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Gemäss Bankengesetz (Art. 3ter Abs. 1) bedürfen schweizerisch beherrschte Banken und Effektenhändler einer zusätzlichen Bewilligung, wenn sie in eine ausländische Beherrschung übergehen.
Schweizerische Banken und Effektenhändler gelten dann als ausländisch beherrscht, wenn Ausländer mit qualifizierten Beteiligungen direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmen beteiligt sind oder in anderer Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben.
Mit «Ausländer» sind natürliche Personen gemeint, die weder das Schweizer Bürgerrecht noch eine Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) in der Schweiz haben. Juristische Personen gelten dann als Ausländer, wenn sie ihren Sitz im Ausland haben oder wenn sie direkt oder indirekt von natürlichen Personen beherrscht werden, die weder das Schweizer Bürgerrecht noch einen schweizerischen Ausweis C haben.
Die FINMA erteilt die zusätzliche Bewilligung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Die Staaten, in denen die Inhaber von qualifizierten Beteiligungen ihren Wohnsitz oder Sitz haben, gewähren Gegenrecht. (Die Gegenrechtsprüfung entfällt bei Vorliegen anderslautender internationaler Vereinbarungen, zum Beispiel gegenüber Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation WTO.)
Wird die Bank durch den Übergang in eine ausländische Beherrschung Teil einer Finanzgruppe oder eines Finanzkonglomerats, kann die Zustimmung der ausländischen Aufsichtsbehörde sowie deren Fähigkeit zur konsolidierten Überwachung der gesamten Gruppe ebenfalls Voraussetzung sein.
Wenn bei einem ausländisch beherrschten Institut die ausländischen Inhaber von qualifizierten Beteiligungen wechseln, muss erneut eine Zusatzbewilligung bei der FINMA beantragt werden. Diese gesetzliche Vorschrift gilt für schweizerische Banken und Effektenhändler ebenso wie für Zweigniederlassungen ausländischer Banken und Effektenhändler.