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Mary-Kate und Ashley Fuller Olsen – zusammen die Olsen-Twins – standen vor ca. 30 Jahren das erste Mal für die Sitcom «Full House» vor der Kamera. Nach einer aufregenden Zeit als Teenie-Superstars beendeten die Geschwister 2011 ihre Schauspielkarriere und man hörte plötzlich nichts mehr von den beiden. Untergetaucht sind sie aber definitiv nicht. Mit «The Row» leiten sie heute ihr eigenes Fashion-Imperium.
Der Grundstein
Schon im zarten Alter von neun Monaten startete die Erfolgskarriere der berühmten Zwillinge. Damals brachte ihre Mutter die beiden zum Casting für die US-Sitcom «Full House». Das Duo kam sofort an und verkörperte von 1987 bis 1995 abwechselnd den Charakter Michelle Elizabeth Tanner. Anstatt ihr Vater, der auch mitspielte, wurden die Twins für die nächsten acht Jahre die eigentlichen Stars der Serie. Auf den Riesenerfolg folgten zahlreiche Teenie-Filme wie «Zwillinge verliebt in Paris» oder «Ein verrückter Tag in New York» mit den Blondinen in den Hauptrollen. Mit neun Jahren haben die beiden bereits so viel erlebt, dass sogar eine Biografie veröffentlicht wurde – bis sich die dann 18-Jährigen endgültig dazu entschieden, ihre Schauspielkarriere an den Nagel zu hängen.
Wie alles begann...
Mit nur neun Monaten startete die Karriere der Olsen Twins in der US-Sitcom «Full House».Getty Images
Start eines Imperiums
Schon als Mary-Kate und Ashley vier Jahre alt waren, gründeten ihre Anwälte die «Dual Star Entertainment Group». Das Unternehmen produzierte ihre Filme und TV-Serien, dazu Merchandise und Videospiele. Gemeinsam mit den Zwillingen, wuchs auch ihre Zielgruppe von jungen Mädchen zu Teenies heran. Ab 2000 lancierten die Olsens unter dem Namen «mary-kateandashley» erstmals Kleidung, CD's, Bücher und Posters. Später folgten Kosmetikprodukte, Style-Ratgeber, Puppen und Zeitschriften. Schon zu diesem Zeitpunkt galten die zwei in ihrer Generation als Stilvorbilder. Dank der beiden erfolgreichen Unternehmen kassierten Mary-Kate und Ashley schon in jungen Jahren ihre ersten Milliarden.
Ihr Imperium
2000: Die Olsen Twins erhielten ihr eigenes Game Boy Spiel.Getty Images
Imagewandel
Schon mit 19 und einem zuckersüssen Teenie-Image hatten die beiden 2006 längst ausgesorgt. Wie viele andere Kinderstars entschieden sich auch die Olsen-Twins zu einem Imagewechsel. Aus dem bunten und quirligen Mädchen-von-nebenan-Auftreten, wurden ein Gothic-Look mit Smokey Eyes, weite Kleider und eine Abneigung gegen öffentliche Auftritte. Passend dazu gründeten Mary-Kate und Ashley den bis heute erfolgreichen Fashionbrand «The Row». Die Idee dazu kam Ashley, als sie verzweifelt nach dem einen, perfekt geschnittenen T-Shirt suchte. Der Fund blieb aus, also entschloss sie sich kurzer Hand dazu, ihr eigenes Shirt zu designen. Wie bei all ihren vorherigen Projekten holte sie ihre Schwester ins Boot. 2006 folgte dann die erste, achtteilige Damenkollektion von «The Row».
Der Imagewandel
2006: Das Make-up der Zwilinge wurde greller...Getty Images
«The Row»
Seit dem Gründungsjahr 2006 regnete es für die Olsen-Twins und ihr Luxus-Label Auszeichnungen, darunter vier CFDAwards in Folge – dazu auch «Designerinnen des Jahres». Zu ihren Kundinnen gehören unter anderem Michelle Obama, Gigi Hadid oder Christina Ricci. Ihre eher minimalistischen Kollektionen mit meist schwarzen, weissen oder grauen oversized Teilen kommen an. Woran das liegt? Im Gegensatz zu vielen anderen Designern bleiben die heute 35-Jährigen ihrer cleanen, qualitativ hochwertigen Linie treu und dabei stets von Kopier-Vorwürfen verschont. Gibt es dann doch mal Rückschläge, lassen sich die beiden ehrgeizigen Schwestern nicht so schnell unterkriegen. Nachdem die erste Herrenkollektion 2009 floppte, versuchten sie sich 2018 erneut auf diesem Gebiet. Diesmal – wie gewohnt – erfolgreich. Mit dem Rückzug aus dem Rampenlicht und kaum Aktivitäten auf Social Media, halten die beiden Ihr Privatleben schon lange von der Öffentlichkeit fern. Was bei Mary-Kate und Ashley Olsen im Fokus stehen soll, ist ihre Mode. Ein Konzept, das funktioniert, denn der Einfluss der Power-Schwestern ist grösser denn je.