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Ein seit rund zwei Monaten andauernder erbitterter Streit zwischen der bolivianischen Regierung und Ureinwohnern des Landes über ein Strassenbauprojekt im Amazonasgebiet ist am späten Montag (Ortszeit) offiziell beendet worden.
Präsident Evo Morales unterschrieb ein Gesetz, das die Baupläne endgültig stoppte. Der Unterzeichnung ging eine knapp sechsstündige Parlamentsdebatte voraus, in der die bolivianischen Abgeordneten über das Vorhaben und 15 weitere von den Ureinwohnern eingebrachte Forderungen diskutierten und sich schliesslich auf ein Abschlussvotum einigten.
Morales hatte den Stopp des Projekts bereits am vergangenen Freitag angekündigt. Die Ureinwohner des Amazonasgebiets hatten sich gegen den Bau einer Strasse durch einen Nationalpark gewehrt. Sie befürchteten, dass mit dem Strassenbau ihr Land von landlosen Bauern aus dem Hochland aufgekauft werden könnte.
Aus Protest waren rund 2000 Ureinwohner vom nördlichen Trinidad die etwa 600 Kilometer lange Strecke bis in die Hauptstadt La Paz zu Fuss gelaufen, um gegen die Strasse zu demonstrieren. Der Protest fand breite Unterstützung in der Bevölkerung, am vergangenen Mittwoch wurden die Demonstranten in La Paz begeistert empfangen.
In den betroffenen Amazonasgebiet leben insgesamt 50'000 Menschen aus drei verschiedenen Ureinwohnergruppen.