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Sie verzetteln sich, kommen nicht voran, sind nicht zufrieden mit dem Text und haben am Ende auch noch Stress bei der Abgabe. Das liegt oft an einer fehlenden Planung. Ohne Planung nutzen Sie Ihre Zeit beim Schreiben nachweislich nicht effizient und sind spätestens nach der Abgabe frustriert. Wie Sie diesem Frust vorbeugen können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.
Eilige Leser:innen finden hier eine Checkliste für die Planung von Fachtexten.
1. Beachten Sie Vorgaben und sprachliche Konventionen.
Wer einen Fachtext schreibt, weiss, dass die Redaktionen oder Verlage formale Vorgaben haben, an denen man sich orientierten muss. Das können Redaktionsrichtlinien, Zitationsrichtlinien, Deadlines, Textumfang oder vorgegebene Überschriften sein. Klären Sie vor dem Schreiben der Rohfassung, welche Vorgaben Sie beachten müssen. Dadurch sparen Sie Zeit und verhindern, dass Sie den Text formal überarbeiten müssen, weil er nicht den Vorgaben entspricht.
Klären Sie auch, welche sprachlichen Konventionen in Ihrem Fachbereich und für Ihre Textsorte gelten: Welcher Stil ist angemessen? Welche Fachwörter werden verwendet? Schreibt man im Aktiv oder Passiv? Und gibt es noch andere Sprachnormen? Wenn Sie die Konventionen berücksichtigen, stellen Sie sicher, dass der Text von der Fachwelt und den Leser:innen akzeptiert wird.
2. Klären Sie, wer Ihre Leser:innen sind und wie viel Vorwissen sie haben.
Sie schreiben Ihren Text nicht für sich, sondern für ein Publikum. Fragen Sie sich also immer, wer die Leser:innen Ihres Fachtextes sind. Über- und unterfordern Sie Ihre Leser:innen nicht, führen Sie sie durch Ihren Text und beteiligen Sie sie an Ihren Gedankengängen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, einen adressatengerechten Text zu schreiben:
- Was wissen die Leser:innen über das Thema?
- Welches Wissen fehlt ihnen noch?
- Was könnte die Leser:innen an Ihrem Artikel interessieren?
- Was möchten sie über ihr bestehendes Wissen hinaus erfahren?
- Was muss man den Leser:innen erklären, damit sie die Hauptaussage des Artikels verstehen?
Wenn Sie diese Fragen klären, werden Sie sich beim Schreiben nicht mehr verzetteln und das Thema nicht zu tief oder zu oberflächlich bearbeiten. Die Leser:innen danken es Ihnen zum Beispiel, wenn Sie wichtige Fachbegriffe erklären, wenn sie diese nicht kennen. Und sie sind froh, wenn Sie darauf verzichten, eine Theorie zu erklären, die im Fachbereich ohnehin alle kennen.
3. Planen und priorisieren Sie Ihre Arbeitsschritte.
Damit du Sie Ihre Arbeitsschritte planen können, sollten Sie sich so detailliert wie möglich aufschreiben, welche Aufgaben erledigt werden müssen. Sie müssen zum Beispiel Rahmenbedingungen abklären, einen Zeitplan aufstellen, recherchieren, Überschriften verfassen, Daten erheben und auswerten, den roten Faden überprüfen, Kapitel überarbeiten und so weiter.
Priorisieren Sie die notierten Aufgaben und Arbeitsschritte anschliessend. Erledigen Sie zuerst das, was wirklich wichtig ist – und schieben Sie auf, was noch warten kann. In der Schreibforschung spricht man von Higher Order Concerns vor Lower Order Concerns.
Als Nächstes planen Sie Ihre Schreib-Zeiten: Tragen Sie sich im Kalender zum Beispiel Zeitfenster ein, in denen Sie schreiben – schliesslich machen Sie das bei jedem anderen (geschäftlichen) Termin auch. Wenn Sie immer «nebenbei» schreiben, werden Sie ständig unterbrochen und es entsteht das Gefühl, ineffizient zu sein.
Finden Sie einen Schreib-Ort, an dem Sie produktiv sind, wenn Sie Ihre Arbeitsschritte und Schreib-Zeiten definiert haben. Schreiben sollte nämlich dort stattfinden, wo Sie sich gerne aufhalten und gleichzeitig wenig Ablenkung haben. Das steigert nachweislich Ihre Produktivität und Motivation.
4. Bitten Sie für die Überarbeitung jemanden um ein Textfeedback.
Ein Text sollte nicht im stillen Kämmerlein geschrieben werden. Suchen Sie deshalb mindestens eine Person, die Ihnen ein Textfeedback geben kann. Idealerweise finden Sie eine Person, die in Ihre Zielgruppe passt.
Um Ihre Kolleg:in nicht zu überfordern, bitten Sie sie um ein Feedback zu einem Textausschnitt im Umfang von ein bis zwei Seiten. Sagen Sie ihr, wer die Adressat:innen sind, was das Thema ist und welche Konventionen Sie beachtet haben. Die Rückmeldungen zum Textausschnitt unterstützen Sie dabei, den restlichen Text kritisch zu prüfen und zielgerichtet zu überarbeiten.
Sie finden gerade niemanden, der Ihnen ein Textfeedback geben kann? Dann melden Sie sich bei uns – wir geben Ihnen ein professionelles Textfeedback inklusive Handlungsempfehlungen.