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Im Zentrum des alten Viscose-Werkgeländes befindet sich das Maschinenhaus mit den beiden Transformatorentürmen. Die Gebäude tragen die historistische Architektur der repräsentativen Fassadenflucht in das Innere des Areals hinein. Insbesondere der grössere der beiden Türme erinnert mit seinen weitgehend geschlossenen Fassaden, den kleinen Fensteröffnungen direkt unter der Dachtraufe und dem Walmdach an mittelalterliche Wehrarchitektur. Die Verbindung zwischen den beiden Türmen bildet das ebenfalls in Sichtbackstein erbaute Turbinenhaus.
Möri und Krebs sind auf dem Werkgelände der Viscose mehrmals mit der Bauaufgabe Turm konfrontiert. Die Gebäudeform folgt funktionellen Erfordernissen der Industrieanlagen, wird aber von den Architekten auch bewusst inszeniert. Die beiden verschieden hohen Transformatorentürme erzeugen eine malerische Wirkung und stellen über den neuen Wasserturm des Dialysegebäudes einen weiträumigen Bezug zum Turm der Kirche Gerliswil her, die mit ihrer Lage als Scharnier zwischen der Fabriksiedlung Sonnenhof und dem Werkgelände wirkt.
Baujahr: 1909-26
Architektur: Möri und Krebs, Luzern