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Fünfzehn Jahre nachdem der damals unbekannte Wladimir Putin die russische Präsidentschaft übernommen hat, rätseln Analysten immer noch, wie er in diese Position gekommen ist. Neu deklassierte Dokumente aus der Regierung von Präsident Bill Clinton, die an bne IntelliNews weitergegeben wurden, zeigen, wie Putins Kandidatur ein Kompromiss nach einem erbitterten Machtkampf in Russland zwischen pro-amerikanischen Oligarchen und pro-staatlichen Konservativen war. Es ging nicht nur um die Macht in Russland, sondern auch um die entscheidende Frage des Verhältnisses Russlands zum Westen.
Russlands “Oligarchie” übernahm die Macht während der Wiederwahl Jelzins 1996, als sie seine Abhängigkeit von der Finanzierung durch Russlands führende sieben Bankiers nutzte, um die Creme der rohstoffproduzierenden Aktiva des Landes zu erwerben.
Den Dokumenten der Clinton-Administration zufolge, die im Rahmen einer obligatorischen Deklassifizierungsprüfung freigegeben wurden, war einer der Chefideologen des frisch geprägten russischen Oligarchensystems der russisch-israelische Bankier und Medienmagnat Wladimir Gusinski, Eigentümer der Most Bank und des Fernsehsenders NTV.
Gusinskij kam im November 1996 mit einer wichtigen Botschaft zu einem…..