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Bei jüngeren Störchen (Max ist nun 10 Monate alt) kommt es regelmässig vor, dass sie vorerst in Afrika bleiben, bis sie nach 2-3 Jahren das fortpflanzungsfähige Alter erreicht haben. Altvögel fliegen hingegen alljährlich von ihren Winterquartieren zurück ins Brutgebiet. Der Abflug beginnt manchmal schon im Dezember. Im Laufe der nächsten Monate begeben sie sich dann langsam nordwärts und kommen bei uns meist im März an.
Rund 90 Prozent der Jungstörche, die die Schweiz Ende Sommer verlassen, kehren nie wieder zurück. Die aktuelle Fortpflanzungsrate reicht nicht aus, um diese hohen Verluste zu kompensieren. Um angemessene Schutzkonzepte entwickeln zu können, sind eingehende Studien zum Verbleib der Jungstörche und über deren Todesursachen unabdingbar. Die erforderlichen Informationen sollen mit Hilfe der Satellitentelemetrie gewonnen werden (http://www.etatfr.ch/mhn/de/Weissstorch/).
Das Projekt S.O.S. Storch
Die Schweizerische Gesellschaft für den Weissstorch, Altreu (http://mypage.bluewin.ch/storch/main.htm) und das Naturhistorische Museum Freiburg werden in den Jahren 2000 und 2001 jeweils rund 20 Störche mit einem Satellitensender versehen. Dadurch kann man diese Vögel immer und überall orten.
Gleichzeitig werden 3 Bodenteams während der Zugzeit auf der Zugroute der besenderten Störche unterwegs sein, die Standorte der einzelnen Vögel aufsuchen und Daten zum Lebensraum, zur Gefährdung und zu den Todesursachen der Vögel sammeln. Verluste, beispielsweise durch Verfolgung und durch Kollisionen mit Freileitungen, lassen sich somit feststellen und besondere Gefahrenpunkte lokalisieren.
Die Ergebnisse des Projektes werden die Grundlage für die Konzipierung effizienter Schutzmassnahmen auf den Zugrouten für die Weissstorchbestände der Schweiz, des Elsass und Südwest-Deutschlands darstellen.