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Berufseinstiegs-Programm ORALE
In Guadalajara, der zweitgrössten Stadt Mexikos, und in León, der siebtgrössten Stadt, führen die Salesianer Don Boscos ein innovatives Berufsvorbereitungs- und Arbeitsvermittlungs-Programm. Junge arbeitslose Frauen und Männer (16 – 28 Jahre) in Risikosituationen werden auf das Berufsleben vorbereitet und dank Partnerunternehmen in die Arbeitswelt vermittelt. Rund 70% der jungen Absolventen finden dank diesem Programm eine formelle Arbeit oder den Weg zurück in die Schule.
Land/Ort: MEXIKO – Guadalajara & León
Projektnummer: MEG 17-028-20
Projektziel: Vorbereitung und Vermittlung von jährlich 320 jungen Menschen in die Arbeitswelt.
Projektwirkung: Die Jugendarbeitslosigkeit in der Region Guadalajara und León wird reduziert.
Mittelbedarf: 80 000 CHF pro Jahr
Das Projekt findet in zwei westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt liegenden Städten statt: In Guadalajara, der zweitgrössten Stadt Mexikos, und in León, der siebtgrössten Stadt. In Guadalajara wohnen knapp 1,5 Millionen Einwohner, wobei die umliegende Metropolregion über vier Millionen Menschen beherbergt. Die Stadt ist ein grosses Handelszentrum, wichtiger Industriestandort und Kulturstadt. Sie trägt den Übernamen «Silicon Valley» von Mexiko, da viele Technologie-Konzerne in der Stadt und dessen Umgebung produzieren.
León de los Aldama, oft nur León genannt, ist eine Stadt mit rund 1,9 Millionen Einwohnern in ihrem Ballungsraum und ist bekannt für die Lederproduktion. Zusätzlich ist León auch Sitz des Erzbistums León.
In beiden Städten sind für Mexiko überdurchschnittlich viele junge Menschen arbeitslos: in Guadalajara gehen mehr als 10 % der Jugendlichen keiner formellen Arbeit nach, in León gar knapp ein Drittel – der zweithöchste Wert in ganz Mexiko. Das Problem wird verstärkt über den Mangel an Bildungsangeboten. So finden beispielsweise 55 % der Aspiranten von öffentlichen Universitäten in Guadalajara keinen Platz zum Studieren, weil die Universitäten überfüllt sind.
Diese Faktoren führen dazu, dass viele Jugendliche sogenannte «ninis» («jóvenes que ni estudian ni trabajan») sind – sie haben weder eine Arbeit noch einen Studiumsplatz. Es sind vor allem junge Erwachsene in einer sozial benachteiligten Position, beispielsweise junge Mütter, Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung, Menschen aus «Colonias» (Armenvierteln) oder Jugendliche, die die öffentliche Schule frühzeitig abgebrochen haben.
Die Salesianer Don Boscos nehmen sich den Sorgen und Nöten der Jugend an und bieten Lösungen und Auswege mit ihren innovativen Programmen. Eines dieser Hilfestellungen ist das Berufsvorbereitungs- und Arbeitsvermittlungs-Programm ORALE. Dieses widmet sich der Vorbereitung und Vermittlung von jungen arbeitslosen Menschen zwischen 16 und 28 Jahren in die Arbeitswelt. Es sind junge Frauen und Männer in Risikosituationen (aus armen Verhältnissen, mit einer Behinderung, mit frühzeitigem Schulabbruch etc.), die weder eine Arbeit noch ein Studienplatz haben.
Das Programm besteht aus zwei Phasen:
1. Phase: siebenwöchige Ausbildung
In einem Vorbereitungskurs mit mehreren Modulen erlernen die Teilnehmenden eine gesunde und positive Haltung gegenüber der Arbeit und entdecken ihre Talente. Die Ausbildung befasst sich mit Themen wie Konfliktlösung, Kommunikation, Verantwortung sowie Teamarbeit. Sie hilft ihnen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und das Selbstvertrauen zu verbessern.
Die Teilnehmenden profitieren von komplementären Workshops (Informatik & Kommunikation, Verkauf, Gesundheit), von der Erarbeitung eines persönlichen Lebens- und Karriereplans, von einem gut erarbeiteten Curriculum sowie von praktischen Anleitungen für Vorstellungsgespräche.
2. Phase: viermonatige Begleitung während der Arbeits- oder Studiumsaufnahme
Nach erfolgreichem Abschluss der siebenwöchigen Ausbildung haben die Absolventen die Möglichkeit, sich während vier Monaten von einem Team aus Beratern und Mentoren begleiten zu lassen, um ihre Chance zu erhöhen, den gewünschten Job oder Studiumsplatz zu bekommen und «dran» zu bleiben.
Aufbau strategischer Allianzen
Mit dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie Zivilorganisationen werden strategische Allianzen geschmiedet, um die Jugendlichen erfolgreich in die Arbeitswelt zu führen. Es konnten bereits verschiedenste Unternehmen begeistert werden, welche Kurse, Workshops oder Arbeitsmessen fördern. Einige Firmen ermöglichen auch Arbeitsplätze für junge Absolventen. Diese Unternehmen reichen von Telefonunternehmen über Lebensmittelproduzenten, Kleiderfirmen bis in die Hotellerie-Branche.
Dadurch können die Teilnehmenden des Programms von einer breiten Palette profitieren.
Durchgeführte Evaluationen zeigen, dass rund 70% der Absolventen eine formelle Arbeitsstelle bekommen oder zurück zur Schule gehen. Mit dem siebenwöchigen Vorbereitungskurs und der anschliessenden viermonatigem Begleitung während der Arbeits- oder Studienaufnahme erhalten diese jungen Menschen das Rüstzeug für einen gelungenen Start ins Berufsleben. Die Teilnahme am Programm ORALE kostet für sie nichts. Sie könnten dafür das Geld auch nicht aufbringen, da sie sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden.
Helfen auch Sie mit, dass Jugendliche einen Einstieg in die Berufswelt finden. Spenden Sie mit dem Vermerk MEG 17-028-20 und geben Sie jungen Frauen und Männern eine Perspektive! Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!
Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Brigitte Meier.