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AKWS | Nummern 08 / 11 / 21 / 61
Grenzzäune
Grenzzäune wurden schon immer erstellt, waren aber nicht überall sehr sicher. Der Küher und sein Gehilfe, der Kleinküher, hüteten das Vieh auf der Weide. In der Nacht, wenn das Vieh ruhig wurde, konnten auch sie schlafen.
Heute weiden Kühe und Galtvieh getrennt. Die Weide wird laufend in kleinere Einheiten aufgeteilt, damit dem Vieh immer wieder frisches Gras zur Verfügung gestellt werden kann, den Kühen jeden Tag.
Verhauzaun
In frühester Zeit wurde als Grenzzaun wenn möglich ein «Verhauzaun» gemacht. Junge Tannen, Latten genannt, wurden in Grenzrichtung gefällt, dazwischen setzte man einige Pfähle und wenn nötig noch einen zweiten Baum darauf.
Der Figgler
Der Figgler, eine kleine Hütte von etwa zwei auf drei Metern Grösse, stand an der Grenze zu Tschingla und diente als sehr einfaches Nachtlager für Küher und Kleinküher. Sie waren gemeinsam für das Wohlergehen der Tiere verantwortlich.
Nur nachts, wenn das Vieh ruhig war, konnten auch sie ruhen und mussten das Vieh nicht hüten, um Unfälle und einen Ausbruch Richtung Tschingla zu verhindern. Bei Tagesanbruch galt es, zu fasen (zusammenzutreiben) und die Kühe zum Melken auf den Platz vor der Obersäss-Hütte zu treiben.
Herzblättrige Kugelblume
(Globularia cordifolia)
Die Herzblättrige Kugelblume ist ein kleiner Spalierstrauch. Erkennen lässt sich dies an den verholzten Ästen, die sich dicht und polsterartig an die Bodenoberfläche anschmiegen. Die meisten Spaliersträucher besitzen Pioniercharakter. Sie sind anspruchslos und können sich auf Schutt, Fels und steinigen Böden etablieren. In den niederliegenden Spalieren sammelt sich viel Feinerde und allmählich Humus an, der wiederum für weitere Pflanzen eine Wachstumsgrundlage bildet.
Die hellblauen Blüten der Herzblättrigen Kugelblume bilden kugelige, etwa zentimetergrosse Köpfchen, die auf kurzen, wenige Zentimeter langen Stengeln sitzen. Aber Achtung, sie lässt sich leicht mit der Schaft-Kugelblume (Nr. 32) verwechseln.
Alpine Gebirgsschrecke
(Miramella alpina)
Die Alpine Gebirgsschrecke ist eine auffällige Heuschreckenart. Sie fällt durch ihre intensive Grünfärbung auf und besitzt an den Körperseiten ein auffälliges schwarzes Band zwischen Auge und Flügelansatz. Sie ist eine von wenigen Heuschreckenarten, die feuchte Lebensräume bevorzugen. Typischerweise findet man die Alpine Gebirgsschrecke in krautigen Alpweiden, Hochstaudenfluren, entlang von Bächen und feuchten Waldrändern und ist daher leicht erkennbar.