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Mit der Schematherapie alte Muster erkennen und verändern
Schematherapie ist eine Form der Psychotherapie, die in innovativer und systematischer Weise Elemente verschiedener Therapieformen verbindet. Ursprünglich wurde Schematherapie zur Behandlung von schweren Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Heute wird sie jedoch zunehmend auch bei affektiven Störungen (Angst, Depression), Zwangsstörungen sowie Lebensproblemen und inneren Konflikten erfolgreich eingesetzt.
Mit einem schematherapeutischen Vorgehen werden, persönliche Probleme auf verschiedenen Ebenen (Gefühle, aktuelles Verhalten, Lebengsgeschichte) verstanden und bearbeitet. Es werden erlebnisorientierte und imaginative Techniken eingesetzt. Grundlage der Techniken bildet die Arbeit mit dem Genogramm (dem psychologischen Familienstammbaum) und mit den sogenannten Schemata („Lebensfallen“) sowie den spezifischen Modi („Anteile“).
Sie hilft dabei:
- Verständnis für die in der Kindheit unerfüllten Bedürfnisse (nach Sicherheit, Zuwendung, Fürsorge etc.) zu wecken,
- zu erkennen, welche Schemata sich daraus entwickelt haben und zu erfassen, in welcher Weise diese das heutige Leben ungünstig beeinflussen,
- zu erarbeiten, was der Betroffene heute tun kann, um seine aktuellen Bedürfnisse besser zu erfüllen.
Die schematherapeutische Therapiebeziehung ist ebenfalls ein wichtiger Baustein. Sie besteht aus einer warmherzigen und unterstützenden Beziehung, in der der die Therapeutin für den Hilfesuchenden als echter (nicht perfekter) Mensch und Gegenüber auftritt.