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Die Daten des Mikrozensus zum Verkehrsverhalten dienen als Grundlage für Vertiefungsanalysen im Bereich der Raum- und Verkehrsplanung.
Neben den Schlussberichten der einzelnen Erhebungen führt das ARE zusammen mit anderen Bundesstellen oder mit Auftragnehmern Zusatzauswertungen des Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) durch.
Räumliche Differenzierung
Die Merkmale unserer Mobilität variieren nach Wohnort und durchquerten Gebieten. Dank dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr kann die Mobilität in den Agglomerationen und auf dem Land analysiert werden. Auch Analysen je nach Dichte rund um den Wohnort wurden durchgeführt.
73 % der Bevölkerung lebten 2015 in einer Agglomeration. Zwischen 2010 und 2015 stieg der kumulierte Anteil des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs in den Agglomerationen von 35 auf 36 %. Dennoch bleibt der motorisierte Individualverkehr das wichtigste Verkehrsmittel in Agglomerationsgebieten.
In den periurbanen Gemeinden sinkt der Anteil des Langsamverkehrs signifikant, wenn die Dichte gering ist. Im Alltag legt die Bevölkerung periurbaner Gebiete im Vergleich zu den anderen Gebieten die grössten täglichen Distanzen und somit auch grössere Distanzen als die Bevölkerung peripherer ländlicher Räume zurück. Dass die zurückgelegten Wege so weit sind, ist nicht nur auf lange Pendlerstrecken zurückzuführen, sondern auch auf überdurchschnittliche Entfernungen für das Erledigen von Einkäufen, Freizeitaktivitäten und das Begleiten von Personen.
In der Deutschschweiz zeigen sich bei gleicher Qualität der ÖV-Güteklasse systematisch höhere Modalanteile des öffentlichen Verkehrs als in der Romandie oder in der italienischen Schweiz.
Für bestimmte Berichte sind zusätzliche Daten im folgenden Register «Daten» erhältlich.
Dokumente
Dichte und Mobilitätsverhalten (PDF, 2 MB, 21.08.2018)Diese Studie analysiert das Mobilitätsverhalten der Schweizer Bevölkerung in Abhängigkeit verschiedener Dichte-Indikatoren ihres Wohnortes. Sie basiert auf den Daten der MZMV von 2015 und 2010.
Mobilität in den ländlichen Räumen: Schlussbericht (PDF, 6 MB, 01.03.2018)Dieser Bericht stellt die Alltagsmobilität der Schweizer Wohnbevölkerung in den verschiedenen Typen der ländlichen Räume dar. Die Analyse basiert insbesondere auf den MZMV verschiedener Jahre.
Modalsplit in den Agglomerationen, Ergebnisse 2015 (PDF, 1 MB, 17.01.2018)Modalsplit nach zwei Berechnungsgrundsätzen: dem Wohnortprinzip und dem Territorialprinzip.
Mobilität in den ländlichen Räumen 2010 (PDF, 7 MB, 01.09.2016)Untersucht wird die Mobilität der schweizerischen Wohnbevölkerung in den verschiedenen Arten von ländlichen Räumen. Dieser Bericht stützt sich auf die Daten des Mikrozensus Mobilität und Verkehr bis 2010.
Faktenblatt Agglomerationsverkehr 2010 (PDF, 529 kB, 06.11.2014)Dieses Merkblatt erläutert den Modalsplit in den Agglomerationen anhand der Daten des Mikrozensus Mobilität und Verkehr bis 2010.
Auswirkungen von verkehrsintensiven Einrichtungen auf das Verkehrsverhalten (PDF, 401 kB, 09.04.2009)Dieser Bericht analysiert verkehrsintensive Einrichtungen. Als Grundlage dienen die Daten des Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2005.
Faktenblatt Zweitwohnungen (PDF, 611 kB, 07.04.2009)Gegenstand dieses Berichts sind die Zweitwohnungen. 8,5 % der Schweizer Haushalte besitzen in Eigentum oder in Miete eine Zweitwohnung.
Daten
Medien
Freizeitmobilität
Wichtigster Verkehrszweck der Schweizer Wohnbevölkerung ist die Freizeit. Die Tagesdistanzen und die Wegzeiten für Freizeitzwecke im Inland gingen im Gegensatz zu den anderen Verkehrszwecken (Arbeit, Ausbildung, Einkauf usw.) in den letzten Jahren zwar leicht zurück. Dahingegen war bei den Distanzen im Ausland für die Freizeit ein steigender Trend zu beobachten.
