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Alkohol
Allgemeine Bezeichnung für Trinkalkohol (Ethanol, Äthanol, Weingeist, Ethylalkohol). Alkohol entsteht bei der Vergärung von Zucker aus Weinbeeren, anderem Obst, Getreide und Kartoffeln. Alkohol gelangt nach seiner Aufnahme sehr schnell aus Magen und Darm ins Blut. Der Alkoholabbau erfolgt in der Leber. Alkohol gehört zu den am weitesten verbreiteten Genussmitteln. Er übt schon in geringen Mengen teils erregende, teils dämpfende Effekte auf das Zentralnervensystem und die Psyche aus. In grösseren Mengen führt Alkohol zu Schädigungen von Leber und Gehirn (Alkoholmissbrauch). 1g Alkohol enthält 7,1 kcal, aber keine nennenswerten Gehalte an essentiellen Nährstoffen.
Aminosäuren
Aminosäuren sind organische Verbindungen und Grundbausteine aller Proteine (Eiweisse). Das Kohlenstoffgrundgerüst, die Carboxylgruppe und die Aminogruppe, sind bei jeder Aminosäure gleich, die einzelnen Aminosäuren unterscheiden sich nur in ihrer Seitenkette. In der Natur kommen über 250 Aminosäure-Verbindungen vor. Der Mensch kann nur 20 von ihnen zum Aufbau von Proteinen verwerten. Diese Vertreter heissen proteinogene Aminosäuren. Ein Ein- und ein Drei-Buchstaben-Code dienen der Abkürzung der Bezeichnungen für die proteinogenen Aminosäuren, z. B. kann die Aminosäure Leucin durch "L" oder "Leu" abgekürzt werden. Die anderen Aminosäure-Verbindungen werden als nichtproteinogene Aminosäuren bezeichnet. Sie kommen zwar zum Teil auch im Organismus vor und erfüllen wichtige Aufgaben, sind aber nicht Bestandteil der Körperproteine.
Anabolika
Die wohl bekanntesten Wirkstoffe, die mit Doping in Verbindung gebracht werden, sind Anabolika. Sie werden auch als Anabol Androgene Steroide (=AAS) bezeichnet. In der Regel stammen Anabolika aus der Klasse der männlichen Sexualhormone (= Androgene). Sie sollen Aufbauprozesse im Körper fördern und werden daher zum Muskelaufbau eingesetzt. Sage und schreibe 68 verschiedene Anabolika stehen laut World Anti-Doping Agency (WADA) auf der Liste der illegalen Wirkstoffe. Eine enorme Menge, bedenkt man die Gefahren, die mit ihrem Gebrauch einhergehen. Wegen ihrer fatalen Nebenwirkungen kann von einem Anabolika-Gebrauch, wie vom Gebrauch aller Dopingmittel, nur ausdrücklich abgeraten werden. Zu den Nebenwirkungen gehört, dass geschlechtsspezifische Merkmale entgleisen: Frauen vermännlichen (Virislismus) und Männer verweiblichen (Gynäkomastie). Nicht selten ist Unfruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern die Folge. Auch mentale und körperliche Störungen (z. B. Depressionen, Leberschäden, erhöhte Blutfettwerte) bis hin zu Todesfällen durch Organversagen sind bekannt.
Antibiotika
Bestimmte Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Antibiotika hemmen das Wachstum verschiedener krankheitserregender Mikroorganismen. Bei langfristiger oder häufiger Behandlung mit Antibiotika kann es zu Allergien, Resistenz und Veränderungen der Darmflora kommen. Zu den Antibiotika zählen z.B. Penicilline, Tetracycline, Chloramphenicol. Das Antibiotikum Penicillin versagt inzwischen bei vielen krankheitserregenden Bakterien, weil diese resistent geworden sind.
Antigene
Körperfremde Substanzen, die im Körper zu einer Abwehrreaktion führen. Antigene können z.B. Bakterien, Viren oder bestimmte Nahrungsbestandteile sein. Der Körper besitzt verschiedene Mechanismen, um sich gegen Antigene zu wehren. So gibt es Körperzellen, die die Antigene "auffressen" oder bestimmte Eiweisse, die die Antigene erkennen und abfangen (Antikörper).
Antikörper (Immunglobuline)
Eiweissartige Abwehrstoffe im Organismus, die gegen bestimmte körperfremde Substanzen (Antigene) gebildet werden. Die Antikörper fangen die Antigene ab und machen sie so unschädlich.
Antivitamine
Stoffe, die die Wirkung bestimmter Vitamine vermindern bzw. verhindern.
Appetitanreger
Mittel, die durch Anregung der Speichel-, Magensaft- und Darmsekretion den Appetit fördern sollen. Appetitanreger können z.B. Arzneimittel oder Aperitifs (Sherry, Wermutwein) sein.
Appetitzügler
Auch: Anorektika, Anorexika. Mittel, die hemmend auf das Hungerzentrum im Zwischenhirn wirken. Sie vermindern den Appetit und damit auch die Nahrungsaufnahme. Da viele Appetitzügler direkt auf das Gehirn und damit die Stimmung einwirken können, sind sie rezeptpflichtig und dürfen nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Bei rezeptfreien Appetitzüglern ist meist umstritten, ob und wie sie wirken.
Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
Krankhafte Veränderungen der inneren Blutgefässwände in Form von Bindegewebswucherungen, Fetteinlagerungen und Kalkablagerungen. Hierdurch verengen sich die Gefässe, die Gefässwand verhärtet sich und verliert ihre natürliche Elastizität. Folgen sind eine mangelhafte Blut- und Sauerstoffversorgung der Gewebe (z.B. im Gehirn oder Herzen) und die erhöhte Gefahr eines vollständigen Gefässverschlusses (Thrombose). Arterienverkalkung wird durch verschiedene Risikofaktoren gefördert (Cholesterinspiegel, Blutfette, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, Mangel an essentiellen Fettsäuren, Nikotin, Stress, Bewegungsarmut).
Artischocke
Gesundheitsbewusste Feinschmecker geniessen die zartherbe Artischocke als Appetitanreger. Der Boden und die fleischigen Hüllblätter der Artischockenblüte sind eine köstliche Vorspeise. Zudem bietet die distelartige Pflanze auch ernährungsphysiologisch viel Gutes: Sie versorgt unseren Körper mit B-Vitaminen und Eisen, unterstützt durch ihre Bitterstoffe die Arbeit von Gallenblase und Leber und senkt den Cholesterinspiegel. Der Mehrfachzucker Inulin macht sie zudem besonders geeignet für Diabetiker.
Basische Aminosäuren
Zu den basischen Aminosäuren gehören die Aminosäuren, deren Seitenkette in Lösung basisch reagiert. Sie besitzen meist eine zusätzliche Aminogruppe. Zu den basischen Aminosäuren zählen Lysin, Arginin und Histidin.
Bifidusfaktor
Kohlenhydrat, das das Wachstum der nützlichen Bifidusbakterien fördert. Diese Bakterien werden in der Milchwirtschaft für die Herstellung von Sauermilcherzeugnissen wie z.B. Joghurt eingesetzt. Sie spielen auch für die Darmflora eine grosse Rolle.
