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Der amerikanische Hirnforscher Paul MacLean (1973) hat bezüglich der Entwicklung neuraler Gedächtnisse in der zum Menschen führenden biologischen Evolution die Theorie des sog. 'triune brain', des Dreifachhirns, entwickelt (s. dazu Fig.2 und Tab.1). Danach kann diese Entwicklung grob in drei Etappen eingeteilt werden (bzw. vier Etappen, wenn die vor der Evolution von eigentlichen Gehirnen bestehende Ausgangssituation mitgezählt wird). Wenn man das menschliche Gehirn betrachtet, findet man dementsprechend eigentlich drei verschiedene Gehirne vor, jedes mit einer spezifischen Art von Chemismus, Strukturen und Funktionen. "We are obliged," sagt MacLean (zit. nach Sagan 1977), " to look at ourselves and the world through the eyes of three quite different mentalities. The human brain amounts to three interconnected biological computers, each with its own special intelligence, its own subjectivity, its own sense of time and space, its own memory, motor, and other functions." So betrachtet liefert die Dreifachhirn-Theorie eine wichtige Grundlage für das Verständis paläopsychischer Prozesse, d.h. von alten Verhaltensformen, die wir von unsern evolutionären Vorfahren ererbt haben. Wir haben, in den Worten von von Ditfurth (1982), im Dreifachhirn eine "Paläontologie der Seele" vor uns, und ein Psychiater soll, nachdem er von dieser Theorie gehört hatte, zu einem Kollegen einmal gesagt haben, wenn ein Mensch auf dem Couch liege, sollte er immer daran denken, das er es nicht nur mit einem Menschen, sondern gleichzeitig auch mit einem Krokodil und einem Pferd zu tun hätte.