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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist ein Jahr nach einer Messerattacke im Wahlkampf erneut operiert worden. Der fünfstündige Eingriff in einer Klinik in São Paulo am Sonntag (Ortszeit) sei erfolgreich verlaufen, sagte der Chirurg Antonio Luiz Macedo nach der Operation.
Bolsonaro musste wegen eines Narbenbruch behandelt werden. Es war bereits die vierte Operation für rechtsradikalen Politiker, der vor einem Jahr bei einem Wahlkampfauftritt niedergestochen und schwer am Bauch verletzt worden war. Nach dem Angriff war Bolsonaro ein künstlicher Darmausgang gelegt worden. Ein Beutel für den Darmausgang wurde ihm im Januar entfernt.
Wegen des Eingriffs am Sonntag hatte Bolsonaro seine geplante Teilnahme an einem Krisengipfel zu den verheerenden Waldbränden in der Amazonas-Region abgesagt. Bei dem Treffen am Freitag im kolumbianischen Leticia bekannten sich die Amazonas-Länder zu einem besseren Schutz des grössten Tropenwaldes der Welt.
Im Amazonas-Gebiet wüten derzeit die schwersten Brände seit Jahren. Der Klimaskeptiker Bolsonaro ergriff nur widerwillig Gegenmassnahmen und steht deshalb international in der Kritik.