Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/197389

<h2>SubmittedText<h2><p>In den letzten Tagen wurde überraschenderweise bekannt, dass das Bundesamt für Kultur seine finanziellen Beiträge an das Schweizer Theatertreffen, welches auch in Zürich (2018) und Winterthur (2014 und 2015) mit Erfolg durchgeführt wurde, drastisch kürzen will. Dies würde den Verlust der einzigen nationalen und alle Sprach- und Kulturregionen einbeziehenden Veranstaltung im Bereich Theater bedeuten. Die wachsende sehr positive Resonanz, auf die das Theatertreffen beim überregionalen Fachpublikum und bei der Bevölkerung an den Veranstaltungsorten stösst, spricht für eine langfristige Unterstützung.</p><p>Stimmt es, dass das Bundesamt für Kultur seine finanzielle Unterstützung des Schweizer Theatertreffens kürzen will? Sollten wir nicht das Gegenteil tun und das Treffen in die Kulturbotschaft aufnehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Schweizer Theatertreffen (nachfolgend Theatertreffen) wird seit seiner ersten Ausgabe 2014 durch den Bund unterstützt. </p><p>Das Bundesamt für Kultur (BAK) leistet keine Subventionen, sondern vergütet gewisse Leistungen des Theatertreffens in Verbindung mit der Verleihung der Schweizer Theaterpreise. Seit seiner Einführung 2014 findet die Verleihung dieses Preises im Rahmen des Theatertreffens statt. Die Leistungen sind vertraglich festgelegt und beinhalten die Miete des Theaters für die Preisverleihung der Schweizer Theaterpreise sowie Technik, Personal und Kommunikation. Für die diesjährige Ausgabe war ein Betrag von 165 000 Franken vorgesehen. </p><p>Pro Helvetia hat auf Antrag Beiträge zwischen insgesamt 36 500 und 50 000 Franken pro Jahr an eingeladene Projekte aus anderen Sprachregionen geleistet. Diese Beiträge sind für den Transport der Theatergruppen zwischen den Sprachregionen sowie für die Übertitelung der Vorstellungen bestimmt. </p><p>Mit der Zusammenlegung der Schweizer Theaterpreise und der Schweizer Tanzpreise zu den Schweizer Preisen Darstellende Künste ab 2021 wird die Preisverleihung im Herbst stattfinden und somit vom Theatertreffen entkoppelt. Derzeit laufen Gespräche zwischen dem BAK und dem Theatertreffen zur Festlegung der Leistungen, die dieses weiterhin erbringen könnte. Da diese Leistungen im Vergleich zu den jetzigen geringer sein werden, müssen die aktuellen Beträge angepasst werden. </p><p>Der Bund beendet somit nicht die finanzielle Unterstützung des Theatertreffens, sondern wird den durch das BAK vorgesehenen Vertrag im Hinblick auf die effektiven Leistungen ab 2021 anpassen.</p><p>Der Bund wünscht, dass das Theatertreffen ein Partner der Schweizer Theaterpreise bleibt: In der Kulturbotschaft 2021-2024, die sich zurzeit in der Vernehmlassung befindet, ist es als aktueller Partner der Schweizer Theaterpreise aufgeführt. Wie bereits erwähnt, laufen die Gespräche über Leistungen, die das Theatertreffen in der nächsten Förderperiode erbringen kann.</p>  Antwort des Bundesrates.