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Outcome Mapping wurde am International Development Research Centre (IDRC), in Ottawa, Kanada, entwickelt und 2001 in Form eines Manuals publiziert. Es ist ein System zur Erfassung von Projekt-/Programmfortschritten respektive ein strukturierter Prozess zu dessen Planung. Das zentrale Konzept von Outcome Mapping ist, dass Entwicklung auf der Verhaltensänderung von Menschen beruht. Im Gegensatz zu klassischen Wirkungsmessungsmethoden liegt der Fokus deshalb nicht auf (logisch verknüpften) Leistungen des Projekts und dessen Effekten bei den Zielgruppen. Outcome Mapping konzentriert sich vielmehr auf Verhaltensänderungen («Outcomes» genannt) von direkten Partnern mit denen das Projekt arbeitet (den sogenannten «Boundary Partners»). Outcome Mapping ist ein qualitativer und partizipativer Ansatz und konzentriert sich auf den Beitrag (contribution) des Projekts zur Entwicklung. Es wurde insbesondere als Hilfsmittel fürs Lernen und zur Selbstevaluation entwickelt.
Outcome Mapping
Planungsprozess
Der Outcome Mapping Planungsprozess besteht aus drei Phasen und zwölf Schritten, die im Idealfall in der Planungsphase des allgemeinen Projektmanagements durchlaufen werden.
Phase 1: Intentional Design (wörtlich: Bewusste Planung)
Hier soll (partizipativ) geklärt und festgelegt werden, zu welchen übergeordneten Veränderungen das Projekt beitragen soll und mit welchen Strategien dies erreicht werden soll. Als erstes werden eine «Vision» (wieso?) und eine «Mission» (wie?) für das Projekt schriftlich festgehalten. Zentral ist die Identifikation der primären «Boundary Partners» auf die sich das Projekt konzentrieren will. Typischerweise gehören die direkten Empfänger der Leistungen des Projekts (z.B. eine lokale Partnerorganisation), aber auch weitere Stakeholder dazu. Für jeden «Boundary Partner» wird die allgemeine gewünschte Verhaltensänderung beschrieben und mehrere konkrete Verhaltensänderungen (sogenannte «Progress Markers») festgehalten. Schliesslich wird festgelegt, mit welchen Aktivitäten diese Verhaltensänderungen im Laufe des Projekts beeinflusst werden.
Phase 2: Outcome & Performance Monitoring
In der zweiten Phase soll ein System für das laufende Monitoring entwickelt werden. Grundidee dabei ist, nicht nur die erzielten Resultate (Verhaltensänderungen) zu verfolgen. Neben diesen werden auch Daten zu den Aktivitäten, sowie zur Funktion des Projekts als organisatorische Einheit erhoben. Als erstes werden Prioritäten für das Monitoring festgelegt und darauf basierend drei Datenerhebungsinstrumente geplant. Mittels des «Outcome Journal» wird der Fortschritt der «Boundary Partners» bezüglich «Progress Markers» erhoben. Im «Strategy Journal» werden die zugunsten der Partner ergriffenen Aktivitäten und deren Resultate laufend dokumentiert. Und schliesslich werden mit Hilfe eines «Performance Journals» interne Prozesse laufend überwacht.
Phase 3: Evaluation Planning
Im letzten Schritt soll geklärt werden, welche Aspekte des Projekts (bestimmte Outcomes, Aktivitäten oder Prozesse) evaluiert werden sollen und die dazu benötigten Ressourcen sollen geplant werden.
Outcome Mapping eignet sich gut
- um Wirkungen von Entwicklungsvorhaben, deren Erfolge nicht allein mit quantitativen Indikatoren erfasst werden können, zu analysieren.
- um Wirkungen von partizipativen Projekten, bei denen es um die Verbesserung des Verhaltens (z.B. Interaktion, Aktion/Reaktion und Teilnahme) von bestimmten Akteuren in komplexen Systemen geht, zu analysieren.
- um sich darüber klar zu werden, wer die Akteure sind, mit denen ein Projekt arbeitet und welche Veränderungen mit welchen Strategien erreicht werden sollen.
- um den Beitrag eines Projekts zur einer Entwicklung zu plausibilisieren (contribution).
- um zu lernen.
Daraus ergibt sich im Gegenzug, dass Outcome Mapping weniger geeignet ist zur Rechenschaftsablage oder wenn der direkte Beitrag des Projekts zur Entwicklung bestimmt werden soll (attribution).
Outcome Mapping ist auch ein Planungs- und Monitoringinstrument, weshalb es nicht sinnvoll erscheint, Outcome Mapping für Evaluationen einzusetzen, die erst nach Abschluss eines Projekts initiiert werden.
Links
Das vollständige Outcome Mapping Manual ist online verfügbar:
Weitere Informationen zum Outcome Mapping gibt es auf den folgenden Webseiten:
Ein Artikel zur (möglichen) Kombination von Logical Framework Approach und Outcome Mapping: