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Die Standardbehandlung bei Patienten mit Riesenzellarteritis sind Steroide. Allerdings können Langzeitbehandlungen mit Steroiden unerwünschte Nebenwirkungen aufweisen. Studien mit sogenannten steroidsparenden immunsuppressiven Medikamenten konnten bisher keine überzeugenden Resultate aufweisen.
Deshalb wurde in einer kleinen, von der Pharmaindustrie gesponserten Studie der Interleukin-6 Rezeptor Antagonist Toci***mab (Act**ra) getestet. 30 Patienten mit Riesenzellarteritis wurden im Verhältnis 2:1 mit monatlichen Infusionen oder Placebo behandelt. Alle Patienten wurden mit oralem Pre***son behandelt. Nach 12 Wochen waren 17 Patienten (85%) in der Toci***mab Gruppe und 4 Patienten (40%) in der Placebo Gruppe in Remission.
Nach 52 Wochen waren immer noch 85 % in der Toci***mab Gruppe und 20% in der Placebo Gruppe in Remission. Die Patienten in der Toci***mab Gruppe konnten die Steroide früher reduzieren und benötigten gesamthaft eine tiefere kumulative Dosis als die Placebo Gruppe.
Obwohl diese Pilotstudie relativ klein ist zeigt sie eine neue Option zur Behandlung der Riesenzellarteritis auf. In einer grösseren Studie müssen die Daten nun verifiziert werden und insbesondere muss geklärt werden ob Toci***mab (Act**ra) gleich zu Beginn der Behandlung eingesetzt werden soll oder nur bei Patienten, bei denen die Steroiddosis nicht gemäss Leitlinien reduziert werden kann.
Quelle: Villiger PM et al. Toci***mab for induction and maintenance of remission in giant cell arteritis: A Phase II randomised, double blind, placebo-controlled trial. Lancet 2015 Mar4 (e-pub). (http://dx.doi. Org/10.1016/So140-6736(16)00560-2)