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Bei sogenannten Erdbebenschwärmen treten über einen längeren Zeitraum lokal begrenzt zahlreiche Beben auf, ohne dass eine klare Abfolge von Vor-, Haupt- und Nachbeben besteht. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) registriert jedes Jahr mehrere Erdbebenschwärme, somit stellt ihr Auftreten nichts Aussergewöhnliches dar. Meistens endet die Schwarmaktivität nach einigen Tagen oder Monaten. In seltenen Fällen nehmen die Beben mit der Zeit in Stärke und Anzahl zu oder es treten vereinzelt grössere, teils schadensbringende Beben auf. Die Entwicklung eines Erdbebenschwarms lässt sich genauso wenig vorhersagen wie Erdbeben im Allgemeinen.
Viele Erdbebenschwärme ereignen sich in Regionen mit komplex zusammenhängenden Bruchsystemen. Ihr Auftreten wird oft mit der Wanderung von Fluiden (Gase und Flüssigkeiten) in der Erdkruste in Zusammenhang gebracht.