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Die Jurymitglieder in einem möglichen Strafverfahren gegen US-Sänger R. Kelly (53, «I Believe I Can Fly») in New York sollen zu ihrem eigenen Schutz anonym bleiben und teilweise abgeschirmt werden.
Dies entschied eine Bundesrichterin in der US-Stadt, wie CNN am Sonntagabend (Ortszeit) berichtete. Der frühere Musik-Superstar sitzt seit August in Chicago in Haft. Dort sowie in New York und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen ihn vor - unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Der Musiker beteuert seine Unschuld und hat bereits mehrfach auf nicht schuldig plädiert.
«Die Einsetzung einer anonymen Jury ist angesichts der Schwere der Vorwürfe, der Vorgeschichte des Angeklagten in Bezug auf die Behinderung von Gerichtsverfahren, des Potenzials zur Einschüchterung der Geschworenen und der Intensität des Medieninteresses an diesem Fall angemessen», schrieb Richterin Ann Donnelly laut CNN zur Begründung. Der Sender berief sich dabei auf Gerichtsdokumente von Anfang Oktober, die erst Ende vergangener Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Donnelly gab damit einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Diese hatte argumentiert, dass Kelly versucht habe, Zeugen und Geschworene bei einem früheren Prozess zu beeinflussen. Die Vorwürfe des Missbrauchs Minderjähriger und erwachsener Frauen gegen den Sänger reichen bis in die 90er-Jahre zurück. (aeg/sda/dpa)