Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/1982

Der Januar war vor allem im Flachland der Alpennordseite und in den Tälern des Wallis und Graubündens deutlich zu mild. In den meisten Gebieten der Schweiz war der Monat niederschlagsreich. Im Süden gab es viel, im Norden kaum Schnee.
Schnee fiel erneut vor allem auf der Alpensüdseite und im Oberengadin. In San Bernardino-Dorf wurden Ende Januar 172 cm Schnee gemessen, was seit Messbeginn im Jahr 1968 bisher noch nicht der Fall war, wie dem Witterungs-Bericht der MeteoSchweiz zu entnehmen ist.
Hingegen setzten die milden Temperaturen und wiederholter Südföhn dem Schnee in den Nordalpen zu. In den tiefer gelegenen Skigebieten der nördlichen Voralpen herrschte Ende Januar deshalb teils akuter Schneemangel.
Zu mild und...
Die Temperaturen waren deutlich zu mild: Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1961 bis 90, der als Norm verwendet wird, war es in der Deutschschweiz rund 2 Grad zu warm, am Juranordfuss, im Westen und im Wallis rund 2,5 Grad.
Noch deutlich grösser war der Wärmeüberschuss in den typischen Föhntälern, nämlich 3 bis 4 Grad. Nur 0,5 bis 1,5 Grad zu warm war es in der Südschweiz.
Zu nass
Sehr unterschiedlich verteilt waren die Niederschläge. Am meisten fiel mit 160 bis 270 Prozent der Norm im Raum Schaffhausen, im westlichen Mittelland, im Genferseegebiet, auf der Alpensüdseite, im Rheinwald und im Engadin.
Im Puschlav wurden teils sogar mehr als 350 Prozent der Norm gemessen. 120 bis 170 Prozent der Norm fielen im zentralen und östlichen Mittelland, am Juranordfuss und im östlichen Jura, in den Freiburger Voralpen, im Unterwallis und im Rheintal zwischen der Gegend von Chur und dem Fürstentum Liechtenstein.
swissinfo und Agenturen