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<h2>SubmittedText<h2><p>Gleichzeitig zur Personenfreizügigkeit verzeichnet die Schweiz eine enorme Zuwanderungswelle aus Drittstaaten und insbesondere via Asyl.</p><p>2014 waren von den anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die noch unter der Ägide des Bundes stehen, hohe 81 Prozent ganz oder teilweise auf Sozialhilfe angewiesen. Die Fürsorgeabhängigkeit von Ex-Asylbewerbern sinkt erfahrungsgemäss auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz nur mässig. Gemäss aktuellsten Zahlen der Skos sind von den anerkannten Flüchtlingen, die maximal seit zehn Jahren hier sind, nur 21 Prozent erwerbstätig. Bei den vorläufig Aufgenommenen beträgt die Erwerbsquote immerhin 30 Prozent. Dies schreibt die "Weltwoche" in ihrer Ausgabe Nr. 15 vom 14. April 2016. </p><p>1. Stimmen diese Zahlen?</p><p>2. Wie hat sich diesbezüglich die Anzahl Sozialhilfepersonen in den letzten zehn Jahren entwickelt? Gefragt sind die Entwicklung der Anzahl Personen aus den 25 häufigsten Asylantragsnationen und die Steigerungsraten.</p><p>3. Wie haben sich die diesbezüglichen Zahlen hinsichtlich Drittstaaten ohne Asylnationen entwickelt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat stützt sich für die Beantwortung der Fragen der Interpellantin auf verschiedene Datenquellen. Es sind dies die Asylstatistik (Daten aus dem Zentralen Migrationsinformationssystem) des Staatssekretariates für Migration (SEM) sowie die Sozialhilfestatistik im Asylbereich (E-Asyl, Stichprobenerhebung jeweils per 30. Juni), die Sozialhilfestatistik im Flüchtlingsbereich (Vollerhebung jeweils per 31. Dezember) und die schweizerische Sozialhilfestatistik (Vollerhebung jeweils per 31. Dezember). Aufgrund der unterschiedlichen Erhebungsarten sind die gewünschten Kennzahlen nur bedingt miteinander vergleichbar.</p><p>Die zitierten Zahlen sind korrekt. Sie stammen zum einen aus der Sozialhilfestatistik im Flüchtlingsbereich (Flüstat) des Bundesamtes für Statistik (BFS) und zum andern aus der Asylstatistik des SEM.</p><p>1. Gemäss aktuellen Zahlen der Asylstatistik (Stand 31. Oktober 2016) des SEM beträgt die Erwerbsquote der anerkannten Flüchtlinge (im Alter von 18 bis 65 Jahren) im letzten Jahr der Bundeszuständigkeit (fünftes Aufenthaltsjahr) 28,1 Prozent. Die Erwerbsquote aller anerkannten Flüchtlinge beträgt 23,9 Prozent. Bei den vorläufig aufgenommenen Personen beträgt sie im letzten Jahr der Bundeszuständigkeit (siebtes Aufenthaltsjahr) 47 Prozent. Die Erwerbsquote aller vorläufig aufgenommenen Personen beträgt 30,8 Prozent.</p><p>2. Im Rahmen der Sozialhilfestatistik im Flüchtlingsbereich erhebt das BFS Daten zu den anerkannten Flüchtlingen (bis fünf Jahre in der Schweiz) und den vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen (bis sieben Jahre in der Schweiz). Zwischen 2010 und 2014 stieg ihre Zahl von 9440 auf 14 897 Sozialhilfeempfänger, was einer Zunahme von 57,8 Prozent entspricht. Im Rahmen der schweizerischen Sozialhilfestatistik werden Personen mit einem Sozialhilfebezug erfasst. Dazu gehören unter anderem auch die vorläufig Aufgenommenen sowie die vorläufig aufgenommenen Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsdauer in der Schweiz von sieben und mehr Jahren. Wertet man in dieser Statistik die 25 häufigsten Asylantragsnationen aus, ergibt sich ein Anstieg von 50 398 Personen im Jahre 2008 auf 61 090 Personen im Jahre 2014, was einer Zunahme von 21,2 Prozent entspricht.</p><p>3. Die Zahl der Personen, die weder einer der 25 häufigsten Asylantragsnationen noch einem Staat der EU-28 angehören und in der schweizerischen Sozialhilfestatistik aufgeführt sind, stieg zwischen 2008 und 2014 von 16 290 auf 18 706 Personen, was einer Zunahme von 14,8 Prozent entspricht.</p>  Antwort des Bundesrates.