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Gleichstellung
PinkRail
Als 1983 am Kongress in Basel offiziell die Frauenkommission und die Migrationskommission eingesetzt wurden, beantragte ich (als delegiertes Vorstandsmitglied SBV Tessin) auch die Einführung einer Kommission für Homosexuelle. Der Antrag wurde abgelehnt: Das sei unnötig; es gebe keine Probleme, und falls doch, würden sie sowieso in den Aufgabenbereich des SEV fallen…
Die Idee schlummerte bis 1996, als ich zufällig Thomas Gyger traf. Zusammen kamen wir anfangs 1997 in der Mitgliederversammlung von Pink Cross mit anderen schwulen SBB-lern zusammen und kamen überein, die Idee jetzt aufzunehmen – ausserhalb des SEV.
Am ersten Treffen im November 1997 mit etwa 40 hauptsächlich männlichen Teilnehmenden wurde beschlossen, eine Gruppe zu bilden, die als Fachgruppe von Pink Cross und LOS (Lesbenorganisation Schweiz) funktioniert. Das ist bis heute so geblieben.
In den Arbeiten zum ersten GAV konnten wir die Grundlagen für Nicht-Diskriminierung (mit Unterstützung insbesondere von SEV-Präsident Giorgio Tuti) verankern. Vor der Einführung des Partnerschaftsgesetzes betraf dies auch in zahlreichen materiellen Belangen die Gleichbehandlung mit (heterosexuellen) Konkubinatspaaren. Ein erneuter Anlauf zur Einsetzung einer Kommission im SEV wurde dann (noch unter Präsident Ernst Leuenberger) zu einem Antrag des vpod umgemünzt, gemäss dem der SGB eine solche Kommission einsetzen sollte. Der Antrag wurde am SGB-Kongress 2002 angenommen. Bereits im Vorfeld hatte eine Gruppe von Lesben und Schwulen Richtlinien ausgearbeitet für Klauseln, die in GAV aufgenommen werden und die Gleichstellung von Lesben und Schwulen in der Arbeitswelt gewährleisten sollen. In dieser Gruppe waren Thomas Gyger und ich anfänglich die treibenden Kräfte. Sie heisst heute LGBT-Kommission und strahlt auch dank dem Einsitz in den SGB-Vorstand auf die übrigen Gewerkschaften aus.
Heute besteht PinkRail hauptsächlich als Freizeitorganisation. Die SBB unterstützt die Gruppe jährlich mit einem kleinen Beitrag.
Max Krieg