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Den skandinavischen Ländern eilt der Ruf toleranter und gut funktionierender Gesellschaften voraus. Ein immenser Rechtsruck, der sich im Schatten dieser Perspektive vollzogen hat, wird hierbei meist ausgeklammert. Mit Ausnahme von Schweden haben rassistische und ausgrenzende Rhetoriken eine vollständige Normalisierung in den politischen Debatten erfahren. Die Autor_innen geben einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Entwicklung und Ideologie des Rechtspopulismus in Skandinavien. Länderspezifische gesellschaftliche Entwicklungen und Reaktionen werden in Verbindung mit generellen Problemstellungen zum Rechtspopulismus thematisiert und bewertet. Norwegen nach dem rechten Attentat, die Stärke und Verankerung der dänischen „Volkspartei“, die Genderfrage bei den „Schwedendemokraten“ und das politische Umfeld der „Wahren Finnen“ sind nur einige Aspekte, die in diesem Buch behandelt werden. Zu guter Letzt wird angesichts der Entwicklungen in Skandinavien ein Blick nach Deutschland gewagt und Überlegungen angestellt, warum der Rechtspopulismus sich hier noch nicht in ähnlicher Dimension verankern konnte. Herausgegeben wir dieses Buch in Kooperation von Reihe Antifaschistische Politik [RAP], antifaschistisches infoblatt berlin [aib] und projektantifa.dk.