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Noch bis weit ins 19. Jahrhundert waren Abortanlagen in alpinen Wohnbauten eine Ausnahme. Die Ställe übernahmen diese Funktion. Im 20. Jahrhundert im Zuge der Erschliessung der touristischen Infrastruktur begann man mit dem Bau von Toiletten meist im Aussenbereich. Diese konnten über eine Laube oder durch eine Türe der Nebenstube erreicht werden. Die Abortanlagen waren vielfach einfache Holzkästen über dem Miststock. Sanitäre Einrichtungen und grosszügige Bäder im heutigen Sinn gab es nicht, so dass diese bei Umbauten entweder neu eingebaut oder aber frühere bauliche Eingriffe aus den 1950er-/1960er Jahren zurückgebaut werden müssen.
Wie bei der Küche gilt es auch im Bad für das jeweilige Objekt individuelle Lösungen zu entwickeln, die dem Charakter des Hauses entsprechen. Beim Projekt in Danis galt es, der ungewöhnlichen Konstellation mit Küche und Bad im hölzernen Strickteil Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck wurde eine hölzerne Duschkabine entwickelt. Bei dem Projekt in Ergisch kamen ältere Armaturen aus der Bauteilbörse zum Einsatz und verleihen dem alpinen Wohngebäude dadurch einen ganz eigenen Charme.