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Auf einer zweistündigen Autofahrt lerne ich, wie sich die Kaffee-Industrie in Honduras in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. Kaffee gabs aus der Thermos. Wie viele Jahre er denn schon mit Kaffee zu tun habe, fragte ich ihn. «52 Jahre. Ich habe nie was Anderes gemacht. Meine Arbeit gab mir immer Zufriedenheit.» Heute steuert Don Alfredo auf die 70 zu und ist verantwortlich für den nationalen Kaffee-Einkauf eines grossen Exporteurs. Bevor Exporteure Kaffee verkaufen, müssen sie diesen auch im Land ankaufen. Das heisst, dass Don Alfredo so ziemlich alle Produzenten in Honduras kennt, aus allen sieben Kaffeeregionen. «Nein, nein», winkt er ab, «ich kenne nicht alle Produzenten. Aber eigentlich die Meisten», sagt er mit einem Schalk eines sorgfältig alternden Gentlemans.
Ich war Anfang Juli in San Pedro Sula. Schon mal gegoogelt? Machen Sie es nicht. Wenn Sie es machen, werden Sie wohl kaum dahin fliegen. Wenn Sie unbedingt wollen, dann machen Sie es, kehren Sie aber hierhin zurück bitte. www.google.com Zufrieden? Weiter im Text. Kaffee bringt einen an Orte, die man zu Lebzeiten sonst nicht sehen würde. Seit 2006 setze ich mich mit Kaffee auseinander und lerne immer weiter dazu. Ich sehe mich als Kaffee-Student, als einer, der frei nach dem Humboldtschen Verständnis weiterstudiert, ohne den Anspruch, jemals fertig zu werden. Dafür ist Kaffee zu komplex. Solange Kaffee für mich immer noch eine Mischung aus Wissenschaft, Erfahrung, Handwerk und Voodoo darstellt, solange gibt es für mich viel zu lernen.
Mathieu Theis 3. an der World Barista Championship!!!! Überragend, unglaublich, schon jetzt legendär!!! Damit ist Mathieu der erfolgreichste Schweizer Barista aller Zeiten. Was für eine Bilderbuchgeschichte! Und alles begann 2015, als der damalige Home Barista an der Schweizer Latte Art Meisterschaft den 3. Platz holte. 2016 griff er mit der Präzision des studierten Ingenieurs nach der Schweizer Baristakrone und nahm zum ersten Mal an der World Barista Championship teil (WBC). Sein Espresso war zwar einer der besten im Feld, doch leider kosteten ihn technische Fehler eine gute Platzierung. 2017 musste er sich an der Schweizermeisterschaft André Eiermann geschlagen geben, der dann den herausragenden 10. Platz an der WBC 2017 belegte. Doch 2018 sollte Mathieus Stunde schlagen… Garantiert war alles, was davor passiert ist wichtig, um 2018 ganz nach oben zu springen. Mit einer sympathischen Vorstellung baute er zu den Judges eine emotionale Verbindung auf. Mit einer perfekten Präsentation, Leidenschaft und einem phantastischen Kaffee aus Costa Rica von der Farm Tito Lidio, geröstet von Keen Coffee, rockte Mathieu Runde um Runde die Bühne. Nach der Vorrunde war er 1. und sprang in das Semi-Finale der besten 15. Und die Reise war noch nicht zu Ende. Das Finale wartete für unseren Schweizer Meister. Und dann das… Wir feiern Mathieu Theis und sind wahnsinnig stolz auf Dich, die Entwicklung des Schweizer Kaffees und der Schweizer Barista Kultur und der tollen Community, die wir in der Schweiz haben. Top 25 nach der ersten Runde Kleiner Reminder: Anna Käppeli belegte vor 11 Jahren 2007 den 5. Platz an der WBC.
