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Ist das nicht mein Leben? - 2010
von Brian Clark
Deutsche Übersetzung Tanja Howarth
Berndeutsche Fassung Christine Heiniger
Aufführungsrechte S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main
Regie/Bearbeitung Alex Truffer
Ken Harrison, ein Bildhauer in den besten Jahren, ist nach einem Autounfall vom Hals abwärts gelähmt. In den ersten Monaten seines Spitalaufenthaltes in England versucht er mit bissigem Humor seine Situation der Hilflosigkeit zu meistern. Doch bald fragt er sich, wie die Zukunft konkret aussehen soll. Der zuständige Oberarzt klärt ihn schliesslich auf. Ken wird nie mehr wieder laufen, nie wieder ein Leben ohne fremde Hilfe führen können.
In wachen Nächten sieht er sein vergangenes Leben: Seine kreative Arbeit als Bildhauer, sein lustvolles Leben mit seiner Freundin. Schliesslich entscheidet Ken, dass er ein Leben als Tetraplegiker nicht weiterführen will und aus der Klinik entlassen werden möchte, was einen baldigen Tod zur Folge hätte. Er beginnt den Kampf für seinen Freitod.
Doch niemand nimmt seinen Wunsch ernst, ja er wird sogar als psychisch «krank» abgewertet. Er setzt sich mit seinem Anwalt in Verbindung, der seine Entscheidung, nicht mehr behandelt zu werden, vor Gericht durchsetzen soll. Kens grösster Gegenspieler ist der Oberarzt, Dr. David Emerson, der partout nicht akzeptiert, dass Ken entlassen werden will. Er führt Psychiater ins Feld, die Kens Unzurechnungsfähigkeit bescheinigen sollen. Auch die Mitarbeiter des Krankenhauses versuchen zunächst alles, Ken vom Gedanken des Todes abzubringen.
Sein Anwalt setzt eine Anhörung auf der Basis des «Habeas Corpus» durch. Es heisst soviel wie «du sollst deinen eigenen Körper haben» und bedeutet gesetzlich, dass man niemandem ohne Prozess die Freiheit nehmen darf. Schliesslich kommt es zur alles entscheidenden Anhörung.