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Bei Climara handelt es sich um ein Transdermalsystem, ein Pflaster, aus dem nach dem Aufkleben auf die Haut der Wirkstoff (Estradiol) durch die Haut direkt an das Blut abgegeben wird. Die Abgabe des Wirkstoffs aus dem Pflaster erfolgt gleichmässig während der 7 Tage, in denen es auf der Haut getragen wird.
Estradiol ist ein natürliches weibliches Geschlechtshormon aus der Gruppe der Östrogene und wird vor den Wechseljahren (Klimakterium) in den Eierstöcken gebildet. Nach der letzten Regelblutung (Menopause) wird die Produktion dieses Hormons allmählich eingestellt. Viele Frauen leiden dann an den bekannten und charakteristischen körperlichen und seelischen Wechseljahrbeschwerden. Eine Linderung oder Behebung dieser Beschwerden kann durch Ersatz des fehlenden Hormons erreicht werden.
Climara besteht aus zwei Schichten: einer Schutzschicht und einer Haftschicht, die als Reservoir für den Wirkstoff dient. Die selbstklebende Haftschicht ist durch eine Schutzfolie abgedeckt, die vor dem Anbringen des Pflasters entfernt werden muss.
Climara dient zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden der Frau, die durch Östrogenmangel bedingt sind, wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Schwindelanfälle, nervöse Reizbarkeit, depressive Verstimmungen sowie Blasen- und Scheidenbeschwerden. Ausserdem lassen sich Rückbildungserscheinungen der Schleimhäute der Scheide günstig beeinflussen. Depressive Verstimmungen und nervöse Reizbarkeit werden durch Climara jedoch nur günstig beeinflusst, wenn sie im Zusammenhang mit Hitzewallungen auftreten.
Climara dient auch zur Vorbeugung eines beschleunigten Knochenabbaus (Osteoporose) nach der Menopause.
Climara wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet. Bei Frauen mit intakter Gebärmutter wird der Arzt oder die Ärztin zusätzlich zu Climara ein zweites, ähnliches Hormonpräparat verschreiben, dessen Wirkstoff als Gestagen bezeichnet wird. Das Gestagen verhindert ein unerwünschtes übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, wie es bei der alleinigen Verwendung von Climara geschehen kann, und es schützt somit die Gebärmutter vor einer möglichen Wucherung.
Climara ist kein Empfängnisverhütungsmittel.
Wenn Ihnen der Arzt oder die Ärztin Climara auch zur Vorbeugung von Knochenschwund (Osteoporose) verschrieben hat, ist es wichtig, dass Sie auf eine ausgeglichene körperliche Bewegung achten, denn damit unterstützen Sie die Wirkung von Climara. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie diesbezüglich beraten.
Eine Hormonersatztherapie kann mit höheren Risiken gewisser Krankheiten, wie Brustkrebs, Herz-Kreislaufkrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall, venösen Thrombosen und Lungenembolien ? Bildung von Blutgerinnseln in den Gefässen) verbunden werden.
Climara darf nicht angewendet werden, wenn Sie:
an Brustkrebs leiden oder bei Ihnen ein Verdacht auf Brustkrebs besteht,
an einem hormonabhängigen Tumor wie Gebärmutter- oder Eierstockkrebs leiden oder bei Ihnen ein solcher Verdacht besteht,
vaginale Blutungen haben, deren Ursache vom Arzt bzw. der Ärztin nicht geklärt ist,
einen Lebertumor (gut- und bösartiger) haben oder hatten,
eine schwere Lebererkrankung haben,
an einer Erkrankung der Blutgefässe, die auf Gerinnselbildung beruht (Venenthrombose, Thrombose, Embolie) leiden oder gelitten haben,
vor kurzem einen Herzinfarkt und/oder Schlaganfall hatten,
ein hohes Risiko für die Entstehung einer venösen oder arteriellen Thrombose (Blutgerinnsel) haben,
Sie erhöhte Triglyzerid-Blutwerte (spezieller Typ von Blutfetten) haben,
schwanger sind oder stillen,
eine Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber den Bestandteilen des Pflasters haben.
Wenn eines der oben aufgeführten Ereignisse während der Therapie mit Climara zum ersten Mal bei Ihnen auftritt, sollten Sie die Behandlung unverzüglich abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung mit Ihnen Ihre persönliche und familiäre Krankengeschichte und Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Climara besprechen.
