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Ab 2011 wird in Nothilfekursen der Umgang mit Defibrillatoren thematisiert. Eine Filmvorführung oder die Demonstration an einer Puppe bezwecken, Berührungsängste der Kursteilnehmenden abzubauen; ausserdem sollen sie motiviert werden, selber einen Defibrillatorenkurs zu besuchen.
Auf eine vollständige Ausbildung an Defibrillatoren im Rahmen des Nothilfekurses zur Autoprüfung wird verzichtet, da diese den Rahmen sprengen würde.
Defibrillatoren können Leben retten. Steht rechtzeitig ein Gerät zur Verfügung und ist eine Person zur Stelle, die es bedienen kann, kann ein Mensch nach einem Herz-Kreislauf-Kollaps ins Leben zurückgeholt werden.
Vor diesem Hintergrund und aufgrund eines Postulats von Nationalrätin Bea Heim (SP/SO) hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) in Zusammenarbeit mit dem Verein ResQ und der Schweizerischen Medizinischen Kommission für Notfallmedizin und Rettungswesen (SMEDREC) untersucht, ob die Automatische Externe Defibrillation (AED) in die Nothilfekurse für die Autoprüfung integriert werden sollte.
Gestützt darauf hat das ASTRA entschieden, den Defibrillator ab 2011 in den Nothilfekursen zu thematisieren. Dabei kann es sich um eine Filmvorführung handeln, die den Gebrauch des Defibrillators zeigt, oder die Demonstration an einer Puppe. Derartige Vorführungen dauern rund zehn Minuten, deshalb muss die bisherige Dauer des Kurses nicht verlängert werden.
Die Vorführung bezweckt in erster Linie, Berührungsängste der Teilnehmenden vor diesen Geräten abzubauen. Zudem soll den Besucherinnen und Besuchern die relativ einfache Handhabung vor Augen geführt werden. Und schliesslich sollen sie zum Besuch eines AED-Defibrillatorenkurses motiviert werden.
Die Aufnahme einer kompletten Defibrillatorenausbildung in den Nothilfekurs hätte eine Erhöhung der Kursdauer von 10 auf 14 Stunden und eine AED-Prüfung zur Folge. Dieser zusätzliche Aufwand im Rahmen der Fahrausbildung liesse sich nur rechtfertigen, wenn es zwischen Strassenverkehrsunfällen und Herz-Kreislauf-Problemen einen bedeutenden Zusammenhang gäbe. Dies ist aufgrund der polizeilichen Untallstatistik nicht der Fall. Herz-Kreislauf-Probleme führen nur selten zu Strassenverkehrsunfällen.