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Die amerikanischen Börsen hatten im 2. Quartal dieses Jahres mit grossen Verlusten zu kämpfen: Der S&P 500 ist in dieser Zeitperiode um mehr als 16 Prozent gesunken und der Nasdaq 100 um etwa 22 Prozent. Die Anleger befürchteten, dass die Federal Reserve die Geldpolitik so weit straffen würde, dass sie eine Rezession auslösen könnte.
In dieser unsicheren Phase hat sich auch der bekannte Investor Stanley Druckenmiller von mehreren Aktien im Tech-Bereich getrennt. So hat sein Hedge Fund Dusequene Family Office sämtliche Bestände an Amazon-Aktien im Wert von 199 Millionen Dollar verkauft und auch seine Beteiligung an Microsoft verringert. Damit folgte er einem anderen Ansatz als sein Mentor George Soros, welcher während des Bärkenmarktes vor allem auf Tech-Werte setzte.
Druckenmiller hat im zweiten Quartal aber auch einige neue Positionen aufgebaut, unter anderem im Pharmabereich: So hat er 96,3 Millionen Dollar in Eli Lilly und 29,7 Millionen Dollar in Moderna investiert. Aber auch 38,7 Millionen Dollar in das Cybersecurity-Unternehmen CrowdStrike.
Zukäufe bei Iconiq und DoorDash
Bei Iconiq Capital hat der Hedge Fond ebenfalls seine Beteiligung erhöht. Dabei handelt es sich um ein Mehrfamilienunternehmen, das bereits mehrere Silicon Valley-Milliardäre zu der eigenen Kundschaft zählt, darunter Mark Zuckerberg und Jack Dorsey.
Dusequene hat im zweiten Quartal auch eine neue Position in Höhe von 275 Millionen Dollar beim Unternehmen DoorDash geschaffen und auch die eigenen Anteile an Alphabet und Meta erhöht. Im ersten Quartal hatte sich Druckenmiller von Alphabet-Anteilen im Wert von 274 Millionen Dollar getrennt. Letzten Juni hatte sich die Investorenlegende bereits pessimistisch über die Marktlage geäussert: Der Bärenmarkt dauere bereits sechs Monaten an und er werde auch noch eine längere Zeit Bestand haben.
Jeweils bei Quartalsende veröffentlicht die US-Börsenaufsicht Dokumente, welche unter anderem die Transaktionen von Duquesne Family Office aufzeigen. Mithilfe des Formulars "13F" müssen Institutionelle Investoren, die über ein verwaltetes Vermögen von über 100 Millionen Dollar verfügen, angeben, welche US-Aktien sie innerhalb einer Drei-Monate-Periode gehandelt haben. Damit erhält die Öffentlichkeit Anhaltspunkte darüber, was die grössten Investoren über den Aktienmarkt denken.
(cash)