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|Vorname||Leopold|
|Nachname||Arnold|
|Geburtstag||21.07.1919|
|Personennummer||A018|
(Textdichter)
Leopold Arnold wurde auf einer Simplonalp in 1815 m Höhe geboren und dadurch zum Bergler gestempelt. Die 10 Kinder der sehr armen Bergbauernfamilie benötigten kein Kinderheim und kein Jugendzentrum, denn Sackgeld hatten sie keines, und die Freizeit war mit Arbeiten in Haus und Feld voll ausgefüllt. Auf 7 Schuljahre um Dorf folgten für Leopold 8 Gymnasialjahre im Kollegium Brig und 4 Jahre im Missionsseminar Schöneck in Nidwalden, gepaart mit beinahe 1000 Aktivdiensttagen. Nach vollendetem Jurastudium in Freiburg und Sprachsemestern in Perugia und Paris gab es für den Bergbauernsohn, der das Geld für das Studium hatte entlehnen müssen, keine Stelle. Erst 1956 wurde er als Korrektor in Immensee und hernach in Solothurn fest angestellt. Solothurn sollte dann seine zweite Heimat werden.
Im Jahre 1959 erfolgte die Anstellung bei einem Richteramt. Der Staat ermöglichte ihm den Aufstieg bis zum juristischen Sekretär der Staatsanwaltschaft. Seine liebe Frau und ein Sohn, der leider all zu früh verunfallte, erhöhten sein Glück.
Wie sollte ein solcher Werdegang nicht zum Sinnen und Dichten anregen? Früh schon reimten sich Knittelverse und Schnitzelbänke. Irgendwann in den sechziger Jahren traten, auf Anregung des Komponisten Leo Zeiter, die Jodellieder hinzu. Alle Verse, Sprüche und Lieder zeugen von der Frohnatur des Dichters, der sich nicht unterkriegen lässt. Über 20 Gedichte Arnold’s hat Leo Zeiter vertont.
Quelle, Buch 77 Jahre EJV, Stand 25.2.2013 TA