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Die Cargo-Bereiche der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und der italienischen Staatsbahnen FS werden in eine gemeinsame Firma überführt. Die Verwaltungsräte von SBB AG und FS haben dem Joint-Venture zugestimmt.Dieser Inhalt wurde am 24. Januar 2000 - 15:07 publiziert
Die Cargo-Bereiche der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und der italienischen Staatsbahnen FS werden in eine gemeinsame Firma überführt. Die Verwaltungsräte von SBB AG und FS haben dem Joint-Venture zugestimmt.
Wie die SBB am Montag (24.01.) mitteilten, wird der Gründungs-Vertrag Anfang Februar in Rom unterzeichnet. Die gemeinsame Firma mit dem Namen “Cargo SI” soll ihre operative Tätigkeit spätestens am 1. Januar 2001 aufnehmen.
SBB und FS halten je eine 50-Prozent-Beteiligung an der Gesellschaft. Mit der gemeinsamen Firma wollen FS und SBB ihre Dienstleistungen im nationalen und internationalen Gütertransport sowie im logistischen Bereich verbessern und damit den Marktanteil der Bahnen erhöhen.
Nach SBB-Angaben soll “Cargo SI” langfristig zu den zwei bis drei führenden Güterbahnunternehmen Europas gehören. Die neue Firma ist für das Management aller Aktivitäten verantwortlich, das heisst Produktion, Marketing, Einkauf und Verkauf, Zugsfahrplan und Disposition, Finanzen und Stabsaufgaben.
Erste Integrationsschritte durch das Management von “Cargo SI” beginnen unmittelbar nach Unterzeichnung der Verträge. Aktiven und Passiven sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 transferiert werden.
Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband (SEV) hält das Joint-Venture “für strategisch richtig und für die in der gegenwärtigen Situation beste Alternative”. Aus gewerkschaftlicher Sicht sei das Projekt allerdings mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, wie der SEV in einem Communiqué schreibt. Der SEV habe deshalb Verhandlungen mit den italienischen Eisenbahngewerkschaften aufgenommen. Auf diesem Weg sollen gemeinsame Ziele und Strategien definiert sowie die Interessen der italienischen und schweizerischen “Cargo SI”-Angestellten gemeinsam gewahrt werden. Es gelte, “einen zweiten Fall ADtranz zu verhindern”, schreibt der SEV in seiner Mitteilung.
SRI und Agenturen
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