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Zugriff auf lebensrettende Behandlungen für Patienten aufgrund von fehlerhaften Methoden abgelehnt
Genf (ots/PRNewswire) - Die Methoden, die genutzt werden, um festzustellen, welche medizinischen Behandlungsmethoden den Patienten verfügbar gemacht werden, sind ausgesprochen fehlerhaft und sollten nicht mehr genutzt werden. Dieser Schluss wurde auf Basis des Forschungsprojekts ECHOUTCOME gezogen, dass von der Europäischen Kommission finanziert und von Data Mining International geleitet wurde, einer unabhängigen Forschungsagentur mit Sitz in der Schweiz.
Alle Ergebnisse, die kürzlich in einem begutachteten Fachartikel veröffentlicht wurden, zeigen die grossen Mängel in der Art und Weise auf, wie einige HTA-Agenturen (HTA - Health Technology Assessment, Medizintechnik-Folgenabschätzung), wie das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) im Vereinigten Königreich, Empfehlungen für die richtige Behandlungsmethode für Patienten abgeben. Weiterhin legen die Ergebnisse nahe, dass dieses System nicht in Europa oder anderswo übernommen werden sollte. NICE prüft innovative Medikamente und stellt mithilfe der Kennzahl des qualitätskorrigierten Lebensjahrs (QALY - Quality Adjusted Life Years), eine Formel, bei der die Lebensdauer ins Verhältnis zur Lebensqualität gesetzt wird, Empfehlungen darüber aus, ob Behandlungen zugänglich sein sollten oder nicht.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Gesundheitsempfinden nicht mithilfe einer einfachen Multiplikation erfasst werden kann. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projekts verschiedene Situationen ("Gegenbeispiele") erfasst, die trotz des gleichen Datensatzes zu abweichenden Ergebnissen führten. Dies bestätigte, dass der QALY-Ansatz nicht die grundlegenden Anforderungen einer ernsthaften wissenschaftlichen Methode erfüllen. Laut der wissenschaftlichen Beweisführung ist eine Theorie solange gültig, bis ein Gegenbeispiel diese Theorie widerlegt. Falls dieser Fall eintritt, dann wird die Theorie als metaphysische Lehre klassifiziert.
Ariel Beresniak, CEO von Data Mining International, spezialisiert auf die Bereitstellung von soliden und kosteneffektiven Alternativlösungen, erklärte: "Patientenorganisationen sollten sich bewusst sein, dass lebensrettende Behandlungsmethoden basierend auf einer fehlerhaften Metrik abgelehnt werden. Diese Forschung bietet einen starken wissenschaftlichen Nachweis, dass die QALY-Kennzah äusserst inkonsistente und falsche Ergebnisse produziert, auf deren Basis trotzdem wichtige Entscheidungen in Europa getroffen werden. HTA-Agenturen, die die QALY-Kennzahl einsetzen, sollten sich von dieser Metrik verabschieden und sich auf solide Methoden stützen, wenn sie ihre Bürger schützen möchten."
Während viele Nutzer anerkennen, dass QALY-Ergebnisse "nicht perfekt" sind, bestehen sie trotzdem darauf, dass dies die "beste zur Verfügung stehende Methode" ist, um Entscheidungen über die Mittelvergabe zu treffen. Beresniak erklärte, dass solch eine Abwehrhaltung eine mangelnde Berücksichtigung der Patientenpopulationen darstellt. In der Luftfahrtindustrie wird ein Flugzeugmodell, bei dem eine fehlerhafte Konzeption vorliegt, normalerweise solange am Boden gehalten, bis es entweder repariert ist oder es ersetzt wird.
Im Fachartikel wird geschlussfolgert, dass QALY eine unzulässige Methode für die Entscheidungsfindung im Gesundheitssystem darstellt und dass sie sofort mit anderen soliden und kosteneffektiven Methoden ersetzt werden sollte.
Beresniak A [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Beresniak%20A%5BAuthor%5D&cauthor=true&cauthor_uid=25230587] et al. Validation of the Underlying Assumptions of the Quality-Adjusted Life-Years Outcome: Results from the ECHOUTCOME European Project. Pharmacoeconomics. [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25230587] 18. Sept. 2014
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