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- Im westafrikanischen Liberia haben am Mittwoch rund 2,2 Millionen Bürger ihren neuen Staatspräsidenten gewählt.
- Zur Wahl standen der ehemalige Weltfussballer George Weah sowie der bisherige Vizepräsident Joseph Boakai.
- Der 51-jährige Weah hatte seinen Konkurrenten im ersten Wahlgang um 10 Prozentpunkte hinter sich gelassen.
- Erste provisorische Resultate werden im Verlauf des Tages erwartet.
Die Stichwahl zwischen Weah und Boakai hätte ursprünglich am 7. November stattfinden sollen. Doch unterlegene Kandidaten legten wegen angeblicher Unregelmässigkeiten erfolglos Beschwerde beim obersten Gericht ein.
Der Sieg ist sicher, ich bin sicher, dass ich gewinnen werde
Weah hatte mit seiner Koalition für Demokratischen Wechsel (CDC) im ersten Wahlgang vom 10. Oktober 38,8 Prozent der Stimmen geholt. Boakai (72), der Chef der regierenden Partei der Einheit, belegte damals mit 28,8, Prozent den zweiten Platz. Die bisherige Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf war nach zwei jeweils sechsjährigen Amtszeiten verfassungsgemäss nicht erneut angetreten.
Bürgerkriegsgeschundenes Land
Liberia hat erst 2003 einen 14 Jahre langen Bürgerkrieg überwunden. Johnson-Sirleaf (79), das erste weibliche Staatsoberhaupt auf dem Kontinent überhaupt, wurde 2011 für ihre Arbeit zur Befriedung des Landes mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Beide Kandidaten versprachen unter anderem, gegen die Korruption anzugehen, die Wirtschaft anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen.