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|Chile-Tours

Ein Land mit allen Klimazonen

Chile erstreckt sich über 4300 Kilometer in der Nord-Süd-Ausdehnung und ist dabei höchstens 180 Kilometer breit. So eingeklemmt zwischen Anden und Meer, hat sie alle möglichen Klimatas zu bieten. Im Norden liegt die trockenste Wüste der Welt, die Atacama-Wüste. Hier gibt es ein paar Hafenstädte und im Landesinnern einige wenige Städte und Dörfer sowie Oasen. Im Süden oberhalb Santiagos, regnet es öfter, im semi-ariden Klima wachsen Büsche und Bäume. Weiter in Richtung Süden beginnen die Wein- und Gemüseanbaugebiete, es gibt häufiger Niederschlag und er nimmt weiter südlich noch zu, es ist grün, es dominieren Wälder und Wiesen, Flüsse und Seen. Ganz im Süden dann wird es wieder trockener, dafür ist es das ganze Jahr über relativ kalt, über 20 Grad wird es selten hier, es ist auch mit Argentinien das südlichst gelegene Landgebiet der Welt vor der Antarktis.
Die ChilenInnen sind sehr freundlich und kontaktfreudig. Mir passierte es sehr oft, dass ich auf offener Strasse angesprochen wurde und mir die nähere Umgebung und ihre Geschichte erklärt wurden. Gleichzeitig waren die Leute aber auch an mir interessiert und es erfüllte sie mit Stolz, wenn man "von so weit" herkommt, nur um ihr Land zu bereisen. Trotzdem fühlte ich mich nie bedrängt, auch ist Chile bestimmt eines der sichersten Länder Amerikas.
Die Touren werden von erfahrenen, deutsch-, englisch- und spanischsprachigen Reiseleitern geführt. Im Winter (unserem Sommer) kann auch Ski gefahren werden (auch Kurse) oder Skitouren werden angeboten.
Eine Tour im Sommer (in unserem Winter!) kann wie folgt aussehen:
1. Tag:
Im Bus vom Flughafen Punta Arenas direkt nach Puerto Natales. Einquartierung im Hostal. Möglichkeit, Fiberglas-Schlafsäcke auszuleihen und für die Trekking-Tour Proviant einzukaufen. Am Abend ist noch ein gutes Nachtessen im Hostal zu empfehlen.
2. Tag:
Am Morgen Transport zum Parkeingang Laguna amarga, auf dem wir wohl schon Guanacos und Füchse, vielleicht auch Adler, Condore oder Schwarzhalsschwäne beobachten können. Nun haben wir das Torres del Paine-Massiv zum ersten Mal im Blickfeld mit dem mächtigen Admiral Nieto-Spitz im Vordergrund und fahren in einem weiteren Bus bis zur Hosteria las Torres, wo wir die Zelte aufstellen. Am Nachmittag gehen wir mit einem kleinen Tagesrucksack bepackt zum Aussichtspunkt auf die drei Türme auf etwa 900 M.ü.M. Unvergleichlich, wie sich da diese Granittürme fast 2000 Meter in den Himmel oder die Wolken bohren! Danach gehts zurück zum Camping.
3. Tag:
Für viele ist dies der schwerste Tag, da wir heute mit dem ganzen Gepäck dem langen, trübgrünen Nordenskjoeld-See im hügeligen Gelände entlanggehen. In etwa 4 Stunden erreichen wir die Herberge los Cuernos am Fusse des braunweissen Haupthorns, wo wir eine längere Rast einlegen, bevor es in 2 weiteren Stunden zum 5 km entfernten Camping Italiano geht. Dieser liegt gut geschützt in einem Wald, neben einem tosenden Gletscherfluss und am Fusse des imponierenden Vertisquero Francés, einem Hängegletscher von dem regelmässig Eisabbrüche in Lawinen, und begleitet von mächtigem Donnern niederstürzen. Ein sicherlich unvergessliches Erlebnis!
4. Tag:
Diesen Morgen gehts mit dem Tagesrucksack ausgerüstet das Valle Francés und seinem Gletscher entlang hoch. Weiter oben öffnet sich dann das Tal zu einem grossen Kessel mit einer eindrücklichen Sicht auf die verschiedenen Bergspitzen mit bezeichnenden Namen wie: Burg, Haifischflosse, Schwert und Maske...auch die Aussicht auf die Seen Nordenskjoeld und Pehoe ist hier oben ausgezeichnet! Am Nachmittag gehen wir in etwa 2 Stunden vom Camping Italiano zum Refugio Pehoe am gleichnamigen, smaragdgrünen See.
5. Tag:
Diesen Tag starten wir, in dem wir uns das Tal des Windes hinaufkämpfen und dabei vielleicht auch den Ursprung dessen Namens ausfindig machen können. Weiter oben öffnet sich dann unser Blickfeld auf den Grey-See mit den ersten schwimmenden Eisbergen darauf, bevor wir über eine Kuppe steigen und jetzt den Grey-Gletscher in seiner ganzen Pracht vor uns liegen sehen. Weiter hinten erstreckt sich das fast immer trübe und wolkenverhangene südliche Eisfeld. Danach gehts in einem ziemlich ruppigen Abstieg runter bis zum Refugio Grey, gleich bei der Gletscherzunge, wo wir die Zelte aufschlagen und bei einem Glas Pulversaft "on the rocks" anstossen können! Am Nachmittag besteht die Möglichkeit einen Ausflug dem Gletscherrand entlang zu machen, um diese zerklüftete Eismasse auch von oben bestaunen zu können. wer will kann auch mit dem Schiff zum Gletscher hinfahren und einen "Ice-Hike" mit Pickel und Steigeisen wagen.
6. Tag:
Nun gehts wieder zurück zum Pehoe-See, wo wir am Mittag das Schiff besteigen und in einer 30-minütigen Fahrt über diesen fahren, wobei wir die eindrückliche Panorama-Aussicht auf das gesamte Torres-Massiv und Paine Grande-Wasserfall geniessen können. Dann gehts zurück nach Puerto Natales und hier sollten wir uns ein leckeres patagonisches Lammfleisch nicht entgehen lassen.
7. Tag:
Freier Tag. Mögliche Ausflüge zur Milodon-Höhle, Pinguin-Kolonien oder nach Punta Arenas. Am Abend Flug nach Santiago und Uebernachtung im Hostal.
Dies ist eine mögliche Tour. ihr könnt aber auch ganz individuell etwas zusammen stellen.
Die Preise sind absolut unverbindlich, sie sollen nur zur Kostenrelation beitragen:
Mit 2 Personen etwa 800 SFr.
Mit 3 Personen etwa 650 SFr.
Mit 4 Personen etwa 550 SFr.
Mit 5 - 6 Personen etwa 500 SFr.
Mit 7 - 10 Personen etwa 400 SFr.

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