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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die eskalierende Lage in Libyen hat die Ölpreise am Dienstag weiter steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im April kostete am frühen Nachmittag 106,89 Dollar und war damit 1,15 Dollar teurer als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Auslieferung kletterte ebenfalls deutlich auf 96,46 Dollar.
Die Unsicherheit, dass die Unruhen von Libyen auf andere wichtige Ölproduzenten wie Algerien oder die Länder der Golfregion überspringen könnten, dürfte zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise führen, schrieben die Rohstoff-Experten der Commerzbank. Solange der Konflikt auf Libyen begrenzt bleibe, könne die OPEC angesichts freier Förderkapazitäten von fünf bis sechs Millionen Barrel pro Tag einen Totalausfall Libyens aber problemlos auffangen. Bei dem Versuch, die Proteste gegen Staatschef Gaddafi niederzuschlagen, haben libysche Sicherheitskräfte nach Medienberichten allein am Montag mehr als 150 Menschen getötet. In Bengasi sollen etwa 400 Menschen ums Leben gekommen sein. Nachprüfbare Angaben über die Zahl der Todesopfer gibt es nicht.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zog kräftig an. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 100,59 US-Dollar. Das waren 1,51 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./ajx/bgf
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