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Der Tabakkonzern Philip Morris ist nicht bereit, kranke Raucherinnen und Raucher finanziell zu entschädigen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag (13.10.) bei einer öffentlichen Anhörung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) in Genf.
Zuvor hatte der Konzern erstmals öffentlich eingestanden, dass Rauchen abhängig machen und der Gesundheit schaden würde. Trotzdem lehnt Philipp Morris die rechtliche Verantwortung für die gesundheits-schädlichen Folgen des Rauchens ab.
Die WHO plant eine internationale Konvention, in welcher umstrittene Themen wie die Tabaksteuer, ein Verbot von Zigarettenautomaten und ein generelles Werbeverbot in allen 191 Mitgliedstaaten einheitlich geregelt werden sollen. Dieser Vertrag soll bis 2003 ausgearbeitet werden.
Weltweit sterben nach Schätzung der WHO mehr als vier Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Die Prognose ist noch dramatischer: Bis zum Jahr 2030 soll das Rauchen jährlich zehn Millionen Todesopfer fordern.
Zur WHO-Konvention meinte David Davies, Vize-Präsident für Firmen-Angelegenheiten bei Philip Morris Europe, diese dürfe nicht zu einer weltweiten Prozesswelle gegen die Zigarettenindustrie führen. Auch ein Vertreter des Konzerns Japan Tobacco (JT) kritisierte die Dämonisierung der Zigarettenindustrie.
An der Anhörung in Genf nahmen Vertreter von medizinischen Vereinigungen, Tabakbauern, Rauchergruppen und Vertreter der Zigarettenindustrie teil.
swissinfo und Agenturen