Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03626.jsonl.gz/2231

Ehemalige Quelle im Gebiet Morgenacker, genauer Standort noch nicht ermittelt. Könnte allenfalls identisch sein mit der Rebstockquelle, allerdings steht in der Memorabilia Tigurina 1780, dass die Quelle etwas oberhalb des Katzenbachs gelegen habe. Ob die Entfernung der Rebstockquelle noch in Frage kommt, ist derzeit offen. Falls nicht, dann wäre der Galtbrunnen irgendwann versiegt. Gleichzeitig müsste es aber im Morgenacher einen Bauernhof gegeben haben, der aber nirgends aufscheint! Das Wohnhaus mit Restaurant Rebstock wurde erst 1841 erstellt.
Auf Ernst Benningers Dorfplan von 1798 in «Unser Seebach» Seite 19 gibt es im Gebiet Morgenacker kein Bauernhaus, es sei denn, man zähle auch das Schärenfeld noch zum Morgenacker. Dann könnte es die Rebstockquelle gewesen sein, die mit dem Galtbrunnen gemeint ist, denn vom Bühlhof im Schärenfeld ist überliefert, dass er sein Wasser von der Rebstockquelle bezog, die damals natürlich noch anders geheissen haben dürfte, eben vielleicht Galgbrunnen. Der Schreibfehler Galtbrunnen in der Memorabilia Tigurina könnte darauf zurückzuführen sein, dass im älteren Zürichdeutsch «galt» bei den Bauern eben auch eine Bedeutung hatte: Keine Milch liefernd, z.B. Galtvieh = Kälber, von althochdeutsch galtnis = Strafe, mittelhochdeutsch galt = Geld, mit der Bedeutung: Wer solche Tiere hatte, war bestraft, indem die Tiere keinen Ertrag abwarfen.