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Ein Teil des auf Deponien anfallenden Niederschlags versickert und durchfließt dabei die abgelagerten Abfälle. Hierbei nimmt das Sickerwasser lösliche Substanzen auf. Die Sickerwassermenge kann je nach Niederschlagsverhältnissen 0,001 - 0.1 l/s und Hektar Deponiefläche betragen. Aufgrund des hohen Verschmutzungsgrades des Sickerwassers muss verhindert werden, dass es ungeklärt ins Grundwasser oder ins Oberflächenwasser gelangt. Das Sickerwasser muss demgemäß durch geeignete Maßnahmen aufgefangen und in Sickerwasser-Reinigungsanlagen der Kläranlagen behandelt werden.
Bei der Sammlung bzw. Wiederverwendung von Sickerwasser/Oberflächenwasser in Deponien bzw. Kompostieranlagen bzw. Erdenwerke kommt es häufig aufgrund der hohen CSB und BSB-Belastung zu einer Geruchsbildung. Erfolgt hier keine entsprechende Behandlung, so wird eine Nutzung bzw. Sammlung des anfallenden Wassers in unmittelbarer Nachbarschaft zu besiedelten Gebieten nahezu unmöglich.
Durch die Verwendung der OLOID-Technik kann für eine Geruchsminimierung gesorgt werden, die auf einem teilweisen Abbau der geruchsintensiven Substanzen zurückzuführen ist und eine größere Akzeptanz der Anlagen in der Bevölkerung hervorruft. Der Einsatz der OLOID-Technik erfolgt dabei als Oberflächenbelüfter mit gleichzeitiger Umwälzung. Die Qualität des Kompostsickerwassers wird dabei verbessert, so dass dieses zur Mietenbefeuchtung eingesetzt werden kann. Sickerwasser mit oxidierenden Prozessen fördert den Kompostierungsprozess.
Die Vorteile des Systems bei der Sickerwasserbehandlung sind:
- Abbau der Schmutzfracht (BSB5 und CSB-Belastung)
- Geruchsreduktion durch optimale Sauerstoffverteilung, d.h. Anwohnerentlastung
- Automatische Anpassung an veränderten Wasserstand dank der Montage auf Schwimmern
- Geringere Abwassergebühren durch bessere Ablaufwerte des behandelten Sickerwassers
- Geringere Frischwassergebühren durch Wiederverwendung des geruchsarmen Sickerwassers zur Kompostmietenbefeuchtung
- Geringerer Energieverbrauch zu herkömmlichen Belüftern dadurch ist der Dauerbetrieb möglich und wirtschaftlich, d.h. der biologische Abbauprozess wird verbessert.
- Vermeidung von Wasserlinsenwachstum dadurch besserer Sauerstoffeintrag über die Wasseroberfläche und keine Schlammbildung durch abgestorbene Wasserlinsen.
Ein Oloid Typ 400 im Kompostwerk Öhringen zur Behandlung von Oberflächenwasser.
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