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Abb.: Injektionsbehandlung der Harnblase
(1) Blasenwand, (2) Injektionsnadel
Spritzt man spezielle krampflösenden Medikamente in einer sehr geringen Dosis in einen verspannten Muskel, blockiert es die Schnittstelle zwischen Nerv und Muskel und löst die Verkrampfung der Muskelfasern.
Dies wird seit vielen Jahren sehr erfolgreich bei der Behandlung von Blasenstörungen eingesetzt, so etwa bei der überaktiven Blase und der Dranginkontinenz. Die Überaktivität des Blasenmuskels führt zu verstärktem Harndrang, häufigem Wasserlassen und auch zu unwillkürlichem Harnverlust, einer Dranginkontinenz.
Die Injektionsbehandlung der Harnblase ist ein kleiner operativer Eingriff unter örtlicher Betäubung. Die Blaseninnenwand wird zunächst mit Hilfe eines örtlichen Betäubungsmittels unempfindlich gemacht. Während einer Blasenspiegelung wird dann das in Kochsalzlösung aufgelöste Toxin mit einer feinen Injektionsnadel von innen in die Blasenwand gespritzt. Nach fünf bis sieben Tagen entfaltet der Wirkstoff dort seine Wirkung und dämpft den überaktiven Blasenmuskel für bis zu zwölf Monate. Treten wieder Beschwerden auf, kann die Injektion wiederholt werden.