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Sergei Korsakow
* 22. Januar 1854 in Gus-Chrustalny (Oblast Wladimir); † 1. Mai 1900 in Moskau
Sergei Sergejewitsch Korsakow, ein russischer Nervenarzt, ist am 22. Januar 1854 in Gus-Chrustalny (Oblast Wladimir) geboren. Er studiert Medizin an der Moskauer Universität. Nach seinem dortigen Examensabschluss 1875 arbeitet er ab 1876 in der Nervenklinik Preobraschenskis und hat dabei ausgiebig Gelegenheit, die Auswirkungen des Alkoholismus zu beobachten. Von 1876 bis 1879 sammelt er Erfahrung in der Postgraduierten-Nervenklinik unter Aleksei Yakolevich Kolzhevnikoff. 1880 veröffentlicht er eine erste detaillierte Beschreibung einer vor allem bei Alkoholikern auftretenden Form der Amnesie, 1887 eine Beschreibung verschiedener Fälle von alkoholbedingter Polyneuritis mit ausgeprägten psychischen Syndromen. Für seine Arbeit über alkoholische Paralyse erhält er 1887 den medizinischen Doktorgrad. 1888 wird Korsakow Privatdozent und 1892 Leiter einer neuen psychiatrischen Universitätsklinik und Extraordinarius. Er weilt zeitweise in Wien und ist dort Schüler von Theodor Meynert. Korsakow ist Ordinarius für Neurologie und Psychiatrie von 1899 bis zu seinem Tod. Sergei Sergejewitsch Korsakow ist einer der größten Psychiater des 19. Jahrhunderts, der insbesondere über Alkohol-Psychose forscht. Er führt den Begriff Paranoia ein und ist Vorsitzender der „Fördergesellschaft für bedürftige Studenten“. Einer der Korsakow-Schüler, Vladimir Petrovich Serbskii, wird für seinen offenen Angriff auf die Regierung wegen deren Missachtung der sozialen Dienste berühmt. Sergei Sergejewitsch Korsakow ist am 1. Mai 1900 in Moskau gestorben.
Bekannt ist Sergei Sergejewitsch Korsakow durch die Eponyme Wernicke-Korsakow-Syndrom, Korsakow-Syndrom, Korsakoff's psychosis and syndrome, Wernicke-Korsakoff disease.
Bekannt ist Sergei Sergejewitsch Korsakow durch den Fachbegriff Wernicke's disease.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Sergei Sergejewitsch Korsakow u.a. mit Theodor Meynert, Aleksei Yakolevich Kolzhevnikoff, Vladimir Petrovich Serbskii.
Quellen:
sciencephoto.com
http://en.wikipedia.org/wiki/Sergei_Korsakoff
http://encyclopedia2.thefreedictionary.com/Vladimir+Serbskii
http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/957.html