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Seit einigen Monaten werden Krankenhäuser und Gesundheitssysteme in Frankreich von Hackern verstärkt ins Visier genommen. Am vergangenen Wochenende hat es ein Spital in Versailles erwischt. Nach dem Angriff am Abend des 3. Dezembers seien die Computerbildschirme im Spital André-Mignot plötzlich schwarz und der Zugang zu Systemen blockiert gewesen, schreibt 'Franceinfo'.
Dort mussten nun Operationen abgesagt werden. Notfallpatienten können nicht aufgenommen werden und einige Patienten wurden in andere Einrichtungen verlegt. Dies erklärte das französische Gesundheitsministerium am Sonntag.
Verlegt worden seien 3 Patienten von der Intensiv- sowie 3 von der Neugeborenenstation. Weitere könnten laut Gesundheitsminister folgen, schreibt die Agentur 'AFP'.
Man versuche ambulante Dienste und Beratungen aufrechtzuerhalten. Auf der Intensivstation werde zusätzliches Personal eingesetzt, wie es weiter heisst. Die Maschinen dort würden zwar noch funktionieren, aber es benötige zusätzliche Ressourcen zur Überwachung der Bildschirme, da diese nicht mehr als Teil des Netzwerkes funktionieren würden.
Der Cyberangriff habe zu einer "totalen Reorganisation des Krankenhauses" geführt, wird der Gesundheitsminister im Bericht zitiert. Das Spital André-Mignot beschäftigt rund 3000 Mitarbeitende und verfügt über 700 Betten. Ausserdem ist es der technische und administrative Sitz des Krankenhauszentrums von Versailles.
Die Einrichtung hat Anzeige erstattet. Eine Voruntersuchung der Pariser Staatsanwaltschaft ist dem Bericht zufolge eröffnet worden. Ob eine Lösegeldforderung vorliegt, ist aktuell nicht bekannt.
Im Sommer wurde ein Spital in einem Pariser Vorort angegriffen
. Dort ist laut 'France 24' eine Lösegeldforderung über 10 Millionen Dollar von Lockbit 3.0 eingetroffen. Die Hacker hatten ihre Drohungen wahr gemacht und Gesundheitsinformationen von Patienten veröffentlicht.