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Zwischen 1953 und 1973 vervierfachte sich die Zahl der Studierenden an der Universität Zürich. Auf diese Herausforderung reagierte die Universität unter anderem mit verstärktem Einsatz von Fernsehtechnik in der Lehre, besonders im Bereich Medizin. 1971 wurde zur besseren Koordination von Einkauf und Wartung von Fernsehgeräten und zu einer Vereinheitlichung der verschiedenen Video-Standards die Abteilung «Television Universität» («TV Uni») gegründet. Diese existierte als eigenständige Organisationseinheit innerhalb der Betriebsdienste bis zu ihrem Aufgehen in die «Multimedia- & E-Learning Services» (MELS) im Jahr 2004. Die Abteilung war an drei Standorten angesiedelt: an der Universität Zentrum, am Universitätsspital und an der Universität Irchel.
In den ersten Jahren ihres Bestehens koordinierte die Abteilung vor allem die Ausrüstung einer grossen Zahl von Hörsälen an Universität und Universitätsspital mit Fernsehmonitoren. 1976 wurde ausserdem auf Hochschul- und Spitalebene gesamtschweizerisch das U-Matic-Kassettensystem als Standard definiert. Neben den rein technischen Belangen bot TV Uni bald auch personelle und apparative Hilfeleistung bei der Herstellung von internen Videoproduktionen an. Eine Dienstleistung, die in den folgenden Jahren sukzessive ausgebaut wurde. Die Videoproduktion an der Universität konzentrierte sich von Beginn weg auf folgende Filmtypen:
Ausgebaut wurde im Laufe der Zeit auch das Medienangebot. Während sich TV Uni in den 1970er und 1980er Jahren auf die Videoproduktion konzentrierte, war ab den 1990er Jahren zunehmend von AV-Produktionen die Rede. Damit sind audiovisuelle Medien von der Tonbildschau über Videofilme bis hin zur Computer-Animation gemeint.
Um 1980 wurde auch technisch aufgerüstet. Während im Trakt Nord (Frauenklinik) eine Postproduktionsanlage mit kleinem Studio eingerichtet wurde, konnte 1979 an der neuen Universität Irchel mit Abschluss der ersten Bauetappe ein professionelles Fernsehstudio eingeweiht werden, wo mit 1-Zoll-Magnetspulenband gearbeitet wurde. Hier entstand noch im selben Jahr der Informationsfilm «Wir haben eine neue Uni». Dieser stellt den neuen Universitätsstandort Irchel mit den hier ansässigen naturwissenschaftlichen Instituten und deren Bibliothek vor.
Durch den Film führen eine Mitarbeiterin des Wissenschaftlichen Informationsdienstes und ein Medizinstudent. Auch einige der für die Planung und Umsetzung des Neubauprojekts Verantwortlichen werden gezeigt; darunter Max Ziegler, der Architekt des Ensembles, Paul Meyer, der Leiter der Abteilung Umbauten des Kantonalen Hochbauamtes sowie der Regierungsrat und Erziehungsdirektor Alfred Gilgen. Die im Studio gedrehten Szenen werden ergänzt durch kommentierte Einspielungen aus dem Betriebsalltag der verschiedenen Institute sowie einen Helikopterflug über den zu diesem Zeitpunkt zur Hälfte fertiggestellten Campus Irchel.
Auch wenn die technische Seite der Umsetzung ohne weiteres den Standards damaliger Fernsehproduktionen genügen konnte, wirkt aus heutiger Sicht die etwas hölzerne Dramaturgie oft unfreiwillig komisch.