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Wasserkunde
Von Meeren und unterschiedlichen Mineralwässern.
Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt; deswegen wird die Erde auch "der Blaue Planet" genannt. Die Zusammensetzung der Meere hat sich seit etwa drei Milliarden Jahren kaum verändert. Meerwasser enthält in jedem Liter bereits 35 Gramm Kochsalz und geringe Mengen anderer Salze in gelöster Form. Diese hohe Salzkonzentration macht das Meerwasser für den Menschen und die auf dem Festland lebenden Tiere ungeniessbar. Nur der Wasserkreislauf ermöglicht es, dass auf den Landflächen unseres Planeten Süsswasser für die Evolution der Landtiere und des Menschen zur Verfügung stand und steht.
Über den riesigen Flächen der Meere verdunstet ständig enorm viel Wasser, das sich bei diesem Prozess in unsichtbaren Wasserdampf verwandelt. Bei der Abkühlung entstehen daraus Wolken, oder es bildet sich Nebel. Und wenn die Wolken vom Wind über Berge getrieben werden, wo sie noch mehr abkühlen, entsteht Regen, Schnee oder gar Hagel.
Die Landmassen der Erdoberfläche veränderten sich im Verlauf der Jahrmillionen allerdings unaufhaltsam. Aus ehemaligen Meeressedimenten entstanden neue Schichten, die durch starke Erdbewegungen zu Gebirgen aufgeschichtet wurden. Deshalb hat heute fast jede Region der Erde eine eigene Oberfläche und einen einzigartigen Untergrund.
Dies ist auch der Grund, weshalb die Quellen, aus denen versickertes Regenwasser wieder an die Oberfläche gelangt, unterschiedliche chemische Zusammensetzungen aufweisen. Das ist einerseits durch die geografische Lage und vorhandene Gesteinsschichten bedingt, andererseits durch die Aufenthaltszeit des Wassers im Erdreich. Ist sie nur kurz, bleibt der Mineralstoffgehalt gering.
Einige von der Natur privilegierte Quellen fördern hingegen Wasser zutage, das rund 20 bis 50 Jahre lang durch zahlreiche Gesteinsschichten gesickert ist, bevor es wieder zutage tritt. Solches Wasser ist mit wesentlich mehr Mineralsalzen angereichert als gewöhnliches Trinkwasser und wird deshalb von den Menschen zu Recht als "Mineralwasser" verehrt. Welche Mineralien darin enthalten sind, hängt weitgehend vom zufällig in der Region vorherrschenden Aufbau der Gesteinsschichten im Erdinneren ab. Dies erklärt die oft zum Teil erheblichen Unterschiede im Mineralgehalt der verschiedenen Wässer.