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Als die Mutter des Parisers Zinedine (Tewfik Jallab) – «Zino» genannt – stirbt, macht dieser sich auf die Suche nach seinem Vater Farid Chekib. Der hat die Familie vor 25 Jahren verlassen, als Zino noch ein kleiner Junge war.
Weil seine Eltern sich nie haben scheiden lassen, sieht sich Zino nun gezwungen, Farid über den Tod seiner Frau zu informieren.
Lola statt Farid
Was Zino nicht weiss: Sein Vater hat sich vor Jahren einer Geschlechtsangleichung unterzogen. Als er an der vom Notar angegebenen Adresse ankommt, findet er keinen Farid, sondern eine Lola Chekib (Fanny Ardant) vor.
Zino ahnt nicht, dass er sich soeben zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert mit seinem Vater unterhalten hat. Er macht sich, nach einem unergiebigen Gespräch, auf den Weg zurück nach Paris.
Bevor er aufbricht, hinterlässt er Lola noch seine Visitenkarte. Sie solle sich bei ihm melden, wenn sie von Farid höre.
Klischeefreier Humor
Kurz darauf entschliesst sich Lola, nach Paris zu fahren. Sie will Zino die Wahrheit über sich erzählen. Mit der Art und Weise, wie sie dies anstellt, überrumpelt sie allerdings ihren Sohn. Er bricht die Begegnung irritiert ab und stürmt davon.
Was folgt, ist eine glaubwürdig inszenierte Annäherung der beiden – die beim Zuschauer die Frage aufwirft, inwiefern die Vaterrolle am Ende vom Geschlecht definiert wird.
Dass Filmemacher Nadir Moknèche in seiner ungewöhnlichen Vater-Sohn-Geschichte regelmässig humorvolle Momente einbaut, ohne dabei in die Klischee-Falle zu tappen, ist erfrischend.
Kinostart: 28.6.18