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Pfarrei. Die 313 Reformierten sind nach Rorschach eingepfarrt. Obst- und Wiesenbau, Viehzucht. Kleine Rebberge und etliche
Tannenbestände. Die Fülle von Obstbäumen verleiht der Gegend den Charakter eines wahren Parkes. Seit
einigen Jahren arbeiten viele der Bewohner in den Stickereifabriken und mechanischen Werkstätten von Arbon. Sommerfrische
(Pension und Gasthaus Glinzburg in aussichtsreicher Lage). Elektrische Beleuchtung und Druckwasserversorgung.
SchlossKarrersholz und Burgruine Steinerburg. Im Dorf Steinach ist das Flüsschen Steinach kanalisiert. Schöne Pfarrkirche.
Zwei Schulhäuser. Hübsche Privathäuser. An dem nun mit Gras überwachsenen, früher aber einen lebhaften
Verkehr zeigenden Hafen liegt das fürstäbtische Gredhaus (Kornhaus), ein grosses, altertümliches und massives Gebäude,
das mit dem Fall der Abtei St. Gallen
Eigentum des Staates ward und seit der Mitte des letzten Jahrhunderts in Privatbesitz ist.
Die grosse Kunstmühle ist 1900 abgebrannt und seither mit dem Mühlekanal eingegangen. 1802-1832
gehörten zu Steinach auch noch die beiden jetzigen Gemeinden Berg und Tübach. Bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts
waren Ober Steinach und die südl. Ortschaften der Gemeinde der Pfarrei Arbon zugeteilt. 782: Steinaha; 845: Steinaa; 897:
Stenaha. Die Gerichtshoheit in Steinach gehörte zuerst den Freiherren von Enne, dann seit 1358 den Edeln
von Steinerburg und seit 1459 der Stadt St. Gallen, von welcher sie 1490 infolge des Klosterbruches in Rorschach an den Abt
von St. Gallen
überging. Die Kirche wurde schon im 13. Jahrhundert von der Mutterkirche Arbon abgetrennt. Die heutige Pfarrkirche datiert
aus 1742-1746. Geburtsort des Domherrn Popp († 1859), des Führers der st. gallischen Konservativen und Begründers des
ersten konservativen Zeitungsorgans «Wahrheitsfreund» (40er Jahre des 19. Jahrhunderts).
Im sog. Peststrässchen glaubt man ein Stück der ehemaligen Römerstrasse Arbor Felix-Brigantium
nachweisen zu können.
Kreis Heppenheim, am Neckar, der hier die Steinach aufnimmt, und an der Linie Heidelberg-Eberbach-Würzburg der Badischen Staatsbahn, hat eine Simultankirche, Gerberei, Parkettbödenfabrikation, Schiffahrt, Schiffbau, Steinbrüche und
Flecken im Kreis Sonneberg des Herzogtums Sachsen-Meiningen, in einem Thale des Thüringer Waldes, an der rechts zur Rodach gehenden S. und der Nebenlinie Sonneberg-Lauscha der Werrabahn, Sitz eines Amtsgerichts
Bez. und Gem. Tablat 941 m. 7 Häuser, am Rütiberg und an den Quellen der Steinach zerstreut gelegen; 2,5 km ö. der Station Mühlegg der St. Gallen-Mühlegg. 61 kathol. Ew. Kirchgemeinde St. Gallen. Viehzucht. Kt. St. Gallen, Bez. Unter Rheinthal, Gem. Thal).
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