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Schneehoehen
Material Schnee
Heiss und kalt, hart und weich, weiss und schwarz – Schnee ist ein widersprüchliches Material. Da er sich ständig wandelt, ändern sich auch seine Eigenschaften sehr schnell. Um diese komplizierten Prozesse zu verstehen, beginnen wir bei der Forschung im Kleinen: bei der Mikrostruktur von Schnee.
Die Umwandlung des Schnees nennt man Metamorphose.
Schnee entsteht, wenn unterkühlte Wassertröpfchen in Wolken zu Eis erstarren und sich anschliessend Wasserdampf an diesen Kristallisationskernen ablagert und gefriert. Je nach Umgebungsbedingungen variiert die Form der Kristalle von Nädelchen bis zu den bekannten Sternen. Allen Formen gemein ist jedoch ihre sechseckige Struktur. Trotzdem ist jeder Schneekristall einzigartig. Denn bei einem Durchmesser von einem Millimeter enthält ein einziger Eiskristall rund 100 Trillionen Wassermoleküle. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Kristalle identisch aufgebaut sind, dass also alle Moleküle am gleichen Platz sitzen, ist folglich sehr gering.
Wenn sich die Kristalle während des Schneefalls auf dem Boden anhäufen, entsteht ein komplexes Material. Am Anfang ist es weich und locker, aber innerhalb kurzer Zeit wachsen die Eiskristalle an ihren Berührungspunkten zusammen: Sie sintern. [weiter]