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Die Regierung hat entschieden, das Theaterprovisorium an die Gemeinde Goldach zu vergeben. Die Gemeinde setzte sich gegen zwei weitere Bewerbungen durch. Heisst das Stimmvolk von Goldach die Finanzierung für die Übernahme des Provisoriums gut, kann das Provisorium nächstes Jahr nach Goldach zügeln.
Nach der Ausschreibung im September letzten Jahres zeigten drei St.Galler Gemeinden Interesse an einer Übernahme des Theaterprovisoriums. Die Regierung prüfte daraufhin die Bewerbungen. Ihr Entscheid fiel nun auf die Gemeinde Goldach. Der Kanton würdigt das Interesse der Gemeinden am Provisorium und deren Engagement für die Bewerbungen. Mit der Weitergabe des Provisoriums an Goldach konnte eine nachhaltige Lösung für das Gebäude gefunden werden. Über die Finanzierung für die Übernahme des Theaterprovisoriums entscheidet die Stimmbevölkerung von Goldach.
Die Bewerbungen der drei Gemeinden hat der Kanton anhand verschiedener Kriterien geprüft. Dazu zählen die Zugänglichkeit für ein breites Publikum, der gemeinnützige Charakter und der kulturelle Mehrwert für die Gemeinde, Aspekte der Nachhaltigkeit und die Finanzierung. Ferner spielte auch der termingerechte Abbau des Provisoriums und die damit verbundene Abhängigkeit zur Sanierung des Theaters St.Gallen eine wichtige Rolle. Die Gemeinde Goldach erfüllt mit ihrem Projekt diese Kriterien und konnte die Finanzierung und Terminierung des Projektes nachvollziehbar darlegen.
Sowohl der Kanton als auch die Gemeinde Goldach profitieren von der Weiternutzung des Provisoriums. Die Gemeinde kann ein Provisorium übernehmen, das in einem sehr guten Zustand ist. Die Gemeinde hat keinen eigentlichen Kaufpreis zu entrichten, sondern trägt die Kosten für den Abbau, den Transport, den Wiederaufbau sowie für das Land und die Vorbereitungsarbeiten am neuen Standort. Für den Kanton entfallen mit der Weitergabe des Provisoriums die Kosten für den Abbruch.
Das 1968 eröffnete Theater St.Gallen wird zurzeit saniert und erweitert. Um den Theaterbetrieb während der Bauarbeiten zu gewährleisten, erstellte der Kanton auf dem Unteren Brühl vor der Tonhalle in der Stadt St.Gallen ein provisorisches Theatergebäude. Das Provisorium ist 50 Meter lang und 26 Meter breit und fasst rund 500 Besucherinnen und Besucher.