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Die aktuelle Situation in einigen Ländern der Welt:
Kanada
Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie ist die Situation der Geschäftstourismusbranche nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Für den Tourismus im Allgemeinen rechnet die Destination Kanada damit, dass es, selbst wenn die kanadischen Grenzen im Oktober wieder geöffnet werden, bis zum Jahr 2026 dauern wird, das Umsatzniveau von 2019 aufholen zu können. In diesem Sinn äussert sich die Online-Publikation Le Devoir, die einen online verfügbaren Sonderbericht zu diesem Thema veröffentlicht hat. In der Tat kann die Erholung im Geschäftstourismus etwas länger dauern, weil die Planungen in diesem Bereich schwieriger sind als im Freizeittourismus. Tourisme d'affaires Québec schätzt seinerseits die Verluste im Zusammenhang mit der Pandemie auf mehr als 500 Millionen Dollar für das Jahr 2020.
Schweiz
Ähnlich katastrophal sind die Zahlen für die Schweiz im Jahr 2020 mit einem enormen Umsatzrückgang von 57 % auf 2.37 Milliarden Franken. Diese Pressemitteilung des Schweizer Vereins LiveCom Expo Event wurde in der Zeitschrift Bilan zitiert: «Durch das Ausfallen von Messen, Veranstaltungen und Kongressen ist ein Loch von 10 Milliarden Franken Bruttowertschöpfung entstanden. Diese Art von Aktivität hat in der Regel Auswirkungen auf den Tourismus, die Hotellerie, die Gastronomie, den Transport, den Einzelhandel und andere Zulieferbereiche».
Quelle: Freepick
Italien
In Italien erwartet man laut einer am 26. März 2021 veröffentlichten Studie, dass der Rückgang der Einnahmen im Zusammenhang mit dem Veranstaltungs- und Konferenzsektor im vergangenen Jahr (2020) 79 % betragen wird. Die italienische Geschäftstourismusbranche sieht hybride Veranstaltungen (digital und face-to-face) als Übergangslösung, aber keine Zukunft in diesem Prozess. Für alle anderen Akteure in der Wertschöpfungskette dieses Sektors (Hotel, Catering, Transport usw.) ist die Übergangslösung nicht von Vorteil. Darüber hinaus glauben 63.8 % der Befragten, dass es 1 bis 2 Jahre dauern wird, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist. 26.8 % der Befragten sind der Meinung, dass es viel länger dauern wird, d. h. 3 bis 4 Jahre.
Singapur
Ein hochsicherer Komplex wurde in der Nähe des Changi International Airport eingerichtet, um reisende Fachleute unterzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren lokalen Kontakten zu treffen, berichtet der Courrier international. Bei der Ankunft werden die Reisenden abgeholt und zu einem speziell für Kurzaufenthalte und Geschäftstreffen konzipierten Komplex geleitet. Die einzige Einschränkung des Arrangements ist, dass die Bewohner diese sichere «Blase» nicht verlassen dürfen, solange die Pandemie wütet. Die gesundheitliche Sicherheit wird durch besondere Vorkehrungen gewährleistet, so müssen z. B. Besprechungen mit Anwohnern in Singapur hinter raumhohen Glastrennwänden stattfinden.
Die Zukunft der Geschäftsreisen für öffentliche und private Organisationen
Im Zusammenhang mit dieser aktuell hochgradig gestörten Situation hat die CDS Group die erste Ausgabe einer 5-teiligen Serie über die Zukunft von Geschäftsreisen für öffentliche und private Organisationen veröffentlicht. Unternehmen müssen «zumindest ihre Reisen im Blickpunkt des Risiko-Nutzen-Verhältnisses betrachten, um kurz- und mittelfristig das, was wesentlich erscheint, von dem zu unterscheiden, was weniger wesentlich ist». Darüber hinaus haben Unternehmen, die sich mit Geschäftsreisen beschäftigen, stark in Technologie investiert, um die Geschäftskontinuität zu gewährleisten. Diese Technologien, die eingeführt wurden, um die fehlenden Fahrten zu kompensieren, werden sich amortisieren müssen.
Quelle: AFTM
Referenzen :
CDS Groupe : Où va le voyage d’affaires ? Episode 1. Demain, quels voyages d’affaires pour les organisations privées et publiques, 8 pages. Téléchargez.