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Der chinesische Bischof Aloysius Jin ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Am Samstagmittag sei er nach längerer Krankheit gestorben, teilte die Diözese Shanghai mit.
Jin hatte bis 1982 wegen seines Glaubens 27 Jahre in Gefangenschaft verbracht, weil er nicht an seiner Loyalität zum Papst rütteln wollte. Später trat er dann doch in die chinesische Staatskirche "Katholische Patriotische Vereinigung" ein.
1988 wurde er Bischof von Shanghai. Jin war bis zuletzt Ehrenpräsident der Staatskirche, die den Papst in Rom nicht als Oberhaupt anerkennt. Gleichzeitig war er jedoch auch mit dem Segen des Vatikans geweiht.
2005 habe sich Jin mit dem Vatikan ausgesöhnt, erklärte der Sekretär der vatikanischen Missionskongregation, Savio Hon, nach einem Bericht von Radio Vatikan. Jin sei ein sehr aktiver Seelsorger gewesen und habe nicht wenig zum Wachstum vor allem der offiziellen christlichen Gemeinschaft in Shanghai beigetragen.
Mit dem Tod von Bischof Jin ist jedoch dessen Nachfolge unklar. Eigentlich sollte der Weihbischof nun Jins Aufgabe übernehmen. Thaddeus Ma Daqin war zwar im Juli 2012 mit Billigung des Papstes zum Weihbischof von Shanghai geweiht worden.
Er hatte sich dann aber von der "Patriotischen Vereinigung" losgesagt. Seitdem steht er unter Hausarrest.