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Das Wichtigste in Kürze
- Die grosszügige Villa stammt aus dem 18.
Jahrhundert. Sie liegt auf einer Anhöhe, und von der Terrasse aus ist der Blick über den Park mit Wiese und alten Baumbeständen frei auf den Genfersee.
1864 fand dort - in Anwesenheit von Henry Dunant, dem Gründer des Roten Kreuzes - das Abschlusstreffen zur ersten Genfer Konvention statt. Diese betraf die Verbesserung der Situation der auf dem Schlachtfeld verwundeten Soldaten und markierte die Geburtsstunde des humanitären Völkerrechts.
Mehr als hundert Jahre später, im Juni 1969, war es Papst Paul VI., der im Park der Villa eine Messe vor 70'000 Menschen feierte. Der Park war damals der einzige Platz in Genf, der für eine solche Menschenmenge gross genug war.
Der Park um die Villa ist der grösste der Stadt mit rund 200'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Villa ist auf der Südseite teilweise durch hohe Bäume geschützt, und auf der Nordseite bietet sie einen völlig freien Blick auf den Park und den See.
Das Grundstück wurde in den 1660er Jahren vom Kaufmann Jacques Franconis kreiert. Das erste Herrenhaus auf dem Anwesen baute die Familie Lullin zwischen 1768 und 1773 und liess einen französischen Garten anlegen. Der Parc de la Grange wurde 1917 von seinem letzten Besitzer, William Favre, der Stadt Genf geschenkt. Im Haus befindet sich eine Bibliothek mit rund 15'000 Werken. Die ältesten Bände stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Im Jahr 1918 wurde der Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Stadt organisiert jedes Frühjahr Führungen durch die Villa, bei denen die Öffentlichkeit die Empfangsräume, die Schlafzimmer und die Bibliothek besichtigen kann. Für 2021 sind bereits alle Termie ausgebucht. Derzeit wird auch der luxuriöse Rosengarten umgestaltet.
Für das Treffen der beiden Staatsoberhäupter Putin und Biden wurde der Park mit einem hohen Metallzaun abgesperrt. Am Eingang wurden die beiden Steinlöwen und symbolische Wächter mit einem Hochdruckreiniger gewaschen. Das Innere des Hauses wurde ebenfalls auf Vordermann gebracht. Handwerker besserten die Vergoldungen und Leisten aus. Auch die schweren Kronleuchter wurden gereinigt und die Möbel umgestellt.