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Die Beanspruchung der Rasen durch uns Menschen ist gross. Wir gehen und liegen an jedem schönen Tag auf den Pflanzen herum. Das ertragen nur robuste und niedrigwüchsige Pflanzen. Wenn sie blühen, verwandelt sich der grüne Teppich in einen Blütenteppich, bestehend aus rotem und weissem Klee, gelbem Hornklee, blauvioletter Brunelle und vielem mehr.
Vorkommende Pflanzenarten:
Ein englischer Rasen, ein Sportrasen oder das Green auf Golfplätzen besteht aus einigen wenigen Zuchtgrassorten und braucht einen grossen Pflegeaufwand. Ohne regelmässiges Düngen und Mähen und ohne gelegentlichen Herbizideinsatz wandern bald andere Pflanzen ein, die dann als «Unkräuter» gelten. Wobei «Unkraut» eine sehr subjektive Bezeichnung ist. «Blume» wäre in den meisten Fällen treffender, denn die «Unkräuter» tragen oft schöne Blüten. Wer findet schon ein Gänseblümchen oder die himmelblauen Blüten eines Ehrenpreises hässlich?
Und wie viel «Unkraut» erträgt nun ein Rasen? Einmal abgesehen von den extrem beanspruchten Rasen auf Sportplätzen, ertragen Rasen so viel «Unkräuter» - oder eben «Blumen» - wie wir ihnen zugestehen. Gräser und Kräuter können problemlos nebeneinander wachsen. Die Frage ist, ob es in dem einheitlichen Grün auch ein paar Farbtupfer haben darf. Im Reussdeltagebiet darf es das - zum Glück.