Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03172.jsonl.gz/1938

Die Beat Generation ist in die Jahre gekommen, totzukriegen ist der Club der dichten Dichter aber nicht: Ob sie sich mit LSD oder Fair-Trade-Kaffee aufputschen, die jungen Generationen finden im Geist der Beats immer wieder Nahrung für ihren Freiheitsdurst.
Frühsommer 1965. Ich schaute nach Norden, und aus dem Dunst über den grünen Teehügeln ragte in eisiger Pracht das Massiv des Kanchenjönga in den Himmel. Neben mir, auf einer Dachterrasse des Gelugpa-Klosters Ghoom, ein anderer Westler mit Blick in die gleiche Richtung. «Im Vergleich dazu sind die Alpen mit ihrem Mt. Blanc nur ein Zwergen-Himalaya», meinte […]
Wie kamen die «Beats» in die Schweiz – und wie die Schweizer zu den «Beats»?
Ein Land, eine Literaturbewegung – drei verschiedene Leser, drei verschiedene Zugänge. Aufgezeichnet vom jüngsten Beatliteraten des Landes.
Als ein visionärer Amerikaner 1971 antrat, die Welt vom Wallis herab zu revolutionieren, war William S. Burroughs mitten im Geschehen, respektive Nichtgeschehen: Eingeladen, an einer Phantom-Uni in Haute-Nendaz zu dozieren, verbrachte er drei geruhsame Wochen im Höhenhotel.
Wenn William S. Burroughs während seines Wallis-Aufenthalts weder an der «University of the New World» dozierte, noch in seinem Hotelzimmer las oder Codein-Pillen schluckte, schrieb er Briefe an Freunde und Bekannte: Zwei unkorrigierte Rapporte aus Haute-Nendaz.