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Im Insolvenzfall muss ein Schuldner die Forderungen seiner Gläubiger begleichen. Die Konkursmasse bezeichnet dabei alle Teile seines Vermögens, die für die Begleichung der Schulden aufgewendet werden und den Gläubigern zustehen.
Gewisse Vermögen sind jedoch von der Konkursmasse ausgeschlossen. Diese werden allgemein als Sondervermögen bezeichnet. Diese Vermögensteile werden also nicht dazu benutzt, um Forderungen der Gläubiger zu begleichen.
Der Begriff Sondervermögen wird im Zusammenhang mit kollektiven Kapitalanlagen wie Anlagefonds und ETFs gebraucht. So steht im Bundesgesetz über kollektive Kapitalanlagen (KAG, Artikel 4, Absatz 3): «Sachen und Rechte, die zum Sondervermögen gehören, werden im Konkurs der Bank oder des Effektenhändlers zugunsten der Anlegerinnen und Anleger abgesondert.»
Vorsorgefonds sind also in einem Konkursfall als Sondervermögen geschützt. Das trifft aber nicht auf 3a-Sparkonten und Freizügigkeitskonten zu. Diese werden zwar privilegiert behandelt, werden aber nicht zum Sondervermögen gezählt.
Auch Aktien, Obligationen und strukturierte Produkte zählen nicht zu den Sondervermögen.
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Bankenkonkurs