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12. Mai: Pankratius
Der heilige Pankratius wurde im Jahre 290 n. Chr. geboren. Bereits im zarten Alter von 14 Jahren starb Pankratius den Märtyrertod unter Kaiser Diokletian in Rom. Der Name Pankratius stammt aus dem Griechischen und bedeutet der alles Besiegende. Pankratius wird als Patron der jungen Saat und der Blüten angerufen.
13. Mai: Servatius
Der 13. Mai wird Servatius von Tongern zugeschrieben. Gemäss den Aufzeichnungen von Gregor von Tours war der „Eisheilige Servatius“ der erste Bischof im belgischen Tongern. Auf einer Reise nach Rom erschien Servatius der heilige Petrus und sagte ihm den Hunneneinfall vorher. Bei seiner Rückkehr nach Tongern warnte Servatius die Bürger vor der drohenden Gefahr. Kurze Zeit später verstarb er im heute holländischen Maastricht. Im Volksglauben wird Servatius bei Fussleiden, Frostschäden, Rheumatismus und Rattenplagen angerufen.
14. Mai: Bonifatius
Der 14. Mai ist dem Märtyrer Bonifatius von Tarsus gewidmet, der im 4. Jahrhundert getötet wurde. Sein Leichnam wurde an der Via Latina beigesetzt. In der orthodoxen Kirche wird der Namenstag von Bonifatius am 19./20. Dezember begangen.
15. Mai: Kalte Sophie
Die „kalte Sophie“ geht auf Sophia von Rom zurück. Sie wurde vermutlich im Jahre 304 während den diokletianischen Verfolgungen als Märtyrerin getötet. Papst Sergius II liess einen Teil der Reliquien in der Kirche S. Martino ai Monti beisetzen, ebenso Bischof Remigius von Strassburg im Kloster Eschau im Elsass. Sophia ist Patronin gegen Spätfröste und für das Gedeihen der Früchte verantwortlich. Das Sophienkraut ist ebenfalls nach ihr benannt.
11. Mai: Mamertus ein Scheinheiliger?!
Mamertus wurde im Jahre 461 Bischof im gallischen Vienne und verstarb im Jahre 477 gleichenorts. Mamertus wurde nur in Norddeutschland als Heiliger verehrt, bekam aber in der Schweiz und in Süddeutschland nie den Status eines Heiligen. Entsprechend kann der 11. Mai, der Tag des Mamertus, nicht den Eisheiligen zugerechnet werden, das gleiche gilt im Übrigen auch für Österreich. Die Eisheiligen beginnen daher in der Schweiz erst am 12. Mai mit dem Tag des Pankratius.
Und was ist mit der gregorianischen Kalenderverschiebung?
Sehr viele der Bauernregeln und Lostage stammen aus dem Mittelalter. Der genaue Zeitpunkt im Mittelalter ist allerdings nicht bekannt, schon gar nicht für die Regel der Eisheiligen. Einiges deutet darauf hin, dass die Eisheiligen erst ab dem 17. Jahrhundert mit dem Beginn der sogenannten kleinen Eiszeit an Bedeutung gewannen. Dies wäre allerdings erst nach der Kalenderreform im Jahre 1582 durch Papst Gregor XIII. Auf Geheiss von Gregor XIII folgte im Jahre 1582 auf den 4. Oktober 1582 direkt der 15. Oktober. 10 Tage wurden dabei einfach übersprungen, um den Kalender zu korrigieren. Sollten die Eisheiligen tatsächlich auf die Zeit vor der Kalenderreform zurückgehen, würden die Eisheiligen in der Schweiz auf die Zeit zwischen dem 22. und 25. Mai fallen. Eine Auswertung der Bodenfrostdaten am Flughafen Zürich seit 1990 zeigte aber kein erhöhtes Auftreten in dieser Zeit. Dies im Gegensatz zu Österreich. Dort wurden in einer Untersuchung der ZAMG aus dem Jahre 2014 nach dem 20. Mai vermehrt Bodenfrostereignisse gefunden. Mit der allgemeinen Erwärmung werden aber die statistischen Erhebungen immer schwieriger, da selbst Bodenfrostereignisse im Mai nicht mehr sehr zahlreich sind.