Blutdoping
Bei einem "Blutdoping" werden entweder Blutinfusionen oder künstliche Sauerstoffträger eingesetzt. Eine Bluttransfusion kurz vor dem Wettkampf soll ein gesteigertes Blutvolumen und eine grössere Anzahl an roten Blutkörperchen bewirken, um die Nähr- und Sauerstoffversorgung des Muskels zu optimieren. Die Gabe von Eigenblut ist in der Regel risikoarm. Bei Fremdblut kann es jedoch zu allergischen Reaktionen kommen und Infektionskrankheiten können übertragen werden. Auch künstliche Sauerstoffträger sollen die Sauerstoffaufnahme und den -transport steigern. Diese Methode war ursprünglich in der Medizin zur Schocktherapie nach einem hohen Blutverlust gedacht. Von der World Anti-Doping Agency (WADA) wird der blosse Tatbestand solcher Methoden als Dopingversuch eingestuft und entsprechend geahndet.
Blutfette
Zusammenfassende Bezeichnung für die im Blutplasma vorkommenden Fette (Triglyceride, Cholesterin und freie Fettsäuren). Die Konzentration und Zusammensetzung der Blutfette ist von der Art und Menge der Nahrungsfette und deren Stoffwechsel abhängig. Einen zu hohen Gehalt an Blutfetten bezeichnet man als Hyperlipidämie. Erhöhte Blutfette sind eine Hauptursache bei der Entstehung der Arterienverkalkung. Sie steigern deshalb das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei spielt insbesondere das Cholesterin eine grosse Rolle.
Bluthochdruck (Hypertonie)
Bei Bluthochdruck verengen sich vor allem die kleinen arteriellen Blutgefässe und erschweren so den Abfluss des vom Herzen ausgeworfenen Blutes. Um gegen die Verengungen anzukommen, muss das Herz stärker pumpen. Dadurch steigt der Blutdruck krankhaft an. Ab Werten über 140/90 mg Hg spricht man von Bluthochdruck. Den Bluthochdruck begünstigende Faktoren sind erbliche Anlagen, Alter, Übergewicht, hohe Kochsalzaufnahme, Bewegungsmangel, Rauchen und Stress. Mögliche Krankheitssymptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden und rasche Ermüdung. Später können in den Blutgefässen arteriosklerotische Gefässveränderungen (Arterienverkalkung) mit mangelnder Durchblutung und Gefässverschluss auftreten. Spätfolgen des Bluthochdrucks sind beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen.
Blutproteine
Im Blut vorkommende spezialisierte Proteine, die unter anderem zuständig sind für den Transport verschiedener Stoffe (z.B. Fette, Hormone), die Bildung von Antikörpern und die Blutgerinnung.
Blutzuckerspiegel (Blutglucosespiegel)
Gehalt an Glucose (Traubenzucker) im Blut. Die Regulation des Blutzuckerspiegel erfolgt im wesentlichen durch das Zusammenspiel von blutzuckersenkenden (Insulin) und blutzuckererhöhenden Hormonen (Glucagon, Adrenalin). Weiterhin beteiligt sind Glucocorticoide (Cortison), das Schilddrüsenhormon Thyroxin sowie das Wachstumshormon (STH).
Body Mass Index (BMI)
Bewertungsmassstab zur Beurteilung des Körpergewichtes. Er errechnet sich nach der Formel: BMI = Körpergewicht (kg) : Körpergrösse (m) x Körpergrösse (m). Aus wissenschaftlicher Sicht ist ein BMI von 20-25 für Männer und ein BMI von 19-24 für Frauen anstrebenswert. Der BMI ist zur Beurteilung des Körpergewichts besser geeignet als die häufig verwendete Broca-Formel.
Cyclodextrin
Cyclodextrin wird auch im Sportbereich eingesetzt, um die Energiebereitstellung während des Trainings oder Wettkampfs zu unterstützen. Cyclodextrin hat eine höhere Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt als andere Kohlenhydratquellen wie beispielsweise Fruchtzucker.
Da es langsamer abgebaut wird als andere Kohlenhydrate, kann es dazu beitragen, die Energieaufnahme über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, was besonders bei Ausdaueraktivitäten von Vorteil ist. Einige Sporternährungshersteller bieten daher Sportdrinks und Nahrungsergänzungsmittel an, die Cyclodextrin enthalten.
Diuretika
Diuretika sind harntreibende Substanzen. Sie werden z.B. medizinisch bei Harnwegsinfekten eingesetzt, um die krankmachenden Bakterien aus dem Körper zu befördern. Für ein Doping sind sie von Interesse, da durch die Urinverdünnung im Harn enthaltene Substanzen verwässert werden, was den Nachweis von Dopingmittel im Urin erschwert. Weiterhin finden Diuretika Zulauf unter Sportlern, bei denen das Gewicht machen ein Thema ist (Reduktion des Körperwasser-Anteils). Das grösste Risiko bei zum Doping eingesetzten Diuretika liegt in einem relativ kurzzeitig erfolgenden, hohen Wasser- und darüber hinaus auch Elektrolytverlust, was die Leistung mindern und zum Kreislaufzusammenbruch führen kann.
Eiweiss (Protein)
Eiweiss gehört zu den energieliefernden Hauptnährstoffen und ist Grundbaustein allen Lebens. Nahezu alle wesentlichen Funktionen sind an die Eiweisse der Zellen, Gewebe und Organe gebunden. Eiweisse (Proteine) bestehen aus kettenartig verbundenen Aminosäuren (kleinste Eiweissbausteine). Alle in der Natur vorkommenden Eiweisse setzen sich aus nur
20 Aminosäuren zusammen. Die Vielseitigkeit in Struktur und Funktion resultiert aus der Aminosäuresequenz (Reihenfolge der Aminosäuren im Kettenglied) und ihrer räumlichen Anordnung.
Elektrolythaushalt
Alle Vorgänge im Körper, die den Stoffwechsel der Mineralstoffe betreffen.
Energiegehalt (Brennwert)
Energiemenge (angegeben in Kalorien oder Joule), die der Körper beim Abbau der Nahrung gewinnen kann und die zur Deckung des Energiebedarfs verwendet wird. Die verschiedenen Nährstoffe haben unterschiedliche Energiegehalte: Kohlenhydrate 4 kcal/g, Eiweiss 4 kcal/g und Fett 9 kcal/g. Auch Alkohol liefert beträchtliche Mengen an Energie - 7 kcal/g.
Ist die Energieaufnahme mit der Nahrung höher als der Energieverbrauch, wird die überschüssige Energie in Form von Fett (Depotfett) gespeichert. Dies kann zu Übergewicht führen.
Erythropoietin (EPO)
EPO steht seit 1990 auf der Dopingliste und wurde besonders durch die Tour de France bekannt. Dieses Hormon wird von den Nieren gebildet und fördert die Bildung roter Blutkörperchen. Durch einen höheren Anteil an roten Blutkörperchen wird der Sauerstofftransport im Blut und in der Folge die Ausdauerleistung verbessert. Nebenwirkungen durch die Einnahme von EPO bestehen vor allem in der Entstehung von Bluthochdruck, einem möglichen Herzversagen und im äussersten Fall sogar dem Tod.
Durch ein gezieltes Höhentraining kann auch auf natürliche Weise die Anzahl der roten Blutkörperchen und somit die Ausdauerleistung verbessert werden.
Fenchel
Knackig und prall, weiss-grünlich gefärbt mit zartem Blattgrün: So sollte frischer Fenchel aussehen. Schon im Altertum wurde der Fenchel wegen seiner ätherischen Öle als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt. Überdies ist er gut für den Magen: Roh im Salat oder für die mediterrane Küche geschmort und gedünstet, wirkt er entkrampfend, hilft bei Völlegefühl und liefert zudem eine grosse Portion an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Eisen sowie die Vitamine A und E.
