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Viola Maybach's Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar von Sternberg kommt bei einem Unglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. »Das war's für heute - bitte denken Sie daran, dass spätestens nächste Woche die Hausarbeiten abgegeben werden müssen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.« Stühlerücken, Gemurmel, leises Gelächter - die ersten Studenten verliessen bereits den Seminarraum, während Graf Albert von Schmalensee begann, seine Papiere zusammenzupacken. Eine Vorlesung musste er noch halten, dann war er fertig für heute. »Herr Professor, ich hätte noch eine Frage zu meiner Arbeit.« Eine sehr hübsche dunkelhaarige Studentin lächelte ihn schüchtern an, aber Albert wusste, dass ihre Schüchternheit nur gespielt war. Britta Vancampe war ein raffiniertes kleines Biest, das mit allen Mitteln versuchte, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Er gab sich keinen Illusionen hin, warum sie das tat. Sie war nicht etwa in ihn verliebt, sondern sie versuchte nur, auf diese Weise vielleicht eine bessere Note für ihre miserablen Leistungen herauszuholen. Es würde ihr nicht gelingen, er war in dieser Hinsicht zum Glück nicht anfällig.
Portrait
Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer grossen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt "Das Tagebuch der Christina von Rothenfels", "Rosenweg Nr. 5", "Das Ärztehaus" und eine feuilletonistische Biografie. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.