Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/562

Fotos und ihre Geschichte
Die durchschnittliche Größe einer Springspinne beträgt etwa 6 mm. Das ist ziemlich klein, und um dies zu veranschaulichen, sehen Sie hier ein erwachsenes Männchen der Art "Phintelloides versicolor", das auf dem kleinen Finger meiner linken Hand sitzt. Normalerweise berühre ich meine kleinen Freunde aus verschiedenen Gründen nicht. Der wichtigste ist, dass ich diesen kleinen Kreaturen keinen Schaden zufügen möchte. Im Feld verwende ich oft Mückenschutzmittel, was auch Spinnen nicht gut tun würde. In diesem Fall hüpfte der kleine Kobold auf meine Hand, gleich nachdem ich ein Restaurant ausserhalb von Chiangrai in Thailand verlassen hatte, in dem ich zu Mittag ass. Mit sauberen Händen konnte ich also nicht widerstehen diese Aufnahme als Größenreferenz zu machen.
Dies ist eine winzige ameisennachahmende Springspinne, die sich im Chiang Dao Wildlife Sanctuary in Thailand im Stängel eines Blattes versteckt. Mimikry ist im Tierreich weit verbreitet und zeigt sich in den unterschiedlichsten Formen. Ich habe Dutzende verschiedene Spinnenarten beobachtet die Ameisen nachahmen. Und das tun sie aus gutem Grund. Viele Fressfeinde wie Vögel, Eidechsen oder Amphibien vermeiden es Ameisen zu jagen aufgrund deren Wehrhaftigkeit, dem schmerzhaften Biss und ihrem schlechten, sauren Geschmack. Um ihr Täuschung zu perfektionieren heben diese Spinnen sogar ein Beinpaar in die Luft, damit es wie die Antennen einer Ameise aussieht.
Ein (Pfeil)Giftfrosch der Art "Phyllobates lugubris", was soviel wie "düsterer Blattsteiger" bedeutet. Die generelle Bezeichnung "Pfeilgiftfrosch" im Deutschen ist etwas irreführend, da nur drei sehr spezifische Arten giftig genug sind um mit deren Giftsekret Blasrohr-Pfeile für die Jagd zu imprägnieren. Eigentlich sollten sie "Giftfrosch" heissen.
Diese Frösche produzieren ihr Gift nicht selber, sie nehmen es mit ihrer Nahrung wie Ameisen und Käfer auf und speichern es in ihrem Körper, um es bei Gefahr über Drüsen am Rücken abzusondern.
Um diese wunderschönen Tiere fotografieren zu können bin ich mit meinem Guide Chris und dem jungen Biologen Mathieu bei Nacht einen Bachlauf bei Cahuita in Costa Rica hochgestiegen, wobei Mathieu die Rufe dieser Art mit seinem Smartphone abspielte um eine Antwort allfällig anwesender Artgenossen zu provozieren. Wie das Foto beweist, ist dies gelungen.
Dieses Foto wurde von meinem Freund Chatchawan (Eid) im Phutthamonthon Park in Nakhon Pathom in Thailand aufgenommen und zeigt mich in "Aktion". Sofern nicht anders bezeichnet entstehen alle meine Fotos in-situ von frei lebenden wilden Tieren.
Das dabei entstandene Foto zeigt ein Weibchen der Springspinnen-Art "Hyllus diardi" und ist wie viele meiner Bilder durch "Fokus Stacking" entstanden. Mit einer Körperlänge von bis zu über 20 mm gehört diese Art zu den grössten Springspinnen weltweit.