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Ornithologische Beobachtungen im Januar 2014
Gefieder schwärzlich mit grauem Nacken und Kopfseiten, Augen grauweiss und einen dunklen Schnabel. Sie sind kleiner als Raben.
Dohlen sind relativ kleine, lebhafte und gesellige Rabenvögel. Sie fliegen oft zusammen mit Rabenkrähen auf abgeerntete Felder und am Abend zurück an ihren Schlafplatz, irgendwo im Wald. Viele sind Wintergäste aus Nord- und Osteuropa. Jetzt können bis zu 150 Dohlen in einem Schwarm fliegen oder landen. Sie sind Allesfresser und verschmähen weder pflanzliche oder tierische Nahrung noch Siedlungsabfälle. Zur Nahrungssuche bevorzugen sie offene Flächen, in erster Linie kurzgrasiges Kulturland wie Felder und Weiden. Die Paare leben in Dauerehe und sind fast immer zusammen, auch an den Schlafplätzen. Bevor sie sich dort niederlassen, vollführen die Dohlen häufig eindrückliche, akrobatische Luftspiele. Bei der Balz verneigt sich das Männchen, spreizt Flügel und Schwanz und zeigt manchmal seinen grauen Nacken, indem es die Scheitelfedern aufrichtet und den Schnabel gegen die Brust drückt. Ihr Nest bauen sie in Löchern und Nischen aller Art, etwa in Spechthöhlen oder Gebäudenischen. Geeignete Nistplätze zu finden wird immer schwieriger. In der Ostschweiz geht ihre Anzahl stark zurück.
Um sie nicht mit den Alpendohlen, auch Bergdohlen genannt, zu verwechseln (gelber Schnabel, rote Füsse), werden sie auch Turmdohlen genannt.
4.1. Aufruhr unter den Vögeln zwischen Birkenau und Kanal! Ein Schwarm Wacholderdrosseln und viele Meisen zetern und fliegen umher. Die Ursache ist ein jagender Falke, der hinter ihnen hersaust. Wahrscheinlich hat er nichts erwischt, der Alarm kam rechtzeitig, und fliegen im Schwarm schützt.
8.1. Es ist warm für diese Jahreszeit. Wildbienen fliegen, Buntspechte trommeln und zeigen damit ihr Revier an. Oberhalb Flat singen einige Misteldrosseln. Sie gehören zu den Teilziehern. Ein Teil überwintert im Mittelmeergebiet, ein Teil bleibt hier. Meistens sieht man sie einzeln. Wie zum Beispiel beim Marktplatz in Grabs hoch oben bei einer Mistel. In den Bäumen sind sie mit ihrem beige-hellbraun getupften Federkleid sehr gut getarnt. Sie fallen erst auf, wenn sie singen.
10.1. Rechtzeitig zur Wasservogelzählung am Werdenbergersee zeigt sich ein schneeweisser Silberreiher. Soviel wir wissen, ist es das erste Mal, dass einer bei der Zählung am Stichtag anwesend ist. Die Artenvielfalt der Enten hat etwas abgenommen, die Anzahl ist in den letzten Jahren etwa gleich geblieben.
12.1. Ein Paar Silberreiher haben sich einen Ruheplatz auf den Bäumen bei Nico Sonderegger ausgesucht. Die Silberreiher werden des Öfteren gesichtet. Gibt es vielleicht irgendwann eine Brut? Die Wasservogelzählung findet am Rhein zum Teil unter schwierigen Verhältnissen statt. (Teilweise Nebel). Trotzdem werden zwischen Buchs und Lienz 378 Stockenten, 126 Krickenten und 13 Wasseramseln gezählt.
19.1. Einige Zippammern sind an der Räfiserhalde geblieben. Aus dem Räfiser Quartier ertönen Dohlenrufe, ein melodisches kja-kja.
29.1. Der Boden ist gefroren, also kein Futter aus der Erde. Ein Schwarm Wacholderdrosseln pickt an den Falläpfeln in der Baumschule. Wenn es kälter wird, kommen sie dorthin, zu ihrer Vorratskammer.
30.1. Im Buchser Tratt, an der Futterstelle für Greifvögel, sind in diesem milden Winter wenige auf Zusatznahrung angewiesen. Auch die Singvögel lassen sich nicht blicken.
Der kleinste Specht erscheint, der Kleinspecht. Er hat etwa die Grösse eines Spatzes und ist wie alle Spechtarten ein Standvogel. Die einzige Ausnahme ist der Wendhals. An der Futterstelle sind täglich 4-6 Buntspechte anwesend und bevorzugen Haferflocken.