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Wir erforschen den Zusammenhang von Handlung und Sprache in zwei unterschiedlichen Studien mit Elektroenzephalographie (siehe unten). Im Besonderen interessieren wir uns für die Verarbeitung von beobachteten Handlungen und Sprache, die diese Handlungen beschreibt. Wenn ihr Kind entweder zwischen 5 und 7 Monate oder 18 und 24 Monate alt ist und Sie an der Entwicklung des Handlungsverständnisses Ihres Kindes interessiert sind, können Sie sich hier informieren Sie sich hier.
Was erforschen wir?
Das Verstehen dessen was andere tun und sagen ist ein wichtiger Baustein, der uns hilft, uns in der sozialen Welt zurechtzufinden. Wussten Sie, dass Handlungen und Sprache einiges gemeinsam haben? Sie folgen zum Beispiel beide einer vorgegebenen Struktur und werden, zumindest im Erwachsenenalter, in ähnlichen Gehirnregionen verarbeitet.
Im Erwachsenenalter sind Sprache und Handlung eng ineinander verzahnt und beeinflussen sich gegenseitig. In unserer Forschung gehen wir der Frage nach, wie sich dieser Zusammenhang entwickelt. Dabei ist die frühe Kindheit, der Zeitraum in dem Kinder damit beginnen, das Handeln anderer und die Sprache anderer zu verstehen und selbst Handlungen auszuführen und ihre ersten Wörter zu sprechen.
Wie machen wir das?
In unserem Gehirn senden kleinste Nervenzellen, in der Fachliteratur Neuronen genannt, fortlaufend schwache, elektromagnetische Signale, um miteinander zu kommunizieren. Je nachdem, was wir gerade tun, sehen oder hören, müssen unterschiedliche Regionen im Gehirn miteinander kommunizieren. So kommt es an unterschiedlichen Stellen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu Veränderungen der Signale. Im Elektroenzephalogramm (EEG) wird mit kleinen Sensoren an der Kopfoberfläche gemessen, wo und wann sich diese Signale verändern. Ähnlich wie ein Thermometer, das die Temperatur messen und anzeigen kann, messen die Sensoren des EEG die Signale des Gehirns und können dann mittels Computersoftware weiterverarbeitet und in Beziehung zum Beobachteten und Gehörten gesetzt werden. Es ist eine Methode, die deshalb gerne in vielen Studien mit Kleinkindern verwendet wird, um das Denken und die Entwicklung des Denkens „sichtbar“ zu machen.
In der Forschung des Lehrstuhls Entwicklungspsychologie: Säuglings- und Kindesalter verwenden wir besonders flexible, kindergerechte Kappen, an denen die Sensoren befestigt sind. Die Kappen sind in vielen verschiedenen Grössen vorhanden. So stellen wir sicher, dass sie gut auf den Kopf passt und sich an die Kopfform anpassen kann. Jeder Sensor ist von einem kleinen Schwämmchen umgeben. Damit wir die schwachen Signale an der Kopfoberfläche auch gut messen können, müssen die Schwämmchen feucht sein. Deshalb legen wir die Kappe vor dem Aufsetzen in warmes Salzwasser und Babyshampoo.
Was kommt auf Sie zu?
Sie kommen einmalig für einen ca. einstündigen Termin zu uns ans Psychologische Institut in Zürich Oerlikon. Nach einer kurzen Spiel- und Kennenlernphase gehen wir dann zur eigentlichen Studie über. Sie sind jederzeit bei Ihrem Kind. Es dauert dann etwa fünf Minuten, bis wir die Kappe aufgesetzt haben und alle Sensoren an der richtigen Stelle sitzen. Anschliessend zeigen wir Ihrem Kind Bildersequenzen (5-7 Monate) oder kurze Videos (18 und 24 Monate) von Handlungen auf dem Bildschirm. Die Aufgabe der jüngeren Kinder ist es, die Handlungen ganz einfach zu beobachten. Die älteren Kinder sollen die Handlungen ebenfalls beobachten und dürfen sie anschliessend auch noch selbst ausprobieren. Zusätzlich spielen wir den 18- und 24-monatigen Kindern kurze Sätze über den Lautsprecher vor, die Handlungen beschreiben. Währenddessen sind Sie natürlich auch dann immer dabei und können ihr Kind auf dem Schoss halten. Der gesamte Teil mit Bildern oder Videos dauert etwa 15 Minuten. Es gibt natürlich immer wieder kurze Pausen. Als Dankeschön darf sich Ihr Kind zum Abschluss ein kleines Geschenk aussuchen und bekommt eine Urkunde zur Erinnerung.
Haben Sie Fragen?
Dann schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an:
Tel: 044 635 74 81