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Covid-19-Pandemie – Informationen für schwangere Mitarbeiterinnen
Keine besonderen Risiken für erwerbstätige schwangere Frauen – ausser im Fall von Schwangerschaftsdiabetes
Die Covid-19-Pandemie, die derzeit in der Schweiz herrscht, betrifft alle. Bund und Kantone informieren umfassend über die Massnahmen, die ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu begrenzen und damit die absehbare Überlastung der Spitalinfrastrukturen einzudämmen.
Es ist wichtig, dass schwangere Frauen, ob sie nun arbeiten oder nicht, über die neuesten Informationen bezüglich der mit dem Coronavirus verbundenen Risiken verfügen, damit sie sich nicht unnötig Sorgen machen.
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie (SGG) hält dazu folgendes fest (Stand 24. März 2020):
- Die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 ist bei schwangeren Frauen nicht höher als bei der Allgemeinbevölkerung.
- Eine Covid-19-Infektion führt bei Schwangeren nicht zu schwereren Verläufen als bei Nicht-Schwangeren. Eine akute Erkrankung (insbesondere auch starker Husten oder Fieber) kann aber ungünstige Auswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf haben. Deshalb sollte sich eine schwangere Frau mit den zur Verfügung stehenden Massnahmen vor einer Infektion schützen. Diese Massnahmen sind auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit detailliert aufgeführt.
- Ein Covid-19-Test bei Schwangeren ist sinnvoll, wenn die typischen Symptome einer Infektion bestehen. Schwangere ohne Symptome einer Infektion benötigen keinen COVID-19 Test.
- Neugeborene von mit Covid-19 infizierten Müttern sind nicht Träger des Virus. Bis heute konnte keine Übertragung des Virus auf den Fötus nachgewiesen werden. Vgl. Video von Prof. David Baud, CHUV.
- Es gibt keine Hinweise, dass das Kind vor der Geburt durch eine COVID-19 Infektion geschädigt werden könnte
- Die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt ist wichtig für die Unterstützung der Frau und sollte ermöglicht werden, vorausgesetzt er ist gesund (keine Symptome einer COVID-19 Erkrankung). Dabei ist das Tragen einer Schutzausrüstung inklusive Gesichtsmaske Pflicht.
Im Falle von Schwangerschaftsdiabetes ist die Rolle des Arbeitgebers von grösster Bedeutung.
Schwangere Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, gelten als Risikoschwangerschaften. Die gynäkologische Begleitung ist enger als bei jeder anderen risikofreien Schwangerschaft.
Schwangere Frauen, die während der Schwangerschaft an Diabetes erkranken, gehören nach der Definition des BAG einer Risikogruppe (vorbestehender Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, krankheits- oder therapiebedingte Immunschwäche, Krebs).
Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG, Neues Coronavirus: Besonders gefährdete Personen
Die Arbeitgeber haben für diese Kategorie von schwangeren Frauen besondere Pflichten – so wie im Übrigen für alle Angestellten, die zu einer Risikogruppe gehören.
Die Pflichten der Arbeitgeber sind folgende:
1. Arbeitgeber/innen ermöglichen besonders gefährdeten Personen, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Dazu treffen sie geeignete organisatorische und technische Massnahmen.
2. Kann die besonders gefährdete Person nur vor Ort arbeiten, müssen die Arbeitgeber/innen dafür sorgen, dass sie die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensmassnahmen (Hände waschen, Abstand halten) einhalten kann. Sie ergreifen dazu die notwendigen organisatorischen und technischen Massnahmen. Wenn sich ein Arbeitgeber nicht daran hält, kann der Betrieb geschlossen werden.
3. Kann ein Arbeitgeber/eine Arbeitgeberin die genannten Vorgaben nicht erfüllen, muss sie der besonders gefährdeten Person den Lohn fortzahlen.
4. Eine besonders gefährdete Person teilt ihre besondere Gefährdung ihrem Arbeitgeber durch eine persönliche Erklärung mit. Der Arbeitgeber kann fallweise ein ärztliches Attest verlangen.
Quellen:
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO – Präventivmassnahmen in Unternehmen, mögliche Unterbrechung der Tätigkeit, Ausgleich für reduzierte Arbeitszeiten
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Die folgenden Seiten widmen sich den Informationen aus den Kampagnen InfoMutterschaft, die von , dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, durchgeführt wurden.
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