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Für viele ist es «das fünfte Evangelium». 1945 wurde das Thomasevangelium zusammen mit ca. 50 anderen Schriften von einem ägyptischen Bauern aus dem Nilsand gegraben. Es ist unbestritten der bedeutendste christliche Handschriftenfund des 20. Jahrhunderts und durchaus vergleichbar mit dem fast gleichzeitigen Fund der Qumranschriften.
Das Thomasevangelium ist anders als die bekanten Evangelien des Neuen Testaments. Es erzählt weniger das Leben Jesu, sondern ist eher eine Sammlung von Aussprüchen Jesu mit stark mystischem Einschlag. Sprachlich ist dem Johannesevangelium am nächsten.
«Bibel heute» führt in dieses apokryphe Evangelium ein und fragt nach seiner historischen Bedeutung. Die Beiträge erläutern Jesusworte, die nur hier überliefert wurden. Die Figur des Apostels Thomas, des Kronzeugen für dieses Evangelium, wird genauer unter die Lupe genommen. Und das Thomasevangelium wird in den weiteren Zusammenhang der apokryphen Evangelien gestellt, von denen inzwischen fast 30 verschiedene bekannt sind.
Wie immer enthält das reich bebilderte Heft Vorschläge für eine praktische Bibelarbeit, Literaturhinweise und eine meditative Bildbetrachtung zum «ungläubigen Thomas».