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Wiktorija ist 17 Jahre alt und wohnt bei ihrem Grossvater Anatolij (66) im kleinen ukrainischen Dorf Poligon. Ihre Eltern liessen sich scheiden, als Wiktorija erst 4 Monate alt war. Der Vater zahlt ihrer Mutter keine Alimente und ruft die Tochter nie an. Es ist fast unmöglich, im Dorf eine Arbeit zu finden. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten ist Wiktorijas Mutter Taisija (36) nach Italien gefahren, wo sie nun ältere Menschen pflegt. Das Häuschen, das Wiktorija und ihr Grossvater bewohnen, müsste dringend erneuert werden, doch für Baumaterial ist nicht genug Geld da. Der Opa arbeitet als Betriebschauffeur beim regionalen Gaswerk. Er bekommt wenig Geld dafür, kann aber keine andere Arbeit finden. Er muss noch ein paar Jahre arbeiten, bevor er in Rente gehen darf. Wiktorija träumt davon, Köchin zu werden und irgendwann ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Eben hat sie die Schulpflicht erfüllt und möchte nun ihre Ausbildung in Angriff nehmen. Der Opa könnte für Wiktorija das Studium und das Leben in der Stadt nicht aufkommen. Auch Taisijas Geld aus dem Ausland reicht nirgends hin. Das Mädchen hofft nun auf die Unterstützung von gütigen Menschen in der Schweiz.