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Wie viel verdienen Sie an einem Buch?
Ich erhalte pro verkauftes Buch einen Anteil des Verkaufspreises. Je mehr Bücher sich verkaufen, desto mehr verdiene ich :-) Generell ist es mit knapp 10 Prozent auf den Buchpreis viel zu wenig. Etwas mehr verdiene ich an den Büchern, die ich selber mache und unter dem Label Cargo44 verkaufe.
Wie sammeln Sie Ihre Ideen?
Ich sammle die Ideen vorerst im Kopf. Wenn sie mich nicht loslassen, dann schreibe ich sie in ein Notizbuch. Ein System habe ich nicht. Dazu bin ich beim Schreiben (nicht zuletzt auch aus Überzeugung) zu chaotisch. Mir reichen meine Notizen. Die Ergebnisse meiner Recherchen drucke ich mir aus oder schreibe sie ebenfalls in mein Notizbuch.
Wie viele Stunden schreiben Sie täglich?
Ich habe keine fixe Schreibstundenzahl, genauso wie ich keine fixen Schreibzeiten habe. Das gehört für mich zur Freiheit meines Berufs. Wer nun denkt "coole Sache" hat recht und auch nicht. Denn am Ende muss das Buch halt doch geschrieben werden, und wenn ich zu wenig schreibe, dauert es zu lange.
War Autorin ihr Traumberuf?
Nein. Ich bin auch nicht bewusst Autorin geworden. Ich wollte Geschichten schreiben, irgendwann war es eine lange Geschichte, und weil sie fertig geworden war (es ist gar nicht so einfach, eine lange Geschichte fertig zu schreiben) und ich schon immer ein sehr neugieriger Mensch gewesen bin, versuchte ich, einen Verlag für diese Geschichte zu finden. Ich wusste, wie schwierig das war, denn zu dem Zeitpunkt, an dem ich einen Verlag suchte, schrieb ich schon seit fünf Jahren und hatte in Schreibforen viel über das Verlagswesen gelernt. Nach dem Motto: „Du hast keine Chance, nutze sie“, bin ich auf Verlagssuche gegangen. Ich hatte das grosse Glück, einen Verlag zu finden ... tja, und dann gab‘s ein Buch von mir (Blackout) und ich war Autorin. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass ich von meinem Beruf auch leben konnte. Bis es so weit war, dauerte es noch einmal eine Weile. Und heute? Heute ist Autorin wirklich ein Wunschberuf. Ich nenne es nicht gerne Traumberuf, denn Autorin zu sein bedeutet, ein Leben auf einer Achterbahn zu führen, ohne Sicherheiten. Wer da nicht pragmatisch und realistisch ist und mit beiden Beinen auf dem Boden steht, hat es nicht ganz einfach. Traumberuf klingt für mich zu locker-flockig-zuckerwattig für das, was ich mache.
Welches Ihrer Bücher mögen Sie am meisten / finden Sie Ihr bestes?
Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.