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Teetaster Chen erzaehlte mir eine Geschichte ueber die Wirkung des Tees:
Einmal traf ein Moench einen Bauer, der gerade kaputt vom Feld auf dem Weg nach Hause ging. der Moench trank gerade Tee und lud dem Bauer ein, eine Schale Tee zu teilen. bauer fragte ihm, weshalb er Tee trank. Moench erzaehlte ihm mit Begeisterung ueber die Wirkung des Tees.
Tee erwecket dem Geist und klaert die Augen. Man muss nicht mehr viel Schlafen. Der Bauer staunte und sagte, dass er bereits zu wenig schlafen kann, weil er zu viel arbeitet. So ein Tee waere gar nicht gut fuer ihm, weil er Schlaf als Ruhezeit braucht!
Tee hilft die Verdauung und scheidet Fett aus. Der Bauer war nicht gluecklich mit diesem Vorteil, weil er zu viel arbeitet und zu wenig Eiweis und Fett zu sich nehmen darf – er lebt in einem einfachen Verhaeltnis.
Tee klaert dem Geist und der Trieb geht nach – der Wuensch nach der Sexualitaet draengt nicht mehr. Der Bauer konnte diesen so genannten Vorteil gar nicht verstehen, denn er denkt, dass seine Frau wohl mit ihm streiten wird!
So. Was brauchst Du, wie lebst Du und ist der Tee wirklich gesund fuer Dich? Trinkst Du den Tee, weil er schmeckt oder weil er angeblich gesundheitfoerdernd ist?
玉蘭花 Michelia alba DC.
Bevor ich bei Teetaster Chen ankam, duftet es bereits in der kleinen Gasse nach Michelia Alba (Yulan Hua). „Was machst Du? Warum duftet es so gut?“ fragte ich ihm. Er lachte und antwortete, dass er gerade den Jadeoolong von Herbsternte roeset (Hongpei). Jadeoolong – ein gewoehnlicher Tee – kann er so schoen duften? Er lass meinen Zweifel und degustierte mir gleich eine Tasse Jadeoolong. Wow! So einen schoenen jadeoolong habe ich wirklich noch nie getrunken! „Weiss Du Menglin, ein richtiger jadeoolong muss so duften – nach Michelia Alba – suess, intensiv und erweckend! Ein einfacher Tee, wenn er richtig hergestellt ist, ist er selbst ein wunderbarer Tee!“
Diese Blume wird gerne von Autofahrer gekauft, um das eintoenige Autofahren Farbe zu geben, den eingefahrenen Geist zu wecken. Frauen schmuecken sich ebenfalls gerne damit, um sich zu „aromatisieren“. Viele Teeimporteur aromatisieren ihren Tee mit natuerlich aromatische oder chemische oder natuerlich identische Aromastoffe, weil Teetrinker in Europa den reinen Geschmack des Tees nicht trauen… aber dieser Jadeoolong… So blumig, so suess und so atemberaubend in seiner Einfachheit ohne jegliche Zusatz! Die Dinge konnte so einfach und so gut sein. Man muss es einfach Mal erleben und trauen!
Ueber das Bild: Meister Chen und sein Meister Shenzhu sassen am Fluss in der Naehe von Taipei. Ich lernte diesen Mönch bei einem Vollmond Fest von Meister Sun kennen. Als er mich sah, seufzte “ Ach, Maedchen, das leben ist zu kurz und Du bist zu wenig darueber bewusst!“ Er schenkte mir drei Saetze fuer mein Leben: “ Geld gibt es zu viel zu haben. Wissen gibt es zu viel zu lernen. Urteile ueber andere Menschen gibt es zu viel zu fallen!“
Meister Chen lehrt mich ueber die Zusammenhaenge zwischen Tee und Qi (Lebensenergie).
Alle Tee, die wir in unseren Koerper aufnehmen sind Träger des Qis und gehen direkt in die Meridianen. Es geht über zwei Wege: über die Nase durch den Duft und über den Gaumen durch den Geschmack.
In der chinesischen Vorstellung gibt es keinen Begriff von Krankheit, sondern nur Disharmonie der Lebensenergie. Tee, der uns anregt, regt unsere Yang-Energie an. Tee, der mehr geroestet ist, regt ebenfalls unsere Yang-Energie an…
Das ist eine interessante Welt, die er mir vermittelt, eine Welt, die nicht nur über Teepflanzen und Fachwissen, sondern eine Welt, die über die unsichtbare Seite des Tees… wie Tee uns trägt. Später werde ich es noch ausführlicher berichten.
