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Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste liess lange auf sich warten. Immer wieder verschob sich seine Pressekonferenz nach dem 6:4, 7:6, 6:1-Sieg gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero (ATP 56) weiter nach hinten. Der Grund war klar: Die linke Schulter des Serben brauchte intensive Pflege.
Bereits am Nachmittag beim Aufwärmen hatte sich der Djoker behandeln lassen müssen, und auch in der Night Session musste der Physiotherapeut mehrere Male auf den Platz kommen. Allzu viel wollte der Serbe danach nicht verraten.
«Es ist ein Problem, das ich seit einiger Zeit mir herumtrage», sagte er im Platzinterview. «Es hat mich beim Aufschlag und der Rückhand schon irritiert. Ich hatte es auch schon in der Vergangenheit, kann aber damit umgehen.»
Immerhin erhält Djokovic nun wie Roger Federer einen Tag Pause – im Gegensatz zu deren nächsten Gegnern. In der 3. Runde trifft Djokovic auf seinen als Nummer 27 gesetzten Landsmann Dusan Lajovic oder den Amerikaner Denis Kudla (ATP 111), die wegen des Regens am Mittwoch nicht spielen konnten.
Zu diesen Glücklichen gehörte auch Serena Williams, die in der 2. Runde vom amerikanischen Teenager Caty McNally (WTA 121) wesentlich mehr gefordert wurde als zum Auftakt von Maria Scharapowa.
Die Bezwingerin von Timea Bacsinszky spielte eineinhalb Sätze lang auf Augenhöhe mit der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin. Dann steigerte sich Williams deutlich und setzte sich schliesslich 5:7, 6:3, 6:1 durch. Als Serena Williams vor 20 Jahren am US Open ihren ersten Grand-Slam-Titel gewann, war McNally noch nicht mal geboren. (ohe/sda)