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Zwangserkrankungen beginnen sehr häufig im frühen Jugendalter. Sie bestehen in den meisten Fällen aus sich aufdrängenden Zwangsgedanken, die beim Betroffenen Anspannung, Unruhe, Panik und/oder Ekel auslösen. In der Folge führen sie dazu, dass der Betroffene zur Neutralisierung der unangenehm empfundenen Gefühle, Zwangshandlungen ausführt.
- intensives und ritualisiertes Händewaschen und Duschen
- Kontrollieren und Ordnen
- Berühren
- Wiederholen
- Sammeln
- Symmetrien herstellen
Zur Neutralisierung der negativen Gefühle können Betroffene aber auch mental, das heisst nur gedanklich Zwangshandlungen durchführen. Zu diesen «Denkzwängen» gehören vor allem Zählen und Beten.
Mit einer Verbreitung von ca. 2% gehören Zwangsstörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Unbehandelt verlaufen sie meist chronisch und gehen mit einem hohen Leidensdruck für alle Beteiligten einher.