Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03332.jsonl.gz/2139

1800
Niederweningen wollte den Anschluss an die neue Zeit nicht verpassen. Im Jahre 1842 war die Postverbindung nach Zürich gewährleistet worden. Im Sommer 1890 war es endlich soweit: Die Schweizerische Nordostbahn nahm den Bau der Eisenbahnlinie von der bisherigen Endstation Dielsdorf her ins Wehntal bis nach Niederweningen in Angriff. Die Arbeiter hoben eine Materialgrube aus, um die Bahndämme zu errichten. Dabei stiessen sie auf einen recht seltsamen Fund, nämlich Knochen von auffallender Grösse, denen sich laufend weitere Knochenstücke beigesellten. Der Professor der Zoologie identifizierte die Überreste mehrerer Mammuttiere. Die früheiszeitliche Torfmoor, in dem die Funde lagen, gab überraschenderweise auch noch die Knochen eines neugeborenen Mammutkalbs her. Man kann hier von Zufallsfunden aus jener Materialgrube sprechen, die der Gemeinde Niederweningen übrigens einen seltenen Namen einbrachten, nämlich das "Mammutloch".