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Betadine desinfizierende Wundsalbe ist eine fettfreie, wasserlösliche Salbe zur äusserlichen Anwendung. Sie tötet Bakterien, Pilze, Viren und andere infektionsauslösende Erreger ab.
Betadine desinfizierende Wundsalbe wird angewendet zur Verhütung von Infektionen bei kleineren Wunden der Haut und Schleimhaut, kleinflächigen, leichten Verbrennungen (ohne Blasenbildung), Hautschäden, Hautrissen und Schürfungen.
Ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung wird Betadine desinfizierende Wundsalbe zur Behandlung von infizierten Wunden angewendet.
Grossflächige, stark verschmutzte und tiefe Wunden sowie schwere Brand-, Biss- und Stichwunden benötigen eine ärztliche Behandlung (unter anderem Gefahr von Wundstarrkrampf). Bleibt der Umfang einer Wunde während einiger Zeit unverändert gross oder verheilt die Wunde nicht innerhalb von 10?14 Tagen, ist ebenfalls ein Arztbesuch erforderlich; ebenso, wenn die Wundränder stark gerötet sind, die Wunde plötzlich anschwillt, stark schmerzhaft ist oder die Verletzung von Fieber begleitet wird (Gefahr einer Blutvergiftung).
Betadine desinfizierende Wundsalbe darf nicht angewendet werden:
im Fall einer Schilddrüsenüberfunktion oder anderen bestehenden Schilddrüsenerkrankungen;
bei Dermatitis herpetiformis Duhring (sehr seltene, herpesähnliche Hauterkrankung);
bei Überempfindlichkeit auf Iod, Macrogol 400 oder einen anderen Inhaltsstoff;
bei Patientinnen und Patienten, die vor einer Strahlentherapie mit markiertem Iod stehen;
bei Neugeborenen und Säuglingen unter 6 Monaten.
Nicht am Auge anwenden.
In folgenden Fällen darf Betadine desinfizierende Wundsalbe nur gemäss ärztlicher Verschreibung angewendet werden:
nach einer Schilddrüsenerkrankung;
bei eingeschränkter Nierenfunktion;
bei Säuglingen über 6 Monaten.
Betadine desinfizierende Wundsalbe sollte nicht über längere Zeit angewendet werden, ausser auf ausdrückliche ärztliche Verschreibung.
Eine gleichzeitige Anwendung von Betadine desinfizierende Wundsalbe und Präparaten, die Silbersulfadiazin, Wasserstoffperoxid, Taurolidin oder enzymatische Wundbehandlungsmittel enthalten, kann zu einer gegenseitigen Wirkungsabschwächung führen.
Betadine desinfizierende Wundsalbe nicht gleichzeitig oder kurzfristig nachfolgend mit Quecksilber enthaltenden Desinfektionsmitteln anwenden.
Betadine desinfizierende Wundsalbe nicht gleichzeitig mit oder unmittelbar nach der Anwendung von Octenidin enthaltenden Antiseptika auf denselben oder benachbarten Stellen anwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollten Sie Betadine desinfizierende Wundsalbe nur auf ausdrückliche ärztliche Verschreibung anwenden. Orientieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, falls Sie schwanger sind oder stillen.
Bei Kleinkindern ab 6 Monaten darf Betadine desinfizierende Wundsalbe nur gemäss ärztlicher Verschreibung angewendet werden.
Falls von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin nicht anders angewiesen, wenden Sie Betadine desinfizierende Wundsalbe wie folgt an:
Salbe direkt aus der Tube auf die zu behandelnde Stelle geben oder auf einen Tupfer resp. eine Gaze auftragen; vorsichtig auf der Wunde verteilen. Falls notwendig, mit Verband abdecken.
Solange die goldbraune Farbe des Betadine sichtbar ist, wirkt der Salbenanstrich desinfizierend. Eine Entfärbung bedeutet Wirkungsabnahme und signalisiert, dass eine erneute Anwendung erfolgen sollte. Tragen Sie deshalb neue Betadine desinfizierende Wundsalbe auf, wenn Sie eine deutliche Entfärbung bemerken. Erneuern Sie die Wundsalbe zudem bei jedem Verbandwechsel.
Betadine desinfizierende Wundsalbe darf mehrmals täglich angewendet werden. Behandlung bis zur Abheilung fortsetzen.
Bei versehentlicher Einnahme ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin zu benachrichtigen.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Wenn Sie an Schilddrüsenstörungen leiden, können nach längerer Anwendung grösserer Mengen vereinzelt Reaktionen auftreten wie Schwitzen, Nervosität, Herzklopfen. Wenden Sie in diesem Fall Betadine desinfizierende Wundsalbe nicht mehr an und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Gelegentlich können Hautreizungen auftreten, selten Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautrötungen, Iodschnupfen, Bindehautentzündung), sehr selten mit Atemwegs- und Kreislaufsymptomen. In solchen Fällen ist die Behandlung abzubrechen und der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Bei Raumtemperatur (15?25 °C) lagern.
Nicht einnehmen.
Betadine-Flecken können aus natürlichen Fasern mit Wasser und Seife, aus synthetischen Fasern mit verdünntem Salmiakgeist oder Natriumthiosulfat-Lösung ausgewaschen werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 g Wundsalbe enthält 10 mg Iod als Povidon-Iod.
Hilfsstoffe: Salbengrundlage mit Macrogol 400 sowie weitere Hilfsstoffe.
35644 (Swissmedic).
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.
Tuben zu 30 und 100 g.
Mundipharma Medical Company, Hamilton/Bermuda, Zweigniederlassung Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.