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Der Splügenpass (italienisch Passo dello Spluga) liegt auf einer Höhe von 2115 Metern[1] und verbindet Splügen im schweizerischen Rheinwald im Kanton Graubünden mit Chiavenna in der italienischen Provinz Sondrio und dem Comer See. Über den Pass verläuft die Wasserscheide zwischen dem Rhein und dem Po und die Staatsgrenze zwischen Italien und der Schweiz.
Bilder René Niederer
Das von der Mera durchflossene Chiavenna liegt rund 17 km nördlich des Comer Sees. Es ist Zentrum des Valchiavenna, das aus dem unteren Bergell (bis Castasegna), dem Val San Giacomo und dem eigentlichen Val Chiavenna (südlich von Chiavenna bis Pian di Spagna) besteht. In Chiavenna verzweigen zwei schon von den Römern genutzte Alpenübergänge. Der eine führt nördlich durch das Valle San Giacomo über den Splügenpass nach Chur; diese Passstraße wurde 1822 eröffnet. Der andere führt zunächst nach Osten durch das Bergell (Val Bregaglia) und verzweigt dann: die von den Römern genutzte Strecke führte von Casaccia am Fuße des letzten Aufstiegs des Malojapasses über den Septimerpass (bis heute nur ein Saumpfad) auf die Julierroute. Als Straße ausgebaut ist dagegen die Strecke über den Malojapass und dann weiter über den Julierpass nach Chur. Chiavennas größte Nachbargemeinden sind Piuro und Prata Camportaccio. Mit diesen beiden Orten bildet Chiavenna ein Siedlungsgebiet von rund 12.000 Einwohnern.