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Das Projekt für regelmässige Tests mit grossen Personengruppen startete in Schulen und Heimen am 3. März 2021 und dauerte bis zum 26. März 2021. Eine erste Auswertung des Pilotprojekts liegt nun vor. In den kommenden Wochen und Monaten wird das repetitive Testen in Schulen und Betrieben schrittweise ausgeweitet.
Mit dem regelmässigen Testen von grossen Personengruppen sollen unentdeckte Ansteckungen gefunden und Infektionsketten unterbrochen werden. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit BAG dürften mehr als die Hälfte der Covid-19-Übertragungen durch Personen erfolgen, die zum Zeitpunkt der Ansteckung keine Symptome hatten beziehungsweise nicht wussten, dass sie das Coronavirus in sich tragen. Neben der Impfkampagne leistet auch eine hohe Testaktivität und damit ein schnelles Auffinden und Isolieren von infizierten Personen einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Damit wird auch der Boden für weitere Lockerungsschritte bereitet. Das Projekt "Repetitives Testen" ist ein konkreter Beitrag des Kantons Aargau an die Bewältigung der Pandemie.
Pilotphase
Mitte Februar 2021 genehmigte der Regierungsrat das Pilotprojekt "Repetitives Testen". Die Umsetzung des repetitiven Testens von asymptomatischen Personen erfolgt gemäss Konzept in den drei Schritten Pilotprojekt, Evaluation und Hauptprojekt. Das Pilotprojekt startete am 3. März 2021 und dauerte bis zum 26. März 2021. Die Evaluation erfolgte laufend. Eine erste Auswertung des Pilotprojekts liegt nun vor und bildet die Grundlage für die Ausgestaltung des Hauptprojekts. Am Pilotprojekt nahmen 13 Pilotinstitutionen, davon 5 Pflegeheime und 6 Pilotschulen, teil. Diese testen weiterhin. In den kommenden Wochen und Monaten wird das repetitive Testen in Schulen und Betrieben schrittweise ausgeweitet.
Das Testen in Betrieben wird gemäss Konzept in Situationen mit erhöhtem Übertragungsrisiko erfolgen und in Absprache mit den Gewerbeverbänden geschehen. Bei davon unabhängigen, eigenständig organisierten Massentests ist eine Kostenübernahme durch den Bund nicht gewährleistet.
Organisation Hauptprojekt
Das vom Regierungsrat am 7. April 2021 beschlossene Hauptprojekt deckt den Zeitraum April bis September 2021 ab. Die Schulen pausieren während der Sommerferien. Das Hauptprojekt weist drei Schwerpunkte auf: Das repetitive Testen in den Betrieben, in den Schulen und in den sozialmedizinischen Institutionen. Die Federführung für das Hauptprojekt liegt beim Departement Gesundheit und Soziales; miteinbezogen sind auch das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) sowie das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) sowie externe Leistungserbringer in den Bereichen Logistik, Informatik und Labor. Die beiden Departemente DVI und BKS verantworten die Teilprojekte gemäss den obigen Schwerpunkten.
Der Aufbau der Projektorganisation sowie die Vorbereitung der schrittweisen Ausweitung der testenden Institutionen bedürfen einer guten Vorbereitung.
Repetitives Testen in Betrieben
Wichtige Informationen für Testpersonen
Das Basiskonzept sieht vor, dass die Personen selbstständig eine Speichelprobe entnehmen und diese an eine definierte Stelle abgeben. Hier werden sämtliche Proben zu einem "Pool" zusammengeführt. Diese Poolprobe wird im Labor analysiert. Ist die Probe negativ, sind alle Personen dieser Gruppe prinzipiell nicht ansteckend. Ist eine "gepoolte" Probe positiv, muss diese bestimmte Gruppe eine zweite Speichelprobe abgeben. Diejenigen Personen, die letztlich Träger des Virus sind, werden anschliessend von der Covid-19-Vertrauensperson der Institution mithilfe des kantonalen Contact Tracing Center nach den bewährten Prozessen in der Isolation betreut und unterstützt.
Wer darf getestet werden?
- Alle teilnehmenden Personen sind gesund beziehungsweise weisen keine Symptome auf.
- Auch Personen, die geimpft wurden, sollen sich unbedingt testen lassen.
Wer darf nicht getestet werden?
- Personen, die innerhalb der letzten drei Monate an Covid-19 erkrankt sind, sollen sich nicht testen lassen.
Jede Person, die teilnehmen will, muss eine Einwilligungserklärung unterschreiben.
Kostenübernahme
Der Bund übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für die repetitiven Tests bei nicht symptomatischen Personen:
- zur Prävention von Covid-19 bei besonders gefährdeten Personen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, sowie anderen sozialmedizinischen Institutionen können bestimmte Personengruppen repetitiv getestet werden.
- in Situationen mit erhöhtem Übertragungsrisiko kann die zuständige kantonale Stelle repetitive Testungen in gezielten Personengruppen anordnen.