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Jüdisches Jahr
Objekte, die bei den jüdischen Festen im Jahresablauf einen festen Platz haben, sind im Museum zahlreich vertreten.
Für den Schabbat, den wöchentlich wiederkehrenden Ruhetag, sind Lampen, Kidduschbecher, Tischdecken und eine stattliche Anzahl Besamimbüchsen ausgestellt.
Besamimbüchse aus Messingblech
Die ungewöhnliche Besamimbüchse aus Messingblech stammt vermutlich aus Deutschland und ist in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren. Sie hat die Form einer Schatulle mit aufklappbarem, durchlöchertem Deckel und ist in sechs Fächer unterteilt. In einem runden Fach steckt eine bewegliche Reibe (oben), mit der die Gewürze zerkleinert werden können.
Besamimbüchse
Mit Eintritt der Nacht wird mit der Hawdala- (Trennung) Zeremonie vom Schabbat Abschied genommen. Zur symbolischen Stärkung riecht man an Besamim (Gewürzen), die in Büchsen aufbewahrt werden.
Eine besondere Besamimbüchse der Sammlung ist der kleine Silberturm mit Fahne (1/2). Er wurde vermutlich in Deutschland um 1800 angefertigt und zeichnet sich durch einen elegant geschwungenen Halter für die zur Hawdala gehörige Kerze und eine kleine Schublade zur Aufbewahrung der Gewürze aus.