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Die Siedlungsfläche der Schweiz pro Person betrug 1995: 397m2 (davon 196m2 Gebäudeareal, 127m2 Verkehrsfläche, 29m2 Industrieareal). Sie ist von 1982 bis 1995 um 4% angestiegen. Gleichzeitig ist die Bevölkerungszahl in dieser Zeit um 10% gewachsen. Der Zuwachs an Siedlungsfläche war zu rund 27% auf den Mehrverbrauch pro Person der 1982 bereits ansässigen Bevölkerung und zu 73% auf den Bevölkerungszuwachs im Zeitraum 1982-1995 zurückzuführen. Von 1995-2012 ist die ständige Wohnbevölkerung um weitere 974'546 Personen oder 14% angestiegen mit entsprechenden Konsequenzen beim Siedlungsflächenverbrauch.
Es ist gut, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung in dichten Siedlungen wohl fühlt. So sparen wir Landflächen und Energie. Es ist aber auch verständlich, dass sich ein grosser Teil der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung weiterhin ein Eigenheim mit Umschwung leisten möchte. Das ist erstens Lebensqualität und zweitens eine Chance, Naturland vor der Haustüre zu erhalten und zu pflegen und damit die Umweltbilanz zu verbessern.
Tragisch ist, dass sich ein immer grösserer Teil der Wohnbevölkerung den Traum vom Eigenheim mit Umschwung abschminken kann, weil der Druck auf den Boden durch die Zuwanderung und zum kleineren Teil durch unseren Mehrbedarf an Siedlungsfläche pro Person zunimmt und die Raumplanung die Ausdehnung des Siedlungsgebiets einschränken möchte.
Während wir den wohlfahrts- und gesellschaftsbedingten (mehr Singlehaushalte) Mehrverbrauch an Siedlungsfläche pro Person kaum steuern können, haben wir mit der ECOPOP-Initiative die Chance, die Zuwanderung quantitativ zu begrenzen und damit den vermehrt aufkommenden Dichtestress zu bekämpfen.