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Die USA produzieren dank des umstrittenen Fracking-Booms derzeit so viel Öl wie seit 24 Jahren nicht mehr. In der vergangenen Woche förderte das Land pro Tag 7,57 Millionen Barrel (das Fass zu 159 Liter), wie die Energiebehörde IEA am Mittwoch bekanntgab. Zuletzt förderte das Land im Dezember 1989 mehr Öl als heute.
Verantwortlich für den spektakulären Anstieg der Ölförderung in den USA ist vor allem die Weiterentwicklung der Fördertechnik Fracking, die von Umweltschützern stark kritisiert wird. Dabei werden Wasser, Chemikalien und Sand unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen (fracken) und so Reserven zu erschließen. Anfang 2011 lag die Öl-Produktion noch unter sechs Millionen Barrel pro Tag.
Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur IEA wirkt der Anstieg der Ölförderung in den USA bereits dämpfend auf den Ölpreis, denn die Technik habe Produktionsausfälle in Libyen und im Irak aufgefangen. Die USA werden nach Einschätzung der IEA in diesem Jahr erstmals mehr Öl fördern als importieren. Die in Paris ansässige IEA rechnet damit, dass die USA innerhalb von nur fünf Jahren Saudi Arabien und Russland als weltgrösste Ölproduzenten ablösen.
(jev/moh/reuters)