Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03119.jsonl.gz/101

Württemberg. Eberhard III. 1633-1674. Taler 1647. Älteres großes Brustbild im Harnisch mit Spitzenkragen fast von vorn / Gekröntes, quadriertes Wappen in einem ovalen, verzierten Schild, innerhalb der Krone die Jahreszahl. KR 557, Ebner 44, Dav. 7872.
äußerst seltenes Prachtexemplar mit feiner Patina, Justierspuren auf dem Avers,
minimaler Schrötlingsfehler am Rand, vorzüglich
Mit 19 Jahren für volljährig erklärt, gelangte Herzog Eberhard III., der Sohn Johann Friedrichs, 1633 an die Regierung in Württemberg. Zuvor hatten Ludwig Friedrich von Mömpelgard und Julius Friedrich von Weiltingen die Regierungsgeschäfte als Administratoren und Vormünder für ihn ausgeübt. Herzog Eberhard III. ist der einzige Regent des Hauses Württemberg, der sich auf Münzen en face, also von vorne darstellen ließ (Doppeldukaten, Taler und Halbtaler), was für den Stempelschneider eine weit größere Herausforderung bedeutete, als en seitliches Porträt des Münzherren zu schneiden. Der vorliegende Taler weist sicher das schönste Frontalporträt des Herzogs auf und ist von großer Seltenheit. Er fehlte in den meisten legendären Württemberg-Sammlungen, wie Baldinger, Bruckmann, Ebner, Lanz, Otto und Wurster. Bei Schloßberger kam er nur in der kläglichen Erhaltung “schön” vor. Die Stempel schnitt mit großer Wahrscheinlichkeit Paul Zeggin in München, einer der besten Stempelschneider seiner Zeit. Das vorliegende Exemplar stammt aus der Sammlung Vogle (2. Abteilung), die am 10. November 1924 bei Leo Hamburger in Frankfurt/M. unter der Nummer 239 versteigert wurde. Es dürfte sich um den am besten erhaltenen Taler dieser sehr raren Emission handeln, der je im Münuhandel vorgekommen ist.
|Price realized||31'000 EUR|
|Starting price||18'000 EUR|
|Estimate||20'000 EUR|