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1951 entschied sich Achille Maramotti, frischer Absolvent der Rechtswissenschaft, sich der Haute Couture zu verschreiben; eine Familienleidenschaft von seiner Urgroßmutter Marina Rinaldi vererbt, welche im späten 19. Jahrhundert ein Luxus Modehaus im Herzen von Reggio Emilia führte. Sein Wunsch war es, qualitativ hochwertig gefertigte Damenmode zu produzieren. Das war eine einigermaßen avantgardistische Idee im Italien dieser Zeit, wo Mode noch immer eine reine Handarbeits-Aktivität war.
Die allererste Kollektion, ein kamelfarbener Mantel und ein geranienroter Anzug, begründete die Ideale der zukünftigen Produktion: essentielle und präzise, klare Schnitte und eindeutige Linien. Französisch inspirierte Designs, aber neu erfunden durch die Augen des traditionellen italienischen Stils. Es war ein sofortiger Erfolg.
In den Sechzigern entwickelte Max Mara seine Produktionstechniken und zeitgleich die Produktpalette weiter: neben den typisch männischen zweireihigen Mänteln gab es nun kleine Kollektionen, die elegante Anzüge sowie sportliche Linien beinhalteten.
In diesen Jahren wurde auch das kreative Personal vergrößert und herausragende Persönlichkeiten wie Luciano Soprani, Lison Bonfis, Graziella Fontana und Emanuelle Khan kollaborierten bei der Entwicklung der Kollektionen und neuen Linien wie “Pop” und “My Fair”. Eine Dekade später, und es gab stilistische Kollaborationen mit Anne Marie Beretta, Nanni Strada, Guy Paulin, Jacques Delahaye, Jean Charles de Castelbajac und andere. Alle Beitragenden steigerten den Wert des Labels - allerdings ohne Eigenwerbung, der Firmenphilosophie folgend: Sichtbarkeit der Marke, mehr als individueller Namen.
Am Ende der Sechziger, als London die Hauptstadt der Ideen und Mode war, war Achille Maramotti wieder einmal einer der ersten, die kreative Unruhe zu nutzen, und transferierte eine neue Kollektion dorthin, dank der Hilfe von Laura Lusuardi, der heutigen Fashion Koordinatorin der Group. Es war ein neues Konzept: Sportmax, jungen Frauen gewidmet, die ihren Look individualisieren wollten.
Die Achtziger erlebten die Geburt eines der Symbole der Maison, den zweireihigen Mantel “101801”, kreiert von Anne Marie Beretta, mit Kimonoärmeln und gemischter Kaschmirwolle, unbestrittener Bestseller und auch heute noch in jeder Winterkollektion angeboten, ohne Abänderungen. 1989 lanciert Max Mara die erste Ausgabe des MM Magazine, die Betriebszeitschrift und auch heute noch Fashionbibel für die loyale Kundschaft.
Die Neunziger erlebten eine starke Festigung der Group. Berühmte Fotografen wie Peter Lindbergh, Arthur Elgord und Richard Avedon, wurden berufen um die Werbekampagnen der Marke zu interpretieren.
Im März 2007 war der Max Mara Art Prize for Women in Zusammenarbeit mit der Whitechapel of London Empfänger des renommierten British Council Arts & Business International Award. Der Max Mara Art Prize for Women, in Zusammenarbeit mit der Whitechapel of London, reflektiert Max Maras enge Beziehung mit der Welt der Frauen und der Kunst. Der Preis - alle zwei Jahre verliehen und allen Kunstformen gegenüber offen - zielt darauf ab, aufstrebende, im Vereinigten Königreich lebende und arbeitende, weibliche Künstler zu ermutigen und zu unterstützen.
Heute ist Max Mara Modell und Referenzpunkt für italienische und internationale Ready-To-Wear; die Leidenschaft und Entschlossenheit des Gründers wurde von der neuen Generation enthusiastisch übernommen, welche die innovativen Traditionen von vor sechzig Jahren weiterleben lassen.