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Einheimische Arten
In der Schweiz und weiten Teilen Europas beheimatete Springspinnen-Arten
"Attulus terebratus"
Eine kleine Art mit einer Körpergrösse von ca. 4-5 mm von der ich in der Nähe von Zürich eine kleine Kolonie finde, die in alten Telegraphenmasten haust.
Ein neugierig schauendes Männchen und ein balzendes Pärchen wobei das Männchen (links) das Weibchen mit den Vorderbeinen bezirzt. Zur Begattung steigt das Männchen über das Weibchen und fügt sein Spermapaket mit den Pedipalpen ein.
"Marpissa muscosa" (Rindenspringspinne)
Ein Weibchen mit der typischen Maske und dem crèmefarbenen Band unter den Augen. Mit einer Körperlänge von bis zu 11 mm gehört sie zu den grössten Arten Europas, die Männchen bleiben etwas kleiner. Zu finden ist diese Art an Baumstämmen mit Borke oder an Holzstrukturen wie Zäunen oder verwitterten Schuppen.
Ein Männchen mit den verdickten Pedipalpen, die an Boxhandschuhe erinnern. Deutlich ist der Sexualdimorphismus dieser Art zu erkennen.
"Evarcha arcuata" (Schwarze Springspinne/Dunkler Sichelspringer/Gorillaspinne)
Mit 5 - 8 mm Körpergrösse zählt diese Art bereits zu den mittelgrossen Springspinnen. Auch hier zeigt das Männchen einen deutlichen Dimorphismus und bleibt etwas kleiner als das Weibchen.
Diese kleinen Kobolde finden in Feuchtwiesen, oft in der Nähe von Gewässern, ihren Lebensraum. Besonders die Männchen (letztes Bild) erinnern in ihrem Aussehen an ein Äffchen.
"Salticus scenicus" (Zebraspringspinne/Harlekinspinne)
Die Zebraspringspinne gehört zu den häufigsten Arten in unseren Breitengraden und ist oft in der Nähe von Siedlungen an Mauern, aber auch im Haus zu finden. Die Grösse beträgt 4 - 7 mm, Männchen (letztes Bild) bleiben etwas kleiner, besitzen dafür beinahe grotesk verlängerte Kieferklauen (Cheliceren), die sie auch bei Revierkämpfen einsetzen.
"Leptorchestes berolinensis" (Ameisenspringspinne)
Mit ihrem schlanken ca. 5-7 mm langen Körper und der angedeuteten Segmentierung erinnert diese Art sehr an eine Ameise. Das meist angehobene erste Beinpaar mit dem signalisiert und vermutlich Pheromone aufgenommen wird verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Männchen (letztes Bild mit Beute) sind an den verdickten Pedipalpen zu erkennen.
"Heliophanus sp." (Sonnenspringspinne/Kupferner Sonnenspringer)
Von dieser Gattung sind mindestens ein Dutzend Arten bei uns vertreten, die sich sehr ähnlich sehen und oft nur unter dem Mikroskop unterschieden werden können.
Erkennbar sind sie an ihren gelben Pedipalpen und dem metallisch schimmernden Körper. Die Grösse der einzelnen Arten variiert von winzig bis klein. Der Lebensraum sind Grasflächen und Trockenwiesen.
"Attulus pubescens" (Vierpunktspringspinne)
Ein naher verwandter von "Attulus terebratus" und auf den ersten Blick nur sehr schwer zu unterscheiden. In Grösse und Grundfarbe sind beide Arten identisch. Männchen sind um die 4 mm gross, Weibchen ca. 5 mm. "Attulus pubescens" weist vier helle Punkte am Hinterkörper auf, "A. terebratus" ein eher geometrisches Muster mit Winkeln und Dreiecken.
Das Bild zeigt ein Männchen (links) und ein Weibchen in einer Fotomontage. Erkennbar ist, dass das Männchen etwas kleiner und heller gefärbt ist als das Weibchen, wobei Zeichnung und Farbe recht variabel sein können. Diese Art ist so etwas wie ein Kulturfolger und ist häufig an Zäunen, verwittertem Holz und Mauerwerk zu finden.
"Macaroeris nidicolens"
Das etwas düster aussehende Männchen dieser Art wird ca. 5-6 mm gross, das hübsche Weibchen 6-7 mm. Dies ist eine eher neugierige Art und nicht sehr scheu. Ich betrachte das Weibchen mit den typischen "Wimpern" als eine der schönsten Springspinnen Europas. Ich finde sie hier recht häufig an alten, verwitterten Zäunen, wo sie in den Ritzen hausen und an der Oberfläche jagen.
Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet folgt diese Art den sich ausbreitenden Wärmezonen und wurde bereits im Norden Deutschlands gesichtet.