Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03625.jsonl.gz/2704

«Ich bin wirklich etwas überrascht, dass es so eingeschlagen hat. Ich habe den richtigen Moment erwischt und das richtige Rad gehabt», erklärte der 33-Jährige nach seinem 2. Etappensieg an der Tour de Romandie. Mit dem 7. Rang bei der Flèche Wallonne hatte der Ostschweizer vor zwei Wochen seine gute Form zwar angedeutet. Doch mit zwei Etappensiegen in Folge an der zweitgrössten Schweizer Rundfahrt hat der Thurgauer die eigenen Erwartungen übertroffen.
Das Gefühl, an der Tour de Romandie im gelben Trikot zu fahren, kennt der Routinier bereits. 2008 übernahm Albasini nach einem 2. Platz im Prolog und einem 3. Platz auf der 1. Etappe das Leadertrikot, welches er aber nicht bis zum Schluss behaupten konnte.
Die Rolle des Helfers
Realistisch gesehen hat Albasini wenig Chancen, das gelbe Trikot auf der Königsetappe über 180,2 km von Le Bouveret nach Aigle zu verteidigen. Auch wenn Albasini schon 2 Bergetappen an der Tour de Suisse (2009, 2012) und die Bergwertung an der Baskenland-Rundfahrt 2011 gewinnen konnte. «Ich kann mich zwar auf jedem Terrain verteidigen, aber die Spezialisten kann ich nicht in ihrem Gebiet schlagen», sagt er in Anspielung an Tour-Sieger Chris Froome und Giro- und Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali.
Die Gesamtsiege an der Katalonien-Rundfahrt (2012), der Britannien-Rundfahrt (2010) und der Österreich-Rundfahrt (2009) zeugen von Albasinis Allrounder-Qualitäten. Dennoch: An Weltmeisterschaften und den grossen Rundfahrten wie der Tour de France blieb ihm stets die Helferrolle.