Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/1752

PRO; Treasury T 236: Overseas Finance Division, Box 934 "Claims against Germany for return of looted Gold"
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english): ________________________
S. Waley an H.S. Gregory (brit. Legation in NY). 28.11.1946 Gespräch mit Reinstein (?). R. behauptet, Rumänien besitze Gold im Wert von 100 Mio$ davon stammen $65 Mio. aus Deutschland und davon $35 Mio. aus Belgien. Rumänien versucht Heute Kredit von Belgien und Holland gegen hinterlegtes Gold zu bekommen. Da Rumänien die Golddeklaration vom 22.2.1944 unterschrieben hat, sollte versucht werden, eine Restitutionszahlung von seiten Rumäniens für das belg. Gold zu erhalten.
Gunston an Sutch. 20.12.1946 Der Wert des von Deutschland in Italien geraubten albanischen Goldes beträgt rund £600000. Da die Restitution Commission nur mit Regierungen verhandelt, und die alban. Regierung von Grossbritanien nicht akzeptiert wird, kann die Alban. Nat.Bank ihren Anspruch nicht direkt an die Kommission stellen. Die ital. Regierung soll die Anklage erheben, "since the seat of the Bank [Alban. Nat.Bank] is, and always has been, in Italy." ? "The claim of the present Albanian Government to this gold would seem in any case to be extremely dubious. Since the use which they would make of the gold if they got it would also be highly dubious there may well be every political reason to give them no assistance."
Moskau an Foreign Office. 12.2.1947 Melnikov prangert die Hypokrisie der westlichen Alliierten in Sachen Reparation an. "obvious Anglo-United States policy [is] of dominating Western German exonomy and enforcing its dependence on Anglo-Saxon monopolies." An Reparation ist nicht viel geschehen, da die westlichen Mächte wichtige Schätze (in diesem Dokument aufgezählt) bereits für sich selber abgeschleppt haben.
"What is the Fate of the Gold Plundered by the Nazis?". o.A. 7.4.1947 Teils des Goldes wurde von den amerikan. Truppen entdeckt, teils davon hatten die Nazis noch rechtzeitig in die Banken gewisser neutraler Länder versteckt. Es folgt eine Aufstellung vom Finanzmagazin Barrons vom Oktober 1944 in der bemerkt wird, dass der Goldbestandzunahme seit 1940 in Argentinien um 650 Mio, in Spanien um 60 Mio, in Schweden um 300 Mio, in der Schweiz um 500 Mio und in der Türkei um 140 Mio zugenommen habe. Die Zeitschrift hält fest: "Such an increase in the gold reserves cannot wholly be put down to deposits by the Nazis, but nevertheless it shows that these countries are important centres where Nazi funds have accumulated."
Ausschnitt aus Pravda 7.4.1947. Starke Kritik gegenüber den USA und Grossbritannien. Sie hätten viele Funde in Deutschland geheim gehalten und stillschweigend für sich beschlagnahmt. Sie hätten bei den Verhandlungen mit der Schweiz zuwenig Druck auf die Schweiz ausgeübt, weil die Amerikaner ein Abkommen über die Liquidation deutscher Vermögenswerte (0,7 Mrd. Dollars, rund 28% der gesamten dt. Auslandguthaben) mit der Schweiz durchringen wollten.
MEW Memorandum. "Recovery of Looted Gold from 'third countries'", 26.7.1947
o.A. Brief an Playfair. 11.8.1947 Für Grossbritannien ist die Restitutionsangelegenheit in Sachen Gold nicht dermassen wichtig wie für die USA und Frankreich: "Both the French and U.S. Government seem to regard the Gold Commission more seriously than do we. For them it is a tool for use at need in developing their respective foreign policies." Dabei ist beachtenswert, dass die Regierung eines dieser Länder "act through the Gold Commission temerariously if not with intentional impropriety." Ein heikles Problem, das die drei Regierungen in der Gold Kommission betrifft, ist die Frage, inwiefern diese Regierungen die Berechtigung haben "to define Monetary Gold for its own purposes". "There seems to be no legal foundation at all for the three Governments to settle with an ex-enemy [hier Rumänien gemeint] in the name of all Germany's victims."
Haviland (Washington) an FO (German Section) 7.11.1947 Die rum. Nationalbank soll die SNB bitten, das Gold an den amerikan. Vertreter in Bern, auf dessen Namen das Konto heute lautet, auszuhändigen.