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Regine Baeriswyl-Bielmann ist am 8. Dezember 1927 im Sageboden in Plasselb geboren. Sie war das älteste von elf Kindern. Mit ihren Eltern Bertha und Viktor Bielmann-Brügger und den Geschwistern verbrachte sie eine gute Kindheit, die aber geprägt war von der Kriegszeit und harter Arbeit. Die grosse Familie hielt immer zusammen, jeder war für den anderen da. Die obligatorische Schulzeit absolvierte sie in Plasselb. Danach arbeitete sie an verschiedenen Orten in Haushalt und Hof.
Im Frühling 1945 vermählte sie sich mit Kanis Baeriswyl. Dem jungen Paar wurden fünf Kinder geschenkt. Ihnen war Regine eine herzensgute Mutter. In den Wintermonaten lebten sie «im Muelersch» in St. Silvester und im Sommer waren sie auf der Alp. Sie bewirtschafteten während 45 Jahren verschiedene Alpen im Schwarzseegebiet. Das Hirten gefiel Regine Baeriswyl-Bielmann, das war ihr Leben. Sie war eine wunderbare Gastgeberin und bewirtete mit Freude ihre zahlreichen Besucher.
1975 erwarb die Familie ein Haus im Sageboden, in dem sie bis zuletzt gelebt hat. Ihr Mann Kanis verstarb im Januar 1995. Sie unterhielt ihr Zuhause mit viel Liebe, hegte und pflegte, solange sie konnte, einen Gemüsegarten und hatte das Haus immer mit schönen Blumen geschmückt.
Regine Baeriswyl-Bielmann erfreute sich besonders an ihren 13 Gross- und 21 Urgrosskindern. Zu ihnen hatte sie immer einen sehr guten Kontakt. Sie unternahm auch nach dem Tod ihres Ehemannes sehr viel mit ihrer Familie, den Landfrauen und Freundinnen. Sie liebte den Kontakt zu anderen Menschen, war vielseitig interessiert, und man konnte mit ihr bis ins hohe Alter gute Diskussionen führen. Ihre geistigen Fähigkeiten waren ein Glück, doch andererseits hatte sie mit vielen körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Sie musste mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Tapfer und zuversichtlich erholte sie sich immer wieder und hatte auch Zeiten mit weniger Schmerzen. In den letzten Monaten machten sich erneut gesundheitliche Probleme bemerkbar. Spitalaufenthalte folgten, bis ihr Gesundheitszustand es verunmöglichte, in ihr geliebtes Heim zurückzukehren. Sie zog Mitte März 2014 ins Pflegeheim Tafers ein. Dort wurde sie sehr gut gepflegt, und sie nahm auch diese neue Situation an. Sie erfreute sich an den zahlreichen Besuchen der Familie und von Bekannten. Den Ostersonntag durfte sie im Kreise der Familie einer Tochter verbringen. Acht Tage später, am Morgen des 28. April 2014, schloss sie ihre gütigen Augen für immer. Ihre Art, das Leben zu meistern, und die grosse Liebe, die sie ihren Mitmenschen gegeben hat, lässt sie in allen, die sie gekannt haben, weiterleben, und sie werden sie nie vergessen. Eing.