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Am 10. Oktober 2004 ist der amerikanische Filmstar Christopher Reeve im Alter von 52 Jahren an den Komplikationen seiner Querschnittlähmung gestorben.
Nach seinem Reitunfall 1995 wurde Reeve ein grosser Verfechter der tierexperimentellen Forschung und gründete die "Christopher Reeve Paralysis Foundation", um vor allem Tierversuche zur Erforschung von Querschnittlähmungen zu fördern und zu finanzieren. 1996 ging der erste "Christopher Reeve-Forschungspreis" an den Zürcher Tierexperimentator Martin Schwab. Reeve behauptete mehrmals, dank Tierversuchen würde er bis zu seinem 50. Geburtstag wieder laufen können.
Nach seinem Tod sind die üblichen unkritischen Berichte in den Medien erschienen, wo behauptet wurde, dass in den letzten Jahren "enorme Fortschritte" bei der Erforschung von Querschnittlähmungen gemacht worden seien – vor allem dank dem Einsatz von Reeve. Wegen seines Todes und der daraus folgenden Sympathiewelle wird die tierexperimentelle Forschung auf diesem Gebiet zweifellos noch intensiviert. Tatsache ist aber: Die Fixierung auf unzuverlässige, nicht aussagekräftige Tierversuche garantiert, dass Querschnittlähmungen unheilbar bleiben (siehe Mythos Tierversuch: Querschnittlähmung heilen).
Wir benötigen eine neue Generation von Forschern, die auf Tierversuche verzichten und sich auf eine Humanmedizin im wahrsten Sinne des Wortes konzentrieren. Um echte Fortschritte zur Linderung und Heilung von Querschnittlämungen zu erzielen, müssen Forscher aussagekräftige, auf den Menschen bezogene Methoden anwenden. Die Broschüre Tierversuche aus kritischer Sicht berichtet ausführlich über solche Methoden (siehe insbesondere S. 13-17).
Dr. med. Dr. phil. II
Christopher Anderegg