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Am Anfang war das Wort.
Ein achtzehnmonatiges Kind soll einen Wortschatz von 200 bis 300 Wörtern haben. Ich weiss nicht mehr, welche Wörter es bei mir waren, welche ich sprechen, welche ich lallen konnte. Aber ich weiss, dass ich als Kind nicht viel gesprochen habe. Ich war schüchtern.
Ich ahnte, dass ich einmal Sprecher werden würde und wollte meine Stimme schonen.
Mit der Zeit entdeckte ich meine Stimme als Ausdrucksmittel.
Ich begann zum zweiten Mal sprechen zu lernen - diesmal bewusst.
Berufssprecher zu sein hat etwas Erhabenes.
Die einzelnen Tätigkeiten sind erfrischend profan.
Mein erster Auftrag als Sprecher war die Vertonung einer Tonbildschau über Käseherstellung in der Toni-Molkerei Gossau. Den weiblichen Part sprach Regine Kempf, die damals Ansagerin des Schweizer Fernsehens war. Ich war sehr stolz darauf.
Inzwischen habe ich fast alles gemacht, was es an Sprecheraufträgen gibt: Hörspiel, Filmkommentar, Filmsynchronisation, Voice Over, Werbespots, Live-Lesungen, Hörbücher, Hörstationen in Museen, Audioguides, Durchsagen, Telefondienste.