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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erlaubt zum Auftakt seiner Reform-Session in Monaco länder- und städteübergreifende Olympische Spiele. Dies haben die 94 stimmberechtigten IOC-Mitglieder einstimmig beschlossen.
Aus Gründen der Nachhaltigkeit will man «die Austragung ganzer Sportarten oder einzelner Disziplinen ausserhalb der Gastgeberstadt oder in Ausnahmefällen ausserhalb des Landes erlauben». Ein Beispiel dafür dürften Bobbahnen sein, deren Bau kostspielig ist, die aber nach Olympischen Spielen oft nicht mehr verwendet werden.
Ohne Gegenstimme wurde auch entschieden, den Vertrag mit dem jeweiligen Gastgeber der Spiele künftig zu veröffentlichen und die Bewerbungskosten zu senken. «Jetzt ist die Zeit für Veränderungen», sagte IOC-Präsident Thomas Bach zu Beginn der Vollversammlung, die über 40 Reformvorschläge zur Neuausrichtung der Organisation abstimmt. Bei der Vorstellung der Reformempfehlungen vor drei Wochen in Lausanne hatte der 60-Jährige klargestellt, dass es weiter einen Hauptgastgeber und ein zentrales olympisches Dorf geben müsse.
«Die Einheit von Zeit, Ort und Handlung darf sich, wie in einem griechischen Drama, nicht ändern», betonte Bach. «Wir wollen keine Spiele, die über ein ganzes Land zerstreut sind und nur im Fernsehen als eine Veranstaltung zu sehen sind.»
Das IOC steht vor seinen einschneidendsten Reformen seit 15 Jahren. Nach dem Korruptionsskandal um die Vergabe der Winterspiele an Salt Lake City war 1999 eine Generalüberholung nötig, um das IOC aus der grössten Glaubwürdigkeitskrise seiner Geschichte zu befreien. Auch in Monaco geht es darum, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. (ram/si)