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Der inländische Bedarf an Zucker wird grösstenteils über die inländische Produktion gedeckt. Zucker kann aus den am wenigsten entwickelten Ländern zollfrei und aus Entwicklungsländern mit Zollpräferenzen eingeführt werden. Mit der EU hat die Schweiz mit dem Protokoll Nr. 2 Freihandel für Zucker in landwirtschaftlichen Verarbeitungsprodukten im Geltungsbereich des Protokolls vereinbart. Der vereinbarte Verzicht auf Preisausgleichsmassnahmen verbindet somit die Zuckermärkte in der EU und der Schweiz. Für das Funktionieren der sogenannten Doppelnulllösung sind vergleichbare Zuckerpreise auf den beiden Märkten Voraussetzung, damit die Lebensmittelindustrien der beiden Vertragspartner über gleich lange Spiesse verfügen.
Unter Ausrichtung des Schweizer Zuckerpreises auf den Marktpreis in der EU wird der normale Zollansatz für Zucker monatlich überprüft und alsdann angepasst, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Ausfuhr von Zucker in verarbeiteten Produkten erfolgt unter Verzicht von Preisausgleichsmassnahmen oder unter Beantragung der Rückerstattung der Grenzabgaben in der Schweiz.
Weiterführende Informationen
Links
Rechtliche Grundlagen
Verordnung vom 23. Oktober 2013 über Einzelkulturbeiträge im Pflanzenbau und die Zulage für Getreide
Verordnung vom 23. November 2011 über die Industrieschutzelemente und die beweglichen Teilbeträge bei der Einfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten
Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Freihandelspartnern (ausgenommen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten)
Letzte Änderung 15.02.2021