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Das
Dorf ist, wie Gräberfunde im Frühsommer 1978 erwiesen
haben, eindeutig eine alemannische Siedlung. Sie wurde zur Zeit der
Landnahme von der Sippe des Agriwolf in ein von der Natur gegebenes
Talkreuz gesetzt und hat diesen Rahmen nie gesprengt.
Es weisen einige Streufunde zwar schon in die Steinzeit zurück.
Es fehlen Beweise für eine keltohelvetische oder römische
Besiedlung, obwohl eine solche angesichts der geschützten Lage
durchaus möglich gewesen wäre.
Der Name Eolfingen" tauchte erstmals im Jahre 1245
auf. In einer Urkunde wird der Verkauf von Gütern des Noggers,
Meier zu Siggingen, an das Kloster Wettingen bestätigt.
1291 ging der Ding- und Kehlhof Elfingen in den festen Besitz
der Grafen von Habsburg über, wobei als Siegler der Akte Rudolf
von Habsburg, der damalige Bischof von Konstanz, auftrat. Der
Gerichtskreis umfasste die Gemeindebanne von Elfingen, Bözen,
Effingen sowie Teile von Zeihen und Linn.
Im Habsburger Urbar von 1306 ist der genaue Grenzverlauf
festgehalten. Der Erwerb des Dinghofes Elfingen ist als macht- wie
wirtschaftspolitisches Moment zu werten, konnten doch die neuen
Besitzer damit ihre seit 1231 innegehabte Oberhoheit über den
Frickgau in dessen oberstem Teil abrunden.
1322 schenkte Königin Agnes von Ungarn den Hof dem Kloster
Königsfelden, wobei aber die dem heiligen Leodegar geweihte
Kirche ausgeklammert blieb. Erst 1422 gelangte der Kirchensatz als
Vergabung König Friedrichs III. von Oesterreich-Habsburg ans
Doppelkloster.
Aus jenen fernen Tagen sind nur wenige Namen überliefert.
So amtete zwischen 1294 und 1316, also bis zu seinem Tode bei einem
Gefecht der Habsburger gegen die Zürcher, Konrad Amstad aus
Schaffhausen als Elfinger Kirchherr.
1415 eroberten die Berner weite Teile des Aargaus, nicht aber
die Herrschaft Schenkenberg. Diese wurde erst 1460 erworben, jedoch
ohne den Dinghof Elfingen, der, zwar ursprünglich in die
Herrschaft integriert , über die Herren von Schönau und
den Basler Bürgermeister Ziboll an die Ritter von Rotberg kam,
die ihn erst 1514 an die Berner veräusserten.
Der Ursprung des einstigen Elfinger Gotteshauses reicht wohl
bis ins 9. Jahrhundert zurück. Im 14./15. Jahrhundert wurde es
im gotischen Stil erneuert. Fundstücke wie Verputzfragmente, Türschwellen,
Bodenplatten und ein gotischer Schlüssel belegen dies und
lassen auch die Kirchenstelle eindeutig lokalisieren.
1534 überliess der Rat von Bern den Landleuten der Kirchhöri
Unter dem Berg" die Entscheidung, ob die Kirche weiterhin
in Elfingen stehen oder die Kapelle zu Bözen zum Gotteshaus der
drei Dörfer erhoben werden solle. Das Landvolk entschied sich für
Bözen. Das verlassene Elfinger Gotteshaus diente den
Dorfbewohnern als willkommener Steinbruch bei Hausbauten. Flurnamen
wie Chilhöfli", Chilhof" und Hinder
der Chile" sowie Gräberfunde im Chilhöfli"
sind letzte Zeugen der einstigen christlichen Kultstätte.
Das Pfarrhaus, noch heute im Schloss" genannt,
erfuhr 1699/1702 in seinem Aeusseren und 1784 in seinem Inneren eine
Umgestaltung; es blieb geistlicher Amtssitz bis 1824, als das
Pfarrhaus in Bözen bezogen wurde.
Im Mittelalter brachten Seuchen viel Unruhe ins Land. Elfingens
Bevölkerung wurde dezimiert. Ganze Geschlechter starben aus, so
Falk", Küchler", während die Brack"
alle Fährnisse überlebten. Neu angesiedelt wurden um 1560
die Büchli" und um 1640 die Käser".
Seit 1615 enthalten die Bözer Pfrundgutsrechnungen Angaben
über die Schule. Sie wurde zuerst für alle drei
Unterberger Dörfer in Bözen geführt; später kam
eine Filialschule in Effingen dazu. 1684 wagten die Elfinger einen
Schulstreik, womit sie gegen den liederlichen Lebenswandel des Bözer
Schulmeisters demonstrierten. 1720 gelang es ihnen endlich, ein
eigenes Schulhaus zu bauen. Es entstand an der Stelle einer
bernischen Grenzschutz-Wachthütte, war eingeschossig und deckte
50 Quadratmeter Fläche. 1867 wurde es durch ein grösseres
Gebäude ersetzt, das 1946/47 eine gründliche Umgestaltung
erfuhr.
Seit alters gehört der Weinbau zu Elfingen. Die nach Süden
geneigten Hänge sind für den Rebbau eigentlich geschaffen.
Die Berner förderten den einheimischen Weinbau und versuchten
so, die Einfuhr von billigem Elsässer Wein zu unterbinden. Noch
heute stellt der Weinbau ein wichtiges Anliegen der Bauernsame
Elfingens dar.
Wenn auch die Gemeinde ein Bauern- und Rebbaudorf geblieben
ist, die Zeit stand nicht still. Wirtschaftliche Gründe führten
zu Zusammenschlüssen: es entstanden die Milchgenossenschaft,
die Elektrizitätsgenossenschaft, die Raiffeisenbank. Eine Güterregulierung
wurde durchgeführt, der Strassenbau gefördert, die
Kanalisation und der Abwasseranschluss an die ARA Hornussen
realisiert sowie die Wasserversorgung erneuert, indem ein grösseres
Reservoir und die Verbundleitung zum Grundwasserpumpwerk Bözen
erstellt wurden. Im Juli 1978 wurde das Mehrzweckgebäude mit
Turnhalle, Feuerwehrmagazin und Schutzraum für die Bevölkerung
eingeweiht. Und im Jahre 1995 konnten die Schüler endlich ihr
neues Schulhaus (neben dem Mehrzweckgebäude) beziehen. Das alte
Schulhaus wurde inzwischen zum Gemeindehaus umfunktioniert.
In der Gemeinde ansässige
Vereinsmitglieder: