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Alexander Boris de Pfeffel Johnson, 1964 in New York geboren, ist ein britischer Politiker der Conservative Party und Publizist. Eine gefährliche Mischung. Von 1999 bis Dezember 2005 war Johnson Herausgeber des konservativen Nachrichtenmagazins The Spectator und seit 2015 vertritt er den Wahlkreis Uxbridge and South Ruislip im Westen Greater Londons im Unterhaus, dem er von 2001 bis 2008 bereits für Henley angehört hatte. Von Mai 2008 bis Mai 2016 war er Londoner Bürgermeister, von Juli 2016 bis Juli 2018 britischer Aussenminister. Eine steile Karriere, aber nie ohne Fragen aufzuwerfen. Johnson führte die Kampagne der Befürworter eines EU-Austritts des Vereinigten Königreichs vor dem Referendum am 23. Juni 2016 an und galt damals als einer der Favoriten für die Nachfolge des Premiers David Cameron. Doch nach gewonnener Abstimmung stand er plötzlich nicht (mehr) zur Verfügung.
Der erneut als Favorit geltende, im Rennen um die Führung der britischen Konservativen und das Amt des Premierministers, Boris Johnson, will das Abkommen über den EU-Austritt nun selber nachverhandeln. Das sagte er in London bei einer Rede zum Auftakt seiner Kampagne um die Nachfolge von Theresa May. Ausserdem erklärte Johnson: "Nach drei Jahren und zwei verpassten Fristen müssen wir die EU am 31. Oktober verlassen und mit einem besseren Deal als mit dem, der drei Mal schon vom Parlament abgelehnt wurde. Ich will keinen No-Deal-Brexit, aber es ist doch nur vernünftig, sich auch darauf voller Kraft und Ernsthaftigkeit vorzubereiten."
Brüssel hat bereits mehrfach klargemacht, dass es keine Nachverhandlungen an dem Austrittsvertrag geben kann. Doch Johnson sieht das anders: "Wenn wir selbst den Mut haben, das durchzuziehen, können wir überzeugend in Brüssel auftreten und den Deal bekommen, den wir wollen. Brüssel will nämlich auch keinen Brexit ohne Abkommen. Zögern heißt Aufgeben. Wenn wir weiter alles hinauszögern, krepieren wir."
Von den zehn Bewerbern, die ihren Hut in den Ring geworfen haben, werden Johnson die besten Chancen eingeräumt. Die Zahl der Kandidaten soll nun in mehreren Wahlgängen von der Tory-Fraktion auf zwei reduziert werden. Die sollen sich dann einer Stichwahl unter den rund 160.000 Tory-Mitgliedern stellen. Bis Ende Juli soll der neue Parteichef und Premierminister feststehen.