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Bambiland
Schauspiel
Stückinfo
Schweizer Erstaufführung
Ein Botenbericht von der medialen Vermittlung des Krieges. Elfriede Jelinek reflektiert in Bambiland die Karriere des Irakkrieges – von den Wurzeln über seine Bebilderung, hinter der er verschwindet, bis zu den Nachwehen im abgestumpften westlichen Bewusstsein. Elfriede Jelinek schreibt fast zeitgleich zu den tagespolitischen Ereignissen, beleuchtet die Verflechtungen von Medien und Mythologie, Macht und Kultur und zeigt in einer ironischen Demontage die Pervertierung von Vernunft zu Gewaltherrschaft und Terror. Die Fahrlässigkeit der Sprache als technisch raffinierteste aller Waffen wird untersucht.
«Das Unsagbare wird jeden Tag gesagt, aber das, was ich sage, das soll nicht gesagt werden dürfen. (...) Die Sprache geht. Ich bleibe aber, weg. (...) Das Leere ist der Weg. Ich bin sogar abseits der Leere.» — (aus der Nobelpreisrede «Im Abseits»)
Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag, aufgewachsen in Wien, studierte Klavier und Komposition am Wiener Konservatorium. Nach einem abgebrochenen Studium der Kunstgeschichte begann sie zu schreiben und zählt seit den 70er-Jahren zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Sie schreibt Lyrik, Theaterstücke, Romane, Hörspiele, Übersetzungen, Drehbücher und Libretti. Sie erhielt zahlreiche Preise, unter anderen den Georg Büchner Preis und den Nobelpreis für Literatur.
Marie Bues, geboren 1980, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und arbeitete danach zwei Jahre als Schauspielerin an den Staatstheatern Stuttgart und Karlsruhe und an der Landesbühne Esslingen. Dort inszenierte sie auch ihre ersten Regiearbeiten.