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Teuflisches Treiben gärt oft im Verborgenen. Dabei muss der Leibhaftige nicht einmal eingreifen, weil die Menschen auch ohne sein Zutun gerissen genug sind. In Jean Françaix’ 1938 uraufgeführter Kammeroper „Der hinkende Teufel“ schaut ein heiter-frivoler Dämon durch die Fenster in die Wohnungen einer Großstadt und kommentiert das niederträchtige Verhalten der Bewohner.
In Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ wirft der Teufel nicht nur seine Kommentare, sondern auch ein Zauberbuch ins Spiel, das seinem Besitzer Reichtum verspricht. Im Tausch luchst er damit einem kriegsmüden Soldaten dessen Violine ab. Dieser merkt erst spät, dass er mit dem Handel seine Seele verkauft hat, und setzt alles daran, sein Instrument zurück zu erlangen. Strawinsky schrieb die Musik zum Libretto von Charles Ferdinand Ramuz, als die letzten Schlachten des Ersten Weltkriegs tobten, und sah eine entsprechend schmale Besetzung vor. So knüpften der russische Komponist und der waadtländische Dichter an die alte Tradition der Gauklerbühnen des Wander- und Jahrmarktstheaters an. (SI)