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Wie funktioniert eine natürliche Wasserenthärtung auf Ionentauschbasis?
Einleitung Wasserhärte
Wasserhärte beschreibt sehr vereinfacht dargestellt, die gelösten chemischen Inhaltsstoffe des natürlichen Wassers. Mit Wasserhärte wird konkret die Äquivalentkonzentration der im Wasser gelösten Ionen bezeichnet. Zu den sogenannten «Härtebildnern» zählen hauptsächlich Kalzium und Magnesium-Ionen, welche chemisch unlösliche Verbindungen bilden, vor allem Kalk und Kalkseifen.
Das von Ihrem Wasserwerk gelieferte Wasser enthält je nach Herkunft und
Bodenbeschaffenheit mehr oder weniger Kalk. Hartes Wasser bedeutet nichts
anderes als sehr kalkhaltiges Wasser; weiches Wasser bedeutet praktisch
kalkfreies Wasser. Hartes Wasser stammt in der Regel aus Regionen, in denen
Kalk- oder Sandgesteine dominieren. Hartes Wasser führt somit zu Verkalkungen an
Geräten, Fliesen und Armaturen, erhöht wesentlich den Verbrauch von
Entkalkungslösungen, Spül- und Waschmitteln, erhöht oft den Energieverbrauch und
beeinträchtigt den Genuss von Speisen und Getränken, wie beispielsweise Tee oder
Kaffee.
Um Verkalkungen effizient und nachhaltig zu vermindern, empfiehlt sich daher der Einsatz eines Ionenaustausch-Wasserenthärters, welcher weiches Wasser zubereitet. Dieser wird vom Fachinstallateur eingebaut und auf die ideale Trinkwasserhärte von ca. 4 °dH eingestellt.
Lange Tradition der Wasserenthärtung
Im vorletzten Jahrhundert führten die englischen Geologen J.T. Way und M.S.
Thompson Bodenuntersuchungen durch, wobei sie eine Gesteinsart entdeckten, die
ihnen durch eine einmalige Eigenschaft auffiel.
Dieses poröse Gestein mit dem Namen Zeolith war in der Lage, die Härtebildner im Wasser, konkret Kalzium- und Magnesium-Ionen, zu binden und gleichzeitig gegen andere wasserlösliche Mineralsalz-Ionen wie beispielsweise Natrium-Ionen auszutauschen. Durch dieses Verfahren wurde bereits früher das Wasser auf absolut natürliche Weise enthärtet.
Dem Forscher Prof. Dr. Gans gelang es um die vorletzte Jahrhundertwende, dieses der Natur abgeschaute Prinzip des Ionentausches für technische Zwecke herzustellen und gezielt für die Wasseraufbereitung einzusetzen. Für diese sensationelleEntwicklung erhielt er 1906 das Patent Nr. 186630 vom kaiserlichen Patentamt in Berlin.
Technischer Durchbruch dank porösem Kunststoffharz
Die Anlagen der heutigen Generation unterscheiden sich in Technik und Aufbau
wesentlich von den damals üblichen Geräten – obwohl das Prinzip ähnlich
geblieben ist. Mit der Erfindung des porösen Kunststoffharzes wurde ein
technischer Durchbruch erzielt, welcher massgeblich am Erfolg der Anlagen
beteiligt war. Mit dieser positiven Entwicklung wurde es nun auch für
Privatpersonen möglich, kostengünstige und effiziente Enthärtungsanlagen für das
Eigenheim zu beziehen.
Das poröse Kunststoff-Harz ist die moderne Version der ursprünglichen Gesteinsart Zeolith. Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass man das mit Kalzium-Ionen besetzte Material nicht wie sonst üblich entsorgen muss. Denn durch das Einleiten von verdünnter Kochsalzlösung regeneriert das lonentauscher-Material, welches mit den Härtebildnern besetzt ist und es kann wiederverwendet werden.
