Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03515.jsonl.gz/1004

Engagement
Afrika beherbert eine Vielzahl von Tieren. Viele von Ihnen sind bedroht und einige stehen kurz vor dem Aussterben. Die folgenden vier Punkte sind eng verzahnt und müssen für jedes erfolgreiche Projekt positiv beantwortet werden können.
Tierschutz
Im Jahr 2007 begann eine Welle der Wilderei, die an die traurigen 1970er- und 1980er-Jahre erinnert, in denen nach vorsichtigen Schätzungen jährlich bis zu 100'000 Elefanten gewildert wurden und die Elefanten in Afrika beinahe ausgerottet wurden. Heute sind die Gebiete im Süden Tansanias (Selous Game Reserve und Ruaha Nationalpark) stark betroffen, in nur wenigen Jahren wurden 60% des Bestandes ausgelöscht, Afrika verliert fünf Elefanten pro Stunde.
Ähnlich schlimm steht es um die Nashörner. Insbesondere in Südafrika wurden und werden Tausende von Nashörnern wegen Ihres Horns umgebracht. Schätzungen gehen davon aus, dass alle neun Stunden ein Nashorn getötet wird.
In den letzten 50 Jahren verloren wir zudem 95% des Löwenbestandes. Wenn das so weitergeht, dann muss damit gerechnet werden, dass in 10-15 Jahren die Löwen aussterben.
Wir berücksichtigen Projekte, die Tiere aus bedrohten Gebieten in sichere Gebiete dislozieren und Anti-Poaching Massnahmen im Allgemeinen. Wenn man sich vor Augen führt, dass der illegale Handel mit Buschfleisch, Tieren und Tierprodukten 30 Milliarden USD pro Jahr umsetzt und in der Grössenordnung das Ausmass des globalen Drogenhandels erreicht hat, dann kann nur ein gemeinsamer, konzentrierter, globaler Effort dieser Katastrophe entgegenhalten.
Landschutz
Nationalparks sind meistens nicht eingezäunt und die Tiere können sich über die Grenzen der Parks hinaus begeben. Insbesondere in Trockenzeiten migrieren Tiere und legen auf althergebrachten Routen lange Distanzen zurück um Wasser und Futter zu finden. Es ist entscheidend, dass nebst den Parks auch Schutzzonen und Korridore definiert werden, auch länderübergreifend.
Wir berücksichtigen Projekte, die bestehende Wildgebiete besser schützen, erweitern oder verbinden wollen.
Es ist nicht einfach, wenn Menschen und wilde Tiere aufeinander treffen. Felder werden von den Elefanten niedergetrampelt, Vieh von Raubtieren gerissen, im Gegenzug legen Jäger Fallen oder die Bauern erweitern Ihre Felder in geschützte Gebiete. Man denke an die Wölfe und die Bären, die wieder in der Schweiz aufgetaucht sind und die Aufregung, die dadurch entstanden ist - man stelle sich das Geschrei vor, wenn unser Nationalpark voller wilder Tiere wäre, die ab und zu einen Ausflug machen ...
Wir konzentrieren uns auf Projekte, welche Konflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und den Tieren verhindern oder lösen und das Verständnis der lokalen Bevölkerung für die wirtschaftliche Bedeutung der Natur und der Tiere fördern.
Wirtschaftliche Faktoren
Wenn grosse Gebiete für Naturparks reserviert werden, dann muss der lokalen Bevölkerung ein alternativer Weg gezeigt werden, wie Einkommen für die Familie generiert werden kann. Naturparks sind in Afrika ein Magnet für Besucher aus aller Welt und generieren in einigen Länder bis zu einem Drittel des Staatseinkommens und haben deshalb eine enorme wirtschaftliche Bedeutung.
Es hat sich gezeigt, dass der Betrieb von hochwertigen Eco-Lodges in den Parks ein zukunftsweisendes Modell ist, welches nicht nur Arbeitsplätze generiert in den Lodges und der Zulieferindustrei, sondern auch durch eine permanente Präsenz von Mitarbeitern und Gästen Wilderei und Landnahmen in den Parks verhindert. Teilnehmer an einer fotografischen Safari tragen also direkt dazu bei, die besuchten Wildgebiete zu schützen und nachhaltig zu bewahren. Die Operator vor Ort stehen in direkter Konkurrenz zu den Anbietern von Jagdsafaris oder industrieller Nutzung der Gebiete. Alle guten Anbieter arbeiten eng mit den lokalen Communities zusammen und beschäftigen Menschen aus der Umgebung der Camps. Dies stärkt insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung das Bewusstsein, dass der Schutz der Natur wichtig und zukunftsweisend ist.
SwissAfrican Travel Service
ist der wirtschaftliche Arm der Foundation und organisiert seit 2009 erfolgreich wunderschöne Reisen und Safaris nach Afrika.