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Kupferprodukte werden insbesondere als Fungizide verwendet. Sie können im feuchten Klima die Ausbreitung von Pilzkrankheiten verhindern. Besonders häufig ist der Einsatz von Kupfer im Weinbau. Als Schwermetall ist Kupfer nicht abbaubar. Die Kupferprodukte haben somit den Nachteil, dass sie sich im Boden anreichern und Bodenorganismen wie Regenwürmer schädigen können.
Antibakterielle Wirkung
Tatsache ist: Auch in der konventionellen Landwirtschaft werden in Kombination mit anderen Fungiziden Kupferprodukte eingesetzt. Dort wird v.a. seine antibakterielle Wirkung sehr geschätzt. Da der Bio-Anteil in der schweizerischen Landwirtschaft lediglich bei 13 Prozent liegt, ist der Verbrauch von Kupferprodukten in der konventionellen Landwirtschaft in absoluten Zahlen sogar grösser als im Bio-Landbau. Angesichts der Grössenverhältnisse ist dies indes nichts als logisch. Leider gibt es dazu keine offizielle Zahlen.
Biobauern dürfen mehr Kupfer ausbringen
Allerdings: Nach heutigen Standards darf bei der Integrierten Produktion pro Hektar und pro Jahr weniger Kupfer ausgebracht werden als in der Bio-Produktion. Beispielsweise dürfen im Bio-Weinbau bis 4kg/ha/Jahr Kupfer eingesetzt werden. Bei der Integrierten Produktion sind es max. 1.5kg/ha/Jahr. Das heisst: Wenn wir auf der gesamten Schweizer Landwirtschaftsfläche nur Bio produzieren würden, würden wir insgesamt viel mehr Kupfer einsetzen als es heute der Fall ist. Und dies bei tieferen Erträgen. Bio-Landwirte ernten pro Hektar etwa 20% weniger als ihre konventionellen Kollegen.
Kupfer ist meist synthetisiert
Auch die im Bio-Landbau verwendeten Kupferverbindungen werden meist synthetisch hergestellt. Wenn also synthetische Pflanzenschutzmittel verboten würden dann hätte dies auch Auswirkungen auf Biolandwirte. Sie wären sehr viel stärker betroffen als konventionelle Bauern, denn die Biobauern haben kaum Ausweichmöglichkeiten.