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In der Wintersession 2017 erteilte die Verwaltungsdelegation der Fachstelle «Mobbing und Belästigung» das Mandat, während einem Jahr als Ansprechstelle für Ratsmitglieder bei Fragen bezüglich sexueller Belästigung zur Verfügung zu stehen. Das Mandat wurde nun um ein Jahr verlängert.
Am 16. Oktober veröffentlichten die interparlamentarische Union (IPU) und die parlamentarische Versammlung des Europarats eine Studie zur sexuellen Belästigung und dem sexistischen Umgang mit Parlamentarierinnen. Dabei zeigt sich, dass die Problematik in allen europäischen Parlamenten manifest ist. Die Studie ist allerdings sehr einseitig und erwähnt nicht die sexuelle Belästigung männlicher Parlamentarier durch weibliche. Die Untersuchung hält weiter fest, dass ein wichtiges Element bei der Bekämpfung dieses Verhaltens Anlaufstellen für Betroffene sind und erwähnt dabei die Schweiz als positives Beispiel.
Im laufenden Jahr wurde die Anlaufstelle noch mit keinem konkreten Fall konfrontiert. Die Verwaltungsdelegation ist jedoch der Ansicht, dass bereits das Vorhandensein einer Anlaufstelle eine präventive Wirkung bei der Bekämpfung von Mobbing und sexueller Belästigung hat. Es ist ihr ein Anliegen, in aller Entschiedenheit gegen alle Formen von Belästigung vorzugehen und grundsätzlich eine Kultur des Respekts und des korrekten gegenseitigen Umgangs, unabhängig vom Geschlecht, zu fördern.
Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltungsdelegation entschieden, das Mandat der Beratungsstelle um ein Jahr zu verlängern und ihre Tätigkeit besser bekannt zu machen, da es eine gewisse Anlaufzeit braucht, bis solche Beratungen in Anspruch genommen werden. Die Verwaltungsdelegation wird anschliessend prüfen, ob weitere Abklärungen vorgenommen werden sollen.