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Sozialarbeit: gelernt oder doch nur "ein Bauchgefühl"
Das dritte Mandat im Praxisvergleich
Die Professionellen der Sozialen Arbeit befinden sich in vielen unterschiedlichen Spannungsfeldern. Im Spannungsfeld mit der Klientel, die manchmal nicht unbedingt freiwillig ihre Sozialarbeitenden aufsucht, im Spannungsfeld mit der Gesellschaft, die Auftraggeberin sein kann oder die Arbeit kritisiert, oder und vor allem aber auch im Spannungsfeld mit der eigenen Entwicklung, der Profession und den theoretischen Bezügen, die die Soziale Arbeit definieren. Das dritte Mandat des Tripelmandats ist die Grundlage dieser Arbeit. Im dritten Mandat werden sowohl Theorien wie auch Handlungsanleitungen (wie beispielsweise die Menschenrechte) und die ethisch-moralischen Wertvorstellungen verortet. Die Autorinnen legen mit dieser Arbeit den Schwerpunkt auf die praktizierenden Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen in ihren unterschiedlichsten Arbeitskontexten, die sich in diesen Spannungsfeldern bewegen. Für die Datenerhebung wurde die qualitative Methode des ExpertInneninterviews gewählt. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die ethischen und moralischen Grundlagen für Sozialarbeitende vielfältig und individuell wie theoretisch und praxisorientiert beantwortbar sind. Die Haltung, kritische Reflexion und Evaluation der Sozialarbeitenden sind unumgänglich für die Entwicklungsmöglichkeiten der Profession. Die Durchführung dieser Forschungsarbeit hat gezeigt, wie wichtig sozialarbeiterische Werte für die Praxis sind. Das Tripelmandat konnte in seiner unumstösslichen Relevanz bestätigt werden. Allerdings wurde auch erhoben, dass die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter viele theoretische Argumentations- und Legitimationsmöglichkeiten und Handlungsgrundlagen kennen, diese allerdings nur zum Teil für die Stärkung ihrer Praxis anwenden.