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Sursee gewann die 33. Auflage seines eigenen Turniers in der Stadthalle Sursee. Die Ehrenplätze belegten Ravensburg und die beiden Mannschaften aus Olten. Für die Sitzballgruppe Wohlen-Lenzburg war es der letzte Auftritt.
Sursee sah sich mit der Tatsache konfrontiert, dass Routinier Walter Widmer, seines Zeichens langjähriger Organisator des Martini-Cups, aufgrund der an der Schweizermeisterschaft erlittenen Schulterverletzung nicht anwesend sein konnte. Doch die Gastgeber liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und entschieden die Vorrundenspiele gegen Bludenz, Bühl, Thurgau und Olten 2 diskussionslos zu ihren Gunsten.
In der Zwischenrunde hiess der Gegner Olten 1. Ohne die gesundheitlich angeschlagenen Marcel Ragaz und Ronny Hediger waren die Schweizermeister allerdings kein ebenbürtiger Gegner und verloren mit 20:33. Im Final trafen die Gastgeber auf die deutschen Gäste aus Ravensburg, die bis dahin ebenfalls keinen Punkt abgegeben hatten. Sursee gewann die Partie mit 26:17 und holte sich mit einer makellosen Bilanz den Sieg am eigenen Turnier. Für den Sieger spielten Urs Casanova, Walter Filliger, Adi Koch, Thomas Lötscher, Christine Meyer und Peter Schöpfer.
Die eigentliche Überraschungsmannschaft dieses Turniers war Olten 2. Die Solothurner unterlagen in den Gruppenspielen lediglich dem nachmaligen Sieger. Endstation im Vorwärtsdrang war in der Zwischenrunde Ravensburg, das 26:21 gewann. Im Klassierungsspiel um Rang drei trafen dann die beiden Oltner Teams aufeinander. Die 1. Mannschaft erwies sich mit 19:13 als stärker und sicherte sich damit den dritten „Podestplatz“.
Die an der Meisterschaft glücklosen Thurgauer zeigten sich in Sursee in der nominell stärksten Formation wieder besser disponiert und konnten in der Vorrunde die beiden ausländischen Mannschaften Bludenz und Bühl schlagen. Der Trainingspartner St. Gallen, bei dem Schlagmann Reto Nieuwenhout fehlte, musste im Ostschweizer Duell mit 17:26 die Überlegenheit der Thurgauer anerkennen. Mit 24:20 wurde Wohlen geschlagen und damit auf Platz sechs verwiesen.
Adieu Wohlen
Im Dress von Wohlen gab zwar eine junge Frau ihr Sitzball-Debüt. Corinna Neukom ist aber Mitglied des Behinderten-Sportclubs Winterthur und konnte deshalb die Aargauer nicht umstimmen. Egon Köstenberger, Adrian Köppel und Heinz Lutz absolvierten in Sursee ihren letzten Einsatz als Sitzballgruppe Wohlen. Sie dürften der Sitzballszene aber erhalten bleiben, denn sie beabsichtigen, sich der Sitzballgruppe Winterthur anzuschliessen.
St. Gallen überraschte im ersten Spiel mit einem Unentschieden gegen Olten 1. Mit einem Sieg über Müllheim stockten die Ostschweizer ihr Konto auf drei Punkte auf, doch reichte dies nur zu Platz vier in der Vorrunde. Nach der Niederlage gegen Thurgau unterlagen sie auch Bludenz und mussten den Vorarlbergern den Vortritt lassen.
Die beiden ersatzgeschwächten deutschen Mannschaften von Müllheim und Bühl schlossen die Gruppenspiele mit blankem Konto ab. Das Klassierungsspiel entschied Müllheim für sich und hängte Bühl so die rote Laterne an.
Leicht sportlich ging es beim Nachtessen und der Siegerehrung zu und her. Vom Restaurant „Time Out“ blickte man nämlich direkt aufs Eisfeld, wo verschiedene Eishockey-Mannschaften offenbar ihre Trainings abhielten.
Paul Probst warb noch um Spieler für die am 29. und 30. November in Luzern stattfindende „Swiss Handicap Messe“. Es besteht die Möglichkeit, dort zwei Demonstrationsspiele zu absolvieren. Dafür werden noch Teilnehmende gesucht.
Rangliste Martini-Cup:
1. Sursee
2. Ravensburg (D)
3. Olten 1
4. Olten 2
5. Thurgau
6. Wohlen
7. Bludenz
8. St. Gallen
9. Mühlheim (D)
10. Bühl (D)
Albert Büchi
Müller (Thurgau) schaut, wohin Walter Hediger von Olten 2 schlägt
Starker Schlagmann: Jonas Zimmerli von Olten 1
Sursee im Finalspiel gegen Ravensburg
Die siegreiche Mannschaft von Sursee mit Vereinspräsident Peter Ziegler
Vielleicht bald Trainingspartner: Egon Köstenberger von Wohlen und
Corinna Neukom vom BSC Winterthur