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Musikalisch subtil und virtuos umgesetzt werden Erich Tiefenthalers Kompositionen, die immer eine Metapher eines Zustandes, Erlebnisses oder kollektiven Wissens ist. Beispiele sind Werktitel wie Autumn Mood, Kohäsion, Sparkling Island, Dust Dance… Die Stilpalette erstreckt sich über die Jazzevolution der letzten 60 Jahre.
Der österreichische Ausnahmeflötist Erich Tiefenthaler hat die Tradition der Jazzflötisten studiert, beginnend bei Wyman Carver über Sam Most, Frank Wess, Yusef Lateef, Jeremy Steig, Paul Horn, Hubert Laws etc. Er hat eine eigene Improvisationssprache mit Einflüssen der europäischen, lateinamerikanischen und japanischen Musikästhetik entwickelt. Es war ihm schon immer ein Anliegen, der Flöte im heutigen Jazz zu ihrem Platz zu verhelfen. Tiefenthaler konzertierte mit Musikern wie Ademir Candido (BRA), Dudu Penz (BRA), José Luis Cortés, Carlos Irraragorri (Cuba) und vielen mehr. 2017 absolvierte er einen Japanaufenthalt mit Intensivstudium für Shakuhachi bei Taro Matsumoto in Nara und Osaka. Er war als Musiker am Theater am Hechtplatz und am Deutschen Theater München engagiert und ist Mitglied des BodanArtOrchestras.
Peter Madsen besuchte nach der Highschool die Univer- sität von Wisconsin-Eau Claire, an der er die musikpäda- gogische Ausbildung erfolgreich abschloss. Danach zog er nach Minneapolis, um sich komplett auf das Jazz-Pia- nospiel zu konzentrieren. Zwei Jahre später ging Peter Madsen nach New York City. 1987 bekam er die Chan- ce, mit Stan Getz durch die USA und Europa zu touren. Seither hat Madsen mit vielen verschiedenen Größen der Jazz-Szene zusammengespielt, tourt durch die ganze Welt und hat bereits über 120 Alben veröffentlicht und mehr als 500 Kompositionen geschrieben. Seit einigen Jahren lebt Madsen teils in New York City, teils in Vorarlberg. Er unterrichtet Meisterklassen und private Studenten (u. a. David Helbock) und gibt Workshops.
Patrick Manzecchi wurde 1969 in Paris geboren und lebt seit 1977 in Konstanz am Bodensee. Laut Presse ist Patrick einer der besten Schlagzeuger in Deutschland. Der berühmte Saxofonist Scott Hamilton bescheinigt ihm ein authentisches Jazz-Feeling, der Ausnahmetrompeter Paolo Fresu findet ihn „fantastico“ und Pianist Richie Beirach hält ihn für einen Weltklasse-Drummer. Erfahrungen sammelte er an der Seite von Sheila Jordan, George Mraz, Pee Wee Ellis, Fred Wesley, Bobby Watson und Arthur Blythe. An die 40 CDs hat er eingespielt, worunter seine letzte Veröffentlichung „Rectilinear“ unter eigenem Namen für den Preis der Deutschen Schallplatten- kritik nominiert wurde.
Dietmar Kirchner studierte E-Bass an der Musikakademie St.Gallen. Er schloss dieses mit dem Lehr und Perfomancediplom ab. Darauf folg- te ein Kontrabassstudium an der Musikhochschule Zürich ZHDK, Klas- sik bei Harald Friedrich, Jazz bei Rätus Flisch. Kirchners weitere Stationen waren das Studium der Musiktheorie und Komposition an der ZHDK bei Benjamin Lang und das Masterstudium Komposition und Musiktheorie an der Bruckneruni-Linz. Kirchner ist ein gefragter Bassist in der lokalen und auch internationalen Jazzszene. Ein bemerkenswerter Satz über seinen Kompositionsstil lautet: „Die interessante Frage ist für Kirchner immer, wie sich seine Musik zur Wirklichkeit verhält – ob sie auf diese verweist, sie abbildet, sie zeigt oder sie transformiert und Verantwortung übernimmt.“
Lineup:
Erich Tiefenthaler – Flute
Patrick Manzecchi – Drums
Peter Madsen – Piano
Dietmar Kirchner – Bass