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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XXXI. (Nr. 53.) An Generosus
XXXI.(Nr. 53.)
Geschrieben im Jahre 400.
Den geliebtesten und verehrtesten Bruder Generosus grüßen Fortunatus, Alypius und Augustinus im Herrn.
Inhalt.
Ein donatistischer Priester hatte dem Adressaten, einem vornehmen Katholiken von Konstantina, unter Vorspiegelung einer Engelserscheinung zugemutet, sich der donatistischen Sekte anzuschließen. Generosus sandte nun den Brief mit jener Zumutung an den heiligen Augustinus. Dieser weist im vorliegenden Briefe vor allem darauf hin, daß hier von einer wahren Engelserscheinung keine Rede sein könne. Da der donatistische Priester sich auf die Reihenfolge der karthagischen Donatistenbischöfe berufen hatte, hält ihm Augustinus die Reihenfolge der römischen Päpste entgegen. Er weist nach, daß unter den donatistischen Bischöfen sich erwiesene Traditoren befinden und daß sie auch mit ihren eigenen Schismatikern die Kirchengemeinschaft pflegen, die sie der ganzen Kirche verweigern. Der Brief soll nicht nur dem Adressaten, sondern noch mehr jenem donatistischen Priester gelten, damit er zur Einsicht gelange. Darum ist er auch von Alypius und dem uns nicht näher bekannten Fortunatus mitunterzeichnet.