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Tennis-Legende Boris Becker (52) muss sich nächstes Jahr vor dem britischen Strafgericht in London verantworten.
Vor rund drei Jahren erklärte ihn ein britisches Gericht für zahlungsunfähig. Im vergangenen Jahr wurden seine Insolvenzauflagen um zwölf Jahre verlängert, denn offenbar hatte er nicht alle Transaktionen vorschriftsgemäss gemeldet.
Ermittlungen wegen 19 Verstössen
Die zuständige Insolvenzbehörde wirft ihm vor, im laufenden Verfahren nicht ausreichend kooperiert zu haben. Insgesamt ermittelt sie wegen 19 Verstössen gegen ihn.
Unter anderem soll er ein Vermögen im Wert von umgerechnet rund 1,6 Millionen Franken und diverse Konten verheimlicht haben. Angeblich hat er zudem eine Wohnung in London und zwei Immobilien in Deutschland verschwiegen.
Sein deutscher Medienanwalt Christian-Oliver Moser dementierte diese Vorwürfe. Gegenüber dem «Spiegel» sagte er damals, dass Becker die entsprechenden Vermögenswerte lediglich zu spät angegeben habe, da sie ihm gemäss seiner eigenen Auffassung gar nicht zustehen würden.
Auch Becker selbst wehrte sich gegen die Vorwürfe und versuchte diese mit einem «verzögerten Informationsfluss im Insolvenzverfahren» zu begründen.
Prozess beginnt nächstes Jahr
Am Donnerstag hatte der ehemalige Tennis-Profi eine Anhörung vor einem Londoner Gericht. Die nächste findet am 22. Oktober statt. Der Prozess selber beginnt voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres.
Sein britischer Anwalt Jonathan Caplan bestätigte der «Bild» den Prozess im nächsten Jahr und betonte: «Dort wird Boris Becker sich gegenüber diesen Anklagepunkten energisch verteidigen.»
Im schlimmsten Fall drohen Becker sieben Jahre Gefängnis. Der ehemalige deutsche Tennisspieler plädiert jedoch in allen Fällen auf unschuldig. (frk)