Er/sie wird vor Beginn der Behandlung eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchführen, welche jährlich wiederholt werden. Auch wird er/sie wird Ihnen die Selbstuntersuchung der Brust empfehlen und Sie dementsprechend unterrichten.
Climara hat keine schwangerschaftsverhütende Wirkung, und während der Behandlung darf es nicht zu einer Schwangerschaft kommen (siehe «Darf Climara während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?»). Zur Empfängnisverhütung sind gegebenenfalls nichthormonale Methoden (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden.
Beim Auftreten von unregelmässigen oder starken Blutungen während der Behandlung mit Climara, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin benachrichtigen.
Ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht zu ziehen, muss die Einnahme bis zu deren Ausschluss unterbrochen werden.
Erstmaliges Auftreten migräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen, plötzliche Wahrnehmungsstörungen (z.B. Sehstörungen, Hörstörungen), erste Anzeichen von Venenentzündung mit Blutpfropfbildung (Thrombose) oder von Erkrankungen als Folge von Blutgerinnsel (Embolie) (z.B. ungewohnte Schmerzen in den Beinen oder Schwellungen der Beine, stechende Schmerzen beim Atmen oder Husten unklarer Ursache, Ohnmacht), Schmerz- und Engegefühl im Brustraum. In allen diesen Fällen kann eine erhöhte Thrombosegefahr bestehen.
Auftreten von Gelbsucht, Auftreten von Leberentzündung, Juckreiz am ganzen Körper, Wachstum von Myomen, Zunahme epileptischer Anfälle, stärkerer Blutdruckanstieg, Schwangerschaft.
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine der nachfolgenden Erkrankung haben oder in der Vergangenheit (z.B. während einer Schwangerschaft oder einer früheren Hormonbehandlung) hatten. In diesen Fällen können häufigere ärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig sein:
? gutartige Brustveränderungen,
? Risiko für östrogenabhängige Tumore (z.B. Brustkrebs bei nahen Verwandten),
? bei Gebärmutter-Fibromen (Geschwülste der Gebärmutter) oder Verdickung der Gebärmutterschleimhaut,
? bei Verdacht auf Endometriose (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter mit Schmerzen und Blutungen),
? bei Erkrankungen der Leber (z.B. Gelbsucht) oder der Gallenblase,
? bei Diabetes (Zuckerkrankheit),
? bei erhöhtem Blutdruck,
? bei einem Tumor des Vorderlappens der Hirnanhangdrüse,
? bei Chloasma (braune Flecken im Gesicht); in diesem Fall sollten Sie Sonnenlicht und UV-Strahlung meiden,
? schwere chronische Depression,
? bei Epilepsie,
? bei Asthma,
? bei Migräne,
? bei Porphyrie (einer angeborenen Stoffwechselkrankheit),
? bei angeborenen Hörstörungen (Otosklerose),
? bei systemischem Lupus erythematosus (Autoimmunerkrankung mit Gefässentzündung und weiteren charakteristischen Symptomen),
? bei Veitstanz (Chorea minor).
? Bei einer längeren Therapie mit einem anderen Hormonpräparat wurden bei älteren Patientinnen in sehr seltenen Fällen eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob dasselbe Risiko mit Climara besteht.
? Östrogene können eine Flüssigkeitsretention (Wassereinlagerung im Gewebe) verursachen. Patientinnen mit Herz- oder Nierenfunktionsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.
? Wenn trotz vorschriftgemässen Wechsels des Applikationsortes wiederholt anhaltende Hautirritationen (z.B. Ekzeme oder Juckreiz) am Applikationsort auftreten, sollte mit dem Arzt bzw. der Ärztin über einen Abbruch der Behandlung mit Climara Pflaster gesprochen werden .
In gewissen Studien wurde Brustkrebs bei Frauen, die während mehreren Jahren eine Hormonersatztherapie (HRT) erhielten, etwas häufiger diagnostiziert. Dieses Risiko nimmt mit der Dauer der Behandlung zu. Und bei Produkten, welche nur Östrogene enthalten, könnte diese Risikoerhöhung möglicherweise neutral sein. Wenn Frauen die HRT abbrechen, verschwindet das erhöhte Risiko innerhalb von wenigen Jahren. Ähnliche Zunahmen der Brustkrebsdiagnosen werden beispielsweise bei regelmässigem Alkoholkonsum oder bei Adipositas (Fettleibigkeit) beobachtet. Die HRT kann das Erscheinungsbild der Brust in Mammographieaufnahmen verändern (erhöht die Dichte in mammografischen Bildern). Dies kann den mammografischen Nachweis von Brustkrebs in gewissen Fällen erschweren. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin möglicherweise entscheiden, für die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung auch andere Methoden heranzuziehen.
