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«Hallo, ich heisse…» Mit diesem Satz gehen alle Menschen durchs Leben. Je nachdem, wie dieser Satz endet, kann er aber eine ganz unterschiedliche Wirkung haben. Um ihrer Bevölkerung Scham und Peinlichkeiten zu ersparen, gibt es in den meisten Ländern Regeln, wie Eltern ihre Kinder nennen dürfen.
So auch in der Schweiz. Hier ist man im Vergleich zu anderen Ländern relativ streng. Grundsätzlich gilt: Was im «Internationalen Handbuch der Vornamen» als Name vermerkt ist, wird zugelassen. Dazu gelten die folgenden Regeln:
Das Geschlecht muss am Namen ablesbar sein
Falls der Wunschname nicht deutlich einem Geschlecht zugeordnet werden kann, können Eltern aber entweder einen Doppelnamen oder einen zweiten Namen wählen, um das Geschlecht anzuzeigen. Soll ein Baby beispielsweise Andrea genannt werden, muss das Kind mindestens einen zweiten Namen bekommen, um zu zeigen, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.
Zwillinge dürfen nicht zu ähnliche Namen tragen
Wer Zwillinge bekommt, darf diese nicht zu ähnlich nennen. Sprich: Die Namen dürfen nicht gleich geschrieben oder ausgesprochen werden. So darf man Zwillingsjungen etwa nicht Philippe und Philip nennen.
Keine Produkte, Orte oder Bösewichte aus der Bibel
Weiter gilt in der Schweiz: Kinder können nicht nach Produkten, Orten oder Bösewichten aus der Bibel benannt werden. Wer sein Baby Ovomaltine, Rivella, Chanel oder Ferrari nennen möchte, muss hier also umdenken. Auch Brooklyn, Lausanne, London oder der Name Judas würden Zivilstandesämter ablehnen.
Diese abgelehnten Vornamen sorgten für Schlagzeilen
Kuriose Namen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. In der nachstehen Liste finden Sie Namen, die abgelehnt wurden:
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Schweden: Diesen Namen wollten schwedische Eltern ihrem Kind geben, angeblich um gegen die Namensgesetze in Schweden zu protestieren, die verlangen, dass Namen innerhalb von drei Monaten nach der Geburt genehmigt werden müssen. Sie argumentierten, dass der Name als «Albin» ausgesprochen wäre. Der Name wurde abgelehnt.
Nutella
Frankreich: Liebe geht durch den Magen. Das sahen wohl französische Eltern so, als sie ihr Kind nach dem populären Brotaufstrich nennen wollten. Die Behörden griffen hier aber ein und sagten klar «non!»
Facebook, Burger King und Hitler
Mexico: Eine ganze Liste nicht erlaubter Namen mussten die mexikanischen Behörden veröffentlichen, weil immer wieder Eltern diese wählen wollten. Darunter waren die Namen Facebook, Burger King, Hitler und Robocop. Die Behörden argumentierten, dass sie Mobbing gegenüber der Kinder befürchteten.
Seestern, Regenbogen, vom Meer
Deutschland: All diese Kindernamen wurden 2019 von den deutschen Behörden abgelehnt.
Störenfried
Deutschland: Auch der Name Störenfried hatte bei den Behörden keine Chance.
Lord, König und Kaiser
Deutschland: Einen Adelstitel als Namen, das ist in Deutschland nicht erlaubt und wurde von den Behörden abgelehnt.
Anal
Neuseeland: Ob das den Eltern tatsächlich gefiel oder sie es einfach lustig fanden, ist nicht bekannt. Die Behörden erteilten dem Antrag aber eine Abfuhr.
Osama Bin Laden
Deutschland: Angeblich wollten Eltern kurz nach dem 11. September 2001 ihr Kind nach dem damals meistgesuchten Mann der Welt nennen. Durch kam der Antrag aber nicht.
