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Vor wenigen Wochen wurde in Los Angeles das Azusa Street Jubiläum gefeiert. Vor 110 Jahren begann dort eine Erweckung, die seither jede weitere Erweckung, jeden Aufbruch beeinflusste. Das Wirken Gottes war unfassbar mächtig, denn als das Feuer Gottes auf die Versammelten fiel, alarmierten die Nachbarn die Feuerwehr, weil sie glaubten, das Gebäude brenne.
Mein Sohn Nathanael war am Jubiläum dabei. Die Organisatoren hatten in Los Angeles das grösste Stadion gemietet. Rund 60‘000 Personen nahmen an diesem Grossanlass teil. Sie kamen aus allen Ländern und Kontinenten.
Nathanael war mit vielen weiteren Bibelschülern einige Tage zuvor in der Stadt unterwegs. Sie liessen die Menschen überall die Güte und die Liebe Gottes erfahren. Nathanael erzählt:
«Ich erlebte an der Bibelschule bereits ein hohes Mass an Heilungen. Dennoch erfuhren wir in Los Angeles ein höheres Mass, und das sowohl in der Häufigkeit der Heilungen als auch in der Tragweite. Wir sahen Dutzende, die aus Rollstühlen aufstanden – Menschen, die über 10 Jahre gelähmt waren durch Autounfälle oder Schussverletzungen. Gott berührte diese Menschen mit Seiner Gegenwart. Muskeln und Knochen wurden gestärkt und wiederhergestellt. Manche spürten während des Heilungsprozesses eine Hitze in ihrem Körper. Wir sahen auch Menschen, die stumm oder taub waren, die geheilt wurden. Eine Frau war seit über 50 Jahren taub und stumm. Sie wurde an einem Abend befreit und konnte wieder hören und reden. Verschiedene Menschen wurden von grauem Star geheilt, Blinde sahen wieder. Ein spezielles Highlight war: Jemand mit einem künstlichen Auge konnte durch dieses künstliche Auge wieder sehen und Geschriebenes auf einem T-Shirt lesen. Es passierten Dinge, die aus menschlicher Sicht unmöglich sind. Arthritis verschwand regelmässig, ebenso Sportverletzungen und Schmerzen bedingt durch Autounfälle. Auch Krankheiten wie MS, Tumore oder Krebs sahen wir verschwinden. Ein Mann beispielsweise konnte zuschauen, wie sein Hautkrebs auf der Schulter verschwand während des Gebets. Er vertraute sein Leben umgehend Jesus an. Menschen mit schlechten Zähnen bekamen im Stadion Goldzähne, sehr oft ohne, dass für sie gebetet worden wäre. Gottes Gegenwart allein wirkte sehr stark.
Was mich beeindruckte war, wie stark die Gegenwart Gottes floss und Menschen berührt wurden, noch bevor wir für sie gebetet hatten. Aus diesem Grund ist es das Wichtigste, die Gegenwart Gottes freizusetzen, damit Gott wirken kann. Er macht das, was wir selber nicht machen können.
Oft erlebten wir einen Schneeball-Effekt: Wir beteten für jemanden. Andere Menschen kamen dazu, wollten wissen was passiert, wollten auch gleich Gebet und nahmen ihre Bekannten dazu. Einmal passierte einer Kollegin vor dem Starbucks Folgendes: Sie wollte für eine Person beten. Da kam jemand dazu, der relativ neu im Glauben lebt und fragte, ob er für diese Person beten dürfe, was die Kollegin gern erlaubte. Während er für diese kranke Person betete, schritt eine Passantin an uns allen vorbei und wurde geheilt, ohne dass wir sie beachtet hätten. Diese Frau schrie auf, begann Gott zu preisen, weil er ihre Schulter geheilt hatte. Es kamen immer mehr Menschen dazu. Am Schluss war es ein Kreis von etwa 30 Personen. Die Kollegin begann, das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen. Mehrere Personen luden Jesus in ihr Leben ein und wurden geheilt.
Mich beeindruckte am meisten, wie offen die Menschen für das Evangelium sind. Wir sahen Kinder, Teenager, ältere Menschen aus allen Gesellschaftsschichten – Banker genauso wie Obdachlose – Menschen aus allen Kulturen und Rassen, die sich für Jesus entschieden. Die einen nahmen die Errettung von Jesus auf der Strasse an, andere im Starbucks oder im Hotel, in der U-Bahn. Wir kamen zurück zur Einfachheit des Evangeliums. Der Rettungsplan von Jesus ist nicht kompliziert. Gott liebt jeden Menschen, möchte jeden retten.
Wir fragten jeweils, ob sie Jesus kennenlernen möchten. Manchmal beteten wir zuerst auch darum, dass sie Gottes Gegenwart erleben würden. Und wenn sie diese dann erlebten, fragten wir sie, ob sie diese Gegenwart Gottes permanent erfahren möchten. Das öffnete ihre Herzen, genauso wie die Heilungen, die sie erlebten. Viele wollten weiterhin das Wirken des Geistes Gottes erleben.
Es war einfacher als wir es uns vorgestellt hatten. Erstaunlicherweise waren die Menschen, die noch nie etwas von Jesus gehört hatten, am offensten, denn sie hatten keine Vorurteile».
Auch in der Schweiz wird genau dasselbe passieren. Gott hat einen Plan für diese Zeit, und was in Kalifornien passierte, wird auf der ganzen Welt passieren. Lasst dieses Feuer der Erweckung auf uns kommen, damit wir mit Kühnheit und mit Leidenschaft Menschen begegnen, die Jesus noch nicht kennen und im Moment noch verloren sind. Auch durch uns werden Zeichen und Wunder geschehen, wenn wir für die Menschen beten und Heilung bringen wollen. Was dort in Los Angeles passierte, wollen wir auch hier in der Schweiz erleben, und es hat bereits begonnen! Durch uns kann die Welt verändert werden.
E. Steiner