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Das Herz
Die Griechen und Römer kannten die genaue Anatomie und Funktion des Herzens nocht nicht. Wie viele andere Völker aber schenkten sie dem Herzen besondere Bedeutung und betrachteten es als Sitz der Seele, des Verstands und der Liebe. Das Herz gilt als universelles Symbol der Liebe.
Das Herz ist ein kräftiger Hohlmuskel, der auf dem Zwerchfell und zwischen den Lungen liegt. Legt man die flache Hand etwas seitlich links vom Brustbein auf die Rippen, so kann man sein rhytmisches Schlagen spüren. Die Herzleistung passt sich dem Bedarf des Körpers an: bei Anstrengung oder Aufregung schlägt das Herz schneller und stärker.
Das Herz hat die lebenswichtige Aufgabe, den Körper Tag und Nacht mit Blut zu versorgen. Eine Scheidewand (Septum) zwischen rechter und linker Herzhälfte trennt den sauerstoffarmen vom sauerstoffreichen Blutfluss. Das mit Sauerstoff gesättige Blut gelangt aus dem Lungenkreislauf in die linke Herzhälfte und wird von dort über die Haupschlagader (Aorta) in den Körperkreislauf befördert. Aus der Aorta verteilt sich das Blut in die abzweigenden Arterien, die den Kopf, die Arme, den Rumpf und die Beine mit Blut versorgen. Die Arterien verästlen sich in ihrem Verlauf immer mehr und münden schliesslich in die Haarfässe (Kapillaren), die feinsten Blutgefässe des Körpers.
Über die Kapillaren werden die Zellen des Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen versogt. Die Zellen ihreseits geben Kohlendioxid und Stoffwechselprodukte in die Kapilaren ab. Nach diesem Austausch gelangt das nun sauerstoffarme, bläulich scheinende Blut über die Venen zur rechten Herzhälfte zurück und von da in den Lungenkreislauf. In den Lungen findet erneut ein Gasaustausch statt: Die roten Blutkörperchen geben das Kohlendioxid an die Ausatmungsluft ab und nehmen Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft auf. Das frisch mit Sauerstoff gesättige Blut gelangt in die linke Herzhälfte - der Kreis ist geschlossen.