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Mitten in der Wirtschaftskrise der Dreissiger Jahre, am 4. März 1934, erblickte Emil Fischer das Licht der Welt und verbrachte die prägenden Jugendjahre in Armut und mit Entbehrungen. Die Familie wohnte auf dem prächtigen Hof auf der Egg. 1939 starb der Vater. Der tatkräftigen und opferbereiten Mutter gelang es, ihren Kindern trotz der Not und ohne soziale Netze für damalige Zeitbegriffe eine glückliche und sorgenarme Jugend erleben zu lassen. Nach der Schulzeit konnte Emil Fischer eine Lehre als Schmied beginnen, die leider abgebrochen wurde wegen der Tuberkulose, die damals mit allen bekannten Mitteln rigoros bekämpft wurde. Erbarmungslos wurden Erwachsene und Kinder per Gesetz in Sanatorien eingewiesen und für diese Zeit bestens therapiert. Emil verbrachte ein Jahr in Leysin. Diese harte Lebensschule machte aus ihm einen festen, angenehmen und frohen Charakter.
Er liebte aber auch die Stille und die Zurückgezogenheit. Bei seiner Halbschwester Seraphine Rappo im Leist mietete er eine kleine Wohnung, die er bis zuletzt bewohnte und wo er sich wohlfühlte. Fini war nicht nur seine Halbschwester, sondern auch seine zweite Mutter. In diesen Kreisen war er gut aufgehoben, beliebt und bekannt für seine Hilfsbereitschaft.
In der Lüftungsbranche hat er sich vom anfänglichen Hilfsmonteur zum Lüftungsspezialisten hochgearbeitet und war auf diesem Gebiet bis zu seiner Frühpensionierung tätig. Diese liess ihm jetzt mehr Zeit für seine Geschwister, die er häufig zum Beerenpflücken oder zum Wandern traf. Ebenfalls verbrachte er viel Zeit im Lavati mit seinen Freunden.
Plötzlich fing er an zu kränkeln, über einige Jahre reihte sich ein Gebrechen an das andere, bis er schliesslich wegen eines heimtückischen Blutkrebses am 27. Januar 2009 mit der Tröstung des christlichen Glaubens friedlich einschlief.
Freunde und Kollegen werden seiner gedenken und ihm ein gutes Andenken bewahren. bg