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Fernando Alonso verbinden schöne und weniger schöne Erinnerungen mit der Rennstrecke in Interlagos (Br). 2005 und 2006 wurde er hier zum Weltmeister gekürt. 2007 schnappte ihm aber Kimi Raikkönen die WM vor der Nase weg und verhinderte somit den Titel-Hattrick.
Alonso als Spielverderber?
Nun strebt Sebastian Vettel die 3. WM-Krone in Serie an. Und diesmal könnte Alonso der grosse Spielverderber sein. Schliesslich hat der Spanier noch eine Rechnung offen mit dem Red-Bull-Piloten.
Vor 2 Jahren war die Ausgangslage beim Saisonfinale in Abu Dhabi genau umgekehrt. Alonso ging mit einem Vorsprung von 15 Punkten ins letzte Rennen. Der Rest ist Geschichte: Der Ferrari-Pilot schaffte es nur auf Platz 7, während Vettel den Sieg holte und sich überraschend zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte krönen konnte.
«Unter normalen Umständen können wir nicht um den Sieg mitfahren», schätzte Alonso nun die Ausgangslage vor dem Rennen in Interlagos ein. Darum hofft er auf ein «chaotisches Rennen und Regen», auch wenn das für alle anderen - ihn eingeschlossen - riskanter werde. «Das könnte für Vettel ein Nachteil werden», sagte der Spanier, und darauf müsse man eher hoffen als auf eine bessere Klassierung seinerseits vor dem Red-Bull-Piloten. Schliesslich reicht Vettel Platz 4 zum Titel.
Keine Schützenhilfe von Massa
Dass Alonsos Teamkollege Felipe Massa das Zünglein an der Waage spielen könnte, verneinten beide Ferrari-Piloten. Massa startet unmittelbar hinter Vettel. Doch auf die Bemerkung hin, ob er seinem Teamkollegen Schützenhilfe in Form eines Crashes mit Vettel leisten wolle, reagierte der Brasilianer erbost. «Ich bin ein ehrenhafter Fahrer», so Massa, «ich werde mich strikt an die Regeln halten.»
Eine Rückversetzung wie vor Wochenfrist in Austin (USA) wollte er ebenfalls nicht hinnehmen. «Das lasse ich nicht zu, dazu ist mir das Heimrennen zu wichtig», liess sich Massa zitieren.
Vettel bleibt (vorerst) cool
Vettel lässt sich durch den Rummel im Vorfeld zumindest äusserlich nicht aus der Ruhe bringen. «Ich erwarte gar nichts», meinte der 25-Jährige. Er werde sich normal auf das Rennen vorbereiten und versuchen, angemessen zu reagieren, «je nach dem wie sich die Situation von der ersten Kurve an entwickelt».