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Eine neue Studie zeigt, dass die Strahlenbelastung mit 3,5 GHz, die in 5G verwendet wird, die Knochenstärke und -flexibilität in Tierversuchen verringert, obwohl die Strahlenbelastung weit unter den ICNIRP-Grenzwerten lag, die angeblich vor allen Gesundheitsrisiken schützen sollen. Darüber hinaus wurde ein erhöhter oxidativer Stress im Skelettmuskelgewebe beobachtet.
3.5 GHz ist eine Frequenz, die heute in Städten und Gemeinden weitgehend für 5G genutzt wird. Obwohl 5G seit 2020 eingesetzt und eingeführt wird, gibt es immer noch nur wenige Studien zu den Auswirkungen der Strahlenbelastung von 5G, insbesondere der komplexen Mischung aus verschiedenen Frequenzen, Modulationen und den schnellen Impulsen, denen die Menschen im wirklichen Leben durch den Einsatz von 5G ausgesetzt sind.
Die neue Studie wurde an der medizinischen Fakultät der Van Yüzüncü Yıl Universität in der Türkei durchgeführt. Sie ist eine der wenigen Studien, die bisher die Auswirkungen der Strahlenbelastung der 3,5-GHz-5G-Frequenz untersucht haben. Die Forscher setzten die Versuchstiere (Ratten) 30 Tage lang täglich 2 Stunden lang einer Strahlung von 1,6 W/m2 aus, d. h. die Strahlung lag deutlich unter den ICNIRP-Grenzwerten von durchschnittlich 10 W/m2 über 6 Minuten hin. Um die Auswirkungen auf Diabetes zu untersuchen, bestand jeweils eine Gruppe der ausgesetzten und der nicht-ausgesetzten Gruppe aus Ratten mit Diabetes.
Das Hauptaugenmerk der Forscher lag auf der Untersuchung der Auswirkungen von 3,5 GHz auf das Skelettmuskelgewebe und auf die Knochen. Knochen bestehen hauptsächlich aus zwei Verbundmaterialien, die aus Mineralien und Kollagen bestehen. Die mechanischen Eigenschaften dieser Materialien unterscheiden sich voneinander: Mineralien verleihen dem Knochen Festigkeit, während Kollagen dem Knochen Widerstand gegen mechanische Kräfte, Dauerhaftigkeit und eine gewisse Flexibilität verleiht.
Frühere Forschungen haben gezeigt, dass eine ähnliche Strahlung nachteilige Auswirkungen auf verschiedene Gewebe hat und dass das Knochengewebe empfindlich auf Strahlung reagiert. So haben Forscher beispielsweise eine Verringerung des Mineralgehalts im Knochen nach einer Strahlenbelastung von 1,8 GHz festgestellt.
Geringere Knochenfestigkeit
Eine Strahlenbelastung von 3,5 GHz für zwei Stunden pro Tag über 30 Tage bei 1,6 W/m2 führte bei gesunden Ratten zu einer Verringerung der Knochenflexibilität und der Knochenfestigkeit. Die von den meisten Regierungen angewandten und von der WHO empfohlenen ICNIRP-Grenzwerte sind viel höher, nämlich durschschnittlich 10 W/m2 über 6 Minuten hin.
Die Ergebnisse deuten auch auf eine Verringerung der Knochenmineralisierung und der Dauerhaftigkeit des Knochengewebes hin.
Darüber hinaus sahen die Forscher Hinweise darauf, dass die Strahlenbelastung oxidativen Stress in der Skelettmuskulatur verursachte, und diese negativen Auswirkungen waren bei den diabetischen Tieren stärker ausgeprägt.
Die Schlussfolgerung der Forscher
Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass diese Studie gezeigt hat, dass eine Strahlenbelastung von 3,5 GHz negative Auswirkungen auf die Biomechanik der Knochen haben kann. Diabetische Ratten sind möglicherweise anfälliger für die gefährlichen Wirkungen, wobei signifikante Veränderungen bei den Parametern des oxidativen Stresses beobachtet wurden. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass eine Belastung von 3,5 GHz möglicherweise die Knochenqualität und die strukturelle Integrität beeinträchtigen und die Parameter für oxidativen Stress in den Muskeln von Ratten beeinflussen könnte. Es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die potenziellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen, insbesondere bei Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen.
Frühere 5G-Studie
Im Oktober 2022 veröffentlichte dieselbe Forschungsgruppe die Ergebnisse einer ähnlichen Tierstudie mit der gleichen Belastung von GSM-modulierten 3,5 GHz: 2 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche für 30 Tage. Die Strahlenbelastung verursachte ein erhöhtes Auftreten von geschädigten Nervenzellen, was den Forschern zufolge langfristig zu Demenz führen könnte. Sie beeinflusste auch verschiedene Hormone, die eine schützende Wirkung auf das Nervensystem haben.
Die ersten drei Fallstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von 5G wurden zwischen Januar und April 2023 veröffentlicht und von Mona Nilsson von der Schwedischen Strahlenschutzstiftung in Zusammenarbeit mit dem Forscher Dr. Lennart Hardell von der Schwedischen Forschungsstiftung Umwelt & Krebs durchgeführt. Die drei Fallstudien zeigten, dass die Installation von 5G-Basisstationen Symptome des Mikrowellensyndroms verursachte, und in mehreren Fällen waren die Symptome so stark, dass ein weiterer Aufenthalt in der Wohnung für die untersuchten Personen unmöglich wurde. Die Studien zeigten auch, dass die Installation von 5G-Basisstationen in der Nähe von Wohnhäusern zu extrem hohen Strahlungswerten führt, die weit über den Werten liegen, die zuvor bei Strahlenbelastung von früheren Generationen von Mobiltelefonen (2G, 3G) ähnliche Symptome hervorgerufen haben.
Soweit wir wissen, gibt es keine Studien, die belegen, dass 5G keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. 5G wurde eingeführt und setzt die Menschen in ihren eigenen Wohnungen zwangsweise der Strahlung aus, ohne dass die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier zuvor untersucht wurden. 430 Wissenschaftler und Ärzte, die den 5G-Appell unterzeichnet haben, wiesen zu Recht darauf hin, dass die Auswirkungen von 5G nicht erforscht sind, und forderten daher ein Moratorium für 5G, da zunächst sichergestellt werden sollte, dass 5G der menschlichen Gesundheit und der Umwelt nicht schadet.