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Die Anlage und ihre Vorgeschichte
Im Jahre 1895 erteilte der Kanton Bern eine Konzession für die Installation einer Turbine in der damaligen Kistenfabrik Fankhauser. Diese Turbine lief ununterbrochen bis1987. Nach 15 Jahren Stilllegung war sie völlig verstopft mit Sand. 2002 wurde sie von Hans Wüthrich in 800 Arbeitstunden restauriert. Danach lieferte hatte sie eine Leistung von ungefähr 14 Kilowatt.
Zwischen der Kistenfabrik und dem heutigen Ilfiscenter befand sich die ehemalige Sägerei Fankhauser. Diese besass ebenfalls ein kleines Wasserkraftwerk. Im Zuge der Errichtung des Einkaufszentrums wurden die beiden alten Anlagen abgebaut und ihr Gefälle im neuen Wasserkraftwerk Zürcher zusammengefasst. Eine der alten Turbinen ist hinter dem Haus Zürcher am Ilfisuferweg zu sehen.
Das neue Kraftwerk wurde 2009 in Betrieb genommen und nutzt 4,3 Meter Höhenunterschied. Mit einer Leistung von 52 Kilowatt produziert es rund 400‘000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit kann der jährliche Bedarf von 100 Haushalten gedeckt werden.
|Alte Turbine||Neue Turbine||Schema Turbinenraum|
Der Wasserfluss
Aus dem Gewerbekanal fliesst das Wasser unter dem Fabrikationsraum der ehemaligen Kistenfabrik Fankhauser an der Sägestrasse 33, dem heutigen Haus Zürcher, hindurch. Im ehemaligen Fabrikationsraum erlauben zwei Schiebevorrichtungen, das Wasser des Gewerbekanals entweder in den Zulauf zum Kraftwerk oder in den Überlaufstollen zu leiten. Diese Schieber stammen noch von der ersten hier um 1895 erstellten Turbinenanlage. Ein neuer, automatischer Rechen entfernt das hängen gebliebene Schwemmgut.
|Kanal fliesst unter dem Haus||Schieber regulieren den Zulauf||Rechen entfernt Schwemmgut|
Das Wasser strömt durch den Rechen und wird mit einer Druckleitung der Trubine zugeführt. Diese befindet sich in 80 Meter Entfernung direkt unter dem Vorplatz des neuen Coop Ilfiscenters. Nach der Turbine fliesst das Wasser unter dem Vorplatz und der Rampe der Tiefgarage des Ilfiscenters zum Areal der Stämpfli AG an der Burgdorfstrase 33. Von hier führt der Kanal – unter der Ilfis hindurch – auf die linke Flussseite zum Kraftwerk Stämpfli und danach zurück in die Ilfis.