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Überlebenshilfe 2022
Seit dem Beginn der Pandemie wurde die Situation für die unteren Einkommensschichten zunehmend schlechter. Bei der ersten Ausgangssperre liessen wir Reis, Linsen, Milchpulver etc. an unsere unterstützten Familien verteilen. Bei jedem erneuten Lockdown überwiesen wir den Familien zusätzliches Geld, damit sie sich mit den nötigsten Grundnahrungsmitteln eindecken konnten.
Aber die Pandemie ist nicht allein schuld an Sri Lankas schwerster Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien im Jahr 1948. Das Land kann seine hohen Auslandschulden nicht mehr begleichen und ist bankrott.
Die Menschen leiden unter einem Mangel an Lebensmitteln, Treibstoffen und Medikamenten, unter Stromausfällen und einer immensen Inflation. Dem Inselstaat fehlen internationale Devisen, um die entsprechenden Güter importieren zu können.
Unsere Familien brauchen dringend Hilfe! Bei unserer Stiftungsratssitzung anfangs Februar wurde deshalb das Budget für direkte Familienhilfe massiv erhöht. Das erlaubt uns zusätzlich zum monatlichen Schulgeld und den Stipendien (Scholarships) einen Pro-Kopf-Betrag für alle unsere Familien einzuführen (Family Help).
Im September starteten wir zudem ein neues Pilotprojekt für schwangere, untergewichtige Frauen, deren Männer durch die Krise arbeitslos geworden sind.