Fette
Gehören zusammen mit den Kohlenhydraten und Proteinen (Eiweisse) zu den Hauptnährstoffen. Die Nahrungsfette bestehen aus Glycerin, das mit drei Fettsäuren verbunden ist. Die Eigenschaften der einzelnen Fette ergeben sich aus den unterschiedlichen Fettsäuren. Daneben enthalten manche Fette noch fettähnliche Begleitstoffe wie z.B. das Cholesterin.
Fette sind der Hauptenergielieferant für den menschlichen Organismus (9,1 kcal/g), wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und Träger fettlöslicher Vitamine. Sie können im Körper als Depotfett gespeichert und bei Energiebedarf (z.B. im Hungerzustand) wieder abgebaut werden. Infolge seiner langen Verweildauer im Magen hat Fett einen hohen Sättigungswert.
Fruktose
Fruktose wird umgangssprachlich auch Fruchtzucker genannt. Es ist ein Einfachzucker und gehört zur Stoffklasse der Kohlenhydrate.
Für die menschliche Ernährung spielt Fruktose eine wichtige Rolle als Energielieferant. Es schmeckt süss und ist in grösseren Mengen natürlicherweise in vielen Lebensmitteln wie Obst enthalten. Zudem wird es vielen verarbeiteten Lebensmitteln als Süssungsmittel zugesetzt. Auf den Zutatenlisten stehen dann die Bezeichnungen Isoglucose, Glukose-Fruktose-Sirup oder Maissirup. In allen Fällen handelt es sich um eine Zuckermischung aus Fruktose und Glukose.
Fruktose wird vom Körper leicht in Fett umgewandelt. Der weltweit steigende Fruktosekonsum könnte der Grund sein, warum Fettleibigkeit (Adipositas) und bestimmte Krebsarten zunehmen.
Gluten
Elastische Eiweisssubstanz des Roggen-, Hafer- und insbesondere Weizenmehles. Gluten besteht aus Gliadin und Glutelin und ist verantwortlich für die Backeigenschaften (Backfähigkeit) des Weizenmehles.
Glykämische Index (GI)
Der glykämische Index gibt an, wie schnell die Kohlenhydrate eines Lebensmittels ins Blut gelangen und wie stark sie den Blutzuckerspiegel über einen definierten Zeitraum von zwei Stunden erhöhen. Bei hohem GI steigt der Blutzuckerspiegel meist schnell an und verbleibt auch länger auf hohem Niveau, was vor allem in der Schlussphase eines Wettkampfs nützlich ist.
Granatapfel
Die rubinroten Samenkerne des Granatapfels sind für Desserts, aber auch für herzhafte Gerichte eine optische wie geschmackliche Bereicherung. Sie enthalten wertvolle Vitamine, Kalium und Eisen, vor allem aber grosse Mengen an sekundären Pflanzenstoffen. Diesen Substanzen – Polyphenolen und Flavonoiden – schreiben Experten eine antioxidative Wirkung zu. Sie schützen den Organismus vor sogenannten freien Radikalen: besonders schädlichen Verbindungen.
Gummibärchen
Fruchtgummi und Gummibärchen enthalten in der Regel 75 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm, meist in Form von Trauben- und Haushaltszucker. Eine gleich schwere Banane liefert nur etwa 20 Gramm Kohlenhydrate. Gummibären können daher eine gute Quelle für leicht verfügbarer Kohlenhydrate sein. Einige Hersteller haben dies bereits erkannt und bieten spezielle Sport-Fruchtgummis an. So können neben Gels und Riegeln durchaus auch Gummibärchen genascht werden, um auf die 60 Gramm Kohlenhydrate zu kommen, die man bei längeren Touren mittlerer Belastung stündlich zu sich nehmen sollte. Jedoch sollte wie auch bei jeder Kohlenhydrataufnahme, genügend Wasser dazu getrunken werden.
Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Wichtiger Bestandteil ist das Eisen (Hämeisen). Das Hämoglobin ist für den Transport von Sauerstoff wichtig. Ein zu niedriger Gehalt an Hämoglobin führt zu Anämie (Blutarmut).
Hauptnährstoffe
Zu den Hauptnährstoffen zählen die Kohlenhydrate, Fette und Proteine (Eiweisse). Sie liefern dem Körper Energie und Bausteine für den Aufbau der körpereigenen Substanz.
Hefe
Allgemeine Bezeichnung für eine Gruppe von Mikroorganismen, die Hefepilze. Die Backhefe, die als Press- oder Trockenhefe in den Handel kommt, entwickelt wie die Bierhefe und die Weinhefe Kohlendioxid, das den Teig lockert und aufgehen lässt. Viele Hefearten (Schimmelpilze) können auch zum Verderb von Lebensmitteln führen.
Hormon
Vom menschlichen und tierischen Organismus gebildete Botenstoffe (Signalvermittler). Sie werden von besonderen Drüsen gebildet, an den Blutkreislauf abgegeben und so zum jeweiligen Wirkort transportiert. Die Hormone werden sehr schnell wieder abgebaut, damit die Wirkung nicht zu lange anhält und genau gesteuert werden kann.
Zu vielen Hormonen gibt es einen Gegenspieler (Antagonist), der genau die gegenteilige Reaktion des Körpers hervorruft. So erniedrigt das Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel (Blutzucker) nach der Nahrungsaufnahme. Das Hormon Glukagon hat die gegenteilige Wirkung, erhöht also den Blutzuckerspiegel, wenn er zwischen den Mahlzeiten zu stark abfällt. Die Geschlechtshormone (Östrogene, Gestagene) der Frau sind für den weiblichen Zyklus verantwortlich.
Hormone
Unter "Hormone" fallen die Nicht-Steroidhormone. Androgene anabole Steroide (Anabolika) sind also z.B. hiervon ausgenommen. Die bekanntesten Hormone, die zum Doping eingesetzt werden, sind das Erythropoietin (EPO), Insulin, Wachstumshormone und das IGF-1. Ihre Wirkungen überschneiden sich zum Teil mit denen der Anabolika.
Hypertonische Getränke
Hypertonische Getränke (unverdünnte Säfte, Softdrinks oder Energy Drinks) müssen im Körper verdünnt werden und entziehen dem Magen-Darm-Trakt dadurch etwas Wasser. Sie sind daher bei sportlicher Belastung nur dann geeignet, wenn schnell viel Energie benötigt wird, aber keine Dehydrierung droht, zum Beispiel an langen Anstiegen bei niedrigen Temperaturen.
Hypotonische Getränke
Hypotonische Getränke wie mineralstoffreiches Mineralwasser oder dünne Saftmischungen im Verhältnis 1:3 bis 1:5 weisen eine geringere Teilchendichte auf als das Blut. Dadurch können das Wasser sehr schnell und die Mineralstoffe langsamer vom Körper aufgenommen werden. Sie eignen sich zum Trinken bei geringem Energiebedarf, z.B. im Grundlagen-Training.
IGF-1
Die Abkürzung "IGF-1" steht für Insulin-like-Growth-Factor-1. Das Hormon wird von der Leber gebildet und wirkt ähnlich wie Insulin, indem es den Blutzuckersiegel senkt. Im Muskel wirkt IGF-1 anabol, daher wird es als Dopingmittel eingesetzt. Nebenwirkungen bestehen darin, dass IGF-1 die Entstehung von Tumoren fördert und die Verletzlichkeit des Sehnen- und Bandapparates steigert, als Folge eines durch das Hormon bewirkten höheren Körpergewichts.
