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Edgar Allan Poe, Tales
Edgar Allan Poe (1809-1849) gilt als einer der grössten amerikanischen Dichter. Ruhm genoss er zu seinen Lebzeiten in erster Linie für seine Gedichte, wie etwa "The Raven" (1845), berühmt und gelesen wird er aber heute vor allem für seine Erzählungen, die zu seinen Lebzeiten grösstenteils in Zeitschriften und nur zum Teil in Sammelbänden erschienen. Poe gilt als einer der Begründer der Detektivgeschichte und der Short Story sowie als Klassiker der Grusel- und Horrorliteratur. Er ist einer der einflussreichsten Schriftsteller der Moderne und hat mit seinem Werk spätere Autoren wie Charles Baudelaire , Fjodor Dostojewski und Vladimir Nabokov beeinflusst. Baudelaire hat bereits zu Poes Lebzeiten einzelne seiner Erzählungen ins Französische übertragen und damit dazu beigetragen, dass Poe in Europa als Genie gefeiert wurde, als man ihn in Amerika schon fast vergessen hatte.
Nach Poe's Tod wurden immer wieder neue Sammelbände von seinen Erzählungen herausgegeben. Die Anzahl von Sammelbänden, die auf Englisch, aber auch auf Deutsch, von seinen Erzählungen erschienen sind, füllen unterdessen ganze Buchschränke. Auf Deutsch zu empfehlen sind etwa Poes beim Winkler Verlag erschienene Erzählungen. Es sind aber auch zahlreiche schöne illustrierte Ausgaben mit seinen Erzählungen erschienen.
(Illustration von Fritz Fischer in: Edhar Allan Poe, Die Maske des Roten Todes, Erich Hoffmann Verlag Heidenheim 1958)
Guy de Maupassant: Contes et Nouvelles
Guy de Maupassant(1850-1893) gilt vor allem wegen seiner Kurzprosa als einer der grossen Erzähler der Weltliteratur. Zwischen 1880 bis 1890 veröffentlichte er hunderte von Erzählungen, Novellen und Romanen, die nach seinem Tod immer wieder in Dutzenden von neuen Auszügen und Zusammenstellungen erschienen. Eine schöne Ausgabe auf Deutsch ist jene des Manesse Verlags.
Saki, Short Stories
Hector Hugh Munro (1870-1916), 1870 geboren in Burma und 1916 im ersten Weltkrieg von einem Scharfschützen in Frankreich erschossen, wurde unter seinem Künstlernahmen Saki ein Meister der witzigen und bissigen Kurzgeschichte, in der er die gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit anprangert. Seine Kurzgeschichten erschienen häufig zuerst in Zeitschriften und erst nach und nach in Buchform in verschiedenen Zusammenstellungen.
James Joyce: Dubliners
Diese 1914 erschiene Sammlung "Dubliners" mit fünfzehn Erzählungen des jungen James Joyce (1882-1941) ist ein Meisterwerk englischer Kurzprosa. Dieses Werk ist auch eine mögliche Alternative für all jene Leser, die den Ulysses nicht zu bewältigen vermögen. Übrigens, einige der Charaktere aus den Dubliners erschienen später auch wieder im Ulysses.