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Türen bieten Schutz bei Erdbeben
Der Erdbebenschutz von Yonghwa Lee basiert auf einer Innentüre.
Die abgeklappte Innentüre bietet zwei Personen Schutz vor Trümmern.
Unter dem umfunktionierten Notausgang-Türblatt findet nur eine Person Platz.
Die Folgen eines Erdbebens vermindern kann natürlich keine Türe. Sie soll aber vorübergehenden Schutz bieten für Personen, die nicht mehr rechtzeitig aus einem Gebäude flüchten können. Man geht ja davon aus, dass Menschen im Bereich von Türen etwas weniger gefährdet sind.
In Erdbeben-gefährdeten Gebieten sind entsprechende Türen ein Thema. Unabhängig voneinander wurden zwei Systeme entwickelt, die auf einem ähnlichen Prinzip basieren: Im Ernstfall wird der Türflügel in seiner Mitte abgeklappt. Er bildet dadurch ein zeltförmiges Schutzdach, das herabstürzende Trümmer und Schutt abweisen soll.
Yonghwa Lee von der Kingston University konstruierte ein Modell, das im Normalfall als normale Innentüre dient. Es bietet Schutz für zwei Personen. In einem kleinen Fach können zudem für den Notfall Wasser, eine Taschenlampe und Medizin verstaut werden.
Das Konzept des Entwicklers Sung Junge Um ist als robuste Notausgangstüre konstruiert, unter der eine Person Schutz findet. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob nicht noch mehr Menschen gefährdet werden, wenn das abgeklappte Schutzdach einen Notausgang versperrt.