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Die vom slowakischen Kernenergieforum und der slowakischen Kernenergiegesellschaft organisierte Tagung stand unter dem Titel "Kann die Slowakei ohne Kernenergie die Energieversorgung und eine nachhaltige Entwicklung sicherstellen?". Die slowakischen Fachleute wiesen darauf hin, bei der in den Beitrittsverhandlungen der Slowakei zur EU zugesicherten Stilllegung der beiden 408-MW-Einheiten-die mit Reaktoren des älteren ex-sowjetischen Typs WWER-440/230 ausgerüstet sind -sei man davon ausgegangen, eine Nachrüstung auf den heutigen internationalen Sicherheitsstand sei wirtschaftlich nicht machbar. Diese Feststellung des Münchner G7-Gipfels von 1992 treffe heute indessen nicht mehr zu, wie gerade slowakische Erfahrungen zeigten. Die Tagungsteilnehmer kamen daher zum Schluss, die Verpflichtung, Bohunice-1 2006 und Bohunice-2 zwei Jahre später endgültig abzuschalten, sei nur noch politisch begründet. Die Leiterin der tschechischen nuklearen Sicherheitsbehörde, Dana Drabova, bestätigte gegenüber Journalisten an der Tagung, diese Feststellung treffe auch für andere mittel- und osteuropäische Länder zu.
Im Aufruf stellen die Tagungsteilnehmer fest, um einen ausgewogenen Energiemix und eine kostengünstige Versorgung im Einklang mit dem Grünbuch der EU von 2000 zu gewährleisten, müsse die Slowakei die nukleare Option offen halten. Daher sollten Regierung und Europaparlamentarier Schritte unternehmen, um die Stilllegungsverpflichtung durch Neuverhandlung aufzuheben.
Quelle
P.B. nach NucNet, 11. Mai 2004