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Das Baselbiet kann auf eine interessante Vergangenheit zurückblicken. Erfahren Sie hier mehr über die Auseinandersetzungen der beiden Basler Kantone und die darauf folgenden Kantonstrennung.
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Die Entstehung des KantonsBis ins 18.Jh. wurde das Baselbiet von der Stadt Basel geprägt und dominiert. Basel hatte seine Herrschaft über die Landbevölkerung zielstrebig ausgebaut. Das Untertanengebiet der Stadt wurde in sieben Ämter (Verwaltungsbezirke) eingeteilt, denen jeweils ein Obervogt oder Landvogt vorstand. In den Dörfern regierten vom Basler «Kleinen Rat» eingesetzte Untervögte. Die Haupterwerbsquelle der Baselbieter war die Landwirtschaft. Über vier Fünftel der Arbeiter waren entweder Tauner (Kleinbauern und Taglöhner) oder Handwerker und Heimarbeiter (Posamenter), die im Dienst der städtischen Seidenbandherren standen.
Eine neue Epoche wurde mit der Französischen Revolution und der damit eingesetzten Helvetischen Republik eingeläutet. Die alte Obrigkeit wurde abgeschafft, die Schlösser Farnsburg, Homburg und Waldenburg verbrannt. Aus Untertanen wurden gleichberechtigte «freie Schweizer». Die Baselbieter setzten grosse Hoffnungen in dieses moderne Staatssystem. Die Erwartungen, weniger Abgaben leisten zu müssen, wurden jedoch nicht erfüllt. Bereits nach fünf Jahren brach die Helvetische Republik zusammen.
In der folgenden Zeit der Mediation (1803-1814) erhielten die Kantone ihre alte Unabhängigkeit weitgehend wieder zurück. Die Restauration (1814-1830) brachte einen Rückschritt zu den Zuständen vor 1798, die Stadt gewann erneut die Vorherrschaft über die Landbevölkerung. 1815, nach dem Wiener Kongress, fielen auch die neun birseckischen Gemeinden an Basel. Die Birsecker fühlten sich in ihrem neuen Staatswesen aber nicht sofort heimisch. Und aus dem Birseck kamen denn auch knapp 20 Jahre später die wichtigsten Anführer der Baselbieter in den Trennungswirren: Stephan Gutzwiller,Anton und Jakob von Blarer.
Die Julirevolution in Frankreich (1830) gab auch den liberalen Kräften in unserer Gegend Auftrieb. Am 18. Oktober 1830 wurde von einer Versammlung im Bad Bubendorf unter der Führung von Stephan Gutzwiller dem Basler Grossen Rat eine Petition für eine Verfassungsrevision eingereicht. Als das städtische Parlament bei der Verminderung der Steuerlast nicht genügend Kompromissbereitschaft zeigte, wurde am 6. Januar 1831 auf der Landschaft eine provisorische Regierung eingesetzt. Um diese aufzulösen und um die vielen stadttreuen Gemeinden zu beschützen, marschierten städtische Truppen auf, welche die Führer der Unabhängigkeitsbewegung in die Flucht trieben. Damit begann ein politisches Hin und Her, dem auch die Gesandten der eidgenössischen Tagsatzung nicht beikamen. Letztendlich gründeten 46 trennungswillige Gemeinden am 17. März 1832 den neuen Kanton Basel- Landschaft. Schon am 4. Mai wurde vom Volk die Verfassung angenommen und bereits drei Wochen später der erste Landrat gewählt. Am 3. August 1833 endete ein militärischer Versuch der Stadt, die zahlreichen stadttreuen Gemeinden zu beschützen, mit einer vernichtenden Niederlage. Die städtischen Truppen wurden bei der Hülftenschanze zwischen Pratteln und Frenkendorf in die Flucht geschlagen. Damit war die Trennung faktisch vollzogen. Am 26. August 1833 stimmte die Tagsatzung der Trennung des Kantons in zwei Halbkantone zu, unter dem Vorbehalt der Möglichkeit einer freiwilligen Wiedervereinigung.
(Quelle: s Baselbiet, Friedrich Reinhardt Verlag, 2003)