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Vielen Frauen leiden in den 2 Wochen vor dem Eintreten ihrer Periode unter dem sogenannten Prämenstruellen Syndrom (PMS). Es fallen zahlreiche Symptome unter den Begriff PMS, die kombiniert oder einzeln und in unterschiedlicher Stärke vorkommen können. Dazu gehören Wasseransammlungen, empfindliche und gespannte Brüste, Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Gereiztheit, Migräne etc. Es gibt einiges, was man gegen diese Beschwerden machen kann. In meinem heutigen Blog werden wir jedoch das Thema Zink und PMS etwas genauer anschauen.
Auf Examine.com wurde im April 2022 die folgende Studie veröffentlicht: Die Einnahme von Zink kann das PMS lindern. In dieser 6-monatigen, randomisierten, kontrollierten Studie verbesserte eine Zinksupplementierung verschiedene Aspekte des prämenstruellen Syndroms.
Hintergrund
Das prämenstruelle Syndrom umfasst eine Reihe klinisch bedeutsamer körperlicher und psychischer Symptome während der Lutealphase des Menstruationszyklus’. Etwa 80-90 % der Frauen zeigen mindestens ein PMS-Symptom, aber nur 2,5-3 % leiden unter schweren Symptomen, die soziale Aktivitäten und Beziehungen beeinträchtigen. Einiges deutet darauf hin, dass der Serumzinkspiegel bei Frauen mit PMS im Vergleich zu gesunden Vergleichspersonen niedriger ist. Könnte eine Zinksupplementierung also die PMS-Symptome verbessern?
Die Studie
Die Ergebnisse
Hinweis
Eine Einschränkung dieser Studie besteht darin, dass Lebensstilfaktoren (z. B. Ernährung, körperliche Aktivität) nicht gemessen und überwacht wurden. Außerdem haben die Forscher trotz der Einbeziehung zahlreicher Ergebnisse keine Anpassung für Mehrfachvergleiche vorgenommen, was das Risiko falsch-positiver Ergebnisse erhöht. Daher sollten die Ergebnisse als vorläufig betrachtet werden.
Examine.com ist eine Plattform, auf welcher unabhängige Wissenschaftsjournalisten Studien analysieren, zusammenfassen und ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Diese Mitgliedschaft ist für mich sehr wertvoll, da sie mir ermöglicht immer auf dem neusten Stand der für mich relevanten Gesundheitsthemen zu bleiben.
Abschliessend noch ein paar persönliche Worte:
Mit der Ernährung und Lebensstilanpassungen können die Symptome des PMS deutlich reduziert werden. Auf eine ausreichende Zinkversorgung zu achten ist dabei sicher ein Faktor. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass Zink auf keinen Fall in den oben erwähnten hohen Dosierung selbstständig und ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden darf. Gerne schaue ich mit Ihnen Ihren Zinkstatus an, um dann zu entscheiden, ob eine Supplementierung notwendig ist oder nicht und in welcher Dosierung. Auf jeden Fall empfehlen kann ich allerdings, darauf zu achten ausreichend Zink über die Nahrung aufzunehmen. Folgende Nahrungsmittel sind reich an Zink und können in die alltägliche Ernährung integriert werden: Austern, Emmentaler, Erdnüsse, Haferflocken, Gouda, Linsen, Mais, Paranüsse und Rindfleisch.
Der tägliche Zinkbedarf von Frauen liegt bei 7, der von Männern bei 10 mg pro Tag.
Sollten Sie unter PMS leiden, so können Sie mich jederzeit kontaktieren, damit wir Ihre persönliche Situation gemeinsam anschauen können.