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In eigens gefertigten Vitrinen, vor Licht und Luft geschützt, zeigt der Martin-Gropius-Bau die 171 eng beschriebenen Seiten, die Eingang in die Weltliteratur fanden und zu den meistübersetzten Büchern der deutschen Literaturgeschichte gehören.
Anstoss für den Roman war im Kriegsjahr 1914 die als traumatisch erlebte Trennung Kafkas von seiner Verlobten Felice Bauer. Sie fand im damaligen Hotel Askanischer Hof statt - direkt gegenüber dem heutigen Gropius-Bau.
"Für uns ist es eine grosse Freude, so nahe am Ort des ersten Funkensprungs dieses Manuskript ausstellen zu dürfen", sagte Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Sein Haus hatte das Manuskript 1988 mit Hilfe von Spenden und öffentlichen Geldern für die damalige Rekordsumme von 3,5 Millionen Mark ersteigert.
Das Manuskript ist zusammen mit Erläuterungen, der Verfilmung von Orson Welles und Fotografien aus der Sammlung Klaus Wagenbach bis zum 28. August in Berlin zu sehen.
(SDA)