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Alzheimererkrankung und Langzeitwirkung von Memantin
Memantin bewirkt bei Alzheimerpatienten eine Verbesserung der Wahrnehmung, der psychomotorischen Funktionen, erleichtert die Alltagsaktivitäten und reduziert die Abhängigkeit der Erkrankten. Folgende Verlängerungsstudie untersuchte die Langzeitwirkung von Memantin.
175 Patienten mit mittelschwerem bis schwerem M. Alzheimer wurden in die 24-wöchige Extensionsphase eingeschlossen. Diese 24-wöchige Studie folgte auf eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte 28 Wochen dauernde Primärstudie. Die Betreuer der Extensionsstudie blieben gegenüber der initialen Studienmedikation verblindet. Die Patienten erhielten Memantin 20 mg/Tag oder Placebo. 175 Patienten der Primärstudie wurden in der Extensionsphase ambulant betreut. Primäre Endpunkte waren das Wirkungs- und Sicherheitsprofil von Memantin.
Patienten, die von Placebo auf Memantin umgestellt wurden, profitierten signifikant vom Medikament bezüglich verschiedener Wirksamkeitskriterien (globale Funktion, Alltag, Wahrnehmung). Im Vergleich zum Placebo war die mittlere Verfallsrate während des Studienverlaufs unter Memantin weniger ausgeprägt (p<0.05). 78% der Studienteilnehmer beendeten die Extensionsphase. Das günstige Sicherheitsprofil von Memantin entsprach demjenigen bereits durchgeführter Studien.
Konklusion der Autoren: „Die Resultate der Extensionsstudie demonstrieren die wirksame und sichere Verwendung von Memantin beim mittelschweren bis schweren M. Alzheimer".
Link zur Studie
Arch Neurol. 2006;63:49-54 - Reisberg B et al
17.01.2006 - gem