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An dem Treffen im Weissen Haus nahm auch der Vorsitzende des afghanischen Friedensrats, Abdullah Abdullah, teil. Biden wollte bei dem Treffen die Unterstützung der USA für die Regierung in Kabul bekräftigen, Hoffnung auf eine Verzögerung des Truppenabzugs kann sich der afghanische Präsident aber nicht machen.
Vor seinem Treffen mit Biden hatte Ghani bereits Verteidigungsminister Lloyd Austin und die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, getroffen. Austin sagte, das Pentagon habe viel in die Sicherheit und Stabilität Afghanistans investiert - und in eine «Verhandlungslösung» für ein Ende des Krieges. Pelosi sagte, in dieser «neuen Phase» der Beziehungen zu Afghanistan stehe die humanitäre Hilfe im Vordergrund.
Die USA und ihre Nato-Partner ziehen ihre Streitkräfte derzeit vom Hindukusch ab. Biden hat einen vollständigen Truppenabzug bis spätestens 11. September angekündigt, der Abzug könnte aber bereits deutlich vorher abgeschlossen sein. Der Rückzug weckt Befürchtungen, dass die radikalislamischen Taliban in dem Land die Macht zurückerobern könnten. Sie befinden sich derzeit in Teilen des Landes auf dem Vormarsch.