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St. Rochus-Kapelle in Del (Fraktion nordwestlich von Salouf).
Ein wichtiger Zeuge des barocken Baubooms von 1677. Mit der schönen Fassade und dem Spitzhelm auf dem Turm. Der Bischof Ulrich Vl. konsekrierte die Kirche im Jahr 1677. Der fünfjochige barocke Hallenbau erhielt das Patrozinium des heiligen Carlo Borromeo. Er wird durch einen zweijochigen Chor abgeschlossen und durch zwei Seitenkapellen ergänzt. 1980 wurde die Kirche renoviert.
Vorgängerbauten zum jetzigen Gotteshaus sind für 1392 und 1506 bezeugt. Als Patrozinien werden die 10 000 Ritter für den Hauptaltar und St. Gaudentius für den Nebenaltar erwähnt. Vom Bauwerk und der Innenausstattung der Vorgängerkirche lassen sich heute keine Spuren mehr nachweisen. Der spätgotische Flügelaltar, zuletzt im Beinhaus in Cunter aufbewahrt, ziert heute den Altar des Priesterseminars St. Luzi in Chur. Der fünfjochige barocke Hallenbau, der 1677 feriggestellt wurde, erhielt das Patrozinium des heiligen Carlo Borromeo. Er wird durch einen zweijochigen Chor abgeschlossen und durch zwei Seitenkapellen ergänzt. Der Bau erscheint durch die hochliegende Fensterreihe besonders hell. Der Hochaltar mit einem Gottvater-Gemälde im Giebel sowie die Kanzel mit Truhe-ähnlichem Korpus und hallenartig gesteltem Schalldeckel sind ein Erzeugnis aus der Bauzeit (letztes Drittel des 17. Jahrhunderts). Vermutlich waren es die in Cunter ansässigen Patrizierfamilien der Underwegen, Scarpatetti und Dosch, die den alten und neuen Kirchenbau mit Stiftungen und Zuwendungen besonders bedachten, denn neben gestiftetem Kirchengerät zieren die Grabplatten mehrerer Familienmitglieder der genannten Geschlechter das Kircheninnere. Bei der 1980 erfolgten Renovation unter der Oberaufsicht des Kantonalen Denkmalschutzes Graubünden wurden keine entscheidenden neuen baugeschichtlichen Daten gefunden.