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Autor: Guido Bielmann
Skitouren-WettkampfDie Patrouille lockte bei herrlichem Wetter 530 Zweierpatrouillen an. Sowohl auf der langen wie der kurzen Strecke wurde sicherheitshalber auf die heikelsten Passagen, «Wandfluh» und «Gratfluh», verzichtet. Dennoch kam man auf dem langen Parcours auf knapp 2135 m HD, dies mit den drei Anstiegen zum Berghaus, Reidigen und nochmals Berghaus. Trotzdem war das Rennen nahrhaft: Pulverschnee im Schatten und «Carton» in den sonnigen Teilen.
Die Siegerpatrouille mit Grégory Gex-Fabry und Reynold Ginier entschied den Wettkampf im zweiten Anstieg zum Reidigen, wo sie 1:30 Minuten Vorsprung hatte und danach das Rennen kontrollierte. Ginier stammt aus dem Les-Mosses-Gebiet und Gex-Fabry aus dem Val d’Illier. Die beiden starteten zum ersten Mal gemeinsam. Erstaunlich dabei ist, dass Gex-Fabry, der Cousin des Bergläufes Alexis Gex-Fabry, erst in seiner zweiten Wettkampfsaison steht: «Ich habe zuvor schon lange Touren unternommen, aber mit Wettkämpfen habe ich erst vergangenen Winter begonnen.»
Als erste Freiburger kamen Didier Moret und Laurent Gremaud auf dem dritten Rang ins Ziel: «Wir kämpften die ganze Zeit auf den Positionen 2 bis 4», erklärte Didier Moret, der Freiburger Sportler des Jahres 2008. Auch die beiden liefen diesen Winter zum ersten Mal zusammen. Moret hat drei Nacht-Sprints hinter sich: In Les Paccots und am Mont-Chevreuil war er je Dritter und in La Roche Vierter. Sein Hauptziel diesen Winter ist in Italien die «Mezza-Lama», das Pendant zur Patrouille des Glaciers. Aber er hat ein Handicap: Seit einigen Monaten führt er ein Sportgeschäft: «Deshalb kann ich nicht mehr viel trainieren.»
Abstecher von Buchs
Der Jauner Langläufer Andreas Buchs lief zusammen mit Stéphane Guex (Massongex) auf den fünften Rang: «Wir sind Copains, deshalb liefen wir zusammen. Ich habe mich heute super gefühlt», meinte Buchs, der an der Berra und am Mont-Chevreuil je Achter gewesen war: «Jetzt konzentriere ich mich wieder auf den Langlauf. Ich trainiere für die 50-km-SM.»
Die Deutschfreiburger hielten sich gut an der «Heim-Patrouille». Jacques Eggertswyler (St. Silvester) lief mit David Vonlanthen (Le Mouret) auf den elften Rang. Es war das sechste Rennen der Saison für Eggertswyler. «Wir sind zuvor noch nie zusammen gestartet und haben uns per Telefonkontakt gefunden. Und es lief uns heute sehr gut», meinte Eggertswyler, der auch als Ringer und in Sommer-Ausdauersportarten Erfahrung im Wettkampfsport aufweist.
Exakt hinter den beiden klassierten sich Beat Nydegger und Gérard Thürler (Schwarzsee, Düdingen), womit sie Fünfte der Senioren I wurden. Für die beiden um einiges älteren Athleten ein weiterer Erfolg: «Wir sind ausgeglichen gelaufen. In den Abfahrten haben wir jeweils verloren und in den Aufstiegen aufgeholt», meinte Nydegger.
Bei den Frauen gewannen Séverine Pont und Nathalie Etzensperger (Montana, Gamsen). Sie hatten die vergangene Austragung der Patrouille des Glaciers gewonnen. Das Duo startet regelmässig an den Europacup-Rennen. Pont stammt ursprünglich aus dem Kanton Freiburg.