Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03643.jsonl.gz/1246

Bis Thomas und Sarah Mock den Betrieb im Jahr 2013 übernahmen, war der Betrieb der Familie Mock verpachtet. Die Milchschafe kamen 2014 auf den Betrieb. «Wir hatten viel Glück zum Start», sagt Thomas Mock, denn als sie den Betrieb übernahmen, suchte ein Schafmilchabnehmer in der Region nach Bio- Schafmilch. Thomas und Sarah Mock zögerten nicht lange und wagten den Einstieg in die Milchschafhaltung. Glücklicherweise konnten sie eine bestehende Schafherde mit Melkstand kaufen. Heute befinden sich im umgebauten Milchviehstall 80 Milchschafe sowie die Aufzuchtschafe. Die Herde besteht aus Lacaune und Ostfriesischen Milchschafen. Der Trend geht aber ganz klar in Richtung Lacaune, denn diese weisen eine bessere Milchleistung auf, sind einfacher zu melken und müssen nur einmal im Jahr geschoren werden. Dies weil die Lacaune-Schafe von Natur aus an Bauch, Beinen und Halsunterseite unbewollt sind und die Wolle selber abstossen.
Was machen Zuchtbetriebe mit sehr hohen Leistungen anders als ihre Berufskollegen mit durchschnittlichen Leistungen?
In einer Diplomarbeit wurden vor allem Unterschiede bei der Fütterung und dem Geburtsmanagement entdeckt.
Auf fünf Betrieben mit sehr hohen Leistungen und fünf Betrieben mit durchschnittlichen Leistungen wurden Fütterung und Geburtsmanagement untersucht. Als Kennzahl für die Leistung wurde die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr verwendet. Dieser Wert lag in den letzten fünf Jahren bei den Spitzenbetrieben bei mindestens 27,5 und bei den Durchschnittsbetrieben bei rund 22 bis 24 Ferkeln pro Sau und Jahr.