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Nastja – das Strassenkind
Ungefähr zur gleichen Zeit wie Mischa geht auch Nastja auf die Strasse, doch sie hatte sie nicht das Glück, einer Larissa zu begegnen. Nastja wurde zum Betteln geschickt und durfte nicht eher nach Hause zurückkehren, bis sie genügend Geld zusammen hatte, damit die Mutter ihre Ration Wodka kaufen konnte. Eines Tages ging sie nicht mehr nach Hause zurück.
Seit über 10 Jahren lebt Nastja nun auf der Strasse, sie trinkt und schnüffelt Leim. Als Mädchen ist es doppelt so hart auf der Strasse, die Winter in St. Petersburg sind erbärmlich kalt und immer wieder versucht sie, sich mit der Mutter auszusöhnen. Das letzte Mal sagte man ihr, sie könne im Flur leben, müsse aber die Hälfte der Wohnungsmiete bezahlen und für sich selber kochen. Seither lebt Nastja in einem Keller, zusammen mit fünf anderen Jungs und Mädchen. Für ihren Unterhalt bettelt sie und macht Gelegenheitsjobs. Immer wieder wird sie von der Polizei aufgegriffen und bei einer dieser Begegnungen lernt sie „ihren“ Oberstleutnant kennen. Fortan versorgt er sie mit Geld und Lebensmitteln und verspricht ihr künftig eine Wohnung.