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Der reiche Jude Nathan kommt von einer Geschäftsreise zurück und erfährt, dass seine Pflegetochter Recha von einem christlichen Tempelherrn aus dem brennenden Haus gerettet worden ist. Der Ordensritter wiederum verdankt sein Leben Saladin, dem muslimischen Herrscher Jerusalems. Der Sultan hat ihn seinerseits als einzigen von zwanzig Gefangenen begnadigt, weil er seinem verstorbenen Bruder Assad ähnlich sieht. Der rational denkende Nathan ist trotz dieser glücklichen Umstände nicht bereit, ein Wunder zu vermuten oder gar zu erkennen. Er überzeugt auch Recha davon, dass es töricht sei, an Schutzengel zu glauben. weiter lesen >
Musik Mauricio Kagel / Alberigo Tuccillo In diesem Satz stehtzweimal nichts und dreimal und,zweimal in, zweimal diesem,zweimal Satz, zweimal steht,neunmal zweimal, zweimal neunmal,zweimal dreimal, zweimal sonstund sonst nichts.
Inzwischen war Giuseppe, ohne sich gewahr zu werden, dass er eine Viertelstunde gelaufen war, vor seinem Haus angekommen. Er hielt einen Augenblick inne, weil er merkte, wie geräuschvoll sein Atem ging. Er musste seine Fassung und seine Ruhe gänzlich zurückerlangen, bevor er eintreten und seine Lieben umarmen würde. Im Übrigen musste er noch die richtigen Worte finden, um ihnen das Fasten zu erklären, das ihnen auferlegt sein würde. weiter lesen >
Es gibt offenbar einige Irrtümer zu berichtigen über das wohl berühmteste, aber so häufig wie kaum ein anderes missverstandene neapolitanische Lied. Zum schlechten Ruf der vermeintlichen Schnulze wird wohl allein schon die nicht auszumerzende falsche Schreibung des Titels beigetragen haben! …
Eines der entzückendsten Gedichte des italienischen Romantikers Giacomo Leopardi – sein wohl berühmtestes – heißt «Il sabato del villaggio» (Samstag auf dem Dorfe). Trotz des Titels ist in den anmutigen Versen jedoch kaum von der Erschöpfung der Bauern am Ende der harten, strapaziösen Woche, sondern vornehmlich vom Sonntag die Rede, wenn Herr und Magd, Bäuerin und Knecht endlich ausruhen und sich festlich kleiden werden. weiter lesen >
«Ich hätte alles ganz anders gemacht.» Das war mein erster Gedanke. — «Zum Glück haben sie’s so gemacht, wie sie’s gemacht haben, und nicht, wie ich’s gemacht hätte.» Das war der zweite. weiter lesen >
Sterne leuchten nicht,
Blumenwiesen sind nicht bunt,
Farben sind im Kopf.
Ein sprachgewaltiger Architekt des vertrackten und doppelbödigen Schachtelsatzes ist er freilich nicht, kein virtuoser Anwalt der eigenen ästhetischen Theorien und kein widerborstiger Provokateur… weiter lesen >