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Einfache Kniffe für jedermann, die einen gelungenen Vortrag abrunden...
Oft sind es gerade die kleinen Kniffe, die einen Vortrag interessant und überzeugend machen. Diese kleinen Tipps, die einen großen Unterschied bei mündlichen Präsentationen machen können, haben wir im Folgenden zusammengetragen. So sind Sie gut gewappnet, wenn Sie Ihrem Kind bzw. Ihren Schülern Ratschläge zum guten Vortragen geben möchten.
Für jede „Phase“ in einem Referat haben wir deshalb einige Tipps zusammen gestellt.
Der Handzettel
- Wähle für deinen Stichwortzettel eine leserliche, ausreichend große Schriftart.
- Verwende Blätter in kleinem Format (z.B. Din A 5 Karten). Es fällt so gar nicht besonders auf, dass du „Hilfsmittel“ zur Hand hast.
- Nummeriere deine Handzettel und markiere wichtige Schlagwörter und Daten, die du leicht vergisst, damit du nicht durcheinander kommst .
Der Einstieg
Ein guter Einstieg weckt gleich das Interesse deiner Zuhörer. „Hallo. Ich möchte euch heute ein Referat über XY halten“ ist etwas langweilig. Du kannst z.B. folgendermassen einsteigen:
- Zeige auf dem Beamer ein zum Thema passendes Zitat oder ein Bild. Dann kannst du zum Thema überleiten indem du z.B. fragst: „Weiß jemand von euch, was auf diesem Foto zu sehen ist?“ .... „Genau, das Pantheon. Heute soll es darum gehen, wie dieses Pantheon überhaupt entstanden ist....“.
- Eine weitere Möglichkeit ist es, zum Einstieg eine kurze, spannende Stelle aus dem vorzustellenden Buch vorzulesen. Danach kannst du eine Verbindung zum Vortrag herstellen (z.B. „Dieser Ausschnitt stammt aus dem Roman XY von YX. Diesen Roman möchte ich euch heute näher vorstellen.“)
Die Überleitung
- Gib nach dem Einstieg einen Einblick in dein Vorgehen.
- Erkläre dazu kurz deine Gliederung und gib jeweils in einem Satz an, worum es voraussichtlich in diesem Unterpunkt geht ( z.B. „In Kapitel 2.1 Hauptfiguren, möchte ich euch die Protagonisten Faust und Gretchen näher vorstellen“).
Der Hauptteil
- Bemühe dich langsam und deutlich zu sprechen.
- Achte auf Sprechpausen, mindestens nach jedem Unterpunkt.
- Versuche Blickkontakt mit den Zuhörern aufzunehmen (Tipp: Du kannst zuerst jemanden anschauen, den du magst und bei dem du dich sicher fühlst und den Blickkontakt dann auf die ganze Klasse ausweiten).
Der Abschluss
Ähnlich wichtig wie der Einstieg ist der Abschluss eines Vortrages. Hier kannst du noch einmal auf wichtige Punkte zurückkommen, eine kurze Zusammenfassung geben oder eigene Kritik äussern. Du kannst für dich schauen, welche der folgenden Abschlussmöglichkeiten am Besten passen.
- Noch einmal die wichtigsten Punkte aufgreifen ( z.B. „Abschließend möchte ich nochmals kurz auf die wichtigsten Punkte eingehen. Wie man anhand meines Vortrags erkennen kann, sind das Christentum, das Judentum, der Islam , der Hinduismus und der Buddhismus die am Weitesten verbreiteten Religionen...“)
- Noch einmal auf die Ziele zurückkommen ( z.B. „In diesem Vortrag sollte der Roman XY näher beleuchtet werden. Dazu habe ich zuerst die Hauptfiguren vorgestellt. Anschließend habe ich die Rahmenhandlung erläutert und bin auf Schlüsselstellen eingegangen...“ )
- Einen Ausblick geben (z.B. „Das Internet ist ein relativ neues Medium, das in allen Altersgruppen immer beliebter wird. In Zukunft ist zu erwarten, dass dem Internet auch in der Schule und im Arbeitsleben eine noch größere Bedeutung zukommen wird....“)
- Eigene Kritik äußern bzw. eine persönliche Einschätzung abgeben (z.B. „ Ich fand das Buch sehr traurig und ich war schockiert, dass Kinder noch bis vor kurzem in unserer Schweiz praktisch als Verdingkinder gekauft und z.T. wie Sklaven gehalten wurden. Ich finde es wichtig, sich mit diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte auseinanderzusetzen und ich würde euch das Buch deshalb weiterempfehlen.“)
Natürlich muss jeder Vortragende für sich selbst entscheiden, welche Tipps ihm weiterhelfen können. Erfahrungsgemäß vermitteln Strategien wie diese jedoch Selbstvertrauen und geben Sicherheit. Noch mehr Tipps und Tricks für gelungene Referate und den Umgang mit Lampenfieber gibt es in unserem Buch "Clever lernen" für Schüler/innen von 12 bis 15 Jahren:
Geheimtipp: Du willst bei deinem nächsten Referat so richtig glänzen? Dann arbeite doch mit unserer kostenlosen Vortrags-Checkliste aus unserem Buch "Clever lernen"!
Autorin dieses Artikels: Stefanie Rietzler
Stefanie Rietzler ist Psychologin und leitet die Akademie für Lerncoaching gemeinsam mit ihrem Kollegen Fabian Grolimund. Sie ist schweizweit als Dozentin rund um das Thema Lernen im Einsatz.