Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03456.jsonl.gz/550

Bei Turbomotoren ohne Überdruckventil führt das Schliessen der Drosselklappe – z.B. beim Schalten – zu einer rückwärts gerichteten Druckwelle, die versucht den Lader zu stoppen, und somit das Ansprechverhalten des Motors verzögert. Solche Druckspitzen können Laderschäden verursachen.
Turboventile blasen die überschüssige Luft ab und verhindern damit den unerwünschten Überdruck. Die Ventile sind in verschiedenen Ausführungen als Kolbenventile lieferbar und werden hinter dem Zwischenkühler möglichst nahe an der Drosselklappeneinheit installiert.
Alle hier gezeigten Motorsport-Turboventile sind standardmässig für einen Druckbereich von 0,5 bar bis 1,2 bar einstellbar. Über eine im Lieferumfang enthaltene verstärkte Feder kann der Druckbereich auf 1,3 bar bis 3,0 bar geändert werden.
Selbstregelnde offene Turboventile für Fahrzeuge mit Luftmassenmesser. Forge Turboventile sind so ausgelegt, dass beim Gaswegnehmen die komplette überschüssige Ladeluft in die Umgebung abgeblasen wird. Dies erzeugt das typische zischende Geräusch. Bei Fahrzeugen mit Luftmassenmesser muss ein Doppelkolbenventil verwendet werden, da der zweite Kolben eine maximale Verträglichkeit mit der Motorsteuerung bietet. Es wird jedoch allgemein darauf hingewiesen, dass es Einbausituationen geben kann, bei denen die Motorsteuerung die durch das Abblasen fehlende Luftmasse nicht akzeptiert. Der Filter vor den Luftschlitzen macht die Turboventile optimal für den Einsatz unter staubigen Bedingungen.
Anmerkung: Fahrzeuge der jüngsten Generation verwenden zum Teil elektronisch angesteuerte Turboventile, deren entfernen zu Problemen mit der Motorsteuerung führen kann.