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Die erste Saisonhälfte ist für mich grösstenteils erfreulich gelaufen. Eine Woche nach dem Podestplatz im Goms konnte ich an meinem ersten Weltcup in Davos teilnehmen. Ich startete im Skating Sprint. Als einer der letzten der 95 Athleten ging ich im Prolog auf die Strecke, ich fühlte mich gut und attackierte vom ersten Meter an, vielleicht ging ich das Rennen ein wenig zu aggressiv an, weshalb mir auf den letzten 300m ein wenig die Kraft fehlte. Mir gelang im grossen und ganzen aber ein sehr gutes Weltcup Debut und mir fehlten nur 1.4s auf die Weltcup Punkte. Durch meine guten Leistungen anfangs der Saison qualifizierte ich mich auch für den Weltcup der darauffolgenden Woche in Asiago (ITA). Dort lief es für mich leider nicht nach Plan, ich konnte leider nicht meine beste Leistung abrufen, trotzdem war es eine weitere wertvolle Erfahrung. Anfang Januar fand dann ein Continentalcup in Chamonix (FRA) statt, diese Wettkämpfe nutzten unter anderem auch Dario Cologna und andere Weltcup Athleten als Vorbereitung auf Olympia. Am Freitag im Skating Sprint gelang mir ein zufriedenstellendes Rennen, ich wurde 15. Am Samstag fand dann ein 15km Klassisch Rennen statt, dieses gelang mir gar nicht und ich verletzte mich nach 4.5km an den Adduktoren. Ich lief das Rennen fertig, hatte aber nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Am Sonntag wären 20km Skating auf dem Programm gewesen, jedoch war es für mich, wegen der Adduktoren Verletzung, unmöglich zu laufen.
Von Chamonix gingen wir direkt nach Leysin, wo letztes Wochenende die Schweizermeisterschaften stattfanden. Dort bereiteten wir uns auf die Schweizermeisterschaft und auf die U23 Weltmeisterschaft, die nächste Woche stattfindet vor. Zum Glück war Tom (Physio) auch vor Ort, somit konnte ich jeden Tag in die Physiotherapie und meine Verletzung optimal behandeln. In den ersten Tagen musste ich mich anpassen und viel Doppelstock und nur vorsichtiges Training auf den Ski machen, jedoch wurde es immer besser. Um kein Risiko einzugehen, haben meine Trainer und ich dennoch entschieden bei den Schweizermeisterschaften kein Risiko einzugehen und nur ein Rennen zu laufen. Und weil wir überhaupt kein Risiko wollten, habe ich entschieden das 15km Klassisch Rennen vom Samstag mit Skating Ski zu bestreiten, was bedeutet, dass ich die ganzen 15km nur mit Doppelstock Stössen absolviert habe. Ich sah das Rennen also nur als ein intensives Training an, anfangs hatte ich auch grossen Respekt und wusste nicht ob ich überhaupt bis ins Ziel komme, weil doch einige sehr steile Passagen vorhanden waren. Als ich nach der ersten von 6 Runden jedoch Bestzeit vor Dario Cologna hatte, bekam ich Mut und attackierte weiter. Ich lief eines meiner besten Rennen und lag nach 10km immer noch auf dem 2. Platz, die letzten 5km waren jedoch sehr sehr hart, die Anstiege schienen immer noch steiler zu werden und die Kraft begann zu schwinden. Trotzdem habe ich es bis zum Schluss durchgezogen und beendete das Rennen auf dem 4. Platz. Mir fehlten lediglich 8 Sekunden auf Rang 2 und 7 Sekunden auf Rang 3. Meine Form ist somit gut und ich freue mich nun auf die U23 Weltmeisterschaft.