Der motorisierte Individualverkehr dominiert im Freizeitverkehr bei praktisch allen Aktivitäten. Die Reisen ins Ausland haben zugenommen, vor allem aber wurden dabei längere Distanzen zurückgelegt. Dieses starke Wachstum beruht auf der zunehmenden Bedeutung der Flugreisen.
Links
Bevölkerungsgruppen
Die Mobilität variiert je nach Bevölkerungsgruppe, seien dies Seniorinnen und Senioren oder Pendlerinnen und Pendler.
Der Hauptbericht Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) 2015 liefert Informationen über die Mobilität der Personen je nach Altersstufe, beruflicher Stellung, Einkommen oder auch Body-Mass-Index. Unten stehende Dokumente analysieren die Daten der Mikrozensus-Erhebungen von 1994 bis 2015 und konzentrieren sich auf Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, Pendlerinnen und Pendler, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Einelternfamilien.
Dokumente
Verkehrsverhalten spezifischer Gesellschaftsgruppen: Entwicklung seit 1994 bis 2010 (PDF, 9 MB, 09.12.2013)Abschlussbericht zur Vertiefungsanalyse des Verkehrsverhaltens spezifischer Gesellschaftsgruppen
Methodische Grundlagen
Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) wird ständig weiterentwickelt, damit eine möglichst gute Qualität der Daten gewährleistet werden kann. Zur Evaluierung neuer Fragen oder neuer Erhebungstechniken werden regelmässig Studien durchgeführt.
1994 wurde die bis dahin schriftliche Befragung durch eine computergestützte telefonische Befragung (CATI) ersetzt. Im gleichen Jahr wurde zudem das Etappenkonzept eingeführt. Seit 2005 werden der Start- und der Endpunkt der Etappen während der Befragung geocodiert, und seit 2010 werden auch die Routen erfasst. Ab 2015 wurde die Bedeutung des Verkehrsmittels und des Reisezweckes in den Agglomerationen nicht nur nach dem Wohnortsprinzip, sondern auch nach dem Territorialprinzip analysiert.
In der Erhebung 2021 wurden neue Fragen zum Fahrzeug-Sharing hinzugefügt, das Frage-Modul zu den verkehrspolitischen Einstellungen vollständig überarbeitet und das Geo-Routing neu auch für die Veloetappen eingesetzt.
Bei jeder neuen Ausgabe des MZMV werden neue Ansätze eingeführt, um das Mobilitätsverhalten der Wohnbevölkerung möglichst gut zu erfassen. Die Berichte über diesbezügliche Studien werden auf dieser Seite veröffentlicht. So wird zum Beispiel diskutiert, künftig einen Teil der benötigten Daten mittels einer auf dem Smartphone der Befragungsteilnehmenden installierten Tracking-App zu erheben; entsprechende Tests wurden bereits durchgeführt.
Dokumente
Neugestaltung des Moduls zu den verkehrspolitischen Einstellungen des Mikrozensus Mobilität und Verkehr (PDF, 8 MB, 01.11.2017)Dieser Bericht schlägt vor, das Modul zu den verkehrspolitischen Einstellungen im Mikrozensus Mobilität und Verkehr durch eine Stated-Preference-Befragung zu ersetzen.
Bestimmung von Fahrleistungen nach dem Inländer- und dem Territorialprinzip (PDF, 948 kB, 09.12.2013)Artikel über das Wohnorts- und Territorialprinzip, publiziert in «Strasse und Verkehr» Nr.9, September 2013.
Links
Für Forschende
Die Daten des Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) sind für Forschende verfügbar. Auf ihrer Grundlage können zahlreiche Zusatzanalysen erstellt werden.
Die vollständigen Daten des MZMV können von Universitäten, Bundesämtern, Kantonen und Regionen sowie von Beratungsfirmen bestellt werden (Datenzugang). Diese Daten dienen als Grundlage für weitere Vertiefungsanalysen. Eine detaillierte Liste der Forschungsthemen ist im Dokument „Mikrozensus Mobilität und Verkehr, mögliche Zusatzauswertungen“ verfügbar.
Zusätzlich zum MZMV hat das ARE eine Stated-Preference-Befragung durchgeführt. Die erhobenen Daten ermöglichen ein besseres Verständnis der Verkehrsmittel- und Routenwahl. Wie beim MZMV sind die Daten der Stated-Preference-Befragung für Zusatzauswertungen erhältlich (Datenzugang Stated-Preference-Befragung).