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Mit dem ersten Lauf der EKZ CrossTour in Aigle wurde die Quersaison in der Schweiz eingeläutet. Nicht weniger als 490 Fahrerinnen und Fahrer aus 18 Nationen sorgten für einen spannenden Renntag, wobei die Siege in den Hauptkategorien an die Französin Perrine Clauzel und den Belgier Vincent Baestaens gingen. Für die Schweizer Überraschung sorgte Zina Barhoumi als Zweite bei den Frauen.
Text Michelle Andres – Photos Steffen Müssiggang
Im Rennen der Frauen galt die zweifache Gesamtsiegerin und vierfache Etappensiegerin Pavla Havlikova als die grosse Favoritin. Die restlichen Fahrerinnen waren jedoch nicht zurückhaltend und fuhren von Anfang an Vollgas. Vor allem die Französin Perrine Clauzel, welche in dieser Saison schon zwei Siege auf dem Konto hat, startete mit viel Selbstvertrauen und das kristallisierte sich auch schnell heraus. Sie setzte sich schon in der ersten Runde an die Spitze des Rennens und gab diese Führung auch nicht mehr aus der Hand.
Barhoumi mit erstem CrossTour-Podest
Knapp eine halbe Minute hinter Clauzel fuhr die junge Schweizerin Zina Barhoumi nach einem aktiven Rennen als Zweite über die Linie. Der dritte Platz wurde in einem Sprint zwischen vier Fahrerinnen ausgetragen, wobei sich Line Burquier etwas überraschend durchsetzte. Die junge Französin ist erst im ersten Jahr der U19-Kategorie. Die grosse Favoritin Pavla Havlikova belegte im Schlusssprint den fünften Rang.
Das Rennen der Männer blieb mit einer grossen Spitzengruppe lange offen. Vor allem der spanische Meister und Tagesfavorit Felipe Ort fuhr ein sehr offensives Rennen und attackierte immer wieder. Bis in die drittletzte Runde konnten seine Verfolger Dieter Vanthourenhout, Wietse Bosmans, der junge Schweizer Loris Rouiller und der Belgier Vincent Baestaens mithalten, doch dann mussten sie den starken Spanier ziehen lassen. Dieser konnte seinen Vorsprung jedoch nie auf mehr als knapp acht Sekunden ausbauen und als es in die letzte Runde ging, kam der Vorjahressieger Vincent Baestaens wieder auf und schloss auf. Er attackierte sofort und feierte nach einer spannenden letzten Runde seinen zweiten Tagessieg in Aigle.
Rouiller als starker Vierter knapp am Podest vorbei
Der Spanier musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, wobei Dieter Vanthourenhout das Podest komplettierte. Loris Rouiller fuhr als bester Schweizer auf den ausgezeichneten vierten Rang, während Timon Rüegg, Lukas Flückiger und Simon Zahner die starke Schweizer Teamleistung mit dem sechsten, siebten und neunten Rang ergänzten.
Der Sieger Vincent Baestaens war nach seinem Sieg eher etwas überrascht von seinem Sieg, wie er nach dem Rennen erzählte: «Ich fühlte mich das ganze Rennen nicht wirklich gut. Ich habe die letzten drei Tage sehr viel trainiert und bin eher müde angereist». Der Schlüssel zu seinem Sieg sah er jedoch in seiner passiven Fahrweise. «Ich bin immer mein eigenes Tempo gefahren und bei den Attacken von Felipe nicht immer mitgegangen. So konnte ich am Schluss doch wieder aufholen und gewinnen».
Positives Fazit
Nicht nur die Sieger waren am Ende des Tages zufrieden. Auch die Organisatoren des Rennens konnten sich glücklich schätzen mit gutem Wetter und sehr vielen Zuschauern. Nun geht es für die Athleten und Athletinnen in die heisse Phase vor dem nächsten Weltcup in Bern in zwei Wochen. Die heutigen Leistungen lassen vor allem auch aus Schweizer Sicht auf einen aufregenden Heimweltcup hoffen.