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-2300
CHRONIK
-2300ca: Pharao Userkare (Ägypten)
- Teti II. wird von einem Leibwächter ermordet. Ihm folgen Userkare, der nur kurzzeitig regiert, und sein Sohn Pepi I.
-2299ca: König Maništušu (Akkad)
-2295ca: Pharao Pepi I. (Ägypten)
- Pepi-I.-Pyramide
- In Sakkara-Süd entsteht der Pyramidenkomplex des Pepi I.
-2283ca: König Rimuš (Akkad)
-2273ca: König Naram-Sin (Akkad)
-2250ca: 4,2-Kilojahr-Ereignis
- Das 4,2-Kilojahr-Ereignis bringt lang anhaltende, extreme Dürre nach Nordafrika, in den Nahen Osten, ans Rote Meer, auf die Arabische Halbinsel, auf den Indischen Subkontinent und ins Innere Nordamerikas. Der Zusammenbruch des Alten Reichs in Ägypten sowie des Akkadischen Reichs in Mesopotamien werden mit aller Wahrscheinlichkeit von ihm ausgelöst. Die Indus-Kultur reagiert auf die lang anhaltende Dürre mit einer Verlagerung ihrer Siedlungen nach Südosten. In China wird anschließend die recht hoch entwickelte Longshan-Kultur von der primitiveren Yueshi-Kultur verdrängt.
-2250ca: Pharao Merenre (Ägypten)
- Merenre war der vierte König (Pharao) der altägyptischen 6. Dynastie im Alten Reich. Er folgte seinem Vater Pepi I. auf den Thron und regierte etwa innerhalb des Zeitraums von 2250 bis 2245 v. Chr. Während seiner Herrschaft kam es zu einer Fortsetzung der immer stärker werdenden Dezentralisierung der Landesverwaltung im späten Alten Reich. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Regierungszeit bildeten intensive Kontakte nach Nubien, wobei besonders die Steinbruch-Expeditionen des Weni und die Handels- und Entdeckungsreisen des Harchuf eine herausragende Stellung einnehmen, die in den Autobiografien der beiden Beamten ausführlich beschrieben werden. Das wichtigste Bauprojekt Merenres stellt seine Pyramidenanlage im Süden von Sakkara dar, die allerdings unvollendet blieb. In der Grabkammer der Pyramide wurde im 19. Jahrhundert eine relativ gut erhaltene Mumie gefunden, bei der aber unklar ist, ob es sich tatsächlich um den Leichnam Merenres handelt oder um eine Nachbestattung aus der 18. Dynastie. (Artikel des Tages)
-2245ca: Pharao Pepi II. (Ägypten)
- Pepi II. (griechisch Phiops II.) war der fünfte König (Pharao) der altägyptischen 6. Dynastie im Alten Reich. Er regierte etwa innerhalb des Zeitraums von 2245 bis 2180 v. Chr. und kam bereits als Kind auf den Thron. Mit wahrscheinlich mehr als 60 Regierungsjahren war seine Herrschaft eine der längsten in der Geschichte des alten Ägypten. In der Landesverwaltung ist unter Pepi II. eine Fortsetzung der bereits länger anhaltenden Dezentralisierung sowie ein Wachstum der Beamtenschaft festzustellen. In einem komplexen Zusammenspiel mit ungünstigen klimatischen Veränderungen scheint dieses Anwachsen der Beamtenschaft im fortgeschrittenen Verlauf seiner Regierung zu einer Ressourcenverknappung beigetragen zu haben, die schließlich unter seinen Nachfolgern zum Zusammenbruch des Alten Reiches führte. Durch Grabinschriften und archäologische Funde sind intensive Handelskontakte nach Byblos sowie nach Nubien und Punt überliefert. Die Kontakte nach Süden wurden allerdings durch Feindseligkeiten mit Beduinenstämmen und erstarkten nubischen Fürstentümern zunehmend erschwert. Wichtigstes Bauprojekt Pepis II. war seine Pyramidenanlage im Süden von Sakkara. (Artikel des Tages)
-2240ca: König Puzur-Inšušinak (Elam)
-2220ca: Scord of Brouster
- Scord of Brouster, eine jungsteinzeitliche Siedlung auf den Shetlandinseln entsteht.
-2216ca: Erste Zwischenzeit in Ägypten
- Ende der 6. Dynastie und damit des Alten Reiches in Ägypten. Die Erste Zwischenzeit beginnt, die bis -2025 dauern wird.
-2215ca: Komet C/1995 O1 (Hale-Bopp)
- Auftauchen des Kometen Hale-Bopp.
-2207ca: Xia-Dynastie (China)
- Gründung der mythischen Xia-Dynastie durch den Jadekaiser Yu der Große.
LEXIKON
- Die Sumerische Sprache wird allmählich vom Akkadischen verdrängt.
- Eindringen der aus Anatolien und Armenien stammenden Amurriter nach Syrien und Phönizien. Zusammenbrechen der levantinischen Stadtstaaten Ebla, Megiddo, Yarmuth, Ai und Bet Yerah. Die Amurriter werden erstmals 2240 v. Chr. von Naram-Sin im Nordsyrischen Raum bekämpft.
- Andronowo-Kultur in Zentralasien
- Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Tschechien, Slowakei und in Österreich
- Beginn der Frühen Bronzezeit im südlichen Mitteleuropa
- Straubinger Gruppe in Mitteleuropa
- Unterwölblinger Gruppe in Österreich
- Die Zitadelle von Arbil, der am längsten durchgängig besiedelte Ort der Welt, wird in den Keilschrifttafeln von Ebla erstmals erwähnt.
QUELLEN
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07.01.2009 Artikel eröffnet
13.04.2019 Grundstock erstellt