Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03424.jsonl.gz/2194

Das Hotel Savoy Baur en Ville, welches 1838 eröffnete, ist ein Wahrzeichen der Stadt und liegt direkt am Paradeplatz, dem Mittelpunkt des Stadtzentrums. In perfekter Lage im Herzen der Altstadt und innerhalb des Hauptgeschäftszentrums sind die beliebten Freizeitangebote der Stadt in unmittelbarer Nähe. Auch das Ufer des Zürichsees ist nur einen kurzen Spaziergang vom Hotel entfernt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Derzeit wird das Hotel von Credit Suisse geführt, bevor es 2022 für eine umfassende zweijährige Renovierung geschlossen wird, um es dann neu zu positionieren. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im Jahr 2024 wird die Mandarin Oriental Hotel Group auch die Liegenschaft verwalten und das Haus unter dem neuen Namen Mandarin Oriental Savoy, Zürich, vermarkten.
Erstes Grand Hotel in Zürich
Das Baur en Ville hat eine lange Tradition. Es wurde am 24. Dezember 1838 vom Vorarlberger Bäckergesellen Johannes Baur als erstes Grand Hotel der Stadt Zürich eröffnet und bereits 1857 ein erstes Mal umgebaut. Ein zweiter grosser Umbau fand 1907 statt. Bei der Neueröffnung im Juni 1908 umfasste das Hotel insgesamt 170 Zimmer. 1975 bis 1978 wurde das Hotel wegen eines grossen Umbaus erneut geschlossen. Dabei wurde erst die Fassade demontiert und danach wieder rekonstruiert. Auch innen wurde es vollkommen umgestaltet und die Zimmer vergrössert. Seither hat das Savoy noch 104 Zimmer.
Nach dem jetzt geplanten Umbau sollen es nochmals weniger werden. Das Bauprojekt sieht vor, das Hotel künftig mit 80 statt aktuell 104 Zimmern zu führen und diese völlig umzugestalten. Den Gästen des Savoy werden damit weniger, aber noch grössere Zimmer zur Verfügung stehen. Der Innenausbau erfolgt nach Plänen des Pariser Innenarchitekten Tristan Auer. Auch die Sitzungs- und Veranstaltungsräume im ersten Obergeschoss werden renoviert, wobei schützenswerte Elemente wie der grosse Ballsaal oder die Zunftstube der «Vereinigten Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern» in ihrer Struktur erhalten bleiben. Die Lobby und das Gastronomiekonzept werden ebenfalls neu, wie der «Tages Anzeiger berichtet».
Unabhängigkeit für Zugang zu globalem Netzwerk aufgegeben
Mit der Übernahme des Hotel-Managements durch Mandarin Oriental verliert das Hotel seine Unabhängigkeit, sichert sich aber den Zugang zum globalen Netzwerk der Mandarin Group. Das ist für das Bestehen im Wettbewerb der Luxus-Hotellerie heutzutage von zentraler Bedeutung.
Die Mandarin Oriental Hotel Group betreibt weltweit Hotels, Luxusresorts und Wohnungsresidenzen. Ihren Ursprung hat sie in Asien, die Gruppe entstand im Jahr 1963 mit der Eröffnung des Mandarin in Hongkong. Mittlerweile ist sie weltweit präsent und betreibt 44 Hotels mit über 11’000 Hotelzimmern in 25 Ländern. 20 ihrer Hotels stehen in Asien, 10 in Amerika und 14 in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Eines der prestigeträchtigsten ist das Mandarin Oriental in London. Die Betriebsführung durch Mandarin Oriental wird an den Besitzverhältnissen des Gebäudes nichts ändern, das Hotel verbleibt im Besitz des bestehenden Aktionariats, also im Wesentlichen der Credit Suisse. Derzeit ist der Schweizer Hotelier Rolf E. Brönnimann als Direktor im Haus tätig. (MICE-tip)