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Liebe Freunde
Die letzten beiden Tage habe ich mit unseren Schülerinnen und Schüler der GOA-Primar- und Sekundarschule verbracht. Nicht jedoch wie zu erwarten wäre in ihren Schulzimmern, sondern in Kerinyaga, am Fusse des Mount Kenya. Diesen Ausflug haben wir den Talenten unserer Schüler zu verdanken! Und das kam so: Unsere Schüler trainieren und üben schon seit Monaten Gedichte und Lieder, mit welchen sie gegen andere Schulen antreten können. Nachdem sowohl unsere Primar- als auch die Sekundarschüler alle Schulen in der Umgebung besiegt hatten, durften sie in der nächstgrösseren Stadt an weiteren Wettbewerben gegen andere Schulen teilnehmen, wo sie ebenfalls gewannen. Dies qualifizierte sie für die „Kantonswettkämpfe“, welche nun die letzten beiden Tage stattfanden.
Über 100 Schulen fanden sich auf dem Festgelände ein, um ihre Gedichte, Tänze, Lieder und andere Präsentationen zum Besten zu geben. Wer diesen Wettbewerb in irgendeiner Kategorie gewinnt, wird an die nationalen Wettkämpfe am Lake Victoria in Kisumu, Westkenia eingeladen. Somit war die Motivation zu gewinnen natürlich hoch und die Vorbereitungen dementsprechend intensiv. Am Dienstagmorgen verliessen wir um vier Uhr morgens das Schulgelände, um spätestens um acht Uhr auf dem Wettkampfgelände zu erscheinen. Da der Bus jedoch schon nach der ersten Abbiegung den Geist aufgab, mussten wir zuerst einmal zwei Stunden auf einen Ersatzbus warten. Unterwegs sahen viele der Kinder zum ersten mal, wie die grossen Teefelder des kenianischen Präsidenten aussehen oder wie Reis angebaut wird. Ein grosses Erlebnis.
Zum Glück kamen wir trotzdem noch rechtzeitig zu unserer Präsentation und die Kinder gaben ihr Bestes, um die Jury von ihren Talenten zu überzeugen. Kaum waren alle Präsentationen in derselben Kategorie vorbei, wurden die Resultate verkündet. Doch leider reichte es sowohl am Dienstag für die GOA Primarschule als auch am Mittwoch für die GOA Sekundarschule nicht für einen Platz an den nationalen Wettbewerben in Kisumu. Trotz der für die Kinder schwer zu verdauenden Botschaft waren die beiden Tage ein grosses Abenteuer und als jedes Kind zum Schluss 20 Rappen bekam, um sich an den vielen aufgebauten Ständen etwas Süsses zu kaufen, war die Niederlage schnell vergessen. Dass auf der langen Nachhausefahrt die meisten Augen fest geschlossen waren, ist nach den aufregenden Tagen ja klar. =)
Wir freuen uns, dass sich die meisten unserer Kinder trotz schwierigen Vergangenheiten so gesund entwickeln und ihre Talente in den Schulen gefördert werden dürfen. Danke für eure Mithilfe.