Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03585.jsonl.gz/765

Lead
Das glutamaterge System spielt eine wichtige Rolle bei kognitiven Vorgängen wie Lernen und Gedächtnis, aber auch bei akuter und chronischer Schädigung von Neuronen nach einem Schlaganfall, einer Kopfverletzung oder während der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen. In den letzten Jahren haben intensive Untersuchungen gezeigt, dass der metabotrope Glutamatrezeptor vom Subtyp 5 (mGlu5) und der NMDA (N-Methyl-D-aspartat)-Rezeptor an der Entsteheung von zahlreichen Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Depression und Epilepsie beteiligt sind. Der NMDA-Rezeptor gehört zur Klasse der ionotropen Glutamat-Rezeptoren und ist aus vier Untereinheiten aufgebaut. Nicht invasive bildgebende Verfahren wie Positronen Emissions Tomographie (PET) ermöglichen die Darstellung und die Analyse von Hirnrezeptoren.
Lay summary
Dieses Projekt ist der Bildgebung von mGlu5 und NMDA-Rezeptoren mit GluN2A-Untereinheit gewidmet. Zunächst soll die Darstellung von mGlu5 in gesunden Probanden caucasischen und asiatischen Ursprungs mit dem kürzlich veröffentlichen Fluor-18 markierten PET-Liganden untersucht werden um herauszufinden, ob es Unterschiede in der Hirnaufnahme gibt. Weiterhin sollen neue PET-Liganden für die Darstellung der GluN2A-Untereinheit entwickelt werden. In Vorarbeiten haben wir eine neue Substanzklasse für die GluN2A-Untereinheit entwicklet jedoch haben die Substanzen einen Nachteil, dass sie nicht hirngängig sind. Auf Grund ihrer hohen GluN2A-Affinität sollen diese Substanzen als Leitverbindung für dieses Projekt dienen. Um einen hirngängige PET-Liganden zu erhalten, sollen verschiedene Struktureinheiten in unterschiedlichen Positionen der GluN2A-Liganden eingeführt werden. Nach der Radiosynthese sollen die chemische und metabolische Stabilität, Plasmaprotein-Bindung und Passage der Blut-Hirn-Schranke der neuen Verbindungen untersucht werden. Die Optimierung der unterschiedlichen Eigenschaften der Liganden erfordert eine iterative Vorgehensweise. Nach Auswahl der besten Substanz sollen die biologischen Eigenschaften der PET-Liganden evaluiert werden.