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Fürsorgerische Unterbringung
Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, kann in einer geeigneten Einrichtung, namentlich in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden, nötigenfalls auch gegen ihren Willen, sofern die erforderliche medizinische Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Voraussetzung ist eine akute Selbstgefährdung. Im Kanton Uri können sämtliche in der Schweiz zur Berufsausübung zugelassenen Ärztinnen und Ärzte die fürsorgerische Unterbringung anordnen. Spätestens nach 6 Wochen muss die fürsorgerische Unterbringung durch die KESB überprüft werden.
Der betroffenen Person stehen besondere Rechte zu. So kann sie sich beim Obergericht des Kantons Uri innert 10 Tagen seit Erhalt der Anordnung über die ärztliche oder behördliche Einweisung schriftlich beschweren. Eine Begründung ist nicht erforderlich. Dieses Beschwerderecht können auch nahestehende Personen ausüben. Die betroffene Person kann eine Vertrauensperson zur Unterstützung beiziehen. Sie oder eine ihr nahestehende Person kann jederzeit um Entlassung ersuchen und darf je nach Zuständigkeit von der Klinik oder von der KESB eine umgehende Antwort auf ihr Gesuch erwarten.