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Entgegen aller Erwartungen wird Donald Trump wohl der 45. US-Präsident werden. Die Sache ist noch nicht zu 100 Prozent in trockenen Tüchern, aber die Chancen sind sehr hoch. ….
Swissquote Europe Ltd
Die Finanzmärkte reagierten wie erwartet und verkauften den mexikanischen Peso stark ab, der über Nacht mehr als 10% einbrach. Der USD/MXN ist auf ein Allzeithoch gestiegen. Er erreichte 20,7818, bevor der wieder auf 19,95 zurückging. Auch der kanadische Dollar war unter Druck und verlor gegenüber dem Greenback fast 2%. Er erreichte 1,3523, bevor er auf 1,34 zurückging, nachdem die Panik etwas nachließ.
Die Situation an den Finanzmärkten ist ähnlich der, die wir bei der Brexit-Abstimmung am 23. Juni gesehen haben, als die Märkte das falsche Ergebnis eingepreist hatten. Die als sicherer Hafen geltenden Anlagen legten mit der Aussicht auf einen Trump-Gewinn deutlich zu, die Reaktion war aber schärfer, da die Anleger einen Clinton-Sieg eingepreist hatten. Der japanische Yen hat gegenüber dem Greenback um 2,80% zugelegt, und der USD/JPY ist auf ganze 101,20 eingebrochen. Sogar das Pfund Sterling, das in Erwartung eines harten Brexits in den letzten paar Wochen stark abverkauft wurde, weitet seine Gewinne gegenüber dem USD aus. Das gelbe Metall hat 3,30% zugelegt, da die Unsicherheit kurzfristige Spitzen erzielte, und die Anlagen, die als sicherer Hafen gelten, waren stark gesucht. Auch das Silber war stärker nachgefragt, das um mehr als 2% auf 18,75 USD pro Unze zulegte.
Die Währungen der Schwellenländer waren in Asien erstaunlich widerstandsfähig, der thailändische Bath stieg gegenüber dem USD 0,15% und der CNH fiel 0,20%. Die schlechteste Performance zeigte der koreanische Won, der um 1,25% einbrach. In Osteuropa stieg der polnische Zloty um 1,21%, der rumänische Leu um 1,13% und das ungarische Forint um 1,07%.
Der Schweizer Franken weitete seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar aus, und der USD/CHF fiel auf 0,9550, bevor er sich mit der Marktstabilisierung wieder auf 0,9670 erholte. Der Kaufdruck auf den Schweizer Franken gegenüber der europäischen Einheitswährung blieb gedämpft, da die Anleger den Dollar weiter verkauften, um Euro zu kaufen. Wir gehen nicht davon aus, dass der EUR/CHF unter deutlichen Druck geraten wird, was den Druck zumindest für einen gewissen Zeitraum von den Schultern der SNB nehmen sollte.
Die Aktienmärkte waren heute Morgen stark im roten Bereich, da die Unsicherheit steigt. Der japanische Nikkei brach um 5,36% ein und der breitere Topix Index musst einen Verlust von 4,257% hinnehmen. Die Aktien des chinesischen Festlandes verbuchten moderate Verluste, wobei der Shanghai und der Shenzhen Composite um 0,62% bzw. 0,58% zurückfielen. In Europa gab es massive Einbrüche bei den Aktienfutures, der Euro Stoxx 50 fiel um 3,48%. Der DAX lag 3,3% im Minus, der SMI büßte 2,46% ein. Daher sollten die europäischen Aktien erheblich tiefer öffnen; doch kurzfristige Panikreaktionen sind häufig nur von kurzer Dauer.
Quelle: AdvisorWorld.ch