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Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus?
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Grundlagen zum Thema Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus?
Inhalt
- Wie werden lateinische Wörter ausgesprochen?
- Die Aussprache der Konsonanten s, r, c und ch im Lateinischen
- Die Aussprache der Diphthonge (Umlaute)
- Längen und Kürzen
- Die Betonung lateinischer Wörter
- Teste dein Wissen – Aussprache und Betonung lateinischer Wörter
- Häufig gestellte Fragen zum Thema – Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus?
Wie werden lateinische Wörter ausgesprochen?
Im Lateinunterricht wird Latein fast nie frei gesprochen, sondern meist wird vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt. Doch wie hat es sich angehört, wenn die alten Römer gesprochen haben? Und worauf sollten wir bei der Aussprache der lateinischen Wörter achten, wenn wir Texte vorlesen?
Die Aussprache der Konsonanten s, r, c und ch im Lateinischen
Die meisten Konsonanten kannst du genauso aussprechen wie im Deutschen. Einige Konsonanten spricht man aber im Lateinischen anders aus:
- Das s wird immer scharf gesprochen (wie das deutsche „ß“).
Beispiel: Salve! („Ssalve!“)
- Das r wird (wie im Italienischen) gerollt.
Beispiel: Recte! („Rrrrecte!“)
- Das c und ch werden wie k gesprochen.
Beispiel: Cicero („Kikero“), schola („skola“)
Die Aussprache der Diphthonge (Umlaute)
Auch die Diphthonge werden im Lateinischen teilweise anders gesprochen als im Deutschen.
- Das ae wird wie ai gesprochen.
Beispiel: Caesar („Kaißer“)
- Das oe wird wie oi gesprochen.
Beispiel: poena („poina“)
- Das eu wird getrennt, also wie e-u, gesprochen.
Beispiel: Europa („E-u-ropa“)
Über die Aussprache von ae gibt es immer wieder Diskussionen und unterschiedliche Auffassungen. Legt deine Lehrkraft fest, dass ae wie ä ausgesprochen werden soll, so gibt es auch dafür gute Argumente.
Längen und Kürzen
Naturlängen
Viele Wörter haben Naturlängen, das heißt, bestimmte Silben im Wort werden lang ausgesprochen. Diese Längen sind im Wörterbuch durch einen waagerechten Strich (ā) über dem Vokal markiert. Teilweise kann sich die Bedeutung eines Worts verändern, je nachdem ob eine Silbe lang oder kurz gesprochen wird. Auch Diphthonge werden immer lang gesprochen.
- malus (schlecht); mālus (der Apfel)
- hic (dieser); hīc (hier)
Positionslängen
Eine Silbe gilt im Lateinischen auch dann als lang, wenn auf den Vokal zwei oder mehrere Konsonanten folgen.
- fenéstra
- magíster
Tipp: Die Silbe kann trotzdem kurz gesprochen werden. Das Wort kann aber auf dieser Silbe betont werden (siehe: Betonung lateinischer Wörter).
Bestimmte Endungen
Die Endungen bestimmter Verbformen oder Kasus sind ebenfalls immer lang. Es lohnt sich, diese zu lernen, denn so kannst du die Formen besonders gut erkennen, wenn deine Lehrerin oder dein Lehrer Texte vorliest.
|Endung||Regel|
|-o||immer lang|
|-a||lang, wenn Abl. Sg. f. oder Imperativ Sg.|
|-i||immer lang|
|-e||lang, wenn Adverb oder Imperativ Sg.|
|-is||lang, wenn Dat. Pl. oder Abl. Pl.|
|-os/-as/-es||lang, wenn Akk. Pl.|
Die Betonung lateinischer Wörter
Zweisilbige Wörter werden auf der ersten Silbe betont (hómo).
Die Paenultima-/Antepaenultima-Regel gilt für drei- oder mehrsilbige Wörter:
- Das Wort wird auf der vorletzten Silbe (paenultima) betont, falls diese lang ist.
Beispiel: Románus wird auf a betont, weil das a naturlang ist.
- Das Wort wird auf der vorvorletzten Silbe (antepaenultima) betont, falls die vorletzte Silbe kurz ist.
