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Sie ist eine führende Persönlichkeit in der Welt der Brandbekämpfung und Sicherheit im Wallis. Marie-Claude Noth-Ecoeur wurde vom Staatsrat zur Chefin der Dienstelle für zivile Sicherheit und Militär ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Nicolas Moren an, welcher am 30. April 2021 in den Ruhestand trat. Marie-Claude Noth-Ecoeur wird damit die vierte Frau an der Spitze einer Dienststelle im Kanton.
Welches ist Ihre Laufbahn, die Sie heute zur Chefin der Dienstelle für zivile Sicherheit und Militär gebracht hat?
Mein Karriereweg ist sehr untypisch. Ich begann meine Ausbildung mit einer Lehre als kaufmännische Angestellte und schloss diese 1985 erfolgreich ab.
Am 1. Januar 1987 nahm ich meine Tätigkeit bei der Ciba-Geigy in Monthey auf und hatte das Glück, berufsbegleitend verschiedene Schulungen absolvieren zu können. Diese ermöglichten es mir, bestimmte Aufgaben im Unternehmen zu übernehmen.
Am 1. September 2000 wurde ich bei der Gemeinde Monthey als Chefin der Dienstelle zivile Sicherheit ernannt. Ich war dort Feuerwehrkommandantin der Stützpunktfeuerwehr von Monthey & Umgebung, Kommandantin des Zivilschutzes von Monthey & Umgebung (bis zum 1. Januar 2012, Datum des Inkrafttretens des neuen Zivilschutzgesetzes), Sicherheitsbeauftragte im Brandschutz (mit Brevet als Spezialistin der VKF, Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen), ASA-Koordinatorin (Beziehung von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit).
Am 1. Juli 2015 habe ich die Abteilung „Site Protection“ am Chemiestandort von Cimo in Monthey übernommen und war für die Organisation bei schwerwiegenden Ereignissen (ORGRA) für den Standort verantwortlich. Während diesen Jahren hatte ich die Möglichkeit, als kantonale bzw. eidgenössische Instruktorin, Technik und Taktik bei Interventionen (7 Jahre) bzw. das Verhalten bei Grossereignissen (6 Jahre) zu unterrichten.
Und Ihre politische Laufbahn?
2005 haben mir die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Monthey ihr Vertrauen geschenkt, indem sie mich in den Grossrat gewählt haben. Dies für 4 Legislaturperioden, bis April 2021. In dieser Zeit hatte ich das Glück, zweimal die Präsidentschaft zu haben, diejenige der Fachkommission für öffentliche Sicherheit, von April 2009 bis Mai 2011 und diejenige der Fachkommission für Landwirtschaft, Tourismus und Umwelt von Mai 2015 bis März 2017. In der letzten Legislaturperiode war ich Mitglied des Justizausschusses, bzw. der „Einbürgerungen“.
Die Tatsache, dass ich 16 Jahre lang in einem Parlament gesessen und als Ausschussvorsitzende Gesetze verteidigt habe, hat mir ein gutes Verständnis dafür vermittelt, wie das kantonale Parlament funktioniert. Deshalb kann ich mich heute auf die Dossiers konzentrieren, die ich vorstellen kann.
Aus welchen Abteilungen besteht die zivile und militärische Sicherheit?
Der Dienst besteht aus mehreren Abteilungen, insbesondere dem kantonalen Amt für Bevölkerungsschutz, dem kantonalen Amt für Zivilschutz, dem kantonalen Amt für Feuerwesen und dem kantonalen Amt für militärische Angelegenheiten.
Zudem stellt die Dienststelle für zivile Sicherheit und Militär in besonderen oder aussergewöhnlichen Situationen auch die Leitung des Kantonalen Führungsorgans, einem ständigen Organ des Staatsrats, sicher. Seine Aufgabe ist es, den Einsatz von Ressourcen im gesamten Kanton zu leiten und zu koordinieren.
Was wollen Sie in Ihrem Dienst, welchen Sie nun führen werden neu hinzufügen?
Ich habe gerade erst meine Tätigkeit in dieser Dienststelle aufgenommen. Ich kenne dort schon einige Ämter aus meiner beruflichen Laufbahn. Meine allererste Aufgabe ist es, die Arbeitsweise und die Herausforderungen der einzelnen Ämter zu verstehen und vor allem dafür zu sorgen, dass die bisher geleistete Arbeit fortgesetzt wird. Sobald ich mich eingelebt habe, möchte ich eine persönlichere Note einbringen, insbesondere durch Teamarbeit und Motivation auf allen Ebenen.
Zudem möchte ich die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen, Gemeinden, Kantonen, dem Bund und anderen externen Partnern intensivieren. Ziel ist es, nach Synergien zu suchen, um effizienter und effektiver auf die verschiedenen Aufgaben zu reagieren, die dem zivilen und militärischen Sicherheitsdienst anvertraut wurden.
Was macht Marie-Claude Noth-Ecoeur neben ihrer Tätigkeit?
Um abzuschalten, nehme ich mein Alphorn und gehe mit Freunden in die Berge oder schreibe Texte. Ich habe das grosse Glück, meine Emotionen leicht aufs Papier zu bringen, egal ob sie positiv oder schwierig sind. Das befreit mich total. Heute habe ich mehr als 1.500 Gedichte, welche ich manchmal gerne wieder lese, geschrieben. Ich finde auch Kraft, wenn ich in der Küche bin. Hinter meinem Ofen finde ich Ruhe und Gelassenheit. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren und ich versuche das Beste aus unseren lokalen Produkten zu machen. Anscheinend funktioniert es sehr gut, mein Mann hat am Ende einer Mahlzeit immer ein breites Lächeln auf dem Gesicht und freut sich bereits auf das nächste Essen. (sie lacht).
Welches ist Ihre Vision der Kantonspolizei Wallis?
Während meiner gesamten Laufbahn war ich mit verschiedenen Einheiten der Kantonspolizei in Kontakt. Auf ihren Rat und ihre Professionalität konnte ich mich immer verlassen. Ich finde die Kantonspolizei Wallis modern, gut ausgestattet, gut geschult und vor allem bereit, sich mit neuen Formen der Kriminalität auseinanderzusetzen. Die Kantonspolizei Wallis ist es gewohnt, zu antizipieren und einen Schritt voraus zu sein, was es ihr ermöglicht, sich entsprechend weiterzuentwickeln, um diese neuen Formen der Kriminalität zu bewältigen. Ich sage gerne, dass in unserem Kanton alles getan wird, um die Sicherheit der Walliserinnen und Walliser zu gewährleisten.