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Marsala ist ein richtiges Zufallsprodukt. Im Jahre 1773 wollte ein Brite auf Sizilien einen Sherry imitieren, entstanden ist ein eigener Dessertwein, den sich später auch Admiral Nelsons Männer schmecken liessen. Produziert wird er noch heute in Sizilien, in den Provinzen Palermo, Agrigent und Trapani.
Für die Vinifizierung werden verschiedene einheimische Traubensorten wie Grillo, Cataratto, Inzolia, Damaschino usw. verwendet, deren Gärungsprozess durch Zusetzen von Alkohol und eingedicktem Traubensaft gestoppt wird. Dies verleiht ihm die Restsüsse, den typischen Geschmack und den hohen Alkoholgehalt von 16-20 Volumenprozenten. Je nach Typus wird dem Wein dann wieder eine kleine Menge unvergorener, speziell aufbereiteter Most (sifone, mistella) zur Geschmacksbildung und Aufzuckerung zugesetzt. Entsprechend vielfältig sind Geschmack und Farbe des Marsala: Sie reichen von trocken bis süss bzw. von golden bis rubinrot.
Marsala wird - wie Madeira und Malaga - heute bei uns (leider) fast nur noch zum Parfümieren von Saucen verwendet. Marsala kann gut durch Madeira oder roten Portwein ersetzt werden.