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Schwangere sollen sich «nicht in Regionen begeben, die von der Zika-Epidemie betroffen sind». Diese Reisewarnung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlassen. Sollte der Partner einer Schwangeren in ein betroffenes Gebiet gereist sein, empfiehlt die WHO nur geschützten Sex. Die Durchsicht weiterer Forschungsresultate habe ergeben, dass das Zika-Virus häufiger als bisher angenommen durch Geschlechtsverkehr übertragen werde.
Auch deshalb breitet sich das Zika-Virus, das hauptsächlich durch Mücken übertragen wird, weiter aus. Über 30 Länder in Lateinamerika sind schon betroffen. Dort verdichten sich die Hinweise, dass das Virus für zu kleine Köpfe und damit Hirnschäden bei ungeborenen Kindern verantwortlich ist.
Schäden an Föten
Laut der WHO gibt es Hinweise auf weitere Schäden, die das Virus bei einer Infektion während der Schwangerschaft verursacht. Die Rede ist von Totgeburten, zu geringem Wachstum des Fötus und verschiedenen Schäden am Nervensystem.
Entsprechende Meldungen liegen bisher nur aus Brasilien vor. Doch die WHO warnt, dass bald auch andere Länder betroffen sein könnten, in die das Virus erst später gelangt sei. Letzten Freitag sind denn auch erste – noch nicht offiziell bestätigte – Fälle aus Kolumbien bekannt geworden.
Keinen Beweis abwarten
Der Zusammenhang zwischen dem Virus und den Fehlbildungen sei zwar noch nicht endgültig bewiesen, heisst es bei der WHO. Generaldirektorin Margaret Chan sagte jedoch, ihre Organisation wolle keinen «definitiven Beweis» abwarten, bevor sie Schwangere warne. Die betroffenen Länder sollten die Epidemie mit aller Kraft bekämpfen, forderte die WHO. Das heisst vor allem, die Mücken zu vernichten, die das Virus übertragen.