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Es gehört leider auch heute noch zum guten Ton, dass die ältere Generation über die sogenannte «heutige Jugend» schnödet. Dass Menschen über die Jugendlichen schimpfen, hat leider Tradition: Schon von Sokrates ist überliefert, dass er sich vor über 2000 Jahren über die Jungen negativ ausliess. Von Aristoteles wird in den Geschichtsbüchern berichtet, dass er an der Zukunft stark zweifelte, wenn er an die damalige Jugend dachte.
Wie sieht es 2021 aus? Verschiedene Untersuchungen zeigen eindrücklich, wie einschneidend die Corona-Massnahmen für die «heutige Jugend» waren – sei dies, weil die Bedingungen bei der Berufswahl sich dadurch verschlechterten, in der Oberstufe während Monaten permanent eine Maske getragen werden musste oder ausgerechnet in der Pubertät soziale Kontakt und Freizeitaktivitäten eingeschränkt wurden.
Man mag von den Corona-Massnahmen halten, was man will. Fakt ist, dass eine grosse Mehrheit der Jugendlichen davon sehr stark betroffen war und diese Vorgaben dennoch relativ klaglos umsetzte. Damit hat die «heutige Jugend» gezwungenermassen schon in frühen Jahren gesellschaftliche Mitverantwortung und Solidarität beweisen müssen.