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13.7.2010 | Würde der Kreatur
Bild: Eine Fruchtfliege leuchtet unter ultraviolettem Licht grün.
www.biotechnologie.de, Quelle: FU Berlin
Es gibt unzählige Tierarten wie Fruchtfliegen, Mäuse, Hasen oder Hunde, deren Gewebe durch gentechnischen Eingriff zum Fluoreszieren gebracht wird. Nun ist noch die Forelle dazu gekommen. Transgene Tiere, die ein grün fluoreszierendes Protein (GFP; engl. green fluorescent protein) enthalten, sind in der Forschung beliebt. Das GFP-Gen stammte ursprünglich aus der Qualle Aequorea Victoria, dessen exprimiertes Protein bei Anregung mit blauem oder ultraviolettem Licht grün fluoresziert. Die Variationen an fluoerszierenden Proteinen ist heute gross. So gibt es auch cyan (CFP) oder gelb fluoreszierende (YFP) Proteine. Bei richtiger Anwendung sind einzelne Zellorganellen unterschiedlich einfärbbar und getrennt beobachtbar. Damit kann die räumliche und zeitliche Verteilung von Proteinen in lebenden Zellen, Geweben oder Organismen studiert werden. Im Jahr 2008 wurde der Nobelpreis für Chemie für die „Entdeckung und Weiterentwicklung des grün fluoreszierenden Proteins“ an Osamu Shimomura, Martin Chalfie und Roger Tsien verliehen. Transgene fluoreszierende Tiere für die Grundlagenforschung wurden bisher ethisch kaum bemängelt. Seit sich aber dieser gentechnische Eingriff auf Kunstobjekte (der Hase GFP-Bunny von Eduardo Kac) sowie auf Heimtiere (GloFish) ausgebreitet hat, stehen solche Anwendung in der Kritik einer Verletzung der Würde der Kreatur.