Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03483.jsonl.gz/2396

Haus und Landschaft
In der voralpinen weichen Hügellandschaft des Zürcher Oberlands soll ein Neubau für die Zürcher Höhenkliniken geplant werden. Auf einer dreiseitig abfallenden, prominenten Hügelkuppe sieht der bereits vorliegende Masterplan ein 6-geschossiges Volumen als eine Art «Landmark» vor.
Unser Entwurf sucht ein anderes Selbstverständnis des Gebäudes im Kontext: Nicht die Gegenüberstellung eines mächtigen Körpers mit der Landschaft, sondern die Einbettung eines niedrigen, ausgedehnten Volumens in derselben.
Durch die weiten und ruhigen Horizontalen entsteht ein dialektisches Verhältnis zur Landschaft, welche durch ihre kurvigen Linien charakterisiert wird. Seine leichte, feingliedrige Erscheinung lässt das Gebäude in einen Dialog mit der Natur treten, insbesondere mit der Tiefe und der Filigranität der umliegenden Baumgruppen.
Das Gebäude wird durch vier Höfe gegliedert, welche die Themen der umliegenden Landschaft im Innern des Gebäudes in künstlicher Form weiterführen. Durch ein verzweigtes Wegnetz entstehen lange Sichtachsen, Aus- und Einblicke in die Höfe erzeugen räumliche Tiefe, und immer wieder eröffnet sich der Blick in die weite Landschaft hinaus.
Die innere, rechtwinklig angelegte Geometrie orientiert sich parallel zu der topographischen Ausrichtung des Hügelrückens, auf welchem das Gebäude liegt. Ihre beiden quer zueinander liegenden Hauptachsen bilden das Orientierungssystem im Innern, an deren Kreuzung entsteht eine grosszügige Mitte mit den vertikalen Haupterschliessungen.
Im Schnitt gliedert sich das Projekt in drei Bereiche: Im Erdgeschoss befindet sich Verwaltung und Gastronomie, im natürlich belichteten Untergeschoss Therapie- sowie Diagnostik-Abteilungen, die beiden Obergeschosse beherbergen schliesslich die Bettenstationen.