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Er war der Lichtblick der zweiten Fernsehdebatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump am Sonntag in St. Louis. Ken Bones Frage zur Energiepolitik und vor allem seine angenehme, gemütliche Ausstrahlung bildeten einen wohltuenden Kontrast zum aggressiven Auftritt der beiden US-Präsidentschaftskandidaten.
Bone wurde zur Instant-Berühmtheit im Internet. Sein roter Pullover, den er angeblich nur aus Verlegenheit trug (er hatte seinen besten Anzug beschädigt), war ruckzuck ausverkauft. Was aber macht Bone, der als unentschlossener Wähler zur Debatte eingeladen worden war, aus seinem kurzzeitigen Ruhm? Wie jeder «echte» Amerikaner versucht er, daraus Kapital zu schlagen.
So verkauft er via Twitter (seine Gefolgschaft wuchs von sieben auf mehr als 200'000) T-Shirts mit seinem Konterfei und einem Design, das einem bestens bekannten Vorbild nachempfunden ist. Am Donnerstag folgte der nächste Streich: In einem Tweet teilte Bone mit, er habe sich nun entschieden ... für uberSELECT.
Dabei handelt es sich um eine Luxus-Variante des Online-Fahrdienstes, die derzeit in St. Louis lanciert wird. Eine Sprecherin betonte, Ken Bone erhalte für seinen – inzwischen gelöschten – Tweet kein Geld, sondern Freifahrten mit Uber. Kritik an dieser «Verschacherung» blieb dennoch nicht aus. Immerhin aber lehnte Bone das Angebot einer Sex-Website ab: Sie wollte dem Pullover-Mann 100'000 Dollar für einen einstündigen «Live-Auftritt» bezahlen. (pbl)