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»Der Vesuv dampft? Explodieren wird er erst morgen!«
Dieser Titel ist auch als E-Book verfügbar.
Roman
Was wäre in Neapel aus ihm geworden, in der Stadt seiner Eltern? Als Kind plagte ihn die Angst, die Schweiz und alle seine Freunde verlassen zu müssen. Darum war es für ihn wie eine Befreiung, als 1980 in Süditalien die Erde bebte und innerhalb von neunzig Sekunden die Rückkehrpläne der Eltern in Schutt und Asche lagen.
Nach dem Tod des Vaters, viele Jahre später, begibt sich der Erzähler auf Spurensuche nach Neapel, eine Stadt, deren Sprache er spricht, deren Gesetze ihm aber fremd sind. Unter den vielen Geschichten, die er hier hört, lässt ihn eine nicht mehr los, die Geschichte von Antonio Esposito: ein gestohlenes Migrantenkind aus Westafrika, das in eine Camorrafamilie aufgenommen wurde, eine kriminelle Karriere machte und dann spurlos verschwand.
Was ist aus diesem Antonio geworden? Ist er tot? Hat er eine neue Identität angenommen? Oder ist er untergetaucht im hoffnungslos überfüllten Castel Volturno, als Namenloser unter Tausenden von afrikanischen Migranten?
Franco Supino, 1965 geboren in Solothurn, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Er studierte in Zürich und Florenz Germanistik und Romanistik. Supino ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz und freier Autor. Sein erster Roman Musica Leggera erschien 1995. Es folgten fünf weitere Romane, in denen Supino die eigene Migrationsgeschichte und verschiedene Künstlerbiografien erzählerisch erforscht. In den letzten zehn Jahren hat er sich vermehrt der Kinder- und Jugendliteratur zugewandt. Supino lebt mit seiner Familie in Solothurn.
»Franco Supino ist ein Wandler zwischen zwei Welten. Er ist sehr zu Hause in Solothurn, der hübschesten Kleinstadt der Schweiz – und doch voller Sehnsucht nach seiner alten Heimat Neapel, wo die Camorra die Straße beherrscht, die Nonna in der Küche Orecchiette zubereitet und tief aus dem Boden das Grollen des mächtigen Vesuvs emporsteigt.« Alex Capus
Wäre sein Leben auch so verlaufen, wäre er damals als Kind mit seinen Eltern wieder nach Neapel zurückgekehrt? Franco Supino nimmt uns in seinem spannend geschriebenen Roman auf eine Reise zur Camorra und in ein Neapel jenseits der Touristenfassaden. Aber auch auf eine Reise zu den Fragen nach Identität, Heimat und Wurzeln.
Moderation: Beat Sterchi, Schriftsteller. Anmeldung erwünscht unter <email-pii> oder in der Kornhausbibliothek. Weitere Infos finden Sie hier.
Franco Supino zitiert in seinem neuen Roman zwar die einschlägigen Topoi der Mafiaromantik, dekonstruiert diese Klischees auf originelle Weise. Spannend und flüssig geschrieben erzählt „Spurlos in Neapel“ von Mafia, Migration und Möglichkeiten. Weitere Infos und Tickets finden Sie hier.