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Rund einen Monat vor dem Grenzübertritt der Bourbaki-Armee wurden 174 französische Soldaten in die Kaserne Thun verbracht. Auch sie sorgten bereits für reichlich Gesprächsstoff.
Im Januar 1871 wurden 174 französische Soldaten in der Kaserne Thun interniert (Postkarte von 1898).
Foto: Creative Commons
Am 2. Januar 1871 traten bei Croix 188 Angehörige französischer Truppen in die Schweiz ein. Wie das «Thuner Blatt» am 7. Januar vermeldete, würden davon 14 Offiziere nach Luzern kommen, die anderen in der Kaserne Thun untergebracht, verpflegt und bewacht. Die Internierten aus dem Deutsch-Französischen Krieg blieben den ganzen Monat das Thema in der Zeitung.
Am 14. Januar hiess es: «Unter den französischen Internierten befinden sich Handwerker jeder Art, welche gerne in Thun auf ihrem Berufe zu arbeiten wünschten. Diejenigen Herren Arbeitgeber, welche geneigt sind, solche zu beschäftigen, wollen sich beförderlichst an das hiesige Platzkommando wenden.» In derselben Ausgabe wurde ausserdem darüber informiert, dass die Kriegsgefangenen unter anderem mit der Rückwärtsverlegung des Zielhanges auf der Allmend beschäftigt würden.