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Das israelische Unternehmen Electron experimentiert mit kabellosem Laden auf Autobahnen. Ziel ist, dass Autos und Busse keine Ladestationen mehr brauchen.
Naldo Tanner
Das israelische Unternehmen Electron hat soeben eine Kooperationsvereinbarung mit den japanischen Firmen Toyota und Denso geschlossen, um kabelloses Aufladen während der Fahrt zu entwickeln. In erster Linie geht es um Bus- oder Taxiflotten, damit sie immer in Betrieb sein können. Dafür eignen sich derzeit Strecken mit niedriger Geschwindigkeit in Städten besonders gut, da man mit geringerem Tempo fährt, somit weniger verbraucht und mehr Zeit auf der Strasse verbringt. Die Kosten für diese Infrastruktur belaufen sich auf etwa eine Million Euro pro Kilometer. Laut Electron kann diese Strecke in nur einer Nacht realisiert werden. Es handelt sich um ein revolutionäres System, weil ein Elektrofahrzeug nicht mehr zum Aufladen anhalten müsste und auch keine Säulen benötigt würden. Der erste öffentlich zugängliche Strassenabschnitt mit kabellosem Laden befindet sich in Deutschland, südlich von Stuttgart, in der Stadt Balingen. Es handelt sich um ein Demonstrationsprojekt, wie auch die anderen Projekte in Schweden, den Vereinigten Staaten und Israel.
Die Vereinbarung mit Toyota sieht vor, dass einige der zukünftigen Fahrzeuge des japanischen multinationalen Unternehmens die notwendige Technologie an Bord haben werden, um diese Art des Aufladens zu nutzen. Anschliessend soll ein Gerät entwickelt werden, das in bereits auf dem Markt befindliche Elektroautos eingebaut werden kann, um so fahrend die Batterie zu laden. Entscheidend ist dabei, diese Technologie erschwinglich zu machen.
Laut IDTechEx, ein auf Marktforschung spezialisiertes Unternehmen, wird es bis zum Jahr 2032 rund 700 000 Elektrofahrzeuge geben, die kabellos aufgeladen werden können, wobei es sich vor allem um Fahrzeuge der Oberklasse handeln wird. Zudem sollen dann 180 000 Lieferwagen entsprechend ausgestattet sein.