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Boutheyna Bouslama wird für ihren Erstling «A la recherche de l’homme à la caméra» mit dem «Prix de Soleure» ausgezeichnet. Die tunesische Regisseurin erzählt in ihrem Dokumentarfilm von der dreijährigen Odyssee, zu der sich die Suche nach ihrem Jugendfreund auswächst.
Sie trifft Menschen, die den vermissten syrischen Medienaktivisten kannten und zeichnet das vielschichtige filmische Porträt einer unsichtbaren Person.
Die Verschwundenen sichtbar machen
Die Jurymitglieder zeigten sich beeindruckt «von der Narration, der filmischen Handschrift und der deutlichen Haltung gegenüber der Leerstelle, die ihr Freund hinterliess. Mit ihrem Film macht Boutheyna Bouslama die Verschwundenen von Kriegen und vergessenen Konflikten sichtbar. Sie tut dies mit einer Aufrichtigkeit, die viel öfter nötig wäre.» Der Preis ist mit 60'000 Franken dotiert.
Publikumspreis für Samir
Für «Baghdad in my Shadow» bekommt Samir den mit 20'000 Franken dotierten Publikumspreis der Solothurner Filmtage. Der irakisch-schweizerische Regisseur erzählt in dem Film die Geschichte einer irakischen Exilgemeinschaft, die sich im Londoner Café Abu Nawas täglich trifft und deren Leben bald dramatische Wendungen nimmt.
Mit den Schauplätzen London und Bagdad war «Baghdad in my Shadow» die erste internationale Spielfilmproduktion, die seit dem Abzug der Amerikaner in der irakischen Hauptstadt gedreht wurde.
«Baghdad in my Shadow» ist für den Schweizer Filmpreis 2020 in den Kategorien «Bester Spielfilm», «Bestes Drehbuch» und «Beste Montage» nominiert. Der Film läuft derzeit in den Deutschschweizer Kinos.