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Das Mailänder Medienunternehmen, an dem Silvio Berlusconi mit 35,5 Prozent beteiligt ist, erwägt ein Gebot für Fastweb. Dies könnte auch nur ein Manöver sein, um das Angebot von Swisscom hochzuschrauben.
Das Mailänder Medienunternehmen Mediaset ist angeblich auch an den Breitband-Anbieter Fastweb interessiert. Erst gestern gab Swisscom die Absicht bekannt
, Fastweb für 47 Euro pro Aktie übernehmen zu wollen. Der Präsident von Mediaset, Fedele Confalonieri, sagte gestern auf die Frage, ob sein Unternehmen auch an Fastweb interessiert sei: "Gute Frage. Am Dienstag haben wir eine Verwaltungsratssitzung und am Mittwoch treffen wir die Analysten. Im internationalen Markt gewinnt, wer der Schnellere ist." An Mediaset ist der ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi über seine Holding Fininvest mit 35,5 Prozent beteiligt
Diese Aussage hat nun Spekulationen genährt, Fastweb könnte in italienischem Besitz bleiben. Die renommierte Wirtschaftszeitung 'Il Sole 24 Ore' fragt sich, ob Mediaset die "Italianità" von Fastweb retten muss. Zehn Jahre nach der Liberalisierung des Telekom-Sektors sind in Italien durch Übernahmen bereits Vodafone, H3G, Orascom und Tele2 präsent. Zudem bestehe immer noch die Möglichkeit, dass die spanische Telefónica den Ex-Monopolisten Telecom Italia übernehme.
Confalonieri liess zur allgemeinen Beruhigung wissen, Fastweb stehe heute nicht auf der Traktandenliste. Trotzdem mutmasst 'Il Sole 24 Ore', Mediaset könnte 50 Euro pro Aktie bieten. Das Ganze könnte aber auch ein Manöver sein, um Swisscom zu einem höheren Preis zu zwingen. Der Kurs der Fastweb-Aktie stieg bereits gestern um mehr als 15 Prozent und betrug heute Morgen 48,40 Euro. Zudem ist Mediaset, das heute das Geschäftsergebnis 2006 präsentieren wird, bereits schon im Bieterrennen um das Medienunternehmen Endemol, das sich im Besitz von Telefónica befindet. Swisscom wollte zu den Gerüchten keine Stellung nehmen. (Maurizio Minetti)