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Früher hieß es, dass ein Kind einen „Schübel voll Dreck“ essen muss, damit es groß und stark wird. Anders ausgedrückt: Das Kind muss in Kontakt mit potenziellen Krankheitserregern kommen, damit sein Immunsystem gestärkt wird und in der Folge richtig funktioniert. Heute gibt es immer mehr Eltern, die ihre Kinder überbehüten – die sogenannten Helikopter-Eltern. Diese Eltern sorgen auch dafür, dass sich ihre Kinder ja nicht schmutzig machen. Stattdessen versuchen sie, ihre Kinder mittels unnatürlicher und toxischer Impfstoffe vor Krankheiten zu schützen. Doch dadurch erreichen sie ungewollt das Gegenteil. Gut gemeint ist eben nicht dasselbe wie gut gemacht.
Bereits 2014 wurde eine Studie veröffentlicht, die klar aufzeigt, dass ein Kind durch einen Infekt in der Zukunft besser vor einer Krankheit geschützt ist, als ein Kind, das keinerlei oder nur verminderten Kontakt mit den potenziellen Erregern hatte. Obwohl die Studie mittlerweile schon vier Jahre alt ist, hat man darüber in den Medien kaum etwas gelesen. Denn die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Studie widersprechen den heute geltenden Auffassungen der offiziellen Medizin sowie der Behörden und sind darüber hinaus nicht im Interesse der Wirtschaft.
Die Quelle des folgenden ungekürzten Artikels ist das renommierte Max-Planck-Institut. (www.mpg.de). Dass die Kinder, die Masern durchgemacht haben, bei der fünfzehn Jahre später aufgetretenen Pockenepidemie deutlich seltener starben, als die Kinder, die Masern nicht durchgemacht haben, ist ein wichtiger wissenschaftlicher Beleg für die positive Wirkung von Maserninfektionen auf das Immunsystem von Kindern.
Hier der Artikel vom 16. April 2014 von der Webseite des Max-Planck-Instituts:
Generationenübergreifender Abwehrmechanismus beim Menschen belegt
Kinder, die während einer schweren Infektionskrankheitswelle gezeugt wurden, sind später widerstandsfähiger auch gegen andere Erreger. Das belegten Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock nun erstmals am Beispiel von tödlichen Masern- und Pockenepidemien in der kanadischen Provinz Québec des 18. Jahrhunderts: Kinder, die dort während der Masernwelle der Jahre 1714/15 gezeugt wurden, starben deutlich seltener am Ausbruch der Pocken 15 Jahre später als Kinder, die vor den Masern gezeugt worden waren.
Dieses Forschungsergebnis veröffentlichte Max-Planck-Wissenschaftler Kai Willführ jetzt zusammen mit Mikko Myrskylä von der London School of Economics and Political Science im Wissenschaftsjournal PLOS ONE. „Wir belegen erstmals für den Menschen, dass Eltern ihre Kinder quasi auf kommende Krankheiten vorbereiten können“, sagt Biodemograf Willführ. „Der Mechanismus kann dabei weder rein genetisch sein, noch ist die entwickelte Resistenz auf einzelne Erreger beschränkt.“
Sind Eltern bei der Zeugung ihrer Kinder mit Erregern belastet, schützt das die Nachkommen später vor Krankheiten.
Einen solchen Weitergabe-Mechanismus zwischen Eltern und Kind nennen Wissenschaftler „funktionalen, transgenerationalen Effekt“: Die Eltern, die zum Zeitpunkt der Empfängnis eine erhöhte Belastung durch Masernerreger erlebten, gaben den Kindern nicht nur mehr Schutz gegen diesen einen Infekt mit. Die Abwehr von Erregern funktionierte in der nächsten Generation offenbar generell besser, auch im Kampf gegen andere Krankheiten wie die gefährlichen Pocken.
Pocken-Sterblichkeit sank auf ein Siebtel
Der Zeitpunkt ihrer Empfängnis entschied für viele der Kinder während der Pockenepidemie um das Jahr 1730 über Leben oder Tod: Die Wahrscheinlichkeit, an den Pocken zu sterben, lag für während der Masernwelle 1714/15 gezeugte Kinder nur bei einem Siebtel der „normalen“ Sterbewahrscheinlichkeit ihrer Geschwister, die vor dem Masernausbruch gezeugt und geboren worden waren. Der Preis dafür war allerdings hoch: Die Sterblichkeit der während der Pocken so widerstandsfähigen Kinder war in der Zeit zwischen den Krankheitswellen 1714/15 und 1730 dreimal so hoch wie die der gegen Pocken anfälligeren Geschwister. „Offenbar ist das Abwehrsystem der Kinder auf eine Welt mit hoher Erregerbelastung optimiert, wenn sie bei der Zeugung hoch war“, sagt MPIDR-Forscher Willführ. Zu einer Welt mit wenigen Erregern passt es dann aber anscheinend weniger gut und funktioniert schlechter.
Eltern gaben den Kindern mehr mit als schlichte Immunität
„Die Masern können nur während der Zeugungs- und Schwangerschaftsphase einen Anreiz gesetzt haben, den die Eltern dann auf die nächste Generation übertrugen“, sagt Kai Willführ. Denn als die Kinder, die während der Hochphase der Masernepidemie gezeugt wurden, zur Welt kamen, war die Masernwelle schon wieder vorbei – die Erreger also nicht mehr in der Umwelt.
Dass die Kinder schlichtweg immun geworden sind, lässt sich ausschließen. Es ist zwar möglich, dass die Mutter ihre eigene Immunisierung durch Antikörper an den Nachwuchs weitergibt. Das funktioniert während der Schwangerschaft über die Plazenta und nach der Geburt über die Muttermilch. Doch diese Abwehr schützt nur vor derselben Krankheit, gegen die auch die Mutter immun war. Das wären im Untersuchungsfall die Masern gewesen. Die Kinder waren aber besonders widerstandfähig gegen eine ganz andere Krankheit, nämlich die Pocken.
Die Wissenschaftler konnten die Sterblichkeitseffekte der verschiedenen Krankheiten erstmals trennen, da sie die Lebensverläufe der Kinder jeweils einzeln exakt nachvollzogen und dabei gleichzeitig die Verbindung zu den Geschwistern mit einbezogen. Dazu untersuchten sie für die Geburtsjahrgänge von 1705 bis 1724, wie sich deren Sterblichkeit bis zum Jahr 1740 entwickelte. Die Daten über Geburten und Todesfällen stammen aus Abschriften alter Kirchenbücher, die die historische Bevölkerung des St. Lawrence Tals in der kanadischen Provinz Québec geführt hatte.
Fazit
Eine natürliche Feiung ist immer noch die beste Immunisierung eines Menschen. Nicht nur, weil damit das Immunsystem auf angemessene Weise für den Ernstfall „üben“ kann, sondern auch, weil damit eine gravierende Belastung durch die toxischen Bestandteile von Impfstoffen vermieden wird. Richtig behandelt – das heißt nicht rein symptomatisch – sind die meisten Krankheiten dann normalerweise kein Problem. Bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung sollte man jedenfalls zuerst naturheilkundliche Mittel anwenden und nur im Notfall einen Arzt aufsuchen.
Daniel Trappitsch
Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 11/18