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Die Geschichte von Tschlin ist geprägt von Kriegen, Dorfbränden und dem Bergbauerntum. Die Zukunft von Tschlin wird durch innovative Projekte gestaltet.
Die Besiedlung von Tschlin reicht bis in die frühe Eiszeit zurück. 15 v. Chr. wurde das Engadin Teil der römischen Provinz Rätien. Im Mittelalter bildete das Unterengadin mit Nauders ein Landgericht der Grafschaft Vintschgau. Tschlin wird erstmals Mitte 12 Jhd. als „Ciline“ erwähnt, was sich auf cellinum, kleines Gebäude, zurückführen lässt. Tschlin litt als Grenzgemeinde sehr stark unter den Konflikten zwischen dem Freistaat der drei Bünde und Österreich. 1652 kaufte sich Tschlin mit weiteren Gemeinden des Unterengadin von sämtlichen österreichischen Herrschaftsrechten frei. Das Hauptdorf und die Weiler im Tal wurden das Opfer einer Vielzahl von Brandkatastrophen.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten die Einwohnerinnen und Einwohner von Tschlin von den Erträgen der Landwirtschaft. Mit der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkriegs erlebt der Ackerbau eine letzte Blüte. Seit 1998 ist die Gemeinde Tschlin Mitglied der „Allianz der Alpen“, welche innovative Projekte, wie Alp Tea, Ischlas in Strada u.a. hervorgebracht hat. Im Jahr 2013 hat sich Tschlin, Strada, Martina mit Ramosch und Vnà zu der Fusionsgemeinde Valsot zusammengeschlossen.
Ca. 1650 wurde das Haus des heutigen Hotel/Restaurant Macun als typisches Engadiner Bauernhaus erbaut. Nach dem grossen Dorfbrand von 1856, bei dem fast das ganze Dorf zerstört wurde, wurde es am gleichen Ort wieder aufgebaut und ab 1957 als Restaurant und ab 1963 als Hotel und Restaurant Macun geführt. Dabei wurde die Scheune im hinteren Teil des Hauses zu einem Saal umgebaut, der heute noch für verschiedene festliche Anlässe, Sitzungen, Konzerte und vieles mehr genutzt wird.
Bilder: Fotostiftung Graubünden (http://www.mediathek-graubuenden.ch)