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Februar / März 2019
Wegen den vielen Fotos habe ich diesen Reisebericht auf zwei Teile aufgeteilt. Der Link zum zweiten Teil findest Du hier und am Schluss dieser Webseite.
Die ersten zwei Tage bereitete ich mich in Negombo, einem Küstenstädtchen in der Nähe des Flughafens, auf meine Sri Lanka-Reise vor.
Negombo
Angurukaramulla Tempel
In Negombo sind über 90% der Bevölkerung katholisch. Umso mehr beeindruckte mich der Angurukaramulla Tempel der buddhistischen Minderheit.
Mondsteine erinnern an die Lehren Buddhas und sind am Boden vor Treppen und Eingängen zu buddhistischen Tempeln zu finden. Die Symbole stehen für die Phasen des ewigen buddhistischen Zyklus von Wiedergeburt und Vergehen.
Der Mondstein des Angurukaramulla Tempels
Eine Mutter mit ihrem Kind
Dambulla
Ich reiste weiter ins Landesinnere zum 130 km entfernten Städtchen Dambulla.
Königlicher Felsentempel (Royal Rock Temple)
Der Königliche Felsentempel (engl. Royal Rock Temple) beeindruckte mich sehr und war einer der Höhepunkte meiner Sri Lanka-Reise. Er befindet sich auf einem 150 Meter hohen Hügel. Die Höhle ist in fünf Kammern unterteilt, ist über 100 Meter lang und enthält mehr als 150 Buddha-Statuen. Sie wird seit dem 1. Jahrhundert vor Christus als Anbetungsstätte genutzt.
Im Innern des Königlichen Felsentempels
Eine Deckenmalerei
Ein Brunnen vor dem Tempel
Vom Tempelhügel aus genoss ich den Sonnenuntergang
Am Fusse des Felsentempel-Hügels wurde im Jahre 2000 der Goldene Tempel mit einer 30 Meter hohen Buddha-Statue eingeweiht. Mir gefiel er nicht, denn dieser Buddha hat einen eigenartigen, strengen Gesichtsausdruck und am unteren Teil des Gesichts blätterte bereits die Goldfarbe ab.
Popham’s Arboretum
Kurz nach dem Eindunkeln besuchte ich Popham’s Arboretum, ein privates Waldgebiet. In einer kleinen Gruppe und mit zwei Führern versuchten wir, Lori-Äffchen mit ihren grossen runden Augen zu finden, die in diesem Wald leben. Nach einer halben Stunde fanden wir ein paar Exemplare. Wegen der Dunkelheit und der Scheu dieser Tiere war es aber nicht möglich, sie auf den Bäumen zu fotografieren. Ganz nah konnten wir dagegen schlafende Vögel beobachten.
Sigiriya
Der Fels von Sigiriya, auch Löwen Felsen (engl. Lion Rock) genannt, ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Sri Lankas. Er ist ein abgekühlter 200 Meter hoher Magmapfropfen eines erloschenen und erodierten Vulkans. Die Einheimischen glauben, dass ein früherer König in einem Palast auf dem Felsen wohnte. Die letzten Forschungen zeigten aber, dass seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. Mönche auf dem Felsen lebten und sich spätestens ab dem 10. Jahrhundert n. Chr. ein wichtiges Kloster auf dem Felsen befand, das im 14. Jahrhundert verlassen wurde. Seit 1982 ist der Fels von Sigiriya ein UNESCO Weltkulturerbe.
Vom Sigiriya-Hotel bietet sich eine tolle Aussicht auf den berühmten Felsen
Aussicht vom Pidurangala-Fels
Vom 200 Meter hohen Pidurangala-Fels geniesst man die beste Aussicht auf den berühmten Nachbarsfelsen Sigiriya.
Ich hatte Glück, dass dieser Affe auftauchte. Ich brachte mich schnell in die beste Position, um dieses Bild zu schiessen.
Der Sigiriya-Felsen vom Pidurangala-Felsen aus gesehen
Der Sigiriya-Felsen im Sonnenuntergangs-Licht
Die Sigiriya-Anlage ist von Wassergräben umgeben …
… in denen gemäss den Schildern Krokodile vorkommen.
Trotzdem badete dieser Mann im Wassergraben. Später erfuhr ich, dass Krokodile selten sind und die Bevölkerung bei ihrem Auftreten gewarnt wird.
