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Drei Wochen durfte die Primarschüler 2017 nicht zur Schule gehen. Es gab einen Ausbruch von Masern in ihrem Schulhaus. Weil das Mädchen nicht gegen die Masern geimpft war und noch nie an Masern erkrankt war, wurde es kurzerhand suspendiert.
Die Familie der Schülerin wehrte sich gegen diesen Ausschluss. Allerdings ohne Erfolg. Nach dem Verwaltungsgericht St. Gallen hat nun auch das Bundesgericht ihre Beschwerde abgelehnt.
Das Bundesgericht begründet seinen Entscheid damit, dass Masern dem Epidemiengesetz unterstehen. Dieses sieht klar vor, dass eine Person, welche krank, krankheitsverdächtig, angesteckt oder ansteckungsverdächtig ist, von bestimmten Tätigkeiten und der Arbeit ganz oder teilweise ausgeschlossen werden kann.
Handhabung gilt für die ganze Schweiz
Das Urteil, respektive auch das Gesetz dahinter, ist denn auch nicht nur für den Fall aus St. Gallen, sondern die ganze Schweiz gültig. So könnten also auch in der Zentralschweiz nicht geimpfte Schüler bei einem Ausbruch der Masern vom Unterricht ausgeschlossen werden.
Ein Ausschluss sei jedoch nicht die erste und einzige Möglichkeit in einem solchen Fall, schreibt das Bundesgericht. Grundsätzlich soll eine Ausbreitung der Masern durch eine freiwillige Impfung verhindert werden. Diese wird bei einem Ausbruch an einer Schule auch den nicht geimpften Kindern empfohlen.
Wollen sich diese aber auch bei einem Ausbruch nicht impfen lassen oder können dies nicht binnen 72 Stunden nach dem ersten Ausbruch machen, so werden sie grundsätzlich ausgeschlossen.
(red.)