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Deramic Sound System
Das Deramic Sound System sollte in den 1960er Jahren mit 4-Spur-Maschinen einen natürlicheren Stereoklang erzielen. Die Neuerung bestand darin, dass die vier Spuren als zwei Stereopaare und nicht als vier Monospuren verwendet wurden. Das war ein bewusstes Zurückkehren auf die Zweispurtechnik, nur dass man alles konsequent Stereo aufnahm, Instrumente und Stimmen. Als Decca schliesslich die 8-Spur-Maschinen einführte, war vom DSS keine Rede mehr.
Instrumente und Gesang wurden stereophon aufgenommen, d.h. im Raum positioniert. Dadurch hatte man eigentlich nur zwei Spuren zur Verfügung, z.B. der Backingtrack plus Gesang/Soloinstrument. Overdubbing wurde so durchgeführt, dass alle vier Spuren auf ein anderes Tonband überspielt wurden und die Band mit der Wiedergabe mitspielte.
Es wurden nur elf Platten so aufgenommen, weil bald die 8-Spur-Aufnahmetechnik das Verfahren obsolet machte. Ausgerechnet Days of Future Passed, das das neue Stereoverfahren hätte eindrucksvoll demonstrieren sollen wurde letztlich nicht wirklich stereophonisch aufgenommen. Das Orchester schon, aber nicht die Band, die konventionell monofon aufgenommen und pseudostereophonisch gemischt wurde.
Die meisten Platten mit dem «Deramic Sound System» waren Easylistening. Die einzigen Rock-Aufnahmen stammen von den Moody Blues, wobei In Search Of The Lost Chord das einzige Album ist, bei dem das Verfahren konsequent angewendet wurde.
Platte, die nicht im Musikzimmer erfasst ist
– Laszlo Tábor Conducting The London Festival Orchestra: Concerto, Deram SML 710, 1968
Links
– Gearspace: Forum (7. November 2017, Beitrag von User: JRNelsonSr)
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