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Welchen Anteil an der Schweizer Energieversorgung kann die Sonnenenergie leisten?
Rund die Hälfte des Wärme- und mehr als ein Drittel des Strombedarfs in
der Schweiz lässt sich langfristig mit heute verfügbarer
Solartechnologie auf bestehenden Bauten decken!
Was ist Photovoltaik/Solarstrom?
Solarstrom nennt man den Strom, der durch den photovoltaischen Effekt in
Solarzellen erzeugt wird. Der Fachbegriff Photovoltaik (griechisch:
Photo = Licht und Volt = Masseinheit für elektrische Spannung) steht für
die Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie direkt in elektrischen
Gleichstrom umgewandelt wird (Abkürzung: PV).
Woraus besteht eine Solarstrom-Anlage?
Zentrales Element einer Solarstrom-Anlage ist das Photovoltaik-Modul, in
dem eine Anzahl Solarzellen miteinander in Serie geschaltet sind.
Mehrere miteinander parallel geschaltete Module bilden den Generator.
Bei Netzverbundanlagen wird der von den Solarzellen produzierte
Gleichstrom in den Wechselrichter geführt, wo die Umwandlung in
netzkonformen Wechselstrom (230 V) erfolgt. Dieser Strom wird
anschliessend ins öffentliche Stromnetz via einen Zähler eingespiesen.
Bei einer Inselanlage ohne Verbindung zum öffentlichen Netz wird der
produzierte Gleichstrom hingegen in einer Batterie gespeichert und bei
Bedarf von dort wieder bezogen.
Wie entsteht in einer Solarzelle aus Sonnenlicht Strom?
Fällt Licht auf die Solarzelle, werden im Silizium Elektronen und Löcher
(sog. Defektelektronen) erzeugt und durch das elektrische Feld
getrennt. Die Elektronen werden dem Minuspol und die Defektelektronen
dem Pluspol zugeführt. Verbindet man die Kontakte über einen
elektrischen Verbraucher wie z.B. einem Kühlschrank, so wandern die
Elektronen über den äusseren Stromkreis zum Pluspol zurück - es fliesst
elektrischer Gleichstrom.
Wie viel Energie produziert eine Solarstrom-Anlage?
Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag 1000 kWh
pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Eine 3-kWp-Anlage
produziert ungefähr den jährlichen Strombedarf eines 3- bis
4-Personen-Haushalts mit massvollem Stromverbrauch.
Woher stammen erneuerbare Energien?
Erneuerbare Energien sind Energien aus Quellen, die sich entweder
kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung
der Quelle beiträgt. Es sind nachhaltig zur Verfügung stehende
Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie,
Sonnenenergie und Erdwärme (Geothermie) zählen.
Wie funktioniert die Lieferung verschiedenartiger Stromprodukte? Strom ist doch einfach Strom, oder?
Die Elektrizität, die aus der Steckdose kommt, ist bei allen Kunden
physikalisch dieselbe – ob sie nun konventionellen Strom oder Ökostrom
bestellt haben. Aber wer Ökostrom bestellt, darf sicher sein, dass die gewünschte Menge in einem Wind-, Solar- oder Wasserkraftwerk
produziert und ins Netz einspeist wurde. Die Kontrolle
übernimmt der Verein für umweltgerechte Elektrizität (VUE): Jeder Stromanbieter muss
ihm jedes Jahr eine detaillierte Ökostrombuchhaltung abgeben. Diese
wird von einer unabhängigen Auditstelle kontrolliert.