Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/100044

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Finanzsektor wird in Zukunft strengeren Regeln unterzogen, die sich auf Trading-Geschäfte allgemein auswirken werden.</p><p>Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass durch die wahllose staatliche Unterstützung aller Tätigkeitssektoren der UBS auch solche Aktivitäten abgesichert werden, die über kurz oder lang eingeschränkt werden müssen und für die Bevölkerung unseres Landes nicht wirklich von Bedeutung sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die massiven Übertreibungen in der Investmentbank haben die UBS AG so schwer belastet, dass staatliche Unterstützungsmassnahmen erforderlich wurden. Redimensionierungen und Anpassungen spezifischer Geschäftsbereiche der UBS AG sind aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund regulatorischer Vorschriften notwendig und auch bereits im Gang. Diese betreffen insbesondere auch das Eigengeschäft mit hochriskanten Papieren.</p><p>Wie in seiner Antwort zur Frage 09.5050 bereits zum Ausdruck gebracht, erachtet der Bundesrat die Risikodiversifikation innerhalb eines Finanzunternehmens jedoch durchaus als wertstiftend. So hat in der Immobilienkrise Anfang der Neunzigerjahre gerade das Investmentbanking einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Bankensektors geleistet. Eine Universalbank kann zudem von Synergien profitieren. So kann beispielsweise die Dienstleistungsfunktion des Investmentbanking (die Abwicklung des Wertschriftenhandels, das Beratungs- und das Kommissionsgeschäft) direkt auf die Bedürfnisse anderer Geschäftsbereiche wie der Vermögensverwaltung abgestimmt werden.</p>