Wenn Brustkrebs früher in der Familie (z.B. bei Ihrer Mutter oder deren Schwestern) aufgetreten ist, könnte auch bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung bestehen. Da der Einfluss einer Hormonersatztherapie auf das Risiko nicht eindeutig geklärt ist, sollten Sie den Arzt oder die Ärztin darüber informieren.
Wenn Östrogene, wie in Climara enthalten, über längere Zeit alleine eingenommen werden, nimmt das Risiko für die Entstehung eines Krebses der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom) zu. Patientinnen, denen die Gebärmutter nicht entfernt worden ist, sollten Östrogene deshalb nicht alleine anwenden. Wenn Sie Climara anwenden und Ihre Gebärmutter intakt ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen ein zusätzliches Hormon (Gestagen) verschreiben und Sie diesbezüglich informieren.
In einer Studie wurde über ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Tumoren der Eierstöcke nach langdauernder Östrogen-Ersatztherapie (über 10 Jahre) berichtet. Eine Analyse von 15 Studien zeigte hingegen kein solches Risiko. Der eigentliche Einfluss einer Östrogen-Ersatztherapie auf die Entstehung von Tumoren der Eierstöcke ist noch nicht bekannt.
In seltenen Fällen sind nach Anwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Climara enthält, gutartige, noch seltener bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet worden, die vereinzelt zu lebensgefährlichen Blutungen in der Bauchhöhle geführt haben. Deshalb ist der Arzt oder die Ärztin zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von selbst bald vorübergehen.
Zwei grosse klinische Studien mit konjugierten Östrogenen vom Pferd und Medroxyprogesteronacetat (ein Gestagen), die beide zur Hormonersatztherapie verwendet werden, lassen den Schluss zu, dass das Risiko für einen Herzinfarkt im ersten Anwendungsjahr leicht erhöht sein kann. Dieses Risiko wurde mit konjugierten Östrogenen allein nicht beobachtet. In zwei grossen Studien mit diesen Hormonen war das Risiko für Schlaganfall sowohl für Östrogene alleine als auch für das kombinierte Präparat um 30?40% erhöht.
Obwohl derartige Daten für Climara nicht vorliegen, sollte es nicht zur Vorbeugung von Herzerkrankungen und/oder Schlaganfall verwendet werden.
Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko einer Thrombosebildung (Blutgerinnsel in den Gefässen) erhöhen.
Zu den allgemein anerkannten Risikofaktoren einer Thrombosebildung gehören die persönliche oder familiäre Krankengeschichte (das Auftreten von Blutgerinnungsstörungen bei einem nahen Verwandten in einem relativ frühen Alter kann auf eine familiäre Veranlagung hinweisen), hoher Blutdruck (Hypertonie), Störungen der Blutgerinnung oder des Fettstoffwechsels, zunehmendes Alter, erhebliches Übergewicht sowie Rauchen.
Wenn Sie wegen einer schweren Erkrankung oder eines Unfalles bettlägerig werden oder operiert werden müssen, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie die Anwendung von Climara vorübergehend unterbrechen sollen, da in diesen Fällen das Thromboserisiko erhöht sein kann. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin rechtzeitig im Voraus, dass Sie Climara anwenden.
Eine Hormonsubstitutionstherapie wie Climara kann gewisse Laboruntersuchungen beeinflussen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder dem Laborpersonal mit, dass Sie Climara anwenden.
Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel ist eine gegenseitige Beeinflussung der Wirkung möglich.
Zu diesen Arzneimitteln zählen gewisse Mittel gegen Epilepsie, Tuberkulose, Infektionskrankheiten, Mittel gegen zu hohen Blutzucker, gegen Schlafstörungen und Angst- und Erregungszustände sowie Pflanzenpräparate mit Johanniskraut (Hypericum).
