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Nach der Einweihung ihres Musée Atelier, der neuen Manufacture des Saignoles, die auf einer Fläche von 10'400 Quadratmetern die Werkstätten von Audemars Piguet in Le Locle beherbergt, und des Hôtel des Horlogers investieren die Familien Audemars und Piguet am Hauptsitz in Le Brassus im grossen Stil in eine neue Produktionsstätte. Sie soll 2024 den Betrieb aufnehmen und die Kapazität von derzeit 50'000 auf bis zu 70'000 Uhren im Jahr steigern. Gemäss Bank Vontobel wird der Umsatz 2022 die Zwei-Milliarden-Marke übertreffen, nach 1,6 Milliarden Franken 2021.
Jasmine Audemars, die Urenkelin des Co-Gründers Jules-Louis Audemars, ist zusammen mit ihrer Schwester Yveline Hauptaktionärin des Unternehmens. Den beiden gehört rund ein Drittel der Firma. Im August dieses Jahres hat die 81-jährige Jasmine bekannt gegeben, dass sie das Präsidium an einen Familienexternen übergibt: Seit dem 11. November ist Alessandro Bogliolo, vormals Chef von Tiffany, Präsident. Damit ist die Familie Audemars nicht mehr im Verwaltungsrat vertreten respektive nur noch dem Namen nach: Der Vizepräsident des Verwaltungsrats, Olivier Audemars, ist als Nachkomme des Gründervaters Edward-Auguste Piguet ein Vertreter des Piguet-Zweigs. Auch er ist am Unternehmen wesentlich beteiligt. Während im Markt diverse Planspiele und Gerüchte zur Zukunft des Unternehmens kursieren, haben Jasmine und Olivier Audemars stets beteuert, dass die Firma organisch wachsen und unabhängig bleiben solle.
(Stand: November 2022)