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Die vertrauten Kirchengestalten verschwinden – Teil 3
Teil 3: Die meisten Migrantinnen und Migranten sind Christinnen und Christen
- Die Mehrheit der in der Schweiz lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gehört einer christlichen Konfession an.
- Die zweitgrösste Gruppe unter den Zugewanderten machen die Konfessionslosen aus.
- Die römisch-katholische Kirche profitiert stark von der Migration, dadurch bleiben ihre Mitgliederzahlen stabil.
- Der Zusammenhang zwischen Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund erklärt unter anderem die Veränderungen in der Religionslandschaft der Schweiz.
Migration und Religionszugehörigkeit – über die Hälfte der Zugewanderten sind Christinnen und Christen
In öffentlichen Diskussionen und Debatten wird oft vergessen, dass der grösste Teil der zugewanderten Menschen in der Schweiz einer christlichen Kirche angehört, nämlich mehr als die Hälfte (53 %) der Menschen mit Migrationshintergrund im Jahr 2015 (Grafik 9). Der grösste Teil davon, 37.3 %, gehört der römisch-katholischen Kirche an, während knapp 7 % reformiert sind. Über ein Viertel (28.6 %) sind konfessionslos, nur gut ein Achtel (13.4 %) sind Muslime und fast ein Zehntel gehören einer anderen christlichen Gemeinschaft an.
Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei Personen ohne Migrationshintergrund (Grafik 10): Hier gehören über drei Viertel einer christlichen Konfession an (77.1 %), wobei sich die Anteile beider Grosskirchen in etwa gleich halten. Einen Anteil von über einem Fünftel an der Gesamtbevölkerung machen die Konfessionslosen aus.
Der Zusammenhang zwischen Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund erklärt mitunter die Veränderung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in der Schweiz nach Religionszugehörigkeit in den letzten Jahrzehnten. Während sich die Anteile der Katholiken mit und ohne Migrationshintergrund gleich halten, zeigt der Vergleich von Grafik 9 und Grafik 10, dass die in der Schweiz lebenden Menschen mit Migrationshintergrund vermehrt konfessionslos oder muslimischen Glaubens sind oder einer anderen christlichen Gemeinschaft angehören. Die evangelisch-reformierte Kirche kann, im Gegensatz zur römisch-katholischen Kirche, kaum von der Migration profitieren.
Der letzte Teil der Kirchenstatistik, welcher die kirchlichen Trauungen beleuchtet, wird anfangs März aufgeschaltet. Wir halten Sie per Newsletter auf dem Laufenden.