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Die Kommission unter dem Vorsitz von Marcel Roulet, früherer Vorsitzender der France Télécom, unterbreitete einen entsprechenden Bericht am 18. November 2004 dem französischen Wirtschafts-, Finanz- und Industrieminister. Die Umsetzung der Empfehlung würde auf mehr als eine Verdopplung der EDF-Investitionen im Vergleich mit dem Mittelwert der letzten drei Jahre in diesem Bereich hinauslaufen. In der heute geltenden Investitionsplanung sieht die EDF nicht eine Erhöhung, sondern Einsparungen von rund EUR 2,5 Mrd. bis 2007 vor. Die EDF will damit die absehbar höheren Personalkosten nach der Umwandlung ihrer Gesellschaftsform von einem öffentlichrechtlichen Unternehmen in eine Aktiengesellschaft auffangen. Wie die Roulet-Kommission in ihrem Bericht feststellt, hinkt die Gewinnmarge der EDF bereits jetzt hinter derjenigen ihrer europäischen Mitbewerber nach. Im Zeitraum von 1992 bis 2002 fielen ihre verordneten Strompreise um durchschnittlich 1,5% im Jahr, während die Kosten jährlich um durchschnittlich 1,5% anstiegen. Die Kommission schlägt der Regierung zur Finanzierung des nötigen Investitionsbedarfs im Nuklearbereich eine Tariferhöhung von 1% vor. Damit sollten die Einnahmen um rund EUR 1,5 Mrd. wachsen.
Zur Finanzierung von Investitionen und Rückzahlung von Schulden wird auch eine Kapitalerhöhung empfohlen. Gemäss dem Privatisierungsgesetz wird der französische Staat nach der Umwandlung der Gesellschaftsform mindestens 70% des Aktienkapitals behalten. Als Schlussfolgerung aus dem Roulet-Bericht hat die Regierung die EDF-Geschäftsleitung angewiesen, eine Erhöhung des Dotationskapitals um EUR 8 bis 11 Mrd. im Verlauf des Jahres 2005 vorzubereiten.
Source
P.B. nach NucNet, 24. November 2004