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An der Brompton Road, im Stadtbezirk Royal Borough of Kensington and Chelsea, erlebt man die pure Einkaufsfreude. Hier befindet sich das Harrods.
Ein Warenhaus in London, welches in der ganzen Welt bekannt ist und über eine weit zurückreichende Geschichte verfügt.
Charles Henry Harrod gründete im Jahre 1834 das Privatunternehmen und benannte es nach sich selbst. Das Glück war dem Familienunternehmen jedoch
nicht hold, denn wegen einem Vorfall im Jahre 1883 hätte die Geschichte des Harrods fast ein plötzliches Ende genommen. Ein Brand zerstörte das
Gebäude fast komplett, sodass ein Neuaufbau erforderlich war. Dieser begann im Jahre 1894 und dauerte neun Jahre, ehe das Bauwerk in der heutigen
Form fertig gestellt wurde. Auch die ansteigende Popularität des Warenhauses brachte dem Harrods nicht nur Glück. Die IRA (Irisch Republikanische
Armee) wählte dieses Gebäude bereits dreimal als Zielort eines Anschlags aus. So zum Beispiel am 17. Dezember 1983, als sechs Menschen
ums Leben kamen.
Knapp zwei Jahre nach diesem Anschlag wechselte der Besitz des Harrods. Der Unternehmer und Milliardär Mohammed Al Fayed erwarb das Warenhaus.
Der Nachname Al Fayed dürfte der Öffentlichkeit bekannt sein, weil Dodi Fayed, einer der Söhne des Unternehmers, mit Lady Diana liiert war. Der
tödliche Autounfall von Lady Diana und Dodi Fayed im Jahre 1997 beendete diese Liebesbeziehung auf tragische Art und Weise.
Das Harrods ist nicht mit einem gewöhnlichen Einkaufszentrum gleichzusetzen, wo jeder Mensch in jeder Bekleidung willkommen ist. Grundsätzlich
darf zwar jeder Besucher das Warenhaus betreten und einkaufen, doch ein angemessenes äusseres Erscheinungsbild wird vorausgesetzt. Wer also in
Punk- oder Rock-Kleidung auftritt, wird damit rechnen müssen, dass ihm der Eintritt verweigert wird. Ähnlich verhält es sich bei Jugendgruppen.
Es ist das offensichtliche Ziel der Betreiber, ein Einkaufsvergnügen auf hohem Niveau zu bieten. Das zeigt sich auch an den Preisen, die sich weit
oberhalb der Durchschnittspreise bewegen. Einen Wochenendkauf wird sich der Normalverdiener also kaum leisten können.
Bis zum Jahre 2001 war das Harrods sogar der offizielle Hoflieferant für die Königsfamilie. Dieser Status ist für ein Warenhaus eine grosse Ehre und
bringt den Vorteil mit sich, dass die Wappen der Königsfamilie für Werbezwecke (Aufdruck auf den Produkten etc.) verwendet werden können. Dass dieser
Status entzogen wurde, war seitens des Königshauses mit Veränderungen in der Handelsbeziehungen zu begründen. Inoffiziell wird jedoch von einem
persönlichen Motiv ausgegangen. Der Eigentümer Mohammed Al Fayed hatte nämlich des Öfteren behauptet, hinter dem Tod seines Sohnes stecke der Herzog
von Edinburgh. Diese Beschuldigung, für die es tatsächlich keinerlei stichhaltige Beweise gibt, hat laut Spekulationen die Königsfamilie verärgert und
zu dem Hoflieferantenstatus-Entzug geführt.