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Im westlichen Tessin sowie im Zentral- und Oberwallis erreichten die Niederschlagsmengen 160 bis 260 Prozent der Norm 1981–2010. Das Oberengadin, das Bergell, das Puschlav und das Val Müstair hingegen erhielten nur 45 bis 85 Prozent der Norm. Der übrige Alpenraum verzeichnete meist Werte zwischen 100 und 180 Prozent der Norm. Nördlich der Alpen fielen verbreitet nur 60 bis 90 Prozent, lokal aber auch 110 bis 140 der Norm.
Durchschnittstemperatur von 4.3 Grad
In den meisten Gebieten zeigte sich der März sehr sonnig mit 120 bis 150 Prozent der Norm 1981–2010. Die Regionen St. Gallen, Zürich, Luzern, Neuchâtel und Basel registrierten denfünft sonnigsten März in den seit 1959 verfügbaren Datenreihen. Auf der Alpensüdseite und im Wallis bewegte sich die Sonnenscheindauer im Bereich der Norm. Das Südtessin erhielt lokal auch bis 120 Prozent der Norm. Im landesweiten Mittel erreichte die Märztemperatur rekordnahe 4.1 Grad. Der Rekord-März 1994 lieferte eine leicht höhere Schweizer Durchschnittstemperatur von 4.3 Grad. Alle übrigen extrem milden Märzmonate blieben unter 4 Grad.
März-Rekord im Jura und in den Alpen
Über die ganze Schweiz betrachtet stieg die Märztemperatur 3.3 Grad über die Norm 1981–2010. Deutlich grösser war der Temperaturüberschuss am Messstandort La Chaux-de-Fonds mit 4.0 Grad über der Norm, ein neuer Rekord in der seit 1901 verfügbaren Messreihe. Der bisherige Rekord-März 1994 brachte in La Chaux-de-Fonds 3.8 Grad über der Norm 1981–2010. In Meiringen wurde der 1994-er Rekord von 4.1 Grad über der Norm erneut erreicht. Die Messreihe Meiringen reicht bis 1890 zurück. Auf der Grimsel brachte der März den neuen Rekord von 3.9 Grad über der Norm. Temperaturmessungen sind hier seit 1932 verfügbar.
Stürmischer Föhn – Rekord am Zürichsee
Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über England löste am 3. und 4. März eine stürmische Föhnlage über den Alpen aus. Am 4. März fegte der Föhn verbreitet mit Böenspitzen zwischen 90 und 110 km/h durch die Täler nördlich des Alpenhauptkamms. Spitzenreiter waren Altenrhein am Bodensee mit 122 km/h und Evionnaz im Wallis mit 117 km/h. In Gipfellagen erreichten die höchsten Böenspitzen zwischen 160 km/h und 180 km/h.
Im Laufe des 4. März stiess der Föhn weit ins Mittelland vor. Wädenswil am Zürichsee registrierte mit 107 km/h einen neuen Stationsrekord bei Föhn (Messbeginn 1981). Am Nachmittag erreichte der Föhn kurzzeitig Schaffhausen am Nordrand der Schweiz: Bei Windrichtung Süd stieg die höchste Böenspitze auf 72 km/h und die Luftfeuchtigkeit sank unter 30 Prozent. Der Föhn brachte in der Ostschweiz sehr milde Verhältnisse. Die Tageshöchstwerte stiegen auf 17 bis 20 Grad. Im Westen blieben sie meist unter 15 Grad.
Die Alpensüdseite verschwand derweil unter einer kompakten Wolkendecke. Den Südalpen entlang fielen vom 3. bis am 5. März 50 mm bis knapp 100 mm Niederschlag. In höheren Lagen gab es regional bis 75 cm Neuschnee. Die grössten Niederschlagsmengen wurden in der Region Centovalli, Maggia- und Bavonatal registriert. Ohne Sonne blieb es auf der Alpensüdseite kühl. Die Tageshöchstwerte erreichten bescheidene 10 bis 12.5 Grad.
Viel Sonne zur Monatsmitte und am Monatsende
Anhaltendes Hochdruckwetter vom 10. bis zum 17. März bescherte der ganzen Schweiz sonnige und sehr milde Verhältnisse. Auf der Alpensüdseite setzte das sonnige Wetter bereits am 7. ein. In den Tieflagen beidseits der Alpen kletterten die Tageshöchstwerte verbreitet auf 19 bis 21 Grad. Auf der Alpensüdseite gab es lokal auch 22 Grad, im Wallis knapp 23 Grad. Ab dem 27. März erhielt die ganze Schweiz dank Hochdruckeinfluss erneut viel Sonnenschein. Die Temperatur stieg im Norden auf Höchstwerte von 21 bis 23 Grad, im Süden auf 22 bis 24 Grad.
Regional nasser März
Niederschlag fiel in der Schweiz vor allem vom 1. bis am 9. März sowie vom 18. bis am 26. März. Im Maggiatal auf der Alpensüdseite gab es Monatssummen zwischen 200 und 260 Prozent der Norm 1981–2010. Mosogno und Bosco-Gurin registrierten 250 mm, Càmedo 311 mm und Robièi 355 mm. Im 1486 m hoch gelegenen Bosco-Gurin führte die kräftige Niederschlagstätigkeit zu einer Neuschneesumme von 118 cm.
Auch im Wallis stiegen die Märzniederschläge regional auf 200 bis 240 Prozent der Norm. Allerdings ergaben sich im trockenen Wallis diese Überschüsse bereits bei Mengen von 70 bis 165 mm. Am zentralen und östlichen Alpennordhang bewegten sich die höchsten Monatssummen zwischen 200 und 240 mm, was hier rund 110 bis 175 Prozent der Norm 1981–2010 entspricht.
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Text: MeteoSchweiz