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Vom 26. Oktober bis 8. November 2014 reiste ein Operationsteam nach Burkina Faso, um dort die entstellten Gesichter ehemaliger Noma-Patienten zu behandeln.
Die FLAWA AG unterstützte das Projekt, indem sie ihre Produkte für die Operationen und Nachbehandlungen kostenlos zur Verfügung stellte.
Was ist Noma?
Noma ist eine schwere bakterielle Erkrankung, die sich auf der Mundschleimhaut entwickelt und von dort ausgehend andere Weich- und Knochenteile des Gesichts zerfrisst. Betroffen sind fast ausschliesslich Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren in Entwicklungsländern. Diese Verstümmelungen belasten die Betroffenen ihr ganzes Leben lang. Oft werden sie aus der Dorfgemeinschaft verstossen. Kinder mit Noma werden von ihren Müttern oder sonstigen Angehörigen versteckt. Dadurch tauchen die Krankheitsfälle in keiner Statistik auf.
Noma-Patienten zur Behandlung ermutigen
Die Noma-Geschädigten – vorwiegend Kinder und Jugendliche – wurden im Persis-Spital operiert. Dieses liegt in der Stadt Ouahigouya, im Norden des westafrikanischen Staates Burkina Faso. Eine besondere Herausforderung lag darin, die Geschädigten aus ihren Verstecken zu holen. Dafür wurden Menschen mobilisiert, die sich vor Ort besonders gut auskennen und die Betroffenen sowie deren Angehörige zur Behandlung im Persis-Spital motivieren. Jedem der meist minderjährigen Patienten stand während der Anreise, der Behandlung und der Heimreise ein Angehöriger bei, also beispielsweise die Mutter, der Vater, ein Onkel oder eine Tante. Während des Aufenthalts konnten Patient und Begleitperson in der Nähe des Spitals kostenlos wohnen, übernachten und essen.