Nach Japan bin ich mit einer grossen Bestellung angereist. Freunde auf Teeweg beauftragten mich „Teatoys“ einzukaufen.
Bei Mitsukoshi (ein beruehmtes Kaufhaus) bin ich gelandet. Eigentlich kann ich kein Japanisch und die Verkaeufer im Kaufhaus kein Chinesisch und Englisch. Mit Hand und chinesischen Zeichen sprachen wir muehsam miteinander. Die japanischen Verkaeufer waren ruhig. Sie versuchten mich zu bedienen, ohne Panik und Druck und ich musste nicht warten. Mich bedienten drei Personal. Sie laechelten freundlich und waren begeistert, dass ich als Taiwanesin Teezeremonie praktiziere. Ihre Verstaendnis und Freundlichkeit als Dientleistende haben mich sehr beeindruckt.
Als sie meine Einkaeufe einpackte, lud uns ein Personal ein, eine Schale Tee zu trinken. Er sagte mir, dass er ebenfalls Schueler von Urasenke sei. Uns wurde eine Okashi – Suessigkeit offeriert – ganz nach der Tradition. Anschliessend eine Schale wunderbarer Matcha in kostbarer Chawan!
Diese Gastfreundlichkeit und das Teilen eine Schale Tee werden in meiner Erinnerung bleiben. Wann wuerden wir in Europa auch diese Gastfreundschaft erleben anstatt in der Schlange bei der Kasse zu stehen oder auf Bedienen ewig warten zu muessen? Haengt dieser Geist der Gastfreundlichkeit von Offerieren einer Schale Tee ab?
Eine Chawan Ausstellung in Mitsukoshi Chiba, Tokyo
古希記念・寺垣土窯 杉本貞光茶陶展
10月10日(火)～16日(月) 千葉三越７階 特選画廊
１９７９年、大徳寺での個展以来、長次郎の黒、光悦の赤・白茶碗、また高麗の井戸、熊川、粉引茶碗などを完成、発表してこられました。いずれの作品も崇高で味わい深く、陶芸界にて高い評価をいただいております。
今回、古希を迎え、従来に桃山陶を加えた志野、渋紙手、織部などの作品も合わせて発表いたします。
(左写真：「黒茶碗」径11.5×高さ8.3cm)
Einmal sagte Suzanne mir, dass Junshan Yinzhen leichten Rauchgeschmack hat. Das stimmt. Ich vermute, dass dieser Geschmack aus dem Roestungsprozess kommt. Viele Leute fragen mich, warum schmeckt der Dianhong ebenfalls rauchig? Ich kann es leider nicht antworten.
Gestern fragte ich Teataster Chen in Taipei, weshalb der Dianhong so einen Geschmack hat. Wegen seinem Herstellungsprozess? Er anwortete mich mit zwei Degustation von Dianhong und Lapsang Souchung. Die Antwort ist klar. Der Rauch-Geschmack durch Roestungsprozess (von Lapsang) schmeckt viel intensiver und dominanter als von Dianhong. Der Rauchgeschmack von Dianhong ist wegen seinem „Behaarung“ – die besten Dianhongs bestehen nur aus Tipps, die schoen beharrt sind und als goldene Tipps bezeichnet werden. Dieser Geschmack kommt ebenfalls beim Fenghuang Dancong und Oriental Beauty – die beiden Tees haben ebenfalls die schoen behaarten Tipps!
Diese goldene Dianhong – in China nennen wir “ Huangjin Maofeng“ (Goldene Maofeng), kann nicht stark gerollt werden und richtig fermentiert werden. Um die goldenen Tipps zu schonen vermeiden Teebauer starke Bewegung, so dass dieser Tee nicht ganz „schwarz“ ist, sondern eher „veroolongt“ – wie heutige 1. Flash von Darjeeling. Dieser Dianhong ist elegant, aber schmeckt nicht intensiv und beeindruckend wie viele starke Schwarztees, die man mit Milch und Zucker geniesst.
Nach paar Jahren durch die Nach-Fermentation durch die beruehung mit der Luft bekommt dieser Dianhong einen noch interessanten Geschmack – reif, rund und geschmeidig! Trotzdem ist er nicht geeignet mit Milch zusammen zu trinken. Dieser Dianhong ist eine Schoenheit, die man in der Ruhe langsam Schluck fuer Schluck geniesst und „versteht“.
Gestern war ich beim Teebauber Hsu in Miaoli. Wir haben schoenen Oriental Beauty zusammen getrunken.
