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- Im Kampf gegen Korruption im Spitzensport wollen die Abgeordneten des Europarats internationale Verbände wie Fifa und Uefa unter externe Kontrolle stellen.
- Einer entsprechenden Resolution stimmte die Parlamentarische Versammlung in Strassburg zu.
- Ein neues Kontrollgremium soll darüber wachen, dass ethische Grundsätze eingehalten werden und Wahlen zu wichtigen Posten «integer» ablaufen.
Die Parlamentarier aus den 47 Mitgliedstaaten forderten, die Europäische Union solle die Einrichtung einer solchen Stelle vorantreiben – in Zusammenarbeit mit dem Fussball-Weltverband (Fifa), der Europäischen Fussball-Union (Uefa) und dem Internationalen Olympischen Komitee.
Anlass zum Beschluss war ein Fifa-kritischer Bericht der luxemburgischen Abgeordneten Anne Brasseur. Sie prangert darin den Führungsstil von Fifa-Präsident Gianni Infantino an. Faktisch entscheide zum Beispiel er allein über die Besetzung von Schlüsselposten.
Die Fifa steht ohnehin wegen der Vergabe der beiden kommenden Fussball-Weltmeisterschaften in Russland und Katar in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in beiden Ländern Arbeiter beim Bau der Stadien ausgebeutet würden.
Eigentlich müsste die Schweiz kontrollieren
Der Antikorruptions-Experte Mark Pieth befürwortet das Vorgehen des Europarats. Doch, so Pieth, müsste eigentlich die Schweiz die Fifa besser kontrollieren. Schliesslich habe der Verein hier seinen Sitz. Pieth war von der Fifa angestellt, um die Korruptionsvorwürfe zu untersuchen. Nach zwei Jahren gabe er seinen Posten auf.