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Das Mariinsky Orchestra zählt zu den ältesten Klangkörpern Russlands: Es wurde 1783 in St. Petersburg, während der Regentschaft Katharinas der Grossen, als Hofkapelle gegründet. Im der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Orchester wesentlich von Eduard Nápravník geprägt, der von 1863 bis 1914 regelmässig am Pult stand und viele Jahre auch die Sinfoniekonzerte der Kaiserlich-Russischen Musikgesellschaft leitete. Die ausserordentliche Qualität des Ensembles zog Musiker aus aller Welt an und namentlich Komponisten wie Hector Berlioz, Richard Wagner, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Gustav Mahler und Sergej Rachmaninow oder Pultstars wie Hans von Bülow und Arthur Nikisch. Viele Meilensteine des Repertoires wurden vom Mariinsky Orchestra uraufgeführt, darunter Opern und Ballette von Glinka, Tschaikowsky, Mussorgsky, Rimsky-Korsakow, Schostakowitsch und Chatschaturjan. 1935, zu Sowjetzeiten, wurde der Klangkörper (und mit ihm sein Stammhaus, das Mariinsky-Theater) in Kirow-Orchester bzw. Kirow-Theater umbenannt, nach einem ermordeten Leningrader Sekretär der KPdSU. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die ursprünglichen Namen reaktiviert. Vladimir Dranishnikov, Ariy Pazovsky, Evgeny Mravinsky, Konstantin Simeonov und Yuri Temirkanov zählten zu den Dirigenten, die das Mariinsky Orchestra im 20. Jahrhundert entscheidend prägten. Seit 1988 wird das Orchester von Valery Gergiev geleitet, der das Repertoire wesentlich erweiterte und auch zuvor ignorierte Komponisten wie Strawinsky, Messiaen, Dutilleux, Henze, Schtschedrin, Gubaidulina oder Kancheli zu Gehör brachte; vor allem aber führt Gergiev seine Musikerinnen und Musiker regelmässig zu Auftritten in aller Welt: bei den wichtigsten Festival und in die grossen Musikmetropolen. Seit 2009 veröffentlicht das Orchester seine CDs auf dem eigenen Plattenlabel «Mariinsky».
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2000 unter der Leitung von Valery Gergiev, mit Werken von Bartók, Skrjabin und Mussorgsky/Ravel.
Mai 2017