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird über die Anpassung der Dosierung dieser Arzneimittel entscheiden, und er/sie wird Ihnen auch erklären, worauf Sie achten müssen, wenn Sie eines oder mehrere dieser Arzneimittel gleichzeitig mit Climara verwenden.
Es wurden keine Studien zum Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, durchgeführt. Bei Anwenderinnen von Climara wurde kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beobachtet. Beachten Sie jedoch die allgemeinen unerwünschten Wirkungen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Climara darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit gibt es dafür auch keine medizinisch begründete Anwendung. Sollten Sie während der Behandlung mit Climara dennoch schwanger werden oder dieses Präparat unbeabsichtigt während der Schwangerschaft angewendet haben, müssen Sie sofort den Arzt oder die Ärztin benachrichtigen.
Wenn Sie zurzeit kein anderes Präparat zur Hormonsubstitutionstherapie anwenden oder einnehmen, können Sie sofort mit der Anwendung von Climara beginnen.
Wenn Sie bereits ein anderes Präparat anwenden oder einnehmen, beginnen Sie die Therapie mit Climara am ersten Tag nach Absetzen der Therapie mit dem anderen Präparat oder gemäss ärztlicher Anweisung.
Wenn Sie eine intakte Gebärmutter haben, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein zusätzliches Hormon (Gestagen) verschreiben und Sie diesbezüglich informieren.
Climara wird einmal wöchentlich aufgeklebt.
Zur Vorbeugung des beschleunigten Knochenabbaus soll die Behandlung mit Climara so früh wie möglich nach Eintritt der Menopause begonnen werden. Die Dosierung wird durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin individuell festgelegt.
Der Arzt oder die Ärztin kann Ihnen Climara als fortlaufende oder als zyklische Therapie verordnen. Die zyklische Therapie umfasst eine 3-wöchige Behandlung, gefolgt von einer 1-wöchigen Unterbrechung. Bei der fortlaufenden Therapie entfällt die 1-wöchige Unterbrechung. Das Pflaster wird bei beiden Behandlungsarten einmal pro Woche ausgewechselt.
Welches Behandlungsschema für Sie im Einzelfall das geeignete ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden. Er/Sie wird Sie auch über weitere, für Sie massgebliche Einzelheiten informieren.
Öffnen Sie ein Sachet (Beutel), entfernen Sie die Schutzfolie und kleben Sie das Pflaster sofort danach auf eine saubere, trockene und intakte Hautstelle am Gesäss oder Bauch auf. Pressen Sie das Pflaster mit dem Handballen etwa 10 Sekunden lang fest an die Haut an und stellen Sie sicher, dass das Pflaster vor allem im Randbereich gut anhaftet. Sie sollten dabei den Kontakt der Finger mit dem klebenden Teil des Pflasters vermeiden und nach Anbringen des Pflasters Ihre Hände waschen.
Die gewählte Hautstelle sollte weder ölig noch fettig sein, da sonst ein neues Pflaster nicht haftet. Auch sollte sie nicht gerötet oder gereizt sein. Kleben Sie das Pflaster nicht sofort wieder auf dieselbe Hautstelle auf, sondern wechseln Sie den Aufklebeort regelmässig.
Das Pflaster darf nicht auf die Brüste geklebt werden. Vermeiden Sie auch die Taille, da die Reibung enger Bekleidung das Pflaster ablösen kann.
Mit einem korrekt aufgeklebten Pflaster können Sie baden oder duschen wie üblich. In sehr heissen Bädern oder in der Sauna kann sich das Pflaster von der Haut ablösen. Sollte ein Pflaster abfallen, versuchen Sie es wieder anzukleben. Wenn sich ein Pflaster nicht wieder ankleben lässt, verwenden Sie ein neues Pflaster. Dieses neue Pflaster bleibt dann für die restliche Zeit des 7-Tage-Dosierungsintervalls auf Ihrer Haut, d.h. den nächsten Pflasterwechsel nehmen Sie am selben Wochentag wie immer vor.
Das Pflaster darf nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden und sollte daher an einer Hautstelle angebracht werden, die von Kleidung bedeckt ist.
Wenn Sie vergessen haben ein Pflaster zu wechseln, erneuern Sie das Pflaster, sobald Sie es bemerken. Das nächste Pflaster kleben Sie im normalen 7-Tage-Rhythmus wieder auf.
