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Die Geschichte der modernen Epileptologie am Inselspital
Im Juni 1886 gründete die reformierte Kirche den Fürsorgeverein „Bethesda“ im Kanton Bern, mit einer „Anstalt für Epileptische“ in Tschugg, wo Dr. Robert Schweingruber über 30 Jahre als Chefarzt tätig war. Das erste EEG-Gerät im Raum Bern wurde 1948 von Dr. Werner Bärtschi-Rochaix in seiner Praxis an der Sulgeneckstr. 8 in Betrieb genommen. Das erste EEG-Labor am Inselspital wurde 1952 durch den neurologisch interessierten internistischen Oberarzt Prof. Robert Georg Isenschmid als erste neurologische Einrichtung am Inselspital etabliert. Vom damaligen internistischen Klinik-Direktor Prof. Walter Hadorn wohlwollend unterstützt, wurde Isenschmids Assistent Dr. René Monteil in Zürich bei Prof. Rudolf Hess ausgebildet, bevor er in Bern R. G. Isenschmid bei der Befundung der EEG-Kurven half. W. Bärtschi hat die EEG-Station später parallel zu seiner Praxistätigkeit bis 1956 betreut, als er einen Ruf als Professor nach Alexandria in Ägypten bekam. Er wurde für kurze Zeit vom habilitierten Psychiater PD Dr. Theodor Spoerry abgelöst. Dr. Marc Eichenberger betreute nach seiner EEG-Ausbildung bei Dr. William A. Cobb am National Hospital Queen Square in London neben der neurologischen Bettenstation von 1957 bis 1967 auch die EEG-Station. Der erste vollamtliche EEG-Oberarzt war Prof. Kazimierz Karbowski, der 1967 von Tschugg kam und die EEG-Station an der Neurologischen Klinik bis zu seiner Pensionierung im März 1990 über 20 Jahre, zuletzt als Chefarzt, führte. Während rund 10 Jahren wurde anschliessend die EEG-Station sukzessive von den Oberärzten Dr. Einar Wilder-Smith, Dr. Leo Schäffler und Dr. Filippo Donati geführt, bis mit PD Dr. Johannes Mathis ab 2001 bis 2014 wieder ein habilitierter Leiter diese Funktion übernahm.
Einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte der modernen Epileptologie finden Sie im Artikel "Die Geschichte der modernen Epileptologie in Bern" erschienen in "Epileptologie, 2015".