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Der Grosse Aletschgletscher ist ein typischer Talgletscher und ist der flächenmässig grösste und längste Gletscher der Alpen. Charakteristisch sind seine markanten Mittelmoränen, die beim Zusammenfluss von Gletscherarmen entstehen. Die Längenänderung wird seit 1870 gemessen und seit 1921 wird an einzelnen Standorten die Massenbilanzen bestimmt.
Der Grosse Aletschgletscher ist auch in Bezug auf sein Volumen der grösste Gletscher der Alpen. Rund 12 Kubikkilometer Eis sind in ihm gespeichert. Das Klima an der Gletscherzunge ist relativ trocken, aber im Nährgebiet des Gletschers auf dem Jungfraujoch werden aber sehr grosse Niederschlagssummen gemessen, da der Aletschgletscher direkt an der nördlichen Wetterscheide des Alpenhauptkammes liegt. Der Grosse Aletschgletscher ist zu gross um ein vollständiges Massenbilanznetzwerk zu unterhalten. Seit 1921 werden aber an einzelnen Standorten saisonale Massenbilanzen erhoben, die für die Rekonstruktion der Gletschermassenbilanz benutzt werden können. Abgesehen von einzelnen positiven Massenbilanzen vor allem zwischen 1910-20 und 1975-1984 hat der Grosse Aletschgletscher über die ganze Beobachtungsperiode negative Bilanzen geschrieben und vor allem seit 1985 massiv an Masse verloren.