Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/196062

<h2>SubmittedText<h2><p>Kunstrasenfelder führen zu einer erheblichen Verschmutzung der Umwelt mit Mikroplastik.</p><p>- Erkennt der Bundesrat diese Tatsache als Problem?</p><p>- Was gedenkt er dagegen zu tun?</p><p>- Erkennt er gesetzgeberischen Handlungsbedarf?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Problematik des Eintrages von Plastik und Mikroplastik in die Umwelt ist sowohl international als auch national erkannt. Gemäss den heutigen Erkenntnissen beschränkt sich - entgegen der öffentlichen Wahrnehmung - der Eintrag von Mikroplastik aber nicht auf die falsche Entsorgung von Abfällen oder Littering. Mikroplastik wird hauptsächlich durch die Zersetzung und den Abrieb von Plastikprodukten verursacht. So stellen der Abrieb von Autoreifen und Absplitterungen von Fahrbahnmarkierungen eine wichtige Quelle von Mikroplastik dar. Ebenso gelangen feinste Plastikpartikel in Form von Fasern bei der Wäsche von synthetischen Textilien über das Abwasser in unsere Gewässer. Aufgrund des beschränkten Einsatzes von Kunstrasen kann davon ausgegangen werden, dass Kunstrasen im Verhältnis zu den genannten Quellen nicht das grösste Problem darstellt. Die bisherigen Abklärungen im In- und Ausland über die Mengen und Auswirkungen von kleinen Plastikteilen und Mikroplastik in der Umwelt geben erste Anhaltspunkte über das Ausmass des Problems. Es besteht insbesondere in Bezug auf die konkreten Auswirkungen auf Ökosysteme und Organismen und letztlich auch auf die Gesundheit noch grosser Forschungsbedarf. Mit dem heutigen Wissensstand können noch keine Aussagen zum gesetzgeberischen Handlungsbedarf gemacht werden.</p>