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Selegilin Helvepharm ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung der Parkinson-Krankheit.
Es wird in Kombination mit Levodopa angewendet und ermöglicht eine Verlängerung der Mobilitätsphasen («on»-Phasen); dadurch können die Levodopa-Dosierungen reduziert und gleichzeitig die langfristigen Nebenwirkungen verringert werden. Ausserdem kann es zu Beginn der Parkinson-Krankheit allein angewendet werden, mit dem Ziel eine notwendige Levodopa-Behandlung um einige Monate hinaus zu zögern.
Vermeiden Sie es, sich auf Ihre Krankheit zu konzentrieren. Suchen Sie wann immer möglich geistige Anregungen, beteiligen Sie sich am gesellschaftlichen Leben und bleiben Sie körperlich so lange wie möglich aktiv.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen geeignete Übungen (Physio- oder Ergotherapie) empfehlen, um gegen die Muskel- und Gelenksteife (Ankylose) anzukämpfen.
Selegilin Helvepharm darf nicht angewendet werden bei individueller Überempfindlichkeit gegen Selegilin oder einen der Hilfsstoffe gemäss der Zusammensetzung oder wenn Zittern und Steifheit nicht durch die Parkinson-Krankheit verursacht sind. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie Arzneimittel gegen Depressionen, Schmerzen oder Migräne einnehmen.
Selegilin Helvepharm darf nicht gleichzeitig mit gewissen Arzneimitteln gegen Depressionen wie trizyklische Antidepressiva, selektive Hemmer der Serotonin- und/oder Noradrenalinwiederaufnahme (z.B. Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Duloxetin) oder Antidepressiva vom Typ MAO-Hemmer eingenommen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin muss Ihnen einen Unterbruch von mindestens 14 Tagen zwischen der Einnahme von Selegilin Helvepharm und einem dieser Arzneimittel verordnen. Bekanntlich kann die Kombination von Selegilin mit einem trizyklischen Antidepressivum oder einem selektiven Serotonin- und/oder Noradrenalinwiederaufnahmehemmer zur Entstehung eines seltenen Syndroms, des sogenannten «serotoninergen Syndroms» führen, welches sich in Fieber, Unruhe, geistiger Verwirrtheit, Zittern, Schüttelfrost, Spannungszuständen und Muskelsteifheit äussern kann. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn solche Symptome auftreten.
Aus dem gleichen Grunde darf dieses Medikament nicht in Kombination mit Migränemitteln aus der Gruppe der Triptane oder der Analgetika, welche Wirkstoffe wie Pethidin, Morphin, Hydromorphon und Tramadol enthalten, angewandt werden.
Wenn Sie an einem Geschwür im Verdauungstrakt (Ulcus pepticum) leiden ist eine gewisse Vorsicht notwendig. Diätetische Massnahmen sind nicht erforderlich. Falls Sie jedoch an Bluthochdruck leiden, empfiehlt es sich, auf den Verzehr von allzu viel Käse oder gereiften Wein zu verzichten, um einen plötzlichen Blutdruckanstieg zu vermeiden (hypertensive Krise).
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin werden Ihnen keine psychoaktiven Arzneimittel (Neuroleptika) verschreiben, welche die Symptome der Parkinson-Krankheit verstärken können.
Selegilin Helvepharm enthält Laktose (Milchzucker). Wenn Sie gegen Milchzucker intolerant sind, dürfen Sie Selegilin Helvepharm nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Vorsichtshalber sollte Selegilin Helvepharm nicht von schwangeren Frauen eingenommen werden. Selegilin Helvepharm darf nicht von stillenden Müttern eingenommen werden.
Die übliche Dosierung beträgt 1?2 Tabletten täglich zu den Mahlzeiten, allein oder in Kombination mit Levodopa.
Sie sollten die Dosis von 2 Tabletten nie überschreiten, weil sich dadurch die Symptome nur verschlimmern würden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die Einnahme von Selegilin Helvepharm kann folgende Nebenwirkungen hervorrufen:
Blutdrucksenkung, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Mundtrockenheit, vorübergehende Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Hautreaktionen, Schwindelgefühl, Stimmungsschwankungen, Hypersexualität, Halluzinationen, Erbrechen, Magen-Darmgeschwüre oder in Ausnahmefällen Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Falls solche Nebenwirkungen auftreten sollten, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Falls Sie Selegilin Helvepharm zusammen mit Levodopa einnehmen und eine oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten: Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Verstopfung, Schwindel, Mundtrockenheit, Appetitverlust, Erregung, Verwirrung, Angstzustände, Atemnot, Wassereinlagerung (Ödeme), Schwierigkeiten sich zu bewegen, Herzbeschwerden, Herzklopfen, suchen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf. Wahrscheinlich kann er bzw. sie die Levodopa-Dosierung reduzieren.
Das Arzneimittel soll bei Raumtemperatur (15?25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette enthält 5 mg Selegilin.
Hilfsstoffe: Laktose und andere Hilfsstoffe.
54326 (Swissmedic).
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Packungen zu 50 und 100 Tabletten.
Helvepharm AG, Frauenfeld.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.