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De Havilland DH-108 "Swallow"
|Text und Fotos:||Beat Eichenberger, Benedikt von Arx|
|Modell-Erbauer:||Heinz Dobler|
|Modell-Besitzer:||Heinz Dobler|
Orginal
Um Erfahrungen für ein geplantes strahlgetriebenes Verkehrsflugzeug zu sammeln, welches in Nurflüglerbauweise entstehen sollte, baute die Firma DH nach dem 2. Weltkrieg drei DH-108 Swallow, welche aber allesamt abstürzten und den Testpiloten sogar das Leben kostete. Als Folge davon wurde das revolutionäre Konzept aufgegeben.
Die Maschinen waren als einsitzige Nurflügelforschungsflugzeuge ausgelegt. Als Basis nahm man das Triebwerk und den Rumpf der Vampire und kombinierte diese mit einem neuen, grösseren Flügel. Die Swallow flog schneller als die zeitgleichen britischen Düsenjäger. Der Erstflug fand am 15. Mai 1945 statt. Verschiedene Aenderungen und Anpassungen wurden im Laufe der Zeit an den drei Prototypen durchgeführt. Am 9. September 1947 durchbrach der 3. Prototyp in einem kaum mehr kontrollierbaren Sturzflug erstmals die Schallmauer. Die gleiche Maschine stellte auch einen 100 km Rundenstreckenrekord auf, bevor sie infolge eines fehlerhaften Sauerstoffsystems abstürzte und dem 3. Piloten das Leben kostete. Obwohl dem Projekt der Swallow kein Erfolg beschieden war, flossen doch wichtige Erkenntnisse in spätere Projekte ein.
Modell
Heinz Dobler, ebenfalls ein Elektroimpellerfreak der ersten Stunde baute nun dieses Flugzeug als Elektroimpeller Modell nach. Als bekennender Vampire Fan lag es auf der Hand, dass dieses Modell ebenfalls einmal seinen Modellpark bereichern sollte.
Da er bereits verschiedene Formen von seinen Vämpis hatte brauchte er eigentlich, genau gleich wie beim Orginal, nur den Flügel neu zu konstruieren. Da er noch keine Erfahrung im Bau von Nurflügern hatte, wandte er sich an unser IG Mitglied Gody Bachmann, der ihm als Nurflüglerspezialist auch prompt den richtigen Typ über die Profilwahl (E 184) und den Schwerpunkt geben konnte. Zuerst zeichnete Heinz einen Bauplan, auf dem er die wichtigsten Details (Impeller, Akkuposition und RC) bestimmte und einzeichnete. Der Rumpf besteht aus einzelnen Styroporsegmenten, welche das Hosenrohr, die Antriebseinheit und das Schubrohr mantelförmig umschliessen. Die Flügelsteckung wurde bereits bei den Rumpfspanten mit eingebaut. Die Styroporsegmente wurde zusammengeleimt und mit Balsaholz beplankt. Das Seitenleitwerk besteht aus einem profilierten Balsabrett. Die Flügel wurde konventionell in Rippenbauweise erstellt und teilweise beplankt. Der Einbau des pneumatische Einziehfahrwerk beendete den Rohbau. Das ganze Modell erhielt einen Folienfinish und die Beplankungsstösse zeichnete Heinz mit einem wasserfesten Filzstift auf. Als Antrieb wurde ein selbstgebauter Amackerimpeller mit 90 mm Durchmesser verwendet. In Rotation versetzt wird das Triebwerk durch einen Ultra 930/6 und 14 Sanyo 2.000mAh Zellen liefern die Energie. Das Gewicht des Modelles beträgt 2700 gr.
Heinz absolvierte am E-Jet Meeting 2002 in Grenchen den Erstflug und seither bereichert er mit diesem tollen Modell jedes E-Jet Meeting.
Anmerkung: ein ausführlicher Bericht über dieses Modell ist in der Zeitschrift FMT Ausgabe März 2003 erschienen.