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- Der Papst nimmt die Rücktrittserklärung des verurteilten Erzbischofs von Lyon, Philippe Barbarin, nicht an.
- Franziskus wolle Barbarin die Freiheit geben, die beste Entscheidung für die Diözese zu treffen, so der Papst-Sprecher Alessandro Gisotti.
- Barbarin habe beschlossen sich eine Zeit lang zurückzuziehen, und die Leitung der Diözese Generalvikar Yves Baumgarten zu übergeben.
Das Strafgericht in Lyon hatte Barbarin Anfang März wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zu sechs Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Er hatte daraufhin angekündigt, ein Rücktrittsgesuch beim Papst einzureichen. Am Montag hatte er Franziskus zu einer Privataudienz getroffen.
Kardinal Barbarin und anderen Geistlichen wurde vorgeworfen, Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester nicht weiter verfolgt zu haben. Dieser soll in den 1980er Jahren Dutzende Kinder sexuell belästigt haben. Die Schuld des Priesters ist bisher nicht rechtskräftig festgestellt worden. In einer Erklärung von Barbarin hiess es denn auch, der Papst habe aufgrund der Unschuldsvermutung den Rücktritt nicht annehmen wollen.