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Der Film "Cleveland versus Wall Street" des Schweizer Regisseurs Jean-Stéphane Bron hat in Frankreich ein riesiges Medienecho ausgelöst. Das französische Kinopublikum stürmt die Säle.
In "Cleveland vs. Wall Street" wird ein Prozess inszeniert gegen 21 Banken, die durch die Immobilienkrise die Stadt Cleveland buchstäblich verwüstet haben. Protagonisten und Beweise sind echt, aber das Gerichtsverfahren ist fiktiv, da die Wall Street Bänkler einen echten Prozess geschickt zu verhindern wussten.
In den französischen Medien wird immer wieder die intellektuelle Aufrichtigkeit von Jean-Stéphane Bron unterstrichen: Er hat es gewagt, die Mittel des Kinos einzusetzen, wo die Justiz versagt; er bringt Licht in die Vorgänge, die zur Vertreibung von 20'000 Familien aus ihren Häusern geführt haben; und er stellt die Opfer der finanziellen Machenschaften der Banken ins Zentrum.
Die Tageszeitung Le Monde widmete der französisch- schweizerischen Koproduktion einen Frontanriss und bezeichnete Bron als "einen der stärksten Schweizer Dokumentarfilmer von heute". Libération und Le Nouvel Obsérvateur besprachen den Film auf zwei respektive drei Seiten, die Wirtschaftspresse deklarierte ihn als "Phänomen", wie Swiss Films am Donnerstag mitteilte.
Die Tagesschauen der grossen Fernsehsender TF1 und France 2, France 3, Arte und M6 widmeten "Cleveland contre Wall Street" Beiträge, France 2 organisierte eine Debatte mit zwei renommierten Ökonomen. Nachdem in der ersten Woche 25'000 Zuschauer verzeichnet wurden, erhöhte der Verleih die Anzahl der Kopien von 40 auf 50.
"Cleveland vs. Wall Street - Mais mit de Bänkler" startet am 9. September in der Deutschschweiz und am 15. September in der Romandie.
swissinfo.ch und Agenturen