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Das «Neue Spital» am Barfüsserplatz: Die Anfänge des städtischen Spitalwesens
In Basel wird ein städtisches Spital (hospitale novum) erstmals im Testament eines Schulmeisters erwähnt. Die Aufgaben dieses Spitals werden in einer Quelle aus dem Jahre 1312 genauer gefasst, die von einem Spital oder Armenheim der Stadt Basel (hospitale seu senodochium civitatis Basilienis) spricht.
Die Fürsorge für die Armen, Kranken und alten Menschen, die bis zu diesem Zeitpunkt vor allem von den Klöstern wahrgenommen worden war, wurde mit der Gründung des ersten bürgerlichen Spitals auf das Bürgertum der Stadt übertragen. Das Spital war auf der städtischen Allmend am rechten Ufer des Birsigs neben dem Barfüsserkloster gelegen. Für die Kosten der bedürftigen und kranken Leute sorgten bereits zu jener Zeit wohltätige Stifter. Zusätzliche Einnahmen erwirtschaftete das Spital durch die Zinserträge der in seinem Besitz befindlichen Immobilien und Liegenschaften der Umgebung.
Bis ins 15. Jahrhundert konnte man das Spital nur durch das Portal der Spitalkirche, eines im Jahre 1272 erstmals erwähnten Gotteshauses, betreten. Der mit der Zeit gewachsene Spitalkomplex umfasste im 18. Jahrhundert insgesamt 30 Räume, die total 175 Personen Unterkunft und Verpflegung boten, aber noch kaum ärztliche Behandlung.