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Das Kantonsgericht Waadt hat entschieden, dass ein früherer Uber-Fahrer "in einem Arbeitsverhältnis mit der ihn beschäftigenden Gesellschaft" stand. Es bestätigte damit ein Urteil des Arbeitsgerichts des Kreises Lausanne vom April 2019.
Der Fahrer hatte gegen Uber geklagt, weil ihm das Unternehmen den Zugang zur App ohne Begründung gesperrt hatte. Die Gewerkschaft Unia kommentiert das Urteil als "wegweisend". Unia verlange nun von Uber, dass allen Chauffeuren ordentliche Arbeitsverträge ausgestellt und ihnen nachträglich die Löhne, sowie Spesenersatz und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden. Nach Berechnungen der Gewerkschaft schulde Uber seinen mehreren Tausend Fahrern und Fahrerinnen in der Schweiz für die Periode 2013 bis 2020 mehrere Hundert Millionen Franken.
Gegenüber der Sendung "Kassensturz" von 'SRF'
teilte Uber mit: "Das Gerichtsurteil hat keine direkten Auswirkungen auf unsere heutige Tätigkeit in der Schweiz. Es kann weder generalisiert werden noch auf andere Fahrer angewendet werden." Ob das Unternehmen das Urteil bis vor Bundesgericht weiterziehen werde, sei offen. "Im Laufe des nächsten Monats werden wir entscheiden, ob wir vor dem Bundesgericht Berufung einlegen", so Uber. Im Juni 2020 hatte das Unternehmen bereits Änderungen für seine App in der Schweiz
bekannt gegeben.