Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/58577

<h2>SubmittedText<h2><p>Wer von Ausländerintegration spricht, denkt oft in erster Linie an Männer, die einen Beruf haben, nicht jedoch an Frauen, die keine Ausbildung haben und mit einem Rollenverständnis aufgewachsen sind, das ihre Integration in unsere Gesellschaft nicht fördert.</p><p>Der Bund subventioniert Programme zur Ausländerintegration. Wie viele davon richten sich ausdrücklich an Frauen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gestützt auf Artikel 25a des Ausländergesetzes kann der Bund seit 2001 Finanzhilfen für Projekte für die Förderung der sozialen uind kulturellen Integration ausrichten. Finanzhilfen werden nur gewährt, wenn sich Dritte an den Kosten der Projekte angemessen beteiligen.</p><p>Auf der Grundlage der Prioritätenordnung des EJPD wurden in den Jahren 2001-2003 insbesondere Sprachkurse sowie Informations- und Beratungsangebote von regionalen Ausländerdiensten mitfinanziert. Die meisten Projekte richten sich an niedrig qualifizierte Arbeitskräfte und deren Familienangehörige.</p><p>Statistische Angaben liegen für den Bereich der Sprachförderung vor. In den Jahren 2001-2003 wurden für diesen Schwerpunkt 10 von insgesamt rund 25 Millionen Franken eingesetzt. Unterstützt wurden etwa 340 Sprachförderungsprojekte, mit welchen 30 000 Personen der Besuch von Sprachkursen ermöglicht werden konnte. Die Hälfte all dieser Projekte richtete sich ausschliesslich an ein weibliches Publikum. Insgesamt liegt der Anteil von Frauen, welche an den vom Bund mitfinanzierten Sprachkursen teilnehmen, bei rund 70 Prozent. Frauen bilden somit eine prioritäre Zielgruppe von Integrationsmassnahmen.</p>