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Wenn Sie in einem medizinischen, pädagogischen, therapeutischen oder sozialen Beruf arbeiten,
kann eine Supervisor Ausbildung eine interessante und lohnenswerte Weiterbildung sein. SupervisorInnen sind kompetente Experten für eine bestimmte Art der Beratung von Mitarbeitern, die zum Ziel hat, das berufliche (oder auch ehrenamtliche) Handeln in einem Betrieb zu verbessern.
Supervision (lateinisch:"Überblick") ist eine Art der Interaktion, bei der die Handelnden in drei unterschiedlichen Rollentypen agieren: der Supervisor, der Auftraggeber und der Supervisand.
Es gibt verschiedene Formen der Supervision, je nachdem, ob sich die Supervision an Einzelpersonen oder Gruppen richtet.
„SupervisorInnen sind kompetente Experten für eine bestimmte Art der Beratung von Mitarbeitern, die zum Ziel hat, das berufliche (oder auch ehrenamtliche) Handeln in einem Betrieb zu verbessern.“
Ursprünglich verwendete man den Begriff Supervision in den USA, hauptsächlich im Bereich der Sozialarbeit. Die Anleitung von freiwilligen Helfern durch professionelle Sozialarbeiter bezeichnete man als "Supervision".
In den 50er Jahren entwickelte der ungarische Psychoanalytiker Michael Balint Supervisionsgruppen für Ärzte. In sogenannten Balintgruppen sprechen 8 bis 12 Ärzte (oder auch anderes Krankenhauspersonal) unter Anleitung eines Supervisors über die Beziehung zu ihren Patienten. Ziel dieser Gesprächsgruppen ist es, durch eine verbesserte Arzt-Patient-Beziehung die Behandlung des Kranken zu optimieren.
In den letzten Jahrzehnten haben auch Organisationssoziologie und -psychologie Einzug in die Supervisionsausbildung gehalten .In diesen Fächern geht es um die Rolle des individuellen Mitarbeiters in einem Betrieb oder einer Organisation und z.B. um die Frage, ob die inneren Bedürfnisse des Einzelnen mit den äußeren Anforderungen des Betriebes in Einklang zu bringen sind.
Die Grenzen dieser drei Begriffe sind fliessend. Während es jedoch bei der Mediation um eine ergebnisorientierte Streitschlichtung geht, haben Supervision und Coaching eher eine beratende, unterstützende Funktion. Die Inhalte und Methoden der Supervision und des Coachings sind gleich. Während Supervision sich eher an medizinische, therapeutische, soziale und pädagogische Berufsgruppen wendet, hat Coaching eher die Verbesserung des beruflichen Handelns von Führungskräften in der freien Wirtschaft zum Ziel.
Weiterbildungen zum Thema Supervision finden an vielen Orten in der Schweiz statt.
Die Angebote im Bereich Supervisionsausbildung reichen von ein- oder mehrtägigen Seminaren bis hin zu einem berufsbegleitenden, mehrjährigen Studium und auch Master Studiengängen. Der Berufsverband für Supervision und Coaching in der Schweiz hat allerdings folgende Voraussetzungen für die Anerkennung einer entsprechenden Ausbildung festgelegt:
Der schweizerische Dachverband Mediation hat dagegen darauf verzichtet, eigene Mindestanforderungen an die Anerkennung von SupervisorInnen zu stellen. Wer bereits anerkannter Mediator ist, benötigt lediglich eine Supervisor-Ausbildung von 100 Stunden.
Die Inhalte der Supervisor Ausbildung sind naturgemäss sehr breit gefächert. Wenn Sie sich für eine Weiterbildung im Bereich Supervision entscheiden, stehen natürlich Seminare zum Thema Psychologie und auch der Psychotherapie, wie beispielsweise Neuro Linguistisches Programmieren, auf dem Lehrplan, aber auch betriebswirtschaftliche und soziologische Themen sind Bestandteile der Weiterbildungskurse.
Zur Supervisor Ausbildung gehören, wie bei jedem Studium üblich, Vorträge, Seminare und Literaturstudium dazu. Darüber hinaus sind aber auch selbsterfahrungsorientierte Unterrichtseinheiten mit Rollenspielen sowie Lern- und Lehrsupervision wichtiger Bestandteil der Weiterbildung. Sie sollen Ihnen, dem zukünftigen Supervisor, helfen, Kompetenzen in puncto Strategien und Handlungsmöglichkeiten für Ihre Beratungstätigkeit zu entwickeln.
Eine Supervisionsausbildung ist eine lohnenswerte und auch zukunftsorientierte Weiterbildung. Nicht nur an Zugewinn orientierte Betriebe sind an einer reibungslosen Kommunikation und an funktionierenden Handlungsabläufen interessiert. Auch nicht-profitorientierte Betriebe und Organisationen wollen heute professionell und optimal handlungsfähig sein. Sie darin beratend zu unterstützen, das ist dann Ihre zukünftige Aufgabe als Supervisor.