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Parallēl
(vom grch. parállēlos, d. i. nebeneinander) heißen in der Mathematik gerade Linien in derselben Ebene oder Ebenen, die sich in keinem Punkte schneiden, so weit man sie auch beiderseits verlängern mag.
In der Rhetorik bezeichnet man mit
parallel dasjenige, was eine fortgesetzte Vergleichung zuläßt oder überhaupt in mehrern
Teilen sich ähnlich ist, daher
Parallele
[* 2] eine solche Vergleichung. Besonders aber versteht man unter
Parallele die Zusammenstellung
und Vergleichung verschiedener
Zeiten mit ihren Ereignissen oder berühmter
Männer. Am bekanntesten sind
die biogr.
Parallelen des Plutarch (s. d.), in denen gewöhnlich ein Grieche und ein
Römer
[* 3] zusammengestellt werden. Das Verhältnis ähnlicher Dinge zueinander wird
Parallelismus genannt.
Parallelen finden sich
auch in der
Dichtung.
Über den
Parallelismus in der
Poesie der
Hebräer s.
Hebräische Litteratur (Bd. 8, S. 928 b). Einzelne
Stellen, deren
Inhalt gleich oder ähnlich lautet, heißen
Parallelstellen.