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Die Industriestaaten können nicht alleine durch Reduktion ihres eigenen CO2-Ausstoßes einen Rückgang der weltweiten Emissionen erreichen. Auch die Entwicklungs- und insbesondere die Schwellenländer müssen nach dem Prinzip „der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten weniger CO2 emittieren und bedürfen dabei der technischen und finanziellen Unterstützung der Industrieländer. Durch eine solche Kooperation lässt sich mit dem gleichen Ressourcenverbrauch mehr CO2 einsparen, weil die CO2-Vermeidungskosten in den weniger entwickelten Ländern i.d.R. deutlich niedriger sind, denn sie haben oft eine hohe Energieintensität, Kohle ist zum Teil ihre vorherrschende Energiequelle und sie verfügen über nur wenige erneuerbare Energien.
Dabei darf auch das (zu) hohe Wachstum der Weltbevölkerung kein Tabuthema sein, denn es führt nicht nur zu höheren CO2-Emissionen, sondern belastet die natürliche Umwelt in vielfältiger Weise.
Weil sich die weitere Erderwärmung nicht vermeiden, sondern nur verlangsamen lässt, bedarf es der verstärkten Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch mehr Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur effizienteren Nutzung von Wasserressourcen, zur Entwicklung dürreresistenter Baumarten und Anbaukulturen, zur Vermeidung von Waldbränden und zur Anpassung von Gebäuden an höhere Temperaturen.
Insgesamt gilt: „Adaptation and mitigation can complement each other and together can significantly reduce the risks of climate change“ (Renate Neubäumer in Ökonomenstimme vom 18. Oktober, 2021)