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Advertorial
Stiftungsrat und Geschäftsführung der Zürich Anlagestiftung haben in Absprache mit den investierten Anlegern entschieden, per 1. Februar 2020 die Anlagegruppe "Aktien Global Small Cap" nicht mehr aktiv, sondern...Artikel lesen
2019 war zweifellos ein gutes Jahr bezüglich der Performance, sowohl für Aktienindizes als auch für den R-co Valor. Es wäre jedoch nicht sinnvoll die aktuellen Ergebnisse entkoppelt von 2018 zu betrachten, da die Märkte nicht in Kalenderjahren denken.
Das vergangene Jahr zeigte eine deutliche Konjunkturabschwächung mit einem weltweiten Wachstum von 2,9% gegenüber 3,7% im Vorjahr. Dieses Niveau wurde hauptsächlich von der asiatischen Dynamik bestimmt. Das Risiko einer Rezession scheint sich zu reduzieren, da sich die makroökonomischen Indikatoren stabilisieren und eine mögliche Erholung ankündigen. Dennoch bleibt der psychologische Aspekt bei dieser Erholung der Wirtschaftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung. In dieser Hinsicht sollten die jüngsten Fortschritte beim Handelskrieg den Anlegern frischen Wind geben und eine nachhaltigere Erholung ermöglichen, insbesondere durch eine Wiederaufnahme der Investitionen. Das Jahr 2019 sollte auch ins rechte Licht gerückt werden, denn es zeigt eine komplementäre Seite risikoreicher Anlagen im Vergleich zu 2018.
Tatsächlich verzeichneten die Aktienindizes trotz stagnierender Gewinne im Gegensatz zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg, der mit einer Erweiterung der Bewertungsfaktoren (Multiples) einherging. Diese Trendwende geht einher mit der Umkehr der Zentralbanken in ihrer Geldpolitik und der Ankündigung weiterer Zinssenkungen. Die Turbulenzen des Handelskrieges haben die Aktienmärkte auch im Mai und August negativ beeinflusst. Das Ausmass der Schwankungen ist jedoch nicht mit dem vierten Quartal 2018 zu vergleichen. Die Interventionen der Zentralbanken sowie geringere Investitionen in risikoreiche Anlagen in den letzten zwei Jahren haben zu höheren Bewertungen im Laufe des Jahres geführt. Auch der chinesisch-amerikanische Handelsstreit scheint endgültig beigelegt zu sein, da beide Parteien kürzlich angekündigt haben, dass sie "Phase eins" eines umfassenderen Abkommens erreicht haben. Dieser bedeutende Fortschritt führte dazu, dass die ursprünglich für den 15. Dezember geplanten weiteren Zollerhöhungen aufgehoben wurden – ein Ergebnis, das die Märkte bereits teilweise erwartet hatten.
Während die Entwicklung der Gewinne 2019 weiterhin schwierig zu verstehen ist, dürfte die Vergleichbarkeit von 2019 und 2020 einfacher werden: Analysten erwarten einen Anstieg von + 8% auf + 9%. Jedoch ist schwer vorstellbar, dass 2020 für die Börsenindizes so vielversprechend wird wie 2019. Allerdings ist sowohl in Europa als auch in den USA mit leichten Steigerungen zu rechnen. Wieder einmal werden wir das Zinsniveau und die Inflation im Auge behalten. Zu guter Letzt bleiben die Bedingungen des China-USA-Abkommens der Schlüsselfaktor.
2020 wird in den USA ein besonderes Jahr sein, das stark vom Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst sein wird. Infolgedessen wird die Fed auf Neutralität achten und, sofern keine aussergewöhnlichen Ereignisse eintreten, die Leitzinsen nicht ändern. Das erste Treffen ist für den 3. März 2020 geplant – das Datum des "Super Tuesday", der uns einen ziemlich genauen Ausblick über den nächsten demokratischen Kandidaten verschaffen sollte. Danach werden die Umfragen zum amtierenden Präsidenten und seinem designierten Gegner die Richtung bestimmen. Wie der Handelskrieg dürfte auch diese besondere Situation zu Volatilität in den Märkten führen, die von den Kandidaten, ihren Ankündigungen und den Auswirkungen auf bestimmte Sektoren (Gesundheit, Energie, Finanzen, Technologie) abhängt, insbesondere in regulatorischen Fragen.
Der Technologiesektor hat sich im Laufe des Jahres sehr gut entwickelt. Diese Steigerung verdeutlichte jedoch eine Dekorrelation zwischen dem amerikanischen und dem chinesischen Aktienmarkt. Letzterer entwickelte sich deutlich schlechter, mit erheblichen Abweichungen in den Teilsektoren. Wertpapiere, die dem Handelskrieg oder dem Strukturwandel am stärksten ausgesetzt waren, haben besonders gelitten. Dagegen entwickelten sich die von uns ausgewählten Aktien – insbesondere im Zusammenhang mit E-Commerce – gut, gestützt durch eine dynamische Binnennachfrage und ihr hohes Wachstumspotenzial.
Der vom Zinsniveau besonders betroffene Finanzsektor nutzte die schwache Konjunkturerholung, um eine positive Dynamik in Gang zu setzen und seit Sommer deutlich aufzuholen. Das Ausmass der Aktienrückkaufprogramme innerhalb des Sektors schafft, kombiniert mit der Umverteilung eines erheblichen Teils der Gewinne an Investoren, eine besonders positive Konstellation für Aktionäre, die ihre Positionen halten.
Wir haben den Industriesektor leicht gestärkt, um den zyklischen Teil des Portfolios abzusichern. In diesem Zusammenhang haben wir unser Exposure im Bahnsektor etwas erhöht, das wir zuvor im Sommer stark reduziert hatten. Hierbei haben wir uns von der globalen makroökonomischen Dynamik leiten lassen, die sich zwar nicht beschleunigt, aber doch zu stabilisieren scheint. Auch wenn es uns immer noch voreilig erscheint, von einem wirklichen Richtungswechsel zu sprechen, scheint diese Phase der deutlichen Abschwächung zu Ende zu gehen. Wir werden die günstigen Bewertungen nutzen, um uns wieder etwas mehr in diesem Sektor zu positionieren.
Rohstoffe sind ein Sektor, in dem wir noch keine echte Trendwende oder gar eine wirkliche Zyklusänderung beobachtet haben. Die Entwicklung hängt nach wie vor stark von der chinesischen Wachstumsdynamik ab, die sich derzeit in einem strukturellen Abschwung befindet. Im derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld wird jedoch erwartet, dass sich dieser Sektor im Falle einer konjunkturellen Erholung deutlich erholen wird. Allerdings ist dies abhängig von den Perspektiven, die ein Handelsabkommen zwischen China und den USA bietet.
Im Goldminensektor, dem sehr defensiven Teil des Portfolios, waren wir im August besonders aktiv. Wir haben die Position deutlich abgebaut, um signifikante Gewinne zu realisieren. Dennoch haben wir beschlossen, unsere Positionen bei bestimmten Aktien längerfristig zu halten. Dabei handelt es sich um einen nicht korrelierten Vermögenswert mit einem besonders günstigen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, wobei diese Wertpapiere eine Art Absicherung darstellen können. Wir werden diese Position auch ausbauen, sollten sich entsprechende Gelegenheiten ergeben.
Auf der defensiven Seite unserer Allokation konnten wir trotz einiger sektorübergreifender Bewegungen ein stabiles Exposure im Gesundheitssektor beibehalten. Wir sind uns bewusst, dass diese Position im amerikanischen Wahlkampf wahrscheinlich unter Druck geraten wird. Wir betrachten dieses Thema jedoch aus einer langfristigen Perspektive – insbesondere getrieben durch Innovationen, Entwicklung bei FDA-Zulassungen (FDA = Food and Drug Administration der USA) sowie die Problematik der Bevölkerungsüberalterung.
Infolge all dieser Entwicklungen ist Kanada nun unsere grösste geografische Gewichtung, die etwa 30% des Aktienportfolios ausmacht – Kopf an Kopf mit den USA. Europa und China haben jeweils einen Anteil von rund 20%. Im derzeitigen Umfeld ist die Flexibilität des R-co Valor ein wichtiger Vorteil, um das Timing der Märkte, bei denen die Bewertungen nicht besonders attraktiv sind, besser zu verstehen. Allerdings sind einige Unterschiede zwischen den Sektoren zu berücksichtigen.
Diese Ausgangslage erklärt unser aktuelles Aktienexposure von rund 70% des Nettovermögens des Fonds, das niedrigste seit zehn Jahren. Dennoch bleiben Aktien in diesem Marktumfeld unsere bevorzugte Anlageklasse. Solange die Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, werden Korrekturen an den Aktienmärkten Chancen schaffen. Ausserdem verfügen wir über eine beträchtliche Liquidität in unserer defensiven Position, die wir bei Bedarf investieren werden. Angesichts des Marktniveaus scheint es aber relativ problematisch, massiv zu investieren – insbesondere nach der Wertentwicklung im Jahr 2019. Wir befinden uns daher derzeit in einer "Zwischensituation" und ziehen es vor geduldig zu sein.