Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/3212

Je nach Schweregrad ist die Erschlaffung derart hoch, dass die Atemwege eine "Obstruktion"
(Verschluss) erleiden und der Schläfer durch die Verlegung der Atemwege Sekunden bis Minuten nicht mehr atmen!
Bei wachem Zustand steht der Körper unter Spannung. Freies atmen braucht dabei kaum Kraft.
Während dem Schlaf lässt die Spannkraft aller Muskeln nach,
auch die der oberen Atemwege. Bei der Mehrheit der Menschen hat das keine negativen Folgen auf die Atmung. Bei vereinzelten sowie mit zunehmen- dem Alter hingegen,
ist der Tonusverlust (Spannung) des Weichteilgewebes im Bereich vom Rachen so hoch, dass besonders in der Rückenlage der Unterkiefer seine Position
verlässt und nach hinten gleitet.
Diese minimale Verschiebung führt zu einer Verengung der Atemwege, mit grosser Anstrengung wird nun die
selbe Luftmenge mit erhöhter Geschwindigkeit eingesaugt, dabei spricht man von der Hypopnoen.
Durch die erhöhte Luftgeschwindigkeit werden das entspannte Weichgewebe, wie zum Beispiel Gaumenzäpfchen
(Uvula), Gaumensegel (Velum palatinum) und zum Teil der Zungengrund in Schwingung versetzt, dabei entsteht das Flattern welches das bekannte Schnarch-Geräusch
auslöst.
Die beste Erholungsphase erreicht der Körper in der Tiefschlaf- und REM-Phase.
In der Apnoe-Phase (griechisch Wind-/Atemstillstand) kommt es zu einer Abnahme der Herzfrequenz von
60Schlägen/min. und tiefer!
Auf der Suche nach Luft leitet das Gehirn ohne zu erwachen plötzlich eine Weckreaktion (Arousals) ein, was einen
leichteren Schlaf bewirkt, die Spannung der Atemwege anhebt und die Passage wieder frei macht.
Mit einem lauten Schnarchgeräusch strömt nun wieder Luft in die Lunge.
Der Körper entspannt sich, der
Schlaf tiefer und das ganze fängt wieder von vorne an.
Folglich wird der notwendige Tagessatz von 2 Stunden Tiefschlaf nur selten oder unzureichend lange erreicht.
Der Entzug bringt körperliche sowie psychische Probleme. Symptome und Folgeerkrankungen sind die Folgen. Je nach Anzahl und Dauer der Atemaussetzer und Weckreaktionen wird der
Schweregrad eingestuft.