Dank diesem modernen Verfahren lässt sich der Vorgang beliebig oft wiederholen, wobei das Harz kaum abgenutzt wird. Die Salzlösung für die Regeneration kommt bei diesem Vorgang nicht mit dem Trinkwasser in Berührung, sondern wird durch mehrere Waschgänge zusammen mit dem Kalzium und Magnesium direkt in das Abwasser ausgeschwemmt – dies ohne Rückstände. Alle sonstigen im Wasser gelösten Mineralsalze bleiben beim Enthärtungsvorgang identisch – bis auf den Kalzium- bzw. Magnesiumanteil.
Beste Wasserqualität garantiert
Beste Wasserqualität garantiert Ist die Wasserenthärtungsanlage richtig
eingestellt, entspricht die Wasserqualität vollumfänglich in allen Punkten der
Trinkwasserverordnung des SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und
Wasserfaches) und erfüllt sämtliche gesetzlichen Bestimmungen des BAG (Bundesamt
für Gesundheit). Das qualitativ einwandfreie Wasser kann somit bedenkenlos
getrunken und in allen Bereichen des Haushaltes optimal verwendet werden. Ein
allfälliger Kalziummangel durch das enthärtete Wasser entsteht für den Menschen
nicht, da wir nur einen sehr geringen Anteil des Kalziums durch Leitungswasser
aufnehmen.
Bei modernen Enthärtungsanlagen gehören Einrichtungen wie Sparbesalzung und automatische Desinfektion zum Standard. Damit wird eine Verkeimungsgefahr verhindert und man wird sämtlichen hygienischen Ansprüchen gerecht. Daher bietet die Trümpler Wassertechnik GmbH bei Einfamilienhäusern alle zwei Jahre eine fachgerechte Wartung an und bei Mehrfamilienhäusern sogar jährlich.
Wesentliche Vorteile der Wasserenthärtung
Das natürliche Verfahren des Ionentausches garantiert Wirksamkeit und ist vom
Preis-/Leistungsverhältnis her die günstigste Methode der Wasserenthärtung. Das
Ionenaustauschverfahren ist seit langer Zeit erprobt und die effektivste
Methode, um wirklich messbar weiches Wasser zu erhalten.
Nicht zu unterschätzen ist der umweltfreundliche Aspekt: Bedingt durch die niedrige Wasserhärte im Haushalt, werden massive Kalkablagerungen in Maschinen und Geräten, wie auch im Bad- und Küchenbereich, verhindert. Dies ergibt massive Einsparungen an aggressiven und meist umweltbelastenden Putz- und Waschmitteln sowie an Weichspül- und Entkalkungsmitteln. Ein weiterer wertvoller Pluspunkt des weichen Wassers ist die langfristige Werterhaltung des Hauses, bedingt durch ein kalkfreies Rohrleitungsnetz, kalkfreie Boiler sowie andere kalkfreie Elektrogeräte.
Auch zum Thema Energieeffizienz trägt weiches Wasser viel bei: Schon geringe Mengen an Kalkablagerungen in Heisswasseraufbereitungsanlagen erzeugen einen deutlichen Mehraufwand an Energie für die Erhitzung des Brauchwassers, was sich dann deutlich in den Energiekosten niederschlägt.
Zusammenfassend lohnt sich die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage gleich mehrfach. Die monatlichen Ausgaben für den Betrieb einer Enthärtungsanlage werden alleine aufgrund der Einsparungen an Reinigungsmitteln mehr als wettgemacht.
Zusätzlich spart man die entstehenden Kosten für die Neuanschaffung verkalkter Geräte oder im Extremfall sogar die Kosten des gesamten Rohrleitungsnetzes. Zählt man folglich die ersparten Beträge aus dem Energieverbrauch dazu, dann liegt das Resultat eindeutig auf der Hand: Die Anschaffung einer Enthärtungsanlage ist eine der besten Investitionen für die Zukunft.
Schema eines Ionenaustauschers
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