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Durch seine Familie bekam Iachen Ulrich Könz das Gefühl der weiten Welt und zugleich ein Bewusstsein für den Wert seiner Heimat übermittelt.
In Guarda aufgewachsen, zog es ihn nach der Matura nach Zürich und Stuttgart, bevor er in Davos sein eigenes Architekturbüro eröffnete. Von seiner ersten Frau Dora Könz-Geer trennte er sich und zog mit seinen vier Söhnen in sein Elternhaus nach Guarda, wo er ein Jahr später seine zweite Frau, Selina Meyer aus Samedan, heiratete und mit Ihr seinen fünften Sohn bekam.
Er baute sogar ein Haus für Selina, das sich in die modernen Häuser mit Engadiner Einschlag einreihte. In seinen Neubauten gelang ihm die Synthese zwischen alter Engadiner Bauweise und klassischer Moderne. So gehörte zu Könz‘ Verdienst auch die Vermittlung des Respekts vor der einzigartigen Engadiner Architektur. Daneben war er auch Maler und aquarellierte in seiner Freizeit bis ins hohe Alter lichtvolle Landschaftsbilder.
Seine Frau Selina legte sehr grossen Wert auf die romanische Sprache und änderte darum ihren Namen von Könz auf Chönz. Sie wurde bekannt durch ihre romanischen Erzählungen und durch die Kinderbücher „Uorsin“, „Flurina und das Wildvöglein“ und weitere bekannte Werke. Gelegentlich arbeitete sie auch mit ihrem Mann zusammen, so etwa bei der Gestaltung eines Fahnenmotivs oder eines Fassadendekors.
Auch die Nachkommen der beiden waren und sind künstlerisch tätig und bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
(Foto: Iachen Ulrich Könz und Selina Chönz, Rom ca. 1950 / Text: Dora Lardelli)