Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/89

Film ab: Die Entscheidung liegt bei Ihnen
Jeder fällt rund 20 000 Entscheidungen pro Tag. Natürlich fällen wir nicht alle davon bewusst. Gehirnforscher gehen davon aus, dass etwa 90 % unserer Entscheidungen reine Routine sind. Wenn wir bei jedem Brotkauf alle Argumente abwägen würden, wären wir längst verhungert. Im Normalfall nehmen wir das, was uns vertraut ist. Für Ihr Fernsehprogramm müssen Sie bewusst eine Entscheidung fällen: Filmbiografie, Fantasy oder Komödie?
Unglaubliche Fähigkeiten: «Fantastic Four»
Keiner kennt sich besser mit Superhelden aus als Marvel. Wenn der Comicverlag seine Geschichten verfilmt, dann entstehen Blockbuster wie «The Avengers» oder «Iron Man». Auch «Fantastic Four» basiert auf einer Comicreihe. Die vier Hauptdarsteller haben nach einer Reise in ein Paralleluniversum plötzlich unglaubliche Fähigkeiten: Der Körper des jungen Reed ist gummiartig dehnbar und sein Kollege Storm kann als lebendige Fackel umherspazieren. Susan macht sich mit Hilfe ihrer Gedanken unsichtbar und Grimm verwandelt sich in einen unförmigen Steinkoloss. Der Darsteller des klobigen Felsenmannes ist übrigens Jamie Bell, der im Jahr 2000 die Hauptrolle in «Billy Elliot» gespielt und getanzt hat.
Mutiger Kämpfer: «César Chávez»
Es gibt nicht viele Normalsterbliche, denen ein Feiertag gewidmet ist. Dem Mexikaner César Chávez ist genau das gelungen: In Kalifornien und Colorado nennt man den 31. März «César Chávez Day». Es ist der Geburtstag von Chávez, dem Gründer der amerikanischen Landarbeitergewerkschaft. Sein Kampf für soziale Gerechtigkeit verbesserte das Leben unzähliger mexikanischer Wanderarbeiter nachhaltig. Ein Jahr nach seinem Tod wurde Chávez mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten geehrt, der höchsten zivilen Auszeichnung der USA. Der mexikanische Regisseur Diego Luna hat die spannende Biographie von Chávez verfilmt.
Historische Hommage: «Effie Gray»
Die Hauptrolle im Historiendrama über die britische Malerin Effie Gray spielt Dakota Fanning. Die 21-Jährige stand schon als Kleinkind vor der TV-Kamera. Mit 7 Jahren schaffte sie in «I am Sam» mit Sean Penn den Durchbruch: Das Schauspieltalent der Kleinen war nicht zu übersehen. Es folgten Kinorollen an der Seite von Denzel Washington, Robert De Niro und Tom Cruise. Kurt Russel sagte nach dem Dreh zu «Dreamer» über die damals 11-jährige Dakota: «Das ist die beste Schauspielerin, mit der ich je zusammengearbeitet habe.» In «Effie Gray» ist der ehemalige Kinderstar als traurige junge Frau kaum wiederzuerkennen. Basierend auf einer wahren Geschichte handelt der Film von einer unglücklich verheirateten jungen Frau, deren distanzierter Ehemann und seine repressiven Eltern ihr das Leben schwer machen. Das Leben von Effie nimmt eine dramatische Wendung, nachdem der Künstler John Everett Millais ein Portrait von ihr malt.
Australische Action: «Kill Me Three Times»
Eagles Nest, ein Kaff irgendwo im Westen Australiens. Hier beginnt die rasante Geschichte von «Kill Me Three Times». Hollywood weiss längst, dass die Australier ziemlich entspannt sind bei der Vergabe von Drehgenehmigungen. Und eingebettet in die australische Natur wirken Verfolgungsjagden gleich noch gigantischer. Deshalb wurden auch diese Filme ganz oder teilweise in Down Under gedreht:
- «Mad Max: Fury Road»
- «Schweinchen Babe»
- «X-Men Origins: Wolverine»
- «Superman Returns»
- «Mission: Impossible 2»
- «Matrix»
- «Independence Day»
Ewiger Single: «Es ist kompliziert …!»
Grossbritannien ist die Heimat der romantischen Komödie. Zuerst haben wir mit Hugh Grant in «Vier Hochzeiten und ein Todesfall» gelitten. Später wollten wir alle nach «Notting Hill» ziehen, nicht ohne vorher mit «Bridget Jones» eine Tafel Schokolade zu futtern. Mit «Tatsächlich ... Liebe» kam dann die Mutter aller Romantic Comedys ins Kino: Mit mehr als einem Dutzend Stars in herzerwärmenden, parallel erzählten Liebesgeschichten. In «Es ist kompliziert ...!» leiden und lachen wir mit Nancy, die ein skurriles Blind Date erlebt.