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Traditionelle Verwendung
Den Botanikern zufolge soll der Winterrettich die allererste angebaute Rettichart sein. Die ersten Rettichkulturen tauchten in China auf, später wurde er von den alten Griechen und den Römern übernommen. Schon die Ägypter zur Zeit der Pharaonen kannten bzw. verspeisten ihn, und man fand im Karnak-Tempel Hieroglyphen-Darstellungen dieses Gewächses.
Botanik
Der Winterrettich ist eine krautige, ein- oder zweijährige Pflanze, die 10 bis 30 cm hoch werden kann. Er kommt wohl ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet bzw. Westasien und wird heute in den Gemüsegärten fast sämtlicher Klimaregionen angebaut. Seine aussen schwarze und innen weisse Pfahlwurzel kann 50 cm lang werden und wird im November geerntet.
Eigenschaften
Die schwefelhaltigen Wirkstoffe des Winterrettichs machen diese Pflanze zu dem wichtigsten Mittel bei der Leberentgiftung1; 2, das seinen Nutzen bei Nebeneffekten einer zu fettreichen Mahlzeit oder einer Langzeitmedikamenteneinnahme erweisen kann (Hormonbehandlungen, Antidepressiva…). Winterrettich verfügt ebenfalls über schleimlösende und antiseptische Eigenschaften. Deshalb wird er bei gutartigen Bronchialerkrankungen wie produktivem Husten oder Vorbeugung von Sinusitis empfohlen3.
Indikationen
- Leberentgiftung
- Auf Leber- oder Gallenproblemen beruhende Verstopfung
- Langzeitmedikamenteneinnahme (Hormonbehandlungen, Anti-Baby-Pille…)
- Vorbeugung von chronischer Sinusitis
Mögliche Kombinationen
Vorsichtsmassnahmen
Bei erwiesener Harn- oder Gallensteinbildung sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Kontraindiziert bei Verschluss der Gallenwege.