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Fluchtpläne bei Wasseralarm
Gestützt auf das Bundesgesetz über die Stauanlagen (SR 721.101) und die Stauanlagenverordnung des Bundes (SR 721.101.1), müssen Bund, Kanton und Gemeinden Vorbereitungen für die Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung und für deren allfällige Evakuierung im Fall eines Staumauerbruches treffen.
Es ist nicht auszuschliessen, dass durch ausserordentliche Ereignisse wie Hangrutschungen, Hochwasser, Erdbeben, Sabotage oder gar bewaffnete Konflikte Staumauern Schaden erleiden und als Folge davon grössere Gebiete überfluten. Von Fachleuten wird die Gefahr eines Staumauerbruches jedoch grundsätzlich als sehr gering eingestuft.
Unterdessen wurden die im Jahr 2012 den Gemeinden zugestellten Fluchtpläne überarbeitet und aktualisiert. Der Talboden der Gemeinde Ilanz/Glion liegt im Gefahrenbereich mehrerer Stauanlagen, deshalb nachfolgende Informationen zu einigen Neuerungen.
Die aktuellen Fluchtpläne beinhalten folgende Informationen:
- Die Definition des Wasseralarms.
- Das Gemeindegebiet, welches bei einem Staumauerbruch möglicherweise überflutet werden könnte (in der Karte als gefährdetes Gebiet "blau" eingefärbt).
- Die maximale Wasserkote, welche nur erreicht wird, sofern die Staumauer in ihrer ganzen Grösse schlagartig zerstört wird. Dies ist aber praktisch auszuschliessen. Bei Teilbrüchen der Staumauer wird die Überflutung beträchtlich kleiner ausfallen.
- Die Fluchtrichtung (rote Pfeile), in welche die Bewohner beim Ertönen der Wasseralarmsirenen das gefährdete Gebiet unverzüglich zu verlassen haben.
Diese Fluchtpläne dienen als Evakuierungshilfe im Falle eines Wasseralarms.
Abteilung Sicherheit der Gemeinde Ilanz/Glion