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||Permafrost Arktis-Antarktis

|Permafrost
in Polargebieten

|Dauerfrostböden

|Pingos sind in Dauerfrostgebieten auftretende Hügel, die auf Grund der Ausdehnung
eines unterirdischen Wasservorkommens, welches gefriert, entstehen. Diese,
durch den Eiskern aufgeworfenen Hügel erreichen eine Höhe von
bis zu 60m und einen Durchmesser von bis zu 200m normalerweise erreichen
sie aber nur eine Höhe von 1m.

Bei dem Wasser, das den Eiskern bildet,
handelt es sich zumeist um Schmelzwasser, das sich in dem kurzen Sommer
in dem oberflächlich aufgetauten Boden gesammelt hat; nach unten kann
es nicht abfliessen, weil der Boden dort gefroren ist.
Da
die Verdunstung viel zu gering ist , um den Boden wieder auszutrocknen,
friert der noch nasse Boden und oben genannter Effekt tritt ein. Wenn man
sich die Voraussetzungen für Pingos vor Augen hält ist es nur
allzu verständlich, dass sie fast nie einzeln auftreten, sondern in
grossen Gruppen und riesige Flächen bedecken.
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Als
Arktis werden die um den Nordpol liegenden Land- und Meeresgebiete bezeichnet.
Der Nordpol selber wird von einer ständigen auf dem Polarmeer schwimmenden
Eiskappe bedeckt , und verfügt daher über keine Böden. Wenn
von arktischen Böden gesprochen wird sind die Böden Grönlands,
der Kanadischen Arktis, Archipels, der sibirischen Inseln sowie die Böden
der nördlichen Teile Amerikas, Asiens und Europas gemeint .
Bei den
Böden dieser Breiten handelt es sich um Permafrostböden
(Dauerfrostböden), sie sind zum Teil bis in eine Tiefe von 300 Meter
gefroren und tauen in den südlicheren Bereichen im Sommer nur oberflächlich
auf . Unter der Schneedecke befinden sich unterschiedliche Sorten
von Boden, während Gletscher in einigen Bereichen nur noch den nackten
Fels übrig lassen, befinden sich geraden in Sibirien und auf Grönland prinzipiell gute Böden (mineralien-, nährstoffreich), die wegen
der kurzen Vegetationsperiode freilich nicht genutzt werden können.
Ausserdem gibt es grosse Öl-, Erdgas und Kohlevorkommen im arktischen
Boden. Als Folge der extremen klimatischen Gegebenheiten treten in arktische
Böden oft besondere Phänomene wie zum Beispiel Solifluktion,
insbesondere der Frostmusterboden oder der Pingo auf.
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|Während
dem kurzen arktischen Sommer steigt die Temperatur der obersten Bodenschicht
über 0 Grad Celsius. Die oberste Bodenschicht schmilzt. Die aufgetaute
Schicht nennt man in der Fachsprache "active layer (= aktive Schicht)".
In dieser aufgetauten Schicht wurzeln Pflanzen und finden Insekten ihren
Lebensraum.

Der
Frostmusterboden ist ein Strukturboden der durch kreisförmig bis sechseckig
angeordnete Steine, die sich wabenähnlich über den Boden erstrecken,
gekennzeichnet ist.
Dieses
Erscheinungsbild hängt unmittelbar mit dem obengenannten Phänomen,
dem Pingo, zusammen. Weil sich nämlich die Steine, der Schwerkraft
folgend, in den Rillen zwischen den Pingos sammeln, bleiben im Sommer,
wenn die Schneedecke und die Pingos abgetaut sind, die Steine und Gröllmassen
in den ehemaligen Rillen zwischen den Pingos zurück und bilden ein
Kreis- bis Sechseckmuster.
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Das
Tundrenklima ist von harten Wintern, niedrigen Temperaturen, geringen Niederschlägen
und einem kurzen Sommer gekennzeichnet. Die mittleren Monatstemperaturen
in Clyde auf der Baffin-Insel bewegen sich beispielsweise zwischen 7 °C
und -31 °C, wobei das Jahresmittel bei -12 °C liegt.
Die Temperaturen
im Kontinentinnern sind dabei eher extremer, sowohl was Kälte als
auch was Wärme angeht, weisen jedoch ungefähr ähnliche Jahresmittel
auf. Besonders die arktische Tundra wird stark vom Dauerfrostboden beeinflusst,
einer Schicht gefrorenen Unterbodens.
Der Oberboden, der meist steinig
ist, taut im Sommer bis in unterschiedliche Tiefen auf. Die Kombination
von gefrorenem Boden und flachem Gelände verhindert in der Tundra
den Wasserabfluss. Das Wasser, das an der Oberfläche gehalten wird
oder die obere Bodenschicht sättigt, bildet Teiche und Sümpfe,
die für die Feuchtigkeit der Pflanzen sorgen und dadurch den geringen
Niederschlägen entgegenwirken.
An
vergleichsweise gut entwässerten Stellen entstehen durch das zeitweise
Gefrieren und Tauen Risse im Boden, die ein regelmässiges Polygonmuster
bilden. In schlecht entwässerten Gebieten entstehen unregelmässige
Geländeformen wie Eishügel oder Erdhügel, Frostbeulen und
Erdstreifen.
Durch das Tauen von Hängen im Sommer kann es über
die Abwärtsbewegung des Bodens zur Bildung von Solifluktions- oder
"Fliesserde"-Terrassen kommen. Alle diese Muster, die in der arktischen
Tundra ausgeprägt sind, treten in kleinerem Massstab auch in der Gebirgstundra
auf. Bei der Gebirgstundra sind die sogenannten Felsfluren vorherrschend,
ein felsiger Erdboden, wo ausschliesslich Flechten wachsen können.
Die zahlreichen Mikrohabitate, die diese Geländeformen bieten, machen
die Tundrenlandschaft vielfältig.

Weitere
Informationen

|Weitere Informationen über die Laptew-See