Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/128087

<h2>SubmittedText<h2><p>Die FDP hat immer wieder für die Abschaffung des Eigenmietwertes gekämpft. Allerdings sollte dieser alle Generationen betreffen. Ein Vorschlag der FDP umfasst die Reform des Eigenmietwertes entlang folgender Linien:</p><p>a. Streichen des Eigenmietwertes;</p><p>b. Abzug der Hypothekarzinsen in den ersten fünf Jahren 100 Prozent, dann jährlich um 20 Prozent reduziert, ab dem 10. Jahr gestrichen und</p><p>c. Abzugsfähigkeit der werterhaltenden, baulichen Liegenschafts-Unterhaltsabzüge sowie Abzüge für energetische Sanierungen von 1,5 Prozent des Repartitions- oder Steuerwertes der Liegenschaft. Um grössere Sanierungen zu erleichtern, sollen diese über fünf Jahre verteilt abziehbar sein.</p><p>In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat eingeladen, die Frage nach den finanziellen Folgen einer Reform, die kumulativ folgende Elemente enthält, zu beantworten: </p><p>a. Streichen des Eigenmietwertes.</p><p>b. Gestaffelte Reduktion der Hypothekarabzüge, damit junge Familien weiterhin ein Eigenheim kaufen können. In den ersten fünf Jahren sollen die vollen Hypozinsen abgezogen werden, anschliessend soll sich der Abzug über fünf Jahre auf null reduzieren. </p><p>c. Reduktion der baulichen Abzüge für energetische Sanierungen und weiteren baulichen und werterhaltenden Unterhalt auf 1,5 Prozent des Repartitionswerts und alternativ auf 1,5 Prozent des Steuerwerts, um zu verhindern, dass der Liegenschaftspark nicht mehr unterhalten wird, und um energetische Sanierungen zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der von der Interpellantin zur Abklärung eingereichte Vorschlag lehnt sich zwar teilweise an den indirekten Gegenvorschlag an, den der Bundesrat der Volksinitiative "Sicheres Wohnen im Alter" gegenübergestellt hatte, geht aber in verschiedenen Teilen darüber hinaus oder setzt neue Massstäbe (voller Hypothekarzinsabzug für Ersterwerber in den ersten fünf Jahren; Abzüge in Abhängigkeit vom Steuerwert oder vom Repartitionswert der Liegenschaft).</p><p>Diese neuen Elemente sind geeignet, substanzielle Mindereinnahmen zu verursachen, die jedoch mangels genügender und aktueller Datengrundlagen nicht näher beziffert werden können. Aus diesem Grund kann der Bundesrat die Frage nach den finanziellen Folgen einer Reform, die kumulativ alle Elemente des Vorschlages der Interpellantin enthält, nicht beantworten.</p><p>Weil die Frage nach einem Systemwechsel bei der Besteuerung des Wohneigentums aktuell bleibt, wird der Bundesrat die nötigen Vorkehrungen treffen, um die Datengrundlagen so weit zu verbessern und zu aktualisieren, dass die finanziellen Auswirkungen verschiedener Modelle eines Systemwechsels besser beziffert werden können. Die Schätzung der finanziellen Auswirkungen wird indessen auch deshalb schwierig bleiben, weil eine Änderung des Steuersystems Verhaltensänderungen mit sich bringt. Statische Schätzungen, die auf dem Status quo beruhen, können daher unter Umständen erhebliche Ungenauigkeiten beinhalten. </p>  Antwort des Bundesrates.