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»In den meisten Fällen heisst reisen sich ärgern«, so Theodor Fontane. Wer diesen Sommer Ferien auf Balkonien macht, verpasst also nicht viel. Und kann sich mit schönster Schadenfreude die unheilvollen Reiseerfahrungen anderer Leute anhören. Ingrid Noll schreibt über einen Schnappschuss zu viel, Urs Widmer über Hotelprobleme und Martin Suter über die heikle Frage: Rollkoffer ja oder nein? Ausserdem weitere hinterhältige Reisegeschichten von Friedrich Dürrenmatt, Slawomir Mrozek, Leon de Winter und Doris Dörrie.
Portrait
Ingrid Noll, geb. 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier inzwischen erwachsener Kinder. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. 'Die Häupter meiner Lieben' wurde, wie andere ihrer Romane, erfolgreich verfilmt. Im September 2000 kam 'Kalt ist der Abendhauch' in die Kinos. 2005 erhielt Ingrid Noll den Friedrich-Glauser-Preis. Doris Dörrie, geb. 1955 in Hannover, war nach dem Abitur längere Zeit in den USA, studierte Theaterwissenschaften und Schauspiel in Kalifornien und New York, entschloss sich dann aber nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen. Ihre Abschlussarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen 'Der erste Walzer' wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, 'Männer', ihr dritter Kinofilm, in der ganzen Welt. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Ihr erster Roman 'Was machen wir jetzt?' war monatelang auf den Bestsellerlisten. Doris Dörrie lebt in München. Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat. Unter anderem "GEO"-Reportagen, zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 lebt er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne "Business Class" in der "Weltwoche". Martin Suter ist am 29. März 2004 in Zürich mit der Goldenen Diogenes Eule ausgezeichnet worden.