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Am 2. August 1924 wurde Theres Grossrieder ihren Eltern Felix und Regine Grossrieder-Sturny in Düdingen in die Wiege gelegt. Mit ihren sieben Geschwistern verbrachte sie eine arbeitsintensive, aber frohe Jugendzeit. Nach der Schule absolvierte Theres in Freiburg die Lehre als Schneiderin. Nun konnte sie ihre Freude an Stoffen, ihre Kreativität und ihr Modebewusstsein ausleben. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer Schneiderei in Willisau kehrte sie zurück nach Düdingen und nähte fortan zu Hause.
Am 3. Oktober 1949 trat Theres Grossrieder mit Josef Philipona vor den Traualtar. Sie zogen ins kleine Haus am Bach, neben den Wagnerbetrieb ihres Schwiegervaters. Sechs Kinder, Schwiegersöhne und Schwiegertöchter, 17 Enkelkinder und mehrere Urenkel vergrösserten die Familie nach und nach. In den ersten Jahren betrieb sie ihre Schneiderei weiter und bildete auch drei Lehrtöchter aus. Später nähte und strickte sie vor allem für ihre Familie: vom Praktischen für den Alltag bis zum Hochzeitskleid für ihre jüngste Tochter, von den Wollsocken bis zu den Bébé-Deckchen für jedes einzelne Urgrosskind.
1958 übernahmen Josef und Theres Philipona den Betrieb des Vaters am Bach. Sie war ihrem Gatten im Betrieb eine grosse Stütze. Sie übernahm die Verantwortung für den finanziellen Bereich. Mit Umsicht, viel Arbeit und Einsatz führten sie und Josef Philipona das Holzfachgeschäft während Jahren mit Erfolg.
Ein grosser Wunsch des Ehepaares Philipona-Grossrieder ging 1973 in Erfüllung. Die beiden kauften am Schwarzsee ein altes Haus, das sie zu einem stattlichen Chalet ausbauten. Sommer- und Winterferien, Familienfeste und unzählige Besuche fanden im Chalet Chretza statt. Es wurde in den letzten Jahren fast zum ständigen Aufenthaltsort für die beiden.
Mit zunehmendem Alter und nach verschiedenen gesundheitlichen Einbrüchen übersiedelte Theres Philipona-Grossrieder 2009 ins Pflegeheim Sonnmatt in Schmitten. Dank der vielen Besuche und der liebevollen und kompetenten Pflege durch das Heimpersonal fühlte sie sich bald daheim. Am 7. März 2013 hat ein Sturz ihrer Gesundheit zugesetzt. Am 25. April durfte sie friedlich einschlafen, so wie sie es sich im täglichen Gebet erbeten hatte.
Ihrer Familie war Theres Philipona-Grossrieder ein grosses Vorbild. Durch ihr Dasein, ihr Zuhören-Können, ihren Einsatz für die Familie durften sie alle viele frohe und gute Stunden erleben. Sie danken ihr von Herzen und wünschen ihr nun den ewigen Frieden. Eing.