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Das Automobil veränderte die Verkehrsinfrastruktur in Schattdorf grundlegend. Nach der Umstellung der Auto AG Uri um 1950 auf Busbetrieb und die damit verbunden Anbindung von Schattdorf ans Fahrplannetz wurde der Ausbau der Dorfstrasse, die davor Gislergasse hiess, und der Adlergartengasse zur Adlergartenstrasse notwendig. Die Bautätigkeit, die um 1970 verstärkt einsetzte und bis heute anhält, sowie die Entwicklung der Anzahl Autos pro Haushalt führten zu einem grossen Verkehrsaufkommen auf der Langgasse, der Dorfstrasse und auf der Adlergartenstrasse. Die Transitlinien Gotthardstrasse von Erstfeld nach Altdorf und die Rüttistrasse ins Industriegebiet Chastelen brachten viel Verkehr. Dies belastet die Wohngebiete durch Luftverunreinigung und Lärmimmissionen erheblich.
Die kantonsgeführte Planung der West-Ost-Verbindung durch den Schächenwald und der Halbanschluss in Attinghausen an die A2 soll Schattdorf von diesen Immissionen entlasten. Gegen das vollständig bewilligte Bauwerk «Kreisel Schächen» wurde 2020 eine Petition eingereicht, die den Gemeinderat aufforderte, das Bauwerk zu modifizieren, damit der Verkehr auf der Gotthardstrasse nicht verringert werde. In der Folge, da die Petition den von den Initianten gewollten Erfolg nicht erbracht hatte, wurde eine Initiative, die die Gestaltung den Kreisel Schächen betraf, lanciert. Diese wurde Ende 2021 zurückgezogen, nachdem die Baudirektion des Kantons Uri – nach der Abweisung aller Beschwerden durch das Bundesgericht – den Bau in Auftrag geben hatte. Der Gemeinderat Schattdorf will zusammen mit der Bevölkerung die flankierenden Massnahmen gestalten. Damit soll den Befürchtungen der Petitionärinnen und Petitionären in der Planung getragen werden.