Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03307.jsonl.gz/1228

Wissenschaftler aus Melbourne empfehlen den Saft der Roten Beete Menschen mit Bluthochdruck. Im “Nutrition Journal” berichten sie über die Resultate eines Tests, den sie an 30 Probanden durchgeführt haben. Nachdem die Testpersonen Rote-Beete-Saft getrunken hatten, verminderte sich ihr Blutdruck. Dieser Effekt zeigte sich hauptsächlich bei den männlichen Probanden.
Zwar sei der Effekt relativ gering, so die Wissenschaftler, rechne man das Ganze jedoch auf ein nationales Level hoch, dann könne man mit Rote-Beete-Saft viel erreichen. So ließen sich beispielsweise Herzkrankheiten, die im Zusammenhang mit erhöhtem Blutdruck stehen, um zehn Prozent vermindern.
Quelle:
http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=170398
http://www.nutritionj.com/content/pdf/1475-2891-11-106.pdf
Kommentar & Ergänzung:
Rote Beete gehört in den Labskaus, ein Fleischgericht, das in Norddeutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden und in der Gegend um Liverpool (dort als Scouse bezeichnet) gegessen wird. Und ins Borschtsch, ein traditionelles Suppengericht aus Osteuropa.
Der sogenannte Borschtsch-Gürtel reicht von Polen über Galizien, die Ukraine, Weißrussland bis in das Wolga-Don-Gebiet. In Russland und in der Ukraine wird Borschtsch allerdings nicht unbedingt als eigenständige Mahlzeit, sondern häufig als Vorsuppe oder Zwischengericht zum Mittag- oder Abendessen gereicht.
Bei uns gilt Rote Beete (in der Schweiz: Randen) als gesundes Gemüse, dem eine günstige Wirkung auf die Blutbildung nachgesagt wird. Diese Vorstellung gründet wohl in der roten Farbe, was nicht sehr plausibel ist. Jedenfalls ist ein Zusammenhang zwischen dem roten Farbstoff Betanin und der Blutbildung nicht ersichtlich.
Betanin ist unter der Bezeichnung „E 162“ als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, wobei ihm ein Potenzial zur Allergisierung erfreulicherweise nahezu fehlt.
Rote Beete enthält allerdings auch Eisen und Folsäure, die bei der Blutbildung eine Rolle spielen, wobei es für diese Stoffe auch viele andere Quellen gibt.
Interessanterweise ist die Gemüsepflanze Rote Beete / Randen in den letzten Jahren zunehmend auf allfällige Heilwirkungen hin untersucht worden, wie auch die erwähnte Untersuchung aus Melbourne zeigt.
Weiter Infos dazu:
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch