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Internationale Missionen
Mit unserem Engagement über die Grenzen hinweg leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Krisenregionen, und wir unterstützen die Sicherheitsbestrebungen der internationalen Gemeinschaft. Internationale Einsätze dienen auch schweizerischen Interessen, denn sie erlauben Erfahrungen im Feld, ermöglichen das Arbeiten mit reellen Proben und fördern die internationale Vernetzung. Unser Engagement basiert auf Freiwilligkeit. Der Personalaufwand orientiert sich an den Bedürfnissen der internationalen Organisationen sowie an den verfügbaren internen Kapazitäten.
Green Star Award des UNEP
Als anerkanntes Fachinstitut eines neutralen Landes hat uns die Uno etliche Male für Umweltmissionen in politisch heiklen Konfliktregionen aufgeboten. 2009 wurden wir dafür mit dem "Green Star Award" der Uno ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt Betriebe, Organisationen, Einzelpersonen oder Regierungen, die sich für die Nachhaltigkeit stark machen , die globale Verantwortung fördern und Einsätze bei Umweltzerstörungen und Katastrophen leisten.
Beispiele von Einsätzen aus vergangenen Jahren:
2015: Im Einsatz mit dem European Mobile Laboratory zur Bewältigung des Ebola Ausbruchs in Guinea
Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Biologie war 2014 und 2015 mit dem European Mobile Lab in Guéckédou in Guinea im Einsatz und untersuchte mittels molekularer Diagnose¬ver¬fahren Patientenproben auf Ebola-Viren. Mit der Unter¬suchung vor Ort konnte rasch eine verlässliche Diagnose sichergestellt werden, welche als Grundlage von Massnahmen zur Bewältigung der Situation dient.
2013: Entwicklungsprojekt in der Demokratischen Republik Kongo
In der Demokratischen Republik Kongo läuft seit 2006 ein durch die UNICEF unterstütztes Entwicklungsprogramm unter dem Namen „ Villages et Ecoles assainis“. Ziel dieses Programmes ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, der hygienischen Verhältnisse sowie der Abwasserentsorgung in ländlichen Dörfern, aber auch städtischen Zonen. Zwei Mitarbeiter des Labor Spiez haben vom 25.5. – 10.6.2013 im Auftrag der UNEP und UNICEF Probenahmen und Feldanalysen zur Beurteilung der Trinkwasserqualität unternommen. Speziell in den Bergbaugebieten des Südens kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die intensiven Erzabbautätigkeiten Grundwasserzonen mit Schwermetallen kontaminiert werden.
2012: UNEP/OCHA-Mission Brazzaville, Kongo, in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
Vom 13.-20. März 2012 unterstützte das Labor Spiez die Joint Environment Unit der UNEP/OCHA im Nachgang des Explosionsunglücks in Brazzaville, Republik Kongo. Am 4. März 2012 waren dort mehrere Tonnen Sprengstoff und Munition aus alten Lagerbeständen explodiert. Ziel der Mission war eine erste Abschätzung des Einflusses der Explosion auf die Umwelt. Dazu wurde eine Probenahme geplant, welche vom Explosionsstandort, der näheren Umgebung, sowie an unbelasteten Stellen Wasser- und Bodenproben vorsah. Die Proben wurden in der Stadt gesammelt, analysiert und verpackt. Für Detailanalysen wurden Teile der Proben in die Schweiz verschickt. Ziel der Untersuchung waren Aussagen über die Verteilung und Konzentration der Schwermetalle und Sprengstoffrückstände, die eine toxische Wirkung auf Mensch und Umwelt haben können.
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