Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03275.jsonl.gz/2399

Die bisherige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, solle UN-Botschafterin werden, wie der Wahlsieger am Mittwoch bekanntgab. Sie habe bewiesen, dass sie Menschen unabhängig von Herkunft und Parteizugehörigkeit zusammenbringen könne. Die 44-jährige Tochter indischer Einwanderer nahm das Angebot an.
Trump sorgte mit abfälligen Äußerungen über Frauen und Einwanderer auch in der eigenen Partei für scharfe Kritik. Haley etwa hatte ihm vorgeworfen, sich nicht deutlich genug von Rechtsextremisten zu distanzieren. Dass Trump sie nun einbindet, ist ein Anzeichen dafür, dass er nach dem erbittert geführten Wahlkampf auf seine Kritiker zugehen will. Haley bringt für den wichtigen UN-Posten kaum außenpolitische Erfahrung mit. Die USA sind im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Vetomacht und zahlen so viel ins UN-Budget ein wie kein anderes Land.
Zudem ist der frühere Neurochirurg Ben Carson als Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung im Gespräch. Entschieden sei aber noch nichts, sagte sein Sprecher und nahm damit frühere Angaben zurück, wonach es bereits ein Angebot Trumps gibt. Der 65-jährige Schwarze hatte sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, die Trump schließlich gewann.
(Reuters)