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Hieraus geht hervor, daß das Lungenödem in jedem Fall ein Vorbote der eintretenden Herzlähmung, daß es stets
ein äußerst bedenkliches Symptom ist. Das Zeichen des Lungenödems ist ein feuchtes, zuerst feinblasiges (stridor), dann
grobblasiges Rasseln (stertor), das man auch ohne Auflegen des Ohrs aus einiger Entfernung beim Atmen des Kranken vernimmt.
Gleichzeitig wird der Gasaustausch durch den Austritt von Wasser in die Lungenbläschen verhindert, es
beginnt Blaufärbung der Lippen und Nägel,
[* 6] Apathie, Schläfrigkeit, Bewußtlosigkeit, kurz die Folgen der Kohlensäurevergiftung.
Auf dem sehr allmählichen Zunehmen der Kohlensäureüberladung beruhen die oft so heitern und hoffnungsreichen Traumvorstellungen
sterbender Schwindsüchtigen. - Die Behandlung ist selten von Erfolg. Nur wenn es sich um kräftige Personen, die an Lungenentzündung
leiden oder nach übergroßer Anstrengung das Lungenödem davongetragen haben, handelt, so sind ausgiebige Aderlässe empfehlenswert.
Bei herabgekommenen Kranken dagegen sind starke Reizmittel, große Senfteige auf die Brust, Glühwein, Champagner, Äther und
Moschus am Platz.