Insulin
Insulin sorgt nicht nur dafür, dass die Nährstoffe in die Zellen aufgenommen werden, es hemmt auch abbauende Prozesse und fördert aufbauende Prozesse im Körper. Dadurch kann es einen Zuwachs an Körpermasse begünstigen. Wird Insulin falsch eingesetzt, hat das schwerwiegenden Folgen. Durch eine Hypoglykämie (sehr starkes Absinken des Blutzuckerspiegels) kommt es zu Kopfschmerzen, Heisshunger, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Zittern, Krämpfen, Atemnot, Koma und im extremsten Fall zum Tod.
Isotonie
Bei isotonischen Getränken (Elektrolytdrinks, Saftschorlen im Saft-Wasser-Verhältnis 1:1 bis 1:3 mit relevantem Natriumgehalt) ist die Konzentration der gelösten Teilchen in etwa so gross wie im menschlichen Blut. Sie können trainingsbedingten Flüssigkeitsverlust schnell ausgleichen und, je nach Zusammensetzung, Energie aus Kohlenhydraten liefern. Natrium gleicht die schweissedingten Verluste aus.
Joule
Heute international zu verwendende Masseinheit für die Energie. Seit 1978 ist die Einheit Kalorie offiziell durch die Einheit Joule ersetzt worden. 1 Kalorie entspricht 4,184 Joule. Der Energiegehalt (Brennwert) von Nahrungsmitteln wird in Joule angegeben. Da das Joule eine sehr kleine Einheit ist, werden die Angaben über den Energiegehalt von Nahrungsmitteln üblicherweise in Kilo-Joule (1 kJ. = 1000 J) gemacht.
Kalium
Kalium ist ein Mineralstoff, der notwendig ist für die Funktion der Nerven, alle Muskelbewegungen, die Aufrechterhaltung der Gewebespannung und die Wirkung verschiedener Enzyme. Ein Kaliummangel führt zu schwerwiegenden Störungen des Elektrolythaushalts. Muskelschwäche, Muskellähmungen und Störungen der Herztätigkeit sind die Folge. Besonders gute Kaliumlieferanten sind vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Bananen.
Kalorie
Eigentlich veraltete Einheit für die Energie, die aber auch heute noch sehr gebräuchlich ist. Die neue Einheit ist das Joule. Da die Kalorie eine sehr kleine Einheit ist, werden die Angaben über den Energiegehalt von Nahrungsmitteln üblicherweise in Kilo-Kalorien (1 kcal. = 1000 Kalorien) gemacht.
Kochsalz
Besteht aus Natrium und Chlorid. Es wird Speisen als Würzmittel zugesetzt und findet sich in grosser Menge in den meisten Fertiggerichten. Überhöhte Kochsalzzufuhr fördert die Gefahr einer Erhöhung des Blutdrucks (Bluthochdruck) und begünstigt die Entstehung von Ödemen (Wassersucht).
Koffein
Koffein hat eine belebende, anregende Wirkung, verkürzt die Reaktionszeit und fördert die Harnausscheidung (Diuretika). Höhere Koffeinkonzentrationen führen zu Unruhe, Schweissausbrüchen, erhöhter Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Muskelzittern und Gedankenflucht. Extrem hohe Dosen führen zu Krämpfen (Koffeinvergiftung).
1 Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 80 mg Koffein.
Das Koffein des Tees wurde früher als Thein bezeichnet. Es ist allerdings identisch mit dem Koffein des Kaffees. Koffein wird aus Kaffee jedoch schneller resorbiert als aus Tee. Dadurch wirkt Kaffee schneller anregend, während die Wirkung von Tee länger anhält.
Kohlenhydrate
Neben Fett und Protein (Eiweiss) sind die Kohlenhydrate der dritte Hauptnährstoff. Kohlenhydrate liefern Energie und werden in geringen Mengen auch als Baustoff für den Körper verwendet. Die Kohlenhydrate können in mehrere Gruppen eingeteilt werden. Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker (Disaccharide), Mehrfachzucker (Oligosaccharide) und Vielfachzucker (Polysaccharide) oder auch komplexe Kohlenhydrate genannt. Stärke und Glykogen gehören dazu. Sie finden sich in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Kartoffeln, Reis,Nudeln oder Brot und werden langsamer ins Blut aufgenommen als Einfach-, Zweifach oder Mehrfachzucker. Komplexe Kohlenhydrate sollten den Hauptteil unserer Nahrungskohlenhydrate ausmachen. Sie führen zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckers und sind deshalb gesundheitlich günstiger zu beurteilen als Mono- und Disaccharide.
Konservierungsstoffe
Zusatzstoffe, die eingesetzt werden, um das Wachstum von Mikroorganismen auf Lebensmitteln zu verhindern oder zu hemmen. Dadurch schützen Konservierungsstoffe die Lebensmittel vor dem Verderb und machen sie länger haltbar. Wichtige Konservierungsstoffe sind die Sorbinsäure, Benzoesäure, PHB-Ester und die Ameisensäure.
L-Carnitin
L-Carnitin ist eine körpereigene Substanz, die hauptsächlich im Herzen und der Skelettmuskulatur vorkommt. Der Stoff wird vom menschlichen Körper, überwiegend in der Leber und Niere, aus den Aminosäuren Lysin und Methionin unter der Beteiligung von Vitamin C, B 6, Niacin und Eisen produziert. Neben dieser körpereigenen Herstellung schützt ein effizientes Recyclingsystem vor Carnitinverlusten. Im menschlichen Organismus sind rund 20 g Carnitin enthalten, wovon etwa 98 % in der Muskulatur konzentriert sind. Carnitin wird benötigt, um die in den meisten Nahrungsfetten vorkommenden langkettigen Fettsäuren nutzen zu können.
Leere Kalorien
Bezeichnung für Lebensmittel, die sehr kalorienreich (Kalorie, Energiegehalt) sind, aber wenig oder keine essentielle Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Hierzu gehören z.B. der Zucker und der Alkohol.
Leistungsumsatz
Der Leistungsumsatz ist die Energiemenge, die unser Körper innerhalb eines Tages benötigt, um Arbeit zu verrichten. Als Leistungsumsatz wird dabei die Energie bezeichnet, die über den Grundumsatz (Energiebedarf für Organtätigkeiten bei völliger Ruhe) hinausgeht. Der Leistungsumsatz ist abhängig von körperlicher Aktivität, Wärmeproduktion, Verdauungsarbeit und dem Bedarf für Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit. Grundumsatz und Leistungsumsatz ergeben zusammen den Gesamtumsatz, d.h. des gesamten Energiebedarf einer Person pro Tag.
Magnesium (Mg)
Magnesium ist ein Mineralstoff, der für die Wirkung vieler Enzyme, für die Nervenfunktion und für die Muskelbewegung nötig ist. Die meisten tierischen und pflanzlichen Lebensmittel enthalten Magnesium. Magnesiummangel macht sich vor allem durch Muskelzittern und Krämpfe bemerkbar.
Makronährstoffe
Makronährstoffe sind Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Die beiden Letztgenannten sind die Grundstoffe der menschlichen Energiegewinnung. Beim Energiestoffwechsel werden Kohlenhydrate und Fette in Energie umgewandelt, während Proteine den Zellaufbau in der Regeneration oder beim Muskelaufbau fördern.
