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CEO Tidjane Thiam von der Credit Suisse kann an seinem letzten Arbeitstag starke Gewinnzahlen vorlegen. Die Schweizer Bank schloss das turbulente Jahr 2019 mit einem Gewinn von 3,4 Milliarden Franken (3,2 Milliarden Euro) ab, was einer Steigerung von mehr als zwei Dritteln gegenüber 2018 entspricht.
Die Credit Suisse wurde von einem Spionageskandal diskreditiert. Die Bank verließ den ehemaligen Chef der Vermögensverwaltung, Iqbal Khan, im Schatten privater Detektive, nachdem sie zu UBS gewechselt war. Es wurde befürchtet, dass er Banker von seinem alten Arbeitgeber weglocken wollte.
Khan hat die Credit Suisse im vergangenen Sommer nach einem Konflikt mit seinem Chef verlassen. Die beiden hätten sich Anfang letzten Jahres auf einer Party heftig gestritten. Thiam hat letzte Woche seine vorzeitige Abreise angekündigt. Der Ivorer bekommt mit Thomas Gottstein einen Nachfolger aus den eigenen Reihen.
2015 wurde Thiam der höchste Chef der Credit Suisse. Unter seiner Führung wurde eine umfassende Umstrukturierung durchgeführt, um Kosten zu sparen. Der Schwerpunkt hat sich auch stärker auf die Vermögensverwaltung für vermögende Kunden verlagert. Im Jahr 2019 hat die Bank erstmals seit einem Jahr von diesen Interventionen profitiert.
„Ich bin stolz auf das, was die Credit Suisse in meiner Regierungszeit erreicht hat“, sagte Thiam. Ihm zufolge zeigen die Ergebnisse, dass die Bank „nachhaltig profitabel“ ist.
In den Jahren vor seiner Ernennung wurde die Credit Suisse von Skandalen geplagt, die mit Betrug und Steuerhinterziehung einhergingen. Sie kosten die Bank Milliarden an Bußgeldern und Abrechnungen.