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Teil 1: BEGINN UND ENDE DES SEENOTRETTUNGSPROGRAMMS MARE NOSTRUM
Angesichts eines dramatischen Schiffsunglücks vor Lampedusa, bei dem mindestens 360 Menschen starben, richtete Italien am 18. Oktober 2013 das Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum ein. Obwohl rund 150.000 Kinder, Frauen und Männer gerettet werden konnten, musste das Programm schon ein Jahr später auf Grund fehlender Unterstützung durch die EU aufgegeben werden. Es wurde ersetzt durch das europäische Grenzkontroll-Programm Triton, das Seenotrettung entsprechend nicht zum obersten Ziel hat. Durch das Fehlen eines europäischen Seenotrettungsprogramms starben Tausende Menschen auf der Flucht im Mittelmeer.
Warum eine Kampagne im Vorfeld der Europawahlen?
Im Vorfeld der Europawahlen und vier Monate nachdem der Bundesrat der Aquarius die schweizer Flagge verweigerte, startet SOS MEDITERRANEE eine Kampagne, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die politischen Akteure an ihre Verantwortung in Bezug auf die Einhaltung des See- und Völkerrechts zu erinnern.
„Seien Sie menschlich, retten Sie Leben und halten Sie sich an geltendes Recht!“ – so lautet der Aufruf von SOS MEDITERRANEE an die Entscheidungsträger des europäischen Kontinents.
Der Aufruf besteht aus einer mehrteiligen Serie aus vier kurzen Videos, produziert vom Filmemacher Benoit Musereau. Die deutsch- und englischsprachigen Videos werden von der Schauspielerin Heike Makatsch gelesen. Die Illustrationen wurden vom französischen Karikaturisten Rodho exklusiv für diese Aktion der Seenotrettungsorganisation angefertigt.
Begleitend zu den animierten Clips gibt es auch eine digitale und gedruckte Broschüre, die einige Schlüsselbegriffe des Seerechts erläutert und die Erosion geltenden Völkerrechts in den letzten Jahren aufgrund spezifischer Ereignisse sowie deren Folgen auf See.
#RespectLawOfTheSea