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Andere Namen: älteres deutsch: die Saltine, französisch: la Saltine, italienisch, rätoromanisch, spanisch, katalanisch, portugiesisch, rumänisch: la Saltina.
Hydrologie: Die Saltina ist ein kleiner Fluss, aber auch ein Wildbach, je nach Wasserführung. Sie trägt ihren Namen erst im Unterlauf ab dem Ort Grund, wo sich der Ganterbach und die Taferna zur Saltina vereinigen. Nimmt man für die Saltina den Ganterbach als Quellwasser zur Basis, dann entspringt der Fluss am Bortelsee auf 2464 m.ü.M. der vom Kaltwassergletscher gespiesen wird. Nimmt man die Taferna, älter Taverbach als Quellwasser, dann befindet sich die Quelle in einem Zufluss zum Hopschusee, der auf etwa 2200 m.ü. M. entspringt unweit der Simplon-Passhöhe. Beide Flussläufe sind etwa gleich lang, sodass sie als gleichwertige Quellflüsse der Saltina betrachtet werden können.
Die Saltina fliesst nach dem Zusammenfluss der beiden Quellbäche nordwärts und bildet mit der Saltinaschlucht ein enges, rund 3 km langes Kerbtal, welches sie bei Brig verlässt und im Rhonetal in den Rotten mündet. Die Saltina hat ein Einzugsgebiet von 76.5 km², eine Länge von 12.2 km und führt bei der Mündung im Normallfall knapp 2 m³ Wasser pro Sekunde. Bei Niedrigwasser können es weniger als 0.5 m³ pro Sekunde werden, bei Hochwasser bis zu 70 m³ pro Sekunde.
Etymologie: Der Name ist lateinisch und dürfte aus der Römerzeit stammen. Er bedeutet 'die Springende', von lateinisch saltare = springen (Jaccard).
Flussnamentyp: römisch.
Geologie: Der Fluss durchfliesst Granatschiefer. Die Saltina hat, beginnend bei der Napoleonsbrücke im obersten Teil Brigs, einen weitflächigen Schuttkegel gebildet, der fast 60 m Höhe aufweist, wegen seiner Breite von etwa 2 km und der völligen Überbauung aber kaum auffällt. Es ist dieser Höhenunterschied, welcher dem Wasser der Saltina bei Hochwasser die hohe Fliessgeschwindigkeit verleiht, die so gefährlich werden kann, wenn nebst Wasser auch noch Baumstämme und Felsen transportiert werden.
Flussgeschichte: Die Saltina kann bei Starkregen zu einem gewaltigen Fluss anwachsen und beträchtliche Schäden anrichten. Das hat sie in der Vergangenheit sehr oft getan. Letztmals geschehen am 24.9.1993, als sie einen grossen Teil der Altstadt von Brig mit rund 250'000 m³ Schutt überschwemmte und einen Schaden von über 1 Mia. Fr. verursachte, wenn man auch die unversicherten Schäden mitzählt. Seither hat man die Schwachstellen am Flussbett, insbesondere bei den Brücken beseitigt, was sich beim nächsten grossen Hochwasser weitgehend bewährte: Die kritischste Brücke kann nun bei Hochwasseralarm soweit angehoben werden, dass auch Geschiebe und Schutt nicht mehr aufgestaut wird.
Quellen: Wikipedia, Geografisches Lexikon der Schweiz, Band 4, Seite 363/364. Suter. Berichte in den Zeitungen Tages-Anzeiger, NZZ usw.