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Die Zahl der Toten bei dem starken Erdbeben in Chile ist auf mindestens zwölf gestiegen. Noch immer würden fünf Menschen vermisst, sagte Innenminister Jorge Burgos am Donnerstagabend (Ortszeit) vor den Medien.
Rund 650 Häuser wurden durch das Erdbeben zerstört, hunderte Menschen mussten die Nacht zum Freitag erneut unter freiem Himmel oder in Notunterkünften verbringen. Zudem seien rund 40'000 Haushalte weiter ohne Strom.
Staatspräsidentin Michelle Bachelet reiste am Donnerstag in die am schlimmsten betroffene Region Coquimbo, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Acht der zwölf Toten gab es in Coquimbo.
Bachelet dankte der Bevölkerung für die «enorme Kooperation». Es habe bedauerlicherweise Tote gegeben, trotz der Stärke des Bebens von 8.3 sei die Zahl aber gering. Fast eine Million Menschen waren rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.
Chile liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt, stossen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander.
Weil sie ständig in Bewegung sind, wird Chile immer wieder von Erdstössen erschüttert. Nach dem Beben vom Mittwochabend (Ortszeit) wurde auch eine Tsunamiwarnung ausgegeben, später aber wieder aufgehoben.
Indes erreichten mehrere kleine Tsunamiwellen am Freitag die japanische Nordostküste. Die Wetterbehörde erklärte, die mit etwa 70 Zentimeter geringe Höhe der Wellen gebe keinen Anlass zur Sorge, jedoch könne die Unterwasserströmung sehr stark sein. Die Behörde riet den Japanern daher dazu, sich zunächst vom Strand und vom Wasser fernzuhalten. (sda/afp/dpa)