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Bild: Vernebler im Einsatz
Im Schweizer Fernsehen wurde im Kassensturz am 29.11.2011 wieder ein Test ausgestrahlt und diesmal mit dem Grundgedanken, Luftbefeuchter objektiv zu vergleichen. Leider ist der Vergleich von Herrn Härter und Herrn Detlev wie oftmals im “Kassensturz” nicht wissenschaftlich fundiert und schon gar nicht fair.
Die Vernebler werden als Bakterienschleudern veranschlagt, die Verdampfer als Stromschleudern verurteilt. Die Verdunster werden dabei als eher gut beurteilt.
Als Grundkriterium bei allen Geräten gilt es zu beachten, dass abgestandenes Wasser immer Pilz- und Bakterienkolonien akkumuliert.
Das bei den meisten Geräten beanstandete Kriterium der Pilz- und Bakteriumakkumulation lässt sich mit einer ganz einfachen Lösung beheben. Die in der Sendung beanstandete Lösung mit dem Silber-Stick kann eine Möglichkeit sein, einfacher ist es aber, bei jeder Wasserfüllung eines Ultraschall-Verneblers, dem Wasser einen Teelöffel Javelwasser zuzugeben. Dann wachsen keine Pilze und keine Bakterien mehr und das Vernebelungswasser ist gesundheitlich unbedenklich. Da Verdunster wie Ultraschallvernebler auch kaltes Wasser nutzen, ist dieses Massnahme auch bei diesen Geräten sinnvoll. Bei Verdampfern nützt das Javelwasser für das verdunstende Wasser wenig, da das Wasser durch die Dampferzeugung sowieso keimfrei wird und sich höchstens im Wasservorratsbehälter die Keime ansiedeln können. Bei diesen Verdampfern kann sich das Chlor im Javelwasser jedoch negativ auf die Elektroden des Gerätes auswirken.
Die höchste Effektivität betreffend Befeuchtungsleistung in Bezug auf die Grösse haben die Ultraschall-Vernebler und mit einem kleinen, unriechbaren Schuss Javelwasser (KClO). Dies finde ich dies die kostengünstigste Lösung für die Luftbefeuchtung an trockenen, kalten Winterabenden. Wenn dann noch das Wasser aus einer kalkarmen Quelle stammt oder entkalkt wurde (mittels Salz-Ionentauscher, Umkehrosmose, o.ä.), werden sich die Ablagerungen auch in Grenzen halten bzw. werden ganz ausbleiben. Ansonsten ist mit Kalkablagerungen überall (Fensterscheiben etc.) zu rechnen.
Die perfekteste Art von Luftbefeuchtung an Orten, wo kein entkalktes bzw. teilentkalktes Wasser vorhanden ist, sind die Scheiben-Verdunster. Ein sehr stromsparendes und leises und zudem ästhetisch aussehendes Modell ist der LW 44 Plus von Venta, der für grosse Räume bzw. Wohnungen geeignet ist. Dieser Luftbefeuchter und zugleich -reiniger ist das Nonplusultra. Günstig im Betrieb, keine Kalkablagerungen auf Möbeln etc. aber teuer in der Anschaffung. Aber dennoch meine Empfehlung wert. Den grössten Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten haben die Venta Luftbefeuchter dahingehend, dass sie keinen Wasserreservoirtank haben, der sich intervallmässig mit einem “gluck-gluck-gluck” beim Wassernachtanken meldet, da sich die Venta-Luftbefeuchter auf einen grosszügigen Wasservorrat berufen (beim LW 44 sind das 10 l), anstatt einem sich periodisch nachtankendem Wasservorrat aus dem Kanister bedienen.
Siehe dazu auch die Seite von www.topten.ch für die energetischen besten Geräte (u.a. Luftbefeuchter)
Bitte bedenkt aber, dass ihr, falls nur ein Fenster gekippt ist und Aussenluft zuführt, eine Luftbefeuchtung ein Kampf gegen Goliath gleicht, da die Feuchtigkeit zusammen mit der warmen Luft gleich nach aussen weicht. Also: 2 bis 3 Mal pro Tag Stosslüften für einige Minuten aber kein Fenster kippen. Ein konstant gekipptes Fenster verbraucht im Jahresschnitt ca. 200 Liter Heizöl mehr an Heizkosten! Am besten aber eine kontrollierte Wohnungsbelüftung mit integriertem Enthalpietauscher. Dann wird die geheizte und befeuchtete Luft rezykliert aber trotzdem erneuert und es muss nie mehr gelüftet werden. Das und die Tipps sparen enorme Heizungskosten und Befeuchtungsbemühungen!