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Dieser Arbeitsbericht ergänzt die umfassende Analyse der MeteoSchweiz zu den Starkniederschlägen im August 2005 (MeteoSchweiz 2006) mit einer Länder übergreifenden Niederschlags-Analyse für alle vom Ereignis betroffenen Gebiete. Die Auswertungen stützen sich auf einen Datensatz konventioneller Niederschlagsbeobachtungen (insgesamt 1929 Stationen) aus Süd-Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Analyse zeigt die aussergewöhnliche Ausdehnung der Starkniederschläge über ca. 400 km entlang dem Alpennordrand. Die in der Schweiz registrierten extremen Messwerte werden zwar in Österreich und Deutschland nicht übertroffen, aber regional betrachtet sind während den drei Tagen des Ereignisses im Gebiet des Arlberg vergleichbare Niederschlagsmengen gefallen wie in der Zentralschweiz und im Berner Oberland. Auch im Vorarlberg wurde an einigen Messstationen Wiederkehrperioden von über 100 Jahren erreicht, für die 2-Tages und die 1-Tages Summe sogar an rund einem Dutzend Stationen. Detaillierte Vergleiche zeigen aber, dass der extreme Charakter des Ereignisses in der Zentralschweiz (Anzahl Stationen mit einem Jahrhundertereignis, Höhe der Wiederkehrperiode) am östlichen Alpennordrand von
Österreich und Deutschland nicht ganz erreicht wird.
Quelle: Christoph Frei. 2006. Eine Länder übergreifende Niederschlagsanalyse zum August Hochwasser 2005. Ergänzung zu Arbeitsbericht 211. Zürich.