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Schon vor einer Weile habe ich den Roman „Silbermondgeschwister – Chroniken der Nacht“ von Stefan Schröder vorgestellt und für sehr gut befunden. Der Autor ist fleißig und hat weitere eBooks veröffentlicht, darunter auch den Titel „Element Girl“. Dieser gehört ebenfalls in die Kategorie Fantasy, daher habe ich ihn mir... Schon vor einer Weile habe ich den Roman „Silbermondgeschwister – Chroniken der Nacht“ von Stefan Schröder vorgestellt und für sehr gut befunden. Der Autor ist fleißig und hat weitere eBooks veröffentlicht, darunter auch den Titel „Element Girl“. Dieser gehört ebenfalls in die Kategorie Fantasy, daher habe ich ihn mir gleich vorgenommen. Die Geschichte beginnt mit einer Beerdigung. Freya, ein sechzehnjähriges Mädchen, betrauert den Tod ihres Freundes Torben, der durch einen Anschlag auf einen Jugendtreff ums Leben gekommen ist. Während sie noch im Unklaren ist, wie sie sich verhalten soll, erscheinen plötzlich mehrere merkwürdige Personen. Zunächst erscheint ein angeblicher Steifbruder von Torben kurz nach der Feierlichkeit, der in Rätseln spricht und andeutet, dass Torbens Vergangenheit ganz anders verlaufen ist, als er ihr erzählt hat. Dann taucht eine Chinesin auf, während Freya mit Momo, Patricia und Tom, ihren besten Freunden, in einem Café sitzt, und berichtet ihr von einem gewissen Meister, der sie bereits erwartet. Sie ist völlig verwirrt. Auch Tom macht auf dem Nachhauseweg eine seltsame Bekanntschaft mit einer unterkühlten Schönheit. Was geht da nur vor sich? Doch bald trifft sie wieder auf Torbens Stiefbruder, der ihr eine Erklärung liefert. Doch diese ist alles andere als rational und Freya erlebt Dinge, die wahrlich unbegreiflich scheinen. Stefan Schröders Schreibstil ist auch bei „Element Girl“ ansprechend und abwechslungsreich. Die einzelnen Szenen werden anschaulich ausgeschmückt und lassen konkrete Bilder im Kopfkino entstehen. Gelegentlich ist die orthographische Umsetzung des Textes ein wenig schusselig ausgefallen, vor allem an den Wortenden, aber das hält sich in Grenzen, weshalb das Buch einen zufriedenstellenden Eindruck hinterlässt. Im Gegensatz zu „Silbermondgeschwister“ ist die Handlung bei „Element Girl“ nicht ganz so ungewöhnlich und skurril, aber auch hier gibt es dann und wann ganz ausgefallene Ideen, die somit ein Markenzeichen des Autors bilden. Die Thematik bei „Element Girl“ wirkt im direkten Vergleich mit „Silbermondgeschwister“ eher bodenständig, tanzt etwas weniger forsch aus der Reihe, welche das Genre grob vorgibt. Man findet eine Mischung aus Esoterik, alten chinesischen Mythen und modernem Teenager-Verwandlungs-Plot vor, die in jedem Falle ihre großen Momente hat und die Zeit beim Lesen vergessen lässt. Ich habe mich jedenfalls gefreut, einen weiteren Text von Stefan Schröder genießen zu können. Wer über die kleinen Schwächen hinwegsieht, bekommt einen spannenden und ausführlich geschilderten Fantasy-Roman, der viele Stunden Lesespaß verspricht. Für die Fans des Genres ein heißer Tipp!