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1882 schlossen sich 54 ambitionierte Musiker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Ge-burtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–54) und Herbert von Karajan (1955–89), die das Klangbild entscheidend prägten und den Weltruhm begründeten. Von 1989 bis 2002 setzte Claudio Abbado als Chefdirigent neue Akzente, vor allem mit zeitgenössischen Kompositionen. Sir Simon Rattle führte von 2002 bis 2018 die Erweiterung des Repertoires fort und etablierte innovative Konzertformate. Seit 2019 ist Kirill Petrenko Chefdirigent. Das klassisch-romantische Repertoire, russische Musik sowie zu Unrecht in Vergessenheit geratene Komponist*innen sind Schwerpunkte seiner Arbeit. Ein wichtiges Anliegen ist Petrenko zudem das Education-Programm, mit dem sich das Orchester neuen Publikumsschichten zuwendet. In der 2009 eröffneten «Digital Concert Hall» werden die philharmonischen Konzerte live via Internet ausgestrahlt. CD- und DVD-Veröffentlichungen kommen seit 2014 auf dem eigenen Label «Berliner Philharmoniker Recordings» heraus. Einmal im Jahr präsentieren sich die Philharmoniker auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die, nach 45 Jahren in Salzburg, seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. Gefördert wird die Stiftung Berliner Philharmoniker durch das Land Berlin und den Bund sowie durch das grosszügige En-gagement der Deutschen Bank als Hauptsponsor.
Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans.
Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.
August 2022