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Bei Vorhofflimmern Übergewicht reduzieren
Übergewicht ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Vorhofflimmern. Aber auch bei bestehendem Vorhofflimmern wirkt sich eine Gewichtsreduktion positiv auf die Rhythmusstörung aus. So lautet das Ergebnis einer Australischen Studie, die im Journal of the American Association publiziert wurde.
An der Studie beteiligten sich 150 adipöse Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern, die entweder ein strenges Programm zur Gewichtsreduktion absolvierten (Interventionsgruppe) oder nur über Lebensstilveränderungen beraten wurden (Kontrollgruppe). Bei allen Teilnehmern erfolgte zusätzlich eine intensive Therapie kardiovaskulärer Risikofaktoren. Primäre Endpunkte waren Krankheitsbelastung und Schweregrad des Vorhofflimmerns, gemäss Atrial Fibrillation Severity Scale (AFSS). Sekundäre Endpunkte waren Anzahl und kumulative Dauer der Episoden im ambulanten EKG über sieben Tage sowie strukturelle Veränderungen (kardiales Remodeling) im Herzecho (Fläche des linken Vorhofs, Dicke der linken Hinterwand). Der Follow-up betrug 15 Monate.
Die Interventionsgruppe verlor signifikant mehr Gewicht als die Kontrollgruppe (14.3 vs. 3.6 kg, p<0.001). Damit verbunden reduzierte sich auch die Krankheitslast (Reduktion um 11.8 vs. 2.6 Punkte, p<0.001) und der Schweregrad des Vorhofflimmerns (Reduktion um 8.4 vs. 1.7 Punkte, p<0.001). Im ambulanten EKG wurden in der Interventionsgruppe 2,5 Episoden weniger registriert als zu Studienbeginn, während die Anzahl in der Kontrollgruppe unverändert blieb (p=0.01). Die kumulative Dauer verkürzte sich um 692 Minuten in der Interventionsgruppe und verlängerte sich um 419 Minuten in der Kontrollgruppe (p=0.002). In Hinsicht auf das kardiale Remodeling wirkte sich die Gewichtsreduktion ebenfalls stärker aus, die Unterschiede waren aber statistisch nicht signifikant.
Konklusion der Autoren: Übergewichte Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern profitieren von einer strikten Diät (plus Therapie kardiometabolischer Risikofaktoren). Mit der Gewichtsreduktion reduzierte sich die Krankheitsbelastung, die Frequenz und der Schweregrad des Vorhofflimmerns. Zudem wurde ein positiver Effekt auf das kardiale Remodeling beobachtet.
Link zur Studie
JAMA. 2013;310(19):2050-2060 - Abed HS et al.
28.11.2013 - gem