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Die Ukraine verfügt über die neuntgrösste Waldfläche Europas. Die Kriegshandlungen seit Ende Februar hätten darin immense Schäden angerichtet und Waldbrände entfacht, erklärte der deutsche Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir, derzeit Vorsitzender von ‹Forest Europe›, am High-Level Policy Dialogue der Forstministerkonferenz vom 30. August. Der deutsche Bundesminister spricht von einer ‹Schneise der Zerstörung›, die Russlands Angriffskrieg hinterlasse.
Özdemir betonte, ‹Forest Europe› sei die ideale Plattform, um einen gesamteuropäischen Unterstützungsprozess für die Wiederherstellung der ukrainischen Waldbestände zu konzertieren. Dafür müssen zunächst die kriegsbedingten Schäden an den ukrainischen Wäldern und an der forstlichen Infrastruktur zu erhoben und die notwendigen Wiederaufbaumassnahmen bestimmt werden. Sie sollen durch bi- und multilaterale Projekte der Signatarstaaten und mit Unterstützung internationaler Organisationen während und nach Ende des Krieges umgesetzt werden.
‹Forest Europe› (der Markenname der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa) ist ein freiwilliger paneuropäischer Prozess auf hoher politischer Ebene für den Dialog und die Zusammenarbeit im Bereich der Forstpolitik in Europa. ‹Forest Europe› entwickelt für seine 46 Unterzeichner – 45 europäische Länder und die Europäische Union – gemeinsame Strategien für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder.