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Damit ergab sich auch das Bedürfnis, einfachere und vor allem kostengünstigere Zuckerstreuer herzustellen.
Einen solchen erfand Heinrich Kurz. Im Alter von 37 Jahren hatte er seine Frau verloren, die ihm sechs Kinder im Alter zwischen elf Jahren und drei Monaten hinterliess. Damit er sich um seine Kinder kümmern konnte, gab Kurz seinen Job auf und wurde Nachtwächter. In seiner freien Zeit erfand er allerlei praktische Gegenstände. So zum Beispiel einen Pfannkuchenwender, einen Toilettenaufsatz für Kleinkinder und einen Zuckerstreuer, dem portionsgerecht eine bestimmt Menge Zucker entnommen werden konnte. Kurz selber beantragte nie ein Patent. Seine Erfindungen hielt er aber in einem Notizbuch fest.
Es war schliesslich sein Enkel Theodor Jakob, der heute vor 66 Jahren den Zuckerstreuer patentieren liess und ihn unter dem Handelsnamen «Süsser Heinrich» auf den Markt brachte. Diesen «Süssen Heinrich» haben wir alle schon gesehen und gebraucht. Und wer ihn nicht zu Hause stehen hat, ist ihm in Restaurants und ähnlichen Orten vielfach begegnet.
Durch einmal Wenden des Streuers kommt eine bestimmte Portion aus der Öffnung. Und wenn man mehr Zucker im Kaffee haben will, muss man den Streuer eben noch einmal vom Fuss auf den Kopf drehen. So hat ein ansonsten völlig unbekannter kreativer Kopf in unserem Alltag seine süssen Spuren hinterlassen. Wir kennen ihn nicht, aber er begleitet uns durch die Kaffeepause.