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Donnerstag,
06. Februar 2014
11:03 Uhr
Der Mensch strebt in seinem Leben nach Wachstum. Eine Entlöhnung sollte daher nicht nur in Geld sondern auch in der "Sinnhaftigkeit" der eigenen Arbeit bestehen. Ansonsten ist die persönliche Motivation, d.h. der Anreiz, Leistung zu erbringen, auf Dauer nicht gegeben.
Geschichte und Hintergrund
Die Maslow’sche Bedürfnispyramide (eigentlich: Bedürfnishierarchie) beruht auf einem vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow 1943 veröffentlichten Modell, um die Motivation...
... von Menschen zu beschreiben. Maslow gilt als einer der wichtigsten Gründer und Vertreter der Humanistischen Psychologie.
Maslow hat sein Modell 1970, kurz vor seinem Tod, erweitert. Die oberste Stufe der neuen Pyramide ist nun "Transzendez", also die Suche nach einer das individuelle Selbst überschreitenden Dimension. Diese Erweiterung reflektiert Maslows Weg von der Humanistischen zur Transpersonalen Psychologie. Obwohl häufig das Datum 1970 mit angegeben wird, wird die Pyramide meist mit der "älteren" Selbstverwirklichung an der Spitze dargestellt.
Die menschlichen Bedürfnisse bilden die "Stufen“ der Pyramide und bauen dieser Theorie gemäß aufeinander auf. Der Mensch versucht demnach, zuerst die Bedürfnisse der niedrigsten Stufe zu befriedigen, bevor die nächste Stufe zum neuen und stärkeren Bedürfnis wird. Ein starkes Bedürfnis erhöht die Motivation es zu befriedigen.
Die fünf Stufen der Pyramide
Erste Stufe: Existenz
Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Wohnraum, Sexualität.
Zweite Stufe: Sicherheit
Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, fester Arbeitsplatz, Absicherung.
Dritte Stufe: Soziale Bedürfnisse
Familie, Freunde, Parnterschaft, Liebe
Höhere Wertschätzung durch Anerkennung, Status, Respekt, Wohlstand, Einfluss, mentale und körperliche Stärke, Erfolg
Selbstaktualisierung, Individualität, Talentenfernung, Perfektion, später kommt noch "Transzendenz" dazu.
Defizitbedürfnisse und unstillbare Bedürfnisse
Die ersten drei Stufen in der Pyramide (und auch Teile der vierten) nennt man auch Defizitbedürfnisse. Diese Bedürfnisse müssen befriedigt sein, damit man zufrieden ist, aber wenn sie erfüllt sind, hat man keine weitere Motivation diese zu befriedigen (wenn man nicht mehr durstig ist, versucht man beispielsweise nicht mehr zu trinken).
Unstillbare Bedürfnisse der oberen Stufen können demgegenüber nie wirklich befriedigt werden und gelten immer als Motivationsfaktoren.
Ein Maler zeichnet zur Selbstverwirklichung; sein Bedürfnis nach Kreativität ist nicht nach einer bestimmten Anzahl Bildern gestillt.
Fazit und Praktische Anwendung
1. Für eine Person wichtige aber unbefriedigte Bedürfnisse können zu Leistungseinbussen führen
2. Die aktuell bestimmenden Bedürfnisse sind situationsabhängig. Beispielsweise wird die Stufe der Sicherheit in Rezessionszeiten höher gewichtet als in wirtschaftlichen Wachstumsphasen.
3. Streben Sie in Ihrer Arbeit nicht nur nach Geld, sondern vielmehr auch nach einem persönlichen „Sinn“.