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Gebäude kippt in Taiwan bei Erdbeben zur Seite
Die Ostküste Taiwans ist von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Mindestens sechs Menschen sind ums Leben gekommen, etliche werden vermisst.
Bei einem starken Erdbeben sind in Taiwan mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 256 wurden verletzt und 88 wurden am Mittwoch vermisst.
Die Erschütterung hatte am Dienstagabend mehrere Gebäude beschädigt. Das Beben der Stärke 6,4 ereignete sich in einer geringen Tiefe von 9,5 Kilometern, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Solche Beben haben meistens eine grössere Intensität als solche in grösserer Tiefe.
Die Schäden konzentrierten sich auf die Stadt Hualien an der Ostküste des Landes, deren Bewohner durch den Erdstoss kurz vor Mitternacht teilweise aus dem Schlaf gerissen wurden. Dort stürzten mindestens vier Gebäude ein oder neigten sich gefährlich zur Seite. Das Erdgeschoss eines Hotels brach ein. Rettungskräfte retteten einen Arbeiter aus dem Hotel «Marshal». Ein weiterer Hotelangestellter, der aus den Trümmern gezogen wurde, zeigte keine Lebenszeichen, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch in einem Wohnhaus sei ein Opfer gefunden worden.
Tausende ohne Strom
Unter den Verletzten im Landkreis Hualien schwebten zwei Dutzend in Lebensgefahr, berichtete die taiwanische Nachrichtenagentur CNA. Die Strom- und Wasserversorgung war für Tausende Haushalte eingeschränkt.
In Hualien mussten Brücken und Schnellstrassen gesperrt werden, da der Asphalt durch die Kraft des Bebens Beulen geworfen hatte. Zugstrecken und der Flughafen vor Ort seien intakt, teilte Kabinettssprecher Hsu Kuo Yung mit. Der Fokus der Rettungsarbeiten liege auf dieser Region, so der Sprecher.
Erst am Wochenende hatte ein Erdstoss die Region erschüttert. Taiwan liegt am seismisch besonders aktiven sogenannten Feuerring.
Quelle: 20 Minuten