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The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert
Regie: Stephan Elliott
Darst.: Hugo Weaving, Guy Pearce, Terence Stamp, Bill Hunter, Sarah Chadwick, Mark Holmes, Julia Cortez, Alan Dargin, Ken Radley, June Marie Bennett, Stephan Elliott u.a.
Die nicht mehr ganz taufrische Show der Drag Queen Mitzi Del Bra alias Tick reisst das verwöhnte Publikum in Sydney nicht mehr vom Hocker. Da kommt das überraschende Angebot der Exfrau für einen Auftritt in ihrem Hotel in Alice Springs gerade recht. Also wendet sich Tick an ihre Bühnenkolleginnen, um sie für das Unternehmen zu gewinnen: Felicia, deren Karriere ebenfalls ins Stocken geraten ist, und die ältere, transsexuelle Bernadette, die um ihren jungen Lover trauert. In einem ausgemusterten Schulbus, den sie «Priscilla» taufen, machen sich die drei Paradiesvögel auf die weite Reise und erregen in ihren schrillen Outfits einiges Aufsehen, was im von Machismo geprägten und homophoben Outback nicht überall gut ankommt. Die einzigen, die ihnen freundlich begegnen, sind eine Gruppe australischer Ureinwohner – auch sie gesellschaftliche Outsider – sowie ein älterer Mechaniker namens Bob, der den Bus wieder flottmacht. «The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert» ist der zweite Spielfilm des 1964 in Sydney geborenen Regisseurs und Drehbuchautors Stephan Elliott («Easy Virtue»), der auch das Drehbuch für das 2006 erfolgreich für die Bühne adaptierte, gleichnamige Musical schrieb. Die Low-Budget-Produktion löste 1994 bei den Kritiker:innen in Cannes Begeisterungsstürme aus und gewann 1995 den Oscar für die besten Kostüme. Überragend sind auch die schauspielerischen Leistungen: Für Hugo Weaving («Matrix»-Trilogie, «The Lord of the Rings») und Guy Pearce («Memento») bedeutete «Priscilla» den Durchbruch zur internationalen Karriere, während Terence Stamp («Teorema») bereits mit den bedeutendsten Regisseuren der Zeit, darunter Pier Paolo Pasolini und William Wyler, gearbeitet hatte. Auf cineman.ch ist zu lesen: «Drei Drag Queens, ein rosa Bus voller extravaganter Bühnenkostüme, die australische Wüste und die Disco-Hits von Abba bis Gloria Gaynor – von diesen Elementen lebt Stephan Elliotts Drag-Drama, das in kurzer Zeit den Status eines Kultfilms erreichte. Schnelle, witzige und freche Dialoge sowie herzergreifende Szenen machen daraus ein überkandideltes Wunderwerk des Camp, das heute noch bezaubert.»