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Die Fähigkeit den Winter zu überdauern stellt eine der wichtigsten Barrieren zur Etablierung von Arten in den gemässigten Breiten dar. Um bei der Biosicherheitsbeurteilung abzuschätzen zu können, ob sich ein exotischer Nützling etablieren kann, ist es daher wichtig dessen Überwinterungsstrategie und Kältetoleranz zu kennen.
Die Etablierung von exotischen Nützlingen kann gewünscht sein, wenn ein invasiver Schädling mit einem spezialisierten Nützling aus dessen Herkunftsgebiet bekämpft werden soll (klassische biologische Bekämpfung). Wenn von einem exotischen Nützling jedoch negative Umweltwirkungen zu erwarten sind, schliesst seine Etablierungsfähigkeit die beabsichtigte Freisetzung aus. Darüber hinaus kann die Kältetoleranz von Nützlingen auch eine Rolle für die Effizienz spielen, wenn z.B. Nützlinge für eine längere Zeit gekühlt gelagert werden sollen oder wenn ein Einsatz im zeitigen Frühjahr geplant ist. Überraschenderweise ist jedoch gerade über die Kältetoleranz von Parasitoiden wenig bekannt.
Wir untersuchen die Kältetoleranz von Parasitoiden im Labor und im Freiland. Unsere Untersuchungen umfassen dabei verschiedene Zeit- und Temperaturskalen, vom Punkt des Gefrierens der Hämolymphe bis zum Überwintern verschiedener Entwicklungsstadien unter Freilandbedingungen. Als Modellsysteme verwenden wir einheimische und exotische Parasitoide von Essigfliegen.
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Drosophila suzukii
Letzte Änderung 17.04.2020