhöhle erstreckt. Mit der Ausdehnung des Diaphragmas wird er in eine supra-diaphragmale Höhle, Bursa subcardiaca, und eine infra-diaphragmale Höhle, Bursa omentalis unterteilt. Links entsteht ein ähnlicher Rezessus, der sich aber bald wieder zurückbildet bzw. vom Magen verdrängt wird.
Die Bursa omentalis dehnt sich mit der Magendrehung weiter aus und begrenzt einen Raum hinter dem Magen mit einer kleinen Oeffnung zur Peritonealhöhle, dem Foramen epiploicum. Vorne wird er durch das Mesogastrium ventrale oder Omentum minus abgegrenzt.
Mit der weiteren Entwicklung dehnt sich das Mesogastrium dorsale über die grosse Kurvatur des Magens nach kaudal aus und bildet eine mesenteriale Falte: Omentum majus, was nichts anderes als die erweiterte Bursa omentalis darstellt. Mit der Zeit verklebt das Omentum majus in sich und fusioniert mit dem Mesocolon transversum.
Im Dünndarmbereich sind die mesenterialen Verhältnisse durch die Darmdrehung etwas komplizierter, weil durch die Verdrehung das Mesenterium des ganzen Dünndarmes von einem Punkt, der oberhalb der Pars inferior des Duodenums liegt, auszugehen scheint. Zusäztlich legt sich in der Fetalzeit das Mesenterium des Colon ascendens und descendens an die hintere Bauchwand, verklebt damit und wird sekundär retroperitoneal.
Es entsteht die Radix mesenterii, die quer über die hintere Bauchwand vom Caecum zur Flexura duodeno-jejunalis verläuft und dem Ansatz des mit der hintern Bauchwand fusionierten Teils des Mesenteriums des Colon ascendens entspricht. Nur im Bereich des Sigmoids bleibt die Verklebung aus und dieser Teil bleibt intraperitoneal mit einem Mesosigmoideum. Das Rectum befindet sich dorsal bzw. kaudal der Peritonealhöhle, ist also retroperitoneal gelegen.