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Wir schreiben das Datum vom 13. Juli 1949 und befinden uns im Restaurant „Zum Greifen“ an der Greifengasse in Basel. Dort findet die Gründungsversammlung der Wohngenossenschaft Jurablick statt. Die Statuten schliessen mit dem Datum November 1946. Acht Mitglieder waren dort anwesend, vier davon bildeten den ersten Vorstand.
Es kamen die Nachkriegsjahre: Basel erlebte einen richtigen Bauboom. Wohnbaugenossenschaften gab es schon vor dem Krieg. Aber erst nach dem Krieg ging es mit Neubauten so richtig los. Ganz so einfach konnten die damaligen Gründer mit ihren Ideen nicht loslegen. Es fehlte zunächst das Bauland. Ganz im Westen von Basel konnte man, nach langem Suchen und Verhandeln mit der Stadt Basel, einen Baurechtsvertrag aushandeln. Nur dank dem ACV (Allgemeiner Consumverein Basel) mit den entsprechenden Darlehen wurde die Realisation ermöglicht. Ausschlaggebend dafür waren die persönlichen Beziehungen einzelner Gründungsmitglieder.
Ab dem 1. Juli 1957, also erst acht Jahre nach der Gründung, konnten die ersten Mieter an der Gustav Wenk-Strasse einziehen. Viele davon waren bei den BVB angestellt. Aber, noch bevor es soweit war, sickerte durch, dass die Christoph Merian-Stifung die letzten Landreserven im Gellert bebauen wollte. Auch für diese Information war eine persönliche Beziehung eines Gründungsmitgliedes, diesmal zum Finanzdepartement, erfolgreich. Die Wohngenossenschaft Jurablick erhielt ein Baurecht und konnte die Liegenschaften 7, 9, 11 und 13 von den Architekten Mumenthaler und Meier erstelllen lassen. Die damalige Planung mit einer Heizzentrale konnte als äusserst fortschrittlich bezeichnet werden. Wiederum war es äusserst mühselig, das erforderliche Geld aufzutreiben. Schliesslich war es wiederum der ACV, der Hypotheken im 3. Und 4. Rang zeichnete. Ab dem 1. November 1959 konnten die ersten Mieter einziehen. Viele davon mit höherer Schulbildung.
Es gehörte mit zu den Anfangsschwierigkeiten, eine saubere Jahresrechnung für beide Liegenschaften gleichzeitig zu präsentieren. Noch heute können wir stolz darauf sein, dass es einem damaligen Berater gelang, eine Struktur aufzubauen, welche die individuellen Bedürfnisse in jeder Hinsicht berücksichtigte. Die finanzielle Aufteilung in Jurablick I und Jurablick II war damit geboren. Der damalige Berater war im übrigen der allererste Mieter, der im Jurablick II einen Mietvertrag unterschrieben hatte. Er wurde in der Folge mehrjähriges Vorstandsmitglied.
Die nun folgenden Jahre zeigen ein eher ruhiges Bild. Der finanzielle Aufwand galt in erster Linie den Baurechtszinsen und der Amortisation der Darlehen. An Unterhaltsarbeiten fielen lediglich die Instandstellungen an den einzelnen Mietobjekten an. Nach den 25-jährigen Jubiläen, die naturgemäss je einzeln durchgeführt wurden, mussten aber die ersten Renovationen in Angriff genommen werden. Jurablick I bekam 1985 eine neue Fassade und 1990 neue Bäder und Küchen. Im Jahre 1991 wurde das Kabelfernsehen eingeführt und die Antennen vom Dach entfernt. Balcab hiess die Firma. Im darauf folgenden Jahr wurde generell die individuelle Heizkostenabrechnung eingeführt. Dann folgte im Jahre 1999 Jurablick I mit der Erneuerung der Fenster und Balkontüren und im gleichen Jahr Jurablick II mit einer teilweisen Sanierung der Bäder und Küchen. Erst im Jahr 2005 konnten die restlichen Arbeiten bezügliche der Innensanierung und eine vollständige Sanierung der Aussenhülle sowie der Lifte vorgenommen werden!
Im Jahre 2007 konnte die Wohngenossenschaft Jurablick ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Der eigentliche Festakt hat am 12. Mai 2007 zusammen mit der Generalversammlung stattgefunden.
Auf das, was sich, nicht immer geradlinig, entwickelte, können wir heute sehr stolz sein. Wir haben alles vorbildlich organisiert und dürfen auf ein absolut sauberes finanzielles Fundament für eine gesicherte Zukunft blicken. Dass dies so bleiben wird, dafür muss die Mieterschaft mit Umsichtigkeit und Sorgfalt dazu beitragen.