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Definition: Fixationsdauer
Die Fixationsdauer wird als Mass für die Intensität der Bearbeitung der betrachteten Information verwendet. Sie wird dabei von den kognitiven Prozessen beeinflusst, die zur Verarbeitung der während der Fixation aufgenommenen Informationen herangezogen werden. Sie gilt daher auch als ein Mass für die kognitive Beanspruchung.
Die Interpretation der Fixationsdauer ist vom Aufgabentyp abhängig:
- Verlangt die Aufgabe überwiegend zentral kontrollierte Verarbeitung dann ist die Verlängerung der Fixationsdauer ein Hinweis auf grössere Beanspruchung.
- Verlangt die Aufgabe schnelles Reagieren dann wird bei grosser Beanspruchung die Fixationsdauer verkürzt.
Eigenschaften der Fixationsdauer:
- Die Fixationsdauer wird für jede einzelne Fixation bestimmt. Üblich ist dabei die Bildung des Mittelwertes zwischen zwei Sakkaden, bzw. zwischen Sakkade und Regression.
- Eine Fixation dauert ca. 100-600ms
- Beim Lesen sind sie abhängig von der Lesekompetenz und von der Textschwierigkeit (100-300ms)
- Beim Suchen und Orientieren sind sie eher kurz (100-200ms)
- Beim Studieren von Details sind sie dagegen typischerweise lang (300-600ms)
- Auch während der Fixation sind die Augen nicht starr sondern werden durch unwillkürliche Augenbewegungen in Bewegung gehalten. Dies Mikrobewegungen sind:
- schnelle Mikrosakkaden
- langsame Driftbewegungen
- zitternden Tremor
- Die Mikrobewegungen sind bei der Blickbewegungsregistrierung bei Usability-, UX- und Marketing-Analysen selten von Interesse und können daher von der Blickverlaufsanalyse-Software, wie z.B. Tobii Studio, kompensiert werden.
- Die vollständige Stabilisierung des Netzhautbildes führt zum Verschwinden des Wahrnehmungseindrucks.