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Die allermeisten Geschichten über Kaffee in Europa beginnen mit der Belagerung von Wien 1683 und dem Kaffee, den die Türken dort bei ihrem Rückzug zurückgelassen haben sollen – und dadurch unbeabsichtigt die Grundlage der Wiener Kaffeehauskultur schufen. Ob das tatsächlich so abgelaufen ist, weiss niemand. Eine schöne Legende ist es allemal.
Tatsächlich war Kaffee in Europa schon viel früher bekannt. Gemäss eines Artikels von Albert Pfiffner im Historischen Lexikon der Schweiz erfuhren die Europäer bereits 1582 durch einen Reisebericht des Augsburger Arztes und Botanikers Leonhard Rauwolf vom aus Äthiopien stammenden Kaffee. In der Schweiz war es dann der Orientreisende Johann Jakob Ammann, der das anregende Getränk 1618 bekannt machte. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts breitete es sich dann bereits in ganz Europa aus und der Handel mit den aromatischen Bohnen florierte. Kaffee wurde rasch zu einem begehrten Getränk der damaligen High Society. Besonders Venedig, Paris und vor allem auch Wien entwickelten sich zu Hochburgen der Kaffeekultur.
Wie alles Neue wurde auch dieses exotische Getränk in der Schweiz vorerst skeptisch aufgenommen. So wurde Kaffee aus medizinischen und moralischen Gründen verteufelt. In Basel liessen die Behörden 1769 Kaffee unter Androhung einer Busse sogar verbieten. Der Zürcher Rat untersagte das Ausschenken von Kaffee bei Zunftessen und öffentlichen Festen und forderte horrende Preise. Es wurde gemunkelt, das Teufelszeug untergrabe die Gesundheit und verwirre den Geist.
Diese anfängliche Skepsis konnte jedoch nicht verhindern, dass das Kaffeetrinken bei reichen Städtern Ende des 18. Jahrhunderts zur festen Gewohnheit wurde. Aber auch in ländlichen Gegenden wurde Kaffee immer häufiger konsumiert. In den Städten entstanden in dieser Zeit Kaffeehäuser, die eine ganze Epoche prägten. 1804 wurde etwa mit dem Café Littéraire im Roten Turm das erste öffentliche Kaffeehaus Zürichs gegründet. 1848 waren es bereits 17 Kaffeehäuser.
Im Gegensatz zu Weinstuben galten solche Cafés als kultiviert. Hier traf sich die gehobene Klasse. Man diskutierte öffentlich über Gott und die Welt. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Kaffeehäuser auch als politische Treffpunkte bekannt. Im Café du Commerce in Zürich beispielsweise trafen sich die Konservativen, während sich die Liberal-Radikalen im Café Littéraire am Weinplatz trafen.
Mit der zunehmenden Nachfrage und Verbreitung des Kaffeekonsums verlagerte sich die Verarbeitung des Rohkaffees in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von den Cafetiers der Kaffeehäuser und den Haushalten immer mehr in Grossröstereien. Neuentwicklungen prägten den Konsum in der Schweiz ebenfalls entscheidend: So eröffnete 1912 die deutsche Kaffee-Handels-AG (HAG) die erste Fabrik zur Herstellung koffeinfreien Kaffees in der Schweiz. 1938 kam löslicher Kaffee auf den Markt, 1986 wurde die Kaffeekapsel lanciert – beide Innovationen sind Schweizer Erfindungen, die die Welt erobert haben. Danach wurde das Genussmittel Kaffee dann endgültig zum Alltagsgetränk. Dazu hat unter anderem auch die Detailhändlerin Migros wesentlich beigetragen.
So spielte im Leben des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler Kaffee stets eine wichtige Rolle. Als junger Mann hatte er in Brasilien 1923 die Leitung einer grossen Kaffeeplantage übernommen. Obwohl das Vorhaben scheiterte, weil seine Frau Adele das Klima in den Tropen nicht vertrug und krank wurde, lernte Duttweiler in dieser Zeit viel über den Anbau und den Vertrieb von Kaffee.
Als Duttweiler dann 1925 die Migros gründete, gehörte Kaffee ganz selbstverständlich zu den ersten Produkten, die angeboten wurden. In den rollenden Verkaufsläden (die legendären, umgebauten Ford-TT-Lastwagen) bestand das kleine Sortiment am Anfang nur aus Seife, Kokosfett, Zucker, Teigwaren, Reis und Kaffee. 1925 eröffnete die Migros in Zürich auch die erste eigene Rösterei.
Die Erfolgsgeschichte geht bis heute weiter: Der Migros-Industriebetrieb Delica betreibt in Birsfelden im Kanton Baselland eine der grössten Kaffeeröstereien der Schweiz. Mit CoffeeB wurde dieses Jahr zudem das weltweit erste Kaffeekapsel-System ohne Kapsel lanciert. Eine Innovation, die international Begeisterung ausgelöst hat. Das nachhaltige Single-Serve-Kaffeesystem bietet nicht nur ausgezeichnete Kaffeequalität: Es produziert im Gegensatz zu vergleichbaren Systemen keinen Kapselabfall, da sich die gebrauchten Coffee Balls komplett im Garten kompostieren lassen. Migros-Gründer Duttweiler wäre ziemlich sicher stolz gewesen.
Das revolutionäre Kaffeesystem CoffeeB kommt ganz ohne Kapseln aus und erzeugt keinen Aluminium- oder Plastikabfall. Der Premium-Kaffee wird zu einem Coffee Ball gepresst, der zu 100 Prozent gartenkompostierbar ist. Ob Espresso, Lungo oder Ristretto: 8 verschiedene Aromen sorgen für höchsten Kaffeegenuss.
Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit Delica AG erstellt. Commercial Publishing ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.