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Über tausend Jahre ist das Schloss alt, das hoch über dem Rheinfall thront. Dieser bringt es auf rund 15'000 Jahre, was man ihm aber nicht anmerkt. Er fällt, tobt und tost in alter Frische. Die Nächte verbringen viele seiner Besucher, die aus der ganzen Welt anreisen, in den gemütlichen "Chammern" des einstigen Hochadelssitzes. Würde kein Schloss dort stehen, man müsste eins bauen, denn einen erhabeneren Ort für einen Herrschaftssitz gibt es wohl kaum. Seit dem 9. Jahrhundert steht es hoch über dem "grossen Lauffen". Gemeint ist damit der Rhein, der seinerseits seit dem späten Quartär in sein altes Flussbett hinunterstürzt, das er sich zuvor selbst mit Kalkablagerungen verbaut hatte.