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War gestern die Strasse das Hauptspektakel, so waren es heute die Farben entlang der Strecke!
Vor dem Frühstück heute Morgen organisierten wir uns als Erstes ein Satellitentelefon. Vielleicht fragst du dich, warum wir dies nicht schon für die lange Strecke gestern taten. Zwischen Baie Comeau und Labrador City, also der Strecke gestern, gibt es alle 10km eine Telefonzelle, von welcher aus im Notfall telefoniert werden könnte. Zudem herrscht auf dieser Strecke doch einigermassen Verkehr. Heute kamen uns auf der ganzen Strecke keine 20 Fahrzeuge entgegen. Ebenso gibt es auf der Strecke ab Labrador City bis ganz im Osten am Meer keine Telefonzellen am Strassenrand. Zudem hat man aber auch keinen Empfang mit einem herkömmlichen Mobil-Telefongerät. Aus diesem Grund kann man an gewissen Orten kostenlos ein Satellitentelefon beziehen, mit welchem man im Notfall Hilfe anfordern könnte. Als Sicherheit muss man nur seinen Führerausweis sowie eine Kreditkarte vorlegen. Gibt man sein Satellitentelefon nicht mehr ab, wird es entsprechend teuer.
Die Strassenverhältnisse waren heute ausserordentlich gut. Zum schönen Wetter gesellte sich eine durchwegs asphaltierte Strasse. Wir genossen auf der ganzen Strecke wunderbare Farbkombinationen und hinter jeder Kurve folgte dann wieder ein wunderschönes Bild.
Kurz vor dem Ziel erreichten wir den Churchill River. Wie du richtig vermutest, war Winston Churchill (für die jüngeren Leser: Churchill war englischer Premierminister während des zweiten Weltkrieges) der Namensgeber dieses mächtigen Flusses. Dieser Fluss führt jedoch nicht immer so viel Wasser wie auf dem nachfolgenden Bild, denn meist zweigt das Wasserkraft einen grossen Teil des Wasser für die Stromproduktion ab. Dann ist der Fluss nur noch ein kleines Rinnsal.
Das Dorf Churchill Falls ist eine Firmenstadt. Das heisst, dass das ganze Dorf den Wasserkraftwerken gehört und die Infrastruktur seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Mit anderen Worten: Hier leben in der Regel nur solche Menschen, welche auch direkt oder indirekt für die Wasserkraftwerke arbeiten. Im Dorf leben rund 700 Menschen. Wer übrigens meint, dass wir uns sehr weit im Norden befinden, täuscht sich! Churchill Falls liegt etwa auf dem gleichen nördlichen Breitengrad wir Hamburg.
Den Wasserfall und damit den Namensgeber des Dorfes haben wir übrigens nicht gesehen. Dafür hätten wir eine etwa stündige Wanderung (pro Weg) machen müssen.
Autostrecke: 259km