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Biokunststoffe umfassen Kunststoffe, welche aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werde und auch diejenigen, welche biologisch abbaubar sind. Die kompostierbaren Kunststoffe können auch von fossilen Rohstoffen gewonnen werden. Im wichtigsten Biokunststoff «PLA» sind beide Eigenschaften vorhanden. PLA wurde also aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen und ist kompostierbar nach DIN EN 13432.
PLA steht für «Polymilchsäuren». Die Polymilchsäuren werden mit Stärke aus Mais, Kartoffeln oder Rüben gebildet. Die Pflanzen entwickeln die Stärke durch die Photosynthese. Die Grundlage für PLA bildet hauptsächlich Industriemais. Dieser Mais wird auf Boden angepflanzt, welcher für Lebensmittelmais nicht geeignet ist. Derzeit wird 0.02% des weltweiten Maisanbaus für PLA genutzt.
CPLA wird ähnlich hergestellt wie PLA. PLA ist allerdings nicht hitzebeständig, weshalb beim CLPA noch Talkpulver hinzugefügt wird. Das PLA wird kristallisiert. Das C steht also für «crystallized = kristallisiertes PLA». CPLA besteht zu 70-80% aus PLA und zu 20-30% aus Talkpulver. Durch die Zugabe vom Talkpulver wird das Material undurchsichtig und hart. CPLA ist zu 100% kompostierbares Bioplastik, welches bis zu 85°C hitzebeständig ist. Die CPLA Produkte können nur für Giessformen verwendet werden wie beispielwese Einweg-Besteck.
Die Produktion von CPLA verursacht im Vergleich zum herkömmlichen Plastik PET insgesamt 60% weniger CO2 Ausstoss.
PLA ist nach DIN EN 13432 kompostierbar. Dies bedeutet, dass PLA sich in einer Industriekompostierungsanlage in 90 Tagen bis zu 90% zersetzt hat. Die Zertifizierung DIN EN 13432 bedeutet nicht, dass sich der Biokunststoff im hauseigenen Kompost oder in der Natur abbaut. Die nachhaltigste Entsorgung ist die Verbrennung, bei der ein Teil der Energie weiter genutzt werden kann.