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PHILIPPINEN 03/2018
Bau einer neuen Kirche und eines Heiligtums zu Ehren von St. Damian von Molokai in Ambaguio, Nueva Vizcaya
Die Philippinen sind das Land Asiens mit dem zweithöchsten Anteil an Katholiken (etwa 83% der Bevölkerung, nur Osttimor hat mit 96% mehr). Über 7000 Inseln, von denen 2000 von Menschen bewohnt werden, gehören zu diesem Inselstaat.
Schon im 18. Jahrhundert gab es in Bayombong, der Hauptstadt der Provinz Nueva Vizcaya und seit 1969 Sitz der gleichnamigen Diözese, die erste christliche Mission, die seit 1898 von Scheutvelder Missionaren (CICM) betreut worden ist. Vor dem großen Millenium haben die Missionare die Arbeit Diözesanpriestern anvertraut. Heute kümmern sich 26 Diözesan- neben acht Ordenspriestern um die knapp 400.000 Katholiken in den 20 Gemeinden der Diözese.
Die St. Damian von Molokai-Gemeinde Ambaguio ist eine der neusten Gemeinden im Bistum und wurde erst 2013 etabliert. Ambaguio liegt ganz abgelegen im Nordwesten der Diözese im Nationalpark Mount Pulag. Erst kürzlich wurde die erste Straße von Bayombong hierher gebaut. Bis jetzt sind Motorrad und Gemüselaster die gängigen und einzigen Transportmittel, mit denen man den etwas mehr als 10.000 Seelen zählenden Ort erreichen kann.
Die Einwohner gehören zu den ethnischen Gruppen der Kalanguya und Ifugao. Sie leben hauptsächlich von der Landwirtschaft durch Brandrodung. Reiche Gemüsefelder mit Tomaten, Ingwer, Kohl, Karotten, Bohnen und Süßkartoffeln sorgen für ein bescheidenes Auskommen. Der Verkauf auf dem Provinzmarkt bringt einen ganz langsamen Aufschwung mit sich.
P. Gerard Bouckaert, 1943 geborener CICM Missionar aus Belgien, ist der erste Priester der Gemeinde, die heute sechs Außenstationen zählt. Der unermüdliche Pfarrer hat sich fünf Ziele besonders auf die Fahnen geschrieben, die er mit seiner Arbeit verfolgt:
- Verbreitung und Festigung des katholischen Glaubens
- Stärkung der Basisgemeinden
- Ausbildung von Laien
- Wohlergehen der indigenen Bevölkerung
- Erhalt ihrer kulturellen Identität
Warum man eine Kirche als wichtigsten Platz für die Gemeinde braucht, versteht sich von selbst. Der zentrale Ort ist die spirituelle Kraftquelle für alle Bemühungen und Aktivitäten. Die Liturgie gibt allen Plänen und Aktivitäten einen Sinn und inneren Zusammenhalt. Der Patron der Gemeinde, der Hl. Damian, belgischer Heiliger der Leprakranken von der Insel Molokai, ist ein deutliches Zeichen, dass Einheit und Kooperation durch Glauben und Opfer erreicht werden können. Er personalisiert den Missionsgeist in dieser jungen Gemeinde. Ein Stück von seinem Sarg ruht in einem Schrein, der viele Pilger an diesen entlegenen Ort in den Bergen anziehen soll.
Die kleine hölzerne Kapelle, die die Gemeinde ursprünglich gebaut hat, ist in weiten Teilen von Termiten zerfressen und längst viel zu klein für die wachsende Zahl der Gläubigen. Nun soll im Januar diese Kapelle abgerissen werden und durch einen neuen haltbareren Steinbau ersetzt werden.
Die Gemeinde ist sehr engagiert, die Kosten für die notwendigen Baumaterialien aufzubringen, aber es reicht nicht. Pater Bouckaert hat uns deshalb um Hilfe gebeten. 25.000 € haben wir ihm zugesagt.
Code: 329-01-19
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