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HERMES ist die Methode der Schweizerischen Bundesverwaltung für das Führen und Abwickeln von Projekten insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). HERMES wurde in den 1970er Jahren durch die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) und durch die damalige PTT (Post, Telefon und Telegraf) entwickelt. Zur Einführung dieser Projektmanagement-Methode kam es 1975, mit Anpassungen in den Jahren 1986, 1995, 2003 und 2013 (Hermes 5).
Verbindlicher Standard für IT-Projekte
Seit der Überarbeitung 1986 ist HERMES 5 für alle Informatikprojekte des Bundes verbindlicher Standard. Das auf der Website von HERMES 5 aufgeführte Handbuch und weitere Dokumente wie Vorlagen und Szenarien sind auf Deutsch und auf Französisch erhältlich. Die einzelnen Buchstaben im Namen der Methode stehen für „Handbuch der Elektronischen Rechenzentren des Bundes, eine Methode für die Entwicklung von Systemen“. Im April 2013 wurde mit HERMES 5 die Weiterentwicklung des Systems HERMES eingeführt. Seit Juni 2014 liegt die aktualisierte Version HERMES 5.1 vor.
Bei HERMES 5 handelt es sich um eine offene Projektführungsmethode. In zahlreichen IKT-Projekten hat die Methode an grosser Bedeutung gewonnen. Sie wird auch in den Bereichen Dienstleistung, Service sowie Geschäftsorganisation eingesetzt. Die Methode dient als gemeinsame Leitlinie für Leistungserbringer und Leistungsbezüger, insbesondere für Projektauftraggeber, Projektleiter und Projektmitarbeiter. Auch ausserhalb der Schweizerischen Bundesverwaltung findet HERMES 5 Anwendung in Kantonen, Städten, Lehrinstituten und Privatunternehmen.