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beugen und es dann ebenfalls mit flüssigen
Substanzen in
Leuchtgas
[* 2] verwandeln. Auch kann man gepulverte Kannel- oder
Bogheadkohle
durch den Trichter J dem heißen Wassergas
[* 3] entgegen einlaufen lassen, um
Leuchtgas zu erzeugen etc.;
ja, man würde fast reines Wasserstoffgas
erzeugen können, wenn man das feuerfeste
Material aus den
Kammern C und E entfernt und durch
Eisen
[* 4] ersetzt.
Der
Ofen wird wie gewöhnlich angefeuert, so daß das
Eisen zur Rotglut gelangt.
Das Wassergas ist zwar keineswegs gesundheitsschädlicher als
Leuchtgas, aber es ist gefährlicher, weil es nicht wie dieses seine
Gegenwart durch den
Geruch anzeigt. Aus undichten Rohrleitungen kann hinreichend Wassergas ausströmen, um eine
Vergiftung herbeizuführen, ohne daß man eine
Gefahr ahnt. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, das
Gas mit einem Riechstoff
zu imprägnieren.
luftbeständiges, in
Wasser lösliches kieselsaures
Alkali. Man unterscheidetKali-,
Natron- und Doppelwasserglas und erhält diese
Präparate durch Zusammenschmelzen von Quarzsand oder Quarzpulver mit kohlensaurem
Kali, resp. kohlensaurem
Natron oder mit einem Gemisch von kohlensaurem
Kali und
Natron, stets unter Zusatz von wenig Holzkohlenpulver.
Man schmelzt in Häfen oder in einem vertieften Flammenofenherd und schöpft das fertige Wasserglas inWasser,
um es leichter pulvern zu können. Es
gleicht völlig dem gewöhnlichen
Glas,
[* 6] ist aber in
Wasser löslich und hat daher seinen
Namen. Es kommt in fester Form oder als sehr konzentrierte
Lösung mit 33 oder 66 Proz. Wasserglas in den
Handel.
Die Verwendung der Pumpen zur Bewältigung von Grubengewässern statt der bis dahin gebräuchlichen Eimerkünste fand zuerst
in der Mitte des 16. Jahrh. im sächsischen und böhmischen Erzgebirge statt, bald darauf auch im Harz. Lange Zeit verging,
ehe man anfing, die Wasserpumpen zu verbessern. Erst im 17. Jahrh. zeigten
sich derartige Bestrebungen in der Erfindung der rotierenden Pumpen und Kapselräder,
[* 29] welch letztere von Pappenheim herrühren
sollen und deshalb machinae Pappenheimianae genannt wurden. 1674 wandte Morland zuerst statt der niedrigen Pumpenkolben lange,
glatt abgedrehte Kolben an (sogen. Taucher- oder Plungerkolben).
Eine doppelt wirkende Pumpe
[* 30] zu erfinden, gelang erst 1716 dem französischen AkademikerDe la Hire. Ein wesentlich neues Prinzip
der Wasserhebung verfolgte Demour, als er 1732 die erste Zentrifugalpumpe erfand, die allerdings von unsern modernen noch
wesentlich abweicht.
[* 16]
Fig. 2 zeigt dieselbe: g senkrechte Welle, durch das Triebstockrad f bewegt. Durch
die Arme e und d wird auf der Welle ein Rohra l in schräger Richtung festgehalten, welches bei der Rotation der Welle mit herumgeht
und dabei unten sich in einem Wasserbassin w bewegt.
Von andern Wasserhebemaschinen waren die Wurfräder im 18. Jahrh. schon bekannt, ebenso die Wurf- und Schwungschaufeln. Das Prinzip der Strahlapparate
war von dem Wassertrommelgebläse her (s. Gebläse)
[* 33] längst bekannt, doch rührte die Idee des Injektors
erst aus dem Jahr 1818 von Marquis Mannonry d'Ectot her und wurde zuerst von Giffard 1858 in praktisch verwendbarer Weise durchgeführt.
Die seit Anfang des 19. Jahrh. allgemeinere Verwendung des Gußeisens im Maschinenbau war auch von wesentlichem Einfluß auf
die Konstruktion der Wasserhebemaschinen und bewirkte, daß sie, wenn auch im Prinzip nicht neu, doch in der Ausführung
bis zu einer großen Vollkommenheit gebracht worden sind.