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Probiotische Ernährung schützt Babys
Probiotische Kulturen sind "gute" Mikroorganismen, die über die Nahrung aufgenommen werden und den Darm des Menschen besiedeln. Sie produzieren dort Säuren und andere Schutzstoffe, drängen dadurch krankheitserregende Keime zurück und sorgen so für eine positive Darmflora. Gestillte Kinder erhalten einen besonderen Schutz über die Muttermilch und sind abwehrstärker als mit dem Schoppen ernährte Kinder - ein Grund dafür ist sicherlich, dass über probiotische Stoffe in der Brustmilch die Darmbesiedelung positiv beeinflusst wird.
Dass auch schoppenernährte Babys durch probiotische Nahrung besser geschützt sind, beweist eine aktuelle Studie aus Israel. Zwei Jahre lang wurde getestet, wie sich unterschiedliche probiotische Kulturen auf die Gesundheit der Säuglinge auswirken. Insgesamt wurden 200 Babys zwischen dem 4. und 10. Lebensmonat beobachtet. Eine Gruppe bekam ausschliesslich Milch mit "Lactobacillus reuteri", einer Milchsäurekultur, die ursprünglich aus Muttermilch einer Stillenden gewonnen wurde. Die zweite Gruppe wurde mit Milch mit "Bifidobacterium lactis" gefüttert, und die dritte erhielt Nahrung ohne probiotische Kulturen.
Das Ergebnis: Kinder, die eine probiotische Folgemilchnahrungen mit Lactobacillus reuteri bekamen, hatten einen deutlich besseren Gesundheitszustand als Kinder, die herkömmliche Milchnahrungen ohne Probiotik bekamen. Sie hatten insbesondere deutlich weniger Durchfall. Darüber hinaus waren Kinder, welche die von HiPP eingesetzte Probiotik (Lactobacillus reuteri) erhielten, in verschiedener Hinsicht besser geschützt als Kinder, die eine herkömmliche Bifiduskultur (Bifidobacterium lactis) bekamen. Dies zeigte sich insbesondere daran, dass diese Kinder deutlich seltener in ihren Kindertagesstätten fehlten, an deutlich weniger Tagen Temperatur hatten und deutlich besser von ihren natürlichen Abwehrkräften profitierten. Der Babynahrungshersteller HiPP hat dieses Studienergebnis schon in die Praxis umgesetzt und ergänzt seine probiotische Milchnahrung mit "Lactobacillus reuteri".
Quelle: Weizman et al.: Pediatrics 2005; 115, S.5-9.
Weitere Infos: http://www.infoline-probiotik.de
Stand: 6/05, B.H.