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Die Familie Rosenblatt wohnte 1504 in Rheinfelden, bald zog Magdalena Rosenblatt allein mit den Kindern in ihre Heimatstadt Basel; die Kleinen bekamen ihren Vater nicht mehr zu Gesicht. Wibrandis Rosenblatt trat erst in die Geschichte ein anno 1527, ein Jahr nach dem Tod ihres ersten Ehemannes Ludwig Keller, als sie sich mit Johannes Ökolampad, dem Basler Reformator, verheiratete. Eine schnelle Wiederverheiratung war damals üblich, sonst wäre die Frau bevormundet worden; dazu war da noch die kleine Halbwaise Wibrandis.
An der Seite Ökolampads
Dem gut zwanzig Jahre älteren Ökolampad begegnete sie, als er Prediger an der Martinskirche war. Er vollzog die Priesterehe als einer der letzten Reformatoren, angetrieben durch seinen Strassburger Freund Martin Bucer. Die Heirat des stadtbekannten Basler Pfarrers, der als Theologieprofessor und Hebraist lehrte, mit der jungen Frau löste bissigen Spott aus.
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