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Die pektinolytischen Bakterien der Gattungen Pectobacterium und Dickeya können zur Entwicklung mehrerer Krankheiten der Kartoffel führen wie Fäulen an den Stängeln, die gemeinhin als «Schwarzbeinigkeit» bezeichnet werden, und Fäulen an den Knollen, die «Nassfäulen» genannt werden. Schwarzbeinigkeit ist in der Schweiz die hauptsächliche Ursache für die Abweisung von Pflanzkartoffelposten. Die in dieser Studie durchgeführten Versuche setzten sich zum Ziel, allfällige Unterschiede in der Anfälligkeit der Sorten Agria, Victoria, Charlotte und Innovator gegenüber Dickeya spp zu identifizieren. Andererseits sollte auch die Aggressivität von drei Isolaten von D. solani und von zwei Isolaten von D. dianthicola bei der Sorte Agria studiert werden. Es wurden Feldversuche mit vorgängig durch die Bakterien infizierten Knollen angelegt, um die Entwicklung der Welkesymptome und der Schwarzbeinigkeit bei Pflanzen im Feld zu verfolgen. Es wurden Unterschiede in der Anfälligkeit der Sorten festgestellt. Die Sorte Agria erwies sich als anfälliger als die übrigen geprüften Sorten. Bei Agria entwickelten sich doppelt so viele Pflanzen mit Schwarzbeinigkeit als bei der Sorte Charlotte. Unter all den getesteten Isolaten erwies sich eines der beiden Isolate von D. dianthicola als das aggressivste und das andere als das am wenigsten aggressive Isolat. Letzteres war 26 mal weniger aggressiv als das erstgenannte. Die drei Isolate von D. solani wiesen eine Aggressivität auf mittlerem Niveau auf. Das Risiko für die Entwicklung von Krankheitssymptomen im Feld dürfte somit eher im Zusammenhang mit dem Bakterienisolat als mit der Kartoffelsorte stehen. Zwischen den Welkesymptomen und der Schwarzbeinigkeit im Feld konnte eine lineare Korrelation ermittelt werden.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.