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Dem ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili ist die ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen worden. Er werde gegen die Entscheidung von Staatschef Petro Poroschenko vorgehen, schrieb Saakaschwili am Donnerstag auf Facebook.
Zuvor hatte der Migrationsdienst in Kiew mitgeteilt, dass Poroschenko ein entsprechendes Dekret unterzeichnet habe. Grund sollen Berichten zufolge falsche Angaben bei der Beantragung sein. Saakaschwili hält sich eigenen Angaben zufolge derzeit ausserhalb der Ukraine auf. Beobachter gehen davon aus, dass ihm bei einer Einreise in das Land eine Festnahme droht.
Auch Georgien will Saakaschwili nicht
Der als Reformer geltende Saakaschwili hatte 2015 nach seiner Zeit als georgischer Präsident den ukrainischen Pass von Poroschenko persönlich erhalten. Zunächst arbeitete er als Gouverneur des Gebiets Odessa im Süden des Landes. Im November 2016 trat er nach heftiger Kritik an der Staatsführung zurück.
Saakaschwili könnte mit dem Entzug des ukrainischen Passes staatenlos werden. Sein Heimatland Georgien hatte ihm 2015 die Staatsbürgerschaft bereits entzogen. Tiflis hatte Kiew wiederholt um eine Auslieferung des Ex-Präsidenten ersucht. Während seiner Regierungszeit von 2004 bis 2013 soll er unter anderem Haushaltsgelder verschwendet haben.
(sda/jfr)