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Aktualisiert am 10. Februar 2021
Im Newsletter vom 17. November 2020 haben wir dazu Stellung genommen und zu diesem Zeitpunkt die generelle Maskenpflicht in der Primarschule nicht empfohlen. Seither hat sich die Dynamik der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen verändert:
- Virusvarianten mit erhöhter Übertragbarkeit (v.a. die britische Variante B.1.1.7 [VOC 202012/01] oder die südafrikanische Variante B.1.351) nehmen rasch zu. Sie wurden in der Schweiz erstmals Ende Dezember 2020 entdeckt und machten Ende Januar 2021 bereits ca. 20% aller Fälle aus. Mit einer raschen Weiterausbreitung ist zu rechnen. Neben höherer Transmissibilität (40-50% für B.1.1.7) in allen Altersgruppen besteht bei derartigen Varianten auch die Gefahr einer geringeren Schutzwirkung der COVID-19 Impfstoffe.
- In Schulen der Primar- und Sekundarstufe kommt es zunehmend zu Outbreaks, zum Teil mit diesen neuen Virusvarianten.
- Die Zahl von temporären Schulschliessungen zur Kontrolle der Virusausbreitung nimmt zu.
Vor diesem Hintergrund unterstützen wir kantonale Behörden und empfehlen die Maskenpflicht bereits in der Primarschule für Kantone, in denen die epidemiologische Lage dies erfordert. Die Massnahme ist vor allem für die 5. -6. Klasse (7H-8H) geeignet, kann aber auch auf die Unterstufe ausgedehnt werden. Wie bereits vorgängig dargelegt, ist das Maskentragen in diesen Altersgruppen medizinisch unbedenklich.
Übergeordnetes Ziel ist weiterhin die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts in der obligatorischen Schule bis zur 9. Klasse (11H), zu dem neben Maskentragen auch eine erweiterte Teststrategie bei Schulkindern gehören kann.