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Hättest du das gewusst?
Obwohl Kekse in verschiedenen Formen schon lange existierten und auch Schokolade seit ca. 1800 im Westen bekannt war, kam man erst 1938 auf die Idee, die beiden Komponenten zu vermischen. Die Keksvariation in heutiger Form verdanken wir der Amerikanerin Ruth Graves Wakefield. Sie führte ein Restaurant und servierte zum Nachtisch jeweils einen Buttercookie mit Glace. Obwohl dies schon ziemlich gut ankam, versuchte sie etwas noch Exklusiveres herzustellen und mischte kleine Schokoladenstückchen unter den Teig. Ihr etwas später veröffentlichtes Kochbuch verkaufte sich äusserst gut und das «Chocolate Chip Cookie»-Rezept eroberte die Welt.
Klar, gab es vor 100 Jahren schon Lebensmittelgeschäfte. Diese waren zumeist sehr klein und nur auf bestimmte Speisen spezialisiert oder hatten keine wirkliche Auswahl. Supermärkte im heutigen Sinne wurden erstmals 1930 von der King-Kullen-Kette in den USA eröffnet. Neu wurden verschiedene Produkte aus den Bereichen Fleisch, Backwaren, Obst und Gemüse unter einem Dach angeboten. Dies ebnete auch den Weg für Markenartikel und bereits verpackte Produkte. Selbstbedienung wurde eingeführt, um Zusatzkosten zu sparen und so die Waren günstiger anbieten zu können. Das erste Schweizer Geschäft in diesem Stil war übrigens die 1948 eröffnete Migrosfilliale an der Seilergasse in Zürich.
Früher benötigte man für grosse Einkäufe auch eine Menge menschlicher Träger. Um dies zu ändern und vorallem um die Kaufkraft pro Einkauf zu erhöhen, stellte Sylvan Goldman den Kunden seines «Humpty-Dumpty-Supermarkts» 1937 erstmals einen «shopping cart» zur Verfügung. 1946 wurden die «telescoping shopping carts» erfunden. Einkaufswagen, die sich platzsparend ineinanderschieben lassen. Es dauerte nicht sehr lange, bis die Einkaufswagen auch den Weg in unsere Supermärkte fanden. Heute sind die Wägeli nicht mehr wegzudenken.
Als Osmanisches Reich bezeichnete man die Herrschaft der Dynastie der Osmanen. Es erstreckte sich von Osteuropa bis in den Irak. Ihre Herrschaft begann 1299 und endete erst 1922. Nach der Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg zeichnete sich der Niedergang des Osmanischen Reiches langsam ab. Im «Türkischen Befreiungskrieg» setzte sich die Nationalregierung unter Mustafa Kemal Pascha durch und gründete im Anschluss 1923 den Nachfolgestaat: die Türkei.
Seit der frühen Neuzeit war es in der Schweiz üblich, die zum Tode Verurteilten mittels Enthauptung durch ein Schwert hinzurichten. Ab 1835 kam die Guillotine als «schmerzlose» Alternative dazu. In vielen Kantonen konnte sich die zum Tode verurteilte Person nun zwischen Guillotine und Schwert entscheiden. Die letzte Schweizer Exekution per Guillotine fand am 18. Oktober 1940 in der Strafanstalt in Sarnen statt.
Schon seit 1851 wurde an einem Verfahren geforscht, das dem heutigen Reissverschluss ähnlich ist. Lange fand man keine praktische Verwendung dafür in Zusammenhang mit Kleidung, bis sich der Schweizer Martin Winterhalter 1923 das Patent für Europa sicherte. Er entwickelte den bestehenden Verschluss weiter und fügte Rippen und Rillen hinzu. Diese gingen erstmals in seiner Firma RiRi serienmässig in Produktion. Bis die Reissverschlüsse in Alltagskleidung verwendet wurden, vergingen noch einmal zwei Jahre. Erst ab 1925 ersetzten Reissverschlüsse vermehrt Knöpfe im Textilbereich.
Dass Krieg etwas Schlechtes ist und in jedem Fall eine Menge Leid mit sich bringt, war den Menschen in unseren Breitengraden nicht immer klar. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde Krieg verherrlicht, als heroisch angesehen. Man war stolz, für sein Land kämpfen zu dürfen und viele Männer gingen motiviert in den Kampf, um sich «zu beweisen». Der Erste Weltkrieg zerstörte diese Vorstellung. Das erste Mal erlebte Europa einen grossen Krieg mit der Technologie des 20. Jahrhunderts. Und erlebte die verheerende Verwüstung, die ein solcher verursachen kann.
Dass Alkohol schädlich sein kann, wissen wir alle. Vorallem der kindliche Organismus ist sehr anfällig für Schädigungen durch Alkohol, da die Leber erst bedingt Alkohol abbaut. Deswegen gibt es heute fast in jedem Land ein gesetzliches Mindestalter für die Abgabe von alkoholischen Getränken. Dies war jedoch nicht immer so. Obwohl in der Schweiz die Abgabe von Alkohol an unter 16-Jährige bereits 1937 verboten wurde, nahm man diese Regelung in der Vergangenheit nicht immer so ernst. Erst in den letzten 20 Jahren setzte sich der Jugendschutz durch und sorgte dafür, dass Jugendliche unter 16 Jahren wirklich keinen Zugang zu Alkohol mehr haben.
«Wer einem Kind unter 16 Jahren alkoholische Getränke oder andere Stoffe in einer Menge, welche die Gesundheit gefährden kann, verabreicht oder zum Konsum zur Verfügung stellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.» so lautet das Gesetz von 1937. Kurios: Nicht alle Länder nahmen ihre Verantwortung gegenüber der Jugend früher so ernst. In Norwegen beispielsweise trat ein solches Gesetz erst 1998 in Kraft.
Bis in die 1960er wurden Haarwaschmittel als weisses Pulver verkauft. Erst mit der Entwicklung der Alkylethersulfate kamen erstmals flüssige, gut hautverträgliche Produkte zur Haarreinigung auf den Markt. Dank der Entwicklung von Kunststoffverpackungen, kamen erstmals auch preiswerte Haarpflegeprodukte für alle Bevölkerungsschichten auf dem Markt.
Ebenfalls in die Liste geschafft hat es - wenn auch nur ganz knapp - Finnland. Das nordeuropäische Land ist erst seit 99 Jahren ein eigenständiger Staat und wurde früher immer wieder zwischen Russland und Schweden hin- und hergeschoben. Finnland gehört mit nur 5,4 Millionen Einwohnern, auf einer Fläche knapp so gross wie Deutschland, zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Finnland feiert am 6. Dezember 2017 den 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit.