Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03119.jsonl.gz/39

Das Gewölbe der westlichen Felixkapelle.
Das Gewölbe der Antoniuskapelle im Norden.
Die Embleme in den Seitenkapellen
Ursprünglich waren in allen drei Hergiswalder Seitenkapellen die Gewölbe, Fensterlaibungen und Chorbogen mit polychromen Malereien verziert.
In der alten Marienkapelle (Ost) von 1621 kamen anlässlich der jüngsten Restaurierung (2005) Reste dieser Dekorationen zum Vorschein, doch verzichtete man auf eine Freilegung.
In der westlichen Felixkapelle und der nördlichen Antoniuskapelle (1651/56) hingegen haben sich die Malereien erhalten. Sie entstanden um 1656 und stammen wohl von einem lokalen Meister, vermutlich von Andreas Rassmann, einem Mitglied der Malerfamilie Wägmann oder von Kaspar Meglinger, der 1654 die Embleme an der grossen Holzdecke gemalt hatte.
Die Darstellungen am Gewölbe der Felixkapelle gruppieren sich um das Wappen des Altarstifters Franz von Sonnenberg (1608-1685) und sind gerahmt mit üppigem Rankenwerk samt Engelsköpfen: innen sechs Rundembleme zum Thema der Sündenlosigkeit Marias, in den Stichkappen vier Ovalporträts der Kirchenväter Hieronymus, Augustinus, Gregor und Ambrosius.
Analog ist das Gewölbe der winzigen Antoniuskapelle am nördlichen Langhausende ausgemalt; hier sind es fünf reich verzierte Marienembleme, alles Sinnbilder der Immaculata und Gottesmutter.
So wird das mariologische Thema des grossen Bilderhimmels hinein getragen in die kleinen Nebenkapellen, an deren luftigen Gewölbe der fromme Lobpreis von draussen wiederhallt.
Eine detaillierte Beschreibung und Deutung aller elf Embleme der beiden Seitenkapellen samt Fotos findet sich hier.