Hsu war vor kurzem in Korea und unterrichte koreanische Teebauer die Teekunst von Oolong. Er seufzte und erzaehlte, ei das Zusammenhalt und Loyalitaet von Koreaner das zweite Wirtschaftswunder hervorbringt und wie sie ihr Land liebt – im Gegensatz zu Taiwan, wo Menschen muehe und Problem haben mit ihrer politischen und kulturellen Identitaet. Wohin gehoeren wir? China oder Taiwan? Wohin gehen wir? Zu China? Ist der Weg zu einem China die Loesung dieser Formosa Insel?
Er erzaehlte weiter mit Wut und Bedauern. „weiss Du, dass Chinesen in China bereits Alishan Oolong, Lishan Oolong und Shanlixi Oolong mit ihrem Tee patentiert!? Obwohl diese Teesorten Formosa Oolong gemeint „war“!!??“ Diese Bergen und diese hochlandoolongs sind typische Formosa Gebirgen und typische Hochlandoolongs aus Taiwan. Aber nun… chinesische Tees koenen nun unter diesem Name verkauft werden und von ihrem Gesetz geschuetzt werden. „Was machen wir dagegen? Wir sind so isoliert in der Welt? Wissen unser Teefreunde in europa, ob sie wirklich den Formosa Hochlandoolong wirklich Formosa ist?“ Er erzaehlte weiter, dass Oriental Beauty das gleiche Schicksal erlebte. Das erinnerte mich an die Tatsache, dass ein traditionreicher Teeladen in der Schweiz ? Basel einen Oriental Beauty aus China verkauft und behauptet, dass dieser halbkugelige Tee der „Oriental Beauty“ sei!
Dieser Nachricht tat mir weh und bereitete mir Sorgen. Herr Reichmuth hat mir bereits darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig die Originalitaet und Herkunft fuer die Entwicklung des Tees in Europa sein koennte und wie einflussreich die juristische Aktion ist.
Taiwanesische Regierung kann nicht viel dagegen tun, weil diese Regierung in der politischen Weltgemeinschaft isoliert ist. Viel wichtig ist das bewusstsein von Teetrinker und Teeliebhaber ueber den Tee, den sie trinken und lieben. Woher kommt dieser Tee und wie ist er gemacht!
Liebe Freunde, einen guten Tee trinken zu koennen ist kein Zufall. Hinter ihm stecken eine Tradition, eine Entwicklungsgeschichte und viel Arbeit vieler Menschen. Versuchen wir gemeinsam dieses Glueck zu bewahren, indem wir lernen, auf die Originalitaet und Herkunft zu achten. Unser Haendler werden auch lernen, so einzukaufen. Somit bewahren wir eine wertvolle Tradition unserer schnell veraendernden Welt!
Bei einem Sparziergang entdeckte ich die zarte Bluete von Osmanthus.
Osmanthus Oolong ist ein Mischung aus Oolong und frischen OsmanthusBluete. Dieser Baum waechst in fast ueberall in Taiwan und bluehen eigentlich rund ums Jahr. Die beste Qualitaet ist jedoch in diesem Jahreszeit. Der August im Mondkalender (jetzt) duftet ueberall Osmanthus!
Einmal wollte ich fuer eine Kundschaft Osmanthus Oolong bestellen. Im europa gibt es nur Osmanthus Oolong aus billigem braunem Oolong aus China. Diese Kundschaft moechte gerne einen richtigen guten Osmanthus Oolong haben. Teebauer antwortete mir, dass ich warten muss, bis die Osmanthus im August nach Mondkalender bluehen! Als August kam, bekam ich zwei Osmanthus Oolong Muster: ein sehr schoenen Osmanthus Hochland und ein feiner Nantou/Mingjian Osmanthus Ooling. Der Duft beider Oolong war zart und der Tee stnd im Vordergrund. Man schmeckten den Tee und die Bluete.
Meine Kundschaft war jedoch nciht zufrieden. Die beiden Tees schmeckten zu wenig nach dem hiesigen Osmanthus Oolong in Europa! Es muss mehr danach duften, sonst koennten Sie ihn nicht verkaufen!
Der Teebauer erwiderte dem Geschmack Europas mit einem Vorschlag, dass die Kundschaft im Europa den natuerlich aromatisierten Osmanthus Oolong noch einmal mit Parfuem behandeln koennte. Der natuerliche Osmanthus Oolong duftet einfach zart und zurueckhaltend, waehrend der Geschmack in Europa bereits von Parfuem abhaengig ist.
Dagegen kann man leider nicht mehr unternehmen?