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Darüber hinaus befeuerten sie laufende sicherheitspolitische Debatten und den Diskurs über den Islamismus. Innenpolitisch dominierten im November noch einmal die Wahlen: Die zweiten Wahlgänge zur Neubesetzung des Ständerats in diversen Kantonen einerseits und die bevorstehenden Bundesratswahlen vom 9. Dezember andererseits wurden in allen analysierten Medien resonanzstark thematisiert
Legende: Die grauen Balken geben das durchschnittliche Gewicht pro Kommunikationsereignis (KE) an (vgl. Kasten zur Methodik). Die roten Balken zeigen, ob ein KE im Vergleich zum Vormonat mehr oder weniger Resonanz erzielt hat. Der Wert +100 bedeutet, dass das KE im aktuellen Monat neu entstanden ist.
"Kampf gegen den Terror" im Anschluss an die Attentate von Paris
Die Serie von Attentaten in der französischen Hauptstadt Paris vom 13. November war das einschneidendste Ereignis des vergangenen Monats. Die Pariser Anschläge auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" und ein jüdisches Lebensmittelgeschäft von Anfang Jahr lösten insbesondere reflexive Debatten über die Pressefreiheit und den Islamismus aus (vgl. Medienagenda vom Januar). Im Anschluss an die neusten Anschläge rücken nun Diskurse über die konkrete terroristische Bedrohungslage bspw. in der Schweiz (Rang 8) sowie über den Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien und im Irak (Rang 4) in den Fokus. Damit ist der mediale Blick nach Syrien wieder geprägt durch die Bedrohung des IS, nachdem in den letzten Monaten zwischenzeitlich vermehrt über den Bürgerkrieg und die russische Militärintervention berichtet wurde.
Die Flüchtlingskrise verliert weiter an Resonanz
Weiter an massenmedialer Aufmerksamkeit eingebüsst hat im November die Flüchtlingskrise (Rang 5), obwohl der Flüchtlingsstrom nach Europa trotz Kälteeinbruch nicht abriss und Ende Monat ein Aktionsplan zwischen der EU und der Türkei beschlossen wurde. Etwas mehr Berichterstattung gab es hingegen wieder über die Schweizer Asylpolitik (Rang 6), wobei vermehrt Kritik am Vorgehen des Bundes und der zuständigen Bundesrätin geäussert wurde. So wird FDP-Präsident Philipp Müller in der NZZ vom 13. November beispielsweise folgendermassen zitiert: "Das Problem ist SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga." Nur noch unterschwellig thematisieren die Medien mit Ausnahme der NZZ im November die Flüchtlingspolitik anderer Staaten, wie beispielsweise jene Deutschlands.
Ständerats- und Bundesratswahlen
Aufgrund der kantonalen Urnengänge für den Ständerat erhielten die Eidgenössischen Wahlen im November weiterhin Medienaufmerksamkeit (Rang 3). Auf grosses Interesse stiess dies vor allem noch bei den analysierten Abonnementszeitungen Tages-Anzeiger, NZZ und Le Temps, nachdem die Eidgenössischen Wahlen im Oktober auch bei den Gratis- und Boulevardmedien noch das resonanzstärkste Kommunikationsereignis waren. Umfangreicher als die Ständerats- wurden im November im Durchschnitt die Bundesratswahlen thematisiert (Rang 2). In der ersten Monatshälfte wurden dabei vor allem mögliche SVP-Kandidaten für die Nachfolge von Eveline Widmer-Schlumpf portraitiert und der Kandidatenkreis auf elf ausgeweitet, danach stand das SVP-Dreierticket mit Guy Parmelin, Norman Gobbi und Thomas Aeschi im medialen Fokus. Mehr zu den Resonanzchancen und zur Tonalität der Bundesratskandidaten erfahren Sie in unserem jüngsten Bericht zum Reputationsmonitor Politik.
Skandalumwitterter Sport
Nachdem neue Enthüllungen den FIFA-Korruptionsskandal im September und Oktober zurück in die Top-10 der wichtigsten Kommunikationsereignisse befördert hatten, wurde es im November etwas ruhiger um den Weltfussballverband (Rang 9). Im Kontext des russischen Dopingskandals sorgte neben der FIFA aber auch der Leichtathletik-Weltverband IAAF für negative Schlagzeilen (Rang 7). Abgerundet wird die Monatsagenda der wichtigsten Themen mit der Weltklimapolitik, welche zurzeit im Rahmen des Klimagipfels in Paris verhandelt wird (Rang 10). Mehr dazu finden Sie hier.