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Das Industrieporträt Chemie Pharma Life Sciences finden Sie in Grafiken
hier als PowerPoint Präsentation
Die Textversion lesen sie nachstehend:
Dichtes regulatorisches Umfeld
Markteinführung eines Arzneimittels braucht viel Zeit und kostet Unsummen
Die Unternehmen der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie finanzieren ihre Forschung und Entwicklung aus eigenen Mitteln. Dem regulatorischen Umfeld (Patente, Preise) kommt deshalb grosse Bedeutung zu.
Die Entwicklung von Arzneimitteln beginnt mit der Suche nach geeigneten Wirkstoffen. Dazu sind oftmals bis 100'000 Substanzen einem Screening zu unterziehen. Vielversprechende Wirkstoffe werden möglichst rasch zum Patent angemeldet. Nachdem das Patent erteilt wurde, vergehen im Durchschnitt rund 10 - 12 Jahre, bis das Medikament fertig entwickelt ist und eine Marktzulassung erhält.
Während dieser Zeit entstehen der Herstellerin Kosten von über USD 1 Mia - durch Forschung und Entwicklung an einem einzelnen Produkt. Die Industrie bezahlt dies aus Mitteln, die während der verbleibenden Patentlaufzeit erwirtschaftet werden.
Mit der Markteinführung beginnt die wirtschaftlich verwertbare Patentlaufzeit des neuen Medikaments. Diese beträgt faktisch kaum mehr als acht Jahre. Nach Ablauf des Patentschutzes ist die Herstellerin infolge Markteintritts von Generika in der Regel gezwungen, den Preis ihres Produktes massiv zu senken.
Die vom Staat zusätzlich verlangten Sicherheitsnachweise haben die durch das Patent ursprünglich beabsichtigte Innovationsförderung deutlich vermindert. In einigen Ländern sind deshalb zusätzliche Schutzinstrumente (supplementary protection certificates, SPC) eingeführt worden, welche die ursprüngliche Patentlaufzeit von 20 Jahren zumindest teilweise wieder herstellen.