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In den Bergdörfern des Bipperamtes pflegte man zu einem Kind, welches zu Geld nicht Sorge tragen konnte, zu sagen: „So kann das nicht weitergehen – sonst müssen wir beim Muuserhans neue Fünfliber machen lassen!“
Dieser schlaue Muuserhans muss um 1800 gelebt haben. Man erzählte sich, dass er einen Präge-Stock zur Anfertigung von Fünffränklern besass. Missgünstige Menschen haben ihn verraten. Die Regierung nahm ihm die Prägevorrichtung weg und steckte den Muuserhans ins Gefängnis.
Seine Frau und die Kinder hatten den Ernährer verloren und nagten am Hungertuche.
Jahre später erwarben die Nachkommen ein kleines Heimetli oberhalb des Kaltenbrunnens in Rumisberg. Die drei Männer haushalteten und werkelten zusammen, so gut es eben ging, aber sie hatten auch viel Streit untereinander.
So zog es der Jüngste vor, in eine Höhle an der Hintereggstrasse zu ziehen. Bevor man in die „Foore“ kommt, zweigen von der Strasse Tritte gegen zwei Felsbrocken ab, die einen Hohlraum bilden. Darunter richtete Köbi sein Logis ein, in welchem er den Sommer über hauste. Er schnitt Reisig und fertigte Besen an, die er in der Umgebung verkaufte. Was er sonst zum Leben benötigte, lieferte ihm der Wald.
Im Winter arbeitete und wohnte Muuser-Köbi bei einem Bauern. Aber sobald es warm wurde, zog es ihn wieder in seine Felsenwohnung.
Seither heissen diese beiden Felsen, die zusammen ein Dach bilden, „Muuserhöhli“.