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BEKOMMEN DIE KINDER KEINE ZUSATZNAHRUNG BIS ZUM MILCHEINSCHUSS?
Nein, normalerweise nicht. Die vorhandene Milch, das Kolostrum, reicht aus.
Ausnahmen machen wir bei Kindern von Frauen mit Schwangerschafts- oder einem manifesten Diabetes. Diese Kinder sind höhere Blutzucker gewohnt und bekommen übergangsweise zusätzlich zur Muttermilch Nahrung, um nicht plötzlich nach der Geburt in einen Unterzucker zu rutschen.
Frühgeborenen Kindern und Kinder, die Zeichen von Geburtsstress haben, gibt man ebenfalls zunächst Glucoselösung (Zuckerwasser) und dann zusätzlich zum Stillen Ersatzmilch.
HABE ICH ÜBERHAUPT SCHON MILCH?
Das fragen eigentlich alle Frauen nach der Geburt, wenn man ihnen hilft, das Baby zum ersten Mal anzusetzen.
Ja, habt ihr bestimmt. Aber nur ganz wenig. Würde man alles auspumpen oder ausstreichen, könnte man einen Löffel füllen. Das reicht aber auch schon, denn der Magen der Neugeborenen ist am Tag der Geburt so klein wie eine kleine Glasmurmel. Bislang ist nur Fruchtwasser durch den Magen gegangen.
Das die Kinder nach der Geburt saugen wollen, ist mehr ein Reflex als Ausdruck von Hunger.
Zum Vergleich: nach drei Tagen ist der Magen so gross wie eine grosse Glasmurmel und am 10. Tag bereits so gross wie ein Tischtennisball.