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«Frauen erhalten noch immer rund einen Drittel weniger Rente als Männer. Anstatt die zu tiefen Frauenrenten zu verbessern, plant das Parlament mit der Erhöhung des Frauenrentenalters genau das Gegenteil.» Damit brachte Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH, das Anliegen der Demonstration vom letzten Samstag auf den Punkt. Am 18. September 2021 haben sich in Bern 15'000 Personen auf dem Bundesplatz versammelt und gegen den geplanten Rentenabbau protestiert.
AHV-Reform 21 im Parlament
Erst im Juni haben National- und Ständerat beschlossen, das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Die Demonstration fand vor dem Hintergrund dieser laufenden Debatte zur AHV-Reform 21 statt. Organisiert wurde sie vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund und von Travail.Suisse. In verschiedenen Ansprachen wandten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Arbeitnehmerverbänden und Politik an die Demonstrierenden. Dabei war auch Franziska Peterhans, die sich zudem für Lohngleichheit im Lehrberuf aussprach.
Lohndiskriminierung in typischen Frauenberufen
«Je mehr Frauen auf einer Schulstufe arbeiten, desto tiefer sind die Löhne. Bevor über eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen diskutiert werden kann, muss eine tatsächliche Lohngleichheit für typische Frauenberufe hergestellt werden», sagte Peterhans. Sie vertrat laut ihrer Ansprache 60'000 Lehrpersonen, darunter vier Fünftel Frauen. Im Namen der Lehrpersonendachverbände der Deutsch- und Westschweiz (LCH und SER) forderte sie, dass der «Gender-Pension-Gap» der Frauen verschwinden müsse. «Eine Erhöhung des Rentenalters der Frauen kommt unserer Ansicht nach nicht in Frage!»