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Die Gerichtsbehörden seien mit der ersten Covid-19-Welle im Frühling allgemein gut zurechtgekommen. Zu diesem Schluss kommt die Aufsichtsbehörde über die Freiburger Justiz, der Justizrat. Er hat die Tätigkeit der Justizbehörden während dieser Zeit analysiert.
Im April und Mai seien Sitzungen annulliert und verschoben worden. Die Gerichte hätten ihre Arbeit aber nie einstellen müssen, teilt der Justizrat mit. Bei 59 Prozent der befragten Behörden hätten die Massnahmen zu einer rückläufigen Zahl abgeschlossener Fälle geführt. Mit der Verlangsamung der Tätigkeit konnten aber auch einige Verzögerungen – etwa bei der Redaktion oder Archivierung – aufgeholt werden.
Ende Sommer seien die Behörden mit wenigen Ausnahmen wieder in der Lage gewesen, ihre Sitzungen normal anzusetzen. Bei jenen, die bereits vorher stark belastet waren – das Bezirksgericht Greyerz, das Friedensgericht Glane und das Oberamt Broye – habe sich die Situation aber weiter verschlechtert, so der Justizrat. Diese befürchten, nicht ohne zusätzliche Ressourcen auszukommen.
Im Bereich der Informatik seien die Gerichtsbehörden mit den Dienstleistungen des Amts für Informatik und Telekommunikation zufrieden, zusätzliche Ausrüstung sei jedoch nötig. Die Behörden hätten von zu Hause aus gearbeitet, Sitzungen per Videokonferenz fanden dagegen seltener statt.
Für die zweite Covid-19-Welle bestehe die Herausforderung darin, die Arbeitsorganisation trotz der steigenden Zahl von Personen in Isolation oder Quarantäne sicherzustellen.