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Tom Ripleys (Matt Damon) grosses Talent ist die Imitation – vor allem, weil er selbst wie eine weisse Leinwand ist, ein Niemand. In Italien begegnet er Dickie (Jude Law), in dessen Existenz er sich verliebt, und die er getreu seines Lebensmottos «It’s better to be a fake somebody than a real nobody» schleichend übernimmt.
Krimifürstin Patricia Highsmith erschuf im Roman «The Talented Mr. Ripley» 1955 die Figur des Tom Ripley. Sie verliebte sich so sehr in ihren Protagonisten, dass sie ihm vier weitere Romane widmete. In der ersten Verfilmung von René Clement, «Plein Soleil» von 1960, wurde Ripley von Alain Delon verkörpert. In jenem Film plant Ripley die mörderische Rollenübernahme mit berechnendem Kalkül. In der Version von Minghella hingegen muss Ripley tun, was er tut, weil er sich nicht zu lieben traut. Er raubt die Identität eines anderen, weil er es nicht erträgt, der zu sein, der er ist.
Der Film war in den Kategorien Beste Regie, Bester Film – Drama, Beste Filmmusik (Gabriel Yared), Bester Hauptdarsteller (Matt Damon) und Bester Nebendarsteller (Jude Law) für den Golden Globe nominiert. Neben Matt Damon sind Gwyneth Paltrow, Jude Law, Cate Blanchett und Philip Seymour Hoffman in weiteren Rollen zu sehen.