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Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen ist im letzten Jahr deutlich gestiegen. Im Europa-Vergleich nähert sich die Schweiz nun den Spitzenländern.
Konkret nahm der Anteil der Frauen in den Chefetagen der 20 im Swiss Market Index vertretenen Konzerne auf 24 von 19 Prozent zu, wie eine Auswertung des Personalberaters Russell Reynolds Associates vom Dienstag ergab. In keinem anderen europäischen Land habe es im letzten Jahr einen solchen Sprung gegeben.
Schweiz überholt Deutschland und Dänemark
In der Folge habe die Schweiz im Europa-Vergleich Deutschland und Dänemark überholt und liege nun in der Rangliste auf dem sechsten Platz. Vor der Schweiz platziert sind Spitzenreiter Grossbritannien (Frauenanteil: 29 Prozent), Norwegen, Schweden, Finnland und Frankreich.
Laut der Studie sind vor allem SMI-Unternehmen aus der Finanzbranche beim Frauenanteil führend. So stehe die UBS mit 42 Prozent an der Spitze, gefolgt von der Partners Group, der CS und der Zurich.
Führungsetagen sind auch internationaler geworden
Bei den kleineren Unternehmen, die nicht Teil des SMI sind, ist der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen laut der Studie allerdings noch geringer. So liege er bei den grössten Mid-Cap-Unternehmen, welche im Börsenindex SMIM kotiert sind, nur bei 14,7 Prozent - was einem Plus von 0,8 Prozentpunkten entspreche.
Gemäss der Studie sind die Führungsetagen der Schweizer Top-Unternehmen nicht nur weiblicher geworden, sondern auch internationaler. Der Ausländeranteil beträgt nun in den SMI-Konzernleitungen 73 Prozent und bei den SMIM-Firmen 55,4 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil der ausländischen Manager in den deutschen DAX-40-Konzernen liege lediglich bei 37,5 Prozent.
(awp/mth)