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Corona-Lockdown erhöht Solarstrom-Ausbeute
Sauberere Luft in der Metropole Delhi in Indien führt zu Ertragssteigerungen bei der Photovoltaik um 8,3 Prozent.
Die durch den Corona-Lockdown verringerte Luftverschmutzung hat die Ertragskraft von Photovoltaikanlagen deutlich erhöht. Die saubere Luft führte dazu, dass mehr Sonnenlicht durchdrang und mehr Strom produziert wurde, wie Forscher des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg http://helmholtz.de gemeinsam mit Partnern des MIT und des Solarunternehmens Cleantech Solar nachgewiesen haben.
Die Forscher konzentrierten sich in ihrer Studie auf die Smog-Metropole Delhi in Indien. Dort lag der Ertrag der Solaranlagen im späten März um 8,3 Prozent über den Werten der vergangenen drei Jahre um dieselbe Zeit. Die Sonneneinstrahlung lag nach Beginn des Lockdowns am 24. März mittags bei 950 Watt pro Quadratmeter. Zu den gleichen Zeitpunkten in den Jahren zuvor (2017 bis 2019) hatte sie bei 880 Watt pro Quadratmeter gelegen.
"Die Veränderung durch die sauberere Luft in Delhi ist vergleichbar mit dem, was man als Ertragsunterschied zwischen einer Photovoltaikanlage im eher regnerischen England und einer identischen Anlage im eher sonnigen Nürnberger Raum hat. Ich hatte schon eine Differenz erwartet, jedoch hat es mich überrascht, wie deutlich der Effekt zutage trat", verdeutlicht Wissenschaftler Ian Marius Peters, Erstautor der aktuellen Erhebung.
Denselben Effekt erwarten die Forscher auch in anderen, vergleichbaren Metropolen, die normalerweise unter hoher Luftverschmutzung leiden und im Zuge der COVID-19-Pandemie in einen Lockdown gingen. In ihrem in "Joule" publizierten Artikel weisen die Forscher darauf hin, dass in weniger luftverschmutzten Gebieten und Städten der in Delhi beobachtete Effekt hingegen kleiner ausfiele. In einer ländlichen Region im Norden Italiens zum Beispiel stellten sie keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Luftverschmutzung fest. (pte)
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