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Mit den Rücktritten von Analena Lisa Hofer und Aleksandra Petrovic fehlt die Breite auf internationalem Niveau. Bereits vor einem Monat hatte der Schweizerische Turnverband (STV) angekündigt, dass auf die Teilnahme an den Europameisterschaften im Juni im bulgarischen Varna und an den Weltmeisterschaften im Oktober in Japan verzichtet wird, weil mehrere der acht Gymnastinnen des Nationalkaders verletzungsbedingt pausieren müssen.
Der STV hatte die Nationalkader-Gruppe nach der verpassten Olympia-Qualifikation im Jahr 2018 bereits ein erstes Mal aufgelöst. Die Stärkung der Sportart gelang nicht - im Gegenteil. Ein Ende Januar veröffentlichter Untersuchungsbericht bestätigte die im letzten Jahr öffentlich gewordenen jahrelangen Verfehlungen im Trainingsbetrieb.
Die neue Verbandsführung redimensionierte als Folge die Ziele und kündigte eine Überarbeitung des Spitzensportkonzeptes an. Mit jetzt nur noch fünf Athletinnen fehlt allerdings die Grundlage für eine mittel- und langfristige Planung. Die fehlende Breite dürfte sich gemäss dem STV mit Blick auf den Nachwuchs noch verstärken. Die Verträge mit den Gymnastinnen werden somit per Ende Juni aufgelöst. Der Kontrakt der Nationaltrainerin Nadine Rickenbacher-Stucki läuft per Ende Juni regulär aus.
Der STV sucht nun für die Athletinnen individuelle Lösungen für ihre weitere sportliche und schulische Zukunft.