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Die Geschichte von Eheim geht auf einen Herr Fischer in München zurück, der 1950 einen Trolleybus patentieren liess. 1953 übernahm sein Mitarbeiter Günther Eheim den Betrieb und stellte an der Nürnberger Spielwarenmesse einen weitgehend massstäblichen, 2-achsigen, elfenbein-farbigen Trolleybus (Typ Büssing) mit roten Streifen vor. Die frühen Busse waren aus Bakelit, die späteren aus Kunststoff gefertigt, der sich bei Hitze - und solche entsteht nun mal, wenn Motoren arbeiten - schnell verformte.
Spätere Busse wurden auch in anderen Farben hergestellt: in rot, blau, gelb und grün (selten). Anfänglich bestand die Spitzenbeleuchtung aus zwei kleinen Glühbirnchen, später fand ein Lichtleiter Anwendung. Ein 2-achsiger Anhänger in den gleichen Farben war die ideale Ergänzung zum Zugfahrzeug.
Die Fahrleitungsmasten wurden von Vollmer produziert. Die ersten Masten waren auf schweren grün/weissen Guss-Sockeln montiert, später (ab 1962) waren die Masten filigraner gestaltet und auf der Anlagenplatte verschraubbar.
Eheim baute sein Sortiment an technischen Spielwaren rasch aus. So entstanden in guter Qualität nicht nur Zubehör für den Busbetrieb, sondern auch ein Fernsehturm, Luft- und Standseilbahnen und ein Stadtbrunnen mit fliessendem Wasser. Eheim entwickelte dafür eine spezielle Wasserpumpe.
Der grosse Erfolg der Trolleybusse ermöglichte 1956 die Entwicklung eines 3-achsigen Busses (Typ Henschel) mit verchromter Stossstange und 1-achsigem Gepäckanhänger in der gleichen Farbe.
1963 schliesslich wurde das Bus-Sortiment mit einem 3-achsigen Diesel-Gelenkbus ergänzt, der mit dem Faller-AMS-System kompatibel war.
Die Wasserpumpe des Stadtbrunnens brachte Günther Eheim auf die Idee, Pumpen für Aquarien herzustellen. Er fand darin seine Passion und verkaufte das Geschäft mit Modelleisenbahn-Zubehör an Arthur Braun (Brawa) in Waiblingen. Diese Firma produzierte die seit 1963 unveränderten Busse bis zum Jahr 2000.
Trolleybusse in Spur H0
Trolley-Minibus in Spur N
Ein besonderes von Eheim hergestelltes Gefährt ist die in den 60er-Jahren hergestellte Schienendraisine:
- Immer wieder können an Börsen oder im Internet Fahrzeuge mit mehr oder weniger stark deformiertem Gehäuse angetroffen werden. Grund dafür ist die schlechte Qualität des Kunststoffs und die vom Motor erzeugte hohe Temperatur.
- Einwandfreie Modelle verfügen über alle weissen Streben; das Cellon ist unbeschädigt (Farbveränderungen sind auch beim Cellon möglich).
- Die 3-Achs-Busse verfügen über verchromte Stossstangen. Sie fehlen - spielbedingt - leider häufig.
- Kritisch ist auch die Einhängevorrichtung auf dem Dach für die Pantographen. Gerade bei älteren Modellen sind die gebogenen Kunststoffteile häufig gebrochen.
- Eheim-Fahrzeuge sind eigentlich sehr wartungsfreundlich. Am Boden und am Panto müss lediglich zwei Schrauben gelöst und ein Kabel abgelötet bzw. ausgesteckt werden. Dann kann das weisse Oberteil abgenommen werden.
- Bei ganzen Packungen ist auf die Vollständigkeit und den Erhaltungszustand des Zubehörs zu achten. Insbesondere die Masten sind häufig gebrochen.
Abbildungen aus der undatierten, 56-seitigen Broschüre "Der Trolley-Bus in der Modellanlage automatisch gesteuert"
Titelblatt der undatierten, 44-seitigen Broschüre "Trolley-Bus in der Modellanlage automatisch gesteuert"
Titelblatt einer Eheim-Geschenkpackung