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Einfach der Politik der Europäischen Zentralbank zu folgen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im September und Oktober weitere Zinssenkungen vornehmen werde, halte er in diesem Umfeld "für ein gewagtes Experiment".
Die Schweizer Wirtschaft könnte nach Ansicht von Weber einen stärkeren Franken verkraften. Die Schweizer Unternehmen, etwa im Tourismus oder in der Exportwirtschaft, hätten in den vergangenen Jahren Zeit gehabt, sich auf das neue Frankenumfeld einzustellen. "Die Wirtschaft ist robust und kommt mit Währungsverschiebungen gut zurecht", sagte Weber, der zwischen 2004 und 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank war.
Zudem sei zu beachten, dass sich der Wechselkurs gegenüber dem Dollar und anderen Währungen in den zurückliegenden Jahren kaum verändert habe. "Im Kern geht es nicht um eine Stärke des Frankens, sondern um eine Schwäche des Euro oder auch des britischen Pfunds", glaubt der UBS-VRP.
Gründe dafür seien der Brexit, die Geldpolitik der EZB, die Wirren der italienischen Politik und der Mangel an Visionen, der Europa derzeit auszeichne. "Es wäre falsch, die Schwächung des Frankens zu einem Dogma zu erheben und damit die Schweizer Währung faktisch an den Euro-Raum zu binden."
uh/
(AWP)