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Schlittschuhe bewährten sich schon vor Tausenden von Jahren als Fortbewegungshilfe. Als Schneide benutzten die Menschen damals abgeschliffene Tierknochen. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch mit so einfachen Schneiden bei der Fortbewegung die Körperkraft bis zu zehn Prozent effizienter eingesetzt werden kann. Aufgrund archäologischer Funde kamen britische Forscher zum Schluss, dass Schlittschuhe in Skandinavien schon in der Wende des 5. zum 4. Jahrtausends v. Chr. bekannt waren. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Schlittschuhe besonders in Südfinnland stark verbreitet waren. Dort konnten die Schlittschuhe am effizientesten eingesetzt werden, weil die landesweite Eisfläche mit den vielen weiten Seen im Vergleich zu anderen Regionen viel grösser ist.
Einige Freiwillige haben die nach alter Machart hergestellten Schlittschuhe auf einer Alpeneisbahn getestet, wobei Herzfrequenz, Atmung und Laufgeschwindigkeit gemessen wurden. Dieselben Daten wurden auch bei weiteren 240 10-Kilometerläufen auf den altertümlichen Schlittschuhen in anderen Regionen erhoben und ausgewertet. Während die Läufer in Finnland bis zu zehn Prozent Energie sparten, sank diese Zahl in Norwegen auf höchstens drei Prozent.
In Deutschland, Schweden und den Niederlanden sparten sie nur gerade ein Prozent Energie ein.