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Der Versuch hatte das Ziel, die Machbarkeit einer Kalbfleischproduktion mit Kälbern aus Mutterkuhhaltung unter Schweizer Bedingungen zu untersuchen. Dabei wurden die Leistungen der Kälber je nach Kreuzungstyp ihrer Mütter miteinander verglichen sowie der Fütterungsstatus der Kälber in Abhängigkeit davon, ob sie Zugang zur Futterration ihrer Mütter hatten oder nicht. Der Versuch erfolgte mit 45 Kuh-Kalb-Paaren, welche auf drei Kreuzungstypen aufgeteilt wurden (Rasse Mutter x Rasse Vater): Angus x Charolais (AN), F1 (=Red Holstein x Limousin) x Charolais (F1) und Limousin x Charolais (LI). Die Tiere wurden entweder in einem Mehrraumlaufstall gehalten, in welchem die Kälber keinen Zugang zu den Futterkrippen ihrer Mütter hatten, oder in einem halboffenen Einraumlaufstall, in welchem die Kälber auch die Ration ihrer Mütter verzehren konnten. Die Kälber wurden im Durchschnitt mit einem Lebendgewicht von 249 kg im Alter von 5 Monaten und 10 Tagen geschlachtet und hatten dabei einen mittleren Tageszuwachs von 1250 g erzielt. Mehr als 90 % der Tiere wurden in Bezug auf ihre Fleischigkeit den CH-TAX Kategorien C und H zugeordnet bei einer mittleren Fettabdeckung von 2,3. Die Fleischfarbe war bei 44 % der Kälber rosa und bei den übrigen Tieren rot. Das Haltungssystem beeinflusste den durchschnittlichen täglichen Heu- und Getreideverzehr ebenso wie den Tageszuwachs deutlich. Tendenzielle oder signifikante Unterschiede wurden auch zwischen den Kreuzungstypen festgestellt. Auf der Basis dieser Mast- und Schlachtleistungsergebnisse kann diese Produktionsweise als praxistauglich betrachtet werden.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.