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Stan Lee war der Schöpfer von Heldenfiguren, die er ursprünglich für das Comic-Genre kreierte, die aber später weit über diese Welt hinaus bekannt wurden: Iron Man, Spiderman, Hulk, Fantastic Four.
Sie alle sind viel mehr als herkömmliche Helden. Diese Wesen besitzen übermenschlichen Fähigkeiten, gleichzeitig haben sie aber auch Schwächen – menschliche Schwächen – und genau damit konnte man sich identifizieren.
Spiderman ist dafür ein gutes Beispiel: Eigentlich ist er ein Brille tragender Waisenknabe namens Peter Parker, der von allen gehänselt wird.
Er besucht ein Forschungslabor und wird von einer radioaktiv verseuchten Spinne gebissen, woraufhin er plötzlich die Fähigkeiten einer Spinne besitzt.
Seit dem Biss kann er an senkrechten Wänden emporklettern und hat ungeahnte Kräfte. Damit konnte, damit wollte man sich identifizieren: Wer hat sich nicht schon mal schwach gefühlt und sich danach gesehnt, viel stärker zu sein als die andern?
Stan Lees Karriere begann 1941, er arbeitete bei einer Firma, die später zu Marvel Comics wurde.
Comic war damals ein Genre, von dem die Menschen annahmen, es richte sich nur an die Jugend – und um diese machte man sich in den USA der 50er-Jahre grosse Sorgen.
«Comics sind schädlich»
Comics hätten einen schlechten Einfluss auf die Jugend, hiess es. Erstens verlerne man das Lesen und zweitens seien die Horrorcomics aus moralischen Gründen sehr schädlich.
Fantastische Geschichten über Ausserirdische oder übermenschliche Kräfte waren damals in den USA sehr populär – in amerikanischen B-Movies jener Zeit.
Als Science Fiction populär wurde
Im Film war Science Fiction und Fantasy akzeptiert, im Comic weniger. Ende der 50er-Jahre kam es dann zur Lockerung, und der Comic kam zu einer Blütezeit. Damit war die Stunde von Stan Lee gekommen.
Als erstes erfand er die Fantastic Four, vier Wesen, die durch kosmische Bestrahlung Superkräfte erhielten, und die das Böse bekämpften.
Spiderman, Hulk, Ironman, die Fantastic Four – viele Figuren von Stan Lee starteten im Comic, schafften den Sprung auf die Leinwand und wurden dadurch noch grösser und bekannter, als sie es ohnehin schon waren.
Die Parallelen zwischen den beiden Genres sind offensichtlich: Ein Comic ähnelt dem Storyboard zu einem Filmdrehbuch extrem.
Stan Lee war sich der Verwandtschaft von Comic und Film sehr bewusst. Er zog 1981 nach Kalifornien, um die Film- und Fernsehprojekte von Marvel zu fördern.
Nun war er näher an der Traumfabrik Hollywood, zu der er einiges beisteuerte. Ihm ist ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet – interessanterweise in der Kategorie Film.