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Morella
Im Zusammenhang mit einer Geschichte (an der ich immer noch schreibe ...) machte ich im Frühling 2016 einen Abstecher nach Morella. Morella liegt im Norden der Provincia de Castellón und ist Hauptort der Comarca Los Puertos (Valencianisch: Els Ports) de Morella. Das Land hier nennt man auch Maestrazgo.
Mit seinem steil ansteigenden Bergkegel war der Ort seit jeher prädestiniert für eine Befestigungsanlage. Das Castell thront abweisend über allem. Jahrhunderte lang gehörte es zum maurischen Fürstentum Valencia, das damals Taifa Balansiya hiess. 1231 eroberten es Truppen des aragonesischen Königs Jaime I. des "Eroberers", der dem Ort einen ausserordentlich hohen Stellenwert beimass. Hier kreuzten sich die Strassen aus Valencia, Tarragona, Alcañiz und Teruel. Die Festung ist schier uneinnehmbar (und wurde, wenn ich richtig recherchiert habe, nur durch Verrat erobert). Ausserdem ist die kleine Stadt durch eine 10 und mehr Meter hohe Mauer mit 14 Türmen geschützt. Zugang hatte man durch sechs Tore.
Fast alle Befestigungsanlagen sind noch erhalten und stehen unter Schutz. Ein zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtetes, 260m langes Aquädukt garantierte die Wasserversorgung. Beeindruckend ist besonders das Tor mit den Zwillingstürmen, die Puerta de San Miguel bzw. Porta de Sant Miquel. Historisch interessant ist auch die Basilica Santa Maria aus dem 13. Jahrhundert.
Das Innere des Städtchens ist ein Geflecht von Gassen, die kreis- und strahlenförmig angelegt sind, mit kleinen Plätzen dazwischen. Oft finden sich Arkaden, mit Geschäften und Restaurants. Neben weissgetünchten Häusern sieht man da und dort einen Palacio.
Morella ist umgeben von karg bewachsenen Hügeln, von Feldern und Terrassen, die durch Steinmauern eingegrenzt sind. Die Felsen sind aus Kalk. Hier wurden bedeutende Funde von Dinosaurierknochen gemacht, und es gibt auch Höhlen mit jahrtausendealten Malereien.