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Erziehung kann zu neurotischem Verhalten führen, bei Kindern als auch bei Tieren. Neurotisches Verhalten ist laut Sigmund Freud ein Abwehrmechanismus, da sich eine ursprüngliche Energie nicht naturgemäss entfalten kann, sondern abgewehrt wird. So kann sich ein unnatürliches Verhalten entwickeln.
Bei meiner kleinen Hündin konnte ich das beispielsweise gut nachvollziehen. Sie hatte bei der Erziehung zur Stubenreinheit etwas falsch verstanden. Eigentlich geht es ja darum, dass der Hund lernt, sein Geschäft nicht im Haus zu machen. Meine kleine Maus hatte (beim Vorbesitzer, denn ich habe sie mit 5 J. übernommen) anscheinend verstanden, dass es grundsätzlich nicht richtig ist, ihr grosses Geschäft zu machen, denn sie reagierte jeweils etwas verstört, wenn es dazu kam. Durch jeweiliges Bestätigen und Loben lernte sie schliesslich, dass es völlig in Ordnung ist und dass sie nichts falsch macht, wenn sie ihr Häufchen macht.
Dieses Beispiel zeigt mir, dass es kleinen Kindern ähnlich gehen kann. Sie verknüpfen eine Erziehungsmassnahme oder ein Verhalten der Eltern mit der Botschaft, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und sie können seltsame Verhaltensweisen entwickeln wie Bettnässen, Fingernägel kauen, Überanpassung und anderes mehr.