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Einst waren sie in vielen Lebensbereiche unersetzlich, heute erfreuen sie primär Mädchenherzen und Sportfreunde; entsprechend haben sich auch die Ziele in der Pferdezucht verändert.
Kaum ein Bild steht stärker für unbändige Lebenskraft, als jenes einer wild galoppierenden Pferdeherde. Fossilienfunde belegen, dass Pferde in osteuropäischen Steppengebieten bereits vor über 6'000 Jahren domestiziert wurden. Aus dem Wildpferd entstanden weltweit unzählige Rassen, die als Reit-, Arbeits- und Armeetiere eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der menschlichen Kulturgeschichte einnahmen.
Während Jahrtausenden wurden Pferderassen durch Züchtung exakt an ihre Einsatzgebiete angepasst. Vom gutmütigen, kräftigen Kaltblutpferd bis hin zum temperamentvollen Vollblut-Araber entstanden unzählige Variationen für Feld- und Bergbau, Transportwesen, Krieg und Rennsport. Mit dem Aufkommen von Auto und Traktor und mit dem Ende von Kavallerieeinheiten hat die Bedeutung der Pferde abgenommen, sie liegt heute vor allem noch im Hobby- und Sportbereich.
Schweizer Pferderassen
Kaltblütige Landrasse-Pferde gibt es heute fast nur noch in ärmeren und abgelegenen Gebieten, wo Landwirtschaft noch mit wenig technischen Hilfsmitteln betrieben wird. Durch Wirtschaftskrise und Ölknappheit jedoch könnten sie in absehbarer Zukunft durchaus auch bei uns wieder an Bedeutung gewinnen. Auch die Schweiz besass bis ins 20. Jahrhundert hinein etliche lokale Pferderassen, von denen nur der Freiberger überlebt hat.