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Fünf Personen fahren mit dem Taxi nach Beirut. Zwei von ihnen, eine junge Frau und ein junger Mann, sind in Damaskus gestartet; die drei anderen steigen unterwegs zu. In diesem Roman wird nun erzählt, wie es diesen fünf Personen in Beirut ergeht. Im Vordergrund stehen Jasmina und Farah, die sich nicht kennen und während der Fahrt auch nicht wirklich zueinander finden. Beide reisen voller Illusionen in die glitzernde Metropole Beirut, träumen von Ruhm und dem Versprechen, dass alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Ghada Samman sagt über sich selbst: 'Ich bin eine Araberin, die zweitausend Jahre alt ist. In meinem Blut trage ich die Qualen all meiner weiblichen Vorfahren … Ich bin in der Tat eine Feministin. Jede arabische Frau kann nur Feministin sein.' Trotz diese Bekenntnisses lehnt Ghada Samman es ab, sich von den Männern abzugrenzen oder sie gar zu beschimpfen. 'Mit dem Taxi nach Beirut' ist daher auch kein Frauenroman, sondern zeigt das Schicksal von Frauen und Männern, die ihre – zumeist ländliche – Heimat verlassen, um in Beirut ihr Glück zu suchen und dabei immer in Gefahr sind, entwurzelt und einsam zu werden oder ihren Weg zu verlieren.
Portrait
Ghada Samman wurde 1942 in Damaskus/Syrien geboren. Da die Mutter sehr früh starb, wuchs sie als Einzelkind bei ihrem Vater auf. Der Vater – Universitätsprofessor und Präsident der juristischen Fakultät und späterer Kulturminister von Syrien – ermunterte seine Tochter dazu, die arabische und französische Literatur zu lesen und bestand darauf, dass sie studierte. 1964 zog Ghada Samman nach Beirut, heute lebt sie in Paris.