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Wettbewerb 2011
Das Grundstück an einer der prominentesten Lagen in Zürich bildet den architektonischen Übergang zwischen Gleisbereich, Hauptbahnhof, Sihl und der neugebauten Europaallee. Das Gebäude nimmt die Umgebung auf und repräsentiert die wichtige translokale Funktion des Ortes: Die Formsprache verweist auf gestapelte Schwellen, sich verzweigende Schienenstränge und nebeneinander fahrende Züge.
Trotz der geringen Tiefe teilt das Baufeld den Raum klar in Bahnhofs- und Strassenraum auf. Der Perimeter schreibt eine relativ kleine Grundfläche vor, deshalb wurden für den Baukörper die oberen Geschosse ausgedreht und damit ein klares städtebauliches Zeichen gesetzt.
Die zehn Geschosse des Neubaus werden in fünf Volumen zu jeweils zwei Geschossen gegliedert. Jedes dieser fünf Volumen entwickelt aus dieser Grunddisposition eine Identität. Zur Westseite fallen die fünf Volumen beinahe zusammen. Zum Bahnhofgebäude und dem grossen Aussenraum zur Sihl hingegen fächern sie sich auf und entwickeln eine starke skulpturale Qualität. Der Neubau an der Europaallee verspricht dadurch zu der gewünschten Visitenkarte des gesamten Quartiers zu werden.
Während die Schmalseiten des Volumens opak gehalten sind, löst sich die Tragstruktur der Längsseiten in ein feines Geäst auf. Die hohe thermische aktivierbare Masse und die auch akustisch vorteilhafte Doppelfassade ermöglichen es, zusammen mit einer intelligenten Gebäudetechnik die Voraussetzungen für den MINERGIE-P-Standard zu erfüllen.