Wenn Sie den Verlust eines Pflasters während mehreren Tagen nicht bemerken oder vergessen haben es zu wechseln, können unregelmässige Blutungen auftreten.
Eine Überdosierung ist im Hinblick auf die Applikationsart unwahrscheinlich, achten Sie darauf dass das alte Pflaster immer entfernt wurde, bevor das neue Pflaster aufgeklebt wird. Bei einer Überdosierung können Übelkeit und Erbrechen auftreten, sowie nach Entfernen des Pflasters Entzugsblutungen. Eine spezifische Behandlung ist nicht nötig, aber Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.
Wenn Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin zusätzlich zu Climara ein Gestagen-Präparat verschreibt - dies ist notwendig bei Frauen mit intakter Gebärmutter - so muss das Gestagen während 10?14 Tagen pro Monat eingenommen werden. In der Regel tritt nach jeder Gestagen-Behandlungsperiode nach 2?3 Tagen eine Entzugsblutung auf. Die Dosierung des Gestagens und die Behandlungsdauer werden vom Arzt oder von der Ärztin festgelegt.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Climara ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen indiziert.
Eine Dosisanpassung bei älteren Patientinnen ist nicht erforderlich.
Climara wurde bei Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen nicht spezifisch untersucht. Bei Frauen mit Leberfunktionsstörungen siehe Abschnitt «Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Climara wurde bei Patientinnen mit Nierenfunktionsstörungen nicht spezifisch untersucht und es können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen, welche im Zusammenhang mit einer Hormonsubstitutionstherapie auftreten können, sind im vorangegangenen Abschnitt? «Wann ist bei der Anwendung von Climara Vorsicht geboten?» beschrieben. Bitte lesen Sie diesen Abschnitt für weitere Informationen.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Hautreizungen an der Stelle, an der das Pflaster aufgeklebt wurde und Brustschmerzen.
Weiterhin können folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung von Climara auftreten:
Kopfschmerzen, Schwindel, Blähungen, Übelkeit, Brustspannen, Unterleibs-schmerzen, Änderungen im Blutungsmuster (einschliesslich Durchbruchblutungen und Schmierblutungen), Wassereinlagerungen, Veränderungen des Körper-gewichtes.
Migräne, Muskelkrämpfe, Brustvergrösserungen.
Über andere unerwünschte Wirkungen wurde bei Anwenderinnen von HRT berichtet, der Zusammenhang mit Climara wurde jedoch weder bestätigt noch widerlegt:
Veränderungen des Sexualtriebes, Erbrechen, Gelbsucht, Verschlechterung einer Porphyrie (eine seltene Krankheit des Stoffwechsels), Hautflecken, die persistieren können, Hautallergie, Juckreiz, Hautrötungen (Ekzeme), gutartige Geschwulste in der Brust, Vergrösserungen von Uterusmyomen (gutartiges Geschwür der Gebärmutter), Veränderungen in der Ausprägung des Gebärmutterhalssekretes.
Bei Vorliegen eines erblich bedingten Angioödems (in Episoden auftretendes Anschwellen von Körperteilen wie Händen, Füssen, Gesicht oder Atemwegen) kann die Einnahme/Anwendung von Östrogenen diese Symptome hervorrufen oder verschlimmern.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Climara soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
Climara soll vor starker Wärme geschützt (unter 30 °C) und am Besten an einem kühlen Ort ? in ungeöffneten Sachets ? aufbewahrt werden (jedoch nicht im Kühlschrank).
Unter Einwirkung von ultraviolettem Licht wird das in Climara enthaltene Estradiol abgebaut. Die Systeme sind daher nicht dem Sonnenlicht auszusetzen. Sie sind unmittelbar nach Entnahme aus dem Beutel an einer Hautstelle anzubringen, die von der Kleidung bedeckt ist (siehe auch «Wie handhaben Sie Climara?»).
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Falls Sie im Besitz von verfallenen Arzneimitteln sind, bringen Sie diese zur Entsorgung in die Apotheke zurück.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Wirkstoff: Estradiol.
Climara 50 Pflaster (12,5 cm²) enthält 3,8 mg Estradiol. Die Wirkstoffabgabe beträgt 0,05 mg Estradiol pro Tag.
Hilfsstoffe zur Herstellung des Pflasters.
53068 (Swissmedic).
Climara 50 erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
In Packungen mit 12 Pflastern.
Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.