Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03482.jsonl.gz/2548

Die Wirtschaft sei längst global verflochten. "Die Vorstellung, dass es Produkte gibt, die nur in einem Land vorkommen, ist eine, die sich mit früheren Jahrzehnten beschäftigt, aber nicht mit der Wirklichkeit, in der wir heute leben", sagte Scholz. Bei den Verhandlungen mit den USA komme es nun darauf an, dass die von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei seinen Gesprächen Ende Juli in Washington erzielten Ergebnisse "dann auch in der Realität sich wiederfinden". Damals war der Handelsstreit für beendet erklärt und drohende Strafzölle auf Autos aus der EU vorerst abgewendet worden.
Im Zusammenhang mit der Besteuerung der digitalen Wirtschaft sei er sich mit seinen deutschsprachigen Kollegen einig, dass eine internationale Lösung gefunden werden müsse. Es gebe grosses Unbehagen, "dass Unternehmen, die zu den gewinnträchtigsten, erfolgreichsten, am meisten expandierenden gehören, möglicherweise diejenigen sind, die am allerwenigsten zahlen". Das sei weder gerecht noch fair. Auf verschiedenen internationalen Ebenen werde bereits an Lösungen gearbeitet. "Auch hier machen Alleingänge wenig Sinn, weil sie dann im internationalen Miteinander nicht funktionieren."/fi/DP/nas
(AWP)