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Ich bin kurz bewusstlos gewesen. Was muss ich tun?
Kurze Ohnmachtsanfälle zusammen mit einem völligen Erschlaffen der Muskulatur können durch eine vorübergehende Blutleere im Hirn verursacht werden. Man nennt diese Anfälle Synkopen. Sie können durch eine, eher harmlose, überschiessende Reaktion des vegetativen Nervensystems oder auch durch eine ernsthaftere Erkrankung des Herzens hervorgerufen werden.
Synkopen müssen abgeklärt werden, wenn sie neu auftreten, zu Verletzungen führen, bei Menschen mit bekannten Herzerkrankungen oder wenn die Synkope ohne Vorwarnung auftritt.
Harmlosere Synkopen kündigen sich häufig kurz an durch Uebelkeit, Schwindel und Unwohlsein bevor man kurz das Bewusstsein verliert. Menschen, die sonst gesund und gut leistungsfähig sind und die seit der Jugendzeit immer wieder ohnmächtig werden, insbesondere bei emotionalen Situationen und wenn sie zu wenig getrunken haben, leiden wahrscheinlich an vasovagalen Synkopen, die meistens harmlos sind.
Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) und Belastungstest (Fahrrad oder Laufbandergometrie) helfen zur Beurteilung, ob eine Synkope gefährlich ist oder nicht. Manchmal und je nach Häufigkeit der Ereignisse kann auch ein Langzeit-EKG durchgeführt werden. Es gibt Geräte, die während 24-48h Stunden jeden Herzschlag registrieren und solche, die über eine Woche oder länger, die gefährlichen Ereignisse aufzeichnen. Bestimmte Geräte (Reveal) kann man in einer kleinen Operation unter der Haut einpflanzen, wo sie dann 2-3 Jahre lang den Herzrhythmus untersuchen.