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Ausserdem würden die Schweizer und Schweizerinnen überhaupt mehr als Angestellte im Rest Europas verdienen - wenn nur nicht alles so teuer wäre…
Gemäss der jährlich durchgeführten Online-Lohnstudie von monster.ch/jobpilot.ch verdienen auch 2005 in der Schweiz die Angestellten in den Berufsgruppen Consulting und IT/Telekommunikation am meisten. Die Studie beruht auf den Lohnangaben, die rund 260'000 Schweizer Teilnehmende beim Online-Gehaltstest machten, der auf monster.ch und jobpilot.ch zu finden ist. Die Analyse der Daten wurde von der Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz durchgeführt. Um die Durchschnittswerte vergleichbarer zu machen, liessen die Auswerter dabei Gehälter aus der Führungsstufe (CEOs usw.) sowie von Berufseinsteigern weg.
Allerdings: Die Verhältnisse dürften wohl in etwa stimmen, die konkreten Zahlen, die in der Studie genannt werden, müssen aber trotz der grossen Datenbasis wie bei jeder Online-Umfrage mit Vorsicht genossen werden. Zum Beispiel sind die angegebenen Durchschnittslöhne dieses Jahr durchs Band um 5000 bis sogar über 10'000 Franken tiefer als vor einem Jahr
. In der uns vorliegenden Mitteilung wird diese Diskrepanz aber nicht angesprochen, und für eine Erklärung war niemand zu erreichen.
Trotzden hier die Ergebnisse: Schweizer Consulter verdienen gemäss diesen Zahlen durchschnittlich 91'000 Franken im Jahr, ICT-Leute 86'000 Franken. (Wir verwenden hier der Einfachheit halber das Wort "durchschnittlich". In Wirklichkeit handelt es sich beim angegebenen Wert um den Median. Erklärung siehe unten.)
Auf dem dritten Platz findet man die Naturwissenschaftler mit durchschnittlich 80'000 Franken Jahresverdienst. Am untersten Ende der Skala medizinischen Berufe sowie die Sammelkategorie "Andere Dienstleistungen/Sonstige" mit 65'390 resp. 64'000 Franken.
Im Vergleich zu liegt die Schweiz ausserdem bei den allgemeinen Durchschnittslöhnen an der Spitze. Der durchschnittliche Bruttojahreslohn beträgt hierzulande 42'000 Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Deutschland (35'000 Euro) und Grossbritannien (34'500 Euro)
Deutlich weniger verdient man beispielsweise in Italien
(22'500 Euro) und in Frankreich (20'500 Euro). Das dürfte aber durch die höheren Lebenskosten hierzulande stark relativiert werden. So liegt gemäss dieser Studie zwar der Durchschnittslohn hierzulande 20 Prozent höher als in Deutschland, aber laut dem OECD-Vergleichsindex liegen unsere
Lebenshaltungskosten sogar um 28 Prozent höher.
Median
Für die Angabe der durchschnittlichen Gehälter verwendet die Fachhochschule Solothurn nicht den mathematischen Durchschnittswert, sondern wie bei Lohnstudien üblich, den Median. Das heisst, das jeweils genau die Hälfte der Angestellten einen tieferen Lohn hat, als den angegebenen Wert, und die andere Hälfte einen höheren. Dieser Wert ist etwas unempfindlicher gegen "Ausreisser", also ungewöhlich tiefe oder hohe Gehälter, als der normale Durchschnittswert.(hjm)