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Die Extravagante Carine Roitfeld "Vogue Paris" 2001 - 2010
Ihre Karriere: Zusammen mit Designer Tom Ford und Starfotograf Mario Testino hat sie in den 90ern die marode Marke Gucci zum internationalen Mega-Brand gemacht. 2001 wurde sie Chefin der französischen "Vogue" – und hat sie zu der Modezeitschrift mit dem meisten Sexappeal entwickelt. Zuletzt gründete die heute 60-Jährige ihr eigenes Magazin "CR Fashionbook" und amtet als Worldwide Fashion Director von "Harper’s Bazaar".
Das erzählt man sich: Sie habe ihre Modeassistentinnen vor einer Anstellung gewogen.
Das hat sie gesagt: "In der Mode geht es um Extravaganz – und davon braucht jeder ein wenig."
Die Strenge Anna Wintour US-"Vogue" seit 1989
Ihre Karriere: Seit 25 Jahren an der Spitze der US-"Vogue", ist sie die mächtigste Frau im Modebusiness. Die 65-Jährige steht um 5.45 Uhr auf, spielt Tennis, um sieben kommt die Hair- & Make-up-Truppe zu ihr nach Hause, um acht sitzt sie an ihrem Schreibtisch.
Das erzählt man sich: "Nuclear Wintour" neige zu cholerischen Ausbrüchen und könne kalt wie ein Fisch sein. Doch nicht nur: Als sie mit 24 von London nach New York gezogen ist, hat sie Bob Marley kennen gelernt und ist mit ihm für eine Woche verschwunden.
Das hat sie gesagt: "Mode hat etwas an sich, das gewisse Menschen nervös werden lässt. Und weil sie sie verängstigt, müssen sie sie schlechtmachen."
Die Exzentrikerin Angelica Blechschmidt Deutsche "Vogue" 1989 - 2003
Ihre Karriere: Sie studierte an der Modeschule in Hamburg und war Art Director bei der "Vogue", bevor sie Chefredaktorin wurde. Heute lebt sie zurückgezogen in Potsdam nahe ihrem guten Freund Modedesigner Wolfgang Joop.
Das erzählt man sich: Sie trug meist schwarze Cocktailkleider und Manolo Blahniks zur Arbeit. Um 16 Uhr ging sie zum Coiffeur, um 21 Uhr soll sie zurückgekommen sein, um bis Mitternacht an Layouts und Texten zu feilen. Das Team musste auf sie warten.
Das hat sie gesagt: "Ich habe mit fünf beschlossen, nie zu heiraten, um von niemandem abhängig zu sein."
Die Provokative Helen Gurley Brown US-"Cosmopolitan" 1965 - 1997
Ihre Karriere: Sie war ein Escortgirl und schockte Amerika Anfang der 60er mit einem Buch über unverheiratete Frauen, die Spass an Sex haben. Kurz darauf hat die "Cosmo" sie engagiert, wo Helen die Auflage von 800 '000 Exemplaren auf drei Millionen schraubte. Miniröcke, Netzstrümpfe und grosse Ohrringe trug sie bis ins hohe Alter.
Das erzählt man sich: Ihr Büro hatte pinke Wände und einen Leopardenspannteppich. Sie habe sich selbst hässlich gefunden und litt zeitlebens an starker Akne.
Das hat sie gesagt: Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, bezeichnete sie sich selbst als Mouseburger: eine körperlich wenig ansprechende Frau ohne Geld und mit schlechten Aussichten für ihr Leben.
Die Pionierin Carmel Snow US-"Harper’s Bazaar" 1933–1957
Ihre Karriere: Sie war die Erste. Ihr Genie bestand darin, die besten Leute zu entdecken. Sie rekrutierte die spätere "Vogue"-Chefin Diana Vreeland, machte Christian Dior gross und lancierte die Hollywoodkarriere von Lauren Bacall, indem sie die Newcomerin 1943 auf das Cover hievte.
Das erzählt man sich: Sie schlief und ass wenig, es verband sie jedoch eine lebenslange Liebe zum Drei-Martini-Lunch. Um ihre Pariser Couture-Kleider am US-Zoll vorbeizuschmuggeln, schnitt sie die Labels heraus.
Das hat sie gesagt: "Eleganz ist guter Geschmack plus eine Portion Wagemut."
Der Paradiesvogel Diana Vreeland US-"Vogue" 1963–1971
Ihre Karriere: Die legendärste aller Chefredaktorinnen liebte die Aufbruchstimmung der Sixties. Sie war mit Andy Warhol, Truman Capote und Jackie Kennedy befreundet und hat die Models Edie Sedgwick und Jerry Hall entdeckt. Begonnen hatte ihre Karriere 1936 als Ratgeberkolumnistin bei "Harper’s Bazaar".
Das erzählt man sich: Dass sie als Kind mit Buffalo Bill geritten sei. Und den späteren Starfotografen Richard Avedon 14 Mal abgewimmelt habe, bevor sie ihm eine Audienz gewährte.
Das hat sie gesagt: "Der Bikini ist die wichtigste Erfindung seit der Atombombe."