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Alkoven-Zimmer
Eine schweizerische Rarität
Anzillon de Berville war auch für die Einrichtung des Alkoven-Zimmers im Obergeschoss verantwortlich. Er liess die Wände des Schlafzimmers und der Bettnische (des sog. Alkovens) mit einem bedruckten Baumwollstoff mit schönem Blumenmuster bespannen. Diese «Indiennes» - vermutlich aus Neuenburger Produktion - sind im Verlauf der Zeit wegen des einfallenden Sonnenlichts stark verbräunt. Dieser Effekt konnte auch nicht durch die Konservierung/Restaurierung von 2017/18 rückgängig gemacht werden. Nur an wenigen versteckten Stellen hat sich die ursprüngliche leuchtende Farbigkeit erhalten.
In der Schweiz existieren nur ganz vereinzelte derartige Wandbespannungen in originaler Erhaltung.
Zeitgleich mit diesen textilen «Indiennes» an den Wänden wurden die beiden Supraportengemälde mit Phantasielandschaften geschaffen. Die kürzliche Restaurierung hat nicht nur das Entstehungsjahr 1778 zum Vorschein gebracht, sondern auch die Signatur des bekannten Schweizer Landschaftsmalers Caspar Wolf aus Muri AG.
Philippe Calame hat im Auftrag der Bill de Vigier Stiftung eine filmische Dokumentation der Restaurierungsarbeiten im Alkoven-Zimmer gestaltet.
Film zur Restaurierung des Alkoven-Zimmers, Produktion: Bill de Vigier Stiftung, Regisseur: Philippe Calame.
Digitale Farbrekonstruktion eines Bildausschnittes des Indienne-Stoffes im Alkoven-Zimmer. Fotografie, Farbrekonstruktion und Animation: Alain Kilar, Fribourg.