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Kinder mit Down-Syndrom gelten in der öffentlichen Meinung als eingeschränkt bildungsfähig. Doch sind alle höheren psychischen Systeme - wie z. B. das Empfinden, Wahrnehmen, Erinnern und Denken - nicht angeboren, sondern entwickeln sich im sozialen Umgang. Dem menschlichen Gehirn ist es möglich, funktionelle Systeme zu bilden. Das ist eine biologische Tatsache. Die Kinder unterscheiden sich in Bezug auf das Chromosom 21, nicht aber in Bezug auf die Fähigkeit ihres Gehirns, in Abhängigkeit ihres kulturellen Umfelds stabile funktionelle Hirnsysteme zu bilden. Es ist unsere Kultur, die sie sprachlos macht. Wie Kinder mit Trisomie 21 adäquat zu unterrichten sind, zeigt dieses Buch. Es gibt Hoffnung, dass diese Kinder einen Schulabschluss ablegen.
Dr. Christel Manske (Pseudonym Iris Mann), ist Leiterin ihres eigenen Instituts für die Entwicklung funktioneller Hirnsysteme in Hamburg. Sie arbeitet mit Kindern, die aufgrund ihrer Besonderheiten (u. a. Autismus, Trisomie 21, ADHS, Hochbegabung) in der Regelschule auffällig oder vom gemeinsamen Lernen in der Klasse ausgeschlossen sind. Die Erforschung eines adäquaten Unterrichts, der von den Besonderheiten der Kinder ausgeht, ist Ziel ihrer Arbeit.
Christel Manske