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Würde jetzt über die Reform der Arbeitslosenversicherung abgestimmt, würde sie gemäss einer Umfrage der SRG SSR deutlich angenommen. Die Würfel sind allerdings noch nicht gefallen: Mehr als ein Viertel der Abstimmungswilligen haben sich noch nicht entschieden.
49% haben sich in der Repräsentativ-Befragung zur 4. Revision des Arbeitslosenversicherungs-Gesetzes (AVIG) für ein Ja ausgesprochen, 25% sind dagegen. 26% der Befragten sind noch unentschlossen.
Zur Zeit dominiert die Ungewissheit: Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch nicht möglich, eine Prognose über den Ausgang der nationalen Abstimmung vom 26. September zu wagen, unterstreichen die Experten des Forschungsinstituts gfs.bern, welche die Befragung im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR durchgeführt haben.
Lediglich 31% der Befragten sind sich sicher, wie sie sich am Tag der Abstimmung entscheiden werden: 20% wollen ein Ja, 11% ein Nein einlegen. 43% haben sich vage entschieden: 29% eher für die Revision, 14% eher dagegen.
Die Erfahrung zeige, so die Abstimmungs- und Wahlforscher von gfs.bern, dass jene, die erst eine vage Meinung haben, häufig noch ins andere Lager wechseln. Angesichts der Resultate dieser ersten Umfrage kann ein Kippen auf die andere Seite nicht absolut ausgeschlossen werden.
Unter den Sprachregionen sind aufgrund der Umfrage keine Unterschiede auszumachen. In allen drei überwiegt im Moment die Ja-Seite. In der Deutschschweiz mit 49%, in der italienisch-sprachigen Schweiz mit 46% und im französischen Landesteil mit 38%.
Die höchste Nein-Quote liegt mit 34% in der Romandie, während in der Deutschschweiz 23% dagegen sind und im italienischen Landesteil 20%. Dort sind vergleichsweise viele noch unentschlossen, nämlich 34%, während es in der Deutschschweiz 26% und in der Romandie 23% sind.
In Bezug auf die Parteien sind keine Überraschungen auszumachen: Bei den Anhängern der Rechts- oder Mitte-Rechts-Parteien überwiegt ein Ja, unter jenen der rot-grünen Parteien ein Nein.
Bei den Befragten, die keine bestimmte Partei bevorzugen, sind die Befürworter der Vorlage in der Mehrheit mit 46%. 16% sind dagegen, 38% haben noch keine Meinung.
Da alles noch offen ist, müssen sich nun beide Seiten ins Zeug legen, um Stimmen dazuzugewinnen. Laut den Analysten geht es nun vor allem darum, die Unentschlossenen zu überzeugen.
Die erste von zwei Befragungen wurde in der Woche vom 9. bis 14 August 2010 bei 1204 repräsentativ ausgewählten Stimmberechtigten in allen Sprachregionen durchgeführt.
Für die Analysen wurden nur die Antworten jener berücksichtigt, die an der Abstimmung vom 26. September teilnehmen wollen. Und das sind lediglich 34%.
swissinfo.ch