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Glorious!
29. März - 22. April 2016
von Peter Quilter
Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen
Florence Foster Jenkins ging als schlechteste Sängerin der Welt in die Geschichte ein. Sie war eine der schillerndsten Persönlichkeiten im New York der 30er- und 40er-Jahre. Ihre Auftritte waren legendär, gelang es ihr doch kaum einen Ton zu treffen, geschweige denn zu halten. Mit 41 Jahren erfüllte sie sich ihren Lebenstraum, nahm Gesangsunterricht und glaubte unbeirrt an ihr Talent. Als Begleitung am Klavier engagierte sie den jungen Cosme McMoon. Während er beim Vorstellungsgespräch von Jenkins „Gesangskünsten“ irritiert war, folgte er ihr bald musikalisch durch alle Unwägbarkeiten. Mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein und großer Freude trat sie bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und Konzerten vor ihr Publikum.
Jenkins Auftritte wurden bald zu einer Art Geheimtipp und erreichten Kultstatus in New York, wo sie einmal pro Jahr im Ritz-Carlton-Hotel vor ausgewähltem Publikum in extravaganter Aufmachung ein Konzert gab. Die große Resonanz bewog Foster Jenkins, eine Platte aufzunehmen. Ohne Wiederholung sang sie die Aufnahme in einem Zug durch mit der Begründung, der erste Versuch sei „exzellent – praktisch nicht zu verbessern“. 1944 erreichte sie den Höhepunkt ihrer Karriere: sie betrat die Bühne der von ihr selbst gemieteten Carnegie Hall, die in kürzester Zeit bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Das Publikum liebte sie aus einer Mischung von Rührung und Belustigung. Florence sang mit einer unerschütterlichen Begeisterung und ihr Glücksgefühl übertrug sich auf ihre Zuhörer.
Das Stück des renommierten englischen Dramatikers Peter Quilter ist eine Hommage an diese unglaubliche Frau und wurde bei seiner Uraufführung 2005 am Londoner Westend zu einem großen Erfolg. «People may say I can’t sing, but no one can ever say I didn’t sing» («Die Leute könnten behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.») Dieser Satz von Florence Foster Jenkins ist auf ihrem Grabstein zu lesen.
Die gebürtige Österreicherin Brigitte Jaufenthaler, die bisher noch nie in Bern aufgetreten ist, wird die Rolle der Florence Foster Jenkins übernehmen. Ein Abend voll Humor, Lebensfreude und falscher Töne für Fans und solche, die es werden müssen.
Informationen zu den VEREINIGTEN BÜHNEN BOZEN finden Sie unter: www.theater-bozen.it
Inszenierung:
Christian Mair
Besetzung:
Florence Foster Jenkins Brigitte Jaufenthaler
Cosme McMoon: Florian Eisner
St. Clair Bayfield: Horst Krebs
Dorothy: Patrizia Pfeifer
Maria, Mrs. Verindah-Gedge: Agnieszka Wellenger
Echos
Der Bund, 31.3.2016
Gisela Feuz
"«Glorious!» hält sich über weite Strecken an historische Figuren und Gegebenheiten und geht mit seiner Protagonistin wohltuend sensibel ins Gefecht. Es würde sich ja anbieten, sich über diese Frau lustig zu machen und sich über ihr fehlendes Talent zu mokieren. Stattdessen verleiht Jaufenthaler der Jenkins etwas Heroisches. Klar amüsiert sich das Theater-Publikum über die schiefen Töne, aber es ist nicht ein Auslachen, sondern vielmehr ein Lachen der Freude ob dieser Frau, welche beharrlich und glückselig ihrem Steckenpferd frönt und stoisch allen Widrigkeiten und Anfeindungen trotzt."
Seniorweb, 30.3.2016
Fritz Vollenweider
"Dennoch ist diese Komödie, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Bozen produziert und von Christian Mair inszeniert, mehr als eine Biografie. Es ist ein Feuerwerk der Kalauer; die Pointen jagen sich oft mit verblüffenden rhetorischen Effekten. Den absurdesten Situationen wird der perlende Charme eines auch oft ins Ironische spiegelnden Witzes des Worts, der Gestik und der Mimik abgewonnen."
Berner Zeitung, 1.04.2016
Regine Gerber
"So falsch muss man erst einmal singen können. Inbrünstig jeden Ton und Rhythmus verfehlen und das völlig selbstbewusst als Gesangskunst empfinden. In «Glorious!» kommt schon bald das Gequietsche aus Florences Kehle, das eine Arie aus Mozarts «Königin der Nacht» sein soll. Wahrlich eine Kunst, wie Brigitte Jaufenthaler, ausgebildete Sängerin, die völlig talentbefreite und durchdringend schrill singende Florence gibt. Da bleibt nicht nur Cosmé McMoon (Florian Eisner), der bei Florence gerade als gut bezahlter Pianist angeheuert hat, der Mund offen."