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erschienen bei WELT-online
Danke an Gerald
Argentinien will die sterblichen Überreste des am Freitag in Italien gestorbenen NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke nicht annehmen. „Außenminister Héctor Timerman hat den Befehl erlassen, nicht die geringsten Bestrebungen zur Rückführung der Leiche … in unser Land hinzunehmen“, teilte das Außenministerium in Buenos Aires über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.
„Argentinien wird diesen Affront gegen die Menschenwürde nicht akzeptieren“, lautete die Mitteilung weiter. Jüdische Organisationen im Lande begrüßten die Entscheidung.
Allerdings soll Priebke nach Angaben seines Anwalts in Rom beigesetzt werden. Die Trauerfeier werde voraussichtlich am Dienstag in einer Kirche in Rom stattfinden, sagte Anwalt Paolo Giachinia am Samstag.
Der frühere SS-Offizier Priebke war am Freitag im Alter von 100 Jahren in Rom gestorben. Er war 1998 wegen seiner Beteiligung an der Erschießung von 335 italienischen Zivilisten im März 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bis zu seiner Auslieferung 1995 lebte er fast 50 Jahre lang im südargentinischen Bariloche.