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Die schweizerische Freimaurerbibliothek wurde durch dessen Begründer August Belz, Fabrikant in Rorschach, testamentarisch nach seinem Tode im Jahre 1971 der Loge "Humanitas in Libertate, St.Gallen" zur Verwaltung und weiterer Förderung vermacht. Sie umfasst im Jahr 2006 rund 14'000 Titel oder gegen 20'000 Bände. Davon stammen 4236 Titel aus der ursprünglichen Sammlung. In der Zwischenzeit folgten rund 5000 Titel aus Schenkungen, die Übrigen wurden zugekauft. Im Dezember 1972, ein Jahr nach dem Tode des Donators, wurde seine Bibliothek unter dem Namen "Bibliotheca Masonica August Belz" als Stiftung konstituiert. Ein Depotvertrag mit der Kantonsbibliothek St.Gallen (Vadiana) gewährt ihr Heimrecht. Die Mutterloge von August Belz hat sich auf Grund der Stiftungsurkunde eine angemessene Vertretung im Stiftungsrat vorbehalten. Ihm gehören auch Brüder anderer Logen, des Direktoriums/GBKs der SGLA, Vertreter der Vadiana, sowie die Tochter des Verstorbenen mit Sitz und Stimme bei. Damit ist sie als eine nicht nur lokale, sondern schweizerische Institution gekennzeichnet.
Suchen und Streben von August Belz nach Wahrheit gab ihm während und nach dem zweiten Weltkrieg den Impuls, eine Bibliothek aufzubauen, die Wesen, Ziel, Herkunft und Zukunft der Freimaurerei aufweist, soweit diese ihren Niederschlag in gedruckten Erzeugnissen gefunden haben. So hat er in seiner langjährigen und intensiven Sammeltätigkeit für seine Privatbibliothek einen weiten Horizont abgesteckt. Als Kern und Mittelpunkt war die Freimaurerei als ganzes plaziert. Von ihr als Zentripetalkraft ausgehend, gliederten sich in einem geistigen Magnetfeld die verschiedenen, ihr verwandten Sachgebiete. Im selben Geist, wie der Donator sein Werk begann, wird heute die Anschaffungspolitik und damit der Ausbau der "Bibliotheca Masonica August Belz" weitergeführt.
Das Hauptsammelgebiet bildet die Freimaurerei, die Idee, das Wesen und das Ziel der Bewegung und deren Ausstrahlung. So zeigt sie unter dem Einfluss des jeweiligen Zeitgeistes zugleich die Sicht der freimaurerischen Ideen im Zeitenlauf. Sie manifestiert, dass als Freimaurer jedermann aufgerufen ist, ein Suchender zu werden, ein Wanderer nach der Wahrheit, und er trifft sich darin mit dem Geist der Toleranz und Humanität.
Die weiteren Sachgebiete beinhalten: