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Wie es zu Blähungen in der Schwangerschaft kommt
Blähungen in der Schwangerschaft werden grösstenteils durch den erhöhten Progesteronspiegel verursacht. Manche Schwangere haben aber auch Blähungen, weil sie jetzt vermehrt Milchprodukte zu sich nehmen, jedoch nicht genügend Laktase (ein milchspaltendes Enzym) produzieren, um diese abzubauen. Sollten sich Ihre Symptome bessern, wenn Sie die Milchprodukte reduzieren, ist das ein Hinweis auf eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Dann müssen Sie allerdings darauf achten, dass Sie andere Kalziumquellen in Ihrer Nahrung finden oder Calcium in Tablettenform zuführen.
Auch eine ballaststoffreiche Kost kann zu Blähungen und Völlegefühl führen, vor allem in Verbindung mit Zucker oder Honig.
Sollten Sie bisher wenig Vollkornprodukte auf Ihrem Speisezettel gehabt haben, ist eine zu radikale Umstellung in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert. Ändern Sie Ihren Speiseplan in kleinen Schritten, bis er vor allem Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthält.
Ungünstig sind Hülsenfrüchte, gebratene Speisen und Zwiebeln.
Das können Sie gegen Blähungen tun
Trinken Sie viel, verzichten Sie aber möglichst auf kohlensäurehaltige Getränke.
Trinken Sie am Morgen auf nüchternen Magen ein Glas stilles Wasser in Zimmertemperatur, das hilft auch bei Verstopfung.
Hausmittel wie heisser Pfefferminz-, Fenchel- oder Melissentee, zerstossener Kümmel, Koriander und Anis sind wirksam.
Auch probiotische Milchprodukte wie zum Beispiel Joghurt können günstig sein, wenn Sie Milchprodukte generell gut vertragen.
Achten Sie darauf, langsam und mit genügend Zeit zu essen. Bei hastigem und nervösem Essen schlucken Sie gleichzeitig viel Luft.
Wie bei der Verstopfung ist es auch bei Blähungen wichtig, sich ausreichend und regelmässig zu bewegen. Längeres gebeugtes Sitzen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, ist ungünstsig.