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Zu unserer Geschichte
Electricité d'Emosson AG leitet ein Teil des Wassers des Montblanc-Massives in den auf 1930 m.ü.M liegenden Stausee ab. Die Gesellschaft wurde 1954 gegründet, der Bau der Staumauer wurde jedoch erst im April 1967 beschlossen, mit einer damals geplanten Inbetriebnahme am 1. Juli 1975. Vorerst bedurfte es noch der Zustimmung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die im Besitz der Staumauer Barberine waren, welche jetzt um 42 Meter Wasser überflutet wird .Das Logo Emosson
ist auf allen Wertpapieren und Anteilscheinen der Electricité Emosson seit 1967 dargestellt.
Eine französisch-schweizerische Anlage
Französische Zuflüsse der Arve und des Eau Noire sowie schweizerische aus dem Val Ferret und dem Vallée du Trient werden mittels drei Freispiegelstollen in den Stausee geleitet.
Die französischen Gewässer der Süd und West Zuleitungen gelangen durch Schwerkraft in den Stausee. Auf schweizer Seite mündet der Oststollen vorerst in das Ausgleichbecken Les Esserts und von dort durch den Druckstollen in die Zentrale Vallorcine. Mittels Pumpen kann das Wasser in den Speicher Emosson gefördert werden.
Die Nutzung des gespeicherten Wassers des Stausees Emosson erfolgt in den Zentralen Vallorcine (Frankreich) und Martigny-La Bâtiaz auf einem Bruttogefälle von 1400. Auf der Gefällestufe Les Esserts-Vallorcine können die Abflüsse direkt ab der Zuleitung Ost turbiniet werden und anschliessend auf der unteren Stufe Vallorcine-La Bâtiaz, oder sie können wie bereits gesagt, in den Stausee Emosson gepumpt werden.Die Wasserrückgabe in die Rhone geschieht bei Martigny.
Einige Zahlen
Die Gesamtproduktion der Gefällsstufen Emosson-Vallorcine und Le Châtelard-La Bâtiaz beträgt 870 GWh, davon 250 GWh Sommerenergie und 620 GWh Winterenergie. Die nötige Energie zum Betrieb der Pumpen von Les Esserts-Emosson beträgt 110 GWh pro Jahr.(1 GWh = 1 Million kWh)
Die Staumauer Emosson, eine der elegantesten Bauten in Europa
Auf dem Col de la Gueulaz gelegen, ist dieses Bauwerk das Wichtigste des Speicherkraftwerkes Emosson. Es verschliesst die von der Barberine im natürlichen Felsen gegrabene Schlucht, welche die Emossonebene im Südosten absperrt.
Der erste Beton wurde im September 1969 gelegt, der letzte im August 1973. Am 10. September 1975 wurde der Stausee erstmals gefüllt. In diesem Internet Link; ein Film des Schweizer Fernsehens, welcher den Bau von 1969 präsentiert
Die Staumauer Emosson ist im Sommer über die öffentliche Kantonsstrasse erreichbar. Eine Buslinie gewährleistet die Verbindung zwischen Trient, Finhaut und der Staumauer. Ausserdem steht Touristen zwischen Châtelard-Village - Giétroz - Château-d'Eau eine Privatbahn zur Verfügung, mit welcher man ebenfalls zur Mauerkrone gelangen kann.
Wunderschön gelegen, im Herzen des Mont-Blanc !.
Kraftwerk La Bâtiaz, Martigny (Schweiz)
Das Kraftwerk La Bâtiaz in Martigny ist eine klassische Zentrale mit 2 vertikalachsigen Maschineneinheiten, bestehend aus Generator und Peltonturbine. Wasserauslauf ins anschliessende Expansionsbecken und 1,2 km langem Unterwasserkanal Richtung Rhone.
Verschiedene Gründe, wie der hohe Grundwasserspiegel, die nicht besonders günstigen geologischen Verhältnisse für eine Kavernenzentrale und die durch den Unterwasserkanal zu über- oder unterfahrenden Hindernisse waren für die Standortwahl ausschlaggebend.
In der Zentrale La Bâtiaz laufen die Informationen sämtlicher Anlagen zusammen. Überwachung und Fernsteuerung, inklusive der komplexen Zentrale in Vallorcine, erfolgen hauptsächlich von dort.
Kraftwerk Vallorcine (Frankreich)