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Der Rennsport ist eine feste Größe im Hause Harley-Davidson: Schon 1914 verkündet man offiziell den werksseitigen Einstieg in den Rennsport. Binnen weniger Jahre erwirbt sich das Rennteam seinen Namen als nahezu unschlagbare „Wrecking Crew“. Am Markt indes bietet Harley-Davidson aufgrund großer Nachfrage erstmals Motorräder mit Beiwagen an.
Im fernen Europa ist zwischenzeitlich der Erste Weltkrieg ausgebrochen. Wenngleich die USA nur ein Jahr lang beteiligt sind, verlässt 1917 jedes dritte Bike das Harley-Davidson Werk als Militärmaschine. 1918 ist es jedes zweite. Etwa 20.000 Bikes ordert die Armee während der Kriegsjahre bei den US-Herstellern, die meisten davon in Milwaukee.
Nach dem Krieg baut Harley-Davidson die Produktion aus: Mit 28.980 verkauften Motorrädern und mehr als 2.000 Mitarbeitern gilt Harley-Davidson 1920 als größter Motorradhersteller der Welt. Die Bikes werden von mehr als 2.000 Vertragshändlern in 67 Ländern angeboten. Im selben Jahr nimmt das Werksrennteam erstmals ein Schweinchen (engl.: „hog“) als Maskottchen mit zu den Rennen. Der Glücksbringer wird zum Namensgeber des Teams: Bald nennt man die schnellen Jungs auf ihren Harleys allerorten „Hogs“.
Schon zu Beginn des neuen Jahrzehnts stürzt der wachsende Wohlstand der Bevölkerung die gesamte Motorradbranche in die Krise – das Zweirad ist als Nutzfahrzeug nicht mehr gefragt. Beinahe jeder Amerikaner kann sich inzwischen ein Auto leisten oder spart zumindest darauf. So bricht unter den Motorradherstellern ein erbitterter Verdrängungswettbewerb aus, und viele Bikeschmieden bleiben auf der Strecke. Harley-Davidson überlebt – nicht zuletzt dank des 1922 präsentierten, 1.200 Kubikzentimeter großen Modells „74“.