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Mathieu Van der Poel unterstreicht seine bestechende Form. Er entscheidet den Weltcup in Lenzerheide mit einer brachialen Attacke. Nino Schurter muss sich vor heimischem Publikum mit Rang zwei begnügen, wird von diesem aber wie ein Sieger gefeiert. Das wird auch Mathias Flückiger auf Rang drei. Andri Frischknecht belegt Rang 13, Lars Forster sichert sich mit Rang 15 die WM-Selektion.
In der vierten von sieben Runden sprengt eine zweite Attacke von Mathieu Van der Poel die bis dahin vierköpfige Spitzengruppe. Mathias Flückiger, der nach einer Runde einen Rückstand von 15 Sekunden geschlossen hat und der Brasilianer Henrique Avancini werden zum Verfolgerduo das längere Zeit nur 20 Sekunden hinter Mathieu van der Poel und Nino Schurter fährt.
Schurter fährt einige Attacken, «um ihn vielleicht zu zermürben», wie er später erklärt. Doch Van der Poel lässt sich nicht in die Defensive bringen. Im Gegenteil. In der vorletzten Runde nutzt er den Asphalt-Anstieg, um einen seiner gewaltigen Antritte zu lancieren. «Er hat genau da angegriffen, wo ich dachte, ich könnte ihn in Bedrängnis bringen», kommentiert Schurter. «Ich habe dann erst noch versucht nicht zu hart hinterher zu fahren und den Rückstand vielleicht nach und nach gut zu machen. Aber er ist vorne stark geblieben und in der letzten Runde bin ich dann eher auf Sicherheit gefahren.»
So holt sich van der Poel im Weltcup schon den vierten Sieg in Folge, zweimal im Short Track und zweimal im Cross Country. «Er war sicher der Stärkste», konstatiert Schurter. «Natürlich will man immer gewinnen, vor allem vor diesen tollen Publikum, das mich mega angefeuert hat, aber es kann nicht immer klappen. Ich bin mit meinem Rennen zufrieden.»
Mathias Flückiger entscheidet sich Van der Poels Attacke nicht mitzugehen, sondern sich auf Rang drei konzentrieren. In der sechsten Runde kann er sich von Henrique Avancini absetzen, der dann auch noch von der Verfolgergruppe geschluckt wird, nachdem er an einer Brücke mit der Schulter an einem Pfosten hängen geblieben ist. «Es ist schon speziell mit zwei Weltcup-Wochen hintereinander vor eigenem Publikum, aber ich konnte diese Woche, glaube ich, ganz gut Energie sparen und mich gut erholen. Auf der Strecke brauchst du Power, das kommt mir nicht so entgegen. Deshalb bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis», so Flückiger, der das Weltcup-Finale in Snowshoe auslassen wird.
Hinter ihm holt sich der Franzose Victor Koretzky Rang vier (+1:44), nachdem er den Weltmeisterschafts-Zweiten Gerhard Kerschbaumer aus Italien im Sprint bezwungen hat.
Andri Frischknecht landet auf einem guten 13. Rang (+3:13). Sein Team-Kollege Lars Forster verspürt Aufwind, und so fährt er auf Platz 15. Damit ist er der beste im Kampf und den letzten verbleibenden WM-Startplatz. Seine Kontrahenten um diesen Platz waren Lukas Flückiger (Rang 25) und Fabian Giger (Rang 35).