Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03167.jsonl.gz/151

Russland, im oberen Segment des internationalen Fussballs seit dem EM-Halbfinalvorstoss 2008 nicht mehr vertreten, erzeugte erst in den letzten 15 Minuten Druck. In jener Phase deuteten die Osteuropäer vereinzelt an, dass ihre verjüngten Hoffnungsträger vor einem durchaus begeisterungsfähigen Publikum an guten Tagen eine vernünftige Rolle spielen könnten.
Mexikos Trainer Juan Carlos Osoria experimentierte gegen den robusten Aussenseiter Neuseeland und nahm im Vergleich zum Startspiel acht Umstellungen vor. Mit entsprechender Verzögerung kam «El Tri» auf Touren. Benfica-Stürmer Raul Jimenez und Oribe Peralta, 2012 in bei den Sommerspielen im Final gegen Brasilien Doppel-Torschütze, wendeten mit ihrer späten Doublette (54./72.) eine unliebsame Überraschung ab.
Ganz ohne Zwischentöne verlief das Duell nicht. Nach dem frühen Ausfall des künftigen Frankfurter Abwehrchefs Carlos Salcedo, der nach einem Rempler des Kiwi-Captains Chris Wood mit einer Schulterverletzung vom Feld getragen worden war, beschimpfte der mexikanische Coach seinen Amtskollegen übel. In der hektischen Schlussphase verloren nach einem Foul beidseits mehrere Akteure erneut die Nerven. Trotz Hilfe der Video-Bilder verschonten der Referee und seine überforderten Supervisor-Assistenten die (Faust-)Kämpfer und Treter - nur Gelb statt Rot für die «All Whites» und «El Tricolor» nach dem allgemeinen Tumult. (sda)