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Museumsnacht St.Gallen, Textilmuseum, 2017
Performance, Dauer: 3 Stunden
Wahndel zeigt die Künstlerin beim Performen mit sieben stark komprimierten Kleiderballen.
Während zu Beginn auf spielerische Weise über das Rollen und Verschieben der Ballen, das Inszenieren auf und mit ihnen skulpturale Bilder entstehen, werden die Handlungen mit der Zeit intensiver und wahnartiger.
Die Ballen werden aufgeschnitten, der Raum füllt sich mit einer Flut von Altkleidern.
Die Performerin und die Kleider werden Eins. Sie taucht in sie hinein, schwimmt darin und beginnt sie anschliessend im Raum zu verteilen. Chaos- und Ordnungssysteme entstehen.
Knöpfe werden entfernt und von der Galerie des Raumes in die Richtung der ZuschauerInnen gespuckt. Immer schneller und hektischer werden die Bewegungen im Raum.
Von der Brüstung der Galerie, nun zur Wäscheleine degradiert, werden die Kleider aufgehängt und hinuntergeschmissen. Die roten Kleidungsstücke werden zerschnitten und zerrissen, um sie anschliessend als Netz gespannt im Raum zu verknüpfen.
Nach 3 Stunden verlässt die Performerin den Raum.
Zurück bleiben die Spuren der Performance als installatives Relikt.