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Mutten
Die von der Sonne schwarz gebrannten Häuser sind zwar typisch walserisch, weniger walser-like ist allerdings der geschlossene Siedlungscharakter.
An einem der einsamsten Flecken Deutschbündens liegt Mutten", so schrieb 1946 der deutsche Sprach- und Walserforscher Rudolf Hotzenköcherle. Die dreistufige Siedlung liegt am Osthang der Muttner Höhi und setzt sich zusammen aus Untermutten auf 1'394, Stafel auf 1'761 und Obermutten auf 1'860 Metern über Meer. Überragt wird das Dorf vom Hausberg, dem im Winter und Sommer beliebten Muttnerhorn auf 2'388 Metern.
Die Muttner müssen sich lange Zeit sehr einsam vorgekommen sein. Erstens wegen der erst 1869 erbauten Strasse, die nicht nur im Winter fast unbezwingbar war, sondern auch im Sommer duch die 36 Kurven und 15 bis 20 Prozent Steigung jedes Mal ein Abenteuer gewesen sein muss. In den letzten Jahren wurden diese Verhältnisse mit dem Bau einer neuen Verbindungsstrasse entscheidend verbessert. Zweitens ist Mutten als deutschsprachige Gemeinde eine Insel in dieser Gegend. Als Enklave ist sie rundum von lauter Romanisch sprechenden Dörfern umgeben. Ob Mutten von Romanen besiedelt war, bevor die Walser sich hier häuslich niederliessen, ist nicht eindeutig nachgewiesen.
Im Jahre 1946 wurden die nahe zusammen stehenden Häuser bei einem Föhnsturm ein Raub der Flammen. Zum Glück konnte man mit Hilfe von Spenden diese Gebäude wieder errichten und somit den ursprünglichen Charakter mehr oder weniger bewahren. Die Einheimischen sind zum grössten Teil Pendler, die in den Nachbardörfern einer Arbeit nachgehen können, ohne ihre Heimat zu verlassen.