Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/2157

Dass das mehrheitsorientierte Wahlverfahren eines Regierungssystems auch zu einem Ergebnis führt, wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Gesamtbevölkerung zur Wahl geht, führt dazu, dass das Ergebnis nicht der tatsächlichen Verteilung der Interessen im Volke entspricht, denn wenns tatsächlich nach der Mehrheit der Bedürftigen ginge, dürften asoziale Parteien, die nur die Interessen der Vermögenden vertreten, gar keine Mehrheiten bekommen.
Wer hier lieber gar keine Partei wählt, nur weil nach den Wahlen sowieso jede Partei mit einer anderen koalieren muss, um von der Anzahl der Sitze her regierungsfähig zu sein, versagt der Partei, welche programmgemäß seine Interessen vertritt, die notwendige Stimme, um an die Regierung zu gelangen, und begünstigt damit den politischen Gegner, denn Nichthandeln ist auch ein Handeln!
Soviel Dämlichkeit kann man nur mit einer Wahlpflicht verhindern, was aber von Denen, die davon profitieren, natürlich nicht erwünscht ist, und deshalb auch nicht eingeführt wird.