Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/50771

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, gemeinsam mit der Swiss Olympic Association zu prüfen, wie die Schweiz Sportlerinnen und Sportler unterstützen könnte, die sich möglicherweise für die Olympischen Spiele qualifizieren werden und die aus kriegsgeschädigten oder im Krieg stehenden Ländern stammen, in denen die sportliche Infrastruktur nicht mehr funktioniert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz kennt das Potenzial des Sports für Entwicklung und Friedensförderung und beteiligt sich an der Diskussion, die auf internationaler Ebene dazu im Gange ist. So wurde z. B. vom 16. bis zum 18. Februar 2003 in Magglingen die erste internationale Konferenz für Sport und Entwicklung durchgeführt, an der Vertreter aus Uno, Politik, Sport, Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen. Erörtert wurden Wege, wie der Sport breiten Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht werden kann, und die vielfältigen Möglichkeiten des Sports, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Friedensförderung zu leisten.</p><p>Im Juli 2003 haben das Bundesamt für Sport und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit ein Konzept zum Themenbereich "Sport und Entwicklung" ausgearbeitet. Es steckt den Rahmen für Aktivitäten ab, die der Bund in diesem Bereich entfalten will. In kriegsgeschädigten Ländern und Krisengebieten soll Sport gezielt unterstützt werden. Dabei geht es in erster Linie um die Förderung von Entwicklungsprozessen, zu denen Sport Wichtiges beitragen kann. Zum Beispiel soll bei benachteiligten Jugendlichen und Kindern die soziale Integration in die Gesellschaft und die Vermittlung von Lebensperspektiven gefördert werden.</p><p>Der Bundesrat engagiert sich also im Rahmen seiner internationalen Zusammenarbeit auch im Bereich des Sports für benachteiligte Gruppen sowie für Institutionen, die diese Gruppen unterstützen. Die Förderung von internationalen Spitzensportlern hingegen gehört zu den Aufgaben der Zivilgesellschaft. Sportentwicklung wird vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sowie von internationalen Sportverbänden seit Jahrzehnten gefördert. Das IOC hat ein für die Förderung von internationalen Spitzensportlern geeignetes Gefäss geschaffen, die "Solidarité olympique". Diese führt im Hinblick auf die Olympischen Spiele ein Programm zur Förderung von Athleten mit hohem Potenzial durch, die von ihrem nationalen olympischen Komitee vorgeschlagen werden und deren sportliche Karriere von einem Mangel an Infrastrukturen, qualifizierten Trainern oder Geldmitteln behindert wird.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.