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Der letzte Tag am Lauberhorn gehört traditionell dem Slalom. Zum Schluss des Rennwochenendes zeigte sich sogar das Wetter von der besten Seite. Sonnenschein und angenehme Temperaturen lockten viele Zuschauer an. Indes taten die klimatischen Entwicklungen nichts Gutes für die Pistenverhältnisse. Die Fahrer mussten sich mit einer weichen Unterlage begnügen.
Vogel scheitert früh
André Myhrer eröffnete den ersten Lauf. Er fand die besten Pistenverhältnisse vor und stellte damit die zweitbeste Zeit im ersten Durchgang auf. Einzig Marcel Hirscher unterbot ihn um 23 Hundertstel. Es folgten Titelverteidiger Felix Neureuther auf Rang 3 und der Österreicher Mario Matt in Lauerstellung auf Position 4.
Markus Vogel, Schweizer Teamleader im Slalom, schied nach kurzer Zeit aus. Trotzdem fanden sich drei junge Schweizer im zweiten Lauf wieder. Luca Aerni auf Rang 19, Daniel Yule als 27. und Ramon Zenhäusern mit Platz 29.
Kleine Schritte
Der zweite Durchgang begann früh für das Schweizer Team. Ramon Zenhäusern verbesserte sich nach einem soliden Lauf auf Rang 27. “Es gibt ein paar Punkte. Für mehr hätte ich im zweiten Lauf stärker aufs Tempo drücken müssen,” meinte er zu seiner Fahrt.
Daniel Yule schied nach einem beherzten Beginn aus und Luca Aerni fiel um einen Platz auf Rang 20 zurück.
Vive la France
Um die vorderen Ränge fuhren andere mit. Dabei trumpfte eine Nation auf. Frankreich stellte vier Fahrer im zweiten Lauf, die eine Bestzeit nach der anderen aufstellten. Den Anfang machte Altmeister Julien Lizéroux, gefolgt von Steve Missillier, dessen Zeit fünf Fahrern standhielt, bis schliesslich Patrick Thaler den Franzosen in der Leaderbox ablöste. Jean-Baptiste Grange verpasste die Zeit des Italieners knappt, doch der völlig entfesselte Alexis Pinturault, nach dem ersten Lauf als Siebter klassiert, unterbot Thalers Zeit um 0.76 Sekunden.
An Pinturaults Zeit bissen sich die folgenden Fahrer die Zähne aus. Am nächsten kam Felix Neureuther, der bis auf 34 Hundertstel an den Franzosen heranfuhr. Auch der Führende nach dem ersten Lauf, Marcel Hirscher, musste kapitulieren. Der Leader im Slalom Weltcup verlor während seiner Fahrt kontinuierlich von seiner Reserve, und kurz vor dem Ziel besiegelte ein Rutscher seinen dritten Schlussrang.
Olympia Hoffnungen
Kein Schweizer vermochte am heutigen Tag einen Schritt in Richtung Olympia-Limite zu machen. Markus Vogel musste seine Hoffnungen früh begraben, während Luca Aerni die definitive Qualifikation nur um fünf Plätze verpasste.
Für Ramon Zenhäuser ist Sotchi mit dem Resultat in Wengen in beinahe unerreichbare Ferne gerückt. Trotz der letztjährigen WM-Teilnahme war Olympia zwar kein Saisonziel für Zenhäuser, aber: “Ich habe versucht nicht daran zu denken, Hoffnungen waren trotzdem da nach der letzten Saison. Aber wir sind noch jung, da gehört es dazu, dass es Hochs und Tiefs gibt.”
Der Slalom am Lauberhorn hat einmal mehr gezeigt, dass es sich um die schwächste Disziplin des Schweizer Skiteams handelt, allerdings auch, dass es Hoffnung für die Zukunft gibt.