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Etwas über die Hälfte der täglich Rauchenden in der Schweiz möchte mit dem Rauchen aufhören. Wie konkret die Aufhörpläne sind und wie bald der Rauchstopp geplant ist, ist allerdings unterschiedlich. Auf der anderen Seite haben auch viele schon mal versucht mit dem Rauchen aufzuhören (im Jahr vor der Befragung haben es knapp 20% aller Rauchenden probiert). Die häufigsten Gründe für Aufhörversuche waren die Prävention von Krankheiten oder das tatsächliche Auftreten von körperlichen Beschwerden, aber auch der Wunsch, nicht mehr abhängig zu sein, oder das Ziel, Geld zu sparen. Weitere Gründe waren Schwangerschaft, nachlassende sportliche Fitness, Drängen von anderen sowie der ausbleibende Genuss beim Rauchen.
Rauchaussteiger leiden oftmals unter Begleiterscheinungen wie Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen. Diese vergehen aber mit der Zeit wieder und können ausserdem unter anderem mit Nikotinersatzpräparaten reduziert werden. Weil das Rauchverhalten ausserdem stark vom individuellen Umfeld des Menschen abhängig und oft an bestimmte Rituale, Situationen, Tätigkeiten oder Schlüsselreize gebunden ist, ist das Aufhören besonders schwer.
Kompensationsstrategien
Viele glauben, dass leichte oder ultraleichte Zigaretten weniger ungesund sind. Dies ist aber nicht der Fall! Man neigt dann nämlich dazu, mehr Zigaretten zu rauchen und/oder intensiver an der Zigarette zu ziehen bzw. tiefer zu inhalieren und den Rauch länger in der Lunge zu halten, um das Nikotinbedürfnis zu stillen. Auch das Zerdrücken des Filters ist so ein Trick. Im Vergleich zu normal starken Zigaretten inhaliert man deshalb eine vergleichbare Menge an Teer. Die leichten Zigaretten sind also nicht weniger schädlich.