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Der Zementkonzern LafargeHolcim hat im ersten Halbjahr zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 6,5 Prozent auf 12,5 Milliarden Franken. Der wiederkehrende Konzerngewinn legte indes von 657 Millionen auf 824 Millionen Franken zu.
Der betriebliche EBITDA verbesserte sich um 4,2 Prozent auf 2,5 Milliarden Franken, wie der weltgrösste Zementkonzern am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz verfehlt, beim Betriebsgewinn dagegen übertroffen.
"LafargeHolcim hat sein Quartalsergebnis zum fünften Mal in Folge gesteigert", erklärte Verwaltungsratspräsident Beat Hess, der nach dem Abgang von Eric Olsen interimistisch auch Konzernchef ist. Olsen war über eine Affäre um Schutzgeldzahlungen im syrischen Bürgerkrieg gestolpert und hatte den Zementriesen Mitte Juli verlassen. Der neue Konzernchef Jan Jenisch, der vom Bauchemiekonzern Sika kommt, wird sein Amt am 1. September antreten.
Im zweiten Quartal hatte LafargeHolcim von guten Geschäften in den Vereinigten Staaten, Indien, Nigeria und insbesondere Mexiko profitiert, die einen wesentlichen Ergebnisbeitrag geliefert haben. Damit konnte die schwierige Lage in einigen Märkten mehr als ausgeglichen werden, wie es weiter hiess. In Asien haperte das Geschäft in Indonesien, Malaysia und den Philippinen. In Europa ging das Ergebnis im zweiten Quartal marginal zurück.