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An der Stelle eines früheren Gotteshauses aus dem 13. Jahrhundert errichtet, wurde die Pfarrkirche von Verscio in ihrer jetzigen Form 1743 gebaut. Im Innern des einschiffigen Raums mit Seitenkapellen ist auf der rechten Seite der Chor der antiken Kapelle mit zwei bemerkenswerten Fresken lombardisch-piemontesischer Schule aus dem 13. Jahrhundert e
rhalten geblieben. An der Nordwand ein abgelöstes Fresko, das Christus mit fünf Aposteln zeigt, und ein anderes, von späteren Dekorelementen eingerahmt, das den Judaskuss darstellt.
Das Gewölbe des Presbyteriums ist vollständig mit Fresken von Antonio da Tradate geschmückt. Der Künstler hatte sich mit seiner Werkstatt im späten 15. Jahrhundert in Locarno niedergelassen. Das Gewölbe ist in vier Flächen aufgeteilt. In der Mitte thront die majestätische Figur des Allmächtigen, umgeben von den symbolischen Figuren der Ap
ostel, der Kirchenlehrer und anderer Heiliger. In den kleinen Feldern sind die 13 Propheten mit Schrifttafeln zu sehen, im unteren Teil die Heiligen Rochus und Sebastian. In die rechte Ecke verbannt wurde der heilige Luzius, der volkstümlichen Tradition folgend als mittelalterlicher Hirte dargestellt. Die Dekorationen hat der Maler G. Antonio Cal
delli aus Brissago (1763) eingefügt. Das Altarbild des Erlösers ist von Vaquero Turcios (1963). Die linke Seitenkapelle ist dem heiligen Antonius gewidmet und ebenfalls von Caldelli ausgemalt; auf der rechten Seite die Antoniuskapelle. In der Nähe des Eingangs, auf der linken Seite befindet sich die Rosenkranzkapelle. Das Altarbild von G. Feli
ce Orelli aus Locarno stellt das Martyrium des Kirchenpatrons dar. Ebenfalls am Eingang, aber auf der rechten Seite die Montenero-Kapelle mit einer Balustrade aus Alabaster und rotem Marmor aus Arzo.
Das ganze Jahr offen.
Schlüssel liegt beim Pfarrer, Verscio (Tel. 091 796 31 88).