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@ daVinnci
…."Ich bin immer wieder auf`s neue von Menschen begeistert, die sogar wissen was der Schöpfer, denkt, tut, erkennt und nicht erkennt." ….
Ich meinte mit „Schöpfer“ den Gattungsbegriff, und nicht irgend einen speziellen Schöpfer.
Sobald verrückte Menschen selber zu Schöpfern werden, indem sie Etwas erschaffen (wie etwa ein Atomkraftwerk), meinen sie ja oft in ihrem Größenwahn, dass sie schon genau wüssten, was sie da selber erschaffen, und was das für Auswirkungen für Andere hat.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Andere auch so denken, weil man vernünftigerweise davon ausgehen muss, dass man in diesem Falle die Endlagerung der Brennstäbe für 100.000 Jahre - bis die Strahlung für die Lebewesen auf der Erde ungefährlich geworden ist - (noch) gar nicht gewährleisten kann.
Dass man die Verrückten verstehen kann, wenn sie so handeln, um allen Anderen doch ihre scheinbare Allmacht zu beweisen, liegt wohl daran, dass es von ihrer Sorte so Viele gibt, sodass man meint, das sei schon ganz normal.
Deshalb sprach Moses auch zu seinem Herrn: „Herr, siehe dein Volk und vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“
…...Wie kann Gier natürlich sein?
Gier ist der unnatürliche und deshalb krankhafte Antrieb sich das zu beschaffen, was der Mensch eben nicht unbedingt zum Leben braucht. Sich das zu beschaffen was der Mensch zum Leben braucht, nenne ich: Lebenserhaltungstrieb! ….
Das Wort „Gieren“ stammt aus der Schiffersprache, und bezeichnet das Schlingern eines Schiffs auf sein Ziel hin. Und genauso schlingert der bedürftige Mensch auf das Objekt seiner Begierde hin, um den Mangelzustand, unter dem er leidet, zu beheben. Das tut er instinktiv, um sich am Leben zu erhalten, was das Gieren zu einem ganz natürlichen Vorgang macht.
Für das zwanghafte Habenwollen, obwohl mans gar nicht braucht, ist jedoch nicht die Habgier der richtige Begriff, sondern die Habsucht (auch „krankhafte Gier“ genannt). Ähnlich ist es mit der Geltungsgier, um sein Bedürfnis nach Geltung zu befriedigen, was in seiner zwanghaften Variante zur Geltungssucht wird, etc.
Begrifflich wäre es tatsächlich besser, die Gier nicht als „Antrieb“, dh den Anlass zum Gieren, oder als das „Motiv“ oder den „Zweck“ des Gierens, zu bezeichnen, sondern als das Mittel zum Zweck, um zu seinem Ziel zu gelangen - nämlich die Methode der zielgerichteten Bewegung, was bei Jemandem, der sich auf dem Schiff des Lebens mit all seinen Unwägbarkeiten befindet, leicht zu einem Torkeln wird – so, als sei er bekifft, und wüsste er gar nicht, wo die Reise eigentlich hingeht.
…..Das sehe ich ähnlich. Das Diesseits und das Jenseits ist ein großes Ganzes!....
Ein Diesseits und ein Jenseits müssen immer eine gemeinsame Grenze haben, die im Verlaufe des Lebens den Höhepunkt der menschlichen Leistungsfähigkeit darstellt, wo es diesseits davon immer bergauf geht, und jenseits davon nur noch bergab.
….Der Wechsel von Einem zum Anderen, bedeutet jeweils sterben und geboren werden. ….
Wie oben bereits erwähnt, beginnt das Leben nicht erst bei der Geburt.
Dass das Werden und Vergehen auch umgekehrt erfolgt, indem der Mensch nach einem arbeitsreichen Tag sich von den Strapazen nachts erholt, um am nächsten Tag aufs Neue seine Arbeit zu verrichten, ist ebenfalls ein natürlicher Prozess, wobei der Schlaf als kleiner Bruder des Todes nur ein Symbol für Regeneration darstellt, denn auf der Erde gibt es keine Überlebenden.
Insofern gilt das 2. Gesetz der Thermodynamik, wonach jede Ordnung der Entropie, also dem Zerfall ausgeliefert ist, ohne eine Chance zur Neuordnung, sofern keine neue Energie zugeführt wird, nicht für das Entstehen und Vergehen von sich selbst regulierende Lebewesen, denn die können sich auch neue Energie beschaffen, um die Ordnung, auf der das Funktionieren ihres Organismusses beruht, dauerhaft aufrechtzuerhalten, bis hin zur Arterhaltung durch Erschaffung neuen Lebens mittels von Fortpflanzung.
Hier spricht man dann davon, dass der Mensch in seinen selbst erschaffenen Nachkommen weiterlebt, was natürlich auch nur sinnbildlich gemeint ist, denn es sind bestenfalls ein paar Gene von ihm, die dort weiterbestehen, und die natürlich noch keine ganze Person ausmachen, die man Menschen nennen kann, selbst wenn sie geclont sein sollten, weil die Menschwerdung einen ganz individuellen Prozess darstellt, der im Einklang mit den jeweiligen Lebensumständen abläuft – ganz egal, ob der jeweilige Mensch oder seine Schöpfer das nun so bestimmen wollen, oder nicht.
Ansonsten gilt natürlich auch: "Partir est un peu mourir!" wenn man es eher melodramatisch liebt.