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Vielleicht haben Sie meinen Artikel vom Silvester 22 hier gelesen: Ich hatte die Frage aufgeworfen: „Hemmt die Covid-Impfung das angeborene Immunsystem?“. Dabei habe ich verschiedene Argumente zusammengetragen, welche darauf hinweisen, dass insbesondere wiederholte mRNA-Impfungen das angeborene Immunsystem abschwächen könnten.
Gegen den Schluss des Artikels habe ich eine Laboruntersuchung der Gruppe von Mihaj Netea aus den Niederlanden zitiert, in der die Autoren nachweisen, dass drei Wochen (drei !) nach der Covid-Impfung die Fähigkeit der Zellen (im Labor) auf einen RNA-Virus-Reiz mit Interferon zu reagieren, vermindert war.
Interferon gehört zu den wichtigsten angeborenen Abwehrmechanismen gegen RNA-Viren. Ich hatte im Artikel auch erwähnt, dass der zitierte pre-Print noch nicht publiziert ist, der Autor mir aber mitgeteilt habe, dass eine überarbeitete Untersuchung mit längerer Beobachtungsdauer bald bereit sei.
Arbeit liegt als pre-print vor
Seit gestern ist der aktualisierte pre-print der Netea-Gruppe online. Im Gegensatz zur ersten Version haben die Autoren jetzt Messungen der Immunantwort an vier Zeitpunkten durchgeführt. Vor der Impfung (t0), und dann
(t1) drei Wochen nach der ersten,
(t2) zwei Wochen nach der zweiten,
(t3) sechs Monate später vor dem Booster, und
(t4) vier Wochen nach dem Booster
Interferon Antwort nach RNA-Stimulation
Untersucht wurde an diesen fünf Zeitpunkten die Fähigkeit einer Zelle, auf einen RNA-Reiz mit Interferon zu reagieren. Dazu wird ein Molekül verwendet (R848), welches einen Kontakt eines RNA-Virus mit der Zelle simuliert. Eine normale Zelle beginnt nach einem solchen Kontakt Interferon zu bilden, also die Virusabwehr einzuleiten. So schützt uns das angeborene Immunsystem vor Virusattacken.
In der Abbildung sehen Sie links die entsprechende Grafik aus der ersten Publikation im May 21 (bis 2 Wochen nach der zweiten Impfung) und rechts die aktualisierte Grafik der neuen Publikation.
Es zeigt sich in der Abbildung rechts, dass die Interferon-Antwort 6 Monate nach der Grundimmunisierung (t3) signifikant reduziert ist (**: p<0.01).
No comment
Um jetzt Kommentare in den Medien wie «total überinterpretiert» zu vermeiden, überlasse ich es meinen Lesern, die Daten zu interpretieren. Gerne dürfen Sie ihre Interpretation auch mit der Kommentarfunktion von corona-Elefant.ch hier deponieren.
Ehrlich gesagt bin ich selbst überrascht, dass die Interferon-Reaktion noch sechs Monate nach der Impfung (t3) so ausfällt, wie von Netea und seinen Coautoren dargestellt.
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Zum Abschluss noch ein Hinweis an Journalisten:
Bevor Sie mich in Ihren Artikeln falsch zitieren, schlage ich vor, dass Sie mir Ihre Aussagen vorlegen. Eigentlich haben wir das gleiche Ziel: Der Wahrheit näher zu kommen. In der Wissenschaft wie im Leben. Gemeinsam schaffen wir das besser und ich lerne gerne dazu.
Photo by Fusion Medical Animation on Unsplash
27 Comments
Vielen Dank Herr Vernazza. Ich habe nach wie vor Mühe als gebildeter Laie eine schlüssige selbständige Interpretation, nach Lektüre der Studie, zu etablieren.
Was mich aber immer wieder überrascht, seitdem ich nun selbst seit einigen Jahren in der „Gesundheitsindustrie“ arbeite, mit welch geringer sample size „Studien“ publiziert werden. Auch diese. .
Am Ende des Tages komme ich nun seit rund 2 Jahren immer wieder zum gleichen Schluss: Real Life Data geben die beste Auskunft. Wie haben sich vergleichbare reale Situationen entwickelt, mit/ohne Maske, mit/ohne Massnahmen, mit/ohne Impfung. Die erlebte Empirie bleibt ein guter Erfolgsmesser und ist für alle erlebbar.
