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Angriff auf Gaza - Vorbote für einen weiteren Krieg?
Anno 2006 ging dem Angriff auf den Libanon eine blutige Hauptprobe im Gazastreifen voran, und in diesem Labor des Todes mussten die Bewohner des Streifens als Versuchskaninchen hinhalten, an denen die grauenhaften Wirkungen von neuen Waffen ausgetestet wurden. Es ist nicht auszuschliessen, dass der seit langem geplante Militärschlag gegen den Iran in naher Zukunft zur Ausführung gelangt.
Die Rückschläge im Libanonkrieg und im Kaukasuskrieg und die zahlreichen Schwierigkeiten, in denen er sich befindet, (und deren Umfang man daran ermessen kann, dass ein farbiger US-Präsident gewählt wurde, was noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre), scheinen den Imperialismus nicht davon abzuhalten, seine Offensiven unvermindert fortzusetzen und auf neue Länder auszuweiten.
3000 Tonnen neue Waffen unterwegs nach Israel
Die Regierung der USA befahl die Spedition von weiteren 3’000 Tonnen Waffen nach Israel. Nach Informationen von Reuters (10.1.09) ist das Rüstungsmaterial im griechischen Hafen von Astakos zwischengelagert und wird mit zwei Schiffen zum israelischen Hafen von Aschdod verfrachtet. Der Frachtauftrag kommt vom US. Navy’s Military Sealift Command (MSC). Das ganze läuft offenbar über kommerzielle Kanäle als Munitionslieferung. Die Ware ist immerhin als gefährlich (hazardous) deklariert.
Laut Prof. Chossudovsky hatten die USA bereits am 26. Dezember 2’600 Tonnen Rüstungsmaterial von North Carolina nach Aschdod befördert, das in 989 Standard-20-Fuss-Containern abgepackt war.
Nach Recherchen von “Reuters” wickelte dieselbe deutsche Firma, deren Name ungenannt blieb, bereits am 15. Dezember eine grössere Waffenlieferung von 2.6 Millionen Kilogramm Explosivmaterialnach nach Israel in den Hafen Ashdod ab..
Solche Mengen auf einmal sind auch im internationalen Rüstungsgeschäft ausserordentlich hoch.
Schon im November erhielt die israelische Luftwaffe die von Boeing produzierten neuen, leichtgewichtigen GBU-39 Schmaldurchmesserbomben, und hat diese neben einer Reihe von anderen neuen Waffen im Angriff auf Gaza einsetzt.
Ungewöhnlich grosse schwere Waffen
Dass kleine Nuklearbomben geliefert werden, steht zu vermuten. Dem Vernehmen nach sollen sich unter dem neuesten Frachtgut ungewöhnlich grosse und schwere US-Waffen befinden. Diese Beschreibung kann sich nicht auf GBU-39 beziehen, die nur 130 kg auf die Waage legen. Es scheint sich auch nicht um die gewöhnlichen Bomben von 250 bis 1500 kg zu handeln.
Offenbar sind bunkerbrechende Bomben vom Typ BLU-109 darunter, welche 2 Meter dicke Betonwände zu durchschlagen vermögen. Die Beschreibungen passen sehr gut auf die bunkerbrechende GBU 28. Sie wird durch die F-15 Eagle befördert und hat keinen Raketenmotor, sondern bewegt sich durch die Fallbeschleunigung ihres hohen Gewichts. Solche Bomben, die auf die Beschreibungen passen, machen überhaupt keinen Sinn für die aktuelle Kampagne Israels gegen den Gazastreifen. Sie sind dagegen erforderlich für einen Angriff auf den Iran.
100 neue Militärberater
In den ersten Januartagen schickten die USA ein Team von 100 Militärberatern von ihrem US European Command (EUCOM) nach Israel, um ein neues hochmodernes Breitband-Radarsystem einzuführen, das die Flugkörper bereits vom Start weg erfasst und in das gesamte System von US-Satelliten und Kriegsschiffen im Mittelmeer, im persischen Golf und im Roten Meer, sowie mit den landgestützten Patriot-Systemen verbunden ist.
Nach den seit lange beobachteten Flottenkonzentrationen vom Horn von Afrika bis in die Gewässer des persischen Golfes vor Irans Küsten, verdichten sich die Zeichen, dass ein Krieg gegen den Iran nahe bevorsteht.
(12.01.09)