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Hergestellt von Zenith Radio Corp., Chicago, IL.
1958 brachte Zenith mit dem Royal 1000 den ersten transistorisierten Trans Oceanic Empfänger auf den Markt, die Version Royal 1000-D deckte auch den Langwellenbereich ab. Der 1963 vorgestellte Royal 3000 verfügte als erster T/O über die Möglichkeit des UKW-Empfangs, dafür entfiel das 13m Kurzwellenband und der abnehmbare Wave Magnet fand keinen Platz mehr im Gehäuse, konnte aber als Zubehör geordert werden.
Als erster Vertreter der kleinformatigeren transistorbestückten Trans Oceanics ist der Royal 3000 mit einem UKW-Tuner ausgestattet, auf dem Trommeltuner musste dafür aus Platzgründen das 13 m Kurzwellenband und im Gehäuse die absetzbar zu betreibende Wave Magnet - Antenne weichen. Das 32 x 27 x 13 cm grosse Gerät bringt ca. 2 kg auf die Waage.
Der Empfänger wird mit acht 1,5V - Batterien betrieben, die Variante Royal 3000-1 ist mit einer Buchse für eine externe 12V - Speisung ausgerüstet.
Die linke Seite des Traggriffs kann entriegelt werden, der hochgeklappte Traggriff kann dann als Telekopantenne ausgezogen werden.
Im obersten Bereich der Frontplatte ist die Frequenzskala mit dem Sichtfenster des Trommeltuners angeordnet, dieser wird mit einem Drehschalter von der rechten Geräteschmalseite betrieben, ein ganz ähnliche Konfiguration findet sich an einigen Grundig - Geräten wie auch am Sony Earth Orbiter oder dem T1000 von Braun. Der Abstimmknopf ist in die grosse Lautsprecherabdeckung eingelassen, in einem quadratischen Feld links daneben finden sich die Drehknöpfe für Tonblende und Lautstärkeregelung, eine Lautsprecherbuchse und zuunterst zwei Schiebeschalter für die Skalenbeleuchtung und die nur im FM-Betrieb aktive AFC.
Die Frontplattenabdeckung klappt auf Druck auf eine Verriegelungstaste in zwei Segmenten auf, das obere gibt die Senderskala und die untere die untere Häfte der Frontplatte frei. Unter einem Fach mit aufgedruckter Zeitzonenkarte und einer Weltzeitumrechnungsdrehscheibe findet sich eine ringgebundene in beschichtetem Papier ausgeführte Anleitung zum Kurzwellenempfang mit Frequenztabelle - beim Durchgehen der Stationsbezeichnungen aus den sechziger Jahren kommen sofort nostalgische Gefühle hoch.
Die Bedienung ist völlig unproblematisch, der Hauptschalter ist mit dem Lautstärkeregler kombiniert, mit dem Trommeltuner - Bandschalter wird das gewünschte Frequenzband eingestellt. Der Royal 3000 verfügt über Lang- und Mittelwelle (hier als BC bezeichnet), die 2-4 und 4-9 MHz Bereiche verfügen über rote Farbmarkierungen für die Rundfunkbänder. Nur die 31, 25, 19 und 16m Kurzwellenbereiche verfügen über eine rudimentäre aber brauchbare Skaleneichung, auf den Luxus einer digitalen Frequenanzeige muss verzichtet werden - mechanische digitale Frequenanzeigen waren in diesen Jahren den grossen Kommunikationsempfängern aus dem Hause Collins vorbehalten…
Aufgrund des Einfachsuperprinzips muss mit Spiegelfrequenzen sehr starker Sender gerechnet werden, die Empfindlichkeit ist mit der der Grundig - Geräte aus dem gleichen Zeitraum vergleichbar, es ist nur eine ZF-Bandbreite verfügbar. Die Skaleneichung mag nur in den gespreizten 31 - 16m Bändern zu befriedigen, in den Tropenbändern und im 49m Band, das vom Bereich 4-9 MHz abgedeckt wird, ist die Frequenzablesegenauigkeit ungenügend. Dies mag in Anbetracht der Tatsache, dass in den sechziger Jahren in den typischen Heimradios das 49m Band im Kurzwellenbereich meist als 15mm lange dicke Linie zu finden war, entschuldigt werden.
Zusammenfassend ist der Trans Oceanic Royal 3000 ein schönes Sammlerstück, das als Reiseradio heute noch bescheidene Ansprüchen im Kurzwellenempfang zu befriedigen vermag und einen guten Mittelwellen- und UKW-Empfang bietet.
Als Klassiker ist der Royal 3000 ein Urahn des Weltempfängerdesigns und stand in seinem Konzept zahlreichen späteren Geräten aus Fernost Pate - man betrachte einmal Sony's Earth Orbiter CRF-5090.
Einfachsuperhet, analoge Frequenzaufbereitung, Trommeltuner.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.