Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/1748

Im Nachgang zu den Arabischen Aufständen in Nordafrika und dem Nahen Osten um das Jahr 2011 galt Tunesien lange als Musterland für eine gelungene Demokratisierung. Seit 2019 strebt mit Präsident Kais Saied jedoch auch dort ein starker Mann nach der Alleinherrschaft. Dieser hat 2021 das Parlament aufgelöst und regiert seither alleine. Im Sommer 2022 hat die Bevölkerung bei schwacher Stimmbeteiligung ausserdem eine neue Verfassung angenommen, welche die Macht des Präsidenten noch zusätzlich stärkt. Trotz dieser Entwicklungen stehen dem Land nun Wahlen für ein neues Parlament an. Dr. Andreas Böhm vom Kompetenzzentrum für Philanthropie schätzt im Video die Bedeutung dieses Ereignisses ein und erklärt, wie es im Vorzeigeland des Arabischen Frühlings wieder zu einer undemokratischen Wende kommen konnte.