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Jolanda Neff erwischte nicht ihren besten Tag. Der Start gelang der als als Titelverteidigerin angetretenen Europameisterin und Gesamtweltcup-Siegerin zwar vorzüglich, doch schon im ersten Aufstieg vermochte sie mit der Spitze nicht mehr mitzuhalten.
Nach dem Rennen vor 24'000 Zuschauern nannte Jolanda Neff Gründe für ihre nicht optimale Vorstellung. Die 25-jährige aus Thal im Kanton St. Gallen hatte sich vor einer Woche bei einem Sturz im Training eine geringfügige Knieverletzung zugezogen, am Tag vor dem WM-Rennen hatte sie sich ausserdem einen leichten Schnupfen eingehandelt.
"Es ist beides nichts Gravierendes. Doch wegen des Knies habe ich die letzten Tage nicht so trainieren können, wie ich mir es vorgenommen hatte. Auf diesem Niveau entscheiden Details", sagte Jolanda Neff, die sich für den Auftritt vor "diesem fantastischen Publikum" so viel vorgenommen hatte.
Den ersten sechs der sieben Runden drückte Annika Langvad, die Weltmeisterin 2016, den Stempel auf. Die dänische Mitfavoritin legte ein Tempo vor, dem keine der Konkurrentinnen gewachsen war. Zwischenzeitlich lag die Nordländerin über 40 Sekunden vor ihren ersten Verfolgerinnen.
Das Blatt begann sich am Ende des vorletzten Durchgangs zu wenden, als Kate Courtney den Rückstand wettzumachen vermochte. Den entscheidenden Angriff lancierte die Kalifornierin, die bisher noch nie auf einem Weltcup-Podest stand, in einer technischen Passage rund zwei Kilometer vor dem Ziel.
Der Triumph von Kate Courtney ist umso spezieller, zumal sie Annika Langvad als ihr einstiges Idol bezeichnet. Die beiden gehören der gleichen Sportgruppe an und gewannen im vergangenen März gemeinsam das Etappenrennen Cape Epic in Südafrika. Bronze in Lenzerheide sicherte sich die Kanadierin Emily Batty. Sie rettete 15 Sekunden Vorsprung vor Jolanda Neff ins Ziel.