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Mutter des Böckchens Qais ist die siebenjährige Jina, Mutter von Qumaira ist die ebenfalls siebenjährige Cony. Stolzer Papa ist in beiden Fällen Bock Leopold (6). Letztmals Nachwuchs hatte der Zolli bei diesen grazilen Antilopen im vergangenen Februar.
Jungtiere meiste Zeit allein
Kudus sind wie die europäischen Rehe sogenannte Ablieger. Das Muttertier lässt sein Junges an einem geschützten Ort und hält sich in einiger Entfernung auf. Zweimal am Tag besucht es das Kleine und säugt es. Das Jungtier hat noch keinen Eigengeruch. Damit das so bleibt, leckt das Weibchen ihm das Hinterteil. Erst nach etwa vier Wochen folgt das Junge der Mutter und schliesst sich der Herde an.
Bedrohte Tierart
Die Basler Herde umfasst nun sechs Tiere. Der Zoo Basel züchtet Kleine Kudus – die auch in Zoos selten gehalten werden – seit 1956 und führt auch das europäische Zuchtbuch (ESB). Bei Kudus tragen nur die Männchen ein schraubenförmiges Gehörn. Diese sind in freier Wildbahn Einzelgänger, während Weibchen mit Jungen Gruppen bilden.
Das Ursprungsgebiet der Kleine Kudus reicht von Ostafrika über Tansania bis Eritrea. Bedroht sind ihre abnehmenden Bestände durch Wilderei und Jagd sowie durch den Verlust ihres Lebensraums. Die Weltnaturschutz-Organisation schätzt den Bestand auf unter 120’000 Tiere.