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2014.07.26 - Europameisterschaften Elite, 21.–26. Juli 2014, Echmiadzin (Armenien)26.07.2014
Glück im Unglück für Adrian
df/rz
Zum Ausscheiden im Einzelwettbewerb an den Europameisterschaften in Echmiadzin (Armenien) gesellten sich für den Riehener Bogenschützen Adrian Faber vergangene Woche noch gesundheitliche Probleme.
Vor den 1/24-Finals des Titelturniers hatte er einen Stich verspürt, der in seinem Körper eine allergische Reaktion auslöste, und so konnte er in diesem Duell seine Normalleistung nicht mehr abrufen. So schied er wie sein jüngerer Bruder Florian in dieser Runde aus und wurde im 33. Rang unter 104 Schützen aus 38 Nationen klassiert.
Adrian Fabers Zustand wurde immer schlimmer, bis er am folgenden Tag nicht mehr laufen konnte. Die lokale Schwellung drückte ausserdem auf die Luftröhre. So wurde Adrian Faber ins Spital eingeliefert, wo ihm Antibiotika und Kortison verabreicht wurden. Es stellte sich heraus, dass Adrian Faber von einer Spinne gebissen worden war.
An der EM in Echmiadzin wurden neben den EM-Titeln auch Quotenplätze für die ersten Europaspiele vom Juli 2015 in Baku (Aserbaidschan) vergeben. Einen der acht Teamquotenplätze hatten die drei Schweizer Adrian Faber, Florian Faber und Thomas Rufer mit der Nichtqualifikation für die Team-Achtelfinals vergeben.
Als Verlierer in den 1/24-Finals der Einzel-Konkurrenz erhielten Adrian und Florian Faber aber noch die Möglichkeit, der Schweiz einen der noch verbliebenen fünf Einzelquotenplätze für Baku zu holen. Florian Faber scheiterte knapp.
Nach seinem Achtelfinalsieg schied er gegen den topgesetzten Schützen des Wettbewerbs aus und belegte den 7. Platz.
Adrian Faber, der vor den Finals nochmals mit Kortison behandelt worden war, war als Nummer 4 gesetzt und entschied seinen Viertelfinal mit 6:2 für sich.
Damit gewann er für die Schweiz einen Einzel-Quotenplatz für Baku – eine famose Leistung nach den massiven gesundheitlichen Problemen davor.
Bei den Frauen gelang es der Juniorin Iliana Deineko aus Lausanne ebenfalls, der Schweiz einen Einzelquotenplatz zu sichern.
Mit den zwei Einzelquotenplätzen für Baku im olympischen Recurve-Wettbewerb hat das Schweizer Team in Armenien unter schwierigen Bedingungen das EM-Minimalziel erreicht. Es war extrem heiss - gut 40°C im Schatten - und die Schützen waren fast den ganzen Tag an der Sonne. Während des Hauptwettkampfes hatte Adrian Faber bereits Symptome eines Sonnenstichs gezeigt, was wohl mit dazu betrug, dass er nach guter erster Runde in der Qualifikation des Einzelwettbewerbs, die auch für die Teamwertung zählte, aus den Top 20 zurückfiel. Das Schweizer Team kam auf Platz 18 unter 31 Teams und verpasste die Achtelfinalqualifikation um elf Punkte.