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Treibhausgasausstoss in der Schweiz 2008 angestiegen
Kalter Winter und Tanktourismus
Die Schweiz hat 2008 1,6 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase ausgestossen als im Vorjahr. Der Ausstoss ist unter anderem wegen des kalten Winters und dem Tanktourismus auf insgesamt 53,2 Millionen Tonnen angestiegen und liegt damit 0,5 Prozent über dem Wert von 1990. Dies zeigt das neuste Treibhausgasinventar der Schweiz, welches am 15. April 2010 an die UNO übermittelt wurde.
Diese Entwicklung hatte sich bereits letztes Jahr abgezeichnet. Deshalb wurde die CO2-Abgabe auf Brennstoffen gemäss Vorgabe des Parlaments auf 1. Januar 2010 von 12 Franken auf 36 Franken pro Tonne CO2 erhöht. Zudem hatte das Parlament im Sommer 2009 entschieden, einen Teil dieser CO2-Abgabe in ein Programm für klimafreundliche Gebäude zu investieren.
Die im Dezember 2009 publizierte Schätzung des BAFU, wonach das Kyoto-Ziel knapp erreicht werden kann, ist nach wie vor aktuell. Die Zunahme der CO2-Emissionen wegen der kühlen Temperaturen im 2008 wurde bereits in der damaligen Schätzung berücksichtigt. Die Beurteilung der Kyoto-Zielerreichung wird im Spätsommer 2010 aufdatiert, wenn die energetischen CO2-Emissionen des Jahres 2009 vorliegen und der Effekt der Wirtschaftskrise auf die Emissionen besser abgeschätzt werden kann.
Quelle: Medienmitteilung BAFU [1]