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In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln.
Dass die Trennlinie zwischen Komödie und Tragödie hauchdünn und schnell überschritten ist, beweist Ruggero Leoncavallo veristisches Meisterstück «Pagliacci». Der Schausteller Canio, der auf der Bühne den betrogenen Pagliaccio mimt, erfährt kurz vor der Vorstellung, dass seine Frau Nedda einen Geliebten hat. Der Vorhang geht auf und die Grenzen zwischen Spiel und Realität verwischen immer mehr. Das heitere Stück wird zum düsteren Krimi. Der vor Wut rasende Cenio tötet sowohl seine Frau als auch deren Geliebten. Das Stück endet mit den zynischen Worten «La commedia è finita».
In nur fünf Monaten schrieb der Komponist Text und Musik für Pagliacci nieder. Die ausserordentlich erfolgreiche Uraufführung fand 1892 im Teatro Dal Verme in Mailand statt. Leoncavallo war Zeit seines Lebens eng mit der Schweiz verbunden. Anfang des 20. Jahrhunderts liess er eine Villa in Brissago errichten. 1904 inszenierte er Pagliacci am Teatro di Locarno.
Ergänzt wird das kurze Stück nicht wie üblich mit Mascagnis «Cavalleria rusticana», sondern mit ausgewählten Szenen aus der Zirkuswelt, die gleichsam fröhlich und melancholisch sind. Dieses ausgeklügelte Spiel im Spiel wird Dieter Kaegi in der Ausstattung von Dirk Hofacker inszenieren.