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Bei einer Besprechung zu einem Workshop hat mich ein Kunde gefragt, was denn der Unterschied zwischen einem interkulturellen Fachtraining und einem interkulturellen Sensibilisierungsworkshop ist. crearium erklärt den Unterschied in diesem Blog.
Interkulturelle, länderspezifische Fachtrainings
In einem interkulturellen Fachtraining wird man spezifisch auf ein bestimmtes Land und die dahinterliegende Kultur vorbereitet. Ein Bespiel: Sie gehen in drei Monaten auf eine längere Geschäftsreise nach China und treffen dort neue Kunden. Die chinesische Kultur ist Ihnen unbekannt. Um sich besser vorzubereiten, buchen Sie ein interkulturelles China-Seminar. Mögliche Inhalte eines länderspezifischen Fachseminars sind Politik und Organisation des Landes, kulturelle Werte in China, typische Stolpersteine im Verhalten und in der Kommunikation, Unterschiede in der Körpersprache und im Umgang, Geschäftsleben in China, Umgang mit Hierarchie und Führungsstilen, Arbeitsweise in Projekten, Meetings, und Verhandlungen. usw.
Die Trainer sind mehrheitlich Personen, die beide Kulturen aus eigener Erfahrung sehr gut kennen. Die methodische Vermittlung basiert hauptsächlich auf der Informations- und Wissensvermittlung.
Interkulturelle Sensibilisierung
In der interkulturellen Sensibilisierung wird der Begriff Kultur nicht nur auf die Länderzugehörigkeit bezogen, sondern als Eigenheit oder Schnittmenge einer bestimmten Gruppe definiert und betrachtet. Aus welchen Bausteinen Kultur gebildet wird, beschreibt das <link http: www.crearium.ch blog interkulturelle-entwicklung wahrnehmung-und-das-eisbergmodell _blank external-link-new-window>Eisbergmodell. Ein Beispiel: in einer internationalen Firma gibt es eine länderspezifische Kultur durch die Standorte in der Schweiz und in Frankreich, aber eben auch eine Kultur der Buchhalter, der Produktion oder der IT. Oder eine Kultur der Jungen und der Alten oder der Frauen und der Männer oder der Veränderungsfreudigen und der Veränderungsskeptiker. Kultur wird somit ganzheitlich betrachtet, der länderspezifische Aspekt ist aber auch dabei.
Die interkulturelle Sensibilisierung legt den Fokus auf die Wahrnehmung, die Selbstreflexion, die Kommunikation, das Aushalten von Unsicherheiten (Ambiguitätstoleranz), den Umgang mit Konflikten/Fremden und das Kooperationsverhalten. "Wo erleben wir Gemeinsamkeiten, wo Unterschiedlichkeiten?", "Wie tragen wir Konflikte aus?" oder "Wie arbeiten wir zusammen?". Es werden generelle Kompetenzen trainiert, die uns helfen, sich selber und andere besser zu verstehen und dadurch das Kooperationsverhalten zu erweitern. Häufig enthalten Führungstrainings oder Teamentwicklungen Elemente der interkulturellen Sensibilisierung. Die methodische Vermittlung basiert auf der Erfahrungsebene und auf der Informations- und Wissensvermittlung.
Sich in andere Situationen hineindenken wirkt sich positiv auf das eigene Führungsverhalten aus
Beim eingangs erwähnten Kunden durfte crearium einen Workshop durchführen. An diesem Tag ging es darum, dass die Führungskräfte ihren Umgang mit Unterschiedlichkeiten reflektierten. Anhand von Praxisbeispielen und Übungen trainierten sie ihre Kompetenzen im Bereich Kommunikation und Verhalten. Die Führungskräfte bildeten selber eine heterogene Gruppe aus verschiedenen Nationalitäten, Berufsgruppen, Alter, Geschlecht, Berufserfahrung und führten Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund bezüglich Nationen, Alter, Geschlecht und Berufserfahrung. Wenn sich Führungskräfte in die Situation anderer hineindenken, führt das zu grösserem gegenseitigem Verständnis, was sich positiv auf ihr Kooperations- und Kommunikationsverhalten auswirkt.