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Mit dem Tod von sechs Extremsportlern, die beim Salzburger Getränkekonzern Red Bull unter Vertrag standen oder bei Veranstaltungen des Unternehmens mitgemacht haben, hat sich Montagabend eine Dokumentation des deutschen Senders ARD beschäftigt. Es wurde der Verdacht geäussert, die Sportler seien von Red Bull unter Druck gesetzt worden.
Unter anderem wurde der Tod des Schweizer Basejumpers Ueli Gegenschatz dokumentiert, der im November 2009 bei einer Werbeveranstaltung von Red Bull vom 88 Meter hohen Sunrise Tower in Zürich-Oerlikon sprang. Ein Windstoss katapultierte ihn zunächst auf ein Vordach, danach prallte er unkontrolliert auf den Boden.
Zwei Tage nach dem Unglück verstarb Gegenschatz aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen. Nur wenige Wochen zuvor war Basejumper Eli Thompson während Dreharbeiten für einen Red Bull-Promotionfilm tödlich verunglückt.
Red Bull: "Vorhaltungen gegenstandslos"
Mit der Sendung "Die Story im Ersten: Die dunkle Seite von Red Bull" wurden die vom Konzern unterstützten waghalsigen Unterfangen unter die Lupe genommen. Red Bull äusserte sich erst am Dienstagnachmittag.
"Motivation und Ausrichtung dieses TV-Beitrags waren schon im Vorhinein völlig offensichtlich, weswegen wir auf Gespräche mit den Produzenten verzichtet haben", erklärte der Konzern gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
"Dass die Vorhaltungen gegenstandslos sind, ist für jeden offensichtlich, der weiss, wie Medien funktionieren, und der uns auch nur im Entferntesten kennt", hiess es weiter.
Auch Stratosphären-Springer unter Vertrag
Den waghalsigsten Sprung der Red Bull-Geschichte absolvierte der Extremsportler Felix Baumgartner im Oktober 2012, als er aus der Stratosphäre auf die Erde sprang. Nach anfänglichem Trudeln, dem sogenannten Spinning, gelang Baumgartner der Rekordsprung aus fast 39 Kilometern Höhe und er landete sicher auf der Erde.
Red Bull setzt viel auf das Marketing mit Sportlern wie Felix Baumgartner oder Sebastian Vettel. 2012 verkaufte das Salzburger Unternehmen weltweit 5,226 Milliarden Dosen, um 12,8 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Preise sowie währungsbedingt um 15,9 Prozent auf 4,930 Milliarden Euro.