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Hafenstadt in Umbrien, das jetzige Rimini (s. d.),
am Flusse Ariminus, dem jetzigen Marecchia, gelegen.
Von den Umbriern gegründet, fiel es Anfang des 4. Jahrh. v. Chr.
zugleich mit dem gesamten nördl. Italien
[* 2] in die Hände der Gallier, hundert Jahre später in die der Römer,
[* 3] die eine Kolonie
daselbst gründeten.
Hier endigt die Poebene, indem der Apennin ans Meer selbst herantritt, hier liegt demnach die Grenze von
Ober- und Mittelitalien, wie dies der Rubicon bezeichnete. Hier verzweigte sich die Flaminische Straße in die nordwärts führende
Küstenstraße und in die Via Ämilia. Zugleich war dieser Punkt der Anlage eines Hafens günstig. So wurde Ariminum, ursprünglich
Militärkolonie, Hauptstation der römischen Adriaflotte und bedeutender Handelsplatz. Damals lag
es dicht am Meer, das sich aber durch die Anschwemmungen der Flüsse
[* 13] von Rimini entfernt hat, so daß seine Bedeutung als Seestadt
gesunken ist. Im Mittelalter war Rimini im Besitz der FamilieMalatesta, die es 1503 an die Venezianer verkaufte, welche es ihrerseits 1528 an
die Päpste verloren, zu deren Herrschaft es bis 1860 gehörte.