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Sodann wird die ursprüngliche Vegetationsdecke des Moors durch Aufbringen einer 11 cm starken Moorschicht getötet, die man den an der Langseite jedes etwa 20–25 in breiten Moorstreifens ausgehobenen Gräben entnimmt. Auf die noch feuchte Moorschicht kommt eine 11 cm starke Schicht reinen, schwefelkiesfreien, nicht humosen, womöglich etwas körnigen und lehmigen Sandes. Kann dieser nicht aus den Gräben gewonnen werden, so muß er mittels Feldbahnen von Nachbarflächen herangeschafft werden.
Der Sand wird dann durch
Kainit und
Phosphorsäure gedüngt und bildet die
Ackerkrume, die bei der
Bestellung nicht mit dem
Moor
vermischt werden darf. Die besprochenen
Arten der
Moorkultur haben Erträge bewirkt, die hinter denen guter Mineralböden
nicht zurückstehen. Sehr viel ist, außer von der oldenb., von der preuß.
Regierung für die Erschließung der
Moore durch
Kanäle und für die Besiedelung geschehen. Eine
Central-Moorkommission bearbeitet
die einschlägigen Sachen.
Preußen
[* 3] hat eine Moorversuchsstation in
Bremen.
[* 4] Daneben ist ein
Verein zur Förderung der
Moorkultur im
Deutschen
Reiche thätig, dessen seit 1883 erscheinende «Mitteilungen» neben
den
Protokollen jener
Central-Moorkommission über die Fortschritte der
Moorkultur unterrichten. –
Vgl. Krey, Die
Moorkultur Anleitung für
Landwirte und Kulturtechniker (Berl. 1885);
Conrad von Seelhorst, Acker- und Wiesenbau auf Moorboden (ebd. 1891).