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Curling - Die Schweizer Meisterinnen um Skip Binia Feltscher starten mit zwei Siegen in die Curling-WM der Frauen im kanadischen Saint-John. Sie bezwingen Deutschland 10:4 und danach China 6:3.
Mit Sicherheit haben es Christine Urech, Fränzi Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vom CC Flims zum Auftakt der WM nicht mit den stärksten Gegnerinnen zu tun bekommen, sie zeigten jedoch eine gute Leistung. Die deutsche Crew aus Garmisch tritt in Kanada ohne den erfahrenen Stammskip an, ohne die zweifache Weltmeisterin Andrea Schöpp. Das Team hatte sich überworfen, nachdem es im Dezember in Füssen die letzte Chance für die Olympia-Qualifikation verpasst hatte. Neuer Skip und Nummer 4 ist die bisherige Nummer 3, die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin Imogen Oona Lehmann aus Basel.
Die Schweizerinnen legten im 1. End mit dem Vorteil des letzten Steins ein Zweierhaus vor und gaben das Kommando in der Partie bis zuletzt nicht mehr ab. Mit einer 6:4-Führung stiegen sie ins 9. End und spielten ein Viererhaus heraus, nach dem die Deutschen aufgaben.
Im zweiten Match, jenem gegen die jungen WM-Debütantinnen aus China um Skip Liu Sijia, lief es den Schweizerinnen sehr harzig. Obwohl die Chinesinnen - das renommierte Team der früheren Weltmeisterin Wang Bingyu macht nach dem Misserfolg nach den Olympischen Spielen eine Pause - unerfahren sind und sich mit komplizierten Steinkonstellationen im Haus noch zu wenig gut auskennen, liessen sich die Schweizerinnen sehr lange auf ein defensives Spiel ein. Einmal in Rückstand geraten - 0:2 nach fünf Ends und 1:3 nach sieben Ends -, sahen sich die Flimser Curlerinnen in grosser Bedrängnis. Die Chinesinnen aus der Wintersport-Metropole Harbin waren nahe am Sieg, bis Skip Liu im 9. End einen kapitalen Fehlstein produzierte. Sie verfehlte mit einem Takeout-Versuch einen offen liegenden Stein, sodass die Schweizerinnen zwei Punkte zur vorentscheidenden 5:3-Führung stehlen konnten.
Den Sieg gegen China verdankt das Team in erster Linie Binia Feltscher, die viele heikle Situationen meisterte. Ihren Mitspielerinnen dagegen unterliefen ungewöhnlich viele Fehler. Die Schweizerinnen haben noch genügend Zeit, dies in den verbleibenden neun Partien der Vorrunde zu korrigieren.
SDA-ATS