Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03335.jsonl.gz/1487

Beschreibung
Der Vortrag und das Gespräch gestalten sich von nachfolgenden Fragen und Gedanken ausgehend: „Normal»? Lässt sich dies pauschal definieren? Wer bestimmt die Normen der Normalität? Nach welchen Normen wird gearbeitet, verdient und konsumiert? Wer definiert Gesundheit oder Krankheit? Was heisst Mobilität? Sollten Normen der Ausdruck eines subtilen Herrschaftsanspruchs sein: Welchen Umgang wollen oder können wir mit dem angeblich „Ab-normen“ pflegen? Ist „Total normal? nein danke!“ der Ausdruck des eigenen bewussten Normen-Ungehorsams? Ist es keine gesunde Selbstverständlichkeit, dass wir im Einsatz für das Lebendige und Menschliche uns selbst von Normen befreien, die das Demokratische und Freiheitliche ersticken? Das gemeinsame Erkunden der trotz Normalität verborgen erscheinenden Pfade birgt die Chance, eine Landschaft der Lebendigkeit (wieder) zu entdecken: Ist diese (Selbst-)Befreiung nicht dringender und drängender denn je?
Referent
Bertrand Stern
Der Philosoph Bertrand Stern sieht im Freischaffenden sowohl die Selbstverpflichtung zu einer Freiheit schaffenden Reflektion; wie eine freie, an keine Institution gebundene Aktivität. Im Mittelpunkt des zivilisationskritischen Schaffens: die (Selbst-)Befreiung von Ideologien und Institutionen, insb. als Schul- und Erziehungskritik und Fragen des frei sich Bildens. 2017 gründete er die Stiftung „bertrand stern frei sich bilden“. Er initiierte den Spielfilm „CaRabA #LebenohneSchule“.