Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/191703

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, auf folgende Fragen Antwort zu geben:</p><p>1. Teilt er die Ansicht, dass die Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Schweiz eine nationale Aufgabe ist, und wird er im Rahmen der nächsten Kulturbotschaft eine Strategie zur Erhaltung des kulturellen Erbes der Schweiz vorlegen?</p><p>2. Wie gedenkt er das kulturelle Erbe im Bereich der darstellenden Künste und der Fotografie zu bewahren, wenn die Stiftung SAPA (Schweizer Archiv der darstellenden Künste) sowie die Fotostiftung Schweiz vom Bund nicht als Sammlungen unterstützt werden?</p><p>3. Wie will er die Finanzierung der Stiftung SAPA sicherstellen, einer Stiftung, die auf den Wunsch des Bundes entstand?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Schweiz ist eine gemeinsame Aufgabe aller relevanten Akteure (Bund, Kantone, Städte, Gemeinden und Private). Der Bund trägt aktiv zu dieser Aufgabe bei, indem er eigene Gedächtnisinstitutionen führt, wie zum Beispiel das Schweizerische Nationalmuseum, die Schweizerische Nationalbibliothek sowie die Museen und Sammlungen des Bundesamtes für Kultur (BAK). Im Weiteren vergibt das BAK gestützt auf Artikel 10 des Kulturförderungsgesetzes (KFG; SR 442.1) Finanzhilfen an Dritte zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Schweiz. Eine übergeordnete Strategie im Sinne einer nationalen "Memopolitik" des Bundes wurde vom BAK mit Bericht vom 1. Mai 2008 zur Diskussion gestellt. Die Anhörung der interessierten Kreise zum Bericht ergab im Wesentlichen, dass auf eine zentrale Regulierung der Memopolitik durch den Bund verzichtet werden soll. Die Frage der Erhaltung des kulturellen Erbes der Schweiz wird in der neuen Kulturbotschaft für die Jahre 2021 bis 2024 weiterhin einen wichtigen Platz einnehmen.</p><p>2. Der Bund unterstützt bereits heute im Rahmen von Leistungsvereinbarungen vielfältige Leistungen zugunsten der Sammlungen der Stiftung SAPA und der Fotostiftung Schweiz. Dazu zählen beispielsweise der Ausbau, das Bewahren und die Vermittlung ihrer Sammlungen.</p><p>3. Die Stiftung SAPA ist im Jahr 2017 aus einer Fusion der Stiftung Schweizer Tanzarchiv und der Stiftung Schweizerische Theatersammlung hervorgegangen. Die von allen beteiligten Akteuren als zielführend erachtete Fusion diente der Stärkung der Synergien einer spartenübergreifenden Tätigkeit im Bereich der darstellenden Künste. Die vormalige STA wurde bis Ende 2016 vom BAK und die vormalige STS vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation unterstützt. Von 2017 bis 2020 erhält die Stiftung SAPA Beiträge in der Höhe von durchschnittlich 970 000 Franken pro Jahr. Zusicherungen über die Höhe der Finanzhilfe können für die nächste Förderperiode zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden. Diese Frage wird im Rahmen der Kulturbotschaft 2021-2024 behandelt.</p>  Antwort des Bundesrates.