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(Ergänzt um weitere Details zu Geschäftsentwicklung sowie Finanzierung)
Uster (awp) - Der Messinstrumentenhersteller Uster Technologies hat im Geschäftsjahr 2009 die Konjunkturkrise deutlich zu spüren bekommen und ein Drittel des Umsatzes eingebüsst. Das Unternehmen reagierte mit dem Abbau von 10% der weltweiten Stellen, führte Kurzarbeit ein und startete ein Kostensenkungsprogramm. Nach einem ersten Halbjahr mit kräftigem Nachfragerückgang machte der Hersteller von Testinstrumenten für die Textilindustrie in der zweiten Jahreshälfte eine sich entspannende Lage aus.
Die Verkäufe reduzierten sich im vergangenen Geschäftsjahr um 34,9% auf 100,8 Mio CHF. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITA vor Restrukturierungskosten reduzierte sich auf 22,1 (38,5) Mio CHF. Nach Restrukturierungskosten lag der EBITA bei 22,7 (34,2) Mio CHF und die EBITA-Marge bei 22,5%. Zuletzt hatte Uster erklärt, eine EBITA-Marge von 25% bis 28% erreichen zu wollen. Unter dem Strich wurden 1,1 (5,3) Mio CHF verdient, hiess es am Montag in einer Mitteilung.
Der Generalversammlung wird vorschlagen, auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 - wie auch 2008 - zu verzichten, um auch zukünftig die finanzielle Solidität der Gruppe zu gewährleisten.
Das Eigenkapital stieg hauptsächlich als Folge der Kapitalerhöhung um 44,1 Mio CHF. Damit erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 50,3% (2008: 38,9%). Ein im vierten Quartal 2009 durchgeführter Impairment-Test bestätigte die Buchwerte des Goodwills und der dazugehörigen immateriellen Vermögenswerte. Weiter zahlte die Gruppe Bankdarlehen in Höhe von 40,0 Mio CHF mit Fälligkeit im Jahr 2012 zurück und erfüllte im Geschäftsjahr 2009 alle Darlehensauflagen. Am Ende der Berichtsperiode standen freie, noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 20,0 Mio CHF zur Verfügung. Die Liquiditätslage verbesserte sich zum 31. Dezember 2009 um 7,6 Mio auf 15,1 (2008: 7,5) Mio CHF.
Als Uster von der Wirtschaftskrise getroffen wurde, reduzierte das Unternehmen die weltweite Belegschaft um rund 10%, zudem wurde Kurzarbeit in Uster eingeführt sowie ein konzernweites Kostensenkungsprogramm lanciert. Die Massnahmen wurden bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen.
Des Weiteren wurde neues Kapital in Höhe von 43,9 Mio CHF aufgenommen und der Aktionärskreis um den neuen strategischen Investor Toyota Industries Corporation erweitert. Toyota erwarb 1,9 Mio neue Aktien. Der Erlös aus der Transaktion wurde hauptsächlich zur Entlastung der Bilanz und für Investitionen in Produkt- und Marktentwicklungen, darunter auch Gemeinschaftsprojekte mit Toyota Industries Corporation, verwendet.
Nach dem deutlichen Nachfragerückgang bei Textilmaschinen und Qualitätssystemen im vierten Quartal 2008 entwickelten sich die Märkte im ersten Halbjahr 2009 weiterhin verhalten. Hinzu kam infolge der Finanzkrise die restriktive Kreditvergabepraxis gegenüber Uster-Kunden für die Finanzierung neuer Investitionen, wie es von Uster heisst. In der zweiten Jahreshälfte stabilisierte sich das Marktumfeld. Gegen Ende des Jahres waren dann in allen Produktbereichen positive Marktentwicklungen zu beobachten.
Die Talsohle sei für Uster somit durchschritten und das Unternehmen habe jetzt einen Punkt erreicht, an dem sich die Gruppe wieder auf die mittelfristigen Wachstumschancen in der Branche konzentrieren könne, wird CEO Geoffrey Scott in der Mitteilung zitiert.
ps/cf
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