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Opec+ hat keinen Raum für Produktionssteigerung.
Nachdem EIA, IEA und OPEC in der vergangenen Woche ihre aktuellen Monatsberichte veröffentlicht haben, dürften die Marktteilnehmer zumindest für das kommende Jahr ein Überangebot am Ölmarkt einpreisen. Vor allem die Berichte von IEA und OPEC hätten laut Carsten Fritsch von der Commerzbank gezeigt: «Die OPEC+ hat überhaupt keinen Spielraum, um ihre Ölproduktion nächstes Jahr weiter zu steigern, wenn sie nicht eine erneute Überversorgung und einen Anstieg der Bestände riskieren will.»
Und das, obwohl die EIA in ihrem Bericht die Prognosen zum US-Produktionswachstum für 2022 deutlich senkte. Der statistische Arm des US-Energieministeriums rechnen mittlerweile damit, dass die US-Rohölproduktion erst ab Oktober wieder an Fahrt aufnehmen und im nächsten Jahr durchschnittlich bei 11,77 Mio. B/T liegen wird. Im Juli hatte sie noch mit einer durchschnittlichen Produktion von 11,85 Mio. B/T gerechnet.
Der OPEC zufolge dürfte der Anstieg des weltweiten Ölangebots im kommenden Jahr vor allem durch Russland angetrieben werden, dessen Produktion um etwa 1,0 Mio. B/T steigen soll. Der russische Ölriese Gazprom Neft hatte bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen in der vergangenen Woche bereits angegeben, das Unternehmen werde die derzeit gedrosselte Produktion im Zuge der Lockerungen der OPEC+-Kürzungen schnell wieder steigern können.
Derweil behalten die Marktteilnehmer die Auswirkungen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auf die Wirtschaft und die Ölnachfrage im Blick. «Der Markt wird wahrscheinlich in Bewegung bleiben, zumindest bis die Delta-Welle einen signifikanten und anhaltenden Rückgang zeigt, insbesondere in den USA und China», sagt Vandana Hari von Vanda Insights.
Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst
16.8.2021