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Die Seelöwen gehören zur Familie der Flossenfüsser (Pinnipedia), einer Gruppe von Meeressäugetieren, die Fische und Seevögel als Nahrung jagen und deshalb schnelle und elegante Schwimmer sind. Zum Ausruhen aber auch zur Fortpflanzung kehren diese Tiere jedoch auf das Land zurück. Der Familienstammbaum der Flossenfüsser reicht über das weitbekannte Walross mit seinen riesigen Stosszähnen über die Seehunde mit ihren kurzen Vorderflossen bis zu den Ohrenrobben, zu denen die Seelöwen und Seebären gehören. Alle Flossenfüsser sind reine Fleischfresser und stammen ab von Landsäugern, die Wölfen und Bären ähnlich waren.
Die Ohrenrobben bestehen aus fünf verschiedenen Seelöwen- und zehn Seebärenarten. Darunter ist die kleinste Art der Galapagosseebär, der nur 1,5 m gross und bis zu 70 kg schwer wird. Der grösste Vertreter ist der Stellers Seelöwe, beheimatet im Nordpazifik, von denen ausgewachsene Bullen 4 m lang werden können und dann über 1,2 Tonnen wiegen. Unsere Patagonischen Seelöwen leben rund um die Küsten von Südamerika, von Peru und Brasilien aus südwärts am ganzen Kontinent entlang. Sie erreichen eine Körperlänge von 2,8 m, die Weibchen bis zu 2 m, und wiegen 350 bzw 140 kg. Sie leben in grossen Gruppen an den Stränden, auf denen die Bullen Territorien besitzen und dort eine Gruppe Weibchen für sich beanspruchen.
Die Seelöwen gebären ihre Jungtiere alle zur selben Zeit des Jahres und paaren sich kurz darauf erneut, im Frühsommer kommen die ersten Weibchen für die Geburt an den Strand und säugen ihren Nachwuchs mit fetter Milch. Nur 6 Tage nach der Geburt werden sie begattet und erneut trächtig. Die Lebenserwartung dieser Tiere liegt bei 25 Jahren, aber Bullen werden meist nicht älter als 20 Jahre.
Etwa 275 000 Seelöwen leben in Südamerika, aber die Populationen nehmen dramatisch ab. Seelöwen werden von Haien und Orcas als Beute gejagt, aber vor allem leiden sie unter der Verschmutzung der Meere und Überfischung. Auch die globale Erwärmung trägt zur Vernichtung ihrer Lebensgrundlage bei, den reichen Fischgründen des Südpazifiks, sodass Seelöwen immer mehr Zeit mit der Nahrungssuche verbringen müssen und dabei immer weniger Fisch erbeuten können.