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Unter Kommunikation kann man ganz vieles verstehen. Es ist aus meiner Sicht ein Sammelbegriff. Heute möchte ich darum aus diesem Sammelbegriff den Aspekt der Sprachbenutzung und die Wirkung nach aussen beleuchten.
In der Beratung begleite ich gerade eine Frau, die sich mit ihrer beruflichen Situation auseinandersetzt. Im gemeinsamen Dialog fiel mir auf, dass sie auf Angebote häufig mit «Ja, aber...» reagiert. «Aber» hat die Eigenschaft, das vorgängige Wort «Ja» zunichte zu machen. Dadurch wird es von aussen als «Nein» wahrgenommen. «Ja, aber...» wird oft als wenig konstruktiv oder sogar als ablehnend empfunden.
Ich teilte der Kundin meine Beobachtung mit. Sie war sehr erstaunt und wir diskutierten die Wirkung von «Ja, aber...». Für die Kundin war das neu und sofort stellte sie den Praxisbezug her. Sie hatte in der Vergangenheit schon das Feedback erhalten, dass sie nicht konstruktiv wirke. Das Feedback konnte die Kundin aber nicht einordnen, da sie sich aus ihrer Sicht sehr engagierte und nur das Beste für die Firma wollte. Als Alternative für «Ja, aber...» schlug ich ihr darum vor, den Satz «Und wie würdest du...?» auszuprobieren. Dieser wirkt neugieriger und positiver. Gleichzeitig erfährt sie mehr, wie die Person etwas angehen will.
Die Kundin hatte Lust, das auszuprobieren. In der nächsten Sitzung berichtete sie, dass sie selber erschrocken war, wie häufig sie «Ja, aber...» gesagt hat oder sagen wollte. Für die Zukunft will sie das ändern und vermehrt die Alternative benutzen.