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Für das Schweinefleisch sind Merkmale wie Farbe und Safthaltevermögen von grosser Bedeutung. Diese werden unter anderem durch das glykolytische Potenzial (GP) des Muskelgewebes bestimmt. Das GP ist ein Mass zur Schätzung des Potenzials des Muskelgewebes zur Bildung von Lactat post mortem. Weisse Muskeln weisen ein höheres GP auf als rote. In dieser Studie wurde untersucht, ob Tiere dreier in der Schweiz eingesetzter Rassen (Schweizer Landrasse: SL, Edelschwein: ES, Duroc: DU) sich hinsichtlich des GP eines weissen (langer Rückenmuskel: LD) und roten Muskels (Serratus ventralis: SV) unterscheiden. Im SV war der pH 24 Stunden post mortem (pHu = 5.6) unabhängig von der Rasse und des Geschlechts um 0.1 Einheiten signifikant höher als im LD. Der pHu des LD bei den DU Tieren (pHu = 5.5) war höher als bei den beiden anderen Rassen (pHu = 5.4, P = 0.02). Trotz dieser Unterschiede im pHu war das GP innerhalb des Muskels nicht verschieden. Das GP im SV war signifikant tiefer als im LD. Im LD schwankten die Werte zwischen 122.6 (DU) und 129.6 ?mol/g (SL) und im SV zwischen 106.5 (DU) und 113.6 ?mol/g (SL). Erwartungsgemäss traten signifikant negative Korrelationen zwischen dem pHu und dem GP auf (LD: r = -0.39, SV: r = -0.47). In einer weiteren Studie wurde der Einfluss des GP von Tieren der Rasse ES auf die Farbhelligkeit und das Wasserhaltevermögen des LD und des Semitendinosus Muskels (ST: dunkler Teil) untersucht. Im ST ist das GP signifikant mit der Farbhelligkeit (r = 0.52) sowie dem Wasserhaltevermögen (r = 0.77) korreliert. Bei abnehmendem GP des Muskels wird das Fleisch dunkler und verliert weniger Wasser. Überraschenderweise traten im LD keine signifikanten Beziehungen auf, obwohl auch in diesem Muskel die Tropfsaftverluste bei abnehmendem GP tendenzmässig geringer ausfielen.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.