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Schwimmbad-Genossenschaft Grabs
1970 fanden sich einige private Initianten zur Gründung einer Schwimmbad-Genossenschaft zusammen. Ein mehrtägiges Fest wurde organisiert und mit dem Reinerlös von ca. 100'000 Franken wurde später ein Areal von etwa 15'000 m2 zwischen der heutigen Tennishalle und dem Studnerbach erworben.
Es war vorgesehen, mit Baubeiträgen der öffentlichen Hand, Genossenschaftskapital und weiteren Aktivitäten ein Schwimmbad zu erstellen. Für ein Hallenbadprojekt beschlossen die Schulgemeinde und die Politische Gemeinde damals einen Beitrag von zusammen zwei Millionen Franken.
Dann allerdings dämpfte die Mitte der 70er Jahre einsetzende Rezession die Euphorie der Genossenschafter, zumal die meisten in der Schweiz betriebenen Hallenbäder ständig wachsend Defizite aufwiesen und die Finanzierung des Projektes sich schwieriger gestaltete als vorgesehen. 1983 wurde dann die Idee eines Schwimmbades in Grabs fallengelassen. Die Genossenschaftsunterlagen und die Verwaltung wurden in die Obhut der Gemeinde übergeben. Die Schwimmbad-Genossenschaft wurde jedoch nicht liquidiert.
Grabser Hallen-Genossenschaft GHG
Für den Neubau der Schulanlage Unterdorf mit Mehrzweckturnhalle haben die Subventionsbehörden Restkosten von ca. 1.3 Mio. Franken als nicht subventionswürdig taxiert – sogenannter ausserschulischer Teil. Um den fehlenden Teil von rund 1.3 Mio. Franken zu decken, wurde 1993 an zwei ausserordentlichen Generalversammlungen am 15. April 1993 und am 7. Mai 1993 die Grabser Hallen-Genossenschaft aus der Schwimmbad-Genossenschaft gegründet.
Die neu aktivierte Grabser Hallen-Genossenschaft GHG hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Finanzierungskonzept für die durch den Kanton sowohl im direkten wie auch im indirekten Finanzausgleich nicht angerechneten Restkosten aufzukommen, und dadurch dem langersehnten Projekt endlich zum Durchbruch zu verhelfen.
Die GHG leistete einen Beitrag von 1.3 Mio. Franken an die Mehrzweckhalle, der dank des Verkaufs eines Teils des Bodens vom ehemaligen Schwimmbadareal und dank grosszügiger Beiträge von öffentlichen Korporationen, Vereinen und Firmen sowie durch Anteilscheine abgedeckt werden konnte. Zusätzlich hat die GHG mit zahlreichen Dorfvereinen vom 25. – 27. August 1995 ein Dorffest «Ganz Grabs uf dä Bei» organisiert. Der Reinerlös leistete ebenfalls einen wesentlichen Beitrag an die Finanzierung der MZH Unterdorf.
Nach den Sommerferien 1996 konnte der Betrieb der Schulanlage aufgenommen werden. Die Gesamtkosten betrugen etwa 15.8 Mio. Franken.