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Kantonsfahnen
Qualitätive hochwertige Kantonsfahnen
Jeder der 26 Schweizer Kantone hat selbstverständlich seine eigene Flagge, die gern zusätzlich zur Schweizer Fahne gehisst wird. Als Sujet tragen die Kantonsfahnen immer das Gleiche: das Wappen. Diese Wappen haben eine lange Tradition und eine geschichtliche Bedeutung. Als Beispiel sei hier die Fahne des Kantons Bern genannt, wo der Bär die Wehrhaftigkeit, das Gold im Querbalken das edle Geblüt und das Rot das Blut der Väter darstellt. Oder die Fahne des Kantons Appenzell mit dem aufrechten Bär, der von der Abtei St. Gallen übernommen wurde. So hat jede Kantonsfahne ihre eigene Geschichte.
Kantonsfahnen sind beliebt für Anlässe und im privaten Gebrauch. Wir bieten Ihnen hier ein breites Sortiment an Grössen und Ausführungen zu einer gewohnt hohen Qualität. Auf Wunsch liefern wir auch den passenden Fahnenmasten und Halterungen.
Die Entstehung der Schweizer Kantone
Die Eidgenossenschaft der Schweiz bestand im Mittelalter, im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert aus Städten und Ländern, wobei mit fortschreitender Besiedlungsdichte immer mehr Orte und damit auch neue Ortsnamen eingeführt wurden. Der Einfluss des Französischen spiegelte sich auch in der Namensgebung „Ort“ wieder, wo man den französischen Begriff„Canton“ wählte, der in der westlichen Schweiz soviel wie Landschaft, Ort oder Winkel bedeutet. Diese Bezeichnung von Orten als Kantone geschah am Ende des 14. Jahrhunderts, nicht nur im italienischen und französischen Sprachgebiet, sondern verbreitete sich auch mehr und mehr in den Ländern Europas. Ort und Stand waren eine bevorzugte Benennung, um Freiheit und Souveränität darzustellen. Erst die Schweizer Revolution von 1798 ersetzte die obersten Gebietseinheiten durch die Bezeichnung „Kanton“.
Die Eidgenossenschaft bis zum Jahre 1798
Länder und Städte waren damals durch ein Netzwerk aus den unterschiedlichsten Bünden zusammengefügt. Zwischen den Städten bestand bis etwa 1423 kein Vertrag, aber durch sogenannte Bundesbriefe war eine gegenseitige Rechtshilfe durchaus geregelt. Die Orte waren frei auch weitere Bündnisse einzugehen, was zum Beispiel durch die Burgundische Eidgenossenschaft und den Schwäbischen Städtebund geschah. Die ersten Orte waren Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus und Zug, also genau acht Orte. Die genannten Orte oder nunmehr Kantone drückten die Vorrangstellung der Reichsstädte vor den Ländern aus. Später wurde noch Freiburg und Solothurn aufgenommen, jedoch in einer hinten angesetzten Position. Schaffhausen und Basel kamen 1501 dazu, Appenzell folgte 1513. So bestand in der früheren Neuzeit die Eidgenossenschaft aus einem Bund von 13 souveränen Ortschaften und ihren zugewandten Orten, wie zum Beispiel das Wallis mit 3 Bünden und ihren Schirmherrschaften, genannt sei hier das Kloster Engelberg. Eine echte Reform der Bünde wurde nicht erreicht, da in der Epoche der Aufklärung (1790-1830) zeitnahe Themen wichtiger waren.
Die Zeit der Helvetischen Republik 1798-1803
1789, mit dem Einmarsch französischer Truppen wurde die Helvetische Republik aus der Taufe gehoben und 1798 ging die Eidgenossenschaft der Schweizer Bünde entgültig unter. Die neue Republik wurde in neunzehn, etwa gleich grosse Kantone eingeteilt, die ehemaligen Länderorte wurden aufgelöst, während die städtische Kantone blieben. Die verordnete Ordnung hatte jedoch keinen allzu langen Bestand und mit der Verfassung von Malmaison 1801, sowie der 2. Helvetischen Verfassung im Jahr 1802 bekamen die Kantone ihre bisher eingeschränkten Kompetenzen, in der Erziehung und den Finanzgeschäften zurück.
Bundesverfassung und Meditationsakte 1803-1848
Die Souveränität der Kantone der Schweiz wurde durch die Meditationsakte in einer moderneren Form wieder hergestellt. Die Schweizer Kantone konnten nun alle Rechtsgewalt ausüben, die sie nicht selbst auf den Bund übertrugen. Alte und neue Kantone, also neunzehn an der Zahl, konnten in Abhängigkeit von Frankreich eigene Verfassungen formulieren, die ihre öffentlichen Aufgaben beschrieben. Das Untertanenverhältnis wurde abgeschafft und alle Kantone wurde quasi gleichgestellt. Ende 1813, mit dem Zerfall des aufgezwungenen Reiches Napoleons, spaltete sich die Schweiz erneut in eine alte und eine neue Schweiz. Die Spannungen eskalierten dann 1847 im Sonderbundskrieg.
Der Bundesstaat ab 1848
1848 bekam die Schweiz eine Bundesverfassung, die den Kantonen und Eidgenossenschaften übergeordnet und auf den Grundsätzen des Förderalismus aufgebaut war. Die Rechtsfähigkeit der Kantone wurde etwas eingeschränkt, es sei denn, es handelte sich um neue kantonsinterne Aufgaben. Es wurden Ständeräte gebildet, pro Kanton zwei. 1979 fehlte für die Gründung des Kantons Jura noch eine entsprechende Verfassungsgrundlage. Dieser Missstand wurd 1999 durch die Bundesverfassung behoben die nun auch die Gemeinden mit einbezog. Die beiden Weltkriege und die dazwischen liegende Krisenzeit gaben Anlass, die Bundeskompetenzen im Rahmen des Vollmachtenregimes auszuweiten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden diese Vollmachten wieder abgebaut. Der Verfassungsgeber hatte aber die ordentlichen Kompetenzen des Bundes weiter ausgedehnt, wenn auch seit Ende der 1970-er Jahre verlangsamt. In diese Richtung zielte auch die, 2004 von Volk und Ständen angenommene „Neugestaltung des Finanzausgleichs“ (NFA), dessen Rahmenbestimmungen das Subsidiaritätsprinzip, die Gestaltungsfreiheit der Kantone sowie die Bedeutung der kantonalen Staatsverträge als Koordinationsinstrument stärkten.