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"Ich war hocherfreut, als ich von dem Zuschuss erfuhr", sagt Francesco Stellacci. "Es ist sogar besser, als ich es mir hätte vorstellen können. Die Werner Siemens-Stiftung hat sich als sehr grosszügig erwiesen".
Mit diesem Zuschuss können Stellacci und sein Forschungsteam die nächste Phase ihrer Forschung zu antiviralen Medikamenten finanzieren. "Unser Ziel ist es, ein einziges Medikament zu finden, das die Aktivität mehrerer verschiedener Viren stoppen kann", sagt Stellacci. "Wir haben bereits ein Medikament entwickelt, das in vitro HIV, HRSV [Human Respiratory Syncytial Virus] und die Dengue-, Zika- und Herpes-Viren blockiert", so Stellacci. "Jetzt haben wir SARS-CoV-2 zu unseren Experimenten hinzugefügt. Wenn sich unsere Behandlung als sicher und wirksam erweist, kann sie bei all diesen Krankheiten eingesetzt werden".
Klinische Studien am Horizont
Der Zuschuss soll die teuerste Phase der Arzneimittelentwicklung abdecken - klinische Studien an Tieren und dann an Menschen. "Wir werden in der Lage sein, in vivo Tests zur Wirksamkeit und Toxizität unserer Behandlung durchzuführen", sagt Stellacci. "Fünf Millionen Francs mögen viel erscheinen, aber sie werden tatsächlich nur für ein Jahr Versuche reichen". Wenn die Ergebnisse schlüssig sind, könnte das neue Medikament bereits in 18 Monaten auf dem Markt erhältlich sein.