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rialien, seltener in Gußmörtel ausgeführt. Sehr leichte Gewölbe
[* 2] stellt man aus
Tuffsteinen oder hohlen gebrannten, sogen.
Topfsteinen
her (Tuffgewölbe, Topfgewölbe).
In den erstgenannten
Fällen werden die Lagerfugen der
Wölbsteine meist senkrecht auf die
innere Wölbfläche angeordnet.
Tonnengewölbe bedürfen vor ihrer Schließung interimistischer Unterstützungen, der
Lehrgerüste
[* 3] (s. d.), während Kuppelgewölbe, deren einzelne Mauerringe
in sich geschlossen sind, ohne
Gerüst ausgeführt werden können.
Wallungen und
Herzklopfen verraten die
Beschleunigung des
Kreislaufs, welche die Gewürze hervorbringen. Weil die
Gewürze die Verdauungsdrüsen reizen, so können sie die
Auflösung der
Speisen bis zu einem gewissen
Grad befördern. Es wird dann
das
Blut nicht bloß mit erhitzendem
Öl, sondern auch mit reichlichen Ersatzmitteln versehen. Es steigern sich die Ernährungsprozesse.
Das
Gehirn
[* 26] wird gereizt und die geistige Thätigkeit erhöht. In welcher besondern Art dies geschieht,
läßt sich bis jetzt nicht mit Sicherheit angeben; aber man darf annehmen, daß die Gewürze weniger auf die Thätigkeiten
des
Verstandes hinwirken, sondern vielmehr, indem ihre
Wirkung mehr dem Gefühlsleben zugewendet ist, den
Leidenschaften mehr
oder minder Vorschub leisten. Daß
sie den entschiedensten Einfluß auf das Geschlechtsleben ausüben,
ist zweifellos. Zu große Gewürzmengen bringen Entzündungszustände hervor und verhalten sich überhaupt wie reizende
Gifte.
-
Schon die Alten verbrauchten große
Mengen Gewürze, die sie vornehmlich aus
Ostindien
[* 27] bezogen. Im
Mittelalter trieb man aber, wie
im
Morgenland noch heutigestags, einen großenMißbrauch mit Gewürzen, wogegen einsichtsvolle
Männer
vergeblich eiferten. Erst nach und nach wurde ihr
Gebrauch auf das heutige
Maß reduziert, eine
¶
mehr
Erscheinung, deren Grund wohl mit in der immer größer werdenden Ausbreitung der sogen. narkotischen Genußmittel liegen mag.
Die Gewürze kommen im Handel vielfach im gepulverten Zustand vor, aber sie unterliegen dann so sehr der Verfälschung, daß man
beim Ankauf derselben die größte Vorsicht beobachten muß. Überdies eignen sich gepulverte Gewürze sehr
wenig zur Aufbewahrung. Die Verfälschungen erkennt man mit Hilfe des Mikroskops.