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Die Geschichte des Ölbaums und des Olivenöls
Das Olivenöl ist ein natürliches Speiseöl, das aus der Pressung der Olive (Olea europaea) gewonnen wird. Der Begriff „Vergine“ bezieht sich auf die mechanische Pressung der Oliven. Das Olivenöl ist ein wichtiger Rohstoff in der Nahrungszubereitung im ganzen Mittelmeerraum. Heute werden Oliven auch in anderen Regionen der Welt angebaut.
Im Salento geht die Produktion von ausgedehnten Olivenhainen bereits in die Antike zurück. Heute machen die Olivenhaine bis zu 40% der anbaubaren Landwirtschaftsflächen aus. Ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft und neue Märkte haben dem Olivenöl in den letzten 20 Jahren einen regelrechten Siegeszug ermöglicht. Der Wunsch nach gesunder, ausgewogener und geschmacksvoller Ernährung hat das Interesse auch in jenen Regionen geweckt, die traditionell andere Öle oder Fette in der Nahrungszubereitung verwenden (z.B. Mittel- und Nordeuropa).
Die Wiederentdeckung der Mittelmeer-Diät, eine eher vegetarische Ernährungsgewohnheit, haben dem König aller Öle, dem Olivenöl, zu diesem Siegeszug verholfen. Das Olivenöl, zusammen mit dem Brot, dem Gemüse und dem Wein, bilden die Basis einer ausgewogenen und gesunden Ernährung des Mittelmeerraums. Die positiven Nebeneffekte beim Verzehr des Olivenöls sind vielseitig. Das Olivenöl, im Gegensatz zu anderen Ölen, und speziell den (tierischen) Fetten, ist in der warmen Küche gesünder und leichter in der Verdauung. Gerade die tierischen Fette (oder auch die gesättigten Fette) können beim wiederholten und grösseren Konsum zu Herz- und Kreislaufkrankheiten führen, die in unserer modernen Gesellschaft leider immer mehr zum Problem werden. Pflanzliche Fette, insbesondere das Olivenöl, gelten als ungesättigte Fette und sind für den Körper lebenswichtig, weil sie die Aufnahme von Vitaminen vereinfachen und die Alterung im Allgemeinen verlangsamen.
Eine historische Anekdote: die Athleten der Antike strichen sich vor dem Wettkampf Olivenöl auf den Körper, um die Muskeln schneller zu wärmen und damit auch Verletzungen zu vermeiden. Auch heute findet das Olivenöl nicht nur den Weg in den Teller, sondern auch auf die Haut: zahlreiche Crèmen und Seifen werden auf Basis des Olivenöls hergestellt. Der Nutzen des Olivenöls ist damit vielseitig bewiesen und geschätzt.
Die Techniken für die Herstellung des Olivenöls sind selbstverständlich im Laufe der Jahrzehnte an die neuen Gewohnheiten, Geschmacksrichtungen und Lebensmittelvorschriften angepasst worden. Selbstverständlich gibt es immer noch eher traditionelle Techniken, wie die Ölmühle und die anschliessende Pressung auf „Teppichen“. Damit das Olivenöl jedoch gewisse Güteklassen erhält, die heute im Allgemeinen bekannt sind (Olio Extra-Vergine), werden jedoch andere Techniken eingesetzt, die den Geschmack und die chemisch-physikalische Zusammensetzung, letztendlich den Geschmack des Öls, nicht nachhaltig verändern. Die Klassifizierungen sind folgende:
- Olivenöl Extra-Vergine (natives Olivenöl Extra)
kaltgepresst und ohne übermässige Temperatureinwirkung schonend hergestellt. Aus erster Pressung. Säuregehalt max. 0.8%, für den Verzehr geeignet.
- Olivenöl Vergine (natives Olivenöl)
kaltgepresst und ohne übermässige Temperatureinwirkung schonend hergestellt. Säuregehalt max. 2%, leichte Fehler, für den Verzehr geeignet.
- Gewöhnliches Olivenöl
kaltgepresst und ohne übermässige Temperatureinwirkung schonend hergestellt. Fehler, für den Verzehr geeignet, aber nur ausserhalb der EU zum Verzehr erlaubt.
Das von Olearis verkaufte Olivenöl entspricht nur der höchsten Güteklasse, dem Olio d’Oliva Extra-Vergine.
Die Oliven gehören hundertprozentig zur Sorte Ogliarola di Lecce. Der Säuregehalt entspricht ca. 0.4% und eignet sich hervorragend zu Antipasti, Gemüse, Fisch oder Fleisch. Dies sowohl in der warmen als auch der kalten Küche. Der typische Charakter ist kräftig, teils auch etwas scharf, aber nicht bitter, riecht nach frischem Gemüse, getrockneten Blüten und frischen Kräutern.
Olearis ist bemüht nachhaltige Produkte ins Portfolio aufzunehmen. Dies bedeutet, dass der Produzent, von dem Olearis seine Produkte bezieht, auf die Natur und die hohen Anforderungen des Produzenten Rücksicht nimmt.