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Desinformationskampagne gegen tschechischen Spitzenpolitiker: Ralph Weber erklärt Hintergründe
Das tschechische Nachrichtenportal Aktuálně.cz hat einen Bericht über eine chinesische Desinformationskampagne veröffentlicht, der in Teilen auf einer Recherche von Prof. Dr. Ralph Weber beruht. Die Kampagne hatte sich gegen Milos Vystrcil, den Präsidenten des Senats des Parlaments der Tschechischen Republik gerichtet. Weitere Beiträge sind unter anderem im Tages-Anzeiger und bei der Central News Agency of Taiwan erschienen.
Der Politiker war im August mit einer Wirtschaftsdelegation seines Landes nach Taiwan gereist und hatte damit Verärgerung unter Vertretern der Volksrepublik China ausgelöst. Nun wird unter anderem von Betreibern des in Zürich ansässigen Medienportals «Eurasia Info» die Meldung verbreitet, er habe für seinen Besuch vier Millionen Dollar von Taiwan erhalten. Nach Webers Einschätzung steht «Eurasia Info» der Kommunistischen Partei Chinas nahe. Die Betreiber seien mit chinesischen Expatriate-Verbänden, Handelskammern und Nachrichtenagenturen vernetzt, die eine deutliche Verankerung im chinesischen Parteistaat hätten.
Ralph Weber ist Associate Professor für European Global Studies am Europainstitut der Universität Basel. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen methodologische und begriffliche Aspekte sprach- und kulturübergreifender Forschung, komparative Philosophie, chinesische politische Philosophie, chinesische Politik und Konfuzianismus.
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