Beispiel: ágitur wird auf a betont, weil das i kurz ist.
Teste dein Wissen – Aussprache und Betonung lateinischer Wörter
Zur Vertiefung kannst du nun anhand der folgenden Übungen dein erlerntes Wissen auf die Probe stellen.
-
la-bo-ra-re
Das Wort wird auf der vorletzten Silbe betont, weil diese naturlang ist (vgl. Paenultima-Regel).
-
bo-num
Zweisilbige Wörter werden auf der ersten Silbe betont.
-
pe-te-re
Da die vorletzte Silbe -te- kurz ist, wird die vorvorletzte Silbe betont (vgl. Antepaenultima-Regel).
Längen und Kürzen zu kennen kann dabei helfen, die Bedeutung von Wörtern zu unterscheiden, z. B. malus (schlecht); mālus (der Apfel) oder hic (dieser); hīc (hier).
Das r von Syrus und Caesari wird gerollt.
Das c von Caesari wird als k gesprochen.
Das ae von Caesari wird ai gesprochen.
Das oe von poenas wird oi gesprochen.
Syrrrus Kaisarrri poinas dat.
Häufig gestellte Fragen zum Thema – Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus?
Das c wird vor e und i als [ts], sonst als [k] ausgesprochen. Ursprünglich wurde c, auch vor e und i, wie [k] gesprochen. Man sprach Caesar und Cicero also Kaísar und Kíkerō.
Das ae wird als Doppellaut (Diphthong) [ai] gesprochen.
Für die Betonung gelten folgende Regeln: Zweisilbige Wörter werden immer auf der ersten Silbe betont. Die Betonung mehrsilbiger Wörter hängt von der Länge der vorletzten Silbe ab.
Naturlängen sind z. B. Diphthonge und Kasusendungen, die per se lang sind.
Positionslang sind die Silben, bei denen auf einen Vokal zwei oder mehrere Konsonanten folgen. Dabei gelten x und z als Doppelkonsonanten, h als gar keiner.
Transkript Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus?
Salvete discipuli! In der Schule wird im Lateinunterricht nicht wirklich auf Lateinisch gesprochen, sondern Texte werden übersetzt. Wie haben die Römer eigentlich auf Lateinisch miteinander gesprochen? Hier ein Ausschnitt aus einem lateinischen Theaterstück. Demea und Syrus begegnen sich. „Heus Demea!“ „Quis homo? O Syre noster! Salve! Quid fit? Quid agitur?” „Recte.“ Habt ihr etwas verstanden? Syrus begrüßt Demea: „Heus Demea!“ Hallo Demea! Demea erkennt ihn nicht gleich und fragt: „Quis homo?“ Wer ist der Mann? Und beantwortet sich die Frage selbst: „O Syre noster!“ O, unser Syrus! Demea begrüßt Syrus: „Salve!“ Und fragt ihn, wie es ihm geht: „Quid fit? Quid agitur?“ Was gibt’s? Wie geht’s? Syrus antwortet: „Recte.“ Ganz gut. Ihr seht, die Römer haben auch ganz normal miteinander gesprochen. Das Latein in Theaterstücken und Gedichten unterschied sich allerdings vom sogenannten Vulgärlatein, das die Römer auf der Straße sprachen. Heute will ich euch erklären, wie man lateinische Wörter richtig ausspricht. Dazu werde ich euch als Erstes die einzelnen Laute des Lateinischen vorstellen, die vom Deutschen abweichen, nämlich zum einen die Konsonanten s, r, c und ch und zum anderen die Diphtonge. Als Zweites werde ich über Längen und Kürzen sprechen und als Drittes über die Betonung im Lateinischen. Am Ende gibt es wie immer eine Zusammenfassung. Als Vorwissen solltet ihr schon ein bisschen Erfahrung mit dem Lateinischen gesammelt haben. Ihr solltet die wichtigsten Deklinationen und Konjugationen beherrschen und grundlegende Vokabeln. Wir fangen mit den Lauten des Lateinischen an, und zwar mit den Konsonanten, den Mitlauten. Demea sagt: „Syre“ und „Salve“. Das s wird im Lateinischen nämlich immer scharf oder stimmlos ausgesprochen. Er fragt: „Quid agitur?“ Und Syrus antwortet: „Recte.