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Identität von Musikwerken auf dem Prüfstand
Worin konstituiert sich ein Kunstwerk, insbesondere in der Musik? Ein Philosophie, Musikwissenschaft und unterschiedliche Musikpraxen verbindendes Projekt der Hochschule der Künste Bern will die Metaphysik, insbesondere die Identitätsbedingungen musikalischer Werke, thematisieren.
Wie andere Beiträge zur philosophischen Diskussion in diesem Bereich nimmt das Projekt als Ausgangspunkt den Paradigmenwechsel in der Notenschrift im 19. Jahrhundert, der Interpretation immer genauer zu fixieren versuchte. Ausgegangen wird von Schriften zur Aesthetik der Kunst und Musik wie auch von Musikrezensionen.
Ziel sei es, schreiben die Verantwortlichen, den ontologischen Status eines musikalischen Werks anhand unterschiedlicher Fallbeispiele in seiner spezifischen musikalischen Praxis zu definieren. Genauer beleuchtet würden dabei «die Existenz einer ausgefeilteren musikalischen Standard-Notation, die autoritäre Rolle der Partitur und die von Interpretationen und deren zeitlichen Flüchtigkeit losgelöste Wahrnehmung eines Werkes».
Das vom Philosophietheoretiker Dale Jacquette und von Thomas Gartmann geleitete Projekt mündet in zwei Tagungen mit dem Zentrum Paul Klee, wo auch das philosophische Verständnis des Malers und Musikers Klee diskutiert wird, sowie in eine Dissertation und eine Habilitation.