Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/2367

Lebenslauf des Werner Berger
10. Nov. 1896
Geburt von Werner Oscar Berger in Bern
ab 1902
Besuch der Primar- und Sekundarschule sowie des Technikums Burgdorf
1920 – 1929
Dirigent Bürgerturner-Chor
09. März 1925
Heirat mit Johanna Zybach, geb. 30. November 1886
1933
Teilhaber der Baufirma Siegrist & Berger
ab ca. 1933
Erwerb von diversen Grundstücken in Bern, Adelboden und Wohlensee
1939
Wahl in den Stadtrat Bern
1942
Tod der Mutter Marie-Elise
1948
Ehrenmitglied Bürgerturner-Chor
1949
Beitritt in den Berner Männerchor
11. März 1949
Tod von Johanna Berger-Zybach
13. Okt. 1951
Heirat mit Hedy Janser
1951 – 1966
Diverse Reisen nach Nord- und Südamerika, Kanada, Afrika und
in den fernen und nahen Osten
1955
Ehrenmitglied Stadtmusik Bern
Tod des Vaters Adolf Berger
1957
Ehrendirigent Bürgerturner-Chor
1958
Präsident Stadtrat Bern
1959
Ehrenmitglied Berner Männerchor
1960 – 1969
Präsident Stadtmusik Bern
1966
Erkrankung an Krebs
1969
Ernennung zum ersten Ehrentrompeter der Stadtmusik Bern
9. Dez. 1974
Tod nach langer, schwerer Krankheit
Ausführlicher Lebenslauf
Herr Werner Berger ist am 10. November 1896 in Bern als Sohn des Tapetenfachmannes Adolf Berger und der Marie-Elise Berger-Krumm geboren und verbrachte im Kreise seiner Familie als zweitjüngstes von fünf Kindern eine glückliche Jugendzeit. Er besuchte die Primar- und Sekundarschule sowie das Technikum Burgdorf. Am 09. März 1925 heiratete er Frau Johanna Zybach, geb. 30. November 1886. Die Ehe blieb kinderlos. Johanna starb am 11. März 1949. Am 13. Oktober 1951 heiratete Werner Frau Hedwig Janser, mit welcher er bis an sein Lebensende eine überaus glückliche Ehe führen durfte. Höhepunkte dieser Ehe waren die vielen Reisen in alle Weltteile, über die Werner Berger jeweils mit leuchtenden Augen Anekdoten zu erzählen wusste.
Nach den Lehr- und Wanderjahren erwarb sich Werner Berger das Diplom als Baumeister. Seit 1928 zeugen zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser, ganze Siedlungen, das Kirchgemeindehaus Johannes, die Markuskirche, das Sanatorium Montana u.a.m. von seinen beruflichen Fähigkeiten. Ab 1933 war Werner Berger Teilhaber der Firma Siegrist & Berger.
Neben der Familie und dem anspruchsvollen Beruf entwickelte Werner Berger eine ausserordentlich grosse und vielseitige Tätigkeit. Er trat der freisinnig-demokratischen Partei bei und wurde als ihr Vertreter 1939 in den Stadtrat gewählt, den er 1958 präsidierte. Während Jahren genoss er auch das Vertrauen des Volkes als Mitglied des Grossen Rates.
Zudem spielte Werner Berger Klavier und Orgel und war als Dirigent von diversen Chören tätig. Schon als 17-jähriger dirigierte er seinen ersten Chor. 30 Jahre lang leitete er erfolgreich den Friedenskirchenchor Bern und viele andere Frauen- und Männerchöre, unter anderem auch den Berner Männerchor. Ab 1960 präsidierte er die Berner Stadtmusik, deren Ehrenmitglied er seit 1955 war.
Auch sportlich war Werner Berger sehr aktiv; er war Turner, brevetierter Sportflieger und Präsident des Aero-Clubs.
Weiter engagierte sich Werner Berger auch auf sozialem Gebiet. So trat er vor allem als Mitglied des Vorstandes des Blindenvereins und als dessen grosszügiger Gönner in Erscheinung.
Viel zu früh erkrankte Werner Berger an Krebs.
Er ist in den frühen Morgenstunden des 09. Dezember 1974 nach langer, schwerer Krankheit sanft entschlafen.