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Der Wasserzins ist das Entgelt, das die Schweizer Wasserkraftwerke für die Nutzung der Ressource Wasser zu entrichten haben. Die fixe Bemessung belastet die Wasserkraft aber mittlerweile übermässig. Es braucht ein neues Modell, das die Ertragslage der Wasserkraft berücksichtigt.
Der Wasserzins wurde im Jahre 1916 im «Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte» auf nationaler Ebene verankert und auf Anfang des Jahres 1918 eingeführt. Von Beginn an hat der Gesetzgeber ein Maximum vorgesehen, mit dem erklärten Ziel, dass die Ausnutzung der einheimischen Wasserkräfte durch die Abgabe nicht wesentlich erschwert werden darf. Seither wurde dieses Maximum aber bereits sieben Mal erhöht und hat sich in realen Werten fast verdreifacht. Heute fliessen jährlich rund 550 Millionen Schweizer Franken in die Kassen der begünstigten Standortkantone und -gemeinden. Das belastet die Wasserkraftwerke mit rund einem Viertel der durchschnittlichen Gestehungskosten und der Hälfte des zur Zeit am Markt erzielbaren Preises.
Das verdeutlicht, dass die noch aus der Zeit des Monopols stammende starre Regelung zur Bemessung des Wasserzinses nicht zukunftsfähig ist. Insbesondere bleibt ausgeblendet, dass die Schweizer Wasserkraft inzwischen am europäischen Strommarkt bestehen muss. Die gesetzlich per Anfang 2020 vorgesehene Neuregelung ist deshalb zu nutzen, um dem komplett neuen Marktumfeld der Wasserkraft Rechnung zu tragen und die Abgabe im Sinne einer marktgerechten Entschädigung zukunftsfähig zu gestalten.
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