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Der Comic, wie wir ihn heute kennen, hat eine lange Geschichte und ist viel älter, als die meisten vermutlich annehmen. Comics zeichnen sich durch eine Abfolge von Bildern aus, in denen eine Geschichte erzählt wird. Bereits 1400 vor Christus entstanden die ersten Malereien, die an moderne Comics erinnern. Diese sind in Ägypten im Grab des Menna zu finden. Im 6. Jahrhundert wurden Bildfolgen mit Spruchbändern versehen, die an die heutigen Sprechblasen erinnern.
Der Begriff Comic entstand durch satirische Zeitschriften, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in England publiziert wurden. In diesen Zeitschriften wurden humoristische Zeichnungen wie Karikaturen und weitere Arten von Comics veröffentlicht.
Einteilungen in Panels
Den modernen Comic hat vor allem Rodolphe Töpffer, ein Schweizer Zeichner des 19. Jahrhunderts, geprägt. Seine Geschichten zeichnete er als Bildfolgen, wobei die einzelnen Bilder der Geschichte in den heute typischen Rahmen gezeichnet waren, den sogenannten Panels. Auch der deutsche Dichter und Zeichner Wilhelm Busch zeichnete seine Geschichten als Bildgeschichten.
Die ersten bekannten Comics
Als erster moderner Comic gilt The Yellow Kid, eine satirische und gesellschaftskritische Geschichte über ein Kind namens Mickey Dugan. Richard F. Outcault entwickelte diese Geschichten und zeichnete sie von 1895 bis 1896 für die Zeitung New York World. Er wechselte mit dem Comic zum New York Journal und die New York World stellte George Luks ein, der den gleichen Comic für diese Zeitung weiterzeichnete. 1898 wurden beide unabhängig voneinander laufenden Comics eingestellt.
Noch während The Yellow Kid im New York Journal lief, wurde 1897 der Zeichner Rudolph Dirks eingestellt, um an den Erfolg anzuknüpfen und eine ähnliche Geschichte wie die von Max und Moritz von Wilhelm Busch zu zeichnen. Dirks erfand und zeichnete die Geschichte The Katzenjammer Kids, die von Zwillingen handelt, die vor allem ihrer Mutter Streiche spielen und sich gegen Autoritäten auflehnen. 1912 wollte Dirks eine Pause einlegen, woraufhin er beim New York Journal von dem Zeichner Harold Knerr ersetzt wurde. Nach einem Prozess erhielt Dirks das Recht, den Comic als The Captain and the Kids weiterzuzeichnen. Dieser wurde beim New York Herald veröffentlicht. The Katzenjammer Kids läuft nach wie vor und wird aktuell von Hy Eisman gezeichnet.
Weiterentwicklung von Comics im 20. Jahrhundert
George Herriman zeichnete ab 1913 seinen Comic Krazy Kat, der viele neue Stilmittel enthielt und damit den Comic revolutionierte.
Während in den USA vor allem Comicstrips für Zeitungen und Zeitschriften gezeichnet wurden, wurden in Europa ganze Hefte mit Comics publiziert. 1929 erschuf Hergé den Comic Tim und Struppi, der als bekanntester und einflussreichster Comic aus Europa gilt. Da diese längeren Comicgeschichten auch in den USA beliebt wurden, wurden diese auch bald dort veröffentlicht und neue Comic-Hefte erschaffen.
Die Erschaffung von Superman-Comic-Heften von Jerry Siegel und Joe Shuster im Jahr 1938 brachte den Comics den endgültigen Durchbruch. In den folgenden Jahren waren vor allem Comics mit Superhelden beliebt.