Vielen Dank, für Ihre wichtige Antowrt. Ich muss hier präzisierend sagen: es handelt sich hier um ein in-vitro Experiment. Die Sample size muss auch hier beachtet werden, aber es geht hier nicht darum, einen Effekt auf die Wahrsscheinlichkeit einer Re-Infektion nachzuweisen oder auszuschliessen. Bei diesem Experiment haben die Autoren (und der Aufwand für die Studie ist da nicht zu unterschätzen) einen Mechanismus dokumentiert. Die Autoren zeigen, dass Zellen von Personen, die vor der Impfung tiefgefroren wurden, sich von Zellen, welche nach der Impfung untersucht wurden, unterscheiden. Der Unterschied findet sich dort, wo man die Fähigkeit der Zellen, auf einen RNA-Virus-Reiz mit Interferonproduktion zu reagieren, vergleicht.
Diese Studie zeigt sicher nicht, dass die Impfung die Abwehr schwächt. Zusammen mit den anderen Beobachtungen, die ich Ende 2022 zusammengefasst hatte, ist das nur ein Puzzlestein. Neu an dieser Studie ist aber – und das hat mich überrascht – dass der in vitro Effekt auf die Interferonproduktion bis ein halbes Jahr nach der Impfung noch nachzuweisen ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Danke für den Beitrag und Ihre Arbeit.
Unbedingt muss dieses Thema seriös aufgearbeitet und die Tatsachen ans Licht gebracht werden. Dazu leisten Sie einen wesentlichen Beitrag.
Dieses Resultat erklärt plausibel, was ich im Alltag erlebe. Nach meinem Eindruck erkranken Geimpfte häufiger und vor allem länger. Ihr Immunsystem braucht nun länger, bis es mit den Viren fertig wird.
Danke. Ich hoffe, dass wir bald auch Ihre persönliche Wahrnehmung (mir geht es ähnlich) bald mit grossen Studien belegen können. Wir bleiben dran!
Die Impfung gegen die ursprüngliche Variante von C19 war ja nur schon deshalb problematisch, weil diese Variante zur Zeit der Impfung gar nicht mehr im Umlauf war. Dass die Gefahr durch C19 in einer beispiellosen Hysterie überschätzt wurde, dürften mittlerweile auch die Massnahmebefürworter eingesehen haben. Die jetzt gezeigte Schwächung des Immunsystems durch die Impfung lässt das grösste Menschenexperiment nun klar als gescheitert erscheinen. Zum Glück habe ich den Unfug trotz aller Pressionen nicht mitgemacht. Wir sollten aufhören, der Natur dreinzupfuschen, ohne die natürlichen Prozesse wirklich zu verstehen.
Vielen Dank, Herr Weber, für Ihre geschätzte Antwort und Interpretation. Herzlich, Pietro Vernazza
Es passiert jetzt bei Hern Weber genau das, was zu befürchten war: aus einer in Vitro Studie mit geringem Sample wir die postvaccinale Immunschwächung als Tatsache postuliert und alles mit dem hocheissenschaftlichen Begriff Unsinn gelabelt. Einen solchen Kommentar muss man nicht loben.
Danke, Herr Wiedemer
Ich nehme Ihren Kommentar gerne auf. Veilleicht haben Sie mich missverstanden. Ich bin froh, wenn hier eine Diskussion geführt wird. Ich dachte, ich hätte mich nicht inhaltlich zum Kommentar geäussert. Nur bedankt für den Kommentar. Ich schätze jeden Kommentar, der anständig bleibt. Ich möchte auch Aussagen zulassen, die nicht meiner Meinung entsprechen.
Vielleicht verstehen Sie meine Antwort unter diesem Aspekt etwas besser. Aber danke, dass Sie sich gemeldet haben, ich werde auch versuchen, meine Antworten in Zukunft etwas zu schärfen.
