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Alle Menschen haben das gleiche Recht auf ein gutes, d.h. freies und selbstbestimmtes, Leben. Ein Leben frei von ökonomischer Ausbeutung, gesellschaftlicher Bevormundung und staatlicher Unterdrückung. Um das zu erreichen, müssen wir die Art und Weise, wie wir unsere Wirtschaft organisieren, demokratisieren. Alle Menschen müssen über den gemeinsam erarbeiteten Reichtum mitbestimmen können: Nicht nur über die Grösse des Kuchenstücks, sondern auch darüber, welcher Kuchen gebacken und wie die Bäckerei als Ganzes organisiert wird. Untrennbar damit verbunden sind der Kampf gegen die ökonomische und soziale Abwertung, Diskriminierung und Gewalt an Frauen* und Migrant*innen, genauso wie der Kampf gegen die Klimakatastrophe. Denn wir sind nur frei, wenn alle Menschen frei sind.
In meinem Leben genoss ich viele Privilegien: Meine Eltern konnten mir bei den Hausaufgaben helfen, ich ging mit meiner Familie in die Ferien, besuchte hervorragende, staatlich finanzierte Schulen und Universitäten und musste mir nie überlegen, ob ich meine Zahnarzt-Rechnung bezahlen kann. Ich erlebte keine finanziellen oder sozialen Benachteiligungen wegen meines Geschlechts, meiner sexuellen Orientierung oder meiner Herkunft. Diese Privilegien müssen zu einem Recht für alle werden. Deshalb engagiere ich mich politisch. Und weil Fortschritt gegen die Interessen der Mächtigen immer nur gemeinsam erkämpft werden kann, mache ich das zusammen mit anderen – in der Sozialdemokratie, in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen. Denn es geht uns allen besser, wenn es allen gut geht.