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Der kauffreudige chinesische Versicherer ist dem Vernehmen nach übereingekommen, von Blackstone 16 Luxus-Resorts in den USA für 6,5 Mrd. Dollar zu erwerben. Das ist eine rekordhohe Summe für einen chinesischen Käufer US-amerikanischer Immobilien. Am Montag trat Ambang zudem als Führer eines Konsortiums auf den Plan, das insgesamt 12,9 Mrd. Dollar für die Hotelkette Starwood Hotels & Resorts Worldwide bietet, eine der grössten Hotel- und Freizeitunternehmen der Welt.
Im Zuge des schwächeren Wirtschaftswachstums in China sind die grössten Investoren des Landes auf der Suche nach hoch rentierlichen Anlagen, um ihr Geld zu parken. China Overseas Land & Investment sowie China Vanke haben in den letzten Tagen Akquisitionen im Volumen von zusammen 14 Mrd. Dollar in Asiens grösster Volkswirtschaft angekündigt.
Die Immobilienpreise in China klettern, und die Konkurrenz um Grundstücke nimmt zu. Ohne das Gebot für Starwood, das von einer Gruppe gemeinsam mit globalen Käufern kommen dürfte, belaufen sich die chinesischen Immobilientransaktionen in diesem Jahr bereits auf fast 25 Mrd. Dollar. Das ist in etwa die Hälfte des Volumens im gesamten Jahr 2015, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.
Zuhause suchen die Investoren nach Immobilien, während die Grundstückspreise in den grössten Städten geklettert sind. Dazu beigetragen haben sechs Zinssenkungen seit November 2014 und Massnahmen der Regulierer, die Beschränkungen für Immobilienkäufe zu lockern. Im Ausland kaufen sie Trophäen in grossen Märkten wo sie sich stetige Gewinne erwarten.
"Sehr vorteilhaft"
"Bei fast allen Anlagen sinken die Renditen mit den Zinssenkungen und den geldpolitischen Lockerungen", was Immobilien zu einer guten Option werden lässt, sagt Alan Jin, Immobilienanalyst bei Mizuho Securities Asia in Hongkong. Er geht davon aus, dass die Akquisitionstour weitergehen wird.
Vanke hat am 13. März einen Vorvertrag mit der Shenzhen Metro Group über den Kauf eines Anteils an einer Sparte im Wert von 40 Mrd. Yuan (6,1 Mrd. Dollar) bis 60 Mrd. Yuan unterzeichnet. Die Offerte wird Vanke dabei helfen, eine potenziell feindliche Übernahmeofferte seines grössten Aktionärs abzuwehren. Vanke erhält mit der Akquisition aber auch Zugang zu Immobilienprojekten über U-Bahnstationen in der chinesischen Metropole Shenzen, jener Agglomeration in China mit der grössten Explosion bei Immobilienpreisen. Dort sind die Immobilienpreise in den zwölf Monaten bis Ende Januar um 52 Prozent gestiegen, im Vergleich zu einem Plus von 18 Prozent in Schanghai und rund zehn Prozent in Peking.
Vankes Senior Vice President Tan Huajie sagte bei einem Pressetermin, dass Zukäufe bei Grundstücken der Hauptschwerpunkt für 2016 bei den Geschäftsaktivitäten des Unternehmens seien, in Anbetracht der Preissteigerungen.
China Overseas erklärte, sie werde die chinesischen Wohnimmobilien im Besitz von Citic für rund 31 Mrd. Yuan kaufen, um ihre Präsenz in den Städten des Landes auszuweiten. Die 24 Millionen Quadratmeter Land entsprechen mehr als der Hälfte des bestehenden Grundstücksvolumens zum 30. Juni und seien "sehr vorteilhaft" für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens, hiess es am Montag in einer Mitteilung von China Overseas.
Trend zu einem schwächeren Yuan
Die Transaktion, die Liegenschaften in 25 Städten umfasst, stelle eine Gelegenheit dar, die "landesweiten Grundstücksreserven über verschiedene wirtschaftliche Regionen auszuweiten", hiess es weiter.
Die noch nicht abgeschlossene Akquisition von Strategic Hotels & Resorts wird Anbang zum Eigentümer unter anderem von Stadthotels sowie Ferienresorts in Berg- und Wüstenregionen und am Meer machen. Zuvor hatte Anbang 2015 Schlagzeilen mit dem Kauf des berühmten Waldorf Astoria Hotels in New York für 1,95 Mrd. Dollar gemacht.
Ausser der Offerte für Starwood Hotels seien noch weitere Transaktionen in Arbeit, sagt Paul Guan, Partner bei der Anwaltssozietät Paul Hastings in Hongkong. Er und seien Kollegen seien "dieses Jahr ziemlich beschäftigt" mit der Beratung chinesischer Versicherungsunternehmen, die Ausschau nach ausländischen Immobilieninvestments halten, mit denen sie ihre langfristigen Verpflichtungen abgleichen können. Guan war bei dem Co-Investment von China Life Insurance mit Global Logistics Properties bei deren Kauf von US-Logistik-Aktiva für 4,55 Mrd. Dollar im letzten Jahr involviert.
"Die Leute sehen jetzt einen Trend zu einem schwächeren Yuan", was Dollar-denominierte Anlagen langfristig zu einer vielversprechenden Alternative mache, sagt Guan, ohne Details zu derzeitigen Klienten zu nennen. Das Interesse chinesischer Investoren an Auslandsimmobilien sei "weiterhin stark", obwohl die Regulierer Kapitalabflüssen derzeit nicht sehr zugetan seien.
"Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass es in diesem und im kommenden Jahr mehr Transaktionen geben wird, nicht weniger", sagt er.
(Bloomberg)