Herzlichen Dank! PV
Sehr geehrter Herr Vernazza,
erstmal herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre wertvollen Beiträge! In den letzten drei Jahren haben Ihre Artikel und Radio-Interviews mir immer wieder geholfen, nicht völlig pessimistisch und deprimiert zu werden. Den neusten Beitrag zur Fortsetzung der Studie der Netea-Gruppe habe ich lange erwartet. Nun habe ich einige Fragen zur Bedeutung dieser, wie ich es verstanden habe Labor-Befunde, für lebendige Menschen.
Dazu zuerst einige Beobachtungen, welche ich im Freundes- und Bekanntenkreis und bei der Arbeit im Gesundheitswesen in einem zu mind. 80% geimpften und geboosterten Team gemacht habe:
-Viele Erwachsene waren im letzten Jahr viel öfters krank, als sie dies jemals zuvor waren.
-Oft waren sie auch stärker und länger krank, als sie sich dies gewohnt sind. Grippale Infekte / Atemwegsinfekte führten gehäuft zu mehreren Tagen hohem Fieber und längeren Phasen der „Abgeschlagenheit“. Viele beschrieben, dass sie sich kaum erholen konnten, bevor die nächste Erkrankung sie ins Bett zwang.
-die meisten 3 und 4mal Covid-Geimpften hatten schon mehrmals Covid mit vielen Symptomen über mehrere Tage.
-Mehrere Kolleginnen erlitten Lungenentzündungen oder vom Arzt als „beinahe Lungenentzündung“ klassifizierte Erkrankungen. Es gab rezidivierende Harnwegsinfekte und fulminante Pyelonephritis. Erwachsene wurden von Magen-Darm-Grippen so stark krank, dass sie ohne Hilfe kaum aus dem Bett kamen.
-Die meisten Arbeitskolleginnen hatten im Dez 21 / Jan 22 den Covid-Booster und oft auch eine Covid-Infektion kurz darauf. Da bei den meisten die Infektanfälligkeit ungefähr in dieser Zeit begonnen hat, vermuten sie die Covid-Infektion als Ursache.
-Nach Operationen kam es bei mehreren Kolleginnen zu Wundheilungsstörungen und Folgeproblemen.
-Auch Herzinfarkte, neu auftretende oder sich verschlimmernde Blutdruckprobleme, Tinnitus und Gürtelrose Fälle gab es in meinem privaten und beruflichen Umfeld gehäuft.
-Ich arbeite seit 11 Jahren in geburtshilflichen Abteilungen. In den letzten zwei Jahren hatten wir mind. 3 junge Frauen, bei denen während der Schwangerschaft ein Brust- oder Endometrium-CA diagnostiziert wurde. In den vorherigen 9 Jahren im Beruf kann ich mich an eine einzige über 40jährige Mutter erinnern, bei der kurz nach der Geburt ein Darm-CA diagnostiziert wurde, sonst sind mir keine solche Fälle bekannt. (Ich habe nie im Universitätsspital gearbeitet, wo krebskranke Schwangere oft hingeschickt werden)
-rein subjektiv habe ich den Eindruck, dass wir mehr Gebärende mit einem Amnioninfekt-Syndrom haben, oft völlig „aus dem Nichts“ haben die Frauen plötzlich Fieber und Infektzeichen während der Geburt und auch Neugeborene die man nach der Geburt aufgrund eines Infekts ins Kinderspital verlegen muss. Diese Beobachtung ist aber rein subjektiv und ich habe keine Daten dazu, achte mich vielleicht auch vermehrt…
Könnte die herabgesetzte Interferon-Ausschüttung wie sie in der Studie beschrieben wurde zu oben genannten Problemen führen?
Weiss man welche Komponenten der Impfung dazu führen? Die Lipid-Nanopartikel? Der Mechanismus mit der mRNA? Das Spike Protein selber? Könnte es sein, dass ähnliche Probleme auch nach einer Infektion mit dem Virus auftreten? Gibt es eine ähnliche Untersuchung an ungeimpften vor und nach einer Infektion? Es sieht auf der Grafik aus, als gäbe es eine grosse Streubreite. Bedeutet dies, dass bei einigen die Interferon-Antwort nicht verändert und bei anderen massiv reduziert wird?
Sind die ganzen Herz-Kreislauf und Gefässprobleme auch auf diesen Mechanismus zurückzuführen? Oder sind das noch andere Entzündungsprozesse?
Könnten die Veränderungen im Immunsystem auch eine Zunahme von Krebserkrankungen bewirken?
