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1857 segelte Melville Charles Scammons, ein amerikanischer Walfänger, entlang der mexikanischen Küste. Hier traf er auf eine Bucht, die nach ihm benannt wurde und heute Ojo de Liebre heisst. In dieser seichten Bucht tummelten sich damals und heute die Grauwale, um hier ihre Jungen zur Welt zu bringen oder neue zu zeugen.
Es hat nicht viel gefehlt und es wäre Scammons und seinen Walfänger-Kollegen gelungen, die Grauwale komplett auszurotten, um an das wertvolle Walöl zu kommen. Der Bestand ging auf unter 2’000 zurück, als die Jagd aufhörte. Heute sind die Grauwale geschützt, der weltweite Bestand hat sich erholt und beträgt zurzeit rund 20’000 Exemplare. Mehrere Tausend davon treffen sich jedes Jahr – von Dezember bis April – hier und in zwei weiteren Lagunen, die weiter südlich liegen.
Am 31. Januar 2020 trafen wir in Guerrero Negro ein, dass unweit der Lagune Ojo de Liebre liegt. Wir buchten für den nächsten Morgen eine mehrstündige Tour und waren gespannt, was wir zu sehen bekommen. Es war einfach überwältigend! So viele Wale wie hier – viele davon waren Mütter mit ihren Jungen – haben wir noch nie zu Gesicht bekommen. Und das von so nahe!
PS. Wir sind so begeistert von dem, was wir heute zu sehen bekamen, dass wir ein weiteres Wale Watching planen. Allerdings nicht hier, sondern in der Laguna von San Ignacio, wo wir in ein paar Tagen sein werden.