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Julia und die Geister
Aus dem Italienischen von Margaret Carroux und Bettina und Toni Kienlechner
Fellini, dessen ›8 1/2‹ die Geschichte der Krise eines Mannes, von der Kritik mit den Werken von Proust, Joyce und Svevo verglichen wurde, hat mit ›Julia und die Geister‹ eine Art Pendant für die Frauen geschaffen. Dieses psychoanalytische Karussell bildgewordener Zwangsvorstellungen einer neurotischen Frau, die sich vom Klischee ›Ehemann‹ zu befreien sucht, könnte man auch eine Schule der Ehe nennen. ›Julia und die Geister‹, Fellinis erster Farbfilm, dessen Bilder an die Visionen eines Hieronymus Bosch erinnern, erzählt von der Möglichkeit der Befreiung des modernen Menschen von überholten Normen, von Konventionen und unnötigen Frustrationen, die durch falsche Erziehung, durch verknöcherte Institutionen wie verspießerte Familien, dem Buchstaben lebende Kirchen und Schulen oder korrupte Behörden verursacht werden. ›Julia und die Geister‹ ist die turbulente und komische Geschichte der Emanzipation einer Frau, die sich mit sich selbst, mit ihrer besonderen Veranlagung, mit ihrer Situation und schließlich mit ihrer Umwelt aussöhnt.
»Federico Fellini war der Magier des Kinos. Seine verspielten, seine opulenten Filme waren Meisterwerke.«
Deutsche Welle, Köln