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Emilie Véya-Thalmann erblickte am 29. September 1933 als fünftes von sieben Kindern der Familie Dominik und Rosa Thalmann-Thalmann im Tromooserli, Schwarzsee, das Licht der Welt. Die Bauernfamilie bewirtschaftete im Sommer Alpen im Schwarzseetal, bis sie 1948 die Hirtschaft der Alp Neugantrist übernahm. Emilie durfte eine glückliche, wenn auch sehr bescheidene und arbeitsreiche Kindheit und Jugendzeit erleben.
1954 zog sie nach Reconvilier zu ihrer Cousine Rosemarie. So wurde Reconvilier ihre neue Heimat. Emilie Véya-Thalmann arbeitete viele Jahre in einer Uhrenfabrik. In den 1960er-Jahren lernte sie Irénée Véya kennen, und sie schlossen 1973 den Bund der Ehe. Sie schätzte seine gradlinige und ruhige Art sehr und verbrachte mit ihm gemeinsame glückliche Jahre.
Emilie Véya-Thalmann war mit der Familie und dem Schwarzseetal eng verbunden. Sie pflegte den Kontakt zu ihren Geschwistern und deren Familien. 2011 musste Emilie von ihrem lieben Ehemann Irénée Abschied nehmen. Dank den treuen Freundschaften in ihrer neuen Heimat und ihrer Familie überstand sie diese schwere Zeit tapfer. Emilie Véya-Thalmann führte einen sehr gepflegten Haushalt, strickte, sammelte Beeren und nahm gerne an organisierten Tagesausflügen teil.
Nach einem Sturz wurde 2015 ein längerer Spitalaufenthalt nötig. Davon konnte sie sich gut erholen. Sie war bestrebt, trotz einigen Altersbeschwerden, ihre Eigenständigkeit zu erhalten. Emilie Véya-Thalmann gewann ihren Lebensgeist zurück, und so fuhr sie noch diesen Sommer mit ihrem Auto nach Schwarzsee. Hier in ihrer alten Heimat verbrachte sie nochmals einige schöne Tage.
Seit dem Tod ihres Gatten war Emilie unschlüssig, ob sie nach Plaffeien in die Nähe ihrer Familie umziehen sollte. Nun wurde ihr diese Entscheidung abgenommen. Am 21. Oktober 2017 in der Nacht ist Emilie Véya-Thalmann friedlich eingeschlafen und für immer heimgekehrt. Die Familie wird sie mit ihrer hilfsbereiten und treuen Art in lieber Erinnerung behalten.