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Radioaktive Strahlung ist eine natürliche Erscheinung bei bestimmten Atomsorten. Atome sind die kleinsten Teile eines chemischen Elements. Würde man ein Atom auf die Dimensionen eines Fussballstadions vergrössern, so hätte der Atomkern lediglich die Grösse eines Streichholzkopfes.
Von den rund 2500 bekannten Atomsorten haben lediglich 271 stabile Atomkerne; alle anderen «zerfallen» ohne äussere Einwirkung spontan und senden dabei Strahlung aus (fast immer energiereiche Teilchen und häufig auch durchdringende Strahlung). Diese Radioaktivität ist weder chemisch noch physikalisch beeinflussbar, die Strahlung aber einfach messbar.
Es gibt nichtionisierende und ionisierende Strahlung. Zu den ionisierenden Strahlen gehören Alpha- und Betateilchen sowie Röntgen- und Gammastrahlen. Die letzten beiden sind elektromagnetische Wellen mit extrem hohen Energien. Sie heissen ionisierende Strahlen, da sie Energie an die Atome und Moleküle der bestrahlten Materie übertragen, was diese ionisiert (elektrisch geladen macht). Dadurch kann das chemische Gefüge in Zellen verändert und das Funktionieren von Zellen, Geweben und Organen gestört werden, was gesundheitliche Folgen haben kann.
Die drei ionisierenden Strahlungsarten vermögen unterschiedlich tief in menschliches Gewebe einzudringen. Während Alpha- und Betastrahlen nur wenige Millimeter eindringen können, wird die energiereiche Gammastrahlung zwar abgeschwächt, gleichzeitig aber auch gestreut. (Bild: Nagra)
Vor radioaktiver Strahlung kann man sich schützen. Alpha- und Betastrahlen können mit relativ kleinem Aufwand komplett abgeschirmt werden. Gammastrahlung ist sehr durchdringend. Aber auch sie wird durch geeignete Materialien absorbiert (z. B. wenige Meter Gestein oder Beton). (Bild: Nagra)