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Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem aktuellen Statistischen Jahrbuch berichtet, liegt der Weltdurchschnitt an verfügbarer Nahrungsenergie bei 2’960 Kilokalorien pro Person und Tag. Das ist gegenüber 2020 ein Anstieg von 9 %. Der Höchstwert wird mit 3’540 Kilokalorien pro Tag und Person in Europa und Nordamerika erreicht.
866 Millionen arbeiten in Landwirtschaft
Laut FAO arbeiten heute weltweit rund 866 Millionen Menschen in der Landwirtschaft; dies entspricht mehr als einem Viertel der gesamten globalen Erwerbsbevölkerung. Sie erwirtschaften eine Wertschöpfung von rund 3 600 Mrd. Euro. (3541,39 Mrd. CHF). Im Vergleich zum Jahr 2000 bedeuten diese Zahlen einen Anstieg des ökonomischen Wertes um 78 %, der von 16 % weniger Menschen erwirtschaftet wird.
Dabei wies Afrika seit der Jahrtausendwende ein insgesamt doppelt so hohes Wachstumstempo auf wie die gesamte Welt. Zur Agrarproduktion stellt die FAO zudem fest, dass das Aufkommen an Grundnahrungsmitteln wie Zuckerrohr, Mais, Weizen und Reis seit dem Jahr 2000 um 52% auf 9,3 Mrd. t gestiegen ist. Die Erzeugung von Pflanzenöl stieg in diesem Zeitraum um 125 %, die von Palmöl sogar um 236 %. Die Fleischproduktion, allen voran Hühnerfleisch, legte um 45 % zu, während die Wachstumsrate bei Obst und Gemüse nur bei 20 % oder darunter lag.
Nettoagrarexporteur
Die grösste Jahreserntemenge entfällt der FAO zufolge auf Zuckerrohr mit 1,9 Mrd. t, gefolgt von Mais mit 1,2 Mrd. t. Die weltweiten Agrar- und Lebensmittelexporte erreichten zuletzt einen Wert von rund 1 420 Mrd. Euro, was im Vergleich zu 2000 eine Steigerung um das 3,7-Fache bedeutet.
Die grössten Exporteure von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln sind brutto die USA, vor den Niederlanden und China. Bedeutendster Nettoagrarexporteur ist jedoch mit Abstand Brasilien, gefolgt von Argentinien und Spanien. Die grössten Nettoeinfuhrländer im Agrarhandel sind China, Japan und das Vereinigte Königreich.
Insgesamt rund 4,74 Mrd. ha der Erdoberfläche werden der FAO zufolge aktuell landwirtschaftlich genutzt; im Vergleich zu 2000 ist das ein Minus von 3 %. Der weltweite Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erreichte gemäss den Angaben aus Rom 2012 einen Höchststand und begann 2017 zu sinken. Die Länder mit der höchsten Aufwandsmenge pro Hektar sind die Inselstaaten St. Lucia und Malediven sowie der Oman.