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Zemp begründete die Forderung nach einem Fonds damit, dass nicht alle Branchen einen eigenen Berufsbildungsfonds hätten. Das Anbieten von attraktiven Lehrstellen sei nicht billig, erklärte er. Zudem gebe es Trittbrettfahrer, die keine Lehrlinge ausbilden, aber ausgebildete Fachkräfte übernehmen würden.
Zürich als Vorbild
Als Vorbild diente Zemp der Berufsbildungsfonds des Kantons Zürich. Dort müssten Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden würden, abhängig von ihrer Lohnsumme in den Fonds einzahlen, erklärte er. Sehr kleine Betriebe und solche, die bereits einem Branchenfonds unterstehen würden, müssten nicht in den kantonalen Fonds einzahlen.
Die Regierung beantragt dem Kantonsparlament in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort, den Vorstoss gutzuheissen. Ein Fonds sei ein solidarisches Modell zur besseren Finanzierung der Berufsbildung, erklärte sie.
Innovative Massnahmen könnten gefördert werden
Gemäss der Luzerner Regierung haben acht Kantone (FR, GE, JU, NE, TI, VD, VS, ZH) einen eigenen Fonds. Die Ausbildungsbetriebe würden mit den Fonds finanziell entlastet, indem etwa Kosten für überbetriebliche Kurse und Qualifikationsverfahren ganz oder teilweise übernommen würden, hiess es in der Antwort. Auch innovative oder qualitätsfördernde Massnahmen könnten gefördert werden.
Die Regierung schätzt, dass Betriebe, welche in einen künftigen Fonds einzahlen müssten, eine Lohnsumme von gegen 5 Milliarden Franken haben. Bei einem Abgabesatz von 1 Promille käme jährlich eine Summe von 4 bis 5 Millionen Franken zusammen. Die Summe sei damit genügend gross, um einen Fonds speisen zu können, erklärte er.
(sda)