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Grippe oder Erkältung?
Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen – wer kennt diese Symptome nicht? Zum Glück ist es nicht jedes Mal eine echte Grippe, wenn man im Winter krank wird.Weiterlesen … Grippe oder Erkältung?
Das Ebolafieber ist seit rund 40 Jahren bekannt, doch bisher gab es nur sporadische Ausbrüche mit wenigen Hundert Fällen in Zentralafrika. Die Epidemie von 2014 betrifft jedoch nach einem halben Jahr bereits Tausende von Menschen in mehreren Ländern Westafrikas, fordert täglich weitere Tote und hat besorgniserregende Folgen für Wirtschaft und öffentliches Leben.
Das Ebolavirus ist der Erreger der Infektionskrankheit Ebola, die auch unter dem Namen Ebolafieber bekannt ist. Je nach Virusstamm verläuft die Krankheit in 50–90% der Fälle tödlich. Bei dem derzeitigen Ausbruch von Ebola sind hauptsächlich Länder in Westafrika betroffen (Guinea, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Senegal), und bei dem Ausbruchsstamm handelt es sich um einen der Subtypen der Virusspezies Zaire-Ebolavirus (ZEBOV). Rund die Hälfte der infizierten Menschen ist an der Krankheit bisher gestorben.
Der Name des Ebolavirus und der Krankheit geht auf den Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo zurück. In dieser Region kam es 1976 zum ersten allgemein bekannten Krankheitsausbruch, der auf das Ebolavirus zurückgeführt werden konnte.
Nach der Infektion mit dem Ebolavirus dauert es 2 bis 21 Tage, bis die ersten Symptome sichtbar werden (Inkubationszeit). Zunächst treten bei den infizierten Personen grippeähnliche Symptome auf. Das heisst, dass die Betroffenen unter Fieber und Unwohlsein sowie Kopf- und Gliederschmerzen leiden. Im weiteren Verlauf der Krankheit treten Durchfall und Erbrechen auf, und es kommt schliesslich zum sogenannten hämorrhagischen Fieber. Das hämorrhagische Fieber umfasst hohes Fieber (> 38,5 °C) sowie Störungen der Leber- und Nierenfunktion. Ausserdem kann es zu starken Störungen der Blutgerinnung kommen. Dadurch treten spontane Blutungen auf, zum Beispiel am Zahnfleisch, im Magen-Darmtrakt oder an Einstichstellen von Spritzen. Zusätzlich kann es zu inneren Blutungen und Blutungen im Gewebe (blaue Flecken) kommen. Die Todesursache bei den Infizierten ist meist Organversagen, unter anderem wenn die zirkulierende Blutmenge zu gering wird und lebenswichtige Organe deshalb nicht mehr mit Blut versorgt werden können (hypovolämischer Schock).
Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und sind also keine selbstständigen Lebewesen wie Bakterien, Pflanzen oder Tiere. Sie sind darauf angewiesen, in die Zellen anderer Lebewesen einzudringen, um sich dort zu vermehren. Lebewesen, die solch einen Speicher für Viren darstellen und nicht von dem Virus beschädigt oder zerstört werden, werden auch als Hauptwirt bezeichnet. So sichern sie das Überleben des Virus.
Der Hauptwirt, in welchem sich das Ebolavirus vermehrt, ist noch nicht eindeutig bestimmt worden. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass das Ebolavirus Fledermäuse und Flughunde als Hauptwirt nutzt. Vom Hauptwirt ausgehend kann das Virus Menschen und andere Tiere infizieren. Eine solche Infektionskrankheit wird auch als Zoonose bezeichnet.
Das Ebolavirus befindet sich im Blut, Stuhl, Erbrochenem und anderen Körpersekreten eines Wirts und überlebt lange Zeit auf Gegenständen, welche mit infiziertem Material in Kontakt gekommen sind. Durch Berührung des infizierten Materials kann das Virus über Schleimhäute oder Wunden in den Körper des Menschen eindringen. Ausserdem können sich Menschen beim Zubereiten und Essen des regional üblichen Buschfleischs mit dem Virus infizieren. Durch den Austausch von Körperflüssigkeiten oder Berührung von Exkrementen können sich Menschen gegenseitig infizieren oder die Krankheit an Tiere weitergeben.
Einwohner der betroffenen Länder können sich vor der Infektion mit dem Ebolavirus schützen, indem sie den direkten Kontakt mit Infizierten meiden und Gegenstände, die mit infektiösen Flüssigkeiten in Berührung gekommen sind, chemisch oder physikalisch desinfizieren. Eine Massnahme, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, besteht deshalb darin, Erkrankte zu isolieren und Angehörige und pflegendes Personal mit Schutzkleidung auszustatten. Es ist zudem empfehlenswert, auf den Verzehr von Buschfleisch zu verzichten, da dieses mit dem Ebolavirus infiziert sein könnte.
Leider gibt es zum aktuellen Zeitpunkt keine vorbeugende Impfung gegen das Ebolavirus und auch kein wirksames Medikament zur Behandlung von Ebola. So gibt es lediglich Therapien, um die Symptome der Erkrankung zu lindern.
Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, in der Schweiz mit dem Ebolavirus infiziert zu werden, da bisher keine Erkrankungen ausserhalb Afrikas nachgewiesen werden konnten. Auch wenn man in die betroffenen Länder reist, ist das Ansteckungsrisiko für Reisende sehr gering, da es zu einem nahen Kontakt mit infektiösem Material kommen muss. Die Situation kann sich jedoch verändern; beim Bundesamt für Gesundheit und der World Health Organisation (WHO) erhältst du immer die neusten Informationen zur Ebolaepidemie in Westafrika.