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Japanische Akupunktur
Indikationen
- Jegliche Beschwerdezustände
- Warzenbehandlungen mit japanischem Moxa (Beifuss)
- Akute und chronische Schmerzzustände, Verspannungen, Verkrampfungen mit Intradermalnadeln, Magneten, Schröpfen und Blutenlassen
- Behandlung von Kindern (Shonishin)
Die meisten Autoren sind sich darin einig, dass das Wissen der Akupunktur, der Moxibustion (Wärmen der Nadeln und/oder Akupunkturpunkten) und Kräutermedizin im Jahr 562 n.Chr. von einem chinesischen Arzt und Mönch namens Chiso von China nach Japan gebracht wurde. Über die Jahrhunderte hinweg erlebte die japanische Akupunktur viele Hochs und Tiefs. Erwähnenswert ist der Umstand, dass sich die Akupunktur und Moxibustion gleichmässig weiterentwickelten – in China blieb die Moxibustion eine Begleittherapie zur Akupunktur. Heute wird in Japan die Akupunktur von Akupunkteuren und die Moxibustion von in Moxibustion geprüften Therapeuten, Ärzten, Priestern und Nonnen separat praktiziert. Andererseits darf die Kräutermedizin nur von westlich ausgebildeten Ärzten oder Pharmazeuten verschrieben werden.
Eine japanische Akupunkturbehandlung erfolgt in zwei voneinander zu unterscheidenden Schritten: „Wurzel-“ oder „Allgemein“-Behandlung einerseits und einer „lokalen“ oder „symptomorientierten“ Behandlung andererseits. Die „Wurzel“-Behandlung ist auf die grundlegende Dysbalance des Patienten gerichtet und bedient sich hierzu der Yin-Yang-Theorie (analog Traditionelle Chinesische Medizin) sowie der Zungen- und Pulsdiagnose und der Palpation (Tasten) des Bauches. Die „Lokal“-Behandlung zielt auf die symptomatische Linderung der Beschwerden des Patienten. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die zwei erwähnten Vorgehensweisen in einem Behandlungsschritt zusammengefasst.
Die japanische Akupunktur hat über Jahrhunderte hinweg ihr eigenes Diagnose- und Behandlungssystem entwickelt. Als markante Unterscheidung zur TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) erwähnenswert ist, dass dünnere Nadeln benützt und wenn immer möglich Initialschmerzen beim Setzen von Nadeln vermieden werden. Ich verwende diese japanischen Nadeln und die damit verbundenen Nadeltechniken vorzugsweise in der Behandlung von Kindern.
Nebst dem Setzen der Nadeln werden auch besondere Formen der Nadeltherapie und weitere gängige Therapieverfahren angewendet:
- Intradermalnadeln: Diese kleinen, unscheinbaren Nadeln finden Anwendung vor allem in der lokalen Schmerztherapiebehandlung. Hierbei werden diese Nadeln schmerzfrei direkt unter die Haut (subkutan) gesetzt.
- Plus-Minus-Nadeln: Man verwendet beispielsweise Kupfer- und Zinknadeln zur Behandlung von spezifischen Symptomen (z.B. Hoher Blutdruck)
- Blutenlassen an bestimmten Akupunkturpunkten kann Blockaden lösen und schmerzbefreiend wirken (z.B. chronische Verspannungen, Verkrampfungen).
- Schröpfen von Akupunkturpunkten oder Körperarealen, häufig in Verbindung mit Blutenlassen.
- Magnete insbesondere für die Behandlung von Schmerzzuständen.
- Shonishin: Spezielle japanische Form der Akupunkturbehandlung bei Kindern.