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Die aus einer Schweizer Kunstsammlung stammende Bleistift-Zeichenstudie stammt laut Zuschreibung aus der Hand von Gabriel Lory dem Jüngeren (1784-1846). Das Sujet zeigt eine biedermeierlich gekleidete, Gitarre spielende Dame an einem Seeufer. Es ist ein typisches Motiv für den Schweizer Landschaftsmaler und Aquarellisten, in dessen Werk sich Personen und Staffagen in genau diesem Stil oft wiederfinden. Lory schuf zudem zahlreiche Trachtenmotive.
Der in Bern geborene Künstler lernte das Handwerk bei seinem bekannten, gleichnamigen Vater. Auf mehreren Studienreisen feilte er an seinem Können. Nach seiner Heirat 1812 arbeitete Lory mehrere Jahre als Zeichenlehrer an der Neuenburger Stadtschule. Er wurde Mitglied der Berner Künstlergesellschaft. Seine weiteren Reisen führten ihn unter anderem an den Hof in Paris und an denjenigen in Berlin, wo er zum ausserordentlichen Professor der Akademie ernannt wurde.
Der Vorbesitzer des hier agebotenen Blattes zieht als künstlerisches Vorbild ein Motiv im Werk Carl Blechens in Betracht. Am unteren Rand der Zeichnung ist eine nicht näher definierbare Widmung vermerkt: "Dedié à M M L". Das sehr gut erhaltene Blatt ist in einem Passepartout montiert.
Masse Blatt: 18,5x12,5cm
Masse Passepartout: 48x40cm