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Bestimmt kennen Sie diesen Vers. Er stammt aus dem Werk von J. R. R. Tolkien «Der Herr der Ringe» und ist Teil des Ringgedichts.
Das ganze Gedicht lautet wie folgt: «Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht; sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein; den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun; einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron im Lande Mordor, wo die Schatten drohn. Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden im Lande Mordor, wo die Schatten drohn».
Die Parallele zur heutigen Situation mit der Coronapandemie könnte nicht treffender sein. Ersetzt man nämlich das Wort «Ring» durch das Wort «Test» heisst es: «Ein Test, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden». An der Sekundarschule meines Neffen wurden Massentests durchgeführt. Immerhin bekam man zuerst ein Formular, mit welchem man den Test an seinem Kind bewilligen oder ablehnen konnte. Getestet wurden jedoch nur die Klassen der 1. und 2., nicht aber die Klassen der 3. Sekundarschule. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses – also 48 h später – wurden die Klassen normal beschult. Erst mit Erhalt eines positiven Testresultates wurden die als positiv getesteten Schülerinnen und Schüler zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Mein Neffe jedoch wurde am Tag des Massentests wieder nach Hause geschickt, da meine Schwester den Test untersagte. Die Begründung für das «Nachhause-Schicken» lautete, dass man aufgrund der Testverweigerung davon ausgehen müsse, dass er infiziert und somit ansteckend sei.
Das BAG lässt nur die positiven Testresultate der Massentests in die Berechnung der Positivitätsrate einfliessen, die negativen Testergebnisse werden nicht berücksichtigt. Der Bundesrat verfälscht damit bewusst die Positivitätsrate nach oben, denn mit dieser begründet er nach wie vor seine Massnahmen. Wohlwissend, dass, wenn alle Massentests gemeldet und erfasst werden, die Positivitätsrate so tief sinken würde, dass sie ihre – inzwischen ohnehin beschränkte – Aussagekraft verlieren würde. Eine generelle Meldepflicht aller Antigen-Schnelltests und Selbsttests wäre laut Behörden zudem ein grosser administrativer Aufwand, insbesondere für Betriebe und Institutionen, welche nicht an das elektronische Meldesystem angeschlossen sind (etwa Schulen oder private Betriebe). Damit würde der Anreiz reduziert, breite Testungen durchzuführen.
Dies alles können Sie in der Antwort des Bundesrates vom 8. März 2021 auf eine in der Fragestunde des Parlaments eingereichte Frage von SVP-Nationalrat Mike Egger nachlesen. Eine solche Handhabung von Massentests entbehrt nicht nur jeder Logik, sie ist ganz einfach ein Machtinstrument, um uns alle zu knechten.