Ich verstehe, wenn Sie keine Zeit haben, mir diese vielen Fragen zu beantworten. Aber vielleicht finde ich ja einige Antworten in zukünftigen Artikeln?
Vielen Dank im Voraus für all Ihre Beiträge zu einer vernünftigen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Covid19! Bitte bleiben sie dran und lassen Sie sich nicht den Mund verbieten!
Freundliche Grüsse
U.H.
Sehr geehrte Frau H.
vielen Herzlichen Dank für ihre ausführlichen Schilderungen und Fragen. Ich versuche Antworten zu geben, wo mir dies möglich ist:
Persönliche Erfahrungen
Sie schildern ihre eigenen Erfahrungen. Ich darf Ihnen sagen, dass ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Aber ich weiss auch aus meiner klinischen Arbeit, dass wir uns bei solchen „Erfahrungen“ oft täuschen. Manchmal achten wir auf gewisse Dinge anders als in anderen Perioden. Solche Fehleinschätzungen habe ich meiner persönlichen klinischen Arbeit immer wieder erlebt. Man merkt das erst dann, wenn man beginnt, solche „Erfahrungen“ strukturiert zu erfassen. Das ist letztendlich unsere Methodik in der klinischen Forschung. Durch die systematische Erfassung von Ereignissen werden unsere „Daten“ zuverlässiger. Das heisst nun nicht, dass Ihre Erfahrungen wertlos sind. Wir müssen diese als „Hypothesen-generierende“ Daten anschauen und daraus eine Methode ableiten, mit der wir diese Daten systematisch erheben können. Und wenn man eine Hypothese hat, muss man gut schauen, dass man die Methode so wählt, dass sie geeignet ist, die Hypothese zu falsifizieren. Wenn uns das mit allen Anstrengungen nicht gelingt, dann wird die Korrektheit der Hypothese wahrscheinlicher.
Ein Beispiel für eine solche systematische Erhebung könnte Ihre o.g. Aussage als Ausgangspunkt wählen: „Die meisten Arbeitskolleginnen hatten im Dez 21 / Jan 22 den Covid-Booster und oft auch eine Covid-Infektion kurz darauf. Da bei den meisten die Infektanfälligkeit ungefähr in dieser Zeit begonnen hat, vermuten sie die Covid-Infektion als Ursache.“
Da müsste man jetzt hingehen und fragen: Können Sie ihren „Kollegenkreis“ definieren. Und zwar in einer Form, dass Sie nicht Personen auswählen, z.B. sagen: Alle Teammitglieder die mit mir zusammenarbieten. Dann könnte man hingehen und möglichst alle befragen (Erkrankung und Booster). Jetzt könnten sie einfach schauen, ob die Erkrankungen unter Geimpfen wirklich häufiger wären. Aber: Am Ende hat man dann doch wieder das Problem, dass es sein könnte, dass nicht geimpfte Personen weniger auf ihre Symptome achteten und daher weniger getestet wurden. Aber es könnte auch umgekehrt sein. Dies nur um darzustellen, wie schwierig es ist, mit kleinen Personengruppen eine Aussage zu machen. Je grösser die untersuchte Population ist, und je besser die Zuverlässigkeit der Messmethode ist (habe ich alle mit symptomen wirklich erfasst?), desto besser ist die Aussagekraft einer Studie.
Dies nur um darzustellen, wie komplex die Beantwortung solcher Fragestellungen dann doch wird.
Könnte Interferon mit den Beobachtungen zu tun haben?
Ja, sicher. Interferon ist nicht nur für die Abwehr von RNA-Viren wichtig. Wir wissen auch, dass Interferon die Entwicklung von Krebszellen verhindern kann. Das heisst jetzt aber noch nicht, dass wir wissen, ob die Impfung einen Einfluss auf die Krebsentstehung hat. Aber das ist der Grund, weshalb gewisse Leute zur Vorsicht mahnen und die Erklärung für die Erhöhung von Krebsfällen nicht nur auf die wegen Lockdown reduzierten medizinischen Kontrollen einschränken, sondern auch die Möglichkeit einer reduktion der Interferon-Aktivität ins Feld führen. ABer auch hier: Es sind interessante und wichtige Hypothesen, die wir Ernst nehmen müssen, aber noch längst keine Beweise, dass die Interferon Effekte, die sie auf der Grafik gesehen haben, auch eine Folge für unsere Gesundheit haben.
