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Die Dringlichkeit Nicolas Pages, das Erlebte festzuhalten, speist sich aus seiner – in «Ich esse ein Ei» nie klar benannten – Krankheit. Aus dem Kontext und unter Zuzug weiterführender Literatur wird klar, dass es sich dabei um eine HIV-Infektion handelt.
Am 1. Dezember 1981 wurde Aids als eigenständige Krankheit anerkannt, doch erst 1997, im Entstehungsjahr des Romans «Je mange un œuf», sinkt zum ersten Mal die Zahl der jährlichen Aids-Toten.
Vermutlich wird das Virus bei Pages erst kurz vor Beginn der Arbeit am Buch festgestellt und hat damit direkten Einfluss auf dessen Entstehen. Indem Pages sein Jetzt schriftlich festhält, kämpft er gegen die Diagnose, die Vergänglichkeit, an und schafft so ein Werk, das über seinen Tod hinaus bestand haben soll. Er hatte, in Anbetracht der damaligen medizinischen Situation, nicht damit gerechnet, dass er mit dem Virus würde leben und weiterarbeiten können.