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Drei Wochen nach dem Ausbruch zahlreicher Waldbrände in Kalifornien hat sich die Lage zugespitzt. Auf einem Campingplatz in einem Nationalpark der Sierra Nevada waren Medienberichten zufolge am Samstag (Ortszeit) rund 1000 Menschen von der Umgebung abgeschnitten. Die einzige Zugangsstrasse war wegen eines Feuers nicht passierbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsflugzeuge bemühten sich demnach, sich Zugang zu der Gegend zu verschaffen.
Sechs Menschen mit Brandverletzungen wurden während der Brände in der Region in ein Krankenhaus gebracht, wie «The Fresno Bee» berichtete. 65 Menschen bekamen im Flughafen Fresno Yosemite eine Behandlung. Die von den Flammen bedrohten Camper seien angewiesen, sich zur Not in das Wasser des Mammoth Pool Reservoirs zu retten, berichtete «The Fresno Bee» unter Berufung auf einen Sprecher des Nationalparks.
Laut dem Lagebericht der Feuerwehr von Samstag waren in dem Bundesstaat zuletzt knapp 12 500 Einsatzkräfte damit beschäftigt, über 20 grössere Brände einzudämmen. Seit den Blitzeinschlägen, die Mitte August die ersten Brände ausgelöst hatten, seien mehr als 900 Feuer ausgebrochen, hiess es.
Gut 6000 Quadratkilometer Land seien abgebrannt. Mindestens acht Menschen seien bisher ums Leben gekommen. Knapp 3300 Gebäude wurden den Angaben zufolge zerstört. Noch immer könnten mehr als 10 500 Menschen nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die beiden grössten Brände wüteten zuletzt nahe der Metropole San Francisco.
Die Feuerwehr rief die Anwohner der betroffenen Regionen im Bundesstaat auf, wegen der steigenden Temperaturen an diesem langen Feiertagswochenende, möglichst wenig Zeit draussen zu verbringen. Unter den derzeitigen Wetterbedingungen könnten sich leicht neue Brände entfachen. Am Montag wird in den USA der Labor Day, ein Gedenktag der Arbeiterbewegung, gefeiert. (sda/dpa)