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Die Familien Koch und Marshall aus den USA kontrollieren den Grosskonzern Koch Industries. Das Unternehmen ist vielen Produktionsbereichen tätig: Erdöl, Erdgas, Chemie, Energie, Asphalt, Kunstdünger, Lebensmittel, Kunststoff und vieles mehr. Derzeit ist Koch Industries nach Umsatz das fünftgrösste Familienunternehmen der USA. Es ist das zweitgrösste sich in Privatbesitz befindende Unternehmen der USA.
Die Koch Familie gehört mit ihrem derzeitigen Vermögen von 100 Milliarden US-Dollar zu den reichsten der Welt (Quelle). Das Vermögen der Marshall Familie wird auf 18,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).
Der Ölunternehmer Fred Koch (1900-1967) reiste 1928 in die Sowjetunion, um Stalin dabei zu helfen Ölraffinerien zu errichten. Zusammen mit William Rhodes Davis half er Hitler beim Bau der drittgrössten Erdölraffinerie in Nazideutschland. (Quelle) Mit dem dadurch erlangten Vermögen gründete er 1940 in den USA ein eigenes Ölunternehmen. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seinen beiden Söhnen Charles Koch (*1935) und David Koch (1940-2019) weitergeführt, die daraus den heutigen Grosskonzern Koch Industries aufbauten.
Die Koch Brüder sind/waren Geldgeber diverser Think Tanks. Es gibt einen ganzen englischen Wikipedia Artikel zu ihren politischen Aktivitäten.
Charles Koch gehörte zu den Gründern des Cato Institutes, ein neoliberaler Think Tank. Charles Koch ist Mitglied der Mont Pèlerin Society (Quelle). Die Gesellschaft wurde 1947 gegründet und ist seither ein zentraler Knotenpunkt neoliberaler Netzwerke. Sie wurde von Ökonomen gegründet. Der erste Nichtökonom der beitrat war Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Der Hauptgründer war Friedrich August von Hayek, der aus einer österreichischen Adelsfamilie kam. Der Aufbau des Netzwerkes wurde unter anderem von der Rockefeller Foundation finanziert (Quelle bei 3:00).
Der Vater der Brüder, Fred Koch, war 1958 eines der Gründungsmitglieder der John Birch Society. Dieser neoliberale Think Tank fördert in den USA alles was mit der recht-konservativen Bewegung zu tun hat und auch Donald Trump ist vermutlich ein Produkt ihres Engagement. Der konservative Patriotismus ist allerdings nur Tarnung und dient lediglich dazu, die Rechten im amerikanischen Volk und in der Politik zu manipulieren. Das eigentliche Ziel dabei ist es, eine radikal-neoliberale Agenda durchzusetzen.
In den 1960erjahren beteiligte sich der Ölunternehmer James Howard Marshall (1905-1995) an Koch Industries. Die Marshall Familie hält seither auch Anteile am Konzern. James Howard Marshall begann seine Karriere als Ölunternehmer beim Ölkonzern Standard Oil of California, der aus dem Ölimperium der Rockefeller Familie hervorging.