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In meiner Bachelorthesis untersuche ich zwei spezifische Events rund um den Truppenabzug aus Afghanistan in 2021: den Terroranschlag am Flughafen Kabul kurz vor Beendigung des Abzuges am 26.8.21 und das offizielle Ende des Truppenabzuges am 31.8.21. Für das Lehrprojekt interviewte ich dann die afghanische Rockband Whitepage.
Grund für die Auseinandersetzung mit dem Thema war mein Interesse am Krisenjournalismus. Zudem arbeitete ich im Sommer 2021, während des Truppenabzuges aus Afghanistan, in einem griechischen Flüchtlingscamp. Zum damaligen Zeitpunkt lebten dort viele Afghan:innen. Für uns alle war die Situation sehr belastend und es gab Diskussionen darüber, was in den Medien gezeigt wurde – oder eben nicht. Immer wieder fragte ich mich, was Medien spezifisch in Situationen, welche oft komplex, unübersichtlich oder schwer zugänglich sind, überhaupt vermitteln können, und warum oft auch qualitativ gut recherchierte Artikel über Berichte vor Ort, der Situation nicht gerecht werden können.
Das Ziel meiner Thesis war es deshalb eine Medienanalyse durchzuführen um zu sehen, wie die grossen, westlichen Medien über den Abzug berichteten und welche Schlüsse für den Journalismus daraus gezogen werden können. Die Medienanalyse erfolgte anhand einer qualitativen Studienanalyse. Wie diese Themen dargestellt wurden untersuchte ich jeweils anhand der NZZ, der ARD und der New York Times.
Dabei wurde festgestellt, dass Medienübergreifend für dieselben Themen fasst dieselbe Wortwahl gebraucht wurde und wenigen Korrespondenten die Verantwortung für die Übermittlung der Informationen an ein Millionenpublikum trugen. Der Fokus der Berichterstattung liegt dabei auf Aussagen von den Politikern und verantwortlichen Militärpersonal und weniger auf den Aussagen von der zivilen Bevölkerung.
Lehrprojekt
In meinem Lehrprojekt wollte ich Afghanen in der Schweiz eine Stimme geben.
In einem Interview mit der aus Afghanistan stammenden Rockband Whitepage, sprachen wir darüber was sie zum Thema Afghanistan bewegt, wie Musik ihnen dabei hilft damit umzugehen und inwiefern sie sich von den Medien repräsentiert fühlen.