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Der Schweizer Pianist Teo Gheorghiu, der 1992 als Sohn rumänisch-kanadischer Eltern in Männedorf (Kanton Zürich) geboren wurde, erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht und wurde als Neunjähriger an die Londoner Purcell School aufgenommen, wo er bei William Fong studierte. Anschliessend setzte er die Ausbildung am renommierten Curtis Institute in Philadelphia fort und besuchte dort die Meisterklasse von Gary Graffman. Bereits 2004 konnte Teo Gheorghiu mit Schumanns Klavierkonzert in der Zürcher Tonhalle debutieren. Im gleichen Jahr ging er als Sieger aus der «San Marino International Piano Competition» hervor, 2005 gewann er den Internationalen Franz-Liszt-Wettbewerb in Weimar. Zu breiter Bekanntheit über den Kreis der Musikfreunde hinaus gelangte der damals 14-jährige Teo, als er 2005/06 die Titelrolle in Fredi Murers mehrfach preisgekröntem Spielfilm Vitus übernahm und einen jungen hochbegabten Pianisten verkörperte, der am Ehrgeiz seiner Eltern zu zerbrechen droht, sich schliesslich aber, nach kathartischen Erfahrungen, freiwillig für die Musikerlaufbahn entscheidet. Auch Teo Gheorghiu hat diesen Entschluss für sich getroffen und ist mittlerweile gerngesehener Gast in vielen Ländern und Musikzentren: Er konzertierte mit dem Pittsburgh und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem English Chamber Orchestra, den Sinfonieorchestern von Basel und Luzern und dem Orchestra della Svizzera Italiana. Mit Rezitalen und Kammermusik war er in der Londoner Wigmore Hall und bei den Festivals von Verbier und Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Auf CD hat Teo Gheorghiu Klavierkonzerte von Beethoven und Schumann mit dem Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd eingespielt. 2010 wurde er beim Beethovenfest in Bonn mit dem Beethoven-Ring ausgezeichnet, als jüngster Preisträger in der Geschichte dieser Ehrung.
August 2012