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Das Schütteltrauma ist ein Schädel-Hirn-Trauma, das bei Babys auftritt, die heftig geschüttelt werden. Weshalb kommt es dazu? Wie lassen sich die Symptome erkennen? Und vor allem: Wie kann einem Säugling im Notfall geholfen werden? Auf alle diese Fragen finden Sie in unserem Beitrag eine Antwort.
Wie entsteht ein Schütteltrauma?
Bei Kindern unter einem Jahr ist der Kopf sehr schwer und das Gehirn befindet sich noch in der Entwicklung. Da die Halsmuskeln erst wenig ausgebildet sind, können sie den Kopf noch nicht richtig halten. Wird ein Säugling heftig geschüttelt, kippen deshalb sein Kopf und das Gehirn in der Schädelhöhle hin und her. Dabei schlägt das Gehirn gegen die Schädelwand, was zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führt. Meist handelt es sich bei diesen Verletzungen um Blutergüsse und Blutungen.
Leider kann es vorkommen, dass sich Eltern nach der Geburt ihres Kindes total übermüdet und überfordert fühlen. Das kann so weit gehen, dass sie in ihrer Verzweiflung ihr weinendes Kind schütteln, wenn es ihnen nicht gelingt, es zu beruhigen. Seltener kann diese Form von Kindesmisshandlung auch von anderen nahestehenden Personen wie den Grosseltern, einer Betreuungsperson… ausgehen.
Welche Symptome zeigen sich bei einem geschüttelten Säugling? Und was können Sie im Notfall tun?
Ein geschütteltes Baby befindet sich in einer Notlage und benötigt rasch Hilfe. Rufen Sie unverzüglich die Nummer 144 an und beobachten Sie das Kind, damit Sie dem Rettungsdienst klare Angaben machen können:
- Ist das Kind bewusstlos?
- Wirkt es schläfrig?
- Atmet es richtig?
- Ist sein Körper steif?
- Hat es Krampfanfälle?
- Erbricht es?
Bringen Sie das Kind in die stabile Seitenlage, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Machen Sie sich Gedanken, weil Ihnen aufgefallen ist, dass sich ein Kind in Ihrem Umfeld ungewöhnlich verhält (Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Traurigkeit, ungewöhnliches Weinen…)? Möglicherweise wurde es ein oder mehrere Male heftig geschüttelt. Wenden Sie sich an den Notfalldienst und beschreiben Sie die Symptome. Das medizinische Personal kann Ihnen angeben, wie Sie vorgehen sollen.
Vorbeugung von Kindsmisshandlungen
Zu einem solchen traurigen Vorfall kommt es, wenn Menschen über längere Zeit oder punktuell unter starker psychischer Belastung stehen. Um eine Wiederholung zu verhindern, benötigt die Person, welche die Misshandlung begangen hat, auf jeden Fall psychologische Unterstützung und muss behandelt werden. In besonders schweren Fällen kann es notwendig sein, ihr die Sorge für das Kind zu entziehen.
Niemand ist vor Überforderung gefeit, vor allem in den ersten Lebensjahren eines Kindes. Eltern, die ihr Kind geschüttelt haben, empfinden meist starke Schuldgefühle. Sie sollten Hilfe von Fachpersonen in Anspruch nehmen, um das Vorgefallene zu verarbeiten.
Erwarten Sie Ihr erstes Kind und fragen Sie sich, ob Sie dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sein werden? Über seine Kurse bietet Ihnen das Schweizerische Rote Kreuz Ratschläge und Lösungen, wie Sie Ihr Kind gut betreuen und in Notsituationen richtig handeln können.
Lernen Sie auch, sich selbst Sorge zu tragen und sich Zeit zu nehmen, um neue Energie zu tanken. Das tut nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Kind gut. Das SRK hält zahlreiche Dienstleistungen für Sie bereit, damit Sie bei Bedarf verschnaufen und etwas Abstand gewinnen können. Nutzen Sie zum Beispiel unsere Babysitter-Vermittlung.