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Ihr Vorgänger Fausto Ribeiro war während der Regierungszeit von Ex-Präsident Jair Bolsonaro zum Direktor der Banco do Brasil ernannt worden. Ausserdem wird auch die kleinere staatliche Bank Caixa Econômica Federal künftig von einer Frau geleitet.
Der Links-Politiker Lula hatte den rechten Amtsinhaber Bolsonaro am 1. Januar als Präsident abgelöst und ist bemüht darum, auf vielen Ebenen mit dem politischen Erbe seines Vorgängers zu brechen - unter anderem bei der Einbindung verschiedener ethnischer Gruppen und Besetzung von Führungspositionen in Kabinett und Staatsapparat mit Frauen. So wurde mit der Indigenen-Anführerin Sônia Guajajara die erste indigene Ministerin vereidigt und eine bekannte Aktivistin zur Ministerin für die Gleichstellung ethnischer Gruppen berufen.
Lula hat sich zudem auf die Fahne geschrieben, die gewaltige Kluft zwischen armen und reichen Brasilianern zu verkleinern und die wirtschaftliche Ausbeutung des Amazonasgebiets zu stoppen.
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos lässt sich der Staatschef von Umweltministerin Marina Silva und Wirtschaftsminister Fernando Haddad vertreten, da er nach dem Sturm radikaler Bolsonaro-Anhänger auf das Regierungsviertel am Sonntag vor einer Woche in Brasília blieb, um die Ermittlungen zu begleiten. Silva bekam am Montag in Davos Applaus für ihre Rede darüber, wie sich die Lula-Regierung für den Schutz der Bäume und indigenen Völker im brasilianischen Amazonasgebiet einsetzen will.
(sda)