Die Effekte sind signifikant. Das heisst, die Streuung der Daten ist zwar gut sichbar (wie Sie richtig beobachtet haben), aber für die Gesamtheit der untersuchten Population findet sich ein Abfall. Aber eben: jeder Einzelfall ist speziell und wir können keine Aussage für eine einzelne Person machen. Vielleicht – wenn wir das noch mehr erforschen – finden wir heraus, dass z.B. Vitamin D bei den Personen, welche keinen Abfall von Interferon haben, viel höher ist. Aber vielleicht finden wir auch das Gegenteil oder sehen keinen Zusammenhang mit Vitamin D. Das macht ja die ganze Forschung so spannend.
Wir bleiben dran.
Vielen Dank Herr Vernazza für Ihre wertvolle Arbeit. Ich bin froh, dass es ehrliche Mediziner gibt, welche sich “ der Wahrheit“ verpflichtet fühlen.
Freundliche Grüsse und weiterhin viel Mut.
Rita B. Lardi
Ich wiederhole gerne die Worte von Dr.Gunter Frank, mutiger Hausarzt und Massnahmen-Kritiker der ersten Stunde „Der Staat hat sich vor den Karren eines Riesennetzwerks spannen lassen, welches massiv unter Druck stand 4000 Coronapatente endlich zu Geld zu machen, koste es, was es wolle. Und machen wir uns nichts vor: die ganzen Massnahmen hatten nur ein Ziel : den Leidensdruck zu erzeugen, damit ein Ladenhüter aus der Biowaffenforschung endlich zu einem zivilen Verkaufserfolg werden konnte.“ Zu finden auf youtube Viertel vor acht Bild TV gestern.
Dr.Frank hat eben sein neues Buch herausgegeben „Das Staatsverbrechen“.
Dass das Immunsystem beschädigt ist, wissen wir schon lange. Was mich viel mehr beschäftigt sind die
Longcovid Kranken. Ich vermute, dass das Impfgeschädigte sind. Am meisten bedauere ich Kinder, die
keine Energie mehr haben um die Schule zu besuchen.
Ich betreue sowohl Patienten, die unter Long-covid, als auch solche, die unter den Folgen einer Impfnebenwirkung leiden. Das Schicksal all dieser Menschen beschäftigt mich sehr. Mit Kindern, die unter der erwähnten Energielosigkeit leiden, habe ich persönlich jetzt nichts erlebt, doch selbstverständlich verdienen die auch unsere Aufmerksamkeit.
Hinweise, dass die Wirkung der mRNA -Impfung negativ werden könnte, haben bereits die Studiendaten von Pfizer geliefert. In der Zulassungsstudie (1) betrug das Risiko für eine symptomatische Covid-Infektion in der Placebogruppe 2% und lag somit auch über dem Risiko in der allgemeinen Bevölkerung.
1) https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmoa2034577
2)
https://investors.biontech.de/de/news-releases/news-release-details/daten-aus-phase-3-studie-von-pfizer-und-biontech-zeigen-hohe/
Aus unerklärlichen Gründen ist ein Teil des Texte, der so keinen Sinn ergibt, verloren gegangen.
Hier nochmals:
In der Zulassungsstudie (1) betrug das Risiko für eine symptomatische Covid-Infektion in der Placebogruppe weniger als 1%. In der 11 Monate später durchgeführten Booster-Studie (2) bei zuvor 2-fach Geimpften betrug das entsprechende Risiko in der Kontrollgruppe über 2%.
Auch wenn es sich „nur“ um die erworbene Immunität handelt, scheint mir folgender preprint “IgG4 Antibodies Induced by mRNA Vaccines Generate Immune Tolerance to SARS-CoV-2’spike Protein by Suppressing the Immune System“ doch die Mühe wert einen Blick darauf zu werfen.
