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Natürlich muss auch ich ab und zu gärtnern und mache so Ableger meiner Korallen. Daneben vermehrte ich auf natürliche Weise diverse Anemonen, Schnecken und die gelbe Seewalze. Bei den Fischen züchte ich in kleinem Rahmen P. kauderni, den Samtanemonenfisch 2, H. abdominalis, H. barbouri, H. comes, H. erectus, H. guttulatus, H. kimmich, H. reidi, H. subelongatus, H. zosterae und Sulu Seenadeln. Versuche laufen bei der Jansis Seenadel, Gebänderten Scherengarnele, Wurdemanns Garnele, beim Kuda Seepferdchen, Schwarzschwanzpreussenfisch, Azur Riffbarsch und LSD Mandarin-Fisch. Allgemeine Infos zur Zucht von Meerwasserfischen. Lesen Sie alles über Seepferdchen in der Meerwasseraquaristik.

Die Nachzucht von Hippocampus subelongatus (Westaustralisches Seepferdchen)
Hippocampus subelongatus sind subtropische Seepferdchen, meist gelb/braun/orange gefärbt und werden bis zu 20cm gross. Die Männchen tragen die Eier 2-3 Wochen aus. Zwischendurch wir immer wieder mit dem Weibchen gebalzt. Gegen das Ende dieser Phase ist die Brusttasche meist prall gefüllt und der Körperdurchmesser verdoppelt sich dadurch. Die Geburt findet in der Regel morgens statt.
Die Pferdchen sind bei der Geburt etwa 10mm gross, somit relativ gross und hellgrau/grau/dunkelgrau. Sie schwimmen zu Beginn meistens mit aufgerollter Schwanzspitze. Das Aufzuchtbecken sollte schwach belüftet werden und die Wassertemperatur max. 24°C betragen. Die Strömung im kleinen Becken lässt sich wie in den allgemeinen Infos beschrieben auch über die Belüftung regulieren. Die Wasserqualität ist das Wichtigste. Empfehlung: Maximal 30 Pferdchen pro Aufzuchtbecken.
2- max. 3x pro Tag sollte man freischwimmende Copepoden zugeben. Jedes einzelne neugeborene Pferdchen hat einen gewaltigen Hunger und frisst bis zu 2000 Copepoden am Tag. Artemianauplien möglichst spät füttern, am besten erst nach 1-2 Wochen. Danach werden sie jedoch bevorzugt gefressen. Wer von Anfang an Artemianauplien füttern muss, der beachte folgendes: Da die kleinen Seepferdchen die Nauplien nicht gut verdauen können, dürfen nur wenige ganz frisch geschlüpfte Nauplien angeboten werden, damit diese lange genug im Verdauungstrakt bleiben und verdaut werden können.
Ab dem 1. Tag etwas zum Festhalten ins Aufzuchtbecken geben, da sich auch junge Hippocampus subelongatus schon in den ersten Tagen manchmal mit dem Schwanz festhalten, anstatt herum zu schwimmen.
Am besten geht es den freischwimmenden Pferdchen. Diejenigen, die an der Oberfläche kleben haben oft Luft im Bauch. Manchmal kommen sie trotzdem durch, doch oftmals sind es Todeskandidaten und ein Anzeichen für schlechtes Wasser oder eine ungünstige Strömung. Pferdchenbabies die am Boden sitzen und nicht regelmässig nach Futter suchen und schnappen sind meist erschöpft und leben nicht mehr lange. Unkontrollierte Zuckungen sind ein schlechtes Zeichen. Allerdings darf man die Versuche mit dem Schwanz Copepoden vom Körper abzustreifen nicht mit innerlich bedingten Zuckungen verwechseln.
Nach 2 Wochen sind die Pferdchen bereits gut doppelt so lang wie bei der Geburt. Die erste Hürde ist überstanden.
Nun ist Konstanz in der Pflege gefragt. Mit einer Grösse von 3-4 cm können die Pferdchen auf Frostfutter umgewöhnt werden. Wenn dies erfolgreich war, ist das Gröbste überstanden.
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