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Das Wichtigste in Kürze
- Startgebot bei 25.000 Euro.
Nach Angaben des Auktionshauses Artmark in Bukarest wurden Angebote von rund 150 Sammlern und Luftfahrtenthusiasten erwartet. Das Startgebot bei der noch bis Mitternacht laufenden Versteigerung lag bei 25.000 Euro.
Das Auktionshaus pries die Maschine, an deren Rumpf einst die Inschrift «Sozialistische Republik Rumänien» prangte, als «Juwel». Der Mittelstreckenflieger, der in Bukarest unter Lizenz der British Aircraft Corporation (BAC) gebaut und 1986 in Betrieb genommen worden war, gehörte zu Ceausescus Flotte, bis der Diktator im Dezember 1989 gestürzt und gemeinsam mit seiner Ehefrau Elena hingerichtet wurde.
Nach Angaben eines früheren Piloten des Paares, hatte Ceausescu den Einbau eines Schlafzimmers an Bord des Flugzeugs verlangt sowie eines Büros, in dem er und seine Frau ihr Lieblingsspiel Backgammon spielen konnten. Zum Reisen habe Ceausescu aber eine Boeing 707 vorgezogen.
Nach Ceausescus Sturz war die Maschine zunächst in die Flotte der inzwischen Pleite gegangenen staatlichen Fluglinie Romavia aufgenommen worden, wurde zeitweilig nach Pakistan an Aero Asia verliehen und landete schliesslich in einem Hangar. Um die Verschrottung zu verhindern, hatte im März dieses Jahres dann eine Gruppe von Enthusiasten erreicht, dass die Regierung in Bukarest der Maschine den Status eines Nationalerbes gibt.
Allerdings darf sie nun weder auseinander gebaut werden, noch darf sie rumänisches Gebiet verlassen, wie der frühere Rombac-Techniker Adrian Ciutan erklärt. Ausgestellt werden darf das Flugzeug aber - oder sogar wieder flott gemacht, dann allerdings mit erheblichem Aufwand. Nach Angaben des früheren Luftwaffenpiloten Gheorghe Marica, der das Modell früher selbst flog, haben die Motoren wegen des hohen Lärmpegels keine Zulassung mehr. Auch andere Teile sind veraltet.
Insgesamt neun Rombac-Maschinen vom Typ Super One-Eleven wurden in den 1980er Jahren in Rumänien gebaut. Neben Ceausescus Maschine sollte am Donnerstag auch eine zweite davon bei der Auktion unter den Hammer kommen, ebenfalls für 25.000 Euro. Die anderen sind inzwischen zerlegt oder stillgelegt.