Die Studie fasst Beweise zusammen, die darauf hindeuten, dass der gemeldete Anstieg der IgG4 Werte, der nach wiederholter Impfung mit den mRNA-Impfstoffen festgestellt wurde, kein Schutzmechanismus ist sondern, dass es sich vielmehr sich um einen Teil des Immuntoleranzmechanismus gegenüber dem Spike-Protein handeln könnte, der durch die Unterdrückung natürlicher antiviraler Reaktionen eine ungehinderte SARS-CoV-2-Infektion und -Replikation fördern könnte.
Nachfolgend einige wesentliche Aussagen der Studie
-Lehren aus der Malaria-Impfstudie: “Während IgG4…im ersten Jahr minimal war, aber im Alter von 2 Jahren signifikant anstieg, blieb die IgG3-Reaktivität während des gesamten Studienzeitraums moderat. IgG3… stabil… Zeit, während IgG4… im ersten Jahr gering war, aber bis zum Alter von 2 Jahren signifikant anstieg.”
-Lehren aus HIV-Impfstudien: “Diese Ergebnisse zeigen, dass IgG4-Antikörper die Fc-Effektor-Funktion von Antikörpern direkt verringern können und nicht nur mit der Erzeugung einer Ad-hoc-Reaktion verbunden sind.”
-Eine Studie von Gazit et al. ergab, dass Personen, die geimpft wurden und Auffrischungsimpfungen erhielten, eine 13-fach höhere Wahrscheinlichkeit hatten, sich mit dem COVID-Virus zu infizieren und zu erkranken.
Außerdem kam es in dieser Gruppe zu den meisten Krankenhausaufenthalten. ”
– “Durch die Ignorierung des Spike-Proteins, das als Folge der Impfung synthetisiert wird, wird das Immunsystem des Wirts anfällig für eine erneute Infektion mit den neuen Omicron-Subvarianten, so dass sich das Virus bei einer erneuten Infektion ungehindert vermehren kann.”
– “Ein tolerantes Immunsystem kann die Persistenz von SARS-CoV-2 im Wirt ermöglichen und die Etablierung einer chronischen Infektion fördern, ähnlich wie beim Hepatitis-B-Virus (HBV), dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV) und dem Hepatitis-C-Virus (HCV).
– “Die kombinierte Immunsuppression (die durch die SARS-CoV-2-Infektion hervorgerufen und durch die Impfung noch verstärkt wird) könnte eine Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen, Reinfektionen und Todesfällen erklären, die zeitlich mit beiden Erkrankungen zusammenhängen…
– “Nach der selbstorganisierten Kritikalitätstheorie, wenn das Immunsystem des Wirts ständig überreizt wird. durch Antigenexposition in Konzentrationen, die höher sind, als die selbstorganisierte Kritikalität des Immunsystems tolerieren kann, tritt syst. Autoimmunität … auf.
-“Da es sich bei den Anti-PD-1-Antikörpern um Antikörper der Klasse IgG4 handelt und diese Antikörper auch durch wiederholte Impfungen induziert werden, ist es plausibel, dass eine übermäßige Impfung mit dem Auftreten einer erhöhten Anzahl von Myokarditisfällen und plötzlichen Herztodesfällen in Verbindung steht”
“Schließlich ist nicht zu erwarten, dass diese negativen Folgen alle Personen betreffen, die diese mRNA-Impfstoffe erhalten haben. Personen mit genetischer Anfälligkeit, Immundefekten und Komorbiditäten wären wahrscheinlich am ehesten betroffen. ..
…führt dies zu einem beunruhigenden Paradoxon: Wenn Menschen, die am stärksten von der C19-Krankheit betroffen sind (ältere Menschen, Diabetiker, Bluthochdruckpatienten und immungeschwächte Menschen, z. B. HIV), auch anfälliger für die negativen Auswirkungen von mRNA-Impfstoffen sind, ist es dann gerechtfertigt, sie zu boosten?
