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Cartier
(spr. -tjeh), Jacques, franz. Seefahrer, geb. wurde vom König Franz I. von Frankreich mit der Erforschung der westlichen Halbkugel beauftragt und segelte mit zwei Schiffen von St.-Malo ab. Er entdeckte die Küste von Labrador, von der er im Namen Frankreichs Besitz nahm. Auf einer zweiten Expedition, die er im Mai 1535 mit drei Schiffen unternahm, segelte er den St. Lorenzstrom hinauf, kam 2. Okt. zu einer Indianeransiedelung, Hochelaga, der er den Namen Mont Royal gab, und traf im Juli 1536 wieder in der Heimat ein, wo er indessen vergeblich auf die Wichtigkeit der von ihm entdeckten Gegenden aufmerksam machte. Auf einer dritten Expedition (1541) besuchte er Hochelaga zum zweitenmal, sah sich aber wegen Mangels an Lebensmitteln bald zur Rückkehr gezwungen. Er lebte seitdem zurückgezogen in St.-Malo; sein Todesjahr ist unbekannt.