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(Les) (Kt. Waadt,
Bez. und Gem. Lausanne).
410 m. Häusergruppe, an der Strasse
Lausanne-Ouchy und 500 m n.
Ouchy. Station der Drahtseilbahn
Lausanne-Ouchy. Hier wurde 1791 ein grosses Bankett mit Feuerwerk zur Feier der mit der französischen
Revolution inaugurierten
Freiheit abgehalten. Es war dies einer der ersten wichtigen Akte, die die Erhebung der Waadt
einleiteten
und die Ereignisse der folgenden Jahre vorbereiteten. Die Teilnehmer an diesem Bankett wurden damals von den
Berner Behörden
strenge bestraft.
Auf einem Acker bei Joressant hat man 1823 eine
Vase aufgedeckt, die etwa 1000 kleine Münzen aus
Silberblech sowie 800 Münzen aus dem 14. und 15. Jahrhundert enthielt und zur Zeit der Burgunderkriege vergraben worden
sein muss.
(Kt. Wallis,
Bez. Goms).
Wildbach; entspringt den Firnfeldern des w. über der Grimselpasshöhe stehenden
Kleinen
Siedelhorns,
nimmt die
Wasser einiger am Fuss der Felswände in 2500 m liegenden kleiner
Seen auf, durchfliesst die
Grimselalp und mündet nach 3 km langem
Lauf in der Richtung nach SO. 600 m unterhalb
Oberwald in 1370 m als zweiter nennenswerter
rechtsseitiger Zufluss zur
Rhone.
oder
Jogne (La)(Kt. Waadt,
Bez. Orbe).
Bach im Juragebirge, linksseitiger Zufluss zur
Orbe; Quelle und
Mündung liegen auf Schweizer Boden, während der grösste Teil des
Laufes zu Frankreich gehört. Entspringt unter dem den
Suchet mit den
Aiguilles de Baulmes verbindenden
Kamm und nahe dem Weg
Baulmes-Granges de
Sainte Croix in 1160 m, fliesst zunächst
nach W. biegt beim Uebertritt auf französischen Boden nach SW. ab und durchfliesst das kleine Thal,
in dem die Ortschaften Jougne und
La Ferrière liegen. Bildet dann ein gegen SO. gerichtetes tiefes Tobet, längs welchem
oben die
Strassen von
Orbe und
Vallorbe nach Pontarlier hinziehen und das sich auf Schweizer Boden fortsetzt, und mündet zwischen
Vallorbe und Ballaigue nahe der grossen Eisenbahnbrücke der Linie
Lausanne-Pontarlier 1,5 km von der Grenze
entfernt bei der Lokalität
Le Châtelard in 740 m in die hier selbst tief eingeschnittene
Orbe. In
La Ferrière treibt die
Jougnenaz ein wichtiges Hüttenwerk und erhält von rechts den Bach von Le Vaubillon; zwischen der Grenze und ihrer Mündung
treibt sie die Werke von
Le Creux. Der Bach hat eine Lauflänge von 12 km, wovon 3 auf Schweizer Boden
liegen. Nahe seiner Quelle der Sennberg La Jougnenaz mit
Hütte in 1173 m. Neocommulde mit Sandsteinen der Albienstufe und
tertiären Konglomeraten, durch eine Verwerfung mit dem Gewölbe Le
Suchet-Mont deBaulmes im Kontakt stehend.
Der Name keltischen
Ursprunges. 1110: Jonnia; 1158: Jonia.
oder
Jolens(Kt. Waadt,
Bez.
Morges, Gem.
Échichens und Morges).
450-475 m. So heisst der breite
Rücken der Hohe über
Morges, der
sich gegen NO. bis
zum DorfÉchichens hinzieht. 1,5 km n. der Stadt
Morges. AmS.-Hang Weinberge, auf der
Höhe selbst die Häusergruppe Joulens. Von der Strasse
Morges-LePont deJoux gequert. Münz- und Gräberfunde zeigen, dass
die Gegend schon zur Römerzeit besiedelt war. Im Mittelalter stand hier ein Dorf, dessen 1175 urkundlich erwähnte Kirche
zugleich die Pfarrkirche von
Morges und Umgebung war und dem Chorherrenstift zu
Lausanne unterstand. Die
weltliche
Herrschaft über das Gebiet übte das Kloster
Romainmôtier aus. Funde von Römermünzen aus den Zeiten der Kaiser
Maximilian und Konstantin und von Gräbern aus unbehauenen
Steinen. Glieder eines Edelgeschlechtes von Joulens erscheinen
in den Urkunden bis ins 14. Jahrhundert hinein. 1140:
Jolens; 1182: Julens; 1238: Joleins.
Viel Fossilien: Zähne und Kiefer von Fischen (Pycnodus), Schuppen
von Lepidotus etc. Die in der Sammlung Jaccard in bemerkenswerter Vollständigkeit vertretenen Stücke dieser Arten sind
von Pictet de La Rive beschrieben worden.
(Lacde) und Lac Brenet (Kt. Waadt,
Bez. La Vallée).
1003 m. Doppelsee des Juragebirges, im Jouxthal; zieht sich
zwischen den Ketten des Mont Tendre und Mont Risoux von SW. nach NO. Besonders bemerkenswert in Bezug auf seine Abflussverhältnisse.
Von den in Kalkgebirgen so überaus häufig vorkommenden Seen, die sich unterirdisch entleeren, weisen nur wenige mehr als
einen Abflusstrichter auf. Unter allen diesen Seen steht nun der Lac de Joux dadurch einzig da, dass er 7 solcher
Trichter oder Trichtergruppen besitzt, zu denen sich im Lac Brenet noch 4 weitere gesellen. Auffallend ist nicht nur die grosse
Anzahl dieser sämtlich am linken (NW.-) Ufer liegenden Klüfte, sondern auch der Umstand, dass sie sich alle
im gleichen Niveau befinden und daher auch alle zu gleicher Zeit tätig sind, während anderswo etwa der eine Trichter trocken
zu liegen kommt und der andere dann zu stärkerer Tätigkeit in Anspruch genommen wird.
Die bedeutendsten sind der Entonnoir du Moulin duRocheray am oberen Ende des Sees und der Entonnoir de
Bonport an seinem unteren Ende (Lac Brenet). Ingenieur Lauterburg hat s. Z. Messungen vorgenommen, aus denen sich ergibt, dass
die Orbe bei ihrem Eintritt in den Lac de Joux im Mittel 3,178 m3Wasser führt, während die Quelle bei Vallorbe im Mittel
mit einem Volumen von 4,860 m3Wasser austritt, d. h. mit einem Mehr von 1,682 m3, das sich weder
aus dem dem See vom O.-Hang zukommenden Quellwasser (Brassus und Lionne) noch aus der im Einzugsgebiet des Sees und in der Zwischenregion
bis zur Orbequelle bei Vallorbe fallenden Regenmenge erklären lässt. Es muss demnach ein wirklicher
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