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Die ersten offiziellen Olympische Spiele der Antike wurden 776 v. Chr. ausgetragen. Für das antike Griechenland war der Megaevent, nicht nur von sportlicher Natur sehr wichtig, sondern auch die zeitlichen Abstände waren von enormer Relevanz geprägt.
Zurück zur Neuzeit. Die Verschiebung auf 2021 ist beschlossene Sache. Der IOC teilte am Donnerstag mit, den genauen Zeitplan in den nächsten vier Wochen zu bestimmen. Zur Diskussion steht eine Austragung, wie normalerweise von Juli bis August, oder im kommenden Frühling.
Olympia nicht gleich «Olympiade»
«Olympiade» bezeichnet den vierjährigen Abstand der Olympischen Spiele. Somit diente diese vierjährige Periode auch als Anhaltspunkt im Kalender des antiken Griechenlands. In diesem Abstand haben die Spiele immer wieder aufs neue angefangen.
Mit der Aufnahme der Olympischen Spiele der Neuzeit wurde dieser Rhythmus beibehalten. 1896 wurden diese zum ersten Mal in Athen ausgetragen und sollten von da an alle vier Jahre über die Bühne gehen. Einzig 1906 kam es zu einer Ausnahme. Zum Jubiläum wurden damals erneut inoffizielle Spiele in Athen ausgetragen.
Olympische Spiele 2021 sind historisch
«Tokyo 2020» wird also nun definitiv 2021 stattfinden. Zum ersten Mal überhaupt wird Olympia in einem ungeraden Jahr ausgetragen. Die Olympiade findet allerdings gar nicht statt, da im nächsten Jahr, die letzten Olympischen Spiele 2016 von Rio, fünf Jahre zurückliegen werden.
1916 (Berlin), 1940 (Tokio/Helsinki) und 1944 (London) wurden die Olympischen Sommerspiele bereits aufgrund der Weltkriege ganz abgesagt. 1940 hätte Tokio die Spiele austragen sollen, musste sich aber, wegen des Japanisch-Chinesischen Krieges, zurückziehen und die Vergabe vorerst an Helsinki abgeben.
Tokios Déjà-vu und die«historische Angst der Absage»
London und Helsinki durften bereits die ersten Olympischen Spiele nach dem 2. Weltkrieg veranstalten. Japan musste sich bis 1964 gedulden. Die «historische Angst der Absage» ist also ein weiterer persönlicher Grund Japans, wieso solange an einer Austragung in diesem Jahr festgehalten wurde.
Neben dem Hauptproblem des organisatorischen und finanziellen Chaos‘ ist die Durchführung Olympias in einem ungeraden Jahr eine grober Schönheitsfleck für den IOC. Die Olympiade gibt es demnach nicht mehr, der offizielle Name «Tokyo 2020» bleibt in, gewohnt sturer Manier der Veranstalter, erhalten.