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Will die Schweiz vermehrt auf Mehrweg setzen, müssen Vertriebs- und Sammelsysteme für Mehrwegflaschen eingerichtet und Waschanlagen gebaut und bestehende ausgebaut werden. Damit das organisatorisch umsetzbar und finanziell machbar ist, braucht es Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Denn nur wenn Produzent/innen, Händler/innen, Konsument/innen und Sammler/innen am gleichen Strick ziehen, kann ein Mehrwegsystem funktionieren. Da sich nationale Systeme leider nicht in kurzer Zeit ändern lassen, müssen regionale Akteur/innen aktiv werden, sich zusammenspannen, vernetzen und gemeinsam daran arbeiten, ein Mehrwegsystem aufzubauen.
Es gibt verschiedene Modelle: zwischen Unternehmen und Konsument/innen («business-to-consumers» kurz «B2C»), zwischen Unternehmen («business-to-business«, kurz «B2B») oder innerhalb eines Unternehmens. Gastronomen oder Produzenten können ein eigenes Sammel- und Waschsystem entwickeln (z.B. «in-house»-Waschanlage) oder mit anderen Akteuren zusammenarbeiten, um die Logistik und das Waschen auszulagern. Darüber hinaus kann das Sammeln in verschiedenen Formen organisiert werden: z. B. durch das Abholen leerer Flaschen vor der Haustüre («Milchmann-Modell»), durch das Sammeln in Geschäften über ein Pfandsystem oder mit dem Aufstellen von Sammelautomaten13.