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Das Forschungsprojekt «Flurnamen des Kantons St. Gallen» führt das 2016 abgeschlossene Projekt «Siedlungsnamen des Kantons St. Gallen» fort und beruht wie dieses auf einer Namensammlung, welche v.a. in den Jahren 1962‒1988 im SNF-Projekt «St. Galler Namenbuch» unter der Leitung von Dr. Bernhard Hertenstein angelegt wurde. Ihren Anfang nahm die St. Galler Ortsnamenforschung, als 1910 der Historische Verein des Kantons St. Gallen zu einer Sammlung der Orts- und Flurnamen aufrief. 1954 fassten der Germanist Stefan Sonderegger und der Romanist Gerold Hilty den Plan, ein St. Galler Namenbuch zu schaffen. Beide wurden bald vielbeschäftigte Professoren an der Universität Zürich. Ihnen blieb nur noch wenig Zeit für das Namenbuch, doch sie konnten zahlreiche Studenten für eine Mitarbeit gewinnen. So wurde in der Folge in verschiedenen Etappen und von verschiedenen Gruppen an der Sammlung und Auswertung der Ortsnamen des Kantons St. Gallen gearbeitet. Im germanischen Bereich sammelte Thomas Arnold Hammer die Flurnamen von Rheintaler Gemeinden und Martin Arnet die Orts- und Flurnamen der Stadt St. Gallen. Die romanistische Forschung sammelte im Rahmen von Doktorarbeiten und Teilprojekten des SNF zwischen 1960 und 2004 Flurnamen in Gemeinden der Bezirke Sargans und Werdenberg wie bspw. Hans Stricker die romanischen Orts- und Flurnamen von Wartau und Valentin Vincenz die romanischen Orts- und Flurnamen von Buchs und Sevelen.
Von 1962‒1988 wurde durch das SNF-Projekt «St. Galler Namenbuch» (Projektleiter Dr. Bernhard Hertenstein) eine fast vollständige Sammlung der Orts- und Flurnamen aufgebaut. 2001‒2004 führte das SNF-Projekt «Datenbank der Schweizer Namenbücher» diese Sammlungen zusammen und ergänzte sie (z.B. wurden im Fürstenland und im Bezirk Sargans Lücken geschlossen). Zusätzlich wurden historische Namenbelege aus den St. Galler Urkundenbüchern (Wartmann und Chartularium Sangallense) in die Datenbank aufgenommen.