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Untersuchungen in den baskischen Küstengewässern zeigen alarmierende Resultate: Die in Pestiziden, Duftstoffen, Weichmachern, Waschmitteln, Färbemitteln, Kosmetika oder auch in der Antibabypille und vielen anderen Stoffen enthaltenen chemischen Verbindungen sorgen für ein Chaos im Hormonsystem von Fischen. Diese Moleküle haben eine ähnliche Struktur wie Hormone und wirken daher im Körper wie echte Hormone. Für Fische bedeutet dies, dass beispielsweise männliche Fische verweiblicht werden oder weibliche vermännlicht. So zeigten Tests des Fraunhofer Instituts, dass aus Fischeiern, die gewissen Fungiziden ausgesetzt waren, ausschliesslich männliche Fische schlüpften. Das sich solche Phänomene negativ auf den Fischbestand auswirken, liegt auf der Hand. Doch auch die menschliche Fruchtbarkeit leidet unter den hormonaktiven Substanzen.
Da dieses Phänomen mittlerweile in vielen Gewässern auftritt, sind weitere Forschungen und das Entwickeln von Gegenmassnahmen dringend notwendig. In der EU sind hormonaktive Stoffe mittlerweile zulassungspflichtig. Sie dürfen nur nach einer eingehenden Risikobewertung in Umlauf gebracht werden. Da diese Massnahmen allein aber nicht ausreichen, sind auch verbesserte Reinigungsstufen in Kläranlagen unerlässlich.
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