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I'm Not There
Regie: Todd Haynes
Darst.: Christian Bale, Cate Blanchett, Heath Ledger, Ben Wishaw, Marcus Carl Franklin, Richard Gere, Charlotte Gainsbourg, Julianne Moore, Michelle Williams u.a.
Schillernde Ikone des Folk, Rock und Pop, Dichter, Lichtgestalt, Diva, Visionär: Bob Dylan ist all das in einer Person. In Todd Haynes’ filmischer Annäherung übernehmen gleich sechs Schauspieler:innen – darunter Christian Bale, Cate Blanchett, Heath Ledger, Richard Gere und der junge, farbige Newcomer Marcus Carl Franklin – die Rolle des exzentrischen Stars und porträtieren ihn in den unterschiedlichen Phasen und Stationen seines bewegten Lebens. Als elfjähriger Singer-Songwriter reist er Ende der 1950er-Jahre durchs Land wie einst die schwarzen Blues-Legenden. Mit 19 ist er ein scharfzüngiger Poet, wenig später ein erfolgreicher Folk-Troubadour im pulsierenden Greenwich Village der frühen 1960er-Jahre. Kaum als Stimme einer neuen Generation gefeiert, erfindet er sich als Bandleader neu und stösst seine Fans mit elektrifiziertem Rock vor den Kopf. Er reüssiert als Schauspieler, scheitert als Familienvater, konvertiert zum Christentum und gerät als musikalischer Prediger in Vergessenheit, bevor er als in die Jahre gekommener Outlaw im Hinterland von Missouri wiederauftaucht. Todd Haynes verknüpft diese Geschichten zu einer raffiniert verschachtelten, herrlich unkonventionellen Filmbiografie. So facettenreich und widersprüchlich wie sein Gegenstand, porträtiert «I’m Not There» Bob Dylan als faszinierend vielfältige Persönlichkeit, als charismatischen, rätselhaften, widerspenstigen Star, der in keine Kategorie passt: Kaum glaubt man, ihn verstanden zu haben, ist er schon weitergezogen und längst ein anderer. Florian Keller schrieb seinerzeit im Tages-Anzeiger: «Mit dem sechsfachen Dylan hat Todd Haynes nicht bloss eine bestechende Form gefunden, diesen notorisch widerspenstigen Künstler ins Kino zu übersetzen, ohne ihn auf irgendeine halbwahre Essenz zu reduzieren oder nur biografische Stationen abzuklappern. Noch beeindruckender ist, wie souverän er auf seiner Reise durch den Dylan-Kosmos zwischen den Zeiten und Orten wechselt und dabei immer neue Stile anprobiert. (…) Ein Trip durch ein wucherndes Geflecht aus Leben, Werk und Mythos einer Ikone, die nie Ikone sein wollte.»