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Nach drei Olympiasiegen der Frauen werden in Rio de Janeiro erstmals auch die dänischen Männer eine Medaille gewinnen. Wie der erste Halbfinal zwischen Frankreich und Deutschland führte auch zwischen Dänemark und Polen Hitchcock Regie. In der Verlängerung gingen die Dänen mit drei Toren Vorsprung in Führung und gerieten doch nochmals ins Zittern, als Topskorer Karol Bielecki mit seinem siebten Treffer die Polen 28 Sekunden vor Schluss nochmals bis auf eine Länge heranbrachte.
Die letzte halbe Minute brachten die Dänen, die bereits in der regulären Spielzeit mehrheitlich mit ein oder zwei Toren geführt hatten, aber sicher über die Zeit. Wie den Deutschen nützte damit auch den Polen eine dramatische Aufholjagd nichts mehr. Erst drei Sekunden vor Ablauf der ersten 60 Minuten hatte Michal Daszek die Polen in die Verlängerung gerettet.
Dänemark steht erstmals in einem Olympia-Final, völlig überraschend kommt der Vorstoss aber nicht. Die Skandinavier waren 2011 (Niederlage gegen Frankreich) und 2013 (Niederlage gegen Spanien) zweimal WM-Zweite. Auf Frankreich, das nach 2008 und 2012 den Titel-Hattrick anstrebt, treffen sie auch am Sonntag wieder. Die beiden Teams trafen bereits zum Abschluss der Vorrunde aufeinander, als “Les Experts” sich 33:30 durchsetzten. Beim wohl letzten Olympia-Auftritt der goldenen Generation um Goalie Thierry Omeyer, Nikola Karabatic, Daniel Narcisse, Luc Abalo und Michaël Guigou, die alle mit einer dritten Olympia-Goldmedaille in die Geschichte eingehen würden, sind die Franzosen erneut favorisiert.
Im Spiel um Platz 3 kämpft Polen gegen Europameister Deutschland um seine erste Olympiamedaille seit Bronze 1976. Die Deutschen standen letztmals 2004 als Zweite auf dem Podest.
(SDA)