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Myriam Casanova blieb bei ihrer brillanten Premiere auf der WTA-Tour die Krönung versagt. Sie verlor in Budapest gegen die Deutsche Martina Müller.
Die 16-jährige Altstätterin verlor in Budapest den Final gegen Martina Müller 2:6, 6:3, 4:6. Obwohl Casanova es damit knapp nicht schaffte, als siebte Spielerin ihr Debüt-Turnier auf der WTA-Tour zu gewinnen, und gleichzeitig ihre Serie von 19 Matchgewinnen de suite zu Ende ging, hat sie eine grossartige Leistung vollbracht.
Sie gewann inklusive der Qualifikation sieben Partien, überstand im Hauptturnier drei Dreisätzer, bezwang mit Jelena Kostanic und Daniilidou zwei Top-100-Cracks und wird im Ranking in den Bereich um Platz 220 vorstossen (bisher 348). Zudem hat vor ihr keine Schweizerin ihre Profiturnier-Premiere so erfolgreich gestartet. Das war nicht einmal Martina Hingis gelungen.
Erleichtertes Tennisküken
"Es ist unglaublich", sagte Myriam Casanova, "dass ich eine Woche auf diesem Topniveau spielen und mehrere Top-100-Spielerinnen schlagen konnte. Trotz der Final-Niederlage bin ich natürlich sehr zufrieden."
Gegen die deutsche Fedcup-Spielerin bewies Casanova einmal mehr viel Stamina. Im Entscheidungssatz wehrte sie bei 4:5 noch fünf Matchbälle ab, ehe sie der 19-Jährigen aus Hannover gratulieren musste.
Am Tag zuvor hatte sie gegen Daniilidou, ihres Zeichens immerhin Bezwingerin von Anna Kurnikowa auf Key Biscayne, ebenfalls über die volle Distanz gehen müssen. Dabei führte sie im Entscheidungssatz 5:2, ehe die Griechin ausgleichen konnte, bevor Casanova der matchentscheidende Servicedurchbruch gelang.
Die jüngsten Resultate verbessern natürlich Casanovas Ausgangslage auf der Tour, wo sie nun leichter in bessere Turniere kommt, auch wenn die Altersrestriktionen limitierend wirken.
Vorerst soll die Jahresplanung aber weiter primär auf die Juniorenturniere ausgerichtet sein. "Wir ändern daran nichts", so Vater Casanova, dessen Tochter reelle Chancen hat, das Jahr als Nummer eins zu beenden. Die genaue Planung für die kommenden Monate steht noch nicht fest, wird aber nach dem Fedcup vorgenommen.
swissinfo und Agenturen