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Steinkauz Athene noctua
Der Steinkauz ist eine der am meisten bedrohten Eulenart in der Schweiz. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Mittel- und Südeuropa. Er erreicht eine Grösse von gut 20cm, hat einen breiten, etwas flachen Kopf ohne Federohren und ein graubraunes Gefieder. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, das Gefieder der Jungvögel istetwas blasser.
Der Steinkauz besiedelt Kulturland und offenes Gelände mit einzelnen Bäumen, felsige Gegenden, aber auch Parkanlagen und Ortschaften. Er brütet in Felsspalten und in Schlupfwinkeln alter Gemäuer sowie in Höhlen alter Kopfweiden und Obstbäume. Der Rückgang so genannter Hochstamm-Baumkulturen durch die Intensivierung in der Landwirtschaft führte auch zum Rückgang der Steinkauz-Bestände. Während der Brutdauer von 22-28 Tagen (Gelege von 3-5 Eiern) versorgt das Männchen das Weibchen mit Nahrung. Die Jungvögel werden nach dem Ausfliegen noch einige Zeit von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt.
Weniger als alle anderen einheimischen Eulen scheut der Steinkauz das Tageslicht. Man kann ihn ohne weiteres bei seiner Jagd auf kleine Beutetiere beobachten. Seine Hauptaktivität entfaltet er jedoch in den Morgenstunden und abends nach Sonnenuntergang. Die vielseitige Nahrung des Steinkauzes besteht zu drei Viertel aus Mäusen, dann folgen grössere Insekten, seltener Vögel und Amphibien. Meist jagt der Steinkauz von einer hohen Stelle aus, dabei startet er seinen Flug oft durch einfaches sich Fallenlassen. Häufig sucht er auch zu Fuss den Boden nach Insekten und Würmern ab.
Trotz der vielen abergläubischen Gerüchte wird der Steinkauz gerne als Käfigvogel gehalten, wohl auch deshalb, weil er etwas umgänglicher ist als seine Artgenossen.
Bei uns im Tierpark Goldau finden Sie den Steinkauz zusammen mit den Waldrappen in einer Voliere neben dem Fischottergehege.
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