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Erfolgreich üben
Juhui, neue Noten! Aber wie studiere ich jetzt dieses Werk optimal ein? Ein paar allgemeine Ratschläge.
- Wenn eine Aufnahme dieses Stückes vorhanden ist, egal ob Originalbesetzung oder Bearbeitung, höre ich diese so häufig, bis ich die Melodie singen kann.
- Ab Übungsbeginn wähle ich das Tempo so, dass alles korrekt gespielt werden kann: der Rhythmus, die Noten, der Fingersatz, die Artikulation (breit, spitzig, weich, hart, etc...), das Register.
- Obwohl ich langsam übe, behalte ich das Endtempo in Erinnerung, damit der Fingersatz und die Registerwechsel brauchbar bleiben.
- Die Musik besteht aus lauter Übergängen und Wechseln. Das kann sein: 2 Akkorde, 2 Takte, 2 verschiedene Rhythmen, 2 Passagen mit einem Sprung oder ein Takt- oder Tempowechsel. Es kann aber auch eine Wiederholung oder ein erster und zweiter Schluss sein. Ich muss vor allem diese Wechsel trainieren.
- Ich übe zuerst selten vorkommende Stellen. Beispiel: der Titel, den ich gerade übe, hat im ersten Teil eine Wiederholung. Am Schluss wird dieser Teil nochmals mit einem Da Capo gespielt. Das Trio hat ebenfalls eine Wiederholung. Der 2. Teil kommt nur einmal vor, dshalb übe ich zuerst den 2. Teil. Es kann aber auch eine einzelne Passage sein, die im Stück nur einmal vorkommt. Dann übe ich zuerst diese Passage, damit ich die entsprechende Routine erhalte.
- Wenn ich mitten im Werk einsetze, beginne ich nicht beim Doppelstrich, sondern ein paar Schläge oder Takte vorher, damit ich den Übergang mittrainieren kann.
In Anlehnung an M.A. Gieseke "Clever üben, sinnvoll proben, erfolgreich vorspielen", Zimmermann Verlag Frankfurt 1999
Im nächsten Beitrag geht es um Stellen, an denen wir trotz fleissigem Üben immer wieder "stecken bleiben".
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