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Virtualisieren, reduzieren und dann eventuell auslagern, so könnte man die mittelfristigen Pläne von Sun zu den eigenen Rechenzentren zusammenfassen. Ist das Unternehmen somit auf dem Weg zu einem reinen Lösungsanbieter?
Die Schlagzeile bei 'Forbes.com’ am letzten Freitag lautete "Sun plant seine Datenzentren zu schliessen" und schoss damit ein wenig über das Ziel hinaus. Sie lenkte aber die Aufmerksamkeit auf einen interessanten Blog-Beitrag, in dem Suns Data Centre Architect Brian Cinque darüber schreibt, dass Sun plane, die Grösse der Rechenzentren bis 2013 zu halbieren und bis 2015 komplett auszulagern. Diese Aussage wurde von John Dutra, Suns Chief Technlogy Officer, zwar umgehend relativiert, nichts desto trotz hat der Pudel einen Kern.
Während die Reduzierungen von Anzahl, Stellfläche und Energieverbrauch bei den Rechenzentren allein durch die zu erwartete weitere Optimierung bei den Virtualisierungstechniken erreicht werden sollen, spricht Dutra auch von einer nachfolgenden Auslagerung an global operierende Spezialisten. Damit befinden sich Cinque und Dutra auf einer Linie mit den Erwartungen ihres CTOs Greg Papadopoulos, der schon Ende 2006 davon sprach, dass er zukünftig nur noch mit einer Handvoll global operierender Anbieter von Computer Services und Speicherkapazität rechne. Er verglich den Trend mit der Entwicklung bei den Energieversorgern.
Während sich für Sun bei den Kosten sicherlich positive Effekte durch eine solche Entwicklung erreichen lassen, bleibt die Frage ungeklärt, wie das Unternehmen seine Margen und Gewinne aufrecht erhalten will, in einem Markt für High-end Hard- und Softwarelösungen, der nicht wie heute durch eine Vielzahl konkurrierender, sondern durch wenige dominante Kunden geprägt wäre. (Thomas Mironiuk)