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- Technischer Bericht NTB 83-17Download
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Bei der Endlagerung von schwach- und mittelaktiven Abfällen in geologischen Formationen wird vom Behälterwerkstoff eine gute Langzeitkorrosionsbeständigkeit gegen Medien von aussen wie auch gegen die Verfestigungsmatrix von innen verlangt. Als Endlager für solche Abfälle werden u. a. Anhydrit-Lagerstätten in Erwägung gezogen.
Blech- bzw. Plattenproben von 14 metallischen und 8 nichtmetallischen Werkstoffen wurden in einem Stollen im Anhydrit- und Gipsbergwerk Felsenau/AG während 5 Jahren auf ihre Beständigkeit in Stollenatmosphäre, Anhydritpulver, Gipspulver, Gips und Zement getestet.
In allen angewendeten Medien ist von den untersuchten metallischen Werkstoffen nur rostfreier Chrom-Nickel-Stahl korrosionsbeständig. Verzinktes und verzinntes Eisenblech sowie Reinaluminium und Aluminiumlegierungen sind nur in Stollenatmosphäre korrosionsbeständig, verbleites Eisenblech darüber hinaus noch in Zement. Aluminium wird in Zement aufgelöst.
Blankes Eisenblech korrodiert stark. Die untersuchten nichtmetallischen Beschichtungen (Lacke, Einbrennlacke, Einbrennharze) blättern in den angewendeten Medien zum Teil schon nach einem Jahr ab und bieten daher für Eisenblech keinen Korrosionsschutz.
An den untersuchten 8 Kunststoffen (6 ohne, 2 mit Glasfaserverstärkung) wurde nach fünfjähriger Lagerung kein Einfluss der verschiedenen Medien beobachtet.