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Nach dem Färbeprozess sind die Baumwollfäden bereit, um verwebt zu werden. Dabei kommen zwei Webstühle und diverse Webtechniken zum Einsatz. Am Ende stehen viele Meter Denim, die ihrem Ziel zur G-Star Jeans zu werden schon ziemlich nahe sind.
Die Schützenwebmaschine: Authentisch und traditionell
Die Schützenwebmaschine basiert auf der Technologie der 70er-Jahre. Obwohl sie nur vier Meter Stoff pro Stunde produziert, erfreut sie sich bei G-Star Jeans auf Grund des authentischen Looks noch immer grosser Beliebtheit. Beim Weben wird zwischen dem blau gefärbten Kettfaden und dem weissen Schussfaden unterschieden. Der horizontale Schussfaden wird in hoher Geschwindigkeit zwischen den gespannten Kettfäden hindurchgeführt. So entsteht eine abgeschlossene Webkante.
Der Projektil-Webstuhl: Leistungsstark und populär
Zu den meistgenutzten Webstühlen in der Denim-Produktion zählt der Projektil-Webstuhl. Diese Maschinen schaffen es mit einer Geschwindigkeit von 300 – 450 Umdrehungen pro Minute, bis zu 20 Meter Stoff pro Stunde herzustellen – das entspricht etwa 30 Millionen Meter pro Jahr, genug um die Erde 750 mal mit Denim zu umwickeln. Die vollautomatischen Maschinen produzieren Stoffbahnen mit einer offenen Kante.
Webmuster und Gewicht: Verschiedene Denim-Styles
Ein weiterer Faktor bei der Herstellung von Denim ist die Webrichtung. Im späten 19. Jahrhundert führte Levi Strauss den Z-Grat oder Right Hand Twill ein. Das bedeutet, dass die Bindungen von links unten nach rechts oben verlaufen. Bis heute ist dieses Webmuster am weitesten verbreitet. Dennoch werden bei G-Star Jeans auch andere Webmuster genutzt, um individuellere Styles zu produzieren. Ausschlaggebend für die Qualität von Denim ist ausserdem das Gewicht, welches in ounces per squareyard (1 oz = knapp 30 g; 1 squareyard = ungefähr 0,8 m²) angegeben wird. Der für G-Star Jeans eingesetzte Denim wiegt meist zwischen 7,5 und 15 oz.
Das Ergebnis des Webevorgangs sind ungefähr 1,50 Meter breite Stoffbahnen, die den Webstuhl auf grossen Rollen verlassen. Um dem unbehandelten Gewebe mehr Stabilität und einen speziellen Look zu verleihen, steht im nächsten Schritt die Textilveredelung an.