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Dieses Beispiel ist ein interessanter Fall, der über die blosse Frage der Diskriminierung hinausgeht. Er zeigt ein allgemeines Problem der journalistischen Arbeit, die auch Produktivitätsanforderungen genügen muss. Es handelt sich um die Übernahme einer Medienmitteilung über das politische Programm einer Partei (SVP), in der es vor allem um Sicherheitsaspekte geht. Das Hauptproblem in diesem Artikel ist die mangelnde Verifizierung, Kontextualisierung und Nuancierung. Die Zahlen und Argumente werden nicht überprüft, obwohl es sich um politische Kommunikation und nicht um eine journalistische Arbeit handelt (Kat. 6 - Dekontextualisierung oder Fehler in Bezug auf die Fakten oder Statistiken). Unter dem Druck einer schnellen Veröffentlichung (es geht um Verkaufszahlen und Produktionskosten) ergänzt und kommentiert der Artikel die ursprüngliche Medienmitteilung nicht, obwohl die Öffentlichkeit erwarten darf, dass diese Arbeit gemacht wird.
Die Wiedergabe von Medienmitteilungen, ohne Überprüfung oder weitere Vertiefung, geschieht nicht nur bei Artikeln über die SVP oder über politische Parteien allgemein. Doch da es in diesem besonderen Fall sicherheitspolitische und politische Fragen betrifft, wäre die eine Überprüfung und Kontextualisierung wichtig, wenn nicht sogar entscheidend.