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Holz aus Russland und Belarus gilt als „Konfliktholz“
4. März 2022
PEFC ist äusserst besorgt über den Angriff der russischen Regierung auf die Ukraine. Die militärische Invasion steht in direktem Widerspruch zu den Grundwerten von PEFC.
Daher legte der Vorstand von PEFC International am 4. März 2022 fest, dass alles Holz aus Russland und Belarus "Konfliktholz" ist und somit nicht mehr in PEFC-zertifizierten Produkten verwendet werden kann.
Die Klarstellung, dass Holz aus Russland und Belarus Konfliktholz ist, erfolgte auf einer ausserordentlichen Sitzung des PEFC International Board.
Der Vorstand von PEFC International beobachtet die Situation weiterhin und wird bei Bedarf zusätzliche Massnahmen in Betracht ziehen.
Technischer Hinweis:Der PEFC Chain of Custody-Standard betrachtet „Konfliktholz“ als sogenannte „umstrittene Quelle“ (PEFC ST 2002:2020 3.7), die nicht in PEFC-zertifizierten Produktgruppen verwendet werden kann (PEFC ST 2002:2020; Anhang 1 6.1). „Konfliktholz“ wird definiert als „Holz, das zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb der Lieferkette von bewaffneten Gruppen, seien es Rebellengruppen oder reguläre Soldaten, oder von einer in einen bewaffneten Konflikt verwickelten zivilen Verwaltung oder deren Vertretern gehandelt wurde, um entweder den Konflikt aufrechtzuerhalten oder aus Konfliktsituationen persönlichen Nutzen zu ziehen. (PEFC ST 2002:2020, 3.6).
Die Klarstellung, dass Holz aus Russland und Belarus als „Konfliktholz“ zu kategorisieren ist, basiert auf der Resolution A/ES-11/L.1 (2. März 2022) der UN-Generalversammlung „Aggression gegen die Ukraine“ während der elften Dringlichkeitssitzung. Sie dient dazu, die Integrität der PEFC-Produktkettenzertifizierung zu gewährleisten. Diese Klarstellung ist zunächst für sechs Monate gültig.
PEFC International wird hierzu in den kommenden Tagen weitere Hinweise veröffentlichen