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Es ist ein Sommertag im Juli vor 15 Jahren: Um 16.30 Uhr steigen 45 Touristen mit ihren acht Guides in den Saxetbach im Berner Oberland. Sie wollen eine Canyoning-Tour machen, die etwa eineinhalb Stunden dauern soll. Kurz bevor das Abenteuer startet, regnet, blitzt und donnert es. Als die Gruppe beim Bach ankommt, hat der Regen aufgehört. Die Guides entscheiden sich, die Tour durchzuführen.
Wasserwand überrascht die Gruppe
Eine Viertelstunde nach dem Einstieg ist der Wasserpegel des Bachs leicht angestiegen. Die Guides bleiben mit den Touristen im Wasser, wollen aber mit «erhöhter Vorsicht» vorgehen, wie sie später aussagen.
Nochmals zehn Minuten später geschieht es: Eine Wand aus Wasser, Holz und Steinen überrascht die Gruppe. Während ein Guide versucht, die Teilnehmer zu retten, alarmiert ein zweiter den Organisator, die Firma Adventure World.
Dennoch lautet am Ende die Bilanz: 21 Tote. Die Rettungskräfte können nur noch die Leichen aus dem Wasser holen. Sie kommen aus Australien, Südafrika, Neuseeland, Grossbritannien und der Schweiz.