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Lenk im bernischen Simmental gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Mannenberg-Reichenstein, die seit 1456 im Besitz der Herren von Bubenberg war. Von ihnen kam das Gericht an der Lenk 1465 an einheimische Landesvenner sowie 1502 schliesslich an Bern und damit zur Kastlanei (Vogtei) Obersimmental. Die Kirche Lenk war ursprünglich eine Filiale der sechs Kilometer entfernten Pfarrkirche von St. Stephan. 1505 verfügte Bern gegen den Willen des Klosters Interlaken und der Kirche St. Stephan, dass der Kirchensatz den Lenkern selbst zustehe und ihre Kirche über alle Sakramente verfügen solle. Aus diesem Anlass errichtete man damals einen von Bern mitfinanzierten, von der Lenker Bevölkerung mit einer Pfründe ausgestatteten Kirchenneubau, der 1505 vom Sittener Bischof Matthäus Schiner eingeweiht wurde. 1513 wurde das neue Gotteshaus in den Rang einer Pfarrkirche erhoben und 1524 erfuhr es eine Erweiterung, nach deren Fertigstellung es durch den Bischof von Lausanne eine Neuweihe erhielt. 1528 nahmen die Lenker auf Druck Berns die Reformation an. Ihre 1505 erbaute Kirche fiel am 16. Juli 1878 dem damaligen grossen Dorfbrand zum Opfer (HLS 7/2008, S. 772f.). Die anschliessend errichtete Kirche wurde 1949 erneut ersetzt.
Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).