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…wenn die Arbeit der Rettungsteams erledigt ist, beginnt der traurige Job, die Leichenidentifizierung…Horst Engel, IDKO BKA
Verschiedene Katastrophenereignisse der vergangenen Jahre zeigen, dass der Einsatz spezieller Fachkräfte mit gut organisierten Strukturen zur Bewältigung eines Katastrophenereignisses absolut notwendig ist.
Spätestens seit den Ereignissen Flugzeugabsturz Stadlerberg (1990), Sektendrama Salvan/Cheiry (1994), Terroranschlag Luxor (1997), Flugzeugabsturz Halifax (1998), Canyoning Unfall in Wilderswil (1999), Flugzeugabsturz Nassenwil (2000), Amoklauf Zug (2001), Verkehrsunfall Gotthardtunnel (2001), Flugzeugabsturz Bassersdorf (2001) und Tsunami in Asien (2004), weiss die Schweiz, dass Ereignisse mit einer grösseren Anzahl von zu beklagenden Opfern auch unser Land treffen können.
Die Opferidentifizierung ist in solchen Fällen eine meist schwierige Aufgabe, welche an die hierfür zuständigen Spezialisten des DVI-Teams hohe Anforderungen stellt. Dies insbesondere dann, wenn sich die Katastrophe im Ausland zugetragen hat und das Identifikationsteam auf die internationale Zusammenarbeit angewiesen ist. Nicht zufällig befasst sich deshalb auch INTERPOL seit Jahren mit dem Aspekt der Katastrophen-Opfer-Identifizierung.
Seit Jahren gilt die von INTERPOL erlassene Empfehlung, über ein speziell für DVI-Zwecke geschaffenes nationales Team zu verfügen, um die Katastrophenorganisation vor Ort gegebenenfalls mit Spezialisten aus dem Herkunftsland der Opfer bei der Identifizierungsarbeit zu unterstützen. Die meisten INTERPOL-Mitgliederstaaten haben den Sinn und die Nützlichkeit einer nationalen DVI-Organisation erkannt und verfügen über entsprechende DVI-Einsatzteams.
Auf Empfehlung und Richtlinien der INTERPOL hin wurden in den neunziger Jahren, im Auftrag der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS), für die Schaffung eines DVI-Teams eine Arbeitsgruppe gegründet. Die KKPKS hat im Jahr 2000 dem Projekt DVI zugestimmt und den entsprechenden Status verliehen. Seit dem 1. Januar 2001 verfügt auch die Schweiz über ein nationales DVI-Team.
Fürstentum Lichtenstein
Seit Ende 2002 ist das Fürstentum Liechtenstein mit einer vertraglichen Vereinbarung assoziiertes Mitglied des DVI-Teams CH und kann bei einem ausserordentlichen Ereignis die Dienstleistungen des DVI-Teams CH in Anspruch nehmen.