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Übungen
• Einige Finger- und Blasübungen schaden nichts, Übertreibungen schon.
• Am besten übt man schwierige Stellen gesondert und beim Marsch selber.
• Nicht darüber hinweg pfeifen!
Fingerübungen
Saubere Bindungen entstehen durch ein präzises Zusammenspiel von Fingerbewegungen und Anpassen des Luftstromes.
Bindungen - Fingerbewegungen
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Die Finger sollten sich nur wenig über den betreffenden Löchern/Klappen befinden (also Finger nicht senkrecht in die Luft strecken). Lange "Anfahrtswege" schaden der Präzision.
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Manchmal ist es nützlich, bei gewissen Bindungen ein Loch um Weniges früher zu decken oder frei zu geben als das zweite (die anderen). Da Piccolos ein Eigenleben haben, muss man die beste Variante durch Ausprobieren finden.
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Oft tönen Bindungen nicht rein, wenn Finger von beiden Händen daran beteiligt sind. Einziges Rezept dagegen: Üben, Üben ...
Bindungen - Anpassen des Luftstroms
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Liegen verbundene Noten nicht weit auseinander, kann meistens mit gleich starkem Luftstrom eine saubere Bindung erzielt werden.
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Meistens jedoch ist bei einem Sprung der zweite Ton stärker/schwächer anzublasen, je nachdem ob er höher/tiefer ist.
Bindungen (Übung)
Blasübungen 1
Eine gute Übung, um den reinen Ton zu finden, ist das Blasen von Oktaven. Dabei bläst man von der tiefen Lage aus immer stärker, bis die obere Oktave ertönt - und der untere Ton ganz verschwindet.
Zur Atemtechnik:
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Durch den Mund tief Luft holen (bis ins Zwerchfell).
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Tiefen Ton anblasen und durch Pressen mit den Bauchmuskeln stärkeren Luftstrom erzeugen.
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Eventuell Öffnung der Lippen verkleinern (bewirkt stärkeren Druck).
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Oberen Ton "reinigen" (eventuelle Nebentöne können durch Drehen und Verschieben des Ansatzes oder Verändern des Luftstromes verschwinden).
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Achten auf Oktavenreinheit (beide Töne sollten "gleich" tönen und nur durch die Oktave getrennt sein).
Ton halten
Töne sollen so tönen, wie wir wollen, nicht wie sie zufällig tönen. Darum ist das Training der Tonqualität wichtig. Trainieren kann man dies z.B. durch das lange Blasen von Tönen, bei dem man den Ton durch das Blasen und Verändern des Ansatzes kontrollieren kann.
Achtung! Die Tonhöhe sinkt, wenn der Atem nicht mehr "reicht". Lieber vorher abbrechen, als einen untergehenden Ton von sich zu geben. Dies gilt vor allem auch für Töne am Ende eines Verses in einem Marsch ...
Blasübungen 2
Kurze Töne - Staccato
Nicht alle Töne gleich lang pfeifen!
Der Ton der Flöten wird durch Teilung des Luftststromes erzeugt. Dieser muss in einer bestimmten Stärke erfolgen, damit überhaupt ein Ton entsteht. Bläst man nur um ein Weniges stärker, "überschlägt" sich der Ton. Deshalb kann man nicht laut oder leise spielen.
Damit gleichwohl differenziertes Spiel möglich ist, sollte man bewusst darauf achten, einen Unterschied zwischen kurzen und langen Tönen zu machen. So wird eine Melodie interessanter, variantenreicher.
Bei der folgenden Übung darauf achten, dass die Zungenspitze den Luftstrom jeweils unterbricht und wieder frei gibt (schnell nacheinander gesprochene "t t t t ..." kommen der angesprochenen Zungenbewegung am Nächsten).
Langsam beginnen - Tempo steigern!
Gebrochene Akkorde
Bei schnellen Tonfolgen, z.B. gebrochenen Akkorden mit kurzen Tönen (midi: akkorde gebrochen), besteht die Gefahr, dass das kurze Blasen der Töne nicht genau dann erfolgt, wenn der Griff für den Ton bereit ist. Die Synchronisation zwischen Fingern und Blasen ist nur durch Üben zu erreichen.
Wer will, kann solche gebrochenen Akkorde mit einer Etüde (midi akkorde gebrochen total) üben. Die Noten können als pdf-File (pdf: akkorde gebrochen) geladen und ausgedruckt werden.