Was für ein Meisterschaftsjahr. Die letzten Tage fand in Zug und Münchenstein die erste Schweizer Röstmeisterschaft statt. Natürlich waren wir mit dabei. Unser Allrounder Felix, Röster und Barista, hat sich ins Feld geworfen. Und das Ergebnis?! Zweiter! Schweizer Vizeröstmeister!! Wir sind überwältigt. Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es unsere Rösterei. Natürlich bringen wir Erfahrungen aus vielen Jahren Kaffee und rösten mit. Und dennoch. Was in diesem Jahr passiert ist, das ist fast unglaublich und überwältigend. Im vergangenen Jahr haben wir den zweitbesten Kaffee bei Coffee in Good Spirits für Fabio Salerno geröstet. Anfang des Jahres hat Felix sowohl für sich den Kaffee für die Baristameisterschaft geröstet, als auch für seinen Bruder Benjamin, der am Brewers Cup teilgenommen hat. Beide sind Vizemeister geworden. Und dann folgte die Sensation, die sogar international für Aufsehen sorgte. Für Agniezska Rojewska röstete Felix den Siegerkaffee der polnischen Baristameisterschaft. Nun schliessen wir das Meisterschaftsjahr. Zweitbeste Rösterei der Schweiz an der Röstmeisterschaft. Dazu mit Abstand der beste Blend und zusammen mit André Strittmatter das beste Green Grading. Wir schauen voller Freude nach vorne und freuen uns schon auf die nächste Röstung.
Am Donnerstag, 24. Mai 2018 fand in der Coffee Academy von UCC Coffee in Zollikofen die Generalversammlung der Schweizer SCA statt. Neben der Verabschiedung des Tätigkeitsberichtes und der Jahresrechnung fanden auch die jährlichen Neuwahlen zum Board der Swiss SCA statt. Gleich vier scheidende Vorstandsmitglieder übergaben ihre Aufgaben. Philipp Henauer hatte zuletzt das Amt des National Coordinators inne und war zuvor Education Coordinator. Er hat den Übergang des Vorstandes und eine sanfte Verjüngung begleitet und koordiniert. André Kissling war über Jahre Mr. Meisterschaft und hat mit seinem Einsatz die Marke La Marzocco in der Schweiz geprägt. Zuletzt war er Kassier der Swiss SCA. Daniel Hofstetter leitete das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und hat u.a. die Erneuerung der Webpräsenz voran getrieben. Piero Mondada war die treibende Kraft hinter zunehmenden Aktivitäten der Swiss SCA in der französischsprachigen Schweiz. Den vier scheidenden Vorständen gilt unser grosser Dank für ihr ehrenamtliches Engagement für den Schweizer Kaffee und die Swiss SCA. Vier neue Vorstände Neue Schweizer National Coordinator ist Nina Rimpl, die zuletzt das Ressort Meisterschaften leitete. Mit ihr übernimmt eine junge, dynamische Frau die Leitung, die seit vielen Jahren die Schweizer Kaffeeszene mitprägt. Die ehemalige Schweizer Baristameisterin ist sehr gut national und international vernetzt, ist Jurorin an internationalen Meisterschaften und studiert Psychologie. Sie verkörpert grosse Neutralität und ist nicht an ein Kaffeeunternehmen gebunden. Mit Gloria Pedroza übernimmt das Amt des Kassiers eine Koryphäe der Schweizer Kaffeebewegung. Seit ich denken kann steht sie als Jurorin dem Team der Schweizer Juroren vor und ist eine der wichtigsten internationalen Kaffeebotschafterinnen der Schweiz. Toll, dass Gloria nun auch im Bord der Swiss SCA sitzt. Ennio Catergiani übernimmt die Aufgaben des SCA Botschafters in der Romandie nun auch per Amt. Mit seinem Engagement ist er es ja bereits seit einiger Zeit. Der AST leitete eine eigene Kaffeeschule und juriert bei Schweizer Meisterschaften. Das Ressort Meisterschaften übernimmt Marc Schneider von der Firma Vassalli Service AG. Vassalli hat in diesem Jahr mit der neuen E71 das Sponsoring der Schweizer Meisterschaft übernommen und einen blitzsauberen Einstieg hingelegt. Marc Schneider ist als Geschäftsführer von Vassalli schon seit einigen Jahren präsent in der Schweizer Kaffeeszene und fördert als Netzwerker und mit dem Coffee Lab die Kaffeekultur und Ausbildung in der Schweiz. Die Kommunikation des Verbandes übernimmt der Marketingprofi André Eiermann. Der Baristameister von 2017 ist marketingtechnisch mindestens so leidenschaftlich wie für das Thema Kaffee und wird in Zukunft von nationalen und internationalen Events für den Verband berichten sowie die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren. Weiterhin im Vorstand sind ausserdem: Vittoria Illy (Mitgliederdienste), Barbara Held (Ausbildung), Chahan Yeretzian (Forschung und Wissenschaft). Wir freuen uns über die Neubesetzungen und wünschen dem neuen Board alles Gute. Es braucht ein starkes Swiss SCA Board um den Schweizer Verein eigenständig und klar zu positionieren, gerade auch in Zeiten in denen die vor zwei Jahren fusionierte SCA zwischen europäischen und amerikanischen Kräften einen Spagat versucht. Als Kaffeemacher stehen wir an eurer Seite und unterstützen euch wo wir nur können!