Mikronährstoffe
Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe sind für den Körper lebenswichtig, da er sie nicht selbst herstellen kann. Dem Rennradler helfen Mineralstoffe, vor allem Natrium, grosse Schweissverluste an heissen Tagen auszugleichen. In der Regenerationsphase füllt Kalium die Glykogenspeicher wieder auf. Calcium- und Magnesiumverluste kann man mit mineralstoffreichem Wasser ausgleichen.
Milchsäure
Wird in Lebensmitteln durch die Einwirkung von Milchsäurebakterien gebildet. Sie kommt vor in Sauerkraut, Sauermilchprodukten (z.B. Joghurt) und milchsauren Gemüsesäften. Milchsäure gibt es in zwei unterschiedlichen Formen: Rechtsdrehende und linksdrehende Milchsäure. Die rechtsdrehende Milchsäure wird im Gegensatz zur linksdrehenden Milchsäure auch im menschlichen Organismus gebildet und kann von diesem leicht verwertet werden. Linksdrehende Milchsäure wird langsamer abgebaut. Dies spielt aber nur bei extrem hoher Zufuhr an Sauermilchprodukten und bei Säuglingen eine Rolle.
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind essentielle anorganische Nährstoffe, die der Mensch über seine Nahrung aufnehmen muss und die er für vielfältige Funktionen benötigt. Die Mineralstoffe werden in Mengenelemente und Spurenelemente eingeteilt. Mengenelemente sind im Körper in relativ grossen Mengen vorhanden, Spurenelemente nur in geringen Mengen ("Spuren").
Zu den Mengenelementen gehören Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat und Schwefel.
Zu den Spurenelementen gehören unter anderem Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Chrom und Molybdän. Insgesamt gibt es über 20 Spurenelemente.
Molke
Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung aus Milch zurückbleibt. Sie enthält neben Milchzucker und Molkeneiweiss viele Mineralstoffe und Vitamine.
Nährmittel
Sammelbezeichnung für bestimmte Produkte (ausser Mehl), die aus Getreide hergestellt werden. Zu den Nährmitteln zählen Griess, Reis, Graupen und aus Mehl oder Stärke hergestellte Produkte wie Puddingpulver und Nudeln. Im weiteren Sinn werden auch Hülsenfrüchte und Kartoffelerzeugnisse als Nährmittel bezeichnet.
Nährstoffbedarf
Die Menge eines Nährstoffes, die für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen und somit für optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird. Der Nährstoffbedarf ist eine sehr individuelle Grösse und wird von vielfältigen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Stress, Krankheit, Medikamenteneinnahme usw. beeinflusst. Für eine einzelne Person ist der Nährstoffbedarf kaum festzulegen.
Nährwert
Gehalt eines Lebensmittels an ernährungsphysiologisch notwendigen Nahrungsinhaltsstoffen. Er umfasst Energiegehalt, Nährstoffdichte, Proteinqualität (biologische Wertigkeit), Verdaulichkeit sowie Nährstoffverfügbarkeit (Verfügbarkeit).
Natrium
Natrium ist ein Mineralstoff, der zusammen mit Chlorid als Kochsalz in vielen Lebensmitteln vorkommt, 1 g Kochsalz enthält etwa 0,4 g Natrium. Neben vielen regulatorischen Funktionen die Natrium im Körper hat, vermag es Wasser zu binden (8 g Natriumchlorid binden 1 l Wasser; Wasserhaushalt). Ein Natriummangel spielt in der Regel keine Rolle, aber viele Menschen nehmen zu viel Natrium zu sich. Eine zu hohe Natriumaufnahme wirkt sich ungünstig auf den Blutdruck (Hochdruck) aus und ist somit ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Neutrale Aminosäuren
Von einer neutralen Aminosäure spricht man, wenn sich die Seitenkette der Aminosäure in Lösung neutral verhält, also weder sauer noch basisch reagiert. Zusätzlich werden die neutralen Aminosäuren nach ihrer elektrischen Eigenschaft in polare (Glutamin, Asparagin, Threonin, Methionin, Cystein, Tyrosin, Serin) und unpolare (Glycin, Alanin, Leucin, Valin, Isoleucin, Tryptophan, Phenylalanin, Prolin) neutrale Aminosäuren unterteilt.
Niacin (Nicotinsäure)
Funktion: Unterstützt biochemische Prozesse, die der Energiegewinnung in den Zellen dienen. Mangelsymptome: Allgemeine Schwäche; ausgeprägter Mangel führt zur Krankheit Pellagra mit Entzündungen der Haut, Durchfall und neurologischen Störungen. Enthalten in: Fleisch, Fisch, Eiern, Milch, Innereien, Erdnüssen, Kernen, Vollkorngetreide. Verluste: 10 Prozent durch Auslaugen in Wasser.
Nitrat
In der Umwelt weit verbreitete Verbindung. Es wird im Boden von Mikroorganismen gebildet und von der Pflanze aufgenommen. Für die Pflanze ist Nitrat kein Schadstoff, sondern sie ist darauf angewiesen. Sehr oft wird Nitrat auch als Dünger dem Boden künstlich zugeführt. Dies führt zur Belastung des Grundwassers und zur Anreicherung von Nitrat in den Nutzpflanzen. Insbesondere Spinat, Kopfsalat, Rote Bete, Rettiche, Radieschen und die verschiedenen Kohlarten enthalten viel Nitrat. Für den Menschen ist Nitrat problematisch, weil es unter bestimmten Bedingungen in das giftige Nitrit umgewandelt werden kann. Nitrat wird Fleisch, Fleischerzeugnissen und Hart- und Schnittkäsen zur Haltbarmachung zugesetzt.
Omega-3-Fettsäuren
Sehr wertvolle essentielle Fettsäuren. Sie senken den Cholesterinspiegel (Cholesterin) und die Blutgerinnungsgeschwindigkeit. Lediglich das Fett bestimmter Fische (Fischöle) ist reich an Omega-3-Fettsäuren.
Pestizide
Sammelbegriff für alle chemischen Vorratsschutz-, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Die wichtigsten Gruppen der Pestizide sind: Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilze), Herbizide (gegen Unkräuter) und Begasungsmittel (für den Vorratsschutz). Der Einsatz von chlorierten Pflanzenschutzmitteln (chlorierten Kohlenwasserstoffen) ist in den letzten Jahren zurückgegangen, da sie sowohl das biologische Gleichgewicht stören als auch beim Menschen Gesundheitsschäden hervorrufen können (Kumulation).
Pflaumen
Pflaumen, Zwetschgen und Renekloden eignen sich dank hohem Zuckergehalt gut als Zwischenmahlzeit. Pflaumen enthalten mehr Zucker als manch anderes Obst sowie reichlich Ballaststoffe wie etwa Pektin – aber kaum Eiweiss und Fett. Zugleich sind die Früchte vollgepackt mit Provitamin A, Vitamin C und E, Mineralstoffen sowie den Spurenelementen Eisen, Magnesium, Kalium, Kupfer und Zink. Die Anthocyane – die Pflanzenfarbstoffe roter und blauer Fruchtschalen – bewahren unsere Körperzellen vermutlich vor Schäden.
pH-Wert
Mass für den sauren oder basischen Charakter einer Lösung. Der pH-Bereich liegt zwischen 0 und 14. Reines Wasser hat einen pH von 7 und ist neutral. Der pH-Bereich unter 7 wird als sauer, der über 7 als basisch bezeichnet. Der Magensaft hat einen pH von 2-3 und ist damit stark sauer. Essig hat meist einen pH von 3,1. Der pH des Blutes beträgt 7,4. Der pH-Wert ist für den Ablauf vieler Vorgänge im Körper entscheidend. So sind z.B. Enzyme nur in bestimmten pH-Bereichen wirksam.
