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Im Zentrum des Konflikts auf Sri Lanka steht die Frage nach der Unabhängigkeit der Tamilen.
Im Vorfeld der Gespräche von Sattahip liessen sowohl die Regierung Sri Lankas als auch die Befreiungstiger Tamil Eelam (LTTE) verlauten, man strebe eine friedliche Lösung an. Kernpunkt des Konflikts zwischen LTTE und Regierung bildet die Forderung der LTTE, im Norden und Osten Sri Lankas einen eigenen Tamilen-Staat zu bilden.
Sollten sich die beiden Parteien auf eine Tagesordnung einigen, können die eigentlichen Friedensverhandlungen beginnen. Sie dürften Jahre in Anspruch nehmen: Die Standpunkte liegen zu weit auseinander, als dass eine schnelle Lösung denkbar ist.
Die Regierung ist bereit, den Tamilen weitgehende Eigenverwaltung zuzugestehen. Ob sich der LTTE-Chef Prabhakaran mit der Rolle eines Regionalchefs zufrieden geben wird, ist gemäss Beobachtern jedoch mehr als fraglich. Zudem steht die singhalesische Bevölkerungs-Mehrheit der faktischen Teilung des Landes skeptisch gegenüber.
Zuletzt starben bei Kämpfen und Anschlägen jährlich um die 3000 Menschen. Der Konflikt verschlang jährlich bis zu einer Milliarde Dollar an Militärausgaben, lähmte dadurch die Wirtschaft und schreckte sowohl Touristen als auch Investoren ab.
Felix Münger
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