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Der Konkurs infolge Zahlungsunfähigkeit sei dadurch unausweichlich geworden, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Montag. Die Zeitungen “Tages-Anzeiger” und “Der Bund” hatten am Mittwoch über den Fall berichtet.
Das Geschäftsmodell von United Commodity klang verlockend: Die Firma kaufte verseuchten Minenschutt. Aus diesem entfernte sie die giftigen Chemikalien, die beim Abbau von Edelmetallen eingesetzt werden. Gleichzeitig wurden aus dem Schutt Edelmetallreste, also beispielsweise Gold, herausgefiltert.
Im letzten Jahr wurde jedoch Kritik an der Firma laut: Um das Geschäft zu finanzieren, verkaufte United Commodity per Telefon Aktien an Kleinanleger. Ein kritischer Beitrag der SRF-Sendung “ECO” zu diesem Thema führte zu einem Einbruch des Aktienkurses um rund 15 Prozent.
Ab Mitte letzten Jahres steckte das Unternehmen dann in finanziellen Schwierigkeiten. Von einem “akuten Mangel an Betriebskapital” ist im Jahresbericht 2014 die Rede. Die Zahl der Mitarbeiter wurde drastisch reduziert. Die Edelmetallraffinerie in Kanada stand still.
Anfangs Juni 2015 dann ein Lichtblick: United Commodity schloss mit dem kanadischen Rohstoffunternehmen Bonaparte Exploration eine Finanzierungsvereinbarung ab. Die Zukunft der Firma und der aufwendige Betrieb der kanadischen Raffinerie schienen gesichert, wie es in der Mitteilung vom Montag heisst.
Bonaparte übernahm die Aktienmehrheit an United Commodity und lieferte eine erste Finanzierungstranche. Der zweite Teil der Gelder blieb aber aus. “Aus verschiedenen Gründen”, wie United Commodity schreibt. Dies führte zur Zahlungsunfähigkeit.
(SDA)