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An einem schönen Tag im April. Ein Boot fährt von Weesen her auf den offenen Walensee hinaus. Es zieht eine lange schwarze Schlange hinter sich her. Später wird das Abwasser der Kerenzer und der Quartner durch diese Schlange fliessen. Die ungewöhnliche Baustelle kann in einem Kurzfilm des Abwassserverbandes Glarus angeschaut werden.
Beim Bau des Anschlusses der Kläranlage Mittensee an den Abwasserverband Glarnerland wurde ein erster Meilenstein erreicht. Wie im Newsletter 1/2020 beschrieben, haben die Bauarbeiten zum Anschluss des Abwasserverbands Walensee an die Anlagen des Abwasserverbands Glarnerland begonnen. Die Arbeiten zum Umbau der Kläranlage Mittensee in Murg in ein Pumpwerk mit einer Havarie- und Rückhalteanlage kommen planmässig voran. Die einzelnen Leitungsstränge (je 200 Meter) konnten trotz schwierigen Bedingungen mit vielen Stürmen zu 4 je 2 Kilometer langen Seeleitungssträngen zusammengeführt und anschliessend mit Betonhalbschalen beschwert werden. Bei idealen Wetterbedingungen konnte diese vier Leitungsstränge Mitte April 2020 auf Position gebracht, zusammenmontiert und schliesslich auf den Seegrund abgesenkt werden. Es folgt nun der Bau des Übergangs im Uferbereich und die Landleitung zwischen dem ehemaligen Militärhafen im Gäsi bis zum Regenbecken bei der Brücke in der Biäsche.
Die Ortschaften am Kerenzerberg (Gemeinde Glarus Nord, GL) und am Nebensee (Gemeinde Quarten, SG) waren bis anhin im Abwasserverband Walensee zusammengefasst und haben ihr Abwasser in die Kläranlage Mittensee an der Kantonsgrenze Glarus/St. Gallen auf Boden der Gemeinde Quarten geleitet. Die Anlage war sanierungsbedürftig. Nach fachlichen Abklärungen entschieden sich die Verantwortlichen für den Anschluss an den Abwasserverband Glarnerland (Bilten). Dazu war der Bau einer Seeleitung vom Standort der Kläranlage Mittensee bis zum Gäsi im Bereich des Zeltplatzes notwendig. Von dort aus verläuft die Leitung über Land im Bereich Hüttenböschen bis zur Biäsche, wo sie beim Regenklärbecken Weesen an die bestehende Abwasserverbandsleitung angeschlossen wird. Der Betrieb wird voraussichtlich im Spätsommer 2020 aufgenommen.