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Im Zusammenhang mit der Klimaänderung ist vom Energiesektor meistens als Verursacher die Rede. Als wichtigste Quelle menschgemachter Treibhausgase spielt er bei Massnahmen zur Emissionsreduktion eine zentrale Rolle. Im vorliegenden Bericht nehmen wir einen anderen Blickwinkel ein und betrachten den Energiesektor als Betroffenen der Klimaänderung. Wie wirken sich die Erwärmung und die Veränderungen bei den Niederschlägen auf die Energieproduktion und die Energienachfrage aus?
Als Folge der Klimaänderung wird in Zukunft im Winter weniger Heizenergie und im Sommer mehr Kühlenergie verbraucht werden. Es kommt zu einer Verlagerung der Nachfrage von den Brennstoffen zu Strom. Die Zunahme der Klimatisierung ist vor allem im Dienstleistungssektor ausgeprägt. Bei der Elektrizitätsbereitstellung wird sich die Klimaänderung nachteilig auf die Wasserkraft und die Kernenergie auswirken. Bei der Wasserkraft dürfte der geringere Wasserabfluss bis 2050 zu einer um 5–10% geringeren Produktion führen. Die Kernenergie wird bei ansteigenden Wassertemperaturen weniger Kühlleistung aus den Flüssen beziehen können. Im Sommer 2003 führte der Mangel an Kühlleistung zu einer um 4% geringeren Jahresproduktion. Hitzeperioden wie im Sommer 2003 werden bis 2050 zunehmen.
Source: OcCC/ProClim- (Hrsg.), 2007. Klimaänderung und die Schweiz 2050 - Erwartete Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Bern.