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Corona, Schweizer Armee und Kriegsmaterialexporte nicht vergessen
Im Herbst 1979 betreuten wir Soldaten der Spitalkompanie I/73 während vierzehn Tagen junge und ältere Menschen aus Pflegeheimen, die in den gut eingerichteten Spitalbaracken im Melchtal Ferien machten. Das war ein sinnvoller Militärdienst. Der Einsatz von Soldaten in Spitälern, falls es an Personal bei der Corona Seuche fehlen sollte, ist sicher auch sinnvoll.
Neben der Corona Pandemie dürfen andere schlimme Dinge nicht vergessen werden. Im letzten Jahr hat die Schweiz mit dem Segen der Bundesrätinnen und Bundesräte 43 Prozent mehr Kriegsmaterial als 2018 exportiert, auch an Nato-Staaten, die an den furchtbaren Kriegen in Afghanistan, Syrien, Somalia, Irak, Libyen und im Jemen beteiligt sind, obwohl es in der Kriegmaterialverordnung klar heisst: «Kriegsmaterialexporte sind verboten, wenn das Bestimmungsland in einem internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt ist».
Unser Land verkaufte im letzten Jahr, 2019, Rüstungsgüter im Wert von 728 Millionen Franken in 71 Länder. Die Schweizerische Nationalbank, Banken Versicherungen und Pensionskassen investierten Milliarden auch in ausländische Rüstungskonzerne, die dank den Kriegen und der weltweit eingesetzten, irren militärischen Aufrüstung grosse Profite machen.
Im Jemen sind 28 Millionen Menschen von Hunger, Cholera und Hunger geplagt. Unsere Kunden der Rüstungsindustrie, allen voran die USA und Grossbritannien, unterstützen diese Krieg logistisch mit Waffenlieferungen und Saudi Arabien, die Arabischen Emirate und Bahrein beteiligten sich direkt an diesem Krieg. Laut den neuesten Zahlen des Stockholmer Internationalen Friedensinstituts waren es im Laufe des Jemenkrieges 33 Länder, die Waffen im Wert von weit über 36 Milliarden US-Dollar an die im Jemen kriegführende Koalition verkauft haben – 58 Prozent davon stammen aus den USA, gefolgt von Frankreich, Russland, Grossbritannien und Deutschland. Auch die Schweiz gehört zu diesen Kriegsgewinnlern.
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