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||Ajloun

25 km westlich von Jerash liegt das Städtchen Ajlun (20'000 Einw.), das berühmt ist für seine Burg, die ausserhalb der Stadt auf einem Berggipfel liegt. Die von einem General und Neffen des arabischen Feldherrn Salah ed-Din 1184/85 erbaute Burg ist eines der schönsten Beispiele der islamischen Militärarchitektur im Mittleren Osten. Trotz ihrer fast uneinnehmbaren Lage stürmten die Mongolen 1260 die Burg und plünderten sie. Die Mamelucken banden sie in eine Kette von Burgen und Posten ein, die es ermöglichte, innerhalb von zwölf Stunden per Lichtzeichen oder Brieftaube Nachrichten von Kairo bis nach Damaskus oder nach Bagdad zu senden.
Jerash
Die Ruinen von Jerash, dem antiken Gerasa, gelten als die weltweit besterhaltene römische Siedlung. Nach Petra sind sie die zweitwichtigste Attraktion für Touristen in Jordanien. Die Sehenswürdigkeit liegt etwa 50 km nördlich von Amman und kann gut auf einem Tagesausflug von Amman aus besucht werden.
Die aus rosa-oerangefargenem Kalkstein erbaute Stadt lag an einer der wichtigsten Handelsrouten der Antike. Ihre Blütezeit erlebte die hellenistische Stadt jedoch unter römischer Herrschaft im 2. und 3. Jh., als sie zum Städtebund der Dekapolis gehörte. Der Besuch von Kaiser Hadrian 129 n.Chr. führte zu einem grossen Bauboom, die Stadt wurde zum Wirtschaftszentrum der Provincia Arabica. Sie lag an der neuen Via Romana, einem gepflasterten Weg, der Aqaba mit Damaskus verband. Zu seinen Glanzzeiten lebten 20'000 Menschen in
dem antiken Gerasa. Unter byzantischer Herrschaft begann der Verfall, und im 9. Jh. wurde die Stadt von den letzten Einwohnern verlassen. Doch in jedem Sommer wird sie zu neuem Leben erweckt: In den beiden Theatern werden Opern gespielt und Konzerte gegeben.
Das Faszinierende an Jerash ist der gute Zustand der Bauwerke. Zu verdanken ist dies dem relativ trockenen Klima und der Tatsache, dass die Islamisierung der Region relativ friedlich verlief und die neuen Herrscher die vorhanene Architektur weitgehend intakt liessen. Allerdings bauten die Byzantiner die Stadt stark um, insbesondere die Kultorte.