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Die Deutsche Bahn und die tschechische Bahnnetzgesellschaft haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die vorsieht, die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag zu halbieren. Die Reisezeit zwischen der sächsischen und der tschechischen Hauptstadt soll von bislang über zwei Stunden auf eine Stunde verkürzt werden. Von Berlin soll Prag künftig in zweieinhalb Stunden erreichbar sein.
«Die schnelle Verbindung wird neue Möglichkeiten für die Kooperation in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur eröffnen und klimafreundliche Mobilität fördern», erklärte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Die Bahn beabsichtigt ausserdem die Entlastung der vielbefahrenen Strecke durch das Elbtal.
Nach Angaben des Unternehmens soll ein laufendes «Raumordnungsverfahren» für das Bauvorhaben auf deutscher Seite bis zum Sommer abgeschlossen sein. Für den Kern des Projekts, einen mindestens 25 Kilometer langen Grenztunnel unter dem Erzgebirge, würden erste Planungsaufträge «in den kommenden Wochen» ausgeschrieben.
Bahn-Experten gehen davon aus, dass die Strecke frühestens Ende der 2030er-Jahre fertiggestellt werden könnte.