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In der westlichen Phytotherapie sind die Kräuter nach den Wirkungen auf bestimmte Krankheiten und Symptome geordnet. In der TCM werden die Arzneien nach exakt definierten, energetischen Disharmoniemustern geordnet. Diese Disharmoniemuster äussern sich natürlich auch in diversen Symptomen. Häufig kann eine Gruppe von unterschiedlichen Symptomen demselben Disharmoniemuster zugeordnet werden und somit durch eine Rezeptur ganzheitlich behandelt werden. So können z.B. ganz unterschiedliche Symptome wie Oberbauchschmerzen, Reizbarkeit, Depressionen, Frustrationsgefühle, Kopfschmerzen, … als Zeichen einer Leber-QiStagnation verstanden werden.
In der TCM behandeln wir nun nicht die einzelnen Symptome, sondern die übergeordnete energetische Störung, nämlich im obigen Falle die Leber-Qi-Stagnation. Um chinesische Arzneimittel sinnvoll einzusetzen, muss also zuerst eine Diagnose im Sinne der TCM gestellt werden.
Die westliche Phytotherapie fokussiert häufig auf ein Symptom oder eine Krankheit und behandelt meist mit Einzelkräutern. In der TCM wird versucht, das ganze energetische Entgleisungsmuster mit allen körperlichen und emotionalen Symptomen und Krankheiten durch eine Rezeptur, die aus einer Kombination von mehreren Arzneimitteln besteht, zu behandeln.