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Monat: November 2019
Seit die Schwedische Akademie im Oktober 2019 verkündet hat, Peter Handke den Nobelpreis zu verleihen, reisst Kritik an dieser Entscheidung nicht ab. Verdient Handke den Literaturnobelpreis? Verharmlost er Kriegsverbrechen? Verhöhnt er Kriegsopfer? Nimmt er wahr, was andere nicht sehen oder ist er vielmehr blind?
Seit fünfzig Jahren geht die Frage um: Was ist ein Autor? Roland Barthes und Michel Foucault lieferten die entsprechenden Stichwörter. Doch mit welchen Gespenstern, die vom „Tod“ und den „Funktionen“ des Autors übriggeblieben sind, sollte man sich heute abgeben?
Eine progressive „Identitätspolitik“, die im Namen des Widerstandes gegen nationalistische Beschränkungen betrieben wird, muss verschiedene, disparate „kollektive Identitäten“ für ein gemeinsames Ziel mobilisieren. Aber was, wenn diese Kollektive selbst gespaltene sind? Ein neuer Film untersucht dieses Rätsel.
A progressive “identity politics” pursued in the name of resistance to nationalist retrenchment depends on the mobilization of various disparate “collective identities” around a common aim. But what if those collectives are themselves fragmented? A new film explores this conundrum.
Anders als oft behauptet, stellt der Brexit nicht den ersten Versuch eines Landes dar, die Europäische Union (inkl. ihrer Vorläufer) zu verlassen. Und dennoch ist alles anders als bei früheren Austrittsprozessen. Warum das so ist, erklärt dieser Essay.
Soziale Medien eröffnen neue Möglichkeiten der Manipulation und Verunsicherung. Sie politisch regulieren zu wollen, ist nachvollziehbar – aber auch zweischneidig. Denn wenn es demokratiefeindlichen Kräften schwerer gemacht werden soll, müssten wohl auch liberale Normen relativiert werden.
„Alles“ lautet der Titel einer - durchaus verstörenden - Erzählung von Ingeborg Bachmann. In ihr geht es um „regretting parenthood“, um die Frage, welche Konventionen man weitergeben will und um die Gewalt von Stilisierungen, die „alles“ erklären wollen.
11.000 Wissenschaftler warnen vor dem «Klimanotfall» – der Menschheit drohe durch die Klimaerwärmung «noch nie dagewesenes Leid». Gleichzeitig werden die ideologischen Konflikte in der Klimafrage immer härter. Sollen diese überwunden werden, braucht es eine Rückbesinnung auf historische Momente, in denen ein Klimakonsens möglich wurde.
>>> AusdemArchiv #WiederAktuell
Die #MeToo-Debatte hat einmal mehr gezeigt: Es wäre höchste Zeit, dass die Männer, die das Verhalten der Weinsteins, Trumps etc. beschämend finden, selbst sagen, was sie von sich und ihren Geschlechtsgenossen erwarten.