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PROJEKT-NR.: 62700
In Krisenzeiten oder Notsituationen können aus diesem Fonds rasch und unkompliziert Beiträge kurzfristig an Partnerorganisationen ausbezahlt werden, so z.B. bei den letzten Überschwemmungen auf dem Balkan.
Bei Katastrophen in Regionen, in denen keine Partnerorganisation von Connexio direkt tätig ist, werden Beiträge an das UMCOR (United Methodist Committee on Relief, das Hilfswerk der weltweiten EMK), weitergeleitet, wie beispielsweise bei der Hilfe für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, bei Naturkatastrophen oder der Hungersnot im Süd-Sudan.
Seit Oktober 2014 ist die Region Beni von einer Spirale der Gewalt betroffen, die bis jetzt mindestens 1’000 zivile Opfer gefordert hat. Die Gewalt wird grösstenteils der Miliz ADF (Allied Democratic Forces) zugeschrieben, die seit 1995 die Region terrorisiert. Die gegenwärtige Lage trägt zu einer bereits sehr komplexen humanitären Krise in Nord-Kivu bei, wo sich 1,5 Millionen intern vertriebene Menschen aufhalten. Die Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung in der Region Beni verschlechtert sich seit mehreren Monaten. Seit Anfang dieses Jahres wurden mehr als 600 Sicherheitsvorfälle gemeldet, ein Anstieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am 25. September 2020 wurde ein weiterer Anschlag verübt, bei dem etwa 30 Zivilisten getötet und deren Eigentum geplündert wurde. Nach diesem Anschlag zogen mehr als 3’700 Menschen von ihren Dörfern in das Zentrum von Beni. Diese Menschen haben alles verloren und leben unter schwierigen Bedingungen. Sie sind bei Gastfamilien sowie in sozialen und kirchlichen Einrichtungen (Spital, Schulen und Kirchen) untergebracht.
Connexio leistet einen Beitrag zur Sicherung der Grundbedürfnisse von 1’000 Vertriebenen. Dazu gehören Nahrungsmittel, Hygieneartikel und die nötigsten Haushaltsgegenstände. Besonderer Fokus liegt dabei auf Haushalten mit Müttern und Kleinkindern, schwangeren Frauen, älteren Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.