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Mikropfähle dienen zur punktuellen Einleitung von Lasten in den Baugrund oder zur Aufnahme von Zugkräften (z. B. aus Auftrieb) und sind in allen Bodenarten wie auch in Fels herstellbar, wobei die Krafteinleitung in den Boden über Mantelreibung und Spitzendruck erfolgt. Gängige Herstellverfahren sind Bohren, Rammen, Pressen oder Vibrieren, auch mit Kleinstgeräten, die eine Herstellung unter beengten Raumverhältnissen ermöglichen, so dass Mikropfähle auch im Bestand hergestellt werden können.
Mikropfähle werden je nach Erfordernis als Einzelpfähle, Pfahlgruppen oder -wände bei Neubauten, Sanierungen oder Umbauten von Bauwerken eingesetzt. Bauer stellt Mikropfähle von 114 mm bis 300 mm in verrohrten oder unverrohrten Bohrverfahren her. Der Pfahlschaft besteht dabei aus Zementsuspension, -mörtel oder Beton. Durch ein- oder mehrmaliges Nachverpressen kann die äußere Tragfähigkeit erhöht werden. Die innere Tragfähigkeit wird über Tragglieder aus Einzelstäben, Stabgruppen, Rohren, Profilen oder Bewehrungskörben sichergestellt.