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Ziele, Schwerpunkte und Aktivitäten
HEKS will zu einer nachhaltigen, auf internationalem Recht basierenden Konflikttransformation beitragen. Im Rahmen des Projektes «Open Forum» stärkt HEKS zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich mit gewaltlosen Mitteln für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. HEKS konzentriert sich bei seiner Arbeit auf den Zugang zu Land, was auch Aspekte wie eine zumutbare Wohnsituation für alle, die Rechte der Flüchtlinge oder die Handlungsfreiheit zivilgesellschaftlicher Organisationen beinhaltet. Im Rahmen des «Open Forums» sollen gerechte Alternativen zu ungerechten Praktiken erarbeitet werden, damit der Zugang zu Land, sowie die Partizipation am öffentlichen Raum für alle garantiert ist.
Betroffene Gemeinschaften stärken und schützen: HEKS und seine Partner unterstützen die Selbstorganisation von Dörfern und Gemeinschaften, deren Zugang zu Land eingeschränkt ist oder die von Enteignung und der Zerstörung ihrer Häuser bedroht sind. Durch Schulungen und Aufklärungsarbeit lernen die Zielgruppen ihre Rechte kennen und können ihre Bedürfnisse formulieren und einfordern. Dazu organisieren sie sich in Allianzen mit lokalen und internationalen Partnern. HEKS und seine Partner tragen zum Schutz der Zivilbevölkerung bei, zum Beispiel mit der Begleitung durch internationale MenschenrechtsbeobachterInnen des Ökumenischen Begleitprogramms (EAPPI).
Die israelische, palästinensische und internationale Zivilgesellschaft informieren und aufzeigen, dass ein gleichberechtigtes Zusammenleben möglich ist: Durch die zunehmende Abriegelung der verschiedenen Gebiete gibt es immer weniger direkten Kontakt zwischen Israelis und Palästinensern. In Israel haben viele Menschen keine Vorstellung davon, wie der Alltag in den besetzten Gebieten aussieht und mit welchen Schwierigkeiten die Palästinenser tagtäglich zu kämpfen haben. Viele PalästinenserInnen wiederum kennen Israelis nur als Soldaten oder Siedler. Die Partnerorganisationen sensibilisieren die Öffentlichkeit und klären über Rassismus und Diskriminierung auf, thematisieren die ungelöste Flüchtlingsproblematik oder die Militarisierung der Gesellschaft. Sie arbeiten menschenrechtsbasierte Lösungsansätze aus, um sie in beiden Gesellschaften und auch auf internationaler Ebene zu diskutieren.
Zuständige Behörden und Entscheidungsträger von rechtsbasierten Lösungen überzeugen. Langfristig ist es ein Ziel von HEKS und seine Partnerorganisationen, auch auf die Behörden und Entscheidungsträger Einfluss zu nehmen. Ein wichtiges Thema ist nach wie vor die ungelöste Situation der palästinensischen Flüchtlinge, die vor allem in Israel stark tabuisiert ist. Ohne die Anerkennung des Unrechts der Vertreibung und eine gemeinsame Erarbeitung einer Lösung ist aber eine nachhaltige Friedenslösung kaum möglich.