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Das verheerende Erdbeben zerstörte 60% der staatlichen Infrastruktur, 3,5 Millionen Menschen waren betroffen, 222‘570 starben und 1,5 Millionen lebten in der Folge in Notunterkünften. Das Land, das bereits vor der Katastrophe zu den ärmsten Ländern der Welt gehörte – 55% der Bevölkerung lebten 2010 von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag – war am Boden zerstört.
Die Erfolge nach fünf Jahren Wiederaufbau
Nach fünf Jahren Nothilfe und Wiederaufbau sind deutliche Verbesserungen für die Kinder sichtbar:
- 94% der intern Vertriebenen leben nicht mehr in Notunterkünften
- die Kindersterblichkeit konnte deutlich verringert werden
- 50% weniger Kinder sind mangelernährt
- die Einschulungsrate bei Mädchen und Buben steigt
- weniger Menschen erkranken und sterben an Cholera
- mehr Menschen haben einen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen
Die haitianische Regierung hat auch mit Unterstützung durch UNICEF Aktionspläne zur Armutsbekämpfung, zur Verbesserung der Ernährungs- und Bildungssituation sowie zur Verbesserung der Wasserversorgung und der hygienischen Verhältnisse verabschiedet.
Dank der Unterstützung von UNICEF unterschrieb die Regierung das Haager Adoptionsübereinkommen, begann Waisenkinder zu registrieren und Waisenhäuser zu überprüfen, um Kinder besser vor Kinderhandel zu schützen.
Von der Nothilfe zur langfristeigen Entwicklungshilfe
Den Kindern in Haiti geht es besser doch gleichwohl steht das Land vor grossen strukturellen Problemen. Nach wie vor herrscht grosse Armut in Haiti, 80‘000 Personen leben in provisorischen Unterkünften und Choleraerkrankungen überfordern die überlastete Infrastruktur. UNICEF leistet in Haiti weiterhin Entwicklungshilfe, um die Situation der Kinder langfristig und nachhaltig zu verbessern. Für die geplanten Programme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und sanitäre Einrichtungen, Bildung und Kinderschutz für die Jahre 2013 bis 2016 75 Millionen Franken.
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