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Bern (ots) - Weil es noch immer regelmässig zu gefährlichen Zwischenfällen auf dem Schulweg kommt, steht ...
Tunnelsicherheit: Die Schweiz hat Nachholbedarf
Bern (ots) - Der TCS hat gemeinsam mit seinen Partnerklubs erneut ein Audit der Strassentunnel in Europa durchgeführt. Zwei der drei in der Schweiz geprüften Tunnel liegen am Ende der Rangliste. Im Untersuchungsbericht wird jedoch betont, dass sich die Sicherheit der Tunnel auf dem ganzen Kontinent laufend verbessert.
Der TCS und seine europäischen Partner bewerten regelmässig die Sicherheit der Strassentunnel in Europa. Diesen Sommer wurden zehn Tunnel in fünf europäischen Ländern unter die Lupe genommen, davon drei in der Schweiz: Gubrist (ZH), Isla Bella (GR) und Schweizerhalle (BL).
Zwei Tunnel erhalten die Bewertung «sehr gut», der Tauerntunnel in Österreich und derjenige von Roer in den Niederlanden. Acht Tunnel erhalten die Note «gut»: zwei in Deutschland, drei in Italien und der Schweizerhalletunnel im Kanton Baselland. Mit der Note «ausreichend» steht der Isla-Bella-Tunnel an letzter, der Gubristtunnel an vorletzter Stelle dieser europäischen Klassierung.
Die Schweiz am Tabellenende Die Infrastruktur des Isla-Bella-Tunnels trägt weiterhin die rote Laterne, obwohl er eine bessere Note erhalten als bei seinem letzten Audit im Jahr 2000. Die Verbesserungen vermögen jedoch verschiedene Mängel, die für die Benutzer eine Gefahr darstellen, nicht wettzumachen. So verfügt dieser Tunnel mit Gegenverkehr, abgesehen vom Einfahrts- und Ausfahrtsportal, über keine Notausgänge und ist auch nicht mit Lautsprechern ausgestattet, um bei einem Unfall Anweisungen durchgeben zu können. Bis 2020 sind weitere Massnahmen vorgesehen, um die Sicherheit zu verbessern.
Der Gubristtunnel verliert die 2002 erhaltene Note «gut» und wird nur noch als «ausreichend» eingestuft. Das auf 100 Stundenkilometer limitierte Zürcher Nadelöhr wird wegen der häufigen Staus und dem Fehlen von Pannenstreifen abgestraft.
Der Schweizerhalletunnel hingegen erhält die Note «gut». Der pro Tag im Schnitt von mehr als 125'000 Fahrzeugen durchquerte Tunnel in der Nähe von Chemiefabriken ist mit einer Brandschutzvorrichtung und Notausgängen ausgestattet. Ein Pannenstreifen und Lautsprecher fehlen allerdings noch immer.
Kontinuierliche Verbesserungen Die Untersuchung zeigt auf, dass sich die Sicherheit der europäischen Strassentunnels generell verbessert hat. Die Noten der geprüften Tunnel zeugen vom guten Willen der Betreiber, die Dinge zu verbessern, wie das Beispiel des Tauerntunnels in Österreich zeigt. Seit dem Unfall von 1999 wurde die Sicherheit laufend ausgebaut, so dass er jetzt die Bestnote als sicherster der getesteten Tunnel erhält. Das Sicherheitsniveau der untersuchten italienischen ebenso wie der deutschen und niederländischen Tunnel ist ebenfalls hoch. Die Experten schätzen, dass bis 2019 alle europäischen Tunnel über ein gutes Sicherheitsniveau verfügen werden.
Testverfahren Die Prüfer haben die 10 Tunnel untersucht und mit Hilfe von Kriterien evaluiert, die in acht Kategorien unterteilt und je nach ihrer Bedeutung gewichtet wurden. Beurteilt wurden so die Konzeption des Tunnels, die Beleuchtung und die Stromversorgung, der Verkehr und die Verkehrsüberwachung, die Kommunikation, die Notausgänge, der Brandschutz, die Ventilation sowie das Dispositiv für das Krisenmanagement.
Kontakt:
Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 058 827 34 41, 079 302 16 36,
<email-pii>
Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
www.flickr.com/photos/touring_club/collections.
Die TCS-Videos sind auf Youtube - www.youtube.com/tcs.
Die detaillierten Ergebnisse des Tests sind unter www.pressetcs.ch
abrufbar.