Vom 7. bis 9. Juni findet die erste Schweizer Röstmeisterschaft statt. Darüber und darauf freuen wir uns sehr. 8 Röster aus der Schweiz werden aus dem gleichen Rohkaffee-Stock jeweils einen Blend (Mischung) rösten, sowie aus einem vorgegebenen Kaffee eine sortenreine Röstung. Sie müssen den Rohkaffee analysieren, Fehler im Rohkaffee zählen und bewerten und ihre Röstung voraussagen und begründen. Die Meisterschaft wird durchgeführt von der Schweizer Specialty Coffee Association. Austragungsorte sind Zug (7. Juni) und Münchenstein (7., 8. und 9. Juni). In Zug ist NKG Quality Service Gastgeber im Labor von InterAmerican. In Münchenstein wird im CoRoasting Space der Kaffeemacher geröstet. Die Firma Probat unterstützt die Veranstaltung und stellt einen Röster zur Verfügung. Die Veranstaltung ist am Donnerstag, 7. Juni nicht öffentlich. Am Freitag, 8. Juni findet für die Teilnehmer und angemeldete Röster ein Nebenprogramm statt. Es wird über den ganzen Tag eine Cup of Excellence Degustation mit den besten 30 Kaffees aus Mexico stattfinden. Parallel rösten die Röster nacheinander ihre Kaffees. Ein Besuch der Rösterei ist möglich. Es wird jedoch keine Moderation geben und die Röster arbeiten still und konzentriert und werden ihre Röstungen nicht präsentieren oder kommentieren. Wir laden Publikum sehr herzlich ein, uns am Samstag, 9. Juni vor Ort zu besuchen. Ab 11.30 Uhr öffnen die Türen. Um 12.00 Uhr findet eine öffentliche Degustation mit allen Meisterschaftskaffees statt und das Publikum vergibt den Publikums Award. Parallel verkostet die Jury alle Röstungen vom Freitag. Es wird Vorträge geben zum Thema Kaffee und Rösten. Um 14.00 Uhr findet die Verkündung des ersten Schweizer Röstmeisters statt. Mehr Informationen bald hier: www.swisssca.ch
Von dem Moment an wo ich den Melodrip gesehen habe, hat er mich interessiert. Ich finde das Thema Verwirbelung einfach sehr interessant. Der Einfallwinkel des Brühstrahls hat mich 2015 so fasziniert, dass ich mit einem Grammophon im Brewers Cup den Filter gedreht habe und nicht die Kettle zirkuliert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich mit einem Prototypen des Melodrips experimentieren durfte, der kürzlich als Kickstarter Kampagne lief. Die finale Version wird ganz ähnlich und die Ergebnisse erwarte ich wie hier in diesem Video erklärt. Der Melodrip bricht den direkten Brühstrahl. Das reduziert massiv die Agitation. In diesem Video brühe ich zwei Kaffees und zeige euch die Auswirkungen der gebrochenen Agitation/Turbulenz auf die Extraktion und folglich Stärke in TDS. Ich bin ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob der Melodrip seinen formulierten Kampagnen-Zweck erfüllt und zu einer klareren Brühung führt. Ich habe wirklich vieles getestet und bin ohne die Agitation des Brühstrahls einfach nicht auf brauchbare Extraktionen gekommen. Auch nicht durch und mit rühren, etc. Das verdeutlicht in meinen Augen aber umso mehr, wie zentral der Brühstrahl und die Eingiessverwirbelung sind. Der Melodrip ist ein recht günstiges, kleines Spielzeug. Er wird nicht in mein Sortiment der Brühwerkzeuge eingehen, aber gehört definitiv schon jetzt zum Schulungsequipment in Brühkursen.
