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Dieses Dissertationsprojekt ist qualitativ orientiert und explorativ-interpretativ ausgerichtet. Es wurde als eigenständiger Projektteil, aber ergänzend zum vorwiegend quantitativen KFM-Projekt „Innovative Formen der Beurteilung“ durchgeführt, in dem Erkenntnisse zur Validität von neuartigen, szenariobasierten Aufgaben- und Itemtypen gewonnen werden sollten.
In der vorliegenden Studie wurden introspektive Verfahren angewendet, um zu untersuchen, welche Strategien Französischlernende auf der Sekundarstufe I anwenden, wenn sie computerbasierte Testaufgaben zum Lese- und Hörverstehen lösen. Auch wurde im Projekt den Fragen nachgegangen, welche konstruktirrelevanten Strategien (Cohen, 2014) zum erfolgreichen und welche zum nicht erfolgreichen Lösen der Testaufgaben führen, und ob die Einbettung der Testaufgaben in ein übergreifendes Szenario einen Einfluss auf den Einsatz von Strategien beim Lösen der Testaufgaben hatte. Die in der Studie eingesetzten szenariobasierten Testaufgaben wurden im Projekt IFB erstellt. Die Einblicke in die Gedanken und Lösungswege der Schüler/innen wurden in zweistündigen individuellen Sitzungen mit 30 Schüler/innen mittels Lautem Denken und darauffolgenden Stimulated-Recall-Interviews gewonnen.
Durch die Verwendung der zwei verschiedenen Herangehensweisen sollten im Sinne der Methodentriangulation die Schwächen der einen Methode möglichst durch Stärken der anderen Methode kompensiert werden. Die Sitzungen wurden mithilfe der Software OBS und der Bildschirmkamera aufgenommen und transkribiert (GAT 2, Basistranskript). Die Transkripte von 20 kriterienbasiert ausgewählten Schüler/innen wurden nach den Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse (Kuckartz, 2018) ausgewertet.
Publikation:
Barras, M. (2021). Strategien beim Lösen von rezeptiven Sprachtestaufgaben [Universität Freiburg/Schweiz].
https://folia.unifr.ch/global/documents/312929