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In Einstimmung auf den vierten Teil, der nächsten Sommer kommt, und um sich die letztmals 2007 gesehenen Filme wieder in Erinnerung zu rufen, habe ich mir den ersten Teil von Pirates of the Carribean angesehen, der von vielen als der beste Teil der Reihe bezeichnet wird. Ich mochte bislang eigentlich den zweiten Teil lieber, aber ich gebe zu, dass auch Teil 1 seinen Charme hat.
Story
Jack Sparrow, Kapitän der Black Pearl, wurde von der Schiffscrew unter der Führung seines ersten Maats Barbossa, verraten und auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Er konnte sich zwar von dieser Insel retten, doch Barbossa und seine Crew ist es gelungen, einen Aztekenschatz auf der Isla de Muerta zu bergen. Bald stellt sich heraus, dass dieser Schatz, der aus 883 Goldmünzen besteht verflucht ist, sodass die Besitzer bei Mondschein zu untoten Skeletten werden. Der Fluch wird durch Zurückbringen und Blutgeld aufgehoben. Der Pirat William „Bootstrap Bill“ Turner bereute jedoch die Meuterei an Sparrow und sandte die Münze seinem Sohn Will, wofür er von den übrigen Piraten getötet wurde.
Die Besatzung macht sich auf die Suche nach der letzten Münze und Turners Sohn, um Bootstraps Blutgeld dennoch bezahlen zu können. Dieser lebt nun als Waffenschmied auf Port Royal und ist in Elizabeth Swann verliebt, die Tochter des Gouverneurs, die ihm vor Jahren das Leben gerettet hat. Dabei hatte sie die Goldmünze in der Annahme, es sei ein Zeichen von Piraten, entdeckt und eingesteckt, um Will zu schützen. Als die Black Pearl in Port Royal einfällt, um die Münze zu holen, entführen sie Elizabeth, in der Annahme, sie wäre ein Abkömmling Turners. So schliessen sich der in Port Royal gefangene Jack Sparrow und Will zusammen, um Elizabeth bzw. die Black Pearl aus den Klauen Barbossas zu retten.
Mir gefällt die verworrene Story und die Anspielungen, wahrscheinlich eher unfreiwilliger Art, auf die kommenden Filme. Es ist keine gross durchdachte Geschichte mit viel Tiefgründigkeit aber für einen Actionfilm mit Staraufmarsch ist sie perfekt. Was der Film aber von anderen Action-Komödien abhebt, ist, dass er so gut wie nie auf Slapstick setzt, sondern viele Wortwitze und geniale Dialoge, meist mit Beteiligung von Jack Sparrow, enthält. Selten so viel gelacht, wie bei diesen Dialogen.
Darsteller & Figuren
Einer stiehlt allen die Show – der geniale Johnny Depp als der ebenso geniale, wenn auch in einer eher kranken Form, Jack Sparrow. Da sind wir uns alle einig, und letztlich war es doch diese Rolle, die Depp in Hollywood unsterblich gemacht hat. Ebenfalls gut, wenn auch nicht ganz so herausragend wie Depp, spielt sein Filmkonkurrent, Geoffrey Rush, als Barbossa. Der apfelvernarrte Kapitän der Black Pearl wird überzeugend und nahezu so durchgeknallt wie Jack Sparrow dargestellt. Etwas blass wirken dagegen Keira Knightley und vorallem Orlando Bloom als Elizabeth Swann und Will Turner, doch spätestens in den Folgeteilen sieht man, dass sie mehr als verstohlene Blicke und verzweifelte Gesten draufhaben.
Jack Davenport spielt James Norrington, das obligatorische Filmarschloch, und damit die Figur des erweiterten Hauptdarstellerfelds, die im Laufe der Filme die grösste Wandlung durchmacht. Und er spielt ihn gut, arrogant und überzeugend echt. Ebenso Jonathan Pryce, einer der Schauspieler, die ich gerne sehe, als Governor Swann. Man achte darauf, wie er, nachdem er sich die ganze Schlussschlacht über in der Kabine versteckt hat, mit seinen Männern feiert, als ob er selbst den Sieg errungen hätte. Genial. Auch die weiteren Nebendarsteller machen einen guten Job und bleiben in Erinnerung, vorallem der abergläubische Mr. Gibbs oder der kleinwüchsige Marty aber auch die dämlichen Pintel und Ragetti sind unvergesslich. Der Film lebt von seinen Figuren, und die werden grösstenteils gut umgesetzt.
Soundtrack
Ursprünglich wollte man, nachdem Alan Silvestri abgesprungen ist, Hans Zimmer für den Soundtrack engagieren. Dieser wollte jedoch die Musik nicht komponieren, sondern schlug Klaus Badelt vor, der auch von Remote Control Productions stammte. Klaus Badelt komponierte und Zimmer produzierte die Musik zum Film, die die bekannten Themes, allen voran „He’s a Pirate“ hervorgebracht hat, die Zimmer in den Folgescores perfektionierte.
Special Effects
Der Film ist nicht so CGI-lastig wie andere Actionfilme, aber dennoch gibt es auch hier noch Genügend, das am Computer entstanden ist. Jedoch entstanden die drei wichtigen Schiffsmodelle, die Black Pearl, die Dauntless und die Interceptor, grösstenteils wirklich, jedoch waren nicht alle fahrtauglich, nur die Interceptor und die Black Pearl wurden als ganze Modelle erstellt, die Dauntless und eine zweite Version der Pearl baute man nur in Fragmenten, die man mittels CGI zusammensetzte. Obwohl der Film schon 7 Jahre alt ist, merkt man das den Effekten nicht zwingend an. Vielleicht wirken die Skelette ab und zu etwas gar steif, aber meist überzeugen die Spezialeffekte.
Für mich ist es nicht der beste Teil der Pirates-Reihe, aber sicherlich ein gelungener Start mit guter Story, schöner Musik, coolen Figuren und noch cooleren Schauspielern. Etwas mehr Seeschlachten, und der Film wäre perfekt, aber ansonsten: Top!
Bilderquelle: Atouchofmelancholy.com