Phosphat
Phophor ist ein Mineralstoff, der für die Energieversorgung der Zellen eine zentrale Bedeutung hat. Zusammen mit Calcium ist Phosphor als Calciumphosphat ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen. Phosphor kommt praktisch in allen Lebensmitteln vor. Besonders reich sind eiweissreiche Lebensmittel wie Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fisch.
Proteine
Gehören neben Fetten und Kohlenhydraten zu den Hauptnährstoffen. Sie sind aus einzelnen Aminosäuren zusammengesetzt und dienen dem Köper als Bausteine für Zellen und für verschiedene Wirkstoffe (Enzyme, Hormone und Abwehrstoffe). Zentrales Organ für den Stoffwechsel der Proteine ist die Leber. Eiweissreiche Lebensmittel sind mageres Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.
Relatives Energiedefizit im Sport (RED-S)
Beim RED-S (Abkürzung für Relatives Energiedefizit-Syndrom oder auch Relatives Energiedefizit im Sport) führt ein wiederholt vorhandenes Energiedefizit - die Energieaufnahme deckt den Gesamt-Energieverbrauch nicht - zu hormonellen Störungen, die eine Leistungseinbusse im Sport,
Knochendichteminderung und weitere gesundheitliche Probleme zur Folge haben können.
- Erhöhte Verletzungs- und Infektionsanfälligkeit
- Reduzierte Kraft und Leistungsfähigkeit
- Abnehmende Energiereserven
- Reduzierte Konzentrationsfähigkeit
- Psychologische Beschwerden (z.B. Depressionen)
- Abnehmende Knochendichte (teilweise irreversibel)
- Zyklusstörungen
- Hormonelle Störungen (z.B. Testosteron, Östrogen
- Eingeschränktes Wachstum (gestörte Entwicklung)
- Störungen der Körperfunktionen (Magen-Darm-Trakt, Gefässe etc.)
Beim Auftreten von einem oder mehreren der beschriebenen Symptomen sowie bei grösserem Gewichtsverlust oder Essstörungen wird eine
Konsultation beim Sportarzt/Sportärztin dringend empfohlen.
Rhabarber
Vom späten Frühjahr an bereichert frischer Rhabarber aus heimischem Freilandanbau den Speiseplan. Botanisch gilt Rhabarber als Gemüse. Je nach Sorte schmecken seine Blattstiele süss oder fruchtig-sauer und sind mehr oder weniger rötlich gefärbt. Das Knöterichgewächs enthält neben den Mineralstoffen Kalium und Kalzium viel Vitamin C – aber auch reichlich Oxalsäure, die bei entsprechender Veranlagung zu Nierensteinen führen kann. Man sollte die Stangen daher in Massen verzehren.
Rohkost
Nicht erhitzt essbare vegetarische (Vegetarismus) Nahrung. Sie ist reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen. Nicht alle Lebensmittel eignen sich für die Rohkost, z.B. die meisten Hülsenfrüchte, weil erst durch das Erhitzen bestimmte giftige Inhaltsstoffe zerstört werden. Kartoffeln müssen erhitzt werden, damit die Stärke verkleistert und verdaulich wird.
Rohmilch
Unbehandelte Milch, mit natürlichen Fettgehalt. Rohmilch wird lediglich gefiltert und gekühlt. Sie ist in Form von Vorzugsmilch oder durch Milch-ab-Hof-Abgabe erhältlich.
Romanesco
Seinen grazilen, turmförmigen Röschen verdankt der Romanesco den Beinamen »Minarettkohl« In der Nähe von Rom wurde diese grüne Variante des Blumenkohls erstmals gezüchtet. Man verzehrt die kopfartig zusammenstehenden, dezent würzigen Blütenstände, die im Unterschied zu anderen Kohlsorten sehr leicht verdaulich sind. Romanesco bietet besonders viel Vitamin C sowie Provitamin A und unterstützt durch seinen recht hohen Kaliumgehalt unsere Muskeltätigkeit sowie Herz und Nerven.
Sauerkirsche
Sauerkirschen können gefässerweiternd wirken und verbessern, ersten vielversprechenden Studien zufolge, die Sauerstoffversorgung der Muskulatur. Die enthaltenen Polyphenole können die Regeneration günstig beeinflussen und Muskelschmerzen reduzieren. Sauerkirschen weisen einen hohen Gehalt an Vitamin A (Retinol), Vitamin B1 und B2, C und E auf. Auch der Gehalt an Kalium, Niacin und Folsäure ist vergleichsweise hoch.
Schwarzwurzel
Der fast vergessene "Spargel des armen Mannes", die Schwarzwurzel, ist reich an gesunden Inhaltsstoffen. Das kalorienarme weisse Fleisch dieses eher unscheinbaren Wintergemüses enthält viel Kalium, Eisen, Phosphor, Vitamin E und B-Vitamine. Zudem zeichnet sich die mild nussig schmeckende Wurzel durch ihren hohen Anteil am Speicherkohlenhydrat Inulin aus: Der lösliche Ballaststoff unterstützt das Wachstum gesundheitsfördernder Darmbakterien.
Schwefel
Schwefel ist ein Mineralstoff, der eine wichtige Funktion als Bestandteil von bestimmten Aminosäuren und Vitaminen hat. Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte sowie Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten reichlich Schwefel.
Selen
Selen ist ein Spurenelement, das Bestandteil einiger Enzyme ist. Als solcher ist es z. B. bei der Körperabwehr und auch bei der Bildung und beim Abbau von Schilddrüsenhormonen von Bedeutung. Ein Mangel an Selen kann bei eiweissarmer Ernährung auftreten. Fisch, Fleisch, Innereien und Nüsse enthalten Selen.
Sojabohne
Hülsenfrucht, die vor allem in Ost-Asien angebaut wird. Die Sojabohne enthält hochwertiges Eiweiss. Ein bekanntes Produkt ist Tofu (Sojaquark).
Stabilisatoren
Zusatzstoffe, die das Entmischen oder Absetzen von Stoffen in Lebensmitteln verhindern. Hinter der Angabe "Stabilisator" können sich Emulgatoren, Dickungsmittel oder Geliermittel verbergen.
Stärke
Stärke ist ein Kohlenhydrat (Mehrfachzucker), das durch die Verknüpfung vieler Bausteine der Glukose (Traubenzucker) entsteht. Stärke wird nur von Pflanzen gebildet; Stärkereiche Lebensmittel sind daher z.B. Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln. Stärke dient als Rohstoff für verschiedene Nährmittel und wird beispielsweise auch zur Gewinnung von Alkohol (Kartoffelschnaps, Korn etc.) verwendet.
Stimulanzien
Zu den Stimulanzien zählen beispielsweise jegliche Art von Amphetaminen, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin oder auch Ephedrin. Sie besitzen einen Einfluss auf die Psychomotorik des Menschen. Das Ermüdungsgefühl wird aufgehoben, wodurch länger und härter trainiert werden kann, weshalb Stimulanzien besonders im Ausdauerbereich angewandt werden. Zudem steigern die Substanzen die Sinneswachheit, das Selbstvertrauen und den Antrieb und führen darüber hinaus zu einer psychovegetativen Enthemmung. Bei übermässiger Einnahme stören sie den biologischen Rhythmus und verlängern die Regenerationszeit. Weitere Nebenerscheinungen sind Schwindel, Nervosität, Aggressivität, Hitzegefühl und auch Kreislaufversagen.
