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Dies ist eine Luftdruckprognose, mit der die grossräumige Witterung über Europa vorhergesagt werden soll. Die Erstellung geschieht über die Suche von Analogiejahren mit einem änhlichen Luftdruckmuster im September.
Oktober 2015:
Die erste Prognose zeigt das Mittel der zehn ähnlichsten Jahre:
Dieses Bild zeigt die mittlere Abweichung des Geopotentials (zeigt den Luftdruck an) der ähnlichsten 10 Analogiejahre. Es gibt drei Durckzentren die die Witterung beeinflussen. Über Schottland befindet sich das Zentrum einier negativen Druckanomalie, die sich bis nach Amerika erstreckt. Im Bereich der Azoren gibt es dagegen eine positive Druckanomalie. Dies deutet auf eine starke Westdrift nach Europa. Die Schweiz wird hier häufiger von Westwind beeinflust, wobei auch Südwind häufiger eine Rolle spielt. Der eher tiefe Lufdruck lässt etwas höhere Niederschlagsmengen erwarten als normal. In diesem Fall würde sich der Monat sehr wechselhaft gestalten. Einerseits würde häufig unterdurchschnittlich temperierte Luft von relativ kühlen Nordatlantik mit Westwind zu uns gelangen, andererseits würden Südlagen immer wieder warme Mittelmeerluft heranführen. Auch Föhnlagen werden hier ab und zu auftreten. Insgesamt wäre hier ein normal temperierter Oktober mit überdurchschnittlichen Niederschlägen zu erwarten.
Die folgende Karte zeigt das gleiche wie oben, nur sind hier die ähnlichsten Jahre stärker gewichtet, als die weniger vergleichbaren.
Die drei Druckzentren sind ziemlich genau in der gleichen Lage. Der Unterschied ist, dass die negative Druckanomalie nicht nach Frankreich hinunterreicht. Dieses Gebiet ist dann unter dem Einfluss einer Hochdruckbrüche zwischen den beiden Hochdruckzentren über den Azoren und Osteuropa. Die Westdrift wäre hier ebenfalls stark ausgeprägt, würde sich aber nach Norden verschieben, sodass eher Norddeutschland davon beeinflusst wird. Die Schweiz läge hier vorwiegend in einer hochdruckbestimmten südlichen Strömung an der Westflanke eines Hochdruckgebiets. Dabei würde warme Mittelmeerluft zur Schweiz geführt werden. Die Südschweiz läge dann im Luv der Alpen und würde trotz Hochdruck mehr Niederschläge als normal erhalten. In der Nordschweiz dagegen würde der Oktober deutlich trockener als normal verlaufen. Grundsätzlich würde das Hochdruckgebiet die Tiefdruckgebiete nach Norden abdrängen, doch ab und zu würde auch die Schweiz von Fronten mit kalter Luft beeinflusst werden.
Insgesamt, wenn ich beide Varianten betrachte, erwarte ich einen von Südlagen geprägten Oktober. Dabei gehe ich von leicht unterdurchschnittlichen Niederschlägen aus. Die Temperatur wird im Mittel 0 bis 1°C über dem Normwert liegen.
November 2015:
Aus Platzgründen zeige ich hier nur die ungewichtete Berechnung:
Zwischen zwei Hochdruckgebieten über dem Atlantik bzw. über Westrussland eingebettet liegt ein Tief über Westeuropa. An dessen Westseite werden kalte Luftmassen zur Iberischen Halbinsel geführt, die dort den November wahrscheinlich deutlich zu kalt ausfallen lassen. Die Schweiz dagegen liegt auf dessen Ostseite, wo eine Südströmung sehr warme Luftmassen bringt. Föhnlagen sind sehr häufig und auf der Alpensüdseite sind deutlich überdurchschnittliche Regenmengen zu erwarten. Auf dem Weg nach Norden gibt das warme Mittelmeer viel Feuchtigkeit an die Luft ab, die sich dann an den Alpen staut. Die Folge ist viel Regen im besagten Gebiet. In der Nordschweiz werden die Niederschläge trotz häufiger Föhnlagen ebenfalls überdurchschnittlichsein aufgrund des Tiefdruckeinflusses. Dafür erwarte ich einen deutlich zu warmen Monat mit einer Abweichung von +1 bis +3°C gegenüber dem langjährigen Mittel 1981 bis 2010. Der Winter wird uns dabei wohl höchstens einen kurzen Besuch abstatten.
Dezember 2015:
Auch hier zeige ich nur die ungewichtete Berechnung. Die Nordsee liegt demnach in einem Tiefdruckzentrum. An der Südseite des Tiefdruckgebiets gelangen häufig warme, aber feuchte Luftmassen aus Südwesten zu uns. Das Muster für anhaltendes Winterwetter sieht anders aus. Ab und zu gibt es winterliche Phasen, doch es ist vorwiegend nasskalt. Insgesamt sieht es für mich nach einer Temperaturabweichung von 0 bis +2°C gegenüber dem Mittel 1981 bis 2010 aus. Die Niederschlagsmenge wird über dem langjährigen Mittel liegen.