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Der Chef der Kartellbehörde ACCC wies auch Kritik zurück, Nachbesserungen an dem umstrittenen Mediengesetz Australiens würden grosse Technologiekonzerne wie Facebook oder Google gegenüber kleineren Nachrichtenanbietern begünstigen. "Die Änderungen, die die Regierung vorgenommen hat, sind Dinge, die entweder keine grosse Rolle spielen oder nur dazu dienen, Dinge zu klären, die - zumindest aus Sicht von Facebook - unklar waren", sagte Sims am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Er gilt als einer der Architekten des Gesetzes, das Online-Plattformen dazu zwingen soll, ihre mit Nachrichteninhalten erwirtschafteten Werbeeinnahmen mit Medienhäusern zu teilen.
Facebook und Australien hatten ihren erbitterten Streit am Dienstag beigelegt. Das weltgrösste Internetnetzwerk will seine Blockade von Nachrichtenportalen in den kommenden Tagen aufheben. "Was auch immer sie sagen, sie brauchen Nachrichten", betonte Sims. "Es hält die Leute länger auf ihrer Plattform. Sie machen mehr Geld." Die Rückendeckung durch die Kartellbehörde dürfte die australische Regierung in ihrer Position stärken, dass ihr hartes Vorgehen der richtige Ansatz war. Dies könnte auch anderen Ländern wie Kanada und Grossbritannien, die ähnliche Gesetze planen, Mut machen.
Facebook räumte ein, dass zuletzt versehentlich auch einige Nicht-Nachrichten-Inhalte vorübergehend gesperrt worden seien. Zudem erklärte der Techriese, dass das Nachrichtenverbot mit einem "fundamentalen Missverständnis" der Beziehung zwischen dem Unternehmen und den Verlagen zusammenhänge.
Facebook hatte zuletzt Vereinbarungen mit Verlagen in Grossbritannien und den USA über Details der Zusammenarbeit geschlossen. "Facebook befindet sich in aktiven Verhandlungen mit anderen Unternehmen in Deutschland und Frankreich", erklärte Facebook-Top-Manager Nick Clegg in einem Blogeintrag. Ein Sprecher des Netzwerks in Deutschland sagte, Facebook News könnte in Deutschland in den nächsten Monaten an den Start gehen.
(Reuters)