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Vorbemerkung: Das folgende Gespräch mit dem Physiker Ansgar Schneider zu den technischen Aspekten des Zusammenbruchs der drei Türme des World Trade Centers in New York am 11. September 2001 enthält argumentativen Sprengstoff. Die präzisen baustatischen (und logischen) Details sind auch 20 Jahre nach dem Ereignis brisant. Zugleich erscheint das Beharren auf ehrliche und transparente Wissenschaft, die sich einer ergebnisoffenen Diskussion stellt, heute aktueller und dringlicher denn je. Das von Klaus-Dieter Kolenda im August 2020 geführte Interview, das hier in Auszügen veröffentlicht wird, ist dem kürzlich erschienenen Buch „Generation 9/11“ entnommen.
Klaus-Dieter Kolenda: Wenn eine international so renommierte Ingenieursvereinigung wie die International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) einen Physiker auf ihren Jahreskongress nach New York einlädt, um über das größte Strukturversagen in der Geschichte der Architektur – also den Kollaps der Zwillingstürme – zu sprechen, dann gehe ich davon aus, dass die besprochenen Dinge sowohl von wissenschaftlicher als auch von gesellschaftlicher Relevanz sind. Man kann Ihre wissenschaftliche Arbeit im Kongressband nachschlagen und studieren – gut, aber der wissenschaftlich-gesellschaftliche Diskurs wird durch das abgelehnte Visum doch behindert. (Anmerkung: Ansgar Schneider wurde 2019 die Einreise in die USA verweigert.) Sie waren ja im