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Was für eine Freude, als ich heute Morgen von Sonnenstrahlen geweckt worden bin! Unser Flug geht erst am späteren Abend, so dass am heutigen Samstag noch Zeit für eine Stadterkundung bleibt. Ich habe mir einiges vorgenommen:
- T-Shirt für Renato kaufen
- Grauhörnchen fotografieren
- der Skechers-Store (!!!)
Da ich schon früh wach bin, erkunde ich gleich mal die Umgebung. Genau gesagt suche ich die Washington Street. Gemäss meinen Recherchen zu Hause soll sich da nämlich ein Skechers-Store befinden. Und ja, dort könnte man ja mal reinschauen…
Den Store habe ich nach wenigen Minuten erreicht. Die Uhr des Old South Meeting Houses zeigt aber gerade mal kurz nach 8:00h. Die Läden öffnen hier erst um 10:00h. Die Stadt wirkt noch recht ausgestorben. Was für eine Überraschung, dass ich auf dem Rückweg auf Mik treffe, den es auch bereits aus den Federn gezogen hat.
Nach einem kleinen Frühstück bei Dunkin‘ Donuts (ja, ja, ab nächster Woche wird wieder gesünder gegessen…) ziehe ich mit Mik, Dani und Professor Huber los.
Quincy Market
Der auf dem sogenannten Freedom Trail gelegenen Quincy Market war unser erstes Ziel des heutigen Tages. Das Gebäude wurde 1824–1826 als Markthalle erbaut und ist nach dem damaligen Bürgermeister Josiah Quincy benannt. Nachdem Boston 1822 zur Stadt erklärt worden war, reichte die Kapazität der alten Markthalle (Faneuil Hall) nicht mehr aus.
Im und um den Quincy Market findet man heute allerlei kleine Geschäfte, Restaurants sowie Imbiss- und Marktstände. Es gibt dort die unmöglichsten Dinge zu kaufen und natürlich auch jede Menge Souveniers. Wir deckten uns mit Mitbringsel für unsere Liebsten ein und ich hatte mein erstes Tagesziel bereits erfüllt hatte, bevor wir uns im Hard Rock Cafe mit Sparerips, Burgern und Caesar Salad stärkten.
Boston Common und Umgebung
Bei inzwischen schönstem Sonnenschein ging es nun weiter Richtung Boston Common. Boston Common ist ein bekannter öffentlicher Park. Der Boston Common diente vor dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Feldlager der Briten, die von dort aus zu den Gefechten von Lexington und Concord aufbrachen
Am nord-östlichen Rand des Parks steht das Massachusetts State House, Regierungssitz des Commonwealth of Massachusetts. Sehr auffällig ist die schillernde Kuppel des Gebäudes. Wie ich gelesen habe, war die ursprünglich aus Holz, wurde jedoch irgendwann undicht. Die Regierungsmitglieder waren von der gelegentliche Berieselung wohl nicht sehr angetan und liessen die Aussenfläche der Kuppel im Jahr 1802 von dem Unternehmen Paul Revere mit Kupfer überziehen. Diese Art der Kupferverarbeitung war zu der Zeit in den USA scheinbar revolutionär.
Die ursprüngliche Kuppel bestand aus Holz und war undicht geworden. Daher wurde die gesamte Außenfläche der Kuppel im Jahr 1802 durch das Unternehmen von Paul Revere mit Kupfer überzogen
Der Boston Public Garden, ein weiterer bekannter Stadtpark von Boston, grenzt an die gegenüberliegende Seite des Boston Commons. Er wurde als erster Botanischer Garten der Vereinigten Staaten im Jahr 1837 vom Philanthropen Horace Gray gegründet. Gleich in der Nähe des Eingangs an der Airlington Street befindet sich eine riesige George Washington Statue.
Für mich persönlich das absolut coolste in den beiden riesigen Parks waren die unzähligen Grauhörnchen. Während man so durch den Park schlendert, sieht man immer wieder ein Augenpaar frech hinter einem Baum hervorblinzeln.
Die quirligen Nager sind hier in den öffentlichen Parks, wo sie jeden Tag vielen Menschen – die oft Essen liegen lassend – begegnen, recht zutraulich. Während die Grauhörnchen im Babson Park vor allem in der Dämmerung aktiv waren, scheinen die hier im Boston Common die Sonne richtig zu geniessen. Wild toben sie über den Rasen und graben dort irgendwelche Nüsse aus.
Ich könnte den putzigen Kerlchen noch lange zuschauen. Aber schliesslich sind wir ja auf dem Weg zum MIT und haben noch ein gutes Stück zu laufen. Mein zweites Tagesziel (Grauhörnchen fotografieren) habe ich nun jedenfalls sehr viel schneller und einfacher als erwartet erreicht:-)
Entlang der Beacon Street geht es also weiter Richtung MIT. Die Beacon Street ist bekannt als Streckenteil des Boston Marathons. Aber auch ausserhalb des Marathons scheint sie eine äusserst beliebte Laufstrecke zu sein. Wir kommen uns fast etwas unsportlich vor. Uns begegnen nämlich vor allem Jogger. Mal mit, mal ohne Hund. Aber alle laufen sie wie die Verrückten.
