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Die Organisation
Paraguay war bis in die 1960er Jahre ein reines Agrarland, auch heute noch beschäftigt die Landwirtschaft ungefähr 40% der Bevölkerung. Grossgrundbesitzer prägen nach wie vor das Bild der landwirtschaftlichen Struktur, so gehören etwa zwei Drittel der nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche 10 Prozent der Bevölkerung. Auch in der Region Arroyos & Esteros – die als Zentrum der Zuckerproduktion gilt – fehlt es an Infrastrukturen und Verdienstquellen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von Subsistenzwirtschaft und dem lokalen Verkauf von Agrarprodukten. Um den bestehenden Besitz- und Einkommensverhältnissen entgegenzuwirken wurde bereits in den 1970er Jahren eine der wenigen Zucker-Kooperativen Paraguays – namentlich Manduvirá – ins Leben gerufen. Die Kooperative Manduvirá wurde 1975 mit dem Ziel gegründet, Kleinbauern beim Verkauf des Zuckerrohrs zu unterstützen und nachhaltig für ein sicheres Einkommen zu sorgen. Die Fairtrade Zertifizierung aus dem Jahre 1999 hat enorm zu dieser Entwicklung beigetragen. Der direkte Kontakt zu Importeuren sowie der Zugang zu Marktinformationen hat die Verhandlungsposition der Kooperative deutlich gestärkt. Das Zuckerrohr wächst – neben Gemüse zum Eigengebrauch – auf den kleinen, traditionellen Farmen, die von Kleinbauern bewirtschaftet werden. Die Erntesaison dauert von Juni bis November, so dass bis im Januar jeweils die Einkünfte sichergestellt sind. Doch bis zur nächsten Ernte fehlt vielen eine alternative Einkommensquelle. Deshalb ist die Fairtrade-Prämie von grosser Bedeutung: 50% dieses Geldes wird den Mitgliedern bar ausbezahlt, sodass sie Nahrung, Ausbildung und – wenn möglich – in ihre Farmen investieren können. Damit können Dächer saniert werden, Trinkwasser- und Stromleitungen verlegt oder verbessert werden und so weiter. Die restlichen 50% werden für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Kooperative verwendet. So können die heute 1‘750 Mitglieder mit medizinischer Versorgung, technischer Beratung, Schulungen, günstigen Krediten und Sparfonds rechnen.
Das Produkt
claro verwendet für die Herstellung mehrerer Bio-Schokoladen, Getränken, Gummibärchen, Riegel sowie für den neuen Cocoba Crème Brotaufstrich Bio- und Fairtrade-zertifizierten golden light Rohrzucker.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Förderung des kleinbäuerlichen Bio-Landanbaus
- Vorfinanzierungen sowie Ausschüttung der Prämie für Privatinvestitionen der Kleinbauern
- Nachhaltiger Ausbau der Wertschöpfungskette zugunsten der Kleinproduzenten der Region