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Gestern hat Richterin Palazuelos ihren Entscheid zu einem Antrag von AEG Live zwecks Einstellung des Verfahrens bekannt gegeben. AEG Live war der Meinung, dass die Jacksons nicht genügend Beweise erbracht haben, die rechtfertigen würden, dass die Geschworenen in Kürze über den Fall beraten und entscheiden könnten. Diese Meinung teilte die Richterin nicht.
Richterin Palazuelos schrieb: „Es wurden während des Prozesses eindeutige Beweise erbracht, aus denen die Geschworenen begründet ableiten können, dass die Beklagten (AEG Live) wussten oder hätten wissen sollen, dass Dr. Murray ein ungewisses Schadensrisiko für den Verstorbenen (Michael Jackson) darstellte“.
Ferner entschied die Richterin, dass die Jacksons „klare Beweise“ erbracht haben, dass AEG Lives Verhalten ein massgeblicher Faktor für den Tod von Michael Jackson war. „Eine Jury könnte aus den Beweisen logisch ableiten, dass (Michael Jackson) starb, weil Dr. Murray infolge eines Interessenskonflikts aufgrund seines Vertrags mit AEG, eine an Schlaflosigkeit leidende und immer schwächer werdende Person behandelte, die nicht in der Lage war zu performen, was Dr. Murray dazu führte, schlechte medizinische Entscheidungen zu treffen, die zu (Michael Jacksons) Tod führten“.
„Das Gericht ist der Meinung, dass die Kläger ausreichend beweisen konnten, dass Dr. Murrays Behandlungen des Verstorbenen mit Murrays Anstellung durch AEG verbunden waren. Folglich ist der Antrag der Beklagten auf Einstellung des Verfahrens abgelehnt“, so die Richterin.
Hingegen entschied Richterin Palazuelos, dass das Verfahren gegen AEG Live CEO Randy Phillips und co-CEO Paul Gongaware als individuelle Mitbeklagte in diesem Fall eingestellt wird. Die beiden Manager hätten keine persönliche Haftung übernommen, was die Anstellung von Conrad Murray anbelangt, sondern sie handelten lediglich als Hilfspersonen (Angestellte) von AEG Live. Ein Anwalt für die Jacksons meinte im Anschluss, dass diese zweite Entscheidung für sie keine grosse Bedeutung habe, da die Jacksons AEG Live zuvor bereits angeboten hatten, das Verfahren gegen die beiden CEOs als Einzelbeklagte einzustellen. AEG Lives Anwälte hatten dieses Angebot jedoch damals nicht angenommen.
Diese Woche finden keine Zeugenaussagen statt, da eine der Geschworenen aus dringenden persönlichen Gründen verreisen musste. Der Prozess wird somit nächste Woche fortgesetzt. Das Ende ist in Sicht…