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Der Fehler tauchte am Sonntag, den 30. Juli 2017 in den frühen Morgenstunden vor der ersten Reisewelle auf und beeinträchtigte den Betrieb auf dem Flughafengelände.
Während die Fachleute nach der Ursache der Funktionsstörung suchten, mobilisierte die Flughafenleitung die internen Ressourcen und koordinierte die Flughafenmitarbeiter, um alternativ eine manuelle Gepäckbeförderung einzuleiten.
Als Ursache wurde schnell ein Kurzschluss im Hauptkontrollsystem der Sortieranlage erkannt. Die Reparatur erforderte allerdings einen grösseren Eingriff, der erst gegen 18:30 Uhr abgeschlossen war.
Der eingeschränkte Betriebsmodus wurde den ganzen Tag aufrechterhalten und ermöglichte 30 000 Passagieren, ihren Flug ab Genf wahrzunehmen. Einige hundert Flüge starteten mit Verspätung, die allerdings selten mehr als 15 Minuten betrug, und nicht ein einziger Flug musste aufgrund des Defekts abgesagt werden.
Die Massnahme konnte jedoch dem Höhepunkt des Passagieraufkommens in der Mitte des Vormittags nicht gerecht werden. Während etwa einer Stunde stapelte sich das Gepäck vor den Gepäckschaltern des Hauptterminals, bevor es auf Gepäckwagen verladen und in den Lagerbereich abtransportiert wurde.
Nach einer vorläufigen Schätzung konnten einige tausend Koffer dieses vormittäglichen, hohen Passagieraufkommens nicht in die entsprechenden Flugzeuge geladen werden. Ein Grossteil davon wurde den Besitzern mit späteren Flügen nachgeschickt. Die anderen folgen so schnell wie möglich.
Der Defekt trat bei einer wichtigen Anlage des Flughafens auf, die 2022 komplett ausgewechselt werden soll, um den durch die steigenden Passagierzahlen steigenden Anforderungen bezüglich Sicherheit und Kontrolle des Reisegepäcks gerecht zu werden: neue Kontrollgeräte, die die derzeitige zweidimensionale Bildgebung (ähnlich eines Röntgenbildes) durch eine dreidimensionale Bildgebung (ähnlich einer Tomographie) ersetzen.
Dieses Vorhaben ist Teil eines umfassenden Projekts zur Weiterentwicklung der Infrastruktur des Genève Aéroport, um den Passagierandrang am Flughafen bestmöglich zu bewältigen. Dies gilt auch für andere Ausbauprojekte der Sicherheitsüberwachung oder den Bau des Ostflügels.
Im Namen der gesamten, an dieser schwierigen Situation beteiligten Flughafenbelegschaft, bittet die Flughafenleitung um Entschuldigung für alle an diesem langen und schwierigen Tag aufgetretenen Unannehmlichkeiten.
Bertrand STÄMPFLI
Leiter Service communication
31/07/2017