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Wer nämlich schlank bleibt, lebt mit dem gleich hohen Testosteronspiegel weiter wie bisher. Das ist das Ergebnis einer europäischen Querschnittsstudie, in der kein altersabhängiger Abfall des Testosterons festgestellt werden konnte.
Eines der grössten Risiken für einen Abfall des männlichen Sexualhormons ist ein zunehmender Bauchumfang beim Älterwerden. Die Beschwerden, die mit dem Testosteron-Rückgang zusammenhängen, setzen bei unterschiedlichen Hormonkonzentrationen ein. Anfangs macht sich der Hormonabfall bei der Libido bemerkbar. Erst danach kommt es zu depressiven Symptomen, Schlafstörungen, Hitzewallungen und erektiler Dysfunktion. Sinkt die Testosteron-Konzentration weiter, ist sogar das Sterberisiko erhöht.
Bestehen Übergewicht, Diabetes, hoher Blutdruck und Fettstoffwechsel-Störungen wie erhöhtes Cholesterin, das heisst, liegt ein metabolisches Syndrom vor, muss das Testosteron untersucht werden. Weil das metabolische Syndrom in der Bevölkerung immer häufiger wird, ist mit einer Zunahme von Männern mit ungenügender Testosteron-Produktion zu rechnen.
Erweist sich die Testosteron-Konzentration als zu niedrig, muss eine Hormonersatzbehandlung in Erwägung gezogen werden. Die Studien zeigen, dass Ernährungsumstellung und mehr Bewegung allein viel weniger Gewicht und Bauchumfang reduzieren können, als wenn gleichzeitig der Hormonmangel behandelt wird.
Eine publizierte Studie im «New England Journal of Medicine» unterstreicht, dass Symptome wie Antriebsschwäche, nachlassende Leistungskraft, Erektionsstörungen alternder Männer nicht allein mit dem Testosteronspiegel zusammenhängen und nicht alle Männer automatisch in die Wechseljahre kommen.