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Sonntag, 27. Juni 2021
Kirche Maria Frieden
Johann Sebastian Bach: Dritter Teil der Clavier-Übung
Andreas Jost (*1973) erhielt seine musikalische Ausbildung bei Rudolf Meyer (Lehrdiplom), Ludger Lohmann (Konzert- und Solistenexamen), David Sanger und Pater Theo Flury (Improvisation). An verschiedenen Wettberben erhielt er Preise zugesprochen, u.a. den ersten Preis am Internationalen Orgel-Interpretations-Wettbewerb Nürnberg sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks des Siemens Arts Program. Von 1998-2007 war er Organist der reformierten Kirchgemeinde Stäfa am Zürichsee und künstlerischer Leiter der Reihe „Bach im Herbst“ und der Kinderkonzerte.
2007 wurde er als Organist ans Zürcher Grossmünster und als Professor für künstlerisches Orgelspiel an die Zürcher Hochschule der Künste gewählt. Als künstlerischer Leiter organisiert und betreut er die jährlich stattfindenden Internationalen Orgelkonzerte im Grossmünster. Neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Musikhochschule und an zahlreichen Seminaren entfaltet er eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und ist regelmässiger Gast bei Rundfunkaufnahmen, z.B. bei Produktionen für den Bayrischen Rundfunk und Radio DRS 2. Als Juror und Berater wird er an Wettbewerben und Diplomprüfungen beigezogen.
Seine künstlerische Vielseitigkeit spiegelt sich im breit gefächerten Repertoire, welches Musik vom frühen 16. Jh. bis solche vom 21. Jh. beinhaltet. So empfindet er neben der vertieften Pflege des Repertoires vergangener Jahrhunderte die Entdeckung und mitunter auch Initiierung zeitgenössischer Orgelkompositionen immer wieder als bereichernde Aufgabe. Dies widerspiegelt sich u.a. in den vielen Uraufführungen, an welchen er als Solist oder Kammermusiker mitwirkte. So zum Beispiel an derjenigen der Auftragskomposition des Siemens Arts Programm „Amen. Halleluja“ op. 57 von Thomas Daniel Schlee anlässlich der 53. Internationalen Orgelwoche Nürnberg-Musica Sacra oder den im Auftrag des Musikpodiums entstandenen Werken von Isabel Mundry, Peter Wettstein und Madeleine Ruggli. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Metzler-Orgel des Grossmünsters Zürich durfte er dank der finanziellen Trägerschaft des Präsidialdepartements Zürich sowie der Steo-Stiftung Zürich zwei Kompositionen in Auftrag geben. Die beiden Werke von Franz Rechsteiner und Rudolf Meyer gelangten im Sommer und Herbst 2010 zur Uraufführung. Verschiedene CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Wirken. Seit 2019 führt er im Rahmen des Projektes „Bach am Sonntag“ das gesamte Orgelwerk Johann Sebastian Bachs in 20 Konzerten im Grossmünster auf.