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Ressourcenknappheit zum persönlichen Vorteil nutzen - Eine Analyse der Zürcherischen Landschaft
Das Referat untersucht die Ressourcennutzung und die Naturschutzkonzepte in der Zürcherischen Landschaft im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit. In dieser Zeit des Bevölkerungswachstums wurden auf Wunsch der Gemeinden immer mehr Regulierungen erlassen, welche Fremde und Arme am Zuzug in die Landschaft hinderten. Während in den rechtlichen Quellen der Schutz der Ressourcen im Mittelpunkt steht, zeigt die Situation in der Landschaft weniger eine nötige Schonung der Ressourcen, sondern eher einen Konflikt um den marktwirtschaftlichen Vorteil in der Landschaft. Es wird aufgezeigt, dass zunehmend versucht wurde, die vulnerablen Gruppen (wie die immer grösser werdende Gruppe der Armen und die oft besitzlosen Tauner) von den gemeinsamen Ressourcen und der politischen Mitsprache auszuschliessen, um den Grossbauern einen wirtschaftlichen und politischen Vorteil zu verschaffen. Parallel dazu wird auch der Konflikt um die Ressourcennutzung zwischen den einzelnen Gemeinden sichtbar gemacht, welche gemeinsam genutzte Flächen vermehrt aufteilen wollten, wobei jede Gemeinde versuchte, bei der Aufteilung einen Vorteil zu erlangen und die nutzbareren Teile der gemeinsamen Flächen zu erhalten. Zwischen diesen konkurrierenden Parteien stand die Stadt als Obrigkeit, die versuchte, die zunehmende soziale und proprietäre Aufspaltung und Verarmung in der Landschaft zu verhindern, ihren eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu wahren und gleichzeitig die Gemeinden nicht gegen sich aufzubringen.