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Fünfzehn Jahre nach TOUKI BOUKI kehrt Djibril Diop Mambéty hinter eine Kamera zurück, um zwei Dinge zu filmen, die ihm am Herzen liegen: Kino und Kinder. Das Kino, dem er hier seinen Tribut zollt, ist das seines jungen Freundes Idrissa Ouedraogo, der gerade Yaaba, seinen zweiten Spielfilm, dreht; das Kino ist auch Burkina Faso, das einzige Land Westafrikas, das - unter dem Anstoß von Thomas Sankara - eine echte "Filmindustrie" mit Strukturen für Produktion, Unterstützung, Regie und Vertrieb von Werken entwickelt hat. Indem Djibril Diop Mambéty an die Dreharbeiten zu diesem burkinischen Film über eine Großmutter und zwei Kinder erinnert, setzt er die Beziehung des heutigen Afrikas zur Kindheit - seine zweite Leidenschaft - ins Bild. Der Filmemacher gründete die Yaadikone-Stiftung für Kinder und Natur in Dakar, benannt nach einem senegalesischen "Robin Hood", der ein hartes Leben für die Kolonisten führte und gegen alle Ungerechtigkeiten kämpfte. Diese Stiftung will Kinder verteidigen und ihnen durch gezielte Initiativen ermöglichen, dem Verlassenwerden und Vergessen zu entkommen. Nüchtern betrachtet ist PARLONS GRAND-MERE also weniger ein Dokumentarfilm als vielmehr ein Filmgedicht, ein Filmmanifest über Kino, Kinder und Afrika.