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Der Telefonriese AT&T hat die Übernahme des drittgrössten US-Telekom-Konzerns BellSouth angekündigt. Die Akquisition wird voraussichtlich 65 Milliarden Dollar kosten und AT&T mit einem Umsatz von 125 Milliarden Dollar, 70 Millionen Telefon- und 10 Millionen Breitbandkunden zum grössten Telekomdienstleister in den USA machen — mit grossem Vorsprung vor Verizon. Zudem gehören dann zur «neuen» AT&T mit Cingular Wireless der grösste Mobilfunker des Landes und die Gelben Seiten von Yellowpages.com. Beide Unternehmen werden bereits jetzt von AT&T und BellSouth kontrolliert.
Besonders brisant am Deal ist, dass mit der Fusion die «alte» AT&T beinahe wiederhergestellt ist. Diese wurde 1984, nachdem sie beinahe 100 Jahre lang das Telekommunikationsmonopol in den USA innehatte, durch ein Anti-Trust-Verfahren in sieben Gesellschaften zerschlagen, die sogenannten «Baby Bells». Jetzt rotten sich die Teilgesellschaften wieder zusammen. So hat 2005 die «Baby Bell» SBC Communications «Ma Bell» AT&T übernommen und sich in AT&T umbenannt. Jetzt kommt mit BellSouth ein weiteres «Baby Bell» hinzu. Es wird nun damit gerechnet, dass Verizon sich die letzte verbleibende «Baby Bell» Qwest einverleibt.