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TOYOTA Sports800
Model-Code
- UP15
Als Anfangs der 1960er Jahre die Weisung der japanischen Regierung zurückgezogen wurde, für den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg nur Limousinen und Lastwagen zu bauen, entwickelte der ehemalige Flugzeugkonstrukteur T. Hasegawa diesen aerodynamischen Leichtbausportwagen. Um den Luftwiderstand klein zu halten musste der aus dem Publica bekannte Gebläse gekühlte, flach bauende 2-Zylinder 700 ccm Boxermotor verwendet werden. Dank 790 ccm Hubraum, einer schärferer Nockenwelle und zwei Einzelvergasern entwickelte der kleine Motor anstelle der ursprünglichen 27 nun 45 PS bei bescheidenen 5400/Min. Diese hatten mit den -dank Verwendung von Alu-Teilen- ca. 560 kg Trockengewicht leichtes Spiel und sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h und eine Beschleunigung von 13.4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Diese Fahrleistungen entsprachen damals fast einem Porsche. Der Praxisverbrauch liegt bei 4.5 Litern/100 km und darf sich selbst heute noch zeigen lassen.
Noch schneller als diese europäische Marke war der Sports800 mit der Einführung eines herausnehmbaren Daches, Porsche brachte dies erst zwei Jahre später unter dem Namen „Targa“ auf den Markt.
Dieser „Bonsai“-Sportswagen wurde in Handarbeit zwischen 1965 und 1969 nur 3131 mal gebaut und ausschliesslich in Japan verkauft. Der abgebildete gelbe Sports800 gehört mir selber, dem Initiant dieses Oldtimer-Corners. Ich habe ihn Anfangs der 1980er Jahre dem japanischen Besitzer abgekauft und habe seither viel Spass mit diesem leichtfüssigen und agilen Sportwagen gehabt.
1978 baute TOYOTA den ersten (Serial-) Hybrid Prototypen. Als Basis für die niedrig bauende Gasturbine, welche wiederum einen Generator speiste, eignete sich der aerodynamische und leichtgewichtige Sports800 am besten. Dieser Versuchsträger, erkennbar an der Lufthutze auf der Motorhaube, wurde viel später für das TOYOTA-Museum wieder aufgebaut.