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Eine Inszenierung des Theaters Ariane nach dem Roman von Virginia Woolf.
Das Theater Ariane wagt mit seiner Inszenierung des Romans «To the Lighthouse» der grossen englischen Literatin Virginia Woolf einen Versuch der Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigem.
Auf der Bühne stehen zwei Frauen. Die eine verloren im Augenblick. Die andere verloren in der Erinnerung. Im Verlauf des Abends werden sie sich begegnen. Sie werden zueinander und voneinander sprechen und über ihr Sprachspiel die Zeit, die sie trennt, vergessen.
Sie steht an der Staffelei. Sie malt, was sie sieht, was sie erinnert.
Sie sitzt am Fenster. Sie wird gemalt, sie wird gesehen, sie wird erinnert.
Die beiden Frauen probieren Zeitformen an wie Kleider, und versuchen so, ihre Wünsche Wirklichkeit und ihre Erinnerungen Gegenwart zu machen.
Die Inszenierung setzt die Lupe an: Eine Übermutter und Vorzeigeehefrau, und eine alleinstehende, selbstbestimmte Künstlerin. Zwei Frauen oder doch zwei Seiten derselben Frau? Gefangen in den Rollenzuschreibungen einer (vergangenen?) Zeit. Getrieben, diese zu erfüllen. Zugleich verzweifelnd an der Enge und gewillt, sich neu zu erzählen.
Und manchmal ist der Anker der Welt ein Salzstreuer auf einer blumenbestickten Tischdecke…