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Zwar ist die Rigi kaum halb so hoch wie die höchsten Schweizer Gipfel, doch das Bergmassiv hat schon viele in seinen Bann gezogen: Schriftsteller wie Mark Twain, Maler wie JMW Turner oder Komponisten wie Richard Wagner.
Sogar die britische Queen Victoria wurde im Jahr 1868 auf den 1798 Meter hohen Gipfel getragen und genoss das offensichtlich. Sie schrieb in einem Tagebucheintrag: "We are amused".
Vor 200 Jahren, am 6. August 1816, wurde auf dem schiefen Gipfel ein Gasthaus externer Linkeröffnet - das erste seiner Art auf einem Schweizer Berggipfel.
In John Murray's Handbuch - das als die Reisebibel des 19. Jahrhunderts gilt - stand, dass die Rigi zwar nicht sonderlich hoch sei, dafür einen "spektakulären Blick auf alle Seiten" biete.
Als die Rigi bekannter wurde, wuchs auch die Infrastruktur, darunter eine Zahnradbahn, um Touristen bis ganz auf den Gipfel zu befördern.
Inzwischen ist der Berg ein beliebter Aussichtspunkt für Touristen aus aller Welt, insbesondere auch für Chinesen. Vergangenes Jahr gab es Schlagzeilen, als die Bahn spezielle Züge für asiatische Besucher einsetzte. Unbestätigten Berichten nach haben sich Schweizer Reisende darüber beschwert, dass Chinesen unhöflich und unordentlich seien.
Die Betreiber des Hotels Kulm erinnerten ihrerseits die chinesischen Gäste mit aufgehängten Anschlägen an die Schweizer Gepflogenheiten.
Text: Dale Bechtel/swissinfo.ch