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Logistikkulturen: Pilotstudien für eine Kulturgeschichte globaler Materialflüsse
Prof. Dr. Monika Dommann
Eine Serie von Pilotstudien analysiert die Konzepte und Praktiken, die bei der Entstehung von globalen Materialflüssen involviert sind. Die Studien verfolgen das Ziel, Methoden für die Erforschung von Logistik als verbindendes Werkzeug moderner Gesellschaften zu erkunden.
Eine erste Studie widmet sich der Geschichte von Paletten – zentralen Basismodulen von Material Handling im grossen Massstab, die zu einem materiellen Ikon der Gegenwart avancierten. Sie beschäftigt sich mit der Entstehung und den Grenzen von globalen Standards und den widerstreitenden Strategien der USA und Europas seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine zweite Studie versucht das Potential der Wissenschaftsgeschichte für die Wirtschaftsgeschichte auszuloten. Sie analysiert wie logistische Konzepte im Austausch zwischen Militär und unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen entstanden und sich dabei veränderten. Eine dritte Studie beschäftigt sich mit den komplexen komplementären Beziehungen zwischen Material- und Informationsfluss. Sie untersucht die kulturellen Wurzeln und sozialen Gebrauchsweisen von Aufschreibetechniken (beispielsweise Frachtbriefe oder Verpackungsgrafiken) und ihre Funktion für die Herstellung von logistischen Ketten. Pdf
Bild 1: Materials Handling and Distribution, December 1929, 71.
Bild 2: Army Services Manual M703–4, Washington 1943. Headquarters Army Service Forces, 1 September 1943. Station Supply Procedure. Procedure for the Requisition, Purchase, Receipt, Issue, and Shipment of Material (Execept for Subsistence). Army Service Forces Manual M403 Supply, Washington 1943, 77.
Logistikkulturen: Pilotstudien für eine Kulturgeschichte globaler Materialflüsse