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Die Sojabohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und zählt zu den international wichtigsten Ölpflanzen, da rund die Hälfte des produzieren Pflanzenöls aus der Sojabohne gewonnen wird. In der Soja-Zucht werden vermehrt gentechnisch manipulierte Sojabohnen eingesetzt, so dass rund 60 Prozent der weltweiten Sojaproduktion von gentechnisch veränderten Pflanzen stammt. Die Sojabohne wird vor allem in Ostasien kultiviert. Bis heute sind keine wilden Vorkommen von Sojapflanzen bekannt.
Um zu gedeihen und zu wachsen benötigt die Sojapflanze viel Wasser und ein warmes Klima. Daher wird Soja vor allem in den USA, Brasilien und Argentinien angebaut. In die EU werden hingegen pro Jahr rund 16 Millionen Tonnen an Sojabohnen importiert und dort in Ölmühlen weiterverarbeitet. Aus dem größeren Teil entstehen dabei Futtermittel, nur aus 3 Millionen Tonnen wird Öl gewonnen.
Soja ist besonders aufgrund ihres Eiweißgehalts (39 Prozent) und ihres Ölgehalts (17 Prozent) von Bedeutung, da keine andere Pflanze vergleichbare Werte aufweisen kann. Soja wird in der Lebensmittelindustrie auch als Zutat und Zusatzstoff verwendet. Nach Schätzungen enthalten rund 30.000 Lebensmittel Bestandteile aus Soja. Vor allem in Asien werden die eiweißreichen Samen direkt als Nahrungsmittel angesehen und verzehrt. Aus gemahlenen gelben Sojabohnen kann Sojamilch hergestellt werden, welche wiederum zu Tofu weiterverarbeitet wird. Tofu wird aufgrund seines Proteinreichtums als Fleischersatz in der vegetarischen Küche geschätzt, da es alle wichtigen Aminosäuren enthält.
Sojabohnen sind in China bereits seit rund 5.000 Jahren bekannt und werden dort angebaut. Auf anderen Kontinenten ist die Sojabohne jedoch erst seit dem 17. und 18. Jahrhundert bekannt.