Die Strecke ist aber auch wirklich wunderschön. Sie führt uns entlang des Charles Rivers.
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT)
Nachdem wir den Charles River über die Massachusetts Avenue überquert haben, stehen wir direkt vor dem riesigen Areal des MIT. Das MIT ist eine Technische Hochschule/Universität in Cambridge und reiht sich ganz oben in der Liste der weltweit führende Eliteuniversitäten ein.
Die Alumni ist mehr als beeindruckend. Unzählige Nobelpreisträger, Wissenschaftler, Forscher, Präsidenten, Astronauten und andere Berühmtheiten haben hier die Schulbank gedrückt.
Ausserdem ist das MIT Gründungsorganisation und Sitz des World Wide Web Consortium (W3C), dem Standardisierungsgremium für das World Wide Web. Ohne die klugen Köpfe vom MIT würdest du meinen kleinen Reisebericht jetzt also mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht lesen;-)
Obwohl wir heute Samstag haben, ist das Hauptgebäude des MIT zugänglich. Natürlich wollen wir das Gefühl, einmal durch dieselben Gänge wie all die Berühmtheiten geschritten zu sein, nicht missen. Irgendwie sind wir dann aber ein wenig enttäuscht, als wir das Gebäude betreten haben. Eigentlich sieht alles ziemlich ’normal‘ aus. Nur hie und da hängt ein kleines Plakat, das die Erkenntnisse oder Erfindungen eines Alumni dokumentiert.
Aber immerhin, wir sind drin gewesen und haben etwas von der Atmosphäre abbekommen:-)
Der Blick vom MIT auf den jenseits des Charles Rivers gelegenen Stadtteil Back Bay ist traumhaft:
Erneut überqueren wir den Fluss und begeben uns damit wieder in Richtung Back Bay. Das Thermometer zeigt inzwischen gegen 20°C und wir sind ganz schön weit gelaufen. Daher entscheiden meine männlichen Begleiter, die City-Tour mit einem kühlen Bierchen in einem der zahlreichen Strassenpubs zu beschliessen. Aber für mich no way! Schliesslich habe ich ja noch meine dritte Tagesmission zu erfüllen: der Skechers-Store!
Newbury Street und Skechers-Store
Mein Weg führt mich der Newbury Street entlang, die zu den exklusivsten Einkaufsstrassen der Welt zählt. Hier findet man Marken wie Armani, Chanel, Valentino, Ralph Lauren, Ted Baker, Burberry, Cartier und viele, viele mehr. Daneben gibt es aber auch viele kleineren Läden und Cafés.
Jeder scheint sich an diesem bisher wärmsten Nachmittag des Jahres ein paar Sonnenstrahlen erhaschen zu wollen. Die Strassen und Cafés sind sehr voll. Daher mache ich nochmals einen Abstecher in den Public Garden bzw. den Boston Common. Neben meinen kleinen Freunden, den Grauhörnchen, treffe ich diesmal noch das Pferd des Park Rangers, das gerade Siesta hat.
Ich könnte noch lange in dem Park verweilen und die Sonne geniessen, aber langsam muss ich mich nun beeilen um den Skechers-Store (bzw. unseren baldigen Rückflug) nicht zu verpassen. So stehe ich einige Minuten später mitten in einem unglaublichen Skechers-Turm. Der Shop ist nicht besonders gross. Aber an den hohen Wänden türmen sich die bequemen Treter bis unter die Decke. Dabei ist von jedem Modell nur ein Schuh pro Farbe ausgestellt. Die Verkäufer sind extrem zuvorkommend und holen die auserwählten Schuhe der potentiellen Käufers flugs in der gewünschten Grösse aus dem Keller.
Ich bin überwältigt von der unglaublichen Auswahl und fühle mich fast etwas verloren. Schliesslich kann ich mich dann doch entschliessen und verlasse – nach einem lustigen Gespräch mit der Verkäuferin über die Schweizer Auswahl und Preise – um drei Paar Skechers reicher den Store.
Inzwischen bricht schon langsam die Dämmerung ein. Im Hotel Nine Zero, wo wie unsere Koffer deponiert habe, treffe ich wieder auf die Männer. Während wir auf das Taxi warten, präsentiere ich in der Hotel-Lobby stolz meine Errungenschaften: Einmal Go-Walk in grau, dann Classic Kicks in schwarz und schliesslich ein Paar Flex Appeal in Floral Bloom. Zu meinem Erstaunen findet gerade dieses farbenfrohe, mit Hawaii-Blüten und Flamingos übersähte Paar am meisten Anklang:-)
Als schliesslich das ganze Zeugs noch einwandfrei in meinen Koffer passt, ist mein Glück vollkommen und ich freue mich nun auf meine drei Männer zu Hause….
Wochenrückblick
hier findest du meine vorherigen Einträge aus Boston: