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Der lukrative Fernsehwerbemarkt lockt den US-Giganten Google - aber auch Logitech und Sony.
Der US-amerikanische Internetkonzern Google drängt in den lukrativen Fernsehwerbemarkt und hat gestern an der Entwicklerkonferenz Google I/O das Projekt "Google TV" vorgestellt. Mit "Google TV" will der Konzern das Internet mit dem Fernsehen verbinden, so dass etwa über das Fernsehgerät auf Web-Inhalte zugegriffen werden kann. Neben den normalen Fernsehprogrammen sollen so Inhalte aus dem Netz, zum Beispiel kostenlose YouTube-Videos, bezahlte Videostreams, aber auch der Zugang zu Twitter oder Facebook, in die Wohnzimmer gelangen. Später soll "Google TV" auch Anwendungen aus dem Android-Market ausführen können.
Das auf dem Android-Betriebssystem basierende "Google TV" soll sowohl in Fernsehern als auch in Blu-ray-Playern und Settop-Boxen integeriert werden. Dafür arbeitet der Konzern vorerst mit Sony und Logitech zusammen. Während die Japaner im Herbst 2010 in den USA erste Fernseher und Blue-ray-Player unter dem Namen "Sony Internet TV" verkaufen wollen, will die Westschweizer Logitech zur gleichen Zeit eine Settop-Box lancieren, die an vorhandene Fernsehgeräte angeschlossen werden kann. Die "Google TV"-Geräte sollen unter anderem auch mit Android-Handies fernbedienbar sein.
Ganz neu ist die Idee von "Google TV" nicht. Apple bietet bereits seit mehreren Jahren eine Box namens "Apple TV" an. Darüber kann zwar ebenfalls auf Filme oder Videos im iTunes-Store oder YouTube zugegriffen werden. Allerdings bietet die Apple-Variante keinen vollständigen Zugriff aufs Internet.
Für Google, das bereits seit einiger Zeit TV-Werbung in den USA vermarktet, ist die Lancierung von "Google TV" ein logischer Schritt in der Strategie, weiter in den Milliarden-Markt der TV-Werbung vorzudringen. (bt)