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Generell - Krebs
- Was ist Krebs?
Unter Krebs verstehet man das unkontrollierte Wuchern von Körperzellen, das sich auf eine bestimmte Stelle beschränkt, oder welches das angrenzende Gewebe befällt und sich auf den ganzen Körper ausbreiten kann (Metastasen).
- Welche Symptome können bei Hund und Katze vorkommen, wenn sie an Krebs leiden?
Allfällige Krebssymptome bei Hund und Katze können sein:
- Knoten, Krusten und Geschwülste
- Wesens- und Verhaltensänderungen
- Nicht heilende Verletzungen oder Wunden
- Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Blutungen oder Ausfluss aus einer Körperöffnung
- Blutiges Erbrechen über längere Zeit
- Einseitiges Nasenbluten oder Nasenentzündungen
- Schwierigkeiten beim Fressen oder Schlucken
- Bewegungsunlust, Leistungsminderung
- Anhaltendes Hinken oder Lahmheit
- Schwere Atmung, Husten
- Schwierigkeiten beim Harnlassen, schwarzer Kot, Durchfall
- Eiterndes Zahnfleisch, schlechter Mundgeruch
- Sind alle Tumore bei Hund und Katze bösartig?
Auch beim Haustier gibt es verschiedene Formen von Krebs. Manche verhalten sich gutartig, d.h. sie dringen nicht ins umgebende Gewebe ein und zeigen keine Streuung mit Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen). Andere hingegen verhalten sich aggressiv, wachsen ins umgebende Gewebe und bilden Metastasen an anderen Körperstellen. Prinzipiell treten bei Hund und Katze die gleichen Krebsarten wie beim Menschen auf, allerdings mit unterschiedlicher Häufigkeit: zum Beispiel erkranken grossrassige Hunde zehnmal häufiger an Knochentumoren als Menschen.
- Wie häufig kommt Krebs bei Hund und Katze vor?
Hunde erkranken etwa doppelt so häufig an Krebs wie der Mensch: fast die Hälfte aller Hunde über zehn Jahre stirbt direkt oder indirekt an den Folgen eines Tumors. Bei der Katze kommen Tumoren etwa halb so häufig vor als beim Menschen, allerdings handelt es sich leider häufiger um bösartigen Krebsformen.
- Treten Krebserkrankungen nur beim alten Tier auf?
Beim älteren Tier sind jene Reguliermechanismen reduziert, die veränderte Zellen (wie z.B. Tumorzellen) eliminieren. Aus diesem Grund kann man sagen, dass das Alter ein wichtiger prädisponierender Faktor für Krebs ist. Es gibt jedoch Krebsformen, die eher beim jungen Tier vorkommen, wie zum Beispiel Lymphome oder Osteosarkome.
- Gibt es Rassen, die häufiger an Krebs erkranken?
Einige Krebsarten kommen bei bestimmten Rassen gehäuft vor, obwohl es nicht möglich ist, beim einzelnen Tier eine Krebserkrankung vorauszusehen. Berner Sennenhunde sind für die maligne Histiozytose (eine hochaggressive Krebserkrankung) prädisponiert, grosse Hunderassen für das Osteosarkom, Flat Coated Retriever für das histiozytäre Sarkom, Scottish Terrier für Blasentumore, Siamkatzen für Lymphome. Dies sind nur einige Beispiele von erhöhter Anfälligkeit. Für detailliertere Auskünfte können wir Sie gerne individuell beraten, oder Sie können Ihrem Privattierarzt fragen.
- Gibt es andere prädisponierende Faktoren?
Andere Besonderheiten können (müssen aber nicht) eine Rolle bei der Krebsentstehung spielen. Zum Beispiel kommen Mammatumoren häufiger bei nicht kastrierten Hündinnen, Prostatakarzinome bei kastrierten Rüden vor, und weisse Katzen erkranken häufiger an Plattenepithelkarzinomen als Katzen mit pigmentierter Haut.
- Haben Tiere in Haushalten, in denen geraucht wird, häufiger Krebs?
In Raucherhaushalten werden die Nasen- und Maulschleimhaut sowie die Lunge auch von unseren vierbeinigen Freunden gefährdet. Sicher beeinträchtigt der Rauch das Tier genauso wie den Menschen. Im Einzelfall dem Besitzer die Schuld zuzuweisen, wenn das Tier an Lungenkrebs erkrankt, ginge aber zu weit.
- Kann ich verhindern, dass mein Tier an Krebs erkrankt?
Leider nein! Wie beim Menschen ist Krebs von verschiedensten Faktoren abhängig und kann nicht generell vorausgesehen oder verhindert werden. Pflegen Sie Ihr Tier ganz normal und freuen Sie sich daran. Fallen Ihnen Knoten oder sonstige Veränderungen an Ihrem Tier auf, sollten Sie es von einem Tierarzt untersuchen lassen.
- Kann ich Krebsforschung beim Tier unterstützen?
Zur Förderung der ganzheitlichen Therapie des krebskranken Tieres wurde 2007 eine Stiftung mit Sitz im Kanton Zug gegründet. Ziel der Stiftung ist u.a., einen veterinärmedizinischen und radio-onkologischen Dienst vom Spitzenniveau, die Ausbildung und Spezialisierung von jungen Tierärzten sowie die Forschung in diesen Spezialgebieten zu unterstützen. Nähere Informationen können Sie an dieser Adresse finden: .