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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat nach eigenen Worten die US-Steuergesetze «auf brillante Art» ausgenutzt. «Als Geschäftsmann und Immobilienentwickler habe ich die Steuergesetze auf legale Weise zu meinem eigenen Nutzen und zum Nutzen meiner Firma, meiner Investoren und meiner Angestellten genutzt», sagte Trump an einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Colorado.
Er habe die treuhänderische Verantwortung, so geringe Steuern zu zahlen wie gesetzlich möglich, sagte Trump am Montag (Ortszeit) weiter.
Die Zeitung «New York Times» hatte am Wochenende eine alte Steuererklärung Trumps veröffentlicht. Demnach machte er im Jahr 1995 Verluste von knapp 916 Millionen US-Dollar geltend. Das könnte es ihm der Zeitung zufolge 18 Jahre lang erspart haben, Einkommenssteuern an die Bundessteuerbehörde abzuführen.
Bereits vor dieser Enthüllung, während der ersten Fernsehdebatte mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton am vergangenen Montag, hatte Trump mit seinem Nichtzahlen von Steuern angegeben.
Die Demokratin Clinton hatte spekuliert, Trump habe seine Steuererklärungen womöglich deshalb nicht veröffentlicht, weil er keine Bundessteuern gezahlt habe. In den einzigen Jahren, für die es Belege gebe, sei es jedenfalls so gewesen. «Das bedeutet, dass ich schlau bin», unterbrach Trump. (sda/dpa)
US-Präsident Donald Trump hat dem Magazin «Time» ein Interview über seinen Umgang mit Fakten gegeben. Die zugehörige Titelseite sagt alles aus über den Inhalt: «Ist die Wahrheit tot?»
Richard Nixon musste 1974 als bis heute einziger US-Präsident zurücktreten. Er war über den Watergate-Skandal gestolpert. In der legendären Interviewserie mit dem britischen TV-Moderator David Frost konnte er sich drei Jahre später zu einer Entschuldigung an das amerikanische Volk durchringen. Doch Nixon äusserte auch einen Satz, der sein fehlendes Schuldbewusstsein schonungslos entlarvte: «Wenn der Präsident etwas tut, ist es nicht illegal.»
Donald Trump ist nicht Nixon, oder noch nicht. Obwohl …