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Das "Weltlabor" in Lausanne fördert die Ausbildung junger Solartechniker in Senegal. Eine stärkere Nutzung der Sonnenenergie könnte die Abholzung in Afrika spürbar bremsen.
Seit November bildet die als gemeinnützig anerkannte Nichtregierungs-Organisation World Laboratory in der senegalesischen Hauptstadt Dakar junge Leute aus, die sich später im westafrikanischen Land als Solartechniker engagieren.
Kochen ohne Holz
Mit Sonnenenergie betriebene Öfen sollen der senegalesischen Bevölkerung ermöglichen zu kochen, ohne dafür Holz zu verbrennen. So könnten nach Ansicht von Fachleuten die gefährdeten Holzressourcen geschont und der zunehmenden Verwüstung in vielen afrikanischen Ländern entgegengewirkt werden.
Am Polytechnikum von Dakar sollen Studenten und Forscher aus allen frankophonen Ländern Afrikas ausgebildet und Unternehmer und Behörden von den Vorteilen der Solarenergie überzeugt werden.
Obwohl am polytechnischen Institut der Universität zahlreiche Forscher arbeiten, mangelt es an einem gezielten Ausbildungsprogramm für Solartechniker.
Materielle Starthilfe
Das World Laboratory stellte dem Polytechnikum das für die Ausbildung benötigte Material zur Verfügung. Dazu gehören Computer, Messinstrumente, Batterien und Sonnenkollektoren im Gesamtwert von 75'000 Franken.
Möglich wurde das langfristige Ausbildungs- und Forschungs-Projekt durch eine Vereinbarung zwischen dem World Laboratory und der senegalesischen Regierung im Jahr 1996. Das westafrikanische Land verpflichtete sich, Räume und Personal zur Verfügung zu stellen.
Das "Weltlabor" wurde vor 26 Jahren von einer Gruppe von Wissenschaftern und Institutionen gegründet. Oberstes Ziel der Nichtregierungs-Organisation, die von 10'000 Wissenschaftern unterstützt wird, ist der freie internationale Austausch von Wissen.
swissinfo und Agenturen