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«Es kommt wohl täglich vor, dass Patienten mit Schwindel zur Abklärung kommen», sagt Hausarzt Christoph Stirnimann. «Dabei ist es für mich primär wichtig zu unterscheiden, wie sich der Schwindel präsentiert.»
Es gibt hier einerseits den Drehschwindel, der häufig in eine bestimmte Richtung gerichtet ist. Patienten haben dann das Gefühl als würde sich alles wie auf dem Karussell drehen. Häufig ist dieser Schwindel mit Erkrankungen des Gleichgewichtsorganes im Ohr assoziiert. Gelegentlich könnte diese Art von Schwindel auch mit einer meist einseitigen Hörminderung verbunden sein.
Auch plötzliches Schwarzwerden vor den Augen wird als Schwindel angegeben. Dies könnte einerseits ein Hinweis auf eine Unterzuckerung oder einen vorübergehend tiefen Blutdruck sein, andererseits kann dies insbesondere bei jungen Frauen auch vermehrt in Stresssituationen auftreten, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Plötzliche Schwindelepisoden, die ohne Vorwarnung auftreten, könnten aber auch Hinweis für eine Herzrhythmusstörung oder ein Durchblutungsproblem im Gehirn sein.
Als weiteres gibt es auch den Schwankschwindel, bei dem ganz viele Ursachen in Frage kommen: Alkoholkonsum, Infekte, Blutdruckschwankungen, aber auch Erkrankungen von Muskeln und Nerven. Auch Sehstörungen können zu vermindertem Gleichgewichtsempfinden führen.