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Mit den berühmten fünf Geschichten aus Ferrara setzt Bassani seiner Heimatstadt und ihren Bewohnern ein liebevolles Denkmal: Es ist das kleine Glück in einer bescheidenen Ehe oder das grosse, unerreichbare; es ist die tiefe menschliche Zuneigung, die auch unter widrigen Umständen gedeiht und das Versagen des Bürgertums in eben jenen Zeiten, die Bassani in seinem Buch präzise zeichnet, für das er den Premio Strega erhielt.
Portrait
Giorgio Bassani (geboren 1916 in Bologna und 2000 in Rom verstorben), wuchs in der italienischen Kleinstadt Ferrara auf, um die sich viele seiner Werke ranken. Er gilt als einer der wichtigsten italienischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Herbert Schlüter, 1906 in Berlin geboren, gehörte Ende der zwanziger Jahre zu den vielversprechendsten Autoren des "Jüngsten Deutschlands", dem auch Klaus Mann verbunden war. 1933 ging Herbert Schlüter freiwillig ins Exil, das ihn u.a. über Paris, Mallorca und Dubrovnik nach Italien führte, wo er sich 1938 niederliess. Auch während dieser Zeit blieb er in freundschaftlichem Kontakt mit Klaus Mann. 1941 wurde er zur Luftwaffe als Dolmetscher eingezogen und kam bei Kriegsende in Gefangenschaft. Seit 1948 lebte er in München, arbeitete zunächst als freier Lektor und ab 1957 als hochangesehener Übersetzer (u.a. des Gesamtwerks von Giorgio Bassani). 2004 ist Herbert Schlüter gestorben.