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Die Crossair kann nicht für die eingeklagten Forderungen von ehemaligen Swissair-Partnern wie der französischen Air Lib aufkommen, sagte Crossair-Chef André Dosé.Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2001 - 17:55 publiziert
"Eine grosse Zahl von Anwälten setzt sich mit diesen Dossiers auseinander", sagte Dosé in einem Interview mit dem Westschweizer Radio RSR. Er würde sich zwar lieber auf den Aufbau der neuen Schweizer Airline konzentrieren, doch müssten noch verschiedene Risiken untersucht werden.
Die französiche Air Lib (früher AOM/Air Liberté) hatte die Swissair auf 670 Mio. Franken Schadenersatz verklagt. Dabei hatte sie angekündingt, insbesondere liquide Töchter wie die Crossair im Visier zu haben. Dosé hob hervor, dass es sich beim Projekt Phoenix um die Vergrösserung der Crossair handle und nicht um eine Fusion mit der Swissair.
Chancen über 50 Prozent
Zu den Erfolgsaussichten der Variante 26/26, wonach die Crossair 26 Kurz- und 26 Langstreckenflugzeuge der Swissair übernimmt, äusserte sich Dosé zuversichtlich. Die Erfolgschancen stünden deutlich über 50 Prozent, sagte er. Ansonsten wäre ein solches Projekt nicht zu rechtfertigen.
Die Crossair habe mit den drei Allianzen Oneworld (British Airways), Star Alliance (Lufthansa) und Sky Team (Air France) Kontakt aufgenommen. Mit Oneworld und Star Alliance sollen nächste Woche weitere Verhandlungen folgen. Eine neue, kleinere Allianz wie sie dem neuen Verwaltungsratspräsidenten Pieter Bouw vorschwebe, stehe weiterhin nicht zur Debatte, sagte Dosé.
Aufbau schwierig
Dosé sagte erneut, dass sich der Aufbau einer "neuen Crossair" schwierig gestalte, und dass viele Swissair-Angestellte Lohneinbussen hinnehmen müssten. Diese Situation wirke sich negativ auf die Motivation aus.
Mit der ausserordentlichen Generalversammlung vom vergangenen Donnerstag äusserte sich Dosé zufrieden. "Sie markierte das Ende einer Epoche", sagte er.
swissinfo und Agenturen
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