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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Änderung der Gesetzgebung vorzulegen, mit der Gesundheitshinweise in der Lebensmittelwerbung eingeführt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung, reich an Früchten und Gemüse, ist für eine gute Gesundheit insbesondere im Kindesalter von zentraler Bedeutung. An Kinder gerichtete Werbung für süsse, fetthaltige und salzige Esswaren beeinflusst das Konsumverhalten der Kinder und trägt zu einer ungesunden Ernährungsweise bei. Studien zeigen, dass zwischen der Werbung für solche Produkte und der Häufigkeit von Übergewicht/Fettleibigkeit ein Zusammenhang besteht. Weltweit laufen daher Bemühungen, die an Kinder gerichtete Werbung für solche Produkte zu reduzieren.</p><p>Im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie 2013-2016 arbeitet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Dialog mit der Wirtschaft daran, diese Werbung auf freiwilliger Basis zu reduzieren. Dies erfolgt schon heute in Form von freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen von Actionsanté. In der Schweiz haben sich bereits 2010 Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie Detailhandelsunternehmen freiwillig dazu verpflichtet, die Lebensmittelbewerbung an Kinder unter zwölf Jahren anhand definierter Kriterien einzuschränken (Swiss Pledge). Dieses in Actionsanté eingereichte Aktionsversprechen ist Ende 2014 ausgelaufen. Gewisse Erfolge konnten dabei erzielt werden. Das BLV und die Mitglieder von Swiss Pledge stehen gegenwärtig in Diskussionen zur Entwicklung eines neuen Aktionsversprechens, dem die von der WHO/Europa Anfang 2015 veröffentlichten Kriterien zur Beurteilung des an Kinder gerichteten Lebensmittelmarketings zugrunde liegen.</p><p>Das Thema "an Kinder gerichtetes Marketing/Werbung für zu süsse, zu salzige und zu fettige Lebensmittel" wird bei der durch das EDI zu verabschiedenden Verlängerung der Schweizer Ernährungsstrategie für die Jahre ab 2017 ein Schwerpunktthema bleiben. In diesem Zusammenhang gilt es ebenfalls, die im Ausland erfolgreich eingeführten Massnahmen zur Reduktion des Marketingdruckes auf die Kinder für diese Lebensmittel zu analysieren. Das in der Motion vorgeschlagene Einblenden von Meldungen zur Gesundheitsförderung während Werbeblöcken ist ein in Frankreich schon seit einigen Jahren praktizierter und durch die Lebensmittelindustrie finanzierter Ansatz, um die Bevölkerung für einen gesunden Lebensstil zu motivieren.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der bisherige, auf Freiwilligkeit und Dialog beruhende Weg weiterverfolgt werden soll.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.