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Norwegen gewinnt erstmals in der olympischen Geschichte das Mannschafts-Gold der Skispringer. Die favorisierten Skandinavier lassen Deutschland und Polen auf den Ehrenplätzen keine Chance.
Robert Johansson wurde die Ehre zuteil, die Goldmedaille unter Dach und Fach zu bringen. Zuvor hatten ihm der Skiflug-Weltmeister Daniel-André Tande, Andreas Stjernen und Johann André Forfang ein fettes Polster verschafft.
Norwegen setzte sich etwas überraschend erst im zweiten Durchgang ab. Nach der Halbzeit lag Deutschland und Polen noch dicht auf den Fersen. Deutschland holte Silber, weil ausgerechnet Polens dreifacher Olympiasieger Kamil Stoch zum Schluss einen seiner schwächeren Sprünge in Pyeongchang zeigte. Die Freude der Polen über Bronze war gleichwohl gross. Sie gewannen erstmals im Zeichen der fünf Ringe eine Team-Medaille.
Johansson mit einmal Gold und zweimal Bronze sowie der Deutsche Andreas Wellinger mit einmal Gold und zweimal Silber holten nach allen drei Wettkämpfen in Pyeongchang eine Medaille ab.
Österreich erneut ohne Medaille
Die Krise der Österreicher manifestierte sich auch im Team-Springen. Sie hatten nie den Hauch einer Chance, um in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Erstmals seit 2002 gehen sie bei Olympia mit der Mannschaft leer aus. Gleichwohl freuten sich im Stadion einige Österreicher über den Ausgang des Springens - in Norwegen, Deutschland und Polen sind Österreicher als Cheftrainer am Werk. Das Klassement widerspiegelte exakt die Stärkeverhältnisse im Weltcup. In der Nationenwertung führt Norwegen vor Deutschland, Polen, Österreich und Slowenien.
Die Schweiz nahm am Wettkampf nicht teil. Swiss Olympic bewilligte kein Team, da nur Simon Ammann und Gregor Deschwanden die Kriterien für den Einzelwettkampf erfüllt hatten.
SDA-ATS