“ Im Lateinischen wurde das r nämlich eigentlich gerollt, wie heute im Italienischen. In der Schule wird heute meistens ein ungerolltes deutsches r gesprochen: recte. Wie heißt dieser Mann auf Lateinisch? Kikero und nicht Cicero, denn auf Lateinisch wird c immer wie k ausgesprochen, auch in Wörtern mit ch. Die lateinische Schule heißt deshalb nicht schola, sondern skola. Als Nächstes kommen wir jetzt zu den Diphtongen oder Doppellauten. Wie sollen Syrus und Demea den großen Feldherrn Caesar begrüßen? Sagt man Caesar oder Kaesar? Ave Kaissarr! Richtig gehört. Im Lateinischen sagt man Kaissarr. Der Diphtong ae wird ai ausgesprochen. Außerdem gibt es noch die Diphtonge oe, au und eu: oe spricht man oi, wie in poena, die Strafe; au wird wie im Deutschen au gesprochen; eu wird getrennt gesprochen, wie heute im Italienischen E-uropa. Als Drittes komme ich zu Längen und Kürzen. Im Lateinischen können Vokale, also Selbstlaute, entweder lang oder kurz sein. Poopulus, die Pappel und poppulus, das Volk, werden gleich geschrieben. Deshalb gibt es in lateinischen Schul- und Wörterbüchern Zeichen über den Wörtern, die Kürzen und Längen anzeigen. Eine Länge wird mit einem Strich angezeigt. Manchmal werden Kürzen mit einer auf dem Bauch liegenden Klammer angezeigt. Ob ein Vokal in einem Wort kurz oder lang ausgesprochen wird, muss man meistens nachschlagen. Es gibt aber zwei Regeln. Diphtonge sind immer lang. Bestimmte Wortendungen sind ebenfalls immer lang. Hier die wichtigsten Beispiele. O am Wortende, wie in homo oder video, ist immer lang. A am Wortende ist immer lang, wenn es den Ablativ Singular Femininum anzeigt oder den Imperativ Singular eines Verbums auf -are, wie in: Impera cum clementia! Herrsche mit Milde! I am Wortende ist immer lang, e, wenn es ein Adverb oder einen Imperativ Singular anzeigt, wie: recte, vale! Is ist immer lang, wenn es den Dativ oder Ablativ Plural anzeigt, wie in: cum multis amicis, mit vielen Freunden. Alle Endungen des Akkusativs Plural, außer das a im Neutrum, sind lang, wie in: Caesar multos milites habet. Caesar verfügt über viele Soldaten. Als Letztes komme ich jetzt zur Betonung. Einsilbige Wörter werden auf ihrer einzigen Silbe betont, zum Beispiel quis. Zweisilbige Wörter auf der ersten Silbe, zum Beispiel homo. Drei- und mehrsilbige Wörter werden auf der vorletzten Silbe betont, wenn diese lang ist, zum Beispiel in dem Wort Romanus, der Römer. Ist die vorletzte Silbe kurz, wird immer die drittletzte Silbe betont, zum Beispiel in agitur. Eine Silbe im Lateinischen gilt nicht nur als lang, wenn sie einen langen Vokal enthält, wie in Romanus, sondern auch, wenn auf einen kurzen Vokal zwei oder mehr Konsonanten folgen. Ein Beispiel: fenestra. Hier wird trotz kurzem e auf der vorletzten Silbe betont, weil die drei Konsonanten s, t, r folgen. Man nennt diese Betonungsregel Paenultima-/Antepaenultimaregel. Zum Schluss jetzt die Zusammenfassung. Im Lateinischen wird s scharf gesprochen, r gerollt und jedes c als k ausgesprochen. Die Diphtonge ae und oe sind ai und oi. Vokale können lang oder kurz sein. Diphtonge und bestimmte Endungen sind immer lang. Von der Länge oder Kürze der vorletzten Silbe eines Wortes hängt die Betonung ab. Das ist die Paenultima-/Antepaenultimaregel. In diesem Satz kommen alle diese Betonungsregeln zum Einsatz: Syrus Caesari poenas dat. Syrus zahlt an Caesar eine Strafe. Ss, rr, k, ai, oi. I am Wortende ist immer lang. Poenas, Akkusativ Plural, ist eine lange Endung. Caesari ist auf der drittletzten Silbe betont, weil die Vorletzte kurz ist. Merkt euch diesen Satz, dann wisst ihr alles über lateinische Aussprache. So, ihr habt heute wirklich viel gelernt. Macht’s gut! Valete! Euer Latein-Tutor Enno.
