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Die Weltbevölkerung und deren weiteres Wachstum stellt für unsere natürlichen Lebensgrundlagen heute die grösste Bedrohung dar. Der Mensch verdrängt je länger je mehr andere Arten, Artensterben ist die Folge davon.
Um Christi Geburt wurde die Erde gerade einmal von 170 Millionen Menschen besiedelt. Bis zum Jahr 1804 dauerte es, um die Bevölkerung um weitere 830 Millionen auf die erste Milliarde Menschen wachsen zu lassen. Dann setzte die Industrialisierung ein – und die Weltbevölkerung explodierte förmlich. Für die zweite Milliarde brauchte die Menschheit nur noch 123 weitere Jahre, für die dritte 32 und die vierte 15 Jahre. Die achte und bisher letzte kam innerhalb von nur elf Jahren hinzu. Die Weltbevölkerung verdoppelt sich also im Schnitt seit 1925 alle 47 Jahre, was einem Durchschnittswachstum von 1.5% pro Jahr entspricht. Geht man davon aus, dass dieses Wachstum weiterhin anhalten wird, dann wird die Weltbevölkerung im Jahr 2060 die Zahl von 14 Milliarden erreicht haben.
Nachhaltig kann der Ressourcenkonsum der Weltbevölkerung heute schon nicht mehr befriedigt werden. Die Weltbevölkerung konsumiert innerhalb von nur gerade acht Monaten die Ressourcen, welche die Erde in einem Jahr zu regenerieren vermag. Für die verbleibenden vier Monate lebt die Menschheit von der Substanz der Natur, reduziert also die Bestände die für die Regeneration benötigt würden. Es ist nicht anzunehmen, dass die Weltbevölkerung imstande ist, diesen Konsum zu reduzieren, wo weltweit gerade einmal eine Milliarde Menschen wenigstens europäischen Lebensstandard haben, dieser aber von allen angestrebt wird. Zwei Milliarden Menschen gelten als Mangelernährt, sie haben demzufolge einen sehr geringen Ressourcenverbrauch und hätten eigentlich auch das Recht auf mehr.
Die regenerierbaren Ressourcen die derzeit jedem einzelnen der über acht Milliarden Menschen der Erde zur Verfügung stehen, reichten für ein Wohlstandsniveau von Armenien oder Ghana. Die weltweit angestrebte Messlatte liegt aber wesentlich höher. Mit jeder Milliarde hinzukommender Menschen verringert sich die konsumierbare Ressourcenmenge pro Person und damit wohl auch das mögliche durchschnittliche Wohlstandsniveau.
Erschreckend ist die mit dem Weltbevölkerungswachstum einhergehende Verdrängung der natürlichen Lebensgrundlagen und dem damit verbundenen und stark voranschreitenden Artensterben. Wir müssen uns bewusst sein darüber, dass Arten welche einmal verschwunden sind, nicht mehr zurückkehren werden. Das macht die ganze Angelegenheit denn auch so dringlich, und die Zeit rennt uns davon.
Aktualisiert am 25.01.2023