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Ein paar Sprünge über die grossen Wellen der Geschichte
1138
gegründet durch den Bischof von Konstanz und besiedelt durch das Kloster Petershausen bei Konstanz.
1848
Aufhebung aller Klöster im Thurgau. Übernahme der Klostergüter durch den neu gegründeten Staat Thurgau, der darin seine Infrastrukturbedürfnisse verwirklicht (Münsterlingen: Spital / Kreuzlingen: Lehrerseminar / St. Katharinental: Alters- und Pflegeheim / Kalchrain: Jugenderziehungs- und Strafanstalt / Tobel: Gefängnis).
Fischingen wird mehrmals verkauft, 1879 an den Verein St. Iddazell, seit 2012 Verein Kloster Fischingen.
1879
Errichtung der Waisenanstalt St. Iddazell, später Erziehungsanstalt, Erziehungsheim, Kinderheim. Geistliche Leitung, seit 1943 durch einen Pater aus dem Kloster Engelberg, Beizug von Schwestern aus den Klöstern Menzingen bis (1957) und Melchtal (ab 1957). Daneben weltliches Personal.
1976
Auflösung des Kinderheims: Die Zeit von 1879 bis 1976 mit Waisenanstalt, Erziehungsanstalt, Erziehungsheim, Kinderheim, Sekundarschule hat der Verein durch die Beratungsstelle für Landesgeschichte, Zürich, gründlich aufarbeiten lassen. Die historische Untersuchung analysiert die Institution St. Iddazell und ist ein Beitrag zur Aufarbeitung eines Stücks Vergangenheit. Der Historische Verein des Kantons Thurgau hat mit finanzieller Unterstützung des Lotteriefonds den Untersuchungsbericht als Grundlage für die Herausgabe eines Buches mit dem Titel «Kinder im Klosterheim» genommen: Thurgauer Beiträge zur Geschichte 153–2015 (2), Verlag des Historischen Vereins des Kantons Thurgau, Frauenfeld, 2015.
Gründung einer neuen Sonderschule in zweckmässigen Bauten ausserhalb des Klosters nach den Vorgaben der Invalidenversicherung und des Kantons Thurgau, in deren Auftrag geführt und durch diese weitgehend finanziert. Professionelle weltliche Leitung und durchwegs ausgebildetes weltliches Personal.
Beginn einer Epoche der Gebäudesanierungen; Renovationen und Restaurierungen; ermöglicht durch grosszügige Spenden, Legate und staatliche Unterstützung.
1977
Wiedererrichtung des Klosters nach der Entfernung der Klosterverbotsartikels aus der Verfassung (Volksabstimmung 1973). Die Benediktiner Gemeinschaft Fischingen hat den Status eines autonomen Klosters, obwohl sie nicht Eigentümerin der Klosterliegenschaften ist.
1982
Eröffnung des Bildungshauses Kloster Fischingen, das sich schnell zum beliebten Seminar- und Tagungsort entwickelte, offen für Kundschaft aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Vereinen etc. Im Ostflügel, wo früher die Klausur war, dienen die ehemaligen Klosterzellen den heutigen Gästen als grosszügige Gästezimmer.
2013 bis 2014
Bauliche und betriebliche Aufwertung des Bildungshauses zum klösterlichen Seminarhotel.