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Das Wichtigste in Kürze
- Stadler Rail hat das Werk in Weissrussland praktisch vollständig stillgelegt.
- Grund sind die Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine.
- Die Produktion habe man komplett in andere Länder verlagert.
Stadler Rail hat sein grosses Werk in Weissrussland als Folge der Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs praktisch ganz heruntergefahren. Man habe die Produktion komplett in andere Länder wie Polen verlagert.
Es blieben nur noch einige Abschlussarbeiten für Bestellungen aus Aserbaidschan, sagte Konzernchef Peter Spuhler am Mittwoch in der Halbjahres-Telefonkonferenz: «Das ist sehr schade, denn das Werk war eine Perle an Produktivität.»
Auf die Frage, was mit der Fabrik passiere und ob sie verkauft werde, sagte Spuhler: «Ich kann es ihnen nicht sagen. Wir halten sämtliche Sanktionen ein. Das Werk in der Nähe von Minsk ist praktisch auf Stillstand.»
Drittel der Mitarbeiter umverteilt
Ein Drittel der Mitarbeiter habe man auf andere Stadler-Werke in Polen, den USA, Berlin oder in der Schweiz verteilt. Über ein Drittel der Angestellten in Weissrussland habe einen neuen Job gefunden. Es habe auch Entlassungen gegeben.
«Wir hoffen, dass die Sanktionen irgendwann aufgehoben werden und wir das Werk wieder hochfahren können. Aber wann, keine Ahnung», sagte Spuhler mit einem Seufzer.