Die Meister sind gefunden! Emi Fukahori heisst die neue Schweizer Brewers Cup Meisterin. Mathieu Theis heisst der Barista Meister 2018. Gijtipong Gap Thansubutr ist und bleibt der König der Latte Artisten. Drei leidenschaftliche Coffee Professionals haben damit ihre Leistungen der letzten Wochen goldgekrönt. Wir gratulieren von Herzen! Es waren spannende Meisterschaften, die wir vom 7. bis 9. März im Zürcher Kaufleuten erleben durften. Viele neue Gesichter, aussergewöhnliche Kaffees, interessante Präsentation und einige Premieren. Das ganze fand statt im Rahme des Coffee Fridays im Zürcher Kaufleuten. Und das sind die Rankings der besten sechs pro Kategorie. Wir haben natürlich auch die Ewige Barista Tabelle und die Ewige Tabelle Brewers Cup aktualisiert. 1. Mathieu Theiss – Mame, mit Kaffee geröstet von Coffee Collective 2. Felix Hohlmann – Spring Roasters 3. Melanie Milos – Henauer Kaffee 4. Flavio Lissandrello – Birchbach 5. Kevin Mohler – Delica, mit Kaffee geröstet von inthenameof 6. Dominik Stracar – Vertical Coffee Roasters 1. Gap Thangsubutr, Gappuccino 2. “Suki” Hiu Yueng Ma, Salon Zürich, Team Coffee Lab 3. Madia Sabirova, Cafe Grande, Team Henauer Kaffee 4. Philippe Gobat, Dali Latte Gob_art 5. Tania Fisler, Cafe Grande, Team Coffee Lab 6. Sai Rong, Yumi SA 1. Emi Fukahori – Mame, mit Kaffee geröstet von Coffee Collective 2. Benjamin Hohlmann – Kaffeemacher, Kaffee geröstet von Spring Roasters 3. Antonio Cardoso – Adcubum AG, Kaffee geröstet von Henauer Kaffee 4. Michal Otte – Kafischmitte 5. André Huber – Kialoa, Kaffee geröstet von Ditta Artigianale 6. Benjamin Schütz – Cafemanufaktur Solothurn
Wir sind überglücklich. Nach zwei zweiten Plätzen an den Swiss Coffee Championships folgt nun ein erster Platz an den polnischen Baristameisterschaften. Anfang Januar hat uns Agniezka Rojewska gefragt, ob wir für sie für die polnische Meisterschaft rösten wollen. Wir waren sofort Feuer und Flamme und mit Enthusiasmus dabei. Agniezka hatte den Kaffee bereits ausgewählt. Ein Typica Lot von La Palma y el Tucan aus Kolumbien, ein herausragend prozessierte und viel dekorierter Kaffee. Wir haben uns mit Freude in die Arbeit gestürzt und einige Röstprofile entwickelt. Anfang Februar haben wir dann zusammen mit Agniezka das Fine tuning bei uns in der Kaffeemacher-Akademie gemacht. Und gestern dann die grosse Stunde! Mit einer grandiosen Präsentation und technisch perfekt hat Agniezka dominant die polnische Meisterschaft gewonnen. Was für eine Ehre für uns, dass wir hier als Röster einen kleinen Teil beisteuern konnten.
Vom 7. bis 9. Juni 2018 finden die ersten Schweizer Röstmeisterschaften statt. Die Swiss SCA holt damit eine der beliebtesten und interessantesten Meisterschaften in die Schweiz. Die Röster arbeiten während der Meisterschaft mit dem gleichen Rohkaffee, analysieren diesen, rösten ihn sortenrein und einmal als Mischung geblendet. Eine Jury verkostet die Kaffees alle nebeneinander blind und bewertet die Qualität der Kaffees. Die Röstmeisterschaft ist eine der wenigen Meisterschaften, wo es kein Präsentationselement gibt. Lediglich der Rösthandwerker und seine Fähigkeit die Bohne bestmöglich zu lesen, zu interpretieren und ihr Potential hervorzubringen, zählt. In weiteren Teilbereichen des Wettkampfes definieren die Röster ihre Röstkurven und müssen diese befolgen sowie Defekte und Qualität des Rohkaffees beurteilen. Die Meisterschaft findet vom 7. bis 9. Juni in Zug (SCA Lab der Firma InterAmerican Coffee) und Basel (Coroasting Space der Kaffeemacher) statt. Neben den SCA Platin Sponsoren Brita, Café Royal und La Cimbali by Vasalli bedanken wir uns bei allen Sponsoren der Meisterschaftssaison. Für die Röstmeisterschaft möchten wir im speziellen der Firma Probat in Emmerich, Deutschland danken, die den Meisterschaftsröster Probatone 5 zur Verfügung stellt. Die Röstmeisterschaft findet geteilt im Labor von Interamerican in Zug statt und im Coroasting Space bei uns. Veranstalter ist die Swiss SCA. Zur Veranstaltung bei Facebook. Zur Anmeldung (Achtung, Plätze limitiert.)
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