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Der Begriff Bootcut stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Stiefelschnitt. In der Jeansmode gehört die Bezeichnung Bootcut daher zu den Schnittmodellen. Mit Bootcut bezeichnete Jeans sitzen relativ eng und haben unterhalb des Knies eine leicht ausgestellte Beinweite. Im Gegensatz zu den berühmten Schlaghosen aus den 1970er Jahren ist das erweiterte Bein nur etwas breiter geschnitten als bei Modellen mit geradem Schnitt. Das hatte früher einen eher praktischen, als einen modischen Nutzen.
Die Bootcut-Jeans gehört zu den ältesten Modellen der Jeansgeschichte. Auf der Suche nach robuster Beinbekleidung, die bequem über Stiefeln getragen werden kann, wurde diese Passform entwickelt. Vor allem für Cowboys war dieses Modell besonders bequem. Die leicht ausgestellte Beinweite erlaubte ein komfortables Anziehen der Stiefel und eine unerwünschte Abnutzung im unteren Beinbereich wurde wirkungsvoll vermieden.
Jeans mit der Passform Bootcut sind daher Klassiker und erinnern an die ersten Modelle von Levi Strauss. Auch heute noch sind Bootcut-Jeans besonders praktisch für Stiefelträger. Auch hier ist das leicht ausgestellte Bein im Gegensatz zur Schlaghose über den Stiefeln kaum sichtbar. Bootcut-Jeans sind daher eine Mischform zwischen Schlaghosen und eng geschnittenen Modellen wie Slim Fit oder Skinny Jeans. Zu den Klassikern dieser Passform zählen die berühmten Levis-Modelle 517 und 507. Bootcut-Jeans werden meist mit mittlerer Leibhöhe angeboten d.h., der Bund liegt hier auf Hüfthöhe.