Stoffwechsel
Der Stoffwechsel des Körpers umfasst alle Aufbau-, Abbau- und Umbauvorgänge. Sie dienen der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.
Taurin
Taurin ist eine Aminoethansulfonsäure, die der Organismus aus der Aminosäure Cystein selbst herstellen kann. Es kann mit Gallensäuren reagieren und dadurch die Resorption der Nahrungsfette verbessern.
Tomaten
Die Sortenvielfalt von Tomaten ist enorm – aromatisch und gesund sind rote wie bunte Früchte gleichermassen. Rund 25 Kilogramm Tomaten verzehren die Deutschen jährlich pro Kopf. Das beliebte Fruchtgemüse enthält reichlich Vitamin C, Kalium und den Pflanzenfarbstoff Lykopin, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern und bestimmten Krebsarten vorbeugen soll. Gut zu wissen: Erhitzt, etwa als Tomatensuppe oder -mark, vermag unser Körper das Lykopin des Gemüses besser aufzunehmen als aus der Rohware.
Vegetarismus
Weltweit dürften sich etwa eine Milliarde Menschen vegetarisch ernähren. Der grösste Teil allerdings unfreiwillig aus wirtschaftlichen (vor allem in den Entwicklungsländern), der Rest aus ethisch-moralischen oder gesundheitlichen Gründen. Vegetarier ernähren sich mit Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft. Nahrungsmittel, die von getöteten Tieren stammen, werden abgelehnt.
Verdaulichkeit
Die Lebensmittel können im Verdauungstrakt unterschiedlich stark in ihre resorbierbaren Bestandteile zerlegt werden. Sie zeigen eine unterschiedliche Verdaulichkeit.
Versteckte Fette
Menge an Fett in einem Lebensmittel, die nicht sichtbar ist. Insbesondere Fleisch, Wurst, Käse und kakaohaltige Süsswaren enthalten einen hohen Anteil versteckter Fette.
Vitamin A (Retinol)
Funktion: Wichtig für die Funktionsweise der Augen und das Zellwachstum; stärkt Haut und Schleimhäute. Mangelsymptome: Nachtblindheit; Störungen der Spermienentwicklung; Hydrozephalus (Wasserkopf) bei Neugeborenen. Enthalten in: Leber, Butter, Käse, Eiern; Vorläufer von Vitamin A finden sich in gelben und orangefarbenen Gemüse- und Obstsorten, in Grünkohl und Spinat. Verluste: 20 Prozent durch Hitze und Licht unter Einwirkung von Sauerstoff. Fettlösliches Vitamin.
Vitamin B1 (Thiamin)
Funktion: Beteiligt am Energiestoffwechsel der Körperzellen. Mangelsymptome: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gedächtnisstörungen bis hin zu Verwirrtheit, Ödeme, Skelettmuskelschwund, Herzmuskelschwäche. Enthalten in: Fleisch (insbesondere Schwein), Innereien, Vollkorngetreide, Linsen, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln.
Verluste: 30 Prozent durch Hitze, Licht, Sauerstoff und Auslaugen in Wasser. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B12 (Cobalamin)
Funktion: Ist unter anderem beteiligt am Abbau bestimmter Fettsäuren für die Energiegewinnung. Mangelsymptome: Blutarmut, Müdigkeit, Zungenbrennen, Taubheitsgefühle (zur Risikogruppe gehören vor allem Veganer und ältere Menschen). Enthalten in: Leber, Nieren, Fisch, Milch, Eiern, Käse. Verluste: 12 Prozent durch Hitze und Auslaugen in Wasser. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B2 (Riboflavin)
Funktion: Ist Bestandteil zahlreicher biochemischer Prozesse im Körper. Mangelsymptome: Risse an den Mundwinkeln, Entzündungen der Mundschleimhaut, der Hornhaut des Auges; begünstigt zudem wahrscheinlich die Entwicklung einer Linsentrübung (Grauer Star). Enthalten in: Milch, Käse, Leber, Eiern, Fleisch, Fisch, Gemüse wie Spargel, Spinat und verschiedenen Kohlsorten. Verluste: 20 Prozent durch Lichteinfluss. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Funktion: In allen Geweben beteiligt an biochemischen Reaktionen etwa des Fettoder Kohlenhydratstoffwechsels sowie an der Synthese von Cholesterin. Mangelsymptome: Magenschmerzen, Müdigkeit, Missempfindungen wie Taubheit oder Kribbeln bis zu Brennen in den Füssen.
Enthalten in: Fleisch, Leber, Fisch, Eiern, Milch, Hülsenfrüchten, Getreide. Verluste: 30 Prozent durch Hitze und Auslaugen in Wasser. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Funktion: Essenziell für mehr als 100 biochemische Reaktionen des Stoffwechsels - etwa die Bildung von Aminosäuren. Mangelsymptome: Entzündungen im Mundraum, an den Lippen, schuppende Hautausschläge im Gesicht und am Kopf, Blutarmut, Taubheit in Händen und Füssen. Enthalten in: Leber, Nieren, Fisch, Fleisch, Nüssen, Getreide, Kohl, grünen Bohnen, Avocados, Bananen. Verluste: 30–45 Prozent durch Auslaugen; empfindlich gegen Licht, Hitze, Trockenheit. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B7, Vitamin H (Biotin)
Funktion: Bedeutender Bestandteil verschiedener Enzyme. Mangelsymptome: Hautausschlag, Erschöpfung, Depression, Schläfrigkeit, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwindel, verzerrte Wahrnehmung von Berührungsreizen. Enthalten in: Leber, Eigelb, Nüssen, Sojabohnen, Champignons, Haferflocken.
Verluste: Gering; nahezu unempfindlich gegen Hitze. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin B9 (Folsäure)
Funktion: Wichtig für Wachstumsprozesse und Zellteilung. Mangelsymptome: Blutarmut; Mangel begünstigt degenerative Erkrankungen wie Arteriosklerose und Demenz; führt während der Schwangerschaft zu Missbildungen des Embryos. Enthalten in: grünem Blattgemüse wie Salat und Spinat, Leber, Eigelb, Vollkorngetreide.
Verluste: 30–90 Prozent durch Hitze, Sauerstoff, Licht und Auslaugen. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Funktion: Unterstützt die Bildung des Bindegewebs-Eiweisses Kollagen. Mangelsymptome: Skorbut - gekennzeichnet durch Zahnfleischbluten, schlechte Wundheilung und Muskelschwund. Enthalten in: Hagebutten, Sanddorn, Paprika, Schwarzen Johannisbeeren, Kiwi, Preiselbeeren, Brokkoli, Kohl, Zitrusfrüchten. Verluste: im Schnitt 50 Prozent durch Sauerstoff und Hitze, es kann aber auch weitaus mehr sein. Wasserlösliches Vitamin.