Ich bestieg den Sigiriya-Felsen früh morgens vor 7 Uhr. Nur wenige Leute waren zu dieser Zeit unterwegs, so dass die Besteigung problemlos verlief. Sobald die Tour-Gruppen kommen, bilden sich Staus auf den Treppen, da man kaum überholen kann.
Zwei grosse Löwentatzen sind das einzige, was von einem riesigen Backsteinlöwen übrig blieb, der sich beim Anfang des letzten Teils des Aufstiegs befand. Leider ist die vor den Pfoten angebrachte verrostete Absperrung so hässlich, dass ich kein Foto von ihnen machte.
Treppen erleichtern den Aufstieg.
Auf dem Sigirya-Felsen befindet sich ein grosses Plateau mit verschiedenen Bauten, Terrassen und Treppen aus der Zeit des ehemaligen Klosters.
Ein Wasserbecken
Vom Felsen aus bietet sich eine weite Aussicht über die umliegende Landschaft.
Am Fusse des Felsens findet sich eine Gartenlandschaft.
In Sigiriya werden Elefanten in Ketten für Ausritte gehalten. Es gibt auch wilde Elefanten in der Gegend, die vor allem Nachts unterwegs sind und schon Menschen töteten.
Polonnaruwa
55 km von Sigiriya befindet sich die ehemalige Königsstadt Polonnaruwa, die vor rund 850 Jahren ihren Höhepunkt erreichte und ebenfalls als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Das Fahrrad war das ideale Verkehrsmittel, um die auf wenigen Kilometern verstreuten Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Kiri Vehera
Diese 1’500 Jahre alte Stupa ist das am besten erhaltene unrestaurierte Bauwerk in Polonnaruwa.
Rankoth Viharaya Stupa
Tempelgaben an der Rankoth Viharaya Stupa, der grössten in Polonnaruwa
Gal Vihara
Diese Statuen repräsentieren den Höhepunkt der Bildhauerkunst zu jener Zeit. Die Künstler würden sich wohl im Grabe umdrehen, wenn sie das hässliche Dach über ihren Statuen sehen würden. Nun ist es nicht mehr möglich, Fotos der Statuen zu machen, ohne dass das Dach auf dem Bild ist. Die Bilder in den Touristenbroschüren sind noch aus der Zeit vor der Dachkonstruktion.
Auf den folgenden Bildern habe ich das Dach daher wegreturschiert. Den Schatten des Daches sieht man aber immer noch.
Vatadage
Ein Vatadage ist ein rundes Bauwerk, das um eine Stupa gebaut wurde und nur in Sri Lanka vorkommt. Die Vatadage von Polonnaruwa wurde im 12. Jahrhundert n. Chr. gebaut und beherbergte zu dieser Zeit wohl die Zahn-Relikte des Buddhas, die nun in Kandy aufbewahrt wird.
Diesen Mann traf ich nach meinem Ruinen-Besuch am Fluss.
Verzweigte Wurzeln eines Baumes
Huluru Eco Park
Viele friedliche Elefanten in freier Wildbahn konnte ich im privaten Huluru Eco Park beobachten. Ich besuchte den Park an einem Nachmittag von Polonnaruwa aus. Er war gut besucht, denn dieses Jahr wanderten besonders viele Elefanten in diesen Park. Manchmal gruppierten sich mehrere Jeeps um eine Herde Elefanten. Trotzdem gefiel mir dieser Park, denn ich konnte die Elefanten teils aus nächster Nähe beobachten.
Wir waren zu fünft und konnten die Tiere aus einem Geländewagen beobachten.
Die Elefantenmutter schaut den Jungen beim Rüsseln zu.
Dimbulagala Tempel
23 km von Polonnaruwa entfernt auf dem 545 Meter hohen Dimbulagala-Felsen befindet sich eine buddhistische Einsiedelei. Beim Start des Weges tummeln sich Affen auf den Stromleitungen.
Auf dem Weg zur Einsiedelei: Ein Affe und die Statue des Gottes Ganesh
Der Turm der Einsiedelei
In der Einsiedelei
Leider beeinträchtigen die auf dem Felsen angebrachten Mobilfunkantennen die Aussicht und die Stimmung.
