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Nachdem die ersten Folgen der ersten Staffel anfangs Januar veröffentlicht wurden, sagte mir der Moderator der Videos: "So jetzt haben wir für die nächsten 8 Wochen ruhe", da er jede Woche ein Video veröffentlichen wird. Ich erwiderte ihm jedoch prompt, dass wir nicht 8 Wochen ruhe haben, denn dann muss die nächste Staffel bereits im Kasten sein und bereit für die Veröffentlichung. Wiedereinmal wurde mir selbst klar, dass nicht allen immer bewusst ist, wie viel Arbeit es bedeutet solche Videos zu erstellen und vor allem, dass es ein Prozess ist, der gut und gerne ein paar Wochen andauern kann.
Analysieren und Verbessern
Und so starteten wir noch während meinen Semesterferien mit der Planung der nächsten Staffel. Zu Anfang analysierten wir die bereits Veröffentlichten Videos und erstellten eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen, welche wir in die 2. Staffel einfliessen liessen. Zu diesen Verbesserungsvorschlägen gehörten unter anderem der Punkt, dass am Ende jedes Videos Begleitmusik zum Abspann erklingen soll.
Ein Drehbuch kommt selten allein
Doch bevor wir einen Drehtermin vereinbaren konnten, mussten wir erst noch neue Drehbücher schreiben, was uns bei viel Kaffee am Ort unserer Inspiration (Der Garage) auch gelang. Nach mehreren Sitzungen und ein paar WhatsApp Diskussionen gelang es uns 10 Neue Drehbücher zu schreiben, woraufhin wir einen Drehtermin ausmachten.
Episode 1, Staffel 2, Klappe die 1.
Am Drehtag selbst waren wir bereits ein eingespielten Team und so hatten wir die Garage bereits nach einer Stunde in ein Studio verwandelt. Da wir mit dem Filmmaterial aus der ersten Staffel zufrieden waren (vom technischen Standpunkt her) änderten wir auch nicht viel an der Ausrüstung. Wir verzichteten diesmal auf das Richtmikrofon, da dies zu empfindlich ist (beim Drehtag für die erste Staffel hatten wir ein Richtmikrofon am Set, auf welchem permanent die Serverlüftung zu hören war).
Da ich aber nur ungern mit nur einem Mikrofon arbeite, nahm ich für diesen Drehtag noch ein zweites Lavaliermikrofon mit, welches ich dem Moderator auf den Rücken klebte. Die Idee dahinter war folgende: Da ich kein Richtmikro benutzen konnte und ich so keine zweite Tonspur als Ergänzung zum Hauptmikro hatte, fehlte mir die Tiefe in der Stimme, welche ich nun mit dem zweiten Lavaliermikrofon auf dem Rücken des Moderator versuchte einzufangen. Die Idee klappte zwar nicht, jedoch war ich froh, dass ich zwei Mikros mitgebracht hatte, den schon beim Dreh des ersten Videos fing eines der Mikrofone an zu spinnen. Es nahm zwar den Ton tadellos auf, doch waren im Abstand von mehreren Sekunden klick Geräusche auf der Tonaufnahme zu hören, welche die ganze Aufnahme dadurch unbrauchbar machte. Ich selbst sah mich dadurch wieder einmal bestätigt, dass man nie genügend Material und vor allem Ersatzmaterial dabei haben kann.
Abgesehen von dieser kleinen "Panne", verlief der Drehtag ansonsten wie am Schnürchen. Jeder kannte seine Aufgaben und hinzu kam, dass das Geschäft an diesem Drehtag auch geschlossen war, wodurch wir auch nicht von Kundschaft gestört wurden.
Postproduktion - doch noch ein Fehler gefunden
Bei der Postproduktion offenbarte sich jedoch ein Fehler der sich von meiner Seite her eingeschlichen hatte. Auf allen Aufnahmen war ein leichtes rauschen zu sehen, welches sich auch nicht mit Filtern überdecken lies. Da mir der Fehler leider erst auffiel, als ich die Kameras bereits zurückgegeben hatte, konnte ich nicht mehr überprüfen welche Kameraeinstellungen zu diesem Rauschen geführt haben. Ich selbst vermute zwar, dass es an einem zu hohen ISO-Wert lag, da dies typisch dafür ist. Und so versuchte ich zu retten was noch ging, nach einem länger andauernden Colorgrading schaffte ich es, dass Rauschen auf ein Mass zu reduzieren, welches ich selbst für eine Veröffentlichung akzeptieren konnte. Danach verlief es wieder wie am Schnürchen, nachdem alle Videos gerendert und auf YouTube hochgeladen waren, musste ich nur noch passende Begleittexte, Titel und Hashtags setzen und meine Arbeit war erledigt.
Der Corona-Lockdown
Zu einem zweiten Drehtag kam es leider nicht mehr, aufgrund der Pandemie wurde unsere Schule geschlossen und wir wurden ins Fernstudium verbannt. Von diesem Lockdown war auch unsere Ausleihe betroffen und so konnten wir auch keine weiteren Videos mehr drehen. Wieso ich das hier schreibe? Nun denn, unsere Schule öffnete zwar die Ausleihe so rasch wie möglich, jedoch mit der Auflage, dass keine grossen Materialbestellungen akzeptiert werden. Für mich bedeutet dies, dass auch wenn ich die benötigten Materialien auf ein Minimum begrenze, meine Materialbestellung immer noch zu gross ist. Aus diesem Grund teile ich hier gerne mit, dass ich froh wäre, wenn unsere Schule die Maximalbestellgrösse so schnell wie möglich wieder aufhebt.