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Viele Wege führen zu Gesundheit: Projekte schweizerischer Organisationen
Rohstoffe für die pharmazeutische Industrie
Von Marianne Widmer / mediCuba-Suisse
Obschon in der Humanitären Hilfe angesiedelt, erzielt das Projekt einen Impakt, der weit über die Linderung von Notsituationen hinausgeht und die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit auf Geberseite im Rahmen eines Netzwerkes verdeutlicht.
Kuba verfügt über eine eigene pharmazeutische Industrie, die es erlaubt, Medikamente im Land selber zu produzieren. Die pharmazeutischen Rohstoffe dafür hat Kuba bis Anfang der 1990er Jahre aus den osteuropäischen Ländern bezogen. Seither ist Kuba gezwungen, sich die Rohstoffe auf dem Weltmarkt gegen Bezahlung in Devisen zu besorgen. Ausserdem erschwert, beziehungsweise verunmöglicht die von den USA verhängte Wirtschaftsblockade den effizienten und kostengünstigen Import.
Gemeinsam mit dem Netzwerk mediCuba-Europa finanziert mediCuba-Suisse jährlich pharmazeutische Rohstoffe im Wert von rund 500 000 Euro, welche in Kuba zu Basismedikamenten verarbeitet und an Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken verteilt werden. Der Beitrag von mediCuba-Suisse beträgt 130 000 Franken. Mit diesem Beitrag finanziert mediCuba-Suisse den Rohstoff für die Produktion des Antibiotikums Zefalexyn, das zur Verhinderung von Infektionen nach Operationen in den Kliniken eingesetzt wird. Die von mediCuba-Suisse finanzierten Rohstoffe decken 60 bis 80 Prozent des nationalen Jahresbedarfs. Das gesamte Projekt ermöglicht Importsubstitutionen von rund 11 Millionen Euro.
Das Projekt entfaltet seine Wirkung in verschiedensten Bereichen: Verbesserung der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten (Antibiotika für den klinischen Gebrauch), Nutzung der bestehenden Industrieanlagen, Erhaltung von Arbeitsplätzen, Importsubstitution.

Land/Region: Kuba