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Avatar
Aufbruch nach Pandora
von Roland Saladin, Mitglied der Aquaria St. Gallen
Wer kennt das nicht, Aquascamping. Aber wenn ich mir das ansehe, sehe ich immer in etwa das Gleiche. Als ich aber den Film Avatar, Aufbruch nach Pandora gesehen habe, war für mich klar, was ich als nächstes in Szene setzen werde. Ein Freund brachte mich darauf, weil er die Idee hatte, das Ganze mit einem Meerwasseraquarium zu verwirklichen. Bei ihm sollten dann die schillernden und glänzenden Elemente in den Vordergrund kommen.
Da ich mein Riffschluchtenaquarium (650 Liter, siehe Bild 1, nicht mehr habe und es in ein Flussaquarium(siehe Bild 2) umgestaltet wurde, war für mich klar, dass ich dieses auf Pandora umfunktionieren konnte.
Tage, Wochen vergingen. Die Nächte waren teilweise sehr spannend und ergreifend. Was da alles einem durch den Kopf geht. Zuerst musste ich ein geeignetes Material für die fliegenden Felsen finden, welche die gewünschten Formen und die geeigneten Strukturen aufwiesen. Die Steine wurden von meinem Riffschluchtenaquarium übernommen, von welchem ich top Steine für die fliegenden Felsen fast fertig, bereitlagen. Zum Glück liess ich die Steine in meinem Garten liegen mit dem Gedanken, sie für die Gestaltung in meinem Bonsaigarten zu verwenden.
Zum Glück kam mir noch keine Idee, sonst hätte ich sie sicher schon da aufgebraucht. Zuerst suchte ich mir zwei, drei grössere Steine, welche wie normale Felsen in der Landschaft sind. Anschliessend nahm ich kleinere Steine, die ich für die fliegenden Felsen verwenden wollte.
Einerseits sollten sie oben breit, unten zusammenlaufend und doch eine proportionale Grösse haben. Schliesslich sollten die Pflanzen auch ein schönes Bild abgeben. Ach ja, die Steine sind alle samt aus Tuffstein. Mit den kleinen Löchern und Einschlüssen gibt es in meinen Augen ein tolles Ergebnis. Was ich nun machen musste war, den Stein in die richtige Position zu bringen. Anschliessend wurden ein bis drei Löcher mit dem Metallbohrer gebohrt um die Steine mittels Angelschnur anzubinden. Ich habe mich schon im Voraus entschieden, ob ich den Felsen tiefer oder höher positionieren wollte, dadurch konnte ich die bepflanzten Felsen nur noch abhängen.
So wurden alle Felsen vorbereitet, damit ich nachher mit der Begrünung beginnen konnte. Meine Hauptpflanze war Moos, welches gerade im Fachgeschäft zu bekommen war. Zusätzlich kam Süsswasser- Tang und wenig Java- Farn dazu. Den Tang finde ich ausgezeichnet. Aber auch Moos macht hier einen sehr guten Eindruck, wenn man das Richtige erwischt. Alle Pflanzen wurden mit Angelschnur auf die Felsen gebunden. So waren nun einige Felsen zusammengekommen: 4 bodenstehende Felsen mit einer Höhe von 30-40 cm, 6 fliegende Felsen mit einer Höhe von 10-30 cm, plus je 3 kleine (5 cm) und 3 grosse (10 cm)Mooskugeln. Letztere geben dem Ganzen noch eine gewisse Spannung dazu. Ist natürlich Geschmackssache.
Bevor ich jedoch mit dem Platzieren der Felsen beginnen konnte, wurden die Pflanzen und Wurzeln, welche natürlich derer viel zu viel waren, herausgenommen. Das Herz tat einem fast weh. Aber etwas Neues heisst auch von etwas Abschied zu nehmen. Meine Riesenwurzel, welche gut 140 cm lang, 70 cm breit und 60 cm hoch ist, wurde beibehalten.
Da die Na`vi, so heissen die Einwohner von Pandora, welche im, resp. unter dem Baum( Baum der Seelen ) dem heiligsten Ort wohnen, wurde diese Wurzel für diesen Baum ausgewählt. Die Baumkrone ist mit Java-Farn bestückt.
Die fertigen Felsen müssen nun auf, resp. abgehängt werden. Mit einer Lasche am oberen Teil der Angelschnur, konnten die Felsen mittels zurechtgeschnittenen Bambusstäben auf dem Längssteg im Aquarium auf Position gebracht werden (siehe Bild 6).
Fotos 3,4,5,7 zeigen das fertig umgestaltete Aquarium.