Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/46436

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit August 2002 führt der Kanton Glarus an der A3 am Walensee Bauarbeiten aus. Das hat zur Folge, dass an Sonntagen regelmässig kilometerlange Autostaus von Murg bis Sargans (Fahrtrichtung Sargans-Zürich) eintreten.</p><p>Ich frage den Bundesrat:</p><p>1. Sind diese unbefriedigenden Verkehrsordnungen gemäss Artikel 110 der Signalisationsverordnung des Bundes vom UVEK genehmigt worden?</p><p>2. Wie lange dauert dieser Zustand noch an?</p><p>3. Wie hoch wären die Kosten für die Aufrechterhaltung von zwei Fahrspuren (Fahrtrichtung Sargans-Zürich) an Sonntagen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das UVEK hat Verkehrsanordnungen im Zusammenhang mit Baustellen auf Autobahnen nur zu genehmigen, wenn sie länger als ein Jahr dauern. Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt.</p><p>Hingegen hat das Astra mit der Genehmigung der Unterhaltsmassnahme auch das während der Bauzeit herrschende Verkehrsregime gutgeheissen.</p><p>2. Die Bauarbeiten betreffen die Teilstrecke Mühlehorn bis Weesen und dauern noch bis Mitte Dezember 2002. Die "Seestrecke" muss vom 23. September bis zum 4. Oktober 2002 aus Gründen der Arbeitssicherheit total gesperrt werden. Während dieser Zeit wird auf der "Bergstrecke" der Gegenverkehr eingeführt.</p><p>Im Sommer wurde die Baustelle für drei Wochen aufgehoben, um während der Ferienreisezeit Behinderungen zu vermeiden.</p><p>3. Die N3 entlang des Walensees weist eine Besonderheit auf: Die Fahrbahnen in beiden Richtungen liegen nicht, wie üblich, dicht nebeneinander, bloss durch einen Mittelstreifen getrennt. Sie sind - historisch und topographisch bedingt - in eine "Seestrecke" und eine "Bergstrecke" aufgeteilt, die verhältnismässig weit entfernt verlaufen. Die "Seestrecke" hat zudem keinen Standstreifen.</p><p>Im Falle eines grösseren Ereignisses (Unfall, Brand) können die Polizei und die Wehrdienste deshalb nicht von der Gegenrichtung her den Unfallort erreichen. Sie müssen im Ereignisfall auf der "Seestrecke" die Auffahrt Flums benützen. Bei dichtem Verkehr oder gar bei Stau ist ein rascher Einsatz nur möglich, wenn ihnen eine Fahrspur frei zur Verfügung steht.</p><p>Das allein ist der Grund, warum die ganze "Seestrecke" zwischen Flums und Weesen nur einspurig befahren werden kann.</p><p>Die Frage der Kosten spielt somit für diesen Entscheid keine Rolle.</p>