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Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich der Rohstoffriese aber wegen seines vielfältigen Rohstoffportfolios zuversichtlich.
Der adjustierte Betriebsgewinn sackte in der Zeit von Januar bis Juni um fast ein Drittel auf 5,6 Milliarden Dollar ab, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von gerade einmal 226 Millionen Dollar, nach 2,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz konnte mit 107,1 Milliarden knapp auf der Höhe des Vorjahres von 108,6 Milliarden Dollar gehalten werden.
Mit Ausnahme der Kupferlagerstätten in Afrika und der Mine Koniambo (Neukaledonien) entwickelten sich die Industrieaktivitäten im Bereich Metall und Kohle gut und erzielten robuste Margen, sagte Geschäftsführer Ivan Glasenberg am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Die problembehafteten Aktivitäten hätten aber zu einem operativen Minus von 0,4 Milliarden Dollar geführt.
Bereits Ende Juli hatte die Gruppe in ihrem halbjährlichen Produktionsbericht über Schwierigkeiten berichtet. Im Gegensatz zum insgesamt guten Geschäft habe das afrikanische Kupfergeschäft die Erwartungen nicht erfüllt. Dazu kam das Auslaufen der Kupfermine im argentinischen Alumbrera, der Verkauf einer chilenischen Mine und die gefallenen Kobaltpreise, hiess es damals.
In der Mine in Katanga im Kongo geht der Konzern die Probleme mit mehreren Veränderungen im Management nun aber an. Zudem wurde die wegen Umweltverschmutzung in die Schlagzeilen geratene Kupferschmelze von Mopani in Sambia für eine Sanierung geschlossen. Glencore versichert, nun bestehe eine "glaubwürdige" Roadmap zur Verbesserung der Cash-Generierung an den Standorten.
Im der weltgrössten Kobaltmine im kongolesischen Mutanda soll die technische Machbarkeit eines neuen Projekts geprüft werden, das darauf abzielt die Aktivitäten für etwa 20 Jahre wieder aufzunehmen. Bis Ende Jahr werde die Produktion von Kobalt, dessen Preis sich im ersten Halbjahr halbiert hat, aber unterbrochen und die Mine auf "Care & Maintenance" gestellt.
Glencore gibt sich dennoch optimistisch. "Wir sind zuversichtlich, dass sich die Rahmenbedingungen für das Rohstoffgeschäft zu unseren Gunsten entwickeln werden", sagte Konzernchef Glasenberg. Ohne den Kobalt-Effekt erwartet der Konzern ein halbjährliches EBIT im Bereich Marketing von 1,3 Milliarden Dollar und hält an der - ebenfalls um diesen Effekt bereinigten - Spanne zwischen 2,2 und 3,2 Millarden Dollar für das Gesamtjahr fest. Der Handel mit Öl trug die Hälfte zum Halbjahresüberschuss bei. Bei der Kohle nahm die Rentabilität dagegen ab.
Zudem soll die "an der Obergrenze des Unternehmens liegende Nettoverschuldung von 16,3 Milliarden Dollar in den nächsten sechs bis zwölf Monaten durch den Verkauf "nicht-strategischer" Vermögenswerte um mindestens 1 Milliarde Dollar verbessert werden.
Zudem werde das Konzept bei der Arbeitssicherheit eingehend untersucht. Elf Todesfälle bei acht Vorfällen seit Jahresbeginn seien inakzeptabel, sagte Glasenberg.
(sda)