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In der Landwirtschaft der Gemeinde Marneuli, die zu den grössten Produzenten von Agrarprodukten in Georgien zählt, sind vor allem sozial marginalisierte, ethnische Minderheiten tätig. 84% der Bevölkerung sind Aserbaidschaner, 4% sind Armenier. Gesundheits- und umweltschädigende Landwirtschaftspraktiken sind weit verbreitet und der Klimawandel gefährdet die landwirtschaftliche Produktivität zunehmend. Das Projekt unterstützt die Gemeindeverwaltung und die Bevölkerung bei der Einführung einer ökologischen und gegenüber dem Klimawandel resilienten Landwirtschaft. Zudem sollen auch die Einkommensmöglichkeiten für die arme Bevölkerung, und die gesellschaftliche Integration von Minderheiten verbessert werden.
Begünstigte:
Indirekt profitiert von dem Projekt die gesamte Bevölkerung von Marneuli (140'000 Personen). Direkt profitieren von dem Projekt 400 Bauernfamilien aserischer, armenischer und georgischer Herkunft sowie 100 Klima-MigrantInnen, SchülerInnen und Lehrkräfte von 74 Schulen, die Gemeindeverwaltung von Marneuli sowie lokale zivilgesellschaftliche Organisationen.
Ziele:
Hauptziel ist die Verbesserung der Einkommensmöglichkeiten der armen Bevölkerung durch die Einführung ökologischer und klimaresilienter landwirtschaftlicher Praktiken.
Aktivitäten:
In Marneuli leben hauptsächlich ethnische Minderheiten, die zwar relativ friedlich nebeneinander leben, aber schlecht in das soziale und politische Leben der Gemeinde und des Landes integriert sind. Um der weiteren Marginalisierung dieser Minderheiten vorzubeugen, werden alle Aktivitäten in gemischten Gruppen durchgeführt. Dabei wird speziell darauf geachtet, Frauen und Jugendliche miteinzubeziehen. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung erarbeiten die Gruppen eine Strategie für eine ökologische und gegenüber dem Klimawandel resiliente Landwirtschaft. Für den Gemüseanbau werden die Teilnehmenden mittels Schulungen und im Feld bei der Auswahl klimaresistenter Nutzpflanzen oder auch bei der Entwicklung eines Schädlingsmanagements unterstützt. Durch die Finanzierung lokaler landwirtschaftlicher Initiativen werden zudem Einkommensmöglichkeiten geschaffen.