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Am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch staute sich sehr feuchte Luft an den Voralpen, was in diesen Regionen ergiebigen Regen auslöste. Eine besonders grosse Menge prasselte auf die Schwägalp nieder.
Wetter
Am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch staute sich sehr feuchte Luft an den Voralpen, was in diesen Regionen ergiebigen Regen auslöste. Eine besonders grosse Menge prasselte auf die Schwägalp nieder.
Der Eindruck, dass der diesjährige Mai bisher sehr nass ist, täuscht nicht. In vielen Regionen der Deutschschweiz fiel bisher deutlich mehr Regen als im Durchschnitt. Besonders markant ist der Niederschlagsüberschuss in der Zentral- und Ostschweiz sowie in der Osthälfte Graubündens.
Das regnerische Wetter der letzten Tage hat sich nun mit einem nassen Höhepunkt verabschiedet. In den Voralpen der Deutschschweiz fielen vom Dienstagmorgen bis Mittwochmorgen vielerorts 30 bis 60 mm Niederschlag.
Solche 24-Stundensummen sind eindrücklich, sie kommen in diesen Regionen statistisch gesehen etwa einmal pro Jahr vor. Ganz vereinzelt waren die Regensummen aber noch deutlich grösser: Auf der Schwägalp (AR) gab es 119 mm Niederschlag – eine Regenmenge, die dort statistisch nur alle 10 bis 20 Jahre erreicht wird.
Bei so viel Regen ist es nicht verwunderlich, dass die Bäche und Flüsse in diesen Regionen viel Wasser führten.
Auf dem Video donnern Wassermassen bei den Churfirsten von der Rinquelle in die Tiefe. Sie ist eine der grössten Karstquellen Europas und bietet zur Zeit ein eindrückliches Spektakel. Im Gegensatz zu den meisten anderen Quellen reagieren Karstquellen sehr rasch auf Starkniederschläge. Quelle: D. Gerstgrasser.
Was unten als Regen fiel, ging in der Höhe als Schnee nieder. Oberhalb von rund 2000 Metern fielen am Dienstag beachtliche Neuschneemengen. Das nass-kühle Maiwetter führte dazu, dass nach dem weitgehend schneearmen Winter in vielen Bergregionen in der Höhe nun ungefähr durchschnittliche Schneemengen liegen.
Im Flachland kann über Auffahrt von meist trockenem und zumindest zeitweise sonnigem Wetter ausgegangen werden, während in den Bergen vor allem am Nachmittag und Abend mit Schauern und auch Gewittern zu rechnen ist. Allerdings ist bei der Planung und auch bei der Konsultation von Prognosen Vorsicht geboten. Wir befinden uns in einer Wetterlage, welche erfahrungsgemäss Überraschungen bietet. Bei längeren Aktivitäten im Freien lohnt es sich deshalb, hin und wieder einen aufmerksamen Blick an den Himmel oder auf den Niederschlagsradar zu werfen. Auch wenn bezüglich Ort und Zeit der Schauer noch Unsicherheit herrscht, eines ist klar: Wenn es regnet, dann regnet es wärmer: Die Nachmittagstemperaturen steigen allmählich auf über 20 Grad.
Am 15.05.2023 hat MeteoSchweiz eine Regenwarnung der Stufe 3 herausgegeben. Wir möchten von Ihnen wissen, wie wir unsere Warnungen verbessern können. Ihr Wohnort liegt in der bewarnten Region und Sie möchten uns helfen, unsere Unwetterwarnungen zu verbessern?
Dann nehmen Sie jetzt an unserer Umfrage teil: www.gfs-zh.ch/meteo-blogapp
Im Rahmen des Programms OWARNA2 erneuert MeteoSchweiz das Unwetterwarnsystem. Ein wichtiges Ziel ist dabei, die Warnungen an die Bedürfnisse der Empfängerinnen und Empfänger anzupassen. Unsere Warnungen sollen den betroffenen Personen bestmöglich dabei helfen, die nötigen Massnahmen zum Schutz vor Unwettern zu ergreifen.
Um zu erfahren, ob dies gelingt, führt MeteoSchweiz regelmässig Umfragen durch. Die Befragungen werden von einem Markt- und Sozialforschungsinstitut mit einer repräsentativen Stichprobe von jeweils 500 Personen in der vom Unwetter betroffenen Region durchgeführt.