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Sie tragen verheissungsvolle Namen wie «Wächter l und ll», «Raupenschwanz», «Klaffsäule» oder «Tafelsäule»: Insgesamt sieben Säulen aus Beton zeigt Walter Kretz anlässlich der Ausstellung des Berufsverbandes Kunst Visarte (früher GSMBA) im Schadaupark 1974. Ihr Konstruktionsprinzip basiert auf einer Zusammenstellung von Grundformen, mit denen der Berner Bildhauer organisch wirkende und streng konstruktive Formen kreiert und dabei die ästhetischen Qualitäten des Betons demonstriert. Zu Beginn der 1980er-Jahre beschliesst die Stadt Thun vier der sieben Säulen anzukaufen. Obschon jede Säule als Einzelobjekt mit individuellem Charakter lesbar ist, bleibt es dem Künstler ein wichtiges Anliegen, dass sie in der Gruppe bestehen bleiben. Kretz beschliesst die restlichen drei Säulen der Stadt als vorerst auf zehn Jahre beschränkte Dauerleihgabe zu übergeben. Die Installation der Säulen 1984 wird mit einer Einweihung gefeiert, Jahre später, 2010 findet eine weitere Feier statt anlässlich der Schenkung der restlichen drei Säulen durch Walter Kretz an die Stadt Thun.
Katrin Sperry
Eine Säule hat einen Spalt,
die Spalt-säule.
Eine Säule besteht aus Tellern,
die Teller-säule.
Eine Säule heisst
Raupen-schwanz.
Sie sind aus Beton.
Insgesamt stehen 7 Säulen im Schadau-Park.
Sie gehören alle zusammen.
4 Säulen kauft die Stadt.
3 Säulen schenkt der Künstler.
Sara Smidt