Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/126983

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ausgehend von einer Prozess- und Leistungsanalyse insbesondere in Bezug auf die Unterschiede in der hierarchischen Verteilung der Aufgaben, das Optimierungspotenzial bei den HR-Prozessen beim Bund und in den Departementen festzustellen und dazu einen Bericht zu erstellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat unterstützt das Anliegen der Geschäftsprüfungskommission, Prozesse stufengerecht anzusiedeln. Er ist jedoch der Meinung, dass eine einheitliche Aufgabenverteilung auf den Hierarchieebenen über die ganze Bundesverwaltung hinweg nicht adäquat und somit wenig zielführend ist. Vielmehr sind individuelle Kriterien wie Grösse, Organisation oder Aufgabenstruktur der Departemente zu berücksichtigen. Sie beeinflussen und verändern identische Aufgaben in deren operativen Ausführung.</p><p>Beispielsweise müssen HR-Prozesse in Departementen und Verwaltungseinheiten mit verschiedenen nationalen und/oder internationalen Standorten - z. B. EDA, EZV - anders organisiert werden als in Departementen, welche vollständig in der Schweiz stationiert und tätig sind. Zudem stellen besondere Personalkategorien wie das Lokal- und Residenzpersonal des EDA oder das Berufsmilitär des VBS andere Anforderungen an die HR-Arbeit (z. B. Sprache und Nationalität, lokale Gepflogenheiten, rechtliche Rahmenbedingungen).</p><p>Mit der Vereinheitlichung der HR-Prozesse im Rahmen der Verwaltungsreform 05/07 wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Prozessoptimierung gemacht. Zusammen mit der Personalstrategie Bundesverwaltung 2011-2015 wurden zentrale Leitplanken für die HR-Arbeit vorgegeben. Bei der effektiven Ausgestaltung bzw. der operativen Umsetzung müssen die Eigenheiten der Departemente und Verwaltungseinheiten aber berücksichtigt werden. Dies kann somit zu unterschiedlicher Verteilung der Aufgaben auf Hierarchieebenen und Stellen führen.</p><p>Die Optimierungsmöglichkeiten sind selbstverständlich laufend zu ermitteln. Daher werden Aufgaben und Abläufe im Sinne eines kontinuierlichen Prozesses von den Departementen und dem EPA analysiert und wenn nötig Anpassung vorgenommen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.