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Südkorea: Kori-1 wird 2017 stillgelegt
Kori-1 (PWR, 576 MW) ist seit 1977 in Betrieb und somit die älteste Kernkraftwerkseinheit Südkoreas. Der Standort liegt in der Nähe der Hafenstadt Busan im Südosten des Landes.
Anfang Dezember 2007 hatte die Regierung der Verlängerung der Betriebsbewilligung um zehn Jahre – bis 2017 – zugestimmt. Nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi nahm der Druck von Bewohnern und Bürgergruppen zu, welche die Abschaltung von Kori-1 aus Sicherheitsgründen forderten.
Laut der südkoreanischen Yonhap News Agency hat die staatliche KHNP jetzt darauf verzichtet, ein Gesuch für eine weitere Betriebsverlängerung einzureichen, nachdem die Regierung empfohlen hatte, Kori-1 stillzulegen.
Obwohl Kori-1 weiterhin sicher betrieben werden könne, gebe es unterschiedliche Meinungen über die Wirtschaftlichkeit eines Weiterbetriebs, erklärte die KHNP nach einer Sitzung des Verwaltungsrats. Dieser kam zum Schluss, dass die Schliessung von Kori-1 kein ernsthaftes Problem für die Stromversorgungssicherheit des Landes darstellen werde. Derzeit sind 24 Kernkraftwerkseinheiten in Betrieb und vier in Bau. Die Regierung plant, zusätzlich bis zu zehn neue Einheiten bauen zu lassen, um bis 2035 den Atomstromanteil von derzeit 28% weiter zu erhöhen. Kori-1 ist der erste Block, der stillgelegt wird.