Anuradhapura
Meine nächste Station war eine weitere Königsstadt und UNESCO Weltkulturerbe, das rund 100 km von Polonnaruwa entfernte Anuradhapura. Anuradhapura war über 1’000 Jahre lang ab 380 v. Chr. eine Königsstadt und daher viel älter und länger bewohnt als Polonnaruwa. Im Laufe der Zeit verfielen die Baudenkmäler. 1884 starteten die ersten Ausgrabungen durch die Briten und unterdessen sind die meisten Stupas restauriert. Auch diesen Ort erkundete ich mit dem Fahrrad.
Thuparamaya Dagoba
Die Thuparamaya Stupa (eine Stupa wird in Sri Lanka Dagoba genannt) wurde vor rund 2’300 Jahren errichtet und ist damit die älteste Stupa in Sri Lanka.
Buddha-Anbetung
Abhayagiri Dagoba
Diese vor mehr als 2’100 Jahren errichtete 75 Meter hohe Stupa war das Zentrum eines von 5’000 Mönchen bewohnten Klosters.
Ein Ausschnitt eines Mondsteines
Jetavanarama Dagoba
Diese Stupa war bei ihrer Errichtung im 3. Jahrhundert n. Chr. mit 122 Metern die grösste Stupa und das dritthöchste Bauwerk der Welt.
Sie besteht aus 93 Millionen Backsteinen!
Während meines Besuches fand ein heiliges Fest statt. Diese Frauen erstellten Blumengirlanden.
Und diese drei zupften Blütenblätter, die später zum Dekorieren benutzt wurden.
Ruwanwelisaya Dagoba
Die Ruwanwelisaya Dagoba wurde von indischen Truppen im Laufe der Zeit immer wieder beschädigt. Heute ist sie mit 55 Metern um einiges kleiner als bei der Fertigstellung im Jahr 140 v. Chr.
Beten und hoffen
Bei meinem Mittagsrast schaute dieses Silberhaar-Riesenhörnchen (engl. Grizzled giant squirrel) vorbei
Mirisawetiya Stupa
Diese Stupa wurde 1993 erbaut, nachdem die erst kurz vorher restaurierte Original-Stupa 1987 zusammen brach.
Königliche Vergnügungsparks
Die Königlichen Vergnügungsparks (engl. Royal Pleasure Gardens) befinden sich unweit des Städtchens am Ufer des Thissa Wewa Sees.
Am Ufer des Thissa Wewa Sees
Im Park befinden sich zwei Wasserbecken mit in Stein gehauenen Elefanten.
Die Elefanten sind in diesem Bild in der Mitte links zu finden.
Sakwala Chakraya (Sternen-Tor)
Diese Felszeichnung findet sich etwas versteckt auf einer Seite eines Felsens in den Königlichen Vergnügungsparks. Sie ist mehrere tausend Jahre alt und zeigt eine Art Karte, für die es verschiedene, teils abenteuerliche Interpretationen gibt.
In Anuradhapura wurden an diesem Stand zwei Goldfische in einem Plastiksack für umgerechnet CHF/USD 0.60 verkauft.
Mihintale
Im 13 km von Anuradhapura entfernten Städtchen Mihintale hat der Buddhismus in Sri Lanka seinen Ursprung.
Die Stupas stehen auf einem Hügel, der über 1’840 Stufen bestiegen werden kann.
Kantaka Chetiya
Über weitere Stufen erreicht man die nur noch teilweise erhaltene Stupa Kantaka Chetiya, die mit einem Alter von ungefähr 2’200 Jahren eine der ältesten Stupas in Mihintale ist.
Ein Elefantenfries an der Stupa Kantaka Chetiya
Ambasthale Dagoba
Die Stupa Ambasthale markiert den Ort, wo König Devanampiya Tissa von Anuradhapura von Mahinda, dem Sohn des indischen Herrschers Ashoka, im Jahr 247 v. Chr. zum Buddhismus bekehrt wurde und damit den Buddhismus in Sri Lanka begründete.
Der weisse Buddha von Mihintale
Mit dem Zug reiste ich zum 200 km entfernten Jaffna, das sich ganz im Norden von Sri Lanka befindet.
Den zweiten Teil meines Sri Lanka-Reiseberichts findest Du hier.