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Hexen in der Surselva
Seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts wurden angebliche Hexen auch auf Bündner Boden verfolgt. In der Surselva datieren die ersten Belege für Frauen, die gefangen genommen wurden, weil sie angeblich in Kontakt mit dem Teufel standen, auf das Jahr 1623.
Die erste Frau, die als Hexe in der Surselva ihr Leben lassen musste, war Anna Jöhri Peng von Vals (1652), die letzte Barbla Josch Pitschen von Castrisch (um 1700). Dazwischen liegen wahrlich düstere Zeiten, denn allein im Jahre 1675 wurden rund 31 Hexen und Hexenmeister enthauptet. Gründe für die Anklagen waren immer wieder Naturkatastrophen, Krankheiten oder verschiedene Schädigungen an Mensch oder Tier, die als nicht natürlich angesehen wurden.
Zwischen 1623 und 1732 wurden rund 300 Personen in der Surselva der Hexerei bezichtigt. Mindestens 100 davon wurden hingerichtet. Bei nur rund einem Fünftel der Angeklagten handelte es sich um Männer, wie Hubert Giger in seiner im Jahr 2001 in Buchform publizierten Arbeit «Hexenwahn und Hexenprozesse in der Surselva» schreibt. (bun)