7 Kommentare
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Hallo Sarah Kari,
es ist beides möglich! Grundsätzlich jedoch spielt die Aussprache im Latein-Unterricht keine große Rolle.
Viele Grüße aus der Redaktion!
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Wir haben das wegen dem ae beim ausprechen anders gelernt. Wir sagen nämlich zu ae = ä
z.B: amicae = amicä
Und " Caesar " sprechen wir
Zähsar aus.
Aber sonst ist es ein sehr tolles Video !
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gut
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richtig cool
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irgendwie ist diese frage zu dem video komisch, weil alle drei antworten falsch sind!
Wie spricht man lateinische Wörter richtig aus? Übung
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Gib an, in welchem Beispiel der Satz richtig vorgelesen wurde.Tipps
Welche Regeln für die Aussprache von c, ae und oe hast du im Video gelernt?
Die Hörbeispiele klingen beim ersten Hören sehr ähnlich.
Versuche genau herauszuhören, wo die Unterschiede sind.
Wäge dann ab, was richtig ist.Lösung
Das lateinische C spricht man fast immer wie ein K. Man sagt also: Kikero, nicht Zizero.
Doppelvokale (Diphthonge) wie ae und oe spricht man wie ai oder oi. Man sagt also: poinam und Kaisar, nicht pönam und Käsar.
Das R wird im Lateinischen leicht gerollt.
Achte auch auf die Längen der Silben: Es heißt koonsulit (langes o) und reekte (langes e), aber darre (kurzes a).
Richtig gelesen hört sich der Satz in etwa so an:
Kíkero Kaísarem kóónsulit, nám Katilínai poínam rééctem dárre vúlt.
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Nenne die lateinischen Wörter, die vorgelesen werden.Tipps
Alle fünf gesuchten Wörter sind Substantive.
Ein C im lateinischen Wort wird immer wie ein K ausgesprochen.
ae klingt wie ai und oe wie oi.Lösung
Normalerweise bist du es wahrscheinlich gewohnt, lateinische Wörter immer nur zu lesen und vor dir geschrieben zu sehen. Es ist aber sinnvoll, wenn du weißt, wie sie betont und ausgesprochen werden.
Im Lateinischen spricht man das C immer wie ein K aus. Das weiß man, weil man es mit dem Altgriechischen vergleichen kann. Dort gibt es nur den Konsonanten K („Kappa“). Der Römer benutzt an der Stelle immer ein C. Man spricht: kiwitas - und schreibt: civitas (die Bürgerschaft).
Die Doppelvokale ae und oe spricht man wie ai und oi. Eine Ausnahme ist es, wenn die Einzelbuchstaben zu zwei verschiedenen Silben gehören.
Das weiß man auch aus dem Vergleich mit dem Altgriechischen: Dort gibt es die Laute oi und ai, zum Beispiel φιλόσοφοι (philosophoi - die Philosophen) oder Αθῆναι (Athenai - Athen).
Man spricht also:
- laititia (laetitia - die Freude)
- praimium (praemium - der Preis)
- kiwitas (civitas - die Bürgerschaft)
- foidus (foedus - das Bündnis)
- aitas (aetas - das Zeitalter)
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Vervollständige die Sätze anhand der Tonspuren.Tipps
Hör genau hin! Kennst du das Wort vielleicht?
Im Lateinischen spricht man ae und oe wie ai und oi.
Das C spricht man fast immer wie ein K aus.
Achte darauf, dass man Satzanfänge im Lateinischen groß schreibt!Lösung
In den Sätzen kommen viele ai- und oi-Laute vor. Dabei handelt es sich um die Diphthonge ae und oe, zum Beispiel in Wörtern wie aedis oder oboedire.
