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Im Jahr 2017 publizierten Forscher der Columbia Law School eine Metaanalyse, die insgesamt 79 Einzelstudien zu diesem Thema umfasste. Die Forschung kam über eine Zeitspanne von drei Dekaden zum Konsensus, dass schwule oder lesbische Eltern dem Wohlergehen von Kindern nicht schaden. Reviews aus den USA (Manning et al., 2014) und Australien (Dempsey et al., 2017) bestätigen das. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Familienprozesse – also z.B. die Qualität der Kindererziehung oder die Zufriedenheit in innerfamiliären Beziehungen – eine wichtigere Rolle spielen als Familienstrukturen wie z.B. das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung der Eltern (Short et al., 2007).
Als Naturwissenschaftler urteile ich gerne anhand von Fakten und als liberaler Politiker setze ich mich dafür ein, dass jeder Bürger die grösstmögliche Freiheit bekommt, solange sein Verhalten niemandem schadet. Momentan haben in der Schweiz homosexuelle nicht dieselben Freiheiten wie heterosexuelle Paare. Mit der Einführung der Ehe für alle und des Rechts zur Adoption von Kindern können wir das ändern. Den Staat hat die sexuelle Orientierung eines Paares nicht zu interessieren.
Tobias Hottiger,
Einwohnerrat, Fraktionspräsident FDP, Zofingen