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Das "Blaue Bähnli" (RBS-Linie nach Worb) verkehrt bis in die Stadt.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbindet das "Blaue Bähnli" die Vorortsgemeinde Worb mit der Stadt Bern. Über lange Jahre endete die Linie am Helvetiaplatz auf der Südseite der Kirchenfeldbrücke. Seit 1987 betreibt der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) diese tramähnliche Linie. Wiederum 10 Jahre später, im April 1997, wurde die Endstation der "Linie G" über die Kirchenfeldbrücke bis ins Stadtzentrum beim "Zytglogge" verlängert.
Seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wurde die Linie G als neue Tramlinie 6 ins Tramnetz von BernMobil integriert und bis zur Endstation "Fischermätteli" verlängert. Die Fahrgäste des RBS aus Worb und Muri machten davon rege Gebrauch und profitierten von einer höheren Frequenz. So verkehrten zwischen Dezember 2010 und April 2011 nicht nur RBS-Fahrzeuge auf dem BernMobilnetz sondern auch Berner Trams bis Worb. Die Bewohner an der Strecke der neuen Linie 6 hatten dagegen gar keine Freude an den unzumutbaren Lärmbelästigungen der RBS-Triebwagen welche auf diesen Termin um ein viertes, niederfluriges Teil erweitert wurden. So wurden sie zur Be 4/10. Diese Fahrzeuge verursachten namentlich in den Kurven beträchliche Qietschgeräusche, welche von den Bewohnern nicht akzeptiert werden.
Die Ursache war bei den Rädern der RBS-Fahrzeuge zu suchen. Das Problem war dem RBS seit 2004 bekannt. Fachleute haben ein neues Rad entwickelt. Im Innern des Rades ist ein Gummielement montiert, welches das Quietschen deutlich reduziert.
BernMobil ging auf die Protestaktionen der Bewohner sofort ein. Ab April 2011 wurde die Linie 6 am Zytglogge gekappt und bis Fischermätteli mit Bussen aufrecht erhalten.
Seit dem letzten Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wird die Linie 6 wieder durchgehend von Worb bis Fischermätteli mit Combinos von BernMobil und den RBS-Trams Be 4/10 bedient. Die Radsätze bei den RBS-Trams wurden ausgewechselt. Das Quietschen konnte damit weitgehend eliminiert werden.
Seither haben sich die Gemüter beruhigt und das "Blaue Bähnli" versieht anstandslos seinen Dienst und hat sich gut ins Erscheinungsbild der Stadt eingefügt.