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Video auf Youtube -> Margret Madejsky: Phytotherapie und Homöopathie für die Schilddrüse
Basisbehandlung bei Schilddrüsen-Unterfunktion infolge einer Hashimoto- Thyreoiditis ...
Dysthyreose, die Schilddrüsenfehlfunktion, ist eine Pathologie, an der weit mehr Frauen als Männer erkranken. Am stärksten betroffen sind aber Frauen über 60 Jahren. Hauptformen von Schilddrüsenfehlfunktionen sind Hypothyreose bzw. Hyperthyreose, die Schilddrüsenunterfunktion und die Schilddrüsenüberfunktion.
Die Schildrüse ist das Gehirn des Stoffwechsels
Dysthyreose – eine Fehlfunktion der Schilddrüse
Die Schilddrüse ist eine Drüse im unteren Bereich des Halses. Ihre hauptsächliche Rolle ist die Produktion von Hormonen. Die wichtigsten sind die Hormone T4 (Tetrajodthyronin oder Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin). Beide spielen eine Rolle im Fett-, Zucker- und Eiweißstoffwechsel, im Aufbau von Muskelmasse und Knochensubstanz. Die geringste Störung in der Produktion dieser Hormone verursacht eine Kette von Reaktionen, die sich in Knötchen oder einem Kropf äußern können.
Eine Fehlfunktion der Schilddrüse zieht in der Regel sichtlich Beschwerden nach sich. Der Betroffene zeigt häufig extreme Müdigkeit, er leidet unter Muskel- oder Herzproblemen, er kämpft mit Gewichtsproblemen (Untergewicht kann ebenso auftreten wie Übergewicht) ohne jedweden Bezug zum Speiseplan, aber auch mit Stimmungsschwankungen.
In der Praxis begegnen uns täglich Patientinnen, deren Schilddrüse erkrankt ist und bereits ärztlich behandelt wird, oder auch solche, deren Beschwerden den Verdacht einer Schilddrüsenfunktionsstörung nahelegen. Allerdings lassen sich viele Betroffene nicht so leicht zuordnen, weil sie sowohl Symptome der Überfunktion (Hyperthyreose) als auch der Unterfunktion (Hypothyreose) aufweisen. So kann es vorkommen, dass die Patientin unter Übergewicht leidet, eine träge Verdauung und anovulatorische Zyklen hat, was typisch für die Unterfunktion wäre. Dieselbe Patientin kann jedoch auch Überfunktionssymptome zeigen wie etwa Jodunverträglichkeit, Hitzeintoleranz, Schweißneigung und Schlafstörungen. Eine solche Fehlfunktion der Schilddrüse (Dysthyreose) kommt vermutlich sogar häufiger als die „reine“ Unter- oder Überfunktion vor. Darüber hinaus stellen Hypo-, Hyper- oder Dysthyreose ohnehin nur Symptomenkomplexe dar, weswegen eine tiefer gehende Diagnostik erfolgen sollte, um Autoimmunerkrankungen, Knoten oder Zysten der Schilddrüse frühzeitig erkennen und behandeln zu können, und nicht zuletzt auch, um Schilddrüsenkrebs auszuschließen.
Bei der Hyperthyreose oder Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, mit der Folge, daß die beiden Hirnanhangsdrüsen Hypophyse und Hypothalamus lahmgelegt werden.
Bei der Hypothyreose oder Schilddrüsenunterfunktion dagegen ist die Hormonproduktion unzureichend. Dadurch kommt es wiederum zu einer Hyperaktivität der Hirnanhangsdrüsen Hypophyse und Hypothalamus. Eine der Hauptursachen der Hypothyreose ist Jodmangel.
Schilddrüsenfehlfunktion – Symptome
Die hauptsächlichen Symptome der Schilddrüsenüberfunktion sind erhöhte Körpertemperatur, Nervosität und Beschleunigung des Kreislaufs. Das Herz schlägt schneller als normal, der Puls ist erhöht. Es kommt zu Zittern der Hände, Angstkrisen und Schlaflosigkeit. Gewichtsverlust trotz vorhandenem Appetit, Hitzewallungen und starkes Schwitzen sind weitere Anzeichen. Manche Patienten klagen sogar über Durchfälle.
Bei der Schilddrüsenunterfunktion zeigen sich die gegensätzlichen Symptome. Der Organismus arbeitet verlangsamt, der Körper ist kalt, die Körpertemperatur fällt ab. Das Herz schlägt schwach und langsam (Bradykardie). Die geistige Leistungsfähigkeit lässt nach, und trotzdem der Patient keinen Appetit hat, ist doch eine Gewichtszunahme zu verzeichnen. Das Gesicht ist aufgebläht, der Teint gelb, die Haut ist trocken und die Augenlider sind durch geschwollene Augen schwer.
Leitsymptome bei Schilddrüsenleiden
Überfunktion (Hyperthyreose):
Nervöse Erschöpfung, Erregungszustände, innere Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, Ungeduld, Konzentrationsstörungen, Schweißausbrüche, Hitzeunverträglichkeit, Tachykardien, Neigung zu eher kurzen Zyklen mit starken Blutungen, Fehlgeburtsneigung, vermehrte Wechseljahrsbeschwerden (v. a. Hitzewallungen, Schweiße, Schlafstörungen), Durchfälle, Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, Haarausfall mit Wurzel bei eher feinem Haar, meist relativ große Fingernägel mit großen Nagelmonden.
Unterfunktion (Hypothyreose):
Chronische Erschöpfung, ständige Müdigkeit, großes Schlafbedürfnis, leichtes Frieren, Neigung zu Stuhlverstopfung, Gewichtszunahme trotz karger Kost, Haarausfall bei Neigung zu brüchigem und glanzlosem Haar, Libidoschwäche und Frigidität (kalte Füße, kaltes Becken), Prämenstruelles Syndrom (häufige Trias bei drüsenschwachen Frauen:
PMS, SD-Unterfunktion, Eisenmangel), ausbleibende Eisprünge, Neigung zu eher langen Zyklen und schwacher oder ausbleibender Blutung, Unfruchtbarkeit.
Fehlfunktion (Dysthyreose):
Wechsel zwischen Überfunktion und Unterfunktion, paradoxe Symptome wie etwa Gewichtszunahme trotz nervöser Erregung, Rötungen und hektische Flecken über der Schilddrüse, phasenweise Schlafstörungen, Verschlimmerung der Beschwerden im Frühjahr oder Herbst, z. B. Haarausfallschübe etc.
SD-Vergrößerung o. Kropf (Struma parenchymatosa, fibrosa, nodosa):
Beengungsgefühle, Schluckbeschwerden, Knödel- oder Kugelgefühl im Halsbereich (Globus hystericus), zu eng gewordene Halsketten, Abneigung gegen Rollkragenpullover / Krawatten.
Schilddrüsenentzündung (Strumitis):
Es kommen alle Symptome der Überfunktion vor (siehe dort), Schilddrüsenschwellungen, Schwirren oder Pulsieren im Halsbereich, Haarausfallsschübe, Schlaflosigkeit, Jodintoleranz.
Wann einen Arzt aufsuchen?
Einen Arzt aufsuchen sollte der Kranke, sobald er sich dauerhaft und stark abgeschlagen und müde fühlt, auch ohne irgendwelche körperlichen Anstrengungen unternommen zu haben. Häufige Stimmungsumschwünge können ihre Ursache in der Schilddrüse finden. In einem solchen Fall ist aber allein der Arzt in der Lage, eine präzise Diagnose zu stellen.
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die in kommen.
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Akupunktur:
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.