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Brennbarkeit unterscheiden. Die höhern sind Flüssigkeiten. Sehr charakteristisch ist das Verhalten der Ammoniakbasen gegen
salpetrige Säure. Die primären
Amine werden durch dieselbe unter Stickstoffentwicklung und Wasseraustritt in die entsprechenden
Alkohole übergeführt, indem die Amidogruppe NH2 durch die Hydroxylgruppe OH ersetzt wird:
Die Mischung muß eine recht innige sein, wenn es rasch wirken soll.
Das Ammoniaksuperphosphat wird als Ersatz des
Peruguanos
(s. Guano) angewendet,
da man die beiden Düngstoffe, von denen der eine den Stickstoffgehalt, der andere den Phosphorsäuregehalt
der Mischung bedingt, in jeder beliebigen Menge miteinander vermischen kann.
Das Ammoniaksuperphosphat wird gern bei Sommergetreide und besonders
auch bei
Zuckerrüben angewendet.
[* 1] oder
Ammonshörner, ausgestorbene, große Cephalopodenfamilie, die sich an den Nautilus
(s. d.) anschließt. Die Ammoniten zeigen eine gekammerte Schale, die
meist zu einer
Spirale in der Ebene aufgewunden ist, wobei sich die Umgänge nur berühren oder mehr oder minder bedecken,
so daß bei manchen Formen nur der äußerste Umgang sichtbar ist. Einige wenige
Arten
sind gerade gestreckt,
einige andere zeigen eine mehr oder minder lockere
Spirale mit sich nicht berührenden Umgängen, noch andere sind schneckenartig
aufgerollt.
Solche bezeichnet man als Nebenformen der Ammoniten. Die Schalen sind bald glatt, bald mit Rippen,
Dornen, Einschnürungen oder Wülsten
versehen. Für die
Systematik ist der Mundsaum, d. h. der äußerste Rand der Schale,
über den das
Tier seinen Körper zum
Teil herausstrecken konnte, von großer Wichtigkeit; er ist bisweilen mit Fortsätzen,
sog.
Ohren, ausgestattet. Das
Tier saß mit seinem Körper wie der Nautilus nur in der vordersten Kammer, der Wohnkammer, von
der aus sich ein dünner Schlauch, der
Sipho, durch die ältern, sog.
Luftkammern erstreckte, die Scheidewände
stets am äußern Rande durchbohrend.
Bei den meisten Ammoniten ist die Lobenlinie, d. h. die Linie, an der die Scheidewände
und die äußere Schale aneinander grenzen, vielfach zerteilt und zerschlitzt; sie bildet neben der ganzen Form das wichtigste
Kennzeichen für die Unterscheidung der Gattungen undArten. Die
Aptychen (s. d.) waren mit der Schale nicht
im Zusammenhange stehende Zartteile der Ammoniten. Die
Größe der Ammoniten ist sehr verschieden, von wenigen Millimetern bis zu anderthalb
Meter Durchmesser; die meisten
Arten haben einen Durchmesser von 2 bis 20 cm. Der Formenreichtum der Ammoniten ist
ein ganz gewaltiger; man kennt wohl gegen 4000
Arten, hat aber erst in neuerer Zeit diese Familie in eine
größere Anzahl von Gattungen, wie Arcestes, Pinacoceras, Lytoceras, Amaltheus, Aegoceras, Harpoceras, Cosmoceras, Perisphinctes
u. a. zerlegt, nachdem man schon früher die ältesten Formen, die sich vom
Devon
[* 3] an finden, als Goniatites (s.
Goniatiten),
Clymenia (s. d.) und aus der
TriasCeratites
[* 4] (s. d.) unterschieden hatte.
Die Ammoniten finden sich vom
Devon an in allen Formationen bis zum Ende der Kreide,
[* 5] mit größtem Formenreichtum aber wohl in der
Juraformation.
[* 6] Sie waren pelagische
Tiere mit weiter
Verbreitung über die Erde hin; da die einzelnen
Arten aber eine kurze
Lebensdauer besaßen, und da oft auch schon Bruchstücke zur Bestimmung genügen, so sind fast alle
von größter Wichtigkeit für die Altersbestimmung der Schichten; so ist z. B. das
Stephanoceras HumphriesianumSow. (s. obenstehende
[* 1]
Figur) ein Leitfossil für den mittlern Dogger. Am Ende der Kreideformation
[* 7] sterben die Ammoniten aus,
nachdem in ihr die sog. Nebenformen, wie
Baculites, Scaphites, Turrilites, besonders häufig gewesen sind.
ein östlich von Moab und den israel.
Stämmen Ruben und
Gad wohnender hebr.
Stamm, mit dem Hauptorte
Rabba,
jetztAmmân (s. d.). Sie befanden sich häufig mit den Israeliten im
Kriege, wurden nach der Sage von
Jephtha, nach den histor. Nachrichten der
Bücher Samuelis von
Saul wie von
David bekriegt, von letzterm auch
¶
mehr
unterworfen, breiteten sich jedoch nach dem Falle des israel. Reichs in den Landschaften östlich vom Jordan aus und bewiesen
auch in den Kriegen der Chaldäer gegen das ReichJuda sowie im Makkabäischen Kriege (165) ihre Feindseligkeit. Erwähnt sind
die Ammoniter bis gegen Ende des 3. Jahrh. n. Chr.
in griech. und jüd. Schriften. Ihr Gott hieß Milkom.