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Projekt
Das Ausbauprojekt zwischen Airolo und Lavorgo von 220 kV auf 380 kV ist im Rahmen der Fertigstellung des 380-kV-Netzes auf nationaler und internationaler Ebene von strategischer Bedeutung. Auf dem neuen 380-kV-Trassee wird eine 132-kV-Leitung der SBB mitgeführt, die es ermöglicht, für das gesamte Tessin eine Redundanz zu schaffen.
Die bestehende Leitung gilt heute als veraltet und muss mittelfristig unabhängig vom betreffenden Ausbauprojekt saniert bzw. erneuert werden. Das Projekt ermöglicht den Bau einer zweiten 380-kV-Verbindung zwischen dem Kanton Tessin und der übrigen Schweiz. Durch diese neue Verbindung wird verhindert, dass internationale Ströme das 220-kV-Netz überlasten. Auf diese Weise werden Produktionsbeschränkungen bei den Wasserkraftwerken im Maggiatal künftig vermieden.
Wie kam es zu diesem Projekt?
Im November 2013 haben der Kanton Tessin, Swissgrid, AET und die SBB in Absprache mit dem Bundesamt für Energie (BFE) beschlossen, besser auf die spezifischen Umgebungsbedingungen abgestimmte Varianten zu erstellen, die zudem einen umfassenden Ansatz für den gesamten Bereich Alto Ticino berücksichtigen sollten, statt sich wie bislang rein auf die Leventina zu beschränken. Daher haben sie gemeinsam die «Neuordnungsstudie zum Hoch- und Höchstspannungsnetz im Tessin» gestartet. In einem ersten Schritt wurde der Bereich betrachtet, der als «Sektor Alto Ticino – Westteil» bezeichnet wird und das Maggiatal, das Locarnese bis Magadino, das Bedrettotal und die Alta Leventina bis Lavorgo umfasst.
Die «Neuordnungsstudie»
Die Studie hat zur einstimmig durch das BFE und die Begleitgruppe des Verfahrens getroffenen Auswahl der «Lösung zur Neuordnung der Übertragungsleitungen (Variante Leventina + 14)» aus etwa 70 möglichen Optionen geführt. Diese Lösung ermöglicht unter anderem den Abbruch von rund 60 km Leitungen.