(Übersetzt mit deepL)
Sehr geehrter Herr Detail
danke für Ihren Bericht. Die IgG-4 Geschichte ist spannend. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass wir das jetzt alles in den Konsequenzen verstehen. Aber es gibt schon Hinweise, dass das Immunsystem unterschiedlich reagiert. Was ich nie verstanden hatte, weshalb wir die zweite Impfung für eine Grundimmunisierung so früh machen. Da gab es zahlreiche theoretische Überlegungen, die eine längere Pause zwischen der ersten und der zweiten Impfung bevorzugt hätten. Wir hatten im Kanton SG vorgeschlagen, die zweite Impfung erst nach 12 Wochen zu machen. Zu Beginn der Impfkampagne hätte man auch rascher mehr besonders gefärdte Impfwillige erreichen können. Doch selbst der dann eingeführte 6 Wochen Abstand führte in den Medien zu so viel Protesten, dass wir bald auf 5 und dann wieder auf 4 Wochen reduzieren mussten. Die Studien wurden einfach nur mit einem Abstand von 3-6 Wochen durchgeführt. Und da wollte niemand etwas anderes wagen.
Eine grundsätzliche Bitte: Wenn Sie hier Studien zitieren, bitte dann auch die Referenz angeben (am Besten mit Link auf die DOI). Wenn Sie Einfach schreiben, „eine Studie von Gazit et al.“ dann hilft das nur beschränkt weiter.
-Danke für die Rückmeldung
-Hier der fehlende Link. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35380632/ zur Studie Gazit et al.
„Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) Naturally Acquired Immunity versus Vaccine-induced Immunity, Reinfections versus Breakthrough Infections: A Retrospective Cohort Study „
Vielen Dank einmal mehr für den interessanten Artikel. Gibt es vergleichbare Studien zu anderen Impfungen, z.B. der lange bekannten Grippe-Impfung? Das würde mir helfen, die Daten einzuordnen.
gute Frage. Gerade vor einigen Wochen habe ich ein Arbeit gesehen, die bei Influenza das Gegenteil beschrieben hat. Aber ich habe die Studie noch nicht gründlich studiert. Aber sicher ein Thema, dem wir in Zukunft besser nachgehen müssen.
Danke, Herr Vernazza
Da ist „etwas dran“, denke ich. Kennen Sie die Arbeit von Christine Stabell Benn? (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=Stabell+Benn+C&cauthor_id=32132681; https://www.linkedin.com/in/christine-stabell-benn/)
danke. Ja ich verfolge die Arbeiten von Christine Benn schon länger. Sie gehört zu den Pionieren der Erforschung der unspezifischen Nebenwirkungen von Impfungen. Im Beitrag vom 31.12.22 habe ich noch mehr von ihrer Arbeit zitiert.
Vielen Dank an alle für die offene Diskussion. Sie zeigt für mich „die umgekehrte Pyramide der Evidenz“: Gerade zu Beginn ist wenig Wissen vorhanden, das erst über die Zeit zunimmt. So sind dann oft erst über Meta-Studien (und damit genügend grosse Samples) verlässliche Erkenntnisse möglich (bspw. Cholesterinsenker, Beta-Blocker, etc.). Aufgrunddessen ist es absolut unverständlich wie die Task-Force und der Bund „absolute“ Botschaften verkündeten, z.B. das Simulationsmodell zur Infektionsausbreitung.
Was auch klar zum Ausdruck kommt, wie schwierig später kausal die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bewiesen werden können. So wird dann das Abwägen zwischen Nutzen und Schaden sehr schwierig. Die Pharma pusht daher ihre neuen Innovationen, da sie den Deckmantel der verzögerten Evidenzerarbeitung nutzen kann. Aber man tut so, als wäre es klar und der Nutzen die möglichen Nebenwirkungen übersteigt (WZW). Wir wissen gar nicht, wie viele Nebenwirkungen wir in Kauf nehmen für den propagierten Nutzen, der GROSS geschrieben wird. Es ist Zeit, dass die „Heilsversprechungen“ stärker hinterfragt werden.
Vielen Dank für die sachlichen Diskussionen. Extrem wertvoll! Ich habe eine Frage zur Datenerhebung: In D dürfen die gesetzlichen Krankenkassen den Impfstatus nicht als Risikomerkmal benutzen. Die privaten könnten es, weigern sich aber vehement dagegen. Wie ist die Situation in der Schweiz? Denn durch derartige aktuarielle Datenauswertung könnten doch gerade Langzeitfolgen in einer hervorragenden Güte (Stichprobengröße) bewertet werden.
Danke für den Kommentar. Ich bin zu wenig mit den Methoden der Datenerfassung vertraut. Vielleicht kann sonst jemand diese Frage beantworten. PV