Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/3838

Sergio Marchionne, Präsident von Fiat und Ferrari, tritt offenbar früher zurück als geplant. Die Nachfolgesuche für den Management-Star läuft.
Die Verwaltungsräte von Fiat Chrysler und Ferrari beraten einem Medienbericht zufolge diesen Samstag in getrennten Sitzungen über eine Nachfolge des krankgeschriebenen Chefs der beiden Autobauer, Sergio Marchionne. Bei dem Treffen des Ferrari-Gremiums werde der ehemalige Philip-Morris-International-Manager Louis Carey Camilleri zum neuen Vorstandschef des Sportwagenherstellers ernannt, berichtete die Zeitschrift «Automotive News» unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Ob auch ein neuer Fiat-Chrysler-Chef ausgewählt werden soll, war nicht klar. Fiat Chrysler und Ferrari lehnten Stellungnahmen zu dem Bericht ab.
Star-Manager mit starkem Schweiz-Bezug
Marchionne sollte eigentlich erst im April kommenden Jahres das Zepter an einen internen Nachfolger übergeben. Kürzlich unterzog sich der 66-Jährige jedoch einer Schulteroperation, von der er sich derzeit erholt. Seit dem 26. Juni trat er nicht mehr öffentlich auf, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürte.
In der Schweiz ist Marchionne bestens bekannt. Etwa als einstiger Chef des Chemiekonzerns Lonza und als ehemaliger Verwaltungsrat der UBS. Aktuell ist der Italo-Kandadier auch Präsident des Westschweizer Warenprüfers SGS.
«Harter Hund im weichen Pullover»
Bekannt ist der beherzt zupackende Wirtschaftskapitän Marchionne unter anderem dafür, dass er stets sechs Smartphones mit sich herumträgt und nie mit Krawatte auftritt. Der «harte Hund im weichen Pullover» («Stern») wechselte erst kürzlich seinen Schweizer Wohnsitz vom zugerischen Walchwil ins Schwyzer Millionärs-Örtchen Schindellegi.
(reuters/ag)