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Normierung von Licht
Bei den meisten Lichtquellen ist die spektrale Strahlungsverteilung gewissen Schwankungen unterworfen. Besonders ausgeprägt gilt dies für die natürlichen Lichtquellen. Aber auch die künstlichen Lichtquellen besitzen eine gewisse «Exemplarstreuung» und selbst bei ein und derselben Lichtquelle sind die Betriebsbedingungen (z. B. Netzspannung) nicht immer gleich. Um daher bei der Betrachtung von Gegenständen einheitliche Voraussetzungen zu schaffen, genügt es nicht, einfach den Typ der zu verwendenden Lichtquelle festzulegen, sondern es ist notwendig, eine bestimmte spektrale Strahlungsverteilung vorzuschreiben.
Mit der Festlegung einer bestimmten Strahlungsverteilung legt man die sogenannte Lichtart einer Strahlung fest. Lichtquellen mit der gleichen Strahlungsverteilung besitzen also die gleiche Lichtart. Indem man für die Betrachtung von Gegenständen nur einige wenige Lichtarten einheitlich deﬁniert, gelangt man zu den sogenannten Normlichtarten.
Das Gremium, das sich international mit der Normierung von Lichtarten befasst, ist die Commisson International de l’Eclairage (zu deutsch: internationale Beleuchtungskommission), besser bekannt unter der abgekürzten Bezeichnung CIE. Für die Festlegung von Normlichtarten ging man zunächst vom Glühlampenlicht aus. Die Glühlampe hat gegenüber anderen Lichtquellen den Vorzug, dass deren Strahlungsverteilung durch die Festlegung gewisser elektrischer Daten relativ einfach normiert werden kann, und dass die Strahlungsverteilung bei Einhaltung der vorgeschriebenen Daten nur sehr geringen Schwankungen unterworfen ist.
Für das normierte Glühlampenlicht wurde die Bezeichnung Normlichtart A gewählt. Die Normlichtart A ist charakterisiert durch eine Farbtemperatur von 2856 Kelvin. Zur Erzeugung von Normlichtart A dienen gasgefüllte Wolfram-Lampen, die auf bestimmte elektrische Daten eingestellt werden müssen.
Verwendet man eine solche Norm-Glühlampe in Kombina- tion mit einem ebenfalls normierten Filter, so gelangt man zu einer spektralen Strahlungsverteilung, die für das Tages- licht charakteristisch ist. Die normierte Verteilungskurve für dieses Tageslicht heisst Normlichtart C. Ihr kann eine Farbtemperatur von 6750 K zugeordnet werden.
Die beiden Normlichtarten A und C basieren auf Glühbirnenlicht, Welches den UV-Anteil des echten Tageslichtes nicht berücksichtigt. Solange nicht ﬂuoreszierende Körperfarben damit betrachtet werden die danach bei Tageslicht verglichen werden spielt dies jedoch keine Rolle.
Sobald aber moderne Papiere mit ﬂuoreszierenden optischen Aufhellern begutachtet werden sollen, bestimmt der in sich unsichtbare UV-Anteil des Lichtes eine wesentliche Rolle. Normlicht A und C tragen aber dieser Tatsache keine Rechnung.