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Nach einer neuen Schmiergeldaffäre hat Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die Bürger seines Landes um Verzeihung gebeten. «Ich bedauere diese neue Situation zutiefst und möchte mich im Namen der Volkspartei (PP) bei allen Spaniern dafür entschuldigen, dass Personen Ämter übertragen wurden, die diesen nicht würdig waren», sagte Rajoy am Dienstag im Madrider Senat.
Am Montag hatten die Justiz- und Sicherheitsbehörden 51 Politiker, Beamte und Unternehmer festgenommen und zahlreiche Rathäuser, Firmensitze und Wohnungen durchsucht. Alle vier betroffenen Regionen, die Autonomen Gemeinschaften Madrid, Valencia und Murcia sowie die Provinz León, werden von der PP regiert.
Den Festgenommenen wird aktive und passive Bestechung bei der Vergabe von Bau- und Dienstleistungsaufträgen durch Städte und Gemeinden vorgeworfen. Rajoy sagte, er verstehe und teile die Empörung. Die Korruption sei vor dem Hintergrund der Opfer, die die Menschen zur Überwindung der Krise erbracht hätten, besonders verletzend.
In den vergangenen Jahren wurde Spanien von vielen Korruptionsaffären erschüttert. In Haft sitzt etwa der frühere PP-Schatzmeister Luis Bárcenas, der Millionen ausser Landes geschafft haben soll.
Betroffen ist auch das Königshaus: Gegen den Mann von Infantin Cristina, Iñaki Urdangarin, wird wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche ermittelt. (sda/dpa)