Wie du hörst, wird das C immer wie ein K gesprochen, das S ist stimmlos und das R wird leicht gerollt.
Die Sätze lauten richtig geschrieben:
- $~$Caesar aedem praeclaram in foro exstruxit, quae ab omnibus laudatur.
- $~$Copiae castra ponere atque imperatori oboedire debent.
- $~$Aetate praetor moenia aedificari iussit.
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Analysiere, welche Silben lang sind.Tipps
Diphthonge, also Doppellaute, sind im Lateinischen immer lang - zum Beispiel ae oder oe.
Bei Adverbien auf -e ist die letzte Silbe immer lang.
Bei Imperativen ist die Endsilbe lang.
Eine Silbe ist im Lateinischen auch dann lang, wenn auf einen Vokal mehrere Konsonanten folgen.
Lösung
- Im ersten Satz sind fünf Silben lang.
- Im zweiten Satz sind vier Silben lang.
- Im dritten Satz kannst du sogar neun Silben markieren!
Bei der lateinischen Aussprache gibt es ein paar Regeln für Längen und Kürzen, die du kennen solltest. In mehreren Wörtern in den Sätzen kommen sie vor:
- Diphthonge, also Doppellaute wie ae oder oe, sind immer lang. Zum Beispiel: lae-te
- Bei der a-Deklination ist die Endung im Ablativ Singular immer lang, also: fili-ā.
- Bei Adverbien auf -e ist die Endsilbe lang. Zum Beispiel: vald-ē
- Der Akkusativ Plural auf -ōs und -ēs ist lang, also: de-ōs.
- Dativ und Ablativ Plural auf -is sind auch lang: i-īs
- Auch der Imperativ Singular auf -a ist lang: laud-ā
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Bilde die Wörter, die vorgelesen werden.Tipps
Höre dir die Tonspuren mehrmals an und ziehe die Buchstaben in die richtige Reihenfolge.
Die Doppelvokale ae und oe werden wie ai und oi gesprochen.
Das C wird im Lateinischen wie ein K ausgesprochen.Lösung
Die vier vorgelesenen Wörter heißen:
- Caesar - der Kaiser (das C wird wie ein K gesprochen, der Diphthong ae wie ai )
- Graecia - Griechenland (auch hier wird das ae wie ai gesprochen)
- poena - die Strafe (das oe spricht man als oi)
- praeclarus - hochberühmt (auch hier gilt: C wie K, ae wie ai)
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Gib an, welche Silben in den Sätzen betont sind.Tipps
Jedes Wort im Lateinischen wird betont.
Bei Wörtern mit nur einer Silbe ist natürlich immer diese betont.
Bei zweisilbigen Wörtern ist immer die erste Silbe betont.
Bei Wörtern mit drei und mehr Silben wird...
Lösung
- die vorletzte betont, wenn sie lang ist. (Paenultima-Regel)
- die drittletzte betont, wenn die vorletzte kurz ist. (Antepaenultima-Regel)
Die Betonungsregeln im Lateinischen sind eigentlich nicht sehr kompliziert:
- Hat ein Wort nur eine Silbe, dann ist diese betont.
- Hat es zwei Silben, ist die erste betont.
- Hat es drei oder mehr Silben, dann ist normalerweise die vorletzte betont. Wenn sie kurz ist, wird die davor betont.
Satz 1: Réx Románus éx úrbe expúlsus ést.
- rex, ex und est bestehen nur aus einer Silbe und sind betont.
- urbe ist zweisilbig und deshalb auf der ersten Silbe betont.
- Romanus und expulsus haben drei Silben. Da die vorletzten Silben (-ma- und -pul-) lang sind, sind diese auch betont.
- vestrum und suos haben zwei Silben und sind auf der ersten Silbe betont.
- labores und perfecit sind dreisilbig und auf der vorletzten Silbe betont (das -bor- und das -fe- sind lange Silben).Satz 3: Senátor ín fóro múltas hóras oratiónem hábet.
- in ist einsilbig und betont.
- foro, multas, horas und habet sind zweisilbig und deshalb auf der ersten Silbe betont.
- senator und orationem sind dreisilbig und auf der vorletzten Silbe betont, weil diese lang ist (-na- und -tio).
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