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Ethos und eine Gruppe von 190 institutionellen Investoren aus aller Welt, welche Vermögen von mehr als USD 3'000 Milliarden verwalten, veröffentlichten eine Erklärung, in der sie die Regierung von Bangladesch aufforderten, die Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh) nicht vorzeitig zu beenden. Zur Anlegergruppe gehören auch 37 Schweizer institutionelle Investoren, welche Mitglieder des Ethos Engagement Pool International sind.
Der Accord wurde 2013, nach dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes und dem Tod von 1’134 Arbeitern, vereinbart. Ziel des Accord ist es die Arbeitssicherheit in den Textilfabriken Bangladeschs zu gewährleisten. In 5 Jahren haben die fast 35'000 im Rahmen des Accord durchgeführten Fabrikinspektionen zu einer sehr deutlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Sicherheit der Arbeitnehmer in der Textilindustrie Bangladeschs geführt. Die Verlängerung des Abkommens um weitere fünf Jahren sollte den Abschluss der noch ausstehenden Verbesserungen an den Gebäuden ermöglichen. Dies ist unerlässlich, um Tragödien wie Rana Plaza in Zukunft zu vermeiden. Im Rahmen des internationalen Aktionärsdialogs gehörte Ethos zu den ersten Investoren, welche das Abkommen unterstützten.
Leider hat die Regierung von Bangladesch trotz der jüngsten Verlängerung der Accord Organisation signalisiert, ihre Aktivitäten in Bangladesch per 30. November 2018 abrupt einzustellen. Im Anschluss an eine Beschwerde der Accord Organisation an den Obersten Gerichtshof von Bangladesch erklärte die Regierung, dass der Accord seine Tätigkeit nur dann fortsetzen dürfe, wenn eine Reihe sehr restriktiver Auflagen eingehalten werde, welche mit der Accord Mission unvereinbar sind.
Als Aktionäre von Unternehmen mit Lieferketten in Bangladesch befürchten Investoren, dass die vorzeitige Beendigung des Accord die seit Beginn der Inspektionen erzielten Fortschritte im Bereich der Arbeitssicherheit bremsen würde. Dies stellt ein erhebliches Risiko dar für fast 2 Millionen Arbeiter und die globalen Bekleidungsunternehmen, welche ihre Waren aus Bangladesch beziehen.