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Wörterbuch
der Sozialpolitik
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Nord-Süd-Migration

Migration stammt vom lateinischen migrare - wandern. Migration meint heute primär den dauerhaften Wohnortswechsel von Personen(gruppen). Mit "dauerhaft" ist in der Regel ein Wechsel gemeint, der länger als ein Jahr dauert. Im deutschen Sprachraum wird das zeitliche Kriterium gegenüber dem örtlichen vernachlässigt. Die Binnenmigration findet innerhalb nationalstaatlicher Grenzen statt. Bei der internationalen Migration werden nationalstaatliche Grenzen überschritten.
Bis ins 20. Jahrhundert führten große Migrationsströme von Europa nach Amerika, Asien und Afrika. Seit dem 20. Jahrhundert ziehen vermehrt Menschen aus südlichen Kontinenten nach Norden, in die USA oder nach Europa. Auch die Schweiz ist zum Einwanderungsland geworden. Die Migrierenden kommen vorwiegend aus (süd- und ost-)europäischen Ländern in die Schweiz. Wichtige Ursachen für die Süd-Nord-Migration sind politische und religiöse Verfolgung, Kriege, wirtschaftliche Not, Naturkatastrophen und die globale Verschlechterung der Umweltbedingungen.
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