Vitamin D (Calcitriol)
Funktion: Reguliert den Kalzium- und Phosphorhaushalt und damit den Aufbau von Knochensubstanz. Mangelsymptome: Bei Kindern Rachitis (es kommt zu Knochenverformungen); bei Erwachsenen Osteomalazie (gekennzeichnet durch Knochenerweichung). Enthalten in: fettem Fisch wie Hering oder Aal, auch in Pilzen, Eigelb, manchen Käsesorten und anderen Milchprodukten. Verluste: 10 Prozent durch Sauerstoff und Licht. Fettlösliches Vitamin.
Vitamin E (Tocopherol)
Funktion: Bestandteil der Membranen aller Körperzellen; wirkt als Antioxidans, das Fettsäuren vor der Schädigung durch aggressive Moleküle schützt. Mangelsymptome: Erkrankungen des Nervensystems, Störungen der Bewegungskoordination, Sehstörungen. Enthalten in: Pflanzenölen, Nüssen, grünem Blattgemüse.
Verluste: 10 Prozent durch Licht und Hitze. Fettlösliches Vitamin.
Vitamin K
Funktion: Beteiligt an der Blutgerinnung sowie an der Bildung von Osteokalzin, einem Knochen- Eiweiss. Mangelsymptome: Störungen der Blutgerinnung, Spontanblutungen, bei Neugeborenen oft Hirnblutungen. Enthalten in: grünem Gemüse, Kohl, Hülsenfrüchten, Eigelb, Sonnenblumenöl, Leber. Verluste: Minimal durch Licht. Fettlösliches Vitamin.
Vitaminverlust
Bei der Be- und Verarbeitung, Zubereitung, Lagerung oder Konservierung von Lebensmitteln kann es durch Licht, Sauerstoff, Hitze, Mikroorganismen und Enzyme zu einer Abnahme des Vitamingehaltes kommen.
Wachstumshormone
Wachstumshormone sind Substanzen, die im Gehirn gebildet werden. Bei Kindern bewirken diese Hormone ein Längenwachstum und fördern die Entwicklung. Nach Abschluss des biologischen Längenwachstums bewirken Wachstumshormone eine Vergrösserung der Extremitäten und der Gesichtspartien (Kinn, Stirn, Ohren etc.).
Die potentielle Doping-Wirkung der Wachstumshormone beruht darauf, dass sie den Proteinaufbau anregen. Durch diese anabole Wirkung verbessern sich die Kraftleistungen der Sportler. Ausserdem wird der Proteinabbau gehemmt und die Fettverbrennung gesteigert. Als Insulinantagonist führen Wachstumshormone zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel, was einen Diabetes begünstigen kann. Weiter bewirken sie eine überdimensionales Wachstum von Extremitäten und Gesichtspartien (Akromegalie) und ein unkontrolliertes Wachstum der inneren Organe. Das Krebsrisiko ist bei Leuten, die sich Wachstumshormone injizieren, ebenfalls stark erhöht.
Wasser
Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Körpers. 50-60 % des Körpergewichtes eines Erwachsenen, beim Säugling sogar 70 %, bestehen aus Wasser. Ein Wasserverlust von 10 % des Körpergewichtes erzeugt bereits schwere Krankheitserscheinungen (Bluteindickung, Kreislaufversagen), ein Verlust von 15-20 % führt zum Tod. Wasser dient im Körper vor allem als Lösungs- und Transportmittel für die Nährstoffe und als Zellbaustein.
Wasserhaushalt
Zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen ist eine ausgeglichene Wasserbilanz notwendig. D.h. die Wasseraufnahme muss der Wasserabgabe (vor allem mit dem Urin, Fäzes, Schweiss) entsprechen. Die Hauptregulation des Wasserhaushaltes erfolgt über Hormone. Um den Wasserhaushalt konstant zu halten, sollte ein Erwachsener täglich etwa 1,5-2 Liter Flüssigkeit trinken (auch abhängig von Klima, körperlicher Tätigkeit, Kochsalz). Der Wasserhaushalt ist eng mit dem Elektrolythaushalt verbunden.
Wattwurm (Arenicola Marina)
Das menschliche Hämoglobin kann 4 Sauerstoff-Moleküle auf einmal transportieren, währenddem es beim Hämoglobin des Wattwurms bis zu 156 sind. Daher kann er sehr lange ohne Sauerstoff auskommen. Das Hämoglobin-Extrakt von Wattwürmern sollte für Menschen aller Blutgruppen verträglich sein. Ausserdem bleibt es bei Temperaturen zwischen 4 und 37 Grad Celsius stabil, es muss also nicht gekühlt werden. Bei Spitzensportlern dürfte das Aufmerksamkeit wecken. Denn mehr Hämoglobin im Blut führt zu höherer Sauerstoffaufnahme und damit zu grösserer Leistungsfähigkeit.
Auch bei der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) ist das Wurm-Hämoglobin bereits ein Thema. Es gibt noch keine positiven Befunde, die mit dem möglichen neuen Stoff für Blutdoping in Verbindung stehen.
Xylit
Hitzebeständiger Zuckeraustauschstoff, der etwa die gleiche Süsskraft besitzt wie Haushaltszucker (Saccharose), aber nur halb so viel Energie (gemessen in Kalorien) liefert.
Zink
Zink ist ein Spurenelement, das im Stoffwechsel beteiligt ist und die Körperabwehr unterstützt. Um einem Zinkmangel vorzubeugen, sollte Zink regelmässig mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper es nicht in grösseren Mengen speichern kann. Zinkreiche Lebensmittel sind Keimlinge von Roggen und Weizen, Innereien, Rind- und Schweinefleisch, Käse sowie Pekan- und Cashewnüsse. Aber auch Eier und Milch enthalten nennenswerte Zinkmengen.
Zucker
Bezeichnung für alle süss schmeckenden Kohlenhydrate. Umgangssprachlich wird dieser Begriff vor allem für den Haushaltszucker (Saccharose) verwendet.
Zusatzstoffe
Zusammenfassende Bezeichnung für bestimmte Stoffe, die Lebensmitteln zur Beeinflussung ihrer Beschaffenheit oder zur Erzielung bestimmter Eigenschaften zugesetzt werden. In der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung und Zusatzstoff-Verkehrsverordnung ist genau festgelegt, welche Zusatzstoffe verwendet werden dürfen. Zu den Zusatzstoffen gehören z.B. Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Antioxidantien, Süssstoffe.
Zweifachzucker
Aus zwei Monosacchariden (Einfachzucker) bestehende Verbindung wie z.B. Haushaltszucker Saccharose, der aus Glucose und Fructose aufgebaut ist oder Milchzucker (Lactose), der aus Glucose und Galactose besteht. Malzzucker (Maltose) und Laktulose gehören ebenfalls zu den Disacchariden.
Zwiebeln
Die schwefelhaltigen Stoffe der Zwiebel wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Neben etlichen Vitaminen liefert die Zwiebel unter anderem auch Eisen und Kalium. Ihre charakteristischen Schwefelverbindungen vermögen das Wachstum von Bakterien zu hemmen. Vor allem rote Zwiebeln zeichnen sich durch ihre milde Schärfe aus. Wer sie reichlich isst, kann seinen Cholesterinspiegel senken.
β-Blocker
Substanzen dieser Gruppe blockieren die Andockstellen der β-Rezeptoren auf der Zellaussenseite für das Stresshormon Adrenalin. Als Medikamente werden β-Blocker normalerweise zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt. Die Substanzen senken den Puls und verringern den Blutdruck, was den Organismus beruhigt. Daher werden β-Blocker insbesondere von Sportlern angewendet, die ruhige Hände oder eine hohe Konzentration benötigen.