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Milliardär Hansjörg Wyss hat sich aus dem Bieterkonsortium zurückgezogen, das sich um den Kauf des Chicagoer Zeitungskonzerns Tribune Publishing bemüht. Das berichtete am Wochenende die «Chicago Tribune».
Weiter Weg zur nationalen Zeitung
Wyss' Partner, der amerikanische Hotelier Stewart W. Bainum Jr., bleibe aber weiter am Ball, berichtete die Zeitung, die als Flaggschiff des Medienkonzerns von der Ereignissen direkt betroffen ist. Wyss habe Bainum seinen Rückzug am Freitag mitgeteilt.
Der Grund: Der 85-jährige Berner habe festgestellt, dass sein langfristiger Plan, die «Chicago Tribune» in eine nationale Publikation zu verwandeln, ohne eine grosse Investition «extrem schwierig» zu erreichen ein.
Die Wahrheit vermitteln
Kurz nach Ostern hatten Wyss und Bainum eine unverbindliche Offerte von 680 Millionen Dollar vorgelegt, um den Konzern zu kaufen. Damit sollte verhindert werden, dass die Zeitungen in die Hand des New Yorker Hedgefonds Alden Global Capital gerät. Dieser hält bereits 32 Prozent der Aktien und greift mit einer eigenen Offerte nach dem Rest der Anteile.
Zu seinen Beweggründen, sich zu engagieren, hatte sich Wyss so erklärt: «Ich möchte nicht, dass eine weitere Zeitung den Bach runtergeht, die die Chance hat, dem amerikanischen Volk mehr Wahrheit zu vermitteln.»
Die Hälfte des Vermögens spenden
Wyss zählt zu den reichsten Schweizern - und zu den spendabelsten. So hat er mehrere Hundert Millionen Dollar für den Umweltschutz in den USA gespendet. Auch die ETH und die Universitäten Zürich und Genf oder das Kunstmuseum Bern wurden von ihm mit Millionen bedacht. Zudem macht Wyss bei «The giving Pledge» mit. Damit verpflichtet er sich, mindestens die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.
(sda, bar)