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NHS-Chef Simon Stevens, von diesem Dienstag an Mitglied des Oberhauses, sagte, die Auszeichnung erkenne «Fähigkeit, Mitgefühl und Stärke» der NHS-Beschäftigten an, die auf «die schlimmste Pandemie seit einem Jahrhundert und die grösste Herausforderung, mit der dieses Land seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert ist», reagiert hätten. Es ist erst das dritte Mal, dass das Georgs-Kreuz an eine Gruppe verliehen wird - zuvor hatten 1942 die Einwohner von Malta und 1999 die nordirische Polizei die Ehrung erhalten.
An einem Dank-Gottesdienst für den NHS in der Londoner St.-Pauls-Kathedrale nahmen unter anderem Premierminister Boris Johnson und Prinz William teil. Der Queen-Enkel wollte zudem am Nachmittag einen Empfang zu Ehren der NHS-Beschäftigten im Buckingham-Palast ausrichten. Seine Ehefrau Herzogin Kate musste die Termine absagen, weil sie mit einem positiv auf Corona getesteten Menschen in Kontakt war und sich nun tagelang selbst isoliert.
Im vergangenen Winter war der chronisch unterfinanzierte NHS wegen der Pandemie an seine Belastungsgrenzen geraten. Krankenwagen mussten teilweise stundenlang warten, bis sie Patienten in die Hospitale bringen konnten. Die Briten sind ihrem Gesundheitssystem emotional eng verbunden. So war in den Hochphasen der Pandemie an vielen Häusern «Thanks NHS»-Plakate oder andere Widmungen zu lesen.