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Ab morgen Donnerstag kämpfen 72 Darts-Spieler um die Krone und ein Preisgeld von 1,9 Millionen Franken. Im Mekka ihres Sports, dem Alexandra Palace in London, heisst der Evergreen: Alle gegen Phil Taylor.
Die Buchmacher sind sich einig: Phil «The Power» Taylor ist in der alkoholgeschwängerten Luft des «Ally Pally» in London der Mann, den es zu schlagen gibt. Wieder einmal ist der 54-Jährige in der Rolle des Gejagten, die er nur zu gut kennt. Denn Taylor gilt als der «Roger Federer des Darts-Sports». Schon 14 Mal wurde er Weltmeister im PDC-Verband, zuletzt 2013. Hinzu kommen zwei Titel beim Konkurrenzverband BDO.
Im Vorjahr scheiterte «The Power» schon in der zweiten Runde und er wurde nach einem schwachen ersten Halbjahr 2014 von einigen Experten bereits abgeschrieben. Doch gerade rechtzeitig vor der WM ist seine Form zurückgekehrt: Taylor entschied das zweitwichtigste Turnier des Jahres, das World Matchplay, zu seinen Gunsten. Im Final machte er mit dem amtierenden Weltmeister Michael van Gerwen kurzen Prozess. Taylor besiegte ihn mit 18:9 und zeigte, dass er auch nach dem Wechsel zu einer anderen Darts-Marke wieder der Alte ist.
Der erst 25-jährige «Mighty Mike» aus Holland, von Fans gerne als Riesenbaby verspottet, ist dennoch der erste Herausforderer der englischen Darts-Legende aus Stoke-on-Trent. Die Stadt in den Midlands ist auch die Heimat des Überraschungs-Weltmeisters von 2011, Adrian «The Jackpot» Lewis. 2012 gelang es ihm als bislang letztem Spieler, seinen Titel zu verteidigen.
Der Darts-Sport wird nach wie vor von Briten dominiert. In der Weltrangliste finden sich auf den ersten 13 Positionen sieben Engländer, drei Schotten und ein Nordire. Einzig der Holländer Van Gerwen – als amtierende Weltnummer 1 – und der extravagante Simon Whitlock aus Australien machen aus den Darts-Weltmeisterschaften mehr als britische Meisterschaften.