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China: Hier wollten Eltern wohl ihre Verbundenheit zum Internet ausdrücken. Aber auch in China sind Namen, die Symbole sind, nicht erlaubt.
Metallica
Schweden: Die Fan-Liebe ging den schwedischen Behörden zu weit, das Kind durfte so nicht offiziell genannt werden. In der Kirche war man hier lockerer: Metallica durfte der Taufname des Babys sein.
Linda
Saudi Arabien: Was bei uns als klassischer Name gilt, stösst bei den Behörden in Saudi Arabien auf Ablehnung. Die Begründung: Der Name sei zu westlich.
Fraise
Frankreich: Erdbeere darf man sein Kind in Frankreich nicht nennen. Der Richter befand, das Kind könnte wegen des Ausdrucks «ramène ta fraise», «schieb deinen Arsch hierrüber» getriezt werden.
Diese kuriosen Namen gibt es wirklich
Nicht alle kuriosen Namen stossen bei den Behörden auf Ablehnung. Hier einige Namen, die es tatsächlich gibt:
X AE A-XII
USA: Eigentlich sollte die Tochter von Tesla-Gründer Elon Mask und Sängerin Grimes den Namen «X Æ A-12» tragen. Die ursprüngliche Schreibweise wurde aber von den Behörden abgelehnt, weil darin Zahlen und Zeichen, die nicht im englischen Alphabet enthalten sind, vorkommen.
Moon Unit und Diva Muffin
USA: So heissen die Töchter von Frank Zappa.
Kingmessiah
USA: Der Name wurde 2019 mindestens einmal vergeben und setzt sich aus den englischen Wörtern für «König» und «Messias» zusammen.
Lucifer
Schottland: Im Jahr 2018 entschieden sich schottische Eltern ihr Kind nach dem Höllenfürst persönlich zu nennen. Eine Zivilstandsamtmitarbeiterin wurde von der britischen Zeitung «Sun» mit der folgenden Begründung zitiert: «Es gibt nicht wirklich Regeln für Namen. Es geht darum, dass die Leute ihr Kind so nennen können, wie sie wollen.»
Kal-El
USA: Der eigentliche Geburtsname von Superman oder Clark Kent lautet Kal-El. Nicolas Cage und seine Ex-Frau Alice Kim entschieden sich, auch ihren Sohn so zu nennen.
Buddy Bear
Grossbritannien: Und wieder ist es ein Prominenter, der mit einem Kindernamen für Schlagzeilen sorgte: Starkoch Jamie Olivers Sprössling heisst Buddy Bear, also «Kumpel Bär». Seine Geschwister tragen derweil die bunten Namen Poppy Honey, Daisy Boo Pamela, Petal Blossom Rainbow und River Rocket Blue Dallas.
Window
USA: Gleich mindestens zwei Kinder sollen in den 1950er Jahren den Namen Window, also «Fenster», erhalten haben.
ABCDE
USA: Ebenfalls in den USA erfreuten sich die ersten fünf Buchstaben des Alphabets vor allem in den 1990er-Jahren grosser Beliebtheit. Laut Statistiken sollen über 300 Kinder, darunter vor allem Mädchen, diesen Namen erhalten haben.
Ägypten: in Mexiko verboten, in Ägypten erlaubt. Mit dem Namen seiner Tochter wollte ein Vater angeblich die Rolle ehren, die das soziale Netzwerk in der ägyptischen Revolution 2011 gespielt hatte.
Rapunzel und Schneewittchen
Deutschland: Kinder nach Märchenfiguren zu nennen, ist in Deutschland erlaubt. Allerdings nicht in allen Fällen: Rumpelstilzchen erhielt von den Behörden eine Abfuhr, während Rapunzel und Schneewittchen erlaubt wurden.
Popo
Deutschland: Popo ist in Deutschland tatsächlich ein erlaubter Name. Bei Steissbein ziehen die Behörden dann aber doch eine Grenze.