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Der Präsident der Credit Suisse António Horta-Osório ist von der englischen Königin zum Sir ernannt worden. Der 57-jährige ist einer von mehreren Dutzend Personen, denen Königin Elisabeth in diesem Jahr einen Titel verliehen hat. Dies geht aus einer Liste hervor, die die britische Regierung am Freitag veröffentlicht hat.
Als Begründungen für diesen Titel wurden Verdienste im Finanzsektor, primär als Executive Chairman der Lloyds Banking Group sowie ehrenamtliche Leistungen im Bereich der geistigen Gesundheit und Kultur genannt.
In einer schriftlichen Erklärung, sagt António Horta-Osório, dass er sich sehr geehrt fühle, eine solch prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten. Er habe mehr als die Hälfte seines Berufslebens in Grossbritannien verbracht und es sei ein Privileg gewesen, die Lloyds Banking Group ein Jahrzehnt lang geleitet zu haben.
Einsatz für mentale Gesundheit
Im Zuge der Finanzkrise musste die Lloyds Bank gerettet werden und der Staat übernahm einen grossen Teil des Unternehmens. Horta-Osório versprach, das Geld an die Steuerzahler zurückzugeben, was schlussendlich gelang. Im Jahr 2011, nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt bei Lloyds, erlitt er ein Burnout und musste sich wegen Überlastung krankschreiben lassen.
Einen Monat später kehrte er zur Arbeit zurück und verzichtete noch im selben Jahr auf einen Gehaltsbonus im Wert von zwei Millionen Pfund. Seitdem setzt er sich aktiv für das Thema der psychischen Gesundheit ein.
Vor dem fast zehnjährigen Engagement bei Lloyds war der Manager für das britische Kreditgeschäft der spanischen Grossbank Santander und deren Tochterfirma verantwortlich gewesen. Horta-Osório startete seine Bankkarriere im Alter von 23 Jahren bei der Citigroup in Portugal. In den Jahren danach war er für Goldman Sachs in New York und London tätig. 1993 stiess er zu Santander, wo der in verschiedenen Funktionen die Hierarchiestufen hochklettern konnte.
In diesem Jahr wurde er Präsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse. Er ist der erste Nicht-Schweizer, der diese Position innehatte. Dort muss er seine Fähigkeiten als Krisenmanager erneut unter Bewis stellen. Der Zusammenbruch von Greensill und des Archegos-Fonds erschütterte das Finanzinstitut und bescherte dem Unternehmen hohe Verluste.