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Während unabhängige Experten ihre Ernteerwartungen schon vor einiger Zeit nach unten korrigiert hatten, hielt Fjodorow bis zuletzt an seiner Produktionsprognose von 95 Mio t fest. Für die nun erfolgte Korrektur hätten die Folgen der Dürre beziehungsweise die übermässigen Niederschläge in mehreren Regionen den Ausschlag gegeben, erklärte der Minister.
Deutlicher Importanstieg
Nach Angaben seines Ressorts hat Russland seit Anfang des Wirtschaftsjahres 2013/14 bis zum Stichtag 7. August insgesamt rund 3,2 Mio. t Getreide exportiert, das ist etwa ein Viertel mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Wirtschaftsjahres. Wie der Föderale Zolldienst in Moskau inzwischen mitteilte, sind aus Russland im ersten Halbjahr 2013 lediglich 1,23 Mio. t Weizen einschliesslich Gemenge ausgeführt worden. Im den ersten sechs Monaten 2012 waren es dagegen noch fast 6,14 Mio. t gewesen.
Dadurch verringerten sich die Exporteinnahmen deutlich, und zwar von etwa 1,6 Mrd. USD (1,47 Mrd. Fr.) auf nur noch 386,6 Mio. USD
(355 Mio. Fr.). Auf der anderen Seite haben sich die Weizeneinfuhren im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verzehnfacht und sind von 46 000 t auf 483 200 t gestiegen.
Hohe Weizenpreise im Inland
Wie aus der Zollstatistik weiter hervorgeht, wurde der russische Exportweizenmit einer Menge von mehr als 1,1 Mio. t im bisherigen Jahresverlauf vorwiegend auf den Märkten ausserhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) abgesetzt. Der Importweizen wurde dagegen mit rund 473 000 t fast ausschliesslich aus den anderen Mitgliedsländern des Staatenbundes bezogen.
Marktexperten führten gegenüber der Moskauer „Unabhängigen Zeitung“ den starken Rückgang der Weizenexporte im ersten Halbjahr 2013 auf die kleinere heimische Getreideernte 2012 und auf die damit verbundenen hohen Weizenpreise am Binnenmarkt zurück.
Umrechnungskurs: 1 USD = 0,92 Fr. (21-8-13)