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(PizzoDei) (Kt. Graubünden,
Bez. Maloja).
2981 m. Gipfel zwischen dem Fornogletscher und dem Murettopass. Erscheint
vom
Maloja und vom Cavlocciosee her gesehen als schöne Kuppe und wird zusammen mit diesem
See oft abgebildet.
Waldwirtschaft. Kurort, schon seit 1875 auch als Winterstation (eine der zeitlich ersten in der
Schweiz)
eingerichtet und bekannt. Geschützte Lage am Hang und Fuss des
Mont de Cray. Um 750: Ransonery;
1238: Rassoneri;
1255: Rassonere,
Rassoniere;
im 17. Jahrhundert: Rossinière.
Gehörte im Mittelalter zur
GrafschaftGreierz und stand unter der Schlossherrschaft
Montsalvens. Nach Urkunden von 1359-1518 stand hier auf dem sog.
Crêt auch ein alter
Turm. Die Propstei
Rougemont erbaute in Rossinière eine St. Klotildenkapelle, an deren Stelle man nachher eine Kirche setzte, die am durch
einen Sturm zerstört und noch im selben Jahr grösser und schöner wieder aufgebaut wurde.
Das Dorf ist dreimal ganz oder grösstenteils durch Feuer zerstört worden: am und Der 53 Jahre
lang in der Kirchgemeinde amtende Pfarrer Henchoz (1754-1842)
führte die Strohflechterei ein, die lange Zeit geblüht hat.
Wie an andern Orten wütete auch hier die Pest zu wiederholten Malen, so besonders 1639. Das interessanteste
Bauwerk des Dorfes ist das sog.
GrandChalet, das 1754 von
JeanDavid Henchoz erbaut wurde, 113 Fenster hat und mit biblischen
und poetischen Sprüchen geziert ist. Es dient heute als Hotel-Pension.
Rossinière liegt in der Mitte der
Klus, die sich die
Saane durch das jurassische Doppelgewölbe der Kette
des
Vanil Noir ausgewaschen hat. Dieser tiefe
Graben reicht bis zum Dogger, Lias und sogar zur Trias (dolomitischer Kalk und
Rauhwacke) hinunter. Nördl. vom Dorf findet sich fossilführender hellgrauer oder rosaroter Liaskalk mit Belemniten. Vergl.
Château d'Œxet lePays d'Enhautvaudois; publié par le Club du Rubly.
Château d'Œx 1883.