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Böhnhase
(Bänhase, Beenhase, wahrscheinlich von Bähne [niederdeutsch], d. h. Boden, und Hase, [* 2] weil sich die so Bezeichneten aus Furcht vor Überfall und Haussuchung auf dem Hausboden versteckten und dort arbeiteten) hieß, besonders bei den Schneidern, derjenige, der ein Handwerk betrieb, ohne es zünftig erlernt und das Meisterrecht erlangt zu haben. Die Zunftmeister pflegten einen solchen zu «jagen» und zur Verantwortung zu ziehen. In Handelsstädten wurden ebenso die Makler genannt, die zu ihrem Geschäft nicht die obrigkeitliche Erlaubnis besaßen. Auch der in eine fremde Ehe pfuschte, hieß so. Die Gewerbefreiheit hat den Namen mit der Sache im obigen Sinne beseitigt; doch bezeichnet man so auch jetzt noch einen Pfuscher in seinem Gewerbe.