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Prof. Dr. Erich Schöndorf studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Giessen an der Lahn und Frankfurt am Main. Nach dem 2. Staatsexamen promovierte er bei Prof. Spiros Simitis um anschliessend als Staatsanwalt in der Mainmetropole zu arbeiten. Dort nahm er zwischen 1984 und 1996 einen Lehrauftrag an der Goethe-Universität wahr und führte gleichzeitig die Ermittlungen im sog. Holzschutzmittel-Prozess, dem grössten Umweltverfahren im Nachkriegsdeutschland. Dieses Verfahren endete 1996 mit einer Verfahrenseinstellung gegen Zahlung eines grösseren Geldbetrags.
1996 verliess er dann die Staatsanwaltschaft und wechselte an die Franfurt University of Applied Sciences, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2015 als Professor für Umweltrecht tätig war. Im Mittelpunkt seines Engagements sowohl bei der Justiz als auch an der Hochschule stand die komplexe Frage der rechtlichen, insbesondere strafrechtlichen Bewältigung der Risiken des technischen Fortschritts.
Ebenfalls im Zentrum seiner Arbeit stand eine eher politische Frage: Warum kann sich die Gerechtigkeit nur in wenigen Fällen gegen die Macht grosser Konzerne durchsetzen?