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Im Jahr 1867 wurde auf einem Felsvorsprung des steilen Hanges oberhalb von Fruence, einem wahren Balkon, von dem aus man auf Châtel, den Bezirk Veveyse und in der Ferne auf den Genfersee und Savoyen blicken kann, die Kapelle des Scex errichtet, die der Unseren Lieben Frau vom Heiligsten Herzen gewidmet ist.
Ein halbes Jahrhundert zuvor, gegen einen weiteren Baum im Wald, den Chaussins, zog eine Statue Unserer Lieben Frau der Eremiten oft Pilger an, und es wurde bereits früher darüber nachgedacht, sie durch eine Kapelle zu ersetzen.
Auch hier war es Pfarrer Comte - wenige Jahre vor dem Bau der Pfarrkirche -, der es schaffte, das Projekt auf den Weg zu bringen.
"Von der Esplanade der Kapelle des Scex aus, vor dieser grandiosen Aussicht, musste er sich die Zukunft dieser Kirche vorstellen und sich über die Zukunft freuen, die im Zentrum dieser Pfarrei und dieser Region von Châtel-St-Denis liegen würde, die ihm bereits so am Herzen lag und für die er vierundvierzig Jahre fruchtbaren Dienst leisten würde."
Am 15. Januar 1865 von Mgr. Marilley auf diese Stelle berufen, blieb Pfarrer Comte bis zu seinem Tod am 10. Februar 1907 ununterbrochen im Amt.
Um das Leben von Pfarrer Comte angemessen zu erzählen, müsste man beinahe ein halbes Jahrhundert der Geschichte von Châtel-St-Denis schreiben. Vierundvierzig Jahre Pfarrdienst in derselben Pfarrei! Welche Menge an Ausdauer und Aktivität liegt in diesem langen Zeitraum, besonders in einer Zeit, in der das Leben so intensiv ist und Zeuge so vieler Ereignisse! Pfarrer Comte hat das spirituelle und soziale Leben von Châtel-St-Denis und der Region geprägt.
Als Mann des Friedens und der Versöhnung hatte Pfarrer Comte eine ausgeprägte Vorliebe für den Heiligen Nikolaus von Flüe. Auf seine Anregung hin haben die Freiburger das Haus am Flühli erworben, in dem der große Patriot lebte, bevor er zum Eremiten im Ranft wurde.
Die Pläne für die Kapelle des Scex wurden von Herrn Théodore Perroud aus Châtel, Architekt und ehemaliger Staatsrat, geliefert. Das Heiligtum ist in gotischem Stil gehalten. Die Fassade besteht aus schwarzem Marmor von St. Triphon. Die Statue der Unbefleckten, aus Bronze, die das Giebeldreieck überragt, stammt aus Lyon.
Die Kapelle wurde innerhalb von zweieinhalb Monaten fertiggestellt und am 9. Juni 1867 unter großem Andrang geweiht. Pilger strömen in großer Zahl aus der ganzen Gegend und von weit her auf dem Weg entlang der Kreuzwegstationen dorthin. Sie wurde 1954 mit von Yoki geweihten Glasfenstern geschmückt, die vier im Schiff dem Leben Marias gewidmet, das des Chors ihrer Krönung und schließlich (1956) das der Tür der schützenden Jungfrau.
Die Arbeiten wurden mit Talent von Isabelle Barbey für die Statue der Jungfrau und von Martial Clerc für die Restaurierung der Glasfenster ausgeführt. Es sind zwei Künstler aus der Region.
Referenzwerke: Châtel St Denis, gestern und heute von Herrn Albert Genoud - Mgr. Waeber - Kirchen und Kapellen Kt. Freiburg - Nouvelles Etrennes Fribourgeoises - 1908 - S. 94 bis 97 - Freiburg - Druckerei Fragnière Frères.