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Corenzio,
Belisario, ital. Maler, geb. 1558 in Achaia, lernte zu Venedig [* 3] fünf Jahre lang unter Tintoretto und begab sich um 1590 nach Neapel, [* 4] wo er mit Ribera und Caracciolo eine Genossenschaft einging, welche über andre Künstler eine förmliche Diktatur ausübte. Annibale Carracci und Guido Reni vertrieb er von Neapel; am meisten aber hatte Domenichino von ihm zu leiden. Man sagte ihm nach, daß er letztern sowie einen seiner eignen Schüler, L. Roderigo, aus Neid vergiftet haben soll, was jedoch in Bezug auf Domenichino unrichtig ist. Erfreulicher als sein Charakter sind seine in der naturalistischen Art des Spagnoletto ausgeführten Gemälde, in denen er eine lebendige Phantasie und eine seltene Fertigkeit der Hand [* 5] zeigt; freilich verführten seine Fähigkeiten ihn häufig zur dekorativen Schnellmalerei. Sein Hauptwerk ist das Fresko der wunderbaren Speisung im Refektorium von San Severino zu Neapel. Er starb 1643.