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Früchte, Kaffee, Kakao, Textilien oder auch Metalle wie Gold oder seltene Erden, die wir die wir in der Schweiz importieren, stammen zum allergrössten Teil aus ärmeren Weltregionen. Anders als hierzulande, wo Arbeitnehmer:innen gesetzlich verhältnismässig gut abgesichert sind, greifen in vielen anderen Ländern kaum Gesetze, die vor ausbeuterischer Arbeit schützen. Gegenwärtig ist jede:r fünfte Erwerbstätige weltweit von Arbeitsarmut betroffen. Wie die Internationale Arbeitsorganisation ILO prognostiziert, wird der Anteil der Menschen, die nicht von ihrer Arbeit leben können, weiter zunehmen. Besonders leiden übrigens Frauen unter schlechten Arbeitsbedingungen: Eine ILO-Studie über 41 Länder zeigt, dass Frauen überall bisweilen signifikant weniger verdienen als Männer. Weltweit sind zudem über 200 Millionen Menschen erwerbslos, darunter insbesondere junge Menschen.
Die UNO hält fest, dass die Förderung eines nachhaltigen Wachstums sowie die Schaffung von genügend menschenwürdigen Arbeitsplätzen unter Achtung der Menschenrechte und der planetarischen Grenzen von zentraler Bedeutung sind. Darum ist eines der Sustainable Development Goals (SDG), dass dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle gefördert werden müssen.