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Wie die katholische Nachrichtenagentur kna berichtet, hat die Social-Media-Plattform Facebook Religion als Geschäftsmodell entdeckt. Vor vier Jahren schrieb Mark Zuckerberg ein langes Manifest über die Rolle von Facebook in einer vernetzten Welt. Darin entdeckte er die Religion – genauer gesagt «Partnerschaften mit Glaubensgemeinschaften» – als Wachstumsfeld. Er beauftragte die christliche Autorin Nona Jones, diesen neuen Geschäftsbereich für Facebook zu entwickeln. Die Evangelikale verstehe sich darauf, Religion über elektronische Medien zu vermarkten und habe dafür hat den Begriff der «Social Ministries» geprägt, der ausdrücke, die Sozialen Medien in den Dienst der Evangelisierung zu stellen.
Wie kna berichtet, besteht für Glaubensgemeinschaften neuerdings etwa die Möglichkeit, Gottesdienste über die Plattform live zu streamen, Spenden zu sammeln und Fürbitten ins Cyberspace zu schicken. Jones beschreibt die Stossrichtung der Religions-Initiative des Internetriesen als selbstloses Angebot. Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, auf Profit abzuzielen – mehr Nutzer bedeuteten für Facebook mehr Daten und ein potenziell grösseres Stück vom Werbekuchen. Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre lägen nahe, schreibt kna, zumal in den Gebetsanliegen sehr persönliche Dinge geäussert würden: die Bitte um Heilung von einer schweren Krankheit, Sorgen am Arbeitsplatz, Probleme in Ehe und Familie. Unter den jeweiligen Gebetsanliegen haben andere Nutzer die Möglichkeit, statt wie üblich «gefällt mir» nun «I prayed», ich habe gebetet, zu klicken.