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In unserem Onlineshop für secondhand Bücher haben wir einige Bücher von Adrian Wolfgang Martin im Angebot. Ein guter Grund um diesen Dichter ein wenig genauer zu beleuchten.
Die Bücher von Adrian Wolfgang Martin
Adrian Wolfgang Martin wird als Schriftsteller, Maler und Sozialpionier bezeichnet. Er ist am 29.4.1929 geboren und war in den fünfziger Jahren Mitglied im St.Galler „Notker-Kreis“. Weitere Mitglieder waren: Hermann Kopf, Jörg Germann, Urs Hochuli, Marcel Pfändler, Silvio Rizzi, Ludwig Rohner. Adrian Wolfgang Martin publizierte zwischen 1950 und 1955 vier Sammlungen Lyrik (teils noch während seines Studiums in Bern). 1960 erschien der Roman „Requiem für den verlorenen Sohn“, der sich um das „Halbstarken-Problem dreht. 1966 erschien das Buch „Janus von Neapel“ und später noch die Prosa „Salina“. 1967 kam die Sammlung „Gedichte 1957 – 1966“ heraus. Das neuste Buch von Adrian Wolfgang Martin „Der Zwillingsberg. Vom Leben auf den Äolischen Inseln“ ist im Appenzeller Verlag erschienen.
Ich möchte nun zwei Auszüge aus dem Buch „Eine kurze Geschichte der Literatur aus dem Kanton St.Gallen. Von der Gründung des Kantons 1803 bis heute“ von Dominik Jost bringen, denn ich könnte es nicht besser in Worte fassen.
Die Gedichte von Adrian Wolfgang Martin setzen Seiendes voraus. Sie sind nicht „Sprachfelder“, in denen die Sprache sich selbst genügt und um ihrer selbst willen nur sich selbst darstellt, sondern Texte, die sich auf vorgegebene, vorsprachliche Wirklichkeit beziehen. Diese vorgegebene Wirklichkeit ist aber von ganz anderer Beschaffenheit als jene Realität, die das umgreifende Wort „Natur“ bezeichnet; von „Natur“ im Sinne und dem Sprachgebrauch Goethes etwa ist in Martins Gedichten nicht die Rede. Ihre Landschaften sind Traumlandschaften oder Seelenlandschaften; die Richtungsangaben „einwärts“, „nach innen“, „einwärtsgekehrt“, „traumwärts“ weisen in Räume von gläserner Transparenz. Die Vorgänge vollziehen sich jenseits der Rationalität, und selbst wenn einfache Bilder wie Wurzel, Samenkorn, wie Acker, Furche, Erde, wie Brot, Wein, Honig, Wasser evoziert werden, bleibt das ausschliesslich rationale Begreifen auf der Strecke.
Martins Gedichte sind die Kristallisationsorte eines konsequent durchstrukturierten, aber keineswegs abgeschlossenen dichterischen Kosmos. Ihre Metaphorik, in der die gewohnten Bezüge ausser Kraft gesetzt sind, hat zur Folge, dass das einzelne Gedicht erst nach dem Durchschreiten des Ganzen in Wahrheit aufgenommen und verstanden werden kann.
Adrian Wolfgan Martin und der Brühlhof in Herisau
Als ich nach Adrian Wolfgang Martin googelte, stiess ich auf einen Beitrag der Appenzeller Zeitung mit dem Titel „Vergeblich gekämpft“. Der Artikel ist vom 4. November 2010 und handelt von Adrian Wolfgang Martin und dem Brühlhof in Herisau. Der Brühlhof ist ein herrschaftliches Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert, 1987 übernahmen Regina und Adrian Wolfgang Martin das Haus, das sich seit jeher im Familienbesitz befand. Sie mussten immer um dieses Haus kämpfen, zweimal prozessierte Martin bis vors Bundesgericht gegen die Ausbaupläne der damals gegenüberliegenden Methrom (eine bedeutende Herisauer Firma). Als Adrian Wolfgang Martin und seine Frau dann aber hörten, dass nun die Migros einen Ausbau plant, da resignierten sie. Sie verkauften die Liegenschaft an die Migros in der Hoffnung, dass der denkmalgeschützte Brühlhof bestehen bleibt. Leider ein Irrtum, wenn man die Baupläne der Migros genauer betrachtet. Doch nicht nur der Brühlhof soll dem Migros-Neubauprojekt weichen, sondern auch einige geschützte Bäume, darunter ein Mammutbaum.
Die Informationswebseite der Migros zu diesem Neubauprojekt finden Sie hier
Die Informationswebseite der Gegner des Migros-Neubaus finden Sie hier
Ich empfehle Ihnen besonders die Informationswebseite der Gegner. Hier finden Sie wunderbare Fotografien des Brühlhofs und der geschützten Bäume.
Von Adrian Wolfgang Martin haben wir an Lager: