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Toshiba hat kein gutes Quartal hinter sich. Das Unternehmen macht die Flutkatastrophe in Thailand, die Aufwertung des japanischen Yen und die Schuldenkrise in Europa verantwortlich, dass die Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr um 54 Prozent gesenkt wurde. Ursprünglich war Toshiba für das bis Ende März 2012 laufende Fiskaljahr von einem Nettogewinn in Höhe von 140 Milliarden Yen oder rund 1,675 Milliarden Schweizer Franken ausgegangen, der neue Forecast sieht jetzt netto nur noch einen Gewinn von 65 Milliarden Yen vor. Im vierten Kalenderquartal 2011 hat der japanische Konzern einen Verlust von 10,6 Milliarden Yen erlitten nach einem Gewinn von 12,4 Milliarden Yen im Vorjahresquartal.
Toshiba-Vizepräsident Makoto Kubo zufolge haben der starke Yen und die Flutkatastrophe in Thailand jeweils zu etwa 40 Milliarden Yen dazu beigetragen, dass die Gewinnerwartung drastisch gesenkt werden musste. Der Forecast für den operativen Gewinn wurde um 33 Prozent auf 200 Milliarden Yen oder rund 2,39 Milliarden Schweizer Franken nach unten revidiert. Die schwersten Überschwemmungen seit 70 Jahren in Thailand, wohin sich rund 40 Prozent der weltweiten Festplattenproduktion verlagert hat, hatten zur Folge, dass Toshiba vorübergehend zehn Fabriken zum Stillstand kamen. In vier konnte die Produktion seitdem wieder aufgenommen werden, so auch in einer für Waschmaschinen, wie ein Sprecher mitteilte. Als Nummer 2 der Flash-Chiphersteller leidet das Unternehmen auch unter dem rückläufigen PC-Markt und dem starken Preisverfall bei NAND-Flash-Speichern. (kh)