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Doppelte Schreibweisen
|Geografische Namen||Lokalnamen||Gebäudeadressen||Inhaltsverzeichnis+Übersicht||Aktuell|
Rechtliche Grundlagen
Bei den gesetzlichen Grundlagen ging es dem Gesetzgeben darum, dass geografische Namen im amtlichen Verkehr sowie in allen amtlichen Informationsträgern einheitlich verwendet werden vgl. Verordnung über geografische Namen (GeoNV) Art. 1. Die Meinung bestand darin, dass z.B. im Kanton Zürich in der amtlichen Vermessung nicht die Schreibweise Üetliberg und in der Landeskarte Uetliberg verwendet wird vgl. hier.
Diese Forderung schliesst auch aus, dass im selben Informationsträger zwei unterschiedliche Schreibweisen verwendet werden, dass zum Beispiel in der Landeskarte nebeneinander die Schreibweise Üetliberg und Uetliberg verwendet werden, da man dann nicht erkennt, welches die amtliche Schreibweise ist. Anders sieht es in zweisprachigen Gegenden aus, wo in Namen unterschiedliche Sprachen erscheinen (vgl. Biel/Bienne unten).
Der Gesetzgeber hat Alternativschreibweisen für amtliche Namen nicht vorgesehen, ausser bei zweisprachigen Namen. Es gibt jeweils nur eine amtliche Schreibweise. Bei Änderungen der Schreibweisen wie z.B. im Kanton Thurgau, änderte 1996 die amtliche Schreibweise z.B. Mezikon auf Mezike. Wenn nun diese Änderung nicht auf allgemeine Akzeptanz stösst und beide Schreibweisen verwendet werden, darf dieses Phänomen nicht als zweisprachiges Gebiet (Standardsprache und Mundart) aufgefasst werden. Analog Biel/Bienne müsste sonst Mezikon/Mezike geschrieben werden. Im Siedlungsverzeichnis des Kantons Thurgaus 2005 wird die Schreibweise Mezikon (Mezike) verwendet. 2012 wurde im Kt. Thurgau wurden die Änderungen der Schreibweisen rückgängig gemacht und im Siedlungsverzeichnis 2012 ist Mezikon wieder in dieser Schreibweise zu finden (vgl. hier).
Zweisprachige Schreibweisen
Bei Biel handelt es sich um ein zweisprachiges Gebiet. Bei zweisprachigen Namen hat es sich eingebürgert, die beiden Namen mit einem Schrägstrich zu trennen Biel/Bienne (Deutschsprachig/Französischsprachig). Als Sprachgegenden gelten in der Schweiz die 4 Landessprachen
- Deutsch
- Französisch
- Italienisch
- Rätoromanisch
Schreibweisen im Kanton Thurgau (Periode ca. 1996-2012)
Im Kanton Thurgau wurden mehr als 50% aller Lokalnamen auf der Landeskarte und in der amtlichen Vermessung geändert. Die neuen Schreibweisen stossen nun nicht auf allgemeine Akzeptanz und es stellt sich das Problem, wie hier vorgegangen werden soll (vgl. hier).
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