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Olga stammt aus dem Dorf Luparewe. Bei einer schrecklichen Tragödie, die Olgas Familie vor vier Jahren passierte, wurden drei ihrer Neffenkinder zu Waisen. Olga nahm die Kinder in ihr Häuschen auf und ist seitdem ihr Vormund. Ihre Nichte Natalja (17) ist bereits im letzten Schuljahr, auch Aleksandr (15) und Jewgenij (9) sind noch Schüler. Ausserdem ist die Frau alleinerziehende Mutter und hat einen eigenen Sohn namens Andrej (10).
Bei Olga wohnt auch ihre 64-jährige Mutter Walentina. Sie ist Rentnerin und pflegebedürftig: Sie wurde von einem Auto erfasst und hat mehrere Knochenbrüche am Bein. Eine Operation wäre nötig, aber das ist für Olga leider zu teuer. Die Rente der Mutter ist sehr klein und reicht lediglich für ihre Ernährung. Olga selbst arbeitet schichtweise als Anstreicherin in einer kleinen Firma im Tonerdewerk. Diese Arbeit ist gesundheitsschädigend, aber Olga hat keine andere Wahl. Für eine einzige Person wäre ihr Lohn nicht schlecht, aber sie muss auch 4 Kinder mit diesem Verdienst ernähren und unterhalten. Darum leben sie von der Hand in den Mund.
Olgas Familie bewohnt ein winziges Häuschen, das aus zwei Zimmern besteht: In einem schlafen sie alle und im anderen wird gekocht. Das Häuschen hat keine Wasser- oder Gasleitung, ist schäbig und renovierungsbedürftig, aber Olga hat weder Zeit noch Mittel dafür.