Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/3029

Wie funktioniert Samensexing?
Ob ein Kuh- oder Stierkalb entsteht, entscheidet sich bei der Befruchtung dadurch, ob ein Spermium mit einem X-Chromosom (führt zu einem Kuhkalb) oder eines mit einem Y-Chromosom (ergibt Stierkalb) zum Zuge kommt. Das Ziel ist es, die Spermien mit den gewünschten Geschlechtschromosomen (x oder y) anzureichern und die Andern zu entfernen oder wenigstens zu hemmen.
Das Prinzip des Samensexings
Ein Sorter der neusten Generation (wovon 4 in Mülligen stehen), kann pro Stunde ungefähr 10 gesexte Samendosen mit je rund 2 Mio. Spermien produzieren. Bis heute ist es nicht gelungen, die Leistungsfähigkeit der Sorter wesentlich zu steigern. Hingegen wird mit der Methode eine verlässliche Anreicherung der X-Spermien auf über 90% erreicht.
Begriffe
Chromosom
Struktur im Zellkern, die die Erbsubstanz (DNA) enthält. Chromosomen treten ausser bei Geschlechtszellen paarweise auf und stammen je zur Hälfte vom Vater und der Mutter. Beim Rind sind es neben den beiden Geschlechtschromosomen X und Y weitere 2 x 29 normale Chromosomen.
Weibliche Tiere enthalten zwei X-Chromosomen, männliche Tiere ein X und ein Y Chromosom in ihren Zellen.
DNA
Abkürzung des englischen Begriffs DesoxyriboNucleic Acid =Desoxyribonukleinsäure.
Fadenförmiges Molekül im Zellkern in Form eines Doppelstrangs.
Die DNA enthält den genetischen Code.
Durchflusszytometrie
Verfahren zum Zählen, Untersuchen und Sortieren von Zellen und anderen mikroskopischen Partikeln in einem Flüssigkeitsstrom. Die Partikel sind dabei mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert.