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"Für meinen Mitbruder schenke ich ihnen meine Zeit gern"!
1. Juni 2012
Ich besuche den kranken Pater Ernst Josef Fuchs. Er ist bereit, mich an seinen Erinnerungen an Pater Paul Vautier teilhaben zu lassen. Er kann sich daran erinnern, dass Pater Paul als Besucher in die Villa Thérèse in Fribourg kam. Von hier aus fuhren sie dann auch gemeinsam über Schönstatt nach Münster. Sie besuchten Pater Kentenich in Schönstatt. Er nannte sie Pallotter, also eine Steigerung von Pallottiner. Paul Vautier fiel nicht weiter auf. Er war ein typischer Student, körperlich wirkte er eher zerbrechlich. Wenn er ein Buch gelesen hatte, wusste er den Inhalt noch genau. Er war ein total intellektueller Typ. Es war deswegen schwierig ...
"Sein Denken war anders ganz anders als mein Denken. Er schrieb seine These von der Exegese her. Wir haben uns nie ganz verstanden. Ich frage mich, ob ihn überhaupt jemand ganz verstanden hat.Das Projekt von einer Hochschule in Münster scheiterte dann auch daran. Wir, Pater King, Paul und noch einer, wir dachten zu unterschiedlich. Wir haben in den ersten zwei Jahren auch Fehler gemacht und wollten so nicht mehr weiter arbeiten... Pater Paul wollte aber ganz aufgeben. Er wurde dann nach Paragay versetzt. Dort herrschte gerade eine Aufbruchstimmung. Eigentlich wollte er über den Idealismus bei Fichter, Philosoph, seinen Professor machen. Er wollte beweisen, dass Fichter und Pater Kentenich Gemeinsamkeiten haben. Damit er nicht zu verkopft wird, haben ihn unsere Oberen nach Lateinamerika geschickt. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig! In Münster hat er auch zu joggen angefangen. Ob er das an den übrigen Orten auch tat, weiss ich nicht. Jedenfalls führte er das, was er sich einmal vorgenommen hatte, treu durch."
"In seinen Ferien in Reckingen habe ich ihn manchmal besucht. Er konnte sehr gut kochen. Das wiederlegt eigentlich die Tatsache, dass er nur verkopft war. Jedenfalls machte es ihm Spass, mich mit allerlei Köstlichkeiten zu verwöhnen. Erst da lernte ich dann auch seine Schwester kennen. Wir hatten ein paar ganz nette Erlebnisse."
Soweit Pater Fuchs, der sich im Moment einer Misteltherapie in Arlesheim unterzieht.