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Die zweite Tiefenrauschproduktion namens PEST thematisiert das europäische Spätmittelalter (1250-1500) und wird voraussichtlich im Frühling 2023 aufgeführt.
Konzept
Die interdisziplinäre, spartenübergreifende Herangehensweise von KALENDA MAYA wird beibehalten. Das Musik- Tanz- und Bildtheater erfährt aber eine konzeptionelle Erweiterung. Die Kalenda Maya-Protagonisten Parzival und Sigune werden als Reisebegleitende weiterleben und die Folgeprojekte mitgestalten; als Beobachtende, als Publikum.
Inhalt
Kernthema der Rahmenhandlung ist der Schwarze Tod, die Pest-Pandemie zwischen 1347 – 1353, die etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung sterben liess. Der Tod steht deswegen im Zentrum des Geschehens. Auch die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft interessiert uns. Verschwörungstheorien hatten damals wie heute Hochkonjunktur. Darunter hatten auch die Juden zu leiden. Judenpogrome vor allem auch im süddeutschen und schweizerischen Raum prägten jene Jahre.
Rahmenhandlung / Werke
Literatur
Teile des Werks Der Ackermann von Böhmen von Johannes von Tepl, ein Streitgespräch zwischen dem Ackermann und dem Tod
Zitate von Zeitzeugen während der Zeit der Pest, u.a. von Giovanni Boccaccio und Francesco Petrarca
Musik
Guillaume de Machaut, Francesco Landini, John Dunstable u.a.
Bildende Kunst
Giotto, Ambrogio Lorenzetti, Jan van Eyck u.a.
Tanz
Domenico da Piacenza