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Montgomery, Alabama, im Juni 1918: Inmitten der Scharen von lärmenden Soldaten verliebt sich die selbstbewusste Zelda, Tochter des Richters Anthony Sayre, in einen gutaussehenden Leutnant aus dem Norden: F. Scott Fitzgerald. Dieser kennt nur ein Ziel: Er will der berühmteste Schriftsteller Amerikas werden. Kein Jahr später sind die beiden verheiratet und beginnen ein rastloses, exzessives Leben. In New York, Paris, an der Côte d’Azur begegnen sie den grossen Künstlern ihrer Zeit, geben sich dem kollektiven Lebensrausch einer ganzen Epoche hin. Doch während Scott hier den Stoff für seine berühmten Romane findet, muss sich Zelda ein Leben lang verstecken, um schreiben zu können. Zelda Sayre galt lange als die hysterische Verrückte an der Seite des Schriftstellergenies. In seinem preisgekrönten Roman zeichnet Gilles Leroy nun das faszinierende Bild einer über die Massen begabten, willensstarken Frau – Schriftstellerin, Tänzerin, Malerin –, der ihr Lebenshunger zum Verhängnis wurde.
Portrait
Gilles Leroy wurde 1958 bei Paris geboren und studierte Geisteswissenschaften mit besonderem Schwerpunkt auf der amerikanischen und der japanischen Literatur. Seine oft autobiografisch geprägten Romane erscheinen seit 1990 beim Verlag Mercure de France. Der »Prix Goncourt« für »Alabama Song« machte Leroy über Nacht zu einem Star der französischen Literaturszene.