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ACE OF CUPS
Sing Your Dreams
High Moon Records
Die All-Woman-Band Ace Of Cups (benannt nach einer Tarot-Karte) kam 1967 im Summer of Love zusammen. Zum Quintett gehörten Mary Gannon (Bass), Marla Hunt (Piano, Orgel), Denise Kaufman (Gitarre), Mary Ellen Simpson (Leadgitarre) und Diane Vitalich (Drums). Ace Of Cups gelten als eine der ersten reinen Frauenbands. Jimi Hendrix persönlich lud die Band im Juni 1967 ein, für ihn das Vorprogramm zu bestreiten. Anscheinend war er nicht nur vom Aussehen der Damen beeindruckt: «I Heard Some Groovy Sounds Last Time In The States, Like This Girl Group, Ace of Cups, Who Write Their Own Songs And The Lead Guitarist Is Hell, Really Great.» (Aus einem Interview mit Hendrix im Melody Maker). Ace Of Cups traten an diversen Festivals auf und spielten mit vielen namhaften Bands aus dieser Zeit (Jefferson Airplane, The Band, Grateful Dead). Trotz offenkundigem Potential (siehe Video: www.youtube.com/watch?v=DfIDRfO0KBs&list=RDDfIDRfO0KBs&index=1) schaffte es die Band nicht, einen Plattenvertrag zu ergattern. Denis Kaufman erinnert sich: «We Never Really Got An Offer.» Kaufman vermutet, dass eine Frauenband, in der alle sangen damals schlecht zu vermarkten war. 1972 löste sich Ace Of Cups auf. Die Frauen gingen separate Wege, bekamen Kinder und taten, was man als Frau halt so tut. In den 2010er Jahren fanden Ace Of Cups für Konzerte sporadisch wieder zusammen. 2018 erschien dann endlich ihr Debütalbum. Das selbstbetitelte Werk wurde von keinem geringeren als Dan Shea (Mariah Carey, Santana, Jennifer Lopez) produziert und enthält neben neuen Songs auch neu eingespielte Songs aus den Jahren 1965 bis 1969. Mitgeholfen haben n.a. Bob Weir (Grateful Dead), Taj Mahal, Buffy Sainte-Marie und Jack Casady (Jefferson Airplane, Hot Tuna). Anstelle von Marla Hunt war Dallis Craft mit an Bord. Ihr zweites Werk «Sing Your Dreams» wurde wieder mit der Hilfe von vielen namhaften Gästen eingespielt. Und so klingen die zwölf Songs dann auch. Vielschichtig, bunt und lebensfroh. «Jai Ma» und «Basic Human Needs», beispielsweise, sind World-Pop à la Paul Simon, «Put A Woman In Charge» (Beth Nielsen Chapman Cover) offeriert ordentlichen Hardrock und «Little White Lies» klingt solide bluesig.