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Gesundheit für Menschen mit HIV geht nicht ohne den Abbau von Stigma. Wo zeigt sich das Stigma?
Zwar verbessert sich die medizinische Versorgung von Menschen mit HIV laufend, ihr Wohlergehen hängt aber massgeblich von einem stigma- und diskriminierungsfreien Leben ab. Dabei muss die Intersektionalität (Geschlecht, sexuelle Identität, Herkunft, usw.) berücksichtigt werden. Besonders wichtig:
- Internalisierte Selbststigmatisierung
- Diskriminierung im medizinischen Setting
Dies bestätigt Laura Ferguson, Direktorin an der Keck School of Medicine der University of South Califorania in ihrer Metastudie. Eindrücklich dazu die Berechnungen von John Stover, Vizepräsident Future Institute: Durch die Eliminierung der internalisierten Selbststigmatisierung könnten die 95-95-95%-Ziele bis 2025 erreicht werden. Überwinden wir die Selbststigmatisierung allerdings nicht, erreichen wir lediglich rund 88% je Dimension. Die Effekte des Selbststigmas: Geringere Testwahrscheinlichkeit, spätere Anbindung an die Versorgung, spätere Vorstellung in der Versorgung, tiefere Adhärenz.
In ihrem Bericht zur Evidenz von HIV-bezogener Stigmatisierung und Diskriminierung hält UNAIDS Ansätze für verschiedene Settings fest. Generell gilt es bei Massnahmen die GIPA- und MIPA-Prinzipien zu berücksichtigen. D.h. Menschen mit HIV müssen in Prozessen und Massnahmen konsequent sinnvoll eingebunden werden.