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Oliver Heer
Profisegler
Oliver Heer, 33 Jahre alt, wuchs in der Schweiz am Zürichsee auf. Von klein auf verbrachte Ollie den Grossteil seiner Freizeit auf dem Wasser und segelte verschiedene Boote. Schon bald begann er, auf nationaler Ebene Wettkämpfe zu bestreiten, und sammelte so schon früh wertvolle Erfahrungen.
Ollie zog nach Taiwan, um sein internationales Wirtschaftsstudium fortzusetzen. Dort fing er an, auf grösseren Kielbooten zu segeln, und man darf schon behaupten, dass er sofort süchtig wurde.
Nach Abschluss seines Studiums trat Ollie zunächst in die Unternehmenswelt ein. Erst nach dem frühen Tod seines Vaters beschloss er, seinem Traum zu folgen und Profisegler zu werden. Er zog von der Schweiz an die Südküste Englands, um in der Branche Fuss zu fassen. Nach Abschluss seiner Yachtmaster-Qualifikation dauerte es nicht lange, bis er verschiedene Aufgaben auf verschiedenen Booten übernahm und bei Veranstaltungen im Vereinigten Königreich, im Mittelmeer und in der Karibik wichtige Erfahrungen sammelte.
2018 trat Ollie dem Team von Alex Thomson an Bord der IMOCA 60 HUGO BOSS bei. Bald darauf erhielt er die Möglichkeit, als Bootsführer die Gesamtverantwortung für das Boot zu übernehmen. Im Jahr 2021 nahmen Alex Thomson und Ollie gemeinsam am Rolex Fastnet Race teil, das auch Ollies Debüt in der IMOCA Globe Series war. Insgesamt segelte Ollie über 50 000 Seemeilen zusammen mit Alex an Bord der HUGO BOSS Yachten und schaffte es, eine sehr steile Lernkurve zu durchlaufen, die ihm nicht nur hervorragendes technisches Know-how, sondern auch tiefgreifende Erfahrung beim Segeln von IMOCA-Yachten im Offshore-Wettbewerb verschaffte.
Im November 2022 segelte Ollie an der Route du Rhum. Eine Transatlantik-Einhand-Segelregatta, die seit 1978 alle vier Jahre im Oktober/November ausgetragen wird. Trotz einer Kollision direkt nach dem Start verfolgte Ollie weiter sein Ziel - die Qualifikation für die Weltumsegelung Vendée Globe, für die er sich nun qualifizierte.
Die Vendée Globe
Es war schon immer Ollies Lebenstraum, am Vendée Globe Race teilzunehmen. Ende 2021 entschied er sich für eine Schweizer Kampagne mit dem Ziel, der erste Deutschschweizer Skipper zu werden, der an der Startlinie dieses grossartigen Rennens steht.
Die Route du Rhum 2021 – Destination Guadeloupe markierte den Beginn seiner Qualifikation auf dem Weg zu diesem Ziel. Die Vendée Globe wird sein erstes Solo-Rennen in der IMOCA Globe Series sein. Ollie hat bereits zahlreiche Ost-West-Transatlantikrennen gesegelt und so war ihm dieser Kurs nicht unbekannt.
Ollie liefert nicht nur beim Segeln eine solide Leistung ab, sondern setzt sich auch für Nachhaltigkeit und den Kampf gegen den Klimawandel ein. Beim Segeln arbeitet das Team gerne mit verschiedenen wissenschaftlichen Partnern zusammen, um wertvolle Umweltdaten zu sammeln und führende Wissenschaftler dabei zu unterstützen, die Systeme, die das Klima unseres Planeten bestimmen, besser zu verstehen.