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Es existiert eine enorme Vielfalt zwischen und innerhalb der Kulturen der Menschen, aber es gibt dennoch viele Phänomene, die in allen Gesellschaften regelmäßig vorkommen. Diese Universalien sind teilweise in der Biologie des Menschen begründet, teils haben sie aber auch andere, soziale, kulturelle und systemische Ursachen. Wir brauchen Kenntnisse über Universalien für eine empirisch fundierte Humanwissenschaft und diese Wissen ist auch praktisch relevant für realistische Lösungen menschlichen Zusammenlebens. (S. 10)
Was ist den Menschen gemeinsam?
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Fluß, Brücke. Fluß, der die Länder trennte. Brücke, die sie verband. Über die Brücke kamen die Wörter. Wörter in den Westen, Wörter in den Osten. Mitten auf der Brücke wechselten sie das Geschlecht. [...] Le pont und die Brücke, die männliche und die weibliche Brücke, die Europa an der Stelle zusammenschnürt, wo es Schmerzen hatte. Wunden heilen langsam, doch der Fluß ist geduldig. Er konnte warten, bis der männliche und der weibliche Krieg, bis der Krieg und la guerre vorbei waren, um wieder er selbst zu werden, Wasser, das durch eine Landschaft fließt, auf beiden Seiten Menschen mit ihren Wörtern. (Cees Noteboom, S. 51)
Der Rhein