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Die israelische Sopranistin Rinnat Moriah absolvierte ihr Gesangsstudium am Curtis Institute of Music in Philadelphia und sammelte wichtige Bühnenpraxis von 2009 bis 2011 als Stipendiatin im Opernstudio der Staatsoper Berlin. 2012 debutierte sie als Brigitta in Tschaikowskys Jolanthe am Theater an der Wien und gab als Waldvogel in Wagners Siegfried ihren Einstand an der Mailänder Scala. Von 2013 bis Sommer 2017 war Rinnat Moriah Ensemblemitglied am Heidelberger Theater, wo sie sich ein breites Repertoire im Koloraturfach erarbeiten konnte: mit Rollen wie der Blonde in Mozarts Entführung aus dem Serail, der Adele in Johann Strauss’ Fledermaus, der Violetta Valéry in Verdis La traviata oder dem Oscar in Verdis Maskenball. Als Interpretin Alter Musik war sie mit Porporas Polifemo, Traettas Ifigenia in Tauride und als Titelheldin in Leonardo Vincis Didone abbandonata bei den Händel-Festspielen in Halle zu erleben; bei «Winter in Schwetzingen» sang sie die Partien der Teti und der Fortuna in Jommellis Fetonte. Auf dem Konzertpodium interpretierte Rinnat Moriah Bergs Lulu-Suite (unter der Leitung von Daniel Barenboim), Orffs Carmina Burana, Poulencs und Vivaldis Gloria-Vertonungen, Pergolesis Stabat Mater und Mozarts Requiem. Nicht zuletzt hat sie sich einen Namen im Bereich der zeitgenössischen Musik gemacht: Zu ihrem Repertoire zählen auch Werke von Elliott Carter, Sofia Gubaidulina, Dominick Argento, Luciano Be-rio und Jacob Druckman; Georg Katzer komponierte für sie Das kleine Latinum. 2017 trat Rinnat Moriah erstmals mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf, als Susanna bei einer konzertanten Vorstellung von Mozarts Le nozze di Figaro. In der Elbphilharmonie brachte sie Vito Žurajs La femme 100 têtes zur Aufführung, bei den Osterfestspielen Baden-Baden sang sie Werke von Berio und Webern.
November 2017