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Auf 2456 m ü. M. ist das erste Plusenergie-Hotel des Alpenraums entstanden. Dies ist mit einer Jahresmitteltemperatur von -1 °C eine ziemlich kühle Lage, aber mit fast 1400 kWh/m² Sonneneinstrahlung auch einer der sonnenreichsten Orte in der Schweiz.
An diesem exponierten Ort besteht seit über 100 Jahren ein Hotel. Vor der Renovierung im Jahr 2009/2010 verbrauchte das Hotel ca. 40’000 Liter Heizöl (dies entspricht einer Energiemenge von 400’000 kWh) im Jahr für Heizung und Warmwasser. Nach der Renovierung und Erweiterung (von 1’670 m2 auf neu 2’514 m2 Energiebezugsfläche) wird nun ein Energieüberschuss von ca. 45’000 kWh erzielt.
Um diese enorme Leistung zu erreichen, wird Energie aus verschiedenen Quellen gewonnen: Für Heizung und Warmwasser liefern die Abwärme aus Kühlaggregaten, Küche und Bahnbetrieb, 140 m² Sonnenkollektoren (Flach- und Röhrenkollektoren kombiniert) zusammen mit einer Erdwärmepumpe (3200 m Erdwärmesondenlänge) die benötigte Energie. Bei einem Wärmeüberschuss der Solarkollektoren in den Sommermonaten wird dieser zur Regeneration der Erdsonden benutzt und damit die Effizienz gesteigert.
Die für die ganze Anlage benötigte elektrische Energie von ca. 50’000 kWh wird durch eine PV-Anlage entlang des Standseilbahntrassees geliefert (455 m², 95’000 kWh Ertrag pro Jahr). Der überschüssige Strom kann für die Beleuchtung und den Betrieb der Elektro-Geräte verwendet werden (37’000 kWh).
Bild: Adrian Michael (Wikimedia Commons)