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Genf – In vier Tagen wählen die Ukrainerinnen und Ukrainer ein neues Parlament. Vor diesem Hintergrund hat die Tochter der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko, Jewgenija Timoschenko, vor einer heraufziehenden «Diktatur» gewarnt.
Die demokratischen Staaten müssten die Wahl als «nicht frei und nicht fair» brandmarken, weil sie sonst eine Diktatur unter Präsident Viktor Janukowitsch legitimierten, sagte Jewgenija Timoschenko am Mittwoch vor Journalisten in Genf. Um die Demokratie in der Ukraine zu retten, werde es «dann wirklich zu spät sein».
Bei der Parlamentswahl am Sonntag werden die 450 Abgeordneten der Werchowna Rada in Kiew neu gewählt. Janukowitschs Partei geht als Favoritin ins Rennen. Die Partei, die vor allem im russischsprachigen Osten der früheren Sowjetrepublik Unterstützung findet, kann jüngsten Umfragen zufolge mit 23 bis 33 Prozent der Stimmen rechnen.
Julia Timoschenko darf zu der Wahl nicht antreten. Die Oppositionsführerin war im Oktober 2011 in einem vom Westen scharf kritisierten Verfahren wegen Amtsmissbrauchs zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Janukowitsch hatte 2010 die Präsidentschaftswahlen gegen Timoschenko gewonnen. (SDA)