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Ähnlich wie Psion versucht hat, gegen den Begriff "Netbook" zu Felde zu ziehen, beansprucht Proview Technology Shenzhen für sich die Rechte am Namen "IPAD" in China. Nachdem ein Gericht in Shenzhen im Dezember 2011 auf Betreiben des chinesischen Monitorherstellers Apple für schuldig befunden hatte, die angeblich 2001 eingetragenen Namensrechte in China zu verletzten, wird es jetzt offensichtlich ernst für die Mac-Company. Denn wie 'Hebei Youth Daily' berichtet, haben Beamte der staatlichen Industrie- und Handelskammer (AIC) einen Laden in Shijiazhuang, Hauptstadt der Provinz Hebei, gestürmt und 45 iPads beschlagnahmt. 'DigiCha' zufolge verkaufen deshalb viele Händler die beliebten Tablets nur noch unterm Ladentisch.
Ursprünglich in Taiwan gegründet und um die Millenniumswende mal ein aufstrebender Stern am Monitor-Himmel, scheint Proview für Aussenstehende in die Rolle des Trittbrettfahrers zu schlüpfen. Unter anderem fordert das Unternehmen von Apple eine offizielle Entschuldigung und die Zahlung von 38 Millionen US-Dollar. Medienberichten zufolge war im Dezember sogar von 100 Milliarden Yuan Renminbi oder umgerechnet 1,57 Milliarden Dollar die Rede. Soviel sollte Apple für den Erwerb der Namens iPad beziehungsweise der Markenrechte in China auf den Tisch legen.
Sollte die Meldungen über beschlagnahmte iPads stimmen und sich häufen, könnte sich Apple gezwungen sehen, eine Einigung mit Proview anzustreben, schreibt das britische Online-Magazin 'The Register'. Schliesslich gehe es bei China um einen Tablet-Markt mit einem geschätzten jährlichen Wachstum von über 50 Prozent. (kh)